3. are, 28L arnte ößte tfits sen, e. 57L 51. | 3887L 蝦醬 arirt bei 29, 25L tten. s! d 0= 8, 2. 3, 2. Ee, 1= ie OL t. e arte. ahl und men el, 45. el schen erbe, 006L 55L f. eit. g 24. 3, L 10631 Mr. 178. = Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat= lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags- Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mark, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Fesitagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernspredj- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Allo Sonntag, den 2. August 1891. " Expedition: Beuth- Straße 3. Die wirthschaftliche Lage der Bauern in Rumänien.*) Die rumänische Gesellschaft theilt sich, wenn auch nicht gefann er sich die Zeit und Mühe nehmen, es auch inhalt- nach nicht minder eingehender Prüfung für ganz harmlos lich zu bewältigen, bei Aufsätzen über fachwissenschaftliche erklärt haben. Und trotz derartiger Vorkommnisse, für Es wird dem Herrn Geheimrath Professor Gneist Fragen ist ihm das obendrein häufig wegen des Mangels deren Häufigkeit sich mit leichter Mühe zahlreiche andere von Schierstädt, Hochwohlgeboren, nachgerühmt, daß er eigener Fachkenntnisse unmöglich. Auch ein Zeitungs- Beispiele erbringen ließen, nimmt der höchste Gerichtshof Alles beweisen könne, eine sehr schäzenswerthe Eigenschaft Korrektor ist keineswegs immer politisch und juristisch ge- des Deutschen Reiches es als selbstverständlich an, daß das, die ihm zweifellos nicht wenig genügt hat, sich auf bildet und braucht es nicht zu sein. Doch, wie gesagt, ein Korrektor, der in der eiligen Ausübung seines Berufs der Leiter des Erfolges zu einer hohen Staffel empor- es mag sein, daß in diesem Falle der Korrektor den frag- einen Artikel kennen gelernt hat, damit auch volle Einzuwinden. Aber welche Gliederverrenkungen auf dem Ge- lichen Artikel wirklich beim Korrekturlesen ,, fennen gelernt" sicht von dessen ehrenkränkender Tendenz gewonnen haben biete der höheren Beweiskunst der genannte Geistesrecke hat, das Reichsgericht erklärt dies für„ festgestellt", und muß. Welcher Korrektor, wenn dieses Erkenntniß Schule auch vollbracht hat, wir müssen doch bezweifeln, daß er somit ist es möglich, daß der Korrektor zugegeben hat, macht, ja welcher Mensch, der sich in der Oeffentlichkeit jemals eine Schlußfolgerung schwieriger Art mit solch den Artikel inhaltlich kennen gelernt zu haben. Was uns bewegt, ist da noch seiner Freiheit sicher? Mit diesem spielender Leichtigkeit bewältigt hat, wie das dem dritten jedoch mit staunender Bewunderung für die Schluß- Also" kann ein Jeder erdrosselt werden, und zwar von Straffenate des Reichsgerichts in der jüngst veröffent- folgerungskunst des hohen Senats durchdrungen hat, ist, Rechts wegen. Mit diesem...., doch wir haben das lichten Entscheidung in der Korrektor- Strafverfolgung daß er mit seinem epochemachenden„ Also" aus dieser Reichsgericht kennen gelernt", also. gelungen ist durch die Anwendung des einzigen kleinen Feststellung herleitet, der Korrektor habe auch die in dem Wörtchens: Also... Artikel enthaltene Ehrenkränkung erkannt". In diesem Wörtchen Also hat der dritte Straffenat Ist es diesen gelehrten Richtern gänzlich unbekannt das fehlende Glied entdeckt, mit dem zur Freude aller geblieben, was einer ihrer Kollegen, der Reichsgerichtsrath regierungs- und militärfrommen Reichsgemüther ein Mittelstädt über die Entartung der Beleidungsprozesse deutscher Gerichtshof künftig einen gänzlich harmlos er- infolge der Undefinirbarkeit und Unfaßbarkeit der sogescheinenden Vordersatz mit einem verbrechenüberführenden nannten Beleidigung geschrieben hat? Ist es ihnen unbeNachsatz logisch verknüpfen kann, wenn die Erhaltung von fannt, daß alle Juristen, die sich an der Aufgabe versucht fehlich, so doch wenigstens geschichtlich, in drei Klassen: Die Staat und Gesellschaft die Verurtheilung eines böswilligen haben, die sogenannte Beleidigung scharf begrifflich zu um- Bojaren oder Großgrundbesitzer, die Bauern und die Bürger. Umstürzlers wünschenswerth machen sollte. Diese Perle, grenzen, schließlich an dieser Quadratur des Zirkels ver- Aber die beiden ersten Klassen sind die wichtigsten, denn fast der welche juristische Findigkeit gehoben hat, verdient es, in zweifeln d, zu dem Zugeständniß gekommen sind, daß sub- gesammte Handel Rumäniens hängt von der Landwirthschaft ab, paßlicher Fassung der Ruhmestrone eingesetzt zu werden, jektives Empfinden allein im Einzelfalle über die Strafdie wir der bestehenden Staatsordnung so bereitwillig auf barkeit eines Ausdruckes entscheiden müsse? die hehre Stirne drücken. Und wenn ihnen das nicht unbekannt ist, wie kommen Gegen den Mitangeklagten Wr.", heißt es in dem denk- sie dazu, einem Nichtjuristen die Kenntnißnahme eines Arwürdigen Schriftstück des dritten Straffenats des Reichs- tikels sofort als identisch mit der Erkenntniß von dessen gerichts, ist festgestellt, daß derselbe, als er im Dienste des An- Strafwürdigkeit auszulegen? geklagten Wt. seines Amtes als Korrektor waltete, den Inhalt Oder ist ihnen auch das unbekannt geblieben, daß Des Artikels bei dem Lesen der Korrektur kennen ge- schon wiederholt verschiedene Gerichte im Deutschen Reiche lernt, das heißt also, den ehrenkränkenden Inhalt ganz entgegengesetzte Urtheile über die Strafbarkeit oder zu bearbeiten. In Rumänien nennt man jeden Landkomplex, welcher ein, erkannt, und dennoch seine Dienste als Korrektor ge- Nichtstrafbarkeit eines Artikels in sogenannten Beleidigungs- zuweilen auch zwei oder mehrere Dörfer umfaßt, Mosia( Farm). leiftet hat.. fannte Wr. die Strafbarkeit des Inhalts prozessen gefällt haben? Im vorigen Jahre erst ereignete unter den Landwirthen unterscheidet man zwei Klassen: die bes Artikels, so hat er auch in bewußter Weise zur Her- sich folgender Fall: Ein Berliner Blatt veröffentlichte Arendafii, welche die größeren Ländereien oder Güter der stellung der Druckschrift strafbaren Inhalts mitgewirkt." einen Artikel über die westfälische Bergarbeiter- Enquête, Bojaren pachten, und die Bauern, welche heute alle fleine Wir wollen hier garnicht einmal in Zweifel ziehen, der von einem westfälischen Blatte nachgedruckt wurde. Das Agrargefeß vom 30. August 1864 expropriirte die ob denn der Korrektor wirklich beim Lesen der Korrektur In Westfalen wurde Anklage erhoben gegen das west- Großgrundbesitzer aus einem Theile ihres Grundbesitzes auch den Artikel kennen gelernt" hat. Nach unserer fälische Blatt. Das Landgericht Hagen erkannte indeß und bewilligte jedem Bauern, der vier Ochsen und eine Kuh Erfahrung ist es zwar ganz außerordentlich schwierig, ein auf Freisprechung des Redakteurs, da in dem Artikel kein besaß, elf Pogonen Land( ungefähr 5 hektare) und 8 Pogonen denjenigen, welche nur ein paar Ochsen und eine Kuh hatten. Schriftstück auf seine Druckfehler und Satfehler zu prüfen einziges beleidigendes Wort enthalten sei. Mittlerweile Denen, welche weder Ochsen noch Kühe besaßen, gab man nur und gleichzeitig es nach seinem sachlichen Inhalte in allen war auch in Berlin Anklage gegen das Berliner Blatt so viel Land, als sie für ihre Familien bedurften und verpflichtete Einzelheiten und Feinheiten zu erfassen, es im wahren erhoben worden, und das Landgericht Berlin I entdeckte alle, das ihnen überwiesene Land in jährlichen Raten und in dem Sinne des Wortes fennen zu lernen". Schwierig ist das denn auch so in dem Artikel, daß Beitraume von 15 Jahren zu bezahlen. schon, wenn man mit der vollen Absicht an der Durch- sie ihm nur mit einem Monat Gefängniß fühnbar erlesung geht, das Schriftstück nach beiden Richtungen zu schienen. prüfen. Nun ist es aber eines Korrektors Aufgabe, nur das Also hier erkennen fünf Juristen nach eingehender Prüfung etwas als ehrenkränkend, was fünf andere Juristen " 1 Feuilleton. Nachdruck verboten.] Kapitän Lobe. Von John Law. Autorisirte Uebersetzung aus dem Englischen von Regina Bernstein. [ 12 die Industrie ist fast Null. Vor dem berühmten Agrargeseze von wohl in einigen Dörfern hier und dort freie Bauern, Fraktur! genannt, welche Ländereien besaßen, aber ihre Zahl war verJeder Bojar, Besitzer ungeheurer Flächen, schwindend klein. 1864 gehörte alles and den Bojaren und den Klöstern. Es gab hatte auf denselben ein oder mehrere Dörfer, deren Einwohner im vollen Sinne des Wortes Sklaven waren, indem sie zuvor die kleinen ihnen gehörigen Grundstücke für eigene Rechnung bearbeiteten, aber dadurch gleichzeitig verpflichtet wurden, alle übrigen dem Bojaren gehörigen Ländereien für dessen Rechnung Besizer sind. *) Uebersetzt aus dem Almanach de la Question sociale et de la libre pensée. Revue annuelle du socialisme international pour 1891. Par P. Argyriades. Avocat à la cour d'appel de Paris. 10. Rapitel. Die Fabrit. Einige Tage, nachdem Ruth den abschlägigen Bescheid fagte er nun, und erinnern Sie sich stets, daß wenn es sein soll, daß Sie uns beitreten, ein Grund hierzu„ kommen" wird. Weder ich noch sonst Jemand könnte Sie davon zurückhalten, wenn das Höhlenthum wirklich Ihrer bedarf." Für Esther war Ruths Bericht eine schwere Ent- des Superintendenten erhalten hatte, saß Herr Bember des täuschung. Die alte Frau hatte es sich fest eingeredet, daß Morgens um halb acht vor einem Spiegel und rafirte sich. sie Ruth in dem sicheren Schutz der Heilsarmee sehen würde. Er gehörte zu der Klasse von Männern, die vorzeitig grau Eine ganze Woche wartete sie nun geduldig dessen, was der werden. Sein Schnurrbart rar schwarz, aber das KopfSuperintendent ihnen mittheilen werde, und in dieser ganzen haar hatte die ursprüngliche Farbe geändert, wie um die Zeit hoffte sie gegen ihre eigene Ueberzeugung, daß Ruth vielen Erfahrungen anzudeuten, die sein Träger bereits ge= doch noch zur Höhlenarbeit zugelassen werden würde. Ein macht. Er hatte sein Leben genossen, bevor er sich als Leiter oder zwei Mal setzte sie sich ihren Hut auf, um dem Gehen Sie hin und arbeiten Sie unter den Mädchen als Superintendenten einen Besuch abzustatten," Denn," sagte der Fabrik in Whitechapel festgesetzt hatte. Nun beabsichtigte So beginnen Sie damit, daß Sie sie kennen lernen. eine ihresgleichen und nicht als ihre Herrin. Weise werden Sie Einfluß über sie gewinnen und werden scheid machen, wenn er die Geschichte der Mutter des kleinen Ruth, noch für sonst Jemand wollte er sich überarbeiten. beurtheilen können, was dieser Pember in der Fabrik macht." Mädchens wüßte." Aber er wird es nicht gestatten." Vielleicht. Wie alt sind Sie?" In einigen Monaten achtzehn." un wohl, Sie werden dann seine Prinzipalin fein! for weiß das ebenso, wie bei Bie og einund7 Doch sie kam nicht weiter, als bis zur Thür der Eingangstreppe. Die Todten sind heilig. Nur Leuten wie Kapitän Lobe konnte ein menschliches Wesen ein solches Geheimniß, wie Eſther eines von ihrer Herrin in der Brust trug, anvertrauen. Sie tröstete sich mit dem Gedanken: Weder für Sein Vater war an Lähmung gestorben, und Spuren desselben Leidens hatten ihn phlegmatisch gemacht. Er liebte seine Pfeife, viel Wein und Bier, und eine gute Mahlzeit. Er freute sich des gleichmäßigen Ganges des Geschäfts. Aufzustehen, sein Frühstück zu essen, seinem Geschäft in der Fabrik nachzugehen, und alsdann ben Tag it jämnt East zwanzigste Jahr erreicht haben, Sie geseßlich selbständig Vielleicht hat Kapitän Lobe es dem Superintendenten End- Klub zu beschließen, das war die Lebensweise, die seinem fern zu halten." Geschmack entsprach. sind. Er hat nicht das Recht, Sie aus Ihrer eigenen Fabrik gesagt." Aber am Ende der Woche erhielt Ruth einen Brief Die Mittheilung von Ruths Absicht, eine HöhlenRuth erhob sich und seufzte schwer. Es erschien ihr aus dem Hauptquartier für die Höhlenarbeit," worin schwester werden zu wollen, hatte er mit Wohlgefallen entDer wie das " Superintendent schaute zu dem Bilde seiner Gattin heilten, er habe nach reiflicher Ueberlegung entschieden, daß über dem Stant autem fielen seine Blicke es beffer tür sie sei, zu bleiben, wo Sie find, und dort gearbeiten zu dürfen, ihn veranlaßt, den schwarzen Schnurrbart zwischen Zeigefinger und Daumen 311 drehen, ohne ein wiederum auf das Mädchen, das weder Vater noch Mutter meinsam mit dem Armeekorps, dem sie selbst angehören, für Wort zu sprechen. Dann hatte er Zeit verlangt, sich die besaß, und das sich mit einer wilden Ente verglichen, die Gott und die Seelen zu arbeiten." von einer Schlange in Bann gehalten wird. " Im Laufe einer Woche werden Sie von mir hören," Sache zu überlegen, und hatte bei sich gedacht: Sie haben sie dazu aufgehetzt. Die Gesellschaft versteht das Geschäft." - Diese 5 Hettare sollten der Theorie nach für alle Bedürfnisse und die Kornpreise steigen ununterbrochen.( Siehe| Beispiel eine Notiz, des Inhalts, daß bei einer der jüngsten und zwar bei einer bes Bauern genügen, aber die Praxis hat das Gegentheil bewiesen. Neueste Nachrichten.) Dazu kommt die miserable internationalen Flotten- Kneipereien Ihr Grundstück liefert faum das nöthige Futter für die Thiere. Sie Geschäftslage, welche dem Arbeiter, der jetzt 25 pCt. mehr nicht offiziellen, also einer ganz gewöhnlichen Kneiperei in sind also genöthigt, das Land anderer Besitzer zu bearbeiten, und dies sind wieder einzig und allein die Bojaren, welche für auszugeben hat als in normalen Zeiten, die spärlichen Petersburg eine Russin den Wunsch ausgesprochen habe, und dies sind wieder einzig und allein die Bojaren, welche für Einnahmen noch schmälert ja vielen Tausenden ganz die Deutschen wurden von den Franzosen besiegt, und daß ihre Person drei oder viermal so viel Land besitzen, dabei die Augen der anwesenden Franzosen geglänzt" entzieht. wie alle Bauern zusammen. Trotzdem sieht die Regierung keinen hätten. Das Gesetz von 1864 beseitigte allerdings dem Buchstaben nach den Zehnten und die Frohndienste, in Wirklichkeit aber Nothstand. blieben beide bestehen, denn der Bojar, der da weiß, daß der Bauer ohne ihn nicht bestehen kann, ist sein unversöhnlicher Feind, und legt ihm die denkbar härtesten Lohnbedingungen auf. In Wahrheit arbeiten heute die Bauern für die Bojaren mehr, as vor dem Gesetz von 1864. zu arbeiten: " TO welche die Annahme der Zufälligs Ob auch Nasen geglänzt haben, wird nicht gesagt, Eine seltsame Mär kommt aus Bochum. Die allein darauf können wir unser Wort geben, daß wir in Staatsanwaltschaft habe den Strafaufschub, welcher Fusangel unserem friedlichen Deutschland hundertmal ganz ähnliche gewährt war, 3 urückgezogen, und dieser der soeben Aeußerungen gehört haben, nur daß sie ihre Spizze gegen sein Belastungsmaterial in der neuen Anklage gegen Herrn Frankreich richteten. Es haben somit die früheren physischen und materiellen Baare der Staatsanwaltschaft überliefert hat, müsse nun Wir haben es indeß nie für nöthig gehalten, solche Leistungen der Bauern sich zum großen Vortheil der Großgrund- sofort seine Haft antreten. Wir können das nicht für richtig Kneipblüthen der Welt mitzutheilen und noch dazu in befizer vermehrt. Um dies flar zu beweisen, geben wir in Nachstehendem halten. Die Staatsanwaltschaft, die gleich Cäsars Weib gesperrter Schrift! Daß das offizielle Rußland auf Deutscheine genaue Darstellung der wirthschaftlichen Lage des Bauern über jeden Verdacht erhaben sein muß, würde sich in land nicht gut zu sprechen ist, das wissen wir. Desto besser vor dem Gesetz von 1864 und seiner gegenwärtigen Verhältnisse. ein höchst bedenkliches Licht stellen und die urtheilende Welt sind die gebildeten und anständigen Russen auf uns zu Früher war der Bauer gefeßlich gezwungen, für den Bojaren geradezu herausfordern, die emfige Beschaffung des Baare sprechen. Und die anderen sind glücklicher Weise nicht belastenden Anklagematerials durch Fusangel mit der Ein- so gestellt, daß ihr Aerger uns gefährlich sein könnte. 1. er selbst und seine Kinder zweiundzwanzig Tage im Jahre; sperrung Fusangel's in ursächlichen Zusammenhang zu 2. für diesen auf einer Pogone Land alle Feldarbeiten das bringen. Eins der vornehmsten Berliner Bankganze Jahr hindurch und die Ernte zu verrichten; institute, die Deutsche Bank, ist von einem ungetreuen 3. den Zehnten von allen Erträgen des ihm überlassenen Das Ergebniß des Reichshaushalts für das Beamten um mehr als eine Million betrogen worden. Grund und Bodens abzugeben. A13 Entschädigung gab der Großgrundbesitzer dem Bauern Etatsjahr 1890/91- welches am 31. März 1. Jahres Da der schuldige Beamte kein Sozialdemokrat ist, kann so viel Land zur Bearbeitung, als er für sein und seines Haus- endigt, zeigt, daß die Voranschläge beträchtlich über- herr Eugen Richter die Spitzbüberei nicht unter die Rubrik schritten worden sind. Für das Reichsheer sind bei den standes Bedürfnisse nöthig hatte. Württem- Sozialdemokratisches" bringen. Nun fällt es uns nicht ein, Seit dem Gesetz von 1864 find die Bauern frei und können Kontingentsverwaltungen von Preußen, Sachsen und Württem- Siesen neuesten Millionendieb an die Rockschöße irgend einer nicht mehr wie früher von ihrem Grund und Boden verjagt werberg an fortdauernder Ausgaben 9628 000 m., an ein anderen Partei hängen zu wollen; allein der Bemerkung den- das ist schon ein Fortschritt- aber dennoch sind sie eben maligen Ausgaben 2 074 000 m. mehr erforderlich gewesen, können wir uns doch nicht enthalten, daß solche Großgezwungen, sich an den Bojaren zu halten und mit diesem während die Einnahmen sich um 550 000 m. gegen das Spitzbübereien in den Kreisen unserer politischen Gegner Verträge( invoieli) zu schließen, durch welche sie sich freiwillig Vorjahr verringert haben. Da das im Ordinarium vorge- doch mit einer Häufigkeit und Regelmäßigkeit vordem Frohndienst unterwerfen. Diese Verträge oder Kontrakte sind nicht alle gleich, sondern sehene Ausgabequantum Bayerns sich um, 1460 000 m. er- fommen ausschließen. Und wenn je nach den Verhältnissen und der wirthschaftlichen Lage des höht hat, so stellt sich also das Gesammtergebniß gegen den teit dieser Erscheinung man erwägt, auf welch unfittlicher Grundlage das Großgrundbesizers und des Bestandes an Gemeindeäckern ver- Etat um 13 717 000 M. ungünstiger.„ Das ist allerdings sagt die Frankfurter Zeitung" im Vergleich zu den ganze heutige Gesellschaftssystem ruht und wie alles schieden. Riesenjummen unseres Militäretats eine kleine, aber an und Dichten und Trachten dahin abzielt, sich auf Kosten für sich doch eine recht erkleckliche Summe, die den Wunsch, Anderer und von der Arbeit Anderer zu be daß wir von neuen Forderungen für das Militär endlich reichern, dann kann man sich über die Langfingrigkeitseinmal verschont bleiben möchten, doppelt lebhaft werden Epideme, die in den oberen Gesellschaftsklassen grassict, läßt. Interessant ist aber auch das, was zur Begründung allerdings nicht wundern. Der Bankkassier, welcher da dieses unerfreulichen Ergebnisses mitgetheilt wird. Ins- sieht, wie die Gesetzgebung der Aera Bismarck die Züchtung besondere" sind danach u. A. bei der Natural- Ver- von Millionären à la Baare zum" Ideal" hatte, welcher pflegung der Truppen und bei der Verpflegung da sieht, wie die„ vornehmsten" und" geachtetsten" Organe 2. Sechs Tage im Jahr für den Bojaren zu arbeiten. nicht 8. Ein oder zwei Lasten Getreide bis zum nächsten Hafen zu der Ersatz- und Reservemannschaften erhebliche Mehr der Bourgeoisie heute noch einen Baare schaffen. Bedürfnisse" hervorgetreten. welcher Man wird wohl nicht vertheidigen, sondern positiv verherrlichen 4. Als Zehnten vom Ertrage des dem Bauern überwiesenen fehlgehen, wenn man diesen Umstand wenigstens zum größeren da sieht, wie tein Staatsanwalt gegen Fürst Bismarck, der Landes ein Siebentel abzugeben, also bedeutend mehr als Theil auf Rechnung der Lebensmitteltheue- dem Welfenfonds die 350 000 M. für Herrn Bötticher gesehfrüher. Diese Bedingungen find, so drückend, daß es Bauern giebt, ung setzt. Die Heeresverwaltung ist freilich in der glück widrig entnommen hat, eine Anklage erhebt- furz, der welche es vorziehen, dieselben nicht anzunehmen und statt dessen lichen Lage, die höheren Preise leicht bezahlen zu können, Bankkassier, der solche Grundsätze, Praktiken und Beispiele lieber die Hälfte ihrer eigenen Ernte abzugeben. Aus diesem für die große Masse der Steuerzahler aber, welche die vor Augen sieht, muß sehr viel Charakterfestigkeit haben, Grunde wäre es im Interesse des rumänischen Bauernstandes hohe Mittel für das Heer aufbringen müssen, liegt die Sache wenn er nicht auf den Gedanken kommen soll, nach bes Zeit, daß diese freiwilligen Frohndienste und Zehnten dadurch be- leider anders." rühmten Mustern" zu arbeiten", und sich auf Kosten Anseitigt werden, daß man die Bojaren aus einem entsprechenden Nun, der Wunsch der„ Frankfurter Zeitung", daß wir derer zu bereichern was ja das A und das O aller fapis Theil ihres Grundbesitzes in Rücksicht auf das öffentliche Wohl mit weiteren Mehrforderungen für die Armee verschont talistischen Weisheit und Moral iſt. Was dem Einen recht expropriirt und so den Gemeindebesitz der Bauern vermehrt. Ob's geflickte Schienen Da die Bojaren gewöhnlich sehr reich sind( es giebt deren bleiben mögen, wird sich nicht erfüllen, weil er sich, bei ist, ist dem Anderen billig. find ob Steuer und Zoll Defraudationen, solche, welche 50 000 Hektaren besigen) so geben sie ihre Ländereien der Natur des Militarismus, nicht erfüllen kann. ob widerrechtliche Verwendung öffentlicher Gelder aus erster Hand an Domänenpächter ab. Daß die Mehrausgabeu im vorjährigen Etat auf Kontoob widerrechtliche Verwendung Was solche einzelne Farmen in Rumänien anbetrifft, so um der Lebensmittelvertheuerung zu sehen sind, unterliegt aber oder ob einfach ein kühner Griff in eine fremde faffen diefelben zwischen 1500-4000 Hektaren, aber es giebt Domänen, welche bis 20 000 Heftare haben, und andere, die keinem Zweifel. Und für das laufende Finanzjahr Kaffe" der Welfenfonds war auch nicht das Eigenthum wird das Mehr sich jedenfalls noch weit höher belaufen. des Fürsten Bismarck das ist gehüpft wie gesprungen". nur 300 Hektare umschließen. Nachdem das Gesetz vom Jahre 1864 die Landwirthschaft Indeß wie die Frankfurter Zeitung" refignirt bemerkt Es ist derselbe faule Sumpf, aus dem all diese sehr gehoben hat, find die Güter, obwohl um das den Bauern die Heeresverwaltung ist vorläufig in der glücklichen sauberen Praktiken hervorwachsen. Es sind nur verschiedene überwiesene Land fleiner, in ihrem Werth doch bedeutend ge- Lage" die höheren Preise leicht bezahlen" und fügen Arten zur Verwirklichung des Enrichissez vous!, diefer fliegen. So repräsentirt z. B. die dem Staate gehörige wir hinzu. auf die Wünsche und Interessen des Voltes Programm Inschrift, welche am Tempel des Kapi talismus prangt. Dörfern gegenwärtig Domäne Giurgevo mit fünf Dörfern anpfeifen" zu können. Werth den Jahresertrag 260 000 Frts., während sie vor 1864 etwa 170 000 Frts. jährlich abwarf. Die gewöhnliche Form solcher Verträge ist folgende: Der unterzeichnete Großgrundbesitzer oder Bächter verpflichtet fich, dem Bauern N. N. soviel Land und Wiesen zu übergeben, als er bearbeiten kann und zu seinem Haushalt bedarf. Dagegen verpflichtet sich der Bauer N. N.: 1. für den Bojaren 3 Bogonen( 2 besäet mit Weizen und 1 mit Mais) vollständig zu bearbeiten d. h. 2 Pogonen mehr als zur Zeit der gefehlichen Frohnarbeit. verkauft. " In der neuesten Zeit hat der große Staatsmann" Bratiano als splendider Mann dem Könige von Rumänien Ländereien im Werthe von 12 Millionen geschenkt. M A Die Dürre auf dem Gebiete der hohen Politik" Nach englischen Meldungen- und mit Bezug Seit der Säkularisation der Klöster besitzt der rumänische wird am besten dadurch gekennzeichnet, daß die Reisen auf Afrika haben solche sich bis jetzt fast immer als richtig Staat ungeheure Domänen. Dieselben werden entweder verpachtet oder selbst verwaltet, aber auch in größeren Parzellen fürstlicher Persönlichkeiten und die Spazierfahrten einiger erwiesen, hätte Emin Pascha, statt an die Küste Kriegsschiffe noch immer die wichtigsten Unterhaltungs- und zurückzukehren, sich ins Innere des dunkeln Erdtheils ges Diskussionsstoffe bilden. Die Franzosen, d. h. die französische wandt, mit der augenscheinlichen Absicht, seinen„ Elfenbein Regierung, will beiläufig, daß die geplante Flotten- Schatz" aus dem Gebiet, das er früher beherrscht- Wadelai Spritztour nach England( in den Hafen von Ports- abzuholen. Das wäre an sich nun zwar recht romantisch, mouth) womöglich noch großartiger ausfalle, als die nach wenn auch gefährlich für den Unternehmer, und obens Rußland( in den Hafen von Kronstadt). Unsere schwach drein sehr natürlich, da der besagte„ Schatz" etliche Millionen nervigen Bierbankpolitiker werden nun schließlich auch noch Mark werth sein soll, allein die Romantik ist ein Faktor, von dem Alp einer französisch englischen den die Politit nicht anerkennt, und hier käme er in schärfsten Allianz" geplagt werden. Konflikt mit ihr. Hat Emin Bascha gethan, was von ihm behauptet wird, so hätte er den englisch- Deutschen Vertrag bezüglich Afrikas verlegt, und die Engländer würden sich das unter keinen Umständen gefallen laffen. Politische Leberlicht. Berlin, den 1. Auguft. Die Nachrichten über den Ernte- Ertrag und die vorhandenen Getreidebestände sind fortwährend ungünstig, Heut sollte er ihr nun eine entschiedene Antwort geben, und während des Rasirens dachte er: " Ich werde Ruth heirathen müssen. Darüber kann kein Zweifel bestehen. Sie geräth auf falsche Wege." " Auch die Hetzer sind wieder flott an der Arbeit. Durch einen großen Theil unserer Zeitungen geht jetzt zum " " 11 ihnen „ Ich wünsche, selbst zu arbeiten," erwiderte Ruth. schule verlassen, trotzdem hatten viele von ihnen in ihren Ich verspüre feine Neigung, die Leute blos arbeiten zu Gesichtern bereits einen Ausdruck fluger Berkommenheit und Augen, aus denen jede Spur von Mädchenhaftigkeit sehen. Die Mädchen haben schon vor einer Stunde begonnen," verschwunden war. Ihre Sprache machte Ruth schauern, Er hatte diese Heirath schon oft als einen gab er zurück. Sie fangen um sieben Uhr des Morgens der ihr bisher als Gipfel des Unzulässigen erschienene Aus Schritt, der eines Tages für ihn unvermeidlich werden an und hören um acht des Abends auf. Hältst Du nicht druck verdammt" wurde von ihnen als Schmeichelwort ges braucht, während den Mädchen, die sie nicht leiden mochten, könnte, in Erwägung gezogen und der Gedanke daran hatte Deine Idee für etwas närrisch?" ihm nie sein Mittag verdorben. Sie war ein niedliches geradezu entsetzliche Titel beigelegt wurden, verschärft durch Es ist mein entschiedener Wunsch," sagte Ruth. fleines Ding mit goldenem Haar und einem gutmüthigen" Nun gut, so will ich der Arbeitgeberin sagen, daß sie Stoßen und Schlagen. Das einige Mädchen, das sie rück Temperament. Lieber als die Fabrik aufgeben, wollte er fich morgen auf eine neue Hand einrichten soll." Bu sich fichtsvoller behandelten, war ein kleines, winziges, Lahmes die Befizerin derselben heirathen. So hatte er mehr als selbst fügte er hinzu:" Dein Vater war der dictöpfigste Geschöpf. Sie halfen der verkrüppelten Kollegin zu einen einmal zu sich gesagt, als Ruth noch ein kleines Mädchen war. Narr, den ich je gekannt, froßdem habe ich ihn gemeistert Blaz am Eingang und stellten ihren Korb auf die Aber im Grunde erschien ihm doch die Ehe als eine scheuß- und ich denke dies auch mit Dir jungem Frauenzimmer zu Borfreppe. Um Ruth, die sich einige Schritte von liche Last. thun. hatte, um das Deffnen der Sobald jedoch Ruth Frau Pember ist, schicke ich Esther Dann frühstückten sie. Thür von Seiten der Arbeitsausgeberin abzuwarten, Esther schenkte den Thee ein, Ruth schnitt Brot und Herr fehrten sie sich wenig. Sie beobachtete das Drängen und weg," fuhr er fort." Ich hasse das Gesicht des alten Weibes, und ihr Kauderwelsch genügt, einen Mann von Bember legte sich etwas Schinten auf. Gewiß, er sah noch hörte den schwazenden Stimmen zu, während sie dachte: Bildung krank zu machen. Aber sie hätte mir ein groß sehr gut aus. Er hatte zwar graues Haar und war nicht wie anders woren diese Mädchen, als sie sich das Weih Theil Mühe erspart, wenn sie Ruth veranlaßt hätte, Ronne mehr jung, aber er war ein Teufelskert. Wenn die nachtsessen holten". Endlich wurden die Thüren aufgestoßen oder sonst so etwas zu werden. Ich möchte nur wissen, ererbte Paralysis nicht in seinem Blute gesteckt hätte, und eine große starke Frauengestalt in einer sauberen weißen dem Mädchen leicht auf gesetzt so würde in den Kopf gesetzt so haben Schürze erschien am Eingang. Ein Dutzend Mädchen stürzten an hat, in ihrer eigenen Fabrik arbeiten General Booth, möchte ich wetten. zu wollen, ausgehen können. Aber dieses väterliche Erbe machte ihn ihr vorbei, ein anderes Dutzend folgte ihnen. Dann ver Er versteht sich träge, drum wickelte er sich wie eine Schlange zusammen stellte die Arbeitsausgeberin den Weg und sagte: „ Ich brauche nur noch acht mehr aufs Geschäft.- Ich muß Ruth heirathen, es ist der ein- und begnügte sich mit dem Wild, das ihm in den Weg -sechs alte und zwei neue." zige Weg, fie vor Dummheiten zu schützen. Wenn diese lief. Also ich soll der Arbeitsausgeberin sagen, daß Du rothen Jacken sich einbilden, auch nur einen Bence aus meiner Fabrit zu bekommen, sind sie sehr im Frrthum. morgen kommen wirst?" wiederholte er, nachdem er sein Aber es ist eine schreckliche Plage, dieses Liebeswerben. Das Frühstück beendet. Mädel sollte eine Nonne werden, wenn sie durchaus Gott dienen will. Diese Heilsarmee Leute passen auf, wo sich ihnen nur der geringste Vortheil zeigt. Gebt mir eine einfache Nonne, die den ganzen Tag betet und nichts von Geld versteht." wer das Als er seine Toilette beendet, ging er zum Frühstück hinab. Am Fuß der Treppe begegnete ihm Ruth, die ihm die Hand entgegen hielt und ihm scheu Guten Morgen " er noch " Morgen ist Sonntag", bemerkte Esther hinter den Theetassen hervor. ,, Gut, also Montag früh." Ja." " 1 ,, Mich! mich! mich!" riefen fünzig Stimmen, während die Mädchen sich um sie drängten. Doch sie wehrte sie von sich ab, gleich einem weiblichen Herkules, und verriegelte Eingang. ben und ,, Sechs von den alten, habe ich gesagt. Nun, Mary Grey und Du, Susan Murphy, und Du, Du, Du Du. Zwei Neue! Das Mädchen dort mit der reiner Schürze will ich haben. Laßt sie augenblicklich durch." Am folgenden Montag Morgen um sieben Uhr ging Ruth in die Fabrik, vor welcher sie eine ganze Schaar von Mädchen versammelt fand. Die Thüren waren geschlossen,„ Es nüßt nichts, lange zu unterhandeln," fagh und die Mädchen stießen, während sie wie junge Elstern sie zu den Mädchen, die um Arbeit schrien. schwatzten und schimpften, gegen dieselben. Eine elendere mals weniger als zwei Shillinge die Woche. Ich weiß es " Wöchtest Du heute mit mir gehen und die Fabrik in Art Mädchen würde es schwer halten, irgendwo aufzu Ihr würdet auch für achtzehn Pence arbeiten. Doch dans wünschte. Auc fchein nehmen?" fragte er, auf sie herabblickend. treiben. Die Meisten hatten sicherlich eben erst die Gemeinde- würdet Ihr mir nichts nügen. " Ich gebe nie be St tei G b tm ur ge I fre 6 da de 10 此 Ic 2 2 g b d 9 a 3 it it 1, Horrespondenzen und helle Parteinachrichten. Die Spionenfeuche scheint jetzt mit ganz besonderer J In Frankreich ist die Streitbewegung noch Heftigkeit in Desterreich und Italien aufzutreten. nicht zu Ende. Und zwar sind es hauptsächlich die Arbeiter Wer in die genannten zwei Länder reift, thut jedenfalls gut, und Bediensteten der Verkehrsanstalten( PferdeEin weißes Papier und feinen Bleistift bei sich zu führen. bahn-, Omnibus- und Eisenbahn- Geſellſchaften), welche in tein Sonst wird er verdächtig". einer Stadt nach der anderen die Forderung günstigerer Neber die Maifeier theilt die Westfälische Freie Presse" Arbeitsbedingungen stellen, und durch die ablehnende die Ansicht der Parteigenossen kleinerer Provinzstädte" mit. G3 hundertsten Geburtstag der Eidgenossenschaft, die einstellung) sich gezwungen sehen. Es ist allgemein anerDas Schweizer Volt feiert heute den fech 3- Haltung der„ Patrone"( Arbeitgeber) zur ,, Greve"( Arbeits- ist von Interesse, diese Ansicht wiederzugeben. Dem Blatte wird geschrieben: im Jahre 1291 von den kleinen Urkantonen Schwyz, Uri fannt, daß die Lage dieser Klasse von Uri einstellung) sich gezwungen sehen. Arbeitern Es tommt unseres Erachtens weniger darauf an, daß, um und Unterwalden gegründet ward. Die Wiege der Eid- eine besonders die Demonstration für Verkürzung der Arbeitszeit zu einer nach schlechte ift. Sie haben nicht drücklichen und großartigen zu gestalten, diese von den verschie genossenschaft ist von einem Sagenschleier umhüllt blos übermäßig lange zu arbeiten, sondern ihre Arbeits- denen Nationen an einem Tage begangen wird, als daß jede Thatsache aber ist das Vorhanden fein eines zeit ist auch eine so schwankende, daß sie so gut wie über einzelne Nation für eine Gemeinsamkeit der Feier an dem von Borhandenfeinfreien Gemeinwesens, das, troß seiner Kleinheit, den stolzen gar keine freie Zeit verfügen können. Indition. 199 ſtolzen autiſt auch eine to Großſtaaten Europas doch weit voraus ist in Allem, was das Wohl und die Freiheit eines Volkes begründet. „ Heil Dir Helvetia!" reichend. ec Amtlicher Schwindel. Man berichtet aus Brüssel: Die Nachricht, daß die holländische Regierung dem in Amsterdam lebenden Sohne des Uhrmachers Naundorff das Recht zuerkannt habe, den Namen Bourbon zu tragen, scheint sich zu bestätigen. Diese Entscheidung wurde auf folgende von Maundorff vorgebrachte Dokumente gestützt: 1. Die Bescheini gung eines Todesattes vom 10. August 1845, der mit folgen ben Worten in den Zivillisten von Delft verzeichnet steht: Im Ein Telegramm des Herold'schen Telegraphen- als eine unüberlegte Handlung bezeichnen, wenn Delegirte auf Jahre 1845, am 10. Auguſt verſtarb hier Karl Ludwig von Bureaus aus Cherbourg, dem ersten franzöſiſchen stimmten, daß in ver Feier am 1. Mai in der Praxis ein RuhenKriegshafen, besagt: Außerdem sind die Löhne durchschnittlich völlig unzu- diese Kundgebung zu einer glänzenden zu gestalten, ist es aber nöthig, daß Allen, die eine Verkürzung der Arbeitszeit als nothDiese Verhältnisse, die beiläufig nicht auf Frank- wendig anerkennen, Gelegenheit geboten ist, sich an dieser Kundreich beschränkt sind, erklären fich aus der gebung betheiligen zu können. Das ist aber nur möglich, wenn Dazu der Sonntag bestimmt wird. Eine andere Eventualität Schwierigkeit, welche die Natur der Beschäftigung einer ist nur dann denkbar, wenn bas Proletariat in seiner Organisation der Arbeiter in den Weg stellt. Und es ist Gesammtheit so mächtig ist, dekretiren zu daher doppelt erfreulich, daß die Arbeiter dieser Branche tönnen. Bis wir dahin gelangt find, haben wir wahr endlich sich von der Nothwendigkeit der Organisation über- scheinlich wichtigeren Dingen unsere Kraft zu widmen und der Achtstundentag wird dann wohl als ein überwundener Standzeugt und zu vereintem Handeln aufgerafft haben. intem Handeln puntt betrachtet werden können. Auf jeden Fall müssen wir es dem Pariser Kongreß in dem Bewußtsein jener Resolution zulassen der Arbeit ausgesprochen sei. Wenn einzelne Berliner Die Arbeiterbevölkerung der Stadt und des Parteigenossen in letterem etwas Radikales erblicken, so mag das Arsenals organisirt für Sonntag einen Bunsch im Stadthause an und für sich ja recht schön sein; Bielen genügt es auch vielzu Ehren der russischen Seeleute des russischen Kriegsschiffes leicht schon, wenn es auf dem Papier steht. Nun werden Jene Admiral Korniloff". Am Montag Abend veranstalten die aber selbst zugeben müssen, daß, da ihre Forderung, d. h. das Unteroffiziere der Land- und Seetruppen ebenfalls einen Punsch Ruhenlassen der Arbeit am 1. Mai nicht einmal in Berlin und für die in Cherbourg anwesenden ruffifchen, griechischen und Hamburg 2c. mit verhältnißmäßig guten Gewerkschaftsorganiamerikanischen Seeleute. Für diese Festlichkeiten wird die fationen durchgeführt worden ist, dies in kleineren Städten gar Stadt beflaggt und illuminirt. Ing 9 = Bourbon, Herzog der Normandie, Ludwig XVII, bekannt unter dem Namen Karl Wilhelm Naundorff, geboren im Schloß zu Versailles am 27. März 1785, wohnhaft in unserer Stadt, Sohn Sr. Majestät Ludwig XVI., Königs von Frankreich, und Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit Marie Antoinette, Königin von Frankreich, alle Beide verstorben in Paris." 2. Das Naturalisationsgesetz des jüngeren Sohnes Adalbert von Karl Ludwig, genannt Naundorff, welches am 22. Dezember 1863 durch die Generalstaaten der Niederlande mit einer Majorität von 49 gegen 3 Stimmen beschlossen worden, war nicht zu erwarten ist. Die Verhältnisse zwischen Unternehmer auf Grund eines Geburtsscheines, den der erwähnte Albert Die Arbeiter" möchten wir sehen. Ist die Notiz und Arbeiter: haben sich hier noch nicht so schroff zugespißt, wie vorzeigte, und welcher besagte, daß derselbe in Gambenvell nicht eine Ente, so können es höchstens abhängige Lohn in den größeren Städten. Obgleich dies die Arbeiter in ihrer ( Grafschaft Surrey) am 26. April 1840 geboren worden und klaven gewesen sein, die auf Kommando diese Komödie Stellung zum Sozialismus durchaus nicht berührt, d. h. sie sind dort in die Register unter dem Namen„ Sohn von Frankreich" aufführten wie das unsere Arbeiter ja auch mitunter troß einez theilweisen besseren Behandlung Sozialdemokraten, so hindert das gegenseitige Verhältniß aber doch, in corpore bie eingetragen worden fei. Das betreffende Gesetz bewilligte dem thun müssen. Die französischen Arbeiter sind so wenig Arbeit ruhen zu lassen. Es hat aber gar feinen Zweck, daß Adalbert Naundorff die Naturalisation unter dem Namen chauvinistisch wie die deutschen. Bourbon, Sohn des Herzogs der Normandie." einzelne unabhängige Arbeiter die Maifeier begehen, die wegen der geringen Anzahl bei den Gegnern sich doch nur lächerlich Sonach wäre also ein alter Schwindel amtlich„ beo In der letten politischen Tischrede des eng machten. Manchen Hihköpfen wäre es dringend anzurathen, auf de glaubigt". Bekanntlich wird behauptet, der Sohn lischen Ministerpräsidenten 2 ord Salisbury, die sich einige Monate in fleineren Provinzialstädten zu arbeiten, dann Ludwigs XVI., der kleine Capet", sei nicht im Temple zu im Uebrigen durch absolute Inhaltlosigkeit auszeichnete, würden sie die Ueberzeugung bekommen, daß Beschlüsse, die in Paris 1795 in der Gefangenschaft gestorben, sondern das kam ein Bassus vor, der zwar keine Neuigkeit enthält, aber Berlin vielleicht mit Leichtigkeit durchgeführt werden können, im dafelbst befindliche Kind sei ein untergeschobenes gewesen, eine Wahrheit, nämlich folgender: übrigen Deutschland auf Schwierigkeiten in der Durchführung während der„ kleine Capet" von den Royalisten gerettet Ats Echo der Festlichkeiten und Begrüßungen auswärtiger stoßen. Es ist überhaupt verfehlt, daß Demonstrationen, die worden sei. Gute Republikaner, wie Hoche und Kleber, wurden beschuldigt, sie hätten sich bei dieser Rettung" beträgen, welche die Harmonie und den Frieden der Welt be- tagen veranstaltet werden. Wenn die Amerikaner am 1. Mai theiligt. Es traten nachher vier Betrüger auf und gaben drohen. Ich weiß nicht, was diese Verträge enthalten. Ich feinen Feiertag hätten, so würde es doch fraglich sein, ob sich für Ludwig XVII." aus; sie wurden aber alle ent- babe nie danach gefragt und hätte ich danach gefragt, so würde sie eine Arbeitsruhe an diesem Tage durchsetzten. Doch wir larvt; drei derfelben wurden auch von den Gerichten als man es mir nicht gesagt haben. Sicher aber übertreiben wir haben noch einen weiteren Grund, weshalb wir die Feier auf Betrüger verurtheilt. Sie wurden vielfach von reichen die Wichtigkeit und die Folgen von Verträgen. Wenn heute einen Sonntag verlegt wissen wollen. Warum fordern Legitimisten unterstützt. Der vierte dieser Betrüger, der Nationen in einer großen Krisis zusammengehen, so geschieht wir, daß die Wahlen zu den verschiedenen es, weil ihre Ansichten und ihre Interessen Körperschaften an einem Sonntage ſtatta feine Rolle mit dem meisten Geschick und der meisten diefelben find, nicht weil sie fich in einem finden sollen? Doch wohl nur deshalb, damit der ArFrechheit spielte, war ein Uhrmacher Naundorff aus Protokoll verpflichtet haben. Man schente bes- beiter an diesem für ihn hochwichtigen Aft auch wirklich Potsdam, der dort 1785 geboren war und theilnehmen kann. Und diefe Forderung erheben wir, halb diesem Gerede von Bündnissen und Verträgen nicht zu trobem Brandenburg und Krossen gearbeitet hatte. Da man viel Beachtung. Unsere Verbündete sind alle, welche die jetzige tro hdem die Stimmabgabe nicht viel Zeit in Anspruch es an ihm eine Aehnlichkeit mit dem dem guillotinirten Gebietsvertheilung aufrecht erhalten, welche Frieden und Ein- nimmt; abgesehen von den Landbewohnern. Nun scheint es uns Budwig XVI. bemerkte, gab er sich für dessen Sohn Auge hatte, so war es die Erhaltung des Friedens." tracht wünschen. Wenn die jezige Regierung ein Hauptziel im aber doch viel leichter, bei event. Wahlen einen fresen Tag durchzuführen als zu einer Maßregel, gegen die unser Ludwig XVII." aus und fand unter dem franzöfifchen Unternehmerthum sich mit Händen und Füßen sträubt. Ar Man sieht, Lord Salisbury hat von Verträgen und wollen aber doch trotzdem die Wahlhandlung an einem Sonn Protokollen genau dieselbe Meinung wie wir das heißt, tag vorgenommen wissen, weil eine ganze Anzahl: Wähler legt ihnen gar keinen Werth bei. in er Hoel viele Gläubige, die ihm reichliche Geldsummen zufließen ließen. Aber gerade die Schwester des„ kleinen Capet", die Herzogin von Angoulême, erkannte ihn nicht an. Gr machte viele vergebliche Versuche, zu seinem Rechte" zu gelangen und von den französischen Regierungen anerkannt trägen. in der Woche nicht aus der Fabrik heraus kann. Dies sollte uns Natürlich reden wir hier von politischen Ver- umfomehr bestimmen, die Demonstration für die AchthandenBewegung auf einen Sonntag zu verlegen, da uns diese nicht ing minder wichtig erscheint, als eine Stimmabgabe." modoaimiod of zu werden; zu diesem Zweck erzählte er eine lange Räuber- Aus Judien bringt der Telegraph eine Hiobs post, geschichte von seiner angeblichen Flucht aus dem Temple. von der wir nur wünschen wollen, daß sie sich nicht in Wenn der Dauphin seinerzeit wirklich aus dem Temple vollem Umfange bestätigen möge. befreit worden wäre, so wäre das noch lange kein Beweis, Briefkaffen der Redaktion. Handelsdepeschen aus Calcutta zufolge so lautet daß Naundorff der Dauphin war. Die Nachkommen des die aus Hamburg datirte Depeschehegt man im Raundorff setzen den Schwindel fort und haben nun auf ganzen Lande die Befürchtung, durch die 5. G., Aschersleben. 1. Der Wirth kann nur solche Grund von Dokumenten, die nur darthun, wie frech der anhaltende Dürre werde der Verlust der Sachen retiniren, welche dem Miether, dessen Ehefrau oder alte Naundorff auftrat, die aber sonst gar nichts beweisen, ganzen Ernte herbeigeführt werden, a 13- Kindern gehören. Sie können daher die auf Grund eines Leihin Holland den Namen„ Bourbon" zugesprochen erhalten. Dann wäre der Ausbruch einer Hungers- Contrattes dem Miether gegebenen Möbel vom Wirth im Wege In dieser holländischen Regierung müssen sehr naive Leute noth die unvermeidliche Folge." sein. Selbstverständlich würden bei einer Umwälzung in Leider lassen die letzten Nachrichten aus Indien diese haben. Sie können aber die zweite Klage wiederum anstrengen, Frankreich die Naundorff auch als„ Brätendenten" auftreten. Unglücksmeldung als glaubhaft erscheinen Man sollte meinen, die Zeit des Gauners Cagliostro sei t noch immer nicht zu Ende! Daß übrigens die französische t h 3 nt ie er d 11 T's 4 d Dit ent 10 825 ti es Republik den Naundorff's die Schätze der Bourbonen" zu- dotted sprechen wird, dürften die Prätendenten" selbst nicht d glauben. Pence für 您 der Klage herausverlangen. 2. Ein Versuch, den Richter wegen Befangenheit abzulehnen, würde voraussichtlich keinen Erfolg Die Miethsraten versofern es sich um Leihmöbel handelt. en in 4 Jahren. Handelt es sich um einen gewöhnli ber Rauf, so wäre allerdings die Schuld verjährt, wenn nicht der Schuldner durch Anerkenntniß seiner Schuld oder Leistung von Ratenzahlungen eine Unterbrechung der Verjährung herbeigeführt hat. гроздов Ohne Nahrung könnt Ihr nicht arbeiten! Das ist nicht Mutter zu erhalten, deshalb muß ich meine Prinzipien den man uns als barbarisch anzusehen gelehrt hat, vermöglich. Mein Preis ist zwei Schillinge und sechs in die Tasche stecken. Doch ich glaube an die schwinden zu sehen. Doch wer vermag zu sagen, ob die zwei Schillinge für die Arbeit, sechs Pence Koalitionen der Arbeiter, an den Kampf gegen die oberen Heiden so Unrecht handeln? Tag für Tag verhungern in file gutes Betragen. Das macht fünf Pence den Tag, Klassen und an die soziale Gerechtigkeit. Sie sollten den Straßen Londons Mädchen oder leben ein Dasein, genug, um Brob zu kaufen. Geht, und versucht es einen Sonntag Abend mit mir kommen und darüber mehr schlimmer als der Tod es ist, während massenhaft Geld anderswo, und quält mich nicht. Es ist nicht mein Geld." hören." Sünde ist, ihre unschuldigen Sprößlinge zu morden. Sie bin Wapstadstoff zomibarauf verwandt wird, den Heiben beizubringen, daß es als diese sich schloß, hörte Ruth ein wüthendes Geschrei" In eine sozialistische Versammlung. Ich nahm an, Ein ganz kleiner Druck auf die Luftröhre der neuhinter ihr her. Die Arbeitausgeberin kümmerte sich nicht Sie feien vielleicht Sozialistin, weil Sie hierherkommen, um geborenen Mädchen würde für diese so gut sein," sagte die barum, sondern beobachtete ruhig die hereingelaffenen unter den Mädchen zu arbeiten, statt wie eine Prinzipalin Arbeitsausgeberin ,,, und so schlimm für die Kapitalisten," fügte Mädchen, wie sie ihre Mäntel und Hüte aushingen. Sich zuzuschauen. Es könnte ein gut Theil gethan werden, um sie hinzu, ihre Faust ballend. Sie benutzen die Mädchen, alsdann umwendend, sagte sie zu Ruth: Sen Mädchen zu helfen. Herr Pember beutet fie aus bis um den Männern den Hals abzuschneiden, aber das, sagen " Ich meine, den Arbeitsmädchen, die Federn auf ihren auf die Knochen. Er giebt ihnen nicht einmal eine Tasse sie, sei kein Mord!" Gott ist ihr Richter," sagte Ruth, die sich zu fürchten Hüten tragen, müßte das burch Parlamentsbeschluß verboten Thee. Ich habe es ihm so oft gesagt, bis ich des nuhlosen Sprechens müde geworden bin. Es nüßt auch nichts, zu begann. den Mädchen davon zu sprechen, sich zu verbinden, sie sind aut sehr herabgedrückt und entmuthigt. Das Beste für das ist die Gerechtigkeit." Mädchen würde heut zu Tage ein kleiner Druck von werden." zu " Ja, Er ist's," sprach die Arbeitsausgeberin ,,, denn Gott, schloß die Thür. llmatorii T Alsdann führte sie Ruth in ein kleines Zimmer und Die Arbeitsausgeberin schien gegen dreißig Jahre alt Was hat Sie auf den Gedanken gebracht, hierher zu tommen?" fragte sie. Herr Bember hat mir von Ihnen Zeigefinger und Daumen auf die Luftröhre sein, zu sein. Sie war fräftig gebaut, und die Mustulatur ihrer erzählt. Die Fabrik gehört doch Ihnen, nicht wahr?" wenn sie eben zur Welt kommen, und dabei nicht Arme war gut entwickelt. Diese Arme hatten schon Tüchtiges mag leisten müssen. Mit ihnen hatte sie manch schwere Last " Ich komme hierher, weil ich keine Höhlenretterin werden viel mehr empfinden als junge Kätzchen. Es durfte", erwiderte Ruth. fein, daß es einmal anders sein wird, aber jetzt gehoben, um sich und ihre Mutter zu erhalten. " Sie find fromm?" Du meine Güte," rief die Arbeitsausgeberin aus. sind es ihrer zu viele, und sie vergrößern nun die Kon- schmerzten sie oftmals des Abends so sehr, daß es ihr schwer urrenz, die, wie die Sozialisten sagen, heut zu Tage die wurde, die Hausarbeit, als da ist Scheuern, Waschen, Kochen, Flicken, zu verrichten oder thre aus Bett gefesselke 614 gal Rolle des Teufels unter uns spielt." Aber sie haben unsterbliche Seelen," fagte Ruth, mit Mutter auf einen Stuhl am Fenster oder an den Kamina zu tragen. " 1 " Ich gehöre zur Heilsarmee. Sie wie überall gute und schlechte Menschen giebt. Ich selbst erstaunten Augen die Arbeitsausgeberin anblickend. bin so ein Bischen die Religion, tie bin Witglied Körper fommit", antwortete diese fühl. Wie es auch sei, welche die Zeit ihre Linien gezeichnet hit in htc Backen enter Leihbibliothel. th bin nicht immer Arbeitsaus- ich wünschte, es hätte mich Jemand als Säugling ertränkt, knochen und schmale Kinnbaden wieſen darauf hin, daß sie seberin geweſen. Es gab eine Zeit, wo ich studirte, und denn seit ich geboren bin, habe ich keine Minute gehabt, die aus dem Norden Englands stammte. Der Wund, war ich weiß übrigens nicht warum, ich glaube fast, mir gehört hätte, nichts als harte Arbeit und wieder Arbeit. Der Schlüssel zu ihrem Charakter, denn Lippen können Sie find eine von der neuen Art- ich meine eine, die ein Mir thun alle Mädchen leid, wahrhaftig. Ein ganz fleiner nicht lügen, wenn sie geschlossen sind; nur wenn sie Interesse an uns nimmt." NO Druck des Zeigefingers und Daumens auf der Luftröhre geöffnet, vermögen sie zu tauschen. Augen sagen uns Märchen würde ihnen so wohl, so wohl thun, er würde sie vor dem vor und das, Lächeln lügt, doch geschlossene Lippen ent hüllen die tiefsten Geheimnisse. Die Arbeitsausgeberin drückte ihren Beigefinger gegen ( Fortsetzung folgt.) Was meinen Sie damit?" fragte Ruth. wir seien alle gleich. Das ist auch mein Standpunkt, ob Nun, ich meine, Sie gehörten zu denen, die da sagen, Berhungern schützen." gleich ich hier bin und die Arbeitskraft armer Mädchen den Daumen und fchien die kleinen neugeborenen Mädchen zum Nuken von Kavitalisten ausbeute. Ich habe eine wie durch einen bei den Chinesen gebräuchlichen Prozeß. mladaon 19 Theater. Sonntag, den 2. August. Lesang- Theater. Gerichts. Montag: Die Ehre. Am Tage des Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Jung Deutschland zur See. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Berlin unter Wasser. Die Montag: Dieselbe Borstellung. Adolph Ernst Theater. Wettschwimmerinnen. Montag: Dieselbe. Vorstellung. Thomas- Theater. Im siebenten Himmel. Montag: Dieselbe Borstellung. Baufmann's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion 3. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschant von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. PassagePanopticum und SpezialitätenTheater. Pfg. Hasenhaide Th. Keller's Hofjäger Bergmannstreke. 1067 L Heute, Sonntag, den 2. August 1891: Im großen Saale: Großes Militär- Concert. Bail. Anfang 4 Uhr. Entree 15 Pf.( im Vorverkauf 10 Pf.) A. Froelich. Achtung! Charlottenburg. Achtung! Dienstag, den 4. August, Abends 8 Uhr: Mitglieder- Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins in der Gambrinus- Brauerei. Tages Ordnung: Beschlußfassung über die Lassallefeier. Innere Vereinsangelegenheiten. Mittwoch, den 5. Auguſt: Grosses Erntefest mit Gratis- Verloosung. Sonnabend, den 8. Auguſt, in der Gambrinus- Braueret, B. Zornow's Restaurant, Wallstraße Nr. 46: Treptow, empfiehlt seinen schattigen Garten, Kegel- Sommernachts- Berguügen des ſozialdemokratiſchen Wahlverein. bahn, Tanzsalon zur gefl. Benutzung. 779b Grosse öffentliche Volks- Versammlung int am Dienstag, den 4. August, Abends 8 Uhr, ,, Konzerthaus Sanssouci", Rottbuserstraße 4a. Tages- Ordnung: 1. Die Frauen u. das Parteiprogramm. Ref.: Fr. Emma Jhrer( Belten). 2. Distussion. 3. Ergänzungswahl zur Agitationskommiſſion. 4. Verschiedenes. Es ist Pflicht aller Arbeiterinnen und Frauen Berlins, in dieser Bersammlung zu erscheinen. E Die Agitations- Kommission für die sozialdemokratischen Frauen Berlins. J. A.: Frau M. Rohrlack. 355/12 Verband deutscher Zimmerleute. ( Lokalverband Berlin.) Montag, 3. August, Abds. 81/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Hübsch. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. 359/1 Große öffentliche Versammlung Anfang Nachmittags 5 Uhr. Konzert. Kinderbeluftigungen aller Art. Um 9 Uhr: Fackelzug.malls Festrede, gehalten vom Reichstags- Abgeordneten Herrit Wilhelm Liebknecht. Die Kaffeeküche steht den Damen von 3 Uhr ab zur Verfügung. Billets à Person 30 Pf.( intl. Tanz) sind zu haben bei folgenden A. Röttger, Wilmersdorferstraße 65; H. Schröder, Grünstraße 16 bei Ohmte; H. Pirau, Wilmersdorferstr. 36; A. Wilde, Grünstr. 2; A. Sellin, Zigarrengeschäft, Wilmersdorferstraße; A. Bressel, Garde du Corps- Straße 1; E. Buze Botsdamerstraße; Andriste, Schuhwaaren- Geschäft, Englischeſtraße; sowie bei fämmtlichen Vorstand smitgliedern. Der Vorstand. Serren G. Hogg, Charlottenburger Ufer ŏa; Th. Siegler, Berlinerstr. 109; 342/9 Bau- Arbeiter- Verein der Rosenthaler Vorstadt. Sonnabend, den 8. August 1891: XVII. Stiftungs- Fest in Lehmann's vergrößertem und renovirtem Salon, Schwedterstraße Nr. 23, wozu wir Freunde und Bekannte, sowie deren Damen ergebenst einladen. Entrée für Herren 50 Pfg., Damen 30 Pfg., Kinder frei. Eröffnung Abends 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Das Komitee. J. A.: Carl Wallenthin, Liebenwalderstr. 20. Grosses Sommerfest Entree 50 fs. Für Männer und Frauen der Maler, Lackirer, Anstreicher u. verw. Berufsg. Geöffnet von 10-10 Uhr. Castan's Panopticum. etzt: Friedrichstr. 165, J. Ecke Behrenstrasse. Neu: Hamilton- Theater Originell! Ueberraschend! veranstaltet von sämmtlichen Filialen Berlins am Montag, den 3. Aug., Abends 8 Uhr, im Weddingpark, Müllerstr. 178. L.- D.: 1. Vortrag des Gen. Henning, Lehrer an der Arbeiter- Bildungs- am Sonnabend, den 15. August, in der ,, Neuen Welt"( Hasenhaide). Schule, über: Die Abstammung des Menschen u. seine Stellung in der Natur". " 2. Distufion. 3. Verschiedenes. Der Ueberschuß der Tellersammlung wird für die Arbeiter- Bildungsschule verwendet. [ 837b] Der Einberufor. Grosses Konzert, ausgeführt von der 20 Mann starten Haustapelle unter Mitwirkung der Gefangvereine ,, Freiheit" ,,, Liedertafel der Maler" ,,, Borax", ,, Vorwärts"( Nord) ,,, Unverzagt"( Moabit), Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken u. auf Holzplätzen sämmtlich vom Arbeiter- Sängerbund, unter Zeitung des Bundesdirigenten beschäftigten Arbeiter Deutschlands Ortsverwaltung Berlin). Herrn 0. Gutau. Spezialitäten- Vorstellung. Geöffn. v. 9 Uhr früh bis 10 Uhr Abends. Montag, den 3. August, Abends 8/2 Uhr, in Säger's Salon, Grüner Weg 29: Lebende Bilder.- Marionetten- Theater.- Volksbelustigungen aller Art. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Moabiter Gesellschaftshaus Alt- Moabit 80-81. Artistische Leitung Wilhelm Fröbel. Täglich Gr. Konzert. Spezialitäten- Borstellung. Stürmischer Beifall der Familie Leopold( 6 Berfonen). HF Großer Erfolg des neu engagirten sensationellen Künstler- Personals. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Ist die Forderung der Arbeiter nach Verkürzung der Arbeitszeit mit steigendem Lohn eine Naturnothwendigkeit? Refer.: Schriftsteller C. Reichling. 2. Antrag, betr. Errichtung einer Zahlstelle in der Nähe des Kottbuser Damms event. Wahl eines Beitragsammlers. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen bittet. Der Vorstand. 165/16 = Festrede, gehalten vom Kollegen W. Schweitzer. Sommernachts Ball im neuen Bal champêtre. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr ab geöffnet. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Billets im Vorverkauf 25 Pf., an der Raffe 30 Pf. Freunde und Genossen, sowie Gönner des Vereins sind hierzu freundlichst eingeladen. Programm an der Kasse gratis. Das Komitee. Billets sind zu haben in allen mit Plakaten belegten Handlungen und während der Kassenstunden in sämmtlichen Filialen der Vereinigung sowie bei Arbeiter- Bildungs- Schule. folgenden Kollegen: Th. Greetz, Simeonſtr. 25; Gust. Kölln, Brißerſtraße 11; Dienstag, den 4. August, Abends 8 Uhr: Cohrs, Dennewißftr. 16; Mannewitz, Süßowstr. 5; Böhling, Rüdersdorferstraße 31; Hirschberg, Rangestr. 18; Schüssler, Weidenweg 77; H. Warntke, Urbanstr. 51; Fleischer, Christinenstraße 6; Albrecht, Georgentirchstraße 12; M. Löwe, Havelbergerstr. 30; E. Graep, Birkenstr. 25; Schmidt, Bossenerstr. 42; 211/8 400/12 Müller, Bahnstr. 2. im Böhmischen Brauhaus, Landsberger Allee 11--13: Große Versammlung. CF Roloffaler Jubel E der Sensations Pantomime Barbier und Schuster. Anfang Sonntags 4 Uhr. Wochentags 5 Uhr. Entree 30 Pf. Reservirter Tages Ordnung: 1. Vortrag.( Näheres befagt Säulen- Anschlag Play 50 Pf. Kaffeeküche ist geöffnet. und Annonce am Dienstag). 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste zahlen 20 Pf. Aufnahme neuer MitDer Vorstand. Boltsbelustigungen aller Art. Sonntag, Montag, Mittwoch Ball. glieder. 986L FRIEDRICH Helmuth Peters. AktienAchtung! Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Wahlverein Brauerei für den 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Große Versammlung Friedrichshain Rönigsthor. Heute, Sonntag: Grosses am Dienstag, den 4. Auguft, Abends 8 Uhr, im Vereinshaus „ Süd- O", Waldemarstraße Nr. 75. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über den Programm- Entwurf. 2. Ver Militär- fiebenes und Fragekasten.- Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Genossen in konzert der Bersammlung zu erscheinen. sid339/ 18 Der Vorstand. Arnold. Anfang 41/2 Uhr. Eintritt 30 Pf. DE Programm unentgeltlich. Jeden Freitag: Militär- Frei- Konzert W. Gründel's Restaurant, S, Dresdenerstraße 116. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Montag, den 3. August, Abends 8 Uhr: Versammlung 840/20 im Lokale des Herrn Müller, Johannisstraße 20. Tages Ordnung: 1. Der Programm- Entwurf des Parteivorstandes. Referent: Wilhelm Arbeitsnachweis u. Berkehr der Maler, Werner. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben ZuBuchbinder, Schlosser, Töpfer, Drechsler, tritt. Um recht zahlreichen Besuch bittet Sattler und Gärtner. 221L 2 Billards, Vereinszimmer und Saal Täglich: Frei- Concert Viktoria- Park. Der Vorstand. Große öffentliche Versammlung aller in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiterinnen Gneisenaustraße 67. Blücherstraße 31. am Montag, den 3. August, Abends 9 Uhr, in Feuerstein's oberem Jeden Sonntag von 4 Uhr ab Grosses Concert und Spezialitäten- Borstellung. Entree 15 Pfg. Vorher 10 Pfg. Kaffeeküche von 2 Uhr ab geöffnet. Um gutigen Besuch bittet 723L F. Sikenstock. A. Scheffer's Lanzinstitut, Juselstr. 10. Saal, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn J. Türk über Frauenbefreiung." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 119/2 Der Einberufer. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Große Versammlung 814b am Dienstag, den 4. Angust, Abends präz. 8½ Uhr, im Saale der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-48. Sonntag, 2. August, Nachm. 4 Uhr, beginnt der erste neue Kursus. 4 Tages- Ordnung: Achtung, Schuhmacher! fei zwe fuc übe wu fau zu So win 300 Sp Sa de Na Hir sein der der Eir Ha ana An fit, we un ein der ga AL ber ge da du d ve de ge es ha ab pr Tem 272/17 lic ha Qu de Der Verein deutscher Schuhmacher ver anstaltet am Sonnabend, den 8. August cr., im Lokale ,, Königsbank", Große Frankfurterstr. 117, sein 1. Stiftungs- Fest, bestehend in Vokal- u. Instrumental- Konzert, ausgeführt von Berufsmusikern, unter Mitwirkung des Gesangvereins„ Kornblume",( Mitgl. d. A.-S.-B.), unter Leitung seines Dirigenten Hrn. F. Patschau. Programms sind zu haben bei den Herren W. Krause, Breslauerstr. 31; Struck, Feldstr. 13; H. Hau, Naunynstr. 72; C. Fleischer, Buckowerstraße 4; C. German, Golmsitr. 39; und A. Fleischer, I. Frankfurterstr. 20, 5 Tr. Um rege Betheiligung bittet Das Komitee. Achtung! Die Thatsache, daß es verschiedenen Nichtmitgliedern unseres Vereins gelungen ist, Musikgeschäfte, welche für unseren Berein bestimmt waren, an sich zu reißen, zwingt uns, die geehrten Musik- Auftraggeber zu bitten: für die Zukunft sich die geforderten Legitimationskarten, mit denen alle Mitglieder unseres Vereins versehen sind, genau anzusehen. Besonders bitten wir darauf zu achten, daß dieselben unseren Vereinsstempel tragen und daß es heißt: Freie Vereinigung" und nicht furzweg: Verein" oder„ Ver einigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend". " Gleichzeitig machen wir bekannt, daß wir an unsere Mitglieder num mehr Legitimationskarten von grüner Farbe ausgegeben haben, welche bis zum 1. Oktober giltig sind.is Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins u. Umgegend. NB. Unser Arbeitsnachweis befindet sich Rosenstr. 30( Restaurant, Bertreter Wernau), wo täglich von 11-1 Uhr Musikaufträge jeder Art mündlich oder schriftlich entgegen genommen werden. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Heft 2ber 367/4 31 go 20 10 Sc De 32 th te m de Ic бо & S 20 So 01 Q1 ſc gr br P 10 bo a er Hierzu zwei Beilagen Reden und Schriften Ferd. Lassalle's ( Vollständig in ca. 50 Heften à 20 Pf.) Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen, Zeitungsspediteure und Rolporteure entgegen. 1. Vortrag:„ Die Arbeiter im Kampfe mit der bürgerlichen Gesellschaft." Allen Freunden und Bekannten zur Referent: Herr Wilhelm Werner. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer MitNachricht, daß ich Naunynstr. 31 ein glieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Kollegen! Da die Versammlungen Weiß und Bairischbier Lokal des Verbandes nur in längeren Zwischenräumen stattfinden, ersuchen wir Euch eröffnet habe. 830b dringend, für eine zahlreiche Betheiligung an denselben Sorge zu tragen. Der Vorstand. Berantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Alex Schulz, Naunynstr. 31. 365/14 3 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 178. Horrespondenzen und Parteinachrichten. Sonntag, den 2. August 1891. die Sozialdemokratie, bereit- 99 Mal geschlagen, zum 100. Mal Diesem Bündniß gegenüber steht stolzen, ungebeugten Hauptes Sturm laufen, gegen die alte Gesellschaft. Lokales. " 8. Jahrg. Himmel in Stadt und Landkreis Raffel wurde verboten, sechzehnjährige Tochter eines bochachtbaren pensionirten Offidagegen im Melsunger Kreis gestattet, sicher, weil man der An- ziers" betheiligt hatte. Dieselben Damen" gründen, wenn sie sicht war, in dem Kreise würden wir doch keine Eroberungen später in die Jahre kommen, Vereine zur Hebung der Sittlichkeit machen. Die weisen Herrn werden bald anderer Meinung wer- der Frauen und Mädchen des arbeitenden Volkes. Mauschnow- Gorgast bei Küstrin. Am zweiten Pfingst wiederholt und eingehende Auseinandersetzungen gepflogen hat, den. Außer unseren Partikularisten, mit denen unser Kandidat Die Universitätsferien sollen, so schreibt man uns, der Befeiertage fand hier die erste sozialdemokratische Versammlung und war im Gasthof zur Hoffnung statt. Dieselbe war sehr gut be- wagte es keine Partei, denselben in ihren Versammlungen zum ftimmung gemäß im Frühjahr vom 15. März bis zum 15. April Wort kommen zu lassen. oder, falls Ostern nach diesem Termin liegt, bis nach dem Fest sucht und bot einen Vortrag des Genossen Megner aus Berlin Das Fazit des Wahlkampfes ist: Der Bankerott des und im Herbst vom 15. August bis zum 15. Oktober dauern. über Ursache, Wirkung und Ziele der Sozialdemokratie. Es reisinns, die Ohnmacht der Konservativen, Die Vorlesungen werden aber thatsächlich so lange vor dem wurde eine Resolution angenommen, in welcher sich die Ber- te Jämmerlichteit bes& iberalismus und die offiziellen Anfang der Ferien abgebrochen und erst so spät nach fammelten verpflichteten, unsere Ideen in immer weitere Kreise Gesinnungslosigkeit des Antisemitismu 3. dem offiziellen Ende derselben wieder aufgenommen, daß die zu tragen und bei der nächsten Wahl nur für einen Vertreter der Sozialdemokratie zu stimmen. Nach ein paar Wochen wollten und im Herbst vom 1. August bis zum 1. November reicht. Bei Ferienzeit im Frühjahr beinahe vom 1. März bis zum 1. Mai wir wieder eine Versammlung abhalten, in welcher die Getreide Hinzurechnung der zu Weihnachten und Pfingsten gemachten zölle und die Stellung der Reichsregierung zu denselben zur Baufen von zusammen 3-4 Wochen ergiebt sich, daß die Sprache kommen sollten. Diesmal gab aber der Wirth seinen Universitätsferien regelmäßig von im ganzen beinahe 4 auf bei Saal nicht her, obwohl er in der ersten Versammlung ein glänzennahe 6 Monate vermehrt und die Arbeitszeit von im ganzen kaum des Geschäft gemacht hatte. Nun meldeten wir zum 12. Juli, 8 auf taum 6 Monate vermindert wird. Diese Unfitte ist nicht Nachmittags 2 Uhr, für Gorgast eine Versammlung unter freiem etwa auf die Lehrschau der Dozenten zurückzuführen; bisher ist Himmel an, Tagungsort derselben sollte der dortige Turnplay vielmehr noch jeder Versuch, mit den Vorlesungen zeitiger zu fein, auf welchem gegen 1500 Personen Platz haben mögen. Da beginnen und später aufzuhören, an der schwachen Betheiligung der Einberufer aus Gorgast in Berlin arbeitet, so sandten wir Die ,, Moral" der Frauen und Mädchen der Bour- der Zuhörer gescheitert. Man darf aber auch nicht die Lerndem Amtsvorsteher einen eingeschriebenen Brief, unterzeichnet vom geoisie hat sich gelegentlich des Abs- Rummels, welcher in den scheu der Studenten dafür verantwortlich machen; diejenigen, Ginberufer. Als derselbe am nächstfolgenden Sonnabend nach letzten Wochen ganz Berlin" in Athem erhielt und zuletzt welche nichts lernen wollen und das Bummeln als wichtigstes Hause reiste, fand er folgende Antwort vor: geradezu widerliche Formen annahm, in einem eigenthümlichen Kennzeichen eines Bruder Studio" ansehen, besuchen die VorAm 3. d. M. ist bei mir ein anonymes Schreiben ein- Lichte gezeigt. Karl Abs, der„ Meisterschafts- Ringer und stärkste lesungen ja auch zu anderer Zeit nicht. Die eigentliche Ursache gegangen, in welchem die Genehmigung zur Abhaltung Mann der Welt", läßt in einer eilig zusammen geschriebenen ist darin zu suchen, daß Anfangs- und Endtermin der Ferien in einer öffentlichen Volksversammlung am Sonntag den Broschüre, die„ sein Leben und Wirken" behandelt und mit der Hinsicht auf die wirthschaftliche Lage der meisten Studenten, 12. Juli cr., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Turnplatz lächerlich- fleinlichen Ausführlichkeit der Lebensgeschichte getrönter wenigstens Berlins, so ungünstig wie möglich gewählt sind. Ein nachgesucht wird, und sind Sie in demselben als Ein- Häupter abgefaßt ist, Reklame für sich machen. Zum Schluß unbemittelter Student, der seine Eltern in der Provinz wohnen berufer der Versammlung bezeichnet. heißt es: Das Interesse an Karl Abs ist durch die letzte Beit hat, und bei der Mehrzahl der Berliner Studenten ist das Ich lehne die Ertheilung eines Bescheides auf diesen wieder in allerhöchstem Grade geweckt worden. Abs ist ver- der Fall- sieht sich in die Nothwendigkeit versetzt, entweder Antrag jedoch ab, weil derfelbe eben ohne Unterschrift ist, heirathet, aber so manche Dame hat der Moralität ein zu Anfang und Ende der Ferien um einiger Tage willen und gebe ihnen Weiteres anheim, falls Sie in Wirklich Schnippchen geschlagen, duftende Briefe erreichen täglich den fein Zimmer einen ganzen Monat länger zu behalten beziehungskeit der Einberufer der Versammlung zu sein beabsichtigen. starten Mann", wo ihm die allerunmöglichsten Vorschläge gemacht weise früher zu miethen, oder aber auf einen Theil von Rosenstiel. werden und zeitweis ein Ton angeschlagen wird, der so das der Vorlesungen zu verzichten. Er wählt aus SparsamkeitsDarauf sandte der Einberufer nochmals eine Versammlungs- Mittelding zwischen vertraulich und intim ist. Nun, Abs ist rücksichten in den meisten Fällen das Lettere, wie ein einziger anzeige an den Amtsvorsteher, diesmal erhielt er prompt folgende ein guter Ehemann derartige Versuche werden ihn erst Blick in die Hörsäle gleich nach Beginn oder turz vor Schluß des Antwort: recht unbesiegt" lassen." Semesters lehrt. Daran wird auch die neuestens erlassente, mit Auf Ihren Antrag vom 2. bezw. 6. d. M., betreffend Es darf als sicher angenommen werden, daß das teine bloße Beginn des Wintersemesters in Kraft tretende Ministerialverdie Abhaltung einer öffentlichen Voltsversammlung auf Prahlerei ist. Es ist ja bekannt, daß jeder halbwegs hübsche fügung, daß, um den Klagen über den verspäteten Anfang und hiesigem Turnplatz am 12. Juli cr., Nachmittags 2 Uhr, Mann, der in öffentlichen Schaustellungen auftritt, denselben vorzeitigen Schluß der Universitätsferien abzuhelfen, andererseits gereicht Ihnen hiermit zum Bescheide, daß ich die Geneh- Anfechtungen" von Seiten begeisterter" Damen ausgefeßt ist. aber auch eine angemessene Zeit für den Anfang und Schluß migung zur Abhaltung dieser Versammlung versage, weil Das passirt nicht nur den Artisten, welche in Zirkus und Spe- derselben freizulassen, die Vorlesungen in jedem Semester inneraus der Abhaltung derselben Gefahr für die öffentliche zialitätentheatern auftreten, sondern auch Schauspielern, Sängern halb der ersten 7 Tage zu beginnen und innerhalb der letzten Sicherheit und Ordnung zu befürchten ist. und Konzertvirtuosen. In Berlin nimmt von Alters her der 7 Tage zu schließen sind," nichts ändern. Die Bestimmung, daß von Rosenstiel. Piston- Solobläser des Konzerthauses die Stelle des am meisten die durch Unterschrift der Dozenten zu bescheinigende Abmeldung am Nun wollen wir abwarten, bis das Getreide vom Felde weg verhätschelten Lieblings der Damenwelt" ein. Der vor Kurzem Schluß jedes Semesters erst nach dem 1. März bezw. 1. Auguft er= ist, und dann sehen, ob die Versammlung wieder verboten wird, verstorbene Solist Türpe wußte sich, als er noch im Konzerthause folgen darf, wird ja schon dadurch umgangen, daß sich Auswenn wir sie auf abgeerntetem Felde abhalten. Jedenfalls wollen beschäftigt war, vor der Zudringlichkeit seiner Verehrerinnen wärtige, die bereits abgereist find, durch Einheimische vertreten unsere Gegner dem Vordringen unserer Ideen auf dem Lande kaum zu retten, und selbst sein gegenwärtiger Nachfolger, laffen, was bei der Größe der hiesigen Universität und der Uneinen Riegel vorschieben. So steht uns z. B. in Manschnow von welcher durchaus nichts von dem geckenhaften Wesen seiner bekanntschaft der Dozenten mit den meisten Zuhörern durchaus den dortigen drei Gasthöfen nicht einer zur Verfügung, in Gor- Vorgänger an sich hat, sondern ein ganz simpler Mensch leicht und ungefährlich zu bewerkstelligen ist. Diesem Uebelstande gast sind gleichfalls drei Gasthöfe und hier ist die Sache ebenso. ist, wird oft genug durch duftende Briefe", manchmal sogar tönnte wenigstens für die Herbstferien sehr leicht abgeholfen Alle Mühe der Gegner wird aber vergeblich sein. durch kompaktere Liebesbeweise, als z. B. Stickereien, Malereien, werden, wenn diese auf die Zeit vom ersten August bis ersten Bei der nächsten Reichstagswahl wird der Amtsvorsteher fich Gẞwaaren u. s. w., erfreut"." Den Klavierlehrern der Bourgeois Oktober verlegt würden. Im Frühjahre würde die gleiche Maßverwundern, wie sehr er uns durch die Versammlungsverbote vor- töchter geht es genau so, und wir behaupten, daß bei den meisten regel wegen der Veränderlichkeit des Osterfestes in manchen gearbeitet hat, und auch wir werden unsere Schuldigkeit thun, Sittlichkeitsvergehen von Musiklehrern gegen ihre Schülerinnen Jahren auf Schwierigkeiten stoßen. Aber so lange die Ferien damit der Frankfurt- Lebuser Wahlkreis bei der nächsten Wahl die Letzteren nicht ganz unschuldig gewesen sind. Werden doch liegen bleiben, wie sie jetzt liegen, wird die" Bummelei" nicht durch einen Sozialdemokraten vertreten wird. selbst wissenschaftliche Lehrer durch die Verliebtheit ihrer aufhören. Es zeigt sich eben auch hier wieder, daß die Macht Schülerinnen in die gefährlichste Lage gebracht, und zwar nicht der wirthschaftlichen Verhältnisse stärker ist, als alle Ministerialblos Hauslehrer, sondern auch Klassenlehrer. Vor Jahren er verfügungen. regte ein" pitanter" Standal in Berlin Aufsehen. Mehrere Schülerinnen der Sophienschule hatten einem jungen Lehrer brief gestern von uns nach dem„ Kleinen Journal" gebrachte Nachricht, Herr Pickenbach theilt der„ Vossischen Zeitung" mit, die lich die denkbar weitestgehenden Anträge und zwar in den denkbar gemeinsten Redewendungen gemacht. Der Lehrer war so daß ein Haftbefehl zur Ablegung des Offenbarungseides gegen flug, die züchtigen jungen Damen sofort dem strafenden Arme ihn erlassen sei, beruhe auf unwahrheit. Warten wir also ab, des Direktors zu überliefern, um nicht durch Ignoriren der über was das„ Kleine Journal" dazu sagt. alle Maßen unsauberen Angelegenheit in irgend welchen Verdacht Ueber die Entdeckung der Fälschungen und die bezu kommen. gleitenden Umstände in der Deutschen Bank berichtet das Die Bourgeoistöchter nehmen übrigens, wenn sie feines durch Kleine Journal": Im Laufe des Vormittags hatte Schwieger törperliche oder geistige Vorzüge hervorragenden Mannes habhaft mit Franck am Donnerstag vor der Börse eine Unterredung. werden können, auch mit weniger bedeutenden Personen vorlieb. Franck hatte zu diesem Zwecke gegen 11 Uhr sich aus der Bank Im Juli 1887 mußte in M.- Gladbach eine Anzahl Schülerinnen entfernt ohne wieder zurückzukehren. ohne wieder zurückzukehren. Seine Abwesenheit fiel der städtischen höheren Töchterschule im Alter von 14-18 Jahren mehrfach auf, erweckte jedoch noch keinen Verdacht. Schwieger relegirt werden, weil sie in männlichen Kleidern mit Schülern ging zur Börse; sein Benehmen war ein ruhiges; er sah etwas des dortigen Gymnasiums am Abend die Kneipen besucht hatten. besorgt aus, doch ohne damit besonders aufzufallen. Und als im vorigen Jahre die Geheimnisse der Salons der 3 Uhr Nachmittags schickte Schwieger an den stellvertretenDie Agitation war uns ungeheuer erschwert. In Kassel Frau Oberamtmann" Heuser in Berlin an das Tageslicht den Direktor, Herrn Mankiewicz, einen Zettel, in welchem er tonnte nicht eine Versammlung abgehalten wer- famen, stellte sich, laut Schilderung eines früheren Polizei- Offi- ihn dringend bat, an die Ecke der Mauerstraße zu kommen, woden. Im Landkreis Kassel sind es nur Dörfer, in denen uns ziers in B. T." heraus, daß sich an den Gelagen der durch selbst er ihm eine wichtige Mittheilung" machen wolle. Die Lokale zur Verfügung stehen. Jede Versammlung unter freiem Geburt und Reichthum hervorragenden Männerwelt" auch die Mittheilung Schwiegers bestand nun zunächst darin, daß er in * * Kaffel, 31. Juli. Von Siegesfreude über den Ausfall der Stich wahl ist im Lager des Ordnungsbreis nichts zu verspüren. Die Gegner wissen, daß bei ihnen nicht die Macht der Ueberzeugung, sondern die Macht des wirthschaftlichen Ueber gewichts den Ausschlag gegeben hat. Sie fühlen aber auch, daß es das letzte Mal gewesen ist, den Wahlkreis dem Kartell zu er halten. Die Stimmen, welche wir errangen, sind, vielleicht 300 abgerechnet, die eigen en festen Wähler, alle erprobt im Feuer des prinzipiellen Kampfes. Auch der fanatischste und sophistischste Gegner wird nicht leugnen können, daß wir unsere Fahne voll entrollt, nicht das Geringste verheimlicht haben, unser wahres Gesicht mit natürlicher Treue zeigten. Was Verdrehung und Verdächtigung zu leisten vermag, das haben unsere Gegner vollauf gethan, das Maß ihrer Leistungsfähigkeit auf diesem Gebiet hat die voraufgegangenen Wahlperioden in den Schatten gestellt und das will gewiß viel sagen. Sonntagsplauderei. " = blauen Siegels werth wäre. An dieser Thatsache scheitern der süßeste aller Pöbel, nämlich der gebildete und schneidige, die besten Pläne, und in der bürgerlichen Gesellschaft, der bewegen konnte, und ein Autogramm von Abs wurde mit R. C. Um in dieser stillen Zeit den Zeitungen Stoff sich Herr Bickenbach mit Fug und Recht zuzählt, wird nur derselben Freudigkeit allen Gönnern und Bekannten gezeigt, zur Unterhaltung zu bieten und die antisemitische Sache nicht der Prophet geehrt, bei welchem die Exekution nicht frucht- wie eine junge Mutter ihren ersten Sprößling präsentirt. ganz und gar einschlafen zu lassen, machte Herr Reichstags los ausfällt. Das ist hart, ohne alle Frage, aber kein Garde Offiziere und noch höhere Mitglieder der menschAbgeordneter Wilhelm Pickenbach die staunende Mitwelt Antisemit wird daran etwas ändern. lichen Gesellschaft luden den Helden des Tages zu Banketts wieder einmal auf seine Wenigkeit aufmerksam. Ein abDa ist Herr Baare ein anderer Mann. Er hat den ein und zarte Damen umschmeichelten den Koloß, als scheulicher Gerichtsvollzieher wollte den tapferen Volks- Gipfel des Ruhmes erklommen, denn von ihm spricht die wäre er ein Wunderthier. Menschen mit gewöhnlichen vertreter, dessen Dasein ein so überaus wechselvolles ist, Börse. Er ist ein vollwichtiger Ehrenmann, der mit jong Gliedmaßen tamen sich vor wie degradirt, und wer nicht zur Ableistung des Offenbarungseides an einen verschwiegenen leurartiger Geschwindigkeit englisches Eisen in deutsches ver- mindestens Herrn Cannon die Spitze bieten konnte, der Drt abführen, und da Herr Pickenbach diese Thatsache in wandelt, und der noch Zoll einheimst, wo jeder Andere an durfte sich überhaupt in einem anständigen Borerklub nicht Abrede stellt, so wird sie hierdurch unumstößlich. der Möglichkeit irgend eines Verdienstes verzweifelt. Es blicken lassen. Aber es ist auch richtig, daß hervorragende Denn Das ganze Uebel der Welt beruht auf ungleicher Ver- liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen, und wer nie- Männer in hervorragender Weise geehrt werden. theilung von Geld", sagt ein Weltweiser, der das Leben mals etwas geschwärzt hat, das ist kein braver Mann. was bedeutet Kunst, was Wissenschaft, was Gaben des feunt; aber ferne sei es von uns, Herrn Bickenbach aus der Natürlich ist Alles nicht wahr, was man ihm nachsagt, und Geistes, wenn man nicht einmal in der Lage ist, einen MitUnrangirtheit seiner Finanzverhältnisse einen Vorwurf er vertheidigt sich mit jener Schlagfertigkeit wie die Frau, bürger so zu werfen, daß er mit beiden Schultern regelmachen zu wollen. Er erfordert im Gegentheil die ganze die wegen eines geliehenen Topfes, den sie zerschlagen recht den Boden berührt? Was bedeuten die weltwuchtige Geistesschärfe eines antisemitischen Agitators, neben haben sollte, vor Gericht kam. Erstens, sagte fie, bewegenden Fragen unserer Zeit, wenn Abs mit Cannon den Juden auch noch den Dalles bekämpfen zu müssen. Der habe ich mir überhaupt keinen Topf geliehen und zweitens, ringt? Unsere Bourgeoisie und Alles, was mit ihr zulandesübliche Binsfnß ist augenblicklich ein so niedriger, war er bereits zerbrochen, als ich ihn erhielt, und drittens sammenhängt ftellt sich durch diese überaus berechtigte Andaß es bedeutender Umsätze bedarf, wenn man von dem habe ich ihn heil und ganz zurückgeliefert. An einer der theilnahme selbst das zutreffende Zeugniß aus. Querschreiben anderer in Ruhe und Frieden artigen Umsicht scheitern selbstverständlich alle richterlichen Und nun sollen wir den Kriegsschauplatz dieser beiden und nicht gerade allzudürftig leben will. Die Hand des Versuche und der Staatsanwalt, der gegen ein derartiges Ringkämpfer nicht einmal mehr beim rechten Namen nennen! Gerichtsvollziehers ist die rauheste, sie knickt die zartesten Beweisbollwerk Sturm läuft, verdient, daß er mit zerschellten Die Hasenhaide soll die längste Zeit ihren Namen geführt Blüthen wucherischer Kombinationen, und sitzt man zur Gliedmaßen vom Platz getragen wird. Und so werden denn haben spätere Geschlechter sollen nicht einmal Ableistung des Offenbarungseides hinter Schloß und Riegel, auch die Segel gestrichen, und die Stümper von der Deut- mehr wissen, daß in jener Gegend neben anderem Gethier so muß einerseits der Jude allerdings verbrannt werden, schen Bank dürfen immer noch mit berechtigtem Neide auf auch einmal Hasen hausten! Der Name der Hasenhaide soll umgewandelt werden in Forckenbeckstraße, und der Name andererseits ist aber die Möglichkeit der Kravattenfabrikation ihr großes Vorbild schauen. Leute auf das denkbar niedrigste Niveau herabgedrückt. Die Ge- Aber vor den großen Ereignissen des Tages verblassen unseres Oberbürgermeisters soll in dieser Weise verewigt schichte erzählt zwar von einzelnen ganz besonders be- geringfügigere Vorkommniffe. Mar spricht wohl von Herrn werden! Ist dieses Schicksal unabänderlich? Mit tiefem gnadeten Schuldnern, daß es ihnen im kritischsten Augen- Pickenbach, die Defraudation an der Deutschen Bank hält Schmerz würden wir sehen, daß ein Stück Berlin mit dem blicke sogar noch gelungen sei, den Gerichtsvollzieher anzu- die Depositenbesizer in Aufregung- aber was will Namen der Hasenhaide verschwindet, denn die Forckenbeckpumpen, aber diese Genies sind doch nur die Ausnahmen, das Alles sagen, wenn der Name Abs genanut wird? straße gehört ja da garnicht einmal hin. welche die Regel bestätigen, und selbst Herr Picken Der Hamburger Athlet hat mit seiner Muskulatur die be Wäre es nicht besser, wenn der Platz, auf welchem der bach vergleicht sich wohl selbst nicht mit solchen hervor- deutendsten Männer unseres Zeitalters in den Schatten Begasbrunnen stehen wird, nicht lieber Fordkenbeckplatz geragenden So wird er gestellt und wer kein Pferd aufheben kann, verdient nicht nannt würde? Wir würden es gern sehen, daß dieser Borer wird genannt zu werden, wenn von den Besten unserer Zeit schlag in der Stadtverordneten- Versammlung befürwortet: befigt, was des gesprochen wird. Das war ein Taumel, in welchem sich würde. und erleuchteten Geistern. also kaum seinem Schicksal entgehen, und folvent" fei, was Herrn Mankiewicz nicht sonderlich überraschte. Brautanguge, in einem weißen Atlaskleide, dastand. Dann beiterblatt auslegen dürfen. Da wir nun ganz auf Adlershof Sodann aber machte er: Eröffnung von den begangenen nahm sie den Hut vom Kopfe und setzte sich einen angewiefen sind, so machen wir es den Genossen zur Pflicht, nur Fälschungen mit Franck und bat um Nachsicht. Sofort wurden versteckt gehaltenen grünen Myrthenkranz auf das Haar. in den Lokalen zu verkehren, die ihre Säle hergeben. nun die Direktoren der Bank zusammenberufen, welche zu ihrem In diesem festlichen Schmuck telephonirte nun die ist es, daß gerade die Bauhandwerker uns entgegen großen Schrecken die nunmehr bekannten Thatsachen fonstatirten. Braut zum Erstaunen der Gäste an ihren in Potsdam arbeiten, denn sie halten hier Vergnügen in gesperrten Lofalen Schwieger traf um halb sieben Uhr bei seiner Familie York wohnenden Bräutigam, einen ihr gänzlich unbekannten Herrn: er ab und fümmern sich um nichts. Darum, Genossen, richten wir straße 73 ein, woselbst er die halbe zweite Gtage bewohnte. Er solle sofort zur Trauung kommen, da Alles bereit sei. Jetzt an Euch den Mahnruf, haltet Euch gänzlich von hier fern, lebte mit seiner Frau und seiner einzigen Tochter ohne größeren wandte sich der Wirth an die Dame und fragte sie nach dem verkehrt außerhalb, dann ist der Sieg unser. Die Lokalkommission Aufwand und hatte auch persönlich keine irgendwie extra- Grunde und dem Zwecke ihres Gebahrens. vaganten Passionen. Er war sehr mißgestimmt und theilte, hier- hierauf, er solle sie ruhig gewähren lassen, sie sei eine Himmelsüber von seiner Frau befragt, dieser mit, daß er große Börsen- braut und wolle deshalb heute noch mit ihrem Bräutigam im Berufsmnfiker sich nennen, um Mufifaufträge zu Arbeiter verluste gehabt und nicht in der Lage sei, seinen Verpflichtungen Paradiese sein. Die anwesende Gesellschaft gelangte nunmehr zu festen zu ergattern, das ist jetzt so eine modern gewordene nachzukommen. Kaum hatte ihm seine Gattin Trost zugesprochen, der Ueberzeugung, daß man es mit einer Irrsinnigen zu thun Manier bei den Beamtenmusifern. Nachdem erst vor Kurzem da erschienen bereits gegen 7 Uhr zwei Kriminalbeamte in Zivil, habe. Man schickte deshalb zu einem Arzt, der die Dame bereits von einem solchen Herrn, Namens Rehfeld, berichtet wurde, die ihn verhafteten. Schwieger ist 44 Jahre alt. Was seinen tannte; sie war die Gattin cines in der Liebigstraße wohnenden begegnet man da wieder einem dieser Herren, welcher dasselbe Mitschuldigen Franc betrifft, so konnte er trotz eifriger polizei- Kaufmanns und erst vor einigen Wochen aus Dalldorf entlassen. Manöver versucht. Dieser, welcher sich ohne Scheu als licher Recherchen bis jetzt nicht aufgefunden werden. Man ver- Sie wurde zunächst nach ihrer Wohnung zurückgebracht und wird Berufs musiter auf den Plakaten zu Arbeitervergnügungen, muthet, daß er einen Selbstmord begangen hat. Er ist 40 Jahre dann der Anstalt wieder überwiesen werden. auch schon einige Mal im Inseratentheil dieses Blattes bei alt, ledig und unterstützte seine 74jährige Mutter, welche ebenso Vergnügungsanzeigen benennen läßt, ist der Magistratswie er selbst bei seiner verheiratheten Schwester, Kleine Mauerbe amte( sogenannter Stadtfergeant) und gleichzeitige Rapell straße 6 in der dritten Etage, recht bescheiden wohnt. Bei seinem meister von der Berliner Schützengilde", Namens Trosch wi. Weggange ins Bureau erklärte er, daß er Mittags nicht nach Das Gehalt dieses Mannes ist ein solches, daß er nicht nöthig Hause kommen würde, was wegen des Ultimo's nicht besonders hat, Berufsmusikern das Brot, welches für diese so schon ein auffiel. Als im Laufe des Nachmittags nach ihm in der Wohnung farges ist, noch zu schmälern. gefragt wurde, erfuhren seine Angehörigen die traurige Angelegenheit, die nunmehr das allgemeine Gespräch in der Restdenz, sowie der gesammten deutschen und wohl auch ausländischen Finanzwelt bildet. 11 Zum Fall Nietschmann wird noch weiter berichtet: Als der Biedermann seine kleine Reise" angetreten hatte, lief bei dem bisherigen Mitinhaber des Geschäfts Dehme der in Folgendem wiedergegebene, vom 21. d. M. datirte Brief ein: Werther Herr Dehme! Verzeihen Sie mir den verzweifelten Schritt, welchen ich heute thun mußte. Es ist mir nicht möglich, die Schande zu Der Blitz! Während des vorgestern Nachmittag über Potsüberleben, als Betrüger dazustehen; meine Scham ist zu groß, daß ich mir sagen muß, daß ich Ihre liebe Familie und Sie dam und Umgegend niedergehenden Gewitters schlug der Blih in auch dadurch ins Unglück stürze, sowie auch einen großen Theil den Eichbergen von Saarmund, wo gerade einige Kompagnien meiner langjährigen Kundschaft, deren Vertrauen ich so gemiß- des 1. Garde- Regiments 3. F. Schießübungen mit scharfen Der nachfolgende Bericht wird es einigermaßen verständ- braucht habe. Ich bin ja selbst daran schuld, daß ich es gethan Patronen abhielten, in eine Soldatenabtheilung. Vier Manu lich machen, warum auf der Straße belästigte Damen nur in ver- habe, so daß ich meinen Verführern keinen Vorwurf zu machen fanten betäubt nieder. Dieselben wurden um 9 Ühr Abends im einzelten Fällen auf ihnen helfende Intervention von Herren berechtigt bin, jedoch trägt G. sowohl als auch J. die Haupt- Wagen unter Führung eines Offiziers und eines Unteroffiziers rechnen können:" Die Anklagen wegen groben Unfugs haben schuld daran, indem selbige mich seit Jahresfrist zu unsinnigen nach Potsdam in das Garnisonlazareth befördert. nicht selten einen sonderbaren Thatbestand zur Grundlage. Die Geschäften überredet haben. Nochmals bittet tausendimal um Tischlermeister Friedrich Müller und Karl Richter kamen am Verzeihung Ihr Robert Nietschmann."- Bringt man dieses Polizeibericht. Am 31. v. M. Morgens wurde ein Mann Spätabend des 9. Mai cr. die Belle- Alliancestraße nach dem Schreiben mit der Thatsache in Verbindung, daß m. verhaftet auf dem borte des Grundstücks Koloniestr. 125 erhängt und mit Halleschen Thor zu entlang. Hinter der Teltowerstraße fahen sie, wurde, als er die kleine Reise" über das Meer anzutreten einer Stichwunde in der Brust aufgefunden. Es liegt unzweifel wie zwei junge Leute ein des Weges gehendes Mädchen theils im Begriff stand, so ist es klar, daß er noch im letzten Augen- hajt Selbstmord vor. Vormittags wurde der Reitknecht Rudolf durch unschickliche Redensarten, theils auch durch Thatlichkeiten blicke es versucht hat, seinen langjährigen Sozius zu täuschen, Rogge an der Ecke des Lützow- Users und des Kurfürstendammes belästigten. Miller faßte den einen jungen Mann beim Kragen, um sich in Sicherheit zu bringen. von seinem durchgehenden Pferde abgeworfen und mit dem Kopfe gegen die Bordjchwelle des Bürgersteigs geschleudert. Er erlitt hierbei eine schwere Verlegung und mußte nach dem ElisabethStrankenhause gebracht werden. Nachmittags wurde ein Mann gegenüber dem Hause Bärwaldstr. 4 im Gebüsch erhängt vorge um ihn dem ihm zunächst begegnenden Exekutivbeamten zu Theater. Regi geger Diesen mehr Ange im L die i ftatte für f statt. diesr er au Mal Opfe tau erpre nach tehrt aufeb Antr und übergeben. Bevor dies geschah, hatte sich der Festgehaltene In Tobsucht verfiel am Mittwoch Abend ein Frrsinniger, aber losgeriffen und war fortgeeilt. Müller und sein welcher in der Privat- Frrenanstalt des Dr. Waldschmidt, NußBegleiter liefen dem Flüchtling nach und forderten und forderten den baum- Allee 38 in Westend, seit einiger Zeit untergebracht war. ihnen unterwegs begegnenden Nachtwächter auf, den jungen In diesem Zustand riß er aus dem Ofen seiner Bellen den Rost funden. Mann aufzuhalten und festzunehmen. Der Beamte fragte heraus, zertrümmerte Thür- und Fensterscheiben und lief dann in zunächst, was derfelbe begangen habe, machte alsdann aber das Zimmer des dirigirenden Arztes und von dort in den feine Anstalten zur Verfolgung des Flüchtlings, der nunmehr ent- Garten. Hier stürzte er sich auf den Gärtner, schlug mit dem fam. Hierüber aufgebracht, verlangten die beiden Männer vom mitgeführten Eisen auf ihn ein, ohne ihn indeß erheblich zu vernaalumu Nachtwächter die Angabe seiner Nummer, dieser forderte sie letzen, und erstieg dann die Umfriedigungsmauer, um so die aber auf, von ihm abzulassen und weiterzugehen. Da sie dieser Straße zu erreichen. Auf Passanten, welche ihn an seiner Flucht Anordnung eines Exekutivbeamten nicht nachtkamen, fistirte sie bindern wollten, hieb er mit dem Rost mehrfach ein und verletzte einer Posse Im siebenten Himmel". Jean Kren, der Verfasser, Das Thomas- Theater öffnete vorgestern seine Pforten mit derselbe zur Wache, und Beide erhielten ein Strafmandat wegen zwei derselben unbedeutend. Die Aufsichtsbeamten waren in groben Unfugs und Uebertretung des§ 117 der Straßenpolizei zwischen alarmirt worden, es gelang ihnen aber nur unter An- hat sich redliche Mühe gegeben, dem Publikum des Thomas Ordnung. Auf den von ihnen eingelegten Wiederspruch sprach wendung von Gewalt, den Rafenden zu bewältigen und in Theaters einige heitere Stunden zu bereiten, und es ist ihm das die 96. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts zwar die An Sicherheit zu bringen. Die Szene hatte beträchtliche Menschen auch gelungen. Die geistige Anspruchslosigkeit unserer Bourgeoisie getlagten wegen groben Unfugs frei, da ihnen das Recht zustand, anfammlungen hervorgerufen. erhellt so recht aus dem herzlichen Gelächter, mit welchem sie den Beamten nach seiner Nummier zu fragen, verurtheilte sie auch die mäßigsten Wortwige begleitet. 1 Tag Haft. gef Mü nun noch von Grund aus zu zerstören, kommt der Umstand hinzu, daß nur ganz vereinzelte Exemplare des Künstlerpersonals des wirklichen Berlinisch mächtig sind. fie in Hand Stü bäcken Erift Es handelt sich in der vorliegenden Posse wie bei den meisten bürgerlichen Stücken hauptsächlich um ein großes Vermögen; und bei dem Kampf um das Werthobjekt entwickeln sich denn die un glaublichsten menschlichen Eigenschaften, die man in der That nur auf dem Theater fennen lernen tann. Eine junge Dame, die dies hat e felbst Jump billig gebot Den tannt Orga Dei " Mü Antw gedru halter in fi genüg teiten Verei tratif über dem ordnu ihre Soffr name Zorg 301 Ber seiner Balt 9 Uh 2. V. Fran Die welch Städ Brest Auhe Riel, Schn erfter Unio an d allen folge Gilbe licher Den Were arbei band Fern fich, gleic Rolle ben der tatio band Dom Die gefällige Frau seht ihre verbrecherische Thätigkeit auf aber wegen der Uebertretung des§ 117 zu je 1 M. event. zu jeden Bahnhöfen Berlins fort, ohne daß es den Bemühungen der kennzeichnet eine solche Bosse hauptsächlich der Mangel jebez Wenn man von der Unmöglichkeit der Handlung absieht, so Wie sie ihr Recht, die Nummer festzustellen, ausüben sollten, Opfer der Diebin war eine Gutsbesitzerin aus Vorpommern, die wegen da und man athmet förmlich erleichtert auf, wenn dieser Polizei bisher gelungen ist, die Betrügerin zu fassen. Das neueste urwüchsigen Humors. Ganze Szenen sind eines einzigen Wizes ohne gleichzeitig durch die Nichtbefolgung der Aufforderung zum Weitergehen, sich einer Uebertretung schuldig zu machen, ist aus faß auf dem Stettiner Bahnhof im Wartefaal 2. Klasse, als eine das Zeichen der Berliner Posse gewesen, daß man öffentliche An gestern ihr Gepäck auf die bekannte Weise los wurde. Diefelbe Wizz dann glücklich vom Stapel gelassen ist. Es ist von jeher vorstehendem Bericht nicht recht ersichtlich. tief verschleierte elegant gekleidete Dame an ihren Tisch heran- gelegenheiten, die Politik und alles Mögliche in das Bereich des Aus den Ferienkolonien. Durch die Brutalität eines trat und sich ihr gegenüber niederließ. Beide Frauen geriethen Spottes zog, aber wenn man wirklich auf diesem Gebiet jemals militärischen Schwimmlehrers ist am Freitag ein Garde- Ulan er- miteinander ins Gespräch und bald bat die zuletzt Grschienene etwas geleistet hat, so muß heute ein entschiedener Rückgang fon trunken. Der Ulan Seifert sollte in der Schwimmanstalt in die Dame aus Vorpommern, doch auf ihr Gepäck zu achten, bis statirt werden. Der Wiz entbehrt der Schärfe und der schlag Plößensee, um welche sich auf der Außenseite eine Ballustrade be- sie ihre Fahrkarte gelöst habe. Dies geschah auch und die fertige, unverfrorene Berliner wird in diesen Stücken immer mehr findet, die dem Schwimmlehrer als Aufenthaltsort dient, an drei Fremde kehrte nach wenigen Minuten zurück; jetzt erzählte sie der rührselige Moralfatke. An die Stelle einer wirklichen, tiefen, Seiten umschwimmen. Der Gefreite Dehn, welcher Kapitulant ihrem Gegenüber, daß die Fuhrkartenkasse bald geschlossen würde, feelischen Regung fezt man eine schwächliche Sentimentalität, die ist und seit vier Jahren bei der genannten Schwadron steht, und daß sie sich beeilen müsse. Da die Gutsbesizersfrau noch dem Wesen des Berliners durchaus fremd ist. Um jede Illusion fungirte als Schwimmlehrer und hatte Seifert an der so- feine Fahrkarte befaß, begab sie sich ihrerseits unter Zurücklaffung genannten Angel. Als der Schwimmer das Ziel fast erreicht ihres Gepäcks nach dem Schalter. Als sie zurückkehrte war ihre hatte, flammerte er sich an einem dort eingerammten Pfahl fest Gefährtin verschwunden und mit ihr das gesammte Gepäck, ein und gab Dehn Zeichen, daß er vor Erschöpfung nicht weiter Roffer und eine Handtasche, in welcher legteren sich viele Goltschwimmen könne. Dehn war hierüber sichtlich empört, nahm und werthvolle Schnucksachen befanden. Wahrscheinlich hat die die Angel und schlug damit auf die Hände des sich festhaltenden Diebin noch einen Helfer, welcher im geeigneten Augenblick beSoldaten ein. Hierbei löste sich die Leine von der Stange, bufs Transportirung der gestohlenen Sachen erscheint. Seifert ließ vor Schmerz die Hände los und versant dann laut: Los in den Fluthen. Richtig ist nun, daß Dehn mit vollem Treppengeländer hinabzurutschen, hat am Donnerstag wieder den mit einem Baar Wiener Würstchen zum Mittagessen, weil sie Die schon so häufig gerügte Unfitte der Kinder, die Hunderttausende auf der Reichsbank zu liegen hat, begnügt sich Zeuge sofort dem Untergegangenen nachsprang, doch konnte er Tod eines sechsjährigen Mädchens herbeigeführt. Im Hause aus irgend einem ätherischen Grunde die Erträgnisse ihres ihn nicht mehr erreichen. Gin Offizier zog nunmehr die dort an- Antonjir. 8 vergnügten" sich in der fünsten Stachmittagsstunde Depots nicht angreifen will; ein Vater, der tief unglücklich über gebrachte Alarmglocke, auf welches Zeichen hin sich sämmtliche zahlreiche Kinder mit diesem gefährlichen Spiel, unter ihnen auch seinen lüderlichen Sohn ist, fliegt diesem sofort ans Herz, als er Schwimmer in das Wasser stürzten und dasselbe absuchten. Die Leiche wurde erst nach etwa 30 Minuten gefunden: sie hatte die erſt 6 Jahre alte Martha Stahu. Die Kleine verlor dabei ihm die Verwaltung einer Erbschaft, die ihm unvermuthet wurde, sich unter einem Brette, welches die Badeanstalt abschließt, fest- kopfüber vom dritten Stock in die Tieje. Das Kind gab nur plötzlich das Gleichgewicht, glitt vom Geländer ab und stürzte überträgt. gesetzt. Dehn wurde in Untersuchungshaft abgeführt. Man soll derartige Harmlosigkeiten allerdings nicht ger noch schwache Lebenszeichen von sich, als man es aufhob und gliedern, weil sonst von der ganzen Posse nichts übrig bleiben Der durch seine Menschenfalle" bekannte Zigarren nach der Wohnung seiner Eltern schaffte; ein sofort herbei- würde. händler Bobbe, welcher jetzt im Zuchthause seine Strafe ver- geholter Arzt konnte nur den bereits eingetretenen Tod feststellen. Dahingegen ist das Spiel und das Ensemble nach allen büßt, hat auch, wie sich jetzt herausstellt, in Neu- Briß sein unfauberes Handwerk getrieben. Das Haus in der Rudowerstraße, Tragen farbiger Strümpfe hervorgerufen worden. Blutvergiftungen sind in letzter Zeit vielfach durch das Kollegen um Haupteslänge, er versteht es vorzuiglich, den alten Richtungen hin zu loben. Herr Thomas überragt seine komischen Tragen farbiger Strümpfe hervorgerufen worden. in welchem Bobbe früher wohnte, wird jetzt niedergerissen. Beim hiesige Dame, welche neue rothe Strümpfe trug und vermuthlich dem Aussterbe- Etat steht- mit allen feinen Schwächen und So ist eine Berliner Kleinbürger eine Menschengattung übrigens, die auf Ausräumen der Kellergewölbe ist man unter dem Eingang zur am rechten Fuß eine kleine Kragwunde hatte, derartig schwer erKüche auf eine sehr umfangreiche, 3 Meter tiefe und ebenso frankt, daß die Aerzte wohl heut schon zur Amputation des rechten er einen ebenbürtigen Partner; er verpflanzte ein Stück Wiener Eigenheiten vorzüglich zu karrikiren. In Herrn Wellhof fatt lange und breite Grube mit Fallthür gestoßen. Eine zweite, Beins schreiten werden. aber noch unvollendete Grube hat man unter dem Eingang zum Leben, dessen Eigenthümlichkeiten in Berlin sich hauptsächlich in Stall entdeckt. Zur Zeit des Brizer Aufenthalts des Verbrechers Vermist wird seit fünf Tagen der 29 Jahre alte Haus- den Bilsener Bierlokalen wiederspiegeln, nach dem grünen Strand war die Fenster stets dicht verhängt und Vorübergehende hörten diener August Wolf, welcher mit seiner aus der Ehefrau und der Spree. Wiener und Berliner Humor gleichen sich nun sehr Nachts in der Wohnung arbeiten. Man vermuthete hier eine zwei Kindern bestehenden Familie Trebbinerstraße 2 wohnt. wenig der Wiener ist fesch, lebenslustig, übersprudelnd Falschmünzerwerkstatt und zeigte die Sache der Polizei an, aber ging am Sonntag in der fröhlichsten Stimmung von Hause fort Berliner dagegen knorrig, beißend, satirisch. Von den Damen als das Nest ausgenommmen werden sollte, war der Vogel schon und man hat seitdem keine Ahnung über den Verbleib. verdienten hauptsächlich Fräulein Schneider und Gallus hervor fort. Kurze Zeit darauf wurde Bobbe in Moabit bei Ausübung feines Handwerks" festgenommen und später dann zu längerer gewährt der diesjährige statistische Bericht der städtischen Frrens Einen interessanten Einblick in die Irrenverhältnisse gehoben zu werden, die sich als Soubretten besonders hervor thaten. Freiheitsstrafe verurtheilt. anstalt zu Dalldorf. Nach demselben ist die Zahl der Frren Muthmaßlicher Raub eines Kindes durch Zigeuner. im Verhältniß zum Jahre 1889-90 in diesem Jahre 1890-91 Die Zigeunertruppe Petermann aus Weißensee hauptsächlich um ca. 10 pet. gestiegen, und zwar um 7 pt. männliche und der Wagen des Bruders vom Vorgenannten führt ein Kind 3 pet. weibliche. Davon befanden sich ca. ein Drittel in den mit sich, welches allem Anscheine nach geraubt ist. Das Kind ist Privatanstalten Schöneberg( Maison de santé), Charlottenburg, am Sonntag noch in Belizhof bei Wannsee gesehen worden, war Pankow und Wilmersdorf. Als geheilt wurden entlassen 5 männ etwa drei Jahre alt und hatte glattes blondes Haar. Bekleidet liche und zwei weibliche Irren. Die versuchsweise Entlassung Bacha vor die 91. Abtheilung des Schöffengerichts. Der An Eine eigenmächtige Justiz führte gestern den Werkführer war dasselbe mit dunklem Anzug und trug furze Hosen. Nach in die Familie hatte erfreuliche Resultate auszuweisen. Unter geklagte ist mit sechs Gesellen in der bedeutenden Schlächteret Aussage des daselbst wohnhaften Gastwirths Schmidt, sowie den Krankheitsformen wird ein Fall von„ Kleinheitswahn" an- von Grunow beschäftigt. In dem Geschäfte besteht die Gin mehrerer Kellner und Kinder hatte das Kind mit den Zigeunern geführt. Der betreffende Irre bildet sich ein,„ ein ganz winziges richtung, daß einer der Gesellen zu Hause bleibt, wenn die gar nichts gemein. Auch rief der Knabe unter beständigem Thier" zu sein, das zur Strafe der Verdammniß verurtheilt, auf übrigen ausgehen. Der Diensthabende hat den in der Nacht Weinen" Papa gehen", und als die Umstehenden fragten, wo der Welt herumlaufen müsse. Die Zahl der wilden Männer" nach Hause kommenden auf ihr Klingeln zu öffnen. denn sein" Papa" wäre, deutete er mit dem Finger nach rück- und wilden Frauen" beträgt augenblicklich 82, und zwar 60 Schlächtergeselle Brühl, welcher in einer Mainacht Dienst hatte, wärts. Eine Zigeunerin soll sich auch abgemüht haben, dem männliche und 22 weibliche, von denen drei als geheilt entlassen erfreute sich eines festen Schlafs, daß er die Klingel nicht hörte, Kinde einen alten Lappen um die Schulter zu befestigen, den und der Staatsanwaltschaft zur weiteren Veranlassung" über die über seinem Bett hing. Das Läuten schallt durchs ganze dasselbe immer unter heftig hervorbrechenden Thränen von sich geben worden. Die in der Anstalt eingeführten praktischen Ar- Haus und zuletzt mußte der Meister selbst aufstehen, um den warf. Mit Bezug auf die vor Kurzem in den Zeitungen ver- beiten, namentlich die Tischlerei, Schneiderei, Schuhmacherei und braußen Harrenden zu öffnen. Zacha und seine Kollegen begaben öffentlichte Noliz, betreffend den Raub eines Kindes durch Buchbinderei haben in einzelnen Fällen einen recht günstigen fich voller Wuth nach der gemeinsamen Schlafſtube, der Erſtere Bigeuner, ist der zuständigen Behörde bereits darüber Bericht er Ginfluß auf das Gemüth der in diesen Fächern beschäftigten zog dem Schlafenden die Bettdecke fort und hieb ihn mit einem stattet, und wird nach der Bande, die zuletzt bei Halensee be- Kranken ausgeübt. merkt wurde, eifrigst gefahndet, um die Identität des Kindes festzustellen. Er Gerichts- Beitung. daß der Gezüchtigte acht Lage arbeitsunfähig war. der Der batte wert fich emp felbe ficy: förde flein zur jamr Vere jeber erfch Die werd eine Gla fuffi Kuh brad Der Gästen einer an der Frankfurter Chaussee belegenen Gastwirth- ihre Vereinszimmer nicht einmal dem neu gegründeten Gesangs Eine Reihe von Erpressungen der schamlosesten Art Dit Rohrstocke unbarmherzig durch. Die Lektion fiel so derb aus, halben Jahre steht uns hierorts fein Lokal zur öffentlichen Ver Gefängniß; der Gerichtshof berücksichtigte aber dessen ärgerliche Köpenick. Arbeiter und Arbeiterinnen! Seit girfa einem Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten einen Monat Ein eigenartiger Anblick bot sich am Freitag Abend den sammlung zur Verfügung Selbst Inhaber kleinerer Lokale geben Stimmung und beließ es bei einer Geldstrafe von 30 Mt. schaft dar. In der neunten Stunde erschien daselbst eine junge, verein" Morgenroth" zur Uebungsstunde her, ebenso wenig zu ungefähr 24jährige Dame, welche in einem großen Radmantel Lese- und Diskutirabend des Arbeitervereins. Die Wirthe haben wurden dem Kaufmann Johann 2 infmann aus München 87 gehüllt und tief verschleiert war. Nachdem sie eine Tasse Kaffe nichts dagegen, daß die Arbeiter und Arbeiterinnen ihre wenigen Last gelegt, welcher gestern der 4. Ferienstraftammer des Land Den Fernsprecher angeschlossen sei. Als die Frage bejaht wurde, Lohnangelegenheiten besprechen oder ihre freie Meinung äußern Berhandlung gegen ihn nahm über drei Stunden in Anspruc begab sich the game in das Nebenzimmer, in welchem der wollen, so geben die Herren Wirthe aus Furcht ihre Lokale nicht und fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt. Aus on! preten, als& ven Radmantel abwarf und nun im vollen Deputation zur Behörde und lassen anfragen, ob sie ein Ar- Im Jahre 1886 hatte der Angetlagte in Frankfurt a. M. Apparat angebracht war. Raum war sie an das Schallloch ge- her. Die Wirthe sind sogar so thöricht und schiden eine Urtheilsverkündigung ließ fich folgender Sachverhalt entnehmen: 18 Gre t e Q e 3 21 11 r er T= T's er et ie ht er e e, ze ent 11 re 722 3, er nt je S rt 12' 01 il t 21 : 17 er Sprechlaal. Regierungs- Referendar v. M. kennen gelernt. Sie ließen sich sein Bedauern aus, daß den Kollegen auch diese Einnahmequelle gegenseitig unfittliche Handlungen zu Schulden kommen. Von von Seiten der Spediteure verstopft wurde, welche sich zur diesem Augenblicke hatte der Referendar keine ruhige Stunde Bahlung einer Strafe von 4000 M. für den Fall verpflichtet hätten, Die Redaktion stellt die Benutzung des Sprechsaals, soweit der Raum dafür abzu mehr. Bald nach seiner Rückkehr nach Berlin erhielt er von dem daß sich einer erlaubt, einem Hausdiener 5 Pf. für ein kolli zu geben ist, dem Bublifum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeinen Angeklagten ein Schreiben, worin der Absender unter der Androhung, geben. So suche man unsern Stand herunter zu drücken. Die Mit Intereſſes zur Verfügung; fie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit dem Inhalt desselben identifiziert zu werden. im Weigerungsfalle bei der vorgesetzten Behörde des Adressaten über theilung rief bei den Anwesenden außerordentliche Mißbilligung die in Frankfurt zwischen ihnen gepflogenen Beziehungen Anzeige er hervor. U. A. kam dann der Brief des Kollegen Oskar Wiemer worden, daß zu dem am 27. Juli in Keller's Hofjäger veran Es ist von verschiedenen Seiten darüber Klage geführt statten zu wollen, eine namhafte Summe forderte. Der Referendar, der zur Verlesung, welcher wegen Ernennung zum Antisemiten- stalteten Sommerfest der Arbeiter- Bildungsschule die Dekoration für feine Zukunft fürchtete, gab dem Verlangen des Angeklagten Häuptling austritt. Man ging über diese Sache sofort zur des Gartens und des Saales eine so mangelhafte war, und ist statt. Bald darauf erneuerte der Letztere seine Ansprüche, die er Tagesordnung über. Unter Mittheilungen" brachte Kollege diesmal aber steigerte. Er verlangte mehrere tausend Mark, die Kuhle folgenden Fall zur Sprache. Als am Sonntag Nachmittag mit Unrecht die Schuld hieran dem Vorstand der ArbeiterMal mit Erfolg, beim zwölften Male erstattete das gepeinigte Ruhe begleitet wurde, hatten einige Kollegen eine rothe Nelte bamit einverstanden erklärte, daß die Dekoration in gleicher auch erhielt. Diese Erpressungen wiederholten sich noch elf der Kollege Strelom vom Verein Berliner Hausdiener zur letzten Bildungsschule zugeschrieben worden. Es wird deshalb bemerkt, daß bei der Abmachung mit dem Wirth derselbe sich vor Zeugen Opfer des Angeklagten Anzeige. Siebenunddreißig angesteckt. Als dies der Vorsitzende jenes Vereins, Kollege Heiden- Weise, wie s. 3. seitens des 2. Wahlkreises geschehen, vorge tausend Mart hatte der Angeklagte in den letzten 5 Jahren trat er sofort an die Kollegen mit der Bitte heran, nommen wird. Am Tage des Sommerfestes weigerte er sich erpreßt. Zweimal erhielt er größere Summen, da er vorgab, die rothen Nelken zu entfernen, was auch mehrererseits geschah. jedoch, mehr Dekoration zu dulden, als die Theilnehmer des nach Amerika auswandern zu wollen; er reiste auch dorthin, tehrte aber jedes Mal bald zurück, um seine Erpressungen fort- Den werthen Bundesvereinen zur Nachricht, daß die Stontratte mit den Lotal- feine Fahnen und Embleme 2c. fichtbar sein, was, da das Lokal Bund der geselligen Arbeiter- Vereine Berlins und Umgegend. Festes, bewundert" haben, und sollten von der Straße aus zusehen. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten nach dem wirthen von heute ab bei mir gratis in Empfang genommen werden können. Antrage des Staatsanwalts zu fünf Jahren Gefängniß Arthur Schmelzer, Lübbenerfir. 26, 1 Tr. fast ganz von Straßenland umgeben ist, mit Nicht- Dekoration und Ehrverlust auf gleiche Dauer. Generalversammlung von der Kollegenschaft ,, Gemüthlichkeit der Ber- gleichbedeutend war; das bescheidene Schild:„ Allgemeine Arbeiterliner Barbier und Friseurgehilfen am Montag, den 3. August, Abends 10 Uhr, 34 68 im Restaurant ,, Hohenzollern", Seydelstraße 30, part. Gäste( Kollegen) herz- Bildungsschule" am Eingang des Gartens ist trotz des Einspruchs lich willkommen. angebracht worden! Sollte dieser unmännliche Wortbruch des Freie Vereinigung der Graveure nud Ziseleure. Wanderversamm Wirthes auf polizeilichen Einfluß oder auf die Liebedienerei des gung der G lung am Montag, den 8. Auguſt, Abends 8 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakob- Wirthes oder auf Beides zurückzuführen sein? Jedenfalls wird straße 48a. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Rohrlack über Die moderne Strafrechtspflege"- Am Sonntag, den 9. August, findet im Bereinslvtal bas der Arbeiter- Bildungsschule bei diesem Wirth nicht mehr Dresdenerstraße Nr. 45 ein Sommervergnügen statt. Näheres in obiger Ver- paffiren, auch bei dem Sommerfest am 17. Auguſt bei Lips wird Berlin. Eine Versammlung der Münchener Bädersammlung. gefellen hatte in einer Resolution der Leitung der tag, den 2. August, Abends 7 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jatobfir. 75. Tages- außerdem der Lokalkommission mitgetheilt worden. Bildungsklub der Hausdiener. Versammlung mit Frauen am Sonn- bessere Vorsorge getroffen sein. Die geschilderten Vorgänge find Münchener Vereinsbäckerei erklärt, man erwarte, daß ordnung: 1. Bortrag des Herrn Henning über:„ Ein Blick i.. Natur und Der Vorstand der Arbeiter Bildungsschule. sie in nächster Zukunft ein besseres Loos und durch Hand- in Menschenleben". 2. Distussion. Nach der Versammlung geselliges BeiſammenJ. A.: E. Vogtherr, Stephanstr. 27a. Handgehen mit dem Bäcker- Fachverein der Organisation eine fein mit Tanz. Genossen und Genoffinnen als Gäſte willkommen. Verein Berliner Vortier und Berufsgenossen, gegründet 1885. BerStüße biete". Darauf antwortete der Aufsichtsrath, die Vereins- fammlung am Montag, den 8. August, Abends 9 Uhr, bet Weigt, Martgrafenbäckerei habe„ weder die Aufgabe, noch weniger die Pflicht, die ftraße 87. Gäste find willkommen. Existenzgrundlagen der hiesigen Bäckergehilfenschaft zu verändern, schuh- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen am Montag, den Achtung, Schuhmacher! Große öffentliche Bersammlung aller in der dies ist ausschließlich Recht und Pflicht der Bäckergehilfenschaft 3. August, Abends 8 Uhr, bet Feuerstein, Alte Jakobstr. 75. Tagesordnung: selbst, welche durch fremde Bevormundung nur noch mehr ver- 1. Bortrag über die Lage der Arbeiterinnen in der Schuh- und Schäftefabrifumpfen und verdummen würde. Die Vereinsbäckerei München bat ausschließlich nur den Zweck, ihren Mitgliedern gutes und billiges Brot zu liefern. Selbstverständlich ist es Pflicht, daß den dort beschäftigten Gehilfen möglichst gute Existenzbedingungen reich, angested, dies de Borbie mit f. worge, Soziale Uebersicht. geboten werden". " tation. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen wird erfucht. Arbeiter- Gefangverein„ Nord". Montag Abends 9 Uhr bei Gnadt, Dermischytes. 縣 ess& Elberfeld, 26. Juli. Am Sonntag, den 19. Juli, vers fündeten die Priester in der Laurentiuskirche von der Kanzel Brunnenjiv. 38. ftatutarische Monatssigung, Tagesordnung reichhaltig. Büntt eine neue Verpachtung eines Theiles der Kirchenbänke auf weitere fünf Jahre, und dabei verlafen sie gleichliches und zahlreiches Erscheinen erwünscht. Gefelliger Verein„ Waldesgrün. Montag, den 3. d. Mts., Abends zeitig das auf den Sonntag treffende Evangelium von der Verband deutscher Zimmerleute. Versammlung am Montag, den Austreibung der Käufer und Verkäufer aus dem Auguſt, Abends 8% Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobfir. 75." Tagesordnung: Tempel. 1. Vortrag des Hernn Hübsch. 2. Abrechnung vom 2. Quartal. 3. Verschie benes und Fragetasten. 8% Uhr, bei Mebelin, Langeftr. 108, Generalversammlung. 3. 57. den 3. 9 Das hier Gesagte ist den Lesern des Vorwärts" schon bekannt. Wir kommen auf die Sache nur deshalb zurück, weil das Organ der deutschen Bäckergehilfen, die in Berlin erscheinende Mannheim. Die badische Voltsstimme" hat den Text der " Deutsche Bäckerzeitung" uns( sowie der Redaktion der Verein Souvenir, ehemalige Zöglinge des französischen Hospice, Jestlieder" erwischt, welche von den Theilnehmern des dritten Münchener Zeitung") einen Vorwurf daraus macht, daß die ben. Augufi: Kremjerpartie nach Wannsee. Abfahrt's Uhr, Alexanderplay. b a dischen Kanoniertages gesungen worden sind. Aus Antwort des Aufsichtsraths im Vorwärts" ohne Bemerkung ab- Ethische Gesellschaft. Sonntag, den 2. August, Abends 8 Uhr, in Grat- den Liedern spricht ein Patriotismus, der sogar vor Dummheiten gedruckt war. Wir glaubten," eine Bemerkung für überflüssig weil's Bierhallen, Stommandantenstraße: Legter Bortrag des Herrn S. Beus, nicht zurückschreckt. Um das Vaterland zu retten"- unsere Dor feiner Reise nach Plößensee, über: Die Knebelung der Wahrheit durch halten zu können, weil der Ton der Antwort des Aufsichtsraths die Beleidigungs- paragraphen Machher gesellige Unterhaltung und Zang. Patrioten versichern ja immer, daß der Militarismus nur zum in für jeden Arbeiter einleuchtender Weise deren Anfechtbarkeit Gäfte, Damen und Herren, sehr willkommen. Schutze des Vaterlandes unterhalten werde versteigen sich genügend dokumentirt. Im Uebrigen rechtfertigen die StreitigFreie Vereinigung der im Vergoldergewerkt beschäftigten Arbei die Macher des Kanoniertages zu folgender liberal- patriotischer terinnen Berline, teiten zwischen den Münchener Bäckergehilfen und der dortigen sy uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10. Tagesordnung: 1. Bortrag des Fri. Baader. Blüthe: Vereinsbäckerei die vorsichtige Haltung, welche die sozialdemo- 2. Discussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berschiedenes. Gäste haben fratische Partei der Errichtung von Genossenschaften ze. gegen tungsfest am 22. Auguft werden in der Bersammlung ausgegeben, und erZutritt. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Die Billets zum Stif über von jeher eingenommen hat. Diese Institute müssen auf suchen wir alle Kollegen und Kolleginnen, für weite Berbreitung zu sorgen. dem Boden der heutigen tapitalistischen Gesellschaftsordnung mit der übermäßigen Konkurrenz hart um öuig, Neue Friedrichstr. 44: Wionats- Abrechnung mit den Bertrauensmännern ihre Existenz kämpfen, und daraus erklärt sich, daß sie die und kaffiren von Betträgen einzelner Mitglieder. Reigbert, Kassirer, AugustHoffnungen nur sehr selten erfüllen, welche manche Arbeiter namentlich in Zeiten der Noth auf ſie ſeßen. mising Bersammlung am Montag, den 3. August, Abends Achtung! Steindruckter! Zentralisation. Montag, den 3. August, bei straße 61, S. r. 3 Tr. Achtung! Schuhmacher! Sonnabend, ben 8. August, Abends 8 Uhr, in Königsbant, Gr. Frankfurterstr. 117: Stiftungsfest der Bahlstelle Berlin des Vereins deutscher Schuhmacher. er. Um zahlreiche Betheiligung wird gebeten. Siehe Inserat. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner ReichstagsWahlkreis. Große Bersammlung am Montag, den 5. August, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Müller, Johannisstr. 20. Tagesordnung: 1. Das tussion. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Zahlreiche Betheiligung erwünscht, Parteiprogramm des Parteivorstandes. Referent Wilhelm Werner. 2. Dis Gäste willkommen. Sonntag Vormittag 10% Uhr, bet Ammer, Bergmannstr. 30. Lese- und Diskutieklubs. Lese- und Diskutirflub„ Mar Kayser" Distutirklub„ Ma i wuchs", Charlottenburg. Sizung jeden Montag tönnen als Gäfte eingeführt werden. " Ach! könnten wir mit Hörnerklang In's freie Feld marschiren, Der Friede dauert gar zu lang, Wir müssen eyerziren. Di D'rum Wilhelm, mach' nur bald mobil, Das Andere ist ein Kinderspiel Für deutsche Artilleristen." Jedenfalls befindet sich der gemüthliche Berserker, der das gedichtet hat, im Landsturm, weiß also, daß er im Fall des Krieges nicht sobald Pulver zu riechen bekommen würde. Wien, 29. Juli. Aus dem vierten Stocke des Hotels Métro aufs Straßenpflaster und starb bald darauf. Sie kam mit dem pole stürzte sich heute eine 20jährige Russin, Martha Damansky, 27jährigen Dobrowolski Freitags aus Rischinew hier an. Lese- und Die Damansky war eine arme, sehr schöne Näherin, war. In Wien wollte sie Dobrowolski zurücksenden, bot ihr Geld an und versprach, für sie zu sorgen. Sie lehnte aber Geld und Versprechungen ab und tödtete sich. Paris, 30. Juli. Pforzheim, 31. Juli. Der Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter und verwandten Be Serufsgenossen hielt hier in der Zeit vom 27.- 29. Juli seinen ersten Verbandstag ab. Der seitherige Vorsitzende, W. Balt aus Hamburg, eröffnete denselben am 27. Juli, Morgens 9 Uhr. Zum Vorsitzenden wurde Möller- Hanau gewählt, zum 2. Vorsitzenden Abrecht- Pforzheim, zu Schriftführern ProphetFrankfurt, Fießmann- Stuttgart, Faber- Berlin, Pfrommer- Mainz. von 8% Uhr abends an bei Wenzel, Engliſchestraße 23. Damen und Herren welche von Dobrowolski zur Reise ins Ausland bewogen worden Die Präsenzlifte ergiebt die Anwesenheit von 14 Delegirten, Lesetlub Wissenschaft". Jeden Montag bei Schnite, Kirchbachstr. 7. welche zusammen 2200 Mitglieder vertreten, die sich auf folgende Gäste willtommen. Städte vertheilen: Augsburg, Berlin, Braunschweig, Bremen, Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Breslau, Köln, Düsseldorf, Eßlingen, Frankfurt a. M., Groß- Uhr: Nebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein ,, Norddeutsche Schleife", Naunynftr. 86 bet gubeil. Gesangverein ,, Esme= Lemberg, 1. August. In der Umgebung von Sancut ging Auheim, Halle, Hamburg, Hanau, Heilbronn, Hannover, Thehoe, vatba", Stoppenstr. 36 bei Keller. Gesangverein Bieber luft", Fichte ein furchtbares Hagelwetter bei einem solchen Sturmi Kiel, Mainz, Magdeburg, München, Nürnberg, Pforzheim, ftraße 20, bet Strojche. Gefangverein Senefelder", Jüdenstraße 55 bei nieder, daß die Menschen niedergeworfen und die stärksten Bäume Schwabach, Schwäb. Gmünd, Kl. Steinheim, Stuttgart. Als Trischmann. Siedertafel der Maler Kaiser- Franz- Grenadier- Plag 7, bet Berg. Gesangverein Hand in Hand", Steichenbergerstraße 27 bei gebrochen wurden. Die Hageltörner hatten die Größe von erster Punkt steht ein Antrag auf Anschluß an die MetallarbeiterSchröder. Moabiter Liedertafel", Wilhelmshavenerstr. b. Brosch. Nüssen. Der angerichtete Schaden ist bedeutend. 19D Union auf der Tagesordnung. Nach sehr eingehender Debatte, Gesangverein Zon= Gesangverein harmonie", Meyerbeerstr. 9. an der sich alle Anwesenden betheiligen, wird dieser Antrag mit blüthe", Görlißerfir. 68, 6. Tolksdorf. Männerchor and in hand", Czernowitz, 1. August. Der Spiritus brenner Golda Koppenstr. 35 b. Steller. allen gegen die Stimme des Antragstellers abgelehnt, dagegen straße 3 Gesangverein, yra 2", Charlottenburg, Rosinen: hagen in Vanilla erhielt eine Steuerstrafe von 100 000 Fl.. bet Griſchow. Gesangverein ber Supferschmiede" folgende Resolution einstimmig angenommen: la Weinstraße 11, bei Feind. Gesangverein Blüthe", Prenzlauer Die Brenner Landwehr und Ensler erklärten sich wegen der Der heute hier tagende Verbandstag deutscher Gold- und Allee 232 bei Riedel.- Sängerchor der Chirurgischen Branche" ihnen anläßlich der bekannten Unterschleife zuerkannten Geldstrafe Alte Schönhauserstr. 42 b. Reimann." Norddeutsches Doppel insolvent. Silberarbeiter 2c. steht der Frage, betr. Bentralisation sämmt Quartett" Grüner Weg 20 bet Gold. licher Metallarbeiter durchaus sympathisch gegenüber, hält jedoch Gund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. den Zeitpunkt für die Goldarbeiter u. s. w. noch nicht gtkommen, Sonntag: Vergnügungsverein Nord", bet Müller, Bafewalterjir. 3. Montag: Theaterverein ,, offnung", bei Schneider, Adalbertstr. 8. nie verwirklichen zu können. Er hält als nächstes Ziel die Bergnügungsverein ,, Amor", 3 Uhr, Mollendorferfir. 13, Maaßenstr.- Ede. Bereinigung der Graveure, Ziseleure u. s. w. mit den Gold- Theaterverein„ Camilla", bei Schröder, Manteuffelftr. 9.- Vergnügungsarbeitern im Auge." Orverein„ Alpenveilchen" erbittet Buſchriften an F. Hochheim, Grüner Weg 44 Rauchtlub Deutscher Michel" Koppenstr. 43c, Es folgt nun die Statutenberathung. Als Sitz des Ver- au ſenden. und Artistentlub Belle Alliance" Privat Theatergesellschaft bandes wird Hamburg, als Vorsitzender M. Balk wiedergewählt. im Restaurant Reyer, Alte Jakobstr. 88, Gartenfaat, Nachmittags 2 Uhr, Sibung. Theater- u. Vergnügungsverein, or wärts", Nachm. ferner wird eine Preßkommission eingesezt, welche, sofern mög- Gäste willkommen lich, für billigere Beschaffung des Organs zu sorgen hat; des- aubr. in Schneider's Rejlaur., Adalbertstr.8, Gigung mit Damen, Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. Gefelliger Klub, Namenlos. Jeben ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) gleichen eine Agitationstommission, zu deren Vertrauensmann Montag nach dem 15. und jeden Montag nach dem 1. bet Abraham, StraßMemel, 1. August. Amtliches Ergebniß der am 27. Jull Sollege Möller- Hanau bestimmt wird. Sodann beauftragte man burgerstr. 6.) Genoſſen als Mitglieder, auch Damen, werden aufgenommen. Geselliger Verein, Edelweiß", Prenzlauer Allee 6 bei Küster: Sigung im Wahlreife Memel- Heydekrug stattgehabten Reichstags- Ersatzden Vorstand, den im nächsten Frühjahr stattfindenden Kongreß am Montag, Abends" Uhr. Aufnahme neuer Witglieder. Herren und wahl. Abgegeben wurden insgesammt 10 962 Stimmen. Davon der Graveure, Ziseleure u. s. w. zu beschicken, ebenso die Agi Damen dazu willkommen. tationskommission. Am 29. Jull, Übends 7 Uhr, wurde der VerGesang-, Turn- und gesellige Vereine. 3übeck'scher Turnverein erhielt Rittergutsbesitzer Schlick in Crottingen(.) 7230, Rechtsam Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Wont ag, Abends anwalt Scheu in Hendekrug( dfr.) 2018 und Tischlermstr. Lorenz in bandstag mit einem Hoch auf die internationale Arbeiterbewegung von 8-10 uhr, Männerabtheilung. ,, Berliner Turngenossenschaft" Königsberg 1571 Stimmen.. Rittergutsbesitzer Schlick ist y ist mithin Dom Borsigenden geschlossen. 1. Lehrlings Abtheilung turnt Montag von 8-10% Uhr Pant str. 9-10 im Leffing- Gymnasium. Turnverein, sten", Zehrlingsabtheilung, Montag gewählt. von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Roniza, 1. Auguft. Der erste von Sarajewo nach Mostar Raucht lub Weiße Wolfe". Montag Abends von 9-11 Uhr, Rauchtlub„ Deutscher Michel abgegangene Personenzug ist heute hier unter dem Jubel der Streligerstraße Nr. 16, bei Becker. Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg Nr. 9, Bevölkerung eingetroffen. Rauchtlub, Freiheit", jeden Montag um 9 Uhr bei Wuttte, FriedrichsbergerStraße 4. Berein Wanderlust", Sigung: Sonntag, Nachmittags 4 Uhr, GrünauerRejiaurant 45. Friedrich Weretn" fichVersammlungen. meinte man " " 1 Paris, 30. Juli. Die Eisenbahn- Brücke bei St. Omer ist plötzlich eingestürzt. Die Verbindung dorthin ist völlig unterbrochen. Depeschen. Antwort wird nicht ertheilt. 01851 Die Mitglieder des Vereins der Parquetbodenfeger straße 14 bei Rach. Berein der„ Oberlauftger", Montag, Übeno 9 uhr hatten sich am 27. Juli versammelt, um darüber schlüssig zu chemat, cchüler des griebrichs- valsenhauses, montag, vid& Beret Briefkaffen der Redaktion. werden, welches die zweckentsprechendste Organisation ist, der sie Verein ehem, Schüler der 4. Gemein befchule am Montag Damen- Stzung. Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Briefity Bergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, tm Restaurant Gerth, sich nach Auflösung des Vereins anschließen könnten. Als solche prinzenjiraße 106. – Bergnügungsverein„ Fidei to", Montag Abends s uhé zu Gesicht ges felbe mit unserer Branche die meiste Fühlung hätte; es stelle Gäste willkommen. empfehlen fast alle Reduer den Fachverein der Tischler, weil der im Restaurant„ Zum Reichsgarten“, Orantenſtr. 108. Damien und Herren als Julius Feibice. Der Artikel ist uns nicht zu Vergnügungsklub Mephisto", Montag Abend kommen. Senden Sie denselben gefälligst noch einmal ein. Von zten, Drantenſtr. 103. anderer Seite ist allerdings etwas Mehnliches semelbet worden. Bergnügungs- Diese Sache ist von uns dem Parteivorstand übergeben worden. immer mehr und mehr heraus, daß die 8½ the bet Wolff, Brunnenstr. 35a. fleinen Branchenvereine eher ein Heimniß find, als daß sie jeden Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienstr. 108. Berein Amicitia", Sigung Sonntags um 3 Uhr im Vereinshaus, Damen und Herren willkommen. Bergnügungs Wahlverein V. Redaktionelle Notizen müssen stets an förderlich wirkten, und so gelangte ein Antrag mit Majorität Wilhelmstr. 118. Aynita". Montag Abend von 8 bis 10 Uhr bei Roth. die Redaktion, Beuthstraße 2 geschickt werden. zur Annahme, wonach auf den 24. August eine Generalver verein Naunynstr. 31. Privat Theatergesellschaft off nung", Sonntag, jammlung mit der Tagesordnung einberufen ist:„ Auflösung des abends 8 Uhr, bet Serebs, Dhingaffe 2. Gäste, Damen und Herren, Leihgestern. Bu wenig beweisfähig. Brivattheater= Gesellschaft ,, Augusta Bictoria", Sonntag 3 Uhr im Vittoria- Saal, Berlebergerstr. 13. Gäste wiltommen. Slub„ Geselligfeit", Sigung Sonntags 6 Uhr bei Schmidt, 141.- Gefelliger Mergmifgungsverein„ Nord" Sonntag Mach mittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, will: men. Theater- und Pantomimenverein& ideler Geist" bet Krebs, 1.OS.lestion Air jeden Mitgliedes ist es nun natürlich, zu jener Bersammlung zu Bollad- Club Eintracht", bet uitau Schulze, Wienerft. 6. Gäfte, will, erscheinen, um in dieser Angelegenheit seine Stimune abzugeben. tominen, Die werden. Der Bildungsklub der Hausdiener hielt am 27. Julimgaffe 2. eine Bersammlung ab; dieselbe bot eine Vorlesung des Stollegen Glaßhagen über: Thomas Moore und seine Utopie". An der Di tuffion betheiligten sich die Kollegen Pinzer, Dopatta, Glaßhagen, Ruble, Scharn, Drömert, Pollig und Rein. Unter Verschiedenem s brachte Kollege Bendig die Kollifrage zur Erörterung und sprach Achtung 18 Kontrollmarkenhüte! Former- Treff: empfiehlt die Hutfabrik Franz Haupt, Hutmacher, Grosse Auswahl. Schirme. Große Frankfurterstraße 145. 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A.: Der Vorstand. der Hausdiener Berlins. Mitglieder- Bersammlung 3entral- Kraufen- u. Sterbekasse am Dienstag, den 4. August, Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße 75, 1 Tr. Tagesordnung: der Tischler u. s. w. ( Filiale F.). Todes- Anzeige. Allen Freunden u. Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser Bruder, Schwager und Schwiegersohn, der Restaurateur 829b Fritz Blum, Fruchtstraße 61, am 31. Juli Abends 10 Uhr verstorben ist. Die Beerdigung findet am Dienstag Nachmittag 5 Uhr vom Krankenhause Bethanien" aus nach dem Parochialkirchhof statt. Um stilles Beileid bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Todes- Anzeige. Am 31. Juli verstarb unser lieber Kollege, der Töpfer 318/7 Eigene Werkstätten SommerBeinkleider 1,25 M. Empfehle allen Freunden mein Weiß- und Bairisch- Bier- Lokal. Der heilige Rock von Trier ist bildlich vorgestellt und seit dem 26. Juli 825b bei mir unentgeltlich zu sehen. Emil Lindemann, Morißstraße 9. für 1 M. 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Mit in Lehmann's Salon, Schwedterstr. 23. theilungen und Aufnahme neuer MitTagesordnung: glieder. 3. Geschäftliches und Aus1. Abrechnung vom 2. Quartal 1891. gabe der Billets zum Stiftungsfest. Berichterstattung. 3. Verschiedenes. 4. Fragetaften. Gäste sind gern ge- Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlsehen. Um zahlreichen Besuch bittet reiches Erscheinen ersucht 168/10 Der Vorstand. 305/4 2. Die Ortsverwaltung. Nach Schluß der Versammlung findet Bildungs- Klub d. Hausdiener. eine Mitgliederversammlung der ZuSonntag, den 2. Aug., Abds. 7 Uhr, Schußkasse mit folgender Tagesordnung bei Feuerstein's, alte Jakobstr. 75 statt: 1. Abrechnung vom 2. Quartal ( Gartensaal): Versammlung m. Frauen. Tagesordnung: 1. Vortrag des Hrn. Henning über: Ein Blick in Natur- und Menschen 821b 1891. 2. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. Nr. 50. an der Schwindsucht. Die Beerdi- Rautabak- Kommission- Export- Geschäft. wie fl. bill. Ackerparzellen) zum Oktober gung findet am Montag, den 3. August, Nachmittags 4 Uhr, vom Städtischen Krankenhause in Moabit aus nach dem Bionskirchhof in Neu- Weißensee statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand d. Zentral- Krankenkasse der Töpfer. 816b Billigste Bezugsquelle für WiederLassalle- Bilder( mit rother Fahne) Verkäufer. 100 Stück 27 M. Th. Mayhofer, Nachfolger, Sozialdemokratische Buchhandlung, N., Weinbergsweg 15 b. Empfehle mein Sozialdemokratische Buchhandlung, Verein der Berliner Zigarrensortirer und Sortirerinnen. Teben". 2. Diskussion. Bers. jed. Dienstag nach dem 1. u. 15. Cigarren- und Labak- Geschäft, Nach der Versammlung: Geselliges Meyerbeerstraße Nr. 9 bei Dornblatt. Beisammensein und Tanz. Herren und Damen, als Gäste, herzl. willkommen. Gewährt Mitgl. Arbeitslosen Geschent 25 Stück Cigarren von 1 M. ab. und Arbeits- Nachweis durch A. Seifert, 1068L Der Vorstand. Friedenstr. 1 b, Hof III. Freie Vereinig. der Graveure und Ziseleure. 818b 1040L W. Lindemann, 24, Heimstraße Nr. 24. aus hain, Eisenbahn- u. Pferdebahnverb., sos Wohnung. v. 1,2u. 8 Stuben n. Zubehör billig z. verin., auch an alleinstehende ehr bare Frauen. Geschäfts- Eröffnung! Allen Freunden und Genossen hier mit zur Nachricht, daß ich die Bäckerei Rügenerstr. 36 fäuflich erworben habe Putbuserstr. 13( Humboldtshain, und am 3. August eröffne. Es wird voltsreichste Gegend) 3. Okt. 3 Läden stets mein Bestreben sein, an Größe Wohng., zu jedem Geschäft passend, billig und Güte stets das Möglichste zu bieten zu vermiethen. und halte mich den Genossen bestens August Müller, 36, Rügen er str. 36. empohlen. Hochachtungsvoll 819 b 8. 36. Aderstr. 174, Hobelbänke, sämmtliches Tischlerwerkzeug, Schraubvorräthig Landsbergerstr. 13. 833b werden von heute ab aber nur an Privatleute, herrschaft!. ges tragene Herrenfachen billig verkauft. böcke, Bildhauer- u. Holzdrehbänke stets Freie Aussicht Wohng, v. 2- Balkon Zigarren Eck- Geschäft mitu.ohne Bad, Erter sof. 3. verm. Friedenstr.55, Eckhaus in einem der größten Vororte Möbl. 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Abend im Vereinslokal, Dresdenerstr. 45, Das Erscheinen aller Mitglieder ist geöffnet. Der Arbeitsnachweis befindet fich jetzt b. Roll. Zwirtz, Staligerstr. 125. Pflicht. Eintritt nur gegen Borzeigung der Mitgliedskarte. Am Sonnabend, den 9. August cr.: Sommervergnüg. im Vereinslokal. Entree frei. Näh. in obig. Versamml. 827b Der Vorstand. Bringe den Genossen hierdurch mein Ethische Gesellschaft. Sarg- Magazin u. BeerdigungsSonntag, den 2. Aug., Abds. 8 uhr, Comtoir bei vorkommendem Bedarf in Erinnerung. J. Schuhmacher, in Gratweil's Bierh., Kommandantenstr.: Swinemünderstr. 140, am Arkona Letzter Vortrag des Hrn. H. Pous Blay. Stl. Gänge w. unentgeltlich ausgef. vor seiner Reise nach Plößensee über: Die Knebelung der Wahrheit durch die Hiermit nehme ich die der Frau Beleidigungs- Paragraphen". Nachher: Riemer hierselbst gegenüber gethane Gesellige Unterhaltung u. Tanz. Gäste, Beleidigung zurück und erkläre diefelbe Damen u. Herren, sehr willkommen. für eine ehrenhafte Frau. Frau Jwan. Weberei Breitestr. 20. Ein Posten Leinen, Bettzenge, Hemdentuch, Dowlas, in der Weberei etwas angeschmutzt, sonst ganz fehlerfrei, bedeutend unterm Fabrikpreis. Ein Posten reinwollene Roben, darunter schwarze Cachemires, vorzügliche Qualität, 1069L Robe 6,75 Mk., sollen schleunigst verkauft werden. an, Oranienstraße 8 imt Korb- Geschäft. Schlafſt. z. verm. b. Sanaw, Urbanſtr. 85 Roh- Tabak. Empfehle alle Sorten in- und ausländischer Tabafe von guter Qualität und Brand zu soliden Preisen. 836b KlosterJ. Fränkel, raße 72. Das ganze Handwerkszeug zur Böttcherei ist sof. billig zu verkaufen 263M Neue Hochstr. 28 H. III. Empfehle mein reichhaltiges Schuhwaaren- Lager eigener Fabrit Manteuffelstraße 33, Laden. J. Meisel. 820b Arbeitsmarkt. Werkführer f. Stuhlfabrik. Für den Tischlereibetrieb meiner Stuhlfabrit fuche einen tüchtigen Wertführer, welcher gute Beugs niffe aufweisen fann. 1072L Franz Pilz Nachflg. Stettin, Pöligerstraße Nr. 102. 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Die Arbeiter- Vildungsschule feierte am Montag in Keller's yvfjäcjer ihr erstes größeres Fest, und der Vorstand hatte umfang- reiche' Maßnahmen getroffen, um das Fest für die Theilnehmer, wohl meistens Mitglieder der Schule, genußreich zu gestalten. Liebknecht war die Aufgabe des Festredners übertragen ttjord�n, und weil die Errichtung der Arbeiterschule für die -oerliner Arbeiterbewegung einen bedeuiungsvollen Markstein bildet, so wird ein etwas ausführlicheres Referat von Liebknecht's Schilderung des Nutzens und der Pflicht der Bildung?- bestrebungen gerade für die Arbeiter, welche die Richtigkeit des Wortes„Wissen ist Macht, Macht ist Wissen" längst erkannt haben, am Platze sein. Liebknecht führte ungefähr folgendes aus: Genossinnen und Genossen! . Ich komme mitten aus der Arbeit, und wenn ich nicht NZüßte, daß Sie von mir keine kunstvoll ausgearbeitete Rede verlangen, sondern Worte, die von Herzen kommen und Zu Herzen gehend; wenn es sich nicht um diesen Verein gehandelt und mich das Herz nicht hergetrieben hätte, dann würde ich, uberlastet und abgearbeitet wie ich augenblicklich bin, jetzt nicht h>er stehen.— Als vor einem halben Jahre die Arbeiter-Bildungs- schule begründet wurde, da sahen wir aufs Neue, daß die Brust des Arbeiters jene Ideale birgt, die in der Brust der Be- sitzenden längst erstarrt sind. Die Bourgeoisie macht uns den ■jjainpf mit geistigen Waffen sehr leicht, da sie das Streben nach �eredelung, nach geistiger Bildung längst verlernt hat, während der Arbeiter weiß, daß er Wissen haben muß, um zur Macht zu gelangen. Ter Arbeiter weiß, daß er Nichts weiß, und daß die Gesellschaft, die ihm die Bildung vorenthielt, schwer an ihm gesündigt hat; aber durch eigene Kraft sucht er die in der Kindheit ihm vorenthaltene Bildung— sei es auch in gereiften Jahren— zu erringen. Der Arbeiter weiß, daß es die physische, die mechanische Kraft, so nölhig sie ist, allein nicht ihut. sondern daß sie durch das Wissen beherrscht und geleitet werden muß. Er weiß, daß Niemand das Ziel erreichen kann, der das Ziel nicht kennt. � Unsere Gegner haben zum Glück diesen Wissensdurst nicht. « i e wissen nicht, daß sie nichts wissen— und das ist sehr gut flir uns. Ich habe noch niemals von einer Kapitalisten- oder Unternehmerschule gehört. Und uusere Gegner hätten es doch so böthig, zu lernen, aber sie vertrauen auf ihre materiellen Macht- Wittel: sie haben die Millionen, und sie haben die Kanonen. Die Arbeiter haben nur die Zahl und die Elementar- kraft— und ihre gute Sache. Allein die gute Sache siegt nicht von selbst. Und trotz der Zahl nützt die Elementar- »rast nichts, wenn die Kraft nicht durchgeistigt, nicht geschult ist. Tie Arbeiter-Bildungsschule ist während der kurzen Zeit thres Bestehens vielfach angegriffen worden. Von befreundeter Seite hat man ihr zum Vorwurf gemacht, daß sie kein politischer Verein sein wolle. Und von anderer Seite hat man uns den entgegengesetzten Vorwurf gemacht, daß wir blos Politik treiben. Beides mit Unrecht. Ein politischer Verein konnte die Schule nicht sein, weil die wissenschaftliche Bildung, die durch die Schule verbreitet wird, auch den Frauen zu Gute kommen soll, die Aesetze aber die Betheiligung der Frauen an politische» Vereinen verbieten. Ein politischer Verein wollte und sollte die Arbeiter-Bildungsschule aber auch gar nicht sei». Vor Jahren sagte einmal der alte Windthorst einem nationalliberalen Abgeordneten und sogen. Geschichtsschreiber, der von nationaler Wilsenschaft gesprochen hatte: Es giebt leine nationale Wissen- schaft. Das ist wahr. Und so wenig wie eine nationale giebt es auch eine Parteiwissenschaft. Es giebt nur eine Wissenschaft, wie es nur eine Wahrheit giebt: die Wissen- Aber wenn es keine P artei Wissenschaft giebt, also auch keine sozialdemokratische Wissenschaft, so giebt es doch vur eine Partei, welche die Wissenschaft will, d. h. die freie, Unverfälschte, den Sondcrinteressen der Klaffen und Parteien nicht dienstbar gemachte Wissenschaft. Und diese Partei ist die Sozialdemokratie. Weit entfernt, Tendenzwissenschaft weiden, die Wissenschast sozialdemokratisch färben und beugen zu wollen, wollen wir umgekehrt die Wissenschaft von der Tendenz ?sfreien. Und weil wir die einzige Partei sind, welche °?e Wissenschaft will, sind wir auch die einzige Partei, welche v'e Tendenzwissenschaft verwirst und bekämpft. , Im heutigen Klassenstaat ist die Wissenschaft den Klassen- 'Nteressen unterthan. Di- Weltgeschichte ist gefälscht im Interesse der herrschenden Klaffe». Die Nationalökonomie ist gefälscht im Interesse der Herr- Ichinden Klaffen. . Und die Naturgeschichte wird gefälscht im Interesse der Diese gefälschte, diese Tendenzwissenschaft dulden wir allerdings nicht in der Arbeiter-Bildungsschule. welche wesentlich den Zweck hat, daß die Arbeiter von dem Gifte der Tendenz- Wissenschaft, welches die heutige Gesellschaft ihnen schon mit der Muttermilch einflößte, befreit und gereinigt werden. Wir wollen keine sozialdemokratische Nationalökonomie, aber auch nicht jene, die im Interesse der Kapitalistenklasse in ein System gebracht ist. Wir wollen die wahre Geschichte und nicht die durch die Soldschreiber der herrschenden Klassen ge- fälschte und verdorbene. Wir wollen keine sozialdemokratische Naturwissenschaft, aber auch keine vom Aberglauben getrübte. Es sollen aber nicht nur diese Wissenschäften in unserer Schule gelehrt werden, sondern auch die Elementarfächer; denn man kann das Dach nicht baue», ehe nicht das Haus steht, und der Hausbau kann erst begonnen werden, wenn das Fundament gelegt ist. Nicht Gelehrte wollen wir erziehen. Auch wenn wir könnten — Gelehrte wollen wir aber nicht. Die Wissenschaft soll lebendig, die Kenntnisse, die unsere Schule bietet, sollen für das Leben sein— für das Leben der Arbeit und das Leben des Kampfes. Bei Gründung unserer Schule dachte so Mancher, sie werde eine Agitationsschule werden— und Nationalökonomie und Ge- schichte würden die Hauptdisziplinen sein. Es ist anders ge- kommen. Und die Praxis hat auch hier wieder einmal die Theorie korrigirt. Ein Hausbau beginnt nicht mit dem Dach. Ein festes Fundament muß da sein— und das Fundament des Wissens ist die Kenntniß der Muttersprache, also für uns der deutschen Sprache— d. h. der Sprache, die wir Alle kennen, in denen wir Alle unsere Gedanken ausdrücken und die uns Alle denken lehrt. Das ist nicht chauvinistische Selbstüberhebung. Das Gleiche gilt auch von Frankreich, England und anderen Ländern, nur daß dort die Muttersprache eine andere ist. Genug, die Praxis hat jedem von uns, der es nicht schon vorher wußte, gelehrt, daß der deutsche Unterricht in erster Linie gepflegt werden muß, weil er die Grundlage des Wissens für den deutschen Arbeiter bildet. Was nützt es ein paar Schlag- wörter bei der Hand und im Mund zu haben? Ohne die nöthige Sachkenntniß sind es tönende Schellen. Und ein großer Jrrthum wäre es, zu glauben, daß der deutsche Sprachunterricht für den Arbeiter etwas Nebensächliches sei. Form und Inhalt sind nicht von einander zu trennen. Zuin korrekten Ausdruck gehört korrektes Denken, und ganz abgesehen davon, daß der deutsche Unterricht— beim Aussatz und bei der Lektüre— Anlaß giebt, alle politischen und sozialen Fragen zu behandeln, ist die Uebung im Lesen und Schreiben die beste Uebung im Denken. Die Arbeiter haben das auch begriffen, wie der Zudrang zu dem deutschen Unterricht zeigt. Sie haben begriffen, daß die Muttersprache der Schlüssel der Wissens für sie ist, und daß, wer zur Wissenschaft zu gelangen will, auch die Stufen, welche zu ihr hinaufführen, selbst gehen muß. Es ist mir stets ein rührender und zu gleicher Zeit erheben- der Anblick, wenn ich Arbeiter in schon gereiftem Alter sehe, die sich auf die Schulbank, auf der eigentlich nur Kinder sitze» sollten, hingesetzt haben, um die Lücken ihrer Bildung zu ergänzen. Das macht denen Ehre, die es thun, und gereicht zur Schande jenen, die dem Arbeiter die Bildung vorenthalten haben!(Lebhafter Beifall.) Ohne Wissen und Bildung kann das Proletariat jene geistige und politische Reife nicht erlangen, die es befähigt, die doppelte Aufgabe zu erfüllen, ivelche ihnen obliegt, seitdem die Bourgeoisie nicht mehr iin Stande ist, in gedeihlicher Weise die Angelegen- heilen des Staats und der Gesellschaft zu leiten. Und wahrlich, leicht ist die Aufgabe nicht, welche dem Pro- letariat, namentlich der deutschen Arbeiterklasse zugefallen ist. Wie ich schon auf dem Hallc'schen Kongreß andeutete: die deutschen Arbeiter haben nicht blos die soziale Emanzipation zu erwirken— sie haben auch die politische nachzuholen. Unser deutsches Bürgerthum hat sich unfähig gezeigt, sein bürger- lich-liberales oder demokratisches Programm zu verwirklichen, wie das die französische Bourgeoisie vor Ivo, die englische vor 20l) und 250 Jahren gethan hat. Mit einem Wort, in Deutschland fällt die soziale mit der politischen Emanzipation zusammen und die deutsche Arbeiterklasse hat neben der prolcta- rischen auch noch die bürgerliche Revolution durchzuführe». Und zu dieser Aufgabe hat das deutsche Proletariat sich durch tüchtige Schulung vorzubereiten. Es muß seine Kraft steigern. Und da wäre ich mitten in der Politik, obgleich wir ein nicht politischer Verein sind. Die Arbciterbestrebungen ohne Ausnahine, und seien sie an sich der Politik noch so fern, führen auf das Gebiet der Politik, führen i» die Politik. Die geiverk- schastliche Bewegung, und wird sie von der Politik noch so frei gehalten, ist Klassenkampf und drängt zum politischen Kampf. Und das Wissen, welches der Arbeiter sich erwirbt, sei es an sich der Politik noch so fern, es wird in seinem Hirn zu einer geistigen Waffe für den großen Befreiungskampf der Arbeiterklasse. Es ist also— dies sei den Genossen gesagt, die statt der Ar- beiterschule einen sozialdemokratischen Agitationsklub wollten— es ist also gar nicht nöthig, daß wir die Politik in unsere Schule hineintrage»— jeder klassenbewußte Arbeiter ist von selbst und als solcher Politiker und politischer Kämpfer, und alle Kenntnisse, die er sich erwirbt, verwerthet er für den politischen Kampf. Die Stärke des Menschen— das was ihn zum mächtigsten der Thiers gemacht und ihm die Herrschaft über die Natur ver- liehen hat, ist nicht die physische Kraft, sondern die geistige— nicht die Fällst, sondern das Hirn, welches die Kraft seiner Faust vertausendfacht. Ich sagte es schon früher einmal: der schwächste Ochse ist stärker als der stärkste Mensch, wenn die physische Kraft allein ins Spiel kommt. Anderseits, wenn die geistige Kraft ins Spiel kommt, ist der schwächste Mensch dem stärksten Ochsen weit überlegen und überwindet ihn ohne Mühe. Mit dem Kopf durch die Wand rennen wollen, gilt mit Recht als die höchste Thorheit. Der dickste, härteste Schädel zerschellt an der dünnsten, schwächsten Mauer. Der Mensch aber, der statt mit dem Kopf durch die Wand zu rennen, seinen Kopf, sein Hirn benutzt, wirft spielend die stärksten Mauern über den Haufen. Und nicht blos die stärksten Mauern— die gewaltigsten Felsen legt er nieder, durchbohrt die Riesen der Alpen— denken Sie an den Gotthardt« Tunnel— kurz kein Hinderniß giebt es, das ihn aushalten könnte in seinem Siegeslauf— in dem Vormarsch zu immer größerer Kulturhöhe. löxevll-ior! Höher, immer höher— die Losung dos ameri- kanischen Dichters, ist die Losung der Menschheit, ist die unsrige. Immer höher, imnier vorwärts! Nie zufrieden! Stets nach Besserem strebend! Unsere Feinde haben uns den Kampf mit geistigen Waffen angeboten! Wo sind ihre geistigen Waffen? Ihre Waffen sind dieselben wie früher: Lüge, Verleumdung, Geschimpfe, Maß- regclung, brutale Gewalt. Wir wollen den geistigen Kampf. Wir haben eine gute Sache, und„gute Wehr und Waffen". Wer uns„mit geistige» Waffen" ehrlich entgegentritt, ist uns will- komnien. Und so sicher er ehrlich ist und seine Waffen geistige sind, wird er ini Kanipfe gegen uns für uns gewonnen. Diese Schule nun soll geistige Waffen liefern und Kämpfer für den geinigen Streit heranbilden; sie soll aber kein Tummel- platz des Parteikampses sein. Wir wissen, daß die Arbeiter, die dem Arsenal des Wissens ihre geistigen Waffen entnommen haben, zur Sozialdemokratie kommen müssen, und deshalb genügt es uns, ihnen die Waffen zu bieten. Und die Arbeiter, welche die Schule besuche», sie können überzeugt sein, daß diejenigen, die an der Spitze der Schule stehen, den Satz stets vor Augen haben:„Wie für das lernende ftiild, so ist für den lernenden Arbeiter nur das Beste gut genug." Unserem Ideal entspricht die Wirklichkeit ja noch keines« wegs. Wir— die Mitglieder des Vorstandes und des Lehraus« schusses— wir wissen besser, als sonst Jemand, wie viel noch sehlt, wie viel noch zu thun übrig ist, damit die Leistungen wenigstens einigermaßen der Höhe der Aufgabe entsprechen. Früher als wir es wünschten, sind wir durch den Bildungs« drang der Arbeiter zur Eröffnung der Schule veranlaßt worden, und da ist nicht Alles so ausgefallen, wie wir es gewünscht hätten. Aber wir kennen die Mängel und sind bemüht, sie zu beseitigen, und nicht ohne Erfolg. So haben sich auf unser jüngstes Ausschreiben nach neuen Lehrkräften viele hervorragend befähigte Männer gemeldet und schon im nächsten Semester werden ivir mit durchaus genügenden Lehrkräften und mit einem reiflich und sorgfältig ausgearbeiteten Lehrplan vor Sie hintreten, und allmälig werden wir unser Ideal,„eine Art Arbeiter» Universität zu begründen", verwirklichen können. Gelernt muß nun einmal werden, ohne Lernen können die Arbeiter das Ziel nicht erreichen. Die Bourgeoisie hat alle physischen und mechanischen Machtmittel—: sie pfeift auf Bildung und Wissenschaft. Tie Arbeiter haben nur ihre gute Sache, und sie müssen lernen, um sie würdig und siegreich vertreten zu können. Der bloße Zorn über die Verhältnisse bringt keine Befreiung. Die Leidenschaft bedarf der Zügelung, der Leitung. Der g e i st i g e n Waffen bedürfe» wir zum Sieg. Man sagt:„Wir müssen w ollen, dann können wir!" Aber dem Wollen muß das Wissen und Erkennen vor« hergehen. Um das Rechte zu wollen, muß ich das Rechte kennen. Ohne Wissen kein Wollen, ohne Wollen keine That, ohne That keine Be» freiung!— Drum wollen wir unsere Schule pflegen und die geistigen Waffen schmieden, die dazu dienen sollen, die Befreiung der arbeitenden Klasse zu erkämpfen. Die noch zu lernen haben, mögen die gebotene Gelegenheit ergreisen, und die lehren können, sie inögen ihre Kraft der Arbeiterklaffe zur Verfügung stellen! Ich schließe mit einem Hoch auf die Arbeiter-Bildungs« schule! 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