rt. BarMr. 33. Dienstag, den 9. Februar 1886. III. Jahrs. Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt heint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin fret in's Haus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Wark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement Mart. Einzelne Nummer 5 Bfg. Sonntags- Nummer mit illuftritter Beilage 10 Pfg. ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1886 unter Nr. 769.) Redaktion: Beuthstraße 2. okal, 642 Die Vermehrung der ReichstagsWahlkreise. 2. in. 490 las- und es Lagers Play 4). obe [ 251 1 M. an tr. 167 Le billige Ten sch, 38. age, of part Bigarren Zabal 348 Bu verl.: rehbante Wallad enftr. 72 Bimmer hand ungs t von Deodor [ 608 ind, die eich oder dyenk lustunft Gräs 5.[ 635 Insertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltete Betitzeile oder deren Raum 40 Pfg. Arbeitsmarkt 10 Pfennige. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 libr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerſtraße 44, sowie von allen Annoncen Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. wurde u. N. auch beantragt, aus dem Wahlkreis Dffen bach Dieburg, in dem damals die Sozialdemokratie eifrig thätig war, die Stadt Dffenbach auszuscheiden und fie dem damals nationalliberalen Friedberger Kreise einzu verleiben. Die Vorlage wurde aber damals von der ReDie Anträge und Betitionen auf Vermehrung der gierung selbst wieder zurückgezogen und die Sozialdemofratie hat den Dffenbacher Wahlkreis gewonnen. Nimmtheit wieder, ein Beweis, daß in weiten Boltskreisen ihrer Bahl entsprechender vertreten zu sehen. Die jüngste Bollszählung hat uns wieder den Beweis geliefert, wie fehr die Bevölkerungsbewegung eine Ungleichheit in der Bertretung herbeizuführen geeignet ist. Wir schwärmen nicht allzusehr für das Repräsentativsystem überhaupt, und für uns war es längst klar, daß auf die Dauer solche UnIn der Petitionskommission ist die Sache nun aber mals zur Sprache gekommen. Der Regierungsvertreter in der Rommission hat nun auch sich über die Sache aus. gesprochen und da eine recht merkwürdige Auskunft ertheilt. Die Behauptung, wie sie früher auftauchte, daß nämlich der Sigungssaal im neuen Reichstagsgebäude eine Ver mehrung der Abgeordnetenfiße nicht bulbe, war bisher von uns niemals besonders ernsthaft aufgefaßt worden. Allein zuträglichkeiten von ihm unzertrennlich sein würden. Aber der Geh. Dberregierungsrath Nieberding sprach sich in man sollte bem gegenüber wenigftens zu Maßregeln greifen, diesem Sinne aus. Er erklärte, man habe die Dimens bie Unzuträglichkeiten soweit wie möglich zu beseitigen. fionen des neuen Reichstagsgebäudes schon festgestellt und Eine gewiffe Ungleichheit wird bei der starken Bevölkerungsstönne baran nun nichts mehr ändern. Man habe dort bewegung immer bleiben, aber fie fönnte wenigftens auf 400 sehr bequeme Size mit Schreibtischen eingerichtet; ein Minimum beschränkt werden. Röpfe vertreten. Nach dem Geseze foll ein Abgeordneter 100 000 Das ist schon ein sehr bewenn man die Schreibtische beiseite rüden und die Size fleiner machen wollte, so fönne man noch für 50 Abgeordnete Raum bekommen, für mehr aber nicht. Er verwies dann noch auf die Sigungssäle des englischen Unterhauses fheibenes Maß. Das einstige Frankfurter Pars lament wurde so zusammengesetzt, daß ein Abgeordneter und der französischen Deputirtenkammer, die bei mehr Mite je 50 000 Röpfe vertrat, und doch hatten auch Deutsch gliedern fleiner feien, als der Sigungssaal des fünftigen Defterreich, Tyrol und Deutsch- Böhmen Vertreter zu senden. Reichstagshauses. Was geht es aber uns an, wenn die Aber wie liegt bie Sache heute im Deutschen Reich? Wir Engländer und die Franzosen ihre Parlamentshäuser un haben ein Stadt von über einer Million; in Berlin werben 1315 412 Menschen durch sech& Abgeordnete vers Der Sigungssaal des englischen Unterhauses war oder ist noch so flein, daß sämmtliche Mitglieder nicht darin Plaz " fallen lallen, das allgemeine Wahlrecht habe sich nicht bewährt". Da darf man denn auch wohl annehmen, daß dem Herrn Baumeister, der den Plan zu dem neuen Parlaments haufe entworfen, der Gedanke vorgeschwebt hat, bas allgemeine Wahlrecht werde nicht mehr lange bestehen und da werde sich auch die Bahl der Abgeordneten eher verringern als vermehren. Man sieht, der politische Reichss tagsbaumeister ist an anderer Stelle auf ein rasches Vera ständniß gestoßen und man hat seine Idee" in aller Form akzeptirt. Db deshalb gerade das allgemeine Wahlrecht nun auch baldigst verschwinden wird, das ist eine Frage, deren Bes antwortung wir der Zukunft überlassen. Jedenfalls ist es charakteristisch für unsere Zeit, daß die Entwicklung des deutschen Parlamentarismus vor den vier Wänden eines Saales stillstehen soll! Politische Uebersicht. In der geftrigen Reichstagsfizung wurde zunächst die Reichsbürgschaft für die Binsen der egyptischen Staats, anleihe in dritter Lesung auf Anregung der Abgg. Kayser und Windthorst in die Budgetkommission verwiesen, worauf dann der Reichstag in die dritte Berathung des Etats eintrat. Bunächst erhielt der Abg. Liebknecht das Wort, der in scharfer Weise in die bekannte Bolendebatte wieder eingriff und das Verhältnis Deutschlands zu Rußland beleuchtete. Hierbei iam der Redner auf die Russische Anleihe vom Jahre 1884 zu sprechen, welche durch die preußische, be züglich deutsche Regierung bei Herrn von Bleichröder und der treten. Hamburg wird durch drei Abgeordnete vers treten, hat aber mit seinem Landgebiet, das in die drei hatten oder haben. Aber das sollte doch sicherlich nicht Seehandlung vermittelt worden sei. Die russischen Finanzen Sippe zur Nachahmung anregen. Man darf in diesem Fall wohl mit Erstaunen fragen: Ist denn das, was ein Baumeister entwirft, so unveränder lich, daß sich die Vertretung eines Volkes von 47 Millionen Köpfen darnach zu richten hat. Zuerst, sollten wir meinen, kommen doch die Voltsinteressen und dann kommen die Pläne des Baumeisters. Db sich der Bau etwas weniger Db sich der Bau etwas weniger harmonisch in seiner Anlage gestaltet, darauf kommt es doch wahrlich nicht in legter Linie an, sondern darauf, daß feien auf das Aeußerste zerrüttet gewesen. Der englische und französische Geldmarkt war den Russen verschlossen. Da sek Herr von Giers nach Friedrichsruhe gereift. Die deutschen Rapitalisten glaubten, daß die preußische Regierung mit ihrer Garantie hinter der Anleihe stehe und dieselbe wurde um das Elffache in Deutschland überzeichnet. So müßten einen Theil des eventuellen Defizits, Defizits, welches Rußland bei einem faft unvermeidlichen Bankerott machte, die Deutschen zahlen. Dieses Rußland aber, welches finanziell Menschen. Breslau mit etwa 300 000 Einwohnern hat wei Abgeordnete, während die Städte Barmen und Elberfeld mit 208 000 Einwohnern nur durch einen bgeordneten vertreten find. Dagegen haben Schaumburgund Reuß ä. 2. mit 40-50 000 Einwohnern auch einen Abgeordneten zu wählen, wobei allerdings angeführt berben kann, daß sie selbstständige Staaten find. Daß biese Vertheilung der Vertretung mehr Gleichgewicht gebracht werden muß, ist klar. Warum scheut man sich denn davor, die Vertretung des Volkes die ihr entsprechenden Räum biese Sache in Angriff zu nehmen? Die Arbeit ist doch lichkeiten vorfindet. Wie das merkwürdig klingt: Die Deuschland unterstügt worden sei, verfolge die Deutschen Verhältnismäßig nicht so groß. Und man kann heute baran Wahkreise für die Vertretung des Deuts erinnern, daß vor längerer Beit einmal von der Regierung felbft ein Antrag eingebracht wurde, einige Wahlkreise abWandern und ihren Umfang zu vermindern, resp. auch zu weil der Sigungsaalim neuen Reichstags vermehren. Damals waren selbstverständlich andere An- gebäude zu klein ift! auungen maßgebend, als die, welche uns den Wunsch Bermehrung der Zahl der Wahlkreise diktiren schen Reichs mit seinen 47 Millionen Eins wohnern können nicht vermehrt werden, Feuilleton. die Tochter des Bankrotteurs. Roman aus der Gegenwart DON Gustav Löffel. Es Indeffen darf uns auch das nicht überraschen, nachdem Herr von Puttkamer die Neußerung hat in die fie so lange gesehen hatte. Sie legte die Hand barüber, um fie an das Dämmerlicht des Waldes zu ge wöhnen. Gleichzeitig hielt sie lauschend den Athem an. Sie hörte nichts mehr, und als sie jetzt die Augen öffnete, sab fie Niemanden. Dennoch hatte sie das be brückende Gefühl, als ob ein unberufener Lauscher in der Nähe weile. Von diesem Augenblicke schwand ihr das Gefühl ruhiger Sicherheit, welches ihre Haltung und ihre Büge bisher charakterifirt hatte. Sie maß furchtsam mit den we aber den von der Sonne vergoldeten Tannenwipfeln die dunkeln Mauern eines alten Schloffes emporragten. Don in den russischen Dftseeprovinzen, es verschärfe die Grenzsperre, führe den Zollkrieg und störe den europäischen Frieden. Db das aber eine nationale Politit" fet, welche Preußen getrieben habe, daß Urtheil wolle er der rechten Seite des Hauses überlaffen. des Hauses überlaffen. Der Abgeordnete Kardoff konnte nichts weiter erwidern, als daß der Vorredner die Arbeit de ihrer Herzensangst tam ihr der Gedanke, daß sie sich in dem nicht mehr zu überschauenden Walde verirren tönne. Bielleicht trieb sie ihr unsichtbarer Verfolger, dessen Gegen wart fie fühlte, in einer bestimmten Richtung fort, um sie an einer einfamen, menschenfernen Stelle einzuholen und ihr Stillstand zu gebieten. Sie wurde in diesem Wahne noch bestärkt, als sie plößlich neben sich eine Gestalt in schwarzem Mantel hinter einem Eichenstamm verschwinden sah. Sie hatte den Verfolger hinter sich gewähnt und nun war er ihr schon Satten büfterer Tannen Grna Eschenbach. Sie blidte m Ufer eines weiten stillen See's stand halb im rieth in jeder Linie Formenschönheit und Grazie. Die von einem fnappen schwarzen Rachemirkleid umschlossen, vers herabgefundenen Hände waren gefaltet, das dunkle seelens Daffelbe war rings von einem dichten Nadelwald umbegt. verfinsternden Wald, welcher heute gar kein Ende nehmen traumverloren in den Abendhimmel. Ihre hohe, eble Gestalt, Augen die Entfernung zwischen ihr und jener Stelle ab, zur Seite. volle Kuge weit geöffnet. Ihre feinen edlen Züge, wie aus Stein gemeißelt, sprachen von nordischer Kälte, das Sie stand hier am äußersten Rande desselben. Einem raschen Entschlusse folgend, brach fie in jener Flammenauge aber und die vollen Lippen von südlicher Richtung auf. Doch plöglich hielt sie ihren Schritt an und legte die Hand auf's Herz. Sie war sehr blaß geCluth. Den zarten weißen Teint hatte offenbar nie eine heißere Sonne gefüßt, als bie, welche jetzt in die tühlen worden. Fluthen des Mürigsees hinabtauchte; aber das üppige blaufchwarze Haar und der kühne Schwung der schmalen nen, als ob aus einem nahen Buschwerk ein glühendes Brauen erinnerten lebhaft an den Drient. So stand fie unbeweglich. Bei einem ängstlichen Seitenblick hatte es ihr geschies Es war aber damit wie mit dem Augenpaar fie anftarre. Es war aber damit wie mit dem vorhin gehörten Geräusch von Schritten: bei einem zwei ten Hinblid fab fie nur den unbelebten Busch. Dennoch tein Laut von Menschenarbeit scholl vom Lande her. Nur vermehrte dies ihre Angst; sie schritt nun rascher fort. Rein Segel furchte rings die rofig angehauchte Fläche, weit, weit brüben läutete ein Glöckchen, mit hellem SilberIm Anfange warf die sinkende Sonne noch breite Jett gab es für Erna teine Ueberlegung mehr. Sie floh wie ein gescheuchtes Reh durch den sich immer mehr wollte. Aber endlich brang doch einmal ein schwaches Dämmers licht zu ihrem Auge, die nahe Lichtung verkündend. Es gab hier nur eine solche, und auf dieser lag Schloß Selchow, baffelbe, deffen Binnen sie vorhin ängstlich mit den Augen gesucht hatte. Dort wohnte fie. Nun hatte sie den Rand des Gehölzes erreicht, war sie wieder in Rufweite von Menschen! Es war aber auch die höchste Beit. Der Athem versagte ihr, die Kräfte drohten sie zu verlaffen; fie mußte nach dem geneigten Zweig einer Schwarztanne greifen, um sich nur aufrecht zu erhalten. Dort stand fie feuchend still, das Auge willenlos hingleiten laffend, welches sich jetzt ihren flange die Luft durchzitternd. Der Nachtwind strich mit Schlaglichter durch die schlanken Stämme der Tannen, bald fagenvollem Stauschen durch die düsteren Tannen, mit aber verschwanden jene von Ernas Weg, auf welchem fich Blicken zeigte. Rille Träumerin, und sanft, mit liebevollem Rofen legten zur völligen Dunkelheit vertieften. leifem Finger wob das Märchen seine Schleier um die die düsteren Waldschatten sammelten und stellenweise bis fich die Wellen ans Ufer. Sonft war es ftill ringsum, fo friedhofsstill, als wäre alles Leben aus der Welt entflohen, und auch aus ihr, die einem schönen Marmorbilde glich. Von Zeit zu Zeit ftand sie still um Athem zu schöpfen und zurüdzuschauen, und dann immer war es ihr, als wenn jener gespenstische Tritt noch einmal hinter ihr laut werde. Hierauf verhallte er, um dann nicht mehr gehört Rnistern und Rnaden des Unterholzes zu ihrem Dhr Blöglich brang von ihrem Rüden her ein verdächtiges zu werden. Ihr Herz pochte hörbar, ihre Pulse flogen; fie haftete es war ein Laut wie von schleichenden Menschentritten, die weiter, immer meinend, jezt müßten die Schloßmauern nicht gehört sein wollen. Grna zudte zufammen. Sie wandte sich rasch herum. hre Mugen waren aber noch von der Sonne geblendet, durch die Büsche sichtbar werden. Und immer von Neuem fand fie fich getäuscht. Es führte kein Weg vom Schloß zum See hinab, und in Das Herrenhaus von Selchow war ein büsteres Wald fchloß, alt, einsam und zum großen Theil Ruine. An den mit Epheu und Eispflanzen umfponnenen Thürmen und Bastionen, sowie an dem Nachgebauten erkannte man so recht ben allmäligen Niedergang und Verfall eines einst mächtigen und friegerischen Rittergeschlechts. Das Ruinen= schloß hatte übrigens ein ungemein malerisches Ansehen. Der wirklich bewohnte Theil desselben gebot über eine Front von zwölf Fenstern und erhob sich nicht über zwei Etagen. Er stammte aus der Rokkokozeit und machte den großartigen älteren Aufführungen gegen= über einen recht ernüchternden Eindruck. Sein figurens " 1 wo aus derseibe sofort abreisen mußte. Es ist der Polizei Geheimniß mehr, daß durch die Gruppen Sammlunge größere Summen zu agitatorischen Zweden zufammen tommen find. Die Sozialisten Hamburgs verfügen über mobiles Repital von über 50 000 R., welches innerhalb br Monate aufgebracht wurde. Sobald die Arbeiter in der We statt oder Fabrit am Sonnabend Abend ihren Wochenlohn halten haben, rennen sie unter Anführung der Führer in nächste ihnen wohlbetarnte Kneipe, und hier beim Glafe Bi oder Schnaps muß der Tribut bezahlt werden." wurde vor einigen Wochen aus der Stadt Mettmann berichtet,| polizeilicher Bedeckung nach dem Bahnhof gebracht wurde, Dort wurden nämlich sämmtliche Namen der Besucher einer Weberversammlung von zwei Boligiften aufgeschrieben. Der Reichstagsabgeordnete arm, welcher der Versammlung eben falls anwohnte, hat bei der tönigl. Regierung zu Düsseldorf Beschwerde hiergegen erhoben, auf welche bin nach Ermittelung des Sachverhalts der Bürgermeister von Mettmann von dem Landrath des Kreises, dem die Beschwerde au instanzgemäßer Verfügung zugegangen war, über das Unzulässige seiner Maßnahmen jegt verständigt worden ist. Sonderbar, höchst son derbar, daß der Herr Bürgermeister und die Beamten nicht einmal die Grenze zwischen dem Bulässigen und Nichtzulässigen ianezuhalten wußten! Man fann doch wohl mit Recht von Leuten, denen die Ueberwachung der Geseze anvertraut wird, auch eine gründliche Kenntniß derselben verlangen, fintemalen man doch sogar bei den ungebildeten" Arbeitern Kenntniß der derselben sch Ibig machen, werden fie freilich nicht erst ,, belehrt", Gesetze voraussetzt. Sobald die letteren fich einer Verlegung sondern sofort bestraft. Nihilisten verrichte. Dann ritt Karborff das bekannte schutz. zöllnerische Pferd und vertiefte sich in die Doppelwährung. Her Hänel hob die Debatte nicht durch sein süß flingendes Bathos, da er fich im übrigen in den nüchternften Gedankentreifen bewegte, dagegen brachte Herr Windthorst die Debatte wieder auf eine gewiffe Höhe, indem er sich energisch gegen die Versuche im preußischen Abgeordnetenhause ver. wahrte, den Reichstag im Lande berabzusetzen. Der Reichstag zollte dem Redner lebhaften Beifall. Nun trat der württembergische Abgeordnete und Ober- Staatsanwalt Dr. von Lenz in die Arena und hielt eine Entrüftungs. rebe". So fläglich ist noch niemals ein Redner bineinge fallen". Die armen Nationalliberalen ließen Köpfe und Dhren hängen über die notorischen Albernheiten, die Herr von Lenz vorbrachte. Höhnische Heiterkeit auf der Linken und im Sen trum, völlige Lautlosigkeit bei den National- Liberalen, auch als der Bismardbewunderer stammelnd endete. Abg. Ridert Abg. Ridert führte den Redner noch völlig ad absurdum und stellte sich im Uebrigen auf die Seite des Reichstages gegen die Anmaßun gen der Majorität des preußischen Abgeordnetenhauses. Nachdem noch Herr von helldorff in Schutzollpolitik, Doppelwährung und Budersteuer gemacht hatte, wurde die Generaldistusfion geschlossen. In einer persönlichen Bemerfung erklärte Herr von Kardorff, daß eigentlich viel Blech geredet worden wäre natürlich von den Rednern der Währungsfrage. wieß den Ueberein Ausdrud 347 gege ftreilende wurde in borgenon Zur Kolonialpolitit. Im Deutschen Kolonialverein Sektion Schlesien, hielt Dr. Wolff, der an einer von der ef tanischen Gesellschaft ausgerüsteten Expedition im füblide Rongobeden theilgenommen hat, einen Vortrag in Brella in dem er bestätigte, daß das Land zu beiden Seiten de Songo troft los und zum Aderbau wegen Mangel an um und Waffer völlig ungeeignet ift. Auf der gan Strecke zwischen Boma und dem jegt 400 Seelen zählenbpflichtet, San Salvador, der früheren Hauptstadt des Kongolandes, unfruchtbares Gebiet und die Eingeborenen leben nur Dem, was sie von den Karawanen expreffen. Die Einwo find schlau, faul, faft bedürfnißlos und felbft gegen We überziehe frech. Da nach seinen Angaben auch der Elfenbeinhandel Boma bis Vivi durchaus nicht den Umfang hat, wie man gewiffer Seite glauben machen will" so ist von der Auswa Derung nach dem Kongolande dringend abzurathen. Burüdgeblasen wird wieder einmal von den preußischen Dffistösen in den tirchenpolitischen Fragen seit einigen D Offistösen in den tirchenpolitischen Fragen seit einigen Tagen. So wird dem Hamb. Korresp." von seinem römischen Korrespondenten geschrieben:„ Die Vorgänge, die sich zugetragen haben, find Machinationen und Intriguen, durch welche man eine definitive Beseitigung des Kulturkampfs, ja sogar die defi nitive Ernennung des deutschen Probftes Dinder zum Erzbischof von Bosen zu hintertreiben sucht." Der Berliner offiziöſe Korrespondent der Köln. Btg." schreibt, die Dhren des Papftes feten bisher der wahren Schilderung der Zustände in Breußen und der eigentlichen Gefahren, welche dort die katholische KirchenAlles schwamm zucht bedrohen, wenig zugänglich gewesen. Alles schwamm schon in einem Meer von Wonne und nun ist es schließlich wieder einmal nichts! Ein schärferer Wind? Der Hamb. Korresp." schreibt in seiner Sonntagsnummer: Es liegen Anzeigen vor, als gebe gegen die Sozialdemokraten, denen in legter Beit ein gut Stück Bersammlungsfreiheit gewährt worden ist, neuerdings wieder ein etwas schärferer Wind. In Barmen, wo am Sonntag die Reichstagsabgeordneten Pfannkuch und Harm in einer Bersammlung auftreten wollten, um über die Frage des Branntweinmonopols und andere Aufgaben des Reichstages fich zu äußern, ist die Versammlung auf Grund des Sosialistengefeges polizeilicherseits verboten worden. Speziell im Wupperthal war der Arbeiterpartet verhältnismäßig große Freiheit gelaffen worden, was gelegentlich felbft von Rednern ihrer eigenen Bartet öffentlich anerkannt wurde. Vielleicht aber bezog fich dies mehr nur auf Elberfeld, von wo auch jest nicht verlautet, daß auch dort das Auftreten der genannten awei Abgeordneten, wozu auf Montag eine Versammlung einberufen ist, perboten wäre." " " Ein in Rom here Unt fämmtlid Dieselbe giebt, 18 Ein beso fonders schaft wa Armee. Sergeant Waffend wird aud um von Es ist da für die U Brief hei Bewehr ichaffen? Schweiz Munition Rottbus, 4. Februar. In der Nacht vom Sonnabend Sonntag wurden, wie der Anzeiger" mittheilt, hier und einen den Vororten Sandow und Brunschwig gelbe Plalate an lebt, durch welche die Genoffen der Sozialdemokratie" awei frühere Parteimitglieder, welche die Verurtheilung Mitgliedern der sozialdemokratischen Partei berbeigeführt haben beschuldigt werden, eine Art Acht außiprechen. Auf Blakaten ist weder der Drucker noch der Verfaffer genannt Darmstadt, 3. Februar. Der sozialdemokratische Wir gehen nicht nach Monaco!" Unter dieser De vise bringt der Datennit Boan.", anfnüpfend an die Worte, welche Fürst Bismard neulich im Abgeordnetenhause äußerte, einen Artitel, in welchem er zunächst nach den an die Redaktion aus Stadt und Provinz gerichteten Briefen fonstatirt, daß die neulichen Debatten gewaltig das ganze Bolenthum erregt haben, daß aber auch die gesammte polnische Gemeinschaft das Bewußtsein der augenblidlichen gefahrbrohenden Lage hat. Der„ Dziennit" räth zur Ruhe und Besonnenheit, sowie zur andauernden Erfüllung der politischen und bürgerlichen Pflichten, da diese die einzige Rettung für die Polen seien, mahnt dazu, loftspielige Vergnügungen gegenwärtig zu unter laffen, theilt mit Freude mit, daß auch alle Pläne, Bälle zu veranstalten, aufgegeben seien. Er schließt mit den Worten: Wenn wir unser ganzes Leben der Arbeit, Sparsamkeit und dem Wfsen widmen, dann werden wir nicht nach Monaco gehen, sondern werden, indem wir unser geistiges und materielles Besitzthum vermehren, in diesem Lande, in welchem unsere Väter und Vorfahren ruhen, unsere Gebeine zur Ruhe legen!" Demnach würde in Bukunft die ,, Gnadenfonne" den Sozialdemokraten weniger scheinen? In Arbeiter treifen wundert man sich freilich schon lange über die sonder bare Handhabung des Versammlungsrechtes. In einem Stadttheil wird mitunter eine Versammlung verboten, welche im an dern ungehindert tagen fonnte und ein Thema, welches in Berlin unbeanstandet besprochen werden konnte, darf in andern Städten oft nicht erörtert werden. Des Herrn Wege find wunderbar," heißt es in einem belannten Sprüchlein. Aber die Wege der polizeilichen Drdnungen find es gewiß nicht minder. Allein die Beit der Wunder ist endgültig vorüber und man darf sich daber auch nicht wundern, daß in immer weiteren Kreisen fich die Meinung Bahn bricht, es sei den jeßigen Bus Händen gegenüber ein großer Vorzug, wenn auf Grund des Sozialistengefeßes jede Versammlung verboten würde. W Ulrich hat heute im Berein mit seinem Barteigenoffen Joft in Einbringung eines Gesezentwurfs zu ersuchen behufs Gin führung der Bollsschule allgemeinen obligatoriide ( beffischen) Landtag den Antrag eingebracht, die Regierung Staat. d Stuttgart, 4. Februar. Bei der gestrigen Abgeordneten wahl in Eglingen( um württemb. Landtag) erhielter Fabrikant Merkel( Demokrat) 2007, Schultheiß Mauz( Deuli Partei) 1941, Apotheker Luz( Sozialdemokrat) 969 Stimmen Eine Stichwahl ist nötbig. Die Reichstags- Nachwahl für den 2. schleswig belein 29. März festgelegt. Es handelt sich um einen Erfas fir ben ift von 1 welcher fe bann nad Blan ber gefängniß Ranier, 1 ju befrei mehrere 2 Die tigen Fa Neretirung welchem n revolution schen Wahlkreis Flensburg Apenrade ist auf dem Herrn Gottburgsen, dessen Wahl bekanntlich kaffirt worden i Die Agitation gegen die Gefängnißarbeit dauert auch in Desterreich ungeschwächt fort. Es hat fich zu diesem Bwed e Ausweisungen. Bahlreiche galizische Bergleute, welche bisher in den Bergwerten Oberschlesiens arbeiteten, haben neuerdings den Befehl erhalten, die preußischen Lande zu ver laffen. Im vorigen Jahre sind aus Königshütte allein 278 russisch und österreichisch- polnische Staatsangehörige ausge wiesen worden; von ihnen haben 59 Familienväter auf ihr Gesuch eine Frist bis zum 1. März resp. 1. April d. J. erhalten, um bis dahin thre Verhältnisse ordnen zu können. Sehr übel find von ihnen diejenigen daran, die den Knapp schaftsfaffen als Mitglieder angehören, da fle nach den Statuten das Doppelie des jährlichen Beitrages entrichten müssen, wenn fte nicht thr Anrecht an diese Kassen, welche zur Unterstüßung für die verunglückten oder durch Alter ar beitsunfähig gewordenen Mitglieder bestimmt sind, verlieren wollen. Das Prinzip, polnisch sprechende Reichsangehörige in rein deutsche Regimenter einzustellen, soll nach der vor Kurzem von dem preußischen Kriegsminister im Abgeordnetenbause abgegebenen Erklärung in Bulunft noch ssärfer als bisher zur Geltung gebracht werden. Dieses Prinzip fam zuerst furz nach dem deutsch franzöfifchen Kriege in größerem Umfange zur Anwendung, indem die posenschen Regimenter vorzugsweise mit Deutschen refrutirt und die Mannschaften der Ersagbezirke dieser Regimenter auf die Truppen der west lichen Provinzen vertheilt wurden. Es erhielten die zum V. Armeekorps gehörigen posenschen Infanterie Regimenter Nr. 18, 19, 58 und 59 ihren Bedarf überwiegend aus dem Bereiche des IV.( fächfifchen) Armeelorps. Insbesondere wurden in die Regimenter Nr. 58 und 59 gegen 800 Relruten aus den Bezitten der magdeburgischen Landwehrregimenter 27, 67, 26 und 66( Aschersleben, Halle, Bitterfeld, Torgau, Stendal, Burg, Halberstadt, Neuhaldensleben), des magdeburgischen Re serve Landwehrbataillons Nr. 36 und des anhaltischen Landwehrregiments Nr. 93( Deffau, Bernburg) eingestellt, während der den Regimentern Nr. 58 und 59 noch fehlende Bedarf durch solche Mannschaften aus der Provinz Boien gedeckt murde, die schon einige Kenntnis der deutschen Sprache hatten. Ein gleiches Verfahren hat bezüglich der oberschlesischen Regie menter 22, 23, 62, 63 und der pommerichen Regimenter 14, 54, 21 und 61, deren Erfaßbezirke ebenfalls zum größten Theil Rekruten polnischer Ablunft liefern, stattgefunden. Ueber eine merkwürdige Versammlungs- Kontrole Oesterreich Ungarn. Agitationsfomitee gebildet und dieses wählte aus seiner eine Deputation, welche eine Audienz beim Minister nachsuchte. Grafe Die Deputation wurde von den Minifi Taaffe und Prajal empfangen. Beide Minister gaben ang lich ihr lebhaftes Interesse an der Frage der Aufhebung Strafhausarbeit fund. Herr v. Brazal regte den Gedanten ob nicht die Genossenschaften selber die Strafbausarbeiten nehmen könnten. Ein Mitglied der Deputation meinte bar daß die Kriegsverwaltung, wo es thunlich, ihren Bedarf den Genoffenschaften( Innungen) beziehen könnte. Dies zur Folge, daß fich ein Mitglied der Deputation nunmeb ins Kriegsministerium begab, um die angeregte Jbee aud zur Prüfung zu unterbreiten. Das Agitationsfomitee sich nunmehr auflösen und an seiner Stelle ein neues, von zumeist intereffirten Genossenschaften berufenes Komitee ber Weiterführung der Angelegenheit betraut werden. Belgien. Aus Hamburg, 6. Februar, läßt sich die„ Post" schreiben: Unter den Sozialdemokraten Hamburgs, Altonas und Um gegend zeigt fich in lezter Beit eine auffallende Nübrigkeit. Bezahlte Agitatoren wurden in den legten Tagen von hier aus nach Schleswig- Holstein gesandt, um unter der dortigen Landbevölkerung die Broschüre: Was will die Arbeiterpartel" von W. Gafenclever in Halle zu verbreiten. Wie fich diese Leute ihrer Aufgabe entledigt haben, mag aus dem Umftande et hellen, daß die Gendarmerie diese Flugschrift sogar im Gebüsch an den Landstraßen hängend fand. Im hiesigen ersten Wahl freise wurde zu gleicher Beit eine Rebe Bebels in vielen tausend Exemplaren in alle Arbeiterwohnungen hineingetragen, ohne daß es der Polizei gelang, derartige Rolporteure bei ihrer Arbeit abzufaffen. Wohl aber wurden in der lezten Woche vier Sozialisten bei der Verbreitung des Büricher Sozial Demokrat erwischt, die selbstverständlich auf Grund des Sojialistengefeßes des Sozialistengesetes ausgewiesen wurden. Die Ausgewiesenen, welche jedesmal am abend abreisten, wurden von laufend Gesinnungsgenoffen in geschlossenen Reihen und unter Abfingen der Arbeiter Marseillaise nach dem Bahnhof gebracht, wobei jedes Mal mehrfache Verhaftungen vorfamen. Der Un fug war so start, daß der zulegt ausgewiesene Grünberg am Freitag Mittag in seiner Wohnung verhaftet und unter reiches Schnörkelwerk ließ es gegen die letteren noch kleinlicher erscheinen. Von einer Estrade gelangte man über eine gewundene doppelte Freitreppe, welche einen Fontainenhof umschloß, in den Garten. Dieser trat wegen seines reichen Laubschmucks in angenehmen Gegensatz zu dem das Schloß umlagernden Nadelwald. Er breitete sich vor den Fenstern desselben aus und war von einer niedrigen, mit Moos und Gras bewachsenen Mauer begrenzt, welche auch schon bedenklich weite Riffe und Breschen zeigte. Hinterher einmal gr Aus fich große auf versch idhinen zu Bergeblich Bolle und um die B Der fosial lung nach Der Staal fabren wi ftellten Kl jammlung Belt Die zweite Kammer hat die vom Senat in den entwurf über die Urheberrechte eingeschaltete Bestimmung nach die Wiedergabe von Telegrammen aus anderen Beitung ohne Quellenangabe und ohne Ermächtigung des Berle durchberathen und geht an den Senat zurüd. Frankreich. ge redung mit den Vorstandsmitgliedern der radikalen Linken Bölle auf härtesten böchften energifchen lofe Bolt Meinung baß die re Der Ministerpräftdent Freycinet erklärte in einer Uni Regierung sei zwar geneigt, die Begnadigungen noch m auszudebnen; unter den gegenwärtigen Umständen sei es a unmöglich, eine Amnestie zu bewilligen. Die öffentliche Meinu würde eine solche mißbilligen. Die beantragte Ausweifung Brinzen anlangend, so bemerkte der Konseilpräfident, gierung würde selber die Initiative zu Maßregeln zu Die 20 ergreif aller Kraft Am Sonn gegen die Anfturm Die Regie Berurtheil Rop wältigende gegen den Denfelben mächtigt, a Derworfen Bridlofent lanntlich wiffen, welche durch das Interesse der Republit erbeifcht me möchten, dieselbe betrachte aber den gegenwärtigen Antrag inopportun. Die Deputirtenkammer berieth am Sonna über den von Rochefort gestellten Amnestieantrag. Fr Leistungsfähigkeit ich das Beste hoffen durfte, und welch' ich den Erfolg verdanke. Johann Strauß". Herr Di Fritsche konnte diese freundlichen Worte mit einer angen Nachricht erwidern. Er devefchirte Sonntag Vormittag Komponisten: Friedrich Wilhelmstädtisches Theater tigen Sonntags- Vorstellung Vormittags bereits lompl verkauft. Einmal auf der anderen Seite, athmete sie wieder freier. Nun sah sie die Gartenpforte vor sich, zu der sie den Schlüffel hatte, und natürlich beeilte sie sich, diese zwischen fich und ihren Berfolger zu legen. Derselbe schien aber jezt ganz verschwunden zu sein. Schattige Laubgänge, mit Epheu umsponnene Bäume, helle Rafenpartien mit bunklen Bosketts, halb umgesunkene graue Riesenurnen und grün angelaufene Statuen und Gruppen, vom Bahne der Zeit benggt, wechselten in bemfelben. Die Stille des Traums lag über Schloß und Garten ausgebreitet. Vom Rüden des ersteren gelangte man über einen hoch ummauerten gepflasterten Hof direkt in den Wald. Die Wirthschaftsgebäude mußten auf einem zu erspähen. Endlich stand fie am Ziel. Mit zitternder Hand steckte fie den Schlüssel in's Schloß. Schloß. Es war dieselbe Szene, wie bei dem nächtlichen Verlassen ihres Elternhauses. Der Gedanke durchblizte auch sie, und ein halb unterdrückter Seufzer schien ihre Reue darüber zu bekunden, sich jemals außer den sicheren Schuß desselben begeben zu haben. Indem sie dies noch dachte und die Thür knarrend in roftrgen Angeln schwang, hörte sie wieder jenen haftenden schleichenden Schritt in ihrem Rüden. Der Mann war offenbar an jener Stelle, wo sie ihn an ihrer Seite ge sehen, abgesprungen, um der Erste an der ihm bekannten Gartenpforte zu sein. Irgend etwas hatte ihn verhindert, Im Bellealliance- Theater rüstet sich„ Orpheus und Drpbens der überaus freundlichen Aufnahme, die er auch dort gefunden zur definitiven Abreise. Nur noch wenige Vorstellungen ber Götterlantan muß dem Heldenfanfan weichen. wird auch hier von der Schönen Helena" verdräng 11 beren erfte Aufführung für Ende dieser Woche bevorsteht Fräulein Helene Meinhardt fingt die Titelrolle. Oftend- Theater. Die Aufführung des Dramas Male Hand und Herz" von Anzengruber in Szene " Sebon Bie Saftigung während eigte Jeuge imme Lafen wir ftraubenbe Drticait Lannie Th nung be nabem ift vorläufig verschoben worden. Am Dienfiag geht zum erfi I am Freitag das Benefiz des verdienstvollen Regiffeurs bie Dom föniglichen Schauspielhause wird die Liebendafirbigl Bühne, des Herrn Grimm, stattfindet. Fräulein Stollbe ber Blas Beribpapi 20 000 F als der R baltung fe bie Borer Vorwerke liegen; von solchen war hier wenigstens nichts früher hier zu erscheinen. Nun aber war er da und dies baben, an diesem Abend als Medea" aufzutreten und di Bewußtsein genügte, um Erna unaufhaltsam fortzutreiben. schon aus diesem Gunde dem Benefizianten ein ausverlaufte Alles das nahm Erna mit den Augen ein, ohne die eigenartige Schönheit dieses Bildes im leisesten zu empfin den. Ihr schwebte nur die Gestalt des Mannes im Mantel vor, und der Gedanke, daß er die Lichtung umgehen fönne, um ihr an eine Stelle aufzulauern, wo der Wald bis an die Gartenmauer herandrängte, scheuchte fie rasch aus ihrer ruhenden Stellung wieder auf. ( Fortsegung folgt.) Aus Kunst und Leben. Eine Schülerin des erblindeten Organiften Gehrke, Haus zu prognoftistren sein. Eine Preis E.höhung findet nicht statt. bas se biterblindete Frl. Martha Biegel, gab am Sonntag ihr gnügungsfomitees unter Leitung des Herrn Inspektor Sprin Spuren bis berhaftet. Berfonen, Baul Gal Drt und et im Ber tannt batte führt habe eftes Degeltonzert in der St. Johannes- Evangeliftenkirche. Die Ronzeitgeberin fpielte u. A. Praludium und Fuge von Bach ( D- moll) mit musikalischem Verständnig, großer Sid erheit und ster Weise von Frau Bindhoff und Frl. Einsel. bedeutender Technif. Unterſtügt wurde fie in entgegenfommend vorliegende Programm ist überaus vielversprechend, aber piel im Bureau des Alhambra Theaters zu haben. Dor bem& aber hätte wurbe an gefunden. tend Cson jobann in Rilinda Dor bem und gab Schläge und Fusi Ποπαταδί indem aud Deffen woun Hinge ange und auch grabfly's licher Nat Berichmette Zum Besten der Untfrstütungstaffe bilfsbedürftig Bühnenmitglieder veranstalten die Mitglieder des Dftend The ters in Verbindung mit denen des Alhambra Theaters am Mit woch, den 17 Februar, im Fiebig'schen Saale, Sr. Frankfurte ftraße 27/28, einen Wiener tastenball. Seitens des B wird nichts versäumt werden, was den Ball zu einem inter effanten geflalten dürfte. Bedeutende Künstler und Spesia täten ersten Ranges haben ihre Mitwirkung zugefagt. Das un lang, als daß wir es abbruden lönnten. Billets find vorb toren, so schreibt der ,, Bester Ll.", ist um ein neues, betrüben Die Geschichte unserer vaterländischen Juftig Be des Blatt bereichert worden. Die Folter, diese entfegliche Wa regel finsterer Beiten, fie will bei uns, in der Proving, no immer nicht schwinden Wo es bei einem etwas schwierige Straffalle den mit der Handhabung des juftispoli Deinem waderen Perjonal, von dessen erprobter ausgezeichneter Verstande und an Geschicklichkeit gebricht, find die Marterwe Sie mußte jenen Waldvorsprung passiren, um zu der einzigen Gartenpforte zu gelangen; denn wenn das Mauer wert auch niedrig und voller Breschen war, für sie war es doch unübersteiglich. Sie hätte schon hier um Hilfe rufen fönnen, aber es war fraglich, ob man sie auch im Schlosse hören würde. Ganz sicher hörte man sie von jenem Wald vorsprung aus, darum eilte sie jest bangklopfenden Herzens darauf hin. Es war nur eine Baumgruppe, welche ihr den Weg zu ber Gartenpforte verlegte, uub deshalb leicht überschaulich. Erna sah nichts Verdächtiges darin, sie hörte auch nicht das leisefte Geräusch, als sie noch einmal lauschend still stand, und so huschte sie rasch hindurch. Das lachende Berlin", die humoristische Revue von Ed. Jacobson und Willen wird nunmehr am Freitag, den 12. d. M., im Walhalla Theater zur ersten Aufführung ge langen. Von Johann Strauß tit an Herrn Direktor Frigsche auf dessen Minheilung von dem folossalen Etolge, den der„ Zi geunerbaron" im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater errungen, folgende Depesche gelangt: Derzlichsten Dant Dir und lichen Dienftes betrauten Organen an bem nöthig welche er anfallen Clongrab Daß fein S bebeat wa trümmert. wurde, Boligel mmlunge ammen en über rhalb brei n der We chenlohn brer in Blafe Bi onialverein on der aft n fübliche in Bresla Seiten be el an Sum Der ganz en aäblent en olandes, en nur vo Einwohn egen Wel handel wie man er Auswan nabend j wieß den Antrag rundweg ab und ersuchte die Rammer, thre Uebereinstimmung mit der Regierung durch ihr Votum zum Ausdrud zu bringen. Der Amnestieantrag wurde sodann mit $ 47 gegen 116 Stimmen abgelehnt. Laut Nachrichten aus St. Quentin versuchten die freitenden Arbeiter Barriladen zu errichten; der Versuch wurde indeffen sofort unterdrückt und wurden 30 Verhaftungen vorgenommen. Italien. vor einigen Tagen dem Lordmayor ihre Au' artung machte, um ihn zu veranlassen, bebufs Unterstügung der BeschäftigungsLosen und Linderung des großen Notbftandes öffentliche Sammlungen zu veranstalten. Die Mitglieder der Depu tationen erschienen nicht nur als die Vertreter aller möglichen Bewerte und Tagearbeiter, sondern auch der britischen Seeleute, der Dock und Werft Arbeiter, sowie der Budersteder. Nach eingebender Schilderung der Nothlage seitens mehrerer Mit. glieder der Deputation versprach der Lordmayor, vom Manfion erlassen, und empfahl, die Bertheilung der eingegangenen Fonds House aus einen Aufruf an die öffentliche Mildthätigkeit zu awei alibekannten wohlthätigen Drganisationen in London anzu vertrauen, damit die gesammelten Geldmittel auch in die richtigen Hände fämen. " Ein weniger friedliches Ansehen hatte ein großes Meeting in der Holborn Stadthalle, wo Maßregeln zur Begegnung des Mangels der Beschäftigungslosen gefordert wurden. Als Bwed des Meetings wurde angegeben: Auf unverzügliche Maßregeln zur Unterstügung Derjenigen zu dringen, die außer Arbeit sind, und zwar durch Jnangriffnahme von Bauten für Arbeiterwohnungen in dem Diftrift und durch zwangs weise Kürzung der Arbeitsstunden der Leute, die bei den Eisenund Straßenbahnen, sowie beim Dmnibus- Verkehr beschäftigt find, und die jest für eintägige Bezahlung die Arbeit von Zweien verrichten müssen." Schließlich gelangten mehrere Resolutionen zur Annahme, welche dem oben angedeuteten Swede des Meetings entsprachen. Ein sensationeller Verschwörungsprozeß wird dieser Tage in Rom vor den Affifen verhandelt. Angeklagt find der frü bere Unteroffizier Albani, sein Rollege Marint und Genoffen, fammtlich Mitglieder der Associazione Republicane Universale. Dieselbe trat, wie fich aus den sequeftrirten Broflamationen er giebt, 1883 aufammen. Das Statut ist echt nihilistisch redigirt. Gin besonderer Fonds wurde für den Anlauf von Waffen, be fonders Revolvern, ausgeworfen. Jeder Sosius wird ver pflichtet, eine solche Mordwaffe zu tragen. Zwed der Gesellschaft war besonders die revolutionäre Propaganda in der Armee. Man wollte möglichst zahlreiche Unteroffiziere, Sergeanten und Fouriere" in das revolutionäre Lager hin überziehen, besonders Fouriere, weil diese die Munitions nnd Waffendepots unter fich baben. In einer der Proflamationen wird auch der Plan zu einer Expedition nach Eriest entworfen, um von rort aus eine infurrettionelle Bewegung zu entfachen. Es ist darin gesagt, daß viele Tausend Italiener bereit seien, für die Universal Republik sofort zu den Waffen zu greifen. In einem aus Neap: Datirten, mit Santaroja unterzeichneten Brief heißt es:„ Wäre es möglich, Munition für das Betterli Gewehr( mit ihm ist die italienische Armee bewaffnet) zu ver ichaffen? Und wie viel?" In einem andern Briefe aus der Schweiz spricht man von 3000 Betterli- Gewehren, der Munition dazu, dem Preise und der Lieferfrist. Dieser Brief ift von dem Erdeputirten Falleroni unterzeichnet, demselben, welcher seiner Beit im Barlament den Eid verweigerte und bann nach Genf entwich. Ferner fand man einen genauen Blan der Militärpoften, welche die Carcere Nuove( Gerichts. gefängniß) bewachen, nebst der Losung und der geeignetsten Manier, dieselben zu überrumpeln und sämmtliche Gefangenen u befreien. Es find awölf Angeklagte. Der Prozeß wird mehrere Wochen dauern. hier und Halate ang tratie" b beilung vo eigeführt n. Auf br genannt atifche fien Joft in egierung un chufs Gin torifgen Durch den bgeordnete g) erhielten uz( Deutlicht 59 Stimmen big bollein ift auf ben Für ben rias t worden r tert aud in em Bwed d feiner Tit nifter G En Minif gaben ang fbebung Bebanten arbeiten meinte bar Bedarf Rukland. Die Petersburger Boliget will wieder einmal einen wich tigen Fang gemacht haben. Es glückte ihr angeblich die Arretirung des lange umsonst gesuchten Sergei Iwanow, in welchem man, wenn nicht das Haupt revolutionären Exekutiv- Komitee, so doch Nr. 2 vermuthet. Hinterber wird fich wohl herausstellen, daß man fich wieder einmal gründlich geirrt hat. Nr. 1 Schweben und Norwegen. bes Die Times" geben gerne zu, daß das vom, Lordmayor abgegebene Versprechen seiner Unterstügung lobenswerth ſei; es müßte aber nicht vergessen werden, daß Optimismus eben so unheilvoll als Mangel an Wohlthätigkeit sein könne, und daß es ganz und gar zu falschen Hoffnungen ermuntern würde, wenn man die Thatsachen aus den Augen verliere, daß, wenn Die Nothlage wirklich die von der Deputation geschilderte Aus behnung und Intensität erreicht habe, tein Fones fite wirkungs. voll beseitigen fönne. Es bleibe noch abzuwarten, ob Sub flriptionen, Rundgebungen und nebelhafte Resolutionen, wie fitften würden, als Selbstvertrauen, Mäßigkeit und Selbst. die in ber Holborn- Stadthalle angenommenen, mehr Gutes genügsamteit.- Selbstvertrauen, Mäßigkeit und Selbst genügiamleit", das find also die Mittel, mit welchen den Ar beitslosen geholfen werden soll! Probatum est. Parlamentarisches. In der gestrigen 6igung der Arbeiter, schus Kommission wurde die Berathung über die Frage der Kinderarbeit fortgesett. Einig waren alle Redner darin, daß vom Standpunkt der Humanität und des Mitge, fühls gefeßliche Regelung der Frage geboten erscheine. Nur inwieweit eingegriffen werden müsse, gingen die Stimmungen auseinander. Abg. Letocha erklärte, daß ihm Mittbeilung geworden sei, in Oberschleften verlange man die Beſchäftigung Aus Stockholm wird geschrieben: Die Schutzöllner gaben fich stoße Dube, Den Reichstag sur Bewilligung von Höllen auf verschiedene Bedürfnisse, wie Getreide, Kohlen und Mas schinen zu bewegen. Bis jet waren ihre Bemühungen jedoch Enquete, die fich seiner Meinung nach auf die Textilindustrie Bergeblich. Die Mehrheit der Kammer war bisher gegen diese Bölle und die Sosialisten halten öffentliche Versammlungen ab, Der sozialdemokratische Agitator Balm wies in einer Versamm der Staatslaffe einen Ueberschuß von 13 594 000 Kronen zu führen würden, daß aber von diefer Summe die schlechter ge ftellten Klaffen vier Fünftel aufbringen müßten. Die Ver fammlung nahm schließlich folgende Resolution an: Da alle Bölle auf Lebensbedürfnisse indirekte Steuern find, welche am hättesten die arbeitende Bevölkerung brüden und deshalb im hauptung von einer Reduzirung der Kinderarbeit, weist viel höchften Maße ungerecht find, so erhebt die Versammlung mehr ziffernmäßig eine Steigerung von 88 000 Köpfen 1876 auf energischen und ernsten Einspruch dagegen; und da das recht loſe darauf hin, daß Kinder im VoigtMeinung fund geben kann, so spricht es die Hoffnung aus, land, in Schleften, in Sachsen sc. in der Stickerei und Franzen Dies b munmebr Dee aud tomitee cues, von Komitee ben. ben immung ren Beitung es Berle ourde geplen einer Un en Linten DO daß die rechtlich denkenden Mitglieder des Reichstages mit aller Kraft der Einführung solcher Zölle widerstreben werden." Am Sonntag sollte eine Massendemonstation von Arbeitern rgen die geplante Einführung von Zöllen stattfinden. Der Anfturm der Schutzöllner wir nun wohl erfolglos bleiben. Die Regierung hat einen Antrag auf Entschädigung unschuldig Berurtheilter und Verhafteter eingebracht. Dänemart. Ropenbagen, 5. Febr. Das Follething hat mit überwältigender Mehrheit eine Resolution angenommen, welche egen den töniglichen Erlas vom 26. Januar protestirt und denselben für verfaffungswidrig erklärt. Der König batte be lanntlich durch den erwähnten Erlaß das Minifterium er mächtigt, auch weitere Ausgaben zu machen, obgleich das Budget verworfen worden war. Montag Befchloffen werden. noch we fet es a liche Mein Bweifung Dent, bie au ergre beifcht we n Antrag Sonnabe 8. Frepci melche Derr Di angena mittag ompl ater trot pheus Hungen ort gefunden Depbeus rängt beren bt Fräulein nas Seban " bt zum erfic ene, während iffeurs bil in Stollbe enewürbinle n und bi Großbritannien. Bie allgemein zur Zeit der Nothstand unter der be eigte deutlich die Busammenfegung einer Deputation, die ber jugendlichen Arbeiter. Dr. Schneider verlangt erst eine zu beschränken babe. Selbst ein pofitives Verbot der Kinderarbeit würde feinen Rußen erzielen, denn durch die Noth ver anlagt, würden es die Arbeiter umgehen. Der nationalliberale Redner Dr. Böttcher will auch gern helfen, tommt jedoch vor lauter Wenn und Abers zu feinem pofitiven Vorschlag. Bezeichnend war es, daß ihm selbst der Antrag Lieber als harm und bedeutungslos erschien. Abg. Merbach hält den befferen Schus der Kinder in der Fabrik und fabrikmäßigen Hausindustrie für das zunächst Erreichbare. Abg. Auer be fireitet zuvörderft die von Dr. Schneider aufgestellte Be im 1883 nach. Ebenso der Reichspartel, Nationalliberale, Deutschfreifinnige und Sozial demokraten denselben bekämpften. Neue Gesichtspunkte von. Bedeutung wurden bei der Berathung nicht geltend gemacht; bie Debatte bewegte sich im Wesentlichen in denselben Bahnen, welche fie im Plenum eingeschlagen hatte. Der Vertreter des Bundesraths, Geheimer Nath Lohmann, erklärte, eine prinzipielle Stellung zu der Frage des Befähigungsnachweises im Namen der verbündeten Regierungen nicht nehmen zu können. Er ging dann auf Einzelheiten der Vorlage ein und zeigte namentlich, wie die darin in Aussicht genommene Spezialifirung der Ge werbe unbestimmt und ungenau, wie die Grenze des Hands werks gegenüber der Fabrit einerseits, gegenüber der Haus induftrie andererseits völlig unklar sei, wie der Betrieb von Nebengewerben dadurch fast unmöglich gemacht werde. Er vers breitete fich ausführlich über die unswedmäßige und bedenkliche Art, in welcher die Prüfungsorgane gebildet werden sollten, und legte dar, daß nach Maßgabe des Entwurfes Personen, welche in der Lehrlingsanstalt ber föniglich preußischen Eisen bahnverwaltung als Schloffer ausgebildet werden. fünftig nicht im Stande wären, das Schlossergewerbe als selbstständige Meister zu betreiben. Nach Schluß der Debatte wurde der Befähi gungsnachweis mit 11 gegen 9 Stimmen angenommen. In der bekannten Geschäftsordnungsfrage, welche bei der Polendebatte den Anlaß zur Stimmenthaltung der Oppofition gab, baben fich jetzt die Konservativen Frei tonservativen und Nationalliberalen zu folgendem Antrage ge einigt: Das Haus der Abgeordneten wolle beschließen: In Erwägung, daß der Versuch gemacht ist, den§ 27 der Geschäftsordnung im Widerspruch mit seinem Swede, seiner Entstehungsgeschichte, seiner Anwendung, sowie mit der Natur der Sache auf Resolutionen zu beziehen, deren allgemeiner Jn. balt eine finanzielle Vorprüfung nicht gestattet. In Erwägung, daß es fich hiernach empfiehlt, einer der artigen unberechtigten Berufung auf den bezeichneten Para graphen für die Zukunft vorzubeugen, die Geschäftsordnungs tommiffion zu beauftragen, eine diesen Erwägungen ent sprechende Faffung des§ 27 der Geschäftsordnung in Vorschlag au bringen. Der Antrag ift u. A. unterzeichnet von Enneccerus, Hobrecht, v. Minnigerode, v. Rauchhaupt, Wehr, v. Bedlig. -Der Entwurf eines Gesezes, betreffend die Ergän zung des§ 809 der Bivilprozeßordnung, ist jest Dem Reich stage zugegangen. Derselbe lautet: Dem§ 809 tritt als dritter Abfaz folgende Bestimmung hinzu: ,, An Stelle der Bustellung des Arrestbefehls an den Schuldner(§ 671) genügt es, wenn die Post um Bewirkung der Zustellung er fucht(§§ 177, 179), oder, sofern eine Bustellung mittelst Er suchens anderer Behörden oder Beamten oder eine öffentliche Buftellung erforderlich ist, das Gesuch um die Zustellung(§ 190) überreicht ist" Behrenhoff und Dr. Hammacher haben, unterstügt von den Die Abgeordneten von Saldern- Ahlimb, Graf Behrbeiden tonservativen und der nationalliberalen Fraktion des Reichstages zur britten Lesung des Marineetats den Antrag eingebracht, die bei der zweiten Lesung gestrichene Forderung der Regierung von 800 000 M., um Bau eines Aviso" wieder in den Etat einzuseßen und zu bewilligen. - Die Kommiffion zur Berathung der Unfallversicherung landwirthschaftlicher Arbeiter nahm am Sonnabend in erster Lesung die§§ 1-8 der Regierungsvorlage(§ 4 vorbehalten) mit der einzigen Abänderung an, daß auch die freiwillige Versicherung der nicht zur Versicherung Verpflichteten gestattet wird. Die Familienangehörigen der Unternehmer wurden, soweit fie leinen Lohn beziehen, von der Versicherung ausgeschlossen. legung des Beweismaterials weis unter$ 5, 1-3 ber Regierungsvorlage mit ben jämmtlichen Abden, bei einem täglichen Verdienst von 25 bis 40 Pfg. Die Regierung treffe der Vorwurf, daß fie die Frage der Kinderarbeit nicht längst eingehend untersucht habe. Der Antrag Lohren, der die Jnnungen von der Aufficht ausschließen will, fei unhaltbar, denn dann lönne jeder nur einer Innung bei treten refp. eine solche gründen, und er sei der gefeßlichen Aufficht ledig. Wollen Sie Reformen einführen, so schließt Redner, so müssen Sie bestehende Interessen verlegen, ohne dies geht es nicht ab. Erwähnenswerth find noch die Ausführungen bes Abg. Löwe: Derselbe macht darauf aufmerksam, daß die ftrenge Durchführung der Schulpflicht hier in Berlin ziemlich Wandel geschafft habe. Er halte dafür, daß jede Industrie, welche die Kinderarbeit nicht entbehren tönne, nicht existen berechtigt sei. äftigungslosen Arbeiterbevölkerung der englischen Hauptstadt Distusfion entwickelte fich über den Befähigungsnachweis, den Lafien Ortschaft Lannte Straubenden Fall von Inquisitions Prozedur folgen: In der wir den nachstehenden Bericht über einen geradezu haar. -Die Reichstagskommission aur Berathung der Ader. mann'schen Anträge zur Gewerbeordnung hielt am Freitag Abend und Sonnabend Vormittag Sizungen ab. Von einer Generaloiskussion wurde abgesehen. Eine längere Ronservative und Bentrum vertheidigten, während die Vertreter Je immer rechtzeitig zur Hand. Statt aller weiteren Reflegionen bedenkliche befunden und mußte an ihm eine Amputation der nabem Szerb Tabé im Torontaler Romitat orangen unbe Thäter nach Durchbrechung einer Mauer in die Woh fie Die Battin des Beck ermordet hatten, Füße vorgenommen werden, da an den Wunden mittlerweile der Brand eingetreten war. Ein absonderliches Pech hatte dieser Tage ein Bruder Studio in Kiel. Start angezecht, wollte derselbe Nachts feine im dritten Stodwerk eines Hauses der Holstenstraße be Legene Wohnung aufsuchen. Die Eingangsthür ist mit einem Glasfenster versehen, gleichzeitig befindet sich jedoch auf dem nun Richtung auf die Thür zu nehmen, schoß der Angenebelte auf das Hoffenster los und fuhr sofort durch die Scheiben ins nung bes wohlhabenden Kaufmanns Bed und trugen, 20 000 Fl. fort. Karl Bed war zufällig vom Hause abwesend, selben Korridor ein nach dem Hofe hinausgehendes Fenster. Statt Berthpapiere und andere Gegenstände im Werthe von über als der Raub geschah und hatte sohin einem Zufälle die Er baltung seines Lebens zu verdanken. Die Gendarmerie flog Die Borerhebungen über diesen Fall und nachdem die Verdachts Freie. Auf dem Hofe wurde von den Einwohnern des Hauses Spuren bis zum Haufe des Emerich Budai führten, wurde dieser verhaftet. Außerdem wurden in dieser Angelegenheit noch bret Bersonen, namentlich Naum Csongradßfy, Gyurits Joanov und Baul Galoba detinirt. Es wurde ein Untersuchungsrichter an Ort und Stelle ermittirt und vor diesem gestand Budai, dag er im Bereine mit Csongradgly die Frau Bed, welche fte er fannt hatte, mit einer Hade ermordet und sodann den Raub ausge einer spirituosen Bewußtlofigkeit" an dem Patienten nichts führt habe; Ivanov und Galoba hatten die Aufgabe, als Aufpaffer vor dem Hause Wache zu halten. Die geraubten Gegenstände aber hätten fie in dem Hause Csongradßly's vergraben. E wurde an der bezeichneten Stelle nachgegraben, jedoch nichts tenb Csongrabsfy beharrlich leugnete. Die Häftlinge wurden jobann in das Gefängniß des lönigl. Gerichtshofes in Groß Rilinda gebracht. Hier meldete ausverlaufte ng ber Bli Ifsbedürftig Oftend The ters am Di Frankfurter ne bes Ve ftor Spring einem inter nb Spesial gt. Das un aber piel find vorb Juftig Ber es, betrüben Tegliche Dia Sroving, no B fchwierige juftigpoli m nöthig Marterwe plöglich ein Fall vernommen und bald darauf ein anbaltendes Söhnen bemerkbar, so daß der Hauswirth, ein Konditor, aufftand, und mit seinen Gesellen die Sache unter uchte. Da fand er denn den Miether aus dem dritten Stockwert in täglichem Bustande. Nachdem man den vollständig hilflosen in seine Stube ins Bett gebracht, holte man den Arzt, der indeß außer entdeden konnte als etwas blutunterlaufene Füße. Ein blutiges Gaftmahl. Die Deutsche Zeitung" in Merilo erzählt; Folgende Episode klingt wie ein Kapitel aus einem Schauerromane, deffen Ort der Handlung die böhmischen gefunden. Auch Jeanow und Galoba waren geständig, wäh. Wälder find aus der Beit des 16. Jahrhunderts. Nach Be richten aus Quadajara hat fie fich aber im merikanischen Terri torium Dewic, und zwar im Jahre des Heils 1885, augetragen. Vor einiger Zeit lub der Oberst Caloca die Anführer des AufDor bem vom Gerichtshofe ernannten Untersuchungsrichter standes von Ealita in aller Freundschaft zu einem Bankett ein, und gab an, er sei zur Ablegung des Geständnisses durch Ebenso zogen In Folge um mit ihnen über die Herstellung des Friedens im neuge Schaffenen Territorium zu unterhandeln. Ahnungslos leisteten Die Entbotenen dem Rufe Folge und nahmen die ihnen ange Csongradgly und die übrigen wei ihre Geständnisse zurüd, wiesenen Bläge ein, dergestalt, daß ein Seder zur Seiten eines Deffen wurde die gerichtsärztliche Untersuchung der vier Häft gefcomauft und der Wein den früheren Feinden das Herz zur Hinge angeordnet und dieselbe ergab, daß an den Fußsohlen Versöhnung geneigt gestimmt hatte, erhob sich der Gaftgeber, grabfly's Wunden waren; einige dieser Wunden waren tödte licher Natur. Der Rinnladentnochen Clongradily's war ganz serichmettert und sein Gemüth in Folge der Mißhandlungen, welche er erlitten, so umdüstert, daß er häufig von Lobsuchts anfallen heimgesucht wurde. Am 25. Januar L. J. starb von Caloca's Offizieren zu figen fam. Nachdem man tüchtig um einen Zinkspruch auszubringen. Dies war das Beichen zum allgemeinen Blutbade. Die Offiziere zogen ihre verborgen gehaltenen Dolche und erftachen ihre Tischnachbarn. 19 Leichen füllten im Augenblid die Räume, wo foeben noch der Freuden becher gellungen hatte, 19 Leichen der auf die denkbar hinter liftigfte Weise abgeschlachteten Gegner. Ein einziger entrann bag fein Körper mit von Schlägen herrührenden Wunden gang buben erreichten ihn, und man fnüpfte ihn, schon halbtodt, Bongrabgly und es wurde anläglich der Obduktion konstatirt, dem Dolchftich seines Tischgenoffen, allein die Schüffe der Mord trümmert. Aber auch die Wunden Budai's wurden für sehr Caloca. an einem Baume auf. So endete das Gastmahl des Obersten In der legten Sigung der Buderfeuer Rom mission des Reichstags wurde die Spezialdebatte über die deren Bahl bis jest auf 10 geftiegen ist, fortgefeßt. Fast alle Anträge verlangen auf dem Boden der Rohmaterialienfteuer eine größere oder geringere Herabminde rung der Rübensteuer und der Exportbonifilation, zum Theil Entzuderung. Die Regierungstommiffare erklären, lediglich in Verbindung mit einer gleichzeitigen Besteuerung der Melaffe die Au gabe zu haben, die Regierungsvorlage zu vertheidigen, glauben teine Kompromisse in Aussicht stellen zu dürfen und verhalten fich allen Anträgen gegenüber ablehnend, da die verablegung der Rübensteuer den fistalischen Bwed verettle und Die Melaffefteuer ungerecht und undurchführbar erscheine. Lokales. Bier Jahre find mit dem vorgeftrigen Tage, dem 7. Fe bruar, verfloffen, seit die Stadtbahn ihre Schlangenwindungen Durch Berlin zieht. Welcher bedeutende Verkehr auf derselben berrscht, fann man war täglich schauen, indessen ist es doch für die Baffagiere nicht so leicht, fich ein Gesammtbild von demselben zu machen. demselben zu machen. Es werden täglich allein 280 Büge regelmäßig abgelaffen, welche nur dem Stadtverkehr dienen, hierzu kommen noch 74 Vorortszüge und 90 Externzüge, so Europäische Pflanzen in Amerita. Es ist eine bes Tannie Thatsache, daß unter den von Amerika nach Europa eingeführten Pflanzen die sogenannte Wafferpeft binnen wenigen Jahrzehnten eine fo außerordentliche Verbreitung fand, daß fie zu einer wahren Plage wurde. Gleichfalls zu einer Last find in Amerika einige von Europa aus eina gewanderte Pflanzenarten geworden, so außer dem im Anfang Dieses Jahrhunderts über das Meer dorthin gelommenen LeinIraut, namentlich der gemeine Natterkopf, auch ,, blauer Heinrich" genannt. Derselbe bat fich in den Ebenen von Virginien so maffenhaft angesiedelt, daß zur Beit seiner Blüthe das Land weit und breit wie von einem lebhaft gefärbten himmelblauen Teppich überspannt erscheint. Die Gesammtzahl der in Nords amerita beimisch gewordenen europäischen Pflanzenarten beträgt gegen 260. Chinesische Sitten. Der Chef der Sittenpolizei, Wen Hai, in Beting hat an den Kaiser folgende Bittschrift gerichtet: Früher vermochte nichts die Frauen und Familien von Be amten zu bewegen, Lempel zu besuchen oder die Straßen zu frequentiren, während selbst die Weiber der gemeinen Soldaten Die Nothwendigkeit eines stillen und ordentlichen Lebens wür digten und Fälle von müßigem Umberstreifen nur bier und da vo famen. Sett den legten wenigen Jahren hat sich die Lage der Dinge indeß verändert. In den Geschäftsstraßen schwärmt es von jungen Frauen, und es ist fein Mangel an müßigen Spaziergängerinnen in eleganter Toilette. Was noch mehr Anstoß giebt, ist der Umstand, das in den Räumen und Buden berufsmäßiger Rezitatoren oder Geschichtenerzähler sogar Frauen einen Theil der Zuhörerschaft bilden, während Ne staurants und Weinschänken ebenfalls der Schauplas weiblicher Busammenkünfte find. Die öffentliche Sitte schwebt in Gefahr, mehr und mebr verderbt zu werden. Der Bittsteller ersucht Demnach um den Erlaß einer kaiserlichen Verordnung, welche diese Bräuche untersagen und erklären, daß, wenn fünftighin Frauen Vergnügungslokale besuchen oder Restaurants und Lavernen frequentiren, um sich an Gelagen zu betheiligen, beren Diener, wenn fte von solchen begleitet sind, verhaftet werden würden. Wenn sie von Dienern nicht begleitet sind, würden die Frauen selber verhaftet und verhört und das Haupt der Familie an ihrer Statt bestraft werden. Wenn die Delinquenten Damen find, die der Beamtenflaffe angehören, sollten die Beamten denunzirt, wenn von Soldatenfrauen, deren Männer gepeitscht werden. Diejenigen, die Size an Frauen in diefen Lokalen verlaufen, sollten gerichtlich verfolgt und deren Etablissements geschlossen werden." therie und Kroup 34, an Zyphus 9, an Rose 1. Es Barben 105 Personen, als Bestand verblieben 4171 Rranke. Wafferftand der Spree in der Woche vom 24. bis 30. Januar 1886.( Angabe in Metern.) Daß nur im regelmäßigen Betriebe täglich 444 Bäge abgelaffen| werden müfen. Hm Sommer fommen aber hierzu je nach Bedarf in den Wochentagen 12 bis 30 Extrazüge, an den Sonntagen deren bis zu 72, bei außergewöhnlichem Verkehr Steigert fich bie Bahl der Büge noch bedeutend und beträgt 562 an einem Zage. Die Zahl der beförderten Baffagiere der Stadtbahn betrug im ersten Geschäftsjahre 8 396 470 und ift im Jahre 1884-85 auf 14 256 490 gewachsen. Sicher wird dieselbe fich noch bedeutend und ohne Rücksicht auf die Be völkerungsziffer steigern. Troß diefer riesigen Bahl find die Antlagen wegen Betruges in Bezug auf das Fahrgeld ganz verschwindend gering und im legten Jahre gegen das erste Betriebsjahr, in welchem 17 solcher Anklagen erhoben werden mußten, ganz bedeutend zurückgegangen. Ebenso erfreulich ist die Thatsache, daß noch kein ernster Betriebsunfall auf dieser zweifellos frequentesten Bahnstrede des Deutschen Reiches vor gekommen ist. Verlegungen und Tödtungen von Passagieren, Beamten und Arbeitern find freilich leider nicht gerade jelten; fle resultiren aus dem regen Verkehr und der dadurch herbei geführten größeren Gefährlichkeit der Strede. Die zahlreichen Kurven tragen nicht eben dazu bei, diese Gefährlichkeit zu ver mindern und die große Zahl der Betriebsbeamten und Arbeiter -400 beziehungsweise 500 vergrößert dieselbe noch. 64 Maschinen find unausgesett thätig und außerdem noch eine Anzahl Reservemaschinen, denn der Dienst tann gerade hier eine Stodung am allerwenigften erleiden. Die Haupttage des Berkehrs find natürlich die Sonntage und allein an den 17 Sommersonntagen vom Mai bis August 1883 find 1300 757 Berfonen durch die Stadtbahn befördert und in diesem Jahre ist diese Biffer in dieser Beit auf faft 2 Millionen geftiegen. Für den Studenten Dehlfe, welcher im Februar vorigen Jahres im Grunewald den Studioftus Holzapfel er schoß und vom Landgericht I zu Berlin deshalb zu vierjäh riger Feftungshaft verurtheilt wurde, die derselbe in der Festung Glas verbüßt, foll nunmehr von seinen Freunden durch einen biefigen Rechtsanwalt ein Gnadengesuch an den Kaiser gerichtet werden, worin gebeten werden soll, ihm den noch nicht vers büßten Theil der Strafe zu erlassen. Bestätigt fich nun die Nachricht, daß gelegentlich des fünfundzwanzigjährigen Re gierungsjubläums die Begnadigung Dehlte's an maßgebender Stelle dem Kaiser nicht empfohlen worden sei, dann dürften Die Freunde Dehlte's mit ihrem Immediatgesuche schwerlich Erfolg haben. Uebrigens befindet sich Dehlte in Glas den Umständen nach wohl und ftudirt in seinem Gefängniß fleißig. Er selbst hatte, da andere wegen Duells Verurtheilte gelegent lich des Regierungsjubiläums begnadigt wurden, seine Freis laffung erwartet, fich aber vergeblichen Hoffnungen hingegeben. Der Tischler Sunicht, welcher am 24. Mai v. J. die Frau Weber in der Wohnung ihrer Dienstherrschaft ermordet und beraubt hat, ist gestern Morgen enthauptet worden. Gegen die Kritit Franz v. Schönthan's, in welcher derselbe über das vermoderte, angefressene oder angebrannte Briefpapier als eine Modethorheit" spottet, polemifirt das Organ der Papierhändler wie folgt: Ueber obige Rritit dürf ten Papierhändler anderer Ansicht sein. Gewiß ist die Sache originell! Aber man bedente einmal auf der anderen Seite, wie viele Fabrikarbeiter durch diese fich stets erneuernden Moden" ihr Brot finden, und daß das Geld nur denen aus der Tasche geholt wird, die es übrig haben. Das öffentliche Mergerniß aber, das z. B. durch Kleidermoden gegeben werden Tage 24./1. 25./1. 26./1. 27./1. 28./1. 29./1. 30./1. Am Oberbaum 2,46 2,45 2,44 2,44 2,44 2,42 2,43 Dammmühle, 2,38 Oberwaffer 2,38 2,38 2,38 2,38 2,38 2,38 Dammmühle, Unterwaffer. 1,10 1,10 1,09 1,09 1,09 1,08 | 1,09 Referent legte in ausführlicher Weise die Rotblage des Tischle gewerts dar und erklärte, daß, wenn die Tischler Berlius fich nicht zu einer feften Organisation vereinigten, die zum Leben laum auslömmlichen Löhne sich noch verringerten durch das Maffenangebot der arbeitslosen Berufsgenossen. Das erfte und Hauptziel einer solchen Organisation müsse die Verkürzung der Arbeitszeit sein, um dadurch jenen arbeitslosen Kollegen Arbeit zu verschaffen. Den Organisationen der Arbeitgeber, die auf Verkürzung des Lohnes und Verlängerung der Arbeitszeit hinzielten, müffe eine gefchloffene Bhalang der Arbeiter gegen über gestellt werden. Er empfahl sodann mit träftigen Worten den Eintritt in den Fachverein der Tiseler. In der an das Referat fich anschließenden Distusfton sprachen sich im Sinne des Referenten die Herren Schaar, Mertens, Tupauer, Streus u. A. aus. Herr Lens, ein früheres Rommissionsmitglied, führte aus, daß die Fachkommiffion des Fachvereins nicht das leisten fönne, was die frühere Lohnkommission geleistet habe, wurde jedoch von mehreren Rednern schlagend widerlegt. G gelangten hierauf awet Resolutionen aur Annahme; bie erstere dahingehend, daß die Versammlung gewillt ist, mit allen ihr zu Bebote stehenden gefeßlichen Mitteln für Anschlus an den Fachverein der Tischler, sowie an den Verein zur Wah rung der Intereffen der Klavierarbeiter hinzuarbeiten, wurde mit allen gegen 2 Stimmen, die zweite, welche fich dahin ausspricht, die jetzige 9- stündige Arbeitszeit vorläufig fefizu balten und auf eine allmälige Berkürzung derselben bis auf 8 Stunden hinzuarbeiten, einstimmig von der gut besuchten Versammlung angenommen. Weiter algeptirte die Versamm lung einen Antrag Rotohl: Die Mitglieder aller in Berlin be ftehenden Tischlervereine zur nächsten Versammlung dur Säulenanschlag einzuladen und darauf hinzuwirken, daß f die fleineren Vereine dem Fachverein der Tischler anschließen um so ein einheitliches Ganzes zu bilden. Beim zweiten Bunt der Tagesordnung: Verschiedenes", erklärten die Herren Klinger und Robert Weber, daß sie von ihrer Meinung, frühere Lohntommiffion trage doch wohl nicht die Schuld, man ihr aufbürde, durch Einsicht in die Bücher und Beleg ber Revifionstommiffion zurüdgelommen feien und verurtheilte fte die Wirthschaft und Handlungsweise der Lohnkommision aufs schärffte. Herr Schmis ging so weit, daß er auf Grund des ihm zur Verfügung stehenden Materials Herrn Rödel de Betrugs an den Berliner Tischlergesellen beschuldigte. ( Redner) halte es unter seiner Würde, ferner noch in eine Herrn Rödel einberufene Versammlung zu erscheinen. G wundere den traurigen Muth des Herrn Rödel, der es no jüngster Beit fertig gebracht habe, öffentlich vor die Berlins zu treten.( Beifall.) Der Vorfigende schloß mit einem Hoch auf die Einigkeit der Berliner Tischler welches die Versammelten begeistert einstimmten- um 3 die mit Ruhe und Würde verlaufene Versammlung. Bei anwesenden Raffirer des Fachvereins der Tischler ließ sich große Anzahl der Anwesenden in den Verein aufnehmen. Polizei- Bericht. Am 4. d. Mts. gerieth der Dreher Dubrawczly in der Eckert'schen Maschinenfabrit, Weidenmeg 27, an einer Drehbant durch eigene Unvorfichtigkeit mit der linken Hand zwischen Welle und Transmissionsriemen, so daß ihm 2 Finger der Hand dabei zerquetscht wurden.- Am 6. d. Mts. wurde ein Mann in der Landsbergerstraße von einer Droschte und ein Anderer in der Friedrichstraße von ArbeitsFuhrwerken überfahren und schwer verlegt, so daß fie nach der Charité geschafft werden mußten. An demselben Tage wurde der Kellner Müller auf dem Grundstüd Sebaftianstraße 28 burch einen Steinwurf derart am Hinterlopfe verlegt, daß seine Aufnahme in die Charité nothwendig wurde.- Am 6. d. M. fiel ein 55 Jahre alter Mann im Hause Belforterstraße 22 die Treppe hinab und erlitt eine schwere Verlegung am Hinter Topfe, so daß seine Ueberführung nach dem Krankenhause am Friedrichshain angeordnet werden mußte.- Im Laufe des 6. D. M. fanden kleine Brände in der Friedrichsstraße 35, Niederwallstraße 14, Kochstraße 19 und Prinzessinnenstraße 22 ftatt. Am 7. d. M. Vormittags wurde an einem Grabe auf dem Dom- Kirchhofe in der Liesenstraße die Leiche einer etwa 30-40 Jahre alten Frauensperson aufgefunden. später herausstellte, hat fie fich aus Liebesgram am Grabe ihres Vaters durch Brantali getödtet. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause geschafft.- An demselben Tage, Nachmittags, erschoß fich ein Mann mittelst Revolvers in seiner Wohnung in der Hornstraße.- Bu derselben Beit vergiftete fich eine Frau in ihrer Wohnung in der Potsdamerftrage. Am 7. b. M., Abends, entstand in den im zweiten Stock des Hauses Jerusalemerftr. 21 belegenen Lagerräumen des DamenKonfettions Geschäfts von Herz Feuer, durch welches die dort befindlichen Waaren fast ganz vernichtet und der Dachstuhl des Border- und des Scitengebäudes zerstört wurde. Die Feuerwehr war unter Anwendung zweier Dampffprizen mehrere Stunden in Thätigkeit.- Un demselben Tage, Abends, wurde vor dem Hause Friedrichstr. 67 ein unbekannter Mann von einer Droschte überfabren und an den Beinen schwer verlegt, so daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Am 7. D. M., Abends, fiel ein Diann in Folge Ausgleitens auf dem Bürgersteige vor dem Hause Rönigstr. 43 zur Erde und brach das Bein. Er wurde nach der Charitee gebracht. In der Nacht zum 8. D. M. verftarb ein Mann auf dem Trans port nach seiner Wohnung, Linienstraße, in einer Droschle, in die er wegen Unwohlfeins von einem Zanglokal in der Lothringerstraße aus gebracht worden war. werden kann, ift bet biefer Spieleret boch gewig gering. Je Vereine und Versammlungen. benfalls wird Carl Hahne in Hannover als Fabrilant des vermoderten und Erfinder des angebrannten Briefpapiers in einer Art erstaunt sein, daß ihm herr von Schönthan hinter Die Fabrikationsgeheimnisse gelommen ist; andererseits wird er aber ebenso wenig böse sein über die Empfehlung, wie die Osnabrüder Papierwaaren Fabrit in Berlin über die Erwäh nung ihrer angefressenen Billetpapiere. Es wäre nur zu wün schen, daß die Notiz des Krit fers durch alle Zeitungen ginge; denn es giebt genug Leutchen, die an solchen immerhin harm lofen Abwechselungen recht viel Vergnügen finden und das ist für unsere Fachindustrie jedenfalls beffer, als wenn die Ver braucher fich 25: 25 Bogen und Umschläge für 25 Pfennige taufen! Ein entseglicher Anblick bot fich gestern um die Mit tagszeit den Baffanten der Potsdamerstraße. Einer der Stall leute von der Dmnibusgesellschaft, welcher ein Ablösungsge spann nach der Haltestelle an der Kurfürstenstraße gebracht batte, ritt die eben ausgespannten Pferde wieder nach dem Stalle zurüd, als nahe der Lüßowftraße eines der Thiere scheute und seinen Reiter abzuwerfen versuchte; derselbe wollte eilig absteigen, verstrickte fich aber dabei im Geschirr, und blieb mit dem einen Bein in demselben hängen, während das Pferd weiter trabte und seinen Reiter eine Strede weit mitschleifte. Hinzu. springenden Baffanten gelang es, das Thier zum Stehen au bringen und den Verunglüdten aus seiner schrecklichen Lage zu befreien. Derfelbelam aus einer Dhnmacht zwar bald wieder zu fich, schien aberaußer einem Beinbruch auch schwere innere Verlegungen davongetragen zu haben. Der Berunglückte wurde mittels Droschle nach dem nahegelegenen Raiserin Augufta Hospital trans portirt. Blea ble Gr * Eine öffentliche Versammlung der Klempnergesell von der Jnnung der Berliner Klempnermeister einberufen tagte am Sonntag Vormittag im Luisenstädtischen Ronje hause unter Vorft der Herrn Otto und Fichtner. Die Lage ordnung war: Wahl eines Gesellenausschusses". Vor Einf " in die Tagesordnung schlug Herr Quintern vor, die Versam Dopo Obe eind Am Burcha und Rom Bei die Bür tischen Abg weiten for gt, ba eine Stin ber golde Male ga fition Ro Beldipetu Hammerit oft von in Juber Immer nu Bolendeb Dann laf Borlage feiner St und über fließende teit. Sie Gläubiger ggen febr Finanzen Denn es f Ar.leibe le Bo: fchus, baltnifies widelunge franzöftiche es leider n Deutschlan verschuldet immer nur werden, zu Für die n Mal, also felbe Schät Bürgichaft lommen aus als gefabr Borschrift, Le bit Sache hatt Egypten fe lung möge fich zu Ehren des verstorbenen Kollegen Richa Runow von den Sigen erheben, welches unter beftiger fition einiger Jnnungsanhänger geschah. Referent Herr D meister Langenbucher verbreitet sich über die Vortheile Ausschusses, indem es nothwendig sei, daß die Gesellen mit Meistern Hand in hand gehen, unter dem Szepter der nung. Der Referent fand jedoch bei der Versammlung, baften Widerspruch, indem dieselbe der Meinung war, Intereffen der Innungsmeister denen der Gesellen ftritte en gegen ständen und lehnte die Versammlung die Wahl eind denunzirte die Fachvereine als eine Bolitische Demagog diese Behauptung wurde unter dem Beifall der Versammlun daß hfs. Die Generalversammlung der Berliner Maurer, welche am Sonntag. den 7. d. M., Vormittags, unter Leitung des Herrn Behrend, in der Tonhalle" stattfand, war äußerst zahlreich besucht. Vor Eintritt in die Tagesordnung verlas der Borsitzende einen Bericht der ,, Baugewerte Beitung", über die vor einigen Tagen im Buggenhagen'schen Saale stattgehabte Baugeschäftsinhaber- Versammlung, deren Resultat in der Wahl zweier aus je fünf Maurer und Simmermeistern bestehenden Kammisfion gipfelte, welche beauftragt wurden, ganz nach ihrem Ermessen Verhandlungen über die dies'äbrigen Lohn and Arbeitsbedingungen mit einer wirklichen Vertre hr. Im Fachverein der Schloffer hielt am Sonnaben tung" der Maurer und Bimmergesellen zu ermöglichen und der Prediger emer. Herr Kendziora einen Vortrag über: We Die betreffenden Vorschläge resp. erzielten Resultate einer und Mehrwerth". Der Vortragende legte dar, daß das gega zweiten Bersammlung der Baugeschäftsinhaber zur endgiltigen Beschlußfaffung zu unterbreiten. Gewinne es biernach erfreutalistischen Produktionsweise es mit sich bringe, daß das wärtig herrschende System der Beftzverhältnisse und der la licher Weise auch den Anschein, als seien die Herren Meister gemeine Wohl der Gesellschaft, welches su fördern der B und Unternehmer endlich einmal zur Einsicht gekommen und geneigt, an Stelle der sie seither beherrschenden Gewaltsgrund. faze Rechts- und Vernunftsgründe treten zu lassen, so dürfte es, meinte der Redner, doch unter allen Umständen geboten sein, fich nicht allzu großem Vertrauen hinzugeben, vielmehr und Wachsamkeit zu folgen.( Beifall.) Nachdem sodann die von Herrn Quintern als eine Lüge bezeichnet. des Staates set, untergraben werde, dies sei gegenwärtig all night feiner Bern Freunde w unterzubrin Denn v. B fauf von S Das Geschäf Die alle Gr Der Finanzm bischen We welche das inländischen land allen Das fo man ländische S an der Enti ift ungleich Unleben üb baltniß, ba bre Angeh Bögen bod funbirten Wie Tommi Bauer Dazu Meine Bart Abg. M D nur den arbeitenden Bollsklaffen, sondern auch den Staat regierungen zum Bewußtsein gekommen. Legtere fangen auf Gefete bedacht zu sein, durch welche der Ausbeutung, Arbeiter durch die Arbeitgeber Schranten gesezt werden. ohne Buthun menschlicher Arbeit liefere, alle Menschen der weiteren Entwidelung der Dinge nur mit großer Vorsicht Vortragende hob hervor, daß auf die Werthe, welche die Nat Versammlung von jeder Diskussion über diese Angelegenheit gleiches Anrecht haben, daß Rapital allein teine Werthe erge Abstand genommen, referirte Herr Behrend über den erften daß mithin auf die Mehrwerthe, welche durch die Arbeit alle der Maurer Punkt ber Tagesordnung:„ Stellungnahme Stellungnahme zum Kon greß der Deutschlands", Der am 23., 24. und 25. 1. M. in Dresden stattfinden wird und dessen Beschidung seitens der Berliner Maurer der Redner befür den Den geschaffen werden, die die Arbeit Leistenden ein größere recht haben, als ihnen als ihnen bis jest von gebern zugeftanden wird. Als Dittel zur Arbell Herbeifiy volls cines I wortete. Nach kurzer Debatte beschloß die Versammlung ein wirthschaftlichen Lebens empfahl der Vortragende Verfügung ftimmig, den Rongreß zu beschicken und zu veranlaffen, daß auf deffen Tagesordnung auch das Thema von der Alford arbeit gesetzt wird. Den Bericht der Lohnlommission," welcher den zweiten Punkt der Tagesordnung bildete, erstattete das Rommissionsmitglied Herr Lahn. Wir beben daraus die Mitvor einiger Zeit von einer Generalversammlung im Konzertbaus, Sanssouci" gefaßten Beschluffes, durch ein Flugblatt die Maurer überall zur Jnangriffnahme der Drganisation aufzu fordern, große Erfolge erzielt bat, daß man in der That aller wärts anfängt, fich zu organifiren. Bum dritten Punkt der Bur rung solcher Bustände auf dem Gebiete des der Arbeitszeit und Durchsetzung von Löhnen, die menschenwürdigen Familienexistenz ausreichen. luffton nahmen die Herren Löschte, Miethe, Töpfer, W. Schulze, Kluge und Bäzold das Wort, um sich zuf und ergänzend zu den Ausführungen des Referenten sprechen. Alsdann wurde berichtet, daß Herr Opat audzus bet Arbeitsnachweis- Rommission den Arbeitsnachweis beforgt babe baber des Lokals, in welchem die Mitglieder der bisherigen fich bereit erklärt habe, unter Rontrole des Vereins ben beit Bum dritten Punkt der Adressen anzunehmen und auszugeben. Die Versammlung nachweis für Schloffer zu führen und zu jeder Lage Tagesordnung, Abrechnung der Lohntommission," erstattete nahm das Anerbieten des Herrn Opat an. Die Kommiffion Bewegung der Bevölkerung Berlins nach den Veröffentlichungen des statistischen Amts der Stadt. Die fortge schriebene Bevölkerungszahl betrug am 17. Januar inkl. der nachträglichen An- und Abmeldungen 1317 469; hat sich dem nach gegen die Woche vorher um 1286 Seelen vermehrt. In der Zeit vom 17. bis 23. Januar wurden polizeilichtheilung hervor, daß die Lohnfommission in Ausführung des gemeldet 2419 zugezogene, 1375 fortgezogene Personen; ftandesamtlich wurden 177 Ehen geschloffen. Geboren wurden 942 Kinder, und zwar lebend: 461 männliche, 455 weibliche, au fammen 916( Darunter 111 außerebeliche), todt( 12 männliche, 14 weibliche, zusammen 26( darunter 3 außerebeliche) Rinder. Die Lebendgeborenen, aufs Jahr berechnet, bilden 36,3, die Zobtgeborenen 1,0 pro Mille der Bevölkerung, die außerehelich Beborenen 14,5 pet. aller in der Woche Geborenen, davon bie bei den Lebendgeborenen 12,1, die bei den Todtgeborenen 11,5 pet. In der Kgl. Charitee und Entbindungsanstalt wurden 48 Rinder geboren. Gestorben( ohne Todtgeborene) find 570, nämlich 299 männliche, 271 weibliche Personen. Von diesen waren unter 1 Jahr alt 164( intl. 43 außerebeliche), 1-5 Jahre der Hauptlafftrer, Herr Schulz, den Kaffenbericht. Demgemäß bezifferte fich der alte Bestand( von 1884) auf 1010,65 M.; zur Rontrole wurde aus den Herren Löschke, Grungel und Lebe die Einnahmen( von 1885) betrugen 26 728,45 M., die Aus- fügungstaffe für arbeitslose Mitglieder des Fachverein wuth Aaben 10 062,55 M. und der Kaffenbestand( per 1. Januar 1886) 16 065,90 M. Nach Erstattung des Revisionsberichtes durch Herrn Grothmann ertheilte die Versammlung dem Raffiter Decharge. Von der besonderen Drudlegung des be abgelehnt. Große Bolksversammlung am Dienstag, ben 9. F Relch 107( intl. 7 außerebeliche), 5-15 Jahre 29, 15-20 Jahre 8, reits zum größten Theile im Bauhandwerker" veröffentlichten tage. Referent: Wilhelm Hasenclever, Mitglied des deut 20-30 Jahre 36, 36-40 Jahre 54, 40-60 Jabre 78, 60-80 Jabre 86, über 80 Jahre 8. Die Sterbefälle höchft umfangreichen Raffenberichts beschloß die Versammlung mit Rüdficht auf die dadurch entstehenden Roftenvollständig abzusehen. Reichstags. * Arbeiter- Bezirksverein der Friedrichstadt. Heut be -Hieran teihte sich die Neuwahl Dienstag Abends 8%, Uhr, Versammlung in Nieff's Sal Von den im der Lohntommiffion und der Revisoren. is Mitglieder der Kommandantenstraße 71-72. Tagesordnung: 1. Vortrag beim Alter von 0 bis 5 Jahren machen 47,5 pet. sämmt licher in dieser Woche Gestorbenen aus. Alter unter 1 Jahr gestorbenen Kindern starben 50 im ersten, 14 im zweiten, 15 im britten, 13 im vierten, 11 im fünften, 10 im sechsten, 51 im ftebenten bis zwölften Lebensmonate; von benselben waren ernährt 28 mit Muttermilch, 0 mit Ammen milch, 82 mit Thiermilch, 1 mit Milchsurrogaten, 18 mit ge mischter Nahrung, von 35 war es unbekannt. Zodesursachen waren besonders: Lungenschwindsucht( 8114,2 pet. aller Todesursachen), Lungenentzündung( 41), Bronchialtatarrh( 12), Rebllopfentzündung( 22), Krämpfe( 39), Gehirnschlag( 16), Ge hirn und Gehirnhautentzündung( 20), Herzfehler( 16), Strebs( 26), Alterschwäche( 20), Lebensschwäche( 37), Abgebrung ersteren wurden gewählt, beziehungsweise wiedergewählt die Herren Behrend( für Berlin W.); Rltermann( für Berlin SW.); Hermann Schula( für Berlin 80.); Roll( für Berlin S.); Stadtverordneten Herrn Mitan. 2. Wahl des Boaftanbe * Arbeiter- Bezirksverein Unversagt" im 5. Wa Wilte( für Berlin N.); Raichle( für Berlin N., Wedding Ireise. Dienstag, den 9. b. M., Abends 8 Uhr, Verfam Lähn und Kirschbaum( für Berlin C.); Krüger( für Bankow und Nieder- Schönhausen). Bu Revisoren wurden die Herren Grothmann, Breizle und Spannemann gewählt. Beim Bunkt Verschiedenes" gelangte einstimmig ein Antrag zur Annahme, die Sammlungen zum Generalfonds am nächsten Sonnabend wieder beginnen zu laffen. lung im Lotale des Herrn Jacobi, Landsbergerstr. 82. Tag luffton. 3. Verschiebenes. 4. Fragelasten. Gäfte willlomm ordnung: 1. Vortrag des Herrn Bred. emer. Kendziora. 2. D * Verband deutscher Zimmerlente( Lotalverba Berlin C.). Dienstag, den 9. b. Mis., Abends 8 Uhr, Rom Aufnahme neuer Mitglieder. ( 10), Masern( 10), Scharlach( 7), Diphtherie( 38), Typhus( 4), Unterfügung der streilenden Korbmacher wurde der Lohn trag. 2. Eingegangene Anträge. 8. Verschiedenes. 4. Frag Rindbettfieber( 3), Diarrhöe( 8), Brechdurchfall( 7), an anderen Krankheiten starben 130. Duich gewaltsamen Tod endeten 5, Durch Selbstmord 3,( 1 durch Vergiftung, 2 durch Erschießen) Ihr Leben. Die Sterblichkeit der Woche auf das Jahr berechnet betrug 22,6 pro mille der Bevölkerung. In der Woche vom 24. bis 30. Januar wurden dem Bolizeipräsidium gemeldet als ertrantt an Typhus 19, an Masern 87, an Scharlach 25, an Diphtherie 115, an Rindbettfieber 8. Jn den 9 größeren Krantenhäusern wurden in der Berichtswoche 836 Kranke auf genommen, davon litten an Mafern 8, an Scharlach 3, an Diph tommiffion zur Entscheidung überwiesen; desgleichen ein anderer Unterstügungsantrag, betreffend einen in Ausübung des Maurerhandwerks von einem Unfall betroffenen, invalide gewordenen Gewerksgenoffen. DH laften. Gäste haben Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder Fachverein der Mechaniker, Optiker, Uhrmac chirurgischer und anderer Inftrumentenmacher. Iwoch, den 10. d. Mts., Abends 8 Uhr, im Lotale des b * Eine öffentliche Versammlung der Tischlergefellen Seefeld, Grenadierftr. 33, Mitglieder Versammlung. Tag fand am Sonntag, den 7. Februar, in Keller's Sälen, Andreas traße 21, unter Leitung der Herren Tugauer und Klinger ftatt. Der Tischler Herr Schmis referirte über die Lohnfrage, fomie über Bwed und Biele der vom Fachverein eingefegten Fachkommission sur Regelung der Werkstättenverhältnisse." Der 3. Verschieben ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 4. Fragelasten. Ausgabe der Quittungsbücher. tommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Säfte w 8 Uhr im Restaurant, Wrangelstr. 32. Rauchflub 8um Brangel". Jeden Dienstag b Verantwortlicher Redakteur N. Gronheim in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Hierzu eine Bella Reiten Lefu let worde retners, ba nationalen Mit der gro ben, timmung.) namer Millione Rach Meine Bifenbahn e war ein Shriftiania hopp be rechten Beit bahnzug zu Mobum ab wäre at allein in D jungen bur mit bem wie ber Ju häufigen Bepäd auf große Roffe lofen wollte und das B wedfelt we gewöhnlich Regentropfe thaler fich i läufer einen und hinter benn er fol mand, ber Bofthof zei Beilage zum Berliner Volksblatt. #(. SS. Dienstag» den 9. Februar 1886. III. Sit Uarlamentsderichte. Deutscher Neich»tag. 41. Sitzung vom 8. Februar, 1 Uhr. Am Tische des BundeSratKs:». B'o etticher, v. «urchard, v. Caprivi, v. Bronsart, v. Stephan *nd Sommiffarien. Bei der dritten Brrmbung des Gesetzentwurfs, betreffend die B ü r g s ch a s t des Reichö sür»die Zinsen einer egyp- tischen Anleihe bemerkt _.Abg. Kay se r(So;.): Ich war bei der ersten und Dveiten Leiung krank, sonst hatte ich schon damals dafür ge- Ittgt, daß fich in der deutschen Nationalvertretung wenigstens »ne Stimme gegen das ganz neue Prinzip der Unterstützung � goldmen Internationale durch dae R'ich erhob. Zum ersten garanti.ten R�ichsregierutig und Reichstag ohne Lvvo- Won Rothschild und seinen Verbündeten die Zinsen für ihre «kÄspekulationen. Es schwiegen dazu die Stöcker und v. Jwmmerftm, die sonst in Versammlungm und Zeitungen, so i« wn Rothschild und seinen Freunden die Rede ist, uns als ?«udenhenschast verkommen darstellen. Sie greifen eben °?v>tr nur die armen Juden an, wie noch jüngst bei der xoiendebatte; wenn es an die reichen Juden geht, lassen sie Hand und Mund davon. Durch diese «oilage stellt fich das Reich zum ersten Mal mit straft hinter eine gewöhnliche Geldspekulation N, fibernimmt damit für alle fich an diese Anleihe an- ß"(senden Spekulationen die volle und ganze Verantwortlich- m'r Sie ist nur eine neue Schuld, zur Beruhigung der alten «laubiger kontrabirt. die ohne die Garantie der Mächt« nur L»'n sehr hohe Wucherzinsen kontrahirt werden konnte. Die Egyptens werden dadurch kaum geregelt werden, steht so wie so vor dem Bankerott. Schon vor dieser zi.�de leistete England in Verbindung mit Rothschild einen der den Einspruch Frankreichs im Jnteceffe älterer hzJ°f!lcher Gläubiger und damit eine tiefe Störung de? 33er» m i Frankreichs zu England hervorrief. Spätere Vcr- D,„„vngen als Folgen der Garartie find also nicht für (a Wchland ausgeschlossen. Die Motive der Vorlage stellen nicht zur G nüge dar, wie durch und durch Egypten ioimi't ist, und daß es das System, die alten Gläubiger »er* nut durch neue Schulden, die auf die alten gepfropft a«.??' tu beruhigen, auch in Zukunft nicht verlaffen wird. z, neue Anleihe werden die Eisenbahnen zum zweiten silk.» so zum Nachtheil älterer Gläubiger, verpfändet und die« «k.., Schädigung kann in Zukunft auch daS Reich für seine B'chaft erleiden. Das intrrnationalc Kapital hat Egypten voll« .?>>nen ausgepreßt. So dringlich war die Anleihe, deren Garantie Kefahrloi geschildert wrrd, daß man die konstitutionelle Mitist, erst den Reichstag zu hören, nicht erfüllte, denn die g. chk hatte Eile: schon im August vorigen JahreS konnte v'(N seine Beamten nicht bezahlen, noch sonst die Kosten r Verwaltung decken. Roth'child, Bleichröder und ihre "de wußten, daß die Anleihe im gewöhnlichen Wege nicht Mvten skine Beamten nicht bezahlen, noch Mir Vnwaltung decken.~..... ö eunbe wußten, daß die_ �rrzubringen, daß dabei große Geldgewinne, vielleicht für p un v. Bleichröder der Ersatz für seine Auslagen beim An« b«* m n Schönhausen, nicht zu finden waren. Möglich wurde dl, �(schäft erst mit Hilfe des Reiches durch die Zinsgarantie, Zr"fie Großmächte übemahmen. Auf eine Milliarde schätzte iNnanzminister v. Scholz den deutscheu Besitz an auslön- Wichen Wethen, und das wird begreiflich bei einer Politik, ,«che daS deutsche Kapital ins AuSlard treibt, währmd die Indischen Unternehmungen nach Kredit seufzen, welche Deutsch- cb allen Gefahren aussetzt, die Frankreich durchgemacht hat, M so manchen Krieg für franzöfische Gläubiger gegen aus- Msche Schuldner geführt hat. Der Antheil deutscher Häuser i? ber Entschädigungssumme für die Beschießung Alexandriens » ungleich geringer, als die Garantie, die das Reich für ein i.,'chen übernimmt, abgesehen von dem wunderlichen Ver- «Miß, daß die Mächte selbst das Geld aufbringen, mit dem d-. Angehörigen von Egypten entschädigt werden sollen. sjjku doch Rothschild und seine Verbündeten, diese großartig jj,;°»ten Finanzinstitute, selbst die Zinsgarantie übernehmen! kommt aber der deutsche Arbeiter, Handwerker �worden. Ich bin zwar daß sie bestimmt sei «n Geldmächte, sondern nicht der Meinung des Vor« zur Unterstützung der inter- daß es fich bei ihr um einen b,." großen Politik handelt, welcher bestimmt ist, den Frie- im Orient, aufrecht zu erhalten.(Zu- Doch ist die Frage, ob wir uns für Pfund solidarisch verbürgen sollen für Aich Drammw. dem Norwegischen deS Alex. K i e l l a n d. Von I. D. Ziegeler. , Schwester wollte nach Modum reisen. Die »jQy■"ach Drammen existirte damals noch nicht und entsetzlich lange Fahrt in der Kariole von Hp nach Drammen.' Aber es galt, hinzukommen— �Uin t f°wmen, der um zwei Uhr Nachmittags nach Ustire_°°fi'ng— hopp. Großer Gott, wenn der Zug fort s�tin it.®otttn zu müssen bis zum nächsten Tage�! Jjt W Trinkgelder und die Pferde durch kleine Stiche r,le der �nschirm; aber sowohl die Zahl der Pferde, �ngen war groß auf dieser Route und bei dem !n ging viel Zeit verloren. Zuerst mußte daS neue Kariole gebracht werden; da war der wvll!. der kleine, der Plaidriemen, der sich aust >» das Regen- und der Sonnenschirm, das Bouquet m«� mußte bezahlt und gerechnet und ge- i�dhnli* und dann war das Portemonnaie so un- Nulrv?s.°°us-Pfropft. daß die Dreischillingstücke wie iL'1 sich üf.«Uv®rde rieselten, ein blanker Silber- »«Nb!-°inep Bügel schwang, wie ein Schlittschuh- den �Nter Bogen über den Fußboden beschrteb; »ioks.'1 foHtP'tn verschwand; der mußte wieder hervor, be, bn 9MechWt werden, aber es fand sich Nie- j f zeiat«?01inle- Sobald sich das neue Pferd im; - sprang meine Schwester resolut hinaus und' Egyp en, dessen Verwaltung und Finanzwesen doch keineswegs mustergiltig ist, so ernster Natur, daß wir sie nicht ohne gründliche kommissarische Prüfung erledigen sollter. Ich würde sonst beute dagegen stimmen müssen. Ich beantrage deshalb, diese Vorlage an die Budgetkommisston zur Berichterstattung zurückmverweiscn. Dort w-rd auch das Aus» wärtige Amt Gelegenheit haben, diejenige Auskunft zu geb.n, welche es für nützlich und nothwendig erachtet. Es ist dies die erste Zmsgarantte, die uns zugemuth-t wird und von der ein pekuniärer oder sonstiger materieller Vortheil für uns nicht zu erwarten steht. Ter Vortheil liegt nur in der europäischen Stellung Deutschlands und in der möglichen Sicherung des Friedens. Abg. Bamberger: Der Vorredner schließt wohl mit Unrecht aus dem Schweigen der Parteien bei der ersten und zweiten Lesung der Vorlage, daß fie nicht mit der nöthigen Achtsamkeit verfolgt worden sei. Meine politischen Freunde und ich haben fie sehr aufmerksam verfolgt, find aber zu der Uederzeugung gekommen, daß fie unsere Zustimmung verdient, zwar nicht, wie der Abg. Kayser ausführte, im Interesse der Geldmächte, sondern weil es fich, wie der Abg. Windthorst sagte, hier um einen politischen Alt, um die Stellung Deutsch- lands als europäische Großmacht in dem europäisch-.n Konzert, und um eine seiner Politik und Machtstellung entsprechende und nothwendige Mitwirkung an jenem Akt handelt. Das Rifiko des Reichs ist in diesem Fall nicht hoch anzuschlagen. Wir schwiegen in den ersten beiden Lesungen, weil wir glaubten. daß eS Sache der Regierungen sei, selbst die etwa nothwendige Motivirung ihrer Vorlage zu geben. Die freifinnige Partei hat um so weniger die Aufgabe, die Regierund zu venheidigen, als der Reichskanzler, wie er einmal sagte, vor jeder Unter« stützung von unserer Seite einen Schrecken bekommt. Einer Kcmmlsfionsbrrathung wird fich natürlich Niemand von uns widersetzen. Die Vorlage wird nahezu einstimmig der Budgetkommisfion überwiesen. Dos Haus tritt darauf in die dritte Berathung des ReichShaushaltsetatS ein. Abg. Liebknecht: Auf die Vorkommnisse im preußischen Abgeordnetenhause zurückzukommen, würde der Würde deS Reichstags um so weniger entsprechen, als jenes Haus eine ver- hältnißmäßig untergeordnete Körperschaft ist, die nicht wie der Reichstag aus dem allgemeinen direkten, sondern auS dem „denkbar schlechtesten" Wahlsystem hervorgegangen ist. Jeden- fallS ist Fürst Bitmarck gerade für die Sache der Polen der beste Vorkämpfer; seine Reden haben das öffentliche Gewissen mehr aufgeregt, als dies von polnischer Seite je möglich gewesen wäre. Ich will für jetzt auf eine andere Thatsache, die leider in letzter Zeit nicht allgemein genug beachtet worden ist, hin- weisen, aus der auch zu ersehen ist, wer in Wahrheit in Deutsch« land den Zwecken des Auslandes dient. Die rusfischen Finanzen nähern sich schon seil den sechziger Jahren in Folge anhaltcnver Mißwicthschast mehr und mehr dem Bankerott. Anleihen auf Anleihen nahm Rußland auf, bis es zuletzt weder in London, noch in Paris mehr Geld bekam, weil beim Mangel jeder parlamentarischen Kontrolle des rusfische Defizit wuchs. Da halfen ihm Bleichröder und die preußische Eeehandlung aus der Verlegenheit; fie brachten eine öprozentige rusfische Anleihe, ein Zinsfuß, den nur ein bankerotter Staat gewährt, zu Stande. Das drulfche Publikum wußte, daß der Patron Bleichröders der Fürst Bismai ck, der Patron der Seehandlung der preußische Staat ist. Im Vertrauen auf diese beiden Autoritäten hat das Publikum die Anleihe um nicht weniger als um daS vierzehn- fach überzeichnet! Wie schwach die Busficht darauf ist, daß die hergegebenen Millionen jemals zurückgezahlt werden, beweist das geringe Vertrauen des Auslandes zu Rußland. Als der afghanische Konflikt drohte, warf England sofort seinen Befitz an rusfischen Anleihen auf den deutschen Markt, und wir werden sie schwerlich jemals wieder loS. Was waren nun die Folgen dieser ruffenfreundsichen Politik Bismarcks? Hätte er die Anleihe nicht zugelassen, so konnte Rußland nicht neue Militärbahnen bauen; es mußte eine parlamentarische Kon- trolle seiner Finanzen«inführen, die abscheuliche Grenzsperre aufheben und durfte nicht wagen, die schmachvollen Verfolgungen der Deutschen in den Lstsreprooinzen fortzu etzen. Statt die Russen hierzu durch Vor- enthaltung pekuniärer Unterstützung zu zwingen, hat man ihnen bedingungslos, ohne Gegenleistung die Mittel ge- währt, ihre Mißwirthschaft fortzusetzen bis zum unvermeidlichen finanziellen moralischen und politischen Krach. Wer vertritt denn nun eigentlich die Interessen des Auslandes?(Unruhe.) Abg. v. Kardorff: Durch Sparsamkeit und Abstricke im Etat ist das Defizit noch nicht zu deseiligen, weil die noth- wendigen Ausgaben des Reiches stets wachsen und nur durch Bewilligung neuer Einnahmen zu decken find. Dabei bedeuten die 9 Millionen, die Sie aus dem Etat gestrichen haben, keines- schwang sich auf die Kariole.„Vielen Dank!— So, jetzt bin ich fertig, nun vorwärts! Leben Sie wohl!" Aber dann kam ihr alles nachgelaufen, der Regen- und der Sonnenschirm, der Plaidriemen, der sich auflöste, daS Bou- quet und das Buch; alles wurde ihr zugeworfen und wie Bälle von ihr aufgefangen, so daß sie es bis zum nächsten Wechsel in den Händen halten mußte, während die biedere Frau des Posthalters ihr mit ihrem eigenen Taschentuch, daß sie ihr nicht mehr zuwerfen konnte, sanfte Abschieds» grüße zuwinkte. Obgleich sie nun auf diese Weise sich bei nichts aufhielt und keine Minute Zeit verlor, war die Fahrt doch ungemein spannend, namentlich zuletzt, al» meine Schwester, ohne sich umzusehen, von den Hügeln bei Gjellebäck herunterrasselte und Drammen vor sich im Thal liegen sah. Es waren aber auch nur noch wenige Minuten �Nun war sie unten m der Stadt;„in Drammen, in Drammen!" murmelte«eine Schwester und blickte froh- leckend umher. Wie eine Feuerspritze jagte sie durch die Straßen nach der Station. Es war Alles bezahlt, sie brauchte nur herauszuspringen; als sie aber zur Bah»hofs- uhr emporblickte, war der lange Zeiger gerade im Begriff die römische Zwölf zu passiren. Ohne den Muth zu ver- lieren, sprang meine Schwester vom Wagen, las ihre Sieben- fachen zusammen und stürzte ins Wartezimmer. Es war ganz leer. Aber der junge Mann am Schalter, der die Billets ausgegeben hatte und gerade im Begriffe stand, daS Fenster herunterzulassen, bemerkt- diese letzte Dame und «AN««'i-Ä kostet es?"—»Wo wollen Sie hm, mein Frau- KJr-9Ul£%�rwn weg? in Wirklichkeit ein« Ersparniß. Daß fie die Vermehrung der Rationen für die Mililä. pferde versagt haben, ist höchst be» dauerlich. Die jetzige Ernährung dieser Pferde ist notorisch absolut ungenügend im Verhällniß zu den Le stungen, die heutzutage verlangt werden müssen. Ebenso w.roen Sie. wollen Sie nicht unsere Wehrhafrigkeit und unfern Handel aufS Höchste gefährden, am Marineetat auf die Dauer nichts erfpar-n können, auch wenn fich die Kolonialpolitik thatsächiich im alletengsten Rahmen hält. Uebrigens kommt eS mir vor, als ob Sie am Marineetat erst Abstriche zu machen beginnen, seit Herr v. Stosch nicht mehr im Amte ist. Trotz der gestrichenen Millionen ist immer noch ein bedeutendes Defizit geblieben. Wie wollen Sie dieS beseitigen f Die Verwandlung der schweren in leichte Kavallerie und die Abkürzung der Dienstzeit, wie Herr Richter das will, würde, selbst wenn beide Maßregeln thunlich wären, nicht zu bedeutenden Ersparnissen führen. Der Ausbildung des indirekten Steuersystems aber, dem einzigen Miitel, unsere Reichefinanzen in Ordnung zu bringen und die überlasteten Kommunen in den Einzeistaaten zu erleichten, widersetzen Sie fick andauernd haetnäckig. Ja, Herr Richter. der früher nur unter der Bedingung neue Einnahmen bewilligen wollte, daß zuerst der Branntwein stärker herangezogen würbe, ist in seiner Agitation gegen das Branntweinmonopol jetzt dahin ge- kommen, daß er in seiner„Freisinnigen Zeitung" bereits er- klärt, er lönue einer Erhöhung der Branntweinsteuer überhaupt nicht zustimmen.(Hö.t! hört! und: Sehr gut! rechts.) Sie werden die Regierungen auf diese Weise in der That zwingen, den Schwervuntt der parlamentarischen Aktion aus dem Reick?« tag in die Einzelparlamente zu verlegen. Durch die Resolu« tion in der AuSweisungsfrage haben Sie in der That daS Ansehen und die Würde des Reichstags gefährdet, indem Sie einen Beschluß faßten, von dem Sie von vornherein wußten, daß er keinen oder höchsten» den entgegengesetzten E.folg dessen, waS Sie beabsichtigten, haben würde. (Oho! im Zentrum.) Nachdem die Regierung hier erklärt hatte, über die Aus weis ungSfrage im Reichstag keine Auskunft geben zu wollen, war es gewiß höchst bedenklich, daß Sie gleichwohl versuchten, die preußische Regierung in einer Frage vor Ihr Forum zu ziehen, die jedenfalls das Ge» präge einer Aktion im nationalen Sinne trug. Durch Ihre soitwährmde Wiederholung des Antrages auf Gewährung von Diäten werden Sie höchstens das Gegentheil von dem er» langen, was Sie erstreben; denn das geheime direkte Wahl» recht ist nur unter der Voraussetzung der Diätenlofigkeit zugestanden worden; und wenn Sie immer von Neuem Diäten verlangen, so drängen Sie die Regierung dahin, auf Besii« tigung dieses Wahlsystems hinzuarbeiten. Ich gebe keiner Partei an der erfolgten Schmälerung des Ansehens dieses HauseS eine bestimmte Schutd: peccatnr ivtra rnnros et extra. Aber ich bedauere schmerzlich, daß alle Parteien bestrebt find» fich gegenseitig anzufeinden. Die Geschichte zeigt, wie leicht die Deutschen in Zwiespalt zu bringen find, den dann stets daS Ausland für seine Zwecke auszudeuten wußte. Deshalb suchen Sie statt der Anfeindung Verständig. mg, statt der Tren« nung Einigkeit! So lange unsere Politik vom Fürsten Bis« marck geleitet wird, habe Ich keine Besorgnisse. Wie soll es aber in Zukunft werden, wenn einmal die Zügel der Regierung in schwächeren Händen liegen, und wenn dann der Reichstag nicht das ist, was er sein soll: der Hort der Unabhängigkeit, Frei- heit und Einheit der Nation! Geben Sie die Ursache der jetzt» gen Wirrnisse nur nicht dem Reichstanfler schuld; greifen Sie an Ihre eigene Brust und fragen Sie fich, ob Sie selbst nicht viel mehr gesündigt haben. Ich halte die gegenwärtige Sitria- tion für gefahrdrohend- es ist dringend nothwendig, daß alle Parteien endlich den Weg der Verständigung suchen.(Bit» fall rechts.) Abg. Windthorst: Der Abg. von Kardorff hat eine scharfe Kritik an den Ersparnissen geübt, welche wir auf Vor» schlag unterer Kommisfion, gemacht haben, aber die zu einer solchen Kritik gehörigen Adänderungsanttäge nicht gestellt. Ich verstehe darum sein Vorgehen nicht recht. Er meinte sodann, wir würden dem früheren Ch-f der Admiralität gegenüber frei» gebiger gewesen sein. Ich achte den jetzigen nicht minder hoch und schlage keinem Minister so ungern etwaS ab, wie ihm, weil er nicht nur seine Forderungen scharf und präzise verthei» digt, sondern im Allgemeinen auch sparsam ist. Daß die For» derungen in seinem Etat jetzt höher find, liegt nicht an ihm, sondern an einer besonderen Tendenz, auf die ich jetzt nicht näher eingehe. Die Behauptung, man siebe dem jetzigen Chef nicht so freundlich gegenüber, muß ich entschieden zurückweisen. (Sehr richtig! links und im Zentrum.) Ebenso un« berechtigt ist die Behauptung, wir seien keine Freunde der Kolonialpolitik. Wir find keineswegs gegen die Erwerbung und Ausbildung von Kolonien und koloniaten V rhältnisser,, aber wir bedenken die Act, wie fich die Sache auSdebnt, man verletzt dabei andere Interessen, wie ich bei den Misfionri» Sie sich doch, ich bin überzeugt, der Zug geht ab." —„Aber, mein Fräulein," sagte der junge Mann mit einem bescheidenen Lächeln,„Sie sind ja in Drammen."— „Ach ja, um Verzeihung! das ist wahr; nach Modum will ich, nach Modum."— Sie bekam ihr Billet, raffte ihre Sachen wieder zusammen, nahm ihr Portemonnaie zwischen die Zähn? und eilte auf den Perron hinaus. Hier wurde sie sogleich von kräftigen Fäusten ergriffen, empor» gehoben und glimpflich in ein Koupee geworfen.„Piff," sagte die Lokomotive ungeduldig und machte einen Ruck, daß alle Wagen an einander stießen. Meine Schwester lehnte sich in ihrem gepolsterten Sitz zurück— glücklich, triumphirend: sie war früh genug gekommen. Vor sich, auf dem anderen Polster, hatte sie alle ihre lieben Sachen ausgebreitet, die ihr gleichsam zuzulächeln schienen. Da lag Alles traulich beisammen: der Regen- und der Sonnen« schirm, der Plaidriemen, der sich aufgelöst hatte, das Bouquet und da» Buch. Da, als der Zug sich langsam in Bewegung setzte, hörte sie die schweren Tritte eines Manne»— trapp, trapp— eine» Manne», der auf dem Perron neben dem Zug herlief, und obgleich eS sie ja gar nicht» anging, wollte sie doch gerne wissen, weshalb der Mann so lief. Aber kaum war der Kopf meiner Schwester am Fenster zum Vorschein gekommen, als der Mann, wel- cher lief, die Arme schwenkte und jubelnd ausrief.„Da ist sie, da ist sie— die Dame, die zuletzt kam!" Er ver- doppelte seine Anstrengung, war bald neben ihrem Fenster und fragte keuchend:„Wohin sollen wir ihre Koffer nachsenden, Fräulein?"—„Nach Drammen I" rief meine Schwester mit lauter und fester Stimme,„nach Drammen!" Und damit sauste sie von bannen. verhältnissen ausgeführt habe. Jeder Versuch, zu sparen, fann nicht energisch genug unterstützt werden, denn unter der Höhe direkter und indirefter Steuern wird im Lande schwer geseufzt, und ich bin sicher, tein Dementi aus dem Lande zu hören, wenn ich sage, wir müssen uns mit unserem Gelde jegt einrichten.( Sehr gut! links und im Zentrum.) Nach Herrn v. Rardorff genießt der Reichstag im Lande nicht mehr das Ansehen, das er beanspruchen muß. Wenn freilich ein Reich wie Deutschland blos auf die zwei Augen eines Ministers ge stellt ist, dann ist es mit ihm schlecht bestellt.( Lebhafte Zu fiimmung lints und im Zentrum; Unruhe rechts.) Die Männer an der Spige mögen noch so verdient sein, Deutschland hat noch immer die Männer erzeugt, erzogen und ge tragen, welche es zu regieren im Stande waren.( Buruf rechts: Na! na!") Als ob der Reichstanzler der einzige Mensch in der Welt wäre, der Deutschland regieren tann!( Sehr wahr! rechts; Widerspruch.) Dadurch wird die Bedeutung des Reichstages herabgedrückt, daß man auf einen Mann Das ganze Gewicht legt und verlangt, der Reichstag solle ihm unbedingt folgen. Die Geschichte lehrt aber, daß Parlamente dann stets am Höchften standen, wenn fie den Muth hatten, einem allgewaltigen Minister gegenüber zu treten.( Sehr gut lints und im Sentrum.) Der Mangel an Ansehen des Parlaments tommt auch bei uns nicht zum geringsten Theile daher, daß die Majorität versucht hat, Die Vinorität zu unterdrücken. Die Katholiken find in ihren heiligften Rechten getränkt worden. Machen Sie es anders, und es wird fich Bieles beffern!( Beifall im Zentrum.) Dann hat er als besonderen Grund noch das Verhalten des Reichstags in der Polenfrage angeführt. Ich weiß nicht, wie man dazu kommt, eine Bevölkerung von einigen Millionen, die in unferem Staatsleben volle Berechtigung haben, so zu beun rubigen? Die Polen find unsere Mitbürger, und wir müssen ibre Rechte respektiren, wenn wir auch wünschen mögen, daß fie Deutsche wären. Wie kann man ihnen so ohne Weiteres den Krieg ankündigen, wo sie nichts Ungebührliches gethan haben! Beweise hat man nicht erbracht, nicht einmal versucht, zu bringen, nur Behauptungen aufgestellt. Wir sollen es ver anlagt haben, daß sich die verbündeten Regierungen jest mehr auf das preußische Abgeordnetenhaus stügen!( Heiterkeit!) Ich weiß nicht, ob die Herren aus Bayern, Sachsen und Baden jest dorthin gehen werden.( Heiterleit.) Ich sage dies nicht ohne Absicht. Jft denn der Deutsche Reichstag dazu da, die Bayern, Sachsen und Badenser mehr zu Preußen zu machen?( Rufe rechts: Oh! Heiterfeit links.) Der Herr Reichstanzler hat ja zugesagt, iegt öfters im preußischen Abgeordnetenhause zu erscheinen; das ist ja sehr erwünscht, denn es bringt bort mehr Leben.( Seiterteit.) Aber war denn das Vorgehen des Reichstages nicht ein Ge bot der Gerechtigkeit und der Humanität? Jeßt will mar den Vorzug des deutschen Charakters, daß er sich schwer entschließt, etwas Inhumanes zu thun, als Lafter hinstellen. Da muß ich mich fragen, ist denn in der That mit den Staatsverhältnissen auch der Grundcharakter des deutschen Gemüths verdorben worden? Das unbeirrte Festhalten des Reichstages an dem, was er für Recht hält, kann und wird sein Ansehen nur ers höhen, das beweisen die mir von allen Seiten zukommenden Manifestationen. Es ist allerdings bezeichnend, daß die, welche früher die Almacht des Reichstags nicht genug rühmen fonnten, welche täglich die Kompetenz desselben auf Kosten der Einzels ftaaten vermehren wollten, daß diese jeßt, wo fie einmal etwas erleben, was ihnen nicht angenehm ist, plöglich den Rüden lehren, in das Abgeordnetenhaus laufen und Gegen Demonstration machen.( Lebhafter Beifall links und im Bentrum.) Die ganze Sache im Abgeordnetenhause war eine gemachte( Widerspruch rechts), und so e. leben wir nun, daß jezt das preußische Abgeordnetenhaus gegen den Reichs. tag ausgespielt wird, genau wie früher der Reichs. tag gegen die übrigen Einzelstaaten.( Sehr gut! lints und im Bentrum; lebhafter Widersp uch rechts.) Den Drohungen des Reichskanzlers gegenüber bin ich der Ansicht, daß uns noch ein sehr großes Penium übrig bleiben wird. Man wird immer noch Steuern nöthig haben und Armee und Marine dotiren müffen. Also nicht bange, wir werden den Reichskanzler auch hier wiedersehen.( beiterkeit.) Lesen Sie die Rede des Herrn v. Kardorff recht genau. Sie enthält eine Ergänzung dessen, was Herr v. Helldorff gesagt hat, und wirft etwas Licht auf die Diohungen des Kanzlers vom Tage der Polenschlacht im Abgeordnetenhause. Nein, Herr v. Kardorff, die Verfassung ist vertragsmäßig fonstituirt, vom Reichstage genehmigt und vom Kaiser publi irt. Ohne unsere Bustimmung fönnen die Regie rungen von nichts zurücktreten.( Beifall links.) Sollte man versuchen, diese Basts zu verschieben. dann wird das deutsche Bolt begreifen lernen, was der deutsche Reichstag vermag. ( Beifall links.) Es ist an der Zeit, solche dunklen Andeutungen, Anspielungen und Flüsterungen sofort anzugreifen, damit das ganze Boll gleich weiß, was in den Köpfen dort( rechts) sputt. Herr v. Kardorff wird vielleicht Gelegenheit nehmen, morgen in Der" Post" zu erklären, daß er nur für fich allein gesprochen babe.( Seiterkeit.) Dann sagt wahr scheinlich übermorgen die Die Boft", nein, er zelner Parteien in der Diätenfrage an. Hat doch der Reichskanzler selbst s. 3. Herrn v. Bennigsen zugestanden, daß Privat Diäten nicht unter das Verbot der Verfaffung fielen. Wenn nun die eine oder die andere Partei auf Grund dieser Er flärung von dem Nichtverbot Gebrauch gemacht hat, so tann man dies vom politischen Standpunkt für nicht schön und gut halten. Ich selbst bin im höchsten Grade dagegen eingenommen. Aber haben wir denn nicht der Reichsregierung einen Ausweg gezeigt in der Gewährung von Reichstagsdiäten? Der Reichs fanal r hat doch selbst gesagt, die Frage, ob später Diäten zu bewilligen, sei der Entwicklung der Gesetzgebung anheimzus ftellen. Und nun der Vorwurf der Obstruktionspolitik? Darin ist nicht die mindeste Logit. Folgt die Ausweisungsangelegenbeit. Herr v. K. hält die Germanisirung der Ostprovinzen für eine nationale Frage und nun soll die Vertretung der deutschen Nation nicht berufen sein, ein Wort darüber mitzusprechen, ob diese Maßregel zweckmäßig ist? Und wir haben unsere Meinung ausgesprochen in der benlbar mildesten Form. Obstruktionspolitit treibt hier nach Jeder, der es wagt, von der Meinung des Reichstanglers abzuweichen. Allerdings, das Ansehen des Reichs. tages ist schwer bedroht, wenn man jede partikularistische Regung gegen den Reichstag ins Treffen führen darf. Unser Ansehen ist gesunten, weil wir nicht mit genügendem Nach bruck Kritik üben, weil die Nachgiebigkeit mehr und mehr in diesem Hause zur Regel geworden ist, weil es anscheinend im Deutschen Reich nur einen Willen giebt. Manchmal fieht es sogar so aus, als ob diejenigen Inftitutionen, die in der Meinung des Volles noch höher stehen, als der Reichstag selbst, nicht ausreichten, um den einen mächtigen Willen zu begrenzen, ihn in gewiffe gemäßigte Wege zu leiten. Dieses Gefühl der Machtlosigkeit aller sonstigen politischen Faftoren, auch der höchften, gegen diese eine Person muß nicht nur das Ansehen dieses Reichstages, sondern überhaupt das Gegengewicht gegen eine Minifterallmacht vermindern.( Sehr war! links.) Jh glaube, daß wir diese gegenwärtige Krifts überstehen werden und daß das Deutsche Reich den Zielen nationaler Entwicke lung immer mehr entgegeneilt.( Beifall links.) bat doch für die Partei gesprochen.( beiterkeit.) Das sind so Fühler und fleine Einbrüche in das feindliche Land, um zu refognosziren. Sie haben relognosjirt; ich antworte: die Ber faffung des Deutschen Reichs befieht auf Gefeß und kann ohne Ge es nicht geändert werden, und wenn es anders geschäbe, dann wäre es ein Bruch.( Beifall links und im Zentrum.) Dies wird vielleicht genügen, um zu zeigen, auf we ch m Wege wir find. Ich mache die Reise nicht mit, sondern werde dem Wagen in die Speichen fallen so oft und so fräftig als es in meiner Macht steht. Wenn wir Alle uns die Verhältnisse recht flar machen und das Wohl unseres gemeinsamen Vaterlandes ins Auge faffen, dann werden wir Alle derartige Pläne unter drücken und uns mit aller Macht bemühen, die Hand uns wechselseitig zu reichen, um zum Frieden zu lommen. Wir find nicht hier, um uns zu bekämpfen und Barteien im Lande zu machen, sondern um gemeiniam das Vaterland nach Krätten zu fördern. Das aber fönnen wir nur, wenn wir über all Recht, Humanität und Billigkeit üben, und wenn wir uns offen und ehrlich sagen: die Institutionen, auf denen das Reich steht, find unverbrüchlich fest und unerschütterlich.( Beifall links und im Zentrum.) Abg. v. Lenz( wegen anhaltender Unruhe im Hause fast unverständlich): Die Nationalliberalen haben niemals die Kompetenz des Reichstags in der Ausweisungsangelegenheit bezweifelt. Auch im Abgeordnetenhause haben sie ausdrücklich erklärt, daß es ihnen bei Einbringung ihrer Resolution fern gelegen habe, in die Rechte des Reichstags einzugreifen. Aller dings hat der Beschluß des Reichstags bezüglich der Polenausweisungen den nationalen Interessen nur schlecht entsprochen. Herr Simonis hat erklärt, daß jener Tag der schönste gewesen sei, den er erlebt. Wir haben uns zu dieser Höhe internatio naler Gefühlsschwärmerei nicht emporschwingen fönnen, und haben jenen Tag, wo Polen, Franzosen, Sozialdemokraten sich in ihren Sympathien zusammenfanden, in unserem Kalender als einen Tag nationaler Verirrung angestrichen. Ueber das Branntweinmonopol will ich mich nicht äußern. Aber fann daffelbe den Grundsägen angepakt werden, welche von der nationalliberalen Partei für die Reform der Branntweinsteuer aufgestellt sind, so wird sich die nationalliberale Partei nicht prinzipiell ablehnend gegen das Projekt verhalten. Abg. Dr. Hänel: Für so dunkel, wie der Abg. Windt horst ihn hinstellt, halte ich den Hintergrund dieser Debatte denn doch nicht. Ich halte es für ausgeschloffen,( denn es märe eine Verirrung des Rechtsbewußtseins, die ich einem ver ständigen Mann gar nicht zutraue), daß man irgendwo in Deutschland daran denkt, ohne Mittw rfung des Reichstags auch nur ein Titelchen der Verfassung abzuändern. Es wäre bies nichts anderes als die Revolution und gebörte als Hoch und Land Bverrath vor den Richter. Wir werden die Reise weder nach der unitarischen, noch nach der föderativen Richtung mitmachen, sondern festhalten an der V rfaffung, wie sie geht und steht, als Ausgleich beider Rich ungen und als Grundlage unserer politischen Wirksamkeit auf lange Beit. Das tönnen wir aber nicht verkennen, daß unsere Einrichtungen ganz wesentlich auf den Leib des Reichskanzlers zugeschnitten find und in einer Weise interpretirt und gebandhabt werden, die durchaus abhängig ist von den persönlichen Impetus, den augenblicklichen Eingebungen des Reichefanzlers, nicht von allgemeinen Gefichtspunkten. Bu solchen Eingebungen rechne ich auch den Versuch, den preußischen Landtag gegen Den Reichstag auszuspielen, eine Politit nicht aus höheren Gefitspunkten, sondern ab irato, Die aller bings das Ansehen des Reichstages sehr vermindern farn und durch unsere Obstruktion spoluit veranlaßt sein soll. Als Beläge für dieselbe führt Herr v. K. sehr mit Unrecht einzig und allein den, Bolenbeschluß" und das Verhalten ein mein R Wirthschaftspolitit der Regierung sich in Uebereinstimmung findet, doch eine Reform dieser beiden Steuern herbeizuführ eine Ausf ( Beifall rechts.) nicht einm Hierauf wird die Generaldistuffton geschlossen. doch nicht Abg. Abg. v. Kardorff( persönlich): Unter Obstruktionspoli Buftand t babe ich die Haltung der freifinnigen Partei in der Steuerfrag und in der Polenfrage verstanden; sowie auch das Verfahren wiffenschaf im Widerspruch mit der Verfaffung den Mitgliedern der Bar benen Im Diäten zu geben. Hierdurch, meinte ich, würde die Regierun Geb. dahin gedrängt, mehr Fühlung mit den Einzellandtagen regierung nehmen. Alles, was die Herren Windthorst und Hänel darüb gewidmet von Staatsstreich u. s. w. gesagt haben, ist Blech.( Grof um die Be Heiterkeit.) beitlich zu Abg. Besuche d Präsident v. Wedell- Biesdorf erklärt es für parlamen tarisch unzulässig, in dieser Weise Aeußerungen von Abgeord Bimmerfir neten zu kennzeichnen. Abg. Haerle tonstatirt, daß sein heute von verschiedene die erleich Redner angegriffener Fraktionsgenosse Bayer im Hause ni neuen mei anwesend ist. Die Bu R Abg. Windthorst: Auf die legte Bemerkung des v. Kardorff hat bereits der Herr Präfident geantwortet. Spinzen bin fest überzeugt, daß aus den Worten des Herrn v. Karbo fordert, 78 das zu entnehmen war, was ich daraus entnommen habe. sum größe proklamire jest, daß Herr v. Kardorff das zurückgenommen ha gelangend Abz. v. Kardorff: Ich habe tein Wort von dem züdzunehmen nöthig, was ich gesagt habe. Die weitere Berathung wird um 5 Uhr bis Diensta 1 Uhr vertagt. Abgeordnetenhaus. 15. Sigung vom 8. Februar, 11 Uhr. Am Ministertische v. Butttamer und Kommiffarien. Das Haus segt die zweite Berathung des Etats b Ministeriums des Innern fort. Beim Kapitel 84: Statistisches Amt, beschwert f Abg. v. Meyer( Arnswalde) über die ungebührliche lastung der ländlichen Kommunalbeamten mit statistischen Aufnahmen. Biebzählung, Volkszählung, Steuerstatistit, Si tiftit der Armenpflege, der Jagdausbeute, der Sonntagsarbe ließen die Beamten gar nicht zu Athem lommen. Eine B einfachung der Statistik sei dringend wünschenswerth. Abg. Schmidt( Stettin) glaubt, daß das statistic Bentralbureau sehr nüglich wirke. Abg. v. Schorlemer tonftatirt, daß auch im We die Armenpflege eine sehr gute set. Am besten sei es, die Bureaukratie fich gar nicht in die Armenpflege einmi Dies befördere übertriebene Ansprüche, Muflehnung und Ende eine sozialdemokratische Gesinnung. File had Das Kapitel wird bewilligt, ebenso Kap. 86: Ober tungsgericht und Deputation für das Heimathwesen. Oberverwaltungsgericht sind 1 Senatspräsident und 3 mit Rücksicht auf die Zunahme der Geschäfte in Folm D Einführung des Kreisordnung in Hannover und Beffen.f neu in den Etat gestellt. Magdebur Rachstehen Die mei to a bie da wer bur örtl bea bie feg neu Abg. ad a im S mit fönigl Marburg, tragung De 8weige Einfaltur habe das Die Thun thren Bwe polizei bur Leiber geid Mente Beim Kap. 90, Landräthliche Behörden und bringt Abg. Barth( freilons.) die Vagabundenfrage Sprache. Die Verpflegungsstationen hätten allerding Vagabundenbettelei, wenn auch nicht abgeschafft, so both c Blay geschränkt, da die Leute jetzt weniger die Dörfer brandfa und mehr von Station zu Station zögen. Eine große sei aber noch die Zigeunervagabundage; ganze Familient zögen von Drt zu Oct, mit Wandergewerbescheinen auf S macherei, Pferdehandel und Kesselflickerei versehen. Der W den, namentlich, sobald der Nachsuchende im Lande tein festen Wohnfis habe, deshalb müsse gegen Ausländer rüdi los vorgegangen, im Uebrigen das Gefeß aufs Strengte gewendet werden. Jeder Schritt, den der Minister nach Richtung hin thun werde, erwerbe ihm den wärmsten der ländlichen Bevölkerung.( Beifall rechts.) dergewerbeschein lönne in bestimmten Fällen verweigert Abg. Ridert: Sie verlangen wohl faum, daß ich dem Borrebner antworte; er hat schwerlich im Namen seiner Freunde gesprochen. Ein Herr von der Presse verkündigte mir heute bereits einen großen Entrüftungssturm wegen Neubreisach und des abgelehnten Avisos. Der legtere ist nun allerdings durch unseren Antrag bereits in Sicherheit gebracht. Das scheint der Vorrebner nicht gehört zu haben, er ritt noch auf dem Aviso herum und entrüftet sich darüber.( beiterkeit.) Er rief sogar die Franzosen an mit denen wir für ihre Revanchegedanken verbündet wären. Jedenfalls wird ihm der Chef der Marineverwaltung für seine Unterstützung nicht dankbar sein. Herr v. Kardorff hat, wie es scheint, alle Gründe, für das Experi ment, den Reichstag iegt zurückzudrängen und das preußische Abgeordneten haus vorzuschieben, vorgebracht; erstaunt bin ich über die Schwäche dieser Gründe. Weiter haben Sie nichts anzuführen? Ich will die Ausführungen Hänels noch in einem Buntt ergänzen. Herr v. Kardorff behauptet, die Marine leide fest darunter, daß die Majorität dem früheren Chef der Admi talität so viel Wohlwollen entgegengebracht habe, und er fragt uns; Hand aufs Herz, hätten Sie nicht Herrn v. Stosch Alles bewilligt? Herr von Kardorff sollte doch aus den Etatsberathungen wissen, daß wir Herrn v. Stosch niemals so viel mehr bewilligt haben, wie dem jeßigen Minister im vorigen und in diesem Jahr. Wir haben gegen denselben auch nicht an einem Bunft einen T del erhoben, im Gegentheil seine Verwaltung anerkannt. In früheren Jabren find thatsächlich größere Abstriche am Marineetat gemacht werden, als die unerheblichen in diesem, und das ist Ihnen noch nicht genug? Wenn der Reichskanzler fich im Born vom Reichstage abwendet zum preußischen Abgeordnetenhause, lange wird's nicht dauern, Denn es wird dem Abgeordnetenhause viele Steuern Loften. 140 Millionen Lizenzsteuer hat er bereits beim ersten Besuch verlangt. Der Abg. v. Kardorff sollte sich doch davon über zeugen, daß mir, die wir in den Grenzprovinzen wohnen, dass felbe nationale Intereffe haven, wie er. Darum hat es fich nicht gehandelt. Man hat Leute ausgewiesen, die nicht einmal polnisch sprechen, nie Sympathien für den Bolonismus gehabt haben. Mit der Resolution des A geordnetenhauses ist auch nicht viel zu machen, denn einer der Antragsteller, Herr Hobrecht, hat sich in einem Sinne ausgesprochen, der uns sehr nahe ift. Nur die Maffenausweisungen haben wir als der nationalen Sache schädlich betämpft, und es wäre traurig, wenn die Regierung unsere Resolution nicht berücksichtigte. Wenn auf solcher Bafts ein Zusammenwirten von Boltsvertretung und Regie ble D Ministerialdirektor v. 3aft row: Die Miglichkeiten der königlichen Staatsregierung nicht fremd; soweit die Win des Herrn Vorrebners fich auf eine ftrengere Handhabung Ertheilung von Wandergewerbescheinen beziehen, fallen selben nicht unter das Ressort des Ministeriums des Inne sondern in das des Handelsministeriums, wo dieselben fiber geneigtes Gehör finden werden. Abg. v. Rauchhaupt hält für die schlimmste die inländischen Bigeuner, die, wie z. B. in Sachsen im Liebenwerda, ganze Kolonien bilden. $ Blog R Minister v. Putttamer: Das Uebel der inländi Bigeuner ist der Staatsregierung nicht fremd, aber die Mehrzahl der Wandertrupps find Ausländer. Deshalb auch die königliche Staatsregierung Mittel und Wege ergrif um durch Vereinbarung mit anderen Staaten diese Landpl abzuschaffen. Bezüglich der inländischen Wandertrupp wohl Herr v. Rauchhaupt zu schwarz gemalt. Sie müffen achten, es find dies eben Preußen, welche denselben Schu Gesezes beanspruchen tönnen, wie alle Uebrigen. Theilung des Kreises Inowrazlaw. Abg. Rozansti äußert Bedenken gegen die beabfid Geheimer Ober Regierungsrath Haase seßt die aus wirthschaftlichen Verhältnissen des jeßigen Kreiſes Inowra mit gebieterischer Nothwendigkeit hervorragenden Gründe Die Theilung auseinander. Abg. v. Minnigerode spricht fich für die be des Kreises aus. Der Titel, implicite also auch die Theilung des Inowrazlaw, wird genehmigt. weisende Den thatfa wohl hab fördern, zwischen laffen. M Dom finan Refolution fich um di entsprechen Geb. fich im e Refforts, Neuregelun im nächfter Direktionen und Marb Menberung worden. Regierung faläge im pilit beab bittet die e einer Bolizeivern Besammtin ticheint, t eine Gener Abg. Amendeme Im w Celtow) Die Annah Rap. 92 m in der Br Ueberlaftur Abg. Bei K bie Gehalt tes Einhei Abg. tommiffati namentlich eigentlich rube rechts politijde Bei Kapitel 91, Polizeiverwaltung von Berlin, fraat Berger an, wie es mit der ihm bereits auf eine Anfrin bes rung nicht mehr möglich wäre, dann müßte man die Hoffnung Jahre 1882 vom Minister des Innern vetheißenen vielbienes aufgeben. Ich babe fie immer noch, daß die preußische Regierung, was an der Resolution richtig ist, beachte und die offenfundigen Härten beseitigen wird. Das ist ihre erste und heilige Pflicht. Wir werden diese Maßregel auch fernerhin im Berliner Bauordnung stehe. Es habe zwar eine folde ja den Häuptern der Grundbefizer geschwebt, aber es fet mie immer schöner geworden, aber die Hofgebäudewohnungeni fe Alles still geworden. Die Fronten der Bauten feien bine Auge behalten und pflichtgemäß Kritit üben. Der Abgeordnete ganz entfeßlich. Es gäbe Wohnungen, in welche, ohne ba v. Kardorff fragt, was wird dann, wenn der Reichskanzler nicht mehr ist? Ich theile diese Besorgniß aus einem anderen Grunde. Das Volt hat allerdings ein lebhaftes Gefühl dafür, daß man systematisch darauf hinarbeitet, das Ansehen der Reid svertretung herabzudrüden. Die Behandlung des Reichstages hat einen tiefen Eindrud im Volte gemacht. Wenn daffelbe erft zu dem Bewußtsein fommt, daß nur ein mächtiger im Keller lägen, weder Sonne, Mond noch Sterne schienen. Verhältnisse genau so schlecht, wie in den alten Stadtbell In dem sogenannten Geheimrathsviertel feien Die Stadtbahn ollte dem Uebel abbelfen; Die Fleb Millionen find hingegeben, aber gebeffert baben f Wohnungsverhältniffe der Arbeiter nicht. Die neue fire Baupolizei- Ordnung ist dringendes Bedürfniß, fonft entfe Wille entscheidet, dann ist damit die größte Gefahr gegeben. unter dem Eindruck einer drohenden größeren Strenge r Die Maffen verlieren das Butrauen zu denjenigen, welche be rufen find, im Parlamente Führer der Vollsmeinung zu sein. Laffen Sie ein solches Gefühl über die Machtlosigkeit des jegis gen Reichstags nicht zu sehr auffommen! Sie rütteln damit an dem Vert auen, welches noch heute das Volk in die beñßenden und gebildeten Klaffen sett. Schwindet dieses Vertrauen, dann allerdings wird man nicht blos über den Reichstag zur Tages ordnung übergeben, sondern noch über ganz andere Dinge. Wenn wir dem Reichs'angler in einzelnen wichtigen Fragen opponiren, so thun wir es in der festen Ueberzeugung, daß nichts mehr die Monarchie und ihre Institutionen fügt, als eine fraftvolle, th- er Pflicht bewußte Volksvertretung.( Beifall lints.) Rönt schlimmere Verbältnisse. Schließlich erbittet fich Redner tunft über die Durchlegung der Bimmerstraße nach der befomme teit.) Minif find in organe ber Begen eit Durch Be ländlichen Beamten 3. B. durc gräßerfiraße. Die Gelder für das Gewerbemuseum und b für Völlerkunde seien ausdrücklich im Hinblick auf die Vervo ständigung jener Straße bewilligt worden Minister v. Putitamer: Die vor 4 Jabren sprochene Hoffnung, binnen Monaten die neue Berlin Ordnung für aud Baupoli ein Ding ber Mö legten Jal Hebe fein Inftitut b Der Berwa gemäß zu aufbefferur ich, Sbne Der Hegter emaniren zu können, bat nicht erfüllt. Es find unvorhergesehene Hinderniffe treten. Die namentlich bezüglich strengerer Maßnahmen feuer polizeilicher Hinsicht an uns herantretenden Betition find meist bis auf die Existenzfrage des Beftgers suge wir haben alle Noth, uns ihrer zu erwehren. Ich gebe aber von dem Grundgedanken aus, daß sich in solchen das Privatintereffe dem öffentlichen unterzuordnen bat. die Baupolizei- Ordnung betrifft, so liegt die Sache Iman in den Ministerialrefforts bei der Erwägung der nahmequellen aus indirektes Steuern, und der Grund für die angekommen ist, wie weit man in der Lage ist, den tommun Nothwendigkeit einer solchen Vermehrung liegt ja zum Theil Wünschen entgegenzukommen. Die staatlichen Behörden neb Abg. v. Helldorff: Der Aba. Windthorst hat in der Ausweisungsfrage beute wieder im Namen der Humanität" gesprochen. Unzeitige Humanität ist aber ein Fehler. Unsere Biele in der Finan- politit gehen auf Vermehrung der Ein bei den Einzelfiaaten Unsere beiden närksten Einnahmequellen aus den indirekten Steuern, Bucers und Branntweirneuer, find sehr ins Schwanten gekommen und man wird gut thun, auch wenn man im Uebrigen nicht mit der Finanz, Boll und 10, ja im Wesentlichen einen strengeren Standpunkt ein, als fommunalen. Im Uebrigen werde ich fünftig Was Aeußerung solcher Hoffnungen zurückhaltender fein. Bimmerstraßendurchlegung betrifft, so fällt dieselbe nicht w tönnen, wo gebalt gem werden fol Abg. bezüglich Anlaß, da Rategorien Erregung Betten rub ( Sehr rid Oberförste Denselben Landrath märe es f verschwänt Abg. find nicht Schutzman Ronservati wichtige E Abg. immung mein fort, tch lenne auch leineswegs alle Gründe, welche beizuführ eine Ausführung verhindern, aber so dringlich ist die Sache doch nicht, daß etwa Gefahr im Verzuge wäre. Ich glaube nicht einmal, daß der Besuch der Museen durch den jezigen tionspoli Buftand irgendwie Einbuße erlitte. Steuerfra Abg. v. Eynern bittet den Minister um Einseßung einer Verfahren wiffenschaftlichen Rommiffion zur Prüfung der vielen erfun der Part denen Imprägnirungsflüssigkeiten gegen Inbrandseßung. Regierun Geh. Reg.- Rath von den Brinken: Die Staats notagen regierung hat dieser Angelegenheit seit Jahren ihre Aufmerfamtett nel darübe gewidmet und erst vor Kurzem eine generelle Verfügung erlaffen, b.( Gro um die Bestimmungen über antipyrotische Imprägnirungen ein beitlich zu gestalten. parlamen Abg. Berger: Das Interesse an der Durchlegung der n Abgeord Simmerstraße ist ein viel allgemeineres, als lediglich aus dem Besuche der Museen herrührend; vor Allem handelt es sich um erschiedene die erleichterte Verkehrsverbindung von Alt Berlin mit den Bause ni neuen westlichen Staditheilen. Die einzelnen Titel werden unbeanstandet genehmigt. g des Ab Bu Rap. 92, Polizeiverwaltung in den Pro vortet. Singen", welches im Ordinarium diesmal 3 223 722 M. er v. Starbo fordert, 78 499 M. mehr als im Vorjahr( das Plus ergiebt sich habe. um größeren Theile aus der am 1. April 1886 zur Ausführung ommen bagelangenden fommunalen Bereinigung von Neustadt und on dem Magdeburg), beantragt die Budgetlommission die Annahme nachstehender Resolution: Diensta Thr. miffarien. Etats be eichwert f brliche B ftatiftifchen attftit, S ntagearbe Eine Be th. ftatifti im Wei i es, wen ge einmi ng unb in Oben 7. File Dod and 3 Fol D effen f und Memb enfrage Cerdings To bo d randſca große milient Blo auf Si Der Wa weigert Cande tein trengfte nach Der ridi mften ichleiten die Wün dhabung fallen Des Jane ben fiche mmfte $ 3 en im Sin inlänbi Deshalb er die g ege ergrif Te Landpl vertrupps e müffen en Schut e beabfid Die aus Snowra Gründe Die The bes R n, fragt e Anfange pielberufenen The folde über esfet wied feten ja a nungent fe obne bab terne bine tel feien Stabtibell Die fed ben f eue fireng onft entfe Strenge Redner · ch der Kön eum und of die Verv Sabren aus Baupol en, bat perniffe ei agnahmen en Petition 16 augeip gebe ba olchen Ding Sache fo ng der tommuna n bat. Förden neb ein, als fünftig int. Was be nicht w ble D Die königliche Staatsregierung wiederholt aufzufordern, a. in Erwägung zu ziehen, ob in einzelnen Ge meinden, in welchen die örtliche Polizeiver waltung besonderen Staatsbeamten übertragen ist, diese den durch die Gemeindeordnungen dazu bestimmten Beamten übertragen werden kann; b. baldthunlichst einen Gefeßentwurf vorzulegen, durch welchen für diejenigen Städte, in welchen die örtliche Polizeiverwaltung durch besondere Staats. beamte geführt wird, die Beitragspflicht an den Koften dieser Berwaltung unter Aufhebung des§ 3 des Gefeges vom 11. März 1850 für Staat und Gemeinden neu geregelt wird. Distiltstommiffarien, die etwa den Amtmännern und ländlichen Bürgermeistern im Westen gleich zu stellen seien, Das beste Zeugniß. und spricht ebenfalls seine Freude über die ihnen zugedachte Aufbefferung aus. Das Kapitel wird bewilligt und um 34 Uhr die weitere Etatsberathung auf Dienstag 11 Uhr vertagt. Kommunales. Die 65 hiesigen Orts- Krantentassen hatten nach den Angaben der Kaffenvorstände am 15. Januar d. J. eine Mit gliederzahl von insgesammt 192 977. Die 9 hier bestehenden Betriebs-( Fabril-) Krankentassen hatten am 15. Januar d. J. einen Bestand von 15 494 Mitgliedern. Im Arbeitshause befanden sich am 1. Januar d. J. 48 Familien mit 171 Personen. Am 1. Februar war der Be ftand 37 Familien mit 127 Berfonen. Das Asyl für nächtliche Obdachlose benußten im Laufe des Monats Januar 15 544 Personen und zwar 14 559 Männer und 985 Frauen. Von diesen Personen wurden 5 der Charitee, 82 dem Krankenhause Moabit, 4 dem Krankenhause Friedrichshain überwiesen und 689 der Polizei überführt. Zentral- Viehhof. Im Monat Januar d. J. find bei den städtischen Fleischschau- Amt 25 514 Schweine auf Trichinen untersucht und darunter 9 trichinöfe und 282 finnige er mittelt worden, welche als aur menschlichen Nahrung ungeeignet verworfen worden find. Lokales. b. Der Müggelsee war am Sonntag wieder das Biel der paffionirten Schlittschuhläufer, welche in dem Gewühl der Eisbahnen dicht bei der Stadt nicht warm werden. Das mächtige Wafferbecken, vom Eise geschlossen, bietet immer von Neuem seinen eigenthümlichen Reiz. Der letzte Schneefall that der Eisfläche als Schlittschuhbahn einigen Eintrag, immerhin aber hinderte er nicht einen flotten Verkehr über den See mit seinen 11 Boll starken Eisdeden, von welcher die von den Fischern herausgehauenen Blöcke Beugniß ablegten. Kamen doch sogar Ransdorfer Schönen zu Fuß quer über den See nach Bad Bellevue am Friedrichshagener Ufer, wo sich ein ftattliches Kontingent Don Berlinern auf gefegter gefegter Mittags segte eine eine frische Nordzum Leidwesen Der Schlittschuhläufer, aber zur Freude der Befizer von Segelschlitten ein. Die Naasegel gingen an den Masten hoch und bald schoffen vier dieſer meil gingen an den Masten hoch und bald schoffen vier dieser mert würdigen Gefährte mit Kourierzug. Geschwindigkeit über das Abg. Belle befürwortet die Genehmigung der Resolution ad a im Intereſſe namentlich der Kleineren städtischen Gemeinden mit föniglicher Bolizeiverwaltung, wie Göttingen, Belle, Hanau, Marburg, Fulda, wünscht jedoch die Möglichkeit der Ueber tragung der Ortspolizei, im Ganzen oderin einzelnen Bahn tummelte. Bweigen" gefticbert zu sehen und beantragt eine dahingehende oſtbriſe Einschaltung in litt. a des Kommissionsantrags. Noch 1876 habe das Haus der Abgeordneten und selbst das Herrenhaus bie Thunlichkeit der Uebertragung der örtlichen Polizei in allen thren Zweigen mit Ausnahme der Kriminal- und Sicherheitspolizei durch entsprechende Beschlüsse zu der damals vorgelegten, Leiber gescheiterten Städteordnungsnovelle anerkannt; die ab weisende Haltung des Ministers des Innern finde auch in den thatsächlichen Verhältnissen keine Begründung. Gleich wohl habe er, um die Annahme seines Amendements au fördern, die im vorigen Jahre beantragte Untersuchung zwischen Sicherheits- und Wohlfahrtspolizei diesmal fallen laffen. Man dürfe eine solche Maßregel übrigens nicht blos Dom finanziellen Standpunkt betrachten, weshalb auch bei der Resolution ad b nicht viel herauskommen werde; es handle fich um die unbehinderte und dem Kommunalwohl wirklich Geh. Rath v. d. Brinden: Die Angelegenheit befindet Eis hin. Wem es vergönnt war, einmal eine solche tolle Fahrt mitzumachen, der wird sich ihrem Reize nicht entziehen können. Das Eis donnert unter diesen Ungethümen, welche der geschickte Steuermann doch auf der Stelle wenden läßt. Es giebt auch unter ihnen schwer zu regierende Durchgänger, aber wer nicht ängstlich ist, fährt mit Vollblut am Liebsten. Am Donnerstag Eise, ein Schauspiel, welches einen besonderen Reiz bieten wird, zumal wenn der Fang ergiebig ausfällt. Nachmittag ist auf dem See großer Braffenzug unter dem Glſe, Der Handelsmann, frühere Kellner Albert Larsche, gegen welchen auf Grund des in dem Dickhoff'schen Prozeß von der Kriminalpolizei gesammelten Materials im Jahre 1884 Die Voruntersuchung wegen Theilnahme an dem Raubmorde an der Wittwe Lissauer geführt wurde, welcher indeß wegen unzureichender Beweise aus der Untersuchungsbaft entlassen werden mußte, ist gestern Nachmittag in der Wohnung der Gräfin W. in der Kulmstraße bei Verübung eines Diebstahls betroffen und verhaftet worden. Ein in demselben Hause wohnender Schußmann bemertte, daß in der Wohnung der Gräfin fich Jemand mit Licht bewegte, obgleich die Bewohner, wie ihm bekannt war, ausgegangen waren. Er holte einen auf der Straße patrouillirenden Schußmann herbei, poftirte diesen an den hinteren Ausgang der Wohnung und klingelte demnächst an der Vorderthür. Wir vorausgesetzt worden war, fich im Stadium der Erwägung innerhalb des betheiligten Refforts, zu einer Vorlage an den Landtag bezüglich der Neuregelung der Kostenvertheilung wird es voraussichtlich erst im nächsten Jahre fommen fönnen. Die Aufhebung der Polizei direktionen in den fleineren Drten Göttingen, Celle, Fulda und Marburg( in Hanau scheint bei der Nähe Frankfurts eine Henderung nicht zuläsftg) ist gleichfalls in Erwägung genommen worden. Die Erhebungen darüber find abgeschlossen, die Regierung muß sich aber vorbehalten, ihre etwaigen Vorfchläge im Zusammenhang mit den bezüglich der Beitragspflicht beabsichtigten gleichzeitig zu machen. Den Antag Belle bittet die Regierung abzulehnen; er ist unnöthig, insofern einer Anregung zur Uebertragung einzelner Zweige der Bolizeiverwaltung an die Kommunen dort, wo es mit dem Gesammtinteresse des Staats und der Kommunen vereinbar scheint, nicht mehr bedarf, er ist nachtheilig, sofern er auf eine Generaliftrung der Maßregel anstreben sollte. Abg. v. Eynern ist bezüglich der Beurtheilung des Amendements Belle mit dem Kommissar einer Meinung. Die Im weiteren Verlauf der Debatte erklärt sich Abg. Cremer ( Teltow) gegen beide Resolutionen. Die Abstimmung ergiebt Rap. 92 wird nach dem Etatsanschlag bewilligt. in der Provinz Bofen", bellagt Abg. Dziem bowski die Ueberlastung dieser Beamtenkategorie, mit deren Arbeitslaft die Gehaltsnormirung in gar feinem Verhältniß stehe. suchte der Dieb durch die Hinterthür zu entkommen und lief hier dem ihn erwartenden Schußmanne in die Arme. Es wurden ihm Gold- und Silbersachen im Werthe von 700 bis 800 Mart, die er aus verschiedenen von ihm erbrochenen Be hältntfen herausgerissen und in einen Leinwandbeutel gepackt hatte, abgenommen. In der Sanitätswache der Oranienburger Vorstadt ( Invalidenstraße 121) wurden in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1885 im Ganzen 506 Fälle behandelt, davon waren 237 innere Krankheiten, 257 äußere Verlegungen, in 11 Fällen wurde Geburtshilfe geleistet, in einem Falle lag 11 Fällen wurde Geburtshilfe geleistet, in einem Falle lag Simulation vor; 328 Fälle wurden auf der Wache selbst, 178 in der Wohnung der Batienten behandelt. Innerhalb des Bes zirks wurde die Wache 220 Mal, außerhalb des Bezirks 286 Mtal in Anspruch genommen. Bei Kap. 93, Polizei- Distriktskommissarien zirts wurde die Wache 220 Mal, außerhalb des Bezirks 286 Mal Abg. Ezwalina( deutschfr.) empfiehlt ebenfalls statt Abg. v. tes Einheitsgehalts die Einführung einer Stala. tommiffarien refultirt aus der Erledigung zahlreicher Arbeiten namentlich auf dem Gebiete des kommunalen Lebens, die eigentlich die Landräthe zu besorgen verpflichtet wären.( Uns ruhe rechts.) Der Landrath sei in Bosen mehr und mehr eine Jazdzewski: Die Ueberbürdung der Distriktsteit.) g. Ein entseßlicher Vorgang ereignete fich gestern Nachmittag auf dem Eise des Müggelsees. Der Tapezier A. Rubusch, Theilnehmer einer größeren Möbelfabrik in der Leip zigerstraße, vergnügte fich auf dem prächtigen Eise des Müggel. jees mit dem Fabren auf einem fog. Piedschlitten, auf welchen der Fahrende fich stellt und mit einer Biedstange fich ge schwind fortbewegt. Bei der Fahrt über die Eisfläche ver schwand plöglich St. unter dieselbe, ohne wieder auszutauchen. Jeder Rettungsversuch erwies fich ais unmöglich, weil K. aus befomme man ihn meist gar nicht mehr zu sehen.( beiter legten Nacht zugefroren sein mußte. Jeder, der sich der Un politische Berson geworden, in fommunalen Angelegenheiten Ünachtsamfeit auf eine Stelle gefahren war, die erst in der Minister v. Buttkamer: Die Distriktskommissarien glücksstätte nähern wollte, setzte sein eigenes Leben in Gefahr, da Die Eisdecke zu schwach war, eine Laft zu tragen. Auch schien jede Find in erster Linie Polizeibeamte, in zweiter Linie Hilfs Rettungsbemühung nuglos, da K. anscheinend von der Strömung organe der Landräthe in fommunalen Aufsichtsangelegenheiten. Gegen eine Läffigkeit dieser Beamten in letterer Beziehung, 3. B. durch Abhaltung aller Termine am Amtssize, würde durch Beschwerde sofort Abhilfe zu schaffen sein. anderweiten Organisation Von Der besonderen sofort weiter unter das Eis getrieben worden war. K. war und blieb verschwunden. Er hinterläßt eine Frau und drei Ein zweiter Unglücksfall auf dem unerwachsene Rinder. Eise ereignete fich gestern Nachmittag in der Nähe von Stechert's Loch bei Spandau. Ein jugendlicher Arbeiter aus der lestgedachten Stadt war hier eingebrochen und nur mit vieler Mühe gerettet worden. Als man den fast erstarrten Menschen nach der B.'schen Restauration nach Valentinswerder brachte, um ihm hier einige Pflege angedeihen zu lassen, wurde Erst auf die energische Intervention eines Herrn und unter Hinzuziehung eines Gensdar men fonnte der Verunglückte in ein Bett gebracht werden, so Es ist geradezu als herzlos daß er fich allmälig holte. zu bezeichnen, einem turz vorher vom Lode erreiteten Menfchen die zu seiner Wiederherstellung erforderliche Hilfe zu ver weigern! ländlichen Bolizeioerwaltung, welche diese Beamten entbehrlich macht, fann nach der Entwidelung des legten Jahrzehnts in der Broving Posen wohl nicht mehr die Rede sein; im Gegentheil hat man fich entschließen müssen, das Institut der Distrittstommiffarien als organischen Bestandtheil ihm die Aufnahme verveigert. Der Verwaltung in der Provinz Bosen zu betrachten und dem gemäß zu etatiftren. Die Nothlage dieser Beamten wird von ber Regierung nicht nur anerkannt, fie hält auch die Gehalts aufbefferung für besonders dringlich. Jm nächsten Etat hoffe th, Jhnen eine anderweite Etatsaufstellung vorschlagen zu lönnen, wonach das jetzige Gehalt von 2400 M. zum Minimal gebalt gemacht und ein Aufsteigen bis zu 4500 M. ermöglicht werden soll. verschwände. Die Lagerräume der Herz'schen Damenmäntelfabrit, welche die oberste Elage des dreiftödigen Vordergebäudes Jerusalemerstraße 21 einnehmen, find am Sonntag Abend zum wesentlichsten Theil durch einen Brand zerstört worden, welcher laffen. Der beträchtliche Schaben soll durch Versicherung gedeckt sein. Nachdem die legten Löschzüge Nachts um 1 Uhr. laum in die Wachtbereitschaft zurüdgelehrt waren, rief das Alarmfignal zu erneuter Thätigkeit auf dem Grundstück Prin geffinnerstr. 22. Die Brandstätte befand sich in der Luguse papierfahril von Kirchner u. Pflug, und hatte auch das Feuer fich schon recht fräftig entfaltet, so daß es der ausgiebigsten Bes nugung einer Sorige bedurfte, um seine Bewältigung herbeis zuführen. Die Entstehungsursache ist auch hier unaufgeklärt geblieben. Gerichts- Zeitung. Strafen wegen Wechselstempel- Kontravention müss n faft an jedem Sigungstage der Uebertretungs- Abtheilungen der Schöffengerichte gegen fleine Leute verhängt werden, welche fich nicht mit der bezüglichen Verordnung des Reichskanzlers vom 16. Juli 1882 vertraut gemacht haben. Darnach müffen. bei der Kaffation des Wesselstempels die Monate, welche von der neuesten Verordnung in römischen Bahlen ausgeschrieben werden fonnten, mit Buchstaben geschrieben werden, wobei eine übliche Abkürzung zugelassen ist. Die nicht vorschriftsmäßige Kaffation des Stempels gilt als unterlassene Stempelung und wird mit dem 50fachen Betrage des Stempels bestraft. Und awar wird Jeder, welcher einen solchen Wechsel in Birkulation gesezt hat, sogar der Bote, welcher ihn Behufs Aufnahme des Proteftes zum Gerichtsvollzieher gebracht und in die darüber hergestellte Urkunde aufgenommen wird, mit dieser Strafe be legt. Eine derartig unangenehme Erfahrung hat heute der Heils gehilfe St. gemacht, welcher zwei kleine Wechsel bebufs Protestaufnahme zum Gerichtsvollzieher Bischof gebracht hatte, und zwar für seinen Hauswirth. Bu seinem Bech war bei beiden Wechseln in dem Kafsationsnermert statt des Februar eine römische II" gefest. Er sowohl wie Atzeptant und Aussteller wurden zu je 10 M. Strafe verurtheilt. Im Ein an die Voruntersuchung des Weber'schen Mordes, wegen dessen Verübung gestern der Tischlergeselle Schunicht bingerichtet wurde, erinnernder Vorgang beschäftigte als erste Sache die Straffammer hiesigen Landgerichts I. in der Bes rufungsinstanz. Unter den der That verdächtigten Personen: befand sich auch der Maler Georg Heinrich Krümmel. Juni d. J. sollte derselbe von einigen Kriminalschußleuten ver haftet werden, doch gelang es demselben durch Bedrohung der Beamten und Widerstandleistung, fich seiner Festnahme zu ent ziehen. An demselben Tage gestellte er sich aber selbst dem Unterfuchungsrichter Hollmann und gab ale Grund, warum er fich nicht von den Polizeibeamten habe festnehmen laffen, an, daß er auf der Kriminalpolizei eine wenig gute Behands lung befürchtet habe. Am folgenden Tage wurde Krümmel vom Untersuchungsrichter wieder entlassen, nachs bem fich seine völlige Unschuld an dem ihm zur Laft gelegten Verbrechen herausgestellt hatte. Wegen des begangenen Widers stands wurde er aber am 24. Dttober v. J. wieder in Haft ges nommen und erst in Folge der Intervention seines Vertheis digers Rechtsanwalt Bod am 4. November wieder aus derselben entlaffen. Das Schöffengericht verurtheilte den Angeklagten ohne Anrechnung der Untersuchungshaft zu 14 Tagen Gefängs niß. Wegen des Strafmaßes und der Nichtanrechnung der er littenen Untersuchungshaft, welche der Vertheidiger als eine nicht nothwendig gewesene Härte bezeichnete, legte der Ange tlagte Berufung ein und erzielte in der That den Erfolg, daß die Straflammer ibm mildernde Umstände bewilligte und unter voller Anrechnung der Untersuchungshaft auf 10 Tage Gefängs niß erkannte. Darnach hat der Berurtheilte die Strafe bereits verbüßt. Reichsgerichts- Entscheidung. Leipzig, den 5. Februar. Ein Vergiftungsprozeß, der in erster Instanz vor dem Land gerichte in Frankfurt a. M. am 5. November v. J. verhandelt worden war, tam am 4. Februar vor dem ersten Straffenat des Reichsgerichts in der Revisionsinstanz zur Verhandlung. Angeklagt waren der praktische Arzt Dr. Elle und der Droguist Theodor Freitag in Frankfurt a. M. der fahrläfftgen Tödiung eines Menschen. Am 4. April v. J. wurde Dr. E. zu dem 8 Jahre alten Töchterchen des Schneiders Prinzing gerufen, welches an der Grippe erkrankt war. Er schrieb ein Rezept folgenden Inhalts: ,, Rc. Chinin. sulph. 0,05, Acid. hydrochl. dilut., Aqu. dest., Syrup cord. aur. 15. M. D. S. auf zwet Mal zu geben." Dieses Rezept trug der Vater des Kindes zu dem Droguenhändler Freitag, welcher fich, allerdings ohne die Konzeffion dazu zu befizen, mit der Anfertigung, von Arzneis mitteln befaßte. Das Rezept schien ihm zwar nicht recht verständlich, aber er fertigte es dennoch an und zwar nahm er von der Salzsäure( Ac. hydr.) 1,5 Gramm, von dem deftillirten Waffer und den Pomeranzenscheiben( Syr. cord. aur.) je 15 Gramm, obgleich schon ein Apothekerlehrling hätte wissen müffen, daß 15 Gramm die Gesammtgewichtmenge der drei Stoffe sei und daß die Salzsäure nur in dem Maße verwendet werden darf, als zur Lösung des Chinin erforderlich ist. Das Gericht nahm an, daß Freitag fahrlässigerweise diese Arznei, von welcher das Kind sofort getödtet wurde, angefertigt habe und verurtheilte ihn zu 3 Monaten Gefängniß und wegen Uebertretung des§ 367, 3 zu 4 Wochen Haft. Dr. Elle wurde freigesprochen. Das Reichsgericht erachtete die Beschwerde bes Angeklagten Freitag, daß die Fahrlässigkeit nicht genügend festgestellt sei, für unbegründet und verwarf deshalb seine Revision. Vereine und Versammlungen. * th. Ju der öffentlichen Generalversammlung der Klavier, Mechanit und Klaviaturarbeiter, welche am 7. d. M. unter Vorfiz des Herrn Zubeil in Gratweil's Sälen abgehalten wurde, erfolgte die Abrechnung des Streits bei Klingmann u. Co. Dem Berichte des Herrn Nagel entnehmen wir, daß die Gesammteinnahme 2004,39 M., die Gesammt ausgabe 2003,39 m. betrug. Gestreift haben insgesammt 32 Arbetier, davon ca. 23 Mitglieder des Fachvereins, welche von diesem mit 792 M. unterstügt wurden. Von den öffent lichen Geldern verblieb somit ein Restbestand von 0,49 M. Nach Ertheilung der Decharge an den Kassirer hielt Herr Michelsen einen Vortrag über die moderne Produktionsweise und die Lage unserer Industrie". Nach einem Rüdblid auf Diejenigen Faftoren, welche zur Herbeiführung der heutigen Produktionsweise beigetragen haben, führte der Vortragende weiter aus, daß unter dieser die Arbeiter am meisten zu leiden haben, daß, so lange eine vernunftgemäße Konsumtion des arbeitenden Volles und auch des Mittelstandes fehle, so lange überhaupt die fapitalistische nicht durch eine genossenschaftliche Produktionsweise erfest wäre, eine Befferung in der Lage der Arbeiter nicht stattfinden würde. Bis babin müffen die Are better fich zu schüßen suchen gegen die Uebermacht des Kapitals dutch gewerkschaftliche Organisation, nicht um burch Streits Abg. v. Schorlemer: Die Ankündigung des Ministers Anlaß, daß man doch mit der Gehaltsaufbefferung einzelner gleich so mächtig auftrat, daß die Feuerwehr fich darauf be Rategorien recht vorsichtig sein, zumal nicht in Beiten politischer schränken mußte, eine Weiterverbreitung zu verhindern. Da doch keinen dauernden Bestand hätten und in keinem Einklang Erregung mit Erhöhungen vorgehen sollte, für welche sich in Betten ruhiger Ueberlegung ein Bedürfniß nicht finden würde. ( Sehr richtig! links.) Viele Beamtentlassen, a. B. sogar die Oberförster, ftehen schlechter, als diese Kommissarien. Will man denselben auch einen Titel geben, so möchte sich event. der märe es freilich, diese ganze Ausnahmellasse von Polizeibeamten Landrath zweiter Klaffe" empfehlen.( Heiterkeit.) Am besten das vom Erdgeschoß bis zum Dache vollständig von Flammen erhellte Treppenbaus nicht mehr pafftrt werden konnte, mußte der Angriff über das Dach des rechten Seitengebäudes hinweg, auf deffen oberstes Stockwerk nebst Dachgeschoß fich Das Feuer ebenfalls schon verbreitet hatte, sowie in der Front seite, von der hier aufgestellten mechanischen Leiter aus einges leitet werden. 3wei Dampfsprigen und drei Handdrucksprizen gelangten hierbei zur Verwendung; ihre Wirkungen waren von beftem Erfolg, indem der Brand auf die einmal gewonnenen Räume beschränkt blieb. Diese, das oberste Stockwerk des Vors dergebäudes und etwa die Hälfte des rechten Seitenflügels umAbg. v. Minnigerode: Die Distriktskommissarien find nicht etwa Bolizisten nach dem Muster eines Berliner Ronservativen begrüßen die Ankündigung des Ministers, diese faffend, find total ausgebrannt, ebenso ist die Bedachung in wichtige Beamtenflaffe zu fördern, mit Befriedigung. Abg. v. Tiedemann( Labischin) giebt den Polizei der gleichen Ausdehnung fast vollständig zerstört worden. Eine Erklärung über die Entstehungsursache hat sich nicht finden ständen mit den Opfern, welche fte erheischen, wie flar erfichtlich durch den Klingmann'schen Streit, welcher völlig resultatlos verlaufen sei, sondern um ein weiteres herab brücken der Arbeitsbedingungen zu verhindern. Eine Befferung sei nur zu erhoffen und zu erreichen, wenn die Arbeiter nicht die Politik den Politikern, die Voltswirthschaft den Universitätss profefforen überließen, sondern selber zu denken anfingen, laut und vernehmlich die Forderung der Beseitigung der Mißstände an den Gesetzgeber stellten. Die Biele der gewerkschaftlichen Drganisation dürften demnach nicht unfruchtbare und aufreibende Streits sein, sondern die Gesetzgeber auf die Nothlage der Arbeiter hinzuweisen und von ihnen Schuß und Hilfe zu fordern, da auf diese Weise allein dauernde vilfe zu schaffen. möglich sei. Nach einer langen und lebhaften Distuffton, in " ber die Verhältnisse der Klavierbranche speziell erörtert, das Syftem der Belohnungen für Fleiß und Treue und die Hand in Hand damit gehenden Lohnabzüge in der Fabrik von Weidens laufer gebührend gegeißelt und darauf hingewiesen wurde, daß es schon so weit gekommen sei, daß Arbeiter deshalb entlassen würden, weil fte Mitglieder des Fachvereins seien, und daß fogar in der jebigen arbeitslosen Beit eine Fabrit des Nachts arbeiten laffe, gelangte folgende Resolution einftimmig zur Annahme: Die heute in den Gratweil'schen Bierhallen tagende Generalversammlung sämmtlicher Klavier, Mechanit und Klavi aturarbeiter Berlins erklärt, daß nur durch Organisation und immer festeres Busammenhalten der Berufsgenossen den rapid zutagetretenden Lohnabzügen entgegengetreten werden kann und fordert alle noch fernftebenden Kollegen auf, der Organisation beizutreten, da nur die Organisation dazu berufen ist, die soziale Lage der Arbeiter dauernd zu verbessern." hr. Der Krantenunterstützungsbund der Schneider ( E. H.) hielt am Freitag Abend bei Gratweil eine Mitglieder versammlung ab. Die Verhandlungen bezogen sich vorzugsweise auf die folgenden zwei Fragen: 1. ob nur der Bentral vorstand( in Braunschweig) oder ob auch der Bevollmächtigte an der örtlichen Verwaltungsstelle befugt sei, die Mitglieder, welche länger als 13 Wochen feine Beiträge gezahlt, aus der Mitgliederliste zu ftreichen; 2. ob die gegenwärtigen Beamten der örtlichen Verwaltungsstelle Berlin vom Zentralvorftande mit Recht für das Jahr 1886 bestätigt worden seien. In Be zug auf die erste Frage wurde auf den Wortlaut des Statuts: Der Ausschluß von Mitgliedern erfolgt durch den Vorstand" hingewiesen. Dem gegenüber theilte Herr Spahr mit, daß auf seine Anfrage der Vorstand es für selbstverständlich erklärt habe, daß der Bevollmächtigte die Mitglieder, welche länger als 13 Wochen feine Beiträge gezahlt, auf Grund des Statuts aus der Mitgliederliste streichen müffe. Die zweite Frage wurde faft von allen Rednern im Hinweis darauf, daß die jezigen Beamten in Berlin nur zum Ersatz für die Zeit bis zu Ende des Jahres gewählt selen, mit Entschiedenheit verneint. Der Antrag jedoch, der jegigen örtlichen Verwaltung die Lokalsteuer, die sie bezieht, zu entziehen, wurde abgelehni bagegen ein Antrag auf Wahl einer Brotestkommission, welche gegenüber dem Bentralvorstande das Recht der örtlichen Mitgliedschaften, ihre Beamten für jedes Jahr neu zu wählen, wahren soll, fast einstimmig angenommen. Aus den dann vollzogenen Wahlen gingen als Mitglieder dieser Protesttommission die Herren Rašte, Staeger, Jeschonnet, Kahn und Pfeiffer hervor. wirklich einen Sieg erringer, so fann eine unorganisirte Maffe den Sieg für die Dauer niemals festhalten! Würden aber die Sieger dem Vereine dauernd angehören, so fönnten die Errungenschaften auch für die Dauer erhalten werden. Kollegen! Rafft Euch auf, denkt an die Pflichten, die Ihr Eurer Familie gegenüber zu erfüllen habt, unter den heutigen Verhältnissen aber nicht erfüllen könnt. Die Kollegen allerorts bliden auf unser Thun und Treiben, zeigt ihnen, daß Ihr Männer und Euch Eurer Ziele bewußt seid. Erscheint daher Alle in der am Sonntag, den 14. Februar, in Gratweil's Bierhallen stattfindenden Versammlung. Näheres hierüber am Freitag durch die Anschlag Säulen und am Sonnabend durch Inserat im Berliner Volksblatt". J. A.. Keperau, Simmer ftraße 38 Aatung für fäumige Zahler! Das Polizeipräsidium zu Königsberg i. Pr. flagte nach§ 29 des Hilfskaffengefeßes bei der höheren Verwaltungsbehörde auf Schließung der örte lichen Verwaltungsstelle der Hamburger Bentral- Krantentaffe der Schuhmacher, weil von 31 Mitgliedern derselben 12 mit Beiträgen im Rüdftande waren und der Vorsitzende der Aufforderung, die Rückstände binnen drei Wochen einzuziehen, nicht nachlam. Der Bezirksausschuß zu Königsberg und als weite Instanz das preußische Oberverwaltungsgericht wiefen Die Klage ab, weil unter Kaffe" nur die gesammte Bentraltaffe, nicht eine örtliche Verwaltung zu verstehen sei. Die Mitglieder von Krantentassen fönnen hieraus ersehen, welche Weiterungen und damit verbundener Zeit. sc. Berluft für die Vorstandsmitglieder der Haupt- und Ortsverwaltungsstellen durch das Restiren der Beiträge entstehen können. Möge dieses eine Mahrung sein, das Reftiren soviel als möglich zu vermeiden. Aufruf an sämmtliche Maler Berlins. Kollegen! Bereits vor einem Jahre wurde der Verband der Maler und verwandten Berufsgenossen gegründet, welcher den Zweck hat, Die geistige und materielle Lage der Maler Deutschlands zu verbessern. Damit aber der Verband dieses Ziel erreichen fann, muß er auch reich an zahlenden Mitgliedern sein. Jeder Kollege muß fich der Organisation anschließen. Der Verband Teistet seinen zur Winterzeit wandernden Mitgliedern eine Reiseunterstützung von 15 Pf. pro Meile, ferner zahlt er seinen Mitgliedern am Orte bei langer Arbeitslofigkeit, in Krankheits und Sterbefällen Unterstüßung. Außerdem wird Rechtsschutz für die Mitglieder eingeführt. Der Berliner Gauverein, welcher Mitglied des Verbandes ist, hat zwar seit seinem Entstehen an Mit gliedern gut zugenommen, jedoch steht er im Verhältniß zu der großen Zahl von Malern Berlins noch klein da. Der Grund ist darin zu suchen, daß so viele Kollegen sich um ihre eigene Lage nicht fümmern. Andere wieder find säumig und ver schieben den Eintritt zum Gauverein. Viele aber treten bei, zahlen einen Monat ihre Beiträge, um sich dann nicht wieder fehen zu laffen. Eine große Anzahl aber ist der Meinung, der Gaus verein stehe mit der Ortskaffe oder der Zentralfrankenkasse in Ver bindung, daher hört man so häufig den Ausbruck:„ Arbeitsnachweis der Ortskaffe und Arbeitsnachweis der Bentraltafe." Dies find irrige Auffassungen. Der Gauverein erstrebt die hebung des Malergewerks und ist es demselben vollständig gleich, ob feine Mitglieder in der Bentral oder Ortskaffe ver fichert find. Der Arbeitenachweis hat mit teiner Krantentaffe etwas zu thun, ebensowenig ist er das Unternehmen einer Privatperson, er steht vollständig unter Verwaltung des Gau. vereins der Maler Berlins. Kollegen! Jeder wird zugeben, baß wir uns in einer traurigen Lage befinden, aber noch tiefer werden wir finden, wenn wir nicht bald zur Einsicht gelangen. Einen Streit mit einer unorganisirten Maffe herbeijuführen, um dadurch unsere Lage zu verbessern, Wahn. Würden wir nach langen schweren Kämpfen Theater. Dinstag, den 7. Februar. wäre ein Unterstüßungsverein deutscher Sabatarbeiter. Diens tag, den 9. Februar, Abends 8 Uhr, Versammlung in Seefeld's Salor, Grenadierftr. 33. Tagesordnung: 1. Abrechnung pro 4. Quarial. 2. Bericht des Vorstandes über die gefaßten Beschlüffe der letzten Mitglieder- Versammlung. 3. Verschte benes. * Große Versammlung der Mäntelnäherinnen Berlins. Heute, Dienstag, Abends 8 Uhr, in Sanssouci, Kott bufeistraße 4a. 2.D. Interpellation an die Kaufleute und Schneidermeister über ihre Stellung zu der Mäntelnäherinnenbewegung. Anträge für die außerordentliche Generalversamm lung und Vorschläge für die event. einzuseßende Lohnkom mission behufs Proflamirung eines Generalstreits der Mäntel näherinnen. * Der Luisenftädtische Stenographenverein beginnt am Dienstag, den 9. d. M., Schüßenftraße 18 im Restaurant Becker und Mittwoch, den 10. b. M., Prinzenstraße 79 im Restaurant Löstow Abends 81, Uhr neue unentgeltliche Unter richtskurse für Herren und Damen in der Rollerschen Stenographie. Meldungen zur Theilnahme werden in den Restau graphie. Meldungen zur Theilnahme werden in den Restaus rants entgegengenommen. * Berliner Turngenossenschaft( 6. Lehrlings- Abthei lung), jeden Dienstag und Freitag von 8-10 Uhr Übends in der Turnhalle, Behdenickerstr. 17. Bezirksverein der wertthätigen Bevölkerung der Schönhauser Vorstadt. Dienstag, den 9. ds. Mts., Abends 8 Uhr, Versammlung Prenzlauer Allee 195, Ede Danziger straße. Tagesordnung: 1. Die Berliner Frauenbewegung. Referent: Reichstagsabgeordneter Herr Kräder. 2. Stellung des Vereins zu den Stadtverordnerenwahlen. 3. Verschiedenes und Fragetasten. werden aufgenommen. * Die Versammlung sämmtlicher Handwerker und Ar beiter des Baugewertes findet am Sonntag, den 14. d. M., in der Tonhalle, Friedrichstr. 112, statt. Ueber die periodische Presse in den verschiedenen St Europas sowie in den Vereinigten Staaten von Amerika b der 12. Band der von dem italienischen Ministerium für bau, Industrie und Handel herausgegebenen ,, Annali di Statisti folgende Busammenstellung. Es erschienen demnach in dem Deutschen Reich Dänemark Schweden Rußland und Finnland Desterreich Ungarn Stalien der Schweiz Frankreich Belgien • Beitungen im und Jahre Zeitschriften Auf. eine Belt entfielen Einwohn . 1880 5041 8973 • . 1880 327 6022 . 1880 348 13 120 1880 776 109 611 1880 1378 16 070 . 1880 646 21 343 1883 1298 22 350 1880 561 5 073 1881 3716 10 138 1880 641 1881 3 083 8612 11 409 1880 11 314 4433 Mr. 34 Großbritannien und Jrland den Vereinigten Staaten von Amerita Plymouth, 3. Februar.( Eine Tragödie auf offener Der gestern Abend vom Kap hier angelommene Dampfer man" bringt die Meldung von einer schredlichen Tragödie heint tägl dem Meere. Am Montag, den 11. Januar, tam in Jam's Haus vi town, St. Helena, ein offenes Boot an, welches Kapitän Mart. Et bert Clarke, deffen Frau und Kind, sowie 14 Matrofen feinen Infaffen hatte, die sämmtlich zu dem amerikanischen Frant N. Thayer" aus Boston gehört hatten. Sie richteten, daß am 2. Januar, als fie fich 700 Meilen von Helena befanden, zwei malayische Kulis plöglich auf den e Ciart eilte aufs Deck, wurde aber an der Gurgel ergriffen und zweiten Steuermann zustürzten und sie erstachen. Rapi Rämpfenden tamen allmälig am Fuße der Treppe an, von sein Angreifer stach nach ihm mit dem Meffer. Die bei Der Kapitän lopfüber in die Kajüte stürzte. Er bewaffnete sofort mit einem Revolver und schloß sich mit Weib und so lautete d Kurz darauf verkündete ein Schwohl zu 2 Das W Das lig als 2 in der Kajüte ein. daß der Mann am Steuerrade ermordet worden sei;, daß der Mann am Steuerrade ermordet worden sei; undabende bescha weiterer Soret ergab, daß den Zimmermann ein gleiched schick ereilt hatte. Ungefähr um 5 Uhr am nächfien Mo ermordeten die Kulis einer anderen Mann, mit hem der Reise in Freundschaft gelebt hatten, und ein Chine Koch, wat die einzige Person, die von den Mördern au am Leben gelaffen wurde. Behn der Matrosen, die in dem Des End nigt felt Sorge De Bebenfalls eing vielen mißgl barf und daß befonders b bafür forgt brüden. in Jamestown antamen, batten sich im Vorderkastell verbariesen, daß und vier von ihnen wurden leicht verwundet. Am nächfang erschoffen der Kapitän und ein Matrose einen und ver den anderen Kuli. Dann fand man, daß ein Hanfoo mehreren Stellen in Brand gesteckt war. Das Schif alsdann verlassen, und das Boot steuerte nach St. Helen es auch glücklich anlam. Im Ganzen wurden von den Kulis 5 Mann getödtet und 5 Mann verwundet, und Schiffsmannschaft geplant war. beiben vermuthet, daß von denselben die Ermordung der gan Briefkasten der Redaktion. W. 100. Ihre Frage ist nicht recht verständlich. 3. Rheinsbergerstraße. Sie müssen jedenfalls ben Als wir getraut. Da zu behandel Bolts wo unerbörten G Die der Ehemann schon vor seiner Verheirathung ein Grund Gäste willkommen. Neue Mitglieder besaß, so tann er nach dem Tode seiner Ehefrau felbftverfi lich frei über daffelbe durch Testament verfügen, ohne daß, Verwandten der Ehefrau ein Widerspruchsrecht dagegen zu Hebung gestellten Steuerbetrag zur Vermeidung der zwan weisen Beitreibung zahlen; dagegen hilft teine Beschw Bezüglich Ihrer weiteren Frage fehlt es an einer beftimm Angabe, um was für Steuern es fich handelt, ob um fährige oder aus dem vergangenen Jahre rückständige, Staate oder Gemeindeflaffen oder Einkommensteuer. wenn Sie Ihre Anfrage noch einmal präzise, am besten lichen Buschrift stellen, werden wir Ihnen bestimmten ertheilen tönnen. Kleine Mittheilungen. об Aus dem Kreise Teltow. Das Resultat der Vollszählung im Teltower Kreise ist nunmehr amtlich festgestellt. Im Jahre 1880 betrug die Seelenzahl beffelben 137 491, bei der Zählung im Jahre 1885 163 244, so daß dieselbe tnnerhalb abschriftlicher Mittheilung der Ihnen zugegangenen steuer der fünf Jahre um 25 753 oder 21,7 pet. gestiegen ist. In ben 9 größeren, in der Umgebung Berlins gelegenen Ort schaften hat durchweg eine Zunahme stattgefunden, die sich wie folgt ftellt: Rigdorf 22 785( 18 729), Schöneberg 15 905 ( 11 180), Gr. Lichterfelde 6000( 4049), Steglis 8499( 6476), C. G. Schönholzerftr. Sie thun beffer, wenn in der Versammlung des Vereins vorbringen. bes Stoffes, fann, bie im tehrten, schie nomie ben fehen. Wenn nod, auf d nadh feiner stramte: bare Ergebni Jemand nich Produttiven Juridled and, baß bei uns noch He Sie H. S. Bürgel. Wenden Sie sich an Herrn Herm Friedenau 2137( 1302), D. Wilmersdorf 3611( 2911), Tempel Bormann, Vorfißenden des Fachvereins der Töpfer in Ba bof 3522( 3019), Br 4147( 3361), Behlendorf 2718( 2294). SO, Brigerstr. 10. Baffage 1 Treppe 9 U. Mors. Täglich: Königsberger Fleck, à Portion 25 10 b. Raiser Panorama. Bum erfien Male: Das südliche Opernhaus. Die Stumme von Portici, Oper Frankreich. Eine Wanderung durch Hol. in 5 Aufzügen von Scribe. B Schauspielhaus. Tillit, Luftspiel in 4 Alten Inseln ac. Eine Reife 20 Bf., Rinder nur land. Bertha Reise. Karolinen. von Francis Stahl. Deutsches Theater. Die Lorelei. Trauer. 10 f. Abonnements. spiel in 5 Aufzügen von A. L'Arronge. Ballner- Theater. Sammet und Seide, Luftspiel in 4 Atten von Dstar Blumenthal. Mitglieder- Versammlung ber im Restaurant Skaliberstraße 18 bei Stramm. Der Wiener Maskenball Refden Theater. Deniſe, Schauspiel in Bentral- Kranken- u. Sterbekasse Billets a 50 Bf. find zu haben Krauſenſtraße 11 4 Atten von A. Dumas( Sohn). Selle- Alliance- Theater. Orpheus in der Unterwelt. Burleste Dper in 4 Bildern von Offenbach. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Der Bigeunerbaron, von Joh. Strauß. Balhalla Theater. Mamsell Angott, Operette in 3 Atten von Clairville, Siraudin und Koning. Bonisenstädtisches Theater Abracadabra. Central Theater. Der Stabs. Trompeter. Bittoria Theater. Däumling. Oftend Theater. Hand und Herz. American Theater. Große Spezialitäten Borstellung. Theater der Reichshallen. Große Speziali täten Borstellung. Raufmann's Bartete. Große Spezialitäten Borstellung. Rontordia. Große Spezialitäten- Borstellung. Alhambra- Theater. Wallnertheaterfiraße 15. Bum 1. Male: Die Brandstifter. Schauspiel mit Gesang in 6 Abtheilungen nach dem Französischen des d'Ardenne von H. Sebald. Vor der Vorstellung: der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter.( Ortsverwaltung BerlinC.( Hallescher Thor- Bezirt.) Mittwoch, den 10. Februar, Abends 8 Uhr, Teltowerstr. 3 bei Rothader. Tages- Ordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1885. 2. Wahl von Krankentontroleuren. 3. Verschiedenes. Zahlreiches Erscheinen nothwendig. Buch legis timirt. Der Ortsvorstand. des Kranken- Unterstühungs- Bundes der Schneider und Berufsgenossen findet am 15. d. M. in der Berliner Resource, Kommandantenstr. 57, statt. Anfang 8 Ubr. ( Herberge); Simmerstraße 30( Genossenschaft); Bochelt, Annenstr. 11; Ebelt, Jannowisbrücke 1; Münzftr. 2 im Sigartengeschäft, sowie auf den Bahlstellen bei Baum und Seefeld. 662 Das Komitee. Sophienstr. 15. Beschließende Versammlung. Freireligiöse Gemeinde. Abends 8 Ubr, Wahlen. Für die streifenden Korbmacher 660 NB.: Sonnabend, den 20. Februar, findet in Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7, ein Wiener Maskenball statt. Der Ueberschuß ift für den Invalidenfond bestimmt. Billets find eingegangen: Am 1. Februar in der find in der Versammlung zu haben. 661 Voltsversammlung in Sanssouci durch Teller fammlung 29,40 M. Am 2. Februar vom Ar beiter Bezirks Verein im Osten durch Teller Am 7. Februar in der fammlung 12,72 M. öffentlichen Versammlung der Klavierarbeiter General- Versammlung Der Selbstunterricht in der einfachen und doppelten männischen 2588 Lauf Buchführung und Darstellung eines neuen abo kürzten Systems zur doppelten Bu methode von C. Schmidt, Lehrer Handelswissenschaft. Berlin Preis 1 M. 50 Pf. Bu beziehen d. d. Exped. d. Volksblatt", Berlin, Zimmerstraße 44 Wenn aber Linie Dant Berbreitung tional- otono Das 913 ef Lohn für Derbiente e bemal werben. 665 Wer arbeitet und liefert bunte Die Expedition dieser Zeitung. Arbeitsmarkt Fensterscheiben? Offerten unter H. K. 20 Einen Tischlergefellen auf Rohrlebn verl. Blumenthalftr. 23 in Friedrichsberg Das ga und bam Unterne ig und alle Seit für 663 und 17,90 Mart. Weitere Unterstüßungen find zu Mufit erlernen zu wollen, tönnen i gleich ob Zentral- Kranken, SterbeUnterstüßungskaffe der deutschen Zimmerer am Mittwoch, den 10. b. M., Abends 8 Uhr, in Gratweil's Bierhallen, Kommandanten Straße 77-79. Tages- Ordnung: 1. Kaffenbericht. 2. Revisorenwahl. 3. Ver Gr. Konzert der Hauskapelle. fchiedenes.- Neue Mitglieder werden aufge nommen. Anfang des Konzerts Wochentags 7 Uhr, der 664 Borstellung 7 ubr. Anfang des Konzerts Sonntags 6 Uhr, der Vorftellung 7% Uhr. Bons baben Wochentags Giltigkeit und find im Theaterbureau( 12-1 Uhr) gratis zu haben. J. A.: A. Günther. . Austun befondere Die Sie ha ober auch n Im Schloff Unbekannte Aber a Die Schritt und auf ein Bwet junge Leute, welche gewillt find und Aug. Krüger, Staligerstr. 11. richten an Aug. Reddemann, Wrangelstr. 109 au Ostern in die Lebre treten bei Senk Wer bemalt und brennt Porzellanfiguren in schöner Ausführung? Offerten unter H. K. 20 an die Exped. dieser Bettung. 173 Elegante 667 Masken. Stadtmufitus in Zehdenick. Nähere Berlin, Lügomstraße 4. ift gleichfalls zu erfragen bei Serin C. Gri 91. Einen tüchtigen Korbmacher gesellen auf Gematt verl. E. Voigt, Gitschinerstr. S Der unentgeltliche Arbeit Garderobe Madhweis der Fr. Panknin, Oranienstr. 178, v. II. Ecke Adalbertstr. Klavierarbeiter befindet sich Skalizerstr. Wer liefert fien. polirte Bettstellen, gut ge arbeitet und trocknes Holz, zu Engros- Preisen? Offerten unter H. K. 20 an die Exped. Dieser Die Beleidigung, die ich Herin E. Pabst Beltung. 666 zugefügt, nehme ich hiermit zurüd. E. Roloff. bei Stramm. Perl- Mocca- Kaffee, pr. Pfd. 55 Pf., batten. Sie w Niemand Unb eben b 18 157 derselbe gebrannt pr. Pfd. 70 P Kaffee- Lagerei 0. E. Arndt& Co., 104 Köpnickerstraße 104, Ecke der Neanderstraße. Verantwortliche: Rebuffeur. Sreubetas in Bells. Drud und Berlag non Bag Badiac in Balin SW., Beuthstraße 2 re Angst Sie f borte auf b auf der unt Nun Silfefchrei brochener Glasthur n Sie w bie Thür h ihr bicht au Sie ei bie nur ma Ein b welche in be Halle und Flüchtigen. Erna, an allen G In die eine hoheits