»»>_ Nr. 26. ÄS nd BtlB 0 Uhr,« soidm rar Zonutag, dek 31. Januar 1886. HI. Jahrg. ImenW# Den 1. ff W runfl Lft« ?« W MerWlisblM Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Das„Berliner Volksblatt" Meint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin ftei w s Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement * Mark. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit illustrirter Beilage 10 Pfg. (Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1886 unter Nr. 769.) beträgt für die 4 gespaltete Bei größeren Auft" Nachmittags in der AM � Ä sowie von allen Annoncen» angenommen. >e« Eons. a kommi!� Redaktion: Kenthstraße 2.— Expedition: Zimmerstraße 44. end, 5, 0 rt bei�j r, m samw? sw-hl reuen".I olgt. ismus t m'4 1 U ibeti "V Oekon«�! Maus ?enden önnen öerrn �'i «im®'l NichtßA �"f J ua«»LI eim% «K einfallt. klärung l Der Papst aad das Zkitrum. s Während der Papst und der deutsche Reichskanzler freundliche Briefe wechseln und der als Schiedsrichter i« ««olitienkonflikt mit Spanien angerufene Papst dem -Mtkanzler einen hohen Orden verleiht, befinden sich Hrrr Windthorst und Genossen, die Verfechter der J�teresiiii des römischen Stuhls in Deutschland, gegenüber ■r" p eben vom Papst dekorirten Reichskanzler noch immer entschiedenen Oppositionsstellung. Da» erscheint '«»«bar; wir haben indessen in den letzten Jahren in �."iWand de» Sonderbaren und Ueberraschendm so viel w-, daß wir darüber nicht zu erstaunen brauchen, denn *1* Situation ist die sonderbarste noch lange nicht, die Aon vorgekommen. ..«ber die Sache giebt zu denken. So etwa» kommt .At von ungefähr und ein Zufall war es sicherlich nicht, wan den Papst zum Schiedsrichter in der Karolinen- �'ogknheit gemacht hat. i., Wir wissen nicht, ob e» wahr ist, was man . skstr Tage in mehreren Blättern la», daß nämlich preußische Regierung ein neues k i r ch en p o l i t i- 'Lts Gesetz vorlegen wolle, und daß der preußische gesandte in Rom bemüht sei, da» Einverständniß °ks Papstes mit diesem Gesetz zu erreichen! Wenn daS wahr ist, so sehen wir darin einen merk- würdigen und schlauen Versuch, die Zentrumspartei zu '? r e n g e n. Und wenn da» Einverständniß de» Papste» w>t dem neuen Gesetz erzielt werden würde, so wäre die Zentrumspartei auch gesprengt und zwar für immer. Denn seine bisherigen Bahnen könnte dann daS Zen» »um nicht mehr wandeln. WaS will Herr Windthorst Aun, wenn der heilige Vater de«„Kulturkampf" ein %nbe macht? Entweder müßte er sich unterwerfen und mit seinen Anhängern die konservativ- liberale Majorität verstärken �lfen, die so dringend angestrebt wird. Dann hätte * aber auch ein Ende mit jenen Kulturkampfreden, "W denen man bisher die katholischen Wähler- Jossen in Athem hielt. Herr Windthorst hätte dann die Micht, zusammen mit Herrn von Koller, Herrn von ? e n d a und Herrn v. Kardorff den Ruhm deS Reichs- �»zlerS zu verkünden und für die Bewilligung aller An» gerungen der Reichsregierung sorgen zu helfen. Wer Aß, ob ihm eine solche Rolle gar so schlecht stände. Wir �"'gstenS haben feine Opposition bi» zum heutigen Tage �ol» für„ladenrein" gehalten. v. indessen ist auch der Fall denkbar, daß Herr Windt« (ich darüber ärgert, daß über die Köpfe de» Zentrum» � sich der Papst in freundlichere Beziehungen mit ß a- Ieuilleton- | Dunkle Gestalten. Zählung aus dem sozialen Leben der Gegenwart von äs* ww«».] Karl Ztelke. I19 aw««% dnselben gar nicht» zu thun." s.% FUger Weise den Kopf au» der Schlinge, wenn ich aber Wnd etwas erreiche, dann möchtest Du den Löwenantherl fi* V Sage mir lieber Deine Meinung offen und ehr- "L- ob ich da» Mädchen von den unvermuthetm Verhält- <55.�«nntniß setzen soll." v»Meinetwegen," entgegnete die Frau,.,ech habe nichts »»gen einzuwenden." schlösse wrde ich es thun," sagte der Direktor ent- Wan hatte während der ganzen Unterredung von oben "W* 4)08 gedämpfte Klavierspiel und Gesang gehört. «/.. c"»summte da« Geräusch, der Klavierspieler hatte eine �"treten lassen. Der Direktor benutzte dieselbe, um * 0�n zu gehen. fcj.«Fraulein Martha," sagte er, in die Thür tretend, -A'""gewissen Feierlichkeit, die ihm sonst fremd war, mit 5,°�» Sie bitten, einmal herab zu kommen, ich habe «5� einige Worte zu sprechen." . Ja, ilt wir?" entgegnete das junge Mädchen erstaunt, sogleich, Herr Direktor." wisAt r er Weber hatte unten inzwischen den Tisch abge« Mä»A emvfand eine merkwürdige Scheu vor dem jungen stet«%. Sie hatte es seit jenem unheimlichen Austritt ihr oerrtueden, mit Martha persönlich zusammen zu treffen, (tzeap"»ine dunkle Erinnerung geblieben, daß sie sieh in l»e» jungen Mädchen« recht unpassend be- »n hatte. dem Reichskanzler eingelassen hat. Wird dann die„kleine Exzellenz" es wagen, sich auf die Massen allein zu stützen und sich dem Aufgeben des Kulturkampf« zu wider- setzen? DaS ist auch möglich, wenn auch nicht gerade wahr- scheinlich. Die Stellung de» bisher so mächtigen Zentrums- führers würde übrigens in diesem Falle eine wesentlich andere werden. Keinenfalls könnte er seine gewohnte Macht- stellung behaupten. Dann käme noch ein bedeutender, vielleicht der be- deutendste Faktor in Frage, die Massen der katholischen resp. ultramontanen Wähler selbst. Man weiß, wie sie von den Führern des Zentrum« behandelt worden sind. „Möglichst wenig Licht!" lautete die Parole dieser Herren und sie mögen es denn auch fertig gebracht haben, daß es in Hunderttausenden von Köpfen völlig dunkel ge- blieben ist. Die dem Zentrum ergebenen Arbeiter ver- nahmen in ihren Jünglings- und Gesellenver- w n( n von den Streitfragen, die unsere Welt bewegen, nur so viel, als die Herren Führer für nothwendig hielten, und das war herzlich wenig. Man ritt ihnen die alte Geschichte vor, daß nur die Kirche berufen sei, die anderen Fragen zu lösen und pries ihnen vor allen Dingen die„Entsagung" an gegenüber der Begehr- lichkeit de» Volks im neunzehnten Jahrhundert. Ob die moderig uns anwehenden Lehren der Zentrum?» größen bei den Arbeitern auf die Dauer vorhalten werden? Das ist kaum anzunehmen. Im Gegen- theil sind die Sympathien großer Arbeitermassen für da» Zentrum dadurch wach geblieben, daß das Zentrum e» verstand, seine Oppositionsstellung mit einem gewissen demokratischen Schein zu umgeben. Dieser Schein wurde von den Arbeitern für Ernst ge- nommen. Da« wird sich zeigen, wenn der Kulturkampf beendigt werden sollte. Dann wird man sehen, daß die Massen, die bisher dem Zentrum gefolgt sind, keine Lust haben, ohne Weiteres sich dem Heergefolge der Regierung anzuschließen. Wird der heilige Vater so viel Gewalt über die Massen haben, um ihnen ihre Neigung zur Opposition auszutreiben? Das ist billig zu bezweifeln. Herr Windthorst aber hat diese Gewalt sicherlich noch weniger. Bei alledem steht fest, daß sich im Schooß be« Zentrums Veränderungen vorbereiten. Dem schlesischen und auch dem süddeutschen Adel hat die bisherige Stellung des Zentrum» niemals besonders behagt. Die Grafen und Barone waren wohl bereit, in kirchenpoli- tischen Kragen zu opponiren; allein sonst haßten sie Alle», was auch nur entfernt eine» demokratischen Anstrich hatte. Deshalb stimmten sie auch für da» Sozialistengesetz. Von den parlamentarischen Vertretern wollen wir aber Martha setzte sich möglichst entfernt von der Frau auf einen Stuhl, den ihr der Direktor freimachte. Sie blickte erwartungsvoll auf die beiden Personen, selbst der Direktor schien sich zunächst zu scheuen, da» Wort zu er- ®te �„Mein Fräulein", begann er endlich mit jener kriechen» den Freundlichkeit, welche geldgierigen Personen reichen Leuten gegenüber«igenthümlich ist,„ich hatte mir vorhin die Freiheit genommen, Sie um Ihre persönlichen Ver- Hältnisse zu befragen. Ich habe da« nicht etwa au« Neu- gierde gethan, sondern weil mich ein unerklärliches Jnter- esse zu Ihnen hinzog." „Es ist gut, Herr Direktor", erwiderte Martha be» fangen, die unangenehme Freundlichkeit de« Direktor« war ihr unheimlich,„ich habe Ihnen die Aufschlüsse ja ganz aern gegeben, ich habe in dieser Beziehung keine Geheimnisse." „Ganz recht, Fräulein, es ist da« ein Zeichen Ihre» edlen Charakters." Der Direktor rieb sich die Hände, er schien nicht recht zu wissen, wie er die Sache anfangen sollte. Sie sagten vorhin, Fräulein", nahm er das Gespräch wieder auf,„daß Ihnen die Person Ihre« Herrn Vater» unbekannt fe� � uneheliche« Kind", sagte Martha ge- lassen"„wie oft soll ich Ihnen da« wiederholen?" „Um e» kurz zu machen," entgegnete der Direktor, „ich kenne meinen Vater s" rief da» junge Mäd- �en Ne ergriff den Arm de« Direktor» und hielt ihn krampfhaft j fest. j�be« �zulein, und wenn Sie mir ruhig MÄt' Ä Ä?« schien sie weiter garnicht zu achten. weiter gar nicht reden. Draußen in den Provinzen sitzt eine Menge kleinen„Schmaladels" auf seinen Gütchen und bäckt„arme Ritter"; diese Leutchen, vom Volke in seiner derben Sprache„Ochsengrafen" genannt, würden viel lieber ihren Frieden mit den herrschenden Gewalten machen, denn der Kulturkampf bringt ihnen nichts ein und bei ihnen ist weder Verstand noch Muth gewachsen, wohl aber die Hypo- thekenschuld, die auf ihren Gütern lastet. Diese Leute haben, soweit sie katholisch sind, dem Zentrum Heerfolge geleistet, aber keine Seide dabei gesponnen. Höhere Kornzölle, Entlastung des Grundbesitzes, da» ist ihre Parole; aber wird ihnen Herr Windthorst die» gewähren wollen und können? Nun, diese Herren gehen sicherlich lieber mit dem Papst als mit Herrn Windthorst, und sie wollen gewiß lieber zu einträglichen Staatsämtern gelangen, draußen schmollend Kulturkampf treiben. Diese so verschiedenen Elemente hat bisher der Kultur» kämpf zusammengehalten; sowie dieser beendigt wird, so thut die in der Zentrumspartei verborgen liegende Zentri- fugalkrast ihre Wirkung und die Partei zersplittert. Ihr einer Theil wird die neu zu bildende Regierungs Majorität verstärken, der andere sich zur Linken schlagen. Bedauern wir das? Nun, un» ist es gleichgiltig. Wir haben am Bestände de» Zentrum», dieser mittelalterlichen und reaktionären Partei, kein Interesse. Zeigt sie sich in ihrer wahren Ge» stalt, so dient das zur Klärung. Das Volk wird dann über den UltramontaniimuS eben so klar sein, wie über Liberalismus und Konservatismus. Und das wird gut sein. Potttische Ueverstcht. I« der gestrige« Sitzung de« Reichstag« wurde wiederum einmal die alte Rosinante der Innungen geritten. ES handelte fich um den Befähigungsnachweis der Handwerks Meister und um den Zunftzwang. Mit Mittelalter» licher Begeisterung erkletterten die Abgeordneten Ackermann und Lohren die Rostnante und läinpflen mit stumpfer Lanze gegen den Zeitgeist. Besonders der letztere Abgeo dnete sprach mit einem Pathos für die Innungen, die er alS echt germanische Institutionen bezeichnete, daß man dabei aus jedem Knopfloche des begeisterten ReSnerS das spöttilch-lächelnde Gesicht deS Knappen Sancho hervorkichern zu sehen vermeinte.— Den» Herrn Ackermann war e« fichtbar unangenehm, daß seine Aus» führungen durch spöttische Zwischenrufe der Sozialsemokrate« begleitet wurden. Er hoffte dennoch, daß Sie Sozial» demolratie fich ernsthast an den Berathungen über seinen „Wer ist mein Vater, Mann, sprechen Sie, sehen Sie denn nicht, daß Sie mich auf die Folter spannen?" „Nur ruhig, mein liebes Fräulein, Sie werden ja Alle» erfahren," entgegnete er verschmitzt lächelnd,„aber Sie werden begreifen, daß ich eine solche Sache nicht so ohne Weitere» preisgebe. Sie kennen ja meine Verhält- nisse, ich bin kein reicher Mann, und unter den heutigen Umständen muß ein Jeder sehen, wie er am besten durch» kommt." Ich verstehe Sie nicht, Sie können doch nicht etwa darauf rechnen, daß ich Ihnen eine große Summe für Ihre Mittheilungen zahle. Sie wissen doch, daß ich arm bin.' .Im Gegen theil, mein Fräulein, Sie sind reich, Sie können über ein großartiges Vermögen verfügen, wenn Sie nur wollen,' sagte der Direktor. „Waü sagen Sie, mein Vater wäre reich, und er hätte sich niemals um seine Kinder gekümmert?" „Es ist so, wie ich Ihnen sage." Martha schüttelte den Kopf, sie ließ"den Arm des Direktors lo» und setzte sich resignirt auf den Stuhl. „Ich kann da», wa« Sie da sagen, nicht glauben," sagte sie.„So kann ein Mensch nicht handeln, jede» Thier hat Zuneigung zu seinen Jungen, und nur der Mensch allein sollte jedes natürliche Gefühl verleugnen können? Wenn mein Vater heute arm, elend und verlassen gewesen wäre, so würde ich mit Freuden für ihn sorgen, ich würde es ihm verzeihen können, daß er mich hat in Schande versinken lassen, heute jedoch, wo ich erfahren, daß mein Bater sehr wohl in der Lage war, wenigstens mich vor dem Entsetz» lichsten, was einem Weibe begegnen kann, zu schützen, heute erfaßt«ich ein Grauen vor diesem Menschen, soviel Herz- losigkeit, soviel Unnatur hätte ich auf der Welt gar nicht vermuthet. Wenn ich bedenke, was ich gelitten habe, wel» che« ensetzlichen Schicksal ich ausgesetzt gewesen bin, so möchte ich verzweifeln, wenn ich daran denke, daß es einen Menschen auf der Welt gab, dessen heiligste Pflicht ei gewesen ist, mich zu bewahren, mich wenigsten« nicht gänz» lich sinken zu lassen." Antrag betheiligen würde. Dai wird ja auch wahrscheinlich gestehen, aber wie wir hier schon konstatiren können, in ver- neincndem Sinne.— Der freifinntge Abg. Dr. B a u m b a ch destieg nun die Jnnungsrofinante, natürlich nicht in der Ab ficht, dieselbe ali edles Roß dem hochverehrlichen Publikum vorzuführen, sondern um das Alter und die lahmen Lenden des Thieres zu zeigen. Nach einem halbstündigen Ritte waren dem Klepper einige Rippen zerdrochm, die in etwas längerer Behandlung der zünftlerische Abgeordnete B i e h l aui Bayern wieder zu heilen versuchte. Daß ihm die Heilung nicht gelang, ist selbstverständlich. Doch bemhigte fich die Zunftrostnante wieder. Bei ver etwas wässerigen Rede des nationalliberalen Abgeordneten Dr. Meyer, der fich zwar gegen die Zunst- bestrebungen der Herren Ackermann, Lohren und Biehl aussprach, aber in recht schonender Weise. ES sei bemerkt, daß in dieser reaktionären Frage die Majorität fich zusammen« setzen wird aus den beiden konservativen Parteien und dem Zentrum, während in der Polenfrage die Konservativen mit den Nationalliberalen gehen. Die Sozialdemokraten stehen in beiden Fragen auf dem Stand» punkte der Freiheit.— DaS eben nationalliberal bemhigte donquixotliche Streitroß bestieg nunmehr der ultramontane Kaplan Hitze und feuerte daS edle Thier zu neuem Epmnge an. Er redete nichts Neues— er bemerkte, daß die Zünfte ihre Berechtigung gehabt hätten, onnte aber nicht nach- weisen, daß dieselben noch Berechtigung haben. Das von ca. 50 Mitgliedern besuchte hohe HauS gab dem Redner keine Veranlaffung, durch besondere Aufmerksamkeit zu einem Pathos zu bestimmen, den er vorzurestcn fich befleißigte.— Nunmehr beschäftigte fich der Abgeordnete Grillenberger überaus kräftig und eingehend mit dem abgetriebenen Zunstthier, so daß es in kurzer Zeit ächzend zusammenbrach.— Herr von Kleist-Retzow, der klasfische Repräsentant des Mittelalters, versuchte zum Schlüsse zwar die edle Rofinante aufzurichten, aber es gelang ihm nicht trotz seiner zärtlichen Schwüre, die an die Adresse seiner heißgeliebten Tulcinea von Tobosa, der Reaktion, gerichtet waren— denn todt ist todt! Der Antrag auf Verlängerung de? Sozialistengesetzes ist nach der„Nat.«Lib. Korrejp." nunmehr dem BunveSrathe zugegangen. Acndemngen an dem Gesetze sollen, mit Aus» nähme der Bestimmung über die Geltungsdauer, nicht vorge- schlagen sein. Eine scharfe Anklage gegen daS Sozialistengesetz. Der Gebeime RegiemngSroth und Professor Dr. V. B ö h m e r t veröffentlicht in seiner„Eozial-Korrespondenz" einen Artikel über Arbeitervereine und Ltseinstitute.I in welchem es wörtlich beißt:„DaS Sozialistengesetz hat die Aufhebung einer großen Zahl von Arbeitervereinen zur Folge gehabt. Die Ursache deS teren bildete natürlich der sozial» E.nschreitens wider die letz demokratische Charakter derselben und von diesem Standpunkte läßt fich nichts gegen die getroffene Maßregel sagen. Sieht man nun aber von dm sozialdemokratischen Bestrebungen ab, so ist zuzugestehen, daß in manchen jmer Vereine ein werth» volles bildendes und erzieherisches Element für den Arbeiterstand lag. Die Mitglieder fanden hier kleinere oder größere Bibliotheken und Lesezimmer vor; nickt ganz selten waren Unterrichtskurse mit dm Ver- einen verbunden, häufig wurden regelmäßige Vorttäge, und zwar keineswegs immer partei-politischen Inhalts, von Mit- Gliedern wie von außerhalb herangezogenen Kräften ge» alten. Für den Ausfall dieser seit 1878 unterdrückten Vereinigungen hat fich nur ganz ausnahmsweise ein Ersatz gebildet. DaS VereinSwesen unserer Ar» bester nach jmer Zeit hat vielmehr die Richtung genommen, daß lediglich die lerdenschaftlichm Anhänger der Sozialdemokratie in mehr oder minder versteckten Konventikeln zusammen- balten, auf welch' letzteren der eigentliche Zusammenhang der Partei beruht, von wo auS die Wahlen geleitet werden». s.w. Die große Masse des sozialdemokratisch wie nicht sozialdemokratisch gesinntsen Ardeilter» standeS dagegen entbehrt seitdem fast voll» ständig der Vereinsbildungen. Wenn man an Stelle der somit mtstandmm Lücke einen Gewinn in anderer Richtung, namentlich einen engeren Anschluß des Arbeiters an die Häuslichkeit, eine Förderung des Familienlebens beobachtet hätte, so wäre hier gewiß keinerlei Verlust zu beklagen. Aber daS ist nicht hier der Fall. Wir glauben vielmehr zu der Be« hauptung berechtigt zu sein, daß die Neigung zum ÄstthshauS- desuch und dergleichen im Arbetterstande in Folge jenes Um» standes vielfach begünstigt worden ist. So viele Männer jugendlichen Alters, die Tags über schwere körperliche Arbeit verrichten müssen, missen gar nicht, wie fie die Abende nützlich „Ja, e» ist schlimm," sagte der Direktor, aber wie die That- fachen heute einmal liegen, würde ich Ihnen doch anrathen, gute Mime zum bösen Spiel zu machen, und von dem, was sich Ihnen bietet, Gebrauch zu machen." „Und wer bürgt Ihnen dafür, daß sich mein Vater heute meiner oder vielmehr unserer, da es sich doch auch um meinen Bruder handelt, annehmen wird, nachdem er uns soviele Jahre vernachl8ssigt hat?" „Ich glaube dafür eine Garantie übernehmen zu fön» nen." sagte der Herr Direktor,„denn ersten« wird es von Ihnen abhängen, wie Sie fich mit Ihrem Herrn Vater stellen werden, und ich glaube, daß Ihnen das Leben soviel praktische Klugheit beigebracht haben wird, daß Sie sich nicht mit ganz bestimmten Foiderungen her» auszutreten geniren werden. Sollte der Herr jedoch wider Erwarten sich Ihren Wünschen nicht geneigt zeigen, nun, so würde ich einen Skandal in Szene setzen, daß sich die ganze Reichshauptstadt wundern sollte. So etwas fürchten dies« Herren nämlich außer- ordentlich." „Mir ist Alles gleichgiltig," sagte Matrha,„ich habe ja niemals darauf gerechnet, meinen Vater kennen zu lernen, und nach dem, was Sie mir da sagen, scheint es mir in der That besser zu sein, ich lerne ihn nie kennen. Aber," fügte sie lebhafter hinzu,„sagen will ich es ihm doch, wie er an seinen Kindern gehandelt hat, Rechenschaft will ich auch von ihm fordern!" Ihre Augen blitzten, stürmisch wogte ihr Busen auf und nieder. „So ist et recht Fräulein," sagte der Direktor schmei» chelnd,„so gefallen Sie mir. Ich habe es mir gleich ge» dacht, daß Sie schließlich doch noch auf da« einzig Richtige kommen würden. Wir hätten nur noch etwas Geschäft- lichet zu regeln. Sie würden von Ihrem Vater doch ent- schieden eine Summe fordern, die Ihr zukünftige» Leben vollständig sicher stellen würde. Wollen Sie mir einen Revers ausstellen, daß die Hälfte dieser Summe mir ge- hört? Ich denke, eS ist nicht unbillig, und Sie dürfen von Ihrem Vater fordern, wa» Sie wollen. Ich gebe Ihnen die Versicherung, daß er Ihnen nichts abschlagen und aestttet verbringen sollen. Daheim fitzen mögen und kön- nen fie nicht. Womit hätten fie fich auch dort zu beschäftigen. da eS ihnen gewöhnlich an einem warmen Zimmer, an geeig- neter Lektüre und sonstiger Anregung fehlt. Sie wollen Menschen um fich sehen, und die finden fie nur in der— Kneipe. Was fie solchergestalt als Unoerheirathete bcgin- nen, wird oft genug auch nach Gründung riner eigenen Familie fortgesetzt.— Wir haben diesen Ausführungen absolut nichts hinzuzufügen. «Stehen Sie fest, Durchlaucht, möge Gott Ihnen für jede Seele lohnen, welche durch daS Branntwein- monovol dem Branntweinteufcl abgerungen wird," so heißt eS in dem„Kreisblatt für Schlüchtern� in einem offenen Briefe an den Fürsten Bismarck.— Der offene Brief ist zwar unter- zeichnet„ein heffischer Landmann", rührt aber augenscheinlich von einem Pastor her. Komisch ist, daß der Verfasser auf der einen Seite durch daS Monopol die Seelen dem Branntwein- teufel abringen will, auf der anderen Seite verkündigt, daß, wenn das Monopol nicht kommt, die ganze Spintuifabrikatton zu Grunde gehen muß und in Folge dessen alles jetzt zu Spiritui Verwandte als Brotstucht verkaust werden müßte. Wenn die letztere Anficht richtig wäre, so gäbe es ja kein ficheres Mittel, die armen Seelen vom Teufel zu retten, als gerade die Verhinderung des Monopols. Zn der Polendebatte im Abaeordnetenhanse bemerkt die„Franks. Ztg.":„Gegen die Polen"— das war das Etikett deS Antrages Achenbach, der Inhalt aber war:„gegen die ReichstagSmehrheit I"„.... DaS preußische Abgeordnetenhaus soll mobil gemacht werden gegen den deut- schen Reichstag, angeblich wegen seines Votums in der Aus- weisungsftage, in Wirklichkeit aber wegen Widerstandes, den er der Bismarck'schen Politik auf anderen Gebieten entgegensetzt oder androht. Um der Polen willen allein würde fich der Reichskanzler der Dienste deS Herrn Miquel schwerlich bedient haben, er hat wohl auch an andere Dinge dabei gedacht, insbesondere an das Brannt- weinmonopol, daS ja auch der.�Obstruktionspolitik" der jetzigen Reichstagsmehrheit erliegen wird."— Die„Voss. Ztg." be- richtet über die Vorgänge in der ersten Sitzung:„Der größte Theil der Freikonservatrven und der Nattonalliberalen, also des eigentlichen Kerns der„Mittelpartei", erhob sich bei dem Ein- treten deS Kanzlers ehrfurchtsvoll von den Sitzen, um fich noch ehrfurchtsvoller zu verneigen und so der Freude darüber Aus- druck zu geben, daß der Reichskanzler fie gewürdigt, in ihrer Mitte zu erscheinen. Bisher hatte diese Form der Chrfurchtt- bezeugung in parlamentarischen Versammlungen nur bei Ver- lesungen von Kundgebungen der Krone Herkommen gewonnen, zum Zeichen, daß die Stelle, der fie gilt, über den Parteien steht." Auf Grund de« Sozialistengesetze« verbietet die königl. Regierung zu Düsseldorf die nicht periodische Druckschrift: „Volk der Arbeit aufgewacht I Bürger! Arbeiter! Handwerker! Kaum daß der Sozialismus in Düsseldorf an Bedeutung ge- wonnen hat K. Verlag von Franz Horn, Kölnerstraße 74 in Düsseldorf, Druck von M. Emst in München."— Femer wird unter Bemfung auf dieses Gesetz die nicht periodische Dmck- schritt:„Sozialdemokratische Bibliothek lll. Die Zukunft der Sozialdemokratte. Von I. Dictzgen. Neuer Abdmck mit einem Vorwort und Nachttag.' Hottingen-Zürich. Verlag der Volks- buchhandlung, 1885", von der königl. Regierung _ zu Düsseldorf verboten. Im 19. sächsischen Wahlkreise ist der deutschfreistnnige Herr U h l m a n n zu Gunsten des nationalliberalen Herrn Niethammer, der fich stets, wie die„Frets. Ztg." sagt, durch ge- e Bekämpfung der freifinnigen Partei hervorgelhan hat, zurückgetreten. Herr Niethammer soll deshalb für die frei- finnige Partei unannehmbar sein. Wie reimt fich aber mit dieser Behauptung der Rücktritt deS deutschfreifinnigen Kandi- datm zusammen. Oder sollte Herr Uhlmann zu Gunsten deS sozialistisch«»! und nicht des nationalliberalen Kandidaten zurück- getreten fein?— Im Uebrigen aber sollen die Akttm der sozialdemokratischen Partei im 19. sächfischen Wahlkreise in fort- wahrendem Steigen begriffen sein. Au» Schleswig-Holstein, 27. Januar, wird dem„Franks. Joumal" geschrieben: ES liegt nunmehr der erste Fall vor, in dem die Ausweisung eineS amerikanischen Unter- t h a n e n in Wirklichkeit perfett geworden ist. Wie bereits mitgetheilt, war dem Flachsfabrika'nten Hans Jessen zu Nor« Befehl ertheilt, das preußische Staatsgebiet vor dem bürg der___________ 23. Januar zu verlassen. Jessen weigerte fich, dieser Ordre nachzukommen und wurde in Folge dessen in seinem Hause ver« haftet und unter polizeilicher Eskorte via Sonderburg, Flensburg, Vandrup über die dänische Grenze gebracht. Von dem Rechtsbeistand des Ausgewiesenen wurde der amerikanische Ge« sandte in Berlin über die Verhaftung ic. in Kenntniß gesetzt. — Die Regierung zu Schleswig hat neuerdings zwei Schwe- den, einen Norweger, einen Dä« nen und dessen Frau,„weil lästig gefallen", ausgewiesen. Die Sozialdemokraten im sächfischen Landtage haben unter der Motivirung, daß die sogenannten„Vaga- dunden" meist Unglückliche find, die gern arbeiten möchten, soll. Wenn Sie selbst mit Ihrer Forderung nicht heraus- treten wollen, so würde ich sehr gern bereit sein, die ganze Sache zu regeln. Frau," wandte er sich an Mutter Weber,„bring' einmal Dinte und Feder her." (Fortsetzung folgt.) Ans Kunst und Zeven. «„Deutschen Theater" wird heute, Sonntag.„Nathan der Weise", morgen, Montag,„Das Käthchen von Heilbronn und Dienstag„Romeo und Julia" gegeben- Am nächsten Sonn» abend, S. Februar, geht„Die Lorelei", Trauerspiel in 5 Aus- zügen von Adolph LÄrronge zum ersten Mal in Szene. Am Donnerstag vorher, 4. Februar, wird„Der Weg zum Herzen' aufgeführt, entsprechend der an anderen großen Bühnen be- stehenden und vom„Deutschen Theater" bereits bei ftüherer Gelegenheit übernommenen Sitte, der ersten Aufführung einer Novität das letzte auf dem Repertoire befindliche Stück des« selben Autors voraufgeben zu lassen- Im Uebrigen klingt daS Repertoire dieser Woche noch je eine Wiederholung von„Nathan der Weife" und„Der Bureaukrat". Belle-Allianee-Theater. Mit der heutigen Darstellung deS Rentier Birkenstock in dem Lustspiel„Der Hypochonder" verabschiedet fich Meister Ledrun von der Stätte seiner 18jährigen Thätigkeit. Schon die letzten Vorstellungen haben dem scheiden- den Künstler gezeigt, in wie hoher Gunst er bei dem Berliner Publikum steht und wie groß die Zahl feiner Verehrer ist und so wird es auch wohl bei der heutigen Vorstellung an Ovationen aller Art nicht fehlen. Im Louisenstädtischen Theater herrscht auf der Bühne eine fieberhafte Thäiigkett. Die Proben zu der AuIstattungS- Burleske Abracadadra" find in vollem Gange, und Schauspieler, Sänger, Tänzerinnen u. f. w. bilden ein ChaoS, das fich unter der Leitung des Direktor F i r m a n s allmälig zu einem harmonischen Bilde abklärt. Die Bühnentechniker bringen die Maschinen an Ort und Stelle, die bestimmt find, die grandiosen szenischen Effekte zu vermitteln und eine kom- plette Schneiderwerkstatt ist mit der Herstellung der zahlreichen neuen Kostüme beschäftigt. Die neue Aera deS Louisenstädtt« schen Theaters dürfte somit in glänzendster Weise inaugurirt werden. aber keine Arbeit finden, für einen Etaatszuichuß von N Transpz Mark zur Errichtung der Arbeiterkolonie Echreckengrün t«mung des stimmt. Es war den Privatiammlungen nämlich nicht(Wwioen müß en, die genügenden Mittel aufzubringen. Der Abg.»wigfft, d. ielt die Begründungsrede.__ stanzöfi! Au« Bayer«." Im bäuerischen R e i ch S r a Mongb 225C -— 1 MMW brachte bei dem Etat deS Mimsteriumi de« Innern Konrad Preystng die Wahl des Sozialdemokraten»�"chtkolonisa Volkmar zur Sprache. Habe fich die Regierung, er nicht glaube, überraschen lassen, so könne er verstchern,� Einer 5 s�n Gruben W er ein' den Ar sjutdjtbar er Ä"' ?wgtn in N, diese i ihm eine derartige Ueberraschung in der Umgebung Schlosses nicht passtren könnte. Er hoffe, so schloß der daß ftüher oder später eine Korrektur getroffen werde� über den Elementen, welche die Geister rufen, die verhav! voll für die Zukunft deS Königthums seien. Der anw«' Minister des Jnnem antwortete nicht und der Gegen wurde verlassen.— Vor dem vereinigten l. u. III. Auw der ReichSrathSkammer wurde in Anwesenheit von 11 gliedern über den Antrag des Referenten Reich! v. Neymayr hinsichtlich des von der Kammer angenom AnttagS Kopp zum russtsch-dayerischen Auslieferungso verhandelt. Herr v. Neumayr beantragt, diesem Antrag: Krone zu ersuchen, den rusfisch. bayerischen AuSlieferunai« trag nach dem Muster der seithertgen AuSlieferungs-D' unter besonderer Berückstcktigung der anarchistischen V umgestalten zu lassen", die Zustimmung wegen Jnk des Landtags zu versagen. In der Debatte Ludwig, der präsumtive Thronfolger, den Minister Freiherrn von Crailsheim, ob und wie weit dem% vertrag auch rückwirkende Kraft einzuräumen sei, worai»-- aiwaCZ' Minister erwiderte, daß die Beantwortung dieser Fragt? ichweid-nm, der Beschaffenheit des einzelnen Falles adhänge. Der � ütrh trästdent des Reichsraths, der klerikale Reichstagsabaeo� Uonäre unh ehr. v. Franckenstein, äußerte in der Debatte einige 0% 8«% über den Inhalt des Auslieferungsvertrages, ohne jedoa r � Antrage des Referenten entgegenzutreten. Der Antrag'- Referenten wurde darauf einstimmig genehmigt.— 3« Abgeordnetenkammer wurde der Antrag Hab auf Herabsetzung der Schulpflicht mit 69 64 Stimmen angenommen.(!!) Dafür stim> Rechte mit Ausnahme von Reindl, Ruppert, Seederger, Preystng und des Konservativen Luthardt. Au« den valkanländer« liegen verschiedene lungen vor, auS welchen hervorgeht, daß eS zwischen der und dem Bulgarenfürsten bald zu einer Einigung dürfte. Dieselbe soll angeblich auf folgender Grundlage folgen: Der Fürst wird Gouverneur von Ostmmelien, lebenslänglich und erblich. Von der Türkei werden Kommandanten für die ostrumelische Miliz und GendaA% Eft«„, ernannt, find aber dem Fürsten untergeordnet; die ZoU"-, Mern, orrj zwischen Bulgarien und Ostrumelien wird aufgehoben. Men' Statut für Ostrumelien in unionistischem Sinne abg% Wechey Im Kriegsfalle stellt Bulgarien ein HUfSkorps von% Mann der Türkei zur Verfügung. Bulgarien zahtt Mm und übernimmt einen Schuldantheil für Ottrumelien.�, Hafen von Burgas erhält eine türkische Garnison unter*' anders Befehlen. Man befürchtet, daß Rußland letzterer stimmung opponiren wird- Die Pforte hat das Ve»� Alexanders auf Vereinigung der bulgarischen mit de«. rumelischen Truppen zu einem Heereskörver noch nicht Bezüglich des Friedensschlusses zwischen Serbien und»j garten liegen keine wesentlichen Nachrichten vor. K- K griechische Ministerium hat sich dahin erklärt, es«erd> Ne Ärmur Lern Willen Europas fügen; es werde z u r ü ck t t e fri edoch die Geschäfte einstweilen noch fortführen.— Die ■Sfo«. irt ut15 �'baT fß: lotte ist bereit« vor einigen Tagen ausgelaufen und ton glaubte allgemein, fie werde fich nach Kreta begeben, M«**n.... Insel schon lange das Ziel griechischer S�bniuchi ist. kLrWrrb, '~ »chen h dessen hat fich daS englische Mittelmeer-Geschwader nach? hin begeben; die griechische Flotte ist aber bis jetzt nofl in Sicht gekommen und es gewinnt daher den Ans od dieselbe nur ausgelaufen ist, um einer eventuellen zu entgehen. Nach obiger Erklärung der grichtschen wäre die Altion vorläufig überhaupt aufgegeben. Belgien* Aus Brüssel meldet man: Der Afrikareisende Brazza hat bei seinem hiesigen Aufenthalt fich dem der Kongorcgierung und Berichterstattern gegenüber über die Lage am Kongo ausgesprochen. Der UntenWj,||i0�9«m( absolut steril und fem Klima lövtlich. Der Oberkongo 9*2{NzTr"'' da er fruchidar und produktiv ist, eine Zukunft, "■...... i' SB Äf fte ur j wen «recht ÜS5 #1 Ringer KZ inwn Unl) Hunwc % gegen er Kongostaat selbst. Von einer Kolonisation durch kann gar keine Rede sein; eine Maffeneinwanderung den ' Unternehmen gefährden. DaS Land, da| würde sogar das______■......,.. für die Eingeborenen geschaffen sei, könne nur durch Fl ntfirt werden. Die Eingeborenen an den Küsten se"?, i Weißen wohlgefinnter als im Innern, wo man fie iFüi Feinde betrachte; der Weiße müsse mehr Diplomat sein und vor Allem keine Gewalt!(Bravo!) Die Kongostaats sei die Anlegung der Straßen, die Von„Rafaela" muß heute im Friedrich-Wilhelmst� ___________________________ zur Aufführung gelangen, da deren Einfügung in das LpA repertoir des B e lle- Alli a n c e-TH ea te rS. Ä KT* Montag mit OrvheuS in der Unterwelt, Mer 8o �• Anfang nimmt, ebensowenig in Ausficht ist, wie%l Men* Jg „ZigeunerbaronS" und der andern ständigen Repertoires Mte Frievrich-Wilhelmstädtischen TherterS. gX»W J Einem Uebereinkommen zufolge, welches zwischen j j U WaT Prozesse um da» Aufführungsrecht deS Zigeunerba� M.vjL Berlin interesfirten Parteien gestern getroffen wurde, M, 8 der Bertreter des Herrn KommisstonSSath Großkcpf< jJ�nbe»m das erstinstanzliche, zu Gunsten deS Komponisten& An. theil, eingereichte Berufung zurückgezogen, so Prozeß im VergleickSwege erledigt ist. ■SA' SV"""* M vom Sonntag,■ 1. Februar: Lohengrin(Herr Der Trompeter von Säkktngen; frau von Orleans: Donnerstag,.......______.., den 5.: Der Barbier von Sevilla. Wiener Walzer�,„ abend, den 6.: Der Widerspenstigen Zähmung; 7.: Tannhäuser.— I m Schauspielhause. den 31.: König Richard Hl' Montag, den 1 Dienstag, den 2.: Fieiko; Mittwoch den 3. Donnerstag, den 4.; Tilli; Freitag, den 5., au> � M" WaS ihr wollt; Sonnabend, den 6„ zum 1. Male- �..gn,. Rch(i, Herrn; Sonntag, den 7.: Der Störenfried. K'' Öec% Eine viel besuchte Eehen«würdigkeit ist �üll'�Ae p-Aatro' Panorama in der Passage. Ueberraschend schöne �.«rfiüci nahmen in einer wunderbaren Plasl.k ziehen dtfei»'�. Auaen der Beschauer vorüber. In dir' itzflus: das südliche Frankreich zum er,„ Nahe von Alexandrien durch ÄiddemaS Betz, der egyptischen Küstenwache, bei Gelegenhert� ei � jfl� H�iSSsdei zugeS gegen Tabakschmuggler gemacht �wordcn�� �«Fjf �"art worden, Meilen von der Hauptstadt entfernt, me muthlich dm berühmten Phara" vor, welcher d>e I Statue aus rothem"(Sranil; die Stelle. luf; von � I�.�ransp otf mlltel und Transvorte, die Fördemng der Aus' eck-ngrün?«mung des Kongo; die Eisenbahn, die sehr sorgsam gebaut b lvürve große Dienste leisten. Er hoffe auf die er Abg.«» Weit des französischen und unabhängigen Kongostaats. �>chtkolonisation des Kongo durch Europäer bei. Frankreich. y,„ kmt,r Korrespondenz der„Soff. Ztg." entnehmen wir über «n Grudenarbeiterstreil in Decazeville noch folgendes: Die S.,r.(sten öne Aufbesserung der Hungerlöhne und die Et'" ,8 iies BetriebidireltorS Watrin, dem fie vorwarfen, »i?? tin Arbeiter- Schind er sei. Dieser Watrin unterhandelte Anführern der Arbeiter und ließ stch inmitten der Auiltz K#*«regten Menge zu hochfahrenden nnd schroffm 11 A �WNßen hinreißen, die zwar seinem persönlichen Mutke, ? seinem Tattgefühle Ehre machen. Die Arbeiter ...... �°tge deffen auf ihn ein, er flüchtete fich in ein 'erungioertH%%%' vre sei wurde von dem Volkshaufen belagert und er« Antrag: mit Fäusten und Stöcken schwer mißhandelt, eferunqi-N angs'VM Mi Berdtti?«ryoroen neren anntior ycroer uno es nno uoer AnWßf tn a"ir? Linien-Infanterie an Ort und Stelle eingetroffen. cOJÄ.• CllI.. J..mS iuslitfcnfg ,, woraiii'' sei Kagt? e. ................. macht einen sehr schlechten Eindruck und dcS W? lun�i 11 politischm Kreise gegen alle weiteren Gnadenhand- ' auti» politischen Verbrechern ungünstig. Andererseits ist, ».JL'Wh nicht zur Entschuldigung, so doch zur Erklärung daß der französische Bergmann zu den ernstesten Be- �.«erven Grund hat. Fast alle einigermaßen bedeutenderen Berg- rcige L at jedot> Antra« t.— S'j stimv -ederger,' >ene W ien der», M lien, ttx* )cn Gei die Zd xehoben t abgc von Zahlt mulien. unter /V mit de« licht be� g und v vor."J e» wer!« ücktr.e� Die gl m und ifL 3;, er naK J »t na»/ 2% chen �»«rnMund hat. Fast alle einigermaßen bedeutenderen Berg- w/ gehören mächliaen Aktienpeiellschaftm, in denen daS real- W Ä UÄ. v-rikale Element allein herrschen. Der Staat hat drlick. � Minen und einzelne vefitzer haben höchstens Stein- ArlÄ« 1 denen 5 bis 6, wenn es hoch kommt, 20 oder 24 folttrifU s�äfttgt find, jedoch weder Kohlengruben noch Erz- . �re Hesellschasten nun nehmen grundsätzlich keinen lviüft.ll�e Zeugniß aus und wenn er von einer Gesellschaft luarS&l wird, so erkundigt fich die andere, bei der er Arbeit Entll>».. der früheren Arbeitgederin nach dem Grunde der pM-W>g und weist ihn unnachstchtlich ab, wenn dieser Gnmd Üeutl l;?der religiöse Unabhängigkeit ist. Auf die armen geübt.«in unerträglicher MemungZ- und Ge und M? w Montcau-leS-Mine» zur Zerstörung von Kirchm m ein unerträglicher MemungZ- und Gewiffenidruck unq guv vvi» lehnun» r"8'«"»«" mittels Dynamit« und in Anzin zur Auf- Gesell, 12 000 Arbeitern gegen die Direktoren der dortigen «ttfleK geführt hatte. Dabei ist der Lohn ein mitlerd- ihr S�/kdriger, und die Lebenshaltung der armen Leute, die der SS? unter steten Gefahren bei härtester Arbeit unter Erde ÄT&bikA in ""deTttT herbringen müssen, schlechter als die irgend eineS Frankreich. Gesellschaften machen rcherische Abzüge, ver- nach 30- oder gern vtefer Verpflichwng, neue Stelle, die Gesell- »"/wie gesagt, einen festgeschloffenen Jntereffenring gegen �svetter bilden, und wenn er nicht im Stande ist, au»zu- oder vielleicht auf seine alten Tage einen andern dlitifl-Jl"«Meisen, so bleibt ihm rein nichts üorig, als zu ver- sofcal" solche Zustände im Verein mit dem durch die W,sF,„ ilth der Leute erklärlichen niedrigen Bildungsgrade »i- u führen dann ab und zu Ausbrüche und Vervrechen, a" von Decazeville herbei. Spanien. ''lloia•lt�' Freitag, 29. Januar, Abends. Heute fand hier iL?» einer größeren Anzahl von unbeschäftigten Ardeitern w OnmUrche Kundgebung statt. Nachdem der Präfekt indeß liali. �en hatte, daß er für Arbeit und Beschäftigung sorgen gingen die Arbeiter wieder friedlich auseinander. », R« ß l a N d. kJyb russische Regierung erläßt im„Journal de St. Peters. � L; längere Erklärungen über die jüngst erfolgten Verhaf- sende HA k)? und den letzten Nihilistenprozeß. Danach ist et voll- dem#, Süi,!8 unwahr, daß ein Komplot entdeckt wurde, auch der fch* =8 Waffen noch Bomben sind w,...v-"............' mit Beschlag belegt worden. kiüMme Druckerei sei ein Produkt der Phantasie der Korre« LwJ?en] und noch mehr die aufrührerischen Proklamationen, rNU».l?°u» hervorgegangen sein sollen.— Der„RegierungS. � 9i?... giebt nähere Autkünfte�über die im letztm Jahre ''itiakeiten zwischen den Arbeitern�und 'Entscheidungen in Form von Arbeitgebern Warnungen, sogar welt wie 1,2 Land brachte. Zur Seite desselben ist die Figur r-Hi»wen KindeS angebracht. Middema» Bey benachrichtigte, Mr«Mem er die Entdeckung gemacht, eine Anzahl Eng- .'einem Funde und lud Ne ein, der Ausgrabung der ffi? e'zuwohnen, die mehr als dreitausend Jahre unter G�en btjf«gelegen hat. Etwa achtzehn der Eingeladenen ..Aufforderung Folge und euten nach dem Fundort. w.v J/ien K?.�nen schreibt in einem Privatbriefe folgendes über rtoireD fachte L�sflug: Eine einstündige Fahrt auf der Eisenbahn Mb zu der Endstation, die noch etwa zwei Meilen von L-flug:(j(nt xinstündige Fahrt zu der Endstation, die noch etwa zwei Meilen von schen K M �A/vrte liegt. Wir marschirten den Rest deS Weges zu naWfärf ff®««ietif» � tiefen Sand. Lei unserer Ankunft fanden wir oe, hAW efö Araber um die Statue beschä�i»! Man mar-tun mmm Ulonffa* um die Statue beschäftigt. Man war eben Da daS voraussichtlich eine zeit- so machten wir uns auf einen Streif- die in ein winziges. av«�muuj mgiu.™'■ l°bald erst Middemas Bey aagar» ä" kä-ä ftliÄ hrtft mir im8 mtf WMMSK-W m ein- an den Stricken ......«...«* der Mitte dm eben ormen der Statue find vorzüglich ge- welche während Ls �farbeitet"" mächtig gemeißelt, jeder Muskel sMWM TodeSmtheile fällen. Nach Verhaftung der Rädelsführer zerfiel die Organisation jener Gemeinden. AuS den Trümmern ent- standen mehrere Kreise, fie bildeten aus fich ein« leitende Re- volutionSgruppe, welch- unter Hinzuziehung von Repräsentanten von Arbeiterlreisen und deren sogenanntem„Arbeiterkomitee" den Grund legte zu einer sozial revolutionären Vereinigung deS Proletariats. Die anläßlich der verbrecherischen Thälig- keit dieser Vereinigung eingeleitete Voruntersuchung sühne zur Anschurvigung von zirka zweihundert Personen. von denen 29 als Hauptschuldige dem Kriegsgericht überwiesen, die übrigen der administrativen Be- strafung laut Gerichtsordnung unterworfen wurden. Das Kriegsgericht erkannte, daß die Vereinigung des Proletariats, welche durch Gewaltthätiakeit die staatliche, öffentliche und wirthschattliche Ordnung Rußlands niederzuwerfen bezweckte, unter Anderem durchihr Zentralkomitee eine ganze Reihe von Ermordungen und Mordoersuchen ausführen ließ und über« Haupt mit der fich„Norodnaja Wolja"(VolkSwille) nennenden Revolutionspartei solidarisch war, sowie daß der Edelmann StaniSlaw Kunitzky ihr Hauptleiter war. Weitere Haupttheil- nehmer an der verbrecherischen Thätigkeit deS„Proletariats" waren der ExfrieomSrichter BardowSky. der Jngenieurkapttän Liuri, die Bürgerlichen PetrusfinSky, Offowtky und Schmauß. Die gmannten sechs Angeklagten wurden durch Urtheil des Warschauer KriegS-BezirksgerichtS vom 8. Dezember zum Tode verurthellt. Wertere 8 Angeklagte: Warynsly, Ploßly, Du- lemba, Janowitsch, Rechnewsky, PoplawSky, DombrowSky und MankowSly wurden zu 16 jähriger Zwangsarbeit, zu derselben Strafe femer TomaschewSky, Bliock, SierosckewSky, Gostte« witsch, Slowit, Kmietzik, Hclscher, DegurSky. FerminSky, Hla- disch und PatzanowSkq verurtheilt. Zu 8- bis 10 jähriger Zwangsarbeit find mdlrch Felix Kohn und BugaiSky, zur De« portatron nach Sibirien die SekondelieutenantS Jgelstrom und SsokolSky verurtheilt worden. Bei Bestättgung deS kriegSge« richtlichen UrtheilS wurde die Dauer der Zwangsarbeit für mehrere Verurtheilte gekürzt. Der Kaiser befahl, den Verur- theilten Liuri und Schmauß das Leben zu schenken und die« selbm in 20 jährige Zwangsarbeit zu schicken. DaS Urthril ist be- reitS vollstreckt worden. G r o ß b r i t a«« i e«. Die Demission deS malischen Kabinets ist von der Königin anamommen worden. In daS neue Kabinet sollen auch mehrere linkiliberale Persönlichkettm aufgenommen werden. Hervor« ragende Liberale, darunter mehrere Erminister, betonen, die Situation erheische eS, daß auch Mr. Parnell oder Mr. Healy (beide find Jrländer) eingeladm werden, ein ReaiemnaSamt anzunehmm. Wie der„Standard" ersährt, haben Lord Gran- villc, Lord Spencer, Lord Derby und Lord Kimberley ringe- willigt, Gladstone in der Fortführung der Regierung zu unter- stützm. Andererseits find Lord Hartington, Mr. Goschen und Sir Henry JameS abgeneigt, stch mit einem Homerule-Pro« gramme einverstanden zu erklären. ES werde jedoch geglaubt, daß Gladstone sein Programm so einschränken und kürzen werde, daß fie dasselbe schließlich annehmen werden. Kommunale». ..------- Die vom Magistrat w. Städtische Briefbeförderung. Di. zum Austtagm der Briefe angestellten 16 Briefträger find nicht mehr im Stande, den an fie gestellten Anforderungen zu genügen. Der Magistrat hat fich daher mit Rücksicht darauf, daß der Briefverkehr in der städtischm Verwaltung von Jahr zu Jahr an Ausdehnung zunimmt, entschloffen, Ivorläufig noch zwei neue Briefträger anzustellen.(Die Anmeldungen zu diesen Stellen find bereits so zahlreich vorhandm, daß der Bedarf auf viele Jahre hinaus gedeckt ist, und somit nme Anmel« düngen keine Aussicht auf Erfolg habm.) Wie bedeutend die Zahl der zu bestellenden Briefe gewachsen ist, geht darau» hervor, daß z. B. im Jahre 1384 die Zahl der Stadtbriefe ohne ZuftellungSurkunde sich auf 341 573, diejenigen mit Zustellungsurkunde auf 87 128 Stück delief, während im Jahre 1885 ohne Zustellungsurkunde 369 701 und mit Zustellungsurkunde 105009 Stadtbriefe zur Bestellung gelangten, mithin find 46009 Stadtbriefe mehr bestellt worden als im Jahre 1884. Trotzdem mußten aber noch im Jahre 1885 durch die Post 39 671 Stadtdriefe befördert werden. Durch die An- stellung von noch zwei Briefträgern hofft man, die Beförderung von städtischen Briefen durch die Post ganz vermeiden zu können, wodurch die Erspamiß, welche durch die eigenen Bnesträger erziell wurden fich noch erhöhen dürfte �dieselbe betrug SO 729,57 M. im Jahre 1884 und 24 113,79 M. im Jahre 1885. An Bestellgeld hat der Magistrat bisher an die eigenen Briefboten 2 Pfennig für einen Brief ohne ZustellunaSurkunde gezahlt, so daß die Brief« träger fich auf 3,66 biß 4,80 M. tägliche Einnahme standen, inkl. der Diäten von 2 M. pro Arbeitstag, doch beabsichtigt der Magistrat, das Bestellgeld vom 1. April 1886 von 2 auf 2'/« Pfennig zu erhöhen, während da» Bestellgeld für Briefe mtt Zustellungsurkunde nach wie vor 4 Pfennig das Stück deträgt. w. Die Beamten der städtischen Werke und sonstigen städtischen industriellen Institute waren mit Ausnahme der Beamten der»ädtifchen Gasanstalten, welche ihre eigene Penstonskasse hatten, bisher nicht penstonSberechtigt. Der Ma« Mrat hat nunmehr für alle Angestellten der wirthschaftlichen, industriellen und sonstigen Gemeinde. Anstalten Berlins, welche nicht zu dm eigentlichen Gemeindedeamten gehören, ein beson- dereS PenfionSreglemmt aufgestellt, nach welchem dieselben nach einer in der städtischen Verwaltung zurückgelegten Dienstzeit von mindestens ununterbrochen 10 Jahren eine lebenslängliche Pension erhalten sollm. Dieselbe soll nach vollmdetem 10. Dienstjahres»/m ihre» Diensteinkommens betragen und mit jedem ferneren Dienstjahre um Vo. desjenigen Diensteinkom- menS steigm, in dessen Genuß da» Betreffende zur Zeit seiner Penfionirung stch befindet; alt Maximum der Penfion find «%„ deS DienstcinkommcnS angenommen. Als pmfionSderech- tigte Dienstzeit soll nur die im städtischm Dienste verbrachte Zeit genehmigt werdm. Der Magistrat wird die Stadtverord- neten- Versammlung um Zustimmung zu diesem Pmfion»« Reglement ersuchen. w. Neue Löschzüge für die Kenerwehr. Die Stadt- verordnetm-Versammlung hatte im September v. I. den An- trag deS Magistrats auf Beschaffung von 4 neuen Löschzügen für die Feuerwehr, bestehend au« je einer zwetspännigm Ga»« und Dampfspritze, je einem einspännigen Tender und je zwetspännigm Geräihwagcn mit mechanischen Leitern für dm PreiS von 80000 M. abgelehnt, dagegen aber den Magistrat ersucht, ein öffmtliche« Ausschreiben zur Beschaffung von neuen Feuer- Einholung von Sachverständigen-Gutachten für erforderlich, um S« unentgeltlich vorgehaltene Reserve- Löschzug angekauft werde, dabei aber zugleich auSzu- sprechen, daß dadurch nicht ohne die Zustimmung der Ver« sammlung zu einer Umgestaltung der bestehenden Organisation der Feuerwehr im Prinzip gefolgert werden dürfe, und den Magistrat zu ersuchen, auf Grund der in Ausficht genommenen Ausschreibung der Versammlung demnächst eine Vorlage in Bezug auf du Beschaffung neuer Löschzüge zu machen. Nach Mltthetlung des Statistischen Amts der Stadt Berlin find bei den hiefigm Standes- Aemtern in der Woche vom 17. Januar bi» inkl. 23. Januar 1886 zur Anmeldung gekommen: 177 Eheschließungen, 910 Lebendgeborene, 28 Todt« geborene, 591 Stet befalle. Gerichts-Zeitung. b. o. Der erste Diätenprozeß in der Berufungs- instant kam am Freitag vor dem Oderlandsgericht Breslau zur Verhandlung. Die Berufungsschrist des Justtzrath Kaupisch als Vertreter des Fiskus m deffen Klage gegen den Reichstagsabgeordnelen Kräcker führt gegen die in erster Instanz erfolgte Abweisung der Klage auf Herausgabe empfangener Dtätm hauptsächlich folgende Momente an: Die Anficht deS erstm Richters, daß der Wortlaut des Z 32 der Verfassung, nammtlich in den Worten„Besoldung od-r Entschädigung be- ziehen" nicht klar erkennen lasse, daß darunter auch die An- nähme der von Privatpersonen gemachten schenkungsweisen Zu- Wendungen verstanden werden müsse— kann nicht für zutreffend erachtet werden, denn§ 32 verbietet den Reichstagsabgeordneten schlechthin, dm Bezug einer Besoldung oder Entschädigung und macht keinm Unterschied in der Bezugsquelle. Dem ersten Richter muß auch darin widersprochen werden,„daß eS stch bei Gewährung von Parteidiätm um liberale dezw. schenkungS- weise Zuwendungen handle", da diese Auffassung mit dem Grund und Zweck der Zuwendung unvereinbar. Der Ad« geordnete, welcher von einer Partei Diäten annimmt, stellt fich damst in den Dienst der Partei und übernimmt die Verpflichtung, im Reichstag im Sinne der Partei thätig zu sein. ES gleicht dies Geschäft gar sehr einem MiethSverhältmß, wo« durch der Abgeordnete in der freien Bewegung bei Ausübung seines parlamentarischen Berufs behindert und gmöthigt wird, fremden Einflüssen Gehör zu geben, auch wenn dieselben seiner Ueberzeugung zuwiderlaufen. Die ratio legis war eben, daß der Fortfall der Entschädigung ein Sicherungsmittel gegen die möglichen da» allgemeine Wohl gefährdmden Wirkungen de» allgemeinen direkten Wahlrechts sein sollten. Dem gegenüber erscheinen andere JnterpretattonSmittel nicht angezeigt. Aber auch hier erscheint die Anführung deS Vorderrichters nicht zutreffend. Wenn derselbe auf die betreffenden Be« rathungen deS Reichstag» Bezug nimmt, so ergeben stch gerade von diesem Gefichlsp rnkte auS gewichtige Momente für die diesseitige Auffassung. Der erste Richter hebt selbst hervor, „daß nach den Aeußerungen deS Abg. Ret und dem Amen« dement Maier allerdings daran gedacht worden sei, den Abge« ordneten die Annahme von Enttchädiaungm aus Parteimitteln zu untersagen." Wenn bei dieser ersten Berathung schließlich die Regierungsvorlage abgelehnt und die Gewährung von Diäten beschloffen wurde, so waren die für die jetzige Streit« frage erheblichen Bedenken, insbesondere auch daS Amende- ment Maier beseitigt. Wenn Graf Bismarck bei der zweiten Berathung, wie der Vorderrichter Hervorhebt, gesagt hat, daß die verbündeten Regierungen in dem bisherigen Beschluß über die Bewilligungen der Diäten ein Htnderniß deS Zustande« kommen« der Verfassung erblicken, so bezieht fich die» eben nur auf den bei Gelegenheit der ersten Berathung ge« faßten Beschluß, giebt aoer keinen Anhalt dafür, daß die ursprüngliche Regierungsvorlage den vom Verklagten be« haupteten Sinn haben solle. Bei der demnächstigen Berathung hat der Abg. Schulze dirett ausgesprochen, daß der qu. Artikel in der Fassung der Regierungsvorlage zweifellos auch ein Verbot des Bezuges von Entschädigungen aus Privatmitteln enthalte. Die abweichende Anficht von Bennigsen'« stimmt mit dem Wortlaut der Riaierungioorlage nicht üderein. Wenn der erste Richter Gewicht darauf legt, daß Minister von Eulen. bürg geäußert hat, der Deputirte müsse stch in einer solchen Vermögenslage befinden, daß er einige Wochen oder Monate dem öffentlichen Interesse dienen könne, ohne aus der Tasche de« Staats bezahlt zu werden, so läßt fich daraus nicht schließen, daß der Minister nur Diäten auS öffentlichen Kassen habe ausschließen wollen. Der Abg. LaSker hatte damals für Diäten aut der BundeSkaffe gesprochen und ei mußte dem Minister daher nahe liegen, die Gefabren einer staat- lichen Entschädigung nahe zu legen. DaS Hauptgewicht legt der erste Richter auf eine ErNSrung deS Grafen Bismarck in einer der späteren Sitzungen. Dieser be« rührte aber die Frage, ob ein Abaeo.dneter Ent« schadtgungen aus Privatmitteln beziehen dürfe, überhaupt nicht, sondern geht vielmehr nur davon au», daß da» Verbot ein ganz generelles, also auf jede Bezugsquelle stch erstreckende», ser und erwähnt nur die strafrechtlichen Folgen einer Uebertretuna de» Verbots. indem er andeutet, daß Art. 32 ohne strafrechtliche Sanktion eine l» imperfecta sei. Von den ztoilrechtlichcn Folgen einer Uebertretung hat er gar nicht gesprochen und kann sonach auch seine Acußemng nicht für den Beklagten vcrwerthet werden. Die von dem Vorderrichter in Betracht genommenen Eisenbahnfreikarten der Abgeordneten haben mit der vorliegenden Frage nichts zu thun. — In Beziehung auf das Vorhandensein einer tnrpis causa mag noch auf die Erklärung des Fürsten Bismarck im Reichstage am 26. November 1884 hingewiesen werden:„Ja, meine Herren, dann, glaube ich, müßte doch, wenn die Sache klar gestellt wird, die Beziehung der Situation zum Straftecht zweifelhaft werden; jedenfalls glaube ich, daß der Abgeordnete, der die Diattn aus irgend einer Quelle bezieht, wenn es amt- ttich konstattrt wird, die Eigenschaft als Abgeordneter dadurch ipso iure auf Grund der Verfassung verliert und wenn eS bei aa ä weil der Abgeordnete du Bedingung, welche die Verfassung in Bezug auf seine Stellung im Leben von ihm fordert, nicht erf illlt« In dem vor dem vierten Zivilsenat unter Vorfitz des SenalSprafidenten Rocholl um 10 Uhr beginnenden Audienz- termtn entwickelte der Vertreter des FiSkuS. Justtzrath Rau- p�sch, noch eingehend die in der BerufungSschnst angeführten Gefichttpuntte und beantragte die Aufhebung der Entscheidung deS LandgenchtS Breslau, welche« den FiSkuS mit seiner auf Herauszahlung von 1818 Mark Diäten gerichteten Klage ab« gewiesen hatte. Kräcker habe von 1881 bis 1885 in Summa über 400 Tage als Abgeordneter der sozialdemokratischen Partei in Berlin geweilt, und sei nach den Beschlüssen de» Gothaer Sozralistenkongresses über die Diätensäye— letztere wurden damals auf 6 M. festgesetzt, vattirten aber später— sowie nach Mittheilunaen soztaldemokrattscher Blätter der obige Satz mit Sicherheit al« der Mindestbetrag der»on Kräcker empfan« genen Diäten anzunehmen.— Präsident; Diese Mittheilunaen können als Beweis nicht gelten, auch können Sie fich,&«# Justizrath, nicht im Allgemeinen auf den Gothaer Sozialisten« Kongreß beziehen, Sie müssen vielmehr bestimmte Protokolle vorlegen.- Justizrath Kaupisch: Diese besttzt da« Ministenum des Innern und ich würde fie event. herbeischaffen: im Uebri« nrng ist es selbstverständlich weniger um die Summe der Diäten als vielmehr darum ,u thun. die Prinzipienfrage zum »u-tras bttngm. Herr Kräcker hat selbst ven Empfang von 1500 Mark zugestanden, über den streitigen Rest würde event. Beweisaufnahme erfolgen müssen. Redner geht nun naher auf die EntwickelungSgeschichte des§ 32 der Rerchsver. Fassung ein und entwickelt seine Anficht dahin, daß fich die de» rannte Erklärung deS Fürsten Bismarck nicht als authentische Interpretation zu Gunsten der gegnerischen Seite verwerthen lasse, daß der Fürst vielmehr auf die durch Nichtfestsetzung von Strafen für Diätimannahmt bestehende Lücke im Gesetz habe hinweisen wollen.— Präsident: Sie haben uns hier polltische Geschichten vorgetragen, aber wir haben hier nicht über politische, sondern nur über privatrechtliche Verhältniffe zu urtheilen. Wenn Sie unS hier ein Rechtsgeschäft konstruiren wollen, so müssen Sie uns doch auch die Kontrahenten nachweisen. Ist denn über- Haupt hier eine„Zahlung" erfolgt? Letztere ist doch immer nur die Lösung einer vorhergegangenen Verbinolichkcit. Hat denn nun ein Vertrag stattgesunden, und ist Kräcker eine Ver- pflichtung eingegangen? Und wo steckt der unerlaubte,„nicht ehrbare" Zweck? Der Zweck war doch wohl nur der, Kräcker in den Stand zu setzen, in Berlin zu leben. Wo liegt da daß „Privatgeschäft?"— Z.'R. Kaupisch: Hiernach scheinen Sie, Herr Präsident, die Vorlage eineS bezügl. Vertrags zu ver- langen.— Präs.: Allerdings.— J.-R. Kaupisch: Nun, ich behaupte, daß Kräcker das Mandat nur unter der Bedingung, daß er Diäten bekomme, angenommen hat.— Präs.: Mit wem ist er denn nun diese Verpflichtung eingegangen?— J.-R. Kaupisch: Nun, mit den Parteileitern unv dem betr. Komitee.— Präs.: Geben Tie unS doch Namen und treffende Beweismittel, mit allgemeinen Behauptungen können wir in solcher Sache nichts machen.— I.- R. Kaupisch: So beantrage ich die Vernehmung von Bebel, Liebknecht, Rittinghausen, Singer(dieser gehörte in der betr. Periode noch garntcht dem Reichstag an), Spindler(dem Vernehmen nach ,n England), Fritzsche und Hasselmann(beide längst m Amerrka).— Hierauf ergreift daS Wort der Mandatar Kräcker'S, R.> A. Heilberg, ausführend, daß die ReichSverfassung nur die öffentlichen rechtlichen Verhältniffe der Abgeordneten regeln; nur in dieser Beziehung weicht fie von den EinzelnstaatSvelfassungen ab; fie versage den Abgeordneten Diäten auS öffentlichen Kassen, sei «S auS denen des Reichs oder der Einzelstaaten. Deshalb war der Zusatz„aus öffentlichen Mitteln" in der ReichSverfassung unnöthtg.„Entschädigung" im Gegensatz zu„Besoldung" be- deutet eine einmalige oder aber nach dem wirklichen Schaden berechnete Vergütung und Gegensatz zu regelmäßigen unter fich gleichen Bezügen. DaS Wort„beziehen" serner— eS ist nicht das weitergehende Wort„annehmen" gewählt— verwendet der Sprachgebrauch nur in Bezug auf regelmäßige Einnahmen, auf welche der Empfänger ein Recht hat. Die Parteidiäten find aber im Rechtsfinne„liberale" Zuwendungen. Die An- nähme der Diäten enthatten noch kern Geschäft und sodann könnten die privatrechtlichen Vorschriften deS§ 172 8l.-2.-9i., also eines peußischen Gesetzes nicht anwendbar sein auf ein Verbotsgesetz deS öffentlichen Rechts de» Reichs. Gegnerischer- seUS sei auf ein Vertrags- oder vkiethSoerhältniß hing-wi:sen worden, eS sei aber doch erst festzustelle«, ob Kräcker ein 9techt auf Diäten und andererseits die Verpflichtung hatte, im Sinne der Partei zu wirken. Und was will denn die Bezugnahme auf die„Partei" sagen; ist denn dieselbe immer einig? Thatsäch- ltch haben seitens der Parteivertreter über dieselbe Frage schon mehrfach entgegengesetzte Abstimmungen stattgefunden, und müßte hiernach ein Theil die Diäten behatten, der andere aber heraus zahlen. Wenn mit der Diätenannahmc ein Abhängig- keitSverhältniß angenommen werden sollte, dann müßte letzteres bei allen den Abgeordneten obwalten, die aus Staatsmitteln Diäten von der Regierung erhalten. DaS Herrenhaus erhält allerdings keine Dräten, aber eS ist doch zu beachten, daß d� Regierung selbst verschiedene Kommunen durch ZwangSmitiel dazu angehalten hat, Fonds in ihren Etat zu stellen, um daraut ihren Herrenhausmitgliedern Diäten zu zah- len. Viele Kommunen hatten di«S schon viele Jahre vorher auS eigener Initiative gethan. Soll denn überhaupt nur der Geldsack im Parlament fitzen und nicht auch Fleiß und In- telligem? Wenn die Regierung so sehr von der Begründung eines Abhängigkeitsverhältnisses durch Diäten überzeugt war, so hätte fie doch schon im eigenen Interesse 1867 die Diäten einsühnffi sollen. Und sei d-nn der Satz von 4 Mark 50 täglich, der durchschnittlich an die sozialdemokratischen Vertreter gezahlt worden, so verlockend gewesen, um fie in den Dienst der Parteien zu ziehen; haben fie dabei einen„Gewinn" gemacht, der„nicht ehrbar" im Sinne des Landrechtt ist? Ist denn das ein unerlaubter oder„nicht ehrbarer" Zwock, wenn Jemand im Sinne der Partei wirkt? DeS Fürsten Bismarck Interpretation in Bezug auf§ 32 sei authentisch und maßgebend; er sagte, daß die Regierung ohne strafrechtliche Unterlage nur Denen etwaS verbieten könne, denen fie etwas zu befehlm habe. Red» ner beantragt Abweisung der Klage. Nach längerer Berathung beschließt der Gerichtshof Beweisaufnahme darüber, ob der In- halt der eingebrachten Drucksachen mit den aus dem Gothaer Sozialistenkongreß stattgehabten Verhandlungen, Beschlüssen und Protokollen übereinstimme, ferner Vernehmung von Be- bel, Liebknecht, Rittinghausen, Sinaer, Spindler, Fritzlche und Haffelmann darüber, ob auf dem Gothaer Kongreß beschloffen wurde, daß nur an Abgeordnete, die im Parteiintereffe zu stimmen fich verpflichteten, Diäten gezahlt werden sollen, und ferner, ob Kräcker den Betrag von 1818 Mark wirklich erhalten. Der Mandatar des Klägers hat die Wohnung der von ihm vorge- schlagenen hier genannten Zeugen binnen 14 Tagen anzugeben. — Der Verhandlung wohnten der Abg. Kräcker und vule An« gehörige der sozialdemokratischen Partei aui Breslau bei. daß Sie auch mir einmal daS Wort zur Klarlegung derk' erlauben werden. Der Streik entwickelte fich solgendermü Am Montag, den 9. November 1885, blieben die bei n* schäftigten Arbeiter plötzlich weg. Kurz vor Mittag> statt ihrer eine Kommrsfion, welche erklärte: die Arbeit nur dann wieder aufgenommen werden, wenn ich auf. Arbeiten eine Zulage von 10 pCt. gewähre. Hierzu ist!» merken, daß zu di-ser Zeit d.i Wochenverdienst der dn beschäftigten Arbeiter bei zehnstündiger Arbeitszeit 33 b-s 45 Mk. im höchsten Falle 47.20 Mk. belies;® der Durchschnittsverdienst derjenigen vier Arbeiter, welitt ganz« Jahr bei mir arbeiteten, fich pro Woche wie folg' 33,65, 33,00, 32,74, 32 25. Ich berief mich der K°m« gegenüber auf diesen Vü dienst, ver doch wohl schwerltt Streik rechiterttge, um so weniger, da, wie man mir M stimmte, in Berlin bei keinem Meister dieser Branche einh� Lohn, wohl aber ein in vielen Fällen bedeutend gezahlt werden Trotzdem die Kommisston dieS zugab. J(r;' urciuc.-i/iugutni wie jvmmmi fiim uicö fluyuw» r l fie bei ihrer Forderung, so daß ich mich gezwungen sab'' widern:„Wenn Sie durchaus wollen, muß ich Jbnefl � m i läge gewähren, denn Sie haben augenblicklich Macht- �.�ar Berat Sie wissen, d e Zeiten ändern fich; wundern Sic fich, �»� jäinfüh? wenn ich meine Macht benutzen werve, Ihnen ihren n wieder abzunehmen." Worauf mir die Kommission anch'iji.n._° die) Soziales und Arveitervewegtmg« von Herr« H. Wolther, Dresdenerstraße 38, erhalten wir folgendes Schreiben, dem wir, um auch den anderen Theil zu Worte kommen zu lassen. Raum gewähren. Herr Wolther schreibt: In Ihrem geschätzten Blatte haben Sie schon mehr« fach Flugblätter abgedruckt, die von der Lohn Kommisston der -------'-..... Berliner Metallschletfer herausgegeben, fich auf einen in meiner Werkstatt ausgekrochenen Streik bezogen, die jedoch zum Theil der Wahrheit nicht entsprachen. Ich darf nun wohl hoffen, M/iVl/Vb UVAUIIC-Viuieu«»CUUIUUI Utll VIC JVUIUIUM{IVII ji „Wir weiden schon daftir sorgen, daß wir dir Macht W» Jrtzt befinden wir unS nun in der schleckten GeichätW- so habe ich denn am Sonnabend, den 16. d. M. iy beschäftigten Arbeitern mitgethetlt, daß ich vom nächsten!*? ab den Zuschlag von 10 pCt. nicht mehr zahle und diS der bisher gezahlte Zuschlag zurückgezahlt sei, noffl� 10 pCt. abziehen werde. Dann könnten fie wieder J» alten Preisen, bei denen der oben angefühlte erzielt ist, weiter arbeiten. Diejenigen, weiche g unter diesen Bedingungen weiter zu arbeite« fich aber nickt zu lange bestnnen, denn b-, heutigen Geschäftsgang könne ich nicht mehr F.. schäftigen. Aber schon am Montag, bei der ersten Unten bade ich erklärt, daß ich nichts Vagegen habe, daß st Ardeiter wieder anfingen, wmn fie fich in die ro wenige Arbeit theilcn wollen,(wie fie dieS bisher iL gethan haben) und fich den Abzug gefallen ließen.™ Dienstag habe ich meine Forderung dahin abgeändert, auf jene Arbeit, auf welche der Zuschlag erfolgt sei," fich e, strecke. DreS ergiebt ja allerdings aut einze! 20 pCr. aber im Durchschnitt find eS nur 8'/, vCt., sollie die, er Abzug auch nur vorübergehend sein. bade ich andere Arbeiter annehmen müssen, könnte selbst wenn die früheren Arbeiter,(waS aber durck�. der Fall ist), auf meine Forderungen eingingen, diest�. mehr sämmtlich onnehmem, weil ich keinen Platz i und auch keinen Grund, die eben angenommenen entlassen. illlen zu »Unzen. ist 03 Kannte C oen ttne Theater. Sonntag, den 31. Januar. VperuhauS. Die Hochzeit deS Figaro. Oper in 4 Abiheilungen mit Tanz von Beaumarchais. — Morgen: Lobenarin, romantische Oper in 3 Akren von R. Wagner. «chemsVielhauS. König Richard der Dritte. — Morgen: Tilli, Lustspiel in 4 Atten von Francis Stahl. Deutsche» Zbe*ttt. Nathan der Weise.— Morgen: Das Kätbchen von Heilbronn. Wallner-Theater. Sammet und Seide, Lust- spiel in 4 Atten von OSkar Blumenthal. — Morgen: Dieselbe Vorstellung. »estden?« Theater Denise, Schauspiel in 4 Atten von A. DumaS(Sohn).— Morgen: Dieselbe Vorstellung. Selle-Alltauee-Theater. Der Hypochonder, Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser.— Morgen: Orpheus in der Unterwelt. Friedrich- Wtlhelmftädttsche» Theater. Rafaela, Ov-rette in 3 Atten von Max Wolf.— Morgen: Dieselbe Vorstellung. »alhalla- Theater. Mamsell Angot, die Tochter der Halle.— Morgen: Don Cesar. Tevtral-Theater. Der Stabs- Trompeter.— Morgen- Dieselbe Vorstellung. Lavisenftädttsche» Theater. Martha.— Morgen: Ter Troubadour. Bittoria-Theater. Zum 6. Male: Däumling. — Morgen: Dieselbe Vorstellung, vstevd» Theater. Da« Loos der Armen.— Morgen: Dieselbe Vorstellung. >«ertean• Theater. Große Spezialitäten- Vorstellung._. Theater der RetchShallen. Große vpeziali- KaÄmann�S�var�ete. Große Spczialitäten- Vorstellung. Dovkordta. Große Spezialitäten-Vorstellung. Alhambra-Theater. Wallnertheaterftraße 16. Zum 2. Male: Der Brandstifter. Schauspiel dem Gr. Konzert der Hauskapelle. Anfang des Konzerts Wochentags 7 Uhr, der Vorstellung 7'/« Uhr. Ansang de« Konzerts Sonntag» 6 Uhr, der Vorstellung 7'/, Uyr. Bon» haben Wochentags Gittigkett und find im Theaterbureau(12—1 Uhr) gratis zu haben. \BBf Kaiser-Panorama. In dieser Woche: Thüringen. ersten Male: Das südl. Frankreich. »ertha-Reise. Karolinen-Jnseln»c. > Reil« 20 Pf-,«inder nur 10 Pf. Abonnem. Wo speisen Sie? In der alten Pomtnersche« Küche b. Klein, jetzt Ora«ie«str.l81, Hof p. Gedieg. Mittagotifch m. Bier 50 Pf. Abendlisch ingr.Nuswahlv.Z0 Pf. an. 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Sitzung vom 30. Januar, 12 Uhr. .,«n> BundeSrathötische: Ministcrialvirektor Bosse, Geh. a m a n n.■ m Lar Berathung steht der Antrag Ackermann und Gen. ■Stti Einfühlung des Befähigungsnachweises in Wndung mit dem Antrag Gras B e h r und L o h r en, zu den Wohl/ahrtseinrichtungen und Kaffen der In« kurzen. �Adg. Ackermann: Die liberale G-werbegesetzgcbung ha � Band gelockert, das Hunderttausende junger Arbeiter � Sacht und Srtte umfaßte; sie hatte dem Handwerk den entzogen und damit der Sozialdemokratie in die Hände 'Ne ck, t.. Dem find wir entgegengetreten. Ader das bisher KM letchäfti� M.. W nächstens e un®''Jj ei, rtrchf wieder� ührte he gi rbeiteib mn- mi*t ZT/ rvran i)Qi gni-m, uiuium wu I'V»"«w mebr%»ZJ?4 dem Antrage auf Einführung von Zwangsrnnungen ttÄu"" seien. Wir werden damit kommen zur rZy" Zeit(Aha! Irnfs), wenn auch in den Hand- i» Ä*s!en volles Verständniß für diese Frage aufgegangen r Unte daß die vi % V eändert, t sei. einzeli vCt., in. nnte A: r durchs n. bteteW'* Zlatz nmen' tu�n wir jetzt Elemente in die Innungen bringen, die denselben missen wollen, so werden ste dst Thäligkeit nur lähmen. Unser schrittweise« Vorgehen wird auch die verbündeten Regierungen ocranlaffen. mit iu gehen. Wenn stch Fürst Bismarck al« Bundestag,. auz?.," j%3 einmal abfällig über die Frankfurter Innungen SB(i,X,o4i«n hat, so beweist daS nichts gegen unsere jetzigen Aecht,<>«>. Unser heutiger Antrag will den Innungen zur.'„"Mchafien. wie fie dst österreichische Gewerbeordnung SefWt? Zufriedenheit der dortigen Gewerbetreibenden ein- WufULr1 Sic will nicht die Konkurrenz, sondern das anhm. m beseitigen. Wenn die Sozialdemokratie, die das ill%!. für todt erklärt, nichts von unseren Anträgen wiffen '""M...... Ader alle anderen Parteien bitte ich, st �'ch da, erklärlich. rie, 180. jhn# lmec. l. s' 145- 7. ' Ä.�ue ernstliche Prüfung dersilden einzutreten. RikZ ileordnetcr Lohren erklärt fich gegen de der eine Rückkehr zu den allen fit den Antrag der eine Rückkehr zu den allen Meister- . mll ihren Mißbräuchen und Unaerechtig- �bedeutet. Gerade diese Prüfungen haben den gegen die Innungen hervorgerufen. Der Antrag wird Hundertrausenden von Arbeitern den Weg ibstständigkeit abschneiden. Er wird nicht die sondern die Armen fembalten, welche die Kosten für �ietsterprüfungen und den Meisterschmaui nicht erlegen B a u m b a ch hebt hervor, daß auch die gegenwär« gebung für ein seine Erwerbszweige den Bef ähigungS. «z Z7V» erforderlich macht. Es läßt sich sogar darüber reden, »>Z"iilbe nicht auch auf das Bauhandwerk auszudehnen ist. iw der Antrag Ackermann will die Ausnahme zur Regel iL hestt, daß die Mehrzahl der Handwerker mit dem �'Sehen der Herren Ackermann und Genoffen sympathifire. Aber J!'8en spricht der nur mäßige Besuch der großen Hauvwerker- Z� Fnnungstage in Köln und Berlin. Die Vorgänge, die fich bo ti Oesterreich abspielen, sollten unS von einer Nachahmung der »VWn Gewerbegesetzgedung abschrecken, wie fie der Antrag L?ttnann enthüll. Die Abgrenzungen der einzelnen Gewerbe dort zur Folge gehabt, daß ein Zimmerer angeklagt k,%, weil er ein Sarg angefertigt-, ein Sstimnetz, wril er I Buchstaben einer Grabschrift vergoldet u. s. w. Mit Be« tiJ�ungen, wie fie der Antrag Ackermann enthält, erschwert n>Z."ur intelligenten jungen Leuten den Eintritt in das Hand« L,' ßintr gesunden Gedankenpolitik, welche auf dst Stär« »rrl�. individuellen Kraft und Leistungsfähigkeit de« Hand- hinausläuft, wird auch die liberale Seile des Hauses �inen, aber niemals Bestrebungen, die wahrhaft anti- Jiisch find.(Beifall links.) Biehl(Zentrum) bezeichnet eS als einm daß endlich allgemein ein Nothstand deS « anerkannt wird. Die Leistungen der erei, der Buchbinderei u. f. w. beweisen nichts gegen Man gehe einmal in die Keller, wo die Hand- en, und dann wird man die richtige Auffassung ndwerk bekommen. Der Niedergang Desselben da« Einführung der schrankenlosen Gewerbefreiheit. 0 I# -5� Kerlitter Sonntagsplauderei. Wh% G. Zwischen der Wiege und dem Sarge, den bei- strit feinen unseres irdischen Daseins, liegt die Stimm- der qualvollsten Errungenschaften der Neuzeit. lüb Fuhlen fängt immer von vorne an; kaum ist der U>i>rii�?b)idat dem Blick entschwunden, werden schon die Wim �.ftine» Nachfolger» am Horizont sichtbar. Und an �tln» Treiben verknüpften Leide schreiten wir �vorüber. Wist;.,." denke sich die letzte Sitzung eine» Kollegium». jstb d!?�se da« de« Berliner Magistrats. Wie elegisch Isist»», betreffenden oder richtig gesagt die Betroffenen ge- llleich,' Märe e« erlaubt. Profane« mit Heiligem zu ver- Tw.' so möchte man an die letzten Augenblicke eine» si»d attxi*?1 erinnern; er lebt noch, aber seine Stunden hört»» 5, und hat ihn das'Bewußtsein nicht.verlaffen, so o da* Schluchzen der Zurückbleibenden. �Wrirti* s�ang: Jahre ali Stadtrath! Da« ist eine «n»i«. A. de't«epoche, und man gewöhnt sich so leicht Nicht.V�ne Position. Die, welche aus die Wiederwahl die dürfen, räumen so emsig auf, al« hätten sie fstnW.'� nl« Stubenmädchen mit Nummer Ein« be- svrscht\'dr Schubfach wird genau durchsucht und durch- süßeij der Amtsnachfolger nicht etwa hinter ein . I» k,"iß gerathe. �ahl vn � ätzten Stadtverordneten Versammlung wurde die isth r n �weineuenStadträthen vollzogen. Der Titel Stadt- d°NlentIi� Verlockende«, so zu sagen berauschende«, und »Srau c.?"s"in empfindsame« Damenherz muß da» i'ftun/i t �räthin" immer von geradezu hinreißender Wib� o v."- Und dennoch konnte der Eine von den tn~6Qten seiner harrenden Frau Gemahlin nicht �icht. Titel in» Hau« bringen, da« Schicksal wollte e» Di- ß liegen 50 Stimmen fiel er durch. hang.. Stadtverordneten sind grausam, sie kennen da» 'tibi J-«r• Longen in schwebender Pein nicht. Da« «ttlerdigen Erbarmen» scheint ihnen fremd zu sein. Gegen die Verleihung der Rechte juristischer Personen an die JnnungSverbände ist nichts einzuwenden; ober die Hauptsache wird doch bleiben eine giündliche Revision der Gewerbeordnung.§ 100e derselben hat, wie Klagen auS Preußen ergeben, eine sehr ungleichmäßige Auslegung erfahren. Geh. Ober-Regierungsrath Lohmann bestreitet, daß die preußische Regierung die ihr nach§ lOOe der Gewerbeordnung übe:tragene Befugniß willkürlich oder ungleichmäßig ausgeübt babe. Nur»in einziger Beschweidefall ist zur Kenntniß der Zmtralstelle gelangt. Abg. Meyer(Jena) glaubt, daß daS ewige Rütteln an der destehmden Gesetzgebung nicht zum Segen deS Handwerks gereiche. Wenn die Entwickelung des Jnnungswesen» bt» jetzt so geringe Fortschritte gemacht hat, so ist da« diesem Umstand zuzuschreiben. Die jetzige Gewerbefreiheit ist weder schranken- los, noch ein Produtt der liberalen Gesetzgebung. Abg. Hitze spricht fich für den Amrag Ackermann aus. Nur in der Innung ist die technische und fittliche Ausbildung des Handwerker« möglich, die für eine gedeihl'-cke Entwickelung de« Handwerks selbst nöthig ist. Mit dem Rufe„ZwangS- innung" sucht man die Gcmüther zu verirren. Aber daS kann unS umsowen ger von unseren Forderungen abbringen, als die Handwerker fich in ihrer großen Mehizahl auf unsere Seite gestellt Huben. Abg. Grillenberger erklärt stch gegen den Antrag Ackermann. Man will den Befähigungsnachweis einführen. Wer aber nimmt zuvor die Prüfung der jetzt einzusetzenden Prüfungsmeister ab? Dieselbe wird nöthig sein, da der größere Theil derselben in der Zett de« Pfuscher thum« groß geworden ist, und gerade unter ihnen dürften der Pfuscher nicht wenige sein. Nur weil fich ein großer Theil der jetzigen Meister un- stcher fühlt, weil er besorgt ist vor einer intelligenten Konkurrenz, wird der Ruf nach Einführung deS Befähigungsnachweises er- hoben, der da» Psuscherthum nicht beseitigen, sondern schützen soll.(Sehr richtig, linkt.) Da» Beispiel Oesterreich» zeigt, wohin Bestimmungen führen, wie ste der Antrag Ackermann uns bringen will. Dort ist derselbe Krieg unter den einzelnen Giwerbszweigen ausgebrochen. Der Antrag Lohren ist beach- tenswerth- die sozialdemokratische Partei wird deshalb für Verweisung desselben an die Arbeiterschutz- Gesetzkommisston stimmen. Abg. P a p e l l i e r hebt hervor, daß in Bayern der größere Theil der Bevölkerung mit der jetzigen Gewerbegesetzgebung durchaus zuftteden sei. Er bitte deshalb, den Antrag Ackermann abzulehnen, der geradezu zu einem Unglück für dai Handwerk werden würde. Derselbe richtet stch gegen dm Schwachen, dm Befitzlosen. Wir habm den Kulturkampf. Fügen wir demselben nicht noch einen Handwerterkampf hinzu. Nachdem als Antragsteller die Abga. v. Kleist-Retzow und v. Reinbaben in einem Schlußwort gegen die Ein- wendungm gegen die von ihnen eingebrachten Anträge pole- misift hatten, werden dieselben an eine Kommission von 21 Mitgliedern verwiesen. Schluß 6 Uhr. Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr. (Unfallversicherung für land- und forstwirth- schaftliche Arbeiter.) Abgeordnetenhau«. 10. Sitzung vom 30. Januar, 11 Uhr. Am Ministertische v. Puttkamer, v. Boetticher, v. B r o n s a r t. Die Tribünen find überfüllt. Die Verhandlung über die Anträge Achenbach, Windthorst u. s. w. wird fortgesetzt. Abg. v. Tie vemann: Die gestrigen Reden der Herren v. Siabtewski und Windthorst bieten mir nur eine sehr dünne Angriffsfläche. Der elftere führte un« die polnische Phraseologie vor, die wir stereotyp in den Blättern und Vereinen der tolm hören, dieser merkwürdigen Nation, deren berechtigte rgenthümlichkeit cS ist, immer himmelhoch jauchzend oder zum Tooe betrübt zu sein und die, wie jedes Blatt ihrer Geschichte lehrt, in keiner Frage maßzuhalten versteht. WaS soll ich Her n v. S. darauf antwotten? Soll ich den Mund noch voller nehmen als er? Ich darf wohl auf jede Erwiderung verzichten.(Zustimmung recht». Lachen im Zentrum.) Ander» steht die Sache mit Herrn Windthorst, obwohl er mehr als je die dürftige Grundlage seiner Dedulttonm durch möglichst gesteigerte KraftauSdrücke zu verstärken suchte. Natürlich ist es in seinen Bugen um einen Bundesstaat, in dem ein übermächtiger Einfluß, wie der Preußens herrscht, schlecht bestellt. Denn Ein verschollener Schriftsteller pflegte, wenn ihn beim Abschluß eine« Roman» mitunter die Lust anwandelte, die Heirath de» Helden durch einen Mord zu verhindern, seine ihm gegenüber Strümpfe strickende Frau darüber zu kon- sultiren..August, ich bitte Dich, ßieb sie doch zusammen!" rief dann mit naffen Wimpern ferne Gefährtin und August willfahrte. Giebt diese schlichte Erzählung unseren Stadtver- ordneten nicht zu denken? Tönt in der ganzen Stadt- verordnet-Venersammlung nicht eine solche versöhnende Stimme? E« ist zu bedauern, daß Niemand diese» hartherzigen Leuten in» Gewissen redet. Trotzdem aber können wir dieselben nicht ganz und gar verurtheilen. Wenn sie auch Liebe und Milde nicht kennen, so ist ihnen die Dankbarkeit doch nicht ganz fremd geblieben. Einer von ihnen wenigsten» erinnerte sich wehmüthiger Weise der schönen Stunden, die der„Kollege" Pickenbach, al« noch die güldene Kette seinen Hal» schmückte, den anderen Kollegen bereitet hatte. Wahrscheinlich au« Erkenntlichkeit hierfür vereinigte er seine Stimme auf den glorreichen Bürger Wilhelm Pickenbach. Ein einstimmig gewählter Stadtrath, wie ihn Berlin noch nicht gesehen hat. Leider aber erhält man mit solcher Einstimmigkeit den Posten nicht. Dem Menschenfreund jedoch muß e« mit wahrhafter Befriedigung erfüllen, wenn er sieht, daß Tugend und Heroismus immer nach ihren Lohn finden. Man hat de» großen Mann doch noch nicht gänzlich vergessen. Wer kann e« wisse», wer der hochherzige Mann ist, der seine Stimme für den Antisemitenführer abgegeben hat? Nie- Aber außerdem wird er noch in anderer Weise geehrt. Der Deutsche Antisemitenbund, eine der schönsten Errungen- schaften de« neunzehnten Jahrhundett«, hat ihm die leben«- längliche Ehrenpräsidentschaft der edlen Verbindung über- tragen. Ist das nicht Lohn genug für eine länajährige, hingebende Thätigkeit. E« muß ein grandiose« Bewußt- wenn e» gelänge, Preußen zu zerbröckeln, so wäre für Heim Windthorst'» Politik jedenfalls ein wichtiger Thell gewonnen. (Sehr richtig! rechts.) Seine Behauptung, daß die Kacholik-n im preußischen Zivil- und Milttärdienst nicht avanzirten, daß die katholtschen Offiziere an ver MajorSecke schettern, gehört für den, der die preußische Armee kennt, zu den Dingen, die kurze Beine haben. Aber wenn er daS preußische Regiment in der Provinz Posen mit ver französtscheu Fremdherrschaft im An- fang dieses Jahrhunderts zusammenstellt, so ist das wohl in der Verletzung deutschnationaler Gefühle so ziemlich da« Stärkste, wa« geleistet werden kann.(Sehr richtig! rechts. Abg. Windthorst: Das habe ich nicht gesagt!) DaS baden Sie gesagt, Herr Ada. Windthorst! Sie haben ausdrücklich die polmsche Jr.surrettion oder vielmehr daS Festhalten der polntichen Nation an ihren Bestrebungen mit dem Festhalten der Deutschen an den ihngen zur Zeit der französt.chcn Fremd- Herrschaft im Ansang de« Jahihunderts verglichen.(Ruf im Z-ntcum: Nein!) Wer vor einer solchen Parallele nicht zurück- scheut, dem ist im kleinen Parteigezänk de» Tages jedes Ver- ständniß, jede Empfindung für den Ernst der ufgaben und Fragen, um die eS fich hier handelt, abhanden gekommen, und er kann fich leicht zu der ungeheuerlichen Behauptung des Herrn Windthorst versteigen, da« Grolmann Flottwrll'scke Rezept habe die polnischen Insurrektionen von 1846 und 1848 veranlaßt. In Wahrheit handelt es fich dort um den tausend- jährigen Kampf um die Herischast von Deutschen und Polen im Gebiete zwischen Elbe und Weichsel. Ich schließe mit der Erklärung: wir wollen die Polen nicht zu Deutschen machen, aber uni nicht von dem Boden verdrängen lassen, den wir in jahrhundertlangen Kämpfen mit dem Schwert und der Pflugschaar erworben haben. Wir wollen nach wie vor in den östlichen Marken unseres Staates deutsche Sitte und Kultur pflanzen und säen und wenn die Kolonisation in der großartigen Weise wieder aufgenommen wird, wie ste vom Min steriisch ang-kündigt worden ist, dann hoffe ich— ob auch wir es erleben, das steht in Gatte« Ha id— daß unsere Kinder und Kindetkinder in den östlichen Provinzen eine Sicherheit und Rechtsordnung finden werden, wie in allen übrigen, die unter dem Szepter der Hohenzollern vereinigt find. (Betfall rechts.) Abg. R i ck e r t: Der letzte Appell de» Vorredners war überflüsfig. Darüber, daß wir Deutsche un« durch die polni- schen Staatsbürger nicht aus unseren Grenzen verdrärg-n lassen dürfen, ist kein Streit. Aber da« Wunde bare ist: Sie weichen oem Kern der Sache, der zur Diikusfion steht, immer auS. (Seh: richlig! link«.) Der Vertreter der Nationalliberalen be- dauerte, daß der Reichskanzler stch vom Reichstage zurückziehen und fich in diesen friedlicheren Räumen mehr nieverlassen würde, um„bessere Geschäfte zu machen", wie der Reichskanzler sagte(Heiterkeit), die deutsche Nation werde den fortwährenden Widerstand der jetzigen Reichstagsmajoiität gegen die Re chs- regierung, zumal in dieser„nationalen" Frage, br-chm. Es ist noch nicht lange her, daß von nationalliberaler Seite so gesprochen wird. Was ist denn national? Was der R-ichs- kanzler nicht allein, sondern auch was die Herren Ernecce us und v. Eynern io nennen? Noch niemals ist mit einem Wort ein größerer Mißbrauch getrieben ali jetzt.(Lehr wahrk links.) Wer das nicht anerkennt, was Sie national nennen, den muß die deutsche Nation vernichten.(Sehr richtig.) Be- kanntlich nennen die Offiziösen da« Branntweinmonopol auch national. Was m.inen Sie, würde der Kanzler nickt gegen diese« die Ausweisungen eintauschen, wenn man von ihm ver» langte, daß er nur die Lästigen und Gefährlichen ausweis-n soll?(S'hr gut! links.) Haben denn die Ratio alliberalen der„nationalen" Finanzpolitik de« Kanzlers W der stand ge- leistet? 1879 haben Sie einstimmig die 130 M llionen adge- lehnt, 1885 die neuen 50 Millionen. Auch Sie haben dem Retchskanzier in nationalen Fragen einen unverantwortlichen Widerstand geleistet. Jetzt allerdings find Sie so ziemlich zu der neuen nationalen Finanz, und Wirthschaftspolilik dekehrt» welche die größten Steuerlasten auf die schwächsten Schultern» die des arbeitenden Volkes, legt. Der Mann, der eine Macht» fülle hat, wie kein Staatsmann in diesem Jahrhunvert, klagt über die Majorität deS Reichstags. Wa« foll man im AuS» land dazu sagen? Noch nie ist einem Minister weniger wider- sprachen, ist ein solcher mehr von der Nation uni der Voll«- Vertretung anerkannt worden, al« der Kanzler.(Oho! rechts.) Ist nicht im Volk die Redensatt ständig, dre wir immer betämpfen müssen:„Gebt Euch doch keine Mihe, Bismarck erreicht ja doch alles, wa« er will."(S«hr wahr! sein sein, eine Stimme al« Stadtrath zu erhalten, und Ehrenpräsident des Deutschen Antisemitenbundes zu sein. Dem gegenüber schweigt die Opposition, vereint muß st« in den Ruf einstimmen:„Ehre, wem Ehre gebühret!" Kleine Mittheilungett. Hannover, 29. Januar. In eine schauerl-che Situation aettcth gestern Nachmittag der Dekorationsmaler August Katzmann, während er in einem in der Marienftr. 5 belegenen Fleischerladen mit Malerarbeiten beschäftigt war. Die von ihm benutzte hohe Leiter glitt auf dem Fußboden ab, und Katzmann kam im Herabfallen mit dem rechten Arm auf die Spitze eine» zum Aufhängen größerer Fleischstücke bestimmten eisernen Haken«; diese Spitze drang ihm oberhalb des Handgelenks zwischen den beiden Röhrknochen durch den Arm und hielt den Körper längere Zeit in der Schwebe, da die allttn anwesende Eheftau deS Schlächtermeisters Sch., als fie durch das Hüft« aetchrei deS K. Herbetgerufen wurde, nicht im Stande war, mit ihren schwachen Kräften Hilfe zu leisten. Sie mußte erst einen Mann herbeiholen, der den Haken von der Schiene, an der er festgeschraubt war, loslöste, worauf man denselben erst au» dem Arme herauSzog. Ein in ver Nähe wohnender Arzt war bald zur Stelle und legte den ersten Verband an. worauf man den Verunglückten mittelst Droschke nach seiner in der Baum« straße belegenen Wohnung schaffte. Wiesbaden, 23. Januar. Nach einer beute bei der königl. Staat« anwaltschaft hier eingetroffenen Depesche ist der vierte der Mörder des Rentner« Christian Schneider In Mosbach« Biet» ich ebensalli in Darmstatzt festgenommen woi den. Die beieiti in Haft best: blichen drei Männer haben ein umfaffendc» Gcständniß abgelegt. � Wien, 28. Januar. Der Wasserstand deS MaroSfluffe» im Araber Komitat ist im raschen Sinken begriffen und die Gefahr von den schwer bedrohten Orten Lipp« und Radna abgew-ndet. Die geflohene Bewohner kehre« zurück. Areisprechung. In Paris wurde ein Äibeiftr Dard, der seinen Aibeitxever mit einem Revolver tövtete, wttl derseidr ihm seine Frau oerfühtt hatte, unter Bravomftn ver Zuhörer freigesprochen. link».) Sollte dieser mächtige Mann unter Friktionen zu Gmnde gehen? Sollte er zu überlegen nöihig haben, ob er Kopf und Ehre einsetzen müsse, um diese Reichstags. Majorität zu bekämpfen, e ne so zahme Majorität, die bewilligt, voat irgend im Jmerefse des Vaterlandes erforderlich ist? Ich frage den Kriegsmtnister: ist ihm nicht gegeben, was er braucht? Werden nicht Hundert« von Millionen jährlich bereitwillig ge- währt?(Zuruf rechts.) Sie(nach rechts) haben doch auch gefühlt, wie man mit Menschen und Parteien umgeht, und könnten wohl bedenklich werden!(Sehr wahr! links.) In dieser Beziehung find wir Leidensgefährten, und Sie sollten menschliches Rühren zeigen!(Heiterkeit.) Der Reichskanzler spricht von Obstruktionspolitik auf finanziellem Gebiet. DaS hat der Abg. Windthorst verdient. 130 Millionen haben wir 1879, 50 Millionen haben wir 1884 bewilligt. Ist der Reichs- kanzler zufrieden? Er braucht ein Parlament, mit dem er weiter„Geschäfte" machen kann; er will 300 Millionen aus drm Branntweinmoncpol. Wird dies abgelehnt, so will er dem Reichstag seine Gegenwart mehr vorenthalten. Er wird ja wiffen, ob er damit die Wege weiter wandelt, die er 1870 unter dem Jubel aller Deutschen einschlug. DaS aber be- denken Sie: billig wird eS nicht, wenn Sie jetzt öfter die Ehre haben, den Reichskanzler hier zu sehen.(Heiterkeit.) Ueber 100 Millionen hat er gcst'rn schon in der Lizenzsteuer verlangt; wir wollen sehen, od Sie diese„nationale Politik ohne weiterei mit machen werden. Mögen Sie über den Reichstag sagen, was Sie wollen, so lange er das durch allgemeine direkte Wahl ihm übertragene Mandat inne hat, so lange wird er auch dafür sorgen, dafi die Vertretungen der Partikularstaaten, sobald sie über ihre Schranken hinausgehen, zurückgewiesen werden. ES wird nicht gelingen, den Reichstag in seinem Ansehen vor dem Volk herabzusetzen. Er wird diejenige Stellung aufrecht zu erhalten wissen, die ihm von Gott und Rechtswegen gebührt. (Lebhafter wiederholter Beifall links; Unruhe rechts.) Vizepräsident des StaatsministeriumS, Minister des Innern v. Puttkamer: Meine Herren, wenn ich mir zunächst den letzten Tbeil der Ausführungen deS Herrn Vorredners ver- gegenwärtige, so überkommt mich das Gefühl: wo find die schönen Zerten geblieben, als die— wie ich anerkenne— glänzende Berevtsamkett desselben stch in Bahnen bewegte, die der königlichen StaatSregierung wenigstens im Großen und Ganzen freundlich und nicht unsympathrsch waren? Ich erinnere mich noch lebhaft seiner glänzenden Jmprovisa- tion gegen seinen jetzigen Parteichef im Reichstage(Abg. Rickert: Wir haben keinen Parteichef!); ich habe ihm damals meine Bewunderung dafür auszusprechen Gelegenheit gehabt, wo er so erfolgreich die Angriffe des Herrn Abg. Richter gegen die Wehrkraft des Deutschen Reiches zurückwies.(Bravo! rechts.) Das ist nun Alles anders geworden. Sert einer Reihe von Jahren, seitdem die Politik deS Herrn Reichskanzlers, wie allgemein oder doch von der großen Mehrheit deS Volles anerkannt mird, aus guten Gründen auf vielen Gebieten andere Wege eingeschlagen hat, als der Herr Abg. Rickert eS für nützlich hält, seit jener Zeit hält der Herr Vorredner e« leider für nöthig, seine glänzende Beredtsamleit dagegen zu kehren, und ich muß sagen, daß aus mich seine politiswe Ent- wicklung in den letzten Jahren den Eindruck macht, als ob er stch auf einer schiefen Ebene befindet, und daß er in bedenk- licher Weise immer mehr hcrabgleitet.(Sehr richtig! rechtö; Widerspruch links.) Bun, meine Herten hat der Herr Abge« ordnete mich angegriffen, daß ich gestern bruchstückweile und ge- wiffermaßen ironisch einzelne Fälle, die zu besonderen Härten bei den Ausweisungen haben Veranlassung geben sollen, zur Anregung der Heiterkeit gemißbraucht habe, und er hat mich provozirt, um auch noch dasjenige zu beantworten, waS der Herr Abg. Möllrr im Reichstage hierüber gesagt hat und wai er seinerseits der Regierung vorwirft. Ja, meine Herren, wenn Sie mich durchaus zwingen, auf alle diese Gegenstände hier einzugehen,— ich bin vollständig in der Lage dazu— dann muß ich von vornherein sagen, der Herr Abgeordnete Rickert thut einer großen Anzahl von Leuten, um die es stch handelt, gar keinen Gefallen damit, aber er scheint es zu wünschen, ich will ihm zu Willen sein. Also mit großer Emphase wurde da- rauf hingewiesen, daß ein Student Namens Manaffewicz— der Mann ist übrigens zu recht hohen Semestern gekommen; denn wenn er 1870 freiwilliger Krankenträger gewesen ist... (große. Heiterkeit), dieser Fall ist mir vollständig bekannt, und ich bin nun genöthigt. die Charakter ifirung dieses ManneS vor- zulesen, und dann werden Sie fich selbst ein Urtheil darüber bilden können, ob auf das Verbleiben desselben im preußischen Staat ein so großer Werth zu legen ist. Also der mir vorliegende amtliche Bericht sagt, dieser Mann— ich will den Namen nicht wieder- holen— war ein verkommenes Subjekt, welcher in dem Ver- dachte stand, mit den Nihilisten in Verbindung zu stehen. (Hört! hört! rechts.) Er sollte schon vor mehreren Jahren, als er noch im Regierungsbezirk Gumbinnen war, ausgewiesen werden. Zur Krankenpflege ging er allerdings im Jahre 1871 mit, weil er keine Beschäfrigung hatte(Heiterkeit); die Medaille bat er natürlich wie jeder andere Krar kenpfleger bekommen. Wie er diesen Dienst geleistet hat, ist nicht bekannt. Wenn man überhaupt die Anwesenheit fremder Polen bei uns für schädlich hält, dann, glaube ich, ist hier ein«axerimevtam in anirn« yili vollständig bewiesen, und ich kann nicht einsehen, warum dieser Fall eine besondere Berücksichtigung verdient. Der Herr Minister führt nun noch verschiedene Fälle an und bemerkt dann: Sie handeln nicht richtig, wenn Sie mich hier auf einzelne Fälle von Härten zu engagiren suchen. Ich bin und fühle mich verantwortlich und Lbemehme die Verantwort- lichkeit dafür, daß ich mich engagirt habe für daS Prinzip, und daß ich bei Ausführung des Prinzips durch generelle Maß- regeln möglichst die Härten und Schwächen zu nehmen bemüht bin, und wenn der Herr Abg. Rickert mir eine Resolution deS landwirthschastlichen Vereins im Straßburger Kreise vorführt, bei welcher der dringende Wunsch ausgesprochen ist, man solle mit den Ausweisungen der ländlichen Arbeiter und kleinen Besitzer nicht so scharf und Haft vorgehen, so ist dieser Wunsch vollkommen erfüllt. Es ist nicht ftchtig. daß die Ausweisungs- Maßregel überstürzt und übereilt ausgeführt wird, sondern ich habe in der Verfügung, die der Herr Abg. v. Jazdzewski aller« dings mit irrthümlicher Inhaltsangabe gestern zitirte,— und ich habe das ausdrücklich nock ausgeführt— mit allem Nochdruck betont: die Herren Oderprästdenlen hätten vollkommen die Latitüde, in allen dringenden und Noth ällen Fristen zur Abwickelung der Verhältnisse zu gewähren. Also, meine Herren, das, was auf dem pnnzipiellen Gebiete der Maßregel über- Haupt geschehen konnte, ist geschehen. Freilich, wenn der Herr Abg. Rickert immer wieder darauf zurückkommt, wir düften nicht zu dieser, auch völkerrechtlich bestftttencn Maßregel der Massenausweisungen schreiten, dann kann ich natürlich mit ihm nicht weiter diskuttren; aber des schien dock in seinen Wünschen zu liegen, daß ich nunmehr, nachdem das Prinzip von uns angenommen ist und auch, wie der Herr Reichskanzler mit vollem Einverständniß deS Etaatsministeriums erklärt hat, weiter durchgeführt werden wird, ich mich bemühe, diejenigen Moderamina und Modifikationen anzudiingen, welche mit dem Staatsiatercffe überhaupt vefträglich find. DaS werde ich fortgesetzt zu thun bemüht sein. ES ist auch kein Grund anzu- nehmen, daß mir da« nicht gelingen sollte, aber ein weiteres kann ich dem Herrn Abgeordneten Rickert allerdings mcht in AuSstcht stellen.(Bravo! rechts.) Abg. Hagens(nat.-lib.): Die Erregung Rrckeft'S gegen die gute Sache, die wir hier vertreten(Lärm links), erklarl fich leicht aus seiner Bitterkeit über die Angriffe des Reichskanzlers gegen die Haltung der deutschen Foftschritrspartci in der Polen- vcbatte von 1863. Mußte es aber nicht auch dem Reichskanzler schmerzlich sein, jetzt nach 23 Jahren nach dem beispiellosen geschichtlichen Aufschwünge Preußens und Deutschlands, in eirnr dem Kernpunkt nach gleichen Angelegenheit so entschie« denen Wideripiuch an anderer Stelle zu erfahren? Unsere Paftei gehöft in dieser Frage nicht zu denen, dir halb heiß, halb kalt find, wir find im Wesentlichen nur heiß(Gclächter links und im Zentrum), und wir haben nicht dlos da« Land, sondern Europa hinter uns(Lachen im Zentrum und links.) Die Abstcht des Staatsstreichs ist dem Kanzler ohne Grund untergeschoben worden,' er hat seiner ersten gewaltigen Rede ausdrücklich die Wofte zugefügt:„soweit es Ge'etz und Ver- faffung erlauben"(Zustimmung bei den Nationallideralen). Auf die Monopolftage gehe ich nicht ein, ich pflege nicht über Dinge zu reden, die noch gar nicht feftig find(Lachen links, Abg. Richter ruft: Sie wagen nicht hinter dem Busch hervorzukom- men!). Die seh: ins Einzelne gehenden DarlegungendeS Red- nerS werden von dem Hause mit steigender Unruhe und Un- aufmerksamkeit entgegengenommen. Der Antrag bedeute keineswegs einen Schlag gegen den Reichstag, man habe ja innerhalb gewiffer Schranken die Kompetenz des Reichstags anerkannt. Auch gerathe man mit dem Reichstage gar nicht in Widerspruch, denn das dort nach dem Ausspruch Windt- borsts gefällte Kontumazialurtheil sei ja gar nicdt mehr vor- banden. Die vorgekommenen Haften seien ungeheuer aufgebauscht, in Polen habe gar keine besondere Aulregung ge- herrscht, die„Posener Zeitung" ihre Hallung bereits geändert; Herr Büchtemann habe keineswegs unbedingte Zustimmung zu seinem Posener Vortrage über die Ausweisungen gefunden, und erst kürzlich sei der freikonservative Landraty Müller mit Unter stützunst polnischer Stadtverordneten zum Oderbürger- meister der Stadt gewähll worden. Redner schließr, nachdem er noch die Idee der Begründung einer Universttät Blomberg erwähnt: Auf das Posttive gehe ich nickt weiter«in(stürmischer Beifall und Heiterkeit), ick könnte noch Stunden lang sprechen. (Allgemeine andauernde Unruhe und Zwischenrufe.) Wir sagen 3anm cnigae auch für die Staatsbürger polnischer Zunge, orr preußischen Regierung aber rufen wir zu: Linosrs et constan- ter!(Ledhafter Beifall.) Kriegsminister Bronsart von Schellendorff: Meine Herren, der Herr Abg. Rickeft hat in seiner heutigen Rede zweimal mich provozift durch Aeußerungen, auf die zu erwidern ich mich für verpflichtet halte. Einmal hat der Herr Abgeordnete gelagt, es wäre doch wunderbar, daß in dem Moment, in dem die preußische Regierung mit Maßregeln zur Abwehr deS PoloniSmus vorgehe, gleichzeilig in Aussicht ge- nommen werde die Verlegung dei Kadetten Hauses in Kulm nach einer Stadt Pommerns. Ueber dies« Frage ist eine Ent« schetduna noch nicht getroffen. Ich möchte aber doch darüber keinen Zweifel lassen, daß meiner Meinung nach die Frage, ob das Kadettenhaus in Kulm verbleibt oder nickt, von sehr ge- ringem, vielleicht gar kftnem Einfluß auf die Frage ist, um die stch s hier handelt. Der Herr Abgeordnete hat mich hinge- wiesen darauf, daß Friedrich der Große dieses KadettenhauS doft erftchtet habe. DaS ist ganz richtig: Friedrich der Große ging dabei von sehr bestimmten Abfichten auS, die fich auch zu seiner Zeit und unmittelbar nach seiner Regierung vollständig erfüllt haben. ES war die Abficht des Königs, durch ein der« artiges Militärknaben- Institut den Adel der polnischen, neu erworbenen Landestheile zum Dienst im preußischen Heere zu veranlassen und so überhaupt eine Konsolidirung und baldige Asfimilimng der neuen Provinzen mit den alten herbeizuführen. DaS ist ihm auch zuerst ganz gut geglückt: von 1735 bis 1794 waren 97 Knaben aus polnischen katholisch, n Familien in dem Kadettenkorps von 1795 bis 1804 93. von 1815 bis 1824 nur noch 20, von 1825 bii 1834 nur noch 16; von da sinkt die Zahl sehr schnell und seit einer langen Reihe von Jahren befindet fich au« den polnischen katholischen Familien des GroßheczogthumS Posen kein einziger Knabe mehr in dem Institut. Der katholische Adel Oberschlefiens dient weiter in der Armee. Nun, meine Herren, komme ich auf einen anderen Punkt. DaS find die Bemerkungen, die der Herr Abgeordnete in den mehr scherzhasten Theil seiner Rede einflocht bei Ge- legenheit der Kritik der Beziehungen des Herin Reichskanzlers zu den parlamentarischen Kö perschasten. Er sagte, sowohl der Herr Chef der Admiralität als ich, wir würden wohl gefunden haben, daß eS gar nicht so schlimm wäre, fich mit den Herren zu verständigen, das hätte fich bei den verschiedenen Etats« berathungen u. s. w. immer mit der höchsten Gemüthlichkeit gemacht. Meine Herren, so ganz kann ich das doch nicht zu- geben.(Heitefteit) Ich habe auS meinen Unterhaltungen mit den Herren, namentlich in den Kommiffionen, wo ja die Leidenschaften keine Rolle spielen, allerdings persönlich die angenehmsten Erinnerungen, eS ist da immer wirklich, wenn ich mich deS Ausdrucks bedienen darf, ganz gemüthlich hergegangen, aber wenn eS zum Abstimmen kam, dann Höfte die Gemüthlichkeit auf(Heiterkeit), wie dies leicht eintritt, wenn es fich um Geldsachen handelt, daS ist ja eine bekannte Sache, und da muß ich sagen, daß gerade in diesem Jahre— es gehört ja eigentlich nicht hierher, ich bitte, das zu cnrschul- digen, weil d«r Abg. Rickert diese Frage angeschnitten hat— daß ich in diesem Jahre doch im höchsten Maße unbefriedigt bin durch daS, was dort Alles abgesetzt ist, und mir in sehr ernsthafter Weise die Frage vorgelegt habe, ob es mir über- bauvt möglich ist, mit den dort bewilligten Mitteln die Milt- tär-Verwaltung. namentlich soweit dieselbe in Frage kommt, weiterzuführen.(Hüft! hört! rechiS.) Jetzt komme ich aber auf den Hauptpunkt, daß bierdie Behauptung au g-st. llt worden ist, unsere katholischen Offiziere würden in den Avancemenlsverhältniffen schlechter behandelt, als die evangelischen Offiziere. Meine Herren, da« ist absolut unrichtig. Auf G'und meiner desondeien Kenntniß dieser Veihältniffe— und der Herr Abg. Dr. Windthorst, der gewiß in vielen Dingen mehr weiß als ich, wird mir zugeben müssen, daß ick diese Sachen doch wohl besser kenne als er— wenn er nun dei mir die gleiche Aufrichtigkeit voraussetzt, wie ste ihm eigen ist(Heitefteit)— ich spreche ,m Ernst— wenn er bei mir dre gleiche Aufrichtigkeit voraussetzt, so kann ich ihm auf der breiten und ficheren G-undlage meines guten Gewissens und meines Pflicht- und Ehrgefühls versichern, daß diese An- schuldigung, die hier ausgesprochm worden ist, eine vollständig unbegründete ist.(Lebhafter Beifall rechts.) Meine Heven, es find in früherer Zeit der Armeeverwaltung mehifach auch andere Punkte entgegengehalten worden, so das Verhältniß der Bürgerlichen und Adligen. Ich habe die Ehre gehabt, einmal dem Abg. Richter gegenüber, ich glaube im Reichstage, mich darüber auszusprechen, jetzt mit dem Abg. Dr. Windthorst über den Unterschied zwischen katholisch und evangelisch. Meine Herren, ich werde mlch nicht wieder mit dem Abg. WRdthorst darüber aussprechen, es muß genügen, meine Herren, wenn ich als preußischer Kriegsminister hier einmal auf Ehre und Pflicht eine Elkiärung abgebe.(Lebhaftes Bravo.) Ich könnte mich über diese Frag« nur noch einmal mit ihm unterhalten, das würde nämlich dann sein, wenn über den GestchtSpunlt, daß in der Armee nach anderen Rückfichten als nach den rein fach« lichen in Beziehung auf die Avanzements der höheren Offiziere verfahren würde, zwischen den Herrn Abg. Windihorst und dem Herrn Abg. Richter vollständiges Einverständniß nicht erzielt worden wäre. Das entnehme ich jetzt schon, beide Herren werden dann einig sein von ihrem Stand- punkt auS, daß der adlige evangelrsche Offizier die besten Chanzen bei uns hat, daß der unadelige katholische Offizier die geringsten Chanzen hat. Ader ich möchte die Herren bitten, fich darüber noch auseinander zu setzen, wer nun eine bessere Chanze hat, der katholische Adlige oder der bürgerliche Evan- gelische.(Große Heiterkeit.) Ich würde bitten, auch diese Frage zu verfolgen und zu einem vollständigen Abschluß in derselben iu kommen. Wenn dir beiden Herren darüber zum Einver- tändniß gelangt sein werden, bin ich bereit, mich mit Ihnen noch einmal darüber zu unterhalten.(Wiederholtes lebhaftes Bravo!) Abg. v. JazdzewSki: Man mag es mit allen Mitteln versuchen, die Theilung Polens durch die dam« Verhältnisse zu entschuldigen, ste war und bl-i>t ein Vitt«? Wenn wir damit auch aufgehört haben, eine Nation zu J» so find wir doch eine Nationalttät geblieben. Der vom W Vorredner gemachte Versuch, nachzuweisen, daß die Prolu? tion den Polen keine Rechtsansprüche gewähre, versiößl# jede gesunde Rcchtsanschauuag. WaS gilt denn noch. diese« nichts werth ist. Wir find loyaler alS der M Präsident von Preußen, der ohne Widerspruch Rechten von einem königlichen Versprechen.. durfte, die Berufung auf dasselbe sei keinen B ling werth. Aber gut! Wir wollen unS' darauf berufen; worauf wir vor Allem unsere Ansprüche fw ist göttliche« und Nawrrecht.— Unsere Nationalität t» Sie unS nicht anfechten. Die Hauptsache bleibt in dieser v die AuSweisungsmaßregel. Mit drohender Polonisirung man Sie nicht rechtfertigen, denn von 1850 bis 1870 W deutsche Element erheblich im Osten zugenommen. seit 1870 nach Herrn v. Puttkamer eine erhebliche VersrfU'» stattgefunden haben. Allerdings haben, verlockt dar» Gründeftahre, nach 1871 innerhalb 10 Jahren über 1*1 Menschen den Osten verlassen, um fich den Industrie! zuzuwenden- Können denn aber die Polen dafür? sollen ste dafür büßen? Ich Halle es für ci ren hö®, politischenZSchritt, gerade jetzt mit den in Ausstcht 1#� Vorlagen zu kommen, und darum auch für unklug, wen»' auf der Rechten, die Regierung ermuntern und unterstiU WaS den Herrn Minister des Innern betrifft, so gebe WE zu, daß er Härten nicht hat angewendet wissen wollen- � sie find eben doch vorgekommen; natürlich mußten ste aiwr, Aeußerste beunruhigend wirken. Einzelne Fälle hat A' Minister widerlegt, die schlimmsten aber haben von Seite keinen Widerspruch erfahren. Daß gegen ,fn besonders human vorgegangen fei, kann ich nttft geben; ich weiß entgegengesetzte Thatsachen. führt einige deraftige Fälle, daiunter den der Tomaczek aus Kempten an.) Solche Maßregeln müIfj liefst« Erschütterunss der Gemüther hervorrufen. Wir% uns ja über die Sache noch weiter zu unterhalten?? deshalb stehe ich auch heute von wetteren Wideilcgu»? I (Beifall.) ä Minister v. Puttkamer: Einige Wofte A leuchtung der vom Herrn Vorredner angefühlten an/ Thatsachen- Ich halte hiermit ausdrückttch aufrecht, gestern gegebene Erklärung zu einzelnen Ausweisui/ buchstäblich ouf_ Wahrheit beruht. Was die auäff K ..»» beruht. Wöchnerin betrifft, so wiederhole ich, die Frau hat ny nach überstandenem Wochenbette gesund gemeldet und/* willig über die Grenze gegangen.(Höft, hört! rechts).. dann dai Kind Marianne Tomaczek betrifft, so bcbaftft daß eS fich hier um einen einfachen reinen Fall der" pflege handelt und daß die Maßregel auch ohne Weisungen erfolgt sein würde. Die Quelle de«' Jazdzewski ist trübe, und ich ich muß dem b(W; Herrn Pfarrer ausdrücklich öffentlich einen Vorwuft ist mit den Thatsachen überaus leicht vorgegangen.(Ho»; recht«.) Er hat auch eine Empfindung darüber«ch«. er ist dem Herrn Landrath gegenüber, der ihn1 einen Vorwurf machte, daß er ein Protokoll Prüfung der Thatsachen aufgenommen, die Verpflicdt»� gegangen, seiners its eine unumwundene Bericht.gung Zettung, dem„Kuiyer poznanski" zu veröffentlichen- hört! rechtS.) Dieser Verpflichtung ist er nicht nacklA sondern es ist eine von den Thatsachen abweichende% erfolgt, welcher nun der Herr Landrath öffentlich treten muß. Ich denke, die Herren werden in den Tagen darüber Nachrichten erhallen. Diesen spricht auch der mir zug-gangene Bericht.(Der Mins liest Theile desselben, welche die gemachten Angaben M Ich habe erklärt, die Verfügung vom 26. Juli v.» Oberpräfidenten enthält kein Wort davon, daß die Aus® anders alS im nationalen Sinn gehandhadt werdr'L Nun sagte der Abgeordnete, es seien Kommissare von%% dagewesen und die hätten dann die Sache anderä vn-ft Wie ist das möglich, so leichthin io schwere Sachen zu Ich weiß nicht, was der Herr Oderprästdent von o-'flA verfügt hat; ich werde ihn bttten, eS mir mitzutheilen� seine Verfügung von der meinigen abweichen, wa« i® i nehme, so würde ich den Oberpräfidenten bttten mü% motiotren, und würde ihm zu erkennen geben, daß eine*«: von meinen Direktiven nicht angängig ist. Es warst»'. fichtig und dem Ernste der Verhrndlungen nicht wenn Herr von Jazdzewski im Reichstage- ohne Basts, ohne Spur eines Beweises von einer Ve-WJ Ministers deS Innern sprach, welche den Herren den Kram gepaßt hätte, denn ste hätte den Nachweis seligkett gegrn die katholische Kirche ermöglicht. J-b � gesagt, degierig, die Verfügung zu sehen; jedenfalls. wesentlich ander« lauten, al» Herr v. Jazdzewski hier den bat.(Beifall rechts.) Abg. v. Hammerstein: Ich habe den Ank unteftchfteden, werde aber für ihn stimmen- In und im Hause herrschte die Meinung, daß ich und welche mit mir nicht den Antrag unterschrieben Hab®« Minorität anschließen würden. Nicht« lag mir f«W Antrag war mir zu eng gefaßt. Wir wollten den% Rerchs.agS, in die Verwaltung PieußenS cinzuttAU flisch zurückweisen. Ich lege absolut darauf W-rth-/ kernen Zweifel zu lassen, daß ich in dieser Fragil preußische Staat die Nationalität zu schützen berufen"j gegenüber der irre geleiteten Meinung des R-'«� Seite der StaatSregierung stehe.(Beifall rechts.).# w Minister v. Puttkamer: Ich habe heute# der Sitzung an den Oberpräfidenten v. Ernsthausen telegraphift, um Auskunft über das von Herrn o. angezogene Reskript zu erhallen. Nach seinen sollten Russen, welch- deutsch, protestantisch oder* find, verschont werden. Das soeben vom Obeirräflv' gegangene Antwo ttelegramm bemerk«, daß die des Herrn v. Jazdzewski im Reichstage unrich ig st'�V Erläuterungen zu dem Reskripte des Ministers(«Uy daß die rusfischen Unterthancn n i ch t< polnischer �" nicht ausgewiesen werden sollten; die Verfügung<» nicht«, was fich auf die Konfesfion bezieht.(Beiftw Darauf schließt die Debatte. � Persönlich führt Atg. Wehr gegen « ln Bezug auf den Handel DanzigS richtig �%n Ar" d t b» r st konstatift, daß nach nrngen lathol.scher Offiziere, die ihm zu Ohren Kulturkampf nicht in die Armee eingedrungen immer noch die Thatsache der Absetzung de«* � P übrig, und die drei katholischen Generale, auf d� nttnister fich berufen, machten den Wunsch na® tiftlk der Avanzementtverhältnisse nach Kons«!� übnflüsfig.(„.lebt" AIS Antragsteller für den Antrag Achenbach'.�ei .. Abg. Hobrecht(welcher für den durch binderten Abg. v. Benda das Schlußwvft � Der wichtiaste Vorwurf gegen d-n Antrag s"- %% ktztt" Netiner, den gerade der Mangel ein« So Reichstag von der Unterzeichnung des Antrags»»#i• der Annahme d.s Antrages binde fick"'i"neu" Partei kernesweg« die Hände für die zu erwarten0' (Beifall recht«.), Die Adgg. Windthorst und H°nel fity II de Nimmt st'tigt werden ««nmiffion «nen Bericht unterlassen sc HerÄruni nur von der „ Abg. W Mg nicht| bestimmt sei. «Abg. Ri bracht worder $er einen 3 n Mm Schu �Interesse werden. Abg. v. Wrangen Z 'wge, od di« % -W M ivM Sitrafifttnct das Schlußwort für ihre Anträge zu erkalten; «r Prastvcnt versagt eS ihnen, weil diese Anträge nur Unter- «»kiaoc fcKn. . Richter: Nach§ 27 der GeschäftSo'dnung können „«nt age von Mitgliedern des Hauses, welche eine Gclodcwilli Mg m stch schließen oder in Zukunft herbeizuführen i.iW��t sind, sofern st- nicht durch Tagesordnung be> nuigt werden, nur dann zur Abstimmung gelangen, nachdem eine «ommmion mit ihrer Vorberathung betraut worden ist und ®:ric6t über dieselben erstattet hat." Sollte es bisher unterlassen sein, einen dahingehenden Antrag zu stellen, so be- überweisen�' � Anträge der Budgelkommisfion zu c..?bg- v, Zedlitz' Neukirch: Die Anträge find nicht zur vtrdeuuhrung von Bewilligungen bestimmt, sondern sprechen o?? öer Bereitwilligkeit; fie fallen also nicht unter§ 27. Abg. Windthorst kann über§27 der G.'schäftSord« 'licht hinwegkommen. Die Nr. 2 des Antrags Achcn« N./,ulle ohne Zweifel unter diesen Paragraphen, da er aus« bestimmt fef ��idbewilligung in Zukunft herbeizuführen i,..Adg- Richter: Der§ 27 ist in die Geschäftsordnung ge« Mt worden, weil er.einem zu weit gebenden Bewilligung?- m, Riegel vorschieben wollte. Die Geschäftsordnung iL Schutze jedes einzelnen Mitglieds vorhanden, Sie muß m Interesse der Ehre des Hauses auch in diesem Falle gewahrt un'Ä(fir�Abg. v. S chorlemer-Alst erklärt stch mit den AuS- > gib« c�brungen Richters einverstanden, und beantragt, über die .s-r fii"®'' ,?b die sämmtlichen Anträge der Budgetkommisfion zu n fie au#"et®f jfen seien, namentlich abstimmen zu lassen. .Wahrend Abg. v. Rauchhaupt geltend wacht, daß W'' i m J 27 nur um solche Anträge handle, die„unmittel- »i Geldbewilligung herbeiführen sollen, widerspricht Wm 3" Dottel dieser Ausführung und bestrittet der Ma- tes!?; das Recht, über diese Frage der Auslegung der Ge ?astSordnuna iu entscheid, n.~''' t allen vie damalf in~ftjD lation zu et vom die Pro! verilözl der°M� -rspruch echen W -inen uns isplülbeW ralitat ti in dieser S- nifirung 1870 bat n. Mi! e Veri-b� ■sm len Zstcht m ag.»{.nn: n fie oiwr, hat d-'L cn voll*; T/j s 4 n miiß� Wir e»' orte fjj tn am frecht, k "uft „„..r�dnung zu entscheiden. Man müsse vielmehr an das �ungige Urtheil des Präfidenten appelliren. keit ZLolff: Der Antrag spricht nicht die Bereitwillig« ftüJS® Bewilligung von Mitteln aus, sondern die Unter- ta» B der Politik der Regierung.(Großer Lärm links und %Kum.) eine» i�' Zirchow beruft stch auf die konstante Praxis trage Reihe von Jahren, um auszuführen, daß Aw wüssen' , M.Un„'« vorliegende stets kommissarisch geprüft werden lweisr»/'% audfjj Uz.%#ent v. Koller: Nach meiner Erinnerung wollte der hat K' schK-lAtr mit seinem Anttage, dem jetzigen§ 27 der Ge« t und* burck Vung. bei der Etatsberathung plötzliche Ueberraschungen Mm nicht u Dt»-; xg r gehabt, ihm/ totofoü rpflitötU" 'SSJ ttlich«"i n deniJ fffl TM ! werden c von lauf � �habung der EtatSposttionen verhüten. Der Wort« nicht.... Best mmung läßt aber allerdings zweifelhaft, ob ist ,»£,? andere Anträge darunter begriffen find. UedrigenS >hen«ll,,?orckenbeck und Schwerin Praxis deS Hauses, in sol- w?�"e!haften Fällen daS HauS entscheiden zu lassen. Nicht ,1?' R i ch t e r: Der Wortlaut der Geschäftsordnung ist Etat ,,?�ehaft. Er unterscheidet nicht zwischen Anträgen zum WunS? /elbfiständigen Anträgen. Die Geldbewilligungen,, in 4tn kL. schließen fich nicht unmittelbar an den Etat an. Wel- lvakr.„ tz würde die Geschäftsordnung der Minorität ge« hinw�l.wenn eine Majorität aus Bequemlichkeit sich über fie war sw nt 3 SV weiSd� Ä ...„Windthorst bittet, vorweg die Erörterung der ob der Antrag Achenbach vorher einer kommissarischen kg?�?ung zu unterliegen habe, an die Geschäfts- OrdnungS. MRjN zu verweisen, jede Vergewaltigung der Minorität m!" diesem zweifelhaften Falle vermieden werden. wh Abgeordneter Richter fragt den Präfidenten, od er Qnv Sicherheit behaupten könne, daß§ 27 niemals d-n, als auf Anträge zum Etat angewendet wor« a!j'(Großer, fortdauernder Lärm rechts.) Nach feiner . annerung sei daS Gegentheil wahr.(Fortdauernde Unter- Eichungen rechts.) Diese schwierige Rechtsfrage hat eine Be« Tötung lange über die Zeit hinaus, wo Sie noch hier fitzen ?wden.(Gelächter rechts.) Haken Sie doch die Nummer 2 dem Antrage einfach ab! . Abg. H o d r e ch t bittet den Präfidenten, zu entscheiden, r* dem Hause die Entscheidung zu ersparen. Abg. Berget bittet, dem§ 27 der Geschäftsordnung kl' Recht widerfahren zu lassen. Er sei dem Anttage gencigt, 1,% aber nicht einsehen, daß es auf einige Tage Verzug be- Ks ankommen könne. 6„Präfident v. Kölker aiebt zu, daß der Ausdruck deS Suett"1' J0 BieleS in der Geschäftsordnung, sehr unglücklich Richter hebt noch hervor, daß die Fassung des '• Z. von Lasier und ihm besonder» auf solche Fälle de« r»h L worden sei, daß gewisse Jnteressentengruppen daS Haus Anträgen auf neue Eisendahnrauten überraschen wollten. Re>w%sldent v. Koller: Ich verbleibe bei der seit 20 Jahren '$<3? Praxi», in zweifelhasten Fällen dieser Art die Ent- All de« Hause» herbeizuführen. — ut Abstimmung geschritten. Der Prä« rag deS Abg. Windthorst, ob die Frage der kom- «bttw%n Vorprüfung der GeschäftsordnungS« Kommisflon werden solle, wird gegen die Stimmen der Frei- ». Iw, dos Zentrums, der Polen, der konservativen Abga. 9 er(ArnSwalde) und v. d. Reck und des national- _---- feld) abgelehnt. Abstimmung wird der Antrag rgäCSTaTSS« B-rth' A �lchtw m entli cher Abs A ä -weisen, mit 2S4 o. Schorkemer- Alst: Meine Freunde Anficht, daß nach dem eben erfolgten Votum er»e weitere Behandlung und Abstimmung, sssä I -nven� V» u# v*■ ♦♦ V z»» Ml M»*• iw p—-------------- Y "n di, Trbotlemer, sämmtliche Anträge(Achenbach u. s. w.) üegen d getkommissionzuver bi-r Kimmen abgelehnt. di>d?%auf«klärt- Mir L2 der Geschäftsordnung dem entgegensteht, nichtig ist. ♦beflifl«, /2, uns daher an der wetteren Abstimmung nicht be« *5(Beifall link») ln v�Kr Kantak: Meine Landsleute find ebenso . D«-.,% �aae, fich an der Abstimmung zu betheiligen. daß, yg�Kchen V i r ch o w: Auch wir find in der Meinung, ? 1 nitht vT5! die Geschäftsordnung außer Geltung gesetzt ist, '» der Lage find, un» an der Abstimmung zu „„ Dar»... lUnrube recht« Rufe zur Ordnung!) unh die Mitglieder des Zentrums, der vol- Mativen � deutschfreistngen Fraktion den Saal und die Kon« M allein'..'rKikonservaten und Nationalliberalen, welche für a10 die �"..dsfilußfählgeS Haus ausmachen, lehnen einstim« }%ttliinz,?ien Tagesordnungen der Polen und deS älntrni Si denAntrag derDeutschfreistnniam ab und nehmen % sie«chmbach in namentlicher Abstimmung. ,°ssen b»«.." om der Sezesfion der drei Fraktionen be« i ffch der 244 von 245 Stimmen an. Ein Mitglied en beim Abstimmung enthalten.(Lebhafter Beifall.) Die �aiwalle ln����oufruf zufällig fungirenden Schriftführer WorzewSki(deutschfreis.) schweigen bei wre« RamenS. Nächste Sitzung Montag 11 Uhr. L püniCM der neuen Mitglieder. Etat des Kriegs- der dii«r?'«.der Landwirthschaft, der Gestütverwaltung und "en Steuern. ��reine und Versammlungen. imposante Versammlung der Handlung»- "Buor,.?.® orlind fand am Freitag, den 29. d«.. im Saale m«nn tw,00"}" am Moritzplatz unter Vorfitz deS Herrn Gutt- Natt. 2000 Personen mochten anwesend sein, viele Hun- derte hatten wegen N-berfüllung des SarleS und der Galerien wieder umkehren müssen. Von den 38 Reichstagkabgeo> dneten aller Parteien, die Einla'vmgen zu dieser Versammlung erhalt.» hatten, waren nur die Aogerrdneten E-nger und Layser e- schienen. 12 Abgeordn-te bat en ihr Ausbleiben sckriituch entschuldigt, darunter der Abg Löwe, der mit der Mittheilung, daß er durch Krankheit am Erscheinen verhindert sei, das Zier sprechen verbuirden hatte, daß er im Reichstage für die Bestte« düngen der jungen Kaufleute wirken werde.„WiS fordern die Handlungsgehilfen vom Reichstage?" lautete das Thema, über welches Herr Ktm. Rosenthal in bettäll'g aufgenommener Weise referirte. Gesetzliche Regelung der SonvtagSarbeit, Maximalardeitstag, Regelung des Lehrlings mesens, Ausdehnung d.s Kranken o.'rstcherungsrwangcS auf die Kaufleute und Besti- tigung der Rechtlofigkeit der Kündigungsfrist(es giebt Geschäfte in Berlrn— zahlreiche Zurufe nannten die Firma Lissauer, Markgrafensteaße—, wo eine eintägige Kündigungsstist durch„freien" Vertrag ver- einbart wird) waren die Forderungen, die der Referent auf« stellte und eingehend begründete. Als Mittel, diese Ziele zu erreichen, bezeichnete der Redner unabläsfige Einwirkung auf den Gesetzgeber, die am besten durch eine feste Vereinigung geübt werde. Alle Handlungsgehilfen Berlins möchten fich deshalb der„Freien Organisation junger Kaufleute" anschließen.(Leb- Haftes Bravo.)— Hierauf nahm, von stürmischem Beifall de- grüßt, der Reick stagsabgeordnete Singer das Wort. Die sozialdemokratische Partei sei so sehr von der Berechtigung der Beschwerden der Handlungsgehilfen, wie fie der Referent klar- gelegt habe, überzeugt, daß fie in ihrem Entwurf eineS Ar- bctterschutzgesetzeS allen diesen Klagen volle Berückstchtigung geschenkt habe.(Bravo.) Nur da» Gesetz könne die vorhandene Nolhlage beseitigen. Die deutschfteistnnige Partei freilich sehe das einzige Heilmittel in der freien Vereinbarung. Thatsäch- lich aber sei der Einzelne machtlos m dem Ge triebe der herrschenden Konkurrenz und könne allein nichts ändern. Deshalb müsse die individuelle Freiheit da beschränkt werden, wo fie die Interessen der Gesammtheit schädige.(Beifall.) Die Sonntagsruhe wäre vielleicht schon in voriger Session vom Reichstage beschloffen worden, wenn der Reichskanzler stch nicht dagegen ausgesprochen hätte. Diese Thatsache mußte auch für die Handlungsgehilfen die Lehre enthalten, daß fie bei den Wahlen nur solchen Männern ihre Stimme geben, denen man zutrauen könne, daß fie nöthigen- falls auch gegen den Reichskanzler zu stimmen geneigt seien. (Stürmischer Beifall.) Redner nann e eine eintägige Kündi- äungSftist eine Erniedrigung deS KaufmannsstandeS und wieS darauf hin, daß daS Arbeiterschutzgesetz eine vierwöchentliche Kündigungsfrist festsetzt. Auch hier müsse das Gesetz seine schützende Hand über den Einzelnen ausbreiten und ihn vor Ausbeutung bewahren.(Bravo.) Nachdem der Redner noch die Regelung des LehrlingSwesenS besprochen und für kauf« männische Fortbildungsschulen eingetreten war, machte er noch auf den einen Passus deS Arbeiterfchutzaesetzes aufmerksam, der die mit wirthschaftlichen Interessen fich oeschäftigenden Vereine von den Beschränkungen des Vereins- und VersammlungS- rechte» befreien und ihnen Korporationsrechte verliehen wissen will.— Es seien also die Bestrebungen der Handlungsgehilfen identtsch mit einem großen Theil der im Arbeiterschutzgesetz ge- stellten Forderungen.„Beweisen Sie also, wenn Sie den Stimmzettel in der Hand haben, daß Sie in den Reichstag Männer schicken wollen, die ein offnes Auge und ein Herz für die Roth des Volkes haben."(Stürmischer minutenlanger Beifall.)— Nachdem die Herren Hintze und Hennig gesprochen, erhielt ebenfalls von stürmischen begrüßt das Wort der Herr Reichstags abgeordnete Kayser: Nicht allein seine sozialpolitische Ueberzeugung sei es, die ihn veranlasse, den Bestrebungen der jungen Kaufleute alle Aufmerkiamkeit zu schenken, sondern er, der ehemalige Handlungsgehilfe, kenne die Bitternisse der Nothlage dieses Standes aus Erfahrung. Er bedauere, daß von den Gegnern, die auf manchesterlichem Standpunkt ständen, keiner dq� Wort genommen habe. Vielleicht, daß fie auch bereits beginnen, an ihrer bisherigen Ueberzeugung irre zu werden.(Vereinzelte OhoS.) Die Ein« führung der Sonntagsruhe für alle abhängigen Leute sei eine absolute sittliche Nothwendigkeit. Die ArbeUszeit der Hand- lungsgehilfen in Beilin sei eine längere als in den meisten anderen Städten Teutschlands.(Lebhafter Beifall.) Besonders übel seien die Materialwaaren- Handlungsgehilfen daran, die dann von liberalen Witzblättern noch als„Heringsbändiger" verhöhnt würden.(Beifall.) In Leipzig und Dresden sei die Krankenversicherung durch die Stadt auch auf die kaufmän« nischen HilsSpersonen ausgedehnt; wenn diese Einrichtung in Berlin nicht bestehe, so verdanke man daS allein der so nrufter« haften deuisckfreifinnigen Stadtverwaltung.(Lebhafter Beifall und vereinzelter Widerspruch.)— Hierauf besp ach der Herr ReichstagSabgeo:d e e die Angriffe, die der Abgeordnete Baumbach im R-ichstage gegen ihn und Dr. Hart- mann gerichtet habe. Man solle fich durch das Reden vom Polizeistaat nicht erschrecken lassen. Die Deutschfre'.finnigen ließen stch ja sehr gern die Straßenpolizei gefallen. Auch gegen die polizeiliche Festsetzung einer Taxe für Droschkenkutscher und Dienstmänner hätten dre Herren nichts einzuwenden, trotzdem das ja ebenfall? eine Beschränkung der freien Vereinbarung, der Freiheit in ihrem Sinne wäre. Der Staat habe aber die Verpflichtung., icht Mos ein Wächter für die Sicherheit der Person und des E-genthums zu sein, sondern all n Armen und Elenden aufzuhe.fcn und das allgemeine Wohl zu fördern. (Stürmischer Beisall.) Erfreulich sei es, daß die Bewegung Boden gewinne, fie müsse aber auch hinaus in die Provinz getragen werde.(Zustimmung.) Erst wenn man eine Macht sei, werde man gehört; erst wenn man bei den Wahlen die Quittung ausstelle, werde rran etwaS durchsetzen. Zu den Männern müßten die Handlungsgehilfen halten, die für sie eintreten, dann würde ihren Bestrebungen nickt der E-folg ausbleiben.(Stürmischer Beifall.)— Hierauf warnte ein Redner, Herr Zweig, unter großer Un« ruhe die Versammlung, sich mit Politik zu befassen, erklärte aber, daß er„in einer großen Versammlung es nicht für an« gemessen halte," Hilfsmittel, die seinem Standpunkt entsprächen, anzugeben.— Herr Rstchstaasabgrordneter Singer erwiderte, daß Politik durchaus in die Bewegung der Handlungsgehilfen hinein gehöre. Wie wollten fie ihre Anschauungen durch etzen» al» dadurch, daß fie die Rechte, welche Gesetz und Verfassung ihnen gegeben hätten, auch benutzten.(Lebhafter Beifall.) Mit schönen Redensarten sei nicht zu helfen, Thaten müßte man sehen.(Bravo.)— Nachdem noch der Kaufmann Schreyer vermittelnd gesprochen hatte, jedoch durch Schlußruse und groß: Unruhe zum Abbrechen gezwungen worden war, als er das Branntweinmonopol derührte, wurde eine Resolution an- genommen, die den Ausführungen des Referenten entspricht. Arbetter-BezirkSverein der Rosenthaler Vorstadt. In der Generalversammlung, welche am Mittwoch, den 27. Januar, statttand, brachte der Vor fitzende zunächst die Antwort deS Polizei-Präsidenten auf die Beschwerde, welche seitens deS Vorfitzenden eingereicht war, hinfichtlich der Auflösung der General-Versammlung vom 11. d. M- zur Kenntniß der Mit- glieder. Der Polizei Präsident erachtete die Auflösung für gerechtfertigt, da durch die Widmung, welche der Vorfitzende dem verstorbenen Hofdaurath Temmler brachte, und welche den PassuS enthielt, er war„eine Stütze der großen und gerechten Sache", unbedingt der§ 9 des betreffenden ReichSaesetzeS in Betracht komme, wonach Versammlungen aufzulösen find, welche den Charakter sozialdemokratischer Temonsttalionen tragen. Der Verein wird fich, wie mitgetheilt wurde, bei diesem Be- scheide nicht beruhigen, sondern die Sache weiter verfolgen. Hierauf erstattete der Kasfirer den Kassenbericht, wonach ein Baarbestand von 7,30 Mark in der Kasse vorhanden ist. Der Jahresbericht, welcher vom Vorfitzenden vorgetragen wurde, ergab, daß im Jahre 1885 21 Versammlungen stattgefunden haben, von welchen die letzte auf Grund deS§ 9 deS Sozialistengesetzes aufgelöst wurde. In den Versammlungen haben Vorträge gehalten die Herren Singer, Pfannkuch. Stolle, ferner die Herren Krohm, Bucofzer, Dr. Heimann, Goerki, Dr. Gerlach, Kendzi»ra. Michelsen, Liefländer, Baake, Rechtsanwalt Freuventhal, Dr. Benlendorff und Ballmüller. Ferner wurden 100 M. an Unterstützungen gezahlt, ferner 2 Petitionen an die städtischen Behörden und eine an den Reichstag abgeschickt. Der Verein zählt gegenwärtig 450 Mitglieder. Beim dritten Punkt der Tagesordnung: ÄorstandSwahl, wurden gewählt; zu Vorfitzenden die Haren Ballmüller und Mewald, zu Schriftführern die Herren Flehnert und Knecht, zu Kassirern die Herren Vieck und Hillner, zu Beifitzem die Herren Hintze, Ciiermann, Karst, Fritze, Sternkreker und Walther, zu Revisoren die Haan Becker und Kaspar, und zum Kasfirer der Eterb: Untcrsilltzungekasse Herr Karl Lehmann. Die Vereinsbibliothek zählt über 300 Bände, und hofft der Vorstand, daß fich dieselbe in diesem Jahre verdoppeln wird, um so auch in dieser Hinficht für die geistige Autbiloung der Mitglieder Sorge tragen zu können. Zum Schluß wurde eine Petition angenommen, dre städiischen Behörden aufzufordern, eine Einheitlichkeit der KoalSpreise eintreten zu lassen, damit der arme Mann, der nur im Stande ist, ein oder zwei Scheffel bei der Gasanstalt zu kaufen, dieselben nicht theurer bezahlen muß, als derjenige, welcher im Stande ist, ein größeres Quan- tum einzukau'cn. Nationale Kranken-«. Begräbnißkasse der deutschen 8. Ziehung d. 4. Klasse 173. König!. Preith. Lotterie. ZUduna vom 50. Januar>»»!. Nu» Ii» Gewinne über 210 Marl stnv den betriffenden Nummer» «u Parcntheie beigesual. lOdne«ewäbr.) 30 63 78 133[300] 68 86 97 236 39 71 343 60 64 72 609 62 620 25 28 44 97[300] 707 1 2 30 829 31 73[300] 935 81(650! 90 1083 150 13001 423 48 83 785 937(6501 67«039 101(15000] 7 39 242 55 324 73 464 (300] 69 90 508 11600] 10 81 627 814 28 39 62 13000) 68 909 31 3107 44 203 34 304(3001 15 1650] 25 29 469 612 13001 16[1500] 82 630 46 56 |300) 725[3001 40 44 13001 64 66 91 808[30001 72 4009 96 104 17 56 386 328 39 485 529[3000] 90[300] 704 6 821 23(650) 70[550] 976 81 [1500] 90 .>005 24 72 181 205 16 83 306 8 44 66 442[650] 97 602 28 609 14 67 82 98 729 63 816[300] 47 918 62 72 C092 139 82 97[560) 247(3001 70 1300) 75 327 36 97 406 510 61 662 63 76 788(300) 94(5501 816 47 7048 263 80 93 372 500(1600) 639 66[60i0) 790 11600) 814[1600] 89 957[3001 92 8003 79 167(5501 272(300] 85 302 6(3001 19 48 481 614 53 925»041 109 75 80 237 40 68[300] 96 418[300] 44 94 692 694 842 10101 26 210 27 32 80[3000] 332 424 65 602 17[1600] 36 59 90 647 835 68 71 82 84 965 84 11005[1500] 35 88 39 89 91 106 11500 53 63 80 240 63 98(3001 332[300] 78 433 99 612 22 72 723 62 909(550 59 13000 3 4 4 151 213 47 93 456 83 560 99(3001 602 50 57 730[300 44 809 32 46 13000) 67 944 47[5501 68 1 81 40 69 76 11500] 164 90[300 93 303 89 610 39(5501 85 95 761 85 884 900 14001 38 59 89[1600 161 287 98 1650] 365 416 52 64 524 130OJ 32 66[300] 681 89 708 89 92 95 877 96 938 1 o 100 63 94 2)2 343 491 604 48 62[3001 612 19 58 86[300J 704 66 (1500) 93 817 67 928 54(300) 11:188 98 276 76 312 60[5501 609 617 28 61 71 712 73 81 802 50 79 93[550] 920 26 36[300] 17081 119 28 42 68 91 218 33 55 60 86 387 429 33 44!55u] 601 43 48 62[1500] 91 709 31 93 809 26 37 903 35 66 71 1 8099 11600) 154 223 80 1500] 88 308 22 32 74«0 418 647 681 84 712 37 61 69 90 861 918 65 80 1 0114 38 274[3001 86[650] 303 60 88 418 24 602 70[5501 770 97 826 40022(3001 109 61 462 649 704 94 834 63 902 58«1033 88 146 54[30001 63 206(300) 23 41(16 000) 56[300] 68 335 426 63 667[56" 213 97 441 76 97 13000) 601[300] 736 819 82[550] 90 913 31 37 49 «4011 115 41 1550J 61 68 76 94 95[3000] 234 57[1500] 351 442[3000] 638 69 749 89 849 918 87 92 «5058(15001 94 128 73 88 873 88 402 8 17[550] 30 65 616 76 93 WMWiM» Ü'�O025 27 47 48 53 65 8- 176 87 21964 367 89 416 542 689 744 809 90 4«Öl5 rx> a-J tho au........WWI asrnsEa 828JcW00� 9M 91 94 114 41 64 239 62(30001 64[15001 91 99 660] 356 406 31 46 68 70 629 73 674 87 718 17 49[300] 98 847 932 39 40 67 40036 46 382 431 68(560] 571 94 675 716(300) 909 27 99 4 7033 [1600] 41 130 65 200 23 460[5601 611 16[3001 18 25[3000] 31 43 624 82 785 90 94 815 84 968 4*009 17 106 30 86 87 202 65 13000) 359 54'! 669 83 720 48(300) 62 806 1300] 51 86 977 86 4»006 7(16001 162 84(5501 94 208 67 77 426 99 549 11500] 632 62 93 744[300] 66 73 74 807 28 35 944 70 93 500 6 66 125 89 237 320 96 99 461 549 71[6501 604 11 63 89 701 26 93 802 3[3001 910«1( 24 82 96 138 64 207 14 30[3001 32 1550] 62 866 448[300] 610 11600] 37 1300] 661 72(5501 724 13001 26 35 78 81824 47 942 5«020(16001 89 124 31 73 249 56(1500] 309 70 401 27 46 527 57 84 675 766 62 I3w,j 828 63(3001 74 955 1550] 72 53030 70 174 79 231 36 68 93 96[300) 314 62 97 603 21(300) 41 49 642[5501 78 8(6 958 76 86 8 4086 120 29 1560) 56 64 238 53 355 89 90 409 21 506 17 18 723 49[6501 803 64 925 91(15001 55040 92 223 81 65(15001 90[3001 332 482(60001 537 13000] 76 690 768 804 5 0086 98 266 74 99 311 43 62 78 92 432 40 64 501 7 612 26 [300] 719 846 1300] 904 44 5 7159 236 316 50 94 475 632 60 89 96 653 711 3001 24 34 54(300) 849 947 79 82 5H011 23 48 205 47 364 91 406 27 96 629(15001 40 701 87 13000] 89 838 76 50040 66 84 241 67 61 305 404 60 61 637 67 73 700 60 841 46 926 93 «<»012[3000] 16 69 80 138 45 66 203 10 16 88 436(3001 53[300] 69 65 503 68 77 614 44 66 74 771 866 902 35 97 6 1032(8001 60 160 215 33 41[3000] 313 20 89 424 63 66 83 57u 74 669 708 04 810 29 41 69 130 1 75 76(3001 912««077 200 20 34 42 313 29 34(16001 81 437 09 99 13001 607 25 59 72 90 635 93 714 32 53 73(30001 809 28 37 58 919 (1500] 95«3044 81 142 88 303 18 065 75(1500] 726 88 97 831 42 69 11500] 904 23 36(3001 66 6 4 038 43 48 52 131 51 61 72(150OJ 204 53 319 1550] 35 87 13000) 50 416 30 48 51 80 92 609 602 838 950 67 73 «50i4[5501 17 85 40 87 110(550] 70 214 318 478 569 82 13000) 637 [300] 724 29 886 941 82 95«6002[300] 51 127 29 35 63 222 61 322 63 85 400 532 41 43 80 601[5501 724 61 985« 7092 128 59 78 88 244 309 13 14 24 413 14 1300] 81 89(3001 545 155')) 92 97 666 718 37 43 82 836[300] 922 2o«»069 81 161 81 84.215 87 312[3000] 496 640 754 [550] 939 48(550) 82 89 6 0013 28 146[300] 209(30001 35 44 93 837 38 57(30001 459(60001 80 600 16 32 619 31 33 38[15001 719 28 62 830 926 42 7«057 73[300] 84[30001 104 6[550] 8 59 228 29 81 307 12 13 1 8 41 70[30001 92 417 628 72 80 664 80 786(3001 856 904[60001 71019 75 129 63 226[3001 86 360 53.! 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Gmünd). Die Kaffm-Sitzungen finden per 1886 den eisten und dritten Montag jeden Monats, Bukonerstr. 9 (Gaiten-Lokal) und Eophienftr. 22(Lophien-Restaurant) um 8 Uhr AbendS statt. Im Februar werden dieselben am 1. und 15. abgehalten. Die unter§ 40 des Statuts vorgesehene ordentliche Mitgliederversammlung findet Anfang der 4. Woche des Monats Februar statt, und wird Näheres im Inseraten« tbe l dieser Zeitung bekannt gegeben. Femer werden die Mit« glieder ersucht, jede Wohnungsänderung innerhalb Z Tagen dem Kasfirer Rod. Lindemann, Grimmstr. 39, anzuzeigen. Kranken-UnterstützungSbund der Schneider. In der am Mittwoch in Gratweil's Bierhallen stattgesundencn Ver> sammlung der Berliner Mitglieder legte der Vorfitzrnde zunächst die Abrechnung deS 3. Quartals v. Jahres vor. Lei Punkt 2 der Tagesordnung:„Kaffcn-Angelcgenheiten" wurde lebhaft Klage über daS rigorose Vorgehen der hiesigen Verwaltung sowohl als auch über den Vorstand in Braunschweig geführt. Die erregte Debatte dauerte bis 1'/, Uhr Nachts, ohne zu einem Resultat zu gelangen. Zu etwaigen Beschwerden und Fort» führung der Dislusston findet am Freitag, den 5. Februar er., Abends 8'/, Uhr, in Gratweil'S Bierhallen, Kommandanten- strahe 77/79, eine Versammlung der Mitglieder statt, und werden dieselben im eigenen Interesse handeln, wenn fie recht zahlreich erscheinen. Kaufmännischer Bildungsverein. Montag, dm 1. Fe« druar, 9 Uhr Abends, und Sonnabend, den 6. Februar, 8 Uhr Abends, neue Unterrichtikurse in doprelter Buchführung und Korrespondenz. Lehrmittel 6 M. Unterricht kostenfrei.— Stenopravhie, englischer und franzöfischer Sprach Unterricht.— Meldungen im Vereinsbureau, Brandenburgstr. 13. Zitherklub„Amphion".� Jeden Montag Abend Uebungs ste stunde im„Kulfülstenkellcr", Poststr. 5. Gäste willkommen Louisenstädtischer Bezirksverein„vorwärts". Am 8. Februar, AbendS 8'/, Uhr, in Krüger'S neu rer.ovirten Salon, lfrüher Konrad), Wafferthorstr. 68, Versammlung. Tages« Ordnung: 1. Vortrag Des Herrn Professor Dr. Petri. 2. DiS- kusston. 3. VerschiedmeS und Fragekastm. Neue Mitglieder werden aufgenommen, Gä?e hoben Zutritt. Die zum 31. d. M. beschlossene Fußpartie zur Besichtigung der Versuchsstation in Marimfelde kann Umstände halber nicht stattfinden. Näherei hierüber in der Versammlung. Oeffentltche Versammluug sämmtltcher Retall- schletfer und verw. Berufsgenoffm Montag, den 1. Februar, Abends 8 Uhr, im Lomsenstädtischen Konzerthause, Alte Jakodttraße 37. Tagesordnung: Der Streik in der Wolther- schen Werkstatt; die Maßregelung eines Kollegen und Ver- schiedeneS. * Große öffentliche Versammlung sämmtlicher Re- tallarbeiter BwlinS und Umgegend am Sonntag, den 31. Januar, Vormittags 10'/, Uhr, m Keller's Lokal, Andreas« straße 21. Tagesordnung: 1. Zweck und Ziele der Gewerk« schaft. Refermt Herr Michelsen. 2. Diskusfion. 3. Verschiedenes. * Oeffentltche Versammlung der Drechsler und ver- wandten Bemfsgenossen am Sonntag, den 81. Januar, Vor« mittags 10 Uhr, im Lokale„Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. * Große Versammlung sämmtltcher Atbumarbeiter Montag, den 1. Februar, AbendS 8 Uhr, in Brahm'S Gesell- schastShaui, Orantenftraße 180. Tagesordnung: Die Nothlage der Albumarbeiter und auf welchem Wege ist eine B fferung zu erzielen. ES ist Pflicht eines jeden Kollegen, in dieser Ver- sammlung zu erscheinen. Verein der Rodelltischler. Montag, Abends 8 Uhr, Ackerstr. 63, Vortrag deS Herrn Schäfer über dir Ideale der Völker. Gäste, auch Damen willkommen. Oeffentliche Versammlung sämmtlicher in der Hob fabritation beschäftrgter Arbeiter Montag, den I.Fe bn.«, Abends 8 Uhr, im Saale d s Schützenhauscs. Linienstr. 3-& Tagesordnung: 1) Vorlegung und Beschlußtaffung des der Kommisfion ausgearbeiteten Statuts zur Gründung eine» Fachvereins. 2) Verschiedenes. 3) Fragekasten. Rännergesangvereiu„Echneeglöcken", jeden tag Abend im Restaurant Naunynstcaxe 78. * Berichtigung. In Nr. 25 des„Berliner Volksblatt� befindet fich ein Aufruf an die Möbelpolirer. In demseldeaß heißt es unter Anderem:„Ihr habt im vorigen Jahre�bNi Ännclinardeiter. Knopfmacher, Tischler, Maurer, Slciatraf� Töpfer, Schlosser u. s. w. unterstützt." Ich erkläre hiermit daß an die Lohnkommisfion der Schloffer und Berufsgen#« von den Mödelpoltrern kein Geld als Unterstützung abgelte''»» worden ist; wenigstens ist mir davon nichts bewußt. E.SM'T Kassirer der Schloff erlohnbewegung. Kriefkasten der Redaktion. Th. B, Steinmetz Rr. In Betreff des V. werden»� Erkundlgunrm einziehen. Wenn Ihre Behauptungen deziigi» seiner Thätigkeit zutreffen, werden wir von Ihrer Einsendm weiteren Gebrauch machen.' 4 Mark."" Q G. B. Nach dem Kriege von 1870 71 erhielten aus KriegSkontributioncn die Otffztere und die im Ofsisteritw � stehenden Militärdeamren ziemlich hohe außerordentliche tationen. Auch einige Soldaten(Landwehrleute) aum» unterstützt durch Darlehen, welche ste aber in einem r ------.....------«y-»s r fic uvci m tmv"' wissen Zeiträume zurückzahlen mußten. Dabei ist der W"' leit gekomme häufig in Thätigkeit gekommen. PeM-Mocca-KaßTee. pr. Pfd. 55 Pf., derselbe gebrannt pr. Pfd. 70 M __ Kaffee-Lagerei 0. E. Arndt& Co, 104 HöpMttliraßt 104, Eckt der Ntasderffraßt. Arbeiter-LeMsoerein für de« Osten Serlius. Dienstag, den 2. Febr., AbendS 8'/, Uhr, Versammlung in Keller'« Kodal, Andreasstraße 21. Tag eiordnung: 1. Vortrag deS ReichStagSabgeordneten Herrn Paul Singer äfc Ä, allgemeine gleiche, geheime und direkte Wahl« recht." 2. Diskusfion. 3. Verschiedenes. 4. Fragekasten.— Gäste, durch Mitglieder einge« führt, haben Zutritt. Neue Mitglieder werden Die neuen Statuten können aufgenommen. gegen Vorzeigung der Mitgliedskarte in Em> pfang genommen werden.— Billets zu Präu- fcher'S Museum, welche zum Eintritt für den Halden KaffenpreiS berechtigen, find in der Vor sammlung am Kasfiertisch zu haben. Zahl- reiches Erscheinen nothwendig 585 D e r V o r st a n d. Ktfirksverei« d. irteUntri KtvMmlig dt« SW. KtrUll«. Am Montag, den 1 Febr., Abends 8 Uhr, in den Kaiserhallen, Alte Jakobstr. 120, ordentl. Versammiurg. T.-O.: 1. Vortrag deS tzenn Michelsen. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. — Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Die Mitglieder werden ersucht, zahl- reich zu erscheinen. 579 Die Versammlung der Plaßdeputirten der Zimmerleute Berlins und Umgegend findet am Dienstag, den 2. Februar, Abds. 8 Uhr, itwetl' t» Grai i Bierhalle«, Kommandanten- Straße 77/75»(untere Salt), statt. Es ist dringend nothwendig, daß von jedem Platze ein Vertteter anwesend ist. 680 Die Lohn Kommisston. Heute. Heute. Große öffentliche Versammlung der Fabrik- u.Handarbeiter Vormittags 10'/, Uhr, in der„Urania", Wrangel-Sttaße Nr. 9—10. TageS-Orvnung: 1. Vortrog des Reichstagsabgeordneten Herrn Frohme. 2. Diskussion.— Alle Arbeiter ohne Unterschied find zu dieser Versammlung einge- laden. 576 I. 31.: S. LSffler. Grünstr. 5 Fackvrrm dkl Mtldtr. Montag, dm 1. Februar, Abend» 8'/, Uhr, General-Verfammlung w HratwrU'« Kierhallr«. Kommandanten- Straße 77—79. TageS-Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal. 2. Fach- Misse« fchaftlicher Uortrag de» Fehler» Herr« Malenitz. 2. Freie Diskussion. 3. Verschiedenes. .? Der hochwichtigm Tagesordnung wegen ist daS Erscheinen sämmtlicher Mitglieder nothwen« dig. Aufnahme neuer Mitglieder zum Verein und Zuschneide-Kursus. Mitgliedsbuch legitimirt. 573 Der Vorstand. Volks Gr-«- Versammlung Montag, den 1. Februar, AbendS 8 Uhr, im KonzerthauS„Kaersf-erri". Kottbuserstr. 4». TageS-Ordnung: DaS Branntwein Monopol. Referent: jjerr ReichStagsadgeordneter P. Ktnge».— Diskusfion. Der Einberufer. Wilh. Prause, Adalbertstr. 91. Dam-n-Mask-n KoftSme find bill «cleihen Wwe. Kietz, Admiralstr. 13, II. Montag, den 1. Februar, Abends 8'/, Uhr, Versammlung der Album-Arbeiter i... �ine u toot in Fratzm« Gesellschaftshan«, Oranienstr. 180. Tagesordnung: Die Nothlage der Album Arbeiter, und auf I welchem Wege ,st eine Besserung zu erreichen.' Wir habm eine ganze Menge Leinen- und Baumwoll-Waaren zu außer-/ gewöhnlich billigen Preisen angekauft und offeriren demzufolge solche jetzt Bei der Feter deS 2. EtitmngSfesteS de» Fachvereins der Kürschner in Berlin wurde von Herrn Wedemener eine Tellersammlung zu Gunsten der strertenden Kollegen in Rötba ver- anstaltet, welche einen Ertrag von 10 M- 50 Pf. e'gab. DieS bestätigen Fritz Mallter. Kart Kellner. Jos. Kanpt. Aiarkranstädt._ Posen._ Dresden. Der Fachverein der Putzer veranstaltet am Sonnabend, den 6. Februar, in Weimann's Yolksgarten, Gesundbrunnen, e nen Wimer Maskenball. Freunden und Berufsgenossen ist die T'cell« nähme gestaltet. BilletS find zu haben bei G. S ü b k e, Veteranenstr. 5; Müller, Reichen« bergerftr. 48; Schlimmbach, Alvenslebmstr. Nr. 23; Neumann, Hollmannstraße Nr. 8; Fiedler, Wienerstraße Nr. 62; Büttner. Hochmeisterstraße 29._ 523 Preiswerthe Sumatra- Decken, wie billige Umblatt- und Einlage-Tabacke, empfehlen Bergemann& Donisch» 582]_ C.. Alexanderftraße 38. sehr viel billiget _. die j KMeilt; Wer V sä V-'"• sc «,l Kemdeutuche ta_8ÄÄVfe1't*. Mtr- 30—40 U Kantor«)"" Mtr. 40—45 Ks. Cretonne fort Mtr. 50 Pf hirting gT_ou4 Mtr. 35«. 30 Pf. Chiffons Mtr. 30«. 35 Pf Gntr» Kausmacherlriuen>-«> Mtr. 40«. 45 Pf. Gnies breit.Hansmacherleine»""yMt.lPIk. Gute Küche, t-Handtücher ä Mb. Gute Stuben-Kandinchrr SI2. 3. 31, Ulk. Neueste Berl Echtes gut. Kettzeug KS"«%: Mtr. 85«. 40 Pf Wirt IT- und Gesellschaftsfächer von den billigsten bis zu den elegantesten. Westcht««a»krn in der größten Auswahl von Pf. an. Knallbonbon» daS Dtz. v�35 Pf. 5_ an. 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