I« m s>m«t»g. de» 80. W«i 1886. III. I»tzr» trlincrlolbhlall Urii an für die Intrressrn der Arbeiter. 4 Abonnements- Einkaäung. I. Juni eröffnen wir ein neuei Abonnement »Kerliner �ulksblnH" mit der Gratisbeilage „Zll«strirt-s Ksnutagsblatt". Der AbonnementSvreiS dei „ütriitttr Udihälilntt" [w»it von unserer Expedition Zimmerst ra�e 44 entgegen- Bwiommtn. n..Üüt außerhalb nehmen alle Postanstalten Abonnement» «n Monat Juni gegen Zahlung von l M. 34 Pf. an. Srpedttto« de«..Berliner volk«blatt", - Beilin SW., Zimmer str. 44. Die Krimllliiemstmu. 6« hat wirklich den Auscheia. als ob die neue Branat« �'»steuer auch i» der vorliegeadeu Form nicht zu Stande ll>M»neu sollte. Die Ursache davon ist die merkwürdige Haltung des Z e u t r u m», das sich mchi abgeneigt zeigt, Jen Branntwein zu besteuern, da» aber nicht de« Math hat, f e, gegenwärtige Vorlage vor seinen Wählern zu recht« Migeu. Wir brauchen unseren eigene» Standpunkt in vleser Sache nicht erst darzulegen. Eine Branntweinsteuer iU de» iadirekten Steuern, die der Koasu- ment immer i» letzter Linie bezahle» muß und gegen die r»»» unter allen Umstände» prinzipiell erklären. Das Zentrum freilich macht sich i» dieser Sache über pNtiz'pielle Anschauungen kein Kopfzerbrechen. Für diese Partei e8 stch um zweierlei: einmal muß sie der Regierung °eue Mittel bewilligen, um die neue Freundschaft nicht Wer erkalte» zu lassen; dann aber muß die Form ge> groben werde«, die de« ultramontaven Wählern die neue »euer schmackhaft oder verdaulich macht. E» gilt also für vetrn Windthorst, den ultramontaneo Wählern ei» X für jro U zu mache«; sie müsse» eiue neue Steuer bezahle« "d sollen doch glauben, daß sie dadurch gewinne». Ueber de«„sittlichen" Gehalt der neuen Branntwein« (x�roerung lasse« wir uns in keine Diskussion mehr ein. fish Sache liegt einfach so: Entweder wird«ach Ein« Feuerung lasse« wir uns in keine Diskussion mehr ein. "ro die Sache liegt einfach so: Entweder wird nach Ein« �-'üng einer neue« Steuer so viel Schnap» getrunken e bisher, und dann hat da» Volk eine sehr iche Mehrausgabe zu tragen, denn die muß doch bezahlt werden; oder der Brannt- V« wrtotca.] Jeuitt'eton. Man» und Eine Mutter. Roman von Friedrich Gerftäcker. (Fortsetzung) >»it v!'®08'st freilich recht traurig," nickte der kleine M � Kopf, indem er von seinem Stuhl aufstand,„ Si. rut bobei Niemand wie das arme Jeitchen leid, der« st�ber wolle» es ja nicht besscr haben." ja. wwein arme» Zettchen!' sagte Rebe leise—..aber sie LJ, j* fuhr er leidenschaftlich fori—„glauben Sie nicht, »liiVj sie mit Wort oder Bitte an da» Leben eine» Un< 1,1, fesseln«erdel Es war freilich mein schönstes j. Site» Gefühl, der Gedanke, sie mir einst verdienen zu i— aber die Zeit liegt zu fern, zu ungewiß, um sie .„roden! E« war mein heißester Wunsch, sie glücklich zu ?"T ich will nicht die Ursache sein, da» Gegentheil "zuführe«!" Il>«»�ie fiad ein braver Mann, mein lieber Herr Rebe, 'ein.. Gennas herzlich, indem er ihm nochmals die Hand und die seine herzhaft drückte;„ich glaube, Zettchea «)(*> glücklich mit Ihne« werden, ob Sie nun Schauspieler ' 2.W Andere« wären...." sind mir böse," sagte Rebe leise, der wohl Wi».'. taß der Mann»och«inen Rückhalt hatte—„Sie %;r""ch für einen eigensinnigen Trotzkopf, der da« Glück �»ein n- tste« Wesen« gleichgiltig von sich stößt, nur um �'Lensian zu fröhnen." 6 öä;* k i no-— t- sagte Jeremias, mit dem Kopf schüttelnd; rWtileFe freilich nicht, wie Jemand mit einer solchen %??' am Theater hangen und Freude darin finde» die in die Geschichte so— ich weiß eigentlich nicht Rseist["ßw soll— so hinein zu bohren. Aber ich be- % g�.taß Jemand, der fest von irgend etwa» überzeugt Hal« und Kragen dransetzen kann, um e» durchzu« �!ck-�?er da stehen Sie allein, da giebt e« keine« wen, der Ihnen helfen und beispringen kann." weinkonsum nimmt ab und dann bringt die Steuer da», wa« man von ihr erwartet, nicht ein. Dadurch fällt auch jene Phrase von der„Entlastung der Kom« munen". Wir glauben gerne, daß die Kommunen einer Entlastung bedürftig find— ach, bei wem ist ei« solche» Bedürfniß heute nicht vorhanden? Allein wenn der Schnapskonsum derselbe bleibt, so hat das Volk, wenn e» die neue« Steuern bezahlt, doch keinen Vorrheil von der eventuellen Entlastung der Kommunen; sinkt aber der Branntmeinkonsum und die Steuer wird nicht sehr ertrasz«- reich, so kann man auch keine Kommune««ntlastea. Ob Herr Windthorst sich wohl da» auch überlegt hat, al« er von der Entlastung der Kommunen sprach? Die Kommission wird, wie verlautet, keine bestimmten Beschlüsse fassen, sondern die der Regierung ergebene Mehr- heit wird die Prinzipien feststelle», auf welchen die Re- gierung eine neue Branntweinsteuervorlage autarbeiten wird, die dann in der nächsten Reichstagssessio« zur Annahme komme» soll. Da» mag insofern ganz gut sei», al« der gequälte Reichstag einmal an da» Ende seiner Arbeite« ge« langt; allein in welcher Form auch die Besteuerung kom- men mag, sie wird immer eine Belastung der Masse sei«. Die Thatsache ist einmal da, daß in viele» Gegenden Deutschlands die Arbeiter kein anderes billiges Getränk zur Stärkung oder Erfrischung während der Arbeit haben. Das ist nicht gut, aber e» ist so und nur Philister könne» in einem solche» Fall von„Völlerei" oder gar von„SchnapSpest" reden. Wo billige und geeignete andere VolkSgetränke vorhanden find, da spielt der Schnap» gar keine Rolle. E» wird angedeutet, die Dringlichkeit, welche die Regie« rung der Branntweinsteuer beilegt, stehe mit der Erneuerung des Militärseptennats in Verbindung. Wir wissen nicht, ob das wahr ist; indessen erscheint«S un» keineswegs unmöglich. Wenn e« aber der Fall ist, dann deutet die» darauf hin, daß nicht nur das Septennat erneuert, sondern auch Mehrforderunge« mit dieser Erneuerung ver- Kunden werden sollen. Wo bleiben aber dann die Kom« munen und ihre Entlastung? Die Sympathie« für eine neue Branntweinbesteuerung werden durch eine solche Wendung, wen» sie auf Thatsachen beruht, nicht vermehrt werden und Herr W ndthorst wird alle Mühe haben, seinen Wähler» auch hier die Sache schmackhaft zu machen. Allerding« hat e« viel Wahrscheinlichkeit für sich, daß das Zentrum als Preis für da» Aufhebe« de» Kultur« kämpfe« seine Zustimmung zur Verlängerung de« Septen- nat» giebt, die damit auch gesichert ist. Herr Windthorst, wo bleibt dann der vielgerühmte KonstitutionaliSmu»? Wahrscheinlich doch, wo der Rechtsstaat de» Herr« LaSker geblieben ist. Also wer A sagt, muß auch B sagen; drum „Ich weiß e»," sagte Rebe ruhig,„weiß auch, welche schwere PrüfungSznt mich wahrscheinlich»och erwartet, und nur um da« bitte ich Sie, denken Sie nicht schlechter von mir, weil ich Ihr freundliche« Anerbieten zurückgewiesen habe — glaube« Sie nicht, daß ich darum Henriette auch nur um eine» Gedanken weniger liebe, weniger bereit wäre, ihr Alle» aufzuopfern, aber— ich muß mich später selber achte« können. — Kein Vorwurf darf auf meiner Seele laste», mir meines Sttebsn« einst nicht klar gewesen zu sein, mit einem Wort: ich muß erst versuchen, ob ich wirklich zu dem, was mein ganzes Sei» erfüllt, nicht passe und in der Thai nicht im Stande bin, mir au» mir selbst heraus eine Karriere zu schaffen. Dann, wenn ich da» gethan, wenn ich gesehen habe, daß ich mich geirrt, will ich es aufgeben— nicht mit blutendem Herze«,«ein, mit dem ruhige» Bewußtsein, meine Pflicht gethan zu haben, und wa» dann au» mir wird, da« weiß nur Gott!" Jeremias begriff nur halb, was Rebe sagte; er ver- stand etwa de« Sinn der Worte, aber nicht die mächtige Triebfeder seiner Handlungsweise, die er in seiner Sprache mit dem kurzen, aber bezeichnende» Worte„Dickkops" wieder« gegeben haben würde. Aber unter solchen Umständen ließ sich hier auch nicht» weiter mache«. Er selber hatte sei« Möglichste« gethan, Jettchen beizustehen; wen« der bühvevtolle Schauspieler nicht wollte, zwingen konnte er ihn nicht. „Na, mein lieber Herr Rebe," sagt« er aufstehend, „unter diesen Umstände« läßt sich vor der Hand gar nicht weiter über die Sache reden. Versuche» Sie'» denn in Gottes Namen, und ich selber will Ihne« alle« Glück und alle» Segen wünschen." „Ich danke Ihnen herzlich, mein lieber Herr, aber— erlauben Sie mir dev« wohl, daß ich," setzte er leise hinzu, „ehe ich von hier fortgehe, Ihrer Tochter noch einmal Lebe- wohl sage?" „Da» kann man keinkm Mensche« verwehren," sagte Jeremias, mit dm Kopfe schüttelnd;„Abschied nehmen ist wa« Heiliges, aber— setzen Sie mir dem Mädel keine Schrullen weiter in den Kopf. Es wird dem armen Ding weh genug thun."— Und Rebe'» Hand»och einmal herz- wird zum Septennat auch ei» Happen Geld in Form einer Branntweinsteuer bewilligt. Recht so, kleine Exzellenz; auf diese Weise wird da» deutsche Volk diese« Zentrum end« lich lo»I_ Der Kqritt in Amerika. § Von dem Boycottverfahren der amerikanischen Ardeiter ist so oft die Rede gewesen, daß es stch wohl verlohnt, dasselbe an einigen thatsächlichen Betspielen in seiner vollen Wirksamkeit kennen zu lernen. Wenn die europäischen Arbeiter mit irgend welchen Unter- nehmern in Streit geralhen, sei eS wegen zu niedrigen Lohne», sei e» wegen zu langer Arbeitszeit oder au» was für Gründen sonst, so deschränken ste stch im allgemeinen darauf, die Arbeit einzustellm, d. h. ste suchen zu verhindern, daß bei dem Unter« nehmer weiter produzirt wird. Der Unternehmer er» leidet hierdurch theil» pofittve Verluste, indem er, ohne neue» Einkommen, Zinsen für geborgtes Kapital, Mirthe für seine Arbeitsräume zahlen muß,— theil» entgeht ihm aller gewohnte Gewinn, weil feine Maschinen und Arbeitskräfte feiern. Der Boycott bestehen nun meistens darin, daß dem Unternehmer auch noch der Absatz abgeschnitten wird, daß der Unternehmer also, selbst wenn er vielleicht neue Arbeiter «ewinnt und seine Produktton fortsetzt, keine Käufer findet, die im seine Maaren abnehmen. Auf diese Weise wird er viel leichter zum Nachgeben gezwungen. Nehmen wir an, die Arbeiter einer Berliner Brauerei wollen stch gegen eine Lohnverkürzung wehren, alsdann stellen sie, wenn Unterhandlungen nicht» fruchten, die Arbeit ein. Aber die Brauereigesellichaft ist davon oft nicht allzuschwer be« troffm. Sie hat vielleicht ein großes Lager von Bier und ist ganz froh, daß ste damit einmal aufräumen kann, womöglich findet fie auch Ersatzardeiter, wenn auch schlechte und unzuläng« i, fie hält eS also so lange au», bis die alten Ardeiter lig geworden find. Ander« die amerikanischen Arbeiter, t fie gut organifirt find. Ste würden in diesem Falle nicht nur streiken, sondern durch einen Aufruf an alle ihre Genossen auffordern, kein Bier der betreffenden Brauerei mehr zu trinken, und fie würden eS auch durchsetzen, daß alle Kneipen und Wirthschaftm verödeten, welche e» noch ferner w-aen wollten, daS„verrufene" Bier zu verschenken. Wa» können die Wirthe, die Bierverleger, die DtstillationSbefitzer, wenn ste nicht selber zu Grunde gehen wollen, unter solchen Umständen anderes thun, als die Verbindung mit der Brauerei aufzugeben? Der Schaden für letztere ist somit ein viel uner- trägltchercr, als bei einem bloßen Streik, und je unerträglicher er ist, desto größer ist die Hoffnung der Arbeiter auf Erfolg ihrer Forderungen. Deshalb ist der Boycott bei den Unter» nehmern der Vereinigten Staaten viel gefürchteter und ver- haßter al» der Streik. Der erste große Bcycott kam gegen eines der einflußreich. sten amerikanischen Blätter, die„New. Jork Tribüne", in An» wendung. Die Druckerei weigerte stch, den Tarif de» Fach» vereinS(Typographical Union) zu bewilligen. Sofort ward da» Haft drückend, drehte er sich um und schritt zur Thür hinaus. Die Leseprobe. George Monford hatte wirklich sei» Aeußerste« geleistet und mit einer ganz fabelhaften Ausdauer alle Schwierig» leite», die sich ihm durch die Kürze der gegebene« Zeit ent» aegenstelltea, um seine LieblrngStdee zur Ausführung zu bringe», überwunde». Wer aber jemals selber die Vorstellung eine» Lieb- habertheater» oder selbst nur das Stellen von lebenden Bil« der» zu leiten übernommen gehabt, weiß allein, wa» für Savz verzweifelte Dinge da geschehe» könne», welche enorme tücksichte« genommen und welche Schleichwege eingeschlagen werden müssen, um endlich all' die verschiedenen Köpfe — und je schöner, desto schwerer— unter eine« Hut zu bringe«. George hatte Alle« durchzukosten. Hier«ahm Einer die ihm überbrachte Rolle an, um sie drei Stunden später wieder unter irgend einem Vorwand zurückzuschicken; dort war ei« Person, auf die er fest gerechnet, so plötzlich und ernsthaft erkrankt, daß selbst ei» Möglichkeitsversprechen außer aller Frage blieb. Komtesse B. konure mit Baronesse X. unmöglich zusammen wirken, da sich letztere über eine neue Robe der ersteren ungünstig ausgesprochen, wa« Kom- tesse A. zu Ohre« von Komtesse B. gebracht hatte. Haupt« mann v. Z. sah sich nicht im Stande, ein« Zioilperso» zu spiele», während Lieutenant v. P. einen Hauptmann vor» stellen sollte. Es war rein zum Verzweifeln, all' diese« Bedenken und kleinen Miseren rechtzeitig zu begegne«, und George wechselte an de» beiden ersten Tagen an jedem drer« mal seine Pferd« und kränkte seinen Reitknecht auf da» tiefste, der in der Zett, in welcher er vor de» Häusern hielt, gar nicht wußte, wa« er mit den unruhige«, ungeduldige» Thier«« anfange» sollte. Endlich, endlich, und ei« tiefer DavkcSseu'zer hob seine Brust, hatte er Alles im Stande, und nach ganz unsag» baren, aber jetzt überwundenen Schwierigkeiten war die erste Leseprobe auf heute Abend festgesetzt. Um das aber bewerkstelligen zu könne«, hatte ordent- Blatt in Verruf gethan, die New Uorker Arbeiter sollten in keinem Geschäft mehr kaufen, welche« der Tribüne Inserate»u» «»endete. Alles, waS auf Arbeiler kund schalt angewiesen war, mußte sich natürlich mehr oder weniger fügen: die Inhaber von Lkletdermagajinen, von Bierwirlhschaften, die K ämer, die Zigarren-, die Gemüsehändler, alles wagte nicht, weiter der Tribrüne Annonzen zuzuwenden, weil sonst die meiften Arbeiter nichts mehr von ihnen bezogen. Die Tribüne sah fich hierdurch bald zu Konzeistonen genöthigt. Umgekehrt verfuhr man in PittSburg, wo Lohnstrcitigkeiten in einem großen Konfektionsgeschäft entstanden. Man that nicht nur die Maaren des Geschäfts� sondern auch alle Zeitungen in Verruf, welche Annonzen der betreffenden Firma brachten; die Zeitungen gaben eS sehr balo auf, noch feiner Reklame für das Geschäft zu machen, weil der Ausfall an AdonnemcntSgeldern zu groß war, und da daS Geschäft wiederum auf die Reklame ange- »Viesen war, so bewilligte es die Forderungen der Arbeiter; es war durch einen fünfmonatlichen Vogcott an den Rand deS Bankerotts gebracht worden. In Kentucky bekam ein Fabrikant von Uhrgehäusen, der nach allen Staaten der Union lieferte, Streit mit den Rittern der Arbeit. Sofort erging folgender Befehl an alle Mitglieder des riefigen ArbeiteroerbandeS:„Da die Forderungen deS Ordens durch die Gesellschaft... in New Aoik-Kentucky gröb- lich übertreten woiden find, so erklärt das Exekutivkomitee die Gesellschaft sowohl, sowie alle Geschäfte, welche deren Fabrikate ver- kaufen, in Verruf. JedeS Mitglied des Ordens muß darauf achten, daß die Erzeugnisse der Gesellschaft in ihrer Nähe nicht mehr ad« gesetzt werden, und muß sedem Uhrmacher unv Juwelrnhändler, welcher weiter mit der Gesellschaft zu lhun hat, seine Kund« schaft entziehen. Laßt den Boycott unerbittlich und durch- greifend sein. Erinnert euch eures Versprechens der brüderlichen BeihUfe. Kämpft diesen Kampf btS zu Ende und es »vird keine Unternehmungen mehr geben, welche wie diese den Rittern der Arbeit Hohn bieten." Wir erwähnten schon neulich, daß die amerikanischen Ge« werkschaften darauf halten, daß die Unternehmer nur Mit« alieder der Fachoereine beschästigen. Der Boycott ist ein beliebtes Mittel auch zur Erreichung dieses Zieles. Manche Gewerl« schatten haben z. B. ihre eigene„Unionsmarke", d. h. in jeder Fabrik oder Werkstätte, weiche Mitglieder des FachvereinS de« schaftigt, welche also den festgesetzten Tarif zahlt, werden die erzeugten Waaren mit einem Erkennungszeichen versehen und die Arbeiter find alsdann angewiesen, vorzugsweise solche Waaren zu kaufen, Waaren ohne Marke aber zurückzuweisen. Der Schaden für die hierdurch„venukenen" Geschäft« ist ein so bedeutender, daß die Fachoereine gewöhnlich mtt ihrer Forderung durchdringen— trotz des StcäubenS der„Nordd. Allg. Ztg." Die Meister und Unter« nehmer selber werden hierdurch veranlaßt, ihren Arbeitern den Bestritt zu den Gewerkschaften zu empfehlen, so daß die Lohn« bewegung eine viel einheitlichere und umfaffendere wird. Man steht, welche mächtige Waffe der Boycott in den Händen der amerstanischen Arbeiter ist; freilich setzt deren Ge- brauch auch voraus, daß nicht bloß tausende, sondern hundert« taufende von Arbeitern fich als eine einheitliche Klaffe fühlen und stets bereit find zu thun, waS irgend eine unterdrückte und kämpfend« Gewerkschaft von ihnen fordert. Potttische Ueberstcht. Die Vertagung deS Reichstag«. AuS parlamentarischen Kreisen erhalten wir folgende Zuschrift:„Die„Frankfurter Zeitung" macht ei besonders den Sozialdemokraten zum Vor« wurf, daß fie in die Vertagung deS Reichstags gewilligt hätten, ohne auch nur den Versuch gemacht zu haben, den Belagerung«« zustand vorher auf die Tagesordnung zu bringen. Zunächst ' ist zu konstatirem daß sämmtliche in Berlin anwesende Mit« gliever der Fraktion einmüthig der Anficht waren, daß die Be« sprechung deS Rechenschaftsberichts über die Verschärfung deS Belagerungszustandes in Berlin und die Verhängung deffelben über Spremderg wirkungsvoller sein würde, wenn dieselbe nach Pfingsten stattfände, da man dann die Folgen dieser Maß« regeln bester übersehen könne. Dann aber war noch ein Grund maßgebend, welchen wir den Gelehrten der„Franks. Ztg." heute noch nicht auf die Nase binden wollen, der aber für die Sozialdemokraten durchschlagend war, von einem Drängen zur sofortigen Besprechung abzusehen. Das aber wollen wir schon jetzt verrathen, daß dieser Grund durchweg auf einer humanen Anschauung beruhte. Was nun den persönlichen Angriff be» trifft, den sich das in letzter Zeit p s e u d o- demokratisch ge- wordene Blatt gegen den Vertreter der sozialdemokratischen Fraktion im Seniorenkonvent erlaubt, so ist derselbe durch obige Bemerkungen völlig hinfällig geworden, doch sei noch erwähnt, daß Herr von Köller nicht Mitglied jener Vereinigung ist. Die Sozialdemokratie gebraucht aber am allerwenigsten den Rath der„Franks. Ztg.", der schon längst nur den Gegnern der Arbeiterklaffe zu Nutz und Frommen dient." Der„Bauhandwerker", das Organ der dentsche« Maurer, schreibt in seiner letzten Nummer:„Der Berliner Fachoerein hat eS geradezu ängstlich vermieden, mit anderen lich eine kleine Verschwörung angezettelt«erden müssen, denn Paula durste natürlich nichts davon merke«, und war zu dem Zweck von einer andern, in das Gcheimviß gezoge« «en Familie, die kein Kontingent zu der Vorstellung stellte, eingeladen worden. Rottack« selber hatte» fich erboten, diese erste Probe in ihre» Räumen abzuhalten, da man damit wechseln wollte, und Graf und Gräfi« Monford ihnen schon deshalb an dem nämlichen Morgen eine sehr steife Gegenvisite für de» erste» Besuch gemacht. Es war das einmal Ton, und diese langweilige und für beide Theile gleich lästige Form durfte Niemand erspart werden. Paula machte übrigens ganz unbewußt dieser erste« Vorübung die meiste» Schwierigkeiten, denn sie erklärte, nicht die geringste Lust zu habe», die Gesellschaft zu be« suchen. Sie fühle fich nicht wohl, sagte fie, und scheue sich, unter Menschen zu gehe». Paula sah in der That seit ei» paar Tage» leidend au»; ihre Wange« waren bleich, ihre Augen eingefalle«, und daS Schlimmste, ihr ganzes Wesen, da» sonst von Frohsinn strahlte, schien gedrückt. Dem Bruder war das vor Allem aufgefallen, den« die Eltern schriebe» es, als eine Art von Widersetzlichkeit, dem ausgesprochen«» Willen, die Verlobung betreffend, zu und hütete« fich wohl e» zu bemerke». Man mußte Paula ein paar Tage fich selber überlasse», dann gab sich das auch Alles von selbst, und sie war wieder die gehorsame, fröh- liche Tochter, wie früher. Nicht so George, der seine Schwester besser kannte. Er sah, sie war wirklich nicht wohl, und zu ihr gehend, schlang er seinen Arm um fie und sagte herzlich: „Was hast Du, Paula? Was fehlt Dir, Herz? Du siehst wahrhaftig bleich und angegriffen aus!" „Mir ist nicht wohl, George," sagte daS junge Mäd- che«, ihr Haupt an des Bruders Brust lehnend und ver« geben« bemüht, ei» paar vorquellende Tbräve» zurückzu« presse«;„so viele Dinge gehen mir im Kopf herum— ich muß nur immer denken und denke», und das thut mir so weh!" „Du darfst«icht grübel», Schatz," tröstete fie George Vereinen irgend welcher Art irgendwie in Verbindung zu treten und die Kommitfion zur Herausgabe de»„Bauhandwerker" hatte die einzige Pflicht, daS Rechnungswesen des„Bauhand- werker" zu überwachen. Et sollte dieselbe verhindern, daß Herausgeber oder Redakteur auS dem Blatte ein Geldgeschäft wachen. Alle Uederschüffe dursten nur im Interesse den Abon« nenten anwendet werden, wie denn aucb das Blatt immn ver« größert wurde, trotzdem die Schulden desselben noch nicht ein- mal vollständig gedeckt find. Wetter bat diese Kommisston über« Haupt eine Thäligkeit nicht gehabt. Ihr Wegfall würde also die Bewegung und auch daS Blatt kaum beeinflussen. So können wir der Cntwickelung dieser Angelegenheiten ruhig ent- gegen sehen."„ Die bayrische Vereintpoltzei. In einer der letzten Sitzungen dcr nunmehr vertagten Kammer beklagte der Ab« geordnete Walter die Art und Weise, wie die Münchener Polizeidirektron die Veretnspollzei Handhabe. Die Polizetkom« mtssare müßten über den Verlauf der Vereinsversammlungen schriftliche Berichte an die Polizeidire itio n er« statten und stellten darin die gehaltenen Reden, wie fich der Abgeordnete in einem ihm selbst betreffenden Falle überzeugte, so unrichtig dar, daß darin eine große Gefahr für das freie Vereinsrecht erblickt werden müßte. Er legte dem Minister nahe, doch solche Kommissare abzuordnen, die im Stande seien, die Reden richtig aufzufaffcn und wiederzugeben. Der Minister des Innern, Freiherr von Freilitzsch, v-rlheidigte die Polizei und verwies auf den Beschwerdeweg. Die Abgeordneten Walter und Kopp traten jedoch den Ausführungen des Ministers scharf entgegen und tadelten insbesondere, daß die Berichte der Poltzeikommiffare autographisch vervielfältigt und überall hin versendet würden, wo man ein Interesse habe, zu erfahren, was der eine oder der andere Redner in einer VeremSversamm- lung gesprochen Hab«. Der Krimmitschauer Exzeß, über den verschiedene sächstlche Amtsblätter zu berichten wußten, stellt fich nach der „Voss. Ztg." als durchaus erfunden heraus. Wahr ist dar« nach nur, daß die Sozialisten einen gemeinsamen Spaziergang unternommen und mehrer« Fässer Bier aufgelegt hatten, da- gegen fehlte dieser Versammlung der politische Hintergrund, den eine gewisse Presse gern hineinlegen möchte. Zu irgend welchen Ausschreitungen ist es nicht gekommen.„Entstellung der Thatsachen" wirft der Gewährsmann der„Voss. Ztg." den Amtsblättern vor. Jnnunaskrähwinkeleien. Am Dienstag Abend find nach der ,Hreis. Ztg." in Köln die Tischlermeister unter Führung des Jnnungsoorstandes beisammen gewesen und haben darüber geklagt, daß die Schreinerarbetten an einem großen neuen Juftizgebäude in Köln nicht einmal in Preußen, sondern fast ausschließlich in Baden, in Karlsruhe, ausgeführt werden. Ar« betten an städtischen und staatlichen Bauten müßten im Orte selbst vergeben werden. Hierauf beschloß man denn, auf„aus- wältige" Arbeiten einen Zoll anzustreben. Die Verhaftung eines Zahlmeisters vom 7. Infanterie- Regiment wird nach dem„vayr. Tagebl." au« Bayreuth ge- meldet. Unregelmäßigkeiten in der Kaffenführung sollen Grund zu der Verhaftung gegeben haben. Zur westafrikantsche« Kolonisation. Von dem Handel mit den Eingeborenen in Westafrika entwirft ein Bremer in einem Feuilleton der„Weser-Ztg.":„Sieben Jahre in West- afrika", ein interessantes Bild. Der Verfasser, ein KommiS in einer deutschen Faktorei in der englischen Kolonie Lagos, sagt in Bezug auf den Branntwcinhandel, bei demselben komme es „dem Eingeborenen weniger auf die Qualität als auf die Quantität an, verlangt wird jedoch, daß der SchnapS so scharf wie möglich sei. Und wenn man steht, in welchen Unmassen Genever und Rum in daS Land gehen, so muß man fich er« staunt fragen, wo dies alles bleibt. Bedenkt man jedoch, daß die Neger in dieser Beziehung unendlich viel mehr alS die Weißen zu fich nehmen, so laßt fich diese Thatsache einiger« maßen erklären."... Die allerbesten(Neger-) Kunden werden auch wohl mtt einer Flasche Sekt traktirt. Dieser französtsche Schaumwein ist eigens für den afrikanischen Markt präparirt, ist aber so wenig empfehlenSwerth, daß der Agent, welcher den Verkauf dieses Getränkt vermittelt, selber lieber Brandy trinkt. — Ueder die im Handel von den Negern versuchten Be« trügereien heißt es: Die Palmkerne vermischen fie mtt Bananen« stengeln, Kuhmist und Erdklumpen, um das Gewicht der Pro- dufte zu erhöhen. Um einem nicht ganz gefüllten Fasse mit Palmöl den Anschein etneS vollen zu geben, werfen fie in daS Oel Alkassarpflanzen. DieS hat die Wirkung, das Oel zum Treiben und Schäumen zu bringen. Oeffnet nun«in uner« fahrener Clerk das Spundloch, so wird auS demselben Oel herausgetrieben, wodurch er in dm Glauben versetzt wird, ein volles Faß vor fich zu haben. Zum Schlüsse schreibt der Korrespondent:„Um mich herum grasfitte das Klimaffeber in erschreckender Weise. Während der vier Wochen, die ich in Lagos war, starben allein zwölf Personen von den zirka vierzig weißen Angestellten unserer Faktoreim." Bismarckbeleidigung. Flensburg, 28. Mai. Der Redakteur Jessen vom„Flentborg AviS" und der Redakteur Fa« bron von dem Journal„Modcrsmaalet" wurden heute wegen und versuchte ihr Antlitz sich zuzuwenden; aber sie litt es nicht.„Daß Du jetzt genug zu denken hast, glaub' ich Dir ja von Herze» gern; aber«s sind doch auch nicht solch' traurige Dinge, die Dir dabei im Kopf herumgehe« können, um Dich so niedergeschlagen zu stimmen, wie Du jetzt dreinschau'st. Hab' gulen Muth, mein kleiner, braver Paul," fuhr er schmeichelnd fort, als sie ihm»ichlS erwiderte, so«- der« sich nur fester an ihn lehnt«;„Hubert Bolteu ist wirk« lich ein seelensguter Mensch, manchmal ein bischen auf« brausend und leichtsinnig, aber, lieber Gott, das giebt sich Alle» von selber, wenn er erst einmal solch' eine kleine Hausftau hat. Und denke Dir nur, wie glücklich Du Vater und Mutter dadurch machst, die ja ihr ganzes Herz daran gehangen haben— und Hubert, hundertmal hat er mich in der Stadt, wo er mich nur traf, gefragt, wie es Dir ginge und was Du triebest, und zehnmal wär' er schon herausgekommen, wenn ihn die Elter» nicht gebeten hätte», vor der Verlobung jeden auffälligen Schritt zu ver« meiden." „Ach, George, ich kann Der gar»icht sage«.. „Pst, Schatz, da kommt die Mama," unterbrach fie George rasch,„laß sie Dich nicht so traurig finden. Du weißt, sie kann eS nicht leide», obgleich fie die letzte» Tage selber ganz entsetzlich finstere Gesichter geschnit« ten hat." Die Gräfin kam durch de» Garten auf die offene Salon» thür zu, uvd Paula hatte fich rasch aufgerichtet und die ver- rätherischen Thränen abgewischt. George halte Recht, die Mutter mußte mit ihrem Leid verschont werden, und wo hätte das Kind eigentlich seinen Schmerz am ersten aus- schütten könne«, am leichteste» auSwewe« solle«, als an dem Herzen der Mutter! „Nun, Paula, Du bist noch nicht angezogen? Der Wage» wird gleich vorfahren." „Im Augeublick, liebe Mutter, ich bin in wenig Mi« nuten fertig; am liebsten blieb ich freilich zu Hause." „Geh' Du nur, mein Kind, die Zerstreuung wird Dir wohlthun; überdies haben wir auch fest zugesagt." .Ich gehe ja, liebe Mutter," sagte Paula leise, wandte Beleidigung deS Reichskanzlers Fürsten Bismarck, ersterer P 4 Monaten, letzterer zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt. Wir kondoliren I Hochverrath! Vier Personen waren am 22. März in Weißinfeli verhaftet worden, alS fie in Begriff waren, eine rothe Fahne auf eine Pappel der Beuditzstraße zu befestigen. Die Anklage wegen HocboerrathS wurde gegen dieselben er- hoben und befanden fie fich bis zum 24. d. M., also über rW Monate lang, in Untersuchungshaft. Nunmehr ftttgelaffen> sollen fie fich wegen Verübuna groben UnfugS verantworten- — Unter den heutigen Verhältnissen kann man zu diese« Vorfall keinen Kommentar schreiben. Oesterreich-Ungar«. Die Durchfuhr von au» Rumänien stammendtli Schafen, Schweinen, Pferden rc. ist durch Verfügung des östeireichii'ch'ungarischen Ministeriums vom 1. Juni ab angeblich auS Veterinären Rückfichten verboten.— Die urplötzlich« Entdeckung solcher Veterinärrückfickten dürfte wohl mtt de« Zollkrieg zusammenhängen. Das Verbot ist ein Anzeichen, daß der Zollkrieg mit allen Mitteln von österreichisch-ungattschtt Seite geführt werden soll. Die antisemitische Frattton im österreichischen Abgeordnete» Hause ist gewachsen. Im Landgemeindedezirt KremS.Horn iß gestern der antisemitische Demokrat Fürntranz in den Reichs' Zath gewählt. Belgie»». Am nächsten Montag beginnt, nach der„Voss. Ztg.", vor dem Brabanter Schwurgericht der Prozeß gegen de» Deputirten van ver Smissen wegen Ermoiduni! seiner Gattin. Der Präsident deS Gerichtshofes hat die Ein' laßkarten auf 200 festgesetzt. Der General- Staatsanwalt«W Malveghem, welcher selbst die Anllage vertritt, hat die Anklagf' schrist verfaßt. Dieselbe ist für den Angeklagten sehr ungünM und spricht fich sehr streng über die von ihm aufgeführte# wödte der Scheidung auS. Der Hauptvertheidiger van d» Smissen'S ist der bedeutendste Brüsseler Advokat, Lejeune i d«' neben vertheidigt ihn der Advokat de Roo. Fr ans reich. Die ftaniöfische Budgetkommisfion hat in ihrer vorgestrig Sitzung nach einer Rede des Kultusministers Gablet do K u l t u S b u d g e t mit 15 gegen 13 Stimmen w i e d e r h e r- gestellt und mit 14 gegen 13 Stimmen beschlossen, nähere Prüfung deffelben vorzunehmen, sofern die Kammer d«- Anficht sein sollte, daß zu der Trennung von Staat Kirche die Zeit nicht geeignet sei. Der Kultusminister Godlä legte die Gründe dar, die eine„soforttge" Trennung von Stg und Kirche„unmöglich" erscheinen ließen, und sprach fich gcg« die tbeilweisen Abstriche im KultuSbudget auS, well dieselW» den Charalter ungeschickter Verfolgungen trügen. Beim Tode deS unglücklichen Oberst Herbtnge? aber die Verurtheilung der abscheulichen Bösewichter sein,' um dem verdienten Lohn für ihre Verbrechen zu � ibren giftigen Speichel auf dm Soldaten ergaffe»- Energie und Geschicklichkeit«S gelang, die Ausrottung ganzen Heere« zu verhindern, das von den tongkingefischsn kulanten zur Schlachtdank geschickt wordm war." DaS Leichen begänaniß fand vorgestem unter der Theilnahme von 5000 Personen statt. Ruhe störungen sind nicht vorgekomwe, nur vereinzelt wurde auf dem Kirchhofe der Ruf„nieder«» Ferry l nieder mtt Bris« de l'JSle"! vernommm. Für die Gifinnungen der Radikalen gegenüber dm zen ist nachstehender Artikel deS„Cri duPeuple" bezeichnen welcher nicht Ausweisung, sondern Vermög enSk o n N ! a t i o n empfiehlt. Das erwähnte Blatt schreibt:„Sich> Wahrung der republikanischen Ordnung darauf beschran»!, diejenigen, die an der Vemichtuna arbeiten,„hinauSzuscxcn heißt die um ihre„Geißeln" von Chantilly und Eu befto&»„ republilanische Bevöllerung betrügen. Da« Ansehm, die» sichten, die Zukunft der Orleans hangt mtt ihren Vi lionen zusammen, welche ihnen bei ihrem AuSzuge'. gen und fie deshalb gegen die Republik gleich stark lassen werden. Nehmt, konstSzirt, nationalistrt diese MilW, — die einzigen Munitionen des monarchischen Krieges � .... bleibt uns vom Halse mit Eurem Gänsegeschrn-„ den Feind anzeigt, ohne ihn zu tteffm, zu wagen oder können."__ fich ab und schritt ihrem Zimmer zu, in dem fie bald � schwand. im „Mama," sagte George, der ihr schweigend sehe« hatte, während die Mutter an de» Tisch war, auf dem ei« paar illustrirte Journale „wenn ich nur eine Ahnung davon hätte, daß sich mit Hubert wirklich unglücklich fühlm lönnte, ich wüßte" was ich thäte!" ad „Unglücklich",— sagte die Gräfin, ruhrg de« � herüber und hinüber wiegend, ohne fich aber»ach ,7,� umzudrehen—„denkst Du, daß wir selber die Verb»» zugeben würden, wenn wir da« fürchteten?"... W „Sicher nicht, Mama, ficher nicht; aber— JP«»' � fich in den letzte« zwei Tagen recht verändert und �„j- ich sie nicht so genau kennte uvd nicht wüßte, daß möglich wäre, so würde ich wahrhaftig glauben, r irgend eine andere heimliche Zuneigung." jW „Meinst Du?" rief die Gräfin, sich j-tzt zuwendend.„Hast Du irgend einen Verdacht? Äuf"� George schüttelte mit dem Kopf.„Ich dacht," sagte er,„nur ihre« bleichen Aussehen«»».� l* sinn» wegen— aber auf wen? Ich wüßte N>ema nennen oder zu errathen, und so scharf ich sie«u�' g« Tage« beobachtet habe, ich konnte nicht das Gerwö � � decken, wa» ihn bestätigt hätte. Ich weiß«ich rnuf prttmKr« hflit Rp«Ut t i fiSt'V und mit mir spricht fie doch über Alles und(oi von der Leber weg, was ihr gerade auf die Lipp j# Verstelluv gsgab« hat fie gar»icht— ihre Seele i wie ei» Spiegel.". se»»� Die Gräfin sah ihren Sohn fest, aber w'« Ab- an; ihre Seele war in dem Moment nicht bei gut und schweifte vielleicht zu anderen Zeiten, ande gii hinüber; aber wie ein Schatte« zog da« über und sie sagte, nur langsam dabei mit dem�pl„je� doch ei» Wort davon gegen mich oder{uff ff- äußert, wenigsten« eine Andeutung dahin sau Sed-K , Im Ltrgwtrk P«ychaznord ist einvtreil ausgebrochen, piemontestsche Arbeiter eingestellt wurden.— In ReimS Heiken die Ardeiter von sechs Fabriken. G r o tz b r i t a«« i««. _ In der vorgestrigen Eitzung des Unterhauses lehnte «ladstone eS ab, Aufschluß»u geben über seine Abstchten, vd er daS Parlament zu vertagen und die einzelnen Artikel «r irischen PerwaltungSbill im Herbste diikutiren zu lassen «eudsichtige oder ob er das Parlament vertagen und im Herbste «ne neue Bill eindringen wolle. Weiter führte Gladstone auS, oie soziale Ordnung Irlands werde nicht gestört werden, so lange die Regierung Irland gegenüber mit Milde und Gerech- Weit auftrete. DaS V-rhalt-n der Regierung in Bezug auf nie irische Verwaltungsdill sei durch den Wunsch bestimmt, »on dem Unterhause nicht zu viel Opfer an Zeit zu verlangen, «m Oderhause aber die Entschuldigung abzuschneiden, daß die Zill zu so vorgerückter Zeit an dasselbe gelangt sei, daß eine «erathung derselben nicht mehr möglich erscheine.„Wir haben große Frage aufgeworfen, wir sehen einen großen Konflikt »or uns, in welchem wir bereit find, bis zum Ende zu gehen. Und wir haben Vertrauen auf das Ergebniß. Ich habe nicht llesagt, daß die Bill rekonstruirt werden solle, ich habe lediglich 'on der Rekonstruirung einiger Artikel der Bill gesprochen. Kir werden die zweite Lesung nicht herabmindern zu einer ab- matten Resolutton-, die zweite Äsung ist eine feierliche Ver- Mchtung, daß etwaS Bestimmtes, und zwar so bald wie möglich «> stände gebracht werden muß." u In Lwerpool wurde dieser Tage eine Konferenz von Lotsen auS allm englischen Hafen abgehalten, in welcher «ne Resolution gefaßt wurde, welche die Konzesstonirung von Ausländern als Lootsen, insbesondere an der östlichen »Ufte, als unbillig für britische Lootsen und eine Quelle großer Wahr im Falle von Eeekriegen, mißbilligt. Auch die Wolvcr- Mmptoner Echloßfadrikanten klagen neuerdings sehr über die Deutsche Konkurrenz, die ihnen, zumal in London, be- «tutende Aufträge entzieht. , In Chilago hat eine von 10000 Personen besuchte Ver» Mmlung fich für Gladstone's Home R u l e ausgesprochen. «er Gouverneur von Ohio führte den Vorfitz und 300 Vize- �aftdenten, darunter Richter, Kongreßmänner und andere her- ""tragende Personen nahmen an der Versammlung Theil. Italien« Vom 27. zum 28. Mai kamen in Venedig 35 Cholera- ?tintungen und 16 Coleratodesfälle vor, in Bari drei Cho- �sankungen und zwei Choleratodesfälle. >,.Wie die„Perseveranza" meldet, hat inFaenzadie sozia« «Mtische Bewegung die ganze Provinz wie ein eiserner Z'vg umfaßt. Ausschreitungen, Straßenkämpfe mtt zahlreichen ir�vundutigen und Massen-Arretirungen seien alltägliche Er- Übungen. Auch in der Provinz Forli sei die Gährung in der Irrung«ine ungemein tiefgehende. Die Nachrichten aus » flauten dagegen beruhigender. AuS Turin wird dem to* a Tgbl." gemeldet:„Die sozialistische Bewegung nimmt 1,.,* Wtgkhadter Ausweisung von weit über 3000 Arbeitern m'�diSttregenOe Dimensionen an. In Mantua werden große «."Festungen zum Empfange der am Sonntag anlangenden stwahltrn sozialistischen Deputirien seitens der radikalen Partei Mosten. ES ist ein Fackelzug beadstchtiat, den die Polizei, keine Ausschreitungen vorkommen, nicht stören wird. Auch «n die Verhaftung des gewählten Abgeordneten Monela, der »u dreijähriger Zuchthausstrafe verurthetlt ist, wird nicht ge- «acht. DaS Militär ist fortwährend ko. fignirt." Spanien. , JSn die Beziehungen zwischen Deutschland und Spanien 2}!v>er zwischen Spanien und England jetzt abge- d?.,�S5LandelSv ertrag tief eingreifen. In Folge »ethsiSu?10®'!. krttt auch England in daS Meistdegllnstigungs- stollsäu� ne% Spanten und finden deshalb gewisse niedrige %%%%%&«&% SniVml->'0n®ett in Bezug auf Baumwollengarne und dichte Mmwollmgeweb«. In den Artikeln Tüll, Mousselin. Battist, tläm�iri�""Ä, Trikotjacken, Strümpfen, Handschuhen veni-?. � Baumwolle) genossen Maaren deutscher Pro- k%%«nglrschen bisher einen Vorzug, der fich zwischen aus 00m Werth« bewegte. Wollene Tuchwaaren losten «��"nischland 4,33 Fr., auS England 8 Fr. ver Kilogramm, �wet und Plüsch kostet au« Deutschland 2,60 Fr. per Kilo. nns England 8 Fr., nur bei Trikotwaaren ist die 4%*% kleiner, Deutschland zahlt nämlich 3,47 Fr, England von« m. Kroße! Geschäft wurde von Deutschland, und speziell ü" au», mit Spanien in Teppichen gemacht, für diese titoiiri" un' i)er Tarif bisher am meisten entgegen. DaS Fabrikat zahlte nämlich 139 Fr. gegen 99,70 Fr. für L. Zutsche Fabrikat. Deutschland lieferte nach Spanien außer- Seidenwaaren, Möbelstoffe, ZanellaS, Spitzen, freien w. In allen diesen Artikeln wird zwischen Deutsch- izi�und England in der Folge ein großer Konkurrenzkampf Brunen. iune bei ihr, weiter nichts, und Du wirst sehen, wie inbig sich da» schon in den nächste« Tage« giebt." »Da« will ich recht vo« Herzen hoffen, Mama," iL\ Teorge mit einem Seufzer.„denn so könnte ar»» nicht mit ansehe«. Wenn mir nicht der hl.Hubert leid thäte, wahrhaftig, ich würde &i? stlber bitte», die Verlobung wenigstens«och eine wgA„ hinauszuschieben, daß auch Paula erst klar mtt WD« geht nu« nicht mehr, mein Kind," sagt« die diel» o„es ist Alles bestimmt angeordnet und z« «i, �(We wisse» auch schon darum; eS würde nachher nur unnützes, unangenehmes Gerede gebe«. Aber da � Wagen, beglettest Du Paula?" «Äa, Mama; aber wie kommst Du selber hinein? lasse mir die Droschke anspanne»; sei nur Ii»««-* bei Rottack», den« ich- möchte dort nicht gern K war,««.» gewiß," rief George;.Roltacks sind übrigens "ich? v®eule und gefallen mir außerordentlich— auch «tiss�Sput von Zwang oder Zurückhaltung, und die >« 2% so natürlich und herzlich, wie er selber. Was, st l>i« Qn siir eine Geborene— hast Du nicht gehört? Ich , �"schiedenen Orte« danach geftagt worden." M vo.� weiß e, nicht," erwiderte seine Mutter.,»de« sie �Ute abwandt« und zum Fenster schritt—„auf der da« glaub' in-;vin sau, den« die Gräfin hat etwas so vornehm Wesen, wa« sie sich im Lebe«».cht & � m ä;# a&nrÄ« w fg. T Leutchen nach Haßburg bekomme» haben, «K Balkauläuder. Die Aufhebung der Blokade, welche die englische Regierung bei den Mächten zu beantragen beabstchtigen soll. wird von den offiziösen„Bert. Pol. Nachr." mit dem Bemerken begrüßt, wenn England zur Aufhebung der Maßregel den Anstoß gäbe,„so möchte für die übrigen Theilnehmer kaum ein stichhaltiger Grund vorliegen, in diesem Punlte abweichende Tendenzen zu verfolgen. Denn gerade die diplomatische Vor- geschichte der Blokade zeige England al« einen so entschiedenen Widersacher der Bestrebungen deS griechischen Chauvinismus, um im Vorhinein jede Befürchtung zu entkräften, als möchte man in London mit Aufhebung deS maritimen Zwanges etwa übereilt verfahren." AuS Petersburg wird der„Reuen Freien Presse" ge- meldet:„Die„Nowosti'� wittern in den Bemühungen Oester- reichs und Englands, von indem.1.�„____ zuheben, Folgen des FlottenbefehleS de» ZarS. Rußlands Endziel, sagen die„Rowosti", sei die Beseitigung des Halb- monds auf der Sophienkirche. Rehme dieS Europa zur Kenntniß, so werde Rußland den Frieden nicht stören. Recht dtscheiden! Amerika. In Chikago traten am 17. d. M die Großgeschworenen (Grand Jury) zusammen, um über die dortigen Aufruhr». Handlungen zu richten. Richter Rogers betonte in seiner Ansprache an dieselben besonders folgende Punkte: ES giebt laut unserer Verfassung keine derartige Redesreihett, wonach Leute fich versammeln dürfen, um öffentlich zu Gewaltthaten und Verbrechen aufzufordern. Der Geist deS Gesetzes ver- langt, daß solche, die dieS dennoch thun, für die Handlungen verantwortlich gehalten werden, zu denen fie andere aufge- stachelt haben.„Die rothe Flagge ist eine öffentliche Drohung; fie bedeutet, daß kein„Pardon" gegeben werden soll" Die Polizei ist berechtigt, solches zu unterdrücken, da- mtt die Verüdung von Verbrechen verhindert werde.„Die neulichen Ardeiterwirren haben das Auge der Nation auf fich gezogen. Doch möchte ich keiner Nation die Schuld an den Vorgängen zuschieben. Wir haben es hier nicht mit Nationalitäten, sondern mtt Individuen zu thun. Die Jr< iänder, die Deutschen, die Böhmen ali Nationalität gehen uns hier nichts an. Alle diese Leute lieben den Frieden."— Die Leute haben da« Recht, die Arbeit niederzulegen, wenn fie wollen; sobald fie jedoch wetter gehen und anderen das Recht, zu arbeiten, absprechen wollen, so verletzen fie da» Gesetz und machen fich straffällig. Wer ruhig der Gewaltthat zusteht, die er angerathen hat. ist ebenso strafbar, wie der Gewalttyäter selbst. Nachdem die Jmy fich organistrt hatte, vertagt« fie fich. Einer späteren telegraphischen Meldung zu. folge hat die Juiy bekanntlich gegen Spieß, Schwab, Frelden und 3 andere anarchistische Führer die Anklage auf Aufreizung zum Morde, und gegen 10 oder 12 andere die Anklage wegen Anstiftung zu Verschwörung und Aufruhr erhoben. In San FranziSko wurden am 16. fünf„Sozialisten" verhaftet, während ste im besten Zuge waren, eine Menschen- menge zu Gewaltthaten aufzuhetzen.„Der allerwüthendfte" — schreibt man der„Franks. Ztg."—„war der Pole I. P. Rudel, ky. Derselbe forderte seine Zuhörer geradezu auf, nach dem Rod Hill zu marschiren. die Paläste von Stanford, Crocker und Flood zu plündern und die Schätze derselben unter fich zu oert heilen. In einer Rocktasche deS Burschen fand man zwei Most'sche Pamphlete(„Die EigenthumS- Bestie" und „Gänzliche Vernichtung daS einzig unfehlbare Heilmittel"). Die„Sozialisten" widersetzten fich ihrer Verhaftung und die Polizisten mußten von ihren Knüppeln Gebrauch machen. Einer der Gefangenen, A- I. Warren, wurde den Polizisten entrissen, von diesen aber wieder zurückerobert." Soziales und Arbeiterbewegung. � Daß die EntlassungSzeugntsse der Arbeiter von den Unternehmervereinigungen gekennzeichnet werden, um die ge- duldtgen Lämmer und die starrstnnigen Böcke zu unterscheiden, trotzdem die» gegen den§ 163 der Gewerbeordnung dann ver- stößt, wenn die Kennzeichnung fich auf eine Arbeitervereinigung bezieht, welche gegründet wurde, um bessere Arbeitsbedingungen »u erzielen, ist längst bekannt und eS wurde dieS früher be- sonder« von den Zegarrenfabrikanten ausgeübt. Der betreffende Arbeiter sollte dann immer bei der Staatsanwaltschaft denun- ziren. Aber auch eine Klage beim Schiedsgericht ist von Vor- theil, da der Unternehmer, welcher dem Albester den Eni- laffunaischeln in einer Weise zeichnet, daß er de! einem anderen keine Arbeit findet, entschädigungspflichtig ist. Bei einer Klage an daS Schiedsgericht hat der Kläger fich auf § 113 der Gewerbeordnung zu stützen, nach welchem nur auf Verlangen de» Arbeiter» da» Zeugniß auch auf die Führung ausgedehnt werden darf. Zu diesen Bemerkungen werden wir veranlaßt durch einen Spruch deS gewerblichen SchiedgerichtS zu Nürnberg, nach welchem ein Zimmermeister Zn Graf Rottack« kleiner, aber reizender Villa war der Salon für die erwartete Gesellschaft auf da« fteundlichste hergerichtet und alles für die erste abzuhaltende Leseprobe vorbereitet worden. Felix selber hatte e» arrangirt und kehrte jetzt in Helenen» Zimmer zurück, in dem die Kinder auf der Erde spielte«. (Fortsetzung folgt.) An« Kunst«nd feben. Wallner-Theater. So geht denn nunmehr auch daS Gastspiel userer lieben Münchener zu Ende. Morgen, Sonntag, ist die vorletzte und am Montag unwtdenuflich die Abschieds- Vorstellung. An diesen letzten beiden Abenden dringen uns die Münchemr die mit besonderem Interesse erwartete Novität „Der Geig enmacher von Mitten wald", ein VolkSstück der be. währten Verfasser Gangbofer und Nruert, roe'cheS noch dem uns vorliegenden Bericht daS Beste im Repertoire der Mün. �� Jm�Deutsche« Theater" wird heute, Sonntag,„Der Wider, pänstigen Zähmung" und morgen, Montag,„Ein Tropfen Gif? gegeben. Es find da» die letzten beiden Abende, in denen Frau Niemann in dieser Saison noch auftritt. Den „Lothar" in„Ein Tropfen Gist" wird am Montag Herr HanS Ulden als Gast spielen. Am nächsten Sonnabend, ö. Joni, geht da» fünfaktige Schauspiel„Dte Anna-Lise" von Hermann Hcrsch neu in Szene. Ferner bringt da» Repertoir dieser Woche noch Aufführungen von„Da» Käthchen von Hettbronn", „Der Weg zum Herzen",„Romeo und Julia" und„Da» Ur. Projektives Repertoir der Königliche« Schauspiele vom 30. Mai bi« 6. Juni 1886. Im Opernhause. Sonntag, den 30.: Der Trompeter von Säklingen- Montag. den 31.: Lohengrin(Herr Schinkel al» Gast, letzte« Auftreten der Frau Sachsc.Hofmeister und de» Herrn Beetz in dieser Saison); Dienstag, den 1. Juni:«jadin; Mittwoch, den 2.: Preciosa; Donnerstag, den 3., auf Begehren: Carmen; Frei. taa den 4.: Jobann von Lothrinaen: Sonnabend, den 5.: 6 4% f u i nÄ"' ÄtÄ fe'i. aÄi" zu 25 M. Entschädigung an einen entlassenen Gesellen ver urtheilt worden ist. Der Zimmermeister hatte den an einer Lohnbewegung betheilikttn Gesellen im AbgangSzeugniß da« durch gekennzeichnet, daß nach einer unter den Zimmermeistern getroffenen Uebereinkunft der Name de» Gesellen wie de» Meisters dick unterstrichen war. Der Meister wurde verurtheilt, dem Gesellen die bis zur Ausstellung eines anderen Zeugnisses verloren gegangenen Arbeitstage zu entschädigen.— Die Ar« beiter müssen nur immer den Unternehmem streng auf die Finger sehen, daß denselben derartige Schliche und Pfiffe nicht gelingen. Die Rohetsenproduktion im Deutschen Reich belief fich nach Ermittelungen de» Verein» deutscher Eisen- und Stahl» Industriellen im Monat April 1886 auf 291221 Tonnen, da» runter 137 299 T. Puddrlroheisen und Spiegeleisen, 33 096 T. Beffemerroheisen, 78 514 T. ThonaSroheisen und 35 512 T. Gießereiroheisen. Die Produktton im April 1885 betrug 306 356 T. Vom 1. Jauuar bis ultimo April 1886 wurden produzict 1 145 336 T. gegen 1 242 794 T. im Vorjahr.- Man sseht, e» ist auch hier ein Rückgang zu konstatiren. Ueber den„durchschnittlichen Lohn" werden vielfach Erhebungen veranstaltet. So jetzt in Oesterreich wegen dir Beiträge zu den gesetzmäßigen Krankenkassen. So wurde von einigen Statistikern bei hundert Arbeitern, von welchen 5 jeder 10 Gulden, 10 jeder 5 Gulden und 85 jeder 3 Gulden wöchent- ltch verdienten, der Durchschnittslohn auf 5 Gulden Wochenlohn festgesetzt! Aehnliche Berechnungen zu Gunsten der Unter» nehmer und zu Ungunsten der Arbeiter kommen auch anders» wo vor. Dte Maurergesellen in Elberfeld haben nunmehr auch den Streik erllärt. Sie verlangen den zehnstündigen Arbeits» tag und einen Stundenlohn von 40 Pfg. Der Streik wird partiell geführt. BiS jetzt haben ca. 150 Maurer dte Arbeit niedergelegt. Zum Streik der Maurer uud Zimmerer wird vom 26. d. M. au» Magdeburg gemeldet; Heute wurde feiten» der Maurer- und Zimmermeister, welche mit den Bauunter« nehmern die Forderungen der Lohnkommisfion nicht zu bewilli« gen vereinbart haben, sämmtltchen Maurem gekündigt, welche nicht bereit» sofort entlassen werden können. Auch die Fassaden» putzer, welche die übernommene Akkordarbeit noch auszuführen haben, sollen keine neue Arbeit erhalten. Eine Anzahl anderer Bauunternehmer hat die Lohnforderung bewilligt, während nach der„M. Z." ein Maurermeister den Gesellen täglich 3.90 M. und eine Flasche Bier giebt, um der Konventionalstrafe zu entgehen, welche ihn nach der Vereinbarung der Meister treffen würde, wenn er 4M. Lohn bewilligte. Dte Stein- und Kalk- träger wollen zwar einen Streik nicht herbeiführen, haben aber einen Lohntarif aufgestellt, wonach Ardeiter, welche in Tage- lohn arbeiten, für die Stunde nicht unter 50 Pfennig erhalten sollen und Sonntag überhaupt nicht gerrbeitet wer- den darf. Die Leipziger Polizei ist gegen einige streikende Klempner» gesellen, welche ihre fortarbeitenden Kollegen zum Niederlegen der Arbeit bewegen wollten, eingeschritten. tb. Die Töpfergesellen haben nunmebr beschloffen, Behuf» Anerkennung ihre» LohntarifeS pro 1886/87 ab I. Juli d. I. am 1. Juli überall da, wo derselbe noch nicht anerkannt wor» den ist, die Arbeit einzustellen, eo. am 1. Juli über die betr. Werkstätten resp. Lauten die Bauspnre zu verhängen. Ei« Matrosenstreik droht wegen Lohnreduktionen irr Sunde, land auszubrechen. Klempnerstreik in Leipzig, j» einer von ca. 300 Klempnergesellcn Leipzigs besuchten Versammlung wurde ein» stimmig beschlossen, einen Minimallohn von 32 Pf. pro Stunde von den Meistern zu verlangen und die tägliche Arbeitszeit auf 10 Stunden festzusetzen. Da die Mehrzahl der Meister die aestrllteu Forderungen nicht bewilligte, haben bereits ca. 200 Gesellen die Arbeit eingestellt, den übrigen wurde die Forderung bewilligt. Die Streitenden ersuchen durch Zirkular. den Zuzug von Leipzig fernzuhalten und weisen darauf hin, daß in Leipzig die Vereinigung der Klempncrmcister Deutsch» land» ihren Haup.fitz hat. Nähere Auskunft über den Streik erthetlen der Vorsitzende de» Komitee'» der Gesellen Fr. Bin er, Kl. Fleischergaffe 3, und der Kasssrer C. Ebert, Eisterstr. 41 Hof 4 Tr. IlnkS, in Leipziz. Die Zusammensetzer der Pianofabrik von Ferd. Thürmer in Meißen haben am 26. Mai etnmüthig die Arbeit «ää sä« fers; Aufnahme obiger Notiz gebeten. Adresse: Alwin Winkler, Meißen. Krieflmsien der Redaktion. Et« alter Abonncnit. Der Generalsekretär deS Kon» fistoriums der französtschen Kolonie ist Herr Coulon, Alte Jakobgftraße 175, Sprechstunden Vormittags bis 10, Nachmittags 5-6 Uhr. Nachdem die Sommersaiso» im Schweizer-Garte» bereits mit vorigem Sonntag ihren Anfang genommen, kom- men wir jetzt darauf, dir in diesem Etablissement neu enga- giiten Künstlerspezialitaten einer kritischen Erwähnung zu unterziehen. Di« 5 Akrobaten der englischen Gymnastiker. familie Leglere ist eine beachtenSwerthe L-tstung im Gebiet der höheren Parterre. Gymnastik, während wir deren zweite Rum- wer Exerzitien am Reck in diesem Etablissement bereits besser autführen sahen; das humoristische Komiker Trio Grosch, Gläser und Jona», von denen der letzt« schon öfter hier enga» girt war, amüstren durch ihr-r derb komische Vortragiweifi? ihre Terzett«„Kyrttz Pyciy Schmlritz", und ver Balletzwillinae daS Publikum in hohem Maße, während der Salonkomikcr Herr Jachtau durch feine und gediegene Rüanzirung seiner KovpletS selbst ernem verwöhnten Publikum Bewunderung ab- ringt. Die Lieder deS Tenoristen Herrn Alberti. des Barito- nisten Herrn Michaelis, sowie der Geschwister Hausen find ge» schmackvoll ausgewählt und werben gefänglich mit besten Mit- teln durchgefüh.t. Die zum Schluß des Abend» gegebene ein» aktige Opere te„Leichte Kavall rie", vom Regisseur Herrn Hummel einstudirt, macht durch das exakte Ensemble, dte präch. tigen Kostüme, sowie durch die elektrischen Lichteffekte einen ge» tavezu überwalltgenden Eindruck. Luch an diesem Sonntag wird die erwähnte Operette zur Aufführung gelangen und ver» weisen wir hiermit noch auf daS fich in dieser Nummer unserer Zeitung befirdliche Inserat. _ Sperl-Treptow. Di« st« äußerst beliebte VergnügungS- Etablissement bietet abermals Genüsse in Hülle und Fülle. Der hier eingezogene Gauller und indische Jongleur Chellini bildet, abgesehen von seiner noch nicht üdertroffenen Kunst, insofern eine interessante Erscheinung, als derselbe lange Zeit alS Schlangenbeschwörer und Medizinmann am Hofe de» persischer, Schah verweilte. Der Charakterkomiker und Transformation s- künstler Verdy du Vernois, welche Kraft neu gewonnen ist, Ist in seinen Darstellungen durchaus originell zu nennen. Da» DuetMenpaar Geldncr und Fräulein Bachmann erzielt wahr» Haftes Triumph-, so überraschend ist die Komik und die treffliche GesangSweise. Der Opernsänger Semmler, die Chansonette Fräulein Clairmont, die Liedersängertn Fräulein Hcckel, sowie da» gesammte Personal werden heute in ihren Glanznummern austreten. Im Kaiser-Panorama, Passag«, erregt die interessante Wanderung durch Rom allseitige Bewuderung; neben derselben wird eine Reise durch Japan-China zum ersten Male stellt sein. Der Besuch ist lohnend. auSge« Die Strickgarn- und Strumpfwaaren-Fabrik von Theodor Fricke «uf die Havsvvmmer 174 bitte in achte«. 3,25 5,00 5,50 7,50 6,50 174, Oranien-Strasse 174, BERLIN S.O. 174, Oranien-Strasse 174, empfiehlt zur bevorfiehende« Sommer- und Reise-Saison: Tricot-Damen Taillen mit doppeltem Faiteaschooß, Keiteatheile» und Abnäher von extra prima besonder« dichte« rei» wollenen Tricot-Sloff, wodurch Unttrtaille entbehrlich, zu den sehr billigen Preisen: für klein, mittel, »Stück 2 75 3,00 do.». dopp. stark. Stoff................ 4,00 4 50 do.«. reich verfchn. 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Es fo gt die zweite Berathung d«S Antrages des Abg. ttropatscheck auf Annahme eine» Gefetzentwmfs, betr. die Gleichstellung der Lehrer an den nichtftaatlichen höheren Lehranstalten mst denen an Anstalten staat» '«den PalronateS. Die Kommission hat folgende Resolutionen vorge- Magen: .») Die lönigliche Staatsregierung aufzufordem, in der nächsten Sesfion dem Hause der Abgeordneten eincn Gesetz- entwmt, betreffend die Fürsorge für die Wittwm und Waisen ner Lehrer an den öffentlichen nicht staatlichen höheren Lehr- anffaiten, mit der Maßgabe vorzulegen, daß derselve fich grün- M auf Beiträge der detreffenden Lehrer und der zur Unter- Haltung j-ner Anstalten Verpflichteten. d) Die küniglecht Staatsregierung aufzufordern, in Fällen, ®o die eigenen Einnahmen ver Lehranstalten und die Mittel *r Bchulunterhaltung�vflichtigen zur Erhaltung dieser Anstalten Nach Maßgabe der§§ 1 und 2 nachweisbar nicht ausreichen, ist � Stichst ausgiebiger Weise Subventionen aus staatlichen zu gewähren und zu diesem Zweck die erforderlichen atel in den nächsten Etat einzustellen. a«§ 1 lautet: Die bezüglich des Durchschnitts-, Höchst» und �iindestbetrageS der Gehälter und bezüglich des WohnungS- Sildzuschuffez her Lehrer an den staatlichen höheren Lehranst.llen Uw-'Iig geltendrn Bestimmungen finden auch auf die eine etatS- Migl Slklle dekleidenden Lehrer an den entsprechenden öffcnt- jsthtn nichtstaatlichen höheren Lehranstalten Anwendung, auf 77, Aorschullehrer jedoch nur dann, wenn die Vorschule, an fix angestellt find, auf dem Etat der Hauptanstalt Die an einzelnen Anstalten noch vorhandenen etatS- �Men Hilfslehrer bleiben von den vorstehenden Bestimmungen » D. Huene: Meine politischen Freunde haben alle jhmpalhk mit den dem Antrage zu Grunde liegenden wohl- sollenden Adfichten, haben dieselben auch wiederholt dethättgt; «(«Iba Ken jedoch unserer Anficht nach der Ertwurf sowie die f'Müsst der Kommission wesentliche Eingriffe in die Rechte Kommunen. Dieselben haben bei Errichtung der Schulen Ür gesttzlich vorgeschriebenen Bedingungen erfüllt, einen freien jNrag mit den Lchrern geschlossen; wie kann ihnen nun der Staat p'öelich Höhere Verpflichtungen auferlegen? Durch die , s�misston ist in sachgemäßer Weise die staatlicherseitS zu «tstende Subvention für die Kommunen dem jährlich zu be «Ulligenden Etat überwiesen worden, die Rciolution verlangt Bildung von Dispositionsfonds; aber wir find prinz piell ministerielle Dispositionsfonds und werden des Ä'. Ebnendes Votum abgeben. seit qfk' Schmidt(Stettin): D-r Gesetzentwurf soll einem Oart empfundenen Nolhftande, der auch in zahlreichen und h.2 Ausdrucke kam, Abhilfe schaffen, namentlich— di» h t" vom Herrn Vorredner nicht beachiet worden— sollen an staatlichen Anstalten zukommendm Vloh "ßSqtlözuschüfle jedem Lehrer höherer Spulen zu Tveil lieae � A" � dtSposÜiven Befugniß der Staatsregierung keine Gefahr, denn im Etat werden doch die einzelnen Hnft.n" äM Genehmigung vorgelegt werden müssen. Die «.�v-ung eines Lehrers an einer höheren kommunalen Lehr- «.Mit beruht doch nickt auf einem durchaus unabänderlichen rnufi ift L.f* Auttaffung ist falsch. Der Staatsregierung � Echuloberaufficht auch dort eine Einwirkung iftW�en werden. Die Summe, um die es fich hier handelt, gar nicht so erheblich. Ich bitte Sie. den§ 1 anzu- bei» Hobrecht: Meine politischen Freunde werden bei »ui g��ande, daß der Entwurf unzweifelhaft eine Majorität JSJsth vereinigt, für denselben und der von der Kom- «n™" beschlossenen Form stimmen. Ich persönlich bin hstdingj entgegengesetzter Anficht, ich thetle die Bedenken Vi» 0- Huene, ich halte eS für sehr bedenklich, daß Jj, vir Initiative zur einer derartigen Gesetzesregelung er Ltfen. Wie stellt fich aber die Staatsregierung zu der aus if? Besetz nothwendig folgenden Belastung der Kommunen? »n, hl-ffe, daß von ihr eine Antwort dahin erfolgt, daß fie in »II,*"' B von ryr eine«nrwmr oayur rrivigi, vag nr u> »r o denjenigen Fällen, in welchen ihrerseit» schon gegenwärtig lhi,�wmunen ein Bedürfnißzuschuß für Echulzwecke gezahlt daß das PlüS, welches durch diese» Gcsey wird, von ihr zu üdemehmen ist und nicht der Kerlitter Sotmtagsplanderei. hm? c- Kein schöneres Vergnügen, al»»cn« man Zeit die Straße» der Reichshauptstadt zu bummeln. tem vi®* stkht man etwa» neue«, jeder Augenblick kann uns ickvi."erwa'tktei bringe«. Neulich— allerdings find es paar Tage der, so um die Zeit, wenn die neuen Mhrsmoden au» Paris kommen, standen wir sprachlos �«»«n Schaufenster. I« demselben befand fich nämlich stis., hchb sah es au« wie ei« umgestülpter Kaffee- Skll UBÖ halb- wirklich, e» giebt kein Ding auf der sLt, Wel Theater zum ersten� Mal«„Der S„M4, Polnische 1.50-1,56 Mk. per 100 Kilo. Käse un« onandert, Kamember, inländischer, 1,20-1,50 per Dutzend, Mdrat-Sahnenkäse(Cmtrifugen) 0,15-0,20 per 100 Ktlogr., bta i 5�%*" Schweizerläs« 0,80—1,20, Edammer, echter 1,20 l.40. TUstter 1,00-1,30, Holsteiner 36 M. per 100 Kiloar. ÄTml'*» �olat zu 1—2 M. per 100 Köpfe, Spargel Im. 70 vi» �Pf.,_II. 30-50, Suppenspargrl ___ 20 Pf. per Ktlogr., Kohl- d-* 1.60—1,75 M. pro Schock, Möhren 3 M- pro Schock, AAebeln, Magdeburger 12—14 M., Russische 16 M-, Egyv« Gurken in Körben von 30 St. pro Kopf. Wild: ReRiöcke a /.w pro«nogr., leornoe Hühner 1,60—2.00 pro Stück, •"fin 2-2,50 M. pro Stück. wurde c..."wiwioaua> �ycairr zum ersten wraie„vn kleine „'yog'', komische Oper in drei Allen von tz. Meilbac L. Halery, Mufik von Charle« Lecocq gegeben. Den vueren Berlinern ist dieses Werl deS fruchtbarsten Operetten« ?�vonisten, d. h. nach Lffenbach, nicht neu, denn die söge« h?r.?te»Komische Oper"(„Operette wäre viel besser") wurde �.reitß vor 15 Jahren im alten Friedrich-WIlhelmstädttschen aufgeführt. Die Mufik ist fließend geschrieben und ßjr gut instrumentirt, die SoloS find meist dankbar und die °«m �lefStze wirkungs 1 ________ gsooll und doch ist keine Nummer populär Woran dies liegt ist unS heute noch unklar: sollt« Text daran Schuld sein? Die Handlung ist P±. folgend«: Der fünfzehnjährige Herzog wm »««05(Fräulein Seedold) wird au« politschen viS, TP verheirathet und nach der Trauung sofort b„?..�'Ner jungen Frau(Frl. Libenschütz) getrennt, welche bi«« ein Stift gebracht wird. Der junge Herzog wird an de! sfii'bt deS Regiment« gestellt und in den Krieg gesandt. init 4�°" erfährt er den Aufenthalt seiner jungen Frau und M V&rÄ?4»$ Um diese wunderbare Handlung, zu deren Er« «Ä«i. WWKMH fall. reichen und wohl verdimten Bei« für die Ä.». Ä günstig aufgenommen, doch rathm wir, Welche d«, einige zu faule Witze deS Herrn Herrmann, HMWSM-S« """fer der sicheren Leitung deS Herrn Grau da» Beste. Polizei-Bericht. Am 27. d. M. AbmdS schlug währmd deS Gewitters der Blitz in die an der Brandmauer der Häuser Manteuffelstroße Nr. 56 und 57 befindlichen Schornsteine, ohne besonderen Schaden anzurichten.— Am 28. d. M. früh wurde die 80 Jahre alte geistesschwache Wittwe Möhring auf der zu ihrer Wohnung. Ncu-Kölln am Waffer 18, führenden Treppe mit gebrochenen Armen und aus einer Kopfwunde blutend aufgefunden. In ihre Wohnung gebracht, starb ste nach etwa 2 Stunden, ohne zum Bewußtsein gekommen zu sein. Wahr« scheinlich hat fie fich die Verletzungen durch einen Fall von der Treppe zugezogen.— Zu derselben Zstt wurde ein bei einem Fleischermeister in der Lübeckerstroße im D'enst befindliches Mädchen in ihrem Bette todt aufgefunden. Die Todesursache konnte noch nicht festgestellt werden. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht.— An demstlben Tage Vor» mittags wurde am Mühlenwcg die Leiche eines ManneS auS der Spree gezogen und nach dem Leichenschauhause gebracht. Gerichts-Ieiwng. t Ei« Dreizehnjähriger stand vor dem Schöffengericht unter der Anklage» einen Betrug und einen Diedstabl verübt zu haben. Den Knaben Paul W. hatte seine Mutter zum Goldarbeiter mit einer Broch« geschickt, die reparirt werden sollte. Im Laden war nur eine Verkäuferin anwesend und während fie stch abwendete, griff der KnirpS nach einer am Rand des Ladentisches liegenden Broch«, die kurz vorher eben« falls zur Reparatur eingeliefert worden war. Er trollte fich nach Hause und brachte den Schmuck zum Vorschein, den er auf einem Sandhaufen gefunden haben wollte. Die Mutter schenke dem Funde, den fie werthlo« hielt, wetter leine Auf« merksamleit und so blieb die Broch« unbeachtet in einer Ecke liegen. Einige Tage später wurde Paul wieder zum Goldarbeiter geschickt, um die reparirte Broch« ab« zuholen. Cr hatie 15 Pfennige in der Tasche, mehr sollt« die Arbeit nicht kosten. Der Juweller brachte einen Kasten hervor, in dem die reparirten Gegenstände lagen. Bevor er aber die richtige Broch« heraussuchen konnte, erschien ein Käufer, und Paul benutzte die Gelegenheit, um fie selbst herauszunehmen und in die Tasche zu stecken. Nun konnte der Goldarveiter lange suchen, konnte in allen Kisten und Kästen nachsehen und jeden Winkel umkehren, die Broch« blieb verschwunden. Paul aber stand daneben und amüstrte fich über die Le- stürzung. die er hervorgerufen hatte. Gleichzettig hatte er auch die fünfzehn Pfennige„gespart", die fich so vortrefflich in Leckereien umsetzen ließen. Seiner Mutter lieferte er die Broch« stillschweigend ab. Die Sache kam heraus, und bitterlich weinend stand der junge Sünder vor seinen Richtern. Er machte nicht den Eindruck eineS verdorbenen Knaben und seine Handlung wurde milde deurlheilt. DaS Ge« richt sah in dem Ganzen keinen Betrug, sondern nur einen dummen Streich. Auch der Diebstahl wurde nicht hart ange- rechnet, sondern ein strenger Verwei» für genüaend erachtet.— Die Mutter th eilte übrigens mit, daß der Vater bereits an Paul eine etwa? fühlbarere Justiz ausgeübt habe. Uereine und Versammlungen« t In der öffentliche« Versammlung der Stellmacher Verltn«, welche am Freilag, den 28. d. M., bei Keller, Andreasstr. 21, unter Vorfitz des Herrn Glaubitz stattfand, wurde der Stand deS Streiks besprochen. Herr Menzel be« zeichnete denselben als im Allgemeinen günstig. Mit Freudm sei das Entgegenkommen der Innung begrüßt worden, die den von den Gesellen aufgestellten Tarif mit einigen Abänderungen. die in kombinirter Sitzung von beiden Theilen vereinban wurden, anerkannt und bewilligt hat. Allerdings gebe es noch einige„kleine" JnnungSmeisler, die trotz dei MajoritätS« befchluffeS noch immer mit Zähigkett an den allen Lohnsätzen festzuhatten suchten. Aber auch fie würden schließlich genötdigt sein, nachzugeben, wenn der Geist der Solidarität in der Ge« sellrnschast so wach bleiben würde, wie er eZ jetzt sei. Die Stellmacherdewegung sei erst sett Kurzem in Fluß, man könne mit den Resultaten, die vorläufig erreicht seien, zufrieden sein. Die Haupterrungenschast sei vre Verkürzung der täglichen Arbeitszeit, ihre Festsetzung auf 10 Stunden, und und die BeseUiguug der SonntacSardeit. Dieser Erfolg sei werthvoller, als die erreichte Erhöhung der Lohnsätze. So werde wenigstens einem Thcile der arbeitslosen Kollegen wieder Arbeitsgelegenheit verschafft werden. Um von dem diesmaligen Siege aber weiter schreiten zu können und ihn zu einem dauernden zu machen, sei eine feste Organisation da» einzige Mittel. Mit einem eindringlichen Appell an alle Stellmacher Berlins, fich der„Vereinigung deutscher Stellmacher" anzu« schließen, schloß der Redner seine beifällig aufgenommene Ansprache. In der Diskusfion sprachen fich alle Redner im gleichen Sinne au«. Sodann wurde das„Verhalten der Meister, die nicht zur Innung gehören", einer eingehenden Kritik unterzogen und ihre Abneigung, die Forderungen der Gesellen anzuerkennen, bedauert. Eine Erhöhung der Preise bei gleichmäßiger Lohnzahlung liege auch im Interesse der Meister, die so olleln fich gegen die Schundlonkurrenz wehren könnten.— Im Uedrigen empfahl Herr Wachhau», den Streik innerhalb 8 Tagen für deendet zu erklären und die Durchführung alleS deffen, was auf den ersten Schlag fich nicht habe erreichen laffen, auf eine spätere Zell zu vertagen.— Schließlich wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: Die beutige Versammlung erklärt fich mit den Ausführungen d-S Referenten einverstanden, fie ist der Anficht, daß die zehn« stündige Arbeitszell zur Erholung dei Einzelnen und zur Hebung de« Lohne» Aller, da fie die große Zahl der ardeitS« losen Kollegen vermindert, unbedingt erforderlich ist, und ver« spricht, mit allen Kräften für diese Forderung einzutreten. Gleichzeitig verspricht fie, Mann für Mann der Vereinigung deutscher Stellmacher beizutreten".— Hierzu machte der Vor« fitzende der hlefigen Filiale bekannt, daß daS Eintrittsgeld 50 Pf. und der möchentliche Beitrag 10 Pf. beträgt, und daß die nächste Versammlung am 4. Juni im oberen Saale bei Keller stattfindet. Ebenso machte Herr Glaubitz bekannt, daß die nächste öffentliche Versammlung am nächsten Mittwoch Abend bei Grätz, Brunnenstraße, werde abgehalten werden und der Kasfirer ersuchte um schleunige Ablieferung der Sammellisten.— Ein Zwischenfall ist noch erwähnenSwerth; der Vorfitzende der Versammlung forderte nämlich mitten in der Verhandlung alle Diejenigen, die nicht Stellmacher seien, auf, daS Lokal zu verlassen.„Wir haben genügende lieber« wachung und brauchen andere nicht", fügte er erklärend hinzu. ES verließen auch thatsächllch einige Personen den Saal, denen nicht gerade freundliche Blicke nachgesendet wurden. Man brachte unS s. Z. die Notiz, daß die Strelkkaffe der Stellmacher volizeilich reoidirt worden sei. Diese Meldung beruhte auf einem Jrrthuw. Der Sachverhalt war vielmehr folgender: Am 16. d. M.— 4 Tage nach Erlaß der„Bekannt- machung auf Grund deS§ 28 d«S Sozialistengesetzes"— fand eine öffentliche Stellmacheroersammlung statt, gelegentlich der eine Tellerlammlung veranstaltet wurde. Der überwachende Beamte zählte unter Hinweis auf diese Bekanntmachung, wo« nach der Polizei die Tagesordnung, also auch die Mittheilung, daß~" vor Gelder________ Summe mit dem Bedeuten, voiläusi» nicht darüber zu ver- fügen. Aus die sofort eingelegte Beschwerde kam von der Polizeibehörde der Bescheid, daß die Gelder freigegeben seien. Die Mitglieder der Freie« Verewigung der Ver« aolder und Fachgenoffen beriethen in einer am Mittwoch bei Keller, Andreakstr. 21, abgehaltenen außerordentlichen Ver« sammlung über:„Ruflösung de» Verein» resp. Statuten« änderung." Der Antragsteller, Herr Ramlow, meinte, daß durch daS jetzige Vorgehen der Behörde sämmtliche Vereine lahm gelegt wären und die Mitglieder wohl zu der Ueder« zeugung gekommen sein würden, daß, wenn der Verein der Vergolder weiter bestehen solle, die» nur noch ein Vegetirm wäre, deshalb solle man den Verein lieber ganz auflösen«nd bessert Zellen abwarten. Herr Schindling ist entschieden gege« eine Auflösung des Vereins, da man fich den neu hinzu ge« tretenen Mitgliedern und dm Fabrikantm gegenüber durch einen solchen Beschluß blamiren würde. In längerer Ausführung plädirt sodann Herr Böhl für die Auflösung de« Vereins, da der Streikerlaß und die neueste Verfügung der Versammlungsverbote dem Berein so hindemd entaegm trete, daß derselbe überhaupt nichts unternehmen könne. Redner stellt einm Eventualantrag, im Falle der Nichtauflösung der Verein» die Verlammlungen bi» Oktober zu vertagen. Für Auflösung spricht stch noch Herr Görzimisch auS. G am eine Auflösung sprachen hie: auf die Herren Kühring, Weiding und Vieth. Der letz?« Redner konstatirt, daß im Vergoldergewerbe ein allge« meiner Streik, wie der letzte vom Jahre 1832, wohl schwerlich wieder zu Stande kommen würde, der Verein daher auch vor« läufig nicht in die Lage kommen dürfte, an die Oeffentlichkett zu treten; mithin, so meinte Redner, sei auch eine Auflösung von Seiten der Behörde nicht zu befürchten. Beffer sei eS jeden« falls, daß die Mitglieder geschloffen zusammen bleiben, um bei eventuellen Fällen eintreten zu können. Bei der hierauf vor« genommenen Abstimmung stimmten 27 für und 48 gegen die Auflösung. Der Verein bleibt somit auch ferner bestehen. Auch der Eventualantrag de» Herrn Böhl wurde abgelehnt. Zu Verschiedenes machte da» Vergnügungskomitee bekannt, daß daS Sommervergnügen am 31. Juli bei Mohrmann, Große Frankfurterstraße 117, stattfindet. * Gauverew Berliner Bildhauer, Annenftr. 16. Dienstag, den 1. Juni, Vortrag de» Herrn Dr. Schnellmbach über:„Die VolkSseste des Alterthums". Gäste willkommen. * Der öffentlichen Versammlung der Maler Berlin»» welche heute(Sonntag) Vormittag in Gratwefl'S Bterhallen stattfinden sollte, ist die polizeiliche Genehmigung versagt wor» den; die Versammlung findet also nicht statt. * Ar betten Bezir ksve» ein der Oranienburger Vorstadt«nd des Wedding. Die zu Montag deabstchttgte Ver» sammlung findet nicht statt, da die polizeiliche Gmehmigung versagt worden ist.— Beiträge und Mitgliedereinzeichnungen nimmt de: Kasfirer Sonntags Vormittags von 10-12 Uhr bei Schramm, Hochstraße 32», entgegen, daselbst findet auch der Bücherumtausch statt, ebenso an den Wochentagen Abends von 8 Uhr an Triftstr. 46», pari. Verein zur Pflege freireligiöse« Lebe«». Heute. Sonntag, Vormittags 10 Uhr, Nrederwallstr. 20 im unteren Saale: Vortrag deS Herrn Vogthcrr über:„Menschenglaube und Gottrsglaube". Zutritt hat Jeder. * Zitherklub„Amphion". Jeden Montag Abend Uebungsstunde im„Kmfürstenkeller", Poststraße 5. * Männergefangverei«„Schneeglöckchen" jeden Montag Abend im Restaurant Naunynstraße 78. * Arbetter-Bezirksverein im Westen. Außerordent« liche VereinSversammlung am Dienstag, dm 1. Juni, Abend» 81/» Uhr, in Gründer'S Salon, Schwerinstraße 26. Tagesordnung; Statutenänderung. * Verein zur Wahrung der Interesse« der Lackirer aller Branchen. Montag, den 31. Mai, Abends 3'/. Ubr, Versammlung in Feuerstein'» Salon, Alte Jakobstraße 75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Metzner. 2. Dis« kusston. 3. Wahl von 3 Revisoren. 4. Vorlegung der um« geänderten Statuten. 5. Verschiedenes und Fragelasten.— Gäste willkommen. Mitglieder werden aufgenommen. * Große öffeumche Versammlung sämmtltcher Stvckatenre am Montag, den 31. Mai, präzise 7V, Uhr, bei Rieft, Kommandantenstr. 71—72. X.'Li.: 1. Rechenschaf»- bericht über den UnterstützungSfond». 2. DaS Abfallen von Stucktheilm. 3. Die Rüstungifrage. 4. Erledigung der von der letzten Versammlung zurückgestellten Anträge und Er« gänzunaSwahl. * Fachverew der Schneider. Versammlung am Montag, den 31. Mai, Abend» 8'/, Uhr, in Gratweil'S Bierhallen (unterer Saal). Vortrag des Zuschneidelehrers Herrn SHrfr Wahl eineS ZuschneidelehrerS. Verschiedene». Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. * Sachverew der Posamenttrer und BerufSgenoffen. rsÄSSsars» sprechung über eine zu veranstaltende Landpartie. Mauerstr�86, Mttgliederoersammlung. Tagesordnung: 1. Wahl von 3 Reotsoren zu Jahresabrechnung. 2. Verschiedene». 3. Fragelasten. ~ ÄÄ J? Töpfer Berlins und Umgegend. fchtedeneS. Gäste willkommen. schäMgllN�c�lltt B�rlini��Sonntag. M�Mai" Vormttta?» 10 Uhr, bei Gratweil. Kommandantenstraße 77/79, General« Versammlung. * öffentliche Versammwna sämmtltcher Stuhl« SZLMa»*3"!»'■* Kehte Nachrichten. letztere orllärte. man thue unrecht, ihn für ultramontan zu halten, und forderte die Minister auf, auch unter seiner Regent- schatt im Amte»u bleiben. Der Emtritt der Regentschast ist sur die nächste Zeit schon zu erwarten. Man glaubt, daß durch eine Proklamation deS Prinzen Lullpold und de« Ministerium». «elche der Landtag billigt, König Ludwig und Prinz Otto als derzeitig nicht in der Lage erklärt werden, die Regierung deS Lande» zu führen. Die Zustimmung deS Reiches dürfte schon eingeholt sein. Ein deutsches Spionagegesetz? Nach einem Franffmter Telegramm de« Londoner„Stand." soll die deutsche Regierung beabstchtigen, nach Pfingsten einen Gesetzentwurf gegen Spionage einzubringen. *** w Der oriechische Konflikt. Bis gestern Abend fanden an der griechtsch-türkischen Grenze noch kleinere Zusammenstöße statt- �Die biS jetzt amtlich festgestellten Verluste der Türken find 180 Todte.— Der griechische Verlust soll stärker sein. Außerdem find 300 griechische Gefangene in Salonicht einge« troffm. .. dem Prozesse aeaen Johann Most und Genossen Theater. Sonntag, den 30. Mai. Opernhans. Der Trompeter von Söllingen. Montag: Lohengrtn. Gchauspieihau». Die Märchentante. Montag: Der verwunschene Prinz. Zum Schluß: Castor und Pollux. Deutsches Theater. Der Widerspenstigen Montag;"(Sin Tropfen Bist. Belle.»Mauce-Theater. Namenlo«. Poff« mit Gesang in 3 Allen von Kaiisch und Mufik von A. Conradt. Pohl. Mufik von A. Conradi. Montag: Dieselbe Vorstellung. Saliner-Theater. Der Getgenmacher »allner> Mittenwaid. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kriedrtch.WtthelmstitdtischeS Theater. fiigeunerdaron. von Der Montag: Dieselbe Vorstellung. »tihalla- Theater. Der kleine Herzog. Montag: Dieselbe Vorstellung. VR«d-Thea ?«SÄ! Hr. ßoncert«. Spezialität..Vorstelr«vg.- «'~" der Chansonette""""~ Claimost, Auftreten des KomtlerS Terly, des invtschen' JonglmrS � Mr. Siäj-Sail s J» Steigender Beifall der Duettisten Auftreten d. beliebten Sängerin und des Tenoristen( | Frl. MMN«. i GelJürr. Frl. Fanny Hertel Em Eiil Letaler-. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf., Kinder unter 10 Montag und folgende Tage: Dieselbe Vorstellung. ahrm frei. ntree 20 Pf. [1867 Restaurant F erd. Mitan, Wiener- Straße 31, empfiehlt allen Freunden und Bekannten sein neu renozirtes Wele»' nnd Balrlseh-Bler-liOfcal. Guter, reichhaltiger FrnhstLck»-, Mittags- und Abendtisch.[1400 Ein großes Pereinszimmer steht den aecbrten Gästen itnr Verfügung. ZmmaWMs| in kürzester Zeit aus den gediegensten Stoffen, von "—15 Thlr. Anzöge von 12—18 Thlr. Hose« 3-6 Tblr.[1536 . IMlBOT�r.Mneidfcmfft., Alexandrinenstrasse 46, Quergeb. I. 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Mai, Abends 8'/, Uhr, in Gratmell's Kierhallen, Kommandanten« straße 77/79(oberer Saal). Tagesordnung: 1. Vortrag über Dekoration!« Zuschnitte mit prafttscher Anleitung. 2. Bei' schiedeneS und Fcagekaften.— Gäste willkommen Mitglieder werdm aufgenommen.[179? Der V or stand. «effentiiche Versammlung sammti. Stahlarbeiter u Serufsg. Montag, den 31. Mai 1886, in Büß' Salon, Gr. Frankfurterstc. 87. Tagesordnung: 1. Bericht über den btlhen' gen Verlauf der Lohnbewegung. 2. Berich' über den in Gera stattgehabten Kongreß% Manufakturarbeiter Deutschlands.[181' Fachverew der Schneider. Versammlung Montag, den 31. Mai, Abend« 8'/, Uhr, tn Kratmeit'» Kierhalle«(unterer Saav T. Q: 1 Vortrag des Zuschnetdelehrer! Hrn Dirk nebst Zeichnung an oer Tafel. 2. WaV eineS Zuschneidelehrers. 3. Vereinsangelegcw Helten, VerschtedineS. Gäste willkommen. Ä"!' nähme neuer Mttglieder. Pflicht eineS ied!» Mitgliedes ist es, zu erscheinen. Der Vorstand V � m «-fdai Der Verein zur Wahrung der#«%? esse« der Tischler bält Montag, den 31. Ä» AdendS 8'/, Uhr. Naanyustrasse 44 Versammlung ab. Tagesorvnunz: 1.% trag des Herrn Sperling über naturgewaz« Gesundheitspflege. 2. Verschiedenes. Die Mttglieder, welche die Drmvferpar''' mitmachen wollen, haben stch in der Versami"' lung beim Kasstrer zu melden. 1809] Der Vorstand- Der «S! wtonrtttii s.� Ötgen s Mgelft Fachoerei« der Kteindrucker, nnd isithographen. Laut Beschluß der tetztm Mitglieder- V' sammlung ftndet am Htmmelfahrlstage em« Kerrenparti» naeb Kchildhorn stalt. Abfa Morgens 6 Uhr 56 Minuten vom Bahnbot Alexanderplatz. Von 8—10 Uhr Rendezvous Spandauer Bock, bis 2 Uhr Restaurant Wißner in Schildhorn. Rückfahrt nack Uedertinluast. Kollegen und Freunde, durch Mitglieder oorge« stellt, find sehr willkommen. Der Vorstand. I Arbeiter- SeMs- Verein der Noseuthaler Vorstadt, Sonntag, den 30. Mai, Vormittags 9 bei Schramm, Hochstr.% Rege Bethetligung tcrcünf®,' Erste Prollnkiiv-Genostmsdiaft Berliner Schneider (Eingetragene Genossenschaft) Kerlin S., Kommandantenftr. 61-. Herren- Garderoben jeder™ werden nach Maaß angefertigt Reichhaltige Auswahl nur reeller iw> 6, ausländischer Stoffe. Auf Wunsch vorläge im Hause der Kunden. Saubere guten Sitz, solideste Preise garantirt Der Vorstand. Ed. Siebert. A. Krause. I. Güntnel-�. m ®e getiujwi «*b We a Müßiger '»efen fe � Wi> s» 3 Sa Ä Wanduhren mit � Patent-Schlagwerk, welches die Stunden repetirt und nie schlägt, seldst�nicht, wenn die Zeiger«rnülig� werden, empfiehlt Iflax Bu»sie9 157. Jnvalidenstraße 157, zwischen Brunnen- und Ackerstraße-I� Ärbeitsmarkl Ein Mädchen von 14 I. zum Warten Kinde! wird verl. 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