Armen Stund« :tt schon nglisch« m!om» ItSn so» tatrokn um sich ermann >ewegen 1« zuge» mb ms wurden m, vom >en und Belfast. (immer» : beiden London i dort» ien, die ufttt zu > inzwi» zusam« Kr. 2. Kouvtag» den 3. Jannnr 1886. III. Jahrg. Berliner WksWI Krgan für dir Interessen der Arbeiter. 4 Das„Berliner Volksblatt" lrg nach erscheint täglich Morgens außer nach Eon- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei münde» in's Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement )er uns; 4 Mark. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustrirter Beilage 10 Pfg. rchnung(Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1886 unter Nr. 769.) e Weise vir ein Obiges e Weise rer des» nsertionsgebühr betragt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg. Arbeitsmarkt 10 Pfennige. m"......" Inserate werden bis 4 Uhr sowie von allen Annoncen- angenommen. Redaktion: Keuthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. Nichmki das AisstkllaaWrijeKt. tungen.) Das Projekt, im Jahre 1888 in Berlin, men» auch chattung feine Weltausstellung, so doch eine große deutsch-nationale mßijchen Ausstellung zu veranstalten, gewinnt immer mehr a> Boden. aT*.tin Es liegt ein Bericht über den Stand der Angelegen» �eit oon»Freien Vereinigung" vor, an deren Spitze «sondere&er bekannte Förderer des AuifielluugSgedankenS, Kommer» .iertorpS(ienrath F. Kühnemann steht. Ueber 8000 Zustimmungen •Imäßige stnd bis jetzt aus Deutschland eingelaufen und 5000®e» fälligste werbetreibende haben erklärt, die Ausstellung beschicken zu ibeamtert wollen. ES kommt jetzt hauptsächlich auf die Regierung an, wie e sich zu dem Unternehmen stellt. Ob sie den Ausstellern achtermäßigung gewährt, ob sie den kleineren Ausstellern esonderS im Kunstgewerbe die Platzmiethe u. s. w. ersetzt, rz und gut, ob sie die Ausstellung mit aller Kraft ordern, oder ob sie gleichgiltig sich verhalte« n Lübeck vill. Die Genehmigung zu der Ausstellung wird sie, wenn czogthum ich auch das Aeltesten-Kollegium der Berliner Kaufmaan- 'Den dcS chaft, dem jetzt die Angelegenheit unterbreitet ist, dafür er» ooret? lärt, wohl kaum versage« können. u\äi Weltbekannt ist der Spott über Deutschland, daß eS ms fnnn ntmet die rechte Zeit verschlafen habe, um irgend eine her» '»oiragende Leistung hervorzubringen, ,DaS ist nun aber rm halb wders geworden!" rufen die Eiferer für da«„Deutsche illons 15 st ich", jetzt sind wir einig, jetzt könne« wir Großthaten ver» m heut«!ichten nicht bloS auf blutigem Schlachtfeld, sonder« auch Ein Ge» mf dem Felde des Friedens!" r Volks»| una im 1 134719,| 'ßherzog» hum et»: Füi stm« I et r t>© Vereine [25 167. Zawohl! Wir sind mit dem Rufe einverstanden, aber hic Rhodas, bic salta! Hier ist die Gelegenheit, hier zeige was du ännst! Eine großartige Ausüellung in der Reichshaupt» ladt die ist das„Deutsche Reich" sich selbst und den an- leren Nationen schuldig. Die Ausstellung hätte längst schon 'ein müsien und zwar durfte sie nicht als nationale, sondern rls Weltausstellung sich einführe«, jedoch ist das etzt vorbei. Die Forderung nach einer Weltausstellung in Berlin ist übrigens gerade von Arbeiterblätter« schon in »en Zahrea 1876 und 1877 wiederholt ausgesprochen rorden. ES kann also jetzt nur eine nationale AuS« lellung abgehalten werden, schon der im Jahre 1889 in "ariS stat findenden internationale» Weltausstellung halber. ber selbst in diesem engere» Rahme» kann Deutschland igen, was es vermag. Die Weltausstellung kommt dann on nach, wie der Appetit mit dem Esten kommt. Daß Berlin selbst seit de» letzten 20 Jahre« eine Stadt eworden ist,„die sich sehen lasten kann", leugnet jetzt Nie- -'and mehr, daß Berlin ferner al« Hauptstadt eines mäch- l [25? aß- 8. rt ien IeuMelon. Die Ka«d der Remest». Roma» von Ewald August Köutg. (Fortsetzung.) Und war Halm wirklich schuldlos? Hatte Rabe de« Ooltor erschossen? So oft Siegfried diese letzte Frage aufwarf, sah er hch vor einem Räthsel, welches er nicht zu löse» ver» permochte. Vergeblich suchte er nach einem glaubwürdigen Grunde, er den Bruder der Generalin veranlaßt habe« konnte, fieseS Verbrechen zu begehen, und so lange die Antwort >uf diese Frage fehlte, blieb das Räthsel unlösbar. Siegfried bog jetzt in da» Gebüsch ein, er kannte die stelle genau, auf der damals der tödtliche Scheß auf den wktor gefallen war, und in derselben Sekunde, in der er iese Stelle erreichte, fiel wieder ein Schuß, und Siegfried llicb entsetzt mit eniblößtem Haupte stehe» und blickte starr l da» dunkle Gebüsch hinein. Er hörte das Rascheln de» dürren Laube», ber so sehr er auch seine Augen anstrengte, konnte er doch cht die Gestalt des rasch sich entfernenden Meuchelmörder» »tdecken. Daß der Schuß ihm gegasten hatte, unterlag keinem Zweifel; al« er seinen Hut aufhob, fand er ihn von einer "gel durchlöchert. Wer hatte diesen Mordversuch nübt? War es wirklich Rabe gewesen, dem bei dieser Frage ee erste Gedanke Siegfrieds galt? Rabe sollte ein vorzüglicher Schütze sein, er hätte a» Ziehl nicht gefehlt. Jndeß, dies war kein Gegenbeweis, er beste Schütze konnte in einem Augenblick lerdenfchaft» tcher Erregung weit Über da» Ziel hinausschießen, zumal lenn die Dunkelheit ihm nicht gestattete, diese» Ziel mtt ncherhett auf's Kor« zu nehmen. tige« Reiches allgemeines politische» Jntereste erregt, kann angenommen werden; so wird unsere Stadt auch bei Gelegen- heit einer Ausstellung im großen Style nicht nur Anzieh- uagskraft auf die Bewohner de» Reich», sondern auch auf das Ausland ausübe«, welches feine Bewohner senden wird, um sich von der Tüchttgkeit der deutschen Industrie, de» Ge» werbes und der Kunst zu überzeugen.--- Wir könne« u»S absolut gar keine» Grund denken, der lege« eine große Ausstellung im Jahre 1888 in Berlin präche. Um so seltsamer und uuangenehmer berührt e», daß au» einigen Klein- und Äittelstaate« fortwährend Stimmen laut werden, die gegen eine solche Ausstellung sich erklären. So lesen wir in einer„Stimme au« DreSd en", daß die Ausstellung zu Berlin wegen der im Jahre 1889 in Pan« stattfindenden Weltausstellung viel großartiger ange- legt werden müßte, wenn sie Elfolg habe, als dies in nor- malen Zeiten der Fall wäre. Mir halten diesen Tinwurf gerade entscheidend für die Abhaltung der Ausstellung im Jahre 1888. Wenn Hindernisse zu überwinden sind, dann ist die Thatkrast auch größer und an Thatkrast haben eS die Berliner, wenn es galt, n mmer fehlen lasten. Auch die Geldkosten mögen der „Stimme aus Dresden" keine Sorgen machen. Berlin würde sicherlich selbst ein Opfer zu bringe» wiste«. Eine andere Stimme aus demselben Lande— dieselbe scheint mit dem Bardigularifien Blimchen verwandt zu sei» — redet im Gegensatz zu einer großen Ausstellung in Ber- lin de« Fachausstellungen das Wort und versteigt sich zu der Behauptung, daß dieselben stets auch finanziell von günstige» Erfolge« gekrönt gewesen seien.— Von den letzten Fachausstellungen in Nürnberg und deren Defizit hat unser Partikularist wohl keine Ahnung. Doch solche„Stimmen" dürfen die Stadt Berlin nicht abhalte». Alle« einzusetzrn, um das Ziel zu erreiche». Die Reichshauptstadt vertritt hier die Ehre der Nation und das Jntereste de« Vaterlandes. PolMfche Ueberstcht Die arme« Nationalliberalen I Sie haben zu ihrem Schaden noch den Spott. In Rücksicht auf daS Eingehen ihrer Zeitung in Berlin wetzen fich alle Parteien die Zähne an ihr. Eo auch die ultramontane„Germania". Dieses Blatt schreibt: „Die eingehende nationalliberale„Neue Zeitung" beginnt beute(Dienstag) Abend mit ihren„Schlußbetrachtungen". Sie kopirt den„Ritter Toggenburg", den Schiller so vortrefflich schildert in seinem dekannten Gedicht, dessen Schluß lautet: Und so saß er eine Leiche Eines Morgens da; Hatte vielleicht ein Anderer irgend ein Jntereste an seinem Tode? Siegstied besaß außer diesem Manne keinen Feind, aber der Schuß konnte ja auch dem Untersuchungsrichter gegolten haben. Es war möglich, daß der unbekannte Thäter durch diesen Mord einer ihn bedrohende» Untersuchunzssache ein Ende zu machen hoffte. Nach kurzem Nachdenken beschloß der Assessor, der Sache einstweilen nicht weiter nachzuforschen, vielleicht brachte ein Zufall im Laufe der Zeit Aufklärung über diesen aeheimnißvollea Mordversuch, über den er schon deshalb schweigen wollte, um seine« Vater und Arabella nicht zu deunruhigen. Sein Verdacht blieb auf Rabe ruhen, e» lagen zu viele Gründe vor, die ih« unterstützten, und unter diesen Gründen stand die nach Rache dürstende Wuth über die verweigerte Genugthuung im Vordergrunde. Die Rache eines Fälscher». Herr von Barnekow konnte die schmachvolle Beleidi» gung, die ihm von seinem ehemaligen Freunde zugefügt wor» de« war, nicht vergessen. Sein ganzes Sinne« und Trachte» war darauf gench» tet, an Rabe Rache zu nehmen, lag e» doch daneben auch in seinem Interesse, eine« Man» zu vernichte», der rh» öffentlich des falsche» Spiel« beschuldigen, ihn entehren und in allen Kreisen unmöglich machen konnte. Vernichte« wollte er ihn, aber auf welchem Wege und durch welche Mittel?. � nx Zur Erreichung dieses Zweckes gab et nur einen fiche- ren Weg! Man mußte die Vergangenheit Rabe'S ergründen, über die dunklen Flecke«, die auf ihr ruhten, sich Gewißheit verschaffen und dann den entlarvten Verbrecher dem Staat«. anwalt überliesern.. � �..... Hatte Rabe auch niemals seinem Freunde hierauf be zügliche Mittheilungen gemacht, so wußte Herr v. Barnekow doch, daß ein dunkle« Geheimaiß exlsttrte, dessen Enthüllung ���Di� Beraubung des Gärtner« und der Selbstmord de» Letzteren waren ihm auch nicht unbekannt gebliebe«, er Nach dem Fenster noch das bleiche Stille Anllitz sah. Toggenburg-„Neue Zeitung" schaut nach dem Fenster deS leitenden Staatsmannes und sein letztes Wort ist: Es wendet sich der politische Instinkt deS Volkes dem realpolitischen Staatsfinne der mittleren Richtungen zu, und die mit dem Tage von Heidelberg eingeleitete Partei» bewcgung ist noch keineswegs zum Abschlüsse gelangt. Für so sicher vorschrettende Entwickelungen wiegt das Bestehen oder Eingehen eines politischen Blatte« sehr wenig und es berührt unS nicht, wenn in der gegnerischen Presse der Umstand, daß unser Blatt zu erscheinen auf» hört, als ein Gegenbeweis gegen den Aufschwung der nationalliberalen Partei verwerthet wird. Hatte die„Neue Zeitung" weniger nach dem Fenster des Reichskanzlers, sondern mehr aufs Volk, die Wahlstatistik und die Verhältnisse im Reichstage gesehen, so hätte sie es nicht nothlg. sich mit einem solchen„Salto mortale" auS der politischen Welt zu schwingen. Die nationalliberale Partei schwingt stm fortwährend auf, aber kein Mensch merkt etwas davon, Was man aber steht, ist der Rückgang ihrer Presse; ein netter Aufschwung!" Spott und nichts als Spott. Wer dafür nicht empfänglich ist, ist eS auch nicht für Fußtritte. D»r Herzog von Cnmberland nnd die Erbschaft«- neuer. In der letzten außerordentlichen Session des braun» schwergrschen Landtags hat fich die Regierung bekanntlich er» mächtigen lassen, das dem Herzog von Cumberland zustehende sogen. Bevern'sche Kapital im Betrage von 100 000 Tkaler Gold für den Fall zurückzuballen, daß der Herzog die Zahlung der von rhm geforderten Erbschaftssteuer im Betrage von 500000 Mark verweigern sollte. Daß eS dazu kommen wird, ist mit Sicherheit anzunehmen, da der Herzog von Cumberland fich auf die landesgesetzliche Bestimmung beruft, wonach Mitglieder des regierenden Hauses von der Zahlung d-r Erbschaftssteuer befreit find. Gegen die Beschlagnahme deS ihm gehörigen Kapitals wird der Herzog zweifellos die Hilfe d-r Gerichte an- fufen, und so steht denn eine gerichtliche Entscheidung der Frage in Aussicht, ob der Herzog von Cumberland in Braunschweig regierungSberechtiat ist oder nicht. In letzter Instanz wird die Frage durch das Reichsgericht entschieden werden. « die Unruhen unter den Kanalarbeitern in Bruchhausen(Hannover), schreibt das„Hoyaer Wochenblatt" unterm 28. Dezember: /'Bei dem Unternehmen find Hunderte von Erdarbeitern thatia, welche aus aller Herren Lander zusammengelaufen find und täglich in ihrem Bestände wechseln. DaS Hauptkontingent dieser hart arbeitendtn Leute stellt Ost. und Westpreußen, die Provinz Posen und das polnische Oberschlesien. Ein Bruchtheil der Arberterkolonnen stammt auS hiesiger Gegend, und auf» fallenderweise find es gerade die einheimischen Arbeiter, welche den Anstrengungen am wenigsten gewachsen find und trotzdem die größten Ansprüche machen. Früher waren sämmtliche Ar» beiten, mit ganz vereinzelten Ausnahmen, an einzelne größere und kleinere Unternehmer vergeben gewesen, seit Kurzem aber hatte die Bauverwaltung einen Theel der Arbeiten in Regie wußte überhaupt Manche«, worauf er bisher kein Gewicht gelegt hatte, was aber jetzt eine schwer wiegende Bedeutung gewann. Er wußte auch, daß Rabe seinem Kammerdiener eine Summe von zehntausend Thalern versprochen hatte, und daß Joseph irgend ein Recht haben mußte, die Summe zu fordern. Worauf stützte fich dieses Recht? Die Antwort auf diese Frage lag nahe, und Herr von Barnekow beschloß, den Kammerdiener auf's Glatteis zu führe«, in der sicheren Hoffnung, daß er auf diesem Wege das Ziel am raschesten erreichen werde. Nun hatte Joseph an demselben Tage noch einmal eiren ärgerlichen Auftritt gehabt. Der Besitzer der Restauration wollte auf den ihm gemachten Vorschlag, die Zahlung der Kaufsumme um acht bis vierzehn Tage zu verschieben, nicht eingehen, er ver- langte das Geld binnen drei Tagen unter dem Vorwand, daß ein zweiter Kauflustiger sich gemeldet habe, der sofort die ganze Summe erlegen wolle. Joseph hatte sich genöthigt gesehen, seinem Herrn dies mitzutheilen; wie am Tage vorher, forderte er noch einmal sofortige Zahlung de» Geldes. Rabe weigerte sich, dieser Forderung nachzukommen, und auf die Bemerkung seines Diener», daß er sein Ver» sprechen erfüllen müsse, erwiderte er trotzig, er sei an keinen bestimmten Tag gebunden, er werde erst da«n zahlen, wenn es ihm gefalle, zwirgen lasse er sich nicht dazu. Damit hatte Rabe die Unterredung abgebrochen und aleich darauf das Hotel verlasse», um die Kassenschlüssel seiner Schwester zu einem Verbrechen zu benutze», dessen Ausführung rhm fehlschlug.''' Zoseph war wüthend, die Ausflüchte feines Herrn muß» ten ihm ja die Ueberzeugung ausdrängen, daß er auf die Erfüllung de« ihm gemachten Versprechens nicht mehr hoffe« durfte. Er ging in die Restauration, um hier in feine» Be» obachtungen und Berechnungen fortzufahren. Fast alle Gäste, die dieses Hau» besuchten, wußten, übernommen. ES hand«lte sich um das Ausheben von Gräben in der Klein-Borfteler Feldmarl, etwa 200 Mann waren dabei beschäftigt. ES war den Leuten bei Beginn der Arbeit gesagt worden, daß sie für daS Bewegen eines Kubikmeters Erde 35 Pf. bekommen sollten, womit sie sich einverstanden erklärten. 16 Tage hatten sie gearbeitet. Arn Donnerstag, dem Tage vor Weihnachten, fand Morgens etwa 8 V- Uhr tn Kl. Borstel, im Dunekake'schen Gasthause, die Lohnung statt. Hier kam eS nun zu tumultuarischen Szenen. ES war zur Auszahlung angewiesen diejenige Summe, welche der Anzahl der bewegten Kubikmeter Erve, a 35 Pf., entsprach, und zwar hatte sich diese Summe auf alle Arbeiter, welche an dem Ausheben der Gräben Theil genommen, gleichmäßig zu vertheilen. Als die Arbeiter an den Zahltisch traten, hatten sie keine Ahnung davon, waS sie eigentlich bekommen würden, sie wußten nicht, wie viel Kubikmeter Erde auf den einzelnen Mann kamen, da der Boden nicht verkarrt, sondern mit der Schippe gleich in den Damm geworfen worden war. Sie glaubten aber, mindestens 1,50 bis 2 M. verdient zu haben. Der eine war bei der Arbeit lässig, vielleicht auch betrunken, der andere war fleißiger gewesen. Hierzu kommt nun noch, daß eine größere Anzahl der Leute Vorschuß a Tag 1 M. resv. 1,50 M. erhalten hatte. Jetzt stellte es sich heraus, daß der Betrag für die bewegten Kubikmeter Erde, auf alle Arbeiter gleichmäßig vertheilt, nur etwa 70 Pf. a Tag für den Einzelnen ausmachte. Dieser Lohn a Tag 70 Pf. wurde nun denjenigen, die keinen Vorschuß erhalten hatten, gezahlt. Denjenigen, welche aber viele Tage hindurch Lsrschuß erhalten batten, wurde gesagt, daß sie eigent« lich noch Geld an die GenoffenschaftSkaffe herausbezahlen müßten, da ober die Verwaltung nicht wolle, daß die Arbeiter die Festtage über hungern sollten, so bewillige man ihnen auS Gnade und Barmderzrgkeit noch etwa 3 M(genau ist uns der Gnadenbetrag nicht bekannt)." Hierauf soll dann der Krawall losgebrochen sein, es wur« den Fenster eingeschlagen. Drohrufe ertönten, Gendarme und Polizei, Bürger und Feuerwehr, auch beurlaubte Soldaten schritten ein und aus Verden erschien ein Zug von 24 Ulanen zur Beschützung deS OrtS. Eine Anzahl Personen find ver- haftet- Körperverletzungen stnd nicht vorgekommen, abgesehen von einem Fall, bei dem ein den Gendarmen zur Hilfe kommender beurlaubter Soldat einen Arbeiter mit dem Säbel schwer am Kopf verwundet hat.(Gestern hieß eS. der Gendarm sei von einem Arbeiter gemißhandelt worden.) Durch die Zeilen des Berichts des Hoyaer Blatte?, so sehr derselbe auch sich gegen die Arbeiter richlct, läßt sich doch herauslesen, daß die Entrüstung, mag dieselbe sich auch in verkehrter Weise kundgegeben haben, nicht so ungerechtfertigt war. Ob man hervorhebt, daß viele Leute faul gewesen und gesoffen haben, der Durchschnittsarbeitsverdienst von 70 Pfennigen pro Tag, auf den selbst der Fleißigste angewiesen war, ist denn doch etwas arg. In Bezug auf die Ausweisungen wird der„Pos. Ztg." aus Warschau geschrieben: Offiziösen Angaben zufolge find bis zum 15 /27. November v. I. 2466 aus Preußen ausgewiesene Personen in den polnischen Gouvernements eingetroffen. Hier» von find 2316 Personen christlicher, 150 jüdischer Religion. Alle diese Personen ohne Ausnahme, so behauptet der offiziöse Bericht, entbehrten während ihres Aufenthalts auf preußischem Gebiete nicht nur eines ordnungsmäßigen Paffes, sondern großentheils sogar jedes behördlichen Domizil-ÄuswciseS. Ein sehr geringer Theil, meist russische Personen, waren einst in der Erzenschast von Dienern und Dienerinnen über die Grenze ge» gangen. Die Fahnen- und Militärdienstflüchtigen stellen für jene Kategorie, welche heimlich über diese Grenze gegangen, ein namhaftes Kontingent, auch Furcht vor Strafe wegen be- aangener Vergehen oder Verbrechen spielt eine namhafte Rolle. Allerdings aiebt es unter den Ausgewiesenen auch eine An» zahl solcher Personen, die bereits im ersten Jugendalter die Heimath in Begleitung ihrer Angehörigen verlaffen und nach dem Tode dieser ihren Wohnfitz in dem fremden Lande ge» nommen haben, doch„dürfte" die Anzahl dieser 50 nicht überschreiten. Ein Grundbesitzer, welcher auf rreußischem Gebiete Landeigenthum von 600 Morgen besitzt, befindet sich ebenfalls unter den Ausgewiesenen. Schließlich bilden„etwa 10 Personen", welche daS Land auS Gründen verlaffen haben, die mit dem letzten polnischen Aufstande in Verbindung stehen, eine eigene Kategorie politisch Kompromittirter. WaS macht eigentlich der preußische StaatSrath? So fragt der Berliner Korrespondent der„F. Z." Man hört von dieser hohen Körperschaft, an deren Wiederbelebung fich politische Kombinationen weittragendster Art knüpften, gar nicht» mehr. Nur Politiker von Beruf erinnern fich von Zeit zu Zeit dieser Körperschaft und gedenken dann gleichzeitig des noch verscholleneren Volkswirthschaftsraths etwa in der Art, wie man hin und wieder von selig Verstorbenen spricht. Sie leben zwar beide noch, geben aber kein Lebenszeichen von fich. Man hat fich so sehr gewöhnt, nur der erfolgreichen Projekte des Herrn Reichskanzlers zu gedenken, daß man die verfehlten Ideen deffelben— und dazu gehören Volkswirthschaftsrath und StaatSrath— leicht vergißt. WaS mit derNeubelebungdes Staats- daß er die Wirthschaft übernehme« wollte. Der Wirth hatte selbst ihm gerathcn, sich mit ihnen bekannt zu machen und ihren Rath zu hören. Sollte er ihnen nun sagen, daß er nicht die Mittel be« sitze, seinen Vorsatz auszuführen? Das kouvte er nicht, er hatte sich ihnen gegenüber dm Anschein eines vermögenden Manne« gegeben, sein Stolz empörte sich gegen dies« De- �(Itne5 Frist von zwei Tagm blieb ihm noch, der Wirth war an sein Wort gebunden, brachte er ihm vor Ablauf dieser Frist das Geld, so waren die Bedingungen des Vertrags erfüllt. Rabe mußte das Geld gebm! Joseph wollte ihm am nächsten Tage noch einmal seine Waffen zeigen, ihm mit einer sofortigen Anzeige bei dem Staatsanwalt drohen und dieser Drohung auch die That folgen laffen, wenn seiner Forderung nicht entsprochm wurde. Die Aufregung, die sich seiner bemächtigt hatte, ver- leitete ihn, mehr zu trinken, als ihm gut war; er achtete selbst nicht darauf, wie viel er trank, er fühlte das Bedürf. «iß z» trinken und befriedigte dasselbe, ohne a» die unaus- bleiblichen Folge« zu denken. Nachdem er lange mit dem Wirth geplaudert hatte, nahm er bei dm Stammgästen Platz, die heute eine außer- gewöhnlich lebhafte Unterhaltung führten. Er hörte de« Namm„Jakob Hochmuth", das machte ihn neugierig; er fragte einen behäbigen Spießbürger, seines ZeichmS ein Bäcker, worüber man sich so eifrig imlerbalte. „Ueber den Mord," lautete die Antwort, und die Blicke Aller hefteten sich voll Erstaunm auf ihn. „Davon haben Sie noch nichts gehört?" fragte ein a«. d rer Gast, deffe« äußere Erscheinung de« Schneider ver- rieth. Die ganze Stadt ist ja voll davon!* Der Kammerdiener schüttelte dm Kopf. „Haben Sie einen Antiquar Hochmuth gekannt?" fragte der Bäcker.~, „Ja, allerding«, dem Namm nach," erwiderte Joseph verwirrt, dm die Erinnerung, daß er gestern Abmd»och bei diesem Manne gewesm war, heiß überlief. raths eigentlich geplant war, wird wohl erst ein späterer Historiker feststellen können. Uns liegt zur Beurtheilung nur die That- fache vor, daß der Reichskanzler die Idee aufgriff, unmittelbar nachdem der Kronpiinz von seiner Reise nach Spanien und Rom zurückgekehrt war und ein TheU der freifinnigen Presse denselben als eine Art Hospitanten ihrer Partei in Anspruch nahm. Die naheliegende Vennuthung, daß der StaatSrath unter dem Vorfitze des Kronprinzen einer der Faktoren in der Rechnung sein sollte, welche der Reichskanzler für den Eintritt des jetzt oft erwähnten, im natürlichen Lauf der Dinge unaus- bleiblichen Ereignisses anstellte, hat nie einen ernstlichen Widerspruch erfahren. Die Rechnung mit diesem Faktor war falsch, denn der StaatSrath war eine Todtgebuit. Die wenigen Sitzungen, die er abgehalten hat, stnd ohne jeden Einfluß auf die Gesetzgebung geblieben. Man wird gerade jetzt an die Körperschaft erinnert, weil, wenn der Reichskanzler nicht überhaupt auf sie verzichtet hätte, fie in diesen Wochen hätte zusammentreten müssen. Der StaatSrath sollte bekanntlich wichtige Gesetzentwürfe für dm preußischen Landtag und auch solche, die für den Reichstag bestimmt find, begutachten. Daher wärm Fragen wie die Reform der Zuckelsteuer, das Branntweinmonopol und die Erbauung des Nord-Ostsee-Kanals hervorragende Aufgaben für ihn gewesen; er ist aber in keiner von diesen gehört worden. Die Kanalvorlage und die Zucker- steuer stnd bereits beim Reichstage eingebracht und die Grund- züge des Branntweinmonopols werden zwischen den Regierungen festgestellt, so daß eine nachträgliche Begutachtung desselben durch dm StaatSrath ausgeschlossen erscheint. Der Landtag tritt in drei Wochen zusammen, es werden ihm eine Reihe wichtiger Gesetze zugehen, ohne daß der Staatsrath über die- selben gehört worden ist. Da liegt der Schluß doch nahe, daß man auf seine Thätigkeit überhaupt verzichtet hat. Warum? Das ist schwer zu sagen. Es hieß bei seiner Neubelebung u. A., daß der Reichskanzler fich im Etaatsrath eine HilfSmacht schaffen wollte, um damit zeitweiligen Widerstand, den er im preußischen Ministerium fände, zu beseitigen. Wäre das richtig, so würde man begreifen, weshalb der Staatsrath nicht mehr berufen wird; der Reichskanzler findet keinen Widerstand mehr. AuS Guben wird uns geschrieben: An unserem Orte existirt ein Blättchen, welches fich„Gubener Ztg." benamset. Besagtes Organ hat fich nicht nur eine außerordentliche Fettigkeit dann erworben, dm Mantel immer hübsch nach dem Winde zu drehen, sondern eS versteht fich auch ausgezeichnet darauf, seinen Lesern daS magere Futter in einer recht saftigen Brühe vorzu- setzen, wobei es denn so auf eine gute Portion Verdrehungen und Gehässigkeiten nicht ankommt, wenn nur der Gimpelfang recht lohnend bettteben werden kann. Im Laufe deS Monats Dezember beachte das Blättchen außer sonsttgem Zeug noch folgende Nachncht: „Gestern wurde von der Salzmarktstraße aus ein Arbeiter begraben, den die Sozialdemokraten zu den ihrigen rechneten. Wahrscheinlich wollten dieselben hier auch einmal etwas Auf- sehen erregen, und fie hatten fich zu diesem Zwecke mit rothen Schleifchen versehen, auch ihren hiesigen Führer, dm Auktionator Dräger, beauftragt, dem Sarge einen Kranz mit rother Schleife nachzuttagm. Es ist zu bedauern, daß Trauerfälle zu Demonstrationen benutzt werden, die dabei durchaus nicht am Platze stnd; außerdem wurde die beabfichtigte Wirkung gänz« lich verfehlt, denn als fich auf dem Kirchhof ein Polizeibeamter zeigte, versteckten die Träger ihre rothen Schleifen." Natürlich ist dieser Bericht ganz unzutreffend. Ab- gesehen von der dmunziatorischen Sprache schlägt derselbe den Thatsachen geradezu in'S Geficht. ES verhält fich vielmehr mit diesem Leichenbegängniß folgender- maßen: Am 17. Dezember wurde der Tuchmacher Guhl, ein achtbarer Mann, von der Stadtschmidtstraße auS beerdigt. Da Guhl viele Freunde hatte, so hielt es natürlich ein Theil derselben für ihre Pflicht, denselben zur letzten Ruhestätte zu begleiten. AuS Liebe und Achtung für den Verstorbenen, welcher seiner Ueberzeugung nach Sozialdemokrat war, trug Herr Träger einen Kranz mit einer rothen Schleife und mehrere der Leidtragenden hatten kleine, wenig auffallende röche Bändchen inS Knopfloch gebunden. Als der Sera ver- senkt war, warf einer der Umstehenden eine kleine röche Schleife ins offene Grab, worauf der anwesende Geistliche rief:„Entfernen Sie diese Zeichen!" Um nun jede unliebsame Störung zu vermeiden, wurde die Schleife vom Kranz abgenommen. Inzwischen waren zwei Polizeibeamte erschienen, welche jedoch nicht den geringsten Grund fanden, uns entgegenzutreten. Still und friedlich verlief die Trauerfeier. Eine Demonstra- tion ist nicht beabsichtigt gewesen und ebenso wenig hat Herr Träger den Auftrag erhalten, den Kranz dem Sarge nachzu- tragen. Auch die Behauptung, daß angefichtS der Polizei rotye Schleifen versteckt wurden, ist vollständig aus der Lust gegttffen. Das wahrheitsliebende Gubener Blättchen hat also wieder einmal riefig geflunkert. Straßburg, 29. Dezember, Das„Elsässer Journ." hatte berichtet, daß die Behörde einer Anzahl französischer Blätter— es machte deren 13 namhaft— den Straßenverkauf entzogen habe. Der Bezirkspräfident sendet dem Blatte nunmehr eine „Der ist in der vergangene« Nacht ermordet worden." „Gestern Abend," sagte der Schneider.„Man hat den Hilferuf ja im Hause gehört." Starr und stumm vor Entsetzm blickte Joseph die Gäste an, er konnte an die Wahrheit dieser Worte nicht glauben.., „Wann es geschehe« ist, bleibt sich am Ende gleich," sagte der Bäcker,„man hat die Leiche heute morgen ge- suvden." „Und zwar vollständig angekleidet im Wohnzimmer." fügte der Schneider hinzu,„also kann'« nicht in der Nacht passirt sein. Die Lampe war auf dem Tisch umgeworfen, ein kurzer Kampf scheint dem Verbrechen vorhergegangen zu sein." „Aber wenn man de« Hilferuf vernommen hat, wie Sie behaupten wolle», weshalb ist man ihm nicht zu Hilfe gekommen?" fragte ei» dritter Gast. „Das möchte ich auch wiffen!" sagte der Bäcker ironisch. „Darüber kann ich Ihnen leider keine Auskunft geben," erwidrrte der Schneider, möglicherweise war eS nur ein einziger kurzer Ruf, den Niemand weiter beachtet hat." „Zeigte die Leiche Verletzungen?" fragte Joseph mit mühsam erzwungener Ruhe. „Und ob!" erwiderte der Schneider.„Der Hals war beinahe vollständig abgeschnttten." „Hat man den Mörder schon?" „So viel ich weiß, noch nicht, aber ein Polizist sagte mir, sie seien ihm auf der Spur. Es wäre zu wünschen, wen« sie ihn bald erwischten." „Juckt Euch der eigene Hal« schon, Gevatter?" spottete der Bäcker. „Ach wa». mit solchen Geschichten scherze ich nicht gern," erwiderte der Schneider ärgerlich.„Wenn eine solche Bestie auf fteiem Fuß bleibt, ist Niemand seines Leben« sicher." „Na, na, beruhigt Euch, daß bei Euch nicht viel zu bolen ist, weiß Jeder. Der Antiquar war em reicher Mann." „Er ist auch biraubt worden?" fragte Joseph. „DaS war ja der Zweck!" nickte der Schneider.„Ich Berichtigung zu, wonach er lediglich das Gesuch eines Buch händlers, die beregten Zeitungen in den KioskS verkaufen z« dürfen, abgewiesen Hobe; von einem allgemeinen Verbote d« Kolportage sei indeß nicht die Rede- Italien. Ueber das Vorleben des neu gewählten Abgeordnete« Sbarbaro werden jetzt deraillirte Berichte veröffentlicht Nach diesen war derselbe vor drei Jahren Professor an bei Universität von Sassari in Sardinien. Seiner politischen An- ficht nach monarchistisch und konservativ, aber feurigen Blutet und von unbeugsamem Rechtsgefühl, vertheidigte er in einet öffentlichen Zuschrift an den Unterrichtsminister zwei Studenten welche wegen republikanischer Kundgebungen relegirt worde« waren. Seine Thcilnahme für die politischen Gegner hatte aber durchaus nicht den gewünschten Erfolg, im Gegentheil, er wurde nun selbst suspendirt, und ist eS noch heute. Sbarbaro gehört nicht zu jenen Naturen, welche fich ergeben in ihr Schickjal fügen. Er machte Skandal und zwar so gewaltig daß er zeitweilig ganz Italien in Athem hielt. Wohl sahen jetzt die Minister ihren Fehler ein und hätten denselben gerne, ohne fich selbst bloßstellen zu müssen, wieder gut gemacht. Ader Sbarbaro spottete aller Bestechungsversuche und schlug weiter und mit verdop« p elter Kraft los. Als dann die Auflegung durch die Enthiil- langen SÖarbaro's über das skandalöse politische und private Leben einzelner hochstehender Persönlichkeiten auf's Höchste ge« stiegen war, gab er gar in Rom eine eigene Zettung heraus: „Le foiche candine"(„Das kaudinische Joch", forca heißt abet auch Galgen), in welcher er seine Feinde bis aufs Blut geißelte. Alles schrie nach Beendigung der unerhörten Fehde, jedoch Niemand wußte anzugeben, wie dies anzufangen sei. Sbar- baro berichtete Thatsächliches und war noch dazu ein Ehren« mann, dem man auch beim besten Willen nichts anhaben konnte. Es wurden mehrere Attentate auf sein Leben unter» nommen, die indessen alle fehlschlugen. Schließlich beschlossen die am meisten angegriffenen Minister, ihn wegen Erpressung anzuklagen und auf diese Weise unschädlich zu machen. Ein Sturm der Entrüstung war die Antwort von Seiten aller Un- abhängigen. Die Opposttionellen verthridigten ihn nur schwach; er war ja keiner der Ihrigen. So offenkundig war aber die Un- gerechtigkeit der Anklage, daß selbst die ministeriellen Blätter kein Wort der VertHeidigung für die Minister wagten; fie zogen es vor, über die ganze Angelegenheit zu schweigen. Im Verlaufe des Prozesses wurde auch nicht der Schatten eines Beweise? für die Schuld Sbarbaro'« beigebracht. Die bedeutendsten Persönlich« leiten Italiens in Kunst, Wissenschaft und Politik sprachen fich vor den Richtern rühmend über seinen ehrenhasten Charakter auS. Nicht Einer, außer den Betheiligten, hielt ihn dessen für fähig, weswegen er auf der Anklagebank saß. Aber Sbarbaro sollte es büßen, daß er gewagt hatte, einen Krieg gegen die Mächtigen zu unternehmen. Er wurde wegen versuchter Er» pressung zu stehen Jahren Gefängniß verurtheilt. Der Appell» Hof verwarf seinen Rekurs, und es ist so gut als ficher, daß auch der Kassationshof, vor dem fich jetzt der Prozeß in letzter anstanz befindet, das erstinstanzliche Urtheil bestätigen wird. o war denn jede Hoffnung für Sbarbaro geschwunden, wenn nicht die italienischen Wähler fich seiner angenommen hätten. Da er noch nicht endgiltig verurtheilt ist, müssen fie ihm die Schüren des Gefängnisses aufthun, und er kann, falls ihm die Lust dazu noch nicht vergangen sein sollte, den alten Kampf wieder aufnehmen. Schwede»« n d Norwege». Aus Stockholm wird der„Nordd. AUg. Ztg." geschrieben: In einer am vorigen Sonntag hier abgehaltenen Versammlung des sozialdemokratischen Vereins haben fich die Sozialisten und Goodtempler(Mäßigleitsfleunde) zu gegensettiger Unterstützung vereint. In dem auf Vorschlag des bekannten Schneiders Palm aus Malmö gefaßten Bezchlusse sprachen die Versam- melten auS, daß es Pflicht der Nüchternheitsfreunde sei, die sozialdemokratische Politik zu unterstützen und betrachten jeden Versuch, dieselbe, gleichviel unter welcher Form, zu verhindern, als einen Verrath an der„gemeinsamen Sache der Arbeiter und de« unterdrückten Volkes". Nach Palm's Angabe finden fich unter den etwa 170 Mitgliedern des sozialdemokratischen Vereins gegen 50 Goodtempler. Afrika. In Südafrika nehmen die Kämpfe kein Ende. Jetzt stnd es wieder die Buren, welche den angreifenden Theil bilden. Nachrichten aus Kapstadt zufolge umzingelten 200 Buren unter General Joubert ungefähr 100 Kaffern, welche fich auf einer Anhöhe befanden. Einige Buren näherten fich den Einge« borenen und sagten ihnen, fie seien gekommen, dieselben zu ent« waffnen. Ein Bure bemächtigte fich des Gewehrs eine« Eingeborenen und es entspann fich ein Ringen, während dessen daS Gewehr losging, worauf die übrigen Buren ein heftiges Feuer auf die Kaffern eröffneten, die in daS Thal am Fuße der Anhöhe flüchteten und ohne Rückficht auf Alter oder Geschlecht erbarmungslos niedergeschossen wurden. Gegen 30 Kaffern und 40 Frauen und Kinder wurden erschossen, während auf Seiten der Buren 9 getödtet und 14 verwundet wurden. Von diesen sollen indeß nur drei von den KafierN bin heute Morgen in dem Hause gewesen, eine Frau Siebel wohnt dort, die ich kenne. Sie sagte mir, der Antiquar habe eine ziemlich große Schatulle voll Werthpapiere und Banknoten gehabt, und diese Schatulle ist verschwunden." „Es ist sündhaft erworbenes Geld," sagte Joseph,„der Mann war ein Wucherer der schlimmsten Sorte!" „DaS ist nicht wahr," erwiderte der Bäcker entrüstet. „Ein Wucherer war Hochmuth nicht." „Ich weiß es aus zuverlässiger Quelle." „Wenn er da» gewesen wäre, dann hätte er nicht so manchem arme« Teufel geholfen. That er es, so lag es auch in seinem eigenen In- tereffe!" „Doch wohl namhafte Summe Zinsen genommen, nicht immer. Mir hat er einmal eine ?eliehen und davon nur vier Prozent aS thut kein Wucherer." „Und weshalb sollte er es in einzelnen Fällen nicht thun?" sagte Joseph achselzuckend.„Er schafft sich dadurch Freunde, die ih« vertheidigen, unter Umstände« kann ihm da« mehr als ein Prozent werth sein." „Und mag er nun gewesen sein, was er will, der Raubmord wird nicht gerechtfertigt oder entschuldigt," er- widerte der Schneider.„Verwandte soll der Ermordete nicht deseffen haben, soll mich wunder», wer die Hinterlassen- fchaft erbt." Der Blick Joseph'S fiel i« diesem Augenblick auf Herrn von Barnekow, der sich an einem Settentische nieder- ließ und eine Flasche schweren Rheinwein bestellte. Der Kammerdiener erkannte ihn augenblicklich, er erhob sich, um ihn zu begrüße». Von dem, was zwischen diesem Herrn und Rabe vor« gefallen war.'wußte er noch nicht», er hoffte in ihm einen Vermittler zu finde«, Herr von Barnekow konnte ihm diese Bitte nicht wohl abschlagen. „Sieh da, treffe ich Sie hier?" ftagte Barnekow mit scheinbarem Erstaune«, während er sein goldene« Lorgnon auf die Nase klemmte.„DaS hätte ich wirklich nicht erwartet." „Aber dies ist ja die Restauration, die ich über- ketodtet worden fein; die Uebrigen fielen in Folge des Kreuz- feuers der Angreifer.— Da diese Nachricht aus englischer Quelle gefloffen ist, so wird man dieselbe mit Vorficht auf« nehmen muffen. Es ist übrigens auS diesen Zeilen nicht er« fichtlich, warum die Buren gegen die Eingeborenen ins Feld zogen. Daß es ihnen lediglich nur um die Entwaffnung zu lhun war, läßt fich kaum annehmen. Amerika« Aus New- Nor! kommt die Meldung von einem Aufsehen erregenden Siege, den die New-Uorler Gewerkschaftsvereinigung, die„Central Labor Union", im Kampfe gegen den Direktor des„Thalia- Theaters" und des„Star. Theaters" errungen bat. Herr Amberg, der besagte Direktor, hatte nämlich der Beginn der Saison die Thearerkapelle des Thalia- Theaters entlassen und an Stelle der der Mustier. Vereinigung„Mutal Musical Protedive Union" angehörenden Musiker billigere Kräfte von auswärts herangezogen und engagirt. Es war dies eine Kapelle, welche vordem in einem einfachen Biergarten in Philadelphia für einen„Hungerlohn", wie die New» Jorker Musiker behaupteten, konjertirt hatte. Die Theatermufiker, welche unter fich eine besondere Vereinigung unter dem Namen „Carl Sahm Club" bildeten, wandten fich nun an die„Central Labor Union" mit der Bitte, sie in ihrem gerechten Lohnkampfe gegen den Direktor Amberg zu unterstützen. Die genannte Ver- rinigung der Gewerkschaften machte in der Sitzung vom 8. November 1885 die Sache, nachdem ein vordem ernanntes Komitee die Sachlage geprüft, zur ihrigen und beauftragte den Ausschuß mit der Emleitung und Durchführung deS LohnkampfeS. Herr Amberg behandelte die abgeordneten Delegirten sehr von oben herunter und erklärte, daß er nur dann auf die Forderung, Enllassung der„Scab- Musiker" und Wiedereinstellung des „Carl Sahm Club", eingehen könne, wenn die„Central Labor Union" die Differenz trüge, welche auf pro Mann und Woche 6 Dollars ausmache. Damit war der Krieg erklärt und dai Thalia« und Star« Theater wurde von dem Komitee der vereinigten Gewerk« schaften„geboycottet". Sämmtliche den Arbeitern zugängliche Zeitungen New Doris brachten täglich große Annonzen folgen- den Inhalts: „Boycott! Boycott! Das Thalia« Theater. Direktor Amberg arbeitet mit unter Kontrakt imvortirten Musikern und setzt allen New-Uorler Musikern den Stuhl vor die Thür. Aufforderung! Wir appelliren an daS Publikum im Allgemeinen, speziell aber an alle Mitglieder von Gewerkschaften, Gesang- und ÄrankenunterstützunaS-Vereinen, Logen rc., um ihre thatkräftige Unterstützung und Mitwirkung, um unS behilflich zu sein in unserem Kampfe gegen den Direktor des Thalia-Theaters und fordern deshalb Alle, welche mit den zurückgesetzten und aus- aebeuteten Musikern sympathtfiren, auf, mit allen Kräftm Direktor Amberg, resp. des Thalia-Tbeater, zu boycotten. Die Zentral Labor Union von New-Borl und Umgegend. Des gleichen Inhalts prangten riesige Plakate an den Straßenecken und Anschlagsäulen, auch wurden Zirkulare dieses er- hängnißvolle Aufforderung zu ignoriren, Mitterwurzer vom Wiener Hosburgtheater traf in Newyork zu einem Gastspiele bei Amberg ein, und spielte zunächst in dem„Star gang, daß der Arzt beim Anblick deS unausgesetzt hervorstri wenden Blutes vor innerer Aufregung nicht im Stande wir einen regelrechten Verband anzulegen, sondern die SchließrB der Wunde nur mit einem Zwirnsfaden zu bewirken suchi«- Man war daher thatsächlich genöthigt, anderweitige Hilfe aii einer Samtätswache herbeizurufen, durch welche denn auch W erforderliche Beistand geleistet wurde. In einer Reitauration ,u Rirdorf gerieth in dt Sylvesternacht der Gärtner I. in der Trunkenheit mit einer Kutscher in Streit, wobei ersterer drei Schüsse auS einem R> volver auf letzteren abfeuerte und denselben schwer verletzt« I. begab fich hierauf in seine in der ersten Etage deffeld« Hauses belegene Wohnung, stürzte fich in seiner Aufregu» und auSReue über die That auS dem Fenster, ohne fich jedot zu verletzen und irrte dann mehrere Stunven im Freien u» her. Am andern Morgen ging er nach Berlin und stellte fi« freiwillig auf der Wache des 49. Polizei-ReoierS, von wo a« seine Verhaftung erfolgte. W J- Ueber ein ganz raffinirtes Manöver einer Tasche« dtkbin geht uns folgende Mtttheilung zu: Eine in W Schmidtstraße wohnende Dame pasfirte vorgestern Abend& Annenstraße, als fie von einer Frau an der Ecke der NeandS straße befragt wurde, ob fie vielleicht den Weg nach de« Alexanderplatz zu nehme. Als die Dame dies bejahte, wur» fie gebeten, eine neben ihr stehende Frau, welche angeblich ck Händler und-Händlerinnen sind ganz manierlich und ko« me« ihren Kunden freundlich entgegen. Haben doch f Zeiten recht gebildete Leute in die Genossenschast hineinz« hettathei, anfangs der vierziger Jahre sogar ein Stüde« der evangelischen Theologie. Gestern noch im moraltheol« gische» Kolleg bei David Schulz, stand er heute am Fiscs schräge« und zerlegte einen Overstör. Eine Dame dies« Gewerbes zeichnet sich allerdings durch eine Deutlichkeit ihck Sprache aus, aber sie thut die» nur, wenn sie durch � Mindergebot seitens der Käufer gereizt wird. Es ist � beliebter Breslauer Scherz, junge Frauen, die stolz auf hauSwirthfchaftliche Selbstständigkeit, zum ersten Male«ff dem Handnetz de« Fischmarkt besuchen, an diese Adresse f weisen, mtt der Mahnung, nur ordentlich zu handeln. W bekommen dann allerdings einen Sermon zu höre», der 6' eignet ist, ihrem wirthschaftlichen Selbstgefübl eine empfi� liche Schlappe zu bereiten. Eine andere Dame legt sich gern mit den Herren S« diosen an, die in den Respirien sich um die nahen FsschtröZ zu gruppiren und allerlei Bemerkungen über die plätschert Insassen der letzteren zu machen pflegen. Mutter N., M da wohl einer, habe» Sie auch Katerfische? Poscholl, Du angekerbter Hackklotz, antwortet dara» wohl Mutter, N., falls der Frager einige Schmisse in v« Visage trägt, Poscholl, da steht(auf das Unwersitätsgebäu> weisend) eure Schul', worm ihr nach dem Wille» eub lieben Eltern vor da» ville Geld, wa» ihr sie kostet, rrt lernen sollt. Es giebt nur ein Mittel gegen den Katrt Sauft nicht so ville! Unter de« Gastwitthen gab'S stets mehrere, welche% merkenSwerthe Anlagen zu Grobianen in sich trugen 5 de» fünfziger Jahren stand einer am Ringe gelegen� Wirthschaft e,n Mann vor, der unter dem bezeichnend«' Name» Bulldogge bekannt war. Er faß stets in seine« „Oefel", den Kopf auf beide Hände gestützt und beabach� mtt großer Aufmerksamkeit daS Thun und Treiben sei«* zahlreichen Gäste. Denn ma» ging gern dahin, weil Speis«' und Getränke stets von auter Beschaffenheit waren.@«»« Tage» kam ei» junger Elegant, eines reichen Vater»*«« schwenderischer Sohn, dahin und bestellte in vornehm-unv-" schämter Art ein Beefsteak mit Hindernisse». Aber 8* müsse es sein. Da erhob fich Bulldogge und rief mit sei»' ganzm ungezähmte» Wildheit zu der Echleußeri« hi«üb<« fjUnbet war und in der Linienfiraße wohnen sollte, ein Stück Wegs zu begleiten, um fie dann einer anderen Frau anzuver» trauen. Ohne eine Erwiderung abzuwarten, entfernte sich so- dann die Begleiterin der angeblich Blinden. Die Dame war nun wohl oder übel gezwungen, die ihr aufoktroyite Frau zu begleiten und bot ibr dm Arm. In der Nähe der Wasser- gasse, Ecke der Brückenstraße, angelangt, fragte die Blinde, ob fie fich bereits an der Holzmarktstraße befände. Bald darauf glaubte die Dame ein Betasten ihrer Kleidertasche zu fühlen, was ihr sofort den Verdacht eingab, daß die Unde- kannte eine Taschendiebin sei, die ein geschicktes Manöver aus- führe. Die Dame gab nun vor, daß fie einen anderen Weg «inschlagen müßte, worauf die„Blinde" auf einen heran- fahrenden Pferdebahnwagen deutete, mit dem fie weiter fahren wollte. Nun wurde der Dame erst recht klar, daß fie es nut «tner Gaunerin zu thun hatte und so ließ fie denn die Frauensperson einfach stehen und entfeinte sich eiligst. Besser wäre es jedenfalls gewesen, wenn die Person einem Schutz- mann übergeben worden wäre. Tie Dame will noch bemerkt haben, wie ein junger Mann bald vor, bald hinter ihnen ging; «s hatte dm Anschein, als ob dies ein Komplize der Fraucns- verson war. 10 000 Lire Belohnung! Sämmtlicke italienischen Behörden im In und Auslande zahlen diese Prämie Demjenigen, welcher den Verbleib des berühmten Manuskripts von Cicero's „De offlciig" mit Sicherheit nachweist. Das kostbare Opus ist aus der Bibliotheka Civita in Perugia gestohlen worden und wurde, wie verlautet, in Rom von einem Unbekannten an einen englischen oder deutschen Bibliophilen für nur 600 Lire verkauft. Etwaige Anzeigen nimmt hier die italienische Bot- schaft oder das Konsulat mtgegen. g. Wo man sich am Neujahrstage„drehte und wendete", überall wurde man mit einem verbindlichen„Prosit Neujahr" oder„Gratulire zum neuen Jahre" angezapft. Zuerst war es gewöhnlich der Portier des Hauses, dann der Briefträger, der Nachtwächter, der Schornsteinseger-Junge u. s. w. Kam man in ein Restaurant zum Frühschoppen, so machte der Kellner einen tiefen Diener oder die Kellnerin einen schönen Knix und wieder scholl Einem das vielsagende„Profit Neujahr" entgegen. Die„glücklichen" Hausbesitzer wurden von„empfänglichen" Gratulanten am meisten Heimgesucht: Nachtwächter, Müllarubcn- Remlger, Laternenanstccker, Straßenreiniger und wie fie alle heißen, welche ein kleines Anrecht auf die Kasse des Haus- paschas zu haben glaubten. Im Großen und Ganzen sollen die Geldgeschenke nicht sonderlich ausgefallen sein; das Geld ist eben neuer sehr knapp und jeder drückt den Daumen auf den Beutel. Polizei» Bericht. Am 28. v. M. glitt auf dem Neubau Kurfüistenstr. 21 u. 22 der Arbeiter Schroot beim Herabsteigrn von einer Leiter mit derselben auS, stürzte zu Boden und zog fich dabei eine Rippenquetschung zu, so daß er nach seiner Woh- nung gebracht werden mußte.— Am 31. v. M. früh fiel ein junger Mann auf dem Bürgersteige in der Burgstraße in Folge Ausgleitens zu Boden und erlitt einen Bruch des rechten Un- ierschcnkels. Er wurde mittelst Droschke nach seiner Wobnung gebracht.— Zu derselben Zeit ereignete fich ein gleicher Unfall in der Prinzenstr, indem ein Herr sich durch einen Fall eine so erhebliche Verletzung am linken Auge zuzog, daß er ohn- mächtig nach seiner Wohnung gebracht werden mußte.— Am Abend desselben TageS ging ein Droschkcnpferd durch und wurde der Führer vom Bock geschleudert und erlitt erhebliche Verletzungen am Kopf und Arm. Zu derselben Zeit war ein Mann mit den Gästen in einem Schanklokal in der Holzmarktstraße in Streit gcrathen und schlug dabei mit der Faust in eine Glasscheide der Thür, von deren Scherben ihm die Pulsader am rechten Arm durchschnitten wurde. Er wurde zunächst nach der SanitätSwache und nach Anlegung eines Nothverbandes von dort nach dem städtischen Krankenbause gebracht.— Am 1. d. M. Morgens stürzte fich ein Mann in der Anklamer- stiaße aus dem Flurfenster des ersten Stockes auf den Hof hinab und erlitt dadurch so schwere Verletzungen, daß er nach der Cbaritee gebracht werden mußte.— Am Vormittage gcrielh in der Portterstube de» HauseS Leipzigerftr. 35 aus unbe. kannter Veranlassung ein Bett in Brand. Da» Feuer wurde noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr von Hausbewohnern gelöscht.— An demselben Tage Nachmittags wurde ein ob- dachloser Mann auf dem Flur des Hauses Straußbergerstr. 16 betrunken und aus einer Kopfwunde blutend angetroffen, zu» nächst nach der Wache des 23. Polizeireviers und später nach dem Krankenhause im FriedrtchShatn gebracht. Derselbe gab an, die Verletzungen bei einer Schlägerei in einem Schanklokal in der Büschingstraße erlitten zu haben.— Einige Zeit später entstand auf dem Grundstück Elisabeth-Ufer 23 in dem Labo- ratonum des Apothekers Krüger bei der Zubereitung von Jllumtnalions-Gegenständen Feuer, welches sämmtliche Woh- nungen eines Seitenflügels zerstörte und die Thätigkeit der Feuerwehr auf 3 Stunden in Anspruch nahm. Sophie, der Herr wird ei« ganz ordinäres Beefsteak esse«, ohne Hindernisse. Und wem's nicht gefällt, der kann die Thür von draußen zu machen. Em anderer Herbergsvater, bei dem vornehmlich Ge» fchäftSre, sende ve, kehrte», pflegte den jüngeren Gästen, die, angeregt von den älteren Kollege», in die Champagner-Ab- theilung der Weinkarte hinabsteige« wollten, zu be- denken zu geben, daß ihre Reisespesen dadurch in ein be- dmkltcheS Gedränge kommen müßten und zeigte dann mit selnem dicken Finger auf die billigen Moselsorten hin, sprechend: In dieser Drehe findet man das Getränk für I���rünschnäbel. Da» düngt das magere Schnurrbart- seid besser als der Sekt. r der Kaufleute mit ihren Kunden nimmt "»-welche weit abliegen von den Vorschriften des Albertt schen Komplimentirbuches. Ich weiß nicht, ob eS wahr rst, was man in dieser Beziehung von einer hicsi. gen Großhandlung..zählt, die eine lebhafte Geschäftsbezie- hung m,t Galtzre» unterhält. Wenn die Kunden aus diesem Lande er» Spottgebot auf die ihnen vorgelegten Waaren machen, so ruft der Chef der Firma den Hausknecht: Zohan», schmeiß den Mann hrnauS! Kommt der letztere aber während der unfreiwilligen Reise zu dem Entschlüsse, sei» Gebot um Vi pCt. zu steigern, so wird Kontreordre ertheilt: Johann, schmeiß ih« wieder herein! Vor noch nicht vielen Jahre« gab» hier eine» Kauf. mann, dem Zung und Alt den Beinamen„der grobe" bei- legte. Ich will seinen Namen nicht nennen, denn er war «in sehr geachteter Herr. Gesetzt, er habe Müller gehcißcn, so würde für ihn also die Bezeichnung:»Der grobe Mül- lex" herauskommen. Eigentlich war er aber gar nicht grob. Er drückte fich nur immer sehr deutlich auS, namentlich gegen solche Kunden, die ihn zu ärgern versuchten. Sei» Geschäftslokal lag in einer Ecke und hatte nach jeder Straße einen Ein« und Ausgang. Eines Tages steht er vor der eine» Thür, als eine alte Bauersfrau an ihn herantritt: Ach, sagen Sie doch, wo komme ich hier zum «toben Müller? Alte Blindschleiche, da um die Ecke, die andere Thür. .. spricht die Frau, verzeihen Sie nur, Herr Müller, .aß ich Sie nicht gleich erkannt habe. („B«Sl. Morg. Ztg.«) Soziales«nd Arbettervemegung« Gewinnbetheiligung der Arbeiter. EL giebt noch zahl- reiche Personen, besonders unter den sogenannten Gebildeten, welche der Meinung find, daß die Gewinnbetheiligung der Arbeiter an der Provunion das Ziel der Arbeiterbewegung sei. Eine Gewinnbetheiligung der Arbeiter haben wir ja jetzt schon in Form deS Lohnes und jede Erhöhung des Lohnes ist eine höhere Gewinnbetheiligung. Doch nehmen wir die Sache so, wie fie gemeint ist. Die Betheiligung am sogenannten Rein- gewinn. Nachdem die Löhne und Gehäller gezahlt, die Rohprodukte, die Produktionskosten abgeicchnet, die Kapitals- Zinsen abgezogen find und für den Unternehmer gleichfalls für seine Thätigkeit ein nicht zu geringes Gehalt festgestellt worden ist, soll der nun verbleibende Gewinn zwischen Unternehmern und Arbeitern„getheilt" worden, ungefähr so, daß der oder die Unternehmer, nehmen wir an'/«, die Arbeiter V* erbalten. Dies ist der gewöhnliche Begriff einer Gewinn- betheiligung der Arbeiter. Daß dies daS Ziel der Arbeiter» bewcgung nicht sein kann, leuchtet ja sofort ein. Und doch wäre, wenn die Angelegenheit so glatt läge, diese Gewinnbe- tbciligung so übel für die Arbetter nicht. Aber wer, so fragen wir, hindert die Untemehmer bei solchem Experiment daran, den Lohn dann um denselben Betrag zu beschränken, den die Gewinnbetheiligung dem einzelnen Arbeiter gewährt? Diese „Gewinnbetheiligung" brächte in der That den Arbeiter so recht in die Zwickmühle. Eine Gewinnbetheiligung hätte nur dann Sinn, wenn ein bestimmter Lohnsatz festgestellt werden könnte. Und da dies unter der heutigen Produktionsweise nicht geschehen kann, so hat auch die Gewinnbetheiligung der Arbeiter an der Produktion keinen Sinn. ES wird somit wohl nichts anderes übrig bleiben. als die Produktionsweise selbst zu ändern und Ordnung zu Gunsten der Arbeiter in die wirthschaftlichen Verhältnisse zu bringen. Das erstrebt die Arbeiterbewegung. I« der„beste« der Welte«". Von dem herrschenden Elende giebt folgende Notiz auS Arnstadt vom 29. Dezember v. I. beredtes Zeugniß: In vergangener Nacht brannte in der Nähe der unfern unserer Stadt gelegenen Kaiserinburg ein Strohdiemen nieder. Leider fiel hierbei auch ein Menschen» leben den Flammen zum Opfer. Ein ftemder Mensch, viel- leicht ein vagabondirender Handwerksbursche, hatte in dem Strohdiemen Nachtherberge gesucht und ist bei dem auSaebroche- nen Feuer auf eine jämmerliche Weise ums Leben gekommen. Die Kleidungsstücke, Haare und Vollbart waren völlig ver- brannt und der Körper des Unglücklichen bis zur Unkenntlich» kett verkohlt. Beim Ausbruch des Brandes ist der Verun- glückte aus dem Diemen herausgekrochen, hat fich bis zu einem in der Nähe befindlichen Graben geschleppt und in denselben förmlich hineingewühlt. Es ist wohl anzunehmen, daß der unbekanme Fremde durch Unvorfichligkeit selbst den Diemen angezündet hat. Mailand, 28. Dezbr. Es hat fich hier ein Komitee aus der Genossenschaft der Mechaniker und verwandten Berufszweige gebildet, um der Krisis, welche auf diese Branche hereinzubrechen droht, durch geeignete Maßregeln entgegenzuwirken. Zunächst sollen, gemeinsam mit anderen Berufsgenossenschaften, Mittel und Wege gesucht werden, um die ins Stocken gekommene Industrie wieder in Fluß zu bringen. Das neue Jahr scheint in Nordamerika einen günstigen Anlauf nehmen zu wollen. Die Eisenbahnbaugesell- schaften find nämlich mit einer großen Anzahl von Projekten auf dem Plane erschienen, sodaß, falls nur die Hälfte derselben verwirklicht wird, die Eisenbahnbauthatigkeit in diesem Jahre "ch zu einer großartigen entfaltet. Damit wäre die Krifis in merika für einige Zeit wenigstens unterbrochen. Uerewe«nd Uersammlungen. bfn. Die Kupferschmiedegeselle« find auf ihrem vom 26. bis 29. v. MtS. in Leipzig abgehaltenen Kongreß der Kupferschmiede Deutschlands durch Gründung eines über ganz Deutschland fich erstreckenden„UnterstützungSver eins der Kupfer- schmiede Deutschlands" ebenfalls in die Reihen der zentrali- firten Gewerkschafts.Organisationen eingetreten. Die Anregung hierzu ging von Hamburg aus. Laut Ausweis der Mandate waren auf dem Kongreß ca. 130 Gewerksgenossen auS allen Gauen Deutschlands durch 38 Delegirte vertreten. In das Kongrcßdureau wurden gewählt die verren Saupe(Hamburg) zum ersten. Haertl(München) zum zweiten Vorfitzenden, Mohrat(Wolfenbüttel) und Vogel(Berlin) zu Schriftführern, Pfeifer(Leipzig) und Killmann(Halle) zu Schriftführer-Stcll- Vertretern. Der Zweck des inS Leben'gerufenen Untersttzungs- Vereins besteht— nach dem vom Kongreß angenommenen Etatut— in der Förderung der materiellen Interessen der Mitglieder, hauptsächlich durch Unterstützung rei» sender und arbeitsloser, dem Verein angehörenden Gewerksgenossen, durch ein spezielles Fachorgan:c. Mitglied kann jeder in Deutschland alS Geselle beschäftigte Kupferschmied werden. Das Eintrittsgeld beträgt 1,50 M., der Mitgliedsbeitrag wöchentlich 20 Pf.— Der Mitgliedschaft verlustig wird, wer 13 Wochen mit seinen Beiträgen rückständig geblieben ist oder zu einem anderen Gewerbe ge- griffen hat. Auf der Reise innerhalb deS VereinsgedietcS be- findliche, Arbeit suchende Mitglieder erhalten eine Reiseunter- ftützung von 4 Pf. pro Kilometer; doch werden pro Tag höch- stenS 25 Kilometer und insaesammt höchstens 3000 Kilometer vergütet. An den beiden Wnhnachts-, Öfter- und Pfingst- feiertagen tritt eine Extravergütung von täglich 1 M. ein.— Arbeitslose Mitglieder, welche ein volles Jahr ihre Beiträge geiahlt haben, erhalten 6 Wochen hindurch wöchentlich 6 M. Unter- ftützung. Dieselbe tritt vom 7. Tage der Aibeitslofigkeit an ein. Der Vorsitzende soll für seine Mühewaltung eine Entschädi- gung von jährlich 75 M. und der Kasstrer eine solche von 150 M. erhalten. Zum Sitz des Vereins bestimmte der Kon- greß(mit 34 Stimmen) Hamburg, event.(im Falle der Nichtgcnehmigung durch die OrtSpolizei) Leipzig oder(falls auch dort Hindemiffe entstehen sollten) München. Die Wahl zum Vorfitzenden deS Unterstützungsoercins fiel auf Herrn Bohrmann(Hamburg), die zum Kasstrer auf Herrn Taupe(Hamburg). Eventuell hat eine Uedertragung der Hauptämter des Vorstandes an die Herren Schön Herr und Pfeifer in Leipzig einzutteten. Unterstützungsverein deutscher Schuhmacher. Die auf der Generalversammlung zu Gotha Pfingsten vorigen Jahres umgeänderten Statuten deS Unttrstützuvgsvcreins deutscher Schuhmacher find jetzt von der bayerischen Regierung, als der Behörde des Landes, wo der Verein seinen Eitz hat (Nürnberg), genehmigt worden. Der Zweck de« Vereins rst, reisenden Mitgliedern Unterstützung zu gewahten, sowie dre schaft berechtigt. DaS Einschlerbegeld betragt 25 Pf... der Die Generalversammlung wählte seiner Zeit den Reichstags- abgeordneten Schuhmacher Bock, der unter Zuzrehung zweier Fachgenossen über einen ausbrechenden Streik zu entscheiden hat, um den planlosen Arbeitseinstellungen ein für all« mal vorzubeugen. Die Schuhmacher Deutschlands aber haben alle Ursache einem Verein beizutreten, der ihre Jnter» essen entschieden vertritt und alles leistet, was man billig für die gezahlten Beiträge verlangen kann. Durch zahlreichen Bei« tritt zum Verein schaffen fich die Schumacher eine zentralistrte Organisation, deren fie ihrer schlechten Lage wegen vor allen an» deren bedürfen; speziell die Fachgenossen Berlins sollten nicht mehr zurückbleiben, wenn eS Kit, dm anderen Städten Deutsch« landS mit gutem Beispiel voranzumarschieren; fie haben viel gut zu machen. Die Berliner Filiale hat bis jetzt weniger Mit» glieder alS die Hamburger, Altonacr, die Dresdener— Mün» chen überholt uns nächstens und kleine Städte wie Arnstadt zählen bald so viel Mitglieder wie Berlin. Um also ihren guten Ruf zu wahrm, fordert der Vorstand der Filiale Berlin die hiefigen Schuhmacher auf, fich dem Unterstützungsoerein an» zuschließen, wozu morgen(Montag), Abend« 8V, Uhr, in Grat» weils Bierhallen, Kommandantenftr. 77—79, Gelegenheit ge« boten ist. Möge die Vereinigung der Buchdrucker auch dm Schuhmachern als Vorbild gellen, welche nicht nur Reiseunter» ftützung, Sterbegeld«. auszahlt, deren Verband seine Mitqlie» der auch schützt vor dem Einken deS Lohnes und vor der Kon« kurrenz der arbeitslosen Kollegen; der Anfang zur Organisation ist auch bei den Schuhmachern gemacht; 95 Filialen bezeichnen die Arbeit zweier Jahre des Unterftützungsvereins deut- scher Schuhmacher. Pflicht aller Berufsgenossen ist eS, dies« Filialen auszubauen und zu vergrößern. Eine öffentliche Versammlung der Graveure. Eise» leure und Berufsgenossen findet am Montag, den 4. Januar, Ädmds 8'/, Uhr Annen Straße 16 statt. Der von dem Kgl. Polizei-Prästdium bezüglich der UnterftützungSkaffe eingettoffene Bescheid erfordert vor der Genehmigung eine Umarbeitung deS Statuts und die Beibringung eines sachverständigen Gutachtens. Es ist infolgedessen eine eingehende Prüfung und DiS- kufston darüber nothwendig, ob überhaupt nach Lage der Sache diesen Anforderungen genügt werden kann, eventuell muß über das gesammette Geld seitens der betbetligten Kollegen verfügt werdm. Wenn eine selbstständige Kasse nicht inS Lebm treten kann, würde die Unterstützungsfrage feitms der„Freien Ver» einigung" anderweitig geregelt werden. Die sämmtlichen Kollegen weiden deshalb ersucht, der Angelegenheit die größte Beachtung und Verbreitung zu geben. Fachveret« der Kürschner. Montag, den 4. Januar, Abends 8 Ubr, Versammlung in Seefeldt's Lokal, Grenadier- straße 33. Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Wichtige Angelegenheiten. Die Mitglieder werden der wichtigen Tages» ordnung wegen ersucht, recht zahlreich zu erscheinen und dafür zu sorgen, daß die Leitung und Verwaltung des Vereins ge- wissinhasten Personm anvertraut wird. Möge eS jeder Kürschner für seine Pflicht haltm, dem Verein als Mitglied beizutreten. Fachverein sämmtlicher im Drechslergewerbe beschäf» tigten Gewerksgenossen. Versammlung am Montag, den 4. Januar, Abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Komman» dantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes betreffs deS verbotenen Stiftungsfestes und weitere Beschlußfassung hierzu. 2. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. — Gäste willkommen. Die Mitglieder werdm um zahlreiches Erscheinen ersucht. Fachveret« der Tischler. Montag, den 4. Januar. Abends 8Vj Uhr in Jordan'S Salon, Neue Grünstr. 28, außerordentliche Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Fachkommisfion über ihre bisherige Thätigkett. 2. Ernennung von Beiiragsammlem für die Zahlstellm. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Quittungsbuch legitimirt, neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Zahlstellen de» Vereins befinden fich: 1. Blummstr. 56 auf der Tischler- Herberge. 2. Belle-Älliance Platz 6 bei Hilscher. 3. Ekalitzer- straße 18 bei Stramm. Die Zahlstellen find vom 2. Januar ab jeden Eonnabend Abend von 8Vi bis 10 Uhr geöffnet. Daselbst werden die Beiträge der Mitglieder entgegengenommen und neue Vereinemitglieder aufgenommen. Der Zentrall Ar» beitSnachweiS des Vereins befindet sich Blumenstr. 56(Tischler- Herberge). Die Ausgabe von Adressen an Arbeitsuchende er- folgt daselbst unentgeltlich an Wochenlagen von 8'/, bis 10 Uhr AbendS, Sonntags von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Adressen können zu jeder TageSzeit von den Herren Ardeitgebern in den am Eingange deS Lokals befindlichen Brieftasten gelegt werdm. VezirkS-Verein der arbeitenden Bevölkerung des Süd-Westen Berlin«. Montag, den 4. Januar, Abends 8 Uhr, in den„Kaiserhallen", Alte Jakobsstr. 120, General- Versammlung. T.'O.: 1. Allgemeiner Jahresbericht. 2. Bericht der Kassenrevisoren. 3. Vorstandiwahl. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werden zu dieser Versammlung recht dringend er« sucht, fich zahlreich einzufinden. Nur Gästen, die dem Verein beitreten wollen, ist der Zuttitt gestattet. Im Verein der Maschinisten und Heizer Berlin«, Neue Jakodstr. 24/25, hält am Sonntag, dm 3. Januar, Nach- mittags 5 Uhr, Herr Ingenieur Max Krause einen Vortrag über„Beobachtungen im prattischen Kesselbetliebe." Gäste find gern gesehen. Lonisenstiidtischer Bezirkeverein„Vorwärts." DienZ« tag, den 5. Januar, Abends 8Vi Uhr, bei Marquardt, Alexandrinenstr. 110 Vereinsversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Gerlach über„Kabale und Liebe." 2. Diskussion. 3. Verschiedmes und Fragekasten. Gäste habm Zuttitt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der monat« liche Beitrag deträgt 20 Pfennig, Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Große öffentliche Generalversammlung der Zimmer- leute Berlin« und Umgegend am Sonntag, den 3. Januar, in der Tonhalle, Friedrichsttaße 112. Tagesordnung: 1. Wie verhalten die Zimmerlcute Berlins sich zu dem von den Bundes» meistem gefaßten Beschlüsse betreffs Wahl von Gesellen- Vertretungen auf ihren Plätzen. 2. Verschiedenes. Fachv-retn der Steinmetzen Berlins. Heute, Sonntag. Vormittags 10 Uhr, Versammlung in Ahlgrimm'S Salon, Sophienftt. 34. Tages-Ordnung: 1. Quartalsabrechnung der Vereinskaffe. 2. Bericht über betreffend die Lohndifferenzen. 3. 4. Verschiedenes. Berliner Wirkeraesellenverband. Montag, den 4. Ja- nuar, Abends 8 Ubr, Generalversammlung in GütlingS Lokal, Landwehrstr. 11. Tagesordnung: 1. Vorstandswahl. 2. Verschiedenes. Alle Wirlergesellen haben Zutritt. Fachveret« der Putzrr. Geschlossene Mitgliederversammlung Sonntag, den 3. Januar, Vormittags 10 Uhr, im Lokale Jnselstr. 10. Tagesordnung: Kaffenabrechnung und Besprechung über daS UnvallverficherungS-Gesetz. Verschiedenes. Fragekasten. Zentral-Kranken- und Bearäbnißkasse für Frauen und Mädchen(E. H. Nr. 28 Offcnbacd a. M.). Hauptver- sammlung am Sonntag, den 3. Januar, Nachmittag 3 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandantenftr. 77/79(unterer Saal). Tagesordnung: I.Abrechnung des 4. Quartals 1885. 2. Neu» wähl des Gesammtvorstandes. 3. Verschiedenes. Nur Mit» gliedern gegen Vorzeigung des Quittungsbuches ist der Zuttitt gestattet. Drnckfehlerberichtigung. Der Jnseratmtheil der Nr. 1 unseres Blattes vom 1. Januar(Beilage) enthält eine Ver- sammlunaSanzeige der Vereinigung deutscher Metallarbei- t e r, während die betreffende Versammlung, wie auch in dem redaktionellen Theil derselben richtig angegeben war, eine solche der Vereinigung deutscher Stellmacher war. j«. X, XW4UUI'4Ul»UVl'tU;UUIIU VC1« die Kommisfionsverhandlung, 3. Wahl eineS Schnftführers. Vermischtes. Ei« schlamr Echullehrer. In tinem gewiff«n Dorfe biclt der Schulinspeltor die jährliche Echulplüfung ab. Diese fiel vortiifflich auS, denn kaum hatte der Lehrer eine Frage gestellt, so hoben alle Echüler den Arm in die Höhe. Als die Prüfung zu Ende war, lobte der Herr Eedulinspektor Lehrer und Echüler mit warmen Worten. Auf dem Heim. wege ging der kleine Johannes neben seinem Vater her, der auch der Prüfung beigewohnt hatte...Jobannes", sagte der Vater,„Du hast Alles gewußt, warum hat der Lehrer Dich nicht gefragt?"„Ick habe gar nichts gewußt", entgegnete der Knabe. „Ader Du hast doch bei jeder Frage den Arm gehoben." „Den linken Arm, Vater."„Was soll das heißen?" fuhr der Mann sein Kind an.— Dieses sah erstaunt zu dem erzürnten Vater auf und erwiderte:„Der Herr Lehrer hat gesagt, bei der Prüfung heben alle Echüler den Arm. Wer d"e Antwort weiß, den rechten; wer nichts weiß, den linken. Ich habe es recht gemacht." Etn Wartezimmer für Heirathskandidaten auf den Werften einer deutschen Dampferlinie in New-Uork. Unter den Auswanderern, die alljährlich in der neuen Welt eine neue Hcimath, ein neues Glück suchen, befindet fich eine große Anzahl briestich bestellter Bräute. Die neue Welt, namentlich der große Westen der Vereinigten Staaten, leidet bekanntlich an Frauenmangel und es find ganz besonders deutsche Mäd» chm, die dorten stark begehrt werdm. Es ist somit auch sehr leicht erklärlich, daß fast sämmtliche im Westen Amerika's an» säsfigc Deutsche fich nach der alten Hcimath um Zusendung von Frauen wenden, sowie Mancher seine einstige Jugendgelieble von dort kommen läßt. Charakteristisch ist der Empfang solcher Bräute bei ihrer Ankunft in New-Nork. Die Hamburg- Amerikanische Packetfahrt- Aktien- Gesellschaft hat auf ihren dortigen neuen Wersten ein großes Wartezimmer Herrichten lassen, welches fast ausschließlich obigen Heirathskandidaten zur Empfangnahme ihrer resp. Bräute dient. Da treffen wir bei Ankunft eines Dampfers Farmer, Viehzüchter, Plantagendefitzer, Ealonkeepers, Grocers, Kaufleute u. f. w., sämmiuch Deutsch Amerikaner, aus allen Staaten der Union. Eie find allcsamml festlich gekleidet und zwar cin jeglicher seinem Stande und seines Staates Sitte entsprechend. Schweigsam, dabei erwartungsvoll und pochenden Herzens gehen die Heiraihskandidaten in dem großen Wmtezimmer aus und ab. Hin und wieder zieht emer von ihnm ein weibliches Porträt auS der Brusttasche, um die Visage seiner Ausei wählten nochmals seinem Gedächtnisse einzuprägen, da- mit er fie auch bei der Ankunft zu erkennen vermag.— Plötzlich erschallt der Ruf:„Postdampfer„Gellert" in Sicht!" — Nun gebt es an ein Winken mit den Tüchern,— Noch eine Ueine Weile und der Schiffskoloß liegt fest an seinem Pier. Endlich ist auch die Schiffstreppe mit dem Lande in Verbindung gebracht.— Nun rennt und drängt alles zum Damrfcr hinauf; ein jeder Heirathskandidat sucht und fragt nach seiner Auserkorenen, die er nur dem Namen und der Photographie nach kennt. Die komischsten Situationen find jetzt an der Tagesordnung.— Hier höchste Lust, dort bitterste Enttäuschung auf den Gesichtern.— Schließlich haben alle Schönen, die der Dampfer brachte, ihre Bräutigame gefunden und, nachdem die Gepäckreviston beendet, fahren die einzelnen Brautpaare per Equipage davon, um entweder sogleich von einem Pfarrer fich trauen und in Nägeli's Hotel in Hoboken ein splendides Hochzeitsmahl einzunehmen, oder aber mit einem Bahnzuge nach dem fernen Westen abzudampfen und dort cin großes Hochzeitsfest im Kreise der Freunde und Nachbarn des Bräutigams in Szene zu setzen. Ob alle diese auf so schnelle und sonderbare Weise in der neuen Welt geschlossenen Ehen glücklich und von langer Dauer find? Wer vermag das zu sagen! Amerika ist das Land der Prosa und wo die Liebe dem Ehebunde fehlt, da vermag noch immer der materielle Reichthum oder aber der deutsche Kochlöffel die Ehe zusammen zu halten.— Die Geschichte des New-Norler Dampfschiff. Wartezimmers lehrt uns indeffen, daß es sehr schwer ist, in der neuen Welt Männer- und Frauenherzen zu ergründen. Meineidsstatistik. Staatsanwalt(beim eisten Plaidoyer in der diesjäbrigcn Geschworenenfitzung):„Auch diesmal, meine Herren Geschworenen, beschäftigen uns viel mehr Mein- eide, als wünschenswerth find."— Pertheidiger:„Ich macht« doch den Herrn Schwurgerichts-Präfidentcn ersuchen, an dm Herrn Staatsanwalt die Frage zu richten, wieviel Meinest»« derselbe als wünschen swertb erachtet?" Zeitkrantheir.—„Du Papa, da lese ick gerade von einer Klavier ftuche, was ist denn das?—„Klaviers« uche! Nun, das ist so eine Art Klaumseuche unter den Menschen!' Kleine Mittheilungen. Forst i. 8. DaS Resultat der Volkszählung am 1. Dez 1885 in hrefiger Stadt stellt fich auf rund 19 000 Seelen, gean 16 100 am 1. Dezember 1880, also die Zunahme auf 2900: br-rbe, ist zedoch die Bevölkerung der 100 Seelen zählende, Domäne Forst nicht eingerechnet, deren Einverleibung stündliä erwartet wird; ferner nicht des im Gemenge mit der Stadl liegenden VorortSdorfcs Berge, daS 4200 Seelen zählt, un> eine Zunahme von über 1000 Seelen aufweist. Die Total bevölkerung der beiden zusammenhängenden Orte beträgt dem nach 23 300 Seelen; zu berückfichttgen ist. daß die umliegende« Ortschaften gleichfalls besonders große bis 25 pCt betragend Zunahmen der Bevölkeiung aufzuweisen haben. Das Iah 1885 brachte hier 10 neue Tuchfabriken; die Zahl der mecha nischcn Tuchwebestühle dürfte am Jahresschlüsse 2000 über steigen, Handstühle ca. 1200; Vergrößerung auch im künftige« Jahre rn Ausficht. Odessa, 1. Januar. Der am 10.(22.5 Dezember im hie- figen Bezirksgerichte begonnene Prozeß gegen 40 Personen- welche angeklagt waren, in der Meerenge von Kertsch Jenikal« böswillige Schiffshavarien herbeigeführt zu haben, endete gestern mit der Freisprechung sämmtlicher Angeklagten. Kriefkasteu der RedaKtis«. Ladcwig. Das Kind hat keine weiteren Ansprüche. Forst t. 8, DaS Resultat der Volkszählung am 1. D# zcmbcr 1885. Theater. Sonntag, den 3. Januar,». Montag, den 4. Januar. Opernhaus. Tbs&tre pare.— Montag: Toni's Schatz. Zum Schluß: Militaria. Schauspielhaus. Kolberg. Historisches Schau- spiel in 5 Akten von Paul Heyse.— Montag: Tilli. Deutsches Theater. Prinz Friedrich von tomburg.— Montag: Ein Tropfen Gist. denz-Theater Clara Soleil. Vorher: Die Schulreiterin.— Montag: Dieselbe FrÄich�Rilhelmstädtisches Theater. Die Fledermaus.— Montag; Dieselbe Vor stellung. � Walhalla- Operette«- Theater. Mamsell Angot.— Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner-Theater. Frau Direttor Striese.— Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle»Allia«ee-Theater. Lucinde vom Theater. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ccntral-Theater. Der Stabs Trompeter.— -.ZSdÄL Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria-Zheater. Messalina.- Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend» theater Theodora.— Montag: Die- selbe Vorstellung._ � � Kömgstädtisches Theater. Die Mnnondtcn des Truseis.— Monlag: Dieselbe Vor American- Theater. Große Spezialitäten- Vorstellung._.„ Theater der Retchshallen Große Spezrali- «a«fm"ann's�Var�ete. Große Spezialitäten- Ko�kordia!"�Große Svezialitäten-Vorstellung. Alhambra-Theater. Wallnertheaterstraße 16. Heute und folgende Tage: Der verkaufte Schlaf. Romantisch-lomisches Weihnachtsmä,ch-n in 3 Akten von E Jakodso.i uns O. Gnndt. Vor der Borstellung: Gr. Konzert der Hauekapelle. Anfang des Konzerts Wochentags 7 Uhr. der Vorstellung 8 Uhr. Anfang des Konzerts Sonntags 6 Uhr, ver Vorstellung 7'/, Uhr. Bons baöen Wochentags Gilttgleit und find im XHen-c. bureai.{12- 1 llbil gratis zu babcn. Passage 1 Treppe. 9 U- Morg. W 10 U. Ab. Kaiser»Pa«orama. Eine bequeme Wanderung durch Paris. Amerika- Kalifornien. Der Mond. Weihnachts' Ausstellung: DasLeben Jesu. Jerusalem rc. Eint Reis« 20 P'.. Kinder nur 10 Pf. Abonnements 1 M. Maskea-GMmdt F. Stenzel, Dresdenerstraste 21. Elegante Kostüme zu dm wildesten Preiftn. 250] Vereine Ermäßigung. Hobes Anzeige. Am 1. Januar entschlief sanft nach langem Krankenlager unser lieber Bruder. Echwaacr und L nkel, der Schrrstfetzer Hugo Schnitze ! in noch nicht vollendetem 30. Lebens- safere an der Lungenschwindsucht. Die Beerdigung findet am Montag, den 4. Januar er., Nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Jerusalemer Kirchhofs in Britz aus, statt. Um stilles Beileid bittet Robert Schnitze «ebst Familie. Todes-Anzeige. Meinen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn Karl am 2. d. M. verstorben ist. Die trauemden Ellern H. Schaar nebst Frau. Reichenbergerstr. 125, Hof 2 Treppen. Allen Freunden und Bekannten empfehlemnn Weiß- u. Lairisch-Lier-Lokal. 326] Fritz Ebel, Skalitzerstr. 43. Wo speisen Sie? In der alten Pommerschen Küche b. Klein» jetzt Oranienstr.181. Hof p. Gedirg. Mittagstisch m. Bier 50 Pf. Abendtrsch ingr.A»Swahlv.8l)Pf. an. Angenehmer Auf- enthalt mtt Billard. I August Herold Berlin SO., 113 Skalitzerstrasse 113. iööet-, Kpiegel- u. PHeM.-Magazm. Eigene Fabrik. Solide Preise. Prompte Bedienung. 490 Admkalstr. 38 CK Sodtke. Avmiralstr. 38 Kräfttge Bouillon von 10 Uhr ab a 15 Pf. Mittagstisch(Hausmannskost) a 50 Pf. mit Bier. Abcndtisch nach Belieben. Billig und kräftig.[347 Allen Freunden und meiner werthen Nach- barsckaft empfehle mein Itanngs- u. Karioffel-Geslkast. Achtungsvoll 340] Meslte, Rixdorf, B-rgstr. 7 WkA F. lahnfee, Mml-FaSäli, Berlin 3., DreSdenerftr. 30, empfiehlt alle Arten Uhren, Ket» ten, Schlüssel. Goldwaare« re. Spezialität: Regulatoren 1. Qualität.|86 Werke in den geschmackvollsten Mustern zu Fabrikpreisen unter 5 jähr, reeller Garantie. Theil- zahlung ohne Preiserhöhung ae- stattet. Reparaturen gut und billig. Große Auswahl in[251 Masken-Garderobe zu billigsten Preisen. Anzüge schon von 1 M. an. E KlOSe, N-tch-nberg-rstr. 167. Darnen-S'öoMtVÄ halber z. verlauf. Engl. Tüll-Gardincn 30 Pf., Manilla. zu Eophabez., 30 Pst, V« br., gebl. Leinen 50 Pf.. Kleiderstoffe, beste Qual, 50 Pf., Waarenh. Linden str. 68, I. Sonntags bis Abends geöffnet.[18 (Elegante MavkeuGarderobe« für Herreil und Damen zu billigen Preis-n.[252 W. Obristopei, Kottbnserflr. 3. Unterstützungs- Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 4. d. M., Abends 8V, Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten- sttaße 77/79. Tagesordnung: 1. Die Entwicke- lung des Menschengeschlechts. 2. Geschäftliches. Die neuen Quittungsbücher werdm ausgegebm. Gäste willkommm.__[352 KeMsverei« der«b. KkMkeraig des SW. Kerlins. Montag, dm 4. Januar, Abends 8 Uhr, in den Katserhaven. Alte Jakobstraße 120, Oeneral-Versammtlmg. Tagesorvnuna: 1. Jahresbericht. 2. Bericht der Kassen- Reoisorm. 3. PorstandSwahl. 4. Verschiedenes. Die Mitglieder werdm er. sucht, zahlreich zu erschcim.[336 Die von Mitgliedern des Fachvereins der Schneider gegründete ProMiiti-il. RohstoffgellchiOast der Fchseider zu Berlin(E. Q-.) No. 30. Zimmer Strasse No. 30. empfiehlt ihr Lager fertiger Herren-Garderobe, sowie ihr reichhaltiges Lager in- und ausländischer Stoffe, ebenfalls Futter, Borte und Knöpfe. Kerren-Harberove« jeder Art werden nach Maaß angefertigt. Reelle Arbeit.— Nnerhiste Stoffe.— jefie Preise. _ Der Vorstand und Nrrwattnngsrath. Cigarren- u. Tabak-Handlung en erro« en diitall Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40(frühere„Linde"). Import echter Havanna, Lager aller Sorten Ranch- und Schnnpf-Tabake. Deich assortirte« Lager echt türkischer, russischer ««d amerikanischer Cigaretten u. Tabake. Echt Uordhäuser Kautabake.[286 Arbeiter- Lezirksverein für den Osten Serlius. Dienstag, den 5. Januar 1886, Abends S'A Uhr, V er mamm lang; in Kelle.'s Lokal, Andreasstr. 21. Tagesordnung: 1. Schluß der Statuten-Berathuna. 2. Vortrag des Rcichstagsavgeordneten Herr« Paul Singer über dm Nordostsee- Kanal und die Forderungen der Arbeiter- partei. 3. Verschiidenes. 4. Fragekasten. Nur Mitglieder haben Zutritt. Neu« Mit- glieder werden ar-'gmommen.— Die Mftglieds- karten für das Jahr 1886 können in Empfang genommen werden.— Billels zu Präuscher's Musmm, welche zum Eintritt für den halben Kaffenpreis berechtigen, find in der Versammlung am Kasstertisch zu haben.— Die Mitglieder werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. 343] Der Vorstand. /achmei« der Tischler. Montag, den 4. Januar, Abends 8',, Uhr, in Jordan'« Salon, Neue Grünstr. 28, Äußernd. Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Bericht der Fachkommisston über ihre bis. herige Thätigkeit. 2. Ernennung der Beitrag. sammler für die Zahlstellen des Vereins. 3. Vcrfchiedmes und Fragekasten.— Quittungsbuch legttiinirt. Neue Mitglieder werdm auf- genommen.[337] Der Vorstand. Bersammlung d. Fachvereius d. Verl Kürschner und verufsgeuosteu am Montag, den 4. Januar, im Saale de? Herrn Seefeld, Gmadierstr. 33. Tagesordnung: Bericht der Revisoren und Wahl des gesummten Vorstandes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 343] Der Vorstand. Geffentliche Versammlung der Graveure und Ziselenre. Montag, den 4. Januar, Abends 8'/, Uhr, Annmstr. 16. Tagesordnung: Der polizeiliche Bescheid in der Unterstützungifrage.[345 Achtung:«ArtÄÄ,,. Kein Laden, nur eigme Fabrikation. 25 Zigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanischer Tabak. Rippentabak 2 Pfd. 70 Pfg. 348 Roh-Tabak!! PreiSwerthe Sumatra- Decken, wie billige Umblatt« und Einlage-Tabacke, empfehlen Bergemann 8c Donlach, 344] C., Alexanderstraße 88. Zum SUdereinrahmen(Spez. in antiken Radmen) empfiehlt fich vcn Genossen 342] W Bensch, Wetßmburgerstr. 74, I. E. frdl. Schläfst, i. ,.v.Gitschinelstr.66 v.n.Thiede. E. ftdl. Schläfst, f. 2 Herren Belleallianceplatz 8 Hof Querged. IV links bei Kolbit«.[338 Lerantw örtlicher Redatteur«.«ronhet» in Berlin. Druck und«erlag von«« Badtag in Berlin SW, veuthstraße 2.