»».113 Sonnabend» den 13. Mai 1883. m. Jahrs. McrNlM» Drgsn für die Interessen der Arbeiter. 4 Da«„Berlt»«»»olkstlatt« te-WitJ Ugitd Morgens außer nach Sonn» und Festtagen. Rbonne, �rS hau» sierteljähr�.ch 4 Mart, monatlich!,SV ÄÄ, Wöchentlich(5 « Norf stimelnt Nummer"_. l�naetrayen in der Post»«tungS?r«Slist« für IBM unter Jb. 769.) Ii für Berlin frei ,;. Postabonnement Nummer mit illustrkter Beilage 10 Pf. beträgt »ei Nach UedaKtis«: Kenthßratz» 2.— Erpedition: Zimmerftratze 44. |t( Zeisatiliichzd. Vor einigen Wochen geberdete sich derjenige Theil uvsere, Presse, der sich mit Vorliebe al«.patriotisch" be- schnei, gerade so, als ob wir eine« französische« -t e v a v ch e k r i e g vor der Thür hätten. Wir traten damals dieser Auffassung kühl abwehrend gegenüber und sprach«« unsere Meinung dahin aus, daß die Franzose«, �M'ge wenige Chauvinisten ausgenommen, so wenig Lust zu ttnem Kriege haben könnten wie die Deutschen. Zu unserer attSenehme» Ueberraschuag hat unsere Anschauung eine Be- pangung gefunden von einer Seite, von der wir sie gar M erwarteten. Süddeutsche Blätter, u.a. der„Schwäbische mierkur', erhalten von in Paris lebende« Deutsche« Briefe, Mwelche» ei entschiede« bestritten wird, daß die Franzose« so sehr m�s einen Revanchekrieg erpicht seien. Da die Kundgebungen «f™ Pari» lebenden Deutschen in«ationalliberale« ?»,. erfolge«, so nehmen wir an, daß auch die Schreiber .dmionalliberalen Partei angehören. So schreibt ein in Ä w iufdfsigei deutscher Geschäftsmann an den„Schwäbi- !?e» Merkur", em Blatt, zu dessen Hauptaufgaben sonst e gliche Franzosenfresserei gehört: o..Vor wenigen Wochen waren sämmtlrche deutsche äftongen mit den Revanchegelüste« Frankreichs beschäftigt. französischen Organe behandelten die betreffenden Nach- "cht«» msi Stillschweige« oder mit Geringschätzigkeit und sie sprachen hierin ganz der öffentlichen Meinung des fraa- Witschen Volk«. Seit dem Krieg 1870/71 hatte der Chauvi- nismus nie mehr Entsagung gezeigt und die Masse der befitzende« und arbeitenden Klassen so wenig ""b.zu patriotischen Herausforderunge« gegebe«, als Lv ,)■ letzter Zeit. Die Alarmrufe der deutschen Presse «nh'fljJ pÄi**' verschwunden wie sie gekommen, wa« an PnJV'ch schon ein Beweis ist, daß die geschäftlichen »u& hatte«, sich über die Beziehungen Frankreich« «../�sschland zu beunruhigen. Jeder unparteiische beiÄÄ R nicht verhehlen, daß die P r esse �«e ,Bn,te Politik Stoff genug für da« Jnter- i Unterhaltung de« Publikum« und die au«- li-Äe° Korrespondenzen find eine Seltenheit. Ander« ««SN, d.e Verhältnisse in Deutschland." «z wird dann weiter treffend ausgeführt, daß . Ieuitteton. «rtotw]- M«e Mutter. Roman von Rri!eZbrich iverftäcker. (Fortsetzung) t.y-�an», bitte, sage« Sie auch Herrn Rebe, daß er % Aolle mit einigem Verstand spielt," bemerkte Handor; »°oi Publikum muß ja lache. I" b,„--och habe nichts Auffällige« bemerkt," erwiderte �.�sgisseur;„bitte, Herr Rebe, sagen Sie Ihre Worte "4 einmal." Aebe that so und kam zu dem Schlußsätze:.Arme« flammen''�gt' verfrierst ja hier, und warf« in die g>tt," nickte der Regisseur. .b� t'st 1°«icht zum Ansehen," rief Handor gereizt; Si»-®orteB:„und warf'» in die Flammen," stehen * 1««we ehr Stock!" Reb»'?� um Entschuldigung. Herr Handor," sagte »ei««erstlich markiren Sie gar nicht, und man t«d«n n„ 06®'e out«B« oder mit dem Souffleur "S*1*- unterstehe« Sie sich!" "m?? Unterstehen kann hier gar keine Rede..." was Herren bitte um keine« Zank auf der Probe; Sie, Herr Handor, daß Herr Rebe thun sagt«gen, de« Arm hinauswerfen, wen« er die Worte fp'eler'ü, w die Flammen." Er muß seinem Mit. . �'»"deuwnLg�«.. lagte"«�»lmchte, Sie brauchte« nur das Sttchwort," ucht." tnh'Ü!»zum Telegraphire» eignet sich dte Rolle �Handor gereizt,.für eine» Menschen, der an% heraustrage« kann, ist diese Antwort die deutsche» Blätter sich mehr mit ausländischen al» mit einheimische» Angelegenheiten beschäftigen, wozu der Mangel an Preßfteihett nicht da« geringste Theil beittägt. Dana wird da« Treibe« jener deutsche« Journalisten ge« Udert, die in Pari« lithographirte Konespondenze» an» ertigen und auö denen die Blätter in Deutschland ihre Ja- formationea schöpfe«. E« heißt da: „Während Engländer, Österreicher, Rumänen zc. ihre Nachrichten au« der Quelle beziehe», in politischen, künstle- rischea und literarische» Salon« verkehre«, au» welche» sich da« richtige Bild de« französischen Leben« widerspiegelt, 'lad die Deutsche« auf ihre Brasseriea angewiesen und alle hre Neuigkeiten sind au« der französischen TageSpresse zu- ämmeageholt." Ueder diese Bedeutung der Salon« läßt sich streiten; immerhin ist e« aber charakteristisch, wo die Quelle» der deutschen Blätter entstehen. Dan» heißt es weiter: „Das Handwerk der deutschen Journalisten in Paris wurde vor wenig Monate« von einem französische« Skri- Kenten, der in einem hiesigen Journal Karl Frey zeichnete, in Berlin nachgeahmt. Seine Korrespondenzen enthielten nicht« al« Skandalassairen au« Berlin: Fälschun- gen, Bestechungen von Militärärzten, Spielverluste adliger Offiziere, Verbrechen gegen die Sittlichkeit u. s. w. Unter optischer Vergrößerung wurden diese Auswüchse al« der Normalzustand Berlin» und Deutschland« dargestellt und ich zweifle auch nicht, daß der Pariser Spießbürger alle diese Geschichten für baare Münze nahm, gerade wie der deutsche Leser, wen« man ihm alltäglich ausschließlich Erzählungen au» dem TerichtSsaal und alle Skandale der eleganten und unelegante» Welt auftischt, sich am Ende auch einbilden muß, daß Pari« und Frankreich nur mtt Verbrechern oder Wüstlinge» bevölkert ist." Der deutsche Geschäftsmann trifft hiermit im Tanze« de» Nagel auf de» Kopf. Diese Art von Korrespondenten muß thun, al« ob sie da« Tra« wachsen hörte, wen» sie etwa« verdienen will; diese Leute müssenBrillanttauben- diebstähle erfinde», wenn sie Sensation mache« wollen. Da« ist ja eben da« Unglück bei der moderne» Presse, daß sie, statt eine belehrende und aufklärende Wirk- samkeit al« ihre Hauptaufgabe zu erfasse«, sich ganz auf die Sensationshascherei verlegt hat. Weil einige deutsche Journalisten in Pari« keine» anderen„sensattonellen" Stoff habe«, werde« Deutschland und Frankreich wochenlang i.. cwic.____ c___ l.___ jl a» r_____ xi» 7__ r jl- wi* geberde« sich auch»och, al« od sie von de« lauterste» pattio- tischen Gefühle» beseelt seien! Der Gewähr«ma»» de«„Schwäbischen Merkur" weist WK-KAMZ nehmen!' „Nennen Sie den» da« eine Probe," rief Handor heftig, .wen« ich nicht einmal Statisten zurechtweise» darf, wie sie sich zu benehmen Haben?" „Herr Handor," rief aber jetzt auch Rebe gereizt,„ich werde Ihne»»ach der Probe sagen, wa« ich von Ihnen denke— hier füge ich mich de» Gesetzen!" Meine Herren," bat der Regisseur,„Sie gehe» mir zu sehr in de« Charakter Ihrer Rollen ei«, und e« ist nur ein Glück, daß Ihne« der Requisiteur»och nicht die Dolche und Pistolen geliefert hat. Bitte,«och einmal da« Stich- - W. rv.---,, l JE--- L.—-- t9m � � M II v � D i"7~—----» y wort— Herr Rebe, Ihre« mein' ich—„und warft« 4Up«iwlVU-------------! ▼---- u U besonderer Betonung sprach. E« war aber für den Auge«, blick nicht« dagegen zu mache« und er mußte abgehe», wäh- read Karl Moor seinen späteren Monolog mürrisch und in den Bart hinein sprach., cm r Schufterle kam von da an nur noch em einzige« Mal vor und hätte weggehe» könne»; aber er blieb, um da« Ende der Probe abzuwarte», wo aber»och einmal ei« Streit vorfiel, und zwar mit der erste« tragische» Liebhaberia ��J« der Szene zwischen Karl Moor und Amalia, wo Handor sehr zerstreut spielte— wie er den« überhaupt nach de« sehr gewissenhaften Regisseur« Ausspruch heute gar nicht bei der Sache war hatte er bei de« Worte«:„Wie. ____ i- cv-x-.r«:-. fRWißfitpr �nnatt für iphf* Quft unb plofeÜLy u'i-"'— k----——- Die Dame wurde heftig und behauptete, daß er sie r« der Szene gar nicht anfasse« dürfe, und er erwiderte dann noch darauf hin, daß da» Gebahre« von Deroul-de und Genossen auch in ftanzösischen Blättern scharf verurtheilt wird. Erfi in den letzte» Woche« haben ftanzösische Blätter, darunter sehr angesehene, dagegen protestttt, daß die An. schauungen der Patiiotenliga, ve» von Deroulöde geleiteten Verein«, gleichbedeutend seien mtt den Anschauungen Frank- reich«. Aber in dem großen Lärm, der damal« gerade über de« angeblichen ftanzösischen Revanchekrieg gemacht wurde, überhörte man alle diese Aeußeruoge». Dann aber kommt der Gewährsmann de« süddeutschen nationalliberale» Blatte« zu einer Anschauung, die auch wir bei solchen Gelegenheiten in diesem Blatte schon öfter« kundgegeben haben. Er sagt: „Ich gehe aber weiter und lasse die Möglichkett zu, daß in Folge von Umstände«, die nicht vorauszusehen find, eine Kriegsstimmung Frankreichs sich bemächtige. Dann ist der Krieg immer noch in weiter Ferne. In Franbeich löse« die Kammern ausschließlich die Kriegsfrage.... Wie ist e« denkbar, daß sich ein Rath von 1000 Personen zu einer Kriegserklärung hinreiße« ließe,«amentlich bei de« Stellung der Parttien, von welche« keine die Verantwort- lichkeit eine« Krieg« übernehmen will und in einem Land, in welchem heutzutage ei» Nationalkrieg eine innere Revo- lutio» bedingt.... Der Hauptfaktor für die Unterneh« mung eine« Angriffskrieg«, eine militärische Aristokratte, be« steht überhaupt in Frankreich nicht. Der Offiziersstand ist kein bevorzugter Stand und er hat nicht mehr Einfluß und Ansehe» al« irgend andere Staatsbeamte, deren Vorzug in der öffentliche» Meinung im Ganzen äußerst gering ist. Der Adel, die Erb- und Geldaristokratie habe« keinerlei Versorgungsanstalt mehr im Soldatenstand und die allgememe Wehr- pflrcht ist so streng folgerichtig, daß die besitzenden Klaffen l � r»MM— t � ein �"--. w—•-*— r«f«— r-—— � Ä der Soldaten und e« liegt auf der Hand, daß die über» wiegende Mehrheit der Armee, für welche der Dienst eine Last ist, einen Krieg eher vermeidet denn heraufbeschwört. Da« Volk ist positiv, e« hat ausschließlich die Opfer ehre» Krieg« al« Soldat, Steuerzahler, Arbeiter und Industrieller zu tragen." Man muß sich wunder», so etwa« in einem national- liberale» Blatte zu lesen, aber gerade deshalb wolle» wtt e« hier festnageln. Hoffentlich wird die nationalliberal« Presse von diese» Erklärungen gewissenhast genug Akt nehme«, um nicht gleich wieder auf de» ersten Kriegs- lärm, de« die Sensationsjäger in Pari« erhebe», hinein- zufalle«. Der oben erwähnte Frey ist au« Berlin ausgewiesen worden, wie der Pariser Gewährsmann de«„Schwäbische» ihr ziemlich kurz, ob sie glaube, daß er de» Charakter seiner Rolle nicht verstehe; übrigen« wolle er ihr die Perle» bezahle«. E« gab dann«och eine» Auftrttt, wo sich der Dttektor selber in'« Mittel lege« mußte, denn Fräulein Rottenhöfer erklärte, nicht mit einem so rohen, ungebildete« Menschm spiele» zu wolle». Handor murmelte ei« Wort zwischen de« Zähne« durch, da« wie„GanS" klang und keineswegs in seiner Rolle stand, wonach dte Dame dann nichts Besseres thun konnte, al« i« Ohnmacht zu falle». Daß Handor durch die» Alle« nicht in die beste Laune gerieth, läßt sich denke«, und die wurde nicht erhöht, al« die Probe, welche heute fast bi« zwei Uhr ge« dauert hatte, endlich vorüber war und er vor dem Theater auf Rebe traf, der ruhig zu ihm hinging und ihn anredete. „Herr Handor, auf ei» Wort." „Wa« wolle» Sie?" ftagte der erste Liebhaber kurz. „Nicht« weiter, alt Genugthuung für Ihre Beleidigung heute." „Genugthuung?" „Sie verstehen doch, wa« ich damtt meine." „Sie find ei» Narr, Rebe!" sagte Handor und wollte sich von ihm abdrehen. So wohlfeilen Kaufe« kam er aber nicht davon. „Dann erkläre ich Sie für einen feigen Lump, Hur Handor!" sagte der junge Man», der kreidebleich vor innerer Auftegung geworden war und vor Wuth zitterte. Handor biß die Zähne zusammen. „Gut, Sie sollen Ihre Genugthuung, wie Sie'««ennen, habe», Sie verdiene» eine Züchtigung, aber nicht jetzt. Sie wisse«, wa« wtt in nächster Woche vorhabe«; die Vorstellung de«„Hamlet" dürfe» wtt nicht störe«, wenn Sie auch viel- leicht entbehrt werde« könnten. Nach dem„Hamlet� stehe ich Ihne« zu Diensten." „Gut denn, also«ach der Vorstellung oder am nächste» Morgen." Handor nickte nur, drehte ihm denRücke» zu und ging die Sttaße hinunter. Gerade am Theater vorüber war Pfeffer gekomme«, Merkur" mittheilt. Die Franzosen weise« die deutsche« Zour«alistea nicht au», weil sie, mit Recht vo« ihrem Standpunkt, sich um deutsche Blätter weniger kümmer«, als um französische. Wir sollte« e« auch so mache» u«d un« mehr um einheimische al» um ausländische A»g«lege»heite« bekümmern; da»» wäre dm Sensationtjägem da» Hand- werk schon einigermaßen gelegt. Ein«««« Schrill«Iis i>rr lbschüssizw Kuh» der RmKtim Gebeutet die gestern von uns gebrachte Verordnung deS vreußi« fchm StaatSministemmS. Hierdurch wird der sogenannte kleine BelagerunaSzustand dahin verschärst, daß„Versammlungen, in welchen öffentliche Angelegenheiten erörtert oder berathen wer« dm sollm, der vorgängigen schriftlichen Genehmigung der OrtS- Polizeibehörde bedürfm; die Genehmigung ist von dem Unter. nehmer mindesten» achtundvierzig Stunden vor dem Beginn Versammlung nachzusuchen." Bisher zeigten sich die Folgen de» kleinen Belagerungszustandes nur In dem Verbot de» Waffentragm» und in den zahlreichm Auiweisungm, die über so viele Familim bittere» Elend gebracht haben. Die Behörden find jedoch durch da» Sozialisten gese« ermächtigt, noch weiter zu gehen und„die Verbreitung von Druckschristen auf öffent- lichen Wegen, Straßen, Plätzm, oder an anderen öffmtlichen Orten" zu verbieten; und fie könne« ferner laut§ 28 de» Sozialistengesehe» Versammlungen von der vorgängigen Ge- mhmigung der Polizeibehörde abhängig machen. Letztere» ist nunmehr geschehm. Bisher war jede Versammlung lediglich bei der Polizei anzumelden, jede angemeldete Versammlung war also, wmn nicht besondere Umstände in» Spiel kamen, eine erlaubte; nunmehr ist nur die ausdrücklich genehmigte Versammlung eine zuläsfige. Daß damit der Versammlungsfreiheit der Todesstoß versetzt wird, liegt auf der Hand. Selbst nationalltberale Blätter erheben heute ein große» Jammern über die ungewöhnliche Hätte der neuen Be- stimmung, welche nach dem Sozialistengesetz nur dann in Kraft treten dürfe, wenn„die öffentliche Sicherheit bedroht" ist. Die Konsequenz ist jedoch hier ganz und gar auf Seite der Regierung. Auch die AuSweisungsbefugniß tritt nur dann in Kraft, wenn„die öffentliche Sicherheit bedroht" ist; letztere» haben also die Nationallideralen von vornherein zugestanden, al» fie nicht« gegen die Au»weisungen vorzubttngen wußten, und die Regierung zieht jetzt au» den ihr zugestandenen Vorau»« setzungm diejenigen Schlüsse, welche die Nationalliberalm noch heute zu feig find zu ziehen. Die„Nat. Ztg." beruhigt die plötzlich erwachte Stimme ihres Gewissen» damit, e» würden wenigsten» Versammlungen, in welchen die Lohnfrage erörtett werden soll, stet« an« ftandSloS genehmigt werden.„Es scheint uns nicht statthast, Streikversammlungen, so lange die Erörterung der Arbeits« etnstellung nicht etwa dloS al» Vorwand für andere Zwecke bmutzt wird, al» Versammlungen zu bezeichnm,„in welchen öffentliche Angeleamheiten erörtert oder berathen werdm sollm. Ein Streik ist, so lange e» fich nur um die Frage der Arbeitsbedingungen handelt, keine„öffmtliche" Angelegen« hett, sondern eine Beruf», und Geschäft» Angelegenheit der dabei betheiligten Personen." Auch diese Hoffnung wird zu Schanden werden,— und auch hier werden fich die National« liberalen in daS Unvermeidliche zu fügm wiffen. C'est le Premier pas qni ccüte, und über den ersten Schritt ist diese Sötte von Polittkem schon längst hinau». Wenn andere, freifinnigere Blätter, die stet» gegm da» Sozialistengesetz auftraten, auch die neueste Verordnung scharf kritifirm. so ist daS gewiß ganz anerkennenSwetth. Dieselben Blätter haben aber, mit ganz wenigen Ausnahmen, den Stteik« erlaß de» Ministers v. Puttkomer, der viel tiefer einschnitt, wie eine Bagatelle dehandelt, vielfach kaum berührt,— und wenn sie heute Feuer und Flamme find, so entspringt da» wahrlich nicht ihrer Arbeiterfreundlichkeit, sondern lediglich dem Aerger darüber, daß s i e jetzt auch der Polizei ihre Reverm, machen müffm, eh« fie ihre GefinnungSgenoffen beisammen hadm E» schwirrten schon seit einigen Tagen Gerüchte in der Lust, daß wir mit dem Puttkamer'schen Erlaß noch nicht am Ende aller unangenehmm Dinge angelangt seien. Erst vor» gestern schrieb der„Hamb. Korr." in verschämter Andeutung: „Die Handhabung de» Sozialistmgesetzes ist in dm letzten Iah. ren vielfach eine minder strenge gewesen, al» die» die gesetz« lichen Vorschriftm zulaffm. Soweit e» fich darum handeu, der AuSbrettung anarchisttscher Tendenzen mtgegmzuwirlm oder akutm Ausbrüchen solchen Charakters vorzubeugen, wird eine derartige legere Praxi« sich nicht weiter rechtfertigen lassen. Die Sicherheit der ruhigen Bürger, die Erhaltung der öffentlichen Ordnung und die Bewahrung unsere» ohnehin durch die Depresston in der VolkSwirthschast so sehr erschwetten nationalen Erwerbsleben» erfordern vielmehr mit absoluter die Worte zu gut mtgehm und wm» auch»och nicht nahe genug, um verstehe«, hatte ihm doch der Sinn nicht könnm. „Da» ist recht, Herr HoratiuS Coole»," sagte er, währmd er vor ihm stehe» blieb und ihn starr ansah,„da» wäre allerdings die leichteste Manier, Zemande» Rolle« zu bekommm, wen« man ih« einfach todtschießt. Sind Sie denn ganz de» Teufel», Mensch, und wollen Sie fich mtt Gewalt Ihre Karriere verderben?" „Herr Pfeffer I" „Ach wa», Pfeffer hi», Pfeffer her, e» pfeffert fich wa»! Wo wollen Sie dm« hin, wm« ma« Jhnm hier dm Kontrakt kündigt?" „Meine Ehre gilt mir höher al» mei« Lebm I" rief der junge Man« stolz. „Puh, so viel dafür 1" rief der alte Man« verächtlich; „wmn Jhnm so ein Lump Ihre Ehre nehmen kann, so wär'» nicht der Mühe wetth, fie aufzuhebm! Und all' da» andere Unheil, welche« Sie nachher anrichtm— he?" „Andere U»heil?" sagt« Rebe traurig.„Habm Sie mir nicht selber Ihr Hau» verbotm, Herr Pfeffer, und glaubm Sie, daß außerdem auch wohl«in einzige» Auge «aß würde in ganz Haßburg, wm« ich— vo» hier fort« ginge oder stürbe?" „Puhl" sagte Pfeffer wieder, sah eine Weile vor fich nieder, schob dann beide Hände m seine Taschm und schrttt der eigmm Wohnung zu. Fürchtegott Pfeffer stieg auch direkt hinauf i» fem eigene« Zimmer und lief dort, ohne dm Hut abzunehmm, die Hände auf de« Rückm gelegt und au» Leibet kraftm vor sich hi» pfeifmd, in dem klemm Gemache mit einer wahrm Vehemmz auf und ab. Sei» Spazier« gang war dabei ein keineswegs unbehinderter, dm« überall lag bald ei« Haufe» Manuskttpte, bald Bücher und Zei« tungen, die ihm kein Mmsch anrührm durfte, im Wege. Unverdroffm stieg er aber über da» Alle» weg, herüber und hinüber, und war so mtt seinm eigmm Gedankm beschäftigt, daß er gar nicht» weiter hötte noch sah. „Was mag nur der Onkel heute hadm?" sagte Jettchm, die mtt eisemem Fleiß an ihrer Arbeit saß. Zu jenem, zu Nothwendigkeit die volle und energische Anwendung aller in dem Sozialistengesetz gegebenen Mittel gegen dm Anarchismus und die chm verwandten Bestrebungen. E» klingt daher mehr al» wahrscheinlich, wmn berichttt wird, daß im Schooße der preußischen StaatSregierung die Frage einer energischeren Handhabung de» Sozialistengesetze» zur Bekämpfung und Ab« wehr anarchistischer Bestredungm emstlich erwogen und im positiven Sinne entschieden wordm sei. Fürst Bismarck wäre fich« der letzte, die Regierung, an deren Spitze er steht, dem Vorwurf auszusetzen, durch Mangel an Energie in dem Ge« brauche ihrer gesetzlichm Befugnisse die Ruhe, Sicherheit und Ordnung des Lande» zu gefährdm." In der That, Fürst Bismarck hat nunmehr von neuem bewiesen, daß ihm Mangel an Energie nicht vorzuwerfm ist. Ob er damit die„Ruhe, Sicherhett und Ordnung oe» Lande»" gefördert hat, da» wird die Zukunft beweism. Politische Weberstcht. Der Bundetzrarh hat in seiner Mtttwochfitzung den neuen Gesetzentwurs wegen der Besteuerung de» Zucker»(Er« höhung der Rübensteuer von 1.60 M. auf 1,70 M. und vom nächsten Jahre ab eine AuSfuhmergütung von 17,25 M) angenommen. Neue Verstärkungen der Sarnifonev im Elsaß. Nach einer Korrespondenz der„Magd. Zlg." au» dem Reichs» land sollen die deutschm Gamisonm läng» der ftan« zöfischen Grmze verstärkt werden.„ES bereist gegenwärtig ein Adthttlungschef de» Kriegsministeriums die reichSländischm Garnisonen, um die behuft der Verstärkung der Garnisonm erforderltckm baulichen Einrichtungen näher zu studiren. Die Sache scheint seitens der Militärverwaltung als dringlich an» gesehen zu werden, da die erforderlichen Mittel dem Vernehmen nach noch in dieser Sesfion vom Reichstage in Gestalt eines Nachttage» zum Etat gefmdett werdm sollen.— Die Nachricht dedarf, bemerkt hierzu die„Freis. Ztg." einer Klarstellung seitmS de» Ktteglministerium». Bi» dahin möchten wir dieselbe bezweifeln. Ein Hering»monopol bringt die„Lstfriefische Zeitung" in Emden tn Vorschlag,„um einem dttnaend gefühltm Be- dürfniß der dottigen Heringsflscher abzuhelfen".— Eine ge« wisse Konsequenz de» Denken» ist den deutschm Monopol« schwärmern nicht abzusprechen. Erst der ReichSschnapS, und dann den Rttchthering darauf. „Und nächst dem Heere könne« wir ans Gott der« trauen," also heißt e» am Schlüsse eine» LettaNikelS der chiistlich.konservatioen braunschweiger.LandeSzettuna". Gott kommt nach der neu. deutschen, chauvinistisch, patriotischen, und „altdeutsch« stylvoll" restauttrtm Frömmigtett erst in zweiter Reihe. I« Pole« wird eine lebhaste Agitation gegen den Besuch deutscher Bäder betriebe«. Der„Pos. Ztg." wird darüber auS Warschau geschtteden: Fast die gesammte pol- nische Presse richtet an da» Publikum angefichti der bevor- stehenden Reisesaison die Aufforderung, nicht nach dm deut» schcn Badeorten zu reisen. Die» sei, so heißt eS ungefähr in dem Attikel, nicht nur als Revanche für die Unterdrückung des polnischen Element» in Deutschland, sondern auch aus rein prattischm Gründm geboten; eS könne nämlich jeden polnischen Kurgast die AuSweisungSordre treffen und damit eine recht un« liebsame und der Gesundheit schädliche Unterbrechung der Kur. Kissingen, Em», Landeck, Reinerz ic., welche alljährlich eine große Anzahl polnischer Kurgäste beherbergen, ließen fich leicht durch die eine gleiche Wirkung erzielendm polnischen, galizischm und böhmischen Ladeotte ersetzen, zumal, da die Reise, und Kuttosten billiger seien. Daß an dem Erfolg der publizistischen Rathschläge nicht gezweifelt wird, beweism einerseits die um- fangreichen Vorbereitungm der polnisch» galizischm Bäderver. waltungen behuf» Aufnahme deS erwatttten größeren Zustrom» von Badegästen, andrerseits die ernsten Befürchtungen, die fich bei den Verwaltungen der deutschen Bäder geltend machen. So haben Magistrat und Polizetdirektton von Landeck in Schlefim an die Redaktionen hiefiger Blätter eine in polnischer Sprache abgefaßte Ettlärung versandt, die in deutscher Ueber» setzung wie folgt lautet:„ES hat fich da» Gerücht verbrettet, alS hatten die Palm russischer Untetthanmschast, die im Laufe dieses Sommers preußische Bäder zu besuchen beabfichtigten, verschiedme Unannehmlichkeiten zu befürchtm. Wir erklärm hiermit amtlich, daß diese Gerüchte jeder Begründung mtbeh- rm, daß die Behördm Verfügungen irgend welcher Att in dieser Htnfickt nicht erlassen haben und daß die Badegäste auS Polm und Rußland unsere Badeorte nach wie vor unbehelligt und unbesorgt besuchen dürfm."— Es find wirklich nette Früchte, welche der Nattonalttätenhader zeitigt. An» Halle wttd gemeldet, daß die Kriminalpolizei einen Schneidermeister verhaftet hat, der auf det Straße an einen Bekanntm ein Exemplar de» verbotenm Züricher„Sozial« demokrat" abgab. Btt einer Haussuchung wurde eine Anzahl Exemplare de» genannten Blatte» beschlagnahmt.— Eine Versammlung der Steinträger, welche zur Grün« dung eines Fachverein» zusammmgetreten war und einen Lohn« Ehren des Erbprinzen bestimmtm Balle hatte fie nämlich eine solche Masse von Aufträge« bekommm und Bestellungen auf Blumm waren so von allen Seite» eingelaufm, daß da» arme Kind schon die ganze Nacht durcharbette» mußte, um«ur Alle zu beftiedigm und ja keine Kundm zu ver« lierm. Du lieber Gott, im Sommer, wo der Schöpfer ja da draußen seine herrlichen, frischen und duftige» Blumm wachse» ließ, war die Arbeit überdies nur sehr spärlich und der Verdienst so klein— da durfte ma» fich schon ei«e so glückliche Gelegmhett nicht mtgehm laffm I Die Mutter lag wieder auf dem Sopha; sie befand fich etwa« besser heute, war aber noch immer sehr schwach und angegriffm. „Ich weiß e* nicht," sagte fie leise;„wahrscheinlich wieder ei» Aerger ans der Probe." „Wmn er so pfeift, ist er immer sehr böser Laune," seufzte Jettchm;„aber jetzt kommt er ja gar nicht vo« der Probe; er war doch vorhin scho« zum Sffm da, und hat m dm letzten Akten nicht» zu thun." „Laß ih»»ur mei« Kind," lächelte die Frau weh« müthig;„bei solchm Gelegmhettm pfeift er fich gewöhnlich ordmtlich au», und nachher ist er wieder guter Laune; nur stören darf man ihn nicht darin." „E» ist doch auch wirklich ei« leidige» Lebm beim Theater," sagte das arme Mädchm leise;„immer nur Aerger und Ettett, al« ob die Lmte gar«icht friedlich«eben einaader lebm könnten,«nd Abmd», wmn dann die Lichter angezündet find, merkt ma« gar»icht« davon und Alle» schwelgt in Glanz und Frmde." „E, ist Alle« falsch, mein Herz," nickte die Mutter leise vor sich hm,„Alle»; aber nicht allein auf dem Theater, Kmd, wo fie fich draußen auf der Bühne vor dem Publikum in dm»rmm liege« und fich hinter dm Koulisse« nachher alles �gebrannte Herzeleid anthu«- im wttklichm Lebm auf nicht viel besser. Vor der Welt, die da p, t tarif feststellte, wurde auf Grund dei Sozialistengesetzes» gelöst. Der Erlaß des Herrn Minister» deS Innern» Preußen scheint demnach doch an einigen Ottm seine Wme zu thun. Aufgelöst wurde der erst kürzlich gegründete 9W verein der Maurer und Zimmerleute in EberSwalde/ Grund de»§ 8 de» Gesetze» vom 10. März 1850. Dieses fügung steht wohl mtt Haussuchungen in Verbindung, vor Kurzem bei mehreren VorstandSmitgliedem deS genani? Fachoereini stattgefunden haben. Wie verlautet, sollen$- hierbei außer Gruppenbildern sozialdemokratischer Reichst«? Abgeordneter, sowie mehrerer Exemplare de» Viereck'sche« auf Arbett", welche Gegenstände beschlagnahmt rn# keinerlei Sachen vorgefunden worden sein, welche da» Verbot gerechtfertigt erscheinen laffm, und wird deshalb j«c falls Beschwerde bei der höheren Behörde erhobm werde» Oesterreich-Ungar«.. Die Verhandlungen über den HandelSvettrag Oesterreich-Ungarn und Rumänien find rumänischersntä i gebrochen worden in Folge Ablehnung der österreiW Ansprüche. Wir meldeten schon gestern nach der Wiener.N. Fr.' daß ein Cholerafall in Aviv(Tirol), südlich von vorgekommen sein soll. Aviv(Bezirkshauptmannschaft 9 redo) ist Station der Südbahn und zählt mehr al» 3000* wohner. An der ttaltmischen Grenze dei Pustetthale» W Statthatteret Ueberwachungi-Maßregeln gegen Arbeit« l Italien angeordnet. Dieselben müssen in Ampezzo und i*1 eine ärztliche Konttole passtrm. Die Nebenüdergänge Jtalim find gespertt. Dänemark. Um fich dei den Landwttthen für sein vcrfassungswiw Regiment einzuschmeicheln und dieselben von der DpmP abzuziehen, hat daS dänische Ministettum die Landmam Kopenhagen in Stand gesetzt, unter Beihilfe des Finanz» steriumS bi» zu 5 Millionen Kronen als Betttebs An leibe« Landwirthe auSzuleihen. Die Darlehen sollen in Höh« 1 200—8000 Kronen gegeben werden gegm 5 pCt- Zinsen entsprechende Sicherheit. Belgien. Nach einem Privattelegramm deS„Berl. Tagebl." bei* da» Ministettum, im Hochsommer die Kammer zu einer v? ordmtlichen Sesfion behuf» Berathung der Arbeiterft'' einzuberufen. Die Deputirtenkammer hat den von der Regierun? dem Norddeutschen Lloyd über die Anlegung Dampfer desselben in Antwerpen abgeschlossenen Vertrag nehmigt. traurreich.. rubmarbeiter in Decazevtlle n�L auSfichtlich sehr bald durch Spruch ttneS Schiedsgericht» � werdm. Großbritauuie«. j Die Debatten über die Homerulevorlage<*. fich sehr in die Länge ziehm. Welch' große Bewegegun» irische Reformbtll hervorgerufm hat, und welche Bedeutm« degemeffen wird, erhellt schon au» der Thateache, daB, weniger als 120 Redner zum Worte vorgemerkt find. schastlich erbittert ist die Sprache der konservativen Prefsi/i daS neue Gesetz. Die„Pall Mall Gazette" verlangt W sten unzweideutigsten Versprechungen der Regierung, ta}J land fortgesetzt und nicht von Fall zu Fall tmReichSp�A vertreten blttde. Ein Homerule, welches Irland zur eine» Tributstaate» reduzirt, ohne ttne Stimme im Parlament— die» werde vom Unterhause ebenso enN»" � W»« unter den iber-llm Gegnern von Homerale. über J1® erk ätt fich für eine Reform der Lokalregierung W F welche die Irland« nicht wünschen und die Lord| vor nicht sehr lang«"'' Göschen muß wisse« Irland nachdrücklich......................, solche Behördm, wie die, welche« herzustellm 00tj® i,V gesetzlichen Gewalten lediglich al» ttnm Hebel � würden für die Erlangung dessen, wa», wie er den», gewährt w«den sollte. Wenn die gegenwärtigen werthen Zwisttgkeiten in der lib«alm Partei nicht deigeles> j kann eS keinem Zwttfel unt«liegm, wer darau» Vortheu� wird. Die Torte» allein dürsten in diesem Falle Jene, welche wirklich wünschm, die Möglichkeit von 5, Rule, daS wir als unvermeidlich bedachten, zu®} müssen auf alle Fälle bess«e Mittel zur ErreichjUA Zweckes ausfindig mechm, al» die TorieS anS Staate�' dringen".„ fi In u l st e r(Irland) gewinnt die Annahme an.$ daß die Regierung die Verlängerung deS Waffengeitt�t lich zu dem BeHufe deandagt habe, um die böse Feind sei» Unkraut au«, und Jammer und die Folgen."«i „Ab« bei uns doch»icht, Mama," sagte hett junge Mädchm. I „Rein, Kind, bei un» nicht," seufzte die%; Erinner unge» weit zurückgeschweift warm.» Herz,«scheine» auch nicht mehr draußm vor dem v p vor d« Welt; wir habe» un» hi« unsere Welt gegründet und— Erfahrung genug im sammelt, um un« die«icht selb« muthwiklig P'p Gebe»ur Gott, daß un» die Weit da draußm wenig beachtet, wie wir fie!" � Henriette schwieg und wandte laogsaw j zur Sette, daß dre Mutt«, wen» fie zufällig � Ii üb« sah, nicht die verräthnische Thräne de» die ihr im Auge blitzte; fie wäre ja sonst 0„Na, Guste, wie geht'«?" sagte plötzllch �/-) dm Kopf in die Thür steckte.„Ein bischm MlJi» „Ich danke Dir, Fürchtegott; komm' doch �.. „Ich rauche.". b# »Die Fmster stehen ja auf, da thut m« «icht weh."# TW« siehst imm« noch höllisch angegriffen au» � Heidenlärm da draußm I Wmn ich«« mW mit sein« Mordgeschichte de« Hal» umdrehm* wärt ich zufriedm." c.,,% »Ja, Onkel," lächelte Henriette. l«, Polizei komme» und Dich einsp«rm und lopt � A nachher malte dann ew Ander« Deine würde dann auch abgesungen, von dem r � abdreh« Früchtegott Pfeffer."., dtt.. „Wa« die Mamsell nicht weiß I(ogW j dem e» ihm aber doch wie ei» Lächeln»o ,i guckte;„hol' mich Dies« und Jener,:h'! und einzu ü prMianttschm Einwohner bei Nordens der Provinz zu ent- wam»n. Die Gendarmerie soll von dem ObersekretSr von Jr« land, Morley, Befehl erhalten haben, vor dem nächsten Mitt« «och die Namen aller Personen zu liefern, die innerhalb der «»len drei Jahre Waffen gekaust haben und in anderer Weise die Besitzer von Waffen zu ermitteln. Im„Belfast News «tter" erscheint eine Annonze, welche zu Angeboten für die Lieferung von 20000 Snider-Gewehren in gutem Zustand, mit Meffern oder Bajonetten, auffcrvert. Dieselben sind in Partim vor dem 1. Juni an gewisse» Stationen der Northern Cauntiel Eisenbahn abzuliefern. Die Bahn geht von Belfast nach Londondenv und hat Zweiglinien im ganzm Nordwestm Irlands. Die Annonze trägt die Unterschrift„Der Wachsam» teits-Ausschusi". Wie die„World" erfährt, sind Maßnahmen im Gange zur Bildung einer Union- Liga in Ulster, deren Mit- fiiieber sich verpflichten, weder den Anordnungen der neuen Wschen Regierung Folge zu leisten, noch Steuern zu zahlen. Alan erwartet, daß sich die gesammte protestantische Bevölke» lung von Ulster der Liga anschließen werde. So schlimm wird me Sache ja wohl nicht werdm. Italien. Vom 12.— 13. d. Mittags kamen in Ostuni 4 Cholera« EiKankungen und 2 Todesfalle, in Oria 1 Erkrankung und i Todesfall, in Bari 20 Erkrankungen und 4 Todesfälle, in Pmedig 3 Erkrankungen und 6 Todesfälle vor. lieber die bevorstehende Wahlkampagne in Italien JJwiM man der„Franks. Ztg." auS Rom:„Ein Moment ist N vor allen anderen, dal den Ausgang der Wahlkampagne Durchaus ungewiß macht. ES muß nämlich noch die Probe auf das Exempel abgelegt werden, wie weit die Unzustiedmheit mit J« Kolonialpolitik Italiens in! Volk eingedrungen ist. Lor- b«ren hat das Land bis jetzt auS seinem abesfinischen Aden« {Wer sich nicht geholt, Niederlagen und Demütigungen, Ver- «fte an Menschenleben und Geld find die einzigen Resultate, »eiche Italien in Ost-Afrika bis jetzt eingeheimst hat. Sein Lefitz ist dort noch in keiner Weise gesichert, und wmn er eS »»«, so fehlen noch die Beweise, daß er von wirklichem Vor« MIe wäre. Dazu kommt noch dal Blutbad in Harrar, welches «as Voll aufs tiefste erregt hat, und welche! in erster Linie den ver« uen Maßregeln der Regierung aufs Kerbholz geschrieben Spanien. Die Regierung hat Verhandlungen mit den Vereinigtm ««raten behufs Abschlusses eines Handelsvertrages angeknüpft. Balkanläuder. v Der griechische Kriegsminister hat befohlen, daß die auf Marsche nach der Grenze befindlichen Truppen Halt machen auch die Rückgängigmachung der Verträge über den Sffljuf von Maulthieren in Italien angeordnet. Die griechische Sk.6 M im See-Arsenal von Salamis bleiben, die Schiffe reicht unter Dampf halten. griechisches Schiff mit Soldaten wurde nach dem rZlr«Temps" von einem englischen Kriegsschiff im Hafen "nthe zurückgewiesen. wu Lloyddampfer„Puno" ging aus Trieft am 10. d. M. einem RemontentranSport nach dem PiräuS ab. Dagegen 5% mitte» tele graphischer Ordre der griechischen Regierung Ä,"ieser Tage abzusendender bedeutender Waffen« und Mu- duionstransport eingestellt. Amerika. _ Das Haupt der„Ritter der Arbeit" Powderly hat eine Memeine Versammlung der„Ritter" auf den 25. Mai nach �evelant), Ohio, einberufen. In seinem diesbezüglichen Rund» Meiden verurtheilt er die Anwendung von Dynamit, daS vuw??en und unzeitgemäße Streiken und ermahnt schließlich law i.&kit und Vmficht. Die Auslaffungen Powderly'S varir!« � großen Werth, da seine Leute ihm nicht mehr feindkill.. herrscht überall Ruhe, da die Streckenden ihre �e Haltung aufgegeben haben. In Chikago haben die �'Bediensteten am 10. d. M. ihre Thätigkeit wieder !tsenb> °ufl .—»'•vir i*v ivr» uui v•• Es befinden sich dort etwa 50 Anarchisten hinter Riegel und sehen dem Prozeß für ihre jüngsten ftübri! 1 1 entgegen. Die noch auf freiem Fuße befindlichen beschloffen, den Namen ihrer„Arbeiterzeitung" di.'U�»zeitung" umzuwandeln. In Cincinnati verzichteten Neu- lK./?? auf die Abhaltung von Meetings. Der einzige das m, ist der von 700 Zuschneidern in Philadelphia, die Bezahiu"-�" na� achtstündiger Arbeits bei zehnstündiger Lk��ung stellen, was abgelehnt wurde. Die Baltimore und »-„-„.�tsenbahn hat die Forderungen ihrer Angestellten, auf bei Zahlung einer neun« 6a.»?'** Genoffm von Johann Most, der Schriftsetzer Adolf i�enl und der Mübelschreiner Richard Braunschweig, wurden ein!, m"? tetzten April verhastet, weil sie angellagt find, an ,u n Versammlung thellgenommen zu haben, um den Frieden hL/toeen. AlS ein Geheimpolizist bei Schenk vorsprach, war rJ" auf das Aeußerste überrascht und erwiderte auf die Auf» �Wng des DetektiveS, ihn zu dem Jnspellor zu begleiten: j,' taihrend er sprach, zu IettchenS Tisch getrete» war und .j* ihre Arbeit erblickte,„de» Kranz hast Du ja erst jssler» Abend angefangen, als ich zu Bette ging, Mädel, j�ium Henker, Du hast doch nicht die ganze Nacht daran »Lieber Kleber Onkel," sagt« Henriette bittend, ,se, nicht ?°se.. aber— die Zeit drängte so— bis zu dem Ball, jj* w der nächste» Woche sei« soll, ist noch so viel be« «Und wie Du ausstehst, bleich und angegriffen: das aicht lei�' baS g-ht wahrhastig nicht, das darf rch di« habe fie auch gebeten, zu Bett zu gehen," sagte .aber der Trotzkopf wollte nicht" «an."rn* ber Ball erst vorüber ist, schlafe tch dafür eine k?�* Woche," lächelte Henriette:.denke nur, Onkel, was m Husches Geld ich dabei verdiene." z»>�feffer antwortete nichts. Er stand am Fenster» blies j. fie hinaus und klopfte dabei mit der Fußspitze den %%%*% schon hier?« VI -«■.-7„— weißt Du dm» nicht, daß Deine Nu'ß* Wer soll hier gewesm sei«?' �h'end."' �raf," sagte die Dame, die Thür hinter sich �raf— bei Dir rappelt's wohl s Was für ein . Z''/' w? 2hr'«ch g« nichts?" �wmte'mW hbr' einmal mst Deinem Schnack auf." '«WUZ . zabe jetzt keine Zeck, werde aber später vorstrechm." Mck fieser Antwort nicht einverstanden, bemerke der Polizeibeamte: „Sie müssen unter allen Umständen mck mir kommm, denn ich habe dm Befehl, Sie todt oder lebendig nach dem Polizei Hauptquartier zu dringen und, bei Gott, ich werde diesen Be- fehl ausführen. Machen Sie deshalb keinen Unfinn und kommen Sie ruhig mck." Diel imponirte Schenk offenbar, denn er erhob weiter keinen Einwand und ließ fich ruhig fort« führen. Während noch Jnspellor Byrnes mit ihm ein vor- läufiges Verhör anstellte, wurde sein Genosse Braunschweig von einem anderen Geheimpolizisten eingebracht. Als der Be- amte bei diesem vorsprach, berief Braunschweig fich auf seine Rechte all Bürger einer Republik und verlangte, die Legitimatton de! DetelliveS zu sehen. Dieser ließ fich jedoch auf keine langen Auseinandersetzungm ein, sondern wies einfach auf seinen Knüppel und seine Pistolentasche und bemerkte:„DleS ist meine Legitimation und dieselbe verdient Anerkennung." Braunschweig fügte fich solchm nicht mißzuverstehmden Argu- menten. Most selbst ließ fich, wie die„New-Norkcr Staat!« Zeitung" mittheill, bereck! seit längerer Zeit auf seinem Bureau nicht mehr sehen. Aus dem Bureau find alle früher darin befindlich gewesenen aufreizenden Plakate»c. sorgsam entfernt worden, nur eines mit der Aufschrift:„Arbeiter aller Länder, vereinigt Euch!" mit auf blutrothem Grunde darunter stehendem Worte:„Freiheit" ist dort noch zu sehen. Gerichts-Zeiwng. Wege« eines grobe« U«f«gS eigener Art wurde gestern der Armenkommisstons. Vorsteher Maurermeister Plettig von der 96.«btheilung hiesigen Schöffengerichts zu 5 Mark event. 1 Tag Hast verurtheilt. In einer Erbschaftssache, an welcher die Armmkommisfion betheiligt war, hatte der Ange- klagte das Fortschaffen eines SpindeS untersagt und, als die Bethecktgten der verstorbenen Almosenewvfängerin dieses Spind auf einem Hunvewagen fortfuhrm, das Odjell vom Wagen auf die Straße geworfen. Da hierdurch ein Auflauf veranlaßt wurde, erblickte daS Gericht in dieser Handlung einen groben "�lie Bemerkung eine« Angeklagten, daß die ver« nommmen Zeugen einen Meineid geleistet haben, ist, wenn fie im Verhandlungstermin gleich nach deren Vernehmung erfolgte, innerhalb der Grenzen der berechtigten Vertheidigung gelegen und daher straflos. So judizirte gestern die 88. Abteilung des hiesigen Schöffengerichts in der Strafsache gegen die ver« ehelichte Emilie Feind. Der Gerichtshof sprach die wegen der oben wiedergegebenen Beschuldigung zweier Zeugen in einem früheren Verfahren Angeklagte frei, weil ihr der Schutz deS§ 193 St. G. B. zur Seite stehe und weder au! der gebrauchten Form, noch auS den Umständen die Abficht, zu beleidigen, zu folgern sei. Reichsgerichts- Entscheidung.(Nachdruck verboten.) Leipzig, 13. Mai.(Vom Verluste deS Sehvermögen!.) Der Handarbeiter Christian Gottlied Meyer in Depenbruck hatte gelegentlich eines Streites einen Schneider mittelst eine! Beiles verartig am Kopfe verletzt, daß dieser da! Sehvermögen auf dem einen Auge insoweit einbüßte, daß er nur noch auf etwa einen Fuß Entfernung mit demselben etwa! sehen kann. In der gegen Meyer abgehaltenen Verhandlung der zuständigen Strafkammer beantragte der Staatsanwalt Bestrafung nach § 224(der vom Verlust deS Sehvermögen! u. s. w. handelt), aber das Gericht erkannte den Angeklagten nur de! Vergehens gegen§ 223a(Körperverletzung mittel! gefährlichen Werkzeuges) für schuldig und verurtheilte ihn zu 1 Jahre Gefängniß. In den UrtheilSgründen wurde auf da! Uttheil der Sachverständigen hingewiesen, nach welchem eine vollständige Er« blindung in wiffenschaftlichem Sinne nicht völlige. Hier- gegen hatte der Staatsanwalt Revision eingelegt und dazu bemerkt, dem Geschädigten nütze e! gar nichts, wenn er „wissenschaftlich nicht erblindet" sei, thatsachlich könne er aber da! Auge gar nicht mehr gebrauchen, und eS müsse daher der Thäter nach den härtere« Bestimmungen deS§ 224 destraft werden. Der Reichsanwalt beanttagte jedoch vor dem IV. Strafsenate deS Reichsgericht! die Verwerfung der Revision. Am 15. Januar 1884 habe der Ii. Strafsenat ausgeführt, daß unter Verlust de! Sehvermögen! die vollständige Aufhebung der Sehsähigkeit zu verstehen sei und daß daran! weiter zu folgem sei, es müffe nachgewiesen werden, daß der Geschädigte über« Haupt außer Stande sei, das Auge als Organ zur Wahrnel mung äußerer Gegenstände zu denutzen. Der Verlust deS Sei vermögen! sei dann vorhanden, wenn überhaupt nichts mel. wahrgenommen werden kann. Diese RechtSanstcht, sagte der Reichsanwalt, sei eine durchaus richtige, denn man könnte sonst nie die Grenze finden, wo die Sehfähigkeit aufhört und an« fängt. Der Senat erkannte dem Antrage gemäß auf Verwerfung der staatSanwaltschastlichen Revision. Leipzig, 13. Mai.(Oeffentlichkeit.) Der Kaufmann Adolf Hahn in Mannheim war vom dortigen Landgerichte am 8. Mär, wegen Verbrechen! gegen§ 176, 3 zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt worden und rügte in der RevistonSinstanz u. A., daß der Beschluß über Ausschließung der Oeffentlichkeit wer bei Dir gewesen ist," rief Pfeffer—„vielleicht der Friseur mit einer neuen Penücke?". „Grobian I Ein Graf war bei mir, ei» wirklicher, lebendiger Graf mck Orden—«ein, Orden hat er nicht gehabt, da! ist wahr; merkwürdig eigentlich, daß ein Graf bloS so, ohne Orden herumgehe» kann wie andere Menschen." „Ob da! Frauenzimmer nicht eme« Sparren hat wie ew Hebebaum," knurrte ihr Bruder—.und was wollte er?" ließe. „Da! räthst Du nicht, und wen» ich Dir ew Jahr Zeck „Er wollte Dich wahrscheinlich bitte», auf der Bühne nicht so zu schreien, weil er eine ProszenmmS-Loge hat." „Du bist unausstehlich heute." „Aber so sag' uns doch nur, wa« er wollt«, Tante, rathen könne« wir'S ja doch im Lebe« nicht," bat Hen- (Fortsetzung folgt.) An» Kunst«ud Zebe«. Im LouisenstSdtische« Theater finden w Folge de! kolossalen Andränge! zum„Lachenden D�schland" noch zwei Wiederholungen statt, so daß die erste Aufführung von WUham Köhne'S„Künstlerleben" erst zum Montag, den 17. d. M., an« Hutten Sonnabend hatte« die ,«m Märkische« iar ää sä ÄÄt» genten Herrn Aug. Röhr ein Konzert veranstacket, welches sehr zahlreich besucht war. Die Vereine sangen folgende Gesammt« chöre:„DaS ist der Tag de! Herrn" von Kreutzer,„Zwie« gesang" von Jüngst.„Der Wald" von Röhr,„Das Her, am Rhein" von Ed. Schultz, und errangen durch reine Intonation, ÄtfÄÄÄXÄlÄS: «WÄSSÄ".»« vom Gerichte in öffentlicher statt in nichtöffentlicher Verhand« lung geführt worden sei. Das Reichsgericht(l. Strafsenat) verwarf die Beschwerde am 13. Mai, da auf einer zu weit aus» gedehnten Oeffentlichkeit das Urtheil nicht beruhe. Wie«, 12. Mai.(Ein Sozialisten-Prozeß vor dem KaffattonShofe.) Die in MonasterzySka(Galizien) anfäsfige Schneiderin Anna Pawlck und deren Bruder Michael Pawlik, welche mehrmals in sozialistische Prozesse verwickell waren, er« freuten fich seither der besonderen Aufmerksamkeit de! Gendarmeriekommando! in MonasterzySka. AlS nun der in der Fremde weilende Michael Pawlik seinerzeit zum Besuche seiner Familienangehörigen nach MonasterzySka kam, wurde er alS Landstreicher behandelt und verhattet. Zugleich wurde bei seiner Schwester Anna Pawlik eine Hausdurchsuchung vorge- nommen, bei welchem Anlaffe diese den amtshandelnden Gendarmen gegenüber geäußert haben soll, ihr Streben sei, die Gleichhett des Vermögen! für Alle und die Vettheilung de! Vermögen! der Reichen unter die Armen herbeizuführen. Die StaatSanwallschaft in Kolomea erhob nunmehr gegen beide Geschwister die Anklage wegen Störung der öffentlichm Ruhe. Bei der hierüber beim Kreisgerichte in Kolomea durch« geführten Hauptverhandlung wurde Michael Pawlik gänzlich freigesprochen, Anna Pawlck auf Grund der er- wähnten Aeußerung nur de! Vergehens nach§ 305 de! Strafgesetze! schuldig erkannt und zu einem Monate Arrest! verurtheilt. Anna Pawlck meldete gegen dieses Erkenntniß die NichtigkeckS-Beschwerde an, über welche heute die Verhandlung bei dem k. k. KaffatwnShofe durchgeführt wurde. Der Ver« theidiger Dr. Kornfeld machte geltend, daß die inkriminirte Aeußerung der Angeklagten nicht gegen die Institution de! Eigenthum! gerichtet sei und daß fie insbesondere keine Herab« Würdigung de! EigenthumSbegriffes enthalte. DaS Streben nach einer gleichmäßigen Vettheilung des Vermögen! sei so alt wie die Weltgeschichte und finde heute seinen Ausdruck nicht allein in den sozialistischen Agitationen, sondern ebenso in wiffenschastlichen Werken, in der Gesetzgebung und Verwaltung des modernen Staates. Eine Aeußerung über diese Frage ser wohl auch der Schneidermamsell von MonasterzySka gestattet, schon mit Rückficht darauf, daß in derselben eine Aufforderung zu einer gewaltsamen Enteignung der Befitzenden nicht zum Ausdruck gelange. Der General-Advokat, Hoftath v. Simono« vicz, schloß fich diesen Ausführungen mit der weckeraehenden Begründung an, daß, wenn auch die Angeklagte eine solche ge» waltsame Enteignung im Auge gehabt hätte, diese unauSge« sprochene Abficht nach§ 11 St. G. nicht strafbar sei. Der KaffattonShof hob das erstrichterliche Urtheil auf und sprach die Angeklagte Anna Pawlik frei. soziales««d Arveitervemegnug« Zur Uufallverstcherung. Ein Rundschreiben des Reichs« VerstcherungSamte! beschäftigte fich neulich mck dem Erlaß von Unfallverhütung! Vorschriften. ES heißt darin u. a.: „Der Zeitpunkt scheint gekommen, wo daS R.-V.-A., insbeson- dere angesichts der für die Monate Mai und Juni in Ausfielt genommenen Genoffenschast!- Versammlungen, die Berufsge« noffenschasts- Vorstände anregen darf, nunmehr einer weiteren ihnen zugewiesenen Aufgabe näher zu treten: der Thätigkeit auf dem Gebiete der Unfallverhütung. Gerade hier find die BerufSgenoffenschafien, zufolge ihrer Zusammensetzung aus gleichen oder doch im Wesentlichen nahe verwandten Be« trieben und bei dem durch das Gesetz vorgesehenen Zusammen» wirken von Arbeckgebern und Arbeitnehmern, berufen und be« fähigt, Aufgaben zu lösen, welche der staatlichen Verwaltung besondere, kaum zu überwindende Schwierigkeiten geboten haben.— Die Unfallsverhütungsvorschriften, zu deren Erlaß die einzelnen BerufSgenoffenschasten befugt find. zerfallen in zwei Hauptgruppen: 1) in solche Vorschriften, welche die Be« triebSunternehmer binden; 2) in solche, welche die Verstcherten zur Beobachtung gewisser Vorsichtsmaßregeln verpflichten." Nach einer Aufzählung der hierher gehörigen Schutzvorrichtun« gen an Fahrstühlen. Transmissionen, Zahnrädern u. s. f., ferner von Schutzbrillen, Ventilationsanstalten tc. fährt der Erlaß fort:„Bei vorstchtiger Beschränkung auf daS hiernach Uner« läßliche, bei Förderung nur durchaus geeigneter Schutzmaß- nahmen wird den GenoffenschastS- und SellionSvorständen daS für diesen wichtigsten Theil ihrer Thätigkeit ganz besonder! nothwendige Vertrauen und die Unterstützung der Berufs« genossen nicht fehlen. Daß e« nicht erforderlich ist, sofott für alle zur Berufsgenossenschaft gehörenden Industriezweige und Betriebsatten auf ein Mal Unfallverhütungsoorschriften zu er« lassen, sondern daß hier ein schttttweiseS Vorgehen durch daS Gesetz ausdrücklich gestattet ist, wird den Vorstanden nicht ent» gangen sein.— Bei dieser Gelegenheit nimmt daS R.-V.-A. au! Anfragen Anlaß, darauf hinzuweisen, daß dem Gesetz nicht genügt wird, wenn eine schriftliche Aeußerung der Ar» oeitervertreter über die zu erlassenden UnfalloerhütungS» vorschttsten eingeholt wird. Die im§ 79 deS Unfallverstche« rungSgesetzes geregelte Berathung mck Beschlußfassung der Ge« nossenschaftS- oder SektionSvorstände hat in mündlicher Verhandlung bei persönlicher Anwesenheit Erfolg. Besonders gelungene Leistungen lieferten die Herren Lorgte, KlauSnitz, Braunack, Badewiy und Schenk. Die Hauptpattie„Margarethe vom Rheine" sang Frl. Schubert, welche über einen hohen Sopran verfügt, recht geschmackvoll. Die Ehöre waren gut gewählt und klangen vottrefflich. Die Begleitung lag in den bewähtten Händen deS Mufikdirckiors Wunderlich. Das benutzte Ptanino klang fürchterlich, e! war eine Draht- Kommode in deS Wottes schlimmster Bedeutung. Wir haben die Sänger, den Begleiter und die vom fitzenden Zuhörer von Herzen bedauert— Herrn Röhr gebührt für die vorzügliche Jnszenirung der Operette der wärmste Dank. Et« Akt vo« erschreckender Gefühllofigkeit wird aus der Gegend von Oberholladrunn(Oesterreich) mitgetheilt. Ein Brunnen in Wolfsbmnn war eingestürzt und ein darin ar« deckender Maurergeselle verschüttet. DaS Unglück passttte gegen Mittag und erst gegen 4 Uhr Nachmittags machte man fich daran, den Verschüttetm wieder auSzugrabm. Andem Tage! früh 9 Uhr konnte man dessen Hilferufe hören, allein statt nun >" araben, fetzte man fich nun zum Frühstück, ließ fich spater auch daS Mittagessen wohl schmecken und drang erst nach beendeter Vespermahlzeit zu dem Ver« unglückten, der mittlerweile— erstickt war. St» furchtbarer Sturm u«d Wolkenbruch wüthete am Dienstag in Kansa! Ccky. Missoutt. Ein Theil de! GettchtS- gebaude! wurde vom Orkan zerstött, ein SchulhauS theilweise umgeweht und viele Kinder wurden unter dm Trümmem be« graben, einige wurden getödtet, andere lebensgefährlich verletzt. Die Drahtseilbrücke über den Miffourifluß wurde vollständig itniffm. Im Ganzen büßten zwanzig Personen, einschließlich elf Schulkindern, in der StM ihr Leben ein. »o« Verfolgungswahn befalle«. Hamburg, 12. Mai. In einer Witthschaft in der Stiftstraße fiel gestern Abmd ein Malergeselle durch sein sonderbares Benehmen so sehr auf, daß der Wtrth e! für da! Beste hiett, ihn durch gütliches Zureden zu bewegen, fich fortzubewegen. Dadurch wurde der Mann aber erst recht aufgeregt und zog plötzlich einen scharf geladenen Revolver hervor, mit welchem er Wirth und Gäste ernstlich be« drohte. Nur mit Mühe konnte man dem Rasendm die Waffe entreißen und ihn zum BezirkSbureau bringen. Dort stellte fich heraus, daß der Bedauemswerthe von Verfolgungswahn be« fallen war, da er fich einbildete, er solle hingenchlet werden, weil er einen KriegSplan gegen China verrathen habe. Man war daher gmöthtgt, ihn vorläufig im Kurhause unter, u« dringen. Und zwar gnb der Arbeitervertreter zu erfolgen. die letzter«» nur dort, wo eine Genoffenschaft nicht in Sei nen etngetheitt ist, feiten» der Genoffenschastsvorstände zur Berathung und Beschlufffaffuna hinzuzuziehen. Ist die Ge> noffenschaft in Sektionen eingetheilt, so Hot die Zuziehung der »rbeitervertrcter seftionsweise durch die einzelnen SetttonDvor- stände zu erfolgen. Zur Berathung find stet» sämmtliche Ar- beftervertreter der Settion, für welche die Vorschriften Giltig- keit haben sollen, einzuladen. Au» dem Protokoll muß die Abstimmung der Arbeitervertreter erfichtlich sein. Die vielbesprochene Konvention den Eisen bahuwerke Oberschlesten» ist nicht zu Stande gekommen.„Behüt Dich Gott, es war' so schön gewesen"— mit diesem Verl leitet das Hauptorgan des oberschlcfischen Montandistrifti diese Mitthei« lung ein. Das Blatt hält den Abschluß einer solchen Konvention überhaupt nicht für möglich, da die Werke, welche große Aufwendungen gemacht haben, um vielund billig produz iren zu können, nicht darauf verzichten wollen, au» ihren Anlagen Vortheil zu ziehen.— Da haben wir'». Der Gemeinstnn ist in der Gesellschaft nicht einmal in so ge« ringem Maße vorhanden, einer gemeinsamen Gefahr auch ge« m einsam die Spitze zu bieten, hier der Uederproduktion einen Damm entgegenzusetzen. Der EgoiSmu», da» freie Spiel der Konkmrenz hat eine völlig anarchische Produktion ge« schaffen zum Schaden der ganzen Gesellschaft. Wen« nun die einzelnen Glieder der Gesellschaft dieser allgemeinen Gefahr nicht genügenden Widerstand leisten können, so ist e» Pflicht de» Staates, einzutteten. Durch die Thättgkeit Sinzeiner werden ja nicht nur fie selbst geschädigt, sondern in weit höherem Maße noch andere Staatsbürger, die Arbetter. Wenn die Manchestrier das Eingreifen deS Staate» in die wirthschaft» Die Lage der Spitzenklöpplerinnen im sächfischen Erzgebirge, die schon vor 30 Jahren von der bekannten Dichterin Louise Otto so ergreifend geschildert worden ist, wird immer schlechter, die Roth immer größer. Der Wochenlohn beträgt im Durchschnitt nach Berichten von der Regierung nahe» stehenden Organen noch nicht zwei Mark. Die Kartoffeln find theuer und schlecht und man fleht schon den HungeityphuS als drohende» Gespenst in nicht allzugroßer Ferne. Od die Re- gierung hier bald einschrettet, um diese vtelheimgesuchte arme Gegend etwaS zu schützen, ist noch nicht erwogen, obgleich dahin zielende Vorschläge in der Preffe laut aewordm find.„Seht Ihr fie fitzen am Klöppelkiffen, Die Wangen bleich und die Augen roth! Sie mühen stch ab für einen Bissen, Für einen itffen schwarzes Brod!" lichen Zustände für ein Unrecht erklären, dann müssen fie auch '.....~""" absch« in erster Linie den wirthschattlichen Anarchismus abschaffen, der viel mehr Unheil in die Welt gebracht hat und immer noch bringt, als die sogenannten„Anarchisten", welche mit Revolvern und Bomben spielen, aber recht bald unschädlich gemacht wer« den. Der wirthschaftliche Anarchismus, da» ist der Drache, der unendlich viel Menschenglück verschlingt, und nur allein die StaatSidee kann der Ritter St. Georg sein, der die» Ungethüm erschlägt. Arbetttlostgkeit. Der Landrath de» der Stadt Königs« berg i. Pr. benachbarten Kreises Fischhausen erläßt folgende " ze Lage deS Berk« rg i. Pr. benachbarten Bekanntmachung:„Die «läßt � deS Verkehr», Handels und der gewerblichen Verhältnisse in Königsberg hat einen zeitweisen Mangel an ArbeitSgelegenhett für ein Klaffen n zeitwetsen Mangel an«rbetlSgelegenherl für einzelne der dortigen Arbeiterbevölkerung zur Folge gehabt. l e» gelungen ist, dem augenblicklichen ArbeitSmangel Wiewohl iU abzuhelfen, so liegt doch die Befürchtung nahe, daß bei einer Fortdauer ungünstiger Verhättniffe einem etwa steigenden An« geböte von ArbettSträsten nicht die ausreichende Gelegenheit zur Beschäftigung gewährt werden kann. Ich mache daher darauf aufmerksam, daß der Zuzug von Beschäftigung suchenden Tage- arbeitern nach Königsberg gegenwärtig dringend zu wiverrathen ist, da dortselbst auf eine fichere Arbeitsgelegenheit zur Zeit nicht gerechnet werden kann." Freihändlerische Blätter schieden diesen Nothstand lediglich auf die Schutzzollpolitik, unsere Leser wissen, daß die Ursachen tiefer liegen, wenn der Schutzzoll auch den Schaden um etwas vermehrt haben mag. den, da es dem Unternehmer gelungen ist, Maurer auS dem EichSfelde kommen zu lassen. Die Arbeiter auS jener Gegend stehen den übrigen mitteldeutschen Arbettern an Bildung und Bedürfnissen um ein halbes Jahrhundert nach. Die Zimmergesellen zu Darmstadt haben am 10. d. M. gnclS Erzielung einer Lohnerhöhung die Arbeit niedergelegt. Bauthätigkeit wird r ._ urch bedeutend gestört. k. Partieller Streik.. Durch LohndUerenzen gezwungen, haben die Bimser in der Hutfabrik von Schimming, Pappel« Allee 3/4, die Arbeit niedergelegt. An alle Kollegen ergeht die dringende Aufforderung, Zuzug strengsten» fernzuhalten. Alles Nähere wird in der am Montag, den 17. Mai, Abend» 8 Uhr, bei Siemund, Linienstr. 8, tagenden Versammlung bekannt gemacht werden. Zahlreiches Erscheinen ist erforderlich. Mereine«nd Uersammlnngen. ttt«. Eine öffentliche Tapezirergehtlfen-Versammlung fand am Dienstag Abend im Louisenstävtischen Konzerthause unter Vorfitz de» Herrn Sander statt. Auf der Tagesordnung stand:„1. Organisationsverbefferungen. 2. Die Auflösung der Lohnkommisfion und Uederweisung deS Generalfond» für durch Streiks»c. unverschuldet arbeitslose Kollegen an den„Verein zur Wahrung der Interessen der Berliner Tapezirer." Nach einem Referate de» Vorfitzenden und darauffolgender, sehr zu erhalten, welche da» Sechsfache der Einzahlungen«prlf» tirt. d) Mitglieder de» Verein» erhallen auS dieser# während der Saisonperioden, also in den Monaten_ April und August, September und Ollober eine wöchentl» Unterstützung von 10 Mark, wenn fie wegen Eintreten» p Lohnaufbesserung oder Abschaffung von programmwidrigen%' beit»bedingungen„gemaßregelt", v. h. entlassen worden find � die Sachlage nach erfolgter Prüfung richtig befunden wm» 4. Erklärt es die heutige Generalversammlung al» EbrenW jedes in Berlin beschäftigten Tapezirergehilfen, Mitglied � „Verein» zur Wahrung der Interessen der Berliner Tap-ziw zu werden. 5. Geschenke und Einzahlungen zu diesem 9# ohne Uebernahme von Verbindlichkeiten werden angenomw» Unter anderm wurde auch vom Vorfitzenden aufgefordert, die etwa noch ausstehenden Gelder vom Markenverkauf M »igst und spätestens di» zum 1. k.M. abgeliefert werden sowie daß der oben genannte Verein in nächster Zeit einen i meinsamen AuSflug unternehmen und denselben diS nach dam ausdehnen werde, woselbst man mit den dortigen KoW zusammenzutreffen gedenke. * Der Jntereflenverein der Kisten- rntd Koffer««� Berlin», hielt am 10. Mai eine Mitglieder Versammlung g in welcher der Stadtv. Herr Görcki einen Vortrag übwJJ Arbellerbewegung hielt. Zunächst drückte der Referent p Freude darüber au?» daß fich der Verein seit seiner BeM dung immer mehr emporgeschwungen habe.— Referent& dann auf die Arbeiterstreik» zu spiechen. Er sei Gegners Streik», hauptsächlich partieller, da hierdurch 9% nehmer sowohl wie Ardeitgeber fich gegensellig ideiier zu diesem Mittel 0k animirter DiSkusfion, erhob die Versammlung nahezu einstimmig folgende Resolution zum Beschluß:„Die heutige Generalver« sammlung der Tapezirergehilfen beschließt: 1. Da» Institut der Lohnkommisfion, sowie der Verkauf von Marken find auf- gehoben. 2. Die vorhandenen und noch ausstehenden Fonds der Lohnkommisfion, sowohl au» dem Verkauf von Marken al» auch au» denZeichnungen auf Listen herrührend, werden Eigen- thum deS Verein» zurWahrung derJntenffen derTapezirerBerltnS. 3. Dieser Verein übernimmt bei Annahme diese» Fonds die Ve-pflichtung, denselben getrennt zu verwalten und nach folgen« den Grundsätzen zu folgenden Zwecken zu verwerthm: a) Mitglieder deS Vereins haben dai Recht, be,""~"""" .------ bezw. die kollegialische, moralische Pflicht, zu diesem Fond« wöchentlich mindestens 10 Pf. zu steuern, wodurch fie nach 52 hintereinander erfolgten wöchentlichen Einzahlungen dl« Berechtigung erlangen, bei un- verschuldeter»rbeiislofigkeit eine Unterstützung zu fordern und Sollten aber dennoch die Aiieiier zu diesem Mittel b-™ müssen, falls ihnen kein anderes zu Gebote steht, so e«wr er lRedner) den Generalstreik. Redner besprach ferner k«-: laß des Herrn Ministers deS Innern und der großen bei Frister und Roßmann. An der darauf folgenden DiiW? betheiligten fich mehrere Redner im Sinne des Refenp, — Hierauf wurden mehrere Werkstätten einer scharfen% unterzogen, wegen zu langer Arbeitszeit und geringem � dienst der dort beschäftigten Arbeiter. Ein Streik sei ats diesen Werkstellen nicht möglich, so wurde angeführt, de% meistens indifferente Kollegen arbeiten. Hierauf wurden� die streikenden Stellmacher 40 M. au» der Kasse b�rl und bekannt gemacht, daß am Sonntag, den 16. Me> � Herrenpartie zu Fuß stattfindet. Treffpunll Morgen»° Frankfurter Linden- und Memelerstraßen-Ecke. Am >. S ch d Das %. 0. Ar 1884 NU Z'dk Att. Ii,) * Fachverei« der Ltthographiesteiuschletfer. MÄ -~ mdS 8V. Uhr, bei Seefeld, Grenadi-s? den 17. d. M., Abends Nr. 33, Generalversammlung. Tm Bericht über den Herrenabend. Statutenau» el über Zweck und Ziel deS Vereins, die Entwickelung und wie verhalten fich die Kollegen dazu. Referent W � Schleifer. Korreferent Herr Sillier, Steindrucker. W kommen.„ Vereinigung der deutsche« Schmiede(MllflljjS Berlin). Sonnabend, den 15 Mai, AbendS 8 Uhr. AssL" lung in Gratweil'S Bierhallen, Kommandantenfiraße (oberer Saal). Tagesordnung: Vortrag deS Herrn C®« über„Uebervölteruna". 2. Innere Angelegenheiten.* schiedenes. Zahlreiches Erscheinen sehr erwünscht. »Mmei «df. Ell R i kwmal di K 1 m & Ivvalidenstraße 159, nahe der vrnnuenstratze, tt«a h Gustav Sabor Invalidenstraße 159, nahe der vrnnnenstraße, s�n reichdaltige��� ga��rr und Strohhüte von SS Pf. an.»«abeutzSte. garnirt, von 40 Pf. an,$4#� I «ger__________■___________ von 10 Pf. an, Corfetts. hochschnürend, von 75 Pf. an, Aaudfch««,» in großer ÄuSwahl� fttzr billiö.' Tülle und Spitzen, sämmtl. Artikel zum«arniren der Hüte, als wie: Klnme«, Feder«. Länder. Kämmet und Atlasse in gr-Karttgster Auswastl zu außerordentlich biMge« preisen. Tranerhüte in grö fiter Anvmahl. Herren- A rtlkel, al«: Oberhemden, Chemisetts, Krag«n, Manchetten, Shlipse ,c. dilligst. Modistinnen und Wiederverkäufer erhalten Kadatt. [1610 Theater. Sonnabend, den 15. Mai. Opernhan». Die Meisterfinger von Nürnberg. Echanspielhau». Der Winkelschreiber. Vor- her: Am Clavier. Deutsche» Theater. Don Carlos. ve a-Alliauee-Theater. Namenlos. VWeüd-Zheater. Die Loreliq. Ar ie srich-WUHelmstädtts che» Theater. Der W �ihalla�Theater. Da» Eckende Berlin. Heitere» au» der Berliner Theatergeschichtc wli Gesang und Tanz in einem Vorspiele und 3 Akten von Jakobson und Willen. K<» ral-Theater. Der Stab»- Trompeter. Vit�rta« Theater. Amor. Tanz. Poem von Luigi Manzotti. Louisenstädttsche» Theater. Da» lachende Deutschland. Kausmau«'» Variete. Große Spezialitäten« Tlorstellung.___ tSr sage 1 Tr. 9 3».- 10». aiser-Panorama. In dieser Woche: Neu! Z. erste« Male: Ulgter. Illgter. Eine Wanderung durch da» Riesengedtrge. ha«Reise. Earolinen�. Inseln. Eine eise 20 Pf. Kinder nur 10 Pf. TiMtN und Lotterie. H. Meyer, Gewinnlisten liegen au».[1681 Sc »hra-blmill c har no w9 besteht seit zwanzig Jahren. Lertw 8., vranienstr. 158,«che Moritzpt., empfiehlt unt. 3t zu allerbilligsten Silb.Zylinder-Uhren 15,18,_, 24M.: filb. Zylinder. Uhrenmtt Garantie ireisen: " 1,20, Remontoir- Aufzug 24— 30M.; filb. Anker-Uhren m. Rem ontoirl »SÄ« I �UUI(UUV»VII wvr w,—'— f Mark; gold. Damenuhren mll Remontoir. Aufzug 36, 40, 45, 50-150 M.; gold.Herren.Re. — montoir-Uhren von 50 M. an; Regulator- Ubren zu Fabrikpreisen, 8 u. 14 Tage ÄM2. 15, 18. 24, 30-75 At. Pariser Sd-o. zu orn muwt". Zylinderuhr reinigen 1�50 Marl. Neue Feder 1,50 Mark. Reparaturen nach Uebereinkunft. [1146 Ortskrankenkasse des Zimmerergelverbes. Generalversammlung Sonntag, den 28. d. M.. Vo-mittag» 10 Uhr, im Lokale Lintenftraße 8 bei Stemund. Tagesordnung: Verfügung des Herm Ober.Präfidenten, be- treffend die Krankenkaffen-Beiträge. Die Vertreter der Kaffe werden hier» durch eingeladen. Der Vorstand der Ort»kra«kenkasse d. Ztmmerergewerbe». Carl Ploetz, Vorsttzender-[1642 Oeffentliche Versammlung fimmtlicher Stuhtolbeitcr und Kerufsgenossen[1644 am Montag, den 17. Mai. AbendS 8 Uhr, in»n«»' Salon. Große Franffurterstraße 87. T.'O.: 1. Der Kongreß der deutschen Ma __________________________ jonu» fallmarbeiter in Gera. 2. DaS Vorgehen der Lohnkommisfion der verein. JnnungSvorstände. Arb.-Bez.-Verein der Orauien- bumer Vorstadt u. d. Wedding. Montag, den 17. Mai, AbendS 8 Uhr: Versammlung in Kleine» Kalo«, Gerichtsstraße Nr. 10. Tagesordnung: 1. Vortrag d«S Etadtsero.dneten Henn F r i tz G ö r ck i über:„Die neueste Verfügung de» Ministers von Puttkamer. 2. DiSkusfion. 8. Verschiedenes. 4. Fraaekasten. Gäste willkommen. Neue Mitglieder wer« den ausgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht[1652] Der Vorstand. Am Mittwoch(vnß.«. Bettag) Räch« mittag 2 Uhr findet ein Ausflug mit KamM« tt. Näherei Dienstag». Nummer. statt Fachverein d. Böttcher. Montag, den 17. Mai,»dendt 8'/, Uhr: Versammlung[leso btt Keife, ��tenbergerfiraße Nr. 21. T.-O.: 1. Die Arbeitseinstellung in, bürg und Itzehoe. 2. Verschiedenes. Die alicder werden ersucht, recht pünttl. zu erscheinen. Neue Mttglieder werden aufg. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung der Maler Berlins Sonntag, den 16. Mai, Vormittags 9 Uhr, in«ratwell» Kierhallen, Kommandantenstr. Tagesordnung: 1. DaS Vorgehen der neu- gewählten Lohnkommisfion und Stellungnahme der Maler Berlins zu derselben. 2. Verschiedenes. 1644 Die Lohnkommission. Lackirer aller Branche« Berlins und Umgegend. vessenttich» Urrfammlung am Montag, den 17. Mai, Abends 8 Ubr, im Königstadt-Kastno, Holzmarktftr. 72. TagrSordnung: 1. Vorst, d. Hrn. Schn �„--------...... Schweitzer. 2. Abrechnung des vrovisorischen KasstrerS. 3. Wahl von 3 Revisoren. 4. Wahl einer Jnter. Kommisfion. 5. Verschiedenes.[1649 Mitalteder-Bersammlnng der Central-Kranken- und Steitekasse der Tischler (Oertliche Verwaltungsstelle Berlin«.) Sonntag, den 16. Mai, Vormittags 10 Uhr. in K-ll-r'» Fokal. Andreasstr. 21(oderer Saal). Tagesordnung: Abrechnung vom 1. Quartal 1336. 2. Velschi-dene?.- Mitgliedsbuch legtttmirt. Zahlreicher Erscheinen wild gewünscht. Aöbrl,Sxitzrlo.MrA' eigener Fabrik von«. Kerfcl�Mj* Finirnstr. 130, dicht a. d. 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Hof b Treppen. Himburg.[1641 .«-ÄrS Ich empfehle mein � von selbstgefertigten Aerre«-. Ainder-Ktirfeln zu foH»« stellungen nach Maaß, besonders fu m k und k ,W nj, im «bg. z mi keine stellungen nach Maaß, desonderSN»' sowie Reparaturen jeder Att wero. Zell prompt auSgefühtt. Anton Woyaok»?>� Korde«»rfchte«» ij« Nie vor dem veutsche« M i I- gä Ärbcit-m«� 25- 80 Nymaschwe'x > o 0>p y«» n V»'~---— 1' Htertt» i repM iser en «öchtM retenS sti >rb.r?, wuner sollte auch nicht zu thcuer sei«, denn ich war Visier RechtSpraktikant und hatte buchstäblich jeden M berechnet. Ruhe aber war doch das erste Erforderniß, e sehr empfindlich für Störungen. Während ein®> Studienzeit war ich zwei Mal wegm Kanarimvögel, eine, � wegen eine» kläffenden Mopse», ein Mal wegm %T Mähmaschine, drei Mal wegen kleiner Kinder und fünf »«, Klaviere ausgezogen. Mein jetzige» Zimmer war dt-sm Plagen frei. Dafür aber zankten meine Ni* linder« und hundeloses Ehepaar, uaauf- Jie Und wenn der Mann nicht zu Haufe war, zankte r wtt der Magd. Zch suchte also von Neuem und bei ia"8« und mühevoll.„Sehr ruhige», lichte« Zimmer ÄfSMeuber Wittwe,' las ich eine« Tage« im Mstw- Da« köante etwa« für mich sein, wenn d,e J. c», u>cht mit Hunden oder Kanarienvögel behaftet btesse meine Schritte nach der bezeichnete« Welche sand eine frmndliche, harmlose Alte, E A Ä kbobft foner Frau Hampel und zog ein. fc« pß°uf dm ruhigm Hof eine« Herr. »§TQll A___ k? ruhig hatte Recht; es war ruhig, unvergleich« fco iersW„®* weinem Nachbar hörte nicht«, von meiner � W S �ch nicht«. So still lieb H dm ganzen 4 a« und zu ganz gm» dem Geschwätz der Frau zu gestalte«. Dem Antrig Drawe, Rickirt u Gen., auch den Landkreis Danzig von den Bcfiimmungen deS Gesetzes auS- zunehmen, würden er und seine Freunde nicht zustimmen, wenn fU auch zugeben könnten, daß daselbst die Verhältnisse ganz eigmthümltcher Alt seien, insofern die Niederung alS der glö ßere Theil wesentlich deutsche Bewohner habe. Abg. v. ZakrzewSki bekämpft da« Gesetz olS eine» der Polmkampfgesetze und verwabrt fich gegen den Vorwurf groß polnischer Agitationen und Polsntfi-unaSbestredungen. Die Polmvorlagm stellten eine erhebliche Vei schärfung der im Unteriichtlwesen bisher schon versolgtm Gerwantstrung von Polen bewohnter Provinzen dar. AIS Ausnahmegesetze kmn> zeichneten fie fich schon zur Genüge, daS votliegende bedürfe für seine Zwecke sogar noch der Abänderung der Verfassung. Eltern und Kinder würden dadurch von noch größerem Wider« willen alS bisher gegen die Schule«füllt werden, deren pädagogischer Zweck auch deshalb ganz illusorisch werden müsse, well die auf Grund des vorliegenden Gesetzes ongestrllten Lehrer nicht nur nicht von den Bewohnern mit Vertrauen, sond«n mit dem finstnsten Mißtrauen, als Aufpasser und De. nunzianten, bettachtet werden würdm. Er und seine politischen Frmnde würden gegen daS Gesetz stimmen, nicht auS Furcht vor den Fortschritten der Germanifirung— deren Erfolge würden sehr gering sein—, sondern auS Schmer, darüber, daß die gute und stets brave polnisch redende Bevölkerung durch daS Gesetz moralisch n>ed«gedrückt werden solle. Die Besorg. niß vor dem Vordringen dei PolontSmvs sei gar nicht der wahre Grund, sondern die vor dem PanslaviSmuS. Dazu sollte man ab« gerade entgegengesetzte Wege einschlagen. (Beifall bei den Polen und im Zentrum.) Abg. v. Rauchhaupt befürwortet die Annahme d« Beschlüffe zweiter Lesung in der von ihm, Hobrecht und v. Zedlitz, veränderten Zusammenstellung, die lediglich redaktionell die Theile des Gesetzes stofflich ordne. Die AbänderungSan- träge würde seine Partei ablehnen. In der Spezialdiikusston wird zunächst§10« Beschlüsse zweiter Lesung(entspirchmd den§§ 1 und 3 deS Art. I de« Antrag« Hobrecht und Gen.) ohne Debatte genehmigt, ebenso § 2 der Beschlüffe zweiter Lesung(entsprechend dem Art. II dei Antrag« Hobrecht). § 6 d« Beschlüsse zweiter Lesung enthält die Bestimmung über die Ausnahme der vier Landkreise des RegierungSdezirtS Danzig auS dem Geltungsbereich des Gesetzes, zu welcher der Abg. Rickert seinen ErwetterungSantrag gestellt hat. (S. o.) Abg. Rickert: Wir würden jetzt den Anttaa nicht ein- bringen und motiviren, wenn man uns nicht daS Wort abgeschnitten und die Möglichkeit genommen hätte, denselben, nach- dem drei Redner denselben angegriffen, ausführlicher zu de- gründen. Allerding« scheinen wir einem fest geschlossenen Kom. promiffe der drei MajoritätSparUien gegenüberzustehen. an dem in keinem einzelnen Punkte geändert werden darf. Dai überhebt uns ad« nicht der Verpflich- tuna, vor dem Lande die Gründe darzulegen, wethaib wir dm Danzig« Landkreis edmso behandelt zu sehen wünschen, wie die anderen im Amendement Rauch. Haupt enthaltenen. AuS dem KommisfionSderichte erfahren wir nichts Ausführlicheres darüber, weshalb der Regierungsbezirk Danzig von der Kommisfion ausgenommen ist. In seinem mündlichen ergänzenden Bericht beschränkte fich der Bericht- erstatt« Wessel darauf, seine eigene, der Kommisfion entgegen- stehende Meinung zu betonen und schließlich sogar den An- trag Rauchhaupt zu empfehlen. Ein solche« Auftreten habm wir bei einem Refnenten wohl kaum erlebt. Auch der Herr Minister hat keinerlei Gründe gegen unseren Antrag ange- führt. Ich habe den tznren, die ihre Wahlkreise aus dem Gesetz herausgebracht haben, nicht solche Vorwürfe gemacht. wie d« ihm nahestehehende Abg. Wehr Könitz, d« dieses Vor. gehen g«adezu auf die persönlichen Einflüsse der Großgmnd- befitz-r in den Kreisen Rosenberg und Deutsch C-one zurück führte. Ab« ei ist ja selbst Mode, daß man auch dann auf die Freifinntgen losklopft, wenn die National- lib«alm die Attentäter find.(Heiterkeit.) D« Abgeordnete Döhring meinte, die Nied«ungen in seinem WaMkreise würden e» nicht verstehen, wenn man ihnen ohne Gegen. leistung, daS alte Recht der Lehr«wahl entziehen würde. Nun, find etwa die Danzig« NiederungSoerhältniffe and«t? WeS- halb fie unter ein Ausnahmegesetz stellen% Beide Kreise haben Dörf« mit gemischter Bevölkerung, in beiden ist da» Verhält- niß zwischen Katholiken und Evangelischen daffelbe. Nach der Hampel zuhörte. Man ist ja doch ei» Mensch. Die gute Frau war die Wtttwe eine« Amt»dim«S und hatte 107 Gulden 40 Kreuz« jährliche Pension. Außerdem strickte fie Sttümpfe für da« ganze Dienstpersonal einer»ahm, großen Restauration, auch für dm„Herrn" Zahlkellner. �hr einziger Sohn war dort Kellner;« besuchte seine Mutter täglich auf«in Stündchen. Vielleicht aber, weil Schani" ohnehin de» ganze» Tag umh«laufe» mußte, rührte fich d« blasse Mensch gar nicht,»en» er zu sein« Mutttt�kanu�t� � btitten 2age> nachdem ich einge- zogen, gewahrte ich i« der Küche, dem einzigen Wohngemach der Frau Hampel. ei« Bübchm von fünf bis sechs Zahrm, welche« vor dem Käfig des E-chhörnchenS stand. Mißtrauisch bettachtete ich das kleine Geschöpf. „2Bo gehört den« d« Kleine hin?" ftagte ,ch. „Er gehört dem H«r«, de« ich da nebenan im ��'"Warum habe» Sie mir da» verschwiege«, Frau Hampel? Zch sagte Ihnen doch, wo Kind« oder Hunde sind* „Aber, lieber Herr Doktor, sein'« nicht Harb. Dm Erich'rl hört man de« ganze« liebe» Tag nicht, dm armm ��D« Kleine sah allerdings ungefährlich aus: ei« v«> kümm«tes G-fichtchm, aus wässerige» blaue« Augm stumpf DOt%b";uZ)ei»' Vater'«. Erich'rl," sagte Frau Hampel. und gehorsam wie ein Automat kroch der Kleine in da» „W« beaufstchtigt da« Kind?" 6% Bat«, der Herr v. Mühlberg, i« eh immer zu Hau»"« hat kein Geschäft; die Frau häkelt Tücheln, und wm« fie nicht Arbeit auSttagt, ist fie auch rmmer da. Also eine ganze Familie wohnte da, von mir nur durch"ei«e mit einem Kastm verstellte Thür gettmnt und ich hatte in drei Tage« kaum ew rndifferente« Geräusch ge- hört kaum ein paar tonlose Worte. Da» war schon mehr amtlichen Statistik deS Regierungsrath Oelr'ih» van 1863 waren im Danzig« Landkreis 61 500 deutsche, 7300 palnische. 542 kaffubische Familienmitglieder; ab« OelrichS selbst erklärt diese Zahl d« Polen für viel zu groß. Polnisch und ka« tholisch wird eben in unser« Provinz vielfach verwechsell. Auch da« im Aufttage des KreiseS herausgegebene Brand« stäter'sche Buch kommt zu demselben Resultat. Wo find denn die bedenklichen polnischen Bestrebungen zu Tage getreten? WaS von konservativen Redn«n in Wahlversammlungen od« sonstwo behauptet wird, ist doch nicht maßgebend. Lesen Sie doch die komische Geschichte, die ein konservatives Blatt üb« meine Verbindung mit den 200 auS Danzig ausgewiesenen Polen schreibt, und über den viel besprochenen, jetzt frei« gesprochenen Gudel. Die Konservativen, insbesondere Herr v. Mirniigeiode, haben fich neulich auffallender Weise auf die Wahlstatistik berufen. Diesen eiwaS wunden Punkt hätte Herr v. Minriaerode lieber nicht so ftisch und fröhlich berühren sollen. In der Wahlstatistik fungirt allerdings bei der ReichStagSwahl von 1871 ein als polnlsd>er Kandidat bezeichneter Pfarrer Po- piolkowtki. Er erhielt 1800 Stimmen, ad« auch vom Z en« trum und die polnischen Kollegen erklären mir, fie wüßten nichts davon, daß Poplolkowikt als polnischer Kandidat von dem Zentralkomitee aufgestellt sei. Bei der Nachwahl im Jahre 1871— und da« ist entschieden alS fich Zentrum und Polen spalteten— erhielt Herr PopiolkowSki nur 186, der Zentrums» kandidat 627 Stimmen. Die« ist daS einzige Argument. Bei den späteren Wahlen gingen Zentrum und Konservative de« tanntlich immer gemeinsam gegen die vereinigten Llb«alen vor. 1878 wurde Pfarrer Michalsli mit eifrig« Unterstützung der Konservativen gegen den damals nationalliberalen Landschafts« direktor Arbrecht gewählt.(Redner geht auf die Wahlstatistik näher ein.) Daraus können Sie nicht Gründe für das Ausnahme« gesetz hernehmen, daS gerade diesen Gemeinden verfassungsmäßig garanlirte Rechte entzieht. Wir lehnen die Verantwortung für eine solche Gesetzgebung ab und wollen mit Einbringung de« Antrage» dokumenttren, daß wir damit nichts gemein haben. (Beifall link«.) Kultusminister v. Goßler: Ich muß mich bestimmt gegen den Antrag Drawe u. Gen. aussprechen. Die Regierung ist bei Vorlegung diese« Gesetze? von der Auffassung ausge« gangen, daß in den Geltungsbereich desselben Alles, was ehe- mals der polnischen Krone zugehörte, einbezogen werden sollte. Ich halte die Wirkungssphäre deS Gesetze« ernsthast gefährdet» wenn man von dem Geltungsbereich immer mehr abzubröckeln fich bemüht. Fü Diejenigen, welche die Verhäftriffc WestpreußenS mit Äufmerksamkeit oerfolgen, bietet die Wahlstatistik und vie Statistik überhaupt allein keinen ficheren Maßfiah. Nach Ermittelungen von 1831 betrug die Zabl der Polen im ganzen Landkreis Danzig 49 pCt., nach der NattonalitätSstatisttk von 1667 aber 9,03 pCt.(Abg. v. Minnigerode:„Hört! hört'") Inzwischen find die Kassuben, die früher von der groß« polnischen Agitation nicht« wissen wollten, allmälig in dieselbe hineingezogen worden. Aber auch qanti'ativ wächst daS polnische Element in der Kaffudei, und die Ausläufer dieses vermehrten Polenthums«- strecken fich auch bis in den Landkreis Danzig, wo die Daniiqer Höhe b«ettS vorwiegend polnisch ist. Wir legen auf die Einbeziehung dieseS KreiseS um so mehr Werth, weil die durch die polnische Agitation gehende Fabel, daß ein Polen» reich von Me« zu Meer wiederei stehen müsse, nicht etwa der Ausrottung nahe gebracht ist, sondern imm« wieder in die öffentliche DiSkusston geworfen wird. Vom deutschen Stand« puntte aus ist dies natürlich ein thörichter Traum, aber diese Auffassung ist leid« für unsere Mitbürger polnisch« Natio« nalität nicht maßgebend, im Gegentheil bat fich in neuerer Z meinden mit polnischer Bevölkerung, die Danziger Höhe da- gegen ist stark mit Polen durchsetzt. Die Erfahrungen deS Herrn Rickert auS dem Danziger Landkreise werden fich auf liberale Wahlkreise beschränken; daß in seinen Versammlungen die Polen nicht erschienen find, ist sehr natürlich.(HesterkeU rechts.) Herr Rickert hat auch heute wieder lediglich persön- liche Momente vorgebracht, auch seines„Wahlsteges" in Danzig und d«S„Durchfall»" deS Herrn v. Puttkamer gedacht, schließlich auch seinen Freund Gudel erwähnt, der glänzend freigesprochen sein soll. Nach meiner Kenntniß ist der Freund deS Herrn Rickert freigesprochen, weil er nicht alS Kaufmann, sondem ali Haustier charakterifirt worden ist und als solcher nicht bankbrüchig werdm konnte. Wmn aber ein Verhältniß zwischen Kredit und Debet wie 1:2 konstatirt wird, so ist daS doch kaufmännisch nicht angenehm. Abg. Dirichlet: Eine ähnlich« Dürftigkeit der fach. lichen Gründe ist mir selten vorgekommen. Die ohnehin un- fichere Statistik ergiebt eine ganz minime Zunahme der Polen im Landkreise Danzig, und dazu wird dann von der rechten Seite noch Hört! gerufm. DaS ist Alle«. Wenn AlleS, waS der Krone Polen zugehörte, in daS Gesetz einbezogen werven soll, dann könnten ja auch alle früheren Lehm der Krone Po- Im mit betroffen werden, dann mußte auch ganz Ostpreußen in das Gesetz hinein.(Lachen rechts.) Bei der allgemeinen Begründung der antipolnischm Gesetze hat eS fich nach de- Sändiger Verstcherung der Regierung und der maßgeden- tn Parteien dämm gehandelt, dm großen Grunddesttzer polnischer Zunge, dm polnischen Adel, nicht den Bauernstand und die Landgemeinden zu bekämpfen Im Landkreise Danzig giebt e» nur einen polnischen Großgrund- befitzer, der noch dazu seinen Besttz an Deutsche verpachtet hat. Wo bleiben nun alle jme„Gefahrm"? Die wahren sachlichen Gründe wird man findm, wenn man einfach da« Verzeichniß der Wahlkreise und der Gewählten in der Provinz West- preußm ansteht. Die Diskussion wird, nach kürzeren Reden von Wessel und Rickert, geschloffen und in der Abstimmung der Antrag Drawe Segen die Stimmen der Freifinnigen, der Polen und des ientrumS. sowie deS Konservativen v. Gerlich(Gardelegm) abgelehnt,§ 3 der Beschlüsse zweiter Lesung(s2d«S An- trageS Hobrecht) unverändert angenommen. Zu§ 4 der Beschlüsse zweiter Lesung(Art. in. deS Antrages Hobrecht), welcher von den UmzugSIosten handelt, beantragt Abgeordneter Dirichlet die Hinzufügung folgen- deS 8 4a: „Die Bestimmungm deS§ 4 findm auch auf solche Schulgemeindcn und Schulsozietäten außerhalb der Pro» vinzen Posen und Westpreußen Anwendung, in denm in Folge der Ausführung dieses Gesetzes eine Lehrerstelle er- lidigt wird." man gar nicht; offenbar schämte er sich, denn er hatte nicht nur keine Stiefel, sonder» auch seine.Schlapfea" warm hin, wie Frau Hampel mitleidig erzählte.„Wmn er nicht zu große Füße hat, wollte ich ihm ja per» meine Stiefel borgen", sagte ich. Aber er halte große Füße— es sollt« nicht sei«. Wen« ich so in der unheimlichm Stille meine« Zim- merS saß. hörte ich durch die Mauern bisweilen eine« heiteren Chorgesang. Da« that mir recht wohl. E« waren die Schneider, die nebenan bei Frau Pospischill wohntm. Ich kannte nämlich alle Parteien de« Stockwerk.» durch die Erzählungm der Frau Hampel und auch von Angesicht zu Angesicht. So ruhig al« bei un» war e« aber nirgend«. Pospischill« hattcn keine Kinder, doch drei Schneider» gesellm„am Kabinet", welch« immer sehr vergnügt zu sein schime». Mir that da«, wie gesagt, wohl. Herr PoSpi» schill selbst war Zuschneider, ein recht hübscher, großer Man«; seine Frau klein, häßlich, schielmd, aber brav und fleißig. 3» der großm Welt wäre dal sicher eine Unglück» liche Ehe gewesen, die Pospischill« lebten jedoch in größter Eivttacht. Sie hatte« ei« sehr hübsch möblirtcS Zimmer und waren immer zu Hause. Er rauchte und trank ei« Gla» Bier, sie laS ihm Schauergeschichtm aus dem„In. tereffanten-Blatt" oder dem„Buch für Alle" vor. Ich hörte immer durch die Wand ihr monoton-vaive« Pathos — Ja der nächstgelegenm Wohnung hauste ein Bein» drechsler mit einer Legion von Kindern. Weiß der Himmel wie viele, denn ich sah immer wieder andere, obgleich sie einander mit ihre« weißhaarigen KürbiSköpfm sehr ähnlich sahm. Diese zahlreiche Familie bewohnte ein einziges Zimmer, den» da» Kabinet war ebenfalls vermiethet an eine französische Sprachlehrerin, eine häßliche, vierschrötige Frau mit kleinem, schwarzem Schnurbart, welche jahraus, jahrein, bei Sonnengluth und knirschendem Frost, bei Sturm und Regenguß unterweg« war, ihre Stunden zu geben. Zch sah sie immer in demselben schäbigen Regenmantel, eine ebenso schäbige Handtasche bei sich, in der sie ihre Lexiko- logie und einige Eßwaaren barg. Obgleich sie nur wenig Abg. Dirichlet: Ich hatte schon bei der zweiten Lesung die Regierung um Aufklärung über die plastische Tragweite dieser Perhältniffe ersucht. ES wurde mir damals keine Ant- wort zu Thetl. Nun bin ich der Anficht, daß, wenn von diesem Gesetze überhaupt irgend eine Wirkung in Bezug auf Ger- manifirung erwartet wird, der vorzunehmende Lehrerwechsel sehr umfassend sein muß, und ich meine ferner, daß im Großm und Ganzen in solchm vom PoloniimuS durchttänkten Gegenden des Polnischen ganz unkundige Lehrer gar nicht angestellt werden könnm. Denn e« wäre ein Unding, in gemischtm oder rein polnischen Bezirken Lehrer anzustellm, die fich überhaupt ihren Schülein nicht verständlich machen können. Man wird also Lehrer nehmen müssen, die daS Polnische kennen, und man wird fie mit Norhwendigkeit vorzugsweise auS dem Regierungsbezirk Oppeln und auS den südlichen Diftrittm deS RegierungSbezt kS Gumdinnm zu nehmen haben. Der meinem Antrage zu Grunde liegende Gedanke ist auch in der Kommisston bereits geäußert worden, ich weiß nicht, ob von Seitm meiner Freunde oder von einer anderen Partei. Die Ausführung deffelbm wurde aber seitens der Regierung als nicht angänglich bezeich- net, weil fie im Widerspruch mit der biiherigcn VerwaltungS- proxiS stehe. Nun sollte meines Erachten«, wenn ein Uedel- stand besteht, diese VerwaltungSproxiS in erster Linie abgeändert werden, außerdem aber bezieht fich diese ganze Erklärung der Regierung in keiner Weise auf die in Folge der Ausführung dieses Gesetzes eintretendm Vakanzen. Die Nachtheil« d«S Gesetzes werden gerade auf jene LandeStbeile zurückfallen, dmen man ihre Lehrer nimmt und die statt derselben weniger ge- eignete bekommen werden. Allerdings wird formell durch daS Gesetz an der bisherigen Lag« der Dinge in diesen Landes- > heilen nichts geändert, thatsächlich aber liegt die Gefahr einer Ueberdürdung der Gemeinden nahe, und ich glaube, die Ab- Hilfe dieses drohenden NothstandeS liegt im Interesse aller Parteien. Kultusminister v. G o ß l e r: In den Ausführungen deS Herrn Vorredners ist ein gesunder Kern enthalten. Ich kann deshalb nur bedauem, daß die betreffenden Ausführungen nicht früher gefallen find. Sie decken fich aber mit dem Vorschlage deS Antrages nicht, der weiter geht und unklar ist.§ 4 trifft nur die Fälle der Versetzungen im Interesse des Dienste» oder auf Grund eineS Disziplin arverfahrrnS, mit welchem der Anspruch auf Unkostenentschädigung nicht verloren gegangen ist. Unter dieser Beschränkung wird von dem Vorschlag Dirichlet schwerlich Gebrauch gemacht werden können, denn einen unfreiwilligen Austausch von Lehrern würde ich nicht für zweck- mäßig erachten, und in der Praxis wird es fich im Großen und Ganzen demnach nur um steiwillige Versetzungen handeln. Hierbei haben die Gemeinden schon dadurch eine Sicherheit, daß die Lehrer, die fich freiwillig zur Versetzung melden, die AnzugSkosten den Gemeinden zu erstatten haben; auch kann eine Mehrheit von Gemeinden in Betracht kommen. Auch ich halte mit dem Vorredner daran fest, daß die Gemeinden in Bezirken außerhalb deS Wirkungskreises dieses Gesetze» auch mit diesem Gesetze rechtlichtlich nicht anders gestellt werden; aber doch kann quantitativ eine Mehrbelastung der Gemeinden vorkommen. Andererseits können auch im Falle ftei williger Versetzung für die Gemeinde Schwierigkeiten eintreten, in diesem letzeren aber find schon bisher Exttaoergütungen au« Erspar- nissen dewilligt worden. Jedenfalls würde ich mich für ver- anlaßt und in gewissem Sinne für verpflichtet hatten, die Gemeinden vor Uederbürdung zu schützen. Abg. Dirichlet dantt dem Minister für daS seinem Antrage bewiesene Wohlwollen, dedauert aber auch seinerseits, daß ihn das Schweigen der Regierung in der zweiten Lesung verhindert habe, seinen Antrag so zu formuliren, daß er den Anforderungen de« Ministers entsprach. Er bitte indeß, den Antrag auch in der vorliegenden Faffung anzunehmen, die jedenfalls keinen Schaden anrichten könnte, schlimmstenfalls ein sapeiüauw sei. Der Antrag Dirichlet wird abgelehnt gegen die Stimmen der Freifinnigen, der Polen und eine» TheileS d«S Zentrums. Auch der Rest deS Gesetzes wird nach der Redattion de» Hobrecht'schen Kompromißanttagei angenommen. Die Abstimmung über daS Gesetz im Ganzen ist eine namentliche, fie ergiedt die Annahm« desselben mit 202 gegen 136 Stimmen. Für daS Gesetz stimmen die Nationallideralm und Freikonseroativen geschloffen; ferner stimmen für daS Ge« setz die Minister Maybach, LuciuS, von Boetticher, die Kon» fervativen mtt Ausnahme der Abgg. von Meyer(ArnSwalde), v. Gcrlach und von der Reck und die wildliberalen Abgg. Berger und Lotichiu».— G e g e n da» Gesetz stimmen Zentrum, Polen und Freisinnige geschloffen. ES folgt die erste Berathung de« Gesetzentwurf«, be» ,. At>g. Mit ho ff: An fich ist die Umwandlung der schwebenden Schuld in eine fundirte durchaus berechtigt. Ein Versuch in dieser Richtung wurde bereits 1869 gemacht, aber nicht ausgeführt, weil 4V,proz. Anleihe damall einen Kur» von nur 93 pCt. hatte. Ganz ander« liegt die Sache jetzt, wo der Staat in der erfreulichen Lage ist, selbst 3'/, proz. Schuldverschreibungen zu einem hohen Kurse auf dm Markt Deutsch konnte und keinen Straßevnamea richtig aussprach, Mödling und Meidliag, Währinger- und Weyrmgerstraße u. s. f. verwechselte, fand fie fich doch mit dem Instinkt eine« Hundes überall zurecht. Madame befaß ei« etwa sieben- bis achtjähriges Töchterche», welche« tagsüber bei Äeindrechslers in Aufficht und Pflege war. Die Frau BeindrechSleri« hatte indeß wohl mit ihren Rangen genug zu thun, denn Zoö, so hieß die kleine Französin, lungerte den sianze» Tag im Hof und auf der Treppe herum, stets an einem Stück Schwarzbrod kauend. Zoe— sie ging schon da» dritte Jahr in die letzte Klaffe— war völlig da« Abbild ihrer Mutter, ebenso schwarz und plump; sogar ihre schweren, großen Leder» schuhe warm die der Mutter in verjüngtem Maßstab. Zoe— von der Frau BeindrechSleri»„Zoterl" genannt — war ein vollendeter Gassenbube, kannte alle schlimmen Zungen der Gegend und band furchtlos«tt jedem von ihnm an. Trotz ihrer schlechtm Fortschrttte in der Schule besaß sie eine außergewöhnliche Fettigkeit in dm schmutzig. sten R-dmSarlen und Schimpfwottm de« Gaffendialekt« Sie schimpfte schier wie ei« Fiaker. Kam ihre Mutter dann Abend«»ach Hause, freute sie fich ahnungslos, daß „petit ange" so viel Deutsch lerne,«aS ihr selbst nicht«e. lingen wollte. Ich bedauette avfang« die kleine Zoö, dm« ich dachte da« arme Ding weiß»och nicht, welcher Zukunft e« mtt geamgeht. Es wird auch einmal sein ganze« Lebm sran» zosische conjügaiaoiu lerne» und von einem Stadtviertel»um anderen karren, um etwa an drei bis vier Hobe» o;,* J. feft-n de« Jahre» einen freim Tag für sich zu haben No» Mitleid über diese Vorstellungen ergriffen, lächelte ich Zoe an, aber sie reckte mir dann die Zunge heran« Al« ick MLÄ-SAlH zu dringen. ES würde durch die fitzt in Aussicht genommait Umwandluno eine Mehrbelastung de» Staats nicht erfolz«, wenn die Schatzanweisungen im vollen Betrage au»gegeb«> worden wären. Da« ist aber nicht immer der Fall aewes»! 1884 und 1885 find Schatzanweisungen überhaupt mcht rn* gegeben wordm. WaS die Nothwmdigkeit einer Verstäilmii der Betriebsfonds betrifft, so find dieselben allerdings, odwohl unsere Ausgaben gegen 1868 um daS Dreifache gewachst« find, unverändert geblieben; ste find nicht einmal so sros wie die Betriebsfonds deS Deutschen Reich», odsch» die Ausgaben deS Reiche» nur die Hälfte der preußischen dt- tragen. Es ist weiter zu erwarten, daß in Folge der and«- weiten Verwendung der 15'/, Millionen Mark, die in Folzt deS Gesetzes vom 22. April 1875, betreffend die Einstellt der Leistungen auS Staatsmitteln für die tömisch-katholischt« LiSthümer und Geistlichen, fich aufgesammelt hatten, tjp' Verminderung des disponiblen Fonds eintreten wird. FreM bleibt auch so noch die Thatsache bestehen, daß die Betriebs- fond» bisher fich als ausreichend erwiesen haben, da in W Jahren 1884 und 1885, wie bereits bemerkt, von der AuSM neuer Schatzanweisungen Abstand gmommen ist. DaS M Puntte, die noch der Aufklärung bedürfen. Ich bitte dahtk- die Vorlage an die Budgetkommisfion zu verweisen. Abg. v. Minnigerode: Ich erkenne gern an, daß«rf eine Begleichung der schwebenden Schuld auS Ueberschüffen W StaatShauShattS für absehbare Zeit nicht zu rechnen ist, und l» räume auch ein, daß die zeitigen Börsmkurse eine Maßregel fr* pfehlen, wie fie unS hier in Vorschlag gebracht ist. Aber daß W für den Staat günstigen Chanzen auch für die Allgemeinbcu vottheilhaft seien, dieser Behauptung kann ich nicht bfl- pflichtm. Ein derartiger niedriger Zinsfuß, wie wir � jetzt haben, ist nur ein Ausdruck unserer krankhaftm Zustorf Finanzminister v. Scholz: Herr Mithoff hat gemeir'- e» scheine, daß durch die Fundirung der schwebenden 6% welche bis jetzt nicht durch Schatzanweisungen gedeckt sei,# eine Mehrbelastung de« Staates herbeigeführt würde. 3® habe seit meinem Eintritt in daS Amt jede Ausgabe Schatzanweisungen zur Deckung der schwebenden Schuld mieden, weil die preußische Staatskasse auch nicht vor#" ehend im Stande gewesen wäre, auS ihren verfügbaren"r iänden diese 30 Millionen zu decken. Ich wäre gewesen, wenn ich die schwebende Schuld durch sungen decken wollte, wenn diese verfielen, immer wieder 30 Millionen neuer Schatzanweisungen an die Berliner»ü';: heranzutrtten. In diese Knechtschaft von der%% durfte ich die preußische Finanzverwaltung% kommen lassen. Denn zweifellos würde fie,#3 die Börse weiß, dann und dann muß der Finanzminister 30 Millionen Schavanweisungen kommen, nicht einem MWJJ gegenüber stehen, wie er fich natürlich entwickelt hat. habe ich lieber durch t...... M anderweitigen Kredits Gleichwohl halten wir WW Schatzanweisungen auszugeben, für werthloS geworden. treten häufig unvermuthet an die Regierung destimmte, schnell zu befriedigende Geldforderungen heran, für wett.-�. Rückhalt durch die Ausgabe von Schatzanweisungen wünick� werth ist. Hätte die Staatskasse auch nur die Möglichfiib � dm vorhandenen Beständen die Deckung dieser Schuld zu streiten, so brauchten wir die Schuld nicht zu fundiren-* reichen unsere Bestände auch mcht entfernt mehr au». bereit, in der Kommisfion nachzuweisen, daß wir in den„ triedsfondS nichts übrig habm, um die vorübergehende schweb Schuld zu decken.._ Abg. Büchtemann: Weihalb hat die Regierun«»j nicht schon ftüher einen solchen Gesetzmtwurf vorgelegt i � halte nach dem ganzen Stande unserer StaatischulW»� weitere Ausgabe von Scha»anweisungen nicht für beve» � Unser StaatSkredit ist so gut, daß wir neben den£'% schulden auch die 30 Millionen schwebende Schuld duA�, können. Daß unsere Betriebsfonds zur Deckung ES reichen, hat der Minister praktisch nicht nachgeaW�qhch- müßte unS darüber in der Kommisston der ziffemmäwv oder weis geliefert werden. Die Eisenbahnverwaltung hat die BetriebSkostm hinaus erhebliche Zinsen gewann«" also nicht, weShald man ihretwegen gerade die B vttstälken soll. Abg. von Benda: Im Interesse einer vol> Finanzpolitik kann ich die Vorlage nur begrüßen. Die Fiin der altm Kriegsschuld von 1866 habe ich schon 1868' lich empfohlen. Ebenso richtig ist die fundirte � stärkung der Staatskasse um 30 Millionen. Ich eine Vermehrung der Betriebsmittel leine Belastung, eine Srsparniß tür den Staat bedeutet. Die etwaige« 0*" könnm in der Budgetkommisfion gehobm werden. Abg. Meyer(Breslau): Ich bestreite, daß daS V � densein einer schwebenden Schuld mit den Gmndsatzev j�, soliden Finanzwirthschast unvereinbar sei. AuS denselbe" xü den müßte man ja auch die RrichSkaffenscheine adslbaN�,» mindesten» nicht unbedenklicher find alS die schwebende Der Herr Minister wies auf die Erhöhung de» Bettie" � durch die Vergrößerung der Eisenbahnen hin. Diefi Eisendahnkomplexe find doch nicht nackt und bloß in kleine«, schüchternes, hübsche« Männchen, da« mich ab höflich, ja dmot grüßte, obgleich e« nebea.��/er Man» vo» Rang war. Slarkberger war Math«� ihn und an der Sternwarte angestellt. Zch be«e"**L,lei* jedoch nicht, denn er war der Bräutigam de« S hjfi Poldi Ott. Frau Ott mtt ihrm beidm w dete die vierte Partei in unserem Stockwerk. A Damm waren gleich groß und stattlich, die MäW. jjsi übel; alle drei im Hause gleich gefürchtet durch.Jß. Zunge; sogar die Hausmeisterin fürchtete sich*%, Sie hatte« zwei nicht von einander separirte denen das zweite an den kleinen Astroaomea war. Frau Ott sagte Zedem, der die ernsten pck- de« Astronomen auf Poldi bezweifelte, mit »ichtende» Energie, Herr Starkberger wolle$$6* Poldi henathen, daß man keinm Widerspruch rvafL p Haupt, wenn Frau Ott oder ihre Töchter a« keifm begannen, wagte sie Niemand au» semer.?7 m-p wie beim Gebrüll des Löwe« in der Wüste sich*. � Thiere verstecken. Wie Herr Starkberger, so. merken konnte, ei» unpraktischer Gelehrter und mLjhj unbeholfener Mensch, zu dieser Braut gekommen(>' ßi* Anna sahen sich übrigen« so ähnlich, daß JfVjxßlich% unterschied), war mir ansang« unbegreiflich.. flfoUiC klärte ich e« mir. Herr Starkberger war«mm. �11% lo«.hereingefallen", indem er ein Zimmer such> � ab. nahm er Anstoß an dem nicht separitten E A L die drei Furien ließen ihn nicht mehr lo»..fl( ihn, und wurde besiegt. Sie kochte» und wuscheu ribTjÄfz Ä; durch die weibliche Drachenhöhle. Drei Dr 4 Kleine« hütete»— eS war zu viel I (Schluß folgt.) nnwn, sondern Haien ihren Betriebsfonds mitgebracht. ., Herren Direktoren der verstaatlichten Bahnen haben stch »wb nicht mit der Raffe unter dem Arm aui dem Staube ge» mach� Hätte man uns übrigens von vomherein auf die Norh« «endigkett der Erhöhung dieser Betriebsfonds aufmerksam Wacht, so würde sich doch die Ausführung der ««staMchung anders gestaltet haben. Man würde vielleicht �denken getragen haben, die Reservefonds so ohne Weiteres au«rweiterungSdauten zu verwenden. ES hat mich gewundert, von dem Herm Minister die Kaffenbestände als knapp be» mchnet zu hören. Bei der Lotteriedebatte sagte er, eS machte ihm große Sorge, die überflüjfiaen Bestände der Staatskasse imibar anzulegen. Der Herr Minister deckt die Sckatzanwei. 'unam theurer. als er ei nöthig hat. Ich hätte wirllich nicht Miaubt. daß er die hypochondrische Furcht vor der Börse «alte. ES erinnert dies an den Mann, der aus Furcht, später lMgrsHoffen zu werden, sich sofort ini Wasser stürzt. Wäre »wirklich wahr, daß die Börse die Ronjunktur in dieser nu! ausnützte, so hätte dem Finanzminister daS Aus- wnstSmittel, welches er jetzt gebraucht, immer noch zu 29*. gestanden, und er hatte inzwischen eine kleine «tfparniß gehabt. Vor der Börse braucht man stch ?iht zu fürchten. DaS Angebot von Rapttal ist » w'®131 Augenblicke ein so enormeS, daß gar keine davon sein kann, daß die Börse dem Staate, wenn fie ®"B, er muß seine Schatzanweisungm erneuern, harte Be- Äsungen stellen kann. Ob die Absicht des Ministers, stch Ä»5? Ausgabe von Schatzanweisungen für ganz unerwar- l,.3 Falle einen Rückhalt zu verschaffen, für unsere Budget- «llung vorthetlhatt ist, ist mir außerordentlich zweifelhaft. u«. Minister v. Sch o l z: Wir habm diese Vorlage nicht eingebracht in der Erinnerung an unseren ersten Ver- M*on 1869, wo der Zinsfuß für die Obligationen, die da- f, We schwebende Schuld ausgegeben werden konnten, Zelhaltnrßmäßig zu hoch war. Nachdem aber die Ausgabe der peozentigcn Obligationen der konsolidirten Anleihe mit ln« 8 geschehen ist, halten wir den Zeitpunkt für ge- ol?men» mit diesem Plane vor daS hohe HauS zu treten. hn* BetiiebifondS der verstaatlichten Bahnm haben unter Zustimmung deS Hauses ihre besondere alsbaldige Anwendung gefunden. 3 Jahre hintereinander habe ich in a umgehen der Eisen» riiiipreweno zu vernarren. HAt megrerung hat da keine c�Mschteit beobachtet. Daß ich beim Lotterieetat mich beklagt machte mir außerordenlliche Mühe, die so sehr häufigen �ponrblen Ueberschüsse unterzubringen, bestreite ich ent- deS Herrn Meyer beruht auf einem Furcht vor der Börse war keine ist in wenigen Tagen infolge der Stockungen igen in Afghanistan der Diskont an Ver ton.n." i.®01'«°!s auf 4'/« Prozent in die Höhe ge» Sb?!»' Zugegen ist mit Sicherhett zu behaupten, daß wir mir«i-?vnsolS zu 104 oder 105 verkaufen können, wenn »llrtw. l�uem solchen Tage an die Börse kommen. DaS Finan,�? unwürdiges Verhältniß der königlich preußischen vcni.�wlltung zum Geldmarkt gewesen sein und daS zu CCT" ist mebr werth°l- die Möglichkeit, etwa» billiger zur nÄ�'ven. Die Unterstellung, daß wir die Ermächtigung übergehenden Verstärkung ver Betriebsfonds durch Au». m i 5* Schatzanweisungen benutzen wollten, um die Mittel �willigten Ausgaben zu erlangen, dedauere ich. ES der gm um eine gesetzmäßige und regelmäßige Verwendung Um«SSf? im Interesse der Gesammtheit deS Staate», nicht �. politische Machtmittel, die wir auf diesem Wege zu ge» % am wenigsten Veranlassung hätten. L» Vorlage wird der Budgetkommisfion über wies? n. .�9.iuß 3'/« Uhr. Nächste Sitzung Sonnabend 11 Uhr. e RreiS« und Provinzialordnung.) bi iSlr- 1000 M lokale». "«chmrtMge" Verickiterttattuna.! jämmiunft ty* vorgestern stattgehabte Arbeiterinnen- Ver- Paffu,- diesem Bericht findet stch folgender llasfische «oluTiVM nach welcher auf Grund d-S§ 123 de! 'ozialift.*- S-"uw welcher auf Grunr »ttde." Una r,! s' tz« S daS Versammlur WBW-MÄ wir Un"8?uf die angezogene Mtntsterial- Ver! liefet auf den s.a Versammlungsrecht beschränkt graphen deS Sozialistengesetzes Leute des„Berl. Börs. Couc. aber -.....„e tausend Paragraphen in Petto. die angezogene Mtntsterial. Verfügung verweisen !!!t, uuf den zweiten Artikel des HauptblatteS. &ähl asJLzy u,wucn iweuen Arltlel des vauplvlanes. WchL ö»-?,ldidetrte«, geringer Loh«. Welche Harmonie welche«. y vital und Arbett herrscht, beweisen die Zustände, «istj��ZabrU der Edison. Gesellschaft bestehen. Die dart % 15 Quecksilber beschäftigten Arbeiter erhalten alS Mindest» iiit ift i. y k, der bis auf 18 und 20 Mk. steigt. Die Arbeit» eine 12ftündige. und zwar findet danr % beschäftigten Arbeiter erhalten alS Mindest« nun schon vor dann längerer SKSB'S'NS s-y-y Ardeiter z-.i m— c stnen höhe»■|.......■ i"cn' ist bis jetzt in keiner Weise eine Aenderung ein. Wenn man bedenkt, wie gesundheitsschävlich diese O II?» Vir L.' X»>---»*» W V"*•■•••»| V«, vvv' n-'' Rn«, rin Aeottttr bei ihrem Vorgesetzten vorstellig geworden SW» ÖNÜ«ml. äfrfüw«.»»n».VitlKil ,» >.»'• wt.# MMAWRZ tMWW Sft« y.-- werden. Dieser„ReichSstock" soll zum ,-'y i.3 denkwürdigen TageS im Verein aufbewahrt wer» .�ttusellay richten verschiedene konservative Blätter. Wir 8"Ü8tn unS damit, dieses Faktum hier ebenfalls ...... Grüne« dem polttistrenden Post- Weise den gefundenen WM SpKÄ&'r»« Ä?,den Der größeren Deutlichkeit halber könnte Tt�fr WenUdg w-lche fie in irgend einer Privat- mmm händigte und erfuhr, hierdurch mißtrauisch gemacht, auf eingezogene Erkundigungen, daß der Händler oftmals Gegen- stände bei dem Schankwirth niederstellte und fie dort unter dem Scheine eine» Gelegenheitskauf» und als seien fie Eigen« thum deS Wirth», zum Verkauf brachte. Die Frau, welcher nach diesen Erfahrungen daS Geschäft wohl reuen mochte, brachte dm Fall zur Renntniß der StaatSanwattschast. Diese lehnte ein Einschreitm ab, da weder ein VermögenSvortheil für den Verkäufer, noch ein VerwögenSnachtheil für die Räuferin dargethan sei. Der gegen diesen Bescheid erhobenen Beschwerde hat aber die Staatsanwaltschaft beim Rammergericht stattge« geben, da der VermögenSvortheil für den Verkäufer schon auS der durch die falsche Vorspiegelung bewirkten besseren Verkauf!- Sclegmhett gefolgert werven könne und andererseits zu prüfen nn werde, ob nicht die Räuferin, wenn fie den wahren Sach- verhalt gekannt hätte, einen niedrigeren RaufpreiS geboten haben würde.— Die Anklage wird also demnächst erhoben werden, und e» mögen daher Möbelhändler, die stch ähnlicher GeschäftSprakttkm bedienen, auf der Hut sein. Der Handel mit Nähmaschine« nimmt in Berlin in Folge der großen Ueberproduttion dieses Artikels bereUS ganz bedenkliche Formen an. Haustier, oder wie fie stch wohl» klingender nennen,„Stadtreisende" machen alle im Adreßbuch verzeichneten Wohnungkinhaber unsicher und drängen ihnen mit größter geschästSmännischer Gewandthett so eine eiserne Näbmamsell auf. Vor etwa einem Vierteljahr erschien so ein Reisender auch bei einem Schutzmann in der Skalitzerstraße und offerirte sein Fabrikat. Der Schutzmann meinte, er werde sich die Sache noch überlegen, der geforderte Preis sei ihm zu hoch, ebenso die monatlichen Ratenzahlungen von 5 M. Nicht wenig erstaunt aber war er, am Abend beim Nachhausekowmen auf seinem Rorridor eine Nähmaschine zu finden, die nach Mittheilung seiner Nachbaren für ihn abgegeben worden war. Jetzt find drei Monate vergangen und die Maschine befindet stch noch immer im Gewahrsam deS Schutzmanns, ohne daß dieser zu einer Abzahlung oder Anzahlung aufgefordert wäre und ohne daß er ein schriftliches Abkommen darüber mit irgend Jemand getroffen hätte. Hebet die Dampfftraßenbah« Rurfürstendamm— Grunewald erhält die„VolkS-Ztg." folgende Zuschrift:„Erstens find die Wagen, ich glaube e» find deren vier in Betrieb, für den Sonntagiverkehr nicht ausreichend, und zweitens ist die Art deS Einsteigen» durchaus ungeregelt. ES befindet stch nämlich an der Haltestelle Rurfürstendamm eine Trehscheidc, auf welcher die ankommenden Wagen herumgedreht werden. Während nun daS Personal deS einen WagenS an dieser Scheide überhaupt Niemanden aufsteigen läßt, sondern dieS erst bei der ein paar Schritt entfernt liegenden Abfahrtstelle gestattet, handelt das Personal eines anderen Wagen» ganz entgegengesetzt, so daß der Wagen, wenn er an dieser Haltestelle ankommt, schon über- füllt ist und daS Publikum nie weiß, wo eS zu matten hat, um mitzukommen. Es haben nun einige Personen, und auch ich gehörte zu denselben, einen Ausweg gesucht und zwar find wir dem uns entgegenkommenden Wagen diS zur nächsten Halte- stelle entgegengegangen und bis zum Rurfürstendamm zurück- gefahren, um unS so den Platz zu sichern. Allein auch dieS war vergeblich, da wir trotz unsere» PiotestirenS absteigen mußten. DaS Fahrgeld war fortgeworfen und wir mußten, nachdem wir beinahe eine Stunde de» köstlichen Sonntags- nachmittag» mit Watten, Drängeln rc. vertrödelt hatten, doch noch zu Fuß nach Halensee laufen, wa», nebenbei bemettt, nicht gerade zu den Annehmlichkeiten gehött, da stch die Chaussee bisher noch in einem für den Fußgänger sehr wenig behaglichen Zustande befindet." Elektrizität und Klavterseuche. Die Thatsache, daß ein Privatgelehrter ein geschlagener Mann ist, wenn im Nach- barhause in demselben Stockwerke ein Jungfräulein Morgens von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 3 bis 7 Uhr Rlavier übt und Abend» fich noch vor«inigen Freundinnen hören läßt, gehört nicht zu den Seltenheiten. Trommeln an der Wand der Nachbarin, Pfeifen, daS Bombardiren der Wand mit Stiefeln— alle» hilft nicht» gegen Rlavieromanle; eS half überhaupt bt» jetzt gar nichts und leider läßt die Piano Steuer immer noch auf fich matten. Neuerdings nun aber hat ein Berliner Eleklttker, wie ein Berliner Fachblatt mittheilt, einem in oben geschildetter Weise gequälten Freunde, von Mttleid überwältigt, durch Erfindung de»„RlavieriödterS"(Deutsches ReichSpatent Nr. 159 417) geholfen. An einem der jünsten schönen Maimorgen eilte Fräulein Else schon sehr zeitig an ihr geliebtes Pianino. Durch die Wand hindurch fühlte man dai innige Behagen, mit welchem die von hochgradiger RlavieritiS Befallene in die Tasten griff. Plötzlich aber— welch' ein Schreck!— war das ganze Rlavier verstimmt und kein Ton ging mehr richtig. Eine furchtbare Angst bemächtigte fich deS MädchenS und die im Nachbarhause Operirenden hörten durch die Wand hindurch, wie Fräulein Else zu weinen anfing. Schon war der Eleklilker im Begriff, dem Rlavier die Tonreinheit wiederzu« geben, al» sein Freund wie ein Berserker auf ihn zustürzte und schwor, daß die Schmerzen des Mädchens noch nicht zum zehn- tausendsten Theile die Qualen aufwägen, die er von diesem er- duldet. Der Fall mit Else'S Rlavier wurde bald ein hoch» berühmter dadurch, daß die Verstimmung keine ununterbrochene war, sondern zeitweilig die alte Tonreinhett fich wieder ein« fand. Die größten Mufiker und Rlavierdoktoren rannten schaarenweise herbei, um den höchst mettwürdiaen Fall zu untersuchen. Retner aber fand natürlich die geheimnißvolle Ursache. Dieselbe war folgende: Ein großer Elektromagnet war in da» Zimmer deS Gequätten geschafft und mit seinen Polen direkt an die Wand, an welcher im Nachbarhause daS Rlavier stand, gestellt worden. Gleich- zettig hatte man eine elektrische Batterie in daS Zimmer ge. ichafft und mit dem Elektromagneten verbunden. Im Momente, wo der Strom geschloffen wurde, trat eine so gewal- tige magnetischeRraft durch die Mauer hindurch auf die senk- recht heradlauferden Stahlsaiten de» PianinoS in Wirksamkeit, daß sofort während deS Spiels die Saiten angezogen wurden. Wenn auch die Wirkung infolge der zwischenhegenden Mauer eine nicht sehr bedeutende war, so genügte fie doch vollauf, um rine disharmonische Stimmung deS Rlavier» zu erzeugen. Wenn mittels de» Stromschlüffels der elektrische Strom von dem Elettromagneten abgeschattet wurde, was geschab, wenn der Herr Doktor Raesemeyer ausging, so hötte natürlich der mysti- sche Einfluß auf und daS Rlavier war wieder in seiner früheren Stimmung. Frl. Else spielle demnach nur zu bestimmten Tage»- zelten. Rann fich auch solche hettsame Scherze vorläufig nur ein erfahrener Elektriker erlauben, so dürste eS doch vielleicht manchen unglücklichen Junggesellen geben, w-lchem durch An- bttngung de» geschilderten Instrumentariums rasch und dauernd zu helfen wäre.— Und die Zeit der sauren Gurke rückt immer Aus Potsdam bettchten die„P. N.": Beim Bttgade» Exerzieren wird>ett einigen Tagen die 2. Rompagnie de» 1. Garde- Regiments, deren Chef Hauptmann v. Höpwer ist. von einem Lieutenant gefühtt.- Ueber daS Befinden deS verletzten Grenadiers dringt mettwürdiger Weise gar nicht» in dre Ein�ganz infamer Schwindel mit Kartoffeln wird hier in neuerer Zeit mit gutem Ettolg« ausgefühn, vor dem wir nachdrücklichst warnen wollen. In den Haushaltungen von Refiaurateuren und Privatleuten melden fich in bauer. licher Kleidung steckende Jndivwuen. welche gute, marlische Rartoffeln, angeblich in Zwetsch.ffelsacken» 3 M. mm Rauf anbieten. die fie auf einem vor dem Hause haltenden Plan- MMMMS Itin. n gräßlicher Unglücksfall ereignete fich gestern Nacht vertdeim'schen Mühten- Etablissement in ver Michael» erst, ob in dem Sack wttllich die desagten zwei Scheffel ent» halten find. Später stellt e» fich herau», daß in dem Sack nur zwei Neuscheffel— IV« alte Scheffel enthalten waren, ferner find e» schlefische und nicht brandenburaische Rartoffeln. Dieselben werden von den Verkäufern bei der Ostbahn bezogen, woselbst fie mit ihren Planwagen allmorgenllich anfahre«, um stch die Säcke mit zwei Neuscheffeln füllen zu lassen, die fie dann in Berlin in der geschilderten Weise an den Mann bringen. Wer dirett zum Lstdahnhof geht, bekommt für da»- selb« Geld ttchtig die zwei alten Scheffel eingemeffen. Ei« Freund billigen Maitranks ist der vor einigen Tagen au» Rönigiberg i. Pr. hier angekommene Ranzlist B. Derselbe war am 11. v. M. Abend» in einer Restauration in der Andreaistraße eingekehrt und hatte seine Bierzeche richtig bezahtt. Al» er am folgenden Abend wiederkam, ließ er stch sukzesstve vier Flaschen Mattrank vorsetzen, vermochte dieselben aber nicht zu bezahlen, trotzdem er die Zweifel des WirthS über seine Zahlungsfähigkeit alS undegründet erklärt hatte. Auf seine Verficheruna, daß er Attuar am Landgettcht zu Rönigiberg sei und sein Geld in dem Hotel am Schlefischen Bahi» Hofe zurückgelassen habe, begab fich der Witth mit B. in daS gedachte Hotel, erfuhr jedoch yier, daß B. keine Sachen, sondern Schulden hinterlassen habe. Bei seiner Verhaftung suchte fich B. mit der AuSrede zu entschuldigen, daß er gehofft habe, den Wein mit dem Witthe auszuwürfeln und zu gewinnen. Gefaßte Ladendtebtn. Vorgestern Nachmittag trat in ein Uhrengeschäft Unter den Linden eine etwa 25 Jahre alte Frau "'"lanatf'i—— ,T-«■*—**•— ! Uhr. zu holen, erfuhr aber dott, daß auf den angegebenen Namen Franke eine Uhr nicht in Reparatur gegeben sei. Ein ver- dächtigeS Geräusch, welche» er im Laden gehött hatte, erweckie in F. den Verdacht, daß die Franke e» auf die Verübung eine» Diebstahls abgesehen habe. Da indeß von den VerkaufSgegen» ständen nichts fehlte, suchte er fich Gewißheit in der Weise zu beschaffen, daß er fich noch einmal in daS Nebenzimmer begab, angeblich um genauere Nachforschung nach der reparalur- bedürftigen Uhr zu veranlassen und dann schnell in den Laden zurücktrat. Jetzt bemerkte er, daß die Frauensperson stch über den Ladentisch beugte, nach einer Uhr griff und dieselbe zu fich steckte. In der Ladendiebin, bei welcher mehrere anscheinend von ihr in verschiedenen Geschäften gestohlene Schmucksachen vor» gefunden wurden, ist eine berettS mehrfach wegen Diebstahls vorbestrafte Chonstin, Marie Hornisch geb. Ftttsche, ermittelt worden. Einen traurigen AnSgang nahm am gestttgen Tage ein Rinderspiel. Einem achtjähttgen Rnaben. Namen» Heistg in der Lindowerstraße, war von einem Spielgefähtten ein ziemlich großer Stein mit solcher Gewalt in daS rechte Auge geworfen worden, daß daS Rind betäubt zusammenbrach. Aerzt- licherseitS wurde eine Gehirnerschütterung konstatitt, an deren Folgen der Rnabe bereits verstorben ist. Einem arge« und gröbliche« Vertranensbrnche ist, wie e« scheint, die Polizei wieder auf die Spur gekommen; fämmtltche Hausdiener einer allen und sehr geachteten Tuch» Großhandlung in der Papenstraße find gestern Vormittag plötz» lich verhaftet worden. Die Unterschlagungen sollen ganz be« deutende sein. Ei«" in dem B___,,,-..—_—-——. 1 1 kirchstraße. Der Mülleraeselle Dallack gerteth während seiner Arbeit in einen kleinen Treibriemen, welcher seinen linken Un» terarm erfaßte und den Aermsten um die Welle schleudette. Der aui der nahegelegenen Röpnickerstraße herbeigehotte Dr. med. E. Pick konstattrte fürchterliche Verstümmelungen; der linke Unterarm ist in der Mitte abgettffen, der linke Oderarm mehttach gebrochen: außerdem find zwei Rippen gebrochen und die linke Lungenseite zeniffen. Nach Stillung der sehr erheb- lichen Blutung und nach Anlegung eines Verbandes wurde der Verunglückte nach dem Rrantenhause Bethanien trän!« portitt. Markthallen-Bericht von I. Sandmann, städtischer Verkaufsvermittler, Berlin, Zentral-Markthalle, den 14. Mai. Die Zufuhren waren recht dedeutend, besonder» liefen viel Seefische ein, die zu mäßigen Preisen flott vettauft wurden. Die bisher wenig gekannte Makrele wurde mit 40- 50 Pf. per Stück verkauft. Dorsch mit 10— 12 Pf. per Pfund. LachS brachte 60-70 Pf.; Aale 90—100 Pf. Spargel ist in großen Mengen zugeführt und brachte 35-60 Pf.; Salat war mäßig vorhanden. Andere Gemüse nur in verhältnißmäßigen Qaan» titäten. Aepfei find knapp und werden gut brzihlt; in Rar« toffeln wird die neue Waare nur in geringen Quanten zuge» fühtt, während alle viel zum Verkauf gelangte. Geflügel knapp, auch an Rehböcken war nur mäßige Zufuhr, der Preis hi.lt stch auf 60—75 Pf. Geräucherte Schinken wurden mit 60 bis 75 Pf- westfälische mit 70—80 Pf. bezahlt. Geräucherte Fische hielten ihren Preisstand. Holstetner Rase war in großer Menge vorhanden und mit 15—20 Pf. bezahlt. Die Zufuhr an Holländer und Schweizer- Räse, sowie an Butter und Eiem war mäßig; die Zufuhren wurden schnell abgesetzt Polizet-vertcht. Am 13. d. M., früh, wurde ein Schuh» wacher in ver mit Rohlendunst angefüllten Rüche setner in der Rathattnmstraße im Reller belegenen Wohnung erhängt vor» gefunden. Die Le'che wurde nach dem Leichenschauhause ge» bracht.— An demselben Tage, Mittags, wurde auf dem Oranienplatz, an der Ecke der Dreidenerstraße.«in 9 Jahre alle» Mädchen von einem durch den Rutscher Wisotzky geführten Rremser übettahren und an beiden Beinen so schwer verletzt, daß e» mittelst Droschke nach der elterlichen Wohnung gebracht werden mußte.— Am Nachmittag desselben TageS wurde die 66 Jahr« alte Almosenempsängerin Schächte! in der Schwedter» straße krank vorgefunden und zunächst nach der Polizetwache gebracht. Dott verstarb fie vor Ankunft de» sofott herbei» gerufenen ArzteS— wie derselbe feststellte— an Entkrästung. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht. Gerichts-Zeitmtg. t Et« Fund. Der Sattter T. fand im Februar dieses Jahres eine Blechmarke, die er, wie er sagt, für eine wetthlose Hundemarke hiett und fie nicht der Polizei ablieferte. Vierzebn Tage später saß er in einer Restauration beim Kartenspiel. Er erzürnte stch hierbei mit einem der Mitspieler und jener drohte ihm, der Polizei die Fundunterschlagung anzuzeigen. Die Drohung wurde auch ausgeführt und nun stellte e» stch heraus, daß die von T. gefundene Marke die ErkennungSmedatlle eine» Krtmtnalschutzmann» sei. Gestern stand T. vor dem Schöffen« gettcht. Seine AuSrede, er habe die Bedeutung der Marke nicht gekannt, fand wenig glauben, und in Rückficht auf den groben Unfug, der durch den unberechtigten Besitz eine» solchen Zeichens möglich war, wurde er in eine Geldstrafe von 10 M. genommen. P. Jene rohe» Bursche«, die in Friedenau am 22. Februar d. I. Nachts eine Gesellschaft heimkehrender Personen ange- rempell und gemeinschafttich mtt gefährlichen Instrumenten, al» Schlüssel und Messer gemißbandelt, standen gestern vor der Strafkammer de» Landgericht» II. Unter der Anklage der ge- meinschastltchen mittelst gefährlicher Werkzeuge verübten Körperverletzung entsprechend der Schornsteinfeger Karl Hermann, der Tischler Rodert Hermann, der Schlächter Reinhold Kühn und der Tischler Otto Neumann zu verantwotten. Die Frau deS Schrift» stellerS Jürgens«! mit ihrer Freundin, Frau Kaufmann PöiterS, gingen in jener Nacht in der Rainsiraße in Friedenau ihren bezw. Ehegatten vorauf, als Frau Pötters von einem anscheinend trunkenen, taumelnden Menschen angerempelt ward, sodaß die Dame zu Boden fiel. Der mttanwesende Geheim- Sekretär Got» hahn, von den Damm um Schutz gebeten, stellte den Schorn- sttwfegtr Hermann, denn die» war der Rempler, zur Red«, aber er erhielt von Karl Hermann sofort einen heftigen Echlagl aus die Nase; gleichzeitig aber ertönte ein Vfcifen. Signal und wie au» der Erde gewachsen erschiene» alt Sulkur» die übrigen drei Angeklagten, die, als Herr Gothahn Miene machte, sich zu wehren, alSbald über ihn her» fielen und ihn und die Frau eines seiner Begleiter mißhin« Velten. Gothahn erhielt dabei unzählige Mcfictstiche, deren einer nach dem Ausspruch deS behandelnden Arztes fast tödt- lichen Erfolg gehabt hätte. Wer ihn gestochen, wußte Got- Hahn im Audienztermin nicht anzugeben, aber die Aussage eineS Zimmergesellen Lindenburg, welcher auf den Hilferuf der Ueberfallenen zum Beistand herbeigeeilt und bei diesem Be- ginnen ebenfalls durch 4 Mefierstiche verletzt worden war, be« lastete am meisten die Angeklagten Tischler Robert Hermann und Tischler Otto Neumann. UebrigenS hatte Robert Her« mann einem Zeugen gegenüber zugestanden, daß Kühn den Gothahn zur Erde geworfm, während Neumann mit einen Meffer auf Gothahn eingehauen und demselben die gefährlichen Verletzungen beigebracht. DaS Urtheilgegen Carl Hermann und Retnhold Kühn lautete auf je 6 Monate Ge- fängntß, gegen Robert Hermann auf 2 Monate Gefängniß. Gegen Neumann lautete das Urtheil auf 1 Jahr 6 Monate Gefängniß und ferner beschloß der Gerichtshof mit Rückficht auf die Höh« der Strafe die sofortige Verhaftung und Ab« führung deS Neumann zur Verbüßung der Strafhaft. t Sin Angriff auf eine« MilitSrposte«, der von einem Betrunkenen ausgeübt wurde, fand gestern eine schwere Ahn- duna durch daS Schöffengericht. Der Kutscher T. hatte eine eintägige Haststraf« im Polizeigewahrsam in der Perleberger- straße abzumachen. Am 15. Februar d. I. fand er stch zu diesem Zwecke dort«in, der Sekretär wies ihn jedoch ab, well er angetrunken war. Im Zorn verließ T. daS Gebäude, ver< suchte aber nach einigen Minuten, wieder in daffelbe einzudrin« gen. Der Militärvostcn, ein FüfUer H., trat ihm entgegen und da faßte ihn T. in setner Wuth am Genick. Der Füfilier faßte sein Gewehr und schlug eS T. über den Kopf, um ihn abzuwehren. T. fiel zu Boden und wurde dann von zwei Schutzleuten verhaftet. Seine That büßte er mit 2 Monaten Gefängniß. Der Vorfitzende deS Gerichts erklärte, daß die Strafe noch weit härter auSgefallrn wäre» wenn T. Soldat gewesen wäre._ Vereine nnd Versammlungen« hr. Ei« vorzeitiges Ende dnrchl polizeiliche Auf- lösnng hatte die Mitgliederversammlung deS Vereins zur Wahrung der Jntereffen der Arbeiterinnen, welche am DonnerS« tag in den Gratweil'schen Sälen unter dem Vorfitze der Frau Steindorff tagte. Frau Dr. Hoffmann trat für den Referenten, der am Erscheinen verhindert war, ein. Sie laS eine von ihr verfaßte Abhandlung vor, in welcher fie ihre Stellung zu dem Urtheile darlegt, welche? Schopenhauer„über die Weiber" auS> gesprochen bat.„Die Weiber haben mehr Mitleid. Menschen« liebe und Theilnahme an Unglücklichen, alS die Männer; hin« gegen im Puntte der Gerechtigkeit. Redlichkeit und Gewiffm« Lästigkeit stehen fie diesen nach. Der Grundfehler deS weid- lichen Charakters ist Ungerechtigkeit; daher die instinktartige Verschlagenheit der Weiber, ihr unvertilgbarer Hang zum Lügen, iyre VerstellungSkunst, Falschheit. Treulosigkeit u. s. w." Frau Dr. Hoffmann gtedt zu, daß die Charavertstik im Bllge- meinen richtig sei; sie ttitt aber mit Entschiedenheit der Be« hauptung Schopenhauers entgegen, daß die angeführten Fehler dem Weibe von Natur„in Folge seiner schwächeren Ver« nunft" eigen seien und wi«S nach, daß auS der untergeordneten Stellung, welche da« stärkere männliche Geschlecht ungerechter Weise bisher dem schwächeren weiblichen Geschlechte aufge» drungen hat und durch die Art und Weise der Erziehung immer noch aufzudringen fortfährt, sich naturgemäß alle jene Untugenden haben entwickeln müffm. Gerechtigkeit dürfe man von Unterdrückten nicht fordern. Man möge Gerechtigkeit dem weiblichen Geschlechte gegenüber üben, d. h. seine Gletchberech« tigung voll und konsequent gelten lassen, so werde fich'S zeigen, daß daS Weib im Punkte der Gerechtigkeit und der auS dieser fich ergebenden Tugenden, wie überhaupt in Bezug auf alle« sich im �inne der Frau Dr. Hoffmann auS. Von den ziemlich zahlreich anwesenden Herren nahm keiner zur Diskussion das Wort. Eine Interpellation eineS jungen ManneS in Bezug auf die neueste im„ReichSanzeiger" veröffentlichte Verordnung deS StaatSministeriumS, durch welche die Versammlungsfreiheit in Berlin und Umgegend beschränkt wird, hatte zm Folge, daß der beaufstchtigende Polizeibeamte im Namen d«S Gesetzes die Versammlung für aufgelöst erklärte. * Die öffentliche Schneiderversammlnna, welche am Dienstag Abend im„Deutschen VereinShause", Wilhelmstraße, unter Vorsitz deS Herm Pfeifer tagte, beschäftigte fich mit den Geschäst«- Prakttken einiger Firmen der Friedrichstadt. So wurde mstgetheilt, daß Herr Hoffmann, Friedrich- und Schützen« straßen-Ecke, m neuerer Zeit eine Werkstätte in seinem eigenen Hause eröffnet habe, doch lasse derselbe von seinen Arbeitern die Miethe zahlen, da dieselben für jeden Rock 1,25 M. zu entrichten haben. Die sogenannten Tagschneider müßten im Keller arbeiten und in der drängenden Geschäftszeit Ueberstunden machen. AlS am Lohntag Geld auszuzahlen war, wurde die versprochene Zahlung zwar geleistet, jedoch der Arbeiter sofort entlassen, welcher S gewagt hatte, dieselbe zu fordern, alS Keiner fie erhalten hatte. Auch die Firma Spieseke u. Schlösser, Mohrenstraße, zahle den Arbettern ver« schieden« Preise, doch würden die Klagen mehr über den Zuschneider erhoben, der fich durch die Art, wie er die Arbeiter behandle, einen gewissen Ruhm erwerbe. Die DiSkusfion bestätigte daS Angeführte. Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen und die Kommission beauf- tragt, dieselbe Henn Hoffmann zu unterbreiten:„Die hrutige öffentliche Schneiderversammlung erklärt fich mit den AuS> führungen des Referenten Herrn Pfeifer einverstanden, ver« wirft daS Verfahren de« Herrn Hoffmann und hofft, daß seinerseits Remedur geschaffen werde. Nachdem Herr Pfeifer bekannt gemacht, daß in einer nächsten Versammlung dieselben Angelegenhetten weiter behandelt werden und nur die Antwort deS Herm Hoffmann abgewartet werde, schloß derselbe die Ver- sammlung mit dem Wunsch, daß jeder Kollege fich dem Fach« verein anschließe. * Eine öffentliche Versammlung der Stellmacher Berlins tagte am Dienstag in Keller'» Salon, Andreaistraß« Nr. 21. Herr Menzel tbeilte mtt, daß die Meister in ihrer letzten Versammlung 13 Mann gewählt haben, welche mit den Gejellen in Betreff der von diesen gestellten Forderung in Unterhandlung treten sollen. Die Meister hätten bei der Lohnkommisston der Gesellen angefragt, ob fie gewillt sei, in der heutigm Versammlung Gesellen zu wählen, welche alSdann zur Unterhandlung mit dm Metstem am Mittwoch Abmd erscheinen sollten. Die Lohnkommisfion habe diesem Vorschlage zugestimmt, ersuche jedoch, nur solche Gesellen zu wählm, dmen man daS Vertrauen schmft, daß fie an der Fordemng fest- haltm würden. Ferner führte Redner auS, daß der letzte Bericht in den Zeitungen nicht richtig war:«r(Redner) habe in der letzten Versammlung gesagt,„daß 2D'dis 260 Gesellen bei den Meistern beschäftigt find, wenn kein Streik im Gange wäre. Die übrigen Kollegm arbeitm in Fabriken, hiervon haben fich 150 alS Streikende einschreiben lassen." Wenn in der Meister. Versammlung gesagt worden ist, eS wäre bi« jetzt nur 28 Gesellen die Fmderung bewilligt worden, so wäre doch nachzuweisen, daß bis jetzt 44„Werkstellen" durch Unterschrift, bewilligt haben. Redner bedauert, daß eS Gesellen giebt, die' zwar an dem Stteik theilgenommen, jedoch die Arbeit für dm alten Preis wieder aufgenommen haben.— An der DiSkusfion detheiligten fich viele Redner, welche u. A. darauf hinwiesen, daß die Innung, trotz- dem fie auf ihr Programm geschrieben habe:„Hebung deS tandwerkt", dennoch beschloffen habe, die Meister, welche die ordemng der Gesellen unterschrieben haben, auS der Innung auszustoßen, falls fie ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Meh- rere Redner ersuchten die Kollegen, da fie doch oft wegen Man« gel an Arbeit 5 biS 6 Wochen feiern müßten, jetzt auch einmal für die Aufbesserung ihrer schlechten Lage ein paar Tage zu opfem, vor Allem aber solle man die zehnständige ArbeUSzeit festhalten, weil hierdurch die Nachfrage nach Arbeitern gestei- aert würde.— Die Festsetzung der Unterstützung wurde der Kommisfion überlaffen.— Zur Unterhandlung mtt den Meistern in Betreff der Fordemng wurden 23 Mann gewählt.— ES wurde noch darauf hingewiesen, daß, fall« ein Meister seine Unterschrift zurückziehr, die detreffenden Gesellen die Arbeit so« fort wieder niederlegm würden. Ferner wurde beschloffen, die 3 Mark Reiseunterstützung an die Kollegen, welche während deS Streiks von Berlin abreism nicht mehr auszahlen, da diese Unterstützung fich biS jetzt nicht als zweckmäßig erwiesm hat.— Mit einem Hoch auf die Einigkeit und-den Sieg der Arbeiter wurde die Versammlung geschloffen. * Der Fachveret« der Metallfchranben-, Faeon- dreher und Berufsgenoffen hielt am 9. d. Ä. in Weick's Lokal, Aleranderstr. 31, eine Generalversammlung ab, in welcher zunächst der Reirdant Herr Zimmermann Bericht erstattete über die eingegangenen Quittungslisten. Hierauf forderte der Vor- fitzende Herr Jakobs die Anwesenden auf, auch in Zukunft recht rege an der Zahlung von Beiträgen stch zu detheiligen, denn eS habe fich gezeigt, daß der Verein nur auf fich selbst ange- wiesen sei. Herr Herzog empfahl die Einführung eineS Akkord- tarifS, nur dadurch wäre es möglich, einigermaßen einheitliche Preise in den verschiedenen Werkstätten zu erzielen. Nachdem Herr Vogt für, Herr Stimme! gegen die Einführung eineS Akkordtarifs gesprochm, wurde beschloffen, zunächst energisch für Durchfühmng de« Minimallohntarifs zu wirken, später würde alt natürliche Folge ein Akkordtarif aufgestellt werden. Von dem Vor fitzenden der Fackkommisston wurde der Antrag gestellt, an Stelle der säumigen Fachkommisfionimitglieder Otto Scholz und Sorka andere zu wählen. Die Versammlung wählte die Herren Treuherz und Brödler an Stelle der erstgenannten. Herr Fieker theilte mit, daß die Fachkommisfion alle 14 Tage (Donnerstags) im Restaurant Foge, Köpnickerftr. 191, tagt. In dringenden Angelegenheiten hätten fich die Mitglieder an den Vorfitzenden der Fachkommisfion, Herrn Rudolf Fieker» Eisen- bahnstr. 35, zu wenden. * Fachveret« der Tischler. Die Zahlstellen qeS Vereins befinden fich: 1) Blumenstraße 56(Ttschlerherberge); 2) Ska- litznstraße 18 bei Stramm; 3) Belle-Allianceplatz 6 bei Hilscher; 4) ZionSkirchplatz 11 bei Hohn; 5) Mällerfliaße 184 bei Hähring. Der Zentral ArbeitSnackweiS deS FachvereinS be- findet fich auf der Tischlerherberge, Blumenstraße 56.— Die Zahlstellen find jeden Sonnabend, AbendS 3V, bis 10 Uhr geöffnet. Daselbst werden Beiträge entgegenommen und neue Mitglieder aufgenommen.— Die statistischen Fragebogen wer« den bei den Mttgliedern der Fachkommisfion und auf den Zahlstellen ausgegeben. Ausgefüllte Fragedogen find an die Mitglieder der Fachkommisfion, deren Adressen auf dm Bogm selbst angegeben find, zurückzuliefern.— Morgen(Sonntag) findet ein gemeinschaftlicher Autflug mit Damen nach König»« Wusterhausen fiatt. Abfahrt früh 8 Uhr 30 Minuten vom Görlitzer Bahnhofe. Diejenigen Theilnehmer, welche dm 12 Uhr 30 Minuten von Berlin abgehenden Zug bmutzen wollen, werden vom Bahnhofe in Königi-Wusterhausen ad- geholt. * Verein zur Wahrung der Juteresse« der Tischler, Sonntag, den 16. Mai. Herren-Fußpartie nach dem Grüne« wald. Abfahrt Morgens 5 Uhr vom Schlefischen Bahnhof. Für Nachzügler Abfahrt früh 8 Uhr vom Anhalter Bahnhof. Treffpunkt und RmdezvouS Bahnhof Grunewald. Die Lohnkommissto« der Drechsler und verwandten Berufsgenossen macht bekannt, daß freiwillige Beiträge für die streikend:« Gewerktgenossen in Rabenau bei Dresden an folgenden Stellen entgegengenommen werden. 1. Elsasser- und Gollnowstraßm-Ecke: 2. Kleine Hamburger- und Elsasser« straßen-Ecke; 3. Langestr. 34; 4. Naunynstr. 78; 5. Reichm- bergerstr. 24; 6. Mittenwalderstr. 57; 7. Fischer str. 29; 8. Admiralstr. 40, bei Kreutz; 9. Skalitzerstr.18, bei Stramm; Ritterstraße 123, bei Sodtke. Ueberall Sonnabends von 8biS 10 Uhr Abends. * Kranken« und Bearäbnißkasse der Gürtler und Bron»eure(eingeschr. HllfSl.Nr.60). Dm Mitgliedern zur Nach« richt, daß der Nachtrag zum Statut in Kraft getretm ist und auf den Zahlstellenjverabfolgt wird. Die Hauptzahlstelle bei Nitball, Ritter- und Prinzenstr.-Ecke, ist nur EonnabmdS und MontagS geöffnet, deS Sonntags aufgehoben, dafür ist deS Sonntags MorgenS von 8—10 Uhr Sprechstunde beim Rmdant Miester- seid, Oranienstt. 2a. Freie Veretnianna der Vergolder und Kachgenossen. Versammlung am 17. Mai bei Keller. AndreaSstr. 21(oderer Saal). T.'O.: 1. Wie stellen fich die Mitglieder zur Errichtung eines ArbeitS-Nachweise-Bureaus. 2. Besprechung über deS de- vorstehmde Sommer-Vergnügen. 3. Verschiedene«. 4. Frage« kästen. Um zahlreiches Erscheinen wird gedetm. Zentral'Krankenkasse der Maurer u. s. w., örtliche Verwaltungsstelle Berlin l. Sonntag, den 16. d. MtS„ im Lokal zum„Deutschm Kaiser", Lothringerstr. 37, ordentliche Mitglieder. Versammlung. Tagesordnung: Wichtige Kassen« angelegenheitm.___ * Berliner Stuckatenr-Verein. Montag Abend 8 Uhr Versammlung im VereinSlokal. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Statuten-Vorlage. 3. Verschiedenes. van- und Fabrikardeiter-Kranken- und BegrSbuift- kasse zu Berlin(eingeschriedme Hilfskaffe). Sonntag, den 16. d., Vormittag» 10V« Uhr, im Lokale deS Herrn Säger, Grüner Wm 29, außerordentliche Generalversammlung. TageS- Ordnung: VorstandSwahl. Statutenänderung. DaS Kaffmduch legitimirt. * Kranken« und Begräbnißkasse de« verein« sammt- licher BerufSklassen(E. H.). Versammlung jeden dritten Sonnabend im Monat, Abends 8V> Uhr, Karlsbad und Flott- wellsttaßen-Ecke bei Kuß. Gewerkschaft der Metallarbeiter Berlin« und Um« gegend, Mitglieder« Versammlung sämmtlicher Metallarbeiter am Dienstag, dm 18. Mai, AbendS 8 Uhr, im Weddina-Park, Müllerstr. 178. Tagesordnung: 1. Vortrag deS Herm Rechtsanwalts Freudenthal. 2. DiSkusfion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommm. Gäste baden Zutritt. * Verein zur Wahrung der Interessen der Korb- macher Berlin« und Umgegend. Versammlung Sonntag, den 16. Mai, Vormittag« 10 Uhr, bei Otto, Adalbertstr. 21. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Verschiedenes und Fragekasten.— Neue Mitglieder werden aufgmommm.— Der ArdettSnachweiS für Kordmacher befindet stch bei F. Jungnickel, Wtmerstr. 7. verein der Taubenfrennde jeden Sonnabend AbmdS 8Vi Uhr Sitzung im Restaurant Kleemann, Laufitzerstraße 41. Tagesordnung: Flugtauben- Angelegmhett. Um recht zahlreichen Besuch wird gebetm. Für die Mitglieder der örtliche« verwalwnatstelle Berit« A. der Zentral-Kranken- nnd Sterbekasse der Tischler findet am Montag, dm 17. Mai, AbendS 8 Uhr, Mantcuffel- straße 9, eine Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom ersten Quartals 2. Wahl Mitgliedsbuch legitimirt. ! eineS KrankenkontroleurS. Verein der Sattler und Kachgenosse«. Sonnaben» (heute) Abmdi 3V, Uhr, Versammlung in Gratweil'S Bin- hallen, Kommandantmstr. 77—79. Tagesordnung: 1. Ad' rechnung vom MaSkmball und SttftungSfest. 2. Wahl va VergnügungS-KomiteeS und der Revtsorm. 3. Verschiedene» Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. * Im Verein der Maschinisten und Heizer hält«» Sonntag, den 16. d. M., Herr Ingenieur H. Lange«ine« Vortrag über die Obliegenheiten und dm Beruf deS Heizer». Femer findet die Berathung über daS diesjährige Eomm«- fest statt._ Kleine Mitcheilungen. Aschaffenburg, 12. Mai. DaS hiesige Landgericht urthellte heute dm katholischm Pfarrer Schröder von Erlen- bach wegen fieben Verbrechen gegen die Ssttlichkeit m« Schulkindern zu 7 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Ei« sehr betrübender Unglücksfall ereignete stch JJ® Dienstag Abend in der Nähe deS BurgthoreS in Lüb-ck. Da- selbst wurde nämlich die 12 jährige Tochter de« Arbeiters Harm» bei einem Spaziergange durch einen Schuß am Kopfe getroM in Folge dessen fie befinnungSIoS niederfiel und in die elW- Wohnung getragen werden mußte, woselbst fie, ohne wilder zur Besinnung zu kommen, nach kurzer Zeit verstarb. Bei der hierauf eingeleiteten Untersuchung stellte fich herau», daß.der Oberaufseher deS MarstallgefängniffeS, Plefchke, mit einer Salo»- büchse nach Krähen geschossen hatte. Ein Schuß hatte da« Mädchen getroffen. Pleschke bat von dem Unglückfalle am selbm Abende nicht gehört. Nach eingeleiteter Untersuchung begab er stch zum Staatsanwalt und fragte diesen, od er wegen deS Vorfalle« Strafe zu erwarten habe, waS jener natüllu» nicht vemeien konnte. Kurze Zeit darauf hörte man im Gericht»- Hause einen Schuß und nähere Nachforschungm ergaben, dal der unglückliche Schütze stch da» Leben vermittelst eine« Revolver- schuffeS zu nehmen versucht hatte. Man requirirte sofort«rj» liche Hilfe, und der Verletzte ward nach dem Kranken W* gebracht. Die Kugel hat die linke Lunge durchbohrt und m in den Rücken eingedrungen, auS dem fie entfernt worden ij1 Man glaubt nicht, daß der Verwundete gmesm wird, da du Lunge schwer verletzt ist. Ketzte Nachrichte«. Daß man in Petersburg Mißtrauen, bezüglich engltM AnnexionSabfichten auf dt« Insel Kreta hegt, erhellt au»% Kundgebung de« russischen„RegierungS Anzeigers". Dersew berichtet, wie telegraphisch mitgetheilt wird, auS Kanea, MJ der von dem Aufstande der Kretenser im Jahre 1866 her bekannte„TimeS"« Korrespondent Steelmann Anfang« W»! diese« Jahre« den Versuch gemacht habe, die Kretenser jj* England zu stimmen, indem er dieselben gleichzettig vor d« Politik Rußlands und vor einer Vereinigung mit GrieckenM gewamt habe. Die Kretmser hätten sich jedoch diesm strebungen gegenüber ablehnend verhalten und blmerkt, d« fie England sett der Besttznahme von Cypem nicht mep trauten. In Groß-SzentmikloS(Ungarn) fanden am 12. d. UntuW mit nationalem Hintergrunde statt. Eine Rotte von etwa � Rumänen drang in das Gemeindehaus, insultirte den meindevorsteher und verhinderte die Durchführung einer ü» nisterialverordnung bezüglich der Uebergabe von Grund uv Boden für die Errichtung einer ungarischen Schule, wela« Bewohnerschaft freiwillig zu diesem Zwecke angeboten hat. Ruhestörer durchzogen die Straßen und stießen Drohung� gegen die Besitzenden auS.„ Der italienische Minister de« Innern hat für die 6% auS allen italienischen Hafen, welche in Sizilien, Sardini«' und auf den benachbarten Inseln mit unversehrter eintreffen, eine siebentägige Beobachtung angeordnet. WA" ein verdächtiger Krankheitsfall vorgekommen ist, rnw# die Schiffe einer 21tägigen Quarantäne in Astnara unWM: Durch einen heftigen Wirbelwind find in Madrid und w der nächsten Umgebung große Verwüstungen angerichtet den; zahlreiche Häuser find zerstört worden, der obere% deS Thurmes der Kirche San Jeronimo ist eingestürzt. Zahl der bei der Katastrophe umS Leben Gekommenen w» auf 50, die der Verwundeten auf 400 geschätzt. Tausende � Bäumen find entwurzelt worden._.„i Große Aufregung ruft, nach dem„Berl. Tgbl.". ing die Ermordung de« SektionschefS im Eisendahnministenu». Carlter, hervor. Derselbe wurde in seinem Bureau durch(tn Revolversckuß getödtet., Die Fortsetzung der Berathung über die irische waltungSbill wurde auf Montag vertagt.„Daily New» Jj fahren, die entgegenkommende Rede des Staatssekretär»% Krieges Bannermann habe den Entschluß ChamberlainS seiner Anhänger, gegen die zweite Lesung der irisch««£ waltungSbill zu stimmen, nicht geändert.... � Im nördlichen Irland berettet fich AlleS auf gewaltl»®� Widerstand vor, falls wider Erwarten die Gladftone'sch«%.„i Rule-Bill zur Annahme gelangen sollte. Ein Korrespon� deS„Daily Expreß" in Coleraine konstatirt, daß die OroNl in ihrem Distritt von Ulster damit beschäftigt find, all« glieder im Alter von 18 biS 20 Jahren alS Freiwillige gistriren, diezu den Waffen greifen sollen, um den Hom«ü"�v Behörden Widerstand zu leisten. In wenigen werden die Listen vollständig sein. Die Freiwilligen w« JJj wie verlautet, von MUgliedem einexerzirt werden, die Armee, Flotte oder der Polizei gedient haben, und die- sollen ihnen geliefert werden. Man erwartet, daß die � Streitkraft durch Freiwillige auS England, Schottland � Kanada verstärkt und von englischen Herren, die fich®fli reit erklärt haben, befehligt werden wird. ,1# Wie M. Michael Davitt über den Entschluß von..�p zum Widerstand« gegen Homerule denkt, geht auS einer redung hervor, welche ein Vertteter der„Pall Mall Ga-�j mit ihm hatte. Davitt sprach verächtlich von der Jb«*.,, Ulster irgendwelchen wirkungsvollen Widerstand leisten w Jj „Uederlaßt uns daS allein"— sagte er—„wir»wj* d jenen Herren kurzen Prozeß machen. Sie find nicht»ynW find nur Engländer und Schotten, die fich unter NN» gelassen haben, und eS wäre albern, wenn man ihnen g«, �. wollte, Jrländern zu diviren, wie Irland regiert werdtt» �stt! Sie haben eben so wenig Anspruch zu verlangen, datz. � ander« alS ein integrirender Theil von Irland behanvei � den sollte, alS Irland« in Liverpool und Glasgow ei".wi»- haben würden zu«erlangen, daß diese Städte Irland �»1» leibt werden." Die National. Partei würde eS absolut ablei>ü�lir> Forderung Ulster«, von der Herrschaft de» Parlaments ausgeschlossen zu werden, in irgend einer Form anzuer pt Zugeständnisse über diesen Puntt seien ganz unmöfllr� tf National-Partei würde jede Bill, welche Ulster Dublin zusammentretenden statutarischen Parlament um biS zum Tode bekämpfen.-,..1� Die VermittelungS-Versuche in dem Kohlen-A«� � Decazeville nehmen unter dem Schiedsrichter � wstv � Künstigen Fortgang. Die Beendigung deS Stteik» Sonnabend erwartet. � #### meingefab?lichen Brstredungen der Sozialdewo! Oktober 1878 verboten. haben würden zu«erlangen, daß diese Perattwortlich« Atdatta»«. ftrashete ia»nlt«.»nick nnd Verlag vv» M«,*»niia iw,«»thsttaße 3.