Ur. 273. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pranum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. 1 Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Der preußische Landtag Sonnabend, den 21. November 1896. ist heute eröffnet worden. An stelle des Königs verlas der Reichskanzler in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident die nachfolgende Throurede: Früher als fouft sind Sie zur verfassungsmäßigen Mit arbeit berufen worden, da wichtige und dringende Aufgaben Ihrer harren. Die Finanzen des Staates haben sich fortdauernd gebessert und günstiger gestaltet, als bei der Eröffnung der legten Tagung angenommen werden konnte. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Behuss größerer Sicherung einer regelmäßigen Tilgung aufgenommen. Dies war begreiflich, war doch alles, was der Staatsschulden und um die Erschütterungen des in der Thronrede mitgetheilt wurde, längst bekannt, fehlte Staatshaushalts infolge schwankender Ergebnisse der Betriebs- es nicht nur an Ueberraschungen, sondern auch an irgend verwaltungen zu vermindern, wird Ihre Zustimmung dazu er: wie neuer Beleuchtung des Altbekannten. Auffallend ist, daß beten werden, daß ohne höhere Belastung des Etats ein Mindestbetrag der jährlichen Schulden- icde Bemerkung über den Stand unserer Beziehungen mit tilgung gefeßlich festgestellt und zugleich aus den dem Ausland fehlt, obgleich doch die Betonung unserer rechnungsmäßigen Ueberschüssen günstiger Jahre ein Aus- Freundschaft zum Dreibund und ähnliche Bemerkungen Man vers gleichsfonds zur Deckung von Fehlbeträgen bei zum Inventar der Thronreden gehören. minder günstigen Rechnungsabschlüssen gebildet zichtete wohl mit Rücksicht auf die Erörterungen wird. im Reichstage auf eine Bemerkung über die auswärtige Auf dem Gebiete des Eisenbahnwesens wird Ihre Politik. Die Rechnung des Jahres 1895/96 weist einen erheblichen Mitwirkung mehrfach in Anspruch genommen werden. Außer Mit einem weinenden und einem lachenden Auge Ueberschuß auf und ein gleiches Ergebniß ist für der den Ausbau neuer Bahnlinien bezweckenden Vorlage wird wird des guten Standes der Landesfinanzen gedacht. Sie der Erwerb des Hessischen Ludwigs Eisendas laufende Etatsjahr zu erwarten. Der Staatshaushalts- Etat für das Jahr 1897/98 bahn- Unternehmens für den preußischen und hessischen Miquel konnte nun die Ueberschüsse nicht mehr abstreiten, wird ohne Fehlbetrag abschließen. Staat, sowie die Bildung einer Eisenbahn- so zieht er den Kürzeren in seinem Kampfe um neue Auf eine längere Fortdauer dieser günstigen Verhältnisse, Betriebs- und Finanzgemeinschaft zwischen Steuern und der Reichstag bleibt verschont von dem welche wesentlich durch die reichlichen Ueberschüsse der Betriebs- Preußen und Hessen beschäftigen. üblichen Rüffel über seine kurzfichtige Steuerpolitik. Die verwaltungen in Verbindung mit stärkeren Ueberweisungen Zur Hebung und Förderung der Landwirth. Ankündigung eines im wesentlichen gleichen Lehrerbesoldungsfeitens des Reiches herbeigeführt sind, wird zwar nicht schaft, welcher die Regierung Sr. Majestät fortgeset Gesetzes wie des in der letzten Session vom Herrenhause in vollem Umfange mit Sicherheit gerechnet werden dürfen; besondere Fürsorge zuwendet, find wiederum abgelehnten wird mehr erger bei den ostelbischen immerhin gestattet die gegenwärtige Finanzlage eine beträcht erhöhte Mittel in den Staatshaushalts- Etat eingestellt Latifundienbesitzern, als volle Freude bei den armen Lehrern liche Steigerung auch der dauernden Ausgaben auf verschiedenen worden. Gebieten der Staatsverwaltung. Insbesondere fann die im Das Gefeß über die Errichtung von Handelskammern erregen. ſchullehrern zu einem austömmlichen und gesicherten, nach Maßgabe des Dienstalters steigenden Einkommen zu verhelfen. Jahre 1890 unterbrochene Gehaltsaufbefferung bedarf verschiedener Aenderungen, um einzelne seiner Vorschriften Während von Vorlagen im Interesse der breiten Masse wieder aufgenommen und für die mittleren und mit den Bestimmungen neuerer Gesetze in Einklang zu bringen des Volkes mit keinem Worte die Rede ist, wird ausdrückeinen Theil ber höheren Staatsbeamten, sowie und die geschäftlichen Aufgaben der Handelskammern zu erlich betont, daß bei der Konvertirungsvorlage jede zulässige für die Lehrer an den höheren Schulen und die Pro- leichtern. Ein Gefeßentwurf, der diese Aenderungen herbeiführen Rücksicht auf die Interessen der Staatsgläubiger genommen fessoren an den Universitäten durchgeführt werden. Die soll, ist vorbereitet. wurde. Auch im Interesse der nothleidenden Landwirth erforderlichen Vorschläge werden Ihnen bei Vorlegung Um die nachtheilige Bielgestaltigkeit der zum theil auch verschaft des Staatshaushalts Etats gemacht werden. Außerdem alteten Gemeindeverfassungs- Geseze in der Provinz schaft sollen erhöhte Mittel im kommenden Etatsjahre vere ift es erfreulicherweise möglich geworden, bezüglich aller Beamten- essen Nassau zu beseitigen und an deren Stelle ein wandt werden. Staatssubventionen für die Junker, möglichste Rücksicht flaffen eine Erhöhung der den heutigen Lebensverhältnissen einheitliches Gemeinde Berfassungsrecht zu nicht mehr in vollem Maße genügenden Wittwen- und sehen, werden Sie mit der Berathung einer Städte- nahme auf die Staatsgläubiger, dies die Aussichten der be Waisengelder eintreten zu lassen. ordnung und einer Landgemeinde Ordnung sigenden Klassen; für die Arbeiter dagegen die VerschlechteAuch bezüglich der Besoldungen der Volksschullehrer für diese Provinz befaßt werden. Gleichzeitig sollen die Ver- rung des Vereinsgesetzes als Geschenk des Staates, der an wird ihnen der früheren Ankündigung gemäß alsbald ein neuer hältnisse der im Dienste der Gemeinden und öffentlichen Aus der Spitze der Sozialpolitik marschirt! Gefeßentwurf zugehen, der sich im wesentlichen an den stalten des Regierungsbezirks Wiesbaden stehenden Forstschutz- Nichts charakterisirt mehr die heutige Lage als diese vorigen Entwurf anschließt. Nach wie vor hält Beamten gefeßlich geregelt werden. die Regierung seiner Mäjestät an dem Ziele fest, den Volts- Eine Vorlage wegen Abänderung der in Gegenüberstellung! Breußen geltenden Borschriften über das Bet: die fünftige Gestaltung des preußischen Vereinsgesetzes ge Ver= Freilich ist in der Thronrede nichts Bestimmtes über einswesen wird nach Abschluß der stattstatt findenden Erörterungen zu ihrer Beschluß- sagt, aber dies beweist für jeden einsichtigen Politiker doch fassung gelangen. nichts anderes, als daß die Befürchtungen weiter Meine Herren! Die Regierung Seiner Majestät rechnet bei Voltskreise nicht zerstreut werden können. der Erledigung der vorbezeichneten umfangreichen Aufgaben auf Es ist selbstverständlich, daß nicht nur Erfahrungen, Der nach der bisherigen Entwickelung als dauernd anzu Ihre bereitwillige Mitwirtung; sie hofft zuversichtlich, daß die die in Preußen gemacht wurden, sondern auch die in anderen fehende Stand des landesüblichen Binsfußes läßt nunmehr gemeinsame Arbeit auch in der bevorstehenden Tagung mit Ländern gemachten in den Kreis der Erörterungen des eine mäßige Herabsehung des 3inssages Gottes Hilfe dem Vaterlande zum Segen gereichen wird. der vierprozentigen Staatsschuld als berechtigt Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs erkläre preußischen Staatsministeriums über die künftige Gestaltung des Vereinsrechtes gezogen werden. Besonders die behörd und geboten erscheinen. Es wird Ihnen daher unverzüglich ein ich den Landtag der Monarchie für eröffnet. Gefeßentwurf vorgelegt werden, welcher diese Maßregel mit lichen Maßnahmen in Sachsen sollen, wie wir erfahren, schon jeber zulässigen Rücksichtnahme auf die Inter. Die Verlesung wurde von den in sehr geringer Zahl bisher bei diesen Erörterungen Veranlassung zu dem Wunsche effen der Staatsgläubiger durchzuführen bestimmt ist. anwesen den Abgeordneten ohne jedes Zeichen des Beifalls gegeben haben, von einer bloßen Aufhebung der im§8 enthaltenen meine Erinnerung für einen Augenblick. Ich freue mich, nochmals eine Hand zu drücken, die seit unserer legten Trennung so viele Lorbeeren gewonnen hat. Euer Ruhm ist mir zu Ohren gekommen. He," fuhr der Anführer fort, und flatschte in die Hände, sorgt für Erfrischungen und eine Ruhestätte für diesen edlen Ritter und seine Dienerschaft. Ritter Adrian, ich bin gleich wieder bei Euch." Die Durchführung der Gehaltsaufbefferung bei den richterlichen Beamten macht eine Aenderung der bisherigen Grundfäße für die Regelung der Richtergehälter nothwendig. Eine Vorlage hierüber wird Ihnen demnächst unterbreitet werden. 124] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Teufel! Jede Stadt in Italien würde sich freuen, solche billige Justiz und so unparteiische Gesetze zu haben. Dort liegen die Zelte der Ritter, welche alle Beleidigungen eines Soldaten gegen einen anderen richten. Rechts das Zelt mit der goldenen Kugel ist das des Schahmeisters des Heeres. Fra Moreale bleibt seinen Soldaten nichts schuldig. Alles im Innern ist gleich den Rädern einer Maschine; von außen nimmt man allerdings nur den Lärm wahr, den die Maschine macht. erquicklich ins Ohr, und eine hohe Buche beschattete das prachtvolle Gezelt. Judeß sein Trupp draußen lagerte, wurde der Ritter sogleich vor den furchtbaren Abenteurer geführt. 3weites Kapitel. Adrian entfernte sich, Monreal verließ seine Räthe, ging mit raschen Schritten durchs Belt, rief dann den Offizier, der Adrian hineingelassen hatte und sagte:" Hält Graf Landau noch immer den Paß besetzt?" " Ja, General!" Gilt schnell zu ihm, der Hinterhalt muß bis zum Einbruch der Nacht dort bleiben. Ein falscher Fuchs ist in die Falle gerathen." Der Offizier trat ab, bald darauf hob Monreal die Rathsversammlung auf. Er ging zu Adrian, dem das nächste Zelt angewiesen worden war. Adrian abermals Monreal's Gast. Monreal saß an einem Tische, von Militär- und Zivilpersonen umgeben, die er seine Rathgeber nannte, und mit denen er seine Projekte besprach. Diese aus verschiedenen Städten zusammenberufenen Männer waren mit den inneren Verhältnissen der Stataen, aus denen sie waren, aufs genaueste bekannt. Sie konnten die Macht eines Patriziers, den Reichthum eines Kaufmanns, die Kraft eines Pöbelhaufens Auf solche Weise hatte der Johanniterritter die am haarklein angeben. Solch eine Kunde war für den Hauptbesten ausgerüstete und geordnete Armee in Italien ge- mann der großen Kompagnie unschäzbar. Sie setzte ihn in sammelt. Täglich strömten Rekruten herzu. Unter den den Stand, genau die Zeit zu berechnen, wenn er einen italienischen Söldnern sprach man nur von dem in seinem Feind angreifen könne, so wie die Summe, die er für die Dienste erworbenen Reichthum; jeder Krieger im Dienste Beendigung von Feindseligkeiten fordern dürfe. Er kannte Ruter Adrian," sagte Monreal, allerdings hatten von Republiken oder Tyrannen sehnte sich nach dem Banner die Parteien, mit denen zu unterhandeln war, wohin man meine Leute den Befehl, einen jeden auf dem Wege nach von Fra Moreale. Schon waren übertriebene Erzählungen sich zu wenden, wo man sich zurückzuhalten habe. Gewöhn- Florenz anzuhalten. Ich führe Krieg mit der Stadt. Doch von den in den Reihen der großen Kompagnie zu lich war durch eine geheime Intrigue das Erscheinen von erwartete ich einen ganz anderen Gefangenen. Ihr seid erringenden Schäßen über die Alpeu gedrungen; eben jezt Monreal's Fahne vor den Mauern einer Stadt das Beichen frei nebst Eurem Gefolge." sah der Ritter, als er tiefer in das Lager fam, vor zu einem Aufstande oder Zwiste innerhalb derselben." Ich danke für diese Gefälligkeit, edler Monreal. Rann manchem Belte stolze Paniere und Waffen deutschen Adels Auf diese Weise sorgte er für die Gegenwart und für die ich Euch vielleicht später dafür dienen? Einstweilen gestehe und französischer Ritterschaft. ich offen, daß ich einen anderen Weg eingeschlagen haben würde, wenn ich die große Kompagnie hier vermuthet hätte Ich hatte gehört, daß Ihr, und meines Erachtens würdiger, gegen Malatesta, den Tyrannen von Rimini kämpftet." Zukunft. " " Ihr seht," sagte der Begleiter des Ritters, in Die Versammelten waren in tiefster Berathung, als unserer wilden Stadt fehlt es nicht au Verschiedenheit des ein Offizier eintrat und Monreal einige Worte ins Ohr Ranges. Indeß wir reden, eilt mancher goldene Sporn flüsterte. Seine Augen erstrahlten. Laßt ihn eintreten," Dom Norden hierher!" fagte er endlich." Ihr Herren," fuhr er zu seinen Räthen fort, und rieb sich die Hände, der Vogel scheint ins Neß gegangen zu sein. Wir wollen sehen." In dem Theile, zu dem sie nun gelangt waren, war alles stille; nur von fern her tam das vermischte Geräusch und das plötzliche Geschrei der Menschenmenge im Hintergrunde, das von der Ferne zu einem nicht unangenehmen Schalle gemildert wurde. Ein Soldat ging still und langsam auf ein benachbartes Feld zu und schien ihre Annäherung faum zu beachten. Schau, hier sind wir vor des Generals Belt," sagte der Freibeuter. Das Belt Monreal's, mit Gold und Purpur verziert, lag etwas von den andern entfernt. Ein Bächlein murmelte " Der Vorhang wurde aufgehoben und der Ritter zu gelassen. " Nein," murmelte Monreal, der die Farbe wechselte. „ Soll ich immer so getäuscht werden?" " Herr Walter von Monreal," sagte der Gefangene, ich bin abermals Euer Gast; in diesen veränderten Gesichtszügen erkennt Ihr wohl Adrian di Caftello kaum wieder." Entschuldigt, edler Herr, sagte Monreal, und stand mit großer Höflichkeit auf; das Versehen meiner Diener störte " Allerdings. Er war mein Feind; er ist mein Lehnsmann. Wir haben ihn besiegt. Er zahlte uns Lösegeld für seine Freiheit. Wir zogen über Ascanio nach Siena. Für sechzehntausend Gulden verschonten wir die Stadt und hängen jetzt gleich einem Donnerkeil über Florenz, welches feine Hilfstruppen zum Schuhe Rimini's abzuschicken wagte. Unsere Märsche sind schnell, unser Lager ist eben erst aufgeschlagen." sch höre, daß die große Kompagnie noch mit Albornoz verbunden, und daß ihr General insgeheim der Soldat der Kirche ist. Ist dem so?" ( Fortsetzung folgt.). B Bestimmung, nach der politische Vereine nicht miteinander in heute die Redakteure eventuell mit Haftstrafe bis zu Steuerpflichtigen und eine firengere Anwendung der Verbindung treten dürfen, abzusehen, dagegen den Wünschen sechs Monaten dazu zwingen, ehr- und treulos an einschlägigen Gesezes bestimmungen playgreife. Der Erlaß betont entgegenzukommen, die auf Beschränkung der Bewegungs- denjenigen zu werden, die ihnen im Vertrauen auf insbesondere, daß es nicht in der Absicht des Gesetzes über die Be freiheit sozialdemokratischer Organisationen abzielen. ihre Verschwiegenheit Mittheilungen gemacht haben. Steuerung des Gewerbebetriebes im Umherziehen gelegen habe, eine allgemeine Ermäßigung der Steuer und dadurch etwa eine Mehr Schwierigkeiten machte aber bei den Berathungen Vom Regierungsvertreter wurden auch heute die Er vermehrung der Wander Gewerbescheine unter Verminderung die Frage, wie man sich den gewerkschaft klärungen aus der Kommission wiederholt. Es bedeute die des finanziellen Ertrages der Steuer herbeizuführen. Dies sei lichen. Organisationen der Arbeiter Desorganisation des Dienstes und die Untergrabung des aber thatsächlich geschehen. Denn während im Jahre 1877 die gegenüber stellen soll. Diesen durch die Ab- Pflichtbewußtseins der Beamten, erklärte Staatssekretär Scheine zu 48. noch mehr als 1/3( 37 pet.) der gesammten änderung des Gesezes eine Garantie zu geben, grund deren v. Nieberding, wenn kein Strafmittel vorhanden sei, die Wander- Gewerbescheine ausmachten, betrügen sie jetzt nur noch sie, ohne polizeiliche Eingriffe befürchten zu müssen, die Redakteure zum Zeugniß zu zwingen. etwa 1/7. Dagegen sei der Betrag der Wander- Gewerbescheine in dem gedachten Zeitraum von 1/8 auf 1/5, wirthschaftlichen Interessen der Arbeiter ungehinderter als Von den Parteien sind das Zentrum und die National- 6 M. zu 18 M. von 1/15 auf 16 der Gesammtbisher wahrnehmen tönnten, δας will man liberalen gespalten. Der alte Rintelen hat auch in dieser derjenigen nicht, weil mian den Um die zahl gestiegen. Und die Zahl der steuerfrei ausgestellten Unmuth des Unter- Frage sich auf die Seite der Reaktion gestellt. Um die Wander- Gewerbescheine habe die erhebliche Steigerung von 1059 nehmerthums fürchtet. Weiter tommt in betracht, Berufung und die Entschädigung unschuldig Verurtheilter auf 6936, also fast um das 7 fache erfahren. Dementsprechend daß in den Gewerkschaften die die Arbeiter zu einer zu retten, konzedirt er den Zeugnißzwang. Ihm folgte die sei auch bei einer Bermehrung der Gesammtzahl der WanderSelbständigkeit erzogen werden, die sie den politischen Ein- fleinere Hälfte seiner Fraktion. Umgekehrt bei den Nationals Gewerbescheine von 89 172 im Jahre 1877 auf 122561 im flüssen der bürgerlichen Parteien mehr und mehr enzieht. liberalen, da folgt dem Professor Marquardsen, der die Jahre 1895, also um 37 pCt., der finanzielle Ertrag dieser Tarum ist man bemüht, Formen zu finden, die, troydem Novelle mit dem Zeugnißzwang nicht haben will, nur eine das Verbot des Inverbindungtretens fallen soll, Be- fleine Gruppe von Parteifreunden. schränkungen auch für die Gewerkschaften enthalten sollen. Bei der Abstimmung votirte die Mehrheit zwar gegen Die Gewerkschaftler dürfen sich demnach nicht der den Antrag Stadthagen- Frohme, aber für den Antrag optimistischen Auffassung hingeben, die Aenderung des Munckel. Vereinsgesetzes in Preußen werde den gewerkschaftlichen Heute blieb also der Reichstag noch fest, wie wird die Organisationen Erleichterungen ihrer Aufgaben resp. Entscheidung bei der britten Lesung ausfallen? größeren Spielraum für ihre Thätigkeit gewähren. Die Verhandlung wurde bei§ 56a vertagt, zu dem von Noch sind zwar die Erörterungen hierüber nicht dem Abgeordneten Rembold Anträge vorliegen, die bezwecken, abgeschlossen, aber es es machen sich starke Einflüsse die Eide in Bagatellsachen einzuschränken. geltend, der gewerkschaftlichen Agitation Schwierigkeiten zu bereiten. Ja es besteht, wenn wir recht unterrichtet sind, die Absicht, die Gewerkschaften im allgemeinen auf der Grundlage der gegen die Sozialdemokratie beabsichtigten Bestimmungen zu behandeln, dagegen für Organisationen, in denen teine sozialistischen Anklänge zu finden sind, gewisse Konzessionsbestimmungen einzufühen. Das fordert zu entschiedener Gegenwehr heraus. Es wird daher gut sein, sich der versprochenen Abänderung des Vereinsgesetzes gegenüber nicht etwa passiv zu verhalten, sondern, während die Erörterungen im preußischen Ministerium weiter gepflogen werden, in der Deffentlichkeit zu den geplanten Maßnahmen Stellung zu nehmen, die gleiche Behandlung aller gewerkschaftlichen Organisationen der Arbeiter zu fordern und den einseitigen Schutz der Interessen des Unternehmerthums zu bekämpfen. Denn es würde allerdings eine Parteinahme zu gunsten der Unternehmer bedeuten, wenn be stimmte Arbeiterorganisationen auf grund neuer Gesetzesbestimmungen deshalb ungleich schärfer behandelt würden, weil sie die Förderung der Arbeiterinteressen mit weitgehenderen, sagen wir schärferen Mitteln erstreben, als andere Organisationen, wie die Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereine oder die evangelischen und katholischen Arbeitervereine u. s. w. Vor nächstem Frühjahr wird ja der Schleier kaum gelüftet und nichts Positives über die Beschlüsse des preußischen Ministeriums bekannt gegeben werden; was jedoch von den bis jetzt gepflogenen Erörterungen verlautet, giebt der ge= fammten Arbeiterschaft dringenden Anlaß, mehr als bisher für die Koalitionsfreiheit einzutreten und gegen weitere Beschränkungen ihrer Vereinsthätigkeit zum Zwecke der Erreichung befferer Lebensbedingungen zu protestiren. Diejenigen befinden sich sicher im Irrthum, die von der geplanten Abänderung der Vereinsgesetze größere Freiheit der Bewegung für die gewerkschaftlichen Organisationen ber Arbeiter erhoffen. Das steht nach dem Sturze des Ministers v. Berlepsch und der Inaugurirung des allerneuesten Rurses viel weniger zu erwarten denn je. Die Arbeiter haben somit das lebhafteste Jutereffe zu nehmen an den Verhandlungen des preußischen Landtags. Dort herrscht der Kapitalismus ohne jede Rücksicht auf die breiten infolge des Dreiklassen- Wahlsystems unvertretenen Volksmassen. Dort macht die Bourgeoisie für sich die Gesetze, nur zu oft zum Schaden der Arbeiterklasse. Morgen 1 Uhr Fortsehung. " einmal enthüllt werden. Etwas Bismarck'sch klingt's schon. Vielleicht dachte der biedere Junker damals schon an eine Rückversicherung" mit Stußland, das dann über Defterreich hergefallen wäre im Geist der famosen Stoß in's Herz- Note" des Fürsten Bismarck aus dem Jahre 1866. " = Steuer nur von 2520 702 auf 2 595 600 m., also um etwa 30 pCt., gestiegen und der durchschnittlich auf einen Gewerbeschein( ausschließlich der steuerfreien Scheine) entfallende Steuers fag, der im Jahre 1877 noch 28,76 m. betrug, mache heute nur noch 21,57 M. aus. Diese Thatsachen bewiesen, daß bei den Regierungen mehr und mehr eine mildere Praxis in Anwendung gekommen sei, die mit den Absichten des Gesezes nicht im Ein flang stehe, und von welcher deshalb wieder abgegangen werden müsse. M Kiel, 18. November.( Eig. Ber.) Die nothleidenden deutschen Schiffsrheder. Der deutsche Bundesrath hat am 6. d. M. einem Gefeßentwurf die Zustimmung gegeben, der, wenn er nicht schon dem Reichstage zugegangen, in kürzester Weitere ,, Enthüllungen": Das Bismarck'sche Ent Frist ihm vorgelegt werden wird. Der Entwurf bezweckt, die hüllungs- Fieber ist ansteckend und hat nun auch Bismarck Dampfersubvention des Norddeutschen Lloyd um 1500 000 m. Gegner erfaßt. So erzählt jetzt das Wiener Tageblatt" zu erhöhen und gleichzeitig die Subvention auf weitere 10 Jahre aus den achtziger Jahren, bevor Italien in die Allianz von 1901-1911 festzulegen. Der Grund dieses Gefeßentwurfs zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn als Dritter ist der Plan des Norddeutschen Lloyd, an Stelle der 4wöchent lichen 14tägige Fahrten auf der Ost- Asiatischen Tour einzurichten. Für diese Tour bezog der Norddeutsche Lloyd bisher eingetreten, folgendes Geschichtchen: Damals war eine starke Verstimmung zwischen Defter- 1800 000 M. Subvention, jetzt soll dieselbe auf 3 300 000 m. ers reich und Italien eingetreten, die sich zu einer ernsten, zu höht werden. Dadurch würde sich der Gesammtbetrag der aus einer bedrohlichen Spannung steigerte. Die italienische Re- deutschen Reichsmitteln dem Lloyd gewährten Summe auf gierung begünstigte, förderte, unterstützte die irredentistische 5 590 000 m. stellen. Da veranlaßt uns dieser Plan der ReBewegung. Die österreichische Regierung that ihre Pflicht. gierung denn einmal, den Umschwung, der im Laufe des letzten Sie ging auf ihrem Gebiete mit energischen Maßregeln halben Jahres auf dem Gebiete der Rhederei sich vollzogen hat, vor, von welchen nicht wenige Irredentisten, darunter auch etwas näher zu beleuchten. Gerade in den letzten Monaten ist solche, welche aus Italien herübergekommen und italienische eine Steigerung der Schiffsfrachten zu verzeichnen, die als eine Unterthanen waren, recht unangenehm betroffen wurden. Die in solchem Umfange bislang nicht dagewesene zu bezeichnen ist. italienische Regierung erhob darüber Vorstellungen, die zu fehr Auf allen Gebieten und zum theil auf das Doppelte sind die gereizten Auseinandersetzungen mit dem öfterreichisch- ungarischen Preise gestiegen; während beispielsweise, um nur einen Fall zu Botschafter Baron Bruck führten. Dieses gespannte Ver- erwähnen, die Fracht der Tonne Kohlen von England nach Kiel hältniß konnte nicht fortdauern. Eine Lösung in dem in diesem Frühjahr sich auf 3 sh 6 d ſtellte, steht sie jetzt auf einen oder in dem anderen Sinne erschien geboten. Der 7 sh 6 d. Selbst die Handelsblätter der Häfen können nicht Rath, welchen damals der Fürst Bismarck nach Wien gelangen ließ, der lautete furz gefaßt und ohne die hin, die Lage als eine sehr günstige zu bezeichnen. Während selbst die größeren Rhedereien von dieser überaus gewöhnlichen diplomatischen Umschreibungen folgender großen Befferung auf dem Gebiete der Schiffsfrachten übermaßen: Gebt doch den Italienern einmal eines aufs Dach, rascht sind, so haben doch im allgemeinen die deutschen Rheder mobilifirt fünf oder sechs Armeekorps und rücket über die diese Aenderung der Dinge beffer vorausgesehen als ihre engGrenze!" Gin Rath von Bismarck, der hatte ein gar großes lischen Kollegen. Die Zustände im englischen Schiffsbau waren Gewicht. Man bereitete sich in Wien auf den Ernst, auf den im Vorjahre nur sehr gedrückte, während in Deutschland eine wirklichen Ernst vor. So weit waren schon die Dinge ge- überaus rege Baulust im Schiffsbau zu verzeichnen war. Schiffe kommen, daß für den Kronprinzen Rudolf, dem das Kommando von bedeutender Tragfähigkeit wurden in Auftrag gegeben, die einer Brigade in einem der zu mobilisirenden Armeekorps zum größeren Theile alle an dem Aufschwung profitiren konnten. zugedacht war, mit aller Beschleunigung die entsprechende Feld- Weitere der kontrahirten Schiffe werden über furz oder lang ausrüstung angeschafft wurde. Zum Kriege, der schon in die Fahrt treten. Für den Norddeutschen Loyd sind in diesem in die Nähe" gerückt schien, kam es nicht. Italien Frühjahre allein auf der Germania Werft in Riel zwei größere zeigte schließlich ein besseres Einsehen. Wie diese fo Frachtdampfer abgeliefert worden, für die Hamburg- Amerika. bedrohliche Episode später dazu beigetragen hat, dazu später Linie ist dieser Tage ein Frachtdampfer von 7000 tons Tragbenutzt worden ist vom ehrlichen Makler", um Italien zur fähigkeit in den Dienst gestellt und jetzt wieder ist der Bau von Schaffung des Dreibundes heranzuziehen? Auch das wird drei größeren Dampfern für dieselbe Linie beschloffen. Bei Blohm u. Voß in Hamburg ist ein Doppelschrauben Dampfer von 11 790 Tons Tragfähigkeit bestellt, ein Dampfer von gleicher Größe bei Harland u. Wolff in Belfast und der dritte von 9000 Tons ist bei John Teklenborg in Geeftemünde bestellt. Für diese eine Linie befinden sich zur Zeit nicht weniger als sieben Dampfer mit ca. 72 000 Tons Tragfähigkeit im Bau. Von der Gesellschaft sind, ohne Kapitalsvermehrung und Erhöhung der Privatschulden, seit zwei Jahren ca. 15/2 Millionen Mart für Neubauten bewilligt worden, und jetzt hat sie die Fahrt GenuaArgentinien eingerichtet, auf welcher mit den beiden ersten beiben en Dampfern außer voller Ladung 2204 Paffagiere befördert sind. In England hat sich nun bei den überaus günstigen Aussichten für die nächste Zeit und dem weiteren erheblichen Steigen der Frachten mit einem Male die Lage im Schiffsbau geändert. Der Angeklagte, der sich selbst als" guten Kapitalistische Blätter berichten, daß die Zahl der in den lehten Patrioten" bezeichnet und selbst dem württembergischen König Monaten vergebenen Kontratte ohne Beispiel in der Geschichte an dessen Geburtstag telephonisch gratulirt habe, stellt die Be des britischen Schiffsbaues sein dürfte. Am Clyde wurden in schuldigungen in Abrede, der Staatsanwalt beantragt aber acht den ersten Wochen des Oktober breimal mehr Schiffe in AufMonate Gefängniß und Verlust der öffentlichen Aemter. Das trag gegeben, als im September. Eine einzige Schiffsbau Gericht sprach ihn von der Kaiserbeleidigung frei und verurtheilte Firma hat in 8 Tagen 9 größere Schiffe gebucht. Nun will ihn wegen Beleidigung des Landesherrn zu drei Monaten Ge- auch der Norddeutsche Lloyd an stelle der 4wöchentlichen fängniß und zwei Dritteln der Kosten. Der Staatsanwalt sah die 14tägige Touren nach Ostasien einrichten. Weshalb? Weil die Beleidigung als erschwerend an, da der Landesher wirthschaftliche Erschließung China's immer weitere Fortschritte der Tochter des Angeklagten einmal eine Brosche und macht, weil der Verkehr mit Japan u. f. w. ein immer regerer einen Ring geschenkt habe. wird und infolge dessen auch die Fahrt dahin sich rentirt. Die Subvention für diese Fahrt um 1 500 000. zu erhöhen, dazu Aus dem Reichstage. Die heute wieder aufgenommene liegt nicht der geringste Grund vor, und unsere Vertreter im ReichsFortsetzung der zweiten Berathung der Justizgesetz- Novelle Der Kaiser soll sich über den Fall Brüse wit tage haben allen Grund, dafür zu sorgen, daß der größten deutschen brachte zunächst die wichtige Frage des Zeugnißzwanges für anläßlich der Rekrutenvereidigung geäußert haben. Nach dem hedereigesellschaft das Geld, das zum größten Theil aus Arbeitergroschen besteht, nicht an den Hals geworfen wird. die Presse zur Sprache. In der Kommission war zuerst Berl. Tageblatt", dem wir die Verantwortung für die Richtig: Troß dieses phänomenalen Aufschwunges im Rhedereibetrieb hat eine große Majorität für die Aufhebung und wurde die feit der Meldung überlassen müssen, äußerte sich der Kaiser in man auch nicht ein einziges Mal gehört, daß den Mannschaften selbe auch in erster und zweiter Lesung mit einem Stimmen dem Sinne, daß er aus dem Fall Brifewiß die Veranlassung der Schiffe oder den Hafenarbeitern freiwillig der Lohn erhöht verhältniß von zwei gegen ein Drittel angenommen. Nun nahm, bdie Offiziere ernst zu ermahnen, eine etwaige übergroße wurde, im Gegentheil, der Kampf der Schauerleute in Hamburg, erklärten aber die Regierungskommissare, daß die Regierung Fröhlichkeit oder Weinlaune innerhalb der Kasinos auszutoben, die Ausweisung Tom Mann's aus Hamburg, Bremen u. j. w., be weisen zur genüge, daß das Unternehmerthum im Rhedereiauf den Beugnißzwang gegen die Presse nicht verzichten könne also in solchen Fällen im Kameradenkreise und unter der Kon- die Ausweisung Tom Mann's aus Hamburg, Bremen u. s. w., beund daß von der Entscheidung über diese Frage eventuell trolle älterer Standesgenossen zu bleiben. Die Offiziere follten betriebe zum mindesten ebenso wie die übrigen Unternehmer nur sich aus naheliegenden Gründen hüten, ihrer Standesehre etwas das Schicksal der Vorlage abhängen werde. Diese Er zu vergeben, indem sie in animirtem Zustand sich in der auf ihren Vortheil bedacht sind. Diesen Vortheil noch zu flärung that ihre Wirkung und hatte zur Folge, daß die Deffentlichkeit bewegten. Kom me jedoch bedauerlich er- mehren durch Gewährung von Subventionen u. f. w. liegt Zentrumsmitglieder umfielen und, vorbehaltlich ihrer Schluß- weise ein Offizier in die Lage der Nothwehr, wahrlich nicht im Interesse des arbeitenden Boltes. - Unter der Spigmarte Richter und Kläger" Stellungnahme im Plenum, nun gegen die Beseitigung des und müsse er dann von seiner Waffe Gebrauch machen, so folle er das in ausgiebiger Weise weiß die Oberschl. Grenz- 3tg." folgendes zu berichten: Zeugnißzwanges stimmten. In einer Privattlagefache hatte vorigen Donnerstag ber Heute haben nun die Abgg. Munckel und Beckh den thun.-Nach den Veranschlagungen für die Bölle und Ber- Schwarzviehhändler Kaspar Kaliwoda aus Roßberg als Neben Antrag aus der Kommission wieder eingebracht und unsere Genossen Stadthagen und Frohme haben dazu einen Zusatz- brauch 3 steuern, wie sie in den Reichshaushalts- Etat für läger vor dem hiesigen Schöffengericht Termin. Als die Zeugen antrag gestellt, durch welchen auch das Zeugnißzwangs- 1897/98 aufgenommen sind, entfallen auf den Kopf der Be- aufgerufen wurden, äußerte K., auf einen Beugen deutend, das Hierauf erwiderte der Vorsitzende: Halten Sie Verfahren gegen die Presse in Disziplinaruntersuchungen ölkerung von den Zöllen 7,12 M., von der Tabakstener ist nicht der rechte vorgeschlagene Zeuge, sondern deffen 0,21 M., von der Zuckersteuer 1,55 M., von der Salzsteuer Bater. sonst werfe ich Sie hinaus. In ruhigem gegen Unbekannt" ausgeschlossen werden sollte. 0,87 m. und von der Branntweinmaterialsteuer 0,32 M. und den Mund, fagte Raliwoda:„ Herr Amtsrichter, ich Begründet wurden die Anträge durch Stadthagen und von der Braufteuer und Uebergangsabgabe vont Bier 0,65 M. Tone wenn Sie mich rausschmeißen wollen, gehe Beckh und außerdem unterstützt durch Munckel und Frohme. Die letzte Steuer hat nur Geltung für das Gebiet der Brausteuer- fein Hund, Aus den Reihen der Abgeordneten hatte nur der Gemeinschaft, deshalb ist die Berechnung auf den Kopf auch nur ich allein." Diese Bemerfung hatte zur Folge, daß Kaliwoda zu tonservative Dr. v. Buchka den zweifelhaften Muth, unter Zugrundelegung einer Bewohnerzahl von rund 41 Millionen einer Ordnungsstrafe von 10 m. verurtheilt wurde. Als nun letzterer den Schöffenfaal verlassen wollte, rief ihn der Vorsitzende für das Institut des Zeugnißzwanges einzutreten, von aufgestellt. Der schon gelegentlich der Berathung über die Justizgesetze Etatsüberschreitungen. Im Rechnungsjahre zurück und Kaliwoda wurde noch zu einer sofort zu voll. in den fiebziger Jahren der Abg. Wehrenpfennig erklärte, 1894/95 wurde der Etat der west afritanischen Kolonien freckenden Haft von 24 Stunden verurtheilt. Trotzdem der wegen geschäftlichen Verlustes stellte, geschah dies nicht. Diesen daß kein Mann von Ehre ihm folgen könne und von dem troß einer Mehreinnahme von 278 185 m. um 2411 670 m. über. Vertheidiger des R. zweimal den Antrag auf Hastentlaffung es auch in dem jetzigen Kommissionsbericht heißt, daß es schritten. Die Etatsüberschreitungen beim Marine Amt be Sachverhalt theilte uns R. mit und erfärte außerdem noch, daß rugen im Rechnungsjahre 1895/96 rund 3 000 000 M. er eine Beschwerde an den Juftizminister, an den Oberstaatsein einfaches Gebot der Sittlichkeit sei", diesem Zwange nicht nachzugeben. Der Kommissionsbericht erklärt weiter, Steuererfräge -Gegen die erhebliche Verminderung der anwalt gefchickt hätte, daß er ferner den Vorsitzenden wegen Be aus den Wander Gewerbeleidigung verklagt und gegen die erhaltenen 10 M. Strafe daß es sich hier um eine Zwangsmaßregel handle, ich einen troß der bedeutenden Vermehrung dieser selbst richtet Widerspruch erhoben hätte. die sich ethisch ethisch kaum von der mittelalterlichen fich ein Erlaß des Finanzministers an die Regierungs- Die Breslauer Zeitung" bemerkt hierzu: Es läßt sich nicht Tortur unterscheide. Dieselben Herren aber, welche präsidenten, in welchem derselbe wünscht, daß seitens der die annehmen, daß der Schwarzviehhändler sich ganz so lammfromm gestern bei der Duelldebatte die Ehre des Mannes über Wander- Gewerbescheine ausstellenden Behörden in Bukunft eine benommen hat, wie es die obige Schilderung darstellt. Immerhin göttliches und weltliches Gesetz erhaben erklärten, sie wollten sorgsamere Prüfung der Anträge der betreffenden bedarf die Angelegenheit dringend der Auftlärung. Schon neulich Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Wegen Beleidigung des deutschen Kaifers und des Königs von Württemberg stand der Gemeinderath Wurstler von Endringen Unser Interesse gebietet es, so öde und langweilig die vor der Straffammer in Tübingen. Derselbe wurde einem Debatten dieses Bourgeoiskonventikel sind dieselben pensionirten Gendarmen angezeigt, daß er ihm gegenüber im aufmerksam und kritisch zu verfolgen; tönnen wir Jahre 1894 den Kaiser beleidigt habe, und von einem im Hause nichts dagegen sagen, wenn gegen unsere Steuerwächter wurde er der Beleidigung des Landesherrn Interessen gesündigt wird, so soll die öffentliche beschuldigt. Meinung ihre warnende Stimme erheben, damit die geborenen Gesetzgeber im Herrenhause und die Vertreter von mehr Besitz als Bildung im Abgeordnetenhause, wissen, daß ihre Macht Grenzen hat, die nicht ungestraft überschritten werden dürfen.Politische Uebersicht. Berlin, 20. November. * Deutsches Reich. bin " = brang ein Fall in die Deffentlichkeit, in der ein Richter aus Rangirwesen auf den Bahnhöfen und für die ThemfePTürkei. Oberschlesien die ihm zustehende Disziplinargewalt im Gerichts- Schifffahrt, Vermehrung der Dampskessel Revisionen und Konstantinopel, 19. November. Von den seit dem 31. Dkt. faal mit allzu großer Schneidigkeit" sollte gehandhabt haben. Unterwerfung der Heizer unter ein Examen, Gewährung von unter den Waffen Stehenden sind wegen Geld. Unser Oberlandesgerichts- Präsident wird solche Fälle auf einer Unfallentschädigung an Seeleute, die in englischen Gewässern auf mangels mehr als die Hälfte entlassen worden; der Rest wird seiner bekanntlich sehr zahlreichen Dienstreifen gewiß eingehend fremden Schiffen verunglücken, Verbesserung des Beweis in nächster Zeit entlassen werden. prüfen.verfahrens bei tödtlichen Unfällen( Hinzuziehung der Hinter -Bei den Stadtverordneten Stichwahlen bliebenen des Getödteten). Weitere Ausdehnung der Vorschriften Asien. Die unter chinesischer Oberhoheit stehenden Tibetanet in Frankfurt a. M. fiegten in allen Bezirken die demo- über die Ursprungsmarken, und Ausbau und Verstärkung des befinden sich seit dem Spätsommer im Aufstande. Die in den fratisch- fortschrittlichen Kandidaten. Die Herrschaft der bis- Arbeitsdepartements. herigen Majorität bleibt also weiterbestehen. " Herr Ritchie hörte all' diese Vorschläge und Anträge sehr letzten Jahren nach Tibet zahlreich unternommenen russischen -3um Kampfe gegen die Konsumvereine läßt höflich an und drückte noch höflicher seine Freude aus, die Forschungs- Expeditionen" beginnen also ihre Früchte zu zeigen. fich der über den Verdacht radikaler Regungen erhabene Hamb. auf einzelne Punkte, sich die Anträge und das vorgelegte Deputation bei sich zu sehen, versprach in bezug Korr." aus Dresden schreiben: = Partei- Nachrichten. Aus einer Anzahl von Städten ist eine Eingabe an das Material zu Herzen zu nehmen, hatte aber im ganzen Juterparlamentarische Kommission. Die auf dem Ministerium des Innern hinsichtlich einer Aufhebung der nur Verwunderung darüber, daß in einer Zeit des erweiterten Gemeinde Besteuerung der Konsumvereine gerichtet worden. Stimmrechts, verbesserter Gewerkschaftsorganisation und weit: Londoner Internationalen Kongreß vereinbarte Gemeinde Besteuerung der Konsumvereine gerichtet worden. entwickelter örtlicher Selbstverwaltung so viele Forderungen auf interparlamentarische Kommission, die hauptsächlich den Zweck Es ist von interessirter Seite schon wiederholt be Einmischung und Kontrolle von seiten der Zentralregierung gehaben soll, einen Austausch der Anträge, Gesetzentwürfe und tont worden, daß Diese im Wege des Anlage- stellt würden. Regulativs verfügte Sonderbesteuerung, welche die Konsum schriften über die Vermerfung des Ursprungs importirter Verhandlungen in den verschiedenen parlamentarischen Körper. Mit bezug auf die Forderung, die Vorvereine im Königreich Sachsen unweigerlich dem Untergange weihen würde, auf der mißzuverstehenden Auffassung eines BeWaaren noch zu erweitern, meinte Minister, schaften herbeizuführen, so weit wichtige Arbeiterinteressen dabei schlusses der zweiten Kammer vom 27. März d. I. und eines er habe über den Nutzen des ganzen Gefeßes feine in betracht kommen, besteht zur Seit aus folgenden Personen: daran großen Zweifel. Nach seiner Ansicht sei die Ursprungsder sich, anschließenden Rundschreibens des Ministeriums feitens marke viel weniger ein Schuß für das heimische Produit als Belgien: Bandervelde; Dänemark: Knudsen der Gemeindeverwaltungen beruht; der Zweck der Eingabe ist Bebel; Frankreich: Jaurès darum der, daß das Ministerium sich mit dieser Auffassung nicht eine Reklame für das auswärtige. Da das Gefeß seinerzeit durch Deutschland: einverstanden erkläre und den betreffenden Regulativen die Ge- des Ministers ein kleiner Sieb auf seinen liberal unionistischen Branting; Schweiz: Karl Bürkli. Herrn Chamberlain ins Leben gerufen wurde, ist die Bemerkung und Baillant; Italien: Ferri; Schweden: nehmigung verfage. Die Petenten verweisen darauf, daß eine Kollegen. Mit der Junigkeit der unionistisch- konservativen RichUmsatzsteuer auf Konsumvereine nicht nur gegen die Gewerbe- tung ist es noch immer nicht zum besten bestellt. In der Sache nannten gehören sämmtlich einer ber parlamentarischen Ordnung, sondern auch gegen das Genossenschaftsgesetz vom Körperschaften bes Landes an, das fte vertreten. 1. Mai 1889 verstößt, andererseits, daß die materielle Wirksam felbst hat Herr Ritchie übrigens recht. keit der Vereine eine segensvolle ist. Die Gewerkschafts- Deputation wird in diesen Tagen noch Es wird aber gewünscht, daß auch diejenigen Länder geführten Parlamentarismus find solche Besuche allgemein üblich feine Vertreter in den parlamentarischen Körperschaften ihres bei verschiedenen Ministern vorsprechen. Im Lande des durch einen Delegirten für die Kommission ernennen, die bis jetzt noch und daher an sich nicht mit Loyalitätsvisiten zu verwechseln. haben, also z. B. Holland, Desterreich, Barwick, der kein Deputirter ist, vertreten. Großbritannien ist durch Landes liche Rest der großen fenisch- nibilistisch- anarchistischen Dynamit- Ungarn, Rußland 2c. Bell alias Jvory oder Ivory alias Bell, der letzte flägItalien. = Die Ge Schlangen, 12. November.( Lippische Landtagswahl.) Laut Lippischer Landes Zeitung" sind hier sämmtliche Alters- und Invaliditätsrenten- Empfänger nicht in der Wählerliste aufgeführt gewesen! Diese Verwaltungsmaßregel steht im ausgesprochenen Gegensatze zu dem Geifte der Arbeiter- Versicherungsgefeße, deren verschwörung, ist vor den Zentral- Striminalgerichtshof verwiesen Leistungen nicht als Armenunterstützung zu betrachten sind. Gera( Reuß j. 2.), 20. November. worden. Das wird heiße Tage geben für Herrn Melville und Vorwärts") Bei der heutigen Gemeinderathswahl vom englischen Alexanderplatz. ( Privatdepesche des die übrigen Spielfabrikanten von Scotland Yard- das heißt Korrespondenten, jeder für sein Land, zu übernehmen und sollen Die gewählten Delegirten haben zugleich die Rolle von in Gera Untermhaus wurden fämmtliche acht Kandidaten unserer Partei gewählt; so geschehen die von ihnen ausgehenden Sendungen: Briefe, Attenstücke 2c., trotz angeftrengter Agitation gegen Umfturz. Rom, 18. November.( Eig. Ber.) Die sich stets steigende direkt an die Delegirten der einzelnen Länder gelangen lassen. Kannstadt, 20. November.( Privatdepesche des Bedeutung der italienischen Auswanderung hat den Von Knudsen Dänemark ist angeregt worden: ob nicht „ Vorwärts".) Bei der heute stattgehabten Nachwahl zum Landtag italienischen Ministerrath veranlaßt, Maßregeln zum Schuße der ein gemeinsamer Schritt zu gunsten des Friedens und gegen den erhielten Tauscher( Soz.) 2880, Nationalliberale 2490, Volts- italienischen Auswanderer in betracht zu ziehen. Einerseits Militarismus, sowie bestimmte gefeggeberische Vorschläge zu partei 1401 Stimmen. Die Stichwahl ist auf den 3. Dezember handelt es sich darum, die Auswanderung der Wirksamkeit der angefeßt. Rannstatt war bei der letzten Wahl von unserem Spekulanten zu entziehen, welche im Auftrage überfeeischer Inter- gunsten der Arbeiter der verschiedenen Länder in Berathung ge mittlerweile leider verstorbenen Genossen Glaser erobert worden. essenten oder im Austrage der Schifffahrts- Gesellschaften in nommen werden sollen; er wünscht zu diesem Zweck eine baldige - Gin reichsländisches Palliativmittel an ber Italien Auswanderer anwerben und von ihnen in interparlamentarische Konferenz, die sich darüber schlüssig stelle der Einführung des Gesetzes über den Unterstützungs- foll einen oder anderen Weise Tribut erheben. Es machen soll. wohnsitz. Dem Hamb. Corr." wird aus Straßburg geschrieben: welches die Richtung der Auswanderung überwachen, den verordnetenwahlen in Köpenick, deren vorläufiges Resultat ein staatliches Auswanderungsamt errichtet werden, Gemeindewahlen. Das amtliche Ergebniß der Stadt " In der Sigung vom 23. April d. J. hatte der Landes- Transport der Auswanderer kontrolliren und diefe jenseits des bereits mitgetheilt wurde, ist folgendes: Von 2083 Wahlausschuß folgende Resolution beschlossen:" Der Landesausschuß Meeres unterstützen soll, bis sie Arbeit gefunden haben. Die zu richtet an die Regierung das Ersuchen, dahin zu wirken, daß das diesem Zweck erforderlichen Geldmittel sollen durch eine auf den berechtigten machten 785 vom Wahlrecht Gebrauch. Zu wählen den waren 4 Abgeordnete. Unsere Kandidaten erhielten Stimmen: 1870 in Elsaß- Lothringen nicht eingeführt werde. Der Landes- werden, aus deren Ertrag eine Auswanderungsbank begründet Fiedler 424, 2 d. Schulz 423, Fr. Richter und ausschuß erklärt sich damit einverstanden, daß den in Elsaß- Loth- werden soll. Thatsächlich würde natürlich diese Abgabe von Kommunalvereine befamen 194 202 Stimmen, während die W. Ziegelmann je 422 Stimmen. Die Kandidaten der ringen hilfsbedürftig gewordenen Staatsangehörigen der Bundes= staaten unter dem Vorbehalte der Gegenseitigkeit eine angemessene diese würden den Auswanderern selbst getragen werden müssen, Unterstützung gewährt und zu diesem Zwecke ein entsprechender freisinnige Liste fogar uur 81-94 Stimmen auf sich vereinigte. dadurch von Den ungleich höheren Ab- Bei der Gemeinderathswahl in Grabow bei Stettin Kredit in den Landeshaushalts Etat eingestellt werde. Wie die die sie jetzt ohne allen Nugen für sich selbst entrichten, legten am Dienstag unsere Kandidaten Hausbesizer Scheune Straßb. Post" nun hört, wird die Regierung im Verfolg des Eine zweite Maßnahme soll den Zweck haben, die Beförderung 163-164 Stimmen über die Gegner, die 24-94 Stimmen er mann, Fleischermeister Burow und Zimmerer Kaa mit Schlußpaffus der Resolution in den Etatsentwurf für 1897/98 der Unterstützungssummen zu sichern, welche von den nach hielten. Gestern( Freitag) war noch eine Ersatzwahl für unsern unter den fortdauernden Ausgaben eine Forderung von den überseeischen Ländern angesiedelten und dort zu lohnendem Genossen Borfmann vorzunehmen, der den Ort verlassen 60 000 M. zur Gewährung von Unterstützungen an hilfs- Erwerb gelangten Italiern jabraus, jahrein an ihre in Italien hat. Das Resultat dieser Wahl wird hoffentlich ebenfalls zu bedürftige Angehörige der Bundesstaaten, die in Elsaß- Lothringen zurückgebliebenen Familienangehörigen geschickt werden. Diese unfern Gunsten ausgefallen sein. ihren Wohnsitz haben, einstellen. jährlich, noch andere nicht unbedeutende Summen zum Zwecke fontrolliren läßt, spricht von 200 Millionen Frants jährlich. Size in der Stadtvertretung. Außerdem sollen, wie all- Summen sind sehr beträchtlich; eine Angabe, die sich nicht In Crimmitschau i. S. errang unsere Partei zwei der öffentlichen Armenpflege und zu Unterstützungen beantragt Jedenfalls werden, darunter 65 000 M. zur Unterstützung von Wohl Italien ausschließlich oder zum großen Theile von den didaten der Sozialdemokratie in den Gemeinderath gewählt ift ficher, Daß fehr viele Familien in Aus Pößnec i. Th. wird berichtet, daß alle vier Kan thätigkeitsanstalten." Desterreich. Unterstützungen leben, welche ihre nach Südamerika aus wurden. - Die Agrarier innerhalb der zerfallenden Beförderung dieser beträchtlichen Geldsummen ist bisher von gewanderten Angehörigen ihnen von dort zuschicken. Aber die Aus Solingen. Zu der in der Nummer vom 11. Novbr. liberalen Partei beginnen sich mächtig zu rühren. Im südamerikanischen Bankhäusern besorgt worden, und diese haben veröffentlichten Erklärung des Genoffen Schumacher theilt böhmischen Landtag haben sie schon eine besondere Vereinigung an den Kurs- und Währungsdifferenzen wucherischen Profit ge- uns der Vorstand des Sozialdemokratischen Volksvereins bes gebildet. Jetzt wollen sie durchsetzen, daß bei den nächsten Reichs- nommen; zum theil haben sie die Absendung verzögert, um in- richtigend mit, daß dieser Verrin nicht, wie Genosse Schumacher raths- Wahlen in Deutsch- Böhmen kein liberaler oder fortschritt- zwischen mit den anvertrauten Geldern spekuliren zu können; angegeben hatte, nur 40, sondern 142 zahlende Mitglieder habe. licher Kandidat aufgestellt werden soll, der nicht ihre Forderungen manche Summen sind auf diese Weise auch völlig verloren gevertritt. gangen. Dem soll künftig dadurch abgeholfen werden, daß entweder die zu begründende staatliche italienische AuswanderungsBank oder ein ähnliches Institut durch Bevollmächtigte, die in den Hauptplätzen Südamerikas anzustellen wären, die Bes förderung dieser Unterstützungssummen übernimmt und damit eine nicht unbeträchtliche Einnahmequelle der in Italien verbliebenen Bevölkerung sicherstellt. Ungarn. Im nordwestlichen Theile Kroatien 3, in Zagorien, droht diesen Winter eine Hungersnoth auszubrechen. Die Löhne der Landarbeiter betragen in diefer Gegend 40-50 Pf. täglich, ohne Kost. Die Ideen des Sozialismus finden bei dieser Bevölkerung troß der brutalsten behördlichen Gegenmaßregeln reißend schnell Eingang. Frankreich. gaben an aber werden, Korruptionsblüthen. Im Ackerbau- Ministerium sind innerhalb der letzten zehn Jahre 100 000 Lire für Tapeten ausgegeben worden, und für jedes Postpacket, das 60 Centefimi toftet, sind dort gewohnheitsmäßig 10 bis 15 Qire berechnet worden. Im Justiz ministerium hat man feftaeſtellt, daß für die Korrektur der Druckbogen des neuen Strafgesetzbuches 500 000 Lire bezahlt wurden. Die Korrektoren haben kaum den hundertsten Theil von dieser Summe erhalten. Talentvolle Crispi- Schüler! Paris, 19. November. Der Präsident des Senats macht von dem von der Kammer angenommenen Antrage betreffend die Ab änderung des Wahlverfahrens bei den 28ahlen 3um Senat Mittheilung. Die von einem Mitgliede des Senats geforderte Dringlichkeit für die Besprechung dieser Angelegenheit wird mit 212 gegen 32 Stimmen abgelehnt. Ein parlamentarischer Konflikt zwischen Rammer und Senat ist aus diesem Anlaffe ausgebrochen. Als Antwort auf das Gefeß, betreffend die Wahlen zum Senat, wollten mehrere SeRußland. 2 natoren die Initiative zu einem Gesetzentwurf ergreifen, wonach reicher Räuberbanden an der russisch- türkischen Grenze. -Russische Blätter berichten über das Auftauchen zahldie Anzahl der Deputirten der Kammer bedeutend vermindert Die Leute scheinen aus der Türkei geflohene Armenier zu sein, werden soll. Nur durch den energischen Widerspruch des Senats= präsidenten wurde es vermieden, daß dieser Gefeßentwurf auf sind mit den modernsten Schießwaffen versehen und überfallen den Tisch des Hauses gelegt wurde. ganze Ortschaften. Gleichzeitig wird gemeldet, daß aus Odessa Paris, 18. November.( Eig. Bericht.) Die Gebrüder gehen werden. Der bisherige Friedensstand der im Kaukasus in der nächsten Zeit 17 314 Mann Verstärkung nach Batum ab Harmel, die klerikalen Fabrikanten von Warmériville, ftehenden russischen Truppen betrug 112 000 Mann. Sollte mit die vor ein paar Monaten eine sozialistische Versammlung durch diesem Heere den paar Räubern nicht beizukommen sein? Oder ihre Lohnknechte hatten stören lassen, verflagen jetzt obendrein will man die Räuber etwa bis an die Thore von Konstantinopel immer nach Rességuier's Muster die Opfer ihrer Brutalität verfolgen? auf Schadensersay. Sie fordern von den Genossen Dubreuille, Chauvière, dem sozialistisch radikalen Abg. Pelletan, von der eine trefflich gelungene Demonstration seitens der Arbeiter statt, Warschau.( Eig. Bericht) Hier fand anfangs November Petite République" und von zwei radikalen Blättern 30 000 welche Beugniß giebt, wie start sich das Klassenbewußtsein unter Franken, weil die Genannten, von der Breßfreiheit Gebrauch der Arbeiterschaft selbst unter den ungünstigsten russischen Vermachend, die brutalen Praktiken der frommen Ausbeuter gebührend hältnissen entwickelt hat. In einer der Eisenfabriken von War beleuchtet hatten. Belgien. Polizeiliches, Gerichtliches ze. Der Kriegsminister hat, wie uns eine Privatdepesche meldet, gegen die, Rheinisch Westfälische Arbeiters 3eitung" in Dortmund wegen angeblicher Beleidigung des Offiziertorps Strafantrag gestellt. Schluß Eine nicht genehmigte Rollette sollte Genoffe Kühn in Langenbielau durch eine Notiz in Nr. 150 der„ Volts wacht" vorgenommen haben, worin über den Streit der Weber in Langenbielau berichtet und aum gefagt war:" Sendungen sind zu richten an H. Kräßig, Langen bielau, oder an die Expedition des" Proletariers", Ober- Langen bielau. Das Verfahren wurde aber eingestellt, weil Kühn nachweisen konnte, daß er den Artikel weder an die„ Volkswacht" gefandt noch verfaßt hat. " " Genosse Albin Reichelt, Redakteur des Tertil arbeiters", wird am 23. November das Landesgefängniß in Zwickau verlassen; an diesem Tage läuft die achimonatige Straf haft ab, die ihm wegen Beleidigung des Kaisers auferlegt worden ist. antwortlicher Redakteur des Voltsfreund" in einer Privats In Offenburg war Genosse Bielowsti als vers flagefache wegen Beleidigung zu einer geringen Geldstrafe und zur Bezahlung der beträchtlichen Prozeß- und Anwaltskosten verurtheilt worden. Bielowski hatte den Betrag nicht, und auch so daß der Privatkläger die Kosten selber decken mußte. Dieser im Zwangswege tonnte die Summe nicht beigetrieben werden, gab sich aber damit nicht zufrieden, sondern verklagte den Verleger des„ Volksfreund", Genossen Adolf Geck, auf Erftattung sämmtlicher Kosten. Im Gegensatz zu den Vors instanzen, welche die Klage abwiesen, verurtheilte das OberRoften, zu deren Zahlung der Redakteur verpflichtet gewesen landesgericht in Karlsruhe den Verleger zum Ersatz sämmtlicher wäre, an den privatkläger. Bemerkenswerth ist hieran noch, daß der Advokat, der dieses für die Preſſe unter Umständen recht verhängnißvolle Urtheil erreichte, der große Demokrat" Gewerkschaftliches. schau ist die Walzmaschine so schlecht eingerichtet, daß schon Muser ist. mehrere Arbeiter dort Verletzungen davontrugen, Maulforbgeset. Der zur Verschärfung der Kammereinige Geschäftsordnung eingesetzte Ausschuß hat seinen Entwurf fertig: Arbeit ein unter den Kollegen beliebter Arbeiter der rücksichtssogar getödtet wurden. Vor furzer Zeit fiel bei der gestellt. Es wird beantragt: Wer die Ruhe und Würde der losen Habsucht des Besitzers dieser Fabrik, welcher nicht für geBerathungen flört", erhält den Ordnungsruf und kann bis zu nügende Schutzvorrichtungen gesorgt hatte, zum Opfer. Bei der Gesek ist im Bundesrath fertiggestellt und wird in den nächsten Eine umfangreiche Novelle zum Unfallversicherungsacht Sigungen ausgeschlossen werden. Jede Interpellation muß Bestattung des Berunglückten fammelten sich ca. viertausend vom Barlament genehmigt worden sein, bevor sie den Gegen Arbeiter an, welche dem Hingeschiedenen in feierlicher Stimmung Tagen an die Abgeordneten vertheilt werden. Wir werden den stand einer Berathung bilden kann. Die Kammer hat das Recht, bis zum Friedhof das leyte Geleite gaben. Der Zug, welcher Inhalt der Novelle mittheilen, sobald er publizirt ist. Aufdie Dauer der Neden bis auf eine Viertelstunde herabzusetzen. durch alle Hauptstraßen der ganzen Stadt sich bewegte, stellte sich all- gabe der Arbeiterorganisationen, ber Gewert. - Die katholisch- demokratischen( chriftlich- sozialen) mälig zusammen, indem, wie verabredet war, aus verschiedenen schaften sowie der Krantentassen ist es, unAbgeordneten haben sich, fieben Mann hoch, zu einer Fraktion Seitenstraßen und Gäßchen je zwei bis dreihundert Arbeiter zu zufammengethan. Die Gruppe tritt, im Gegensatz zu den am einer bestimmten Zeit herbeiftrömten. Die Polizei war auf diese verzüglich alles Material, was auf diesen Gegenstand Ruder befindlichen Klerikalen, für den persönlichen Heeres überraschende Demonstration nicht vorbereitet und wußte der bezug hat, zu sammeln und den Abgeordneten unsere Fraktion dienst ein. fortwährend wachsenden Menge gegenüber nichts anzufangen. In zur Verfügung zu stellen. Nur dann, wenn alle Mis tände zur der Vorstadt Braga, aus welcher der Trauerzug ausging, wurde auf Mängel London, 17. November.( Eig. Ber.) Die Deputation ben Sarg ein Kranz mit rothen Bändern gelegt, welche die Inschrift Renntniß des Reichstags kommen, ist es möglich, d der Gewerkschaftler beim Minister. Gestern hat trugen: Unserm lieben Gesinnungsgenossen, einem Opfer des des Gesetzes zu beseitigen. Man warte mit der Ab. der Sekretär des Handelsamts, der Minister Ch. T. Ritchie, eine Rapitalismus." Die Leibtragenden bewahrten die ganze Zeit fendung des Materials nicht bis bis zur letzten Stunde, von J. H. Wilson geführte Deputation von Gewerkschafts- vollkommene Ruhe und Ordnung, die sie auch aufrecht erhielten, ba sonst leicht so viel vertretern empfangen, die ihm eine Reihe von Refolutionen des als sie auf dem Friedhof eine große Anzahl von Polizisten an- strömt, daß das wichtigste nicht mehr verarbeite. werden in einigen Tagen sammen. Edinburger Gewerkschaftstongresses zur Verwirklichung je nach gesammelt fanden, die dort erst die rothen Bänder vom Sarge dem auf dem Wege der Verwaltung oder der Gesetzgebung entfernten. Die großartige Demonstration hat auf die Einwohner fann. Das was die Unternehmer an dem Gesetz ge= borlegten. Sie betrafen Schutzvorschriften für das von Warschau einen tiefen Eindruck gemacht. ändert haben wollen, werden die Borstände der Berufsgenossen England. Alle Arbeiterblätter und vor allem die Gewerkschaft 3organe werden um Abdruck diefer Notiz gebeten. W 1 " schaften schon schnell zusammenbringen. Die Arbeiter jbie fant Ausweis ihres Mieth3buches regel- 1 Bigarrenfabrikation ist es möglich, daß ansteckende Krankheiten organisationen dürfen nicht hinter den Untermäßig die Wohnungsmiethe bezahlt hatten, mit der Waare verbreitet werden. Schwindsüchtige und Krebsnehmerverbänden zurückstehen, deshalb muß schnell für Obdachlose war mehrfach überfüllt. Es soll demnächst eine und benutzen ihren Speichel zum Drehen der Zigarrenspize. Man Nächte hindurch im Freien kampiren. Das Asyl krante, die in Fabriken nicht beschäftigt werden, arbeiten dort noch Material gesammelt werden. Wohnungsenquete veranstaltet werden. Beklagt wurde das sage nicht: wenn man diesen franken Arbeitern die Hausindustrie manchmal zu rücksichtsvolle Auftreten des Fabrikinspektors. In nehme, bringe man sie um die letzte Erwerbsmöglichkeit. Pflicht den Mühlen und Bierbrauereien wurden mehrfach die Be- des Staates und der Gemeinde ist es, solche Kranke zu unterstimmungen über die Sonntagsruhe übertreten. Die Zahl ftüßen, um zu verhindern, daß sie zum Schaden der Gesunden Der Streit der Lithographen und Steindrucker Berlins der gewerkschaftlich organisirten Arbeiter in Nürnberg be- ihr Dasein fristen Geradezu lächerlich ist es aber, wenn die könnte, wie alle Welt weiß, längst beendigt sein, wenn die trägt 9030 gegen 6500 im Vorjahre. Das Sekretariat wurde Deutsche Tabatzeitung" darauf lobend hinweist, daß ein großer Unternehmerorganisation nicht rundweg die Einigung ablehnte. außer von Arbeitern auch von Staatsbeamten, Lehrern Theil der selbständigen Bigarrenfabrikanten aus den HausWie geht es aber zu, daß die Unternehmer so hartnäckig auf und einer großen Zahl selbständiger Gewerbetreibender benutzt. industriellen hervorgegangen sei. Diese Behauptung ist nur sehr ihrem Kopfe bestehen, während ihnen doch die erforderlichen Unter den Arbeitern fehlten auch Mitglieder des evangelischen bedingt richtig. Hausindustrielle, die sich etwas ersparen fönnen, Arbeitskräfte fehlen, um den Betrieb in dem früheren Umfange Arbeiter und des katholischen Gesellen- Vereins nicht. Die Ein- müssen selbst schon wieder Ausbeuter spielen, indem sie besonders fortzusetzen? Eine Mittheilung, die uns Von dem nahmen betrugen 4644 M., gegen das Vorjahr mehr 1330 M. Frauen und Kinder in Dienst nehmen und auch den einen oder Inhaber eines auswärtigen Handelsgeschäfts für Das Sefretariat soll im nächsten Jahre insofern ausgebaut werden, anderen fremden Arbeiter beschäftigen, dem der Fabrikant feinen religiöse Kunstgegenstände( Heiligenbilder 2.) als den sozialpolitischen Verhältnissen ein größeres Augenmert Tabak treditirt. Nur solchen Kleinunternehmern gelingt es auging, giebt einigen Aufschluß darüber. Dieses Geschäft als bisher zugewendet wird. Anfang Dezember erscheint der manchesmal in die Lage zu kommen, Ersparnisse zu machen, um hat bei einer Berliner Luruspapier Fabrik Chromo- gedruckte Bericht. selbständige Fabrikanten werden. Im Interesse der lithographien im Betrage von mehreren Tausend Mark unter der ausdrücklichen Bedingung in Arbeit gegeben, daß die Waare Die Arbeiter der mechanischen Weberei Salach industrie los werden, und Pflicht des Bundesraths ist es, durch mechanischen Weberei Salach Fabrikarbeiter liegt es, daß sie die Schundkonkurrenz der HausMitte November geliefert werde. Die Berliner Firma hat aber in Württemberg haben die Arbeit wieder aufgenommen, nachdem Ausdehnung der für die Tabalfabrikation geltenden Bestimmungen nachher geantwortet, daß die Lieferung der Waare durch den die Fabrikdirektion die beabsichtigte Lohnkürzung zurück- auch auf die Hausindustrie diesen elenden, ungesunden Zuständen Streit der Lithographen und Steindrucker ganz bedeutend genommen hat. ein Ende zu machen. verzögert werde. Die Verzögerung verursachte dem Be- Ans der Schweiz. Der Bierbrauereibesiger Haas in steller einen Schaden von zirka 10 000 Mart. Ueber das Grubenunglück auf Beche General Da der Zürich, der durch die Wiaßregelung zweier Arbeiter den Anlaß Blumenthal" berichtet die" Köln. 3tg.", die die Zahl der Streit der Lithographen und Steindrucker keine vis major, zu dem schweizerischen Bierboykott gab, hat das Bundeskomitee Verunglückten niedriger angiebt, als bisher verlautete: Die d. h. keine höhere Gewalt ist, die von der Erfüllung des schweizerischen Gewerkschaftsbundes auf 10 000 Franken Explosion erfolgte am Donnerstag furz nach 912 Uhr im Flöh I privatrechtlicher Verpflichtungen entbindet, denn die Streifenden Schadensersatz verklagt. Das Bezirksgericht in Zürich ver auf Sohle 4 in 570 Meter Tiefe. Von 32 Eingefahrenen fanden haben ihre Bereitwilligkeit zur Verständigung öffentlich fund- handelte am 12. November darüber, es tam jedoch noch ein Betriebsführer und 24 Bergleute den Tod. Bergrath Kirstein gegeben, so versteht es sich, daß diejenigen Firmen, die nicht zur Entscheidung, der Prozeß wurde auf einen späteren und ihre Lieferungsfristen nicht innehalten, bei einer Klage Termin vertagt. der technische Direktor Driessen fuhren sofort mit der Besteller Rettungsmannschaften an den Ort des Unglücks. Zwei Stunden zum Schadensersat verurtheilt werden müssen. In dem uns bekannten Falle steht dem betreffenden Ge- Aus London wird uns geschrieben: Die Dockarbeiter nach der Explosion waren die Leichen geborgen, ein normaler schäft eine solche Klage in Aussicht. Außer dem Verlust an haben am Sonntag zwei große Demonstrations- Versammlungen Weiterzug hergestellt und weitere Gefahr ausgeschlossen. Die von dem Unfall baarem Gelde hätten solche Firmen aber auch noch den Verlust abgehalten, die dem Zweck der Organisation galten. Das größere Bahl der übrigen Betriebe war der Kunden zu erwarten. Resultat der allgemeinen Urabstimmung über die Fragen: 1. ob unberührt geblieben, so daß der Betrieb feine Unterbrechung Eine amtliche Untersuchung ist durch Bergrath Mögen die Unternehmer sich das Gefagte zur Lehre dienen sofortiger Streit, 2. ob noch eine Weile ruhiger Organisations erleidet. Die Leichen konnten nur langsam ge= laffen, indem sie zunächst mit den Streifenden eine Verständigung arbeit, ehe zur Lohnbewegung übergegangen wird, sowie 3. ob Kirstein eingeleitet. herbeiführen und in Zukunft ihren Arbeitern und Arbeiterinnen die Politik des 3 schwer und 2 leichter Verletzte wurden ins Nicht so bibig"( la' Canny) aufgenommen fördert werden. gegenüber den Grad von Entgegenkommen zeigen, der sie wie werden soll, um die Lohnforderung zu unterstützen ist noch Krankenhaus gebracht. Aerzte waren sofort zur Stelle. Die diese vor den riesigen Opfern bewahrt, den ein Generalstreit mit nicht festgestellt. Der neulich erwähnte Konflikt der freien Beerdigung der Todten erfolgt am Sonntag in Recklinghausen. Viele Todte waren Polen. fich bringt. 2( due d Arbeiter" scheint beigelegt. Wie die Rheinisch Westfälische Zeitung" meldet, sind die Aus Dänemark. Die gewerkschaftlichen Organisationen in Ursachen des Grubenunglücks auf Beche„ General Blumenthal" Roskilde haben im letzteren Berichtsjahre folgende Ver- noch nicht bekannt. Die Wetterführung sei in bester Ordnung besserungen durchgefeßt: Die Schuhmacher eine Erhöhung gewefen. des Arbeitslohnes um 5-10 pCt., die Festsetzung einer be- Soweit uns erinnerlich, ist die Wetterführung bei allen stimmten Arbeitszeit und die Extrabezahlung der Ueberstunden; Explosionen immer als in bester Ordnung" bezeichnet worden. Aus Charlottenburg. Eine Aufbesserung der Lage der die Bäder einen wöchentlichen Mehrverdienst von 2-5 Kr., Wir werden ja hören, was durch die Untersuchung ermittelt wird. städtischen Gasarbeiter wäre auch hier recht sehr am sowie eine Verkürzung der Arbeitszeit um zwei Stunden, AbPlaze. Der Stadtverordnete Beyer stellte gelegentlich der Beschaffung des Kost- und Logissystems; die Schmiede eine ErDer Verband deutscher See- Stenerlente in Hamburg rathung über die Herabfegung der Gaspreise fest, daß diese Leute höhung des Stundenlohns um ca. 5 Dere; die Sch I achter ei. hat sich ebenfalls für die Abänderung der jezigen flir ihre anstrengende, aufreibende Thätigkeit nur 30-45 Pf. pro arbeiter eine Lohnerhöhung von wöchentlich 2 Kr., eine be- Seemannsordnung erklärt. Er hält zwar die Vorschläge Stunde erhielten und neun Stunden arbeiten müßten. Es sei stimmte Arbeitszeit und eine Erhöhung der Bezahlung für Ueber- unserer Fraktion für„ meist unaunehmbar", weil dieſe angeblich Menschenpflicht, die Löhne zu erhöhen und die achtstündige Stunden von 25 auf 36 Dere; die Zimmerleute eine Er- geeignet wären, jede Disziplin an Bord zu untergraben, erklärt Arbeitszeit für die Gasanſtalts- Arbeiter einzuführen, und er höhung des Stundenlohnes von 35 auf 38 Dere; die Klempner sich aber andererseits auch gegen die Vorschläge des Nautischen beantrage, daß der Magistrat aufgefordert werde, eine dahin die Festsetzung eines Stundenlohnes von 30 Dere( bis 8 Dere Vereins, der Rheder- und Kapitänsorganisation, weil dieselben zielende Vorlage zu machen. nicht geeignet seien, die Ueberzeugung unter der Schiffs= mehr als früher) und Verkürzung der Arbeitszeit um Ju Friedrichsberg bei Berlin erhielt der Gastwirth 1 Stunde; die Schneider eine Revision des Tarifs und damit mannschaft zu wecken, daß neben den ihr klar vorgeschriebenen Spizig, Frankfurter Allee 193, am 17. November vom Amts- eine Lohnerhöhung von 5-10 pet.; die Zabakarbeiter Pflichten auch vorsteher Biethen folgende Mittheilung: Die Polizeistunde einen wöchentlichen Mehrverdienst von ca. 2 Kr. Die meisten für Ihr Lokal wird für heute auf 11 Uhr" festgesetzt." Herr dieser Resultate wurden durch friedliche Verhandlungen erreicht, Spißig darf sonst bis 1 Uhr offen halten. Für den 17. November und diese waren die Folge davon, daß die Unternehmer Respekt hatte er sein Lokal zu einer öffentlichen Metall. vor der guten Organisation der Arbeiter haben. arbeiter Versammlung hergegeben. Dem Gastwirth Der Streit der Mädchen in der Segelgarn Spinnerei von Müller ist bei einer ähnlichen Gelegenheit die Polizeistunde Jakob Holm u. Söhne in Amager Kopenhagen ebenfalls um eine Stunde früher angesetzt worden, und ist durch Vergleich beendet. Das bisher üblich gewesene Strafzwar gleichfalls nur für einen Abend. Diese Maßnahmen zeigen system fommt in Fortfall, nur die Strafen für Verspätung werden wieder deutlich, welchen Schwierigkeiten die Ausübung des beibehalten. Die Löhnung erfolgt nach dem Affordsystem. Roalitionsrechts der Arbeiter in der Praxis begegnet. werden von einer geübten Arbeiterin bei zehnstündiger Arbeits: zeit 1,50 bis 2 Kr. verdient werden können. Das Minimum Aus Brandenburg wird uns gefchrieben: Siebzehn des Tagelohns ist auf 1,40 Kr.( früher 1,20 Kr.) festgefeßt. Streitende wurden am Freitag Vormittag verhaftet. In der Fahrradfabrit von Liepe u. Breest wird beAus Schweden. Der schwedische Buchdrucker tanntlich seit etwa einer Woche gestreift. Die Arbeiter fanden verein feierte kürzlich das Jubiläum feines 50jährigen Be In Prag soll im Dezember ein von Akademifern gegründetes bis auf 17 anderwärts Unterfommen. In der Donnerstag Nacht stehens. Er ist eine der ersten gewerkschaftlichen Organisationen neues sozialistisches Blatt unter dem Titel sind nun in der Fabrik einige Treibriemen zerschnitten und des nordischen Reichs. Akademie" monatlich einmal mit Ausnahme der Ferien Wafferhähne aufgedreht worden. Dieser Randalismus wird den In Stockholm beschlossen die Vorstände der Gewerkmonate- in czechischer und deutscher Sprache herausgegeben noch Streifenden zur Last gelegt, die deshalb sämmtlich verhaftet schaften, in Sachen des Telephonarbeiter Streits werden. Das neue Blatt foll ein Organ der sozialistischen Die Omnibus Bewurden. In der Bevölkerung bezweifelt man dagegen nicht, daß eine Bermittelung zu versuchen. Jugend" fein; der Prospekt verspricht, daß es auf dem Boden jener Att von Nichtstreifenden und lediglich zu dem Zweck aus diensteten und die Uhrmacher gründeten Fachvereine. Der modernen Arbeiterbewegung stehen werde, welche im Klaffengeführt wurde, um die Streifenden ins Gefängniß und damit die Der Buchdruckerverein hat den Entwurf eines Tarifs tampfe das einzig wirksame Mittel zur Befreiung der Menschheit Kontrolleure von der Straße zu bringen, weil diese die von für Lehrlingsarbeit ausarbeiten lassen. Weiter werden aus dem Wahnsinn der individualistischen Produktion, der Schmach außerhalb Zuziehenden mit Erfolg über den Streit und feine die Buchdrucker Stockholms demnächst Forderungen auch für sich der Lohnknechtschaft sieht". Jedoch sollen auch Gegner, die etwas Ursachen aufklärten. Mit welcher Gründlichkeit die Verhaftungen stellen, nachdem die Buchdrucker der Landstädte bereits in einer zu sagen wissen, das Wort befommen. Die Redaktion erklärt, vorgenommen wurden, beweist die Thatsache, daß u. a. ein junger Bewegung stehen, um eine Erhöhung des Akkordlohns auf daß eine Reihe namhafter Schriftsteller, unter ihnen die be Mann nicht verschont wurde, der durch einwandsfreie Zeugen 30 Dere für 1000 Buchstaben durchzusetzen. In Stockholm ist fanntesten Borkämpfer des Sozialismus", ihre Mitarbeiterschaft nachweisen kann, daß er Donnerstag Abend daheim war, bereits seit Jahren keine Lohnerhöhung vorgekommen. zugesichert hätten. Die Adresse der Redaktion ist: F. Soukup. mit den Unternehmern wegen Einführung eines Tarifs in Unter- Der Bezugspreis der Akademie" ist im Jahresabonnement Der Fachverein der Steinarbeiter in Upsala ftebt cand. jur., Prag, tönigl. Weinberge, Krameriusgaffe 35( neu). handlung. 2 fl. 40 Kr.; das einzelne Heft toftet 30 Kr. Achtung, Vergolder Berlins! Der Streit bei der Firma Methlow u. Ko. ist nach zweitägiger Dauer beendigt. Die Forderungen der Arbeiter wurden bewilligt. Der Bevollmächtigte: Ferdinand Ewald. = um 9 Uhr zu Bett ging und Freitag Morgen erst gegen 6 Uhr das Elternhaus verließ. Der Verdacht ist auch uns höchst unwahrscheinlich, denn wie follen Streifende in die Fabrit gekommen sein? Wie uns telegraphisch mitgetheilt wird, sind einige der Berhafteten gegen Abend wieder entlassen worden. Aus = = E8 Ju der Trelleborg'schen 3uderfabrik haben die Arbeiter mittels Streits die Erhöhung des Tagelohnes um 35 Dere erzwungen. = " Soziales. " " ihre Rechte in der Seemannsordnung deutlich vorgezeichnet und gewahrt find, welche Ueberein allezeit wirksames Mittel gegen Elemente sein würde, die durch Aufreizung und Erregung von Unzufriedenheit die Sicherheit von Schiff und Mannschaft gefährden sein würde, die durch Aufreizung und Erregung von Unzukönnten." Der Verband der deutschen See- Steuerleute verlangt eine deutliche und flare, von Klauseln und Ausnahmebestimmungen freie Fassung der Seemannsordnung und weist noch darauf hin, daß wegen der stetig zunehmenden Größe der Seeschiffe der Rapitän sich unmöglich um alle Einzelheiten des Dienstes fümmern kann, weshalb den Hilfskräften des Kapitäns Schiffsoffizieren das Recht gegeben werden soll, unter eigener Verantwortlichkeit die Ausführung der Anordnungen im einzelnen zu überwachen, die der Kapitän getroffen hat. " H Den Depeschen und lehte Nachrichten. " Bochum, 20. November.( B. H.) Auf der benachbarten Vor dem Schöffengericht in Reichenbach i. Schl. hatten Verlin, 20. November.( Berl. Corr.") Die vom Bundess fich am 13. November die Genossen Pelz und Krägig aus rath in seiner heutigen Sigung genehmigte Ergänzung zum Langenbiela u wegen Beleidigung des Fabritbesitzers Arthur Neugebauer in Langenbielau zu verantworten. Die Hausindustrie in der Zigarrenfabrikation. Das Reichshaushalts Etat für 1897/98 umfaßt die Summe vou Als bei diesem gestreift wurde, ließ Kräßig bei Pelz ein für die Unternehmer Organ Deutsche Tabatzeitung" schreibt in seiner 10 150 000 M. zu Besoldungsverbesserungen, die durch MatrikularArbeiterzeitungen bestimmtes Flugblatt drucken, worin gesagt neuesten Nummer vom 19. d. M. in bezug auf unseren Leit- beiträge aufzubringen ist. Der Gesammt- Mehrbedarf zu Dienstwar:„ Der Besitzer( Herr Neugebauer) hat schon erklärt: Wenn artikel vom 14. November:" Das führende Blatt der Sozial- einkommens- Verbesserungen beträgt 9 330 173. Breslau, 20. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) fie werden Hunger haben, werden sie schon in die Fabrik kommen. demokratie, der„ Vorwärts", hat sich vor einigen Tagen einArbeiter, Genossen, sorgt durch thatkräftige Unterstützung dafür, gehend mit der Hausindustrie beschäftigt und die Mißstände Bei der heutigen Stadtverordnetenwahl siegten durchgängig die daß dieser abscheuliche Wunsch nicht in Erfüllung geht." biefer Art des Betriebes in grellen Farben geschildert." Außerdem war in dem Flugblatte das Wort Die grellen Farben" haben nicht wir aufgetragen, sie tonservativen Kandidaten gegen die Freifinnigen. Unsere Partei beuter" gebraucht. In diesem Worte und in den Worten stammen vielmehr aus den amtlichen Berichten der Gewerbe- erhielt teine Mandate, jedoch 2000 Stimmen. „ abscheulicher Wunsch" sollte eine Beleidigung stecken. Straf- Aufsichtsbeamten. Das ging aus unserem Leitartikel deutlich antrag hatte Herr Neugebauer gegen Berfaffer, Auftraggeber und hervor, da wir die Aeußerungen der Beamten wörtlich Beche Carl Friedrich fand eine Explosion schlagender Wetter Verbreiter gestellt und die Staatsanwaltschaft hatte natürlich die sitirten, um jedem böswilligen Gegner die Ausrede zu nehmen, statt. Bis jetzt sind fünf schwer verletzte Bergleute geborgen und Sache. im öffentlichen Intereffe aufgenommen. In der Verhand- wir hätten übertrieben. Das Unternehmer- Organ hat aber trotz in das Krantenhaus„ Bergmannsheil" überführt worden. Wien, 20. November.( W. T. B.) Abgeordneten lung erklärten sich die Angeklagten für nicht schuldig. Krägig dem den traurigen Muth, uns tendenziöses Vorgehen zuzuschieben. wies besonders darauf hin, daß er als Streifender bei der Ver: Es wundert uns nicht," schreibt die Deutsche Tabafzeitung", baus. Abt Treuinfels interpellirte den Landesvertheidigungs öffentlichung des Flugblattes in Wahrung berechtigter Intereffen daß die Haus industrie gerade in unserer Branche von den Sozial minister aus Anlaß des jüngst in Innsbruck stattgehabten öffentlichung des Flugblattes in Wahrung berechtigter Interessen bemokraten bekämpft wird, denn nur bei den Fabritarbeitern, Duells zweier Landwehroffiziere. Die Anfrage gehandelt; übrigens sei auch der Ausdruck," Ausbeuter" nicht nicht aber bei den Hausindustriellen finden ihre Agitatoren einen lautet dahin, was die Regierung vorzukehren gedenke, um dem beleidigend, da derselbe der Nationalökonomie angehöre. Pelz Gesetze Genugthuung zu verschaffen und die Gesellschaft konnte sich auf die Mittheilung der Thatsache beschränken, daß empfänglichen Boden für ihre Frrlehren. er weder bei der Herstellung des Flugblattes thätig gewesen ist, Dadurch will die Deutsche Tabatzeitung" die Regierungen von dem Alpbrucke des Duellwesens zu be noch überhaupt vor Verbreitung des Flugblattes Kenntniß von Dagegen scharf machen, daß die Ausbeutung der Tabakarbeiter freien. durch die Hausindustrie verhindert wird. Der Profit täme ja in Budapest, 20. November.( B. H.) Obwohl die Polizei den dem Inhalt deffelben hatte. Der Amtsanwalt beantragte gegen Gefahr, folglich ist es Aufgabe der Unternehmer organe, sofort an von den Sozialisten geplanten Umzug durch die belebtesten beide Angeklagte je 15 Mark Geldstrafe. Kräßig habe die Wahrung berechtigter Interessen überschritten, während den Schuß der heiligsten Güter" zu erinnern und die grenzenlose Straßen der Stadt verboten hat, beschloß doch das Komitee, Pelz fahrlässig" fahrlässig" gehandelt hätte. Das Gericht erkannte Ausbeutung, wie sie durch die Hausindustrie ermöglicht wird, welches von den Sozialisten zur Durchführung dieses Zuges ein als einen wirksamen Damm gegen das Vordringen der Sozial gefekt worden war, denselben stattfinden zu lassen. Um aber der auf Freisprechung. Die Ausdrücke feien wohl scharf, aber man könne den Angeklagten die Wahrung berechtigter demokratie zu erklären ein Beweis, was die Unternehmer bei Demonstration einen friedlichen Charakter zu wahren, werden Weiber und Kinder an dem Umzuge theilnehmen. Intereffen nicht absprechen. Die Absicht der Beleidigung fehle, den Regierungen für vornehme Gesinnungen voraussetzen. Da es aber doch nicht gegenüber den unbestreitbaren Mißweil aus der Form des Flugblattes hervorgehe, daß dasselbe nur geschrieben sei, um Unterstützungen heranzuziehen. Pelz habe ständen angeht, fie ganz abzuleugnen, will die„ Deutsche Tabatman überhaupt keine Betheiligung an der Sache nachweisen seitung" gnädigst Maßregeln zur Kontrolle der Arbeitsräume" tönnen. Die Kosten des überflüssigen Prozesses hat die Staats- zugestehen, betont aber sofort, daß gerade die Hausindustrie in der Bigarrenfabrikation einen so großen volkswirthschaftlichen Vortheil tasse zu tragen. biete, daß man sich sehr hüten soll, fie zu verbieten oder Nürnberger Arbeitersekretariat. Ueber die Thätigkeit durch unrichtige Maßnahmen zu hemmen." London, 20. November.( W. T. B.) Nach einer Meldung bes Arbeitersekretariats im Jahre 1895/96 berichtete Genosse Der große volkswirthschaftliche Vortheil liegt hier ganz und des Reuter'schen Bureaus" hat Dr. Jameson sich gestern im Segit in einer dortigen Arbeiterversammlung. Die Frequenz gar auf Seite des Unternehmerthums. Dieses tann Gefängnisse einer Operation unterzogen. Derselbe befindet sich, betrug 8411 Personen gegen 6839 im Vorfahre. Unfallsachen durch die Hausindustrie die Löhne immer tiefer drücken, die Ver- obwohl die Besserung den Umständen nach günstig fortschreitet, waren 1284 anhängig. Betreffs der Wohnungsfrage hat das elendung der Arbeiter bis ins Unbegrenzte treiben; die Ar sehr schwach. Der Zustand erregte während der Nacht Besorgniß; Sekretariat festgestellt, daß in Nürnberg an Arbeiter beiter haben davon nur den Nachtheil und das Publikum es sind besondere Bortehungen für die Pflege des Patienten wohnungen großer Mangel ist. Es mußten Familien, auch, denn nirgends mehr wie in der Hausindustrie auch der getroffen. Verantwortlicher Vedakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. Paris, 20. November.( W. T. B.) Ein Beamter des Arbeitsministeriums wurde verhaftet, weil er werthlose Obligationen falliter Sekundärbahnen, welche als Matulatur im Ministerium lagerten, nach vorgenommener Textfälschung durch Helfershelfer verkaufen ließ. Drei Mitschuldige wurden gleichfalls festgenommen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 273. Reichstag. A Sonnabend, den 21. November 1896. 128. Sigung vom 20. November 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Nieberding. Die zweite Lefung der Novelle zum Justizgesetz wird fort gefeßt. Der Kommission hat folgender Antrag Mundel- Bech auf Einfügung eines neues§ 55a in die Straf Prozeßordnung vorgelegen und ist von ihr in erster Lesung angenommen, nachher aber wieder verworfen worden: Begründet der Inhalt einer politischen Druckschrift den Thatbestand einer strafbaren Handlung, für welche nach§ 20 Absatz 2 des Gesetzes über die Presse vom 7. Mai 1874 der verantwortliche Redakteur als Thäter haftet, sind Verleger, Redakteur und Drucker, sowie alles zur Herstellung der Druckschriften verwendetes Hilfspersonal berechtigt, das Zeugniß über die Person des Verfassers und Einsenders zu verweigern." Der Antrag ist von den Abgg. Bech Mundel wieder eingebracht worden; die Abgg. Stadthagen und Frohme wollen zwischen den Worten„ haftet" und" so find" die Worte einschalten: = oder handelt es sich um Ermittelung der Person des Einfenders oder Verfassers einer Druckschrift oder eines Theiles einer solchen". Berichterstatter Lenzmann theilt mit, daß die Kommission in erster Lesung den Antrag mit 12 gegen 6 Stimmen an genommen und in zweiter Lesung aufrecht erhalten, aber in dritter Lesung dazu kam, mit 15 gegen 4 Stimmen diesen Beschluß wieder zu beseitigen. " 13. Jahrg. aus. im Strafverfahren als Zeuge nicht vernommen werden kann, Was den Antrag Beckh betrifft, so haben schon 1874 und 1876 kann der Amtsrichter vernehmen und zwingen zur Ablegung des die verbündeten Regierungen daran festgehalten, daß es für sie Zeugnisses, sowie ein solcher Aftendeckel von einem Unter- oder unmöglich sei, einem solchen Antrage zuzufli.men, auf die Gefahr Ober Verwaltungsbeamten gemacht ist. Auf diese Weise werden hin, daß die damaligen Vorlagen scheiterten. Dieser Standpunkt die höheren Gerichte allmälig in einzelnen Fällen fast zu ausführenden ist derselbe geblieben; Ausnahmerechte werden ohne zwingende Organen, faft zu Schußleuten der betreffenden Polizeibehörden degra- Gründe nicht statuirt. Es wurde hingewiesen auf die zu gunsten dirt. Im Vorwärts" wurde ein geheimer landräthlicher Erlaß die der Geistlichen, Aerzte und Rechtsanwälte zugelassene Exemption Verwaltungsbehörden müssen das geheim halten, weil sonst die vom Zeugnißzwange. Bei diesen Kategorien handelt es sich um Schamröthe etwas zu stark in das Gesicht derer steigen würde, ftaatlich organisirte Berufe, die darauf beruhen, daß das die an sich das Gegentheil von rother Farbe sind veröffent Geheimniß der ihnen in ihrer Berufsihätigkeit anvertrauten licht; danach sollte den Militärbehörden Bericht erstattet werden, Dinge auch vollständig gewahrt wird. Von derartigen Berufswelcher politischen Gesinnung der junge Mann sei, der den blauen geheimnissen kann bei Hilfsredakteuren und Hilfspersonal nicht in Rock anzuziehen habe. Es wurde nun ein Attendeckel angelegt: gleicher Weise die Rede sein, oder aber man müßte die Konsequenz Vorermittelungsverfahren wider Unbekannt," also nicht eine noch viel weiter ziehen und dieselbe Forderung auch z. B. für Disziplinarsache, das schien ein bischen böse, man wußte ja Rechtskonsulenten, Auskunftsbureaus, Privat- Krantenanstalten nicht, ob es ein Beamter sei oder nicht. Der vorgeladene Redakteur und dergleichen erheben, welche auch ein großes Interesse daran lehnte es selbstverständlich ab, den Einsender des Artikels zu nennen, haben können, ein Zeugniß über die ihnen in ihrer gewerblichen es wurben ihm 50 M. Ordnungsstrafe angedroht, eventuell Haft. Thätigkeit bekannt gewordenen Dinge abzulehnen. Träte hier Das Landgericht I entschied, dieser Beschluß des Amtsrichters ist eine Exemption ein, so würde die Strafverfolgung damit in wider die Verfassung. Das Kammergericht verwarf diese Ent höchst bedenklicher Weise gelähmt werden. Der zweite Grund scheidung auf die Beschwerde des Landraths hin; es führte aus, war der Hinweis auf die Ehre des Redakteurs. Es handelt sich eigentlich habe der Redakteur Pößsch sich garnicht darüber be hier aber nur um das Nebenpersonal; es tann zugegeben werden, schweren wollen, daß er zum Zeugniß gezwungen werden solle, daß es für den Einzelnen peinlich sein mag, Beugniß abzulegen, fondern er habe eigentlich das Kammergericht anrufen aber wenn z. B. eine schwere verleumderische Anschuldigung gegen wollen als eine Justanz, die dann zu entscheiden hat, einen Rechtsanwalt oder Arzt erhoben ist, die dessen bürgerliche wenn es sich um Ablehnung von Ersuchen von Behörden handelt. Existenz gefährden kann, und dann auch der betreffende durch Man braucht gar keinen gesunden Menschenverstand zu haben, seine Ehre verpflichtet sein soll, den Namen des Elenden, der es genügt der juristische Verstand, um daran zu zweifeln, ob das verbrochen hat, nicht zu nennen, soll der betroffene sich da jener Beschluß des Kammergerichts mit bestem Wissen jener mit der Bestrafung des verantwortlichen Redakteurs, der viel. Richter gefaßt ist. Die Sache liegt so: Ein Redakteur wendet leicht blos ein Strohmann ist, begnügen? Auch hier fönnen Abg. Stadthagen( Soz.): Ich bitte Sie dringend, dem sich an ein Landgericht. Er sagt: Ich beschwere mich darüber, Fälle der Aufreizung zu Aufruhr, des Verrathes militärischer schon 1874/76 im Reichstage von fast allen Parteien akzeptirten daß gegen mich Strafe verhängt ist, und das Landgericht er Geheimnisse und selbst des Landesverraths in Frage kommen, soll Antrage, dem jetzigen Antrage Mundel, zuzuftimmen, daß ein klärt, daß die Beschwerde gerechtfertigt ist. Der Redakteur ist da der Staat kein Interesse haben, neben dem verantwortlichen Redakteur zu der gemeinen, unanständigen und ehrlosen Handlung, zufrieden; und da fommt das Kammergericht nachher und be- Redakteur auch den zu treffen, der hinter der Veröffentlichung fieckt? den Einsender eines Artikels zu nennen, nicht gezwungen werden hauptet, daß dieser Redakteur sich eigentlich nicht an das Land- Diese praktischen Erwägungen werden auch den Reichstag er. darf. Gründe für die Aufrechterhaltung des Zeugnißzwanges gericht, an das er sich gewendet hat, habe wenden fennen lassen, daß die Regierung dem Antrage nicht zustimmen existiren nicht. Nur der Regierung kann daran liegen, daß Schäden wollen, sondern an das Ober- Landesgericht, 11112 die kann. Schaffen Sie zu den vielen Schwierigkeiten, die Ihre bisin der Deffentlichkeit nicht besprochen werden, daß auch nur ein Frage zu entscheiden, ob hier dem Ersuchen einer Behörde zu herigen Beschlüsse der Verständigung in den Weg gelegt haben, Rest von Preßfreiheit befieht. Die Beseitigung dieses entsprechen sei oder nicht. Bei solchen Entscheidungen hört beis nicht noch eine neue! Der anständigen und guten Preffe werden schmachvollen Zeugnißzwanges liegt im öffentlichen Interesse nahe das Verständniß für die Möglichkeit eines Jrrthums seitens Sie damit nicht nüßen, der unanständigen und von Zuträgereien nicht nur auf dem Gebiete des Strafrechts, sondern auch für die der betreffenden Richter auf. Da kommt beinahe der Gedanke: und Verleumdungen lebenden Presse werden Sie einen noch Gebiete des Disziplinarverfahrens und des sogenannten Vor- Ja, die Richter fönnen doch selbst nicht geglaubt haben, daß das, größeren Boden für ihre verwerfliche Thätigkeit bereiten. Lehnen ermittelungsverfahrens. 1874 und 1876 scheiterte der Antrag an was sie da gesagt haben, richtig ist. Sie ersehen daraus, wie Sie den Antrag ab! dem Widerspruch der Regierung; man erklärte plöglich für an- nothwendig es ist, die Richter zu schüßen gegenüber dem Er- Abg. Pieschel( natl.): Es giebt auch unter meinen Freunden ständig, was man früher für ehrlos erklärt hatte. 1876 tam suchen von Behörden, Landräthen u. s. w. Um fein Mißverständ- einige, welche sich zu dem Antrage günstiger stellen als ich; aber ein Kompromiß zu stande, durch welches die ganze niß aufkommen zu lassen, will ich sagen, daß die Richter des trotzdem fann ich die Frage nicht als eine solche des Materie einer besonderen Gesetzgebung vorbehalten wurde. Kammergerichts durchaus nach bestem Wissen gehandelt haben. Liberalismus betrachten. Die Stellung der Antragsteller hat Durch die damalige Fassung wurde dem Versuch be: Das thue ich deshalb, weil ich die meisten Herren fenne und von sehr viel für sich. Es ist eine schwere Zumuthung an gegnet, durch eine Art anvertraute Disziplinaruntersuchung Menschen, den ihnen annehme, daß sie in der That in der Gesetzgebung nicht einen ehrenhaften er über daß Namen eines Einsenders zu entdecken. Der Wortlaut des allzu bewandert sind. Ich brauche nur auf die beiden Beispiele Sachen etwas aussagen solle. Aber im höheren Staatsdas Antrages Munckel schließt dies nicht aus. Eine nicht nur nach hinzuweisen, die der Präsident des Kammergerichts durch den interesse muß das Zeugniß verlangt werden, weil Geschäftsinteressen, sondern nach Prinzipien handelnde Presse Druck der Deffentlichkeit übergeben hat.( Diedner erinnert an den Interesse des Ganzen höher steht als das des Einzelnen. Die hat den Beruf überall hineinzuleuchten, wo Schäden sind und Kommentar und eine Entscheidung des Kammergerichts, welche Freiheit der Presse könnte souft zu leicht mißbraucht werden. fie rückhaltslos aufzudecken. Zu diesem Zweck ist es unbedingt noth- gestützt auf diesen Kommentar einem Hannoveraner das Recht Wenn es schmählich und ehrlos sein soll, einen Redakteur zum wendig, daß auch die Beamten als Bürger derjenigen Presse, zu des Schießens verboten hat, weil das hannover'sche Wildschaden Zeugniß zu zwingen, so ist es nicht weniger schmählich und der sie Vertrauen haben, die Schäden, die sie wahrnehmen, mittheilen gesetz aufgehoben sei, während nach dem Wildschadengesetz vom ehrlos, wenn jemand aus dem Hinterhalt verleumdet und einen Kann der Beamte deswegen verfolgt werden, dann ist es in 11. Juni 1891 die Provinz Hannover ausdrücklich ausgeschlossen ist.) Strohmann als Redakteur vorschiebt. Es kommt darauf an, wirklichen vielen Fällen unmöglich, derartige Schäden aufzudecken. Die Mögen Sie aber auch die besten Richter haben, so tommt es den Thäter zu faffen und zu bestrafen; schlechtesten Auswüchse der Bureaukratie würden fonfervirt, darauf an, den alten Standpunkt des Reichstages festzulegen; es die Bestrafung cines Sigredakteurs reicht nicht wenn nicht hin und wieder einige Exemplare von Erlassen ver- ist ehrlos und unanständig und auch nußlos, einen Redakteur Von dem Grundsatz ausgehend: nullum crimen sine poena öffentlicht werden könnten, aus denen sich ergiebt, welcher Art zwingen zu wollen, Zeugniß abzulegen darüber, wer ihm den Jus( kein Verbrechen ohne Strafe) erklärt sich Redner gegen den denn die Herren find, welche Mißstände in einzelnen Theilen der halt eines Artikels eingesandt hat. Und ich möchte die Regierung Antrag. Verwaltung existiren. Der Zeugnißzwang ist als fragen, ob nicht durch den Zeugnißzwang eine Art Martyrium Abg. v. Buchka( t.): Für den Antrag zu stimmen, weil die Preßtnebel benut worden, insbesondere in geschaffen wird, welches die entgegengesezte Wirkung herbeiführt. öffentliche Meinung ihn begünstigt, ist nicht berechtigt: Wir Disziplinarsachen. Nur diese interessiren mich, denn Ich bitte Sie dringend, im allgemeinen Kulturinteresse nicht allein müssen ihn verwerfen, trotzdem die öffentliche Meinung ihn es gehört heute die bewußte Beugung des Rechtes dazu den Antrag Munckel anzunehmen, sondern auch unseren Zusak, billigt. Es ist allerdings nicht anständig, daß der Redakteur um die Redakteure, Sezer, Lehrlinge oder Laufburschen mit Hilfe der jenem erst die rechte Bedeutung und Wirksamkeit verleiht. den Namen seines Hintermannes nennt; aber es ist auch nicht des dolus eventualis als Zeugen zu vernehmen über den straf-( Bravo! bei den Sozialdemokraten.) anständig, daß ein Hintermann den Redakteur mißbraucht. Er baren Inhalt einer Zeitung. Wichtiger sind die Sachen, wo es Abg. Beckh( frs. Vp.) ergänzt die Ausführungen des Vor- sollte selbst mit seinem Namen hervortreten, um den Redakteur sich darum handelt, die Person des Einsenders zu erfahren. redners in bezug auf die Vorgeschichte des Antrages. Für die vom Zeugnißzwang zu befreien. Diskretion ist Ehrensache des Redakteurs und es ist ein besonders Geistlichen, die Aerzte und die Rechtsanwälte sind Ausnahme- Abg. Rintelen( 3.) weist zunächst als Vorsitzender der Kont tiefer Grad der Ehrlosigkeit dazu nothwendig, daß der Redakteur bestimmungen über die Zeugnißpflicht gemacht worden, weil mission den gegen diese erhobenen Vorwurf zurück. Den Vorsich herbeiläßt, hier den Namen zu nennen. Wollen Sie diesen dieselben Vertrauenspersonen sind, die über Dinge, welche wurf, daß er falsch habe abstimmen laffen, weist Redner damit tiefen Grad der Ehrlosigkeit befestigen, so lehnen Sie unseren An- sie in dieser Eigenschaft erfahren, nicht aussagen dürfen. zurück, daß er ausführt: In der zweiten Lesung der Kommission trag ab. Wir haben ja besonders in Preußen in dieser Beziehung Der Redakteur ist für den Verfasser und den Einsender babe es sich darum gehandelt, etwas Neues zu schaffen; für das eine reichhaltige Praxis. Der erste Fall des Zeugnißzwangsverfahrens eines Artikels auch eine Vertrauensperson, die noch dazu Neue müßte eine Mehrheit vorhanden sein. In der dritten betraf den Redakteur Hagen in Insterburg; der Mann hatte eine für den etwaigen strafbaren Inhalt haftet. Der Reichstag Lesung aber habe die Stimmengleichheit für die Ablehnung des Verfügung des kommandirenden Generals von Steinmetz ohne hat in den 70er Jahren einen solchen Antrag angenommen; die Antrages, also in dem betreffenden Falle für die Aufrechtdeffen Willen veröffentlicht. Diese Verfügung enthielt nur die Kommission des jezigen Reichstags hat in zwei Lesungen diesem erhaltung der Worte, deren Streichung beantragt wäre, entAnweisung, die Einjährig Freiwilligen sollten bezüglich ihrer Antrag ebenfalls zugestimmt; danach muß derselbe als voll- schieden. Denn bei Ablehnung eines Antrages in dritter Lesung Augen besonders geprüft werden. Der General wollte erfahren, tommen berechtigt anerkannt werden. Wenn er in der dritten müßte der Beschluß zweiter Lesung bestehen bleiben. wie der Redakteur zur Kenntniß der Verfügung gekommen sei Lesung der Kommission abgelehnt wurde, so haben die den An- Abg. von Marquardsen( natl.): Ich bin der Meinung, und dieser lehnte es ab, den Namen zu nennen. Er wurde des trag verwerfenden Kommissionsmitglieder doch ausdrücklich ihre daß heute das Schicksal der Vorlage von dieser Frage nicht abs halb in Haft genommen, aber infolge der allgemeinen Miß- Stellung im Plenum vorbehalten. Die öffentliche Meinung hat hängig gemacht werden darf. Zur Zeit der Berathung der billigung in der Presse wieder entlaffen. Der General hat nicht sich gegen den Zeugnißzwang erklärt und hoffentlich stimmen alle Strafprozeß- Ordnung handelte es sich darum, allerlei Belleitäten erfahren, wer jene Verfügung der Zeitung übermittelt hat. Bei Parteien dem Antrage zu. im Prozeßverfahren namentlich für Preußen zu beseitigen, und dem zweiten Fall war der Postgewaltige Stephan mit betheiligt. Staatssekretär Nieberding: Die vorliegenden Anträge haben um dieses Ziel zu erreichen, schien uns die Gerichtsorganisation Es tam hier aus Anlaß jenes Falles zur Erörterung darüber, ein gewiffes populäres Interesse. Es tann Fälle geben, in und die Strafprozeß Ordnung mit dem Opfer der Preisob ein Redakteur so lange wie er lebt in der Haft behalten welchen für den Fernerstehenden es fraglich erscheint, ob dann gabe jener Bestimmung im Preßgefeß nicht zu theuer werden könne, und das führte zu einer Art Nothgefeß, welches das Mittel des Zwangsverfahrens im richtigen Verhältniß steht erkauft. Nebenbei möchte ich bemerken, daß es auch nach dem die Maximalfrist der Haft wegen Beugnißverweigerung auf sechs zu dem Resultat. Sie werden sich aber hoffentlich davon über: bisherigen Gesetz garnicht schwer fällt, den Mißbrauch der SitzMonate feftfette. zeugen, daß diese Anträge in ihren Folgen weit hinausgehen redakteure zu beendigen ohne Zeugnißzwang. Damals also Später wurden noch andere Untersuchungen von der Post, über dasjenige, was von den Antragstellern selbst gewollt werden mußten wir uns dazu entschließen, auf den auch von uns als Eisenbahn u. f. w. beantragt. Das Ober Landesgericht in fann und was die Gerechtigkeit und was die Regierung fon- richtig anerkannten Satz zu verzichten; heute aber ich spreche Frankfurt a. M. hat ständig dahin geurtheilt: ein derartiger zediren kann. Die schweren Vorwürfe gegen unsere Gerichte, hier für mich allein persönlich liegt die Sache Beugnißzwang verstößt gegen Gefeß, Anstand und Verfassung. welche in den Ausführungen des Abg. Stadthagen lagen, richten wesentlich anders: es handelt sich heute nicht mehr um ein so So urtheilten auch das Landgericht zu Graudenz und die Obers sich von selbst. Auf prozessualische Vorgänge fann ich auf großes und gewaltiges Werk wie damals, und deshalb gebe ich Landesgerichte zu Marienwerder und Frankfurt bis anfangs der grund der einseitigen Darstellung einer Partei mich überhaupt meine juristische Ueberzeugung nicht auf und stimme dafür, daß 80er Jahre. Aber die Verwaltung ruhte nicht, und die nicht einlassen. Die Anträge Stadthagen und Beckh behandeln der Antrag Munckel angenommen wird. gelehrten Richter gaben nach. Das Kammergericht nahm zwei vollständig verschiedene Fälle. Der erste Antrag behandelt Geh. Ober- Regierungsrath v. Lenthe: Die Heranziehung an, der Zeugnißzwang sei in einer solchen Disziplinar- die Fälle, in welchen vor Verwerthung durch die Presse eine des Zeitungspersonals zum Zeugniß hat mehrfach zu Beschwerden fache zulässig, und dem und dem haben sich fast alle Gerichte strafbare Handlung stattgefunden hat und in welchem nur Veranlassung gegeben; es ist manchmal dabei nicht so viel angeschlossen. Man sagte, die Lücke des Disziplinargesetzes nachträglich die Frucht dieser strafbaren Handlung für die herausgekommen, daß es den Aufwand an Maßregeln gelohnt müßte durch die Strafprozeß- Ordnung ergänzt werden; nach der Zeitung verwerthet wird. Der letztere Antrag hat die Fälle im hätte. Aber es handelte sich dabei um Disziplinarverfahren, Verfassung dürfe allerdings niemand ohne gesetzliche Bestimmung Auge, in welchen die strafbare Handlung begangen wird durch welche durch die Landesgefeße geregelt werden. Es müßte auf bestraft werden, aber die 6 Monate Haft jeien ja teine Strafe, die Veröffentlichung in der Zeitung selbst, in welchen also dem Gebiete der Landesgefeßgebung eingeschritten werden. sondern nur ein Zwangsmittel. Seitdem haben die Fälle von neben dem haftenden Redakteur auch der eigentliche Thäter Abg. Munckel( frs. Vp.): Daß die Lage der Presse ver Zeugnißzwangsverfahren sich kolossal gehäuft. Ich erinnere an zur Verantwortung gezogen werden soll. handelt schlechtert würde durch die Annahme unseres Antrages, kann die Militärbehörde Königsberg, wo eine besondere Neu- sich bei dem Antrag Stadthagen um die Frage: Soll der ich nicht zugeben. Wenn die Annahme unseres Antrages gierde hat zu erfahren, wer einen Befehl des Komman jenige, dem eine strafbare Handlung zur Last fällt, der die Vorlage gefährden soll, dann müßte man annehmen, daß diejenigen, die als Duellwütheriche bekannt unter Umständen ein schweres Verbrechen begangen hat, der daß die Regierung die Vorlage nur uns zu Gefallen sind, den Börsengarten" nicht mehr besuchen sollen, in die Strafe entzogen werden, weil der Redakteur des Blattes, in eingebracht hat, daß sie selbst tein Interesse daran hat. Beitungen gebracht hat. Die sozialdemokratischen Zeitungen, die welchem die Frucht dieses Verbrechens verwerthet wird, und sein Einen solchen Standpunkt möchte ich doch nicht einnehmen. In fast allein schließlich noch den Muth haben, die schreiendsten Silispersonal nicht zum Zeugniß herangezogen werden können? der Kommiffion war die Mehrheit von 12 gegen 6 für die Au Mißstände öffentlich zu beleuchten durch Veröffentlichung solcher Wenn zum Beispiel ein werthvolles Manuskript gestohlen nahme unseres Antrages; in der zweieinhalbten Lesung das Erlasse, die die Verwaltung geheim halten möchte, stehen fast und Herausgeber einer Zeitung verkauft wird, gegen wurde mit 15 gegen 4 das Gegentheil beschlossen. immer unter einem solchen Verfahren. Ich erinnere an die Ver- der das Munuskript verwerthet, zu Das ist ein Beweis für die Freiständigkeit, aber nicht für die dieser Diebstahl dadurch unverfolgbar Beständigkeit der Kommission. Ich freue mich, daß Herr öffentlichung des Erlasses des Herzogs Georg von Sachsen über stimmen, daß die Militärmißhandlungen durch den Vorwärts"; eine sehr wird, daß der Herausgeber der Zeitung von dem all- v. Marquardsen den Wandel nicht mitmacht; er will allerwerthvolle Veröffentlichung, denn seitdem sind die Schreier, welche gemeinen Zeugniß erimirt wird, und daß auf diese Weise viel dings von der Berufung nichts wiffen. Auf das Anstandsmeinten, brutale Mißhandlungen tämen in der deutschen leicht der Berrath von militärischen Geheimnissen vor Ausbruch gefühl der Aerzte, Rechtsanwälte und der Geistlichen nimmt Armee nicht vor, verstummt und es wurden auch die eines Krieges ungestraft veröffentlicht werden kann? Das kann die Vorlage keine Rücksicht, sondern ihnen wird die Zeugnißweil Vorwärts" hat eine Regierung unmöglich zugeben. Es müßte fonft in Beamten- verweigerung gestattet, fte fonst zur Ausübung Mißstände einigermaßen abgestellt. Der überhaupt Dinge veröffentlicht, deren Veröffentlichung zweifellos freisen der Eindruck hervorgebracht werden, daß derartige Hand- ihres Berufes untüchtig sein würden; man würde ihnen nicht im öffentlichen und Kulturinteresse lag. Was thut die Ver- lungen straflos begangen werden fönnen. Die Folge wäre eine Vertrauen schenken. Eine unabhängige und freie Presse tann waltungsbehörde? Sie schreibt auf einen Aftendeckel: Disziplinar Desorganisation des Dienstes und eine Verrückung des Pflicht nicht existiren ohne die Anonymität. Der Staatssekretär bezeich wofür feine nete es als besonders schlimm, daß ein Uebelthäter nicht bestraft fache wider Unbekannt und nun geht das Zeugnißzwangs bewußtseins der betheiligten Beamtenkreise, wofür die Verantwortung auf sich nehmen tann. wird; aber wenn man ihn nicht finden kann, dann konnte er Verfahren gegen den Redakteur los. Denselben Redakteur, der Regierung " " dem wollen Sie dem schon nach dem alten Nürnberger Recht nicht gehängt werden. Ernst zu Stolberg."( Die Mitglieder des Hauses erheben sich.)| Moabit, werden auch an dieser Stelle auf die am Dienstag, den ( Heiterkeit). Gewisse Enthüllungen, die große Beunruhigung Indem ich Ihnen diese Trauerkunde mittheile, weiß ich, daß Sie 24. November, abends 81/2 Uhr, in der Kronen- Brauerei, Althervorgerufen haben, welche die Strafe des Gesetzes verlangen, alle tief bewegt sein werden durch die Nachricht, die Sie ver- Moabit 47/49, stattfindende Versammlung, in welcher Reichstagsführen nicht zur Bestrafung, trotzdem man jetzt den Zeugnißzwang nommen haben von dem Abscheiden unseres hochverehrten Herrn Abgeordneter Paul Singer sprechen wird, aufmerksam gehat!( Heiterkeit). Wer mit der Presse in Verbindung tritt, muß Präsidenten. Wollte ich des Verewigten hohe Verdienste und macht und zum Besuch eingeladen.( Siehe auch Inserat in sich darauf verlassen können, daß die Presse mit seinem Vertrauen feltene Eigenschaften hier rühmend erwähnen, ich weiß, ich würde heutiger Nummer.) Der Vorstand. feinen Mißbrauch treibe. da nicht in seinem Sinne handeln, nur das eine will ich sagen, Abg. Schmidt Warburg( 3.) erklärt namens einiger seiner daß das Vaterland einen seiner besten Männer, das Herrenhaus eines Auch eine Schulreform. Seit langen Jahren werden auf Freunde, daß er den Antrag Munckel annehmen werde. feiner vorzüglichsten Mitglieder, seinen besten Präsidenten verloren Anordnung der städtischen Behörden die Knaben in den höheren Abg. Förster( Reformp.): Die Presse ist eine große Macht hat. Ich glaube in Ihrer aller Namen zu handeln, wenn ich Sie, die Schulanstalten, sobald sie die Obertertia erreicht haben, von den und sie ist geeignet, die öffentliche Meinung zu bilden und die Sie sich schon zu Ehren unseres verewigten Präsidenten von Lehrern mit„ Sie" angeredet, während in den höheren Töchterfreie Erörterung öffentlicher Angelegenheiten zu fördern; Ihren Plägen erhoben haben, auffordere, die Tagesordnung, die schulen die Gitte herrscht, daß die Schülerinnen selbst der Oberdaß der Vortheil größer ist als manche kleine Nachtheile, wir für die heutige Sigung ausgeschrieben hatten, nicht zu lassen von den Lehrerinnen bis zum Verlassen der Schule mit die aus der Verweigerung des Zeugnisses entstehen können, vollenden, sondern, nachdem Sie diese Trauerkunde vernommen Du angeredet werden. Dies soll anders werden. Es ist müsse man zugeben. Deshalb werde ich für den Antrag stimmen. haben, die Sigung abzubrechen.( Zustimmung.) Ich entnehme aus Berliner Blättern zufolge im Rathhause eine Bewegung Das non possumus( wir fönnen nicht) der Regierung ist wohl Ihrer Zustimmung, daß ich das Rechte getroffen habe, und werde nur ein non volumus( wir wollen nicht). Deshalb wollen wir hiernach die Sitzung schließen. heute sagen: Das wollen wir, und wir wollen abwarten, was die Regierung thut, wenn wir auf unserem Willen bestehen. Schluß gegen 81/2 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr.( Wahl des ersten und zweiten Vizepräsidenten und der Schriftführer.) Parlamentarisches." im Gange, wonach auch die höheren Töchter von ihren Lehrerinnen gefiezt werden sollen. Was den höheren Schulen recht ist, ist aber den Gemeindeschulen billig, und wir nehmen an, daß deren Schülern und Schülerinnen in den oberen Abg. Frohe( Soz.): Die Regierung erklärt heute den Klassen fortan dieselben Ehren zutheil werden, wie den dummen Beugnißzwang für absolut nothwendig, aber auch der ver Göhren in den besseren Schulen. Eins noch. Durch das„ Sie", storbene Abg. Windthorst hat sich dagegen erklärt und geso meint man der Voff. 3tg." zufolge im Rathe unserer städtimeint, was man den Geistlichen zubillige, fönne man schen Behörden, werde das Ehrgefühl der jungen Damen geden Redakteuren gerechterweise nicht verweigern. Wenn man Bundesrath. Zur Ergänzung unserer Mittheilungen in hoben, während das„ Du" das Chrgefühl herabdrücke und den sich hier der Regierung fügt, um diesen Gesetz der letzten Nummer über die gestrige Sigung des Bundesrathes jungen Damen für ihren ferneren Lebenslauf leicht verhängnißentwurf nicht wieder in den Orkus verschwinden zu lassen und ist nachzutragen, daß man sich über die Bildung mehrerer voll werden könne. Wenn dies der Fall ist, so empfiehlt die Wiedereinführung der Berufung, die Entschädigung unschuldig Schiedsgerichte für die Fleischerei- Berufsgenossenschaft schlüssig fich erst recht das Siezen in den Gemeindeschulen. Sollte man Verurtheilter u. 1. w. zu retten, dann ist es besser, wir verzichten machte. Den zuständigen Ausschüssen wurde auch ein Antrag aber vorsichtig und etappenweise vorgehen wollen, so empfiehlt auf diese sogenannte Reform, denn ein solcher Standpunkt sieht Sachsens betreffend die Ermächtigung des Steueramts zu Riesa es sich ganz bestimmt, in den Gemeindeschulen wenigstens mit einem Berrath am Prinzip ganz ähnlich. Der Zeugnißzwang zur Eingangsabfertigung von hartem Kammgarn aus Glanzwolle der verrohenden und ehrverlegenden Prügelpädagogik zu brechen, gegen die Presse tann in unverantwortlicher Weise dazu gebraucht überwiesen. Außerdem wurde das Ruhegehalt für mehrere die auch in Berlin noch vielfach im Schwange ist. werden, die Mitarbeiter eines Blattes bloßzustellen; der Redakteur Reichsbeamte festgesetzt, endlich wurde wegen des dem Kaiser für soll gezwungen werden, den Verfasser oder Einfender eines die Befehung einer Rathsstelle beim Reichsgericht zu machenden Artikels zu nennen, wobei es vielleicht nur darauf ankommt, die Vorschlages und über eine Reihe von Eingaben Beschluß Neugierde der Behörde zu befriedigen und sie in den gefaßt. 1 Ju kurzem wird das neue private Asyl für Obdachlose nahe der Station Wedding vollendet daftehen, da noch die letzten Bauarbeiten und die innere Einrichtung derart gefördert werden, Stand zu setzen, einmal Einblick in den Kreis der Mitarbeiter Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sigung den Antrag daß die Eröffnung jedenfalls Mitte des nächsten Monats statt. eines Blattes zu nehmen. Der Staatssekretär verweist auf Sit- Sachsens betreffend die Anwendung des Börsen finden kann. Dieses neue Asyl, eine Schöpfung werkthätiger redakteure und Strohmänner. Mir ist kein einziges sozialdemo- gesetzes vom 22. Juni 1896 auf die sächsischen Börsen, sowie Menschenliebe, wird ohne polizeiliche Kontrolle Nacht für kratisches Blatt bekannt, welches einen Strohmann als Redakteur den Antrag von Lübeck, Bremen und Hamburg zum Börsengesetz Nacht 700 Männern unentgeltliche Unterkunft und warme hätte; die sozialdemokratischen Redakteure sind sich ihrer Ver- vom 22. Juni 1896 den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Grquicung bieten und wird, was seinen Bau und feine inneren antwortung voll bewußt. Wenn man den Berrath von Staats. Dem Ausschußantrage über die Vorlage betreffend die Ergänzung Einrichtungen anbelangt, von keinem ähnlichen Institut Europa's geheimnissen in der Presse verhindern will, so sollte man sich zum Entwurf des Reichshaushalts- Etats für 1897/98 wurde Beitrag pro Jahr mindestens 1,50 M. find bem feit 27 Jahren auch nur annähernd erreicht werden. Neue Mitglieder zuerst fragen, wie es möglich ist, daß sogenannte gutgesinnte, die Zustimmung ertheilt. staatserhaltende Blätter aus der Veröffentlichung geheimer bestehenden Asyl Verein für Obdachlose stets ers Staatsaften ein gutes Geschäft machen. In dem Gesetz Entwurf, betreffend das Dienst wünscht, und nimmt Beitrittserklärungen der Schahmeister Herr Durch den Zeugnißzwang in solchen Fällen, wie der Staatssekretär im Auge hat, ein tom men der Lehrer 2c., der dem preußischen Land- D. Hirschfeld, Schöneberger Ufer 39, gern entgegen. würde man nur erreichen, daß gewisse Mittheilungen nicht in lage bereits zugegangen ist, lautet die Stelle, die sich über die ZuFür Privat Theatervereine, welche am Todten. deutschen Blättern veröffentlicht würden, sondern in auswärtige schüsse des Staates ausspricht: Der Staatsbeitrag wird bis Blätter lancirt würden; und da hört das Zeugnißzwang- Ver- zur Höchstzahl von 25 Schulstellen für jede politische fonntag Aufführungen veranstalten wollen, ist, wie Gemeinde gewährt. Sind für die Einwohner einer fahren der deutschen Behörden auf. Der Redakteur übernimmt ein Berichterstatter wissen will, vom Polizeipräsidium eine eindie volle Verantwortung für die Zeitung dem Gesetz gegenüber, politischen Gemeinde mehr als 25 Schulstellen vorhanden, schneidende Entscheidung getroffen und den Polizeirevieren zur so wird der Staatsbeitrag innerhalb der Gesammtzahl Benachrichtigung der Vereinsvorstände zugegangen. Nach dieser damit ist für uns die Frage entschieden. Es kommt nicht darauf von 25 Stellen für so viele erfte Lehrerstellen, andere Lehrer- Verfügung ist es den Privat- Theatervereinen wohl gestattet, am an, möglichst viel zu strafen und daß Staatsanwalt und Richter stellen und Lehrerinnenstellen gewährt, als dem Verhältniß der Todtensonntag ernste Stücke, deren Titel und Charakter vorher auf so und so viele Thäter zurückgreifen können, sondern daß Gesammtzahl dieser Stellen untereinander entspricht. Bruchtheile der Polizei angegeben sein müssen, aufzuführen. Dagegen ist es, der Gesetze genüge geleistet wird, und das geschieht damit, daß werden bei denjenigen Schulstellen, für welche der höhere Staats- entgegen den früheren Bestimmungen, jetzt verboten worden, man einen Redakteur für den Inhalt eines Blattes verantwort beitrag zu zahlen ist, ausgeglichen nach 12 Uhr nachts der Theatervorstellung einen Ball lich macht. Was darüber hinausgeht, ist nicht mehr vernünftig. Abg. Haußmann( füdd. Vp.) erklärt, daß auch seine Freunde oder eine Tanzlustbarkeit folgen zu lassen. für den Antrag Munckel stimmen würden. Damit schließt die Diskussion. Persönlich bemerkt der 1897 geringere Bahlungen aus der Staatskaffe zu leisten sind, als Denjenigen politischen Gemeinden, denen.... am 1. April ihnen nach den Vorschriften des Gesetzes vom 14. Juni 1888 und 31. März 1889 zustehen würden, wird der Ausfall durch GeAbg. Stadthagen: Der Herr Staatssekretär bemerkte, ich ersetzt, wie dieser Ausfall den Betrag von zwei vom Hundert des währung eines dauernden Zuschusses aus der Staatskaffe insoweit hätte gegen preußische Richter den Vorwurf bewußter Beugung Beranlagungsfolls übersteigt, welches der Gemeindebesteuerung des Rechts erhoben. Der Herr Staatssekretär irrt. Seine An- der Einkommen von mehr als 900 m. jährlich für das Jahr nahme beruht auf einem Mißverständniß. Ich habe im Gegen- 1. April 1897/98 bei Anwendung der Vorschriften des Kommunal theil preußische Richter, deren Beschlüsse ich Ihnen vorführte, abgabengesetzes vom 14. Juli 1893 zu grunde zu legen ist. gegen den aus dem Inhalt dieser Beschlüsse sich ergebenden Berdacht bewußter Beugung des Rechts in Schutz genommen erhält die Stadt Berlin 3. B. um 550 000 M weniger StaatsWird die Vorlage in der vorliegenden Gestalt Gesetz, so und zur Begründung meiner persönlichen Ansicht, daß diese Richter nicht bewußt das Recht gebeugt haben, Ihnen einige zuschuß. Punkte darzulegen versucht, aus denen hervorgeht, daß die Hauptvoraussetzung nämlich Kenntniß des bestehenden Rechts und die Fähigkeit, ein selbständiges richtiges Urtheil sich zil bilden jenen Herren fehlte. Kommunales. Die Verfrommung Berlins. Das Märkische Provinzials Museum wird infolge der neuen Polizeiverordnung über die Sonntagsruhe fünftig nur von 12-2 Uhr( bisher 11-11/ 2 Uhr) tagen und Donnerstagen bleibt die bisherige, von 11-22 Uhr. an den Sonntagen geöffnet sein. Die Besuchszeit an den MonBenfurfreie Theatervorstellungen will die Neue freie Boltsbühne vom Dezember fortlaufend veranstalten. In der gefirigen Generalversammlung des Vereins erklärte der Vorsitzende tönigl. Polizeipräsidium dazu geführt hätten, daß ein neues verDr. Bruno Wille, daß Verhandlungen zwischen ihm und dem beffertes Statut von der Behörde anerkannt sei. Nachdem die Polizei sich überzeugt habe, daß nach den neuen Statuten die Theilnahme von Gästen an den Veranstaltungen des Vereins fireng ausgeschlossen sei, könne derselbe auf grund des bekannten Keine Verfrommung im Rathhause. Die von uns neulich Ober- Verwaltungsgerichts- Entscheides gegen die Freien Bühnen Der Antrag Stadthagen wird gegen die Stimmen der Sozial- lungen in den Sälen 2c. des Berlinischen Rathhauses erst von leitung seien mit dem Zentral- Theater Kontrakte abgeschloffen mitgetheilte Anordnung der Nathhaus- Kommission, daß Versamm- sensurfreie Stücke zur Aufführung bringen. Seitens der Vereins demokraten, der deutschen und freisinnigen Volkspartei abgelehnt, 12 Uhr mittags an Sonn- und Festagen stattfinden dürfen und und als Eröffnungsvorstellung„ Die Familie Selicke" von Holz dagegen der Antrag Munckel gegen die Stimmen der Konservativen, daß die Besichtigung des Rathhauses, sowie die Besteigung des und Schlaf in Aussicht genommen. der Mehrheit der Nationalliberalen und der Minderheit des Mathhausthurms am Charfreitag und am Bußtage gar nicht, an Zentrums angenommen. Etwa 29 000 Fahrkarten für Radfahrer sind bis Ende Nach dem neu einzufügenden§ 56 a soll die Beeidigung des mittags gestattet sein solle, ist vom Magistratskollegium abgelehnt Unter diesen Karten befinden sich auch diejenigen der Privatden anderen Festtagen erst von 12 Uhr mittags bis 4 Uhr nach voriger Woche von dem Polizeipräsidium ausgegeben worden. Zeugen unterbleiben können, wenn das Gericht einstimmig die Aussage für offenbar unglaubwürdig oder unerheblich hält, oder lassenen Polizeiverordnung über die äußere Heilighaltung der Berlin, da erfahrungsgemäß viele Radfahrer es verabsäumen, Aussage für offenbar unglaubwürdig oder unerheblich hält, oder worden. Hinsichtlich der speziell für den Stadtkreis Berlin er- gesellschaften, sowie solche für Dreiräder; insgesammt dürften in wenn bei dem Verfahren wegen Uebertretung das Gericht die Sonn- und Festtage ist vom Magistratskollegium eine Kommission sich Fahrkarten von der Polizei ausstellen zu laffen, etwa 35 000 Aussage für glaubwürdig hält, wenn die Beeidigung nicht be- von fünf Magistratsmitgliedern zur Borberathung eingesetzt wei- und Dreiräder im Gebrauch sein. Von diesen dienen antragt wird. worden, da die erwähnte Polizeiverordnung viele Härten, ins- 8000 und zwar ca. 6000 Dreiräder und 2000 Zweiräder ausAbg. von Gültlingen( Rp.) will die Worte: Wenn die " Beeidigung nicht beantragt wird", streichen. besondere im§ 12 in sich schließe; so das Verbot von privaten schließlich geschäftlichen resp. dienstlichen Zwecken. Unter den Abg. Nembold( 3) will bei dem Verfahren wegen Ueber- Festlichkeiten an den Vorabenden der drei großen Feste, an den 29 000 pclizeilich gemeldeten Fahrmaschinen befinden sich im tretung die Beeidigung der Zeugen nur auf Antrag erfolgen ersten Tagen derselben, sowie von privaten Tanzluftbarkeiten und ganzen ungefähr 9500 Dreiräder. laffen und dem Gericht bei dem Verfahren wegen Vergehen bei Sachen geringerer Bedeutung die Möglichkeit geben, ebenfalls ohne Beeidigung der Zeugen zu verhandeln. Nachdem beide Antragsteller ihre Anträge begründet hatten, wird die weitere Berathung vertagt. Schluß 52 Uhr. Nächste Sizung Sonnabend 1 Uhr. ( Fortsetzung der zweiten Berathung der Novelle zum Justizgefeß.) Abgeordnetenhaus. Bällen. M Vom Jekraut. Nach der Staatsb.- 3tg." soll die Ents scheidung über den Jskraut noch nicht getroffen sein, sodaß immer noch Hoffnung vorhanden ist, daß der Held von Spenge in Berlin Pastor werde. Was wir ihm und den Berliner Frommen von Herzen gönnen. Die Etatsberathungen zur Feststellung des Stadthaus halts Etats für das Verwaltungsjahr 1897/98 haben im Magistratskollegium ihren Anfang genommen. Der Spezial etat des Krankenhauses am Friedrichshain schließt in Einnahme mit 274 000 M. und in Ausgabe mit 723 461. Kleine Brüsewißereien. Am Bußtag Nachmittag ging ab, es ist somit ein Zuschuß von 449 461 M. erforderlich. Der ein junger Kaufmann ahnungslos über die Potsdamerstraße, als Spezialetat des Krankenhauses Moabit ist in aus einem Trupp von 5-6 jungen Männern, die ihm sämmtlich Einnahme auf 245 146 M. und in Ausgabe mit 760 846 M. fest unbekannt waren, aber Studenten zu sein schienen, ein einzelner gesetzt, so daß ein Zuschuß von 515 700 M. erforderlich wird. auf den jungen Kaufmann zuging und, indem er den Hut zog, ihn mit Der Etat de Krankenhauses A m Urban eingestellt, so daß der Zuschuß 393 186 M. beträgt. Der Etat erkannte, um was es sich handelte, zog es vor, den Flegel stehen it in Einnahme mit 242 920 M. und in Ausgabe mit 636 100 m. Den Worten anredete: Erlauben Sie mir Ihnen zu sagen Sie sind ein dummer Junge. Der Angeredete, der sofort des Hilfs Krankenhauses in der GitschinerZu provisorischen Schriftführern werden berufen die Abgg. gabe mit 182 922 m. festgestellt, der erforderliche Zuschuß beträgt die Kreise mit dem hochgespannten feinen Ehrgefühl" wenig Einstraße ist mit einer Einnahme von 26 985 M. und einer Aus- zu lassen und feiner Wege zu gehen. Es scheint, daß die Reichstags- Verhandlungen über die Brüsewißerei und das Duell auf Bode, Jm Walle, Weyerbusch und Worzewski. daher 105 937 M. Die öffentliche DesinfektionsGingegangen find neben anderen, kleineren Borlagen die Anstalt in der Reichenbergerstraße weist in ihrem druck gemacht haben. Gefeßentwürfe, betr. die Kündigung und Umwandelung der Etat eine Einnahme von 35 600 m. und eine Ausgabe von Im Passage Panoptikum ist gestern das Geschenk des 4 prozentigen Staatsanleihen in 3 prozentige, ferner 172 697 M. auf, so daß ein Buschuß von 137 097 M. erforderbetreffend das Einkommen der Volksschullehrer und lich wird. -Lehrerinnen. Sigung vom 20. November 1896. 1 Uhr. Bestimmungen der Geschäftsordnung den Vorsiz und eröffnet die Präsident v. Köller übernimmt unter Hinweis auf die Sigung. Auf dem Bureau ist die zur Beschlußfähigkeit des Hauses erforderliche Anzahl von Abgeordneten angemeldet. Die Verloosung in die Abtheilungen wird dem Bureau des Hauses über tragen. Nächste Sigung morgen( Sonnabend) 2 Uhr: Wahl der Präsidenten und der Schriftführer. Schluß 114 Uhr. Herrenhaus. Die städtische Schuldeputation hatte beim Magistrat den Antrag gestellt, zunächst versuchsweise an einer Realschule und einer Gemeindeschule einen Handfertigkeits- Unterricht für Knaben nach dem Schenkendorff'schen Prinzip einzurichten, in welchem diefelben, um ihre eventuelle Geschicklichkeit wachzurufen und zu erhöhen, mit allerhand Handwerksarbeiten beschäftigt werden sollen. Das Magistratskollegium hat beschlossen, den Antrag abzulehnen. = Die Uebernahme einzelner Zweige der Wohlfahrts polizei in die städtische Verwaltung wurde in der heutigen 1. Sigung vom 20. November 1896. 2½ Uhr. Magistratssitzung abermals besprochen. Es wurde beschlossen, die Am Regierungstische: Bosse, Schönstedt, v. d. Rece. Angelegenheit noch einstweilen ruben zu laffen, bis eine EntAn stelle des verstorbenen Präsidenten der vorigen Session, scheidung darüber von kompetenter Stelle erfolgt fei, ob die Fürsten zu Stolberg- Wernigerode, eröffnet der bis- Gebühren für die Ausstellung von Attesten der Baupolizei der herige erste Bizepräsident v. Manteuffel die Sigung mit folgen- Stadtgemeinde oder wie fistalischer Seits beansprucht wird, der Staatsverwaltung zustehen. den Worten: Auf grund des§ 1 unserer Geschäftsordnung übernehme ich das Präsidium. W Lokales. " 1 Herrn Bacher, die aus der Gewerbe- Ausstellung bekannte Trachten Ausstellung zum ersten Male dem Publikum geöffnet worden. Die Figuren stehen, etwas weniger gedrängt, als in der Juduſtriehalle, wohlverwahrt unter dickem Spiegelglas in einer Gallerie ansprechend und hübsch geordnet, so daß die Uebersichtlichkeit erleichtert ist und das ganze Arrangement vortheilhafter als früher zur Geltung kommt. Wie wir hören, ist Aussicht vorhanden, daß die Trachtenausstellung, der Entwicklung der Mode entsprechend, mit der Zeit vervollkommnet und auch da, wo sie gegenwärtig noch Lücken zeigt, thunlichst ergänzt wird. Ein Urtheil über diese einzig dastehende Ausstellung, die von der Direktion des Passage Panoptikum unter dem Namen Ein Jahrhundert der Mode" zusammengefaßt worden ist, tönnen wir uns ersparen, nachdem ihr hervorragender Werth bei früherer Gelegenheit von bei früherer Gelegenheit von fachkundiger Seite ift. in unserem Blatte erläutert worden Auch an der neuen Stätte wird das kostbare Geschenk des Herrn Bacher für Künstler und Fachleute eine Fundgrube bilden und vom Laienpublikum als belehrende Sehenswürdigkeit geschäßt werden. N Unter den Neuheiten im Theatersaal des Passage- Panoptikum ift die Weihnachtsphantasie" bemerkenswerth, die in nicht gerade originellen, aber künstlerisch hübsch arrangirten lebenden Bildern unter Begleitung von Chorgesang und Deklamation den Traum eines Malers veranschaulicht. Meu berufen in das Haus sind die Herren Veltmann, Erster Bürgermeister von Aachen; Graf Pfeil Burghauß; Landrath v. Hanstein; Delbrück, Erster Bürgermeister von Achtung, zweiter Wahlkreis! In der Versammlung, Danzig; v. Endevort Vogelsang und Graf von welche Sonntag Abend 7 Uhr bei Genoffen 3ubeil, Linden Oppersdorff- Oberglogau. Die straße 106, stattfindet, wird Genoffe R. Ca Iwer über riebung der menschlichen Arbeitskraft bur durch die Maschine" referiren. Um rege Betheiligung wird ersucht. Der Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit von 120 Mit gliedern, das Haus ist somit beschlußfähig. Bizepräsident v. Mauteuffel: Meine Herren! Heute früh ging mir folgendes Telegramm zu:" Mein geliebter Vater geftern Abend sanft entschlafen. Beiseßung Montag 2 Uhr. Chriftian " " Achtung, Sozialdemokratischer Verein Vorwärts", Berlin. Die Mitglieder, besonders aber die Genossen von 250. Borstellung seit Bestehen des Birkus statt. Es ist ein beIm Zirkus Busch findet am heutigen Sonnabend die sonders entsprechendes Programm ausgewählt worden. Der Kampf gegen die studirenden Frauen. Die N. A. 8." berichtet: Bor längerer Zeit hatten 800-400 wit = in den Dienst zu stellen. " glieder der akademischen Lesehalle die Bulaffung der Sonnenschein verkündigt, lebendig und unterhalten sich ein Jahr Ehrverlust. Der Gerichtshof erkannte auf drei Monate weiblichen Hospitanten zur Lesehalle beantragt; die im Lied und Zwiegespräch über Menschliches, das so manch: Gefängniß und Veröffentlichung des Urtheils. Sache scheiterte damals an dem Willen des Rektors. Vor acht mal an Holzpuppenmanier erinnert. Das tleine harmlose Spiel Tagen wurde ein neuer Antrag gestellt:„ Das Direktorium wurde von Frl. Thesen und Herrn Böttcher drollig steif Straftammer des Landgerichts I versammelt: nicht weniger als Eine Anzahl Frauen waren gestern im Saale der siebenten der akademischen Lesehalle wird gebeten, die Gleich gespielt. berechtigung der weiblichen Studirenden mit den männlichen vierzehn Frauen wurden aufgerufen, um Zeugniß gegen den Schwiegermütterstreiche in handgreiflicher Bedeutung und der Arbeiter Hermann Ro chow abzulegen, der sie alle in derselben durch folgende Beschlüsse zu dokumentiren: 1. Die an der Wirrwarr, der daraus entsteht, daß eine vollzogene Ehe ver- Weise betrogen hatte. Die Verhandlung zeigte wieder, wie leicht Berliner Üniversität studirenden Frauen werden als Mitglieder heimlicht werden muß und daß ein Scheingatte für den wirk- es den Betrügern gemacht wird, wenn sie nur dreist und under Lefeballe zugelaffen. 2. Die Vergünstigungen für die lichen einspringt, bilden die Komik der Pariser Komödie. Herr erschrocken auftreten. Der Angeklagte hatte sich folgende Methode Studirenden der Friedrich Wilhelms- Universität haben auch für Brezillac, der schöne Brezillac, betreibt einen einträglichen Wein- ausgesonnen: Er erschien bei den Frauen, deren Männer während die studirenden Frauen Geltung." Das Direktorium ist mit vier handel. Er ist Junggeselle und seine Kundschaft besteht aus des Tages außerhalb des Hauses beschäftigt waren, stellte sich gegen zwei Stimmen über den Antrag zur Tagesordnung heirathslustigen Wittwen und Mädchen. Er verliebt sich aber in als genauen Bekannten des Mannes vor und that außers übergegangen. Gegner waren die Vertreter der christlich. Marguerite Carteret und heirathet sie in England. Daheim in ordentlich familiär. Schließlich erzählte er, und jüdisch nationalen Vereine; für die Gleichberechtigung Bordeaux soll man nichts von der Ehe erfahren, des Profits, der Kund- verreist sei, um eine kleine Erbschaft zu erheben, daß sie in daß seine Frau stimmten die beiden Herren vom sozialwissenschaftlichen Studenten- fchaft wegen, und so muß ein Herr Godet als Gatte Margueriten's einer Stunde zurückkehren werde und er sie vom Bahnhof abVerein und der Freien Wissenschaftlichen Vereinigung." gelten und alle Tücken einer streitbaren Schwiegermutter dulden, holen solle, aber durch einen tückischen Zufall ohne Geld sei. Unhaltbare Zustände bestehen zur Zeit auf dem Post- indeß Herr Brezillac als bevorzugter Hausfreund gilt. Der Auf fein Ersuchen erhielt er denn auch von den meisten Frauen Unhaltbare Zustände bestehen zur Zeit auf dem Poft artige Frechheiten wurden von den Franzosen schon mit feckerer Beträge bis zu 9 Mart hinauf, die Frauen aber wurden erst amt 25 am Königsgraben, dessen Räumlichkeiten sich als viel zu Waghalsigteit behandelt, als es Boucheron thut. Im Thalia- durch ihre heimkehrenden Männer darüber aufgeklärt, daß sie flein erweisen. In der siebenten Abendstunde, in welcher er Theater bringt man die Verve und das wirbelnde Tempo nicht einem Schwindler in die Hände gefallen waren. Auch bei der fahrungsgemäß der Andrang zu den Packetämtern außerordentlich auf, zu dem man im Residenz- Theater in jahrelanger Uebung Frau eines Schuhmannes war der Angeklagte erschienen und bedeutend ist, insbesonders dadurch, daß die Geschäftsleute um diese Zeit die Massenauflieferung ihrer Packete vornehmen, baut gelangte; und dann ist es doch wohl überflüssig, für ein niedriges hatte behauptet, von dem Ehemann den Auftrag zu haben, sich am Königsgraben eine förmliche Wagenburg aller möglichen und blog zur Ueberfättigung geübtes Genre zwei Berliner Bühnen ihm schleunigst die beffere Montur nach dem Polizeipräsidium Gefährte auf, auf welchen die Packete nach dem Amte be= zu bringen. Die Frau weigerte sich aber, ohne schriftliche Befördert werden. Zunächst erweist sich schon der Raum auf der Vom Schillerpreis". Wie der Wiener N. Fr. Preffe" scheinigung diesem Auftrage nachzukommen. Eine der betrogenen Straße als zu flein, sodaß das Abladen der Packete nur unter aus Berlin gemeldet wird, hat Professor Erich Schmid seine Frauen war dem Angeklagten zufällig auf der Straße begegnet großen Schwierigkeiten vor sich gehen kann. Noch schlimmer ist Stelle als Mitglied der Kommission der Schiller- Stiftung nieder- und hatte versucht, ihn festnehmen zu laffen; der Angeklagte war das Hineinbringen der Sendungen in den Schalterraum; derselbe gelegt. Die Veranlassung zu diesem Entschlusse gab der Umstand, jedoch schneller als sie und entkam. Endlich gelang seine Verist so gedrängt voll von Menschen, daß niemand mehr hinein daß die von dieser Kommission vorgeschlagene Buerkennung des haftung. Bei der Polizei hatte er ein ziemlich umfassendes Getaun und zahlreiche Personen harren auf der Straße vergeblich, Schiller Preises an Gerhart Hauptmann vom deutschen Kaiserständniß abgelegt, vor Gericht aber legte er sich aufs Leugnen. Eingang zum Postamt suchend. Punkt 7 wird bekanntlich das nicht ſankiionirt, sondern der Preis Herrn v. Wildenbruch ertheilt Obwohl sämmtliche Zenginnen ohne jedes Besinnen ihn mit voller Badet Bostamt geschlossen und was für Schwierigkeiten dieser wurde. Der Beschluß Schmid's erregt in literarischen Streifen Bestimmtheit als den Betrüger wieder erkannten, behauptete er, Schluß hier verursacht, das zu sehen hatte gestern einer einiges Aufsehen. Es sei erwähnt, daß im verfloffenen Jahre das Opfer einer Personenverwechselung zu sein und berief sich unferer Mitarbeiter Gelegenheit. Das fonft auf den Paul Heyse aus einem ähnlichen Grunde auf dieses Ehrenamt auf einen Gutspächter, bei dem er in der kritischen Zeit angeb Aemtern übliche Abschließen der Thür war hier nicht verzichtet hat. Damals wurde der Vorschlag der Kommission, lich gearbeitet habe. Von dem Gutspächter lag zwar schon die möglich, weil die Menschen wie Mauern am Eingang, Ludwig Fulda's Talisman" mit dieser Auszeichnung zu ehren, schriftliche Mittheilung vor, daß ihm der Angeklagte gänzlich unauf der Treppe, auf der Straße standen, und so sollte denn gleichfalls vom Kaiser abgelehnt. bekannt sei; da der Angeklagte aber bei seiner Behauptung verdie Rolljalousie herabgelassen werden. Unter lautem Gejohle Nikolaus Lenan ist der nächsten Sonntag, 22, November, blieb, so mußte der Gerichtshof wohl oder übel den Termin ver hielten jedoch die Wartenden die Jalousie fest, sodaß das im Bürgerfaale des Nathhauses stattfindende Dichter- Abend tagen und den Gutspächter als Zeugen hierher laden. Schließen des Amts zunächst nicht möglich war, und dann gewidmet. Den einleitenden Vortrag hält der Schriftsteller Aus der Sturm- und Draugperiode der Genossenschaft wurden die Packete über die Köpfe der auf dem Bürgersteig und Reinhold Ortmann, den Gesang von Kompofitionen Renau'scher Gesellschaft deutscher Dramatiker" datirte eine Privattlage, am Eingange des Postamtes stehenden Menschen hinweg in den Dichtungen von Schumann, Franz u. f. w. führt Fräulein die gestern das Schöffengericht unter Vorsitz des Amtsrichters Schalterraum hineingeschleudert. Als es den energischen Be- Jeanne Golz aus. Lenau'sche Dichtungen werden von den Mit Gericke zu verhandeln hatte. Kläger waren der Dr. jur. Wrede hebungen der Beamten endlich gelang, die Thür. Jalousie herunterzulassen, da standen noch zahlreiche Personen auf der Froböfe, May Laurence und Paul Pauly vorgetragen. Privatbeklagter der Redakteur Schriftsteller Dr. phil. Eugen Straße, die vor 7 Uhr an dem Postamt waren, doch wegen Sämmtliche deutsche Universitätslehrer der Ohren- Richter. Beide Parteien gehörten der Gesellschaft deutscher Ueberfüllung desselben keinen Einlaß mehr gefunden hatten und heilkunde haben der Deutsch.- med. Wochenschr." zufolge eine Dramatiker" an; gegen die Kläger, welche hervorragende Stelmit ihren Packeten wieder nach Hause wandern mußten. Eingabe an das Reichskanzleramt gerichtet, in der sie wünschen, lungen in dieser Gesellschaft bekleideten, wurde von verschiedenen Etwa 400 Zentner Kupferdraht, die einen Werth von daß in der ärztlichen Staatsprüfung von dem Kandidaten der Seiten gewühlt und allerlei gehässige Gerüchte verbreitet, ohne 4000 m. haben, sind der Algemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft Nachweis der für den praktischen Arzt nothwendigen Kenntnisse daß es ihnen möglich war, die Verbreiter jener Gerüchte zu faffen. Endlich kamen sie in diese Lage. Dem Schriftsteller v. Rofen gestohlen worden. Es handelt sich hierbei um die von dem und Fertigkeiten in der Ohrenheilkunde verlangt werden soll. Elektrizitätswert Oberfpree" in Wilhelminenhof ausgehenden Au der Basler Universität hat Ende Oktober das Fräu- macht, die geeignet war, die Privatkläger auf's empfindlichste zu baum gegenüber hatte der Angeklagte eine Bemerkung geLeitungen, für welche in der Richtung Berlin neunzehnsträngige lein Emilie Frey aus Basel, das bereits als Arzt praktizirte, verlegen. Er hatte Herrn v. R. nämlich gefragt, ob ihm bekannt Kupferdrähte Verwendung fanden. Auf der Strecke von Karls- die Promotion zum Doktor der Medizin, Chirurgie und Geburts- sei, daß in der Gesellschaftskasse ein Fehlbetrag von 400 Mart horst bis furz vor Rummelsburg sind diese Drähte von den hilfe glänzend bestanden. Es ist dies der erste weibliche Doktor vorhanden sei. Da in dieser gänzlich in der Luft schwebenden Masten geschnitten und von den Dieben beseitigt worden. Die der Basler Universität. Gesellschaft hat auf die Ermittelung der Thäter eine Belohnung Bemerkung der Vorwurf einer ungetreuen Kaffenverwaltung lag, Die mathematisch naturwissenschaftliche Fakultät der so strengten die Privattläger die Klage gegen Dr. Richter an. ausgefeßt. Universität Christiania hat vorgeschlagen, eine besondere Die Beweisaufnahme ließ feinen Zweifel darüber, daß die be Aus dem Polizeibericht vom 20. November. Im Professur der Zoologie für Frithjof Nansen zu errichten. leidigende Bemerkung wirklich gefallen war. Der Beklagte Hause Bellevueftr. 6 fiel die 3jährige Tochter des Arbeiters Lenz Die Entdeckung der Rinderpest Mikroben. Wie dem bestritt, die Absicht der Beleidigung gehabt zu haben und von der Treppe und erlitt einen schweren Bruch des linken Reuter'schen Bureau" aus Kapstadt gemeldet wird, bringe die behauptete, daß über die Kläger ein solches dunkles Oberarmes; das Kind wurde von der Mutter nach dem Kaiser Post vom 4. d. M. die Nachricht, daß Dr. Edington, der von Gerücht in Umlauf gewesen sei und er durch seine und Kaiserin Friedrich- Kinder- Krankenhause gebracht. Gestern der Kolonie angestellte Batteriologe, die Rinderpest Mikroben Mittheilung an v. St. nur beabsichtigt habe, den Privatklägern früh wurde vor dem Hause Rosenthalerstr. 5 die 81jährige entdeckt habe. Gelegenheit zu geben, Kenntniß davon zu erhalten. RechtsWittwe Weller, geb. Diftrat, durch einen Geschäftswagen überfahren und an den Unterschenkeln gequetscht. Nachmittags den Times" gemeldet, daß die Niagarafälle von jetzt an mit Rücksicht auf diese Angabe des Angeklagten nur eine GeldTie Ausnutzung der Niagarafälle. Aus Buffalo wird anwalt ente als Vertreter der Privattläger erklärte, daß er leistete der obdachlose Schlächtergeselle David Knauf, als er von Buffalo als Kraftquelle dienen würden. 26 englische Meilen strafe in Antrag bringen wolle. Der Gerichtshof erkannte aber einen Schuhmann wegen Betteins nach der Wache gebracht von der Stadt entfernt ergießt sich das Wasser der Schnellen doch auf eine Gefängnißstrafe in Höhe von einem Monat, werden sollte, heftigen Widerstand und griff den Beamten an, durch eine schmale Rinne auf eine 175 Fuß tiefer gelegene Tur- indem er der Meinung war, daß die Ehre der Privatkläger so daß dieser von seiner Waffe Gebrauch machen mußte. Er bine, die ihrerseits eine 22 Zoll im Durchmesser besigende ver- schwer angegriffen worden sei und es als erschwerend ins Geversetzte ihm mehrere Hiebe über die Oberschenkel und verlegte tikale Welle treibt. Diese macht 250 Umdrehungen in der Minute. wicht fallen müsse, daß die Beleidigung von einem Manne verihn durch einen Hieb an der Hand. Ueber der Welle steht eine Dynamomaschine von 5000 Pferde- breitet worden sei, der den Privatklägern zugegebenermaßen Dant fräften. Drei dieser mächtigen Generatoren geben 15 000 Pferde schulde. " Aus den Nachbarorten. lieber, ba chiller. Theaters Grete Meyer, Willy " = und der Schriftsteller von Janusz tiewicz- Reinfels, träfte und versehen Dutzende von Fabriken, Pferdebahnen und Die Hauptverhandlung wider die beiden Mörder Werner Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Vereins für unzählige Häuser mit Kraft. Der erste Kunde von Buffalo ist und Grosse findet bereits in der nächsten Woche vor dem SchwurStralan, Rummelsburg und Umgegend hiermit zur Nach der Zeit, daß alle Fabriken Buffalo's die Kraft zu ihrem Betrieb neue Periode beginnt. Die Untersuchung gegen die Mörder ist die dortige Straßen- Eisenbahngesellschaft. Es ist nur eine Frage gericht des Landgerichts I statt, bei welchem am Montag eine richt, daß in Gemäßheit eines Beschlusses der letzten Generalversammlung die Vereinsbeiträge fortan regelmäßig monatlich von den Niagarafällen beziehen werden, Buffalo, welches vor zehn Tagen abgeschlossen und seitdem ist die Sache so be versammlung die Vereinsbeiträge fortan regelmäßig monatlich 350 000 Einwohner zählt, liegt 22 englische Meilen von Niagara schleunigt worden, daß dieselbe schon jetzt spruchreif geworden ist. durch Hilfskaffirer abgeholt werden. Der Vorstand hat für Rummelsburg die Genossen Jacobiz, Gollnick und Hinterthan City entfernt. und für Stralau den Genossen Schoof mit dieser Funktion be traut. J. A.: Alfred Alschner, Kantstr. 6. Gerichts- Beitung. Achtung, Parteigenoffen von Nixdorf! Die geplante Der Verwaltungsstreit gegen die Stadt Berlin wegen der Wanderversammlung des sozialdemokratischen Vereins Vor- Höhe der Kanalisationsabgabe ist nun auch in zweiter Instanz wärts" fann in der Knesebeckstraße nicht stattfinden, da die zu gunsten der Stadtverwaltung entschieden; der Einwand, daß Restaurateure E. Wiersing und R. No st er uns ihre Lokale die Hauseigenthümer zu Unrecht nach den Bestimmungen des zu Bersammlungen verweigert haben. Die Versammlung findet Kommunalabgaben- Gesetzes mit dieser Abgabe belastet würden, deshalb am Dienstag, den 24. November, in den Viktoria- Sälen, wurde verworfen und das bestehende Ortsstatut als rechtsbeständig Hermannstraße, statt. anerkannt. Aus Oranienburg wird berichtet: Gestern Vormittag ist die Frau Tomczik, die ihren Ehemann erschossen hat, gegen eine Raution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Kunst und Wissenschaft. " Elend und Gerechtigkeit. Wegen Diebstahls und Bettelus wurde der Schneider Josef Breuer am 5. Oftober 1896 vom Landgericht Düsseldorf zu 18 Monaten Zuchthaus und Stellung unter Polizeiaufsicht verurtheilt. Der Angeklagte legte gegen das Urtheil Revision ein, worin er behauptete, die Strafe sei zu hoch, und ausführte, er sei leider gezwungen zu betteln, da er infolge einer faum überstandenen schweren Krankheit arbeits- und erwerbsunfähig sei; er sei durch unger zum Betteln und zum Stehlen getrieben worden. Das teichsgericht verwarf die Revision des Angeklagten. Aus Frankfurt a. M. wird berichtet: Die Klage des Die Küchengeheimnisse eines Budikerkellers beschäftigten Bächters Stern vom Gasthof Zum Schwan" gegen die Stadt die 3. Straffammer hiesigen Landgerichts I. Der Schankwirth auf Bahlung von 10 000 m. für den ihm entgangenen Verdienst Johann Friedrich Nicolaus und seine Ehefrau wurden be- während der Vorbereitungen zum Kaiserbesuch am 10. Mai wurde schuldigt, verdorbenes und gesundheitsgefährliches Fleisch ver- tostenpflichtig abgewiesen, nachdem ein von der Stadt vor wendet zu haben. Die Strafanzeige war von dem Dienstmädchen geschlagener Bergleich vom Kläger abgelehnt worden war. der Angeklagten, unverehelichten Ropatta, erstattet worden. Dem werden können. Vermischkes. Briefkasten der Redaktion. A. H. 77. Dorf mit 16 000 Einwohnern. Witterungsübersicht vom 20. November 1896. Die Im Schiller- Theater ist am Donnerstag Abend Anzen- Mädchen war von der Angeklagten der Dienst gekündigt an DA gruber's trefflicher Pfarrer von Kirchfeld" gegeben Stück Schweinepökelfleisch auf der worden, ehe sie aber ging, erschien sie noch mit einem worden. Dies Voltsstück im guten Sinne des Wortes, das mit wurde als vollständig verdorben erkannt. Sie behauptete, daß für 400 Dollars an einen Chinesen verkauft worden. Polizei und Dieses Das Wrack des gestrandeten Kanonenbootes„ JItis" ist einem für süddeutsche Verhältnisse bemerkenswerthen Freimuth fie und der Hausdiener solches Fleisch fortgesetzt zum Essen vor Schiffstasse des Iltis" ist aufgefunden worden; auch gegen tirchliche Unduldsamkeit und Orthodoxie kämpft, fand auch in der Wallnertheaterstraße eine herzliche Aufnahme. Der lebe gefeßt bekämen. Nach ihrer Behauptung sei gewöhnlich ein un souft haben noch mancherlei werthvolle Gegenstände geborgen hafte Beifall mochte mehr dem Werk als der Darstellung gelten, bekannter Mann mit blauer Schürze bei Frau Nicolaus erdie auch hier wesentlich an dem störenden Fehler der Unbeholfen schienen und habe ihr Fleisch gebracht, welches zumeist heit im Dialekt litt. Ein siebzigjähriger Pfarrer an St. Jakob, weiteren Behauptung hätte Frau Nicolaus einmal 25 Pfund widerlich roch und offenbar verdorben war. Nach ihrer der seine Noth im scharf artikulirten Hochdeutsch klagt, ist eine für die Zustände des Hochlandes kuriose Erscheinung, die minder verdorbenen Rindfleisches gekauft und zu Klops, falschem Hafen 2c. verarbeitet. Die Mittagsgäfte hätten fich S. 33. Wenden Sie sich an eine der städtischen Fortaufgefallen wäre, wenn man in der Aufführung das Lokalkolorit über den Geschmack dieser Küchenerzeugnisse lebhaft beklagt, fie bildungsschulen für Mädchen, die sich Friedenstr. 20, Gubenerüberhaupt aus dem Spiel gelaffen hätte, aber in dem Einzelstreben felbst habe von dem falschen Hasen vorgesetzt bekommen, das straße 51/52, Hochstr. 4, Langeſtr. 76 und Thurmstr. 75 befinden. der Künstler, je nach Neigung entweder im reinen, halbreinen Fleisch aber nicht effen können. Die Anzeige ist am 20. Juli erund Aelplerdeutsch sich gütlich neben anderen zu thun, gar sonderbar wirken mußte. Da der Kampf um den Dialeti folgt und zwar bald nachdem das Mädchen von der Angeklagten der Aufführung eine merkbare Unruhe und Unbehaglichkeit gab, geschlagen worden war. Die Angeklagten bestritten jede Schuld läßt sich über die Gesammtdarstellung nichts sonderlich Vortheil- und behaupteten, daß die Anzeige lediglich ein Racheakt des Diensthaftes berichten, wenn auch anerkannt werden muß, daß kaum mädchens sei. Frau Nicolaus will immer nur gutes Fleisch ein Mitwirkender zu nennen ist, der es an Eifer und gutem Be- von verschiedenen Hausschlächtern gekauft haben. Die Zeugin mühen hätte fehlen lassen. Zwei selbständige und durchweg sicherte, daß einmal die Angeklagte das gekaufte Fleisch unter ihr Stopatia verblieb dagegen bei ihren Anschuldigungen und ver- Stationen. wohlgelungene Leistungen boten Herr Pategg und Fräulein Bett geschoben und dort aufbewahrt habe, so daß das ganze Reisner. Letztere verlieh ihrer Anna Birkmeier ein Kolorit der Abgeschloffenheit, das ihr vortrefflich stand, und Herr Pategg Beuge Hausbiener Kranz bestätigte die Aussagen des Mädchens Zimmer mit schlechtem Geruch angefüüt gewesen sei.- Der stellte den Wurzelsepp als den Mann aller lebendiger und nach und erklärte, daß er das Pökelfleisch, welches er als Wirksamkeit lechzender Kraft dar, der seine Wuth weder flennend erhalten, verschiedene Male nicht habe effen können, weil er Etel Hamburg Zubrot noch theatralisch tobend losließ, sondern mit einfachen Mitteln darüber empfand. Auch Gäste haben das Fleisch als ungenießbar Biesbaden einen schlichten, in seinem Grollen jedermann begreiflichen zurückgewiesen. Nach der Bekundung des Polizei Thierarztes München Charakter schuf. Farblos war Herr Winterstein als Kirchfelder neugebauer war das von dem Dienstmädchen Kopatta ihm Pfarrer. Die Regie verdient volles Lob. zur Untersuchung überbrachte Bökelfleisch mit sehr unangenehmem Thalia Theater. Ein englisch bizarres Puppenspiel für Verwesungsgeruch behaftet, Saparanda ber Genuß des Fleisches das Wetterhäuschen" von Adrian erregte Brechreiz und es war zweifellos verdorben erwachsene Kinder, Roß mit Musik von Selby und der Pariser Schwant 3wei wahrscheinlich schon als faulig eingepökelt worden. Daß Aberdeen. Schwiegerföhne" von Boucheron, das waren die Novitäten des folches Fleisch gesundheitsschädlich ist, wurde vom Sanitäts- Baris.: Thalia- Theaters vom Donnerstag. Eine gewisse parodistische rath Dr. Mittenzweig ohne weiteres bestätigt. Anmuth des Engländers siegte diesmal über die Lustigkeit des Staatsanwalt Kanzo w beantragte, da hier ein ganzes System Wetter- Prognose für Sonnabend, den 21. November 1896. Franzosen, die in ihren Voraussetzungen ein gehöriges Stück und ein nichtsnuhiges und gemeingefährliches Verfahren vorliege, Zeitweise heiter, vielfach wolfig mit geringen Niederschlägen Brutalität enthält. Im Wetterhäuschen wird ein Birken- den Gästen und dem Gesinde verdorbenes und minderwerthiges und schwachen westlichen Winden; Temperatur wenig verändert. männchen, das den Regen und eine Birkenmaid, die Fleisch vorzusehen, je drei Monate Gefängniß und je Berliner Wetterbureau. " Berlin Barometer ftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windstärke Wetter Temperatur BLANIN nach Celsius Swinemünde 761 WSM 1 Dunst 2 762 SM 4 bedeckt 1 762 3 bedeckt 2 765 SW 1 heiter 4 766 M bedeckt 763 NW 2 764 2 Regen bedeckt 5 767 DED 1 Schnee 767 3 heiter 7 756 B heiter 3 • 767 2 bebedt 2 . Wien und Petersburg Cort ( 5°. 4° R.) Für denJuhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonnabend, 21. November: Opernhaus. Benvenuto Cellini. Schauspielhaus. Goldfische. Deutsches Theater. Morituri. Berliner Theater. König Heinrich. Lessing Theater. Der Abend. Theater des Westens. Schiedsmann Hempel. Nachm. 3 Uhr: Maria Stuart. Neues Theater. Bocksprünge. Vorher: Die sittliche Forderung. Residenz- Theater. Ehefesseln. Vorher: Ein delikater Auftrag. Schiller- Theater. Ein Ehrenwort. Thalia Theater. Das Wetter: häuschen. Darauf: Zwei Schwiegerföhne. Belle Alliance- Theater. Mamsell Vielliebchen. Oftend Theater. Der deutsche Michel. Volks- Theater. Mann. Ein vorsichtiger Theater Unter den Linden. Der Ehemann vor der Thür. Hierauf: Unter den Linden. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Vor Sonnenaufgang. Alexanderplat- Theater. Nansen's Reise nach dem Nordpol. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonnabend, abends 8 Uhr: Ein Ehrenwort. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater s hr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 1hr abends ab. Eintritt 50 Pf. Einzig in Berlin ist das neue Programm des Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34. Mit allen elektr. und Pferdebahnen zum Rottbuser Thor erreichbar. Heute zum 50. Male: 00000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Neu! Rodi Roubert Neu! bester Illusionist der Gegenwart. Neu! Ella und Alphons Thera urtomische musikalische Clowns. Nur noch kurze Zeit Das tollkühne Niagara- Trio. Der sensationelle Benedetty. brillante Ballet. ends Borträge mit Gyperimenten und Ein vorsichtiger Mann. Barbarini, Der beliebte Kennert abends Vorträge mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Neu: Ein Jahrhundert der Mode. Im Theatersaal: Traumbilder. Eine Weihnachtsphantasie in 13 Bildern m. Musik und Gesang. Castan's Seit 20 Jahren die komischste Posse auf Berliner Theatern. Don Juan von rückwärts. Hochdrastische Opernparodie. Um 9/2 Uhr: Neues Variété. Morgen( Todtenfeier): Der arme Poet. Schauspiel von Rozebue. Das vierte Gebot. Zeitbild von Baumeister. Im Vorzimmer Sr. Excellenz. Lebensbild von Hahn. Neuer Spezialitäten- Theil. Anfang: Woche 8 Uhr. Sonnt. 7 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Panopticum W.Noack's Theater Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Sonntag, nachm. 8 Uhr: Beine Vor- Alexanderplatz- Theater. #tellung. Abends 8 Uhr: Demetrius. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Sonnabend, den 21. November 1896: Zum 63. Male: Emil Thomas a. G. Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen, einmalige Aufführung von: Marianne, ein Weib aus dem Volke. Montag und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Cruft- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Das Wetterhäuschen. ( Weather or no.) Musikal. Genrebild von Adrian Roß. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von Bertram Luard Selby. Darauf: Zwei Schwiegersöhne. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Kinder- Borstellung zu kleinen Preifen. Auf allgemeines Verlangen: Der Rattenfänger von Hameln. Phantastisches Volksstück mit Gesang in 7 Bildern von Dr. Gust. Braun. Abends 8 Uhr: Manlen's Reise nach dem Nordpol. Ausstattungsstück mit Gesang in 4 Akten( 8 Bildern) von Hugo Busse. Mufit von Albert Wicher. ( Bons haben Giltigkeit.) Morgen und die folgenden Tage: ,, Nansen's Reise nach dem Nordpol". Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weih. Der deutsche Michel Der deutsche Michel Anfang 8 Uhr. Sonntag, 22. November: Lorbeerbaum und Bettelstab. Anfang 7 Uhr. Brunnenstr. 16. Heute, Sonnabend, den 21. November: Große Grtra- Theater- Borstellung. Die Anna- Life oder: Die Jugendjahre. Schauspiel von H. Hersch. 9 !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnbogen. ! Im Frühlingsglanze! Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester A Heil". " Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". 11 Hopfenlaube: Instrument. ,, Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft„ Eder." Theater Abtheilung: Allabendlich Auftreten von: Humoristen, Komikern, Duettisten u. f. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Borzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 Pf. Konzerthaus Sanssouci Kottbuserstrasse 4 a. Heute, sowie jeden u. u. f. 1. u. f. w. Anfang 71/2 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntags 6 Uhr. Reservirt 50 Pf. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW., Beuthstr. 2. Soeben ist erschienen und durch uns zu beziehen: Die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie. Kritischer Bericht über die Lage und die nächsten Aufgaben der deutschen Arbeiterbewegung. Von Parvus. 88 groß 80 Seiten. Preis 40 Pf. Porto 5 Pf. Diese Broschüre, welche in umfassender und klarer Darstellung die neueste Phase der wirthschaftlichen Entwicklung und die daraus für die deutschen Gewerkschaften und die Sozialdemokratie erwachsenden neuen Aufgaben untersucht, dürfte für alle Parteigenossen von größtem Interesse sein. 234/14 Restaurant und Festfäle von Julius Wernau, Schwedterstraße 23/24. Sonntag, den 22. d. Mts., sowie an dem Vorabend: Gr. oratorische Unterhaltungs- Abende bei freiem Entree, wozu ergebenft einladet J. Wernan. H. Zimmermann 4092* Uhrmacher und Juwelier 206 Oranienstrasse 206. Reinigen einer Taschen- Uhr 1,50 M. Neue Feder einsetzen. 1,00 M. Unter 2jähriger Garantie. Pelerinen- Mäntel für Knaben v. 3 M., Joppen v. 2,75 M., Schul- Anzüge, garant. haltbar in mod. u. blau, v. 4 M., einzelne Hosen von 75 Pf., sowie einen Poften Arbeiter: Sosen v. 1,20 m. an empfiehlt[ 14786 M. Kattein, Rastanien Allee 54, part. T Apollo- Sonntag. Donnerkag: Harmonika, Theater. Schwant in 4 Atten von M. Boucheron. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück Deutsch von Max Schönau. Sonntag: Gebildete Menschen. Montag und folgende Lage: Das Wetterhäuschen. Zwei Schwiegerföhne. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Sonnabend, nachm. 4 Uhr, 1. Kinder- Borstellung zu fleinen Preisen. Auf allgemeines Verlangen: Schneewittchen und die sieben Zwerge. Zaubermärchen in 8 Bildern von Georg 3immermann. Abends 8 Uhr: Vor Sonnenaufgang. Soziales Drama in 5 Atten von Gerhart Hauptmann. Billets find an der Theaterfasse, im " Invalidendant", Unter den Linden 24, und bei Paul Romeick, Leipzigerstr. 6 zu haben. Morgen, Sonntag, abends 8 Uhr: Vor Sonnenaufgang. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Jm vorderen Saal täglich: Die italienische NationalSänger- n. Tänzer- Gesellschaft Dominico Conti. Entree vollständig frei. Jm großen Theatersaal: Variété- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Sonntag, 22. Novbr.( Todtenfeft): Mutterlegen. Schauspiel mit Gesang in 5 Aften. Mile. Fougère. Kaufmann. The Troubadours. Signor Bernardi ferner 30 Kunstkräfte allerersten Ranges. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Sonnabend, den 21. November, Abends 71/2 Uhr: Jubiläums- Vorstellung. Die 250. Vorstellung in Berlin. Hochinteressantes Programm. U. a.: 4 gezähmte Zebras, e. under Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 7 Uhr. Entree 50 f. Montag: = Viktoria- Brauerei. Anf. 8 Uhr. Vorverkaufsbillets giltig. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Mittwoch: Moabiter Stadttheater. Paster's Gesellschafts- Säle Violinen, Zithern 9 in nur besten Qualitäten kaufen Sie sehr vortheilh. v. Paulus& Kruse Markneukirchen 189. Rat. gratis. Anzüge, Hofen, Winterpaletots, Gotow. fpottbillig Neanderstr. 6, Pfandleihe. Beachtenswerth für Schneider! Sonnabend: Resterverkauf. Anzug- Paletotftoffe. Am 18. d. M., nahm. 1 Uhr, verschied nach langen Leiden meine inniggeliebte Frau und unsere Mutter Marie geb. Kurth Die Beam Gehirnschlag. erdigung findet am Sonntag, den 22. November, nachm. 2 Uhr, von der Leichenhalle des Stegliger Kirchhofes aus statt. A. Heyne nebst kindern. Allen Freunden und Verwandten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegerund Großvater, der Schraubendreher Friedrich Schmidt im Alter von 52 Jahren nach kurzen Leiden verstorben ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am Sonntag den 22. d. M. von der Leichenhalle zu Friedrichsfelde( Zentral- Friedhof) aus statt. 14756 Zentral- Kranken- u. Sterbekasse der Tischler u. Oertliche Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Dreher am Friedrich Schmidt 17. November im Alter von 52 Jahren verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag den 22, d. M., vormittags 10 Uhr, von der Leichenhalle des Zentral- Friedhofes zu Friedrichsfelde aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 184/6 Die Ortsverwaltung. Verband aller in der MetallIndustrie beschäftigten Arbeiter Berlins n. Umgegend. Todes- Anzeige. Am 18. November starb unser Mit glied, der Schraubendreher[ 111/4 Franz Schmidt. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. November, Vormittag 92 Uhr, von der Leichenhalle des Städtischen Friedhofs in Friedrichsfelde aus, ftatt. Um rege Betheiligung ersucht Der Vorstand. Todes- Anzeige. Am 18. November starb unser Mit glied, der Schraubendreher Paul Dittmann. Ehre seinem Anbenten! Die Beerdigung findet am Sonntag, den 22. November, nachmittags 31/2 Uhr, von der Leichenhalle des neuen Jakobi. Kirchhofs in der Hermannstraße aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 111/5 Der Vorstand. 1 frol. Schlafstelle f. Herrn, Friedrich1476b straße 246, H. 4 Tr., Krohn. Arbeitsmarkt. Achtung, Holzarbeiter! Die Kollegen der Bautischlerei von Mek, Urbanstraße 102, haben wegen Lohnabzüge die Arbeit niedergelegt. In der Tischlerei von Albert, Hafenhaide 49, werden Arbeiten für die streifende Werkstatt von Mek, Urban straße 102, angefertigt. Ferner theilen wir mit, daß in der Werkstatt von Libock, Pappel- Allee Nr. 10, Arbeiten, welche bei Metz in folge des Streits liegen geblieben sind, Brenner& Cie. fertig gemacht werden. Alte Jakobstrasse 57| 59. Die Kollegen der Werkstatt von Neumann, Gr. Hamburgerstraße 4, haben wegen Differenzen die Arbeit Waldvögel, Kanarienroller, Bogel niedergelegt. bauer, Frettchen, Fangneße, Maul- Die Kollegen der Werkstatt von der Dreffurfunft. Lepicq- Trio, unüber Neue Königstrasse 7. förbchen bill. Schnelle, Koppenstr. 60. Heptner, Seydelstr. 29, haben wegen treffliche Hochturntünstler. Hippolog. Säle von 100-400 Personen reell u. billig. Runge, Garten für eine Alte Stiefel, v. Biopar. 1. Seft, Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Potpourri, a) 6 Trakehner Hengste, b) 3 Schimmelhengste a. Schaukelpferde, dressirt u. vorgeführt vom Dir. Basch. 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Jahrg. gerichts- Präsident Hunnanus das Urtheil u. a. wie folgt be- als den Anfang einer neuen und zwar der dritten Periode der gründet: modernen Kunst preise, weil durch diese Debatte Volk und Kunst Dem Angeklagten, der Marine- Stabsarzt a. D. ist, mußte erst zusammengeführt" sei. Wolle man überhaupt für diese ZuIn der freien Hansestadt Bremen rumort und gährt es jetzt es als Mitglied des Offizierstorps bekannt sein, daß es für sammenführung eine Grenzmarke aufsuchen, so sei die in der ganz gewaltig. Es finden dort in diesem Monat die sogenannten eine solche Beleidigung, die eine arge Herabseßung des Gründung und Wirksamkeit der jetzt durch die Polizei zerstörten Bügerschaftswahlen" statt, und die bösen Sozialdemokraten Beleidigten in sich schließt, nur eine entsprechende Sühne Freien Volksbühnen" zu finden. Wirkliche Thaten seien zumal Haben die beste Absicht, einige„ rothe Hechte in den liberalen giebt, die allerdings auf einem Gebiete liegt, das nicht gesetz auf dem Gebiete der Kunst immer bedeutsamer als die schönsten Karpfenteich" zu entfenden; fein Wunder, daß die gesammte lich ist." Diskussionen. Aus den vorhin angeführten Gründen sei dent honnette Staatsbürgerschaft dieser kleinen Republik", inklusive. Diese Begründung verdient für die nächste Duelldebatte im Genoffen Steiger zu rathen, nicht nur das Bolt, sondern auch die altehrwürdigen Senatoren und die Mitglieder des angenehm Reichstag aufgehoben zu werden. die Künstler zur Kunst zu erziehen. Nachdem Völker darauf tapitalistisch angehauchten Parlaments in Rebellion gerathen find. Ueber die Zustände in der Jrrenanstalt zu hingewiesen, daß die moderne Richtung nicht, wie behauptet wird, Und doch, wie unglaublich verzopft und kleinlich sind die Lindenhaus bei Detmold wurde u. a. folgendes durch blos photographirt, sondern außer der möglichst genauen Staatsverhältniffe dieser Republik. Wir schlagen das Gefeß- Beugenaussage bekundet: Wiedergabe des Objektes das Empfinden desselben hineins blatt der freien Hansestadt Bremen" auf. Der Modergeruch ver Wärter Bergemann: Das Geschirr, die Instrumente und zulegen versucht, polemifirt Steiger in seinem Schlußgangener Jahrhunderte weht uns entgegen. Man sieht die die Wäsche befanden sich in einem geradezu unglaublichen Zu- wort theilweise gegen die Ausführungen von Ledebour, Berrücken förmlich wackeln beim Drechseln der Paragraphen. ftande. An Reinlich feit fehlte es in der Anstalt voll- insbesondere soweit sie den Frühling" von Caspari betreffen Freilich hatten die Bremer auch schon einmal eine moderne Ver- ständig. Krante trugen bisweilen sechs Wochen lang ein und verweist darauf, daß eine Anzahl von bedeutenden Männern faffung; das war nach dem Jahre 1848. Die revoltirenden Hemd, so daß dasselbe ganz schwarz war. An Geschirr war die neue Richtung vertreten und bereits großartige formvollendete Bremer hatten sich damals eine aus allgemeinen Wahlen hervor ein derartiger Mangel vorhanden, daß Behälter, die zur Werke geschaffen haben. Der Redner spricht seine Befriedigung gegangene Vertretung fämmtlicher Staatsbürger geschaffen und Aufnahme menschlicher& ytremente gedient hatten, als über das rege Interesse aus, das seitens der Parteigenossen seinen in der damaligen Verfassung hieß es: Alle Staatsgewalt geht ßgefchirre benutzt wurden, Bertreter der Neben- Bestrebungen entgegengebracht wird und hofft, daß durch von der Gesammtheit der Staatsbürger aus." Aber es famen tläger: Wer ordnete eine solche Benuhung an? 3euge: weitere Anregungen, die er für wünschenswerth erachtet, die moderne die Jahre der Reaktion. Der Senat hatte zwar die Verfassung Der Oberwärter. Vertreter der Nebenkläger: War Kunst bei dem arbeitenden Volk einen guten Boden findet. Nachgemeinsam mit der Bürgerschaft geschaffen; doch als er Ober- dies dem Kläger, Direktor Roller bekannt?-3euge: Das weiß dem der Vorsitzende die Anwesenden zum Anschluß an den wasser hatte, kümmerte er sich nicht im geringsten um beschworene ich nicht. Eine Frau Möller, die einige Wochen als Kranke Wahlverein und zur regen Agitation für die Sozialdemokratie Verträge. Er rief 1852 die fremde Bundesgewalt ins in der Anstalt war, befundet: Sie sei genöthigt gewesen, den aufgefordert hatte, erfolgte der Schluß der interessanten Ver Land, suspendirte, auf deren Wacht geftüßt, die Ver- Urin in ihrer Zelle aufzuwischen. Da sie dies aber einmal nicht sammlung. faffung, löfte widerrechtlich die Volksvertretung auf that, so habe eine Wärterin sie aus dem Bett gerissen, sie zur und oftroyirte zwei Jahre später die im wesentlichen Erde geworfen und mit ihren( der Zeugin) Haaren zwecks Propaganda für Austritt aus der Landeskirche, tagte am Eine Volksversammlung, einberufen von Adolf Hoffmann, noch heute geltende Verfassung. Das war der be- den Ürin aufgewischt. Das Essen in der Anstalt habe 19. November in Keller's großem Saal. Anwesend waren etwa rühmte Bremische Staatsstreich, ausgeführt vom Senat, nach Rost geschmeckt, das Waschwasser sei zumeist unsauber ge- 1000 Personen. Eingangs gab Lindemann im Namen der dem ehrwürdigen Hüter von Vertragstreue, Recht und Gesetz. wesen. Dr. med. Schmidt bekundet: In der Anstalt sei ein- Kommission für Agitation zum Austritt aus der Landeskirche Danach sieht es nun in Bremen ganz anders aus. Die mal eine Typhus Epidemie ausgebrochen. Direktor Roller den Rechenschaftsbericht vom verflossenen Geschäftsjahr. Hiernach Staatsgewalt wird ausgeübt durch den Senat und die Bürger- behauptete: Die Anstalt sei nicht der Herd der Epidemie, da stand einer Einnahme von 492,57 M. eine Ausgabe von schaft. Der Senat besteht aus 16 auf Lebenszeit gewählten zumeist Angestellte erfrankt waren; er( Beuge) müffe jedoch be: 455,87 m. gegenüber; mithin ist ein Bestand von 36,70 M. vorMitgliedern, und diese Vertretung des Bremischen Patriziats ift merken, daß zunächst zwei Pfleglinge der Anstalt den Typhus handen. Die hierauf neugewählte Kommission setzt sich zusammen in allen Angelegenheiten durchaus bevorrechtet und übt eine Art bekamen. Er habe dem Tirettor einmal gefagt, er folle aus: Hoffmann, Lindemann, Jentsch, Buckow und Bohne. Staatsaufsicht über die Bürgerschaft" aus. Diese zweite wenigstens einen Desinfektor für die Instrumente anschaffen, da Nunmehr Körperschaft besteht aus 150 Mitgliedern, die immer auf sechs andernfalls große Gefahr vorliege, daß Ansteckungen vorkommen trag begann Adolf Hoffmann seinen VorJahre gewählt werden und von denen alle drei Jahre die Hälfte fönnten. Der Direktor habe ihm jedoch erwidert, daß dazu Redner verlas zunächst nach einigen einleitenden Worten einen „ Chriftliche Mucker und jüdische Heuchler." ausscheidet, um dann durch Neuwahlen ergänzt zu werden. Aber ein Geld vorhanden sei. Die Geräthschaften der Kranken, Brief des Rabiner Maybaum, der neben einigen Geistlichen der wie wird nun diese Repräsentation des Bremischen Volkfes gewählt? Stechbecken, Luftkissen u. f. w. waren im höchsten Grade chriftlichen Konfession zur Versammlung eingeladen war. Der Doch jedenfalls durch die Gesammtheit der Staatsbürger und mittels verloddert. 3 wei irrsinnige Frauen seien von dem Brief lautete: des allgemeinen Stimmrechts, weil es sich für ein modernes Direktor in einem offenen Hause untergebracht gewesen. Staatswesen und ganz besonders doch für eine„ Republik" ge- Diese zwei Frauen entwichen " Sehr geehrter Herr! Ich beehre mich, Ihnen auf Ihre und eine hört? nein! so weit ist man in Bremen noch nicht. Die sich. Trotzdem placirte der Direktor nachher ein geistestrantes danke, schon heute zu antworten, daß ich in der von Ihnen auf davon erhängte wiederholte freundliche Einladung, für die ich Ihnen bestens Wahl geschieht in a cht Klassen: Von den 150 Mitgliedern wer- junges Mädchen, das bereits einen Selbstmordversuch gemacht den 19. einberufenen Volksversammlung nicht erscheinen werde. den 14 von denen gewählt, die sich auf Universitäten eine ge- hatte, wiederum in dem offenen Hause. Auch dieses Mädchen Was soll ich in einer Volksversammlung, in der über die Frage lahrte Bildung erworben haben, 42 vom Kaufmannskonvent, 22 entwich. Es wurde glücklicherweise sehr bald wieder ergriffen, des Austritts aus der evangelischen Landeskirche verhandelt vom Gewerbekonvent, 44 von den übrigen in Bremen wohnenden noch ehe es sich ein Leid angethan hatte. Der Direktor sagte: wird? Ich habe weder den Beruf, die Landeskirche zu ver Staatsbürgern, 4 von Vegesack und 8 von Bremerhaven, welche hätte das junge Mädchen einen Selbstmord begangen, dann theidigen, noch das Recht, gegen fie feindlich aufzutreten. Ich beide Städte zum bremischen Staat gehören, 8 von der Kammer würde er seinen Abschied genommen haben. Verwalter stehe auf dem festen Grunde der jüdischen Religion, und mir ist daher für Landwirthschaft und 8 von den übrigen Bewohnern des Schürmann bekundet noch auf Befragen des Landgebiets. Aber auch die obigen 44 Vertreter der nicht theidigers: Ver- die Frage des Bekenntnisses nicht von solcher Wichtigkeit, wie die Be Der Direktor habe sich die Kosten thätigung wahrer Menschenliebe, von der allein wie das irdische Glück privilegirten Einwohner von Bremen werden nicht einmal einer Hochzeitsfeier aus der Anstaltstasse so die ewige Seligkeit abhängig ist. Was soll ich also in der von ber Gesammtheit der in betracht kommenden entlieben" und erst nach einigen Monaten das Versammlung? Bürger gewählt, sondern Bekennen Sie sich zur evangelischen oder nur von denen, die eine Geld wieder in die Kaffe gethan. Ferner wird der als Sach- fatholischen Religion, oder seien Sie meinetwegen Dissident: Bürgereid Gebühr entrichtet haben, bereits drei Jahre das verständiger zugelaffene Dr. med. Stemann vernommen. Er Wenn Sie nur Ihren Nebenmenschen lieben und diese Liebe Staatsbürgerrecht befizen, einen gewiffen Steuersatz bezahlen 2c. 2c. bekundet auf Befragen des Präsidenten: Direktor Roller nicht blos im Munde führen, sondern tagtäglich durch Ihre Dadurch sind Tausende vom Wahlrecht überhaupt ausgeschlossen. habe, nach den Bekundungen der Zeugen, die gröbsten Lebensführung beweisen, so sollen Sie mir lieb und werth wie Die Sache stellt sich in der Praxis so, daß bei den letzten Wahlen verstöße gegen die ärztlichen Vorschriften und die meine Glaubensgenoffen, wie meine Brüder sein. Empfangen 1893 aus der privilegirten 1., 2., 3. und 7. Klasse 1957 Stimmen ärztliche Kunst begangen. Geradezu unbegreiflich fei Sie die Versicherung vorzüglichster Hochachtung, mit der ich ihre 86 Bürgerschaftsmitglieder wählten, die auf die übrigen es, daß ein Nachtgeschirr als Eßgeschirr benutzt worden bleibe Ihr ergebener Dr. Maybaum." Klassen entfallenden 64 Vertreter aber durch 17 098 Stimmen ge- fei. Die Wundbehandlung widerspreche den einfachsten wählt wurden! Die privilegirten Bremischen Staatsbürger haben Regeln In längeren Ausführungen wies nun der Redner den der ärztlichen Praris. Die Bekundungen demnach zwölf mal so viel Rechte, als die übrigen; denn von Beugen lassen vermuthen, daß sich die Juftrumente, das Geschirr viel Aufsehen erregenden Hede des Rabiners Maybaum am der Widerspruch nach, der zwischen dem Beruf und der seinerzeit so ihnen wählten 23 schon einen Vertreter, von den übrigen waren und die Wäsche der Anstalt und auch die gesammte Ventilations- Grabe des Justizraths Levy deutlich hervortrat. Die Diskussion bazu aber 267 Stimmen nöthig! Und unter einem solchen einrichtung in einem geradezu schauderhaften Zustande befunden war eine sehr anregende, da von einigen Hednern gegen die Jammergesetz leben zirka 200 000 Menschen in drei Städten und haben. Direktor Roller sei ja allerdings Spezialarzt für Stellung des Referenten polemifirt wurde. Zum Schluß wurde einem halben hundert Dörfer! Kein Wunder daher, daß unsere Bremischen Genossen diesem mehr verstehen. Ob ihm die ärztlichen Fähigkeiten überhaupt dem Referat einverstanden erklärt und diejenigen verpflichtet, Kein Wunder daher, daß unsere Bremischen Genossen diesem Psychiatrie, trotzdem müffe er von den übrigen ärztlichen Dingen mit großer Majorität einer Resolution zugestimmt, die sich mit Schlendrian jetzt energisch an den Kragen geben. Sie sind mit abgehen, tönne er( Sachverständiger) nicht fagen. eigenen Kandidaten und einem eigenen Programm in die Wahl Vertreter der Mebentläger: Die Anstalt ist Eigenzeugung nach längst mit diesen Anfichten gebrochen haben. aus den Religionsgemeinschaften auszutreten, die ihrer Ueberbewegung eingetreten und hoffen durch die Wahl einiger Sozial- thum des Fürstlich Lippischen Staates und demokraten in die Bürgerschaft von dem verrotteten Staats- steht unter der speziellen Aufsicht der Regierung: 11. November seine Mitgliederversammlung ab. Friedmeyer Der Allgemeine deutsche Tapezierer- Verein hielt am gemäuer allmälig etwas abzubröckeln und in die staatliche Ist es denkbar. daß derartige Zustände der Regierung zwölf verlas zunächst den Aufruf der Hamburger Kollegen, die den Organisation des patrizischen Rhederthums" etwas modernes Jahre lang unbekannt geblieben sind?-3euge: Denkbar Berufskollegen Deutschlands die Einberufung einer gemeinsamen Leben zu bringen. Unsere Genossen verlangen in ihrem Pro- ist das schon.- Vertreter der Nebentläger: Ist Berufskollegen Deutschlands die Einberufung einer gemeinsamen gramm neben sehr vernünftigen sozialpolitischen Einrichtungen Ihnen bekannt, daß Direktor Dr. Roller das größte Ver- Konferenz der lokal- und zentral- organisirten Tapezierer empfahl. vor allen Dingen allgemeines, gleiches und direktes trauen seiner vorgesetzten Behörde genoß und von dem Landes- An der Debatte betheiligten sich Leo Schmidt, Aubert, Wahlrecht für die Bürgerschaft" und Erweiterung der Rechte fürsten zum Geheimen Sanitätsrath ernannt wurde? dieses Parlaments dem Senat gegenüber, der jetzt so ziemlich 3euge: Das ist mir bekannt. Bemerkt sei noch, daß alles thun kann, was ihm paßt und inhibiren kann, was ihm nicht während eines großen Theils der Verhandlungen die Deffent: paßt. Sie fordern zur Wahl solcher Kandidaten auf, die diese Dinge in lichkeit wegen Gefährdung der Sittlichkeit aus der Bürgerschaft" vertreten werden, während die bisherige geschlossen wurde. liberale" Majorität dieser Körperschaft eine geradezu klägliche Versammlungen. Sander, Stitty, Mostopf und Pönice. Sämmtliche Redner sind im Prinzip für eine Konferenz, versprechen sich jedoch Berlauf zweier Prozesse, von welchem der eine zu gunsten des feinen praktischen Erfolg. Pönicke berichtete sodann über den Angeklagten endete. Zum Schluß wurden den streikenden Steindruckern 20 M. bewilligt. Rolle gespielt hat. Man muß die von unseren Bremer Genossen Wenn man über ,, Militarismus" zu schreiben versucht. Die Droschkenkutscher hielten am Donnerstag für den zu den Bürgerschaftswahlen herausgegebene Broschüre lesen, um Bom Landgerichte Hannover war am 30. Wiai der Redakteur Stadttheil Moabit eine sehr gut besuchte Versammlung ab. Herr zu erfahren und es für möglich zu halten, wie diese Schildbürger Hermann Schöler wegen Beleidigung des früheren Kriegs- Rechtsanwalt Freudenthal referirte über Unzuträglichkeiten, mit sich umspringen lassen, wie sie in ihren Volksversammlungen ministers Bronsart von Schellendorf und einer Anzahl von wie sie aus den gesetzlichen Bestimmungen im Verkehr mit etwas davon fafeln, wie schön und richtig doch das allgemeine Offizieren zu acht Monaten Gefängniß verurtheilt. Die Be- Straßenbahnen entstehen, unter Hinweis auf die bezüglichen EntWahlrecht sei; sowie sie aber in der Bürgerschaft" Farbe beleidigungen find nach der Feststellung des Gerichtes begangen scheidungen des Reichsgerichts. Da diese Versammlung eine fennen sollen, in die Knie finfen und erklären, so etwas wäre in durch die Veröffentlichung der Broschüre Militärische Schreckens: Fortsetzung der allgemeinen Agitation gegen jene Bestimmungen Bremen natürlich nicht durchzuführen und dazu wären die Ver- bilder in Friedenszeiten, zweiter Theil: Ein Jahr Arbeits- war, wurde auch hier die von uns bereits mitgetheilte Rehältnisse noch lange nicht reif. Man muß es schwarz auf weiß soldat". Der Verleger der Broschüre, Verlagsbuchhändler Robert solution, welche Herr Rechtsanwalt Friedmann ausgearbeitet, lesen, wie diese Staatsmänner" fich freiwillig des Steuer- us in Stuttgart, wurde durch dasselbe Urtheil wegen von S. Schulz empfohlen und darauf einstimmig angenommen. bewilligungsrechtes begeben haben, um dem ersten Bürgermeister Beihilfe zur Beleidigung zu 1000 m. Geldstrafe verurtheilt. Fuhrherr Streu theilte der Versammlung mit, daß man auch und Senatspräsidenten gefällig zu sein, um dann hinterher zu Die Revision der beiden Angeklagten kam am 19. November seitens der Fuhrwerksbesitzer gegen diese Bestimmungen Front jammern, sie hätten geglaubt, daß sie doch noch etwas mitzus vor dem Reichsgericht zur Verhandlung. Das Urtheil, welches machen werde, wie es bereits früher, aber ohne Erfolg, ge rathen und zu thaten haben, was aber leider nicht mehr der erst in später Abendstunde verkündet wurde, lautete auf Verschehen sei. Ein von M. Schulz gestellter Antrag: beim Fall ist. Das sind diefelben Männer, die sich im Reichstage frei- werfung der Revision, da die Strafanträge forrekt gestellt Polizeipräsidium dahin zu wirken, daß die Läutesignale der seien und gewiffe Rabinetsordres, die im Urtheil eine Rolle elettrischen Straßenbahnen genau wie bei den Pferdebabnen finnig" vertreten lassen! Bremen ist vorwiegend Handelsstadt, besitzt aber auch schon spielen, revisible Rechtsnormen nicht darstellen. durchgeführt werden, fand einstimmige Annahme. Bei Besprechung eine ansehnliche Industrie, die sich in neuerer Zeit noch immer über polizeiliche Siftirungen der Rutscher erklärte Herr mehr ausdehnt. Damit wächst natürlich auch die Bevölkerung, Freudenthal, daß man gegen die betreffenden Polizeibeamten eins die für unsere Jdeen Verständniß hat, und damit die Wahlfach wegen Freiheitsberaubung flagbar werden möge, aussichten unferer Genossen. Bei der Reichstagswahl In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung, weil eine derartige Verhaftung ungerechtfertigt sei. Ebenso möge im Jahre 1893 wurden für den Sozialdemokraten die vom Wahlverein für den zweiten Berliner man, wie Schulz und Kniten betonten, gegen die verhängten Geld14 572 Stimmen abgegeben, auf die Freifinnige Vereinigung ent- Reich 3 tags Wahlkreis zum Dienstag nach dem Lokal strafen Einspruch erheben. In nächster Zeit werden weitere Ver fielen 19 030 Stimmen. Vielleicht hat sich mittlerweile auch in Königshof", Bülowstraße, einberufen war, hielt Genoffe Edgar sammlungen, auch in anderen Stadttheilen, voraussichtlich auch Theil des mittleren und kleinen Bürgerthums überzeugt, daß die Steiger den zweiten Vortrag über: Das arbeitende Wolf in Verbindung mit allen Fuhrwerksbesitzern, abgehalten werden. Forderungen des sozialdemokratischen Programms zu den Bürger- und die Kunst", der inhaltlich seinem ersten Vortrage entsprach. Eine öffentliche Metallarbeiter- Versammlung tagte am schaftswahlen, insbesondere die Abschaffung des Privilegien- Mit sichtlichem Interesse wurden die Ausführungen des Vor- Donnerstag im Kolberger Salon, um zunächst den Bericht über staates dem bremischen Staatswesen nicht zum Schaden gereichen tragenden, der die Bedenken, die gegen die moderne Kunst ver- den Stand des Streits in der Fabrik von Hartung entgegen würde, und vielleicht werden sie demgemäß wählen. Unſeren schiedentlich noch obwalten, zu beseitigen versuchte, von den An- zunehmen. Wie aus den Ausführungen des Vertrauensmannes Genossen aber wünschen wir das beste Glück bei ihrem Bestreben, wesenden, darunter viele Frauen, entgegengenommen. In der Dis- Nather hervorging, hat sich die Situation insofern wenig verdurch die Wahl vom 23. November endlich einmal Bresche in tussion warnt Genosse Ledebour, der sich sonst im wesentlichen ändert, als der Ausstand, der den Arbeitern durch die willkürliche das mittelalterliche Festungsgemäuer zu schießen, daß die Freie mit den theoretischen Betrachtungen des Referenten einverstanden er- Abänderung der Arbeitszeit und die Maßregelung der Hansestadt Bremen" bis zum heutigen Tage von der übrigen flärt, vor einer fritillosen Ueberschätzung der modernen Kunst. Kommissionsmitglieder aufgedrängt wurde, in vollem Umfange Kulturmenschheit abschließt. Das anerkennenswerthe Wollen der Künstler sei nur selten ver- fortdauert, indem noch keine Neigung vorhanden ist, ohne die Bes einigt mit einem entsprechenden Können. Redner erläutert dies willigung der verlangten Konzessionen in die Fabrik zurückzukehren. durch Kennzeichnung der Mißgriffe, die bei der Leffing- Statue im Von den Ausständigen, denen sich noch 6 Mann aus der Thiergarten in der Darstellung des Genius und in dem Bild Fahrrad Werkstatt angeschlossen haben, so daß bereits 123 Mann Der Richter im Detmolder Jrrenprozeß und das Duell. Frühling" von Gaspari in einer der neuesten Nummern der an dem Streit betheiligt sind, haben nur drei, unter ganz eigenIn dem vorgestern in Detmold verhandelten Beleidigungs-" Neuen Welt" gemacht seien. In beiden Fällen feien realistische thümlichen Umständen die Arbeit wieder aufgenommen. Mit Hochprozeß, in dem, wie berichtet, der Angeklagte, Marine- Stabsarzt Modell- Porträts nackter Großstadt- Knaben für symbolische Dars druck arbeitete der berühmte" Arbeitsnachweis in der Gartendurch den der Firma Dr. v. Köppen in der Berufungsinstanz zu 600 M. Geldstrafe stellungen verwandt, für die sie nicht passen. Es sei auch eine Ueber- ftraße, an stelle der Streikenden verurtheilt worden ist, hat der Vorsitzende des Gerichts, Land. schäßung, wenn der Referent die Diskussion auf dem Gothaer Parteitag eine Anzahl Schlosser und Dreher zugefandt wurden, Gerichts- Beitung. " wovon ein Theil, warmen 1 abends 9 Uhr bei Heft, Brunnensir. 155. Vergnügungsverein Fiducta, Theaterverein der Louisen= Theaterverein Thalia, Küstriner Plaz 10 bei Christian. Theaterverein Verein London. Der einzige hiesige sozialdemokratische Verein Londons, der wie vor 49 Zottenham Street, Tottenham Court Rd., W. London. Kommunistische Arbeiter Bildungsverein befindet sich nach Theater- und Artistenverein Minerva. Sigung heute Abend 9 Uhr 1. und 15. im Monat bei Linte, Jüdenfir. 36, vormittags 10 Uhr. Gäste 22. November, abends 7 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstr. 20: ExperimentalVortrag des Herrn Fr. Clausen über die neuesten Errungenschaften auf dem Gebiete der Röntgen- Photographie und Durchleuchtung( X- Strahlen). Orts- Krankenkasse der Schuhmacher. Sonntag, den 22. November, vormittags 10 Uhr: Versammlung Alexanderſtr. 27e( Englischer Garten). findenden Erfahwahl und Neuwahl. Aufstellung der Kandidaten zur VorTagesordnung: Aufstellung der Delegirtenliste zu der am 24. d. M. stattstandswahl. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Moabiter Naturheilverein. Sonntag den 22. November, abends Beisammensein. B, im Restaurant Martthalle( Thurmstraße): Stzung. Nachher geſelliges Vergnügungsverein Luftige Seelen". Sigung heute Abend 8½ Uhr, Reichenbergerstr. 19. Filiale Berlin 3: Allgemeine Kranken- u. Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29). Mitglieder- Bersammlung heute Abend 8% Uhr, Mant euffelstr. 46. Kaffenbericht. Filiale Berlin 4: Heute Abend uhr Versammlung bei Wilte, Andreasfir. 26. Tagesordnung: 1. Kaffenlung heute Abend 9 Uhr bei Diete bericht. 2. Berschiedenes. Filiale Berlin 5: Mitglieder- Bersamm Lothringerstr. 67. Charlottenburg: Heute Abend 8% Uhr: Mitglieder- Versammlung im Restaurant Leder, Bismardstr. 74. Filiale Rirdorf: Mitglieder Bersammlung heute Abend 8 Uhr, Biethenstr. 69 bei Preßler, Filiale beeinflußt durch die Hungerpeitsche| haben und 2 Agitationstouren unternommen wurden. Die Be-| Bauchklub Dornröschen, abends 9 Uhr, bei Gerbner," Burgdorfftr. 14. der schwarzen Listen, die Arbeit aufnahm. Von diesen theiligung an der Maifeier zeigte einen erfreulichen Fortschritt flub Revolution, Sigung abends 9 Uhr bet Hauptmann, WienerEtattlub Blaue Blufe, bei Wuttke, Graudenzerstraße 2. Stats mußten aber bereits wieder einige entlassen werden, da es und betheiligten sich an der Versammlung am Vormittag über firaße 1-6. Stattlub Br überlichteit, abends von 9 Uhr au Sigung an dem nothwendigen Guß in betracht kommen überhaupt fast 50 Personen. Eine Beschwerde wegen der für diese Versamm bet Wittwe Lehn, Stralsunderstraße 19.- Stattlub 50. Jeden Sonnabend nur die Gießereiarbeiter fehlte. Auch aus Neusalz, wohin sich lung verbotenen Tellersammlung wurde vom Landrath sowohl 8% Uhr bei klein, Wienerstraße 31. Bergnügungsverein Alpen die Firma wandte und durch Inferat im Streisblatt dauernde wie vom Regierungspräsidenten und vom Oberpräsidenten als Bergnügungsverein Bruderfette, Sigung abends 9 Uhr, bei Paris, veilchen, abends 10 Uhr Sigung bei Ruppin, Blumenstr. 49. Beschäftigung bei guten Löhnen versprach, haben sich noch keine unbegründet zurückgewiesen. Redner hält die Verfügung, nach Gleditschstraße Nr. 23. Schachtlub Springer, abends 9 Uhr Former gefunden, die gewillt wären, die Arbeit hier aufzunehmen. der Vergnügungen an Sonnabend- Abenden nur bis 12 Uhr bei Wernau Rosenthalerfir. 576 Tambourverein Moabit: UebungsDie Firma hat nun andere Wege eingeschlagen und läßt die dauern dürfen, für uns stunden Mittwoch und Sonnabend von 9 bis 10 Uhr bei Dittmann, von weit geringerer Bedeutung Berlebergerstr. 9. Verein ehemaliger Schüler der 7. Real nothwendigen Arbeiten bei Döffemann u. Kühnemann und als für die Gastwirthe; mögen diese, die großen Steuer- chule, präzise 9 Uhr im Restaurant Nepomut, Neue Noßfir. 22: Sigung Keyling u. Thomas herstellen und zwar in einer für die Arbeiter zahler, sehen, wie sie sich damit abfinden. Die Abrechnung des Ver-( Wissenschaftlicher Bortrag. Literarisches.) Touristenklub, Ruf". Jeden auffällig provozirenden Weise. Wenn das Unternehmerthum trotz des trauensmannes wies eine Einnahme von 290,50 M. und eine Berein Selgoland II, jeden Sonnabend Sigung bei Lehmann, LübbenerSonnabend 9 Uhr Neue Friedrichstr. 92, Restauration Grob. Vergnügungsfonftigen Konkurrenzkampfes es auch niemals fehlen ließ, den durch die Ausgabe von 233,50 M. auf, mithin ist am 1. Oktober 1896 ein fraße 9.- Stattlub Freundschaftsbund, abends 8% uqr bei Ganswig, Arbeiter Bedrängten beizustehen, so hat man es doch noch nie Bestand von 57 M. vorhanden. Da die Einnahmequelle der Reichenbergerſtraße 147. Theater- und Bergnügungsverein Troilus, gewagt, die Streifarbeiten, die in anderen Fabriken fertig gestellt Partei nur eine dürftige ist, so haben die Genossen vor kurzem abends 9 Uhr, Blumenftr. 32 bei Reiche. werden sollen, noch besonders zu kennzeichnen und mit dem beschlossen, den Vertrieb des Wahren Jakob" und der Broschüren stadt, Annenſtr. 9 bet Broz. Turnverein Deutsche Eiche, JohannisStempel der betreffenden Firma zu versehen, wie dies gegen wieder in die Hand zu nehmen. Hierauf wurde Freiwald that, in Echaller's Ballſalon. Uebungsfiunde abends 9-10( Männerabth.). wärtig der Fall ist. Alle Maßnahmen der Unternehmer, Mlaß- einstimmig zum Vertrauensmann wiedergewählt und Schockel, ata- zoto, abends 8% Uhr, Koppensir. 29 bei Keller( Tunnel). regelung der Vertrauensleute, Einführung von längerer Arbeits- Pro brock und Deventier mit der Revision betraut. Den Gefertigteit, jeden Sonnabend nach dem 1. Schulzendorferstraße 27 bei zeit, Lohnreduzirungen. f. w., wie sie zur Zeit auf der Tages- Bericht der Lokalfommission erstattete Rißmann- Schön- Welzet.- Touristentlub Ruf, abends 9½ Uhr Dresdenerstraße 58 bet Becker. ordnung stehen, deuten unzweifelhaft darauf hin, daß man hausen; Redner ersuchte, die Regelung der Lokalfrage der fünftigen Módeaften hver Lördag Kl. 9. Besógende ere velkomne. Dansk Forening Freja, Kommandantenstrasse 72( Neues Klubhaus), Danske Aviser beabsichtigt, in der gegenwärtig flauen Konjunktur, die Lokalkommission zu überlassen, worauf Rißmann- Schönhausen, findes i Lokalet. bis Anfang Februar andauert, die Arbeiter in den Hirschmeyer und Kremse( beide für Pankow) in die Restaurant" Bur neuen Post", heute Abend 9 Uhr Mitgliederversammlung. Böhmisch slawischer Bildungsverein Hawlischet, Beuthstraße 21, Generalftreit 810 treiben, fie für längere Zeit Lokalkommission delegirt wurden. Der Bericht des Gemeinde- German" American Club Uncle Sam, 9 o'clock, Wallstr. 57. Guests tampfesunfähig zu machen. Es würden, wenn die Arbeiter in vertreters, Genossen Lubig, rekapitulirt einige örtliche Ver- are welcome. diese Falle gehen, zunächst ungefähr 2000 Gießereiarbeiter in den hältnisse, die im Gemeinderath zur Erledigung standen. So Deutscher sozialdemokratischer Leseklub in Paris. Rue St. Ausstand gedrängt werden, durch die eine ebenso große Zahl wurde von ihm der Antrag auf Reinigung der Straßen seitens Sonore 314, Cafe du Lion de Belfort. Jeden Sonnabend öffentliche Beranderer Metallarbeiter in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Gemeinde unterstützt, dagegen die Errichtung einer Markt- ammlung; reiche Bibliother, Zeitungen, franzöſiſcher Unterricht. anbetracht dieser Verhältnisse ist die Organisation der Former halle bekämpft. Leider ist der Antrag unseres Genossen auf Ge- at te, von Karl Marx und Friedrich Engels 1846 mitbegründere zu dem Entschluß gekommen, jeden weiteren Streit so weit wie währung unentgeltlicher Lehrmittel in den Schulen abgelehnt. möglich jetzt zu vermeiden und eine den Arbeitern genehmere Bei der Gelegenheit befürwortete Lubig auch die Austellung Zeit abzuwarten, Die Ausständigen der Hartung'schen einer größeren Zahl von Lehrern. Einen Antrag, die Kirchen bei Doffe. Fabrik, die in der großen Mehrzahl organisirt sind, glocken umgießen zu lassen, hat Redner nicht zugestimmt. Im Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis Stralfollen, soweit sie anderweitig noch keine Beschäftigung erhalten Beleuchtungswesen soll insofern eine Aenderung eintreten, als fund- ranzburg- Rügen. Versammlung jeden ersten Sonntag nach dem haben, in ausgiebigfter Weise unterstützt und der Zuzug man beabsichtigt, Gasglühlicht einzuführen. Die Kosten hier- wiltommen. nach der Firma ferngehalten werden. Wie von dem Referenten, für belaufen sich auf 5000 m. und wird der Redner Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 22. November, vorm. 834 Uhr, so wurde auch in der Diskussion das rigorose, brutale Vorgehen beantragen, daß einzelne Laternen die ganze Nacht brennen. Bei Rosenthalerstr. 38:„ Bortrag, Freireligiofe Vorlesung". Um 10% Uhr vorm Der Unternehmer scharf fritifirt und mit dem Hinweis auf die der Regelung der Beamtengehälter ist der Standpunkt der Dienst: den Tod". ebendaselbst: Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Feuerbach über sonderbare bekannte Verhaftung des Vertheilers und Konfistation altersstufen innegehalten worden. Redner wies dann zum Schluß Samariter- Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Sonntag den Der harmlosen Handzettel, auch das Verhalten der Polizei einer auf den allgemein empfundenen Uebelstand hin, daß auf dem eingehenden Kritit unterworfen. Nachdem noch mehrere Terrain des Lieutenants Schwarze in der Berlinerstraße von Reduer eine Reihe von Vorkommnissen schilderten, die darauf höherer Stelle die Genehmigung für eine Müllabladestelle erschließen lassen, daß in nächster Zeit ganz gewaltige theilt wurde, die so ziemlich in der Mitte des Dets gelegen ist. Rämpfe bevorstehen, wurde auf die sanitären Mißstände, die in Hoffentlich gelingt es dem einmüthigen Protefte der Einwohnerfast allen Fabriken, insbesondere in der von Hartung vorhanden schaft, diese Müllstätte verschwinden zu lassen. In der Disfind, hingewiesen. Bisher habe man vergeblich gewartet, daß die tussion gab Hirschmeyer seine Erfahrungen als ehemaliger Behörde diesen Dingen ihre besondere Aufmerksamkeit widme. In Laternenanzünder zum besten. Besonders mißlich findet Redner Worten appellirten appellirten alle Redner ant die An- die Anordnung, daß diese Beamten täglich nach Berlin zur wesenden, in anbetracht der Zustände mehr wie je für Kontrolle müssen. Nachdem Schockel noch auf die Gefahren den Anschluß an die Organisation zu wirken, die Samm- hingewiesen hatte, welche durch die Enge des Straßenzuges, durch lungen für den öffentlichen Fonds in noch ergiebigerer Weise welchen die elektrische Bahn fährt, die Wollank- und Breitestraße, zu betreiben und eine rege Agitation unter den Kollegen zu vor allen Dingen aber an der Nordbahn- Brücke, hervorgerufen entfalten, um dem Unternehmerthum in energischer Weise ent- werden, appellirte der Vorsigende an die Versammlung, sich nicht gegentreten zu können. Ganz besonders soll darauf geachtet damit genügen zu lassen, ihre Beauftragten und Vertrauenswerden, daß an stelle der gemaßregelten Vertrauensleute sofort perfonen gewählt zu haben, sondern man müsse ihnen auch die neue Kräfte treten. Zur Annahme gelangte folgende Resolution: thatkräftige Unterstützung zu theil werden laffen.. Die Versammlung erklärt sich mit den Ausständigen solidarisch und verpflichtet die Kollegen zur moralischen und materiellen Kommunalwahlen, fand hier eine öffentliche Parteiversammlung Köpenick. Am Montag, den 16. November, am Tage der Unterstützung derselben." Nach einem fräftigen Schlußwort statt. Das Bekanntgeben des Wahlresultats wurde von den Mäther's erfolgte der Schluß der gutbesuchten Versammlung Versammelten mit febbaftem Beifall aufgenommen. Selbstmord eines Rekruten. Vom Eisenbahnzuge übermit einem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung. ( Siehe fahren ließ sich auf dem Bahnhof Liffa i. P. der Rekrut Gorran Vorwärts" Nr. 270.) Der Bericht des Vertrauensmannes er von der 11. Kompagnie des 3. Bataillons des 50. Infanteriegiebt eine Einnahme von 1350 M. und eine Ausgabe von Regiments. Dem Bedauernswerthen wurde von den Rädern 1269 M., so daß ein Bestand von 81 m. verbleibt. Vor dem der Kopf vom Rumpfe vollständig abgetrennt. Gorran sollte Eintritt in die Tagesordnung fordert der Beamte, wie das schon wegen Untauglichkeit zur Ausbildung als Soldat demnächst enthäufig geschehen, die Frauen auf, das Lokal zu verlassen. Um lassen werden. Die Motive zu der schrecklichen That sind nicht die Versammlung nicht zur Auflösung zu bringen, wird dem bekannt geworden. stattgegeben. Als taum die Polizeistunde herangerückt ist, löft der Ueberwachende die Versammlung auf. Das falsche Bärenweib. Die Dresdener Polizeidirektion hat, wie der Dresdener Anzeiger" berichtet, die weitere SchauArbeiter- Bildungsfdule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Südstellung des im Dresdener Castan'schen Panoptikum Stadtwald o fils chule, Waldemarfir. 14: Nationalökonomie( Allgemeine Uebersicht der verschiedenen Wirthschaftsstufen. Entwickelung der bürgerlichen theoretischen schlößchen ausgestellten sogenannten Bärenweibes" untersagt. Dr. Conrad Echmidt. Die Marr'fche Werth- und Mehrwerth- Lehre). Herr Eine behördlich angeordnete Untersuchung hat nämlich ergeben, Erkenntniß. Antike und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung: veröffentlichten Plakaten, sowie nach dem bei der Vorführung Nordschule, Brunnenstraße Nr. 25: Natur- daß das zur Schau gestellte Wesen feineswegs, wie nach den thronung der Erbe aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische gehaltenen Vortrage angenommen werden muß, eine unerklärliche im Alterthum. Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Ent Auffaffung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in Abnormität, sondern lediglich eine infolge einer früheren Erdas Naturganze[ Samart.Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. Grenzen der Natur. Erkenntniß). Herr Dr. C. Joël. tranfung wahrscheinlich sogenannte englische Krankheit fchriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die Schulräume find zur Benuzung der Bibliothek und des reichen Beit- an Armen und Beinen verkrüppelte, übrigens aber durchaus normale Frauensperson ist. Die Person wird vom SchauArbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. steller, zur Ankündigung als Bärenweib, mit einem schwarzen Neumann, Pafewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Sonnabend, Abends Bärenfelle bekleidet. Seltsamerweise hat man das Bärenweib 9 bis 11 Uhr: Uebungshunde und Aufnahme neuer Mitglieder. mehrere Monate in Berlin unbeanstandet gezeigt, und weder Esmeralda, Königsbergerstraße 5 bet Lastowsty. Rirdorf, Hermannstraße 197 bet Babenschneider. Grüne Eiche, Polizei noch Aerzte, deren Namen man zur Reklame benutte, berger Allee 156 bei Goebel. Ganges Echo, Naunynftr. 86 bei Streit. haben Notiz davon genommen, so daß es erst der Dresdener Be Babitr. 19 bet min. Jmmergrün, Tegel, Spandauerstr. 5 bei 6. Rentner. Glück zu, hörde vorbehalten blieb, die Zäuschung aufzudecken. Uebrigens Hand in Hand II, Frankfurter Allee 16 bei Günther. waren die Vorführungen des Weibes im Panoptikum noch am Liederkranz in Brandenburg a. S., Mengert's Volts: garten, Bergstr. 6. Vorwärts 7, Rummelsburg, Ede Göthe und Sonnabend Abend stark besucht und der Aussteller, ein Neger, Frisch auf I, Friedrichsberg, Wartenbergfir. 67 bei Lange. Frisch auf II, Schönwalde in der Mart. verkündeten noch mit lauter Stimme, welches ,, Wunder der Natur", Treptow wie das Bärenweib, man hier vorzuführen in der Lage sei, trok in Treptow, Baumschulenstraße 32 bet Lange. Weiße Rose II, Neu- dem die Nachmittagsblätter bereits die Aufklärung dieses Weißenfee, Wörthers und Megerstraßen- Ecke bei Hannemann.- Gin neu- Marfgrafenpieste, bet. Grasnic. tracht 3, Teltow. Behlendorferstr. 6 bet Dery Echo 3, Langendamm, Räthsels" enthielten. " Sängerlust, Luckenwalde, Beeligerstraße 34 bei Otto Schulze. Echo III, Langendamm, Alt- Mart wird aus Paris gemeldet: Bor einigen Tagen fanden Maurer, Der gerichtliche Sachverständige. Dem Berl. Tagebl." grafenpieste bei Grašnic. Frohnn I, Rummelsburg, Goethe- und welche mit dem Niederreißen eines Hauses im Quartier MontAlle Bufchriften, den Bund der geselligen Arbeitervereine betreffend, find Der Fall" wurde von Zeitungen sensationell aufgebauscht, und Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. martre beschäftigt waren, im Schutt den Kopf eines Mannes. au richten an: Hermann Jahn, Schönhauter Allee 177c. Sonnabend: die Polizei bot einen gewaltigen Apparat zur Aufklärung der Bergnügungsverein Helgoland", Grüner Weg 20 bei Rudolf.„ Ba= varia", Lychenerstraße 23 bei Schmidt. walterstraße 3 bet Neumann. Allezeit Fibet". Base- mysteriösen Affäre auf; man nahm sofort an, es liege eine Theaterverein and in hand, Georgen: blutige Mordthat vor und bewachte bereits das Haus eines firchfir. 65 b. Späth. Vergnügungsverein elifonia, Gr. Frankfurter Individuums, das Straße 74 bet Breuer. unbekannten Gründen für Bereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuserdamm 72. Arbeiter- Rancherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im den Mörder hielt. Borgestern untersuchte der medizi Sonnabend: Unverzagt", Lebuferstraße 18 bet Bogel. nische Sachverständige Doktor Bibert, der Autor eines Angler I, Bimmerstraße 55 bet Ruppert. großen Wertes über gerichtliche Medizin, das geheimniß volle Haupt und konstatirte, daß dasselbe durch unerfahrene Verbrecherhand vor etwa achtzehn Monaten vom Rumpfe getrennt worden sei. Eben wollte die Polizei den muthmaßlichen Mörder verhaften, als ein Sohn des ehemaligen Besitzers des demolirten Hauses, Lebel, herbeiftürzte und das Geheimniß aufklärte. Das Haupt war vor dreizehn Jahren in den Besitz seines Vaters ge= langt, der es von einem Haufirer kaufte, welcher das Haupt auf dem Schlachtfelde von Le Mans gefunden hatte; er präparirte den Kopf und feste ihm Glasaugen ein. Der gerichtliche Sachverständige hatte garnicht bemerkt, daß der Kopf Glasaugen hatte. Lebel sammelte Sfelette aus Liebhaberei; er war Dilettant der Anatomie, ebenso wie der gerichtliche Sachverständige. = Eine öffentliche Metallarbeiter Versammlung für Friedrichsberg und Friedrichsfelde beschäftigte sich am Dienstag in Spizig's Salon in Friedrichsberg mit den Arbeits- und Lohn verhältnissen in den Fabriken von Edert, Lange u. Gut zeit, 3ichelletschty, Gändrich, Malick u. Comp. und Tesnow. Der Referent Faber rügte besonders die fanitären Verhältnisse in genannten Fabriten, die niedrigen Löhne und die mangelhafte Organisation der dortigen Arbeiter. Die Behandlung der Schmiede bei der Firma Eckert durch den Meister sei eine unwürdige. Auch sei es häufig der Fall, daß die Schirrmeister mit einem Wochenverdienst von 19 M. nach Hause gehen müßten.( Burufe: Oft noch viel weniger.) Die Arbeiten würden theilweise nach Gunst vertheilt und verschiedene Preise für ein und dieselbe Arbeit gezahlt. So habe ein ausgelernter Arbeiter für sog. Schußkasten nur 0,25 M. erhalten, während der Akkordpreis dafür 0,50 m. beträgt. Bei der Firma Lange u. Gutzeit feien für ca. 200 Arbeiter nur vier unfaubere Klosets vorhanden. Die Löhne der Arbeiter schwanken awischen 15-17 M. pro Woche bei einer täglichen Arbeitszeit von 93/4 Stunden. Auch die Akkordlöhne seien äußerst niedrige. Bei Regen- und Schmutzwetter ist der ungepflasterte of an manchen Stellen aufgeweicht und dort müßten dann häufig Reparaturen an Wagen vorgenommen werden. Auch hier wird über die Höhe der Strafgelder geklagt: Für einige Minuten Später tommen werden 0,25 M. Strafe abgezogen, für ein Versehen beim Markenanhängen oder abnehmen ebenfalls 0,25 m. Strafe. Bei Zschelletschty werden neben ca. 60 Arbeitern Lehrlinge befchäftigt. Alle Arbeiter verdienten im Akkord oft 12 M. pro Woche, doch der Unternehmer ließe ihnen dann selbst ca. 18 M. auszahlen. Das sei wohl ein Beweis dafür, daß den Unternehmern die Akkordsätze selbst zu niedrig erscheinen. Trotzdem zeigen die Kollegen eine gewiffe Bus friedenheit, die nach Meinung des Referenten sich daher erklären läßt, daß die erst vom Militär zurückgekommenen Arbeiter sich selbst unter äußerst niedrigen Löhnen an bieten. Die Besprechung der Verhältnisse in den anderen drei Fabriken wurde der vorgerückten Zeit wegen für eine spätere Bersammlung vertagt. In der Diskussion bestätigten mehrere Redner die vom Referenten geschilderten Uebelstände. In der Antindigung zur Versammlung waren auch die Mitglieder des Ortsvereins der Metallarbeiter eingeladen worden und ein Theil von ihnen erschienen. Der Referent betonte nun im Schlußwort, daß gerade im Often Berlins die Hirsch Duncker'schen- Metallarbeiter start vertreten find, aber, er vermisse daß fie sich um die Abstellung der angeführten Uebelstände bemühen. Er zeigte weiter, wie nur eine auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehende Organisation derartige Uebelſtände abftellen tann. Eine diesbezügliche Resolution, die von den Versammelten den Anschluß an unsere Arbeiterorganisationen verlangte, wurde einstimmig angenommen. Die Gegner enthielten sich der Abftimmung. Mit einem Hinweis auf den Streit bei Hartung und das Vorhaben der Kühnemänner zum nächsten Jahre wurde die gutbesuchte Versammlung geschloffen. 23 A Paukow. In Störr's Gesellschaftshaus fand am 15. No vember eine Volksversammlung für Bankow und Nieder- Schönhausen statt. Der Vertrauensmann, Genoffe Freiwald, berichtete, daß in diesem Jahre 13 Bersammlungen stattgefunden Sonntag, den 22. d. M. frische Blut- und Leberwurft in Johannisthal bei Aug. Senftleben. 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Reflektanten wollen sich gefälligst wenden an die der Expedition Allgemeine Orts- Krankenkasse Bergarbeiter- Zeitung gewerblicher Arbeitern. Arbeiterinnen Glück Auf" Bwickau Deutscher Holzarbeiter Verband iau in Sabien. Branche der Parquetbodenleger. Drts- Krankenkasse d. Kupferschmiede. zu Berlin. Die für die Wahlperiode 1896 und 1897 gewählten Delegirten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, werden hierdurch zu einer Generalversammlung am Sonnabend, anßerordentlichen Generalversammlung den 28. Nov. cr., abds. 81/2 Uhr, Res am Sonntag, den 29. November 1896, vorm. 10 und 10/2 Uhr, Montag, den 23. November, abends 8 Uhr, im Lokale staurant Rosenthalerft. 11/12. Tagesord.: in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal) ergebenst des Herrn Zubeil, Lindenstr. 106: Siehe übersand. Einlad. d. Vorst.[ 1486b eingeladen. Kommissions- Sihung. Vertrauensleute und die Kollegen der Firma Leibe& Co. werden persönlich aufgefordert, zu erscheinen. Merkel. Orts- Krankenkasse Acart. Bachmeyer. Möller. Schlewitz. Grab. Splanemann für das Goldschmiede- Gewerbe. Winkelmann. Buige. Babgewitz. Wohlfart. Verband der Möbelpolirer. 2644 Um 10 Uhr Versammlung der Arbeitgeber. Zages Ordnung: Wahl von zwei Vorstandsmitgliedern auf zwei Jahre aus der Bahl der Arbeitgeber.- Es scheiden aus: Die Herren Haeger und& evy. Schluß Am Sonnabend, d. 28. Novbr. 1896, der Versammlung der Arbeitgeber. abens 81/2 Uhr, findet in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20, die Ordentliche Generalversammlung geber und Kaffenmitglieder statt. Tagesordnung: Um 10 Uhr Versammlung sämmtlicher Delegirten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tages- Ordnung: 1. Genehmigung des Vertrages mit dem Verein der freigewählten Morgen, Sonntag Abend 7 Uhr, Alexanderstraße 27e: fämmtlicher Vertreter der Arbeit Kaffenärzte pro 1897. Für den Fall der Ablehnung, beschließt die VersammVersammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über:„ Die Eroberung des Nordpols." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nachdem: Gemüthliches Beisammensein. Zutritt haben nur Mitglieder und die von ihnen eingeführten Gäste; für letztere sind Einlaßkarten bei den bekannten Kollegen, sowie bei den Arbeitsvermittlern zu haben. Montag Abend 8½ Uhr, Admiralstraße 18e: Versammlung. Tages Ordnung: 145/15 1. ,, Der Aberglaube und seine Entstehungsursachen." Referent: Genosse Massach. 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten.- Die Kollegen der Werkstatt Jahnke, Reichenbergerstraße, Kunert, Naunynstraße 3, Schwarz, Dieffenbachstr. 33 und Lade, Dieffenbachstraße 36, sind hiermit besonders eingeladen. Der Vorstand. Leder- und Galanterie- Arbeiter( Portefeuiller). Branchen- Versammlung heute, Sonnabend, abends 8½½ Uhr, im Lokale des Herrn Roll, Adalbertstraße 21. Zagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. In getrennter Wahlversammlung: a) Für die Vertreter der Kassenmitglieder: Ergänzungswahl von 4 Mitgliedern zum Vorſtand. b) Für die Vertreter der Arbeitgeber: Ergänzungswahl von 2 Mitgliedern zum Vorstand. In gemeinschaftlicher Versammlung: 1. Wahl des Rechnungs- Ausschusses pro 1896 ( 1 Arbeitgeber, 2 Raffenmitglieder). 2. Vorlegung des Vertrages mit dem Verein der freigew. Raffenärzte für 1897. lung im voraus: Die Genehmigung eines Abschlusses mit anderen Aerzten, durch den Vorstand der Kasse. 2. Wahl eines Ausschusses von fünf Mitgliedern, zur Borprüfung der Jahresrechnung pro 1896. 3. Statutenänderung: a) Antrag des Vorstande 3: Aufhebung des OberpräsidialErlasses vom 10. Oftober 1894.( 3weiter Nachtrag des Statuts.) Abänderung des§ 18, im 2. und 3. Sah, statt zweiundfünfzigsten Woche zu sehen: fechsundzwanzigsten Woche. Jm§ 16 statt 52 Wochen zu setzen: 26 Wochen. b) Antrag von 21 Delegirten: Abänderung des§ 30 des Status und seiner Nachträge. Herabsetzung der Beiträge von 63, 57, 33, 27, 21 Pf., auf 57, 51, 30, 24 und 18 Pf. wöchentlich. 4. Bericht des Herrn Haertel über den Stand der Zentralisations 3. Beschlußfaffung über die Abänderung frage der Krankenkassen Berlins. des§ 16 d. Statuts. 4. Verschiedenes. Um pünktliches und zahlreiches Erausfallen zu laffen. scheinen der Herren Vertreter ersucht Berlin, den 19. November 1896. 71/5 5. Beschluß, die ordentliche Generalversammlung im Dezember d. J. Schluß der allgemeinen Generalversammlung. Es findet nun die Wahl von 4 Arbeitnehmern zum Vorstande statt. Es Der Vorstand. 3. A.: E. Davidshäuser, Vorsitzender, scheiden aus die Herren Künzel, Soyta, Jahn und Frau Rönsch. Berlin, den 15. November 1896. Elisabethstraße 45b Der Vorstand. R. Haeger, Vorsitzender. J. Ortskrankenkasse der Schuhmacher. 1. Vortrag über:„ Warum sind wir arm?" 2. Wie es gemacht wird." Sonntag, den 22. d. Mts., 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen erwarten Die Vertrauenslente. 24/2 Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Sonntag, den 22. November, mittags 12 Uyr: Große öffentliche Versammlung in Feuerstein's Salon, Jakobftr. 75( oberer Saal). Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zu dem Aufruf des Kollegen Töpfer, Hamburg. 2. Wahl einer Revisionskommission. 3. Verschiedenes. 3013 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht sämmtlicher Kollegen, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Lohnkommission. J. A.: E. Gutsch, Eisenbahnstr. 36b, H. 2. Freie Vereinigung aller in der chirurg. Branche beschäftigten Berufsgenossen. Dienstag, den 24. November, abends 8, Uhr, in Wilh. Gründel's Salon, Brunnenstraße 188: Derlammlung Zages Ordnung: 1. Großer anatomischer Vortrag, zugleich: Ein Blick ins Innere des Menschen. Gehalten von Herrn Otto Grundmann, Naturarzt. 2. Diskussion. 3. Bericht von den Werkstattversammlungen. 4. Verschiedenes. Diefer Vortrag wird an einer Figur in Lebensgröße, welche mit sämmtlichen inneren und äußeren herausnehm baren Organen versehen ist, in wissenschaftlicher Ausführung erklärt. Die Entstehungs- und Krankheitsverhütungslehre, speziell Lungen-, Magens, Milz, Nieren-, Leber, Darm- und Nervenleiden, wird besonders vorgetragen. Zu dieser Versammlung werden sämmtliche Kollegen, Freunde und Bekannten eingeladen. Der Vorstand. 48/5 Achtung! I Gesangverein Fortschritt ( M. d. A.-S.-B.). 67/7 Alle Freunde und Bekannte machen wir hierdurch aufmerksam, daß das Bergnügen am Todtensonntag nicht stattfindet durch polizeiliches Verbot. Dasselbe findet am Sonnabend, 28. November 1896, abends 8½ Uhr, in demselben Lokale( Henke's Festfäle, Nannynstraße 27), statt. Die bisher gelösten Billets behalten an dem Tage ihre volle Giltigkeit und wird der Verein für beste Unterhaltung Sorge tragen. Rixdorf. Sozialdemokratischer Verein ,, Vorwärts". Dienstag, den 24. November 1896, abends 812 Uhr, in den Viktoria- Sälen, Hermannstraße 48: Außerordentliche Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: = vormittags 10 Uhr, Versammlung der Mitglieder im Lokale von H. Hoffmann,( Englischer Garten) Alexanderstr. 27c. Tages- Ordnung: 1. Aufstellung der Vertreterlisten zu der am 24. d. Mts. stattfindenden Ersatz- und Neuwahl. 2. Aufstellung der Kandidaten zur Vorstandswahl. [ 169/62 Um zahlreiches Erscheinen der Kassens mitglieder bitten Die Beauftragten. General- Versammlung der Vertreter der Arbeitnehmer für die Mitglieder der Orts- Krankenkasse der Gelbgießer bier findet am Sonntag, den 29. NoSaale des Herrn B. Stabernad vember cr., vormittags 101/2 Uhr, im Die Bestände der Konkursmasse, M. Pincus& Co. Schen Wilsnacker- Straße 48, bestehend aus Herren- u. Knaben- Garderoben, müssen bis Ende Dezember geräumt sein. Der Verkauf findet zu enorm billigen, aber festen Taxpreisen statt und zwar: Wochentags von 8-1 Uhr und 3-9 Uhr, Sonntags 12-2 Uhr. "> 8-10 " 15 Wilsnacker- Straße 48. Margarine FF ( früher Schäffer), Inselstr. 10, statt, aus der Fabrik von A. L. Mohr- Bahrenfeld, von gleichem Geschmack und wozu sämmtliche Vertreter hiermit ein- Nährwerth wie feinste Naturbutter, per Pfund 70 Pf., offerirt geladen sind. Tagesordnung: H. Pezold, Kastanien- Allee Nr. 88 Spezialgeschäft für Margarine. 1. Wahl von vier ausgelooften Vor- 269* standsmitgliedern der Arbeitnehmer. " 2. Wahl des Ausschusses für die Prüfung der Rechnung des laufenden Jahres (§ 48 3iffer 1 des Statuts). 3. Wie stellt sich die Versammlung zu dem im vorigen Jahre eingereichten und abgelehnten Antrag: Abschaffung der drei Karenztage." 4. Verschiedenes. Berlin, 20. November 1896. Der Vorstand. Bekanntmachung der Orts- Krankenkaffe der Gelbgießer. Wir bringen hiermit die vom Be zirts- Ausschuß genehmigte 6. Abände rung für weibliche Mitglieder zu unserem Statut zur gefälligen Kenntniß. Durchschnittlicher Tagelohn: Zu§ 12 unter 3. für weibliche Kassenmitglieder über 16 Jahre auf 1,50. 4. Für weibliche Kaffenmitglieder unter 16 Jahren auf 1,00 W. Eintrittsgeld: 27 Absatz 1 erhält folgenden Zusatz: Für weibliche Kaffenmitglieder über 16 Jahre 75 Pf., für weibliche Kaffenmitglieder unter 16 Jahren 50 Pi. Raffenbeiträge:§ 28 unter 3. für weibliche Kaffenmitglieder über 16 Jahre 24 Pf., für weibliche Rassenmitglieder unter 16 Jahren 15 Pf. Berlin, 20. November 1896. 14646. Der Vorstand. Für 36 M. feiner Winter Paletot nach Maaß; für 36 M.#. Anzug nach Maaß; für 8 M. feine Hose nach Maaß; Refte z. groß. Knaben- Anzügen 2-3 m. Gestrickte Herren- Westen zu sehr billigen Preisen. Mt. 2,50, 2,75, 3,00, 3,50, 4,00-15,00 mt. Prima Zephyr, Bfb. 8 mt. Castor, Bfb. 8 Mt. Strickwolle, Bfd. 2,00, 2,50 u. 3,00 mt. Prima Englisch, Pfd. 3,80 Mr. Normalhemden 95 f., 1,00, 1,25, 1,50, 1,75, 2,00-5,00 t. Unterjacken für Damen und Herren, à 85 Pf. bis 2,00 wt. do. Unterhosen 90 Pf. bis 8,50 m. Kopfshawls von 35 Pf. bis 3 Mr. Turner- Hosen von 3,00, 4,00 11. 5,00 mt. Turner- Hemden 1,40 mt. RadfahrerAnzüge von 18,50 mt. an. Mühen in allen Preislagen. Sweaters, baumwollene, Mt. 1,40, 1,75, 2,25. Wollen plattirt Mt. 3,50, 4,00 u. 4,50. Wollene Mt. 4,00, 4,25 bis 5,00. Kindermützen. Strümpfe. Handschuhe. Spezial- Geschäft für Wollwaaren Carl Braun, Kottbuser Damm Nr. 5. Bitte genau auf die Firma zu achten. Kinetographisch- Phonographische Vorführungen Lebende Photographien. v. 1. Bortrag des Reichstags- Abgeordneten Peus über:„ Der Uebergang Krausenstr. 14, 1 Tr. Kein 21. Unter den Linden 21. Borstellung D. 10-1½ Uhr vorm. der kapitalistischen Produktionsweise zur sozialistischen." 2. Diskussion. 232/3 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Gäste willkommen. Achtung! Laden. Einem Theil der heutigen Auflage liegt ein Prospekt des Manufaktur- Waarenhauses Mandowsky u. Co., Rosenthaler strasse 53, bei. 3-10 abends. Eintrittspreis 50 Pfennig. Sonntags v. 1/ 21-10 Uhr abends. HF Vorzugsbillets à 25 Pf. für Arbeitervereine und deren Mitglieder sind vom Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, H. Königs, Berlin S., Dieffenbachstraße 30, und in den Schullokalen zu haben. gute Pichelswerder. Empfehle den geehrten Herren und Damen meine Winter- Lokalitäten, Speisen und Getränke stets vorräthig. Es ladet ein Der alte Freund. 0. J. Engelke, Neue Jakobstr. 26, echten alten Nordhäuser Liter M. 1,-, 1/2 2. M. 0,50, 0,70. 1,40, extra alte Waare" Kleinverkauf von 10 Pf. an. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. " " 6017L*