Mr. 271. V Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illufirirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions: Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Volksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Mittwoch, den 18. November 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Härte seiner Anordnungen laut wurden, auch wenn er nichts zusprechen und von ihnen Mittheilungen über die Zustände im Des ,, Bußtages" wegen erscheint als Errichtung von Aufenthaltsräumen, Lüftungseinrichtungen, allgemeiner zu erhalten. am Donnerstag keine Zeitung. genügend breite Gänge zwischen den Maschinen verlangt hatte. " Ich bin mir nicht bewußt, jemals die Grenze des Moth wendigsten überschritten zu haben." Das ist doch ein zu unsicherer und zeitraubender Umweg; der grade und kürzere Weg ist, daß der Beamte sich mit allen Arbeitern des Betriebes in Verbindung sehen kann. Also: entweder sind die Fabrikanten in Reuß j. 2. Iauter Aber gerade hierbei zeigt sich, wie das Unternehmerthum Engel, die alle erforderlichen Einrichtungen schaffen, und nur seine Gewalt benußt, um alle Schußgefeße illusorisch zu machen. Die Unternehmer in der älteren Linie von Reuß haben sich die bösen Geister nieder: Mit offenem Widerstande gegen die Anordnungen der und die Gewerbe- Aufsicht. gelaffen oder aber der Beamte für die jüngere Linie fordert Beamten geht allerdings nur ein kleiner Theil der Unterzu wenig, wie auch die Arbeiter Gera's bestätigen, und daher sind nehmer vor; so meldet der Potsdamer Bericht:„ UnInst So ungenügend die deutsche Gewerbe Aufsicht schon aus auch die Unternehmer mit ihm zufrieden. und Widerstreben werden zuweilen den Forderungen zur Mangel an Beamten ist, noch unzureichender wird sie dadurch, Daß die letteren Ursachen die maßgebenden sind, spricht bygienischen Verbesserung der Arbeitsräume entgegengestellt. Die daß das Unternehmerthum den Anordnungen der Beamten einen auch die Einleitung zu den Bayerischen Berichten aus. billigsten Forderungen mußten selbst bei tapitalträftigen zähen Widerstand entgegensetzt, wobei es durch die häufig lächerlich Das Verhältniß zu den Arbeitgebern bängt meistens von dem Firmen nicht selten durch die höhere Verwaltungsbehörde er geringen Strafen, die von den Gerichten verhängt werden, noch jeweiligen Ergebniß der Inspektion ab." Das heißt: entdeckt der zwungen werden." Jm Bezirk Opppelu begegnet der Beunterstützt wird. Wenn z. B. ein Arbeitgeber, der einen Brief Beamte Mißstände, dann ist der Unternehmer unzufrieden. amte einem zähen Widerstande nur bei wenigen Eisen- und Zink des unterfränkischen Gewerbe- Jnspektors an einen Arbeiter Vorhanden sind solche Mißstände noch immer überall, aber hütten, dort aber findet er eine Opposition, die augenscheinlich widerrechtlich geöffnet hatte, zu 10 Mart Geldstrafe mancher Beamte sieht nichts, der andere sieht etwas mehr. Das von einer Stelle aus fyftematisch geleitet wird." verurtheilt wird, so wirkt dies sicherlich nicht abschreckend, sondern hängt von der Befähigung des Beamten ab, von seinen allge Der Hauptwiderstand geschieht versteckt und ganz be ermunternd auf den Unternehmer, sich Einblick in die Beziehungen meinen sozialpolitischen und hygienischen Kenntnissen, von sonders dadurch, daß die Arbeiter von den Unter. feiner Arbeiter zum Gewerbe- Juspektor zu verschaffen. Und von der Zeit, die ihm zur Gewerbe- Inspektion übrig bleibt nehmern verhindert werden, dem Beamten ihr ähnlichen Vorkommnissen wird Jahr für Jahr berichtet. und vor allem auch davon, ob er genügend Fühlung Leid zu klagen. Der Widerstand des Unternehmerthums gegen die Gewerbe- mit den Arbeitern hat, um durch diese auf die Durch die ganze Art der heutigen Gewerbe- Aufsicht wird Aufsicht ist natürlich abhängig von der Energie und der An- in den Arbeitsräumen vorhandenen Mißstände aufmerksam es dem Arbeiter sehr schwer, mit ihr in Verbindung zu treten. schauungsweise des Aufsichtsbeamten; betrachtet derselbe gemacht zu werden. Ein Besuch des Beamten, den er kaum In den meisten Fällen fennt er weder Namen noch Wohnort des die Gewerbe- Ordnung ähnlich wie Herr v. Stumm als ein Aus- einmal jährlich in einer ihrem ganzen Wesen nach ihm fremden Beamten noch dessen Sprechstunde; in kleinere Ortschaften kommt nahmegesetz gegen die Unternehmer, so wird er es so milde an- Anlage abstattet, bietet ihm unmöglich Gelegenheit, genügenden der lettere nur auf furze Zeit. Diesen Uebelständen wäre ab= wenden, daß diese sich über nichts zu beklagen haben und er das Einblick zu gewinnen; er muß dabei einen fachkundigen zuhelfen, wenn angeordnet würde, daß, wie in England, in freundliche Entgegenkommen der Unternehmer loben fann. Zum Führer haben und der ist der Unternehmer nicht, denn jeder der Gewerbeaufsicht unterstehenden Anlage an einer ficht= Beweis zwei Beispiele: Die Fürstenthümer Reuß j. 2. und dieser hat das Bestreben, alle Mißstände zu verdecken, um nicht baren Stelle ein von dem Beamten zu lieferndes großes Plakat Reuß. 2. haben beide hochentwickelte Textilindustrien; zu deren Beseitigung, die ja stets mit Geldtoften verknüpft ift, angebracht wird, auf dem Name, Wohnort und Sprechzeit an. in beiden Staaten sind die Zustände in den Fabriken in veranlaßt zu werden. Das spricht endlich einmal auch ein Auf- gegeben ist. gleicher Weise unerfreulich; ganz abgesehen von den niedrigen fichts. Beamter ganz cffen und deutlich aus. Im Bericht für Löhnen und langen Arbeitszeiten müssen die Arbeiter über die 1895 fagt der Beamte für Sachsen Altenburg: gesundheitliche Beschaffenheit der Arbeitsräume flagen, besonders über Mangel an Bentilation, Staub und Dunst, raschen Temperaturwechsel, und die oft efelerregende Unreinlichkeit der Aborte wegen deren Ueberfüllung; auch sind die Schüßenfang vorrichtungen so ungenügend, daß Jahr für Jahr Arbeiter verlegt und getödtet werden. Der Beamte von Reuß jüngerer Linie schreibt nun: Meine Wünsche und Forderungen erledigten sich meist durch ein mehr oder weniger bereitwilliges Entgegenkommen eitens der Arbeitgeber; in keinem Falle sah ich mich veran laßt, meinen Ansprüchen durch weitere Mittel Nachdruck zu ver= leihen." Dagegen berichtet der Beamte von Reuß ä. L., daß seine Beziehungen zu den Arbeitgebern wie im Vorjahre ja ganz gut waren, aber hier und da Klagen der Unternehmer über die 122] Rienzt. Der lehte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Wenn sie teine Pferde haben," rief der Ritter, so sind wir gerettet." Der Feind schien auch kaum an ihre Verfolgung zu denken, sondern nur ihre Flucht zu beobachten. Plöglich brachte sie eine Wendung des Weges vor eine große Fläche wüsten Landes, das den Abhang des Berges unterbrach. An dem Anfang dieser Fläche beleuchtete die Sonne die glänzenden Harnische eines langen Zuges von Reitern, den die Windungen des Weges bisher dem Ritter verborgen hatte. Er machte plöblich Halt, der Rückzug war abgeschnitten, das Vordringen schien ihm sehr mißlich. Jedes Auge der kleinen Schaar des Ritters blickte zuerst auf den zahlreichen Feind, dann auf ihren eigenen Anführer. Wenn Ihr wollt, ebler Herr!" sagte der Hauptmann der Nordländer, indem er die Unentschiedenheit seines Ge bieters bemerkte, so wollen wir kämpfen bis auf den letzten Mann. Ihr seid der einzige Italiener von allen, die ich tannte, für den ich gern sterben möchte." Diese treuherzigen Worte wurden von den übrigen beifällig vernommen, und die Krieger drängten sich dichter um den Ritter. Für den Aufsichtsbeamten ist die Unterstützung durch die Arbeiter bei der Ermittelung der Ungefeßlichkeiten und vor allem von Härten und Mißständen in den Betrieben durch aus erforderlich; denn es liegt auf der Hand, daß der Beamte bei den laufenden Revisionen nur die offen zu Tage tretenden Unzuträglichkeiten wahrnehmen kann, daß in manche Verhältnisse ihm dabei aber ein Einblick nicht gegeben ist." " Aber damit wäre noch lange nicht für alle Arbeiter die Möglichkeit gegeben, mit dem Beamten in Berfehr zu treten, auch wenn der Beamte, wie dies meist geschieht, sich jederzeit sprechen läßt, um den Arbeitern recht viel Gelegenheit zu Besuchen zu schaffen. Die Arbeiter kommen nicht, weil fie Gefahr laufen, dafür mit der Hungerpeitsche gezüchtigt zu werden. Bereits in den Berichten der früheren Jahre, besonders 1894, haben verschiedene Beamte dies unumwunden zugegeben. Der Reichsbericht, der bisber diese Schattenfeite der Gewerbe- Aussicht nur streifte, spricht 1895 offen aus: Nebenbei bemerft: im Register zum Reichsbericht ist aus dem durchaus erforderlich" ein sehr wünschenswerth" geworden! Ohne Verwässerung geht's mum einmal nicht. ,, Als unerfreulich muß es bezeichnet werden, daß noch immer Der Beamte für Sachsen- Altenburg meint, daß er schon aus nicht wenige Arbeitgeber die Beziehungen zwischen den diesem Grunde die Uebertragung der Resselrevision für eine Aufsichtsbeamten und den Arbeitern mit Mißtrauen be glückliche Einrichtung halte, weil er dadurch Gelegenheit betrachten und theilweise sogar bestrebt sind, die Arbeiter komme, wenigstens mit den Heizern sich unter vier Augen aus- daran zu hindern, Klagen bei den ersteren anzubringen." dem unvermutheten Angriffe einer überlegenen Anzahl Bewaffneter dort oben entgangen ist, und indem ich Eure Hilfe als Ritter vom Ritter, und als Krieger vom Kriegsmann in Anspruch nehme, stelle ich meinen Trupp unter den Schuß Eures Führers." Herr Ritter!" erwiderte einer, welcher Hauptmann der Bande zu sein schien, es thut mir leid, einen Mann von so edlem Aeußern aufzuhalten, und umso mehr, da ich das Wappen von einem der mächtigsten Häuser Italiens auf Eurem Banner erkenne. Aber unser Befehl ist ein strenger, und wir müssen alle Bewaffneten nach dem Lager unseres Generals bringen." Ein edler Anblick," sagte der gefangene Ritter mit Bes geisterung, als er sein Pferd anhielt, und diese mit wildem und friegerischem Treiben erfüllten Straßen, die sich überall in rechten Winkeln durchschnitten, betrachtete. Einer von den Hauptleuten der großen Kompagnie, welcher neben ihm ritt, lächelte wohlgefällig. " " Es giebt wenig Feldherren, die dem Fra Moreale gleich kommen," sagte er, und so zusammengerafft aus den Schlupfwinkeln in Höhen und Wäldern, und vom Marktplaß, aus den Gefängnissen und dem Palaste seine Truppen auch sind, so hat er sie doch so zu diszipliniren gewußt, daß sie selbst die Krieger des Reiches beschämen " Ich war lange abwesend aus meinem Vaterlande," würden." erwiderte der Ritter, und wußte nicht, daß in Toscana Der Ritter spornte sein Roß über eine der Brücken Krieg geführt werde. Erlaubt mir, nach dem Namen des und befand sich bald im Lager. Derjenige Theil, in den Generals zu fragen, von dem Ihr sprecht, und zugleich er zuerst kam, verdiente jedoch wenig das Lob, welches der nach dem Namen Eures Feindes." Disziplin der Armee ertheilt worden war. Der Ritter, der Der Hauptmann lächelte. Walter von Monreal ist mehr an die strenge Regelmäßigkeit der englischen, der General der großen Kompagnie, und Florenz sein französichen und deutschen Disziplin gewöhnt war, glaubte jeßiger Feind." nie ein wüsteres und unordentlicheres Treiben gesehen zu " Wir sind also in freundliche Hände gefallen," er haben. Hier und da trieb wildes, halb nacktes Gesindel widerte der Ritter nach einer kleinen Bause. Dem Walter das Vieh, welches es eben von seinen Raubzügen mitbrachte, von Monreal bin ich von früherhin bekannt. Erlaubt, daß vor sich her. Bisweilen versammelten sich Frauenzimmer ich zu meinen Gefährten zurückkehre und ihnen sage, der plaudernd und gestikulirend um die Gruppen der NordBufall, der uns zu Gefangenen gemacht, sei uns wenigstens männer, welche trotz der reinen heiteren Luft des so günstig gewesen, daß wir nur dem erfahrensten Krieger Sommermorgens schon in Trinkgelagen begriffen waren. unserer Zeit uns zu unterwerfen haben." Flüche, Gelächter oder Bant erschallte von allen Seiten, und dann und wann wurde ein heftiger Kampf mit scharfen Messern durch die wilden Banditen Calabriens oder der Apenninen vor den Augen und fast auf dem Wege des Buges begonnen und beendigt. Taschenspieler, Gautler und Hausirer zeigten ihre Künfte oder ihre Waare tehrten, sehr vertraut zu sein. Die Gefangenen ließ man Der Ritter näherte sich jetzt mit seinem Zuge. Es wurde nicht unbehelligt vorbei, obgleich sie durch die Reiter, welche ihnen das Wort abgenommen, keinen Versuch zur Flucht zu fie begleiteten, beschützt wurden. Schmußige und zerlumpte machen, und ein Detachement von dreißig Heitern ward Kinder schienen wie Pilze aus dem Boden zu schießen, befebligt, die Gefangenen nach dem Lager der großen Rom- und umgaben ihre Pferde wie Bienenschwärme, das mißpagnie zu führen. tönendste Geschrei ausstoßend und mit wilder Geberde Geld Sie entfernten sich von dem Hauptwege, und nachdem mehr fordernd als erbettelud, welches, wenn sie es erhielten, sie durch einen Engpaß und durch eine Strecke Waldes ge- sie nur noch unersättlicher zu machen schien. Bisweilen tommen waren, erblickten sie endlich vor sich eine weite erblickte man unter ihnen die großen und glänzenden Augen, Die fremden Krieger begrüßten ihn, als er mit dem Ebene mit Belten bedeckt, deren Anzahl nach den damaligen und die halb traurigen, halb lächelnden Züge junger prächtigen Banner, das in der Sonne flatterte, auf sie zuritt. Begriffen und nach der Art, wie in Italien Krieg geführt Mädchen, deren kaum der Kindheit entwachsene Jugend Das war eine gute Vorbedeutung. wurde, ein mächtiges Heer andeutete. Nur ein Fluß, über ihre verlassene und unglückliche Lage nur noch rührender den roh gearbeitete Brücken in der Eile geschlagen waren, machte. trennte die Reiter von dem Lager. " Nein, meine braven Bursche," sagte der Colonna, sein Der Italiener wendete sein Roß, um zu seinen Ge Visir erhebend, wir sind nicht bestin mt, nachdem wir so fährten zurück zu reiten. viele Schicksale erlebt, in einem ehrlosen Kampfe unter- Ein schöner Ritter und ein kühner Mann," sagte der zugehen. Sind dieses Räuber, wie wir vorausseyen müssen, Hauptmann zu seinem Nachbar, obgleich ich kaum glaube, so fönnen wir unsere Sicherheit noch erfaufen. Sind es daß dieses die Gesellschaft ist, welche wir auffangen sollten. die Truppen irgend eines Herrn, so geht uns die Fehde Aber seine Leute scheinen aus dem Norden zu sein. Dann und schienen mit dem unruhigen Markt, auf dem sie vernichts an, in die er verwickelt ist. Gebt mir das Banner, dürfen wir vielleicht hoffen, sie anwerben zu können. ich will zu ihnen reiten." Nein, edler Herr," sagte Giulio, solche Wegelagerer achten nicht immer eine Friedensfabue. Es ist Gefahr " Eben deshalb troßt ihr Euer Anführer. Schnell!" Der Ritter nahm das Banner und ritt langsam auf die feindliche Schaar zu. Als er sich ihr näherte, mußte er ihre Waffen, die Kraft und Schönheit ihrer Pferde und die Disziplin, welche unter ihnen herrschte, bewundern. " Ihr Herren!" sagte der Ritter, ich tomme zugleich als Herold und als Anführer des fleinen Buges, der eben ( Fortfehung folgt.) Unterfranken, Schwaben, Chemnitz, Aue, Württemberg I, Baden, Der Reichsbericht führt aus Unterfranken, der Pfalz, derart, daß der Kriegsminister noch einmal den Versuch| Staatswesen ausübt, überaus schwer, der Kreuz- Beitung" Schwaben, Württemberg III, Lothringen solche Fälle an; wenn zu reden machte. Was er sagte, blieb aber im ganzen aber scheint dieser Einfluß noch immer nicht weit genug zu die Aufsichtsbeamten wollen, fönnten sie aus dem ganzen Hause unverständlich. Nachdem Bassermann für die gehen. Sie läßt sich aus Wien unterm 13. November einen Deutschen Reiche Zeugniß dafür ablegen. Und aus Frankfurt a. D., Nationalliberalen und Pflüger speziell für seinen Wahl- Artikel vom lebendigen und vom todten Fisch" schreiben, Oppeln, Potsdam, Magdeburg, Arnsberg, Kaffel, Köln, Oberbayern, freis Karlsruhe noch gesprochen und letzterer die Angriffe deffen offiziöser Ursprung schon an der ungeheuer geiſtHessen II, Braunschweig, Schwarzburg- Sondershausen, Reuß j. 2., auf den gemeuchelten Siepmann energisch zurückgewiesen reichen" Einleitung zu erkennen ist. In diesem Aufsatz Oberelsaß, Lothringen, Reuß ä. L. wird gemeldet, daß die Arbeiter den hatte, was vorher bereits durch Genosse Bebel unter wird die Behauptung aufgestellt und zu verfechten gesucht, Aufsichtsbeamten gegenüber eine sehr große Zurückhaltung zeigen stürmischem Beifall der Linken geschah, wurde die Ver- daß die Galizianer bei weitem noch nicht in dem Maße in aus der nicht unbegründeten Furcht, daß ihnen von handlung auf Donnerstag vertagt. Man sagt, des Zentrum den hohen Staatsämtern vertreten find, als ihnen feiten der Arbeitgeber Unannehmlichkeiten oder gar habe das Bedürfniß, auch die schärfere Tonart aus seinen nach der Bevölkerungszahl zutäme. Die Hauptsache Entlassung drohen, wenn sie Beschwerden über Mißstände Reihen zum Worte fommen zu lassen; deshalb die Ver- aber tommt am Schluſſe. in dem Betriebe zur Kenntniß der Aufsichtsbeamten bringen." Diese Beeinflussung seitens der Unternehmer geht sogar so weit, daß dieselben Spiel und Lodspigel anstellen, um herauszubekommen, ob ein Arbeiter und welcher mit dem Aufsichtsbeamten in Verbindung tritt. So heißt es im Bericht aus Unterfranken: S tagung. Da wird mit dürren Worten gesagt, daß in Desterreich gegenwärtig nur ein Pole als Ministerpräsident möglich ist. Es heißt an dieser Stelle: „ Ein polnischer Ministerpräsident bietet die Gewähr, daß er niemals fich zu irgend welchen Durchstechereien nach der russischen Geite hin hergeben und immer sozusagen Ein ein geborener Anhänger des Dreibundes sein wird. polnischer Ministerpräsident wird immer genug katholisch sein, um von der katholischen Partei nicht gehemmt oder behindert zu werden, und nie so ultramontan, um die großen staatlichen Biele oder gar die internationale Stellung der Monarchie zu opfern." Der indirekte Ordnungsruf, welchen der Präsident des Reichstages in der heutigen Sigung dem neuen Kriegsminister ertheilte, weil derfelbe von die Armee) auch im Reich 3 tag" gesprochen hatte, hat, Verhegungen( gegen " In vielen Fällen giebt sich das zunehmende Bestreben zu eben weil er indirekt war, den Punkt, auf den es ankommt, erkennen, den Aufsichtsbeamten bezw. die Arbeiter während der nicht getroffen. Fürst Bismarck bestritt den Präsidenten Fürst Bismarck bestritt den Präsidenten Revision scharf zu beobachten. Dies geht so weit, daß zu diesem des Reichstages das Recht, die Disziplinargewalt des Zweck hin und wieder besonderes Personal auf Hauses auf Regierungsvertreter auszudehnen. gestellt ist und daß zuverlässige Leute aufgefordert und die nationalliberalen Präsidenten ließen sich das auch werden, sich in Gespräche des Beamten mit dritten ruhig gefallen. Die späteren tonservativen Präsidenten zu mifchen und ähnliches mehr. Wo dergleichen Anzeichen hatten etwas mehr Rückgrat, allein zu einem eigentlichen wenn in der Weise etwa das" Wiener Fremdenblatt" über Was würde die Kreuz- Zeitung" wohl dazu sagen, bemerkt wurden, blieb der Verkehr mit den Arbeitern im Betrieb Ordnungsruf kam es nicht. Von Leve how wurde, kurz die preußischen Polen urtheilen würde? Wohl: Kon= auf das allernothwendigste beschränkt und wurden begonnene ehe er ging, der Vertreter Mecklenburgs, der sequenz ist gut, wenn sie nichts foftet; Inkousequenz ist Geſpräche abgebrochen," ce te prident, pod Auf welch' niederer Stufe erscheint doch ein Unternehmer, parlamentarische Exzesse verübt hatte, indirekt zur indirekt zur der sich solch' ordinärer Mittel bedient, um seine Arbeiter um Ordnung gerufen durch die Bemerkung:„ Solche Ausdrücke weniger schön, aber gar oft sehr gesund. das bischen gesetzlichen Schutz zu betrügen. Freilich, wenn entsprechen nicht den Gepflogenheiten dieses Hauses." Aehnlich Zur Reform der Militär- Strafprozeßordnung. Die das Spißelthum zu unumgänglich nothwendigen Hilfsmitteln der machte es heute der, dem Zentrum angehörige Präsident bayerische Bentrums preffe eifert heftig gegen die Polizet gehört, wie feit Buttkamer schon so oft behauptet wurde, von Buol. Er dann wird es erklärlich, daß die Unternehmer sich desselben Ordnung, sondern sagte ihm blos, die Aeußerung sei nicht erbe. Mit der Errichtung eines obersten Reichs- MilitärgerichtsEr rief nicht den Herrn Kriegsminister zur Schaffung eines obersten Militärgerichtshofes in eine... schlagen in einem Artikel in dieſelbe Mittels bedienen. Der Staat und seine Stüßen wandeln eben berechtigt gewesen; wenn Verhegungen gegen die Armee hoses sei die Aufhebung des partikular- bayerischen Militärgerichts die gleichen Wege. Solange aber der Aufsichtsbeamte nicht von den Ar- in dem Reichstag vorgekommen wären, dann hätte er gegeben. Damit würde aber der Kaiser auch im Frieden in gewissen beitern Auskunft erhält, bleibt die ganze Inspektion ein der Präsident- den oder die Betreffenden zur Ordnung Grenzen die Militärhoheit über Angehörige des bayerischen Heeres Blindefuhspiel. Diesem standalösen Zustande muß ein Ende gerufen. Einen Reichskanzler, Minister oder sonstigen ausüben, und diese Beschränkung der bayerischen Militärgemacht werden und wie dies geschehen fann, werden wir zeigen, Regierungsvertreter direkt zur Ordnung zu rufen, das hat hoheit widerspräche den Versailler Berträgen.„ Es käme also wenn wir hier die Stellung der Arbeiter zur Gewerbe- Aufsicht noch kein Präsident gewagt. Und so lange Präsidenten des darauf an, ob seitens Bayerns in dieser Richtung im Intereſſe besprechen. deutschen Reichstages solches nicht wagen, hat es gute Wege der Einheit ein Opfer gebracht oder zur vollen Aufrechtmit dem Militarismus, dem Junkerthum und dem Ab- erhaltung der bayerischen Militärboheit auf Beibehaltung des bayerischen Generalauditoriats bestanden werden würde." Aus solutismus. Berlin wird nun demselben Blatte mitgetheilt, die Opposition Die geftrige Euthüllungs- Interpellation und die der bayrischen Regierung richte sich jetzt weniger oder daran sich knüpfenden Debatten haben im allgemeinen fast gar nicht mehr gegen diefen Punkt, da dem bayerischen namentlich in Desterreich einen der Reichsregierung als vielmehr gegen einzelne Bestimmungen der Landesfürsten das Begnadigungs- und Bestätigungsrecht verbleibe, günstigen Eindruck gemacht. Und auch die englische, ja Vorlage, die eine Verschlechterung der feit. selbst ein Theil der französischen Presse hebt hervor, daß herigen bayerischen Militärstraf- Prozeßordder Pfeil, den Fürst Bismarck abschnellte, auf ihn selbst nung bedeuteten. zurückgeflogen ist, und daß der vor Bosheit blinde Schüße Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. holfen hat. Im Sachsenwald ist man natürlich nicht zu Tapezirer Hermann Prüfert aus der Untersuchungshaft der seinen verhaßten Nachfolgern nur zu einem Triumph verseinen verhaßten Nachfolgern nur zu einem Triumph verwegen Majestätsbeleidigung wurde gestern der holfen hat. frieden, und der Sigungsbericht, den das unglückliche fiebenten Straffammer Landgerichts I. vorgeführt. Der AnBismard- Reptil Böttcher in den" Hamburger Nachrichten" getlagte hatte sich gröblicher Beleidigungen gegen den Kaifer abgelagert hat, trieft von Gift und Galle, und aus jeder mit bezug auf seine militärische Stellung auf offener Straße Beile lieft sich heraus, daß der Verfasser vor ohumächtiger bebient, weshalb ihn der Gerichtshof zu neun Monaten GeWuth fast playt gleich seinem würdigen Brodherrn, fängniß verurtheilte. Außerdem wurde wegen Bettelns auf eine der einst das denkwürdige Wort ausgesprochen:" Anständige Woche Haft und Ueberweisung an die Landespolizeibehörde Leute schreiben nicht für mich." Politische Uebersicht. Berlin, 17. November. Aus dem Reichstage. Nachdem der Reichstag erst im April dieses Jahres eine durch zwei Tage sich hin ziehende Duelldebatte hatte, machte sich eine solche jetzt schon wieder nothwendig. Im Frühjahr war es der Fall Schrader- Kotze, jetzt der Fall v. Brüsewiß, was Anlaß zu Juterpellationen gab. Im April gab die Regierung eine Reihe von Zusicherungen, wie dem Duellunwesen gesteuert werden soll; von Wirkungen dieser Zusicherungen hat man bisher noch nichts gemerkt. Es sei denn, man betrachte die sich mehrenden Begnadigungen von Duellanten als solche. Die Vorgänge in Karlsruhe haben die im Frühjahr kaum beschwichtigte öffentliche Meinung wieder aufs tiefste empört und eine Folge dieser Empörung ist die von Munckel und Genossen gestellte Interpellation, welche heute zur Verhandlung stand. Daß man der Verband lung besonders in Militärkreisen Interesse entgegen brachte, ist begreiflich und erklärt sich daraus die Erscheinung, daß die Hofloge mit höheren Offizieren überfüllt war. Darunter befand sich auch ein uniformirter Bericht erstatter, welcher jede charakteristische Aeußerung zu Papier brachte und fast bis zum Schluffe dablieb. Für wen mag wohl dieser Bericht bestimmt sein? Die Königstreue der Bismärcker wird von der Köln. Beitung" also gezeichnet: " erkannt. * Deutsches Reich. " Der Preußische Landtag, ber am 20. November zusammentritt, wird sich, wie die B. P. N." mittheilen, zuvörderst Die Vorlagen handeln über: die hessische Ludwigsbahn, mit fünf vorliegenden Regierungsvorlagen zu beschäftigen haben. die Schulden tilgungs- und Konvertirungsgefeße, über das Wittwen- Pensionsgeset, über das LehrerPensionsgeseh. Der Etat wird dem Landtage nach den Weihnachtsferien zugehen. Es war geboten, diesen ehrlichen und wohlmeinenden, aber verblendeten Männern( gemeint find die Bismard Theologen") land feinen Bolitiker giebt, der ernsthaft und nicht lediglich aus die Thatsache zum Bewußtsein zu bringen, daß es in Deutsch taktischen Gründen die harte Thatsächlichkeit der bedauerlichen Erscheinung bestreitet, die sich nunmehr ins sechste Jahr hinein Der Interpellant erledigte sich seiner Aufgabe mit vor unser aller Augen abspielt, das Schach dem Kaiser. bekanntem Geschick. Schade, daß sein Organ für die weiten und auch darüber sind die meisten politischen Beobachter klar: diese Räume nicht ausreicht; wer aber die Rede des Abgeordneten Fronde, die ja psychologisch sehr erklärlich ist. strebt nicht wie jede -3ueinem Sensationsprozeß hochpolitischer Munckel von Anfang bis zu Ende verfolgen konnte, der berechtigte Opposition irgend welche positive praktische politische Art, in der die Berliner politische Polizei alles andere, nur hatte den Genuß eines Meisterstückes. Nach dieser Rede Biele an, fie will nicht irgend eine Reform durchsetzen oder eine nicht Lorbeeren ernten wird, dürfte sich nach unseren Informationen begreift sich die Erregung, welche sich ersichtlich des neuen verderbliche Maßregel hintertreiben, sondern sie will durch Jrre- die Affäre Leckert- Lützow gestalten. Von Herrn v. Lüßow, der, Kriegsministers, der heute zum ersten Male als Minister Berehrung für den größten Sohn der deutschen Erde, das Regieren daß er im Dienste der politischen Polizei staud, wird leitung eines mächtigen und edlen Gefühls, der Dankbarkeit und gestützt auf hohe Verbindungen, zu berichtigen wagte, das Wort nahm, bemächtigt hatte. Vor dem Kriegsminister in Deutschland möglichst erschweren." an Gerichtsstelle bewiesen werden, daß er derartige verlas der Reichskanzler eine Erklärung der Regierung, Von einem anderen Beamten der welche nichts wie unverbindliche Worte enthielt. Die ReZu den Bismarck'schen Preßtreibereien schreibt Beziehungen hatte. politischen Polizei, der in letzter Beit weniger als früher in gierung wird weiter erwägen und inzwischen wird weiter man uns von unterrichteter Seite: gestochen und geschossen werden. Nur eine Verschärfung der Dienfie gegen unsere Partei verwandt wurde, wird auch so Die Preßtreibereien, die aus dem Bismarc'schen Lager manches Erbauliche in dem Prozeffe zu tage tommen. Die„ Frantf. Beleidigungs- Paragraphen stellte der Kanzler in ziemlich kommen, haben zum Hauptmacher den Redakteur der Beitung" macht hierüber die folgenden Andeutungen: fichere Aussicht, wodurch zwar nicht ein einziger Duellmord Hamburger Nachrichten" Dr. Hofmann, der schon zur Der Prozeß gegen den Journalisten" Freiherrn v. Lützow, verhindert, wohl aber Presse und Redner der Opposition noch Beit, als Bismarck noch im Dienste war, als Preßdiplomat der die Erzählung, daß der Oberhofmarschall Graf Eulenburg drakonischer verfolgt werden können, als es jetzt schon geschieht. ihm zur Verfügung stand. Gleich nach der Entlassung Bis- eine falfche Fassung des Toastes des Baren in Breslau Der neue Kriegsminister theilt das Schicksal des Kanzlers, mard's hat Hofmann in dessen Auftrage eine Rundreise in englischem Jutereffe habe verbreiten laffen, durch die ehren er kann auch nicht frei reden. Dabei hat er ein so schwaches durch Deutschland gemacht, um Zeitungen für Bismarck wörtliche Versicherung in ein Berliner Blatt lancirt hat, daß dies dies namentlich Es gelang ihm in auf ausdrücklichen Wunsch des Staatssekretärs Freiherrn von Organ, daß er schon am Stenographentisch nicht mehr ver- zu werben. standen werden konnte. Er sprach sich nur über den Fall Sachsen, Bayern und Württemberg. Berlin Marschall geschehe, findet nächstens statt. Das ist ein kleines, durch einen glücklichen Bufall gerichtlich faßbares Stück einer langen Hofmann ist in von Brüfewiß aus; was er aber darüber zu sagen wußte, fam erst später dazu. in bewegten und großen politischen Intrigue, von der hoffentlich in dem war interessant genug. Das Militärgericht hat bereits ge- Beiten täglich in Friedrichsruh. Aber seine Thätigkeit Prozeß noch etwas mehr aufgedeckt werden wird; zur Uebersprochen, wie das Urtheil lautet, weiß aber niemand, es liegt in beschränkt sich nicht auf das, was in den Hamburger raschung manchen Politikers, der nicht ahnt, welche dunklen der Kanzlei des Kaisers. Ob es jemals veröffentlicht Nachrichten" steht; er läßt auch durch Unterredakteure, die Mächte als Ministerstürzer wirksam sind, und zum Genuß aller sämmtlich Korrespondenten bismarckfreundlicher Blätter sind, Freunde politischer Romane. Es muß sich um Dinge handeln, Von Brüsewig wußte der Minister zu erzählen, daß er an diese Artikel versenden, die aus politischen oder anderen die aufzudecken im Reichs- und Staatsintereffe liegt. Nur so fich als Offizier tadellos geführt habe und daß er nicht zu Gründen nicht in Hamburg zuerst gedruckt werden sollen. Wenn erklärt es sich auch, daß außer dem Freiherrn von Marschall Exzessen neigt. Dagegen soll der gemordete Siepmann ein die Artikel dort erschienen sind, werden sie dann wieder in den und dem Grafen Eulenburg noch Prinz Alexander Hohenlohe, der Sohn des Reichskanzlers, der Geheime Legationsrath Herkules an Kraft gewesen sein( welch ein Verbrechen!) Hamburger Nachrichten" als zustimmende Urtheile fremder v. Holstein, Legationsrath Dr. Hammann und-Herr v. Tausch, und außerdem in seinem Arbeitsverhältniß ein paar Mal Blätter" aufgenommen. Daß auch die Neue freie Presse" Kommissar der politischen Polizei, als Beuge Differenzen gehabt haben. Diese Anklage gegen einen in Wien im Friedrichsruher Dienste steht, liegt zunächst daran, auftreten und von dem Recht der Zeugniß- Ber= Tooten, der meuchlings gemordet worden ist und sich nicht daß einer der Hofmann'schen Handlanger in der Redaktion weigerung einen Gebrauch machen werden. mehr vertheidigen kann, wirkte auf das ganze Haus des der Hamburger Nachrichten" ständiger Korrespondent der Mehr Licht! oder: Wo ist die Nebenregierung? scheint primirend und selbst die Herren der Rechten rückten recht Neuen freien Presse" für Hamburg und Umgegend ist. die durch das Reichs- und Staatsintereffe gebotene Parole zu fein. Dieser Journalist" Frhr. v. йühow, von dessen unruhig auf ihren Gizen hin und her. Nur der national- Auf diesem Wege hat Hofmann im Auftrage seines Meisters Thaten man wohl noch einiges Interessante hören wird, stand liberale Abgeordnete Blacke begleitete auch diese Ausführungen die Wiener Enthüllungen über die russische Politik in die feit Jahren im Dienste der politischen Polizei. Welt geschickt. mit seinem stereotypen Bravo! wird, weiß auch niemand. Der Herr Kriegsminister mochte wohl selbst fühlen, daß es nicht gut ist, sich länger bei den angeblichen Eigenschaften des Todten aufzuhalten, und er wandte sich wieder den Lebenden zu, indem er im direkten Zusammenhang mit dem Falle von Brüsewitz von Nothwehr sprach. Allgemeines Ah!! und Entrüstungsrufe begleiteten diesen Theil der ministeriellen Ausführungen. " Er hat die Stirn gehabt, noch einen Tag vor seiner Verhaftung Wo liegt die Wahrheit? Graf Herbert Bismarck das öffentlich zu bestreiten, und es haben sich Zeitungen ge erklärte gestern im Reichstage, daß zwischen seinem Vater funden, die ihm gestattet haben, von Berleumdung" zu sprechen. und einem Bertreter des Neuen Wiener Tageblattes" eine Der Mann hat vielleicht geglaubt, daß die politische Polizei" Unterredung nicht stattgefunden habe. Das genannte ihn nicht preisgeben und ihr Zeugniß verweigern werde; er ist in diesem Glauben vielleicht dadurch bestärkt worden, daß noch Blatt erklärt hierauf, daß sein Korrespondent den Fürsten nach seiner Verhaftung, wie glaubwürdig erzählt wird, in Bismarck thatsächlich und zwar zwischen dem 3. und 6. No- liberale Blätter lancirie, ihn erfulpirende vember gesprochen habe. Notizen von polizeilichen Freunden und Nach dieser Rede, welche allgemein als mißglücktes Eine zweite Enthüllung? Das Bismarck Organ Leipz. tann wohl eine Bemerkung des Berliner Tageblattes" gelten, Gönnern herrührten( als Bestätigung dieser Angabe Debut bezeichnet wurde, sprach Graf Stollberg für das N. N." schreiben:„ Wir möchten unsererseits die Frage an fann wohl eine Bemerkung des Berliner Tageblattes" gelten, Duell, das heute noch nicht zu entbehren sei. Dr. Bachem tnüpfen: Hat denn nicht Italien schon im Jahre das ausdrücklich die Richtigkeit eines Theiles der Meldungen der Franks. Zeitung" feststellt); hoffentlich nicht von solchen, die in war Redner des Zentrums. Derselbe hat heute allgemein 1891 einen gleichen Rückversicherungsvertrag" Frants. Zeitung" feststellt); hoffentlich nicht von solchen, die in der Untersuchung gegen ihn beschäftigt waren. und am meisten wohl seine näheren Fraktionsgenossen ent- ebenfalls mit Rußland geschlossen? Politischer Polizeiagent und Journalist", täuscht. Das war eine Rede des Reservelieutenants Konsequenz. Sobald Deutschland resp. Preußen in das ist die großartigste Mischung zur politischen BrunnenBachem, aber nicht die eines rheinischen Führers des Frage kommt, geben sich alle unsere Konservativen, die ver- vergiftung. Das ist die Doppelrolle, in der der berüchtigte, Zentrums. Wer aus Anlaß eines Falles Brüsewiß nur tummten, vermanteufelten und verplößten, als die größten vor drei Jahren in der Frankf. 3tg." geschilderte Herr Norauf die Preffe zu zetern weiß, welche durch ihre maßlose Polenfresser. Es vergeht fast kein Tag, ohne daß die Bost" mann- Schumann- Wallgreen, auch Dr. Hunz oder Kritik die Offiziere reize und vom höchstgespannten Ehr einen Klagesang über die bedrängte deutsche Ostmart" an- und Caprivi geleistet hat, ohne daß es nun fommt Dr. Mundt genannt, geradezu Unglaubliches gegen den Kaiser gefühl" der Offiziere redet, das die Zivilisten zu schonen stimmt. Dagegen scheint man es nicht ungern zu sehen, das Unglaublichste dem damaligen Reichs.. haben, der sollte seinen Platz bei den Junkern nehmen. wenn es den Polen in anderen Ländern, sagen wir Dester- tangler möglich war, der Thätigkeit dieses Für unsere Partei sprach Bebel mit bekannter Verve reich, gut geht. In ganz Desterreich empfindet man den Polizei- Agenten ein Ende zu machen. Lüho w und Geschick. Die von ihm geführten Keulenschläge saßen Einfluß, den die galizische Adelspartei auf das gesammte ist einfach der Nachfolger dieses berühmten Mannes, " er gleicht ihm in feiner ganzen Thätigkeit zu fehr, daß es Ber" Der Prozeß Leckert- Lützow, der in voller Deffentlichkeit statt finden soll, wird spätestens in drei Wochen zur Entscheidung kommen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß demselben ein weiteres und noch interessanteres Verfahren folgen wird. = Frankreich. Paris, 17. November. Die Rückstände aus der Anwaltsteuer betragen 6 Millionen Franks. Im Verlaufe der Budgetdebatte soll erwogen werden, wie diese Summen eins getrieben werden können. Das Ganze ist ein Beweis, daß es auch in den gebildeten Berufen mit den mittleren Existenzen rück. wärts geht. über die Nichtbestätigung eines Ehrengerichts- Spruches ist nach und reformirten Kirche mit Besoldung der Geistlichen durch den fonen gab, die zunächst garnicht an die Existenz eines Lüßow zuverlässigen Juformationen nur zum theil richtig. Der wesentliche Staat; Reduktion der Landtags- Abgeordneten von 78 auf 55 glauben wollten, sondern dies nur für einen neuen Namen des Sachverhalt ist, daß gegen einen Offizier, welcher eine Herausforde-( bisher auf 500, jegt auf 700 Einwohner ein Vertreter); Aufvielnamigen Borgängers hielten. Polizei- Agent und Journalist! rung zum Zweikampfe abgelehnt hatte, wegen der Ablehnung hebung der 6 Bezirksgerichte und Errichtung eines einzigen -Man deute sich nur: Der Journalist" lancirt der Forderung in diesem Einzelfalle tein ehrengerichtliches fantonalen Bezirksgerichtes; unentgeltliches Bürgerrecht für der Himmel weiß, in weisen Auftrage und Verfahren angeordnet wurde, weil die Herausforderung als Kantonsbürger nach 10 Jahren, für andere Schweizer Bürger zu wessen Nugen sehr interessante Notizen in die grundlos anerkannt worden ist. Bei den aus diesem Anlaß ge- und in der Schweiz geborene Ausländer nach 15 Jahren. Zeitungen, durch die die zwei Minister, sagen wir ein pflogenen Erhebungen hatte sich aber der betreffende Offizier auf Die meiste Opposition gegen die neue Verfassung machen die als Kriegsminister und ein Minister des Jnnern, aneinandergeheht Befragen als prinzipieller Gegner des Zweikampfes bekannt. Bezirkshauptorte degradirten Gemeinden, die bedrohten 23 überwerden. Von oben herab will man eine Untersuchung dieser Dem hierüber ergangenen ehrengerichtlichen Spruche wurde die flüssigen Kantonsräthe, die überflüssigen 25 Bezirks- und Intrigue, die politische Polizei wird in Bewegung gesetzt, am allerhöchste Bestätigung versagt, weil in der Art und Form, in 30 Friedensrichter mit ihrem Anhang. Die Arbeiter aber sollten thätigsten und erfolgreichsten ist der Polizei- Agent, der als welcher der beschuldigte Offizier aus prinzipiellen Gründen sich bis auf den letzten Mann für das fortschrittliche Werk ein" Journalist" die Notizen lancirt hat, und auf seine Angaben als Gegner des Zweikampfes bekannte, an sich noch keine treten.stützt sich schließlich der Bericht, der nach oben erstattet wird. Die Standesebre berührende Handlung oder Unterlassung zu er It's nicht der reine Roman?" blicken sei, welche nach der Ehrengerichts- Verordnung zum Gegenstand ehrengerichtlichen Verfahrens zu machen war. Eine Haus beginnt die Berathung des Antrages Guillemet auf AbParis, 16. November. Deputirtentammer. Das Aenderung der Ehrengerichts Verordnung tonnte seitens des Kriegsministeriums aus dem änderung des Wahlmodus für den Senat. Minister Grunde nicht verfügt werden, weil dasselbe für des Innern Barthou erklärt, es mangele an Zeit, um sich geUeber die Russifizirung des preußischen bem Kriegsministerium ergangene Ergänzung solche Aenderung nicht zuständig ist. Die von nügend mit dem Antrage zu beschäftigen. Der Minister tritifirt den Antrag, läßt aber der Kammer volle Freiheit, darüber zu Bereinsgefeßes will die Neue Berl. Corr." erfahren ber Bollzugsvorschrift zur Ehrengerichts- Ber- entscheiden, ob sie den Antrag annehmen solle oder nicht. Das haben, daß die Novelle nicht allein in Uebereinstimmung mit dem Versprechen, das im vergangenen Jahre der Reichskanzler daß bei Zweifeln über die Auslegung und Anordnung enthält lediglich die Bestimmung, Haus beschließt, die Fortsetzung der Berathung über den Antrag Guillemet auf morgen zu vertagen. Die Rede des Ministers abgegeben hat, eine Aufhebung des Koalitionsverbotes für wendung der Vorschriften über die Behand des Innern beweist, daß das senatsfreundliche Minifterium die politische Vereine enthalten, sondern auch eine Reihe von Bestimmungen bringen, die auf der anderen Seite das ung der ehrengerichtlichen Angelegenheit die Rammer in dieser Frage nicht hinter sich hat und deshalb nicht Bestimmungen bringen, die auf der anderen Seite das Gutscheidung des Kriegsministerium3 bezw. der wagt, die Vertrauensfrage zu stellen. freie Versammlungsrecht erheblich zu be= schräuten geeignet sind. Das Staatsministerium soll sich allerhöchsten Stelle einzuholen ist. bereits prinzipiell mit einer Reihe der vorgeschlagenen Aende rungen einverstanden erklärt haben; zweifelhaft soll es dagegen sein, ob und wie weit es noch möglich sein wird, eine Klausel in das Gesetz einzufügen, daß die Verhandlungen in öffentlichen Versammlungen unter allen Umständen in deutscher Sprache geführt werden Paris, 17. November. Da 3 französische Komitee müssen. Eine solche Maßregel würde in erster Linie, da es für die Befreiung Ruba's erließ einen Aufruf an das sich um ein preußisches Gesetz handelt, für die Dänen und spanische Bolt, in welchem dasselbe aufgefordert wird, vom Kampf Polen von weittragender Bedeutung sein( b. h. ihnen die Versammlungen zum theil unmöglich machen). Bei der schärferen gegen die Kubaner abzustehen und gleich den letzteren die Re Tonart, die jetzt gegen die Polen angefiimmit wird, wird man mission der württembergischen Abgeordnetenkammer( fiehe Die Subtommission der Steuer- Kom publit anzunehmen. Gut gemeint, aber etwas naiv. jedenfalls kein Mittel unversucht lassen, diese Maßnahme durch Vorwärts" Nr. 267) hat folgende Anträge zum Steuertarif Toulouse, welche am 15. November stattjanden, wurden - Bei den Gemeinderath3- Stichwahlen in zubringen. Wenn die Novelle auch dem Landtag nicht unmittel= bar bei seinem Zusammentritt wird zugehen können, so ist es gestellt: Die unterste Steuerfufe( 650-800 M.) foll mit einem zehn weitere Kandidaten der radikal- sozialistischen doch wahrscheinlich, daß sie noch vor Weihnachten, dem Ab- Steuersatz von 2 pet. beginnen und denselben gleichmäßig Wahlliste gewählt. geordnetenhause unterbreitet wird. Die Verschärfung des Vereins- steigern, so daß bei einem Einkommen von 15 000 Mark der Normalsteuersatz von 4 pet. erreicht wird. Für die Einkommen Der Pole Berezowsti, der im Jahre 1867 auf den gesetzes neben der Erleichterung soll bereits in der Thron zwischen 15 000 und 50 000 Mark soll der Tarif für je 3500 Mart 3aren Alexander II. bei dessen Anwesenheit in Paris ein rede, mit der am Freitag der Landtag eröffnet wird, Erwäh- Ginkommen um 0,1 pct. steigen und somit bei 50 000 Mart eine Attentat verübte und zur Deportation auf Lebenszeit verurtheilt nung finden. Steuerbelastung von 5 pet. erreicht werden. Von 50 000 bis wurde, war im Laufe der Jahre vollständig verschollen. Bor Wenn sich vorstehende Angaben bestätigen, so wäre der 200 000 Mark follen Stenerstufen von je 15 000 Mark bestimmt einiger Beit kam plößlich die Nachricht, er sei in NeuHumor davon, daß das überschlaue Zentrum sich wieder einmal werden mit einer gleichmäßigen Steigerung von 0,1 pt. bis gestorben; und das frischte sein An in den felbst ausgehängten Negen gefangen hat. Ohne die Nach: 200 000 Mart, wo der Steuersatz von 6 pCt. erreicht wird. Bei denken wieder auf. Man und forschte nach giebigkeit des Zentrums wäre nämlich die Aufhebung des Einkommen über 200 000 Mart soll eine weitere daß die erfuhr, Koalitionsverbots für die politischen Vereine im Bürgerlichen Progreffion nicht stattfinden. Die Steuerkommission Amnesti rung in der Kammer eingebracht. Nun heißt es, Todesnachricht falsch war. Bon sozialistischer Gesetzbuch ausgesprochen worden und wäre damit der Vorwand Progreffion nicht stattfinden. Die Steuerkommission Seite wurde infolge dessen vergangene Woche ein Antrag auf für die partikulargefeßliche Aenderung des Vereinsrechtes fort. nahm diese Anträge mit 9 gegen 3 Stimmen an. Berezowsti sei, wenn auch nicht todt, doch in unheilbaren Frr gefallen. Wenn jezt die Polen de facto das Versammlungsrecht- Begnadigung. Der Sohn des Regierungssinn verfallen. Auch dies wird nicht geglaubt. Die franzöfifchen verlieren, so mögen sie sich bei ihren überschlauen katholischen Sekretärs Klein in Ulm( Württemberg), welcher vor Sozialisten stellen weitere Erkundigungen an, und es ist nicht zu Freunden bedanken. Was sagt Herr Dr. Lieber zu dieser Art einigen Jahren wegen schweren Diebstahls, begangen in bezweifeln, daß Berezowsti, wenn er noch lebt, trotz aller Baren Dant vom Hause Hohenlohe? der Oberamtspflege in Blaubeuren, zu 6 Jahren Zuchthaus verschwärmerei amnestirt werden wird. urtheilt wurde, ist jetzt, nachdem er einen Theil seiner Strafe verbüßte, zur Auswanderung nach Australien begnadigt Zum Fall Brüsewiß wird der„ Volks- Zeitung" aus Karlsruhe unterm 13. November geschrieben: Die Staatsanwaltschaft am hiesigen Landgericht scheint nunmehr den Fall Brüsewiß ernstlich in die Hand nehmen zu wollen, soweit der Genosse des Lieutenants, Rechtskandidat v. Jung- Stilling, in betracht kommt. In den hiesigen Blättern ist verlangt worden, daß die Frage geprüft wird, ob etwa Herr v. Jung- Stilling sich der Beihilfe schuldig gemacht hat. Die ersten Bernehmungen in diefer Angelegenheit finden bereits morgen statt. Der Fall Brüsewiß als Auflösungsgrund von Versammlungen. Wir berichteten schon in einer Privatdepesche aus Hildesheim, daß eine sozialdemokratische Bersammlung wegen Besprechung des Falles Brüsewiß aufgelöst wurde. Nun meldet das Berl. Tagebl.", unsere Mittheilung er gänzend: Eine öffentliche Boltsversammlung, in welcher der Sozialist Dr. Rösemeyer über die zehn Gebote sprach, wurde aufgelöst, als der Redner beim fünften Gebot auf den Fall Brüsewit" zu sprechen tam. Der überwachende Beamte erklärte, über den Fall Brüsewiz dürfe nicht gesprochen Warum nicht? werden." " F Gegen die Zwangsorganisation des Handwerts. Ein Ausschuß Nürnberger Gewerbetreibenden hat sich behufs Veranstaltung einer allgemeinen Handwerkerversammlung mit einem Schreiben an die dortigen Gewerbe und Innungsvorstände gerichtet. In dem Schreiben wird auf die ungeheure Echädigung des gesammten Handwerkerstandes durch die Annahme des Gefehentwurfes hingewiesen und die Vorstände aufgefordert, an dem Zustandekommen einer gewaltigen Protestversammlung mitzuarbeiten. " worden. Belgien. Recht unerquickliche Nachrichten kommen aus Belgien. Wie sich nachgerade herausstellt, war die Denunziation vorliegenden endgiltigen Abrechnungen über das Herren Anarchisten ein Dorn im Auge ist, zu sprengen. Hinter -Was die kolonien toften, zeigen wieder die jetzt Plans, um die belgische Arbeiterpartei, deren Geschlossenheit den des Nieuwenhuis'schen Agenten Theil eines wohl vorbereiteten Etatsjahr 1894/95. Jahresfrist vorgelegt werden. Aus der Uebersicht für Kamerun meist Bourgeoisföhnchen mit revolutionären Jdealen" Für Ostafrika tann eine solche erst in dem anarchistischen Spizzel stand eine Anzahl unklarer Röpfe, ergiebt sich für das Jahr 1894/95 ein Defizit von 911 087 M., und Schlagwörtern. Es tam zu Preßfehden, und schließlich zu welches hauptsächlich verursacht wurde durch den durch Kanzler einer neuen Denunziation gegen Anseele, den von den Leist im Dezember 1893 veranlaßten Aufstand. Das Defizit ist Anarchisten und Bourgeois meift Gehaßten der belgischen Sozialdie Folge der Umformung und Verstärkung der Schutztruppe fowie demokraten. Anseele soll bekanntlich der Ausdehnung der öffentlichen Arbeiten. Man hat sich auch für be- veranstaltet haben. Natürlich ist das eine ebenso lächerliche wie Dynamit Attentate rechtigt gehalten, ohne weiteres an stelle des Dampfers Nachtigall" niederträchtige Lüge, die jedoch dadurch einen pikanten Reiz geeinen anderen Dampfer für den Gouverneur fir 245 000 W. zu winnt, daß Anseele es war, dessen Bemühungen in erster erbauen. Außerdem mußten Wohnungen für das bedeutend an Linie die Entlarvung des Regierungs- Lodspiels gewachsene Personal hergestellt werden. Das Echutzgebiet von Pourbaix vor 8 Jahren zu verdanken ist. Man sieht, die Togo weist zwar ein Mehr an eigenen Einnahmen auf von Spigel haben ihm das nicht vergessen. Wir zweifeln nicht, daß 190 593 W., gleichwohl schließt es mit einem Defizit ab von die Versuche, Spaltungen hervorzubringen, an der Disziplin und 83 588 M. Si dwest- Afrika hatte für 1894/95 einen etats dem gefunden Sinn der braven belgischen Genossen scheitern mäßigen Reichszuschuß von einer Million erhalten. Trotzdem er werden. gab sich ein Feblbetrag von 1429 895 Mart als Folge der Verstärkung der Schuhtruppe im Juni 1894 und des Krieges mit den Hottentotten. Schweiz. Holland. Rußland. Beugniß 3wangsverfahren gegen die Frankfurter Beitung". In einer Rechtssache wider Kolonial Wirthschaft. An den letzten Unruhen Unbekannt wird das Zeugniß zwangsverfahren gegen die in Atjeh, zu denen die Treulosigkeit der eingeborenen HilfsFrankfurter Zeitung" eingeleitet zur Ermittelung des Verfassers truppen den Anlaß gegeben haben sollte, trägt in Wirklichkeit des im ersten Morgenblatt vom 8. d. M. veröffentlichten Artikels Der Reichs- Militäretat von 1897/98", worin eine Uebersicht über Zürich, 12. November.( Gig. Ber.) Die Wahlen zum ein ganz anderer die Schuld. Der Abgeordnete Cramer, der es stehen gründlichste Kenner Indiens in der zweiten Kammer hat es hier die voraussichtliche Gestaltung des Militäretats gegeben wird. Nationalrath find noch nicht einmal ganz beendet In dieser Angelegenheit wurde bereits der Berliner Vertreter noch die Stichwahlen in Zürich, Appenzell und Nidwalden aus lipp und klar ausgesprochen, daß der holländische Höchstund der verantwortliche Redakteur der Franks. 3tg." ver- wieder zu erfegen, da sie durch Tod abgegangen sind. Die Nach Eingeborenen zum Aufstand geradezu gezwungen hat. Und ein Theil und schon sind zwei der am 25. Oktober gewählten Abgeordneten kommandirende, General Vetter, durch schlechte Behandlung die nommen. Bei dem Verfahren wird davon ausgegangen, daß der Artikel Mittheilungen aus einer noch nicht veröffentlichten wahl im Kanton Wallis berührt die sozialdemokratische Partei der Schuld falle auch auf die Regierung, weil sie diesen SäbelBundesraths Vorlage enthalte. Diefe Voraussetzung ist aber, nicht, wohl aber die in Biel, wo für den verstorbenen Re- raffler hätte schalten und walten lassen, wie er wollte. nach der Frantf. 3tg.", eine durchaus willkürliche und durch gierungsrath Marti Ersazwahl zu treffen ist. Der Wahlkreis Schweden. die Worte und den Inhalt des Artikels nicht zu begründen; trotzdem die sozialdemokratische Partei für ihren Kandidaten Reimann hat vier Vertreter, die alle der freisinnigen Partei angehören, Stockholm, 16. November. Die Regierung hat eine denn es ist durchweg die Rede von voraussichtlichen Forderungen 3397 Stimmen gegen etwa 5000 der Freifinnigen ausbrachte, also Rommission ernannt zur Berichterstattung über die Frage, ob des Militäretats und die aufgeführten Einzelpositionen theils direkt bekannt, theils aus früheren Ankündigungen zu kombiniren nur zwei Drittel Stimmen weniger als diefe. Daß diese Ver- eine Beschränkung des tommunalen Stimmrechtz gewesen, ohne daß man dazu irgend eine noch nicht veröffent- gewaltigung der sozialdemokratischen Partei durch die Mehrheit auf dem Lande zu empfehlen sei. lichte Borlage einzusehen brauchte. ein schlimmer Zustand ist, hatten wohl auch die Freisinnigen eingesehen, denn sie ertiärten, sobald einer der Bisherigen" - Die Durchsuchung nach fozialbemo zu ersetzen sei, werde der Sitz der Sozialdemokratie überlassen. -Eine St. Petersburger Mittheilung bestätigt die kürzlich fratischen Schriften, die, wie gemeldet, am letzten der Fall ist nun früher eingetreten, als den Freifinnigen lieb aufgetauchte Nachricht, daß die Einführung Don Sonnabend bei sämmtlichen Truppentheilen der sein mochte, allein sie werden nun von den Sozialdemokraten Stimme und einigen Verwaltungsrechten) im Königreiche Garnison Danzig stattfand, hat, wie uns von dort ge beim Worte genommen. Das weitere bleibt abzuwarten. schrieben wird, unserer Erwartung entsprechend, zu einem Genoffe Reimann, der früher Schriftfeher war und gegen Verhandlungssprache dieser Semstwos, in welchen von der Polen mit dem Beginne des Jahres 1897 erfolgen soll. Die Resultat geführt. wärtig in Biel als Adjunkt des schweizerischen Arbeitersekretariats Hamburg, 17. Nov.( Eig. Ber.) Die Subventioni wirft, ist ein sehr intelligenter und tüchtiger Sozialdemokrat und Regierung ernannte Landmarschälle den Borsiz führen werden, rung der Reichspot- Dampfer hat unter den Ham- würde im Nationalrath mit Wullschleger eine tüchtige sozial- soll die ruſſiſche ſein. burger Rhedern eine lebhafte Bewegung hervorgerufen, indem die demokratische Vertretung bilden. Italien. selben den Nachweis zu führen versuchen, daß eine Subventionirung Mit Spannung sieht man in der ganzen Schweiz der Der Frieden mit Abeffynien. Rönig Humbert der Schiffe des Bremer Lloyd vollständig überflüssig und un- Stich wahl in Zürich an diesem Sonntag entgegen und hat sich beeilt, den Friedensvertrag telegraphisch zu ratifiziren. gerecht ist. In der That ist unter den deutschen Schiffsrhedern nach allseitigen Aeußerungen würde die Wahl des Oberst Zwischen Menelik und dem italienischen Ministerpräsidenten eine lebhafte Konkurrenz entstanden, und Linien, die dieselben Wille geradezu als eine Schmach des ersten eidgenössischen Rudini soll außer dem eigentlichen Friedensvertrag noch ein Touren wie die Reichspost- Dampfer innehallen, können auch ohne Wahlkreises betrachtet. Für diejenigen deutschen Genossen, denen geheimer Vertrag abgeschlossen worden sein. Die italienischen Staatssubvention bestehen. Wenn unter den bestehenden Ver- aus der Sozialistengeseh- Periode noch der Name Attenhofer Gefangenen, die in weit auseinanderliegenden Orten unterhältnissen seitens des Reichs eine Protektion denjenigen Schiffen in Erinnerung ist, ist es wohl von Interesse, zu erfahren, daß gebracht sind, können erst in einigen Monaten an der Küste eindurch Beigabe der Post gewährt wurde, die eine schnelle Reise Wille sein Mann ist und daß er mit bezug hierauf von der treffen. Das Parlament ist zum 30. November einberufen machen, so täme schon heute der Norddeutsche Lloyd schlecht weg, Pflicht redet, einen Mann nach Bern zu senden, der worden. indem Hamburger Schiffe an Schnelligkeit demselben über find. mit der Reitpeitsche in der Hand 2c." - Die Differenzen zwischen Italien und Es scheint demnach die Annahme gerechtfertigt, daß die Reichs- Jm Kanton 3ug hat das Bolt an diesem Sonntag Brasilien sollen nach einer Meldung des New- York Herold", subvention gezahlt wird, um Echiffe für Truppentransporte über das neue Wahlgefeß, welches den Verfassungsartikel über die aus Rio de Janeiro ftammt, beigelegt worden sein. Brasilien jederzeit zur Verfügung zu haben, womit der Bremer Lloyd schon die Proportionalwahl zur Ausführung bringt, abzu werde für die stattgehabten Ausschreitungen eine Entschädigung heute gute Geschäfte macht. Jedenfalls dürfte im Reichstag die stimmen. Das auf die herrschende konservative( ultramontane) zahlen, außer für diejenigen in Rio grande do Sul und Santa Zahl der Freunde für die Subvention fleiner werden. Partei zugeschnittene Gefeß wird von den Freifinnigen bekämpft, Catarina, über die ein Schiedsgericht entscheiden solle. Der von den Arbeitern dagegen unterstützt. italienische Konful in Sao Paulo werde, weil er die Kundgebungen geleitet habe, abberufen werden. Spanien. Die Wahl der Abgeordneten zum au haltischen Landtage ist auf den 9. Dezember festgesetzt worden. Berichte erwähnten neuen Verfassung des Kantong Als weitere Neuerungen der bereits in einem meiner letzten Greiz, 16. November.( Gig. Ber.) Bei der am heutigen rendum( Boltsabstimmung); Wahlen sämmtlicher Behörden, auch Schaffhausen sind noch anzuführen: Obligatorisches ReseTage stattgefundenen Gemeinderatswahl wurden zum der Richter, durch das Volf; Einführung der Urne für sämmt anleihe bat den Betrag von 591 108 500 pesetas ergeben, Madrid, 17. Nov. Die Zeichnung ber 3wangss ersten Male zwei Sozialdemokraten gewählt, und zwar Restaurateur liche Wahlen und Abstimmungen; Entziehung des Aktiv- wovon auf die Provinzen 285 619 500 pesetas entfallen. Die Franz Feustel und Bigarrenfabrikant Heinrich Jahn.Bürgerrechts nur durch gerichtliches Urtheil; Entschädigung Presse bespricht diesen Erfolg(?) mit großer Genugthuung. Der - Zu dem Falle: Bayerisches Kriegsministe- ungefeßlich und unschuldig Berhafteter und Ministerrath wird heute darüber Beschluß faffen, ob der volle rium und Aenderung des Ehrengerichts" liegt Berurtheilter durch den Staat; unentgeltlich Betrag der Zeichnungen oder nur 400 000 000 pesetas anzueine weitere Meldung vor, die aus dem Süddeutschen te it sämmtlicher Lehrmittel und Schreibnehmen seien. Korrespondenzbureau" stammt und als offiziös anzusehen ist. materialien für die Elementarschule, Besoldung Einer Privatmeldung aus Havannah zufolge beschloß der der Lehrer zu 1/4 durch die Gemeinden und 3/4 durch den Staat; nationale Vertheidigungsausschuß, sich an der Anleihe nicht zu Die von der„ Amberger Boltszeitung" verbreitete Nachricht staatliche Anerkennung der römisch- katholischen, alttatholischen betheiligen, jedoch eine Beichnung auf 65 000 Dollars zu eröffnen, Sie lautet: trägt zur Zeit 14 000. und diese Summe der Regierung als Beitrag zu den Kriegstosten| Stimmen. Von einem Rückgange unserer Partei im Mainzer Wahl- Ju Lübeck dauert der Streit auf dem Emaillirwerke von Der Zuzug von zu überreichen.freis tann also feine Rede sein. An der Agitation hat es auch Thiel u. Söhne unverändert fort. nicht gefehlt. Die Genossen haben ihre Schuldigkeit gethan und Schlossern, Schmieden, Drehern, Klempnern, Verzinnern, Die augenblickliche Lage auf Kuba illustriren besonders nach der Hauptwahl mit fieberhaftem Gifer gearbeitet. Brennern und sonstigen Hilfsarbeitern ist streng fernzuhalten. mehrere Meldungen. Der Krantenstand auf Ruba beDer Krankenstand auf Kuba be- Aber eins darf nicht verschwiegen werden. Unsere Organi= Die Einschließung des Der Streit der Steinseher Hamburgs dauert fort. In Insurgenten chefs Maceo, die der General Weyler mitation ist seit Jahren vernachlässigt worden. Der Agitations- den letzten 14 Tagen haben sich keine Streitbrecher gefunden; Insurgentenchefs Maceo, die der General Weyler mit apparat war völlig eingerostet. Die Wahlbewegung hat wieder wir hoffen somit, daß der jetzt vorhandene Stamm von rund drei Heerhaufen versuchte, ist nicht gelungen. Washington meldet man, angeblich aus sicherer Quelle: Gelingt Leben hineingebracht. Vieles ist wieder hergestellt und neu ge- 450 Mann treu und fest zum Verbande halten und im Frühjahr es dem General Weyler nicht, noch vor Zusammentritt des schaffen worden. Aber ein fertiges Wert ist es noch nicht. auch in der Lage sein wird, seinen Forderungen den gehörigen Rongreffes der Vereinigten Staaten am 7. Dezember einen ent- und im engsten Zusammenhang damit muß die Verbreitung wieder glänzend bewährt, indem schon zwei Raten von den Hier ist weiterzuarbeiten und hier wird weitergearbeitet werden, Nachdruck zu geben. Die internationale Solidarität hat sich Scheidenden Sieg davon zu tragen, so wird er abberufen. unserer Presse mit raftloser Energie betrieben werden. Dann werden wir den Wahlkreis in anderthalb Jahren zurück- Steinsetzern Kopenhagens, sowie eine Rate von den Steinzurück- fehern Rumäniens eingesandt wurde. Doch auch die Ge Aus Konferenz der Arbeiter- Beiliker erobern. au deutschen Gewerbegerichten. adia Halle a. S., 16. November. ( Schluß Sitzung.) " = Es wird dann in der Diskussion über die Innungsnovelle fortgefahren. Alle Redner sprechen sich gegen dieselbe aus. Nachdem in Anregung gebracht ist, in allen Orten, wo es möglich, Protestversammlungen gegen die Innungsnovelle abzuhalten, wird eine Resolution angenommen, nach welcher die Theilnehmer der Konferenz den Entwurf betreffend die Abänderung der Gewerbe- Ordnung mit aller Entschiedenheit verwerfen. Bei der Gewerbegerichtswahl in Forst in der Nieder laufig erhielten in der Klasse der Arbeitervertreter die sozialdemokratischen Kandidaten 642-643 Stimmen. Bon 681 ein geschriebenen Wählern nahmen 644 am Wahlatt theil. Gegenkandidaten waren nicht aufgestellt. werkschaften Deutschlands haben uns bis jetzt treu zur Seite gestanden, und wir hoffen, daß uns auch in Zukunft die moralische wie die materielle Unterstüßung bleiben wird. Alle Anfragen und Sendungen sind zu richten an das Streitfomitee per Adresse: Chr. Wiese, Hamburg, Niedernstraße 50. 1 Die Schauerlente Hamburgs beauftragten ihre Lohn kommission, mit den Stauern nochmals zu verhandeln. des Lohnes 30 pt. Es wird zur Innungsnovelle übergegangen. Der Borsitzende Barthels Lübeck referirt hierüber und legt dann Zur Stadtverordnetenwahl in Frankfurt a. M. wird folgende Resolution vor:" Die heute in Halle versammelten uns noch geschrieben: Im Sonntagsblatt vom 14 d. M. berichtet Gewerbegerichts- Arbeitnehmer= Beisiger Deutschlands, vertreten ber Vorwärts" über den Ausfall der Frankfurter Stadt- In Solingen haben die Schlacht, Brot- und Gemüsemesserdurch 41 Städte, beschließen, den Reichstag zu ersuchen, den Be- verordnetenwahl nach einem gegnerischen Blatt, der„ Frank- Reider bei den Fabrikanten die Arbeit eingestellt, die das Preisstimmungen in der vom Reichs- Anzeiger" unterm 4. Auguft d. J. furter Zeitung", das beslissen ist, die Abnahme unserer verzeichniß nicht anerkannten. Der Streit wird wahrscheinlich in veröffentlichten Handwerker- Innungsvorlage, soweit dieselben sich Stimmen in einem einzelnen Bezirk besonders hervorzuheben, um furzer Zeit beendet sein, da bereits ein Theil der Fabrikanten, auf den Ausbau und die Neugründung von Jnnungs- Schieds- einem unserer Kandidaten etwas am Zeug zu flicken. Dem- bei denen die Arbeit niedergelegt worden ist, bewilligt hat. gerichten beziehen(§§ 84, 84a und 86e) die Genehmigung ver- gegenüber mag darauf hingewiesen werden, daß wir leider Der Streit der Porzellanarbeiter in Triptis i. Th. fagen zu wollen." in allen Bezirken und bei allen Kandidaten, die nur auf ist troß neunwöchiger Dauer noch nicht beendet. Am Orte beMillarg Berlin führt zur Begründung dieser Resolution unsere Stimmen angewiesen waren, erhebliche Abnahmen zu ver- finden sich noch 28 Ausständige; die übrigen find abgereiſt. an, daß seit dem Bestehen der Gewerbegerichte der Beweis ge- zeichnen hatten. Bei der letzten Wahl hatten wir nämlich die In Wertheim in Baden sind in der. Herdfabrik von liefert ist, daß diese Gerichte sich nicht nur im vollsten Maße die Wählerlisten besessen, die hier nur gegen theures Geld und Sympathie der Arbeiter errungen haben, sondern daß auch die bis zu einer bestimmten Zeit lange vor den Wahlen in Abschrift Groß u. Co. Differenzen entstanden, weshalb von dort die Abneigung der Unternehmer gegen die Gewerbegerichte mehr und zu haben sind, diesmal nicht, während sie z. B. in Gießen und Schlosser und Former um Vermeidung des Zuzugs ersucht mehr schwindet; weiter weist der Redner die Mangelhaftigkeit der Ron3dorf amtlich gedruckt und veröffentlicht werden. Dadurch werden. Innungs- Schiedsgerichte nach. Die Resolution wird einstimmig war die Agitation von Wähler zu Wähler diesmal unmöglich. Außer- Die Konfektionsschneider Wiens beschlossen in einer start angenommen; weiter wird beschlossen, sie in 400 Exemplaren den dem war der Spießbürger das vorige Mal durch die Millionen- besuchten Versammlung einstimmig die Einberufung einer Kon Mitgliedern des Reichstages zuzusenden. Unterschlagungen des Stadtkassirers etwas aufgerüttelt gewesen, ferenz der Konfettionsschneider Desterreich 3, während er diesmal wieder schlief. So tam es, daß im auf der sowohl die Stückmeister wie die Gehilfen vertreten sein I. Bezirk 1894 die Genossen Quard, Baumann und Knoop sollen. Sowohl die Stückmeister wie die Gehilfen ganz Desterreichs 222, 221 und 213 Stimmen erhielten, diesmal Baumann allein sollen sich bezirksweise zu einer festen Organisation zusammens nur 189, im II. Bezirk 1894 die Genossen Quarch, Schmidt und schließen, um mit deren Hilfe die Konfektionäre, unter Umständen Knoop 239, 215 und 200 Stimmen, diesmal H. Schmidt und im Wege des Streiks, zur Aufbesserung der Löhne und zur Ver Knoop 223 und 202; im III. Bezirt 1894 die Genossen minderung der Arbeitszeit zu zwingen. Vorgeschlagen find 50 pet. W. Schmidt und Knoop 193 und 188 Stimmen, diesmal Erhöhung und der Stückmeister die Gehilfen, der ferner 124 Stimmen; endlich im VII. 2ohnerhöhung für Zeyn Genosse Sydow allein Es folgt der Punkt: Die praktische Thätigkeit der Gewerbe Bezirk 1894 die Genossen Duard und W. Schmidt 254 und stundentag. In der Versammlung wurde die Leitung gerichts- Beisiger im Amte, worüber zunächst Martienßen- Ham- 233 Stimmen, jetzt 186 und 276 Stimmen. Die Zunahme der Kleidermacher- Genossenschaft der Jnnung, zu welcher fo burg referirt. Jeder Beisiger müsse sich mit den Gefeßesbestimmungen bei Genossen W. Schmidt, der von allen unseren Kandidaten wohl die Meister wie die Gehilfen gehören müssen einer vertraut machen, damit er den Vorsitzenden, die wohl zum größten die einzige zu verzeichnen hatte, erklärt sich dadurch, daß er äußerst scharfen Kritik unterzogen. Diese aus Christlich- Sozialen Theil die Ansicht haben, daß der Beisitzer nur ein nothwendiges von den bürgerlichen Demokraten für den dritten Bezirk mit bestehende Leitung hat den Bemühungen des Gehilfenausschusses, Uebel ist, auch gewappnet gegenübertreten fanu. Es müsse verlangt aufgestellt werden sollte, dies jedoch abgelehnt hat, und dann die Sonntagsruhe zu regeln, stets Hindernisse in den Weg gelegt; werden, daß vom Staate die erforderlichen Gesetzbücher für die im siebenten Bezirk, wo er fandidiren wollte, von einer ihre Arbeitsvermittelung wurde als geradezu skandalös bezeichnet; Gewerbegerichte zur Information geliefert würden. Die Beisitzer Gruppe fleinbürgerlicher Wähler mit auf ihren Bettel weiter legte man ihr zur Last, daß das zur Hälfte durch die hätten das Recht, während der Verhandlung selbständig Fragen gesetzt wurde. Diese Kleinbürger waren die einzigen, Beiträge der Arbeiter zu stande gekommene Genossenschaftszu stellen, gegen Anmaßungen der Vorsitzenden zu protestiren 2c.; welche neben zwei Bourgeoiskandidaten wenigstens einen vermögen ausschließlich im Interesse der Meister verwendet fie hätten aber auch die Pflicht, die ihnen vorgelegten Arbeits- Sozialdemokraten mit auf ihren Zettel zu seßen den werde. Gegen den Beschluß der Meister, 14 000 fl. aus der ordnungen zu kontrolliren und Einwendungen zu machen, wenn Muth und die Einsicht hatten. Ueber einen sozialdemokratischen Lehrlings- Krankenkaffe in die Meisterlade zu übertragen, wird dieselben gegen Moral und Sitte verstoßen. Redner schließt mit Kandidaten hinausgehen wollten sie freilich um feinen Preis. Die bei der Gewerbebehörde protestirt werden. dem Wunsche, daß jeder Beifizer sein Recht bis auf das äußerste Frankfurter Genossen dürften sich jetzt mit doppeltem Eifer auf ausnuten möge. Millarg Berlin meint, eine unangenehme die Agitation für Erweiterung ihres GemeindeEmpfindung sei es, daß den Gewerbegerichts- Vorsitzenden das wahlrechtes werfen. Bu den Stichwahlen am Richteramit meistens als Nebenamt übertragen sei. Es 19. dieses Monats versprechen die bürgerlichen Demos müffe gegen lange Sigungen protestirt werden. Denn traten auf einmal jene Agitation zu unterstützen, nach- Zur Berufs- und Gewerbezählung. Die Bearbeitung venn von vormittags 1/210 Uhr bis abends 63/4 Uhr, dem sie früher allerlei Ausflüchte gemacht hatten. Aber des Materials, das durch die Berufs- und Gewerbezählung vom was in Berlin passirt ist, ununterbrochen gearbeitet die Demokraten find diesmal von den Reaktionären 14. Juni 1895 gewonnen ist, hat solche Ausdehnung angenommen, wird, so dürfe man sich nicht wundern, wenn ungesunde noch ärger geschlagen worden, als wir, und nun ist ihnen daß man entgegen den ersten Annahmen nunmehr auf eine Urtheile gefällt werden. Durch solche Arbeitszeit würden plößlich die Einsicht gekommen. Es fragt sich nur, auf nicht blos die Beisitzer, sondern auch die Vorsitzenden überanstrengt. wie lange. Der nee Entwurf einer hessen Im weiteren Verlauf der Debatte wurde das Vergleichsverfahren nassauischen Städte Ordnung, der dem preußischen tritifirt, die Lohnzahlung am Freitag als ein erstrebenswerthes Landtag zugehen wird, läßt sicherem Vernehmen nach das plutos Biel bezeichnet und der§ 128 der Gewerbe- Ordnung einer Be- fratische Frankfurter Gemeinde- Bahlrecht u'n angetastet." Leuchtung unterzogen. = Das ,, Volksblatt für Anhalt" hatte wegen der im vorigen Jahre vorgenommenen Verschlechterung des Landtags: Wahlrechts den Parteigenossen empfohlen, an der diesjährigen Landtagswahl nicht theilzunehmen. Soweit bekannt, baben sich alle Orte, bis auf Coswig, danach gerichtet. In Coswig be theiligte sich eine Anzahl Genossen an der Wahlmännerwahl. Gesiegt haben sie nicht, aber in einem Bezirke( von sechs) gelang es ihnen doch, ihre Kandidaten durchzubringen. V Aus Offenbach berichtet das„ Offenbacher Abendblatt", daß am Montag im Beisein von Vertretern der dortigen sozial demokratischen Partei und der Gewerkschaften beim Handelsgericht die offene Handelsgesellschaft Saalbau Gesell fchaft Offenbach a. M. J. Orb u. Ro." eingetragen worden ist. Die Gesellschaft hat das 2473 Quadratmeter umfassende Anwesen des Herrn Klement, Austraße 26, zum Preise von 69 000 m. erworben. Das Anwesen enthält an Gebäulichkeiten ein dreistöckiges Vorderhaus, einen ebensolchen Seitenbau nebst Stallungen und Remise, sowie einen Garten von ca. 17-18 000 Quadrat metern Umfang. Auf die Kauffumme wurden vorläufig 4000 m. angezahlt. Die Gesellschaft übernimmt das Anwesen am 1. März 1897 und beabsichtigt auf dem Terrain mit Beginn des Frühjahrs die Erbauung eines großen Saales nebst Vereinshaus Polizeiliches, Gerichtliches ze. Soziales. Fertigstellung aller aus der Zählung sich ergebenden Arbeiten, laut den Berliner Politischen Nachrichten", erst für Ende Sep tember 1898 rechnet. Ginzelne Theile der statistischen Arbeit werden natürlich in der Zwischenzeit und zwar sobald sie fertig gestellt sind, veröffentlicht werden. Für die Trennnug der Keffelrevision von der Fabrik aufficht erklärt sich auch der Hamburgische Korrespondent". So lange darin feine Abhilfe geschaffen werde, hätten die sozial demokratischen Blätter ein Recht, die Fabritinspektion als eine halbe Maßregel zu bezeichnen. Den Achtuhr Ladenschluß durch gütliche Uebereinkunft zu stande zu bringen, war in Kassel versucht worden. Das ge die Kolonialwaaren- Hands lang zwar nicht, nur eine Firma lung von Knierim- führt den Achtuhr- Ladenschluß ein, aber eine beträchtliche Anzahl Firmen bequemt sich wenigsten dazu, um 9 Uhr zu schließen. Das In der Nachmittagssigung theilt Millarg- Berlin auf grund einer Berufszusammenstellung der Delegirten mit, daß 21 Berufe auf der Konferenz vertreten sind. Die Holzarbeiter stellen die übergroße Majorität der Theilnehmer. Bum nächten Tagesordnungs- Punkte:" Stellungnahme zur Gesinde- Ordnung" wurde ohne Debatte folgende von hallischen Beisigern eingebrachte Resolution einstimmig angenommen:„ Die Reichsregierung wird durch die Konferenz ersucht, dem Reichstage einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch welchen die rechtliche Stellung aller Personen, die jetzt noch den Gesinde- Ordnungen unterstehen, einheitlich geregelt wird, und zwar in dem Sinne, daß die Gesinde- Ordnungen aufgehoben und die ihnen Unterstehenden Zur Sonntagsruhe im Fleischereigewerbe. unter die Gewerbe- Ordnung gestellt worden." Folgende von dem Delegirten Lipinski eingebrachte Refäch fische Ministerium hat die Amtshauptmannschaften an solution wurde ebenfalls einstimmig angenommen:" Der Kongreß gewiefen, zu ermitteln, ob die Sonntagsarbeit im Fleischereis der Gewerbegerichts- Beisitzer Deutschlands erachtet die jetzt den betriebe, namentlich das Transportiren von Schlachtvieh nicht Handlungsgehilfen gewährte Rechtshilfe den veränderten sozialen einzuschränken sei; die Amtshauptmannschaften sollen hierüber Verhältnissen nicht mehr entsprechend, für ungenügend, für zu Anordnungen treffen. Die Amtshauptmannschaft Leipzig hat Tostspielig und langwierig und erflärt sich für die Ausdehnung nun die Intereffenten( Unternehmer und Gesellen) gehört; alle der Gewerbegerichte auf die Handlungsgehilfen, weil ihnen da baben sich angeblich gegen eine Verringerung der Sonntags durch, ohne ihre befonderen Berufsinteressen zu verlegen, eine arbeit ausgesprochen. Zur Begründung wurde angeführt, daß schnelle und billige wie fachgemäße Erledigung ihrer Klagen in der Werkstatt Sonntags die nöthige Arbeit fünf Stunden er fordern, und das Zutreiben und Transportiren des Viehs wäre möglich ist. Demgemäß spricht sich der Kongreß auch für das vorzunehmen. nicht zu vermeiden, weil die Zeit zur Schlachtviehversicherung in Wahlrecht und die Wahlfähigkeit der Handlungsgehilfen zum Gewerbegerichte aus." Wegen Beleidigung des Obervogts Ente in Eisleben Leipzig zu kurz und der Viehmarkt Montags sei. Bei der Be2 Stunden vor Desgleichen wurden die folgenden zwei Refolutionen ange- wurde Genosse Mannigel, der verantwortliche Redakteur des fragung stellte es sich auch heraus, daß sich die Fleischer um die ,, Es hat sich durch die bisherige Praxis der Gewerbe- Volksblatts für Halle", vom Halle'schen Schöffengericht zu Beit, wo sie das Vieh transportiren können und 3 Stunden nach dem Gottesdienst nicht fümmern. Der gerichte bemerkbar gemacht, daß die Einlegung der Berufung 600 M. Geldstrafe oder 100 Tagen Gefängniß verurtheilt. der Bezirksausfchuß Leipzig Lehnte es ab, eine verminderte gegen Urtheile, in denen das Objekt über 100 M. beträgt, als Genosse Richard Wittrisch, Redakteur ein Uebelstand anzusehen ist. Es verträgt sich das mit den" Sächsischen Arbeiter Zeitung", der gegenwärtig wegen Be- Sonntagsarbeit anzuordnen, beschloß aber, dahin zu wirken, daß wirthschaftlichen Verhältnissen der heutigen Zeit feineswegs und leidigung des sächsischen Gesammtministeriums eine dreimonatige die Zeit für die Versicherung des Schlachtviehs täglich um zwei es ist für die Arbeiterschaft von großem Interesse, daß Be Gefängnißstrafe verbüßt, wurde wegen weiterer Preßvergehen Stunden vermehrt und der Biehmarkt auf den Dienstag verlegt rufungen gegen Urtheile der Gewerbegerichte nicht mehr als zu- am Montag vom Dresdner Landgericht zu 6 Monaten Gefängniß wird; weiter soll die Polizei dabin wirken, daß die Fleischer und Viehhändler die Zeit, wo sie Sonntags arbeiten dürfen, auch lässig erklärt werden." verurtheilt. richtig einbalten. Die Verordnung des Ministerium ist nicht aus Rücksicht auf die Arbeiter im Fleischereigewerbe, sondern mit Rücksicht auf den Gottesdienst erlassen worden. nommen: " Die Berliner Kollegen werden beauftragt, einen Entwurf auszuarbeiten, wonach die Lücken des Gesetzes betr. die Wahlordnungen der Drtsstatute einer Prüfung zu unterziehen sind." Weiter wurde beschlossen, darnach hinzustreben, daß die Gewerkschaftliches. Beisigerwahlen, wie in München, Sonntags vorgenommen Die Redaktion der Naumann'schen ,, Zeit" hatte sich werden können, desgleichen wurde empfohlen, an den erboten, im Berliner Lithographene und Stein Depeschen und lehte Nachrichten. = wo solche bestehen, theil- drucker Streit die Vermittlung zu übernehmen. Kommunal Arbeitsnachweisen, Grabow( Oder), 17. Novbr.( B. H.) Die Sozialisten erzunehmen, und schließlich wurde noch richtig gestellt, daß alle Sekretär der Vereinigung Berliner lithographischer Anstalten, für das Organ: Das Gewerbegericht" bestimmten Publikationen Dr. Gerschel, ist ihr aber mitgetheilt worden, daß die Verreichten bei den Stadtverordnetenwahlen in der dritten Abtheilung nicht wie früher mitgetheilt an den Berliner Ausschuß, sondern einigung nicht in der Lage sei, von diesem Unerbieten Gebrauch die Zweidrittel- Majorität und verdrängten die bisherigen Stadtdirekt an die Zeitung zu senden sind. Damit hatte die Konferenz zu machen. Der Leiter des Streiks, Schöpfe, hat dagegen er verordneten. ihre Arbeiten erledigt. In einem furzen Schlußworte stattet der widert, daß die Gehilfen dem Einigungsverfuch nicht abgeneigt Tilfit, 17. November.( W. T. B.) Auf dem Memel ist Borsigende Barthels den Theilnehmern der Konferenz sowie dem feien, sofern die genannte Unternehmer- Bereinigung eine zu starker Eisgang eingetreten; die Schifffahrt ist geschlossen. Halleschen Ausschuffe der Beisiger seinen Dank für die Mühe- stimmende Erklärung abgebe. Das christlich- soziale Blatt bemerkt starker Gisgang eingetreten; die Schifffahrt ist geschlossen. München, 17. November.( B. H.) Das Schöffengericht waltung aus und schließt dann die Konferenz mit einem drei- dazu: Auf seiten der Arbeiter ist der gute Wille zum Friedensfachen Hoch auf die Gewerbegerichte und die Arbeiter schluß vorhanden, auf seiten der Fabrikanten will verurtheilte den verantwortlichen Redakteur der Münchener bewegung. Mitgetheilt sei noch, daß die Verhandlungen man Fortseßung des Streits. Auf wessen Freien Breffe", Georg Roft, wegen drei Artikel, in denen das polizeilich überwacht und von einem amtlichen Stenographen Seite fällt nun die Berantwortung für die Urtheil im Habererprozeß besprochen und kritisirt wurde, auf grund des Unfugsparagraphen zu 150 M. Geldstrafe. weiteren Folgen? aufgenommen wurden. Trieft, 17. November.( W. Z. B.) Seit gestern berrscht Die Zeitschrift für Graveure und Ziseleure" bringt in ihrer Nummer 16 das Ergebniß der von der Gewerkschaft im hier ein heftiger Bota- Sturm, der empfindliche Verkehrsstörungen Juni d. J. in Berlin aufgenommenen Berufsstatistik, ur See verursacht, Die griechische Nacht Sphatterda" konnte Zum Ausfall der Wahl in Mainz bemerkt unfer dortiges ferner einen mit Illustrationen versehenen Artikel des Profefforé nicht nach Venedig auslaufen. die Alfred Lichtwart über Wiedererwedung Paris, 17. November.( W. Z. B.) Die Deputirtenkammer Bruderorgan, die Mainzer Volkszeitung": Um das Ergebniß richtig zu beurtheilen, darf man es nicht der Medaille. Beide Artikel sind so bedeutsam, daß wir nahm heute mit 297 gegen 238 Stimmen den Antrag an, durch blos mit dem Resultat der Wahl von 1893 vergleichen. Damals nicht verfehlen wollen, die Graveure und Ziseleure auf diese Nummer welchen der Modus der Wahlen zum Senate abgeändert wird. standen wir den Nationalliberalen gegenüber; damals besonders aufmerksam zu machen. Die Zeitschrift für Graveure fielen uns demgemäß in der Stichwahl viel mehr Stimmen aus und Biseleure" erscheint im Verlage von Paul Balting genannt den neutralen Parteien zu. Die gegen das Zentrum auf Schäfer in Leipzig, Hainstr. 19, wird alle brei Wochen heraus gebrachten 10115 sozialdemokratische Stimmen bedeuten mehr als die gegeben und foftet frei ins Haus in Deutschland und Desterreich im Jahre 1893 gegen die Nationalliberalen aufgebrachten 10 686 vierteljährlich 0,40 m., die einzelne Nummer 10 Pf. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen. Partei- Nachrichten. " " Brüffel, 17. November.( B. H.) In der heutigen Rammerfihung wurde Beernaert zum Präsidenten gewählt. Er theilte mit Bedauern mit, daß das Kammerbureau neue Maßnahmen be züglich der Aufrechterhaltung der Ordnung vorbereite. Alsdann wurde die Kammer auf 8 Tage vertagt. 1 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 271. Reichstag. Mittwoch, den 18. November 1896. Am Tage darauf, am 21. April d. J., hat der Reichstag einstimmig den Antrag angenommen: Die verbündeten Regie: rungen zu ersuchen, mit allen zu Gebote stehenden Witteln, dem mit den Strafgesehen in Widerspruch stehenden Duellunwesen mit Entschiedenheit entgegenzuwirken." Inzwischen hat das Duellunwesen noch weiter um sich gegriffen, insbesondere in den Kreisen der Difiziere und Beamten. Die von den Gerichten verhängten Strafen sind mehrfach durch Begnadigungen nahezu aufgehoben worden. Von einer Ausführung des Reichstagsbeschlusses, oder auch nur von einem Ergebniß der oben erwähnten Erwägungen des Herrn Reichs fanzlers ist bisher nichts bekannt geworden. 13. Jahrg. noch und der Reserve- Offizier, der es gebietet, ehe es geschehen ist. Ueberzeugung gewinnen können, daß nichts versäumt ist, um die sind beides ein und dieselbe Person. Kann man unter solchen Duellfrage, welche weite Boltskreise lebhaft beschäftigt, einer dem 126. Sigung vom 17. November 1896. 1 Uhr. Umständen über die Verlegung des Gesetzes sich wundern? So öffentlichen Rechtsbewußtsein entsprechenden Lösung entgegenzu lange die Sitte nicht jenen, der sich über das Gesez hinwegfett, führen. Wenn die Vorbereitungen bisher zu greifbaren ErAm Tische des Bundesraths: Fürst zu Hohenlohe, als Raufbold behandelt, so lange wird sich die Sitte des Duells gebnissen nicht geführt haben, so liegt das nicht an einer VerDr. v. Bötti cher, v. Goßler, Schönstedt, v. Marschall nicht verlieren. Wenn jemand zum Schießen gezwungen wird, so fäumniß oder gar an einer veränderten Stellungnahme der ReichsAuf der Tagesordnung steht die Interpellation der Abgg ist er nicht so strenge verantwortlich zu machen. Das sieht der regierung, fondern lediglich an dem Umstande, daß die Frage Mundel und Genossen. Justizminister auch ein, denn er sorgt dafür, daß die ohnehin ihrer Natur nach nicht leicht und kurzer Hand zu erledigen iſt. " Im Auftrage des Herrn Reichskanzlers hat Herr Staats- milden Strafen im Wege der Begnadigung heruntergesezt Wenn der Herr Vorreduer sich bei der Begründung der sekretär Dr. v. Bötticher in der Reichstagssigung vom 20. April d. J. werden. Seit wir zum letzten Male vom Duell gesprochen haben, Interpellation auch über die Ausübung des Begnadi. in Beantwortung der Interpellation Dr. Bachem, welche aus find sechs Fälle der Begnadigung bekannt geworden. Bei der gungsrechts geäußert hat, so lehne ich es ab, Aulaß des Duelle Schrader- Kotze erfolgt war, die Erklärung abörsengarten- Affäre wurde der sich schneidig benehmende hierauf zu antworten.( Bravo! rechts.) Das Be gegeben, daß der Herr Reichskanzler in ernste Erwägungen Regierungsbeamte, ehe er die Strafe noch antreten fonnte, zu gnadigungsrecht in Duellfachen beruht nicht auf der Reichsdarüber eingetreten ist, welche Maßregeln zu ergreifen fein Etubenarrest begnadigt. Der Verurtheilte wird nicht behandelt verfassung; es ist dies lediglich ein Recht der Landeshoheit und werden, um eine Sicherung und Achtung der Strafgesetze wirksamer als solcher, der ein Bergehen begangen, sondern als ein solcher, gehört daher nicht vor das Forum des Reichstags.( Sehr als bisher zu erreichen". Das Ergebniß dieser Erwägungen mit der eine ruhmvolle That begangen. Wir haben zu gefeh- richtig! rechts.) zutheilen, sei, da dieselben noch nicht abgeschlossen sind, zur Zeit lichen Maßnahmen einen schüchternen Anfang Anfang gemacht, Auf die weitere Anfrage des Herrn Jnterpellanten, welche nicht thunlich. indem wir im Anschluß an einen früheren Antrag sich auf den Fall von Brüsewiß bezieht, wird der preußische des Herrn Bachem beantragen, daß ein Duellant aus Herr Kriegsminister antworten. seinem Amt als Hüter des Gesetzes entfernt wird. Preußischer Kriegsminister v. Goßler: Diese That wird Das würde den Leuten die Augen darüber öffnen, daß es nicht von keinem mehr bedauert, als von den ganzen Offizierkorps der rubmvoll sein kann, die Gefeße zu verlegen. Auf unsere Juter- Armee. Meines Erachtens fommt es zunächst darauf an, ob die pellation über das Duell wären wir vielleicht nicht gekommen, gefeylichen Behörden alles gethan haben, um den Schuldigen der wenn nicht der spezielle Fall, in welchem sich ein Mann frevent- Sühne zuzuführen. Ich muß das in vollem Umfange bejahen. lich über die Staatsgesetze hinweggefeßzt hat, uns dazu Anlaß Ter Lieutenant v. Brüsewiz hat sich selbstverständlich freiwillig gegeben hätte. Wenn man die Motive manches Verbrechens der Behörde gestellt, es ist am folgenden Morgen zu seiner Vererjährt, pflegt das Verbrechen verständlich zu werden; wenn ich nehmung geschritten und er ist auf grund dieser Vernehmung, an den& all Brüse wis denke, ist das Gegentheil der Fall. welche den Umfang der That feststellte, verhaftet worden. Am ( Sehr richtig.) 14. Oftober ist die förmliche friegsgerichtliche Untersuchung Wir haben manches für das Militär und die Marine, wo eingeleitet worden, in diesen Tagen ist das triegsgerichtliche Demgemäß erlauben wir uns, an den Herrn Reichskanzler man vernünftiger zu sein scheint, aufgewendet, weil wir denken, Urtheil gesprochen, das Erkenntniß ist dem Generalauditoriat die Anfrage zu richten, ob er zum Abschluß seiner vom 20. April es ist für die Sicherung des Landes. Wenn aber die eingereicht, aber noch nicht bestätigt und schwebenden Erwägungen nunmehr gekommen ist, und was etwa Militärs mit solchem Brüsewitz'schen Ehrgefühl sich zeigen, dann nicht rechtskräftig. Ich bin also nicht in der Lage, angeordnet ist, um dem einstimmig gefaßten Beschluß des Reichs- muß man sich fragen, ob eine solche militärische Einrichtung zur über die Verhandlungen Auskunft zu geben. tags Rechnung zu tragen. Sicherheit des Landes dient. Selbst nach der günstigsten Dar- Nach dem Abschluß der Angelegenheit werden die Akten dem An den Herrn Reichskanzler erlauben wir uns die Anfrage stellung bleibt der Fall noch derartig, daß er Entfeßen erregt. Kriegsministerium eingereicht werden und ich bin dann in zu richten, was den Behörden bekannt geworden ist über die Nach dem Urtheil des Gesellschafters des Herrn v. Brüsewiß, der Lage, die allerhöchste Entscheidung herbeizuführen, ob eventuell Vorgänge, welche in der Nacht zum 12. Oktober d. J. in Karls- der jetzt der Mitschuld verdächtig ist, hätte der erstochene Mann das Urtheil mit Gründen publizirt werden soll. Ich mache aber ruhe zur Tödtung des Technifers Siepmann durch den Premier- den Lieutenant beleidigt, und der Lieutenant hätte den Mann, darauf aufmerksam, daß die Militär- Strafgerichts- Ordnung eine lieutenant v. Brüfewiß geführt haben." der zur Entschuldigung bereit war, mit faltem Blute durch Bestimmung darüber nicht enthält, so daß es ein vollständiges Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe erklärt sich bereit, die stochen. Sein erstes Wort war:" Ich habe ihn gestreckt"( Psui! Novum wäre. Ich bin nicht in der Lage, dahin Versprechungen Interpellation sofort zu beantworten. lints); wie ein Wild erlegt dieser Hächer seiner Ehre seinen Gegner. zu geben. Es ist der Wunsch an mich herangetreten, man sollte, Abg. Munckel verweist auf die Verhandlungen, welche Ich kann mir nichts Ghrloseres und Feigeres um die öffentliche Meinung zu beruhigen, das Urtheil schon vorher im April d. J. über die Duelfrage stattgefunden und zu benten, als wenn ein Bewaffneter einen Un- publiziren. Ich habe diesen Wunsch nicht befürworten können. einem einstimmigen Beschlusse des Reichstags geführt haben. bewaffneten niedersticht; ich fann es nicht gentleman- Auch im bürgerlichen Verfahren ist es nicht üblich, das Ergebniß Die damals erwähnten Erwägungen des Reichskanzlers, die zu life finden( Sehr richtig! links). Wenn solche Anschauungen in der vorläufigen Untersuchung mitzutheilen. Es würde sonst der der Zeit nicht erst begonnen haben, haben noch kein greifbares einem Stande verbreitet sind, dann bedeuten sie eine a II- Vorwurf gemacht werden, daß das Einfluß haben fönnte auf Ergebniß gefördert, wenigstens ist davon nichts betaunt geworden. gemeine Gefahr für das Bolt. In einer gewissen das erkennende Gericht. Da das Militär Strafverfahren fein Der Reichstag hat einen Anspruch auf eine Auskunft darüber, Breffe spricht man von der Ebrennothwehr des Königs, ohne öffentliches ist, hat auch der Angeklagte den Schutz des Gesezes um so mehr als seit jener Zeit das Duellumwefen nicht au gehört, daran zu denken, daß man sich damit einer Majestätsbeleidigung zu beanspruchen; er tönnte eine solche Publikation als ungeseslich sondern sich vermehrt hat. Der Reichstag war damals einig ichuldig macht, die besser zu verfolgen wäre als manche bezeichnen. Das würden die Erklärungen sein, welche ich meines darüber, daß das Duell der Religion, der Moral andere.( Sehr richtig! links.) und dem Gefeh widerspreche. Wer sich danach beleidigt Erachtens über die Sache zur Zeit abgeben kann. Ich kann Für die religiöse Seite fühlt, der ist berufen zum Richter und zum Henker. nur hinzufügen, daß der Lieutenant v. Brüsewiß, der haben die Kirchen und Religionsgesellschaften zu sorgen; Wer die Uniform des Königs beschmutzt, wie Herr hier auf das schwerste angegriffen wird, aus ganz ob sie Erfolg baben werden, mag dahingestellt bleiben. Es ist von Brüsewiß, der beleidigt den König felbst, der ist nicht einfachen Verhältnissen stammt, daß er eine voll. ja das Wort gefallen, daß der betreffende Mensch selbst die gött würdig mehr des Kleides. Wohin soll das Umfichgreifen folcher tommen vorwurfsfreie Dienstzeit hinter sich hat lichen Strafen auf sich nehmen, also Gottes Gebote verlegen Angriffe führen? Sind sie nur beschränkt auf die, welche den und nie zu Gxzessen geneigt gewesen ist, und müsse, um seine Ehre zu retten. Es giebt nur eine Ehre für den Rock des Königs tragen? Gilt es nicht auch von den Lieutenants daß er in verschiedenen Vertrauenspellen Menschen, die mit feinem göttlichen oder sittlichen Gebot in der Reserve, die man nicht einmal zu erkennen im stande ist. fungirt hat. Es ergiebt sich daraus, daß die Charakter. Widerspruch kommen kann. Aber die besondere Standesehre und Wüthenden uniformirten Offizieren tann man wenigstens aus dem schilderung dieses Mannes hier doch sehr getrübt die besonderen Standesvorrechte können vielleicht verlegt werden, und Wege gehen.( Heiterkeit links.) Früher konnten die Sozial- ist. Andererseits habe ich auch die Personalien des das Duell ist die Selbsthilfe dagegen. Darin liegt eine Verlegung demokraten bezüglich des Duelis sagen: Was geht's uns an, Mechaniters Siepmann fenftellen lassen. Er hat sich des Duellverbots und des Verbots der Selbsthilfe. wenn die höheren Zehntausend sich todtschießen!" Diese Ent als ein ungewöhnlich heftiger Charakter gezeigt. Man fagt, es müffe erst Remedur geschaffen werden bezüglich schuldigung haben sie nicht mehr, denn die höheren Zehntausend Er ist aus der Metallpatronenfabrik in Karlsruhe wegen der Bestrafung der Ehrverlegung. Es mag sein, daß Beleidi- bleiben nicht mehr unter sich, sondern strecken auch andere nieder. schwerer Bedrohung seiner Mitbürger entgungen nicht überall gleichmäßig beurtheilt werden. Es kommen( Beifall links.) lassen worden.( Hört, hört! rechts.) Epäter hat er einen& a brif= oft leichte Strafen vor. Hat man doch einen Geistlichen, der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe Schillingsfürft: inspektor auf das schwerste bedroht. Daraus kann ich seinen Amtsbruder verleumderisch beleidigt und ihn um Ehre Meine Herren, auf die erste Anfrage des Herrn Interpellanten nur entnehmen, daß diefe Affaire doch noch der Aufklärung bedarf. und Amt brachte, unter mildernden Umständen mit einer Geld- über das Duellwesen, habe ich folgende Antwort zu geben. Taß eine schwere Provokation vorlag, daran ist strafe davon kommen lassen. Mag das Beleidigungsverfahren Die von meinem Stellvertreter in der Sitzung des Reichstein 3 weifel; darüber werden die Akten demnächst nähere nicht überall seine Schuldigkeit thun, so ist das Duell in seiner tages vom 20. April d. J. in meinem Auftrag abgegebene Gr- Auskunft geben. Der Vortrag des Juterpellanten hat doch einen barbarischen Form doch noch nicht beffer als die Klage. Findet flärung bestätige ich. Ich halte es nach wie vor für eine selbst sehr großen Mangel, indem er die That eines einzelnen man denn die Reparatur der Ehre vor der Mündung der Pistole? verständliche und unabweisliche Forderung des öffentlichen Rechts- Menschen einem ganzen Stande zur Last legt.( Sehr richtig! Es giebt doch zwei Möglichkeiten des Ausgangs eines Duells, bewußtseins, daß auch auf dem Gebiete des Duellwesens den rechts.) Dazu liegt absolut kein Recht vor. Ich bedaure, daß wenn die dritte des französischen Duells außer acht gelaffen Vorschriften der Gefeße in allen Kreisen der Bevölkerung ohne diese Verhegung in den Zeitungen( Große Unruhe. Rufe: wird, daß die Sekundanten vergessen, die Pistolen zu laden Unterschied des Standes und Berufes Achtung und Befolgung Oho! links), in den Zeitungen hierher übertragen Wenn der Beleidigte selbst todt oder zum Krüppel gefchoffen gesichert werde. Die ernstlichen Erwägungen, welche nach jener worden ist.( Erneute Unruhe links.) wird, so ist seine Ehre blank und rein, aber die Ehre seines Erklärung bezüglich der Maßregefn angestellt sind, die ergriffen In den letzten Jahren sind verschiedene Fälle von Angriffen Gegners, des Todtschießers, ist auch wieder blant und rein. werden müssen, um solche Achtung wirksamer als bisher zu auf Offiziere vorgekommen. Ein älterer Offizier in Hamburg Das ist doch unvereinbar. Gewiß gehört ein physischer erreichen, find ohne Verzug weiter fortgeführt. wird von der Pferdebahn herabgeriffen. Er kann sich noch Muth dazu, sich vor die Mündung der Pistole zu stellen. Insbesondere hat die preußische Kriegsverwaltung, durch Zufall retien und verlangt von dem Betreffenden Aber vielleicht gehört ein größerer moralischer Muth was das Duellwesen in den Kreisen der Armee betrifft, Vor einfach eine Entschuldung. Das wird höhnisch ab= dazu, in solchen Fällen das Duell zu verweigern. schriften vorbereitet, welche darauf abzielen, den 8 weigewiesen. Den Attentäter fennt der Offizier gar nicht. In Der physische Muth ist sichtbar, der moralische nicht, und de tampf, wenn nicht völlig zu beseitigen, so doch erlin geht ein Offizier mit seiner Schwägerin auf der Straße, Borwurf der Feigheit ist leicht bei der Hand. Neulich ist eine auf fein Mindestmaß zurückzuführen.( Hört! wird von hinten mit einem Stock auf den Kopf geschlagen und, Statistik erschienen, welche nachweisen wollte, daß die Duelle im hört! links.) als er sich umwendet, an der Kehle gepackt; der Attentäter ist ganzen abnehmen, daß aber die Betheiligung der jüdischen Mit- In Anlehnung an die bis zum Jabre 1874 in Geltung ge- unbekannt. In Karlsruhe figen vor zwei Jahren zwei Offiziere bürger daran erheblich zugenommen hat.( Große Heiterfeit.) Das wefene allerhöchste Verordnung vom 20. Juli 1843 über das im Bierlokal; es sehen sich ein paar andere hinzu und provoziren Duell ist in Kreife eingedrungen, die man früher nicht für Verfahren bei Untersuchungen der zwischen Offizieren vor die Offiziere; diese seßen sich an einen anderen Tisch, die Profatisfaktionsfähig hielt; wie früber zwifchen Adel und Bürger- fallenden Streitigkeiten und Beleidigungen wird beabsichtigt, votanten kommen nach. Die Offiziere gehen fort, werden verthum unterschieden wurde, so wird jetzt zwischen Satisfattions diese Streitigkeiten und Beleidigungen der ehrengerichtlichen Beolgt und auf der Straße in der unerhörtesten Weise beleidigt. fähigen und den Nichtfatisfattionsfähigen unterschieden. Die handlung und Entscheidung zu unterwerfen mit der Wirkung, Die Provofanten waren den Difizieren völlig unbekannt. ersteren werden zwar verurtheilt, aber bald begnadigt. Die daß die Entscheidung, welche niemals auf eine Nöthigung zum der Verhegung, die stattfindet, ist die Armee anderen aber, die nicht mit Pistolen und Degen auf einander Zweikampf oder auf eine Bulaffung deffelben lauten darf, für also wahrlich nicht schuld. losgehen, werden nicht begnadigt. Der Kreis der Satisfattions- die streitenten Theile unbedingt verbindlich ist. Auf Befehl des Auf die Ausführungen über das falsche Ebrgefühl fähigen wird ja sehr verschieden gezogen; die Offiziere und die Kaisers wird der Entwurf jener Vorschriften zunächst einer Kom- frage ich: Wo sind die Beweise dafür? Ohne militärisches Bizefeldwebel ber Reserve gehören in den Kreis binein; im miffion zur Begutachtung vorgelegt werden, welche aus fach Chrgefühl Standesbewußtsein ist kein Offizierforps übrigen werden dazu gerechnet, wen die betreffenden Kreife dazu verständigen Difizieren zusammengesetzt ist und bereits in den zu erziehen; ein Difizierforps ohne berechtigtes Standes= rechnen wollen. Preußen ist als Militärstaat groß geworden, der näd, sten Tagen in ihre Berathungen eintreten wird. Das gefühl und militärisches Ehrgefühl ist werth, aufgelöst Militärstand steht an der Spize aller Stände. Ich spreche vom Ergebniß der Berathungen und die auf grund desselben weiter zu werden.( Beifall rechts.) Alles, was Sie im Kriege Militärstande, nicht vom Offizierftande, denn ich habe einmal zu fassenden Entschließungen bleiben abzuwarten. Ich bin von der Armee erwarten und die Erziehung im Frieden beruht gelesen, daß der Rekrut, der des Königs Rock anzieht, etwas Vor- selbstverständlich nicht in der Lage, mich über die endgiltige auf diesen beiden Eigenschaften. Die Begriffe der Ehre des nehmeres geworden ist.( Heiterfeit.) 10 Millionen für militärische Ausgestaltung der in Aussicht genommenen Vorschriften zu Rocks unseres Königs, Königs, die Ehre unserer Jahne, die Zwecke sind leichter zu haben als 100 000 W. für die Rechtspflege. äußern. Ehre unserer Truppentheile sind militärische Begriffe, Ein Minister mußte sich vor noch nicht langer Zeit freuen, daß Aber auch auf dem Gebiete des bürgerlichen von benen wir uns niemals trennen werden. Es ist er nachträglich noch Sekondelieutenant wurde. Ich will dem Strafrechts sind die Vorbereitungen für eine wirt. angeführt, daß die Difiziere manchmal in unrechter Weise Militärstande seine Vorrechte lassen, wenn er sich der Pflichten fame Bekämpfung des Duells unausgesetzt befördert von der Waffe Gebrauch machen. Was den Waffengebrauch an bewußt bleibt, den anderen Ständen als Vorbild zu dienen. Die worden. belangt, fo liegen die Verhältnisse für mich tlar. Es ist vers Einrichtungen im Heere find so getroffen, daß die Duelle, Es darf erwartet werden, daß die beabsichtigte Aenderung geffen worden, ein Gesetz anzuführen, das wir haben, das Recht welche das Gesetz bestraft, als auszeichnende Handlungen an auf dem Gebiete des ehrengerichtlichen Verfahrens eine heilsame ber Nothwehr.( Lachen links.) Es ist klar, daß jeder gesehen werden. Die Ebrengerichte zwingen niemanden zum Rückwirkung auch auf diejenigen Streise ausüben wird, welche Deutsche bei einem rechtswidrigen Angriff die Nothwehr geDuell mit physischer Gewalt; aber wenn sie dahin erkennen, den militärischen Ehrengerichten nicht unterstellt sind. Für den brauchen kann. Wenn ein Offizier widerrechtlich angegriffen daß die Satisfattion nicht nicht verweigert werden dürfe, möglichen Fall jedoch, daß diese Erwartung nicht in Erfüllung wird, so liegt doch kein Zweifel vor, daß er sich im Zustand der oder daß sie gefordert werden müsse, dann weiß der gehen sollte, ist die Reichsregierung der Frage näher getreten, ob Nothwehr befindet. Die Waffe giebt ihm das Gefeß, sein KriegsOffizier, was er zu thun hat. Er duellirt sich oder es geboten erscheint, eine Verschärfung der bestehenden herr hat ihm die Waffe anvertraut, und kommt er in den Zunimmt seinen Abschied. Da ist der römische Ausdruck: coactus Gefeße über die Bestrafung des 3 weikampfs und stand der Nothwehr, so braucht er die ihm gesetzlich gegebene voluit( gezwungen handelte er, als ob er einen freien Willen in Verbindung damit auch der von fast allen Waffe.( Hört! hört! lints.) Ich kann nur wünschen, daß diese hätte) am Plazze. Ein Amtsrichter hatte zu urtheilen über drei Parteien als mangelhaft bezeichneten Besti meine That nicht benutzt wird zu Angriffen gegen das Offizier Angeflagte, welche des Ueberfalls und der Mißhandlung schuldig mungen über die strafrechtliche Sühne von forps im allgemeinen, ich wünsche dringend, daß eine objektive waren. Er bezeichnete das als nicht gentlemanlite, ein Aus Beleidigungen herbeizuführen.( Sehr gut!) Auf grund Anschauung der ganzen Verhältnisse wieder Platz greift. druck, für den sich Graf Mirbach besonders zu intereffiren scheint eines Beschlusses des preußischen Staatsministerums baben in Auf Antrag des Abg. Lenzmann tritt das Haus in die ohne daran zu denken, daß unter den Angeklagten ein Re- dieser Richtung bereits eingehende Vorarbeiten im preußischen Besprechung der Interpellation ein. ferve Offizier war. Dieser forderte den Amtsrichter( Sehr Justizministerium stattgefunden. Wenn sich dabei ergeben hat, Abg. Graf Udo Stolberg( t.) spricht dem Reichskanzler den richtig! rechts) und als dieser das Duell verweigerte, wurde daß einer befriedigenden Lösung der gestellten Aufgabe nicht un- Dant feiner Freunde für seine Erklärung aus. Die beiden er mit schlichtem Abschiede entlassen, d. h. als Reserve- Offizier, erhebliche Schwierigkeiten entgegenstehen, so ist doch zu hoffen, Interpellationen haben nur ein gemeinsames Leitmotiv, die Abdenn zum Amisrichter ist er immer noch gut genug.( Heiterkeit.) daß im Falle des Bedürfnisses diese Schwierigkeiten unter Ihrer neigung gegen das Offizierforps, welches darin ihren Ausdruck So sehen Sie zwei Naturen in einem solchen Menschen. Der Mitwirkung fich werden überwinden laffen. gefunden hat, daß ein einzelner Fall verallgemeinert wird. Wir Staatsanwalt, der das Duell verfolgt, wenn es geschehen ist, Aus dieser Erklärung werden die Herren Interpellanten die wollen den Charakter des Offiziertorps aufrechterhalten, die Inter 00 An ein auch pellanten wollen ihn verändern. In bezug auf den Fall von Kenntniß kommen, stattfinden können. Man will nicht einmal Blatte des Herrn Stöcker, dem„ Bolt", aus welchem man far Brüfewiß, hoffe ich, wird das Militärgericht, welches soweit gehen wie die Berordnung Friedrich Wilhelms IV. vom einen Landsknecht herauszuhören glaubt. Formal berechtigt war sich ebenso selten oder so häufig irrt, wie das Bivil Jahre 1848. Man will nur die Verordnung Kaiser Wilhelms I. der Kriegsminister, über den Fall Brüsewitz nichts mitzugericht, das richtige Urtheil finden. Mit der Erklärung in bezug auf die Ehrengerichte modifiziren; an der Grundlage theilen. Ueber Brüse wig hat er sich ausgeschwiegen, des Reichskanzlers können diejenigen, welche für die im April wird nichts geändert. Man wirft uns vor, wir wollten mit unseren er hätte nur auch über den todten Siepmann angenommene Resolution gestimmt haben, zufrieden sein; denn Beschwerden die ganze Ehrenstellung des Offizierkorps herabsetzen und fch w eigen und nicht andeuten sollen, daß er ein Rüpel geeine vollständige Beseitigung des Duells gewissermaßen die bestehende Staats- und Gesellschafts- Ordnung wesen sei, von dem man solche Dinge erwarten könnte.( Sehr wahr! balte ich für ausgeschlossen. Bei der größten Hoch- umstoßen. Man vergißt dabei, daß es sich um eine uralte links.) Das war nicht gentlemanlike von dem Herrn Kriegsminister. achtung für die englische Armee muß ich sagen, daß ihre Grund- Forderung handelt. Das Militär- Wochenblatt hat sich allerdings Herr v. Brüsewitz soll garnicht der saubere Herr gewesen sein, er lagen so verschieden von denen der unfrigen sind, daß das, was die Mühe gegeben, nachzuweisen, daß das Duell auch auf Grund soll ein Raufbold und Trinker ſein( Präsident v. Buol dort besteht, auch das Nichtvorhandensein des Duells, nicht für der Bibel sich rechtfertigen ließe. Das Duell wird als ein Erfordert den Redner auf, einen unter Anklage stehenden Mann unsere Armee paßt. ziehungsmittel hingestellt, um in dem deutschen Offiziertorps den nicht zu beleidigen und ruft ihn zur Ordnung wegen der Abg. Bachem( 3.): Die Weltanschauung, welche das Grundsatz lebendig zu erhalten, daß die Ehre höher stehe als das Wendung, daß der Kriegsminister nicht gentlemanlike gehandelt Duell und die Selbsthilfe für zulässig zulässig hält, ist die Leben. Warum macht man das Duell nicht zu einer Art von habe.) Ich konstatire, daß in dem Prozesse Brüsewiß nur der felbe; fie widerspricht der christlichen Anschauung, Sport, um dem Offizierkorps Gelegenheit zu geben, vor der Freund Jung- Stilling, nicht aber die übrigen Zeugen, ein Herr welche das eigene Selbst nicht sehr hoch stellt. Daß Oeffentlichkeit zu zeigen, daß es das nöthige Ehrgefühl und den Josef, der den Fall aus eigener Anschauung beobachtete und der Kriegsminister in bezug auf den Fall Brüsewitz teine Muth habe, um später in der Schlacht sein Leben einzusetzen. verschiedene Studenten zeugeneidlich vernommen worden sind; ein Auskunft jetzt schon geben fann, beweist, wie dringend noth- ds Daß das Offizierstorps im Kriege seine Pflicht thun wird, daran Beweis, wie reformbedürftig die Militär- Strafprozeßordnung ist. wendig die Reform der Militärftrafprozeß- Ordnung ist. Hoffent- zweifelt kein Mensch. Wäre das Duell wirklich erforderlich, dann Von Brüfewiß wird erzählt, daß er im vorigen Jahre zu Pferde lich wird das Urtheil mit den Gründen bekannt gegeben zur hätte man es nicht seit Jahrhunderten von oben her zu unter- in das Café Bauer in Mannheim hineingeritten sei. Dem ist Beruhigung der Bevölkerung. Wenn das nicht geschieht, so brücken gesucht: Ich erinnere an das Verbot eines fleinen wenigstens bis jetzt nicht widersprochen worden. Er soll in dem würde die Kriegsverwaltung aber auch auf dem Boden des Fürsten vom Jahre 1684, worin er das Duell mit hoher Strafe Café bereits einen Streit mit einem Polytechniker gehabt und Gesetzes stehen. Der Jnterpellant hat nicht die That des bedroht. Auch Kaiser Josef II verdammte in schärfster Weise bei dieser Gelegenheit gedroht haben, den Mann zu erstechen. Brüsewiß dem gesammten Stande zur Last gelegt. Die große das Duellunwesen als eine barbarische Gewohnheit und Ver- Auch dem ist nicht widersprochen worden. Es muß endlich Mehrzahl der Offiziere macht von ihrer Waffe nur Gebrauch, höhnung der Staatsgesetze. Heute hören wir vom Regierungs- unsere Forderung verwirklicht werden, daß wenn der König zur Ehre und Sicherheit des Landes es befiehlt. tisch eine ganz andere Sprache, während schon Friedrich all le Vergehen Militärpersonen, die Daß auch einige andere Elemente vorhanden sind, kann man Wilhelm III in wiederholten Kabinetsordres von 1799, 1808 nicht dienstlicher Natur sind, vor die nicht der Mehrheit zum Vorwurf machen. Es weiß heute und 1823 die Herausforderung zum Duell mit dem Tode und bürgerlichen Gerichte gebracht werden. Wir jeder, daß ein Offizier ein höher gespanntes der Kassation bedroht hat! verlangen volle Deffentlichkeit des Verfahrens, wofern nicht Ehrgefühl hat( Buruf links: Ueberspannt und zwar Gegen eine Verschärfung der Strafbest im einmal die jetzige Strafprozeßordnung die volle Garantie bietet. berechtigterweise höher gespanntes. mungen über Beleidigung muß ich mich ent. Der Reichsgerichtsrath Mittelstädt hat ja bereits Andeutungen Daraus folgt die Pflicht für die andern schieden erklären. Diese Bestimmungen sind gemacht, wie man vielleicht diese Deffentlichkeit beschränken Stände, sich ihm gegenüber vorsichtiger zu bescharf genug; der Richter kann jetzt schon bis zu zwei fönnte, indem er darauf hinweist, daß man ja den Gerichtssaal nehmen.( Gelächter links.) ( Gelächter lints.) Mit dem Begriff der Jahren Gefängniß verhängen. Fast zu derselben Stunde, in irgend einen geheimen Winkel der Kaserne verlegen tönnte, Nothwehr, wie ihn der Kriegsminister ent- wo Herr v. Bennigsen sich über die geringen Strafen wegen Bewo nur wenige Zuschauer Platz haben und der so gelegt ist, wickelt hat, bin ich einverstanden, wenn er sich leidigung eines Ehrenmannes beschwerte, wurden zwei daß derjenige, der der öffentlichen Verhandlung beiwohnen will, an das Strafgesetzbuch hält. Ich nehme an, daß er diesen An- meiner Parteigenossen in Mülhausen im Elsaß erst durch eine Reihe militärischer Posten hindurch muß. Angriff auf den Fall Brüsewitz nicht anwenden wollte; denn was wegen Beleidigung eines Nachtwächters zu sechs gesichts derartiger Bestrebungen muß ich immer wieder die der that, ging über die Nothwehr hinaus, griff in die un- bezw. zwölf Monaten Gefängniß bestraft Forderung stellen, Deffentlichkeit des Verfahrens, aber auch erlaubte Selbsthilfe über. Die katholische Kirche hat das Duell( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Die Erhöhung Trennung der Vergehen und Verbrechen, soweit sie nicht durch die Encyclica apostolicae sedis auf das Strengste dieser Strafen würde nur im elendesten militärischer Natur sind, von dem Militär- Gerichtsverfahren. verdammt, und daran sollte die weltliche Gesetzgebung ein Iasseninteresse ausgebeutet werden, und Daß wir dazu noch nicht gelangt sind, ist wesentlich die Schuld Muster nehmen, das würde nur zur Hebung des Ghr zwar gegen meine Partei. Wie hat man uns Sozial- der bürgerlichen Parteien. Es ist die höchste Zeit, daß wir gefühls der Offiziere dienen. Hunderte von ehemaligen demokraten beschimpft als Blutsauger, welche von den Arbeiter endlich die Art an die Wurzel legen und von Grund aus Angehörigen katholischer Studentenvereine find Reserveoffiziere, grofchen leben. Niemals haben wir deshalb gerichtliche Klagen reformiren.( Bravo! links.) ohne daß sie die Duellverpflichtung anerkennen; fie sind erhoben, aus dem Grunde, weil ein Mensch, der mit solchen Bayrischer Bevollmächtigter Generalmajor Reichlin von auch nie in die Lage gekommen, sich auf ein Duell einlassen zu Lügen und Verleumdungen kommt, uns nicht beleidigen tann. Meldegg: Die Ausführungen des Abg. Bebel und die Folge müssen. Der Offizier kann sich ja in derselben Weise Recht schaffen, wie rungen, welche er aus der jüngsten Veröffentlichung Präsident v. Buol: Ghe ich das Wort weiter ertheile, jeder andere Bürger, indem er den Beleidiger dingfest macht und einer bayerischen Zeitung gemacht hat, geben mir Anmuß ich auf eine Aeußerung des Herrn Kriegs- ihu verurtheilen läßt. Inß, hier berichtigend festzustellen, daß A en berungen der ministers zurückkommen. Nach dem mir jetzt vor- Der Kriegsminister beschwerte sich darüber, daß einem für die bayerische Armee giltigen Berord liegenden Stenogramm seiner Rede hat der Herr Kriegsminister Major in Hamburg von dieser Tribüne und in der Presse nungen über die Ehrengerichte, welche mit den Vers gesagt:„ Ich bedauere, daß diese Verhebung aus den Zeitungen Unrecht geschehen sei; weiß er nicht, daß der betr Major vom Mili ordnungen bei den übrigen deutschen Kontingenten übereinstimmen, hierher getragen worden ist." Ich bedauere, tärgericht mit 2 Monaten Gefängniß bestraft worden ist? nicht verfügt worden sind.( Hört, hört!) Was den meinerseits erklären zu müssen, daß, wenn hat man auch daffelbe Feingefühl, wenn es sich um einen Trinker, in der betreffenden Zeitung berührten Spezialfall betrifft, so dieser Vorwurf aus dem Hause gegen einen Spieler und liederlichen Menschen bei den Offizieren handelt? handelt es sich hier um eine vollkommen beglichene Ehrenfache, Reduer des Hauses vorgekommen wäre, ich den Dann thut des Königs Rock feinen Eintrag. Das wird erst bei welcher ein Austrag mit den Waffen nicht mehr in Frage betreffenden zur Ordnung gerufen hätte. Dieser in dem Augenblick zum Gegenstande einer militärehrengericht- stand. Borwurf enthält für einen Abgeordneten eine Beleidigung.( Bei- lichen Untersuchung gemacht, wenn ganz eklatante Fälle in die Kriegsminister v. Goßler: Herrn Bachem bin ich fall links.) Deffentlichkeit driagen, welche den Offizier bloßstellen. Fälle, wo besonderen Dank schuldig; ich nehme teinen Anstand Abg. Bebel( Soz.): Wir würden auch ohne die Juter- Offiziere ihr ganzes Vermögen verjubeln, Schulden machen und zu erklären, daß meine Ausführungen über die Nothpellation bei der Etatsberathung das Thema des Duellunwesens nicht einmal ihren armen Dienstmädchen die Löhne zahlen, wehr nicht im Zusammenhange ständen mit dem erörtert haben, weil die Beschwerden und Verwerden nicht zum Gegenstande eines ehrengerichtlichen Ver- Fall Brüsewig. Eine Zunahme der Duelle hat nicht statturtheilungen, welche wir im April und früher über fahrens gemacht. In einer öffentlichen Versammlung von Milch- gefunden. Die Zahlen schwanken zwischen 0,022 und 0,038 v.. dieses Unwesen ausgesprochen haben, bis jetzt auf die händlern in Hamburg wurde die Mittheilung gemacht, Troy verschiedener Zurufe, daß er lauter sprechen möge, jetzt der betheiligten Kreise nicht die geringste Wirkung daß ein Großgrundbesizer, der zugleich Reservelieutenant Kriegsminister seine Ausführungen mit leiser Stimme fort und ausgeübt haben. Die naturgemäß unvollständige Liste der ist und des Königs Rock trägt, auf ganz arger Milchpantscherei bleibt zum theil unverständlich; er wendet sich gegen einzelne Duelle, die ich mir für die letzten Monate angelegt habe, umfaßt ertappt wurde, und als nun die betreffenden Händler den Herrn Ausführungen des Abg. Bebel und verwahrt sich nicht weniger als fünfzehn Duelle, Duelle nicht über Reservelieutenant vor das Zivilgericht schleppten, berief er sich gegen den beleidigenden Ausdruck, den dieser gegen ihn gegroße, ernste, die Menschheit bewegende darauf, daß er Reservelieutenant sei." Das Hamburger braucht habe, diese Verwahrung schließe nicht aus, daß Fragen, sondern über die allerkleinsten, er Gericht hat dementsprechend entschieden und den Fall ab- er dem Präsidenten seinen Dank dafür ausspreche, bärmlich sten, oft schmußigsten Angelegenheiten. gelehnt. Kann man sich einen traurigeren, er ihn gegen diese Beleidigung in Schuß in Schuß genominen Das charakterisirt mehr als stundenlange Reden, was es mit dem ehrloseren Menschen vorstellen als den, habe.( Ruf lints: Ein schlechtes Debut!) Es werde seinerzeit fogenaunten feinen Ehrgefühl der Duellantenkreise auf sich hat. der, nachdem er ein ganz gemeines Ver noch Gelegenheit sein, auf die Einzelheiten zurückzukommen. Nur ein Duell in Bauzen zwischen einem Obersten und einem gehen begangen hat, sich hinter hinter feiner( Zustimmung rechts. Lachen links.) Arzt bezieht sich auf einen Artikel im dortigen Lokalblatt über Eigenschaft als Reserve Offzier versteckt und Abg. Baffermann( natl.) bleibt im Anfange seiner Rede Wablangelegenheiten. Selbst Richter, Staatsanwälte, fagt: In meiner Eigenschaft als Reserve- Offizier kommst Du wegen der im Hause herrschenden Unruhe unverständlich. Der Behörden werden auf grund dieses durchaus falschen Ehr- Bürgerkanaille mir nicht an den Kragen?! Ein Rittergutsbesiger Reichskanzler hat eine Reform der Bestrafung der Beleidigungen begriffs genöthigt sein, sich schließlich mit denjenigen zu schießen, und Reserve- Offizier wurde vom Danziger Schöffengericht zu in Aussicht gestellt und eine schärfere Bestrafung der die vor ihnen in ihrer amtlichen Eigenschaft als verantwortliche 500 m. verurtheilt, weil er seinen achtzigjährigen Nachtwächter Duellanten. Nach meiner Erfahrung auf der Universität Personen standen. So wurde im Mai dieses Jahres ein unter Schimpfworten zweimal ins Gesicht geschlagen hat. Kann wird einem ehrengerichtlichen Verfahren wohl fatholischer Rechtspraktikant, der zugleich Reserve- mir der Kriegsminister sagen, ob dieser Herr wegen seiner auskommen etwas ließe sich erreichen, Offizier war, vom Ehrengericht in Würzburg, dessen Vorsitzender barbarischen Handlungsweise vom Militärgericht zur Verantwortung wenn man denjenigen, der das Ehrengericht gar nicht angerufen ein bayerischer Staatsanwalt war, zur Annahme eines Säbel- gezogen und ihm die Ehre, des Königs Rock zu tragen, aberkannt ist. hat, oder gegen die Entscheidung des Ehrengerichts zum Duell duells veranlaßt. In Bayern hat sich ein Fall zugetragen, mit dem feineren Ehrgefühl" des Offizierstandes ist es also geschritten ist, sammt seinen Sekundanten schärfer bestrafen würde. der erfreulicherweise in einem scharfen scharfen Gegensatz zu nichts als Schwindel und Humbug. Durch die studentischen Ehrengerichte haben natürlich abden Anschauungen der regierenden Herren in Nord- Bu fatisfattionsfähigen Leuten gehören auch die Korpsgesehen von den Paukereien viele Ehrenstreitigkeiten ihren deutschland steht.( Sehr gut! bei den Sozialdemokraten.) studenten, von denen in Breslau auf der Sittlichkeits- Ausgleich gefunden. Es müßte auch eine schärfere präventive In diesen Tagen hat der Prinzregent von Bayern ein ehren- fonferenz erzählt wurde, daß sie nach einer Huldigung Thätigkeit der Polizei eintreten, damit solche ergernisse vers gerichtliches Urtheil umgestoßen, wonach ein Offizier gezwungen beim Fürsten Bismard in die in Hamburg troß mieden werden, daß man die Aufündigungen von Duellen wie die fein sollte, ein Duell einzugehen, obgleich er erklärte, daß seine des Gesetzes noch vorhandenen Bordelle stürmten. Ankündigung von Theatervorstellungen vorher lesen tönnte, ohne religiösen Ueberzeugungen, überhaupt die der studentischen Ver- Die Heldenthaten der Korpsstudenten in Feldberg haben nur daß die Duellanten gefaßt würden. Die Lust zu Privatklagen wegen bindung, der er angehört hätte, damit in Widerspruch ständen. eine mäßige Sühne gefunden. Und die Vertreter dieser Klaffen Beleidigungen geht wegen dergeringen Strafen vielfach verloren; die Der Prinzregent von Bayern hat das Ehrengericht desavouirt, erhißen sich über die Unsittlichkeit und Rohheit der Sozial- Leute lassen die Sache lieber liegen, da die Staatsanwaltschaft also erklärt, erklärt, daß, wenn jemand Ueberzeugung demokraten. Wer des Königs Rock angreift, soll den König doch nicht auf eine öffentliche Klage eingeht. Bei Beamten hat, daß das Duel nicht der geeignete Weg ist, feine selbst beleidigen! Seit wann ist der Soldatenrock des Königs beleidigungen werden allerdings vielfach sehr hohe Strafen erEhre zu repariren, er in feiner Weise hinter Bürgern, Rock? Der Soldatenrock wird von den Steuern des Volkes bekannt. Wir können nur der Hoffnung Ausdruck geben, daß die die anderen Glaubens find, zurückgestellt werden darf. zahlt und der König wäre garnicht in der Lage, Soldatenröcke zu Vorbereitungen der Regierung gefördert werden, daß sie bald zu Ich möchte den Sturm der Entrüstung sehen, der in Nord- machen, wenn wir nicht die Steuern bezahlten. Friedrich Wilhelm III. einem greifbaren Resultat kommen. Der Fall Brüsewiß ist eindeutschland über ein solches Urtheil sich erheben würde. In dem hat gesagt: Das Heer wird von meinem Wolfe bezahlt, nicht von mir, müthig verurtheilt worden, wenigstens bei uns im Süden ist bekannten Prozeß in Düsseldorf, wo ein ganzer Rattenkönig von in einer Kabinetsordre vom Jahre 1799. Danach ist also Friedrich keine Zeitung bekannt, welche ihn in Schuh genommen hätte. Das Duellforderungen vorgekommen war, war auch eine Duell Wilhelm III. ein Sozialdemokrat.( Heiterkeit links.) Heute wagt nationalliberale Karlsruher Blatt hat den Fall deutlich verurtheilt, forderung der amtirenden Richter persönlich man faum im Reichstage, solche Anschauungen zu vertreten; denn es ist daran nichts zu rechtfertigen. Denn es gestellt aus der Mitte der Angeklagten; da hat wir haben seitdem nette Fortschritte gemacht! Beleidige ich, handelt sich um einen frivolen Todtschlag, ein frevelsich der Staatsanwalt felbft genöthigt gesehen, zu erklären, wenn indem ich des Königs Rod beleidige, den König, haftes Vernichten eines Menschenlebens in jähem Zorne, in einer es Mode werden sollte, daß jeder Richter von seinem An- dann muß konsequenter Weise auch der Angriff auf die vielleicht durch den Genuß geistiger Getränke gesteigerten Ergeklagten auf Pistolen gefordert werden kann, dann hört Uniform eine Majestätsbeleidigungsklage zur regung, ohne daß die Erregung zur eigentlichen Ursache im Verunsere ganze Rechtsprechung auf. In Pirna oder Dresden Folge haben. Warum entrüsten wir uns dann noch über den hältniß steht. B man mit fönnen. machte ein jüngerer Referendar, der als Raufbold bekannt war und Geßler'schen Hut? Dann könnte man auch einen Garde du Wir sind stolz auf unser deutsches Offizierkorps und werden bereits mehrere zu Krüppeln geschoffen hatte, vor Gericht gegen Corps Helm unter den Linden an einem Baume aufbängen uns durch Bebel barin nicht beirren lassen. Wir sind stolz auf einen älteren Rechtsanwalt höchst unpassende Bemerkungen und und jeden Borbeigehenden verpflichten, Honneurs zu machen. die Leistungen in dem zurückliegenden Kriege. Wir wissen, daß erhielt dafür vom vorsigenden Amtsrichter eine Zurückweisung. Wer sie nicht macht, beleidigt die Majestät. Man fonnte zu die Offiziere berufen sind, im Frieden als Erzieher der Jugend Der Referendar forderte den Amtsrichter und diefer lehnte die Beiten eines Nero und Caligula allenfalls noch verlangen, daß im Waffenhandwerk zu wirken und räumen ihnen eine Forderung ab mit dem Hinweis auf seine amtliche Stellung. man ein faiserliches Pferd anbete und ihm Honneurs mache; bevorzugte Stellung gern ein, in der Voraussetzung, Die höhere Behörde entscheidet im Sinne des Amtsrichters. aber am Ende des 19. Jahrhunderts dem deutschen Volke zu daß fie die Pflichten anerkennen, die ihnen der Rock Nun schreibt der Referendar an den Korpskommandeur fagen: wenn du in einer Keilerei wegen Ungebührlichkeit dem auferlegt und mit gutem Beispiele vorangehen. Der einen Brief, in welchem er das Verhalten des Amts: Soldaten gehörig den Rock austlopfft, so hast du damit eine Geist, der in den Korps herrscht, ist trok mancher Exzeffe richters in beleidigender Form angreift. Der Kommandeur Majestätsbeleidigung begangen; das erinnert denn doch an die ein solcher, daß eine so generelle Verurtheilung, wie sie von Herrn sendet diese Briefe dem Amtsrichter, der zugleich Haupt- Beiten des ancien regime furz vor der Revolution, wo auch Bebel ausgegangen ist, zurückgewiesen werden muß.( Beifall mann der Landwehr ist, mit der Aufforderung, den solche Dinge gefordert wurden. Es ist sehr bedenklich, wenn von rechts und bei den Nationalliberalen.) Schwere Ausschreitungen Referendar zu fordern. Der Amtsrichter lehnt dies ab, weil er den ersten Autoritäten des Staates bei jeder Gelegenheit An- werden immer vorkommen, aber eine allgemeine Neigung zu in dieser Sache nur eine Fortsetzung des Streits in der Gerichts- schauungen und Grundsäge ausgesprochen werden, die mit den schweren Exzessen bei den Offizieren ist durchaus nicht zu be verhandlung sieht, wird aber durch das Ehrengericht gezwungen, Anschaunngen und dem Gerechtigkeitsgefühl und der ganzen merken, Der einzelne Fall ist traurig und tief zu beklagen; das Duell anzunehmen, und der Referendar, der wegen seiner Auffassungsweise der Zeit und der Menschen im direkteften, er wirft ungemein traurig wegen der Raschheit, mit ersten Forderung eine kurze Festungsstrafe abbüßt, erhält vom schneidensten Widerspruch stehen.( Sehr wahr! links.) welcher hier ein Menschenleben hinweggeweht wurde. Die That sächsischen Justizminister Urlaub, um sich mit dem Staatsanwalt Wer das fortgesetzt fertig bringt, darf sich nachher auch nicht als solche steht fest, die Einzelheiten haben nur Einfluß auf das schießen zu können( Hört! hört! links). wundern, wenn Früchte gezeitigt werden, wie man sie nicht er- Strafmaß. Die That ist aber nicht ein Ausfluß eines Hinterher hat der Amtsrichter vom Offiziertorps noch einen Ber- wartet hat. Denn zu glauben, daß heute noch ein bloßer Aus falschen Ehrgefühls, sonst müßten solche Dinge öfter vorkommen. weis erhalten, daß er die Forderung nicht sofort angenommen hat. spruch, sei es aus welchem Munde immer, und sei es des Höchst- Der Grund der Erregung über den Fall Brüsewiß ist im wesentWo bleibt der Rechtsstaat, wenn sämmtliche stehenden, genüge, um das Volk in eine Art Bittern und Bagen lichen darin zu suchen, daß ein Geheimniß über dem ganzen Streitfälle durch die Pistole Pistole entschieden zu bringen, zu einer Art blindem Gehorsam zu veranlassen, das Militär- Strafprozeß schwebt. Wer eine Strafe sich zuzieht, soll mag man wünschen, einen Erfolg hat man nicht.( Sehr richtig! fie auch verbüßen, und gerade bei Duellsachen sollte Durch das, was der Reichstanaler heute in Aussicht lints.) Diese Anschauungen stehen so schnurstracks der modernen man sich hüten, die Begnadigung zur Regel gestellt hat, wird an dem bestehenden Zustande Zeit entgegen, daß derjenige der größte Thor ist, der sie fort werden zu lassen, und nicht den Glauben erwecken, daß wenig geändert.( Zustimmung lints.) Es wird auch nichts gesezt in Geltung zu bringen sucht.( Heiterkeit links.) die Strafe um so eher erlassen wird, je höher jemand steht. Die geändert werden, wenn man dem Vorschlage des Herrn Bachem Was den Fall Brüsewiß so gefahrdrohend macht, ist die Regierung sollte nicht zögern mit der Einbringung einer Militärfolgt, daß das Ehrengericht definitiv alle Duelle verbieten solle, Art, wie er vertheidigt wird( Sehr richtig! links) und verherr Strafprozeßordnung, welche der Reichstag schon lange gefordert unter der Vorausseßung, daß diejenigen, die nicht zu seiner licht, so z. B. in der Kreuz- Zeitung" und namentlich in dem hat. Ich möchte die Bitte aussprechen, daß diefer Entwurf bald werden? übeln. = = tommt; dann kann ein Theil des Schadens beseitigt werden, den unterthan zu machen seien. Die Programm- Nummer, in der die erhalten tönnen. Der Staatsanwalt betonte, daß die Poſt ein der Fall Brüfewith angerichtet hat.( Beifall.) gestreiften Thiere vorgeführt werden, zeigt, daß diese Ansicht Institut sei, welches zur Erfüllung ihrer Aufgaben des unbedingten Abg. Pflüger- Baden( frs. Vp.): Als Vertreter der feine absolute Richtigkeit hat, wenn auch gewiß nicht daran zu Bertrauens des Publikums bedürfe; der Angeklagte habe das Bevölkerung von Karlsruhe muß ich protestiren denken ist, daß die im Aussterben begriffene Thiergattung fortan legtere arg getäuscht und verdiene deshalb die hohe Strafe von gegen die Art und Weise, wie der Kriegsminister den prattische Verwendung im Haushalt des Menschen finden wird. 2 Jahren Gefängniß. R. A. Werthauer empfahl eine Vorfall dargelegt hat. Ich vermisse dabei jede Die Bebras sollen übrigens nur turze Zeit im Zirkus Busch niedrigere Strafe, da sich der Angeklagte sieben Jahre lang tadelObjektivität. Er hat den Herrn v. Brüsewig soviel gezeigt werden. elimen los im Amte geführt habe, tiefe Reue zeige und der Schaden als möglich in Schuh genommen. Das nehme ich ihm Jn Sachen J8krant, dessen Wahl zum Prediger der auch voll ersetzt sei. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten nicht übel seinem Untergebenen gegenüber; aber als erstem Sophiengemeinde in Berlin auch zu unserem lebhaften Bedauern zu 10 Monaten Gefängniß und rechnete einen Monat auf die Berather der Krone Krone muß muß ich fehr ver- beanstandet worden ist, hat, wie die Staatsbürger Zeitung" Untersuchungshaft an. ist begreiflich, daß solchen Vorkommnissen meldet, der Wahlverein der deutsch sozialen Reformpartei einen gegenüber sich die Petitionen mit hunderttausenden von fürchterlichen Entschluß gefaßt. Er will nämlich in dem Falle, Preußen dadurch beeinträchtigt, daß, obgleich sie Reverveoffiziere Die Zivil- Forstaffefforen fühlen sich seit Jahren in Unterschriften bedeckt haben. Wenn solche Dinge von daß Jekraut wirklich nicht Berliner Pastor werden sollte, sich für sind, die Assessoren, die im Feldjägertorps gedient haben und den bürgerlichen Gerichten abgeurtheilt würden, so würde die Folge jeder Mitarbeit bei kirchlichen Wahlen enthalten. das aktive Offizierspatent erlangen, in der Beförderung be sich die Zahl solcher Verbrechen schnell vermindern. Der Herr Wenn diese graufige Drohung nicht hilft, so sollte der Verein günstigt werden. Die meisten Forstassessoren können keinen Bu Kriegsminister hat uns auf die Nothwehr bin Anstalten zum Uebertritt ins Judenthum machen. gewiesen. Süten Sie sich, daß wir diesem tritt zu dem Feldjägerkorps erlangen, trotzdem die Feldjäger an Rathe nicht folgen!( Beifall links.) Der wegen Mordverfuchs im Eisenbahnwagen ver- praktischen Kenntnissen den Bivil- Forstaffefforen in feiner Weise über sind. Darauf wird die Berathung abgebrochen. Persönlich be- haftete angebliche Kohlenhändler Bohlen aus Altona ist weder Oberforstmeister use an und veröffentlichte zu deren Der angefeindelen Feldjäger nahm sich der merkt Abg. Munckel: Soweit der Vorwurf der Ver- Kohlen- noch Holzhändler, sondern Maurergeselle und Kohlen Gunsten am 15. Januar 1895 in der Täglichen Rundhehung das Haus trifft, hat ihn der Präsident zurück- trimmer. Bohlen, der fortgesetzt mit seiner Frau in Unfrieden unsten am 15. Januar 1895 in der schau" einen Artikel. Die Zivil- Forstassessoren veröffentkommt, lebte, hat am Donnerstag der vergangenen Woche seine Wohnung lichten auf betracht auf diesen Artikel hin all in Altona verlassen, angeblich um wieder als Trimmer zur See dem Titel: Die Feldjägerfrage im Lichte der Vergangenheit und eine Broschüre unter gemeinen Schlüsse aus dem Fall Brüsewitz gezogen, sondern zu gehen. Wie er, anstatt feinen Borsatz auszuführen, dazu kam, Gegenwart."" In der zweiten vermehrten Auflage, von der nur von seinen Aeußerungen auf die Anschauungen geschlossen, die nach Berlin zu reifen, und vollends, wie er zu der Schießerei Gegenwart." In der zweiten vermehrten Auflage, von der nur in militärischen Kreisen vorhanden sind, und von den Folgen, gekommen ist, darüber herrscht bis jetzt noch Unklarheit. Rezensionsexemplare versandt und 134 durch den Buchhandel 600 Exemplare gedruckt und von denen 123 Exemplare als welche ihre Verbreitung mit sich bringen würde. Hätte ich geEine ,, kunstsinnige Berlinerin" hatte an den Magistrat verkauft worden sind, machten die Verfasser dem Ressortchef der wußt, daß man im preußischen Kriegsministerium dabei von das Ersuchen gerichtet, dafür Sorge tragen zu wollen, daß das preußischen Forstverwaltungen und den oberen Forstverwaltungs Nothwehr sprechen würde, so hätte ich anders gesprochen.( Sehr von der Neuen Photographischen Gesellschaft zu Schöneberg auf Beamten den Vorwurf, daß sie in ungerechter, die allgemeine Gr richtig! links.) der Berliner Gewerbe- Ausitellung vorgeführte Panorama Rund bitterung hervorrufender Weise, aus eigennügigen Motiven die blick auf Berlin"( vom Rathhausthurm aus dargestellt) nicht der Feldjäger bevorzugen, weil sie sich der Hoffnung hingeben, ihre Bergessenheit anheimfalle. Der Magistrat ist, wie berichtet wird, Söhne in das Feldjäger- Korps unterzubringen. Da die Verfasser zunächst insoweit auf diese Anregung eingegangen, als er be- der Schrift unbekannt waren, so ftelle der preußische Landwirthschlossen hat, das Gemälde im Bürgersaale des Rathhauses schaftsminister v. Hammerstein- Lorten gegen den Veröffentlich auszustellen. Das Bild kann von heute ab dort un leger Ernst Rust in Leipzig Strafantrag wegen Beleidigung. Die entgeltlich besichtigt werden. 4. Straftammer des Landgerichts Leipzig verurtheilte Ruft zu fünfzehn Mart Geldstrafe. gewiesen. will ich Soweit meine Person in ihn richtig stellen. Ich habe keine Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Donnerstag 1 Uhr.( Fortfetzung der heutigen Besprechung und zweite Berathung der Novelle zum Justizgesetz.) Parlamentarisches. Freiherr von Stumm ist erkrankt und hat aus diesem Grunde im Reichstage auf längere Zeit Urlaub genommen. Ob die„ Krankheit" des edlen Freiherrn mit der Duelldebatten im Reichstag zusammenhängt? Die erste Plenarsizung des Herrenhauses findet am Freitag, 20. November, nachmittags 21/2 Uhr statt mit folgender Tagesordnung: 1. Konstituirung des Hauses; 2. Wahl der Prästdenten und der Schriftführer. Ergebnisse der Unfallversicherung. Dem Reichstage wird demnächst die vom Reichs- Versicherungsamte aufgestellte Nachweisung der Rechnungsergebnisse der Berufsgenossenschaften für das Jahr 1895 zugehen. In Sachen des Opaleuigaer Vorfalles will die polnische Frattion ihren Standpunkt bei Berathung des Justizetats ver treten. Tokales. Achtung! Donnerstag, den 19. November, abends 81/2 Uhr, findet die Generalversammlung des Wahlvereins für den ersten Berliner Reichstags Wahlkreis statt. Alles Nähere in der Annonce. Die Parteigenossen werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. " Brandstiftung. In der Wohnung des Zimmermanns Jakob Galas im Keller des Hauses Flensburgerstraße 12 fand gestern Vormittag ein Brand statt, durch den in der Küche der einige Möbel beschädigt wurden. Fußboden, die Balkenlage, die Thür und die Fensterladen, sowie Es liegt offenbar Brand stiftung vor, da in der Wohnung mit Petroleum getränktes Stroh verstreut und der Strohsack eines Bettes ebenfalls mit Petroleum begoffen war. Galas wurde verhaftet. Der Puttkamer- Prozeß in Köslin. Aus der Begründung des Urtheils, das die Straftammer zu Köslin gegen den der Beleidigung des Landraths v. Buttkamer angeklagten Seilermeister Stadtv. Wulff aus Kolberg fällte, heben wir folgendes heraus: Der Gerichtshof hat nicht für erwiefen erachtet, daß der Angeklagte von ernsten Männern" gesprochen, und ebenso wenig, daß er das Wort:„ absichtlich" gebraucht hat. Objektiv liegt jedoch in den Fahrt hat sich vorgestern Nachmittag um 8½ Uhr die 58jährige und hat nicht finden können, daß aus der Form oder Beim Absteigen von einem Pferdebahnwagen während der hat aber dem Angeklagten den Schutz des§ 193 zugestanden Worten des Angeklagten eine Beleidigung. Der Gerichtshof Kaufmannsfrau Luise Fischer geb. Bensch aus Lenzen a. E., die den Umständen die Absicht zu beleidigen hervorgeht. Die sich hier aufhält, einen schweren Knochenbruch zugezogen. Sie Worte:„ Der Landrath habe einem Ehrenmanne angefonnen, mußte in ein Krankenhaus gebracht werden. " fontrattbrüchig zu werden", waren aber nach Ansicht des Aus dem Polizeibericht vom 17. November. Auf dem Gerichtshofes ehrverlegend. Obwohl der Gerichtshof auch in Potsdamer Platz gerieth nachmittags der 15jährige Arbeitsbursche diesem Punkte dem Angeklagten der Schutz des§ 193 des StrafOtto Lehmann aus Rigdorf unter die Räder eines Omnibus der gesetzbuchs zugestanden hat, so ist doch der Gerichtshof der Linie Spittelmarkt- Schöneberg und erlitt schwere Verletzungen Meinung, daß aus dieser Wendung die Absicht, zu beleidigen, an beiden Beinen. Er wurde in die Charitee überführt. Auf hervorgeht. Der Gerichtshof hat daher dieser Wendung dem Neubau Lindenstr. 16 stürzte nachmittags der 26jährige Ar- wegen den Angeklagten der Beleidigung für schuldig erachtet. beiter Johann Kandolski aus dem 3. Stock in das Erdgeschoß Allein mit Rücksicht auf die große Erregung, in der sich der hinab und trug außer mehreren Knochenbrüchen schwere Angeklagte befand, hat der Gerichtshof auf eine Geldstrafe von innere Verlegungen davon. Er wurde nach dem 50 Mart, der im Unvermögensfalle fünf Tage Gefängniß Krankenhause am Urban gebracht, wo er bald darauf starb. zu substituiren ist, erkannt. Der Gerichtshof hat außer Zur Frage der Verlegung des Botanischen Gartens Der 80 Jahre alte Bürstenmacher Karl Waldera dem, so weit Verurtheilung erfolgt ist, dem Angeklagten ist im Rathhause türzlich wieder eine Petition eingegangen, in wurde auf dem Flur des Hauses Fehrbellinerstr. 21 todt auf die Kosten des Verfahrens auferlegt und dem Beleidigten, welcher der Magistrat ersucht wird, dem Fiskus zur Anlage eines gefunden. Nach dem Gutachten des Arztes ist er einem Herz- Herrn Landrath v. Puttkamer, die Publikationsbefugniß in der neuen Botanischen Gartens das erforderliche Terrain im Treptower schlage erlegen. Die Leiche wurde nach dem Schauhause ge- in Kolberg erscheinenden Beitung für Pommern" und in der Parte anzubieten. Diese Anregung ist nicht neu; vor länger als bracht. Abends wurde auf der Stadtbahnbrücke zwischen Kolberger Boltszeitung" zugesprochen. Auf Antrag des Ver einem Jahrzehnt schon waren Fistus und Stadtgemeinde beinahe Schiffbauerdamm und Reichstagsufer der 17jährige Schneider theidigers beschließt der Gerichtshof, die Kosten für drei von der handelsein über den Erwerb des städtischen Ackerlandes bei geselle Reinhold Fest aus Stettin mit einer schweren Verlegung Vertheidigung geladenen Zeugen der Staatskasse aufzuerlegen. Treptow, welches dem ,, Vergnügungspark" der Gewerbe- Ausstellung am Oberarm aufgefunden und in einem Krankenwagen nach der diente und künftig zwecks Anlegung eines Sportplates" verpachtet Charitee gebracht. Seiner Angabe nach ist er während der Fahrt werden soll. In anbetracht der Thatsache, daß das Dahlemer aus einem Wagen gefallen. Projekt schon Form und Gestalt anzunehmen beginnt, dürfte der Magistrat dieser Anregung wohl faum Folge geben können. Was die Frage der fünftigen Verwendung des Botanischen Gartens in der Potsdamerstraße betrifft, so scheint im Rathhause Aus den Nachbarorten. nicht allzu große Neigung vorhanden zu sein, das Angebot des Fistus anzunehmen. Man scheint indeß auch hier von einer Große Kalilager sind in der Umgebung von Rüdersdorf theilweisen Bebauung des schönen Parkes nichts wissen zu wollen entdeckt worden. Gelegentlich der Bohrung eines Brunnens stieß und der allgemein vertretenen Ansicht beizupflichten, daß der man auf eine ziemlich starke Ralischicht und bei den nunmehr Staat im Interesse der Bürgerschaft noch ein übriges thun vorgenommenen Untersuchungen und Bohrungen, welche in einem fönne. Dafür spricht auch die Thatsache, daß der frühere Ein- umireis von ca. 2 Meilen vorgenommen und bis jetzt noch nicht wand des Finanzministers, er müsse den Charitee Neubau aus beendet sind, hat sich herausgestellt, daß in jener Gegend große dem Erlöse des Botanischen Gartens bestreiten, heute, wo Kalilager ſich befinden. Der größere Theil derfelben soll auf 521/2 Millionen Mart Ueberschüsse zu registriren sind, nicht mehr fistalischem Gebiete belegen sein. als zutreffend bezeichnet werden kann. " ( Lokales" fiehe auch 2. Beilage.) Theater. Kränzchen der Arbeiter. Einen werthoollen Beitrag zur Ge Herr von Bennigsen im Kampfe gegen das Weihnachts: schichte der Arbeiterbedrückungen, die auf grund des preußischen Vereinsgefeßes geübt werden, bietet eine Angelegenheit, in der gestern vom Ober- Berwaltungsgericht das vorläufig legte Wort gesprochen wurde. Das letzte Wort in der Sache wird sich wahrscheinlich die sozialistische Fraktion des Reichstags bei gelegentlicher Erörterung unserer vereinsgefeßlichen Zustände vor. behalten. " Der deutsche Holzarbeiterverband hat wie in vielen anderen Orten Breußens, so auch in der Stadt Hannover feit langem eine Filiale errichtet. Diese Filiale wollte am ersten Weihnachtsfeiertage des vorigen Jahres ein Weihnachtsvergnügen mit Tanz abhalten. Am 23. Dezember erhielt jedoch der Wirth des Aoler Salons, in welchem die Festlichkeit stattfinden sollte, eine Verfügung der Polizeidirektion, daß an dem Vergnügen Frauen, Lehr. linge und Schüler nicht theilnehmen dürfen, weil der Miß Wanda. Jüngst wurde aus Süddeutschland geVerein ein politischer sei. Der Vorsitzende der Filiale, meldet, daß dort Miß Wanda", die einst als„ Königin der Zuft" gefeierte Trapezkünstlerin, gestorben sei. Das muß auf der Troubadour" aufgeführt worden. Nicht allzu groß Regierungspräsidenten, und eine weitere Beschwerde bei Im Friedrich- Wilhelmstädtischen Theater ist vorgestern Tischler Hagemann, beschwerte sich darüber vergeblich beim dem einer Berwechselung beruhen, denn nach der Magd. 3tg." wohnt war die Erwartung, Verdi's allbekannte Oper erträglich vor Herrn von Bennigsen, Oberpräsidenten der die ehemalige Miß Wanda, jetzt Frau Schwandtke, genannt Frankloff, in Berlin in der Mariannenstraße und ernährt sich getragen zu hören; ein Ensemble, das einigermaßen„ lappt", Provinz Hannover, blieb ebenfalls ohne Erfolg. Der Herr Ober. durch Mäntelnäheu. Sie verdient bei angestrengtester Tages- läßt sich nicht leichter Hand aus dem Nermel schütteln." Um so präsident vertrat in seinem Bescheide die sonderbare Rechtss arbeit etwa 80 M. monatlich, ungefähr so viel, wie sie einst, vor mehr freut es uns, berichten zu können, daß der„ Troubadour" auffassung, daß die im Statut als Zweck des Verbandes be noch nicht langer Zeit, täglich an zeichnete„ Erzielung möglichst günstiger Lohn- und Arbeits. unter Herrn Samst's Direktion gut, zum mindeſten weit beffer bedingungen zu den politischen Gegenständen gehöre. Trinkgeldern verausgabt hat. Nur ein kleines Miniaturgemälde an der fahlen Wand des dargestellt worden ist, als man es von dieser, doch nur gelegentfleinen Stübchens in der Mariannenstraße erinnert an die Ver- lichen Aufführung erwarten sollte. Herr Federmann dirigirte beim Ober- Verwaltungsgericht, indem er bestritt, gangenheit der jetzt etwa 40 Jahre alten Näherin. Ein be- das Orchester mit Geschick und Umsicht und die Sänger und daß der Verein politisch sei. Er hob besonders hervor, daß der Holzfannter Künstler hat dieses Bild gemalt, die Züge, die es wieder mittleren Opernbühne nicht zur Unehre gereichten. Hielt das ein geselliges Beisammensein mit Tanz veranstaltet habe und daß Sängerinnen auf der Bühne waren durchweg Kräfte, die einer arbeiter- Verband in Hannover schon seit 12 Jahren zu Weihnachten giebt, sind von überraschender Schönheit. Wanda war die Gattin Organ des Herrn Alfieri, der die Titelrolle sang, auch in den noch immer die Genehmigung dazu ertheilt worden sei. Reden des Zirkusbesizers, eines herkulisch gebauten Mannes, mit dem höheren Lagen nicht völlig Stand, so ließ ihn die Routine doch seien nie auf diesen Jenten gehalten worden und auch diesmal sie gemeinsamarbeitete". nie in Verlegenheit kommen, und neben ihm gebührt hätte keine Rede gehalten werden sollen. In dem für die Die Büfte des alten Profeffor Schweninger. Eine in dem Fräulein Günther, die Aruzene sang, welche ein carrarischem Marmor ansgebauene Büfte, welche den verstorbenen Lob, das um so schwerer wiegt, mündliche Verhandlung anberaumten Termine vom 17. November als die Dame ohne Bater des Professors Dr. Schweninger, des Leibarztes des Fürsten Vorbereitung für eine kontraktbrüchig gewordene Sängerin ein Oberpräsident hatte dem Gericht die Polizei Akten über die vertrat Rechtsanwalt reudenthal die Klage. Der beklagte Bismarck, darstellen foll, sieht jetzt in Mailand einer recht unge- getreten ist. Auch Herr Thomaczeck als Graf Luna fonnte fich Thätigkeit der Zahlstelle des Verbandes in Hannover ein wiffen Bukunft entgegen. Profeffor Sch. hatte auf Empfehlungen hören laffen; und völlig annehmbar wäre der Troubadour besetzt gereicht. Rechtsanwalt Freudenthal machte geltend, daß die hin eine solche Buste seines Baters nach einer Photographie gewesen, wenn Fräulein Hinrichsen der Leonore nicht gar zu sehr gereicht. Rechtsanwalt Freudenthal machte geltend, daß die bei dem Bildhauer Soldini in Mailand bestellt, die Be- Gewalt angethan hätte. Ehrenvolle Erwähnung verdient noch sammlungen hier überhaupt auszuscheiden seien und daß es in den Aften enthaltenen Angaben über zwei öffentliche Ber stellung aber mit der Begründung zurückgezogen, daß die der Darsteller des Ruiz. Herr Friedrichs. Der Chor hielt sich nicht ausschlaggebend sei, wenn wirklich dann und wann in den fammlungen hier überhaupt auszuscheiden seien und daß es ihm zugesandte Photographie der zunächst in Gyps modellirten durchweg brav. Das gutbesetzte Haus targte nicht mit Beifall. Vereinsversammlungen die Politik gestreift wäre.- Der 1. Senat Büfte gar keine Aehnlichkeit mit dem photographischen Im Schiller- Theater geht morgen, Der Pfarrer von des Ober- Verwaltungsgerichts wies die Klage ab. Der Bilde seines Vaters zeige. Goldini behauptete nun, daß ihm die Kirchfeld", Voltsstück in 5 Atten von Anzengruber, zum ersten Präsident Persius begründete das Urtheil folgendermaßen: Zurücknahme der Bestellung erst nach Fertigstellung der Büste in Male in Szene. Marmor zugegangen sei; er reiste mit letzterer sogar nach Berlin, Darauf, daß teine politischen Erörterungen auf dem Ver mußte sie aber wieder mit sich nehmen, da die von ihm behauptete gnügen vorgenommen werden sollten, tomme es nicht an. Aehnlichkeit hier durchaus nicht anerkannt wurde. Seine Klage § 8 des Vereinsgefezes finde auch auf Versammlungen wegen des Honorars von 1000 M. wurde fowohl vom Land. politischer Vereine Anwendung, für die die Er A13 gericht, wie gestern vom Kammergericht abgewiesen. Die elende Lage der Posthilfeboten. Durch Noth will örterung politischer Angelegenheiten ausgeschlossen sei. fei der Posthilfsbote Otto Preuß, der gestern wegen Vergehens politischer Verein aber die Zahlstelle lettere ordnete nur noch einen Beweis darüber an, ob sich beim Amte, Urkundenfälschung und Unterschlagung vor der Holzarbeiter- Verbandes zu betrachten, wenn dies auch im Gegen züglich der Reisekosten ein Anspruch auf Ersatz für den Kläger 7. Straffammer des Landgerichte I. stand, zum Verbrechen ge- jaß zu der Auffassung des Hern von Bennigfen nach den begründen könnte. Einen Ersatz in Höhe von etwa der trieben worden sein. Der Angeklagte war im Postamt in der Statuten nicht anzunehmen wäre. Der politische Hälfte des Anspruchs, der dem italienischen Künstler für den Fall angeboten wurde, wenn er die Klage unter Tragung der Werftstraße beſchäftigt; er wurde beschuldigt, in mehreren Fällen Charakter der Bahlstelle ergebe sich aus den Vorträgen, die in Prozeßkosten zurücknehme, hatte dieser stolz zurückgewiesen. Ob Bostanweisungen deren Bestellung ibm oblag, gefälscht zu den Vereins versammlungen gehalten seien. In einem Vorer die Büste vielleicht noch so lange weiter ausbauen wird, bis haben, indem er sie unter Mißbrauch des Namens des Adressaten trage im Februar 1895 sei eine scharfe Kritik an den Fabriksich eine Aehnlichkeit ergiebt, dafür war aus der Verhandlung Fälschung zweier Postnachnahme- Scheine fiel ihm zur Last. Er 9. März 1895 habe der Referent die Umsturzvorlage kritisirt und quittirte und das Geld sich widerrechtlich aneignete. Auch die Inspektoren geübt und ihre Vermehrung verlangt worden, am ein Anhalt nicht zu gewinnen. Die Geschichte erinnert, wie die„ V.- 3." bemerkte, unwill- war im vollen Umfange geständig und behauptete, daß ihn eine den kaiserlichen Erlaß vom Jahre 1890 berührt. Am 6. April fürlich an Mitosch, der einem Maler mündlich eine Beschreibung habe 72 M. Gehalt empfangen, die Behörde sei aber dahinter nichts für die Arbeiter geschehe, und drückende Nothlage auf die abschüssige Bahn gedrängt habe. Er fei der Referent darauf zu sprechen gekommen, weshalb er hätte die Frage feines verstorbenen Vaters und auf grund derselben ein Bild desselben in Bestellung gab. Als er das Bild erhielt, zerfloß er gekommen, daß er Schulden hatte, und das Gehalts abzug 3- damit beantwortet, daß eine Fürsorge für die Arbeiter gegen vor Rührung in Thränen und schluchzte:" Ach, liebes Batter Rest seines Einkommens nicht ausgereicht habe, um sich und anderen Versammlung seien Vorschläge zur Erweiterung der verfahren sei gegen ihn in Anwendung gekommen. Da der die Interessen des Militär- und Polizeistaates wäre. In einer meiniges, wie hast Du Dich verändert!" behielt es aber. seine Familie durchzubringen, ihm aber andererseits Leistungen der Altersversicherung gemacht worden, indem man Im Zirkus Busch werden seit einigen Tagen dressirte mit Dienstentlassung gedroht worden sei, falls er noch die Herabsehung des Berechtigungsalters auf 50 Jahre verlangte. Zebras vorgeführt, die unter Thierkundigen einiges Aufsehen einmal Schulden machen würde, so habe er leider zu jenen un Dann sei auch einmal das Verbot der Kinderarbeit angeregt erregen. Bis jetzt ist nämlich die Meinung herrschend gewesen, ehrlichen Handlungen seine Zuflucht genommen und gehofft, daß worden, und in einer anderen Versammlung habe ein Reduer daß diese Einhufer überhaupt nicht zähmbar und den Menschenler von dritter Seite Geld zur Ausgleichung des Schadens würde die Pflicht der Behörden, für bessere Wohnungen zu sorgen, ber Das Gerichts- Beitung. bes es führte indessen damals nicht zu einer Anklage. " " Versammlungen. " einen " Schneider aber die tont. Daß der Vorstand hiergegen Einspruch erhoben hätte, sei hältnisse gemacht wurden und als nicht bindend für die Arbeit die folgendes Resultat hatte: Mehlmann erfter, Rappet nicht erkennbar; es müsse deshalb angenommen werden, daß mit geber erachtet werden. Trotzdem fand eine Einigung nach noch zweiter Vorsitzender; Raasch Kassirer; B. Manasse erster, Billigung des Vorstandes die Inanspruchnahme staatlicher Mits maliger Verhandlung der beiden Kommiffionen, wozu auch die Wilh. Wegener zweiter Schriftführer; Jwan, Schneider wirkung bei den vom Verein erstrebten wirthschaftlichen Zwecken Arbeiterinnen hinzugezogen wurden, statt, nachdem der Tarif und Müller Revisoren. Zum Kassirer der Arbeitslosen- Untererörtert worden sei. einige unbedeutende Abänderungen erfahren hat. Die Unterstützung wurde 3iehm wiedergewählt. Braun beantragt, daß Ju Sachen Volbeding schwebt jetzt ein Ermittelungs- nehmer erklärten sich aber auch mit den Abmachungen ihrer für den Kassirer von jetzt ab weniger Remuneration gezahlt verfahren gegen den Verfasser der bekannten Volbeding- Broschüre Kommission nicht einverstanden und übersandten der Lohn werden soll wie bisher, und wurde sich die Versammlung auf wegen Erpressung. vollständig abgeänderten Tarif, nach Antrag Lezin dahin einig, dem Kassirer pro Quartal 5 M. Der Verfasser soll von der Schwester tommiffion Volbeding's, die hier verheirathet ist, 8000 m. beansprucht haben, welchem die Arbeitsbedingungen zum theil so wie vor der Mantogeld zu gewähren, sowie dem Vorstand für jede Sigung wofür er sich verpflichten wolle, feine zweite Auflage der Lohnbewegung, zum theil noch bedeutend schlechter festgesetzt pro Person 30 Pf. zu verabfolgen. Diefelbe Vergütigung er Broschüre zu veranlassen. Ein ähnliches Ermittelungsverfahren werden sollen. Der Tarif, der in keiner Weise den Zugeständ- hält der Kassirer der Arbeitslosen- Unterstützungskaffe. war schon diesen Sommer gegen denselben Verfasser eingeleitet; nissen der Arbeitgeber während der Lohnbewegung entspricht, Die lokalorganisirten Gewerkschaften waren am Montag enthält außer den Affordpreisen auf einzelne Artikel folgende Abend seitens der Lokalorganisation der Schneider zu einer Ver. Prügelpädagogik und gerichtliche Forsche. Aus Mar- Lohnfäße in seinem Vorwort:" Für männliche Arbeiter 39 Pf. fammlung nach dem Schützenhause eingeladen, um Stellung zu burg wird der Frankfurter 3tg." vom 18. d. M. geschrieben: Leistung 35 Pf. pro Stunde auf die Dauer eines Jahres nach schaften. vom 13. d. M. geschrieben: pro Stunde. Ausgelernte Gehilfen im Falle minderwerthiger nehmen zu dem bevorstehenden Kongreß lokalorganisirter GewerfAnwesend waren etwa 50 Personen. Heute früh sollte vor der Straffammer ein Beleidigungs- beendeter Lehrzeit. Für geübte Arbeiterinnen 25 Pf. pro Stunde, iesemann bemerkte zunächst, daß die Vertrauensleute prozeß gegen den Redakteur der Hessischen Landes- 3tg." für Hilfsarbeiterinnen 17 Pf. pro Stunde. Für geübte Arbeite einzelner Lokalorganisationen sich gegen den Kongreß ausgesprochen Zörb, verhandelt werden. Anlaß zu der staatsanwaltlichen rinnen an der Draht oder Heftmaschine, sowie Goldaufpräge hätten. Damit wären jedoch die lokalorganisirten Schneider Anlaß zu der staatsanwaltlichen Klage hatten einige Artikel des Blattes gegeben, in denen das rinnen 30 Pf. pro Stunde. Für Arbeiterinnen an der Falzmaschine nicht zufrieden. Sie wünschten eine öffentliche Aussprache über pädagogische Verhalten der Schulbehörde kritisirt wurde, die 25 Pf. pro Stunde. Ueberzeitarbeit soll nach Möglichkeit diesen Punkt, umsomehr, als sie zu der Konferenz der Vertrauenstörperliche Büchtigungen von Boltsschülern durch den Schul vermieden werden. Für Ueberzeitarbeit bis 9 Uhr wird allen leute nicht hinzugezogen worden wären. Der nächste Redner, Diener exclutiren ließ. Börb erschien indessen zu dem heutigen männlichen Arbeitern ein Zuschlag von 25 pet. bewilligt Maurer Blau rock, mißbilligte die Einberufung dieser Ver Termin nicht, sondern sandte an das Gericht ein Entschuldigungs- Attordarbeiter sowie Attordarbeiterinnen fammlung, die, wie aus den Ausführungen Wiesemann's schreiben, nachdem ein von dem Vertheidiger des Beklagten, erhalten feinen Prozentzuschlag. Wie der Referent, ersichtlich, eine ganz unvorbereitete und und daher zwecklose Rechtsanwalt Dr. Löwenthal, Frankfurt a. M., eingereichter so sprachen sich sämmtliche Redner unter lebhaftem Beifall der sei. Es wäre daher am besten, wenn die Anwesenden Bertagungsantrag abgelehnt worden war. Das Gericht erließ infolge deffen einen fofortigen Haftbefehl gegen den Redakteur, Bersammlung gegen die Annahme des Tarifs aus, durch den alle sich mit den Beschlüssen der Vertrauensmänner- Versammlung vom Errungenschaften der Lohnbewegung illusorisch gemacht werden sollen 30. Oktober einverstanden erklärten und dann nach Hause gingen. der indeffen nicht ausgeführt werden konnte, weil Zörb sich auf und plädirten dafür, die Forderungen unter allen Umständen Die am 30. Oftober eingesetzte Stommiffion, welche die Bor Reisen befindet. Sonst pflegt man bei Versäumniß von Terminen höchstens polizeiliche Vorführung zum nächsten Termin zu be- aufrecht zu erhalten, zumal die Bestrebungen der Arbeiter, um arbeiten zum Rongreß übernehmen solle, sei zu der Ueberzeugung einen längeren Frieden zu erzielen gemeinsam einen annehm gekommen, daß die Abhaltung des Kongresses noch nicht schließen. Die Unbestechlichen. Aus Petersburg wird gemeldet: baren Tarif zu schaffen, an dem Berhalten der Arbeitgeber ge- an der Zeit sei, und derselbe erst einer gründlichen VorEntgegen dem Wunsche dieses Redners Das Mitglied des Stadtrathes Kedrine, welcher von 23 Stadt: scheitert ist. In welcher Weise die Unternehmer, die fast immer bereitung bedürfe. Debatte fortgesetzt. Die Schneider Kulick räthen wegen Verleumdungen betreffend eine angebliche Be. die Vertreter der Arbeiterorganisation bei jedweden Verhandlungen wurde die stechung zum Zwecke des Baues einer Nevabrücke durch ein fran. ablehnen und nur mit ihren eigenen Arbeitern zu verhandeln und Wiesemann, sowie die Frauen Gubela und Dmo ch stechung zum Zwecke des Baues einer Nevabrücke durch ein fran. wünschen, vorgehen, zeigt folgender Steckbrief, welcher hinter traten mehrmals für Abhaltung des Kongresses ein und wandten zösisches Eisenwerk in Les Batignolles angeklagt war, wurde vom denjenigen erlassen wurde, die sich selbst an ihren Arbeit sich in langen Reden häuptsächlich gegen die Zentralorgani Gerichtshofe nach dreitägiger Sitzung wegen Verleumdung zu geber um die Bewilligung der 9 Tagen Gefängniß verurtheilt."- Geschieht dem Stadtrath Berlin, den 13. November 1896. Sehr geehrter Rollege! Organisationsgegenfäße Forderungen wandten: fationen im allgemeinen unter besonderer Berücksichtigung der im schon Recht. Wie fann er in Rußland an eine Bestechung eine Gehilfen haben sich in den letzten 14 Tagen in einer Es fehlte Lager der Konfektionsarbeiter. dabei nicht an den von auch nur denken! Der Mann tam übrigens nach deutschen Be Lohnbewegung befunden, zu der sie allerdings keine Ursache vorgebrachten Vorwürfen gegen den Vorwärts", jener Seite oft der die griffen ungemein gut davon. Unser Parteigenosse Regerau in hatten, denn bei 91/ 2stündiger Arbeitszeit und 22 M. Lohn für Lotalorganisationen boykottire u. f. w. Die Töpfer Thieme Rixdorf wurde vor kurzem zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilt, weil er in der Gemeinderaths- Sigung bei Herzählung einer Buch nach meinen Begriffen(!) in Leder machen können, ist und Tapezier Martin betonten, daß sie nicht prinzipielle weil er in der Gemeinderaths- Sigung bei Herzählung einer Gehilfen, die zwar sonst gut arbeiten, aber immer noch kein und Hagen, sowie Zimmerer Fischer, Maurer Kneppchen Reihe von Beamten verübter Mißhandlungsfälle die Gendarmerie unter diesen Umständen immer noch fein Grund vorhanden, auf Gegner des Kongresses wären, denselben aber jetzt noch für ver beleidigt hatte! neunstündige Arbeitszeit mit gleicher Lohnbedingung zu pochen. früht halten.& wurde eine Resolution eingebracht, Die Hauptfrakehler habe ich an die Luft gefeßt, von den anderen, welche sich gegen die Beschickung des Kongresses und darunter auch( Name) glaubte ich, daß sie sich wieder be- für die Beschlüsse der Vertrauensmänner- Bersammlung ruhigen würden. Um unserer gemeinsamen Sache willen Die Lithographen, Steindrucker und deren Berufs- bitte ich Gie, von vom 30. Oktober ausspricht. zu einer Abstimmung der Einstellung dieses Mannes ab- tam es aber nicht. Nachdem Wiesemann in längerer Rede genoffen hatten sich außerordentlich zahlreich am Montag in feben zu wollen. Hochachtend Herm. Söchting."- Von allen für Schaffung eines Organs aller Lotalorganisationen eingetreten dem großen Saal der Brauerei Friedrichshain versammelt. Der Nednern wurde aufgefordert, durch festen Zusammenschluß in der war, beantragte Thieme Schluß der Debatte mit der BeReferent Sillier betonte, daß der Streit statt abzunehmen, Organisation das Anfinnen der Unternehmer energisch zurückzu- gründung, es sei nuglos, sich noch mehr solch unverdaulichen wie die Herren Ringinhaber es mit wahrer Freude hinaus. zurückzugründung, posaunen, an Ausdehnung zunimmt, da ein großer Theil der in weisen und darauf hingewiesen, daß die Arbeiter schließlich ge Kohl auftischen zu lassen, wie der Vorredner der Versammlung Privatlithographien beschäftigten Kollegen sich solidarisch erklärte. zwungen sein werden, zu gelegener Zeit von neuem für ihre vorgefekt habe. Blauroc ersuchte darauf die Schneider, Redner hob ganz besonders hervor, daß man es mit der rührigsten Forderungen einzutreten, um denselben endlich einmal allgemeine mit der Kommission zusammenzugehen, dabei Nachdem noch Genoffe Jahn in tonfusen Anarchisten aus dem Spiele zu lassen. Diese Geltung zu verschaffen. Agitation niemals fertig bekommen hätte, solche Begeisterung längeren Ausführungen das Wesen der Arbeiterbewegung Bemerkung veranlaßte Wiesemann zu einer gereizten in die Maffen zu bringen, wenn nicht die Fabrikanten im allgemeinen beleuchtet hatte und für ein entschiedenes Entgegnung, die von der anderen Seite mit entsprechenden hierzu unfreiwillige Dienste Dienste geleistet hätten. Die Be Vorgehen zur Erringung befferer Arbeitsbedingungen ein- 3wischenrufen beantwortet wurde. Sei es, weil er eine Aufhauptung der Fabrikanten, wonach die Stellen der Streitenden mit Streitbrechern besetzt seien, wird ein Phantasie: Annahme:" Die öffentliche Versammlung erklärt die von dem Kulick schloß furzer Hand die Versammlung, ohne über die getreten war, gelangte folgende Resolution zur einstimmigen lösung befürchtete, sei es aus anderen Gründen der Borsigende gebilde bleiben, um nach außen den Schein zu bewahren, daß das Geschäft zu Weihnachten seinen rubigen Fortgang nimmt. Verband der Buchbindereibesitzer den Kollegen und Kolleginnen Resolution abstimmen zu lassen. Wunderbar bleibt es, daß nicht nur die gegnerischen Beitungen gestellten Bedingungen für unaunehmbar, verpflichtet sich dagegen, mit Annoncen gefüllt sind, sondern auch der Telegraph in Be- unentwegt an den errungenen Forderungen festzuhalten." Nachwegung gefegt wird. So wurde unlängst der Versuch gemacht, dem auf eine Anfrage mitgetheilt worden war, daß die auf von Weimar das Personal einer verkrachten Firma in die be- Wochenlohn Beschäftigten die Lohnbezahlung für den Bußtag sette Fabrik von W. Hagelberg einzustellen. Auf einen weiteren zu beanspruchen haben, erfolgte der Schluß der imposanten Ver Beweis, wie gefüllt die Kunsttempel sein müssen, deuten die ſammlung mit einem begeisternden Hoch auf die Arbeiterbewegung. vielen Deckadressen hin, in welchen man Arbeit ausbietet, die Eine gut besuchte Zimmerer Versammlung, die am nicht selten später als Futter für die Papiermühle dient. 18. November den großen Saal des Cohn'schen Etablissements in Mit Ausnahme der Papier Beitung", welche fich jetzt der Beuthstraße füllte, beschäftigte sich mit den derzeitigen Lohnausschweigt, weil der Artikelschreiber meistens auf dem und Arbeitsverhältnissen im Zimmererberufe. Th. Fischer Gewerbegericht beschäftigt ist, spricht die gegnerische Presse hielt das einleitende Referat. Im Laufe desselben verlas er fortgesetzt von ungerechtfertigten Forderungen. Es wäre einen Hezartikel des Unternehmerorgans Baugewerts- Zeitung", aber endlich Zeit, daß die Berichterstatter sich derselben in dem gedroht wird, im Frühjahr bei günstiger Objektivität befleißigen, wie es thatsächlich schon einige bürger Gelegenheit den Zimmerern den Neunstundentag zu ent liche Blätter thun und damit ein verständnißvolles Interesse be- reißen und die zehnstündige Arbeitszeit wieder allgemein funden. Das Hauptaugenmerk der Großfabrikanten geht dahin, einzuführen. Redner führte im Anschluß daran aus, zunächst die Ausständigen von der Lohntommission zu trennen, daß allerdings für das Zimmerergewerbe jetzt die Zeit der die Drganisation zu zerstören und die Kleinfabrikanten, mit denen Flaue beginne und sich die Zahl der Arbeitslosen vermehre. man jetzt aus guten Gründen noch liebäugelt, übers Ohr zu hauen. Gerade das müßte aber die Kameraden austacheln, für die VerRedner hebt ganz besonders hervor, daß man kein Interesse an türzung der Arbeitszeit immer wieder einzutreten und jedem einem Hinausziehen des Streits habe, daher auch jeden Ver- Ansturm der Unternehmer mit Energie zu trogen. Man werde den mittelungsversuch, von welcher Seite er auch geschehen möge, Herren ein Schnippchen schlagen. Die letzten Erhebungen über die anzunehmen gewillt ist, trojdem von seiten der Fabrifanten bis Arbeitsverhältnisse hätten ergeben, daß in Berlin und Umgegend in der jetzt die Taktik befolgt ist, jeden derartigen Versuch schnöde zurück- Woche vom 2. bis zum 7. November 3246 Zimmerer bei 363 zuweisen und die Verantwortung auf die Arbeiter abzuwälzen. Arbeitgebern beschäftigt gewesen seien. Ausgenommen sind die brach beide Beine; dieselbe ist den erhaltenen Berlegungen Redner schließt mit den Worten: Wir wollen den Frieden, wenn Vororte Steglitz und Weißensee. Von den 363 Arbeitgebern zahlten erlegen. derfelbe ehrenvoll vereinbart werden kann; andererseits erklären nur 41 Löhne, die zwischen 40 und 521/2 Pf. pro Stunde variirten. Eine ganze Familie von sieben Köpfen hat, wie aus wir aber auch, wenn keine befriedigende Einigung erzielt werden Bei den übrigen wurden für die Stunde 55 Pi. gezahlt. Als Muster Memel gemeldet wird, durch ein Schiffsunglücf ihren tann, den Kampf fortzufeßen mit Aufbietung aller unserer Kräfte eines modernen Arbeitgebers schildert Redner den Meister Müller in od gefunden. In der vorigen Woche ging im Kurifchen Haff bis zum endgiltigen Siege.( Lebhafter Beifall.) Die Diskussion Tegel. Dieser Herr habe es infolge seiner Billigkeit dabin gebracht, die ein Tilsiter Reisetahn unter. Wie jetzt festgestellt ist, sind dabei gestaltete sich in einer für die Streifenden ehrenvollen Weise. Arbeit für viele städtische und staatliche Bauten zu bekommen. Um fieben Personen, der Schiffer, seine Frau und fünf Kinder im Wiederholt wurde bekundet, daß Begeisterung und Energie nun zurecht" zu kommen, suche er sich billige Arbeitskräfte in Alter von 17 Jahren bis neun Monaten, ertrunken. Schiff und jeden einzelnen befeelt und bis zum Schluß erhalten bleiben allen christlichen Herbergen der Provinz Brandenburg zusammen. Ladung sind verloren. wird. Selbst aus den Kreisen, welche den Streifenden( Heiterfeit.) Redner schloß unter lebhafter Zustimmung mit dem Tonna Elvira von Bourbon. Aus Rom wird einem fernstehen, wurden ihnen Sympathiekundgebungen zu theil. Appell an die Versammelten, sich jedem Lohndruck entgegen zu hiesigen Blatte folgende Entführungsgeschichte gemeldet: Hierauf wurde nachstehende Resolution einstimmig angenommen: ftellen und den Winter dazu auszunüßen, sich für den bevor- Großes Aufsehen erregt hier die Flucht eines jungen Mädchens Die Versammlung erflärt, nach wie vor in dem aufgezwungenen stehende Abwehrkampf zu rüften. In der lebhaften Debatte aus der höchften Aristokratie mit einem Maler. Die Durchgegangene Streit auszuharren. Jedoch um den Prinzipalen jede Gelegenheit wurde zunächst festgestellt, daß die in dem bewußten ist die Tochter Don Carlos', des spanischen Thronprätendenten, zu dem Vorwurf zu nehmen, daß wir nicht zu einer Einigung Artikel der Baugewerks Zeitung" aufgestellte Behauptung, Donna Elvira von Bourbon. Sie weilte hier in Rom zum Besuche bereit wären, beauftragt die Versammlung die Lohnkommission, der Neunstundentag sei nur vereinzelt durchgeführt worden, un beim Fürsten Massimo, einer der Säulen der hiesigen Aristoetwaigen Versuchen zwecks einer Einigung entgegen zu tommen." wahr sei. Thatsächlich arbeite der größte Theil der Zimmerer fratie. Der Maler ist der 45 Jahre alte Filippo Folchi, In ein vom Vorsitzenden Schöpfe ausgebrachtes Hoch auf nur neun Stunden. Alle Redner waren darin einig, daß die ein seit zehn Jahren verheiratheter Mann und Vater eines achtihre gerechte Sache stimmte die 3000 Köpfe zählende Versamm Errungenschaften dieses Jahres mit allen Mitteln vertheidigt jährigen Knaben. Er lernte Donna Elvira in Siena kennen und lung mit Begeisterung ein. werden müßten. Die Versammlung beschloß sodann, eine Arbeits- entfeffelte, obwohl an Person klein und häßlich, solche Liebes. Eine sehr stark besuchte öffentliche Versammlung sämmtlofenstatistit zu erheben, und soll damit am 1. Dezember leidenschaft in ihr, daß sie schwermüthig wurde. Fürst Maffimo licher in Buchbindereien und den verwandten Betrieben begonnen bas in Auch den Büchern der entzog ihm darauf die Arbeit, die er in Siena für ihn ausführte; beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am Montag Rommission und der Vertrauensperson vorhandene Material aber Folchi folgte dem Mädchen nach Rom und wußte es zur im Konzerthaus Sanssouci, um Stellung zu dem Vorgehen der soll zu einer Statistik verarbeitet werden. In einer einstimmig Flucht zu überreden. Das Paar ging zuerst nach Viareggio, Fabrikanten- Vereinigung zu nehmen. Die Buchbindereibesitzer, angenommenen Resolution protestirte dann die Versammlung dann nach Venedig und hat sich jetzt in einer kleinen Stadt Süddie zu dieser Versammlung eingeladen waren, haben ihr Nicht- gegen die Schreibweise der Baugewerks- Zeitung" und gegen die frankreichs niedergelassen. erscheinen in einem Schreiben mit der gleichzeitigen Tagung einer im fraglichen Artikel den Agitatoren" gemachten Borwürfe. Arbeitgeber Versammlung entschuldigt. Der Referent G. Schmidt Ferner verpflichteten sich die Anwesenden zur Förderung der verwies einleitend auf den Zweck und die Biele der Organisation und dazu, im geeigneten Moment den NeunstundenUnternehiner- Verbände, wie sich ein solcher jetzt auch im Buch- tag allerwegen einzuführen. " werden. " = Vermischtes. Die Säbelaffäre in Schmiedeberg betreffend, erhielt die Elberfelder Freie Presse" von seiten des Generalfommandos eine Berichtigung auf grund des§ 11 des Preßgesetzes, in der es unter anderen heißt: An der im vorerwähnten Artikel besprochenen Affäre in Schmiedeberg ist weder ein Offizier des 5. Jäger- Bataillons in Hirschberg, noch sonst ein attiver Offizier der Armee be theiligt gewesen." Den fraglichen Artikel hatte die Freie Preffe", wie dieselbe mittheilt, der Frankf. 3tg." entnommen. Vom Treiben der gebildeten Raufbolde. Wie die Kölnische Zeitung" aus Bonn meldet, kam es dort vorgestern Abend 11 Uhr zwischen 3 Mitgliedern der Burschenschaft Alemannia" und einigen 20 Mitgliedern der katholischen Studentenverbindung„ Alsatia" zu Thätlichkeiten, bei welchen ein Mitglied der„ Alemannia" lebensgefährlich verlegt wurde. Auf grund einer Disziplinar- Untersuchung ist die„ Alsatia" durch die akademische Disziplinarbehörde suspendirt worden. In Emden brach in der letzten Nacht ein Brand aus, welcher 6 Häuser vernichtete; 2 Personen verbrannten. Gine Dame, welche, um sich zu retten, aus dem Fenster sprang, Witterungsübersicht vom 17. November 1896. Barometerftand in mm, Wetter nach Celfus ( 5° 6.= 4° R.) bindergewerbe gebildet hat und schilderte sodann das Verhalten Die Dekateure hatten am 11. November eine gutbesuchte der Buchbindereibesiger in bezug auf den durch die Lohnbewegung Generalversammlung einberufen. Der Vorsitzende Raasch gab Stationen. errungenen Lohntarif. Um stabile Verhältnisse zu schaffen, er- zunächst den Bericht des Vorstandes. Redner wies darauf hin, flärte sich die Lohnkommission bereit, gemeinsam mit der daß in der Generalversammlung vom 2. September erst ein VorRommission der Unternehmer eine Revision des Tarifs auf der standsbericht gegeben wurde, mithin nicht viel zu berichten ist. festgelegten Bafis vorzunehmen, in der Voraussetzung, daß es sich Während dieser Zeit ist nur eine Versammlung abgehalten, da Swinemünde nur um unwesentliche Nebenpunkte handeln könnte. Wie sich jedoch inzwischen zwei öffentliche Versammlungen stattfanden. Nachdem Hamburg bei den Verhandlungen herausstellte, schien den Fabrikanten nicht die leyte Filialversammlung sich dem Beschluß der öffentlichen Berlin war der Affordsat für die Arbeiterinnen und der Minimallohn Versammlung vom 15. September, über die Firma Behmack und Wiesbaden für junge Gehilfen zu hoch, sondern sie forderten, daß an stelle Weißbarth die Sperre zu verhängen, angeschlossen hatte, fonnte der München des festgelegten Minimal Wochenlohnes der Stundenlohn tritt Vorstand nicht umhin, diejenigen Kollegen, welche sich dem Beund der Prozentzuschlag für die Ueberstundenarbeit auf 25 pet. fchluß nicht gefügt haben, aus der Filiale III des Textilarbeiterreduzirt wird. Selbstverständlich mußte die Lohnkommission ein Verbandes auszuschließen. Außerdem fühlte sich der Borstand derartiges Anfinnen ablehnen, in der richtigen Erkenntniß, daß veranlaßt, Max Rottte die Mitgliedschaft abzuerkennen. Der durch die Einführung des Stundenlohnes die Arbeitgeber be hierauf verlesene Bericht des Kaffirers gab einen Kassenbestand absichtigen, sich von der Bezahlung des Lohnes für die gefetz von 50,42 M. an. Bei der Abrechnung vom 2. Stiftungsfest hat lichen Feiertage und für die stillen Stunden, in denen nicht ge- sich ein Defizit von 1,20 M. herausgestellt. Die Einnahme der Arbeitsnügend Arbeit vorhanden ist, zu befreien. Von einem Fabrikanten lofen- Unterstützung betrug laut Bericht 768,91 M., die Ausgaben Wetter- Prognose für Mittwoch, den 18. November 1896. wurde bei den Verhandlungen auch unumwunden zugegeben, 697,95 M., mithin ist ein Raffenbestand von 70,96 M. vorhanden. Trocken und vorwiegend heiter, aber falt bei ziemlich frischen daß die gemachten Bugeständnisse zur Zeit im Drange der Ber- Sodann wurde zur Neuwahl des Gesammt- Vorstandes geschritten, öftlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Wien. 766 GD 764 764 4 wolkenlos wolkenlos wolkenlos -2 -3 • 758 Still wolkenlos 755 4 bedeckt 2 760 759 Still Regen bedeckt 4 768 28 2 bedeckt -1 766 NND 1 heiter 2 764 SSD 2 heiter 2 . 759 N 4 bedeckt 2 • Haparanda. Betersburg Cort Aberdeen. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Juferatentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Druck und Berlag von Mag Babing, in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 271. Der Fall Rosenow. Mittwoch, den 18. November 1896. Der Fall Rosenow hat bekanntlich ein ganz ungewöhnliches Interesse hervorgerufen, welches sich nicht allein auf die deutsche Presse beschräntte, sondern sogar im Auslande seinen Widerhall fand. Für jeden, der mit den besonderen Verhältnissen Sachsens nicht vertraut ist und den Kampf nicht kennt, welcher dort täglich, von den höchsten bis zu den niedersten Stellen des Verwaltungsapparates herab, wider die Sozialdemokratie geführt wird, dem mag es einiach unglaublich vorkommen, daß der Redakteur eines Sozialdemokratischen Blattes, der in Ausübung seines Berufes durch die Aufnahme eines Zeitungsartikels mit dem§ 131 des Strafgesetzbuchs in Konflikt gekommen ist und deshalb schon mit der schweren Freiheitsstrafe von drei Monaten Gefängniß be straft wurde, hinterher noch von der Verwaltungsbehörde mit einem zweijährigen Aufenthaltsverbote belegt wird, welches, da es die Orte rings um Chemnik betrifft, einer Internirung in Chemnitz völlig gleichkommt. Und doch ist dies geschehen und die von dem Redakteur durch alle Instanzen angefochtene Maßregel ist nun auch wie wir unseren Lesern bereits telegraphisch meldeten von dem sächsischen Ministerium des Innern bestä.igt worden. Unbequemlichkeiten entstehen könnten u. f. w.( vergl. ibid. Seite 600), endlich der Abgeordnete Bebe!( vergl. ibid. Seite 606) dem Minister sogar ausdrücklich imputirt hat, er sehe eben diesen Punkt als einen wesentlichen für das Gesetz an, damit er in der Lage sei, auf grund dieses Gesetzes gegen bestrafte Gozialdemokraten vorgehen zu können." Nach alledem und noch abgesehen davon, ob jene Ver legung des§ 131 des Reichs- Strafgesetzbuchs ein politisches Vergehen war(), ist die präjudizielle Einwendung des Beschwerbeführers gegen die Anwendung des Gesetzes vom 15. April 1886 in seinem Falle nicht begründet. 13. Jahrg. Es wird abzuwarten sein, was man im Reichstage dazu sagt. Wie verlautet, beabsichtigt der Genosse Rosenow, sich an den Bundesrath zu wenden. Lokales. Die Leidensgeschichte eines unschuldig Verhafteten wird uns in folgender Buschrift eines Handlungsgehilfen erzählt: Auf Bureden eines Freundes hatte ich am 1. Juli d. J. in Bremerhaven ein kleines, meiner Branche entsprechendes Geschäft von einem Restaurateur übernommen. Verschiedene Wider wärtigkeiten, zu denen nicht zum geringsten das Verhalten des Daß der Wortlaut des Gesetzes entgegenstehe, hat er selbst Verkäufers gehörte, brachten es jedoch mit sich, daß mir die Vernicht behauptet und, was er hierbei über den angeblich hältnisse über den Kopf wuchsen; und am 30. August blieb mir entgegenstehenden§ 3 des Gesetzes, der sonst gar keinen Sinn in der Verzweiflung nichts übrig, als nach Berlin zu meinen Verhätte, fagt, tann nur auf einem Mißverständniß dieses§ 3 wandten zurückzukehren Von hier wollte ich, nachdem ich bereits beruhen, dessen flare Bestimmung den Polizeibehörden der am dritten Tage Stellung erhalten hatte, die rückständige Geschäftsmindestens 25 Kilometer entfernten Orte die Befugniß zur miethe ratenweise nach Bremerhaven senden. Doch es kam Ausweisung eines Bestraften aus den gleichen Gründen eben anders. Auf Veranlassung des Gastwirths hatte der Staats benimmt. Auch die sonstigen Einwendungen des Beschwerde- anwalt fich in meine Angelegenheit hineingemengt; es führers, wie diejenigen, welche er vom Standpunkte war ein Steckbrief erlassen worden, und am 12. Sepder Amtshauptmannschaft Chemnit aus macht, find tember, morgens halb acht Uhr wurde ich im Gee Der Redakteur Rosenow hatte sich in seiner Beschwerde- unbeachtlich, beziehentlich beruhen sie auf Mißverständniß schäft verhaftet. Dies geschah, obgleich ich mich schrift an das Ministerium insbesondere dagegen gewandt, daß des Gesetzes, so die Bezugnahme darauf, daß er als hier in Berlin bei der Polizei angemeldet und bei meinen Eltern das Gesetz vom 15. April 1886 auf politische Ver= Redakteur eines in der Stadt Chemnih redigirten Wohnung genommen hatte. Einen Tag verbrachte ich auf dem gehen angewendet wird. Neben einer ganzen Reihe materieller und dort erscheinenden Blattes nicht wegen seiner politischen Alexanderplat; am 13. September schaffte man mich nach Moabit. und formaler Bedenken hatte er, unter Bezugnahme auf die Thätigkeit in den Orten, in denen ihm der Aufenthalt ver- Hier verbrachte ich sechs Wochen in UntersuchungsKam merverhandlungen vom Februar 1886, nachgewiesen, daß das boten worden, ausgewiesen worden sei, daß er seine re- haft. Am Dienstag, den 27. Oftober, befragte man mich, ob Gese y nur gemacht worden sei, um der Polizei eine Handhabe daktionelle Thätigkeit auszuüben auch fünftig in der Lage sei, ich zur Hauptver handlung in Bremerhaven vorgeführt werden zu geben, gemeine Verbrecher besonderen Maßregeln zu unter- ferner, daß er bei den Versammlungen in den fraglichen Orten wollte. Ich bestand auf die Vorführung, und so wurde ich denn werfen, sie von der Begehung ähnlicher Strafthaten, wegen deren nie Anlaß zu behördlichem Einschreiten gegeben, nie einer Ver- am 29. Oktober von einem Hafenpolizisten aus Bremerhaven ab sie bestraft sind, abzuhalten, daß man aber mit feinem Worte legung des§ 131 des Reichs- Strafgesetzbuches sich schuldig ge- geholt. Unterwege schnitt der Mann, troh meiner Versicherung, gefagt habe, jenes Gesetz werde einmal die Ausdehnung erfahren, macht habe u. f. w. daß ich keine Veranlassung hätte, auszutneifen, ein Loch in meine welche ihm jest gegeben wurde. Er hatte dies nachgewiesen und Es genügt, daß die Erfordernisse des anzuwendenden Hosentasche; durch dieses Loch mußte ich eine Eisenkette stecken, gestützt durch Zitate aus den Reden einzelner Abgeordneter. Nun Gesetzes sämmtlich erfüllt sind und kein Fall vorliegt, in welche von der rechten Hand bis zum linken Bein reichte und tommt das sächsische Ministerium und sucht aus den Kammer- welchem zufolge§ 3 von der Ausweisung abgesehen oben und unten durch ein kleines Vorhängeschloß gesichert war. verhandlungen das gerade Gegentheil nachzuweisen. werden soll. Derart gefettet ging ich mit dem Beamten zum Lehrter Bahnhof. Sogar der Abgeordnete Bebel wird als Kronzeuge Dort stellte sich jedoch heraus, daß der Gute sich in der Abdafür zitirt, daß jenes Gesez auch auf politische Vergehen fahrt des Buges geirrt hatte, und so mußten wir bis nachmittags angewandt werden kann. Die ministerielle Entscheidung ist uns 2 Uhr 20 Minuten dort auf den Zug warten. Wir waren etwa wichtig genug, um sie hier wörtlich wiederzugeben. Sie lautet: bis Uelzen gekommen. Da ich kein Unterzeug trug, schnitt die Das Ministerium des Innern hat auf die Beschwerde des Rette überaus empfindlich an meinen Beinen; und durch mein Redakteurs Emil Rosenow zu Chemniz Blatt 16 der Sach Klagen erweicht, entschloß der Transporteur sich endlich, mir die aften über die Entscheidung der Kreishauptmannschaft Zwickau Fesseln abzunehmen. Die Fahrt ging weiter. Ich hatte den Blatt 12 ibid., welche seinen Returs Blatt 6 gegen die ihm Tag über nichts genossen, als morgens halb sieben Uhr eine Tasse den Aufenthalt in 12 Orten ihres Bezirks auf die Dauer von Dieser Entscheid vom 20. Oftober, welcher übrigens die Kaffe und ein Stückchen trocknes Brot dazu; es ist begreiflich, 2 Jahren untersagende Verfügung der Amtshauptmannschaft Beit bis zum 14. November gebrauchte, um in die Hände des daß sich allmälig bei mir der Hunger einstellte. Ich gab dem Chemnitz Blatt 3 ibid., verworfen hat, etwas im Sinne des Redakteurs zu gelangen, läßt das eine klar erkennen: es Beamten dies zu verstehen, doch lautete seine Antwort, daß er Beschwerdeführers, wie der Kreishauptmannschaft Zwickau zur ist den sächsischen Behörden ernst mit der Ausdehnung nichts habe und mir füglich auch nichts geben könne. Wir fuhren Veranlassung des weiteren auf den Vortrag vom 8./11 diefes des betreffenden Gesetzes auf politische Vergehen, und bei offenem Fenster; mich fror und die Erschöpfung machte sich Monats Nr. 6311 III eröffnet wird, seiner mehrfachen Ein- welcher Sozialdemokrat in Zukunft wegen Verächt immer energischer bemerkbar. Für kurze Zeit hielt wendungen ungeachtet zu verfügen nicht vermocht. lichmachung von Staatseinrichtungen und behördlichen Schluck Rum den ein Passagier, der mir viel Die hauptsächlichste Einwendung geht dahin, daß das Anordnungen" mit dem Staatsanwalt in Konflikt geräth, was leicht mein Glend angesehen hatte, mitleidig spendete. Auf Gesetz über die Befugniß von Polizeibehörden zum Erlaß von einem im polnischen Leben stehenden Parteigenoffen bekanntlich einer späteren Station taufte fich mein Transporteur Aufenthaltsverboten gegenüber bestraiten Personen vom 15. April außerordentlich leicht passiren kann, der wird in seiner Bewegungs zwei belegte Brötchen; ich erhielt abermals nichts und mußte 1886 auf ihn überhaupt nicht Anwendung leide, weil es nur freiheit gehemmt, in seinem Aufenthalt beschränkt, ausgewiesen ohne jegliche Nahrung bis Bremerhaven fahren, wo wir endlich gegen allgemeine Mißstände" gerichtet, nicht aber auch bei oder internirt. nachts 1/22 Uhr aufamen. Auf mein Bitten erhielt ich endlich politischen Bergeben" anwendbar sei, wie aus den Landtags. Die formalen und materiellen Bedenken, die dagegen gemacht vom Schließer ein Stückchen trockenes Brot. Nachdem ich im Verhandlungen hervorgehe. Dem gegenüber genügt darauf werven und die in der Beschwerdeschrift Rosenow's sehr um Bremerhavener Polizeigefängniß einen Tag zugebracht hatte, tam hinzuweisen, daß in der Sigung der II. Rammer vom 2. Fe- faffend waren, die Einwände in bezug auf die Berathungen der ich ins dortige Gerichtsgefängniß, wo ich bis zum nächsten Tage, bruar 1886( Landtags Mittheilungen II. Rammer Seite 596) Gesetzgeber selbst, die Mitglieder des fächsischen Landtages, nüßen an welchem endlich der Termin angesetzt war, in eine ungeheizte der damalige Minister des Innern ausdrücklich, was er nichts, das Gefeß läßt sich nach Ansicht des Ministeriums Belle gesperrt wurde. Im Termin wurde ich, da sich meine bereits am 21. Februar 1882 gesagt hatte, wiederholt auf politische Vergehen anwenden und so wird es eben an- Unschuld evident herausstellte, ohne weiteres freigesprochen; bat, daß unter ,, Umständen auch einem sozialdemo- gewandt. auch die Kosten legte man der Staatskaffe zur Last, und ich be fratischen Agitator gegenüber von der Ausweisungsbefugniß Das Ministerium bezweifelt ja fogar, ob eine Verlegung fand mich, nachdem ich sieben Wochen unschuldig in UntersuchungsGebrauch gemacht werden könnte," wie denn auch der des§ 131 des Strafgesetzbuches ein politisches Bergehen ist! Es haft gefeffen hatte, wieder in Freiheit. Zur Rückreise nach Abgeordnete Streit in derselben Sigung nur gefagt hat: wirft den sozialdemokratischen Preßsünder unter die gemeinen Berlin aber erhielt ich feinen Pfennig; das Geld Berbrecher!!! hierzu mußte ich mir von einem Bekannten in Bremerhaven Was wir bei der ersten Nachricht übe. die Internirung des leihen. Nun stelle ich die Frage: Wer bezahlt mir meine ver Genossen Rosenow sagten: es geht auch so auch ohne lorene Stellung, wer entschädigt mich für den Gehaltsverlust und Sozialistengeseß, das ist durch diese Ministerialentscheidung mehr noch für den Schimpf, den ich durch die Untersuchungshaft bestätigt worden. schuldlos erlitten habe? im Interesse der Gemeinden muß das Gefeß gegeben werden und es wird dazu hauptfächlich gehandhabt( vergl. ibid. Seite 594) und auch der Abgeordnete Günther davon gesprochen hat, daß möglicherweise den Sozialdemokraten einmal daraus " Sie Sonach mußte die Beschwerde, bei deren Prüfung übrigens auf Thatfragen nicht eingegangen werden konnte, als rechtlich nicht begründet zurückgewiesen werden. Dresden, den 20. Oftober 1896. Ministerium des Innern. ( gez.) v. Metsch. An die Kreishauptmannschaft 3 mi cau. all, " ein Defonomic" und Wagner's„ Lehrbuch der politischen Dekonomie" zusammengestohlen. So ist in Rußland wenigstens die politische Dekonomie noch nicht in den Dienst der besigenden Klassen getreten. Kun und Wissenschaft. Pendels bewirkt wurde. Ich hatte diese Maschine vor einigen hat in kürzester Zeit drei Auflagen erlebt. Sein letztes Jahren zu verbessern begonnen, als das Telephon dazwischen Wert Die Gegenwart und die Zukunft der russischen WirthDer preußische Kultusminister und die Kunst. Herr fam und meine Thätigkeit vorwiegend in Anspruch nahm. Ein schaft" ist auch dem deutschen Publikum durch das letzte Heft Boffe ist ein frommer Mann und gilt als Trost den Gläubigen. Geschäftsmann, welcher seinem Fabrikanten eine praktische Beder Preußischen Jahrbücher" bekannt geworden. Ende Oktober aber hat er in Düsseldorf bei der Einweihung des chreibung eines Schnittwaarenmusters geben will, kann sich Merkwürdig ist es, daß fast alle Professoren der politischen Kunstgewerbe- Museums eine Rede gehalten, die den Ganzfrommen besser und klarer mittels Telephons verständlich machen. Dekonomie in Rußland mehr oder weniger Marristen find. Die wohl nicht besonders angenehm geflungen haben würde, wenn Erst neuerdings fam mir der Gedanke, daß eine Ver- Mary'sche Werththeorie ist allgemein herrschend. Die fos fie sie gehört hätten. In der Rede, die, sei es Absicht, sei es vollkommnung des Cassella'schen Apparates den Zeitungen genannte idealistische Richtung der Nationalökonomie ist nur Zufall, jetzt erst bekannt geworden, heißt es unter anderem: von Nußen sein könnte. Für diese ist mein neues Instrument durch einen unbedeutenden Professor in Petersburg vertreten, Wollen Sie echte und rechte Künstler sein und werden, dann bestimmi; ich muß jedoch ausdrücklich konstatiren, daß dessen neu erschienene Nationalökonomie" von der russischen Lassen Sie in weseulofem Scheine weit hinter sich das Niedrige, feine Zeitung das Monopol der Benuhrng meines Autoteles liberalen Presse ausgelacht worden ist. Der Herr hat Gemeine. Sie dürfen dabei nicht an jene graphen erhalten wird. Ich habe das Patent für mich selbst außerdem fast alles aus Schönberg's Handbuch der philiströse Brüderie denken, die für die höchste reservirt und werde die Maschine irgend einem Zeitungsbefizer, politischen Schönheit kein Verständniß mehr hat, wenn sie nicht durch einen der sich darum bewirbt, verkaufen. Das Verfahren ist sehr einMantel verhüllt ist. Das wäre kein Künstlerauge, das zwischen fach. Der Künstler fertigt feine Skizze in der seither üblichen der Schönheit und niedrigen Gemeinheit nicht zu unterscheiden Weise an. Sobald diese fertig ist, wickelt er sie um den an der wüßte. Kann doch das Nackte weitaus teuscher Spige der Maschine befindlichen Cylinder, drückt auf einen Auch die private öffentliche Thätigkeit der Professoren wird fein, als das Verhüllte." Die Verwaltung des Knopf und im gleichen Wloment, wo sich die Maschine umdreht, unterdrückt, so ist die Gesellschaft für die Beförderung der Berliner Alten Museums scheint anderer Meinung zu sein. st das Bild au seinem Bestimmungsorte reproduzirt. Ich kann häuslichen Selbstbildung, welche zu diesem Zwecke ein gutes ProLutas Cranach gilt doch als Künstler. Seit Jahren hing auch versichern, daß das Inftrument jezt zum Gebrauche fertig ist gramm veröffentlichte und gegen 12 000 Schüler aus verschiedenen fein Jungbrunnen" in einem hellen schönen Saal des Museums. und ohne jegliches Hinderniß mit absoluter Sicherheit gehand Theilen des russischen Reiches gehabt hat, in Moskau auf Jezt hat man das Bild in einen Winkel verwiesen, in dem es so habt werden kann. Bevor ich es jedoch auf den Markt bringe, gehoben worden. An der Spitze dieser Gesellschaft standen befinster ist, wie in einem Ofenloch. werde ich versuchen, das Format soweit zu verfleinern, daß man kannte russische Professoren. es in seiner Tasche mit sich führen, auf irgend einen Telegraphen- Am meisten leiden aber unter den unsinnigen und strengen Frithjof Nanfen- Fonds. Aus Chriftiania wird berichtet: tisch stellen und die betreffende Zeichnung mit der gleichen Maßregeln die russischen Studenten. Ja, einige Professoren sind Die Statuten für den Frithjof Nansen- Fonds zur Förderung Leichtigkeit übertragen tann, wie man gegenwärtig eine für sie gerade gefährlich, weil sie, um der Regierung beffer zu der Wissenschaften" find jezt genehmigt und der Regierung zur Depesche von 200 Worten befördert. Bis spätestens Ende gefallen, Spionage treiben. Man muß sich darüber nicht enthalten 11 Paragraphen, denen wir folgendes entnehmen: Der Januar wird das Instrument in seiner leicht tragbaren Form wundern: die Gymnasiallehrer haben sogar den ausdrücklichen zum Verkauf fertiggestellt sein. Ich erwarte keineswegs Auftrag, zu spioniren. Es kommt oft vor, daß die Lehrer während Fonds ist mit der Wissenschaftlichen Gesellschaft zu Christiania Wunderdinge von dieser kleinen Berbesserung, ich sage der Abwesenheit des Gymnafiaften in seiner Wohnung eine Hause verbunden. Dr. Naufen ist lebenslängliches Mitglied der Direktion des Fonds, die im übrigen aus vier Mitgliedern der absichtlich nicht Erfindung. Das Modell ist Eigenthum des suchung veranstalten. Die meisten der Prosessoren stehen den Herrn Cassella. Ich habe mich lediglich bemüht, es Studenten nicht wie Lehrer, sondern wie militärische Vorgesetzte genannten Gesellschaft, sowie zwei Professoren besteht. Aus dem zu verbessern, um den Zeitungen ihre schwierige Aufgabe er gegenüber. Eine Annäherung des Professors an die Studenten macht Fonds sollen Beiträge fließen zu wissenschaftlichen Untersuchungen, leichtern zu helfen. Ich rechne weder auf einen bedeutenden ihn bei der Regierung unbeliebt. Die Studenten dürfen nicht einmal zur Veröffentlichung wiffenschaftlicher Schriften, zu Preisaufgaben, Abfay, noch auf ein ausgedehntes Absatzgebiet. Voraussichtlich für harmlose Zwecke als Delegirte hervortreten. So haben die zur Belohnung für Entdeckungen und zur Unterstützung freier wird das Instrument nur von großen amerikanischen und Moskauer Studenten vor kurzem eine Einladung von den engwissenschaftlicher Thätigkeit. Für Preisaufgaben werden jährlich europäischen Tageszeitungen verlangt und gekauft werden. Nach lischen Studenten erhalten, an Thomson's Jubiläum theilzumindestens 500 Kronen ausgesezt und, wenn der Fonds den seitherigen Bersuchen kann das Instrument auf eine Ent- nehmen, aber sie mußten eine abschlägige Antwort geben. Der 400 000 Kronen erreicht hat, an Belohnungen ebenfalls mindestens fernung von 500 Meilen mit spielender Leichtigkeit und bei einer Petersburger und Moskauer Student wird für jeden Fehler in 500 Kronen jährlich. Von den jährlichen Zinsen soll ein Fünftel Distanz von 1000 Meilen mit genügender Genauigkeit der Re- seiner Uniform wie ein Soldat gestraft. Er darf nur uniformirt dem Kapital hinzugefügt werden, bis dieses die Höhe von 400 000 Kronen erreicht, und später ein Zehntel, so daß der produktion benutzt werden. Bevor ich es in den Handel bringe, gekleidet gehen. Man erzählt, daß im vorigen Jahre einen gedenke ich seine Wirksamkeit von New York bis nach San Moskauer Studenten, welcher an Kopfschmerzen litt und darum Fonds beständig wächst. Francisco zu erproben. statt der Müße eine Pelzkappe trug, vom Ministerium Aus Edison's Werkstätte wird von einer neuen Erder Volksaufklärung, welchem der Hektor der Universität findung berichtet, die, falls sie sich bewährt, eine vollständige Akademisches ans Rußland. Man schreibt uns: Die darüber telegraphiren mußte, verboten wurde, die Pelskappe zu Umwälzung in dem gegenwärtigen System der Zeitungs illustrationen russischen Universitäten werden mehr und mehr bureaukratifirt, tragen mit der Bemerkung, daß die vorgeschriebene Müße für herbeiführen würde. Mit Zuhilfenahme eines autographischen und die Prosessoren zu den gemeinen Tschinowniti"( Staats- jede Jahreszeit geeignet fei! Telegraphen soll es nämlich ermöglicht werden, irgend eine beamten) herabgedrückt. Jedes Jahr entläßt man neue Pro Dennoch tommt der unterdrückte Geist der russischen Zeichnung per Draht auf tausende von Meilen zu übertragen, fefforen, die zu den besten ruffischen Gelehrten gehören. Nachdem Studenten in verschiedenen akademischen Festlichkeiten zum Vorund zwar mit der absoluten Sicherheit, daß das betreffende Bild am in diesem Jahre die Professoren Diakonoff und Erisman entlassen schein. Allerdings in merkwürdiger Gestalt. So ist im vorigen Endpunkte der Telegraphenlinie naturgetreu reproduzirt wird. waren, ist jetzt der bekannte Nationalötonom Issajen in Peters Jahre auf der alljährigen Gründungsfeier der Moskauer UniUeber diese Erfindung äußert sich Edison wie folgt: Die Idee burg feines Amtes enthoben. Die Gründe seiner Entlassung versität der nach dem Ministerium schielende Professor der ist keineswegs absolut neu, vielmehr eine Verbesserung des liegen auf der Hand. Profeffor Issajen ist in Rußland als ein Finanzwissenschaft, Janschul, von den angeheiterten Studenten alten Caffellasystems, bei welchem die Transmission mittels eines tüchtiger Nationalökonom bekannt; fein, Handbuch der Dekonomie" tüchtig durchgeprügelt worden. " B Eine Antwort findet unser Gewährsmann vielleicht in einem lassene als Dienstknechte 2c. in den Gegenden unterbringt, die in- in Charlottenburg gegenüber der Kirche mit der weggemeißelten vor kurzem erschienenen Artikel der offiziösen Norddeutschen folge der überaus elenden Lebensbedingungen unter dem Re- Kameel- Infchrift aufgestellt worden. Auf dem Brunnen steht jett Allgemeinen Zeitung". Dort heißt es über den Gesetzentwurf giment der Agrarier von unbescholtenen Arbeitern immer mehr eine Figur, die nach der einen Version einen Roland, das Zeichen betreffend die Entschädigungspflicht des Staates: entvölfert werden. 3192 entlassene Sträflinge sind im letzten der mittelalterlichen Gerichtsbarkeit, nach der Meinung anderer wenn eine Steigerung 11111 Wissenschaftliche Luftballon- Fahrten. Der hier zu wiffen" " Sehr verständig beschränkt der Entwurf die Entschädigung Jahre durch den Verein nach auswärts geschafft worden, nur aber den hochseligen Brausewetter, den wahnsinnig gewordenen auf unschuldig erlittene Strafbaft und will von Entschädigung 436 erhielten in Berlin Beschäftigung. Die Philanthropie des Richter im Rameels- Prozeß, darstellen soll. für unschuldig erlittene Untersuchungshaft von rechtswegen nichts Vereins wird nun aber der Regierung von Mecklenburg, in wissen. Abgefeben von den unübersehbaren finanziellen Folgen welches gelobte Land bezeichnen der Weise besonders viele enteiner solchen Neuerung müßte die Energie der Strafverfolgung laffene Verbrecher" gesandt worden sind, einigermaßen un- schaftlichen Zwecken in der Nacht zum Sonnabend aufgelaffene in erheblichem Maße leiden, wenn bei der Verhängung der behaglich. Die dortigen Behörden haben gegen das Wirken des Luftballon ist nach einer Mittheilung der Neu- RuppinerUntersuchungshaft jedes mal die Rücksicht auf etwaige Ent- Vereins Einspruch erhoben, offenbar befürchten sie durch diese Zeitung" Sonnabend Vormittag zwischen Rheinsberg und schädigungsansprüche im Falle der Freisprechung Plaz greifen Art Vermehrung der Population eine Verschlechterung der bis: Schwanen gelandet. sollte, und es wäre schließlich die Züchtung eines Verherigen Qualität ihrer geliebten Unterthanen. Wie muß den Aus der Engros- Markthalle in der Neuen Friedrichs brecherstammes zu befürchten, der aus der unschuldig er- Menschenfreunden im Verein zur Besserung der Strafgefangenen straße wird folgende wunderliche Geschichte berichtet: Schon vor littenen Untersuchungshaft ein Gewerbe macht." zu Muihe werden, wenn selbst eine Regierung in ihrem Wirken längerer Zeit verbreitete sich unter den Händlern der Markthalle Mit folchen Albernheiten sucht man sich um die Erfüllung ein Haar findet. Wo ist da ein Ausweg? das Gerücht, daß von ihnen zu viel Standgelder erhoben würden. einer der dringendsten Forderungen der Gerechtigkeit herumEntwickelung des Postverkehrs in Berlin. In Berlin Dieses Zuvielerheben des Standgeldes sollte dadurch hervor zudrücken. nebft Vororten waren Ende März 1896 im ganzen 186 Post- und gerufen sein, daß die einzelnen Stände nach einem größeren ,, Der Berliner Kinderschutz- Verein hat den Zweck, die Telegraphen- Anstalten vorhanden, und zwar 140 Postämter und Flächeninhalt gemessen worden wären, als sie in Wirklichkeit beenorm große Sterblichkeit der Säuglinge und Bweigpoftanstalten, 5 Bahnpostämter, 14 Telegraphen- und Fern- fäßen. Daraufhin hat nunmehr der Obsthändler Goodekamp Mit eine Ausmessung seines Standes vornehmen laffen und festgestellt, tleinen Kinder der ärmeren Bevölkerung Sprechämter, 22 Postagenturen und 5 Posthilfestellen. Der daß er jährlich 60 m. Standgeld zu viel bezahlen müsse, zu vermindern", so beginnt eine Einladung zum Besuch eines 131 Postanstalten ist der Telegraphenbetrieb verbunden. von Berlin ausgehenden folglich bei seinem vierjährigen Aufenthalt in der Halle 240. von diesem Berein veranstalteten Wohlthätigkeitsbazars. Ver- Poftbeförderungsdienst auf den minderung der Kindersterblichkeit, fürwahr ein großes und Eisenbahnlinien hat, der Ausbildung der Fahrpläne Schritt vom Magiftrat zurückzufordern habe. Nunmehr laffen die schönes Biel! Aber da der Verein im Laufe eines ganzen für Schritt folgend, durch ausgiebigere Benutzung durch ausgiebigere Benugung der sämmtlichen Standinhaber der Halle ihre Stände nachmessen, um Jahres in der Regel noch keine 200 Kinder( 1895: 168, Gisenbahnzüge und Erschließung neuer Verkehrswege eine eventuell an den Magiftrat ebenfalls mit Forderungen auf Rück Vervollkommnung erhalten. Die Zahl der zur zahlung heranzutreten. augenblicklich 125) in Pflege bat, so könnte er die Kinder- weitere in Anspruch sterblichkeit Berlins, die sich z. B. 1895 auf 11 731 Sterbefälle Beförderung genommenen Eisenbahnzüge Die Aerztekammer- Wahlen nehmen in dieser Woche ihren von Kindern unter 1 Jahr 25 Gestorbene auf je hat sich feit 1891 von 216 auf 241 täglich erhöht; in der Zahl Anfang, sie dauern vom 19. bis 28. d. M. Für Berlin find 100 Lebendgeborene des Jahres stellte, selbst dann nur um der zur Beförderung von Briefpostsendungen durch Vermittelung 38 Mitglieder und 38 Stellvertreter zu wählen. Die Berliner ein allergeringstes Bruchtheilchen verringern, ihm des Eisenbahnpersonals benugten Eisenbahnzüge ist eine Steige- Standesvereine haben sich mit dem Verein zur Einführung freier nicht ebenfalls noch eine gewisse Anzahl seiner Pfleg- rung um 20 pet.( von 236 auf 284) eingetreten. Die Zahl der Arztwahl zu einer gemeinsamen Lifte verständigt. Ihnen tritt linge( 1895: 10 pCt.) wegstürbe. Das Gerede von der für Berlin Ort eingegangenen Packete belief sich 1890 auf der Berliner Aerzte- Vereins- Bund entgegen. Verminderung der Kindersterblichkeit ist also ebenso nur eine 6 626 068, 1895 auf 8095 281, was Großsprecherei wie der Hinweis darauf, daß der Verein 22,2 pet. bedeutet. Die Zahl der in Berlin ausgelieferten, so- Vor einiger Zeit ist in Berlin ein Baron Grivot de bezwecke, auch die aus Mangel an geeigneter Aussicht, wie der umzuleitenden Packete betrug 1890 23 970 698, 1895 Grandcourt ausgewiefen worden. Der Mann war Korrespondent aus Noth oder sittlichem Elend sich ergebende Vernachlässigung 37 366 519, ergab also eine Steigerung unt 56 pet. für Pariser Blätter. Ueber die Gründe seiner Ausweisung erund Verwahrlosung der Kinder zu verhindern und die armen Im Briefverkehr wurden eingeliefert 1890/91 54,4 Millionen fahren die Berl. N. Nachr." folgendes: Jene vom PolizeiMütter bezw. Eltern vor Verzweiflung und Verbrechen zu be- Stück, 1895/96 dagegen 69,7 Millionen Stück. Die Zahl präfidium verfügte Ausweisung stand in direktem Zusammen wahren. Und wie auf diesen Verein, so paßt das Gleichniß der nach außerhalb Berlin3 gerichteten Poftanweisungen bange mit der Affäre v. Roze und mit der Publikation des mit rund Dr. Friedmann, dessen Assistent für die französische Ausgabe vom Tropfen, der auf den heißen Stein gebracht wird, auf die belief sich 1890/91 auf 3,1 Millionen Stück meisten anderen wohlthätigen" und gemeinnützigen" Vereine, 231 Millionen Marf, 1895/96 dagegen auf 8,5 Millionen Stück Herr Grivot" de" Grandcourt gewesen ist. Der Ausgewiesene was aber natürlich die Bourgeoisie nicht hindert, immer und mit 486,4 Millionen Mart. Die ausgezahlten Poftanweisungen hat ferner längere Zeit für zwei französische Blätter, unter denen immer wieder zu behaupten, daß die Privatwohlthätigkeit zur von außerhalb Berlins betrugen 1890/91 7,6 Millionen Stück sich der berüchtigte Petit Parifien" befand, Berliner Briefe ge Linderung des Elends der Besitzlofen im großen und ganzen mit 253 Millionen Mart, 1895/96 dagegen 9,6 Millionen Stück liefert, in denen die Gesellschaftskreise der deutschen Hauptstadt ausreicht. mit 551,3 Millionen Mart. Im Stadtverkehr gelangten in der gehässigsten Weise farrifirt wurden. Seine Vorlesungen 1890/91 1,4 Millionen Postanweisungen zur Einzahlung und hatten ihm Eingang in aristokratische Kreise verschafft, und er Auszahlung mit 64,6 Millionen Marf, 1895/96 2 Millionen nützte diese Stellung für seine französischen Gönner in einer Art Stüd mit 87,5 Millionen Mark. Die Zahl der Beamten und aus, die allerdings von einem Gaste im höchsten Maße bedenklich Unterbeamten, die im Postverkehr Berlins beschäftigt find, belief erscheinen mußte. Der Ausgewiesene ist 12 Jabre in Berlin ausich Ende 1890 auf 9557, Ende 1895 auf 13 021; sie hat also fäffig gewesen und erfreute sich des Wohlwollens hoher Pereine Steigerung um etwa 35 pet. erfahren. Ueber die fönlichkeiten, besonders solcher aus der Umgebung der verewigten Steigerung" der jammervollen Gehälter der unteren Post- Kaiserin Augufta." angestellten schweigt natürlich des Sängers Höflichkeit. Ersparniß an Beamtenkräften will die Reichspost- Verwal1896 9, 8, 10, 8, 10, 11, 7, 11, 11, 6, 6, 7, 10, im Durchschnitt tung mit einer kombinirten Rechen- und Schreibmaschine erzielen, 9 Personen. Schon diese Zahlen beweisen, daß das" Heim" die gegenwärtig auf dem Poftamte 8 probirt wird. Die Maschine feinen Gästen nicht als dauernder Aufenthalt dienen, sondern ist amerikanischen Ursprungs und foftet 1000 m. mehr nur eine Herberge und noch dazu eine ganz winzige Für katholische Kirchenbauten in Berlin wird gegen zu vorläufiger Unterkunft sein kann. Gin beträchtlicher Theil wärtig der Klingelbeutel besonders auffällig geschwungen. Ander Besucher wohnt denn auch thatsächlich nur eine oder mehrere scheinend aber mit wenig Glück. Im„ Vaterland" des Herrn Nächte darin, und auch von denen, die länger bleiben, hält es Sigl steht solgende köstliche Lektion:" Der Propst bei St. Hedwig doch nur selten einer bis zu einem Jahre oder darüber aus. kann für die Windthorst Gedächtniß- Kirche in Berlin feit Wochen Mag sein, daß das viele Singen und Beten, das in dem Heim die eingehenden Rechnungen nicht bezahlen und muß, wenn nicht Todtgefahren wurde am Dienstag Morgen um 2 Uhr auf üblich ist, die Gäste so rasch wieder verscheucht. Uebrigens ist Hilfe kommt, der Bau eingestellt werden."- Die wackeren das Heim jetzt erweitert worden: man hat gleich. vier Bentrumsmänner sind eben nur dann von Gebenhausen, wenn der Stadtbahn der Schneidergeselle Richard Teste. Man fand neue Betten aufgestellt, so daß es jetzt zusammen eine reichliche es aus anderer Leute Taschen geht. Die„ Liberalen", die auch ihn mit schweren Verlegungen, u. a. einem Bruch des rechten Mandel sein mögen. Eine ganze Mandel für das Heer der un- mehr von Nimm, als von Gebenhausen sind, haben doch Unterschenkels, auf der Stadtbahnbrücke zwischen dem Bahnhof verheiratheten jungen Männer, das in Berlin in Schlafstellen wenigstens für ihren Nationalgößen, den Bismarck, etliche Friedrichstraße und dem Lehrter Bahnhofe liegen und brachte wohnt und durch Zuzug aus den Provinzen noch fortwährend Millionen zusammenge- bettelt. Üm übrigen sehen wir nicht ein, ihn vom Bahnhof Friedrichstraße aus nach der Charitee, wo er wächst! Nach den polizeilichen Meldungen sind gegenwärtig daß die Süddeutschen sich bemühen sollen, wenn die Preußen und bald nach der Einlieferung starb, ohne das Bewußtsein wiederunter den im Laufe eines Jahres nach Berlin zuziehenden un- Berliner fein Geld haben oder hergeben wollen; wir haben genug erlangt zu haben. Ob ein Unfall oder Selbstmord vorliegt, weiß verheiratheten männlichen Personen rund 20 000 im Alter von eigene arme Kirchen, für die wir zu sorgen haben; für die ihrigen man nicht. Der Verstorbene scheint aus Stettin gekommen zu sein, denn man fand bei ihm einen Pfandschein, nach dem er dort 15-20 Jahren und 40 000 im Alter von 20-25 Jahren, denen mögen die Preußen sorgen." ein gemeldeter Abzug von nur 11 000 bezw. 26 000 gegenüberpor kurzem bei einem Pfandleiher Müller eine Uhr verfekt hat, ( Lokales" fiehe auch 1. Beilage.) steht. Von den Tausenden, die für kürzere oder längere Zeit oder dauernd hier bleiben, und die natürlich zum größten Theile auf Schlafstellen angewiesen sind, verirrt sich im ganzen Jahre noch kein halbes Hundert in die Schlaf und Betstuben des Gefellenheims". Man sieht, die Jünglingsvereine hatten es in der That nöthig, in der kürzlich aus Anlaß des Mordes in der Mohrenstraße abgehaltenen Versammlung für das Heim Reklame zu machen. Am Ende blieben ihnen sonst die vier neuen ten unbesetzt, so daß die großartige Erweiterung der Anstalt ihren Zweck verfehlt hätte. " Das Gesellenheim", das " Ostdeutsche Jünglingsbund" in der Sophienstraße unterhält und durch das er in seiner frommen Einfalt dem Sch I af stellen Unwesen in Berlin mit einigem Erfolge entgegenarbeiten zu Tönnen meint, hatte in den zwölf Monaten Oktober 1895 bis September 1896 einen Zugang von 4, 3, 2, 3, 1, 2, 8, 0, 2 3, 5, 7, zusammen 40 Personen, einen Abgang von 5, 1, 4, 1, 0, 6, 4, 0, 7, 3, 4, 4, zusammen 39 Personen, und beherbergte an den dreizehn Monatsschlüssen September 1895 bis September -" Zwei Bau- Unfälle haben sich am Montag Nachmittag fast zu derselben Zeit, gegen 4 Uhr ereignet. Beim Abbruch des Hauses Unter den Linden Nr. 6 und 6a, zog sich der 49 Jahre alte Arbeiter Michael Baasner aus der Wilhelmshavenerstr. 27 durch einen Absturz schwere Kniewunden und innerliche Ver legungen zu. Auf dem Neubau Hennigsdorferstr. 9 stürzte der 36jährige Maler Franz Köhler aus der Münchebergerstr. 22 aus der Höhe des Daches herab auf das Dach eines Nebengebäudes und wurde ebenfalls schwer verletzt. Beide Verunglückte wurden in ein Krankenhaus gebracht. Vermischtes. Zu dem von der städtischen Verkehrsdeputation ab. geänderten Vertragsentwurfe, betreffend die Umwandlung des Pierdebahnbetriebes, ist jetzt die Antwort der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft im Rathhause eingegangen. In derselben wird dem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß der in zweijährigen Verhandlungen mühsam aufgebaute Entwurf durch And Fiume wird berichtet: Hier fand ein leichtes Erdbeben grundlegende Veränderungen, die außerhalb des Rahmens der vom Magistrat angeordneten Revision lägen, zu einem für die statt. Im Gebirge ist starter Schneefall eingetreten, während Gesellschaft unannehmbaren umgestaltet worden sei. Wie es hier und in Abazzia der Sirokko anhält. heißt, will man jetzt im Rathhause kompromisseln, um der GeEhebruchsdrama. sellschaft, die so rücksichtslos die Interessen des Publikums mißachtet hat, nur ja nicht zu sehr vor den Kopf zu stoßen. Der Verein zur Besserung entlassener Strafgefangener bethätigt die merkwürdige Anschauung, daß der„ Verbrecher" auf Der antisemitische Kameels- Brunnen des Herrn Schwechten, dem Lande gebessert werde, dadurch, daß er möglichst viele Ent- der auf der Ausstellung vielfach betrachtet wurde, ist dieser Tage Gegründet 1891. Fabrikation von Herren-& KnabenBekleidung Aus Nizza wird gemeldet: Der Berlin, welcher sich auf der Durchreise in Nizza befindet, hat hier einen Revolverschuß auf den Grafen May Gelay, deu Liebhaber seiner Frau, abgegeben. Der Zue stand des Grafen ist bedenklich. Schumann wurde verhaftet. 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Schweizerischer fozialdemokratischer dienen mögen. = = = Winterthur, 15. November. 2 $ Mittwoch, den 18. November 1896. 3graggen berichtete sodann über die Parteithätigkeit im verflossenen Geschäftsjahre, speziell über die Maifeier, über die Agitation für das Eisenbahnrechnungsgesetz und für die Unter: schriftensammlung für die Eisenbahnverstaatlichungs Initiative. Reimann berichtete über den Kassenbestand, der bei 1605 Fr. Einnahmen und 856 Fr. Ausgaben mit heute 748 Fr. beträgt Die Aktiven der Partei betragen 1386 Fr., Paffiven sind keine 13. Jahrg. bauern zu, die zu gewinnen seien neben den ländlichen Tage- kommt, daß wir erst seit wenig mehr als einem Jahrzehnt überlöhnern und Knechten, die aber heute noch uns mit Mißtrauen haupt wieder eine Kunst baben. Von Lassalle stammt der AusParteifag. gegenüberstehen. Die Hypothekarreform denkt er sich wie die von spruch,„ man muß dem deutschen Arbeiter immer erst zeigen, wie Gschwind lancirte basellandschaftliche Initiative. Der Bund schlecht es ihm geht." Dies gilt auch für die Kunst. Und er hat sich bei sollte die Gelder nicht den Bauern direkt leihen, sondern seiner agitatorischen Thätigkeit nicht an die tiefststehenden Im Schwurgerichtssaal, wo sonst die Justiz ihres Amtes den Gemeinden, welche Kaffen zu bilden und nach und Broletarierschichten gewandt, sondern an die aufwärtsstrebenden. waltet, wurde gestern Nachmittag vom Genossen 3graggen nach im Namen des Parteikomitees der sozialdemokratische Parteitag Aus diesen Kassen sollten nur Landwirthe, welche ihren Schönheit. Mit funstgeschichtlichen Vorträgen ist es nun aber die bäuerlichen Hypotheken zu übernehmen hätten. Diese Schichten des Volts sehnen sich auch nach Bildung und mit einer kurzen Ansprache eröffnet, in welcher er der Hoffnung Grund und Voden mit eigener Hand bearbeiten, Darlehen er nicht gethan. Die Fähigkeit, Kunst zu genießen, kann nur durch Ausdruck gab, daß die Verhandlungen zum Nußen der Partei balten. In diesem Modus läge auch die Möglichkeit, die Hypotheken- die Kunst selbst kommen. Und es bleibt uns zu unserem Zweck Vor Eintritt in die Tagesordnung veranlaßt bereits die mit dem Individualismus zu betrachten. Er faßt schließlich verschuldung als Mittel zur Verbindung des Kommunismus nur die sogenannte moderne Kunst". Diese moderne Kunst soll eine Entartung, eine Entwürdigung Ber er Spaltung eine Debatte, da jede Frattion 10 Delegirte die Ausführungen in folgende Thesen( mit Desvoigues) zu der Kunst sein, denn sie kultivire das Häßliche, aber nicht das entsandt hat, nach dem Statut aber ein Ort nur durch 10 Dele fammen: 1. Es wird eine eidgenössische Hypothekenbank gegründet; Schön e. Dazu photographire sie blos und ferner sei sie girte überhaupt vertreten sein darf. Das Parteifomitee schlägt vor, dieselbe hat den Zweck, die Lage der Landwirthschaft im all unanständig. Pflegt man aber in anständiger Gesellschaft einen jeder Richtung 5 Delegirte zuzugestehen, welchem Vorschlage nach gemeinen und der kleinen Landeigenthümer und Hypothekar Menschen zu tödten oder die Ehe zu brechen? Und gerade dieses furzer Diskussion zugestimmt wurde. In das Bureau wurden gewählt: schuldner im besonderen zu heben. 2. Sie soll den Regulator Thema hat die Kunst aller Zeiten sich zum Vorwurf genommen. graggen Bern und Brandt- St. Gallen als Präsidenten, des Hypothekar- Ziusfußes bilden. 3. Sie soll der Landspekulation Die Kunst soll die Wahrheit schildern. Und wenn der Künſtler Seidel Zürich und Müller Bern als Sekretäre, Rei- entgegenarbeiten, indem sie an die Gemeinden und die Landwirthe in einer untergehenden, verwesenden Gesellschaft lebt, dann wird maun Biel als Uebersetzer. Geld leiht, die das Land selber bebauen und ihre Landwirth- auch über seinem Kunstwerk der Hauch der Verwesung schweben. schaft selber bewohnen. Die Darlehen werden unter Aufsicht und Er soll nicht den Pfarrer erseyen; er erfüllt seine sittliche AufVermittlung der Gemeindebehörden verabfolgt. 4. Der Bins gabe, wenn er dem Grundsatz folgt:„ Alles verstehen, heißt alles soll nicht über 3 pCt. geben und noch weiter ermäßigt werden, verzeihen." Auch soll die moderne Kunst zu blafirt und zu pessimistisch fobald die Verhältnisse es gestatten. 5. Die Bank soll von der sein. Die Kunit ist naturwissenschaftlich geworden. Das MikroBundesbank getrennte Verwaltung haben, aber die gleichen ffop bildet heute das vornehmste Werkzeug des Naturforschers. Privilegien genießen wie diese. 6. Die Darlehen können bis zur In der modernen Kunst ist es ähnlich. Der Künstler schildert Höhe des Schäßungswerthes bewilligt werden. 7. Die Bank heute nicht mehr die Herrscher der Welt, er studirt die Masse. da. Tie Berichte werden nach furzer Debatte genehmigt. Nun gelangte die Berner Spaltung zur Behandlung, schaft aus. dehnt ihren Wirkungskreis auf das ganze Gebiet der Eidgenossen- Er findet, daß jeder einzelne im Bolte dieselben Gerühle, Fähig indem der Zentralvorstand des schweizerischen Metallarbeiter keiten und Bedürfnisse hat, wie jene Könige. Die Kunst wird An der Diskussion betheiligten sich Gschwind, Lang, demokratisch. Der Künstler sieht heute mehr und tiefer, als die Verbandes den Antrag stellte, Rebatteur Karl Moor Bürkli, Greulich, Heritier, Sigg. Gschwind äußerte früheren Dichter. Es bildet sich eine neue Kunstform, die auch die in Bern aus der schweizerischen sozialdemo- seine Unzufriedenheit mit der Behandlung der Agrarfrage in der kleinsten Regungen der Menschenseele belauscht und darstellt. Aus alle fratischen Partei auszuschließen und die„ Berner deutschen Partei und auf dem internationalen Sozialisten- dem erklärt sich, warum die moderne Kunst manches breiter ausführt, Tagwacht" nicht mehr als offizielles Publikationsorgan der tongreß in London. Er bemerkte dann über die Aussichten als es früher geschehen ist, was eben als unanständig versozialdemokratischen Partei anzuerkennen. Darüber wurde von der von ihm lancirten Hypothekar- Reform- Initiative im Kanton schrien wird. Der Dichter würde ein gefälschtes Bild geben, 8 Uhr bis 1/2 Uhr morgens verhandelt, fast sämmtliche Dele Baselland, die vielleicht diesmal noch verworfen werde und wenn er sich scheute, die Verwesungserscheinungen der unters girte nahmen das Wort dazu. Nachdem ein Antrag gestellt sodann führte er aus, daß die Zinsreduktion allein den Bauern gehenden Welt darzustellen. Die Kunst braucht nicht Tugend zu worden auf Einſegung eines Schiedsgerichts zur Austragung der nicht helfe und die Lösung der Agrarirage nicht bringe, da dann lehren. Das Gute muß nicht unbedingt über das Böse siegen; im Streitigkeiten, wurde der Antrag der Metallarbeiter zurückgezogen. einfach die Hypothekarschulden steigen werden; es müsse daher Leben ist es auch anders. Die griechischen Tragödien behandeln Tie Gegner warfen Moor nicht allein einen unfittlichen Lebenswandel auch eine Verschuldungsgrenze festgestellt werden. Wenn die ausnahmslos Verbrecher, Mörder und Ehebrecher. Der Ver vor, sondern auch die maßlose Beschimpfung der Genossen, die nicht Frage der Kommission überwiesen werde, so soll sich dieselbe brecher ist das interessanteste Objett für den Künstler. Der auf Seite Moor's standen. Moor, Dr. Wassilieff und andere nicht nur auf die Hypothekenbank beschränken, sondern die ganze Künstler läßt uns mit dem Helden und mit der Dirne fühlen. auf dieser Seite stehende Genossen machten dagegen den Ge- Agrarfrage studiren. nossen von der Vereinigung Vorwärts" in Bern den Vorwurf, der noch auf die rückständige, unzweckmäßige Betriebsweise der werthvoll. Damit ist auch Lang einverstanden, Diese Erweiterung unseres eigenen Jchs macht uns die Kunst daß sie einen Akt der Disziplinlosigkeit begangen, indem sie sich Zwergbetriebe in der Landwirthschaft hinweist. Bürkli ist für Endlich aber: paßt diese Kunst für die Arbeiter? Molten dem von der Mehrheit der Arbeiterunion gefaßten Beschluß, Banknotenausgabe ohne Baardeckung, da der hypothezirte Grund buhr sagt, die Glendstimmung der modernen Kunst stimme Moor an seinem Plaze zu belassen, nicht fügten, sondern eben und Boden genügende Deckung sei. Greulich ist mit Heritier den Arbeiter noch pessimistischer. Auch Mehring meint ihre Sonderorganisation und auch ein eigenes Blatt, den einverstanden und stellt bezüglichen Antrag, daß die Sache der in der„ Neuen Beit", die peffimistische Kunst passe nicht " Sozialdemokrat", herausgaben. Von unparteiischer dritter Seite, Programmirevisions- Kommiffion überwiesen und von dieser die ganze für das optimistische Proletariat. Eine neue Kunst, wie sie da wie Wullschleger, Gschwind, Fürholz u. f. m. wurde erklärt, daß Agrarirage behandelt werde. Wenn übrigens in der Programm- gemeint ist, fann aber fein einzelner schaffen, sie kann nur sie gegen den Ausschluß feien, weil dadurch der Friede in Bern diskussion immer so gesprochen werde, als müßten wir unsere langsam wachsen. Dazu ist nöthig, daß die Kunst wieder ein nicht hergestellt, sondern im Gegentheil der Krieg der beiden Fraktionen ganze bisherige Thätigkeit verlassen und ganz neue Bahnen wan- ganzes Bolt für sich gewinne, daß ihr ein millionenfaches noch weiter verschärft würde. Worauf es aber automme, sei deln, so sei doch zu sagen, daß man immer wieder auf den freudiges Echo entgegenschallt. Dann werden die Künstler auch eben die Wiederherstellung der Ordnung und Einheitlichkeit in laffent ampf zurückomme und von diesem Standpunkt das Sonnenlicht nicht zu schildern vergessen, ohne welches das der Berner Arbeiterbewegung. Beide streitenden Theile gaben aus auch die Agrarfrage behandeln müsse. Einen privilegirten Bolt nicht leben kann. Die heutige Kunst ist nicht das Endziel; die schriftliche Erklärung ab, sich einem Schiedsspruche zu unter: Bauernstand wolle er nicht schaffen, denn dieser neue Egoismus wir sind im Werden begriffen. Erst die Zukunft kann eine neue werfen. In das Schiedsgericht wurden sodann gewählt: würde schlimmer fein als die ärgste Bourgeoisie. Wir müssen tlaffische Kunst bringen. Nur dürfen wir nicht immer auf die Bürkli, Lang, Scheu Zürich, Baumann Derlikon beim Klassenkampf bleiben und es fann gar feine Rede davon Klassiker zurückblicken. Wir müssen auch die lebendige Kunst in und Luginbühl: Langenthal. Ehren halten, aus der sich die große Zukunftskunst entwickeln wird. Werden sich nun die modernen Dichter der Ehre würdig erweisen, die ihnen in Gotha widerfahren ist? Wenn es geschieht, dann werden wir einer klassischen großen Kunstepoche entgegen= gehen.( Lebhafter Beifall.) " Heute Morgen um 81 Uhr begann die Verhandlungen verlassen hätten. sein, daß wir unsere bisherige Thätigkeit zu revidiren und zu Genosse Bürkli mit einem Referat über die Demokrati Es wird nun bie 15 gliedrige Kommission mit folgenden firung des Heerwesens Bürkli griff zurück auf die Genoffen bestellt: Mottier, Geidel, Lang, Greulich, Kriegsgeschichte der alten Schweizer, ihre Ausrüstung, Krieg Frech, Gerece in Zürich, 3 graggen, Sted, Dr. Brüst führung und Taktik und kritisirte dann das moderne schweizerische lein in Bern, Gschwind in Oberwiel, Desvoignes in An den Vortrag schloß sich eine längere und bewegte Disa Milizwesen, das zu viel an Nachahmung der stehenden Heere, Neuenburg, Heritier in Genf, Colonne in Biel, Werner tussion an. Regierungs- Baumeister Ke ßler meint, Steiger namentlich des preußischen, an sich hat. Unter der Heiterkeit der in Winterthur und Brandt in St. Gallen. Versammlung machte er sich luftig über Unzweckmäßigkeiten und habe die eigentliche Frage: Wie ist das arbeitende Volk zur Ein Antrag der Oberwynenthaler Genossen auf Mitwirkung Kunst zu erziehen?" nicht beantwortet. Malerei, Bildhauerei, Unschönheiten der Milizuniform, auch über den Federbusch der und Unterstützung der Partei bei Gründung einer Tabat Mufit 2c. habe er gar nicht berührt. Die Vorwürfe, die man Obersten, und erinnerte an den einfachen Filzhut der amerikanischen arbeiter- Genossenschaft in Oberwynenthal wurde ab- vielen Literaturwerken mache, richteten sich nicht gegen die Generäle, die wie Grant, Sherman 2c. großes geleistet. Um die gelehnt. behandelten Gegenstände, sondern gegen die unnöthigen us Uniformen nicht veraltern lassen zu müssen, sollten sie so einfach Präsident 3graggen giebt bekannt, daß 15 Orte durch züchtigen Schilderungen darin. Heinrich Schulz sein, daß sie auch im bürgerlichen Leben getragen werden können 59 Delegirte vertreten sind. Ein Antrag Seidel: Der Partei- findet, alte Steiger die Klassische Kunst denn und nicht von der Rekruten- bis zur Landsturmzeit im Kasten tag erklärt sich für die Bundesbank und für eine lebhafte doch wesentlich unterschäßt. Das Proletariat kann nicht mit der hängen müssen. Auch bezüglich der Taktik sollte die Schweiz mit Agitation für deren Annahme in der Volksabstimmung- wurde modernen Kunst durch Dick.und Dünn gehen. Die Kunst der ihren eigenthümlichen Verhältnissen sich etwas Eigenes schaffen ohne Debatte einstimmig angenommen. Zukunft wird ihre Kraft nicht aus der gegenwärtigen Literatur und gestalten. Diese Taktit sollte eine Maulwurfstaktit sein, die In der Maifeierfrage wurde ein Antrag Greulich augen, sondern aus unserer großen proletarischen Kulturweitestgehende Benußung der Erde, die aufzuwerfen und so das angenommen, daß die Geschäftsleitungs- Kommission die Sache in bewegung. Die modernen Dichtungen stehen dem Empfinden des Land gleichsam in einen Panzer zu verwandeln sei, an dem die die Hand zu nehmen und namentlich den einzelnen Orten auf Arbeiters ziemlich fern. Die Kunst die wir verlangen, muß feindliche Artillerie und Kavallerie scheitern müßte. Dazu ihr Verlangen Redner vermitteln solle. Das spezielle Arrangement weltfreudig sein, aber nicht weltmüde, wie die zersetzende moderne fei das Studium des Terrains im Frieden erforder der Maifeier soll den lokalen Organisationen überlassen bleiben. Kunst. lich, die Ausarbeitung von Bertheidigungsplänen und Müller Bern referirte über die Eisenbahn= Nachdem noch ein Herr Philipp Spandow dem Genossen daß die Unterweisung der Bevölkerung in solchen Ar- expropriations Initiative, für die die Unterschriften- Steiger warme Dankesworte aus den Reihen der modernen beiten, damit die ganze Bevölkerung in den Dienst der fammlung nicht die gewünschte Betheiligung ergeben hat. Da Schriftsteller" dargebracht und Dupont, Dr. Pinn, Berthold Landesvertheidigung gestellt werden fönne, denn nur aber die sozialdemokratische Partei nicht allein die Initiative Heymann, Heinze und Gent im wesentlichen für die um Defensive nicht um Offensive handelt es sich für unser Land. ins Wert setzte, sondern in Verbindung mit anderen moderne Kunst gesprochen hatten, dankte Steiger in einem Es braucht eine Heeresreform an Haupt und Gliedern, wenn Kreisen, so tann fie heute in Eachen auch feinen furzen Schlußwort den Berliner Genossen für das rege Interesse, wir zu dem kommen wollen, was uns noth thut: zu einem wissen Beschluß fassen, sondern nur ihre Vertreter im Initiativ das sie seinen Bestrebungen entgegenbringen und schließt mit schaftlich geleiteten Volksfrieg.- Die an den beifällig auf- fomitee ermächtigen, in der Sizung am 13. Dezember nach dem Wunsche, daß sich die moderne Kunst und das arbeitende genommenen Vortrag geknüpfte Diskussion führte zu dem Be Maßgabe der Sachlage ihre Stimme abzugeben. Damit war der Bolt endlich finden möchten. Um 124 Uhr wurde die Verschlusse, eine Broschüre, die Bürkli verfassen soll, zur Beleuchtung Parteitag ohne Debatte einverstanden. sammlung, die einen ausgezeichneten Verlauf genommen hatte, der Frage herauszugeben. Das Miteigenthumsrecht der Partei an der Arbeiterstimme" geschlossen. Unerwartet rasche Erledigung fand der Punkt betreffend wird an den Gewerkschaftsbund abgetreten. Revision des Parteiprogramms. Die im vorigen 2ang beantragt, daß das Parteitomitee mit den Proporz Die Perlmutterarbeiter hielten am 9. d. M. eine öffent Jahre vom Berner Parteitag bestellte Kommission hat keine freunden anderer Parteien in Verbindung treten soll und auf liche Versammlung ab. Nach einem recht interessanten Referat Sigung abgehalten. Die über die Programmrevision gecem Wege des Initiativbegehrens den proporz bis zur des Genossen Faber, in dem Redner besonders eingehend die führte Diskussion, an der sich 3graggen, Wullschleger, nächsten Nationalrathswahl einzuführen zu suchen. gesundheitsschädlichen Zustände im Beruf schilderte, gab die LohnSigg, Seibel und Gschwind betheiligten, drehte sich Ohne Debatte wird dem zugestimmt. kommission einen Bericht über ihre Untersuchungen. Es stellte 0 Versammlungen. " wiederum wie in Bern um den Gschwind'schen Antrag im Sinne Als Vorort wurde St. Gallen, als Präsident Paul sich dabei heraus, daß in bezug auf die. Bezahlung einiger der Lösung der sozialen Frage durch die Genossenschaften. Brandt und in das Parteifomitee gewählt die bisherigen: Artikel große Differenzen bestehen. Man empfahl deshalb, in Für Gschwind sind dieſelben nicht, wie die Auffassung bei den Desvoignes, Fürholz, Tschin Grenchen, Heritier, eine Lohnbewegung einzutreten, in der sowohl eine Lohnerhöhung anderen Genossen besteht, nur Mittel zum Zweck, sondern Zweck Berger Derlifon, Lang und Seibel Zürich und wie 3 wie auch eine Verkürzung der Arbeitszeit gefordert werden soll. selbst. Er ist übrigens mit dem Antrag Wullschleger einverstanden, mann- Winterthur; neu gewählt werden Stadelmann- Bevor zu einer endgültigen Beschlußfassung geschritten wird, will die Frage neuerdings einer Kommission zu überweisen und zwar Basel und Biolley- Chauxdefonds. Der nächste Parteitag man im engeren Kreise mit Hinzuziehung von Vertretern aus obne bestimmte Direktive für die Programmrevision. In diesem findet in Zürich statt. allen Betrieben der Angelegenheit eine eingehende Erwägung Sinne wird sodann beschlossen. Ueber die Revision der Parteistatuten referirte die schweizerische und internationale Sozialdemokratie schloß Mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen Hoch auf widmen. Greulich. Er führt aus, daß an allen Orten, wo mindestens Genosse 3graggen nach sechsstündiger Sizung um 2 Uhr den Grundmann über das Naturheilverfahren. Dem Vortrag Im Fachverein der Bäcker sprach am 10. b. M. Herr zehn Genossen sind, eine sozialdemokratische Partei- Organisation Parteitag. gegründet werden sollte. Der Beitrag wäre niedrig zu bemessen, folgte eine rege Diskussion und Fragestellung, worauf der Kassirer Samit die Genossen auch bei den Gewerkschaften verbleiben den Rechenschaftsbericht vom letzten Quartal verlas. Zum fönnen. Hierüber sollte sich der Parteitag grundfäßlich ausSchluß gelangten einige interne Angelegenheiten zur Erledigung. sprechen und das weitere der Kommission überlassen. WullDie neugebildete Agitationskommiffion der Händler schleger ist ebenfalls für die Revision des Organisations Das arbeitende Volk und die Kunst. Ueber dieses Thema, und Händlerinnen hatte zum 13. d. M. nach der„ Harmonie" statuts und Zuweisung an die Kommission, aber man soll ihr das namentlich seit dem Gothaer Parteitag die Kreise der( Invalidenstraße) eine öffentliche Versammlung einberufen, die feine Direktiven geben. Im gleichen Sinne redeten noch mehrere Genossen lebhaft beschäftigt hat, sprach am Montag Abend in unter recht reger Betheiligung stattfand. Der Obmann der KomDelegirte und wurde auch so beschlossen, nachdem Greulich seinen vollgefülltem Saale Edgar Steiger aus Leipzig, der miffion, Haupt, hielt zunächst einen instruirenden Vortrag über Antrag zurückgezogen hatte. Redakteur der Neuen Welt", in Keller's Feftsälen. Steiger die Polizeiverordnungen in Berlin für Handel und Verkehr und Desvoignez- Neuenburg referirte in französischer Sprache führte, häufig von lebhaftem Beifall unterbrochen, etwa die Nachtheile für die Händler durch dieselben. In augenfälliger über die Gründung einer schweizerischen Hypo- folgendes aus: Weise wies der Redner die vielen Widersprüche nach, die in den theken Bant und Dr. Brüstlein Bern in deutscher In alter Beit hatten die Griechen eine wirkliche Volkskunst, einzelnen veralteten und neuen Polizeiverordnungen Sprache. Ersterer will mit Banknoten helfen und dem Bauer feitdem hat sich aber die Kunst das Volk nicht wieder zu erhalten sind und die speziell die Straßenhändler in die wenig direkt die Gelder zu niedrigem Binsfuß leihen. Dr. Brüstlein, obern vermocht. Die heutigen Massen sind, ebenso wie angenehme Lage bringen, es niemals recht machen zu können. der sein Referat mit der Bitirung des Beschlusses des inter- von den andern Kulturgütern ,, auch von der Kunst Solche Zustände seien aber unhaltbare und es gelte, bei passenden nationalen sozialistischen Arbeiterkongresses in London in der ausgeschloffen. Und doch ist es nöthig, daß sich der Mensch zeit- Gelegenheiten Präzedenzfälle zu schaffen, um dem Rechte eine Agrarfrage einleitet, betrachtet die Hypothekarreform als weilig über die gewöhnliche Misère des Lebens erheben tönne. Gaffe zu bahnen. Dazu gehörten aber Mittel, weshalb er das Mittel, dem die Schuldenbauern beherrschenden Auch wenn heute die ökonomische Noth plötzlich beseitigt wäre, dringend zum Eintritt in die Freie Vereinigung der Händler und und ausbeutenden Kapitalismus zu Leibe zu gehen. würde das arbeitende Bolt gar nicht in der Lage sein, die Kunst Händlerinnen Berlins und der Umgegend aufforderte, sowie Damit wenden wir unsere Aufmerksamkeit den Klein zu genießen. Es fehlt ihm die nothwendige Bildung. Dazu aufeitig ermunterte, der Agitationskommission fräftig zur " ent Geite lt stehen, hr Material zur Verfügung zu dreigliedrigen Kommission überwiesen. Mit dem Wunsche, recht stellen, wie auch fräftig zum Agitationsfonds beizusteuern. zahlreich dem Arbeiter- Bildungsverein beizutreten, schloß der Allen diesen Aufforderungen ließen in der folgenden Diskussion Vorsitzende die Versammlung. Schröder und Trunsch nachdrücklichste Unterstüßung zu theil werden. von 17 599,93 M. gezwungen, " Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Dr. G. Pinn. Nordschule, Brunnenstr. 25: Deutsch( Die deutsche M Krautstr. 39. 1 1 -Fischer, Uhr bet Rauchklub Schmotes Werte, Granate, Forsterftr. 40 bei Tujuntte. Fidele Brüder, Friedrichsfelde, Luisenstr. 20 bei 2obse.- Morgen: Frohsinns Heimath, bildung. = German- American Klub ,, Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. m Ladies und Gentlemén welcome. German American Society. Berlin C., Münzstr. 17, at Frieboes Wallstrasse 57. Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime." Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 7 Uhr, Jakobftr. 75. Arbeiter- Bildungsschule. Donnerstag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süd oft schule, Waldemarfir. 14: Rebe- Uebung( Die wichtigsten techniſchen Grundfäße für die kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Nordschule, Brunnenstraße 25: Vortrages). Herr Heinrich Schulz. 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Brüderlichkeit, jeden Donnerstag nach dem 1. und 15. im Monat, Landsbergerstr. 8 bei Haseloff. Wor Geselliger Verein unter uns, Sigung 8 Uhr bei Beuffelſtr. 66. Mufifdilettanten- Verein Preciofa abends 8 Geisler, Fenn- und Tegelerstraßen- Ede, uebungsstunde, Aufnahmen. Mufit- Dilettanten- Verein Nordische klänge, bei tenter, Sivinemünderftraße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr. Schwimmverein Nord. Gegen bas bekannte Vorgehen der Hausbefizer, Rigdorf. Hier tagte am 16. November in den Viktoria- abends 7% uhr Admiralsgartenbad, Friedrich str. 102, Uebungsstunde. Ges kleinen Geschäftsleute und Markthallen- Standinhaber gegen die Sälen eine von etwa 500 Personen besuchte Volksversammlung. felliger Verein Anna- Marie, abends 9 Uhr, im Reſtaurant Roll, Adalbert, straße 21, Sigung. Stattlub Die Lustige 3wölf, im Restaurant NuhlStraßenhändler legte die Versammlung nachdrücklichst Protest ein. um den Bericht der sozialdemokratischen Gemeindevertreter über Andree, Chortnerftr. 53.— Stattlub 50, 8% Uhr Sigung bei Fechner, WienerDen zweiten Verhandlungsgegenstand bildete der Detailverkauf ihre Thätigkeit während des legten Vierteljahres entgegen zu fraße 50. Statflub Pique Solo, abends 9-12 Uhr im Lotal bet Stattlub Treff, Frankfurter Allee 90 der Weihnachtsbäume seitens der Grossisten auf den Berliner nehmen. Gemeindevertreter Regerau behandelte hauptsächlich Serrn Eichmann, Neue Hochstr. 28. bei Zabel. Kraft- und Artistentl ub& i che, Mittwochs von 9-11, SonnBahnhöfen und die dadurch bewirkte Schädigung der Kleinhändler. den Fall" des Herrn v. Grottes. Der Mann ist Verwalter tags von 11-1 Uhr, bet Augustin, Kastanien- Allee 11. Artisten und Nach einer Begründung des Herrn Müller wurde eine Reso- des Rirdorfer Riefelgutes Waßmannsdorf. Sein Betragen gegen Ringsport- Verein Vereinte kraft. Mittwoch abends von 9-11 UhrTution angenommen, in welcher der beliebte Einzelverkauf der über Vieh und Menschen beschäftigt schon seit längerer Zeit die Sonntag vormittags 10-11% Uhr bei Herrath, Plan- Ufer 92a.- Vergnügungsverein Fortuna, abends 8% Uhr, Sigung bei Rübet, Friedenstr. 74. Grossisten verurtheilt und die Erwartung ausgesprochen wird, Deffentlichkeit und die Genossen in der Gemeindevertretung haben Musikdilettanten- Verein natsch, abends 9 Uhr bei Steffens, Kolbergerdaß derselbe in Zukunft unterbleibe. Weit dem Hinweise, daß es für angebracht gehalten, seine Entlassung zu beantragen. Der Straße 2, Vereinsabend. Pfropfenverein Nord- Ost. Jeden Mittwoch Geselliger Verein Türkische Pfeife die Differenzen mit der Firma Hoffmann u. Sohn noch Antrag ist jedoch mit 13 gegen 11 Stimmen abgelehnt worden, bet A. Vogel, Elbingerfir. 9. fortbestchen und die in betracht kommenden Händler und Händ- obwohl die sozialdemokratischen Gemeindevertreter ein über- Dansigerfir. 93 bei W. Hansen. Rauchtlu h Grüne Quaste, abends 9 Uhr bei Schwarz, Köpe terinnen sich hiernach zu richten hätten, schloß der Vorsitzende wältigendes Belastungsmaterial beigebracht hatten und sogar der nickerstr. 121 a. Orientalischer Rauchtlub, abends 9 Uhr, Reichen die Versammlung. Gemeindevorsteher sich zu der kennzeichnenden Erklärung gezwungen bergerfir 24 bet Tauschte. Rauchtlub Frisch gewagt, abends 9 Uhr beF. Rockendorf, Posenerstr. 5.- Rauchklub Roochloch, Admiralftr. 33 in sah, daß er schon mehrmals v. Grottes aufgefordert habe, die ihn Restaurant abends z9 Uhr. Rauchtlub Die Dampfenden, Langeftr. 24, Metallarbeiter. Am Montag, den 9. November, fand im unterstellten Menschen und das Vieh besser zu behandeln. Genosse bei Seratsch. Rauchklub Hum oristische Pfeifenbrüder, abends Louisenstädtischen Konzerthaus", Alte Jakobstr. 37, die viertel- Rezerau schilderte nun, oft durch Entrüstungsrufe unterbrochen, uhr bei Salzwebel, Kloſterſtr. 83. Rauchklub Abguß I von 9 Uhr ab bet Nawrott, Markus jährige Generalversammlung des Verbandes aller in der Metall- unter Mittheilung seines Materials Herrn v. Grottes als einen straße 23. Rauchtlub Einfach, Manteuffelsir. 6 bet Bierbaum.-Rauchindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend statt, mit Menschen, der zuweilen von seinem Stocke Gebrauch macht. tiub Rolumbus, Oppelnerfir. 19 bei Häusler. der Tagesordnung: 1. Kassenbericht und Bericht der Re- Für einen Theil der Verhandlung der würdigen Angelegenheit Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damin 72. Mittwoch: Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im visoren. 2. Neuwahl des ersten und zweiten Bor- hatte die Gemeindevertretung wegen Gefährdung der öffentlichen Artona, Staligerstr. 41 bei Richter. Gemüthlichkeit I, Admiralfizenden, Wahl zweier Kassirer( Sünden und Westen), Wahl Sittlichkeit die Deffentlichkeit ausgeschlossen. In einer ein ftraße 18 bei Bergemann. Gemüthlich feit II, Faltensteinfir. 7 bei Sumatra Süd- Ost, Liegnigerstr. 18 bei Manegold. zweier Schriftführer( Norden und Westen) und Bestätigung der stimmig gefaßten Resolution sprach die Versammlung ihre Ent- Trittelwig. Virginia, Admiralftr. 21 vorgeschlagenen Beisitzer. 3. Abänderung des§ 6 des Statuts. rüstung über das Treiben des Herrn aus, und ihre Ver. Walbesgrün, Forsterfir. 22 bei Kunze. bet Schnieber. Frei Weg, Schöneberg, Marstr. 7 bet Müller.- Fidele 4. Bericht des Arbeitsvermittlers und der Kontrollkommission. wunderung darüber, daß ihn die Gemeindevertretung mit Raucher. Rigdorf, Maybach- Ufer 3 bei Schmot Edelweiß, Mirdorf, 5. An den Vorstand gelangte Anträge. Vor Eintritt in die einer Rüge davonkommen ließ. Die Versammlung erwartet, Rottbufer Damm 103 bet Peters. Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken der ver- heißt es in dem Beschluß weiter, daß Herr v. Grottes bei roth, Landsberger allee 44 bei Roland. storbenen Kollegen. Hierauf theilte der Vorsitzende mit, daß einer Wiederholung seiner Thaten sofort entlassen wird. Stromstr. 28.- Deutscher Michel, Bantom, Kaiser Friedrichstr. 15 bei es bei der Firma Hartung, Eisengießerei und Maschinen- Als zweiter Redner des Abends nahm dann Gemeindevertreter Griffel. Arbeiter Stenographenverein Eintracht, Unterricht und Uebungsfabrit, jedenfalls zum Ausstand tommen werde. Es sind in dieser Ostermann das Wort. Er rechtfertigte den Standpunkt, den die fiunden abends 8% Uhr in den Restaurants Owczaret, Langetr. 65 und Fabrit ungefähr 170 Arbeiter beschäftigt, welche bislaug zehn sozialdemokratischen Gemeindevertreter in Sachen der Errichtung Geibler, Ratiborftraße 16. Roller'scher Stenographenverein pionir, Stunden von morgens 7 bis abends 6 Uhr gearbeitet haben, einer höheren Realschule engenommen haben, indem sie sich dem suffitenstr. 9, Restaurant Rausch, abends 8% Uhr, unterricht und Fortvon jest ab foll aber die Arbeitszeit von 7 Uhr morgens Projekte gegenüber ablehnend verhielten. Die annähernd 10 000 bis 7 Uhr abends dantern, zwar anch nur zehn Wolfsschüler, die in Rixdorf vorhanden seien, wären ganz unStunden, aber immerhin sind die Arbeiter genügend untergebracht. Es existirten nicht weniger als 36 fliegende eine Stunde länger in den Fabrikräumen zuzubringen. Eine Klassen und es sei die Uebung eingeführt, daß die Schüler einWerkstattversammlung, welche am 6. November tagte, wählte zelner Klassen an manchen Tagen der Woche nur zwei Stunden Kollegen, welche mit der Direktion unterhandeln sollten, um diese unterrichtet würden, um dann anderen Platz zu machen. Natür- famentunft mit Damen im Bereinslotal, G. Feuerstein's Feſisäle, Alté Bestimmung rückgängig zu machen. Diese Unterhandlung fand am lich feien auch die Lehrer infolge dessen überanstrengt; nach furzer 7. November statt und endigte mit der Entlassung von Bause müßten sie wieder in das überfüllte Zimmer hinein und würden ' vier der Gewählten, der fünfte fei wohl deshalb dann dort weitere vier Stunden festgehalten. Dabei sei ihr Genoch nicht entlassen, weil er noch einen größeren halt schlecht, das niedrigste betrage z. B. 1075 M. Solange nicht Afford fertigzustellen hat. Am Montag, den 9. November, hielten diese und noch andere Mißstände beseitigt werden, seien die sozialdie Arbeiter der Firma Hartung abermals eine Versammlung ab, demokratischen Vertreter nicht für eine Realschule zu haben, die nach um zu dem Vorgehen der Geschäftsleitung Stellung zu nehmen. den behördlichen Aufstellungen mit allerhöchstens 390Schülern rechnen Es wurde beschlossen, eine Kommission und die zuständigen Organi- tönnte. Zu der Sache sprachen noch Hermerschmidt und fationen damit zu betrauen, wegen der Wiedereinstellung der vier Hoffmann. Die Versammlung protestirte dann in einem eingemaßregelten Kollegen und die Wiederherstellung der alten stimmig gefaßten Beschluß, worin auf alle jene Mißstände bezug Arbeitszeit bei der Firma vorstellig zu werden. Sollten diese genommen wird, gegen die Mehrbelastung der steuerpflichtigen berechtigten Forderungen abgelehnt werden, so würden die Kollegen Einwohner, die aus der von der Mehrhett der Gemeindevertretung der Firma Hartung am Dienstag, den 10.Nov., in den Streit eintreten. beschloffenen Errichtung der Realschule erwachsen würde und Auf Antrag Litfins wurde dieses Vorgehen einstimmig gutgeheißen. Die nur einem ganz fleinen Bruchtheil der Bevölke Hierauf erhält der Rendant das Wort zu seinem Bericht, danach rung, den besser Begüterten, zu gute fäme. Sie ersucht ferner betrugen die Einnahmen im 3. Quartal 13 155,80 M., hierzu der die Regierung in Potsdam, dem Beschlusse der Gemeindevertretung Kassenbestand vom 30. Juni 20 004,75 M., ergiebt eine Gesammt die Zustimmung zu versagen. In der Resolution wird auch einnahme von 33 160,55 m., hiervon ab die Ausgabe des betont, daß der Zuschuß der Gemeinde für die höhere Knaben3. Quartals in Höhe von 15 560,62 m., bleibt ein Kassenbestand schule bei 390 Schülern pro Schüler 86 M. betragen würde, Auf Antrag der Revisoren wird dem während er für die Volksschule pro Kopf 35 M. nur ausmache. Rendanten Decharge ertheilt. Zum 2. Punkt der Tagesordnung Die Resolution wird dem Regierungspräsidenten übermittelt. wird nach längerer Debatte, Der letzte Punkt der Tagesordnung, die Polizeiverwaltung an welcher sich eine ganze Anzahl Kollegen betheiligten, Bitfin zum ersten Vorsitzenden des betreffend, wurde vertagt bis zum Bußtag. Verbands wiedergewählt. Zum 2. Borsigenden wurde Kollege Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Süd Labinsky, zum Kassirer für den Süden Müller, für den sts chule, Waldemaritr. 14: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung Westen Gösch, zum Schriftführer für den Norden Pfeffer, der Religionen. Orientalische Bölfer. Griechen und Römer). Herr für den Westen Ewald, und als Bibliothekar für den Westen Auffazlehre). Herr Heinrich Rebiger gewählt. Bestätigt wurden die von den betreffenden Schulz. Branchen vorgeschlagenen Beisiger, für die Gürtler Quiz wschriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die Schulräume sind zur Be nutzung der Bibliothek und des reichen Beit: Drücker Fiedler und für die Schlosser Geride. Gleich Lese- und Diskutirklube. Mittwoch. Johanngacoby, bet Fris falls wurde der für den Often vorgeschlagene Beisitzer Arend Liegte, Schwebterstraße 33. Gesundbrunnen, abends 8% Uhr, bei fee bestätigt. Der vom Vorstand eingebrachte Antrag, Saferland, Bellermannstr. 87. Gleichheit, abends 8% Uhr bei Stramm, wonach der§ 6 des Statuts eine klarere Fassung erhält, wurde hitterstraße 123.-- Heine, Nixdorf, abends 8% Uhr, Prinz- Handjernstr. 60, parterre. Einigteit, abends 8½ Uhr bei Beige, Triftstr. 1. Theaterangenommen. Aus dem Bericht des Arbeitsvermittlers geht und Lesetlub Morgenroth, abds. 9 Uhr, im Restaur. Diete, Lothringerstr. 67. hervor, daß vom 1. April bis 1. Oktober d. J. 2335 Mitglieder Sozialdemokratischer Agitationsklub Often, abends 8 Uhr, bei Jauer, Freigeist Artona, abends 8 Uhr, Artonaplag 3 bei gegen 1585 im voraufgegangenen Winter- Halbjahr als arbeitslos Fruchtstr. 52. Wefener." Friedrich Engels Nor den" alle Mittwoch 9 Uhr bei eingetragen wurden. Berlangt wurden 1496 Personen gegen Obiglo, Huffitenstr. 26. 724 im voraufgegangenen Winter Halbjahr, was einer Zunahme Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Adolf der Nachfrage Neumann, Pasewalterstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu von 50 pCt. gleich kommt. Das Angebot richten an Fried. Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Mittwoch. Uebungs der Arbeitskräfte überstieg die Nachfrage um 36 pCt. gegen ftunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit 1, 452/3 pet. im voraufgegangenen Winter Halbjahr. Befeht Andreasfir. 26 bei Wilte. Norddeutsche Schleife, Melchiorfir. 15 wurden von den 1496 Stellen 665, gleich 441/2 pe. Diese bei Stehmann.- Freya 1,( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bet Babtel. Gangeslu ft 1, Buttbuserfir. 30 bet Ferd. Reimann. Lorbeertrana, Weinstr. 28 bei Späth. Liederlust, Adalbertstr. 21 665 Kollegen, sowie weitere 390 Kollegen, welche anderweitig bet Roll. Spandau, in Spandau, Neumeisterfir. 5 bei R. Radtke. Arbeit erhielten und dies dem Verband mittheilten, waren, bevor Deutsche Giche 1, Große Frantfurterstr. 183 bei Gold. Alliance, sie Arbeit erhielten, 7532 Tage arbeitslos. Demnach war jeder Stralauer Play 10-11 bei Poppe. Kommandantenstr. 15, Knoblauch's Bierhallen. Gangesblüthen, Weiße Rose, Reinickendorf, Residenz Einzelne von den 1055 Kollegen 7 Tage ohne Arbeit. Die Dauer Straße 101 a bei Malchin. Bruderherz, Bernauerftraße 40-41 bet Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. der Arbeitslosigkeit ist demnach für die bei uns eingetragenen Bort. Echo 1, Pantow, Wollantstraße. Treue, Martannen- Ufer 2 Alle Buschriften den Bund betreffend sind zu richten an: Hermann Jahn, Kollegen gleich geblieben. Kollege Schulte von der Kontroll- Allegro, Wrangelstraße 141 bei Schmidt. Freiheit I, Bülowfir 65 im Lurhof. Einigtett I( Hutmacher), Rosenthalerstr. 11-12 bei Röllig. Schönhaufer Allee 177 c. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im tommission theilt mit, daß bei der Kontrolle alles in Ordnung war. bei W. Richter. Kreuzberger armonie, Admiralstraße 18 c bet wereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Rottbufer Damm 72. Steinnelte, Basewalte rstr. 3 bei Ad. Neumann. Waldes: Da in letzter Zeit 12 Kollegen mit Büchern aus den Bibliotheken, Möhring. Donnerstag: Kollegia, bet Böcker, Naunynstr. 78. welche annähernd einen Werth von 60 M. haben, durchgegangen firaße 10 bet Bfarr. Iuft, Oppelnerstr. 34.- Freier Männerchor Nord- West, Buttlig önigsbergerstr. 13 bei Strutenberg. Mehr 2icht, Weißenfee, Elsaßstr. 16 Ges.- Ber. d. Kupferschmiede, Weinstr. 11 bet Ibei Straßburger. Wahrer Fatob, Simeonstr. 23 bei Flid. sind, so wurde ein Antrag des Vorstandes angenommen, welcher eindt. Gleichheit 1, Schönhaufer Allee 135 bet Stamlow. Biel= Hain, Langenbeckstr. 4 bei Zechtmeier. Glühlicht, Weißensee, GöblerAppolonia, Klosterbesagt:„ Die Bibliothek tann nur von vollberechtigten Mitgliedern Bewußt, Falfensteinstraße 7 bet Trittelwig. traße 50 bet Jrgang. Weiße Asche, Görligerfir. 69 bei Schulze. Brüderlich feit, Bücklerstr. 49 bei Schuhmacher. Pfeifenbedel, benutzt werden, und bleibt die Leihzeit von sechs Wochen be- traße bet Moll. Frohe Stunde, Kottbuser Ufer 57 bet Ringel. Freiheitsgruß, Brunnenstraße 150 bei Schulze. Schnee Langeftr. 64 bei Jeratsch. Havannah, Rixdorf, Juliusnr. 69. stehen." Hierauf erfolgte Schluß der start besuchten Ver- glödchen, Germannstraße 23, Rixdorf. Unverdroffen, LindowerGefang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Suchsdorffammlung. ftraße 26 bet Sachs. Vorwärts VII, Rummelsburg, Göthe- scher Männerchor von 8-9 Uhr Notenstunde; von 9-11 Uhr Uebungsund Kantstraßen- Ecke bet Greinert. Soffnung III, Branden- tunde bei Brüning, Rofenthalerstr. 12.-- Gesangverein Jugendfreuden, ,, Concordia". Freiheits Männerchor. Abends von 9-11 Uhr bet Bernau, Rosenthalerstraße 57. Arbeiter- Gefangverein Bris Pfropfenverein Wedding, abends 8% Uhr Sigung beim Restaurateur 8. November tagte, wurde nach einem Referat des Genossen in Bris, Bürgerstr. 4 bei Dorn. Seeger' scher Männerchor, Lands- Wolff, Gerichtstr. 44.- Bergnügungsverein Alpen grün, Beuffelstr. 19 bei Einig, Blumenstr. 32 bei Reich. Gesang Grunwald. Görke eine Resolution angenommen, in der die Versaminlung berger Allee 156 bei Göbel. Geselliger Verein Frohsinn bei Geite, Swinemünderstr. 20, Tambourverein Froh Frei, Uebungsgegen die Ausnübung der jugendlichen Arbeitskräfte in den Be- Berein der Buchbrucker u. Schriftgießer Rigdorf u. Briz, Nixdorf, abends 9 Uhr, Sigung mit Damen.Bergstr. 162 bet Thomas. Frohsinn I, Friedrichsberg, Wartenbergstunde Montags und Donnerstags 9 Uhr bei Rausch, Suffitenstraße 9. trieben von Münch, Fänger und Heimann und des Stadtraths Straße 67 bet Lange. Arion III, Rigdorf, Herrmann- u. Herrfurthstraßen- Geselliger Verein ertha, abends 9 Uhr Sigung Adalbertstraße 61. Gert ihre entschiedene Mißbilligung aussprach. Die Anwesenden Ecke bei Weiß. Maiengruß III, Charlottenburg, Wallfir. 96 bei Beyer. Dilettanten- Orchesterverein Allegro, Uebungsstunde Donnerstags 8½ Uhr - Dämmerlicht, Borndor ferstraße 17 bei Hoffmann. Biedeslus II bei Rautenberg, Dranienstraße 180. verpflichteten sich dafür zu sorgen, daß die in diesen Druckereien( Edelweiß 11), Potsdam, Brandenburger Rommunitation 16 bei Glafer. 9 Uhr bei Gonell, Faldenseinstraße 5, Sigung mit Damen. Theate rgesellschaft Eveltna, abends Bergnügungshergestellten Zeitungen aus Arbeiterkreisen verschwinden und Heimathtlänge, Rcpenic, Rosenstr. 101 bei Troppens. Wacht verein Selbsthilfe, Bimmerftr. 99 bet Krause. Rirdorfer Liederkranz, Druckaufträge an diese Firmen von Arbeiterorganisationen nicht Lothringerstraße 105. Bitherklub Alpengrüße Uebungsstunden abends 9 Uhr bei Neumann, Bithertlub Heimathstlänge 1895. Sindowervergeben werden. Von mehreren Versammlungstheilnehmern Rigdorf, Steinmeßstr. 35 bei Bilz. bei Hobusch. Schneeglöd chen II, Potsdam, Brandenburger Komstraße 26. Geselliger Arbeiterverein Hoffnung bet Bittler, wurde dagegen protestirt, daß ihnen als Mitglieder eines Natur- munitation 16 bei Glafer. Treu und Fest, Koppenstr. 17 bei Lohmann. Mariannenstraße 48. Alle 14 Tage abends 8 Uhr. Bergnügungs- und heilvereins die Gesundheitswarte", die in einem dieser Betriebe Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bu- Touristentlub Freie Brüder, abends 9 Uhr bei Roll, Adalbertstr. 21. schriften sind zu richten an Hermann Jahn, Echönhauser Allee 177c. Ruderverein Vorwärts, abends 9 Uhr im Restaurant Neues Klubhaus, hergestellt wird, als Vereinsorgan aufoktroyirt werde. Mittwoch: Gefelliger Be rein Brüderlichteit, Georgenkirchir 65 bet kommandantenstr. 72. Stattlub Sanfter Heinrich bei H. Brandt, Späth. Verein Rhetorit, Brandenburgstr. 54 bei Boniz. Theaterverein Reichenbergerstr. 122. Stattlub Süd, abends 8 Uhr, Böchstr. 21 bet Weißensee. Am 10. d. M. tagte hier eine öffentliche Ver- Proletariat, Stopniceritr. 68 bei Schöning. Rauchtiub Rothe Fahne, Krebs. Stattlub Grand Schwarz, abends von 9-11 Uhr bei Gefelliger Berein Freundschaft, Prins E. Stein, Ghriftburgerstraße 46. Schwimmklubecht", abends 9 Uhr, fammlung, die in den zur Berathung stehenden Gegenständen Falckenſteinſtr.& bet Gonell. Albrechstr. 3 bei Schulz. Gese liger Verein Deutsche Eiche, Fürbringerim Restaurant Nichter, Mariannenstr. 41,- Stattlub Tourné, abends eine Fortsetzung der am 3. d. Mt. aufgelösten Versammlung ftraße 7 bet Grothe. Mundharm onita- Verein Bormärts, Kreuzbergstr. 12 9 Uhr bei Rebrenz, Wrangelstr. 84.- Stattlub Fortuna, abends 8% Uhr, Theaterverein Nora, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. bildete. Nach einem Bericht über die Revision beim Vertrauens bei Rothe. Huttenstr. 1 bet Kragat. Gefangv. der Berl. Metallweber, Andreas fraße 34 bei Weinberg.- Sitherverein Tyrol, Wrangelfir. 91 bei Ludwig. mann stellte sich heraus, daß die Revisoren vom Wahlkomitee Berein Geselliger Bund, jeden 2. Mittwoch im Monat, bei Sommer, Berliner Mandolinen- klub. Jeden Donnerstag Abend 9-10 nicht anwesend sind. Die Versammlung betraut deshalb drei Grünftr. 1.- Verein Gesellige Brüder, Pallisadenftr. 20 bet Schäffer. Musikverein Pautenschwengel, Fürstenstraße 18b bei Bernfig. Uhr. Meldungen bei Ernst, Kommandantenstr. 70.- Berl. Mandolinens Stattlub andere Genossen mit der Revision. Franz befürwortete darauf, Stattlub Vorwärts, Schwedterstraße 28 bei Muchow. und Guitarrenflub abends 8% Uhr, Wallstr. 91. Theater- Verein Spree Rauchtlub Ohnesorge, Abends 9 Uhr, bet Münsberg, Louisenufer 2 Bauchflub ernspige, Abends 9 Uhr, bei A. Böhl, Rüdersdorfer Gesang-, Turn- und gefellige Vereine. Mittwody. Arbeiter straße 8. Rauchtlub Felsenfest, Wrangelitr. 30 bei R. Schmidt. Gesang- Berein offnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde abends Rauchtlub Ohne 3wang, abends 9 Uhr, Weinstraße 28 bei Späth. Gesangverein Lerche, Verein Stenographenschule, 8-11 Uhr: unentgeltlicher Unteruhr, Restaurant D. Schulze, Friedrich Kariſtr. 34. Uebungssi.abends 9-11 Uhr bei Mar Mörschel, Schönhauser Allee 28. Gesang richt und lebungsstunde für Schüler und Erwachsene, Annenitraße Nr. 9.verein Norman nta, abends 8 Uhr bei Wiele, Spandauer Brücke.- Privat Arends'scher Stenographen Berein" Apollobund", Becker's BierSteglit- Friedenau. In einem recht interessanten Vortrag Theatergesellschaft Heimathiuft,& Uhr Sigung im Vereinslokal bei Lange, ballen, Kommandantenstr. 62, abends 9 Uhr, Unterricht und Uebung in der Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit ganz vereinfachten Arends'schen Stenographie. sprach hier am 10. d. Mts. Frau Ihrer über„ Programm der Stromfir. 28. Sozialdemokratischen Partei". Nach einer kurzen Diskussion, die Databends& Uhr, Beughofstraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Mitglieder. Theaterverein unitum, abends 9 Uhr bei Wiersdorf Theaterverein Bariété fich im Sinne des Referats bewegte, erfolgte die Neuwahl des Alte Jat obftraße 96/97: Sigung mit Damen. Turnverein& tch te betraut wurde. Die Genossen Kuli und Neumann be io uhr, Zurnhalle Friedenfiraße 37. 3. Männer Abtheilung turnt MittDon und Connabend Abend Unter Verwoch auftragte die Versammlung mit der Revision. 8-10 Uhr, Turnhalle Böckhstr. 27 schiedenem gelangte die höchst sonderbare Beschränkung, die 2. Lehrlingsabtheilung turnt Mittwoch u. Sonnabend 8-10, Staligerstr. 56-57 Bergnügungsverein Vorwärts, Gubenerstraße 6 bet Stobel. dem Stegliter Arbeiterverein bei seinem Vergnügen auf- Bereinigung der Turnfreunde. Mittwochs und Sonn von 8%-10% Uhr abends in man abends, Turnen ber Turnhalle erlegt war Allgemein zur Besprechung. Demminerstraße 56-57. Arbeiter Turnverein( Adlershof, der Ansicht, daß die Verfügung des Amtsvorstehers, den Frauen jeden Mittwoch und Sonnabend von 8 bis 10 Uhr bei Wöllstein.. die Theilnahme am Vergnügen zu untersagen, rechtlich unhaltbar Berliner Radfahrerverein Solidarität". Sigung jed. Mittwoch nach dem sei und wurde deshalb die Verfolgung dieses Rechtsstreits einer 11. und 15. im Monat, abends 9 Uhr, Restaurant Bergener, Annenstr. 16. I = Charlottenburg. In einer Versammlung, die hier amttange 1, Stopnickerstr. 68 bei Schöning. burg a. S., Wilhelmsdorferstraße, auf 1, Wörtherftr. 16 bet Bul precht. Borwärts X, Nauen, Marttstr. 16 bei der Ersatzwahl zur Gemeindevertretung teine Kandidaturustige Brüder, Barnimir. 13 bei Büschel. Athen, Annenstr. 9 bei Prog. aufzustellen. Jedoch wurde die Angelegenheit auf Wunsch des Genoffen& a row bis zur nächsten Versammlung vertagt, in der über die Thätigkeit im Gemeinderath berichtet werden soll. 1 Vertrauensmannes, mit welchem Amt der Genosse Bernsee im Dieft aurant Wohllebe, Drantenstraße 121. 1. Männer Abtheilung turnt Mittwoch und Sonnabend von 8 bis wurde Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderuneen im Bereinskalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Donnerstag. Abends 9 bis St. Urban, 11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. Lindenstraße 106 bei Zubeil. Freundschaft, Brunnenstr. 143 bei Fischer. Summer's cher Gesangverein, Blumenftraße 45 bei Saß. Freiheitsglocken, Wörtherstraße 39 bei Buchholz. at.( Beutner'scher Männerchor) Schönhauser Allee 28 bet Kelle. bet Bogel Süd- Ost, Görligerstraße 52 Frühlingsluft, Bülowstraße 59 bei Werner. Brezelschluß, Dranienftraße 61 ( Oranien- hallen) bet Helfer. Morgenroth I, Rummelsburg, Türrschmidtstr. 38 bet Eichholz. 8aget nicht, Stegliz, Albrechtstr. 125. Borar, Manteuffelstr. 9 bei Nowack. Sängerlust, Werder a. S., Kugelweg. Steinfeger Gängerchor, Rustanien- Allee 28 b. Fiebiger. Flöter' scher Gesangverein Koppenstraße 47 bet Lorenz. Gefangverein der Berliner Kürschner, Weinftr. 11 bei Feindt. Lyra II, Charlottenburg, Wallstr. 102 bei Mafchesti,-Gesangverein der Vergolder Harmonte IV, Röpnicer ftr. 68 bei Schöning. Ginigteit III, Großs Lichterfelbe, Anhalter Play. Liebeslust I, Fürstenwalde an der Spree Schloßtelleret. Dranienburger Borstadt, Boch= firaße 32 a bet Otto Schmidt. Adlershof in Adlershof, Oppenstr. 1 bet Schubert. Gesangverein der Ost- und Westpreußen, Blumens straße 32 bet Reich. Morgenroth IV, Köpenid, Schönerlinderstr. 9 bet Schulz.-Feldblume, Staligerfir. 117 bei Breitenfeld.- Arion II, Dan= zigerstr. 78 bet Meßmann.- Gefangverein der Gla sarbeiter zu Köpenick, Rosenftr. 101 bei Troppens. 8utunft III, Welten t. b. M., Wilhelmstr. 19 im Hotel W. Grunow. Morgengrauen( Bäcker), 3-5 Uhr nachm., Neue Friedrichstr. 44 bei Röllig. Fröhlich, Rummelsburg, Kant- und Mozartstraßen Ecke bei Bartels. Vineta, Kaftanten Allee 11 bei Gleichheit, Kremmen, Berlinerstraße 289 be: R. Uract Auguftin. ( Stadt Berlin). Alpenrös lein, Bergstraße 60 bet Silgenfeld. Oberon, Oranienftr. 121 bei Wohllebe. Alpenrose, Forsterstr. 22 bei Kunze. Freiheitstlänge III, Luckenwalde, Haag Nr. 3, bet Gerhardt. Matengruß III, Friedrichshagen, Friedrichstraße 134. Rütli, Friedenau, Handjery und Rönnebergerstraßen- Ecke bei Weinert. Deutsche Eiche II, Brandenburg a. S., Sauptstraße, Winkel's Salon. Freiheit III, Neu- Weißensee, König- Chauffee 38. Lorelei, Grünthalerstr. 3-4 bei Semmerling. Sugend luft( gem. Ghor), Straußbergerstr. 3 bei w. Röll. 1 1 Korea Neuer Le Cercle de Conversation Fançaise se arrassemble tout les jeudis soir à 9 h. dans son local Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Cercle Français: Jeudi Séance a 9 h. dans son local Rest. ,, Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bien- venus. Deutscher Arbeiterverein„ Vorwärts", Kopenhagen, K., Compagnie Strade Nr. 43, Café Bolangé. Fachverein der Holz- und Bretterträger Berlins und Umgegend. Donnerstag, abends 8% Uhr, Schönleinstr. 6 bei Ewald, Bersammlung. Tages ordnung: 1. Abrechnung. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Zahlreicher Besuch nothwendig. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 18. November: Sämmtliche Theater geschlossen. Donnerstag, den 19. November. Opernhaus. Cavalleria rusticana. Der Waffenschmied. Schauspielhaus. Das Wintermärchen. Deutsches Theater. Morituri. Berliner Theater. Renaissance. feffing- Theater. Die goldene Eva. Theater des Westens. Der dritte Offend- Theater. Urania. Grosse Frankfurterstr. 132. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Direktion: Carl Weik. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag, den 19. November: B ApolloNaturkundliche Ausstellung Theater. täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. ? Der deutsche Michel! Wissenschaftl. Theater ende Friedrichstr. 218.- Dir.: J. Glück Der deutsche Anfang 8 Uhr. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag, den 19. November: Bum 61. Male: Emil Thomas a. G. Mann. Hierauf: Gin blauer Eine wilde Sache. Teufel. Henes Theater. Bocksprünge. Vorher: Die sittliche Forderung. Rendenz- Theater. Ehefesseln. Vorher: Ein delikater Auftrag. Schiller- Theater. Der Pfarrer von Kirchfeld. Thalia Theater. Das Wetter häuschen. Darauf: Zwei Schwiegerföhne. mit Gesang und Tanz in 6 Bildern Große burleste Ausstattungspoffe von W. Mannstädt und J. Freund. Musit von J. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Einzig in Berlin ist das neue Programm des Velle- Allance Theater. Mamfell Volks- Theater Vielliebchen. • Ostend Theater. Der deutsche 34 Reichenbergerstrasse 34. Michel. Volka- Theater. Mann. Ein vorsichtiger Theater Unter den Linden. Der Ehemann vor der Thür. Hierauf: Unter den Linden. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Troubadour. Alexanderplatz- Theater. Nansen's Reise nach dem Nordpol. Baufmann's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Pferdebahn- Haltestelle: Kottbuser Thor. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: E Fest- Vorstellung zum Besten der Weihnachtsbescheerung armer schulpflichtiger Kinder veranstaltet vom Verein der Schulfreunde der 29. bis 32. Schulfommission. Dasselbe Programm. Seit 20 Jahren die lustigste Posse: Apollo- Theater. Spezialitäten- Bor Ein vorsichtiger Mann. ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag, abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Der Pfarrer von Kirchfeld. Jeden Abend stürmischer Lacherfolg. Um 91/2 Uhr: 8 hr. Heute geschloffen. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Morgen, Donnerstag, 19. November: Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. Im Theater- Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanfchläge. Mile. Fougère. N. E. Kaufmann. Signor Bernardi und sämmtl. engagirten Künstlerkräfte. Kasseneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr Passage- Panopticum. 00000000000 Das Théatre Variété Havinsd ist Bus wieder eröffnet! Ohne Extra- Entrée. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Buhtag: Geschlossen. Am 17. November in den Morgenstunden starb plöglich am Herzschlag meine liebe Frau Marie Albreghs, geb. Johl. Der trauernde Gatte Franz Albreghs. Die Beerdigung findet am Freis tag, den 20. November, von der Leichenhalle des Neuen SophienKirchhofes, Freienwalder- Straße, aus statt. Freie Vereinigung der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Am Sonnabend, den 14. b. M., ver starb unser Rollege Rudolf Frost Donnerstag und folgende Tageerdigung findet am Mittwoch, den nach furzem Krankenlager. Die Bes Gr. Spezialitäten- Borstellung 18. 5. We, nachmittags 4 Uhr, von der 0 mit neuem Programm. M, Leichenhalle des Emmaus- Kirchhofes in Brig aus statt. 88/4 Der Vorstand. Redakteur. Verband all. i. SandelsFür unsere wöchentlich einmal er: scheinende Fachzeitung wird ein tüchtiger Redakteur gesucht. Reflektanten wollen sich gefälligst wenden an die Expedition und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Den Kollegen zur Mittheilung, daß unser Mitglied, Kollege Heinrich Wittchen am Sonntag, den 15. November, in der Charitee verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, den 18. d. M., nachmittags 2 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofs Mariendorf aus statt. Neu! Pygmäen der Bergarbeiter- Zeitung gebet bet Neu! Neu! Ur Australier Gemischter Theil( Ho- ho!). W. Durchweg neue Künstler- Spezialitäten. Die Ruttinger's aus Salzburg! Damen Terzett ausser Konkurrenz. Friedrich Wilhelmſtädt. Theater Die Gunde- Akademie, Chausseestr. 25/26. Dir. Max Samst. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag: Zum dritten und letzten Male: Der Troubadour. Oper in 4 Aften von G. Verdi. Dirigent: Kapellmeister Federmann. Regie: Jean de Montada. Anfang 8 Uhr. Freitag: Bum 1. Male: Vor Sonnenaufgang. Bon Gerhart Hauptmann. dirigirt von Miss Adele. Gesangs( Kannibalen). Noack's Theater Brunnenstr. 16. Täglich( außer Sonnabends): " Glück Auf" Bwickau in Sachsen. Achtung, Zimmerer! Unferen Berufsgenossen diene hier mit zur Kenntniß, daß die Zimmerer August Lindow, Bergftr. 47, und Fritz Albrecht, Dunderstr. 87, Konzert, Theater- Vorstellung. ihren Berpflichtungen nachgekommen Das Fest der Handwerker. Martin Reuter, Humorist. Boffe mit Gefang und Tanz von Angely. Familie Derrington, Parforce Kunst- Radfahrer. Neu: Don Juan von rückwärts, Operuparodie von Richard Thiele. oder: Der vergnügte steinerne Gast. u. Anfang: Woche 8 Uhr. Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Sonnabend, 21. November, nachm. 4 Uhr, auf allgemeines Verlangen: Schneewittchen und die sieben Zwerge, In Vorbereitung: Kinder- Vorstellung mit Gesang u. Tanz In glänzender Ausstattung: in 8 Bildern von Georg Bimmermann. Robert und Bertram. Billets sind an der Theaterkasse, im Invalidendant", Unter den Linden 24, Posse mit Gesängen und Tänzen von und bei Paul Romeid, Leipzigerstr. 6, zu haben. Alexanderplatz- Theater. Mittwoch: Geschlossen. Morgen und die folgenden Tage: Mansen's Reise nach dem Nordpol. Ausstattungsstück in 4 Atten ( 8 Bildern) von Wilhelm Norbert. Mufit von Albert Wicher. Anfang 8 Uhr.( Bons haben Giltigkeit.) Sonnabend, 21. November, nachm. 4 Uhr: Rinder- Borstellung. Auf allge meines Verlangen: Der Rattenfänger von Hameln. Phantastisches Boltsstück mit Gesang in 7 Bildern von Dr. Gust. Braun. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Mittwoch: Geschlossen. Donnerstag, den 19. November: Bum 1. Male: Gustav Räder. Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Heute keine Soirée. Morgen Donnerstag: Konzerthaus Sanssouci Kottbuserstrasse 4a. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 f. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate.) Großartiges Programm! Das Wetterhäuschen. Steidl als Li- Hung- Lichang. ( Weather or no.) Musikal. Genrebild von Adrian Roß. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von Bertram Luard Selby. Darauf: Bum 1. Male: Freitag: Viktoria Brauerei. Zwei Schwiegerföhne. Circus Busch. Schwant in 4 Akten von M. Boucheron. Deutsch von Max Schönau. Freitag: Das Weiterhäuschen. Zwei Schwiegerföhne. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Im vorderen Saal täglich: Die italienische NationalSänger- u. Tänzer- Gesellschaft Dominico Conti. Entree vollständig frei. Im großen Theatersaal: Variété- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Sonntag, 22. Novbr.( Todtenfeft): Muttersegen. Schauspiel mit Gesang in 5 Aften. ( Bahnhof Börse.) Donnerstag, den 19. November, Abends 71/2 Uhr: Grosse brillante Vorstellung Vorher: Die Weber. Original- Burleste in 1 Akt von W. Gericke. Jeden Sonntag, Dienstag Donnerstag nach d. Vorstellung Tanzkränzchen. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnbogen Im Frühlingsglanze! Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester„ AU Heil". Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". Hopfenlaube: Instrument.„ Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft„ Eder." Theater- Abtheilung: Allabendlich Auftreten von: Humoristen, Komikern, Duettisten u. f. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Vorzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 ẞf. find. 256/12 Die Lohukommission. Warne jeden, meiner Frau Marie geb. Freier auf meinen Namen etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. R. Gabron, Kolbergerstr. 14. 1457b Ich erkläre die Familie Hünten als 1443b anständig. Frau Lindecke. Suche f. m. Sohn( Lehrl. i. d. Metall branche) ein Logis nebst theilw. Kost. Ritterstraße od. nächste Nähe. Familienanfchluß erwünscht. Adr. unter Chiffre F. R. bis spät. Donnerstag Nachmittag in der Exp. d. 3tg. Schirm- Fabrik Um recht zahlreiche Betheiligung ersucht 75/13 Der Vorstand. vert. Rigdorf, Raiser Friedrichstr. 288, Werkzeuge f. Schloff., Schraubendr.. Quergeb. 3 Tr. 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In der Tischlerei von Albert, Hasenhaide 49, werden Arbeiten für die treitende Werkstatt von Mek, Urbanstraße 102, angefertigt. von Julius Wernau, Schwedterstraße 23/24. Ferner theilen wir mit, daß in der Mittwoch, den 18., und Sonntag, den 22. b. M., sowie an den Vorabenden: Werkstatt von Libock, Pappel- Allee Gr. oratorische Unterhaltungs- Abende Nr. 10, Arbeiten, welche bei Metz inbei freiem Entree, 4092 folge des Streits liegen geblieben sind, wozu ergebenst einladet J. Wernau. fertig gemacht werden. Die Kollegen der Werkstatt von Kinetographisch- Phonographische Vorführungen Renmann, Gr. Hamburgerſtraße 4, 21. Unter den Linden 21. Worfielling 10 br abends. Mes Lebende Photographien. und 3-10 Uhr v. 10-11 Uhr vorm. Eintrittspreis 50 Pfennig. Sonntags v. 1/ 21-10 Uhr abends. Vorzugsbillets à 25 Pf. für Arbeitervereine und deren Mitglieder sind vom Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, H. Königs, Berlin S., Dieffenbachstraße 30, und in den Schullokalen zu haben. Oranien- Bad, Oranienstr. 44, 864L* zwischen Morig- und Oranienplay. Wannenbäder, Dampfkastenbäder, medizinische Bäder. Die Jagd nach dem Glüd. Lieferant für sämmtl. Krankenkassen Berlins u. Umgegend. Gesangs- Vortrag der Konzert- Sängerin Baronesse d'Albor. Außerdem: 4 gezähmte Zebras, ein Wunder der Dressurkunst. Alt- Wien, Neu- Wien, großes Divertissement, get. vom gesammt. Corps de ballet. LepicqTrio, unübertreffliche Hochturukünstler. 4 arab. Schimmelhengste, breffirt und vorgeführt vom Dir. Busch. Berliner Typen in Schaufelstühlen. Newsky Malorosiesky, große Schul- Quadrille. Zanzibar, ruff. Hengst, geritten von Herrn Salamonski. Alligator, oftpr. Hengst, und Bator, ungar. Hengit, ger. von Herrn Foottit- Burghardt. Auftreten des Gigerl Clowns Mr. Alf. Daniels. Der Clown Boganowsky als Rigdorfer. Morgen: Die Jagd nach dem Glück. 4 Zebras. Grosses Lager in Gold- und Silberwaaren, ALFÉNIDE und Bestecks. No. 206. H. Zimmermann, Uhrmacher. BERLIN SO. Juwelier. No. 206, Oranien- Strasse Grosse Auswahl in goldenen u. silbernen haben wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Die Kollegen der Werkstatt von Septner, Seydelstr. 29, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Bujug fernhalten! 79/2 Die Ortsverwaltung des Holzarbeiter- Verbandes. Achtung, Holzarbeiter! Den Kollegen von Rixdorf u. Umgegend in Grinnerung, daß die Sperre über die Bautischlereien von Virgens und Schwarz, Prinz Handjerystraße, noch nicht aufgehoben ist. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Filiale Rixdorf. Einpacker verlangt Goldleiftenfabrit, Rottbuser Ufer 82. 1405b* Schlofferlehrl.v.Neye, Brandenburgst.75. Tüchtige Hefterinnen auf Brehmerscher Maschine, geübte Falzerinnen auf Rontobücher verlangen Riefenstahl, Zumpe u. Ko., Holzmarktstr. 67. Herren- u. Damen- Uhren, Lehrmädchen f.Kravatten Vorarbeit verl. Regulateuren, Stand- und Wecker- Uhren. Eigene Werkstatt für Reparatur- u. Neuarbeit im Hause. Thiel, Gitschinerstr. 87, 1£ r. 1448b Kartonnagen- Arbeiterin in und außer d. Hause, auch Lehrmädch. verl. Bolge, Bionstirchplay 9 II. [ 1450b Sozialdemokratischer Wahlverein Orts- Krankenkasse für den 1. Berliner Reichstags- Wahlkreis. der Schneider, Schneiderinnen Donnerstag, den 19. November 1896, abends 8½ Uhr, in Cohn's Feftsälen, Beuthstraße 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Juline Türk über:„ Das Buch der Freiheit". 2. Diskussion. 3. Bericht des Vorstandes, des Kassirers und der Revisoren. 4. Neuwahl des Gesammtvorstandes. 5. Vereinsangelegenheit. Der wichtigen und reichhaltigen Tages- Ordnung wegen ist es Pflicht der Parteigenossen, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. 23612 Männer! Der Vorstand. Frauen! Volksversammlung am Donnerstag, den 19. November, abends 8 Uhr, in Keller's Feltfälen, Koppenstraße 29. Zages Ordnung: 1. Christliche Mucker und jüdische Heuchler. 2. Religionsfreiheit und der Austritt aus der Kirche. 3. Freie Diskussion. 4. Bericht der Revisoren und eventi. Neuwahl der Kommission. Referent: Adolf Hoffmann. Die Herren Geistlichen der St. Andreas- Kirche und Herr Rabbiner Dr. Maybanm sind brieflich eingeladen. J. A.: Ad. Hoffmann. Austrittserklärungen sind bei den Kommissionsmitgliedern zu haben und werden auf Wunsch ausgefüllt. Ad. Hoffmann, Blumenstr. 14. H. Jaensch, Weidenweg 77. E. Lindemaun, Moritstr. 9. E. Menzel, Straßburgerstr. 25. Metallarbeiter! Donnerstag, den 19. November 1896, abends 8 Uhr, im Lofal von Raabe, Rolbergerstr. 23: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: Der Stand des Streiks in der Fabrik von Hartung, das und verwandter Gewerbe zu Berlin. Die Vertreter der Dris- Krankenkasse Achtung, Droschkenkutscher! Zweite große öffentl. Versammlung sämmtlicher Droschkenkutscher Berlins u. Umg. am Donnerstag, den 19. November, abends 9 Uhr, fm Moabiter Kasino", Wilsnackerstraße 63. " Tages Ordnung: der Schneider, Schneiderinnen und verwandter Gewerbe werden zu der am Freitag, den 27. November cr., abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 72 bei Ebert stattfindenden Ordentl. Generalversammlung bezug auf die Anwendung des§ 316 des Straf- Geſetzbuches und deren Folgen hierdurch eingeladen. Tagesordnung: 1. Die Vermehrung der elektrischen Straßenbahnen und die damit vers bundene Vermehrung der Unfälle durch Zusammenstöße und Ueberfahren mit für das Droschtengewerbe. Referent: Herr Rechtsanwalt Freudenthal. 2. Die polizeilichen Sistirungen von Droschkenführern und deren Recht und In getrennter Wahlversammlung: Gesezmäßigkeit. 3. Diskussion. Neuwahl von 3 Vorstandsmitgliedern Bei der hochwichtigen Tagesordnung ist es Pflicht eines feden Kollegen und 1 Stellvertreter derselben aus den zu erscheinen, besonders die Kollegen in Moabit werden hierauf aufmerksam Reihen der Arbeitgeber. gemacht. Die Vertrauensmänner. J. A.: H. Schult. Um 81/2 Uhr beginnt der Wahlakt und werden die Thüren von da ab ge. schlossen. Um 9 Uhr in getrennter Wahlversammlung Neuwahl von 6 Vorstandsmitgliedern und 2 Stellvertretern dermitglieder. 18436 522 Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- und Schankwirthe Berlins und Umgegend. felben aus den Reihen der Kaffen Freitag, den 20. November, nachm. 5 Uhr, im Lokale des Kollegen Henke, Naunynstr. 27: Um 9 ur beginnt der Wahlakt und werden die Thüren von da ab geschlossen. Um 10 Uhr: Gemeinschaftliche General- Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl eines Ausschusses 6 Personen zur Vorprüfung der Jahres rechnung.( 2 Arbeitgeber und 4 Kassenmitglieder.) 2. Abänderung der§§ 13 und 16 des Statuts. Erhöhung der Krantenunterstützung von 13 auf 26 Wochen. 3. Ueberschreibung der Bücher. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. J. A.: Ferd. Mathis, Vorf., An der Jerufalemer Kirche Nr. 3. Ernst Schröter, Schriftführer, Bellealliancestr. 71a. Bekanntmachung. Verhalten der Kühnemänner und die Differenzen in der Gießerei Orts- Krankenkasse des Töpfervon Rössemann& Kühnemann. Kollegen! Angesichts der wichtigen Tages- Ordnung ist es Eure Pflicht, Mann für Mann zu erscheinen. 116/20 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anklamerstr. 44. Zimmerer. Central- Kranken- und Sterbekasse der Zimmerer ( E. H. 2 Hamburg), örtliche Verwaltung Berlin. am Donnerstag, den 19. November 1896, abends 8 Uhr, im 259/4 Lokale ,, Königshof, Bülowstraße 37: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Wahl eines Raffirers für den 1. Bezirk. 2. Kaffenangelegenheiten. Der Vorstand. J. A.: Aug. Gruse, Barnimstr. 41a. Verband aller im Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Der zum Todtensonntag, den 22. d. M., bei Keller, Koppenstr. 29, geplante Familienabend findet am Sonnabend, den 19. Dezember cr., fat. 75/11 Der Vorstand. Mittwoch, den 18. November 1896, abends 6 Uhr, bei Bolzmann, Lichtenbergerstr. 16: Grosse Versammlung aller im 75/11 Handels- und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Kerlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann:„ Die zehn Gebote und die besitzende Klasse." 2. Diskussion. 3. Geschäftliches. Nach der Versammlung: Gefelliges Beisammensein mit Tauz. Der Einberufer. Bauhandwerker- Krankenkasse für Berlin und Umgegend. ( Eingeschriebene Hilfskaffe Nr. 118.) Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß in der Vorstandssigung am Mitt. woch, den 11. November, die Ausloofung nach§ 17 des Statuts stattgefunden hat. Es scheiden demnach aus: Der 1. Kassirer, der 2. Borsitzende, sowie zwei Beisitzende. Der Vorstand. J. A.: Heinrich Mette. Orts- Krankenkasse für das Tapezirer- Gewerbe zu Berlin. General- Versammlung Gewerbes zu Berlin. Freitag, den 27. Novbr., abends 6 Uhr, ordentliche General- Versammlung der Mitglieder ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) im Lokale des Herrn Buske, Grenadier. ftraße 33. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl der Telegirten( 13 Ar beitgeber, 22 Arbeitnehmer.)§ 47 des Statuts. 2. Anträge zur General- Versammlung. 3. Verschiedene Kassen Angelegen heiten. Außerordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Statuten Berathung. 2. Bericht der Fünfer- Kommission. 3. Aufnahme neuer itglieder. 4. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. NB. i Kollegen werden auf§ 3 des Statuts aufmerksam gemacht. Der Vorstand. 69/4 J. A.: Günther, Frankfurter Allee 16. Achtung, Moabit! Oeffentlicher Vortrag für Damen und Herrn am Freitag, den 20. November, abends 8½ 1hr, im Moabiter Klubhaus( Fischer), Beusselstr. 9, Hof part. Frl. Minna Kube, praft. Naturheilkundige, Leiterin der Charlottenburger Naturheilanstalt, über: Blasen- und Nierenleiden ( pet. Blasen- und Harnsteine, Urämie, Bettuäffen, Blafenkatarrh). Entree 15 Pf. Um zahlreichen Besuch ladet ergebenft ein Der Vorstand des Heilvereins ,, Kube" Charlottenburg. Geschäftsstelle: Berlinerstr. 125. Orts- Krankenkasse der Nadler und Sicbmacher. Sonnabend, 28. Novbr., abds. 81/2 Uhr: Generalversammlung in Glauninger's Restaurant, Alte Jakobstr. 83. Tagesordnung: 1441b Verband aller in der Metall- Industrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Aufforderung! Der Mechanifer Georg Reimann, 1. Wahl des Vorstandes( 1 Arbeit wohnhaft Rixdorf, Kopfstr. 35, wird geber, 2 Arbeitnehmer). 2. Verlefung hierdurch aufgefordert, die aus seiner Freitag, den 27. Novbr., abends 8 Uhr, der Protokolle. 3. Wahl des Ausschusses Thätigkeit als Vertrauensmann der ordentliche General- Ver- zur Prafung der Rechnungen des Sur It'schen Werkstatt noch in seinen laufenden Jahres. 4. Beichlußfaffung Händen befindlichen Mitgliedstarten Fammlung der Delegirten über den neuen Aerztevertrag für 1897. nebst den von ihm kaffirten Beiträgen ( Arbeitgeber und Arbeitnehmer) 5 Autrag des Borstandes auf Ab- unverzüglich in unserem Bureau, im Lokale des Herrn Buske, Grenadieränderung des§1 des Statuts. 6. Ver- Annenstr. 39, abzugeben. ftraße 33. Tages- Ordnung: 1. Neu- bezw. Ersatzwahl des Vorstandes( 4 Arbeitgeber, 6 Arbeit nehmer. 2. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Rechnung pro 1896. 3. Beschlußfaffung über den Vertrag mit dem Verein der freigewählten Raffen- Aerzte pro 1897. 4. Beschlußfassung über Abänderung schiedenes. 111/3 R. Pezold, Rendant. Die Herren Arbeitgeber, welche für großjährige Kassenmitglieder aus Empfehle allen Freunden und Bes eigenen Mitteln Beiträge zu leisten fannten mein Weiß-, Bairisch Bier haben, sowie sämmtliche großjährige und gr. Speisegeschäft. Reichhalt. Raffenmitglieder werden ersucht, recht Frühstück von 30 Pf., Mittag mit Bier zahlreich zu erscheinen. Quittungs- 50 Pf. fowie Abendtisch à la carte 1444b von 30 Pf. an. 2 Vereinszimmer mit buch legitimirt. Klavier für 20-50 Personen. 5832L H.Stramm, Restaurat., Ritterstr. 123. Freunden und Bekannten empfehle mein Weiß- und Bayrisch- Bier- Lotal. Albert Der Vorstand. W. Kusche, P. Licht, Vorsitzender. Schriftführer. der§§ 17 lehter Abſay und§ 48 Gr. Vereinszimmer Beuthstr. 10. Neufeld, Brinzenſtr. 46, früher Bölkner. des Statuts. 5. Festsetzung der Beamtengehälter. 6. Bericht über den derzeitigen Stand der Zentralisation der Orts: Krankenkassen Berlins und der Vororte. 7. Anträge von Mitgliedern. 201/ 2* Der Vorftand. Orts- Krankenkasse des Bimmerergewerbes. Freitag, 27. Novbr, abends 8 Uhr, im Lokale Grenadierstr. 33 bei Buske: Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl von 2 Vorstandsmitgliedern. 2. Wahl des Prüfungsausschusses. 3. Bericht über die geplante Zentralisation der Krankenkassen. 4. Verschiedenes. 1452b Montag, den 23. November 1896, abends 8 Uhr, Sonntag, den 29. November, vorin den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: = mittags 10 Uhr, findet in demselben 1451b Lofale eine Versammlung der Arbeitgeber, welche Beiträge zur Kaffe aus eigenen Mitteln leisten, statt. Tages- Ordnung: Wahl von 22 Vertretern zur Generalversammlung pro 1897. 1. Rechnungsbericht. 2. Bekanntmachung der Beschlüsse des Vorstandes. 8. Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern( 4 Raffenmitglieder und 2 Arbeitgeber). 4. Wahl des Ausschusses zur Prüfung der Jahresrechnung. 5. Verschiedenes. Um pünktliches Erscheinen wird gebeten. J. A.: M. Oest, 1. Borsigender, Bruno Wachsen, Schriftführer, Charlottenburg, Raiser Friedrichstr. 53. Adlershof, Sedanstr. 4. Charlottenburg. Donnerstag, den 19. November, abends 8 Uhr, in ,, Bismarckshöhe", Wilmersdorferstraße 39: Große öffentliche Volks- Versammlung für Männer und Frauen. Zages Ordnung: 1. Vortrag über:" Der neueste Versuch zur Rettung des Handwerks". Referent: Genosse Joh. Saffeubach- Berlin. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 202/11 Die Gewerkschafts- Kommiffion. In demselben Lokale und zu der= felben Zeit, doch in getrennten Räumen, findet eine Versammlung der wahlberechtigten Kaffenmitglieder( Arbeitnehmer) statt. Tages- Ordnung: mit Pianino BettenFabrik Auf Theilzahlung eine Mark wöchentlich. Fertige Betten von 12 M. an. Englische Bettstellen für Kinder und Erwachsene. linderwagen, hochmodern, 16 M. Puppenwagen, Kinderstühle, Sportwagen, Wiegepferde. Kinderwagen- Bazar Baby, Alexanderstr. 44. Invalidenstraße 160, Oranienstraße 70, Reinickendorferstraße 2d, Charlottenburg, Berlinerstraße 58. Für Weihnachts- Einkäufe. Billigste Bezugsquelle in Haus- und Küchengeräthen. Kolossales Lager in Puppen n. Spielwaaren, Holz-, Galanterieu. Lederwaaren, Musikinstrumenten. Großes Lager in VerloosungsGegenständen, namentlich für Vereine 2c. Felix- Bazar, J. 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