Dienstag, den 35. Mai 188«. in MerZMlill Krgsn für dir Intrrrsftn der Arbeiter. 4 Das„IBcylisc*«olkstlatt" und J wurde daher beschloffen, die Petttion der Gebrüder Toiltt gegen Düffeldorfer Regierung und Handelsministerium der StaatSregierung zur Berücksichtigung zu überweisen. Die Eigenthümer der„Bayr. Volks stimme", Vellmar und Löbenberg, wollen dem Vernehmen nach 8(8* das Verbot der Kreisregierung, deren ferneres Erscheinen de- treffend, bei der Äeichskommisfion Beschwerde«inlegen.—%% wegen Verbreitung der NeujahrSflugblätter angeschulviM 2 Sozialisten in München find durch Beschluß deS Lindgeritr» außer Verfolgung gefetzt worden... Ausweisungen. Auf Grund deS§ 28 deS Gestt? gegen die gemeingefährlichm Bestrebungen der Sozialdemo lram find auf Beschluß der KreiShauptmannschast die Leiter deS» Leipzig aufgelösten Tischlergesellen-FachvereiM' frühere Tischlergeselle und jetzige Restaurateur Robert Web« aus Nossen sowie der bereits aus Berlin auSgewiesme TisM' geselle Emil Richard Köppe auch aui hiesiger Stadl um dem amtShauptmannschastlichen Bezirke Leipzig auigewtet* worden. Oesterreich-Ungar»u Unter den Einwirkungen einer Hitze von 30 Grad ReaiM setzte daS Abgeordnetenhaus die Debatte über da« Arbettec Unfallversicherungsgesetz fort. Es sprachen iw fünf Redner, dann erlahmte die Aufmerksamkeit des HauseS Is: daß Emolka die Sitzung vorzettig schloß und die nächste«F für Dienstag anberaumte. Der alte Herr scheint auf einen kühlenden Regen zu hoffen. Am Dienstag werden die Generm redner und die beiden Berichterstatter sprechen. Der deuis» nationale böhmische Abg. Strache meint, daß die s o; W' reformatorischen Anläuft in einem Mome»'' nicht ernst genommen werden können, a' exorbitante Zölle den Konsumenten belaste' und wo daS Sozialistengesetz die Arbeiter dem archismui zutreibe. Er verlangt die Organisation der Arbev* Versicherung auf berufSgenoffenschaftticher Bast» und perhon* »irt die Heranziehung d«S Arbeiters zur Beitragsleistung. Czeche Adamek verwahrt die Rechte gegen den Vonom daß ste föderalistische Tendenzen in das Gesetz hinein?' tragen habe, und will die Lawine der sozialen Gefahren* der Sonne, der sozialen Reformen schmelzen. Ein(*0"* Bild! Der Deulsche Klub befand sich wieder einmal in Krists, und zwar deS Fürsten Bismarck und der Arb# wegen. In der sozialdemokratischen Versammlung 9. d. M., welche, wie bekannt, von Mitgliedern des Deut!»* KlubS, den Avgg. Äusserer und P.rr.eri dorfer einberum worden war, sprach nämlich ein Arbeiter erbittert über w „geriebenen Otto", d. h. den deutschen Reichskanzler. Darfljst entstand bei den nordböhmischen Mitgliedem bei Klubs gr»»? Entsetzen und fie rügten scharf, daß Angriffe auf Liiom überhaupt zugelassen und namentlich der wegwerfende derselben nicht gerügt wurde. Die Abgeordneten auS böhmen lund jene aus den Alpenländern standen fich W*/ scharf gegenüber. Die Krlfis ist jetzt zwar wieder„destanv» und die bestehenden Gegensätze sind bis auf Wettere« geglichen". In Folge der Bekrön, ung deS Grabes deS bei Erstürw»"? Ofen«(1849) gefallenen Generali Hentzl durch den fich spater ähnttche Szenen vor dem Hentzi-Denkmal. kommandtrend: General EdelSheim erklärle, er begreift daß die ritterlichen Magyaren Anstoß nehmen können. Soldaten die Graber gefallener Kameraden schmücken.%% doch Danen die Gräber der Deutschen, Deutsche die der Franzosen, Italiener die G.äber ver Oesterreich«. V sogar ZuluS ehren die Stätte, wo Prinz Napoleon Der General vergißt, daß das Verhalten der Milttärs als c Provokation erscheinen mußte. Schweiz. Die Berichte über die Tumulte auS Anlaß de« streiis stellen fich wieder einmal als übertrieben berauS. „Franks. Ztg." schreibt man auS Zürich, dm 20. Mai: störungen fanden koine statt, eS hatte keine Verhaftung � leine Ausweisung zu erfolgen, und die Anordnungen�, städtischen Behöiden hatten einzig den Zweck, solche Kt! ß die arbeiten wollen, gegen jeden moralifchen Zwang zu Jede weiter« Maßregel wäre von der Bevölkerung ungn"- wolle«, daß er ganz vom Theater abgeht. Wen« einmal mit ihm spreche« könnte I* Der nicht, der wahrhaftig nicht!" rief Pftfi, S „dem Hat'S der Souffleurkasten aagetha«, uvd der nicht eher, bis sie ihn einmal erst mit faulen Aepft- anderen Vegetabilie« von de« Bretter« hiouvterg� � fr# V haben. Dann kommt er in das Stadium, wo er Undankbarkeit de« Publikums und den schlechte« unsere« jetzige» Zeitalter» schimpft, und nachher vielleicht möglich, iha zur Vernunft zu bringe»— Die Frau seufzte recht tief auf, und Jeremias« kein Auge von ihr verwandte, fagte herzlich:.,# %"fiX"' halte Dir, was ich versprochen habe." „Aber daß da» Jettche« eine« schlechte« Sch �- heirathet,* rief Pfeffer,„dazu gebe ich«ewe Em nrcht— lieber, bei Gott, einen Tagelöhner, den«» � sie doch vorher, daß sie Hunger« müssm,««* t»! � l* in einem fort von Lorbeer« und„Rufen! 3# vernünftig— Du weißt, wie Du'S getrieben Haft- „Ja. Bruder Pfeffer, Du hast recht," sagte � kleinlaut:„es ist freilich ei« bitterböse« Dmg--' „Ist er da?" rief draußen eine schrille Stlw � er gekomme«, Jettche«?" „Gott sei uns gnädig._ Fräulein Bassini auf, jetzt Acht gegeben bi. Tb°- In dem Augenblick-----....... Fräulem Basfini trat wirklich auf, �er« 9 ej,ulb>g Bruder vielleicht erwartet habe» mochte, in a»« foPi, Hast, sondern mit Würde. Langsam, den Kopf be*#, rückgkbeugt,trat sie in'« Zimmer. Kaum ab« traf? jhcei» � suchten, als sie vollständig aus ihrerRolle fiel, de � staunen kannte fie ihn augenblicklich al« den sie damals für den„Kammerdiener de« � und deshalb mit gründlicher Nichtachtung Q..•.« rtÄMÄ-i«" wcrd«n. Noch ist heute der Streit nicht de- �digt; eS find noch zwischen 70 und 80 Schlossergesellen, "•Iite streiken. Eine Anzahl kehrte zur Arbeit zurück und durch Mtisende Deutsche haben die Meister neue Arbettikräste er« Nllen. Eine Versammlung der Streikenden fahte soeben den «slchluh. daß, wenn bis Samstag die Forderungen der Ar« wt;r nicht ersüllt seien, auch diejenigen die Arbeit nieder- «zen sollen, die bei denjenigen Meistern, welche den zehn« Mrdigm Aibeiistag annehmen, mittlerweile wieder einge« toten find. Belgie»»« Die klerikale Partei, die trotz ihres Niedergangs mit Zähigkeit die RegierungSmacht festhält, macht gegenwärtig große Ustrengungen, die für Pfingstsonntag, den 13. Juni, geplante Esendemonstratton zu verhindern oder zu erschweren. soll, nach der„Franks. Ztg.", auch eine Reihe politischer se dienen, die gegen daS Haupt der Sozialisten in Anseele, sowie gegen da» dort erscheinende Arbeiterblatt «Voorust" und dm sozialistischen Schriftsteller Defuiffeaux- iwcheu, einen Bruder des dekanntm KatechiSmuSverfafferS, an« Mengt werden. Anseele, dem in der Anklageakte selbst daS öwgniß eines Mannes von tadelloser Moialilät und Führung 8«flecen wird, ist beschuldigt, am 29. März d. I., unmittelbar den Unruhen im wallonischen Theile deS Landes, in einem �eting in Gent, in welchem die Haltung der Regierung gegen- jenen Ruhestörungen besprochen wurde, den König ernm --Pollsmoordenaar"(Volksmörder) genannt zu haben, und wird wegen schwerer Injurien gegen daS LandeSoderhaupt Anfangs Wster Woche vor die Asstsen von Lstflandem kommm. Die «mir« Defuiffeaux. der beschuldigt wird, zu jenen Unruhen Mftistet zu haben, kommt Ende derselbm Woche vor die Wien von Brabant. Ein doktrinäres Blatt findet diese poli- «ichen Prozesse unzeitgemäß und eher geeignet, aufzureizen, alS Wuschücjjttin. Die Manifestation selbst wird— so viel ist 3* ersichtlich— nicht untersagt werden. Herr Bürgermeister Wä wenigstens hat einer Arbeiterdelegation, die ihn bereits �vergangener Woche darüber befragte, erllärt, daß er zwar swchkeinm bestimmten Entschluß gefaßt habe, jedoch nur noch � Antworten der Gemeindebehördm in den Provinzm ab- Mte und, wenn dieseldie Ausrechterhaltung der Ruhe zu ver« x'.gtn schienen, die Manifestation nicht untersogen werde. Aufgabe, sagte er, sei eS nicht, zu untersuchen, zu Gunsten welcher politischen Refoim manifestirt werden solle, Mm darüber zu wachen, daß die Ruhe in der Stadt nicht werde. Demnächst soll eine weitere Besprechung zwischen I,» Mrgermeister und den Arbeiterdelegirten über die Anae. stattfinden. Nach einer anderm Verfion soll die M-- 'Natron zwar gestattet, allein von äußerst strengen Vorstchts- ?°°,"geln begleitet werden. Mit der Ausführung dieser Maß- .»eln würde die Bürgergarde betraut, jedoch auch daneben te 5a?Jt Garnison in Bereitschaft gehalten werden. Thalsache fliL® �ie Zivil- und Militärbehörden mehrfache Berathungen "geeignete Maßregeln zur Ausrechterhaltung der Ruhe in "lstadt gepflogen haben und daß die Bürgergarde Glln? anderer Orte, z. B. die von NivelleS, RoulerS und se«t königlichen Befehl vom 16. dS. in Aktivität ver- worden ist. Bis zum 13. Juni vergehm aber noch einige KIM. und der Ausgang der in der Zwischenzeit erfolgenden mOWn, namentlich der Kammer. Erneu, rungswahlen, kann den ln8 und Charakter dieser Dinge noch sehr beeinfluffen. Fraurreich. Der Kriegsminister legte dem Ministerrath sewen Gesetz- Mwurf gdor die militärische Reorganisation vor. 2' Haupidestimmungm find: Der aktive Milttärdier.st wird U � Jahre beschränkt. Er ist persönlich und gleich für alle. �.Hilfsdienst und die Befreiungen von Rechtswegen werden �'ichüfft. Die Acrzte, die ihren Doktortitel erworben, werden als HilfSärzte dienen. Die jungen Leute, welche im stmltmn»�uguiffei über ihre militärische Vordereitungi-Jn- Zeit wkrven nach zweijährigem Dienst auf unbestimmte destimV�S � Diese für junge Leute von 17 bis 20 Jahren �5. jnüttärifcht Vorbereitung« Instruktion wird durch kein- rr!» �entschaftlichen Erlaß geregelt und darf dem Staate lich«* Wkn verursachen. In jedem Kanton werden monat- biei-ni. �Sübuogen für die vom Dienst Befreiten und für Di« ÄA? stattfinden, welche einen Aufschub erhalten haben. Wm�WruItoren werden von den Regimentern geliefert- Eine viiissen �5 deren niedrigster Satz 21 Fr. 60 C;S. ist, .W"VN dem Militärdienst Befreiten bezahlen. Die von den Gemeinden erhoben, die'/, ihre« Ertrages wtli.,'"' Die Kolonialtruppen werden durch freiwillige An« Iqr. r""8'n. aufgebracht; Wtederanwerbung mit Prämien; Zu- Äm. r"l'* Plamicn der jungen Leute de» Kontingents de« �e«, welche vor der Ziehung verlangen, in der Ko- Rolnnl r5,t iu dienen; Einverleibung für ein Jahr in das Kontingent. Das jährliche Kontingent ist auf 192 000 die aktive Armee wird also nach Abzug der tw, tf« 545 000 TOnnn ftntl Mm D#t»«„«mmärtige Bestand ein Utber« dadurch de- kl'ffer— wohl, Fräulein Bassini— bitte, setzen Sie ej�' � kommen gleich Stühle— habe die Ehre, Ihne» hier jk, kirre Zeit lang verloren gegangene» Schwager vorzu« - der sich»euerdiig« wiedergefunden hat: Herr Jeremias �ihammer." • sagte Jeremias, der mit gut- zuging und ihr die Hand entgegen« »es Stelzhammer," sagte Fräulein Basfiai vornehm, st mir sehr angenehm.. ti#, Papperlapapp," tief Pfeffer,.Du kommst um (in. ei°sttag zu spät— wir habe» die ganze Geschrchte ej»,» �.vtereinauder abgemacht— gieb ihm die Hand und " Kuß und seid gute Freunde!" "Abkr. Fürchtegott..." jetzt schon nicht ander« werde«, Schwägerin," lachte Jeremias, indem er auf sie zuging und die Arme Srä»j'?ber so geschwind geht e« den« doch nicht," rief "»st»och zurückweichend-.das nehmen Ere \ übel. Schwager, da« war doch..."- aber sie toib«» ro,itet- Jeremias war nicht der Man«, sich auf % zurückweisen zu laffen, und al« Jettchen eben die diill.j?ufmachte, um dem Vater zu helfen, wenn die Tante S?*- wie sie das gar so gern that- noch etwa pvpf/�uge« zu mache» hätte, faßte er sie schon beim Und drückte ihr eine» herzhaften Kuß auf den Mund. � � Schwager," rief Fräulein Bassini,.«eine ja. Junge, rief Pfeffer,„nimm Dich in et 8eQcn ab!* "«"best ei» Gnobian. Fürchtegott." »UNtz»lim ,.»k Q-._____ s.r jl.r, Tamils'»"icht« hineinzureden, den» daS ist �°ren wir'nicht etwa mit zur Familie!" streiten, daß man dem Kriegsminister da« Recht gibt, bis zum 30. November die Einberufung der Klaffe zu verschieben und die zu befreiende Klaffe sofort nach den Heibstmanövern zu entloffen. Der Gesetzentwurf bewilligt den Unteroffizieren große Vo-.theile, und führt die Regional Rekrutirung(für daS Atmee- korpS) ein. Jedes KorpS wird sich auf seinem eigenen Gebiet rekrutiren, aber die Leute werden in ihren Armeekorps den Truppenabtheilungen einverleibt werden, welche fick außethalb deS Unter- Militärbezirks befinden, dem sie angehören. Eine aewiffe Anzahl von Stellen im Generalstabe wird beseitigt. Vierzig Jägerregimenter, Jäger zu Fuß, werden errichtet wer- den. Die FestungSartillerte wird mit dem Genie verschmolzen. Ein KorpS militärischer Ingenieure für die Kunstarbeiten wird errichtet und in den polytechnischen Schulen angeworden werden. G r o tz b r i t a»« i e«. In der jüngsten Sitzung deS RatheS deS Verbandes der liberalen und radikalen Vereine London« wurde auf eine Be- hauptung Bezug genommen, daß Mr. Chamberlain da« Ersuchen deS LordkanzlerS. ihm eine Unterredung über d i e irische Frage zu gewähren, kurzweg abgeschlagen habe. Darum ersucht, jene Behauptung zu berichtigen, hat Mr. Cham- derlain folgende Antwort aegeven, die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt:„Ich bin im Befitz Ihres Schreibens vom 17. d. M-, in welchem Sie mich ersuchen, eine einfältige anonyme Schmähung zu berichtigen, eine von den Hunderten, welche in dieser Zelt der poltlischen Eiregung in Menge von ZrttungSIorresponventen erfunden werden. Ich glaube nicht, daß ich eS in irgend einem Fall« der Mühe werth halten würde, von solch einer Verleumdung Notiz zu nehmen; noch weniger aber bin ich dazu geneigt, um die Gunst der Herren, welche der Sitzung deS Verbandes der liberalen und radikalen Vereine Londons beiwohnten, zurückzugewinnen. So lange ich im öffentlichen Leben bin, habe ich mich bemüht, der radtkalen Sache loyal zu dienen; dennoch gilt das alles für nichts, weil ich nicht im Stande bin, im Augenblick hinsichtlich einer Frage, welche unerwartet aufgeworfen ist, alle? wa« ich früher über den Gegenstand gedacht habe, hinunter zu schlucken. Ich be- wundere die für alles Raum habende Verdauung der Herren, welche dem in Rede stehenden Meeting b:iwohnten. Wahr- scheinlich haben sehr wenige von ihnen die Vorlagen gelesen, welche sie jetzt unterstützen, und kaum Einer von ihnen würde diese Vorschläge auch nur einen Augenblick beachtet haben, wenn sie von einem weniger hervorragenden Manne alS Mr. Kladstone ausgegangen wären. Nach dem Schauspiel d-r Inkonsequenz und Unduldsamkeit, welche das Meeting bot, tann es auch nicht mehr überraschen, daß die Metropole, welche ein Bollw-rk deS Liberalismus sein sollte» in großer Mehrzahl konservative Abgeordnete wählte." Die „Pall Mall Gazette" bezieht die Auslassungen Cham- berlain's als auf sich gemünzt und bemerkt dazu:„Nach dieser Darstellung von Keckheit und schlechter Laune ist der Streit über Mr. Chamberlain'« Befähigung für die höhere Staats- mannskunst zu Ende. ES ist weder ein männlicher noch ein feinstnniger(gentlernanly) Erguß, und obwohl er deswegen um so charakleiistischcr sein mag, können wir nur bedauern, daß ein Mann, der, wie es diS vor ganz Kurzem schien, dazu bestimmt war,«inen hervorragenden Platz in der englischen Politik einzunehmen, unsere schlimmsten Eindrücke so gründlich rechtfertigte." Ueber die bereits erwäbntm Differenzen zwischen den Werk- zeugfadrikanten Ward u. Payne in Sheffield und deren Arbeitern werden noch folgende Einzelheiten gemeldet: Nach- dem e« den Fabrikanten nicht gelungen war,«ine Lohnherabsetzung von 15 pCt. durchzusetzen, forderten fie ihre Arbeiter auf, daS System der Bertheilung der Arbeit anzunehmen, wodurch die Firma befähigt werden dürste, durch billigere Produstion der deutschen Konkunenz zu begegnen. Die Leute lehnten die« jedoch ab. Hierauf kündigte die Firma den Arbeitern und nachdem die Frist unlängst abgelaufen war, forderte fie in einer Remschetder Zeitung deutsche Schleifer auf, in ihre Dienste zu treten, worauf eine große Anzadl von Bewerbnngen auS Deutschland einlief. Ward und Payne machten indeß ihren Ardeitern eine nochmalige Offerte von Löhnen in Höhe von 30 sh. bis 40 sh. per Woche, und erst, alS auch dieS Anetbie« ten von den alten Arbeitern nicht angenommen wurde, enga- girte man mehrere neue Ardeiter, und gab den älteren Arbeitern gleichzeitig zu verstehen, daß auch die anderen Plätze von Deutschen ausgefüllt werden würden, falls dies nothwendig werden sollte. Hierdurch wurde unter den Arbeitern große Bitterkeit hervorgerufen, und gestern fanden die Fabrikherren, daß einer der Treibriemen verbrannt und zwei andere in Stücken geschnitten worden waren. Die Firma erllärt indeß, daß fie jedem Versuch zur Einschüchterung Widerstand leisten werde. Spanien. Der„Köln. Ztg." wird aus Madrid vom 22. Mai gemel- det: Die spanische Regierung hat Nachricht von der Abreise de« Don CarloS von Venedig nach der Schweiz erhalten. Die Grenzbehörden haben Befehl zu scharfer Aufficht erhalten, fliegende Kolonnen überwachen die nördlichen Provinzen. „Beiläufig ja, aber nie mehr wie»öthig— und nun, Jettchen, wie ist eS mit Deinem Essen?" „Gleich fertig, Onkelchen, ich will nur de» Tisch decke« — aber mit de» Tellern wird'S heute knapp hergehe»; auf so viel Gäste find wir freilich nicht eingerichtet." „Bah, da behelfe« wir un«— nicht wahr, Jeremias?" „Du lieber Gott", sagte dieser,„mir ist heute gar nicht wie esse« I Ich bm so froh, so glücklich, ich könnte auf einem Beine tanze«...." „Müßte famoS aussehen," lachte Pfeffer—„und jetzt Platz da, daß da« Mädel de« Tisch decke» kann— heute wolle« wir einmal en farnille speise»!" (Fortsetzung folgt.) An» Knnst und Lebe«. Cpert-Treptow- Diese« mit allen landschaftlichen Reizen ausgestattete VergnügungSetabliffement befitzt eine«ühne. für die Spezialitäten gewonnen find, welch« in ihren Produttionen wabrhafl Erstaunliches leisten. Der au, Bom�y Per einge- des Gleichgewichtes geradezu Hohn zu sprechen, so frappant wirken diete Ausführungen. Al« Könige der Luft kann man schwindelnden Höh« aufgebaute Stuhlpyramide sein, von deren oberster Höbe ein Sprung erfolgt, der sturzahnltch ausgeführt wird. Große Heiterkeit erregt jevei Mal dn Stttzenlauf de« Tanzkomttei» Jotty Bonn, der außerordtntliche Geschtckllchkert mit trefflicher Komit zu paaren weiß. Fräulein Heckel ist eine reizende Licdersängerin und Fräul-sn dt Cairmont verstehtes. auf das Angenehmste zu feffeln. DaS Duettistenpaar Geldner und Fräulein«achmann bilden einen Glanzpunkt im Repertoir dieser so beliebten Bühne und wird der außerordentlich niedrig normitte Eintrittspreis gewiß viel dazu beilragen, dm„Sperl" JUm Wie aus einem Kunstreiter. ZZZÄMZMZ Der„Jmparcial" meldet: Moret erhielt vom ftan« zöstschen Botschafter die Zusage, Frankreich werde leine Karlistenbewegung auf seinem Bodm duldm, Italic«. In der Zeit vom 21. zum 22. Mittag find an der Cholera in Brindisi eine Person erkrankt, eine gestorben: in Bari 6 erkrankt, 2 gestorben; in Venedig 10 erkrankt und 5 gestorben. Balkanläuder. Wie eS heißt, HSttm die Türken am 22. d. M. auf der Linie Molonna-Raveni und gegen Mavreli daS Feuer eröffnet. Die Griechen hätten die Türken zurückgewiesm und einige türkische Stellungen besetzt. Am 23. früh hättm die Feind- seligkeiten auf denselben Linien wieder begonnen. Die Türkm rücktm in beträchtlicher Anzahl heran.— Philareto« richtete in der griechischen Kammer eine Anfrage an die Regierung über die türkischm Angriffe. In Abwesenheit Trikupis' erwiderte der Minister des Innern, LombardoS, eS seien Schritte ge- than, um diese Angelegenheit zu ordnm, und Wate hinzu, daß ohne die Zwischenfälle an der Grenze das Dekret zur Eni» waffnung schon veröffentlicht sein würde.— Nach einem aller» neuesten Wolff'schen Telegramm herrscht an der griechisch- türkischm Grenze vollständige Ruhe; die türkischen und griechischen VorpostmbefehlShaber hadm fich über die Ab- fassung eine« Protokolls geeinigt, in welchem erklärt wird, daß die am Donnerstag und Freitag vorgekommenen Feindselig- ketten durch M.ßverständniffe auf beiden Seitm hervorgerufm worden seien. Außerdem ertlärt die Pforte in einem Zirkular, daß die feindseligen Vorgänge an der türkisch-griechischm Grmze ganz zufällige gewesen seien, falls ste nicht durch Offiziere, welche Anhänger der Partei Delyannis wärm, hervorgerufm fein sollten. UebrigenS hätte der türkische Kom- mandat Befehl erhalten, au« seiner defmfiom Haltung nicht herauszutreten. Die Deputiltmkammer wird vorauSfichtltch auf 40 Tage vertagt werden. Im serbischen Ministerium für VollSwirthscha't wer» dm Gesetzentwürfe zur Monopolisirung aller Berg» werke und derSpirituSfabrikatton ausgearbeitet. DaS Monopolgesetz der EpirituS- Erzeugniffe soll demjenigen, welches für Deutschland destimmt war. ahnlich sein. Glückliche» Serbien! E« hat fich herausgestellt, daß bei den letzten serbischen Wahlen in Kragujevac selbst aktive Ojfiziere gegen dm dorttam Regierungkandidaten agttirtm. Diese Angelegenheit erregt hier großes Aufsehen. Amerika« Der Kongreß scheint seit einiger Zeit darauf verseffen zu sein, die Ausgaben, namentlich für Pensionszwecke, zu erhöhe». AuS diesem Grunde hat daS KefchäftSkomitee veS RepräfmtantmhauseS, deffen Vorsttzender Morriffon ist, einen Beschluß gefaßt, der deutlich zeigt, daß man bestrebt ist, über« große Gildbewilligungen für Penstonen nicht zu empfehlen. Die nationalen Steuern ergaben im velfloffenen Jahr nur 17000000 Dollar« mehr al« nöihig waren. Die verschiedmm PenfionSdillS, welche jetzt dem Hause vorliegen oder nächsten» eingebracht weiden, erfordern aber gegen 330 000 000 Doll.(!!) Sollten die betreffenden Vorlagen angenommen werden, so müßten neue nationale Steuem auferlegt werden. Hoffmtlich wird der Kongreß hier mäßigend einschreiten, denn über die Hälfte der verlangten PmsionSgelder ist in Wirklichkeit nur dazu bestimmt, um durch die etwa bewilligten Gelder Stirn« men bei öffentlichen Wahlen zu fangen. Der GeschästSauSfchuß ist auS sehr einflußreichen Persönlichkeiten, dt« verschtedenm Parteirichtungen angehörm, zusammengesetzt; eS gehören zu ihnen u. A. der Sprecher de« HauseS CarliSle, Moriffon, der Vorsitzende deS AuSschuffeS für MUtel und Wege und Randall, der Vorsitzende deS AuSschuffeS für Bewilligungm oder Appropriationen. Man meldet auS Chikago, 19. Mai: Die Schweinefleisch- Export- Häuser, welche die Forderung ihrer Arbeiter bewilligt und den Achtstundentag vor Kurzem eingeführt hatten, erklären jetzt, daß fie, um gegen die Konturrenz aufzukommen, auf den zehnstündigen ArbettStag zurückkommen müssen. Die Arbeiter in den Tischlereien find unter den vor dem Streik bestandmm Löhnen wieder an die Arbeit zurückgelehrt. Der Streik in dm Holzdistritten in Südwest- Chikago ist augenscheinlich zu- sammengebrochen und wird in allen Holzhöfen jetzt wieder ge- arbeitet. Afrika. Meldung der„Pol. Korr.": In den Kreisen der Einge» bormm von Kairo, welche mit den Jnwrgentm im Sudan stets Fühlung hatten, wird an eine im Zuge befindlichen Be- wegung der Sudanesen gegen die egyptische Grenze fest geglaubt. Der Nil ist im Steigen begriffen und seit Monatm wird der Vormarsch der Sudanesen für diesm Moment vor- ausgesagt. Die Berichte de« in Kairo eingetroffenen Kapitäns Stuart, der über Wady-Halfa hinaus RetoznoSzirungen vor- nahm, sollen konform den von Spionen überbrachten, wenig beruhigenden Nachrichten lauten. Metier ergreifen zu laffen, wissen wir nicht. ES scheint, daß jetzt bittere Reue über ihn gekommen ist. Der Aufruf ist von dem kaiserlich deutschm Konsul in Wim, Dr. v. Vivmot, de« alaubigt und lautet:„Im Jahre 1880 habe ich hier meine Söhne Alfred und Erwin dem Arttstm Felix Ferronl zur AuS» bildung in der Gymnastik anvertraut. Seit längerer Zeit ohne jede Nachricht von Ferront und meinen Söhnen, bitte ich hier« durch dringend alle Menschenfreunde, mir zur Ermittelung der Genannten behilflich zu sein. Ich bemerke, daß Alfred 16 Jahre und Erwin 13 Jahre alt ist. Vermuthltch defindet fich Ferront, der angeblich au« Genua stammt, zur Zeit in Oesterreich' Un» gam. Die verehrlichen Zeitungsredaktionen werden um un» entgeltliche Verbreitung diese« Aufrufes eines unglücklichm Vaters ersucht. Moskau, dm 21. April(13. Mai) 1886. Eduard Marrder, preußischer Staatsangehöriger, Aschischeulow Per, Hau« Sobo, lew, Qu. Grote." Liebenswürdige Schüler. Die Zöglinge der Lipto Szmt» Milloser Gewerbeschule machten fich, wie der„Pester Lloyd" schreibt, am 13. daS Vergnügen, auf den Tisch des Direktors, bevor dieser in die Klaffe kam. um dm Unterricht zu beginnm, allerlei Unrath zu legen. AlS der Direttor seiner Entrüstung darüber Ausdruck gab, begannen die Jungen zu schreien und den Direktor zu bewerfen, der fich nun entfernte, die Thür ab- schloß und die Anzeige beim Stuhlrichter erstattete. Dieser entsandte vier Hajduken mit dem Austrage, die Schuldigen, wenn deren Erutrung gelingt, sonst aber jeden Fünften fest» zunehmen. Die Klaffe verrieih die Miffethäter nickt und so wurdm 17 Bursche, unter Bedeckung einer großen Menschen» menge geleitet, ins Gefängniß gebracht. Geistesgegenwart. Beim Wirlh in N., einem ober« bayrischen GebirgSdörfchen, saß eine gemüthliche Gesellschaft beim Kartenspiel beisammen. Grade alS der Herr Pfarrer einen„Stich" machen wollte, wurde heftig die Thür aufgerissen und herein stürzte der Herr Oderförster, zerzaust und verkauft, daß es ein GrauS war. Auf allgemeine« Befragen seiner be- stürztm Freunde beginnt er zu erzähle«:„G'rad wia i in mein Revier mmftreif, kimmt mir der verflixte T der Erzwildiad, in Weg. Thuast'n weg! hob i g'sai ._ Seehofdauer, Rickti hat sein Stutzen bei«ahm. _____,_...„t. Weil er'n net weg tho' hat, bin t d rauf zua und glei' hat er g'raft mit mir. Schließlich war's mir z'dumm dö G'schicht und i hob'n packt, z'sambund'n wia an Reddock, in Rucksack nei. und einfach hoamiraa'n. vunst rafat'n mir no alleweil drauß'n." 3 Soziales m» Arbeiterbewesang. hA. Zur Lohn-«uv Streikbewegung der Berliner Maurer«ud Zimmerleute hat fich das belannle Heißsporn- Organ der hiestgen Bau Innung bemüßigt gesehen, gewisse, darauf bezügliche Mittheilungen und Ausführungen zu machen, die es mit der Wahrheit der behaupteten Thatsachen durchaus nicht geuau nehmen. Ebenso hat sie S wie immer verstanden, diese Phantafiegeburtm und HerzenSergüffe in verschiedene Tageblätter zu lanziren.(Leider haben wir auch einmal, auf andere Blätter vertrauend, eine inthümlich« Nachricht gebracht. D. R.) Also die biedere„BaugewerkS- Zeitung", das Blatt der Herren JnnungSmitglieder beyauvtet und läßt ganz unver- froren behaupten,„die von dm Maurern verhängte Bausperre bleibe im Allgemeinen völlg wirkungslos und auS der von den Meistern gemachten Zusammenstellung gehe hervor, daß der gezahlte Lohnsatz zum größten Tbeile niedriger, alS der aforderte Minimallohn ist. Die Meister, behauptet das Blatt, suchten fich die Gesellen auS und zahlten nur den LeistungS- fähigsten 50 Pf. Lohn für die Arbeitsstunde, also nicht einen Mtmmallohn von 50 Pf. So die �Baugew.-Ztg."— Seitdem hat, anscheinend, ein der Bau- Innung oder der ihr geisttSoetwandten Elementen dienstbereit williger Preßgalopptn von der bekannten Koulem deS„Mädchen für AlleS" folgenden InnungS-„Waschzettel" in fast od-r vielleicht in sämmtliche Berliner Tageszeitungen zu befördern vermocht. Hiernach hätten die Maurer augenblicklich nur über einen einzigen Berliner Bauplatz die Sperre verhängt und werde bereits auf 28 Zimmerplätzm gestrcilt. Mangel an Arbettem sei nicht vorhanden, da bestandig freiwilliger Zuzug von auSwärtS komme. Im Anschluß hieran theilen die Blätter, ver- muthlich nach derselben Luelle, mit. daß„der„B. B. Z." zufolge", die Meister eine Lohnstatistik aufgestellt, wonach„von 4500 Maurern 30 pCt. 45 Pf„ 20 pCt. 47V. Pf. und 45 pCt. 50 Pf. erhielten, während es besonders geschickte Leute auf 52 Pf. brächten."„Bon 1500 Zimmerern dagegen bekommen nm 15 pCt. 50 Pf., eben so viel 47V. Pf„ dagegen 52 pCt. nur 45 Pf. Einzelne brächten«S auf 50 Pf. So der Rhada- mant der Bau- Innung. Betrachten wir uns auf Grund sorg« fälliger Prüfungen und durch Dokumente Nachweis« barer Informationen seitens der Gesellen« Lohnkom« misston jenen angeblichen Sachverhalt einmal genauer. Zunächst zu den Behauptungen der„BaugewerkS- Zeitung"! Nach den Ergebniffen der nur durch die groß: Zahl der hierzu disponiblen Kräfte ermöglichten ebenso scharfen, alS zuverläfstgen Kontrole von Seiten der Gesellen-Kommisston der Maurer ist thatsächlich erwiesen, daß von den ca. 500 BaugeschästS- Inhabern und Bäu-Unternehmern resp. Arbeitgebern effektiv min« destenS ca. 250 ihren besseren Arbeitskräften, der weit über- wiegenden Mehrzahl ihrer Arbeiter, nicht unter 50 Pf. Stundenlohn zahlen. Was aber die angebliche„WirkungSlostgkeit" der Bausperren betrifft, sei vor Allem daraus hinzuweisen, daß die 8ioße Mehrzahl dieser Arbeitgeber es entschieden vorgezogen ade und vorzieht, allen brffercn Kräften den Stundenlchn von 50 Pf. ausnahmslos und unweigerlich zu zahlen. Der beste Beweis für die Wirksamkeit der anaedrohten und eventuell überall zur Ausführung gebrachten Methode der Bausperre liegt ferner darin, daß selbst die Zahl derjenigen Meister, welch« für die dauernde Aufrechthaltuna des von ihnen bewtl» ligten Minimal- Stundenlohns von 50 Pf. gegenüber der Ge- sellen- Lohnkommisston durch Abgabe ihrer NawenZunterschristen eine desondere und nicht zu unterschätzende Garantie übernommen hätten, in fortgesetztem Zunehmen begriffen sei und bereits inSgesammt 27 Meister umfaffe. DaS Streben der Gcsellenschast und ihrer Vertretung müffe und werde unter allen Umständen auch fnn« so energisch alS möglich darauf gerichtet sein, daß alle Meister, welche den Minimalstundenlohn von 50 Pf. dewilligen, für die Aufrecht- Haltung der diesbezüglichen Vereinbarung eine schriftliche Garantie durch Namensunterzeichnung übernehmen, um den sonst üblichen vorzeitigen Lohnreduktionen bei erster paffender Gelegenheit von vornherein vorzubeugen. Die bis jetzt adge« aebenen Namen der Meister, welche jene Garantie in entgegen« kommendster Weise gegenüber der Lohnkommtsston übernommen haben, könnten, bemerkte man weiter, auf besonderen Wunsch zu jeder Zeit an Ort und Stelle in Erfahrung gebracht werden. Fast sämmtliche dieser Herren(Meister und BaugeschäftSinhaber) decken seither ihren Bedarf an Arbeitskräften ausschließlich durch Vermittelung der Gesellenkommisston, die ihnen auS der Zahl der Streikenden die tüchtigsten Kräfte zuweist. Auf die Richtigstellung aller übrigen Jrrthümer oder auf Täuschung derechneten Mittheilungen der Bauinnung«. kommen wir bei nächster Gelegenheit zurück. De« HauShaltnngSpla« eines sächsischen Weber« für daS Jahr 1885 veröffentlicht daS„Recht auf Arbeit" in folgendem:__. Mitweida, im Mai. Einnahme. Ma,k Durchschnittlicher V-rdimst pro Woche UM.... 572,— Ausgabe. Kost-, Wasch- und Schlafgeld pro Woche 6,50 M... 338,— Taschengeld, durchschnittlich„„ 75 Pf... 39,— Zigarren„„„ 30 Pf... 15,60 Vorhemdchen, Kragen u. s. w. zu plätten..... 6,— Portemonnaie.............. 1,50 Glückwunsch-Karte............. 1,— Ausgabe für Theater............ 1,20 Sommerüberzieher............. 45,— Shawltuch................ 1,25 Hochzeittgeschenk.............. 5,— Baumwollene Strümpfe...........—,45 Zwei ArbeitSblousen............ 5,— Vorhemdchen...............—.75 Tuchpantoffeln.............. 1,20 Rafirmesser zu schleifen...........—,30 Taschenmesser.............. 1,40 Ardeitihosen............... 3,50 Gevatterdrief............... 13,50 Turn- und Krankensteuer.......... 9,24 Kommunal- und Einkommensteuer....... 10,20 Gruppenbild der 25Arbeitei-Abgeordneten deSReichstagS 1,— Schriften und Brochüren.......... 4,— Lesegeld verschiedener Blätter......... 4,50 Postporto................ 3,50 W-ihnachtSauSgabe............ 8,— Ausgabe für Schuhmacher.......... 7,— Jahrgeld nach Jrankenberg, Dresden, Görlitz, Meißen, Chemnitz, Leipzig........... 25,— Verschiedene Ausgaben in votstehenden Orten... 15,— M. 567,09 Abschluß. Einnahme.... M. 572,— Ausgabe.....„ 567.09 M. 4 91 Wir haben es hier mtt einem alleinstehenden Arbeiter zu thun, der sich allerhand NebenauSgaben erlauben darf. Für seine volle Nahrung, für seine Wohnung und für Wäsche giedt er täglich noch nicht eine Matt! auS; für Getränke täglich 11 Pfennige! Die Kleidung mit Schuhwerk kostet ihm in diesem Jahre zirka 16 Pf. taglich. Wie sollte nun damtt ein Ardeiter auskommen, der außer fich noch zwei biS dm Familienglieder zu ernähren hätte? Auch wenn er sämmtliche NebenauSgaben fallen ließ, so müßte er mit seiner Familie darben und doch ist der angeführte Lohn von 572 Mark jährlich für sächfische Weber weitaus über dem Durchschnitt! Der Lohnkampf im Bangewerbe zn Halle nimmt auch einen ernsten Charaver an. Die Maurer verlangen, wie wir schon berichtetm, einen Minimallohn von 35 Pf. für die Stunde, die JnnungSmcister aber beschloffm, an einem Maximallohn von 32 Pf. festzuhalten. Im Falle der Sperrung einzelner Bauten (partielle Streiks) wollen die Meister sämmtliche Maurergesellen entlaffen. DaS letztere ist wohl eine Drohung, die nicht auS« geführt werden kann, da viele Meister an Kontrakte gebunden find, die fie unbedingt erfüllen müffen. Die Zimmergeselle« zu Stuttgart fordern bei de« früherm Löhnen eine Arbeitszeit von 10 Stunden und f# Sonntags- und Ueberzcitarbeit einen Stundenlohn von 50 Pf. bfn. Die Lohnkommtssion der Berliner Tapeztrer- gehilsen, welche fich vor einigen Tagen bekanntlich dmch Vn- eintbeschluß auf ihren eigenen Antrag aufgelöst hat, erläp soeben eine öffentliche(I. 31.: R. Sander unterzeichnete Danksagung an alle auswärtigen und Berliner Kollegen, ,M die ihr in so reichem Maße entgegengebrachten kollegialischo> Unterstützungen.„Die Lohnkommisfion und die Berliner Kol- legenschast"(die Gehilfen), sagt fie,„seien fich bewußt, gera« dadurch ein gutes Stück vorwärts gekommen zu sein, sowohl im Erwerbsleben, wie auch auf der Bahn deS gemeinsames Kampfes um die höchsten Güter, welch« daS arbeitende Pol» erstreben muß. Ganz besonder« fühle", fährt die Publikation fort,„die Lohnkommisfion fich veranlaßt, der Konttol- Kow- misfion zu Nürnberg und dem Ausschuß der Tapezirer Deutso- landS zu Mainz diesen Dank zu votiren mit der Bitte, f» relp. den Vorstand(oder die Fachkommisfion) deS Verein« 0* Wahrung der Jntereffen der Berliner Taoezirer, alS Rw"" sentantin der Tapezirer Berlin«, in erster Reihe zu benachttv tigen. wenn irgendwo Kollegen sich in Noth definden.", An die Ctetnträger Berlin» und Umgegend. Kollegen- Wie Euch bekannt ist, find am 17. Äai verschiedene un'erN Mitarbeiter infolge von Arbeitseinstellung drodloS geworden- weil der von ihnen verlangte Tarif nicht bewilligt wurde. W Euch, arbeitende Kollegen, richten wir nun die Bitte, Eu«� Versprechen nachzukommen, da eS sonst nicht möglich ist, ow Lohn kämpf erfolgreich zu Ende zu führen. Kollegen, verge«' PassuS 5 der von Euch am 14 Mai angenommenen Resol»' tion nicht. Mittheilungen find zu richten an Restaurate� Huth, Lindenstr. 54, zu Händen Gutsch, auch Sonntag« o»" 10 biS 1 Übt zu sprechen. Mit kameradschaftlichem Berlin, den 24. Mai 1886. Die Lohn-Kommisfion. I."' E. Gutsch. A« die Zimmerlcute Lcrlins«. Mgegend. Kamerabe«! Da uns nach der Verfügung des Staats-Ministeriums vom 13. d. M. zu zwei Versammlungen die Genehmigung nicht ertheilt worden ist und allem Anschein nach die Genehmigung zu keiner Versammlung ertheilt werden wird, machen wir Euch auf den Beschluß der General- Versammlung vom 9. d. M. aufmerksam, welcher lautet:™ Arbeitsbedingungen eines Zimmergesellen sind vom 17. d. M. folgendermaßen zu regeln: 1. Ein Minimal lohn von 50 Pf. pro Stunde bei einer zehnstündigen Arbeitszeit. 2. Für jede Ueberstunde 75 Pf. 3. An jedem Sonnabend eine Stunde stüher Feierabend bei voller Löhnung. 4. An jedem Heiligabend eines jeden Festes zwei Stunden früher Feierabend jedoch mit voller LöhnuO Kameraden, wir bitten Euch, unseru Beschuß der General-Versammlung bei allen denjenigen Arbeitgebern, welE die Bedingungen noch nicht erfüllt haben, zur Durchführung zu bringen. Alle diejenigen Kameraden, welche dieserhal gemaßregelt oder gezwungen werden,-pie Arbeit niederzulegen, werden aus dem Generalfouds ausreichend(mit 18% pro Woche) unterstützt- Zum Schluß rufen wir Euch zu, thut Eure Schuldigkeit auch ohne Versammlungen. Einig™ macht stark, und wenn wir Alle diesen Grundsatz beherzigen, so müffen wir siegen. Alle erfolgten Arbeits-Einstellunge oder Bewilligungen der obigen Bedingungen, sowie jede wichtige Mittheilung, welche sich auf unsere Forderungen bezley l find an untenstehende Commisfions-Mitglieder zu richten. Mit kameradschaftlichem Gruß Die Lohn Kommifsiou. Julius Seitzt, Fehrbellinerstr. 35. Julius Darge, Köslinerstr. 3 Hugo Lehmann, Rheinsbergerstr. 3 August Rudolph, Bernaucrstr. 100. A. Elshols. A. Hintze. Klemm.__ � Theater. Dienstag, den 25. Mai. peruhau«. Preziosa. chausptelhau». Keine Vorstellung. eutsches Theater. Ein Tropfen Gift. !eKe«Alltauk»»Theater. Namenlos. Poffe mtt Gesang in 3 Akten von«alisch und Pohl. Mufik von A. Conradt. )allner«?heater. H°n» im Glück. rtedrtth»Wilhel«ftitdtifcheS Tveater. De. zÄalla�Theater. Don Cesar. ßttea-Theater. Don Cesar von Bazan. en»al»Theater. D-r StadS« Trompete: f Moria-Äenter. Amor. Tanz�Poem von Luigi Manzotti. esidenz-Theater. 4. Auftreten der russtschm Tragodin Elisabeth Goreva. Adrtenne Lecouvreur. ■nftnanv'« Variete. Große Svezialitäten- isrft-llunp_____ Pasiage t Tr. ö M.— 10 N. «Lts-r-Iaaora«». In dieser Woche: Eine Wanderung durch Rom. Di« malerische Schweiz.«- Adth. rtha.«eise,«arolinen« Insel«. Eine ist 20 Pf. Kinder nur 10 Pf. Schweizer Garten. Am Fi iedrichShain u. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Hr. Koncert«.Vorstellung VÄ?' Specialitäte«. Theatervorstellung. Tanzkränzchen. Volksbelustigungen aller Art.[1734 Abend« elektrische Beleuchtung. Entrce 30 Pf. TftrUeh: Geselliges Zusammensein in den Landsberger Kierhalteu", Landibergerstraße 82. Baal u. Zimmer für Vereine u. Versammlungen. 1730]__ Jacoby. Kezirks-Verein des werkthatigen Volke» der SchSuhanfer Vorstadt. UM- Versammlung-MU am Mittwoch, den 26. Mai. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl deS 1. Schriftführer«. 3. Verschiedenes 4. ftraoe« lasten. Gäste willkommen._[1755 Loose zur Rothen«f« Lotterie » 1 Mk.(Ziehung 27.— 29. d. Mit».) Hptgew. W.: Mk. 30000, 20000, 10000, 5000, 4000, 3 000%. Richard Schröder, w., Markgrafenstraße 46, Gendmmenmarkt. Zur gefälligen Keachtung! Durch Maßregelungen gezwungen, selbst« ständig zu arbeiten, empfehle ich mich allen Be- kannten und Jreunden zur Ziuferttgmrg von Herren-Sarderoben seder Art. Jnibeson« der« mache ich darauf aufmerksam, daß ich Reparaturen, Kunststopferei und Garderoben- reinigung prompt und dillig ausführe.[1722 Leonhard Pfeiffer, Mühlengraben 3 I, an der Spreestraße. Der unentgeltUche Arbeits- Nachweis der Klavierarbeiter befindet fich Skalitzerstr. 18 bei Stramm«[1750 Koebeu erschien: Die ÄMidemkratie dem deutschen vor Stenographischer Bericht der Verh---. deS Deutschen Reichstages am 2. Ap"» Fünftes(Schluß.) veO- dir Zu beziehen durch die ltuer V-U-blutt". Pertin SVf* straff« 44. Arbeitsmarkt. � Ein verheiratheter Parteigenoffe, we � KMKaag an Kallmiiller, Veteranenstraße«� E. Näherin verl. Frau Lehmert�S��y. Gute Hofe« werden mitgem. Linven��-� _ Sin Sota oiltaTO Lindenstr. 70. die L»nt Verantwortlicher illedusteu» n.»eealetm U Berlin. Druck und Verla« von vadiag in Scrlin SW., Beuthstra's« S,«i««5'*** iljur, seine fiitM igli-b n in t ein drei tlite milk zrlicb auch wir ande, von ruien sellen aui- lnden den , ffit von irer- I Ifchöi Sol> etow Ifflüt' amen Poll latW -! i Jl? S :Ä :"«£ CUM* «S S 8 V* 3tuS: Beilage zum Berliner Bolksblatt. liO. Dienstag, de» 25 Mai(888. HL IatzM Zur Siziilrrsurul. Die Kranlenkassen- und UnfallvirstcherungSgesitzqebung, Me fie im Deutschen Reick««ingeführt worden ist, wird *on vielen Leuten dahin aufgefaßt, d�ß damit«in Wesent- lichii zur Verdeffemna der wirthschaftlichen Lage der Ardeiter geleistet worden sei. Tioydem die Krankenverstcherung «er Arbeiter durchaus keine neue Erfindung ist, da diese Verficherung, wie Jedermann bekannt, Schon sehr alt ist, Ad auch durch die neuen Gesetze auf diesem Gebiete die wirth« schaftliche Abhängigkeit der»rdeiter zu ihren Gunsten nicht Uchoden worden ist, gtedt eS doch immer noch Leute und ■piotter genug, die da nicht laut und oft genug behaupten können, toji dura, diese Gesetzgebung die Lage der Arbeiter bedeutend ver- dtfiert worden ist. Jedoch nur daS UnfalloerficherungSgesetz bat die Arbeiter, Aich« von dem Unglück eineS Unfalles detroffen werden, in< iosern etwas günstiger gestellt, alS fie, um die U-rfallentschädi- ?ung zu erlangen, nicht mehr nöihig haben, langwierige und Mpieltge Prozeffe zu führen, wobei der von einem Unfall «etroffine immer erst nachweisen mußte, daß nicht er, sondern «r Ardeiigeber oder dessen Betriebsleiter, durch Unterlaffung von VorfichtS» oder Schutzmaßregeln, den Unfall, wodurch der «rbeiter Schaden an seiner Gesundheit erlirten, verschuldet habe. Wie weit, und ob billiger oder unbilliger Weise, nun Arbeiter in ihren Krankenkaffen auch noch mit zu den Unfallskosten beizutragen haben, wollen wir hier nicht unter- wchen. Uns kommt es für heute nur darauf an, nachzuweisen, M diese neuere Gesetzgebung die wirthschastliche Abhängig- «'t der Arbeiter vom Ardeitgeber und deS letzteren lieber» ("Vicht beim Abschluß deS Arbeits oertragei nicht im Gering. aen verändert hat. Wenn irgend etwas im Stande ist, diese Jh'"* Anficht ZU bestätigen, so find es die vielen Arbeits« "Nftellungen, die— vom Auslände gunz abgesehen— in Deutsch- onv vor fich gehen. Bei allen handelt es sich um Erhöhung -so.«ohreS oder Herabsetzung der Dauer der ArbertSzeit. dabei die Arbeiter in den meisten Fällen den Kürzeren »rhen und unterliegen, ist ja bekannt, und zeigt, daß I?, Arbeiter' Organisationen wenig und unvollständig ent- «.IrUt find und deSbalb immer nnrfi fehr menin(Slnffufi h-i find unddeShald immer noch sehr wenig Einfluß bei dZ'SM des Arbeitsvertrages haben, während das Uedergcwicht �.-.A'oeitgrber dort, wo die Arbeiter wenig oder�gar keinen llNg s nicht�U" Organisatwnen haben und von der Gesetzgebung »-schützt find, nach wie vor fich geltend macht. Und m diese unsere Anficht, die wir von jeher vertreten haben, saa«, sür jeden, der Lust und Augen zu sehen hat, so zu ä)fn" Af der Hand liegt, wollen wir hier auch einmal einen tu»-.sprechen laffen, dessen Urtheil, im Falle unsere Behaup» Li? a'g sozialdemokratisch bezeichnet werden sollte, eben des. oia«®,i' er ein Gegner der Sozialdemokratie ist, von um so °-ver Bedeutung ist. in Lujo Brentano, Professor der Nationalökonomie b?ir°ßburg, hat im„Handbuch der politischen Oekonomie" re'""«ufsatze„die gewerbliche Arbeiterftage" den Einfluß ��'vitSdedingungen�auSführlich und zutreffend(töiieit' �H�r Wuüui.�ieht er auch den Zwang, daß die Ardeiter ganz nach müfien Ii" Arbeitgeber den FadrikkranM- rc. Kaffen beitreten kass-n-'.e!!."?, eingehenden Betrachtung. Daß daS neue Kranken« den bierin nicht nur keine Aenöerung geschaffen, sondern. in w»<1 ien ÜsuS der Fabrikanten, die Ardeiter zum Eintritt bat mÄ�kkassm zu genügen, zur gesetzlichen Pflicht gemacht wü' tü Ob zum Nutzen der Arbeiter, darüber laffen Wnmw? Brentano sprechen. Nachdem der Herr die Ab« N-iflr, ber Arbeiter vom Unternehmer an verschiedenen b.i«„-im und die daraus entspringenden Folgen für die Ar- «fofot hat. schreibt er: in lC.»� bat r» die gleiche Wirkung, wenn Ardeiter, die No8>»«rdesttbedingungen weder durch staatliche Regelungen, fitn*- ot(�. ben Rückhalt, den Organisationen gewähren, ge- . Nnd. um gewiffen Folgen ihrer Arbeit vorzubeugen, . kdankm-, AlteroersorgungS-, Begrädniß«, Witt- Ark-ir»,- Waisen« Kaffen gezwungen werden, denn da jede �dertSlofigkest ihnen hier die Mittel entzieht, um die «aL.» iu zahlen, ohne deren ununterbrochene äX» fl ff« ihre UnterftützungS- Ansprühe an jene voiifc"-ntwebei vollständig verlieren oder wenigstens »tb-ri-L 8 mindern, bringt jede Entlassung seitens deS Arbeit» ionti. l" nicht nur in der Gegegwart Hunger und Roth, ife* v beraubt fie auch, wie gleich unten gezeigt werden wird, tL burch die gezahllen Beiträge erworbenen Anrechte auf bi.�-vung ihrer und ihrer Familie Zukunft entweder vollstän- oder dock»u einem emvfindlichen Tbeile." «'• & I s di°�«d wirthschastlicher.....>> fttttn'sml � R-g-iung der mit Durchschnittseigenschaften be« Il>ff,I"A"iss-ber Arbeiter von der Gesetzgebung diesen selbst über» ivendl-„„?�se auch nicht selbstständtg organistrt find, nolh- rirn-.k? Gefahren, von denen daS Leben d«S Menschen sein,. F. ist. die wirthschastliche BafiS deS Arbeiters und Ard«,,'.ste. So nimmt jede Krankheit d-m. der auf seine die S»,!. � Unterhalt angewiesen ist, die Fähigkeit, fich und & f?. y ,n s-ibst zu erhalten; Invalidität und Alter verweisen «Izt/L- Slillung seines Hungers und die Bedeckung seiner Littel«& Mildthätigkeit der Menschen; und wo sind die �tdü.k�u? Begrädniß desjenigen, dessen einziges Mittel zur Niht m-Wti�tgung seine Nstbeit war, die für immer nun ernste?« zur Bufziehung der Kinder, welche diese wo die Arbeittkrast die einzige Quelle „ernährte? de* fe? wird. hj.' Arbestereinkö'mm7nS'ist. �"wmer' die Gesetzgebung Aibeitgeber den Arbeiter, sei e« sei eS wegen einer McinungSver- ---..... die wirth- _______ begabten ngt jede Entlassung DMMAi________ Östliche bit Arbeitsbedingungen entläßt, d �taffe dl.>,�stenz der mit DurchschnitlSeiaenschaften ben Arbeiter bedroht. Und zwar bringt jede Entlassung 5"den g'«n ui-bt nur Gefahr, in der Gegenwart brotlos zu v-vi Sgi.r, yvoht ihnen auch die Möglichkeit zu nehmen, auf im l? bet Versicherung, mag dieselbe eine freiwillige oder, die � Deutschen Reiche, eine erzwungene sein, für fich und no,,f£föm �bie wirthschaftlichen Folgen von der Gefahr, so erhält er trotz aller bi» dahin von chm gezahlten Beiträge, wenn die G-fahr eintritt, nicht die benöthigte Hilfe, zu deren Sicherung er Beiträge gezahlt bat. Der Gefahr, durch Eikrankung, Alter und Tod deS Arbeiters mittellos zu werden, find der Arbeiter und seine Familie aber nicht blas so lange der Arbeiter beschäftigt ist, sondern auch, wenn er außer Arbeit ist, �ausgesetzt. Um fich gegen dieselbe wirksam zu verfichern, muß der Ardeiter daher nicht bloS, so lange er beschäftigt ist, sondern auch, wenn er außer Arbeit ist, Beiträge zahlen. Wie aber soll der Arbeiter Schutz gegen die wirthschaftlichen Folgen von Krankheit, Alter und Tod auf dem Wege der Verficherung erhalten, wenn eine Entlastung aus der Arbeit ihn deS einzigen Mittels beraubt, daS ibm zur Zahlung von periodischen Beiträgen verfügbar ist».Oder aber die Arbeiterverficherung wird so organiflrt, wie Schaffte sdie körperliche Gestaltung der zwangsweisen Arbeiter- verficherung. Allg. Zeit., 7. und 8. Ottober 1881) fich dieS zu denken scheint, wenn er sagt:„Nur die wirklich geleistete Dienstzeit wred in Beitragspflicht genommen, wie auch nur fie dem Rentenanspruch zum AuSmaß dient." Hier wird in AuSficht gestellt, daß dem Arbeiter gegen Leistung seiner Beiträge nicht eine Rente oder Kapital, deren Beiträge den Bedürfnissen der Arbeiterklasse genau angepaßt und bestimmt find, bei Eintritt der Gefahr gewährt werden sollen, sondern die Renten oder Kapitalsummen, die bei Eintritt der Gefahr gezahlt werden, sollen von verschied, ne: Höhe sein, je nach Zall urd Höhe der vom Arbeiter geleisteten Beilräge. Allein eine derartige Ein- richtung würde zu dem Nachtheil, der schon jetzt mit der Anlage der Arbeiter- Erspamiffe in Verficherungs- lassen verbunden ist, da« heißt zu der Unmöglichkeit, da« vom Arbeiter ersparte Geld in der für ihn zweckmäßigsten Anlage nutzbar zu machen, dm Nachtheil ihrer Anlagen in Sparkassen, nämlich die Unficherheit, od das Ersparte zur Deckung der mit Krankheit, Alter und Tod eintretenden Be« düifnisse ausreiche, hinzufügen. Denn offenbar ist hier gar keine Sicherheit vorhanden, daß die Unterstützuug. welche dem Arbeiter al« Gegenleistung für seine Beiträge zu Theil wird, eine für jene Bedürfnisse ausreichende fei. Da jede Arbeits- lofigkett zur Folge hat, daß die Unterstützung, die dem Ardeiter oder seiner Familie im Falle deS Eintritts der verstcherten Gefahr gewährt wird, entsprechend der in Folge der ArbeitSlofigkeit g«. minderten Zahl und Höhe der geleisteten Beiträge gemindert wird, die Unterstützung aber, die selbst in Folge ununterbrochener Bei- träge gezahlt wiid, nur eben ausreichend sein kann, hat jede ArbeitSlofigkeit zur Folge, daß dem Arbeiter bei Eintritt der Gefahr trotz aller Verficherung nur eine unzureichend« Unter« stüyung zu Theil wird. Einerlei also, wie die Ardeitcroer- ficherung organistrt ist. od so wie bisher oder so wie eS die Anhänger der„Körperschaftlichen Gestaltung" der zwangsweisen Ardeiterverficheruna fich denken, in beiden Fällen hat da, wo weder die Gesetzgebung für den Erwerb der mit Durchschnitts. eigenschaften begabten Masse der Arbeiter diese in ihrem Er. werb schützt, jede Entlassung der Arbeiter die Folge, die Wirk- samkeit der von ihnen aus dem Wege der Verficherung zur >kunft und die Zukunft ihrer FamM». verlieren die Arbeiter in Folge ihrer Entlassung alle UnterstützungSarsiprüche, in dem anderen werden diese unzureichend zur Deckung ihrer Bedürfnisse. In bcidm.Fällen sehen fie fich bei Krankheit, Alter und Tod aus die noth- wendige Unterstützung verwiesen, welche ihnm die Armenpflege oft in einer abschreckenden Weise und stets unter entehrenden Bedingungen gewährt. Und ist die AuSficht auf diesen Zu- «and ein Uebelstand. der an fich schon die Arbeiter in ihrer ntwrcklung nach jeder Richtung hin zu verkümmern die Folge hat, so hat fie, wie schon oben hervo�geboben wurde, dadurch, daß fie die Furcht des Arbeiters vor jedweder Entlassung ver- stärken muß, außerdem die Rückwirkung, die Abhängigkeit deS Arbeiters vom Arbeitgeber in jeder Beziehung zu M'hren." Soweit Brentano! Wir find der Meinung, daß derselbe mit seinen Ausführungen den Nagel auf den Kopf getroffen hat, und wollen sehen und abwarten, ob fich Jemand finden wird, der ihn, für jeden Leser überzeugmd, widerlegt. P arlamentsverichte. Deutscher Reichstag. 92. Sitzung vom 24. Mai, 1 Uhr. Am Tische deS BundesratheS von Boetticher und 0 0 �Dai�HauS tritt sofort in die erste Berathung dei Gesetz- Entwurfs über die Besteuerung des Brannt« ��Bevollmächtigter, Finanzminister von Scholz: Die Hauptergebnisse der Verhandlungen im März, von denen die gegenwäillg-n nur eine Fortsetzung find, bilden die Grundlage der neuen Vorlage. Der Reichstag hat den Monopoloorschlag verworfen. Die verbündeten Regierungen haben fich zwar nicht zu überzeugen vermocht, daß die Einwendungen gegen ihr Projett in allen Punkten beglündet und ausreichend waren (Zustimmung recht«), um die Verwerfung zu motiotren, fie haben im Gegentheil in der D-skusfion deS hohen HauseS nur eine Bestätigung für ihre Auffassung gefunden, daß die empfohlene Form die beste war.(Sehr gut! rechts.) S e nehmen nicht« von dem zurück, was in den Motiven der frü« Heren Vorlage zur Begründung der vorgeschlagenen Form und jsää« Gründe gegen die gegenwärtige Vorlage herzunehmen. In den früheren Verhandlungen war mit dem Worte „Konsumsteuer" ein ziemlich deutlicher Fingerzeig gegeben, auf welchem Wege man»u einer höheren Besteuerung des Branntweins gelangen könne. Deshalb w«r«n die Re- gierungen darauf hingewiesen, ernen erneuten Vorschlag zu erwägen, und in der«omdinotion einer Verdrauchsabgabe mtt der DiZberiaen Material« und Maischraumstemr eine tröglrche über diese hinau« in die sidoeutschm Staaten nehme. Der Kovsumabgabe wird in öffentlichen Blattern zunächst der Vor« wurf gemacht, daß fie zu mit gehe, aber wenn ein wirklich fördersamer Schritt auf dem Wege der Besteuerung gemacht werden soll, so würde eine mter dem BeharrungSsatz von l.W für den Liter reinen Alkohols l egende Abgabe dazu nicht geeignet sein. Wir kommen dabei bei Weitem nicht zu dem Ergebniß. daZ wir durch das Monopol zu erreichen wünsch. ten und hofftm. Wir blaben mtt diesem Satz auch noch beträchtlich zurück hinter dem, was der Branntweinverdrauch in anderen europäischen ötaaten leistet, ohne daß eine Beschränkung des Konsums die Folge gewesen wäre. Wir schlagen außerdem eine etappenwei.e Erreichung des BeharrungSsatze« vor, indem wir innerh.lb dreier Jahre die Steuer für den Liter reinen Alkohols um 40 Pf. steigern. Et ist gar nicht zweifelhaft— und darin weichen die verbündeten Regierungen gegenwärtig etwas ab von dem, wa« in den Motiven zum Monopol gesagt war— daß, wenn es möglich ist, die Abgabe beim Detailisten zu erheben, wir alle Stadien der Produttton und de« Handels mit der leidigen Kontrole und Erschwerung deS Verkehr« verschonen können, welche in den Motiven ver Monopolvorlage für unerläßlich erachtet wurden. Der Vorwurf, daß dieser ErbedungSmodus keine Vorbereitung de« Uiberganges zur Fabrikatsteuer bilde, ist in unseren Augen ein großer Vorzug, denn daS in den Motiven zum Monopol gegen die Fabrikatsteuer Gesagte halten wir auch heute noch für richtig und wir würden eS für ein große» Unglück ansehen, wenn wir die Fabrikatsteuer mit in den Kauf nehmen müßten. Die Fabrikatsteuer setzt an einem Punkte«in, wo eine nützliche Thätigkeit der Privaten zur Hervorbringung deS Gegenstandes geübt wird, und wo die großen Gewinne, welche beim Uebergange in den Detailhandel und in dem kolossalen Detailhandel selbst erzielt werden, noch nicht gemacht find. Tie Fabrikatsteuer kann nur ausnahmsweise gerechtfertigt sein, wo keine anderen Wege vorhanden find, fie ist die plumpste und roheste Erhebung einer Verdrauchtabgade.(Lebhafte Zustim» mung rechtS.) Eine Analogie kann ich beispielsweise nur in der Kouponsteuer erblicken, wo man eine Besteuerung des Ein» kommenS auS Kapital anstrebt. Ein besonderer Vorzug der Erhedungsart liegt auch darin, daß wir durch fie nicht der Gefahr gegenüberstehen, der Schmuggel könne große Dimer.» fionen annehmen; e« besteht kein Interesse, aus dem Auslände oder au« den durch die UebergangSabgabegrenzen geschiedenen T geilen Deutschlands Branntwein über die Grenze zu bringen, denn derselbe würde ja noch beim Detaillisten gefaßt werden. Allein die Verbrauchßabgabe wird, wenn fie inS Leben tritt, eine erhebliche Verminderung des Konsum« an Branntwein zur Folge baden, erheblicher alS ein Monopol(sehr wahr! recbtS), weil für den Konsumenten der PreiSaufschlag ein größerer sein muß. Außerdem aber nöthigt die Besorgniß, daß der Konsumrückgang auch nackthetlige Folgen für Industrie und Landwirtbschaft haben könnte, auf'S Emstgste bedacht zu sein, Schutzmaßregeln hiergegen aufzu» rlchlen. Daher empfiehlt die Vorlage einerseits, den Bottiz« räum, welcher als Sreigerermn nicht demaischt werden kann, aber versteuert werden muß, frei zu laffen. Im Uedrigen Hab n wir, wie beim Monopolentwurf, die Hoffnung, daß dem ge- ringer werdenden Konsum gegenüber ein Auskunftsmittel darin zu finden sein wird, daß wir den Branntweingebrauch zu ge» werblichen und hauSwlrthschaftlichen Zwecken» zu Erwärmung und Beleuchtung, steuerfrei lassen. Mit Schmerz hat es die verbündeten Regierungen erfüllt, daß fie im Rahmen dieser Vorlage nicht wie dei dem Monopol den gesundheitlichen Rück» fichten gerecht werden konnten. Beim Monopol war eS sehst. verständlich nach der ganzen Konstruktion deS Unternehmens, LI— L.*- r.- 5i JB-a e.-- 1•------- Fabrikatsteuer eingeführt zu sehen, um fie von d-r nicht ganz gerechten Last gleicher Behandlung mit den Brenne» reien zu defreien. Wir find aber der Meinung, daß andere Verhältnisse uni bald nölhiaen werden, die PreßHefefabrikation zum Gegenstande einer Vorlag« zu machen. Lassen Sie mich mit der Bitte schließen, die Vorlage mit dem festen Entschlüsse zu würdigen, daß wir zu einem pofitiven Ergebniß in dieser Sesfion gelangen(sehr wahr! rechts), damit die überall um uns herum bemerkbaren dringenden Wünscht und Bedürfnisse endlich Befriedigung finden. An weiterem hingebenden Mrt» wirken von Seiten der verbündeten Regierungen wird es nicht fehlen, ja wir werden unS selbst btS an die äußerst mögliche Grenze im Nachgeben und Entgegenkommen üben, wie wir es bisher gethan.(Lebhafter Beifall rechts.) Abg. Richter: Dieses Gesetz müßte eigentlich die Uebr» schrift tragen: Gesetz zur Vermehrung VerBranntweinpcstund de» LranntweinelendS, da seine Bestimmungen geradezu zur Verschlechterung der Branntweinqualität durch Ver» ung mit gesundheitsschädlichen Fuselstoffen herausfordern. «»w, j r,. CA 1___ l--- % enn der Gesetzentwurf in Kraft treien sollte, so würde e« nicht unbillig sein, durch eine besondere Klausel eine gewisse Quote deS Ertraget zu bestimmen für Säufer und Alkoholisten in Folge so Hoher Steuersätze. Ter Monopolentwurf hatte fich mit einem gewissen moralischen Mäntelchen bekleidet. Aui diesem Entwurf blickt die FiSkalität, da« Streben nach möglichster PluSmacherei unverhüllt hervo«. Daß der Finanzminister, wenn er nicht alle« kriegen kann, fich mit Geringerem begnügt, brauchm wir ihm wahrlich nicht zu danken. Wir find zwar an große Ziffem gewöhnt, aber man mache fich einmal klar, waS hier an Branntweinsteuer verlangt wird: mehr alS waS an Steuern von Bier, Salz, Kaffee, Zucker und Petroleum zusammen erhoben wird und Vi der sämmtllchen Zölle. Zu der Zollerhöhung um 180 Millionen seit 1879 sollen noch 189 Millionen auS dieser Konsumsteuer kommen. Andere Staaten haben solche Steuern eiri» geführt im Laufe der Jahrhunderte oder vor Menschen» altern unter der Nachwirkung unglücklicher Kriege und Schulden von Milliarden; wir sollen fie einführen nach eiuem glücklichen Kriege, der unS Milliarden ein» aedracht hat. Ich glaube ja selbst, daß diese 169 Millionen vom Reichstage nicht bewilligt werden, dafür werden wohl nur die Nationalliberalen sein, die Partei der Steueroerrechnung. Hai doch Herr Oechelhäuser bereits vor der ersten Lesung dieses Gesetzes seine Begeisterung für dasselbe hier kundgegeben. Die Regierung hat gedacht, je mehr du forderst, desto mehr wirst du schließlich bekommen; vielleicht ahmt die Regierung die Methode gewisser Händler nach, die viel vorschlagen und dann wieder ablassen, namentlich beim Publikum vom Lande. (Heiterkeit.) DaS AuSdeuteverhältniß, welches die Regierung ihrer Rechnung zu Grunde legt, bleibt weit zurück hinter dem wirklichen Auibeuteverbältniß, und je größer dieses ist, desto größer muß auch der Steuerertrag sein. Die Regierung spricht bloS von einem AuSbeuteverhältniß von fieben bis acht Prozent. Das mag richtig sein in Bezug auf den Kornbranntwein, in Bezug auf den KartoffelspirituS aber wird daS AuSdeutever» bältniß neun bis zehn Prozent vom Maischraum bettagen. Die Interessenten versedweigen da« mit Grund, mit Rückficht auf die Berechnung der Ausfuhrprämie. Wenn fie aber unter fich sind, so sehen fie fich an, wie die römischen banrapicea. Wenn man auch nur den geringsten Satz von 40 Pf. annimmt, so würde die Steuer nach jenem AuSdeuteverhältniß über 100 Millionen einbringen, selbst wenn der Konsum fich ein« schränken sollte. Diese höheren Steuern sucht man zu reckt. fertigen mit dem Hinweis auf die Bedürfnisse in den Einzel» staaten und den Kommunen. Man spr'cht von l1/» Millionen Exekutionen in den Kommunen. Der Reichskanzler stellte ja auch die Minister al« Bettler beim Reichstage hin. DieS Lied Babtn wir seit fiebm Jahren oft geHort wir haben 1879 auf Grund der Klausel Franckenstein 100 Millionen bewilligt und die Kommunen haben noch nichts bekommen. Im vongen Jahre haben wir 50 Millionen hinzu bewilligt, und eS kam die lex Hüne hinzu, und auch da haben die Kommunen nichts gesehen. Der preußische Fwan, minister entwickelte im Äb. gcordnetenhause als sein Programm die Beseitigung resp. Verminderung der Einkommen» und Klaffensteuer. Emen weiteren Abbruch dieser letzteren wünscht keine Partei. Und waS die Belastung deS unfundirten Einkommens angeht, so läßt fich eine gerechtere Einschätzung auf dem Boden dieser Steuer selbst erzielen. Daffelbe gilt von der Gewerbesteuer. Welches find denn die Bedürfniffe in Preußen? M Reich den Erträgen etwaS abliefern sollte an die Einzelftaator aber andererseits kann eS doch nicht ausgeschlossen sein, M das Reich durch seine Steuererhebung den Einzelstaaten ff Hilfe kommt. Der ganze Gegensatz ist: Herr Richter M keine Verflechtung deS Reichs und der Einzclstaaten. Dirio Punkt trennt uns, denn ich will das Bewußtsein der WJ rischen Zusammengehörigkeit stärken, da» Reich soll fick% engherzig abschließen gegen die Bedürfnisse der EinzelstaM Das ist der Hauptgedanke, weshalb wir für das ganze 0W? stimmen. ES ist dringend nothwendig, daß wir den staaten zu Hilfe kommen; dazu find wir auch na« ganzen Idee des Deutschen Reichs verpflichtet. Herr MW spricht von„PluSmacherei". Wäre man bei ihm nickt t' wohnt, zu sehen, daß er stets an die größten üg den kleinlichsten Maßstab legt, so würde ich sein. Ich hoffe aber gerade, daß eine Auffaffung in ditst» Sinne existirl, wird die Majorität dieses HauseS in entfstlP gesetztem Sinne nur verstärken.(Beifall.)_ Nach dieser Rede wird ein vom Abg. Graf Behr geß� Vertagungsantrag angenommen.. Abg. Richter(persönlich): Herr v. Wedell hat beWL daß ich«ine Zusage für eine etwaige Erhöhung deS Mu»». etatS gegeben hätte. DaS ist unrichtig; ich habe nur«M unter Umständen könne man dazu kommen, erhöhte wussr ausgaben zu bewilligen. Aber ich habe gerade heroorgth� daß man diese kennen und prüfen muß, und daß wäre, durch Bewilligung neuer Steuem ein indirekte« EiM ment dafür zu übernehmen., Schluß 4Vi Uhr. Fortsetzung der Debatte Dient' 1 Uhr._ Abgeordnetenhaus. 81. Sitzung vom 24. Mai, 10 Uhr. Am Ministeriische: v. Boetticher und KommitP� Auf der Tagesordnung steht zunächst die zweite Berack des Gesetzentwurfs, betreffend die Beseitigung der schrve» den Schuld von 30 Millionen..«w Referent Abg. M i t h o f f empfiehlt namens der misston die unveränderte Annahme de» Gesetzentwurf«- � Abg. Büchtemann glaubt, daß auch in der KowÄ$ nicht nachgewiesen sei, daß die destehenden Betriedsfod y, außerordentliche Ausgaben nicht ausreichen. Außerdem der Ftnanzminister die ihm zu Gebote stehenden 6«®»«inj K-A«-' "wachsen seien. Er könne deshalb nicht anerkennen. spruchreif.„Ms Unterstaatssekretär M e i n e ck e demerkt, daß ri�g fd nd gegen die Vorlage nicht mehr vorgedra« Hinweis auf Frankreich treffe nicht zu. Die dortigl i � Schuld habe einen ganz anderen Charakter � ge-. Er iönne nur bitten, mit Rückficht auf die sckon � ; Finanzminister in der ersten Lesung angeführten � 5.6. anzunehmen. Grund S)er Hi.rn«.« uui«rnc nicpi zu.".rr'M 5» dmdk Schuld habe einen ganz anderen Charakler � unserige."--------"'--------' ,*0n" Herrn den G E. anzunehmen. Der Gesetzentwurf wird unverändert angenommen- � ,, ES folgt die zweite Berathung de« G-setzmtwurf« die G-wahruna eines Betrages von 60000000 M- im«;» zu den Kosten der Herstellung des Nord-Ostsee-K"" von Seiten Preußens. � jko� „.Referent Abg. H o l l e s e n beantragt namens der Mission die unveränderte Annahme der Vorlage-.# Abg. B ö viker beantragt, sowohl in der UeberM.�z im Text deS Entwurfs die Worte zu streichen:„von«« Preußens". , Schmreding: Nachdem der Nord-Ostfe*' �.r im Reichstage mit seltener Einmüthigkeit auch*(0'"#(( strategischen Wichtigkeit angenommen ist, unterliegt Kompetenz nur noch die Frage, ob die Höhe de» Beitrages von 50 Millionen gerechtferugt ist.(i( grerung begründet diese Forderung einmal our« � erheblichen V�rtheile und dann durch die Erspar»»» p* 35—40 Millionen Mark, welche sonst für die Korrril Etder-Kanals erforderlich sein würden. Soll der C Kanal wirklich seine wirlhschastlichen Vortheile außt�� ist nothwendig, daß Schlefien das ihm natürlich/ gebiet auf dem Wasserweg erreichen kann daß die �rheinisch» westfälisch« Industrie einen— Ä stein hat überhaupt den Löwenantheil hieran.%)""»*%«»%; Provinz den Vorthell von Herzen und begrüße e« m»«L 5 daß fie auf diese Weise wieder einmal Gelegenheit Vortheile zu erkennen, welche auS derZusammengcbo dem mächtigen Staate Preußen erwachsen. Ick CK sür die P.ovinz Schleswig. Holstein nicht den Weg d� B* # dertntereffen detreten, sondern mit demselben. übrigen Provinzen messen wird. Ich werde für- stimmen in der Voraussetzung, daß auch die übrige» lagen zur Annahme gelangen. � per Abg. Hansen glaubt, daß der Vorredner, wt«� m Windchorst die Politik deS do nt de: treibe. Eö b � n hier keineswegs um ein spezifisch schleSwigsch«»-'. «in Gesammtinteresse. w*%#»% Abg. Ottens: Als Holsteiner erkenne ich vtt« deS Nord-Lstsee-Kanal« für meine Heimath voll u»�,» Ich kann aber die Befürchtung nicht unterd die Absperrung der Eider dei Wittenberge auf® bältnisse derselben einen nicht unerheblichen Einfluß.�� iv � dadurch den Kreisen eventuell große Kosten ,ii Die Etder wird um 3 Meilen oerkürzt und in das Basfin erheblich verkleinert. Es ist rascher füllen alS bisher. Dementsprechend wird die Fluw Umständen eine größere Höhe erreichen alS durch Gutachten hervorragender Technrker fastch, 7q00ö � �*"• fahcu� rt»LiC Kreis hat in den letzten 40 Jahren fßt| Verstärkung der Deiche dadurch an der Grenze der. t langt. Unter diesen Umständen.habt gierung in der Kommisfion die Frage ß" ich a» u0i tcht-i. der Erhöhung und Verstärkung der Deiche voraus« entstehenden Kosten bei Berechnung der GrunderwerbS« und Entschädigungen ausreichend derückfichtigt sein und die Kosten, welche durch eine voraussichtlich nothwmdig wndende Erweiterung der»um Schutze deS Deichfußes und «r Vorufer angelegten Werke entstehen, von der Baukaffe ge- 'ttgen werden. Die Regierung hat zwar die erste Frage de 1% bezüglich der zweiten aber bei allem Wohlwollen der «bsazenten auf den Rechtsweg verwiesen. Dadurch würde °dn eine große Verzögerung beroorgeiufen werden; ich bin deshalb der Meinung, daß die Regierung selbst die Pflicht hat, die Initiative zu ergreifen. Minister v. B o e t t i ch e r: Ich habe bereits w der Kom« JMsston erklärt, daß die Regierung bei der Prüfung der Ent« ildädigungSansprüche mit dem denkbar größten Wohlwollen vor« «den wird. Es ist eigentlich selbstoerstandlich, daß die Regierung einem so großen nationalen Unternehmen nicht daran denken iznn, sich durch die Versagung untergeordneter EntschädigungS» msprüche kleinliche Vortheile zu verschaffen. Diese Erklärung °der weiter auszudehnen und zuzusichern, daß eine bestimmte «« von Entschädigungsansvrüchen unter allen Umständen «nückstchtigung erfahren werde, dazu bin ich leider nicht in «i Lage. Ich bitte Sie, diese Vorlage getrennt von den "fcigen Kanalprojckten und unbeirrt durch partikulare Jnter« lediglich aui nationalen Gesichtspunkten zu prüfen und w dewilligen. , Adg. Windthorst: Ich bleibe dabei, daß das, waS ... �ieSwig Holstein gilt, auch für Westfalen und Schlesien Kr?, mu®- L>hne diese Kanäle würde der Nord- Ostsee- Kanal «Mgllch den Engländern zu Gute kommen und die Vorthelle wisereS Schuy-ollfystemS illusorisch machen. Ich werde dieS- «u in der Hoffnung, daß auch die anderen Kanäle bewilligt �den, für den Nord- Ostsee- Kanal stimmen.(Beifall.) «dg. Francke dedauert auch seinerseits, daß der Mister von Boetticher über diese bereits in der Reichstag?- Emission für den Bau eineS Rord-Lstsee-KanalS abge« «sene Erklärung auch heute nicht hinausgegangen sei und die �lereffenten auf den nur schwer geltend zu machenden RechtS« «g verweise. Ae Diskussion wird geschlossen. w. Der einzige Paragravb d«S GefetzeS wird nach Annabme 'l«ntrages Bödicker mit großer Mehrheit genehmigt. Da« , stimmen u. A. die Abgg. Graf Kanttz, v. Holtz, Jacobs, -»ttnnigerode und verschiedene andere Konservative. �.Schluß 11'/. Uhr. Nächste Sitzung: Dienstag 10 Uhr. Musetzunq der am Sonnabend abgebrochenen Diskussion Vorlage betreffend den Rhein-EmS« und den «vre«. Kanal.)_ Oder- Kommunales. uSh?:.®0tt der Ausstellung im Jahre 1888. Der ge« klärende Ausschuß des provisorischen Lokal. Komitees für �derbürgermeisterS v. Forckenbeck eine Sitzung ab, in eitler».�e Vorschläge der Bau-Komwi ston für die Ausstellung sckttil«"vthung unterzogen wurde. Derselbe hat sich dahin w-lM.»'macht, daß entgegen früheren Beschlüssen, nach aek,?. dag AusstellungSterrain auf 90(XX) Quadratmeter fest« f./,"'«ar, dasselbe nunmehr 100000 Quadratmeter umfaffen h,"' Jßttfts Terrain ist gleichsam in zwei Theile getheilt, in 6," �vreepark, welcher an den Ufern der Spree, und in dm sjvvti, an öern dort befindlichen See belegen ist. Cttpotl soll daS Präsentations-Gebäude der Ausstellung, m-t von den 100 000 Quadratmetern 20 000 Quadrat- SOton«ispnrcbl werden, errichtet werden, während die übrigen ...�Quadratmeter zurHerrichtung der anderen AusstellungS. bestimmt find. In dem Epreepark wird ein großes o�ivnsgedäude seinen Platz finden. Das Ledürfniß dar �""d Waffer soll nicht, wie es früher beabsichiigt wird die städtischen Werke befriedigt werden, vielmehr in der �.Ausstellung eine eigene GaS- und Wafferleitung DaS Anea«% deS AuSstellungSterrainS angelegt werden. >una n!�..»�'bSude selbst wird eine ErleuchtungSeinrich« Dunkelf..?/ Ehalten, da daffelbe jedesmal vor Eintritt der TebSuN. �schloffen werden wird. Dagegen werden mehrere »ersek«n' � erwähnte Restauration, mit eleksti�chem Lichte kn(bZ?l$tn- Der Beitrag der Stadt Berlin für daS Un- ?uf 2 Millionen Mark festgesetzt worden. Be« worden». �"�ung der ganzen Angelegenheit ist beschloffen Nächst,.' aH?» Kroße Komitee für die Auestellung bereits zum einzuberufen, um über die vorerwähnten *«BÄe d-stnitive Beschlüsse zu fassen. DaS Magistrats« bch,n®ird alsdann schon in seiner nächsten außerordent- Nio��ibung am Freitag darüber deratben und sich schlüssig Ü!°chen und sofort eine Vorlage an die Stadtoerordneten-Ver- Amli».»-»»ugr un vir on ung auSatbellen und versendm lassen. ?vN!Nkk.%..Werderschen" in der Markthalle. ES ist �nbJv'st,Jkstimmt worden, daß die Werderschen Obst- (tLiZ ihre Plätze in der Markthalle in der Dorotheenstrcße i>ris,I.?.u>vrben. ES liegt auch in der Abficht, dem Wunsche Ät in k r nachzukommen, daß sie ihre Verkaufsstellen piuntL 1.«alle selbst, sondern auf den dort angrenzenden i. m S«itn aufschlagen. Die Werderschen Obst- n��niit denen auS Gliedow dilven ein Kontingent von �..Dieselben zahlen eine bedeutende Pachtsumme. Die »Hl o* Obsthändler aui der Gegend von Potsdam, wie die werden in der Markthalle in der Lindensttaße »bracht werdm.__ ,. Zokale». �erljy®/'stor Leohord v. Ranke, Ehrenbürger der Stadt , vlten» �®vutag Abend gegen die 11 Stunde durch einen �tr.t�"'öft worden. Seine letzten Augenblicke warm füg und friedlich und ohne jeden Todeskampf schied er ifUcn Ä.�'vise der Seinen, die sein Krankenlager bis zum Aviritt Ü8?Ä.lick umgaben. Zur Besinnung ist er biS zum "t d,. m DodeS nicht wieder gekommen. Die Trauerfeier 0�" findet morgen Dimstag, AbmdS 6 Uhr, lUht»k v"'®' Oouisenstr. 24a, statt. Daran schließt stch um ebbend S eine kirchliche Feierlichkeit in der Sophienkirche. Nitja.?5ar,m Brett der Universität verkündeten um die �udi�unde Anschläge des Rek-or- und des Ausschusses den N im«? den schweren Verlust, den die deutsche Wissenschaft ä®»(�V?"dntn die Univ-rstlät Berlin durch den Heimgang T»» Ä. �scherS erlitten hat. %%etLil.te,l»*«>n« Eckhaus an der Sifcherftraße, welches N- ift""ung de« MühlmdammeS ebenfalls zum Opfer ..v-n. L k'inen Bewohnern, bis auf einen, dereit» ver« Gebäude ist im Jahre 1687 errichtet worden, 1? Höst, 1 den Kniirrrfif»»»», hr* MüblendammeS an Stelle ( �öllnifchitn Raths"— gcwissirmäßen daS erste dortige iuer» den Baulichkeiten deS MühlmdammeS an Stelle Innung'wen Z nS mtrichtm mußten. Neben freier ......-"""" angrenzende Krambude zu dem beregten sie. Er demerkte dabei ausdrücklich, wie «„vf1*"»?' daß da» zu erbauende WiribshauS «rvt nothwendige und für durchreisende Fremde eine nützliche Einrichtung sei. Mit Beseitigung der hölzernen Mühlendammbuden wurde auch die Köllnische Garküche abge- brachen und nach dem andern Ende der Frscherstraße verlegt. Dort scheint fie sich keine» besonderen Besuches erfreut zu habm, denn der Ralh ließ auf die Stätte deS heutigen Waage« gebäude» am Köllnischen Rathhaui eine neue Garküche er- richten, welche indessen schon 1706 den Schlächterscharren weichen mußte. Der Garküche auf dem Hofe deS Berltnischm Rath« Hauses machte der Erweiterungsbau desselben 1693 den GarauS. Die Perronfperre der Anhaltifchen Eisenbahn hat, wie man erwartm konnte, bereits zu einer Reihe großer Unzu- lräglichkeUen gefühlt. Von einem„Gesperrten" erhätt die „Rat.- Ztg." darüber folgende Mittheilungen: Ich wollte am Sonntag meine Familie, die zum Begräbniß eines theuren Verwandten nach Leipzig fuhr, zur Bahn geleiten. Ich trat, da ich von dem Sperrukai gehört hatte, an den Schalter mit der Bitte, mir ein Perrondillel zu verabfolgen.„Giedt eS nicht," lautete die Antwort.„Dann bitte ich um eine Leaiti- mation."„Die wird nur in dringenden Fällen verabfolgt," hieß eS weiter. Ich erlaubte mir die Frage, wie der Herr zu dcurtheilen vermöge, ob mein Fall dringend sei.„Ich kenne den„Fall" schon," lautete die Antwort,„da schon einige Herrm hier waren; Legitimationen werden nur— zur Begleitung von gelähmten oder kranken Personen ausgegeben." Da nun die Meinigen Gott sei Dank weder gelähmt noch krank find, war ich durch diesen UkaS verhindert, meiner Familie in diesem Trauerfall noch e'n tröstendes Wort mit auf die Reise zu geben. Wenn nun aber in anderen Fällen die Kranken rc. schon nach oben gegangen find und der gesunde Begleiter löst die BilletS? Wie wird der Beamte dann den Fall beurtheilen, da ihm die Gelähmten nicht am Schalter vorgestellt werden können? Ein anderer„Fall", der sich am Abend deffelben TageS ereignete, bestand darin, daß ein Arzt seinem nach Karlsbad reisenden Patienten noch einige Informationen und Rathschläge auf den Weg geben wollte. Erst nach langen Verhandlungen, als der Arzt sich derett erklärt hatte, seinen Namen und seine Wohnung zu sagen, wurde der Fall für „dringend" erachtet und ihm im letzten Moment die Legitima- tion eingehändigt.— Und wenn man nun noch einen eiligen Brief in den Zug werfen will? Ist der Fall dringend? Ehe der Herr am Schalter sich darüber schlüssig gemacht hat, ist der Zug abgefahren und man hat da» Nachsehen und unersetzliche Nachtheile. Wir meinen, daß in einer Weltstadt, wie Berlin, wo der Verlehr in so schnellen Wogen auf« und abfluthet, wo tausenderlei verschiedene„Fälle" vorkommen, die sich in kein verallgemeinernde» Reglement einzwängen lassen, eine solche Eperrmaßregel auf die Dauer unhaltbar ist. Will man in der Reisezeit den Verkehr auf dem Perron regeln und von m.be« fugten Besuchern frei halten, so setze man, wie das in vielen großen österreichischen und anderen fremden Städten der Fall rst, eine kleine Steuer auf daS Betreten der Bahnhofshalle; man gebe Perronbillets zu 10 oder 20 Pfennig aus, damit jeder in dringenden Fällen ohne weitere dureaukratische Ver« Handlung im Stande ist, auf den Perron zu gehen und seinen „Fall" zu erledigen. ES ist die Perronspeire auf dem Anhalter Bahnhof aber um so unverständlicher, als der ungleich größere Verkehr auf dem Zeniralbabnhof Friedrichstraße stch sehr glatt und ohne Schwierigkeiten abspielt. Gerade auf dem Anhalter Bahnhof pflegen in der That Kranke in die Bäder abzureisen. Will man dem zu großen Andränge vorbeugen, so würde stch allenfalls noch erklären lassen, wenn zur Begleitung Abreisender nur je eine Person zugelassen wird. Anerkennung für Bückermetster. Der„Bär" schreibt: Am 12. März 1834 la» man in der Spener'schen Zeitung fol« gende offizielle Bekanntmachung: In Ausführung der Verord- nung vom 21. Januar 1813 wird hierdurch bekannt gemacht, daß im verflossenen Monat Februar nachstehende hiestge Bäcker, bei tadelloser Beschaffenheit der Waare, die größten Backwaaren geliefert haben: a) An Semmeln: Nimrose, Mauerstraße 22, Dannenberg, Elisabethstr. 33, b) an Weißbrodt: Lietzmann, Kreuzgasse 13. c) An HauSbackenbrod: Lietzmann, Kreutzgasse 13, Wolf, Georgenkirchgasse 28. Im Laufe de» Monat» März, nach den freiwilligen Angaben, die größten Semmeln, Weiß- brode und Hausbackenbrode zu liefern übernommen: Niedert, Probstgasse 3/4. Berli-, den 3. März 1834. Königliches Polueivrästbium. Gerlach. Aus dem Berliner Leben. Ein junges Mädchen, wel. che» ein Kind auf dem Arm trug, brach heute früh in Folge Emkräftung in der Nähe de» Lehrter Bahnhofes bewußtlos zu- sammen. Mitleidige Paffanten nahmen stch der Leidenden an, requirirten eine Droschke und schafften mit derselben Mutter und Kind nach der königlichen Charitee. Dort gab die Aermfte an, daß fie Anna Falk heiße, 26 Jahre alt sei, al» Dienst« mädchen konditionirt habe und seit ihrer Entbindung stellen- und obdachlos wäre. Zopfabschneider. Am 22. d. M., Abends gegen 9'/, Uhr, wurde die 16 Jahre alle unverehelichte H, im Hause Ackerftraße Nr. 71, auf der Treppe von einem unbekannten Manne fest- gehalten, welcher ihre Zöpfe mit einer Schee« abzuschneiden versuchte. Auf den Hilferunf de» Mädchen« ergriff der Atten- täter die Flucht und entkam. Gegen den Direktor Fischer von der Deutschen Kunst- gewerdehalle ist nunmehr durch die zweite Strafkammer unter Vorsitz dct Herrn LandaerichtSdirettorS Lllty daS Hauptver- fahren eröffnet worden. Die mündliche Verhandlung ist jedoch erst nach dem Schlüsse der Gerichtsferien, also nicht vor dem 15. September zu erwarten, weil inzwischen noch eine ganze Reihe von Zeugen kommiffartsch zu vernehmen find. Der An« geklagte, der sich seit dem 24. November v. I. in Unter' suchungShaft befindet, hat übrigen» die Hoffnung noch nicht aufgegeben, daß der ihm gemachte Prozeß mit vollständiger Freisprechung enden wird. Die vier Unterschlagungsfälle, die dem Direktor Fischer zur Last gelegt werden, bestehen darin, daß er kommisstonöwetse ihm anvertraute Gelder nicht zurück- erstattet haben soll. Dazu kommen noch eine Zahl von Be- trugShandlungen, die stch darauf stützen, daß der Angeklagte mehrere verkaufte Posten den Fabrikanten nicht bezahlt habe. Er selbst sachte jedoch zu beweisen, daß er in den letzten Mo« naten seiner Freiheit größere Summen beglichen habe und an der Tilgung dieser Schulden nur durch seine plötzlich erfolgte Verhaftung gehindert worden sei. Andere Betrugssälle, deren er beschuldigt wird, gründen stch auf Unregelmäßigkeiten, welche bei der von der Kunstgewcrbehalle veranstalteten Lotterie an- gebltch vorgekommen find. Es darf jedoch nicht unerwähnt bleiben, daß die maßgebende AuffichtSdehörde, daS königliche Polizeiprästvium. die Lotterie in Ordnung befunden hat, und daß auch trotz einer öffentlichen Aufforderung von Seiten deS Publik,. mS eine Beschwerde nicht eingelaufen ist. Die Reihe der Zeugen, die zu der umfangreichen Beweisaufnahme er« forderlich find, beläust stch auf zirka hundert. Darunter be« finden sich auch Geheimrath Reuleaux und einige bekonnte Berliner«unstkcitiker. Die Vertheidigung de» Angeklagten führen die Rechtsanwälte«ello und Dr. Staub. Einen plumpen Schwinde hat am 22. d. M. Vor« mittags ein Unbekannter gegen die in der Steglitzerstraße wohn« hott-«aufmannsfrau K. verübt. In der Wohnung derselben erschien ein Herr, welcher fich als der Stadtverordnete Lagemann vorstellte uro angab, mit ihrem Manne, der Schul-Kommisfions« Vorsteher ist. put bekannt zu tein. Dann bat der Herr die Frau K.. ihm 1,50 Mark zu leihen, die er an demselben Tage Abend» wiedei zubringen versprach, erhielt auch das Darlehn, ließ fich aber nicht wiedersehen- Die angestellten Ei mitte« lungen ergaben, daß ein Stadtverordneter Lagemann nicht � Wenn'» nur wahr ist..Unseren vielgeplagten Brief. trägern steht, so schreibt man unS.«�rend der noch folgenden Sommeimonate eine außerordentliche Erleichterung ihre» Dienste» bevor. Wie wir nämlich von wohlinformirter Seite hören, plant der General- Postmeister die Einführung einer Sommeruniform für die Briefträger. An die Stelle deS tuchenen Dienstrockes soll während der Sommermonate ein solcher au» Drillichleinwand treten— eine Neuerung, die ireudig genug begrüßt werden würde. Hoffentlich kommt der Plan zur Ausführung, noch bevor eS wieder zu schneien beginnt. Die Marktballe in der Lindmstraße hat vorgestem Vor« mittag die erste Psändung gesehen, welche fich noch dazu unter ganz absonderlichen Umständen vollzog und unter den Ver- käufern und dem Publikum der Markthalle großes Aufsehen erregte. An die Verkaufsstände eines Gärtners trat plötzlich ein GenchtSoollzieher heran, belegte die gesammten Verkaufs« gegenstände mit Beschlag und veranstaltete dann auch sofort vor den umstehenden Marktbesuchern eine Auktion, welche in wenigen Minuten zur Räumung des gesammten Lagers führte Als der Maikthalleninspektor, dessen Beistand der bedrängte Gärtner inzwischen angerufen hatte, erschien, hatte der Ge« richtSvollzieher reinen Tisch gemacht und den Erlös für die ganze Frühltngsherrlichkeit in der Tasche. Darüber, ob dieses abgekürzte Verfahren berechtigt gewesen sei, war man im Publikum getheiller Meinung. Der Botfall wird Wahlschein» lich zur näheren Piüsüng vor daS Gericht gelangen. Znr Warnung für zureisende Handwerksgesellen wird uns folgender Vorfall zur Veröffentlichung mitgetheilt: Der Gärtnergehilfe Sch. machte am 20. d. M. Nachmittags in der christlichen Herberge zur Heimath in der Augustftraße die Bekanntschaft eineS ihm unbekannten ManneS, welcher an Sch. die Frage richtete, ob er Gärtner sei. Als letzterer diese Frage bejahte, erklärte ihm der Unbekannte, daß er als erster Gehilfe im Thiergarten beschäftigt sei und daß Sch. dort sofort in Ar« deit treten könnte. Der Unbekannte forderte den Sch. auf, fich daS bereits dezahlle Schlafgeld herauszahlen zu lassen, da er in seinem LogiS ein Unterkommen finden könnte. Der Unbe» kannte ging nun mit dem Gärtner nach der Elsafferstraße, wo er noch etwas kaufen wollte und bat schließlich den Sch., ihm 5 Mark zu leihen, da er nur ein 20 Markstück befitze. Sch- schenkte den Angaben seines neuen Freundes Glauben und lieh demselben dai vet langt« Geld, mit welchem der Unbe» kannte in dem Hauke Elsosserstr. 11, welches zwei Ausgänge bat, verschwand. Nach einer Stunde vergeblichen Warteni sah Sch. zu spät ein, daß er einem Schwindler in die Hände ge» fallen war. Verbrechen oder Selbstmord? Am gestrigen Sonntag früh zogen Angler an der Haselhorfter Brücke unweit Saat- winket die an Händen und Füßen geknebelte Leiche eineS etwa 40 biS 45 Jahie alten Manne», die erst kurze Zeit im Waffer gelegen haben dürfte, auS dem Spandauer EchifffahrtSkanal. — Die Leiche ist 5 Faß 4 Zoll groß, hat blonden Schnurr» bart und dunkelblonde» Kopihaar. Aeußere Verletzungen find nicht fichtbar. Bekleidet war die Leiche mit defektem dunkel» blauen Winterüberzieher, dunkler, rothgesprmkelter Hose, dunkler BuckSlinwefte, blauen Strümvfen und blauer Lein« wandschllrze. Fußbelleidung und Koptbedeckung fehlten. Papiere, die über die Persönlichkeit Aufschluß geben könnten» wurden bei der Leicke nicht gefunden. Zentral-Markthallen-Bericht von I. Sandmann, städttzchem Berkaufsvermitller, Berlin, dm 24. Mai 1886. Die Zufuhren ließen heute nichts zu wünsche»; alle gängigen Artikel waren in Massen vorhanden und befriedigten den nöthigen Bedarf, ohne einen Preisdruck auszuüdm. Rehe waren in großer Zahl vorhanden und wurden mit 50- 60 dezahlt; Hühner mit 1,25—1,50—2.— Fische wurden zu mäßigen Preisen gekauft; Rauchlach» mit 1,50 Pf., Bücklinge waren in großen Mengen zugeführt und mit 50—1,50 verkauft. Butter ist wiederum im Preise gewichen, auch für Käse ist ein weiterer Preisrückgang zu verzeichnen. Aepfel find sehr gefragt. Salat, Blumenkohl und andere Gemüse waren nur wtmg vorhanden, ausgenommen Spargel, der mit 30 Pf. für II. Qual. loigegeben wird; dagegen erzielen Gurken noch 20 Pf. pro Stück. Morcheln und Champignon wenig Nachfrage und schlechte Preise. Kirschen und Erdbeeren find in mäßigen Quantitäten zuzefüdrt und habm gut« Preise gebracht. Polizei-Vertcht. Am 22. d. M., Vormittags, fiel auf dem Grundstück Splittgerbergaffe 3 der mit Abbruchtarbeitm beschäftigte Polier Henschke in Folge AusgleitenS von einer ungefähr 3 Meter hohen Mauer auf den Erdboden und von da in den bereits bloßgelegten Keller hinab, wodurch er an- scheinend innere Verletzungm erlttt, so daß er mittelst D oschke nach setner Wohnung gebracht werden mußte.— An demselben Tage, Nachmittag«, fiel ein 2 Jahre aller Knabe aus dem Fenster der in der Simeonstraße 28 1 Tr. hoch belegenen elterlichen Wohnung, dessen Brüstung er in einem unbewachten Augenblick erklettert hatte, auf den Bürgerfteig hinab und er« litt dabei außer einem Bruch deS Oderschenkels eine Gehirn« erichütterung. Er wurde nach Bethanien gebracht.— Zu derselben Zeit wurde der Zimmermann Lrebig, alS er auf dem Neubau Hollmannstr. 35 in der Höhe deS fünften Stocke» auf einer Leiter beschäftigt war, vom Schlage getroffen und fiel in Folge dessen in das darunter liegende Stockwerk hinab, wobei er einen Bruch deS Brckenknochens und Verletzungen an der linken Seite erlitt. Er wurde nach der Königlichen Klinik ge» bracht.— AI« an demselben Tage, Nachmittags, der ungefähr 60 Jahre alte Arbeiter Weder auf dem Kohlenplatz, Görlitzer» straße 54, mtt Holzhauen beschä tigt war, brach er bei der Ar« bei« plötzlich ohnmächtig zusammen, so daß er mittelst Droschke nach setner Wohnung gebracht werden mußte, wo er kurze Zett darauf verstarb.— Am 23. d. M, früh, kenterte auf der Spree hinter dem G.undstück Holzmarktstraße Nr. 26—30 ein mit 4 Männern besetzter Kahn. Die J a fassen fielen sämmtlich in» Waffer. Dabei ertrank der Zuschneider Fromuth, während die anderen Personen fich theils selbst retteten, thetl« durch in der Nähe biflndliche Schiffer gerettet wurden.— An demselben Tage, Nackmittags, ertrank beim Baden an einer unerlaubten Stelle im Freiarchengraben, in der Nähe der Treptower Brücke, ein 10 Jahre alter Knabe.— Zu derselben Zeit wurde die in der Brückenstraße Nr. 10 als Wirthschastertn in Diensten stehende unverehelichte Lucas in einer Badewanne todt vor» gefunden. Wahrscheinlich ist dieselbe während des BadeS von einem Schlaganfall betroffen wo den, odglerch der hinzugezogene Arzt die Todesursache nicht mit Sicherheit anzugeben vermochte. Die Lerche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht.— An demselben Tage gegen Abend gerieth ein Arbeiter in der Sophienstraße mit setner Ehefrau in Streit und stieß fie dabei eine Treppe hinab. Die Frau erlttt durch den Fall nach ärzt« lichem Gutachten innerlich?, jedoch anscheinend nicht besonder» gefährliche Verletzungen. t*„« k. Refidenz-Theater. R. C. ES bleibt immerhin ein Kunstgenuß ganz eigener Art, zwei oder drei Stunden stch in einer Sprache etwas vor» deklamtren zu lassen, von der man kein StcrbenSwörtlein ver» steht. Die Annehrnlichkeiten eine« deratigen GeouffeS werden noch dadurch besonders erhöht, daß in den letzten Tagen in den Theatersälen eine Temperatur herrschte, die wirklich nicht mehr schön genannt werden konnte. Trotzdem unterzog fich das Publikum deS Refidenz Tbeater» am Sonnabend Abend sehr gern den Strapazen eines Th-ater» Abend« bei 30 Grad Reaumur; man wurde für die vergossenen Schweißtropfen reichlich entschädigt. Die russtsche Tragödin Elisabeth Gorena gab ihr erste» Debüt und zwar als„Adrienne" in Ad.ienne Lecouvreur. Man muß gestehen, daß die russtsche Künstlerin auf den ersten Blick keinen besonder» günstigen Eindruck alS T a» gödin macht. Ihre volle, ürpige Gestalt, daS echt russtsche Stumpfnäschen und die kurze Oberlipp« verleihen ihr etwas Soubrettenhafte«. Dieser Eindruck wird jedoch sofort verwischt, wenn Fräulein Gorena spricht. Sie b« fitzt«In weich«?, wundeibar modulutionSfähig«? Organ von seltener Kraft und Wcichhiit der Töne, und Hauptsälich hatte die Künstlerin ihrem brillanten Stimmaterial auch wohl ihren Erfolg zu verdanken. Natürlich waren die in Berlin ansässtgen Raffen lehr zahlreich erschienen, die ihrer Landsmännin Mr. mische Ovationen darbrachten. Den Glanzpunkt deS Abends bildete die Eterdeszene im letzten Akte. Die Künstlerin schien ihr« ganze Kraft für diesen ha' effektvollen Augenblick aufgespart zu haben, und ste brachte den Todeskampf der Vergifteten denn auch in einer so realistischen Weise zum Aut druck, daß der größere Theil des Publikum? erleichtert aufathmete, al? Adrienne ihren letzten Seufzer au?» gehaucht hatte. Da? Personal deS Restdenz- Theaters untei stützte die fremde Künstlerin übrigens in angemeffener Weise. Gerichts-Jeitnng. Eine« verhängnißvollen Schlummer hielt in der Nacht zum 2. Dezember der Bahnwärter Jänisch in seiner an der Stetttner Bahn zwischen Pankow und Blankenburg de» legenen Wärterbude Nr. 9. Der Dienst in der rauhen Winter» luft hatte den Genannten dermt angegriffen, daß er in einen todesäbnlichen Schlummer fiel. Er überhörte deshalb auch da? Signal am Läute» Apparat, welche? einem vorbeikommenden Aug vorauseilte; er erwachte erst, aufgestört durch einen lauten hörbarm Krach, in welchm fich da? Brausen des vorbeirollenden Zuge? und menschliche Hilferufe mischten. Ein Unglück war geschehen, dieS ward dem Jänisch sofort klar. Auf dm Schienen lag da? von den Rädern deS weiterdrausmden ZugeS zermalmte Pferd, daneben stand ein erheblich beschädigter Milchwagen und, unter herabaeschlcuderten Mtschfäffern begraben, lagen der Führer det Wagens und dessen Begleiter schwer verletzt aber noch lebend. Die litzteren hatten, als ste an jener Stelle dm Uebergang über den Bahndamm benutzten, die Barriere offen gefunden, weil Jänisch dieselbe vor dem Passtren des Zuge« nicht verschlossen, denn er hatte das Signal im Schlafe über- hört- aber gerade in demselbm Augenblick, alS der MUchwagen daS Fahrgeleise erreicht halte, brauste der Zug einher und warf daS Pferd nieder, dasselbe zermalmend; die Insassen de« Wagen« hätten beinahe daS gle'che Schicksal theilen könnm, zum Glück aber fielen fie nach der dem Zuge entgegengesetzten Seite vom Wagen. Einer«der Verletzten hatte allerdings längere Zeit an der Heilung seiner Wunden zu laboriren.— Gegen Zänisch ward anläßlich dieses Vorfall« Anklage erhoben wegen Gefährdung eine? Elsmbahn-Transportö. Das Urtheil der Strafkammer de« Landgerichts Ii, vor dessen Forum Jäntsch gestern fich zu verantworten hatte, lautete unter Annahme mil» dernder Umstände auf 1 Monat Gefängniß. f Wegen gemeinschaftlicher Körperverletzung, began» mit einem gefährlichen Werkzeuge waren der Tischlergeselle gen W. und seine Frau Martha von dem hiefigen Schöffengericht zu 1 Woche Gefängniß resp. 3 Tagen Gefängniß verurtheilt worden. Hiergegen hatten beide Reoifion eingelegt, der Mann gegen daS Strafmaaß, die Frau, weil fie fich überhaupt für nicht schuldig hielt. Die Verhandlungen, welche gestern vor der 1. Strafkammer de« Landgericht« I fich abspielten, nahmen einen sehr günstigen Verlauf für das verurtheilte Ehepaar. Der Tbatbestand war folgender. Tie Familie W. bewohnte in der Z.straßt eine Wohnung, zu der ein Korridor führte, der gleichzeitig der Zugang zu einer zweiten Wohnung war. Di gemeinsame Korridor wurde das Unglück und der Anlaß zu Dieser Reibereien und Streitigkeiten zwischen dm beiden MiethS- Parteien. Die F auen geriethen in Zank und ärgerten fich gegenseitig nach besten Krästm. Die Mauern find im vinten Stock bekanntlich so dünn, daß jedes Geräusch und jede« Wort vom Nach bor gehört werden kann. So tönten höhnische Bemerkungen durch die Wände hindurch. An einem Sonn» abend kam e« zum Ausbruch. Beide Frauen hatten ihren Männem gellagt, welche Unbilden ihnm die döse Nachbarin— «ine jede hielt fich natürlich sür unschuldig an Allem— zu» fügte. Herr H. beschloß einen entscheidenden Schritt zu thun. Er ging zu W., stellte ihm vor, wie unangenehm für beide Setten dies« Zänkereien wären und bat ihn, seiner Frau gegen» über ein Machtwort zu sprechen, so wie er eS thun wolle. Dieser friedliche Vorschlag war ficherlich sehr gut gemeint, er beendete aber die Streitigkeiten nicht, sondern fachte fie nur an. E« schloß fich an ihn nämlich eine Auseinandersetzung, in der die beiden Gatten die Vorzüge ihrer Frauen abwogen, bald fielen wieder Sticheleien und die Frtedmsstifter geriethen fich schließlich selber in die Haare. Die Frauen mischten fich ein und bald stiegen die Leidenschaften so, daß die beiden Männer fich packten. Der kräftigere W. schob H. in die Küche, warf ihn zu Boden und schlug ihn. H. dehauvtet? rnn, daß auch die Frau deS W. fich an dieser Szene betheiligt habe und schob ihr sogar zu, mit einer Kohlm- schaufel ihn so heftig auf dm Fuß geschlagen zu haben, daß vi« große Zehe gelähmt wurde. In der Revifionsverhandlung wurde dieser Angabe nicht die Glaubwürdigkeit zugemessen, welche ihr der Vorderrichter beigelegt hatte. Es schien wahr» scheinlicher, daß W. beim Ringen zufällig den H. auf den Fuß getreten und so die Verletzung verschuldet habe. Frau W. wurde auS diesem Grunde auch freigesprochen. Auch die Strafe, welche den Mann getroffen hatte, wurde bedmtmd ermäßigt. Zunächst fiel der erschwerende Umstand der Gemeinschaftlichkeit bei der Körperverletzung hinweg und dann wurde in Anrechnung gebracht, daß W. ebenfalls gereizt gewesen war. So wurde die Gefängniß strafe von einer Woche in eine Geldstrafe von 20 M. verwandelt. Der Staatsanwalt hatte Verwerfung der Revision beantragt._ Soziale»«nd Arbeiterbewegung. � Lohnbewegung. rJn Oderberg haben nach der „Natztg." fast sämwtliche Schiffsbauergesellen die Arbeit ein» gestellt.— In Krossen oerlangen die Zimmergesellen e.ne Lohnerhöhung.— Aui Landsberg wird dem„Berliner Tageblatt" vom Sonnabend gemeldet, daß über hundert Maurer, die bei dem Bau der LandeS> Irrenanstalt beschäftigt, eine Lohn» erhöhung verlangten und da die Unternehmer die Forderung ablehnten, die Arbeit einstelltm. In Lerpzig haben die Schneiderges ellen einen Ausschuß gewählt, der einen Normaltarif ausarbeiten soll.— Eine Tapeztrerversammlung nahm dm Innung«» deschluß an, welcher den Gesellen einen Arbeitstag von 10'/, Stunden mit 1'/, Stunde Mittagspause gewährt. Die Ueberarbeit bi« 10 Uhr Abend« wird mit 25 pCt., Nachtarbeit mit 100 pCt. und die SonntagSarbett mit 50 pCt. Zuschlag Eine sonderbare Beschränkung hat die Dresdener Behörde dem dortigen Arbetter innenverein angedrihm lassen. Verheirathete Frauen und ferner Mädchm bis zum vollendeten 21. LedmSjahre dürfen dem Vereine nicht angehören. Wo« für gesetzliche Bestimmungen oder Verordnungen bei diesem Verbot wohl angezogm worden find? Ueber die«ohnverhältuisse der schweizer Sticker giedt da« Organ de« Stickerverdande? interessante Taten. So klagt darin ein Sticker von Moll««, daß er bei einem Muster von 204 Slichm, daS, um»inmal abgestielt zu werden, 2 Nädlig braucht, für hundert Stiche 28 Zentime« erhält. Wenn er per Tag 20 Nädlig abstickt und dir Fädlerin für 1,80 Fr. da« Nöthige besorg», so verdient er det angestrengter Arbeit täglich 3.80 Fr.(ca. 3M,), wovon 1,40 Fr.(ca. 1,12 M.) für Garn abgeht. So bleibt«in Tagelohn von 2.40 Fr. (ca. 1,92 M.), au? welchem Abzüge, Nachsticken. Lokalmiethe und Maschinenzahlungen und der Ledmiunterhalt bestritten werden müssen.„ES ist wahrhastig eine Lust zu leben I" Mereine und Uersammlungem + Der Verein zur Vertretung der Interesse« der Klavterarbetter hielt am Sonnabend seine Mitgltederversamm» luna unter Vorfitz de« Herrn Schaar bei Gratweil ab. Der in Aussicht genommene Referent, Herr A. Gerisch, war am Erscheinm verhindert und der Vortrag fiel deshalb aus. Statt dessen fand eine ausgedehnte DiSkusfion über die Frage statt, od der Verein eine Kasse zur Unterstützung arbeitsloser Kollegen (ArbettSlosm» UnterstützungSkasse) errichten solle. ES wurdm verschiedene Anstchten laut, die jedmfall« zu einer Klärung der Meinungen führten; zu einem Resultat gelangte man nicht. Der Vorstand wird fich demnächst mit der Angelegenheit de» schäftigen und einer Versammlung dann seine Entschlüsse vor- legen.— Vorher war die VierteljahrSabrechnung erstattet worden. ES ergiebt fich eine Einnahme von 90820 M. und eine AuSgabe von 583,43 M., mithin bleibt ein Bestand von 324.77 M. Der UnterstützungSkondS hat eine Einnahme von 536 25 M., eine Ausgabe von 274 M. gehabt, bleiben mithin 311,25 M. Die nächste Versammlung deS Verein« findet in 14 Tagen im oberen Saale de» Lokals statt. Die Buchdruckergehilfen Berlins hielten am Sonn» abend Abend bei Buggenhagen am vioritzplatz eine gut de» suchte allgemeine Versammlung ab. Zweck derselben war, den Beitrag zu der hier destchenven Tarifkasse zu erhöhen. Diese Kasse, welche einen Fonds von ca. 12000 M. besttzt, und zu der auch eine Anzahl dem„Unterstützungiverein deutscher Buchdrucker" nicht angehörende Gehilfen steuern, hat den Zweck, den wegen Eintretens für den Tarif drodlo« werdenden Kollegen eine Unterstützung zu zahlen. In der Versammlung wurde gegen die Erhöhung der Beiträge geltend gemacht, daß die VereinSmitglteder so wie so schon mit hohm Beiträgen — die Woche ungefähr 2 M. 50 Pf.— delastet seien. Die dem Verein nicht angehörenden Gehilfen sollten doch, waS ja auch der eigentliche Zweck der Gründung der Tarifkaffe gewesen, die dargebotene Hand deS UnterstützungSverein« erfassen und diesem beitreten, wodurch fie vor allen Eventualitäten geschützt wären. Die Majorttät der Versammlung beschloß jedoch die Erhöhung de« BettroßtS auf daS Doppelte deS jetzt geleisteten, damit man für den Fall, daß zwischen Prinzipalen und Ge» Hilfen«ine gütliche Einigung über den im Oktober d. F. ein- zuführenden Tarif nicht zu Stande kommen sollte, auch ge- nügend gerüstet sei, um allein eine Bessergestattung der Lage der Gehilfen«nagen können. Die Buchdruckereibesttzer, welche der Sektion Viu (Brandenbmg) deS Deutschen BuchdruckervereinS angehören, tagten vor einiger Zeit in Berlin, um fick über die Bildung von Innungen zu unterhalten. Hnr Mieck auS Prenzlau sprach fich mit Entschiedenheit für die Bildung von Innungen auS, während Herr Feretzke auS Werder fich unter lautem Widerspruch d« Anwesenden gegen dieselben erklärte. Schließ- lich wurde eine Kommisfion von sieben Mitgliedern zur Ausarbeitung von Vorlagen zur Gründung einer Innung gewählt. Bei einem ferneren Punkte,„Bildung einer Prinzipal-Tarif- Kommisston", fanden die 51 Erschienenen Gelegenheit, fich über die Forderungen der Gehilfen„aufzuklären". Am posfirlichsten bewegte fich der Herausgeber der„Wohnungszeitung", Herr Schwiering, welcher dem Vorstnnd vorwarf, daß er viel zu lau sei. Man solle doch, um nicht die„maßlosen Forderungen d« Gehilfen" erfüllen zu müssen, 2000 Mädchen al« Schnftsetzrr anlernen. An dn Fortsetzung seiner so lehrreichen Ausführungen wurde er jedoch von den Anwesenden selbst gehindert, waS wohl den besten Beweis von der Qualität des„Vortrages" beweisen dürste, da die Herren doch sonst zum größten Theil einen sehr guten Magen zum Verdauen alleS dessen befitzcn, was gegen die Gehilfen vorgebracht wird.(Besagter Schmie- ring ist überhaupt derselbe Arbeilgeder, welchem die bekanntlich selig entschlafene„Freie Zeitung" zur Herstellung übergeben wurde.) Belannt wurde noch gegeben, daß seitens des geschästS -Ii' führenden Ausschüsse« de« deutschen Buchdruck«oere>nS Neuwahlen der PrinzipalSmitglieder zur Tarif- RevifionS- Kommisston für Ende Mai ausgeschrieben worden find. Ntchtgenehmigte Versammlunge«. Die öffentliche Tischlerversammlung, welche am Sonntag in Keller's Salon, Andreasstraße 21, stattfinden sollte konnte nicht tagen, da die polizeiliche Genehmigung hierzu nicht ertheilt wurde. AuS demselben Grunde konnte auch die zu gestern(Montag) an- gekündigte öffentliche Schneiderversammlung, ferner die Ver- sammlung der LuxuSpapterpräger und Poplerschläger und die Versammlung des Arbeiter- LezirkSoeretnS im Westen nicht statt- finden; auch die öffentliche General-Versammlung der Dach- decker, welche am(nächsten Sonntag, den 30. Mai, in G.at- weü'S Bierhallen stallfinden sollte wurde nich: genehmigt. * Fachverew der Mechaniker. Optiker, Uhrmacher, chirurgischer und anderer Jnstrumenter.macher. Mittwoch- den 26. Mai, Abei ds präzise 3'/, Uhr, Kommandar-tenstr. 71—72 bei Rieft, Mitgli der-Versammlung. Tagesordnung: 1. Wahl eines 1. Vorsitzenden. 2. Wahl von 3 Delegirten zum Ver- dandstag. 3. Bericht der Rechtschutz-Kommisfion. 4. Ver- schiedeneS. 5. Fragekasten. Gäste find willkommen, neue Mit- alieder werden aufgencmmen.— Der Vorstand ersucht um Angabe der Vertrauensleute und um Zurückgabe der ouSge- füllten Fragebogen.— DeS BußtagS wegen finden die Ver- sammlungen deS Verein« am Mittwoch, den 26. Mai, 9. Juni, 23. Juni statt. Von da ab wieder regelmäßig. * Gauverern Berliner Bildhauer, Annenstraße 16. Dienstag, den 25. Mai, dritter dramatischer Leseabend. Vor- lesung aus Shakespeare'S„JuliuS Cäsar". Gäste willkommen. Verband deutscher Ztmmerleute, Lokalverband Berlin C, V.rsammlung am Dienstag, den 25. Mai. Abend« 8 Uhr, in Gratweil« Bierhallen, Kommandantenstr. 77/79. Tagesordnung: 1. Der Lohntarif der Hamburger Zimmerer. 2. Verschiedene« und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Kameraden haben als Gäste Zutritt. Kleine Mittheilungen. Weimar. 23. Mai.(Sozialdemokrat im Bezirksausschuß.) ES finden jetzt die Wahlen zu den Bezirksausschüssen im Gros» herzogthum statt, dieselben werden von den Wahlmännern deS Bezirks für die allgemeinen LandtagSwahlen vorgenommen. In den Bezirksausschuß deS Ii. Verwaltungsbezirks(Apolda) ist gestern ein Mitglied der Arbeiterpartei gewähtt worden, wie diese auch bei der LandtagSwahl ihren Kandidaten durch- gebracht hat. Darmstadt, 22. Mai.(Studenten- Streik.) Vorgestern wurden vier Studirende der hiefigen technischen Hochschule, welche in einer Duellsache(einfache Schlägermensur) Zeuaniß abzulegen verweigerten, verhaftet, worauf sämmtliche Studiren- den den Besuch der Vorlesung einstellten. Eine Studenten- Deputation begab fich gestern zum Unter rlchtSminister, erzielte jedoch leinen Erfolg; eine allgemeine Studenten-Versammlung beschloß hierauf, so lange zu streiken, di« ein Anschlag auf dem schwarzen Brett die Haftentlassung der Kommilitonen verkünden werde. Stuttgart, 21. Mai.(Selbstmorde.) Im Lauf« der letzten 6—8 Wochen haben fich hier nicht weniger denn nahezu ein Dutzend Personen erschossen, erbenft oder vergiftet. In den Z-ttung?n wird in der Regel nur über die Selbst, morde d«S„Pöbels" berichtet, der Mann, der eine höhere sozial« Stellung einnimmt, stirbt„plötzlich", wenn er Hand an fich gelegt hat. Agram, 21. Mai.(Eisenbahnunglück.) Eine Draifine stieß gestern Abend« vor der Karlstävter Eisenbahn- Etatton mit einem ausfahrenden Zuge zusammen Auf der Draifine befanden fich vier Arbeiter, welcbe von JaSka gegen Karlstadt fuhren. Zwei der Arbeiter retteten fich dmcb einen Sprung von der Draifine, die beiden anderen erlitten jedoch durch die heftige Kolliston derartige Beschädigungen, daß der ein! bereits heute Morgen seinen Geist aufgab. An dem Airslol»- mm deS anderen wird gezweifelt. Brün«, 21. Mai.(Großer Brand.) In der Gerwin* Rostein(Bezirk Blumenau) find gestern 82 Häuser niedergebrannt, 5 Menschen fanden dabei den Tod in den Flammen- Da? Elend ist groß; ditjBewohner find meist arme Leute mit nur wenige von ihnen waren verfichert. Lemberg(Galizien), 24. Mai. Die Stadt Baligrod f® Bezirke LiSko steht fett gestern(Sonntag) Mittag in Flaamien! ebefo ist die Bezirksstadt Nadworna, das zweite Mal seit M Wochm, in vergangener Nacht von einem größeren Brand Unglück betroffen worden. , Brüssel, 19. Mai.(Der Blitz in einer Kirche.) In Süd bradant lobte dieser Tage ein furchtbarer Sturm, begleitet«®> Donner und Blitzschlag. Die ganze Kommune Dinter befand fich während dem in der Kirche, in der eine feierliche � zesston veranstaltet wurde. Der Klerus im Ornat, die ZI nehmer mit Bannern, brennenden Wachskerzm, mit Blumen geschmückte Kinder standen am Altar, da schlug der Blitz* die dicht gefüllte Kirche; er traf die Teiienihürme un« prasselnd fielen die Steine in die Menge. AlleS schrie»u die ProzesstonStheilnehmer warfen Banner und Kerzen fort eS folgte eine unbeschreibliche Szene. Alles suchte zum Aal- gange zu gelangen, die Priester machten alle Anstrengung� um Ordnung zu schaffen, doch vergeblich. Nachdem die KtcV fich einigermaßen geleert, bot fich ein schrecklicher Anblick;% Mädchen war vom Blitz aetödtet, sech» Personen verwun«n und gelähmt, darunter ein Mädchen mil einer Stirnwunde durch den Blitz verbrannten Haare«. »». Aetztr Nachrichte«. Die PriuzeuauSweiiuug in Frankreich. In Prinzenftage soll Freycinet, nach der„Voss. Ztg.", schwankend geworden sein und bloS eirnn Gesetzentwurf.«'® bringen wollen, der für künftige Kundgebungen von denten Strafen bestimmt. Die Kabinetsmehrheit ist indeß* für, die Frage möglichst schnell auS der Welt zu schaffen.*■* Rechte der Kammer und deS Senat« hält am Donnerstag«j® große Versammlung, um über ihre Haltung im Falle* PrinzenauSwetsung zu beschließen. Sie dereitet einen Aus® an« Land vor.„Konstit." verfichert, innerhalb der Fann» Orleans herrsche große Uneinigkeit; die Herzöge von Bum� Nemours und Jornaille seien über daS Hervortreten de« von Pari« äußerst ungehalten.. Kommuuardenkundgebung Die anläßlich deS Jnbl® tags dei Sturzes der Kommune auf dem Pöre Lachafi«" Pari« veranstalrete Komwunardenkundgebung ist einem gramm der„Natztg." zu Folge friedlich verlaufen. Etwa tausend Ardeiter desuchten den Schauplatz der Maffenhiiw? tungen, wo einige Reden gehalten wurden. Di« Polizei dlos einige rothe Fahnen abzunehmen, wobei fie keinen W'®1 stand fand.. ,, Zum griechischen Kousttkt. Es steht jetzt fest, dai' Feindseligkeiten durch griechische Vorposten eröffnet wul°® und daß griechische Truppen an mehreren Stellen die Gr% überschritten. DaS Feuer dauerte bis Sonntag l>tachw>n 4 Uhr. Bevor die Türken einen Rückstoß gemacht Wj suchte der griechische Oberbefehlshaber eine Unterredung jj dem türkischen Oberbefehlshaber nach, um daS Miß oerst W. aufzullären. Der ganze Vorgang stellt fich dar als ein jn, glückter Versuch, TrikupiS zu stürzen und DelyanniS ont Ruder zu bringen. Der letztere aber wird darau«. Lehre entnehmen können, daß nur That'achen, nicht A»'. schreiben die Lag« bessern können. Er muß die Entwaffn. schleunigst beginnen und durchführen. Die« und sonst' nicht» Andere« erwartet man von Ihm.-.„i , Die Wahlen in Italien. Alle Minister un» sttionSchef« find wredergewählt worden. Jn Mailand.% und Forli stegten die Radikalen. Das dtfiattioe Wnb%, von 42 Wablkollegien ist; 83 Ministerielle. 36 pentalHM Oppositionelle. 22 Pentarchistcn und 22 Radikale, von% 1 Sozialist, 6 unbestimmt, 2 Disfidcnten. Der frühere K � m u n a r b JEipriani, gegenwärtig auf den Galeeren. . Mtt auf daS Der Sfe; •toornme fbg' Eev von zwei Kollegien gewählt� In der Stadt Rcm/� ? ach vorliegendem, tast vollständigem Wahlresultat (Pentarchist) 4663.'«occilli(Pento- chist) 4516, Torlonia '..............- i. ZanS Mi nifteriell) 4441, Piarcini(Pentarchist) 4151 Stimmen Siacci und Colonna, von denen ersterer 3768. letzterer Stimmen erhielt, ist eine Stichwahl erforderlich. Der Gouverneur von Niederländisch-Jndien phirt, daß der Resident von Batavta am 20. o. M- gewesen ist, einen Aufstand in Tjoma», einer Pitoatd-n«.� im Distrikt Buitenzorg, mtt bewaffneter Hand zu untcro� Von den Ruhtsrörern, welche bewaffnet waren un» M 500 Mann zählten, find 50 thrilS getödtet, theil« veiM, worden. Dia Ruhe ist wiederhergestellt und wird angenM daß die Bewegung durch die Anforderungen de« Eigen'*� der Befitzung hervorgerufen sei. *_* Polnisches. Auf Grund einer von dem Innern erlassenen Beifügung wird denjtnigen Au« welche auf Bergwerken arbeiten und metstderechtigte.�li schaftsmitglieder find, bis auf weiteres die jederzeit liche Genehmigung zum wetteren Aufenthhalt im»»flrs Staatsgebiete ertheilt. Diese Verfügung ist gerade f»' schlesten von Bedeutung. vv Streik. Sämmtliche Kondukteure und Kutscher v«„ f burg-Altonaer Pferdeeisenbahn haben gestern Morgen deit eingestellt. Kriefkasten der Kedaktio«» � M. M. Wir verbitten uns derartige Zuschriften- gensjuar�der �Betreffende in Rüdersdorf mit eine�M Frankfnrterstr. müssen Kinder im ersten Lebensjahre Nach oem .. geimpft die Impfung erfolglos, so muß dieselbe jähre und, wenn ste auch dann erfolglos % Sffe Lebensjahre deS Kinde« wiederhott werten'. Da«. Ihr Kind solle noch einmal geimpft# der Behö.de, Sie also gegen die Urtheile des Gewerbe- Gtti»t» er« ario gegen vre lailyeue vcs Gewervt'�c-"��, D'-.n Berufung auf den�RechtSweg ein urid laden�S'«� tc�'f den Meister zum Termin vor das Amtsgericht- fÄÄÄS; M Berttage zurückgetrelen, weil der Arbeitgeber- f« erfüllen könne." Eine Straf« kann gegen Sie werden. _ wie 8 Ä«rant»ortlikb«»rtatou««. i*»«ck und««lag von Mg» Badtng jn Herii, Senchßraß« 3.