lonm Nr. 24. Freitag, de« 29. Januar 1886. utereßt« er Gennc- BitrhaW' : die auf nm de«! jie Tai»' Ry erste aus. zirer("< rven Gad mch bi fünf ."SS ruch ZU Herren -nmurL I «den®!t SäuoenW itutn m a Vers-A achten hm in 0" mderuM Mg, M Hieran -gen hcil� Sein ; des ebene Zum erle dn ar Au! ogen u» auf uns )em :J1 i Hindi 6« von »and ianuar,{ statt. »cher, onnatw jalon, äffe. r Kabr Drcsd Ml?-.. .che m s Vorst Sie neue» Jet W? %&, sse»er z Brrnn'' HI. Jahrg. eriimMsM Krgan für die Interessen der Arbeiter. 4 . Das„Berliner Volksblat� Zchnnt täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Adonnementspreis für Berlin frei yt-Vaus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement Mark. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustrirter Beilage 10 Pfg. (Eingetragen in der Postzeitungsprcisliste für 1886 unter Nr. 769.) JnsertionSgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petttzeile oder deren Raum 40 Pfg. Arbeitsmarkt 10 Pfennige. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Zimmcrstraße 44, sowie von allen Annoncen» Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Kenthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. An Erfolg der Srzialdcllokraten im Kelcholllge. .�»ser Leser erinnern sich»och des Antrags des Ab- lieh, Harm, nach welchem die Familien der zur ibr tingezogenen Rcservisten und Landwehrleute auf q�chen Unterstützung vom Reiche erhalte« sollten. � In VVM.V*, vvut I~ i>«m* Pienum des Reichstags wurde dieser Antrag von i-u-r. �gstellec Harm und dem Abgeordneten Auer IrtHch dieselben wiesen auf die Widersprüche Wkf?trtheidigt;. �. ZU finden seien, daß, während ein deutscher tj,» Ager seiner LandeSoertheidiguvgSpflicht nachkomme, „.Familie defielbea unt.r Umständen entweder Hunger» da i» aber der Armenunterftützun g anheimfiele. Es käme ainn 0or' daß dem Betreffenden, der einer nationale» Pflicht eit.* das höchste nationale Ehrcnrecht, das Wahlrecht l gea werde» müsse. ®tn solches Verhältniß sei unloyal und unhaltbar. . �tr konservative Abgeordnete von Kölker »n, stch gegen den materiellen Inhalt des g�ug« Harm in geradezu empörender Weise. Er be- '■jus daß der Noihstand unter den Arbeitern so groß sei, von den sozialdemokratischen Rednern geschildert v�de; er hielt den Antrag nicht für radikal genug, da .'lelbe nicht auf die Familien der im stehenden Heere be» I�lichtn Soldaten ausgedehnt sei. Solche» Kalauer« iilnasS«*».« die Abgeordneten Auer und Richter energisch HrOi*'/ij Der letztere Abgeordnete aber wandle sich gegen SK Tunellen Inhalt des Antrags, über den auch andere °uer noch, die der Sache selbst sympathisch gegenüber« iUdtden, absprechend urtheilten. � Da« Resultat der Besprechung de« Antrags Harm im Plenum war, daß derselbe der Budgetkommission �erwiesen wurde. zeilvo 8'/» statt, w vom In' ix haben jion des :e EiK versa' ersamml nnhalleN« j rag de» »olitische Da die Sozialdemokraten keine Vertretung in der �.ogetkommissioo hatten, so wurde auf Atttiag der sozial» Ivtokrattschea F-aktion im Einveistänoniß mit den Deutsch- cion. »griffen licht zu*, zidem K f Mnnigen der Abg. Hasenclever an Stelle des aus- leidenden Abg. Rickert in die Budgetkommission gewählt, t ffbrigent nunmehr ihre Arbeite« vcllständig beendet hat. o Die Sitzung dieser Kommission, in welcher der Anttag zur Berathung stand, fand gestern Vormittags statt. � Der Referent Abg. von Koller erklärte zunächst, daß er W. verschiedene Mißverständnisse bewogen, im Plenum P�nzip ablehnende Stellung gegen den Anttag eingenommen habe. Nach ruhiger ueberlegung seien je», Mißverständnisse verschwunden und er bekennS sich �iipiell zu dem Anttag Haim. Formell müsse er Jeuitteton. . Dunkle Gestalten. riü»|'Zählung aus dem sozialen Leben der Gegenwart *86. von Karl Ztelke. 117 •ÖEmrl Dei dem Direktor Weber ging Alles seine» ge- —»tue« ä!" Tang. Er betrieb die Vorbereitungen zu dem NMUl� t»�.,. TischäftSunternehmen mit außerordentlichem Eifer, ■ Exfnift1� versprach er sich beträchtlichen pekuniären Ittlfl» die»�"sittlich entzückte ihn da« Engagement von Martha, f 4 ffber?/. ttQ� den Versicherungen des Klavierspielers, der I. j. � tzber«»!? bie ganze künstlerische Leitung des Unternehmen« Eg. i am,ev hatte, für die Perle seiner Gesellschaft hielt. «ntmiä?� ln �iner Wohnung eifrig geübt, und Martha Talent diesen Probin ein wirklich überraschende« �anderen Damen der Gesellschaft waren unbedeu- dfft u«* cX' �et Direktor behandefte sie auch demgemäß ZUttickb.�. Geringschätzung. Gegen Martha war er tiv.».TV,. er empfand dem jungen Mädchen gegenüber Schaft.?s iche Scheu, von der er sich selbst keine Rechen« JjU kr!» 9t� �nnte; Zartsinn gehörte überhaupt nicht hervorragenden Charaktereigenschaften des 14* 7. �ausuna W ä\'"ZT"'«"»wwiuniB in o>e-c>r- |M§auftt f-w" gekemmen, sie hatte fteilich die Frau *** sie\ l-aem Tage Nicht mehr zu sehe» bekomme», diesen ward oberen Theil der Wohnung Ii r# ÄW :stt.% tx sie verzichtete auch ga-z gerne auf denselben jedoch bekämpfe«. Er schlage deshalb eine Reso- lutioa vor, durch welche der Bundesrath veranlaßt werden solle, Erhebungen über de» Umfang der UnteistützungS' bedürftigen u. f. w. anzustellen und diese Erhebungen dem Reichstage mitzuheile«. Der Abg. Haserclever vrrtheidigte zunächst den Anttag Harm in maierieller Hinficht, wa« ihm durch die Umkehr des Abg. von Köller leicht gemacht wurde. Diese Ver- theidiguug fand nur von einer Stelle leichten Widerspruch, indem der Abg. Baumbach bemerkte, daß der Abg. Hasen- clever allzuschwarz die Roth der Arbeiter gemalt hat. Letzterer beionte noch ausdrücklich, daß die zahlreichen Lohnreduitionen und Arbeiterentlassen, welche gegenwärtig stattfinden, dm Anttag Harm noch dringlicher erscheivea ließe» und meint, daß man sich über eine bessere Form schon einige» könne. Im Falle der Ablehnung de« Anttag« Harm schlage er eine Resolution vor, die verbündete» Regierungen zu veranlasse», zur Unterstützung der Familien der zur Uebuvg einbcrusene» Reservisten und Landwehrleute eine entspre« ch e n d e Position in den nächstjährige» Etat einzustellen. Inzwischen hatte der Abg. Schräder einen Anttag eingebracht, die Regierunge» aufzufordern, b a l d m ö g« lichst einen Gesetzentwurf dem R-ichttaze vorzulegen, wel» cher die Unterstützung der Familien der zur Uebung einge« zogenen Reservisten und Landwehrleute regeln soll. Abg. Hase» clever beanttagte, anstatt de« Worte« bald- möglichst die Worte„noch in der laufenden Session' zu setzen, da man mit solche« dehnbare« Bezeichnungen schon recht böse E-iahrungen gemacht habe; so mit dem Worte „sofort' im Wahlgesetz, welche« seiner Zeit der Minister, Herr von Puttkamer mit„sechs Monaten" übersetzt habe.— Bei der Abstimmung wurden der Anttag Harm gegen die Stimme de« Abg. Hasenclever, die Resolution Hasen» clever gegen die Stimmen de« Antragsteller« und de« Abg. Kröber abgelehnt. Auch da« Amendement Hasenclever zum Schrader'sche» Antrag erlitt dasselbe Schicksal, worauf der Anttag Schräder selbst mit großer Majorität angenommen wurde.— Wenngleich nun auch die von sozialdemokratischer Seite gestellten Anträge abgelehnt worden sind, so hat doch durch die Anregung, welche die sozialdemokratische Fraktion im Reichstage gegebe» hat, die Frage eine greifbar« Gestalt angenommen und wird auch, wie e« den Anschein hat, im Interesse der Familie» der zur Uebung eingezogenen Reservisten und Landwehr- leute,.baldmöglichst' zum Austrage ge- bracht werde«. Sollte nämlich die Regierung da»„baldmöglichst" im Schrader'sche» Antrage allzuweit ausdehnen, so wird höchst wahrscheinlich die sozialdemokratische Fraktion zu rechter Zeit ei« Beisammensein mit ihr. Der Klown hatte ihr strtS die Thür geöffnet, und dieser zeigte trotz de« blauen Auge«, welche« sei» Gesicht verunstaltete, bei ihrem Anblick nicht die mindeste Verlegenheit. Der Direktor hatte ihr ein für ihre Verhältnisse auS« kömmliche« Gehalt zugesichert, und Martha empfand jetzt eigentlich zum ersten Mal in ihrem Leben die Segnungen einer gesicherten Lebensstellung. Mit Bangen sah sie aller- ding« ihrem ersten Aufttetea entgegen, indessen sprach ihr sowohl der Klavierspieler wie der Direktor Weber soviel Muth ei«, daß ihr Lampenfieber immer mehr und mehr schwand. Auch heute kam sie wieder, um ihre gewöhnliche Uebung«- stunde abzuhalte«. Sie klingelte an dcr Thür; statt de« lächerlichen Gesichtes de« Klown erblickte sie heute einen langaufge« schossene«, kräftigen Knaben, der auf ihre Ankunft bereit« vorbereitet zu sei» schün. Ohne auf de« Zungen weiter zu achten, eilte sie die Treppe hinauf. Oben fand sie de» Direktor Weber allein. „Sie müssen schon entschuldigen, Fräulein," sagte er freundlicher, al« e« sonst seine Art war,.der Klavier- spieler ist«och nicht hier, Sie müssen eine« Augeblick Wattjb, bitte," entgegnete Martha, indem sie sich auf einem Stuhl niederließ. Der Direktor war an da« Fenster getrete« und blickte in die enge, schmutzige Gasse hinab. Plötzlich drehte er �".Sagen Sie, Fräulein,' sagte er,„Sie sind eine �l�Zawohl,' entgegnete sie etwa« verwundert,.interessirt Sl< �Nun, man interessirt sich doch immer für die Leute, mtt erwidert? sie,„ich bin allerding» �IHr�Elttr« leben nicht mehr?" s unserem erste» Zusammentreffe« gesprochen wenigstes selbst einen die Materie regelnden Gesetzentwurf einbringen, wodurch eine«och energischere Anregung dann gegeben wer« den würde. Mit dem Erfolg, de» der Harm'sche Anttag bi« jetzt gehabt hat, kann man recht zuftiede» fei«. Politische Ueverstcht. Gegen die Veröffentlichung der EubmisfionSresul- täte. Wie der„Deutsche Submisfionsanzeiger" mittheilt, ist vor einigen Tagen an den Minister Maybach ein Ge» such um Aufhebung de« Verbot« der Ver- öffentlichung der Submissionsresultate ab- gegangen. Dieses Gesuch ist von 406 Petenten, meist Firmen „ersten Ranges', unterzeichnet, und zwar von 63 Eisen- gießereien, Maschininsabriken und Hüttenwerken, 63 Eisen- und Metallhandlunaen, 32 Hölzer, und Kohlenlieferanten, 155 Bauunternehmern. Baubedarfs Fabriken und Lieferanten und 123 Werkstätten'BedarfS'Fabriken und Lieferanten. Die An- tragfteller find ausschließlich Sudmittenten, welche regelmäßig bei fast allen staatlichen Lieferungen fich betheiiigei.— Das steht ganz danach aus, als ob es diesen Herren recht unan» genehm ist, daß ihre Angebote öffentlich bekannt werden. Jedenfalls doch nur deshalb, weil fie die Kritik zu scheuen haben. Wir haben unsere Anficht über das leidige Sub- misfionswesen bereits öfters ausgesprochen soll das unreelle Unterbieten aufhören� so muß in den Submisstonsdedingungen zunächst ein Mmimallohn ausgeschrieben sein, welcher von den Unternehmern den Arbeitern zu zahlen ist. Weise ist der Echmutzkonkurrenz beizutommen. Ein Gesellschafrsrelter. Einer der Hauptagitatoren dcr nationallidrralen Partei im Königreich Sachsen war der Herr Professor Dr. Karl Birnbaum zu Leipzig. Mit dem Brustton der Ueberzeugung sprach er vom neuerstandenen Deurschm Reich, von den Segnungen, den der National- liberaliSmu« in daS Land gebracht, dann eiferte er ebenso über- zcugungStteu gegen die„Feinde der Ehe und deS Eigen- t h u m«".gegen die Sozialvcmottaten. Dr. Birnbaum organi- strte die„Ordnungsparleien" in den Wahlkämpfen gegen die „Partei des Umstürzet" und erwarb fich hohen Ruhm bei seinen nationalliberalcn Gefinnungsgen offen, so daß er gar nach dem letzten Kriege in den deutschen Reichstag als national- liberaler Abgeordneter gewählt wurde. Trotzdem er fich an den Bischweiler Gründungen detheiliat hatte, trotzdem die Unreellität dieser Gründungen nachgewiesen wurde, ließen ihn die Nrtionallideralen nicht fallen, sondern erhoben den Dr. Bim- bäum noch mehrmals bei den Reichstagswahlen als ihren Kan- dtdatcn auf den Schild, wer.n auch nicht mit Erfolg. Als eifriger Sozialistenf. effer war der Herr im ganzen weiten Sachsen- lande detannt. Daneben war er liberaler Rationalökonom und ordentlicher Profeffor der Landwirthschaft.— Jetzt kommt aus Leipzig die trübe Kunde, daß dieser Hervonagende nationalliberale Orvnungtmann und Gesellschaftsretter wegen Betrug» zu einem Jahre Gefängniß und Ver- tust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer glaubte ich Ihnen alle die Mittheilungen gemacht zu habe», die für mein j'tzigeS Verhältniß zu Ihnen nöthig sind.' .E« mag sein, indessen ich erinnere mich nicht, e« kommt mir jedoch so v»r, al« ob ich Sie früher schon ge- sehen hätte.' „Das ist wohl nicht gut möglich, wenigstens müßte ich es wissen, da ich in meinem Lebe« nicht mtt soviel Per- sonen zusammengekommen bin, daß mir Jemand vollständig au« dem Gedächtviß entschwinden könnte." „Dann haben Sie mindesten« eine merkwürdige Aehn» lichkeii mit einer Person, die ich genau gekannt haben muß. E« ist da« allerdings längere Zeit her." .Man täuscht sich in dieser Beziehung sehr leicht,' warf Martha dazwischen. .Da« ist bei mir ganz unmöglich,' entgegnete er nach denklich,„ich besitze ein ganz vorzügliche« Personengedächt« «iß. Ihren Vater haben Sie nicht gekannt?" «Ich habe, wenn ich mich so ausdrücken darf, einen solchen niemals gchabt," sagte Martha, indem fie die Stiin runzelte, denn das Examen schien ihr keineswegs angenehm zu sein,„meine Mutter gehörte zu den Unglücklichen, die wohl geliebt werden, wenn fie jung und schön find, die man aber nicht heirathet." „So." entgegnete der Dnektor,.haben Sie noch Ge« schwister?' „Ich habe einen Bruder." .Eine« Bruder? Wo befindet sich derselbe?" „Vielleicht kommt e« Ihnen sonderbar vor, wenn ich Ihne» sage, daß ich da« garnicht weiß. Ich bin in meinem Lebe« niemal» so glücklich gewesen, mich um meinen Biu- der kümmern zu können. Ich weiß nur, daß meine Mut- ter bei der Geburt desselben starb, und daß eine Tante von mir, die auch schon gestorben ist, da« Kind damals in Pflege nahm. Ich durfte meine Taute niemals besuche«, Sie wissen ja, weshalb, und«ach dem Tode derselben war der Knabe plötzlich verschwunden. Ich muß gestehen, daß ich mich nicht viel nach ihm erkundigt habe, denn ich hätte garnicht gewußt, was ich mit dem Zungen hätte anfangen sollen. Meine Verhältnisse waren nicht danach angethan, daß ich mich mit seirier Erziehung hätte befassen körnen, von itnei Jahren verurtheilt worden ist. Auch wurde die fofortipe Ve: Haftung dieses berühmten Kämpfers für gesell- scha'tlicte Ordnung und gute Sitten wegen Fluchtverdachts bcschloffen.— Was mögen die„Ordnungsparteien" in Sachsen jetzt wohl von diesem ihrem Ordnungsmanne denken? Repttlien-„Lcherze". Der„Kladderadatsch", welcher de« lanntlich in VaS Lager der„Gemäßigten" übergegangen ist, treibt in seiner letzten Nummer in folgender Weise seinen Scherz mit den Ausgewiesenen: „In den Parteien det Reichstages, welche fick in erster Reihe berufen fühlen, die Würde der deutschen Nation zu wahren, hat man jüngst in ernstliche Erwägung gezogen, ob die Abschiebung und Ausweisung von Zigeunerbanden, wie fie in allen deutschen Staaten geübt wird, stch mit den Forderungen des heiligen Gastrechts und den Interessen der ReichSangehörigen verträgt. Die Frage wurde einstimmig ver» neint. Von einem Mitgliede der Linken wurde auch darauf hingewiesen, daß daS bisher geübte Verfahren geeignet ist, die schlimmsten Konflickte mit anderen Mächten herber zu führen, wenn diese stch weigern, die ausgewiesenen Banden zu über- nehmen. Es wird demnächst der von zahlreichen Mitgliedern der Majorität unterstützte Antrag eingebracht werden: Der Reichstag wolle beschließen, die Ueberjcugung auszusprechen, daß die Ausweisung von Zigeunerbanden nicht gerechtfertigt erscheint und mit dem Interesse der ReichSangehörigen nicht vereinbar ist." Recht treffend bemerkt dazu die„Pos. Ztg.": Wir haben bisher immer geglaubt, daß auch diejenigen Parteien, welche die AuSweisunaspolitik der Regierung billigen, den zahlreichen Unglücklichen, die urplötzlich aus erner friedlichen gesicherten Existenz herausgerissen und in die bitterste Noth versetzt worden sind, ein gewisses menschliches Mitgefühl nicht versagen können. Wir sehen aber, daß diese Empsindung bei den„Ge- lehrten deS Kladderadatsch" nicht vorbanden ist. Wer die Tau- sende, welche auS den östlichen Provinzen ausgewiesen worden find, nach all den über die Ausführung dieser Maßregel be- kannt gewordenen Detalls mit den in allen Ländern herum- ziehenden, Heimathlosen Zigeunerbanden auf eine Stufe stellen und an ihnen seinen Witz üben kann, der muß in der That jedes Verständnisses und Gefühls für die Bedeutung und ein« schneidende Wirkung der AusweisungS-Maßregel bar sein.— Wahilich, die Nationallideralen(und ähnliche Leute) können auf ihre Parteipreffe stolz sein! Moderne Pharisäer. Die Affaire des französischen Obeistlieutenantt Bazaine(welcher bekanntlich einen Rekruten aufs Pferd binden, dann mit kattem Waffer begießen und schließlich mit Peitschenhieben regaliren ließ, bis derselbe todt auf dem Platze blieb), hat verschiedene deutsche Zeitungen, z. B. die„Kölnische", veranlaßt, daS Lied des PharisäerS: „Ich danke Dir, Gott, daß ich nicht bin wie Jener" anzu« stimmen: ES hieß:„Bei uns kann so etwas nicht vorkom« men." Und doch ging kurz vorher durch die Zeitungen die Notiz von einem Soldaten, der eine Pension einklagte, weil er durch einen Unteroffizier der Mainzer Garnison auf raffi- nirte Weise zum lebenslänglichen Siechen gemacht wurde! Allerdings ist der Schuldige in Frankreich ein Offizier, was erschwerend wirkt. Dafür erhielt er aber auch die höchste Strafe, Entlassung, während von dem deutschen Unteroffizier nur gesagt wird, daß er bestraft wurde. Ferner ging ein Schrei der Entrüstung durch ganz Frankreich, wahrend bei unS ein solcher Fall ziemlich kalt als nichts Außerordentliches notirt wird. Und doch ist die Behandlung jene« Soldaten in Mainz rafsi» nirter und grausamer gewesen als die des französischen Artilleristen, indem eS geradezu auf vollständige Ruintrung der Gesundheit abgesehen war mit dem Risiko tödtlichen AuS- gangeS, während man in Frankreich nicht an die Möglichkeit dachte, jenem Rekruten daS Leben zu gefährde«. Der Unter- offizier in Mainz ließ bekanntlich bei großer Kälte und stark geheiztem Zimmer den Soldaten mit voller Ausrüstung un- mittelbar beim Ofen so lange exerziren, bis er in Schweiß ge- badet war, und dann alsbald in dem Hofe still stehen, bis ihm der Schweiß am Leibe geftor. Und der Mann ist jetzt lahm an allen Gliedern und muß jetzt noch prozesfiren, um sein Leben fristen zu können! Dresel Bild könnte pharisäische Anwandlungen wohl verstummen machen. In der hessischen Kammer war von dem Abgeordneten Wasserburg ein Antrag auf Einführung von Wahl- Kouverts bei öffentlichen Wahlen eingebracht und einem Ausschusse überwiesen worden. AuS dem Bericht des Aus- schusses ist zu entnehmen: „Die großh. Regierung hat ihren, den Antrag ablehnen- den Standpunkt beibehalten, hauptsächlich deshalb, weil eS „immerhin zweifelhaft" sei,„ob die fragliche Einrichtung als zweckmäßig und zur Beseitigung der von dem Antragsteller be« yaupteten Mängel geeignet betrachtet werden kann", und well es„angemessen erscheinen dürste, abzuwarten, ob die Ein- führung geschlossener Wahl-Kouverts, welche bekanntlich auch im Reichstag angeregt worden ist, bei den Reichstagswahlen beschloffen werden wird."— Der Ausschuß erkennt in seiner im Beisein des Antragstellers gehaltenen Berathung an, daß Form und Aussehen der gedruckten Wahlzettel allerdings eveni. er hätte bei mir vur Schlechtes gesehen. Wahrscheinlich befinvet er sich in irgend einem Waise» Hause oder in einer Erziehungsanstalt." „Ich habe mich noch niemals nach Ihrem Familien- »amen erkundigt", sagte der Direktor, der sehr aufmerksam zugehört hatte,„wie heißen Sie eigentlich?" Martha nannte ihren Namen. Der Direktor kon»te eine tiefgehende Ueberraschung nicht vollständig verbergen. Er war sonst Herr seiner Bewegungen und seiner Physiognomie, die Mittheilung Marthas mußte aber für ihn sehr interessant sein, denn er verlor einen Augenblick voll- ständig die Fassung. Er sitzte dai Gespräch nicht fort, sondern drehte sich, in seine gewöhnliche Uagenirtheit verfallend, wieder nach dem Fenster um und begann seine« LieblingSmarsch mit de» Finger» an den Scheiben zu trommeln. Zum G-ück kam jetzt der Klavierspieler, der der etwas peinlichen Pause ei» Ende machte. Er überschüttete den Direktor mit einer Fluth von Entschuldigungen, er sagte, daß er in einer Musikalienhandlung aufgehalten worden sei. Der Direktor hörte kaum auf ihn, es bewegte» ihn offenbar ganz andere Gedanke«, und da jetzt auch die anderen Dame« der Gesellschaft erschienen, so benutzte er die Gelegenheit, um sich unbemerkt zu entfernen. Er hatte e» sonst niemals verabsäumt, bei allen Probe» zugegen JU% stieg langsam und sinnend die Treppe hinab. Z« der Küche traf er Louis, den er seit einigen Tagen wieder in seine Wohnung genommen hatte, weil er für ihn Ver- wendung al» Laufbursche hatte.,_ „Komm' einmal her, mem Zunge," sagte er fast lieb- kosend zu ihm, indem er ihn über sei« kurze«, schwarzes Haar strich,„Du wolltest ja wohl gerne einmal das neue Wachsfigurenkadinet sehen?" .„Ach ja, Herr Direktor," entgegnete der Knabe fteWbI,0Nun, hier ist«ine Mark," fuhr der Direktor fort und faßte in die Westentasche,„Du kannst heute dorthin Sehen. Sieh' Dir Alles genau an, Du brauchst nicht so- ald wieder zu kommen, hier ist heute nichts mehr für Dich zu thun." die Abstimmung verratben könne, ein Mißstand, dessen Beseiti- gung anzustreben fei. Doch würde dies durch Wahl Kouverts, die unter llmständm gerade die entgegengesetzte Wickung als die beadstlütigte haben können, nicht bewirkt(warum denn nicht?), abgesehen davon, daß ihre Anwendung mit vielen Um- ständen(andere minder bedeutende Angelegenheiten machen weitaus mehr Umstände und Kosten) und auch mit Kosten verknüpft sei. Auch weitere Vorschläge deS Abg. Wasserburg, z. B. daS Schreiben der Wahlzettel, die Emführung des Systems, wonach im Wahllokal gedruckte Zettel mit verschiede- nen Kandidaten vorräthig sein sollen, fanden nicht den Beifall deS Ausschusses, der es vielmehr auf Vorschlag eines seiner Mitglieder für das Beste erachtete, wenn von der Regierung zum Bedrucken oder Beschreiben der Wahlzettel eine gleich- mäßige, ganz bestimmte, eventuell mit Wafferzeichen versehene Sorte Papier vorgeschrieben würde, desgleichen die Größe der Wahlzettel,„welche je nach Angabe der zu Wählenden ver- schieden festgesetzt werden müsse".(Das würde mindestens eben so viel Umstände verursachen, wie die Einführung der Wahl-KouvertS.) Da die Ausführung einer solchen Maßregel eingehende Erwägung verlangt, einigte man sich auf folgenden Antrag: die Regierung zu ersuchen,„in Erwägung zu ziehen, welche Maßregeln zu ergreifen seien, um einen besseren Schutz der Geheimhaltung der Abstimmung bei den öffenllichen Wahlen herbeizuführen."— Danach soll also die Regierung „erwägen", welche Maßregeln nothwendig find. Dieselbe wird natürlich allcS beim Alten lassen. Die BundeSrathiausschüsse sollen vorgestern den baye- rischen Gesetzentwurf auf Ausschließung der Beschlagnahme von Eisenbahnwagen und Lokomotiven einstimmig angenommen haben. Der Gesetzentwurf lautet in seinem wesentlichen Theile: „Das rollende Material, welches sich im Betriebe einer zur Beförderung von Personen oder Güt-rn im öffentlichen Ver- kehr bestimmten Eisenbahn befindet, ist der Pfändung nicht unterworfen. Diese Bestimmung findet im Konkursverfahren keine Anwendung. Für daS rollende Material ausländischer Eisendahnen gilt dieselbe nur insoweit, als die Gegenseitigkeit verbürgt ist." Dem Antrage war u. a. auch in der Begründung ein AuSzug auS dem Berichte der Generaldirektion der königlich bayerischen Verkehrsanstalten beigegeben. Danach find seit dem 24. Juli 1884 bis Mitte Oklober 1885 in Bayern 154 Eisenbahnwagen österreichischer Bahngesellschaften beschlagnahmt worden. Die Posener BiSthumSfrage ist gelöst. Zum Erzdischof von Gnesen. Posen ist, wie das„Posener Tageblatt" aus zu- verläsfigcr Quelle erfährt, der Propst Dinder aus Königsberg in Preußen emannt worden. Kranrreich. Die Grubenarbeiter von Decazeville, im Depart. Aveyron, haben am 27. d. M. die Arbeit eingestellt. Die Zahl der Streikenden wird auf 2000 angegeben. Der Direktor Watrain wurde von der erregten Menge aus dem Fenster heraus- geworfen und durch Fußtritte getödtet. Zur Herstellung der Ruhe und Ordnung find 700 Mann Militär nach Decazeville abgegangen. — Die von der„RSpubllque Francaise" erhobene Polemik gegen daS Ueberwtegen deS adligen Elementes im ftan- zöstschen Osfizier-Korps einiger Kavallerie-Kegimenter mit der Anklage, baß diese adeligen Offiziere ihre Feindseligkeit gegen die republikanischen Jnstrwtionen offen an den Tag legten, hat Erfolg gehabt. Der Krtegsminister Boulanger ordnete an, daß die Regimenter von Tours, dai dritte Dragoner- und daS zweite berittene Jäger-Regiment ihre Garnison mit derjenigen der elften Brigade von Nantes und Pontivy zu vertauschen haben. Die monarchistischen Blätrer, welche die Artikel der „RSpubllque Fran?aise" bereits als Denunziation brandmarkten, werden sicherlich nicht verfehlen, diese Maßregel des KriegS- Ministers aus'S Heftigste zu verurtheilen. Die Regierung scheint sich einer Amnestie in der nunmehr von den Radikalen selbst beschräntten Form nicht mehr widersetzen zu wollen. Anderr- seitS ist jedoch wahrscheinlich, daß die Amnestie jetzt überhaupt nicht mehr von der Deputirtenkammer votirt wird, da die Rechte dagegen stimmen dürste, nachdem die Wahlvergehen ausgeschlossen worden find. Spanien. AuS Madrid wird unterm 25. cs. Mti>. gemeldet: Der Herzog von Sevilla stand heute wrgen des Skandals, den er vor Kurzem im KönigSpalast gemacht haben soll, vor dem Kriegsgericht. Der Staatsanwalt beantragte den Verlust seiner Grade und die Ausschließung aus der Armee. Vertheidigt wurde der Herzog durch den früheren republikanischen Minister Carvajal. DaS Kriegsgericht erkannte dem Antrage deS Staats- anwaltS gemäß. Dänemark. Das dänische Folkething hat gestern die Regierungsvorlage, betreffend den Schutz des inländischen Rübenzuckers und die Auflegung eines Einfuhrzolles auf Getieide, mit 65 gegen 22 Stimmen abgelehnt. Der Zunge war eine» Moment förmlich erstarrt über die unvermuthete Freigebigkeit seines Brobherrn, dann ergriff er schnell seine Mütze und eilte hinweg. Der Direktor trat i« das Wohnzimmer, in welchem Mutter Weber in ihrer Ecke am Ofen saß. „Du bist ja nicht oben bei dem Singsang," sagte fie ironisch. Zhr gefiel das seßhafte Leben gar nicht, deS- halb betrachtete sie das neue Unternehmen mit mißliebigen Blicke«. „Laß' Deine dummen Redensarten,"; erwiderte der Direktor grob,„jesenfalls habe ich W'chtiqereS zu thun, sonst würde ich höchstwahrscheinlich der Probe bmwohnen." „Du bist zu mir höflich wie immer," entgegnete die Frau,„ich will mich ja garnicht in Dein Vertrauen eindrängen, sonst würde ich fragen, weshalb Du ei» so sonderbares Ge- ficht machst." „Weil ich eine hochwichtige Entdeckung gemacht habe," sagte er,„und weil ich, wenn ich, dieselbe klug ausnütze, eine bedeutende Summe verdienen kann." Er ging unruhig im Zimmer auf und nieder. Mutter Weber hatte die Ohren gespitzt, als vom Teldverdienen die Rede war, sie hatte überhaupt nur zwei Eigenschaften: die Habgier und die Tru«ksucht. „Darf man nichts davon erfahren?" fragte sie endlich zögernd, da sie sah, daß ihr Mann sich immer mehr in seine Gedanken vertiefte. Er blieb plötzlich stehen und sah sie scharf an. „Gewiß könntest Du Alles erfahren," sagte er,„wenn Du Dich nicht immer betri»keu würdest, und dann dem Fritz, dem Esel, de« Du heute verhätschelst und morgen prügelst, Alles erzähle« würdest:" (Fortsetzung folgt.) im Kunst und Leven. hg. Im Frievrtch-Wilbelmstädtische« Theater hatte die 18. Aufführung von„ R a f a e l a", Operette in 3 Akten von I. Schnitzer und Ad. Schirmer, Musik vcn Mar Wotf, einen erheblichen Erfolg. Der Komponist, dessen„Portrait- dame" vor mehreren Jahren sehr gefiel, ist entschieden begabt, nur scheint ei uns, daß seine Musik mehr in eine„Spieloper" G r o ß b r» t a n u i e u. In der letzten Sitzung des Unteihauseo kam auffl'l unserer gest igen Nummer besprochene schamlose Treib.«! englischen Gcneralprofoß in Birma zur Sprache, richtungsszenen pho.ogrophirt und Angeklagten unter AirW» sofortiger Erschießung ein Geständniß erpreßt haben soll. � den Mittheilungen Lord Randolph Churchill's hat der-. könig von Indien die Wahrheit der Meldung zum gute»- bestätigt. Die Regierung hat nun strenge Bestraf. Aussicht gestellt; nach den bisherigen Erfahrungen wird«! der Strenge nicht weit her sein. — Vor einigen Wochen wurde der Pächter Curt>» einer sc gerannten Mondschcindande überfallen und eu« Am vorrgen Sonntag erschien nun Vre Familie in der zu Firies. Kaum war das bekannt geworden, so bn» Sturm von Zischen, Heulen und Stampfen in der Kirffl« bis sich schließlich die Polizei ins Mittel legte. Als die v abgezogen war, schlepote ein Hauken wüthender W««-? Ban?, auf welcher die Curtin's gesessen hatten, auf die hinaus und zertrümmerten dieselbe. Dre Cuctin'S IjoMJ den Haß des Volkes dadurch zugezogen, daß fie sich, � Haus nächtlicherweise von Mondschein lern überfallen%' energisch vertheidiglen, wobei die älteste Tochier, naM Vater erschossen war, einigen der Angreifer die W abriß und so deren Identifikation, Verhaftung und 0#' ermöglichte. Die Curtm's wurden boykotrirt und ihre Farm verlassen, wodurch fie natürlich in sehr Verhältnisse geriethen, die zu beseitigen Sammlungen veranstaltet wurden. Dadurch war das Volk noch mehr worden.; — Die„Free Land League"(Freie Land L-ga), einigung, welche eine radikale Veränderung in den Böberg«- von Großbritannien und Irland anstrebt und die unk:' Anhängern nahezu 70 Mitglieder des gegenwärtigen� ments zählt, hielt am Sonnabend im nationalliberale» � hat RUI. � ein Meeting unter dem Vorfitze des liberalen Unterh� gliedes A. Arnold. Im Laufe der Verhandlungen� große Enttäuschung darüber ausgedrückt, daß die TM anläßlich der Eröffnung des Parlaments keine RefolS, Bovengesctzes verhieß, und es gelangte aus Antrag O«)' fitzenden eine Resolution zur einstimmigen Annahme, g erklärte:„daß in dem Ermeffen dieser Liga die Gesetzt 5 für die Erwerbung und Verthetlung von Land in' britannien maßgebend sind, ungerecht und höchst na» für die Interessen des Landes find; daß vie Abwti irgend eines Reformverspicchens in der Thronrede dif, Regierung des Vertrauens des Parlaments unwürdig daß die Stockung des Handels und der Landwirthschal'. paart mit der zunehmenden Entvölkerung der ländlich� Geisieslra, Instalt für s age beja Aufnahme- sönfziq Kll Der Ä: 57 792 406 lionen Ein m Lerche nich dir Stadtv strats detre »Ä"! wenigen S SR»!?! � Seron! fcSl ersinn nur d fi zirke, die Zwecke der Free Land League" hochdringlich t und daß diese Liga mit Befriedigung irgend w-lch'- erwogene Schritte begrüßen wird, welche ergriffen dürften, um die jetzigen Minister durch andere zu ersetzt betreffs dieses wichtigen Themas vorbereitet find«. Interessen des Volles im Großen Gerechtigkeit zu nw# i M. en. di il ß# 90 M< HB Kommunales. Ein neue» städtisches Krankenhaus soll, mitgetheilt, im Süden der Stadt errichtet werden. [tli ist schon Jahre alt, bis jetzt aber immer aufgeschoben? den. Nunmehr drängen aber die Verhältnisse auf st% wirklichung. Berlin hat seit der Volkszählung von 1881, in fünf Jahren, eine Bevölkerungszunahme von Wß 195 000 Köpfen, also von zirka 40000 jährlich erfahre». Berlin in seinem Wachsthum stetig zunimmt, werde» nächsten ,ier Jahren vorauSstchtlich neue 150 000 S'Nw» hinzutreten, von denen mindestens die Hälfte auf den 1 ofitn, Süden und Südwesten fallen wird. Gerade fü* Etadttheile soll aber, wie in der Anleihe-Denlschrist deS mererS Runge ausgeführt ist. das Krankenhaus im L_ J sorgen. Zur Zeit befindet sich bekanntlich in allen Etadtt?� ywptgebau südlich von der Spree(Reu-Kölln, Friedrichswerder, Dotfl"%. eni stadt, Friedrichsstadt, Friedrichs-Vorstadt, Schönebergel---- Tempelhofer Revier und Louisenstadt) außer dem Bj!}1! Krankenhause in der Lützowstraße und dem kleineren EWj Kinder Hospital nur das Krankenhaus Bethanien, welch" vorhandene Bedürfniß nicht befriedigen kann, unter b(»8| die größten unserer Stadt, die Charitee, daS Krankenha»' Friedrichshain und das Krankenhaus in Moabit befinde»- Bau deS Krankenhauses im Süden wird um so dring» als gerade jetzt die Cbaritee-Direktion dem Magistrate/ zeigt hat, daß die Charitee fast überfüllt ist und au« Krankenhaus im Friedrichshain voll mit sechshundert# belegt ist. Mit dem neuen Krankenhause wird aller SB1 ficht nach eine besondere Aufnahme- Anstalt für Geistes der Stadt verbunden werden. Das Kuratorium der I»? stakt zu Dalldorf hat fich nämlich mit der Frage beschäftig� nicht die Stadt ihr Jrrenwesen vollständig in die Ha»»5 men, die seit Jahren bestehende vertragsmäßige Verbi»? mit der Charitee in Betreff der ersten Unterbringung. Sri Wiese englisch | W als in eine Operette paßt. Alle größeren Ensemblesätze, e viele Kantilen.n find geschickt erfunden und fein instruM Die Kouvlets, PoikaS und Walzer dagegen find alle n# kannten Mustern gearbeitet, doch können auch wir den 0% Ursprung nicht nachweisen. Sicht man über verschiede»�« ßwwch Wahrscheinlichkeiten in der Handlung hinweg, so ist die � entschieden geeignet, einige Stunden recht angenehm � halten. Die Operette hatte theilweise eine andere~ als in der 1. Aufführung erfahrt n. Vorzügliches leiste/� Herren Binder als verliebter Herzog, Steiner BargaS und Weidmann als Hetrullo. teiner a«»� . Der letztere»Ä ganz besonderes Lob. Von den Damen hat un? nur W, y ÄeschMs hi!°>n "g in« muntere Frl. Koch gefall- n, dieselbe besitzt echtes SiÄ hh,.??ind blut und war ganz am Platze. Frl. Fehl als„Rafael° � wch,-»M uns dagegen nichi entzückt. Gesang und Spiel verrath«'' allzusehr die Anfängecin; die monotonen Bewegung�•v*"» Arme wirken recht störend. Müssen denn beide Hände tefo«* et, °n die Brust gelegt werden?- Frl. E. S ch m i d t ff t irnmet urkomisch. Chor und Orchester leisteten»»U six U«« umsichtigen Leitung des Kapellmeisters Federmann � wert hes. pk Rb« ftD BecHn«cht schwer machen. Venn allabendlich bei st«»«»'� M Heute. Morgen und"'Sönntag't'ritt"dnstlbe' nur"no» /" A Nl Partie de» Rentier Birkenstock(Hypochonder)..-�»«'� rwlchtr Leiftunä'cr'fich definitiv �om Bnlwer�PublilM"! V, abschiedet. r t*»tej !am au4 i-! zse Treibe- >rache, M inter Aadr� ifcen so� l i hat dSZ »um«tttrtlj - Beste« .'.en wlld ii ter Cuitio und crB t in der* sä auf die S1 in'S HM fie fich.< erfallen p und Beßk- t und t seht ilunzen >ch mehr('■ üißa),"W- n BoveoSV tie unWj oartigen% illiberales UnterW Jlungen I die te m" ltraa mahme, Gesetze, j and inj chst na, ie Aba>j rede bl( würdig f. virthschck' ländlich"; rtngltch% "-ch welche »riffen � >u ersetzee.. Ü slndti iu erwer!� mLi r? ,ar,'?.n ausheben und in Berlin eine eigene Aufnahm:- »nstalt fjir Irre enichien solle. Das Kuratorium hat diese �age bejaht und dem Magistrat vorgeschlagen, eine solche Aufnahme-Anstait mit hinreichenden Räumen für hundertund- lunfji- Kranke zu errichten. 1Sft Stadthaushalts. Etat für Berlin auf das Jahr vob/v7, deffcn einzelne Positionen wir bereits in Nr. 16 de? "iletlimr Volksblatt veröffcntlichlen, zeigt in kolossalen Ziffern m., großen Umfang der VerwaltungAhaligkeit der städtischen »n. Der Etat schlicht in Einnahme und Ausgabt mit nII M. ab. Das Königreich Württemberg mit 2 Mil- Einwohnern hat einen Etat von 55 Millionen Mark, {??. Lanze Königreich Sachsen mit 3 Millionen Einwohnern �.steigt die Ausgaben Berlins nur um ein Geringes, der m. lchließt dort mit 67 Millionen ab. Me Finanzwirthschaft «erlinS steht also der einzelner Königreiche im Deutschen welche nicht nach. v. Die Beamten der städtischen Markthallen. Wenn . �ardneten-Versammlung die Vorlagen deö Magt- bl?. �treffs der Markthallen erledigt hat, soll zur Besetzung w.,, iu kreirenden Beamtenstellen geschritten werden, waS im Laufe des nächsten Monats geschehen dürfte. Die Stellen, die zu besetzen sind, find außerordentlich be- M' denn ei liegen dem Magistrat, wie wir hören, bereits d-r« �0 Anstcllungsgesuche vor und es dürfte die Zahl " �-Werber fich wohl auf 600 steigern. zokale». Ausschreiben dreier neuer Apotheken, welches Ztrm2.!n�Wästdium erläßt, bemerkt man:„Das jetzt herrschende �Mlsioniwesen wird schwerlich bald geändert werden, so viel auch mit fich bringt. Davon giebt gerade dai bat 5 � eine Probe. Nach den Bedingungen desselben «or derjenige Apotheker Aussicht auf eine Konzession, der «ünkf. als 14 Jahren approbirt worden ist, und diese Be- nieki'n L alterer Herren erscheint der Lage der Dinge ange- Wn* nun aber dieser altere Herr seine Konzesston em- ein o»- Wasche, so kann er fie beliebig verkaufen, und wenn fmb-f-iL*? auch eben erst opprobirt worden sein sollte. Man sticht Anlagen, deren Werth so schnell wachst; eine tetift.» l0" damit wäre also ein guteS Geschäft. Die Vor- auch l�aten hier offenbar eine Lücke. Früher hat in Preußen nur 2?% Gewerbefteiheit für Apotheker bestanden; allerdings wieder« t'00'mber 1810 bis Sep.ember 1811, dann wurde fie ab bj- ,,"'Schoben. In Berlin wurden von jenem Zeitpuntt Die-ks/.?. Jahre 1840 überhaupt keine Konzessionen ertheilt. der av,''itdem eröffnete Apotheke war die zur„Fortuna" in gmxuAnnstraße, Ecke der Echendelgaffe. Sie befindet fich schon in dritter Hand." land nach statistischen Aufzeichnungen in Deutsch- davon- vQ-dis 79-000 Epileptische vmhanden find, so stlllen A e n, VyV/W UVit�UlIVVll 1*1* V f| V(UUvl denbo.� Preußen 40000 bii 50000, auf die Provinz Bran Nur s,u Mlufive Berlin mindestens 3000. Von diesen haben wenige Aufnahmen in Siechen-, Idioten- und Irren- der Runden; die geistig gesunderen verbleiben wohl in Cackk.�!??' Während Bayern, Württemberg, Braunschweig, <1 lk? ften m' M Provinz Rheinland. Westfalen, Hannover, Schle- i tisch', Tawern, Ost- und Westpreußen Anstalten für Epilep- - cJZhtnt WZ« ermangelte die Provinz Brandenburg noch einer I �ine im vm', diesem Mangel ist nun theilweise abgeholfen; denn ou last K«lijffn- wird die betreffende Provinzialanstalt bei Potsdam Uni* i �rden. In gesundester Waldgegend, zwischen Ruthe ": feb 2? Saarmunder Chaussee, auf dem Wege nach Drewitz, �T,T iit''äniar r�orßtn Wiesen und Ackerland vom ForstfiSkus, der DON von k/;«y. tiHyaiisii iwiiu. mjk ucvutn ,rl»ggr,irulen Pavillons 7?den vorläufig 20 männliche und 20 weibliche Kranke auf. »m EWgg t3™«n. Außer den Wohn-, Schlaf- und Versammlungs- eren Ä'n für die Pfleglinge enthält jeder Pavillon noch die n, welch» �«rittroohnung. Die Herzung wird durch Kachelöfen bewirkt. ü fcSM�onötte Rücksicht ist auf den Park gen immen, der die Mlkenhcn» y umrahmen wird. Die HauSgärten laufen allmälig in befinden. v>j.knglrschen Pari über, der fich wieder an die große Ruthe- � m*9'Äi���chließt. Zur Selbstbewirthschaftung find Reviere mit �'»Uf vi2 �bst angelegt, auch eine dedeutende Weidenkultur M �11®lt,e vorbereite!. Die Anlage ist nach dem Vorbild n m«!' n Geheimen Sanitätsrathes Laehr in Zehlendorf ent- Krankenpflegerinnen find in Aussicht genommen �Z�zwei Diakonisfinnen aus Bethanien in Berlin und n tl-liiil s& lwtr aus dem Johannesstift ebenvaselbst. ,;f S�lin�Wsche Beleuchtung. Prof. Hagen, welchen der tib'r �vtazistiat nach Amerika gesandt hat, um fich dort vi',. Beieuchtui )ie_ e Verbs iringung 1'"fotijii'i Beleuchtung der Straßen durch ekektrisches Licht zu i"■ ist zurückgekehrt und hat, wie die„Frris. Ztg.' de- lange, denn im Augenblick hatten fich die « Ä �ie b,5 bei ganzen Mantels bemächtigt.„Um Gotteswillen, 0kfe. Änr Direktor!" rief der Souffleur auf die Bühne r den o.f, btn, m'--der Mnnt.f brennt", körte man einiae Stimmen aus Mantel brennt", hörte man einige Stimmen Ä y- cV"fltot u e. rufen, und in demselben Moment la� auch schon ist die MA Laik am Boden, wälzte, sich," um die Flammen zu war, rief ihm eine glosen noch", worauf &«!■ 5h»tistin �ls er wieder aufgestanden w,« latÄÄff. ZK-«««-' s Saüb-t'js „Rafael" L � � � � u � � V„„1V........., oenaf�1' � selben d,�?2A.auhaItender stürmischer Applaus wurde nach dem» v.eschÜfW.. aJ?.«irevor zu Theil. Zauberkünste der gewand« ...--------- und Bellachini müssen fich u#"! xr Ckes'�'lecken, wenn man von dem tollen Spuk liest, den , iil»efi-,Ä ll�uieur dcS Haust* Edison, Herr Hammer, am Ben?1!"* hat®4ren'�n-r �.ihm versammelten Freunde sii»'~""'' '"?! n uN �-is der Ch-s rv�otecken, wenn man von dl rann*•"»yi, �Ingenieur dcS Haust* Edis t n t Ä» Ehren seiner bei ih,......... v als®fl A B3001 623 716 31 I300| 863 70 920 27 31 43 46 78 13001-4045 47 131[3001 69 306J30pj.l9 62 449 66 91 97 506 25 95 610 825 32 40[3001 85 917 60 95 97«062 110 84 270 [3001 324 81 423 84 6.2 615 80 1300) 972 4070 13001 101 85 37 47 289 303 16 27 63(3001 57 74 405 10 36 56 70 648 50 76[8001 83[16001 669 747 95 815 30 903 34 68 «136 41 54 74 204(30001 300 6" 448 666 683 731 63 76 801[16001 65 58 993«077 86 109 12 24 86 230 37 382 90 405(3001 28 60 97 [16001 530 38 93 98 623 37 711 814 116001 58 916 24 42 8" 96 7009 54 181 305 7 11 65(300) 477 620 42 601 76 726 61 93 914[3001 54 66 8(94 188 223 63 69 417 37 66 60 93 502 14 24 660 714 27 69 89 881 989 9002 25 210 14 29 1300] 56 336 72 130001 402(30001 85 88 618 37 [1600] 43 83 742 77 809 976 19085 89 94 142 264 74 89 348 70 99 444 574 601 36 64 713 38 (3000] 806 11 55 I30ch 968 13001 83 1 1017 23 67 70(30001 72 222 352 (15001 91 426[300| 67 92(5501 613 27 30 40 67 83 610 57 90 798 917 18 12014 35 12 7 240 72 341 67 426 539 84 749 94 98 840 58(6601 63 907 31 35[3101 91 18o95 110[15, 01 Ix 56 69 215 85 394 448 629 61 92 618 49 97 758 81 830 58 73(3001 81 961 90 130001 14025 52 60 61 226 36 46 78 321(300) 46 407 23 37[3001 65 522 27[300] 48 79 606 8 717 934 10016 92 112[3001 46 48(3001 89[3001 210[300] 82 327 28 400 6 17 69 98 669 70 90 796 848 916(30001 41 42 1 0040 76 125 60 53 209 45 78 315 492 564 611 23 76 80 793 13001 1 7032 42 55 114 22(6501 59 221 832(5501 50 78 4. 9 96 535 84 641(550) 61 79 705 17 804 13 901 29 76[üöOI 18052 74(6c0) 169 88 217(16001 824 27 84 15501 44 (3001 77 511 45 48 613[300ot 61 873(3101 945 87 1 9028 91(16C0) 164 (3001 9« 216 49(550) 60 67 334 96 441 92 582 600 9 753 99 „ 20001 24 57 239 6 6 306 38 450 607 11500] 29 650 69 84 716 26 829(3001 91(301,| 981 89«1002(55,(1 142 93 94 219 44 94 95 96 371 86 447 85 541 64 98 601 12 26(3001 62 779 93 13001 98 877 943 13001 73««041 88 121 201 39 325 37 77 416 31 44(30;] 531 11500) 68(300: 83(5501 609 24 98 867«»011 26 45 63 96 120 64 90 253 88 93 334 40 646 83 642(3000) 93(3001 96 793 869 900«4055 70 102(3001 75 93 (15001 98 99 200 56 95(15,01 820(3001 33 70 92 412 82 501 36 77[300J 669 74 11500] 706 814 941 62(60001 61 98 «5012 13 16 1300) 148 57 218 92 97 312 681 653 760(1500) 899 ««002 23 57 63 162 79 228(6601 62 73(15000) 353 62 446 75 78 634 40 636 37 47 77 731 82 828 80 947 68 67(15001 88« 7032 69 105[30001 74 294 364 77 80 532 38 72 85 633 38 63 59 68 86 721 54 71 916 22 88046 74 108 32(30001 48 61 74 220 24 62 1300) 68 74 15501 300 22 431 503 15501 38 91 719 32(1506) 48 818 918 68«»073(550) 76(30)1 99 100 14 21 32 209 43 45 348[5001 69 427 83 514 26(3001 49 601 33 62 90 98 775 830 45 99 945 »«168 210 51 305 22 64 92 433 94 609 67 641 61 84 733 93 801 (3001 17 26 44 83 938 47 63 83 3 1 001 146 60 71 234 60 323 47 401 70 [15001 88 526[3001 61 66 67 649 61 71 13001 721 33 878 907(3001 73 »«030 41 106 13 29 40 214 465 623 30 68 99 130.0] 689 727(5601 861 »»023 8• 94(300) 121 221 46 48 441 632 76 92 611 50 766(6501 914 23 40 57 84 9 84014 33 47 89 290 856 78 79 425(3001 69 78 678 98 081 98 769 70 78 13000] 866 960 64 »*161 248 130>1 53[3001 60(5501 307 48 448 622 60 87 603[300] 23 99 7'. 6 806 29 960»«015 122 73 244 300[300] 12 48 440 74[550] 530 48 78 96(66. 1 697 729 880 99 ,3000] 982»7048 129«2 71(15001 245 316 23[3001 27 97 416 34 96 561 613 58 96 712 65 76 96 806 57 68 83 97 906 61 67»»104 16 23 70 387 90 160001 430(8001 604 27 72 633 51 729 97 806 37 56 77 984 84(15001 89029 46 68 81 236 1550) 88 41 62 92 414 1300) 17 49 62 63 70|300| 618 20 24 604 768(5501 60 86 886 (3001 907 43 40042(5501 68[300] 110 12 63 76 78 208 48 92 99 317 470 649 66 621 39 718 868 96 945 46 88(550] 41026 88 15501 216 19 43 304 63 87 406 22 43 63 548 63 70 93[3001 663(30001 701 6 53 66 69 89 821 991 44085 134 67 223 25 99 368 77 402 39 527 62 617 894(300) 939(1600) 4»U59 15501 63 72 10; 40 46 212 80(3000] 3o7 55 4.6 43 45 48(3001 94 518 11500] 61 1310) 74 607 22 11600) 25 30 1300) 61(6501 96 13000] 735 844 4 4 005 36 60 91 1300] 108 259 85 87 88 320 74 98 432 521 11500) 678 809 921 55 Soziales und Arveiterbeweg«� Arbeiteruuruhen sollen in den Mansfelder Beigr� ln denen»ahlreiche Ärbetterentlassungen stattfanden, vor% Tagen vorgekommen sein, gegen welche auS Halle und? bürg Militär beordett wurde.— Diese Nachricht schwirrt» die Lokalpresse der Provinz Sachsen. Nach näher eingeM Mitthetlungen beruht obige Nachricht auf Ucbertrttbung. größere Anzahl entlassener polnischer Arbeiter alleidings 1 stritte gegen die Enilaffung, doch kam es nur v ereil Gewallthäiigkeiten, die aber ohne Militär zurückgewiesen«z Gegenwärtig ist völlige Ruhe wieder ttngetie m aber unter den Arbtttern ist sehr groß. Die Zuckerfabrik in Soest(Westfalen) hat Hälfte ihrer Arbeiter, über 40 Mann, entlassen. S" klagte man außer in der Eisenfadrikation in den übrif btttszwttgen nicht- Die Verhältnisse verschlechtern stl» immer mehr. j Zur Sonntagsruhe. Fünfundzwanzig hervor« Firmen der Spezertt, Matenalwaaien« und Zigar.e#j in Nürnberg erlassen ttn Zirkular zur Unterschrift,% den Magisttat daS Ersuchen zu richten, die ottspoito Vorschttst über die Sonntagsruhe in hiesiger Stadt W ergänzen, daß in Zukunft Spezerei- und Landes»»� dl« Handlungen(HausverkaufSläden) an Sonn- und Ffli? mit Ausnahme bestimmter Tage, von Nachmittags 3 W', geschlossen gehalten werden müssen. Motivirt wird W'fj mchen folgendermaßen:„1) Bei den erwähnten l"' leuten beginnt die Arbeit jeden Tag in den frühestem stunden und endet zur späten Abendzeit, es ist vahtt nur billig, daß denselben an Sonntagen wenigstens � einiger Stunden Ruhe gelassen wird; 2) die GtstW* selbst können keinen Nachlheil von dieser abgeänderttv polizttlichen Vorschrift haben, weil jeder zu diesen branchen Gehörende ohne Ausnahme schließen muß; 3) Jtoe 11 Uhr Vormittags bis Nachmittag» 3 Uhr für Jede a>on Zeit und Gelegenvttt genug gegeben, um sttne Ww% den mehrfach erwähnten Geschälten zu holen, und an den Sonntagen von Nachmittag 3 Uhr der Veufl allen Geschäften ein so gettngcr, daß ia den mttsten ve nicht verdient wird, waS z. B. da» Gas zur einfachlto� leuchtung kostet." Wir finden daS Vorgehen der beim Geschäftsleute durchaus vernünftig und können vtthlen, die Eingabe mit zahlreichen Unterschristen r sehen.> 45122(300179 244 336(550) 410 24 560 636 6511500) 701 6lz 49 4 6060 57 68 78 128 278 310 68 85 95 401(5501 11 13 51*% 61 68 80 1550] 641 742 56 864 89 956 4 7120(16001 36 46«Uji 276 331 443 562 616 37 715 22[650) 23 856 95 933 34 73 UM 117 21 36 244 70 353 401 j3001 23 84 506 40 82 84 660 57, rageS 764 809(300) 41 946 46012 146[30 01 375 81 466 49 161 93 636 53(300) 788 816 1650] 66 920 37 15501 67 -®.!*913|300167_S® 136 42_208_6 63.328 51J800J 455 73%# 77 937[3001 46 81[3001»1072 123 49 68 212 26 67 90[1 95 442 43 81 96 517 19 41 71 620 31 81 766 69 910 69 63 102 17 J1500) 33 62 76 844�550) 74(6501 485 99 600 1*, 620 77 99 783(300)«41 93 930 5»117 88 259(15001 326 58 J 35 504 40(3001 611 83 86 844 85 938 44•»4067 142 297 24 69 80 96 97(30'] 533 76 600 702 17 849 03 934 43 67(. 55081 85 94 117(3001 82 205 12 302 14 86 444 91 622 806(3001 8[3001 929 13001 46»6067 131 42 68(5501 246(lf 34[3001 59 60(16001 93 94 438 67[8001 91 594 640 708 xOl 906 5 7031 42 47 62(550) 268 76 77 686 601 22[3001 )(3001 48 606 11 13001 73 81„i 5»013 47 75 108 59 1560] 2*° 58030 82 92[3001 126 44 15501 50 81 204(16001 76 57 69 96 422 34 78 1300] 604 30................ 75 77 88 822 88 963 64 74 83_____>... 623 46 66 13001 623 715 73 82 90 829 35 1 4(16001 97? «»»053 143 202 391 474(5601 77 82 668 70 624(5501 6* Li 866 905 19 1300) 86«1016 55[550] 71 88[300] 150 62 2*9/1 63 80(3001 90 593 94 718 64 74 806[550] 93 900 11 43 46®,? ranAi tM aic aio R1-u r&iuii ort riq«w« Tr.w aan w'i(000 V» 717 38 48 52(300) 77 90 866 71 84 «5002 67 91 215 461 90(15001 574 604 8 77 763 79 82 L-,. 1300] 920(3001 94 1300)«6072 113 15 22 98 218 302 25 a» 5'' 622 93 97(15001 720 832 91 r 23 25 69«71 22 47 155 1% (3001 422 28 31 73 93 639 758 968 92«8001(15001 20? 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Jung. reen eingebrachte, vcn der polnischen Fraktion unierstützte lesetzentwuif, terreffend die Gleichberechrigung der dänischen Ä« li*1 deutschen Svrache als Gerichtssprache in gewiffen o.t des Herzogthums Schleswig. m, ,�bg. Junggreen begründet diesen Antrag, der im Mknllichen aus folgenden Vorschlägen besteht: In den- !?»«, Distrikten des Herzogthums Schleswig, wo die ."hche Sprache die Kirchensprache, oder wo die Kirchen- 2*ai5e gemischt ist, ist die dänische Sprache fortan bei den Mrigerichten. dem Schwur- und dem Landgerichte mir der °u-schen Sprache gleichberechtigt. Tie Parteien find be- �%8t, fich fcmohl schriftlich als mündlich der dänischen so» unS« 8 der deutschen Sprache zu bedienen, und Aussagen sJl Klärungen werden in der von d-rn Betreffenden ge- Zuchten Sprache aufgenommen. Der Richter bedient fich der Drache derj-nigrn Partei, an welche er fich wandet. In ».�stachen wird sowohl die Voruntersuchung als die Haupt» ..LMlang in der von dem Angeklagten gewählten Sprache w-u. � Schriftstücke, welche einer der Parteien, beziehunas. .i« Dem Angeklagten, von dem Gerichte oder dem Anwälte t,,a.Mnvartei zugestellt werden, find in der von dem Be- SckrUra? gewählten Sprache adzufaffen. Gehen ihm solche zu, ehe er fich über den Gebrauch einer der zuge- Sprachen hat erllären können, so find fie in beid-rr fiL,?''1 abzufaflen.— Der Redner ergeht fich in längeren jjjJnRUnb Beschwerden über vermeintliche Unzuträglichkeiten, g,.j?„lfnen die preußischen Unterthanen dänischer Zunge in »ia Beziehung zu leiden hätten. be# qg Dr. hartmann(kons.) bekämpft die Angängigkeit ptt.,?">'ggrem'schen Antrages, besonders aus dem Gefichts- kilr w' v0� iin dänisches Richterpersonal in genügender Zahl an bei reffenden Bezirke nicht vorhanden sei, und daß man »ur �, kutschen Juristen doch wohl schwerlich die Anforderung �Nsrnung der dänischen Sprache stellen dürfte. an%yW vct«UTii|(Bcn[»tuen vuii». ble i.t Euerber(Elsaffer) bestätigt au» seiner Erfahrung K, ��Bequemlichkeiten, welche für die Eingeseffenen eines v,. stchtsbezrrks entstehen, wenn das Richterpersonal der Sprache ai-rym* cnijicucu, wniu Urterm nicht mächtig ist. ,?bg. Franke(nationalli wetr T*-»T I o n I r(nationalliberal) widerspricht dem Antrage, ..�.derselbe dm ausdrücklichen Bestimmungen der Reichs- Cfe Erfassung über die gerichtliche Geschästssprache entgegen. �bg. Edler v. Graeve(Pole) unterstützt den Antrag KJyßR en; als er auf die„polnische Frage" zu kommen ver- * töltb et Dorn fioi hflr Arnrk# m» �bm. Präfidenten ermahnt, bei der Sache zu In stinrn Ausführungen über den Gegensatz zwischen .�knthum Ui b Germanismus berührt er wiederholcntlich und Memlich die Zustände in Böhmen, wo dieser Gegensatz sogar zu Mord und Todtschlag geführt habe. Der Redner er« %% daß kein slavifcheS Volk je zu einer solchen Maßnahme �»erniedrigt habe, wie fie jetzt von Seiten Deutsch. ««ws, daS fich als hauptkulturträger ausgebe, den Polen Mnstber getroffen werden.(Der Präsident mit den 5' net formell zur Ordnung.) Die Annahme des M°geS Junggreen würde einen Akt politisch« Größe . wtchnen, entsprechend der Stellung, welche Deutsch. »i'? Segenwärtig einnehme,— natürlich würde dann für die « Un bit Analogie nicht ausbleiben. Jmm« wieder kehrt der b-ii?" auf die Verhältnisse in Böhmen zurück und unterzieht �iiik auch die bekannten Vorgänge in Königinhof sein« Franke beantragt, den Antrag nicht einfach abzu- »Üu°ber in eine Kommission zu verweisen, sondern zusammen l»..M entsprechenden polnischen Antrage in zweite Berathung Men. Ml TÜ- Richter: In diesem Augenblick, wo der Reichskanzl« Staatsstreich gegen dieses Haus droht, falls wir das nöthiasinmonopol„aus Obstruktionspolitik' ablehnen, ist es beten?' baß die Mitglied«, welche dem preußischen Abgeord» bier angehören, dort nicht fehlen. Ich beantrage daher Vertagung und stelle außndem den Antrag, hi« durch z?'°ufruf die Beschlußunfähigkeit festzustellen. Ämäß«iolgt d« Namensaufruf. Wch* stnd nur 179 Mitglieder anwesend, der Reichstag also » wehr beschlußfähig., �«iter. Sitzung morgen Freitag 2 Uhr. Tagesordnung: Berathung des Antrages Junggreen, Etat �"luß nach 3-/, Uhr. at. ei«e Abgeordnetenhaus. A��Sitzung vom 28. Januar, 11 Uhr. kam,? Min, stertische Fürst von Bismarck, v. Putt. °'�°b'ler DV'° Schol,. Friedberg. und �ribünen' find Vberfüllt. wie noch niemals, die Hof. �-"lomatenlogen voll besetzt._ � v Und(g� o« Tagesordnung steht d« Antrag Achenbach �ui der Abgeordneten wolle beschließen, unter An- �Rter"3 des Rechts und der Verpflichtung d« königl. Staats- •Uich.n V.um Schutze der deut ichnationalen Jnt«efim in den . 1 Ni. nachdrücklich einzugreifen, �bron.�.�knugthuung auszusprechen, daß in d«Allnhöchsten Und H� JL.ovfitive Maßregeln zur Sicknung deS Bestandes Kultur.�«'ckelung der deutschen Bevölkerung und deutsch« 2. tz?.°�skn. Provinxn in Ausficht gestellt fin?. »"Sehenb«. Ä���lligkeit zu erklären, zur Durchführung da. �ulw.k»?, Maßregem, inSbesond«e auf dem Gebiete deS L�derun„ d« allgemeinen Verwaltung, sowie zur Bauern?„ v, 5 Niederlassung deutscher Landwirt he und �hren. wesen Provinzen die erford«lichen Mittel zu ge- �Kkn zwei Anträge deS Zentrums und der polnischen I. des ai� m!�' Tagesordnung vor: Unlich ,, Vbm Wrndthorst: In Erwägung, daß eS un. aUregeln kj". uur angedeuteten noch unbekannten � s'i l.'Mänkun„ Bewahrung von Mitteln,.....„___ I___ iöleit zur Bewilligung vm Mleln für Maß. nahmen auszusprechen, welche erst in Aus ficht genommen, und deren Bediufniß, Tragweite und Umfang in keiner Weise feststehen; daß d-r gedachte Arttag den offenbaren Zweck verfolgt, die in keiner W rse gefährdete» Interessen der deutschen Be- vötkerung in d,u östlichen P-ovirzen des Staates, unter Außer- achtlaffung derjenigen der polnischen Bevölkerung, in ungebühr- hchcr Weise zu fördern, und dadurch dem Artikel 4 der Ver- fassung geradezu widelsprichi-, daß durch die Wahrung der den polnischen Unterthanen Sr. Majestät deS Königs, durch internationale Verttäge und Verheißungen d« Monarchen feierlich garantirten Rechte auf Erhaltung u."d Schutz ihrer Sprache und Nationalität die deuischnationalen Interessen in lein« Weise geschädigt werden können;_ daß die Durchführung der geforderten Maßregeln, na» mentlich auch die Bewilligung von Mitteln zur ausschließlichen Förderung der Niederloffuna deutsch« Landwirthe und Bauern, gccignet wäre, eine unzulässige RcchtSu. gstichbrit zu schaffen und den F ieden und die Eintracht unter den Nationalitäwn in den östlichen Provinzen«nstlich zu gefährden— über den Anttag Achenbach zur T.»D. überzugehen. Abg. v. Rauch Haupt: Sie werdcn eS verstehen, wenn ich mit Rückficht aui die Stellung des Reichstags in der Kritik seines Beschlusses vom 16. d.M. möglichst zurückhaltend bin, aber ohne eine Kritik dieses Beschlusses ist es unmöglich, heute zu verhandeln. Diejenigen, welche zu diesem Beschlüsse fich vereinigten, haben durch den Abgeordneten Bam- berger unverholen die Absicht ausgesprochen, die Kluft zwischen dem Denken und Empfinden des Reickskan-lers und der Majorilät des Reicdslags vor dem In» und Auslande so ti-f wie möglich zu machen.(Sehr richtig! rechts; oho! links) Man hat gesagt, daß der Reichstag im Voraus wußte, daß er eine leichte Mühe haben werde, weil« wußte, daß er leine Feinde vor fich finden werde, mit Umkehrung des Rechtesatzes: ne audiatur altera pars! Die Erklärung zu eteetn schleunigen Vorgehen gleichzettig mit der Einderu'ung des Landtags finden wir allein in der Erklärung Windthorst'» im Reichstage;„ich-weifle nicht, daß im Abgeordnetenhause auf das, was hier geschievt und geschehen wird, Rückficht ge» nommen werden muß. Das entspricht der Stellung, die der Reichstag einnimmt, und der preußische Landtag wird eben beweisen muffen, wie weit er der Aufgabe gewachsen ist, nach jeder Richtung die bevorzugte Stellung des Reichstags zu würdigen."(Sehr richtig! im Zentrum: hört! rechts.) Fü:st Bismarck hat»m Reichstag mit dürren Watten erklärt, daß der Potonismus und die polnische Propaganda der Grund d« Ausweisungen gewesen find. Unser Antrag soll nicht etwa eine Dircklioe für die Staatsrcgierung sein, am aller- wenigsten in dem Satz, baß die Bewilligungen, die gemacht werden sollen, fich besonders auf das Gebiet d« Schule, Vnwaltung und Kolonisation erstrecken müssen. Nein, sämmtliche Anttagsteller behalten fich die Prüfung der Vorlagen vor Es ist also falsch, wie der Antrag Windthorst durchblicken läßt, daß wir uns bereit erklärt hätten, Allem zuzustimmen, ohne zu wiflen, was geschehen wird. Der polni. sche Antrag ist für unS völlig indiskutabel. Wenn dieses Haus die Maßregeln der Regierung mit Freuden begrüßt, so beweist es damit, daß es drn nationale» Gebauten nicht auS den Augen verloren hat. DaS preußische Volk weiß, daß durch sein Blut vor Allem die deutsche Einheit gekittet ist, und wird nie zugeben, daß fich durch unsere östlichen Provinzen ein polni- scher Knl schiebt.(Oho! bei den Polen.) Posen liegt viel zu nahe an der Reichshauptstadt, vrrgefien Sie das nicht! Und deshalb ist unier Antrag eine feierliche Erklärung, daß wir jeden Versuch zurückweisen, der preußischen Regierung bu ihrem Vorgehen in dem Arm zu fallet, mag dn Versuch auch von der Majorität de? Reichstags ausgehen. Heute gilt es, daß daS preußische Abgeordnetenhaus fich deutsch« erweist als die Majorität des deutschen Reichstags.(Groß« Lärm links und im Zentrum.) Ein Mitglied dieser Mehrheit hat gesagt, das Nationalgefühl sei ein Phantom, erfunden von Schwind. lern, um Nanen an der Nase herumzuführen. Das preußische Volk hat seinen deutschen Beruf nie vergessen und wird ihn niemals aufgeben. Die Opfer, die Preußen gebracht hat für seine Selbstständigkeit, machen es ihm zur Pflicht, auch dem Deutschen Reich die Elemente zu erhalten, an die seine Selbst« stänbigkeit getnüpft ist. Nach dieser Richtung hin Zeugntß abzulegen, haben wir unseren Antrag gestellt.(Lebhaft« Bei- fall recht', Zischen link» und im gentium.) Ministerprästdent Fürst v. Bismarck: Der Passus der Thronrede, an welche fich der uns heute beschäftigende Anttag anknüpft, emhält den Ausdruck d« Ucberzeugung der königl. Reginung. daßiW den Grundsätzen, nach welchen seit dem Jahre 1840 in den Landettheilen, deicn Bevölkerung polnisch spricht, regint und verwaltet worden ist, eine Aenderung absolut nvthwendiz sei. Wir haben durch die Geschichte die Erbschaft überkommen— Sie werden verzeihen, wenn ich bei einer Frage, die ihre Wurzeln in der Vergangenheit hat, auch einen Rückblick auf die Vergangenheit thae— wir haben die Erbschaft überkommen, uns mit zwei Millionen polnisch svre- chender Untetthanen, so gut wir können, auf denselben Ge- bieten, welche die Grenzen deS preußischen EiaateS umschließen, einzuleben. Wir haben diese Situation nicht gemacht; unser« Politik kann von fich dasselbe sagen, wa», ich weiß nicht mehr, auf welcher Forstakademte geschrieben steht: wir ernten, wa« wir nicht gesaet haben, wir säen, was w r nicht ernten werden. So stehen wir auch zu der Vergangenbert. die vor 1815 liegt. Da« Jahr 1815 hat dem preußischen Staate eine Grenze ge- setaffen, hinter die er unter keinen Umständen zurückgehen kann'« bedarf dies« Grenze zur Verbindung seiner Pro. olnie» zur Verbindung zwischen Breslau und Königs. b«a zu jenem Verkehrsleben sowohl wie zu sein« Ver- tkeid'iauna und seiner Sicherheit. Ich kann es nur als eine politische Vettnung ansehen, wenn im Jahre 1848 deu-sche Volitikn sich gefunden haben, dre alaublen, fie könnten diese Grerzc um ich weiß nicht welchen schmalen Grenzstnisen, mit dem der polnischen Nation auch nicht gedient sein würde, zurück- verlegen. man zuerst stch die Schwierigkeit der roaiig« Gewicht gelegt wurde, als auf die der«taatk. »»« von den. ich kann wohl sagen, feni.chen. nihilistischen Fraktionen— womit ich keine kränkende Bezeichnung brauchen will; ich meine nur eiae Frakrion, die unter allen Umständen d'« jetzige Regierung nicht nur, sondern die sttzig-n R chlsein- richtungen negitt und die fie nicht will, eine Fratiioa, auf welche ick ein Sp.ückwort anwenden möchie, da' mir au« mein« Zeit als Deichhauptmann in der Erinnerung ist: wat r.ich will dielen, dal mat miete», was nicht will deichen, das muß weichen; wer nicht mitarbeiten will am Staat zu seinem Schutz, der geoört nicht zum otw t, der hat keine Rechte an den Staat; er soll weichen aus dem Sraat' so bar- barisch find wir nicht mehr, daß wir die Leute austreiben, aber es wäre eigentlich die gerechte Antwort gegen alle Diejenigen» die den Staat und seine Einrichtungen negiren, vaß ihnen auch ihrerseits der staatliche Sch tz in alle Beziehungen ent- zogen werde, desjenigen Staates, den fie negiren. Das nannte man im alten Deutschen Reich: Bann und Acht; es ist ein hartes Verfahren, zu dem wir heute weichmüthig find. Aber es ist kein Grund, Denjenigen Rechte am Staat ein- zuräumen, die ihrerseits alle Pflichten negiren. Düse Anleh» nung an aneere Parteien dedingt gerade die oerhattnißmäßige Gefährlichkeit, die ich der polnischen Opposition zuschreibe. Wenn die 2 Millionen Polen ganz allein ständen, würde ich sie nicht fürchten, zumal unter d-r Million Orerichlcfi-r doch vre Feindseligkeit gegen den preußischen Staat nicht so entwickelt ist, wie die Leiter der Agitation eS wünschen; ab« in ver Aalehnung an andere Staaten, an andere Parteien, die auch den Staat regiun, und die ihn auch b kämpfen, da bilden fie eine.rkUck« liche Macht, eine Majorität, von der ich für die weitere End« Wickelung des Deutschen Reichs wenig Hcil in der Zukunft er- blicken kann. Ein anderes Motto, welches den Poren zu gut gekommen ist, ist die schwache Entwickeluna des nationalen Gefühls Deutschlands und eine gewisse Nuslänocret, die uns noch immer eigen rhümltch ist. Wenn Sie die früheren Zeiten mit heute vergleichen, so finden Sie» daß die deutsche Sprache in allen Ländern Ptätze geräumt Hat» die fie früher eimubm; in den nordischen Reichen war deutsch früh« die Gejchäftsspiache, in Dänemark ganz gewiß, in Schweden wenigstens Verkehrssprache der geb loeten Leute. Der deutsche Buchstadendruck ist dott noch zum To it geblieben» wird ad« von denen, die un« nicht lietr haben, vekämp't DaS schlagendste Beisoiel liefert Elsaß, dieser terndeunche Stamm» der schließlich doch nicht der Versuchung widerstehen kann, dem benach matten Schwaben zu sagen: wir fino vornehmer wie Ihr» denn wir find in Paris gew sen, wir gehören zu PattS, Pa is ist unser daS sind wir- lludwrg XlV., da« find w>r, w-r Haien mit Melac schon die Pfalz verbrannt und mit Napoleon I. find wir fiegretch in olle Hauptstädte eing zogen. Meme Herren» Sie werden mir daS Zeugntß geben müssen, daß ich i" meiner langen Auseinandersetzung den Kulturkampf und d-e Stellung, die das Zenttum genommen hat— Ehre dem Ehre gebühret — immer mit Ausnahme des Abg. W ndtho-st. so wenig wie möglich berührt habe, und ich wü-de auch den Fall Marchwicki nicht erwähnt haben, wenn er mir nicht gerade jetzt und heute mitaetdeilt wäre. Unser Eindruck ist nach alledem, in E-wärung all der Erlebnisse, die ich mich bemüht habe, zu retapituli.en, derjenige gewesen, daß das B streben, die polnische Be wlkerung wenigstens deren Führer, den polnischen Adel, für die preußi- schm Staatsiveen wohlwoll.nd zu gewinnen, ein Mißgriff ge- wesen ist, ein Jrrtdum, dem wir auf die Initiative des hoch- seligen Königs 45 Jahre ae'o'gt find, von dem uns loszumg-n aber wir für unsere Pfi.chl gegen unser Land und oeursch- land halten(Bravo: rechts), und deshalb bleibt uns nur das Bestreben übüg, unS-u bemühen, daß wir die Verhältnißzahl zwischen der polnischen und deutschen Be- völkerung möglichst bessern zum Vonheil der Deutscten, um» wie der General Grolman 1832 sagte, sichere Leute, die am preußischen Staate festhalten, in jener Provinz zu gewinnen. Diese Verhältnißzahl zu bessern ist ein«seits durch V rmehrung der deutschen Bevölkerung möglich, anderers.itS vuich Vermin» demng der polnischen. Für den letzteren Zw-ck stehen uns ge» fetzliche Mi te! weiter nicht zu G böte, als die Ausweisung der- jenigen Polen, welche dem Lande nicht angehött Häven und welche kein Recht haben, im Lande geduld.t zu werden. Wir waren der Ueberzeugung, daß wir an unseren eigenen Polen genug haben, und daß wir die Z.ffcr der polnischen Agitatoren um die Kopfzahl der Fremden, die bei uns im Lande find, vermindern müssen. Es konnte uns außerdem nicht enlg hen» daß unter diesen fremden Elementen zvar sehr viele nutztiche und unbefangene Arbeiter find, aber doch auch sehr viele solche» die das Geschält der Agitation für polnische Zwecke auf dem preuß schen Gebiet unter dem Schutz des preußischen Gesetzes» unter der breiten Duldung der preußischen Behörden geschickt« betreiben können, als von ihrer russischen Hetmath aus. In Oesterreich können fie eS auch, aber deshalb kommt zu unS gnade auS Rusfisch-Polen eine erhebliche Anzahl von recht thätigen Agitatoren und Elementen, die im VeretnSwesen und in der Presse die Gastfreiheit, die ihnen derpreußischeStaal gewährt» benutzen, um ihre Landsleute diesseits und jenseitsv« Grenze ge en denselbenzu verhetzen. Die russische Regierung leivetebmtalls unler dieser Agitation, die von preußischen Ottschaftcn ausgeht und ihr eigentliches und nächstes Ziel auf rusfischem Boden hat. Von den Mitteln, die wir anwenden wollen, um die Stellung der Deutschen in Posen zu kräftigen, war das nächstliegende dasjenige, da« wir ohne weiteren gesetzlichen Beistand direkt durch Verfügung dn Regierung anwenden könn n, die Aui- Weisung. Die staatlichen Data ergaben, daß in Folge der außerorventtichen Nachficht der peeußsschen BeHör'en die Schul- lasten unserer eingeborenen Gemeinden sich erhöht habm, weil die Kinder der lästigen Einwanderer beschult wurden. Ab« die« brauche ich nicht als Vor wand, sondern ich bezeichne die Ausweisung als eine politische Maßregel; wir wollen die fremden Polen los sein, weil wir an unteren eigenen genug haben.(Bravo! rechts.) Deshalb werden wir auch an dies« Maßregel mit unablässtger Energie festbaltrn und find über dieseltie mit unseren Nachbarn drüben völlig einig. ES könnten noch 20 Reichsraasbeschlüffe, in der Art in die preußische Ge- rechrsame übergreifend, gefaßt werden, das wird uns nicht ein Haar breit irre machen rn unseren Entschließungen.(Lebhafte« Bravo rechte.) Die Gefabren, vre w r in Posen hauptsächlich zu befürchten habe», find nicht so zahl.eich, wie die Ziffer von 2 Millionen anzeigt; ich habe schon vorhin gemgr, daß fast die Hälfte dies« 2 Millionen in Echtesten wohnt, wo wir doch heute noch ohne einen ciischneivenden Beistand der Sache gemachen find; aber in der Piovmz Posm und in den polnischen Theilen von Westpreußen beruht das Widerstreben aegen Asstmiliruna, gegen das Zusammenwirken mit Deutich-n, die Vertiefuna d« Kluft, die beide Nationen kennt, doch fast ausschließlich aus den Adel. Denn— wie auch schon daS G-.olman'sche Elaborat wgt- der Adel mit seinem G folge, mit s te« zahlreichen Drenerfchaft, mit temen DwomikS und leinen Beamten li'fett berupt, Schlich die Elemente iur Unterhaltung ver Agitation. Nun besitzt d« polnische Adel im Äroßberzogthum Polen gegenwäntz noch etwa 650 000 Hella e. Die Hektare der könig- lichen Domänen bringt im Reg'erungibezirk Poscn 20 M. Pacht Das ist d�rchlchnittlich reiner Acker und Wiese; rrenn ern. man tzarde und Wäldcr und Urlard mit hinzu rechnet, so vcr- muhe ich, ti.fc diese 650 000 Heklare im Ganzen doch nur«inen E.trugsTerth ron 15 M. für die Hektare haben werden, also vo> 5 Tnolern, also 5 Thaler Rente. 5 mal 600 000 wären 3 Millionen, das wären 3 pCt. von 100 Mtll. T ralern. Nun fragt steh, ob Pr. ustcn in seinem und des Deutschen Reiches Jniereste nicht unter Umständen in der Lage sein könnte, 10 Mill. Thaler autzugeden, um die Güter des pol ischen Adels dafür zu gewinnen,— kurz und gut, um den Adel zu expropriiren.(Oho!) Das klingt ungeheuerlich, aber wenn wir'ür eine Eiienbahn expropriiren und die Häuslichkeit stören, Häuser und Kirchdöse durchbrechen, lediglich zur Bequemlichkeit der Eisendahngeiellschaft, w.nn wir expropriiren, um eine Festung zu bauen, um eine Straße in der Stadt durchzuschlagen, wenn wir ganze Stadtviertel expropriiren, wie in Hamburg, um einen HMen zu bauen, Häuser, die seit Jahrhunderten stehen, abbrechen: warum soll dann nicht unter Umständen ein Staat, um seine Sicherheit für die Zukunft zu erkaufen und die Unruhe loszuwerden— ist die Sicherheit nicht ein höherer Zweck, als der Verkehr, ist die Sicherheit für die Ge- sammtheit nicht ein höherer Zweck, wie die Befestigung eine» einzelnen festen Platzes?— warum soll denn nicht ein Staat unter Umständen zu diesem Mittel schreiten? Es wird ja keine Ungerechtigkeit verlangt, es soll nach dem vollen Werth bezahlt werden, und die He.rm würden vielleicht zum Theil sehr ver» gnügt sein, mit dem Gelde, was fie dafür bekamen, fich in Galizien anzukaufen, oder jenseits der rusfischen Grenze, da find ste viel mehr unter fich, und es würden auch viele von ihnen vorziehm, mit diesem Vermögen fich nach dem Westen zu begeben, nach Paris oder nach Äonako.(Heiterkeit.) Meine Herren, also so ganz ungeheuerlich, wie eS auf den ersten An- blick erscheint, ist das nicht; auch die Kosten sind nicht so groß; ich bin überzeugt, der L�mainer.fiSkus würde nicht sehr viel dabei verlieren, und wenn er dabei 10 pCt. verliert, so glaube ich, könnte man in dem Bewußtsein, daß wir endlich an unserer Ostgrenze Ruhe haben, und daß wir ficher find, dort Leute zu baden, die nicht nur auf Kündigung, die nicht nur so lange Preußen find, bis fich eine günstige Gelegen» heit zum Abfall bielet, den Rentenverlust wohl ert.agen. Aber die Regierung beabstchtigt gar nickt, im jetzigen Augenblick so- weit zu gehen; ich nenne diese Möglichteit nur, damit man fich im Publikum überlegt und darüber nachdenkt, ob es nicht nützlich ist, und damit auch die Herren in Polen, die so un- gern unter der preußischen Regierung leben, ihrerseits darüber nachdenken, od ste nicht selbst einmal den Antrag stellen sollen: Findet unS ab!(Heiterkeit) Unser Verlangen geht soweit noch nicht, wir werden ihnen Maßregeln vorschla- gen und zu dem Behufe Geldbewilligungen verlangen, über deren Höhe mit dem Finanzministcr verhandelt wird, um zu dem früher charakteristrten Flot'well'schen System zurückzukehren, und diejenigen Güter, die freiwillig zum Verkaufe kommen, und auch diejenigen Domainen, welche fich dazu etwa eignen, zu benutzen, um auf ihnen Deutsche unter solchen Bedingungen anzusiedeln, die unS die Gewißheit oder doch die Wahrschem- lickkeit gewähren, daß fie Deutsche bleiben, also Deutsche mit deutschen Frauen, nicht mit polnischen Frauen. Wir wollen die Sache soweit in den Händen und unter Aufficht haben, als es erforderlich ist, um die Erreichung de» Zweckes zu sichern. Zu diesem Behuf« würden wir das Bedüifniß haben, ähnlich, wie da» bereits unter Friedrich dem Großen bei seinen Kolonisationen geschehen ist, einmal eine Jmmcdiatkommisfion zu bilden, die unter dem Staatsministerium steht, die aber von beiden Häusern deS Landtags gewählte Vertreter in ihrer Mitte zählen würde, damit beide Häuser sowohl eine Einwirkung als eine Kontrole deffen haben, waS da geschieht. Diese Kom- misston würde ihrerseits die Verwendung der erworbenen Güter in einer Richtung zu leiten haben, bei der derZwrck, Deutsche dort anzusiedeln, sei es al» Pächter, als Zcitpächter, gefichert wäre; wir brauchen dazu nicht einmal die Wiederherstellung der Erbpacht,— eine Zcitpacht, die so berechnet ist, daß nach 25 oder 50 Jahren das Gut in das Eigenthum des Pächters übergeht, würde völlig den Bedarf decken, denn jenseitt 50 Jahre noch zu rechnen, daS überschreitet menschliche Mög- lichleit. Wir werden also von Ihnen in der Hauptsache einen Kredit verlangen müffm, um Güter zu kaufen,— leider bei der jetzigen gedrückien Lage der Landwirthschast auch Güt-r, die in deutschen Händen find und fich nicht mehr halten können; aber wir müfien zur Verwirklichung unseres Zweckes nehmen, was wir vorfinden. Außerdem haben wir verschiedene andere Maßregeln, die theilS mit, theils ohne Novation in der Gesetz- gedung ausgesühit werden können, im Sinne, und die Haupt- sächlich darauf hinausgehen, daß wir den Polen als Beamten und Soldaten möglichst viel Gelegenheit geben, fich in deutschen trovtnzen umzusehen(Bravo!), und zu lernen, welches die egnungen deutscher Zivilisation find, und daß wir den deut- schen Truppen lheilen und den deutschen Beamten Gelegenheit geben, einmal außerhalb Posens und immer unter der Be» dingung, daß fie keine Polinnen Heirathen(Heiterkeit), so viel polnisch lernen, daß fie innerhalb der Prcvinzcn Posen und Westpreußen fich mit Nutzen bewegen können. Sie werden von mir nicht verlangen,— ich habe Ihre Geduld schon zu lange cimüdet—, daß ich daS weiter auseinandersetze— aber das find die Hauptzllge der Vorlage, die wir Ihnen zu machen beabfichtigen, durch Kauf, Schule, Militärdienst eine Wandlung in den jetzigen peinlichen Zustand, in dem beide Nationen sich gespannt fortwährend gegenüberstehen, auf eine gesetzliche und friedliche Weise her- beizuführen. ES ist das«ine der Verbesserungen unserer Lage, die wir ja ohne Bewilligungen seitens deS Reichstags machen können, und in Bezug auf welche die Quellen der Finanzen noch nicht unter dem Verschluß der jetzigen Reick ktagsmojori- tät liegen. Wir können im» da noch in Preußen selbst helfen, im Wege einer Anleihe. So lange die Obstruktion unserer Finan-quellen im Reichstage fortdauert, haben wir ja u.er- haopt darüber nachzudenken, wie weiter der preußische Staat im Stande sein wird, fich selbst ohne Rcichstagsmajorität zu helfen. Die Situation habe ich Fhnen mit einem langen Rückblick auf die Vergangenheit dargelegt. Wenn ich nun noch einen Blick vorwärts in die Zukunft werfen soll, so muß ich sagen, daß der nicht ganz frei von Besorgniß ist, nicht voraus- wältigen Gefahren— ich halte keine Störung de- auswärtigen Fri dens für wahrscheinlich—, aber in Bezug auf die Ent- Wickelung unserer inneren Verhältnisse. Nach der Art, wie fie eine Reickstagsmajorität nicht vorwärts kommen läßt, können wir weder auf den Beistand der Sozialdemokraten rechnen, noch auf den der Polen, noch der Elsäffer, noch auf den einzelner anderer Kategorien. Ob auf den des Zentrums, das weiß ich ja nicht. Da wird doch immer besorgt: daS Reich möchte stärker werden als die Partei ist, und wir müssen danach streben, stärker zu werden, daS ist unsere Aufgabe, unsere Pflicht, dahin zu wirken. Also ich muß sagen, daß ich nach der Rich- tung hin etwa» trübe in die Zukunft sehe. Es ist ja möglich, daß die Vorst hung nach der Art. wie wir die außerordentliche Gunst, die uns in den letzten 20 Jahren zu Thetl geworden ist, aufgenommen und verwerthet haben, ihrerseits findet, daß es nützlich sei, den deutschen Patriotismus noch in einem Feuer europäischer Koalitionen, größerer benachbarter antideutscher Nationen, noch einem härtenden und läuternden Feuer auS- zusetzen, mit anderen Worten, daß wir von der Vorsehung noch« malS in die Lage gebracht werden, ebenso wie Friedrich der Große nach dem ersten und dem zweiten schlefilchen Kriege, unS noch gegen Staatenkoalitionen zu vertheidigen, die in unserer inneren Zwietracht ja auch immer noch eine gewisse Aufmunterung finden(Sehr wahr! rechts),— die Leute kennen unsere inneren Zustände ja nicht, fie wissen nicht, daß daS Volk nicht so denit, wie die Majoritäten in den Parlamenten votiren. Man hat das zwar 1866 schon erlebt, wo wir belastet mit dem Zorne d�r Mehrheit, in diesen sogenannten B.uderkiieg, der ganz unentbehrlich war zur Schlichtung der deutschen Frage, hineingingen. Aber so denkt das Ausland nicht, das Ausland rechnei damst, die Sache geht auseinander, fie hält sich nicht, sie ist schwach. Es wird auch auf unS die Redewendung von den lhönernen Füßen angewendet, und unter drn thönernen Füßen wird man die Reichstagimajorität versteben. Man wird sich aber irren, denn dahinter stehen noch eiserne.(Bravo! rechts.) Es kann ja auch sein, daß unsere inneren Verwickelungen den verbündet, n Regierungen die Noihwendi�keit auferlegen, ihrer- seitS— und Preußen an ihrer Spitze— danach zu sehen, ue quid detrirnenti res publica capist, die Kraft einer jeden einzelnen unter ihnen und den Bund, in dem fie mit einander stehen, nach Möglichkeit zu stärken und fich, soweit sie es gesctz- und verfassungsmäßig können, von der Obstruk-ions- po'.itik der ReichStagsmajorität unabhängig zu stellen.(Hört, hört! rechts.) Ich gehöre nicht zu den Advokaten, noch nicht zu den Advokaten einer solchen Politik, und fie läuft meinen Bestrebungen aus den letzten Jahrzehnten im Grunde zuwider. Aber ehe ich die Sache des Vaterlandes ins Stocken und in Gefahren kommen lasse, da würde ich doch Er. Majestät dem Kaiser und den verbündeten Fürsten die ent- sprechenden Rathschläge geben und auch für fie ein- stehen. Ich halte den Minister für einen elenden Feigling, der nicht unter Umständen seinen Kopf und seine Ehre daran setzt, sein Vaterland auch gegen den Willen von Majo- ritäten zu retten.(Lebhafter Beifall rechts.) Ich wenigstens weroe bereit sein, zu leiden, was mich trifft, wenn ich ev ver- suchen sollte. Ader auf diese Weise uns gewissermaßen, ähn- lich wie daS in unseren westlichen Nachbarstaaten ja leider zum Theil der Fall ist, daS Erbe einer großen Zeit und die Errungenschaften unserer tapferen Kiiegsheere durch innere Friftionen vernichten und aufreiben zu lassen, dazu will ich unter keinen Umständen die Hand bieten, und ich werde, wenn Gott mir Leben und Gesundheit schenkt und mir die Gnade des Kaisers erhält, Mittel und Wege finden, dem entgegenzu- wirken. Einstweilen bin ich dankbar für das Entgegenkommen, dos ich durch den Antrag, über den wir verhandeln in dieser Versammlung gefunden habe, und Sie können darauf rechnen, daß wir in gegenfeitiaem Vertrauen mit Ihnen Hand in Hand gehen werden. tWiederholter, lebhafter Beifall rechts und bei den Nationalliberalen, Zischen links und im Zen- trum.) (Anhaltender lebhafter Beifall, der fich stürmisch wieder- holt, Zischen links. Abg. Richter ruft: Chor der Landräche! Fürst Bismarck verläßt nach seiner fast zweistündigen Rede während des eisten TheileS des nachfolgenden Vortrags des Abg. Windthorst, des ersten von 37 Rednern, die fich zum Wort gemeldet, den Saal.) Abg. Windthorst: Meine Freunde und ich, w.r be- finden uns heut absolut in der Defenfive. Wir haben den Antrag Achenbach nicht eingebracht und nichts gethan, um diese Diskusston herbeizuführen. Nach dem, was sich hier eb:n ab« gespielt hat, liegt offenbar nicht der Hauptakz nt auf diesem Antrage selbst, sondern die wahre Abstcht ist, dem Reichstage unangenehme Bemerkungen zu machen. Man werfe uns also nicht vor. wir hätten diese Diskussion herbeigeführt, um die Verhandlungen mit Rom zu stören, waS Herr v. Schlözer wohl sehr bald wieder von uns behaupten wird. Der Reichskanzler hat dann ironisch anerkannt, daß mir Ehre gebühre. Ich kann ihm dafür nur danken; jeder solche Angriff von seiner Seite verscham mir nur neue Freunde.(Beifall im Zentrum.) Ich habe ihm zu seinem Zorn keinen Anlaß gegeben. Ich bin aber einmal nicht so veranlagt, daß ich ein Schlepplräger be- stehender Gewalten sein konnte.(Beifall im Zenttum.) Dann Hai er mich als Welsen bezeichnet. Ich gehöre Hannover an von Geburt und Erziehung und habe dort, was ich mir zur Ehre rechne, lange meinem angestammten Herrscherhaus ge- dient. Ich weiß aber ganz genau, welche Pflichten ich heute habe, und daß ich diese jemals vernachlässigt hätte, das mir nachzuweisen, fordere ich den Reichskanzler auf.(Beifall im Zentrum.) An Beobachtung in Bezug auf mich bat eS nicht gefehlt, an stillen Versuchern ebenfalls nicht.(Heiterkeit.) Davon werde ich auch einmal reden. Wenn die Polen nicht zu ihren Eltern, ihrer Geschichte, ihrer Heimath Liebe im Herzen trügen, so wären fie charakteilosr Leute: es ftagt fich eben nur, wie fich solche im Herzen getragene Wünsche in den Thatsachen zeigen. Wollten die Polen d!e.Erfüllung ihrer Herzenswünsche durch Geseylofigkeite»«Neichen, so würde ich das zu allererst rerurtheilen und bekämpfen. Nach den Grund- sätzen meiner Religion darf man gegen die Obrigkeit niemals die Hand erheben.(Beifall im Zentrum.) Wenn der Kanzler sagt, das Ausland nehme Notiz von unsem inneren Zuständen, so erkläre ich: Sollte eS Jemand wagen, uns im Vertrauen auf unsere Zwlstigkeiten anzugreifen, er würde unter allen Um- ständen die ganze deutsche Nation vor sich haben.(Beifall.) Man braucht wahrlich nicht zu derjenigen linken Partei zu ge» hören, die ihre Rezepte fich vom Reichskanzler geben läßt! Er verwies sodann auf die Diskusfion von 1874 über das Skull« mannsche Attentat. Es wird jetzt aber Mode, daß der Kanzler und seine Adep'en nur stückweise auS R-den ihrer Gegner Zitate machen und dadurch irrig« Meinungen erregen. Meine Rede von damals enthielt die allcrjchärfste Verurtheilung der ruchlosen That; ich wies darauf hin, daß in aufgeregten Zeiten und Wirrnissen oft wahnwitzige Menschen fich zu Verbrechen hinreißen lassen; da» sei tief zu bcllagcn, aber die seien daran schuld, welche diese Winnisse hervorgerufen hätten. Der ganze kirchliche Streit ist aber aufs muthwilligste und ohne jeden Grund durch die preußische Regierung herauf- beschworen worden(Zustimmung im Zentrum), als man glaubte, daß man auf die Kathollstn keine Rücksicht mehr zu nehmen brauche. Die Polen find vollberechtigte preußische Unterthanen, wie auch w:r, und wenn ihre Rechte beeinträchtigt werden, so vertheidigen wir dieselben so energisch, wie ui.scre eigenen. Daß dies sehr wohl mit einem gut deutschen Herzen vereinbar ist, hat der verstorbene Abg. v. Gcrlach gezeigt. Heut haben wir freilich gebört, daß die Proklamation eineZ preußischen König! keinen Psifferlii g weith sei.(Abg. Wehr: DaS hat er nicht gesagt! Wiederholte Rufe im Zentrum: Ja wohl! ja wohl!) Ich meine, jene Verträge gelten beute wie immer, und wenn man fie einen Mißgriff nennt, so kennen wir das ja jetzt; nennt man doch schon die ganze Regierung Friedrich Wilhelm» IV. einen Mißgriff. Diese Verträge enthalten die Rechte der Polen, welche noch gelten, ebenso wie auch die Rechte der Berliner nicht aufgehört haben zu bestehen, obwohl fie gegen das Berliner Schloß marschirt find und schreckliche Thaten begangen haben. Wenn ein Bürger fich zu solchen hinreißen laßt, der seinen Monarchen tagtäglich steht, und tä> giuKiifCi» luhi, Ott innen jjconcucpfn loßiaal&Q itCyt, uns log: lich aus seiner Hand Wohlthaten empfängt, so ist das viel schio ps. licher und schär dlicher, als wenn in einer der entferntesten Pro. vinzen ein solcher Ausbruch stattfindet, obwohl ich auch diesen ver- urtheile. Wenn die Polen sich nicht richtig benehmen, so sind ja dafür die Strafgesetze da. Ich hoffe, daß Herr Gneist, wenn er hier sein wird, n wird, das VertheidigungS Amt von Neuem übernehmen wird, welches er früher mit so glänzendem Erfolge geführt hat.(Heiterkeit.) In derVcrfaffung steht, die Preußen — also auch die polnischen Preußin— find vor dem Gesetze gleich. ES ist hier ein mit der Verfassung unvereinbarer Aus- nahmezustand pxoklamiit worden; und wenn es wirklich dahin kommen kann, daß man alle adligen Polen expropnirt und auS dem Lande jagt, waS außerdem mit einem gewissen Hohn ac- sagt ist, dann hört doch AUeS auf! Dann ist keine Klasse mehr sicher!(Sehr richtig! links und im Zenttum.) Wenn wtt ein- mal ein Ministerium Bebel haben, so wird eS einfach nach der« selben Logik sagen:„Echönhausen ist die Wohnung zu nihmen Herrn, der meinen Plänen entgegensteht- wir wollm es mim Einv? nehmen, er kann ja anderswo wohnen. Wir körnen auch emi-lStaatisetr Millionen anwenden, um den Adel zu expropriiren; er tMoe Abgeoi nach Holland, Amerika oder Kamerun!"(HeiteileWertheidigf Dies macht mein Inneres erbeben! Wo bleibt dlHeniatioen die Rechtssicherheit in Deutschland und Preuße», agz trah, Die einzelnen Maßregeln werden wir, wenn ste an ui>!)asenci herantreten, ruhig erwägen und danach votiren; heute Mm preußi mich darüber zu äußern, wäre verfrüht und fehlsam. W«»m Aibeib frage ich: ist eS denn erhört, daß man nur vage, hingeworfii�Whlt v»ei Andeutungen über Maßregeln für genügend dachtet, um W«n allen' im Voraus zu billigen und zu diesem Zweck ohne BeZrenzuU otzdem e Mittel zur Dispofition stellt? Es giebt darüber bereits �»rberung offiziöse Kundgebung in der Schmoller'schen Zeitschrift von d!> ea--»- offiziöse Kundgebung in der Schmoller'schen Zeitschrift von»n ezen d Wiener Pcioatdozenten Randow, der in Folge dessen gewiß �(hnt, i die Berliner Universität berufen werden wird.(Hört!) ipiellt ist eine große ungemeffene Summe gefordert. Und nach w>nb man 1 Aeußerungen des Reichskanzlers können wir ungefähr nicht thcilen, wohin wahrscheinlich die Revenüen dei Brannt«Wt inszenlrt ist, noch andere Rücksichten obwalten müssen, die ein Räihsel geglieben. Wir bedürfen darüber der Ausklai Ich wiederhole: man weife Diejenigen aus, die fich gegen !«.?' Son Nrnstun Gesetz vergehen, aber ich werde niemals zugeben, daß es] in der Ordnung ist.�daß man kreisende Wöchnev -®ru, gs taj 1 R % ö»: B und W._>W und Kinder auSwnst.(Gelächter rechts.) Schützen die deutschen Element«, aber nicht�mit Unrecht.(Beifall Zentrum.) Kultusminister Dr. v. G o ß l e r: Im gegenwa> Augenblick, meine Herren, bat die StaatSregierung n" Interesse, einer Bemelknng des Herrn Vorredners zu spiecken, und zwar der Ausführung, welche der Herr Dr. Windthorst in Beziehung auf die katholische theil ung des Kultusministeriums den Bemerkungen Herrn Reichskanzlers gegenüber gemacht bat. Nach Notizen, die ich mir aufgezeichnet habe, hat der geehrt« Vorredner gesagt, die Auflösung der katholischen Ab K. sei erfolgt, weil man fich gescheut habe, ein kathsl«« Auge in die Akten sehen zu lassen.(Sehr richtig> Zentrum.) Meine Herren, Sie sagen: sehr richtig: i das Gegentheil ist richtig. Auch heute, meine Herren, r noch sehr zahlreiche Aktenstücke, welche diese Adtheiluna> fich gehabt hat(hört! hört! rechts); auch heute wissen wir sehr viele Verhandlungen, welche die Kommissionen dieser� thcilung persönlich mit den Bischöfen über wichtige A» fragen gefühlt haben, nichts Gewisses, und ich habe wie»«' Veranlassung nehmen müssen, die Behörden resp. dere» Hörden zu ersuchen, mich mit Nachrichten über das zu»««!" waS beispielsweise nach Erwerbung der neuen Landes den neuen BiSthümern verhandelt worden ist. Meine � eS find die einzelnen Züge, die ich hingestellt habe, un° ich ja an der Hand der Vcrgangenheil natürlich»u», weiter beweisen kann. Sie alle lassen aber nur zu dew v» gelangen, daß— vielleicht entgegen einer wohlwoü«]| Absicht bei der Gründung dieser Abtheilung— es leid«' Laufe der Zeil dahin gekommen ist, daß diese AbtheilM losgelöst hat vom Gesammtorganismus deS Staatmimst«*� der geistlichen Angelegenheiten, daß fie fich 5 mehr herausgebildet hat nicht als eine Behörde, die Rechte, daS jus circa sacra des Staats, der gegenüber wahrzunehmen hat, sondern umgekehrt eine Behörde, welche nur die Rechte der Kirche 0«& dem Staat wahrnimmt. Das zu konstatiren, unmittttj V(in,' continenti, lag im Interesse der StaatSregierung- Ackn rechts und bei den Nationalliberalen.)_-<«„JP# st Abg. Dr. Wehr(Deutsch. Krone): Es ist richtig.% K"®«! sprünglich ein anderer Entwurf zu der R«� m t ?ei (52 fg '" für vorgelegen hat, der ist aber nicht allein von der national!»*« Partei berathen worden, an deren Verhandlungen, dingS auch Herr Miquel mitbelheiligt hat(aha! ltnlS Kf Zentrum),— weil er Mitglied des Herrenhauses ist"L ihn gar kein Grund vorlag, fich den Arbeiten seiner liberalen Freunde fern zuhalten(sehrrichttg! beiden?» liberalen)—, sondern er ist zusammen mit den beiden valiven Parteien ausgearbeitet und hat seine endgiltiS« daktion eben'o in Berathungen sämmtticher drei FraiW�i Das ist also ganz etwas Anderes, als was Ihr#! Sttv halten, sjoö in uiio ganz riwao einoercs, aw was ov— fli Windthorst erzählt hat.(Widerspruch im Zentrum.) daß der Antrag vorher der Regierung vorgelegen h»-', ick absolut nichts(sehr gut! im Zentrum, Gelächter' wir rechnen es uns zur Ehre an. der Regierung r stehen; eS ist damit nichts weiter geschehen, als wa» v land und überall längst parlamentarischer Brauch ist- i_ fich Herr Windthorst und das Zentrum mit den nattoJJJj schen Bestrebungen identifiziren, dann kehrt der Anl gegen ihn und seine �Partei seirre Spitze,.obwohl� er, jr%iunfl iilL lj � cifip »s nomens der Antragsteller erklären darf, an fich nichts»0% JJ"«Ö) ein"- und feindliches gegen die katholische Kirche enthalten Angriffe RickcrlS gegen die preußische Regierung im waren unerhö t. Man denk« fich Herrn Rickert alS Macht und Ehre Deutschlands mit der Reichstags gegenüber einem Kanzler, der hier soeben dargelegt tiM i Blft sti er die Macht und Ehre Preuß-nS zu Zeiten Niemand anders daran dachte große Unruhe links). Die Rai...____ Haft sein, ob fie zu Herrn Rickert oder äu Kanzler halten soll( wiederholter Beifall Redner zitirt dann noch eine auf die Polens' 5 züaliche Stelle aus einer Brochüie Ernst Noritz% »S!| (u seilen gciuuv'y m"»rn. in zuauwr cr.uc aus einer«rocyuie Ernn IKOUV«•••„„& Jahre 1848, und schließt mit dem Ausdruck der auch diejenigen Parteien, die fich heute in Wuth %% 15 gierung und Reichskanzler hineingeredet hätten, fich ihr Deutschthum bestnnen würden; den dies o« Auftretens im Reichstag bedauerten ste wohl (Lachen links.) Ein katholischer Ritterorden hat«u, obert und im Kampfe gegen das Polenthum v«r � r Kultur und Gefittung erhalten. Vereinigen Sie fico r in nationalen Best cbungen; lassen Sie uns 0% Hj beide Stationen Friede und Freundschaft halten,»V-g«,, lingen wird, ohne Polizeimaßregeln auf friedlichem$ einander auszukommen.(Beifall rechts, Gelach'«' p � Hierauf vertagt fich das Hau». Es folgt ein« ßr�* »ahl persönlicher Bemerkungen.. dl« Schluß 4 Uhr. Heute, Vormittag 11 Uhr,# batte fortgesetzt. Der «Ii; tat Vit h?8S Der Dr. SB sSS #0n 15 3 I Parlamentarisches._,{ r In der Kanaltommission, welche vorgester-�11,1 � letzte Sitzung abhielt, wurde an dem Regieiung eine Aendcrung vorgenommen, indem dem Recht gewahrt wurde, an der Feststellung der Fay SÄ' jnutig i'fecn. Die Vorlaae gab dieses Reckt allein dem Kaiser ollen eS ni im Einvcrstänvn'v mit dem Bundesimhe. Trotzdem der n auch«chvkatesetl.iär, Herr von Bötticker und verschiedene korserva. en: er Mnze Abgeordnete die Regierungsvo läge mit großer Hortnackigien ttzeiteru�rertheidigten, wurde mit allen Snmmen gegen die der Kon- bleibt dl» slniatioen die Aenderung, welche daS Recht des Reichi« ' Ttm�ÄÄ Sf' : ääsä sohlt»erde, eingehend begründet hatte, wurde dieser Antrag « allen Parteien und vom RegierungStische aus bekämpf.. otzdem eingestanden wurde, daß derselbe erne sehr mäßige »rdeiung enthalte, wurde derselbe ernmüthrg kgen die Stimme des Antragstellers abge- shnt, weil— nun, sagen wir es offen— rne ptlit' ipi.lle Bedeutung der Resolution anelkannt wurde man den Arbeitern in Bezug auf wirklichen Albesterschutz , nicht das leiseste Zugestandniß machen wollte. Darauf langte das gesammte Gesetz zur einstimmigen Annahme. fie an heute stsam. hingewl tet, um vi : Bezrenz»! : bereits chrift von ffen gewiß ?ört!) nd nach i gefähr Brannt i Die Mer M> ,e mhr� tauschen 9J zuzumuW Kommunales. -. Stadtverordneten-Versammlung. yunU Dom Donnerstag, den 28. Januar. r«!iw'«ilf trSfi„ ,etI. Stadtverordneten-Vorsteher Herr Büchtemann WWS!�' xt ffi'Ä Sstnabf"*a �tMen ErziehungShaust, für verwahrloste dem >aben »an 5 Mitgliedern für"die Vorlage, betreffend die ,.;on Schiedsmännern für die Kommisfion zur Abschätzung Zch kann �"Uch-nkrank-r Thiere vollzogen. cin. Eintritt in die Tagesordnung werden lrtigt �aturalisat ionsgesucht geschästsordnungsmäßig er- b«».?.I.undst ücks- Erwerdunasfonds. Bei der b»,%«tistungskasse soll künstig ein abgesondert zu verwalten« l1,.8' welcher den Namen Grundstücks. Erwerbunasfonds bistehen. In Betreff deffelbcn sollen gewiffe Bestim« ■ Th-....... ür diese Bor- die er durch 1& Ä1 r Auskläi ick gegen daß es Viöchnt Schützen (Beifall gegenwäli ung NU' rs zu ler Herr lisch« Gl undeigenthums-Deputation aufgestellten Taxe lerkunge � bf(ft q""d dem Grundstücks• ErwerbungSfonds aus der für - NaS�, � ej� sae aufgenommenen Anleihe erstattet weiden" führt Di. anipten Debatte. Unb s.'.cPglieder de? Magistrats, Stadtkämmerer Runge kliw-f,. Borchardt sowie der Stadtv. Jrmer be- Äaoig,.?"� Zusatz, durch den die ganze Voilage für den �'„""annehmbar werde. - m.S"s°G wild angenommen und ebenso «Ad n katbe« richtig ichtig! Herren, ltheiluni abe w esP. deren rs zu v« "''J«lini- m."'atz wild angenommen und ebenso schließ ßß an bi» o ß6, nachdem ein Paragraph derselben noch D.��isston zurückverwiesen worden ist. �_ schließlich die einmal ahl von zwei unbesoldeten Stadt- IlUaM- lchlägt Stadtv. Langerhans vor, aus einer »?°n Giüaden auf die nächste Sitzung zu vertagen- 6tabt.„a.L~® p i n o la bittet, die Wahl sofort vorzunehmen. Kilian« �„?r. Stört sei bereits feit einem Jahre todt. Eine 3\f®nnbSr die Personen muffe bereits erfolgt sein Meine<-'e Wahl wnd sofort vorgenommen. habe, u � ��rivahlt wird mit 89 Stimmen der Lberamtmann Spiel- yl Stlmmen erhätt. AbtherlaN�T latministrn� v jöt{ der Wahl von 10 Mitgliedern für die Schul- sich r.-,«ation wird Stichwahl nöthig zwischen dem Stadt. Samm [ i St) und Singer(34 Dt). ®ei der Wahl von 8 Mitgliedern für die Deputation vY\,,.*•-.._ rn f...«,. ehörde, 13, der' j fcr«ei der Wahl von 8 Mitgliedern für die Deputation mgekehst ,5 Verwaltung der Kanalisationswerte befindet fich der rche ß'M toW»- Singe, unter den Gewählten. Derselbe ettlätt, die unmiwN s,.�,.sür diese Deputation nicht anzunehmen. Es wird also ßf e Nachwahl erforderlich. stellvertretende Vorsitzende Dr. Etryk, der inzwischen fibjL�ehinderung deS Vorstehers die Leitung der Geschäfte tzsJ�nnnen hat, schlägt vor, die Wahl in der nächsten Zfl vorzunehmen. �b-rixnich erfolgt nicht. ilZziW Geschäftsordnung bemerkt Stadtv. Singer nach- WL\ daß es im Geräusch ihm unmöglich war, den Vor- bis Vorstehers zu verstehen, sonst hätte er gegen den eine Stichwahl nicht augenblicklich vorzunehmen, ung itionaö'J'3 m beiden (tum.) S« 3? ich ist- natios :r »hl er. �>»n>?�chastScrdnung spr cht der Stadtv. Samm seine �»uneil! BstnlÜPS aus, daß er mit dem Stadtv. Singer in Stich- >asJH%"lmen sei, trotzdem der Ausschuß den Stadtv. Singer � � habe. Er ersuche den Ausschuß, möglichst ehrlich i.. ZZ-.L'.g'hen. Lbäiib» niiethung einer Wohnung im RathZwaoge- . hbu. am Alcxanderplatz. Der Ausschuß empfiehlt, die »P, b-n S?1 bfn Preis von 1400 M. an den Polizeilieute- r erf«.� Notstand deS Reviers, dessen Dienstcäume fich in Elab� age des Hauses befinden, zu vermietben. hnen rordneter Reiß ersucht, die Vo:lage ab- �abunazn.i sonst das Polizei- Präfidium die WWWWW« uiffic i ,�. stür?.?e' Jte �axe sei zu hoch, dürfe man nicht nach. Öfif? A L�gebend, Stadt hätten die städtischen Organe allein die ... 4 Mt. ben anzustellen. Der JiskuS sei sehr schnell Fgeper ~-"trag wird angenommen. . von wählen � D" i.rt,\ l�"Ien b-n-,-or lagen', den Neubau von Gemeinde-Doppel- a d l k'er Dehnt. ,' werden auf Antrag des Stadtv. Solan nach oWl5 W Bei viel» n welcher der Stadtv. Görcki bemerkt, daß man d-' Mloffen.®0 1" 3 Minuten über 50 Millionen »ern ichter � wird »n »on'Ä.woPn sei, nicht fortsetzen dürfe, einem Ausschuß Z?. Mitgliedern zur Berathung überwiesen. Z�re übrigen Vorlagen entbehren deS allgemeinen Jntereffes. �Tagesordnung ist erschofpt. Mß g./, Uhr. s°lßt eine nicht öffentliche Sitzung. * j � Zokales. K WWMWE nicht au?, sondern behielt daS Geld für fich und log seinem Auftraggeber vor. daß er das Geld auf dem Wege zum Bankier verloren habe. Der damals gegen den Sch. erhobene Verdacht der Unterschlagung hat sich nunmehr bestätigt, indem bei einer Durchsuchung In der Wohnung des Sch. eine goldene Kette zu einer Damenuhr gefunden wurde, über deren Erwerb Sch. fich Nicht auszuweisen vermochte. Der Kriminalpolizei gelang e« rndcß, den Juwelier, welcher die Kette verkauft hatte, ausfindig zu machen, und letzterer wußte fich zu erinnern, daß der Käufer welcher zunächst in der Dachfirst einer Bodenkammer ein Beutel mit 1000 M. in Gold, dann unter der Thürschwelle 770 M., und schließlich noch 1000 M. in Papier vorgefunden wurden. Der Geschädigte hat außer dem gefundenen Äelde die dem Sch. abgenommene Kette erhalten und letzterer ist verhaftet worden. Ueb»r eine sonderbare Rache wird uns berichtet: Zu Anfang dieses Monats war zu einer in der Neuen Königstraße wohnenden Frau Z. die unverheiratbete Schwester deS Eisen- bahnbeamten P. aus Görlitz zum Besuch gekommen und hatte Frau Z. veranlaßt, einen Brief an ihren Bruder zu schreiben. Der Brief enthielt die Nachricht, daß Frl. P. in Berlin ohne Geld angekommen sei, stch hier verirrt habe, nach langem Um- herlaufen müde und befinnungslos im Thiergarten zusammen- gesunken und von einem Schutzmann ohne Gepäck und Hut mit erstorenen Händen aufgefunden worden sei.— Dem Bruder erschienen diese Mitlheilungen nicht recht glaublich, zu« mal er wußte, daß seine nicht mehr allzu junge Schwester in Berlin bekannt war. Er wandte fich an die hiesige Polizei und wurde durch diese festgestellt, daß der Inhalt des Briefes vollständig erfunden war. Fräulein P. hat geständlich durch den Brief ihrem Bruder, namentlich aber seiner Ehefrau einen Schreck einjagen wollen, um fich wegen der lieblosen BeHand- lung, die ihr dort zu Theil geworden war, zu rächen. Drei hiesige Schlächtermeister hatten am zweiten Weih- nachtSseiertage vorigen Jahres eine Ausfahrt nach Franzöfisch- Buchholz unternommen und kehlten gegen 5 Uhr Nachmittag» zurück. Bei der Rückfahrt veranstalteten fie in der Prenzlauer Allee daS bei Schlächterfuhrwerken beliebte Wettfabren, und wurde hierbei in der Nähe der Mühlhaufener Straße ein 45 Jahre alter Arbeiter von einem der Fuhrwerke überfahren und so schwer verletzt, daß er nach drei Tagen im Städtischen Krankenhause verstarb. Der Schuldige, der in der Greifswalder Straße wohnhaste Schlächtermeister H., wäre vorausfichtlich nicht ermittelt worden, wenn er nicht seinen Gesellen, welcher Kenntniß von dem Vorfalle hatte und denselben jetzt angezeigt hat, vor einigen Tagen entlaffen häite. Polizeibericht. Am 25. d. M. Mittags fiel ein Herr auf dem Host des Grundstücks Haidestraße 55—57 in Folge AuSgleitcns zur Erde und brach das Bein. Er wurde nach dem Augusta, Hospital gebracht.— Ein obdachloser Ardeiter, welcher in angetrunkenem Zustande am 26. d. M. Abends in der Werkstatt eines SchloffermeisterS in der Melchiorstraße Unterkommen für die Nacht gefunden hatte, wurde am 27. d- früh dort todt aufgefunden. Nach Ausspruch deS hinzu- gezogenen Arztes scheint der Tod in Folge eineS SchlaganfallS eingetreten zu fein. Die Leiche wurde nach dem Leichenhause geschafft.— Am 27. d. M. Nachmittags waren in einer Woh» nung deS HauscS Potsdamerstraße 31» Möbel in Brand ge- rathm. Die Feuerwehr löschte da« Feuer in kurzer Zeit.— Am Abend deffelbcn Tages wurde die Feuerwehr nach dem Hause Deffauerstraße 3 gerufen, wo Ruß im Schornstein brannte. Auch hier wurde das Feuer in kurzer Zeit gelöscht. Uerewe«nd Uersammlungen. td. Einen interessanten Verlauf nahm die öffentliche Frauenoersammlmm, welche am 27. d. M. unter Vorfitz der Frau Pötting in Grätz'S Salon, Brunnenstr. 140, tagst. Den Dortrag des Abends hielt Herr Dr. Lütgenau über das Thema:„Wozu ist die Frau berufen?", als Erdziel die Gleichberechtigung der Frau mit dem Manne in sozialer, recht- licher und politischer Beziehung hinstellend und für die Frau das aktive und passive Wahlrecht fordernd. Von Parlamen- tarier» waren anwesend Herr Reichstagsabgeordneter Pfann- kuch und Herr Professor Wagner, zwischen denen es zu einem lebhaften Meinungsaustausche kam. Ter Reichstagsabgeordnete Pfannkuch ergriff zuerst das Wott. Bezugnehmend auf die unmittetbac vorher von den Herren Kunkel und Rob. Schultz« gegen Frau Pötting gerichteten scharfen Angriffe, erklärte der- selbe einen derartigen häuslichen Zwist für völlig ungefährlich und als durchaus nichts Neues innerhalb der Arbeiterbewe- oung. Derselbe könne nur erzieherisch wirken und durch die Entwickelung der Bewegung werden alle unsauberen Elemente eines TageS dahin befördert werden, wohin fie gehören, sobald die Arberterinnen nur erst wissen, was fie wollen. ES sei zwar ganz gut, auf die Endziele der Bewegung hinzudeuten, doch den Arbeiterinnen von dem Wahlrechte zum und in den Reichstag vorzuerzäblen, sei heute noch nicht am Platze. Die Arbeiterinnenfrage sei zunächst eine Magenfrage und mit dieser hätten stch die Frauen vorerst allein zu beschäftigen. Vor Allem hätten fie fich klar zu legen, woher der Zwiespalt zwischen Mann und Frau stamme, welcher nur durch eine völlige Gleichstellung beider Geschlechter be- festigt werden lönne. Und dahin werde es kommen, trotz der Geaendesttcbungen verschiedener Parteien. Eo lange die man- chesterlicke Theorie vom Unternehmergewinne nicht beseitigt und nicht eine g nossenschaftliche Produktionsweise eingeführt sei, wäre Alles Quacksalberei an unseren beutigen Zuständen. Redner ging dann näher auf den Arbeiterschutzgesctzentwurf ter sozialdemokratischen Fraktion ein und beklagte die Ab- lehnuna der Forderung eines Reichsarbciisnachweises. Hier- durch stillte eine Statistik der Arbeitslosen geschaffen und zu- gleich die Frage aufgeworfen weiden: find die Arbeitslosen bei der stets foitschiestenden Maschinentechnik überhaupt noch unter- mbrinaen und wenn nicht, was soll mit ihnen geschehen? Hier reiche die Privatwohlthätigkcit und daS praktstche Christen- thum nicht aus. Auf daS allgemeine gleiche, geheime und direk e Wahlrecht eingehend, kündigte er an, daß die sozial- demokratische F-aktion in den nächsten Wochen einen Antrag, größere Wahlfniheit betreffend, eindringen werde. DaS allge- meine Wahlrecht müsse den Volkswillen unverfälscht zum Ausdruck bringen und die erste Vorbedingung hierzu seiVerfamm- lungs- und Preßfreiheit. Den Frauen heute daS allgemeine Wahlrecht erkämpfen zu wollen, halte er für unzweckmäßig, trotzdem er die Frauen für berechtigt dazu erachte. Die poli- tische Frauenemanzipaiion würde wohl noch auf fich warten laffen, deshalb solle energisch die wiithschastliche Emanzipation in Anariff genommen werden und die Arbeiterinnen mit den Arbeitern geschlossen für W« im Aibestirschutzgesetze SÄCT »»» Problem der" Sozialdemokraten zu lösen. Der Kapitalist sei rn ow u.. UWL-SMZ die Arbeiter, welche Ersparnisse haben, diese aufgeben würden. Auch sei es zweifelhaft, ob die gesellschaftliche Produstion soviel und so gut produziren könne, wie jetzt, namentlich angestchtS der drohenden Uebervölkerung. Wer wünscht überhaupt den sozialdemokratischen Zukunfttstaat? Der größte Theil der Be« völkerung nicht. Was bat die Sozialdemokratie bis jetzt erreicht? 6 Prozent der ReichStagsfitze, 94 nicht. Es sei sehr leicht, mit einem großem Programme heroorzutreten, von dem nur der kleinste Theil realistrt werden könne. Viel werthvoller sei es. daß in der kaiserlichen Botschaft der Anjpruch der ar» beitenden Klassen auf die Hilfe des Staates anerkannt werde, als wenn noch so überzeugungstreue Männer dies auf ihre Fahne schreiben. Einer solchen Regierung dürfe man die Unterstützung nicht versagen. Nachdem seitens der Herren Pfannkuch und Dr. Lütgenau den Ausführungen des Herrn Prof. Wagner Widerlegungen gefolgt waren, drohte die Debatte wiederum persönlich zu werden und die Angriffe auf die Vor- fitzende fich wiederholen und der Streit zum Austrag gebracht werden zu sollen. Dazu kam eS jedoch nicht, denn als Herr ReichStagSabgeordnet-r Piannkuch fich in Folge dessen gegen 1 Uhr Nachts von der Versammlung verabschiedete, ertönten brausende nicht endenwollende Hochrufe und die Versammlung löste fich gewissermaßen von selber auf, so daß es der darauf« hin erfolgenden polizeilichen Auflösung nicht erst bedurft hätte. hA. Im„Verbände deutscher Zimmerleute, Lokal- verband Berlin", welcher am Dienstag, den 26. d. M„ Abends, bei atmest in der Kommandantenstraße, tagte, hielt zuerst Herr Dr. Lüitgenau einen beifällig aufgenommenen Vortrag über Arbeiterwohnungen. Demselben folgte mit einem fachtechnischen Vortrag Herr Nix, welcher über die„steigenden Simas" sprach. Die Versammlung folgte auch diesem Vortrage mit gespannter Aufmerksamkeit. Sodann diskutiite man leb- hast über den bekannten letzten Sensations- Artikel d-r„Bau- geweiks-Zeilung" und den darin erwähnten famosen FeldzugS« plan ihres angeblichen Zimmermeisters H., sowie über die jüngste Freitags-Versammlung der Jnnungs- BundeS-Meistcr im Architeltenhause. Herr Nix und andere Redner glosfirten unter großer Heiterkeit der Versammlung die„verlorene Liebes- müh'" der Jnnungsherrn und ihrer Schildhalter in der Presse, die man auch unter der vorgesteckten Maike biederer Provinz. Zimmermeister wohl zu erkennen vermöge. Herr Unversehrt verlas die größtentheils stenographisch ausgezeichneten Reden, welche die Herren Bundesmelster in jener Freitags« Versammlung gehalten. Großen Unwillen rief in der Ver- sammluna die vom Zimmermeister Eßmann(Behrenstraße) ge- thanene Aeußerung hervor,„die Zimmerleute hätten kein Recht, fich über die immer mehr ausdehnende Verdrängung und Ent- werthung ihrer Arbeitskraft durch gesteigerte Anwendung von Maschinenkrästen zu beklagen, bevor sie nicht den Beweis lief-rn könnten, daß fie allermindestens eben so viel zu leisten im Stande seien, als die Maschinen. Herr Schöppe und viele andere Redner meinten unter allgemeiner Zustimmung, daß man auf die neuerdings gemachten schönen Versprechunzen und Einlenkungsversuche der Bundesmeister nicht all zu viel Werth legen dürfe; es handle fich hier wohl wieder nur um eine Wiederholung des alten Spiels: alles Mögliche ver« sprechen, um durch Hinhallen und Erregung von Hoffnungen Zeit zu gewinnen und hinterher alles Versprochene bei der ersten günstigen Gelegenheit zurückzunehmen. Die Bauhand- werker überhaupt und speziell die Berliner Zimmerleute thäten am besten, fick nicht auf Veisprechungen, sondern nur auf fich selbst, das heißt auf ihre Einigkeit und Organisation zu ver- laffen. Die Stuckateure hielten am Montag, den 15. Januar, Abends 8 Uhr, in Niest's Lokal, Kommandantenstr. 71—72, eine öffentliche Versammlung ab, welche recht zahlreich besucht war. Der Vorsitzende der Lohnkommisfion las daS an die Arbeitgeber gerichtete Begleitschreiben zu dem neuen Lohntarif vor und referirte über die einzelnen Sätze deffelben, wobei er bemerkte, daß jetzt die Normalarbeitszeit in einigen Werkstätten 9'/: Stunden, in einigen 10 Stunden und in einer einzigen 11 Stunden bettaze, und daß trotz dieser elfstündigen Arbeits- zeit die Arbeiter in dieser Werkstatt weniger Verdienst pro Tag kälten, als in denjenigen, wo eine kürzere Arbeitszeit stattfände. Er hoffe aber, daß vom Tage deS Inkrafttretens des neuen Tarrfs(15. April v. I.) die Inhaber dieser Werkstatt human genug sein werden, um selbst Remedur eintreten zu lassen. Bei seinen ferneren Ausführungen erklärte der Redner, daß im Ganzen die Organisation der Stuckateure eine recht erfreuliche wäre, da bereits zwei Drittel sämmtlicher Arbeiter und Haupt- sächlich die tüchtigsten und intelligentesten der Bewegung angehörten. ES sei nur bedauerlich, daß die Werkstatt- Arveiter, denen der neue Lohntarif zum größten Vortheil gereiche, die indifferenten wären. Nachdem der Vorsitzende sein Referat be-nvet hatte, wurde von denjenigen Kollegen, die in der letzten öffentlichen Versammlung nicht anwesend waren, bei ihrem Namensaufruf von jedem E nzelnen die Er- klärung abgegeben, daß er voll und ganz für die aufaestellten Folderumen eintreten wolle. Darauf wurden die Delegirtcn für die Bau und Werkstat:ardeiter zum Einkassiren des Unter- stützungsfonds, sowie 4 Revisoren gewählt. Nach einer sehr regen Diskussion über das UnfaUve:stcherungsgesetz schloß um IV, Uhr Nachts der Vorsitzende die Versammlung, indem er zuvor zu einer recht starken Betheiligung an dem von dem Fachverein arrangirten und Sonnabend, den 30. Januar, in Mundl's Salon, Köpenickerstr. 100, stattfindenden Wiener Maskenball aufgefordert hatte. Die Zentral-Kranken- und Sterbrkasse der Fabrik-, Hand- und anderer gewerblichen Arbeiter(örtliche Ver- waltung Berlin, Filiale SW.) versammelte sich vorgestern Abend in Habels Brauerei, Beramannstr. 5/7. Nachdem dem Kaffirer, Herrn E. Schultzc, nach Verlesung des Kassenberichts vom De« zember v I. Dechwge ertheilt worden war, wurden als Be« vollmachtigte die Herren Hoffmann und Schmitten, alS Kasstrer die Herten Echultze und Zobel, alS Schriftführer die Herren Tafch und Uffenwaffer und als Kaffenrevisoren die Herren Schmauch, Köhler und Frltsch gewählt. Als Kaffenarzt wurde Herr Dr. Berrstein einstimmig wiedergewählt. Die Einnahmen betrugen für Monat Dezember 779 M. und die Ausgaben 821 M. Die Anzahl der Mitglieder ver Filiale SW. beläuft fich auf über 1200 und die Anzahl aller Mitglieder in Berlin auf etwa 10000. Außerdem bestehen Filialen in mehr als 50 Siädten Teutschlands. Der Arbeiterverein„Hoffnung" in Fnedrichsbera hielt am Sonnabend, den 23. Januar seine dritte General aersamm- lung ab. Der Voifitzende, Herr Elia?, gedachte des veistorbenen Hofbauraths a.D. Herrn Demmler in kurzer Rede, und forderte die Versammlung auf, zu Ehren des hochverdienten Manne» stch von den Platzen zu erheben, welches einmüthig geschah. Sodann kritifirte der Vorfitzende das Verhalten des dortigen Standesbeamten, resp. dessen Sekretärs, bei Anmeldung ver Kinder oder Abmeldung Verstorbener. Unter Anderem führte er folgenden Fall an.„Ein Arbeiter von der Bahn habe sein Kind angemeldet, und er wurde gefragt:„Sind sie im Be- ziiksverein zu Friedrichsberg Mitglied?" Nach Bejahung dieser Frage wurde ihm erwidert:„Wissen Sie nicht, daß Ihnen dies schaden kann?" Ein Kommentar hierzu ist wohl über- flüsfig. R'suitat ist, daß der Arteiter aus dem Verein auSge- treten ist. Zur Tagesordnung übergehend, wurde alsdann der Viertcljahrsbericht der Kasse verlesen und für r!ä erkannt. Damach betrugen die Einnahmen: 41,70 Ausgaben 35,80 M. Bleibt Bestand 5,90 M. wmde eine Statutenveränderung vorgenommen, wonach der Vorstand künftig nur noch aus 3 Mitgliedern bestehm soll, welchem jedoch 3 Hilfspersonen und 2 Beifitzende zuertheilt werden sollen. Eine Tellersammlung für ein krankes Mitglied wurde in der Versammlung vorgenommen.— Den Mitgliedern des Vereins hierdurch zur Nachricht, daß Herr Neumann sein Lokal zu den Lersammlungcn des V'mtiS nicbt m«hr hergiebt. Der Vorstand ersucht sämmtliche Mitglieder, für den Fäll, da� drm Verein ein geeignetes Lokal auf längere Zeit nicht zur Verfügung steh'N follle, ihre Betträge an folgende Herren ab« zuliefern: A. Rosenkranz, Kasfirer in RummelSburg Töpfermeister Maynhardt, Rummelsburgerstraße 64, und Jakob, Blumenthalstraße S v. 3 Tr. Sobald eine Versammlung statt- findet, wird dieselbe duich Annonze im„Berliner Volktblatr" und durch Plakate bekannt gemacht. Eine Exlurfion zur Be- htigung der Versuchtstation des Herrn Professor Dr. Petri earienfelde findet am 14. Februar statt; recht rege Be< Eämmelort bei' Herrn Oswald, theiligung ist erwünscht. Frankfurter Allee 147. Große öffentliche Versammlung der„ f«Hilfen aller Branchen heute, Freitag, Abends s'/> Uhr, rm luggenhagen'schen Lokale am Moritzplatz. Die Reichstags- Mitglieder der X. Kowmisfion für die Gewerbeordnung, die Vertreter Berlins im Reichstaae, sowie die kaufmännischen Vereine und Korporationen seltstständiger Kaufleute find ein- geladen und haben zum Theil ihr Erscheinen zugesagt. Die Tagesordnung lautet:„Was verlangen die Handlungsgehilfen vom Reichstage?" Da die Versammlung vorausstchllich für den Kaufmannsstand bedeutungsvoll werden dürfte, so ist eS Pflicht eines jeden Handlungsgehilfen, zu erscheinen. Verewigung der deutschen Stellmacher(M'tgliedschast Berlin) Versammlung am Sonnabend, den 30. d. M., Abends 8 Uhr, in Gratweil's BierhaUcn(oberer Saal). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Michelsen. 2. Kassenbericht. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. Gäste willkommen. Neue Mitglieder weiden aufgenommen. Verein sämmtlicher Berufsklasseu, Berlin i,(E. H.). Sonnabend, den 30. d. M., Abends 8 Uhr, Münzstr. 5, Versammlung. Der Vorstand deS Vereins für die Reform der Schule und Erziehung ist vom Einzelrichter deswegen mit Geldstrafe ""---». f. w. des Vereins nur die ragt bedacht worden, weil das Unterschrift:„Der Vorstand", trägt und keinen besonderen Herausgeber mit Namen und Wohnung, wohl ober den Drucker aufweist. Da die meisten Vereine bisher in derselben Weise verfahren und da eZ sich somit um die Geltendmachung eines neuen, das Veieinslebcn erschwerenden Prinzips handelt, so haben sämmtliche Vorstandsmitglieder Berufung� an das Schöffengericht eingelegt, vor welchem in der Sache zum höffengerickt eingelegt, 30. Januar, Vormittags 11 Uhr, Termin anberaumt ist. Die Freie Vereinigung der Vergoldcr und Fachge- »offen begeht ihr Wintervergnügcn dmch Konzert, Vortrage und Ball am 6. Februar in Keller'S GesellschaftSsälen, An- dreasstr. 21. Billcis find beim Kasfirer Behrendt, Kl. Mar- kuSstr. 6 zu haben. Entree 30 Pf. Versammlung der früheren Mitglieder der Kranken- und Begräbnißkasse der Berliner Eteinnußkncpfarbeiter, Sonn- tag, den 31. d. Mi*., Vormittags 10'/» Uhr, im Restaurant Weick, Alerandrrstr. 31. Tagesordnung: Bericht des Vorstandes über den Stand der Verhandlungen mit der Metall« arbeiter-Krankenkaffe in Hatndrrg betr. Rückzahlung des über« wiesenen Kaffenverrnögens. R.ferent Herr Schwittau. Die Fuhrunternedmer und Posthalteretbesttzer de» Deutsche» Reiches find zur Bildung einer Untall-BerufS- Genossenschaft zum Sonnabend, den 30. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, nach„Tivoli" durch daS Reichs Verficherungs-Amt geladen und findet zur Vorbesprechung am Freitag, den 29. d. Mts., Abends 8 Ubr, im großen Saale der Böhmischen Brauerei(Landsberger Alle..) eine Versammlung der Jnter- effenten statt. Eine große öffentliche Versammlung sämmtlicher in der Hutfadrikatton beschäftigter Arbeiter findet am Montag, den 1. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale des Schützenhauses, Limenstr. 3—5, statt. Da die Tagesordnung eine so hochwichtige ist» so ist es Ehrenpflicht eines jeden Kol- legen, in der Versammlung zu erscheinen und erwartet die Kom- misfion, daß alle Mann am Platze find. Auf der Tagesord- nung steht: 1. Vorlegung und Beschlußfassung des von der Kommisston ausgearbeiteten Statuts zur Gründung eines FachvereinS; 2. Verschiedenes; 3. Fragetasten. Kleine Mittheilungen. Dortmund, 23. Januar. Auf der Zeche„Gneisenau", bei Altendeme, KreiS Dortmund, hat sich ein betrübendes Un- glück ereignet, welches den sofortigen Tod von 2 Arbeitern im Gefolge hatte. Auf genannter Zeche wird der Schacht noch abgeteuft, die gelösten Steinmaffen werden mittelst der Förder- '" ne gehoben. Am Nachmittage deS 21. Januar riß plötz- ma lich, als eben ein mit Steinen gefüllter Kübel üb-r Tage an- it war, das Förderseil, in Folge dessen der Kübel in den gelangt w über 200 über 200 Meter tiefen Schacht hinabstürzte und im Fallen die Sicherheitsbühnen durchschlug, so daß ein Chaos von Gestein, Holz»c. auf die auf der Echachtsohle arbeitenden Leute herab- stürzte. Zwei Mann wurden so'ort erschlagen, zwei andere, worunter ein Steiger, ziemlich schwer verletzt. Die übrigen im hs Leute find mit geringen Verletzungen, Schachte thätigen.._._. Schrammen u. s. w. davongekommen. Das Seil zeigt, wie der königliche Revierbeamte konstatirt, eine ganz glatte Bruchstelle. Dortmund, 23. Januar. Der„Tremonia" wird mitgctheilt, daß auf Zeche„Courl" bei Courl 19 Bergleute durch schlagend« Wetter ums Leben gekommen seien. Ueber de« Zusammenstoß dreier Züge in der Süd» bahnstation Groß-Kanitza wird auS Pest, 25. Januar derichtet: In der Station Groß-Kanitza laufen täglich Morgens zwischen 5 und 6 Uhr drei Zül �ste dieser _ je in kurzen Zeit-Intervallen nachetn« ein. Der erste dieter Züge, der aus Proger Hof kommende zug Nr. 260, traf jedoch gestern Morgen die Drstanychew der Etation verschlossen. Weshalb dieselbe v-rschloffen° ist bisher noch nicht ergründet. Der Lastzug hiell der Distanzscheide und gab durch Signalpfifft der S seine Anwesenheit kund. Inzwischen kam aber auch der 8 Nr. 20 herangefabrrn, auf welchem, da sein Personal Signalpfeife des Lastzuges»ernommen hatte, die Bremst] Thatigkeit g-setzt wurde. Der Zusammenstoß war z»« mrhr zu vermeiden, doch war der Anprall nicht so m« daß ein einster Unfall dadurch verursacht worden wäre. SS. der Fabrordnung sollte unmittelbar nach dem Eilzuge de: 3 Nr. 210 einlaufen, und in der Verwirrung, den der Zusanfi stoß der beiden ersteren Züge hervorgerufen hatte, dachte nicht daran, d esen Zug auf genügende Distanz zu So kam es, daß der dritte Zug mit voller Wucht in die ersten hineinfuhr. Es gab einen fürchterlichen Zusammtw Sieben Personenwagen wurden zertrümmert und mehrere f sonen mehr oder minder erheblich verletzt. Eine Reisendes zweiten Klosse, die O fizialsgattin An a Alba aus wurde gänzlich zerschmettert und blieb als Leiche unler den i-: mern liegen. Eine andere Reisende, Namens Mohl, out' uewa» uuvvit VtzUWSW'» JJlvyif. fjc,. erlitt mehrfache Verletzungen, so auch der Zugsrcotsor E Mnt täglich mann; desgleichen wurden der Direktor der„Avila".* Lvaus viert Emil Kuranda, und deren hiefiger Vertreter Hoffmann ��ark. Einzi wundct.— Wie es heißt, wurde die Katastrophe dadum ursacht, daß man auf dem Fiumaner Ellzuge in Folgt dichten Nebels nicht rechtzeittg das Gifahrsignal nxift' Eine später eingegangene Meldung besagt folgendes: beim Zusammenstoß geiödtete Frau befand stch im Waggon des in den Lastzug hineingefahrenen Pragt'l Zuges. Beim ersten Zusammenstoßen wurde nur ein neuer Waggon und ein mit Steinkohlm beladenes zertrümmert, die Reisenden und daS Bahnpersonal mit dem bloßen Schrecken daron. Es wurde rasch der „gedeckt," alle Passagiere stiegen aus bis auf die f.«1 Frau, die fich erst vre Schuhe anziehen wollte. Mit"' kam der Fiumaner Eilzug heran und daS Unglfi» fertig. ES wurden bei virser Gelegenheit weitere M sonenwagen zertrümmert. Hilfe unv genügende Aibf waren sofort zur Stelle und bis Mittag tr-ar die Litzis Lobenswenhe Energie und Geistesgegenwart dekunvete mittelbar nach dem Unglück an Ort und Stelle erf Eouschef Wittenberg, dank dessen umfichtizen Anordn dem allgemeinen Chaos rasch Ordnung gemacht ww Passagiere wurden mit einem RettungSzuge in die gebracht. .�ekauntlie! Oschitz R .7° prvkl Arl «Ä-'Ä S- fj: Theater. Freitag, den 29. Januar. Ohernhaus. Kerne Vorstellung. Gchanfptelvans. Rosenmüller und Finke. Original-Lustspiel in 5 Akten von Dr. Karl Töpfer. Deutsches Theatee. Ein Tropfen Gift. Wallner-Theater. Wieder-Eröffnung Eonn- abend, den 30. Januar 1886. Eammet und Seide, Lustspiel in 4 Akten von Oskar Blumenthal. Uestdenf» Theater. Denis«, Schauspiel in 4 Allen von A. Dumas(Sohn). Velle-Alltanee-Tbeater. Der Hypochonder, Lustspiel in 4 Aften von G. v. Moser. Friedrich« Wtlhelmstädtisches Theater. Rafaela, Operette in 3 Akten von Max Wolf. Walhalla-Theater. Die Glocken von Cornville. Eentral-Theater. Der Stabs> Trompeter. Lontseustädtische» Theater Die CarabinierS des Königs, oder: Die Mönche. DMoria-Theater. Zum 4. Male: Däumling. Ostend» Theater. Theodora, Schauspiel in 7 Bildern von Arthur Röhl. U«ertea«- Theater. Große Epezialttäten Vorstellung. Theater der Reichshalle«. Große Speziali- tätm- Vorstellung. «aufmann's Variete. Große Spezialitäten- orstellung. Konkordia. Große Spezialitäten-Vorstellung. Alhambra-Theater. Wallnertbeaterstraße 15. Die beiden Harfenmädchen. fiharaktergemälde mit Gesang in 4 Akten von Emil Gallert. Mufik von Ludw. Bußler. Vor der Vorstellung: Gr. Konzert der Hauskapelle. finfang des Konzerts Wochentags 7 Uhr. der Uhr. Vorstellung 7'/« Anfang des Konzerts Sonntags 6 Uhr, ---- 7Vt Uhr. der Bon» haben Wochentags---„--------------- Ibeaterbureau(12—1 Uhr) gratis zu haben. lllttgkeit und find im l*. ßichter's Restaurant, Kottbnser straff« 2, empfiehlt der geehrten Nachbarschaft seine Loka- lttäten zum geneigten Besuch. SonntagS und Mittwochs Frei. Konzert. Ausschank von Weiß- und Bairisch Bier, Speisen a la bi"~" earte zu billigen Preisen. den Zu gleicher Zeit empfehle ich meinen Saal eehrten Vereinen zur Abhaltung von Fest- nten, Versammlungen u. s. w. Vereins Cmer mit und ohne Pianino, zu 25—30 Per- en, geeignet für Rauchklubs oder Gesangver- eine, 5'/» Meter hoch. Um geneigten Zuspruch dtttet 490 Achtungsvoll Georg Richter. ltalbstcisch. Brust 35, Keule 40 Pf. Adalbertstr. 80 i. Keller. Oeffentliche Versammlung der Ii am Sonntag, den 31. b.lM., Vorm. 10 Uhr, im Patmensaat, Neue Schönhauserflr. 20. TageS. Ordnung: 1. Bericht der K-mmissto«. 2. Vortrag. Referent: Sladtv. F. Mitan. 3. Diskussion «. Verschiedenes. 567 Die Fach-Kommiffion. Verein zur Wahrung d. Jnter- effen der Klavierarbeiter. Sonnabend, den 30. Januar, Abends 8'/» Uhr, Mitglieder-Vers ammlung t« v ratweil'« vierballen» Kommandanten« Straße 77/79(untere Säle). Tage«. Ordnung: 1. Vortrag des Herr Gerisch über:„Die griechische Sage im Anschluß zu unserer heu- tigen Z-it. 2. Die Lohnabzüge einer hiefigen vßen Fabrik. 3. Veceir sänge legenheiten und . abrik. ragekasten. NB.: Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die gedruckte Jahresabrechnung in der Ver- sammlung oertheilt wird. 559 Der Vorstand. Oeffentl. Versammlung der Rohrleger Berlins und Umgegend am Sonntag, den 31. Januar, Vorm. 10 Uhr, in Mleft» Holo«, Kommandanten str. 71—72. ageiordnun I Wir haben eine ganze Menge Leinen- und Baumwoll-Waaren zu außt" gewöhnl'ch billigen Preisen angekauft und offeriren demzufolge solche jetzt 4% sehr viel billige feil "Srnio Hemdentuche .................»tr. 30—40 Pf Ranforcö""«Ä W»tr. 40—45 Pf Cretonne fort»tr. 50 Pf �_ hirting in%%% t»tr. 35«. 80 Pf®: it»n aa i o.. ra■« itt iLi. ««.�S'ster gÄS fclPoUi W der über. �._____„ renien mehrere Kollegen. 2. Diskusfion. Das Erscheinen sämmtlicher Rohrleger ist dringend nochwendig. 562 Albert Kecker, Vorfitzender des FachvereinS der Rohrleger. Erste außerordtl. Versammlung der Zimmerlente a"'?ÄÄ Sr tu*"»tr. 35«. 30 »fiffons%%%%'»tr. 30 n. 35 Pf fc« S Gutes H ausmacherleinen 40«♦ 45 M Gutes breit. Hausmacherleinen fürälenMt. 1 Wll k°�eu Gute Küchen-Hanbtücher V&.taÄ 2 Gute Stuben-Handtücher%% 8, B1), Mb Echtes gut. Kettzeug%%®eb! Mtr. 85 u. 40 Pf Rosa und gestreifte Iulets Mr. 50 u. 00 Pf' Drilliche, Gtune BettbreUe.......... Mtr. 75 Pf Eischgederüe 12©eivletten, mit 6 Servietten.. 4�2 Einzelne Tischtucher wr des Südens u. dessen Umgegend . d. M., Vorm. 10 Uhr, am Sonntag, den 31 im Lokale des Herrn Kielefeld(„Neuer Spree wald�, Hasenhaide Nr. 36 b. ag eSordnung: 1. Wie verhaften fich die Zimmerleute deS Südens und Umgegend zu den Beschlüssen der Allgemeinheit. 2. Gründung eines Lokal-Ver- banves. 3. Verschiedenes.— Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist eS Pflicht eines Jeden, zu erscheinen. 563 Die Lohn-Kommission. Die vollberechtigte« Mitgtteder der Ireireligiösen Gemeinde. «iO brnn bTffiinht welche mit dem Verfahren des bisherigen Vor- stände« nickt zufrieden find, laden wir zur orbesprechung der auf» Nene statt- ndrnden Vorstandvwaht(der Vorstand at wegen angeblich vorge ommener Unregel« Mäßigkeiten sein Amt niedergelegt) ein, am Freitag, den 29. d.M., Abends 8 Uhr. Nieder- wallstraße 20, recht zahlreich zu erscheinen. 561_ Mehrere Mitglieder. ......................« Eiuzelne Servietten wr 80 m Leinene Taschentücher%% 1,% Iso, 1,75, 2 Mb Mobel-Cattune, vollständig»ofwi, Mir. 80 u. 40 Pf Teppiche in allen Qualitäten und größere 4, 5, 0, 10 Mb WaschechteHauskleiberftoffeMr.80u.40Pf Wollene Kleiberstoffe 1%' Mr. 85 u. 45 Pf Schwarze rem wollene Cachemirs fthr reue Mtr. 1, 1,35, 150, 1,80, A Mb Regen-Mäntel-S.S" 10, 13, 15, 18# Jeden Montag Vormittag Ausverkauf von Reffen und einzelnen Roben. 1 Vw, ■ttttt fefc» W vr i Vereinig, deutscher Stellmacher. (Mitgtiedschaft Kerlin.) Sonnabend, den 30. Januar, AbmdS 8 Uhr, Versammlung in Geatmeit'» Kierhallen, Kommandanten- Straße 77—79(oberer Saal). irbn TageSo 1. Vottra. I bericht. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten. 564_ Die OrtSverwaltung. una: des Herrn Michelsen. 2. Kassen- Passage 1 Treppe. bis 10 u. ie.�9 U. Morg. Kaiser-Panoram». Eine Wanderung durch Florenz und Venedig. Eine malerische Rhein« Reise. Karolinen-Jnseln»c. Eine Reise SO Pf., cknder nur 10 Pf. VereinSdillet». Sielmann& Rosenberg, S SuaiW Berlin, Kommaudantenstr., Ecke Lindenp' Eentral-Kraukeu u.Begräbniß- kaffe der Buchbinder(E.H.). Sonnabend, den 30. Januar, Abends 8'/, Uhr, Kitzpt-Nttsmiiililng in den Arminhalle«, Kommandantenstraße 20. TageS-Ordnung: 1. Raffen- und Geschäftsbericht. 2. Verschiedenes.— Um rege Betheiligung ersucht 565 DerVorstand. »Sev Natür J 8ttftI Tischler-Vere�jy� Eonnabend, dm 30. Januar, Abends ,T>a,| wtes Anfferordenttiche General-Versamm.',% im Lokale„Kansjovei", Kottbufin btich. � Statuts 566 TageS-Ordnung: � �lti Der tß o 1'-V fc.,5" Verantwortlicher Redakteur R. Grönheim in Berti«. Druck und Verlag von Max Babing in Berlin 8W„ Beuthstraße 2.