Mr. 280. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich,- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwürts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Hernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Checks, Frachtbriefe) sollten bluten. Sonntag, den 29. November 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. herausbezahlt würde. Doch auch dazu hielt Graf Posa-| zahlreicheren Geschäftstransaktionen Geschäftstransaktionen die Reichsstempel dowsky, auf den Voranschlag für 1895/96 fußend, abgaben; am stärksten endlich kommt er in den Zößen und 33 Millionen aus der geplanten Tabak- Fabrikatsteuer für Verbrauchssteuern zum Ausdruck: der wachsende Konsum unentbehrlich. der Massen, der lebhaftere internationale Handelsverkehr an bei den Zöllen u. Verbrauchs Steuern mithin mehr 627,0 Mill. 54,6 26,8 " " # 661,6 mil. 34,6 min. 64,7 10,1 32,7 5,9 " # " • 22,1 24,4 2,3 " " Die Reichseinnahmen. In der Session 1893/94 mar es besonders Herr Miquel, der dem Reichstage eine Finanzreform in großem Stile als nothwendig zu erweisen trachtete. Die Caprivi'sche Armee- Die Reichs- Finanzverwaltung erhielt diesmal garnichts wirft eine üppige Ernte für das Reich ab. So sind denn Reorganisation habe die Ausgaben beträchtlich gesteigert, nenen Steuern: den allerdings zu erwartenden für das abgeschlossen vorliegende Rechnungsjahr vom während auf der anderen Seite die Handelsverträge mit 2 Millionen neuer Einnahmen aus der Novelle zum April 1895 bis März 1896 alle dereinst als unsolid ihren Zollherabsehungen einen Einnahme- Ausfall von etwa Bolltarif stand der Verzicht auf die 2-3 Millionen gegen- getadelten Schäzungen des Reichstages durch die Wirklich Es betrugen nämlich die 35 Millionen Mark bewirken würden. Weiter wollte der über, die man von der früher geplanten und dann wieder teit weit überholt worden. vielgewandte Finanzminister den Einzelstaaten 40 Millionen aufgegebenen Herabsetzung der Zuckerprämien vom 1. August Einnahmen nach d. Anschl. für nach den Mehrüberweisungen seitens des Reiches garantiren, 1895 ab zu erwarten gehabt hätte. Der Etat von 1895/96 1895/96( intl. dem wirklichen während nach dem Etat für 1893/94, wie er vor hätte nach den Regierungs- Voranschlägen mit einer Restenfos. a. d. Vorj.) Einkünften der Militärvorlage festgestellt war die Matrikular Spannung" von 33 Millionen Mark abschließen müssen; beiträge der Einzelstaaten und die Ueberweisungen die Einzelstaaten hätten 33 Millionen mehr an das Reich in des Reiches sich etwa ausgeglichen haben würden, der Form der Matrikularbeiträge zu zahlen wie an Ueber bei den Reichsstempelabgaben dann aber durch die Bestreitung der ersten Militär. weisungen vom Reiche zu empfangen gehabt. Durch das bei Poften und Telegraphen aufwandsrate aus der nachträglichen Erhöhung der Matri- Widerstreben des Zentrums und durch die parlamentarische bei der Reichs EisenbahnVerwaltung tularbeiträge ein Loch von über 20 Millionen in die Einzel- Kriegskunst des Abg. Richter kam es jedoch anders; man und schätzte staats- Finanzen gerissen worden war. Herr Miquel war ſtrich 17 Millionen in den Ausgaben Alles in allem war demnach trotz der Militär- und nach alledem unerschrocken genug, dem biederen Steuerzahler die 1895/96 in Aussicht zu nehmenden Einkünfte um Marine- Mehrausgaben der Stand der Reichs- und Staatseine Neubelastung von etwa 100 Millionen jährlich anzu- 93 Millionen höher. Damit war der wahrscheinliche Au- finanzen seit langen Jahren tein so günstiger wie augensinuen. Der Tabat, der Wein, die Börse, das Lotterie- spruch an die Einzelstaatszuschüsse auf 6 Millionen blicklich. Die Einzelitaaten würden nach der Frankensteins spiel, alle stempelfähigen Geschäftsausweise( Quittungen, Nachtragsetats immerhin noch auf 10 Millionen, also auf das Etatsjoll von 1895/96 gewesen sein, wenn der Anheruntergebracht mit den späteren Forderungen der schen Klausel die Nutznießer des ganzen Ueberschusses über heruntergebracht Der Reichstag war 1893/94 glücklicherweise nicht mehr einen Betrag, der die Luft zu gewagten und gehässigen trag Lieber, bezw. das daraufhin zu stande gein der übermüthigen Geberlaune von 1887. Er erhöhte nur Steuererperimenten allgemein bis auf den Gefrierpunkt ab- fommene Nothgesetz nicht 13 Millionen davon zur die Börsensteuer und den Lotteriestempel um fühlen mußte. Nur die offiziöse Presse, insbesondere die Reichsschulden- Verminderung reservirt hätte. Immerhin voraussichtlich etwa 24 Millionen Mark jährlich, ließ jedoch gut dressirte Presse des Herrn Miquel, zeterte über das nellen sich die Ueberweisungen für 1895/96 um 26,4 Millionen sonst Herrn Miquel mit seinem offenen und heimlichen unsolide Gebahren, die Einnahmen höher wie im Regierungs- höher, als im Etat vorgese, en war. Liebeswerben abfallen. Durch höhere Veranschlagung ver- voranschlag zu tagiren. Für 1896 97 joll( nach demselben Nothgesez) die Hälfte schiedener Einnahmeposten, über die Etas- Vorlage Die Thatsachen haben nicht den Reichstag, sondern der des etwaigen Ueberschusses der Ueberweisungen über die hinaus um rund 11 Millionen, ferner durch Finanzverwaltung Lügen gestraft. Das Finanzjahr 1895/96 Matrikularbeiträge zur Verminderung der Reichsschuld Kürzung der verlangten Ausgaben um 19 Millionen liegt jetzt nicht mehr in unsicherem Halbduntel vor uns, zurückgehalten werden. Nach den bisher befannt erhielt dann der Etat für 1894/95 ein wesentlich anderes sondern in Klarster Tageshelle hinter uns. Die eben gewordenen Ergebnissen wird dieser Ueberschuß gauz be Geficht. Die endgiltige Abrechnung für 1894/95( 1. April dem Reichstage zugegangene Uebersicht der Reichsausgaben deutend sein, obwohl der Voranschlag noch mit fast 1894 bis Ende März 1895) zeigte auch in der That eine und Einnahmen für das Etatsjahr 1895/96" ist eine 13 Millionen Zuschußpflicht der Einzelstaaten aa das Reich ganz geringe Inanspruchnahme der Einzelstaaten für das glänzende Rechtfertigung der parlamentarischen Opposition. rechnete. Haben doch vom April bis zum Oktober des Reich. Diese stützte seinerzeit ihre Höherschägung der Einnahmen laufenden Jahres, also in sieben Monaten, die Zölle und Unter diesen beruhigenden Umständen trat der Reichs- auf die überall hervortretenden Anzeichen des auf allen Verbrauchssteuern bereits 30 Millionen( einschließlich der tag im November 1894 wieder zusammen, um den Etat Gebieten sich regenden und entfaltenden Wirthschaftsfreditirten Beträge 40 Millionen) mehr ergeben wie im Bor für 1895/96 zu entwerfen. Herr Miquel war jetzt vor- aufschwunges, in erster Linie auf die wachsende ge- jahre, das auch schon ein gutes war. fichtiger und stiller geworden. Der Reichs- Schaßsekretär schäftliche Inanspruchnahme der Post und der Eisenbahnen. Der Stand der Einnahmen im ganzen ist also ein Graf Posadowsky war großmüthig bereit, auf die vierzig Jeder Wirthschaftsaufschwung kommt in den Enzelstaats- überraschend günstiger. Es frägt sich nur, aus welchen Millionen Mehr- Ueberweisungen zu verzichten und sich mit Finanzen besonders durch die auschwellenden Einnahmen Taschen dieje Millionen vorzugsweise fließen und zu dem einen Biele zu begnügen, daß das Reich in Zukunft für Staatsbahnen, Berg- und Hüttenwerke zur Geltung. welchen 3wecken sie verwendet werden und verwendet mit seinen eigenen Einnahmen auskommen müsse, also Im Reichsbudget treibt er die Ueberschüsse der werden sollen. Hier wird freilich das Bild ein nach jeder niemals eine höhere Summe von Wiatrifularbeiträgen er- Post- und Telegraphenverwaltung, der Reichs Eisen- Richtung hin unerfreuliches und beschämendes. heben dürfe, als gleichzeitig den Einzelstaaten vom Reiche bahnen in die Höhe; noch mehr befruchtet er durch die 181] Rienzi. Der lette der römischen Volkstribunen. C der Colonna in Rom gebührende Stellung und Würde zu- tapfer in seiner Selbstvertheidigung, erleuchtet genug, um gefagt. Alles, was ich dafür verlange, ist Gehorsam gegen sich selbst zu regieren, wenn dieses Ziel meines Strebens das Gesetz. Die Zeit und das Unglück haben meinen erreicht wird, dann kann die Mutter der Nationen nicht früheren Stolz gemäßigt, und wenn ich auch die Strenge blos durch die Gewalt der Waffen, sondern durch die Uebers des Richters behaupten will, so soll sich künftig niemand über den Hochmuth des Tribunen beklagen." Roman von Edward Lytton Bulwer. ,, Wäre ich der Kaiser, dessen Ritter ich nur bin, so würde Eure Schwester mit mir gleichen Ranges sein," ant-" Ich wünschte," antwortete Adrian, Eure Sendung wortete Adrian lebhaft. Rienzi, es thut mir leid, daß ich an Stefanello wäre einen Tag aufgeschoben worden; ich von Euch erkannt worden bin. Ich hoffte, als Ver- hätte dann beffer vorarbeiten fönnen. Doch dem sei wie mittler zwischen den Baronen und Euch Euer Butrauen ihm wolle, Jhr belebt den Wunsch in mir, dieses Verzu gewinnen und dann meinen Lohn zu verlangen. Wißt, mittlungsgeschäft eifrig zu betreiben, und gelingt es mir, daß ich morgen früh nach Palestrina abreise und meinen eine friedliche Vereinigung zu bewirken, so werde ich nicht jungen Better mit der Wahl des Volkes und des Papstes verkleidet Eurer Schwester mich nahen." legenheit und Majestät ihrer moralischen Macht den Ge horsam ihrer Kinder wieder fordern. Soll ich mit diesen Hoffnungen zittern oder verzweifeln? Nein, Adrian Colonna, es geschehe, was da wolle, das Geschick sei mir günstig oder nicht, so werde ich unerschrocken meinem hohen Berufe treu bleiben." Der Ton und das Benehmen des Senators erhöhten so sehr den Eindruck seiner Worte, daß selbst der ruhige Geist Adrian's sich ergriffen und begeistert fühlte. Er küßte die Hand, die er in der feinigen hielt, und sagte mit warmen Gefühlen: „ Ein Beruf, den zu theilen mein Ruhm sein wird. Wenn meine jeßige Sendung erfolgreich ist " Dann bist Du mein Bruder," sagte Rienzi. " Wenn sie mißlingt-" " Dann kannst Du doch auf diese Verbindung rechnen." " Du entfärbst Dich?" zu versöhnen suchen werde. Mehrere Gründe, die ich jetzt" Und nie," erwiderte Rienzi, brachte ein Colonna noch nicht entwickeln will, ließen mich wünschen, diese seinem Hause ein Mädchen, deren Verbindung mehr dem Friedensbotschaft zu übernehmen, ohne mich früher mit Euch edelsten Ehrgeiz entsprach. Ich sehe noch, wie ich es immer besprochen zu haben. Da wir aber uns begegnet sind, so fah, in meinem eigenen Geschick das des neuen römischen übertragt inir Versöhnungsvorschläge, und ich versichere Euch Reiches." mit der rechten Hand, nicht eines römischen Patriziers,- Gebt Euch nicht zu sehr der Hoffnung hin," er= ach, die prisca fides dieses Pfandes ist entwichen! aber widerte Adrian;„ bedenkt, wie manche Pläne schon dieses eines Ritters des kaiserlichen Hofes, daß ich Euer Zutrauen stumme Bild von Stein hat scheitern und mißlingen sehen. nicht mißbrauchen will." Eure ganze Thatkraft wird jetzt in Anspruch genommen," Kann ich meine Verwandten verlassen?" Rienzi, der gewohnt war, aus den Zügen der Menschen nicht um Eure Macht auszudehnen, sondern um Euch selbst" Junger Herr," entgeguete Rienzi, fagt lieber: Rann ihre Gesinnungen zu erkennen, hatte seine Blicke jest auf zu behaupten; denn glaubt mir, nie stand menschliche Größe ich mein Vaterland verlassen? Wenn Ihr an meiner Auf Adrian geheftet, während er sprach; er drückte die dar- ein em so tiefen und finstern Abgrunde_nahe." richtigkeit zweifelt, wenn Ihr meinen Ehrgeiz fürchtet, so gebotene Hand des Colonna und sagte mit jenem ver-" Ihr seid aufrichtig," sagte der Senator, und dieses gebt Eueren Vorsatz auf, macht teinen einzigen Feind mir traulichen und einnehmenden Wesen, das ihm zu Zeiten sind die ersten Worte des Zweifels und dabei doch der zum Freunde. Glaubt Ihr aber, daß ich den Willen und eigen war: Theilnahme, die ich in Rom hörte. Aber das Volk liebt die Wiittel habe, dem Staate zu dienen, erkennt Ihr selbst Ich gewähre Euch vollkommenes Butrauen, Adrian. mich, die Barone find von Rom entflohen, der Papst er in dem Unglück, das mich verfolgte und das ich besiegte, Ihr ward mein erster Freund in ruhigeren, vielleicht glück- fennt meine Stellung an, und die Schwerter der fremden die beschüßende Hand des Retters der Nationen, war dieses licheren Jahren, und nie spiegelte ein Fluß die Gestirne Krieger bewachen die Zugänge zum Kapitol. Aber meine Unglück nur ein Beweis der Gnade dessen, der züchtigt, des Himmels treuer zurück, als Euer Herz damals die größte Kraft und mein sicherster Schuß liegt in meinem nöthig vielleicht, um meine frühere Tolltübnheit zu mäßigen Wahrheit. Ich schenke Euch vollkommenes Butrauen." eigenen Bewußtsein. O nie," fuhr Rienzi begeistert fort, und meinen Geist durch Erfahrung einfichtiger zu machen, Während sie so sprachen, hatten sie sich dem basaltenen nie, seit den Tagen der alten Republit fühlte ein Römer glaubt Ihr mit einem Wort, daß mich, welches auch meine Löwen genähert. Hier blieb Rienzi stehen und fuhr fort: cine reinere und erhebendere Vaterlandsliebe als die, welche Fehler sein mögen, Gott für die Wohlfahrt Roms erhalten Wißt, daß ich heute Morgen einen Abgeordneten an Euren mich jetzt belebt. Der wiederhergestellte Frieden, das in hat, so vergeßt, daß Ihr ein Colonna, erinnert Euch nur, Better Stefanello geschickt habe. Mit aller gebührenden seine Rechte wieder eingesetzte Gesez, die Kunst, die Wissen- daß Ihr ein Römer feid." Höflichkeit habe ich ihn von meiner Rückkehr nach Rom be- schaften, die geistige Bildung, aus der Nacht der Zeiten Du hast mich befiegt, erhabener und gebietender Geist," nachrichtigt und ihn eingeladen, mich mit seiner Gegen zu neuem Leben erwachend, die Patrizier nicht länger Raub sagte Adrian, und wie auch meine Verwandten sich be wart hier zu beehren. Alle früheren Fehden und meine und Plünderung sich gestattend, sondern die Ordnung selbst nehmen mögen, so weihe ich mich Deiner und Roms Sache! eigene Berbannung vergessend, habe ich ihm die dem Haupt behauptend, das Volk nicht mehr ein roher Pöbelhaufen, Lebe wohl!" " Politische Uebersicht. Berlin, 28. November. Die ,, Deutsche Tageszeitung" schweigt noch immer. Männer? Der abtretende nationalliberale Stadtrath von Mannheim hatte in seiner legten Sizung die unentgeltliche Ueberlassung eines Plates für ein BismarckDenkmal beschlossen. Die Mannheimer Volksstimmme" hatte darüber einige sehr saftige Wörtlein fallen lassen, die sich besonders gegen den Mann im Sachsenwalde wandten. Flugs fetten sich einige Schock Nationalliberale hin, dichteten einen Brief zusammen, unterfertigten ihn und sandten ihn nach Friedrichsruhe. In diesem, deutschem Bürgerstolz entstammenden Dokument heißt es: Gepflogenheit und zur Beruhigung der stark erregten Gemüther, 1 sein können. Landgerichtsdirektor Rösler, der den Vorsit ausnahmsweise den zur gerichtlichen Verfolgung unerläßlichen führt, hat jedenfalls Sorge getragen, daß der 3. Straffammer Strafantrag huldvollst ertheilen zu wollen. das betr. Sigungszimmer drei Tage zur VerEiner gnädigen Entschließung Euer Durchlaucht fügung steht. Als Vertreter der Anklagebehörde wird außer durch Willfahrung ihrer Bitte zuversichtlich entgegen sehend, dem Oberstaatsanwalt Drescher auch noch der Staatsanwalt schätzen sich die ehrerbietigst Unterzeichneten glücklich u.s.w. Kanzo w austreten. Männer? Männchen vielleicht, aber nicht von der Gattung Mensch. 0 Deutsches Reich. " wird noch ein Aus dem Reichstage. Endlich ist das große Werk" gelungen und die zweite Lesung der Justiznovelle zum Abschluß gebracht worden. Damit ist aber zugleich die Frage gestellt: wird das Wert, das den Reichstag und seine -3um Einschreiten gegen die Hamburger Kommissionen schon seit Jahren beschäftigt, auch Gesetz Nachrichten", beziehentlich den Herzog von Lauenburg, hat werden? Wenn man im Reichstage gut unterrichtet war, die Frankfurter Zeitung" nun die Hamburger Staatsanwalts und es liegt kein Grund vor, dies zu bezweifeln, fchaft aufgefordert. Auf die Entwickelung der Angelegenheit kann so wäre diese Frage zu verneinen. Der gestrige Be--Reichs Anleihen. Nach der Denkschrift des man gespannt sein. schluß, die Bestimmungen über das Wiederaufnahmeverfahren Reichs Schafetretärs über die Ausführung der feit Der Bund der Landwirthe wird seine General zu belassen wie sie sind und die geplanten Verschlechterungen bis Ende Oktober 1896 breiprozentige Schuldverschreibungen im 16. und 17. Februar tagen dann, nach der„ Schlesischen Zeitung", 1875 erlassenen Anleihegesetze sind von Anfang November 1895 versammlung am 15. Februar 1897 in Berlin abhalten. Am abzulehnen, soll im Reichsjustizamt das Interesse an dem Nenubetrage von 32 278 700 Mt. zu Kursen von 97,35 bis und zwar ebenfalls in Berlin, die Steuer und Wirth Zustandekommen der Vorlage erschöpft haben. Von anderer 99,70 v.. begeben. Der Durchschnittsturs war 99,30. Der schafts- Reformer, am 18. Februar die Deutsche Seite wurde behauptet, der Widerstand komme aus dem Gesammtbetrag der Anleihekredite belief sich nach der vorjährigen Landwirthschaft? Gesellschaft. Für die Berathungen preußischen Justizministerium und der Umstand, daß heute Dentichrift auf 2 115 566 265,22 M. Davon gehen an inzwischen dieser Gesellschaft find folgende Gegenstände in Aussicht ge Herr Geheimrath Dr. Lukas im Reichstag fehlte, spricht eingetretenen Ersparnissen und an Zurückzahlungen 15 149 458,15 nommen: 1. Die Reinheit des ausländischen, nach Deutschland. eigentlich für diese Version. Mark ab; es bleiben mithin 2 100 416 807,07 M. Dazu kommen importirten Getreides vom hygienischen und vom landwirthWie dem auch sei, selbst mit den einzelnen Ver- wieder laut Etat für 1896 97 26 659 121,00 M., so daß sich die schaftlichen Standpunkte. 2. Die Denkschrift des königlich befferungen, welche das Plenum durchgesetzt hat, ist die Anleihekredite auf insgesammt 2 127 075 928,07 Mart beziffern. preußischen Landwirthschafts- Ministeriums vom Sommer 1896. Borlage auch in ihrer jetzigen Gestalt ein Wert, dem man in 31½ prozentigen Schuldverschreibungen 790 Millionen und in Realkredit und die Lombardirung der landschaftlichen Pfandbriefe Davon sind in vierprozentigen Anleihefcheinen 450 Millionen, 3. Die Margarine- Gefeßgebung. 4. Der landwirthschaftliche teine Thräne nachzuweinen braucht, wenn es nicht Gesetz dreiprozentigen Titeln 886 827 300. nominell begeben worden durch die Reichsbank. wird. Indeß, noch ist nicht aller Tage Abend und zwischen unit einem Gesammterlös von 2007 752 106. Mithin stehen der zweiten und dritten Lesung hat sich schon mancher Um der Reichsregierung noch Kredite in Höhe von 119 828 622,07 2. let Preußische Schulverhältnisse. Die Ober fall ereignet; wir möchten auch dieses Mal für nichts gut zur Verfügung. Der Kurs, zu dem die Schuldverschreibungen schlesische Beitung" möchte von der Schulbehörde gern stehen. durchschnittlich begeben sind, beträgt für die vierprozentigen 99,05, wissen, wie es denn tam, daß an einem Tage der verflossenen Unsere Genoffen Frohme und Stadthagen unternahmen für die dreieinhalbprozentigen 101,10, für die dreiprozentigen Woche in Groß- Peterwig die Schüler der oberen Knabenheute noch den Versuch, auch für die unschuldig erlittene 86,08, so daß der Zinssuß zu dem die Reichskaffe den auf- aſſe nach 9 Uhr vormittags zur Jagd als Treiber„ beordert" au Untersuchungshaft eine Entschädigung zu erzielen. Natür genommenen Erlös zu verzinsen hat, 4,04, 3,46 und 3,49 unb worben sind, während in Bauerwis die Schüler der oberen lich war die Regierung dagegen und die Mehrheit begebenen Anleihebetrages 8,60 pot. ift. die thatfächliche Berzinsung des gesammten bis Ende Oktober 1896 Staffe, weil sie wegen des Pfarrgottesdienstes eine Viertelstunde zu spät in der Klasse erschienen sind, geprügelt wurden. Hat das stimmte ihr zu. Schlesische Blatt noch nie etwas von dem alten Rechtsgrundsay Eine von der Kommission angenommene Refolution Enthüllungen über die uferlosen Flotten gehört: Si duo faciunt idem u. f. w. u. f. w. wegen Einführung der bedingten Berurtheilung fand in pläne macht die" Post". Sie verräth uns nämlich, daß In die Bremer, Bürgerſwaft" wird der dem Reichstag zugegangene Etats Voranschlag der dem Abg. Roeren einen recht beredten Bertheidiger. Eine marine verwaltung für das neue Rechnungsjahr manche zweiter Sozialdemokrat einziehen. Im 2. Sandbezirk( Haftedt) weitere Resolution der Kommission, in welcher reichsgesehen derungen hat erfahren müffen, ehe er veröffentlicht wurde der Bigarren Arbeiter Heitmann mit 256 Stimmen geliche Regelung des Strafvollzuges verlangt wird, fand ohne worden ist; denn sowohl das Reich 3- cha ya mt als auch wählt. Auf den Gegner entfielen nur 78 Stimmen. der Bundesrath haben nach der finanziellen Seite hin sehr Gegen den Bernsteinkönig Kommerzienrath Montag 1 Uhr: Etat. wohl mit Rücksicht auf die augenblickliche Finanzlage und noch Becker, den Bächter des Bernsteinregals, soll nunmehr das Jammern und Wehklagen herrscht im Zünftlerlager. Berhältnisse in der Zukunft gesteuert", d. 5. manche ur- Staat in der Tasche, eingeleitet worden sein. Am 25. und mehr mit Rücksicht auf die finanzielle Gestaltung der Reichs Ermittelungsverfahren wegen seiner Aeußerung, er habe den Der Entwurf eines Gefeges über die Zwangsorganisationsprünglich eingestellte Forderung gänzlich be- 26. d. M. follen Zeugenvernehmungen vor dem mit der Unterdes Handwerks, für den sich die Innungszöpfe zu früh beseitigt, um sie für die Etats der nächsten Jabre fuchung betrauten Geheimrath Möbius in Königsberg statt geistert haben, ist schon im Bundesrathe gescheitert. Bayern zurückzulegen, oder die Höhe mancher Forde gefunden haben. soll dabei den Ausschlag gegeben haben, es scheinen aber rung im ordentlichen Etat zu Schiffsbauten Die Eisenbahn- Direttion Rattowiß hat diesmal auch die meisten Vertreter der norddeutschen u. f. w. verringert." nicht, wie auch wir nach dem„ Leipz. Tagebl." berichtet hatten, Staaten gegen Preußen gestimmt zu haben. Im Bundes. Vantenswerth ist, daß die Poft" schon vor Beginn der die Entlassung aller nicht deutsch sprechenden Hilfsbeamten an rathe hat man nun mit der Ausarbeitung eines neuen Marinefreunde werden ihr aber faum Dant wissen für die un- Beitung" zum Abdruck Statsberathigen diese wichtigen Mittheilungen macht. Die geordnet. Nach einem Erlaß der Direktion, den jezt die„ Schl. Entwurfes begonnen. Vor Februar hofft man aber mit gewollte Verstärkung der Position der Marinegegner. bringt, soll vielmehr die Neuden Arbeiten nicht fertig zu werden. Es ist kaum anzu mis sel anstellung von nicht deutsch sprechenden Beamten nehmen, daß in dieser Session der Reichstag den„ goldenen Einschränkung des Hansirgewerbe 3. Nach möglichst verhindert werden. Boden" für das Handwerk schaffen wird. dem im§ 57a der Gewerbe- Ordnung das Alter, vor dessen Ern Wieder ein fleines Mittel" für die reichung der Wander- Gewerbeschein den Inländern in der Regel Landwirthschaft. Der sächsische Landeskulturrath hat sich zu verfagen ist, nom vollendeten 21. auf das vollendete 25. Lebens- für die staatliche Zwangs Viehversicherung er jahr erhöht worden ist, hat der Bundesrath in den Ausführungsflärt. Die Regierung ftellte Staatsbilfe in Aussicht. bestimmungen zur Gewerbe- Ordnung auch für Ausländer die Zulaffung zum Gewerbebetrieb im Umherziehen, anstatt wie bisher Braunschweig, 27. November.( Eig. Ber.) Genoffe Ja ech, welcher gegenwärtig im Gefängniß zu 25. Lebensjahres abhängig gemacht. Von diesem Erforderniß Bussenius sechs Monate verbüßen muß, hatte sich heute früh der Erreichung des 21., von der Ueberschreitung des Wolfenbüttel wegen Beleidigung des Polizei- Infpettors darf ausnahmsweise gegenüber solchen Ausländern abgesehen vor dem Schöffengericht wieder wegen eines Preßvergehens, werden, welche nachweislich in dem nächsten vorangegangenen nämlich wegen Beleidigung des Maurermeister Sievers in Kalenderjahre einen Wander- Gewerbeschein für dasselbe Gewerbe Bienenburg, zu verantworten. Genoffe Jaech wurde mit erhalten haben.- ded nado! einer Rette gefeffelt in das Gerichtsgebäude geführt. Reich und Arbeiterversicherung. Die jähr- Er wurde zu zwei Wochen Gefängniß und Tragung der Roften liche Belastung, die dem Reich unmittelbar und mittelbar aus verurtheilt. der Arbeiterversicherung erwächst, hat nunmehr fast die Höhe der Oberamtsrichter forderte die im Zuhörerraum Bervon 25 Millionen erreicht. Die staatliche Arbeiterversicherung sammelten auf dort zu bleiben während Jaeckh erfordert auf den verschiedensten Punkten Reichsmittel. Der abgeführt wurde. Um der Aufforderung Nachdruck zu verleihen, Hamb. Corr." macht folgende Zusammenstellung: Den größten wurde während dieser Zeit der Zuhörerraum abgesperrt. Auch die Bosten darunter nimmt der Reichszuschuß zu der Invaliditäts- Ehefrau Jaeckh's durfte ihren Mann nicht noch einmal sprechen. und Altersversicherung ein, der im Reichshaushalts- Etat 1897/98 Diefe Vorgänge find charakteristisch für die Behandlung politischer auf 21,3 Millionen bemeffen ist. Das Reichsversicherungs- Gefangener und die Achtung der perfönlichen Freiheit Nichtamt, bas für Unfall, sowie Invaliditäts- und Altersversicherung eingesperrter. Der Fall Kaufmann ist kein Ausnahmefall. Wenn zuständig ist, erfordert jetzt bereits einen Aufwand von mau einmal an die gegenwärtigen Zustände Deutschlands als 1,3 Millionen. Zu diesen beiden Poften gefellen sich alle jeue Kulturmesser den Maßstab anlegen wird, wie politische Gefangene Ausgaben, die die einzelnen Reichsverwaltungen und namentlich behandelt werden, wird Deutschland hinter Desterreich und die großen Betriebsverivaltungen für die an ihnen beschäftigten Spanien zurückstehen und fast in einer Linie mit der Türkei Es war um die Mittagsstunde, als Adrian die hohen machen müssen. Für einzelne Verwaltungen haben diese AusVersicherten an Beiträgen für alle drei Versicherungszweige stehen. Ueber die Feffelung Jaedh's bemerkt die stocktonfervative Berge erblickte, hinter denen Palestrina, das Präneste der gaben mit der Zeit recht beträchtliche Höhen erreicht. In der Braunschw. Landesztg." Db es rathfam war, den Jae's rathfam war, alten Welt, liegt. Das Dasein und die Macht dieser Heeresverwaltung haben sie die Summe von 800 000 m. bereits Angeklagten wie einen Buchthäusler zu schließen, wird von jebem Felsenstadt reicht zurück bis in die früheste Zeit jener ge- überschritten, in der Marineverwaltung belaufen fie fich auf billig Denkenden bezweifelt werden. Wir haben für den heimnißvollen Zivilisation, die in Italien dem Empor- 402 000 M. Wie ftarf die Ausgaben zunehmen tönnen, ergiebt Redakteur des„ Volksfreund", der uns wiederholt in unfläthigfter tommen Roms vorherging. Acht abhängige Städte waren sich daraus, daß im Marine Etat für 1897/98 die in betracht Weise angegriffen, nichts übrig, allein ein solches Verfahren er ihrer Herrschaft und ihrem Reichthum unterworfen; ihre kommenden Posten um etwa 20 pet. gegen das laufende scheint uns nicht allein als zu hart, sondern auch als unzweckLage und die Stärke ihrer furchtbaren Mauern, in deren Jahr erhöht werden mußten. Von anderen Verwaltungen geben mäßig, da dadurch der Betroffene in den Augen seiner Anhänger für den gleichen Zweck aus: die Poſt- und Telegraphen- Ver- zum Märtyrer gestempelt und die sozialen Gegenfäße nur ver Ruinen man noch das Gemäuer der fernen Pelasger entwaltung rund 260 000 M., die Reichs- Eisenbahn- Berwaltung schärft werden." Iba ben aw; bie Reith i becken kann, hatten lange dem Ehrgeiz des benachbarten rund 200 000 m., die Reichsdruckerei rund 40 000 m. In den Rom getroßt. Von eben dieser Veste, der Mauerkrone des übrigen Refforts werden geringere Summen verausgabt, es giebt auf am mentritt der württembergischen Stände ist Stuttgart, 26. November.( Eig. Ber.) Der Wieber Berges, hatte die Fahne des Marius geweht, und auf der aber nur wenige, die diese Ausgabe nicht zu machen hätten; durch tönigliche Verordnung auf Freitag, den 11. Dezember be Straße, welche Adrian mit seiner kleinen Gruppe langsam auch in den Etat des Reichstags muß zu diesem Zwecke ein stimmt. Die Steuertommiffion der württem bahinzog, hatte der Marsch des blutdürftigen Sulla bei Betrag eingestellt werden. Kurz, die Belastung, welche dem bergischen Abgeordneten Kammer beendigte an feiner Rückkehr aus dem mithridatischen Kriege wieder Reiche jährlich aus der staatlichen Arbeiter- Bersicherung erwächst, Donnerstag die allgemeine Berathung des Kommuna I ſteuergehallt. Unten, wo die Stadt sich gegen die Ebene aus- bat die Summe von 25 Millionen fast erreicht." Gesetzes. Die Fleischsteuer soll aufgehoben werden, doch soll den Würde es sich um Marineforderungen handeln, so würde Gemeinden, in denen diefelbe besteht, eine Uebergangszeit bebreitet, sah man noch die zertrümmerten, obdachlosen man diese Summe als eine lächerlich fleine bezeichnen, so aber willigt werden. Die Liegenschaftsatzife und die Luftbarkeits. Säulen des einst berühmten Tempels der Fortuna; und jammert man über sie. Abgaben wurden im allgemeinen bewilligt, auch wurde die Ausnoch drängten sich die uralten Olivenbäume grau und traurig Ueber das Zudersteuer- Gesez schreibt die dehnung der Luftbarkeitssteuer auf Luyu 3 steuern( Equipagen, um die Ruinen her. da Deutsche Zuckerindustrie", das Drgan der großen Buder- Fahrräder 2c.) angeregt, aber kein Beschluß gefaßt. Das Eine furchtbarere Beste hätten die römischen Barone industriellen: Existenzminimum respektive die Steuer Untergrenze für nicht auswählen können, und als Adrians kriegerischer Blick Es bedarf feiner Ausführung, daß auch heute noch jedem die Gemeindebesteuerung soll niedriger als bei der den steilen Pfad und die rohen Mauern übersah, begriff er einsichtsvollen Zuckerfabrikanten die Prämie in Verbindung Staatssteuer gestellt werden und zwar soll schon von 400 m. wohl, daß man mit gewöhnlicher Geschicklichkeit monatemit einer vernünftigen Kontingentirung lieber ist, als ein Zu Einkommen ab dieselbe erhoben werden. Die Kommission be lang der ganzen Macht des römischen Senators trotzen stand ohne Prämie. Man steht aber, wenn das Gefen teine schloß einstimmig, der Kammer die Einzelberathung des fönne. Unten in dem fruchtbaren Thale zeugten niederAenderung erfährt, vor der Wahl zwischen zwei Uebeln, Gefeßentwurfs zu empfehlen. Die Landtags- Wahl im zwischen der jetzigen verfehlten Kontingentirung und dem Weg- Oberamt Schwäb. Gmünd setzt die schwarzen Zentrumsgemüther geriffene Hütten und zertretene Ernten von der Gewaltfall der Prämien, wovon das letztere allerdings als das kleinere in ungeheure Aufregung. Der feitherige Zentrumsabgeordnete thätigkeit und Rohheit der Barone und ihrer Soldknechte, Uebel erscheint. Rektor Klaus wurde in einer Vertrauensmänner Versammlung und in diesem Augenblick sah man in der alten Ebene des Auch die Bündler sind mit der jetzigen Prämie nicht zu wieder als Kandidat aufgestellt und erklärte auch die event. Wahl friegerischen Herniter Truppen von Bewaffneten, welche frieden. Aber sie wünschen noch eine fettere. nidhi anzunehmen, als auf einmal eine Gegenkandidatur in der Person Heerden von Schafen und Rindvieh vor sich hertrieben, die prozeß Lügow Larsen. Wie wir schon gemeldet Die ländlichen Wähler wollen den seitberigen Abgeordneten nicht des katholischen Pfarrers Schwarz von Ottenbach auftauchte. fie auf ihren Streifereien erbeutet hatten. Wenn man haben, liegt bei den maßgebenden Persönlichkeiten nicht die mehr haben und stellten daher obigen Pfarrer als Kandidaten dieses Präneste ansah, das der Lieblingsaufenthalt der Abficht vor, in dem hochpolitischen Prozeß gegen Leckert, Lützow auf, so daß man gespannt darauf sein fann, ob und wie sich die prachtliebenden Großen Roms während seiner üppigsten und Genoffen den Ausschluß der Deffentlichkeit zu beantragen. beiden Zentrumsparteien vor dem Wahltage noch versöhnen. Beit gewesen war, glaubte man das eiserne Zeitalter Im Gegentheil dürfte sich niemand der Erkenntniß entzieben, daß beiden Zentrumsparteien vor dem Wahltage noch versöhnen. Chim end hiipifi maddie Erhebung der Anklagen überhaupt überflüssig gewesen sein Karlsruhe, 28. November. Karl Egon Fürst zu würde, wenn man Den Das Banner der Colonna, das Adrian's Truppe trug, einer angeblichen Nebenregierung nun hinter verschloffenen Der Verstorbene, welcher im 44. Lebensjabre stand, war ReichsGerüchten über Machenschaften Fürstenberg ist vergangene Nacht in Nizza gestorben. fand an der Porta del Sole sogleich Einlaß. Als er durch Thüren zu Leibe rücken wollte. Dem Vernehmen nach ist seitens tags- Abgeordneter für den 2. badischen Wahlkreis, Mitglied des die unregelmäßigen und engen Straßen zog, welche zu der des Auswärtigen Amtes Vorsorge getroffen worden, daß die ge- preußischen Herrenhauses, der württembergischen Kammer der Zitadelle führten, standen Gruppen fremder Söldlingesammten Verhandlungen stenographisch aufgenommen werden. Standesherren und der ersten badischen Kammer. halb zerlumpte, halb mit Flittern herausgepuzte Haufen Was die Persönlichkeiten der beiden Hauptangeklagten betrifft, ftorbene wurde in dem Wahlkreise Engen- Donaueschingens lüderlicher Weiber hier und dort mit den Livreen der so war der jetzt 20 Jahre alte Leckert bis zum Jahre 1893 Billingen- Triberg, in dem er der einflußreichste und größte Colonna untermengt, müßig unter den Ruinen alter Tempel Schüler des hiesigen französischen Gymnasiums dann ganz Grundbesizer war, erst in der Stichwahl und zwar mit 10.622 und Paläste, oder wärmten sich träge in der Sonne auf furze Beit Kaufmannslehrling und die lezte Beit Journalist. gegen 9451 Zentrumsstimmen gewählt. In der Hauptwahl hatte Terrassen, durch welche unter Gesträuch und Gras hervor Herr v. Süßow war früher Offizier; er ist ein Schwieger- er 8666, der Zentrumsmann 6975, der Kandidat der freisinnigen John Bellachini's, aber von feiner Ehefrau, die unvergänglichen Farben reicher Mosaik hervor Er war früher bei der Allgemeinen Reichs Korrespondenz" Im Reichstage ist der Verstorbene wenig bervorgetreten; bei ben gefchieden. Volkspartei 975 und der Sozialdemokrat 1178 Stimmen erhalten. schimmerten, welche der Stolz des gelehrten und kunst- thätig, die eingegangen ist, während ihr Redakteur Weffelizti f. 3. gouvernementalen Konfervativen genoß er wegen seiner Bes liebenden Adels gewesen, dessen Erben jetzt wilde Freibeuter aus Preußen ausgewiesen wurde. Die Verhandlung wird siebungen zum Hofe, er war Oberst.Marschall des Kaisers, hohes ( Fortsetzung folgt.) am 2. Dezember beginnen, aber schwerlich in einem Tage beendet Ansehen.Bei der Schwere der vorliegenden Beschimpfung( gemeint ift die Notiz der„ Voltsstimme") aber, die in ihrer maßlosen Gemeinheit und Niedertracht offenbar nicht sowohl gegen Euer Durchlaucht, den ersten Rangler des Deutschen Reiches, als auch gegen das geheiligtste Andenken an unseren höchftseligen Heldenkaiser und seine glorreiche, gottbegnadete Regierung gerichtet ist, bitten wir Gure Durchlaucht e brfurchtsvoll und bringend, in diesem besonderen Falle, entgegen der sonstigen erneut. waren, Drittes Kapitel. Adrian's Erlebnisse in Palestrina. " " B Der Ver ersehen sein. Desterreich. = " Zur Wahlreform. Der Landesausschuß für Böhmen bat einstimmig beschlossen, im Landtage eine Vorlage über die Einführung direkter Landtagswahlen worden waren. in den Landgemeinden einzubringen. Der einstimmige Beschluß, an dem Deutsche, Tschechen und Großgrundbesßer betheiligt sind, beweist wohl unwiderleglich, wie tief das Bedürfniß nach Beseitigung des widerwärtigen und korrumpirenden indirekten Wahlrechts geht. " 0 Echuten den Diese Häuser waren fast nur von Seeleuten in aus den Ueber die Situation der Ausstandsbewegung Hamburg schrieb uns unser Spezialberichterstatter unterm bereit. jedoch nicht Groffteinheim, 28. November.( Privatdepesche des Vor-| Leser finden. Die Geschichte von dem Wohlstand in den Hafen- 1 Jahrzehnte ununterbrochen in ihrer Lebenshaltung herabgedrückt wärts.) Bei der heute endlich zu stande gekommenen Wahl zum Städten ist ja so oft erzählt worden, daß nicht wenige Leute glauben, find, nun, da der Seeverkehr einen Aufschwung nimmt, ein Hessischen Landtage für den Wahlkreis Offenbach and in jenen Städten führe jeder Arbeiter ein behäbiges Defein. wenig von dem zurückerobern, was man ihnen genommen hat, siegte unser Genosse Ra u. 27 Wahlmänner stimmten man einen Blick auf die Entwickelung der letzten zwei JahrWill man die Lage der Hafenarbeiter begreifen, dann muß dann verdienen sie die Unterstüßung der gesammten Arbeiter. für unseren Kandidaten, 19 für Brentano, den Kandidaten der zehnte werfen. Derjenige Auswanderer, der im Anfang der Geguer. achtziger Jahre über Hamburg nach Amerika ging und heute in dorthin zurückkehrt, wird die Stadt nicht wieder erkennen. Er Oberst Liebert soll zum Gouverneur Ostafrikas aus verließ eine Stadt, die in jeder Beziehung die Spuren der mittel- gestrigen Datum: alterlichen Seestadt an sich trug. Der Streit hält sich dauernd auf der Höhe, auf die er so An der Elbe entlang, und in der nächsten Umgebung des Hafens sah man fast nur auf einer größeren, in die Elbe hineinragenden Halbinsel plöblich emporgeſchnellt ist. Alles ist in Gährung. Nicht nur die eigentlichen beim Laden und Emiladen der Schiffe Wohnhäuser, die um die Zeit des 30jährigen Krieges erbaut thätigen a fenarbeiter streiken, die Bewegung hat auch bie Seefahrer ergriffen, die und Hafenarbeitern bewohnt. Jeder junge Burth zog auss Meer sämmtlich fireifen können, weil sie nach der Seemanns hinaus und wenn er sich später verheirathete, bann fuchte er sich ordnung zwangsweise aufs Schiff zurückgebracht werden, wenn in der Nähe des Hafens eine Wohnung, um in gereiſteren sie nicht die Zeit, für die sie angemustert sind, aushalten. Die Jahren seine Familie als Hafenarbeiter zu ernähren. Der See- wollen ebenfalls, sofern der Generalftreit proklamirt werden vielen taufende der hiesigen Werftarbeiter( Schiffebauer) mannsdienst war eine Art Vorbereitung zu der Hafenarbeit. Unter den Vereinigten Christen" des Wiener Auch das Innere der Stadt trug in den Theilen, die 1842 sollte, in den Streit treten. Auch die Gasarbeiter und die Gemeinderathes lobert der Bwist bereits in bellen von den großen Brande verschont geblieben waren, überall das Arbeiter der Wasserwerke werden vielleicht in eine Be Flammen. In der letzten Gemeinderathssignng fehlte nur ein Gepräge des 17. und 18. Jahrhunderts. Fast hinter jeder wegung eintreten, wodurch die Zahl der in Hamburg Streitenden Kleines und Christlich- Soziale und Deutschnationale hätten sich Straße lief ein schiffbarer Stanal. An der Straße lagen die abermals um Laufende wachsen würde. Am Montag findet in den Haaren gelegen. Wit den Fäusten aufeinander losgegangen Geschäftshäuser mit den Komptoirs, während hinten am Kanal flatt, um die Frauen der Streifenden von der Nothwendigkeit in einem der größten Säle eine Frauenversammlung sind sie schon. ſich die Lagerhäuſer befanden. Dieses Stück Mittelalter gab flatt, um die Frauen der Streitenden von der Nothwendigkeit zu überzeugen, damit sie den Männern feine E3 giebt noch Richter in Krata u. Genosse auch der ganzen Hafenarbeit das Gepräge. Die Seeschiffe Echwierigkeiten machen. Die Hafenarbeiter in anderen SeeSlebicki, Redakteur des„ Naprzod", war von dem Pater lagen auf dem Strom und die Waaren wurden durch städten streiken ebenfalls; so in Bremen und Harburg und Hutyby wegen Ehrbeleidigung angeklagt worden. Glebicki, der Menschenkraft aus dem Raum gezogen und auf kleine am 24. November vor Gericht stand, trat den Wahrheitsbeweis Schiffe( Schuten) verladen, und mit den Schuten wurden zum theil in Lübeck; in Holland, Belgien, England au, der ihm auch in geradezu glänzender Weise gelang. Troy: sie nach werden die Hamburger Schiffe von den Arbeitern blokirt, das der Stadt gelegenen Waarenhäusern dem bejahten die Geschworenen die erste Frage mit elf gebracht, fte vermittelst Handwinden heißt: nicht gelöscht und nicht geladen, um einen Druck Stimmen und verneinten die zweite, ob der Wahrheitsbeweis er In Hamburg heraus auf die Böden gebracht wurden. auf die Hamburger Rheder 2c. auszuüben. die Streiforganisation, die anfangs etwas bracht sei. Der Gerichtshof fab sich aber veranlaßt, das Die ganze Arbeit war eine solche, daß es dem Arbeiter, der nicht regelt sich täglich beffer. Am Hafen würden einige Gefchworenen- Verdikt zu suspendiren, indem er erklärte, daß sich die Schule des Seedienstes durchgemacht hatte, schwer war, sich erfahren war, die Geschworenen in der Hauptsache geirrt haben, und ordnete hinein zu arbeiten. Zum Beispiel wurden die Waaren aus dem hunderttausend Flugblätter vertheilt; folche für etwa anrückende eine neue Verhandlung hierüber in der nächsten Session an. Schiffsraum durch Jumpen( Springen) heraufgebracht. Auf dem italienische Arbeiter liegen in italienischer Sprache gedruckt Verdeck des Schiffes war ein hohes Gerüst gebaut. Auf dieses Schweiz. Gerüst fletterten die Jumper, sie hatten jeder einen Strick in ist bereits telegraphisch berichtet worden. Tausende mußten, ohne Ueber die geftrige Maffen versammlung in Altona Bern, 28. November. Der Bundesrath hat ein der Hand, der am Windenfeil befestigt war. Durch Herab stimmig beschlossen, bei der Bundesversammlung eine springen von dem Gerüft wurden dann die im Raum an dem Einlaß zu finden, vor der Thür unfehren. Es war dies die Revision der Bundesverfassung zu beantragen zum Zwecke Windenfeil befestigten Waaren in die Höhe geschleudert, um dann Versammlung, in der Tom Mann sprechen sollte; da diefer der Einführung der Einheitlichkeit auf dem wieder in die neben dem Schiff gelegene Schute herabgelaffen zu befördert worden war, referirte Genoffe v. Elm. Tie Stimmung aber am Montag Abend zwangsweise nach England zurückGebiete des gesammten bürgerlichen und werden. Straf echts, mit Ausschluß der Gerichtsverfassung, Diefe primitive Arbeit des Entladens hielt sich so lange, als das war ausgezeichnet, man nahm die folgende Refolution an: der 3ivil und Strafprozeß alte Hamburg sich hielt. Die Schiffe gebrauchten ganze Wochen," Die heutige Versammlung aller Hafenarbeiter bei KoppelOrdnung. des bürgerlichen Rechts und des Strafrechts würde getrennt laden. Ein schnelleres Arbeiten war schon deshalb nicht möglich, weil und Seeleute, Mr. Tom Mann, seitens der Hamburger PolizeiDie Bolkeabstimmung über die Vereinheitlichung bevor sie leer wurden, und ebenso lange Zeit gebrauchten sie zum Be- mann protestirt aufs energischste gegen die Ausweisung des Präsidenten der internationalen Organisation der Hafenarbeiter erfolgen.die Waarenhäuser nur eine Handwinde zum Entladen der Echuten behörde. Sie verlangt aufs entschiedenste, daß angesichts dieser Zürich, 24. November.( Eig. Ber.) Auf der Vorlagenlifte batten. Dieses langsame Tempo im Ent- und Beladen hatte für Auslaffung die so oft betonte Gleichheit vor dem Gefeß seitens der am 7. Dezember in Bern zur Winterfeffion zusammentreten- die Hafenarbeiter das angenehme, daß ihre Arbeit eine stabile des Hamburger Senats auch denjenigen Engländern, als überden Bundesversammlung stehen nicht weniger als war. Wenn das Wasser eisfrei war, dann konnten die Hafen- haupt Ausländern gegenüber zur Anwendung fommt, welche, 46 Geschäfte, worunter die Wahl des Bundesrathes( auf drei arbeiter auf ununterbrochene Arbeit rechnen. Jahre) und des Bundespräsidenten( auf ein Jahr), verschiedene Hamburg war damals Bollausland. Als aber am 25. Mai berangelockt von den Hamburger Rhedern, nach hier kommen, Flußkorrektionen, Eisenbahntonzessionen, darunter der schweize 1881 beschloffen wurde, daß die Stadt in den Zollverband auf Rücken zu fallen, und diese Ausländer ebenfalls aus Hamburg aus. als Streifbrecher den Hamburger Arbeitern in den risch- italienische Simplonvertrag u. f. w. Die Eisenbahngefchäfte genommen werden solle, waren gewaltige Umwälzungen erfordermachen ca. ein Dußend aus und betreffen Konzessionen für Neben- lich. Jetzt, da die Freihafen- Niederlagen gebaut werden sollten, gewiesen werden." In der heutigen von 6000 Menschen besuchten Massene bahnen, Berg und Straßenbahnen, ein Beweis, wie wenig Furcht mußte Platz am Wasser gesucht werden. Die alten, von Hafendas so viel bekämpfte Rechnungsgesetz in den Kapitalistenkreisen arbeitern bewohnten Häuser wurden geräumt; ein Stadttheil, verfammlung wurde mitgetheilt, daß die Zahl der streitenden erzeugt hat. wo 28 000 Menschen wohnten, wurde niedergerissen. Die Hafen: Intereffenvertreter des Rhederthums stellen es natürlich so dar, Schauerleute allein auf ca. 6000 angewachsen sei. Die Der Züricher Kantonsrath bat die Behandlung des arbeiter mußten ihre Quartiere verlassen und waren nun Proportional- Wahlverfahrens wiederholt verschoben, nun soll sie gezwungen, in anderen Theilen der Stadt Unterkunft zu Bismard'schen„ Hamb. Nachr.:„ Man hat faum eingesehen, daß als ob die Arbeit faft garnicht gestört sei. Trozdem schreiben heute die am nächsten Montag erfolgen. Der bäuerliche Abgeordnete Bopp suchen. Die Miethspreise gingen gewaltig in die Höhe und hat zu dem betreffenden Gefeßesentwurf den Antrag eingereicht: da die Löhne der Arbeiter nicht stiegen, verschlechterten sich die Roth an den Maun ging, daß unser Handel in Gefahr war, als viele Wenn ein Drittel der Stimmberechtigten in einer Gemeinde es Wohnungsverhältnisse. Ueberfüllte Wohnungen waren überall von Angestellten und viele Söhne aus den besten Ständen sich verlangt, so sind einzelne oder alle Behörden nach dem Grundsatz zu finden, und die furchtbare Ernte, welche die Cholera im dem Handel zur Verfügung stellten. Das gute Beispiel hat geder Proportionalität zu wählen." Auch im Kanton Bern Jahre 1892 halten konnte, war zum theil durch die verschlechterten entbehrt werden können oder gerade stellenlos sind, arbeiten an zündet, zahlreiche gebildete Leute, die entweder an den Komptoiren wollen die Konservativen Schritte zur Einführung zur Einführung der Wohnungsverhältnisse begründet. Die Freihafenbauten in den Bord der Schiffe, um Hamburge Ehre, Hamburgs Handel zu Proportional Wahl dea Rantonsrathes 80er Jahren führten große Schaaren Arbeiter nach Hamburg. retten gegen diejenigen, die weder Ehre noch Patriotismus au thun. Wie dringend die Proportional Wahl Die Neubauten wurden mit allen Neuheiten der Erfindungen Nationalrathes ist, hat der letzte Sonn- ausgerüstet. Auch die Fortschritte in der Schiffsbautechnik wirften erkennen, aber die Macht in die Hände zu bekommen sich bemühen. tag wieder gelehrt. In Biel erhielt der revolutionär. Freifinnige Schneller als ein Schiff aufgebaut wird, ist es In Hamburg wird es ihnen nicht gelingen! Darum, junge Will 3951 Stimmen, Reimann 8272, so daß ersterer veraltet. Alle früheren Berechnungen über Amortisation wurden Leute, die Ihr gebildet seid, betrachtet die Sache als Krieg und gewählt ist. Bei paar hundert Stimmen Differenz beider durch die Entwickelung der Technik über den Haufen geworfen stellt Gure Arbeitskräfte der Vaterstadt zur Verfügung! Meldet Parteien haben die Freisinnigen alle vier Nationalräthe, die und daber entstand das Drängen der Rheder, die Schiffe so viel Euch an den Hamburger Rhederei- Komptoiren zur Arbeit auf den in unserem Hafen zahlreich liegenden Schiffen!" Sozialdemokraten feinen. Das ist einfach eine Vergewaltigung wie möglich auszunuzen, d. b. den Aufenthalt in den Häfen zu Und weiter wird in dem Blatt gejammert: der schwächern durch die stärkere Partei. verkürzen. Die Fertigstellung der Freihafenbauten trug allen Das vom bafellandfchaftlichen Bauern und Wünschen der Rheder Rechnung. Tausende von Dampf- und Charakter, der Mob(!!) will der Bourgeoisie zeigen, welche Der ganze Streit hat einen absolut sozialdemokratischen Arbeiterbund gestellte Initiativbegehren auf Reform bydraulischen Krähnen wurden zum Ent- und Beladen der des Hypotheken wesens ist vom Landrath( Landtag) mit Schiffe benußt. Die Arbeit, die sonst erst in Wochen bewältigt Gewalt er beißt. Ganz international wird die Sache gehandbabt! Ginigkeit macht start", deffen sind sich die Arbeiter be 47 gegen 20 Stimmen abgelehnt worden. Da das Initiativ werden konnte, bewältigt man jetzt in wenigen Stunden, babt!„ Einigkeit macht start", deffen sind sich die Arbeiter bebegebren dem Wolfe zur Abstimmung vorgelegt werden muß, so nach wenigen Tagen verlassen die Riesenschiffe wieder Familie und aus Angst vor dem eventuellen Wiserfolg gern die Riesenschiffe wieder mußt, und mancher, der aus Rücklicht gegen seine hungernde bleibt noch deren Resultat abzuwarten. mit voller Ladung den Play. den fie erst vor arbeiten möchte, tann der bösen Drohungen seiner Kollegen wegen England. wenigen Tagen erreicht hatten. Die Rheder und Staner ( diejenigen, welche das Ent- und Beladen als Zwischenleute, welche hier und da postirt sind, vermögen der wilden nicht seinem besseren inneren Triebe folgen. Die paar SchußDas Parlament ist auf den 19. Januar ein Unternehmer übernehmen) haben durch die Neuerung gewaltig orde nicht zu imponiren, ja, wenn sich Militär zeigte, berufen worden. Türkei. Deg N Ju Konftantinopel dauern die Verhaftungen von Jung türken an. = Nach einer Meldung der allerdings türkenfeindlichen Daily News" sollen in der Nachbarschaft von Diarbekir 500 Armenier niedergemacht worden sein. Asien. Aus Peking kommt die Bestätigung, daß Li Sung Tichang beim Raiser von China in Ungnade gefallen sei, infolge der Berdächtigungen, welche die Umgebung des Kaisers während Li's europäischer Reise beim Kaiser angebracht habe. Es sei nur dem Einfluß der Königin Wittwe zu verdanken ge wesen, daß der Bizetönig nicht sogleich bei seiner Rückkehr hin gerichtet wurde. Amerika. # gewonnen. Wie steht es aber mit den Hafenarbeitern? Durch den Abbruch der Wohnhäuser an der Elbe verloren fie ihre verbältnißmäßig billigen Wohnungen, und da sie jetzt oft weit entfernt von der Arbeitsstätte wohnen, erhöhten sich die täglichen Ausgaben. Außer für Miethe erhöhten sich auch die Ausgaben für alle Lebensmittel durch den Zollanschuß. 11111 da wüßten die anständigen Leute sich geschützt und hätten Spiel zu sehen und sich den Streifenden anzuschließen.. nicht nöthig, aus Angst vor Prügeln ihr Leben aufs Die Polizei weiß vortrefflich und kraftvoll einzuschreiten bei vielen Gelegenheiten, bei denen lange nicht so viel auf dem Spiele steht, als bei dem jetzt in murg ausgebrochenen Die in Benutzung genommene Dampf- und Wasserkraft macht ohukampie. Warum verhält sie sich hier jo fühl bis ans Herz Anzahl Arbeiter, die zur Herstellung der Bauten nach Hamburg gewiß kein Anlaß gegeben werden, denn eine ruhigere, leidenschafts tausende von Arbeitern überzählig. Dazu kam, daß eine große binan, trotz aller Bitten um thatkräftigeres Einschreiten?" Nun, zum Einschreiten des Militärs und der Polizei wird ganz gekommen waren, in Hamburg blieben, und da die Arbeil infolge der Neuerungen nicht mehr so komplizirt war, fonnte sie losere ſtreitende Arbeiterschaft ist kaum denkbar. Und die von den zugezogenen Arbeitern gemacht werden. Statt an fechs opfermuthigen jungen Komptoiriften und" Rhebersöhne" werden Tagen fanden die Hafenarbeiter nur noch an zwei bis drei Tagen In der heutigen Massenversammlung erregte die Mittheilung den Schauerleuten wohl nicht allzu viel Konkurrenz machen. in der Woche Arbeit. -Troz über diese Art von Streifbrecherei" lebhafte Heiterfeit. Das Ueberangebot an Arbeiterbänden wurde von den Rhederr der Unzufriedenheit" der bürgerlichen Zeitungen mit der Thätig und Stauern rücksichtslos ausgebeutet. Die Stauer wurden große feit der Polizei, thut sich diese durch gar manche Großthat zur New York, 28. November.( Frankf. 8tg.") Die Kunde Herren. Manche von ihnen versteuern ein Einkommen von gunsten der Rheder hervor. So soll verschiedentlich die Vertheilung von einer großen Niederlage des Generals Weyler 40-60 000 m. jährlich, aber die Hafenarbeiter wurden Proletarier in der Flugblätter inhibirt, weiter sollen Streifende verbaftet und verursacht einen neuen Ausbruch der Agitation für des Wortes verwegenfter Bedeutung. So haben sie Jahre der Kuba. Manche Blätter verlangen, die Regierung soll sofort Krisen geduldig ertragen. Während der Cholera- Epidemie und zwangsweise den Stauerbaasen( den Arbeitgebern der Schauerleute) einschreiten, indeffen warnen„ New York Herald" und andere in langen Wintern haben sie mit ihren Familien gehungert worden, per Dampfer auf der Elbe die Kontrolle über die Streifs zugeführt worden sein. Ebenso ist den Ewerführern verboten Beitungen vor übereilten Schritten. und gedarbt. Hamburgs Handel wuchs und blühte mehr brecher auszuführen. Auch die Eisenbahn Direktion ist den - Bon einer bevorstehenden Erhöhung des daß der Hamburger Hafen So fonnten die Rheder jubelnd und mehr. verkünden, nicht Rhedern insofern entgegengekommen, als sie ibren Arbeitern geBolltarifes in den Vereinigten Staaten berichtet des europäischen Festlandes ist, sondern seit zwei Jahren felbft löschen, also Schauermanusarbeit zu thun. nur der bedeutendste der Ronfektionär". Mac Kinley soll beabsichtigen, fofort nach des europäischen Festlandes ist, sondern feit zwei Jahren felbfi fattet hat, einen Dampier direkt in den Eisenbahnzug zu ent Liverpol überflügelt hat. Die Rheder schlossen internationale März nächsten Jahres eine Tarif Bill einzubringen, welche die einem Wort die Rhederei blüht, aber die Proletarier, aus deren Saifers im Altonaer Hafen, vermuthlich um den Hafen nicht Buſammentreten bes Stongreſſes ber Bereinigten Staaten im Berbindungen und erhöhten die Fracht- und Baffagesäge; mit Allgemeine Seiterkeit hat es in Hamburg erregt, daß die hanseatischen Patrioten bei der gestrigen Anwesenheit des bestehenden Zousätze um ungefähr 15 pt. erhöht; auch auf Schweiß der Reichthum herausgepreßt wird, wurden in der Rohwvolle, die bisher frei war, foll eine entsprechende Steuer Lebenshaltung tiefer und tiefer herabgedrückt. Endlich war das gelegt werden. Tiefe Tarif Bill soll die jährlichen Staats- Maß voll. 10 000 nicht organisirte Arbeiter warfen wie auf einnahmen um 40 Millionen Dollar erhöhen. Die Nachrichten aus Amerika lauten freilich nicht so be Rommando an einem Tage die Arbeit hin. Der Drgani ftimmt, trozdem wollten wir wegen der großen Bedeutung des fator Noth hat das Wunderwert vollbracht. amerikanischen Marktes für die deutsche Industrie die Meldung einen Lohn von 5 Mart. Gewiß eine bescheidene Forderung. Die Arbeiter fordern jetzt einen geregelten Arbeitstag und nicht unregistrirt lassen. wenn man bedenkt, wie unregelmäßig die Arbeit ist. Ein Sturm Rio de Janeiro, 28. November. Die Deputirten auf See hält die Schiffe tagelang zurück, dann ist alles still, die tammer nahm fast einstimmig das Uebereinkommen Arbeiter haben nichts zu thun. Ein anhaltendes Frofiwetter ver. betreffend die italienischen Entschädigungsfordeurtheilt sie zum Wochen und Monate langen Feiern. So tommt Rhedern 2c. dadurch entstehen, daß die Schiffe ungelöscht im Man spricht von ganz ungeheuren Verluften, die den rungen an; dasselbe wird sogleich an den Senat geleitet es, daß der Hafenarbeiter auf wenig mehr als Safen liegen oder mangels Ladung entweder überhaupt nicht, werden. 200 Arbeitstage im Jahre rechnen fann. Arbeitet er, dann wird in wilder Haft gearbeitet, da ist selbst die kurze Sklaven oder nur mit Ballast abfahren tönnen. So sind denn auch raft unbekannt, denn jede Stunde, die ein Schiff hillliegt, nennt der am Freitag mit dem Streitfomitee wegen Unterhandlung drei der bedeutendsten biesigen Importeurfirmen Die Hafenarbeiter- Bewegung. Kaufmann ein Brachliegen von Millionen. Wenn die Unter in Verbindung getreten, doch hat diefes erklärt, nur mit der Ueber die Lage der Hamburger Hafenarbeiter nehmer die Werbetrommel zur Anwerbung von Streifbrechern Handelskammer unterbandeln zu wollen, um für die ganze rühren, dann verschweigen sie, welch hohe Anforderungen sie an Arbeiterschaft zu definitiven Befchlüssen zu kommen.( Die in Ein gewaltiger Kampf, wie er in den deutschen Hafenftädten den Arbeiter stellen, fie verschweigen, daß die Arbeit nur eine geuriger Nummer über diese Sache mitgetheilte Nachricht ist noch nie getobt hat, ist gegenwärtig ausgebrochen. Die Unter- periodische ist, die oft in einer Woche Krisis und Prosperität banach zu berichtigen. St. d..") nehmerpresse giebt sich alle erdentliche Mühe, die öffentliche aufzuweisen hat. Meinung gegen die streifenden Arbeiter aufzubringen; sie sucht Wenn einst die großen Seestädte eine gewisse Wohlbabenheit Der Voff. 3tg." wird über diesen Vermittlungsvorschlag dadurch den Boden zu lockern, um Streitbrecher züchten zu fönnen. aufwiesen, dann war diese auf die Stabilität der Hafenarbeit mitgetheilt: Trei große Echifferheder schlugen den Ausständigen Oft wird die Unternehmerpresse auch in Arbeiterfreifen gläubige gegründet. Wollen die Arbeiter endlich, nachdem sie durch zwei vor, daß sie ohne die Stauerbaasen, die Zwischenunternehmer beim schreibt man uns: 1a dum End ar au todt erscheinen zu laffen, vier Schleppdampfer und drei Eisbrecher mit bunten Wimpeln und Flaggen dekorirten und dann an den Gestaden Hamburg- Altonas hin- und hergondeln Ließen. streit zu proklamiren. Ob dies jofort geschehen oder ob schlossen, das Streiftom tee zu beauftragen, den General. In der schon erwähnten heutigen Versammlung wurde be die Streitleitung eine andere Kriegstaktit für besser halten wird, ist vorläufig nicht zu übersehen. Entlöschen oder Befrachten eines ganzen Schiffes sind, die Arbeit| gegeben: fie feien anständig gegen die Arbeiter! Jeder Konflikt| aufnehmen möchten. Die Kaufleute versprachen den Schauer- mit diesen bringt ihnen Schaden und nutzt der ausländischen Breslau, weil, wie er den Mitgliedern der Arbeitsnachweis Voraussichtlich versucht nun Herr Fleischmann sein Glück in Leuten dabei den Lohn, den die Stauer zu erhalten pflegen. Konkurrenz. Auch hier gilt das Sprichwort: Ehrlichkeit ist die Stommission selbst erklärte, er dort sehr bekannt sei, und auch Dieser würde die von den Ausständigen verlangten Lohnfäße beste Politit. beträchtlich überstiegen haben. Der Vorfall ist für die Beurtheihoffe, unter den dortigen Hirsch- Dunckerschen Verständniß für Wie dumm das Gerede der chauvinistischen französischen sein Vorhaben zu finden. Hoffen wir jedoch, daß Herr Fleischlung der Stimmung, die in manchen Rhederkreisen herrscht, jeden- und deutschen Zeitungen ist, die englischen Rheder seien die mann bei den vernünftigen Arbeitern dort abfällt, wie es hier falls sehr bemerkenswerth. Manche Rheder sind durch den eigentlichen Kommandeure der Hafen- und Seemannsbewegung geschah. Interessant an dem Reise- Abenteuer des Herrn Fleisch Ausstand freilich in eine schlimme Lage versetzt. Der Winter in Deutschland, zeigt die Haltung der bürgerlichen Londoner mann ist die Stellung der Leiter der Gewerkvereine, fie tenusteht vor der Thür, heute Nacht hat der Frost mit voller Schärfe Zeitungen. Das Herold'sche Bureau meldet darüber von dort: zeichnet aufs treffendste die ganze Organisation und ihre Be eingefeßt, es steht zu befürchten, daß die Häfen Norddeutschlands Die Blätter begleiten die Meldung von der Verhaftung Tom Mann's strebungen. und Rußlands demnächst zufrieren werden. Deswegen müssen mit sarkastischen Bemerkungen für den Verhafteten. Westminster alle nach den nördlichen Häfen bestimmten Güter in Gile ver- Gazette" meint, das energische Vorgehen der deutschen Behörde gegen hat sich in seiner Urabstimmung über die Gründung einer interDer schweizerische Typographenbund( Siz St. Gallen) frachtet werden, was wegen des Ausstandes der Schauerleute nur den englischen Agitator werde voraussichtlich die Begeisterung nationalen Widerstandskasse für Errichtung derselben ganz langsam durch die Schiffsmannschaft geschehen kann. Von der Ausständischen etwas abfühlen. Daily Graphic" beglück ausgesprochen. Die Abstimmung ergab 881 Ja und 277 Nein. allen Seiten wird der Senat schon darum angegangen, die Beis wünscht die deutsche Polizei wegen ihres energischen Vorgehens. Gleichfalls für die Annahme hat auch der westschweizerische legung des Ausstandes zu betreiben, der dem hiesigen Handel Die englische Presse würde so nicht sprechen, wenn die Buchdruckerverband( Siz Gen) gestimmt. und damit dem Ueberseeverkehr ganz Deutschlands schwere wirth britischen Rheder an der deutschen Streitbewegung jett Gefallen tritt- wenn auch der deutsche Buchdruckerverband seine Bu Die Kasse schaftliche Wunden schlägt. fänden. stimmung giebt Die bereits am 1. Januar 1897 in traft. Beitragsleistung soll pro Mitglied und pro Monat 10 Cts. betragen. Die Widerstandskasse steht unter der Verwaltung des internationalen Buchdrucker Sekretariats, das seinen Sig in Bern hat. Nach dem Berliner Tageblatt" setzt sich die Zahl der Ausständigen wie folgt zusammen. Es streifen 6000 SchauerTeute, 8000 Gwerführer, 500 Quai- Arbeiter, 400 Schiffsreiniger, 600 Reffelreiniger, 300 Schiffsmaler, 40 Krabuführer und 400 Seeleute. Gestern wurde gearbeitet auf 21 Dampfern und ( Weitere Nachrichten siehe unter Depeschen.) Partei- Nachrichten. M = 2 Seglern. Neue Lohnforderungen wurden von Getreide- Arbeitern Chemnitz erhielten unsere Kandidaten 8800 Stimmen. Die Depeschen und lehte Nachrichten. Gemeindewahlen. Bei den Stadtverordneten Wahlen in und den Arbeitern der Wasserwerke und Gaswerke gestellt. In Antisemiten 400 baben das Martel der Altona streifen 120 Gwerführer. Mischmaschparteien nur 1500 Stimmen aufbrachte. Das Wolff'sche Bureau berichtet: 60 Speicherarbeiter In Reichenbach i. V. wurde unser bisheriger Vertreter der Firma Nathan, Philipp u. Komp. wurden ent- im Stadtverordneten- Kollegium wiedergewählt. Weitere Erfolge laffen, weil sie sich weigerten, Schauermannsdienste zu verwurden nicht errungen. richten. Die Genossen in Werdau beschlossen, sich an der dies Erfolg zu erreichen, müßten die Arbeiter erst in größerer Zahl jährigen Stadtverordnetenwahl nicht zu betheiligen. Um einen als bisher das Bürgerrecht erwerben. Bei der Gewerbegerichtswahl in Bremerhaven wurden in der Klasse der Arbeitervertreter die sozialdemokratischen Kandidaten einstimmig gewählt. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ueber die Sistirung Tom Mann's berichtet das Hamb. Echo": Schon seit Ausbruch des Streiks fabudete die Polizei auf Tom Mann, weil sie glaubte, daß er nach Hamburg tommen würde. Es wurden deshalb von der in Händen der Polizei befindlichen Photographie Tom Mann's auf chemigraphischem Wege 1000 2bzüge gemacht und Schußleute, Kriminalbeamte und Offizianten damit ausgerüstet. Troy aller dieser, Sicherheits- Vorkehrungen" und des großen Aufgebots an Bolizeimannschaft fand man Tom Mann, der am Montag Abend von London Aus Kiel wird uns geschrieben: Der verantwortliche über Blissingen eingetroffen war, Hamburg und den Hafen Redakteur der Schleswig- Holsteinischen Volts. inspizirt und die englischen Seeleute informirt hatte, nicht. Ver- 3eitung", Genosse A. Lütjens, batte wegen einer Notiz geblich hat man auch die Leute polizeilich beobachten lassen, von über den Fall Brüsewiß eine Vernehmung zu bestehen. Vor dem denen man vermuthete, daß sie mit Tom Mann in Verkehr stehen Schöffengerichte sollten sich 6 frühere Mitglieder des aufgelösten tönnten. Erst Donnerstag abends 6 Uhr, als Tom Mann sich Diskutirklubs" Freiheit" wegen Vergebens gegen das Vereinsmit v. Elm nach der Schäferstraße in Eimsbüttel begab, sah ein gesez verantworten. Das Gericht hielt sich jedoch nicht für Schußmann, der D. Elm erkannt hatte, dessen Begleiter zuständig und verwies die Sache vor die Straftammer. in einen Barbierladen hineingehen. Vermuthend, daß Die Reußische Tribune" in Gera hat einen der Unbekannte der vielgesuchte Tom Mann fei, ver Lehrer Schulmeisterlein genannt. Das muß der verhaftete er ihn und führte ihn nach dem Stadthause, wo antwortliche Redakteur mit 2 Wochen Gefängniß büßen. man Tom Mann ein Beefsteak zum Verspeisen vorsette und ihn Redakteur Gärtner von der„ Fränk. Tagespost" in dann abends mit der Verwarnung, daß er beim nochmaligen Nürnberg war wegen Beleidigung des Oberstallmeisters von Wiederkommen bestraft werden würde, um 11 Uhr mit dem Starck beim Schöffengericht in Koburg verklagt worden. Dampfer Nottingham" nach Grimsby befördern ließ. Auf diese Freitag wurde dort darüber verhandelt. Der Antrag Gärtners, Weise kam Tom Mann etwas schneller und billiger nach England, die Klage vor das Nürnberger Schwurgericht zu verweisen, wurde als er gehofft, denn er hatte seine Abreise erst für Freitag vor- abgelehnt und er zu 100 Mart verurtheilt. gesehen und führte bei seiner Verhaftung kein Geld bei sich, so daß er für seine Person freie Passage fand. In der Hafenarbeiter Versammlung in Bremen, die sich mit einem Vergleichsvorschlage der Lagerhaus- Gesellschaft beschäftigte und diesen in der Hauptsache ablehnte, wurde von einem Vertreter Bremerhavens mitgetheilt, daß sich die Arbeiter sämmt. licher Unterweferorte solidarisch erklärten. Als die streifenden Schiffsleute eines in Bremen liegenden englischen Gewerkschaftliches. " Zehdenick, 28. November.( Privat Telegramm des Bor wärts".) Die Nachricht, daß in Zehdenick 1700 Ziegler als Streifbrecher für die streikenden Hafenarbeiter in Hamburg angeworben werden sollen, entbehrt jeder Begründung. Die und sind zur Zeit nur noch 400 hier beschäftigt. Es scheint also hiesigen Ziegler wissen von einem solchen Vorhaben nichts die Nachricht nur zum Zwecke der Einschüchterung in die Welt gefekt zu sein. Hamburg, 28. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Postdirektion hat heute die Depesche eines Hamburger Journalisten an die Leipziger Volkszeitung" wegen des vom Streit handelnden Inhalts zurückgehalten. Hamburg, 28. November.( Privatdepesche des Vorwärts"). Die Rheder haben sich an die Marine- Verwaltung in Kiel gewendet mit der Bitte, um 200-300 Marinesoldaten zum Ersatz der Streikenden. " mit Hamburg, 28. Novbr.( Privat- Telegramm des Vorwärts".) Die Zahl der Streifenden wächst immer noch. Von 250 im Hafen liegenden Schiffen sind es nur etwa 80, wo gearbeitet wird, und zwar mit ganz kleiner Mannschaft. Eine Anzahl Ziegelei Arbeiter, die als Streitbrecher Verwendung finden sollten, find wieder abgereift. Die Quai- Schuppen sind Gütern vollgepfroft, die nicht verladen werden tönnen. Für etwa eintreffende englische Streitbrecher sind Flugblätter in englischer Sprache gedruckt worden. Montag sind 9 Versammlungen und zwar für die Schauerleute, Ewerführer, Rohlenarbeiter, Seeleute, Reffelreiniger, Schiffsmaler, Schiffs, Beim Streit der Arbeiter auf dem Emaillirwerk von reiniger, Getreidearbeiter Quai- Arbeiter, sowie zwei Frauen biel u. Söhne in Lübeck spielen Führer der Hirsch Versammlungen. Heute nachmittag wurde Reichstagsabgeordneter Dunckerianer wieder eine saubere Rolle. Man schreibt uns Regien, Vorsitzender der Generalkommission der Gewerkschaften Lange vor Ausbruch des Streits war von der Fabrikleitung Deutschlands, auf dem Quai der Packetfahrt verhaftet; Arbeiter aus der Fabrik zu entfernen. Dazu fand die Firma Berhaftung Protest erhoben hatte, wurde er wieder auf freien jedoch keine Gelegenheit, denn gerade die betreffenden gehörten zu den tüchtigsten Arbeitern und ließen sich Verstöße nicht zu schulden kommen. Es war jedoch Absicht, die Leute zu ent- im Hamburg, 28. November.( B. 5.) Die Zahl der Streikenden laffen, und sie wurden entlassen. Die Folge davon?- Der beläuft sich heute auf 12 500. Von 250 tu Hafen liegenden iegt im Gange befindliche Streit. Schiffen überwintern etwa 60, brach liegen 115, gearbeitet wird Es ist eine alte Geschichte, daß das Unternehmerthum die auf 40 kleinen und 20 großen Schiffen mit 128 gegen sonst Hirsch Duncker'schen Gewerkvereine protegirt, weil ihm diese 6000 Schauerleuten. Die Eisenbahn Direktion Altona ertheilte Vereine Arbeitskräfte liefern, die nicht die Rourage haben, die 110 Gisenbahn- Arbeitern die Erlaubniß, die Ladung des Dampferz Arbeiterinteressen muthig und entschlossen wahrzunehmen. Be-„ Gordley" zu löschen. Auch die Arbeiter der Stadtwafferkunst fannt ist weiter, daß die Hirsch- Dunckerianer häufig direkt als und diejenigen der Gaswerke beabsichtigen zu streiken, wenn eine Lohnerhöhung nicht bewilligt wird. Der Gasvorrath reiche nur für drei Tage. darüber: Dampfers ihre brüderliche Haltung fundgaben, brach die Vers beschlossen worden, ca. 25 der als Sozialdemokraten bekannten nach Feststellung seiner Personalien und nachdem er gegen die sammlung in donnernden Jubel aus. Nach einer Depesche der Magdeburgischen Zeitung" soll in. folge des Zuzugs aus dem Binnenlande der Betrieb im Freihafen in größerem Umfange wieder aufgenommen sein. Das ist natür lich nicht wahr. Was zu gunsten der Streifenden ist, das wird die Magdeburgische Zeitung", deren tendenziöse Berichterstattung in Arbeitsangelegenheiten bekannt ist, selbstverständlich nicht mit theilen: = Die Hafenarbeiter Kiels haben, wie der„ Berliner Lokal Anzeiger" meldet, in einer Massenversammlung beschlossen, von der Arbeitsniederlegung abzusehen, um unterſtüßungsfähig zu bleiben, im übrigen aber sich mit den Hamburger Hafenarbeitern Streitbrecher auftreten. solidarisch zu erklären, den Arbeiterzuzug nach Hamburg zu verhindern und Hamburger Schiffe, welche zum Laden oder Löschen nach Kiel dirigirt werden, und deren Ladung mittels Prähme durch den Nord- Ostsee- Kanal befördert werden soll, nicht zu bedienen. " große Sehnsucht danach, an stelle ihres alten Bersonals Leute Begreiflicherweise hat auch die Firma Thiel u. Söhne von dem geduldigen Schlage der Hirsch- Duncker'schen Arbeiter spezies zu bekommen. " 0 Fuß gefeßt. zu werden. Hamburg, 28. November.( W. Z. B.) In einer Versammlung der Ewerführer wurde ein Beschlußantrag angenommen, nach dem die Ewerführer erklären, die Arbeit nicht eher wieder aufVor dem Streit war ein Metallbrücker namens Fleisch nehmen zu wollen, bis eine Regelung der Forderungen sämmtAus London berichtete gestern das Wolff'sche Bureau: mann und noch ein Arbeiter die einzigen Hirsch Dunckerianer, licher Gewerkschaften des Hafenarbeiter- Verbandes erfolgt sein Mehrere Massenversammlungen von Tocfarbeitern, die am die auf dem Wert arbeiteten. Herr Fleischmann, der Vor- werde. Freitag hier abgehalten wurden, nahmen Anträge an, in sitzende der Lübecker Filiale des Hirsch Duncker'schen Ge Harburg, 28. November.( W, T. B.) In die Liste der welchen der Sympathie für die deutschen Kameraden Ausdruck werkvereins ns der Metallarbeiter ist, hat natürlich die Arbeit Aushändigen find bisher 238 Wann eingetragen, darunter find gegeben wird. Eine Anzahl nicht unionistischer Dockarbeiter, nicht mit niedergelegt, er pfeift also auf die natürliche 181 Verbeirathete. Im Hafen ruht die Arbeit fast gänzlich, auch welche sich nach dem Festlande begeben wollten, wurden am Frei Pflicht der Arbeitersolidarität. Aber nicht nur das, er giebt sich die Schifffahrt liegt beinahe völlig darnieder, größtentheils infolge tag in den Albert- Docks von unionistischen Doctarbeitern auf- auch die größte Mühe, der Firma Thiel u. Söhne Arbeitskräfte der Wirkungen des Hamburger Streits. In verschiedenen gehalten und begaben sich deshalb nach Tilbury, um auf diesem zu verschaffen, die die Plätze der Ausständigen einnehmen. Da selbst ein Fabriken soll sich bereits Mangel an Rohmaterial geltend machen. Umwege nach dem Festlande zu reifen. Zwölf Mann von großen Theil der Mitglieder der Lübecker Filiale des Hirsch- Duncker Bei längerer Dauer des Streiks dürften zahlreiche Arbeiter dem von Hamburg kommenden Dampfer, Lincoln" wurden in schen Metallarrbeiter- Verbandes teine Luft hat, den Kämpfende entlassungen in sicherer Aussicht stehen. Grimsby abgemustert, weil sie sich weigerten, die Hamburger in den Rücken zu fallen, so ging Herr Fleischmann auf Bremen, 28. November.( W. T. B.) Die Bremer Lager Ladung zu löschen. Reifen. Nach Rücksprache mit der Thiel'schen Firma er haus- Gesellschaft hat der Lobnkommission der Ausständigen ein hielt er von Aus Genua wird telegraphirt: 200 Hafenarbeiter, dem Auftrag, nach Berlin zu fahren und hier Streif- für dieser am 20. November 100 Mart mit Schriftstück zugehen lassen, in dem ihre ausständigen Arbeiter morgen die mit der Moredia" von Genua nach Hamburg abfahren brecher anzuwerben, und zwar 4 oder 5 Maschinenfchloffer, Die einer Besprechung eingeladen Gesellschaft beabsichtigt dabei nicht wollten, wurden auf Befehl des Präfekten, der Italienerdie Arbeiter 8 Eisendreher und 12-18 Klempner auf verfolgungen wie in Zürich befürchtet, aufgehalten. Der Präfekt für den Fall, daß er in Berlin kein Glück habe, sollte er nach mehr lediglich für ihre Aufgabe halten, etwaige Mißverständnisse Schwarzblech. zu irgend welchen Beschlüssen zu veranlassen, sie wird es vielAus Paris fommt folgende Nachricht: Die Blätter erheben Breslau fahren. Wenn es ihm jedoch in Berlin mit Hilfe zu beseitigen. Die Lagerhaus Gesellschaft ist außerdem bereit, Einspruch gegen die Zettelungen der englischen Rheder, welche des Hirsch- Duncker'schen Arbeitsnachweises glücken sollte, eine mit der Lohnkommission vor dem Einigungsamt des hiesigen zu gunsten der englischen Häfen auf den großen Plägen des Fest- genügende Anzahl Leute anzuwerben, sollte er nach Lübeck Gewerbegerichts weiter zu verhandeln. landes einen Ausstand hervorriefen. telegraphiren, worauf der Unternehmer selber nach Berlin Hinter dieser albernen Agitation verbirgt sich das böse Ge- tommen und die angeworbenen Arbeiter sofort mit nach Lübeck Bremen, 28. Novbr.( Privat- Telegramm des„ Vorwärts".) wiffen des französischen Ausbeuterthums, das seine Hafenarbeiter nehmen wollte. In der heutigen Versammlung der Streifenden wurde der Vor und Seeleute ebenfalls erbärmlich bezahlt und nun fürchtet, daß Herr Fleischmann tam nun gerade in Berlin an, als im schlag der Lagerhaus- Gesellschaft, vor dem Gewerbegericht zu ver sich diese der internationalen Lohnbewegung anschließen fönnten. Lokal des Hirsch- Duncker'schen Arbeitsnachweises in der Bres handeln, abgelehnt, und die Weiterführung des Streits beschlossen. telegraphirte an die Regierung um Jnstruktionen. Das ist von lauerstraße 23 die Arbeitsnachweis Rommission Sigung dem Präfekten sehr vernünftig gehandelt und bewahrt die hatte. Der Vorsitzende dieser Kommission, Herr Melzer, Die Stimmung ist eine gehobene. Die Bollwerts Kornlöscher, italienischen Arbeiter vor bösen Erfahrungen, die sie als Streit fowie ein Herr Kraft traten auch eifrig für die von Herrn welche von der Lagerhausgesellschaft als Streitbrecher benutzt werden brecher sonst machen könnten. Denn es gilt auch bei den Unter- Fleischmann vorgetragene Sache ein, jedoch erfolglos, denn die sollten, haben sich heute Nachmittag der Bewegung angeschlossen. nehmern das Wort: man liebt den Verrath, aber nicht den Ver. Kommission konnte sich nicht entschließen, dem Verlangen des räther. Herrn Fleischmann troß eifrigster Fürsprache der Herren Kraft Auch die Reisarbeiter der Firma Rickmers werden wahrscheinlich In daffelbe Horn stößt natürlich auch die deutsche Kapitalisten- und Me Izer nachzukommen, worauf dann Herr Fleischmann am am Montag die Arbeit einstellen. Heute, Sonntag, nimmt eine preffe, und zwar unter Führung der alten Raketentiste" im Sachsen- anderen Tage bei dem Herrn Generalsekretär Mauch allgemeine Gewerkschaftsversammlung zu dem Ausstand Stellung. walde. Die englischen Wiheder sollen die eigentlichen Arrangeure und dem Vize- Generalsekretär Leitner sein Glück des Hamburger Streits sein; das muß natürlich schon deshalb versuchte. 0M Der Elbing, 28. November.( B. H.) Der Elbinger Beitung" zufolge ist der Dampfer" Anna", Kapitän Becker, von Ehlert'schen Rhederei in Königsberg, seit dem 24. November im Eise des Frischen Haff eingefroren. Das Schiff, welches in der Kahlberg- Tolfemiten- Höhe liegt, tonnte bis jetzt trop aller Be mübungen nicht wieder flott werden. Voraussichtlich wird erst in den nächsten Tagen Hilfe geleistet werden können. wahr sein, weil sonst das Schlagwort vom„ perfiden Albion" auf Herr Mauch wollte offiziell nicht dazu beitragen, daß die den Hamburger Streit nicht passen würde. Die nationale Entrüftungs. Firma Thiel u. Söhne während des Streits durch seine Vertomödie hat in diesem Falle nicht einmal den Vorzug der Neuheit. mittelung Arbeiter erhielte, denn die„ Rothen" so meinte er Als vor einigen Jahren die deutschen und französischen Kohlen- würden dann einen schönen Spettafel machen. arbeiter die Arbeit theils einstellten, theils einstellen wollten, da hieß Anders verhielt sich jedoch der zukünftige Generalsekretär es, sie seien von den englischen Grubenbesitzern bezahlt. Richtig ist, daß Leitner.( Der Herr soll am 1. Januar 1897 sein Amt der Hamburger Streit den englischen Rhedern im ersten Augen- antreten.) Er versicherte Herrn Fleischmann, daß er auf seine Odran in Mähren, 28. November.( B. H.) Eine Feners blick ganz willkommen war; und in ihren Organen gaben sie dieser vollste Unterstützung rechnen dürfe; aber vorläufig weil teine brunst äscherte die Teltschit'sche Knopffabrit zu Jogstorf ein, w0. Freude auch unverhohlenen Ausdruck. Sie hofften, den Ham- Arbeitslosen da feien Ieße sich nichts machen. durch 500 Arbeiter ihre Arbeit verloren. burger Rhedern einige fette Bissen abzujagen. Allein diese Hoff= Aber die schönen Buftimmungen verbalfen Herrn Fleischmann nung ist ihnen inzwischen verfalzen worden; denn die englischen zu keinem einzigen Arbeiter, und so versuchte dieser denn in der aus Pretoria gemeldet, daß Präsident Krüger der Ent London, 28. November.( B. H.) Daily Telegraph" wird Doctarbeiter haben angekündigt, daß sie die Ein- und Aus- am Sonnabend, den 21. November, abends stattfindenden laffung Jameson's( dessen Zustand unverändert ist) nicht abs ladung von Schiffen aus und nach Hamburg nicht be- Monatsversammlung des Ortsvereins I der forgen werden. Mit anderen Worten, die englischen Metallarbeiter, seine Mission zu erfüllen. Auch hier fand geneigt fet. " wo Dockarbeiter machen mit den deutschen gemeinsame Sache, und fein Gesuch und Vorhaben aus den Reihen der Mitglieder selbst Tauger, 28. November.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) die internationale Solidarität des Proletariats Widerspruch, und sogar das eifrige Eintreten des Vor- Die zwei deutschen Firmen, deren Reisende der Gouverneur durchkreuzt so die Berechnungen der internationalen sigenden Herrn Koch und anderer für den Streifbruch von Marataich vor einem Jahre an der Weiterreise verhinderte, Ronkurrenz des Kapitals. vermochte die Bersammelten nicht zu überzeugen, daß es ihre haben von der marokkanischen Regierung je 300 000 r., die Unseren Herren Kapitalisten sei hier aber ein guter Rath Pflicht sei, bier einzuspringen". Heisenden selbst je 40 000 Fr. Entschädigung erhalten. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Wing Bading in Berlin. Hierzu 4 Beilagen. 2 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 280. Reichstag. 185. Sigung vom 28. November 1896. 12 Uhr. Am Bundesrathetische: Nieberding. Die zweite Berathung der Novelle zu dem Justizgesetze wird fortgesezt, und zwar bei den Bestimmungen über die Entschädigung für unschuldig verbüßte Strafen, welche in den§§ 413b- 413f enthalten sind. Sonntag, den 29. November 1896. Der Anspruch auf Entschädigung ist ausgeschlossen, wenn der Verurtheilte durch unwahres gerichtliches oder außer gerichtliches Geständniß der That oder durch falsche Selbstanzeige oder sonst absichtlich die Verurtheilung veranlaßt oder herbeigeführt hat." 13. Jahrg. gründet hat, nicht annehmen, so müssen sie wenigstens dem anderen durch die Zeitversäumniß entstandenen Schaden rechnen, nämlich Antrag, den ich stelle, zustimmen, den§ 413 c folgendermaßen den Tagelohn. In der Praxis hat hierüber aber eine sehr zu fassen: große Willfür geherrscht, wie überhaupt in der Frage der Erfaßpflicht. In dieser Beziehung wäre es an der Zeit, zu der obligatorischen Ersatzpflicht zurückzukehren, für welche der Reichstag sich seinerzeit mit großer Mehrheit erklärt hat. Aus meiner Praxis als Rechtsanwalt und Angeklagter kenne ich Fälle genug, in denen hier sehr verschieden verfahren ist. Reichsgericht Die Sozialdemokraten beantragen, auch für un- beantrage ich, wenigstens die Bestimmung im§ 413 zu streichen, Und eventuell für den Fall der Ablehnung dieses Antrages und Landgerichte waren nicht gleicher Meinung fchuoig erlittene Untersuchungshaft eine Entschädigung zu gewonach die Entschädigung unterbleiben soll, wenn die Vers gefeßen die verbündeten Regierungen gegen einen solchen Antrag Geheimrath Vierhaus verweist darauf, daß bei der Justizs währen. urtheilung durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt ist. Der Fort- sich ausgesprochen hätten; seitdem sei nichts eingetreten, was die fall der Entschädigung bei grober Fahrlässigkeit wäre eine Ber- Stellung der verbündeten Regierungen ändern tönnte. Es vers schiebung des Rechtsgedankens. Der fächstiche Generalstaatsanwalt lege das Rechtsgefühl, daß ein Mann, der nur wegen mangelnder Dr. Rüger führte in der Kommission folgenden Fall an: Der Beweise freigesprochen sei, eine Prämie erhalten solle durch Gre Oberfellner eines Hotels wurde wegen Unterschlagung verurtheilt, feßung seiner Auslagen. Die Gerichte sind sehr geneigt, Erfah weil er einen Geldbrief mit 1000 n. nicht zur Post beförderte. der Auslagen zu gewähren und sind dabei oft über das Ein Jahr nach der Verurtheilung stellte es sich heraus. daß der Maß des Gesezes binaus gegangen. Für die Zeitverfäummiß Werthbrief roh immer in dem Frack steckte, den der Obertellner wird von den Oberlandesgerichten eine Vergütung meist nicht damals anhatte und der noch immer auf dem Plaze hing, wo er gewährt ihn damals hingehängt hatte. Der Oberfellner hatte den Brief also nicht unterschlagen, sondern nur vergessen, ihn zu befördern. Und nun sagte der sächsische Generalstaatsanwalt in der Kommission: Sehen Sie, meine Herren, das war doch eine grobe Fahrlässigkeit des Oberfellners, daß er nicht daran dachte, welchen Frack er angebabt hatte." Wenn man selbst in einem solchen Falle, wo überhaupt keine strafbare Handlung vorliegt, die Gutschädigung ausschließen will, dann sollte man lieber den§ 418c ganz klar dabin fassen: einen Entschädigungsanspruch hat der betreffende, wenn er ihn aber geltend macht, ist er abzuweisen. Darauf tommt ja hinaus, was jetzt darin steht. Nur bei wirklichem Verschulden des Angeklagten wollen wir die Entschädigung ausschließen. Mindenens müssen Sie die Ungeheuerlichkeit streichen, daß auch grobe Fahrlässigkeit die Ent fchädigung ausschließt. Mögen Sie diese Frage ent scheiden ohne Rücksicht auf die Geneigtheit der Regierung! Die Regierung ist des Volkes wegen da, nicht das Volk der Regierung wegen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) in wenn Wir sind heute Schritt weiter als Dor " Geheimrath v. Lenthe wendet sich auch gegen den zuletzt vom Redner vertheidigten Antrag. Die Anträge der Sozialdemokraten werden gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Feisinnigen ab. gelehnt und die§§ 413b bis 413f werden unverändert au genommen. handelt, will Bu§ 448, welder von der Eröffnung der Privatllage Abg Hofmann- Dillenburg( nail.) folgenden Zusatz machen: Wird von dem Beschädigten ein wesentliches thatsächliches Borbringen der Klage bestritten, oder bringt er selbst Thatsachen vor, die seine Strafbarfeit ausschließen, so ist vor Eröffnung des Hauptverfahrens von dem Gerichte der Sachverhalt in Gemäßbeit der§§ 158 und 159 der Str.-P.-O. zu erforschen. Das Verfahren ist jedoch nicht weiter auszudebnen, als er forderlich ist, um eine Entscheidung darüber zu begründen, ob der Beschuldigte der ihm in der Klage zur Last gelegten strafbaren Handlungen hinreichend verdächtig ist." hagen( Soz.): Bu§ 430 der Strafprozeß- Ordnung beantragt Abg. Stadtdie Bestimmung zu streichen, wonach Revisionsanträge und Anträge auf Wiederaufnahme des Verfahrens vom Privatkläger nur durch einen Rechtsanwalt anzubringen sind. Geh. Rath Vierhaus erklärt, daß der Reichstag bereits bei§ 390 eine dem Antrage widersprechende Entscheidung ge troffen habe. Vergütung für Betverfäumniß stimmen, aber nur, wenn die VerAbg. Schmidt- Warburg( 3.) will für die Gewährung einer gütung fakultativ gewährt wird. Der Antrag wird abgelehnt Es folgt der Artikel III, welcher nach der Vorlage lautet: Dieses Gesez tritt am... in kraft. Auf bereits anhängige Strafsachen findet dasselbe nur dann Anwendung, wenn vor dem genannten Tage ein Urtheil erster Justanz noch nicht ergangen ist. Wird ein vor dem. ergangenes Urtheil erster Instanz in der höberen Instanz aufgehoben und die Sache zur nochmaligen Berhandlung in die erfte Instanz zurückgewiesen, so findet dieses Geiez auf das weitere Verfahren Anwendung. Für die Wiederaufnahme eines durch rechtskräftiges Urtheil geschlossenen Verfahrens sind die Vorschriften dieses Gesetzes auch dann maßgebend, wenn das Urtheil vor dem Tage des Inkrafttretens dieses Gesetzes erlassen oder rechtsfräftig ge worden war. Die§§ 418b- 418e finden auf diejenigen Strafsachen Anwendung, in denen die im§ 413b gedachte, im Wiederaufnahmeverfahren ergangene Entscheidung nach dem... erfolgt ist." Die Kommission hat an die Stelle des zweiten und dritten Abfazes folgendes beschlossen: „ Es findet Anwendung auf alle Strafiachen, in welchen an dem genannten Tage noch nicht rechtskräftig erkannt ist. Soweit an stelle der nach der bisherigen Gesetzgebung zu läffigen Revision die Berufung zugelassen ist, wird die vom Beschuldigten oder zu seinen Gunsten eingelegte Revision als Berufung behandelt. Bur entsprechenden Begründung des Rechtsmittels stebt cemjenigen, welcher dasselbe eingelegt hat, die Frist von einer Woche, von dem Inkrafttreten dieses Geseges ab, offen. Ene gleiche Frist wird in denjenigen Sachen, in welchen das Schönengericht in erster Instanz erkannt hat, zur Vers vollständigung der Revisions- Rechtfertigung in Gemäßheit der Auiheoung/ des§ 380 der Strafprozeßordnung gewährt. Die eingereichte neue Rechtfertigungsschrift ist dem Gegner des Beschwerde übrers nach den bisher geltenden Bestimmungen zur Beantwortung mitzutheilen. Die Verhandlung und Entscheidung über das Rechsmittel erfolgt durch dasjenige Gericht, welches nach den Bestimmungen des gegenwärtigen Gesezes zuständig ist." Vorlage. Abg. von Buchka( t.) beantragt die Wiederherstellung der Geh. Rath von Lenthe erklärt sich für den Antrag des Vorredners Abg. Frohme( Soz.): Kommission und Regierung haben sich einer Unterlassungsfünde schuldig gemacht, indem sie die unfchuldig erlittene Untersuchungshaft von der Entschädigung aus schließen. Diese Forderung ist nicht nur von unserer Partei, sondern auch vom Freisinn zu allen Zeiten gestellt worden; und auch in der juristischen Literatur haben sich zahlreiche Stimmen für diese Forderung erhoben, und man hätte wohl erwarten dürfen, daß sie die Regierung auch in ihren Entwurf aufgenommen hätte. Statt dessen hilft sich die Regierung in ihren Motiven mit einigen oberflächlichen Bemerkungen über die Sache hinweg. Wenn sie sich darauf beruft, daß der Reichstag selbst in seinem Entwurf diese Forderung nicht aufgenommen bat, so übersteht sie, daß man dies nur deshalb nicht gethan bat, weil die Antragsteller mit der Thatsache rechneten, daß die Regierung sich unter keinen Umuänden auf diese Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft einlassen würde. Man weist hin auf die unabsehbaren staanziellen Folgen eines solchen Beschlusses und daß er die Energie der Strafverfolgung lähmen könnte. Das ist eine recht sonderbare ausgleinende Gerechtigkeit, indem die Regierung die Entschädigung auf das äußerste beschränkt und sie lediglich denen zubilligt, decen positive Unschuld im Wiederaufnahmeverfahren erwiesen ist. Für diese künstliche Unterscheidung liegt fein Grund vor. Allerdings enthält die Berurtheilung unschuldiger eine noch schwerere Kräntung als die Verhaftung Unschuldiger. Das beweist aber nicht, daß die letztere ebenfalls eine recht schwere Kränkung ist; ja unter Umständen kann diese noch schwerer als die erstere sein, denn die Untersuchungshaft faun ein Jahr, die Strafhaft zwei, drei, vier Monate dauern. Und wie wird die Familie des Verhafteten geschädigt! Vor der Verhaftung ist niemand sicher. Der Bürger fann wegen Frr thümer, die er nicht verschuldet hat, verhaftet werden, und nam hafte Juristen halten es für zulässig, daß sämmtliche Bewohner eines Hauses verhaftet werden, die zur Zeit der That in dem betreffenden Hause anwesend gewesen sind, auch gegen fie feinerlei Verdacht vorliegt. dieser Frage nicht einen 100 Jahren. Wenn es auch keinen Ersaz für die physischen Leiden der unschuldig Inhaftirten giebt, so sollte man doch wenigftens die materielle Entschädigung ihm nicht verfagen. Es handelt sich hierbei vielfach um arme Leute. Der Armuth steht sicherlich vor Gericht weit weniger Schutz zur Seite als dem Reichthum. Der Reiche tann sich durch die Leistung einer Raution aus der Untersuchungs. haft befreien, auch wenn ihm recht schwere Verbrechen Geh. Ober Justizrath Vierhaus erflärt sich gegen den zur Last gelegt werden, der Antrag, weil derselbe eine große Anomalie in die Strafprozeß. Arme nicht. Der Reiche tann sich einen Rechts- Ordnung bringen würde. anwalt nehmen, der Arme nicht. Der Arme hängt mehr oder weniger von Nachdem noch Abg. Broekmann( 3.) den Antrag als überder willkürlich en flüffig bezeichnet hatte, wird derselbe gegen die Stimmen der Entschließung der Justiz, vom Zufall ab, um Nationalliberalen abgelehnt. fo mehr bedarf er eines gefeglichen Schußes, und ich bitte alle Freunde einer wirklichen ausgleichenden Gerechtigkeit für unseren Antrag zu stimmen. Man vertröste uns nicht auf die Zukunft; ich glaube nicht, daß dieser Abschlagszahlung die Begleichung der ganzen Schuld folgen wird. Jedenfalls ist es unfere Absicht, Sie zu zwingen, in dieser Frage vor dem ganzen Lande Stellung zu nehmen.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Geheimrath von Lenthe wendet sich dagegen, daß allen im Wiederaufnahme Verfahren Freider Kläger im Termin nicht erscheint und auch nicht durch einen Nach§ 431 gilt die Privatklage als zurückgenommen, wenn gesprochenen eine Entschädigung gewährt Rechtsanwalt vertreten ist. werden solle, während die Regierungen nur denjenigen eine Abg Haußmann beantragt, in diesem Falle die Klage nicht Entschädigung gewähren wollten, deren Unschuld sich heraus- als zurückgenommen zu betrachten, vielmehr foll das Gericht in gestellt habe. Da diese Vorschrift bei§ 399 nicht aufgenommen diesem Falle durch einen nach§ 44 der Strafprozeßordnung an ift, so entsprechen die Bestimmungen jetzt nicht mehr den fechtbaren Beschluß aussprechen, daß der Privatkläger fämmtliche Intentionen der verbündeten Regierungen. Diese sind gegen bis dahin entstandene Kosten des Verjaarens einschließlich der die Entschädigung aller Freigesprochenen nicht dem Angeklagten erwachsenen nothwendigen Auslagen zu tragen habe. nur aus finanziellen Gründen, sondern auch weil dadurch die Wenn in der alsbald neu anzuberaumenden weiteren HauptStrafjustiz in Verwirrung gebracht würde. Der Antrag der Sozial- verhandlung der Privatkläger weder erscheint noch durch einen demokraten schließt sich an die früheren Beschlüsse der Kommission Rechtsanwalt vertreten ist, oder in einem anderen Termine aus des Reichstages an; aber auch diese Kommission hatte schließlich bleibt, obwohl das Gericht fein persönliches Erscheinen angeordnet nur eine fakultative Entschädigung für Untersuchungshaft be- hatte, oder eine Frift nicht einhält, die ihm unter Androhung schlossen. Eine Infonsequenz liegt nicht darin, daß für Unter der Einstellung des Verfahrens gefeßt war, so gilt die Privat dingten Verurtheilung einstimmig anzunehmen; denn in Preußen Abg. Roeren( 3.) bittet, die Resolution wegen der be fuchungshaft teine Entschädigung gewährt wird, während diese flage als zurückgenommen. Entschädigung für Strafhaft erfolgt, denn es handelt sich schließ sei jetzt auf diesem Gebiete eine Bahn eingeschlagen worden, welche für die bedingte Verurtheilung verhängnißvoll zu werden lich nur um Billigkeits- aber nicht um Rechtsgründe. Der droht. Es sei bedauerlich, daß man in Deutschland so lange Redner verweist auf die Entwickelung in Frankreich, wo man ebenfalls davon abgekommen sei, für unschuldig erlittene Strafen mit der Einführung dieser Maßregel gewartet habe, trotzdem sie eine Entschädigung zu gewähren. im Ausland durchgeführt ist und man darüber des Lobes Abg. von Güttlingen( Rp.) stimmt dem Antrag Haußmann voll ist. Abg. Stadthagen( Soz.): Auf die Frage, ob für unsern zu, ebenso Abg. Schmidt- Warburg( 3.). weil es fich bei den Noth Auf ein unverdorbenes Gemüth. welches aus oder Leichtsinn Antrag selbst ein Rechtsgrund und nicht nur Billigkeitsgründe Privatklagen jezt nicht mehr blos um Beleidigungen, sondern auch Strafverbüßung sich hat, verfehlt muß die einen niederdrückenden Einfluß ausüben. sprechen, will ich nicht eingehen. Eine große Reihe von Jurinen um schwere Vergehen: törperliche Verlegung u. 1. w. handelt. Der steht aber auf unserem Standpuntte. preußische Justizminister hat im Abgeordnetens Es kommt jedoch nur Der Antrag Haußmann wird gegen die Stimmen der Ron- hause behauptet, daß darauf an, ob das Rechtsgefühl des Volkes nicht dahin drängt, fervativen angenommen. die Erfahrungen in Belgien nicht zu verlangen, daß auch für unschuldig erlittene Untersuchungshaft unbedingt günstig geweien sind. Ich habe darüber den belgischen Nach§ 444, welcher die Buße in der Nebenklage betrifft, Justizminister befragt und derselbe erklärte die Behauptung des eine Entschädigung gewährt wird, zumal im Deutschen Heiche fann der Anspruch auf Buße von den Erben des Verletzten nicht preußischen Justizministers für irrthümlich. Die bedingte Berdie Haftbarkeit der richterlichen Beamten eine so minimale ift. erhoben oder fortgefezt werden. In der Schweiz ist auch die Entschädigung für ungerecht erurtheilung werde ganz regelmäßig von allen Gerichten ans Abg. v. Strombeck( 8.) beantragt dafür folgende Faffung: gewendet. Die Statistit ergiebt allerdings, daß in Belgien die Tittene Untersuchungshaft durchgeführt. Und da haben sich alle„ Der Anspruch auf Buße fann von den Erben des Ver. Zahl der Rückfälligen in den legten fünf Jahren größer ist als die Nachtheile, die man hier davon befürchtet, nicht heraus- letzten nur erhoben oder fortgesetzt werden, wenn durch die in den vorhergegangenen fünf Jahren. geitellt, weder die finanzielle Belastung, die übrigens hierbei abAber der belgische Strafthat ein Vermögensschaden verursacht worden war." solut nicht in Frage kommen dürfte, noch sonstige Schäden. Ein Justizminister stellt fest, daß das von der Zunahme der Geheimrath v. Lenthe erklärt sich gegen den Antrag, weil Kriminalität überhaupt abhängt, denn unter den zu Gefängniß Zweifel tann darüber nicht bestehen, daß im Prinzip die Entscheidung nicht blos die Erben ein solches Recht erhalten müßten, sondern strafen Verurtheilten befänden sich 75 pet. Rückfällige, während gerechtfertigt ist. Aber die Regierung giebt nur mit schwerem auch andere Betheiligte, Krantentassen u. s. w., welche in von Herzen auch nur eine Mark zu gunsten der Rechtspflege aus und solchen Fällen Ersaz ihrer Kosten verlangen könnten. Ein solcher In Deutschland will man durch eine bedingte Begnadi. den bedingt Verurtheilten blos 3 pet. rückfällig sind. will daher nicht weitergehen, als die Vorlage vorschlägt. Aber Vermögensanspruch fann aber im Wege der Zivillage geltend gung dasselbe erreichen, was man in anderen Staaten durch unbekümmert darum haben wir unsere Beschlüsse zu fassen und gemacht werden, nicht durch Buße. wollen doch sehen, ob die Regierung des Volkes wegen da ist die bedingte Verurtheilung erreicht. Die Staatsanwaltschaften follen Bericht erstatten. Aber die Begnadigung ist ein ft der oder etwa das Volk der Regierung wegen. Der Staat muß die Milde, während es sich um ein Strafurtheil handelt. Die Bürger schüßen oder mindestens entschädigen, wenn ihnen ihre Freiheit zu unrecht entzogen wird. Für mich besteht kein Zweifel, Prüfung des Falles, die Entscheidung der Frage, ob eine mildere daß, wenn die sämmtlichen Herren, die jetzt in der Regierung Behandlung zulässig ist, steht allein dem Richter zu. Der Juftiz Bu§ 482 beantragt Abg. Haukmann( südd. Vp.) auf die zu minister kann die Fälle nicht prüfen, denn er ist angewiesen auf die Be figen, das Ungemach einer Straf- und Untersuchungshaft un vollstreckende Freiheitsstraie die Untersuchungshaft anrichte der Staatsanwälte, welche wiederum nur auf den Akten beruhen. schuldig erleiden sollten, sie sich sehr bald zu der Idee zurechnen, welche der Angeklagte seit Verkündung des Das widerspricht den Grundsägen einer richtigen Strafjuftiz. Die burchringen würden, die das Volt beherrscht, und nicht mehr Urtheils erster Instanz erlitten hat. Er weist darauf hin, bedingte Begnadigung foll wohl nur die Bewegung für die bes fagen würden, nur wo eine Expropriation vorliegt, ist der daß jezt die Zeit angerechnet wird von dem Augenblicke an, dingte Verurtheilung ableiten; aber das wird nicht gelingen; Staat zur Entschädigung bereit, aber nicht, wo es sich um wo der Angeklagte auf das Rechtsmittel verzichtet hat. Da denn die bedingte Begnadigung wird scheitern an ihrer praktischen die Freiheit handelt. Wir dürfen aber die Regelung der Sache dieser Verzicht jezt bis zum Ablauf der Frist zurückgenommen undurchführbarkeit, und damit dieser Prozeß beschleunigt wird, nicht bis dahin verschieben, wo die Herren der Regierung diefes werden kann, muß eine Aenderung eintreten. bitte ich Sie, die Resolution möglichst einstimmig anzunehmen. Ungemach erleiden. Diefelbe Anschauung wie wir vertraten Geheimrath von Lenthe erklärt sich gegen den Antrag,( Beifall.) früber die Herren bis tief in die Rechte hinein. Der frühere welcher darauf gegen die Stimmen der Freifinnigen, der süddeutschen Generalstaatsanwalt von Schwarze war einer der lebhaftesten Volkspartei, der Sozialdemokraten und einiger Nationalliberalen gehabt, dem Hause muzutheilen, daß das Reichs- Justizamt die Staatssekretär Nieberding: Ich habe bereits die Ebre Befürworter der Entschädigung nicht nur für die, welche im abgelehnt wird. Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen sind, sondern auch für Borgänge auf diesem Gebiete genau verfolgt, daß das Abg. Stadthagen: Ich bitte Sie, unfern Antrag anzunehmen. Reichs- Juftizamt einer solchen Regelung nicht entgegensteht. Es die, welche unschuldig Untersuchungshaft erlitten haben. Aber es ist Streit darüber entstanden, was unter nothwendigen Aus- fchweben jezt bereits Erwägungen, ob es rathsam und thunlich felbst wenn Sie unseren Antrag, den der Abg. Frohme beslagen zu verstehen ist. Bernünftigerweise muß man dazu den sei, auch bei uns die bedingte Berurtheilung einzuführen; info Nachdem der Antragsteller seinen Antrag begründet, weil leicht eine Verfäumung des Termins ohne Verschulden des Privat tlägers stattfinden kann, erklärt sich Geheimrath Vierhaus gegen denselben. Abg Spahn( 3.) hält die Anerkennung des Vermögens. anspruchs im Wege der Zuerkennung einer Buße für besser als durch die Verfolgung im Wege der Zivilklage. Der Antrag wird angenommen. Gegen die Stimmen der Konservativen werden die Kom. missions Beschlüsse aufrecht erhalten. Ohne Debatte wird der Artifel IV angenommen, wonach verfassungsgesetzes und der Strafprozeß Ordnung nach dem Beder Reichskanzler ermächtigt wird, den Text des Gerichtsschlusse bekannt zu machen. Damit ist die zweite Berathung erledigt. die Kommision beantragt: Es folgt die Berathung folgender Refolutionen, welche a) den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, eine reich gefehliche Einführung der bedingten Verurtheilung in Erwägung zu gieben, b) den Herrn Reichskanzler zu ersuchen, dem Reichstage baldigst einen Gesegentwurf vorzulegen, wodurch die Vollstreckung gerichtlich erkannter Freiheitsstrafen reichsgesetzlich geregelt wird. es 8 für den fern kommt die Resolution eigentlich zu spät. Wenn der Vor- Iden Osten bei Wengels, Fruchtstr. 30, H. 2 Tr., für den Süd- 1 In Sachen des Botanischen Gartens erfahren wir, daß redner uns aufgefordert hat, mit dieser Maßregel nicht länger often bei Frizz Thiel, Staligerstr. 35, v. part. Ferner werden auf besondere Anordnung des Kaisers die Entscheidung über die zu warten, nachdem ihre" fegensreichen Wirkungen" in den Nach- in den bekannten Lokalen Abonnements für den„ Borwärts" ent- spätere Verwendung des Gartens von der Regierung auf ein barstaaten so eklatant hervorgetreten seien, so habe ich von diesen gegengenommen. fegensreichen Wirkungen bis jetzt sehr wenig wahrgenommen. Jahr zurückgestellt worden ist. Während dessen wird vom Wenn der Vorredner meint, daß Achtung, 6. Wahlkreis! Den Parteigenossen bringen wir Minister des tgl. Hauses zunächst eine genaue Untersuchung dar der Regierung hiermit die Adressen der Partei- Spediteure in Grinnerung. Auch über vorgenommen werden, ob und wieweit an den Botanischen daran gelegen fei, burch die bedingten Begnadigungen ist daselbst sämmtliche Partei- Literatur, sowie sind sämmtliche Garten die Krone Aufpruch erheben kann. Die so gewonnene die Sympathien weiter Kreise des Volkes Institution zurückzudrängen und zu verhindern, daß auf diesem Weihnachtsfest ganz besonders hingewiesen wird. Brachteinbände, dazu benutzt werden, Mittel und Wege zu finden, durch welche für diese sozialistischen Werke zu haben, worauf zum bevorstehenden Friſt wird nun von dem Ausschuß zur Erhaltung des Gartens Gebiete reichsgeseßlich vorgegangen werde, fo haben ihm zu Weihnachtsgeschenken vorzüglich passend, find vorräthig der Garten in seinem vollen Umfange vor der Bebauung geschützt die Aeußerungen des preußischen Justizministers im preußischen Moabit: Abgeordnetenhause hierzu keinen Anlaß gegeben. Die Besorgniß, Mars, Kastanien- Allee 95/96; Gustav Rosenthal, Karl Anders, Salzwedelerstraße 7. Karl werden kann. Granseerstraße 6; Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14; Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstraße 64. Die Partei genossen werden ersucht, energisch für die Verbreitung des Die Parteipreffe der wichtigste Faktor! Vorwärts" einzutreten, denn auf dem Gebiete der Agitation ist zu in daß es fich da um ein taftisches Manöver gehandelt habe, muß ich zurückweisen. Warten wir die Entwickelung in den anderen Staaten ab. Wir werden Ihnen das Resultat unserer Ermittelungen in Form einer besonderen Deutschrift vorlegen; Sie werden dann in der Lage sein, sich ein abschließendes Urtheil zu bilden und die Sache von neuem in Fluß bringen. Sind die Erfahrungen den andern Staaten günftig, so wird es wohl Jorer Anregung gar nicht be dürfen; die verbündeten Regierungen werden sich dann mit der Sache selbst befassen, Abg. v. Buchka( t.): Ich habe von jeher den Standpunkt vertreten, daß das Recht der Krone auf Begnadigung indiskutabel ift. Ich muß es mir daher versagen, die Maßregeln zu kritisiven, welche in einzelnen Bundesstaaten durchgeführt sind. Wir haben den dringenden Wunsch, daß die Sache im Auge behalten wird, und deshalb stimmen wir für die Resolution. Abg. v. Gültlingen( Rp.) erklärt sich gegen die Resolution wegen der bedingten Verurtheilung. Erst müsse die Strafvollstreckung geregelt werden, denn von ihrer Ausgestaltung wird es abhängig sein, ob die bedingte Verurtheilung noch nöthig ist Nachdem Abg. Noeren( 3.) sich dagegen verwahrt, daß bei der Aussetzung der Strafe im Verwaltungswege das Kronrecht der Begnadigung in Frage kommt, wird die erste Resolution gegen die Stimme des Abg. Gültlingen( Rp.) angenommen. Die zweite Resolution wird ohne Debatte angenommen. Präsident v. Buol: Ich habe dem Hause eine schmerzliche Mitteilung zu machen: Nach Inhalt eines joeben eingetroffenen Telegramms ist das Reichstags- Mitglied Karl Egon Fürst zu Fürstenberg, Vertreter des 2. badischen Wahlkreises, am 27. d. W., abends, in Nizza verstorben. Das Haus ebrt sein Andenken in der üblichen Weise. Schluß 4½ Uhr. Nächste Sizung Montag 1 Uhr.( Erste Lefung des Etats.) oder nicht. Parlamentarisches. " " " " " Dienstag, Mittwoch und Donnerstag" Ein Ausflug nach dem Repertoir der Urania, Abth. Zaubenstraße: Montag, Monde". Sonntag, Freitag und Sonnabend„ Durch den Gotthard". Abtheilung in der Invalidenstraße: Sonntag, Dr. Bayard, Japan II". Montag, Herr G. Witt Ueber den Bau des Weltfyitems". Dienstag, Dr. P. Schwahn" Bilder aus dem Weltall". Mittwoch, Dr. Naß Das Porzellan". Donnerstag, Dr. Spies A18 Bismarck achtzig Jahre alt geworden war, gründeten Elektrisches Licht". Freitag, Dr. Müller Die Farben im Rampf einige feiner Verehrer eine Fürst Bismard Stiftung, aus der ums Dasein". Sonnabend, Dr. Spieß„ Elektrische Messungen". ,, christliche Mitbürger", die unverschuldet in Noth gerathen sind, Jm Zirkus Busch ist heute die letzte Aufführung der unterstützt werden sollten. Doch den Bismarckbegeisterten geht Pantomime Die Jagd nach dem Glück"; morgen wird es wie ihrem Herrn und Meister; sie sind vom Stamme Nimm, Millennium" gegeben und von Diestag ab kommt scheus, das und geben ist ihre Sache nicht. So fam es denn, daß trotz aller Waldmädchen" wieder zur Aufführung. Die vier dreffirten fortgesetzten Betteleien die Fürst Bismarck- Stiftung nicht in dem Bebras bleiben nur noch furze Zeit. hohen Namens würdig wäre." In ihrer patriotischen Bettel Geheim: ittel aufstellen, die in Apotheken nicht geführt werden Maße gefördert wurde, wie es zu wünschen und des Der Berliner Apothekerverein will eine Liste derjenigen noth find die Macher der Fürst Bismarck- Stiftung nun auf die follen. Wenn die Regierung nicht ein wenig treibt, wird die Liste geniale Idee verfallen, den Mord in der Mohrenstraße wohl nicht allzu lang werden. für ihren patriotisch- chriftlichen Zweck auszunuzen. Der Mörder Grosse ist bekanntlich durch seinen eigenen Bruder, den Post: beamten Grosse der Polizei in die Hände geliefert worden, und dieser Bruder beanspruchte bezeichnenderweise sein wohl gemessen Theil von den 5500 M., die für Ergreifung des Mörders im ganzen ausgesetzt find. Postbeamter Grosse wurde Stiftung versehenen Brief überrascht, in dem es der„ Voss. 3tg." vor kurzem durch einen mit dem Stempel der Fürst Bismarckzufolge heißt: " = die 21jährige Anna Ihm unter Mithilfe ihrer Mutter, der ver Ihr sechs Wochen altes Söhnchen versuchte vorgestern Abend ehelichten Luise Eggert, auszuseßen. Sie überbrachte das in einer feit verschnürten Pappschachtel liegende Kind der Ehefrau des im Hause Danzigerstr. 75 wohnenden Droschkentutſchers Funte. Da diese jedoch, ohne von dem Inhalt der Schachtel Kenntniß Rind in der gefährlichen Lage auf der Treppe zurück und entzu haben, die Annahme verweigerte, ließen die Frauen das fernten sich. Das Kind wurde bald darauf entdeckt und nach haftet. Was mag die Mutter wohl zu dem folgenschweren dem Waisenhause gebracht. Die beiden Frauen wurden vers Schritt getrieben haben? mäßige Forderung nicht Verzicht leisten, von derfelben jedoch Laut Zeitungsnotizen wollen Sie zwar auf diese recht weder für ihre Person noch für ein Mitglied der Familie Ge brauch machen, weil es sich um den eigenen Bruder handelt. Ich bin nicht in der Lage, diese Zeitungsnotizen auf ihre Zu den vergessenen Straßen" wird seitens der Bes Richtigkeit hin zu prüfen und bin weit entfernt, Ihre Ent- wohner die Graunstraße im hohen Norden Berlins gezählt. schließungen beeinflussen zu wollen, möchte aber doch nicht unter: Nach dem Komponisten Graun bereits vor Jahr und Tag laffen, darauf hinzuweisen, wie schön es wäre, diese benannt, hat die Straße noch in keiner ihrer zwölf Ecken ein Summe oder doch einen Theil derfelben Straßenschild, so daß sich nur Eingeweihte in ihr zurechtfinden. unserer milden Stiftung, die neben ihrem humanen Der gestrige Schneefall hat bereits ein Opfer gefordert. Gewerbebetrieb im Umherziehen. Dem Abgeordneten Reichstanzler 3 erstrebt, zuzuwenden. Selbstverständlich Mittag auf den glatten, infolge des naffen Schnees recht 3weck zugleich die bauernde Ehrung unseres Alt- Direktor Comund Hinze von der Berliner Privatpoft glitt gegen hause ist, wie wir schon mittheilten, ein Gesezentwurf wegen würden Ihnen oder sonstigen Familienmitgliedern Darlehen in schlüpfrig gewordenen Steinen an einer Hauseinfahrt in der Menderung des Gesetzes betr. die Besteuerung des Gewerbebetriebes entsprechender Höhe unverzinslich zur Verfügung stehen, und in Krausenstraße aus und fiel so unglücklich, daß er sich einen im Umherziehen zugegangen. Der§ 2 des Gesetzes vom 3. Juli dieser Form ein Nugen aus der Angelegenheit zu doppelten Knöchelbruch am rechten Bein zugezogen hat. Gr Der Steuer vom Gewerbebetriebe im Umherziehen nicht unter- in konflikt zu kommen. erzielen sein, ohne mit der öffentlichen Meinung wurde in der Sanitätswache verbunden und dann nach seiner worfen sind: 1. Kaufleute, Fabrikanten und andere Perfonen, geboren überlassend, zeichne mit voller Hochachtung Dstar Schilde, Das weitere Ew. Wohl Wohnung Alte Jakobstr. 123 gebracht. Die Choristin Klara Schlicht, die in der Nacht zum Freitag welche ein stehendes Gewerbe betreiben, sowie die in deren Diensten Schriftführer, Neue with it. Der Hochachtung Oskar Schilde, stehenden Reisenden, welche außerhalb des Ortes ihrer gewerb- nationalen Sinne, so ehrt man in der That würdig das An- zu einem Gardelieutenant Gift nahm, ist am Sonnabend Morgen So wirkt man im in ihrer Wohnung in der Simeonftraße aus unglücklicher Liebe lichen Niederlaffung, beziehungsweise der gewerblichen Nieder- denten des größten Deutschen". Die Bismarck Anbeter sind um 534 Uhr im Krankenhause an Sublimatvergiftung gestorben. laffung ihrer Geschäftsherren, a) Waarenbestellungen suchen, genau fo in dem erfahren, was sich ziemt, wie ihr großer Heros Ein Einbruchsdiebstahl ist in der Nacht zum Sonnabend wenn sie von den Waaren, auf welche sie Bestellungen suchen, selber. nur Proben oder Muster mit sich führen, b) Waaren auftaufen, in dem Hause Barnimftr. 37 verübt worden. Diebe drangen in die wenn sie die aufgekauften Waaren nur behufs deren Beförderung über die Jahre 1881-90 heißt es u. a.: Früher bediente fich die sie gleich an Ort und Stelle tödteten. Polizei und Preffe. In dem Bericht des Polizeipräsidiums Remise eines Malermeisters ein und stahlen 70 Rasse- Tauben, nach dem Bestimmungsorte mit sich führen. person; der Herr Minister des Innern hat das aber gemißbilligt feit einigen Tagen in größerer Bahl zu. Am vorgeftrigen Abend die Kriminalpolizei in dem Verkehr mit der Presse einer Mittels Mittheilungen über Wagendiebstähle gehen der Polizei und durch Verfügung vom 9. Mai 1888 angeordnet, daß die wurde das vor dem Hause Greifswalderstr. 208 stehende Fuhrredaktionen direkt auf amtlichem Wege zugehen sollen. Seit Haufe befindliche Restauration begab, gestohlen. Die Diebe hatten zur Veröffentlichung bestimmten Mittheilungen den Zeitungs- werk des Handelsmanns S., der sich vorübergehend in die im erhalten die Zeitungen ohne Rücksicht das Pferd, welches der polizeilichen Vorschrift gemäß abgeschirrt Das neue Gesetz soll mit dem 1. Januar 1897 in traft vorhanden ist, die Aufmerksamkeit des Publikums auf bestimmte fee gefahren. Bisher ist weder von dem Pferde noch von dem auf ihre politische Haltung, so oft das Bedürfniß war, wieder angespannt und waren in der Richtung nach Weißens für das Ergebniß der Nachforschungen wichtige Punkte zu lenfen, Die freikonservative Partei des Abgeordnetenhauses bettographische Notizen, deren Auswahl und Redaktion der Ab Wagen eine Spur aufgefunden worden. hat in ihrer letzten Fraktionsfigung beschlossen, die Regierung theilungsdirigent sich unterziehen muß." Diese Bekundung steht Aus dem Polizeibericht vom 28. November. Am beim Etat der landwirthschaftlichen Verwaltung darüber zu be- in Widerspruch mit der heutigen Praxis. Der tundung steht| Vorwärts" Freitag Vormittag wurde auf dem Grundstücke Graunstr. 28 der fragen, wie fich die preußischen Bevollmächtigten bat bekanntlich schon neulich darauf hingewiesen, daß ihm außer beim Ausschachten beschäftigte 38 Jahre alte Arbeiter Gustav zum Bundesrathe bei der Abstimmung über das vom Reichstage Berichtigungen" und Einladungen zu Bernehmungen in ver- Knickbein durch einen Arbeitswagen gegen die Seitenwand der beschlossene Margarine Gesetz verhalten haben. meintlichen Preßbeleidigungen teine Mittheilungen von der Grube gepreßt und innerlich anscheinend so schwer verletzt, daß Landwirthschaftliche Gesetzgebung. Wie aus der Ueber- Polizeibehörde zugeben. Der Vorwärts" verlangt natürlich er in die Charitee gebracht werden mußte. Auf dem Stralauer ficht der von der Regierung gefaßten Entschließungen auf An- auch nicht nach polizeilichen Neuigkeiten, sintemalen er er plage fand nachmittags ein Zusammenstoß zwischen zwei Arbeitsträge und Resolutionen des Herrenhauses hervorgeht, sind die fahrungsgemäß auch ohne die Hilfe der Herren am Alexander- wagen statt, wobei der auf dem einen fizende Arbeiter Paul Landwirthschaftskammern zur eingehenden Prüfung und Aeußerung play seine Leser prompt über die Vorfälle des Tages zu unter: darüber veranlaßt worden, ob es sich empfiehlt, einen Gesetz- richten weiß. entwurf vorzulegen, welcher der realen Verschuldung für Landgüter unter Berücksichtigung der verschiedenen Verhältnisse der einzelnen Landestheile Grenzen ziehe. Auch anderweit ist schon bekannt geworden, daß die Vorarbeiten für eine neue gefeßliche Regelung des Fideikommißwesens im Gange find. Dieser Paragraph soll nach der jezigen Vorlage folgenden Zusatz erhalten: Die vorstehenden Bestimmungen finden auf diejenigen keine Anwendung, welche nach den reichsgesetzlichen Vorschriften zum Aufsuchen von Bestellungen oder zum Ankauf von Waaren eines Wander- Gewerbescheines bedürfen. treten. Kommunales. Der zur Vorkonferenz der vom Magistrat beabsichtigten Reorganisation der öffentlichen Armenpflege eingesetzte Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung bielt gestern Vor mittag die zweite Sigung ab. In der mehrstündigen lebhaften Distusfion wurden die von uns vor einigen Tagen veröffentlichten Anträge des Stadtv. Singer mit einigen Modifikationen an genommen. Der Ausschuß beschloß, der Versammlung die Magi fratsvorlage zur Annahme zu empfehlen, mit der Maßgabe, daß die Errichtung der Armenämter spätestens am 1. April n. I.( nicht am 1. Oftober) zu erfolgen habe. Außerdem empfiehlt der Ausschuß den Magistrat zu ersuchen: 1. Einen Gemeindebeschluß herbeizuführen, wonach für jede Armenkommission eine entsprechende Anzahl von Frauen zur Mitwirkung herangezogen werden; 2. den Magistrat zu ersuchen, in gemischter Deputation zu berathen, ob und in wie weit eine anderweite Regelung betreffend die von der Armenverwaltung gewährten Baar unterstüßungen nothwendig erscheint; dem nachten. Bezüglich der von uns gebrachten Notiz tönnen wir Die Sonntagsruhe an den Sonntagen vor Weih heute mittheilen, daß die Freie Vereinigung der Kaufleute zu Berlin bereits einen scharfen Protest an das Polizeipräsidium ab gefandt hat, in dem sie von letterem fordert, keinem der Gesuche stattzugeben, welche darauf gerichtet sind, die Arbeitszeit an den qu. Sonntagen über 2 Uhr mittags auszudehnen". Beyer herabgeschleudert und überfahren wurde. Er erlitt sehr schwere innere Verlegungen und wurde nach dem Krankenhause am Friedrichshain gebracht. Abends wurde an der Ecke der Friedrich Köpenick durch eine Droschte, deren Führer vorschristswidrig schnell und Behrenstraße der 22 jährige Apothefer Ernst Follenius aus um die Ecke bog, überfahren. Follenius erlitt eine Verrenkung des rechten Armes und erhielt in der Charitee einen Verband. Runft und Wissenschaft. Der Ausstellungs- Katzenjammer scheint in einen Krakehl Es hat sich jetzt bestätigt, daß Professor Erich Schmidt über die Preisvertheilung ausarten zu wollen. Die Berliner sein Amt als Sekretär der Schillerpreis- Kommission Ausstellungs- Zeitung schreibt:" Immer flarer tritt jetzt die Erniedergelegt hat. Der„ Kladderadatsch" macht den Vorschlag, fenntniß zu tage, wie leichtfertig um nicht zu sagen: die Schillerpreis- Rommission mit lauter penfionirten Generälen gewiffenlos wie voreingenommen, um nicht zu sagen: zu beseßen. parteiifch bei dem Preisvertheilungs- Geschäft verfahren Die Melchior Lechter- Ausstellung im Kunftsalon Friz wurde. Mit einer ans Unglaubliche grenzenden Strupellosigkeit Gurlitt bleibt nur noch bis zum Sonnabend, 5. Dezember hat man sich über die einfachsten Gebote des Anstandes, geöffnet. geschweige denn über dasjenige der elementarsten Pflicht hinweggesetzt und hat ein Resultat zu stande gebracht, das niemanden befriedigt und deffen man fich jetzt zu schämen beginnt. Ja, jatiefe Beschämung ist die Folge der preisrichterlichen Thätigkeit tiefe Befchämung und eine beispiellose Bloßstellung der Berliner Industrie." Gewiffe bürgerliche Kreise scheinen es darauf abgesehen zu haben, die Gewerbe- Ausstellung mitsammt der im vorigen Sommer als Ausbund von Hochherzigkeit und Gemeinsinn verschrienen Industriellen Berlins aufs gründlichste zu blamiren. F " Von den jüngstdeutschen Stammlern und Lallenbrüdern. Die neugegründete Halbmonatsschrift Wiener Rundschau" bringt in ihrer erften Nummer unter anderm zwei Stücke aus einem Syklus:„ Venedig in Wien". Wir sehen das eine hierher. Café de l'Opéra. Jawohl, eine eigenthümliche Beziehung ist zwischen diefen Dingen: Herr, Dame; Mandolinengezirpe; Birke, Platane, Esche; weiße Bogenlampe; kühler Auen Nachiduft. Etwas abseits vom schweren Leben ist es. Es schleicht nicht dahin wie Brackwasser. Eine wundervolle Mischung ist es, 3. auf Antrag des Stadtverordneten Dr. Friedemann foll Das Defizit der Berliner Gewerbe- Ausstellung dürfte der Magistrat ersucht werden, auf eine Reform des Auszahlungs. sich, wie ein Berichterstatter zu melden weiß, auf nahezu zwei welche uns heiter macht und leicht. Man fühlt: Wi. schön wäre modus von Armengeldern Bedacht zu nehmen. Millionen Mart beziffern. Wie hoch der von den es, wenn ich immerwährend so sorgenlos, so leichten Sinnes Zu den Grundsägen, nach welchen die Armenämter errichtet Garantiefonds- Zeichnern zu zahlende Betrag sich stellen wird, ist wäre. So unbedenklich size ich und lausche. Niemanden bencide werden sollen, find auf Anregung des Stadtv. Singer folgende Ab- immerhin noch untlar, dürfte sich jedoch jetzt, nachdem die Ein- ich. Gine Rose kaufe ich und schenke sie Signorina Maria. Gine wundervolle Zigarette zünde ich mir an. Wie lieblich die Man änderungen beschlossen worden. Zu den unter Vorsitz des Armenamts. forderung der ersten Quote von 30 pt. erfolgt, in fürzerer Zeit dolinen gebaut find wie hohle tönende Birnen. Wie die Borstehers stattfindenden allmonatlichen Bezirkskonferenzen sollen Garantiefonds- Zeichner zahlungsunfähig geworden sind, von Liqueur passen zusammen. Etwas Exzeptionelles tit es. ie herausstellen. Geist nämlich zweifellos, daß eine Anzahl Birkenblätter gligern. Lorbeerbaume, Ariftokraten und Cafés nicht nur die Armenkommissions- Vorsteher, sondern auch ein von denen ein Beitrag zur Deckung des Defizits nicht herauszuholen herrlich sind die Antlige Italiens. Zum Weinen geradezu. Wie der Kommission zu wählendes Mitglied theilnehmen. Ferner fand auch der Singer'sche Antrag, bei den Vorschriften wegen ist. Beispielsweise war schon bei Beginn der Gewerbe- Ausstellung frei, wie würdevoll sitzen diese Menschen. Und wenn sie sich Ertheilung oder Ablehnung von Unterstützung die Worte wegen ein Garantiefonds- Zeichner als Kontrolleur in der Ausstellung vornüber neigen, ist es, wie wenn sie lauschten, irgendwohin. Unwürdigkeit" zu streichen, Annahme. Mit diesen Zufäßen angestellt. Immer find fie anderswo, von sich weg. Wenn fic fingen, bei und Abänderungen wurde die Magistratsvorlage im ganzen anihren Liedern. Wenn sie schweigen, bei ihrem Meere. wie genommen. Eine nochmalige Berathung im Ausschuß wurde bewundervoll ist das. Es zieht uns mit. Wir haben uns gleichsam schloffen und die nächste Sigung auf Sonnabend, den 5. Devon uns empfohlen und find fortgeschwommen. Addio sember, angefeßt. Tokales. Die armen Bäckermeister. In Sachen des Maximal arbeitstages im Bäckergewerbe find, wie in der letzten Verfammlung der Bäcker- Innung Germania mitgetheilt wurde, bisher einundzwanzig Verurtheilungen erfolgt. In fünf Fällen erfolgte Freisprechung. Im leichten Leben stehen wir, wie Aristokraten, welche von ihren Gütern leben, wie Liebende, die sich verloren haben, wie Der Fries des Pergamon- Panoramas wird bei bem Weise, welchen nichts geschehen könnte, was sie überraschte, über augenblicklich in Angriff genommenen Abbruch des Gebäudes ver rumpelte. Die Parteigenoffen im vierten Wahlkreise werden bei nichtet werden. Der Bauunternehmer Richard Hesse, der be= So unbedenklich fitzen wir und lauschen. Niemanden be etwaigem Wohnungswechsel ersucht, Adressenveränderungen sofort kanntlich den ganzen Pergamon- Tempel gekauft hat, hat sich verneiden wir. Eine wundervolle Bigarette zünden wir uns an. den Botenfrauen oder den Parteispediteuren zu melden, pflichten müssen, im Beisein einer Kommission, bestehend aus Eine Rose kaufen wir und schenken sie Signorina Maria. damit in der Bestellung der Beitung keine Störung ein- denjenigen Künstlern, die seinerzeit den Fries angefertigt haben, Wie die Birkenblätter gligern. Wie ruhig die Platane steht. tritt. Auch erwächst jedem Parteigenossen die Pflicht, für weiteste den Fries herunterzunehmen und vor ihren Augen zu zertrümmern, Und wie die Eiche mit ihren zarten Blätterfingern bebt! Verbreitung des Vorwärts" zu wirken und neue Abonnenten damit von ihm ein Abguß nicht genommen werden könne. dem Zentralorgan der Partei zu gewinnen. Die Parteispedition Will man vielleicht in der gegenwärtigen Verfrommungsära der besorgt nicht allein den Vorwärts", sondern auch sämmtliche Nachwelt kein Mergerniß bereiten? Es sind bekanntlich einige übrige Parteiliteratur. Die Speditionslokale befinden sich: Für nackte Figuren auf dem Fries. Ganz unbedenklich sizen wir und schau'n und lauschen. Noch eine Nose tausen wir ynd schenken fie Maria. Und noch eine Rose taufen wir. Und einen Strauß von Rosen. Geld spielt teine Rolle. " - help! Dolex ein König in der Literatur oder gar ein Heiliger. # auf Mögen die gefälligen Plaudereien recht zahlreiche Leser finden! B. Sch. Gerichts- Beitung. " B Wie Aristokraten sind wir, die von ihren Gütern leben. Aus dem Schatze seiner Erlebnisse greift der Alte" nun die gesetzt werden. Also erscheine in Etwas abseits vom schweren Leben sind wir. Wir schleichen anmuthigsten und schärfitgeprägtesten heraus, und es gelingt ihm, 9 Uhr, in der Berliner Ressource, Komman ein der ams. Dezember, abends nicht dahin wie Brackwasser. Ueber uns selbst erstaunen wir. uns den großen Denter Mary in seiner urwüchsg- träftigen dantenstraße 57, stattfindenden Versammlung Signorina Maria-! Der Autor dieses Stimmungsbilde3" heißt Peter Altenberg; Jung den Verfasser des Kapitals, steht lebensfrisch vor uns, als der aufgeklärten Arbeiter, d. h. für diejenige Lifte, welche bei den Menfchlichkeit nahezubringen. Der Mohr", so nannten Alt und jedes einzelne Raffenmitglied und gebe feine Stimme für die Lifte er. wie man uns fagt, fchon 21 Jahre alt." Er hält sich Lehrer der Flüchtlinge, als freundlicher Hausvater. Wir sehen mit Buchnummer eingetragenen Kandidaten mit Nr. 58 079 53 bereits für berühmt; nur weiß er noch nicht, so heißt es, iſt er in einer der umfassendsten Vierreisen dieses Jahrhunderts, in Kandidaten mit Gustav Wangenheim( Bars Coff der Arbeit, Schachbrett und-slaunet, Philister! Friedrich Arndt und bei den mit der Firma verzeichneten Die Leprafrage, die durch die Ausbreitung des Aussages tnecht Laternen einwerfend und mit Mühe dem Policeman ent- 10 br beginnt, alfo um 10 Uhr die Thüren ge London noch dazu: Karl Mary, Edgar Bauer, Wilhelm Lieb- anfängt. Ausdrücklich sei bemerkt, daß der Wablatt puntt In der Gegend von Memel Bedeutung gewinnt, tam dieser Tage in der Berliner Medizinischen Gesellschaft zur Sprache. Aus wiſchend! werben, ebenfalls fei festgestellt, daß die der zum theil recht lebhaft geführten Debatte erhellte, daß die Das zarte Verhältniß zwischen Mary und feiner edlen Mandate der bisherigen Delegirten am 31. Dezember Uebertragbarkeit und damit die Gefährlichkeit der Sepra all- Gattin Jenny wird seinsinnig geschildert, bekannte Flüchtlings- erlöschen, sich also diefelben behufs Neuaufstellung sofort melden gemein anerkannt wird; nur Professor Liebreich, unser bekannter gestalten werden mit fest umriffenen Strichen gezeichnet, helle müssen. Zur Wahl ist das Krankenbuch als Legitimation Pharmakologe, welcher auf dem Gebiete der Batterien- Forschung Streislichter fallen auf die intimen Seelenzustände eines großen mitzubringen. Diejenigen, welche von ihren Arbeitgebern eine Sonderstellung einnimmt, stellte die Uebertragbarkeit ent Menschen. das Buch nicht erhalten tönnen, mögen sich mit genügender schieden in Abrede und erklärte demgemäß die Errichtung von Lofe Blätter, flüchtig niedergeworfene Stizzen, trene Legitimation( Steuerzettel u. s. w) behuss Ausstellung einer Be Lepraheimen, wie sie ja feitens der Regierung für den Kreis Memel Bilderchen der Vergangenheit, mit feuilletonistischem Geſchick, mit fcheinigung nach dem Raffenlofal begeben. Also nochmals, in Bröfuls beabsichtigt ist, für überflüssig. Demgegenüber traten feckem Humor erzählte Geschichten sind in dem hübsch aus: erscheint pünktlich und führt uns zum Siege! die übrigen Redner, die Herren Blaschko, Joseph, Koch, energisch gestatteten Bändchen zusammengefügt. So anspruchslos die Gabe J. A.: Joh. Hoffmann, Friedenstr. 7. für die Jfolirung aller Leprakranken in besonderen Anstalten auch geboten wird, sie wirkt vortrefflich. Flugblätter zur Agitation sind durch August Werner, ein. Herr Dr. Blaschko, der als einer der ersten die allgemeine Bärwaldstr. 9, oder Herm. Kamp., Kl. Kurstr. 6/7, H. r. I, Aufmerksamkeit auf die Memeler Epidemie gelenkt bat, hielt alle zu beziehen. Versuche, diese Epidemie einzudämmen, für erfolglos, wenn nicht An die in der Berliner Privatpost Angestellten! rigoros vorgegangen würde. Empfehle es sich auch nicht, einen 3wang auf die Kranken auszuüben, so solle man sie doch durch Während des Streits der Privatpost Angestellten ist einem der Mitglieder des Verbandes der Hilfsarbeiter von zweckmäßige Einrichtung der Anstalten selbst zum Aufsuchen der= Streifenden Der Rittmeister v. Auerswald und das Telephon. einem enes Berbaudes namens Stiel eine Ungehörigkeit felben veranlassen. Ein Lepragesetz dürfte kaum nöthig sein, Gine Beleidigung durch das Telephon führte gestern den General auf der Polizeiwache mitgetheilt worden, die in der Verin der schon auf dem Verwaltungswege werde man Ersprießliches fekretär des„ Union- Klube", Rittmeister a. D. Sigismund fammlung bei Feuerstein besprochen wurde und zu einer leisten. Freilich müßte dazu endlich die Regierung die Hand von Auerswald vor das Schöffengericht am Amtsgericht II. Antlage Anlaß gegeben hat. Es wird nunmehr der betreffende bieten und die erforderlichen Mittel vorstrecken. Die Be- Er war beschuldigt, am 14. September 1895( warum fich die Stiel gebeten, feine Adresse an das Bureau der Handels- Hilfs= handlung des Aussages wurde nach dem gegenwärtigen Stande Erledigung der Sache so lange verzögert hat, ging aus der arbeiter, Kommandantenstr. 25, abzugeben, da sein Zeugniß von allgemein für aussichtslos erklärt; Profeffor Liebreich empfahl das gestrigen Verhandlung nicht hervor) einer Telephongehilfin großem Werth für den Angeklagten ist. von ihm bei Lupus( Hauttuberkulose) angewandte Kantharidin. durch den Apparat zugerufen zu haben: Was sagen Achtung, Handlungsgehilfen und Handlungsgehilfinnen Die Arbeiten des kaiserlichen Gesundheitsamtes haben Sie, Sie dummes Schwein?" Berlins! ſich in dem Make vermehrt, daß bei dem Umite eine neue Mit- bafte Beleidigung. Die der angeklagte Wittmeister a. D. 9 Uhr, wird in den Arminhallen, Kommandantenſtr. 20, eine gliedsstelle geschaffen werden muß. Die Zahl der ordentlichen durch die Ausflucht wegzudisputiren suchte, daß er seinen von der Freien Vereinigung der Kaufleute einberufene öffentMitglieder steigt danach auf 10. Zu wünschen ist, daß die Zahl und mit den inkriminirten Worten gemeint habe, wurde liche Versammlung abgehalten, wo Herr Rechtsanwalt der Mitglieder des Gesundheitsamtes bald noch erhöht wird. vom Gerichtshof auf 300 Mart Geldstrafe erkannt. Wolfgang Heine über:" Die Revision des Handelsgesez Mit recht meint die Boss. 3tg.", daß gewerbehygienische Unter- Der Staatsanwalt hatte nur 150 m. beantragt. buches" spricht. Es ist Pflicht aller Kollegen und Kolleginnen in suchungen, die mit Erfolg nur von einer Anstalt wie das Interessant ist die vor Gericht abgegebene Mittheilung des dieser Versammlung zu erscheinen. Die öffentliche Handlungs. Gesundheitsamt durchgeführt werden könnten, immer dringender Angeklagten, daß einflußreiche Mitglieder des„ Union- klubs", gehilfen Versammlung, wo Reichstags- Abgeordneter Genosse werden. Mit der Errichtung eines gewerbehygienischen Ambula- so der Herzog von Ratibor, sich wegen der unbefriedigenden Bebel über das Thema: Wie steht's mit der Sozials toriums und Laboratoriums follte man nicht mehr lange zögern. Bedienung am Telephon wiederholt beim Kaiser beschwert reform???" referirt, ist am 7. Dezember in Keller's Jeft Von den jezigen neun Mitgliedern des Gesundheitsamtes find hätten, so daß schließlich der Vorsteher des Telephonamtes an ihm ge- fälen, Koppenftr. 29. sechs Aerzte, davon einer Pharmakologe, einer Thierarzt und zwei kommen sei und sich erboten habe, die Nummern sämmt Chemiker. In der Fabrik fenersicherer Zement- Baukonstruktionen licher klubmitglieder auf den Telephonämtern von Paul Stolte in Berlin, Anhaltstr. 10, haben am Theater- Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag, 29.: Benvenuto besonders hervorzuheben, damit diese in erster Sonnabend Vormittag die von dieser Firma auf dem Ban Alte Cellini. Herr Ernfi Kraus vom Hof- und Nationaltheater in Mannheim, Reihe bedient werden, unter der Bedingung, Jakobstr. 23/24 beschäftigten vier Zementarbeiter die Arbeit als Gaft. Montag, 30.: Tannhäuser". Anfang 7 Uhr. Dienstag, 1.: Bum daß wir uns nicht mehr an allerhöchster Stelle" niedergelegt, weil ihnen der bisherige Stundenlohn von 45 Pf. beschweren werden. Donnerstag, 8. Die Etwas anders ftellen zwei Tele um 21/2 Pf. reduzirt werden sollte. Die zu 35 Pf. beschäftigten Meistersinger von Nürnberg". Walther von Stolzing: Serr Emil Böße, phonistinnen, eine aufsichtführende Dame und ein Postgehilfe Handarbeiter ließen sich denselben Abzug gefallen. Zuzug ist Beck messer: Herr Fris Friedrichs, als Gäfte. Anfang 6% Uhr. Freitag, 4. den Vorfall dar. Nach den Bekundungen derselben habe fernzuhalten. Fidelio". Schauspielhaus. Sonntag, 29. November: Der Graf es sich von Amt zu Amt verbreitet, daß von AuersDon Caftanar". Ein Königsidy". Montag, 30.;„ Die Journalisten" wald außerordentlich ungeduldig und heftig sei, daß er Der Berliner Lokal Anzeiger" brachte folgendes in der man fich langweilt".( Herzogin: Fräulein Anna Saverland a. G.). halb sei auch von den Aufsichtführenden aninſtag, 1. Dezember: Faun". Anfang 7 Uhr. Mittwoch, 2. Die Welt, meist sehr erregt und zu Schimpf worten geneigt sei. Des: Inserat:„ 30 Erdarbeiter gesucht. Näheres beim Restau Donnerstag, 3.: Die Braut von Messina". Isabella: Frl. Anna Haverland rateur, Potsdamerstr. 104, Eingang Kurfürstenstraße." als Gaft.) Freitag, 4.: 1812". Sonnabend, 5.: Zum ersten Mal: Abu geordnet worden, daß, wenn mehrere Berbin für Bitterfeld bei Magdeburg handelt, die pro Stunde Gin hiesiger Arbeiter theilt uns mit, daß es sich um Arbeiter Seid". Zum ersten Mal: Das zweite Gesicht". Sonntag, 6.: Seib". Das zweite Geficht". Montag, 7.: Nathan der Weise." Abubungen zu gleicher Zeit verlangt würden, Herr Am 20 Pf. 2ohn bekommen sollen. Dabei soll jedem noch Dezember findet ber v. Auerswald stets zuerst berücksichtigt werden das Reisegeld vom Lobn abgezogen werden. 4. Sinfonie Abend unter Wein gartner's Leitung ftatt. Bur Feier Don Beethoven's gelangen nur Kompofitionen des Dieifters zur Aufführung. Herr Bufoni felde und dem Haupt Telephonamte in der Französischen beiten wollen, deshalb wendet man sich nach Berlin. Leider sollen Geburtstag miffe. Der Beamte, der den Verkehr zwischen Lichter- Die Bitterfelder werden für diesen Schundlohn nicht ar fpielt bas Es dur- Konzert. Neues tönigl. Opern Theater( Kroll). Sonntag, 29. November: Wie die Alten sungen". Sonntag, 6. Dezember: Straße herstellte, hat sofort gerufen:" Es tommt Narzis". Mlle. Quinault: Frau Clara Meyer. Theater tommen Sonntag Abend Sudermann's" Morituri" zur Aufrücksichtigung erforderlich sei. Vielleicht fordert gelegentlich Beschäftigung suchen und suchen müffen, um nicht zu verhungern, Im Deutschen etwas hobes!" um damit anzukündigen, daß besondere Bedie feiner Organisation angehören und deshalb um jeden Preis sich einige Arbeiter haben anwerben lassen. An Arbeitèlofen, führung, Montag wird Freiwild" gegeben, Dienstag: Hannele's Simmel einmal ein sozialdemokratischer Reichstags- Abgeordneter von fahrt“ und„ Ohne Liebe", Donnerstag: Der Kaufmann vor Benedig" mit Herrn Reicher als Shylod und Herrn Miffen in der Titelrolle, Sonnabend: Herrn v. Stephan Auskunft darüber, warum ein zu fehlt es leider in Berlin zu keiner Zeit. " Morituri". Am Mittwoch ist die erfie Aufführung von Gerhardt Haupt- Schimpfworten geneigter" Rittmeister, der sich beim mann's neuem Märchendrama„ Die verfuntene Glode", die Freitag Raiser beschwert, am Telephon bevorzugt wird, während man und nächsten Sonntag Abend wiederholt wird. Seute, Sonntag, erscheint Wilbrandt's Meifte von Palmyra" zum ersten Male in einer Nachmittags: fich bekanntlich von gewöhnlichen Sterblichen ungeduldiger Natur Vorstellung. Nächsten Sonntag Nachmittag wird Julius Gäfar" gegeben. Im geffing Theater steht Paul Lindau's Schauspiel„ Der Abend durchaus nicht imponiren läßt. mit Herrn Engels als Gast heute, Sonntag, Montag, Mittwoch, Freitag und nächsten Sonntag auf dem Spielplan. Das Lustspiel goldene Eva" wird mit Herrn Engels Donnerstag und Sonnabend wieder: holt, am Dienstag geht Madame Sans- Gêne" mit Fräulein Groß in Szene. Als Nachmittags- Bornellung gelangt heute, Sonntag,$. Subermann's Schauspiel Das Glück im Wintel" und nächsten Sonntag Wilden bruch's Schausptel Die Haubenlerche" zur Aufführung.. König Heinrich" geht am Montag im Berliner Theater zum 150. Male in Szene. Die erste Aufführung von Kaiser Heinrich" findet Dienstag statt. Die ersten Wiederholungen sind auf Freitag( 12. Abonnements- Borstellung) und Sonntag Abend angefeßt. An allen übrigen Abenden der nächsten Woche wird Re natffance" gegeben. Sonntag Nachmittag findet eine Aufführung von Dibens Die offizielle Frau" statt. Jm Schiller Theater tommt heute Nach mittag" Göz von Berlichingen" zum letzten Male zur Aufführung, abends wird das Wichert'sche Luftspiel„ Ein Schritt vom Wege" gegeben. Im Bürgersaale des Rathhauses ist tarl Loewe- Abend". Montag und Sonnabend geht„ Der Pfarrer von Kirchfeld" in Szene Dienstag findet die erite Aufführung von Rosmers vterattiger Komödie Tebeum" ftatt. Mittwoch und Freitag wird dann„ Tedeum", Donnerstag Demetrius" Der Aufruf der Bahntommission der Safen Waffenmord auf der Jagd. Bei einer Jagd in Mähren wiederholt. Jm Theater unter den sinden tritt Sonntag Abend in Sullivan's Villado" Frl. Fischer nach fast zweimonatiger Krankheit sum arbeiter Hamburgs veranlaßt uns, die Arbeiterschaft ersten Male als Yum- Yum wieder auf. Nächsten Freitag geht die Operette Berlind dringend zu ersuchen, Hamburg als Arbeitsort vor Der Lieutenant zur See", Tert von 2. Herrmann und Schlat, Musit von Louis Roth, bekannt aus dem Friedrich Wilhelmstädtischen Theater, im läufig zu meiden. Linden- Theater zum ersten Male in Szene. Nach dem Spielplan des 200. Male:„ Die lustigen Weiber von Windfor". Mittwoch, 2.: Hänsel und Gretel". Phantasien im Bremer Rathsteller". Das Heimchen am Herd". Sonnabend, b.: Benvenuto Gellini". Sonntag, 6.: 17. Dermischtes. Als eine harmlose Komödie entpuppt fich, wenn den Mittheilungen einiger Blätter zu trauen in, die geplante Mord Die Nachfrage nach Eintrittskarten für die am 1. Dezbr. that, über welche fürzlich aus Hannover berichtet wurde. Herr R., Werner und Grosse ist eine ganz außergewöhnliche. feines Berufs Schauspieler. Er hatte Ursache, auf eine Dame Die ftattfindende Gerichtsverhandlung gegen die beiden Mörder der bei dem Raiser Franz- Regiment hier fein Jahr abdient, ist Sämmtliche Karten sind schon seit mehreren Tagen vollständig und einen Kollegen in Hannover eifersüchtig zu sein, und begab vergriffen und weitere Gesuche an die betr. Gerichtsschreiberei sich mit militärischem Urlaub in Begleitung des Arbeiters, der ganz unnük. Obwohl beide Angeklagte im allgemeinen geständig zu ihm in Dienstverhältniß stand, nach Hannover, um die Treus find, wird die Verhandlung eine ziemlich geraume Zeit in Anspruch nehmen, da außer der Mordthat noch 6 Diebstahlsfälle gegen die Angeklagten vorliegen. Friedrich Wilhelmstädtischen Theaters wird Sonntag und Montag Gerhart Hauptinann's Bor Sonnenuntergang" gegeben. Nachmittag " Gewerkschaftliches, An die Arbeiterschaft Berlins! % lofe zu überraschen. Dort wurde er im Augenblick verhaftet, als er den Gasthof betrat, wo die Dame abgestiegen war; fein Begleiter mußte die Haft mit ihm theilen. Ein Revolver wurde bei ihm vorgefunden und gab ohne Grund Anlaß zu dem Gerücht eines Mordverfuchs. Die Festnahme des R. war lediglich die Folge einer Denunziation des Hannoverschen Schauspielers. R. sowohl wie sein Begleiter find längst wieder hier und bes finden sich auf freiem Fuße. Die Berechtigung des Streits, der unter Umständen zu einem wird„ Wilhelm Tell" von Schler aufgeführt. Dienstag und Mittwoch Gast Generalstreik der europäischen Hafenarbeiter führen könnte, liegt spiel der italienischen Operngesellschaft mit Verdi's Trovatore" Donnerstag wird das Schauspiel Die Geter- Wally" gegeben und Freitag und flar zu tage, und er ist wegen des internationalen Charakters Sonnabend wiederholt. seinem Zugstück Eine wilde Sache" zwei Vorstellungen, nachmittags und Das zentral. Theater giebt Sonntag non der Hafenarbeiter Bewegung von größerer Bedeutung, als alle abends, mit Herrn Emil Thomas als Gast. Im Alexanderplas vorherigen Ausstände in Deutschland. Der Ausgang des HafenTheater wird heute Nachmittag 4 Uhr„ Der Rattenfänger von Hameln" arbeiter Streits wird einen bedeutenden Einfluß auf die Gegegeben, abends Ohne fittlichen Halt". Die legte Sonntags- Vorstellung bes, Novembers ist im Apollo Theater die heutige und es ist zugleich werkschaftsbewegung aller Länder, speziell Deutschlands, aussteigt 30. Die Matrosen der französischen und russischen Kriegss der lezte Sonntag, an welchem Mlle. Fougère, Gign. Bernardt, die Nighions, die Troubadours und das Fleury- Trio auftreten. Literarisches. üben. Die ausgezeichnete Haltung der Ausständigen und die Sympathie, die ihnen die gesammte arbeitende Bevölkerung ents gegenbringt, berechtigen zu den besten Hoffnungen. Liebknecht, Wilhelm, Karl Marxzum Gedächtniß. Ein Die finanzielle Unterstützung für die Streikenden in Lebensabriß und Erinnerungen. Unter Beigabe von einem Hamburg in Angriff zu nehmen, ist Ehrenpflicht auch der Porträt von Mary, der Abbildung seiner Grabstätte und zwei Arbeiterschaft Berlins. Sie wird, wie bisher, so Fatfimile Wiedergaben von Briefen Marg und Engels'. auch diesmal den kämpfenden Klassengenossen treu zur Seite Woerlein u. Komp. Nürnberg 1896. VII. und 120 Seiten. stehen. Preis 75 Pf. Aus- naheliegenden Gründen unterlassen wir es, die Schrift| Alle für die streikenden Hamburger bestimmten Geldsendungen eines Redaktionsmitgliedes selbst zu besprechen, und drucken des- find abzuliefern an das Berliner Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, halb, abweichend von unserer streng eingehaltenen Uebung, nur Annenstr. 16, part.). felbständige literarische Besprechungen zu bringen, folgende Rezension der Leipziger Volkszeitung" ab: " Mit solidarischem Gruß! hat der in Oesterreich zu Besuch anwesende Großsürst Nikolaus von Rußland mit 14 Jagdtheilnehmern nicht weniger als 2458 Stück Wild erlegt. Hiervon brachte der russische Prinz 16 Böcke, 540 Hafen, 151 verschiedene Thiere, zufammen 807( Achthundert diese Schießerei, bei der ein so erlauchter Herr nicht einmal oie undsieben) Stüd zur Strecke". MDa darf man wohl fragen: Ist Mühe des Ladens hat, da feine Büchfenfpanner ihm bie jertigen Gewehre in die Hand drücken, noch Jagdluft? Nein Mordluit! Aus Athen wird von gestern berichtet: Die von den niederen Voltstlaffen bewohnten Stadtviertel von Piräus find in großer Ausdehnung überschwemmt. Die Zahl der Opfer überschiffe arbeiteten mit denen zweier griechischen die ganze Nacht hindurch mit außerordentlicher Anstrengung am Rettungswert. Sie durchfuhren in Barken die überflutheten Straßen, während Verfagens der Gasleitung im Finstern liegende Stadt beleuchtete. der Bugeaud" mit seinem elektrischen Scheinwerfer die infolge Auch in Athen wurden noch mehrere Leichen aufgefunden. Die Gesammtzahl der Opfer beträgt 70. Die Eisenbahnlinien sind an mehreren Stellen beschädigt. Eine Neuerung in der belgischen Kammer. Auf dem Präsidententisch der belgischen Abgeordnetenfammer befindet sich jetzt an itelle der alten Glocke, die nur mit Mühe den Tumult beißer" Tage übertönte, ein elektrisches Läutewerk. Die Glocke aus vernidelter Bronce ist ungefähr 15 Zentimeter boch; sie ist mit zwei verschieden großen Hämmern versehen, die ein kleines Die Berliner Gewerkschaftstommiffion. und ein großes Läutewerk bilden. Um fie in Bewegung zu setzen, bat der Präsident zwei Kontaktknöpfe zu feiner Rechten. An die Mitglieder der Orts- Krankenkasse für den Die nächste Errungenschaft, um einen unbequemen Rebner Gewerbebetrieb der Kaufleute, Handelsleute und Apotheker mundtodt zu machen, ist entschieden die Dampfsirene. An eine furze Stizze des Lebenslaufes reiht sich eine im frischen Plauderton gehaltene Schnur von persönlichen Er- Der erste Theil unserer Arbeit ist mit der Aufstellung der Wetter- Proguofe für Sonntag, den 29. November 1896. innerungen. Liebknecht hat in der Zeit des Londoner Erils, Kandidatenliste erledigt, es gilt nun die bisher theilnahmlofen 1850-1862, in innigem Verhältnisse zu der Familie Mary ge- Mitglieder für die Delegirtenwahlen zu intereffiren, damit am Niederschlägen und mäßigen nördlichen Winden; nachher auf Zunächst etwas wärmer, vorwiegend trübe mit geringen flanden. 9. Dezember unsere Gegner durch den Sieg unserer Liste schachmatt ttarend und etwas kälter. Berliner Wetterbureau. Soeben ist ein Schriftchen Liebknecht's erschienen, das von allen, die den Menschen Maryg kennen lernen wollen, mit Nußen wird gelesen werden. Bürgerliche Brauerei Am Tempelhofer Berg No. 6. Sonntag: Großer Ball. Gleichzeitig empfehle den 500 Personen lassenden Saal zu Festlichkeiten und Versammlungen für Vereine u.Privatgesellschaften. Heinr. Nümann. Donnerstag, den 3. Dezember: Großes Gänse Ausspielen. 16666 Lenz, Kochstr. 55. Restaurant Friz Wilke Plan- Ufer 27 ( früher Dennewigstraße). Empfehle mein neu eröffnetes Lokal allen Freunden und Kollegen und bitte um freundlichen Besuch. 1645b Hell und dunkel Pazenhofer. 2 Vereinszimmer mit Piano 20 und 40 Peri. faffend, find noch an einigen Tagen in der Woche zu verg. 26L Fritz Linke, Jüdenir. 36. Berlins! für Gesang 2c. zu Bereinszimmer Bereine, au 50 Perf., noch einige Tage frei. Reinhold Streit, Naunynftr. 86. Nr. 7. Molkenmarkt Nr. 7. Schmiedel's Festsäle, Rautenberg's Festsäle, Oranienftr. 180. Versammlungen. 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Münse von Diedenhofenerstr. 8 ausgemiethet haben soll, erkläre ich hiermit für Unwahrheit. 1725b Hermann Kittel, Diedenhofenerstr. 8. Ehrenerklärung. Die Beleidigung gegen Frau Konrad, Grünauerstr. 35, nehme ich zurück, und erkläre diese als eine ehrbare Frau. 1721b Frau Petke, Wienerstr. 33b. Eine frol. Schlafft. für Herrn sofort Photographisch. Sänger- Atelier Manteuffelftr. 65 a, v. 3 Tr. Eife. Frol. Schlafft. f. 1 od. 2 Herren, sep Eing, Admiralitr. 19, v. 4 Tr. May Möbl. Schlafit. f. 2 Herren z. verm. von Otto Gutau Kraut Strasse 52, am Strausberger Plak. Billets find in allen Zahlstellen, beim Borstand und bei Heckweibchen, Auswahl von Sing Kremſer, Stegligerfir. 20, Gartenb. 4 Tr. Brockhaus', Meyer's den Komiteemitgliedern zu haben. Abendkasse findet nicht statt ur- u. Der Vorstand. Das Komitee. Bade- Anstalt 99 T imarianum" Grosse Hamburger- Strasse 20. 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Saal mit Theaterbühne, bis 400 Personen fassend, steht den Parteigenossen und Vereinen zu Bergnügungen und zu Versammlungen unentgeltlich zur Verfügung. Tages- Restaurant, Weiß- und Bairisch- BierLotal. Großer Mittagstisch à Couvert 50 Pf. 2 Bereinszimmer sind noch 4957* C. Fischer. einige Tage zu vergeben. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Frol. Schlafft. f. H., sep. Eing. Solms straße 21, Sof 1 Tr. b. Grzesłowiat. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 280. das wesen zuweise. Versammlungen. Sonntag, den 29. November 1896. = 13. Jahrg. Friedrichsberg. Am 17. d. M. sprach hier Dr. Joël in einem recht lehrreichen Vortrag über die Eroberung des Nordpols. Der Vorsigende gab sodann bekannt, daß die nächste Ver sammlung am 15. Dezember stattfindet. Eine recht lebhafte Auseinandersezung entstand hierauf über einige interne Partei- Angelegenheiten, die dadurch einen furzen Abschluß fand, daß der überwachende Beamte um 12 Uhr die Versammlung auflöſte. dem die Unternehmer den Neunstundentag bewilligt haben. von 5 Personen zu wählen, die den Wahlkreis in der allgemeinen Solche Elemente haben auch kein Recht, sich dann in öffentlichen Berliner Lokalkonferenz vertreten soll. In einer Volksversammlung des sechsten Wahlkreises, Versammlungen über schlechte Zustände zu beklagen. Bei der Diefer Antrag wurde einstimmig angenommen und in die die am Donnerstag im Berliner Prater stattfand, hielt der Firma Koch u. Bein seien fast gar feine organisirte Kollegen Kommission die Genossen Lehmann, John, Jaffe, Reichstags- Abgeordnete Genosse Förster einen mit lebhaftem beschäftigt, weshalb der dortige Vertrauensmann sein Amt nieder- Woit und Jennert gewählt. Beifall aufgenommenen Vortrag über die politische Lage. Gin- legte. Litiin hält es für passender, wenn derartige Dinge, wie sie in so leitend erinnerte der Redner an den Besuch, den der ausführlicher Weise, oft in öffentlichen Versammlungen bis zum russische Zar kürzlich den verschiedenen Monarchen machte, Ueberdruß der Zuhörer erörtert werden und Vielen den Besuch der bei welcher Gelegenheit die hohen Herren fich auf Versammlungen verleiden, lieber in besonderen Werkstuben- Verfreundschaftlichste begrüßten, sich gegenseitig Brüder sammlungen besprochen werden. Redner verweist dann auf die im nannten, und dadurch ihre internationale Zusammengehörig- nächsten Jahre vom Verband der Metallindustriellen geplante Wieder feit befundeten. Was in höheren Kreisen selbstverständlich er einführung der zehnstündigen Arbeitszeit. Um hiergegen recht scheint, das soll bei uns ein Verbrechen sein. Wenn wir zeitig mit Erfolg Front machen zu können, wünscht Redner, daß Proletarier nach internationaler Verbrüderung streben, so auch die Klempner den Beschluß vom 7. Mai d. J. erneuern, Friedrichshagen. Die hiesigen Graveure und 3ises nennen uns unsere Gegner vaterlandsloses Gesindel, obgleich dahingehend, daß jeder Kollege pro Woche 50 Pf. an den leure hielten am 26. Novbr. in der Sängerhalle eine öffentliche doch gerade wir, die das Vaterland für alle wohnlich und Agitationsfonds zahlt.( Beifall.) Eine in diesem Sinne von Versammlung ab. Auf der Tagesordnung stand:" Der Streit der auskömmlich einrichten wollen, die wahre Vaterlandsliebe befizen. Bimmermann gestellte Resolution wurde hierauf gegen eine Biseleure bei der Aktiengesellschaft früher Gladenbeck u. Sohn." Der Redner behandelte dann einige der aktuellen Fragen der Stimme angenommen. Zimmermann giebt noch bekannt, Brückner referirte kurz über die Ursachen des Streiks. inneren, wie der auswärtigen Politik. Er kennzeichnete bei der daß in nächster Zeit mehrere Werkstuben Versammlungen statt. Hiernach war die Veranlassung zu den Differenzen eine von Besprechung der Bismarck'schen Enthüllungen in treffender Weise finden werden. Auch wurde ersucht, die Sammlungen eifrig fort der Firma angekündigte 10 proz. Reduzirung des Akkordlohnes. Die die Doppelzüngigkeit der hohen Diplomatie, warf bei der Er- zufeßen. Arbeiter erklärten, daß sie unter diesen Bedingungen die Arbeiten örterung einiger Etatspofitionen kritische Streiflichter auf den nicht liefern könnten, da die bisherigen Löhne schon niedrig seien, Militarismus und die Kolonialpolitik und zeigte schließlich au In der Baudeputirten Sitzung der Maurer, die am und traten, nachdem die Einigungsversuche mit der Direktion zu der Behandlung der türkischen Frage durch die europäischen Mächte, Freitag bei Cohn, Beathstraße, tagte, wurde beschlossen, der am feinem Resultate führten, in den Streif ein. Getreu der bedaß auch in diesem Falle die Politik der Diplomaten trog lang findenden öffentlichen Maurer- Versammlung den Vorschlag zu sonst verhindert im Louisenstädtischen Konzerthaus statt tannten Taktik der Herren Unternehmer, verreist oder jährigen Herumdoktorns den franken Mann am Bosporus nicht unterbreiten, das Streikbureau in soweit aufzuheben, als die Arbeitern über deren Wohl und Wehe zu verhandeln, war zu fein, wenn es heißt mit ihren gesund gemacht habe, und auch nicht gesund maden werde. Redner kam zu dem Schluß, daß man bezüglich der allgemeinen bisher üblichen Geschäftsstunden in Fortfall kommen. Alle Vor- auch hier der Direktor der Firma einer Einladung zur Berpolitischen Lage nicht sagen könne, es sei Aussicht auf Besserung fommnisse sind jedoch nach wie vor der Lohnkommission, deren sammlung nicht nachgekommen mit der Entschuldigung, daß er Thätigkeit erst mit dem Schluß dieses Jahres beendet ist, zu verreist sei. vorhanden. Solange die gegenwärtig herrschenden Parteien am Da ein Vertreter auch nicht anwesend war, Staatsruder sigen, sei eine Politik der Offenheit und Ehrlichkeit brachtes neues Kontrollsystem, mit dem gleichzeitig eine Statistik Direktion vorstellig werden soll, um dahin zu wirken, daß der unterbreiten. Ein von der Lohnkommission in Vorschlag ge wurde eine Kommission von drei Personen gewählt, die bei der ausgeschlossen. Eine solche könne erst zur Geltung fommen, wenn das arbeitende Volk seinen Willen bekunde und der Sozial- verbunden sein soll, um festzustellen, wie viel Maurer kommenden zehnprozentige Abzug unterbleibt und dann die Arbeit wieder demokratie die entscheidende, dominirende Stellung im Staats- Jahres für den Neunstundentag eintreten, wurde gegen eine aufgenommen werden kann. Der Vertrauensmann der Berliner starke Minorität bis auf weiteres abgelehnt. In der Debatte Graveure und Ziseleure versichert die Streifenden der vollen wurde von Herfurth sowohl als auch von anderen Rednern Solidarität der Berliner Kollegen und würden dieselben fortDie Lederarbeiter( Loh- und Weißgerber, Färber 2c.) wiederholt betont, daß die im Swinemünder Gesellschaftshaus fahren, die Ausständigen in der bisherigen Weise zu unterstützen. hatten für Dienstag Abend eine öffentliche Versammlung ein angenommene Resolution, in der es heißt: sämmtliche Kollegen 3um 2. Punkt der Tagesordnung, Wableines Delegirten zum Kongreß, berufen, die auch von Frauen sehr gut besucht war. Wegen find verpflichtet, den hier am Ort bestehenden Fachorganisationen besprach Brückner die wichtigsten auf dem Kongreß zur Ver Verhinderung der Frau Rohrlack referirte Genosse Jahn über: sozialdemokratischer Tendenz beizutreten, feineswegs gegen den handlung stehenden Punkte und machte besonders auf die Die Lebenshaltung des Proletariats" unter lebhaftem Beifall Zentralverband, wie behauptet wurde, sondern gegen den Hirsch Organisationsfrage aufmerksam, wobei er den Vortheil der Anwesenden. Von einer Diskussion wurde Abstand genommen, Duncker'schen Gewerkverein gerichtet ist. einer Zentralorganisation gebührend hervorhob. Es wurde um den Eindruck nicht abzuschwächen. Als Revisoren Becker sodann zum Delegirten Die Lokalkommission des Kreises Teltow Bestowmit gewählt wurden hierauf Beyer, Altenkirch und Rosenfeld gewählt. Der Vertrauensmann Arndt weist unter„ Gewerk- Stortow Charlotteuburg hielt am Sonntag, den Weisung, möglichst im Sinne einer Zentralorganisation zu schaftlichem" darauf hin, daß die Beiträge für den Agitationsfonds eine Versammlung ab mit der Tagesordnung: Antrag der organisirten Kollegen gerichteten Appell, sich der Organisation 22. November, unter Vorsitz des Genossen Eberhardt( Brit) wirken. Nach einem vom Vorsitzenden an die noch nicht sehr unregelmäßig geleistet werden. Sein Vorschlag: Quittungsfarten mit Marten einzuführen und die bisherigen Wertstuben Berliner Genoffen auf Freigabe verschiedener Lotale. Bei Ein- anzuschließen, erfolgte Schluß der gut besuchten Versammlung. bücher noch beizubehalten, wurde nach kurzer Diskussion von der tritt in die Tagesordnung beantragten die Gastwirthsgehilfen Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr abBersammlung angenommen, mit der Bedingung, die Ausführung Antrag wurde stattgegeben. Hierauf wurden die in betracht die Zulaffung eines Vertreters ihrer Gewerkschaft. Dem wechselnd Fortschrittsturfus in Nationalötonomie und Redeübung im Lokale desselben den Vertrauensleuten anheim zu stellen. Diefe Quittungskarten sollen vom 1. Januar 1897 an eingeführt tommenden Lokale der Reihenfolge nach zur Debatte gestellt. werden, um die Beiträge reichlicher und pünktlicher leisten zu dreigegeben wurden altes und neues Gierhäuschen und Hirsch können und den Fonds mehr zu fräftigen. Mit dem Dank für garten, dagegen bleiben Tabbert's Waldschlößchen, Hasselwerder den zahlreichen Besuch schloß der Vorsigende die Versammlung. und Sadowa gesperrt. Betreffs des Wendenschlosses in Grünau wurde ein definitiver Beschluß nicht gefaßt. Für Tempelhof Die Klempner hielten am Donnerstag eine sehr gut besuchte wurden sämmtliche Lokale bis auf Wilhelmsgarten und Teichert öffentliche Versammlung ab, zu der die Arbeiter aus mehreren freigegeben, desgleichen für Mariendorf bis auf die Lokale Werkstätten, namentlich von Koch u. Bein, sowie Puppel u. Schulz Günther und Martwig. Ueber die Lokale von und um Plößenund deren Inhaber eingeladen waren. Reichstags- Abgeordneter see baben die Charlottenburger Genossen die Sperre aufgehoben. Peus referirte an stelle des am Erscheinen verhinderten Fischerhütte, Onkel Tom's Hütte, sowie sämmtliche Lokale um Genossen Klees über Die Handwerkervorlage im Reichs- Halensee find freigegeben, mit Ausnahme des Restaurants Bum tage". Redner unterwarf die ganze Vorlage in Schwan" von Jaretzky. ihren einzelnen Bestimmungen einer sehr treffenden Kritik. In Stolpe bleiben sämmtliche Lokale gesperrt bis auf Von einer Diskussion wurde Abstand genommen. Der Ver: Mattausch( Lindenhof), welches freigegeben wurde. Für trauensmann Zimmermann berichtete hierauf über die uns Wannsee wurde das Lokal Café Alfen und das Lokal von pünktliche Entlohnung der auf Bauten beschäftigten Arbeiter bei Belighof freigegeben. Kohlhasenbrück bleibt gesperrt. der Firma von Puppel u. Schulz, wo die Arbeit zumeist in Ju bezug auf die Führung der Lokalliste gelangte nach Afford gegeben, aber oft erst Monate nach Beendigung des Baues längerer Distuffion folgender Antrag des Genossen 3u beil zur verrechnet werde. Jedenfalls sei dies Schuld der Arbeiter selbst, da Annahme: auch die wenigsten organisirt seien und sich um die Bewegung gar nicht fümmerten. Wie zu erwarten, entspann sich hierüber eine längere Diskussion, in der von einigen Rednern das Kolonnensystem und die Attordarbeit als die Ursache dieser Zustände angegeben wurde. Am verwerflichsten aber sei es, daß eine Anzahl Arbeiter sich freiwillig anboten, zehn Stunden zu arbeiten, troß" Sonntagsplauderei. = = " Die Versammlung beschließt, der Berliner Lokalkommission zu empfehlen, die Lokalliste so zu gestalten, daß nur die Lokale, welche ihre Säle der Arbeiterschaft zur Verfügung stellen und diejenigen Lokale, welche unbedingt zu sperren feien, aufgenommen werden. Ferner muß die Lokalliste nach Wahlkreisen und alphabetisch geordnet sein. Des weiteren ist eine Kommission der Montag Aveno fein Unterricht. der Die Schulräume sind zur Benutzung der Bibliothek und des reichen Beit Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neu an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. schriftenmaterials schon von 8 1hr abends an geöffnet. mann, Pajewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten im Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen Bereinstalender ftud zu richten an Otto Schulz, Kottouſer Damm 72. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. ne Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. 1. Dezember, abends 8% Uhr, in Cohn's Festfälen, Beuthstr. 20: Vortrag Samariterkurius für Arbeiter und Arbeiterinnen. Dienstag, den des Herrn Dr. Christeller über Verbrennungen, Grfiierungen und andere Berlegungen. Nachher praktische Uebungen. Verein für Feuerbestattung. Am Montag, den 30. d. Mts., abends 7% Uhr, findet im Bürgersaale des Mathhauses eine öffentliche Bersammlung mit Damen statt, in welcher Herr Dr. Bernstein- Steglitz einen Vortrag über das Thema:" Beerdigung oder Feuerbestattung eine Gewissensfrage" halten wird. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 30. b. Mts., abends 8 Uhr: Versammlungen 8ahlstelle 1. bet Feindt, Weinstr. 11; Bahlstelle 2 bet gange, Dragonerfir. 15; Bahlitelle 3 bet Cohn, Beuthstr. 20( Tunnel); Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldir. 110. Klub Tannhäufer". Heute Abend' 6 Uhr im Theatersaale des Louis Reller'schen Etablissements, Koppenstr 29: Große Familien- Soiree( In" Dor= strumental und Botaltonzert, Theatervorstellung und Ball). mittags 10-11% Uhr und Mittwochs abends 9-11 Uhr bet Bepte, PlanArtistenverein Vereinte kraft". Ueoungsstunde Sonntags ufer 92 a. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Privat- Theaterverein konkordia". Stzung heute Nachmittag 4 Uhr Kurzesir. 17. Heute Gesellschaftsabend Adalbertiir. 8. Anfang 6 Uhr. Gäste willkommen. Bergnügungsverein„ Lustige Seelen". einer alten Welt waren ebenfalls Hiebe ins Wasser gethan. Im Leben wie in der Kunst arbeiten diejenigen, die die Der Sozialismus schwoll und schwoll immer mächtiger. Dichter, Sozialdemokratie lieber heute als morgen ablöjen möchten, mit wie Spielhagen, warfen die Frage auf, was soll das werden, ganz verwandten Mitteln. Wo unsere Künstler die proletarische In Berlin, wo die legten Häuser stehen, lebte Bater Andorf. und sie fanden feine Antwort. Da dachten die Jüngeren, wir Trübsal wahrnehmen, da giebt es nicht selten treffliche Studien, Er war ein Proletarier, auf deffen armes Haupt ein Hiobschlag müssen stärker beschwören, wenn das Ungeheuer Sozialdemokratie meisterliche Lebensbeobachtungen. So giebt es auch ergreifendes nach dem anderen niederfaufte. Elend und Kümmerniß fraßen verschwinden soll. Und sie schwingen die Kessel, mit Weihrauch genug in Krezer's Buch. Sorgfam ist Andorf's Haus, farbig an seiner Seele. Sein Weib kränkelte. Sein jüngstes Kindchen gefüllt. Sie verfluchen den Materialismus und fingen zugleich und voll drastischer Kraft das Leben einer benachbarten, ver rang mit dem Todesengel und Bater Andorf wurde inbrünstige Chöre zum Preis der Weltflucht. Sie möchten die wabrlosten Familie geschildert. Die Mutter stumpf in Rohheit, arbeitslos. Da, als der Jammer am höchsten, durch Schmachtenden überreden: Guere Leiber hungern nicht so sehr die Tochter eine Straßendirne, in deren Juneren noch soviel leuchtete ein Wunder Andorf's Gemüth. So lange hatte nach Brot, als Guere Seelen nach überhimmlischem Labsal. menschliche Bravheit steckt, und der Sohn, ein heranwachsender der vielgeprüfte Dulder fich an den Lehren der sozial- Vater Andorf, ein moderner Märtyrer, hat die schwersten Lumpenproletarier. Und einschneidende Kontrastwirkungen weiß demokratischen Weltanschauung erbaut, bis ihn der innere Hunger Bitternisse zu bestehen. In seinem Leid vereinsamt er. Seit Kretzer zu schaffen, wenn er diese düstere Welt in bitterer Wahrnach trostreicher Gläubigkeit verzehrte. Und da geschah an ihm er sehend geworden und gläubiger Einfalt zugewandt, verlassen heit einer vollbehäbigen, äußerlich forretten und innerlich so ein Heil Nicht durch tausendstimmige Phrafen, nicht durch ihn die Genossen früherer Tage. Sie sind vernünftelnde Leute, wurmstichigen Gesellschaft gebenüberstellt. die Lärmtrompete der Partei, nicht durch Heuchelei und Selbst- sie stehen im Baun der materialistischen Sozialdemokratie. Die Auch die Führer der neuen sozialen Vereinigung, die mit sucht, sondern durch jenen stummen Ausdruck wahrhaftigen Schmerzes, Besten von ihnen baben wohl Mitleid mit dem Unglücklichen frommen Händen, mit allem komischen Gifer von Erbbegierigen, den das Blut des Gekreuzigten geweiht hatte für alle Zeiten." und sie wären auch zu werkthätiger Hilfe bereit. Allein die Mehrheit gerne an sich zögen, was die Sozialdemokratie hinterläßt, äußern Dieser legte Satz ist in seinem Wortlaut der neuesten fällt über den Mann, der besonderer Gesichte sich rühmt, mit ihr Verständniß und ihr Mitgefühl für die Noth des„ vierten Arbeit von May Kreger entnommen, die der Verfasser schnoddrigen Wigeleien, mit cynischen Späßen und grimmigem Standes". Aber auch ihre Augen sind wie mit einem trüben Das Gesicht Chrifti", einen Roman aus dem Ende des Jahr- Hohn her. Mögen sie ihn verspotten, wie einen, den das Elend Flor bedent, wenn sie die innerste Kraft des Proletariats be: hunderts nennt. Wenn Max Kreyer's Wert an dieser Stelle blöde gemacht hat. Water Ardorf wankt und zweifelt nicht greifen sollen. So sehr wurzeln sie mit allen Fasern in der hervorgehoben wird, so geschieht es darum, weil das Buch für mehr. Er weiß, wer ausharret, wird gekrönt. Vergangenheit, daß sie für die Jdeale zukunftsfreudiger Menschen gewisse änglichkeitsbewegungen unserer Tage geradezu typisch Sein Kind ist gestorben; und Vater Andorf toftet den nichts, auch gar nichts übrig haben. ist. Künstlerische Bestrebungen laufen nabezu parallel mit Bor- herbsten Lebensschmerz durch. Nicht einmal ein paar Groschen Hätte man nicht meinen sollen, es wäre eine Schaar tommnissen des Tages. Ju beiden drückt sich die sehnsüchtige find im Hause aufzutreiben, um die Leiche zu beerdigen. Vater troßiger Recken auferstanden, die sich erdreistete, ben Begierde aus, die Sozialdemokratie abzulösen, wie das neuerliche Andorf's älteste Tochter geht zu ihrem Arbeitgeber, um ein paar Thaler bösen Geist Sozialdemokratie umzustürzen. Und im Grunde ist Schlagwort heißt. Vorschuß zu erbitten. Den Fabrikanten, einen wüßten Patron, es ein zitterndes Häuflein, das eine entschlossene wohlbewehrte Es klaffi da ein Widerspruch zwischen Wollen und Können, reizt die Reinbeit und die Hilflosigkeit des Mädchens; er ver- Rämpferschaar mit Amulet und Talisman, die ihre Zauberkraft der für das Dämmerleben einer niedergehenden Epoche so bezeichnend fucht mit wilder Begehrlichkeit, was ihm so oit bei seinen Ar- verloren haben, zu überwinden wähnt. Als die Sozialdemokratie ist. Man geberdet sich, als recke man sich empor, als tofte es beiterinnen gelungen; schon schwankt das betäubte Kind; da er- in grausamer Hezze bekämpft wurde, da glaubten die Gegner, nur eine Kraftanstrengung, um das Reich der Sozialdemokratie scheint das überirdische Geficht und die Reine ist gerettet. Freilich eine thörichte Sette niedermachen zu müssen. Heute tommt eine aus den Angeln zu heben; und im nächsten Augenblic tann sie den Jammer ihrer Familie nicht lindern. Da packt Andorf gläubige Sette, unbestimmter Sentimentalität voll, im Vertrauen Elappt man zusammen, fällt auf die Kniee und stammelt den kleinen Leichnam auf emen Karren, den er durch die Straßen auf unbestimmbare Wunder, und will mit der realen sozialisti Gevete und Beschwörungen. Um die Augen sentt sich ein Berlins vor sich hinschiebt. Ein seltsamer Leichenzug! Um so seltsamer, schen Macht fertig werden. Wie mitleidig die Herrschaften Nebel; die rauhe Deutlichkeit der Dinge entschwindet. Man als wieder die überirdische Erscheinung leibbaft auftaucht und doch sind. Sie führen unerbetene Wohlthaten mit sich. Wie die schaudert vor der Größe des Kampfes, den das Proletariat hinter dem verzweifelten Vater einherschreitet. Es entsteht ein Leute, die der jüngsten fünstlerischen Mode sich ergeben, auss durchzuführen entschlossen ist. Man mag nicht hinfehen Auflauf in dem proletarischen Viertel. Es bagelt 3ynismen gegen rufen: Wie könnt ihr Aermiten nur ohne überfinnliches Labsal mit offenen Augen, und so tauchen vor den rückwärts gewandten den geheimnißvollen Fremdling hinter dem Sarge, man über- leben. Rommt, wir wollen euren seelischen Hunger stillen: So Blicken verschwommene Träumereien auf. Müde Seelen hoffen schüttet ihn mit Brutalitäten; bis die stumpfe, irregeführte Menge stellen sich die Nachfolger der Christlich- Sozialen als Heils- und auf das Wunderbare, das da tommen und in die Herzen der erkennt, ihr Herr sei unter sie getreten, bis Empfindungen aus Troftverkünder dem Proletariat vor. Sie, die mit tausenderlei aufgeregten. Massen Demuth und Frieden träufeln soll. Und wie Kindertagen aufbrechen in verhärteten Gemüthern und ein uns Vorstellungen all die alte Welt gebunden sind, sie, die verzückten Derwische im Orient ihren Gebeten so besondere gekannter Schauer sie erfaßt. deren Geist verzagt ist, die darum in demüthiger Ergebenheit Weihe zuschreiben, daß sie damit den Willen der Götter zwingen Nunmehr ist die Menge von dem Geist berührt, der den auf Trost und Hilfe harren, können freilich jenen Sinn nicht tönnten, so schwärmen die Ermüdeten in ihrer weichen armen Andorf aufrecht erhalten hat im tiefsten Kummer. Nicht fassen, der die demüthige Ergebenheit verachtet. Sie müssen sich Bänglichkeit auch. So üben es die Schwarmgeister in um das Einzelgefchick eines Menschen, in dessen wunder Seele einbilden: wenn in dem Menschen eine geistige Revolution vor der Politik, die Naumann und Göhre, wenn sie ausgehen, die merkwürdige Visionen aufsteigen tönnen, handelt es sich. Die fich geht, so verliere er so viel Liebes, so viel Altgewohntes, Leiden des vierten Standes zu sänftigen, so übt es eine extatische Absicht des Romandichters zielt wirklich dahin, der Allgemein- daß er ewige Schmerzen, immerwährende Dede davontrage. Kunst am Ausgang des Jahrhunderts. heit einen Spiegel vorzuhalten, vor dem sie erschrecke, wenn sie Von den Luftgefühlen, den stärkegebärenden, die den neuen Es hat die grausame Haß gegen die Ergründer und sich selber im Sumpfe materialistischer Weltanschauung waten Mann beseelen, wissen sie nichts, und sie können nichts davon Betenuer des Sozialismus nichts gefruchtet; und Hohn und sähe. Und darum mag Kreger's jüngster Roman als typisches wissen. Alpha. Spott und satirische Luftigkeit literarischer Borfämpfer Beispiel gelten. von Nie wiederkehrende Gelegenheit. Wegen de s Vollständiger Auflösung meines seit vielen Jahren bestehenden Geschäfts in Damenkleiderstoffen, Sammet und Seidenwaaren, Blousen, Morgenröcken und Jupons. Gänzlicher Ausverkauf. Der Verkauf findet nur gegen baar zu treng festen, jedoch fabelhaft billigen Preisen tatt. Diese Gelegenheit bietet Unerreichtes in bezug auf enorme Billigkeit vorzüglicher Qualitäten. 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Ledersohle, rings mit hohem Roßleder- Befag. warm gefüttert Mk. 7,25, Dieselben mit Ladvachette befest Mk. 7,75 Filzschnürstiefel mit Agraffen und hohem Roßleder Besatz Mk. 7,25 Glatte Rossleder- Zugstiefel il reinen Lederzuthaten, streng solide genagelte Sohlen, niedrige oder hohe Abfäße Mik. 5,-. Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Befaz. Cordelfappen und Knopfperzierung Mk. 5,25 Dieselben mit glattem Oberleder, leichterer Ausführung mit genähter Sohle und martirtem gelben Rang. beste Haltbarkeit Mk. 5,50. Dieselben mit Besak. Cordelkappe. Knopfverzierung in leichter Ausführung mit genähter Sohle und martirtem gelben Rand, sowohl als Strapazirstiefel wie als Sonntagsstiefel zu empfehlen Mk. 5 75. Schaftstiefel von kernigem Rindleder mit derber, genagelter Sohle, Handarbeit. Mk. 5,50. Hunya- Jagd- Schaftstiefel mit jatinirtem Roßleder- Besatz bis an die Wade und extra starken, mit Schrauben und Stiftent versehenen Sohlen burchweg warm gefüttert Mk. 14,50. Nenommie Stiefel • mit Gummizug, von geschmeidigem, prima fatinirtem Roßleder, auf Nand genäht. Wer mit Wasstiefeln viel Ungelegenheiten hatte, wird erstaunt fein über die außerordentlich bequeme und gleichzeitig elegante Paßform diefes Stiefels Mk. 6,75. Prima satinirt Rossieder mit Querkappe in spiger und eckiger Façon auf Rand genäht, elegant gearbeitet Mk. 7,90. Spiegel- Rossled.- Zugstiefel, Dberleber aus einem Stüd gewaltt, gelb genäht Mk. 8,50. Rossled.- Schnürstiefel, genagelt. Derber Strapazirstiefel Mk. 6,50. Schnürstiefel aus fatinirt. Noß- Leder, mit französischen Agraffen, Befat und eleganter, aufgefeßter Duerkappe, in beliebter, ediger Cavalierform, gelb genäht Mk. 9, Prima Kalbleder- Zugstiefel, aus dem Kern geschnitten, nicht zu vergleichen mit vielfach offerirten Kalbleder- Bugftiefeln, die aus abfälligen Theilen der Haut herrühren. Sauberste Handarbeit, sammetweich, das augenehmste, leichteste Tragen für empfindliche Füße Mk. 9,25. Prima Kalbleder- Besatz- Zugstiefel mit zartem Ralb- Glacé- Ginjaz. aufgefegter, durchlochter Querkappe, tadellose Handarbeit, in verschiedenen Formen Mk. 9,50. • * friedenheit des Käufers mit größter Liebenswürdigkeit und Zuvorkommenheit erledigt. Die mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage hergestellt, da sie sonst ihren Zweck Artikel find als solche auch die reellſten und werden nicht anders in den Handel gebracht. Diese sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Span und nicht aus Leder besteht. Diese Ansicht ist eine irrige. Die Spaneinlage ist um mehr als das Vierfache theurer als das Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spaneinlage ist nicht nur leichter, sondern auch in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage feinen Einfluß aus. i gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Porto trägt der Besteller. Von 15 Mt. an versende franco auf meine Kosten, wenn Käufer sich auf diese Zeitung bezieht. Nichtconvenirendes bitte mir im Originalzustand zurückzusenden, und empfängt der Besteller alsdann sofort fein Geld zurück; jedoch tritt letzterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nutzen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenken eines genau passenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spann hoch oder niedrig. Für Gummischuhe, obgleich zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme keine Garantie. Lederpantoffeln mit Abfaffled, burchgenähter Ledersohle. Mk. 2,40. Cord- Pantoffeln mit Filziohle Schwarze Double- Pantoffeln mit Filzsohle. Schwarze Filzpantoffel mit Filz- und starfer Ledersohle Plüschpantoffeln mit durchgenähter Ledersohle u. Abfazfled Pomm. Plüschpantoffel mit starker Filzsohle Dieselben mit weißer Filzsohle Plüsch- u. Cordonetschuhe mit Ledersohle u. Abjat: • Mk 0,50. Mk. 0,65. Mk. 1,-. Mk. 1,10. Mk 1,25. Knopfstiefel von Ia. genarbtem Kalbleder Glacé- Zugstiefel( für ältere Damen), vornehme Form, für breite Zehenlage. niedrig im Zuge, fammetweich Ia. Rossleder- Schnürstiefel. auf Rand gelb genäht Ia. Rosslederknopfstiefel, auf Rand gelb genäht Dieselben m. getigert. Wollfutter Mk. 9,50 Mk 7,-. B Mk. 7,25 Mk. 7,75 . Mk 8,75 Mk. 1,75. . Derselbe zum Schnüren Mk. 8,50. Mk. 3,-. Satin- Schnürstiefel auf Rand gelb genäht Mk 8,75. Satin- Knopfstiefel a Rand gelb genäht m. durch! Bierkappe Mk. 9, Dieselben m getigert. Wolfutter Mk 9,75 Knopfstiefel von prima satinirtem Kalbieder, ringsherum mit Bejaz von gleich Leder, innen m. Satin Futterbesay, in sonst Ausführ wie man sie von einem hocheleganten Stiefel erwartet Cord- Pantoffel mit Filzfohle Mk 10,25. 40 Pf. Mk. 0,55 . Mk 0,90 Damen Fußbekleidung! Filzschuhe mit Filz- und Ledersohle Mk 1,50. Meltonschuhe mit durchgenähter Ledersohle, Lederspikkappe, Plüscheinfaffung, warm gefüttert Mk 3,25. Filzschuhe mit Lasche, durchgenähter Ledersohle und Abfaz, rings mit Roßlederbesat Mk. 3,25. Filzzugschuhe mit durchgenähter Ledersohle und Absay, Lacquerfappen und Lackscitenleber Mk. 4,25. Rossleder- Hausschuhe, ausgeschnitten, Lederfutter, Lederkappe, Lederbrandiohle, mit durchgenähter Sohle u. Lederabiak u. Schleife Mk 3,20. Dieselben warm gefüttert. auch mit Lasche Mk. 3,75. Gemsleder- Schuhe,* ausgeschnitten, leichte Handarbeit, Lederfutter und Lederkappe, vornehme Form, mit feidenen Ripsbandschleifen verziert, sowohl als Hausschuh wie als Promenadenschuh beftens geeignet Mk. 2,75. Dieselben mit Laiche, Lederabiaz. warm gefüttert Mk. 3,50. Kalblack- Salonschuhe, das Bollkommenñe an Eleganz, fein Wachsoder Ledertuch, in denkbar bester Ausführung Mk. 3.25 Dieselben Schuhe in schwerer Ausführung, m. reinem Lederabiaz Mk. 3,85. Nochmals verweise ich auf den unvergleichlichen Unterschied zwischen diesen Kalbleder- Lackschuhen u. soichen, die, von Wachs- und Ledertuch angefertigt, vielfach als Ladichuhe verkauft werden. Rossleder- Halbschuhe, zum Schnüren, mit durchgenähter Sohle, Leberkappe und Lederfutter Mk. 4,10. Satin- Kalbleder- Halbschuhe, zum Schnüren oder zum Knöpfen, auf Nind genäht, peinlichst sauber gearbeitet, in allen Ausführungen Mk. 6,-. Dieselben mit Stalblackblatt Mk. 6,50. Filzschnürstiefel mit Roßleder Bejak, warin gefüttert, durchgenähter Mk. 3,75. Mk. 4,75. Mk 4,50. Mk. 5,-. Ledersohle. Dieselben mit Lacvachette, höher im Schnitt Filzzugstiefel mit Roßleder- Befaß. warm gefüttert Dieselben mit Lacvachette bejezt Rossieder- Zugstiefel, solid und dauerhaft, mut Herzblatt, 13 cm hoch im Zuge, genagelt, Lederkappe und Lederbrandsohle, überhaupt mit reinen Leberzuihaten angefertigt Mk. 3,90. Dieselben 15 cm hoch im 3uge, genähte Sohle mit morfiriem Nand Mk. 4,75. Rossieder- Zugstiefel, fehr hoch im Buge, mit Herzblatt oder Bordernaht und Lackspigkappe, auf and genäht, in denkbar zuverlässigster Ausführung Mk. 5,75. Rossleder- Knopfstiefel mit durchgenähter Sohle Mk. 5,75. Zugstiefel von feinem Wildroßleder, angenehmstes Tragen, wundervoller Sig, sehr hoch im Zuge, niit Herzblatt oder Bordernaht und Lacziers tappe Mk. 6,90. Satin- Kalbleder- Zugstiefel in vorstehender Ausführung, geschmeidiges, zartes und dabei durchaus dauerhaftes Oberleder Mk. 7,25. Extra prima satinirte Kalbleder- Zugstiefel. Das Wohlthuendste für empfindliche Füße, außergewöhnlich hoch, auf Rand genäht, in verschiedensten Façons Mk. 8,75. Kalb- Glucé- Zugstiefel mit echtem Seehundblatt oder Bachettelackblatt und aufgefeßter, höchst eleganter Bierkappe. Diefer Stiefel besißt nicht nur hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, fondern auch in Bezug auf vornehme Eleganz die höchste Bollkommenheit Mk. 9,50. Schwarze Double- Pantoffel mit Filzfohle Schwarze Filzpantoffel mut Filz- und starter Ledersohle Plüschpantoffel* mit durchgenähter Ledersohle u. Abjaziled Lederpantoffeln* m. Abiapiled. durchgenähter Ledersohle. Pomm. Plüsch pantoffeln m. starker Filzfohle Dieselben m. weißer Filzfohle Für Mädchen und Knaben! = 90 Pf Mk 1,75 Mk 1, Mk. 1,50 [ 386843 Cord- Ohrenschuhe mit Filz- u. Spaltledersohle bis 17 cm 60 Pf., bis 21 cm 75 Pf. Oberfilz- Ohrenschuhe* m. Filz- und Ledersohle bis 17 cm 90 Pf. Dieselben bis 21 cm Mk. 1,15 Rossleder- Turnschuhe mit 2 Seiten Gummizügen, durchgenähter Ledersohle, reine Leder- Ruthaten, bis zur inneren Länge von 18 cm Mk 2,25, 22 cm Mk. 2,75. 26 cm Mk. 3,--. Rossteder- Zug. u. Schnürschuhe, gediegene Handarbeit, genagelt, Strapazırschuhe, bis zur inneren Länge von 18 cm. Mk. 2,50 bis 22 cm Mk. 3,25. Rossieder- Zugschuhe, einbällig gearbeitet. für erwachsene Knaben Von 22-25 cm innerer Länge Mk, 4, Rossteder- Knopf- u. Schnürstiefel, Handarbeit, genageit, berber Strapazirstiefel, bis zur inneren Länge von 18 cm bis 22 cm Mk. 4,25. Mk. 3,25. Ia. Rossleder- Knopfstiefel warm gefüttert, bis 18 cm innere Länge Mk. 4,75, bis 22 cm Mk. 5,75. Tachknopfstiefel, rings mit Winterlackbesat. bis 18 cm innere Länge Mk 4,25, bis 22 cm Mk 5,25. Knaben- Schnürstiefel von Roßleder, mit Befaz, einbällig gearbeitet. bis zur inneren Länge von 22 cm bis 25 cm Mk. 5,50. Russische Kalbleder- Schnür- u. Knopfstiefel, ausgenähte Knopflöcher, Spigkappe, genähte Sohien, bis 18 cm innere Länge Mk. 5,50, bis 22 cm Mk. 6,-. Russisch- Kalbleder- Schnürstiefel mit echt französischen Agraffen, Besaß, sonst in Ausführung wie der vorstehende, von 22-25 cm Mk. 7,25. Stulpenstiefel mit und ohne Lacstulpen und Falten, bis 16 cm innere Länge Mk. 4,50, bis 182 cm Mk. 4,80, bis 21 cm Mk. 5,50, bis 23 cm Mk. 6,--. Gummischuhe{ für Kinder bis 18 cm innerer Länge. bis 21 cm für Damen, leicht Dieselben mit Stappe und Sporn für Herren mit Kappe und Sporn Kinder- und Babyschuhe Mk. 1,40. Mk. 2,-. Mk. 1,90. . Mk. 3,-. Mk. 3,90. sind in derart riesiger Auswahl am Lager, daß jedem Wunsch Rechnung ge tragen werden kann. Aus schwarzem oder farbigem Leder mit oder ohne Beristiceret, mit Spangen Schleifen, Ohren 2c. 2c. Je nach Ausführung, Art und Größe in allen Preislagen. Das Befohlen der Herrenstiefel berechne ich mit mf. 1,90, mit Abfäßen wir. 2,40, der Damenstiefel Mt. 1,35, mit Abfäßen Mt. 1,75, genäht 10 Pfg. theurer. Raphaëli's Goodyear Weltstiefel, = " Kalbleder Herren Zugftiefel auf Rand genäht, Oberleder gewalft, ohne Seitennaht. Bestes Fabrikat der Neuzeit". Mt. 12,50. Kalbleder- Herren- Besatzugstiefel auf Rand genäht Kalbleder Herren Agraffenstiefel in obiger Ausführung.:: Mt. 13,50. Hygienische Fussbekleidung! D. R. M. S. Dr. Thomalla's Gesundheitsschuhe. t. 13,50. Elegantefte und Praktischfte der Neuzeit. Aus wasserdichtem und luftdurchlässigem, taffetartigem, präparirtem Stoff; das angenehmste Tragen und Empfehlenswerthefte in sanitairer Beziehung. Keine Krampfadern, kein Fußschweiß, keine wunden Stellen, Hühneraugen oder eingewachsene Nägel.( Im Sommer fühl, im Winter warm.) Näheres im Decemberheft 1894 der von Professor v. Esmarch, Professor Leyden, Professor Gusserow und anderen Autoritäten auf dem Gebiete der Medicin herausgegebenen Zeitschrift für Krankenpflege". Für Herren: Bugstiefel: MK. 10,50, Schnürstiefel MK. 11,-, Halbschuhe MK. 8,75. Für Damen: herausgegebenen ,, Zeitschrift Halbschuhe: Mk. 8,25, Bugstiefel: MK. 9,50, Knopfftiefel: Mk. 11,-. Herren- und Knaben- Garderobe Herren- Jacket- Anzüge, ein- u. zweireihig, in gediegenster Ausführung, reellstem Material, zum Theil auch solche, die durch den Umzug unmerklich gelitten, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. m. au 12,50, 15, 17,50, 18,- bis 27 Mk.| Hohenzollern- Mäntel toffreicher, einnäthiger, abknöpfbarer Belerine, aus reinKammgarn- Jacket- u. 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Für Geschäftsräume, wie mein Etablissement, bestehend aus 3 Etagen eines Grundstücks von 50 Ruthen Flächeninhalt mit 38 Räumen, bestehend aus Sälen und Zimmern 22 Schaufenstern, 39 elektrischen Bogenlichten, ca. 250 elektrischen Glühlampen, aus bis 60 000 Mark- Wiethe bezahlt. Der kleinere Theil meines Hauses bringt mir mehr Miethe, als ich hypothefarische Zinsen zu bezahlen habe. Dieser Factor wird dem freundl. Leser als Aufklärung dafür genügen, daß ich bei dem großen Umfange meines Geschäfts noch bedeutend billiger als bisher verkaufen kann. Auch dem Nichtkäufer steht mein Etablissement, welches zu den größten Sehenswürdigkeiten am Platz gehört, zu jeder Zeit zur Auficht offen. Jacques Raphaeli, Berlin, jetzt spandauer Brücke Nr. 2. Sämmtliche Abtheilungen meines Etablissements find Wochentags bis 10 Uhr Abends n. Sonntags während der polizeilicherseits erlaubten Stunden geöffnet, Auf mein Jnsferat, Cigarren betreffend, Seite 1, 4. Beiblatt, mache den geehrten Leser aufmerksam. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. 3. Beilage zum Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 280. Sonntag, den 29. November 1896. 13. Jahrg. Gelernte und ungelernte Arbeiter Weise türzestem Wege zustellte. Der Wortlaut Statuten in polnischer Sprache erläuterte, gar noch darauf in Preuken. M Ju Wien wurde der Notenfälscher Krauthauf gestern nach zweitägiger Verhandlung vom Schwurgericht zu 18 Jahren Kerker Unzurechnungsfähigkeit. verurtheilt. Das Schwurgericht verneinte die Frage der geistigen natürliche Tochter anerkannt Vermischkes. John den Bestellern der Zeitung in der bezeichneten gehen werde. Zum Ueberfluß hätte ein Redner, der die des Gesetzes verlange ausdrücklich, daß„ verkauft oder aufmerksam gemacht, daß im Verein polnisch gesprochen vertheilt" werde, so führte der Vertheidiger des weiteren aus, werden solle, damit die polnische Sprache nicht wegrenne"( ver Die Berufszählung von 1895 bat die Unterscheidung der ge- indessen keins von beiden läge vor, sondern John habe lediglich schwinde). Die Steueraufbringung, die Kindererziehung und die Ternten und ungelernten Arbeiter durchgeführt; sie hat die Gesellen nur sein der Behörde angemeldetes und versteuertes Beitungs- Erhaltung der polnischen Sprache berührten aver in hohem und Lehrlinge und sonstigen Arbeiter für Dienstleistungen, zu speditions- Gewerbe im Interesse seiner auf schnelle Zustellung Grade das öffentliche Intereffe, und daß diese Besprechung in welchen in der Regel eine Vorbildung erforderlich ist, von rechnenden Kundschaft am Bahnhof ausgeübt. der Versammlung stattfinden würde, hatten die Einberufer ge den Arbeitern für Dienstleistungen, Das zu welchen in Der Gerichtshof war der Ansicht, daß John aus den mußt; das sei aus der Verhandlung zu entnehmen. der Regel eine Vorbildung nicht erforderlich ist, aus- von der Vertheidigung vorgebrachten Gründen nicht schuldig sei, Kammergericht wies die Revision der Angeklagten mit der einandergehalten. Die Statist. Korr." veröffentlicht nun die denn das betreffende Gesetz sezt voraus, daß Druckschriften un- Begründung zurück, daß die Straffammer ohne Rechtsirrthum Zahlen, wie sie sich bei der Berussabtheilung B( Induſtrie und vermittelt vertheilt werden, die Verbreitung bestellter aus den angeführten Feststellungen auf eine Erörterung öffentGewerbe) ergeben haben. Danach fanden sich in Preußen am Beitungen fei aber nicht strafbar. licher Angelegenheiten und darauf geschlossen habe, daß dieselbe 14. Juni 1895 in Industrie und Gewerbe 2 132 489 gelernte Demgemäß ward das Urtheil des Köpenicker Schöffengerichts bezweckt gewesen sei. Arbeiter; davon waren 1898 811 männliche und 233 678 weibliche vom 21. September d. I. aufgehoben und die Strafkammer erPersonen. Ungelernte als hauptberuflich Erwerbsthätige gab es kannte auf Freisprechung. 1 317 374, von welchen 1087 139 männliche, 230 235 weibliche Personen waren. Unter den männlichen Arbeitern befanden sich also Pferdebahn- Gesellschaft. Aus einem Rechtsstreit zwischen der Gegen die Alleinherrschaft der Großen Berliner 63,6 ,, unter den weiblichen 50,4 pCt. gelernte. In 92 von den Neuen Berliner Pferdebahn Gesellschaft und dem Polizei161 Berufsarten, die in der Statistik unterschieden werden, über- präsidium, der kürzlich vor dem Ober Verwaltungsgericht ver- tam dieser Tage eine Privatklage des Werkmeisters Willemsen Ein Musterfabrikant. Vor dem Schöffengericht Geldern wiegt beim männlichen Geschlecht der gelernte Arbeiter, in 68 handelt wurde, ging klar hervor, daß der Polizeipräsident ernstlich gegen den Arbeiterausschuß der Firma Puller u. Corthum zur Berufsarten der ungelernte. Beim weiblichen Geschlecht über gefonnen ist, den Monopolbestrebungen der Großen Bertmer Verhandlung. Eine Notiz in Nr. 44 der„ Niederrh. Volfstr.", wiegt in 27 Berufsarten der gelernte, in 49 Berussarten der Pferdebahn, die ja mit der Neuen Pferdebahn von einer Hand welche die Zustände in dieser Fabrik behandelte, war die Grundungelernte Arbeiter. In 85 Berufsarten sind nur ungelernte geleitet wird, entgegenzutreten. Die Gesellschaft beabsichtigte, von lage der Sache. Nach Fabrikantenart veranlaßte Herr Corthum weibliche Hilfskräfte beschäftigt. der Prenzlauer Allee bis zum Alexanderplatz eine neue Linie ein: den Arbeiterausschuß, in den Zeitungen eine Gegens Die 92 Berufsarten mit überwiegend gelernten männlichen zurichten. Der Polizeipräsident gab hierzu seine Genehmigung, erklärung zu bringen, worin die Firma über den grünen Arbeitern beschäftigen überhaupt 2 123 264 Gehilfen und Arbeiter, stellte aber verschiedene Bedingungen. Vor allem verlangte Klee gelobt wurde. Nun wurde behauptet, der Werkmeister und unter diesen befinden sich 1768 949 gelernte und 354 315 er, daß auch andere Unternehmer das Geleise gegen Entschädi- Willemsen hätte die Notiz mit verfaßt und der Ausschuß räumte ungelernte; bei dem weiblichen Geschlechte lauren die entsprechenden gung benutzen dürften. Die Klägerin wollte dies aber nur für dies in einer Erklärung ein, die als beleidigend angefehen wurde. Zahlen der 27 Berufsarten mit überwiegend gelernten Arbeiterinnen die vertragsmäßigen 400 Meter gestatten. Der Vertreter des Herr Willemsen verklagte daraufhin den Arbeiterausschuß wegen der Reihe nach 245 133 bez. 195 578 und 49 555. Polizeipräsidenten wies auf die lebhafte Bewegung gegen die Beleidigung. Als während der Verhandlung behauptet wurde, Innerhalb dieser Gesammtheit sind die Grade des Vor- Prerdebahn hin und betonte, der Polizeipräsident lege gerade auf der Fabrikant Corthum habe eine Arbeiterin ins Gesicht herrichens der gelernten Arbeiter sehr verschieden. In 4 Berufs- diese Bedingung den allergrößten Werth. arten mit 100 832 gelernten und 372 ungelernten, zusammen alleinige Recht des Betriebes) sollten der Klägerin nicht ein feine Fabrik das Büchtigungsrecht!! Monopole( das geschlagen, meinte derselbe vor Gericht, er habe doch in Jedes 101 204 männlichen Arbeitern überwiegen die gelernten so sehr, geräumt werden; eine Konkurrenz dürfe im Interesse des Verkehrs Mitalie. des Arbeiterausschusses wurde zu einer Geldstrafe von daß noch nicht ein Hundertstel der Arbeiter zu den ungelernten nicht unmöglich gemacht werden. Nach mehrstündiger Berhand- 6 Mark verurtheilt. Außerdem wurden den Beklagten sämmtliche gehört; es sind dies die Barbiere, Schneider, Schornsteinfeger lung erklärte das Ober- Verwaltungsgericht, es werde den Parteien Kosten, auch die Vertheidigungskosten zur Laft gelegt. und Friseure, bei denen ungelernte Arbeiter in der That auch seine Entscheidung schriftlich mittheilen. nur als Laufburschen, Botengänger, Hausdiener u. dgl. vorVom hochseligen Herzog von Braunschweig. Das tommen tönnen. Fast auf gleicher Stufe der Verwendung geschreitungen von Schuyleuten berichten müssen, nimmt welche die Familie de Civry gegen die die Stadt Genf als Hente, wo die Zeitungen häufig über rohe Ausbürgerliche Gericht zu Paris wies die Nichtigkeitsflage ab, lernter Arbeit, nämlich mit höchstens 1-2 Hundertsteln Ungelernter, stehen 4 Berufsarten für das männliche und 2 Berufs- der Amtsrichter Jakobi als Vorsitzender der 138. Abtheilung Braunschweig seit 15 Jahren führte. Das Urtheil erklärt, die sich die Begründung eines Urtheils gar merfwürdig aus, das Haupterbin einsetzende legtwillige Verfügung des Herzogs von arten für das weibliche Geschlecht, nämlich Musterzeichner( Gelernte des Schöffengerichts gegen den Droschkentutscher Schneider Givry's hätten in teiner Weise nachgewiesen, daß ihre Mutter 643, Ungelernte 8), Klempner( G. 23 772, U. 578), Stellmacher gefällt hat. Schneider war wegen Beamtenbeleidigung, Wider vom Herzog Karl als seine ( G. 28 920, U. 674) und Glaser( G. 4225, U. 108) beziv. ftandes gegen die Staatsgewalt und Straßenpolizei- Kontravention worden sei. Näherinnen( G. 67 321, 1. 600) und Schneiderinnen( G. 36 118, u. 261). Mit höchstens 3-4 Hundertsteln ungelernter Arbeiter angeklagt und wurde unter folgender Begründung zu 6 Wochen treten 13 Berufsarten für das männliche Geschlecht auf, nämlich Gefängniß und 3 M. Geldstrafe verurtheilt: Die Beamten= Büchsenmacher( G. 2117, U. 58), Verfertiger von mathematischen beleidigungen und der Widerstand gegen die Staatsgewalt find physikalischen u. dergl. Instrumenten( G. 10 568, U. 368), Tapezirer jetzt in Berlin an der Tagesordnung und haben sich nach- Ein Proletariertod. Laht man, mien Söhn, gah hen un ( 11 220, 11. 300), Tischler( S. 189 984, u. 4127), Schuh- gerade zu einem Krebsschaden des Berliner Lebens ent- fegg et Muddern!( Laß nur, mein Sohn, geh hin und sags der macher( G. 87 126, u. 2608), Stubenmaler u. dergl., Stuben- wickelt; dem kann nur durch empfindliche Strafen und Mutter.) Unter dieser Spigmarke wird aus Pommern über einen bohner( G. 55 612, U. 1539), Grob- und Hufschmiede( G. 83 193, Bekanntgabe des Urtheils wirksam entgegengetreten werden." erfa ütternden Unglücksfall berichtet, bei welchem ein Vater vor u. 3047), Schloffer( G. 161 634, 1. 6384), Sattler( G. 22 098, Mit der Kanalisations- Abgabe der Berliner Grundbesitzer den Augen seines Sohnes ertrant. Der Arbeiter Lehmann aus 1. 846), Drechsler( G. 10 130, u. 418), Bimmerer( G. 84 050, für das Jahr 1895/96, wegen der annähernd 2500 Hausbesitzer Vitenfe( Vorpommern) benutzte den legten Sonntag dazu, um an U. 3225), Photographen( G. 3137, U. 126), Graveure, Modelleure Einspruch erhoben haben, beschäftigte sich der II. Senat des einem in freier Feldmark gelegenen Teiche Rohr und Schilf zu u. dgl.( G. 4284, U. 164). 36 Berufsarten mit höchstens einem Ober- Verwaltungsgerichts wieder in seiner legten schneiden. Sein fünfjähriges Söhnchen begleitete ihn. Als der Behntel ungelernter männlicher Arbeiter umfassen 1 055 956 Ar- Sigung. Der Hauseigenthümer W. wollte statt der 1/2 pet. des Mann mit der Arbeit fertig war, wollte beiter, darunter nur 37 495 Ungelernte; 6 weibliche Berufsarten Nugertrages seines Grundstücks höchstens 1 pCt. zahlen. Das Ober- noch eine am anderen Ende des Teiches gelegene Jagdhütte zeigen gleicher Rangitufe 116 969, darunter nur 1709 Ungelernte. Ein Verwaltungsgericht bestätigte aber das Urtheil des Bezirks- Aus- und forderte ihn auf, mit ihm über das spiegelblanke Eis zu bis höchstens zwei Zehntel ungelernter männlicher Arbeiter finden schusses, der den Kläger zurückgewiefen hatte; jedoch er gehen. Der Knabe fürchtete sich aber und zog es vor, den weiteren fich weiter in 16 Berufsarten mit 395 495 Arbeitern, darunter flärte es die Auffassung des Gerichts erster Instanz für Weg am Rande des Teiches zu machen, während der Vater das 49 519 Ungelernte, und in vier weiblichen Berufsarten eine irrige, daß es sich bei der Kanalisations Abgabe um einen Eis betrat. Der Mann war aber erst turze Zeit gegangen, als mit 22 493 Arbeitern, darunter 2408 Ungelernte. In Beitrag zur Deckung der Kosten für Herstellung und Unter- er einbrach. Bei der Tiefe des Teiches sich seiner gefährlichen 17 Berufsarten überwiegen die ungelernten Arbeiter haltung einer im öffentlichen Interesse liegenden Veranstaltung Lage sofort bewußt, hielt er sich mit frampfbafter Anstrengung die gelernten um das Zehnfache. In der Ziegelei und Thon im Sinne des§ 9 des Kommunalabgaben- Gesetzes von 1893 oben und suchte aus dem Loch zu Arbeiter, in der Bauunternehmung und Bauunterhaltung aufbühr für Benuzung einer solchen Veranstaltung nach neuem vor den Blicken des Kindes, das jammernd am Ufer 192 734 ungelernte nur 4690 gelernte. § 4a des genannten Gesetzes auf grund des Ortsstatuts vom hin- und herlief und dem entfeßlichen Schauspiel zusah. Als Von den 27 Berufsarten, in denen beim weiblichen Geschlecht 12. Februar 1879, das rechts giltig sei, sowohl formell wie der Verunglückte merkte, daß er sich ohne fremde Hilfe nich die gelernten Arbeiterinnen überwiegen, stehen obenan materiell. retten tönne, rief er dem Knaben zu, er möge ihm schnell aus die Näherinnen und Schneiderinnen, bei denen auf 100 gelernte Die Reichs- Poftverwaltung ist in eine recht unangenehme der Jagdhütte ein Brett holen und dieses auf das Eis legen. Arbeiterinnen nur 1 ungel ernte entfällt. Auch bei der Putz- Lage gekommen durch den Verlauf einer Angelegenheit, die Ter wackere Kleine, dessen Körperfräfte die Herzensangst vermacherei und der Konfektion kommen auf 100 gelernte nur 7 und bereits seit zwei Jahren bei der Etatsberathung im Reichstage oppelte, lief, währenddem der Vater mit dem Tode fämpfte, 11 ungelernte weibliche Arbeiter. Von den 85 Berufsarten, in zur Sprache gekommen ist. Der Sachverhalt ist in Kürze folgender: hin, holte ein Brett und schob es aufs Eis. Aber, o Jammer, welchen nur ungelernte weibliche Hilfskräfte thätig sind, sind in Nach den vom Bundesrath im Jahre 1882 aufgestellten Grund- die Mühe war vergeblich gewefen. Das Brett hatte nicht die 19 von ihnen mehr als 1000 Arbeiterinnen thätig, bei der fäßen für Besetzung von Stellen mit Militäranwärtern steht genügende Länge. Der Ertrinkende vermochte es nicht zu er Ziegelei 8447, bei der Verfertigung von Papier und Pappe 10946 den letteren während des Probejahres 3/4 des Mindest reichen. Trotzdem seine Glieder bereits zu erstarren begannen, Personen. gehalts der betreffenden etatsmäßigen Stelle 311. Die gab er die Hoffnung nicht auf. Jetzt rief er seinem Kinde zu, Bostverwaltung beobachtet diese Grundsäge aber erst es solle die Stricke herbeischaffen, mit denen er vorher Schilf und seit dem 1. Juli 1894 und zahlte bis dahin den betr. Rohr zusammengebunden. Und abermals machte der kleine Bursche, Beamten nur Tagegelder von 2,50-3 M. Da das Anfangs- der in weiter Einsamkeit die einzige menschliche Hilfe war, fich Die Tabak Berufsgenossenschaft wies den Rentenanspruch gehalt für Post- und Telegraphen Affiftenten, um die es sich an Bas Rettungswerk. Aber als er mit den Stricken fam des Tabakarbeiters Brennecke, der fich die Hand verlegt und sich handelt, 1500 m. jährlich beträgt, die gezahlten Tagegelder aber und sie dem Vater zuwarf, da war dieser bereits vollständig erim Anschluß daran eine Blutvergiftung zugezogen hatte, mit der nur 900- 1080 m. jährlich ausmachen, so bleibt für jeden der schöpft und hatte nicht mehr die Kraft, die Stricke zu erreichen Begründung zurück, daß ein ursächlicher Zusammenhang mit dem fraglichen Beamten, die in der Zeit zwischen Erlaß jener Grund- und sich an dieselben anzuklammern. Einen lezten Blick auf sein Betriebe nicht erwiesen sei. Das Schiedsgericht billigte jedoch fäße" vom Jahre 1882 und dem 1. Juli 1894 als Wilitär- Kind werfend, das sich noch immer mit den Stricken zu schaffen dem Seläger eine Unfallrente zu, und das Reichs- Versicherungsamt anwärter zur Postsubaltern- Karriere bergegangen find, eine machte, rief er mit versagender Stimme: Labt man, mien schloß sich der Entscheidung an. Es sei allerdings, so führte der Mindereinnahme von 420 bis 600 m. abrig, die sie rechtmäßig Söhn, gab hen un segg et Muddern." Dann versant er in sein Borsigende begründend aus, nicht erwiesen, daß sich der Kläger von der Postverwaltung zu fordern zu haben glauben. Die masses Grab. Der Junge stand noch eine Weile und wartete, ob im Betriebe verlegt babe. Immerhin wäre es aber sehr wahr Darlegung des Sachverhalts im Reichstage ist ohne Erfolg ge- der Vater nicht wiederkehre. Dann lief er jammernd querfeldein scheinlich, daß die Infizirung der Wunde bei der Hantirung mit blieben und so hat denn einer der geschädigten Beamten, ein Ober- und brachte der Mutter die Schreckenstunde. Die Nachbarn dem schmutzigen Tabat eingetreten fei. Diese Wahrscheinlichkeit Telegraphen- Affiftent Schmidt in Berlin, die Reichs- Postverwaltung eilten hinaus nach dem einsamen Teich, zerhieben das Eis mit rechtfertige die Annahme eines Betriebsunfalles und demzufolge einfach auf Herausgabe des vorenthaltenen Gehalts verklagt. Beil und Hacke und zogen einen Todten heraus, an dessen Bahre die Verurtheilung der zuständigen Berufsgenossenschaft. Vor kurzem nun hat das Landgericht die Postbehörde zur Nach jetzt eine Wittwe mit sechs kleinen Kindern trauert, von denen Kopfschütteln ist eine Beleidigung des Gerichtshofes zahlung des eingeklagten Betrages nebst 5 pet. verurtheilt und der Fünfjährige das zweitälteste ist. Gewerbegericht. Gestern stand zweiter Termin an in alle Einsprüche der Vertreter der Postverwaltung abgewiesen. der Klage des von der Firma W. Hagelberg wegen Zeichnens Die Verwaltung hat Berufung gegen die Entscheidung beim auf eine Streikliste Knoll und Fall entlassenen Angestellten. Die Kammergericht eingelegt und das offiziöse Organ des Reichs Klage wurde wegen Unzuständigkeit abgewiefen, weil als erwiesen Poſtamts, die Deutsche Verkehrszeitung" spricht schon jetzt davon, angesehen wurde, daß des Klägers Beschäftigung baupt, daß die Sache noch das Reichsgericht beschäftigen werde. Jedensächlich eine kaufmännische gewesen sei; als darüber der falls steht die Sache für die Beamten so günstig, daß eine endKläger den Kopf schüttelte, meinte der Vorsitzende der achten giltige Verurtheilung des Ponfiskus kaum zu bezweifeln ist. Kammer, Assessor Leo: Das Kopfschütteln unterlassen Sie, das ist eine Beleidigung des Gerichtshofes." Also vor dem Gewerbeger.cht nicht mit dem Kopfe schütteln, sonst Alexanderplay! Gerichts- Beitung. er dem Kleinen waarenfabrikation kommen auf 1043 gelernte 103 241 ungelernte handele. Die Abgabe fordere vielmehr die Stadt als eine Ge- ein weiteres Stück Eis ab, unlettern, aber jedes Mal brach am Soziale Rechtspflege. " V " der Vater verschwand von " des rheinisch- westfälischen Kohlenreviers giebt Bergrath Behrens Ueber die Entwickelung der Grubengase in den Zechen in seiner Schrift, Beiträge zur Schlagwetter- Frage, Aufschlüsse, die gerade heute, wo das große Unglück auf Zeche General Blumenthal die Gemüther bewegt, allgemeines Interesse finden werden. Auf Zeche Hibernia, die in den letzten Jahren zwei große Schlagwetter Explosionen hatte, beträgt die absolute Die polnisch katholischen Vereine, die in den start mit Menge des ausziehenden hundertprozentigen hundertprozentigen Grubengafes polnischen Elementen durchsetzten Provinzen, besonders aber in nicht weniger als 54,720 Rubikmeter täglich. Dieses Gas Schlesien, jetzt massenhaft entstehen, erfreuen sich einer recht liebe entspricht ungefähr einer gleich großen Menge von Leucht vollen bebördlichen Theilnahme. Es ist das ersichtlich aus der gas, präsentirt somit pro Stunde einen Werth von schweren Menge von Strafprozessen 2c., die gegen die Leiter und 2850 Pferdekraft und würde genügen, um 19 000 Privat- Gas Gründer solcher Vereine gerichtet werden. Auch in seiner letzten flammen dauernd zu speisen. Bei einem Gaspreise von 0,10 M. Die Vertheilung des ,, Vorwärts" vor Gericht. Unbe- Sigung batte sich wieder der Straffenat des Kammergerichts mit pro Kubikmeter für motorische und 0,15 M. für Beleuchtungss fugte Tuck chriften- Bertheilung auf öffentlichem Wege bezw. einer Bolensache" zu befassen. Die Revisionskläger, Loch und Ge- zwecke würde sich der Werth des Grubengafes auf 1997 280 öffentlichem Plaze ohne behördliche Genehmigung Verlegung noffen, drei Polen aus der Gegend von Oppeln, hatten am 16. Februar bezi. 2 995 920 M. belaufen, also die Ausbeute von Koblen der Gewerbe- Ordnungs- Vorschriften ward dem Weber und dieses Jahres in einer zum Zwecke der Gründung eines polnisch werthen bei den meisten Zechen weit übertreffen! Es könnte 3eitungsspediteur Otto John, zu Johannisthal katholischen Vereins abgehaltenen Versammlung theils als Leiter, unter solchen Umständen in Frage kommen, ob es nicht zweckwohnhaft, vor ber IV. Straffammer des Land theils als Redner fungirt und waren angeklagt worden, sich mäßiger wäre, die Kohlenförderung auf gewiffen Bechen ganz gerichts II zur Last gelegt. Der in Nieder durch diese Bethätigung nach§ 1 und§ 12 des Vereinsgefezes einzustellen, den einziehenden Schacht zu schließen und den aus Schöneweide stationirte Gendarm hatte John am 18. Juli strafbar gemacht zu haben. Die Behörde erflärte nämlich die ziehenden Schacht zum Auspumpen der Grubengase in gesättigter dieses Jahres beobachtet, als derfelbe auf dem Bahnhof morgens nicht angemeldete Versammlung für eine Versammlung, in der Gestalt zu benutzen. Leider scheitert dieser für viele Kuren- Inhaber früh und zu anderen Tageszeiten Druckschriften an abfahrende öffentliche Angelegenheiten nicht nur errörtert wurden, sondern von allerdings sehr verlockende Gedanke an dem Umstande, daß die und ankommende Reisende vertheilte. Deshalb war John auf vornherein erörtert werden sollten(§ 1), und die deshalb der Grubengasentwickelung ohne fortgesetzte Aus- und Vorrichtung grund einer Anzeige wegen Verstoßes gegen die Gewerbe- Ord- Polizei hätte angezeigt werden müssen. Die Angeflagten wurden neuer Flößtheile teine gleichmäßige bleiben, sondern vielmehr innung für schuldig erachtet und vom Schöffengericht Köpenick, denn auch verurtheilt, in der Berufungsinstanz aus folgenden folge der fortschreitenden Entgasung der Flöße abnehmen und weil er eine besondere bebördliche Genehmigung nicht nachgefucht Erwägungen. Wie festgestellt sei, habe Loch es als einen Zweck auleht ganz aufhören würde. Dagegen bleibt die Erfindung eines hatte, auch verurtheilt worden. Sein Vertheidiger, Rechtsanwalt des projektirten Vereins bezeichnet, feinen Mitgliedern, mein Verfahrens zur gefahrlosen Entfernung des Grubengases und Herzfeld, erbrachte vor der Strafkammer, welche sich in der Landwirthen, eine rationelle Wirthschaftsweise beizubringen, da einer gleichzeitigen Verwerthung desselben zu Beleuchtungs- und Berufungsinstanz mit der Sache befaßte, den Nachweis, daß die mit sie die großen Stenerlasten besser tragen fönnten. Und ferner motorischen Zwecken eine Aufgabe, deren Lösung, falls sie übers in der Anzeige bezeichneten Truckschriften lediglich nur be sei auseinandergesetzt worden, daß der Verein seinen Mitgliedern haupt möglich sein sollte, als eine hochverdienstliche That zu bes stellte remplare des Vorwärts" gewesen seien, die auch mit Rath und That bei der Kindererziehung an die Hand trachten wäre. Für denJuhalt der Juferate über nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Sonntag, 29. November: Opernhaus. Benveuuto Cellini, Montag: Tannhäuser. Schauspielhaus. Der Graf vonl Castanar. Ein Königs- Joyll. Montag: Die Journalisten. Neues Opern- Theater.( Kroll.) Doktor Klaus. Deutsches Theater. Morituri. Nachm. 1/23 Uhr: Der Meister von Palmyra. Montag: Freiwild. Berliner Theater. Renaissance. Nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: König Heinrich. Telling Theater. Der Abend. • Nachm. 3 Uhr: Das Glück im Winkel. Montag: Der Abend. Theater des Westeus. Schiedsmann Hempel. Nachm. 4 Uhr: Maria Stuart. Montag: Schiedsmann Hempel. Nenes Theater. Bocsprünge. Bor her: Eine fittliche Forderung. Nachm. 3 Uhr: Minna von Barnhelm. Montag: Rechte der Seele. Rehdenz- Theater. Verschwunden. Montag: Bocksprünge. Die sittliche Forderung. Schiller- Theater. Ein Schritt vom Wege. Nachm. 3 Uhr: Göh von Berlichingen. Montag: Der Pfarrer von Kirchfeld. Thalia- Theater. Das Wetter häuschen. Darauf: Zwei Schwiegerföhne. Nachm. 3 Uhr: Prima Ballerina. Montag: Gebildete Menschen. Belle- Alliance- Theater. Schwarze Diamanten. Nachm. 3 Uhr: Zumpacivagabundus, Montag: Lumpacivagabundus. Ostend- Theater. Der deutsche Michel. Nachm. 3 Uhr: Lorbeerbaum und Bettelstab. Montag: Der deutsche Michel. Volks- Theater. Robert und Bertram. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Mikado. Nachm. 8 Uhr: Die Fledermaus. Montag: Mitado. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Nachm. 3 Uhr: Eine wilde Sache. Montag: Eine wilde Sache. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Vor Sonnenaufgang. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Vor Sonnenaufgang. Alexanderplatz- Theater. fittlichen Halt. Ohne Nachm. 8 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: Gök von Berlichingen. Abends 8 Uhr Ein Schritt vom Wege. Montag, abends 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Nachmittags 4 Uhr: Lorbeerbaum und Bettelstab. Abends 71/2 Uhr: Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Sonntag, den 29. November 1896, nachm. 3 Uhr: Emil Thomas a. G. Eine wilde Sache. Ermäßigte Preise der Plätze. Abends 71/2 Uhr: Emil Thomas a. G. Bum 71. Male: Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Morgen: Eine wilde Sache. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung Berliner Gewerkschafts- Kommission. täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Montag, den 30. November, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße 27c( oberer Saal): Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater Uhr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. Alexanderplatz- Theater. Passage- Panopticum. Nachmittags 4 Uhr: Der Rattenfänger von Hameln. Phantastisches Volksstück in 7 Bildern von Dr. Gustav Braun. Abends 8 Uhr: Ohne sittlichen Halt. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Wilhelm Friedhold. Ohne httlichen halt. Montag und die folgenden Tage: Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Rottbuser Thor. Sonntag, den 29. November 1896: Eröffnung der Festsäle im Weihnachtsschmuck. Von 5 Uhr ab: Konzert: der Rumänischen Nationalkapelle und des Salzburger Damen- Terzetts Ruttinger. Um 7 Uhr zum zweiten Male, in glänzender Ausstattung: Robert und Bertram. Große Posse mit Gesang u. Tanz in 4 Aften von G. Räder. Montag: Dieselbe Vorstellung. Anfang des Konzerts 6 Uhr, des Theaters 8 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Lehter Sonntag mit: Signor Bernardi N. E. Kaufmann Mile. Fougère The Troubadours Fleury- Trio und das sensationelle NovemberProgramm. Kaffeneröffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Stadtbahnbogen Spandauer Brücke Im Frühlingsglanze! Neue phänomen. Ausstattung. Heute tonzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester„ An Heil". " Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". Der deutsche Michel. Hopfenlaube Instrument.„ Baczy“. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Nachm. 3 Uhr, bei halben Preisen: Prima Ballerina. Abends 71/2 Uhr: Das Wetterhäuschen. ( Weather or no.) Darauf: Bwei Schwiegersöhne. Montag: Gebildete Menschen. Das Wetterhäuschen. Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft„ Eder." Theater- Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten 11. s. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Vorzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 f. 200 Feen- Palast Burgstrasse 22. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Direktion: Winkler& Fröbel. Chausseestr. 25/26. Dir. Max Samst. Nachmittags 3 Uhr: Klassiker- Vorstellung. Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Atten von Schiller. Abends 8 Uhr, lehte Sonntags- Vorstellung von: Vor Sonnenaufgang. Soziales Drama in 5 Atten von Gerhart Hauptmann. Montag, zum legten Male: Vor Sonnenaufgang. Dienstag und Mittwoch: Gastspiel bes großen italien. Opern- Ensembles vom Scala Theater in Mailand unter Leitung ihres Impresario G. Brianza. JI Travatore. Opera in 4 Atti del Maestro G. Verdi. Billets zu haben an der Theaterkasse, außerdem im Invalidendant", Unter den Linden 24, und im Cigarrengeschäft von Paul Nomeick, Leipzigerstr. 6. Sonntag, den 29. November: Gr. Abschieds- Vorstellung des gesammten fo erfolgreichen Künstler- Personals in seinen besten Glanznummern. Montag, den 30. November: Bum letzten Male das sensationelle brillante November- Programmi Anfang 71/2 Uhr. 2 Traumbilder. Eine Weihnachtsfeerie mit Musik und Gesang. Ohne Extra- Entrée Neu: Hundert Jahre Mode. Castan's Oeffentl. Versammlung der Delegieken. Tages- Ordnung: 1. Der Hamburger Hafenarbeiter- Streik. Referent: Genosse Bömelburg- Hamburg. 2. Bericht vom Streit der Lithographen und Steindrucker. 3. Gewerbegerichtsbeisiger- Konferenz in Halle. 4. Wahl von drei Revisoren. 5. Verschiedenes. Die Delegirten werden dringend ersucht, pünktlich und zahlreich zu er fcheinen. J. A.: R. Millarg. 1720b Achtung! Putzer! Achtung! Mittwoch, den 2. Dezember, abends 6 Uhr, bei Keller, Koppenstr. 29( großer Saal): Große öffentliche Versammlung der Buzzer Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Schlußabrechnung und Bericht der Lohnkommission. 2. Diskussion über die Befugnisse des Vertrauensmannes. 3. Wahl des Vertrauensmannes. 4. Wahl eines Delegirten zur Gewerkschaftskommission. Zahlreiches Erscheinen erwartet 132/7 Die Lohnkommission. J. A.: A. Vogel. Panopticum tung! Kartonbranche. Achtung! Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Dienstag, den 1. Dezember, abends 8 Uhr: im gr. Saale des ,, Englischen Garten", Alexanderstr. 27c: Grosse Versammlung Neu! Ur- Australier aller Karton- Arbeiter und Arbeiterinnen. ( Kannibalen). Electrical Tages- Ordnung: 1. Werth und Verkürzung der Arbeitszeit. Referent: Kollege Seiler. 2. Verlauf und Stand unserer Bewegung. Referent: Roll. Siegfried. 3. Verschiedenes. 24,6 Edison Scientific Theater und jeder Kollegin, in dieser Versammlung zu erscheinen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Kollegen Mit kollegialem Gruß Die Vertrauensperson. Kinetograph und Grapho- Phonograph Mauerstr. 66, nahe Leipzigerstraße. " 4-10 Uhr nachmittags stündlich: Ein Tag in der Schweiz". Eintritt 50 Pf. Kinder und Militär die Hälfte. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Konzert, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung. Käthe Riondi, Liedersängerin. Gustav Wehling, Tanzhumorist. Verein deutscher Schuhmacher. Montag, den 30. November 1896, abends 8', Uhr: Versammlungen. Zahlstelle I bei Feindt, Weinstr. 11. Vortrag. " " 169/14 I bei Lange, Dragonerstr. 15. Vortrag des Gen. Bruno Pörsch. III bei Cohn, Beuthstr. 20( Tunnel). Vortrag des Gen. Kotzke. Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Vortrag. Wahl des Gesammtvorstandes. Um zahlreiche Betheiligung bitten Die Bevollmächtigten. Geschw. Stosow, Gefangebettiften. Kinetographisch- Phonographische Vorführungen Elli Hertzog, Kostüm- Soubrette. Richard Wagner, Opernsänger. Jeden Sonntag, Dienstag Lebende Photographien. und Donnerstag nach der Vorstellung: 21. Unter den Linden 21. Borstellung 13. Tanzkränzchen. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familienaufenthalt. Neu! Neu! Förster's Wilhelm. Charaktergemälde in 1 Akt von Stuckenbrock. Musit von J. Tauwiz. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Grand- Konzert der Elite- Haus. tapelle unter Leitung des Kapellmeisters Martin. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Konzerthaus Sanssouci Kottbuserstrasse 4a. Heute, sowie jeden Sonntag u. Donnerstag: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Anfang präz. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Zum Schluß: Sonntags 6 Uhr. Nen! Finke's Neu! Schelmenstreiche Montag: Entree 30 Bf. Reservirt 50 Pf. Dienstag, den 1. Dezember: Neues Spezialitäten- Personal. Hochintéressantes Programm. Louisenstädt. Klubhaus Annen Strasse 16. 19 Saal für Versammlungen u. Festlichkeiten. Vereinszimmer jeder Grösse. Jeden Sonntag: Gr. Tanzkränzchen. Vittoria Brauerei. Anf. 8 Uhr. Vorverkaufbillets giltig. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Mittwoch: Moabiter Stadttheater. v. 10-1/ 2 Uhr vorm. 3-10 Uhr abends. Eintrittspreis 50 Pfennig. Sonntags v. 1/ 21-10 Uhr abends. Vorzugsbillets à 25 Pf. für Arbeitervereine und deren Mitglieder sind vom Kassirer der Arbeiter- Bildungsschule, H. Königs, Berlin S., Dieffenbachstraße 30, und in den Schullokalen zu haben. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Im vorderen Saal täglich: Großes Konzert der nuübertrefflichen italienischen National- Sänger- und TänzerGesellschaft Dominico Conti. Entree vollständig frei. Im großen Theateriaal: Das Versprechen hinterm Herd. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, annerkannt gute Küche. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Sonntag, den 29. November: 2 grosse Vorstellungen 2 Nachm.4 Uhr( 1 Kind unt. 10Jahren frei.) Mountre- Programm. EN- BRAVERA FRIEDRICHSHAIN Aktien- Brauerei Friedrichshain Heute Sonntag: BergterKonzert. Eintritt 20 Pf. Programm unentgeltl, Im Neben- Saal: Familien- Kränzchen. Kaufmann's Variété. ,, Incredibile" der Todten- Tric des Hansen- Trio. ,, Die lebenden Fackeln Kaiser Nero's" und 25 Elite- Nummern. Millennium, Bilder aus Ungarn. Louis Keller's Festsäle. 4 ung. Amazonen. Der phänom. Sprung über einen Landauer m. Infaffen. Tonnenritt. Der gr. u. der fl. Ungar. 4 gezähmte Zebras. Lepicq- Trio. Auftr. d. Schulreiters Hrn. Salamonski. Die vorzügl. Klowns. Koppenstr. 29. Größtes und schönstes Etablissement der Residenz. Jeden Sonntag: Norddeutsche Sänger Abends 71/2 Uhr: Zum leßten Male: Steinmetz, Biegler, Wolff, Bischoff, Die Jagd nach dem Glüd. Außerdem: Vier gezähmte Zebras. Lepicq- Trio. Dir. Busch mit f. best: dress. Freiheitspferden. The greatest equestrian Act of present time, ausgef. von Geschw. Cottrell. Auftreten der Klowns Herrn Boganowsky und Mr. Alf. Daniels. Morgen: Auf Wunsch DE Millennium. 4 Zebras. Lepicq- Trio. Hohenberg, Werner und Wagener, fowie Grosses Konzert bes Neuen Berl. Konzert- Orchesters. Dirigent R. Tietz. Nachdem: Grosser Ball. Anfang 51/2 Uhr. Entree 30 Pf. 2222* Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger. 2. Wahlkreis. Sonntag, den 29. November, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, * Lindenstraße 106: Oeffentliche Versammlung. = Tages Ordnung: Vortrag der Genossin Frl. Jda Altmann über: Die Ehe und Religion". 210/10 Nachdem: Geselliges Beisammensein. Eintritt 10 Pf. Um regen Besuch ersucht Die Vertrauensperson. Dienstag, den 1. Dezember, abends 8 Uhr: Oeffentl. Volks- Versammlung im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37. Zages Ordnung: Arbeiterrisiko und Arbeiterrecht. Jedermann, auch Frauen, sind eingeladen. D Der Einberufer: G. Dusner, Huffitenstr. 10. 16646 6. Kreis. Moabit. 6. Kreis. Oeffentliche Volks- Versammlung am Montag, den 30. November 1896, abends 8 Uhr, in Ahrens' Brauerei, Thurmstraße 26. Tages Ordnung: 219/ 4* 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Bebel. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um rege Betheiligung ersucht Achtung! Der Vertrauensmann. Achtung! Varteigenossen und Genossinnen! Dienstag, den 1. Dezember 1896, abends 8 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: うう Große W Volksversammlung Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Bruno Schoenlank über:„ Die politische Lage." 2. Diskussion. 21513 Um regen Besuch besonders der Frauen bittet Die Vertrauensperson der sozialdemokratischen Frauen. Orts- Krankenkasse d. Weber . verwandt. Gewerbe, Berlin. Gr. Versammlung sämtlicher Arbeitgeber, welche Bei träge aus eigenen Mitteln zur Kasse leisten, fowie sämmtlicher großjährigen Mitglieder obiger Rasse am Sonntag, den 6. Dezember 1896, vormittags 10 Uhr, in Thiel's Lokal, Fruchtstraße 36a. Tages Ordnung: 10 Uhr Vormittag: ,, Kosmos", Verein für volksthümliche Wissenschaft. 101 Vortrag des Herrn Hermann Stenz über:„ Spiritismus“. D Dienfag, den 1. Dezember, abends 9 Uhr, Brunnenstr. 173: Gäste find willkommen. Der Vorstand. 262/9 Bildungsverein„ Mehr Licht" ( früber: Ethische Gesellschaft.) Sonntag, den 29. November, mittags punkt 12 Uhr: Wahl von 60 Delegirten der Arbeit Besuch des Museums für Naturkunde, geber für das Jahr 1897. Um 11 Uhr Vormittag: Jnvalidenstraße 43-45. Treffpunkt vor dem Museum. Die Führung hat Herr Dr. Joël übernommen. Abends 6 Uhr: Zwei Versammlungen 1. Aufnellung der Kandidatenliste. 2. Wahl von 139 Delegirten der Rassenmitglieder für das Jahr 1897. 3. Verschiedenes. 1650b bei Hoffmann, Alevanderstraße 27c( unterer Saal): Vortrag des Kann die Tagesordnung nicht er- Herrn Waldeck Manasse über:„ Lichtbringer vor vierhundert Jahren" ledigt werden, so findet in demselben und in den Arminhallet., Kommandantenstr. 20( großer Saal): Vortrag Lokal zur selben Stunde am Sonntag, des Herrn Dr. Joël über: ,, Die ersten Keime des Lebens." Diskussion. den 18. Dezember cr., die Fortsetzung Darauf in beiden Versammlungen: Geselliges Beisammensein der Versammlung statt. und Tanz. Gäste, Damen und Herren, stets willkommen. Wahlberechtigt und wählbar sind nur großjährige Rassenmitglieder. Zum Eintritt ist das Mitgliedsbuch Achtung! erforderlich. Das Wahllofal wird um 12 Uhr geschlossen; um diese Zeit beginnt der Wahlakt. Töpfer. Achtung! Dienstag, den 1. Dezember, abends 5½ Uhr: Berlin, den 29. November 1896. Große öffentliche Versammlung Der Vorstand. B. Stemmler,& Reißmann, Vorsitzender. Schriftführer. Achtung! Lackirer. Achtung! Dienstag, den 1. Dezember 1896, " Englischen Garten", Alexanderstraße 27 c: im Versammlung der Filiale IV. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. C. Pinn über Moderne Dichtung. 2. Die Arbeitsniederlegung bei der Firma T. Doll. 3. Filialangelegenaeiten. In anbetracht ordning ersucht um zahlr. Erscheinen 124/9 Der Vorstand. im großen Saale des ,, Englischen Garten", Alexanderstraße 27c: Tages Ordnung: 1. Die Organisation der Töpfer Deutschlands n. die Stellung eines großen Theils der Berliner Kollegen zu derselben. 2. Verband und Zentral- Krankenkasse. Referent zu beiden Punkten der Tagesordnung: Kollege Julius Frässdorf aus Dresden. Um allseitigen Zuspruch der Kollegen ersucht Der Einberufer. Tellersammlung findet nicht statt. 19518 An die Töpfer Berlins n. Umgegend. Dienntag, den 1. Dezember, abends 52 Uhr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27e: Oeffentliche Töpfer- Versammlung. Tages Ordnung: Orts- Krankenkasse ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Metallarbeiter allier Montag, den 30. November, abends 8 Uhr, in Keller's Feßfälen", Koppenstr. 29: Möbelpoliver. Sonnabend, den 5. Dezember, abends 81/2 Uhr, findet bei Wilte, Andreasstraße 26, die Wahl der Delegirten für 1897/98 ftatt. Die Arbeitgeber Grosse öffentl. Versammlung. wählen 15 Delegirte. Um 9 Uhr wählen Zages Ordnung: P Berlin, den 29. November 1896. Der Vorstand. Die gegenwärtige Lage der Metallarbeiter, die neuesten Maß- girte. Das Kaffenbuch legitimirt. nahmen der Metallindustriellen u. unsere Aufgaben für die Zukunft. 145/17 Kollegen! Gegenüber den Vorgängen, die in letzter Zeit zu tage getreten sind, ist es nothwendig, energische Maßnahmen zu treffen, um zum allermindesten den Kollegen die gegenwärtigen Arbeits- und Lohnverhältnisse zu erhalten. Erscheint daher Mann für Mann! 117/9 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Antlamerstr. 44. Achtung! Metallarbeiter. Achtung! Samariter- Gurius Vortrag des Kollegen Frässdorf( Dresden) über: Unsere Bewegung". Es werden alle Kollegen, ohne Unterschied der Sichtung, dringend 198.5 Der Vertrauensmann der Töpfer Berlins u. Umgegend. Achtung! Achtung! Braneret- Arbeiter. " Sämmtliche in den Brauerei Betrieben beschäftigten Perfonen( Böttcher, Brauer, Fahrer, Mitfahrer, Schmiede, Schioffer, Heizer, Malchinisten n.[. w.). Sonntag, den 29. November, nachmittags 1/2 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstrasse 27 c: Oeffentliche Versammlung. effentliche 1 Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Wahlen zum Kuratorium des Arbeitsnachweises. für Arbeiter und Arbeiterinnen. Referent: Rollege Wiehle aus Hannover. 2. Diskussion und Verschiedenes. Dienstag, den 1. Dezember, 41/8 abends 81/2 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20 I.: Vortrag des Herrn Dr. Christeller Am Sonntag, den 29. November, vormittags 10% Uhr, findet in über Verbrennungen und Erfrierungen; Cohn's Festsälen, Beuthstraße 20-21, eine Versammlung sämmtlicher Mitglieder der Filialen Berlins u. Umgegend der Allgemeinen Kranken- und Sterbe- Kaffe der Metallarbeiter statt. Mitgliedsbuch legitimirt. Mitgliedsbuch legitimirt. Tages Ordnung: Wie verhalten sich die Mitglieder gegenüber den Ausführungen der Be schlüsse der letzten Generalversammlung seitens des Hauptborstandes? Mitglieder! Wenn Ihr nicht gewillt seid, daß die Beschlüsse der Generalversammlungen von feiten des Hauptvorstandes herabgewürdigt werden sollen, so ist es Eure Pflicht, in dieser Versammlung zu erscheinen und gegen die Handlungsweise des Vorstandes Protest zu erheben! 1560b Die Ortsbeamten Berlins. J. A.: H. Stavemann, Gräfeftr. 6. Oeffentliche Versammlung ber Militär- und Lieferungsschneider Montag, 30. Nov., abends 8 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: nachdem Uebung von Verbänden. Nächster Vortrag und Uebungsstunde am Dienstag, 15. Dezember. Der Vorstand. Orts- Krankenkaſſe des Maurergewerbes. Bekanntmachung. Die Agitations- Kommission. Musikinstrumenten- Arbeiter!! Oeffentliche Versammlung am Mittwoch, den 2. Dezember, abends 8½½ Uhr, bei Henke, Nauynstr. 27. 141/ 10* Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom Streit. 2. Berschiedenes. Die Liquidations- Kommission. Den Mcbeitgebern lower bei Kaffen Achtung! Böttcher. Achtung! den der niß gebracht, daß durch Beschluß des mitgliedern wird hiermit zur KenntVorstandes mit Genehmigung General- Versammlung vom 1. Dezem ber cr. ab bis auf weiteres die Bureau stunden zur Abfertigung für das Publikum für die Monate November, Dezember, Januar und Februar Montag, den 30. Dez., abends 81/2 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: Große öffentliche Versammlung der Böttcher Berlins und Umgegend. Tages Ordnung: # 1. Vortrag des Genossen Millarg über: Arbeitsvertrag". 2. Neu47/1 von 8 Uhr früh bis 1 Uhr nachmittagswahl der Agitationskommission. 3. Verschiedenes. festgesetzt sind. Für die übrigen Monate Um zahlreiches u. pünktl. Erscheinen ersucht verbleibt es wie bisher. 1639b Berlin, 26. November 1896. Der Vorstand. A. Daehne. A. Kelpin. Glasmaler, 1. Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in den Militärgeschäften und die Maßnahmen der Unternehmer. Referent Rollege J. Timm. 2. Diskussion. der eine Glasägerei selbständig leiten Bahlreiches Erscheinen der Kollegen ist Pflicht. Kollegen der Firmen fann, wird gesucht. Nur solche, denen Sentke, Noe& Schulz, Robrecht, Mohr& Speyer, Winter sind besonders an einer guten und dauernden Stellung eingeladen. 164/2 gelegen, mögen fich unter Angabe der Verhältnisse melden. Die Agitationskommission der Schneider und Schneiderinnen Berlins. J. A.: J. Timm, Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Fabrik- Hilfsarbeiter. Arbeiterinnen Berlins Große öffentliche Versammlung 1640b am Montag, 30. Nov., abends 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tagesordnung: 1. Die Förderung der Kulturentwickelung durch die Arbeiterorganisation. Referent Reichstags- Abgeordneter C. Legien. 2. Dis tusfion. 8 Verschiedenes. Pflicht aller Fabrit Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen ist es, wegen der wichtigen Tagesordnung in dieser Versammlung zu erscheinen. Der Einberufer. Verband deutscher Gold- u. Silberarbeiter und verw. Berufsgen.( Zahlstelle Berlin.) Montag, 30. Nov., abends 8% Uhr, Annenstr. 16: Hamburg. E. M. Petersson& Co. Täglich: K Warmes Frühstück 2 O zur O Auswahl. Zur alten Linde Admiralstr. 40a am Platz Echt Münchener Bürgerbräu Pilsener, hiesiges hell. u. dunkl. Lagerbier Weissbier. Sehr guter Flügel, gute Firma bill. rangstr. 9, bei Sutb. Mitglieder- Versammlung. Diesner's Festsäle Zages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen G. Waguer. 2. Diskussion. 8. Verschiedenes. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste, sowie unsere Berufsgenossinnen, stets willkommen. 71/6 Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Nr. 37, Landsbergerstr. 37. Empf. meine Feftfäle bis 300 Perf. fassend Vereinen und Gesellschaften. Einige Sonnabende noch zu vergeben. Jeden Sonntag: Ball. Der Einberufer. Perlmutterarbeiter. Dienstag, 1. Dez., abends 8 1hr, bei Herrn Schöning, Röpnickerstr. 68: Branchen- Bersammlung der Perlmutterarbeiter. Tagesordnung: 118/19 Referent Genoffe Friedrich Hoffmann. 2. Unsere bevorstehende Lohnbewegung. 3. Verschiedenes. 1. Der Werth der Verkürzung der Arbeitszeit. Zahlreiches Erscheinen ewartet Der Einberufer. Achtung! Graveure, Ziseleure n. verw. Berufsgen. Berlins und Umg. Dienstag, 1. Dezember, abends 81/2 Uhr, in den Oranienhallen, Oranienstr. 51 Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über: Verrohung der Jugend und Ausbreitung des Verbrecherthums. 8. Diskussion. 4. Vers schiedenes und Fragetasten. 74/6 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Köpenick. Der Vorftand. Große öffentliche Volks- Versammlung für Männer und Frauen am Dienstag, den 1. Dezember 1896, abends 7/2 Uhr, im Saale der Herren Gebr. Scheer( Wilhelmsgarten). Tages Ordnung: = 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Peus über: Wahre und falsche Ehre. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Bur Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Arbeitslose haben freien Eintritt. 202/12 Der Einberufer: Friz 8ubeil 101 Schirm- Fabrik Belle- Alliance- Straße 101 gegenüber der Teltowerstraße bet Max Marcus. Größte Auswahl zu ftaunend billigen Preisen. Für 12 Mark Stoff zu einem Herren- Anzug. Für 15 Mark ff. Kammgarn oder Cheviot. ff. Winter- Paletotstoffe. Reste. TuchLager C. Hoher Steinweg No. 4. J. Adler Teppichhaus C.Spandauerstr.30 vis- à- vis dem Rathhause. 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Der Verfasser entwickelt, daß es eine absolute Ethit, eine Wissenschaft von dem, was geschehen soll, die unter allen Umständen geltende Prinzipien aufstellt, nach welchen die mensch lichen Handlungen moralisch zu beurtheilen sind, nicht geben tann; die ethische Beurtheilung einer Handlung setzt immer voraus, daß diese Handlung zu einem Zwecke oder Ziele in Beziehung steht; die ethischen Begriffe gut und werthvoll gewinnen einen Inhalt lediglich durch das Ziel, zu welchem die Handlung in Beziehung gesezt wird. Welches Ziel als der höchste Zweck, dem alle Handlungen dienen sollen, aufzustellen ist, ist aber eine Sache des persönlichen Gefühls, mithin zum großen Theile der Erziehung, kann jedoch niemals philosophisch begründet werden. Wenu z. B. jemand, wie Shakespeare's Richard III., seine eigene Person in den Mittelpunkt all' seines Handelns sezen, seine Macht und seinen Genuß zum Hauptzweck seiner Handlungen machen will und auch wirklich macht, so läßt fich rein logisch gar nichts dagegen einwenden. Thatsächlich find auch im Verlauf, der Zeiten, und auch gegen wärtig noch, sehr verschiedene Zwecke als diejenigen aufgestellt worden, welche für die ethische Beurtheilung maßgebend find. Jederzeit hat dabei die Sympathie oder die Liebe zu anderen erfahrungsgemäß eine große Rolle gespielt; deswegen will H. die aus diesem Gefühle entspringenden ethischen Urtheile näher untersuchen. Er findet, daß das aus der Sympathie sich entwickelnde Gemeinschaftsgefühl in der Menschheitsgeschichte im Wachsen begriffen ist, bis es die gesammte Menschheit umfaßt. Hermann Hiller. 85 Landsberger 85. Eleg. Kostüme Strake in allen Farben und Weiten, von 18-36 M. mit schottischer Golf- Kragen, stappe, in fünf Farben, von 5-15. Eleg. 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Im weiteren widerlegt H. einige gegen dies Prii zip häufig erhobene Einwendungen und sucht es durch einige allgemeine Beispiele näher zu beleuchten. Kämpferinnen. So ist das Privateigenthum zum Beispiel nur begründet, insoweit es der allgemeinen Wohlfahrt dient und tann also nur insoweit als Institution vertheidigt werden. Freilich wünscht H. es in sehr großem Umfange erhalten zu sehen, da er vom Sozialismus fürchtet, er werde, um die Vertheilung der Güter zu erleichtern, ihre Quelle zustopfen; denn die Anreizung zur Produktion sieht Soziale Praxis, Sentralblatt für Sozialpolitik". er sehr gefährdet, wenn der einzelne nicht mehr, wie jetzt, das Recht hat, seine ersparten Mittel in produktiver Weise zu verwenden. Bon der Gleichheit, Beitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen( Stutt gart, J. H. W. Diez' Verlag) ist uns foeben die Nr. 24 des 6. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir herror: Sozialreformlerisches Kind ripiel. Zur Lage der Arbeiterinnen in der Fragen und Manschetten Konfektion. Wackere Aus der Bewegung. Von Heinrich Boltsschullehrerin und soziale Frage. Schutz( Berlin). Das Gesundwerden. Von einer Aerztin. Feuilleton: Ballſtimmung. Bon Alexander Kielland. Kleine Nachrichten. Trotz des schiefen Urtheils, das H. über den Sozialismus fällt, und trotzdem er die gegenwärtige Produktions- und Vertheilungs weise in ihrer Absurdität, in der ein gehöriger Verbrauch des Produzirten nicht stattfinden kann, nicht erfaßt hat, ist das Werk chen für jeden, der sich für ethische Probleme interesfirt, durchaus fefenswerth, da es in flarer Weise ausführt, in welcher Weise ethische Systeme allein begründet werden können, und nach welchen Gesichtspunkten sie beurtheilt werden müssen. Bt. Eingelaufene Druckschriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Diey' Verlag) ist soeben des 8 Heft d. 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Reichstagsdebatten. Was will und tann die materialistische Geschichtsauffassung leisten? Bon R. Kautsky( Echluß.) Kleine Briefe. Der Gefeßentwurf betr. die Disziplinar- Gerichtsbarkeit der preußischen Aerztetammern. Von einem Arzte. Die Arbeitslosigkeits- Bersicherung und die Frankfurter Zeitung". Von K. Kautsty. Revue der Revuen. Lite arische Rundschau. Notizen: Die Apothekerfrage Von F. Gemoll. Arbeitszeit und Arbeitslöhne in der schw izerischen Fabrikindustrte. Feuilleton: Wie früher Streits zum Ende gebracht wurden. Von Gustav Schönfeldt Aufmerksam lesen! Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 Pf. durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1896 unter Nr. 2887) beträgt der Abonnementspreis vierteljahrlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Bf. ( Berlin, Carl Hens mann's Verlag) enthält in ihrer neuesten Nr. 9 folgenden leite den Aufs fag: Die Gesundheit der Arbeiter und ihr gefeglicher Schuß. Von Stadtrath H. v. Frantenberg. Aus dem Notizentheil heben wir hervor: Amtliche Arbeits Enqueten über Arbeitsvermittelung. Von Dr. jur. M Quard, amt in Queensland. Städtische Sanitätsivache im Anschluß an die Feuerwehr in Braunschweig. Arbeiterschuß in städtischen Betrieben. Kommunale Vermittelung im Bäckerstreit in Lyon. Staatsbeitrag bet tommunalen Gemäldefäufen in Belgien. Lage der Glasarbeiter in Deutschland und Amerita. Negelung der Arbeitsverhältnisse der Berliner Buceau- Angestellten. Englische Streit Statistit 1895. Arbeiterschuß in belgischen Biegelwerten. Interneomer quete übe den Norinal= Arbeitstag in Desterreich. Enquete über die Krantenversicherung in Desterreich. Die Reform der Berliner Armenpflege. Bon Dr jur. E. Münsterberg. Mißfände in der Lindenhäuser Jrrenanfialt.- Schultinder- Arbeit in Landwirthschaft und Gewerbe. Juspizientinnen des Handarbeits- Unterrichts in Breslau und Berlin. Blumenpflege durch Karl Mare zum Gedächtnis. Ein Lebensabriß und Erinnerungen. Bon W. Liebknech t. Unter Veigabe von 1 Porträt von Marr, der Abbiloung feiner abftätte und 2 Facsimile- Wiedergaben von Briefen Mary' und Engels' Wörlein u. Comp, Nü.nberg. 1896. Drohender Niedergang. Von S. Albus. Breslau, W. Köbner. Erörterungen über die Grundzüge einer Strafg richts- Ordnung für das deutsche Heer. Von Dr. G. Werner. Stuttgart, Kohlhammer. Sozialdemokratie oder Nationaldemokratie? Von Prof. Dr. Franz Lange. Paul Moedebeck, B. rlag. Berlin W, Moyfir. 7. Çunita. Ein Gedicht aus Indien von 2. Jacoby. Zürich Leipzig, Berlag K. Henckell. In zwölfter Stunde! Von Max 3ellermayer. Berlin, Wesemann's Verlag. Schulkinder. Bitte die Bedingungen für den Verkaufu. Versand zu beachten! Bedingungen! n ben, un ar fer Käufer den bezahlten reip. Durch Nachnahme erhobenen Betrag als Unterpfand, welcher Um dem Besteller und Käufer jeden Zweifel über ein etwaiges Risico zu nehmen, versende und verkaufe ich nur zur anstandslos nebst allen gehabten Auslagen zurückerstattet wird, und können alsdann im nicht zusagenden Falle nach Rücksendung der Waare 4 Probe- Cigarren von jeder Marke unentgeltlich geraucht werden. 300 Stück und darüber franco über ganz Deutschland; Lesern, welche sich auf diese Zeitung beziehen, gewähre ich bei 500 Stck. 30%, 1000 Stck. 5%, 2000 Stck. 8%. Die Marken bis zum Preise von einschließlich 2,25 Mk. per 100 Stück sind von Francatur und Rabattgewährung ausgeschlossen. Unter 100 Stück von jeder Marke werden nicht versandt. Nach der Aussage einer mir gegnerisch gesonnenen Gesellschaft aus der Cigarrenbranche verkaufe ich schon 100 resp. 1000 Cigarren billiger, wie man hier Arbeitslohn bezahlt. Aus diesem Grunde sollte es mir versagt werden, in einer der gelesensten Zeitungen Deutschlands zu inseriren, weil angeblich der Schweiß des Arbeiters daran haftet. Daß dem nicht so ist, habe ich nachgewiesen und beweise jeder Zeit, daß ca. nur das schwere Geld des Großkapitalisten daran verloren geht. Ich offerire heute einen Bosten: 1Million Cigarren, gutu. spottbillig, Marke Merkado, ca. 10 cm Ig., 5 cm Umfg. Bockfaçon, eine Salon- Cigarre von großartig. Aroma, 100 Stk. Mt. 3, . Marke Piccolo, 8 cm Ig., ca. 4 cm Umfg. Wer sich im Concert oder Theater 20 Minuten dem Genusse einer edlen Mischung rein überfeeischer Tabake hingeben will, empfehle ich diefe Cigarre auss beste. Originalkifte, 200 Stef. enth. Mt. 4,50. Marke Manilla, ca. 101/2 cm Ig., an der Brandfl. ca. 5 cm Umfg., pr. 100 St. Mt. 3,50. Marke Universal, ca. 11 lg., ca. 5 cm Umfg., Salon- u. 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