-s Herrn »städlit>n merinvenw de ein t in den bii in 1 gegenüber her sich befand, Irr beraui ner sich ßU' itten schven mit dein t lichterloh in d.-n zrigesktztes lzauirliche« ?o zwei» rügten, nun« ümmten. zrausam w hotte fie n-- f PlunS L Das„Berliner Volküblatt" 1:�. brftP toglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin ftei w mn,bfli®2u8 vierteljährlich 4 Marl, monatlich 1,35 Marl, wöchentlich 85 Pf. Postabonnement �cL lfbWf1* Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustrirter Beilage 10 Pfg. ?Bekoiien«(eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1886 unter Nr. 769.) Zonntag, deu 24* Januar 1886. HI. Jahrg. nlmrZMl«!! Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Jnsertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg. Arbeitsmarlt 10 Pfennige. Bei größeren Austrägen hoher Rabatt nach Uebereinlunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Erpedition, Berlin 8W., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen» Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. seines Abend kl Söhnchen>_ an noch aw' Redaktion: Kenthstraße Ä.— Grpedition: Zimmerstraße 44. SiS» Der Staut aaii hie Ardeiter. ,.. seuh sehr gespaant, ob man bei der Vergebung sendahmvaa�,rbelten zum Bau des Nordostfeelanals von der bis- VäÄ � �tatEi4°bsehen und von Seiten der Regierung t vom 14 Men Arbetter, wie bekanntlich verlangt worden ist. fahrenden*. ein solches Verlangen haben die Unternehmer und l diesmal bleich ihnen denlen immer mit allen möglichen und un» ihnzuge n>UAbea Gründen angelämpst. Das kann un« freilich bestimmen, in diese« Dingen ändert zu denlen, sen Boden k, bisher gedacht haben. Das Submisfionswese» aufwiesen. � schlimme«, sehr schlimmen Seiten für die Arbeiter. rTiwnn bie Unternehmer sich persönlich unterbiete», so müsse« einaetrosi-'�beiter selbstverständlich die Kosten für das Her- taeaengeseb� in de» Preisen, welche die Unternehmer stelle», Umstänvt",'- und je weiter die Unternehmer herabgehen, desto , zeigte ein falle« die Löhne für die Arbeiter au«. Wenn lte den B Entscheidung Berufung eingelegt und hoffen ms durchzudringen, weil fie eine Entscheidung der Höhrs aufgetrieben haben, durch welche einem„Fleischhauer den„Fleischselch«n" in Anspruch genommene y Fleische? zugestanden wurde; weil keinem Händl« werden könne, seine Waaren zu konserviren, so r#: gestattet sein, unsere Waaren, das Kraut und die� konserviren, d. h. zu Sauerkraut und Sauerrüben zu� Die Richtigkeit dieser Folgerung wird sich kau»' laffen, ob die Händler ad« bei der höheren Instant? gen wnden, ist trotzdem zweifelhast. Man sage*1» uns seien derartige Streitigkeiten gar nicht möglich, n die Gewerbeordnung nach den Wünschen da umgearbeitet würde. Bei uns würde fich gC" wiederholen. Belgien. Wie wenig dem Muckerthum mit Gesetzen M ist, zeigt wiederum folgender Vorfall: In Brüff<>' einigen Wochen eine sehr begüterte Dame und da vorhanden waren, so wurde mit einig« Spannung f nung des Testaments«wartet. Es ergab fich. storbene, welche im G«uche großer Frömmigkeit stm sammten Nachlaß ihrer Kammerfrau vermacht haltt. allgemeines Staunen, aber die Auflösung des" nicht auf fich matten. Zu d« Erbschaft gehötten der belgischen Nationalbank im Werthe von 1 30 Dieser Tage erschien nun die„Erbin", eskortist Jesuiten-Patres, im Bureau der Nation«� die Attien umschreiben und fich aushändigen.£ Geld geht also in die Hände d« Jesuttm über; st aber ist durch die Einsetzung d« Kammerfrau st genügt." Schweiz. J Der Redakteur der„BaSl. Nachr.", Herr% war wegen eines in diesem Blatte erschienenen! artikelS, der eine Beschimpfung der römisch-katholsti gionSgenoffenschaft zu Basel enihalten sollte, in allere verurtheilt worden. Der B u n o e S r a t h hat de« � Verurtheilten Folge gegeben und das Uttheil* fassungswidrig aufgehoben. Echt Heber die deutschen Zeitu ein kurzer B< nicht ohne Int« wie dem„Der die erste sozial SophuS Pihl, Referat übernc in Bergen auft zu lernen. Er BergenS unter Arbeiter in vi nur ändern, tx m einsam fich z, ihre Sache vor' wurde auf Anr einberufen, in Arbeiterverein■ Programm ur wurden dieselk dem d« so� Schon am 27.> (Arbeiterfreund wird seitdem schwierigen Bei Sozialvemokrat aller Vorausfich Fändern. Spanien. In Spanien rumott es bedenklich. Allerha»� über Ausstände schwirren hemm und die RegieruHst fühlen, daß üb« Jurz oder lang der Bürgerlries' wird. Wie aus Madrid gemeldet wird, haben ei führ« ihre Amnesttmna nachgesucht, gleichzeitig yr weiter des JoumalS„Piogreso", welches im StA redrgrrt wird, sei verhastet worden. Im Unterl der Debatte üi Thronrede der zu der Lösung Hoffnung aus, zu Rußland zur in Egypten un' der rumelischen auftecht erhalte t:land bezüglic usklärungen i Nothwendigkeit müsse mehr th Hicks-Beach der Doktttn vi anerkenne das über die Jrlanl die Opposttion gnme, müsse enn die Maj müsse fie dieS i Majorität wüns sie dieselbe unti ichäste deS Lan stets geglaubt,: land zu irgend man fich über Hauvtschwierigk die Regierung Eonderparlame, hierin bejstlmmi - Mr. S wurde dieser T Affäre zuerkann Holloway-Gefäi uniformirte Mi! und versuchte ei Mr. Etead de hante, und Rußland. AuS Warschau schreibt man: Der nun schon 1 -B o sechs _ bek-Ä ddesuttheile befinden, noch immer nicht tts Wie man annimmt, ist der Grund hiervon dar«,! daß diese Urlheile, die bald nach Bcendigur zeffes behufs kaiserlicher Bestätigung nach St.$ schickt wurden, noch immer nicht von dott zurückg«�, (Vor Kurzem wurde bekanntlich mitgetheilt, daß" an Bardowsky schon vollstreckt sei. Nach Vi das also nicht der Fall.) — Die auf die Rusfifizimng der höh«en Schulen gerichteten Bestrebungen d« Regierung Ä ungeschwächtem Eifer fottgesetzt. Noch kurz votJ-J alten JahreS ist den Gymnastallehrern in Wars«A der Provinz eine Erklärung zur Unterzeichnung#L| den, durch welche fie fich verpflichten, zu den im häuslichen Verkehr, auch nicht ein polnisebr« jj sprechen. Innerhalb des Schulgebäudes war der polnischen Sprache im Gespräch mit Schülern'"j verboten.> New- Organ der. Sozialist" ist c zwar ist daffeld vttngt unter de A ch t st u n d e r tationsbettchten achtstündigen A 1. Mai ds. Js. Aussichten dafü werden sicher et wegung die Ar! Wivcrstand der wättigen Arbeit williger„Händ schanzen. — Im A von Scholz bei gegen die\ Urhebtt� stand gefürchtet werden müsse. Als die lichen Ovation will man die künftige Schwa Tänzerin entdeckt haben, die in solcher Weis« die*; welche ihre Pläne durchkreuzte, unmöglich gern«#, herrscht üb« die Affaire große Erbitterung, weil vu- ♦Miuu.t UVVQt v�vvmtiuiiUr sv*-»« � bis jeyt keinerlei Miene gemacht haben, sich mit ''" artigen."■ Religion«nd Elektrizität. In Et. Pe� Das Schnurren von den geister eines Apparate! übertragen wer großen Audito Timbre, anhöre m der Mttle dl allen Richtunge S&ttK. kürzlich eine elekttische Ausstellung statt, welche% durch den Geistlichen der Panteleimonschen i Michail Archangelskij eröffnet wurde. Der( seiner einlertenden Rede darauf aufmerksam, das� Philosoph M. W. Lomonossow in russischer EpksA nationale des( Aufhebens gem denn schon vor zu Frankfurt a. der Firma Ech phone zur all, führ ung gebrar ein« benachba Liederkranzes\ schtedenster Mi W-Z 150 Jadren über die Elektrizität gesprochen habe. Nach der Rede des Pa'er Michail begann Feier. Bläuliche, über den Häuptern der An« ziehende Weihrauchwolken verliehen dem Ganzen,,, schen Anblick und hüllten die V«sammlung zeit#. heimnißvolleS Halbdunkel» durch welches Gesang". Gebet für den Kaiser und das ganze Kaiserbau klangen. Sofort nach dies«„rührenden Fei«' g„ liebe Einweihung der Ausstellung statt, welche rN« sie Hungen vollt 3 für telephonische Zwecke bestimmten Kadirrete..«, Russen, welche '----- gefunden hatte. Nachdem sämmlliche B Mund stets üb ..t...e i— dm njcfen M fein, nicht aus der'� Schnelle j keit der transa letzten Jahren r Wemschlo, es vergonnr war. den»alheeer zu so lange her, hohe Bedeutung, welche die Elekttizität iür Ru«- � dampferS von 5 habe, darzulegen. Daß die größten Fortschritte am mj wurde, währen Gebiete, rveil Jadlochkoff die, beiläufig bemerk als eine lange. historisch gewordene elellnsche Kerze ettundea v � mne schnellste; verdanken find, ist selbstverständlich. Der Revc j Vook Feueischif Wel tsck ko folgte ein Vortrag des Präfidenten, zehn St Gtsellschast, Fürsten Kotschubei, der«ach emer. � denkdar, daß V Ausstellung für eröffnet«Hätte, worauf fich uoukommnun> Nationalhymne daS Publikum in die versa)* jji streute. Die Ausstellung selbst bot dem mit den vielen eleltttschen Ausstellungen ver nichts Neues. Die verschiedenen Phasen der �ir! eleltttschen LichteS, Bogenlicht. Glühlicht. leuchtung, Evison'schen Beleuchwng wechstuen kommen DH Geistlichkeit auf einem Prozesfionsrundgange besprengt worden waren, kehrte das gesammte v. der Prozesfion gefolgt war, in daS größ«e A»» wo endlich dem Prästdenten der 6. Aotheilung � ruffifchen technischen Gesellschaft, dem "vuiommnung Dampfer diese wnden wird.( «ine Kardinalfr. er b-he- im ;ne v Händlt sow nd d,e- ben h kau»' Jnfta«? läge fü i Ä etunö, H Schweden«nd Norwegen. lieber die Sozialdemolratte in Norwegen hat bisher in dm deutschen Zeitungen noch gar nichts verlautet; es dürfte daher ein kurzer Bericht über deren fortschreitende Enlwickelung nicht ohne Jntereffe sein. Anfang» Juni vorigen Jahre» fand, wie dem„Deutschen Wochmblatt" berichtet wird, in Bergen die erste sozialdemokratische Versammlung statt, einberufen von SophuS Vihl, früher in Kopenhagen. Derselbe hatte auch daS Referat übernommen und erklärte, daß er sich schon 6 Monate irr Bergen aufhalte, um die dortigen Arbeiterverhältnisse kennm zu lernen. Er hätte die Erfahrung gemacht, daß die Arbeiter BergenS unter noch schlechteren Verhaltnissm lebten, alS die Arbester in vielen anderen Städten Europas. Dies lasse sich nur ändern, wenn die Arbeiter unter fich einig wären, ge- meinsam fich zur Wehre setzten und durch ein eigene» Organ ihre Sache vor die Oeffentlichkeit bringen könnten. Am 28. Juni wurde auf Anregung PihlS eine öffmtliche Arbeiterversammlung einberufen, in der beschloffm wurde, einen demokratischen Arbeiterverein zu gründen; ein Komitee wurde gewählt, um Programm und Statuten aukzuarbeitrn. Am 18. August wurden dieselben angenommen. DaS Programm ist ähnlich dem der sozialdemokratischen Arbeiterpartei Deutschlands. Schon am 27. Juni war die erste Nummer de»„Arbeideroennen" (Arbeiterfreund) unter Leitung PihlS erschienen und daS Blatt wird seitdem regelmäßig sortgesetzt, wenn auch unter sehr schwierigen Verhältnissen, doch der Anfang ist gemacht. Die Sozialvemokratie hat in Norwegen Wurzel gefaßt und wird aller Vorausficht nach fich dort ebenso ausbreiten wie in anderen Fändern. Großbritannien. Im Unterhause beglückwünschte G l a d st o n e gelegenllick der Debatte übet die Adresse, welche als Antwort auf die Thronrede der Königin überreicht werden soll, die Regierung !u der Lösung der afghanischen Grenzfrage und sprach die Hoffnung aus, daß die freundschaftlichen Gesinnungen Englands zu Rußland zunehmen möchten. Auch über die Angelegenheiten in Egypten und Birma sprach er fich günstig aus; bezüglich der rumeltschen Frage hoffe er, daß die Rechte des SulranS aufrecht erhalten würden. Gladstone kritifirte dann den auf Irland bezüglichen Passus der Thronrede und verlangte weitere Aufklärungen in dieser Beziehung. Es genüge nicht, von der Nothwendigkeit zu sprechen, die Union aufrecht zu erhalten, man müsse mehr thun und die Frage ausführlich behandeln.— & i tfö•® e o d) erklärte, et schätze fich glücklich, daß Gladstone der Doktrin von der Integrität deS Reiches zustimme; er anerkenne das Recht der irischen Deputirten, ihre Anstchten über die Irland betreffenden Fragen darzulegen. Wenn aber die Opposttion mit der angekündigten Politik nicht überein» stimme, müsse fie ein Amendement zu der Adresse beantragen. Wenn die Majorität die Politik der Regierung nicht billige, müsse fie die» im Interesse de» Landes erklären, wenn aber die Majorität wünsche, daß die Regierung im Amt bleibe, müsse aj fie dieselbe unterstützen, anderenfalls sei ei unmöglich, die Ge» | schäste des Landes zu führen.— Parnell erklärte, er habe stets geglaubt, daß, wenn man im Prinzip zugestehe, daß Jr- land zu irgend einer Form von Selfgosernment berechtigt sei, man fich Über die Details leicht verständigen werde. Die Hauplschwieriglett bilde die Bodenfrage. Churchill erklärte, die Regierung könne niemals in die Bildung eines irischen Sonderparlaments willigen; fie glaube, daS Land werde ihr hierin beistimmen. Die Debatte wurde hierauf vertagt — Mr. Etead, der Redakter der„Pall Mall Gazetta", wurde dieser Tage nach Verbüßung der ihm in der Armstrong« Affäre zuerkannten dreimonatlichen Gefängnißstrafe aus dem Holloway'Gefängniß entlassen. Nur etwa ein halbes Dutzend uniformirte Mitglieder der Heilsarmee hatte fich eingefunden und versuchte eine Kundgebung, die aber sehr kläglich ausfiel. Mr. Stead bestieg eine Droschke, in der ein Freund seiner harrte, und fuhr davon. Amertika. New-Bork, 3. Jan. DaS hier erscheinende offizielle Organ der sozialistischen Arbeiterpartei von Nordamerika,„Der Sozialist" ist gestern in vergrößertem Format erschienen und zwar ist dasselbe doppelt so groß als bisher.— DaS Blatt bringt unter der Rubrik„zur allgemeinen Situation" und zur Achtstundenbewegung eine größere Reihe von Agi- tationsberichten aus allen Theilen der Union zu Gunsten der achtstündigen Arbeitszett. Man will versuchen, die letztere zum 1. Mai ds. Js. allgemein zur Einführung zu bringen. Die Ausfichten dafür find bis jetzt keine großen; partielle Erfolge werden sicher errungen, allgemeine kaum. Einmal hat die Be« wegung die Arbeiter noch zu wenig erfaßt, dann kommt der Widerstand der Unternehmer in Betracht, die unter den gegen« wärtigen Arbeitsverhältnissen stets eine genügend große Zahl williger„Hände" finden, die berett find zehn Stunden zu schanzen._ Parlamentarisches. — Im Abgeordnetenhause gab der Finanzminister von Scholz bei der Etatsdebatte eine entschiedene Erklärung gegen die Forderung deS UebergangS zur Doppelwährung 1 KW phone zur allgemeinen Befriedigung der Zuhörer zur Aus ffiass.% Liederkranzes gesungenes Quartett, ebenso wie Soli» ver schtedenster Mufikinstrumente vernehmen. Von der Peters stellungen vollkommen neue Einrichtung. ES scheint für die % wesen zu sein, daß da» elektrische Licht aus dem Himmel und keit der transatlantischen Dampfer ist, wre dekanrtt, je« den EHSSSSE'lgte und für die Goldwährung ab. Die Regierung könne für die Hebung deS SUberwertheS nichts Anderes thun, als die Be-> strebungen der unter der Doppel- oder Silberwährung wirklich leidenden Länder zur Hebung des Eilderwerthes, wie bisher, wohlwollend zu unterstützen. Der Minister sprach fich lebhaft gegen die agrarische Doppelwährungs-Agitation aus. — Die Abgg. Struckmann und Buhl haben zu dem Beamten Unfallverficherungkgesetz(in zweiter Lesung) sol- gende Anträge gestellt: Dem§ 1 hinzuzufügen: „Die Verletzten haben außerdem Anspruch auf Ersatz der Kosten des Heilverfahrens"; den§ 4, Absatz 2, so zu fassen: „Gehört der Verletzte auf Grund gesetzlicher oder statuta- tischet Verpflichtung einer Krankentasse an, so fällt bis zum Ablauf der dreizehnten Woche nach dem Eintritt des Unfalls der Anspruch auf Ersatz der Kosten des Heilverfahrens weg und wird die Penfion, sowie daS Sterbegeld um den Betrag deS von der Krankenkasse gezahlten Krankengeldes ge« kürzt. Vom Beginn der vierzehnten Woche an geht der An- spruch auf die Penfion, das Sterbegeld und den Ersatz der Kosten des Heilverfahrens bis zum Betrage der von der Kranken« lasse etwa geleisteten ferneren Unterstützung an Krankengeld, Sterbegeld, beziebungsweise Heilkosten auf die Kranken« kasse über. Als Werth der freien ärztlichen Behandlung, der Arzei und der Heilmittel gilt die h ä l f t e des gesetzlichen Mindestbetragei des Krankengeldes." — Von Seiten der konservativen, der freikonservativen und der nationalliberalen Partei ist gestern folgender Antrag eingereicht worden. DaS Haus der Abgeordneten wolle beschließen: unter Anerkennung de» Rechtes und der Verpflich- tung der königlichen Staatsregierung, zum Schutz der deutschnationalen Interessen in den östlichen Provinzen nachdrücklich einzuschreiten, 1. die Genugtuung auszusprechen, daß in der aller- höchsten Thronrede pofittve Maßregeln zur Sicherun» des Bestandes und der Entwickeluna der deutschm Be- völkerung und deutscher Kultur in Viesen Provinzen in Ausstcht gestellt find; 2. die Bereitwilligkeit auszusprechen, zur Dmchfüh« rung dahingebender Maßregeln insbesondere auf dem Gebiete des Schulwesens uns der allgemeinen Verwal- tung, sowie zur Förderung der Niederlassung deutscher Landwirthe und Bauern in diesen Provinzen die erforder« lichen Mittel zu bewilligen. Der Antreg ist unterzeichnet von sämmtlichen Mitgliedern der genannten Parteien. Uokale». Das Begräbnis des Dr. A. Phillips fand gestern Vormittags statt. Trotzdem der Verstorbene ein Demokrat von echtem Schrot und Korn war, hatte fich daS Voll von Berlin nicht eingefunden. Die Massen in Berlin find eben nicht demokratisch, sondern sozial demokrattsch und außerdem hatte man von Seiten des demokratischen Verein« versäumt, durch Annonzen in den von dem Berliner Volke gelesenen Blättern eine Aufforderung zur Theilnahme an dem Leichenzuge ergehen zu lassen. Es mochten vielleicht im Ganzen 2—300 Personen sich eingefunden haben, denen man aber ansah, daß fie von Trauer und Verehrung für den Verstorbenen erfüllt waren. Am Sarge hielten ergreifende Rede« die Abgg. Träger, Virchow, Löwe und Lenzmann, dann der frühere Abg. Kämpfer aus Leipzig und Prediger Neßler. Der Verstorbene wurde als ein Vorkämpfer füe die Freiheit und daS Recht gefeiert, her« vorgehoben wurde seine Schneidigleit und sein unbeugsamer, edler Charakter, nicht minder seine tzilfSberettschaft, wenn eS aalt, die Roth zu lindern. Zahlreiche Kränze mit weihevollen Widmungen waren gespendet worden; der Sarg war förm- ltch mit Lorbeer übersäet. Die schwarz- rotb goldenen Schleifen wallten im frischen Margenwinde. AuS Westfalen, auS Hamburg, aus Mainz, aus Elberfeld, aus Leipzig hatte man Kränze gesandt. Der auS Hamburg, ein prächtiger Lor« beerkran,, trug auf weißer, goldgestickter Seidenschleife die Worte: Dem Ehrenmanne Adolf PhillipS, Der Zierde der deutschen Publizistik, Dem Demokraten von echtem Schrot und Korn In Trauer und Verehrung Johannes Wedde. Unter den Leidtragenden befand fich der Vorstand des demo- kratischen Vereins vollzählig. Dann bemerkte man außer den oben genannten Rednern die Abgeordneten Baumbach, Hintze, Büchtemann, Hoffmann, Barth, Greve, Pager, Krüber, dann die Herren Dr. Otto Hermes, Richter> Mühlräviritz, Franz Duncker u. f. w. Von Vertretern der Presse sah man außer den Redakteuren der„VolkSzeitung", die Herren Dr. Stein (Frankfurter Zeitung), Steirttz und Dr. Gumbinner(Kölnische Zeitung). Von bekannten Sozialdemokraten betheiltgten fich bei dem Begräbniß die Abgg. Hasenclever, Dietz, Kräcker und Viereck, dann Dr. Braun. Der Abgeordnete Lieb» Schiff und Maschinenbaues. Manche haben größere Geschwin- digkeit durch Verminderung des Tiefganges und Vergrößerung der Breite des Schiffes zu erreichen gesucht, und allgemein scheint die Anficht vertreten zu sein, daß größere Geschwinbig- keit in einer Veränderung der Linien und der Vertheilung des Gewichts zu suchen ist. Die Theorie der treibenden Kraft, nämlich, daß der Propeller in der Linie des Schiffes und seiner Bewegungen arbeitet, ist jedoch bis jetzt unverändert ge- blieben. Drese Theorie hat, so schreibt„Scientific American". Kapitän John Gilet in den Vereinigten Staaten durch einen Mechanismus umgestürzt, welcher eine bedeutende Vergrößerung der Geschwindigkeit zu bewirken verspricht. Die Anstchten Giles' find so klar und werden vom mechanischen Standpunkt aus so natürlich begründet, daß fie einer eingehenderen Betrachtung würdig scheinen, obgleich zugestanden werben muß, daß dieselben von vielen Fachleuten bestritten werden mögen. Kapitän Giles behauptet, daß man durch Verände- rungen der Lage des Propellers, bezüglich deS Hinterstevens, und seiner Neigung zur LängSaxe deS Schiffes eine weit größere Geschwindigkeit erzielen kann, alS bi klang bei dem be« kannten üblichen Verfahren. Er will die Schraube unter den Kiel, etwas vor dem Besanmast, anbringen und ihr eine Nei- gung von 45 Grad zur Ebene der Schiffsbewegung geben. Mit einem so sttuirten Propeller glaubt der Erfinder eine Ge- schwindigkeit von 40 Knoten pro Stunde zu erzielen, während bei den schnellsten Paffagierdampfern ca. 21 Knoten als Maximum gelten. Die Theorie ist auf die Art und Weise der Fondewegung der Thiere bafiit, bei welchen, wie bekannt, alle Angriffe der fortbewegenden Kraft unter einem Winkel zur Be- wegungslinie stattfinden. Der Erfinder sagt: alle Fort- bewegungSorgane empfangen ihren Impuls von der rückwirken- den Krait des Waffers. auf welche fie einwirken, und da die Bewegung der Fische keine Strömung in der Richtung der Fortbewegung erzeugt, so ist auch keine Verminderung der fort- tr-tbenden Kraft durch die Bewegung des Körpers vorhanden, während die mechanische Energie, welche von der Reaktion der Flüsfigkeit herrührt, bei allen Geschwindigkeiten konstant ist. In diesem Falle ist der Körper gänzlich unter Waffer getaucht und die Iortbewegungsorgane(Flossen) doppelt, so daß fich die fortbewegenden Kräfte das Gleichgewicht halten. Wie voll- kommen die« Prinzip durchgeführt rst, geht aus der Flachheit deS FischkopfeS hervor, welcher, wenn er nicht durch die entgegenge etzte mechanische Kraft der Brustflosse auSbalanzirt wäre, das Gleichgewicht der Bewegung des Fisches stören knecht, welcher der Feierlichkeit beiwohnen wollte, hatte im Trauerhause seine Entschulvigungskarte ab« gegeben, da dringende Geschäfte ihn von der Betheiliaung ab». hielten. Der Zug, in dem fich ca. vierzig Wagen befanden, bewegte fich langsam zu der letzten Ruhestätte, wo der edle Todte nun aüSruht von schweren Kämpfen. Wir wollen hier noch kurz einige« über den Lebensaang deS Verstorbenen mit» (heilen; Dr. Phillips war am 9. Februar 1845 alS jüngster Sohn des Oberbürgermeisters, späteren Vizeprästdentm der preußischen Nationaloersammlung, Phillips, in Elbing ge» boren. Nachdem er sein UniverfitätSstudium vollendet, widmete er fich der Industrie und lei ete eine große Eisenbahnwagen» Fabrik in seiner Vaterstadt, bi» die Zollpolitik der rusfischcn Regierung dem Unternehmen ein vorzeitiges Ende bereitete. An den Kriegen von 1866 und 1870/71 hatte er(an letzterem als Ofssrier) Theil genommen. 1874 trat er in die Redaktion der„VolkSzeitung" ein, deren Leituitg er einige Jahre später übernahm. Hierbei zeigte er fich in der That als ein Publizist ersten Ranges. 1881 wurde er für Mainz in den Reichstag gewählt, in welchem er fich besonders durch die Herausgabe seiner parlamentarischen Handbücher den Dank seiner Kollegen erwarb. Ihm ist auch die energische Anregung der Frage der Entschädigungen für unschuldig Verurtheilte zu danken. Die Fufion mit den Sezesfionisten hat er nicht mitgemacht; er blieb der deutschfreistnnigen Partei fem und grünvcte mit Lenzmann die neue demokratische Partei. Er ist in den Armen seines Freundes Lenzmann gestorben. g. Entgegen den hier und dort immer wieder auf- tauchende« Zweifel», ob der Raum der in der Vollendung begriffenen vier städtischen Martthallen den bei Schließung der acht Wochenmärkte(Alexanderplatz, Neuer Markt, Dönhofsplatz, Gcndarmenmarlt, Belle-Allianceplatz, Potsdamer Thor, Karl- stiaße, Ecke der Lutsenstraße und Oranienburger Thor) hervor- tretenden Bedürfnisse des DetailmarktoerkehrS vollständig decken wird, hält der Magistrat an der Anficht fest, daß dres sehr reichlich und auf lange Jahre hinaus der Fall sein wird. Wenn der tägliche Verkehr, so ist die Auffassung des Magistrats, in den Markthallen fich auf fast 12 Tagesstunden und ununterbrochen erstreckt, dann werden die Martthallen, abgesehen von einigen bevorzugten Morgenstunden, sogar oft leer er- scheinen und auch wirklich sein. Sollen aber, so drückt fich der Magistrat reservirt aus, die Erfahrungen und daS Steigen der Bevölkerung und damit deS Verkehrs eine Vermehrung des Raumes erforderlich machen, so ist es selbstverständlich, daß auch für diese Vermehrung von der Gemeinde im Interesse des ganzen Markthallen-Unternehmens wie der Wohlfahrt der Be- völkerung gesorgt wird. Auch bezüglich deS festgesetzten Markthallen-Tarifs hat der Magistrat bereits jetzt seine Geneigtheit ausgedrückt, eine Aenderung in den Sätzen eintreten zu lassen, wenn die praktische, durch eingehende objekive Prüfung ge- wonnene Erfahrung ergeben sollte, daß der Tarif im Ganzen oder auch nur in einzelnen Sätzen zu hoch ist oder irgend welche sonstige Härten enthält. r. Den großen Wildvorräthen, welche zu Weihnachten nach Berlin geliefert worden find und welche den von den Händlern erhofften Absatz keineswegs gefunden zu haben scheinen, wendet jetzt die Polizei mir Recht ihre Aufmerksam- keit zu. Die vor einigen Ladenthüren aufgehängten Rehe und Hasen nehmen trotz der ihnen sehr günstigen niedrigen Temperatur und trotz ihres vielverhüllenden äußeren Gewandes doch nachgerade eine Beschaffenheit an, die fich fteilich weniger dem Auge, als der Nase aufdrängt. Fragt dann einmal der vorübergehende Polizei-Lieutenant, wie alt daS Wild wohl sei, dann verschwinden die todten Rehe und Hasen mit einer Ge* schwindigkett, wie fie diese Thiere nur zu Lebzeiten zu ent- wickeln pflegen, denn es liegt nach solcher polizeilichen Anfrage doch die Möglichkeit einer genaueren und sachverständigen, polizeilichen Untersuchung nahe.— Man steht aber, wie zähe bei solchen Lebensmitteln die Preise festgehalten werden. Bei niedrigeren Preisen wären diese Vorräthe ficher längst verlauft. r. In der Chloroform-Betäubung verstorben ist am vergangenen Dienstag der Kutscher Adolf P. Hierselbst, Wenden- straße 6 wohnhaft. P. war vor einiger Zeit von seinem eigenen Fuhrwerk, unter dessen Räder er geratben war, überfahren worden und hatte fich dabei einen komplizrrten Bruch des einen BeineS zugezogen. Schon die damalige Anlegung des Ver» bände» machte die Chloroformirung des Verwundeten nöthlg, doch erwachte dieser zu früh aus der Betäubung und fünf Mann waren nöthig, um den vor Schmerzen um fich Schla- genden auf dem Lager festzuhalten. Die Heilung entsprach nicht den Wünschen des behandelnden ArzteS, und dieser fand fich am Dienstag mit noch einigen Medizinalpersonen ein, um eine Operation an dem kranken Fuß auszuführen. P. wurde auf einen Tisch gelegt und auf die gewöhnliche Weise betäubt, während seine Frau und Angehörigen in einem anderen Zimmer fich befanden; hier erschien Venn auch bald einer der bei der Operation zugezogenen Herren mit der Mittheilung, daß P.— todt sei. Man kann fich den Schreck der Frau und der Verwandten denken. Dim behandelnden Arzte, Dr. Sch., dürfte kaum ein Vorwurf treffen. Dr. S». ist ein in der dortigen Gegend bekannter und allgemein beliebter Arzt. würde. Handelt eS fich um Vögel, die an der Waffer- Oberfläche schwimmen oder in der Luft fliegen, oder um Thiere auf dem Lande im Allgemeinen, so läßt fich von allen sagen, daß fie alle der Kraft der Gravitation, welche in ihren Körpmr wirtt, unterworfen find, und obwohl alle dasselbe mechanische Prinzip in ihrer Struktur zur Schau trugen, so find die Fort- bewegungSorgane doch nicht, wie beim Fische, in gegenüber- stehender entgegengesetzter Richtung verdoppelt; aber die Gra- vitationslraft gleicht die nicht parallele Anwendung ihrer mecha- nischen Triebkraft au», und beide Kräfte resultiren alsdann in der Bewegung de« Körpers. Der fliegende Vogel verwendet nicht seine Kraft in der Linie seines Körpers, sondern aufwärt» in geneigter Richtung zu demselben und gegen das Gewicht seines Körpers, und zwar variirt dieser Winkel je nach dem FlugbedÜrfniß und der widerstehenden Kräfte, auf welche Weite die Vorwärtsbewegung zu Stande kommt. Diese Beispiele lassen fich auf das ganze Thierreich anwenden. Ein anderes Beispiel zur Unterstützung der neuen Theorie von Giles ist daS eines Schwimmers. Jeder Schwimmer weiß, daß er am schnellsten und leichtesten fortkommt, wenn er seine Beine in etwas schräger Lage unter einem Winkel von etwa 30° zur BewegungSrichtung diS Körpers ausstößt. Wie weit fich die» Naturgesetz nun auf daS GileS'fche Projekt zur Fortbewegung eines Schiffes mittelst Schrauben anwenden läßt, muß di� Zukunft lehren; einleuchtend ist eS auf den ersten Blick aller- ding». Immerhin liegt schon in der geschützten tiefen Lage der Schraube, die auf alle Fälle unter Wasser bleibt und stcr» einen gleichmäßigen Widerstand findet, ein großer Vorthetl, der nicht zu unterschätzen ist. Die gepfändete Menagerie. Die Thierdandigerin Miß Senid, welche in Pari» jeden Abend im Winter-ZirkuS in den Löwenzwinger tritt, war von einem Gläubiger verfolgt und verurtheilt worden, all' ihr bewegliches Hab und Gut mit Beschlag belegen zu lassen. Dieser. Namens Monn, meinte, die Löwen, Tiger und Panther waren mit den Bronze- Vasen, dem Goldschmuck und den LuruS Möbeln in einen Tiegel zu werfen und wollte auch die Bestien pfänden. Franconi, der Direktor deS ZirkuS, protestirte aber dagegen und erlangte eine Verordnung, nach welcher die wilden Thtere der Miß Senid nicht„in Ihrer künstlerischen Laufbahn aufgehalten werden dürfen". Der Handel erregt große Hetterkett, da Jedermann die Frage aufwirst, waS wohl aus dem armen Huiffier ge» worden wäre, der fich von Morin hätte entsenden lassen, um daS böse Katzengethter für ihn stchrrzustellen. Der Fall enej deutendes Au um deswegen in der dortigen Gegend so be« __________...Jtn. weil erst vor Kurzem die junge Frau eineS dortigen Bäckermeisters ebenfalls in der Chloroform-Betäubuna verstarb. Wie wenig der Ar,t für solche Fälle verantworllich ,u machen ist, geht auS den Umständen hervor, bafc auch dem berühmten Professor Dr. Billroth in Wien ein kräftiger ISjähnger Knabe in der Chloroform- Narkose verstarb.— Eine lebhafte Abneigung gegen die künstliche Betäubung und ein gewisses Grauen vor derselben, die in den breiten Schichten der Bevölkerung vorherrschen, rühren jedenfalls auS solchen Vorkommnissen her und eS giebt Viele, welche da meinen, daß diese Todesart bei Overationen häufiger vorkomme, alS allgemein bekannt werde. Jedenfalls wäre eS sehr erwünscht, wenn eine zuverläsfige und ungefährliche Methoce der Betäubung ärztlicherseits festgestellt und innegehalten würde, denn die heute damit verbundene Gefahr dürfte manchen Kranken abhalten, fich einer notbwendigen und heilsamen Operation zu unterziehen. Die Polizei hat übrigens die Be- erdigung des P. beanstandet. �,., Ueber die Behandlung vo« Betrunkenen, die in der Nacht auf der Straße gefunden werden, geht dem„B. T." aus ärztlichen«reisen folgende deachtenswerthe Anregung zu: «Häufig ist in dem Polizeidericht zu lesen:„Der in der Nacht tir betrunkenem Zustand auf der Straße liegend aufgefundene R. N. wurde nach der Polizeiwache gebracht; als er am andern Morgen entlaffen werden sollte, fand man ihn todt vor." Mag «S sich immerhin in solchen Fällen meist um Menschen handeln, die durch Unmähigkeit fich selbst in den gefährlichen Zustand t haben, ein Betrunkener ist immer ein Kranker, und ein ve »setzt h_____..»________.■ Kranker, was auch immer die Ursache seines Leidens sei, ge- hört nicht auf die Polizei', sondern auf die Sanitätswache. Durch die Anwendung geeigneter Gegenmittel könnte in fast allen Fällen ein Menschenleben erhalten werden. Trunkenheit ist ein ganz ungemein gefährlicher Zustand, ein akute Vergif- t»mg der schlimmsten Art. Ganz besonders die dem SchnavS beigemengten Fuselöle find sehr gefährliche Gifte. Der Tod trm sehr leicht ein durch Lähmung der Athmung oder durch Gehirnblutung. Ein solcher Berauschter ist ein schwer kranker Mensch, deffen Leben aufS Höchste bedroht ist. Es lann aber auch der Fall eintreten, daß die Annahme der Trunkenheit bei einem nächtlich auf der Straße gefundenen Menschen gar nicht trifft und daß es fich um Krankheitsfälle ganz anderer Art andelt. Zur Äeurtheilung der Sache find Schutzleute und chtwächter durchaus nicht kompetent; daher nochmals: Man bringe die nächllich auf der Straße liegenden Menschen zuerst auf die auf die Sanitätswache. Sie Krtefkaste» der Kedaktto«. 3£. 1U0. In einer der nächsten Nummern erhallen Antwort. I. O. Das können Sie am besten in einer Vereinsver- sammlung do, bringen. Zur Besprechung in unserem Blatte eignet eS fich nichl. 2. Ziehung d. 4. Masse 173. Königs. Preuß. Lotterie. ziih-na vom J8. Zanuar 188«. tto blc«"i»nn, iibtt 210 Marl find den betrefienbe» Rumnura in Varenth", beigefügt. «Ohne«ewäbr.) 9 31 47 51 109 84(1500) 290 93 368 462 83 510 52 89 99[300] 604 21 68 786 92 818 32 83 11500) 901 67 1038 166[15001 77 229[550] 32 E318 447 87 13000) 428>550) 79 600(550) 65 728 83 848 75 906 94 ! 46 63»>>»>>>>»»>>>>»»»>» 48 218 36 40 301(650) 59 408 569 81 631 62 72 721 82 809 62 60[560) 907 29 83 «159 253 62 70 324 455 70 594 719 97[300] 830 38 67 72 94 928 «096 117 43[300] 80 232 46 82 307 417 525 48[300) 76 603[1500] 38 46 47 51 67 96 895 907 27 35 56 61 7011 53 69 114[15001 24 38 62 89 99 300 16 36 86 457 76 527 85 674[1600] 754 74 81 99 895 959 67 Sü26 29 70 90 116 78[.3001 97 202 6 25 68 393 4-7[5501 10 24 43 515 48 92 620 25 46 761 835 75 973 85[300]»103 12 27 34[1600] 41 53 63 89 223 379>1560] 419 80 602 63 71 610 74[300] 84[3001 748 54 83 88 89 98 816 79 936 64 81 10091 107 67 74 77 234 93 320[550) 400 84[300) 568 634 60 70 764 65 86 903 93 1 1033 46 114 76 300[3000) 82 489 97 631 63 75 737 74 90 875 43[1500) 945 63 87 12007 90 92 138 76 4)2 504 22 42 45 93 95 624 51 52 782 1550] 84 807 910 34 46 1 3006 106 31 265 70 1560] 441 82 87 502[150001 19 50 75 76 673 13001 702 83 892 966 1 4096 237[3001 77130001 309 3749 71 420 32 J>15 89 98 60-■ 23 70'. 6 55 878 953 15 1 5020( 5501 180 213 28 72 95"54 75 441 13000] 54 506 16 30 52[30001 foe/u n. t\ no. r.r.i./u oa ,, infAA eim Qio AO[NNA> 58[300] 650[550) 60 7-0 931[15001 80[1500] I«109 251 313 99[660] ------.....— ßa 750 929 1550) 72 1 7048 166 83 225 383 412 86 598(1500! 653 406 10£10«8 626 83 776 86 967|550| IH001 86[300] 119[15001 31 261 323 65 457[1510] 70 74 78 512 13 19 779 842 78 911>»032 77 102 296.>22 42 69[300] 93[8oO| 429 717 23 25 54 816 26 30 98 914 [1500] 56 75 78 94 •40106 80 205 325 63 69 401 34[300] 510 620 31 72 94 739 60 819 21[30000] 86 912 66 84'41076 87 97 147 80[550] 265 79 356[30001 472 597[5501 624 36 51 710 15 91 800 8(5501 37 83 87 948 49 75 78 [30001 4-4071 94 1560] 114 53[15001 65 92 229 69[30o| 349(300) 414 510 50 610 706 34 844 901 3 38 43025[3000] 46 78 124 202 352[3001 63 55 91 510 22 40 95 6)3 8 720 30[300] 802 63(3001 939 44023 49 92 139 245 3 3 32 495[300) 607 86 93 619[3000] 77 87 95 721 I 19(5501___________________ : 1 86 321 60 72 94 451 511 699 722 28 13000) 807 10(300) 16 904 . 39 75 85 412 85 543)550] 86 144 55 65 80 88 1300] 98 ,» 39 54 [300J 802 1300) 7 34 46[3000) 943 96 45020 23 57 74 90 263[560) 91 322 53 669 87 701 47 810 31 48012 200_ 7::: z:..._____ �.» 10 45 4 7010 117 98 210 365 589 1560) 617 63 91 704 52 66 75 858 914 30 48018 50 140[3000] 79 382 526 29[300) 78 79 9» 604 1300) 40 52 713 76 99 812 901 9 44 69 72 1300] 49027 86 88|3oOO| 116 22 82 250 89 347 93 459[300] 61 81 88 531 600 67 717 40(3000) 61 73 834 44 97 982[3001 92 »«001 135 72 74 207[1500] 47 72 312 430 93 99 501[1500] 27 621 24 29 30 58 68 714 822 70 92 937»1067 77 156 202 48 63 356 78 434 615 21 732[3oO| 896 916 21 68»4069 93 166 88 243 366 409[300] 15 70 658 59 96 651[300) 68[5501 82 728 46 865 905»»056 120 26 342 415 50 92 528 618[300] 19 85(1500) 781 90 848 84[550] 928 47»4164 76 81 96 296 331[1500] 524 43 54 670 726 858 914 94 »5029 36 113 50 95 290 315 34 39 487[1500] 629 43 56 615 55 710 ------------------- r-----l()17 35 ioo 236 88 361[550] 401 36 63 611 23 65[1600] 77 83 666 89 709 23 43 827 928» 7000 10 12 33 830 38 40 18 23 61[300] 147 205 9 62 70 313 40 449 68[300] 665 67 619 84 702 64 81 82 83 804 972 76»*110 19 29[5501 307[3000] 24 86 422 48 50 84 620 60 62 712 18 36 63 96 874 79 86 911 89021 285[300] 366 73 400 568 76 676 95 700 25 63 845 1300] 90 91 94 934 46 71 *40093 118 27 67 13000] 66[3001 216 66 376 412 21 28 40[550] 599 615 54 749 825 989 93 99 41003 26 67 166 240 330 411 30 79 80 627 53 55 716 77[30 0] 838 86 905 7[300] 39 42074 76 86 215[1500) 20 79 348[3001 83 466[550] 68 568 97 647 89 747 48 Hol[300J 18 91 916 71[550] 87 48018[1500] 109 49 240 70 332 70 90 434 59 507 29 34 41 68 606 8 752 831 32 68 904 44 78 86 44181 86[800] 208 96 817[1600] 24 51 75 94 498 672 99 710 837 4 5069 16601 102 361>1600)69 429 39[3000] 41 47 624 44 610 83 68 71 710 57 95 840 56 904 38 71 46062 66 99 170 88 217 73 476»j 606 21 ,50 62 867 906.11600) 80..47031 54.77 1 19[300] W U.!«»' 60 96 402 52 633 66 99 629 46 802 7 917 29 35 57 91 1*005 M L 31 42 310 11 548 66 703 8 69 86 867 91 916 69 4»002 64 191 3% 405(560) 6 24[650] 26 28 44 60 71 634 62 644 60 70 87[1500] 71i' [300] 49 50 69 801 48 927 30 78 � SO083 86 378 85 412 67 537 93 95 633 66 93 784 62 70 91 RZ [550] 99 920 75 5 1 083 117 34 267 97 309 23 457 546[1500] 6--SJ 95 946 52078 138 56 94 206 90 95 1550] 316 72 73 1550) 79 99 l'J? 433 563 636 43 55 58 66 779 800 13000) 10[3000] 13 78 96 530111 146 86 228 89 391[1500] 414 63 539 601[300] 24 32[300] 46 79/443 802 7 43 82 87 906 11 21 35 57 79 90 5 4001 9 121 34[300] 46 SJ [1500] 216 96 307 42 44 69 464 73 637 63 77[300] 86[300] 60a 31 1» 45 701 3 24 38[3001 52 85 841 927 31 68 81 55001 28 34 238 80 308 35 54 62 96 493£51 621 26 43 45 46!» loatft« ( 702 27[30001 30 34 38 870 943 65 56029 33 52 65|30Ol 126) 215 39 72 76 11500) 314 36 73 84 445 93 509 15 76 721 04 65 98 611> 88 943 52 53[30001 63 5 7U50 1300) 121 84 1300) 224 313 21.38.7) Z > 0 4UDU lö« UJ JZl Ot IWU» ZZ* OIO ZI O-J-Tg [550) 409 11 20 fl5Ö0] 42 74 77 87 531 69 634 728 813 18 30 64 94!» ,550) 5*00» 41(300) 93 185 200 57 00 322 38 500[3001 82 89>*4 58[5501 774 829 915 50083 113 57(550) 73 224 66 303[3001 I? 31" 99 561 629 64 819 945 83 84, ««039 101 11500) 18 1300) 22 23 36 296(1500) 311 445 13001 � \J\Jj ifV lOcll-'J eJuU 4'J tZV Itleyvj V».. 90 835 922 48[300)«»077(150») 166 76 82 200 22 58 130] 73 3M 28(3001 546 91 610 45 714 63 94 819 61 68 Ol 97 1300) 944 88''i- [5501 56 65 76 86 96 461 82[3001 83[300) 90[550) 644[5aO| 703 0 858«low 218 81 344 437 58 62 511 94 603 62 59 71 91 707 ISjlj 56 803 78 98[5601 017«6069 70 153 7492 213 17 5188 97 321»13 461 68 602 3 646 71 778[3001 883 906 24[1600)«7060 85 173 83 I 38 42 44£2 406 11[6000] 45 529 608 2572 716 53[3001 803 9071 89 0*020 1560] 71 140)150O) 92 270 78 455 606 74[3000) 672 713? 44 88 901 61 72 08[550] 09182 216 53 54 56 3s9 96 401 96 aS!» 39 733 38 46 800 95 97 917 40 61 7«004 93[550] 140[1500] 76 258 73 3.36 80[3001 409 16 23% 84 96[3000] 704 30 852 72 944 87 7 1 010 27 49 67 123 237 51 87 I* 326 63 64 SO 402 94 564 90 11500] 804[3000J 30 70 957 72160 33 i 36 57 90[3000] 5o9 74 660 74 82 747[3001 50[30001 83 823 29 75 Ii 77 966 84 94 96 7»011 156 87[300) 243 63 69 343 44 47 424 W 64 628 49 733 840 904[300] 78 7 4006 19 54 68 84 97 112 64[lo™l 333 435 633 55 67 842 90 906_ 76074 253 66 86 388 400 13 77 504[30000) 15 98 689 747 80 863 56 87 7«010 15 132 38 43 51 227 90 311 79 88 504 67»»J 11500) 924 29 43 47 7 7075[300) 76 106 204 12 54 62 66 323 87» 84 89 528 56 75 689 726 824 36 65 13001 938 62 71 7*002 62% (30 000) 63 86 213[3001 61 76[300] 86 331 44-1 536 66[550] 609 16 83 717 812 40 66 71 78 938 61 59 7 9000[300] 49 105 30 378 454 97 693 677 85 711 814 936 »«067 86 122 338(550) 87 91 130001 409[300] 14 506 19 60 645 64 78 773 76 870 81 9"2 1300] 28 50 65 78»1075 99 141 1» 74 253 63 68 365 66 8 1 628 86 763 810[550] 37 79 978»'-4002 ,. 136 56[550] 70 313 38 51 72 453 554 603 60 81 724 817 38 94 9' 98»»016 125 29(3001 53 98 203 45 333 43(1500) 41o 35 76% 46 80 89 1300) 884 8 4029 63 67 109(5£üj 13 23 33 46 59 76[15% BM !7 1U_______ 642 1550] 69 721 60 63 822 72 992»7061 108 62 82 252 56, 82 447 543 54[300) 96 603 726 42[3000) 812 926 61»*121 231 62 55 65 134)) 74 228 38 366[300) 413 570 99 666 736 71 803 26J 27 86 930 31[15001 39 60 98*«033 34 1300) 50 64 82 125 70 r 446 608 29|300) 80 82[15001 83 667 99 751 55 62 87 932[15001 j »0037 225 40 44 84 359 1 | 93 407 13 568 775 76 829 82|550| »1066 109 69[1500] 226 57 320 31 406[300] 608 630 73«j — 66 95 906)300) 65»»045 351 69 97 1300;■ 409 616 46 731 36 90 810 912»»014 21 39 65 73 81»1(300) 804 I3Ü0J 46 447 61 603 42 69 643 50 60 15601 746 50 68 79 860 62 65 79 81 39 71 13000)»4013 34 76 200 36 346 70 81 421 82 504 24 32 [6000] 79 639 754[300] 72 83 861 911[560] 61 88 Am Scholz . Die brauch zwei Res Bierberel und die verwende Abg etttion Biel eine zu> äst: mich gegen di öfterreich welcher I Jnduftri »ein Mit industrie nöthig,| veiwahri rheinisch- kiält wir deS Abg. Blauster von Ho»> bund ge Herrn »daß es daß Biei und als lohten$ Ferner.' in zu de die Anw kaiserlich zum Vn laffen, tr weiden öffentlich ist." Le Hauses, Struck i von uns erledigt, wurde. Amzeäge. Einem geehrten Publilum erlaube mir hierdurch anzuzeigen, daß ich die Stiftmgs- und loncnal- Expedition des Lerrn Gr. Schulz am 1. d. M. käuflich eiworben habe und verpflichte mich bei geschätzten Aufträgen zur prompten Lieferung.— Inserate für sämmtliche Berliner Zeitungen werdm ohne Preisausschlag stets enigegen genommen. 1482 Hochachtungsvoll Theod. Schmidt, ZtttiwgsspMe»?, Admhilstriße 39. Die von Mitgliedern des Fachvereins der Schneider gegründete PndMi«-«. RohßoßSkuollenschlisj der Schuridn zu Berlin(E. G.) No. 30. Zimmer Strasse No. 30. empfiehlt ihr Lager ferttger Aen�-Garderobe, sowie ihr reichbaltiaeS Lager ~~" sfe. in, und ausländischer Stoffe, ebenfalls Futter, Borte und Knöpft Kerreu-Harderobe« jeder Art werden nach Maaß angefertigt. Ktküe Aibttt.— D»«rhastt Stoffe.— jeste preise. Der Vorstand und Uerwattungsrath. Gr. ßichter's Restaurant, Kottdoftrstratze 2, empfiehlt der gichrten Nachbarschaft seine Loka- litäten zum geneigten Besuch. Sonntags und Mittwochs Frei- Konzert. Ausschank von Weiß- und Bairisch Bier, Speisen» l» carte zu billigen Preisen. Zu gleicher Zeit empfehle ich meinen Saal den geehrten Vereinen zur Abhaltung von Fest- ltchkeiten, Versammlungen u. s. w. Vereins« zimmer mit und ohne Pianino, zu 25—30 Per« fönen, geeignet für Rauchklubs oder Gefangver. eine, 5'/, Meter hoch. Um geneigten Zuspruch bittet 490 Achtungsvoll Georg Nichter. Große öffentl. Versammle sämmtlicher arbeitslosen Arbeits Berlins am Montag, den 25. Januar, Vorm. lO]' im Lolale„KansfoneC, Kottduserstr. «dmttalstr. 38 G". Sodtke. Admttalstr. 38 Kräftiie Bouillon von 10 Uhr ab a 15 Pf. Mittagslisch(HauSmannSkost) a 50 Pf. mit Bier. Abendtisch nach Belieben. Billig und kräftig.[347 Empfehle mich allen Freunden und Be- aten und meiner geehrten Nachbarschaft zur deS„Berliner Volks- T. kannten............., vünklichln Keforgnn... blatt", sowie der„Kenrn Welt',„Neuen Zeit", deS..Kauhandwerlrers", der.Deutsche» Metallarbeiter- Zeitung" und aller firdeiterfreundlichcn Journale.[495 Zcitungs-Spedition W. Iwantzky, _ Naunqn straffe 19, Hos. TageS-Ordnunu. 1. Die zunehmende Arbeitslosigkeit,. Ursachen, und welche Mittel find dagfle ergreifen. 2. Adschickurg einer Resolutis den Reichstag. Referent: Stadtv. F. 531 Der Einberufer: Hein»** ihm einen inen höhung In den dieser C ste wird Verein)ur Wahrung d. Iuter� ja die find. Augnst Herold Berlin SO., 113 Skalitzerstrasse 113. stöbet-, Spiegel- u. MffeW.-Magazm.I Eigene Fabrik. Solide Preise. Prompte Bedienung.#0 Cigarren- u. Tabak-Handlung en bto« en detail Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40(frühere„Linde"). Import echter Havanna, Lager aller Sorten Ranch- und Schnnpf-Tabake. Strich assortirtes Lager echt türkischer, rnsfischer «nd amerikanischer Eigarette««. Tabake,«cht Kord Häuser Kautabalre.[286 Maskell-GMllibt F. Stenzel, Dresden erstraff» 81. Elegante Kostüme zu den solidesten Preisen. SßOj Vereine Ermäßigung. Stammseidel mit dem Bilde Laffalle'S, anstatt 3 nur 2 Mk ", Kl" der Tapestrer. g Montag, dm 25. Januar, AbendS 81/« Geimal-NtrsMilllmi in Gratweil'» Kierhallr«. Kommanb� Straße 77-79. TageS-Ordnung:.j 1. Statutenänderung. 2. Vereinsango� Helten.— Bei der Wichtigkeit der neu yj führenden Bestimmungen ist daS all)'e>Wj scheinen der Mitglieder noibwendig. jL nur gegen Vorzeigung des Quittungsdu«� 1882— 8) abgäbe\ unv mit das Pul Bier sas führung! Wiedera werden, den vor! weniger Falle nc uns nocl alber z. verkauf. Engl. Tüll-Gardinen 30 Pf., Nanilla. zu Sophabez., 30 Pf.,»/« br., gebl. Leinen 50 Pf., Kleiderstoffe, beste Qual., 50 Pf., Kleiderstoffe, b. Qual., 20 Pf.,>/< Cachemirs 75 Pf„ Tepp. u. Steppd. 4 M., Werth 20 M. Waarmh. Lindenstr. 68, I. Sonntags bis Abends geöffnet._[18 Central-Kranken u.Begra als der miticl d, die fchli Diviten ÄchtUNg! Kottbusnftr�ße�" fcohW Kein Laden, nur eigene Fabrikatton. 25 Zigarren 1 Mark. Garantie rein amerikanischer Tabak. Rivventabak 2 Pfd. 70 Pfg._ 348 F. Bulmke, UftcetuMcift, Berlin S, Dresdenerftr. SO, empfiehlt alle Arten Uhren, Ket- ten, Schlüssel. Goldwaarenie. Spezialität: vegulatoreu 1. Qualität. 186 Werke in dm geschmackvollsten Mustern zu Fabrikpreisen unter 5 jähr, reeller Garantie. Theil ierhöhung ge. gut und billig. kasse für Frauen u. Ma in lentschland(«. A. Gffenbach sonntag, den 24. d. M., Nachm. 3 � Aufferordentiiche i AllnpI-NersmiiiliM nd-� t« Gratweil'« vierhallen. Kommat Straße 77/70. TageS-Ordnung: 1. Wahl von Delegirten. 2. S WahlkomifteS. 3. Nachwahl für dm 4�-«-«.-» «Mi Gedieg. M m. Bier 50 Pf- m. Bier 50 Pf- mtb all mit »attet Große Auswahl in[251 Masken-Garderobe »u billigsten Preism. Anzüge schon von 1 M. an. * KlOSe, Keicheubergerstr. 167. R. bei H. Arnold,«ochstr. 38. Eine Siuger-Nähmaschine billig zu verkaufen bei 524». Arnold,«ochstr. 38. __ Elegante Marken Garderobe Fr. Fanknin, Oranienstr. 178, v. Ü. Adaldertstr. Ecke m Meine DestillattonS-, Bier-, Billardstube, sowie Patzmhofer u. bin a Glas 10 Pf. empfiehlt besten», 382 A. Bartliel. m) Kottbusn Damm 58(Herrman�-� Ä Masken-Gard�ji der«! C. Tietz, Dresdenerstra� Geschmackvolle Kostüme von*> Vneine besondere vegünWV� Elegante MaskeN'Garderü � für Herren und Damm zu dilligen I ««erren unv t/amm zu omw- y W. Ohrl�pei, ifdnW Bnantwortludn Redakteur St.«»»hei» in»«lin. Druck und««lag von Max»adiag in Berlin SW, Band 3,60 M.»eqer's nur 2 Mark bei 526§ ei-e E. blicklich es ftitti un» All danach| zuckt da Wi der Sch die dam Kanalisi unter d< darbiete) dem de kein W Straß« entlegen wüffm; Demokv „ Oh S die de« Fensters SS ter«. 2 dieses 3 Droschkl irdischen nicht— der Zug ©efähtti Zunge i man i« heimeln! Arnold.*0�- Beuthftraße 2. titti» Beilage zum Berliner Bolksblatt. Zlr. SO. Sonntag, den 24. Januar 1886. III. a :'A is| 87640 W ION'' Parlamentsverichte. Deutscher Stetchetag. 32. Sitzung vom 23. Januar, 2 Uhr. Am Tische des BundesraiheS von Burchard, von Scholz und Kommiffarien. Die Beraihung des Etats der Zölle und Ver« orauchssteuern stcht bei der B r a u st e u e r, zu der zwei R-solutio.-en vorliegen: die von Zeitz-Ulrich, daß bei der «ierbereituvg andere Stoffe zum Ersatz von Malz nicht mehr, und die von Auer, daß nur Waffer, Malz, Hopfen und Hefe verwendet werden dürfen. Abg. Ulrich(nat.-Iid.): Die gestern von Zeitz erwähnte Petition des Leipziger und Thünnger Brauervercins ist von 445 Bierdrauein Sachsens und Thüringens unterschrieben und eine zu meiner Freude mir heute zugegangene Zuschrift des öst-rreichrfchen BrauerbundeS„protestitt auf daS Ent tbiedenfte fegen die Einfchmuggelung des Fremdlings„Maltose" in die österreichischen Brauereien und gegen die Zudringlichkeit, mit welcher die Spekulation das Malzsurrogat einer bisher gesunden Jndustrie aufdrängt, um diese zu ruiniren. Der Ausschuß wird kein MUtel unversucht lassen, um von der öfter- eichischen Brau- ®efaLr abzuwenden und wird, wenn u Gesetzgebung anrufen" Der Bund olanS.®ota"ä, gegen die Maltose, die von den rhrrnischen, westfälischen und Heffischen Brauern für gefährlich er- �ärt wird. Unsere Resolution unterscheivet fich nur darin von der des Abg. Auer, daß fix nicht so w?it geht, weil wir es mit dem Brausteuergesetz vom 31. Mai 1872 zu tbun haben, in dem von Hopfensurrogaten nicht die Rede ist. Der deu'sche Brauer. bund geht aber sogar noch weiter. In seiner Petition an den Herrn Reichskanzler wünscht er jenes Gesetz dahin zu ändern, »�aß es ein Verbot aller Surrogate, also die Vorschrift enthalte, daß Bier nur aus Malz, Hopfen, Hefe und Waffer herzustellen als Klarungi mittel nur die mechanisch wirkenden, ausge« lohten Buchen« oder Haseiholzspähne verwendet werden dürfen. Ferner, daß die Aufbewahrung von Malz- oder Hopfensurrogaten in zu der Brauerei gehörigen Räumen ebenso strafbar sei, wie die Anwendung anderer Zusätze überhaupt uud daß etwa durch !a, serliche Verordnung eine Vorschrift erlaffen werde, daß den zum Verkauf bestimmten Bieren, nachdem sie die Brauerei ver« lassen, rrgend welche andere d. h. fremde Stoffe nicht zugesetzt f/L.«Jen' �nß endlich das Verkaufen, Feilhalten und ossenutche Anpreisen von Malz- und Hopfensurrogatin verboten ist. Leider erfuhr ich zu spät, daß eine Kommisfion deS HauseS unter Mitwirkung oer Geh. Räthe BocciuS, Pochhammer, Struck und Mayr 1881 bereits einen Gesetzentwurf, wie den von uns gewünschten, ausgearbeitet hat, der damals nicht mehr erledigt, aber später vom Abg. Goldschmidt wieder aufgenommen wurde. Der Reichsschatzsekretair v. Scholz war mit ihm ganz einverstanden, sah fich aber nicht veranlaßt, einen solchen einzubringen, wenn nicht eine Er- höhung der Brausteuer damit verbunden wäre. In den seitdem rerfloffenen 6 Jahren ist die Regierung mit dieser Erhöhung nicht an das Haus gekommen, und ich hoffe, fie wird überhaupt ganz davon Abstand genommen haben, da ja die Bterproduklion und der Export so erfreulich gestiegen find, daß eine St-ueierhöhang ein Unglück wäre. Von 1882- 85 stieg die Brausteuer um 2»Million-n, die Uebergangs- abgäbe um mehr als 400 000 M. So wächst diese Jndustrie, und mit ihr muß die Einnahme des Fiskus wachsen, wenn das Publikum ein immer größeres Vertrauen zum norddeutschen Bier faßt und das Biertrinken zunimmt. Der§ 4 der Ausführungsbestimmungen des erwähnten Gesetzentwurfs, dessen Wiederaufnahme ich empfehle, müßte freilich dahin geändert werden, daß die Brauer, die nach der Besteuerunz fixirt find, den vorher zu viel bezahlten Betrag zurückerhalten, wenn fie weniger verarbeitet haben, ebenso wie fie im entgegengesetzten Falle nachzahlen müssen. Mögen die verbündeten Regierungen uns noch in dieser Scsfion den neuen Gesetzentwurf vorlegen! Abg. Auer(Soz.): Unser Antrag geht noch etwas weiter, als der von Zeitz und Ulrich! ein weit verbreitetes Genuß- mitrel des Volkes, dessen weiteste Verbreitung wir nur wünschen können, soll vor betrügerischen Fälschungen gesetzlich ge- chützt werden, da die Zahl der Maltosefabriken fortwährend «igt. Diese und ähnliche Surrogate find dabei noch nicht ne schlimmsten. Das im Volke verbreitetcte Wort von der Dwidendenjauche wird nur allzusehr durch brutale Thatsachen J Kerlitter Sotmwgsplimderei. E. C. Berlin im Schnee— es giebt nichts, was äugen» blicklich säher liegen sollte. Wird ei weiter schneie», wird «» srirren, wird eS thauen? Das sind die Fragen, welche unS Alle augenblicklich bewege», und Zedermann, den man danach fragt, wirft einen fragenden Blick auf den Himmel, zuckt dann die Achsel« und schweigt. Wenn un« damit nur geholfen wäre! Indessen, mag der Schnee noch liegen bleibe», mag er thauen, und mögen die dann entstehenden Masse, massen die Unzulänglichkeit der Kanalisation wieder beweise», soviel steht fest, daß Berlin unter der Schneedecke denn doch einen ganz anderen Anblick darbietet, als im Sommer. Nach einem Schneefall, wie dem der vergangenen Woche, sieht man keine« Asphalt, kein Wiener- oder anderes Pflaster,— die vornehmste Straß« muß fich denselben Ueberzug gefallen lasse« wie die entlegensten, die sich noch mit Petroleumbeleuchtung begnüge« müssen; die Schneedecke ist die Uniform der natürlichen Demokrat,«, die Zedem ein gleiches Kleid anzieht. Ohne Schnee ist der Winter gar kein rechter Winter. Es gehören zu ihm das Schellengeläute der Schlitten und die SchueeboDsoioga der heranwachsenden Staatsbürger, die den Nasen ihrer Gegner ebenso verderblich sind wie den Fensterscheiben anderer Leute. Schlittenfahren, da« ist das wahre Vergnügen des Win- ters. Allerdings können sich nur die oberen Zehntausend dieses Vergnügen leisten, und eine Fahrt in einem Berliner Droschkenschlitten soll auch gerade nicht den Inbegriff aller irdischen Herrlichkeit darstelle«, wir sprechen auch hiervon nicht— der Schlitten ist eigentlich so recht das Instrument der Zugend. Mögen vornehme Leute in ihre« eleganten Gefährten dahinsausen, die Lust kennen sie nicht, die der Sunge empfindet, der sich auf seiner„Schledde' den Kreuz- derg hinabgleiten läßt. Da« allein ist die wahr« Poesie des Schlittens, so lange Schlitterbahn in «Srlin herrscht; die von Pferden gezogenen Schlitten, die wan in Berlin sieht, machen gerade keinen besonder« an- hetmelnde» Eindruck. bestätigt. Unter den Surrogaten für Hopfen figuriren u. A. auch Belladonna, Fuchstnsäure, Bitt-röl, Ouasfia. Diese find doch wenigstens reichliche, w-nn auch zum Theil giftige Stoffe. Bei dem Glycerin aber. einem Malziurrogat, handelt es fich um einen Ursloff, den man anständiger Weise nicht definiren kann. Nach dem Urtheil eines Fachmannes findet in Folge des Genusses solcher Biere eine kontinuirl-che Vergiftung der Biertrinker statt. Der Genuß solchen Bieres erzeugt Kopf- schmerzen, Ucbelkeiten, Unwohlsein und Krankheiten aller Art, dagegen unverfälschles Malzbier Heiterkeit, Munterkeit, Wohl befinden und Wohlsein. In der schlechten Kartoffel liegen Elemente, auS welchen durch Gährung da« Kartoffelfuselöl entsteht, das Betäubung und schließlich ckolirinm tremens erzeugt. Nun werden vielleicht die Anhänger der freien Kon kurrenz gegen unseren Antrag einwenden, daß der Wettbewerb der bayrischen Brauereien mit den norddeutschen diese zwingen werde, ebenfalls Bier nur auS Hopfen und Mal, zu bereiten. Der Genuß des echten bayrischen Bieres greift in Nord- deutschland immer mehr um sich. Der Preis desselben— 60 Pf. pro Liter— ist aber so kolossal, daß der Arbeiter ihn nicht zahlen kann, in Anbetracht dessen, daß für den gewöhnlichen d-utschen Durst ein Liter ein verhältnißmäßig kleiner Tropfen ist. (Heiterkeit.) Wir können deshalb nur wünschen, daß wir durch die Gesetzgebung dazu kommen, daß ein annähernd guteS Bier wie in Bayern gebraut werde. Dort hat fich steilich die Gesetzgebung schon vor Jahrhunderten mit der Zubereitung guten und reinen Bieres beschäftigt. Nach der Bierordnung von 1680 sollte Bier nur aus Hopfen. Gerste und Wasser be- reitet und der Fälscher durch den Malefizrichtec an Leib und Gut gestraft werden. Möchte es doch auch bei unS Mulefiz- lichter geben, welche den Malefikantcn durch den Genuß seines eigenen G.söffs an Leib und Leben straften(Heiterkeit). Ich weiß ja, daß nach einer ReichkgerichtS« Entscheidung Bier auf Grund des Nahrungsmittelgesetzes nur als Mälz, Hopfen, Hefe und Waffer gebraut werden soll. Aber dicfe Entscheidungen find noch keine Gesetze, und der alte Schlendrian besteht fort. Im Jahre 1879 wurde hier schon der Versuch einer Abhilfe gemacht. In der Brausteuervorlage wurde bestimmt- bei der Bierdereitung dürfen zum Ersatz von Malz andere Stoffe nicht verwandt werden. Dann aber heißt es: der Zusatz von Malz- surrogaten, nachdem das Bier die Brauerei verlassen hat, fällt nicht unter dieses Gesetz. Dieser Nachsatz läßt die Schmiereret frei, besonders den Zusatz von Chemikalien. Allgemein wird angenommen, daß der Zusatz von Salizylsäure zum Exportbier noihwendig sei. Für daS stark eingebrvute bayrische Bier bei entsprechender Temperatur gilt dies nicht. Es vi-tiägt selbst den Seetransport. Ebenso herrscht unter den Brauern selbst, welche fich für die Einführung deS Surro- gatverbots intereffiren, Uebereinstiamung daiüber, daß auch obergähriges Bier aus Malz und Hopfen bereitet werden kann. Doch würde fich hier eventuell eine Ausnahme statirrm lassen. Ein Bedenken gegen ein gesetzliches Surrogatr erbot ist aber schwerwiegender: daß die Reichsregierung diesen Anlaß zu einer Erhöhung der Biersteuererhöhung denutzt. Ich hoffe aber, daß die Regierung im Interesse ihrer Popularität fich hüten wird, dieses Volksgetränk noch mehr zu besteuern, und dann ist ja auch noch daS Veto des Reichstags da. Die Furcht vor einer polizeilichen Bevormundung ist beim Bier nicht am Platze. Wenn uns die Polizei vor weiter nicht»„schützte", als vor dem schlechten Bier, dann wäre fie die nützlichste Institution. (Heiterkeit.) In Bayern wenigstens herrscht immer helle Freude/ wenn auf dem Lande der Polizist schlechtes, sauer gewordenes Bier auf die Gosse gießt.„Hopfen und Malz, Gott crhall's", ist ein altes Wort. Ich möchte sagen:„Hopfen und Malz, Gott geb's". Abg. Dr. G r e v e: Als Arzt fühle ich mich in meinem Gewissen durch die Ausführungen der Vorredner getroffen und muß ihnen widersprechen. Wo bleibt denn die ganze Ernäh- runa deS Volks, wenn wir jedem Brauer einen Gendarm in die Tasche stecken? Wo bleiben wir Aerzte. die wir so oft den unbemittelten Rekonvaleszenten da« billigste Bier, d. h. z. B. den Berlinern daS Weißbier empfehlen, wenn die Surrogate verboten werden! Weißbier wird ja nicht allein auS Malz und Hopfen bereitet. Wo bleiben die Elsaß Lothringer mit ihrem Reisbier? Am Berliner Weißbier erquickt fich im heißen Som- wer so mancher auch von unS, ohne es für eine Sünde zu halten! Wenn Sie ferner auf die unappetitliche Entstehungs- geschichte des Glyzerins verweisen, so ist doch auch z. B. die Entstehungsgeschichte des Schinkens nicht gerade appetitlich! Die ._„ wenige in Berlin nicht mit Zn Wahrheit sind es nur ver! Leute, die eine» ordentlichen Schneefal Freuden begrüßen. Zunächst die Kaste der mit mehr oder weniger Hypotheken behafteten Hausbesitzer. Sie haben allerding« für die Freihaltung des Bürgersteige» zu sorgen und mancher dieser Pascha«, der sonst im türkischen Schlafrock und der gestickten Mütze al« eiserner Despot zum Schrecken seiner Miether sein Hau« verwaltet, muß unter dem Schutze der Dunkelheit höchst eigenhändig Schivpe und Besen regieren, um der noch strengere» Polizei leinen Anlaß zur Rüge �AlS ob«in HauSwirth davon sterbe» würde. Aber ein sonderbares Licht wirft e« doch auf die Denkweise mancher dieser Herren, die anstatt einem armen Menschen ein paar Groschen verdienen zu lasse», lieber höchsteigen- händig die Straße fege«, um»achher vielleicht in einem fortschrittlichen Bezirksvereine glänzende Reden über die wahre Menschenliebe zu halten. Auch die Stadtverwaltung macht ein bitterböse» Gesicht über den Schnee. Wie lange wird es dauern, und wir werden wieder die langen Zahlenreihen veröffentliche», welche die Summe darstelle», die die Stadt für da« Wegbringe« des Schnee« ausgeben mußte. Als ob da« etwa« schadete! Allerdings, manchen Leuten mag es zweckdienlicher erschei- »en wenn die Einkünfte der Stadt zu andere« Ausgaden verwendet würden, al« b-schäftiguvgSlosen Arbeitern we- »igstenS für einige Tage einen Verdienst zuzuweise». Aehnlich ergeht r« den Pferdebahnen. Klingt e« nicht wie verhaltene« Angstgeschrei, wenn man heute schon die Be- richte über die»«geheuren Ausgaben liest, welche der Schree der Pferdebahn verursacht. Mit Zagen und Bange« wer- den wahrscheinlich die arme«,»othleidenden Aktionäre jede» Morgen einen Blick auf den Himmel werfen, jede Flocke, die auf die Erde fäll«, schmälert ihnen die so mühsam er- arbeiteten Dividenden, und wenn die Natur die Erde in ihr weiße» Winterkleid hüllt, so scheint ihnen das ein Hun- gertuch zu sein, an welchem sie jedenfalls noch einmal nagen müssen. Daß der Arbeiter auch eine Berechtigung zum Bierproduktion in Baiern, wo die Surrogate verboten find» hat ferner im Vergleich zu der Bierproduktion in Nordveutfch- land nicht zugenommen, sondern sogar abgeno r men. In Nord« deutschland find von 1876 bis 1884 2y, Millionen Hektoliter mehr, in Bayern während derselben Zeit 80 000 Hektoliter weniger gebraut worden. Aber wir haben doch auch ein Reichs Gesundheitsamt und ein NahrungSmittelgesetz, nach welchem alle schädlichen Stoffe verboten find; wo fie gebraucht werden, da soll die Polizei einschreiten. Wenn man aber einen Feldzug gegen die Maltose unternimmt, und gegen die Gesellschaft, welche fie fabrizirt, so bitte ich, uns doch erst zu beweisen, daß die Maltose ihrer ganzen Entstehungs- geschichte nach ein gesundheitsschädliches Produkt ist. Sie wird auS Stoffen bereitet, die ganz gesund find, aus gekeimler Gerste und stärlemehlhaltigen Körnern. In manchem anderen Zusammenhange mag es ja nicht gesund sein, aber ganz ver- bieten kann man doch das Fabrikat nicht. Ich halte gerade jetzt den Zeitpunkt für diese Frage nicht geeignet. Die Reichs- regierung wird sagen, wenn Ihr so viel Beschwerden erhebt gegen— wie der Herr Vorredner sagt— die Malefizkerls von Brauern und Richtern, die uns vielleicht auch nicht schützen können, dann wird der Reichsfiskus sagen, dann wollen wir die Sache ganz allein machen und dies-S Gewerbe monopo- lifiren. das ist doch die beste Garantie gegen all diese Äc- schwerven. Den Standpunkt der Herren Sozialisten finde ich ja ganz logisch, fie müssen ja auf Monopolifiiung aller Gewerbe kommen, daß wir dann Alle aus einem Topt, der poli- zeilich gelocht wird, essen und gesundheitsmäßig verpflegt wer- den. Daß gerade die Herren Nationalliberalen an der Spitze ver Agitation gegen die Surrogate stehen, wundert mich um so mehr, als fie fich doch mit dem Monopol noch nicht so befreundet haben, wie viele fürchten. Wenn Allcs richtig ist, wa« Herr Ulrich vorgebracht hat, dann verdenkt ich es der Reichsregierung nicht, wenn fie auf das Monopol verfällt. Erwähnt habe ich die Sache hauptsächlich, weil ich bei den Tarisvebatten gegen den Gerstenzell gesprochen habe. Verbieten Sie alle Surrogate, dann müssen Sie auf der Rechten auch notbwendig den Ge stenzoll aufheben. Denn das ist auch statistisch festgestellt, daß 45 pC. der Braugerste aus dem Aus- lande bezogen wird. Der H.'rr Kollege Auer hat schließlich auch gegen Salizylsäure polemifirt, mit ihr solle nichts mehr verschickt werden. Ja dann müssen die Abgeordneten, welche manchmal an Rheumatitmus leiden, auch nicht mehr sali.yl» saures Natron gegen diejes Leiden nehmen, dann wollen wir überhaupt alle Medikamente verbieten. Heute nur diesen kurz n Protest, ich behalte mir für die dritte Lesung vor, näher auf die Sache einzugehen.(Beifall links.) Abg. Zeitz(nat.« lib.) weist die Angriffe der Vorredner zurück unv vertheioigt da« Braugewerbe namentlich gegenüber den Verdächtigungen des Abg. Auer. Der norddeutsche Brauer solle nur mit gleichem Maße, wie der süddeutsche, gemessen werden. Das lei der ganze Zweck deS Antrages. Abg. Dr. Braun(dfr.): Diese Frage hat weniger als alle anderen mit dem Parteistandpunlt zu thun. Es kommt lediglich darauf an, ob man mit den vorgeschlagenen �Mitteln den erstrebten guien Zweck erreicht. Ich will also nicht von Konservativen und Nationalliberalen sprechen, sondern vom Bier.(Heiterkeit.) Ich spreche nicht im Namen von Nord- und Süd-, sondern von Gesammt- Deutschland; und damit ent- spreche ich auch wohl der Vorschrift unserer Verfassung, die leider neuerdings immer mehr in den Hintergrund tritt. Ich will weder im Namen der Produzenten noch der Konsumenrcn sprechen, namentlich nicht der letzteren: denn mein Antbeil an der Biervertilgung ist sehr gering.(Heiterkeit.) Es wird ja imm r gutes und schlechtes Bier geben, wenn man aber die An- klagen hört, die hier gefallen find, wenn die Brauer selbst voll tugendhafter Entrüstung gegen alle Surrogate find, wenn uns Herr Zeitz mittheilt, daß die Verwendung von Surrogaten fich beschränkt auf Vi od.-r IV, pCt., und wenn dies Surrogat Reis ist: wozu denn der ganze Lärm? Was steht den Herren zu Diensten V(Heiterkeit.) Jedenfalls glauben Sie nicht, daß Sie die Sache besser machen durch solche Anträge I Die Herren scheinen ja gar nicht daran zu denken, daß die Verwendung von gesundheitsschädlichen Stoffen durch da« Strafgesetzbuch mit den schwersten Strafen bedroht ist; nichtZseit gestern erst. sondem schon sehr lange. Sie scheinen auch nicht an da» NahrungSmittelgesetz zu denken. Die hier angeführten Argu- mente find dadurch hrnfällig, daß die Art der Gesetzgebung, welche man wünscht, schon besteht und gehandhabt wird. Ich Leben hat, daran denke» diese Herren nicht zuerst; komme» sie selbst, und wenn eS angeht, kommen sie noch ein paar Mal an die Reihe. Zederman» kann eS natürlich nicht recht gemacht wer» den Den Menschenfreund aber soll eS immer mit Jreude erfülle«, wenn bedürftige Leute Gelegenheit zu rsrwerb finde». Die Lamentationen reicher Akiionäre haben keinen Werth, sie beweisen nur, daß in jenen Krisen kein Geist der Menschenliebe waltet. Der Schnee lindert so manche» Kummer, er hat vielleicht so Manche» über bittere Noih hinweggeholfen, gerade in dieser Beziehung ist er für eine G.oßstadt wie Berlin segensreich. Mögen sich andere Leute über feine glänzende Reinheit freuen, mögen kramp lhafte poetische Versuche über sein diamentartige« Glitzern gemacht werden, er erfreut un« vielmehr durch die Arbeitsgelegenheit, die er schafft, dadurch, daß er, wenn auch nur vorüber- gehend, Roth und Elend mildert. Kerlwtt lltuttt, Oste«d-Theater. DaS Loo« der Armen". Lebensbild in 3 Akten Stenglin, wurde am Freitag Abend als Novität im Ostend-Theater gegeben. Ter Autor bat sich den bekannten Spruch zur Richtschnur genommen:„Greift nur hinein ins volle Menschenleben und wo ihr's packt, da ist es interessant!" Und er hat es an einer der wundesten Stellen gepackt. Er schildert unS, wie die Macht des GoldeS endgiltig triumphirt über die Tugend, wie die bittere Roth schließlich selbst den charakterfestesten Menschen zur Verzeiflung und ins Verderben �""�DaS Stück spielt in Berlin, der Inhalt ist einfach, aber e» spiegelt fich in ihm die nackteste Wirklichkeit wider. Ein reicher Kaufmann Namens Blume beschäftigt eine Anzahl junger Mädchen als Verkäuferinnen. Er ist natürlich ein Mann der„zahlungsfähigen" Moral, wer kein Geld hat, hat auch keine Ehre, das ist sein Grundsatz und diesen sucht er nach Kräften seinem Arbeitspersonal gegenüber zur Geltung zu bringen. Zu diesem Manne kommt die arme Wittwe B l a g g e mit ihrer jugendlichen, hübschen Tochter Flora, um für diese habe wenigstens nicht gehört, daß unsere Behörde die Fälscher enlmuogirt; im Gegenlbnl straft fit dieselben so streng, wie die Gesetze es irgend zulafien. Beim Reichsgericht find die Mehrzahl der Bierfälschungsproz-sie gerade aus Baijent, wo doch die Surrogate in Folge der dortigen Steuergesetzgebung überhaupt verboten find. Ein Brauer wurde in erster Instanz von der auf Giund des Nahrungsmiltelgefetzes erhobenen An- freigesprochen, weil sein Bier, welchem nur ein bischen llage Ealizyl zugesetzt war, nach der Meinung deS ersten Richters ganz ladellos war. Der bayerische Staareanwalt aber legte das Rechtsmittel der Revision ein und begründete dasselbe damit, daß daS betreffende Gebräu gar lein Bier sei, sondern Salizylsäure, verdünnt mit Bier.(Heiterkeit.) Diese eigen« thümlrche Anficht vermochte stch daS Reichsgericht nicht anzu- ergnen, fand dieselbe sogar etwas hyperbolisch und bestätigte die Freisprechung. Ich könnte Ihnen noch mit vielen ahn- lichen Beispielen aufwarten. Jedenfalls bemerke ich, daß diese Gesetzgebung in Bayem untrennbar zusammenhängt mit der dortigen Gesetzgebung über Biersteuer und wenn Jemand prmoto der Surrogate die bayerische Gesetz- gedung für das Reich vorschägt, so giebt er da- mit zu erkennen, daß er diese Gesetzgebung auch billigt. Jetzt kommen dieselben Herren, welche 1878 oder 1879 so befug der Erhöhung der Biersteuer opponirt haben, und schlagen diese? Mittel vor, in deffen Perspektive ich die Erhöhung und Unifizilung der Ärausteuer erblicke. Wer den Stein ins Rollen bringt, ist nachher nicht Herr darüber; die Herren, welche die Brauerpetitionen an uns bringen und befürworten, können stch nachher nicht mit der Ausrede entschuldigen, daß sie an dem Ausgang der Sache unschuldig seien. Der Pfeil wird, wie so häufig, auch hier auf den Schützen zurückprallen. Daß die An« träge Zeitz und Auer identisch seien, muß ich ganz entschieden bestreiten; der Antrag Zeitz spricht nur von einem Verbot der Surrogate für Malz, der Antrag Auer besagt, daß nichts Anderes als Hopfen, Malz, Hefe und Waffer zur Bierbereitung verwendet werden darf; also auch jedes Surrogat für Waffer wird hier verboten,(veiterkeit.) Ist das etwa kein Unter- schied? Halten Sie den Gegenstand für wichtig genug, ihn von dem Reichstage in dieser Session, die schon so schwer mit Arbeiten belastet ist und noch schwerer belastet werden wi-d, verhandeln zu lassen, dann könnien Sie sich auch die Mühe geben, einen Gesetzentwurf vorzulegen, aus dem man sehen kann, was Sie eigentlich im Einzelnen wollen. Diese Anträge sprechen nur fromme Wünsche aus, gehen aber an den großen Schwierigkeiten der Materie stillschweigend vorbei. Auch das Weißbier wird ja unter Surrogatver wendung hergestellt, und doch genießt eine Menge vernünftiger Menschen mit Ver- gnügen und ohne Schaden ihrer Gesundheit Weißbier. Das« selbe ist ja auch ein wichtiger Exportartikel, namentlich von Etraßburg nach Franlretck. Auch die Berliner Mitbürger haben alle Ursache, an ihr Weißbier zu denken. Dasselbe würde auch unterdrückt weiden. Sollen wir gesetzgebriisch den gor« dischen Knoten so lösen, daß wir sagen: stirb, damit ich lebe? DaS wäre keine gerechte Zumuthung. Es hat kein Konkunent das Recht, den Anderen umzubringen, wenigstens nicht mit Mitteln der Gesetzgebung. Mögen stch die Herren Konkurrenz machen so viel ste wollen und den Unterschied zwischen Nord und Süd in Bezug auf daS Bier ausgleiten, aber nicht den Gesetzgeber in den Konkurrenzkampf verwickeln.(Beifall.) Ich habe überall durchklingen hören, wenn wir eine solche Reso' lution annähmen, würde das norddeutsche Bier dasselbe Ver« trauen genießen, wie das süddeutsche. Rein, so dumm ist die Welt nrcht.(Große Heiterkeit.) Tie weiß, daß die Gesetzgeber nicht allmächtig und nicht jede Resolution vollstreckbar ist. Das Verträum hat andere Quellen als die Gesetz- «ebung. Lehnen Sie die Resolution ab oder verweisen Sie e an eine Kommission.(Heiterkeit.) Beffer noch, die Herren arbeiten einen vollständigen Gesetzentwurf über die Frage aus. Bis dahin halte ich mich an das Reichsgesetz über die Nahrungs- und Genußmittel.(Beifall.) Abg. Auer verwahrt sich gegen die Annahme, als ob er dem Abg. Zeitz vorgeworfen, die Interessen der Großbrauer zu vertreten. Sem Bestreben sei lediglich gewesen, allen Brauern die Schmutzkonkurrenz vom Halse zu schaffen. Wenn Herr Braun gemeint hat, daß für die Reichsregterung diese An« träge leicht eine Veranlassung zur Erhöhung der Biersteuer werden könnten, so wird die sozialdemokratische Partei einem solchen Versuche entschiedenen Widerspruch entgegenstellen. Abg. Buhl bestreitet gegenüber den Ausführungen des Abg. Braun, daß die Antrage zu einer Erhöhung der Brau- steuer Veranlassung geben könnten. Der Aufforderung des« selben Herrn, ein vollständig ausgearbeitetes Gesetz vorzulegen, kann von Seiten der Antragsteller leicht Folge geleistet werden. Der Bereitung odergähriger Biere wird durch das Verbot der Ve> wendung von Surrogaten nicht Abbruch gethan werden. Auch in Bayern werden jetzt odergährige Biere gebraut. Der Titel wird genehmigt. Damit ist die Berathung deS Etats der Zölle und Verbrauchssteuern erledigt. ES folgt der Etat der Einnahmen aus den Stempel- abgaben. Der Etat setzt an: an Einnahmen auS dem Spiel« karten st empel 1 025 500 M.• aus dem Wechsel« st e m e l 6 437 000 M.; aus der Stempelabgabe für Werth« eine Stellung im Geschäft zu erlangen. Herr Blume versteht vortrefflich, die Rolle des Wohlthätecs zu spielen, er erklärt fich bereit, daS junge Mädchen zu engagiren und verspricht ihr einen in seinem Geschäft ausnahmsweise hohen Lohn, 35 Mark monatlich zu zahlen. DL Mutter ist entzückt von der Großmuth des Kaufmanns, während ihr Kind vor dem allzu freundlichen Blume Furcht empfindet, und fich daher an- sänglich sträubt, in dem Geschäft zu bleiben. Der in dem Hause angestellte Buchhalter Richard Wendt, empfindet Liebe für das junge Mädchen, er kennt die Maximen seines Prinzipals und nimmt fich vor, Flora zu warnen und zu schützen. Alle Angriffe de? Kaufmanns auf die Ehre des MädchenS scheitern an deren Charakterfestigkeit und er gelangt schließlich zu der Ueberzeugung, daß er auf diese Weise sein Ziel nicht erreichen wird. Ihm bleibt eS auch nicht lange verborgen, daß sein Buchhalter das Mädchen liebt und daß dieses dessen Liebe erwide t. Die Folge davon ist, daß Richard bei der ersten Gelegenheit ent- lassen wird. Flora giebt fich inzwischen die größte Mühe, irgend eine andere Stellung zu erlangen, um endlich den Nach- stellungin ihres Lohn Herrn zu entgehen. Ste erhält auch schließlich von einem anderen Geschäftsinhaber eine Stellung fzeficheri, jedoch behält fich derselbe vor, fich zunächst nach em Betragen und ihren Fähigkeiten zu erkundigen. Zu sem Zwecke begiebt er fich zu seinem altm Geschäfts« freunde Blume, welcher ihn aber abräth, daS Mädchen in Stellung zu nehmen. Blume geht nun aber weiter: Flora hat fich ohne sein Wissen nach einer anderen Stellung umgesehen und das ist ihm ein willkommener Grund, ste sofort zu entlassen. Alles Flehen, selbst der Hinweis auf die arme, kranke Mutter, ist vergebens. Blume bcharrt bei seinem Entschluß, ja noch mehr, er deutete der Flehenden sogar an, daß sie auf seinen Einfluß hin nirgends Stellung erlangen wird. Flora ringt nun für fich und die kranke Mutter um die Existenz Ihre Ki äste reichen aber nicht aus und selbst die Unterstützungen des braven Richards, welcher in.wischen eine schlecht bezahlte Stellung gefunden hat, reichen nicht hin, daS fich immer mehr virarößemde Elend zu beseitigen. In der größten Roth entschließt fich die arme Wittwe, um Arnrenunterstützung nachzusuchen; da aber die reche rchirenden Beamten noch einige Gegenstände im Zimmer finden, so wird das Gesuch abgeschlagen. fliun dringt die Mutter in Flora, wieder hinzugehen zu papiere 4400000 M.; für Kauf- und Anschaffungsgeschäste (Börsen st eur) 12 000000 M. und für Lotterieloose 5975000 M. Der Erat wird ohne Debatte genehmigt. Schluß 4 Uhr. Nächste Sitzung Dienstag 1 Uhr. (Marineetat.)_ Kommunales. w. In Ausführung de« Gesetze« vom 27. Juli 1885, betreffend die Ergänzung und Abänderung einiger Bestim« mungen über die Erhebung der Gemeinde- Einkommensteuer, find vom Minister des Innern mehrere Reskripte ergangen, welche eine theilweise Aenderung des bisherigen Kommunal» Einkommensteuer- Regulativs für Berlin nothwendlg machen. Der Magistrat hat beschlossen, daß gemäß§ 1 des Gesetzes vom 27. Juli 1835 neben den bisher in Berlin der Gemeinde« Einkommensteuer unterworfenen physischen und juristischen Per« fönen vom 1. April 1886 ab auch die Kommandrt-Gesellschatten auf Aktien, Berggewerlschaften und eingetragene Genossen- schasten, deren Geschäftsbetrieb über den Kreis ihrer Mitglieder hinausgeht, dieser Steuer unteiliegen sollen, 2) daß von der nach§ 9 Absatz 2 und§ 11 Absatz 2 deS genannten Gesetzes den Wohnfitz-— beziehungsweise Aufenthalls-— Gemeinden ertheilten Ermächtigung, von den in denselben wohnhaften, be« ziehungsweise fich amhaltenden Abgabepflichtigen mindestens ein volles Vier.el ihres Gesammteinkommens zur Besteuerung in Anspruch zu nehmen, in Berlin Gebrauch zu machen sei und wird der Stadtverordneten-Versammlung hierüber eine Vorlage zugehen. Da« Veranlagungssoll der direkte« StaatSsteüer« für Berlin bezifferte fich nach dem statistischen Jahrbuch der Stadt Berlin pro 1884/85 auf 18341485 M. lpro Kopf 14,86), davon entfielen auf die Grundsteuer 11 300 M., auf die Gebäudesteuer 5 792 297 M, auf die Gewerb, steuer 2 444 302 M., auf die klasfifizirte Einkommensteuer 8 194374 Mail und auf die Klassensteuer 1 809 212 M. Gegen 1877/78 ergiebt fich bei der Grundsteuer ein MmuS von 22,23 pCt., bei der Gebäudesteuer ein Plus von 72,45 pCt., bei der Geweibe« steuer ein Plus von 9,90 pCt., bei der kiassisizirten Einkommen- steuer ein Plus von 40,25 pCt. und bei der Klassensteuer ein Minus von 105,66 pCt. in Folge der Steuererlasse. Im Ganzen hatte fich daS Veranlagungssoll der direkten Staats« abgaben für Berlin binnen 7 Jahren um 15,91 pCt. erhoben. — Die Zabl der zur Klaffensteuer Eingeschätzten für das Etatsjahr 1884,85 betrug 378 505, gegen 1883/84 3,64 pCt. mehr. Von den Eingeschätzten kamen: auf die 1. Klassen- steuerstuse 148 128, auf die 2. Et. 121 502, auf die 3. St. 27 777, auf die 4. St. 21632, auf die 5. St. 11970, auf die 6. St. 14737, auf die 7. St. 6552, auf die 8. St. 7760. auf die 9. St. 5721, auf die 10. St. 6628, auf die 11. St. 2838 und auf die 12. Et. 4221.— Zur klasfifizirten Etaatseinkommen- steuer waren pro 1384'85 20,831, gegen 1883/84 8,80 pCt.Imehr, eingeschätzt. Von diesen entfielen: auf die 1. Einkommen- steuerst, fe 4881, auf die 2. St. 3996. auf die 3. St. 3136, auf die 4. St. 2616, auf die 5. Et 2371. auf die 6. Et. 2782, auf die 7. St. 1571, auf die 8. Et. 1563, auf die 9. St. 999, auf die 10. St. 1125, auf die 11. St. 820, auf die 12. St. 935, auf die 13. St. 474, auf die 14. St. 510, auf die 15. St. 417, auf die 16. St. 304, auf die 17. Et. 246, auf die 18. St. 204, auf die 19. St. 146, auf die 20 St. 178, auf die 21. El. 101, auf die 22. St. 81, auf die 23. St. 80, aus die 24. St. 56, auf die 25. St. 52. auf die 26. St. 43, auf die 27. St. 23, auf die 28. St. 27, auf die 29. St. 19, auf die 30. St. 23, auf die 31. Et. 16, auf die 32. St. 8, auf die 33. St. 10, auf die 34 St. 5, auf die 35. Et. 1, auf die 36. St. 5, auf die 37. St. 3, auf die 40. St. 1, auf die 44. St. 1, auf die 46 St. 1 und aus die 60. St. 1.— Die Zahl der für 1884/85 veranlagten Steuerpflichtigen halte fich um 6,97 pCt. vermehrt, während die Zunahme der Bevölkerung nur 3,07 pCt. betrug. Es ergab fich ein Gesammtb-traz des geschätzten Sleuerauflommens von 680789 M., so daß das Jahieseinkommen pro Kopf der Be- völlerung stch auf 555,2 M. berechnete, gegen 1883/84 20,4 M. mehr. Nach Mtttheilnng de« Statistischen Amt« der Stadt Berlin find bei den hiestgen Slandes> Aemtern in der Woche vom 10. Januar bis inkl. 16. Januar er. zur Anmeldung ge« kommen: 145 Eheschließungen, 964 Ledendgeborene, 45 Todt« geborene, 540 Sterbefälle. laitale«. Ueber eine Modethorhett, ver auch in Berlin in hohem Maße gehuldigt wird, spaltet Paul v. Schönlhan in einem an die„Hamburger Nachrichten" gerichteten Br ef. Er schreibt: „Der Gttchmack unserer Tage liedäugett mit enischwundenen Zeilen. Das A-lleste ist das Neueste Vor einiger Zeit hat ein invustriöser Koos ausgegrabene Bücher auf den Marli gebracht, mit zerschlissenem, über und über beschmutztem groben Leinwand Einbanv. verrosteten Elsenbeschlägen unv gebräunten Blätlern, wahre Buchmumien, die durch eine sehr geschickie Behandlung den Schein eines tausendjährigen Alters erhielten. Blume und diesen großmüthipen Mann um Verzeihung und Wiederanstellung zu bitten. Die Einwendungen des jungen Mädchens hält die kurzfichlige Mutter für eine Laune ihrer Tochter. Nach langem, he tigem Kampfe mit fich selbst entschlirßt fich das junge Mädchen der Mutter zu Liebe ihr LedenSglück zu opfern. Gerade als sie im Begriffe ist, sich zu Blume zu begeben, erscheint dieser selbst in der ärmlichen Wohnung, von der Muttrr als rettender Engel begrüßt. Flora erklärt fich unter Thränen zu Allem bereit, sie verpflichtet fich sogar kontraktlich, ein Jahr bei Blume zu bleiben und dieser zahlt der Mutter sofort einen namhaften Vorschuß. Noch an demselben Tage tritt ste ihre Stellung wieder an und— deS reichin Mannes Wünsche find erfüllt. Kaum hört Richard davon, so eilt er zu Flora in deren neue Wohnung, um ihr die schrecklichsten Vorwürfe zu machen, während diese fich jammernd darauf beruft, daß sie nur die bitterste Roth und Mutterliebe m diesem Schritte verleiteten. Schließlich fiegt im Herzen Richards die alte Liebe, er beschließt zu verzeihen und mit der Geliebten zu fliehen. Da tritt Blume herein und fordert den Eindringling auf, sofort seine Wohnung zu verlassen. Richard geräth in Wuthund ergreist einen Dolch; auf Zured n Floras nimmt er jedoch Adstano von der Rache. Nun beruft fich Blume auf seinen Kontrakt und verbretet dem Mädchen fortzugehen. Richard will allein gehen, doch Flora bittet und fleht, fie doch zu tödten und ihren Leiden so ein Erde zu machen. Im Mo- mente höchster Erregung bohrt Richard den Dolch in Vre Brust seiner Flora, welche rhm sterbend für diese That ihren Dank ausspricht. Das ist der Inhalt des Stückes, welches bis auf den tra« gischen Schluß ein recht vortreffliches genannt werden kann. � Die Mitwirkenden spielten ihre Rollen ncht gut, Fräulein Ida Müller, eine ncch sehr jugendliche aber unstreitig gut veranlagte Kraft, wußte ih e schwere Aufgabe, die Flora darzustellen, mit bewunderniwerther Geschicklichkeit zu lösen. Herr Grimm war ganz der hartherzige Geldmensch Blume, und auch Herr Schmitt(als Richard Mendt) sowie Frau Wexel(als Frau Bagge) leisteten recht AnerkennenswertheS. Und wenn auch nach dem Schluß des ersten Aktes kein Bei« fall erfolgte, so war derselbe nach dem zweiten und dritten Akt um so anhaltender. Auch der Autor wurde am Schluß der Vorstellung hervorgerufen. w L Wer die Reinheit liebt, empfindet ordentlich einen Aß der. Berührung mit diesen verschimmelten Scbmölm� Versuch muß stch gelohnt haben. Das BüttiNpapin] Luxuspapiere verdrängt; es werden nicht nur darauf gedruckt, sondern auch zarte Gedichte uns t> Buchdramen. Selbst die Vifitenkarten, welche einst! nett und glatt genug sein konnten, hab der unausflndbarsten Stelle zu öffnen find. Das M ist abgethan, auch die altdeutschen Sprüche, die gc«« dem Inhalt des Briefes absolut nicht paßten, haben* liebtheit verloren, und Lperetten-Papiere find an V getreten. Diese Idee verdanken wir den WiemM,' war der„Zigeuner-Baron" im Theater an der WA führt, als auch schon Briefpapiere austauchten, wei». Ecke mit Hauptfiguren aus der neuen Straußiltens ..* geschmückt find. Aber auch daS ist nur die Variation n» Idee; man wird Noch-nicht-da- gewesenes finden wird Briefpapiere herstellen, die genau so aM wäre— Käse oder Wurst eingewickelt gewesen.» desto besser!" g. Vor dem königl. Amtsgericht i, Abthei auf den 25. März er. ein Termin anberaumt welchem über eine größere Anzahl von Fundgegenl den gesetzlichen Bestimmungen entschieden werden diesen Gegenständen befinden sich drei Portem Geld, welche im vorigen Jahre, und zwar einet. August auf dem Hackeschen Markt, eines am 20, der Blumen straße und eimS am 11. November in strafe gefunden worden find. Vor demselben theilung 49, kommen am 3. Mai d I. ebenfalls? Fundsachen zu- richterlichen Bestimmung, unter welack finden: eine Börse mit Inhalt, gefunden am 23. E'iJ beim Zeughausc an der Spreeseite, eine Kravatünn» Brillanten und Perlen, auf dem Flur deS Hauses e straße 186 am 29. Januar d- I. gefunden, ein Kost! � waaren, gez. D.M. 5433 Masfeld, in der Alsenstrap Hause 6 am 16. September v. I. gefunden worden.. Dem Gartendirektor der Stadt Berlin deS Magistrats die Aufgabe gestellt worden, einem die Umwandlung des x önhofsplrtzeS in einen' aufzustellen. Gleiche Aufforderungen werden demn« zug auf den Neuen Marli, den Alexrnderplatz, dv platz und wenn die Bestrebungen der Bewohner lel stadt Erfolg haben, auch bezüglich deZ Lützowplatzes bleiben. Für die ersterwähnten Plätze bedingt' stehende Eröffnung der Markthallen eine Aenderung- selben Maße, in welchem planmäßig dann auch in b distriktcn die Markthallen entstehen, werden andere Plätze folgen und in absehbarer Zeit wird es' kaum einen Platz geben, deffen Verwaltung nia> Straßendeputalion der Gartendeputation übertragen Eine so«inchnerdr nde und allgemeine Veränd" drängt die Frage auf, od die Neu Anlagen nun der alten Schablone gemacht werden sollen oder forderungen der Großstadt nicht vielmehr das eine? neuen WegeS dringend erheischen. Was uns find Spielplätze für die Jugend. Nicht jene. kleinen, abg-zirkrltcn Plätze inmitten uns in denen die Kinder auf staubartigen. herumfitzen und bei denen darauf geachtet werden rn* nicht über die Wege hinaus auf die Gra! flächt sondern Spielplätze, auf denen fie fich herumtlrt* greifen, sich auslaufen können, ohne allzu ängsilick. Trirt und Schritt achten zu müssen. Daß solche cP? Bedürfniß find, geht aus den schon seit Jah'fli Versuchen hervor, die Schulhöfe an den unrf'i Nachmittagen für solche Zwecke bewilligt zu er Parks haben wir glücklicher Weise keinen 2® Westen hat den Thiergarten, der Osten den Fried Norden den Humboldtbain, der Süden den Eckl — prächtige, wohlgcpflegte, mustergiltige Anlage� dringendes Bedürfniß find und zu gesetztem, wohlanständigen Spazierenzehen einladen. Ader gegeben, daß alle diese Parks Spielplätze enchal»» auch nur für verhältnißmäßig wenige Kinder-7 ihnen ist weit und nur die nächsten Anwohner ko Vergnügen gönnen, ihre Kinder dort hinzusenden- bietet fich die Gelegenheit, eine ganze Auj# Plätze gleichzeitig zu sogenannten„Lungen der und zu Spielplätzen zu machen. Wie ein solcher Platz etwa zu denken ist, zeigt das Kastaff* Mit schattigen Bäumen besetzt, mit Ruhebänken Boden mit Kies bedeckt,— auch die Eandh� Platz finden— so wruden ste in« P. 1 lottenbu raumer welche v und fich Person! der zwei klage de sind in Grund 1 und der dem W nach C neu an mit ein in gem Polizeid durch leugnete gehabten obwohl IÖ den Am fängniß. P. falscher gestern dors bei Tode ih ' leiteten Ausstelli trage p , über ca. richtsstel eingereic stellen, der Ii richtswex Dieser n keine Ah selben i wohl ni die Einx schaffunk - ergab fiel Audienz ! fimple Anwalt Vertheid jcglchen der Wer Hypothel Eheman und im theiligt. - wegen 3 Hof erack fchästSun des vom stattliche - sprechun, Ma standen meister i August Stube zu hallen oder selben nickt der Gefahr ausgesetzt wissen wollen, ohrm Maße nicht nur verschönert, sondern und Her gemacht werden können. Die Eltern würden' die luftbedürftigcn Krnder enwL er fie weit hinauszuschicken, � weil fie versamm Bezirksa Bebel. 2 walt Dr feld vert Der fich kein, daß von über die theilen r nen Loka bei dem der The wenigste werden 1 Freunde Leuten( noch wr gefragt 1 sprach e, .........______ erk das Parterre< Restaurant im Hause Kottbuser��? unter de ließ, um stch nach dem Hofe des G undstü?,�' boren. stürzte er beim Suchen nach der Honhür in s& Arn schendcn Dunkelheit in einen seillich belege» g 3. Bebels r auf der Straße unter die zahlreichen Wagen zu England hat man die Parks in dieier Weise nuy Im Hyde Park, in den schönen Anlagen von Regenls Park, in der vornehmsten Gcgrnv des an schönen Tagen die Rasenflächen vollständig Hier lagern fich die Erwachsenen, wie wn es»»r j' vor den Thoren bei„Landpartien" zu sehen lr�e hier tummelt fich, die Lung-n erweiternd, die 1* stärkend, die junge Welt. Möglich, daß der Ry| etwas leidet, aber die Bevölkerung gewinnt da�/, ein verdienstliches Werk sein, überall in Berlin �, punkre und Spielplätze zu schaffen. Wir großen Zahl der Plätze, die demnächst eine fabren, würde es fich empfehlen, in dem hier Sinne zunächst mit einem Platze einen Versu® Das Weiterarbeiten auf dem einmal betretenen dann sicher nicht lange auf fich warten lassen. g. Durch die mangelhafte Belenchtr flure ist schon wieder ein dedarrerlichrr Ung treten. AIS vorgestern Abend der Klempner ......, belefl�U* Treppe hinunt-r und zog fich hierdurch eine c_*» lange, stark blutende Wunde auf der Strrn t» �rach,, flunn eines Nothverbaodes in der SanNätsw™.�» jwgen 1 bertstraße wurde der Verunglücket nach der 6»»«>, __ c.11___ er~ ftn w er c J?1"-rfel wurd�er Absicht, fich räch Amerika zu begeben Frau und drei noch unmündige Kinder, vier lleine Kinder, von denen das jüngste alt ist. s s)' Polizei. Bericht. Am 22. d. M. Morgens wurde auf dem Grundstück Belforterstr. 4 die Leiche eines etwa 7 Monate alten KindeS, in eine Handtasche verpackt, aufgefunden und nach dem OddultionShause geschafft.— Als an demselben Tage Vormittags der Arbeiter Grunow im Keller einis Echan!- wirthi in der Weinmeisterstraßc mit Flaschenspülen beschä'tigt war, zerbrach eine der Flaschen, deren Ecberben ihm die Puls» ädern der rechten Hand durchschnitten. Er wurde nach dem St. Hedwigs-Kranlenhause gebracht.— Am 22. d. M. Nachmittags wurde der Arbeiter Reiß beim Schneeschippen in der Jnvatidenstraße von einem ArbcitSfuhrwerk überfahren und dadurch mehrfach bedeutend verletzt. Er wurde mittelst Droschke nach der Charitee gebracht.— Am 22. d. M. Nachmittags entstand im Lager des Kartonfabrtkanten Sternberg, Georgen- kirchstraße 37, Feuer, indem dort Papirr und Pappenabsälle m Brand genethen. Tie Löschung des Feuers nahm die Thätigkeit der Feuerwehr etwa eine Stunde in Anspruch.— An demselben Tage wurde ein Dienstmädchen in der Loth» rinaerst.aße mit cin-r Schrittwunde am Halse unter seinem Bett- versteckt ausgefunden. Daffeibe gab an, aus Lebens» Überdruß sich die Wunde schon am 20. d. M, früh, selbst bei- gebracht und seit dieser Zeit unter dem Bett gelegen zu haben. Die Verletzte wurde mittelst Droschke nach dem Krankenhause � in Friedrichsharn gebrecht.— An demselben Tage, Abends, entstand in dem im Umbau begriffenen Wohnhause auf dem Grundstück Holzmarltstr. 48 durch das Umfallen eincS bren» nenden, zur Trockenheizung aufgestellten Koaksotens Feuer, durch welches die Balkenlagen und die Schaaldecken aller Stockwerke zerstört wurden. Di« Feuerwehr löschte den Brand nach I'/- stündiger Thätigkeit. Gerichts-ZeUmtg. F. ph. Gegen das Zuhälter-Unwesen geht die Char- lottenburger Polizeibehörde, ebenso wie dies in Berlin seit ge- raumer Zeit gesckieht, ganz energisch vor. Einer jener Elenden, welche von dem Gewerde der Prostitution ihren Nutzen ziehen und sich mühelos gute Tage verschaffen, stand gestern in der Person des„Arbeiters" Franz Dmock aus Charlottenburg vor der zweiten Strafkammer des Landgerichts H unter der An» klagt DesJBttgtHcns gegen§ 180 R..Str.. größten Glanz entfalten und dann mit schnell abi Glänze und großer G.schwindigkeit„Fuhnnam „Stier" durcheilen und innerhalb weniger? unseren Horizont finken. Auf der südlichen dürste der Komet, allerdings wieder dlos teleskopisa, Juli verfolgt werden können. Der Komet Bar' ebenfalls Mitte April und zwar in der„Andromei bewaffneten Auge erkennbar werden, mit zunehmen' urd schnell wachsender Geschwindigkeit den„Wid ziehen, dort seine größte Helligkeit erreichen und in Hälfte des MonatS Mai aus unserer Halbkugel in übertreten, in welcher er noch einige Wochen lätr Komet Fabry fichtbar bleiben wird. Wir werden i April deS eben so interessanten als seltenen Sch � freuen, zugleich zwei schöne Kometen am Himmel f Die Pracht dieses Schauspiels dürste übrigens um i hervortreten, als der Mond dessen Sichtbarkeit nicht W frnpn iiiih hpr Bin«» her h(*th#n für unfctt™ Nr. 2 tigcn und der eine der beiden Kometen für unsere' vielleicht noch zirkumpolar sein, d. h. gar nicht w wird. Laj Kleine MittheUnngen. Wittenberge» 22. Januar. Vor einigen Tos dicht am Strarde wohnender Wirth unter seinem am Strande liegenden Boote ein in Papier Packet, enthaltend drei Aktien ä 300 Marl— i deutschen VorschußvereinS und einen Zettel mit dein Dies gehört Herrn Emil Lohse in Este(PrnM. Erbin ist Frau Charlotte N tische in Freiburg in. Nach Angabe des WirthS ist am Tage vor dem m Herr mit fächfischem Dialekt bei ihm wiederholt eingab selbe ist in der Nacht von dem wachthabenden r an der Elbe gesehen worden, weshalb man annt einen Selbstmord begangen hat. Isenburg, 21. Januar. Heute hat man hier theilnchmrr an dem in Darmstadt auf da» Facht ausgeführten Raubmordoersuche festgenommen. D« noch junger Mensch und hat fich, gutem Vernehmen den Virkauf von geraubten Effetten verrathen. «scheint tä m'S Haus 4 Mark, i Kriefkasten der Kedaktü Ard.-Bez.-Beret« im Westen. Sie Hab Inserat nicht angegeben, wann die Versammlung Theater. Sonntag, den 24. Januar. vpernhau». Don Juan.— Montag: Der reisende Student. Schauspielhaus. Tilli.— Montag: König Richard der Dritte. Deutsche» Theater. Nathan der Weise.— Montag: Ein Tropfen Gift. Restdeuz» Theater. Denis«, Schauspiel in 4 Ästen von A. Dumas(Sohn).— Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich» Wilhelmstädtische» Theater. Rafaela. Operette in 3 Men ttn von Max Wolf.— Montag: Dieselbe Vorstellung. Walhalla- Operette«» Theater. Der Feld- prediger.— Montag: Gillette von Nar- bonne. Selle-Allianee-Theater. Doctor Klau», Lust- spiel in 5 Alten von L'Arronge.— Montag: Dieselbe Vorstellung. leutral-Theater. Der Stabs- Trompeter.— Montag: Dieselbe Vorstellung. Louiseustädtische» Theater. Die Carabiniers deS Königs.(Novität.)— Montag: Czaar und Zimmermann. Vittoria-Theater. Zum I.Male: Däumling. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend» Theater. DaS LooS der Armen, Lebensdild in 5 Allen von F. v. Etenglin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ameriean» Theater. Große Epezialttäten- Vorstellung. Theater der ReichShallen. Große Epeziali- täten-Vorstellung. Kaufmann'» Variete. Große Spezialitäten- orstellung. Konkordia. Große Epezialitäten-Vorstellung. Alhambra-Theater. Wallnertheaterstraße 16. Die beiden Harfenmädchen. Emll gemälde mit Gesang in 4 Akten von »allert. Mustk von Ludw. Bußler. Vor der Vorstellung: Er. Konzert der Hanskapeüe. Anfang deS Konzert» Wochentag» 7 Uhr, der Vorstellung 7»/« Uhr. Anfang de» Konzert» Sonntag» 6 Uhr, der Vorstellung 7>/> Uhr. Bon» haben Wochentag» Gilliglett und find im Tbeaterbureau(12—1 Ubr) gratis zu haben. Montag: Dieselbe Vorstellung._ -M*hre,,°aeUZÄto8.u.™"1' Qf Kaiser-Pan orama. Eine Wanderung durch Florenz und Venedig. Eine malerische Rh ei»- Reise. Karolinen-Inseln k. Eine ssWsiit MPl., Kinder nur lO Pf. Vcreinsdillet». Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß uns unser lieber kleiner Edmund im Alter von 4 Jahren nach kurzem, schweren Leiden am Donnerstag Abend T/t Uhr durch den Tod entrissen ist. Die Beerdigung findet am Sonntag um 1 Uhr von Bethanien aus nach dem Parochial- kirchhof am Boxhagener Weg statt. Die tiefbetrübte Familie Gnbela, Frankfurter Allee 109. Große öffentliche ArdciterinucilNrrsammllllig am Dienstag, den 26. Januar, Abds. 8V« Uhr, in Keller» Lokal, Andrcasstraße 21. Tages-Ordnung: 1. Vortrag des� Schriftstellers Herrn Han» Land über:„Die Werthschäyung des Lebens in unserer Zeit". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Gäste haben Zutritt. Zur Deckung der Un- kosten Entree nach Belieben. 536 Die Einberuferin: Frau Dr. Hofmann. Geffentliche Albtltnllllltil-Ntrsmmlillig am Dienstag, den 26. d. M.. AdendS 8 Uhr, in Mryer'« Nereinshau», Ackerfir. 63. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Schriftsteller Baoke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes.— Männer haben Zutritt. j 532 Frau Raschle, Reinickendorserstr. 18s. Berein der arbeitenden Be- in völkerung des Westens. V ersammliuift Gründers Salon, Schwerin straße Nr. .26. Salon, Schwerinstraße Tagesordnung: 1. Vortrag des Reichstagsadg. Herrn Auer. 2. DiSkusston. 3. Verschied eneS und Frage- lasten. 516 Verein zur Wahrung der In- teressen der Tischler. M o n t a g, den 25. Januar, Abend» 8'/, Uhr, V er»am ml nn g Naunynstr. 44. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Stöhn. 2. Verschiedenes.— Neue Mitglieder werden aufge- nommen. Mitglieder, welche noch BilletS vom WcihnachtSvergnügen im Befltze haben, werden ersucht, dieselben abzurechnen. 522 VenwdPliriillttdiidtllltger Montag, den 25. Januar, Abends 8 Uhr, Mitglieder-Versammlung in Pitptr'tt Kalo«. Mauer-Straße Nr. 86. Wüittr- paletols!! Herren- und Knabenanzüge sowie Damen- kleider u. Mäntel im Tuchgeschäft vri«ftustr.53, gezenLb. d. Tu> ichalU. WÜMIIWII stattet! _... Straße Tages-Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Etadtv. M i t a n. 2. Diskusfion. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. Den Mitaliedem zur Nachricht, daß unser diesjähriger Maskenball am 15. Februar in Busse's Salon, Große Frankfurterstr. 87, statt- findet.[521 1 Der Vorstand. Krbeiter-Lezirksverem„Vntmaof" im 5. Wahlkreis. Dt enstag, den 26. Jan., Ab-ndS 8'/» Uhr, im Lokale deS T.O.: 1. neren Betheil 2. DiSkus 529 Versammlung Herrn Iae-t-y, LandS Iaroby, Landsbergerstr. 82. sie stellt fich der Verein zur fer- [unoan den Kommunalwahlen. 3. Verschiedene». 4. Fragekasten. Der Vorstand. ■ Wir haben eine ganze Menge Leinen- und Baumwoll-Waaren zu gewöhnlich billigen Preisen angekauft und offeriren demzufolge solche jetzt sehr viel billig Hrmdentuchr tS? vÄ"*»tr. 30—40 Kantorei Mtr. 40—45 Cretonne fort äfZTw'MK/aLtSI: Mtr. 50 thirting ,n%%%', ST Mtr. 25«. 30 hiffo«»"AVlStim1»tr. 30«. 35 Gute» Hausmachrrlrinrn ,-»> Mtr. 40«. 45 Gnies breit. Hansmacherleine« 1' Gute Knchen Handtncher'Vr«»"«.-»»?% Gnte Stnben-Handtncher 3. 3'k Echte« gut. HrttzrngZ'A.� Mtr. 35«. 40 Posa-»»»ficift. Inlrts■■■• Mtr. 50«. 60 Drilliche,-»»>-.......... Mtr. 75 mit 12 Servietten, mit 6 Servietten.. Einzelne Tischtücher wr IW Einzelne Servietten mr 30% Leinene Taschentücher l25 150 175- � SS Moüel-Cattnne» vollständig waschecht. Mtr. 30 u. 40® Tez�viche ln antn Qualitäten und größere 4, 5, 0, 10 M a schechte H ansüleiderstoffe Mtr. 30 n. 40 Wollene Kleiderstoffe Mtr. 35 u. 45 Schwarze rein wollene Cachemirs f-hr relle Q Mtr. 1, 1,�5, 150, 1,80, 3 u Kegen-Mantel 10, 13, 15, 18 f] Jeden Montag Vormittag Ausverk von Reften und einzelnen Noben Sielmann& Rosenberg, Berlin, Kommandantenstr., Ecke Lir Uns- «ur sehr ihnen her sein. Ue kann heut schäfte m einem nei nicht» mel läuft; h« Kuvstferti Motgen k schneller> letztere mi Eo könn anführe», Da» ist d Mancheste so schwer« kleine» armen» am emp los wir! und ferr Beschäst Die»« heit des vorgeseh Mittel» aufthut. turück, Rente bürger! Wer! oder si e»«u« 200 OC Ziehe». staatliä ihnen ZinSfu Das allgemt mungei sichere so ist 1 E rzählur t**4ka4 Mit Mutter ihr, so war th eine« al» sie war, I gemach Unterstützungsv.d. Schuhmacher Montag, den 25. Januar, Abends 9 Uhr, bei Mundt'S, Köpnickerstr. 100. T.-O.: Vortraa deS Herrn Metzner. Verschiedenes.[530 Arbeitsmarkt � � Korbmacher auf ge schlage"� beit verl. Holze, Manteuffelstr�- Verl. VolkSblatt" Große Frank' 535 1 fr. Schläfst.». v. Dresdenerst. 109, Hof geradezu 3 Tr. b. Zesch. 533 Ein möbl. Zimmer für einen Herrn, monatl. 9 M-, z. v.bei Nöske, Adalbertstr. 89, III.[520 Gut empfohlene 2% lungsreisende Verl. d. A und Journal. Expedib Q, Schulze(Jnh.* Schmidt) Admiralstr�> bigunVb« »Ach Der l Berantwortticher Redakteur R. Cronhrim in Berlin. Druck und Verlag von Max Badtug in Berlin SW., Beuthstraße 2.