Nr. 272. 272. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Defterreich: Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahra. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprechter: Rmt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Privatwirthschaft Freitag, den 20. November 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: die herrschaf jedoch, welche im Rothen Haus ihren Siz hat, deren sagen sie nämlich stets der Stadt Berlin zu widmen, allewirthschaftliches Prinzip die Begünstigung des Privat- sammt gleichwerthig. Bei allen ist es die Gier nach Dividende, gegen Gemeindewirthschaft. fapitals auf Rosten der Steuerzahler ist, hat es zu verbie sie in die Arena führt, die Ausbeutung des Publikums Im Augenblick tobt zwischen der Stadt Berlins und hindern gewußt, daß die nach Millionen zählenden Ueber- ist ihr Zweck, möglichst hohe Kapitalverzinsung ihr Ziel. der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft, der sich die schüsse in die Stadt- Hauptkasse geflossen sind, und statt dessen Und wenn die plöglich allgemeine Interessen“ verNeue Berliner Pferdebahn alliirt hat, ein Krieg. Zunächst lieber dafür gesorgt, daß jahraus, jahrein den Aktionären tretenden Dividendenjäger sich eine zeitlang gegen feitig handelt es sich zwar noch um einen Krieg auf dem Papier, eine fette Dividende ausgezahlt werden konnte. bekämpft haben, dann werden fich aber es fann leicht zu einem wirklichen Kriege tommen, bei Daß die Pferdebahn- Gesellschaft, die sich allen Forde- feindlichen Brüder in die Arme fallen, ihre Gesellschaften dem es allerdings keine Verwundete, dafür jedoch rungen des Publikums gegenüber stets ablehnend verhielt, fusioniren und in trauter Gemeinschaft den geduldigen desto mehr Finanzleichen geben wird. Um den zwischen Verbesserungen und Erleichterungen nur widerwillig und Berlinern zwar nicht das Fell über die Ohren, wohl aber den städtischen und den privatkapitalistischen Intereffen gezwungen einführte, eifrig bemüht ist, den bestehenden Zu- die Nickel aus der Tasche ziehen. herrschenden Rampf in vollem Umfange zu ver- stand zu konserviren, liegt auf der Hand, ebenso Doch zurück zur Pferdebahn- Gesellschaft. Nach stehen, muß man sich vergegenwärtigen, daß die natürlich ist es aber auch, daß im Publikum die Ent- nahezu zweijähriger Arbeit war ein Vertragsentwurf Pferdebahn Gesellschaft eine Ronzession in der rüstung über das Verhalten der Gesellschaft immer lauter zu stande gekommen, in welchem von der Majorität Tasche hat, die ihr das Recht giebt, einen großen Theil der und intensiver wurde und endlich auch ins Rathhaus der Verkehrsdeputation eine Konzessionsverlängerung bis Straßen Berlins bis zum Jahre 1911 für ihre Aktionäre drang und bei manchem der Herren Stadtväter die Milch zum Jahre 1919 zugestanden war, dagegen der Gesellauszunuzen. Dank dieser ebenso furzsichtigen als für die der frommen Denkungsart in gährend Drachengift verschaft eine Reihe von Erleichterungen für das Publikum Stadtkasse schädlichen Kommunalpolitik befindet sich die wandelte. Das Jahr 1895 zeitigte eine andere Anschauung( u. a. Einführung des Behnpfennig- Tarifs), eine Erhöhung der städtische Verwaltung natürlich von vornherein der Ge- in bezug auf die Aufgaben städtischer Verkehrsbetriebe, Abgaben an die Stadt, sowie günstigere Anschlußbedingungen fellschaft gegenüber in einer ungünstigen Position, die auf man sah ein, daß es so nicht weiter geht, daß die Millionen- fremder Unternehmer an die Linien der Gesellschaft, und ihrem Schein bestehend, alle kapitalistischen Minen springen stadt in ihren Verkehrsmitteln nicht hinter jedem mittleren ein Aufsichtsrecht des Magistrats auferlegt waren. Für läßt, um die Schlacht zu gewinnen. Der enormen Ort zurückbleiben dürfe, und es wurde eine Deputation den Fall der Annahme dieses Vertragsentwurfs hatten die Entwickelung und der damit verbundenen räumlichen Aus eingefeßt, welche mit der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaften die Verpflichtung innerhalb fünf Jahre den dehnung Berlins gegenüber reichen die zur Verfügung Gesellschaft und ihrem Verbündeten über die Um- Pferdebahnbetrieb in einen elektrischen umzuwandeln. Der ftehenden Verkehrsmittel schon lange nicht mehr aus. wandlung des Pferdebahn- Betriebes in einen elek Vollständigkeit halber wollen wir noch bemerken, daß als Ganz abgesehen von den mit dem Pferdebetrieb verbundenen trischen verhandeln sollte. Hiermit begann das Kriegs- Betriebssystem auf den Außenlinien oberirdische Stromhygienischen Mißständen, hat sich mehr und mehr gezeigt, spiel. Nahezu zwei Jahre dauern die Berathungen, Berge zuführung, im Innern der Stadt dagegen meist Akkudaß die Pferdebahn nicht im stande ist, den Verkehr zu be- von Papier sind verschrieben, zahlreiche Konferenzen haben mulatorenbetrieb in Aussicht genommen bezw. festgesetzt war. wältigen und daß andere Verkehrsmittel angewendet werden stattgefunden, eine Menge Paragraphen find formulirt, Diesen Vertragsentwurf haben die Direktionen der Gesellschaften müssen, um die auf diesem Gebiete sich täglich steigernden aber zu einem Resultat ist's noch nicht gekommen. Neben als mit den Interessen ihrer Aktionäre nicht vereinbar abAnsprüche der Großstadt zu befriedigen. Die Pferdebahn- den Pferdebahn- Gesellschaften, vielleicht durch die Verhand- gelehnt. Das die Ablehnung motivirende Schreiben- das Gesellschaft machte teine Auftalten, dem Beispiel anderer lungen mit denselben hervorgerufen, meldeten sich auch noch Berliner Tageblatt" hat es veröffentlicht ist ein Muster Städte, welche fich elektrische Straßenbahnen einrichteten, andere Unternehmer zur Errichtung elektrischer Straßenbahnen tapitalprogigen und fapitaltrogigen Uebermuths, der nur zu folgen, war fie doch in der glücklichen Lage, und es entspann sich nun ein sehr luftiger Frosch Mäuse erklärlich ist in einer Situation, die man absolut von den auf ihren Vertrag pochen zu tönnen, der fie Krieg zwischen den Herren Konkurrenten, bei dem sich der eine Interessen des Kapitals beherrscht erachtet, und in welcher bis zum Jahre 1911 zum Herrn Straßen bemühte, dem anderen den fetten Bissen fortzuschnappen. man der Unterstützung der für die schließliche Gestaltung Berlins machte. Heut rächt es sich bitter, daß die städtische Für uns beweist dieser Vorgang nur aufs neue, was für des Vertrages maßgebenden Personen sicher zu sein glaubt. Verwaltung gegen das Trinkgeld einer Abgabe die Ver- ein riesiges Geschäft das Privatkapital bei dem Betriebe Die Hauptgründe für die Ablehnung des Vertrages find fügung über ihre Straßen und Plätze aus der Hand ge- solcher Anlagen macht und verstärkt nach unserer Meinung folgende: geben hat und sich entweder der Pferdebahn- Gesellschaft auf die Nothwendigkeit, die Verkehrsbetriebe in städtische Regie 1. Der verlangte Akkumulatorenbetrieb wird als zu Gnade oder Ungnade ergeben, oder darauf verzichten soli, zu bringen, damit endlich einmal dem groben Unfug: das ausgedehnt erachtet; angeblich entstehen aus dieser Forderung Berlin für die nächste Zeit mit Verkehrsmitteln auszustatten, Gesammteigenthum zu gunsten einzelner kapitalfräftiger zu hohe Anlagekosten, die sich während der Konzessionsdauer die unerläßlich sind, wenn die Hauptstadt des deutschen Menschenfreunde" auszunuzen, ein Ende gemacht wird.( 1919) nicht amortifiren laffen. Reichs nicht hinter Provinzstädten zurückstehen und zum Wir können uns auch nicht, wie es die bürger- 2. Die Abgabe an die Stadt( 8 pCt. von der BruttoZielpunkt berechtigten Spottes werden soll. Unsere liche Presse vielfach vielfach thut, für die Konkurrenten Einnahme und die Hälfte vom Reingewinn, wenn der Parteigenoffen in der Stadtverordneten- Versammlung haben der Pferdebahn- Gesellschaften ins Zeug legen. Für Ueberschuß des Unternehmens 12 pCt. des gegenwärtigen feit Jahren die Konzessionsverlängerung bezw. Ertheilung uns find Große Berliner Pferdebahn Gesellschaft, Aktienkapitals übersteigt) ist zu hoch. D an Privat- Aktiengesellschaften energisch bekämpft, sie haben Siemens u. Halske, Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft, 3. Die Bedingung, wonach die Gesellschaften verpflichtet auf die unausbleiblichen Folgen hingewiesen, und infolge Dampfstraßenbahn- Gesellschaft Bachstein oder wie die Herr- sind, anderen Unternehmern gegen Entschädigung ihre Linien beffen die Verstadtlichung der auf städtischen Straßen und schaften sonst heißen mögen, die in rührendem Wetteifer be- bis zu 1000 Metern Länge zur Mitbevnzung zu überlassen, Plätzen betriebenen Verkehrsanstalten verlangt. Die Klaffen- müht sind, ihre Dienste im allgemeinen Jutereffe" so ist unannehmbar, und 123] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Eure Beschreibung der großen Rompagnie war wohl übertrieben," sagte der Ritter ernsthaft zu seinem neuen Bekannten. " Ho, die Ihr Ruh' und Stille haßt und des Gesetzes 3wang, widerhallte, war die Wirkung, welche dieser zügellose Gesang Ho, spornt zu Montreals Kompagnie. Die Dirne theilt den Lagerplay, Der Geizhals feinen reichen Schah Mit den Lanzen der Freien! Der Freien! Der Freien! D, die Lanzen der Freien! Siguor," erwiderte dieser, Ihr müßt nach der Schale Plöglich, als ob ihn sein eigener Gefang zu wilderem nicht den Kern beurtheilen. Wir sind kaum im Lager an- Fluge begeisterte, griff der Minnesänger in die Saiten und gekommen, und hier hält sich mehr das Gefindel auf, als spielte eine Melodie, welche herrlich das Gemälde darstellte, bie Krieger. Zwanzigtausend Menschen von der Hefe des welches seine in roher, doch lebhafter und ergreifender Volks aus jeder Stadt in Italien, folgten dem Lager, um Weise klingenden Worte ausdrücken wollten. zu fämpfen, wenn es nöthig ist, aber mehr um zu plündern und zu rauben. Diesen Troß seht Ihr jezt. Ihr werdet aber bald Euch überzeugen, daß meine Beschreibung, was das Heer selbst betrifft, nicht ganz unrichtig war." Dem Ritter drang die Röthe des Zornes in die Wangen. Also solchen Menschen," dachte er, ist Italien anheim gefallen." Seine Träumerei wurde durch laute Beifallsbezeigungen, die von einigen Bechern in der Nähe ausgingen, gestört. Er sah sich um und bemerkte unter einem langen Zelt und um einen mit Wein und Speisen bedeckten Tisch dreißig bis vierzig Kriegsleute. Gin Minnesänger mit ungeheuerem Bart stimmte mit ziemlicher Geschicklichfeit eine Laute, welche ihn auf allen seinen Wanderungen begleitet hatte, und indem er plöglich in eine wilde und triegerische Melodie überging, begann er mit lauter und tiefer Stimme den nachstehenden Gesang: Ho, dunkler Mann vom goldnen Süd, ho, blonder von dem Nord, Ho, Eisenkleid und heller Speer, was eilet Ihr denn fort? Von Bergen, aus Höhlen, und auch vom fernen Strand Lockt uns die große Kompagnie, zu ziehen in dies Land. D, dieser heitere fröhliche Schwarm, Mit leichtem Herz und schwerem Arm D, die Lanzen der Freien. . So, die Ihr einen Namen sucht, durch tapfere That erreicht, Tira, Tirala es schmettern die Trompeten, Und von des Berges Höh' die mächt'ge Trommel schallt, Germanen und Hunnen und Inselländer viel Die den Franzosen schlugen so wacker bei Grezy, Daß seine Nase tauschte die Farbe mit fleur- de- lis, Lombarden und viele von Piemont und Rom, Und von des Südens Landen der schwarzgelockte Sohn. Tira, tirala, sie kommen rasch herbei. Wie ftattlich fie erscheinen, gerüstet Reih an Reih, Und schwarz wie eine Wolfe erscheint es hinterbrein, Wie die See ihre Wogen wirft ans Ufer herein. Schnell öffnet Eure Thore, heraus mit Eurem Gold, Um Euer Blut zu schonen, gebt uns den reichen Sold. Weh', Bürger, weh'; es führt sie heran Der hellste Kopf und der tapferfte Mann. Auf dem rothen Mantel trägt er ein weißes Kreuz, Er blicket wie ein Adler, und nach des Löwen Art Trägt er, wohl anzuschauen, den föniglichen Bart. Der Fürst und die Geißel des Landes ist er hie, Der fönigliche Ritter der großen Kompagnie. Hurrah hurrah hurrah! Hurrah für die Armee, hurrah für Monreal, Hurrah auch für das Gold, gewonnen durch den Stahl. Hurrah hurrah- hurrah! Für die Lanzen der Freien! Als der volle Chor diefer wilden Gesellen jauchzend Ho, die Ihr Schäße häufen wollt, hier wird es Euch so leicht; einfiel und von allen Seiten der wohlbekannte" Refrain hervorbrachte, unbeschreiblich. Es war unmöglich, nicht den eigenthümlichen Eindruck zu empfinden, den dieses vers wegene Leben auf die trozigen Männer ausübte, die sich ihm ergeben und selbst den tapferen und stolzen Ritter, der es mit anhörte, überkam eine unwillkürliche Anwandlung von Sympathie und Wohlgefallen. die Er wandte sich etwas ungeduldig und gereizt zu seinem Begleiter, der sich an dem Gesang betheiligt hatte, und sagte:„ Herr, für die Ohren eines italienischen Edelmannes, der das Elend seines Vaterlandes kennt, ist dies kein willtommener Gesang. Bitte, beeilen wir uns." Entschuldigt, Signor," erwiderte der Freibeuter, bas Leben, das die freien Lanzen unter Fra Moreale führen, ist so reizend, daß wir uns oft vergessen, doch verzeiht, wir wollen weiter." Nach wenigen Angenblicken, über eine enge Umzäunung sprengend, befanden sie sich in einem Viertel, das zwar belebt, aber auf ganz andere Weise belebt war. Lange Reihen bewaffneter Männer waren auf beiden Seiten eines Pfades aufgestellt, der zu einem großen Zelte führte, das auf einer kleinen Anhöhe stand, und auf dem eine blaue Fahne wehte; den Pfad gingen bewaffnete Soldaten auf und ab, in großer Ordnung, aber mit fröhlicher und zufriedener Miene in ihren gebräunten Gefichtern. Einige, welche hingingen, trugen Backete und Ballen auf ihren Schultern, andere, die zurückkehrten, öffneten dann und wann ungeduldig die Hand und zählten die darin liegenden Geldstücke einmal aufs andremal. Der Ritter sah seinen Gefährten fragend an. Es ist der Plaz der Kaufleute," sagte der Kapitän, fie haben freien Zutritt ins Lager: ihre Personen, ihr Eigenthum werden strenge geachtet. Sie kaufen jedem Soldaten seinen Theil von der Beute zu guten Preisen ab, und jeder ist mit dem Handel zufrieden. Ihr scheint eine Art von roher Gerechtigkeit bei Euch auszuüben," sagte der Ritter. ( Fortsetzung folgt.) 4. Das verlangte Aufsichtsrecht des Magistrats über aus. Die Stadt hat freie Bahn und ist wieder Herr auf fagte Delory, der in den Tagen der Gefahr, als viele Aubere Bau und Betrieb des Unternehmens kann nicht zugestanden ihren Straßen und Pläßen. Trotz des bestehenden Ver- zu Verräthern wurden, das Land, in welches der Feind trages ist die Stadt also nicht gänzlich in den Händen der eingedrungen war, zu vertheidigen wußte, so war werden. er Es verlohnt sich kaum der Mühe, die Ablehnungs- Pferdebahn- Gesellschaft, und bei verständiger Ausnutzung der auch ein glühender Republikaner, der niemals die Pflichten des Darauf gründe der Gesellschaften auf ihre Berechtigung zu prüfen, Situation ist die Stadt sehr wohl in der Lage, ohne sich zitirte er aus einem der Werke Faidherbe's die mertdenn es ist auf den ersten Blick klar, daß nur eine Gesell in die Botmäßigkeit der Pferdebahn- Könige zu begeben, für würdigen Worte: schaft, die glaubt, daß ihr Gegenkontrahent absolut in die vollständige Befriedigung der Forderungen auf dem Die Niederlage Frankreichs war vorübergehend ein Schlag tapitalistischen Fangeifen festgemacht ist, es wagen fann, Gebiete des Verkehrswesens, durch Schaffung elektrischer für die europäische Demokratie, aber die Sache der Demokratie solche Gründe anzuführen. Wir wollen von dem hohlen Straßenbahnen zu sorgen. tann in Frankreich selbst geläutert werden, obgleich wir es vor furzem noch kaum hoffen fonnten; und außerdem haben wir den festen Glauben, daß unsere Besieger, die Deutschen, durch die mit ihrem Blut gewonnenen Erfolge in ihren eigenen Augen gehoben, bald ihre Rechte als freie Menschen in ihrem eigenen Lande uneingeschränkt vers h ben Genuß diefer Rechte erst burch die Ausin Frankreich. Paris, den 17. November 1896. und Pfaffen von Lille zurückfommen, nicht nur weil sie eine endWir müssen auf die„ patriotische" Campagne der Opportunisten giltige Niederlage erlitten haben, sondern auch, weil ihre Niederlage das Schicksal voraussehen läßt, das die sämmtlichen Mordspatrioten( patriotards) des Kapitalismus erwartet. wanderung nach Amerita zu erwerben. Wenn wir unsererseits uns fittlich verjüngt haben und auch frei sind, dann werden die brüderlichen Vereinigung vergeffen, der Rhein beiden Völker ihre alten Kriege in einer wird keine gierig begehrte und nur zu oft von Blut geröthete Schranke mehr sein, sondern ein Bindestrich, eine Lebens. ader, und Europa wird sich endlich eines wirklichen Friedens Der Krieg hat dem französischen Volt viel Menschen und erfreuen. viel Geld gekostet, aber er hat dafür der Kapitalistenklasse sehr Das ist die Rache, welche die edlen Geister wünschen müssen, große Vortheile gebracht. Ich habe schon von den skandalöfen an dem Fürsten Bismard und an der deutschen Feudalherrschaft Profiten der französischen Bank gefprochen, deren Dividenden zu nehmen." dreifacht haben. Die Großindustriellen des Nordens: des Nord- welcher diese Zeilen geschrieben wurden 1871. Der Pulver während der drei Jahre nach Sedan sich verdoppelt und ver- Versehen wir uns," fuhr Delory fort, in die Stunde, in Departements und der Unteren Seine haben aus dem geruch war noch nicht verflogen. Das Echo des Kanonendonners unglücke Frankreichs nicht geringere Bortheile gezogen, war tönte noch nach. Bathos des Gesellschaftsschreibens hier nicht weiter reden. Wird die Vertretung der Bürgerschaft in ihrer Majorität Es berührt jedoch sehr eigenthümlich, wenn die Pferdebahn- sich dieses Mal der Bwingherrschaft tapitalistischer Begesellschaft, die ihre Angestellten wir meinen natürlich einflussungen und Treibereien entziehen? nicht die Herren Direktoren und Oberbeamten, sondern die Schaffner, Kutscher, Stallleute u. s. w. in schwerer, gesundheitsschädigender Weise ausbeutet und dieselben, ohne Der Verfall des Chauvinismus Aussicht auf spätere Versorgung mit einem spärlichen Lohn abspeist, während Direktion und Aufsichtsrath sehr hohe Tantieme und die Aktionäre 12 pet. Dividende beziehen, von sich behauptet, stets nur im Interesse der Allgemeinheit gehandelt zu haben und sich in tönendem Moralstil Vorhaltungen zu machen erlaubt, die, wenn sie nicht zu widerlich wären, nur erheiternd wirken könnten. Was den ersten Ablehnungsgrund betrifft, so ist derselbe zu technischer Natur, als daß wir ein abschließendes Urtheil darüber geben können. Wir wissen jedoch, daß die Mehr kosten für Akkumulatorenbetrieb in vollem Umfange bei der Formulirung des Paragraphen berücksichtigt worden sind. Der zweite Punkt( angeblich zu hohe Abgabe an die Stadt) if natürlich der Kernpunkt des geſellſchaftlichen Mißbehagens. Die Aussicht auf Schmälerung des Profits als die Finanzleute. Den Herren Thiers und de Pouyer= das können die Herren Direktoren nicht vertragen. Aber auertier, diefen beiden typischen Repräsentanten der um die Dreiftigkeit ganz würdigen zu können, muß man Stapitalistentlasse, muß das Herz vor Freude gehüpft haben, als die Bescheidenheit der städtischen Forderung sich vor Augen sie den Vertrag unterzeichneten, der Frankreich zweier Provinzen halten. Die Abgabe von 8 pet. von der Brutto- Einnahme ist von der Gesellschaft selbst zugestanden worden. Das ist also fein Streitpunkt. Nun verlangt die Stadt, wenn das Unternehmen mehr wie 12 pCt. des gegenwärtigen Aktien tapitals an Reingewinu abwirft, die Hälfte von diesem Mehrertrag. Also die Mehrheit der Deputation, die dieses Verlangen gestellt hat, will die Direktoren und Aufsichtsräthe erst ihre Gehälter und Tautiemen, die Aktionäre erst 12 pCt. also das Vierfache der jetzt für sichere Anlagen standesüblichen Zinsen Dividende verdienen lassen und erst dann auch nur die Hälfte dieses Mehrbetrages für die Stadt, auf deren Straßen und Plägen diese Gewinne er zielt werden, beanspruchen. = beraubte. an den n Er, der sein Leben in dem Feldlager verbrachte, der start in seiner Wissenschaft, stark in seinem Muth, durch die wunderbaren Leistungen seiner improvifirten Truppen gelernt hatte, welcher Leistungen eine organisirte Armee Frankreichs fähig wäre er dachte nicht daran, durch die Gewalt die Mißbräuche der blutigen Erfolgen der Schlachten erhoffte er das Heil. Gewalt wieder gut zu machen. Nicht von den furzlebigen und Die Rache, die Revanche, welche die edlen Geister wünschen müssen, an dem Fürsten Bismarck und an der deutschen Fendal herrschaft zu nehmen, erhoffte Faidherbe von der Vereinigung der in Freiheit sittlich verjüngten Völker." " Die Patrioten waren niedergeschmettert; sie sind es noch! Wenn sie es wagten, würden sie das Denkmal dieses Generals zerstören, der 1871 die Brüderlichkeit der Völker Politische Uebersicht. Gallus. Berlin, 19. November. " der Haupt- Aktionäre der Bergwerke von Anzin, und PouyerHerr Thiers, genannt Vater des Vaterlandes", war einer Quertier einer der Haupt- Baumwollen- Fabrikanten von Rouen. Der Vertrag beseitigte für den einen die Konkurrenz der Elfäffer Kohlen und für den anderen die der Webereien und Spinnereien von Mülhausen und Umgegend. Eine Aera beispielloser Prosperität eröffnete sich nach der Abtretung des Elsasses, der industriell am höchsten entwickelten Provinz Frankreichs. Die Fabrikanten konnten der Nachfrage nicht genügen. Sie er neuerten und verdoppelten ihre Maschinerie, allein es fehlte an predigte. Maschinen zu bedienen. Arbeitern, um die vielen neuen, in aller Haft eingeführten Die Unternehmer jagten einander die Arbeiter ab. In Roubaix warteten fie Bahnhöfen auf die aus dem Ausland, namentlich aus Belgien 90 Und dieses geradezu unbegreiflich bescheidene Verlangen ankommenden Arbeiter. Sie empfingen sie mit freundlichem Lächeln und warmem Händedruck; fie führten fie unter luftigen Aus dem Reichstage. Es war eine Nachlese, die lebut der Direktorenhochmuth, auf seinen Vertrag pochend, Scherzen in die Fabriken und Werkstätten, wo sie ihnen kamerad- heute in der Duelldebatte gehalten wurde, aber sie entbehrte ab. Und diese Leute wagen dann davon zu sprechen, daß schaftlich zutranten; vom Lohn wurde nicht gesprochen: sie zahlten, der interessanten Momente nicht. Freilich was die Herren fie andere als die gewöhnlichsten Geldinteressen vertreten. was die ob des unerwarteten außerordentlich guten Empfangs der Rechten und speziell Graf Mirbach zur Entschuldigung Wahrlich, wer nach diesem Stückchen kapitalistischer Aus- erstaunten Arbeiter verlangten. Jahre hindurch rafften sie der Duellunfitte vorzubringen wußten, hielt sich auch heute beutungssucht nicht weiß, was zu thun ist, dem ist nicht zu Millionen zusammen; man braucht nur durch das Nord- auf einem so niedrigen Niveau, daß es kaum erwähnens helfen. Der dritte Ablehnungsgrund ist ein schlagender Be departement zu wandern, und man flaunt über die große Zahl von werth ist. Nur eine Aeußerung des konservativen Führers weis dafür, daß die beabsichtigten Konkurrenzlinien numöglich Riesenfabriken, zierlichen Landhäusern und prachtvollen Schlössern, verdient festgenagelt zu werden. Derselbe meinte:" E3 werden, wenn deren Unternehmer nicht das Recht er welche die schnell reich gewordenen Fabrikanten während der letzten giebt Fälle, wo es absolut unmöglich ist, halten, in größerem Umfange als bisher die Linien der zwanzig Jahre erbaut haben. Pferdebahn Gesellschaft mitbenußen zu können. Wir sind fischen gibt, stürzte sich in dieses Gelobte Land Kanaan, baute Das englische Kapital, stets auf der Lauer, wo es etwas zu den Geboten der Religion zu folgen. Ob der Herr Graf sich wohl überlegt hat, daß mit nicht gegen das Monopol, aber wir wollen dasselbe für die Hochöfen und Hüttenwerke und beutete die französischen Arbeiter diesem Grundsatz die Entschuldigung für Verbrechen aller Stadt. So lange die Stadt darauf verzichtet, den Nußen aus zu Behntausenden aus. Die Gebrüder Holden, Wolltämmer Kategorien gegeben ist? dem Betriebe der Verkehrsanlagen für sich in Anspruch zu und Wollspinner in Rheims und Roubaix, tamen vor etlichen und Im sonstigen gestaltete sich die heutige Debatte haupt nehmen und Privatunternehmer konzessionirt, so lange zwanzig Jahren mit einem kleinen Kapital nach Frankreich-sächlich zu einem Tuell Lenzmann tontra Kriegsminister. müssen diese natürlich alle mit gleichem Maße gemessen heute sind sie Grz- Millionäre und tragen den Orden der Ehren- Der freisinnige Vertreter für Altena Iserlohn hatte heute werden. Neue Linien sind aber nur möglich unter an- legion auf der Brust zur Belohnung dafür, daß sie als Ausländer einmal seinen radikalen Tag und die Entschiedenheit, mit gemeffener Mitbenutzung der bestehenden Linien, und die wickelt haben. Die Dolfus und Mieg, diese Industrie- der er dem Kriegsminister zusetzte, unterschied sich sehr einen solchen Eifer in Ausbeutung der französischen Arbeiter entWeigerung der Gesellschaft, dies in verständigem und aus- Magnaten des abgetrennten Elsaß, wollten von dem Manna, vortheilhaft gegen die lendenlahme Art, mit der er z. B. reichendem Maße vertragsmäßig zu gestatten, bedeutet das infolge der Niederlage Frankreichs vom Himmel herabträufelte, bei der Justiznovelle auftritt. Herr Lenzmann hatte nichts weiter als den Versuch, für sich ein Monopol zu auch ihrTheil abhaben: fie errichteten neue Fabriten auf dem französisch sich speziell auch über über das das Vorleben des Herrn schaffen, welches bis zum Ablauf des Vertrages andere, gebliebenen Gebiet von Belfort, und können so auf beiden Seiten von Brüsewiß und des erstochenen Siepmann erkundigt, und gleichartige Unternehmungen völlig lahm legt. der Grenze die Arbeiter ausbeuten. Zwei Vaterländer streiten fich was er da als aftenkundig vortragen konnte, unterschied ... und endlich viertens die Ablehnung des verlangten um ihr Herz und füllen ihnen die Taschen. Der Gott Kapital sich sehr von dem, was der Kriegsminister am Dienstag zu Aufsichtsrechtes des des Magistrats. Ei wie verdächtig. hat Dolfus so verschwenderisch mit seiner Gunft überhäuft, daß Was haben denn die Herren zu verbergen? Trägt die der Kassirer des Dolfus'schen Kaufhauses in Paris zwei Millionen erzählen wußte. Nach den Darstellungen des letzteren erschien von Brüsewitz als ein Mustersoldat, während Stadt nicht die moralische Verantwortung für das Unter- Franks stehlen konnte, ohne daß es bemerkt wurde. Die Fabrikanten waren durch die Millionen in ein solches Siepmann ein gewaltthätiger Mensch gewesen sein soll. nehmen? Sollen Angestellte und Publikum auch fernerhin Fieber der Wonne versetzt, daß sie ihr theures Baterland Zeugnisse der Heimathsgemeinde, der Arbeitgeber und der dem Belieben der Direktion überliefert bleiben? Wenn die vergaßen und sich seiner nur erinnerten, um sich zu beglück- Militärbehörde- Siepmann war Gefreiter und städtische Verwaltung den nach unserer Meinung höchst be- wünschen, daß sie ihre elsässer Landsleute losgeworden waren. Unteroffizier in der Reserve- wiederlegten die ministeriellen bauerlichen, nur durch die Zwangslage( Vertrag bis 1911) Als aber die Wahl Lafargue's in Lille 1891 und die des Angaben. Speziell von Brüsewig wurde aber festgestellt, daß er erklärlichen Schritt thut und für die im Verkehrsintereffe sozialistischen Gemeinderaths von Roubaix 1892 den Sozialis ein Säufer und Krakehler ist, dem das Drohen mit der nothwendige Schaffung elektrischer Straßenbahnen mus vor ihnen aufsteigen ließ, ergriffen fie, nicht wissend, Waffe sehr geläufig war. die Konzession Dem Herrn Kriegsminister bis zum wie sie ihn bekämpfen sollten, zu der Waffe des Patriotismus. Jahre 1919 verlängert, so hat fie doch mindestens die Weil die Sozialisten international waren, wurden sie glühende waren die von Lenzmann angeführten Thatsachen ersichtlich Verpflichtung, Batrioten und beuteten die französischen Arbeiter nur aus Bater sehr unbequem; auch die Urtheile der Presse über sein tafür zu sorgen, sorgen, daß ihr daß ihr auf die Gestaltung der landsliebe aus. Liebknecht, Singer und Fischer hatten ver- erstes Debut scheinen nicht ohne Wirkung geblieben zu sein. Verhältnisse ein Einfluß gesichert bleibt, der sie befähigt, gangenen Juli Gelegenheit, den heiligen patriotischen Enthusias- Der Herr Minister vertheidigte seine Position nicht mehr, die Anschauung der Bürgerschaft zu maßgebender Geltung mus der Herren aus nächster Nähe zu bewundern. er entschuldigte nur mehr. Bezeichnend war, daß er zuzu bringen. Also auch in diesem Punkt ist die Deputation Aber alles geht vorüber, selbst die antifozialistischen Feld geben mußte, daß Lenzmann über die Verhält nur zu dem selbst vom Standpunkt der bürgerlichen züge der kapitalistischen Demagogie. Sehen wir, wie sie im nisse des Siepmann und seines Mörders besser unterParteien aus Allernothwendigsten gelangt. Wie wird Norden verschwanden. Sollten letterem, ehe dieser Kampf zwischen Kapital und Wahrnehmung all- die Arbeiterklasse von Lille im letzten Mai aus dem Rathhaus er in einer so wichtigen Sache sein Urtheil abgab, nicht Der alte fleritale und opportunistische Gemeinderath, welchen richtet sei als er, der Minister. gemeiner Interessen enden? Wird die Aktie" den hinausfegte, hatte zur Schürung des Chauvinismus beschlossen, mindestens dieselben Informationsquellen zu Gebote ge Sieg davontragen? Wird der Prozentkommunalismus den dem General Faid herbe, der während des Krieges die standen haben, wie einem einfachen Abgeordneten? Sozialkommunalismus unterkriegen? Wir wissen es Nordarmee befehligt und bei Bapaume gefiegt hatte, ein Denkmal Daß bei der Stellung, welche die herrschenden Kreise nicht. Aber wir fürchten, daß die Solidarität des zu errichten. Er rechnete darauf, die Einweihung zu leiten und zum Duell einnehmen, an eine Beseitigung dieser FrevelKapitals auch in diesem Falle so start ist, daß aller wollte bei diesem Anlaß seinen Patriotismus neuesten Datums thaten nicht zu denken sei, das sprach der Herr Justiz Mahnungen zum Troh auch hier wieder die Majorität der dokumentiren- denn bis zu dieser Zeit hatte er Faidherbe, minister offen aus. Nur eine Aenderung der Sitten verfiel gleich dem von Testelin, der die Berliner Gemeindevertretung die Kapitalsrente über die deffen Grab verfiel gleich Wir hier helfen, meinte der Herr. Interessen der Gemeinde stellen wird. Und doch wäre, es so Vertheidigung im Norden organisirt hatte, vollständig vergeffen. Die Erwartungen der Herren wurden aber stehen, daß wir demgegenüber doch einige Zweifel haben. leicht das Gegentheil zu erreichen. Sezen wir den Fall, durch die Wahlen getäuscht, der alte Bürgermeister, der wir glauben, daß eine Bestrafung der Duellanten nach der Vertrag scheitert an der Verstocktheit der Pferdebahn opportunistische Senator Gery Legrand mußte das Dentinal dem den Bestimmungen, welche das Strafgesetzbuch für gewöhn Gesellschaften. Dann haben die Gesellschaften zwar das neuen Bürgermeister, dem sozialistischen Arbeiter Gustav liche Raufbolde und Todtschläger aufstellt, schon eine Recht, auf ihren Linien bis zum Jahre 1911 mit Pferden zu Delory, übergeben. wesentliche Einschränkung der Duelle im Gefolge haben fahren, aber glaubt ein Mensch daran, daß dies geschehen wird? Die Klerikalen und Opportunisten erklärten, daß ein würde, vorausgesetzt freilich, daß die Urtheile ausgeführt Nein gewiß nicht, und die Gesellschaften am wenigsten. Denn es sozialistischer und internationaler Bürgermeister das Denkmal und nicht durch zahlreiche Begnadigungen forrigirt würden. steht fest, daß der elektrische Betrieb 30 bis 40 Prozent eines Vaterlands- Vertheidigers nicht einweihen könne. billiger ist, als der Betrieb mit Pferden und viel Der„ Reveil", das Organ der Arbeiterpartei, erwiderte mit Wenn aber gar durch Gesetz bestimmt würde, daß die größere Mengen befördern kann. Dazu kommt noch, Faibherbe heftig wegen seines Republitanismus angriffen, und knüpften Einkommen verluftig gehen sollen, wir sind über. Auszügen aus den katholischen Zeitungen, die nach dem Krieg Duellanten ihrer Aemter, und Würden und der damit ver daß der Verkehr sich enorm steigern und dadurch eine sehr fündigte an, daß er eine Liste der hervorragenden Kapitalisten ver- zeugt, der Duellsput würde in fürzester Zeit verschwinden. erhebliche Mehreinnahme beziehungsweise Ueberschuß erzielt öffentlichen werde, die während des Krieges über die Grenze gelaufen So lange aber das Duell keine infamirenden Wirkungen wird. Eine tapitalistische Assoziation müßte ja also waren, um ihr Vaterland gegen die Preußen in Belgien zu vertheidigen, hat, sondern diese Todtschläger mit einem gewissen Kultus geradezu verrückt sein, wenn sie sie nicht in ihrem und daß er das Gleiche mit den Namen von Mitgliedern der umgeben werden, so lange hört diese Barbarei auch nicht eigenen finanziellen Interesse den Pferdebahnbetrieb durch Arbeiterpartei thun würde, die unter der Fahne gestanden haben, auf. Unsere maßgebenden Kreise" sind eben für die humanen den elektrischen ablöste. und die, an der Zahl mehr als 2000, eine Sektion der Partei in Lille bilden. Die tapferen Patrioten baten um Waffenstillstand Grundfäße des wahrhaften Menschenthums noch nicht reif Bleibt die Stadt fest, so ist der Zeitpunkt sicher nicht feru, und erklärten, daß man sich, um das Andenken eines Helden- und deshalb können sie des Raufboldenkodexes noch nicht wo die Pferdebahn- Gesellschaft ohne Konzessionsverlängerung fohnes Frankreichs zu ehren, vereinigen müsse. die städtische Verwaltung bitten wird, ihr statt des Pferde- Die Patrioten paßten Delory bei seiner Einweihungsrede Recht treffend führte dies unser Genosse Schulze( Königs den elektrischen Betrieb zu gestatten. Kommt dann noch scharf auf, Delory ist aber der Mann, um derartige Schwierig berg), als letzter Redner in der Debatte aus und verflocht dazu, daß die Stadt ein großes Netz von elektrischen teiten zu überwinden. Seine Rede ist ein kleines Meisterstück er einige lokale Vorgänge, besonders die Börsengarten Straßenbahnen anlegt und betreibt, und damit der politischen Geistes. Die Gegner waren so erstaunt, daß teine Affäre, in seinen Vortrag, damit zeigend, daß der Militaris. Pferdebahn an und auf ben Bourgeoiszeitung fie erwähnte, während alle daran Anmus in seinen Auswüchsen überall dieselben trüben Ev Leib rückt, so wird dieselbe sehr bald darüber belehrt sein, daß Generale. und festlich gepuzten Kapitalisten in feinem ge nahmen, daß Delory si inmitten der scheinungen zeitigt.sie, um lebensfähig zu bleiben, ben elektrischen wöhnlichen Anzug im Ueberrod und rundem Filzhuter Die zweitägige Debatte ist zu Ende. Ein greifbares Betrieb und den Zehnpfennig Tarif einführen muß. Und schienen war. 350 29 ial ind tann entbehren. ges Resultat tonnte sie nicht haben. Eines aber ist sicher, der im Jahre 1911 ist dann die Geschichte mit der Pferdebahn Wie Faidherbe ein tapferer und weifer General war," Kreis jener, welche mit uns die Forderung stellen: Fort " bik Deutsches Reich. Bur Die mit dem Militarismus! er wird wachsen mit jeder solchen Jacob vor der vierten Strafkammer des Landgerichts I zu ver Desterreich. Verhandlung. antworten. Es handelte sich um einen durch nichts begründeten Prag. Der Verein böhmischer Zuckerindustrieller hat an Die Duelldebatte im deutschen Reichstag wird rohen Ausdruck, den der Angeklagte gegenüber der Person des die Regierung eine Eingabe gerichtet, in welcher die Regierung Kaisers in Anwendung gebracht hatte. Seine Ausrede, daß er gebeten wird, auf diplomatischem Wege der deutschen Regierung von der englischen Presse mit besonderem Jnteresse ver- einen Bekannten namens Kaiser habe und die beschimpfende unter Hinweis auf die unumgängliche Nothwendigkeit einer gemeinfolgt. Die Times" meint, die von der Regierung vor- Aeußerung diesem gelten sollte, fand beim Gerichtshof feinen schaftlichen Einschränkung der Budererzeugung geschlagenen Mittel zur Bekämpfung des Duells seien Glauben, der Angeklagte wurde zu 2 Monaten Gefängniß zum Zwecke der Gesundung der Zuckerindustrie in beiden werthlos und sie glaubt, das Unwesen lasse sich nur durch verurtheilt. Reichen eine dringende Vorlage zur Erwägung zu empfehlen, entehrende Strafen oder, wie Munckel vorschlug, durch durch welche die nächste Jahreserzeugung DeutschAusschließung der Duellanten vom Hofe überwinden. Die lands auf 14 Millionen Meterzentner be vom Kriegsminister vorgetragene Theorie werde weder das schränkt wird.- zu demselben Gegenstand theilt das Preisnotirungen für Getreide. Die Berliner übertriebene Standesgefühl des Offizierkorps mildern, noch Korrespondenz" schreibt: Bei der neuerdings im Reichsamte der ungarischen Regierung nahestehende Blatt Beſti Naplo" die bürgerliche Bevölkerung von der Ernstlichkeit des des Innern zwischen Vertretern des Reichs und der Bundes. mit, daß das Auswärtige Amt im Einvernehmen mit den beiden Wunsches der maßgebenden Kreise, dem Duellunfug ein Staaten, in deren Gebieten Börsen sich befinden, stattgehabten Be- Regierungen die diplomatischen Verhandlungen wegen AufEnde zu machen, überzeugen. Besonders empört ist die rathung über die Ausführung des Börsengesetzes vom 22. Juni Zwischen dem Deutschen Reiche und Desterreich- Ungarn haben bebung der Zuderprämien unverzüglich einleiten werde. Times" über die Sophistereien und Blasphemien, mit denen 1896 ist auch die Gestaltung der Preisnotirungen für Getreide hierüber schon in früherer Zeit vertrauliche Besprechungen statt. erörtert worden. die Duellfreunde den sittlichen und christlichen Charakter Das Börsengesetz sieht für die Kurs: notirung an des Duells zu vertheidigen suchen. Es sei begreiflich, daß vor, welche bezwecken, eine der wirklichen Tage des Börsen- Ausführung derselben wurde durch die Haltung des Ministeriums den Produktenbörsen Sicherheitsvorschriften gefunden, die zu gewissen Abmachungen geführt haben. fich das Bürgerthum gegen eine solche Bertheidigung eines verkehrs entsprechende Preisanschreibung herbeizuführen und Meline verhindert. Da nun die Aktion diesmal von Frankreich barbarischen, verbrecherischen Gebrauchs auflehne. Es sei argliftigen Beeinflussungen der Notizen vorzubeugen. ausgeht, sei mit Grund zu hoffen, daß die Politik der Prämien nicht zu glauben, daß ein gelegentlicher Todtschlag zur Ergänzung der Börsennotizen ist die Herstellung eines Nach alsbald wird verlassen werden können. Erhaltung des militärischen Muthes dringend erforderlich richtenwesens beabsichtigt, welches die in den Produktionsgebieten-Amtlicher Duellzwang. Einem Telegramm der fei. Jedenfalls trage die im Falle Brüsewitz gemachte Er des Reiches außerhalb des Großverkehrs der Börse gezahlten Ge- Frantf 3tg." aus Brünn zufolge löfte die Statthalterei ben fahrung, daß ein echt für das Bürgerthum, ein anderes treidepreise schnell zur Kenntniß weiterer Kreise bringt. Bu hiesigen Berein deutscher Technifer, Sudetia" auf, weil er jüdische für feine Herren gelte, nicht zur Beseitigung der allgemeinen diesem Zwecke sollen die bestehenden Einrichtungen der Marktpreis: Hörer nicht für satisfattionsfähig erklärt hatte. Statistit nußbar gemacht werden, wie ste namentlich für den Mißstimmung bei. Ungarn. Bedarf der Militärverivaltung bereits Verwerthung findet. So die Times". Durch entehrende Strafen ist Für die Preisanschreibungen werden Die offiziöse Presse fällt mit den schärfsten Ausdrücken aus dem ge über den österreichischen Ministerpräsidenten Badeni her, dem das Duell aber sicher nicht auszurotten. Es genügt, daß fammten Reichsgebiete etwa 30 bis 40 Drt sie vorwirft, seine Schuld set es, daß in den Ausgleichsman die Duellanten nicht als eine bevorzugte Menschen- fchaften ausgewählt werden, in denen die Preisverhandlungen tein Fortschritt zu verzeichnen sei. Wenn forte behandelt, und daß man ihnen die Aussicht auf eine bildung ohne von den täglichen Schwankungen an den er im österreichischen Parlament teine ausgleichsfreundliche Carrière im Staatsdienst verschließt, während sie heute Börsenplätzen unmittelbar beeinflußt zu werden, für einen Mehrheit zusammenbringen könne, so möge er gehen. den Nicht Duellanten verschlossen wird. größeren Wirthschaftsbezirk als typisch gelten kann. Die Markt- Budapest, 19. November. Die von den Sozialdemokraten fommissionen dieser Ortschaften sollen angewiesen werden, geplanten Massenumzüge am Eröffnungstage des Reichstages die Feststellungen jedes Markttages alsbald, nachdem sie erfolgt sind von der Polizei verboten worden, und zwar unter Ansind, telegraphisch an eine bestimmte Zentralstelle mit drohung der Anwendung von Gewalt. zutheilen. Als Getreidegattungen kommen Weizen, Roggen, Gerste und Hafer in betracht, hinsichtlich beren, soweit thunlich, die für gute, mittlere und geringe Sorte gezahlten Affäre Dreyfus. Die Familie des wegen Landesverraths höchsten und niedrigsten Preise anzugeben sein würden, nach der zu Guyana gehörigen Teufelsinsel deportirten Hauptmanns Borausgesetzt wird, daß die Marktkommissionen in der Lage sein Dreyfus hatte in der letzten Zeit große Anstrengung gemacht, um werden, an jedem Markttage zusammenzutreten und die Fest- das Wiederaufnahme- Verfahren durchzusetzen. Am Mittwoch tam Ueber den Fall Brüsewik sucht die Reaktionspresse stellung vorzunehmen. Die Mittheilung der Preisfeststellungen die Sache infolge einer Interpellation vor die Kammer. Man beschloß einstimmig, zur Tagesordnung überzugehen. das Publikum systematisch irre zu führen. Sie behauptet, iedes Markttages soll bereits vom 1. Januar 1897 ab be beschloß einstimmig, zur Tagesordnung überzugehen. Am 18. November fand in der Generalraths: ähnliche Handlungen kämen in allen Ständen vor, und ginnen. In Preußen werden nach der Anweisung zur Notirung Sigung des Seine Departements bei Besprechung jetzt eine Heze gegen die Offiziere zu eröffnen, sei un der Preise für Naturalien und andere Lebensbedürfnisse vom der Substription eines Geschichtswertes über die Kommune eine gerecht; man eröffne ja auch feine Heze gegen die Bürger 27. September 1893( M. BI. S. 249) die Marit revolutionäre Rundgebung statt. Gin Redner bestieg und Arbeiter, wenn einmal ein Bürger und Arbeiter einen tommissionen durch den Gemeindevorstand gedie Tribüne und hielt eine Lobrede auf die Kommune. Der Mord oder Todtschlag verübt habe. Das ist eine grobe bildet und haben ein Mitglied bes lekteren zum Präfeft legte Protest dagegen ein. Die Versammlung beschloß Verschiebung der Thatsachen. Wenn ein Bürger oder Ar- Borsigenden. Sie sind den örtlichen Verhältnissen ent- fedoch die Anschaffung des Wertes mit 59 gegen 11 Stimmen. beiter einen Mord oder Todtschlag begeht, so wird es nie sprechend in der Weise zusammenzusetzen, daß den Interessen der Belgien. ly mand einfallen, dies( anders als psychologisch vom mensch Konsumenten und Produzenten möglichst gleichmäßig Rechnung-Spielwirthschaft, Rongoftaat und Jn. lichen Standpunkt) entschuldigen oder gar beschönigen zu fammern bestehen, sind Abgeordnete derselben zuzuziehen. In 16. November aus Brüssel geschrieben: Die Spielklubs mehren getragen wird. Wo taufmännische Korporationen oder Handels- validitäts- Versorgung. Dem H. Corr." wird unterm wollen. Dies ist aber im Fall Brüsewiß geschehen. Und Kleineren Marttorten bleibt es dem Ermessen sich massenhaft und fördern nicht nur die Spielwuth, sondern die Ermordung des unbewaffneten Arbeiters Siepmann be 3 Gemeindevorstandes anheimgestellt, von der Bildung auch die Unfittlichkeit. durch den bewaffneten Junker Brüsewitz ist von der Junkerpresse einer Martttommission abzusehen und die Obliegen wollte durch ein scharfes Gefeß dem ganzen Unwesen ein Ende Der frühere Justizminister Lejeune sogar als eine Ehrenpflicht bezeichnet worden. Hier heiten der letzteren selbst wahrzunehmen. machen, tonnte aber die Zustimmung des Königs nicht erlangen gegen hat die empörte öffentliche Meinung sich gewandt. Pfarrer Witte theilt in einer an die Blätter ver- und nahm seinen Abschied. Der König hatte nämlich durchUnd mit um so größerem Recht sich gewandt, weil die fandten Erklärung mit, daß auch er gegen das vom Schöffen gesetzt, daß dem englischen Salpeterkönig North, eine FinanzKreise, in deren ungesunder Atmosphäre solche An- gericht gegen Stöder gefällte urtheil Berufung füße des Kongostaates, zum Dank für in Afrika geleistete und zu schauungen gewachsen sind, augenblicklich zu den herrschen eingelegt habe. Ginmal, um neue Beugen zu führen, zweitens, leiſtende Dienste die Dünen bei Oftende abgetreten wurden. North den gehören. Das deutsche Volk befindet sich der junter- damit es nicht in die Hand des Herrn Stöcker gelegt ist, ob wollte dort ein zweites Monaco" schaffen. Die Sache ist jetzt lichen Standesebre gegenüber jetzt in einer ähnlichen Lage, eine nochmalige Verhandlung stattfindet er tönnte ja feine im Gange. Der Sohn North's führt dieses Unternehmen fort. Als Lejeune zum Senator gewählt worden war, brachte er wie das französische Bolk vor Ausbruch der Revolution. Berufung hinterher zurücknehmen". Damals nahmen die frechen Junker sich bekanntlich das Recht, jedes Bürger- oder Arbeitermädchen verführen und beschimpfen, jeden Bürger und Arbeiter, der ihnen mißfiel, niederstechen oder niederhauen zu dürfen. Das Nähere ist in der Geschichte der französischen Revolution nachzulesen. Bismarck Klatsch. Unter anderen Enthüllungen" machte der Besizer des Sachsenwaldes jüngst die, der ruifische Kaiser habe 1876 die Absicht gehabt, Desterreich zu überfallen. Das soll in Petersburg verschnupft und die russische Regierung Schritte gethan haben, um einen Widerruf zu erwirken. Nun das klingt etwas abenteuerlich, obgleich man der Gesellschaft alles zutrauen kann. halten. Frankreich. Er gedenkt betrübt der Zeiten, als willigte 625 000 m. als Beihilfe zum Kanalbau Ostsee Hauptmann Lothair n dem Prozeß gegen den " aber Breslau. In der Angelegenheit des Ende August dieses sofort im Senat den von dem König abgelehnten Gefeßentwurf Jahres in der Militär- Schwimmanstalt zu Kleinburg ertrunkenen gegen das Hazardspiel ein. Das Ministerium bekämpfte diesen Entwurf als zu radikal; er wurde an einen Ausschuß verwiesen, Kürafficers Walter ist nach einer Meldung der„ Volkswacht" am Inzwischen ist aber die Mißwirthschaft so arg geworden, daß lehrer Unteroffizier Ulrich ist zu vier Jahren Feftungshaft ver: Meinung, daß alle Spielklubs beseitigt werden müssen, in Sonnabend Abend das Urtheil gefällt worden. Der Schwimm- ihr Einhalt gethan werden muß. Der Senatsausschuß ist ber urtheilt, der aufsichtführende Lieutenant Saurma- Jeltsch auf fünf zwei Städten aber öffentliche Spielhäuser unter staatlicher AufJahre im Avancement zurückgesetzt worden. Das Urtheil ficht zu errichten sind. Die betreffenden Städte sollen 1/4 des Ueber Sozialdemokraten, Bajonette und Kanonen unterliegt noch der Bestätigung des Kaisers als obersten Kriegs- Gewinns, 3/4 soll die Kasse für die Invaliden der Arbeit erveröffentlicht der bekannte Herr v. Massow, der schon herrn und ist daher vorläufig noch nicht vollstreckbar. vor einigen Jahren einmal den Staatsstreich empfahl, einen Schwerin i. M., 18. November. Der Bürgerausschuß be. Brüffel, 18. November. In wunderschönen Artikel. Thes noch der Arbeitgeber seine Arbeiter geschlossen zur Wahl. Schweriner See unter der Bedingung, daß die nach Süden versprechen3 wurde der Angeklagte zum Ersatz der Roften urne brachte, und damit so und so viel Stimmen wog, bis zur Elbe weiterzuführende Wasserstraße gleichzeitig und in verurtheilt, die dem Fräulein van Sed im Hinblick auf die denselben Dimensionen ausgebaut werde. bevorstehende Berehelichung entstanden sind. Der Gerichtshof ist während er als Wähler heute nicht mehr als sein Haustnecht gilt." Daher käme die große Entwicklung der Sozialwahl im Wahlkreis Mainz Oppenheim. Mainz. Amtliches Ergebniß der Reichstags- Erfaz der Ansicht, daß der Ruf des Frl. van Heck keinen Schaden ges Gewählt ist litten habe, da ihr Name im Laufe des Prozesses nur mit Achtung demokratie. Und niemand dächte daran, diese geistig aber Dr. Schmitt( Bentrum) mit 10 287 Stimmen. Genoffe genannt wurde. mit Gewalt zu bekämpfen. Aber: Dr. David erhielt 10 112 Stimmen. Ungiltig waren 66 St. England. Der einzige Trost, den wir haben, sind die München. Gegen die Amberger Boltszeitung" Der Melville'sche Spiel und Kronzeuge, Bajonette und Kanonen unserer Soldaten soll wegen unstatthafter Veröffentlichung eines auf ein ehren der gegen Bell, das einzig im Polizeinet hängen gebliebene Wer giebt uns denn aber die Gewähr, daß diese Soldaten auch räthliches Urtheil bezüglichen Reſtripts des Prinzregenten straf- Fischlein von der letzten großen Verschwörung", ins Jeld ge in weiterer Zukunft für uns und gegen die Sozialdemokratie rechtlich eingeschritten werden. Das genannte Blatt hält übrigens führt ward, um das Märchen vom internationalen Dynamit Tämpfen werden?... Mag die Disziplin auch noch so große feine Mittheilung in bestimmtester Form aufrecht. fomplott nicht gar zu lächerlich erscheinen zu lassen, ist, wie alle Wunder wirken, bei zweijähriger Dienstzeit besteht die eine - Haberer Prozesse und Sozialdemokratie, diese Gesellen, ein Lump wie er im Buch steht. Er gab vor Hälfte des Heeres aus Soldaten, die erst ein Jahr unter der Wie Münchener Blätter berichten, vergeht jest taum ein Tag, Gericht zu, daß er sich durch„ radikale" und blutrünſtige Reden Fahne sind, die andere aus Rekruten.( Bei dem jetzigen Fortschreiten der Sozialdemokratie würden nun die meisten vor ohne daß nicht ein halbes Dugend„ Haberer" geschlossen in das in das Vertrauen der Fenier oder vereinigten Irländer" einErwähnenswerth geschlichen und bei der Verschwörung" mitgemacht habe ihrem Eintritt in das Heer Sozialdemokraten gewesen Münchener Gefängniß eingeliefert werden. sein.) Selbst wenn es ihren militärischen Vorgesetzten gelingen find die aus diesem Anlaß gemachten Bemerkungen des Bater natürlich nur, um sich im Vertrauen seiner Opfer zu halten. bekannt, daß er ex war, ber sollte, fie anderweit zu beeinflußen, so wird die Sinnesland".Sigl, Aber warum diese drakonische Härte gegen die Jetzt wird änderung doch nicht so weit gehen, daß sie, wenn ihre neu- Anhänger diefer veralteten Volksfitte? Um eines groben Unfugs die denunzirten Verschwörungen angezettelt, und das änderung doch nicht so weit gehen, daß fie, wenn ihre neu- willen hält man hunderte von harmlosen Bauern halbe Jahre felber fabrizirt hat. Die wildesten Mord- und Dynamitartikel Material, welches er ber englischen Polizei lieferte, eingetretenen Rameraden die an Zahl ebenso stark sind, wie fie fich dessen weigern, für sich allein auf das Bolt lang in Untersuchungshaft und schickt sie dann auf Jahre, im selber fabrizirt hat. Die wildesten Mord- und Dynamitartikel im der„ Irischen Welt" sind von ihm geschrieben. Kurz, die Polizeischießen und noch viel weniger werden sie ihre Gewehrläufe Mindestfalle auf Monate, ins Gefängniß, um- Sozialbemo mache der ganzen„ Verschwörung" ist jetzt schon erwiesen, und fraten daraus zu züchten. gegen die Kameraden richten." Die Landbevölkerung ist, feit es Wie schade, wie schade! Staaten giebt, die Grundsäule des Staates gewesen; glaubens ber bevorstehende Prozeß, falls es der Polizei nicht gelingt, die -Der Artikel ist erschienen und fönigstreu, bas waren die Attribute der Bauern. Über, Sache noch zu vertuschen, wird sensationelle„ Enthüllungen" über im Deutschen Wochenblatt" und das erklärt manches. sie waren es; der Sozialdemokratie ebnet man damit die Wege." schwigt inzwischen Blut vor lauter Angst, denn er fürchtet, die das internationale Spigelthum bringen. Der Lump Jones Hat das Deutsche Wochenblatt", das in Gemeinschaft Reichstags- Erfahwahl im 18. württembergirländer würden ihn ermorden. Das ist jedoch eine grundlose mit dem Abgeordneten Arendt von dem Bruder des fchen Reichstagswahlkreis. Gesammtresultat: of Furcht, denn wirtliche Verschworene, die er verrathen konnte, berüchtigten Schröder, des bekannten, jüngst vermann( Bentrum) mit 10 556 Stimmen gewählt. Bräuchle hat es gar nicht gegeben. urtheilten Halunken herausgegeben wird, doch auch( füdd. Volksp.) erhielt 5880, 2 g ft er( Soziald.) 1262 und Geß die Schändlichkeiten der Leist, Wehlan, Schröder 2c.( Nationalliberal) 445 Stimmen. Der Wahlfreis ist alter Zentrums-Im Foltething stand der Antrag auf geheime bedingungslos als Kulturthaten vertreten. Es würde jeden besig. tons Abstimmung bei den Wahlen zur Berathung. Von den falls auch an der Niedermegelung von Sozialdemokraten Zum Fall Jung Stilling wird aus Karlsruhe Moderaten" war der eine Theil für das Gefeß, der andere feine helle Freude haben. Daß gegen die obige von Herrn noch berichtet: v. Massow an die Wand gemalte Gefahr" aber die Wie von drei Polytechnikern, Söhnen angesehener Karls- bagegen, der dritte enthielt sich der Abstimmung. Der Antrag wurde mit 66 gegen 11 Stimmen angenommen; 23 Abgeordnete Gründung von Jugendheimen helfen würde, wie ruher Familien, bezeugt wird, hat Jung Stilling, während enthielten sich der Abstimmung. Hierauf wurde der Antrag be er es empfiehlt, um dadurch die jungen Leute von der. Brüsewiß den Siepmann verfolgte und niederstieß, die Thüre treffend die Unfallversicherung zur Debatte geftellt. Der zugehalten, damit niemand dem Siepmann, der jammerte und Sozialdemokratie fernzuhalten: das ist doch ein bischen ichrie, zu Hilfe eilen konnte. Nun ist Jung Stilling im Reformantrag wurde nach kurzer Berhandlung einer Kommission Jung.Stilling gar zu naiv. Sollte nicht eine den Forderungen Militär Strafverfahren als Haupt- Entlastungszeuge überwiesen.ber Arbeiter weit entgegenkommende des v. Brüsewitz aufgetreten und als solcher auch vereidigt Sozialpolitik doch wirkungsvoller sein, und noch ein worden. Nach§ 56 der Straf Prozeßordnung wäre feine Herald" über die Beilegung der Streitigkeiten zwischen Stalien Rom. Offiziös wird erklärt, die Meldung des New- Yorker befferes Mittel bilden, als die Bajonette und Kanonen der Beeidigung überhaupt nicht zulässig gewesen. Soldaten" und Jugendheime"? Wie man vermuthen muß, hat er aber dem Auditeur von dem und Brasilien sei unrichtig und verfrüht; die Verhandlungen Rußland als Wohlthäter für Judien. Wer kennt nicht beeidigen tönnen. In diesem Falle wäre aber auch seine Thürezuhalten nichts gesagt, sonst hätte ihn derselbe doch nicht dauerten noch fort. die Geschichte der slavischen Wohlthätigkeitsgesellschaft, unter beeidigte Aussage, weil er feine eigene Betheiligung verDeren Firma die Aufstände in Bosnien, der Herzegowina, in fchwieg, eine unrichtige." Bulgarien, alle Kämpfe gegen die Türkei vorbereitet und ges fördert wurden? Nun wo Rußland der beste Freund des Sultan " $ " Dänemark. Italien. Mailand, 18. November. Wie JI Sera" erfährt, wird der Kostenersaß, welcher an Menelit für die Unterhaltung der Gefangenen zu zahlen ist, auf 10 Millionen Lire berechnet. -Preßtnebelung und Korruption. Der Frkf Der Gouverneurposten von Deutsch. 3tg." wird aus Mailand geschrieben: geworden ist, nimmt sich wohl aus gleichen politischen Beweg- Ostafrita soll dem Herzog Johann Albrecht Aus Anlaß der gegenwärtigen Standale fordert die Presse gründen der ruffische Wohlthätigkeitssinn der armen Inder an. von Mecklenburg angeboten worden sein. Der Herr Herzog vor allem, daß die berüchtigten Breßtnebel Paragraphen des Aus Petersburg wird gemeldet: ist seit zwei Jahren Vorsitzender der deutschen Kolonial- Gesell Gefeßes Banartelli aus dem Strafgefeße wieder ausgemerzt werden, Für die von der Mißernte betroffene Bevölkerung Indiens fchaft, Major und hat bisher keine Gelegenheit gehabt, einen Gin- ohne welche die öffentlichen Kalamitäten aller Art niemals den finden in allen großen Residenzblättern Sammlungen statt. blick in die Verwaltungsgeschäfte zu gewinnen. Allerdings hat er gewaltigen Umfang angenommen hätten, den sie leider heute Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozeffe. vor etwa einem Jahre Ostafrita einen kurzen Besuch ab- in Italien haben. Was alle Welt weiß, das ist der Presse ver Wegen Majestätsbeleidigung hatte sich gestern der Arbeiter Gruft gestattet. boten zu sagen. Behn Monate Gefängniß ist bie geringfte Strafe für einen Redakteur, der über jemanden ehrenrührige Dinge zu wegen dreier Artikel der„ Sächs. Arb.- 3tg." Im ersten Artikel| Feststellung der Ursache der Eyylision hat noch nicht erfolgen lagen wagt, und von diesem dann auf Verleumdung verklagt war der Amishauptmannschaft Dresden- Altstadt die Verschleppung lönnen; muthmaßlich find es schlagende etter gewesen. Die wird. Das Gesetz erlaubt nicht, den Werth der Beschuldigung einer Sache zur Last gelegt, während die Schuld der Gemeinde Wetterführung funktionirte tadellos. zu untersuchen; der Kläger kann die Erlaubniß zur Beibringung vorstand in Löbtau trug; die Amtshauptmannschaft fühlte sich Das Tarifamt für Deutschlands Buchdrucker versendet des Wahrheitsbeweises verweigern, und so kommt es denn, wie dadurch beleidigt. Ferner foll durch diesen Artikel der der Amts- eine Mittheilung an die Presse, darunter auch an den Vor es so vielen Redakteuren geschehen ist: daß sie ins Gefängniß hauptmannschaft unterstehende Brigadier Nest mann bewärts", worin die Behörden und der einfichtsvollere mußten, weil sie einen Hallunken einen Hallunken genannt hatten leidigt sein, der mit dem in Löbtau stationirten Wacht Theil des Publikums ersucht werden, ihre Aufträge und trotzdem sie die Beweise für ihre Beschuldigungen in Händen meister Reinhold verwechselt worden war. Nestmann soll nur solchen Druckereien zuzuwenden, die den allgemeinen hatten. Die italienische Presse ist in bezug auf die Kritik der ferner durch die beiden anderen Artikel, also im deutschen Bucht ruckertarif anerkennen und ihre Gehilfen danach fich immer breiter machenden Korruption vollständig verschüchtert ganzen dreimal beleidigt sein. Die beiden legten Artikel be- bezahlen. Bis jetzt ist, nach Angabe des Tarifamts, der Tarif und sieht unthätig zu, wie anerkannte Gauner in Amt und trafen das Auftreten Nestmann's bei der Ueberwachung von von 1320 Firmen mit 18 000 Gehilfen anerkannt. Würden siten und Herren im Lande sind. Versammlungen. Das Urtheil gegen unsern Genossen Wittrisch Unter der sozialdemokratischen Arbeiterschaft ist es schon Türkei. lautete, wie schon bemerkt, auf 6 Monate Gefängniß; die Be- längst Brauch, ihre Drucksachen in den Geschäften herstellen zu leidigung der Amtshauptmannschaft wurde mit 2 Monaten, die lassen, wo der Tarif bezahlt wird. Auch hierin bieten die des Gendarmerie- Brigadiers Nestmann mit zweimal 3 Monaten Sozialdemokraten den Behörden und dem bürgerlichen Publikum bewerthet, welche Strafen dann in eine Gesammtstrafe von ein nachahmenswerthes Beispiel. Monaten zusammengezogen wurden. Das Strafmaß ist selbst Kennzeichnend für die Agitation der Bäckermeister für die sächsische Justiz auffällig hoch; wegen Beleidigung des gegen die bekannte Bundesrathsverordnung ist das Verfahren sächsischen Gesammtministeriums hat man Wittrisch seinerzeit nur zu des Freien Deutschen Bäckerverbandes. Er hat Fragebogen an 3 Monaten Gefängniß verurtheilt, die Beleidigung des Gendarmen die Meister verfandt, worin unter Punkt 6 gefragt ist: einer Coppelt so boben Strafe geahnbet. Die„ Gächf. Arb. 3tg." bemerkt zu dem Urtheil u. a.: Ein Gendarmerie- Brigadier, der Philadelphia, 18. November. Der Kapitän des Freians Gründen, die bei allen mit nur einiger Gefeßkenntniß ausregelmäßig Versammlungen überwacht, löst Versammlungen auf beuter Dampfers, Laurada" wurde heute auf grund von brei Anklagepunkten wegen Unterstützung der kubanischen Auf ständischen unter Anklage gestellt. Der zur In Konstantinopel sind neuerdings zahlreiche Verhaftungen von Mohamedanern vorgekommen. Aburtheilung der bei den Ereignissen des 26. August betheiligten Armenier eingesetzte besondere Gerichtshof verurtheilte den armenischen Bischof der Vorstadt Hastiöi zum Tode. Der Raffationshof bestätigte das gegen den armenischen Bischof in Bitlis infolge der Unruhen im vorigen Jahre gefällte Todes urtheil. 1708 Amerika. Bueros- Aires( Argentinien), 18. November. Die Kammer der Abgeordneten genehmigte eine Inlandssteuer auf 3uder von 6 Centavos per kilo und eine Ausfuhr prämie von 12 Centavos auf das Kilo Zucker. Afrika. Aus Kairo wird dem„ Daily Telegraph" gemeldet, daß der Kriegsminister einen Zuschuß von 40 000 Pfund Sterling über das Budget hinaus verlange, um die Streitkräfte auf der gegenwärtigen Höhe zu halten; der Finanzminister ist geneigt, diese Summe zu gewähren. Partei- Machrichten. Gemeindewahlen. Bei der Gemeinderathswahl in Gera erhielten unsere Kandidaten 1328-1518 Stimmen, die Gegner 1652-1888. Gegen die vorige Wahl haben unsere Stimmen und die der Gegner ziemlich gleichmäßig zugenommen. In Leumniß bei Gera siegten in der Arbeiterklasse die fozialdemokratischen Kandidaten. Von 74 insgesammt abgegebenen Stimmen erhielten fie 41-67. Bei der Gemeinderathswahl in Greiz wurden unsere beiden Genossen Fe u stel und Jahn gewählt. Wie berichtet wird, ist dies das erste Mal, daß dort Sozialdemokraten in die Gemeindevertretung einziehen. In Beulenroda( Reuß ä. 2.) wurden drei Parteigenossen in den Gemeinderath gewählt. Es war das erste Mal, daß unsere dortigen Anhänger mit eigenen Kandidaten auf den Plan traten. 6 Sind Ihre Gehilfen für den Maximalarbeitstag eins genommen? Gehilfen sind gegen den Marimalarbeitstag. Gehilfen sind für den Maximalarbeitstag. Diejenigen Ihrer Gehilfen, welche gegen den Maximal- Arbeitstag find, wollen Sie untenstehend gefälligft unterzeichnen laffen. Der einzelne Bäckergehilfe soll dann folgendes Schema unterschreiben: einen Versammlung erklärt er, daß er es nun satt hätte, die gerüsteten Leuten allgemeines Ropfschütteln erregen. In der Versammlung dauere schon drei Stunden; die andere löft er auf, weil das Fenster aufsteht oder weil ein Redner eine schwere Beleidigung ausgesprochen habe durch die Be bauptung, daß die Fürsten im Mittelalter Kirchengut geraubt Endesunterschriebene Bäckergehilfen, beschäftigt bei dem baben u. f. w. Die Presse, die die Aufgabe hat, solche MißBäckermeister..... in..... erklären fraft ihrer Unterstände öffentlich zu rügen und für ihre Abstellung zu sorgen, schrift, daß sie mit der Verordnung über den Maximal nimmt sich der Sache an, kritisirt das Verhalten der Beamten, Arbeitstag in den Bäckereien absolut nicht einverstanden sind." und anstatt ihr nun Dank zu wiffen dafür, daß sie auf Natürlich werden die wenigsten Gehilfen wagen, entgegen Beobachtung der Geseze drängt, faßt man den Redakteur und der Meinung ihres Ausbeuters für den Maximal- Arbeitstag steckt ihn wegen Beleidigung des Gendarmen auf Monate ins Gefängniß. Der Beamte aber wird ruhig weiter zu dem zustimmen, weil sie andernfalls fürchten müssen, auf die Straße gesetzt zu werden. Das auf solche Weise zu stande kommende Dienste verwendet, zu dem er sich so wenig geeignet erwiesen Material, das der Regierung und den Reichstags- Abgeordneten hat, und die Staatsbürger müssen weiter gewärtig sein, in Ausübung ihres Bersammlungsrechtes in unzulässiger Weise beschränkt zugesandt werden soll, hat demnach gar keine Bedeutung. zu werden. -Wegen Beleidigung eines Herrn Peiler, Mitglieds des Banter Konsumwvereins, wurde der Redakteur und Verleger des Norddeutschen Voltsblatts", Genoffe Paul Sng, vom Schöffengericht zu 100 M. Geldstrafe und den Kosten verurtheilt. " Tem städtischen Arbeitsamt in München, das am 1. November ein Jahr bestand, wird in der N. Allg. 3tg." das Zeugniß ausgestellt, daß es sich mustergiltig bewährt hat. Diese Anerkennung ist deshalb beachtlich, weil die Nordd. Allgemeine Zeitung" zu den Blättern gehört, die die Thätigkeit der Arbeiter in öffentlichen Instituten, wie den Gewerbegerichten und Drts- Krankenfassen, sowie in den Gemeinde und LandesEvertretungen, gewohnheitsmäßig verunglimpfen. Das Münchener Arbeitsamt wird aber ganz in derselben Weise geleitet, wie es bei den Gewerbegerichten üblich ist, nämlich durch eine zur Hälfte aus Unternehmern und Arbeitern bestehende Kommission, der ein Unparteiischer der Vorsitzende des GewerbegerichtsGenosse Storch in Stettin follte ohne Genehmigung der Polizei ein öffentliches Vergnügen abgehalten haben. handelte sich um ein Vergnügen eines Wahlvereins, woran ein geführte Gäfte gegen Entree theilgenommen hatten. Schöffengericht beantragte der Amtsanwalt selber Freisprechung. Das Gericht erkannte demgemäß. " " Vor dem " Versammlungen. - Daß der Boykott tein spezifisch sozia- präsidirt. listisches Rampfmittel ist, wird jetzt, wenn es nach dem Brest. Generalanz." geht, an dem Margarinefabrikanten Bei der Gemeinderathswahl in Offenburg in Baden Mohr bewiesen werden. Herr Mohr hat bekanntlich eine Die Freie Vereinigung der Zeitungs- Spediteure und waren von unserer Seite 10 Kandidaten für die 3. Abtheilung ganze Anzahl von Zeitungen es sollen mehr als Händler hielt am Montag, den 16. November, ihre Monats Vorwärts" wegen Bersammlung ab, in welcher verschiedene das Zeitungswesen aufgestellt. Genosse Adolf Gect errang mit 300 Stimmen die 300 sein, darunter auch der höchste Stimmenzahl, er ist gewählt. Die übrigen Genossen unter einer Notiz verklagt, die ihn des unlanteren Wettbewerbs be- betreffende Fragen zur eingehenden Besprechung tamen. Der lagen mit 267-280 Stimmen den Gegnern, die 281-289, also zichtigte. Man will herausgebracht haben, daß es eine Annoncen- Borsigende, Spediteur Schäfer, theilte mit, daß der Vorstand nur sehr wenig Stimmen mehr erhielten. Die Wahlbetheiligung Expedition gewesen sei, die Herrn Mohr alle diejenigen Zeitungen mit der Volks Zeitung" in Berbindung getreten sei, um betrug 62 pet. Gegen die frühere Wahl haben unsere Stimmen bezeichnet habe, die die Notiz brachten. Das Breslauer Blatt auch den Spediteuren zu gestatten, die Ausgabe, welche den um 60 pCt. zugenommen. Dabei ist noch folgendes zu preßt ihren über ein derartiges Vorgehen entstandenen Born in Arbeitsmartt enthält, für 5 Pf. verkaufen zu fönnen. Das Re beachten. Die B. Klasse zählt 1050 Wahlberechtigte, worunter folgende Worte: Die Annoncen- Expedition lebt von den fultat steht noch aus. Dann seien mit dem Lokal- Anzeiger" über 30 pCt. Bahnangestellte, die des auswärtigen Dienstes Beitungen, Herrn Mohr's Margarine wäre lange nicht so der den Straßenverkauf auf 10 Pf. pro Exemplar erhöhen will, wegen ihr Wahlrecht zum größten Theil nicht ausüben können. befannt, wenn die Zeitungen nicht Reklame für sie ge- Berhandlungen eingeleitet. Umtausch foll nicht gestattet werden. Das reaktionäre Wahlgefeh, das seit 1890 in fraft ist, schließt macht hätten nun, wir werden jetzt auch dafür sorgen, Der Verleger des L.-A." Herr Scherl steuere jedenfalls auf die meisten unverheiratheten Genossen von der Wahlbetheiligung daß der persönliche Ruhm des Herrn Mohr, der doch das dritte hunderttausend Abonnenten los, denn der Straßenaus; sehr viele unserer Genossen wählen mit der 2. Klasse. Be so gern berühmt sein möchte, der Welt verkündet wird. Der verkauf würde sich natürlich wieder zum Nachtheil der Spediteure fonders förderlich war unfer Partei der Umstand, daß die Schaden der von Herrn Mohr verklagten Zeitungen ist es nicht, vermindern. Die Antwort des Herrn Scherl steht noch aus. Offenburger Genoffen mit einem wirksamen Gemeindeprogramm wenn sie ihn hierauf der verdienten Vergessenheit anheim Auch mit der„ Bofflichen Zeitung" schwebten wegen des Preises in die Wahlbewegung eintraten. fallen lassen." Herr Mohr hat übrigens, wie das Hamb. Echo" der Nichtabonnements Verhandlungen. Auch hier seien bie mittheilt, mehrere Klagen gegen nationalliberale Blätter Spediteure am Ende diejenigen, denen man das Risiko zurückgezogen. zu tragen aufbürden wolle. Eine recht lebhafte Debatte rief die Mittheilung Des hervor, daß der Verleger Tageblatt" und der Morgen Zeitung", Herr Rudolf Mosse, eine eigene Spedition einzurichten gedenkt. Spediteur Schönstein beschäftigte sich in längerer Rede mit dem Projekt des Herrn Moffe, das geeignet sei, eine Menge fleiner Spediteure zu ruiniren; wahrscheinlich habe man im„ Tageblatt" etwas von dem Arbeiterblatt, dem Vorwärts", in bezug auf Vernichtung kleiner Existenzen, wie sie durch die famose Parteifpedition geübt werde, gelernt.(?) Die Spediteure aber, das könne man heut schon Herrn Mosse versichern, würden sich ganz verteufelt wehren. In Volksversammlungen, Flugblättern und am Ende gar durch die Anschlagssäulen werde man das Publikum aufklären.( Beifall.) Auch von anderer Seite wurde an der geplanten Privatspedition herbe Kritik geübt. Bei der Wahl des Vorstandes der Allgemeinen Drts Krantentasse in Roburg fiegten in der Klaffe der Arbeitervertreter die sozialdemokratischen Kandidaten, obwohl in der Generalversammlung, die die Wahl vornahm, das gesammte Beamtenpersonal des herzoglichen Hofes zugegen war und für andere Kandidaten stimmte. Die Reichstags- Kandidatur für den Kreis JüterbogLuckenwalde- Bauch- Belzig hat Genosse Fritz Gerischer in Luckenwalde niedergelegt, um, wie er erklärt, den fort währenden Reibereien eines Theils der dortigen Genossen ein für alle Mal ein Ende zu machen. " Gewerkschaftliches. Achtung, Zimmerer Berlins! Die Sperre über das Baugeschäft von 8a ar u. Vabl, Play Sandstraße, ist hiermit aufgehoben; der Stundenlohn von 55 Pf. wird seit Donnerstag wieder gezahlt. Die Lohnkommission. Achtung, Ziseleure! 16 Kollegen der Firma Gladen bed Attiengesellschaft in Friedrichshagen haben Zuzug ist streng fernzuhalten. die Arbeit wegen 10prozentiger Lohnreduftion niedergelegt. Soziales. • der Gründung des Proletariers aus dem Eulen Ein Rückblick. Sechs Jahre waren am 15. November seit gebirge" verflossen. Aus den kleinsten Anfängen entstanden, hat das Blatt jezt die für ein zweimal wöchentlich erscheinendes Blatt respektable Auflage von 5750 Exemplaren erreicht. Wie schwer es um seine Existenz hat kämpfen müssen, möge man s Wilmersdorf. Am Sonntag Nachmittag tagte hier in daraus ersehen, daß unter dem Redakteur Max Baginsti Ein schreckliches Unglück, das die öffentliche Aufmerksam Klingenberg's Boltsgarten eine Versammlung, in der Oster 6 Beschlagnahmen erfolgten und Baginski zu 2 Jahren Gefängniß feit wieder in erhöhtem Maße cuf die verbesserungs- mann Rixdorf über den Gothaer Parteitag referirte. Eine verurtheilt wurde, wovon er nahezu 14 Monate verbüßte. Redakteur bedürftigen Zustände im Bergbau lenkt, wird aus Resolution, welche sich mit den auf dem Parteitage gefaßten Be Lux hatte 3 Monate 14 Tage Gefängniß zu erdulden, während Redals Recklinghausen in Westfalen gemeldet. Auf der Zeche General schlüssen einverstanden erklärte, wurde einstimmig angenommen. teur Kühn mit einer Beschlagnahme und 510 M. Geldstrafe davon Blumenthal find gestern. durch Explosion schlagender Dem Bericht des Vertrauensmannes Reuter war zu entnehmen, tam. Unter der Redaktion des Genossen Feldmann wurde Wetter viele Arbeiterleben vernichtet worden. Bis 1 Uhr mittag daß seitens der Genossen zwei Agitationstouren unternommen das Blatt sechsmal tonfiszirt. 1 Jahr 6 Monate Gefängniß, wurden, nach Angabe des Wolff'schen Bureaus, 25 Leichen and wurden und drei Voltsversammlungen stattfanden. Die Ein wozu sich noch mehrere Wochen Unterfuchungshaft gefelten, Tageslicht befördert, und 40 bis 50 Bergleute waren nahmen bezifferten sich auf 492,87 M., die Ausgaben auf gaben ihm Gelegenheit, über die deutsche Preßfreiheit nachzudenken. zu diesem Zeitpunkte noch in der Grube 428,05 Mart, bleibt Bestand 64,82 Mart. Nachdem Ge An Geldstrafe hatte Feldmann 903 M. zu zahlen. Unzählig sind eingefchloffen, von deren Schicksal man nichts nossen Reuter auf Antrag der Revisoren Decharge ertheilt die Vernehmungen, die zu einer Verurtheilung nicht führten, den wußte. Nach einem uns aus Bochum zugegangenen, um 4 Uhr war, wurde derselbe einstimmig als Vertrauensmann wiederRedakteuren aber eine Menge Scheerereien machten. 52 Minuten abgesandten Privattelegramm betrug bis dahin die gewählt. Den Bericht der Lokalkommission gab Elias. Außer In Budapest steht es um die sozialdemokratische Bewegung unter den deutschen Arbeitern schlecht, während sie Zeitalter, wo ein Mann unter den Ungarn Fortschritte macht. In früheren Jahren bildeten die Deutschsprechenden das Gros der Genoffen, teine Versammlung tonnte ohne deutsche Sprache sein; jetzt dagegen ist es, wie die Neue Budapester Boltsstimme" mit theilt, bereits überflüssig, in Versammlungen deutsch zu sprechen. Ebenso macht das ungarische Parteiblatt Fortschritte, während das deutsche im Rückgang begriffen ist. von = Gießen, 19. Nov.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei der heutigen Stichwahl im 1. bessischen Reichstags- Wahlkreis wurde Köhler( Reformp.) mit 9000 Stimmen gewählt. Unser Kandidat Genosse Scheidemann erhielt 4800 Stimmen. Die bürgerlichen Gegner stimmten geschlossen gegen den Sozialdemokraten. Trot dem hat unsere Partei im Vergleich zur Hauptwahl eine Zunahme von 1427 Stimmen zu verzeichnen. Aus Defterreich- Ungaru. Unsere slavischen Partei- Organe Zahl der Todten 30. Die Verunglückten sind meift den beiden zur Verfügung stehenden Lokalen, Klingenberg's BoltsNowy Robotnit" und" Naprzod" veröffentlichen die Berichte Familienväter. Wir wollen hoffen, daß wenigstens die übrigen garten und Seeschlößchen, wurde uns noch als drittes Boy's über die sozialdemokratischen Parteitage in Desterreichisch- Bergleute gerettet werden können, nicht alle dem tückischen Lokal zur Verfügung gestellt. Da jedoch der jetzige Juhaber feine Schlesien, Ost- und Westgalizien. Die Berichte zeigen, Element zum Opfer gefallen sind. Daß diese neueste bestimmte Zusage ertheilen konnte, beschloß man, dieses Lokal daß die Partei eine sehr rührige Agitation unter der Landbevölkerung Grubenkatastrophe endlich zur Einführung ausreichender von neuem zu sperren. Hierauf wurden Nerre, Greß und betrieben hat und sich für die kommenden Reichsrathswahlen Sicherheitsvorkehrungen in den Gruben den Anlaß geben Gollmer in die Lokalkommission gewählt. Unter Verschiedenem rüftet. Es wurde beschlossen, im ganzen Lande Sammlungen wird, das zu vermuthen, wäre natürlich der Gipfel des gelangten einige Mißstände im Schulwesen zur Besprechung. Zum für den Wahlfonds einzuleiten, zahlreiche Wahlbesprechungen Optimismus. Ausreichend vor Explosionen schüßende Wetter- Schluß ersuchte Nerre alles Material, welches zur Errichtung abzuhalten und Wahlkomitees einzusetzen. Auch unter den führungen foften so viel Geld, daß nur ein gegen eines Gewerbegerichtes für Wilmersdorf geeignet erscheint, an Juden schreitet die Agitation vorwärts; zur Förderung derselben die Interessen des patriotischen Grubenkapitals abges feine Adresse: D. Nerre, Pfalzburgerstraße 67, of erfcheint ein Parteiblatt im jüdischen Jargon. stumpftes, vollständig verhärtetes Sozialdemokratengemüth par t., au richten, um es dem Gemeindevorstand übermitteln au dergleichen wahnsinnige Verlangen äußern kann. In einem tönnen. der Einsichtslosigkeit des Herrn v. Stumm Tempo und Umfang der Sozialpolitik bestimmt, hat der Bergmann von den herrschenden klassen solch ausreichende Depeschen und lehte Nachrichten. Sicherung seines Lebens und feiner Gesundheit ebensowenig zu erwarten, wie diese herrschenden Klassen die Verpflichtung fühlen, feinen elenden Lohn ordentlich aufzubessern und feine lange Arbeitszeit auf das erträgliche Maß berabzusetzen. An schluß an die Organisation der Arbeiter an die berufliche wie an die politische darin allein Gegen den Verfasser der Erzählung„ Der Nazarener" in liegt das Heil auch des Bergarbeiters. Erst wenn die der Neuen Welt", Schriftsteller 2. Salomon Lessen, sowie Bergleute Deutschlands durch die Organisation eine Macht gegen den Redakteur der„ Neuen Welt", Edgar Steiger, ist geworden sind, wird man ihre Wünsche in dem erforderlichen Landgericht Leipzig auf grund des Maße berücksichtigen. § 166 des Strafgesetzbuchs und Strafgesetzbuchs und des§ 20 des Preß. In später Abendstunde gingen die folgenden Depeschen ein: gesetzes das Strafverfahren eröffnet worden. Paragraph 166 Recklinghausen, 19. November.( W. T. B.) Die Gesammt handelt von der Gotteslästerung und lautet, so weit er hier einzahl der bei dem Grubenunglück auf der Seche„ General schlägt:„ Wer dadurch, daß er in beschimpfenden Aeußerungen Blumenthal" getödteten Bergarbeiter beträgt jedenfalls nicht Gott lästert, ein Aergerniß giebt, oder mer öffentlich eine der über 30. Die übrigen Vermißten haben sich angefunden, die chriftlichen Kirchen- oder ihre Einrichtungen und Gebräuche Berunglückten sind meistens Familienväter. beschimpft wird mit Gefängniß bis zu drei Essen a. d. Ruhr, 19. November. Zu dem Grubenunglück Breft, 19. November.( W. Z. B.) Nach einem an die aus Douarnenez eingegangenen Telegramm Jahren bestraft." Wie dieser Paragraph auf die infriminirte auf der Beche General Blumenthal" berichtet die Rhein.- Weftf. Seebehörde Erzählung passen soll, das ist uns thatsächlich ein Räthsel. Beitg." weiter. Die Explosion fand auf der vierten Soble des ersten fant das Torpedoboot 88 infolge eines Busammenstoßes Die Verurtheilung unseres Genoffen Richard Flößes statt. Bisher wurden 24 Todte, darunter 1 Betriebsführer ge- mit dem Torpedoboot 61 bei dem Cap de la Chèvre. Das Wittrisch in Dresden zu 6 Monaten Gefängniß erfolgte borgen. Fünf sind verlegt und einer wird noch vermißt. Die genaue Schicksal der Besatzung ist noch unbekannt. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. " Polizeiliches, Gerichtliches 2c. nun vor dem 1 " " Marburg( Bez. Kassel), 19. November.( Privatdepesche des Vorwärts"). Am. Bußtag foll ein Pistolenduell in der Nähe Marburgs zwischen Rasseler Offizieren stattgefunden haben. Die Ursache soll die Beleidigung einer Dame fein. Paris, 19. November.( B. H.) Heute Nachmittag fand das Duell zwischen dem Abgeordneten Legrand und dem sozialistischen Redakteur Turot ftatt; letzterer wurde durch einen Säbelhieb am Arme verwundet. 1. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 272. Reichstag. 128. Sigung vom 19. November 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Fürst zu Hohenlohe, v. Bötticher, Schönstedt, v. Goßler. Eingegangen ist ein Gefeßentwurf betreffend Abänderung des Unfallversicherungs- Gesezes. Der Oberstaatsanwalt in Breslau beabsichtigt gegen den Abg Radwanski ein ehrengerichtliches Verfahren zu er öffnen und sucht dazu die Ermächtigung des Reichstages nach. Das Schreiben wird der Geschäftsordnungs- Rommission über wiesen. Freitag, den 20. November 1896. von 13. Jahrg. verdiente. er in Auch Bayerischer Bevollmächtigter Generalmajor Reichlin von sich einen hypothetischen Ordnungsruf zugezogen, echauffirt mich nicht Meldegg: Der Abg. Rickert hat sich auf eine Aeußerung des besonders. Er kämpfte als Soldat nur mit einem Zivilisten, und da bayerischen Kriegsministers in der bayerischen Abgeordneten ist er seiner ganzen militärischen Erziehung nach daran gewöhnt, es tammer vom 20. Januar 1894 bezogen und daraus abgeleitet, nicht gerade auf ein Wort ankommen zu lassen, nicht so besonders daß die Behandlung ehrengerichtlicher Angelegenheiten in der tattvoll und zartfühlend dagegen zu sein. Mit dem ersten Augenbayerischen Armee anders, nach seiner Anschauung günstiger sei blick, wo der Soldat die Uniform anzieht, wird ihm begreiflich als in Preußen, und er hat den bayerischen Verhältnissen be- gemacht, daß er mehr ist als ein Zivilist. In demselben sonderes Lob gespendet, ein Lob, das an sich dankbar akzeptirt egiment, dem Herr von Brüsewig angehört, werden kann, das aber hier mit besonderer Vorsicht aufzunehmen antwortete neulich ein Soldat in der Instruktionsstunde ist; denn es zielte wohl hauptsächlich darauf ab, die auf die Frage: Wer ist der innere Feind?" furz und prompt: gleichen Verhältnisse im preußischen Difizierkorps als„ Das Zivil!"( Große Heiterkeit.) In Glogau hat ein Offizier minder gut erscheinen zu lassen und in einen vermeint einen Hund 3ivilist" genannt, und erst der„ Niederlichen Gegensatz zu unseren Verhältnissen zu bringen. Schlesische Anzeiger" hat es herbeigeführt, daß die Militärbehörde Auf der Tagesordnung steht zunächst die Fortsetzung der Die ehrengerichtlichen Bestimmungen in dieser Beschimpfung des Bürgerstandes steuerte und befahl, diesen Berathung der Interpellation Mundel und Genossen wegen der Bayern sind vollkommen die gleichen wie in Bivilisten todt zu stechen oder todt zu schießen Er konnte ihn Duellfrage und des Falles v. Brüsewiß. Preußen und bei den übrigen Bundes auch umtaufen. Wir haben uns mit dem Vorgänger des Herrn Bayerischer Bevollmächtigter Ministerialrath von Heller: fontingenten, wie auch die Auffassung, welche in dem Kriegsministers, Herrn v. Bronsart wacker herumgeftritten, und Der Abg. Bebel hat vorgestern auf grund einer Zeitungsnachricht von mir jüngst berührten Spezialfalle zur Korrektur des ehren- ich habe ihm, wenn er das Bürgerthum angriff, nichts geschenkt. behauptet, daß von dem Ehrengericht in Würzburg ein katholischer gerichtlichen Verfahrens geführt hat, nach der Erklärung des Es war aber eine Art Vergnügen mit ihm zu streiten, im Gegent Rechtspraktikant, der zugleich Reserveoffizier war, zur Annahme preußischen Herrn Kriegsministers vollkommen übereinstimmt mit faße zu der Kampfesweise des jetzigen Kriegsministers. Im Falle eines Säbelduells aufgefordert sei und daß der Vorsitzende des den hiesigen Anschauungen. Kirchhoff entschuldigte Herr v. Bronsart diesen Offizier nicht Ehrengerichts ein bayerischer Staatsanwalt war. In dem Zu Abg. v. Hodenberg( Welfe): Den optimistischen Aus- damit, daß er besonders geartet, sondern weil sein Kind ver sammenhange, in welchem diese Mittheilung gemacht wurde, einandersetzungen des Grafen Bernstorff kann ich mich nicht an- legt war und weil seine Vaterstellung ihn dazu berechtigte. enthielt sie einen schweren Vorwurf gegen einen Staatsschließen. Was vom Bundesrath gesagt worden ist, wird nicht Bezeichnend ist, daß der vorige Kriegsminister ging, weil er an anwalt und mittelbar gegen die fönigliche Staatsregierung. in großem Maße dazu beitragen, die Zahl der Anhänger des der höchsten Stelle die von ihm gewünschte Militär- StrafprozeßDie Nachricht, auf welche sich Herr Bebel stützte, ist vollständig Duells zu vermindern. Wir sollten uns das österreichische Ordnung nicht durchsetzen fonnte, wenn auch andere Gründe aus der Luft gegriffen. Die Zeitung, welche die erste Nachricht Muster aneignen, die Duelle mit dem Säbel zulassen, und die mitgespielt haben mögen. Sein Nachfolger scheint zu dieser über das angebliche Vorkommniß gebracht hat, hat am 12. Mai Reserveoffiziere sollten den Ehrengerichten ihrer Regimenter Reform nicht gewillt zu sein. Nach seiner vorgestrigen Rede dieses Jahres eine Berichtigung gebracht und die übrigen Blätter, unterstellt werden, nicht den hauptsächlich mit Rücksicht auf die verspreche ich mir von der neuen Vorlage wenig. Er warnte welche jene Nachricht abgedruckt haben, gebeten, jenen Irrthum Ersparniß an Reisekosten gebildeten Ehrengerichten der Bezirks- davor, diesen einen Fall als Material gegen den ganzen Offizierebenfalls zu berichtigen. Ich kann nur bedauern, daß der Abg. kommandos. Ein welfischer adliger Gutsbesitzer könnte z. B. in stand zu verallgemeinern. Es fällt keinem Menschen ein, den Bebel von der falschen Nachricht, nicht aber von der Berichtigung erregten Wahlzeiten einem Ehrengericht unterstellt werden, dem nur Offizierſtand dafür verantwortlich zu machen, aber diese That eines Notiz genommen hat.( Beifall.) nationalliberale Hoibefizer angehören( Heiterkeit); im gewöhnlichen einzelnen Offiziers hat ihre Entschuldigung gefunden bei dem ersten Abg. Graf Bernstorff( p.): Es wäre sehr erfreulich, Leben würden solche Richter als befangen abgelehnt werden können. Offizier im Deutschen Reiche, dem preußischen Kriegsminister. menn gefeßliche Bestimmungen das Duell einschränken würden. Die Lust, zu verleumden und zu beleidigen, wächst immer mehr Herr von Bronsart hätte dagegen gefagt: Nehmen Sie ihn hin, Denn die Pistole fann nur den Verleumder zum Schweigen an in Deutschland und darin liegt der Hauptgrund, daß zur es ist ein gewöhnlicher, gemeiner Berbrecher; er soll verurtheilt bringen, aber nicht die Welt von der Nichtigkeit der Verleumdung Selbsthilfe im Duell gegriffen wird. Wie steht es bei den werden. Selbst eine konservative Zeitung hat gesagt, in diesem überzeugen. Es müßte durch eine ehrengerichtliche Verhandlung Parteien? Wenn Herr Bebel mit gutem Gewissen redet, so Fall seien die Epauletten und der Degen nur zufällige Akzidenz= die Verlenmbung aufgeklärt werden.( Beifall rechts.) spricht er gut. Wenn er aber mit schlechtem Gewissen redet, stücke des Mannes gewesen. Solche Fälle sind auch nicht so Abg. Rickert( fr. Vg.): Den ungünstigen Eindruck, den die dann wird seine Rede zur Manie, denn er kann nicht den vereinzelt. Ja, wir haben andere authentisch verbriefte Fälle, in Rede des Kriegsminifters gemacht hat, hat das Lesen derselben einzelnen Fall verallgemeinern; im Lande geschiebt das aber welchen Offiziere die ihnen zu andern Zwecken anvertraute beseitigt, die Nothwehr steht danach nicht im Zusammenhange und die Presse wirkt verbeßend. Die Nationalliberalen haben Waffe gegen Zivilisten zogen, z. B. den Fall, mit dem Falle Brüsewig. Daß das Offizierkorps den Fall jeden Katholiken oder Welfen als Reichsfeind verschrien und welchem das souveräne Volt einem betrunkenen Zahl= ebenso bedauert, wie jeder andere, ist selbstverständlich. Der eine jede Schauernachricht wurde der Presse verbreitet. meister die Lektion ertheilte, die Fall kann nicht dem ganzen Stande zur Laft gelegt, aber er Auch die welfische Presse hat es vielleicht mit der Ehre in dem Fall im Riefengebirge bekam der Offizier gleich Sollte auch von niemandem beschönigt werden. Erstaunen mußten ihrer Mitmenschen nicht genau genommen. Aber das war seine Lektion. Gott sei Dank sind Fälle von solcher Scheußlich des Ministers Mittheilungen über den Charakter des Getödteten schließlich im Kampf und eine gewiffe Nothwehr. Als evange- feit wie der Brüsewig'sche Unika. Daß der Offizierſtand eine be erregen, er hätte damit ebenso warten sollen, wie er uns auf- lischer Christ muß ich mit Beschämung gestehen, daß die katho- fondere Ehre habe, ist absolut falsch.( Sehr richtig! links.) Die forderte, mit unserem Urtheil über Brüsewitz zu warten lifche Partei und Presse sich nach den Vorschriften ihrer Kirche Ehre des Arbeiters, Handwerkers, Landwirths, Kaufmanns, des bis zur Beendigung des Prozesses. Nicht die Karlsruher richten. Die Rechtsparteien tönnten dafür sorgen, daß ihre Juristen, des Beamten steht ebenso hoch wie die des Offiziers. Blutthat an fich hat Aufsehen erregt, sondern der Presse sich von Verleumdungen freihielte. Der Fürst Reuß ä. 2.( Sehr richtig! links.) Die Ehre ist ein absoluter Begriff und ganze Busammenhang derselben mit anderen Dingen.( Heiterkeit)- ich hätte nicht geglaubt, daß sich hier im Hause nicht steigerungsfähig. Die Anschauung des Abg. Bachem, die Durch die einzelnen Zeitungsartikel wird das Bolt nicht erregt. Seiterkeit bei Nennung des Namens erheben würde; der füße überspannte Ehre des Militärs habe ihre Berechtigung in dem Von einer Verhegung durch die Presse tann teine Rede sein; Böbel aller Parteien reibt sich daran. Aber wenn der Reichs- Stande felbst, hätte ich von einem Juristen am allerwenigsten er es sind doch nicht leichtsinnige Leute, welche die von Gotha bote" eine Nachricht über Reuß in die Welt setzte, die den wartet. Was berechtigt den Offizier, feine Ehre höher zu stellen? ausgehende Petition unterschrieben haben. Man findet darunter Stempel der Verleumdung an der Stirn trug und Ich stelle den Offizierstand unter keinen Stand, aber auch über keinen die Namen von hochgestellten Beamten. Durch die Maßregeln, in der eine Denunziation enthalten war, To ist Stand. Aus welchen inneren Gründen spricht man hier von einem welche der Reichskanzler in Aussicht gestellt hat, wird ein großer es an der Zeit, gegen eine solche Presse einzuschreiten. ersten Stand im Staate? Auf dem Gebiete der Sittlichkeit Fortschritt gemacht werden. Ich wünsche, daß die eingesetzte Wer seinen Gegner beleidigte, sich aber jeder Verantwortung ent- steht kein Stand unter dem Offizierstand. Für die Gesammtheit militärische Kommission recht schnell arbeiten und ihre zog und feine Gegner mit gedruckten Strafanträgen verfolgte, ist der Offizier und Soldatenstand nöthig, aber daß er das ist, Arbeiten bald die allerhöchste Bestätigung finden würden. das war der Fürst Bismarck.( Sehr gut! links.) Die Preffe ift ist bedauerlich. Der Gesammtheit nüßt jeder andere, jeder proTie Sitte muß dann weiter zur Beseitigung des Duells gar keine Macht. Heute am Ende des liberalen neunzehnten buktive Stand weit mehr als der Stand, der nur zum Schube beitragen. 1894 erklärte der bayerische Kriegsminister, daß den Jahrhunderts steht die Monarchie noch so fest und gilt das Wort der anderen Stände berufen ist. Die Aeußerungen des Albg. Aspiranten, welche das Duell grundsätzlich verweigern, der Zu- des Monarchen noch so viel, daß ein Einschreiten von aller Bassermann sind nichts anderes, als der Niederschlag der An gang zu ben Offizierstellen nicht versperrt werden soll, daß ferner höchster Stelle dem Duellunwesen ein Ende machen kann. Daß fichten des sogenannten besseren Bürgerthums. Es ist doppelt Offiziere nicht aus dem Offizierftande ausgeschlossen werden sollen, eine Aeußerung des Kaifers hier nicht kritisirt werden soll, is bedauerlich, daß gerade im Reserve- Offizierthum eine Menge weil sie das Duell verwerfen. In Preußen bestehen leider eine preußische Erfindung; in anderen Staaten Deutschlands Leute existiren, die den Bürgerstolz verloren haben und, da sie solche Bestimmungen, welche das Duellerzwingen; gilt dieser Grundsatz nicht. Ich will teine Aenderung heute zwei Stände in sich vereinigen, zu dem wunderbaren Resultat ich erinnere nur an unsern verstorbenen Freund Hinze. Der herbeiführen. Aber ich richte an die allerhöchste Stelle die Bitte, kommen, den Stand, der ihr erster sein sollte, dem sie ihr Leben ge= Katechismus, der in den Radettenanstalten gebraucht wird, ver- mit einem Machtworte einzutreten. Nur so wird ein Resultat widmet haben, zurücktreten zu lassen und den Stand, dem sie gewisserurtheilt das Duell als unchriftliches Faustrecht. Nicht so erfreulich zu erwarten sein. maßen nur im Nebenamte angehören, in den Vordergrund zu stellen. war die Erklärung des Reichskanzlers, daß wir abwarten sollen, Abg. Lenzmann( frs. Bp.): Ich muß den Vorwurf, daß Ich tadele das bei den Bürgern, die auch dem Militär an welchen Erfolg die Aenderung über die Ehrengerichte haben die Presse und daß wir hier im Parlamente verheyen sollten, gehören. Wir müssen das bekämpfen. Es ist mir ein Landwerde. Das heißt die ganze Reform, die eine unbedingte und entschieden zurückweisen. Wir wollen nicht verheßen; wenn wir gerichts- Direktor bekannt, der flugs in der Weinstube seine bringende ist, die von der Gesammtheit des deutschen Boltes das gewollt hätten, hätten wir den Fall Brüsewiß gesondert Kollegen verläßt, wenn ein junger 18jähriger Lieutenant erscheint, erwartet wird, verschieben. Jeder Monat, jedes Jahr, welches behandelt, dann hätte man ihn aufbauschen tönnen wie seinerzeit en er dann seiner Gesellschaft für würdiger hält.( Heiterkeit hingeht, ohne Abhilfe zu bringen, wird Verbitterung und Ver- den Fall Peters. Wenn hunderttausend Deutsche sich zur Unter- links.) Die Leute, die so etwas thun, denken nicht daran, daß wirrung der Rechtsbegriffe herbeiführen. Auch die kirchlichenkörper zeichnung einer Petition entschlossen haben, so beweist das, sie nicht bloß ihre eigene bürgerliche Person, sondern auch ihren schaften verlangen sofortige Abhilfe. Es ist doch nicht so schwierig, daß der Fall start start genug ift, die Entrüftung zu Stand dadurch heruntersehen!( Sehr wahr! lints.) Eine Verlobungsbie gefeßgeberische Gestaltung dieser Frage vorzunehmen. Redner erregen, ohne daß es einer Verhebung bedurfte. Aller- anzeige enthielt nur die Unterschrift: Lieutenant der Reserve. verweist auf die Rede des Professor Kaufmann auf der Provinzial dings haben sich einzelne Feiglinge geweigert, die Petition Ich fragte: Wovon will der seine Frau ernähren? und Synode zu Breslau, der das Duell als das Recht der Rowdies zu unterzeichnen, weil sie eine Schädigung ihrer Karriere be- erfuhr, daß er nebenbei auch Kaufmann sei. Schämte er sich in Glaceehandschuhen bezeichnete. Die Ansicht theile das Volt, fürchteten. Das eine solche Kundgebung oben verstimmt, zeigt deffen? Es giebt auch Ausnahmen. Ein Berliner Fabrikant vers und es ist bedauerlich, daß noch immer Leute von Besiz und die Beschlagnahme des illustrirten Blattes Reporter" auf höhern weigerte eine Bestellung, weil der Sohn des Geschäftsfreundes Bildung sich diesen Vorurtheilen unterwerfen aus gesellschaft Befehl, ohne richterliche Mitwirkung.( Buruf des Abg. Frohme: fich als Reservelieutenant bezeichnete. Er erklärte aber dabei, lichen Gründen. Ein parlamentarisches Duell hat nicht mehr Soweit sind wir also schon gekommen!) Es wird immer schöner daß er selbst Rittmeister desselben Regiments sei. Ein Kaufmann stattgefunden; wir sind dazu ich glaube das mit Erlaubniß mit dem Respekt, den die Regierer haben sollten vor den be- wollte die Tochter eines Arztes heirathen, er wollte sich in der des Grafen Mirbach sagen zu dürfen zu vernünftig. stehenden Vorschriften und Gesetzen. Auf der technischen Hoch- Anzeige als Reserve- Offizier bezeichnen, aber der Vater der Braut Und was vertragen wir nicht im Parlament in der Hiße des schule hat man über die Abschaffung der Duelle abgestimmt, die erklärte, daß er sich dann als Dr. med., Vorsitzender des WahlGefechts! Diese parlamentarischen Gebräuche werden sich schließ- Abstimmung fiel negativ aus; ein Redner sprach aber davon, man vereins der Deutschen Fortschrittspartei bezeichnen würde. Da lich auch außerhalb des Parlaments geltend machen. Ich werde dürfe die Duelle nicht abschaffen, denn der Kaiser habe selbst verzichtete der Kaufmann auf die Unterzeichnung seines militämir erlauben, zu beantragen, den Antrag Mundel wegen gepauft und billige das Institut des Duells.( Hört! links.) Das rischen Titels.( Heiterfeit.) Aenderung des Strafgesetzbuches bezüglich des Duells auf die wurde zu der Zeit gefagt, als der Vertreter des Kaisers hier Daß der Fall Brüsewiß mit der Frage der Ehre nicht zuTagesordnung zu sehen, damit er an eine Kommission verwiesen erklärte, daß das Duell nicht zu billigen sei. Der junge Mann, sammenhängt, entspricht nicht den Thatsachen, denn Brüsewitz und ein Beschluß des Reichstages herbeigeführt werden kann. der vielleicht noch nicht das strafmündige Alter erreicht hat, bat felbst erklärt: Meine Ehre ist taput, ich muß meine EntDie Anschauungen über das Duell in den sogenannten befferen hätte sich überlegen sollen, daß in seinen Aeußerungen fait cine laffung nehmen. Wenn die Akten etwas anderes ergeben, so Ständen müssen geändert werden. Die Gesetze anderer Majeftätsbeleidigung liegt, und daß nicht der Wille des Königs geben sie ein falsches Bild. Brüsewig wurde nicht sofort verStaaten, in Defterreich, Rußland u. s. w., sind viel strenger die ultima ratio eines vernünftigen und denkenden Menschen ist. haftet, was bei einem Zivilmörder ohne weiteres geschehen als unsere Gesetze. ( Sehr richtig! links.) Das Abwarten, welches der Reichskanzler würde. Dem letteren hätte man auch nicht gestattet, fia) mit Ueber eine Verschärfung der Beleidigungsstrafen können wir uns anräth, ist immer das Trostwort für den deutschen Michel, den Zeugen fortan zu unterhalten. Mit den Untersuchungs= nicht so leicht hinweggehen. Einstweilen neige ich mehr zur wenn er einmal fich anfchickt, ideale Güter zu schüßen. gefangenen darf niemand ohne Genehmigung des Richters Ansicht des Abg. Bebel, der eine solche Verschärfung nicht will. Wir haben lange genug gewartet. Ein wunderbarer Widersprechen, während Brüsewiß sich mit Offizieren feines Wenn die Strafen für das Duell den Strafen für die ähnlichen spruch! Im Wege der Begnadigung werden die Regiments auf dem Spaziergange in heiterer Weise Verbrechen angenähert würden, wenn die Begnadigungen, für Strafbestimmungen außer Wirksamkeit gesetzt unterhielt! Daß ein Offizier sich in der Nothwehr welche die Minister verantwortlich sind, wegfallen, dann wird und man will andere Strafbestimmungen ver- befindet, wenn er in seiner Ehre angegriffen wird, ist nicht bald eine Besserung eintreten. Wenn Friedrich der Große einen schärfen. Das Begnadigungsrecht ist allerdings Ausfluß richtig. Dabei giebt es feinen Zustand der Nothwehr, wie bei Kongreß der europäischen Fürsten für nothwendig erachtete zur der Landeshoheit; aber wir haben in Art. 4 Art. 4 der einem törperlichen Angriff. Vom Kriegsminister ist mitgetheilt Beseitigung der barbarischen Sitte des Duells, wenn er die deutschen Verfassung die Bestimmung, daß der Reichstag worden, daß Brüsewiß wegen Todfchlags angeklagt sei. Wie Duellanten enlehren wollte, so sollten in der heutigen Zeit auch zu wachen hat über die Ausführung der Reichs fann man da von einem Todschlag reden! Das Ereigniß ist in der vorgeschrittenen Zivilisation die Parlamente die Forderung gefeße, namentlich auch der Strafgesege. Wir sind also seinen ersten Anfängen vielleicht nicht ganz klar; aber die That dringend und nachdrücklich erheben, daß die Duelle beseitigt werden. vollständig berechtigt, Kritik an den Gnadenselbst war von Anfang an klar: der Lieutenant griff nicht zum Entweder haben Sie die Kraft, diesen Anschauungen der oberen atten zu üben, wie wir ja vielleicht auch dazu Degen, als ihm die Ehrverlegung zugefügt wurde, sondern Behntausend rücksichtslos entgegenzutreten, oder Sie werden in tommen werden, an der Begnadigung derwegen er ließ eine geraume Zeit darüber vergehen, während der Masse, in den Millionen eine Erbitterung hervorrufen, die mishandlung bestraften Polizeibeamten Kritit welchen Zeitraums er mit mit dem Wirth und den Gästen wahrhaftig nicht zu gunsten unsers Staates sein wird. Einu üben. Wenn der oberste Kriegsherr die Erklärung abgiebt, sprach und auf den Siepmann aufpaßte. Er hat Gefeßesparagraph gilt soviel wie der andere, wenn aber ein daß die Duelle bestraft werden sollen, daß die Bergehört, wie Siepmann um Gnade bat, und dann hat er Paragraph nur für eine bestimmte Klasse der Bevölkerung weigerung des Duells nicht mehr ehrlos macht, ibn hinterrücks gestochen. Das ist ein wohl überlegter Geltung haben soll, können Sie sich nicht wundern, wenn auch dann wird mehr geschehen als durch die Sechser- Kommission, Mord. Der Kriegsminister wollte mildernde Umstände fests die Anschauung über die Paragraphen, welche den Staat schüßen welche jetzt eingerichtet worden ist, erreicht werden kann. Ein stellen in der Person des Angeklagten und des Getödteten. Er follen, lockerer wird und man auf diesem Gebiet zur Nothwehr" Armeebefehl in Desterreich- Ungarn hat das Duell dort beseitigt. hätte sie allein in den von ihm vertheidigten Inftitutionen finden schreitet. Derartige Dinge dürfen nicht auf die lange Bank Ich bedauere konstatiren zu müssen, daß, während in den fönnen.( Sehr richtig! lints.) Er ist dabei nicht objektiv ver. geschoben werden; die öffentliche Meinung ist darüber erregt, Erklärungen des Reichskanzlers wenigstens ein Entgegenkommen fahren. Das Urtheil der konservativen Beitungen in Baden über die Bewegung kommt von innen heraus und wird sich nicht gegen den Wunsch des Volkes zu finden war, in den Worten des diesen Mann lautet etwas anders.( Buruf: Zeitung!) Kon mehr beruhigen, bis nicht diefe Ungleichheit beseitigt ist. Kriegsministers das Gegentheil zu finden ist, nämlich, gelinde fervative Beitungen( Buruf rechts: Das ist ganz egal!) Darum hoffe ich, daß Sie den Antrag Mundel bald berathen ausgedrückt, mindestens eine recht unzarte und schroffe zurück bezeichnen ihn als Erinter und genußsüchtigen Menschen an eine Kommission überweisen werden, damit wir weisung dessen, was das Volk über den Fall denkt und wünscht. ärg ster Art, der schon aus anständigen gefeßlich unsere Forderung per majora im Namen des Deutschen Man könnte darüber streiten, ob das erste Debut des Kriegsministers äusern bat ausziehen müssen. Von Augenzeugen Reiches stellen.( Beifall links.) ein glänzendes war oder nicht( Lachen lints); daß der Kriegsminister wird geschildert, daß Brüsewig in der Betrunkenheit in einer und " . 0 der bei 9 Wirthschaft sich das 2a chen von Seuten verbat, sonst Duell, auf Verschärfang der Strafen für Beleidigungen, auf tabelt, welche den Nebenberuf als Reserveoffiziere in den Border würde er sie tootstechen. Er konnte sich aber nicht auf- Reform Mehrheit Ehrengerichte teine und die grund stellen. Der Kriegsminister hat gesagt, daß eine Erbittering recht erhalten, sondern fiel unter den Tisch.( Lachen Parteien einigten fich auf ben farblosen Antrag, in die Armee hineingetragen wird. Wenn jemand fich dazu her lints.) Der Vorgänger des Kriegsministers würde den Mann die Regierung möge mit allen Mitteln und unter An- giebt, in die preußische Armee ein Gefühl der Erbitterung hineineinfach geopfert und nicht in Schutz genommen haben. Den wendung der bestehenden Strafgesetze dem Duellunwesen entgegenzutragen, so würde ich sagen, er verhett die Armee gegen das im Grabe liegenden unschuldigen Siepmann treten. Nach welcher Richtung hin hätte also die Regierung für Bolt. Man sollte sich davor hüten, daß ein solcher Gegensatz hat der Kriegsminister in ungünstiges Licht ge eine Reform die Mehrheit des Hauses gefunden? Ich fürchte, herbeigeführt wird.( 3uruf: Revolution!) Ja, sorgen Sie dafür, stellt, indem er ihn als streitfüchtigen Radaubruder schilderte. daß bei einer Borlage die Einheit des Reichstages bald zerfließen daß eine foiche Revolution nicht herbeigeführt wird. Von der Ich habe mich danach erkundigt und kann mit Genug würde und mit einer großen Zahl divergirender positiver Vor- Kommission habe ich nicht abfällig gesprochen, sondern nur be thuung feststellen, daß dem Getödteten unrecht geschläge der Parteien zu rechnen wäre. Ich wäre dem Abgeord- zweifelt, daß die vom Volte gewünschte Lösung von diefer Romschehen ist mit dieser Charakterisirung.( Hört! lints.) neten Rickert sehr dankbar, wenn er die irrthümlich der Regierung mission gefunden werden wird. Der Kriegsminister, der JustizDie Karlsruher Patronenfabrit ist sehr streng militärisch obliegende Aufgabe einer gefeßgeberischen Reform der Regierung minister und Graf Mirbach haben sich darüber echauffirt, daß ich organisirt. Siepmann ist entlassen nicht wegen Streitigkeiten, abnähme und uns annehmbare Borschläge unterbreiten würde. mir über den Fall Brüsewiß ein Urtheil angemaßt habe. sondern weil er dem Streitführer Vorhaltungen gemacht hat Daß aber der vorliegende Antrag Munckel eine geeignete Grund- Jm allgemeinen ist es nicht gut, daß sich das Parlament mit über die Verhegung der Arbeiter, während der Streifführer lage für eine Reform fein kann, wird außerhalb des Kreises der Richterfprüchen befaßt. Aber es tönnen Abweichungen noth zuerst wieder die Arbeit aufnahm. Weshalb hat man die letzten Antragsteller wohl in Zweifel gezogen werden. Nichts desto wendig sein, wenn wir es mit einem geheimen Verfahren zu Arbeitgeber Siepmann's nicht vernommen? Weshalb hat man weniger ist die preußische Regierung nicht müßig gewesen; ich thun haben, und wenn das, was wir aus den Akten erfahren, sich bei der Ortsbehörde nicht erkundigt? Eine Anzahl von habe mich auf grund eines besonderen Auftrags bemüht, die nicht übereinstimmt mit dem, was man sonst wahrgenommen Attesten weist es mit Entrüstung zurück, daß Siepmann ein Unterlage für ein gefeßgeberisches Vorgehen zu finden, und es hat. Der Kriegsminister hat zugegeben, daß er den Fall weniger Raufbold gewesen sei, im Gegentheil, es wird ihm ist ein Gefeßentwurf vorbereitet. Ich selbst betrachte diesen nur fennt als ich. Da sehen Sie die Folgen des heimlichen Verfahrens. eine musterhafte Führung bescheinigt. Das als einen eventuellen, für den zunächst noch keine Nothwendigkeit Wenn die Presse mit einer Fülle von bedauerlichen Fällen vor find allerdings Zeugnisse von Zivilisten.( Heiterfeit lints.) vorliegt. Wir haben die Bestimmungen zusammengestellt, die in gegangen fein sollte, so liegt das daran, daß das Rechtsbewußtsein Bon feiner Militärbehörde hat Siepmann das anderen Staaten gegen das Duell beflehen. In Defterreich wird des Volkes erschüttert ist, und daß es die richtige Sühne Beugniß erhalten, daß er sich während der Dienstzeit es allerdings mit schwerem Kerker bestraft; Herr Rickert vermißt. dienstlich und moralisch sehr gut geführt und könnte aber aus der Zusammenstellung ersehen, daß diese Kriegsminister v. Goßler: Daß ich hingewiesen habe auf feinerlei Disziplinarstrafen erlitten hat. Diesem Strafe in Desterreich selbst zu hart erscheint und man mit einer die Erbitterung in der Armee, hat doch seinen Grund in der Zeugniß wird man wohl vertrauen. Das hier festzustellen, find neuen Vorlage eine Milderung bezweckt. Es giebt faum ein Drohung mit der Revolution. Von einem heimlichen Verfahren wir der Ehre des Getödteten schuldig.( Lebhafter Beifall links.) schwierigeres Gebiet der Gesetzgebung als das des Duells. Die fann bei der Militärgerichtsbarkeit doch nicht gesprochen werden; Wir werden das Urtheil mit seiner Begründung abwarten; wir Anschauungen darüber sind unausgesetzt schwankend und fallen wir werden unsern Standesgen offen werden seinerzeit seinerzeit das Verlangen danach wiederholen. von einem Extrem ins andere und ich tönnte an einen Herrscher beurtheilt, und ich zweifle nicht, daß das Urtheil Denken Sie nicht, daß der Fall damit erledigt ist, daß erinnern, der absolut das Duell bekämpfte, um vor seinem Ende ebenso gerecht sein wird, wie das Urtheil eines anderen Gerichts. er verurtheilt ist; wir werden darauf zurückkommenden Ausspruch zu thun, daß die Unfitte des Zweikampfes stärker( Beifall rechts.) weil er bas Produkt der Juftitution ist. Deshalb sei als alle Könige der Welt. Wir werden mit der Ge- Abg. Conrad( d. Vp.): E3 ift seltsam, daß in Deutsch ist dieser Fall der beste Mitkämpfer für uns zur fetgebung niemals etwas erreichen, sondern nur land, wo das Duell am schärfsten angegriffen wird, am wenigsten Erlangung einer Reform der Militär Strafordnung. auf dem Wege der Sitte und auf religiösem Boden. erreicht ist. Wir empfinden das Duell als eine verbrecherische Der Geist des ermordeten Siepmann wird der Reichsregierung Was den Fall Brüsewitz betrifft, so kann ich nur mein Be- Unfitte, trotzdem besteht es fort, weil man in den Kreifen der folange vor Augen stehen, bis sie eine andere Straf Brozeß fremden ausdrücken, daß gerade ein Vertreter des Rechts, ein Bourgeoisie, wo man die Gartenlaube und das Daheim hält ordnung auch für die Armee erläßt, welche der Armee Gerechtig- Rechtsanwalt, es unternommen hat, eine Strafthat, die noch und heirathsfähige Töchter hat, für Offiziere schwärmt und für teit giebt, aber auch dem Bürgerthum Gerechtigkeit gegen die Gegenstand der gerichtlichen Prüfung ist, zum Gegenstand einer alles was mit diesen in Zusammenhang steht. Aus diesem Armee. Wir werden nicht ruhen und nicht raften, bis wir diese solchen Besprechung zu machen.( Zwischenrufe links.) Ich glaube Grunde besteht denn auch das Offiziersbuell trotz aller Anfechtung haben. Sie sprachen von einer Königs nothwehr; nicht, daß diese Art, sich zum maßgebenden Beurtheiler auf fort. Die Franzosen, welche bis zum Sedantage 1870 an der es giebt aber auch eine Boltsnoth wehr. Bülten zuwerfen, den Beifall des Hauses verdient. Der Abg. Lenzmann Spike der Bivilisation" marschierten, haben außer dem Sie sich, daß das Volk durch Versagung seiner stets wieder meinte, Angriffen auf die Ehre gebe es über Offiziersduell auch noch das journalistische und parlamen holten dringenden Forderungen am Ende zu einer Aufhaupt feine Teine Nothwehr. Dieser Sat steht steht nicht auf tarische Duell konservirt, allerdings mit der Modernisirung, daß faffung tommen könnte, daß diese Volksuothwehr auch einmal der Höhe der Judikatur.( Zustimmung rechts.) Als diese Duelle als wirkliche Komödien inszenirt werden; sind sie Platz greifen muß; ich möchte das ähnlich klingende Fremdwort ein Geistlicher der Kanzel Ranzel herab einen Zuhörer zu Ende, lacht alle Welt darüber. Es fehlte nur noch, daß auch nicht gebrauchen; es ist ja auch gleichgiltig, ob Revolution oder beleidigte und dieser rief„ Das ist eine Lüge", sprach das Reichs- unsere Barlamentarier sich dieser Sitte anschlössen. So lange Voltsnothwehr. Jeder begeht ein Berbrechen, der die Gründe gericht den Zuhörer von der Anklage wegen Störung des unsere Sitten das absolute Gegentheil von einfacher christlicher für diese Wolkswehr nicht beseitigt und ich behaupte, daß, wenn Gottesdienstes frei, weil Nothwehr vorläge.( Lebhafter Wider Zucht und Sitte, von schlichten bürgerlichen Gebräuchen wir demnächst einmal eine Revolution bekommen, die ich nicht spruch links; Rufe: Er hat ihn doch nicht todtgestochen!) Wir und kernhaftem Selbstbewußtsein fein werden, werden auch mehr zu erleben hoffe, diejenigen die Verantwortung auf sich müssen gemeinsam zusammenwirken, um das Duell nach Mög- die Begleiterscheinungen Begleiterscheinungen nicht aussterben; alle Gesetze nehmen müssen, welche in der Ueberhebung eines bestimmten lichkeit zu beseitigen, und wir fönnen nicht verlangen, nützen nichts, so lange die Anschauungen sich nicht ändern. Standes dem Volte das versagt haben, was ihm zusteht; Gleich daß die Regierung mit einem Gefeß etwas aus Das ganze Problem beruht auf dem Nespett stellung vor dem Gesetz.( Beifall links.) der Welt schafft, was auf jahrhundertelangen vor dem Massenduell der Völker. So lange ein Kriegsminister v. Goßler: Ich freue mich, in einem Punkte Gebräuchen beruht.( Beifall rechts.) christlicher Kulturstaat sich gedrungen fühlt, diese Anschauung als mit dem Vorredner einverstanden sein zu können: in der Ver- Abg. Graf Mirbach( t.): Ich bin dem Kriegsminister sehr erfte Kulturaufgabe zum Schuß der heiligsten Güter zu hegen ehrung für meinen Vorgänger. Es ist mir klar, daß ein Vergleich dankbar, daß er Herrn Tenzmann entgegengetreten ist. Herr und zu pflegen, und so lange die Könige nicht repräsentative mit diefem Manne zu meinen Ungunsten ausfallen muß. Aber Lenzmann hat es unternommen, einen Mord zu deduziren, ob- Friedensfürsten, sondern aktive, oberste Kriegsherren sind, wird ich kenne den General v. Bronsart zu genau, um nicht wohl fein Material dafür vorlag. Herr Lenzmann führte aus, es uns nicht gelingen, die Duelle auszurotten. Demonstriren hilft zu wissen, daß er den Fall Brüsewiß nicht so beurtheilt, daß der Offiziersstand feine bevorrechtete Stellung haben uns nichts, so lange die Gefeßesparagraphen durch das Begnadigungs wie der Vorredner glaubt. Ueber den Siepmann dürfe. Der Kriegsminister hat das außerordentlich milde zurück recht der Krone in jedem beliebigen Falle in nichts aufgelöst wer mag ja der Vorredner eine viel bessere Kenntniß haben gewiesen. Ich kann cine Autorität anführen, die auch Herrn den können. Wollen wir die Duellfrage lösen, so müssen wir wie ich. Ich Ich habe es für meine Pflicht gehalten, Lenzmann imponiren wird, den Feldmarschall Grafen Molite, in erster Linie unser ganzes Erziehungswesen, welches in der mich nach dem Vorleben der betreffenden Person zu erkundigen welcher die Armee als die erste Institution des Reiches anführt, Hauptsache auf eine konventionelle Lüge hinausfommt, auf eine und ich habe die Auskunft bekommen, die ich den Herren vor- unter deren Schuh allein die 28erte der Sitte und Kultur ge neue sozialethische, naturwissenschaftliche Grundlage stellen und getragen habe. Ich habe vollständig objektiv urtheilen und feinem deihen können, die daher eine Bevorzugung verdienen. Wenn mit der alten Scholastik brechen. Bu diese radikale Umwandlung von beiden unrecht thun wollen( Lachen links). Den Ausdruck Sie das nicht zugeben, hätten Sie damals widersprechen sollen. ist aber nicht zu denken, so lange nicht der abgelebte feudale Radaubruder" habe ich nicht gebraucht, und würde ihn nie in den Herr Rickert sollte seinen weitgehenden Einfluß in der Presse Klassenstaat mit dem alleinseligmachenden Kriegsglauben, der Mund nehmen. Es kann nur auf einem Irrthum beruhen, daß dieser geltend machen, daß da derselbe Ton angeschlagen wird wie Militarismus abgeschafft wird. In diesem Zusammenhang findet Ausdruck mir untergelegt worden ist.( Bustimmung rechts.) hier. Herr Nickert hat ja einen Einfluß auf die Presse, besonders auch der Fall Brüfewiß erst seine rechte Beleuchtung und Bedeutung. Dann ist gefagt worden, der General v. Bronsart würde einen auf das Reichsblatt, welchesHerrn v. Brüsewitz im Bilde brachte Das was hier an schrecklicher Schuld aufgehäuft ist, trifft ganz andern Entwurf der Militär Strafprozeß- und dabei gegen die Armee hette!( Heiterfeit lints.) nicht ausschließlich und nicht einmal in erster Linie das Ordnung eingebracht haben als ich. Das ist insofern nicht Der Student, welchen Herr Professor Kaufmann auf der Breslauer Individuum, sondern das ganze militaristische System. Der ganz zutreffend, als ich den Entwurf des Generals Synode schilderte, hat einem honetten Korps nicht angehört; er Premierlieutenant v. Brüsewitz ist garnicht fähig gewesen, im v. Bronsart afzeptirt habe; ein Unterschied ist nicht würde cum infamia ausgestoßen sein.( Widerspruch links.) Herr Bustande persönlicher zurechnungsfähigkeit zu handeln; durch vorhanden. Dann hat mir der Vorredner den Vorwurf gemacht, Munckel hat zweimal das Wort nicht gentlemanlike" in Ber- den Druck von oben und durch den Korporationsgeist wurde er daß ich in meinem Berkehr mit Zivilisten einen Unterschied machte bindung mit meinem Namen gebraucht. Ich hatte einen harm in Angst getrieben und die Angst um seine Existenz hat ihm die den Militärs gegenüber. Ich weiß nicht, worauf er diese An- lofen Scherz gemacht in bezug auf die körperliche Eigenschaft eines Burechnungsfähigkeit geraubt. Die Uniform ist seine Seele, die schauung stützt und muß diesen Vorwurf zurückweisen. Ich verkehre von mir hochgeachteten Herrn außerhalb des Hauses. Dann Seele seiner Kameraden; das ganze Leben wird zu einer mit jedem Menschen in denselben Formen. Ich weiß aber aus antwortete man mir in einer beleidigenden Weise, ohne daß der militärischen Toilettenfrage, zum Kultus der seelenlosen Form. Erfahrung, wie man oft mit Offizieren umgeht. Ich bin be- Präsident mich schütte. Der damals vorsigende Vizepräsident hat sein Einen flassischen Beugen für diese Auffassung tann ich in Gustav strebt gewesen, jede Schärfe in der Diskussion zu vermeiden, und Bedauern ausgesprochen, daß er mich nicht habe verstehen tönnen. Freytag, dem Freunde des deutschen Kronprinzen, des späteren wenn ich den Ausdruck Verhebung gebraucht habe, so dürfen Sie Das ist aber nicht publik geworden. Die Herren, die sich mit deutschen Kaisers Friedrich anführen, der diese ganze Entwicklung nicht vergessen, was alles in der letzten Zeit in den Zeitungen, mir über solche Dinge auseinandersetzen wollen, bitte ich, dies ahnungsvoll vorhergesehen hat. In seinem Tagebuch" beklagt die ich doch auch lesen muß, gegen das Offiziertorps geschrieben außerhalb des Rahmens dieser Verhandlungen zu thun. Ich er die Abgeschlossenheit des Militärs vom Volke, das worden ist. Ich habe eine ganze Reihe von Beleidigungsprozessen war verhindert, den Verhandlungen im April beizuwohnen. Ich leere Schaugepränge, die Beschränkung in verhältnißmäßig wegen Beleidigung der Armee und desOffiziertorps anstrengen müffen. itehe persönlich auf dem Boden der Mehrheit des Reichstages, daß engen Kreisen und infolge dessen in infolge dessen in der Anschauung. Mir liegt an den Wortkämpfen für meine Person garnichts. ich alle Bestrebungen, das Duell zu restringieren, unterstüßen( Präsident v. Buol macht den Redner darauf aufmerksam, daß Ich fann es mir versagen, auf die Anekdote, daß ein Hund werde, bin aber der Ansicht, daß es zur Beit er ohne besondere Erlaubniß längere Borlesungen nicht machen Zivilist hieß, einzugehen. In illustrirten Blättern wird der unmöglich ist, das Duell zu unterdrücken. dürfe.) Mit juristischen Spitfindigkeiten ist es nicht gethan, auch Armee oft unrecht gethan. Für jeden erbärmlichen Wit wird Vom religiösen Standpunkt aus läßt sich das Duell nicht ver- nicht mit kleineren Berbesserungen. Wir dürfen nicht von der ein Lieutenant illuftrirt. Daß ich von Verhehung sprach, beruhte theidigen. Wenn alle Leute den christlichen Standpunkt als maß- Hand in den Mund leben und sagen: Après nous le deluge! auf einer Erwägung, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. gebend ansehen würden, gäbe es feinen Anlaß zum Duell. Bei Die Richter müssen die Duell- und Militärgefeße mit unnachSie können sich darüber garnicht täuschen, daß, wenn in dieser Berbalinjurien tann ja eine Zurücknahme der Aeußerung ersichtlicher Strenge zur Ausführung bringen, die einzelnen RegieWeise die Debatte über die Armee weiter geht, die Armee folgen. Aber es giebt Fälle in der Ehe und Familie, bei welchen rungen müssen an ihrem Theile mitwirten, daß die Ausübung des zwar schweigt infolge der Disziplin, aber eine schweigende man nicht dem Gebote der Religion folgen fann.( Lebhafter Kronrechts in Duellfragen eine möglichste Einschränkung aber doch steigende Erbitterung in der Armee erzeugt Widerspruch links.) Mögen Sie noch so drakonische Strafen erfährt und die Krone selbst muß angesichts der gefahrwird.( Rufe lints: Das ist nicht heben!) Ich einführen, mögen Eie eine Vermögenskonfiskation oder eine vollen Zustände der heutigen Zeit das äußerste thun, um den habe schon ausgeführt, daß der Armee verboten ist, sich über Gypatriirung als Strafe einführen: ich würde lieber als Zucht. Auswüchsen des Militarismus entgegenzutreten. Vor allem aber andere Stände zu erheben, und das gegenseitige volle Vertrauen häusler oder Bettler dem Vaterlande den Rücken kehren, muß das deutsche Wolk sein Schicksal in die eigene Hand nehmen zwischen dem Offizierstande und der Bevölkerung ist eine Bor- als mir in folchen Fällen nicht selbst Satisfattion und nicht in der alten Unterthänigkeit und in dem alten bedingung für den Erfolg der höchsten und legten Aufgabe der zu verschaffen. Es ist von vielen Seiten der Wunsch ausgesprochen Soldatenknechtsgeist sich auf das verlassen, was von oben gutArmee. Aber jeder Stand hat sein Standesbewußtsein, ich kenne worden, das Duell unter schwere Strafen zu stellen; dagegen geheißen wird. Wenn wir in diesem Sinne nicht weiter arbeiten, es nicht anders. Die Reserve Offiziere tönnen wir würde ich nichts haben, aber das Korrelat dazu ist, daß jede so hilft alles Parlamentiren nichts und es heißt dann:„ Es blies in der Armee nicht entbehren und ich sehe durchaus nicht Provokation in der Presse oder sonst wie ebenfalls unter strengste ein Jäger wohl in sein Horn, aber was er blies, das war verein, weshalb man diesen höchst ehrenwerthen Stand lächerlich Strafe gestellt wird. Es würde dann auch im parlamen lor'n." machen will.( Lebhafter Wiederspruch; Rufe: Das ist nicht tarischen Leben eine viel schärfere 3ensur Abg. Schulte- Königsberg( Soz.): Man sagt, daß für diesen geschehen!) Die unglückliche That des Lieutenants Brüsewiß ist nothwendig sein. E3 gereicht mir zur besonderen Freude, einzelnen Fall nicht das ganze Offiziertorps verantwortlich gemacht zum Gegenstand der Spekulation geworden, auf diese Weise wird daß ich niemals einen Ordnungsruf erhalten habe. Ein gewiffes werden dürfe; wenn man das nur bei anderen Gelegenheiten aus einem traurigen Drama ein Handel gemacht. Die Be- Salz in der Diskussion läßt sich allerdings nicht vermeiden. Der Fall auch gefagt hätte, als es sich z. B. darum handelte, die Sozialfürchtungen des Vorredners für die Thätigkeit der Revisions Brüsewig ist nach allen Richtungen hin erörtert worden, so daß er demokraten für die Attentate verantwortlich zu machen. Die tommiffion find irrig. Die Kommission ist aus den berufensten ziemlich klar ist. Der Fall wird in der ganzen deutschen Armee Auswüchse des Militarismus rufen immer stärkere Erbitterung Offizieren der Armee gebildet. Ich kann nur dringend bitten, auf das tiefste bedauert. Es ist kein Zweifel, daß die deutsche hervor. Neduer verweist auf einen Fall in Königsberg, wo der wir wollen objektiv verhandeln.( Beifall rechts). Armee als die erste dasteht in der ganzen Welt. Alle Länder Sekondelieutenant Burmeister ebenfalls mit seinem Degen auf Preußischer Justizminister Schönstedt: Der Abg. Rickert ist würden stolz sein auf ein Offizierkorps wie das deutsche. Männer logging, die ihn wegen Belästigung ihrer Frauen zur befremdet, daß noch kein Resultat der Erwägungen in bezug auf( Buruf Lenzmann's: Das hat niemand bestritten!) Ich habe Rede stellen wollten; er wäre wehrlos gemacht durch Zerbrechen des das bürgerliche Strafrecht vorliegt und die Parole auch hier heißen manches so verstanden. Eine Entschuldigung für einen solchen Degens. Solche Fälle haben ihren Ausgangspunkt darin, daß die Ehre sollen: abwarten. Aus der Erklärung des Herrn Reichskanzlers ist doch Fall werden Sie nicht finden, soweit eine menfch- des Offiziers höher ist als die Ehre der Zivilpersonen, deren Steuern zu entnehmen, daß für das Militär eine Reform in Aussicht liche Sühne möglich ist, haben Sie die Garantie dafür. zur Erhaltung der Armee dienen. Redner fommt dann auf die steht, die bestimmt geeignet sein wird, das Duell im Militär( Widerspruch links.) Ich würde wünschen, daß Königsberger Börsengarten Affäre zu sprechen. auf ein Minimum zu beschränken. Das Umsichgreifen der Duelle in diesem Falle öffentlich verhandelt werden Die Verweigerung des Duells hatte in diesem Falle ist nun wesentlich auf den Geist des Militarismus und den tönnte. Diese That ist für mich noch lange nicht die Bontottirung der ganzen bürgerlichen Ge. militärischen Ehrbegriff, der auch im Kreise der Reserveoffiziere fo verwerflich, wie die Agitation, die damit sellschaft zur Folge, während sie sonst nur der sozialdemo herrscht, zurückzuführen, deshalb wird die Reform für das getrieben wird, in der Presse und an andern Orten. Das tratischen Arbeiterschaft gegenüber angewendet wurde. Solche Militär nicht nur im stehenden Heere, sondern auch in den Gift, was da ausgespritzt wird, wird an anderer Stelle zur Er- Auswüchse des gehäischelten Militarismus überraschen uns nicht. Kreisen außerhalb desselben, die von denselben Anschauungen scheinung fommen und diejenigen, die dazu beitragen, haben eine Darauf schließt die Diskussion. Die Jnterpellation ist damit ausgehen, ihren Einfluß nicht verfehlen. Wenn es richtig ist, größere Schuld, als der Lieutenant v. Brüsewiß. und erledigt. daß die große Zahl von Zweikämpfen außerhalb des Offizier Abg. Lenzmann( frf. Vp.): Dem Wunsche nach einem Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Freitag 1 Uhr. torps auf die militärische Auffassung zurückzuführen ist, so leidenschaftslosen Austausch der Meinungen stimme ich zu. Der( Fortsetzung der zweiten Berathung der Novelle zum Justiz werden Sie mit mir hoffen, daß die geplante Reform Kriegsminister hat den Vorwurf der Verhegung, den er unferem gefeße.) auf militärgerichtlichem Gebiete auch die Duelle in bürger- Parteiredner machte, zurückgenommen. Er hat aber den bedenklichen Kreisen mehr oder weniger verschwinden laffen wird. lichen Ausspruch gethan, daß er durch einen sozialdemokratischen Ist es da geboten, eine Verschärfung der bestehenden Gefeße Redner nicht beleidigt werden könne. Ich war tief erschüttert, " gegen den Zweikampf vorzunehmen, dann bewährt sich jene Hoff- daß der Kriegsminister den Charakter des Getödteten herabsehte. Der Bundesrath überwies in seiner Sigung vom 19. No nung, dann werden die bestehenden Gefehe mehr oder weniger Diefer Entrüstung habe ich Ausdruck gegeben. Ich protestire vember die Vorlagen betreffend eine Ergänzung zum Entwurf gegenstandslos. Der Beschluß des Reichstags hat der Regierung dagegen, daß ich die Reserveoffiziere lächerlich gemacht habe. des Reichshaushalts Etats für 1897/98 und den Entwurf eines gar teine Direktive gegeben. Im April fanden die verschiedenen( Widerspruch rechts.) Ich warne Sie davor, das in Ihre Blätter Handels- Gesetzbuchs und eines zugehörigen Einführungsgesetzes Anträge der Parteien auf Verschärfung der Strafen für das zu bringen( nach rechts gewendet). Ich habe die Bürgerlichen ge- Sen zuständigen Ausschüssen. Der Freundschafts, Handels-, = 9 " Parlamentarisches. werden. 3 Die Sie Schifffahrts- und Konsular Vertrag zwischen dem Reich und die Feuerwehr endgiltig abgelehnt ist und wegen der Bau- nicht abgeschlossen werden dürfen; man mußte doch bei den Gewerbe, Nicaragua wurde angenommen. Dem Entwurf von Aus- polizei große Schwierigkeiten gemacht sind. Da sollte man nicht richtern eine beffere Kenntniß der Gewerbe- Ordnung vorauss führungsbestimmungen zur Gewerbe Drdnung wurde die Zu- noch länger abwarten. Nachdem das Polizeikostengefeh in traft feßen. Die Verordnung des Polizeipräsidenten ist nach stimmung ertheilt. getreten ist, müffen wir die Gesammt Polizeiverwaltung für die meiner Ueberzeugung gefeßlich unzulässig, denn sie widerspricht In der Fraktioussihung der sozialdemokratischen Stadt verlangen, und zwar nicht blos aus diesem theoretischen den tlaren Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung. Die Berord Partei, die am Donnerstag stattfand, wurde beschlossen, folgende Grunde, sondern auch aus praktischen Erwägungen, welche immer nung besteht in einem Bufaße zu der Verordnung vom Interpellation einzubringen: dringender werden. Woher wissen die Antragsteller, daß der 21. März 1895, welche die Regelung der Sonntagsruhe( mit Ift dem Herrn Reichetangler bekannt, daß die II. Ständes Antrag wegen Uebertragung der Sicherheitspolizei aus- Ausnahme derjenigen im Handelsgewerbe) betrifft. Der Zusatz fammer des Königreichs Sachsen am 27. März d. J. einen Beie die gefeggebenden Körperschaften schon gefragt? Wie am Sonntag beschäftigte Gas- und Elektrizitätsarbeiter von Be- fichtslos ist? Wie können sie das annehmen? Haben besagt, daß statt der gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten für schluß gefaßt hat, welcher lautet: aida Die Staatsregierung zu ersuchen: 1. Darüber sich Kenntnis tönnen sie für aussichtslos ertlären, was an sich selbstverständlich 24 Stunden an jedem zweiten oder von 36 an jedem dritten Sonntag zu verschaffen, in wie weit die Gemeinden von dem ihnen zu ist? Der Magistrat macht hier wie anderswo den Fehler, mög- bei höchstens 15stündigen Wechselschichten eine Ruhezeit von 21 Stunstehenden Recht autonomen Gebrauch machen werden, im Wege lichst milde aufzutreten und sich auf Entgegenkommen zu verlassen. den gewährt werden kann. Zur Statuirung von solchen Ausnahmen des Anlagenregulative eine gewerbliche Sonderbesteuerung der Solche rücksichtsvollen Beschlüsse faßt man 1890, um dann 1896 zu ist die höhere Verwaltungsbehörde nur befugt unter Berück Hauptniederlassung und der Filialen eintreten zu lassen, die sehen, daß noch nicht das geringste erreicht ist. Möchten wir uns durch sichtigung der Vorschrift der Gewerbe- Ordnung im§ 105c Abim Detailgefchäft Lebensmittel, Genußmittel, Bekleidungs die bestehenden Gesetze durchaus einschränken lassen, fo tönnte über- fat 3, wonach für die betreffenden Arbeiter mindestens am gegenstände und ähnliche für den täglichen Gebrauch dienende haupt nichts geschehen, was im Interesse Berlins und seiner Ein- dritten Sonntag 36 Stunden Ruhe oder an jedem zweiten SonnArtikel verkaufen, und 2. im Falle eines sich zeigenden Bedürf wohner noch so nothwendig ist. Wir wollen doch nicht selbst in tag mindestens eine Ruhezeit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr niffes einem der nächsten Landtage einen Gefeßentwurf vorzulegen, die Zeit zurück, wo die Regierung die städtische Verwaltung vor- abends gewährt sein muß. Das Itegt hier nicht vor, und darum der a) Aktiengesellschaften, Kommanditgesellschaften auf Attien wärts zu drängen gezwungen war und wo der Vorwurf des widerspricht die Verordnung den gesetzlichen Bestimmungen. und andere mit juristischer Persönlichkeit ausgestattete groß Pfahlbürgerthums gegen diese Verwaltung und gegen den da- Von dem eventuellen 24stündigen Ruhetage in der Woche tapitalistische Assoziationen, die in Detailgeschäften Lebens- maligen Magistrat berechtigt war. Selbst unsere bis- ist in der Verordnung überhaupt nicht die Rede. mittel, Genußmittel, Bekleidungsgegenstände und ähnliche für herige Thätigkeit tönnte uns aber gelähmt werden, wenn Sache ist ja im Augenblicke gegenstandslos, weil bie den täglichen Gebrauch dienende Artikel verkaufen, und b) alle nicht endlich im Wege der Aenderung der Gefeßgebung etwas ge- Verfügung nicht in kraft gesetzt wird; aber es ist doch charakteristisch, Filialgeschäfte der unter a bezeichneten Genossenschaften, des schieht. Die Polizeiverwaltung als solche ist ein ganzes, wenn wie wenig in diefer doch nicht unwichtigen Angelegenheit auf die gleichen Erwerbsgenossenschaften und der physischen sich auch nicht weniger als 50 verschieden polizeiliche Refforts gefeglichen Bestimmungen geachtet wurde. Personen, sämmtlich, soweit sie sich mit dem Detailverlaufe der aufzählen lassen. Gegenstand polizeilicher Vorschrift lann nach Stadtrath Na m3lau: Die Verfügung tritt nicht in fraft, unter a bezeichneten Gegenstände befassen, mit einer den Ge- dem Gesetz alles sein, was nach unserer Auffaffung Gemeinde- weil uns die Gasarbeiter fast einstimmig erklärt haben, daß die meinden zufließenden und von diesen zu erhebenden präzipualen angelegenheit ist, es tönnte uns auf dem Wege der bestehenden Einrichtungen ihnen günstiger sind, als was ihre gewerblichen Steuer belegt; c) bestimmt, daß unter Filialen Auslegung auch unfere jetzige Kompetenz geschmälert angeblichen Vertreter vor dem Gewerbericht für sie vereinbart sowohl mehrfache Berkaufsstellen an einem und demselben und ganz entzogen werden, fo bie Sorge für haben.( Hört, hört!) Herr Singer legt die GewerbeOrte neben der daselbst bestehenden Haupt Berkaufsstelle als Leben und Gefundheit" u. s. w., und am Schluffe der Ordnung anders aus als der Reichstag felbst und die auch solche Zweigniederlassungen zu verstehen sind, die an Aufzählung heißt es: und alles andere, was im Interesse Kommentatoren. Die Bestimmung des§ 105c, Abs. 3, ist nicht einem anderen Orte als dem der Hauptniederlassung errichtet der Gemeinde und ihrer Angehörigen polizeilich geordnet werden absolut obligatorisch; auch bei den rheinischen Blei- und Zinkmuß." Diese lettere Bestimmung müssen wir zu beseitigen oder hütten z. B. ist die freie Beit von 6 Uhr morgens bis 6 Uhr und daß infolge dieses Beschlusses der sächsischen zweiten zu ändern streben. Wenn wir unsere Ueberzeugung für die richtige abends nicht eingeführt worden. Ständekammer das töniglich fächsische Ministerium des Innern halten, können wir doch nicht glauben, ein solches Unternehmen Stadtv. Goldschmidt bedauert sehr, daß die Bestrebungen am 12. Mai b. J. eine Verordnung an die ihm unter sei aussichtslos. Untersuchen wir in einem Ausschuß der Gasarbeiter keinen besseren Erfolg gehabt haben. stellten Kreishauptmannschaften erlassen hat, in der daffelbe die einzelnen Gegenstände der naturnothwendigen Thätigkeit fanden in der 15stündigen Sonntagsschicht keinen befriedigenden die Anregung giebt, die Gemeinden zu veranlassen, im Sinne der Gemeindeverwaltung genauer, so werden wir bald erkennen, Ersatz für die 18stündige. Aber sollten nicht die hier bestehenden des erwähnten Beschlusses der zweiten Ständekämmer vorzu präsidenten, der gar nichts mit Berlin zu thun zu haben braucht, tommiſsion beseitigt werden können? In der neulichen Verhand daß diese unmöglich einem einzelnen, nämlich dem Polizei Schwierigkeiten durch die Untersuchungen einer Fachmänner gehen? Ist dem Herrn Reichskanzler ferner bekannt, daß in- im Jahre 1896, wo die Welt im Zeichen des Verkehrs steht, zur lung derselben Sache hat Herr Singer die Entlaffung von Arfolge dieser Anregungen unter anderem die Amtshauptmann. Entscheidung überlassen werden können. Wir haben ja früher beitern ohne Kündigung als eine Maßnahme schlimmster Ausfchaft zu Zwickau eine Verordnung an die Gemeindeverwaltungen Polizeipräsidenten von weiterem Blick auch für die Gemeinde gehabt. beutungsluft bezeichnet, während die Sozialdemokraten, an ihrer ihres Bezirks erlassen hat, in welcher denselben Rathschläge Seute werden Sie doch nicht zugeben können, daß das frühere Pfahl- Spize Herr Bebel, im Reichstage 1891 die absolute Aufhebung jeder ertheilt werden, wie sie die Konsumvereine nach Höhe ihres bürgerthum noch besteht und daß heute der Polizeipräsident auch nur Kündigungsfrist beantragten! Die Verhältnisse sind doch heute Umfages mit einer Umsatzsteuer zu gunsten der Gemeinde entfernt an seine früheren Vorgänger heranreicht. Die gesammte dieselben wie damals!( Widerspruch des Stadtv. Singer.) taffen belasten können, und daß eine größere Bahl Gemeide Bolizeiverwaltung muß der Gemeinde übertragen werden; auf die Ganz dieselben Gründe, wie sie jetzt Herr Singer für die Einvertretungen im Königreich Sachsen die Einführung einer solchen Worte Marktpolizei"," Sicherheitspolizei" u. f. w. lege ich feinen führung einer Ründigungsfrist geltend gemacht hat, sind 1891 Umsatzsteuer beschlossen haben? Werth." Nachdem die 1890 angebahnten Verhandlungen direkt von freifinniger Seite im Reichstage geltend gemacht worden, Und was gedenkt der Herr Reichskanzler gegen diese Maß- oder indirekt gescheitert sind, will man unfern Antrag doch nicht Stadtv. Singer: Ich werde durch diese Ausführungen zu nahmen zu thun, die eine Berlegung des§7 Ziffer 6 der Reichs- annehmen, weil diese Verhandlungen noch schweben". einer Erwiderung gezwungen. Es ist doch etwas ganz Gewerbe Ordnung und einen Verstoß gegen Artikel II der wir stehen doch einer dauernden Unnachgiebigkeit und anderes, und anderes, ob ein Spezialfall oder eine allgemeine gefeßReichsverfassung enthalten und im Widerspruch mit dem Gesetz einer immer größeren Beschränkung der Selbstverwaltung liche Regelung vorliegt. Unser Antrag im Reichstag von über die Erwerbs- und Wirthschafts Genossenschaften vom feitens der Polizei gegenüber. Wir müssen also auf 1891 war eine Vertheidigung gegen den unerhörten Versuch der 1. Mai 1889 stehen? den Erlaß eines Gesezes bringen, welcher der Stadt kriminellen Bestrafung des Kontraktbruchs lediglich gegen die Die Begründung der Interpellation wurde Bebel die Polizeiverwaltung unwiderruflich überträgt. Berweisen Sie Arbeiter. Da haben wir gefagt, dann heben wir lieber jede übertragen und werden Stolle und Wurm in der Debatte den Antrag in einen Ausschuß! Kündigungsfrist auf, dann fann ja tein Kontrattbruch passiren. den Standpunkt der Partei vertreten. Oberbürgermeister Belle: Die Vorwürfe des Vorrebners gegen In Der damaligen Situation war der Antrag Doll= Sodann foll gleichzeitig eine Interpellation eingebracht das Verfahren des Magistrats find nicht gerechtfertigt, und die berechtigt. Der Versuch, mich in Widerspruch mit meiner Situation liegt so, daß die Freunde der Ausschußberathung vielleicht Partei git werden, die von der Regierung Auskunft verlangt, wie sie sich doch von ihrem Antrag zurücktreten werden. Die Materie ist hier den Stadtrath bemerke ich, daß der Erlaß des Polizeipräsidenten fetzen, ift total ift alfo mißlungen. Gegen zu den Repreffalien stellt, die die russische Boll: behörde gegen die Einfuhr feiner geberwaaren häufig behandelt worden, und soweit die Wohlfahrtspolizei in Frage vom 21. März 1895 fich ftüßt auf eine Instruktion von drei feit kurzem in Anwendung bringt. Hierzu wurden Ulrich steht, immer im Sinne des Vorredners. Die Wohlfahrtspolizei Ministern, nach welcher Ausnahmen von diesen Vorschriften in und Schippel als Redner bestimmt. ist gar keine Polizei im engeren Sinne, sondern ein besonderer der Regel nicht und jedenfalls nicht in erheblichem Maße geVerwaltungszweig. Die Uebernahme der Sicherheitspolizei stattet werden sollen. Weshalb nun gerade die städtische Gasauf die Stadt ist früher nicht beantragt worden. Der verwaltung eine solche Ausnahme für sich haben muß, ist mir Antragsteller sieht die Scheidung zwischen Wohlfahrts- und eben das unerfindliche. Sicherheitspolizei für unmöglich und überflüffig an; aber eine solche Ein Schlußantrag wird angenommen. Scheidung ist schon 1812 in einem föniglichen Erlaß gemacht In persönlicher Bemerkung versucht Stadtv. Goldworden und faktisch besteht eine solche Trennung schon in schmidt dem Stadtv. Singer zu beweisen, daß er die Sache manchen Städten mit staatlicher Polizeiverwaltung, in Posen, doch gründlich studirt habe, tommt aber damit beim Vorsteher Magdeburg u. a. Verlangen wir die Sicherheitspolizei, so nicht durch. würde uns das Ministerium entgegen halten können, daß Damit ist der Gegenstand erledigt.. bas ber Reiches die Sicherheitspolizei in die Hände bekommen will. In sekretäre wird trok lebhafter Befürwortung durch den Oberbürger erste Fall Fall ist, 100 die Metropole eines Die Vorlage betr. die Dienstalters- Zulagen der Magistrats. London ist sie militärisch organisirt, in Paris, in Rom hat sie meister 3 elle von der Versammlung fast einstimmig abgelehnt, der Polizeipräsident, in Wien desgleichen, in Kopenhagen und da dieselbe in das eben erst eingeführte System der Besoldung Stockholm find staatliche Polizeidirektionen. Nur in den Nieder- nach Dienstaltersstufen schon wieder Bresche legen will. landen besteht eine Trennung, die Kriminalpolizei ist dort unmittelbar staatlich. Die Wohlfahrtspolizei soll nach dem Gesetz = Gesetzentwurf über Pfändung von Arbeitslöhnen. Seit längerer Zeit werden klagen darüber laut, daß die Beschränkungen, denen die Pfändung von Arbeitslöhnen, Gehaltsbezügen und Pensionen unterliegt, in zahlreichen Fällen dahin führen, den Unterhaltungsanspruch der unehelichen Kinder gegen ihre Erzeuger zu vereiteln. Um diesen Klagen zu begegnen, ist ein Gefeßentwurf aufgestellt worden, welcher voraussichtlich binnen furzem dem Bundesrath zugehen wird. Novelle zum Unfallversicherungs Gesch. Dem Reichstage ist ein Gefeßentwurf, betreffend die Abänderung der Unfallversicherungs- Gesetze, nebst Begründung und einer ausführlichen Denkschrift zugegangen. statnsnannota Schluß 8/4 Uhr. Nochmals der Lithographenstreik vor dem Gewerbegericht. kam etwas deseart hur dazu. Es erging eine Ordre, wonach Chefs erschien und erklärte, daß er sich mit seinen Arbeitern Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. 1. von 1892 ganz oder theilweise der Stadt übergeben werden fönnen, wonach dann der Zuschuß für die Polizei Deffentliche Sigung vom Donnerstag, 19. Novb r., eine Verminderung zu erfahren hat. Hierin liegt sis nachmittags 5 Uhr. ein Hauptgrund des Hindernisses. Nachdem das Gesetz ergangen Vor der Kammer VIII des Gewerbegerichts wurde geftern In den Ausschuß zur Vorberathung der Vorlage wegen Auf- war, hat uns in der That das Ministerium die Offerte gemacht,( Donnerstag) abermals in Sachen des angeblichen Kontrakt hebung der Bauplatzsteuer u. s. w. sind auch die Stadtverordneten Hochbau, Gewerbe, Markt- und Gesundheitspolizei zu über- bruches der ausständigen Steindrucker, Lithographen und Berufs. Dupont und Singer deputirt worden, in den Ausschuß für nehmen. Wir traten gern in diese Verhandlung ein, erklärten genossen verhandelt. Als Klägerinnen waren betheiligt die Firmen die Borlage betr. die Errichtung städtischer Armenämter die aber, wenn wir die Hochbau- Polizeiverwaltung erhalten sollten, Büttner u. Komp., Aberle u. Komp., Engel, Sala, Stadtv. Schulz II und Singer. wir auch die Feuerwehr erhalten müßten, sonst bliebe der Grad u. Aron, Priester u. End, Schäfer u. Zur Verhandlung gelangt zunächst der seit dem 29. Oktober Polizei immer noch ein Mitbestimmungsrecht gewahrt; und Scheibe, Heimann u. vorliegende Antrag Stadthagen und Genossen: Schmidt und Böhme. das wollten wir nicht haben, das wurde abgelehnt; Den Vorsitz führte Affeffor Techow. Der Vertreter Den Magiftrat zu ersuchen, mit der töniglichen Staats- wir standen vor der Frage, ob abbrechen oder weiter verhandeln. der Klägerinnen, Dr. Gerschel, beging gleich bei der ersten Sache regierung wegen Uebernahme der Sicherheits-, Wir verhandelten weiter wegen Uebernahme der Hochbau- Polizei eine Ungezogenheit, indem er das von Millarg, der wieder die Martt, Gesundheits- und Baupolizei ohne Feuerwehr. Sie wurde uns aber nicht angeboten in der Beklagten vertrat, erwähnte Forderungszirkular der Arbeiter sowie der Feuerwehr in die städtische Berart, wie sie Posen und Magdeburg hat, sondern unter den be- einen Wisch nannte. Der Vorsitzende ersuchte ihn, die parlamen waltung in Verhandlung zu treten. schwerlichsten Bedingungen. So sollten wir Verordnungen nicht tarische Form zu wahren. Die von der Firma Büttner u. Ko. Die Stadtv. Kreitling u. Gen. beantragen Ausschuß- selbständig erlassen können, sondern stets nur mit Zustimmung beklagten 8 Steindrucker wurden zur Zahlung von je 16,20 m. berathung; vom Stadtv. Sa ch 3 I. wird Uebergang zur Tages des Polizeipräsidiums; es wäre also alles beim alten unter der Begründung verurtheilt, daß sie auf jeden Fall die ordnung beantragt, in Erwägung, daß die vom Magiftrat in geblieben. Wir haben dagegen beim Staatsministerium Ründigungsfrist hätten einhalten müssen. ald folge des am 16. Oftober 1890 angenommenen analogen Antrags angekämpft, aber vergeblich; wir bekamen eine ablehnende Ant- Die Verhandlung der Klagen der Firma Aberle u. Ro. Wohlgemuth eingeleiteten Unterhandlungen noch schweben, und wort ohne Begründung und zwar wiederholt.( Bewegung.) G3 gegen 39 Ausständige mußte ausgesetzt werden, da einer der in weiterer Erwägung, daß der Antrag auf Uebernahme der Sicherheitspolizei höchstens störend in diese Verhandlungen ein- unsere Bürgerschaft für die Baupolizeifonsense noch einmal be- geeinigt habe. Wenn diese heute die Arbeit aufgenommen greifen würde. zahlen sollte. Gegen diese nach seiner Meinung ungefehliche haben, will er die Klagen zurücknehmen. Der Unternehmerring Stadtv. Stadthagen: Es widerspricht dem Prinzip der Ordre hat der Magistrat den Weg an die gefeßgebenden Faktoren scheint also nicht mehr ganz geschlossen zu sein. Nach Mit Selbstverwaltung, daß Gemeinde- Angelegenheiten von Körper- beschritten. Breslau verlangte auch die Herabfezung des Zuschusses, theilungen Gerichel's wollen die betreffenden Arbeiter statt schaften, die der Selbstverwaltung der Gemeinde fremd find, aber die Regierung sagte: Ihr fönnt ja Gebühren nehmen. Wie mit einer 8384ftündigen mit einer neunstündigen Arbeitszeit zu wahrgenommen werden. Der Gemeinde muß auch die Stadt- foll der Magistrat in diesem Augenblicke weiter gehen, ehe diese frieden sein, auf die Bezahlung der gesetzlichen Feiertage vers polizei zustehen, wie es schon im Landrecht statuirt ist und wie Grundfrage geregelt ist? Soll er rubig weiter 2,50 m. pro zichten und Arbeiten solcher Firmen unweigerlich ausführen, es auch in Sachsen, Württemberg, im diesseitigen Bayern und Kopf bezahlen? Diese Frage muß erst durch die Gefeßgebung deren Arbeiter noch im Streit sind.(?) in einigen Mittel- und Kleinstaaten gilt. Seit 1850, wo eine entschieden sein. Sie werden in der nächsten Zeit eine Vorlage Reihe der reaktionärsten Gefeße Vierzehn von der Firma Engel beklagte Arbeiter wurden haben wir über den bisherigen Gang der Sache erhalten; schon morgen zu je einem Durchschnitts- Wochenverdienst verurtheilt. Aus nun auch das Gesetz über die Polizeiverwaltung in den beräth der Magistrat wieder in der Angelegenheit.( Beifall.) der Publikation ift von Städten; es datirt von demselben 11. März, wie u. a. das bes großer Bedeutung folgende Stadtv. Sa ch 3 I: Die schwebenden Verhandlungen würden Ausführung: Der Einwand sei belanglos, daß der Chef acht rüchtigte Vereinsgefeß. Die polizeilichen Befugnisse sind von der durch die Annahme des Antrags sicherlich nur gestört werden. Verwaltung dieser Angelegenheiten selbst garnicht zu trennen. Es Tage vor dem Streit unter Handschlag dem ArbeiterStadtv. Singer: Mit Rücksicht auf die Erklärungen des ausschuß versichert habe, die Forderungen, also auch die Be herrschte eine große Hoffnungsfreudigkeit, als die Regierung bei Oberbürgermeisters und auf die angekündigte Vorlage, die ja zahlung der Feiertage, zu bewilligen, und daß er dann der Berathung des Polizeikosten Gesetzes erklärte, fie hielte es ausführliches Material über den Gegenstand geben wird, be- doch nach 8 Tagen den von der Arbeitgeber Vereinigung be für gut, einige Zweige der Polizeiverwaltung, namentlich die antrage ich, die Verhandlung auf unbestimmte 3eit zu schlossenen Nachtrag zur Arbeitsordnung ausgehängt habe, wos Wohlfahrtspolizei, den Städten zu überlassen. Aber diese vertagen.( Beifall.) nach die gesetzlichen Feiertage nicht bezahlt würden. Es sei das Hoffnungen sind gescheitert. Das Gesetz wurde nicht Die Versammlung beschließt demgemäß. tein Kontrattbruch gewesen, den die Arbeiter mit der fofortigen im Sinne der in der Berliner Selbstverwaltung herrschen Die Vorlage betr. die für 1897 in den städtischen Gas Arbeitsniederlegung hätten beantworten dürfen, denn es sei ja den Ansichten gestaltet, die Roften wurden folossal gesteigert, werten und am Röhrensystem der Stadt erforderlichen jedem, der mit dem Nachtrag nicht einverstanden war, ausdrücklich aber die Stadt erhielt die betreffende Polizeigewalt nicht. Die Erneuerungs- und Erweiterungsbauten wird nach kurzer Debatte freigestellt worden, fich als gefündigt zu betrachten und nach Angst vor dem Pfahlbürger oder dem Wasserkopf Berlin beein einem Ausschuß überwiesen. 14 Tagen die Stellung aufzugeben. Es ändere nichts an dem flußte die Gefeßgebung so start, daß sie nicht auszuführen wagte, Bon dem bekannten Ausgange der Verhandlungen wegen Rechtsverhältniß, wenn die Hoffnung der Arbeitnehmer gestört vas sie selbst als prinzipiell richtig anerkannt hatte. Jetzt scheint Aenderung der Sonntagsschicht der Betriebsarbeiter worden sei, daß ihnen die Bezahlung der Feiertage für eine es den Herren nicht zweckmäßig, die schwebenden Verhandlungen auf den städtischen Gasanstalten macht der Magistrat der längere Zeit garantirt wäre. zu stören. Diese Verhandlungen schweben" feit 1890; Bersammlung in einer besonderen Vorlage Mittheilung. Die Verhandlungen der Klagen von Sala und von Grack der damalige Minifter hatte zweifellos die Absicht, die Stadtv. Singer: Den materiellen Theil betreffend, will und Aron werden zum Zwecke der Beweiserhebung vertagt, genannten Zweige und noch einige andere der Stadt zu ich nur den dringenden Wunsch aussprechen, daß das bescheidene ebenso diejenigen der Firma Priester u. Eyck. übertragen; die Polizei hatte damals in diesem Sinne bereits bei dem Verlangen der Arbeiter, alle vierzehn Tage einmal eine zwölf- Im Falle Schäfer und Scheibe vertraten die Bes Magistrat angefragt. Aber der Minister ist gegangen, andere stündige Schicht zu haben, erfüllt werde. Im übrigen habe ich flagten den Standpunkt, daß sie zur Arbeitsniederlegung find gekommen, jeht nach sechs Jahren hören wir, der Magistrat zu konstatiren, daß die gesetzlichen Bestimmungen bei der Regelung gezwungen worden wären, und zwar durch einen Kontraktbat die Angelegenheit fortdauernd im Auge". Wird fein Auge biefer Angelegenheit nur mangelhaft beobachtet worden sind. bruch des Inhabers Inhabers der Firma. nicht allmälig müde? Nichts weiter ist uns mitgetheilt, als daß Der Bergleich auf der Basts der 15stündigen Schicht hätte gar durch den schon erwähnten Nachtrag zur Arbeitsordnung die Die Klägerin hätte ergingen, haben In der Angelegenheit Böhme wurde Vertagung beschlossen. Gegen 6 Uhr abends schloß die Sigung. Lokales. bisherige Arbeitszeit verlängern und die solange gewährte 25 Jahre alte Tischler Johann Fritsch aus der Putbuser- Imaligen Verhandlung. Der Marinestabsarat a. D. Dr. v. Köppen, Feiertagsbezahlung abschaffen wollen, und es sei von den firaße 12 in die Spree. Schiffern gelang die Rettung des früher Assistenzarzt in der Frrenanstalt Lindenhaus, hatte den Beklagten verlangt worden, sich innerhalb 24 Stunden zu dem Lebensmüden. Direktor dieser Anstalt, Dr. Roller, und deffen Gattin mit Nachtrag zu erklären oder der Kündigung gewärtig zu sein. Die Schlimme Vermuthungen knüpfen sich an das Ver- argen Schimpfworten belegt und behauptet, daß in der Beklagten wurden jedoch aus denselben Gründen, wie ihre schwinden des 64jährigen Droschkenkutschers Christian Böttcher Lindenhauser Frrenanstalt Zustände herrschen, wie sie ähnlich Kollegen von der Firma Engel zur Zahlung je eines durch aus der Fruchtstraße 35, dessen Droschke 2. Klasse Nr. 6110 am oder noch schlimmer in dem bekannten Mariaberger Prozeß zu schnittlichen Wochenlohnes verurtheilt. Dr. v. Köppen soll ferner behauptet 8. b. M. abends zwischen 6 und 7 Uhr von der Feuerwehr aus tage gefördert wurden. Gegen die von der Firma Heimann u. Schmidt be- dem Urbanhafen gezogen werden mußte. Ein Augenzeuge will haben, daß dem Direktor Dr. Roller alle ärztlichen Fähigkeiten flagten Drucker lautete das Urtheil dahin, daß sie verurtheilt gesehen haben, daß der Kutscher nicht auf dem Bode saß, als abgehen, daß die hygienischen Zustände der Frrenanstalt aller sind, wenn Herr Heimann beschwört, daß er zu den Druckern das Pferd mit der Troschke in den Hafen stürzte. Im Wasser hat Beschreibung spotten, ja daß von seiten des Direktors der Vernicht gesagt habe: Wer streifen will, fann streiten. Beschwört man auch bis jetzt trot eifrigen Suchens weder Böttcher's Leiche fuch gemacht worden set, ihn( Dr. v. Köppen) als Geisteskranken der Kläger dies nicht, dann wird die Klage abgewiesen. Die noch irgend ein Stück von feiner Kleidung gefunden. in die Frrenanstalt zu sperren. Dir. Dr. Roller, der vollständig Lithographen ze. der genannten Firma, die in den Ausstand Man rechnet daher jetzt mit der Möglichkei, daß an dem Kutscher unter dem Einfluß seiner Gattin, einer Dame, die vor getreten sind, wurden dagegen definitiv verurtheilt. ein Verbrechen verübt worden ist und daß die Verbrecher das mehreren Jahren zu den gefeierten Schönheiten Berlins zählte, Pferd mit der Droschke ins Wasser getrieben haben. Böttcher stehe, habe die Einsperrung Köppen's u. s. w. auf Wunsch Die Frau Direktor trage galt als vermögend und war unter seinen Kollegen allgemein seiner Frau vornehmen wollen. bekannt als der reiche Christian". Er prahlte viel mit seinem durch ihren geradezu dämonischen Einfluß die Hauptschuld Gelde, mit dem er die ganze Spree zudecken könne", und trug an dem Zustande in Lindenhaus. Dr. v. Köppen soll die Frau auch öfter viel bei sich. Gesehen wurde er zuletzt an der Reit- Direktor mit einem Schimpfwort, dessen Wiedergabe der Anstand Der vorgeftrige Bußtag verlief in gewohnter Weise. bahn, an dem Halteplate an der Ecke der Alten Jakob- und verbietet, belegt und zu dem Direktor gesagt haben:„ Ich würde Sämmtliche Kneipen waren überfüllt, ein großer Theil der Ritterstraße, und zwar um 3 Uhr nachmittags. Wohin er von Sie ohrfeigen, wenn ich nicht fürchtete, mich zu besudeln" zc. jenigen Berliner Einwohner, die es nicht dazu haben, pilgerte dort, nachdem er als erster eine Fuhre bekommen hatte, gefahren Stabsarzt Dr. v. Köppen wurde infolgedessen auf grund des ins Freie, und selbst aus einigen Kirchen wird von gutem ist, weiß niemand. § 185 des Strafgefeßbuchs( einfache Beleidigung) zu 600 M. Besuch berichtet. So sollen in dem Gotteshause", in dem der Gestern Vormittag wurde der sich schon seit Wochen Geldstrafe verurtheilt. Gegen dieses Urtheil hat Dr. v. Köppen wegen Berleumdung neuerdings zu 600 Mt. Geldstrafe ver umhertreibende elfjährige Sohn des Rohrlegers G. auf dem Berufung eingelegt. Infolge deffen gelangte die Angelegenheit urtheilte Stöder trotz allem zu predigen riskite, mehr als Boden des Hauses Neue Friedrichstraße 5/8 unter Umständen am Donnerstag zur nochmaligen Berhandlung. 2000 Menschen anwesend gewesen sein. Der wahrheitsliebende angetroffen, die den Berdacht des Diebstahls rechtfertigten. Er selben vom Angeklagten 24 Beugen geladen. Der Bertreter des Wie aus Detmold telegraphisch gemeldet wird, sind zu der Gottesmann gab von der Kanzel herab feiner höchst erbauten flüchtete auf das Dach und vertroch sich in einem Schornstein, Nebenklägers beantragt den Ausschluß der Deffentlichkeit, da selben vom Angeklagten 24 Beugen geladen. Gemeinde die Neuigkeit zum besten, daß er trotz der Verso daß er erst mit Hilfe der Feuerwehr und nach Herstellung durch die öffentliche Verhandlung eine Gefährdung der öffent urtheilung ein gutes Gewiffen habe und seinen Lieben einer Deffnung im Schornstein festgenommen werden konnte. freudig Buße predigen werde. Liebe Gemeinde!" begann der lichen Sittlichkeit zu besorgen fei. Der Vertheidiger widerspricht Fofprediger, Du kannst Dir wohl denken, daß ich heute noch Die Meldung Großfener" rief in der Nacht zum Mitt diesem Antrage. Sein Klient habe ein großes Interesse, daß die mehr als sonst in tiefem Ernst und heiliger(!) Selbstprüfung woch um 112 Uhr die Feuerwehr nach der Waldemarstr. 14. Verhandlungen öffentlich geführt werden. Der Gerichtshof be vor Dir stehe. Wenn ich das für wahr hielte, was in den letzten Dort war im Quergebäude des zweiten Hofes, das nur zu schließt, während des Referats die Deffentlichkeit auszuschließen. Tagen aus dem Gerichtsspruch über mich durch die Blätter ge- Fabrikzwecken diente, in der im Keller belegenen Delmühle von Der Angeklagte wurde wegen Beleidigung des Dr. Roller gangen ist, dann könnte ich Dir feine Bußtagsgredigt halten! H. M. Molch auf unerklärliche Weise ein Brand entstanden, und dessen Gattin, dem Antrage des Staatsanwalts entsprechend, Dann würde ich es als meine Pflicht anſehen, bier von der ber in den vorhandenen Borräthen reichliche Nahrung fand und zu 600 Mark Geldstrafe verurtheilt. Kanzel zu steigen und nie wieder hinaufzugehen. Aber ich habe sich schnell auf die im Erdgeschoß befindliche Goldleistenfabrik Von der Geschäftsleitung des„ Algemeinen Anzeiger für heute, weil ich ein gutes Gewissen habe, diefelbe Freudigkeit wie von Stieghan ausdehnte. Die Feuerwehr, die unter Brandimmer, Dir und mir zu predigen! Eine echt Stöckersche Logit. direktor Giersberg arbeitete, fonnte ungeachtet ihrer drei Dampf- die deutsche Armee" hier werden wir ersucht, zur Kenntniß Weil ich noch auf der Kanzel zu stehen wage, bin ich unschuldig! sprißen und fünf Handdruckspritzen nicht verhindern, daß auch unserer Leser zu bringen, daß das genannte Blatt keineswegs mit Da wissen die katholischen Jesuiten doch gefcheidtere die Schraubenfabrik von Subitatis im ersten und zweiten Stod der Deutschen Armee- Zeitung", deren Herausgeber unlängst Trugschlüsse zu ziehen. In einer Buß- und Betversammlung in Mitleidenschaft gezogen wurde, doch ist der Betrieb nicht ge wegen Betruges verurtheilt wurde, identisch ist. der Heilsarmee, die in der Wartenburgstr. 14 tagte, verstört worden. Hier gelang es morgens um 51/2 Uhr, dem Eleübte eine Anzahl dummer Jungen grobe Flegeleien, so daß es ment Einhalt zu thun. Ausgebrannt ist die Delmühle, bei deren zu Thätlichkeiten kam. Die eigentlichen Bußtags- Büßenden sind, Ablöschung Sand gebraucht wurde, und die Goldleiftenfabrik. wie immer die Arbeiter, denn Weihnachten steht vor der Die Feuerwehr hatte bis um 91/2 Uhr vormittags zu thun. Thür und Arbeitslosigkeit und Elend dazu! " " " = " Aus den Nachbarorten. Mitgegangen, mitgefangen. Die Volts Zeitung" fühlt fich darüber beschwert, daß wir sie unter den Blättern nannten, Achtung, Rigdorf! Die Parteigenossen werden darauf welche die Lügengeschichte aus der Wöllmer'schen Schriftgießerei aufmerksam gemacht, daß folgende Wirthe die Hergabe ihres abgedruckt haben, und das Blatt behauptet, daß wir wider Lokals zu politischen Versammlungen seit Veröffentlichung der befferes Wissen handeln, wenn wir es in Bausch und Bogen mit legten Lokalliste verweigern: Ed. Wirsing, Knesebeckstr. 77; Derselben bürgerlichen Presse nennen, die bekanntermaßen jede Rob. Nofter, Knesebeckstraße 49; Berndt, Vereinsbrauerei Gelegenheit wahrnimmt, tlassenbewußte Arbeiter zu ver- Ausschank. Wir bitten die Parteigenossen, genau darauf zu achten. unglimpfen. Wir wollen dem Blatt nicht seine alten, gegen Die Lokalkommission für Rigdorf. J. A.: K. Frese, Steinmetzdie Klassenbewußte, sozialdemokratische Arbeiterschaft be: straße 72. gangenen Sünden anrechnen und gern anerkennen, daß Johannisthal. Den Genoffen zur Nachricht, daß uns das es fich neuerdings in Arbeiterfragen zuweilen einer Objektivität Lokal von Herrmann, Friedrichstr. 10, nicht mehr zur befleißigt, die merkbar absticht von dem eintönigen Gebelfer der Verfügung steht, da Herr Herrmann sein Wort zurückgezogen übrigen rechts- und linksfreisinnigen Presse. Aber um so tadelns- hat. Der Vertrauensmann. werther war es daher gerade von diesem Blatt, daß es einer Den Mitgliedern des Arbeiter Bildungsvereins zur Klatschgeschichte Raum gab, gegen deren Wahrscheinlichkeit sich Nachricht, daß unsere Vereinsversammlung nicht in Niederdoch von vornherein zum mindesten recht starte Bweifel geltend Echönweide, sondern in Johannisthal beim Gastwirth machen mußten. Diese unschöne Breßleistung erschien als ein Stück Schaller am Sonnabend, den 21. November, stattfindet. Der Atavismus, und wir erfüllten eine unangenehme, aber nicht gut von der Hand zu weisende Pflicht, gerade der Volks. Zeitung" zu zeigen, in welch eine unsaubere Gesellschaft sie hineingerathen war. Wir scheinen unsere Absicht erreicht zu haben, und im Gefühl der Genugthuung hierüber rechnen wir es dem Blatt nicht besonders an, daß es mit dem Vorwurf, wir handelten wider besseres Wissen, die gerade nicht sehr gescheidte Taktik verfolgt, eine erhobene Anklage mit einer anderen zu entkräften. " Vorstand. ( ,, Lokales" siehe auch 2. Beilage.) " Vermischkes. Neber die Beraubung eines Briefträgers wird aus Wiesbaden berichtet: Auf dem Wege zwischen Frauenstein und Schierstein wurde der Landbriefträger Diel auf seinem Dienstgange von Strolchen überfallen und kampfunfähig gemacht. Baarschaft und Uhr wurden ihm geraubt. " Vom Deutschen Theater in München. Bei der Gläubiger. versammlung des Deutschen Theaters" wurde, wie das„ Bater land" meldet, von 2 Anwälten mitgetheilt, daß für Exe futionen teine pfändbare Masse vorhanden sei, ja nicht einmal land" meldet, von 2 Anwälten mitgetheilt, daß für Ere etwas zur Bildung einer Konkursmaffe! In einer Dynamitfabrik in San Fausto, Provinz Barce lona, fand, wie aus Madrid gemeldet wird, am Mittwoch eine Explosion statt, bei der ein junger Mann und ein junges Mädchen uns geben kamen und einige andere Personen verwundet wurden; der Materialschaden ist beträchtlich. Aus Venedig wird vom Mittwoch gemeldet: Hier herrscht heftiges Unwetter, fast die ganze Stadt ist überschwemmt. Der Dampfschiffsverkehr ist unterbrochen. Das Lloydschiff von Triest fonnte nach 18stündiger gefährlicher Fahrt gestern erst 6 Uhr Abends einlaufen. Selbstmord einer Schauspielerin. Die Schauspielerin Minna Robert, welche sich seit einiger Zeit in Abazzia aufhielt, stürzte sich in der Nähe der Villa Augusta ins Meer und ertrant. Die Motive find unbekannt. Kunst und Wissenschaft. Gerhart Hauptmann's Drama: Vor Sonnenauf- Das Kinderheim in Kindstrup( Dänemart) ist ab gang, das nur den Mitgliedern der Freien Bühne" bisher be- gebrannt. Das Feuer wurde von den Kindern angelegt, die fannt war, geht am heutigen Freitag im Friedrich Wilhelm. dann flüchteten. Der Grund für dieses Verhalten der Kinder ist Militarismus und Großproduktion. Die Vossische städtischen Theater zum ersten Mal in Szene. In den in der grausamen Behandlung derselben und darin zu Beitung" meldet: Auf Anordnung des Generalkommandos des Hauptrollen find Lina Doppel, Maria Schmidt, Marie Caß- suchen, daß die Kinder meist Hunger leiden mußten. Eine Gardekorps wird in Berlin seit dem 1. Juli d. J. der gesammte mann, May Eißfeldt, Albert Bauer und Carl Thiemann be- Aufsicht über das Kinderheim gab es nicht.( Daffelbe ist Bedarf an Fleisch, Fleischwaaren und Wurst für die Truppen- schäftigt. innerhalb 16 Jahren nun drei Mal abgebrannt. Die Brand. tüchen der Garnison nicht mehr durch einzelne Truppentheile, stifter waren stets die Kinder! Wie müssen diese sondern durch die Korpsintendantur im ganzen verdungen. Das Rinder gepeinigt sein, wenn sie so gar teinen anderen Ausweg sehr günstige Ergebniß in Berlin hat nun dahingeführt, daß diese wiffen! Einrichtung auch für andere Garnisonen vom 1. Januar t. J. ab Der pensionirte Polizei- Wachtmeister Albert Knittel, Aus London meldet man: Mittwoch Abend brach in der eingeführt werden soll, so daß jezt auch dem Magistrat in Pots ein schon bejahrter Mann, wurde gestern wegen Sittlichkeits- St. Georgfirche Feuer aus, wodurch der schöne monumentale dam der Antrag zugegangen ist, auf dem dortigen Schlachthof verbrechens von der vierten Straffammer des Landgerichts I zu Thurm vollständig zerstört wurde. eine Häumlichkeit für die von dem Proviantamt zu bewirkende einer Gefängnißstrafe von neun Monaten verurtheilt. Kontrolle über den Schlachtbetrieb, die Wurstfabrikation und die Ge handelte sich bei dem Lüstling um Vornahme unzüchtiger Fleischausgabe einzurichten. Der Tagesbedarf ber Potsdamer Handlungen mit schulpflichtigen Mädchen. Garnison stellt sich auf 1000-1200 Kilogr. Der Potsdamer Magistrat will gegen eine Jahresmiethe von 300 M. eine derartige Räumlichkeit einrichten. 1313 Gerichts- Beifung. Werkstatt der Niagara Falls Power Company dreißig Pfund Aus Niagara wird über New- York gemeldet, daß in der Dynamit explodirten. Das Gebäude wurde vollständig nur wenige in der Nähe der Unglücksstelle weilten. Von diesen zerschmettert. Glücklicherweise war die Tageszeit so früh, daß vorsichtigkeit zweier Arbeiter zu, die während der Explosion in wurden mehrere verlegt. Man schreibt das Unglück der Uns der Werkstätte gewesen sein müffen. Witterungsübersicht vom 19. November 1896. es sich in einer Anklage wegen Diebstahls(), die gestern in der Um die Entwendung einer Zeitungsnummer handelte Die Verdingung im großen ist sehr vernünftig und zeigt. Sütsche verhandelt wurde. Das Schöffengericht hatte für er Berufungsinstanz des Landgerichts I gegen die Arbeiter- Ehefrau daß man selbst im Gardekorps die Zeit begriffen hat. Um so wiesen erachtet, daß die Angeklagte ihrem. Flurnachbarn eines feltsamer macht es sich aber, wenn nach anderer Seite hin von Morgens die Zeitung, welche vor seine Thür gelegt worden war, Silfe für den Kleinproduzenten, von„ Schuß des Handwerks" die entwendet hatte. Die zweite Instanz gelangte zu derfelben UeberRede ist. zeugung und bestätigte daher das erstrichterliche auf einen Tag Von der Verfrommung des Rathhaus- Thurmes. Die Gefängniß lautende Erkenntniß. Dreimal heilig ist das Eigen Stadtverordneten Materne, Liebenow, Dinse, Fähadrich und thum in der Aera des Kapitalismus. Die Frau tann von Glück Langenbucher haben in der Stadtverordneten- Versammlung sagen, daß sie mit einem Tage davon gekommen ist. Unsere folgende Anfrage eingebracht: Die Unterzeichneten richten an den Parteigenossen Zetsche, Hillert und scheunert, denen zur Laft Magistrat die Anfrage, ob die Zeitungsnachrichten, daß der gelegt worden war, daß sie in der Mittler'schen Druckerei ein Magistrat beschlossen habe, die Besteigung des Rathhaus Stückchen Papier mit dem Gnadenerlaß gestohlen" hätten, find Thurmes von jetzt ab erst nach Schluß der Kirche, d. h. an bekanntlich zu sechs resp. 8 Monaten" Gefängniß verurtheilt Swinemünde Sonn- und Festtagen erft von 12 Uhr an, am Charfreitag und worden! Hamburg Bußtag überhaupt nicht mehr zu gestatten", auf Wahrheit bes Berlin ruben und welche Gründe eventuell für diese Maßregel bestimmend gewefend sind. " Stationen. München Wien. Haparanda Petersburg. Cort Aberdeen. Baris. Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. WSW 759 760 761 GD 763 NM 764 762 764 SSD 768 GO 764 SW 759 SW 765 Windstärke (-) 12825221422 Wetter bedeckt Nebel bedeckt bedeckt Regen bedeckt Schnee wolkenlos bedeckt halb bedeckt Nebel Temperatur nach Celsius ( 50.4° R.) ཤ ཡ ༠ ། ཨ ⊕ ཡ ཤ ⊕ ས Wetter- Prognose für Freitag, den 20. November 1896. Etwas wärmer, ziemlich trübe und nebelig mit geringen Niederschlägen und schwachen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Presse bemerkenswerthe Entscheidung hat der erste Senat des Der Kampf um den Kreisblatt- Titel. Eine für die Wiesbaden Ober Verwaltungsgerichts gefällt. Der Besizer des Das Polizeipräsidium hierfelbft hat mit Genehmigung Diezer Tageblatt", der für seine Zeitung den Untertitel„ Kreisdes Ministers des Innern die größeren preußischen Polizei- blatt für den Unter- Zahnkreis" auch dann noch beibehalten hatte, Verwaltungen zur Betheiligung an einer Zusammenkunft als ihm die Bekanntmachungen der Kreisbehörden entzogen ( 12. Dezember) eingeladen, in welcher über die Einführung worden waren, erhielt eines Tages die polizeiliche Verfügung, diesen der Bertillon'schen Methode der Personenfeststellung durch Nebentitel fortzulassen. Für den Fall der Nichtbefolgung des Ver Gliedmeffungen berathen werden soll. Die Meffungen von Verlangens der Polizei wurde ihm gemäß§ 132 des Landesverwaltungsbrechern werden hier schon seit mehreren Jahren in derselben Gesetzes Strafe angedroht. Auf seine Beschwerde ertheilte der LandWeise wie in Paris und und mit denselben Instrumenten rath den Bescheid, daß die Polizei auf grund des§ 1011, 17 Allgemeinen vorgenommen, dienten aber bisher nur zur Bervollständi- Landrechts das Recht gehabt habe, einzuschreiten.„ Kreisgung der Personenbeschreibung. Erst nach der Entsendung blatt" sei die amtlich technische Bezeichnung der von den Des Kriminalinspektors von Hülleffem nach Paris find auch hier Kreisbehörden zu ihren Publitationen benutzten Blätter und Registerkasten eingerichtet worden, in welchen die Karten der wenn der Beschwerdeführer sein Blatt anch jetzt noch Kreisblatt gemessenen Verbrecher derartig eingeordnet werden, daß die nenne, könnte das Publikum irritirt und damit die öffentliche Uebersendung einer in den Maßen übereinstimmenden Karte die Ordnung gestört werden. Nachdem auch der Regierungspräsident Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahl) nicht ermittelte Persönlichkeit des Gemessenen sich mit Leichtigkeit die Verfügung gebilligt hatte, kam die Sache vor das Ober- Ver- Die juristische Sprechstunde findet am Montag, und Sicherheit feststellen läßt. Wesentliche Erfolge im Kampfe waltungsgericht. Im Verhandlungstermin war auch der Dienstag, Freitag und Sonnabend mit dem gewerbsmäßigen Verbrecherthum fönnen durch das Minister durch einen Kommissar vertreten. Der Senat 6-7 Uhr statt. Bertillon'sche System indeß nur dann erzielt werden, wenn feßte die umstrittene Verfügung außer Stade. Anonyme Mittheilungen veröffentlichen wir nicht. die festgenommenen Professionsverbrecher auch von anderen Kraft und Präsident Persius führte zur Begründung des W. Eis. Der zuerst Geborene. Das Jahr 1900 ist tein Polizeibehörden gemeffen und die Karten an eine Zentralstelle- Urtheils aus: Der Titel einer Druckschrift sei nicht minder ein Schaltjahr. das Polizeipräsidium von Berlin eingesendet werden. Theil ihres Inhaltes wie der Tert selbst. Deshalb sei die An.. 10. Straffälligkeit liegt wegen Berjährung, soweit Zwei Selbstmordversuche werden vom Mittwoch gemeldet. gelegenheit nur nach dem Preßgesez von 1874 zu beurtheilen, nicht ersichtlich, vor. 12 b. a. 1. Jm 2. Jahre vom Ende Kurz nach Mitternacht fehrte der 21 Jahre alte Hilfskanzlist das die Freiheit der Breffe ausdrücklich nur den Beschränkungen des Jahres ab, in dem die Forderung entstanden ist. P. S. Franz Bothe, der am Koppenplatz 2 wohnt, nach Hause zurück. unterſtelle, die es selbst vorschreibe oder zulaffe. Ein vorbeugen: 78. Sie können das Fehlende machen laffen und dann die Konen Er begab sich auf den Hof des Grundstücs, wo alsbald ein des Einschreiten, durch die Befürchtung diktirt, die öffentliche gegen den Wirth eintlagen.. 100. Für angemeffen werden Schuß fiel. Man fand den jungen Mann mit einer Wunde in Ordnung tönnte gefährdet werden, lasse sich aber auf das Preß- bis zum zurückgelegten 4. Lebensjahre monatlich 12,50-15 M., der Brust auf und ein Schuhmann brachte ihn nach einem gesetz nicht stüßen. vom 4.- 14. Lebensjahr monatlich 15- 18. erachtet. Den Anlaß zu dem Selbstmordversuch soll in Krankenhaus. Die Geheimnisse der Irreuanstalt zu Lindenhaus bei N. 100, H. N. Tresckowftr. 53. Ja. K. F. 1. Ja, Verbindlichkeiten zu suchen sein, die dem jungen Mann in Detmold, die bereits im August d. J. das Schöffengericht zu 2. Nein. 3. 1 Jahr lang. 4. Nein. schlechter Gesellschaft entstanden sind. Einige Stunden später Lemgo beschäftigten, tamen gestern vor der Straf- Berufungs- Polizift. 1. Vom 3. Juli 1899 ab. sprang von der Burgstraße aus am Hotel Portugal der kammer des fürstlichen Landgerichts zu Detmold zur noch ledigt. O. P. Der Verband würde zu Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin, 2 abends von H. A. B., H. B. 80. Mein. 2. Durch 1 ers lagen haben " " 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 272. Unternehmer- Verbände. = Freitag, den 20. November 1896. " 13. Jahrg. Die Düngerfabrikanten in Schleswig- Holstein und Polizei empfohlen werden, in Zukunft nicht gar so leicht mit Mecklenburg haben schon beschlossen, die Preise unverändert Thaten zur Hand zu sein, die dem Unternehmerthum am Ende Die Zuckerfabrikanten haben sich über ihre verschiedenen zu lassen. Das dürfte das vernünftigste sein, was die Herren Enttäuschungen bereiten. Kartell- Pläne wenigstens zum Theil geeinigt. Der Vorstand des sich die Erhöhung der Preise zum Ziel sehen würde, fönnte dazu Herr Professor Dr. Wahnschaffe am Freitag, den 20. d. M., thun können, denn ein Kartell der deutschen Düngerfabriken, das In der alten Urania, Abtheilung Invalidenstraße, wird Vereins der Rohzuckerfabriken, der durch das geplante führen, daß die Landwirthe selber Düngerfabriken errichten. Die abends 8 Uhr, einen Vortrag über das Thema„ Unsere Heimath Deutsche Zuckerfynditat" den Weltmarkt regulirt wissen will, und die Unterzeichner des Aufrufs für das" Wochenschrift des landwirthschaftlichen Vereins" erklärte bereits zur Eiszeit" halten. Der Gelehrte, der durch seine wissenschaftDeutsche Inland Zuckerfyndikat", an dem vorSollten die deutschen Kunstdüngerfabriken, um der deutschen Land- lichen Untersuchungen die jetzt allgemein angenommene" Inlandnehmlich die Verbrauchzuckerfabriken, die Raffi- wirthschaft die Preise für Kunstdünger zu erhöhen, ein Uebereinkommen Gistheorie" für Norddeutschland mitbegründen half, wird seine nerien, interessirt sind, faßten am 12. November in einer treffen, so würden die Landwirthe hierdurch auf den Weg der Darlegungen durch eine Reihe vortrefflicher Projektionsbilder Konferenz zu Berlin eine Resolution, laut welcher sie überein- Selbsthilfe verwiesen und es ist gar nicht zu bezweifeln, daß veranschaulichen. Eine Wiederholung dieses Vortrags tann nicht tamen, 1. einem jeden der beiden Syndikate seine Bildung dieser Weg jetzt schon mit großem Vortheil beschritten werden stattfinden. fönnte. Die Errichtung genossenschaftlicher Dünger- Fabriken und Durchführung unabhängig von dem anderen zu überlassen; würde heute schon von den landwirthschaftlichen Genossenschaften, richtet: Auf Initiative eines Komitees, dem außer verschiedenen Aussatkonferenz in Berlin. Aus Kopenhagen wird bes 2. in gegenseitiger Unterstützung sich zu verpflichten, daß ein deren Provinzial- und Landesverbänden unschwer ins Werk zu Aerzten aus Norwegen, Schweden und Dänemark auch Geheimjedes Syndikat mit den einzelnen Fabriken nur gleichlautende Verträge abschließt, und daß der Inhalt des zwischen dem feßen sein und zweifellos den Betheiligten großen Nutzen, sowohl rath Professor Robert Koch und Professor Laffar aus Berlin „ Deutschen Juland- Zuckerfyndikat" und den Rohzucker- Fabriken ab- hinsichtlich der Güte als des Preises des Kunstdüngers bringen." angehören, wird im Oftober 1897 eine Aussagkonferenz in Berlin zuschließenden Vertrages unter Mitwirkung des seitens des Vereins der Robzucker- Fabriken in der Bildung begriffenen „ Deutschen Zuckersyndikats" festzustellen ist; 3. den Rohzucker Fabriken, welche an dem Deutschen Zuckersyndikate" betheiligt sind, es frei zu stellen, daß fie zu dem Abschlusse des Vertrages mit dem Inland Zuckerfyndikat das Deutsche Zuckerfyntitat" bevollmächtigen. " Bis zur definitiven Errichtung der beiden Syndikate hat es zwar noch gute Wege, denn die Unternehmer sind nicht leicht sucht wird wohl schließlich die Mehrheit dies Opfer" bringen bazu zu bringen, ihre Selbständigkeit aufzugeben, aber die Profit. laffen. Bereits hat in Halberstadt eine Versammlung von Zuckerindustriellen der Provinz Sachsen und Anhalts sich für die Errichtung beider Syndikate sowie deren baldige Vereinigung erflärt. Im Zentralblatt für die Zucker- Industrie" fennzeichnet ein Fachmann die Situation, indem er schreibt:" Verschiedene Vorschläge werden zur Hebung der Zuckerpreise gemacht, aber das Radikalmittel: Einschränkung der Produktion, wird ängstlich umgangen, da man gern eine große und womöglich noch immer steigende Produktion beibehalten und trotzdem hohe Zuckerpreise erzielen möchte, was jedoch nie und nimmer gelingen wird." " Ein Glück für die Konsumenten, wenn das einträfe. In Desterreich hat die Auswucherung der Bevölkerung durch die Zuckerkartelle zu Zuständen geführt, daß der Staat um Schuß Auf dem Kohlen- und Eisenmarkt werden wieder höhere Preise angekündigt. Zum theil liegt das natürlich an dem Lokales. zusammentreten, um Vorkehrungen gegenüber der Verbreitung der Seuche in Erwägung zu ziehen. Zu der Konferenz werden Vertreter der Regierungen der interessirten Länder eingeladen werden. Aus der akademischen Jugend entwickeln sich bekanntlich innerhalb weniger Jahre die polizeifrommen Staatsstüßen, die Ein Revolverattentat auf seine Braut verübte an berufen sind, den Kampf für Ordnung, Religion und Sitte gegen Dienstag Nachmittag in dem Hause Brunnenstr. 187 der 22jährige die Parteien des Umsturzes forsch zu führen. Bevor für diese Bengeis die Zeit gekommen ist, sich mit dem Gesangbuch unter Töpfer Fröhlich. F., der in der Alten Schönhauserstraße in dem Arm und dem nach oben gerichteten frömmelnden Blick strebend Schlafstelle lag, unterhielt feit etwa sechs Wochen mit der Demokratie zu donnern, wühlen sie selber dergestalt im Unflath, welches jedoch am vorigen Sonntag dadurch getrübt wurde, angestellten Plätterin Minna Klamm ein Liebesverhältniß, zu bemühen und gegen die unfittliche, fulturfeindliche Sozial- 20jährigen, in der Plättanstalt von M. in der Brunnenstraße daß jeder Arbeiter, der sich ähnlich betrüge, der Verachtung daß die K. ein Tanzvergnügen besuchte, ohne ihren Bräutigam feiner Mitmenschen sicher wäre. Vom Idealismus der Studirenden hiervon verständigt zu haben. Der letztere begab sich am schneidiger Sorte giebt das mit dem Reichsadler geschmückte Montag nach der Arbeitsstelle der Klamm, um diese " Liederbuch für deutsche Studenten"( Heidelberg, Verlag von Karl Winter, 3. Aufl.) einen Begriff. Das Lied Nr. 113 deshalb zur Rede zu stellen, wurde jedoch von dem jungen Mädchen zurückgewiesen. Am Dienstag Nachmittag erschien heißt der Brandfuchs" und hat folgende Schlußstrophen: J. abermals in dem Hause Brunnenstraße 187 und Ob ich auch Kollegien schwänzte, begab sich sofort nach der im Hinterhause belegenen Plättanstalt, Fehlt' ich im Kommershaus nie, wo er seine Braut zufällig allein antraf. Ohne ein Wort zu Ob ich manches Glas fredenzte, sagen, riß er plöglich einen Revolver hervor und gab einen Manchen Schoppen wieder spie,(!!) Schuß auf die Ahnungslose ab, welche, in der Brust getroffen, Brüder, ehrt das Burschenleben, sofort zusammenbrach. Alsdann richtete der Töpfer die Waffe Brüder,' ist so eng begrenzt. gegen fich; er drückte dieselbe ab, ohne sich jedoch zu verlegen. Darum laßt die Lehr' Euch geben: Bautet wacker, sauft und schwänzt!" Die Kugel hatte seinen Ueberzieher durchbohrt und blieb im Rock stecken. Ehe der Mörder einen zweiten Schuß gegen fich Ein " B " " entwaffnet und der Polizei übergeben. Er bestreitet, die Absicht eines Mordes gehabt zu haben, vielmehr wollte er feine Braut nur durch eine leichte Verwundung erschrecken. Die K., die in der That nur sehr leicht verletzt ist, wurde nach einem Krankenhause gebracht; dürfte jedoch bereits in den nächsten Tagen von dort wieder entlassen werden. Soziale Rechtspflege. angerufen worden ist. Im Budgetausschuß des österreichischen wärts" wegen Unzuchtvergehens unter Anklage zu stellen, als abjeuern fonnte, wurde er von hinzukommenden Hausbewohnern Abgeordnetenhauses erklärte am Mittwoch der Handelsminister Glanz von Eicha auf eine Anfrage wegen Ordnung das sozialdemokratische Blatt durch Wiedergabe einer Kuppelei des Kartellwesens auf dem Wege der Gesetzgebung, er sei Anzeige, die ein Gerichts- Assessor in ein hiesiges Blatt hatte einweder Antläger noch Vertheidiger der Kartelle, denn es gäbe rücken laffen, die gemeine Gesinnung dieses Menschen an den schädliche und nüzliche. Die Bekämpfung der Kartelle erfolge Pranger gestellt hatte. Wie muß dieser Staatsanwalt erst über am wirksamsten durch die Kartelle selbst; bis jetzt sei die Kartell- das schweinische Gebahren der Korpsstudenten entrüstet sein, die frage noch nirgends befriedigend gelöst; sie werde seitens der an dem von uns abgedruckten Liede ein Ergößen finden. Ein Bußtagsrausch. Erstarrt aufgefunden wurde gestern Regierung in Erwägung gezogen. Dazu ist zu bemerken, daß Zur akademischen Prügelfrage. Wir erhalten von Morgen in der Wollantstraße der fünfundzwanzigjährige Kaufdie sehr scharfen geseggeberischen Maßnahmen, die man in den mehreren Studirenden aus Charlottenburg folgende Zumann Ritter. R. hatte am Bußtag mit mehreren Freunden eine Vereinigten Staaten und in Kanada gegen die Trusts getroffen schrift: Auf die Bemerkung in der Dienstags Nummer Bierreise unternommen, welche sich bis nach Reinickendorf aus hat, den erstrebten Zweck allerdings nicht erreicht haben. Ihres geschätzten Blattes über den Verlauf der Studenten- dehnte; sämmtliche jungen Leute waren start angetrunken und Für die deutsche Zuckerindustrie ist noch folgendes nicht ohne Versammlung in Charlottenburg erlauben wir uns, Ihnen trennten sich dortselbst. R., der allein ging, ist vermuthlich Bedeutung: Die Produktion von Rübenzucker ist in den mitzutheilen, daß das Resultat dieser Abstimmung wohl infolge seines Rausches auf der Straße zusammengebrochen und Vereinigten Staaten von Amerika von rund nicht der allgemeinen Ueberzeugung der Studentenschaft eingeschlafen. In einer Gastwirthschaft wurde er mit Mühe 51/2 Millionen Kilogramm im Jahre 1892 auf rund 2012 Millionen entspricht. Denn von den 2000 Studirenden unserer Hochschule aufgethaut. im Jahre 1894 gestiegen. Wie lange wird es dauern, so haben nicht die Hälfte Stimmberechtigung, weil dieselbe an die produzirt die amerikanische Republik selber so viel Bucker, daß Lösung einer Karte zum Preise von 4,50 M. gebunden ist, und Aus den Nachbarorten. sie den deutschen und überhaupt den ausländischen Zucker nicht von den Berechtigten haben nur 450 ihre Stimme abgegeben. Friedrichshagen. Den Mitgliedern des Arbeiter- Bildungsmehr braucht. Die Majorität setzte sich zusammen aus den größeren akademischen vereins hiermit zur Nachricht, daß am Sonnabend, den 22. No. Vereinen. vember, abends 812 Uhr, im Restaurant Zur Sängerhalle" Wir bitten um liebenswürdige Aufnahme dieser Notis in( Nante Hoffmann) eine Versammlung stattfindet, in welcher Ge guten Geschäftsgang, zum größeren theil aber an der straffen Ihr Blatt, damit sich über die wirkliche Stellung in der noffe Georg Wagner einen Vortrag über„ Volksbildung Organisation der Unternehmer, die durch ihre Kartelle die Pro: Studentenschaft zum Duell im Publikum nicht falsche An- und Klassenbewußtsein" halten wird. Punkt 3 der Tagesordnung buftion so„ regeln", daß ein die hohen Preise drückendes aus- schauungen bilden." wird den Mitgliedern Gelegenheit bieten, sich über die Verreichendes Angebot vermieden wird. Den Nachtheil davon haben Einen Polizeikonflikt eigener Art hatte am Bußtage" der handlungen der letzten Gemeindevertreter- Sizung zu äußern. Um neben den Konsumenten die Berg- und Eiſenarbeiter, die zur Zeit Saalbefizer Gründel in der Brunnenstr. 188 zu bestehen. In zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. der Einschränkung der Produktion mit Feierschichten gefegnet seinem Lofal vergnügte fich ein Theaterverein mit der AufFür die zwischen Spandau und dem Nordring direkt werden, was selbstverständlich immer mit Lohnverminderung verführung eines Luftspiels. Die Mitglieder des Vereins waren verkehrenden Vorortzüge war von Anwohnern der Gegend an der bunden ist. Können dann die Werke der Nachfrage nicht mehr streng unter sich, so daß von einer öffentlichen Festlichkeit nicht Beusselstraße und namentlich von dort wohnenden, in Spandau genügen, so müssen die schlecht genährten Arbeiter Tag und im geringsten die Rede sein konnte, und der Wirth hatte dem beschäftigten Arbeitern bei der Eisenbahn Verwaltung dahin Nacht schuften. Beispielsweise war im Ruhrgebiet schon im Verein am gedachten Tage fein Lokal zur Verfügung gestellt, petitionirt worden, daß diese Vorortzüge auf Station BeusselOftober die regelmäßige Lieferung der geforderten Mengen von um, wie er fagte, im Verwaltungsstreitverfahren, das ftraße halten möchten. Hierauf ist dieser Tage ein ablehnender Kohlen, Rots und Brifetts theilweise nur mit größter An- er herbeiführen wolle, die Unrechtmäßigkeit der neuen Bescheid erfolgt, worin gesagt wird, daß die projektirte Station strengung, theilweise überhaupt nicht zu beschaffen. Das Geschäft polizeilichen Verfrommungs- Verordnung feststellen zu lassen. Butligstraße" als Vorortbahnhof in Aussicht genommen sei. blüht so, daß die Erzeugungsmenge von Kots bereits für Als der Verein sich turze Zeit vergnügt hatte, erschien 62. Reviers in der Privat( ,, Lokales" stehe auch 1. Beilage.) die zweite Hälfte des nächsten Jahres nahezu vollständig ver- der Polizeilieutenant des 62. Reviers schlossen ist. Das Westfälische Kokssyndikat hat demgemäß gesellschaft, verbot das Weiterspielen und forderte die Gesellschaft die Verrechnungspreise für den inneren Verkehr, das heißt für auf, den Saal zu verlassen. In Gegenwart des Lieutenants erdas Verhältniß zwischen dem Syndikat und seinen Mitgliedern, suchte der Wirth die Anwesenden gleichfalls, den Saal auf kurze pro 1. Januar nächsten Jahres um 0,50-2,50 M. erhöht. Die Beit zu räumen, fie seien ja seine Gäste und könnten ja binnen Eine prinzipielle Entscheidung hat am 16. November das Verkaufspreise dagegen sind schon längst weit höher. Das furzem wieder in den Saal eintreten. Bevor der Beamte fich Reichs- Versicherungsamt unter dem Vorsiz des Präsidenten Rheinisch- westfälische Kohlensyndikat hat die Preise ebenfalls ge- entfernt hatte, kehrten die Vereinsmitglieder denn auch unbehelligt Dr. Bödiker gefällt. Der Bierfahrer Waschmann aus steigert und zwar um 0,25-0,50 M. pro Tonne und darüber in die für sie refervirte Räumlichkeit zurüd. Es Hamburg war zur Heilung eines Fußleidens, daß er sich im Behinaus. Die„ Kölnische Beitung" rühmt diesem Syndikat noch dauerte nicht lange, so erschienen Schußmannspatrouillen, um sich triebe zugezogen hatte, nach der Unfallstation IV in Berlin genach, daß ohne dessen Bestehen und ohne dessen maßvolles Auf von Zeit zu Zeit davon zu überzeugen, daß wirklich kein Theater, bracht worden. Hier ist er am zwanzigsten Tage seiner Ans treten die Preise bei der außergewöhnlich günftigen Marktlage" sondern nur Pfänder und Blindekuh gespielt werde. Der Wirth wesenheit an der Diphtheritis erkrankt; wenige Tage später erlag zweifellos einen erheblich höheren Stand haben würden. Das sagte nichts hiergegen und machte erst Einwendungen, als sich er diesem Leiden. Nachdem die Berufsgenossenschaft und auch maßvolle Auftreten" wird wohl in der Furcht vor der aus zwei Schußleute ständig im Lokal postirten. Er verbot den das Schiedsgericht die Rentenansprüche der Hinterbliebenen abländischen Kohle seine Ursache haben. Jedenfalls ist der beiden Beamten den Aufenthalt in dem für die Privatgesellschaft gelehnt hatten, weil ihnen der Nachweis eines ursächlichen Zu Zweck des Kartells der, den Preis so hoch wie möglich refervirten Raum und machte sie darauf aufmerksam, daß sie sich im sammenhanges zwischen dem Unfall und dem Tode des Verletzten emporzuschrauben. Der Eiseumarkt steht, wie schon bemerkt, Falle der Weigerung des Hausfiiedensbruches schuldig machen würden. nicht dargethan schien, erhoben die Kläger den Returs. Das ebenfalls unterm Zeichen der Preiserhöhung. Die Roheisen Die Beamten folgten auch verständig den Anordnungen des Wirths Reichs- Versicherungsamt begnügte sich nicht mit den im Laufe Produzenten sind vorangegangen, ihnen folgen die Walz und gingen. In furzer Zeit aber erschien der Lieutenant des Verfahrens abgegebenen ärztlichen Gutachten, sondern ers werte unter Berufung auf die höheren Selbstkosten. Stabeifen felber mit etwa zehn Schußleuten, forderte seine Unter- suchte noch den Profeffor& ürbringer um ein Ober Guts und Träger, wovon angeblich nur geringe Vorräthe vorhanden gebenen auf, den Wirth, der im Garten anwesend war, zu achten. Das Rekursgericht hat nun jeßt die Hinterbliebenen des sind, weiden wie vom niederrheinisch- westfälischen Eisenmarkt istiren und ließ erst von seinem Vorhaben ab, als Herr Waschmann ebenfalls mit ihren Ansprüchen abgewiesen. von der Preiserhöhung besonders betroffen Grindel mit nicht mißzuverstehender Energie gegen dieses Aus der Urtheilspublikation durch Dr. Bödiker ist hervor werden, und mit der bevorstehenden Errichtung des Grob Vorhaben protestirt hatte. Dann schritt der Polizeilieutenant mit zuheben: Es liege die Annahme menschlich nahe, daß eine Berufsblech Syndikats wird auch für Grobbleche eine einheit den Schuhleuten in den Saal und forderte die ahnungslose Gesell- genossenschaft, die einen Verletzten in einer Heilanstalt unters liche Steigerung der Preise eintreten, so daß im nächsten schaft auf, das Lokal gänzlich zu räumen; wenn bringe, dann mit der Rentenzahlung an die Hinterbliebenen Frühjahr überall mit höheren Preisen gerechnet werden muß. Widerstand erfolge, werde er von der Waffe Gebrauch machen einzutreten habe, wenn dieser Verletzte in der Austalt von der Was aber haben die Berg- und Eisenarbeiter von dem guten lassen. Die bestürzten Gäste verließen in aller Eile das Lofal. Diphtherie befallen werde und dort daran zu grunde gehe. Das Geschäftsgang? Für sie fällt wenig oder nichts ab. Ein großer Herr Gründel will durch seinen Rechtsanwalt die Angelegenheit allein genüge aber nicht, vom Standpunkte der Unfallversicherung Theil der Schuld trifft diese Arbeiter selbst. Sie leben der gegen den Lieutenant bis zur letzten Justanz verfolgen lassen. einen Zusammenhang zwischen dem Unfall, der die Aufnahme im Mehrzahl nach in der Vereinzelung dahin, schließen sich der Ge- Mit dem Polizeieifer zu gunsten des Eisenindustriellen Krankenhause veranlaßte, und dem Tode anzunehmen, der die werkschaft nicht an, obwohl ihnen das Beispiel der Unternehmer Hartung war es nichts. Wir berichteten bekanntlich am Sonn- Folge der Infektionskrankheit war. Vielmehr sei der Grundsatz zeigt, daß sich durch die Organisation außerordentliches erreichen läßt. Golange nicht wenigstens die größere Hälfte der Berg- lag, daß die Kühnemänner flugs einen ihrer Angestellten nach dem aufzustellen, daß die Berufsgenossenschaften in solchen Fällen nur und Eiſenarbeiter der Gewerkschaft angehört, werden diese mit Polizeibureau in der Linienstraße gefchickt hatten, als ein Arbeiter dann einzutreten haben, wenn die besonderen Verhältnisse unzureichenden Löhnen, langer Arbeitszeit, unfreiwilligen Feier- in der Angelegenheit des Hartung'fchen Ausstandes im Krankenbaufe die Erkrankung hervorriefen oder doch im außer schichten und oft unwürdiger Behandlung vorlieb nehmen müssen, Bettel vertheilt hatte, und daß dann die Polizei zum nicht ge- ordentlichen Maße begünstigten. Das sei aber in der Unfallstation IV während die Unternehmer, pfiffig wie sie find, jede Gelegenheit und dem Verbrecher, der die Metallarbeiter an ihre Solidaritäts- Aufenthaltes daselbst an der Diphtherie erkrankt. Es stehe fest, ringen Erstaunen des Arbeiters einfach die Bettel tonfiszirte nicht der Fall gewesen; im Gegentheil, Waschmann sei trotz seines beim Schopf fassen, um Gold auf Gold zu häufen. pflicht gemahnt hatte, eine Anflage wegen des angeblich auf daß weder vorher noch nachher in der Station Diphtherie vors Unter den Düngerfabrikanten, deren Kartell vor einigen reizenden Inhalts dieser Warnungszettel in Aussicht stellte. gekommen fei und daß keiner der Angestellten der Austalt Jahren aus dem Leim gegangen ist, wie in Nr. 265 des Vorw." Wie in so manchem Fall, so haben auch hier Erwartung und Diphtheriekranke in letzter Zeit außerhalb der Unfallstation bes handelt habe. Auch wäre auf grund des Gutachtens von Promitgetheilt wurde, sind schon oft Versuche gemacht worden, ein neues Erfüllung nicht gleichen Schritt gehalten. Denn am Donnerstag fessor fürbringer anzunehmen, daß die infolge des Unfalls einKartell zusammenzubringen. Nach den Münchener Neuesten Morgen erhielt der Aufreizer sämmtliche 376 Exemplare der Nachrichten" soll ein neuerlicher Versuch geglückt sein. Süd- tonfiszirten Druckschrift wieder ausgeliefert, sodaß es getretene Schwächung des Waschmann der Jufizirung nicht deutsche Fabrikanten hätten auf 3 Jahre eine Ueberein ihm möglich war, fich zeitig zum Arbeitsnachweis der förderlich gewesen sei. Wäre es der Fall gewesen, dann hätte das Gericht den Hinterbliebenen die Rente zusprechen müssen. funft getroffen, die die Erzielung besserer Preise ermöglichen Kühnemänner der Gartenstraße Nr. 160 สิน be= werde. Da sich dieses Kartell nur auf einen Theil Deutschlands geben vor diesem Haufe die erforderlichen War- Betreffe der Erstattung von Strafanzeigen hat der dritte bezieht, bezweifelt die„ Kölnische Zeitung", daß es die beabsichtigte nurgen an den Mann zu bringen. Eo bedauerlich dieses Senat des Ober- Verwaltungsge. iht fünglich eine für die heiligten Wirkung haben werde. Diese Vermuthung ist sicherlich richtig. vom Standpunkte des Stiavenhalterthums ist, so muß doch der wichtige Entscheidung gefällt. Der Biegeleibesitzer Hübner berichtet wird = W und in = zeigte im Dezember 1895 beim zuständigen Amtsvorsteher| Motivirung abgenommen wurde. Was den Arbeitsausschuß hin, wie unhaltbar der jetzige Zustand set. Faft verbiete es sich, den Unfall seines Kutschers an, ohne das vom Reichs- Ver- berechtigen fonnte, eine derartige Anordnung zu treffen, die Fachzeitung unter indifferente Arbeiter zu verbreiten, da sie sicherungsamt vorgeschriebene Formular zu benußen oder sich sei hier nicht zu untersuchen gewesen, die Anordnung wegen des widerlichen Streits nur abstoßend wirken könne. Er bat danach bet ber Aufstellung der Anzeige zu richten war zum mindesten eine sehr harte. Dem Angeklagten mußten deshalb die Versammlung, dem Vorschlag der Breßkommission in daher die mildernden Umstände in weitestem Maße zu- Hamburg, zu Weihnachten einen Kongreß einzuberufen, zuzu gebilligt werden. Der Gerichtshof habe jedoch nicht wie der stimmen. Die weitere Diskussion spitzte sich zu einer Polemik Borderrichter Widerstand in zwei Fällen annehmen können, zwiſchen Dreher und Alboldt zu. Nachdemy of it an sondern in dem ganzen Vorfall eine einzige fortlaufende Hand Alboldt und Grauer heftig angegriffen hatte, sollte Poliß das lung erblickt. Demgemäß sei die Gefängnißstrafe in eine Geld- Wort erhalten. Mittlerweile war ein Antrag auf Schluß der ftra fe umgewandelt und diese auf 20 Mart bemessen worden Debatte eingelaufen, der nach mehrmaligen Abstimmungen abInfolgedessen entstand ein so stürmischer Daß aus Versehen" gegen einen ,, achtjährigen gelehnt wurde. zurückgewiesen. Hierauf flagte er beim Ober- Verwaltungs Knaben Anklage erhoben sei, erklärte gestern in öffentlicher/ Tumult, daß, wie schon bemerkt, die Versammlung polizeilich er= Darauf erließ der Amtsvorsteher an ihn eine Verfügung, worin ihm unter Androhung einer Strafe aufgegeben wurde, die AnBeige" formulargerecht zu wiederholen. Hübner kam der Aufforderung nicht nach. Der Amtsvorsteher setzte demnächst die angedrohte Strafe feft und erneuerte die erste Verfügung. Jetzt beschwerte sich Hübner, seine Beschwerde wurde aber vom Landrath und dann auch vom Regierungspräsidenten in Biegnig gericht auf Aufhebung der Verfügung, bie laffen er den Amtsvorsteher nicht für berechtigt hielt. Der Sigung der Staatsanwalts- Affeffor Neizert vor der 185. Ab- aufgelöst wurde. 2. Senat stimmte jedoch den Beschwerde- Juftanzen zu. Der Vor- Meyer und fein 8jähriger Genoffe wegen Diebstahls eines Lung nach den Bittoriasälen" einberufen worden, die sich mit theilung Amtsgerichts I. Angeklagt waren der 18jährige Knabe Rigdorf. Zum Bußtag Nachmittag war eine Wolksverfammfißende Rommel führte aus: Wenn§ 51 des Unfall- Versiche Firmenschildes, das sie auf der Straße von einem Handwagen der Polizeiverwaltung beschäftigen und zur Errichtung einer rungsgesetzes bestimme, daß das Reichs- Versicherungsamt das abgeriffen haben sollten. Die Angeklagten bestritten ihre Schuld kommunalen Polizeiverwaltung Stellung nehmen sollte. DieFormular für die Anzeige feststelle, die an die Ortspolizei und erklärten, nur an dem Wagen herumgespielt zu haben. Als jenigen, welche sich zur bestimmten Zeit einfanden, mußten aber behörde zu erstatten ist, dann ergebe sich daraus auch für die Hauptbelastungszeuge trat ein 5jähriger Knabe auf, dessen Aus- unverrichteter Sache wieder umtebhren; die Polizeiverwaltung Polizei das Recht, die Anzeige mit allen Mitteln zu erzwingen, fage man erwartungsvoll entgegensah. Der Beuge erklärte aber, hatte die Versammlung auf grund der neuen Polizeiverordnung die ihr nach dem Landes- Verwaltungsgesetze zustehen. Eventuellen baß er gerade das Schild abgeriffen und die Angeklagten nur Strafverfügungen der Polizei stehe auch nicht entgegen, daß die Genossenschaftsvorstände Ordnungsstrafen über die Unternehmer verhängen können, die ihre Anzeigepflicht nicht erfüllen. Gerichts- Beitung. " " damit gespielt hätten. Mangels Beweises beantragte der Staatsanwalt den ersten Angeklagten freizusprechen und gegen den jüngeren Burschen das Verfahren einzustellen. Der Gerichtshof erkannte ohne weiteres auf Freisprechung. die genommen hätten. verboten. talender find zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 22r. Freitag. uebungen unde Aber de 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Goltegia, Adalbertfir. 21 bet Moll. Sagewald. bei Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Südoft Schule, Waldemarfir. 14: Natur- Erkenntniß( Antite und moderne Matur betrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Entthronung der Erde aus threv bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und Antisemiten unter sich. Eine Beleidigungsklage, welche experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze der Reichstags- Abgeordnete Liebermann von Sonnen:[ gamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur Erkenntniß.) Herr Dr. G. Joël. Nord Schule. Die Streifangst des Arbeitsausschusses der Gewerbe- berg gegen den Redakteur Bramann von der Zeitung Brunnenstr. 25: Rede- llebung( Die wichttaften technischen Grundsätze für die Ausstellung und ihre Folge. Gine polizeiliche Frei- Deutschland" angestrengt hat, gelangte gestern vor dem kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Vortrages). Herr Prügelei, die auf dem Gelände der Ausstellung in Treptow Schöffengericht zur Verhandlung. Der Kaufmann Carl Paasch Seinrich Schula. Die Schulräume find zur Benugung der Bibliothek und des reichen Seit ftattgefunden hat, beschäftigte am Dienstag die dritte Straf- batte im vorigen Frühjahre von der Schweiz aus ein Flugschriftenmaterials, schon von 8 Uhr abends an geöffnet. tammer am Landgericht II. Auf der Anklagebant stand der blott verbreiten laffen, welches angeblich schwere Angriffe Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Aufklärung, abends 9 Uhr Es wurde dem: Sebastianstr. 72 bei Ferger. Buzmeister Gustav Nowack aus Berlin, welcher des Wider und Beleidigungen gegen den Kläger enthielt. Arbeiter Fängerbund Berline und Umgegend. Vorsitzender ftandes gegenüber zwei Gendarmen beschuldigt und deshalb vom selben u. a. vorgeworfen, daß er sich Titel und Würden Ad. Neumann, Pafewalterstraße 3. Alle Aenderungen im Berein? Schöffengericht am Amtsgericht II zu 14 Tagen Gefängniß ver- zulege, die ihm nicht gebührten, daß er seinen Verpflichtungen urtheilt worden war, wogegen er Berufung eingelegt hatte. Die nicht nachkomme, daß es ihm an den nöthigen Kenntnissen fehle Raiser'scher Männerchor, Schönhauser erneute Beweisaufnahme ergab, daß der Arbeitsausschuß am und dergleichen mehr. Einen Theil von dem Inhalte dieses Allee 28, bet Kelle. Nord, Beteranenstr. 18 bet Schulz. Inversagt I. 21. März die Anordnung getroffen hatte, daß den Ar- Flugblattes hatte der Beklagte in dem von ihm redigirten Blatte McIchiorfir. 15 bet Stehmann. Treu und Einigkeit, Mirdorf, Bergbeitern, welche während der Arbeitsstunden das Ge- zum Abdruck gebracht und daran Bemerkungen geknüpft, aus ftraße 24 bet uzler. Buchbinder Männerchor, Holzmacft lände betraten, die Arbeiterkarten abgenommen - Bereinte Gangesbrüder Moabits, Buttlindenen hervorleuchtete, daß er sich auf seiten des Verfassers fraße 3 bet Deter. und Matenzweig, Liedertafel der Stellmacher, nicht wieder ausgehändigt werden sollten. Dem des Flugblatts stelle. Der Beklagte bestritt, daß ihm eine fraße 10 bei J. Pfarr. Rosenthalerstraße 57 bei Babiel. Matglöckchen, Lindowerstraße 26 Arbeitsausschuß war nämlich zu Ohren gekommen, daß ver- beleidigende Absicht inne gewohnt habe, es sei ihm nur bet Eachs. Gemüthlichteit( Buger), Seydelstraße 30 bei Arendt. Froh Hoffnung( West), Pallasstraße Nr. 16 bei A. Faller. fchiedene Arbeiter ihre Eintrittskarten durch den Zaun gesteckt darum zu thun gewesen zu verhindern, daß die Sache todtund auf diese Weise Streitkommissionen und Auf- geschwiegen werde, damit sie gegnerischerseits nicht ausgebeutet morgenroth II, Charlottenburg, Bismarckstraße 74 bei Krause. Typographia, Beuthstraße 20 bei Cohn. Georgina, Görlizer: werde. Der Kläger wies darauf hin, daß der Beklagte nicht ftraße 62 bei Bogel. Lorbeerzweig, Schönhauser Allee 135 wieglern"() Zutritt zu den Arbeitsplätzen verschafft hätten. Am Nachmittage wollte auch der Angeklagte mit dem Putzer Bock einmal versucht habe, den Beweis der Wahrheit anzutreten. Ramtow.- Vorwärts III, Friedrichsfelde, Lichtenberger Brinzen- Allee 6. denselben auch ein Leichtes gewesen, sich usebomftr. 33 bet Dlböter. Rheingold, Weinstr. 11 bei Feindt. Rofenthaler Borstadt, durch das Portal III eintreten. Beide gingen nicht in Arbeits- fei für Melodia, Nigdorf, Bergstr. 162 bei Thomas. der völligen Haltlosigkeit der gegen ihn, den Kläger, Iris, Naunynfir. 86 bei Streit. Brandenburger Männers fleidern, weshalb sie der Portier auch für Aufwiegler" von hielt, ihnen die Karten abnahm, sie aber nicht passiren ließ. Der geschleuderten Angriffe zu überzeugen, von denen selbst Gesangverein, Brandenburg a. S., Bergstr. 6, Mengert's Boltsgarten, Liberté, Wrangelfir. 84 bei Rebanz. Brüderfchaft( Hausdiener), Gegner keine Notiz Bortier befand sich aber in diesem Falle in einem Irrthum. Das einzig alte Jakobfir. 54/55 bet G. Lamprecht. Stedes Echo, Reichenberger Freie Liebertafel, Straußbergerstraße 3 Sie waren im Komptoir ihres Bauherrn gewesen und hatten das Wahre in dem Inhalte des Flugblattes sei, daß er sich vor traße 118 bet Köppen. bei Nordwacht, Chauffeestraße 72 etwa 25 Jahren in Wuchererhänden befunden habe. Er habe bei wwe. Röll. Meißner. zur Lohnzahlung benöthigte Geld geholt und kehrten nun Freie Sänger Il, Schmargendorf, Warnemünderstraße, Wirths zurück, um das Geld an den Bauführer abzuliefern. Trotzdem nur deshalb den Strafantrag gestellt, um dem Beklagten Gehaus Echmargendorf". Sängertreis( Weißensee), König- Chauffce, fie den Portier in diesem Sinne zu belehren suchten, bestand legenheit zu geben, für irgend eine der in dem Flugblatte auf bei Pfeiffenmüller.- Arion I, Wittenberge, Thurmstraße 23 in der Bentralballe. Gorgenfret, Admiralstr. 18 c bei Möhring.- Rosalia, diefer auf seiner Forderung, den Platz zu verlaffen. Bock ging, geftellten Behauptungen den Beweis der Wahrheit anzutreten. aber Nowack pochte auf sein Recht, auch dem herbeigerufenen Der Gerichtshof hielt eine Beleidigung durch Verbreitung Blumenjir. 46 bei Tomatscheck.- Weiße Rose III, Rirdorf, Karlsgarten= und Wißmannstraßen Ede bet Bode.. Lustige Sänger, Potsdam, 16 bet Glafer. Bieber'scher Gendarmen Will gegenüber, bis ihn dieser anfaßte und durch übler Nachrede für vorliegend, sprach allerdings dem Beklagten Brandenburger Kommunikation Geselligtett, Hennigsdorf, Böh den Eingang schob. Da Nowact sich aber mit den Füßen fest. den Schutz des§ 193 Str.-G.-B. zu und verurtheilte ihn zu männerchor, Linienſtr. 96. Eintracht III, Gberswalde, Eisenbahnstraße 66 bet stemmte, so gab ihm der Beamte einen Stoß vor die Brust, daß einer Geldstrafe von 50 M. Dem Kläger wurde die Publikations- mert's Gasthaus. Fortschritt, Syrene, Rosenthalerstr. 57 bet Babiel, Aus welchen stopnicerftr. 38 bet Peufert Klingmüller' scher Männerchor. er rückwärts in ben Straßengraben stürzte befugniß in Frei Deutschland" zugesprochen. ölterfrühling( SiucaNowack sprang auf und schlug mit seinem Stock auf den Gründen der Beklagte den Schutz des§ 193 zugebilligt erhielt, weißenfee, König- Chauffee bet Brennert. teure), Kraufenstraße 49 bei kohen. Neue Bett, Swinemünderftr. 46 Gendarmen, traf aber nur den Baun. Nun gab ihm wird nicht gemeldet. bet Renter. der Gendarm mit der verkehrten Hand eine Ohrfeige und Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. warf ihn noch einmal zu Boden. Wieder raffte sich Nowack Alle Buschriften sind zu senden an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Freitag: Musitverein Hoffnung Ost, Große Frantfurterstraße 193 bei auf und schlug noch einmal mit dem Stocke. Jeht verhaftete Gold. Wahlverein für den 4. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Bereinigung, tegniger Smeta", Reichenbergerstr. 83 bet Find. Lotterieklub Fortuna, Görligerstr. 50 bei Siewert. Gefellige ihn der Gendarm und suchte ihn nach der Sanitätswache zu Verein für bringen, welche den Gendarmen als provisorische Wache ein- In der am Dienstag abgehalteuen Versammlung bielt Genosse tattlub Ginigteit, Bollinerstr. 46 bet ugosti. geräumt worden war. Doch auch auf diesem Wege sette der äther einen beifällig aufgenommenen Vortrag über Klassen Boltsthümliche Kunst, Blumenftr. 32 bet teich. Angeklagte paffiven Widerstand entgegen, bis der Gendarm kämpfe und Sozialreform". Der Redner beleuchtete unsere Schneider zu gilfe tant und den Arrestanten bezwingen half. Sozialgesetzgebung und fübte an der Hand einer Reihe von Bei Bis hierher haben zahlreiche Zeugen den ganzen Vorgang mit spielen eine herbe und treffende Kritik an den durch den angefehen. In der Sanitätswache waren dagegen die Gen- Rapitalismus gezeitigten Uebelſtänden. Er kam zu dem Schluß, barmen mit dem Gefangenen allein. Die draußen befind, daß die Arbeiter, ungeachtet des Rampfes für soziale Reformen lichen Zeugen hörten nur, daß Nowad fort auf dem Boden der heutigen Gesellschaft, des Umstandes eingesett um Hilfe rief. Vor Gericht behauptete der gebent sein müssen, daß unser Endziel, die Beseitigung aller auf eine Klassenunterschiede, erst unter der Herrschaft der sozialistischen selbe, die Gendarmen hätten ihn Pritsche geworfen und beide hätten auf ihm Gesellschaft herbeigeführt werden könne. Eine Diskussion fand getniel. Die Gendarmen bestritten dies und bekundeten, nicht statt. Daß Nowack unablässig um Hilfe gerufen habe, obwohl sich Die Handels- Hilfearbeiter hatten am 15. d. M. eine Verniemand in seiner Nähe befand(). Es sei deshalb nicht ein fammlung einberufen, die wieder einen überaus stürmischen Vermal möglich gewesen, seine Personalien festzustellen. Als lauf nahm und schließlich der polizeilichen Auflösung verfiel. Gendarm Schneider ihm einmal den Mund zuhalten wollte, Der Referent Schumann behandelte in feinem Referat die biß ihn Nowack in den linken Daumen und ließ erst los, als unliebfame Debatte in der Fachzeitung zwischen Alboldt und man ihm die Zähne auseinander brechen wollte. Angeklagter Dreher. Redner glaubt, daß nicht nur persönliche, sondern auch ift darauf nach dem Amtsbureau in Treptow geführt prinzipielle Meinungsverschiedenheiten obwalten. Man habe die und von dort nach Feststellung seiner Personalien wieder Absicht, Dreher existenzlos zu machen und suche diesen mit entlassen worden. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Heine allen möglichen Mitteln zu verderben. Alboldt sei wohl daß ein tüchtiger Arbeiter, aber ein schlechter Taktiker. Redner begründete seinen Antrag auf Freisprechung damit, der erste Gendarm, als derselbe stieß und schlug, nicht in be- ergeht sich dann noch in heftigen Angriffen auf einige und vertheidigte das rechtigter Ausübung feines Amtes sich befand, hier könne alfo andere Perfonen von ihm und an verfaßte Rundschreiben von einem Widerstande gegenüber einem in rechtmäßiger Aus- fünf anderen Kollegen die übung seines Amtes befindlichen Beamten keine Rede sein. Bei Handels Hilfsarbeiter in der Provinz. Er werde nicht eher dem Widerstande gegenüber dem Gendarmen Schneider habe sich ruhen, als bis die Leute, die er gekennzeichnet habe, aus der der Angeklagte infolge der sehr berechtigten Aufregung in einem Organisation entfernt wären.( Beifall und lebhafter Wider Buftande geiftiger Bewußtlosigkeit befunden. Der Gerichtshof spruch.) In starker Erregung wird nun verlangt, sofort den entschied, daß er gar nicht zu prüfen gehabt hätte, ob der Angegriffenen das Wort zu geben, jedoch lehnte dies die VerGendarm Will seinen Instruktionen gemäß gehandelt sammlung ab, da Eckard Hamburg als Korreferent der habe. Jedenfalls befand sich der Angeklagte im Bewußtsein Vereinbarung gemäß zunächst das Wort erhalten sollte. Dieser feines guten Rechtes, als ihm die Ginlaßkarte ohne Redner bespricht in ruhiger Weise den Streitfall und wies darauf Am 17. November in den Morgenstunden starb plöglich am Herzschlag meine liebe Frau Marie Albreghs, geb. Johl. Der trauernde Gatte Franz Albreghs. Die Beerdigung findet am Frei tag, den 20. November, Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Sophien- Kirchhofes, Freienwalderstr., aus statt. Ein Arzt gesucht, welcher Parteigenoffe ist, in einer Stadt Thüringens mit 30 000 Einwohnern. Offerten E. L. 100 Exped. d. Blattes. Ausführlicher Aufschluß wird ertheilt. Köpenick. Sozialdemokratischer Arbeiter- Verein. Parteigenossen, die an dem meinsamen Besuch des Versammlungen. Beleidigung Reſtaura:| Achtung! Allgem. Kranken- u. Sterbekasse| tendi Frau Emma Schmidt, Swineber Metallarbeiter. teurs- Frau münderstr. 55, nehme ich hiermit retour und erkläre dieselbe als Ehrenfrau. Frau Gäse. Da mich meine Frau verlassen hat, warne ich hiermit jedermann, derselben auf meinem Namen etwas zu borgen. ( E. H. 29 Hamburg.) Filiale Berlin VI. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unsere Versammlung am Sonnabend, den 21. November, bei Marten, 1469b Ackerstr. 123, abends 81/2 Uhr, stattfindet. Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse d. Steindruder u. Lithographen. Am Freitag, den 27. November, abende 81/2 Uhr, findet in Cohn's großem Saale, Beuthstr. 21, die zweite ordentliche General- Versammlung pro 1896 statt, wozu die Herren Bertreter der Arbeitgeber und der Kassenmitglieder eingeladen werden. 1470b Tagesordnung: 1. Ergänzungswahlen für den Vorge- stand. 2. Wahl des Ausschusses. 7/18. Berschiedenes. Museums für Völkerkunde theilnehmen wollen, mögen fich Sonntag, den 22. b. Mts., mittags 124 1hr, am Köpenicker Bahnhof einfinden. Für Berlin ist der Sammelpunkt Lustgarten an der großen Wache 1½ Uhr. Der Vorstand. Berlin, den 19. November 1896. M. Stuhlmann, Borsigender. Ein Portemonnaie verloren bei der Fußpartie des Vereins ,, Vorwärts" nach Bichelsdorf. Abzugeben bei Franz, Reinickendorferstr. 2 f. 14626 1 Verein der Zanameister tagt jeden Freitag Abend Annenftr. 16. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Beret nstalender find zu richten an Otto Schulz, Kottouſer Damm 72. Frettag apfelblüthe, Pantstr. 3b bei Schmidt.- Gübost, Wienerstraße 03: bei gelste. Gefa ng-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettvercin Wedding, Abends 8% Uhr, bei Echäfer, Steue Hochstraße 49. Gefang verein il arta, abends 8% Uhr, Sigung Blumenftr. 46 bet Tomaschect. Karthaus'scher Gesangverein. Uebungsstunde: abends 9 1hr Sitherflub Alpengruß"( Direktion bet wiedemann, Blumenftr. 38. . Wollewis), bet G. Gomoll, Waldemarstr. 38," abends 9 Uhr. Verein rie Privat Ber Theaterverein Grescendo, 9 Uhr, bei Schulz, Buibuferstr. 35. gnügungsverein Thusnelda, abends 8 Uhr, bei gubeil, Lindenstr. 106. Musikverein offnung( O ft), abends von 9-11 Uhr. Uebungsstunde Große Frankfurterstraße 138 bei Gold. Tambourverein Frei- weg nebungsfiunbe bei Oberschmidt, Weinbergsweg 11. Bithertlub Waldrose, abends& Uhr, Dianteuffelfir. 86, Parterre: Restaurant. anne, abends 9 Uhr, bet Kaifer, Martusfiraße 8. Bergnügungsverein m Brand, Sigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinftr. 11. Gefang verein der Bau anfchläger Berlins, abends 9 Uhr bei Spät, WeinBitherverein Heimathstlänge, abends 9 Uhr, Waldemarfraße 28. ftraße 38 bei Gomoll. Turnverein Fichte. Mitglied des deutschen Arbeiter- Turnerbundes. 8-10 Uhr: 2. Männer Jeben Dienstag und Freitag, abends von 4. Männerabtheilung Stephanftraße 3. abtheilung Staligerstraße 55-56. 5. Männerabtheilung Acerstraße 67. 6. Männerabtheilung Stallfchreiberstraße 64. 1 1. Lehrlingsabtheilung Friedenstraße 37. 8. Sehlingsabtheilung Boechstraße 27. Damenabtheilung MartannenTurnverein Gesundbrunnen. Die erste Männerufer 1a. Abtheilung turnt heute Abend Don 8%-10% Uhr in der Turnballe des Leffing- Gymnasiums, Pantstr. 9-10. Kraft und Artisten lub Berolina. Jeden Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, Kraft Turnverein offnung, abends von 9-11 thr Waldemarfir. 42. bet Mowat, Manteuffelstraße 9. Jugend- Athletentiub Junge Kraft" übt jeden Montag und Freitag, abends von 8-10 Uhr," bet Fidert, Stall. schreiberfir. 19. Stenographenverein Stolze, Sindenstr. 106 bet Bubeil. Uebungsstunde 8-11 abends. Allgem. Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. S. 19, samburg) Filiale Berlin 6. Bei fammlung am Sonnabend, ben 21. Novbr., abends 8 lbr bet Marten, Ackerstr. 123. Rohtabak Achtung! Künstl. 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Hamburgerstraße 4, haben wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Die Kollegen der Werkstatt von Heptner, Seydelstr. 29, haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug fernhalten! 79/2 Die Ortsverwaltung des Holzarbeiter- Verbandes. Achtung! Winter- Paletots, Former und Metallarbeiter. Anzügen, Mänteln, Joppen, einzelnen Der Streit in der Gußstahlfabrik Jaquets, Hosen, Westen, ferner Arbeits- und Eisengießerei vormals Hartung anzügen billig und gut kaufen will, dauert fort. mein bekanntes reichhaltiges Lager von Zuzug von Metallarbeitern aller Art, Herren- und Knaben- Garderoben befonders Formeru, Kerumachern, aller Art zu enorm billigen Preisen. Drehern, Schlossern, Schleifern: c. ist fernzuhalten. 116/19 A. Wergien, Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Näther, N., Antlamerstr. 44. Schneidermeister, 209L* Sonntag, 22. Novbr.( Tobtenfeft): 127Staligerstraße 127. Mutterlegen. Schauspiel mit Gesang in 5 Aften. Gesangs- Vortrag der Konzert- Sängerin Baronesse d'Albor. Außerdem: Der Gigerl Clown Mr. Alf. Daniels als Schuellphotograph. Der Clown Boganowsky als Töffel in der Tanzstunde. Auftreten der Clowns Mr. Sidney und Cyrillo. 100 Clowns, männl. u. weibl. Mr. Busby als Auguft. Dir. Busch m. feinen beftdress. Freiheitschase, geritten von Affen. Zanzibar, pferden. Zum 1. Male: Miniatur- Steepleruff. Hengit, geritten von Herrn Sala- Täglich( Sonntags vorm. von 7-9 Uhr), monski. 4 gezähmte Zebras, e. under der Dreffurtunſt. Lepicq- Trio, unüber treffliche Hochturnkünstler. Morgen: Die Jagd nach dem Glück. 4 Zebras. Sonntag, 71/2 Uhr: Millennium. 4 Zebras. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Verkauf von: Gekochtem Rindfleisch à 30 u. 35 Pf. per Pfund. Get. Schweinefleisch à 40 Pf. per Pfund.[ 30L Bestellungen nach Maah werden gut und billig ausgeführt. Bitte sehr, recht genau auf Namen und Hausnummer zu achten. Die weltbekannte Bettfedern- Fabrik Gustav Luftig. 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Vortrag des Herrn Dr. Munding über Konsumgenossenschaften und ihre Bedeutung für die Arbeiterklasse". 2. Diskussion. 3. Sind die Arbeiter von Moabit gewillt, eine Konsumgesellschaft ins Leben zu rufen? 1463b Der Einberufer: Gustav Schöpf. Metallarbeiter. Montag, den 23. November, abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstrasse 4a: Große öffentliche Versammlung Tages- Ordnung: Die gegenwärtige Lage der Metallarbeiter, die neuesten Mahnahmen der Metallindustriellen und unsere Aufgaben für die Bukunft. Kollegen! Gegenüber den Vorgängen, die in letzter Zeit zu tage ge= treten find, ist es nothwendig, energische Maßnahmen zu treffen, um zum allermindesten den Kollegen die gegenwärtigen Arbeits- und Lohnverhältnisse zu erhalten. Erscheint daher Mann für Mann. 117/1 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anklamerstr. 44. Verband der Sattler u. Zapezirer. ( Filiale I. Centrum.) Sonnabend, den 21. November, abends 82 Uhr, bei Kintz& Co., Alte Jakobstraße Nr. 83: Mitglieder- Versammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wurm über: Wie erhält man die Augen gefund?"( mit Demonstrationen an künstlichen Modellen). 2. Diskussion. 3. Berschiedenes. Die Kollegen werden des lehrreichen Vortrages wegen ersucht, ihre Frauen 2c. mitzubringen. 156/7 Der Vorstand. Achtung! Zimmerer! Achtung! Verein der Zimmerer Berlins und Umgegend. Sonntag, den 22. November, vormitt. 10 Uhr in Cohn's Fettsälen, Beuthstraße 21/22: Mitglieder- Versammlung. M Tages Ordnung: 257/2 1, Vereinsangelegenheiten. 2. Vortrag über Gewerkschaftsbewegung, Parlamentarismus und Volksgesetzgebung. 3. Gewerkschaftliches. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwartet. Der Vorstand. Achtung! Vuher! Achtung! Die Baudeputirten, welche die Sammellisten der letzten Woche noch nicht abgeliefert haben, sowie die Kollegen, welche mit ihren Wochenbeiträgen im Rückstande sind, werden ersucht, dieselben bis Dienstag, 24. November, zu begleichen, da die Schlußabrechnung im Laufe der Woche fertig gestellt werden muß. Die nächste Baudeputirten- Versammlung findet Mittwoch, den 25. November, abends 6 Uhr, Grenadierstr. 33, statt. Jeder Bau muß vertreten sein, da ein Beschluß gefaßt werden muß, wie die Kontrolle nach Aufhebung der Kommission weiter geführt werden soll. Die Lohukommission der Puter. Spandau. Sonnabend, den 21. d. M., abends 8 Uhr, im großen Saale der Brauerei Pichelsdorf: Deffentliche Partei- Bersammlung. = Zages Ordnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten A. Schröer über: Die kommenden Reichstagswahlen. 2. Diskussion. 3. Bericht der Vertrauensleute. 4. Bericht der Lokalkommission. 5. Wahl der Vertrauensleute sowie der Lokal- und Zeitungskommission. 6. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersuchen Die Vertrauenslente. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Charlottenburg. [ 264/3 Sonntag, den 22. November( Todtensonntag), im Etablissement Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39: u. verwandten Gewerbe zu Berlin am Sonntag, den 22. November, vormittags 10 Uhr, im Restaurant Feindt, Weinstr. 11. Tagesordnung. 1. Berlefung der Delegirten- Präsenzliste. 2. Antwort des Magistrats auf den Zusatz zum§ 21 des Statuts, betr. einer vierwöchentlichen Karenzzeit für neu eintretende Mitglieder, die noch keiner Krankenkasse angehört haben. 3. Wahl von 3 Revisoren( 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer) zur Prüfung der Rechnungen des Jahres 1896. 4. Wahl von 3 Borstandsmitgliedern ( 1 Arbeitgeber und 2 Arbeitnehmer). 5. Antrag auf Herabsehung der Beiträge: a) für erwachsene männliche Kaffenmitglieder über 16 Jahre ausschließlich der Lehrlinge von 60 auf 54 Pf., b) für erwachsene weibliche Rassenmitglieder über 16 Jahre von 39 auf 36 Pf., Sonder Vorstellung in der ,, Urania", Invalidenstrasse. Genossenschaftsleben. im Thier- und Pflanzenreich ( mit Experimenten). Vortragender: Professor Dr. Müller. Billets à 50 Pfg. sind zu haben. bei Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Gleinert, Müllerstr. 7a; Schlegel, Köpnickerstr. 39a; Drescher, Veteranenstrasse 28; H. Königs, Dieffenbachstr. 30; in der Südostschule, Waldemarstrasse 14; in der Nordschule, Brunnenstr. 25; in Köpenick bei Richter, Böttcherstr. 45; in Tempelhof bei Thiel, Friedrich- Wilhelmstr. 17. Mitglieder anderer Vereine können hieran theilnehmen und bittet um zahlreichen Besuch Der Vorstand. Belle- Alliance- Theater. Am Sonntag, den 22. November findet des Todtensonntages wegen feine Vorstellung nachmittags statt. Sonntag, den 29. November, zum letzten Male: Lumpacivagabundus. c) für männliche Kaffenmitglieder Sonntag, den 6. Dezember, zum ersten Male: unter 16 Jahre und für Lehrlinge von 27 auf 24 Pf., d) für weibliche Rassenmitglieder Don 14-16 Jahren von 21 auf 18 Pf. 6. Die Naturarzt- Frage. 92/3 Um pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. W. Freyer, Vorsitzender, Belforterstr. 15. Orts- Krankenkaffe Von Don Carlos Fr. Schiller. Grosser Experimental- Vortrag über die neueften Errungenschaften auf dem Gebiete der Röntgen- Photographie und Durchleuchtung ( X- Strahlen) gehalten von Herrn Fr. Claussen, veranstaltet vom der Hutmacher, Hutfournituren Samariter Gursus für Arbeiter und Arbeiterinnen und Filzwaaren- Verfertiger zu Berlin. Außerordentl. General- Versamml. der Arbeitgeber und Arbeitnehmer am Sonntag, den 29. November 1896, vormittags 10 Uhr, im Restaurant des Herrn A. Feind, Weinstr. 11. in getrennter Wahl Versammlung: Tagesordnung 1. Ersatzwahl von zwei Delegirten der Arbeitgeber. 2. Ersatzwahl von 41 Delegirten der Arbeitnehmer. E Eintritt ist nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches gestattet. 罾 Hieran anschließend findet in demselben Lokale und Tage mittags 12 Uhr die ordentl. Generalversammlung der Delegirten( Arbeitgeber und Arbeit nehmer) statt. 14686 Tagesordnung a) in getrennter Versammlung: 1. Neuwahl des Gesammtvorstandes ( 3 Arbeitgeber und 6 Arbeitnehmer). b) in gemeinschaftlicher Versammlung: der Rechnungen pro 1896(§ 47 Abs. 1 der Statuten). 3. Antrag des Vorftandes auf Zahlung des Krankengeldes der Feiertage, welche in die Woche fallen. 4. Verschiedenes. 2. Wahl der Revisoren zur Prüfung Der Vorstand. gez. H. Riect, Vorf., Anhaltstr. 14. Orts- Krankenkasse für das Geldschmiede- Gewerbe. Am Sonnabend, d. 28. Novbr. 1896, abens 82 Uhr, findet in den Arminhallen, Rommandantenstraße 20, die Ordentliche Generalversammlung sämmtlicher Vertreter der Arbeit geber und Kaffenmitglieder statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. In getrennter Wahlversammlung: a) Für die Vertreter der Kassenmitglieder: Ergänzungswahl von 4 Mitgliedern zum Vorstand. b) Für die Vertreter der Arbeitgeber: Ergänzungswahl von 2 Mitgliedern zum Vorstand. In ge Großes Vokal- u. Instrumental- Konzert meinschaftlicher Versammlung: 1. Wahl veranstaltet vom Männer- Gesangverein ,, Dormärks"( M. d. A.-B.) unter Leitung feines Dirigenten Herrn Rob. Thieme.[ 65/6 Kinetographisch- Phonographische Vorführungen Lebende Photographien. 21. Unter den Linden 21. Borstellung v. 10-11 Uhr vorm. und 3-10 Uhr abends. Eintrittspreis 50 Pfennig. Sonntags v. 1/ 21-10 Uhr abends. TF Borzugsbillets à 25 Pf. für Arbeitervereine und deren Mitglieder sind vom Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, H. Königs, Berlin S., Dieffenbachstraße 30, und in den Schullokalen zu haben. des Rechnungs- Ausschusses pro 1896 ( 1 Arbeitgeber, 2 Rassenmitglieder). 2. Vorlegung des Vertrages mit dem Verein der freigew. Rassenärzte für 1897. am 22. November bei Cohn, Beuthstraße 20 1. Anfang abends 6½ Uhr. 155| 2 60) Eintritt 40 Pr. Der Vorstand. 10 Unerreichbar. HohenzollernMäntel! für Herren, in grau, schwarz und blau, mit Offizier Lamafutter, Pelerine weit, faltig und abknöpfbar. 3752* Mk. 24. J. Reisner, Friedrichstraße 244. 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Beschlußiaffung über die Abänderung R. F. Mittelstädt, Berlin N., Brunnenstr. 152. bes 16 b. Statuid. Weridledenes. § d. 4. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen der Herren Vertreter ersucht Berlin, den 19. November 1896. Der Vorstand. J. A.: E. Davidshäuser, Vorfißender, Elifabethstraße 45 b 71/5 Ich erkläre die Familie Hünten als anständig. Frau Lindede. 1443b Ausverkauf! Mein großes Lager in Kleiderstoffen, Gardinen, Weißwaaren, Wäsche, Posamenten, Trikotagen, Strümpfen, wollenen Westen und vielen anderen Artikeln stelle ich zu bedeutend ermäßigten Preisen wegen Geschäftsverlegung zum Wrangelstraße 119. Ausverkauf! Richard Stock. 2458* REMittelstädts Original Löwen ist aus passenden Kräutern abdestillirt be fördert vorzüglich die Ver daung und regr besonders den Appetitan. In Fl. Mk. 0,60. 1,10.& 1,80 10 Stück 30, 40, 50 Pf. Im Ausschank und in Flaschen überall zu haben. Askari- Cigaretten... Hochfeiner, milder Geschmack. 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