Nr. 278. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Prets pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft- Abonnement: 3,30 mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 18. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Minifter Miquel und die Volksschule. Freitag, den 27. November 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Auch der wichtigste Punkt, die De dungsfrage, auch bei dieser Vorlage der agrarische Pferdefuß zum Vorist in anderer, freilich keineswegs zufriedenstellender Weise schein kommen, denn das, was die großen Städte einbüßen, geregelt. Auch jetzt wieder sind die großen Städte dem kommt dem platten Lande zu gute. Der preußische Kultusminister Dr. Bosse hat vor noch platten Lande gegenüber erheblich im Nachtheil. Nach der Bei den Berathungen im Plenum und in den Koms nicht allzu langer Zeit die Volksschule als das kostbarste neuen Vorlage würden 79 Gemeinden mit mehr als 25000 misfionen des Abgeordnetenhauses wird das Zentrum Juwel der preußischen Krone bezeichnet. Ist es dem Einwohnern jährlich einen Betrag von 3 295 617 m. ver- und ein Theil der Konservativen wiederum den Wunsch Minister mit diesem Ausspruch Ernst gewesen und weiß erlieren. Dieser Ausfall soll dadurch gedeckt werden, daß den nach einem allgemeinen Volksschul- Gesetz auf christlicher wirklich den Werth einer guten Volksschule zu schäßen, so in Frage kommenden Gemeinden ein dauernder Zuschuß Grundlage zum Ausdruck bringen, während die liberalen sollte er auch die richtige Schlußfolgerung aus seinen aus der Staatskasse insoweit gewährt wird, wie dieser Aus- Parteien über die Benachtheiligung der Großstädte klagen Worten ziehen und mit allen Kräften auf die fall den Betrag von 2 pCt. des Veranlagungssolls über- werden. Schließlich wird es einzig auf die Haltung der Erhaltung, oder besser gesagt, auf die Ausbildung teigt, welches der Gemeindebesteuerung der Einkommen Nationalliberalen ankommen. Erweisen diese sich als standvon mehr als 900 M. jährlich für das Jahr 1897/98 haft und widersetzen sie sich der Beraubung der Städte, so eines so kostbaren Juwels bedacht sein. dafür sorgen, daß der preußische Staat, der für Flinten bei Anwendung der Vorschriften des Kommunalabgaben muß Herr Miquel nachgeben, ob er will oder nicht, denn er und Kanonen niemals zu viel bewilligen kann, und der Gesetzes zu grunde zu legen ist. Der mit diesen Vor- kann nicht das Odium auf sich nehmen, daß er zweimal ftets bereit ist, ben nothleidenden Agrariern auf Kosten der schlägen verbundene Aufwand beträgt nach der Begründung hintereinander ein so wichtiges Gesetz durch Knauferigkeit zu übrigen Steuerzahler zu Hilfe zu kommen, endlich einmal der Vorlage rund zwei Millionen Mark jährlich. Falle gebracht hat. auch der Volksschule etwas zuwendet. Des weiteren ist ein Dispositionsfonds von 250 000 Die nationalliberale Presse steht bisher dem Entwurf Daß das dem Landtage in der vorigen Session vor- Mart ausgesetzt zur Abrundung der zu gewährenden festen wenig sympathisch gegenüber. So weist die Nationalgelegte Lehrerbesoldungs- Gesetz nicht der richtige Weg dazu Buschüsse sowie zur weiteren Gewährung solcher Zuschüsse Beitung" darauf hin, daß das Weiterschreiten auf dem war, darüber herrscht faum in irgend einer Partei ein an diejenigen politischen Gemeinden und Schulverbände, prinziplosen Wege einer mit massenhaften Staatszuschüssen Zweifel. An seinem Scheitern ist aber feineswegs der deren Steuerkraft im Vergleich mit den Volksschul- und arbeitenden Gesetzgebung über die Unterhaltung der VolksKultusminister schuldig, sondern einzig und allein der Finanz- Kommunallasten ihrer Mitglieder verhältnißmäßig gering schule in erster Reihe im Interesse der Großgrundminifter. Dr. Miquel hat sich im Laufe der Jahre bis zum ist. Daraus ergiebt sich, daß die großen Städte im ganzen befizer des größten Theils der östlichen Proreaktionärsten Agrarier durchgemausert, sein Trachten 24 Millionen Mark erhalten würden, während ihnen über vinzen ist. Mit Ausnahme weniger dortiger Landesund Sinnen scheint nur noch darauf gerichtet zu sein, wie 34 Millionen Mark entzogen werden, sie würden theile, in denen der Großgrundbesitz durch Spezials er seinen agrarischen Freunden einen Gefallen erweisen taun. also mehr als eine Million einbüßen, bestimmungen zu den Volksschullasten herangezogen ist, So trug auch das Lehrerbesoldungsgesetz einen ausgeprägt und hiervon würden auf Berlin allein nimmt er an denselben so gut wie gar feinen Theil, weil er agrarischen Charakter. Das, was den Lehrern mehr be- 550 000 Mart, also mehr als die Hälfte, ent- zu feinem Gemeindeverbande, nur in seltenen Fällen zu willigt werden sollte, als bisher, sollte den großen Städten fallen. einem Schulverbande mit benachbarten Gemeinden gehört, entzogen und dem platten Lande geschenkt werden. Hätte Das Abgeordnetenhaus hatte im Vorjahre die Höhe und noch seltener selbst Volksschulen nach Verhältniß seiner Herr Miquel erklärt, daß er den Städten die bisherigen des Dispositionsfonds auf 14 Millionen Mark festgefeßt, Steuerkraft für die Angehörigen des Gutsbezirks unterhält. Staatszuschüsse laffen will, so wäre der Entwurf troß seiner Herr Miquel bietet jetzt 14 Million, er spart also eine Die größeren Städte brauchten nicht dazu zu schweigen, daß übrigen Mängel Gesek geworden, und dann hätten wenigstens Million, während er auf der anderen Seite den großen man sie die Kosten will tragen lassen, um jene ungerechte diejenigen Lehrer eine kleine Gehaltsaufbesserung erfahren, Städten zwei Millionen bewilligt, d. h. der ganze Befreiung der Mehrheit der oftelbischen Großgrundbesizer die heute noch Hungerlöhne beziehen. Die Lehrer mögen Mehraufwand der neuen Vorlage gegen von den Volksschullasten aufrecht zu erhalten. Hoffentlich fich also bei Herrn Miquel bedanken, wenn ihre mehr als über der alten beläuft sich aufeine Million werden auch die Vertreter der nationalliberalen Partei im bescheidenen Forderungen bisher noch nicht erfüllt sind. Mart. Abgeordnetenhause diesen Standpunkt gegenüber dem Die Regierung hat von neuem ein Lehrerbesoldungs- Bei einer ungünstigen Finanzlage wäre eine solche Spar- wichtigen Gesetz wahren. Gesetz eingebracht. Wer aber glaubt, daß sie sich die Er- samkeit vielleicht erklärlich, wenn sie auch bei einem so Und wichtig genug ist die Vorlage, wenn sie auch fahrungen der letzten Session zu nuße gemacht hat, der be wichtigen Gebiete, wie der Volksschule, auf keinen Fall zu feineswegs den berechtigten Wünschen der Lehrer ents findet sich in einem schweren Frrthum. Der neue Entwurf billigen ist. Da aber die Finanzlage des Landes eine über- gegenkommt. Vortheil werden davon nur diejenigen gleicht dem gescheiterten wie ein Ei dem andern, ja, die aus günstige ist beträgt doch der Ueberschuß für das ab- Lehrer und Lehrerinnen haben, die heute noch ein Gehalt meisten Baragraphen stimmen sogar im Wortlaute überein. gelaufene Jahr 60 Millionen, und läßt sich doch nach der Thron- von weniger als 900 bezw. 700 Mark beziehen. Es ist Eine wesentliche Aenderung enthält nur§ 8, welcher den rede für das laufende Jahr ein gleich günstiges Resultat faum glaublich, aber leider nur allzuwahr, daß am jenigen Stadtgemeinden, welche einen eigenen Kreisverband erwarten-, so müssen dieser übel angebrachten Sparsam- 1. Juni d. J. in den Städten noch 1220 Lehrer und bilden und alle innerhalb ihres Gebietes belegenen öffent feit andere Momente zu grunde liegen, und diese Gründe 112 Lehrerinnen und auf dem Lande 10 093 Lehrer und lichen Volksschulen ohne Staatsbeihilfe unterhalten, ge- sind einzig und allein in der Person des Finanzministers 51 Lehrerinnen ein Gehalt bezogen, welches das in der stattet, sich von den Alterszulage Kassen der Regierungs- zu suchen, der seinem Namen Liebling der Götter und Vorlage festgesetzte Grundgehalt nicht erreicht. Im Intereffe bezirke auszuschließen. der Agrarier" keine Unehre machen will. So muß denn dieser für ihre aufopfernde Thätigkeit so jämmerlich ent129] $ Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. " Ich höre," antwortete Giulio, daß dem heute den wilden und stürmischen Umwälzungen gewesen war. Gesandten und vornehmen Herrn zu gebenden Bankett Es galt später für eine böse Borbedeutung, daß morgen ein Maskenball folgen soll, zu dem jeder zugelassen für diese öffentliche Festlichkeit zugleich der Platz gewird. Beim Bachus! Wollte der Tribun nur Patrizier wählt wurde, wo die öffentlichen Hinrichtungen stattfanden. einladen, so würde das kleinste Zimmer im Kapitol seine Gäste aufnehmen können. Es scheint mir, daß er sich zu einem Maskenball entschieden hat, um die Würde und den Stand der Gäste zu verbergen." Adrian dachte einen Augenblick nach und beschloß, an der Maskerade theilzunehmen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Adrian sah vorher, daß in wenigen Tagen der Kampf In jenem Augenblick aber, als jeder sich vordrängte, um zwischen den Colonna und dem Senator ausbrechen müsse. ein Lächeln oder ein Wort von jenem berühmten Manne Konnte er gegen seine eigenen Verwandten als Gegner zu gewinnen, dessen Schicksal der Gegenstand der Unterauftreten? Ein solches Benehmen hätte schon durch sein haltung in ganz Europa war, verstimmte keine VorVerhältniß zu Irene allen Schein des uneigennütigen Bas bedeutung und keine Warnung die allgemeine Fröhlichkeit. triotismus von ihm entfernt und seinen ritterlichen Ruf Hinter Nina stand Irene, nicht unzufrieden darüber, um so mehr verlegt, als die Sache der Colonna mit den Diese Festlichkeit, obgleich zu jener Beit des Jahres in daß die Blicke der Menge sie weniger suchten und ihre seiner Standesgenoffen im allgemeinen so enge verknüpft om ungewöhnlich, war durch Rienzi gewählt worden, mildere Schönheit durch die blendenden Reize der Gemahlin war. Auf der anderen Seite veranlaßte ihn nicht allein theils, weil alle seine zahlreichen und weniger angesehenen ihres Bruders in Schatten gestellt wurden. Nur Adrian seine Liebe zu der Schwester des Senators, sondern auch Anhänger auf ihr zugelassen werden konnten, besonders heftete unter der Menge auf sie seine Blicke. Die Jahre, feine eigenen Neigungen und Ueberzeugungen machten ihn aber, weil sie ihm und seinen vertrauten Freunden die Ge- welche über dem schönen Antlig des sechzehnjährigen Mädchens, geneigt, die Sache eines Mannes vorzuziehen, der ihm die legenheit gewährte, sich unbemerkt unter die Menge zu das damals durch den ersten Hauch der Liebe belebt wurde, redliche Absicht und die erforderlichen Eigenschaften zu mischen und die wahre Stimmung der Römer in Beziehung entflohen waren, hatten den Charakter der Schönheit Frenens haben schien, den Frieden und die Wohlfahrt seiner Water- auf seine Politit und seine Macht sicherer kennen zu lernen, zwar verändert, aber nicht zu ihrem Nachtheil. Ihre für stadt wieder herzustellen. Nach langem Nachdenken fab er als es infolge der durch einen öffentlichen Aufzug angeregten die Verhältnisse einer römischen Schönheit mehr abgerundeten feine andere Wahl vor sich, als in der Neutralität zu ver- Begeisterung des ersten Augenblicks möglich war. Dieser Formen gaben ihrer Erscheinung den Ausdruck würdiger harren, zu der er schon früher verurtheilt wurde; aber er Entschluß verzögerte Adrian's Reise nach Palestrina wieder Ruhe. Nicht mehr schwärmte das unruhige Auge umher, beschloß, wenigstens einen Versuch zu machen, die feindlichen um einen Tag. nicht mehr umzog ein süßes Lächeln die Lippe. Ihre Büge, Parteien auszuföhnen. Er sah wohl ein, daß er zu diesem Die folgende Nacht war sehr heiter und klar. Wegen die noch so reizend waren, erhielten durch ihren stillen Bwed mit seinen stolzen Verwandten beginnen müsse. Wäre der zahlreich zu erwartenden Gäste und um die milde und traurigen Ausdruck einen Ernst, der über ihr Alter es bekannt geworden, daß er zuerst eine Zusammenkunft Abendluft im Mondschein genießen zu können, war der hinausging die Blüthe, die Gluth, der Frühling ihres mit Rienzi gehabt, hätte es geschienen, als sei er durch den offene Hof des Kapitols mit dem Löwenplay( so wie auch Herzens waren entschwunden. Aber weder die Zeit, noch Senator mit Eröffnungen beauftragt, so wußte er wohl, die Staatsgemächer im Innern des Palastes) für das Fest Gram und Sorgen hatten die himmlische Sanftmuth ihrer daß, wenn selbst Stefanello geneigt sein möchte, auf seine bestimmt worden. Züge und jene unaussprechliche jungfräuliche BescheidenVorstellungen einzugehen, die übermüthigen und wilden Als Adrian mit der Menge in den Hof eintrat, wurde heit ihrer ganzen äußern Erscheinung verändert, welche, Barone, die ihn umgaben, dem Abgesandten des Volks- seine Maste durch die ungeduldigen Bewegungen seiner mit den kühneren Schönheiten Italiens einen Gegensatz lieblings Gehör verweigert haben würden, und daß, statt Nachbarn zurückgestoßen. Er brachte sie schnell wieder in bildend, mehr als irgend etwas anderes Adrian den Traum als Vermittler geehrt, er als Verräther behandelt werden Ordnung, aber dennoch hatte einer der Gäste ihn schon feines Herzens werth gemacht hatten. Und indem er seinen würde. Er beschloß daher, am nächsten Tage nach erkannt. Blick in jene dunkelen Augen versenkte, die noch eine RückBalestrina abzureifen, aber( und sein Herz schlug hörbar) Rienzi und seine Familie erschienen aus Höflichkeit an erinnerung zu beleben schien, wurde Adrian sich immer sollte es nicht möglich sein, zuerst mit grenen sich noch zu fangs unmaskirt. Sie standen aber an der Treppe, die inniger bewußt, daß er nicht vergessen sei. In ihrer besprechen. Es war feine leichte Unternehmung, da sie so von dem alten egyptischen Löwen ihren Namen hatte. Nähe stehen bleibend und die Menge bei sich vorbei laffend, sehr beobachtet wurde, aber er beschloß, den Versuch zu Die zahlreichen Lichter und Fackeln beleuchteten jenes bemerkte er nicht, daß das Adlerange des Senators ihn wagen. Er ließ Giulio rufen. foloffale Denkmal, das seiner Heimath entrissen, in beobachtete. " Der Senator giebt heute Abend ein großes Fest. Weißt seiner stillen Ruhe Zenge des Emporblühens und des Als eine der Masken bei Rienzi vorbeiging, flüsterte Du, ob die Versammlung zahlreich sein wird?" Unterganges zahlloser Generationen und ſo vieler sie ihm zu:" Nehmt Euch in Acht, es ist ein Colonna erwünscht. Politische Ueberlicht. beantworten. Berlin, 26. November. die " -GG bauen Die Deutsche Tageszeitung" bringt einige Aeußerungen über den konservativen Delegirtentag, die zu Irrthümern und falschen Beurtheilungen unserer Partei Anlaß geben fönnten; wir sind daher zu folgender Richtigstellung genöthigt: Die " Deutsche Tageszeitung" schreibt u. a.: wit # 11 Die Ausführungen des Herrn Grafen Mirbach, die wir ausführlich mittheilten, beweisen auf das schlagendfte, wie die konservative Partei die Forderungen des Bundes der Landwirthe" zu den ihren macht und ferner als die ihren zu verfechten gedenkt."" und ferner: " Wir freuen uns, das irgend welche Misstimmung zwischen der Partei und dem Bunde der Landwirthe" auf dem Delegirtentage fich auch nicht im geringsten bemerkbar gemacht hat. Wir freuen uns darüber mehr noch im Interesse der konservativen Partei, als in dem des Bundes. Was aber das Abrücken vom Antrage Ranib anlangt, so wissen unsere Leser, daß wir es waren, die zunächst aussprachen, daß ein nochmaliges Einbringen des Antrages während der laufenden Tagung unthunlich und erfolglos fei. Es ist erfreulich, daß die konservative Partei diesen Erwägungen das Zugeständniß der Berechtigung nicht versagt hat. Es ist aber kein Mensch vom Anirage Ranih abgerückt. Er ist nur nach unserem Vorschlage bis zur nächsten Tagung hinaus geschoben worden. Dann kommt er wieder." Lohnten Beamten ist das Zustandekommen des Gesetzes demokratischen Bresse Renntniß erhalten hat. Der fächsische Schweiß ihres Angesichts die Zuft zusammenpreffen, bis sie sich Regierungsvertreter bestritt zwar, daß die geplante Umfaß an Steinen verdichtet; und mögen sie mit den so gewonnenen Scheitert die Vorlage auch diesmal, so wird steuer den gesetzlichen Bestimmungen zuwider sei, gab aber Luftsteinen im Schweiß ihres Angesichts bauen bauen! Preußen den bis jetzt mit vornehmer Entrüstung zurück- selbst zu, daß, wenn diese Steuer einen prohibitiven Wir wünschen gute Verrichtung! gewiesenen Vorwurf sich gefallen lassen müssen, daß es Charakter annehme, sie dann gegen das Gesetz verstoße. Gefür Rulturaufgaben kein Geld übrig hat. Ein Land, das rade das wollen aber die Anhänger dieser Besteuerungsart. Abgehängt. Die Deutsche Tages- Beitung" hatte es bei einer so überaus günstigen Finanzlage um eine einzige Durch dieselbe foll den Konsumvereinen und gleichartigen nicht nur nicht wahr haben wollen, daß man die Bündler Million das„ kostbarste Juwel der Krone" opfert, sollte Gewerben die Existenz unmöglich gemacht werden, um deren auf dem konservativen Delegirtentag zurückgepfiffen, sie thut nicht länger den Anspruch erheben, an der Spiße der Kunden wieder dem klein- und Zwischenhandel tributär zu auch nach dem Tage fortgesetzt so, als warteten die KonBivilisation zu marschiren. machen. Das sprach auch der Zentrumsredner als Zweck servativen mit Freuden darauf, die Befehle der Plötzund Ziel der Umsatzsteuer offen aus, und der Anti- fonforten ausführen zu können. Auch in ihrem heutigen semit Zimmermann hieb in dieselbe Kerbe. Daß Morgenblatte renommirt sie damit, es läge nur an den legterer Redner auch einen Waschkorb voll Lügen Hauptleuten des Bundes, zu bestimmen, wann der Kanitzund Verdächtigungen über unsere Partei mitgebracht Antrag wieder eingebracht werden folle. Der Leiter des Aus dem Reichstage. Die von unserer Fraktion hatte, versteht sich am Rande. Er wurde aber Blattes scheint nicht an Ahnungen zu leiden. Während er gestellten Juterpellationen hatten heute ein sehr verschiedenes am Auskramen seiner Märchen durch den Herrn Präsidenten seine Bracht- Renommage zum besten gab, war auf ihn und Schicksal. Die von dem Abg. Ulrich eventuell zu begründende gehindert. So weit aber Herr Zimmermann seine Un- seine Schäßer schon der konservative Partei- Donnerkeil Interpellation wegen der Zollbehandlung feiner Lederwaaren wahrheiten an den Mann brachte, diente ihm Genosse niedergesaust. Die neueste Nummer der„ Konservativen seitens des russischen Zolldepartements konnte zu feiner Wurm in eben so treffender wie derber Weise, welcher Korrespondenz" enthält folgende Richtigstellung: Debatte führen, da die Regierung in Rücksicht auf die nebst dem Genossen Stolle von unserer Seite in wirtsamster zur Zeit geführten Unterhandlungen mit den Vertretern Weise in die Debatte eingriff. Als charakteristisch für die des russischen Reiches es ablehnte, die Interpellation zu Stimmung der Parteien gegenüber dem fächsischen Vor gehen kann es wohl bezeichnet werden, daß ebenso wie die Anders die Behandlung der zweiten Interpellation Reichsregierung die Parteien der Rechten und betreffend die Maßregeln in Sachsen gegen die Konsum Nationalliberalen sich hüteten, für dasselbe einzutreten. vereine. Von dem Abgeordneten Bebel wurde die Inter- Diese Parteien schwiegen. Ob dies Schweigen innerhalb pellation in glänzender Weise begründet. Derselbe gab zu der weißgrünen Grenzpfähle verstanden werden wird? nächst eine recht interessante Darstellung über die Anhäufung des Kapitals in einzelnen Händen und die Verdrängung Tas preußische Abgeordnetenhaus überwies am DonnersMorgen 1 Uhr Fortsetzung der Justiznovelle. der Klein- durch die Großbetriebe. Redner erörterte dann die rechtliche Seite der Bulaffung schulden und Bildung eines Ausgleichungstag den Gesezentwurf betreffend Tilgung von Staats: ber Umsatzsteuer und kam zu dem Ergebniß, daß dieselbe fond 3 an eine Rommission von 21 Mitgliedern. Als erster gegen die Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung verstoße. Redner machte der Finanzminister den Versuch, seine gestrige Diese Sondersteuer gegen einzelne Gewerbetreibende verstoße Niederlage etwas abzuschwächen, aber ohne sichtbaren Erfolg. aber auch gegen die bezüglichen Bestimmungen der Landes- Das Haus hörte den Herzensergüffen des Herrn Miquel, der gefege. feine Berdienste um die Finanz- und Eisenbahn- Verwaltung betonte, ebenso unaufmerk Sehr eindrucksvoll waren die Ausführungen Bebel's in verschiedenen Variationen Namens der über den Umfang und die Wirkung der in Aus- fam zu, wie den nachfolgenden Rednern. Freikonservativen erklärte fich Freiherr von Zedlik ficht genommenen Sonderbesteuerung, deren Effekt viel für eine obligatorische Schuldentilgung, während er dem Ausfach auf eine volle Ertragskonfiskation hinauslaufen gleichsfonds fühl gegenübersteht. Redner regte auch den Gedanken würde. Freilich schließe sich dieses Vorgehen gegen die an, einen bestimmten Prozentsatz festzustellen, bis zu dem die Arbeiter- Konsumvereine würdig den sonstigen Maßnahmen Eisenbahn- Ueberschüsse zur Deckung allgemeiner Staatsbedürfnisse der sächsischen Behörden gegen die Arbeiter an. Durch die zu verwenden seien. An der Debatte betheiligten sich noch Abg. Menderung des Wahlrechts habe man die Arbeiter politisch v. Gynern, der eine echt nationalliberale Rede hielt, Abg rechtlos gemacht, burch künstliche Interpretation verkümmere Möller und Abg. Frihen vom Zentrum. man ihnen das Roalitionsrecht und die Umsatzsteuer sei das gehrerbesoldungs- Gefeßes. Von den verschiedensten Hierauf trat das Haus in die erste Berathung des Mittel, die Wirthschaftsgenossenschaften der Arbeiter zu Seiten wurden erhebliche Bedenken gegen einzelne Bestimmungen ruiniren. Die Sozialdemokratie glaube nicht an die Konsum der Vorlage, so besonders gegen die zu niedrigen Grundgehälter, vereine als Heilmittel gegen den sozialen Nothstand der Arbeiter- gegen die Alterszulagen- Kaffen und namentlich gegen die von der tlaffe, wie Schulze- Delitzsch dies lehrte; sie vertheidige aber Regierung vorgeschlagene Strafverfolgung der Lehrer auf dem das Recht der Arbeiter, auch solche Vereine zu gründen. Disziplinarwege, erhoben, doch sind die Debatten weit weniger Da aber dieses Recht durch die im Interesse des Zwischens heftig als in der vorigen Session, so daß das Gesetz handels erfundene Umsatzsteuer bedroht sei, deshalb wurde voraussichtlich nach geringeren Rämpfen, wenigftens diesem Hause, angenommen werden wird. Gegen die Vordie Sache zur Sprache gebracht. lage erklärte sich Abg. Knörde( frs. Bp.) wegen der Daß mit der Interpellation eine Sache angeschnitten Belastung der großen Städte, während Abg. v. Heydebrand wurde, welche der Reichsregierung durchaus nicht angenehm( tonf.), auch ein Gegner des Gesezes, fich über die zu hohe Be ift, gab der Staatssekretär v. Bötticher dadurch zu erkennen, laftung des platten Landes beklagte und allen Ernstes den Vordaß er die Beantwortung von sich ab und dem Vertreter schlag machte, die Staatszuschüsse der großen Städte noch der sächsischen Regierung zuwies. Aber auch dieser begnügte mehr zu türzen. Prinzipiell stimmt der Kultusminister sich mit einem Eiertanz und schlängelte sich um eine offene Dr. Bosse mit dieser Anschauung überein, da die großen Stadt Berlin fallen direkt in ben Schooß, während die armen Gemeinden auf dem platten Lande seufzten. Man Sollte die von uns schon vor Wochen angekündigte hörte es aus seinen Worten deutlich heraus, daß er Erörterung der Sache im Reichstag etwa der Anlaß für sich nur der Noth gehorchend, nicht dem eigenen Trieb, in die die sächsische Regierung gewesen sein, ihre Endentscheidung der vorigen Vorlage gegenüber geringere Belastung der Städte hinaus zu schieben? Hervorgehoben sei, daß der sächsische geschickt hat, um das Gesetz nicht scheitern zu lassen. UeberRegierungsvertreter den vom Vorwärts" seinerzeit ver- raschend war es, daß sich der Abg. v. Kardorff, vermuthlich öffentlichten Erlaß der Amtshauptmannschaft Zwickau, aus Popularitätsbascherei, als einen warmen Freund der Lehrer welcher direkt zum Vorgehen gegen die Konsumvereine auf- entpuppte und die Erklärung abgab, er werde für keine Geforderte, dementirte. Mit so offenen Karten zu spielen, abgelehnt werden sollte.- Die Berathung wird am Freitag Mit so offenen Karten zu spielen, baltserhöhung von Beamten stimmen, falls das Gesetz wieder wie es die Zwickauer Amtshauptmannschaft thut, ist fortgesetzt. von Stellungnahme damit herum, daß er erklärte, die sächsische Bortheile hätten; namentlich ber Städte durch die Ueberweisung der Realsteuern große Regierung befinde sich noch im Stadium der Erwägungen die Millionen und habe noch keine endgiltige Stellung genommen. nicht sächsische Art und deshalb das Dementi. Hübsch Luftschlöffer. Sie sind in Erfurt beisammen geweft. ist auch, daß die sächsische Regierung von der Existenz des und find wieder auseinander gegangen bas wird so ziemlich Rundschreibens erst durch die Veröffentlichung in der sozial- alles sein, was man in einem Jahrzehnt von dem unter den Masken. Der Dolch des Mörders wurde schon oft unter dem Domino versteckt. Dort steht Euer Feind, laßt ihn nicht aus den Augen." Diese Worte waren für den Senator- Tribun seit seiner Rückkehr die ersten bestimmten Andeutungen der Gefahren, denen er ausgesetzt war. Er entfärbte sich und eine dumpfe Berstreuung folgte einige Minuten dem höflichen Lächeln und den freundlichen Worten, mit denen er bisher jeden Gast entzückt hatte. " Weshalb steht jener Mann dort so stumm und bewegungslos da?" flüsterte er Nina zu; er spricht mit nie mand, er nähert sich uns nicht, wir müssen doch sehen, welche Bewandtniß es mit ihm hat!" Es wird wohl irgend ein Deutscher oder ein Engländer sein," erwiderte Nina. Laß eine so unbedeutende Wolke Du hast Recht, wir haben Freunde hier, wir sind geschützt. Bei der Asche meines Vaters, ich fühle, daß ich mich an die Gefahr gewöhnen muß. Nina, komm, ich denke, wir wollen uns jetzt, felbft maskirt, unter die Masken mischen." unsere Heiterkeit nicht trüben." ## Davon, daß die tonservative Partei die Forderungen des Bundes der Landwirthe zu den ihren mache, tann eine Rede sein. Die vom Herrn Grafen v. Mirbach ausgesprochenen Wünsche und Anregungen entstammen durchweg der Initiative der kon servativen Partei, die nach der von dem genannten Referenten bezeichneten Richtung schon vorgegangen ist, ehe an die Gründung des Bundes der Landwirthe" zu denken war. Auch die Behauptung, die konservative Partei habe sich zum Nichtembringen des Antrages Graf Ranih erst nach dem Vorschlage der„ Deutschen Tageszeitung" entschlossen, ist absolut unbegründet. In der Partei war man sich über die Stellungnahmezudem erwähnten Antrage schon längst tlar, als das genannte Organ des Bundes der Landwirthe" noch deffen Wiedereinbringen befürwortete. Ob der Antrag aber wiederkommen" werbe, darüber hat zu allerlegt die Redaktion der „ Tages- Zeitung" au entscheiden. Im Interesse bes Bundes der Landwirthe" liegen Auslaffungen wie die vorstehend richtiggestellten nicht, denn die Germania" hat ganz recht, wenn sie den Eindruck der selben dahin charakterisirt, daß dadurch festgestellt werde, daß ein tonservativer Anhänger des Bundes der Landwirthe" eigentlich nur Mitläufer der tonservativen Partei und Herr Graf v. Mirbach, Generalbevollmächtigter der vereinigten Firmen" sei. Einen solchen Eindruck wird aber die konservative Partei um teinen Preis auftommen lassen." " " " Die Tages- Zeitung" hat auf diese Absage noch nicht geantwortet. Fällt ihre Erwiderung gleich höflich aus, dann kann man sich auf ein paar fräftige Mörtlein gefaßt der Tasche zu machen. Auch möglich. machen. Oder die Herren ziehen es vor, die Faust nur in Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Wegen Majestätsbeleidigung verhandelte die dritte Straf fammer des Landgerichts I gegen den Arbeiter Joseph Jan. towski. Aus der Urtheilsverkündigung ging hervor, daß der Erfurter Kongreß der Naumann und Genossen erzählen wird Angeklagte in trunkenem Zustande beschimpfende Aeußerungen falls man dann von dem Kongreß und den Herren überhaupt über den Raiser ausgestoßen hatte. Mit Rücksicht auf den Zunoch etwas weiß. stand des Angeklagten, welcher sich wohl faum der Tragweite Daß sich die Herren für ihre Zungenübungen den Saal, feiner Worte bewußt gewesen, sah sich der Gerichtshof nicht verin welchem einst die deutsche Sozialdemokratie getagt anlaßt, über das zulässig niedrigste Strafmaß- zwei Monate hat, zum Zummelplatz wählten, bringt das Romische Gefängniß hinauszugehen. der Komödie nur zu befferer Geltung. Die uns ab lösen" wollen, haben sich wenigstens einmal auf dieselben Stühle gefeßt, auf denen wir vor fünf Jahren gesessen. = dem * Deutsches Reich. Anläßlich der Konvertirungs- Vorlage Es ist schwer, teine Satire zu schreiben, unmöglich, ernft zu schreiben. In einem Namen ist zwar nichts, aber durch Weglaffen schreibt die" Soziale Praxis" in ihrer letzten Nummer: des Wortschriftlich", und an die Stelle seßen des Worts, national" Allein die Rücksicht auf die Arbeiterintereffen haben die„ chriftlichen" Herren den letzten Anspruch auf ernftbaite trifft in teiner Weise zu, da dieses Interesse durch VerBeurtheilung verfcherst. Der freilich utopistische Gedante mendung der Staatsersparniffe für eine in Preußen fast des christlichen Sozialismus wurzelt in allen ehrlichen Chriften gänzlich fehlende Arbeiterpolitik weit beffer gewahrt werden und hat unzweifelhaft eine gewisse Berechtigung. Aber natio- fönnte. Die Verminderung der Einkünfte der todten Hand bei ift na ler" Sozialismus! Noch weniger unvernünftig wäre es geWachsthum derselben in erschreckenden Wachsthum durchschlagende Preußen geradezu wünschenswerth. Der wefen, wenn die Herren von einem„ nationalen" Chriften Grund ist, daß im preußischen Landtage ausschließlich die thum gesprochen hätten. Denn der Sozialismus ist etwas all- Grund gemein Menschliches, und von einer nationalen" Menschheit besißenden Klaffen vertreten sind, und daß deren Intereffen zum oder einem„ nationalen" Menschenthum kann nur ein Bertheil( Rentenbefizer) für Beibehaltung von 4 pct., zum theil rückter sprechen. ( agrarische Hypothekenschuldner) für Herabdrückung all und jeden Doch unsere Herren Weltverbesserer halten sich für sehr Binsfußes auf 3 pt. sprechen, und daß zwischen ihnen das praktisch, und gleich den nationalliberalen Realpolitiker" arithmetische Mittel gefunden wird, ohne daß das allgemeine wollen sie nicht mit unwägbaren und unmeßbaren Faktoren Intereffe den Ausschlag giebt. Die 4prozentige Staatsschuld be Die Mufit ertönte munter und laut, als der Senator rechnen; sie wollen die feste, harte Grundlage des deutschen Reichs trägt 3590,1 Mill. Mart, die Ersparniß bei Konvertirung auf und seine Begleitung sich unter die Menge begab. Aber mit seinen Millionen Soldaten und seiner Lawinenartig 81/2 pet. jährlich 18,0 Mill. Bei Herabsetzung sowohl der sein Blick war noch immer auf den grauen Domino Adrian's wachsenden Kriegsflotte unter ihren Schuhfohlen haben, und so 4 wie der 81/ 2prozentigen auf 3 pet. würden jährlich 45,5 Min. gerichtet und er bemerkte, daß jener seinen Schritten folge. haben sie denn ihr stattliches( Bukunfts-) Haus" auf den Rocher erspart. Auf 3 pet. haben bereits fonvertirt: Bremen, Dänemark, Als er sich dem geheimen Eingang in das Kapitol näherte, de bronce des preußischen Militarismus und„ konstitutionellen"| Belgien, Holland, Kanton Bern, ferner eine Anzahl PfandbriefInstitute.verlor er für einige Augenblicke feinen verdächtigen Ber: Absolutismus gebaut. Demokratischer 3äsarismus!" höhnt der Zur Frage des Gerichtsstandes der Presse folger aus den Augen. Aber Rienzi bemerkte ihn, indem Reichsbote". Und der Reichsbote hat recht. Es ist wird in lezter Beit vielfach Material beigebracht. Außer im er sich umfah, als er eben eintreten wollte, wieder dicht fein neues Gebilde, das aus dem Erfurter Spargelfeld vor uns Falle Mohr haben wir noch hierbei die Verfolgung zahlreicher neben sich, im nächsten Augenblicke aber war der aufgeschoffen ist. Alles schon dagewesen. Dagewesen in Frantfozialdemokratischer Redakteure wegen Beilegung der Neuen Fremde in dem Gedränge verschwunden. Jener Augenblick reich unter Napoleon dem Kleinen. Dagewefen in Welt", in der angeblich strafbare Artitel enthalten sein sollen, Langen. Dort zu registriren. Die Auffassungen der Gerichte weichen in diesem hatte jedoch Adrian genügt, indem er Frenen zuflüstern Deutschland unter Bismarck dem Langen. fonnte: Adrian Colonna erwartet Dich neben dem Napoleonische Ideen" genannt, bier" foziales Rönigthum" oder Falle vielfach von einander ab. Während gegen den verantwort " Soziales Raiserthum". Dort fläglich gescheitert, hier kläglich ge- lichen Redakteur des Hannoverschen Beltswillen" die Anflage Löwen." Rienzi bemerkte glücklicherweise in seiner eigenen Ber- fcheitert. Und dort wie hier stand die Staatsmacht wenig wegen Gotteslästerung zurückgezogen wurde, wird aus Nürnberg streuung die plögliche Unruhe seiner Schwester nicht. Als tens bis zu einem gewissen Grad hinter dem phantastischen berichtet: " In Sachen der Fränkischen Tagespost" wegen Gotteser im Palast antam, forderte er Wein, der Trank belebte Aber wir wollen die wunderlichen Realpolitiker von lästerung hat bereits die Verweisung vor das Schwurgericht stattund ermuthigte ihn wieder, er horchte lächelnd auf die Heiligen nicht entmuthigen. Wir haben sogar einen guten Rath gefunden. Nun handelt es sich um eine für die Preffe prinzipiell wigigen Bemerkungen Nina's und, seine Maske und seinen für sie. Sie brauchen sich nicht den Kopf mit dem Studium der wichtige Frage. Der inkriminirte Artikel erschien in der in Domino ablegend, sagte er mit gewohnter Munterfeit: era Napoleon und Bismarck zu zerbrechen Sie haben es Leipzig redigirten, von einem eigenen Redakteur gezeichneten Es ist sonderbar, daß die Wahrheit auf Festlichkeiten leichter und angenehmer. In des trefflichen, leider jetzt halb: Neuen Welt", welche den meisten sozialistischen Zeitungen nur hinter Masken spricht. Meine theure Schwester, auch vergessenen Immermann berühmteftem und schönstem Roman als Unterhaltungsblatt beziehungsweise Beilage beigegeben wird. Du lächelft nicht mehr so fröhlich, wie sonst, und ich sehe finden sie ihr Muster und das Rezept für ihr Thun: die Während nun nach früheren Kommentaren der Redakteur des große Luftstein Fabrit der Firma Münchhausen, Blattes, dem die Beilage beigegeben wird, nicht für den Inhalt bieses doch lieber, als Ha, ist Irene verschwunden?" Buttervogel und Kompagnie zur Herstellung von Baumaterial der Beilage, die einen eigenen Rebatteur hat, verantwortlich zu " Ich denke, mein Cola, sie wird ihren Anzug für die prachtvollen Brachtbauten. machen ist, sind neuere Kommentare der gegentheiligen Ansicht." Der verantwortliche Redakteur der Neuen Welt", Genosse wechseln," erwiderte Nina. Laß mein Lächeln das ihrige am 3. Dezember Edgar Steiger, hat sich vor der ersezen." ( Fortsetzung folgt.) " Gebilde. Mögen sie nicht die Herren Münchhausen und Butter. vogel, sondern die Herren Naumann und Sohm mögen sie im " Breslauer Straftammer zu verantworten. Es handelt fich| ftorbenen Grenadiers Baumann berichtete, deffen Tod angeblich Kammer- Banamisten ist weit größer als bie majorität um eine angebliche Aufreizung verschiedener Bevölkerungsklassen durch Ueberanstrengung erfolgt sein soll. Hierin sah daß des Ministeriums Meline. Hieraus allein schon erhellt durch ein in Nr. 43 der Neuen Welt" stehendes Gedicht. Regimentskommando des Grenadierregiments eine Beleidigung des die hohe politische Bedeutung des neuen Panama- Prozesses. (§ 130 des Strafgesetzbuches.) Feldwebels Schmid, in dessen Kompagnie Baumann stand. Durch Lyon, 26. Nov. Die Mitglieder des Antifreimaurer Nun muß aber die Frankurter Zeitung" ihre Drohung bezüglich der Denunziation" der Hamburger Nachrichten" wegen Landesverraths auch rasch ausführen. = " " In dem bekannten Zeugnißzwangs- Ver- die Zeugenaufnahme wurde festgestellt, daß Baumann schon mehrere Kongresses geriethen, als sie unter Vorantragung einer verfahren gegen die Frankfurter Beitung" ist gegen Tage vor seinem Tode sich unwohl fühlte( Kopfweb), daß botenen Kongreßfahne den Versammlungssaal verließen, in ein ben verantwortlichen Redakteur Alexander Giefen eine Geld- er nach der am Nachmittag vor seinem Tode mitgemachten Handgemenge mit den Polizisten. Die Fahne strafe von 200 m. verhängt und zugleich eine Zwangshaft vom Uebung sich äußerte: Wenn ich nochmals so geschlaucht wurde beschlagnahmt, mehrere Berhaftungen 4 Dezember an verfügt worden. Gegen diese Entscheidung hat( geschunden) werde, muß ich sterben." Diese Uebung bestand wurden vorgenommen. der Betroffene Beschwerde eingelegt. darin, daß die Kompagnie, in der Baumann stand, drei ViertelEngland. ftunden lang Gewehrübungen machen mußte, ohne daß Feld. webel Schmid auch nur einmal hatte" rühren" laffen; ferner gegebenen Meldung der„ Pall Mall Gazette"; baß die Regierung London, 25. November. Bezüglich der auch von uns wiederist bezeugt, daß Schmid Redensarten gebrauchte wie: Jch zer trete Euch", Ihr müßt Euch frümmen wie ein" Wurm". von dem Parlamente eine Erhöhung der Forderung 3um Kapitel„ Ronduitenliften". Ein Zufall Im übrigen set bemerkt, daß der Zuhörer unbedingt den für das Heer und die Reserve verlangen werde, erfährt spielte fürzlich wie man der Bolts Zeitung" aus West= Eindruck gewann, daß die Zeugen wie gewöhnlich Reuter's Bureau" aus amtlicher Quelle, daß hinsichtlich preußen vom gestrigen Tage schreibt einem Lehrer im mit der Sprache. Der als der Voranschläge für die nächste Tagung des Parlaments no ch Regierungsbezirk Danzig ein Schriftstück in die Sände, nicht recht herauswollten Sachverständiger anwesende Oberstabsarzt Dr. Albrecht nichts festgestellt, daß somit die Meldung durchaus das an einen Gemeindevorsteher gerichtet war und das um gewissenhafte Auskunft darüber ersuchte, welches Genicstarre erfolgt sei; es feien sogar die Anzeichen vortonstatirte, daß der Tod des Baumann untrüglich durch verfrüht set. 3um Sudanfeldzug. Nach einer Meldung der die politische Gesinnung des Lehrers N. sei; banden gewesen, die sonst bei einem raschen Verlauf der Krant- Magd. 3tg." hat England sich an die Dreibundmachte ob er diese Gesinnung öffentlich zur Schau trage; heit fehlen. Auf Befragen giebt Albrecht zu, es sei möglich, daß um deren Zustimmung zu einem weiteren Vorschuß aus der welche Beitungen er lefe; mit wem er umgang der Verlauf der Krankheit durch die Uebung am vorangegangenen egyptischen Schuldentasse gewendet, um den Sudan= pflege; was dem Gemeindevorsteher über das außer amtliche Betragen des Lehrers sonst noch bekannt sei. Die Aus- Tage beschleunigt worden sein könne. Sonnabend, den 28. d. M., feldzug energischer zu betreiben. Italien habe bereits zustimmend geantwortet. kunft sei durch Vermittlung des Landrathes an die Regierung findet die Urtheilsverkündigung statt. Spanien. einzusenden. Wozu treiben wir Kolonialpolitit? In Was wird nun die Berl. Korr.", die einen früheren Fall einem bei den Kolonialfreunden äußerst seltenen Anfalle von flagten Anarchisten werden demnächst vor dem Kriegsgericht Barcelona. Die Prozeßverhandlungen gegen die ange als Ausnahmefall bezeichnete, zu dieser Meldung sagen? Die Wahrheitsliebe beantwortet das Organ der Schröder beginnen. Die Regierungskommiffäre haben beantragt, 28 AnRonduitenlisten scheinen also doch auf allgemeine Anordnung Boggelow und Genossen, das des Unterrichtsministers angelegt zu werden. Dies erscheint umblatt", die Frage: Wozu treiben wir Kolonial" Deutsche Wochen- getlagte zum Tode, 59 zur Zwangsarbeit zu verurtheilen. so wahrscheinlicher, als der Oberpräsident von Westpreußen der Aus Kuba laufen die Nachrichten jetzt in Fülle ein, sie politit?" folgendermaßen: frühere Unterrichts minister Goßler ift. widersprechen einander aber dermaßen, daß wir nur eines Nicht um Neger zu taufen, zu lehren, zu flar zu erkennen vermögen: zu erkennen vermögen: es finden bedeutungsschwere zivilisiren gingen wir nach Afrika, sondern um zu Operationen statt. Fest steht in diesem Punkt stimmen die erobern; nicht ideale und sittliche 3 wecke über Amerika und über Spanien tommenden Nachrichten überstanden an der Spize b der kolonialen Be- ein-, daß die Insurgenten im Osten und im Westen der Insel wegung, so sehr sie auch an sich in betracht kommen mögen, sehr bedeutende Streittiäfte haben. Im Often, wo nach früheren sondern solche materieller und staatlicher Natur. Berichten nur wenig Insurgenten standen, haben die Aufständischen Wer meint zu folonifiren, um wilden Völkern das irdische also an Macht und Terrain gewonnen. Der Führer der oder himmlische Glück zu bringen, der sollte sich die Sache erft Aufständischen, Gomez, schreibt aus Villa( Santa Clara), daß er zweimal überlegen. Unsere vielgepriesene Kultur ist keineswegs über 35 000 wohlbewaffnete und ausgerüstete Leute verfüge, mit der lautere Labetrunk, für den gedankenlose Thoren ihn oft welchen er nach der Provinz Havana au marschiren beabsichtige. halten; wer ihn trinkt, nimmt ein Gift auf, das auf dem Einem New- Yorker Telegramm zufolge follen die Kubaner Grunde des verführerischen Bechers ruht, und dem Trinker auf den Kopf Weyler's 5000 Dollars ausgesetzt haben. Wir für immer die Ruhe raubt, die dem Kulturlosen als das trauen ihnen eine solche Dummheit nicht zu einen unfähigeren werthvolfte zu erscheinen pflegt. Wir sind die Friedensengel Gegner fönnen sie sich nicht wünschen. nicht, die Segen spenden, wo fie erscheinen, sondern ein harter General Weyler hat jetzt felber das Fiasto seines Fluch treibt uns, treibt das Menschengeschlecht, treibt die ge- Feldzuges zugegeben. Im Gespräch mit einem Abgesandten sammte Natur zu unaufhörlichem Kampf, zur der tubanischen Zeitung Lucha" hat er vor drei Tagen zu Wernichtung des Schwachen, zu geben durch gegeben, daß es ihm nicht gelungen sei, Maceo zu einer den Tod anderer. 20 der Weiße mit Schlacht zu zwingen, die Rebellen, die sich gerühmt hätten, die feiner Rultur fich festsegt, da wird der Spanier aufzusuchen, feien ausgewichen, und da keine Aussicht Schwarze sein Knecht oder er muß seine Heimath sei, der Rebellen in nächster Zeit habhaft zu werden, so seien verlassen. Wir Deutsche wollen wachsen an Bahl, Macht die Operationen der Spanier für diesen Winter und an Befizz. In diesem Kampf aber steht die als beendigt anzusehen. Gewalt oben an, erst hinter ihr steht Menschlichkeit, Herr Weyler versüßte die Bitterniß dieser Wahrheit durch Christenthum, Moral. begeisterte Lobeshymnen auf seine Generale und Soldaten, die als eine Bartei der Kultur und der Menschenliebe, von Anfang breuren leider aber auch von der Gluth des gelben Fiebers, Und da thun die Herren erstaunt, daß die Sozialdemokratie, under der Tapferkeit verrichtet hätten und vor Kampfluft an jede Forderung für die Zwecke der Kolonialpolitik abgelehnt das sie tausendweife hinwegrafft. Leipzig, 26. November.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Bei den heute vorgenommenen Stadtverordneten Wahlen in der britten Klaffe erhielten im 1. Kreise die Sozialdemokraten 1035( 1895: 1081), die Gegner 1418( 1895: 1468), im 2. Rreise wir 1808( 1895: 1224), die Gegner 1678( 1895: 1608), im britten Kreise unsere Ge noffen 2754( 1895: 3035), die Gegner 1404( 1895: 1087), und im vierten Kreise unsere Partei 2764( 1895: 2907), die Gegner 1661( 1895: 1416) Stimmen. Im ersten und zweiten Kreise, inneren Stadtbezirken, find unsere Kandidaten, wie taum anders zu erwarten war, unterlegen, im dritten und vierten Bezirke wurden die Genoffen Heinze, Lehmann, Bernstein, Schulze und Klemann gewählt. Im Stadtverordneten- Kollegium fizen jetzt 14 Sozialdemokraten. Bei der heutigen Wahl haben wir einen Stimmenverlust von 888 und die Gegner einen Zuwachs von 586 Stimmen zu ver zeichnen.hat! Desterreich. Ungarn. 1 " Konstantinopel, 24. November. Gegen 19 Armenier wurden aftbefehle erlassen, 16 find wegen Bombenwerfens auf die Truppen am 26. August, drei wegen Theilnahme am evolutionsausschuß angeklagt, darunter der reiche Bankier Hadjia, der mit seiner Familie in Paris weilt. Wenn er sich nicht binnen zehn Tagen stellt, werden seine Liegenschaften ein Asien. gezogen. -Freiheit wie in Japan", dürfte es bald heißen, wenn die Worte, die Okuma, der Minister des Aeußern im neuen Rabinet Mazutata, in seiner Antrittsrede gesprochen, sich auch in Thaten umsetzten. Der Minister sagte unter großem Beifall seiner fämmtlichen Kollegen: Die Minister in Japan find dem Volte nicht verantwort lich. Diese Regierungsweise muß abgeschafft werden. Unsere Aufgabe muß es sein, unsere Verfassung dahin abzuändern, daß die Volksvertretung Bedeutung gewinne. Wir müssen deshalb das Prinzip der Minister Verantwortlichkeit proflamiren, um die Rechte der Volksvertretung zu erhöhen. Aus Japan muß alles verjagt werden, was an den Absolutismus erinnert. Die Preffe muß unbeschränkte Freiheit erhalten. Die Presse drückt die Meinung des Volkes aus, und ich frage, haben wir Diener des Volkes das Recht, diese Meinung irgendwie zu beschränken? Ich will den Augenblick erleben, wo jeder Japaner seme Meinung völlig frei äußern fann; barin erblicke ich das Unterpfand für die große Zukunft unseres Landes. Unfer Munizipalwefen muß ebenfalls dahin reorganisirt werden, daß alles verschwinde, was das Recht und die Freiheit der Person irgendwie beschränkt. Dieses Programm wird unser Vaterland zu noch größerem Ruhm führen. Afrika. Rudolstadt, 26. November.( Eig. Ber.) Der am Dienstag zusammengetretene Landtag wurde mit einer Thronrede" er öffnet, welche die gegenwärtige Finanzlage des Landes im Gegensatz zu der vor drei Jahren als befriedigend bezeichnet. Allerdings schließe auch der diesmalige Etat( dreijährig) wieder mit einem Defizit von 82 900 m. ab, jedoch werde daffelbe voraussichtlich ausgeglichen durch die infolge günftiger Türkei. Holzverkäufe unerwartet hohen Bestände der Landeskassen. Der Berzweifelte Mittel. Die über orientalische VerLandtag, welcher durch 16 Abgeordnete gebildet wird( 12 aus Jm Abgeordnetenhause wird gegenwärtig eine allgemeinen direkten Wahlen hervorgegangen, 4 als Vertreter der Gesetzesvorlage berathen, welche die Regulirung der hältnisse in der Regel gut unterrichtete Pol. Korr." schreibt: Höchstbesteuerten), findet reiche Arbeit vor, denn nicht weniger als Beamtengehälter bezweckt. Das Gesetz sollte nach einem Die türkische Regierung läßt schon jetzt in den anatolischen 29 Vorlagen find zu erledigen, darunter die Gehaltsregelungen der Ausschußantrag mit dem 1. Juli 1897 in fraft treten. Am Provinzen Steuern und Abgaben für das Finanzjahr 1897, Geistlichen und Lehrer. Welcher Art die„ Gefeßesvorlagen" in solch Dienstag erklärte der Finanzminister, er tönnte dem nicht zu- das mit dem 13 März 1897 beginnt, eintreiben, und zwar mit einem Duodesstaate sind, davon kann man sich ein Bild machen, wenn ſtimmen, da eine Bedeckung der durch die Vorlage bedingten großer Härte, wodurch besonders diejenigen Türken, die bei der man u. a. lieft: Ginverleibung des Forftortes Schabsheide" in Mehrausgaben nicht möglich sei. Das heißt: Die Verbesserung Mobilmachung als Redifs eingezogen waren und eine Familie den Thiergarten", oder: Umbau des Gastwirthschaftsgebändes auf der Lage der Beamten soll davon abhängig gemacht werden, ob zu versorgen haben, schwer getroffen werden. dem Rathsfelde" oder" Beihilfen zu den Kosten des Neubaues das nächste Abgeordnetenhaus die Erhöhung der Verzehrungseines Schulfaales in Berigau und eines Neubaues für zwei steuern, der Branntwein- und Biersteuer, bewilligen wird. Klaffen in Oberhain" u. f. w. Der Dorfgemeinderaths- Tages- Rronawetter und Pernerstorfer brachten im ordnung des Landtages entspricht auch die Ausstattung des Sigungs- Abgeordnetenhause einen Dringlichkeitsantrag ein betreffend faales". Winteliger als die Kammer, in welcher die Rudolfstädter strafrechtliche Bestimmungen zum Schuße der Ausübung des " Rammer" tagt, fann eine in Raffuben befindliche Dorfschänke Vereins, Versammlungs- und Petitionsrechtes sowie der freien nicht sein; dies leuchtet wohl am besten daraus hervor, daß, Meinungsäußerung. trotzdem es nur 16 Abgeordnete sind, diese in dem winteligen Raume so fizzen, daß die Hälfte der Abgeordneten die andere Die Thronrebe, mit Cer heute das Parlament er Hälfte gar nicht sehen, höchstens einmal hören kann, d. h. soweit öffnet wurde, betont die Nothwendigkeit der Erneuerung des die nicht sichtbaren Herren nicht etwa die Nickerollen eines Automaten Ausgleiches mit Desterreich und des finanziellen Uebereinkommens martiren. Unsere Parteigenoffen im Landtage werden die Regierung mit Kroatien sowie die Dringlichkeit der Verwaltungsreform. über diverse Borkommnisse interpelliren, so unter anderem über die Die Thronrede kündigt dann eine größere Reihe von GesetßNiederschießung des Geisteskranken Rommel durch Gendarm Koch entwürfen an, unter den besonders hervorzuheben sind der Ents in Neuhaus, ganz besonders aber wegen der prinzipiellen Verwurf eines allgemeinen bürgerlichen Gesetzbuches fammlungsverbote. Dies werden auch die einzigen wenigen Punkte und eines Gesetzes, betreffend die katholische Ruchenautonomie. Die fein, bei welchen etwas Leben in der„ Bude" sein wird. Daß da. Förderung des Binnenhandels und der Industrie, durch viel an der Sache geändert werde, fann nur der glauben, beißt es dann weiter, fowie die Förderung der Konkurrenz welcher die Schwarzburg- Rudolftädtische Regierungs, kunft" nicht fähigkeit des Kleingewerbes, die Investitionen der tennt; es wird eben weitergewurstelt und mehr als auf irgend Staatsbabnen, die Weiterentwickelung des Eisenbahn Gesetzes, welche andere Verhältnisse paßt hier des schwedischen Kanzlers die Besserung der Lage der Landwirthschaft, Drenstierna's Wort von der geringen Weisheit, welche zum die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Regieren benöthigt wird. Großgrundbesizes bilden für die Regierung den - Ueber die Vorgänge im Landtage von Gegenstand fortwährender Fürsorge. Zur Erreichung Schwarzburg Rudolstadt, über die wir in unserer dieses Zweckes feien verschiedene verschiedene Verfügungen geplant, bezug auf Verstaatlichung legten Nummer berichteten, wird uns durch Anfrage tele- u. a. in bezug auf die des Veterinärwesens, Sicherung des Verkehrs mit Thieren, graphirt: In der gestrigen Sigung des Landtages Schwarzburg: die Entwickelung des Kreditwesens und auf die Hebung der Rudolstadt stellte es sich heraus, daß der mit sozialdemo: Viehzucht. Auf dem Gebiete des Finanzwesens werde eine der fratischer Hilfe gewählte Abgeordnete Wilhelm Königsee nur wid, tigsten Aufgaben die Beendigung des großen Werkes der durch unlautere Manöver sich die Unterstützung unserer Partei Valutaregulirung und die Aufnahme der Baarzahlung sein. erfchlichen habe. Genosse Apel erklärte in der Sigung des Schließlich kündigt die Thronrede eine Reform der direkten Landtages, daß er und die Partei jede Beziehung mit Wilhelm vollkommen befriedigenden Finanzlage herbeiführen werde, und" Times" aus Kapstadt gemeldet wird, soll dem Volksraad von Steuern an, welche eine dauernde Erstartung der auch jetzt lösen, die Parteigenossen werden es verstehen, Wilhelm zur endlich Borlagen betreffend eine Militär- Strafprozeß- Transvaal ein Gefegentwurf über Einwanderung unterNiederlegung seines Mandats zu zwingen. Ordnung, in welcher, soweit dies ohne Schädigung des breitet werden, nach welchem alle die Republit betretenden AusBegnadigt ist, wie die Braunschweigische Landes- militärischen Dienstes und der Subordination möglich sei, die länder mit einem giltigen Auslandspaffe versehen sein müssen, Zeitung" zu melden weiß, der im Jahre 1898 wegen Unter- Grundfäße der modernen Rechtswissenschaft zur Geltung gelangen aus welchem hervorgeht, daß sie im stande sind, sich selbst zu schlagung amtlicher Gelder und Urkunden- sollen, und eine Vorlage betreffend die Bestrafung des Verraths erhalten. fälschung zu fünf Jahren Zuchthaus verurtheilte ehemalige militärischer Geheimnisse und Bestrafung der Spionage. Sekretär der herzoglichen Staatsanwaltschaft Von gesetzgeberischen Maßnahmen im Interesse der Arbeiter Kyrath.flasse und von einer Beleuchtung der Auswärtigen Politik entBielefeld, 26. November.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) hält der telegraphisch übermittelte Auszug aus der Thronrede Der Sozialdemokratische Volksverein in Elberfeld hat Das Ergebniß der Nachwahl zum lippeschen Land.fein Sterbenswörtchen. in einer Sigung einstimmig beschlossen, an die Stadt: Frankreich. verordneten Versammlung den Antrag zu richten: tag in der dritten Abtheilung des Wahlkreises Lemgo- Salzuflen- Paris, 25. November. Die Mitglieder der Kommission, 1. zu dem privaterfeits projektirten Bismarckrenkmal angesichts Barntrup- Blomberg ist folgendes: Der sozialdemokra welche der Senat gestern zur Prüfung seiner Wahlreform der jüngsten hochpolitischen Enthüllungen tische Kandidat Schmud erhielt 518, der Kandidat der erwählte, sind sammt und sonders der Vorlage feindlich gesinnt. Bi3mards den in Aussicht genommenen städtischen Play an vereinigten Gegner 550 Stimmen. Letterer ist somit gewählt. In einer der nächsten Eizungen wählt die Kommission ihren der Schloßbleiche sowie überhaupt einen Platz auf städtischen Wir gewannen gegen die Hauptwahl 268, die Gegner 204 Präsidenten und ihren Berichterstatter. Der Bericht soll dem Grundstücken zu versagen, 2. die dem Fürsten Bismard im Stimmen. An der Wahl betheiligten sich blos 45 pet. der Wahl- stattfinden. nächst vorgelegt werden und die Diskussion sobald als möglich vorigen Jahre von der Stadtverordneten Versammlung zuerkannte Würde eines Ehrenbürgers" für Elberfeld aus demselben berechtigten. Ein neuer Panama Prozeß in Sicht Grunde wieder zu entziehen. das 3um Rapitel Golbaten mißhandlungen. ist die Schreckensnachricht, welche seit vorgestern das kapitalistische Würde denn der Wolfsverein, wenn Bismarck die„ hochKürzlich ging ein Fall Bauer durch die Bieffe. Der Soldat Frankreich erblaffen läßt. Die Andeutungen Arton's haben politischen Enthüllungen" nicht gemacht hätte, für den Blaz und Bauer vom württembergischen Infanterie- Regiment Nr. 122 ein solches Aufsehen gemacht, daß die Regierung genöthigt war, für den„ Ehrenbürger" votirt haben? Fast scheint es so. beging Selbstmord und als Ursache bierfür wurde die ihm zu etwas zu thun. Sie fragte in London an, ob die englische Re Ju Wiesbaden unterlag bei der Wahl der Arbeitervertreter theil gewordene Behandlung bezeichnet. Wie der Fränkische gierung einwillige, daß der Prozeß gegen Arton auch auf die zur Generalversammlung der Orts- Krankenkasse bie Kurier" nun mittheilt, sei Lieutenant Rabe am 18. November in Panama Angelegenheit ausgedehnt werde.. Wider sozialdemokratische Liste mit 590 gegen 635 Stimmen einer vorZusammenhang mit dieser Affäre in Haft genommen worden. alles Erwarten verwahrte die englische Regierung sich wiegend christlich sozialen Koalition, die sich pfiffigerweise den Tags darauf wurden zwei Zeugen eidlich vernommen. nicht gegen ein derartiges Vorgehen. Sie sprach auch Titel„ Mitgliedervereinigung gegen Beitragserhöhung" beigelegt 9 " = • -Beschränkung der Einwanderung. Wie den Partei- Nachrichten. " = Vor der Strafkammer in Ulm wurde gegen den Lehrer feine Billigung aus, sondern unterließ es einfach, au protestiren. hatte. Von sozialdemokratischer Seite war freie Aerztewahl, Hinderer von Finsterlohr und die Redakteure Schmidt- Stuttgart, Das war auch eine Antwort. Und die französische Regierung, Familienversicherung, Herabsehung der Karenzzeit, höhere Schwarz- Ulm und Hänle- Heidenheim wegen Preßvergehen ver. die A gesagt hatte, mußte nun auch 23 sagen: Die Untersuchung Krankenrente und bessere Klassifitation nach dem Vorbild der handelt. Es handelte sich um die Veröffentlichung eines Soldaten über den Panama Standal ist wieder eröffnet. Städte Mainz und Frankfurt als Programm aufgestellt. Bei der briefes, den der Grenadier Koch von Finsterlohr an seine Eltern und Dutzende von Gesellschaftsstüßen und Regierungs- Wahl der Unternehmervertreter erhielt der sozialdemokratische geschrieben und in welchem er über die Behandlung des ver- stü yen zittern und wackeln. Die Zahl der franzöfifchen Vorschlag 30, die Liste des Vorstandes 167 Stimmen. D Bei der Orts- Krankenkaffen- Wahl in Schwetzingen Protefte fchloffen fich auch die organisirten Gastwirthsgehilfen worden war, nicht wesentlich freundlicher su geftalten vermocht in Baden errangen die sozialdemokratischen Kandidaten einen an, in der bestimmten Voraussetzung, bei dem nächsten Wahlgang haben. Die persönlichen Wahrnehmungen des Verfaffers leiden glänzenden Sieg. fämmtliche 100 Delegirte aufstellen und auch durchbringen zu sehr stark darunter, daß er Einzelfälle zu sehr verallgemeinert und Aus Apolda. In der letzten Parteiversammlung wurde fönnen. dadurch ein ganz verzerrtes Bild giebt; hierbei bekommen die als Vertrauensmann Genosse August Baudert, als deffen Zur Schneiderbewegung. Die Fachzeitung für Schneider" Sozialdemokraten von völlig unmotivirten Aurempelungen ihr Theil Stellvertreter Genosse Paul Leutert gewählt. Die Ver- berichtet über 38, in den verschiedensten Orten Deutschlands ab- ab. An einer Stelle heißt es:„ Die Arbeitslast dieser armen sammlung erklärte sich mit den Beschlüssen des Parteitages in gehaltene Bersammlungen, die sich mit den an die Frauen und Mütter ist theilweise ganz entseglich, freilich durchGotha einverstanden. Den dort gegebenen Hinweis des Genossen Gesetzgebung zu stellenden Forderungen beschäftigten. Ueberall aus nicht immer in den sogenannten„ Verhältnissen" begründet, Auer, daß eine große Anzahl Orte ihrer Parteipflicht betreffs wurde, im Sinne der auf dem Eisenacher Schneiderkongreß ge- fondern sehr häufig Schuld des Ehemannes, der in Kneipe und der Beiträge nicht nachgekommen seien, gelobte man allseitig zu in durchgreifender gesetzlicher Arbeiterschutz für alle im Wochenverdienst von 27 M., wie die Protokolle in einem Falle faßten faßten Beschlüsse( siehe Vorwärts" v. 15. Juli flg.), Verein eine Leuchte unter den Genossen spielt, aber von seinem respektiren. thätigen Arbeiter und Ein vollständiges Fiasko erlebte der Mary Vernichter" Schneidergewerbe Arbeiterinnen ausweisen, für den Familienunterhalt, es find 5 Kinder im An der Diskussion über die Vorschläge Lorenz in Bernburg. Der Naumann'sche Deutsche Bolts- verlangt. be: Hause, im ganzen nur 6-7 M. abgiebt. Solche Fälle haben verein" hatte sich den Herrn verschrieben, damit er über die theiligten sich mehrfach Personen aus bürgerlichen Kreisen. In wir persönlich leider recht viele tennen gelernt, haben aber nie Aussichtslosigkeit der Sozialdemokratie" spreche. Das that der der Versammlung in Kassel bedauerte der Reichstags- Abgeord- erfahren, daß sich die" Genossen" der armen Weiber angenommen Herr, aber den Erfolg hatten wir. Unsere Genossen Albrecht nete Prof. Hüpeden, daß die Berliner Zeitungen, mit Aus- hätten. Hier war eben die Rücksicht auf die Familie schon überaus Halle und Adler aus Halberstadt gaben's ibm so gründ- nahme des" Borwärts", die Berichte über die Erhebungen des wundener Standpunkt." Pharifäer, gehe in Dich! Wann und wo haben„ Ge= lich, daß ein bürgerliches Blatt Bernburgs, die Morgen- 3tg.", Ginigungsamtes fast ganz todtgeschwiegen hätten. Er ist der insbesondere über die wißige Erwiderung unseres" Genossen Adler Meinung, daß, um den ungefunden, regellosen Zuständen in der noffen" solche Fälle in Schutz genommen? Wir brauchen keine fagt, er habe nicht nur den Beifall der Sozialdemokraten, sondern Schneiderei ein Ende zu machen, eine gute Organisation der Ar- Rücksicht zu nehmen und nebenbei gesagt, die Kreise, wo sich beiter unumgänglich nöthig sei. solche Fälle, wie der Verfasser schildert, abspielen, stehen unserer auch im allgemeinen die Lacher von rechts auf seiner Seite gehabt. Daffelbe bürgerliche Blatt charakterisirt den Vortrag des In Brandenburg sind die streikenden Arbeiter der Fabrit Partei am entferntesten. In puntto Rücksicht auf die Familie" Herrn Lorenz wie folgt:„ Seine Ausführungen sind über- von Liepe u. Breeft, die verhaftet wurden, weil in dieser ist gerade außerhalb der Sozialdemokratie sehr viel zu bessern. zeugungslos, es fehlt ihnen jeder warme Pulsschlag des Fabrik während der Nacht Treibriemen zerschnitten und Wasser- Beispiele anzuführen, fönnen wir uns schenten. Gleich schief Herzens und man kann sich des Eindrucks kaum erwehren, hähne geöffnet worden waren, sämmtlich wieder auf freien Fuß beurtheilt der Verfasser die soziale Lage der ledigen Arbeiterinnen daß dieser Apostel ohne allzu schwere innere gefeßt. Das zeigt wohl deutlich genug, daß der Verdacht voll in der Konfektion. Im Gesindedienst sieht er die Rettung, aber Rämpfe der seitherigen Fahne untreu geworden sei." Das ständig unbegründet war. freilich, wiederum find die Sozialdemokraten schuld, daß es damit Blatt beendet seinen Bericht mit der humorvollen Wendung: nicht so recht geht. Man höre:„ Wir wissen sehr wohl, wie groß die Aus Barmen wird zur Lohnbewegung der Sitho Menge der Unterlassungsfünden bei den Dienstherrschaften ist, unver Die Sozialisten stimmten ein Arbeiterlied an, während die Mit- graphen und Steindruck er gemeldet, daß sich die Unterzeihliche himmelschreiendeSünden, aber wir wissen auch, wie unverantglieder des Voltsvereins Deutschland, Deutschland über alles" nehmer auch dort zu einem Ring zusammenschließen wollen. wortlich von sozialdemokratischen Volksbeglückern den Mädchen zu fingen versuchten. Aber auch in diesem gefanglichen Wettstreit Nur ein Theil der Firmen hat sich den Arbeiterforderungen ent- der Gesindedienst verleidet wird. Gerade in Berlin, und gerade blieben die( nach der Behauptung des Herrn Lorenz) aktions- gegentommend erwiesen. Bei Gebr. Schlechtendahl ist bei dem Vergleich der Lage der Dienstmädchen und der der unfähigen" Margiften die Sieger." die Arbeit niedergelegt worden, ebenso in der Rouvertfabrit von Mamsells" in der Konfettion muß man sich über die Dummheit Blanke. Zuzug ist fernzuhalten. oder Bosheit der Volksverderber empören." Lufgelöst wurde in Hannover eine Mitgliederversamm- Durch solche Ausfälle liefert der Verfasser lediglich den Beweis, lung der dortigen Zahlstelle des Vereins der graphischen daß er nicht im stande ist, soziale Erscheinungen richtig zu Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands, weil der beurtheilen. Würde der Mann die Statifit tenuen, so müßte Vorsitzende der Anordnung des überwachenden Beamten nicht er wissen, daß die in der Konfektions- und Wäsche- Industrie nachtam, die Frauen aus der Versammlung zu entfernen. Die beschäftigten ledigen Arbeiterinnen auch nicht entfernt im Gesinde Polizeidirektion dagegen hat den Verein noch nicht für einen dienst untergebracht werden können. In einem weiteren Artikel politischen erklärt, sondern seinerzeit anstandslos bescheinigt, daß soll dargelegt werden, wie in der Konfektion eine Reihe besonderer ihm auch eine größere Anzahl Frauen angehört. Miß stände und Ausartungen zu unterdrücken oder abzuschwächen find. Nach den gebrachten Proben hat man schon den Vorgeschmack, wie diese Vorschläge ausfallen werden. " Aus Elfak- Lothringen. In Straßburg haben bei den Delegirtenwahlen zur Ort3 Krankenkasse unsere Genossen in der Klasse der Arbeitervertreter glänzend über die vereinigten Gegner gesiegt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Wegen der in der Neuen Welt" veröffentlichten Arbeit Der Nazarener" war auch gegen den Redakteur des " Voltswillen 3", Genossen Thielhorn in Hannover, ein Verfahren auf grund des§ 166 eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft hat jetzt Thielhorn die Mittheilung gemacht, daß das Verfahren eingestellt ist. bedacht worden: V = " Ein nenes Grubenunglück, deffen Schauplak 3engorze in Russisch- Polen ist, wird gemeldet. 30 Berglente sollen dabei ums Leben gekommen sein. Nähere Nachrichten fehlen noch. Zum Streik der Thonwaaren Arbeiter in Friedrichs: -Wegen Veröffentlichung eines Leitartikels, überschrieben: feld in Baden theilt der Vorstand des allgemeinen Vereins der Der Mord des Lieutenants v. Brüsewiß", ist gegen die" Bolts Töpfer und Berufsgenossen Deutschlands mit, daß die Austimme" in Burgstädt i. S. ein Verfahren anhängig. Durch sperrung der Arbeiter, wie jetzt bestimmt feststeht, nur wegen der den Artikel soll aufgereizt" und zu strafbaren Handlungen auf zugehörigkeit zur Organisation erfolgt ist. Von der Aussperrung gefordert sein(§§ 130 und 111 des Strafgesetzbuchs). betroffen sind 48 Arbeiter, darunter 32 Familienväter mit 86 Kindern. Sächsisches. Eine Anzahl junger Turner aus Ein Einigungsverfuch, an dem auch der Fabrikinspektor Wöris Crimmitschau machten im Monat August d. J. einen Ausflug offer theilnahm, verlief resultatlos, indem die Direktion der erklärte, Depeschen und lehte Nachrichten. nach Gesau bei Glauchau, wobei drei von ihnen rotbe Steinzeugwaaren Fabrik in Friedrichsfeld kurz Rutscherwesten unter ihren Röcken trugen. Dafür sind die organisirte Arbeiter überhaupt nicht mehr einstellen zu Hamburg, 26. November.( W. T. B.) Nach einer Bekanntjugendlichen Frevler mit einem Strafbefehl folgenden Inhalts fordert seine Mitglieder auf, für wollen. Der Zentralvorstand Des genannten Vereins machung der hiesigen Handelskammer werden die Empfänger der die nöthige Unter- mit der Bahn hier eingehenden Güter aufgefordert, schleunigst Auf den Antrag der Königl. Staatsanwaltschaft wird gegen füßung zu sorgen und zu diesem Zwecke Extrasu, mlungen Anordnung zu treffen, um die Waaren von den Güterschuppen Sie wegen der Beschuldigung, daß Sie am 30. August 1896 vorzunehmen, und das Fachorgan" Der Töpfer" schreibt: Der der Bahn abholen zu laffen und möglichst alles zu Lager zu gelegentlich eines gemeinschaftlich mit anderen Personen von hier Willkürakt der Unternehmer, die Arbeiter zu zwingen, das nehmen, da eine Ueberfüllung der Schuppen die nach Geſau unternommenen Ausflugs eine rothe Weste toalitionsrecht aufzugeben, muß zurückgewiesen werden. Die Eisenbahnverwaltung zu anderweitigen Maß= offen sichtbar getragen, sonach öffentlich ein äußeres Darstellungen der Unternehmerpsse über die Entstehung des nahmen veranlassen fonnte. Um die Zuführung Abzeichen getragen haben, das nach allgemein verbreiteten An: nach Friedrichsfeld, abort Arbeit zu nehmen! einzuschränken, wird in der Bekanntmachung anheimgegeben, Streits beruhen auf unwahrheit. Niemand gehe jett von Waaren unter den augenblicklichen Verhältnissen sichten und Ihrer unzweifelhaften Absicht republikanische Gesinnungen und Tendenzen an den Tag legen In der Zuckerfabrik in Frankenthal in der Rhein- die Absendung von zur Verschiffung bestimmten follte, Bergehen gegen die königlich sächsische Verordnung pfalz find, wie schon im Vorwärts" berichtet worden ist, Diffe: Gütern aus dem Binnenlande thunlichst hinauszuvom 14. Juli 1849 wofür als Beweismittel be: renzen ausgebrochen. Dieselben haben ihre Ursache darin, daß schieben. zeichnet ist: Ihr Geständniß, eine Geldstrafe von 39 Arbeiter wegen Wahrung des Koalitionsrechts aufs Pflaster Hamburg, 26. November.( W. Z. B.) Veranlaßt durch fünfzig Mart und im Falle dieselbe nicht beigetrieben gefegt wurden. In verschiedenen Blättern sucht die Zuckerfabrik den Ausstand der Schauerleute hat sich für Hamburg und Altona werden kann, eine Gefängnißstrafe von zehn Tagen feft- rbeiter mit dem Versprechen dauernder und lohnender Be- ein Verein der Importeure englischer Kohlen gebildet. Der gesetzt. Zugleich werden Ihnen die Kosten des Verfahrens auf- fchäftigung. Die Beschäftigung ist allerdings sehr dauernd". felbe hot in Uebereinstimmung mit den Schiffsagenten be erlegt. Die Geldstrafe und die nachverzeichneten Kosten sind an Sie währt, wie die Plälz. Post" berichtet, von morgens 6 bis schlossen, daß Arbeiter nur auf grund eines revidirten Tarifes die Gerichtstaffe zu Crimmitschau zu zahlen. Dieser Strafbefehl abends 9, 10 und 12 Uhr und dafür erhalten die Arbeiter einen wieder zugelassen werden sollen. wird vollstreckbar, wenn Sie nicht binnen einer Woche nach der Taglohn von 3,50-3,90 m. Hamburg, 27. November.( Privatdepesche des Vorwärts.") Zustellung bei dem unterzeichneten Gerichte schriftlich oder zu In Karlsruhe ist das Gewerkschaftstartellfo Die Zahl der Streifenden wird auf 11 000 geschätzt. Donners Brotokoll des Gerichtsschreibers Einspruch erheben. melden bürgerliche Blätter- mit der Brauereigesellschaft zum tag Abend fanden Crimmitschau, den 16. November 1896. Münchner Kindl zum Zwecke des Ankaufs des Reichshallen fanden drei Branchen Versammlungen statt. Theaters" in der Marienstraße in Verbindung getreten. Das 3000 Speicherarbeiter werden wahrscheinlich in den Streik Anwesen soll in eine Zentral- Herberge umgewandelt und den eintreten, die Quaiarbeiter haben den Streit abgelehnt. Gewerkschaften in Miethe gegeben werden. Tom Mann, der Führer der englischen Seeleute, wollte Lohnbewegung in der Schweiz. Aus Zürich wird uns reitag hier in einer Versammlung sprechen, er wurde Donnerstag geschrieben: Die hiesigen Buchbindergehilfen haben Nachmittag verhaftet und abends mittels Schiff nach England folgende Forderungen aufgestellt: Behnstundentag, Sonnabend gebracht. Der heutige Tag wird die Entscheidung über den eine Stunde früher Feierabend ohne Lohnabzug, 24 Fr. wöchent Generalftreit bringen. Die großen Ameritafahrer mußten ohne lichen Minimallohn und 25 pet. Lohnzuschlag für Ueberzeit: Frachten abfahren, weil Mannschoft zum Stauen fehlte. arbeit. Die meisten dieser Forderungen nur der Zuschlag An Rönigliches Amtsgericht. Kramer. Gebühr für den Strasbefehl 4,00 m. Schreibgebühr Sonstige Auslagen Strafe • 0,10 0,30 " " • 50,00 . " 54,40 m. den Fabrikweber Arthur Hirsch Staat! Hier Auguftusftr. 17. Voltsblatts" in Zwickau wurde am Mittwoch eine In den Druckerei- Lokalitäten des" Sächsischen gründliche Haussuchung nach dem Manuskript eines Flugblattes vorgenommen, das in der Sonntagsnacht im Nachbarorte Haßlau verbreitet worden ist. Es betraf den Boykott des Gasthofes zum Bogenstein, deffen Saal den Genossen nicht zur Verfügung steht. Gefunden wurde nichts, auch ist es bisher nicht gelungen, einen der Verbreiter ausfindig zu machen. " betrug blos 15 pet. wurden bereits vor drei Jahren zwischen Breslau, 26. November.( B. H.) Heute Vormittag brach, Natürlich ist Berufung angemeldet. Man sieht aber, daß Gehilfen und Unternehmern vereinbart, aber vielfach nicht ein- wie der Breslauer General- Anzeiger" berichtet, in der Zuckerdie sächsischen Behörden ihren einst so gemüthlichen" Staat gehalten. Den erhöhten Lohnzuschlag haben die Meister bewilligt. fabrit in Lüben ein Brand aus, der den Dachstuhl vollständig noch immer für sehr gebrechlich und schwach halten. Armer In Lausanne stehen die Hafner in der Lohnbewegung auf den Boden ergok, ist es zu danken, daß die Fabrik vor zerstörte. Nur dem Umstande, daß das Wasser des Reservoirs Die Gasarbeiter in Bordeaux erlangten eine Lohnch unentgeltliche Vertheilung von 4 hektoliter Coar und die Schaffung sirka acht Tage gestört. erhöhung von 50 Cis. pro Tag für das gesammte Personal, die dem gänzlichen Abbrennen verschont blieb. Der Betrieb ist auf einer Alterstaffe, über deren Grundlagen die Gesellschaft mit General- Anzeiger" meldet, hat heute der Einbruch in das Doms Breslau, 26. November.( B. H.) ( B. H.) Wie der Breslauer dem Gemeinderath sich zu verständigen haben wird. Nur die kapitel zu Breslau vor der Straftammer seine Erledigung ge Bezahlung des wöchentlichen Ruhetages wurde von der Ge- tapitel zu Breslau vor der Strafkammer feine Erledigung gesellschaft abgelehnt. funden. Bekanntlich wurde in der Nacht vom 18. zum 19. Juli d. J. im Domkapitel zu Breslau eingebrochen. Vorgeführt wurden als Thäter die Arbeiter May Kult, Wilhelm Nietsche, Bruno Schuhknecht und Adolf Lehmann. Sämmtliche Angeklagten befinden sich im Alter von 18 bis 20 Jahren. Das Gericht verurtheilte Kult zu vier Jahren Zuchthaus, fünf Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht, Nietsche zu fünf Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverluft und Schubknecht zu einem Jahr vier Monaten Gefängniß. Der Fall Lehmann wurde vertagt, da noch weitere Zeugen geladen werden sollen. Gewerkschaftliches. T Soziales. Wien, 26 November.( B. H.) Wie aus Tiflis gemeldet wird, hat das dortige Gericht den Fürsten Tuffiew wegen Entführung eines jungen Mädchens au 10 Jahren Berbannung nach dem Gouvernement Archangel verurtheilt. Auf ihr Gesuch um Verlängerung der Arbeitszeit an Sonntagen hat der Regierungspräsident zu Lüneburg den Bäckerinnungen der Orte Lüneburg- Celle, Uelzen, Winsen, An die Gewerkschafts Kartelle und Gewerkschaften! Walsrode, Bevensen, Dannenberg und Burgdorf mitgetheilt, daß Genoffen! Wir wenden uns noch einmal an Euch und zwar in er sich von dem Bedürfniß nach verlängerter Sonntagsarbeit der Sachen des Streits der Steinfeger und Berufs Bäckergesellen und Lehrlinge nicht habe überzeugen können. Durch die genossen Hamburg 3. Derselbe ist immer noch nicht Bundesraths- Verordnung sei zwar eine Höchstzahl von Arbeits: beendigt. Obwohl infolge der mangelhaft eingelaufenen stunden für jede Arbeitsschicht, nicht aber für den Tag festgesetzt Posen, Donnerstag, 26. November.( W. Z. B.) Bei den Gelder wiederholt nur recht geringe Unterstüßungen ausgezahlt und weiter bestimmt, daß zwischen je zwei Arbeitsschichten den heutigen Stadtverordneten- Wahlen in der dritten Abtheilung werden konnten( Verheirathete bekamen 9 M., Unverheirathete Gehilfen eine ununterbrochene Ruhepaufe von mindestens acht fiegten die deutschen Kandidaten im ersten Bezirk mit knapper, 6 M.), so haben die Streikenden doch wiederholt erklärt, daß sie Stunden gewährt werden soll. Die Befugniß der Bäckermeister im zweiten und dritten Bezirk mit großer Majorität, wogegen unter allen Umständen an den aufgestellten Forderungen feft- aber, zur Herstellung der Sonntagswaare am Sonnabend die den vierten Bezirk( Wallischei) ein Pole behauptete. Im ganzen halten wollen. Die Sache liegt nun aber so: Um den Arbeitszeit zu vermehren, sei durch diese Borschrift des Bundes: wurden sechs Deutsche und ein Pole gewählt. Mithin haben die Unternehmern entgegen zu kommen, ist der Senat still- raths feineswegs befeitigt. Es sei zwar nicht zu verkennen, daß Polen ein Mandat von den bisher innegehabten verloren. schweigend bereit, falls der Streit nicht noch vor dem Eintritt durch diese Mehrarbeit am Sonnabend der Vortheil einer langen anhaltenden Frostwetters beendigt ist, die für dieses Jahr Sonntagsruhe für die Gehilfen einigermaßen aufgewogen werde projektirten Straßenpflasterungen bis zum Frühjahr aufzu und daß dies zu gunsten des Antrages der Bäckerinnungen schieben genau so, wie es in Stettin vor zwei Jahren ge- sprechen tönnte. Immerhin schienen aber die Gehilfen die jetzt legentlich des Steinfegerstreits geschehen ist. Damals haben wir geltende Regelung der Sonntagsruhe vorzuziehen, da von ihrer volle 13( dreizehn) Monate fämpfen müssen, ehe sich das Seite Aenderungen nicht beantragt feien. Im Intereffe der Be Unternehmerthum für besiegt erklärte. Es geschah dies im triebsunternehmer würde die gewünschte Vermehrung der ArbeitsFrühjahr 1895, als sich die Arbeiten beim besten Willen stunden am Sonntag erst dann in erneute Erwägung gezogen nicht mehr hinausschieben ließen. Ganz genau so wird werden können, wenn das durch den früheren Beginn der Backes auch in Hamburg fommen. Können wir nun die arbeit am Sonnabend Abend gegebene Auskunftsmittel fich als Streifenden bis zum Einfrieren halten, dann haben wir im unzweckmäßig erweisen sollte. Frühjahr gefiegt! Aber, wie schon früher mitgetheilt, die Zahl Die ,, Grenzboten" beschäftigen sich mit den Mißständen in der Streifenden ist zu groß, als daß sie der Verband allein der Kleider- und Wäsche Industrie. Von fachmännierhalten tönnte; es sind immer noch zwischen 850 und 450 Mann scher Seite wird uns dazu geschrieben: zu unterstützen. Deshalb appelliren wir noch einmal an die organisirte Arbeiterschaft: Helft uns! Unterstüßt die Streifenden! Gelder nimmt der unterzeichnete Verbandsvorfigende entgegen, auch schickt derselbe auf Berlangen Sammellisten. A. Knoll in Berlin NW., Waldenserstr. 18. " Wien, 26. November.( W. T. B.) Abgeordnetenhaus. Im weiteren Verlaufe der Sizung wurde der Gefeßentwurf, betreffend die provisorische Regelung der Bezüge der Staatsdiener unverändert nach der Ausschußvorlage angenommen, nach welcher der Gefeßentwurf am 1. Juli 1897 in traft tritt. Im Laufe der Debatte trat der Finanzminister Dr. v. Bilinski entschieden für die Regierungsvorlage ein, welche bestimmt, daß das Gesetz erst mit einer Veröffentlichung in fraft tritt. Der Minister erklärte ferner, die Regierung beabsichtige, für einen großen Theil der Diurnisten niedrig dotirte Poften zu schaffen. Die Frage der Alters- und Invaliditäts- Bersorgung der Diurnisten werde demnächst geregelt werden. Die Besprechung der Frage ist, wie der Verfasser des Grenz boten"-Artikels hervorhebt, in der Hauptsache veranlaßt durch eingehendes Studium der an amtlicher Stelle gegebenen Aus- Triest, 26. November.( Frankf. 3tg.") Die feit gestern tünfte, fie gründet sich außerdem auf die in neuerer Zeit recht herrschende Bora gehört zu den heftigsten der letzten Jahre. Seit reichliche Literatur zur Sache und nicht minder auf eigene Wahr- den gestrigen Abendstunden ist der Verkehr gelähmt; auch der Die geftrige Delegirtenwahl zur Orts- Krankenkaffe nehmungen. Soweit das Thatsachenmaterial der amilichen Ver. Wagenverkehr hat eingestellt werden müssen. Zahlreiche Per der Gastwirthe und verwandten Gewerbe zu Berlin wurde, nehmungen in dem Artikel berücksichtigt wurde, erhalten die sozialen fonen find verunglückt. Im Hafen ereigneten sich mehrere nicht nachdem von den organisirten Gastwirthsgehilfen 62 Delegirte Bustände dieser blübenden Industziezweige eine objektive Würdigung. unbedeutende Unglücksiälle. Die Schifffahrt ist unterbrochen. aufgestellt und gewählt worden waren, von der Versammlung Der Verfasser stellt fest, daß die Vernehmungen vor der Kom- Warschau, 26. November.( B. H.) Großfeuer richtete in für ungiltig erklärt, da von der gegnerischen Seite angeblich mission für Arbeiterstatistik das trübe Bild, wie es in mehreren der Werkstatt der Weichselbahn einen Schaden an, der auf über wegen eines Formfehlers Protest erhoben worden war. Dem Privatarbeiten neuerer Zeit, u. a. von Oda Olberg, gezeichnet 1/4 Millionen Rubel geschätzt wird. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 278. Reichstag. 133. Sigung vom 26. November 1896, Am Bundesrathstische: v. Bötticher. Der erste Vizepräsident Schmidt- Bingen eröffnet die Sigung um 14 Uhr. Auf der Tagesordnung steht zunächst die Verlefung der folgenden Interpellation der Sozialdemokraten( Auer und Genossen): Die Unterzeichneten fragen hiermit den Herrn Reichstanzler, welche Schritte die Reichsregierung gethan hat, um die Verfügung des russischen Zolldepartements vom 22. Auguft ( 3. September) d. J., betreffend die Zollbehandlung feiner Lederwaaren 2c. rückgängig zu machen, und wie weit die eventuellen Schritte gediehen find?" Abg. Ulrich( Soz.) beantragt troß der Ablehnung die Besprechung der Interpellation. Es sei nöthig zu erörtern, was bisher in der ftreitigen Frage geschehen ist. Der Präsident stellt die Unterstüßungsfrage. Zur Besprechung ist die Unterstüßung von 50 Mitgliedern nöthig. Von den Sozialdemokraten find etwa 15 Mitglieder anwesend. Andere Mitglieder des Hauses erheben sich nicht, die Unterstüßung reicht mithin nicht aus; der Gegenstand wird verlassen. Freitag, den 27. November 1896. . = 13. Jahrg. ber Burghardt ausdrücklich auf die Gewerbe- Ordnung sich bezogen wird es nothwendig, die Wirkung sein, daß in jedem Augenblick und erklärt, die beantragte Sonderbesteuerung fei als eine der Krise, wo das Arbeitsangebot höher ist als die Arbeitsnachfrage, Gewerbesteuer im Sinne des§ 7 der Gewerbe- Ordnung kaum die Arbeiter mit dem Gewinn aus den Konsumvereinen rechnen und, noch anzusehen. Im Plenum hat er diese Auffassung noch um den Betrag des Gewinns aus den Konsumvereinen auf schärfer präzisirt, sodaß die Mehrheit des Abgeordnetenhauses niedrigere Löhne sich einlassen und sich so selber schädigen. Ich von der scharfen Fassung des Antrages absah und für meine Person habe die Gründung von Konsumvereinen nicht sich darauf beschränkte die Regierung zu zu ersuchen, nur nicht unterstützt, sondern alles aufgeboten, es zu veranlassen, etwaige gesetzgeberische Maßnahmen zu erwägen. Nach daß sie unterblieb. den Auslassungen des Generalsteuerdirektors hat das Reich Thatsächlich bestehen manche Konsumvereine, welche sich in auf diesem Gebiete die volle und ausschließliche Kompetenz. höchster Blüthe befinden, so der große Leipziger Konsumverein Daß dieser Standpunkt der richtige ist, geht aus der Geschichte mit 11 000 Mitgliedern und 3 Millionen Umsay, der sich bereits der Gewerbe- Ordnung und des ihr vorausgegangenen Nothgefeßes eine eigene Bäckerei errichtet und in dieser den Achtstundentag von 1868 auf das deutlichste hervor. Gerade von der damaligen eingeführt hat. Gewiß schädigt ein so großer Verein einen Theil Fortschrittspartei wurde der betreffende Paffus beantragt, der fleinen Geschäftsleute; aber wie wollen Sie ihm das verder jezt in§ 7 der Gewerbe Ordnung steht. Durch bieten, was bei dem Großkapital selbstverständlich ist? Die dieses Einschiebsel wurde erit das durch die Vorlage größte Dummheit, die unsere Staatsmänner begehen können, ist, Staatssekretär von Bötticher: Zu meinem lebhaften Be- nicht ganz aufgehobene Sonderbesteuerungsrecht der Einzelstaaten derartige Existenzen zu untergraben. Von diesem Verein in dauern sehe ich mich genöthigt, die Beantwortung ab. völlig beseitigt, und der betreffende Antrag wurde vom Leipzig find 2000 Personen in ihrer Existenz abhängig. Glauben zulehnen. Es schweben zur Zeit hier in Berlin internationale Reichstage mit großer Mehrheit angenommen. Die sächsische Sie, daß dieser Verein, wenn er auch in der Hauptsache aus Berhandlungen rücksichtlich der Wünsche und Beschwerden, welche Regierung hat also mit ihrem Vorgehen weit über das Ziel Sozialdemokraten besteht, irgend ein Interesse daran hat, bezüglich des Handelsvertrages mit Rußland laut geworden sind. hinausgeschossen und einem Beschluß ihre Zustimmung gegeben, die heutige Staats- und Gesellschaftsordnung verschwinden zu sehen? Bevor diese Verhandlungen abgeschlossen und die Vereinbarungen, den sie nie gutheißen durfte. Die Praxis der Ausführung des Nicht mit unrecht ist einmal von gegnerischer Seite gesagt die getroffen werden, die Zustimmung der verbündeten Regie- Beschlusses aber ist das interessanteste an der ganzen Sache. Zuerst worden: statt derartigen Bestrebungen der Arbeiter entgegenrungen gefunden haben, erscheint es nicht im Interesse der war die Absicht des Antrages auf die Heranziehung zutreten, sollte man sie unterstüßen; je mehr die Arbeiter selber deutschen Wirthschaftspolitik, daß ein Gegenstand hier öffentlich der großtapitalistischen Unternehmungen im Eigenthümer werden, werden sie nicht revolutionärer, sondern verhandelt wird, der einen Theil dieser Verhandlungen ausmacht. Detailverkauf, der großen Waarenhäuser und torservativer. Und wie eigenthümlich ist heute die Haltung der Wenn ich mit einiger Sicherheit den Termin, wo ich mich später Bazare, sowie der Genossenschaften gerichtet; noch in Parteien im Vergleich zu früher! Als Laffalle fich damals ab über die Sache äußern tönnte, zu übersehen im stande wäre ,, der Kommission wurde ausdrücklich ausgesprochen, sprechend über die Schulze- Delißsch'schen Genossenschaften äußerle, würde ich einen solchen angeben. Die Berathungen haben aber daß die Konsumvereine nicht darunter zu be war die gesammte bürgerliche Gesellschaft von links nach rechts eben erst begonnen. Es besteht ja auch die Möglichkeit, daß der greifen feien. Die Regierung hatte ihrerseits ein Gutachten der Auffassung, daß er damit eine ganz gefährliche Agitation Gegenstand der Interpellation durch die Berathung erledigt wird. über die Konsumvereine abgegeben, welches auf beiden Schultern in die Massen werfe. Im Norddeutschen Reichstag Ich kann also sunächst nur die Ablehnung der Beantwortung trägt, es anerkennt die Bedeutung der Konsumvereine für die brachten Schulze- Delitzsch und seine Freunde einen Geset erklären. ärmeren Bevölkerungsklassen, tlagt aber gleichzeitig über die entwurf ein, welcher alle Schranken dadurch den fleinen Kaufleuten und Gewerbetreibenden er- andesgesetzgebung hinsichtlich der Genossen. wachsende Konkurrenz. Daß man die Konsumvereine in erster fchaften beseitigen follte; Selbsthilfe war die Linie treffen wollte, ist in dem schließlichen Beschluß der Parole gegen Lassalle's Staatshilfe, und darum ErwerbsgenoffenRammer nirgends ausgesprochen, aber je weiter die schaften für die Arbeiter- auch ich war anfangs gegen Laffalle, daraufhin ergangene Verfügung nach unten drang, um bis ich durch die Erfahrung und meine Studien weitergeführt fo mehr veränderte sie ihren Charakter. wurde und heute sieht man diese Genossen= als sie an die Amishauptmannschaften herabgelangt schaften als staats- und gesellschaftsgefährlich war, und von diesen an die Gemeinden, war von der an! Ich bin überzeugt, diese Frage wird uns noch Hierauf kommt die zweite sozialdemokratische Inter Besteuerung der großen Attiengesellschaften 2c. öfter beschäftigen, sie schreitet von Tag zu Tag weiter und Sie pellation zur Verlesung, welche die Besteuerung der gar keine Rede mehr, jezt handelte es sich nur noch als die Hauptvertreter der deutschen Nation werden wohl oder Ronsumvereine im Königreich Sachsen betrifft. um die möglichst scharfe Anfassung der Konsum übel gezwungen werden, sich damit zu beschäftigen. Jeden Die Interpellation nimmt bezug auf den Beschluß der vereine. Eine große Zahl von Gemeindevertretungen hat falls hat heute feine Regierung ein Macht. sächsischen II. Ständekammer vom 27. März d. J., worin einfach den Weisungen der Artshauptmannschaften Folge ge- mittel, im Widerspruch mit den bestehenden Reichsgesehen die Regierung zur Herbeiführung einer Prozentualbesteuerung leistet. In Chemnitz hat man allerdings versucht, die Aktien- die Vereine in der Weise zu chikaniren und zu malträtiren, wie auch der Erwerbsgenossenschaften aufgefordert wird, gesellschaften, Kommanditgesellschaften u. f. w. zur Umsatzsteuer es in Sachfen geschieht. Wir protestiren auf das entschiedenste erwähnt, daß das sächsische Ministerium des Innern an die heranzuziehen, die Verhandlungen sind aber nach meinen gegen diese Zurüdfegung seitens der kapitalistischen Vereine. unterstellten Kreishauptmannschaften eine Verfügung erlassen hat, Informationen zu keinem Abschluß gelangt. Der Amtshauptmann( Lebhafter Beifall bei den Sozialdemokraten.) worin angeregt wird, die Gemeinden zu veranlassen, im Sinne von Chemnitz ist auf einer Frspektionsreise auch in ein kleines Staatssekretär v. Bötticher: Auf das Gebiet der Wirthdieses Beschlusses vorzugehen, und daß bereits eine größere Bahl Städtchen im Erzgebirge gekommen und hat die Gemeindevertretung schaftspolitik kann ich dem Vorredner nicht folgen. Wenn er von Gemeindevertretungen die Einführung einer solchen Umjazz direkt aufgefordert, für den dortigen Konsumverein eine Umfagsteuer uns gefragt hat, wie wir den großen Entwickelungsprozeß steuer beschlossen haben; schließlich wird der Reichstanzler be- einzuführen.( Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Zufällig hemmen wollen, durch welchen die Arbeit des Handarbeiters fragt, was er gegen diese die Gewerbe Ordnung, die Reichs- gehörten die Gemeindevorstände zum Konsumverein, und da immer mehr in den Hintergrund gedrängt wird, so gebe ich ihm verfassung und das Genossenschaftsgesetz verlegenden Maßnahmen haben sich die Herren gesagt, das laffen wir schön bleiben. die Frage zurück und frage ihn was gedenft er denn vorzu zu thun gedente. ( Heiterfeit.) Aber in Burgstädt, Crottendorf. Aue, Annaberg, schlagen, um diesen Entwickelungsprozeß aufzuhalten. Und wenn Staatssekretär v. Bötticher: Die Jnterpellation wird sogleich Großenhain, Groß- Hartmannsdorf. Groß- 3fchocher bei Leipzig, er mich etwa auf den sozialdemokratischen Zukunftsstaat verbeantwortet werden. Marienthal, Laufigt, Roßwein, Siebenlehn, Waldheim, Thum weift, so halte ich ihn für viel zu intelligent, als daß er die Abg. Bebel( Soz.): Die Erörterung der durch die Inter- u. s. w. wurde die Konsumsteuer angenommen. Abgelehnt wurde Mittel, die in diesem Entwickelungsprozeß eine Hauptrolle pellation angeregten Frage ist um so dringlicher, als inzwischen fie in Oberplanib, Radebeul, Wilkau u. a. D., aber diefe find in spielen, die Maschine, den Dampf und die Elektrizität in Bayern ein ähnlicher Antrag seitens unferes Rollegen Luz der Minderzahl. Und wie hoch wurde die Steuer beschlossen? außer Wirksamkeit sehen würde.( Buruf bei den Sozial eingebracht und auch in Preußen ein analoger Antrag auf 2, 8, ja fogar einmal 4 pet. und 5 pet.( hört! hört! bei den demokraten.) Was die Interpellation betrifft, so hat der Reichs Besteuerung der großen Waaren- Versandhäuser und Filialgeschäfte Sozialdemokraten), das letztere in dem industriereichen Marien- tanzler amitlich nur auf diplomatischem Wege Kenntniß be diskutirt worden ist. Es erscheint nothwendig, diese Frage hier thal und da wurde zugleich auf Antrag eines Groß tommen von dem Beschluß der Zweiten sächsischen Ständekammer. in ihrer ganzen Ausdehnug zu verhandeln, denn das Vorgehen bauern befchloffen, dementsprechend die Grund Ueber die Maßregeln, die in Anknüpfung an diesen Beschluß von der partikularen Vertretungen ist in seiner Konsequenz ft euer zu ermäßigen( hört! hört! bei denSozialdemokraten). den sächsischen Behörden getroffen sind, ist eine Mittheilung geeignet, die bestehende Reichs- Gewerbe Ordnung völlig Etwas Standalöseres fann ich mir faum denten. Diese Be hierher nicht gelangt. Als ich die Interpellation empfing, babe aufzuheben. Die Entwickelung der legten Jahrzehnte schlüsse bedürfen freilich der Genehmigung; die Besteuerung ich fofort die föniglich fächsische Regierung um Mittheilung des läßt einen toloffalen Ronzentrationsprozeß des in Höhe von 2 v. H. ist mittlerweile von der Kreis: Materials und der Motive der Behörden gebeten. Die fächsische Kapitals erkennen; aus der Berufsstatistik und aus der Pro- hauptmannschaft Leipzig genehmigt worden. Von einem Konfum Regierung legt Werth darauf, dieses Material durch einen Beduktionsstatistik ergiebt sich gleichmäßig, daß die Zahl der selbst- verein, der 150 000 Maik umseßt, sind danach 3000 Mart vollmächtigten dem Reichstag vorzulegen, und ich bitte den Herrn ständigen Existenzen zurückgegangen, die gesammte Ausdehnung Steuer zu entrichten; das Vermögen des Vereins beträgt aber Präsidenten, nachher dem Geb. Rath Fischer das Wort zu geben. der Produktion aber ganz ungeheuer gewachsen ist. Während nur 10 000 M., erspartes Vermögen der ärmeren Mitglieder der Ich habe es aber nicht unterlaffen können, die Frage zu prüfen, im Jahre 1882 auf 100 im Handel und Verkehr beschäftigte Bevölkerung, die Steuer verschlingt also 3/10 des ganzen mühsam und ich bin zu dem Resultat gekommen, daß eine Verlegung Personen noch 44,67 Selbständige kommen, ist 1895 diese Babl erdarbten Vermögens des Vereins. Eine Regierung, die vorgiebt, der Berfassung oder eines Reichsgesetes nicht auf 35,07 herabgefunken. In der Industrie und im Gewerbe eine Regierung der Armen zu ſein, hat solche Beschlüsse gut vorliegt. Die Frage liegt nicht so, ob das Genossenschaftsfamen 1882 auf 100 Beschäftigte 34,41 Selbständige, geheißen!( Lachen bei den Sozialdemokraten. Ruf: Sozialreform!) gefeß den Behörden einen Anhalt bietet für eine Heranziehung 1895 nur noch 24,20, 28 pet. im Verhältniß zur Zunahme der Die sächsische Regierung nimmt ohne Rücksicht auf die Höhe der Konsumvereine oder nicht, sondern ob es eine solche BeBevölkerung. Das bestätigt, was die Sozialdemokratie seit Jahr- des Einkommens hiernach eine Stener von 20 pet.. steuerung verbietet. In dieser Beziehung enthält das Genossenschaftszehnten von der Auffaugung des kleineren und mittleren Ge- während die Sozialdemokraten in ihren fühnsten Träumen erst gesetz teine Bestimmung, welche die Auffassung des Abg. Bebel werbes behauptet hat. Redner illustrirt diese Thatsache an der bei einem Einkommen von 1 Million 10 pet. nehmen wollen. ftüßte. In§ 7 Nr. 6 der Gewerbe- Ordnung hingegen ist ausHand der offiziellen Statistik für das Brauereigewerbe und die Als im preußischen Landtage die Einkommensteuer gemacht und drücklich der Vorbehalt gemacht, daß die an den Staat bezw. Seeschifffahrt, wo die Zahl der Betriebe gesunken, aber die beantragt wurde, die großen Einkommen über 100 000 m. mit die Gemeinden zu entrichtenden Gewerbesteuern auch weiter erProduktion gestiegen ist, ohne daß die Zahl der Arbeiter ge- 4 pet. zu besteuern, erklärte die große Mehrheit, das fei eine hoben werden dürfen. Es fragt sich nur, ob die Umsatzsteuer fliegen wäre. Der Aufsaugungsprozeß der kleinen Existenzen Konfiskation der großen Vermögen, und als Herr Miquel mit eine Gewerbesteuer ist oder nicht. Ist es eine solche, so haben durch das Großkapital ist auf allen Gebieten der gewerblichen seiner Ergänzungssteuer tam und von 1000 m. 50 Pf. Vermögens die sächsischen Behörden zweifellos das Recht, ihre Erhebung Thätigkeit gleich rapide; in Zukunft wird er sich noch feuer verlangte, meinte die„ Kölnische Zeitung", angesichts einer zuzulassen. Ob diefe sächsische Steuer den Charakter einer Geviel rascher als bisher vollziehen, da die Widerstands- folchen Haltung einer monarchischen Regierung tönnte es aller- werbesteuer hat oder nicht, darüber wird sich mein verehrter fähigkeit der fleinen Betriebe immer geringer wird. bings geboten sein, daß die Liberalen ihre monarchischen Ueber- sächsischer Kollege äußern. Sie sollen mit unserer Interpellation vor die Frage geftellt zeugungen revidirten und lieber Republikaner würden.( Heiter- Sächsischer Geheimer Regierungsrath Fischer: Die Interwerden: wie Sie eines solchen großartigen, rapiden, für weite feit bei den Sozialdemokraten.) pellation ist der sächsischen Regierung weder unerwartet noch Schichten der Gesellschaft verhängnißvollen Entwickelungs- Hier in Sachsen werden falten Blutes 20 pet. des Ein- unerwünscht gekommen. In der Presse wurde bereits mit mehr Prozesses Herr werden wollen. tommens genommen, es wird den Aermsten auch das legte ge- oder weniger heftigen Ausfällen gegen die fächsische Regierung Die bayerische Rammer hat über den Antrag Luz zwei Tage raubt! Gerade in Sachsen, und dort erfreulicherweise gerade in perfündigt, daß man diese im Reichstag wegen ihres Verhaltens lang heftig diskutirt. Herr Lutz hat da ausgeführt, daß ein Hof- der Landwirthschaft, hat das Genossenschaftswesen die größten in Sachen der Besteuerung der Konsumvereine anklagen werde, bäcker und Kommerzienrath, der neben seinem Münchener Haupt- Fortschritte gemacht. Die fächsischen 148 Konsumvereine zahlen und zwar sollte die Auflage lauten je nach der verschiedenen geschäft noch 90 Filialen bat und besonders gegen den Antrag an Staats Einkommensteuern 81 000, Gemeindeſteuer 109 000, fcharfen Stellung der Blätter auf Zuwiderhandlung oder auf eiferte, in die Liste der gemeingefährlichen Leute aufgenommen und Grundsteuer 7000, Schantsteuer 3000, zufammen etwa 200 000 m. Bergehen oder gar auf Verbrechen gegen die Reichsgefeßgebung. zu den Raubthieren gerechnet werden müßte. Schlimmer hätte sich nach Der Reingewinn beträgt etwa 3 Millionen, also zahlen sie Davon kann nicht die Rede sein. Ich könnte geltend allgemeiner Anschauung auch ein Sozialdemokrat nicht aussprechen an diesen Steuern bereits 6 pt., also dasselbe, was ein Mann machen, daß die Gemeindebesteuerung Sache der Einzeltönnen. In einer Versammlung hat Herr Luz den großfapitalistischen von 10 000-100 000 m. Einkommen in Sachfen zu zahlen hat. staaten ist und daher der Reichstag nicht der richtige Ort Unternehmern den Bernichtungskrieg angedroht. Siergegen ist nichts einzuwenden; das Vorgehen mit der zu solchen Beschwerden ist, aber ich will mich hinter In der sächsischen Kammer wurde die Frage weitergefponnen. Ümfassteuer ist aber nur zu verstehen, wenn man die diesem Ausweg nicht verstecken. Es ist meiner Regierung Dort war die Auferlegung einer Umfassteuer von 3 pet. ganze Politik der sächsischen Regierung gegen die Arbeiter im nur erwünscht, daß nicht nur die Interpellanten, sondern beantragt worden; das Ende der betreffenden Aktion war die Auge behält. Das Koalitionsrecht ist augenblicklich in Sachsen die weite Deffentlichkeit über den wahren Sachverhalt flar ist. Annahme des in der Interpellation zuerst erwähnten Beschlusses. völlig aufgehoben; das Wahlrecht ist den Arbeitern verkümmert, Der Beschluß der zweiten fächsischen Kammer, den Herr Bebel Ueber die Zulässigkeit einer solchen Umsatzsteuer ließ fich die bisher waren 15 Sozialdemokraten im Landtag, nach dem jezigen richtig sitirt hat, hat seine Vorgeschichte, aus der er allein richtig Regierung dahin aus, daß sie in der sächsischen Gewerbe- Wahlrecht kommt überhaupt kein Sozialdemokrat mehr in den verstanden werden kann. Es waren in dieser Sache Petitionen fteuer Gesetzgebung fein Hinderniß für den Antrag sehe. Landtag. Alles dies steht in einer Verbindung mit den Maß an den sächsischen Landtag gekommen, die einen wünschten eine Auf dem Wege der freien Interpretation" sei die Regierung regelungen der Konsumvereine. Alles wird aufgeboten, um diese Besteuerung der Konsumvereine, die anderen beklagten sich, daß zu dieser Auffaffung gekommen, erklärte später einer der Freunde mit Mühe und schwerer Arbeit ins Leben gerufenen Organi- die kapitalistischen Vereinigungen viel zu wenig zur Staats- und des Antrages in der Kammer. Weitere Aufklärung über diesen fationen der Arbeiter im Intereffe der Staatsraison zu unter- Gemeindesteuer herangezogen werden. Einige Abgeordnete Punkt ist nicht gegeben worden. Nach dem bestehenden drücken. Das Malheur ist, daß Sozialdemokraten nahmen sich der Sache an und stellten den Antrag, gesetzlich eine Reichsgesetz ist doch die sächsische Regierung an ihrer Spike stehen, das ist das Böse, darum dreiprozentige Umsatzsteuer einzuführen, und zwar als Sondergar nicht ohne weiteres in der Lage, eine müssen sie vernichtet werden! besteuerung, ohne Rücksicht auf die anderen Steuern, die folche Steuer einzuführen oder zuzulassen; Die Partei als solche steht den Konsumvereinen ganz neutral von diesen Vereinigungen zu zahlen seien. Damit sollte jedenfalls bestreite ich das auf das allerentschiedenfte. Man gegenüber. Wäre es so, wie die Antisemiten behaupten, daß diese nimmt auf§ 7 der Gewerbe- Ordnung bezug; aber der dortige Vereinsgründungen Produkte der Sozialdemokratie feien, bestimmt, Borbehalt trifft nicht die Einführung einer neuen, bei Erlaß der den kleinen Gewerbe- und Handelsstand zu zerstören, dann würden Gewerbe- Ordnung nicht vorhandenen Steuer. Auch gehen nach der wir doch die Parole ausgeben müssen: Gründet überall KonsumReichsverfassung Art. II die Reichsgesetze den Landesgesehen vor, und vereine! Davon ist keine Rede. Wir stehen noch heute auf dem feine Regierung darf Geseze erlassen, welche mit den Reichsgefeßen Standpunkt, den Lassalle in seinem offenen Antwortschreiben von in Widerspruch stehen. Auch das Genossenschaftsgesez giebt März 1863 entwickelte. Wenigstens ist der weitaus größte Theil feine Handhabe für solche Steuern und Umlagen. Unsere Auf- der Partei noch heute nicht gewillt, seine Mittel und Kräfte für fassung wird als die richtige auch durch die Verhandlung im folche Unternehmungen herzugeben. Lassalle schrieb damals, je preußischen Abgeordnetenhause im April dieses Jahres bezeugt. mehr die Arbeiter durch die Gründung von Konsumvereinen in Daselbst hat in der Kommission der General Steuerdirektor die Lage kommen ihre Lebensmittel billiger einkaufen zu können, ein Ausgleich zwischen dem eminenten Nußen, der dem Großtapital durch diese Veranstaltungen erwachse, und dem großen Schaden der Gewerbetreibenden und Kaufleute geschaffen werden. Nun wird es so dargestellt, als ob die sächsische Regierung nichts eiligeres zu thun gehabt hätte, als sich diesem Antrag freundlich aegenüberzustellen und den Konsumvereinen eins auszuwischen. Wie niedrig in objektivem Sinne denkt man doch von der fächsischen Regierung!( Lachen bei den Goz.) Die fächsische Regierung hat bei dieser Gelegenheit Licht und Schatten gleichmäßig vertheilt und sowohl den wirthschaftlichen Werth und die Bedeutung der Konfumvereine anerkannt, als auch auf der andern Seite die Auswüchse bezeichnet, die beseitigt werden müssen.(Redner verliest die diesbezüglichen Erklärungen der Negierung in der sächsischen Kammer.) Di« sächsische Regierung hat also keineswegs einen Vernichtungsseldzug gegen die Konsumvereine beabsichtigt, sondern Licht und Schatten sachgemäß vertheilt. Die Regierung hat nachgewiesen, daß es zur Besteuerung der Filialgeschäfte und Konsumvereine keines Gesetzes bedarf, sondern dieselbe der Autonomie der Geineinden unterliegt. Nach dem Beschluß der zweiten Kammer mußte die Regierung eine Verordnung an die Kreishauprmannfchaften erlassen, worin diese auigesordert wurden, sich darüber zu erklären, ob und in welcher Weise von diesem autonomen Rechte Gebrauch gemacht werde. Nach der Interpellation mußte es den Anschein gewinnen alZ wenn die Regierung die Kreishauptmannschaften und Ge meinden zur Einführung der Steuer anreizte. Das ist nicht der Fall, erfreulicherweise auch von den Interpellanten nicht be- hauptet worden. Die Verordnung an die Kreisdauptmaniischafteii wurde übrigens vom„Vorwärts" als ein geheimes Aktenstück bezeichnet, welches ein günstiger Wind aus den Redaktionstisch geweht habe. In Wirklichkeit war sie längst publizirt und lag im Druck vor. Die Regierung hat Keuntniß davon, daß die Amlshauplmannschaft Zwickau den Erlaß an die Gemeinden mit dem besonderen Hinweis aus die Konsumvereine mitgetheilt hat. Der Aintshauptmann von Chemnitz soll einen Gemeinde- rath direkt zur Besteuerung eines Konsumvereins aufgefordert haben, aber erfolglos. Sie sehen also, was es mit solchen Verfügungen auf sich hat.(Lachen bei den Sozialdemokraten.) Die Gemeinden können eben aus keinen Fall zu einem solchen Vorgehen gezwungen werden. Daß die eingeführte Sondev besteuerung mit der Gewerbc-Ordnung in Widerspruch steht, davon kann gar keine Rede sein. Was der Abg. Bebel für jene Behauptung angeführt hat, ist für die Frage völlig belanglos In s Ziffer 6 der Gewerbe-Ordnung ist gesagt, baß Staats- und Gemeinde-Abgabeu, welche gewerbesteuerartiger Natur sind, weiterhin unter das Landesrecht fallen, und nach der Auslegung des Begriffes„Abgabe" durch das Reichsgericht kann die Be- rechtigung des Vorgehens der Regierung nicht zweifelhaft sein. Die Auferlegung einer Abgabe, welche einem Konsumverein das Leben ausblasen würde, würde zwar nicht den, Buchstaben, aber dem Geiste der Gewerbe-Ordnung widersprechend sein. Daffelbe wird aber niemand von einer mäßigen Abgabe behaupten können.(Widerspruch bei den Sozialdemokraten.) Einige Konsum- vereine haben sich direkt und freiwillig dazu erboten, eine solche Abgabe von 2 pCt. zu tragen. Ein großer Theil der Aus- führungen des Abg. Bebel erledigt sich damit. Von einen, brutalen Vorgehen der Regierung darf also nicht gesprochen werden. Dem Beschluß des Gemeinderaths zu Burgstädt, 3 pCt. Umsatzsteuer aufzuerlegen, hat die Kreishauptmannschast die Bestätigung versagt; es ist Beschwerde an das Ministerium eingelegt worden, der Entscheid steht noch aus. Sie dürie» ver- sichert sein, daß er der Reichsgesetzgebung geben wird, was ihr gebührt, aber auch der Landes- Gesetzgebung vorbehalten wird, was dieser zusteht. Auf Antrag des Abg. Singer wird die Besprechung der Interpellation beschlossen. Abg. Fuchs(Z.): Solange es sich nicht um eine Prohibiliv steuer handelt, kann von einem Einbruch in die Reichs-Gesetz- gebung nicht die Rede sein. Diesen Standpunkt hat auch der preußische Generalsteuerdirektor eingenommen. In Preußen war thatsächlich von den Antragstellern eine solche Prohibilivsteuer in Aussicht genommen worden. Der Frage der Be- steuerung der Konsumvereine stehe ich durchaus sympathisch gegenüber. Die Zeit ist vorbei, wo man in diesen Vereine» eine gemeinnützige Einrichtung hatte. I» ihrer jetzigen Entwickelung bedeuten sie eine schwere Schädigung desMittel st andes und in ihrer kon« sequenten Entwickelung den Ruin desselben. Herr Bebel hat sich selber widersprochen. Einmal will er den Werth der Konsumvereine für die Arbeiter negiren, anderer- seits weist er uns ausführlich nach, wie schwer geschädigt der Arbeiter sei durch die Unterdrückung der Vereine. Ich bin mit Lassalle der Ansicht, daß in der Entwickelung dieses Konsum Vereinswesens kein Heil für den Arbeiter zu suche» ist. Die Höh« der Löhne hängt wesentlich ab von der Höhe der Lebens miltelpreise; gelänge es den Vereine», diese Preise berabzudrücken. so würde das seinen Einfluß auf die Höhe der Löhne nicht ver- fehlen. Daß das Zentrum die Interesse» der Arbeiter wirklich fördern will, brauche ich wohl nicht zu betheuer». Das Panier der Sozialreform wird von uns nach wie vor hochgehalten. Liegt hier bei dem Vorgeben der sächsischen Regierung ein« Tendenz oder ein« sozialpolitische Maßnahme vor? Wen» sich Herr Bebel über die Sache so aufregt, dann muß das doch seinen ander» Zweck haben. Die Konsumvereine haben durch ihre Organisation und ihren finanziellen Ertrag großen Werth für die Parteizwecke der Sozialdemokraten.(Widerspruch bei de» Sozialdemokraten.) Sie haben eben die Konsumvereine zu einem Kamvfmiltel in ihrem Klassenkampf gemacht. Aber du Frage der Besteuerung liegt auch für mich einigermaßen bedenklich Wenn man die Konsumvereine besteuert, wes- halb dann nicht die großkapitalistischen Be triebe, gegen welche sich die Resolution in erster Linie wendet. Das läßt mich allerdings aus Ten- denz schließen. Unzweifelhaft besteht der von Bebel geschilderte Entwicklungsprozeß und uttzweifelhast hat der Gang ver Entwicklung in den letzten Jahrzehnten eine» rapiden Charakter angenommen. In Köln habe» wir das große Waarenhaus Tietz, hinter welcher Firma 20 jüdische Großkapitalisten stehen. Diese Firma hat in der Mitte der Stadt ein Millionenhaus errichtet und geht jetzt auch mit der Gründung von Filialen vor. Da sieht man ganz deutlich den Weg zum Ruin des Mittelstandes. Das Geschäft Tietz hat 72 Filialen außerhalb, das Hamburger Engros-Geschäft 200, die Firma Schneider 3ö Filialen. Wir stehen vor einer Dezimirung des Mittelstandes, das haben die Zahlen des Abgeordneten Bebel aus der Statistik dar- oethan. Wollen wir dieser Entwickelung mit verschränkten Armen zusehen, dann treiben wir allmälig in den großen Kladderadatsch hinein. Können und sollen wir diese Entwickelung hemmen? Im Interesse der Gesammtheit sollen wir es. Der Mittelstand ist keine Kaste, sondern rekrutirt sich aus allen Ständen; alle Stände haben Interesse an seiner Erhaltung; noch viel mehr Interesse aber der Staat. Herr Bebel meint nun, wir können die Mittel nicht finden; ich meine ja und habe schon dem preußischen Ab- geordnetenhause«inen dahingehenden Gesetzentwurf vorgelegt. Um den Staat vor einer Katastrophe und die menschliche Gesell- schaft vor tiefem Schaden zu bewahren, m ü s s e n w i r zu einer Prohibitivbesteuerung dieser großkapitalisti- fchen Unternehmungen greifen. Der Staat muß die Erwerbsverhältnisse so regeln, daß das allgemeine Wohl erreicht wird, das Wohl möglichst breiter Schichten des Volkes. Die Großbetriebe müssen niedergehalten werden, dem Mittelstande muß Luft und Licht gelassen werden. Zum Mittel- stand gehören nur die selbständigen Existenzen, also nicht die Be- amte». Freilich wird darum diesozialeFragenicht S e l ö st. Das Gruudübel unserer Zeit ist der materlalistische Geist, as Schivinden des Glaubens an Gott und das Jenseits. Wenn der Genuß einziger Daseinszweck ist, wozu Geld, Geld und wieder Geld gehört, so erklärt stch die unglaubliche Jagd nach dein Geld, erklärt es stch, daß die Enterbten vor den Karren gespannt werden, um dem Reichen mehr Geld zu schassen, daß die Eni- erbten rasen vor Wuth und Verzweiflung, so daß das E»de fei» wird die soziale Revolution. Die Kirche allein kann die schwebenden Fragen lösen! Ich schließe, wenn auch etwas pathetisch, aber doch zutreffend: Oavosnt consules!(Beifall im Zentrum.) Abg. Stolle(Soz.): Wenn wir von dem sächsischen Ver- treter aus die Entscheidung des Ministeriums vertröstet«erden, so ist dieser Trost ein sehr prekärer, denn das Ministerium ent- scheidet hier in eigener Sache als Richter. Aus den Kammer- Verhandlungen geht hervor, daß die Regierung ganz im Wider- spruch mit dem Willen der Deputation und des Plenums ihre Verfügung an die nachgeordneten Behörden erlassen hat, soiveit die Besteuerung der Konsumvereine in Frage kommt. Die Deputation hat ausgesprochen, daß die Konsumvereine nicht besteuert werden sollten, die Regierung hat direkt durch die Kreishauptmannschaften dazu anregen lassen. Nun wird auch noch der Beweis versucht, daß die sächsischen Gemeinden das Recht besonderer Gewerbebesteuerung besitzen. Aber auch in dieser Frage hat die Regierung die bedeutendsten Juristen Sachsens g- gen sich. Es wird auf die revidirte Städte- und Landgemeinde- Ordnung für Sachsen verwiesen. Wo bleibt die Gleichheit vor dem Gesetz, wenn man dem Chemnitzer Konsumverein, der schon 15 000 M. Gemeindesteuer und 13 000 M. Einkommensteuer trägt, jetzt noch 90 000 M. Umsatzsteuer, also alles in allein nach dem Einkommen berechnet eine Steuer von SV pCt. aus erlege» kann? Es ist in der That eine„sehr freie Juter- prelation" der Städte- und Gemeiude-Ordnung, wenn mau die den Gemeinde» belassene Befugniß, im Wege des Umlage- regulativs überhaupt eine Gemeindesteuer zu erheben, in dieser Weise gegen die Genossenschaften niobil macht! Die Konsum- vereine, nicht aber die Detailgeschäste sind zur Steuer heran- gezogen worden; nur den Arbeiter hat man treffen wollen und hat ihn getroffen. Zu den Gemeindesteuern hat jedes Gemeinde Mitglied nach der Städie-Ordnung nur„verhältnißmäßig' beizutragen;— steht das im Einklang mit einer Umsatzsteuer von 3 pCt. gegen die Konsumvereine? Kraft der Gesetze Sachsens kann die Regierung nie und nimmer diese ungleichmäßige Steuer- belastung ins Leben treten lassen; das Vorgehen der Regierung ist also verfassungswidrig. In ausführlicher Weise widerlegt Redner dann die Kritik, welche die sächsische Regierung in ihrem Gutachten an den angeblichen Auswüchsen der Konsuuivereiue geübt hat. Dem Arbeiter wolle man, selbst mit ungesetzlichen Mitteln verwehren, was dem Großkapital selbstverständlich erlaubt sei, namentlich alle Chancen des Groß belriebes und Großvertriebes ausnützen zu können. Daß die Spesen des Großbetriebes geringer sind, wissen wir aus den Bilancen der großen Pariser Geschäftshäuser. Gewiß lönnte der Umsatz des Zivickauer Konsumvereins 25 kleinen Händlern eine auskömmliche Existenz gewähren, aber wo blieben dann die Interessen der 5000 Arbeiter, welche gegenwärtig den Vortheil von den Einrichtungen dieses Vereins haben? Für welchen Theil soll die Gesetzgebung sorgen? Keine der 22 oder 23 deutschen Regierungen ist so fanatisch gegen den Arbeiterstand eingenommen als die königlich sächsische!(Lebhafte Zustimmung links.) Wo srägt man in Sachsen noch nach der Reichs--Ge- werbe- Ordnung oder dem Koalitionsrecht! In Sachse» regiert ja nicht die Regierung, sondern die Geheime Obcrhofraths- Partei; daher die Ersäieinung, daß die Beschlüsse der sächsischen Kammer schließlich fast in ihr Gegentheil verkehrt erscheinen. Ich hoffe, daß die hunderttausende sächsischer Arbeiter geschützt werden gegen die ver- hängnißvollen Folgen dieser einseitigen, ungleichmäßigen, ungerechtfertigten Be- steuerung, daß der Reichstag sich zu einem entsprechenden Beschlüsse aufrafft! Sächsischer Geheimrath Dr. Fischer: Die Ausführungen des Vorredners bedürfen einiger Korrekturen. Ich habe schon vorhin e» klärt, daß die sächsische Regierung die Frage der Einführung einer Umsatzsteuer noch garnicht entschieden hat. Das ignorirt Herr Stolle völlig. Die Behauptung der einseitigen Besteuerung der Konsumvereine ist auf eine Verfügung der Amtshauptmann- schast Zivickau gestützt worden, welche ich nicht mit der Autorität der Regierung gedeckt Hab«. Gegen den Vorwurf, daß die Regierung nur die Arbeiter unterdrücken wolle, muß ich meine Regterung ebenso entschieden verwahren wie dagegen, daß in Sachsen eine Nebenregierung bestehen soll. Abg. Ziinuicrmaun(deutsch-soz. Reform-P.): Die sächsische Regierung ist thatsächlich keine grundsätzliche Gegnerin des Ge- nossenschafisivesens und auch wir find es nicht. Aber die Ans- wüchse des Genossenschaftswesens sind nirgends sogroß geworden, wie in Sachsen. Aus grund der Gewerbe-Ordnung kann kein Ziveifel sein, daß das Vorgehen der sächsischen Regierung be- rechligt ist; auch in Preußen hat man ja den gleichen Weg mit der Besteuerung des Schanlgewerbes, der Wanderlager u. s. w. beschritten. Mit dem„geheimen Aktenstück" hat der Vorwärts" blos wieder einmal sein Sensationsbedürfniß befriedigen wolle».(Widerspruch bei den Sozialdemokraten.') Die Konsumvereine verkaufen vielfach noch theurer als die kleinen Geschäfte, ein Bedürfniß für diese Einrichtung be- steht also in Sachsen überhaupt nicht. Die Gemeinden brauchen Ersatz für den Ausfall, den ihnen die Konsumvereine verursacht haben, denn sie haben eine ganze Menge Steuerzahler in Wegfall gebracht. In Dresden spricht man von einer Verlust- liste von 50 Firmen, welch« sich ausstellen lasse als Wirkung der verheerenden und vernichtenden Thätigkeit der Konsumvereine. Durch eine prozentuale Gewerbesteuer diesen Betrieben zu Leibe zu gehen, ist also einlach ein Gebot der ausgleichenden Ge- rechtigkeit. Trotz der Versicherung des Herrn Bebel ist die sozial- demokratische Presse die eifrigste Förderung der Konsumvereine. Nicht Mittel und Kräfte will die Sozialdemokratie hergeben für die Konsunivereine, nein, noch heraushole» wolle» Sie sie! (Heiterkeit, Lärm bei den Sozialdemokraten.) Der Abg. Wurm hat auch eine besondere Schrift für die Konsumvereine verfaßt. Thalsächlich haben auch Mitglieder und bekannte Führer der Partei solche Organisationen begründet. Sind die Lager- Halter nicht ihre Agitatoren?(Widerspruch bei den Sozial- demokraten.) Die Sozialdemokraten unterdrücke» gerade da, wo sie die Macht haben, die freie Meinung.(Lachen bei de» Sozialdemokraten.) Die AuSführiiiig der Sozial demo- kraten haben aber deshalb Anklang gefunden, weil das Unheil zum großen Theil von oben kommt. Die Waarenhäuser für Oifiziere und Beamte find ebenso zu verdammen wie die anderen Aue wüchse; sie erregen ganz in demselben Maße den Mißmuth weiter Kreise der Bevölkerung. Die Offizier- und Beamten-Waarenhäuser find keine Nothwendigkeit, O>fi«iere und Beamte bedürfen keiner Erziehung zur Sparsamkeit mehr.(Heiterkeit und Widerspruch.) Es muß aus dem Wege, der in Sachsen be- schritten worden ist. im ganzen Reiche vor- gegangen werden, biö wir zur prohibitiven Besteuerung kommen. Die unheimliche Ent- wickelung des Großkapitalismus muß verlang- amt werden. Eine progressive Umsatzsteuer ist das einzige Heilmittel. Der sächsischen Regie- r u n g und dem Landtage können wir für ihr Vor- gehen dankbar sein. Die Stärke Deutschlands liegt m seinem Mittelstande, und darum setzt hier die Sozialdemokratie den Bohrer an. Wer diese Gefahr ieht, muß mit aller Energie die kleinen und mittleren Existenzen leistungssähig zu erhalten streben. Es ist der Kampf zwischen zwei Weltanschauungen. Wir halten es für möglich und berechtigt, jener unheilvollen Entwickelung rechtzeitig durch !>eeignete Maßregeln zu begegnen; das ist unser Gegensatz zur Sozialdemokratie. Die deutsche Natur muß ihren Geist und ihren Willen einsetze», um im Interesse ihrer Eelbsterhaltung die Existenz des Mittelstandes z» sichern. Abg. Schneider(srs. Vp.): Die von dem Abg. Fuchs vor- geschlagene Maßregel der Prohibitivsteuer ist doch Nach seiner eigenen Darlegung durchaus ungeeignet, den beklagten Schäden abzuhelfen. Der angeblich bedrohte kleine Mittelstand kann ich ebenso gut durch Bildung von Genvssenschaiten helfen, wie es die Arbeiter durch die Konsumvereine gethan haben. *) Der„Vorwärts" hat unter genauer Angabe seiner Quell« den von einem anderen Blatt als geheimes Aktenstück veröffent- lichten Erlaß wiedergegeben. R. d.„V.". Statt dessen schreien Sie nach der Hilfe der Gesetzgebung und nach neuen Steuern, welche die unbequeme Konkurrenz todtmachen sollen. Was dem einen recht ist, soll dem andern billig sein. Es handelt sich für uns znnächfi um die Frage, ob die Kompetenz des Reiches oder des Einzelstaates vorliegt; wir hören heule nur ein von liqnst, die sächsische Regierung erwägt noch, was sie be- züglich der Umsatzsteuer thun wird. Der Begriff der Gewerbesteuer deckt sich unmöglich milder hier geplanten Umsatzsteuer. Herr Zinnner- mann scheint die Steuer nach der Summe der Existenzen bemessen zu wollen, welche durch die Konkurrenz des Konsumsvereins außer Brot gesetzt werden; ernstlich wird der Reichstag sich wohl nicht mit diesem Vorschlage beschäftigen. Abg. Hanstmann(südd. Vp.): Die lltechtsfrage spitzt sich zu auf die Auslegung der Worte„vorbehaltlich der in den Ge- meinden und Einzelstanten erhobenen Gemeindesteuern", in§ 7, Ziffer 6 der Gewerbe Ordnung. Hierauf allein kommt es an. Nach meiner Meinung war der Wille des Gesetzes nur der, daß alle diejenigen öffentlichen Lasten, welche den Namen einer Gewerbesteuer verdienen, zugelassen bleiben sollten, andere nicht. zunächst also diejenigen, welche sich als Gewerbeftenern bezeichnen. Damit erhebt sich die Frage, ob es nicht gegen Wortlaut und Sinn des Gesetzes verstößt, wenn man einzelne Gewerbe oder gar innerhalb eines einzelnen Gewerbes einzelne Gewerbe- treibende herausnimmt.(Sehr richtig! links.') Gerade„Sonder- steuern" hat man damals unter allen Umständen ausschließen wollen. Prohibitivsteuer» sind nach allgemeiner Meinung verboten. Damit ergiebt sich die Frage: Ist das, was in Sachsen eingeführt ist, eine solche Steuer? Nach dem, was Abg. Bebel ausgeführt hat. scheint es so. Bei dieser Sachlage bedauere ich. daß der Vertreter der Reichs- regierung sich die Sache so leicht gemacht hat.(Zustimmung links.) Die Regierung halte anszusprechen, welche Interessen die überwiegenden seien, die der Konsumvereine oder der anderen großkapitalistischen Vereinigungen und Unternehmungen; indem Sie sich dieser Entscheidung entziehen, lassen Sie all dem Neid und all der Mißgunst gegen die letzteren weiter die Zügel schießen. Die Antisemiten dagegen bringen es bei ihrem Sturmlauf gegen das Großkapital nicht iveiter, als daß sie die nützliche Form der Selbsthilfe in den Ver- einigungen derKleinen und Klein st en zerstören. Derselben Uebertreibung machte sich der Z e n t r u m s- redner schnldig und zugleich eines Verstoßes gegen sein eigenes Programm, welches doch ans die Be- seitigung, auf die Ausrottung des Zivischen- Handels gerichtet ist. Niemand kann wünschen, daß der wirtbschaftliche Entwickelungsgang aufgehalten werde, der die menschliche Arbeitskraft in immer geringerem Maße erforderlich macht; dieser Entwickelungsgang ist ei» gesunder und würde ungesund nur sein, wenn Hand in Hand mit dieser Ent- Wickelung ein Rückgang im Wohlstand einträte. Das ist in der That nicht der Fall. Man möge doch nicht de» Fehler begeben, hier an diesem Punkte, wo sich gerade Anknüpfungspunkte mit dem Arbeiterstande für die übrigen Klassen der Bevölkerung bieten, dieser Entwickelung entgegenzutreten. Abg. Wurm(Soz.) erhält kurz vor 3 Uhr noch das Wort. Er führt aus, daß die Behauptungen des Abgeordneten Zimmermann bezüglich der Geschäftsführung und der politischen Tendenz der Konsumvereine in Sachsen zum größten Tbeil ohne thatsächlichen Inhalt sind. Der Brief aus Chemnitz besage gar nichts. Die Heranziehung einzelner Gewerbetreibender zu einer„Sonder- besteuerung" bleibt eine ungerechte und zudem ungesetzliche Maß- regel. Die Verlheidigirng des Verfahrens der sächsischen Re- gierung durch ihren Vertreter fei sehr lahm ausgefallen. Er leugnete, daß die Regierung den Konsumvereinen feindlich gegenüberstehe. Die sächsischen Militärvereine haben doch ihre Mitglieder zum Austritt aus den Konsumvereinen gezwungen. Allerdings ist darüber auch dieser oder jener Militärverein in Stücke gegangen. Im Reichstag sprechen die Antisemiten davon, daß sie das Großkapital überhaupt be- kämpfen; draußen iin Lande hört man es nicht so denilich; da wird nur gegen die Konsumvereine geeifert, welche hundert- tausend« von selbständigen Existenzen vernichten. Die Behauptung ist auch eine ungeheuere Uebertretung. Wenn Sie die Konsumvereine zerstören, wird auch nicht ein einziger kleiner Krämer den Bortheil haben, das Großkapital wird sich ver Sache bemächtigen. Damit schließt die Besprechung. In persönlicher Bemerkung kündigt Abg. Bebel an. daß die Sozialdemokraten die Angelegenheit durch einen besonderen Antrag wieder aufnehmen werden. Schluß Vl7 Uhr. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. (Justizgesetz-Novelle.) BundeSrath. In der gestrigen Sitzung wurde die Vorlage betreffend die Aufhebung des Branntweinsteuer-Grenzbezirks gegen Luxemburg durch Kenntnißnahme erledigt. Dem Entwurf von AnsführungSbestimmungen zur Gewerbe-Ordnung wurde die Zustimmung ertheilt. Die sozialdemokratische Partei beschloß in ihrer Fraktions- sitzung am Donnerstag Abend, von ihren Initiativanträgen die Resolution betreffend den Achtstundentag an erste Stelle zu setzen. Zu Rednern wurden Legten und Fischer ernannt. Der Etat für den Reichstag ist jetzt nachträglich ein- gegangen. Bei den„Besoldungen" werden zwei Stellen für Stenographen mit je 3000 M. neu gefordert, da sich die An- stellnng von zwei älteren und erfahrenen Reichstags- Stenographen als ein nicht abzuweisendes dringendes Bedürfniß herausgestellt hat. Gegenwärtig sind neben drei etatsmäßigen Beamten dieser Klaffe 11 Diälare beschäftigt. Ferner ist sür die sehr umfangreichen Heizungs-, VenlilationS- und sonstigen niaschinellen Einrichtungen im Reichstagsgebände die Anstellung eines akademisch gebildeten Technikers mit einer Besoldung von 2400—5400 M. beabsichtigt. In der umfangreichen Bibliothek soll statt eines Assistenten noch ein dritter Bibliothekar angestellt werden. Im ganzen verursacht der Reichstag eine Ausgabe von 658 190 M., gegen das Borjahr um 3330 M. mehr.—- Fordernnaen für die Kolonien. Dem Reichstage wird noch ein Nachtiagselat zugehe», in dem die Mittel für die Uedernahme der Landeshoheit über Neu- Guinea auf das Reich gefordert werden. Nachdem der Reichstag im ersten Theile dieser Session diese Forderung mit überwiegender Mehrheit abgelehnt hat, wird die Forderung diesmal kaum mehr Aussicht auf Annahme haben. In diesem ziveiten Nachtrags- etat dürfte wahrscheinlich auch eine Forderung für eine Landungs- brücke in Togo enthalten sein, für die stch der Kolonialrath ans- gesprochen hat, nachdem Geheimrath Kayser erklärt hatte, daß auch ein Babnban zu stände kommen werde, vielleicht sogar ohne Reichszuschuß. Dem Abgeordnetenhanse ist die U e b e r s i ch t der von der Staatsregierung gefaßten Entschließungen auf Anträge und Resolutionen des Hauses aus der Session vom 15. Januar bis 20. Juni 1396 zugegangen. Ter Antrag Langerhans betreffend die. Aufhebung der vielbesprochene» Visitation s- und Kon' siftorial-Ordnung des Kurfürsten Johann George vom Jahre 1573" und der„Flecken-, Dorf- und Acker-Ordnung" vom 16. Dezember 1702 findet nach der„Bolks-Zlg." im Abgeordnelenhause eine solche Zustimmung, daß seine Annahme mit ziemlicher Gewißheit zu erwarte» steht. Außer der sreisinnigen Volkspartei und der frei- sinnigen Vereinigung werden nach dem, was die„Volks-Ztg." darüber aus parlamentarische» Kreisen hört, für den Antrag nicht blos die Nationalliberalen, sondern ebenso auch das Der Hamburger HafenarbeiterStreik Kommunales. Der Stadtverordnete Singer hat in dem Ausschuß, welcher zur Vorberathung der vom Magistrat beantragten Reorganisation der Armenpflege( versuchsweise Errichtung von zwei Armenämtern in dem Umfange der Standesamtsbezirke) eingefeßt ift. folgende Anträge gestellt, die am nächsten Sonnabend zur Berathung gelangen werden: Der Ausschuß wolle beschließen: 1. In dem Beschlußantrage der Magiftratsvorlage Beile 3 statt der Worte spätestens am 1. Oftober 1897" Die 28orte spätestens am 1. April 1897" zu setzen. Den Arbeitern Berlins zur Beachtung, daß müffen", 3. B. beim Geräthewechsel im Hauptdepot, bei plöblichem Zentrum und die Polen stimmen, so daß damit schon die das Arbeitsnachweis Bureau von Marschall, starten Regen u. s. w. Aber auch sie sind angeblich unbedeutend, Majorität gegeben wäre. Wie die Freikonservativen sich stellen werden, ist mit Sicherheit noch nicht zu sagen, indeß herrscht auch Invalidenstraße, Seute für Hamburg anwirbt. wenn es auch wirklich dann und wann vorkommen fann, daß Leute, welche vielleicht kaum ihren Dienst beendeten, aufs neue in bei ihnen die Meinung vor, daß so veraltete und für unsere Zeit Sorge jeder organisirte Arbeiter Berlins dafür, daß sich die In- ihren Bezirk eilen müssen." Die Direktion hat einen kleinen Fonds und Verhältnisse gar nicht mehr gerechtfertigte Bestimmungen, differenten nicht nach Hamburg oder den übrigen Hafenftädten zu Zulagen für besondere Arbeiten, meint aber, es würde selbstwie sie in jenen Ordnungen niedergelegt sind, teinenfalls weiter verlocken lassen. verständlich nicht angängig sein, wenn den ohnehin günstig aufrecht erhalten werden können. Ob sie sich aber dem Antrag gestellten Arbeitern jede etwa vorkommende besondere Dienstohne weiteres anschließen werden, scheint nach dem, wie sich In Bremen beträgt, nach Angabe der Bremer Bürgerztg.", leistung noch besonders bezahlt werden müßte." Die Arbeiter namhafte Mitglieder der Freikonservativen vorläufig zur Sache die Gesammtzahl der Streifenden bis jetzt über 800, worunter feien daran gewöhnt, jede ihnen etwa gewährte Lohnzulage als äußern, allerdings zweifelhaft zu sein. Wahrscheinlicher ist es 400 Arbeiter der Lagerhaus- Gesellschaft. Gefordert wird: Erhöhung eine ganz freiwillige Anerkennung ihrer Leistungen anzusehen und vielmehr, daß sie mit gewissen Bedingungen, unter denen die des jezigen Tagelohns von 3 M. auf 3,50 M., Verkürzung der zu schätzen." Diese Bemühungen, die Straßenreinigungs- Arbeiter Aufhebung erfolgen müßte, tommen werden, Bedingungen, bei Arbeitszeit im Sommer um eine Stunde und Verlegung derselben als auskömmlich bezahlt und mit ihrem Lohne zufrieden hin benen eine Abfindungssumme" an die Kirche zu gewähren sein im Winter auf die Zeit von früh 6 bis abends 6 Uhr. Bisher zustellen, find so auffällig, daß man schon deshalb das Gegentheil würde. Eine derartige Regelung der ganzen Angelegenheit war die Arbeitszeit im Sommer von 6-7, im Winter von 7 bis annehmen müßte. liegt bekanntlich auch in den Wünschen der tirchlichen Kreise, 7 Uhr. Die Lagerhaus- Gesellschaft sucht Streitbrecher zum Tagewie dies bereits wiederholt zum Ausdruck gebracht worden ist. lohn von 3,30 M. bei der bisherigen Arbeitszeit. Die Krahn- Gegen die Sonntagsruhe an den beiden Sonntagen Was die konservative Partei betrifft, so wird auch sie aller führer der Lagerhaus- Gesellschaft beschlossen in einer Ver- vor Weihnachten, die ohnehin schon eine rücksichtsvolle Gre Voraussicht nach in diesem Sinne Stellung nehmen, andernfalls fammlung einstimmig, so lange die Arbeit ruhen zu lassen, weiterung gegen andere Sonntage erfahren hat, wird wieder aber den Antrag Langerhans sicherlich ablehnen. bis die Forderungen der Schuppenarbeiter bewilligt find; weiter einmal Sturm gelaufen, wie in Berlin, so in anderen Städten, erklärten sie die bestehende Lohnkommission als die zur Regelung wie im schwarzweißen Preußenlande so in anderen deutschen Lehrerbesoldungs- Gesek. Die freikonservative der ganzen Angelegenheit einzig kompetente Körperschaft. Die Vaterländern. Die Wünsche der Sonntagsstürmer gehen dahit, Fraktion des Abgeordnetenhauses beschloß, beim Lehrerbefoldungs- Hafenarbeiter Bremerhavens stellten ebenfalls Forderungen. daß im Interesse der Detaillisten" die Geschäfte an beiden Soun Gesetz für eine Erhöhung des Anfangsgehalts auf 1000 M. zu tagen vor Weihnachten und zum Ueberflusse auch am Sonntag wirken, wozu die Mittel nöthigenfalls durch eine entsprechende Die Hafenarbeiter Lübecks beschlossen, Arbeit auf dem an- vor Neujahr bis 10 Uhr abends geöffnet bleiben dürfen. In Berlin Kürzung bei den Hilfslehrerstellen aufgebracht werden sollen. gekündigten Hamburger Kohlendampfer Ludwig Possebl" nicht hat der Zentral Ausschuß faufmännischer, gewerblicher und zu verrichten und den ausständigen Hamburger Kameraden über- induftieller Vereine eine entsprechende Eingabe an das Bolizei haupt mit allen gefeßlichen Mitteln beizustehen. Daß die Lübecker paäsidium gerichtet. Im Interesse der Detaillisten! Nun wohl, die Arbeit niederlegen würden, wird vom dortigen Gewährs: ſie ſind nicht auf Rosen gebettet, die Detaillisten, und viele von mann des Hamb. Korr." als ausgeschlossen erklärt; an einen ihnen führen einen harten Kampf ums Dasein. Es geht ihnen Ausstand sei nicht zu denken. wie den Handwerkern, das Großtapital macht sie alle todt. Sie einem gewinnt fortgesetzt an Ausdehnung. Unser Korrespondent be= ihre Rettung von Auch die franzöfifchen Hafenarbeiter üben die Pflicht der erwarten guten Weihnachts richtet darüber vom Donnerstag: Die Zahl der Streifenden be- Solidarität. In Havre verweigerten sie den Hamburger gefchäft, nicht zum mindesten von dem filbernen" und trägt heute Morgen über 12 000 Mann. Der Bewegung Dampfern die Arbeit; das Schiff„ California" vermochte infolge dem goldenen" Sonntage, obgleich fie in dieser Beziehung gehören jegt an sämmtliche Schauerlente von Ham dessen seine Ladung nicht zu kompletiren. von Jahr zu Jahr eine größere Enttäuschung erfahren. And burg Altona, sämmtliche Ewerführer, Roblenin diesem Jahre wird es nicht beffer, wohl eher noch schlechter arbeiter, Rorn Attordarbeiter und Kesselreiniger, werden. Nur die breite Masse der Bevölkerung, die sogenannten ein Theil der Quai- Arbeiter, Seeleute, Krahn,, kleinen Leute" können die betreffenden Sonntage versilbern" führer und Stauervice. Heute Abend wird es sich entoder vergolden". Die wirthschaftlichen Verhältnisse sind aber scheiden, ob sämmtliche Quai Arbeiter, die Speicher feineswegs hierzu angethan. Die Arbeitsnoth ist unter der ars arbeiter und Maschinisten der Bewegung beitreten beitenden Bevölkerung eine große, und hat der Arbeiter teine Der Beitritt der letteren Arbeiterkategorie ist Arbeit, so hat er auch kein Geld. Und hat der Arbeiter.ein fehr wichtig. Streitbrecher haben sich bisher etwa 100 Mann Geld, so zerplagt das Luftschloß von dem filbernen" und wie goldenen" Sonntage und gefunden. Eine größere Anzahl Arbeiter, die sich von fremden eine Seifenblase die Hafenplätzen haben nach Hamburg locken lassen, find gestern Detaillisten können ihre Geschäfte so lange offen halten, wie sie Nachmittag und Abend und heute Morgen ohne Ausnahme wollen, die erhofften Erfolge werden doch ausbleiben. Ueberdies wieder abgereift. Gestern Nachmittag wurde von feiten vergeffen fie ganz, daß die großen Bazare ihnen den größten der Staner das Gerücht eifrig folportirt, in Bergedorf feien Theil der Kundschaft fortnehmen und daß für sie nur wenig 500 Italiener eingetroffen. Sofortige Ermittelungen der 2. Der Magistratsvorlage folgenden Zusatz zu geben: übrig bleibt. Sollte dem Gesuche um Verlängerung der Geschäfts Streiffommission ergaben, daß die Nachricht erfunden Gleichzeitig ersucht die Versammlung den Magiftrat um zeit stattgegeben werden, so würden die großen Bazare davon war. Polizei- Intermezzi find in Hamburg faft gar nicht eine Vorlage zur Herbeiführung eines Gemeindebeschlusses, wo- den Vortheil, die Detailliften aber doch nur das Nachsehen vorgekommen. Die Streifenden bewahren aber auch eine nach für jede Armenfommission eine Anzahl weiblicher Mit haben. Im Interesse der vielgeplagten taufmännischen Hilfs. geradezu musterhafte Haltung. G3 finden teine glieder von der Stadtverordneten Versammlung zu wählen arbeiter und Arbeiterinnen muß gegen die geforderte Verlängerung Ansammlungen auf den Straßen statt und die ausgestellten Posten sind." der Geschäftszeit entschieden protestirt werden. find äußerst vorsichtig und ruhig. Jeden Morgen wird, wie der Vorwärts" schon mittheilte, eine Versammlung der Aus farten. Die brandenburgische Gewerbetammer ständigen abgehalten. Die Nachricht, daß auch die Kieler Hafenbeschloß, der„ N. A. 3." zufolge, in Sachen der Beschränkung arbeiter den Streit erklärt haben, wurde mit begeistertem der Arbeiter Gifenbahn Rückfahrtskarten: Durch die Ausgabe Bravo von der heutigen Versammlung aufgenommen, wie denn der Arbeiter Rückfahrtskarten auf eine Entfernung bis zu die Ausständigen überhaupt voller Begeisterung sind. Natürlich 90 Kilometer von Berlin werden die Interessen der Land. stehen die bürgerlichen Zeitungen und Kreise Hamburgs dem Aus- 4. Der Versammlung folgende Resolution zur Annahme zu wirthschaft in der Provinz Brandenburg erheblich ge= stand, der immer größere Dimensionen anzunehmen droht, entschieden empfehlen: fchädigt Die Begrenzung der Rückfahrtskarten auf den feindlich gegenüber. Fortwährend wird in den Spalten der Die Versammlung ersucht den Magiftrat, mit ihr in ge- Vorortverkehr erscheint ausreichend." Für diesen Antrag stimmte Beitungen( redaktionellem Theil) mit Einstellung fremder Arbeiter mischter Deputation darüber zu berathen, ob und in wie weit es auch der größte Theil der Mitglieder der Abtheilung für die gedroht und den Ausständigen ins Gewiffen geredet, nicht großes nothwendig erscheine, eine Erhöhung der von der Armen- Ver Industrie, die ursprünglich einen divergirenden Standpunkt ein Unglück" über die Vaterstadt zu bringen. Sollten die Quai- waltung gezahlten Baarunterstützungen vorzunehmen." genommen hatte, Warum verlangen die Ostelbier nicht, daß und Speicherarbeiter und die Maschinisten heute Abend den Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung allen Personen, die nicht ein Einkommen von mindestens 1500 m. Streit beschließen, so wird die Zahl der Ausständigen ungefähr zur Vorberathung der Magistratsvorschläge wegen Aufhebung versteuern, das Fahren auf der Eisenbahn bei Buchthausstrafe 17 bis 18 000 Mann betragen. der Bauplatzsteuer, Erweiterung der Umsatzsteuer und Ab- verboten werde? Gine gleiche Strafe follte für jeden LandEine Wolff'sche Depesche vom Donnerstag Morgen änderung der Steuerordnungen, hielt Mittwoch Abend unter Vorsitz arbeiter festgesetzt werden, der Neigung zeigt, sich aus dem Bemeldet: Gestern wurde auf 27 Dampfern und auf einem Segel des Stadtverordneten Justizrath Meyer in Anwesenheit der reiche der Peitsche seines Gutsherrn zu entfernen. Schiffe gearbeitet( fonft auf 100 Schiffen und mehr. H. d. V.) Von Magistratskommissare Kämmerer Maaß und der Stadträthe Hirse- Der Berliner Lehrerverein hat in seiner legten Sigung Schweden und England trafen mehrere Dampfer mit Arbeitern ein. forn und Wilde eine mehrstündige Sigung ab. Zu den Magifirats- in einer Resolution Stellung genommen gegen die kürzlich hatt Durch den Ausstand der Ewerführer ist das Heranbringen der anträgen waren folgende Abänderungsanträge gestellt worden: I. den gefundene Wahl eines Bürgerdeputirten in die Schuldeputation. Waaren an die Schiffe sehr erschwert; auch fehlen Leichterfahrzeuge, Magistrat aufzufordern, der Bersammlung eine neue Gemeindes, uns wird zu der Angelegenheit aus Lehrerkreisen geschrieben: die jetzt von Riel und anderen Orten beschafft werden. Der Grund- und Gebäudesteuerordnung vorzulegen, die alles städtische Der Lehrerverein hatte bereits im Jahre 1894 an die StadtRhederei- Berein fordert die Kaufleute auf, wegen des Ausstandes Areal nach Lagellaffen auf Grundlage des periodisch festzustellenden verordneten- Versammlung die in jeder Beziehung gerechtfertigte der Ewerführer die an den Quais lagernden Waaren schleunigft Durchschnittswerthes zu einem zu bestimmenden Normalfate, alle Petition gerichtet, daß bei zukünftigen Wahlen in die Schuldurch Rollfuhrwerk abholen zu laffen. Nach hier vorliegenden Gebäude und sonstigen Nutzungen nach dem jährlichen Nutzungs- deputation auch ein Gemeindeschullehrer gewählt werden Meldungen find in Bremen außer den Arbeitern der Lagerhaus- werthe besteuert. II. Den Magiftrat um eine Vorlage zu solle. Da die Stadtverordneten Versammlung ihr EinGesellschaft sämmtliche Hafenarbeiter ausständig; in ersuchen zur Herbeiführung eines Gemeindebeschlusses, durch verständniß biermit erklärt hatte, glaubten die Lehrer Riel werden die Schauerleute morgen die Arbeit nieder- den, unter Aufhebung der jezigen geltenden Gemeinde um so zuversichtlicher, um so zuversichtlicher, daß bei der in diesen Tagen Tegen. grundsteuer, gemäß§ 25 des Rommunalabgaben Gesetzes stattgefundenen Wahl eines Bürgerdeputirten der frühere langvom 14. Juli 1893 Unter der Hafenbevölkerung ist ein von Tom Mann in Stadt Berlin eingeführt wird, deren Umlegung nach dem der sich durchaus des Vertrauens der Berliner Lehrerschaft er eine Gemeindegrundsteuer für die jährige Vorsitzende des deutschen Lehrervereins", Lehrer Gallee, London, dem Vorsitzenden des Internationalen Verbandes der gemeinen Werth der bebauten und unbebauten Grundstücke freut, gewählt werden würde. Die Majorität bat jedoch einen Hafenarbeiter, unterzeichnetes, vom 24. November datirtes Flug zu erfolgen hat. III. Die Bauplatzsteuer wird nur von den Apotheker gewählt, da, wie bürgerliche Blätter begütigend blatt in vielen Tausenden von Exemplaren verbreitet worden, fenigen unbebauten Grundstücken erhoben, für die nach dem schreiben, die gegenwärtig vakante Stelle eines Bürgerdas folgendermaßen lautet: 1. April 1895 Baufluchtlinien festgesetzt sind. Die Rückzahlung deputirten ein An die Hafenarbeiter Hamburgs. Arbeitskollegen! Ju bereits entrichteter Bauplatzsteuer- Beträge für Grundstücke, deren äußere Schulangelegenheiten umfaßt, au dessen wahr. umfassendes Dezernat, Inspektion fiber folge der Umstände haben zur Zeit 10 000 Arbeiter die Arbeit Fluchtlinien vor dem 1. April festgesetzt sind, erfolgt auch dann, nehmung man nicht ausreichend freie Beit im Hafen eingestellt. Die gerechten und bescheidenen Forde: wenn gegen die Beranlagung nicht rechtzeitig Einspruch erhoben bei Lehrer Gallee voraussette." rungen derselben find: Anstatt 4,20 Mark Lohn, 5 Mart ist, sobald die bezüglichen Grundstücks befizer bis 1. Januar gründung Diese Be als nicht gut alberner sein, für einen Arbeitstag von 10 Stunden, und für die Macht 1897 die Rückzahlung beantragen. Alle diese Anträge wurden Höchstwahrscheinlich dürfte ein Lehrer für derartige wichtige fie ift. von 8 Stunden Arbeit 6 Mark anstatt 5,40 Mart, und ebenso wie folgende Erklärung abgelehnt: Die Versammlung er- Sachen ebenso viel freie Zeit haben wie ein Apotheker. Und sollte denselben Lohn für Sonntagsarbeit. Der Unterzeichnete wurde fucht den Magistrat, mit der Staatsregierung darüber in Ver- Gallee wirklich etwas weniger Zeit haben, so wird ihm als alten durch den Vorstand der Internationalen Föderation, mit welcher handlung zu treten, ob und in welcher Weise sich durch eine Ab- bewährten Fachmann die Erledigung der schultechnischen Ges der Vorstand des Deutschen Hafenarbeiter Verbandes sich in änderung des Kommunalabgaben- Gesetzes ein Ersatz für die aus fchäfte weit rascher und weit besser von der Hand gehen als ständiger schriftlicher Berbindung befand, autorifirt, die ob- rechtlichen und thatsächlichen Gründen für die Stadtgemeinde un einem Apotheker. Die Lehrerfreundlichkeit des Liberalismus iſt walten Verhältniffe zu untersuchen. Nachdem dies von mir mögliche Bauplatzsteuer des§ 27 Abs. 2 des genannten Gesetzes dadurch den Lehrern wieder recht unzweideutig klar gemacht geschehen, tann ich sämmtlichen Branchen der Hamburger schaffen läßt. Dagegen wurden die Anträge des Magistrats un- worden. Die scharfe Abfuhr, die der Begründer der Resolution, Safenarbeiter nur rathen, gemeinsame Sache zu machen verändert angenommen. und die Arbeit so lange ruhen zu laffen, bis sämmt= Lehrer Fechner, dem Liberalismus zu theil werden ließ, war daher wohl verdient und läßt erwarten, daß die Lehrer, wenigstens die großstädtischen doch allmälig immer mehr zu der Einficht von der Unfruchtbarkeit des Liberalismus tommen. In der einstimmig angenommenen Resolution heißt es zum Schluffe: Die Mitglieder des Berliner Lehrervereins bedauern es aufs tiefste, daß durch diese Wahl, die im Interesse der Schule und des Lehrerstandes erhobene und allseitig als berechtigt anerkannte Forderung auf Vertretung in der städtischen Schuldeputation wiederum nicht berücksichtigt worden ist. Sie empfinden das ablehnende Verhalten seitens der Mehrheit der Stadtverordneten. Versammlung umso peinlicher als sie darin eine völlig ungerechte Burücksetzung der Gemeindeschullehrer erblicken müssen." 3. In dem Beschluß betr. die ,, Errichtung von Armenämtern" Reaktionärer Kampf gegen die Arbeiter Rückfahrts: folgende Aenderungen vorzunehmen: = a) In Nummer 4 Absatz 1 Zeile 4 statt Armenkommiffions: Borsteher" zu sehen ,, Armenkommiffions Mitglieder". b) Jm Absatz 2 Beile 2 derfelben Nummer die Worte wegen Unwürdigkeit" zu streichen. " " Tokales. auch Lohn = für Sonnund fann = liche Forderungen bewilligt find. Ich versichere Euch, daß, falls es nothwendig werden follte, die Kollegen in Antwerpen, Rotterdam, Chriftiania, Gothenburg und in den englischen Hafenplägen völlig vorbereitet sind, Euch zu Hilfe zu Tie Lohn und Arbeitsverhältniffe der Straßentommen. 5000 Mann sind während der letzten Woche der Ge- reinigungs- Arbeiter werden, obwohl für das nächste Jahr eine wertschaft beigetreten. Dies ist die beste Gelegenheit für Euch, fleine Aufbesserung der Löhne beabsichtigt sein soll, also vervielleicht auf Jahre hinaus, eine Lohnerhöhung durchzufeßen. muthlich auch als nothwendig angesehen wird, in dem neuesten Saltet feft zusammen und der Sieg ift Euch sicher! Jene Nicht Verwaltungsbericht über die Straßenreinigung wieder als durch Union- Seeleute und Feuerleute auf einigen britischen Schiffen, aus günstige dargestellt. Gegenwärtig erhalten Borarbeiter 8,75 W., welche ihre Männlichkeit so weit vergessen haben, daß sie zu Verräthern Arbeiter 1. Klasse 3,25 M., Arbeiter 2. Klaffe 2,75 M., Burfchen 1,60 an ihrer Klasse wurden, fordere ich im Namen ihrer Landsleute auf, pro Tag. Dazu bemerkt der Bericht, daß diese Löhne, nicht nur den fofort derartige gemeine Brattiten zu unterlassen. Unseren hiesigen Verhältnissen entsprechen, sondern über den behördlich deutschen Kollegen versichere ich, daß 90 p& t. der britischen Ar- festgesetzten ortsüblichen Tagelohn nicht unerheblich hinausgehen," Straßen beiter erfreut sind über den Vorstoß der Hamburger Arbeiter für vergißt jedoch, hervorzuheben, daß bei der Das Defizit der Gewerbe- Ausstellung wird voraussichtlich die Sache der Gewerkschaftsbewegung und denselben in ihrem reinigung vorwiegend verheirathete Leute beschäftigt werden, noch zu vielfachen Erörterungen Anlaß geben. Wie ein hiesiges Rampfe zur Seite stehen werden. Das Geschäft geht zur Beit die mit dem ortsüblichen" Lohn nicht bestehen könnten. feineswegs ohne weiteres in ihr Schicksal ergeben. Sie verlangen Blatt mittheilt, wollen sich nämlich die Garantiefondszeichner gut, die Löhne dagegen find schlecht; die Löhne müssen erhöht Auf die sonstigen, den Arbeitern gewährten Vortheile Geräth, nach dem Wortlaut des von ihnen unterzeichneten Garantiescheines werden und jetzt ist die rechte Beit, es in Hamburg zu voll-( Dienstkleidung, bringen. Möge jeder Mann der Gewertschaft beitreten und der Festtage, besonders Kranken- und eventuell auch Invaliditätsgeld zunächst Erstattung der Schlußrechnung und wollen erst, nachdem felben treu bleiben und dadurch die Sache der Arbeiter in der neben dem gefeßlichen) wird in dem Bericht mit Nachdruck hin- diefelbe von ihnen geprüft und anerkannt ist, ihren Verganzen Welt fördern." gewiesen. Das entgegengesetzte Beifahren wird andererseits bei Pflichtungen nachkommen. Namentlich auch verlangen sie AusDie Arbeiter des Staatstais haben ihren Arbeitsaus- ben Mittheilungen über die geforderte Arbeitsleistung ein- funft darüber, was zur endgiltigen Begleichung des Defizits noch geschehen solle. schuß beauftragt, der Direktion folgende Forderungen zu untergeschlagen. Hier bemüht man sich, nachzuweisen, daß im allge breiten: Die Arbeitszeit beträgt pro Tag 10 Stunden und der bauer als eine 8 stündige bezeichnet werden kann." Die regel- lung des Vereins der Saalbesiber von Berlin zur Sprache. meinen bei den regelmäßigen Reinigungsarbeiten die Arbeits- Die Verfrommung Berlins fam in der letzten Verfamme Lohn für feste Arbeiter, Hilfsarbeiter, Wächter und Pförtner pro mäßigen Arbeiten dauern von 12 Uhr nachts bis 8 Uhr morgens, Hauptsächlich wurde über die ungleichmäßige Handhabung der Tag und 10 Stunden 4,50 M. Nachtarbeit bis 12 Uhr wird mit einschl. Stunde Frühstückspause, bei normalem Wetter oder Versammlungs- Verordnung geklagt. Während die Polizei auf 60 Pf. und von 12 bis 4 Uhr mit 75 Pf. pro Stunde bezahlt. wenn nicht besondere Umstände eintreten." Am Tage dauert der der Berliner Bockbrauerei ein Konzert gestattete, wurde dent Länger wie bis 4 Uhr nachts darf niemand zur Arbeit gezwungen Dienst von 7-7 oder auch von 8-8, einschl. 3 Stunden für Früh- Dekonomen der Tivolibrauerei, welche zu einem anderen Polizeistück, Mittag und Vesper, sodaß auch hier nur höchstens 9 Stunden revier gehört, dies nicht erlaubt. Im Feuerstein'schen Saale in Auf die( in gestriger Nummer mitgetheilten) Forderungen uno, wenn man den kürzeren Dienst der Sonn- und der Alten Jakobstraße war einem Vereine die Veranstaltung eines der Seeleute haben die Rheder ablehnend geantwortet. Eine Festtage berücksichtigt, nach Angabe des Berichts im allgemeinen" Theater- Bergnügens genehmigt, wogegen einem anderen Vereine, start besuchte Seemannsversammlung faßte darauf einstimmig den sogar nur 8 Stunden herauskommen. Allerdings kommen zu der ein ernstes Stück in der Tonhalle zur Aufführung bringen Beschluß, die Forderungen durch Arbeitseinstellung zur Geltung weilen noch besondere Arbeiten vor, die außerhalb der eigent wollte, die Erlaubniß versagt wurde. Herr Wolter( Elsasser zu bringen. lichen Arbeit und Arbeitszeit liegen, aber doch besorgt werden Salon) machte der Versammlung die noch nicht bekannt gewerden. 6 = baß die mitgetheilten Thatsachen durchweg wordene Mittheilung, daß vom 1. Januar 1897 ab die sämmt: 1 schädigt wurde. Der Rutscher, der dabei vom Bocke geschleudert| Erklärung, Die von ihrem Maune getrennt auf unwahrheit beruhen, das Verfahren einzustellen. lichen generellen Zanzerlaubnisse aufhören und daß dann für jede wurde, blieb unverletzt. Luftbarkeit, fie möge einen Namen haben wie sie wolle, lebende 54 jährige Pauline S. vergiftete sich in ihrer Wohnung Einem Schwarzwald Blatte gegenüber hat Herr Mohr da soll es nur 20 Mark Stempelsteuer erhoben wird. Wo ist die schöne Harmonie in der Insterburgerstraße mit Kleefalz. Sie wurde noch lebend eine etwas gelindere Tare: geblieben, die vor zwei Jahren, zur Zeit des Boyfotts, zwischen in das Krankenhaus am Friedrichshain gebracht. Heute früh Sühne und 25 M. für Gerichtstoften ausmachen und außerdem Polizei und Saalbefizern bestand? versuchte der Klempnermeister Gustav G. in seiner Wohnung in öffentliche Abbitte. Obwohl unsere Mohr- Korrespondenz nur der Prinzenstraße sich zu erhängen, wurde jedoch noch rechtzeitig zwei solche Fälle erzählt, scheint doch auch dieses Angebot, wie die Klage, vermittelst gedruckter Formulare zu geschehen. Wahrabgeschnitten und ins Leben zurückgerufen. scheinlich ist Herr Mohr durch Nr. 10 der Vereinszeitung" der Zeitungsverleger etwas stuzig geworden, welche vorschlägt, daß Aus den Nachbarorten. in Zukunft die ganze deutsche Presse die Inserate und Reklamen Charlottenburg. Bestellungen auf den Vorwärts", das der Firma Mohr nicht mehr aufnehmen möge." Ein seltsamer Eisenbahnunfall. Gestern Vormittag gegen Boltsblatt", den Wahren Jakob"," Postillon" c. wolle man nur an den Parteispediteur G. Scharnberg, Pestalozzistr. 27, 31, Uhr ist auf der eingleisigen Bahnstrecke Plaue- Ilmenau unter richten oder an nachstehenden Stellen einreichen: Gastwirth dem Gleis ein alter verlassener Bergwerksschacht ein Beyer, Wallstr. 96; Bredlow, Augsburgerstr. 78; Dörre, gestürzt, wodurch der Güterverkehr auf vorläufig noch unbestimmte Krummeftr. 19; Gimpel, Osnabrückerstr. 28; Leder, Bis- Beit unterbrochen wird. Personenverkehr wird durch Umsteigen marchstr. 74; Wolter, Magazinstr. 15; Röhr, Goethestr. 67a. an der Einbruchsstelle aufrecht erhalten. Ein Unfall ist dabei Bücher und Werke sind stets vorräthig. nicht vorgekommen. Wegen Entziehung der kriminalpolizeilichen Mit theilungen durch die Polizeibehörde führte die Märkische Volkszeitung" am 30. Ottober Beschwerde beim Polizeipräsidenten. Dieser hat dem Blatt am 24. November folgendes geantwortet: ,, Der Redaktion erwidere ich auf die Eingaben vom 30. v. M. und 13. d. M. ergebenst, daß ich es zur Zeit ablehnen muß, über die gegen den Bescheid der diesseitigen Abtheilung IV vom 26. v. M. geführte Beschwerde eine Entscheidung zu treffen, weil bezüglich des Verkehrs zwischen der Kriminal: polizei und der hiesigen Presse gegenwärtig allgemeine Erwägungen ftattfinden, von deren Er gebniß jene Entscheidung im wesentlichen abhängig sein wird. von Windheim." Es muß abgewartet werden, ob dieser Vertehr durch noch mehr Preßprozesse als bisher oder durch ein Hinneigen zu der Einsicht, daß selbst die„ übelgesinnten" Beitungen von der Polizei nicht entbehrt werden können, in die Erscheinung tritt. Tabula rasa in der Privatpoft. In der am 24. d. M. abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsraths der Berliner Privatpostund Speditions- Aktiengesellschaft ist beschlossen worden, die Kündigung des Direktors Puhlmann zu genehmigen, denselben sofort seiner Amtsthätigkeit zu entheben, sowie auch den Direktor Jfaat von seinem Amte zu suspendiren. Ein Profurist der Gesellschaft hat infolge dieser Ereignisse seine Stellung gekündigt. Als einziges Vorstandsmitglied fungirt nunmehr der früher suspendirt gewesene Direktor Hinge. " " eine Ein Die Erörterung der Zustände auf dem der Gemeinde Ein Streit im Zuchthause. Unser Parteiblatt in Rassel Rixdorf gehörigen Gute Waßmannsdorf, die vor kurzem schreibt vom 25. November: Ein Streit im Buchthause dürfte auf Veranlassung der sozialistischen Gemeinderathsmitglieder in wohl noch etwas seither nicht Dagewesenes fein. Im Arbeitsder Gemeindevertretung zu Rixdorf erfolgt ist, bat anscheinend saal des Kasseler Zuchthauses an der Fulda, in welchem nur die bereits eine Wirkung ausgeübt, trotzdem der Antrag auf Ent- schwersten Verbrecher internirt sind, fam es gestern zu einer laffung des Gutsverwalters mit Inapper Stimmenmehrheit ab- Meuterei der mit Schneiderarbeiten beschäftigten Züchtlinge, gelehnt wurde. Wie das„ Rixdorfer Tageblatt" meldet, hat der welche verlangten, daß die Arbeitszeit herabgesett Verwalter zum 1. April n. J. seine Stellung gekündigt. Warum werde. Die Aufsichtsbeamten wurden so arg bedroht, daß so früh? War er sich selber der Unhaltbarkeit seiner Stellung das hiesige Kommando des Hessischen Feldartillerie- Regiments Nr. 11 gegen 11 Uhr vormittags um Hilfe angegangen bewußt geworden? werden mußte. In wenigen Minuten erschien Im Kreise Osthavelland ist unter dem Rindvieb eine Artillerie- Abtheilung mit scharf geladenen Revolvern. Lungenfeuche ausgebrochen, die zahlreiche Opfer fordert und an weiteres größeres Sicherheits- Rommando, ebenfalls mit scharf geden brandenburgischen Provinzialverband betreffs der Ent- ladenen Revolvern bewaffnet, wurde auf dem Kasernenplatz für Der Fall Rothenburg" hat, wie das„ Volk" meldet, jetzt schädigungen große Anforderungen stellt. Bis jetzt sind in den Fall der Noth aufgestellt. Gegen 1 Uhr war die Meuterei folgenden merkwürdigen Verlauf genommen:" Der Magiftrat der wenigen Monaten 226 Rinder, meist bester Qualität, an der gedämpft. Gegen die Rädelsführer wurde mit harten Strafen Stadt Berlin verweigert nach wie vor die selbständige endgiltige Seuche eingegangen, für die 73 484 M. Entschädigungsgelder an eingeschritten. Wie lang mag die Arbeitszeit im Zuchthause Freilassung der Frau Baumeister Rothenburg. Befanntlich hat die betreffenden Landwirthe gezahlt wurden. Im vorigen Jahre zu Kaffel sein? der bisherige Vormund, Herr Brauer, sein Amt niedergelegt. betrug in der ganzen Provinz die gesammte Entschädigung für Der Antrag des Sohnes, ihn selbst nunmehr zum Vor- Vieh nur 84 928 M. Um der Gefahr einer weiteren Ausbreitung mund zu machen, ist seitens des Vormundschaftsgerichts, Amts- der Seuche wirksam entgegen zu treten, wird sich der Provinzial gericht I Berlin, Abtheilung 107, abgelehnt. Dagegen wurde ausschuß demnächst mit der Angelegenheit beschäftigen und über der zuständige Waisenrath amtlich zum Vorschlage eines geeignete Maßregeln zur Unterdrückung Beschluß fassen. neuen Vormundes unter Mitwirkung des Referendar Rothenburg angewiesen. Seltsamerweise ist der Waisenrath dem nicht nicht nachgekommen, hat vielmehr als Vormund eine in diesen Dingen völlig fernstehende Persön lichkeit, den Herrn Ranglisten und Polizeikommissarius a. D. H., in Vorschlag gebracht. Ob das Gericht dem Folge giebt, dürfte abzuwarten sein. Seitens des Sohnes ist Beschwerde gegen diese Maßnahmen an das zuständige Obergericht bereits eingelegt. In Fabriken und größeren Verkaufsgeschäften haben hiesigen Blättern zufolge in den legten Tagen behördliche Ermittelungen darüber stattgefunden, ob das von dem Personal getrunkene Bier vom einem mit der Schanterlaubniß versehenen Wirthe geliefert oder durch einen Angestellten von einer Brauerei bezogen wird. In letterem Fall soll der Angestellte zur Erwerbung der Schankerlaubniß angehalten und zur Gewerbesteuer herangezogen werden. Nach unserm Dafürhalten brauchen die Arbeiter in Fabriken nicht zu wiffen, in welchem Berhältniß ihr Bierlieferant zur Brauerei steht. Daffelbe gilt für die Geschäftsinhaber. Kunst und Wissenschaft. Ein frommer Sittenverbrecher. Wie die„ Bregenzer Nachrichten" melden, ist der Präfekt der Katholischen in Kennelbach bei Jünglingstongregation Bregenz nebst vier anderen Personen verhaftet und die gerichtliche Untersuchung gegen sie eingeleitet worden. Ueber die Veranlassung dieser Verhaftungen theilt das genannte Blatt folgendes mit: Seit einiger Zeit schon wurden Gerüchte laut, daß es in der Kennelbacher Jünglingstongregation In der alten Urania, Invalidenstraße, veranstaltet die nicht gar zu erbaulich zugehe. Leider hat sich das Gerücht in Arbeiter Bildungsschule am nächsten Sonntag Vor- recht trauriger Weise bestätigt. Seit Sonnabend find gerichtliche mittag um 10 Uhr einen großen Projektionsvortrag über das Erhebungen im Zuge und es wurden auch bereits einige Kennelinteressante Thema„ Genossenschaftsleben im Thierbacher Jünglinge" in Haft genommen. Es handelt sich um und Pflanzenreich". Da auch Mitglieder anderer Vereine ich were, abscheuliche fittliche Verirrungen, und theilnehmen können, so weisen wir diese hierauf hin, indem wir was das interessanteste an der Sache ist, der Präfekt der Jüngihnen gleichzeitig den Besuch dieser Vorstellung empfehlen. Den lingstongregation, Johann Hämmerle, Webmeister aus KennelVortrag hält Herr Prof. Dr. Müller. Ueber Berliner Theater- Gagen vor hundert Jahren giebt eine Tabelle vom Jahre 1796, welche sich im Archiv des föniglichen Schauspielhauses befindet, interessanten Aufschluß. Es heißt darin: An Jahresgage( außer Benefize.) Mad. Baranius 1040 Thaler, Hardt und Frau 936 Thaler, Mattausch 936 Thaler, Böheim und Frau 936 Thaler, Beschort und Frau 1144 Thaler, Rafelitz 936 Thaler, Reinwald 728 Thaler.- Von der Dper: Madame Schick 1200 Thaler, Lippert 1196 Thaler, Ambrosch 1040 Thaler, Ennide 936 Thaler, Madame Ennice 936 Thaler. Der Gagenetat des Theaters betrug im Jahre 1796 im ganzen 38 500 Thaler, die Gesammtausgaben beliefen fich auf 63 394 Thaler. Heute soll der Etat über zehnmal so hoch sein. Es frägt sich aber, ob die Mehrzahl der Mitwirkenden sich beffer steht, als damals. " bach, der als ein Vertreter des katholischen Volkes beim letzten Salzburger Katholikentage war, ist der schändliche Verführer der Burschen gewesen. Der saubere Patron wurde seit Sonntag schon gesucht, fonnte aber nirgends gefunden werden. Gestern gelang es nun, ihn zu verhaften." Ans Trieft wird berichtet: Eine Mittwoch Nachmittag ents ftandene heftige Bora, welche gestern noch fortdauerte, verursachte zahlreiche kleinere Schiffsunfälle und viele Unfälle am Lande. Der Geeverkehr ist unterbrochen, der Landverkehr erschwert. Kleine Diebe hängt man, große läßt man laufen. Aus Best wird einem hiesigen Blatte gemeldet: Etelka Szeleß, welche bekanntlich auf den Namen des Erzherzogs Eugen Wechsel fälschte und zu anderthalb Jahren Kerfer verurtheilt, jedoch auf freiem Fuß belaffen wurde, ist aus Pest verschwunden. Mit ihr ging gleichzeitig Graf Dunin Borkowski durch, der zuvor einer hiesigen Bürgerfrau 20 000 fl. entlockte. Das Pärchen soll sich nach Amerika gewendet haben. wird gemeldet, daß ein Dr. Benjamin ein lenfbares Luftschiff Abermals ein lenkbares Luftschiff. Aus San Franzisto erfunden haben soll, mit welchem er Fahrten über die Stadt und Die Firma Jacob n. Valentin, deren Menschenfreundlich feit unseren Lesern aus früheren Artikeln schon bekannt fein dürfte, fährt fort, ihren Mitbürgern in dieser Beziehung mit leuchtendem Beispiel voranzugehen. Kein Wunder! Ift doch dem Herrn Jacob für seine Verdienste um das Wohl seiner Mitqürger( ber Mann ist nämlich Borsigender der Speditions, In Zürich find zwet Damen in den StudentenSpeichereis und Kellerei- Berufsgenossenschaft) der Titel als Rommergienrath und vom König von Württemberg der Olga- Orden ausschuß gewählt worden; der internationale Studentinnen merzienrath und vom König von Württemberg der Olga- Orden verein hat heuer durch sein zweijähriges Bestehen das Recht verliehen worden. Daß diese Auszeichnung keinem Würdigeren erlangt, zwei Vertreter in den Delegirtenconvent( D. C.) zu entzufallen fonnte, foll nachstehendes Geschichtchen erweisen. Auf dem senden. Bereits im Vorjahre hatten die philosophischen Finken, total finstern Hof der Firma Jacob u. Valentin wird ein Arbeiter, der wie uns geschrieben wird, eine Dame als Stellvertreter in den daselbst mit dem Rangiren von Wagen beschäftigt war, derartig D. E. gewählt; sie ist aber nicht zur Ausübung ihres Amtes die Vorstädte unternimmt. gequetscht, daß er einen Bruch von vier Rippen erleidet. Der Unglückliche wird auf den Speicher getragen und muß dort gekommen; denn erst in diesem Semester entfesselte sich angesichts geschwindigkeit von faft einer englischen Meile in der Minute. Unglückliche wird auf den Speicher getragen und muß dort der zwei weiblichen Mitglieder des D. G. der Skandal, daß die Die Maschine ist 150 Fuß lang. Der Auf- und Niederstieg geht unter den größten Schmerzen liegen bleiben, bis sich endlich um Vertreter der Bofingia und Karolingia rundwegs erklärten, mit leicht von statten. Das Schiff ist aus Metall angefertigt und 6 Uhr früh ein zur Arbeit antretender Kutscher erbarmt und Weiberröcken nicht tagen zu können; um das zu vermeiden, soll durch befigt zwei Flügel von Segeltuch. Das Steuer ist flügelartig. ihn nach der nächstgelegenen Unfallstation bringt. Der vorfichtige Herr Jacob hat nun die Einrichtung getroffen, daß Beschluß der Korporationen das Statut des D. G. dahin geändert Der Erfinder hat bisher noch niemandem erlaubt, Einsicht in Man thut gut, dieser Meldung einer großen Anzahl seiner Arbeiter der Lohn täglich ausgezahlt werden, daß der Begriff Student nur für den männlichen den Mechanismus zu nehmen. Studirenden gelte; andernfalls erklärten die 3of. u. Kar. vor nicht allzustark zu vertrauen. wird. Dieselben gelten dann nur als vorübergehend beschäftigt, dem Rektor, würden sie den D. G. sprengen.(!)- Die Bofingia bedürfen der Anmeldung bei der Krankenkasse nicht, und der Herr galt bisher für fortschrittlich und ist die älteste schweizerische handelt es sich doch um eine Summe 50 000 000 Dollars Der größte Prozek, der wohl je geführt worden ist Jacob spart dadurch die Beiträge für dieselbe. Das UnfallStudentenverbindung, während die Karolingia katholischen 212 500 000 M. versicherungs Gefeß schreibt zwar vor, daß der Arbeitgeber die und bereits acht Jahre dauert, scheint seinem Tendenzen huldigt. Uebrigens hatte sich schon im Maiheft des in seinem Geschäfte verunglückten Arbeiter, wenn sie nicht Zentralblattes der Zofinger der Marasmus des schweizerischen Dazu einer Krankenkasse angehören, zu unterstüßen hat." Bentralblattes der Zofinger der Marasmus des schweizerischen Ende zuzuneigen und für den Verklagten, nämlich die LandesFortschritts sogar bei diesen jungen Leuten anläßlich einer Disregierung der Vereinigten Staaten, einen unglücklichen Ausgang kann fich der Herr Kommerzienrath aber nicht verstehen, fussion über das Frauen- Wahlrecht gezeigt, jetzt offenbart sich zu nehmen. Es handelt sich dabei um zu viel erhobene Zollläßt vielmehr die an ihn gerichteten Bitter un-> beantwortet. Da es auf dem Hofe finster war, hat ja die praktische Nuzanwendung. Wie nur die Universität Zürich gebühren für Hutbesaß; daher führte der Prozeß auch den Namen ,, hat trimmings case"( Hutbefaz- Prozeß). Der oberste Gerichtshof des Landes.( 11. S. Supreme Court) hat, nach einer niemand den Unfall gesehen, und das muß erst bewiesen werden. und die ganze Wissenschaft das überstehen wird? Die erste Aufführung von Gerhart Hauptmann's neuer Bühnen- Notiz der Nat.- 3tg.", bereits e ne den Klägern so günstige Ent Die Berufsgenossenschaft, an welche sich der Unglückliche wendet, dichtung, Die verfuntene Glode" wird nicht am 5., sondern schon am weist ihn natürlich ebenfalls ab. So liegt nun der arme Ver- 2. Dezember im Deutschen Theater" stattfinden. fcheidung getroffen, daß die Regierung sich bereit zeigt, mit den unglückte, der Frau und Kinder hat, seit dem 5. September frank Klägern fich zu vergleichen und zwar auf Grundlage emner Rückdarnieder. Vielleicht geben diese Beilen bei dem Reichs- Ververgütung von Zöllen in Höhe von 20 000 000 Dollars, während ficherungsamt Veranlassung, einmal nach dem Rechten zu sehen allerdings 50 000 000 Dollars von den Klägern zurückverlangt werden. und sich des Berunglückten anzunehmen. er Die Einführung von Gasglühlicht- Beleuchtung in den Stadtbahnwagen wird von der Verwaltung der Stadt- und Ringbahn geplant. Es sollen zunächst probeweise einige Wagen der Stadtbahn mit Glühlichtbrennern behufs Prüfung der Haltbarkeit der Apparate in den Waggons versehen werden. Das Schiller- Theater bringt Anfang der nächsten Woche die erste Auf führung von Ernst Rosmer's vierattigem Sufifpiel" eb eum". Heute geht Salm's dramatisches Gedicht„ Der Sohn der Wildniß" in Szene; bie beiben Hauptrollen werden von Fräulein Pauly und Herrn Patry gespielt. Im Bürgersaale des Rathhauses findet am Sonntag, den 29. b. M. ein Carl Loewe- Abend" statt, an welchem die Damen Jeanne Golz und Maria Schwecht und die Herren Emil Severin und Julius Ba: necow mitwirte 1. Das Programm besteht aus Balladen und Liedern des Komponisten, unter denen natürlich auch die bekanntesten, wie Prinz Eugen, Der Edelfalt, O füße Mutter u. f. w. vertreten sind. Gerichts- Beitung. " Briefkasten der Redaktion. Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( awet Buchstaben oder eine Bahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden foll. Tte juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend abends von 6-7 Uhr statt. Julius Meyer. Die Erklärung diefer Unterschiede würde Abhandlungen erfordern, die den Raum des Briefkastens weit überschreiten. Sehen Sie event. in einem Leriton nach. H. M. Theilen Sie uns mit, zu welcher Stunde und vor welcher Kammer der G richtstermin stattfindet. Selbstverständlich bringen wir einen 2 er.cht. Kaufholt. Wegen Raummangels leider zurückgeblieben. Witterungsübersicht vom 26. November 1896. Ein vergrabenes Diebeslager, bestehend aus MetallEine Privat- Beleidigungsklage, welche der ehemalige sachen der verschiedensten Art, hat der Wächter Franz Halpap, der erst in der Sonntag- Nacht einen Rampi mit vier Einbrechern Chefredakteur der Kreuz- Zeitung", Philipp v. Nathusius= bestand und einen von ihnen anschoß, am Dienstag auf dem Ge- udom gegen den Premierlieutenant Haas gerichtet hatte, lände des Bergnügungs- Partes der Gewerbe- Ausstellung entbedt. follte gestern vor dem Berliner Schöffengericht zum Austrag Da das Lager fich an derselben Stelle befindet, wo der Einbruch kommen. Haas hatte dem Privatkläger Betrügereien zum Vorwurf stattfand, also da, wo der Feffelballon seinen Platz hatte, geht gemacht. Die Sache wurde vertagt. man wohl in der Annahme nicht fehl, daß es den am Sonntag Die Voruntersuchung gegen den in Haft genommenen entkommenen Dieben um Hebung des jedenfalls zur Zeit der Bürgermeister Plaschte aus Strausberg ist noch nicht abs Ausstellung von ihnen selbst vergrabenen Schayes zu thun gefchloffen, es werden vielmehr noch immer neue Zeugen aus war. Infolge der Auffindung des Lagers und wegen der vielen in letzter Zeit versuchten Einbrüche an Stellen, an denen anscheinend nichts zu holen ist, werden sowohl auf dem eigent lichen Gelände der Ausstellung, sowie auf dem Vergnügunspart an verdächtigen Plägen Nachgrabungen vorgenommen. Die mit Schußwaffen versehenen Wächter bewachen jetzt das Gelände Tag und Nacht auf das schärfste. Wie nothwendig dies ist, geht daraus hervor, daß bereits wieder am Dienstag an der Südseite Aus Tilfit wird berichtet: In dem Beleidigungsprozeß des des Vergnügungspartes ein Ginbruch versucht worden ist. Ein ehemaligen Hofpredigers Stöder gegen den Rechtsanwalt Swinemünde von der Polizei festgenommener Mann, der der Theilnahme an me dem, welcher Donnerstag in der Berufungsinstanz vor der Hamburg dem am Sonntag erfolgten Einbruche dringend verdächtig er hiesigen Straffammer verhandelt wurde, wurde die Berufung Berlin scheint, fonnte von dem Wächter Halpap nicht mit Bestimmtheit des Rechtsanwalts Medem verworfen, dagegen wurde auf Wiesbaden gegnerische Berufung das Urtheil abgeändert und auf München wiedererkannt werden. Strausberg und Umgegend durch den Untersuchungsrichter Land. gerichtsrath Friedberg vernommen. Gegen die Ablehnung des Haftentlassungs- Antrages hat Rechtsanwalt Dr. Schwindt Beschwerde erhoben. Inzwischen ist dem Vertheidiger noch der Rechtsanwalt Dr. Sello zur Seite getreten und neuer Stationen. dings die Haftentlassung gegen eine Bürgschaft von 20 000 m. beantragt worden. Vermischtes. Barometerftand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Gindr chtung Windstärke #PANANAWN( Stala 1-12) Wetter heiter halb bedeckt heiter wolfenlos heiter Temperatur nach Celsius ( 5°. 4° R.) -5 685056 779 • DG0 776 DGD 777 DSD 769 Q 766 0 -5 776 Still Nebel -6 761 Still bedeckt Petersburg Cort Aberdeen. Paris. 773 2 Regen 773 D50 3 wolkig 778 • W 767 • NND 3 bedeckt woltig -1 လ ယ ၈ Aus dem Polizeibericht vom 26. November. Mittwoch 100 Mart Geldstrafe sowie Bublikationsbefugniß in den Wien Nachmittag lief der sechsjährige Sohn des Arbeiters Brandt vor Beitungen Deutsche Warte" und" Tilsiter Allgemeine Zeitung" Haparanda. dem Hause Brunnenstr. 112 gegen einen Arbeitswagen, gerieth erkannt. unter die Räder und erlitt einen Bruch des linken Oberarms. Auf dem Er fand im Lazarus Krankenhause Aufnahme. Boden des von ihm bewohnten Hauses in der Falckensteinstraße Also das ist des Pudels Kern?! Die„ Wormfer 3tg." wurde abends der 51 Jahre alte Arbeiter Friedrich V. erhängt Wetter- Prognose für Freitag, den 27. November 1896. vorgefunden. Kummer über eine mißrathene Tochter hat ihn schreibt: Herr Mohr Bahrenfeld, der Maffentläger gegen vermuthlich in den Tod getrieben. An der Ecke der Marien- 400 deutsche Zeitungen, hat inzwischen einen guten Einfall ge Trockenes, vorwiegend heiteres Frostwetter mit frischen öftLuisenstraße abends fuhr ein Poft Packetwagen habt. Einem Blatte in Schlesien hat er den Vorschlag gemacht, Berliner Wetterbureau. gegen eine Droschke, so daß diese umstürzte und stark be- gegen 50 M. Sühne und 20 M. Kostenvorschuß und gegen eine Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. und B lichen Winden. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. סטן alt Ur. 278. Abgeordnetenhaus. Freitag, den 27. November 1896. 13. Jahrg. Da die Regierung sich zu einer größeren Aufwendung für die viel Glück dazu. Im übrigen wollen wir hoffen, daß sie ihre größeren Städte entschlossen hat, so wird sie hoffentlich auch für elenden Streitigkeiten unter einander endlich begraben und jedendie Lehrer etwas mehr thun können; wir verkennen dabei nicht, falls nicht wieder mit zwei Listen in den Kampf ziehen, wie diesdaß es zunächst Pflicht der Gemeinden ist, ihre Lehrerbesoldungen mal. Den Vortheil der Zwiftigkeiten unter den Arbeitern hat aufzubeffern. An dem Grundgehalt der Lehrer wird sich kaum immer nur der gemeinsame Gegner. etwas verbessern lassen, dagegen könnte vielleicht an den Alters- In Erfurt endete die Wahl von fünf Stadtverordneten zulagen gebessert werden. Die Disziplinarbestimmung der 3. Abtheilung mit einem theilweisen Siege der im letzten in§ 22 gehörte nicht in das Gesez; ich werde gegen Augenblick zusammengetretenen Beamtenpartei. Gewählt wurde im dieselbe stimmen und hoffe, daß die Vorlage zur Annahme ge- ersten Wahlgang allerdings nur 1 Stadtverordneter, und zwar langen wird. mit 1152 Stimmen der zum ersten Male kandidirende und nicht Die Neuerung der Vor- pflicht genügt. Da die bisher den Ton angebenden Bes 5. Sigung vom 26. November 1896. 11 Uhr. Am Ministertische Miquel und Kommissarien. Die erste Lesung der Schulden tilgung 3- Borlage wird fortgesetzt. Minister Miquel: Der Abg. Richter hat gestern gemeint, Minister Miquel: Der Abg. Richter hat geſtern gemeint, daß heute weniger als im Jahre 1869 eine Nothwendigkeit zur Schuldentilgung vorliege, weil inzwischen das Staatsvermögen um das Sechsfache gestiegen ist. Wäre dies auch richtig, so ver schweigt doch Herr Richter, daß, die Staatsschulden im gleichen Abg. Tzichoppe( frk.): Wir sind erfreut, daß die Regie- gerade unbeliebte Gewerberath Siebert. Ju der Stichwahl Verhältniß gewachsen sind. Ich bin von meinen da rung durch Einbringung der Vorlage den an sie gerichteten scheinen jedoch auch die übrigen 4 Kandidaten der Beamtenmaligen finanz- theoretischen Ansichten balb Wünschen so schnell nachgekommen ist und anerkennen auch die partei siegen zu sollen, da dieselben die größte Stimmenzurückgekommen; heute wären sie garnicht haltbar, Berbefferungen gegenüber der früheren Vorlage, namentlich die zahl( 938-1155) auf sich vereinigen. zurückgekommen; heute wären fie garnicht haltbar, Berücksichtigung der von den Großstädten geäußerten Wünsche. unserer Genossen vereinigten sich Auf die Liste die Staatseinnahmen auf den schwankenden Be 531-562 Stimmen. triebsergebnissen beruhen. Den Vorwurf, alles beweisen Wir hoffen, daß die Borlage nunmehr baldigst zu In die Stichwahl fommen wir jedoch nicht, da können, haben die stande tommen wird. An der Erhöhung der Alters- noch die Kandidaten der Bürgerpartei" und des HausbesitzerFreifinnigen schon früher dem Abg. Gneist gemacht, dem sie vorwarfen, er könne beweisen, zulagen werden meine Freunde unbedingt festhalten.( Sehr vereins mit in Frage kommen, die 506-707 Stimmen erhielten. daß 2 X 2= 5 ist; Gneist erwiderte darauf, daß er wohl richtig!) Die Bestimmungen über die Anrechnung des Dienst- Gegen die Wahl vor zwei Jahren hat sich unsere Stimmenzahl glaube, das freifinnige Einmaleins halte ihm gegenüber nicht landes werden wir einer nochmaligen Prüfung unterziehen; auch um rund 150-160 erhöht. Da die Agitation unsererseits stand.( Heiterfeit!) Das Zentrum hat sich früher stets für eine Erhöhung des Grundgehalts erscheint uns wünschenswerth. der längeren Vorbereitung ermangelte( fie erstreckte sich nur auf obligatorische Schuldentilgung erklärt und ich gebe deshalb die Abg. v. Heydebrand( f.): Wir hätten erwartet, daß die die letzten vier Wochen), so ist das Resultat immerhin be Hoffnung nicht auf, daß sie der Vorlage zustimmen, auch wenn die Vorzüge der Vorlage Anerkennung gefunden hätten, ohne friedigend. Von 8708 Wählern haben nur 2887 ihrer Bürgerfelbe von mir eingebracht ist.( Heiterfeit.) Die Vorwürfe, daß unerfüllbare Wünsche herbeizuziehen. die Regierung die Herabsetzung der Tarife versäume, find nicht lage, wonach die Großstädte aus den Alterskassen- Verbänden auf- amten faft bis auf den lezten Mann heranbegründet. Gegen die Staffeltarife hat sich vielfacher Widerspruch genommen werden können, billigen wir nicht. Die freie Aus- geholt waren, so ist klar, daß der Arbeiterschaft aus ihren erhoben; Rohstofftarife sowie Tarife für industrielle und land- wechselung der Lehrer von Stadt und Land ist damit gefährdet. eigenen Reihen noch bedeutende Reserven zur Verfügung stehen. wirthschaftliche Produkte sind ermäßigt; die Herabsetzung der Man fordert die Gehaltserhöhung der Lehrer weil die wirth- Nur die wirthschaftliche Abhängigkeit und der Umstand, daß viele Personentarife würde hier keine Mehrheit finden.( Sehr richtig!) schaftliche Lage sich beffere; aber diese Besserung beschränkt sich die Erwerbung der preußischen Staatsangehörigkeit scheuen, hält Glauben Sie denn, daß die große Zahl von Sekundärbahnen der man hier neue Lasten aufbürden will( Sehr richtig!), was wir der diesmaligen Wahl machte sich wieder der Umstand recht auf die Industrie, sie erstreckt sich nicht auf die Landwirthschaft, bei den Kommunalwahlen die meisten von der Urne fern. Bei hätte gebaut werden können, wenn wir nicht eine so sparsame nicht billigen können, obwohl wir eine Aufbesserung der Lehrer- störend bemerkbar, daß die Wahl in einem einzigen Lokale stattVerwaltung hätten? Herr Sattler will die Verwendung der Eisenbahn- Einnahmen gefeßlich regeln; für mich wäre das sehr gehälter in den reiferen Jahren auch für wünschenswerth halten. fand, das in der Mittagsstunde eine beängstigende Fülle bequem, denn ich könnte auf alle Wünsche, die sich heute an mich Es würde sich fragen, ob die Regierung zu einer Uebernahme aufwies. drängen, einfach erwidern: Wartet ab, was die Eisenbahnen von Schullasten für leistungsunfähige Gemeinden in größerem Bei der Ersahwahl für den vom Ort verzogenen Gebringen! Ja noch mehr: ich könnte fagen, die Eisenbahn hat Umfange bereit wäre. Auch könnte erwogen werden, ob es sich nicht noffen Borkmann haben unsere Genossen in Grabow an der große Ueberschüsse herausgewirthschaftet, aber für Euch sind sie empfehle, von den Zuwendungen an die Großstädte etwas herab- Oder gut abgeschloffen. Ihr Kandidat, Zimmerer Carmosin. nicht da! Ich vermag die Bedenken der Nationalliberalen gegen zumindern.( Lachen links. Hört! hört!) wurde mit 157 Stimmen gewählt, während die beiden gegnerischen den Ausgleichsfonds nicht einzusehen; regelten wir die Dinge darin, daß wir über dem Wünschenswerthen das Erreichbare nicht Minister Dr. Bosse: Die Bedeutung der Vorlage besteht Kandidaten nur 27 und 3 Stimmen erhielten. nach den Wünschen des Abg. Sattler, so würde das neue Gesez aus den Augen verlieren dürfen. Für mich kam alles darauf unseren 4 Kandidaten 3 gewählt. Ju Ronneburg in Sachsen- Altenburg wurden von in wenigen Jahren viel lebhafter angegriffen werden, als heute an, die Vorlage so zu gestalten, daß die beiden Häuser sie ander bisherige Zustand. Die Parteigenossen in Apolda haben zwar nicht vermocht, Abg. Frhr. v. Zedlių- Neukirch( t.): Die Berreißung der nehmen. Es muß etwas geschehen, um die berechtigten Wünsche bei der Wahl am Sonnabend vor acht Tagen die Scharte ausstaatlichen Finanzverwaltung in zwei selbständige Theile müßte mals vertrösten. Es handelte sich also darum, die Opposition hatten; Genosse E. Petermann, der bei der zweiten Wahl der Lehrer zu befriedigen. Wir können die Lehrer nicht noch zuwegen, die sie bei der vorangegangenen Hauptwahl erlitten zu den bedenklichsten Folgen führen; schon dem Prinzip einer solchen Theilung muß widersprochen werden und ich kann des- der großen Städte zu beseitigen. Prinzipiell stehe ich ganz auf als Kandidat aufgestellt war, errang aber die stattliche Zahl von halb die Vorschläge des Abg. Sattler nicht in allen Punkten dem früheren Standpunkt. Durch die Grund- und Gebäudesteuer 539 Stimmen, was gegenüber der Hauptwahl eine Zunahme von billigen. Dem preußischen Finanzminister zuzumuthen, im Reichs- find den Großstädten Millionen in den Schooß geworfen, während 92 Stimmen bedeutet. Zur Kenntniß der lokalen Verhältnisse tage gegen den Marine- Etat das Wort zu ergreifen, wie Herr( Sehr richtig! rechts.) Nachdem aber das Gefeß an der Oppo- Parteigenoffen folgende Mittheilung der Thüringer Tribüne" die armen Landgemeinden nicht einen Pfennig davon haben. Apoldas geben wir im Anschluß hieran auf Wunsch der dortigen Bachem dies gestern verlangte, ist ein fomischer Gedanke. Wir halten eine fräftige Schuldentilgung für ein dringendes Be- fition der Großstädte gescheitert war, müssen wir mit das Hinder- wieder: Bezüglich der Gemeinderaths Wahlen hat früher dürfniß. Die Auffassung des Abg. Richter, daß diese Tilgung Disziplinarmaßregel der Strafversetzung, die bisher nicht für nicht mit den Konservativen niß zu beseitigen suchen; das ist in der Vorlage geschehen. Die eine Unklarheit geherrscht, wie felten anderswo; ver volt den jeweiligen Beschlüssen des Parlaments abhängig Lehrer zulässig war, ist eine neue Bestimmung zu gunsten der Dick und Dünn ging, wurde einfach von dieser Seite als deren Anhang durch sein müsse, theilen wir nicht; wir wünschen diese Angelegenheit Lehrer; bisher konnte nur auf Amtsenthebung erkannt werden. Sozialdemokrat" bezeichnet; die von solchen Leuten gemachten frei von allen politischen Parteibedenken zu behandeln. Die Schuldentilgung wird für uns zu einem wichtigen Faktor der Der Regierung liegt alles daran, die Vorlage zu stande zu konfuseften Sachen wurden dann der Sozialdemokratie an die Steuerpolitik werden; das ist ja auch früher von dem Abg. bringen; wir werden alles aufbieten, dies Ziel zu erreichen. Rockschöße gehängt. Beispielsweise berichtet die„ Hildburghäuser Richter anerkannt worden; aber es zeigt sich hier wie bei der( Bravo!) Dorfzeitung", daß im nächsten Jahre nur noch vier" Genossen zweijährigen Dienstzeit und bei anderen Forderungen der Frei- im allgemeinen einverstanden. Die Disziplinarbestimmung er- und wir sind vollständig damit zufrieden; eine Klärung Abg. Nölle( natl.): Mit der Vorlage sind meine Freunde von uns im Gemeinderathe fäßen, wir kennen jedoch nur drei sinnigen, daß sie opponiren, wenn die Regierung ihre Forde scheint entbehrlich, weil man sie in ihrer Tragweite nicht über- mußte eintreten, auf unserer Liſte durften Männer mit rungen bewilligt. Die Annahme der Schuldentilgung scheint ja fehen kann. G3 ist merkwürdig, daß die Regierung alle die unklarer, nicht zweifelhaft. Wenn es uns gelingen sollte, eine fefte Grenze Aenderungen atzeptirt hat, die als Verschlechterungen der vor- Denkungsart keinesfalls wieder stehen; verschwommener wirthschaftlicher und politischer zu ziehen, bis wohin die Eisenbahn- Ueberschüsse zu allgemeinen jährigen Borlage zu bezeichnen find. Meine Freunde glauben, einer reinen Liste auf dem Kampfplaß erscheinen, und müssen wir mußten mit Staatsausgaben verwendet werden dürfen, so werden wir zur daß die günstige Lage der Staatsfinanzen auch zu gunsten einer dies immer wieder thun, trotzdem die Genossen, welche ehen dauernden Sicherung unserer Finanzen bedeutend beigetragen höheren Besoldung der Lehrer verwendet werden kann.( Beifall.) unter der Aera der Verschwommenheit alt geworden sind, dies Abg. v. Eynern( natl.): Die Schuldentilgung ist nöthig städte die ihnen zugemutheten Lasten sehr wohl tragen konnten schwererer als früher, weil wir jetzt auf grund unseres Abg. v. Kardorff( frk.): Ich glaube auch, daß die Groß- nicht begreifen wollen. Der Kampf ist jetzt hier ein bedeutend und wird auch der unerträglichen Finanzwirthschaft im Reiche einen Riegel vorschieben. Ueber den Charakter des Ausgleichs- Sollte die Vorlage infolge irgend welcher Komplikationen noch Programms in den Kampf zur Gemeinderaths- Wahl ziehen, fonds kann man sich nach der Vorlage kein rechtes Bild machen. mals scheitern, so würde ich gegen jede femere Gehaltserhöhung was leider früher nicht immer geschah. Was früher gefündigt Sollen die 80 Millionen in Gold angelegt werden? Oder will für andere Beamtenklassen stimmen. wurde, haben wir jetzt gut zu machen, und da werden uns die man Anleihen dafür kaufen? Die übermäßige Sparsamkeit Weiterberathung morgen 12 Uhr. Schluß 384 Uhr. anfänglich unausbleiblichen Mißerfolge nicht abschrecken. In Niederrabenstein und Neustadt bei Chemnitz in Sachsen siegten die sozialdemokratischen Kandidaten. Bei der Gemeinderaths- Wahl in Nürnberg errangen haben. des Finanzministers wirkt allerdings nachtheilig auf unser Eisenbahnwesen; es sei nur an den Wagenmangel erinnert. Bis über den Ausgleichsfonds Gemeindewahlen. = nicht nähere Aufklärungen gegeben sind, tann ich Ueber das Wahlergeh iß in Breslau wird uns folgendes unsere Genossen einen beachtenswerthen Erfolg. Es erhielten weber ja noch nein sagen, sondern muß die Aufnähere mitgetheilt: Die Wahlbetheiligung war ziemlich lan, leider Stimmen die Sozialdemokraten 1779, das freifinnig- liberale flärungen in der Kommission der Kommission abwarten. Die Zukunfts besonders in Genoffentreifen, troßdem die regste Agitation ent- Rartell 8977, die Bolkspartei 271. Von ca. 8400 Wahlberech rechnungen find unzuverlässig. Vor 50 Jahren fingen wir faltet worden war. An ungefähr 2000 Stimmen vereinigten sichtigten betheiligten sich 6272 an der Wahl. Bei der letzten Wahl an, Eisenbahnen zu bauen, heute beginnt die Elektrizität die auf unsere Kandidaten, von denen für den Genossen Schütz 1893 erhielten wir 1346 Stimmen, das freifinnig- liberale Eisenbahnen abzulösen oder doch zu beeinflussen; was in 476 Stimmen, die höchste Zahl, abgegeben wurden. An indirekter Kartell 3417, die Voltspartei 278. In einigen Bezirken errangen 50 Jahren geschehen sein wird, wissen wir nicht. Am besten Wahlbeeinflussung leisteten die Gegner das möglichste. Am besten Wahlbeeinflussung leisteten die Gegner das möglichste. Im wir die Mehrheit, dieselbe nüßt uns aber nichts, da es in Nürnwird es sein, wir erledigen diese Dinge nach den Verhältnissen 28. Bezirk, wo von den Antisemitisch Konservativen berg feine Bezirkswahl giebt. der Gegenwart. und den Freisinnigen zusammen der Fabrik Direktor In Fürth wurden gewählt: 5 Sozialdemokraten, 3 Volts. parteiler und 4 vom freisinnig- liberalen Mischmasch. In Fürth Erwerbung des Bürgerrechts bedeutend leichter als in Nürnberg. find die Bezirkswahlen eingeführt und die Bedingungen für die Erwerbung des Bürgerrechts bedeutend leichter als in Nürnberg. Bei der Bürgerausschußwahl in Hemsbach in Baden wurden drei Sozialdemokraten gewählt. Soziale Rechtspflege. Abg. Friken- Bockau( 3.): In dem Ausgleichsfonds liegt Grund aufgestellt war, hatten im Wahllokal die Packmeister ein mir sympathischer Gedanke, dagegen fann ich eine Noth der Linke'schen Fabrik, deren Direktor Herr Grund ist, Posto ge: wendigkeit, daß wir uns für die Schuldentilgung festlegen, nicht faßt. Unter diesen Umständen wurde natürlich der Kandidat der einsehen. Man hat viel gegen die willkürliche Erhöhung der Misch- Maschparteien gewählt und zwar mit 955 Stimmen Matrikularbeiträge gesprochen; aber man sollte doch bedenken, gegen Schüß, der 476 Stimmen erhielt. Dasselbe Manöver daß sie den kräftigsten Zusammenhalt bilden zwischen Reich und war im 25. Bezirk zu beobachten, 100 der Direktor Einzelstaaten und am besten die ungemessene Steigerung der der großen Hoffmann'schen Wagen- Fabrit, Herr Blauel, Reichsausgaben verhindern. aufgestellt war. Er erhielt 777 Stimmen, unser Abg. Möller( natl.): Wir haben für die Eisenbahn- Kandidat Bruhns nur 191 Stimmen. Herr Blauel ist Einen Arbeitsvermittler suchte der Kellner N. für einen Verstaatlichung nur geftimmt in der festen Hoffnung, daß die konservativ. Die Freifinnigen haben eine große Schlappe erlitten, ihre Anspruch haftbar zu machen, den er an den Restaurateur Demsti Eisenbahnschuld schnell getilgt werde. Die Ansammlung solcher Kandidaten siegten nur dort glänzend, wo sie mit den konser zu haben glaubte. Demsti hatte bei dem Agenten Wollschläger Fonds, wie er hier gefordert wird, kann in politisch bewegten pativen Antisemiten gemeinsame Sache gemacht zum 6. September für den Fall einen Kellner bestellt, daß schönes Zeiten von großer Bedeutung werden. Wir wünschen jedenfalls, hatten. Ein Schauspiel für Götter! Auf diese Weise ist der Wetter sein sollte. Der Agent stellte dem Kläger N. anheim, zu daß eine Grenze gefunden werde, über welche hinaus die Eisen- fonservativ freisinnige- antisemitische Brennerei Demski ju gehen. Bei letzterem fand sich N. denn auch am bahu Ueberschüsse nicht zu allgemeinen Ausgaben verwendet besitzer Suchantte mit 834 Stimmen gewählt worden, 6. September ein, wurde aber wegen des schlechten Wetters nicht werden dürfen. Die Vorberathung der Vorlage würde besser während unser Genosse Neukirch nur 174 Stimmen erhielt. beschäftigt. N. verklagte dann beim Gewerbegericht sowohl durch eine besondere Kommission, nicht durch die Budget- Wir hatten uns von vornherein nicht mit großen Hoffnungen den Restaurateur wie den Agenten auf Gewährung einer Lohu= tommiffion, stattfinden. getragen, war es doch der erste Versuch unsererseits nach der entschädigung. Die Behauptung des Beklagten Wollschläger, er Damit schließt die Debatte. Die Vorlage geht an eine Herabsetzung des Stenerzensus; daß aber eine Stadt, die bei der habe ihm mitgetheilt, daß er nur bei schönem Wetter zu Demsti besondere Kommiffion von 21 Mitgliedern. Reichstagswahl 26 000 fozialdemokratische Wähler aufbringt, gehen solle, bestritt der Kläger. Das Gericht hielt eine AufEs folgt die erste Lesung des Lehrerbesoldungsfeinen einzigen Arbeitervertreter in die Kommunalverwaltung flärung dieses Zwiespalts seinerseits für überflüssig und wies Gesetzes. sendet, das zeigt von einer unverzeihlichen Gleichgiltigkeit der die beiden Klagen ab. Die Abweisung der Klage gegen den Abg. Knörcke( fr. Vp.): Die Vorlage befriedigt nicht alle Masse den städtischen Verhältnissen gegenüber. Es ist richtig, bei Restaurateur erfolgte, weil feststand, daß dieser die Bedingung Hoffnungen; hätte der Herr Kultusminister allein die Vorlage geheimer Wahl wäre ein anderes Resultat heraus. betreffs des Wetters dem Kommissar unterbreitet hatte, und die gemacht, so wäre sie wohl besser geworden. Man hat es sowohl gefommen, aber trotzdem ist den Breslauer Arbeitern der Klage gegen Wollschläger wurde abgewiesen wegen Unzubei dem Milliardensegen, wie bei der Steuerreform im Jahre 1879 Vorwurf nicht zu ersparen, daß sie bei der Wahl keine rühmliche it ändigkeit des Gewerbegerichts. Streitigkeiten zwischen versäumt, für die Dotation der Schule zu sorgen. Den Lehrern Rolle gespielt haben. In einzelnen Bezirken ist es thatsächlich Arbeitern und Arbeitsvermittlern gehörten vor die ordent wird weder pekuniär, noch sozial die Stellung zugestanden, die vorgekommen, daß kleine Beamte, Geschäftsleute zc. lichen Gerichte. ihnen anderen Beamtenkategorien gegenüber zukommt. Die unserem Kandidaten ihre Stimme zu geben sich nicht scheuten, Für Arbeiter, die Arbeitsvermittelungen in Anſpritaj niederen Postbeamten und andere Beamten stehen im Gehalte während Parteigenossen aus Furcht den Gegner nehmen, ist eine Entscheidung der Kammer VI des Gewerbeden Lehrern gleich, obwohl bei weitem nicht die gleichen Bildungs- wählten! Wir wollen hoffen, daß die nächste Wahl ein besseres gerichts von großer Bedeutung. Der Gastwirth Thomas hatte ansprüche an jene gestellt werden. Hoffentlich bewilligt der Resultat zeitigt. sich beim Arbeitsvermittler des Fachvereins Berliner GastwirthsFinanzminister noch etwas mehr; er hat ja schon im Jahre 1874 Bei den Stadtverordnetenwahlen in Frankfurt a. gehilfen einen Kellner bestellt. Es wurde ihm darauf der Kellner eine so warmempfundene Rede für die Erhöhung der Lehrer- siegten die Kandidaten der Gegner. Unsere Randidaten erhielten M. zugefchickt. Thomas ertheilte diesem sofort einige Aufträge. gehälter gehalten. im ersten Bezirk 24 und 22, im zweiten 15 und 16, im dritten Nach etwa drei Stunden fiel es dem Restaurateur ein, daß er Abg. Dr. Porsch( 3.): Wir nehmen der Vorlage gegenüber Bezirk 86 und 69 Stimmen. In jedem Bezirk find 900 bis noch nicht die Engagementskarte, die M. vom Gehilfenbureau die gleiche Stellung ein, wie gegenüber der früheren Vorlage. 1000 Wähler der Wahl fern geblieben. mitbekommen hatte, sich angesehen habe. Er holte das VerObwohl wir aus prinzipiellen und taktischen Gründen gegen die In Elmshorn haben, wie gestern schon telegraphisch ge- fäumte nach und fand als Monatslohn auf der Karte 20 M. anBorlage hätten stimmen müssen, haben wir uns den berechtigten meldet, unsere Genossen den Sieg davongetragen. Dagegen ge- gegeben. Das war ihm zu viel, der neue" Kellner mußte Wünschen der Lehrer gegenüber nicht ablehnend verhalten können. lang es unseren Solingern nicht, im ersten Wahlgang Er- wieder seiner Wege gehen. M. gab sich aber nicht so leicht zuWir wollen dem Geseze zustimmen, fordern folge zu erringen. Sie müssen zufrieden sein, daß ein Kandidat frieden, sondern verklagte Thomas beim Gewerbe. aber die Regierung auf, nunmehr ungefäumt in die Stichwahl kommt. Wegen vorgekommener Wahlunregel- gericht wegen unberechtigter Entlaffung auf Zahlung ein christliches Volksschul- Gesez einzubringen.lmäßigkeiten wollen sie die Wahl anfechten. Wir wünschen Ihnen von 72 Mark. Der Beklagte beantragte Abweisung A am ber Klage, indem er sich befonders darauf stüßte, daß vom Kläger Wenn auch die Vertreter des Militarismus sich mit Die Versammlung hatte sich bereits bedeutend gelichtet, die noch gar feine Kellnerdienste ausgeführt gewesen wären. Dem dem geschichtlich widerlegten Hinweis auf Aufrechterhaltung der meisten der noch Anwesenden sich ebenfalls geräuschvoll erhoben, gegenüber wurde festgestellt, daß M. bereits einige Tische ab- Disziplin gegen eine solche Reform jetzt noch sträuben, so werden sie in dieser Situation wurde zum Schluß nur noch einem Antrage gedeckt und Bigarren geholt hatte. Der Gerichtshof ver- dem drringenden Reformbedürfniß nicht widerstehen tönnen. Mit ftattgegeben, für Mittwoch in der nächsten Woche wiederum urtheilte den Beklagten unter folgender Begründung: recht darf man sagen: Dasjenige Heer hat die beste Disziplin, eine öffentliche Versammlung mit der gleichen TagesErwiesen sei, daß der Kläger dem Beklagten sofort beim Antritt welches die freieste und humanfte Rechtsprechung und einen ordnung einzuberufen, wie die gegenwärtige, da es feine Papiere und auch den Engagementsschein aushändigte. menschlichen Strafvollzug hat. Darum fordern wir von dem zur Neuwahl der Agitationskommission nicht mehr fam. Pflicht des Beklagten wäre es nun gewesen, sich den Schein sofort heutigen Militarismus eine einschneidende und zeitgemäße Re- Die zweite Bersammlung tagte bei Martens in der Friedrichanzusehen und fofort auszusprechen, ob er den Ueberbringer ein- form seiner Strafrechtspflege. Unser endgiltiges Ziel ist es straße. Nach einem beifällig aufgenommenen Referat des Gestellen wolle oder nicht. Statt dessen habe er gleich M. einige jedoch, den Militarismus mit seiner Wurzel, die zweifellos noffen Robert Schmidt verlas Urbanczyk die AbAufträge gegeben. Hierin sei aber der Vorgang eines Engage- fapitalistischer Natur ist, auszurotten. Dem Vortrage folgte rechnung vom Streit der Schooßarbeiter, die in Einnahme und ments zu sehen. Dasselbe nach drei Stunden einseitig wieder lebhafter Beifall. Mehrere Diskussionsredner erwähnten zur Ausgabe mit 8592,40 mt. abschließt. Unter den Eingängen aufzuheben, wäre Thomas nicht berechtigt gewesen. Illustrirung des Militär Strafverfahrens Erlebnisse aus ihrer befinden sich 5600 m. vom Zentralvorstand und 1000 M. vom Arbeiter, hütet euch vor unüberlegten Unterschriften! eigenen Dienstzeit, die je nach ihrer Art theils Heiterfeit, theils Vertrauensmann der Schuhmacher Deutschlands. In den Ausgaben find 8019,25 M. für Streifunterstützung verwandt und Diese schon oft wiederholte Warnung muß auch anläßlich eines die Entrüftung der Versammelten hervorriefen. Streitfalles von neuem ausgesprochen werden, der die Kammer VI In einer sehr gut besuchten Versammlung des Vereins 135,95 M. den ausständigen Ballschubarbeitern überwiesen. des Gewerbegerichts beschäftigte. Gegen eine Lohnentschädigungs- Vorwärts", die am Dienstag Abend im großen Sdale der Hammacher verlas hierauf die Namen derjenigen, die sich mit Es folgte dann die Klage des Kelners B, wandte der Vertreter der beklagten Hotel Kronen- Brauerei tagte, hielt Genosse Paul Ginger einen ihren Listen noch im Rückstande befinden. Abrechnung der Agitationskommission der Schooßarbeiter. gesellschaft( Bentral- Hotel) ein, Kläger habe ausdrücklich auf interessanten und mit großem Beifall anfgenommenen Vortrag Diese wies an Einnahmen 1977,35 M. und an alle Ansprüche verzichtet. Zum Beweise dafür legte er einen über Kommunale Angelegenheiten". Einleitend Schein mit der Unterschrift des Klägers vor, worin über den verweist er auf die nächstjährigen Kommunalwahlen, bei welcher Ausgaben 1915,30 M. auf. Unter den Ausgaben befinden sich erhaltenen Lohn quittirt wird und außerdem der Satz enthalten Gelegenheit die junge Organisation Vorwärts" ihre Feuerprobe und 274,75 M., die den Ballschuhmachern übergeben wurden. Bei 1500 M. an den Vertrauensmann der Schuhmacher Deutschlands ift:" und habe ich weiter feine Ansprüche mehr." 2. be- zu bestehen haben wird, deren günstiges Resultat fich schon heute und 274,75 M., die den Ballschuhmachern übergeben wurden. Bei hauptete nunmehr in durchaus glaubwürdiger Weise, daß er nur an dem Besuch der Versammlung voraussehen lasse. Auf die Diener, Hammacher, Trafen, Adamczak, Burgder Neuwahl der Kommission Neuwahl der Kommission wurden Christensen, unterschrieben habe, weil er fein Gehalt nothwendig brauchte, Nothwendigkeit der Betheiligung an den kommunalen Wahlenhagen und Holzgrefen gewählt. Mit einem fräftigen und daß er beim Unterschreiben erklärt hätte, er behalte sich seine feitens der Arbeiterklaffe eingehend, wendet sich Redner gegen Appell an die Anwesenden, ihre Pflichten gegen die Organisation Rechte vor. Das Gewerbegericht hielt aber den Schein für maß- das elende Dreitlassen- Wahlsystem, an das sich die liberal- Appell an die Anwesenden, ihre Pflichten gegen die Organisation gebend und wies die Klage ohne weiteres ab. Wenn sich Kläger freifinnig demokratische Mehrheit der Stadtväter aus Angst zu erfüllen und für die Stärkung derselben zu wirken, schloß der Vorfigende die gut besuchte Versammlung. wirklich weitere Forderungen mündlich vorbehalten hätte, so wäre um ihre Sessel krampfhaft flammert. Das Berliner Schuldoch nichts darauf zu geben, denn neben schriftlichen Abreden wesen und die feitens der Sozialdemokraten hierzu gestellten Vom Vertrauensmann der Metallschleifer war seien mündliche nicht zulässig.. Anträge, die Kranken- und Armenpflege, die Verhandlungen mit 25. November eine öffentliche Versammlung der Metallschleifer Wegen Verweigerung der Sonntagsarbeit war der der Pferdebahngesellschaft und das Submissionswesen, wurden anberaumt. Das Referat hatte Rautenberg übernommen, Arbeitskutscher R. von dem Fuhrherrn Platz ohne vorherige vom Referenten unter lebhafter Zustimmung in der Versammlung der sich seines Auftrages zur vollsten Zufriedenheit entledigte. Unter Vereins- Unter Verschiedenem wurde mitgetheilt, daß fortan nicht mehr in Auffündigung entlassen worden. einer eingehenden Besprechung unterzogen. Er klagte dann beim Ge= werbegericht mit dem Antrage, ihm eine Lohnentschädigung Angelegenheiten gab der Vorsitzende bekannt, daß die augen dem früheren Lokal, sondern im Lotale Ecke Stallschreiberzu gewähren. Mehrere Zeugen sagten aus, es sei im Betriebe blicklich vergriffenen Protokolle vom Parteitag vom Donnerstag und Alexandrinenstraße die Kassirerabende stattfinden. Die des Plak üblich, daß die Kntscher des Sonntags die Wagen an in den Zahlstellen wieder zu haben sind. Nach einem Hin 50 Pf.- Unterstützungsmarken seien gemäß dem Beschluffe einer schmierten und das Geschirr puzten. Die Kammer VII des weis auf die Nothwendigkeit der politischen Organisation und öffentlichen Metallarbeiter- Versammlung bis auf weiteres beizut Gewerbegerichts wies daraufhin die Klage ab. Der Gerichtshof ben Werth unserer Parteiprefse wurde die Versammlung mit behalten. In Werkstätten, wo bisher keine Vertrauensleute gewählt wurden, habe dies unverzüglich zu geschehen. Die Werk war der Meinung, daß der Kläger die betreffende Arbeit am einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschlossen. Sonntag hätte ausführen müssen, weil er das schon öfter gethan Im Textilarbeiter Verband( Filiale II, Posamenten- ftatt- Vertrauensleute haben sodann regelmäßig zu den Vertrauens habe. Sein Verhalten sei anzusehen als eine Weigerung, die branche) bielt am 18. b. M. Dr. Grundmann einen natur männerfonferenzen zu erscheinen. ihm obliegenden Verpflichtungen zu erfüllen, und eine solche wissenschaftlichen Vortrag. Unter Vereinsangelegenheiten wurde Der sozialdemokratische Verein„ Vorwärts" zu Weigerung sei nach§ 123 der Gewerbe- Ordnung ein gesetzlicher darauf hingewiesen, daß bei Joachim in Posen Differenzen Rigdorf hielt am Dienstag, den 24. November, im Saale der Entlassungsgrund. zwischen dem Fabrikanten und den Arbeitern ausgebrochen sind. Vittoria- Brauerei eine sehr gut besuchte Mitgliederversammlung Gegenwärtig versucht der Fabrikant, hier Arbeiter anzuwerben. ab. Das Rejerat hatte Genoffe Peus Dessau übernommen. Sodann richtete der Bibliothekar an einige Säumige die Auf- Redner sprach über die Entwickelung der kapitalistischen Gesellforderung, die entliehenen Bücher, die seit längerem ausstehen, schaft zur sozialistischen und legte, die technisch- ökonomische EntDas Glaubensbekenntniß des Amateur- Radfahrers. nunmehr abzuliefern. wickelung beiseite laffend, dar, wie in unserem Erfurter Pro6. August vom LandDer Redakteur Jakob Bloch wurde am Religionsvergehens in feiner Vereinsversammlung am 19. November, den Monats, Produktionsweise das Ziel der sozialistischen Gesellschaft im Der Fachverein der Holz- und Bretterträger beschloß gramm im allgemeinen Theil neben der Kritik der kapitalistischen gericht Berlin I von der Anklage girten Blatte Spiel und Sport" vom 5. Oktober 1895 in der Anschluß an den Holzarbeiter- Verband diskutirt, die Beschluß- soweit es auf bewußte Förderung überhaupt dabei ankomme, freigesprochen. Er hatte in dem von ihm verantwortlich redi- beitrag von 50 auf 30 Pf. zu ermäßigen. Sodann wurde der allgemeinen bezeichnet sei, während im zweiten Theile, in den sog. Gegenwartsforderungen gezeigt sei, auf welche Weise wir, Form des christlichen Glaubensbekenntnisses ein Glaubens- fassung jedoch ausgefeßt und einer öffentlichen Versammlung die bas Ziel erreichen wollen. Der Referent ging nunmehr die bekenntniß abgedruckt, worin die Grundsäge der Ama- weiteren Schritte vorbehalten. teurrabler verspottet worden. Der Angeklagte ist in England Forderungen im zweiten Theile des Programms gruppenweise durch erzogen, versteht wenig Deutsch und kennt das christliche Glaubens- Sattler und Tapezirer. Am 21. November fand in der und wies nach, wie durch die Erfüllung dieser Forderungen bekenntniß nicht. Das Gericht konstatirt, daß die Spitze gegen Alten Jakobftr. 83 eine gut besuchte Mitgliederversammlung des gleichzeitig das Bedürfniß der Gegenwart befriedigt und die die Amateurs fich richtet, nicht gegen das Glaubensbekenntniß, Verbandes der Sattler und Tapezirer statt, in der Herr sozialistische Zukunft mehr und mehr heraufgeführt werde. Im wenn auch die Aeußerung grobe Unehrerbietigkeit und maßlose Dr. Wurm das Thema:" Wie erhält man die Augen gefund?" Anschluß an diesen Nachweis beantwortete Referent auch die Frivolität dokumentire. Die Revision der Staatsanwalt- behandelte. In der darauf folgenden Diskussion beantwortete Frage, ob der Sozialismus sich ohne Gewalt durchsetzen werde schaft gegen das Urtheil wurde vom Reichsgericht verworfen, der Referent mehrere an ihn gerichtete Fragen. Bei der Be- dahin, daß in dem Begriff der sozialistischen Revolution die da der Thatbestand des§ 166 stets den Ausdruck der Miß- sprechung der Berufsangelegenheiten übten einige Redner eine Gewaltsamkeit ganz und garnicht enthalten sei, daß nur der achtung in roher Form erheischt; das bloße Verächtlichmachen herbe Kritik an den niederen Löhnen in den Militärwerkstätten. gewaltfame Widerstand gegen das, was die Nothwendigkeit der genügt nicht. Wie behauptet wurde, trage die Lauheit der Kollegen viel zur ganzen ökonomischen Entwickelung erheische, das Moment der Der Vortrag Ein hartnäckiger Stenerverweigerer stand am Mittwoch Aufrechterhaltung solcher Bustände bei. So haben die Arbeiter Gewalt in diese Revolution hineintragen fönne. in der Person des Privatiers T. vor dem hiesigen Schöffengericht. bei der Firma Wunderlich Nachfl. eine nicht unbedeutende ward mit dem größten Interesse entgegengenommen. Genosse Wie er angiebt, verweigert er seit dem Jahre 1884 jede Steuer- Summe für ein Meisterjubiläum gespendet, während ihnen der Rezzerau sprach sein Bedauern aus, daß die Ausführungen des Peus nicht Don noch mehr Genossen an zahlung, weil er seiner Meinung nach einmal zu unrecht ver- Beitrag für den Verband zu hoch erscheint. Die Folgen dieser Genossen Die Jbeen des Referats tämen urtheilt worden ist und seinem Antrage auf Wiederaufnahme des loyalen Gesinnung sind allerdings nicht ausgeblieben, denn es gehört worden seien. sehr dringenden Bedürfniß sehr vieler ParteiVerfahrens nicht stattgegeben wurde. Es scheint, als ob er aus folgte bald darauf eine Lobnreduktion. Auf die Petition an das einem Es wäre ihm sehr erwünscht, wenn diesem Grunde häufig mit den die Steuern einziehenden Beamten Kriegsministerium, die eine Abschaffung der Hausindustrie in der genoffen entgegen. Konflikte gehabt hat, denn er ist schon mehrfach wegen Be- Sattlerei verlangt, ist bisher keine Antwort ertheilt. Pörsch Genosse Peus im Verein auch einmal in ähnlicher Weise seine leidigung vorbestraft. Auch zwei Sittlichkeitsvergehen haben ihm hat sich deshalb im Auftrage der Lohn- und Agitationskommission Gedanken über das Agrarprogramm zum Ausdruck bringen Peus erklärte sich bereit. Die Versammlung ward schon Borstrafen eingetragen. Am 12. September dieses an die sozialdemokratische Fraktion gewandt, die beim Militär wollte. Jahres hat er wiederum den Steuererheber, der behufs 3wangs- etat eine dahingehende Anfrage richten wird. Im Anschluß hierauf furz nach 11 Uhr geschlossen. vollstreckung seine Wohnung betrat, mit beleidigenden Worten daran wurde folgender Antrag angenommen: Der Ortsvorstand regalirt und ihn aufgefordert, seine Wohnung zu verlassen. Auch wird beauftragt, eine Kommission zu ernennen, welche die Leute bie mitangeklagte Ehefrau des Z. hat dem Beamten bei dieser einzeln zu vernehmen und das so gewonnene Material zusammen Gelegenheit einige Beleidigungen ins Gesicht geschleudert und ge- u stellen habe, um der sozialdemokratischen Reichstags- Fraktion droht, ihn, wenn er wiederkomme, mit dem Besenstiel zu das nöthige Material zu überliefern. " Gerichts- Beitung. Brit. Am 15. d. M. sprach hier in einer öffentlichen Verbevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Auffassung und Nord Schule, fammlung Reichstags- Abgeordneter Zubeil in einem zweistündigen Vortrag über die Thätigkeit des Reichstages. Sodann gab der Vertrauensmann einen ausführlichen Bericht und die Abrechnung während seiner Geschäftsführung im verflossenen empfangen. Die Angeklagten bestritten, diese Beleidigungen be- In einer Versammlung der Konditoren, die am Jahr. Danach belief sich der Kassenbestand auf 84,35 N. Bei gangen zu haben. Der Gerichtshof schenkte jedoch der Zeugenausfage 22. November stattfand, wurde über die vom Zentralvorstand der Ersatzwahl wurde Weniger wiederum mit diesem Amt des betreffenden Steuererhebers vollen Glauben, hielt die von zur Diskussion gestellte Frage, die Verschmelzung der Bäcker, betraut und den Genossen G. Schulz, Kursch und Hutter demfelben befundeten beleidigenden Aeußerungen für erwiesen Müller und Konditoren zu einem großen Verbande, Beschluß die Revifion übertragen. In die Lokalkommission delegirte die und verurtheilte den Angeklagten mit Rücksicht auf dessen Vor- gefaßt. Mehrere Redner warnten vor Uebereilung in einer so Bersammlung die Genossen Schiebiz, G. Schulz, Wille ftrafen zu 2 Monaten, die Frau dagegen, weil sie unter dem wichtigen Sache und empfahlen, die Beschlußfassung auszusehen und Sandmann. Mit der Aufforderung, energisch für die Einfluß des Mannes gehandelt habe, nur zu 1 Woche Gefängniß. Es wurde sodann folgende Resolution einstimmig angenommen: Interessen der Partei einzutreten, schloß hierauf der Vorsitzende Beim Verlassen des Gerichtssaales sagt der Verurtheilte in be- Der Lokalverein Berlin wünscht im Fachorgan eine eingehende die Versammlung. stimmtem Zon:" Ich zahle doch keine Steuern!" Wegen dieser Uebersicht über die bestehenden Verhältnisse in den interessirten Ungebühr vor Gericht wurde ihm eine sofort zu volftreckende drei Gewerkschaften hinsichtlich ihrer Mitgliederzahl, Vermögens fammlung des Arbeiter- Bildungsvereins hielt Dr. Bernstein Schöneberg. In der am 16. November stattgehabten Ber Haftstrafe von 2 Tagen auferlegt. verhältnisse und allgemeinen Lage. Das Material müßte aus einen interessanten und lehrreichen Vortrag über Hypnotismus, Der Sektenprediger David Lankant in dem oftpreußischen den Abrechnungen der letzten drei Jahre resultiren und soll nach dem eine recht rege Diskussion folgte. Nach Erledigung einiger Drte Bucken, der schon oft die Verwaltungsgerichte und auch die Erfüllung dieser Aufforderung zu dieser Sache Stellung ge Vereinsangelegenheiten und der Bekanntgabe, daß Genosse Ti mm Strafgerichte beschäftigt hat, hat jetzt abermals einen Verwaltungs- nommen werden. über das Thema:" Sozialismus und Anarchismus", am 7. De streit durchgefochten. Lautant ist Vorsteher der evangelisch Verband der Möbelpolirer( Filiale Süd- Ost). In einer zember im Arbeiter- Bildungsverein sprechen wird, wurde die gutLutherischen Gemeinde in Bucken, die sich auf grund des Gesetzes Versammlung, die am 23. b. M. tagte, hielt Genosse Massatsch besuchte Versammlung geschlossen. vom 14. März 1873 gebildet hat; in seinem Hause hält die ultra- einen interessanten Vortrag über das Thema: Der Aberglaube fromme Gemeinde ihre Betſtunden ab. Um mit der Landeskirche und seine Entstehungsursachen. Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: SüdDie Werkstattangelegenheiten, oft- Schule, Waldemarfir. 14: Natur- Erkenntniß( Antike und moderne nun auch äußerlich in Konkurrenz zu treten, ließ Lautant vor die hierauf zur Besprechung standen, konnten nur zum theil Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische einiger Zeit auf dem Wohn- und Bethause Glocken anbringen, erledigt werden, da von den eingeladenen Arbeitern nur einer Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Enthronung der Erde aus ihrer mit deren Klange er des Sonntags seine Lämmchen in die Er erschienen war. Meier theilt den Anwesenden mit, daß am experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze bauungsstunde lockte. Er hatte jedoch nicht mit dem Ortspfarrer ersten Feiertag der Verband sein Weihnachtsfeit bei Mieft, Weber- Lamart- Da win]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. und nicht mit der Polizei gerechnet. Auf eine Denunziation des straße, arrangirt. Die Versammlung im Dezember fällt aus. Brunnenstr. 25: Rede- Uebung( Die wichtigsten technischen Gundfäße für die Grenzen der Natur- Erkenntniß.) Herr Dr. C. Joël. geiftlichen Gemeindehirten verbot ihm die Polizeiverwaltung das Am 22. d. M. hatte der Verband eine Bersammlung im Stunft des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Bortrages). Herr Einläuten der Betſtunde mit den Kirchenglocken und drohte ihm für Englischen Garten einberufen, in der Dr. Joel in einem recht Seinrich Schul jede Zuwiderhandlung 60M. Geldstrafe oder 10 Tage Haft an. Lautant lehrreichen Vortrage über die Eroberung des Nordpols sprach. legte Beschwerde ein, ließ sich im übrigen aber nicht irre machen, sodaß bald eine ganz stattliche Summe an Strafen festgesezt Von der Agitationskommiffion der Schuhmacher waren worden war. Seine Beschwerden wurden vom Landrath und am 23. November zwei große öffentliche Versammauch vom Regierungspräsidenten in Gumbinnen zurückgewiesen. Iungen einberufen. Bei Joel in der Andreasstraße gaben Der 1. Senat des Ober Verwaltungsgerichts hat Niederauer, Nauer und Willmer den Rechenschaftsjedoch am 24. November die polizeiliche Verfügung außer traft bericht über die im Laufe des Jahres stattgehabten Streits, so gesetzt und die Bescheide der Beschwerde- Instanzen, soweit darin weit ein jeder von ihnen während dieser Zeit die Kassenarbeiten die Verfügung aufrecht erhalten wurde, aufgehoben. Die zu führen hatte. Im ganzen ging aus den Berichten hervor, Gründe gab Exzellenz Perfius nicht bekannt. daß für diese Streits in runder Summe 26 000 m. verausgabi worden sind; 16 250 M. leistete die Zentraltasse, die übrige Summe wurde in Berlin aufgebracht. Ronstatirt wurde von Willmer, daß die Erfolge den verausgabten Summen nicht entsprächen. Im Wahlverein für den dritten Reichstags- Wahlkreis zu Revisoren der dargelegten Rechenschaftsberichte wurde hielt am Mittwoch Reichstags- Abgeordneter Kunert einen Ullrich, Ronräbel und Novat erwählt, denen nach Vortrag über die Nothwendigkeit der Reform der Militärftraf- ihrer Revisionsthätigkeit eine spezielle Berichterstattung zufällt, Prozeßordnung. Der Redner erläuterte das geltende Militär- und anheimgegeben wurde, die geprüfte Abrechnung im Vorstrafrecht und führte durch drastische Beispiele und neues wärts" zu veröffentlichen. Eine bis gegen 1 Uhr sich aus- Der Verein zur Wahrung der Interessen der Gast- und statistisches Material die furchtbare Härte desselben vor Augen. dehnende, oft recht heftige Debatte, schloß sich den Rechenschafts- Schankwirthe erklärte laut" Vorwärts" bericht vom 25. NoEr begründete die neuzeitlichen Forderungen in bezug auf die Ein berichten an. Hauptsächlich gab eine höhere Unterstüßungssumme, vember cr., daß von acht Zeugen nicht einer in der Lage ge heitlichkeit, Deffentlichkeit und Mündlichkeit des die zwei Gemaßregelten ausbezahlt worden war, zu der Debatte wesen wäre, den Schatten eines Beweises für die gegen Carl beimilitärischen Rechtsverfahrens, ferner verwies er auf die unabweis- Anlaß. Menzel, dem im Laufe der gepflogenen Er- Schöning, Köpnickerstr. 68, erhobenen Berdächtigungen liche Nothwendigkeit der Ständigkeit und Selbständig örterungen vorgehalten wurde, er habe sich während zweier zubringen. teit aller militärischen Gerichte, sowie auf die Durchführbarkeit eines Jahre faft garnicht um die Bewegung seiner Gewerk. Demgegenüber erklären die Unterzeichneten, daß die gegen geordneten Instanzenweges, da heute die Einlegung von schaft gekümmert, leitete die Debatte als Opponent ein. Schöning erhobenen Anklagen von ihnen vollinhaltlich bestätigt Rechtsmitteln für den verurtheilten Soldaten ausgefchloffen Der Agitationskommission wurden die verschiedenartigsten Bor- wurden. Sollten die Genoffen" eine gerichtliche Verhandlung ift. Endlich verlangte der Referent um hier von einer Fülle würfe gemacht, die von Mitgliedern derselben eingehend wider nicht schenen, so wird der Beweis erbracht werden, daß sie in anderer Einzelheiten des Referats abzusehen auch die Ber- legt wurden. Von einer Seite ging der Antrag ein, einen be- diesem Falle die Wahrheit zu vergewaltigen versucht haben. Ber- legt weisung aller nicht militärischen Bergehen vor bie bürgerlichen foldeten Beamten zur Erledigung aller nothwendigen Arbeiten C. Lamprecht. Eriner. Hermann Kamp. F. Jahn. Gerichte. einzustellen. Zu einem endgiltigen Resultat kam man indeß nicht. H. Bresemann. G. Becker. Versammlungen. " Die Schulräume find zur Benugung ber Bibliothet und des reichen Zeitschriftenmaterials, schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlius und Umgegend. Borfigender Ad. Neumann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Menderungen Arbeiter Rancherbund Berline und Umgegend. im Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, kottbuser Damm 72. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ale Buschriften, ben Bund betreffend, sind zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Freie Vereinigung der Bauanfchläger Berlins. Sonnabend, den 5. Dezember, abends 8 Uhr: Familien- Kränzchen im Lotale des Herrn Buste, Grenadierstr. 33. Sprechfaal. Die Redaktion fiellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Intereffes au Berrfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig bagegen, mit dem Inhalt desselben identifizirt zu werden. Für den Juhalt der Juſerate über.| Alexanderplatz- Theater. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Freitag, 27. November: Opernhaus. Die Meistersinger von Nürnberg. Schauspielhaus. Lehte Liebe. Deutsches Thenter. Morituri. Berliner Theater. Renaissance. Theater. Die Pikante Novität! Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Akten von Wilhelm Friedhold. Anfang 8 Uhr. nach dem Nordpol ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit. Bons, auch die zu Nansen's Reise Ohne kittlichen Halt. Morgen und die folgenden Tage: Theater des Westens. Schiedsmani W. Noack's Theater Hempel. Neues Theater. Bocksprünge. Bor her: Die fittliche Forderung. Residenz- Theater. Verschwunden. Brunnen Strasse 16. Täglich: Konzert, Theater- und Schiller- Theater. Der Sohn der Spezialitäten- Vorstellung. Wildniß. Thalia Theater. • Das Wetterhäuschen. Zwei Schwiegerföhne. Belle- Alliance- Theater. Lumpaci vagabundus. Offend- Theater. Der deutsche Michel. Volks- Theater. Gefchloffen. Käthe Riondi, Liedersängerin. Gustav Wehling, Tanzhumorist. Geschw. Strosow, Gesangsduettisten. Elli Hertzog, Rostüm- Soubrette. Richard Wagner, Opernfänger. Jeden Sonntag, Dienstag Theater Unter den finden. Der und Donnerstag nach der Vorstellung: Ehemann vor der Thür. Unter den Linden. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Vor Sonnenaufgang. Alexanderplatz- Theater. fittlichen Kaufmann's Variété. Ohne Tanzkränzchen. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnbogen. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends 8 Uhr. Wissenschaftl. Theater Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. = Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanfchläge. Passage- Panopticum. Traumbilder. 16. Kreis. Moabit. 6. Kreis. Deffentliche Volks- Versammlung am Montag, den 30. November 1896, abends 8 Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 26. Zages Ordnung: 219/ 4* 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Bebel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht Der Vertrauensmann. Zentralverein der Bildhauer. Erkursion nach dem Polytechnikum Charlottenburg Sonntag, den 29. November: ( Stadtbahnhof Thiergarten). Versammlungsort: Borhalle des Hauptportals, Berlinerstraße, bis 20/13 Eine Weihnachtsfeerie 11 Uhr vormittags, pünktlich. mit Musik und Gesang. Ohne Extra- Entrée Neu: Hundert Jahre Mode. Castan's Bart6. Spezialitäten Im Frühlingsglanze! Panopticum Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Freitag, abends 8 Uhr: Der Sohn der Wildnik. Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Heute und folgende Tage: Neue phänomen. Ausstattung. Heute fonzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenRapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester„ Al Seil". Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". Hopfenlaube: Instrument. ,, Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft Eder." Eder." Theater- Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten u. f. w. Der deutsche Michel. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Anfang 8 Uhr. Sonntag, nachmittags 8 Uhr: Lorbeerbaum und Bettelstab. Entree frei. Borzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 Pf. Central- Theater. Apollo- Theater Alte Jakobftr. 30. Direttion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Zum 68. Male: Eine wilde Sache. Große burleske Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen und die folgenden Zage: Eine wilde Sache. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Vor Sonnenaufgang. Soziales Drama in 5 Atten von Gerhart Hauptmann. Anfang 8 Uhr. Sonnabend, Dienstag und Mittwoch: Gastspiel bes großen italien. Opern Ensemble's vom Scala Theater in Mailand unter Leitung ihres Impresario G. Brianza. Billets zu den angekündigten Vorftellungen sind ohne Vorbestellungsgebühr zu haben: an der Theaterkasse, außerbem im„ Invalidendant", Unter den Linden 24, und im Cigarrengeschäft von Paul Romeid, Leipzigerstr. 6. Sonnabend, 28 Novbr., nachm. 4 Uhr: Kinder Vorstellung: Schneewittchen und die sieben Zwerge. = Sonntag, 29. Novbr., nachm. 3 Uhr: Klassiter Vorstellung: Wilhelm Tell. Von Fr. von Schiller. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Das Wetterhäuschen. Musikal. Genrebild von Abrian Roß. ( Weather or no.) Deutsch von Hermann Hirschel. Mufit von Bertram Luard Selby. Darauf: Zwei Schwiegersöhne. Schwank in 4 Atten von M. Boucheron. Deutsch von May Schönau. Morgen und folgende Tage: Die felbe Borstellung. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52, 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familienaufenthalt. Neu! Neu! Förster's Wilhelm. Charaktergemälde in 1 Akt von Studenbrod. Mufit von J. Tauwig. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Grand Konzert der Elite- Haustapelle unter Leitung des Kapellmeisters Martin. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Dienstag, den 1. Dezember, 8½ Uhr. Modellenr- Abend. Geschäftliches. Wahl eines Mitgliedes zur Werkstattdelegirten- Kommission. Annenstraße 16: Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter Verband ( Zahlstelle Berlin). Heute Abend bei Cohn, Beuthitraße 20/21( oberes Zimmer): Sihnng der Ortsverwaltung. Die Beitragsammler werden ersucht, behufs Entgegennahme der Billets zum Weihnachtsvergnügen, in der Sigung zu erscheinen. 79 9 Metallarbeiter. Sonntag, den 29. November 1896, mittags 12% Uhr, im Lokal von Raabe, Colbergerstraße 23: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Der Ausstand in der Eisengießerei von Hartung und unsere weiteren Maßnahmen gegenüber dem Vorgehen der Kühnemänner. Zahlreiches erscheinen aller Kollegen, besonders aber der Former und Gießerei- Arbeiter, ist unbedingt erforderlich." Montag, den 30. November 1896, abends 8 Uhr, in Keller's Fenfälen, Koppenstraße 29: Gr. Abschieds- Vorstellung Große öffentliche Versammlung. des Künstler- Personals in seinen besten Glanznummern. Montag, den 30. November: Mile. Fougère Sum legten Male bas ſenſationelle The Troubadours Kaufmann Signor Bernardi Fleury- Trio und 30 Kunstkräfte ersten Ranges. Kaffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Ganz Berlin verbinden die elettrischen und Pferdebahnen zum Rottbuser Thor mit dem Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34. Heute, Freitag, geschlossen. Sonnabend, den 28. November: abends 6 Uhr: Eröffnung der Festsäle im Weihnachtsschmuck. Knecht Ruprecht's Einzug in Krähwinkel. Um 8 Uhr zum ersten Male: Robert und Bertram. Große Posse mit Gesang u. Tanz in 4 Atten von G. Räder. Entree 50 Pf. bis 8 M. Sonntag: Dieselbe Vorstellung. Electrical Edison Scientific Theater Kinetograph und Grapho- Phonograph Mauerstr. 66, nahe Leipzigerstraße. Eintritt 4-10 Uhr nachmittage stündlich: Ein Tag in der Schweiz". 30 Pf. Kinder und Militär die Hälfte. Viktoria- Brauerei. Lützowstrasse 111/112. Heute, sowie jeden Freitag und Montag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate.) Neues Programm. Sonntag: Concerthaus Sanssouci. brillante November- Programm. Anfang 71/2 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirt 50 Pf. Dienstag, den 1. Dezember: Neues Spezialitäten- Personal. Hochinteressantes Programm. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété. u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Jm vorderen Saal täglich: Großes Konzert DE der nunübertrefflichen italienischen National- Sänger- und Tänzer Gesellschaft Dominico Conti. Entree vollständig frei. Jm großen Theateriaal: Im Vorzimmer Sr. Excellen Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, annerkannt gute Küche. Tages Ordnung: Die gegenwärtige Lage der Metallarbeiter, die neuesten Maßnahmen der Metallindustriellen und unsere Aufgaben für die Zukunft. Kollegen! Gegenüber den Vorgängen, die in letter Beit zu tage getreten find, ist es nothwendig, energische Maßnahmen zu treffen, um zum allermindestens den Kollegen die gegenwärtigen Arbeits- und Lohnverhältnisse zu erhalten. Erscheint daher Mann für Mann. 117/9 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Tischler- Verein. Sonnabend, den 28. November, abends 81/2 Uhr, Melchiorfte. 15: Versammlung. Tages Ordnung: 198'5 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über Kapitalismus und Nervenkrankheiten". 2. Gin Unterstützungsgesuch und Vereinsangelegenheiten. Damen haben Zutritt. Der Vorstand. Achtung! Achtung! Brauerei- Arbeiter. Sämmtliche in den Brauerei Betrieben beschäftigten Personen( Böttcher, Brauer, Fahrer, Mitfahrer, Schmiede, Schloffer, Heizer, Maldinisten u. s. w.). Sonntag, den 29. November, nachmittags 1/2 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27 c: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Wahlen zum Kuratorium des Arbeitsnachweiſes. Referent: Kollege Wiehle aus Hannover. 2. Diskussion und Verschiedenes. 41/8 Die Agitations- Kommission. Verband Deutscher Zimmerlente. ( Zahlstelle Berlin.) Circus Busch. Bezirks- Versammlung ( Bahnhof Börse.) Freitag, den 27. November, Abends 71/2 Uhr: 10 am Sonntag, den 29. November, abends 5 Uhr, bei Wilke, Andreasstraße 26. Tages- Ordnung: Die Bedeutung der Frau in der Arbeiterbewegung." Referentin: Frau Mesih. 254/3 Große humoristische Vorstellung Damen und Herren, sehr wilkommen. Nach dem Vortrage: Geselliges Beisammensein. Gäfte, Ein Abend zum Lachen. Mr. Alf. Daniels als Gedankenleser. Zum 1. Gigerl- Clown Zum 1. Male: Der Clown Boganowsky als Töffel in der Tanzstunde. Zum 9 Der Vorstand. Filiale V. 169,13 31111, anale: aer Gebeter. Schäftebrandje! Verein Deutsche Schuhmacher abends' 8 Uhr: Versammlung Rosenthalerite. 57 bei Babiel. Achtung! Achtung! Sonnabend, 28. November, im Lokale der Brauerei Friedrichshain 1. Male: Der Dorfbarbier, höchft kom. Szene. Bum 1. Male: Die Clowns Mr. Sidney und Cyrillo als Arretirte. 100 Clowns, männliche und weibliche. Ferner: Dir. Busch mit seinen bestI am Friedrichshain: breffirten Freiheitspferden. 4 gezähmte Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert Zebras. Lepicq- Trio, unübertreffliche Hochturntünstler. Zanzibar, ruff. Sengst, geritten von Herrn Salamonski. Nur noch einige Male: Die Jagd nach dem Glüd. Morgen: Die Jagd nach dem Glück. 4 Zebras. Lepicq- Trio. Sonntag, nachm. 4 Uhr: Millennium. 4 Zebras. Harz- Käse. Hochfeinste hellgelbe Waare, fetteftem Buernquart. Postkolli aus 90 Stück 3 Mk. franko. 500 Stück 12,50 Mt. per Bahn, 1000 Stück 24,00 Mt. ab hier. Versandt gegen Nachnahme. Walter Fischer, Räserei, Buttstädti./ Th. ausgeführt von den Männerchören Rothe Nelte II, Oranienburger Borstadt, Treu u. Einigkeit( Rigdorf), Weiße Rose II( Weißensee), Dir.: Herr A. Miesch, ( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes) unter Mitwirkung einer start befeßten Kapelle der Zivil- Berufsmusiker, Dirigent: Mar Gaçon und unter gütiger Mitwirkung der Sopranistin Fräulein Emma Priebe. Zur Aufführung gelangen nur neuere Kompositionen. Anfang 81/2 Uhr. Billets 30 Pf. Nach dem Konzert: Grosser Ball. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. 3u zahl. reichem Besuche ladet ein Das Komitee. 1587b amen u. Herren Damer als Mitglieder zu größeren Aufführungen sucht Theaterverein Freier Wille. Derfelbe tagt jeden Mittwoch, abends 81/2 Uhr, im Märkischen Hof, Admiralstraße 18c. Wöchentlicher Beitrag 10 Pf. 1609b Damen- Corsetts Elegante Herkules- Spiralfeder- Corsetts. Heuheiten in Ball- u. Empire- Corsetts in weiss, crême und den neuesten Modefarben und der Figur Eleganz und Formenschönheit verleihenden Pariser und Brüsseler Façons. 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Vorzugsbillets à 25 Pf. für Arbeitervereine und deren Mitglieder sind vom Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, H. Königs, Berlin S., Dieffenbachstraße 30, und in den Schullokalen zu haben. Franen- Vortrag Englischen Unterricht ertheilt G. Liebknecht, Kantstr. 160. Am Mittwoch, den 25. d. M., früh 9 Uhr, verstarb nach langem schwerem Leiden mein lieber Mann und Vater, der Mostrich fabrikant Gustav Wulkau. Um stille Theilnahme bitten Bertha Wulkan geb. Worgitzky und Helene. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. Nov., nachm. 3 Uhr, von der Leichenhalle des alten Sophien Kirchhofs, Bergstraße, 60/10 aus statt. B Zentral- Kranken- u.Sterbefasse der Tischler u. Oertliche Verwaltung Berlin H. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied, der Buchbinder Rudolf Beik, Rosenthaler- 49. instrasse Herren- und Knaben- Garderoben ** S. Littmann 101. Manteuffelstraße 101. 372L* Grosse Auswahl in Winter Paletots von M. 12,50 an. Reelle Bedienung! Gr. Stofflager nach Maass Billigste Preise! 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