>pazierB ipltonen I dm 81 S« »afftlbe.»] 1852, 186i eigen En» d Menst« tröme ttt» ar ein St- ahe lOOOi im« mW l. die ch rtiungie f nd nutj ei Eyrain in an j» :.) G-stS aus Bi-k-- ck von di und wol!» fc.130 Sonntag, den 6 Juni I88ft III. Iah»». ctlinerlolbtiiill Brgan für die Intereffen der Arbeiter. 4 « ttoA. gl ( *a» JBttliMtt«alf«ilair ]et nach Bonn» und Zeßtagm. Rbonne«mtt»reii für Berlin frei 4 Marl,«onMch 1,35 Äarl,»LcheMch fi# Pf. Postadonnement BonnlagS'Puimnrt«tt illustrtrier Beilag« 18 Pf. iungSpreiSliße für 1«»S unter»r. 768.) getragen in der Post beträgt für di« � gespaltete Bei Nach eren in der »fertio»»gebühr , etttjeile od« d«m Raum 40 Pf. Arbeitstmarlt 10 Pftmii«. oh« Rabatt nach Uebereinlunft Jnsnate ronben bis 4 Su . Bttlin SW., Zimmerstrahe 44. sowie von asten~ ureaur, ohne Erhöhung de» Preise», angenommen. KedaKtta«: Keathßraß»%— G»P»dttw»: Zimmerstraße 44. Dxvzn iiiii Kmile, Der gewaltige Wettkampf zwischen Panzer und Kanone ift sich gar nicht uainteresiant, wenn er nur nicht so r nmen:»'! irt wersS' stt wog ollm w-A lach»SS i gelang iben; e Kon�. Einst«* un» W1 % bweig� 'tlg aut� Graf f "w'S -och im«" -r Eholer von u? - erkrank L*4 Äisme s i T�lpielig«Sre. Er nimmt Dimensionen an, die man W« kaum geahnt haben mag. Heute lesen wir, daß ei« ?tschoß,«in„Zuck« Hut", eine Panzerplatte von so und so "U Zoll Dicke durchschlage« habe, dann wird schleunigst ?e neue Platte konstruirt, welche dem Geschoß widnsteht. �»d bald darauf wird ein Riesengeschütz hergestellt, welche» M die stärkste» Panzerplatten mit seinen Projektile« durch- schert. Dann sinnt man auf neue Befestigungen und so M da» weiter ohne Ende. Wann ist überhaupt ein Ende "»bewaffnete« Friede«»" abzusehm? Wen« früh« eine neue Erfindung zu Tage trat, so man doch noch in einzelnen Fällen Gelegen» mu» vuiy iiwvy»»» ße so zu verwerthe«, daß sie einem Fottschritte diente. .1%« da« Schießpulver, welche» im ganzen so Unheil» be» Birkungen aufzuweise» und da» barbarische Bcr» 0 unter dem Menschengeschlecht angerichtet hat, ber erste» austreten von einer wohlthätige» Wirkung be» Weitet j H hxach da« Uebergewicht be» geharnischte« Ritt«» 2�4. Al» ein Nürnberg« Waffmschmied Handbüchsen "»fertigte,„die durch jeden Harnisch schossm", da brach die S?8 Sit« er« und Reisige« im Eisenkleid getragene bisherige Aorm de» feudalen Kriegswesen» zusammen und die Ge» Mutze der Bürg« warfen die bi»h« oft unbezwinglichen S�gen de« Adel» aied«. So ward da» Schießpulv« ein �«arbest« für die Erlösung au» d« Knechtschaft de» Feu» mail,*mu»- Wenn ob« heute eine neue Erfindung gemacht k« haben wir gewöhnlich, wenn sich die der sruÄ auf da« Kriegswesen, auf Vervollkommnung �unzahl« zu trage» haben. biT!.8 tt Bewaffnung gegeben. E« würde den Erwartungen, ewf«a2 00n««« demokratischm Republik hegt, weit«ehr ry.�rechen, wen» die Regi«u«g d«selbe« sich bemühe» tot � europäischen Frieden zu ein« dauernde» Zastitutro« wachen. Statt dessen denkt man auch in Frankreich nur tz��nbesserung d« Bewaffnung und V«mehru»g d« W. habe« w Toulo» große Flotteamanöv« stattge- hn.' wobei auch jene schrecklichen Apparate, die w» Torpedo'« nennt, in Thätigkeit waren. Man J-vM, daß dabei auch auf de« Wettkampf zwischen Panz« jebi»1 ilM tfS? SSf� 0 >0 % da-tn�, u .v(t W H ißWfl arieM'g, fi ' Mrt»»«».] IseuMeton. Mne Mutter. Roman von Friedrich Gerftäcker. (Fortsetzung) st-., �ie Leute sprangen mtt gutem Willen zu, und die ver» M?«« Koulisse« und Versetzstücke wurden rasch in'» und die Treppe hinauf gebracht. Nur d« alte 0# schüttelte den Kopf dazu, daß sie auch»och gemalte i,> in das Hau» schleppten, wo« selber schon Alle« wT8 blühenden Wald»«wandelt hatte, und schtmpfte �«�»geschickten Träg«, die ihm da und dort an den iA die aufgestellten Blumenstöcke umgeworfen und sogar i�paar Töpfe z«brochen hatten. Nicht« wie Aerg««tt � Uvnützen Volk, da» nicht einmal eine Distel von ein« ch>e»• unterscheide« konnte und so rücksichtslos mtt d« o*'« mtt b« andern umging.. tiuJ�betnoifcHe Beautemp« wandelte indessen ,« maiestä» «ie �Haltung de» Weg entlang, den vor ihr, leicht wie ber letzte« Woche kaum mtt einem Bltck um sie ge» hatte. «(tjoä'l* Stellung hier war übnhaupt eine ganz unhaltbare SStefc�L t4 vorh« bestimmt, bis zur Vermählung d« %% auszuhalte», sonder» gleich«ach der V«lo- 7%.?, Familie zu««lassen. Wa« sollte sie auch«och 8 kei» kon- servative Preffe. Gestern brachte fie die„Nordd. Mg. Ztg," nach dem„Leipz. Tgdl." Warum sagen die Blätter nicht ganz offen heraui, daß fie überhaupt keine Organisation und keine Aeußerung seitens der Arbeiterschaft dulden«ollen? DaS wäre wenigsten« offener, als die meuchlerischen, entstellenden Angriffe auf die Fachvereine, in denen es— wir wiederholen daS nochmals— wenigstens würdiger und ernster zugeht, alS in einer antisemitischen Kleindüraerversammlung, in der die Konservativen Stimmenfang treiben.— Uebrigen« tritt auch der Lettartikel der„Magd. Ztg.", den wir gestern deleuchteten, seine Runde durch die gegnerische Preffe an. Eine verbotene Landpartie. In Weinheim(Baden) wurde auf Grund de« Sozialistengesetzes ein Waldaus flug der Tischlerkrankenlaffe zu Mannheim, an dem auch Frauen und Kinder Theil nehmen sollten, für den ganzen Kreis verboten. In der Verfügung heißt«S, daß die Filialen der Hamburger eingeschttedenen HUfSkasse der Tischler alS Sammelpunkt der sozialdemokratischen Partei allgemein gelten und daß die Weinheimer Filiale in der Mehrzahl aus Mitgliedern be> stehe, welche alS zur sozialdemokratischen Pattei zahlend an- gesehen werden.— Bei dem sehr wackligen Standpuntte, auf dem fich zahlreiche Zwangskaffen, Ortskaffen und Gemeinde« krankenkaffen definden, ist eS doppelt bedenklich, wenn die Be« Hörden den freien einaeschriedenen HilfSkaffcn da« Leben sauer machen. Durch da« Einschreiten der Behörden gegen dieselben kann da« ganze ReichSkrankenkaffengesetz, so weit e« von Nutzen für die Arbeiter ist, in Frage gestellt werden. Der Finanzmintster Herr v. Scholz ist augenblicklich nicht auf Rosen gebettet. Die Konservativen, die noch von den WährungSdedatten her mancherlei Groll hegen, werfen dem Minister Lauheit vor. Die Freifinnigen wiedemm er- blicken eine unerhötte RückflchtSlofigkeit in der Weigerung, über die Bedürfniffe des Reiche« Auskunft zu geben. Und selbst die Nattonalliberalen, welche gewiß keine zu hohen An- sprüche an ein Regierungimitalied erbeben, find nicht zufrieden. Die„Nat-'Ztg." schreibt:„Um eine Einigung zwischen der Regierung und einer Mehrheit über die Grundlinien der künftigen Lösung zu erreichen, wäre eine entschiedene, da« ReichSintereffe unbedingt voranstellende Führung feiten« der Regierung erforderlich gewesen. Sie bat vermöge der Rück- fichlnahme auf die Forderungen der Agrarier in dem Entwurf, dann vermöge der beständigen sehnsüchtigen Rückblicke de« Herrn v. Scholz auf da« Monopol bei der ersten Lesung im Plenum, endlich während der KommisfionSverhandlungen über« Haupt vollständig gefehlt.— ES sollte unS nicht wundern, wenn demnächst wieder Gerüchte über den bevorstehenden Rücktritt deS preußischen Finanzministers austauchen. O diese NattonaUtberale«. AlS die Nattonalliberalen Oechelhäuser und Sttuckmann auS der Branntweinsteuer« kommisston ausschieden, munkelle man davon, daß fie dem GroS der Partei nicht regierungSfteundlich genug(!) erschienen wären. Der Abg. Buhl hatte zwar nichts tchkimigere« zu thun, als diese Vermutbung zurückzuweisen. Thatsache ist jedoch, daß die Herren Oechelhäuser und Struckmann wagehalfig genug waren, fich für die Resolution Rickert auszusprechen, in ihrer Unbescheidenheit wollten fie wenigsten« wiffen, wofür fie Steuern bewilligen müßten. Die Herren Sattler und Haupt, die an ihre Stelle traten, haben diese Uedereilung sofort wieder gut gemacht, indem fie gegen den Antrag in allen seinen Theilen stimmten. Die Leute find wenigstens konsequent in der polttischen Charakterlostgleit. Die Reaktion in Sachsen. Bei der zur Zett tagenden LandeSsynode der evangelisch, lutherischen Kirche Sachsen« war von dem Laienmitgliede Prof. Kuntze ein Antrag eingegangen, der den OrtSgeistlichen, Kirchenvorständen und Diözesen« AuS» schliffen Rechte und Befugnisse zuweisen will,'welche dieselben, seit einem Jahrhundert wenigstens, in der protestantischen Kirche nicht mehr befitzen. Demnach sollen dieselben solche Personen, welche einer geistlichen Vorladung nicht Folge leisten oder kirchliche Trauung und kirchliche Taufe verweigern und trotz Vermahnung in ihrem Ungehorsam veiharren, von den Ehrenrechten der Kirche auSschtteßen können. Sie sollen sol- chen Ungehorsamen das kirchliche Wahlrecht nehmen oder sui« vendiren, dos Abendmahl verweigern können. Sie sollen ihnen verbieten können: die Pathenschast anzunehmen, fie sollen ihnen endlich, wenn fie„unbußfertig sterben und fich bi« zum letzten Athemzuge bei ihnen da« KirchenzuchtSverfahrm vergeb« lich erwiesen, da« kirchliche Begräbniß verweigern können". Bräuten, die fie nicht für keusch halten, sollen fie daS Braut. kranztragen versagen, desgleichen solchen Bräutigamen da« kauernde dunkle Gestalt des Manne«, uud schritt quer über den Rase» auf den Burschen zu. Der Spitz knunte, sowie der Förster seine Richtung änderte, und Fritz sah erst seine« Hund an und dann«ach der Gegend hinüber, die dieser andeutete. „Ruhig, Spitz," sagte er aber, wie er nur die Gestalt erkannt hatte; der thut uns hier nicht« und muß höchstens mit langer Nase wieder abziehen. Kommt mir gerade recht und bin eben in der Stimmung, ihm Audienz zu er« theilen." Ohne de« Naheade« auch nur so weit zu beachte«, de« Kopf noch einmal nach ihm umzudrehen, fuhr er m seiner Arbett fort; aber der Spitz knurrte stärker, den» der Zagd« Hund genirte ihn, und er rückte auch etwas näher zu seinem Herr«, al» er bi» jetzt gesessen. Er und der Jagdhund schiene« auch in der That keine große« Freunde zu sein, al» ob fie die Aattpathie theilte«, die ihre beiden Herren gegen einander empfanden. Karo, wie der Hund de« Jäger» hieß, kam mtt gesträubten Haaren und hochgehobene« Schwänze, an dem auch nicht die ge« ringst« Spur von Wedel« fichtbar war, langsam näher; er knurrte freilich nicht, aber seme obere« Lefze« zogen fich zu« sammen, daß die blanke« und scharfe« Zähne fichtbar wur- de», und er sah de« kleine» Köter dabei von der Seite mit einem Blick an, al« ob er nur eine» leisen Wink seine« Herr» erwartete, um mit einem Sprung über de» Eiadrtng« ling herzufallen. Der Spitz schien fich übrigens gar nicht so sehr vor dem ihm an Stärke vielleicht viermal überlegenen Gegner zu fürchte«. De« Rücken deckte er freilich dicht an seinem Herr«, dort aber hielt er auch Stand und wies de« große« Hunde die Zähne so lebhaft und kampfeSmuthig und hob sein kleines Schwänzchen so keck und herausfordernd empor, daß man ihm ansah, er würde einem Angriff von der andere» Seite keine« Zollbrett ohne Gegenwehr weichen. „Na, mein Bursch, wa« treibst Du hier wieder?" redete der jetzt dicht herangekommen« Förster den MaulwurfSfänger mtt eben nicht freundlicher Stimme an.„Eine Woche fast bist Du ausgeblieben, und ich hatte KeuschhettSprädikat bei der Trauung nicht geben. Eine Person, die in ihrer Gemeinde das Recht der Pathenschast verloren, soll in der ganzen Landeskirche dazu unfähig sein. Register über all« unkirchlichen Personen, denen die Ehrenrechte ab- erkannt find, sollen angelegt werden, ebenso Register über die Beichtenden(das Abendmahl Genießenden). Wer fich vom SonntagSgottetdienst fern hält oder vom Abendmahl, wer der Vorladung deS Geistlichen den Gehorsam verweigert, wer un« kirchliche Gefinnung an den Tag legt, verliert die Wählbarkeit in kirchliche Körperschaften. Die Synode ist indeffen mit allen §egen 10 Stimmen über den Antrag deS Prof. Kuntze zm Tagesordnung übergegangen. Die„DreSd. Ztg." hatte bekanntlich gemeldet, daß eine besondere Veriügung bestimmt habe, Juden von den Lieferungen für die nächsten Herbstmanöoer auszuschließen. Wie der„Hann. Cour." mittheitt, ist nach einer bei der maß« gebenden Behörde eingezogenen Erkundigung niemals eine solche Verfügung ergangen. Kauzlerrede an die Ratzeburger Gymnasiaste«. Nach dem„Hamb. Korresp." unterhielt fich der Reichskanzler mtt den Rapeburger Gymnasiasten bei einem Besuch der Schule im Landhause im Sachfenwald und äußette zu den Kindern folgendes:„Reichskanzler kann ja nicht jeder werden; aber sollten Sie einmal Reichstagiabgeordnete werden, so machen Sie Ihrem Kanzler daS Leben nicht zu schwer, denn krttifiren ist immer leichter als regieren."— Un» deucht, bemerkt hierzu die„Frets. Ztg.", ein zukünftiger Kanzler wird eher einsehen al« Fürst Bismarck, daß neue Steuern auflegen für einen Kanzler leichter ist, als neue Steuern zu zahlen für die Bürger. ReichStagöwahl und Arbeiterpartei. In Württemberg bat die Beförderung deS Herrn Lenz für den Wahlkreis Eßlingen eine Nachwahl zum Reichstage zur Folge, an der fich die Arbeiterpanei betheiligen wird. Herr Lenz, refp. feine reichSparteilichen Freunde Werner und Reiniger haben es in den Wahlen 1874—78 auf jedesmal 8—10000 Stimmen gebracht, neben denen ernstlich nur die VolkSpartei konkurttrte. Dieselbe stegte sogar bei ihrem ersten Austreten 1877 in der Stichwahl, bei d-r Retter mit fast 4000 Stimmen gegen Lenz im Vorsprung blieb. Aber schon 1878 fiel die volkSvarteiliche Etimmenzahl von 9203 bezw. 12102 auf 6900, 1881 sogar auf 4700, um 1884 ganz zu verschwinden. 1874 brachte e« der von der VolkSpartei unterstützte Arbeiterkandidat Hofbaurath Demmler auf 3860 Stimmen, während 1877: 1775, 1878: 932, 1881: 1065 und 1884: 2448 Stimmen für den Sozialisten entfielen. Der vom Arbeiter-Wahl. Komitee jetzt aufgestellte Apotheker Lutz in Stuttgart wird eS voraussichtlich zu einer recht ansehnlichen Stimmenzahl bringen, obgleich die Aussichten auf einen Sieg im gemüthlichen Schwaden noch ziemlich fernliegen. Nihilistische Schriften find, wie die Zeitungen m lden, in Ostpreußen beschlagnahmt worden. Die„Franks. Ztg." ent- hält.darüber folgende Mtitheilung: Im Laufe dieses Früh« jahres trieb fich hier ein Mensch umher, der Packet« bei fich führte, in welchen seiner Angabe nach Brüffeler Spitzen ent- halten sein sollten. Diese Packet« hat er später in Stärken zur Aufbewahrung gegeben. Vor einigen Tagen hatte man auf Bahnhof Wirballen eben solche Packete mit Beschlag belegt. ÄIS die» der Mann in Stärken erfuhr, welcher dergleichen Packete zur Aufbewahrung erhallen hatte, machte er Anzeigt. Herr Polizeirath Kloß begab fich nach Stärken, wo 68 solcher Packete gefunden und mtt Beschlag delegt wurden. Beim Orffnen fand man nihilistische Schriften in polnischer Sprache, anscheinend in Lern gedruckt. Die Packete waren so verpackt« daß eS genau aussah und fich auch so anfühlte, al« wenn Seidenzeug darin wäre. Der letzte Inhaber der Packet« ver« stchett der„Pr. L. Ztg." zufolge auf VaS Bestimmteste, keine Kenntniß von dem Inhalt gehabt zu haben. Darf der Abg. Kayser«och in Berlin spreche«? Wie wir bereit« mitgetbeilt, verfiel die am letzten Dienstag Abend in den Gratweil'schen Bierballen tagende Versammlung de» Vereins kür Rechtsschutz und Justizreform bei den ersten einleitenden Worten de» Reichstagsabgeordnetm Max Kar.ser, welcher nur die gestellte Resolution kurz befürwotten wollte, der polizeilichen Auflösung. Noch im Laufe deS Mittwoch wandle fich der Genannte beschwerdeführend an das Polizei- prästdium. Ader die Auflösung der Versammlung erfolgte nach einem gestern Herrn Kayser zugegangenen Schreiben de» Polt« zeipräfiventen von Richthofen zu Recht; der überwachende Be- amte habe nur gemäß der ihm ertheilten Instruktion verfahren. Nun ist an die letzte Instanz, den Minister deS Innern, Herrn von Puttkamer appelltrt worden.— Auch vorgestern(vergl. Vereine) durfte Kayser nicht sprechen. ' Die polizeilichen Verbote von Versammlung«« haben in Folge de« Mtntstettalerlaffei vom 11. Mai d. I. daS Verein«» und dai Versammlungsrecht betreffend, ini Monat Mai gegen den Vormonat eine ganz erhebliche Stetgerung erfahren. Während im Monat April in Berlin drei Versammlungen polizeilich verboten wurden, find im Monat Mai 47 verboten resp. denselben die polizeiliche Genehmigung zur Abhaltung ver- sagt worden, und zwar wurden von dieser Maßregel betroffen: 30 schon im Stille» gehofft, daß wir Dich los wäre»; Du scheinst aber zäher zu sein, als Deine Maulwürfe." „Ein freundliches Waidmannsheil wäre wohl ei» besserer Gruß für einen Kollege« gewesen, Herr Förster," lächelte der Angeredete spöttisch vor fich bin,„aber manche Mensche» verstehen es nicht besser. Und wo ich gewesen bin? Auf einem ander« Revier, Herr Kollege, um dem Raubzeug nachzustellen, den« wen» ich von der Monford« schen Besitzung allein lebe» sollte, möcht' ich in der Woche wohl kaum ei» Stück Fleisch in de» Topf bekomme«, und am Sonntag erst gar nicht." „Und wie habe» die Fasanen geschmeckt?" fragte der Forstmann tückisch. „Na, wenn'« auch gerade keine Fasane« find," er- widerte gleichgiltig der alte, schlaue Bursche, der nicht auf solche Weise zu fange» war,„so ist'S doch wenigstens ein gesunde? Stück Rindfleisch oder eine Bratwurst. Uebrigen« thun Sie mir die Lrebe und halten Sie Ihre» Hund zurück, den« wenn er mit meinem Spitz anbindet, stehe ich Ihne» für nicht». Der verwünschte Köter hat mir erst gestern eine» Metzgerhund todtgebissen." „Das Ding da," lachte der Förster verächtlich; wen» ich meinem Karo ei» Wort sage, frißt er ihn mit Haut und Haaren!" „Möchte eine verwünscht th-ure Mahlzett werden!" erwiderte ttocken der MaulwurfSfänger, indem er seine letzt« Beute an der Ruthe befestigte;„aber wo wollen Sie hin, Herr Förster?" „Wenn Dich Jemand darum frage« sollte, mein Bursche," erwiderte der Forstmann,„so sag' ihm nur ein« fach, Du wüßtest e» nicht— verstanden?" „Sehr wohl, Herr Förster," lächelte der Man»,„werd' es ausrichte«. Haben Sie vielleicht sonst noch etwa« zu be« stellen?" „Komm. Karo." sagte de, Jäger,„da» ist keine Gesell- schaft für uns. Uebrigen»,' fuhr er fort, sich vochmal««ach dem Mann umdrehend,„erwische ich Dich»och einmal Nachts zwischen meine» Fasanen, mein Bursche— und daß ich Dir jetzt aufpasse, darauf kannst Du Dich verlassen, — so will ich von Gott verdammt lein, wenn ich Dir gewerkschaftliche Versammlungen, 11 Arbetter-BezlrkSoereinS-B» sammlungen, 5 Arbeiterinnen> Versammlungen und eine go weibliche Versammlung. Während dagegen im Monat April 15 Versammlungen polizeilich aufgelöst wurden, find tm Mon« Mai nur 11 Versammlungen polizeilich aufgelöst worden Ferner erfolgte die polizeiliche Schließung de« Fachverein« der Maurer, der Preß Kommission de»„Bauhandwerker", de» Bev eins zur Vertretung der Interessen der Arbeiterinnen, du Verein« der Arbeiterinnm Berlin«, de» Fachverein» der Mäntel- Näherinnen. Oesterreich- Ungar«. Alexander Graf von AuerSperg, bekannter unter de» Schriftstellernamen Anastasius Grün, istzuLaida-b geboren. Dott hatten sein« zahlreichen Verehrer in der Ze» vor der slavischen Hochfluth beschlossen, ihm ein Denkmal, tc stehend in einer Gedenktafel, zu errichten. Der GemewderB der Stadt, der seit Jahresfrist überwiegend slovenifch ist un) wahrscheinlich von der Bedeutung des deutschen Dichters keine Vorstellung hat, hielt die Aufstellung eines solchen Denkmalt für eine Beleidigung de» slovenischen Nationalbewußtseins, zu- mal der deutsche Turnverein mtt der Enthüllung der Gedern- tatel am 4. Juni eine Erinnerungsfeier verbinden wollte. Des Gemeinderath beschloß, fich zu weigern, ein solche« Denk«« in Obhut zu nehmm, und sandte an den LandeSpräfidenta eine Deputation mit dem Gesuch, die Feier zu verbieten, un) mit der Erklärung, daß der Gemeinderath jede Verantwortung für die Auftechterhaltung der Ordnung ablehnen müsse. D« Slovenenfreund, Herr v. Winkler, erwiderte, daß in dem gramm für die Feter kein Anhalt gebotm sei, dieselbe zu nei' bieten; er wolle aber bestrebt sein, jede irgendwie geplaB Provokation zu verhindern, und werde anordnen, daß nm der Laibacher deutsche Turnverein korporativ mit entfalteter F# an der Enthüllungsfeier theilnehmen dürfe. Der Gemeinde raih, damit nicht zufrieden, wandte fich Beschwerde führend an den Minister deS Innern, Grafen Taaffe, wurde von des- selben aber abschlägig beschieden und für die Aufrechterhavuns der Ruhe und Ordnung verantwottlich gemacht. Dai 0# gehen de« GemeinderaIHS war ganz geeignet, von dem flovZn' schen Pöbel wie eine Aufforderung zur Ausübung von<£' waltthältgketten aufgefaßt zu werden. So ist e« denn eM- lich, daß, wie telegrapbtsch schon gemeldet, der vorgestttge% in Laibach nicht ohne Ruhestörung vorübergegangen ist. Abend' war im Kafinogebäude ein Festkommer»: vor dem Kafin# bäude kam eS zu größeren Vollsansammlungen. Um dieselds zu zerstreuen, mußte außer der Polizei und der Gendarm? auch Militär requiritt werden. Der LandeSprästdent, der vifionär und der Gendarmeriebefehlshaber blieben biS f Wiederherstellung der Ruhe und der Abreise der fremdes Turner anwesend. Mehrere Sxzedenten wurden verhaDf Verletzungen find nicht vorgekommen, die Untersuchung ist«n gelettet. Die angeblich bevorstehende MinisterkrisiL dün» vollkommen im Sande verlaufen. Von allen Seiten wird M Rückzug geblafm. Der Polenllub deS Abgeordnetenhauses schloß nach zweitägigen Berathungen, den Antrag Sueß, den Pettoleumzoll fallen zu lassen und die Regierung awF fordern, von Ungam einen Zoll von 2 Fl. für rohe« Petroles» zu verlangen. Rußland. � Die russischen Panslavtften arbetten seit einiger Zett eis™ einer russisch, franzö sischen Allianz vor. In% ihrer Blätter lesen wir folgende charakteristische Stelle: haben stetS auf die Nothwendigkeit hingewiesen, daß Rußlan- sich Frankreich unverzüglich möglichst nah« stellt. Die schaft Deutschland» kennen wir bereit». Die Interessen 8%, reich» stimmen mtt den unsrigen vollständig überein, und ftuve- oder später werden wir bevauem, daß wir schon viele Augenblicke zur Annäherung versäumten. Man muß g hoffen, daß nach der«ohlwollenden Antwort auS Ptteridurs bezüglich der Emennung de« General« Billot zum BoffUss' unsere Beziehungen zu Frankreich einen austtchtig freundschai' lichm Charakter annehmen werden." Die russische Presse, welche fich durch die bekannte s spräche de« Moskauer Stadt Haupte» an den zum Theil in große Auftegung versetzen ließ, hat offenbar M Weisung bekommen, wieder abzuwiegeln. Die„Pet. Wedowoo. „Ssewr. Jswn.",„Nowosti" und„Sjet" bestreben fich, bei Betonung der„historischen Ansprüche" Rußland« auf die>' vische Balkanhalbinsel und Konstanttnopel, der erwähnten s- eine möglichst beruhigende Deutung zu geben und fie zu � rein persönlichen Meinungsäußerung zu stempeln. Belgien., Unter ungeheurem Andrang von Arbeitern fand am, in Gent die Gerichtsverhandlung gegen den S o z i a l i fif � führer Anseele statt, welcher den König öffentlich VolkSmörder genannt hatte. Anseele wurde, nach dem»v � Tagebl.", zu sech« Monaten Gefängniß veruttheilt. 3",.� vor dem Brabanter Schwurgericht verhandelten Prozeß Alfred Defuisseaux, den Verfasser de»„VolkSkalech� � wegen Aufreizung zu Gewaltthaten wurde der Angews nicht die Jacke voll Schrot schieße— und»un fohlen I". „Gott befohle«, Herr Förster, und viel®lü«) Jagd!" lächelte ihm der Alte stillvergnügt»ach. Der Förster murmelte eine» gotteslästerlichen in de» Bart, wußte aber, daß er mit Reden doch n,cr' a dem da ausrichtete, und schrttt so hochbeinig fort, Hund, der fich alle mögliche Mühe gab, dem verh y Spitz durch ärgerliche Stellung begreiflich zu machen, sein Rückzug kei» fteiwilliger wäre und er eben nur few Herr» folgen müsse. Der MaulwurfSfänger»ahm aber gar keine m � Notiz von ihm und wie er fich erst überzeugt hittte, 0*9 I# Waidmann wirklich eine andere Richtung eingeschlagen, er still vor fich hia uud brummte: „Alter Esel, Dawärst der Rechte, mich er da«» hinzu, unser Herrgott herumlausen hat. Wem er ei» Amt giedt, Verstand, sagt man gewöhnlich;— ja Peostk! i» Demer Stelle und Du i» meiner, alter Schn verdammt will ich sei», wenn Du mir auch nur#) vom Platz hole» solltest, ohne daß ich Dich«wisch jetzt plündere ich dem alber»«« Sttohkopf schon. pH** jähr lang i» W-sser, Wald und Feld sein R-oier daß er auch mehr wie eine» Verdacht hat, wer o ist— Du wärst mir der Rechte mich zu fo*0*,L,gsin''!l ... i den Kopf«ach ihm drehte— denn der Spch' t«A de» K0PT nac? lym oreqie— venu- aar Nahende« in seinem Aerger über de« Karo g � pi beachtet�— erkannte er einen von der Diennsch Tj�# W* einem Korb am Arme durch de» Park S'«0 u», � MaulwurfSfänger nicht weit au» seinem Weg t 9- �ji,u> quer über die Wiese hinüberschrttt, um ei« p„ "%«»'.-.mm« de- kinem Fahr GefZnanih und 500 Franks Teldstrafe vermtheilt. — D«r Bürgermeister von Gent hat die Arbeiterkundgevung «estattet. Araurreich. Die Streikenden in Decazeville. CombeS und mrmy stimmten nach der„Frankf. Ztg." in drei gesonderten Versammlungen für die Fortsetzung veS Streiks.— GoullSe «om„Cri du Peuple," der Decazevillc heimlich verlosten, weil « fich von der Polizei verfolgt glaubte, präfidirte einem Meeting in Paris, ohne von der Polizei belästigt zu werden. Die liommisston für die Vorlage, betreffend die Aus» Weisung der P rtn zen, nahm mit 6 gegen 5 Stimmen «n auf allgemeine und obligatorische Ausweisung der Prinzen abzielenden Gesetzentwurf an. DaS Amendement deS Bona« dartisten Ornano betreffend eine allgemeine Volksabstimmung über die Ausweisung wurde mit 10 gegen 1 Stimme abgelehnt. Die Kommisston beschloß mit S gegen 2 Stimmen, die Verathun g über die auf Konfiskation de r Güter der Prinzen gerichteten Anträge auszusetzen, und vertagte fich so- dann, um dre Aeußerung der Regierung entgegenzunehmen und den Berichterstatter zu wählen. Wie eS heißt, wäre Freycinet dem obigen KommisstonSbeschluffe betreffend die Ausweisung entgegen und hätte derselbe auch im Ministerrathe keine AuS- stchf auf Annahme. Die sechs Mitglieder der Prinzen-Kommisfion, welche der rrinzlichen Ausweisung günstig find, traten auf Verlangen deS Abg. Burabeau zusammen, um eine Verständigung wischen der Regierung und dem Ausschuffe herzustellen. Sollte 18 fich herausstellen, daß die allgemeine Ausweisung von den «ammern oder von dem Senat verworfen werden könnte, würde der Schriftführer der Kommisfion, Herr Brouffe, in femem eigenen Namen nachstehenden Entwurf einbringen: Artikel 1. DaS Gebiet der Republik ist und bleibt den Haup- lmr der ehemaligen Herrscherfamtlien Frankreichs und ihren direkten Erden in der Reihe der Primogenitur untersagt. Ar- »kel 2. Die Regierung ist ermächtigt, daS Gebiet der Repu- M den anderen MUgltedern dieser Familien zu untersagen. «ttiiel 3. Derjenige, welcher in Uebettretung dieses Verbotes « Frankreich, Algerien oder den Kolonien gefunden wird, wird Tu Gefängniß von zwei bis zu fünf Jahren bestraft werden. -lisch überstandener Strafe wird er wieder über die Grenze �schafft. Wie eS heißt, nähme die Regierung diesen Entwurf N- so daß wahrscheinlich ein Einvernehmen auf Grund dieses jWeS hergestellt werden dürste. Artikel 2 wird überdies he- «mmen, od daS Verbot mittelst ErlaffeS oder Dekretes auS« gesprochen werden soll. Die Regierung enthält fich völlig jeder �Mischung in Bezug auf die Frage der Prozedur und eS ?ttd demnach die Kommission darüber entscheiden, od daS Ver- in einem ministeriellen Erlaffe oder in einem Dekrete deS Vlistdenten der Republik erfolgen wird. v,. Henri Rochefort schreibt im„Jnttanfigeant" über foL»Pafteur- Delirium":„DaS Institut Pasteur gnjf unmerklich in ein Narren« Hau« auszuarten. ■f�fend sechszehnjährige Mädchen mit SnthufiaS- ff1 aber ohne zu wissen warum, Beiträge für dieses gegen i'fJoliwuth gerichtete Pantheon zeichnen, werfen fich ernst. �Ue Leute vor dem neuen Mikado, den die Wissenschast eben Iii �kn Schild erHoden hat, auf den Bauch. Nach dem Durch- «w de« Isthmus von Suez, welchen Napoleon in seiner An- ?%ng sür undurchstechdar erklärt hatte, begreifen wir die Huldigungen, welche überall Herrn von Leffep« dargebracht Ulilden. DaS Resultat war greifbar: den Jndicnfahrern Wurden 1500 Seestunden erspart. Die Gestalt der Erde war b-rSDWwfeUfchast zu Ehren Pasteur's organifirt hatte, deffen er da» Wahnfinn fich plötzlich bemächtigt hat, als hätte Jabre>« Ü ��eckt, daS menschliche Leben um fünfhundert ÄÄÄ «rWrinÄ Hunde und Wölfe gestorben find, wie vor dem Wüllen verdächtigen M-sfiaS. so wird man zugeben bar ist« �** öffentliche Leichtgläubigkeit wirklich unergründ- � Grohbritauuien. bir� Abstimmung über die irische Verwaltung»- ade.1, � englischm Unterhause ist, wie wir schon mittheilten, uinauSgtschoben worden. Gladstone sprach fich am »�Uerftag im Unterhause dafür auS, am Montag abzustimmen, tlih � k radikale Deputtrte riefen: Dienstag 1 Schließ- We Berathung der Bill nach achtstündiger Debatte Ith.,..9# vertagt. Im Laufe der Debatte forderte der Staats- für Irland, Morley, diejenigen, welche da« Schicksal �..�vrlage tn der Waage hietten, auf, die ernsten Folgen j*« Votums wohl zu bedenken. In einer Korrespondenz über Du aber de» Maulwürfe» doch auch Friede« gebe«," �tte er ih» an. L,.Heute— so? Und wer giebt mir Friede«? Solle»'« «cstien etwa besser habe», als ich?" -.Wer Dir Frieden giebt?" lachte der Lakai;„komm � heute Abeud auf'« Schloß, Du gehörst ja doch ge- x üttmaße» mit zu de« Tutsleute« und kannst da auf em � Stück Braten»ad eine Flasche Wein sicher rechne».' (L.Nu», weißt Du, Thomas," sagte der Maulwurf«. ijft' und sei» kleine« graue« Auge blitzte ordentlich wie b-. �toll S«* Vto4*-«(f4em(OwmßV rnptztz« auf den betreßte» Diener,„we«a ich einmal eine W- Wein trinke« will, so zahle ich sie mir auch und "che mich nachher bei Niemandem dafür zu bedanken. jl,.Jetzt blas' mir aber de» Staub weg I" lachte der »ab ü wen» Unsereiner sich nicht zu gut dafür dünkt C°er FSrsttr selber hnüber kommt, dann wirst Du Dich �chwohl>jcht wegwerfe«, wenn Du mit vo» der »Ah?* war fast, als ob der Alte ein« trotzige Antwort �e; aber er verbiß die Worte und benutzte die l ch» /w sich«ine frische Pfeife zu stopfe». End. »ab ly* er, während« die Pfeife m,t de» Zähnen Hielt "w viit Stahl, Stein und Schwamm Feuer schlug: 1° wa« ist den» heute da oben loS, daß der Alte «Ä1*« mit dem Stoff herausrückt? Habe doch kein 5?vo« gehört!" heir�v». Verlobung ist heute, die jung« Komtesse »iili, de» Sohn vom Grafen Balte«— die erste Fa- i°»hl jw Lande»ach unserer, und da kannst Du Dir doch , V» denke«, daß es hoch hergeht.",.. St? ,*5,' sikh'- sieh', sieh'.' sagte der Maulwurfs. S» vor sich hin mit dem Kopf nickend,„was {Stell,-."icht Alles erlebt, wen» man alt wird; die Paula heirathet de» Windbeutel, de» junge« »»??iten!" �"»*1? 2ch wollte Dir nicht rathe», daß der "'»ge D��S-hört hätte." rief der Lakai,„bei Gott, e« » � ei'vew. � gern jagte der MaulwurstfSuger, 8anS ander» Ideengang folgte. Hänger und 347 Gegner der Vorlage herausgerechnet. Indessen bleibt noch immer abzuwarten, ob fich die Haltung der Radikalen unter Chamberlain in letzter Stunde nicht abermals zu Gunsten der Vorlage ändert. Großbritannien« Staatseinkünfte vom 1. April bis Ende Mai betrugen 13K80764Lstr. gegen 14 743 696 Lftt. im entsprechenden Zetttaum de« vorigen Finanzjahres. Die Ausgaben betrugen 13 004648 Lstr. gegen 14 222 859 Lstr. Am 21. v. M. belief fich da« Guthaben der Regierung in der Bank von England auf 4 535 166 Lstr. und in der Bank von Irland auf 1224974 Lstr. Balkauläuder. Die mffenfreundliche Partei in Bulgarien behauptet nach einer Konstantinopeler Meldung der„Köln. Ztg.", die Verschwörung von BmgaS sei von der Karawelowschm Partei zu Wahlzwecken erfunden worden. In Sofia selbst scheint man der Verschwürung nicht mehr so viel Werth bei- zulegen wie am Ansang. Der Russe Nabatow erklärt, Bul- garien nicht verlaffen zu wollen, bevor man ihm den Grund seiner Verhaftung und die Zeugenaussagen, auS denen jener Gnmd entnommen wurde, vorlege. Uebrigenl war Fürst Alex- ander, schon ehe er au« Sofia adreiste, vor Angriffen auf seine Person gewarnt worden, und zwar so dringlich, daß er eben deswegen fich in Begleitung von Dr. Langenduch auf den Weg machte, um vorkommendenfall« wenigsten« auf die Hilfe eine« tüchtigen ArzteS zählen zu können. Die Blokade Griechenland« wird nach einer Mel- dung der„Neuen Fr. Preffe" aus Athen nicht mehr effektiv auftecht erhalten. Der griechische Hafenkapitän in Konstan- tinopel fertige wieder Patente für Schiffe unter hellenischer Flagge aus, nachdem er hierzu von seiner Regierung die Er- mächtigung erhielt. Mittlerweile beginnen auch die Gesand- ten der Mächte wieder nach Athen zurückzukehren. Den An- fang machte am Donnerstag der franzöfische Gesandte Graf Mouy. Amerika. Noch einige weitere Anarchisten find in Chicago und in Milwautee wegen Betheiligung an den neulichen Revolten tn Anklagezustand vn setzt worden. In Milwaukee wurden heut acht Personen verhaftet, worunter drei RUglieder de« Exekutiv- Raths der„Ritter der Arbett". Die„New Bork World" bringt au« Savannah, Georgia, folgende Aufschlüffe über den Fortschri tt der Neger- rasse tn den südlichen Staaten. In Georgia allein zahlten die Farbigen im letzten Jabre Steuern auf ein Vermögen von über 10 000 000 Dollar. Sie befitzen über 700 000 Morgen Landes. BiS zum Jahre 1880 bezahtten die Neger desselben Staate« nur Steuern auf ein Vermögen von 5 500000 Dollar und desaßen nur halb so viel Grundeigenthum al« heute. Mit anderen Worten, die früheren Sklaven von Georgia haben in den letzten 5 Jahren ebenso viel Vermögen angehäuft, al« in den 15 unmittelbar auf den Bürgerkrieg und ihre Emanzi- pation folgenden. Die farbigen Stimm geber von Georgia de- fitzen durchschnittlich, wie man schätzt, 10 Morgen Land und Vermögen tm Werthe von 100 Dollar auf den K?pf. Jedoch ist die große Masse der Neger nicht vorsorglich. Sie find zu vergnügungSsüchlig und leben von der Hand in den Mund. Dennoch gedeiht ein großer Prozentsatz von ihnen besser, alS die untere Klaffe von Arbettern, welche von jenseits deS Ozean« nach Amerika kommen. Der VermögenSerwerb de« Negers und die Neigung der meisten, für fich selbst zu arbeiten, hat die Weißen gezwungen, den Werth der Neger al« Arbetter anzuerkennen. Sie finden, daß er in dem Maße, al« er Ver- mögen erwirbt, fich für Gesetz und Ordnung lebhaft zu inter- esstren anfängt. Er ist der erste, welcher auf Bestrafung wegen kleiner Diebstähle dringt, und da er jedei Jahr an Wohl- habenheit zunimmt, erzwingt er sich Achtung für seine Rechte auf Grund seiner Unabhängigkeit und seiner Fähigkeit, zur allgemeinen Wohlfahrt beizutragen. Aste«. Die„Daily New«" lassen fich über Wien melden, daß. trotz der gegen thciligen Behauptung der rusfischen amtlichen Zet- tungen, die Beziehungen zwischen China und Rußland anfangen, fich sehr unbefriedigend zu gestatten. China miß. traue Rußland betreffs Koreas. Rußland hat einen Schiff- fahrtSvertrag mit Korea und beabsichtigt nun, auch einen Handelsvertrag zu schließen China fürchte, daß e« die Annexion von Korea im Schilde führe, und habe Truppen läng» der russtsch-chinefischen Grenze zusammengezogen. Diese Bewegung sei indeß durch eine ähnliche rusfischersettS gelähmt worden. «frik«. In der Umgebung S u a k i m« finden beständig Kämpfe zwischen den einzelnen Stämmen statt. So hatte dieser Tage Mahomet Adom Sardun, der erste Emir Oiman Digma'S, ein Gefecht mit den Amarar», in welchem viele seiner Anhänger getödtet wurden. Der Madrider„Jmparzlal" veröffentlicht eine den dortigen Botschaftem am 13. Mai zugestellte Note, in welcher der Sultan von Marokko gegen daS Einlaufen europäischer Schiffe tn „Wer— die Komtesse? Soll sie ih» nicht gern habe», eine» junge», hübschen, vornehmea und steinreiche« Mensche«?" „Wie ich ihr aber heute nicht weit vom Schloß begegnete, kam'S mir beinahe so vor, al« ob sie recht bleich und elend aussähe, und so in Gedanken war sie, daß sie nicht einmal bemerkte, wie ich sie grüßte, und sonst dankt sie immer so freundlich." (Fortsetzung folgt.) An» Kunst und zelte«. Im„Deutsche« Theater" wird heute, Sonntag.„Die Anna-Lise" und morgen, Montag,„Der Königslieutenant" fegeben. Am nächsten Dienstag, den 8. d«. Mi«., findet eine Siederaufnahme von„Wilhelm Tell" statt. Ferner bringt da« Repertoir dieser Woche noch Aufführungen von„Prinz Fried. rich von Homburg",„Die Anna- Life",„DaS«äthchen von Helldronn" und„Romeo und Julia". Projektirte« Repertoir der«önigliche« Schauspiele vom 6. bi« 15. Juni. Im Opern hause. Sonntag, den 6.: Der schwarze Domino; Dienstag, den 8.: Johann von Lothringen; Mittwoch, den 9.: Flick und Flock; Donnerstag, den 10.: Undtne; Freitag, den 11„ auf Allerhöchsten Befehl: Der Barbier von Sevilla(Fr. Sembrich); Sonntag,. den 13.: Del Trompeter von Sämngen; Montag, den 14.: Fra Diavolo; Dienstag, den 15.: Die Jungfrau von Orleans.— Im Schauspielhause. Sonntag, dm 6.: Die Waise von Lowood; Dimstag, den 8.: DaS Gefängniß; MUtwoch, den 9.: Die Rantzau; Donnerstag, dm 10.: Fräulein Kommerzien- roch; Freitag, den 11. r Die Geier-Wally; Sonnabend, den 12.: Wa« ihr wollt; Sonntag, dm 13.: Die Journalisten; Montag, den 14.: Der Leibarzt. Sperl-Treptow. Diese» großartige und reizende Gattenetabltsscmmt unserer Refivenz erfreut fich auch in diesem Jahre deS regstm Zuspruch». AuS dem reichhaltigen Programm wollen wir nur den indischen Gaukler und Jongleur Siddy 6015 au« Bombay, welcher in seiner Kunst noch nicht über- troffen ist, so� � Jllus�stm P�. H��der Häfm ohne Zollämter protestirt und hervorhebt, die Schisse würden fich hierdurch Gefahren auSsetzm, ohne daß sie deshalb Reklamationm erheben könnten. soziales mck Arveiterbemegung« Der Sieg der Maschine. Die„Deutsche Jndustrie- zeitung", das Organ mehrerer sächfischer Handelskammern, schreibt:„Da« Besticken der Strümpfe und Handschuhe scheint wieder von der Mode begünstigt zu werden. Doch wird dies- mal weniger die Handstickerei, al» vielmehr die Stickmaschine dm Schmuck auf diese Wttkwaarm anbringen. Die Herrm Hänel und Krauß in Eibenstock haben das Patent auf diese Art der Maschinenstickeret erworben. Da diese Stickeret wesmtlich billiger zu stehen kommt, alS die mühsame Handstickerei, so wird fie wohl auch leicht Eingang finden." DaS bedeutet, in klare« Deutsch übertragen, daß die Maschinen« arbeit wieder einmal so und so viele fleißige„Hände" freisetzt, daß die Löhne der Handftick VerficherungSamts an den betreffmdm Vorstand: DaS Reichs VerficherungSamt ist von der Anficht ausgegangen, daß der Betrieb deS Beschwerdeführer« nicht unfallverfiche- rungSpflichtig ist, da nach der aus Grund vorgenommener amtlicher Untersuchung an Ort und Stelle der Befitzer des in Rede stehenden Betriebe« keinen Arbetter, sondern nur zeit- weise seinen dreizehnjährigen Sohn mit dem Hinwegschaffen fertig geschnittener Bretter beschäftigt. Diese gelegentliche Thäligkeit eine« schulpflichtigen KindeS kann aber nicht al« Beschäftigung eines Ardeiter« im Sinne deS§ 1 deS Unfall- verficherungS-Gesetze« angesehen werden. Et« französisches Urthetl. Im vorigen Jahre war eine landwirthschaftliche Kommisfion auS Frankreich bei un« in Deutschland. Dieselbe hat kürzlich ihren Bericht herausgegeben, in welchem fie die deutschen VelhSUniffe lobt. Besonders hat der Kommisfion gefallen, daß man in Deutschland so leicht billige ArbettSkräfte fich verschaffen können.„Die Arbeit ist tn Deutschland viel billiger, al« in Frankreich"—„die Steuern find so hoch, alS in Frankreich"— so heißt e» in dem Bericht. Dann wundert fich der Berichteistatter darüber, daß in Deutsch. land alle Straße» mtt Obstbäumen bepflanzt seien und den Arbeitern eine sehr lohnende Einnahme durch da« Einsammeln oerschafften. Davon wissen die deutschen Ardeiter selbst nichts. — Da» Wichtigste an dem ganzen Bericht ist wohl— und imponirt auch dem Berichterstatter am meisten— der niedere Lohn, für den man in Deutschland Arbeiter haben kann. Darin find die herrschenden Klaffen aller Nationen einig, daß der Unternehmergewinn recht hoch sein müsse und da er selbst nur hoch sein kann, wenn der Arbeitslohn gering ist, so find fie fich gleichfalls einig, daß letzterer recht niedrig fein müffe. «bgange auS New. York mit der goloenen Medaille„für artistische Leistungen" ausgezeichnet worden. DaS aesang/iche Fach wird durch die reizende Chansonette Frl. Clairmont, die Liedersangnin Frl. Hecke! und da» humoristische Duettistenpaar Geldner und Bachmann auf da« Trefflichste vertreten. _ Im Kaiser-Panorama- Passage, gelangt in dieser Woche eine intereffame Reise durch Enzland-Schottland sowie der Zyklu» Oesterreich zur Ausstellung. Der Andrang zu diesen optischen Reisen von dem kunstfinnigen Publikum ist in den Abendstunden oft so groß, daß die wenigen Plätze nicht ausreichen. Ä« » IMKää«;: tag in einem weitab von der Küste gelegenen Dorf; ich hatte meine Katte mitten auf dem Boden deS kleinen Hause« unseres GastfreundeS ausgebreitet, einige Eingeborene saßen um mich herum, alS sonderbare Tropfen ringsum, auch auf die Karte niederfielen. Sie kamen von einem über unseren Köpfen hän- aend«n Klumpen. Schnell sprang ich auf und entdeckte, daß eS die Ueberreste der Großmutter einer Eingeboienen waren, die hier zum Ti ocknen hingen I" Auch ei« Grund zur Ehescheidung. Man schreibt der „W. A. Z." auS London:„Vor Kurzem vermählte fich hier der Privatier Edward Beraot mit Miß Helene Marison, einem der gefeiet tsten Mttglieder des Londoner Touristenklubs. DaS Paar trat die Hochzeitsreise an, auf welcher es sechs Wochen veiblieb, und langte am 26. Mai wieder in London an. an welchem Tage Mr. Beraot die— Scheidungsklage gegen seine Frau anstrengte. In derselben erklärt er, eS sei ihm un« möglich, länger mit einer Frau zu leben, die ihn jede Nacht zwinge, Berge zu besteigen, um den Sonnenaufgang zu sehen. die ihn drei Tage nach der Hochzeit auf dem Hilden Wege zum Gipfel des Mont Blanc hilflos im Stiche ließ, weil er nicht nachkommen konnte, und die ihm endlich in sechSwöchent- lichcr Ehe nicht gestattete, die Bergschuhe abzulegen und die Pantoffel anzuziehen. Mr. Bergot legt auch zwei ärztliche Zeuamsse bei, welche bestSttam. daß er fich am Rigi eine Knoch-Iverstauchung und auf den Hornern von Bize bei Mon- treux eine Abschürfung der Rückenhaut zugezogen/ Die Strickgarn- und Strumpfwaaren-Fäbrik von Theodor Fricke 174, Oranien-Strasse 174, BERLIN S.O. 174, Oranien-Strasse 174, empfiehlt zur bevorstehenden Sommer- und Reise-Saison: Tricot-Damen Taillen Auf die HauSuummer 174 bitte tu achte». mit doppeltem Laltenschooß, Keiteutheile« und Abnäher von extra prima besonder« dichtem rein- wollenen Tricot-Sloff, wodurch Untettaille entbehrlich, zu den sehr billigen Preisen: für klein, mittel, groß, 4 Stück 275 4,00 3,00 4,50 5,00 7,00 intttv........... 5,50 6,00 schmark. marineblau, bordeanr, granat, tabak, loutre-c. Oesundheits-Schweiss-Hemden do. V. dopp. stark._ do.«. reich versch«. Einsah.............. 4,50 do. mit Plüsch-Einsah................. 6,50 do. gl. i. 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Szuman: Ei ist nicht meine Absicht, in die ma» terielle Diskussion dieser Vorlage von Neuem wieder etnzu« kcetm; alle« Wesentliche, waS in dieser Beziehung hat vorge- bracht werden können, ist bereits gesagt, und wenn sich auch vielleicht noch dieser oder jener Punkt hervorheben liehe, so hat der Kollege Windihorst vor wenigen Tagen mit Recht ge- sagt: Bekchlüffe, die im Voraus gefaßt worden find, würde selbst ein Engel, wenn er vom Himmel herabstiege, nicht mehr rückgängig machen können. Ich nehme aber die Gelegenheit wahr, um allen Denjenigen in diesem Hause, welche in diesem schweren Kampfe uns ihren Beistand ge- liehen haben, im Namen meiner Landsleute und meinem eigenen den tiefgefühlten Dank auszusprechen. Es waren dicht die Geringsten deS deutschen Volkes, die zu uns gestanden, und ihr Vorgehen wird dem deutschen Volke sicherlich zur Ehre »ereichen. Wir danken ihnen auS vollem Herzen. Schließlich habe ich noch im Namen meiner LandSleute— und ich meine, auch im Sinne und im Geiste unseres gesammttn Volkes und namen, ltch verjcnigen, welche un» hierher gesandt haben, um 'hre Rechte zu vertreten— eine Erklärung abzugeben, welche wie folgt lautet: Mit der Massenausweisung der Polen, welche nicht preußische Unterthanen sind, auS Preußen, und dem da« wit im Zusammenhang stehenden Antrage Achenbach ist ein vysiem von Maßnahmen und Gesetzvorlagen inaugurirt wor» ben, welches seine Spitze gegen die polnische Nationalität als wiche richtet. Eine Begründung dieser Maßnahmen auf -iechtsgrundsätze oder zwingende Roth ist nicht gegeben: Gegenthe'l verstoßen dieselben alle gegen die Grund- ™|e deS ChristenlhumS, der Humanität und wahren iiuliur, gegen naiürliches. Völker» und Vertragsrecht u>>d feierlich«, in der Gesetzsammlung niedergelegte königliche «echeißungen ebenso, wie gegen den Wortlaut und den klaren Sinn der Verfassung. Im Namen dieser Humanität, der Ge» wchtigkeit, des natürlichen und verbrieften Recht» legen wir hiermit gegen dieses und alle sogenannten Polengesetze Ver» Wahrung ein und erklären, daß wir an dem göttlichen und dem �iltraairecht, welche die Erhaltung unserer Nationalität ge- währletsten, mit ungebrochener Heftigkeit und Treue festhallen wollen, daß wir Niemandem das Reckt zugestehm können und wollen, diese Rechte gegen unseren Willen zu schmälern und einzuschränken, und daß, insofern diese Vorlage und alle son» stizen Maßnahmen unsere heiligen Rechte zu beeinträchtigen «nimmt und geeignet find, wir denselben jeden gesetzlich zu- �iftzen Widerstand entgegen zu setzen und alleS das vorzu« LSViS-S Kampf kann nur die tiefste Verbitterung und Unfrieden zur jWge haben. Die Verantwortung für diese Folgen mag auf Menigen zurückfalle«, welche ihn ohne Notb herau» beschworen haben. Da» Urtheil, welches die zhilifirte Welt und rinftenS die Geschichte über dieses Vorgehen und unser Verhallen demgegenüber fällen werden— dessen find wir in unserem Gewissen sicher— wahrlich, eS wird nicht zu unserem vtachiheil ausfallen. Wir werden in diesem Kampfe ausharren n»gus ack frnem I(Lebhafte Zustimmung der Polen.) Die Vorlage wird von einer auS Konservativen, Frei- konservativen und Nationalliberalm bestehmden Mehrhett a n- ienommen; gegen dieselbe stimmm die Freisinnigen, die olen, das Zmtrum und der Abg. von Meyer(BrnSwalde). ES folgt die zweite Berathung deS vom Abg. S e e r be- »ntragten Gesetzentwurfes, betreffend die Abänderung der Ver- Ndnung über den V erkehr au f den Kunststraße n. "ach demselben soll für die Provinzen Schlesim, Westprmßen Und Posen für Fuhrwerke bei einer Ladung von mehr als 1000 bis 2000 Kilogramm einschließlich auf vierrädrigem Fuhr- werk, beziehentlich mehr als 500 bis 1000 Kilogramm ein» ichlirßlich auf zweirädrigem Fuhrwerk eine Breite der Rad» stlgendeschläge von weniger als 4 Zoll(10,46 Zentimeter) blS wob zu 6,5 Zentimeter einschließlich gestattet sein. � Die Adgg Strutz und v. Haugwitz beantragen die Provinz Schlesim, Abg. Wessel dt« Provinz Westpreußm dem Gesetz zu streichen. Kerltaer Sotttttagsplanderei. . E. C. Die Zeite» find wirklich schlecht augmblicklich, °a» Gefühl der Unsicherheit und de« Gedrücktsein« herrscht Thrill, und nur wenige Mensche« giebt eS, die sich der ?Se«einen Mrsere entziehen können. Nur selten passirt »was, wa« die allgemeine Aufmerksamkeit längere Zell ,a Mruch nimmt: Alle« ist genau vorgezeichnet, unser öffent» Leben spielt sich wie ein Uhrwerk ab. auf die ange» Mete Versammlung folgt die versagte Genehmigung mtt selben Regelmäßigkeit wie die Nacht auf den Tag. i,. Und gräßliche Dinge gehen vor, die Zettunge« wage« Mibe» kaum anzudeuten, aber was sie erzähle«, genügt «M. um selbst vervenstarken Personen eine doppelte «ausehaut über das Kreu, zu jagen. Zu vinhundert Mann fetten sie im Walde, und Zeder zog eme rothe Düte her- und Zeder aß mehrere rotbaefärbte Eier— so lasen wir SKoThÄK Hühnerei br? zum lebendig Ehrten Säugling ist doch udesbrüder im schwarze« Erdtheil verzeichnet steht. Bu �»ch das macht nichts, der Gin« ißt gerne rothzekärbte ja der Andere gekochte Krebse— die Farbe allein thut s L aber wenn die Geschichte mtt de« rothe« E»ern L«. Aufsehe« erregt, wird ma« von jetzt ab überhaupt m?..Nfärbten Eier mehr fabrizire« dürfe». Wir kennen vi, �"gs die Sprache der Farbe« viel zu wenig, hü.»°bea höchsten« einmal vom gelbe« Neide spreche« de» über wa« könnte so ew Berichterstatter au» schiede»«, Farbe« der Eier, die Jemand ißt, nicht kvmbiniren und leichtgläubige» Zeitung« aufbürd« l Abg. Strutz befürwortet seinen Antrag. Für Posen möge ein Bcdürfniß nach solchen Gesetze vorhanden sein, in Schlifien nicht. Er schädige die Wegebauverdände und damit die Steuerzahler. Abg. Schmidt(Sagan) bestreitet dieS. Was für Posen gelte, treffe auch für Schlesien zu. Er bitte deshalb, dem in zweiter Lesung angenommenen Antrage von Huene gemäß auch Schlesien in daS Gesetz aufzunehmen, zumal da dieser Anttag mit so großer Majorität angenommen sei. Abg. Haugwitz tritt als MUantragsteller für den An- ttag Strutz ein. Er hätte nicht« dagegen einzuwenden gehabt, wenn Herr v. Hume nur den Regierungsbezirk Oppeln in den Geltungsbereich des Ges-tzes aufzunehmen beantragt hätte. Für Ätederschlesten dagegen läge um so weniger ein Bedürfniß vor, als hier fast nur landwirthschaftliche und wenig gewerbliche Fuhrwerke im Betriebe seien. Dieselben Interessenten, welche jetzt so eifrig die Ausdehnung dieseSGesetzrs auf die Provinz Schle» fien wünschen» würden recht bald bitten, sie um GotteS willen von dem Gesetz zu befreien. Denn st« würden die Erfahrung machen, daß in Folge desselben ihre Chausseen ruinirt und die Interessen der Wegebauverdände aufS empfindlichste ge» schädigt werden. Abg.». Huene kann die Besorgniß nicht theilen. Die zahlreichen Kreise, welche er befragt habe, wünschten dringend die Ausdehnung deS Gesetzes aut ganz Schlesien. Die Anträge Strutz und Wessel werden hierauf ab- gelehnt und daS Gesetz unverändert nach den Beschlüssen zweiter Lesung im Ganzen angenommen. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Der Präsident erbittet die Ermächtigung, Tag, Stunde unv Tagesordnung der nächsten nach Pfingsten, jeden- falls nicht vor dem 21. Juni, stattfindenden Sitzung den Mit- gliedern nach ihrer tzeimath hin mitzuthellen. Da» HauS ist damit einverstanden. Schluß 11 Uhr. Lokales. Der Gipfel de« Nachdruck«. Das„Centralblatt für die Lextil- Industrie", eines der reichsten Unternehmcrorgane, de- mächligt sich in unerhörter Weise fremden geist gen Eigenthum». Allzu merkwürdig wäre die» nun gerade nicht, andere gewisse Zeitungen huldigen ja mit gleicher Vorliebe dem Sport deS Nachdruck! ohne Quellenangabe, bei dem genannten Fachblatt jedoch liegt die Sache etwa! anders. In seiner Nr. 21 dringt eS unter„Manuiakturwaaren und Konfellion" einen Theil der vor ca. 4 Monaten im„Berliner Volksblatt" veröffentlichten Resultate der Enquete über Lohnverhällnisse der Berliner Frauenarbeit. Nicht nur, daß jeder Hinweis auf daS Eni- lehnen fehlt, hat das edle Unternehmerblatt noch die Kühnheit, den ge— liehenen Artikel unter das Zeichen„Nachdruck ohne Quellenangade untersagt" zu zwingen. Nun find die bereit» früher gemachten Mittheilungen nochmals durch einen Theil der Presse gegangen und alle diesbezüglichen Organe nannten selbstverständlich das famose„Centralblatt für die Textil- Jndustrie" als Quelle. Es konnte jetzt sagen, seht, wir Arbeit« geber erwärmen unS auch für die armen Näherinnen. Doch schon in der nächsten Nr. 22 nahm die tapfere Zettungsieele Alles wieder zurück. Ein Trikotfadrikant, der„ca. 70 Maschinen und 150 Leute beschäftigt", wurde ins Treffen geschickt. Wir haben bereits Antwort gegeben. Und nun glaube man nicht, daß daS hier gekennzeichnete Blatt es für passend hielte, den Verfasser, welcher wochenlang mühsam daS Material zu- sammengettagen, zu entschädigen; weit gefehlt. Spott und schroffe Worte sind das Acquioalent. Wie dringend eine Anzahl der durch da« Brand- ««glück in der Schinkestraße geschädigten Familien der Hilfe bedarf, mögen unsere Leser au» nachstehendem Schreiben er- sehen, welches von Herrn Gustav Schulze, Vertreter des städti- schen OSnabrücker Steinwerks, Kottbuser Ufer 34, der„Post" zugegangen ist:„Von einem Augenzeugen wurde gestem Mittag das Elend und die Noth einiger Abgebrannten an dem Stammtische deS Witthaus'schen Restaurants, Oranienstr. 190, geschildert und unter dm S'ammgästen ein« sofortige Samm- lung beschlossen, die einige 30 M. ergab, um damit der größten Roth sofort zu steuern. Mit noch zwei Herren wurde auch ich detraut, die kleine Gab« nach Gutdünkm zu vertheilen, und begaben wir unS daher gemeinschaftlich zur Brandstelle, um die benöchigsten Abgebrannten persönlich aufzusuchen. Trotz- dem wir dereit» die verschiedensten Adressen von Bedürftigen gesammelt hatten, kamen wir doch nur erst zu einer Familie, der wir einstimmig deschloffm, unsere ganze Sammlung allein zu überlaffm. ES ist die» die Familie Haucke, deS Inspektor» deS Schönedergftchen FuhrgefchäftS, der di» auf ein paar Bett- die vie stücke und die Kleider, Familie am Körper hatte, Alle» Ei« neue« Feld der Berichterstattung erschließt sich allen de» Leute«, die heute durch die Nichtgevehmigungen der Ver- sammlunam so schwer geschädigt find; bald wird es heiße»: .Im konservativen Bürgerverein Soundso wurden in der gestrige» Mitgliederversammlung himmelblaue oder grasgrüne Eier gegessen." Wie tief läßt ein« solche Mittheilung nicht de» gewiegte« Politiker blicke«. Und dann erst die ver- schiedme« Farbmkombinatione». Es bricht beispielsweise in einem solchen Verein ei« Streit aus; die eine Partei schwört zu Cremer, die andere zu Jrmer. Die eine Partei ißt dann nur kohlrabenschwarz gefärbte Eier, während die andere solche von einer Farbe genießt, di« es gar nicht giebt. Es läßt sich an der Sache nun leider nichts mehr ändern, und der„Tante Voß" gebührt der Ruhmeskranz, daß sie sich von jene« Berichterstatter zuerst hat Übertölpel» lasse«. Aber da« schadet nicht», da» neue Gebiet ist»«« einmal erschlossen, und nun fest darauf los fabrizirt, alle«, was die Feder führt. Doch genug vom Eiertanz, gehe« wir zu ernsten Sache« über. Die Parlamente find au», selbst di« Branntweinsteuer- kommission hat sich in die Büsche geschlagen und auch die Leute, die für fünfzehn Mark täglich Gesetze mache«, haben da« Geschäft geschlossen und widme» sich jetzt der ihnen so überaus»othwendigen Sommerruhe. Nur im rothe« Haufe hat die Sommerhitze die Väter der Stadt»och nicht über- mannt, hin und wieder reißt Herr Hoffman« II noch eine» seiner bekannten Witze, aber dann lagert's sich auch wie die Ruhe im Dornrösche« über die erhitzte und schwitzende Gesellschaft. Niemand sagt mehr ei» Wort, nicht einmal, wen» die sp überaus erforderliche» Erhöhungen der Dividende« der verbrannt ist. Wir fanden die Familie Haucke, in der Hermannstraße Nr. 23 im Keller wohnend, im tiefsten Elend. Vier Kinder, davon ein vierteljähriges im Spahn- korbe, die drei anderen, an trockenen Brodrinden nagend, umgaben die Mutter, die auf dem einzigen Stück Möbel, daS sich in der ganzen Wohnung vorfand und allein gerettet war, das zugleich als Tisch und Stuhl dienen mußte, einem umge- kehrten Kommoder kästen, saß und abgehärmt, krank und elend vor sich hinstarrte. Die Frau machte den Eindruck, als ob sie ftüher bessere Tage gesehen hätte, die Kinder waren reinlich und schienen gut erzogen; der Vater war nickt anwesend, sondern in GrsckiLftm thäiig. Und in ähnlicher Weise findet die Wohlthätigkeit noch vielfach Gelegenheit, Wunden zu heilen, nur muß die erste Hilfe sofort erfolgen und zwar am besten an Ort und Stelle selbst und direkt. So war unS als dringend bedürftig noch die Wittwe Schulz, Kottbuser Damm, ein Anweiser und mehrere Kutscher der abgebrannten Ge- schäfte, denen AlleS verbrannt und verlorm ist, empfohlen. Auch der Fuhrherr Schöneberg selbst ist dem Wobsthärigkeits- sinn setner Mitbürger dringend zu empfehlen, da er den meisten und grüßten Schaden hat, der dadurch nur um so größer ist, als er noch nicht in der Lage ist, wieder sein Ge« schäft zu betreiben. Ich möchte durch dies« Zeilen nur Ihre Aufmerksamkeit erregen und Sie bitten, für die Bedürftigen noch einen Appell an die Herzen Ihrer Leser, an den Wovl- thätigleitsfinn der Berliner zu erlassen, durch sofortige Hilfe wenigstens dem größten Elend in Etwas zu steuern. Wenn die Wohlthätigkeit der Berliner Bevölkerung für fremdes Unglück ge- weckt werden soll, treten hohe Persönlichkeiten an die Spitze der Komitee'S; soviel mir bekannt, hat man dies in diesem Falle unterlassen. Man unterschätzt daS Elend, weil eS Be- dürftige find, die ihre Roth nicht Jedem klagen, sondern da» Unglück still und ergeben für sich tragen."— Mit den letzten Worten mag eS der Einsender recht gut meinen, aber er täuscht sich.„Hohe Persönlichkeiten" treten gewöhnlich nur an die Spitze von Komitees, wenn ei sich darum handelt, in den Zeitungen genannt zu werden, und die vielbesprochene Mild- thätigleit jener Kceise äußert sich nur dann, wenn in fernen, romantischen Gegenden irgend ein Unglück passirt ist. Hier in Berlin hat das Unglück und Elend nicht daS Poetische an sich, — es ift ganz etwa» Anderes, wenn in Italien durch ein Erd- beben Menschen verarmen und umkommen, dann bildet sich sehr schnell in Deutschland ein Komitee, welches sammelt und Hunderttausende vielleicht Millionen aufbringt, und in Italien findet sich dann ebenso schnell ein Konsortium, welches diese Gaben in Empfang nimmt. Wo eigentlich die Gelder bleiben, davon erfährt man nie etwaS, bei dem Unglück auf Jsckia bat eS in Neapel beispielsweise die gemeinsten Skandalgeschichten über den Verbleid der Gelder gegeben— ob die Unglücklichen wirklich etwas erhalten haben, darüber ist niemals etwas in die Oeffmtlichkett gedrungen. Aber das schadet auch nichts, die Hauptsache ist bei derartigen Sammlungen immer, daß man sich mit seiner eigenen Mildthätigleit brüsten kann. So ein gewöhnliches Brandunglück in Berlin selbst entbehrt zu sehr der Poesie, als daß«in wirklich mildthätigeS Herz dadurch ge- rührt werden könnte. Ein feiner Dienst. In vielen Zeitungen hört man häufig Klagen über schlechte Dienstboten, seltener jedoch nehmm die Blätter davon Notiz, daß es auch schlechte„Herrschaften" giebt. Man sollte eigentlich meinen, daß Leute, welche fich Dienst- boten halten, mindester.» soviel Verständniß haben müßten, den Dienstboten ein angemeff-nes Quantum von Nahrungsmitteln zukommen zu lassen, damtt sie ihre, durch schwere körperliche Arbeit verbrauchten Kräfte wieder ersetzen können. Doch weil gefehtt. ES wird unS nämlich ein Fall mitgetheilt, der dazu angethan ist, ein recht drastische» Streiflicht auf die An- schauungen mancher Herrschaften zu werfen.— Ein junge« Mädchen, so schreibt man un», kam vor einiger Zeit hier nach Berlin, um fich ihr Fortkommen zu suchen. Sie fand denn auch bald eine Stelle al« Dienstmädchen und zwar bei dem Kaufmann F. in der Kronenftraße, wo fie zum 1. d. M. zuzog. Sie machte fich mit Luft und Liebe an die Arbeit, über deren Mangel fie fich gerade nicht zu beklagen brauchte. DeS Morgens erhielt fie denn auch eine Tasse Kaffee und zwei Semmeln, ei wurde schließlich Mittag, aber von einem weiteren Frühstück war kein« Rede. Mit einer solchen unfreiwilligen Sckweninaerkur war jedoch der Magen des jungen Mädchens in keiner Weise einverstanden, und fie erlaubte fich schließlich die bescheidene Anfrage, wie es eigentlich in dieser Familie mtt dem zweiten Frühstück bestellt sei. Die„Madame" gab ihr zur Antwort, daß man sich einschränken müsse, außerdem würde man von vielem Essen„ungeftalten". DaS junge Mädchen schien aber von einem zweiten Frühstück keine besonderen Nach- theile für ihre Figur zu defürch-en und sie beschloß daher, fich au» eigenen Mitteln zu dekösiigen. Zu Mittag wurde dai Essen für die„Herrschaft" aus einem Restaurant geholt und nothleidende» Pferdebahn-Aktionäre erhöht werde«. WeS- halb soll bei einer solchen Gelegenheit auch»och viel ge- redet werde». Daß die Leute die Erhöhung nicht misse« könne», liegt auf der Hand, jede» Kind weiß e« ganz genau, und die Väter der Stadt find dann auch so einsichtsvoll, ohne viele Redensarten zu verliere« in eine Verminderung der Laste«, welche eine Pferdebahnlinie an die Stadt zu zahle« hat, zu willige«. E» ist aber auch geradezu unver- zeihlich, daß bisher»och Niemand auf die glücklich« Idee gekommen ist, für die fast verhungernde» Aktionäre eine öffentliche Kollekte zu veranstalten, um denselben die so überaus»othwendige Erholung und Erquickung in Karlsbad oder Marienbad zu Theil werde» zu lasse». Wir find fest überzeugt, daß jeder Laternenanzünder und Straßen- reiniger eine» ordentlichen Posten Geld beisteuern wird, den» di« Leute könne» ja kaum noch wissen, was sie mit ihre« Mammon anfange» solle», und fie werden höchst- wahrscheinlich nicht so knickerig sei«, daß sie sich lumpen lassen, wen» es fich einmal um ein hochherziges Werk handelt. Selbstredend muß der Mensch haben, wa« er braucht. Die Pferdebahn muß mehr Geld verdiene», also her damit, Steuerzahler; die städtischen Arbeiter brauchen keine» Mi- nimallohn von drei Mark, also zugeklappt den Magistrat- liche» Xrnheim, denn wa» zu viel ist, ist zu viel. Und wem das nicht paßt, der kann gehe», e« ist schöne« Wetter draußen, wen» es nicht regnet. Er kann Landpartie» mache« oder angela gehe», beide« ist amüsant. Angeln ist fteilich besser, da« schärst die Geduld und den Durst, und bringt manchmal«in paar Jkeleie und ei« Strafmandat ei«. Geduld ist heute«othwendig, und ma« muß sich diese Tugend anzueigne« versuche«, auch wen« man niemals angela geht. da» Mädchen erhielt zwanzig Pfennig«! Zwanzia Pfennige für ein junge», trSftige» Mädchen, welche» von früh an schwer arbeitet— da» sag« Alle».„Nachmittags," sagt unser Gewährsmann,„gab e» natürlich nicht»!" Da» ist gut für die Augen, aber schlecht für den Magen. Am Abend da« gegen gab e» ein schwach belegte» Butterdrot. Nachdem diese Hungerkur einige Tage gedauert und da» Mädchen seine eige- nen Mittel erschöpft hatte, brach e» eines Tage» entträstet auf der Tre'pe zusammen. Hinzukommende Hausgenoffen besör- derten sie in die Wohnung ihrer Herrschaft und theilten der Frau den Unfall mit. Die einzige Antwort derselben war: „Vit wird wohl zu viel gegessen haben!" AIS Jemand etwa» erwidern wollte, wie» fie diesem die Thür. Das junge Mäd che» aber pickte seine Sachen zusammen und verlief den Ort, wo e» höchst wahrscheinlich nach wenigen Tagen zu Tode ge- füttert worden wäre. Inhumanes an» der Cauitätßwache Blumeastratze Nr. 59. Wir erhalten folgende Zuschrift: In der Nacht vom Freitag auf Sonnabend, den 5. d. M., mit einem Bekannten auf dem Nachhausewege begriffen, wurden wir um ca. IV: Uhr durch markerschütternde» Schreien auf eine Frauensperson auf« merksam, die, von steltn Personen umstanden, augenscheinlich und wie die Meinung aller Augenzeugen war, einen heftigen Anfall epileptischer Krämpfe hatte. Da ein nach un» hinzu- tretender Herr den Vorschlag machte, die Leidende nach der nächsten vanllStSwache in der Blummstraße zu schaffen, machten fich 4-6 Herren dabei, dieselbe dahin zu tragen. In der SchiUingstratze trat der Anfall von Neuem derartig auf, datz die Kranke auf eine HauSthürschwelle abgesetzt werden mußte. Al» der Trantport eben wieder fortgesetzt wurde, kam einer von den hier bekannten Fensterreinigern mit seiner Letter daher. Diese wurde mit Genehmigung ihre» In- {aber» al» Tragbahre für die Kranke nach der Sanitätswache enutzt. Hier war der erste Empfang seitens de» der Sanität»- wache vorstehenden Heilgehilfen mit ziemlich barschen Worten etwa:„die Person ist ja betrunken," wa» allgemeine Ent- rüstung hervorrief. Al» stch ein Herr gegen derartige Aeuße- rungen verwahrte, verwie» ihm der Heilgehilfe den Aufenthalt in der EanitätSwache. Wie mir von in der Wache als Augen« zeugen zurückaebliedene Herren später mitth-ilten, traten die epileptischen Anfälle dort mehrfach bei der Transportirten auf, trotz Frottiren», Benetzen» und sonstiger BehandlungSme- thoden. Auch dem etwa*/<— 1 Stunde später gekommenen Arzt gelang e» erst, die Leidende nach etwa einer Stunde um 3V«— 3V: Uhr Morgens soweit herzustellen, daß fie allein nach der Polizeiwache in Begleitung zweier Wächter gehen konnte. Von einem merklichen Rausch war nicht» zu sehm, trotz der Behauptung de» Herrn Heilgehilfen. Mag nun auch in diesem Falle die Kranke, die allerdings eine sogenannte„gefallene Person" zu sein schim zum Theil durch Aerger und Rausch diesen Anfall fich zugezogen haben, so war eS jedoch selbst für jeden einigermaßen intelligenten Laien«fichtlich, daß dieselbe überhaupt mit dem epileptischen Leiden behaftet sein muß. Derariige Zufälle äußern fich gelegentlich auch ohne Aerger und Rausch. Jedenfalls schickt es fich nicht für einen Beamten einer SanitätSwache, die humanen Zwecken durch praktische Bethätigung ohne Ansehen der Person dienen soll, hilfreiche Personen bei ihren menschenfreundlichen Bestrebungen durch solche nicht» wenig« als Humanttät vcrrathende Ausdrücke, wie die„P«son ist ja betrunken", zu verletzen, ohne den Fall auch nur im Gningsten geprüft zu haben. Wie ein in d« Wache beinahe bi» zuletzt anwesend« Be- wohn« deS Bezirks in der Blumenstraße, der auch zahlende» Mitglied der SanitätSwache ist, mttthetlte, zeichnet fich der betreffende He« Heilgehilfe gerade nicht besonder» durch«in Uedermaß von Menschenfreundlichkeit aus. Man steht au» diesem Fall wieder, wie hohe Zeit e» ist, daß die Sanität»- wachen an die Kommune üd«gehen» um ein wahre» Volks- instttut zu werden. Möge man also ferner für Uebnnahmc der SanttätSwachen durch die Kommune und eine der Be- völkerung entsprechende Vermehrung derselben, wenigstens auf 50000 Einwohner je ein solche» Instttut, thatkräftigst ein- Da» Etugreifea der Polizei laffen fich viele Arbeitgeb« gern gefallen, wenn fich daffelbe gegen die Arbeit« richtet; aber sehr wenig erbaut find die Herren davon, wenn ihnen einmal der Besuch d« Polizei gilt, im Jntnesse d« Arbeit«. Ein hiefig« Fabrikant wandte fich an da» Polizeiprästdium mit d« Anfragt, ob und au» welchem rechtlichen Grunde er ««pflichtet sei, jedem Polizeibeamten den Eintritt in seine Fabrik zu gestatten und od der Beamte nicht mindesten» einen schriftlichen Auftrag vorweism müsse. Da» Präsidium bat den Anfragenden dahin beschteden, daß da» Recht zum Betreten der Fabrik allen Lokal-Polizei-Beamten nach den Bestimmungen de» Landrecht» und der Gewerbeordnung zustehe und alle höh««« Ort» angeordneten Revifionen auf diesem Rechte de- ruhen. Der Fabrikant würde fich deshalb strafbar machen, wenn« fich einem Polizeibeamten, d« fich al» solch« durch Uniform oder Erkennungszeichen ausweist, wid«setzen wollt«; namentlich dedarf e» der Autfertigung besonder« Vollmachten für den Beamten nicht. Uebnschreitct der Beamte seine Be- fogniffe, so bleibt dem Fadrikbefitz« überlasten, die» in jedem einzelnen Falle zur Anzeige zu dringen.— Augenscheinlich ist dies« Bescheid«gangen auf die Anfrage eine» Fabrikanten, dem die polizeilichen Besuche zur Konttole sein« Fabrik- einrtchtungen lästig waren. Die««günstigen Arbeitsverhältnisse in d« Eisen- industrie, die sich seit den Zeiten der WirthschastSreform ganz besonder» in einzelnen Berlin« Produktionszweigen, z. B. beim Lokomotivenbau, geltend gemocht haben, scheinen sür da» Borfig'sche Etablissement ausnahmsweise stark in die Erschei- nung zu treten. Schon seit ein« Reihe von Jahren ist die Beschäftigung für die beiden Berlin« W«kstättm, da» söge- nannte Walzwerk in Moabit und die Lokomotivwerkstatt in der Chauffeestraße, sehr unregelmäßig gewesen und hat, um Ar- teit«entlaffungm nach Möglichkeit zu vermeiden, beschränkt ««den müssen. Monate hindurch ist nur von 8 Uhr Morgen» bi» 4 Uhr Nachmittags gearbeitet worden, oder e» find sür einzelne Kategorien e« Arbeiter wochenlange Pausen eingetreten. Nur in d« sogenannten Seehandlung in der Kirchstraße, einer Wttkstatt, in welch« Maschinen- und Keffelfadrikation de- trieben wird, ist volle Beschäftigung gewesen und auch zur Zeit noch vorhanden, während z. B. die Schmiede auf dem Walz- werk schon wied« paufirt haben und die Arbeitszeit auf halb« Tage hat beschränkt w«den müssen. Wenn nun auch die Zeitungsnachricht, wonach die Wertstätte am Oranienburger Thor geschloffen und das Terrain zu Bauzwecken parzellirt und verkauft werden sollte,— vom Standpunkte der Lorfig'schen Vermögeniverwallung übrigen» eine gewiß nicht zu verachtende Spekulation— aus sicherer Quelle al» unrichtig bezeichnet m«dtn muß, so ist e» doch Thal fache, daß da» Kuratorium der ErdschaftSmaff« den bei der Vermögensverwaltung betheiligten und bezüglichen Beschlüssen stimmberechtigten Damen, Frau August Borfig, die noch lebende Gattin de»„alten Boistg", und Frau Ald«t Borstg, die Wittwe de» 1878 verstordenen Geheimen Kommerzienrath», einen Antrag unterbrettet haben, welch« eine Aendnung deS jetzigen Verhältnisses bezwecken soll. Daß unt« dm heutigm Verhältnissen die Berliner Ab- theiluna de» Borfig'schen Geschäfts nicht ohne Nachtheil ar- betten kann und eine Verlegung nach Borstgwcrk in Ober« schlefien vortheilhast sein würde— e» würden damit z. B. ganz riestge Summen für Transporte von Kohlm, Eisen u. s. w. erspart— kann keinem Zweifel unt«li«gen. Gleichwohl ist eine Entscheidung, wie d«„Volks Ztg." au» fich«« Quelle mitge- th eilt wird, noch nicht getroffen, und da in wenigenJahren d« älteste Sohn de» so früh verstorbenen Albert Borstg majormn sein wird, so ist nicht auSgeschlossm, daß diese Entscheidung bi» zu jmem Zeilpunkte aufgeschoben wird. Im nächstm Jahre ist bekanntlich da» fünfzigjährige Jubiläum d« Fabrikeröffnung in den Räumen am Oranienburger Thor, und die Rückficht auf diesen Umstand dürfte auch wohl bei einer eventuellen D«- legung de» Etablissement» mit in» Gewicht fallen. Für die Arbeit« freilich ist die Unfickerheit in der augenblicklichen Be- schästigung, wie über die Zukunft de» großartigen Berlin« Eladlrffement» sehr betrübend. Auch darüber ist unter den Ar- beitem kein Zweifel, daß die Betriebskosten sehr bedeutend v«- ringert werden könnten, ohne die Löhne für die Arbeit« her« abzusetzen. Eine Verringerung de» Verwaltunatkörper», ent- sprechend den Verhältnissen anderer großer Wcrre, würde eine sehr hübsche alljäh, liche Erspamiß ermöglichen. JedmfallS Iief«t aber ein so gut fundirte» Unternehmen eine drastische Beleuchtung de» SegenS der W-rthschaftsreform. Die Borfig'schen Arbett« haben einen merkwürdigen Begriff vom„Schutze der nationalen Arbelt" bekommen. Um den Maximalardettstag habm fich dieselben noch nicht streiten brauchm und fie würdm sehr zufrieden sein, wenn fie nur Jahr ein Jahr aus acht Stunden täglich arbeiten könnten.* I« einer hiestgen„Kunsttischlerei", die den B«lin« Tischlem wohl unt« dem Nrmen„Taubenschlag" bekannt sein dürfte, scheint man recht sonder bare Maximen zu befolgm. Nicht nur, daß selbst auß«gewöbnlich niedrige Löhne gezahlt werden, da» passtrt anderwärts wohl auch, aber die betreffende Firma bat ein ganz neue» Mittel ausfi.rdig gemacht, um stch billige Arbeitskräfte zu verschaffen. Man annonzirt in Pro- vinzialblättem, um aus der Provinz, wo die Leute nach der Meinung dn Herren Fabrikanten noch nicht so aufgeklärt sein sollen, fich Gesellen zu verschaffen. In Görlitz scheint eine derartige Annonze auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein, denn von dort trafen mehr«« Tischler hier in Berlin ein, um in genanntem„Taubenschlag" in Arb- tl ,u treten. Die Folge davon war, daß ein dort lange beschäftigter Arbett« wegen «Mangel an Arbeit"— Gründe find bekanntlich wohlfeil wie Brombeeren— seiner Wege g'hrn konnte. Hoffentlich finden stch nicht noch mehr solcher„Görlitzer Kollegen". Al» ein Opfer de» großen Brande» in der Schtnke- stratze darf auch ein Todesfall bezeichnet werde», welch« die Familie de» Holzhändlers F. Noack, Kottbuser Damm 4, be- troffen hat. Die Ehefrau des Genannten kränkelt« bereits fett längerer Zeit, der Schreck aber, den die Nachricht von dem au»- gebrochenen Feuer, welche» fich auch auf den Holzplatz ihre» Manne? ausgedehnt hat, auf fie ausübte, vttschlimmerte da» Leiden derartig, daß der Tod bereits am Montag eintrat. Am HimmelfahrtStaae hat die Beerdigung der Entschlafenen unter zahlreicher Betheiligung der benachbarten Bewohner statt- gesunden. Der Vorortsverkehr an der Görlitzer Bahn, welch« seit dem 1. d. M. in» Leben getreten ist, hat auf den Bahn- höten dies« Vororte wenig erfreuliche Zustände geschaffen, die am HimmelfahrtStage von dem Publikum schwer empfunden wurden. Daß man bei vielen Beamten und selbst an den Billetschaltern entweder gar keine oder nur unrichtige AuS- fünfte üb« die Abfahrtzeit der Zitge erhielt, war vielleicht au» dem Umstand« entscdulvbar, daß der neue Fahrplan und namentlich der für die Extrazüge an jenem Tage den Herren noch nicht geläufig war. Dagegen erwiei stch die PerrowAd- sverrung, wie ste zur Billet Kontrole der nicht mehr von Schaffnern begleiteten Züge auf den Bahnhöfen der Vo, orte eingefühlt ist, al» höchst störend und für die Dauer kaum durchführbar. Zu Hunderten stehen die Leute auf dem Pnron, ihre Billet» find beim Eintrttt koupirt; ein heftiger Regen- schau« geht hernieder, N emand kann zurück in die Obdach ge- währende Halle, ohne daß er durch seinen Auskitt vom Perron sein Fahrbiltet entwnthet. Unter solchen Umständen kann für einen Familienvater, der ein halbes Dutzend Billet» gelöst hat, ein solch« Regen, wie er am Donnerstag mehrfach fich ein- stellte, ein theure» Vergnügen werdm. In dem benachbarten Johannisthal hat man noch dazu die Ungeschicktheit begangen, bei d« Absperrung de» Penon» auch— die Damen-Toilette abzusperren. Um diese vom Perron au» zu erreichen, ist eine Meldung bei dem dienstthuenden Bahnpersonal nöihig, wonächst auf erfolgte Anweisung die Oeffnung zweier großmächtig« Flügelthüren in dem UmgebungSzaun stattfindet, wonächst die betreffende Dam« unter allgemeiner Aufmntsamkett durch diese Tbür ihren Austritt nehmen kann. Da» Unerträgliche dieses ZustandeS bedarf keiner weit«en Motisirung. Et« in unserer FletsSscha« wohl noch nicht dage- wesener Fall ereignete stch am Murwoch Nachmittag und Don- n«ftag früh. In der zweiten Abtheilung deS städtischen Fleisch- schauamte» auf dem Zentral-Viehhof kam zm angegebenen Zeit da» Fleisch von 20 Schweinen, welche ein« hiifige, besonders die Wurstfabrikation betreibende Schlächterficma geschlachtet hatte, zur mikroskopischen Untersuchung, und dabei wurden 14 Schweine trichinös befunden, einige waren ungemein stark trichinenhaltig. Die Würm«.- zeigten stch nicht nur in allen Theilen de» Fleische», sondern auch in so bedeutend« Anzahl, daß man in Fleischproben von Haferkorngrütze, welche gequetscht Präparate von etwa 1 Quadratzentimetcr Fläche darstellen, 40 und mehr Stück zu zählen vermochte; wenige Fleischproden dagegen waren schwach trichinös, so daß man z. B. in 24 Prä- paraten nur eine Trichine fand. Alle Trichinen ad«, und die» fällt hauptsächlich WS Gewicht, waren verkapselt, d. h. im entwickelungSsähigen Zustande. Da mit einem einzigen Bissen trichinenhaltigen Fleisches oder darau» bereiteter Schlack- wurst jc. hunderte von Trichinen in Magen und Darm ge- langen können und jede entwickelungSfähige Muttntrichine fl« binnen kurzer Zeit an 1000 Stück Junge zur Welt ringt, so liegt nahe, welche» Unheil in dem Falle, daß die mikroskopische Fleijchschau nicht eingeführt wäre, hätte entstehen können. Die Schweine waren alle von demselben Kom- misfionär gekaust und stammten wahrscheinlich fämmtlich au» einem und demselben Stall. Selbstverständlich trifft weder Schlächt«, noch Kommisstonär od« Händler irgend eine Schuld. Neuer Feuermelder. Vor wenigen Togen find an einigen Stellen in der Stadt, so am Potsdam« Thor« und auf dem Morttzplatz Feuermeld« neu«« Konstruktion aufgestellt worden. Dieselben find auS Gußeisen hergestellt, blau lackirt und von solider, geschmackvoller Ausführung. Die Feuermeldung wird dadurch bewirft, daß man eine an einem Keil che« hängende eisern« Kurbel an einer genau bezeichneten Stelle einsetzt und so lange dreht, bi» an d« Vordnsette de» Feuermelders eine Klappe herabfällt. Hinter derselben liegt ein Blaustift und Papier, aus welche» man die Meldung zu schreiben hat, wenn man es nicht vorzieht, am Feunmelder so lange zu warten, bi» die Feuerwehr in Folge der Alarmirung dort erscheint. Diese neuen Feuermelder sind ohne Zweifel prattischn konstruirt sie die älteren, doch wie wäre rS, wenn an denselben hinter der Klappe ein Telephon angebracht würde, durch welche» die Mel- dung nach Straße und Nummer direkt erfolgen könnte? Hin- durch würde der Feunw'hr der Umweg nach dem Feunmelder erspart bleiben, den fie jetzt in jedem Falle antreten muß, um zu erfahren, wo der Brand ausgebrochen ist. Dieser Umweg bedeutet immer einen Zeitverlust von einigen Minuten— bei einem Brande unter Umständen ewe bedenklich lange Zett. AuS der Berliner Bürgerschaft find sogar Wünsche laut ge- worden, jede» Hau» durch ein Telephon direft mtt dem Feu«- wehr- Depot zu verbinden. Diese Wünsche w«d«n indeß un- realifirdar sein, denn schon jetzt ist da» Telephondrahtnetz an einigen Stellen in der Stadt fast unentwirrbar zu nennen. Jmmnhin aber ist e» anzunkennen, daß man fich in d« Bürgerschaft mit der Frage:„Wie wird die Feuermeldung am schnellsten bewirft?" beschäftigt: vielleicht werden hierdmch noch einmal Vorschläge zu Tage gefördert, die eine Vereinfachung de» Feunmeldewesen» bedeuten. Zur Warnung. Em junger Kaufmann hat fich durch Messtngllammern, wie fie zum Zusammenhaften der Proben i°i benutzt werdm, am Fing« eine Blutv«aittung zugezogm, die nur durch da» schnelle Eingreifen de» Arztes keine größeren Dtmenfionen angenommen hat. A» einem Kronleuchter erhängt hat fich gestern Abend der Jnbadn der Wohnung Wilhelmstraße 33, vom eine Treppt. Seine Frau war den Tag üb« nicht zu Haus« gewesen, und als fie gegen 7 Uhr zurückkehrte, fand fie ihren Mann alS Leiche w-eder. Mißliche Vermögensamstände sollen die Veranlassung zu d« unglückseligen That gegeben haben. Die Leiche wurde noch aestern Abend nach dem Odduftionshause geschafft. Nach Mittheilung de» Statistischen Amts d« Stadt Berlin find bei den hnstzen StanveSämtem in oer Woche vom 23. Mai bis inkl. 29. Mai er. zur Anmeldung gekommen: 217 Eheschließungen, 871 Lebendzeborene, 30 Tovtgedorene, 731 Eierbefälle. Amtlicher Bericht der Markthalle«- Verwaltung- Mitgelheill von I. Sandmann, städttschrm VerkaufS-Ver» mittl«. EngrcS Markt in der Zentral- Marfthalle aß 5. Juni 1886. Die Zufuhr war Herste in frischem Gemüse und Obst genügend, Kirschen auf 10-20 Pf. per Pfund, Salat 0,60— 1 00 M. per Schock, Gurken 15—18 Pf., Wald Erdde«e» in Holzschachteln 0,90—1,00 M. per Pfund, Spargel I. 80 bil 100 Pf.. II 60-70 PI.. III. 20 Pf. per Kilo, Rhabarber 12.50 bis 15 00 M. per 100 Bund.— Butter in Kübeln. Ost- und Westpreuß. l. 1,00-1,05, IL 0,95-1,00, m. 85-90, Mecklenburger L 93, II. 88-90, 01. 65 Pf.- Limburg« I. 33 M per 100 Kilo, Schweizer Emmenthaler 75—80 M., Bavrischek 40-50 M, Tilstt-r halbfett 40-48 M. Die Zufuhr toat mäßig, die Stimmung fester.— Räucherfische: Oftsee- Lach» 3 bis 4,50— 5,00 per Kilo. Bücklinge 1,50-2,50 M. per WaU Dorsch 6.00-7,70 M. per 100 Stück.- Markrele 30-45 3)!. per 100, Aal 1—120 p« Pfund. Die Zufuhr in diesem Artckl noch imm« unregelmäßig und fiaoet schlanken Absatz.- Wild und G- flöge I ist in vnhältntßmäßig kleinen Posten zi führt und deck.« lange nicht den Bedarf. Rehe 1,20—1,50 ledende Hühner von 1,60—2,50 M, Ganse 5-6,50 M. Polizei- Bericht. Am 4. d. M. Vormittag» wurde Thiergatten in der Nähe de» Floraplatzes ein unbekannter, etwa 30 Jahre alter Mann, anscheinend Arbeit«— und Nachmittag» ein Mann in s?in« Wohnung in der WUhelmstraß« «hänztnrorgewnden. BeiSe Leichen wurden nach dem Leiche»- schauhause geschafft.— An demselben Tage Vormittag» wurdr ein Herr beim überschreiten des FahrdammeS der Leipzlgerstraß, an der Eck- der W lhelmstraße, von einem vorschriftswidrig schnell fahrenden, von dem Kutscher Kupferschmidt geführten Schiächter- wagen zu Boden gestoßen— und Abends ein 4 Jahre alte« Mädchen in d« Bernauerstraße von einem GeschäsrSwagr» der Firma F. AdamS, Große Hamourgerstraße 2, üdetsab«»' jedoch anscheinend nur leicht verletzt.— An demselben T»' Nachmittags fiel ein unbekannt gebliebener, etwa 40 Jahü alter Mann in der Jerusalemnstraße plötzlich zu Boden starb auf der Stelle, wahrscheinlich am Schlagfluß. Die LeiK wurde nach dem Lelchenschauhause gebracht.— Am 4. d. 3* Abends schcß ein Tischlermeister auf dem Flur seines Haust' in der KrautSstraße mit einem mit Schrot geladenen Revolock nach einem bei ihm wohnenden Schuhmach« und einem st dessen Begleitung befindlichen Kaufmann und verwundete d<« «steren an der linken Hand, den letzteren am linken Unterart»' Beide begaben fich, nachdem ihnen in der nächst gelegene» SanitätSwache ein Berband angelegt worden war, nach ihn» Wohnungen.— Am 5. d. M., früh gegen 4 Uhr, gerieihr» auf dem Falk'schen Koblmplatz auf dem Görlitz« BahnM lagernde Braunkohlen Briq uet» wahrscheinlich durch Selb»- entzündung in Brand. Die Feuttwehr löschte das Feu« w» ein« großen Handdruckspritzr. Gerichts-Deitnng. t Eine etwa» natve Ausrede brachte der Barbsttgehilft Sch. vor, d« gestern vor der 92. Abtheilung de» Schöffengericht» unt« der Anklage det D edstahlS stand.*£* ronymu» Sch. hat in setner Heimath Oderschlesten betritt ett». große Reihe von Vorstrufen wegen Betrugs, Diebstahl» un° Urkundenfälschung erlitten. Auch in Berlin ist« schon ei» mal wegen Unterschlagung mit den Gesetzen in Konflift 0"� men. Am Abend De» 18. Mai d. I. befand er fich in«W» Lokal in der Näbe deS Schlefischen Bahnhof». Als« u» 2 Uhr NachtS aufbiach. um seine Schlafstelle, die« bei Gastwirth gemiethet hatte, aufzusuchen, ließ« einen Somß� paletot, d« dem Barbierh«rn R. geHörle, mitgehen,»st P-letot wurde spät« bei ihm gefunden. Auf die Frage Vorsitzenden, was er zu seiner Veuqeidigung anzuführen 9»;' meinte Sch., er habe dm Diebstahl in der Tiurkenheit» gangen. Er habe geglaubt, e» sei sein Paletot gewesen,. derselbe an einem Nagel b» g, an dem« vorh« seine« und Stock plazitt habe. Er habe auch die Adficht gehabt.» Paletot am nächsten Morgen seinem Befitz« zuzustellen,% hätte er den Mirth, der ihm Auskunft geben sollte,�, '/:? Uhr früh, al« er zur Arbett gegangen sei, noch nicht% troffen.— Die Vernehmung de» Bestohlenen ergab, dffl,.. dieser schönen Geschichte auch nicht ein Wott wahr fei- ,, R. bekundete zunächst, daß er seinen Rock durchaus m« einen schon desetzlen Nagel aufgehängt habe. Als tt Z, nächsten Morgen da» Lokal wieder aufgesucht habe, in dci»�, da» Kleidungsstück abhanden gekommen wäre, sei die muthung ausgesprochen, daß Sch-, der in der Frühe mit»».,< Sommerüberzieher veidächltg schnell durch daS Zimmers, gangen sei, eS genommen hatte. n- �*----- �' in sein« Arbeitsstelle aufgesucht Er habe daraufhin de« M und ihn geftagt. ob er leicht„au» Versehen" den Paletot angezogen habe, ganz entrüstet in Abrede gestellt hftk. In diesem AugeN�A have er sein Besitzt, zum auf einem Stuhl, d« in drf � stand, entdeckt und er bade einen Schutzmann gebolt, J Sch. verhaftet«. D« Gerichtshof veruttheilte in Nückfij® i» die Vorstrafen und auf sein Leugnen den Palelotmar r— 6 Wochen Grfänqniß.,„a» I« dem Kowalski schen Mordprozeß ist auf# dem Vertheidig« de» Vnurthettten eingelegte Verhandlungikrmin vor dem zw.iten Strafsenat de» gerich!» der ett» zum 11. d. Mt». anberaumt worden- AuZgang dieser Sache w-rd nammtlich auch in den M«. Kreisen mit groß« Spannung entgegengesehen, und v„jt Rechtsanwalt Dr. R. Wolff entschlossen, seine Revisi dem Reichsgericht selbst zu begründen....*##- Et« Anehilfemtttel, sein Widerpart bei � gebrochene« Differenzen ungestraft ,« beleidtge��e» fängt nach der in neu«« Zeil bei den Prioarklage AvtM eingesührten Praxi» nicht mehr. D« Prinzipal laß' die fraglichen, mit Beleidigungen gespickten Schrei seinem jungen Mann anfertigen, untrrichreiden und« In der gestern veihandelkn Privattlagesache des Herr � i» mann gegen den Buchhänv'.er Baum hatte letzter" kriminitten Brief auch durch seinen jungen Wann, d- lassen. Während der Beklagte jede K-nntniß de» o Briese» in Abrede stellte, räumte der«neivlich Buchhalt«, an dessen Bestrafung dem Kläger 5, gelegen ist, ein, nur einen allaemrinen Auftrag"v habt, dem Brief seine Fassung selbstständig ag. Nichtidestowen.ig««achtete der Gerichtshof den B � den intellektuellen Urheber und verutthetlte deni"»' j event. 2 Tagen Hast. MieN�a, % Iä zrhn verschi-denen Malen kleine Geldbeträge � u«®.,*■ vetrag« von 53 Mark au« der Ladenkaffe("'mILiiio»» Geld zum Antauf von Näschereien, Messer, w et S» '¥ verwendet. Die Diebstähle find in den Monaten Januar. Fedruar und März vorgenommen worden. Die Mutter hat, alt die That entdeckt wurde, daö Gels ersetzt. Unter Thränen verficherte S. seine Reue und bat um mtwe Bestrafung. Er wurde zu vierzehn Tagen GefSngniß verurtheilt. t Von einem Herren-Souper lommmd zog eine ange- truntene Gesellichaft von Männern der sogenannten besseren Stände in der Nacht vom 6. zum 7. März b. I. die„Linden" entlang. In der Nähe des Opernhauses gerieth einer dieser Herren, der Beamte der Kur- und Neumärkischen Rittelschafts- darlehnStaffe, Fr. Helfreich, in ein Renlontre mit einem Studenten, der ihn„gerempelt" haben, oder von ihm gerem- vest worden fein soll. Die Sache endete damit, daß der Stu« dent einen hinzueilenden Schutzmann bat, die Personalten seines Gegners festzustellen. Der ganze Zug ging zum Wacht- lolal und hier wollte der Telegraphist, Schutzmann Gerisch, das Nationale der beiden Hauptpersonen ausnehmen. Der Student legitimirte fich durch seine Studentenkarte, Helfteich »der benahm fich höchst ungebührlich. Er setzte fich auf den schmalen Tisch, so daß er den Beamten am Schreiben hinderte und auf daS Ersuchen deS letzteren, Platz zu machen, «widerte er:„Kommen Sie zu mft, ich werde„Ihnen" lehren, wie man schreibt!" Gleichzeitig soll er die Zunge herauige- firecki und mit der Faust auf den Tisch geschlagen haben. Schließlich verstieg er fich zu der Drohung:„ES soll Ihnen höllisch in die Blouse regnen!" die er ebenfalls an den Schutz- wann Gertsch richtete. DaS Ganze brachte er näselnd, im söge- nannten Oifizieritone, wie ein Zeuge eS bezeichnete, hervor. Auch versuchte er dem Beamten durch Berufung auf den Polizei- bauptmann Albrecht zu imponiren.— Dieses Benehmen zog >h» eine Anklage zu, die gestern zur Verhandlung kam. DaS Gericht verurtheilt- ihn wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe mm 50 M.— Kein angenehmer Nachgeschmack deS Soupers! , Die Verurtheilung deS Anarchisten Most. Die An- 'Brache, welche der Richter Dmylh in New Nor! an Johann Rost bei Verkündung deS gegen denselben gefällten Urtheils hirtt, lautete englischen Blattern zufolge vollständig:„Ich «dauere aufrichtig, daß daS Gesetz mir nicht erlaubt, Ihnen «ine härtere Strafe zuzudiktiren, als ich jetzt im Begriffe stehe S thun. Sie haben gerathen zu Mord, Brandstiftung und «gistung, und haben vor unwiffendm Ausländern Reden erhalten, in denen Sie denselben anrtethen, zu Mord und �andstistung Zuflucht zu nehmen. Sie haben ein Buch ver« "ssenllicht, in welchem Sie die weiblichen Dienstboten lehren, wie man Gifte bereftet, um die Mitglieder der Familien, in «nen st- dienen, zu ermorden. Auf der ganzen Erde giebt mi leinen vollendeteren Schurken als Sie. ES ist unnöthig» Mftc an einen solchen Menschen wie Sie zu verschwenden. Urtheil deS Gerichts ist, daß Sie ein Jabr im Zuchthaus werden, daß Sie eine Strafe von 500 Doll. zahlen H? in Haft bleiben, bis die Strafe abbezahlt ist, und zwar M die weitere Hast nicht mehr als einen Tag für jeden Är der Geldbuße betragen." Most umklammerte nach dieser ,»W»che daS Gitter vor der Anklagebank, seine Augen roMen 5* sein Gestcht färbte fich vor Zorn. AlS er in da« Gefäng- Mückgeführt wurde, rief er in Deutsch aus:„Und daS man Gerechtigkeit." Er ist nunmehr nach dem Zucht- auf BlackwellS Island(gegenüber New- Nor!) gebracht worden._ Soziale» mh Arbeiterbewegung. . Zur Beachtung für die deutschen Arbeiter! Bremen, ?in 31. Mai. Wie den Tabalarbeitern und Böttchern er- Merlich sein wird, wurden verschiedene Mitaliedschasten dieser Organisationen deshalb verboten, weil die daS Verbot "iaffenden Behörden aus den Statuten dieser Vereine eine t'�BsicherungS anstatt für den Sterbefall" herauSge- all™ ,tn' We nach dem preußischen Landrecht resp. einem d««Ä!al%schen Gewerberecht der besonderen Genehmigung MMW fr- 1 k r am 28. Mai bereits durch das dortwe Gericht ein ab �''Kend es Urtheil gefällt. Die Kosten des Ver- La», und der Bertheidigung wurden der Staats kaffe zur teftW® v 5 m®*' Vorstandtmitglieder der Breslauer Mitglied- fcarlL» Reise-Unterstützungs-Vereini für deutsche Böttcher ■N* durch Strafmandate 4 Mitglied zu 15 M. verurtheilt.) . obafti weiteres Material in unseren Händen ist, werden wir aMlbe veröffentlichen. Der Hauptvorstand des Reise- Unter- "utzung,. Vereins für die Böttcher. In Vertr.: H. Neure. ei». Halle«. S. wird uns folgendes mitgetheilt: In it.ii iahlreich besuchten Tischlerversammlung, in Mer der Tischler Grothe da« Referat erstattete, wurde be- von einem Streit abzusehen, trotzdem die Lage der eine recht traurige sei, da von der Arbeitseinstellung ,,M der gehoffte Nutzen zu erwarten sei. Die Versammlung Uarte aber, voll und ganz für eine Sozial- Reform durch die zlitzgebung eintreten zu wollen.— Eine Versammlung der ?aur-r wurde auf Grund deS Paragraphen 153 der Ge- Nkvrdnung aufgelöst. Da« ist jedenfalls neu, da dieser Lagraph mit Versammlungsauflösungen in gar keiner Bc- I„jUng sftht. Der Streik der Maurer brestet fich immer mehr o. Die fremden Maurergesellen find adnereist.— Die in* i11 orleute wollen gleichfalls in einen Streik einfteten, C>?nd fie fich noch nicht schlüssta geworden. Halle hat keine j,?.?del« günstige Lage für Streik«, da fortwährend Arbeiter In. ArdeitszweigeS auf der Durchreife begriffen find, und da ier>tralen Lage halber neue Arbeiter leicht angeworben Mn können. DaS wiffen die Unternehmer auch und find MÄu»? Ä ö1 ist.- Die Glasergesellen haben zur� Arbeits. Äung da die auf keine ihrer Forderun- Ich, Klangen eine Lohnaufdefferung), nicht völlig fiegreich die G e f S n g n i ß« Münchener„Maler- Wiener AaitationS« wurden 1883 allein _____ wuu,«.,.»..... für Privatunter« von Malern und»olorirern 24 008 und von An- das Malergewerbe wird durch In z,.Segen die StraihauSarbeit. � h m.'ichischen Strafanstalten SSülV über de« Streik der Töpfer Berlins und »f1 au«» � Wir können nicht genug darauf hinweisen, daß °chene Lohnkampf direkt dem Verschulden unserer a'«in u � 5"lster sowohl, alt auch von den Ofenbaumeistern k�B(t!,9,"0fnän5n(ß gemacht worden, um einen dm heutigen Wir können nicht genug'darauf hin weifen, daß ien"••-- m | , angepaßten Lohntarif auf ftiedltchem Wege dringen. Beweis dafür ist der von den Arbeit- als"sudgegedtne Lohntarif, welcher noch niedriger gestellt bereits seit einem Jahr b. stehende Der "Bs erschienene Lohntarif der Meister ist-in Machwerk. welches ganz ohne Wiffen und Willen der Gesellenschaft Berlins und Umgegend zusammengestückelt ist. ES ist deshalb nochmals an den Beschluß der letzten beiden großen Versamm- lungm der Töpfergesellen zu erinnern, daß für die Arbeit- nehmer nur der Tarif giltig ist, welcher von dm Töpfern Berlins und Umgegend öffentlich besprochen und mit großer Majorität angenommen worden ist. Letzterer ist auch bereits von mehreren unserer Arbeitgeber durch Unterschrist ange- nommen. Wir hoffen, daß nunmehr die wenigen Kollegen, welche noch zaghost find, für dm Tarif eintreten werden und recht bald ihr gegedmeS Manneswort einlösen. Auch find bereits mehrere Bauten von der Lohnkommisfion zur Fertig- stellung angenommen und werden dieselben sofort in Angriff genommen, wenn die Hartnäckigkeit der JnnungSmeister fich nicht bald ändert, welche, wie in Erfahrung gebracht, Bündnisse mit Veltmer Oftiifabrikm sowie Konomtionalstrafm stipulirt haben. Der Geist unter den über 1000 streikenden Töpfern ist ein sehr guter, deihalb schließen wir mit den Worten: Thue ein jeder Kollege seine Schuldigkeit, so ist der Sieg in kurzer Zeit unser. Mit Gruß an die noch nicht fich im Kampfe befindmdm Kollegm! Die Lohnkommisfion der Töpfer Berlins und Umgegend. I. A.: H. Hormann, Schriftführer, Lange- straße 62._ Vereine«nd Uerfammiungen. Der Jnteressenverew der Kisten- und Koffermacher Berlins hell am 31. Mai eine Mitgliederversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: Vortrag deS Herrn Metzner über daS Thema: Wie verbeffern wir unsere Lage? und Ver- schiedencS. Zunächst wurde bekannt gemacht, daß am 18. Juli eine Landpartie nach Grünau per Bahn stattfinden solle. Dann machte ein Mitglied die Äiltheilung, daß in der Koffer- fabri! deS Herrn Reudner u. Komp. die Arbeiter wegen Lohn- Vinzenzen die Arbeit eingestellt haben.(Wie wir später er« fahren haben, ist der Streik zu Gunsten der Arbeiter auSge- fallem) Dann wurde ein Antrag gestellt, dem Vorstand 500 M. zur Verfügung zu stellen, zum Betten des Vereins; derselbe wurde angenommen. Hierauf hielt Herr Metzner seinen mit Beifall aufamommenen Vortrag. Er führte hauptsächlich an, daß daS Koalitionsrecht dm Arbeitern erhalten bleiben müsse, damit fie sich vereinigen können, um ihre Lage zu ver- beffcrn. Redner sprach dann über die Entwicklung deS Ma- schinenwesms und führte auS, wie durch die heutige Anwm- dung der Maschine der Arbeiter geschädigt würde. Während dieser Rede erklärte der überwachende Beamte: wenn der Herr Referent so fortfahren würde in seinen AuSfübiungen, müsse er die Versammlung auflösm. An der Diskussion betheiligten fich mehrere Redner. Durch die ungeschickte Redewendung eines derselben veranlaßt, erklärte der Polizeibeamte die Ver- sammlung aus Grund deS§ 9 des Sozialistengesetzes für auf- gelöst. t. Der demokratische Verein hatte zu Freitag Abend nach dem Altermann'schen Saale, Dennewitzstraße. eine außer- ordenlltche Versammlung einberufen. Auf der Tagesordnung stand ein Referat des Herrn Michael Flürlcheim über:„Hat das Volk ein Anrecht auf Gemeindefitz am Grund und Boden." Dm Vorfitz führte Herr L-debour. In ca. 1'/» stündiaem Vortrage entirdigte fich der Vortragende, welcher seit Jahren in Wort und Schrift für daS Projekt der Verstaatlichung dcS Grund und BodmS eintritt, seiner Aufgabe. Er zeichnete ein Bild der wirthschaftlichen Krisen, ihrer Ursachen und Wirkun« gen auf den GesammtorganiSmuS der Nation. Alle sozialen Reformen, meinte Redner, seien Palliativmittel. WaS die Sozialdemokratie in ihrem Programm stehen habe, sei gleichfalls undurchführbar(Widerspruch); ihre Bestrebungen unterscheiden fich von denen des Staates höchstens durch ihre Ausdehnung. Die Werthe lägen allein in der Natur, im Grund und Boden; die Arbeit vermehre ste nur. Die» habe Adam Smith und andere Häupter der Manchesterschule nicht erkannt. Die Sozialdemokratie sei in ven gleichen Jrrthum verfallen, fie stelle die Handarbett als die Quelle aller Werth- hin. Herrn Flürfcheim'« Autführungen gipfeltm schließlich in dem Allerhellmittel„Verstaatlichung de» Grund und Bodens". Wäre dies erreicht, so würbe alle» Uebrige von selbst kommen. Rußland habe den G:meinbesttz, leider nur eine falsche Verwerthung. Wo eine richtige bestände, wie in einigm Kantonm der Schweiz und Gemeinden Baden?. lebten die Bewohner glücklich und zu- friedm. Bei ollen Völkern, wie den alten Germanen, herrschte in der Urzeit ihrer Geschichte, daS Recht des Gemeinbesitzes ihre» Landes, wie Professor Laveleye in Brüffel in seinem„Ureigenthum" nachwiese. Die Diskussion war eine animirte. ES sprachen Rechtsanwalt Döbler, der Sp echer der freireligiösen Gemeinde, Herr Schäfer, Dr. Grätzer, ferner die Herren Hilve- brandt, Jäger, Schwennhagen, Guttmann und Reg.- Baumeister Keßler. Nur Herr tzildebrandt erklärte fich bedingungslos für daS von dem Referenten Ausgeführte. Die Herren Schäfer und Jäger befürworteten die progreffive Einkommensteuer. Nicht halbe, sondern ganze Reformen, so äußerte sich Herr Schwenn- Hägen, verlange daS Volk. Solange nicht eine Reform der gesammten politischen und wirthschaftlichen Verhältnisse ein- träte, wäre aller Liebe Müh umsonst.(Beifall.) Da« mobile Kapital, welche? Flürfcheim nicht anzutasten wage, würde nach wie vor in der Industrie weiter wirthschaften. Im U-brigen begrüßten eS die Arbeiter unter den heutigen Verhäitniffen mit Freuden, wenn ihnen in anderen Versammlungen Gelegenheit zum Meinungsaustausch ge> geben werde. RegierungSbaumeister Keßler: Die AuS- führunaen deS Herrn Flürfcheim haben mich an den alien Spruch erinnert:„Lieber Florian, schütz mein Hau» und zünd' daS andere an". Der Herr au» den Fabrikanlenkreifen will unseren Blick trüben und den Angriff auf eine den Herren fernere Burg lenken. Ein wahrer Pharaonenstaat entstände, wenn fich die Proj-kte de» Referenten verwirklichten." Herr Keßler geht näher darauf ein. weist unter wiederholten Unter- brechungen fettenS deS Vorsitzenden die von Flürfcheim gegen die Sozialdemokratie erhobenen Vorwürfe zurück.(Lebhafter Beifall.) Nun meldet sich der ReichstagSadgeordnete Kapser zum Wort. Viel ist eS nicht, waS er lagen kann:„Ich will mich kurz faffen."—„Auf Grund de»§ 9 dei Sozialisten- gesrtzeS erkläre ich die Versammlung für aufgelöst," fiel hier der überwachende Polizeilieutenant ein. Ohne jeden Zwischen- fall gingen dann die Versammelten auseinander. Der Berein der Wäsche-Zufchnetder Berlins hielt am 31. Mai bei Weick, Alexanvrrstr. 31, eine Mitglieder- Versammlung ab mit der Tagesordnung: 1. VmstandSwahl. 2. Aushändigung der Mitgliedtbücher. 3. Verschiedenes. Zu Punkt 1 wurden folgende Herren gewählt: Gustav Koopmann, 1. Vorsitzender; Rttterhaufm. Stellvertrcter: Müller, 1. Km st: er; C. Loch, Slelloerfteter; Mündt, 1. Schriftführer; Gust, 2. Schriftführer;»u Revisoren die Herren Böhm, W. Derlei und Thümmel. Zu Punkt 2 wurden 86 Bücher ausgehändigt. Bei Punkt 3 wurde bekannt gemacht, bj daß an jedem Ersten Montag im Monat eine Versammlung im obigen Lolale statt- finden soll.,, Die polittiliche Genehmigung wurde versagt: 1. Der zu gestern, Sonnabend, angelündigten Versammlung p-S„Fachvereini der Tischler" mit der Tage». Ordnung: 1) Vortrag des Herrn Könitz über: Die Lunge und ihre Bcycmdlung im gesunden und kranken Zustande. I. Di». kusston.— 2. Der zum Sonntag(heute) anderaumten Ver- sammlung der„Gewerklchaft der Metall- ar better" mit der Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2 Statutenänderung. 3. Verschiedene» und Fragekasten.— 8 Der ebenfalls zu heute angekündigten öffentlichen Ver- der Form er, in welcher am Montag, den 7. Juni, Herr Benkendorf einen Vortrag über:„Feuerbestattung" hatten wollte. * Verband der Möbelpolirer Berit«» und Umgegend. Morgen, Montag, Abend« Punkt V» 9 Uhr bei Säger, Grüner Weg 29. Versammlung. Tagesordnung: 1. Wann führen wir unfern neuen Lohntarif ein. 2. Die Forderungen der Ar- deiter. 3. Anträge, Verschiedenes, Fragekasten. Gäste find willkommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Am 2. Feiertage macht der Verband einen Famtlien-Autflug nach FtiedrichS- Hägen. Näheres hierüber in der Versammlung. * Die Freie Organisafton junger Kaufleute hält ihre monatliche Mitglieder- Versammlung am Dienstag, den 8. Juni, Abend» 8'/, Uhr, nicht in Niest'S Salon sondem in den Arminhallm, Kommandantenstraße 20, ab- Tagesordnung: 1. Der Rechtsschutz für Mitglieder, Referent Herr E. Henning. 2. Verschiedenes. Gäste baden freien Zutritt. In der„Urania". Wrangelstr. 9—10, wird am Montag, den 7. Juni, Abends 8'/» Uhr. Herr Harmfen einen Vortrag hatten über: 1. DaS neue Naturheilverfahren im Gegensatz zum Medzinheilverfahren. 2. Vorschlag zur unentgeltlichen Behandlung und eventuellen Unterstütznng unbemittelter chronisch Kranker. Damen haben Zuftitt. Entree 10 Pf., wovon der Ueberschuß zur unentgeltttchen Behandlung chronisch Kranker verwandt werden soll. * Freie Vereinigung der Graveure, Ziselenre«. Montag, den 7. Juni, Versammlung bei Sahm, Annenstr. 16. Tagesordnung: G schästliche», Aufnahme neuer Mitglieder, Bericht des NachwetsebureauS, Vorlage eines Regulativs für Untei stützungSangelegenheiten, Verschiedenes. Große öff.ntliche Ttschlerverfammlung am Montag, den 7. Juni, Abend» 8 Uhr, in Sanssouci, Koitbuserstr. 4a. Tageiorvnung: 1. Abrechnung der mit der Rödel'schen An« elegenheit detrauten RevtfionSkommiifion. 2. Die Camp« aufener Wittwm und Waisen. 3. Verschiedenes. Referent err W. Schmitz. * Fachverein der Putzer. Ordentliche Mitglieder- Ver- sammlung am Sonntag, den 6. Juni, Vormittag» 11 Ubr, in Scheffer's Salon, Jnsetstr. 10. Tagesordnung: Ein Unter« stützungszesuch. Ein Antrag um Rechtsschutz. Antrag zu einem Vergnügen. Besprechung über unsere Lohnverhättniffe. Verschiedenes und Fragekasten. * Zeutral-Kraukeu« und Sterbekasse der Tischler u. Oertliche Verwaltungsstelle Berlin(J.(Frankfurter Thorbezirl). Mitglieder-Versammlung am Montag, den 7. Juni, AdendS 8 Uhr, AndreaSstr. 21, bei Keller. Tagesordnung: 1) Neu- wahi der OrtSbeamten. 2) Wahl von 6 Beitragsammlern. 8) Verschiedenes.— DaS Mitgliedsbuch legitimirt. * Fachverein der Former. Der Vorstand macht bekannt; daß fich die Zahlstelle bis auf Weiteres dei Sodtke- Ritter- straße 123 befindet. Geöffnet Sonnabend» von 7—9 Uhr Abends. Die VereinSoersammlung am Montag fällt auS. Töpfer. Öffentliche Versammlung der Werkstubenardetter am Montag, den 7. Juni, AbendS 8 Uhr, im Lokale de» Herrn Liebrecht, Jnvalidenstr. 16. Tagesordnung: 1. In welchen Werlstätten ist der Gefellen-Lohntarif bewilligt? 2. Ver« fchiedeneS. * BezirkSvereiu de» werktbätigen Volke» der Schön- hauser Vorstadt. Da. vorauSfichtttch vorlSuflg keine Ver- sammlung des Vereins stattfindet, so ersucht der Vorstand alle Mitglieder dei Vereins, ihre Beiträge in der Zahlstelle Weißen« durgerstr. 70 bei Rietz. SonntagS Vormittags von 10— 12 Ubr» zu entrichten. Die Mitglieder, welche ihre Beiträge noch nicht diS zum 1. April berichtigt haben werden aufgefordert, dieS so schnell ali möglich zu thun. Letzte Nachrichte». Demonstratio» in Belgien. In Gent kam«S anläßlich der von unS bereits gemeldeten Verurtheilung deS Agitator» Anseele zu sozialistischen Demonstrationen. Die Volksmenge durchzog unter Abfingen der Marseillaise und Vorantragen von rothen Fahnen die Straßen und akklamirte stürmisch dln Verurtheitten. Der Advokat Defuissea«, Herausgeder de«„Catöchitme du peuple", ist aus Grund de« Vndikts der Geschworenen zu 12monatigem Gefängniß und 600 Fr. Geldbuße verurtheilt und seine sofortige Verhaftung angeordnet worden. Die soziale Bewegung in Oberitalien hat fich immer noch nicht gelegt. In sechs Ortschaften der Provinz Bologna streiken fünfzehnhundert ReiSfeidarbeiter; ste verlangen du Erhöhung de« TaglohneS von 70 Centefimi auf 1 Lira und zehnstündige ArdettSzeit. Der griechische Konflikt neigt fich seinem Ende zu. Die Pforte macht in einem Zirkular Miitheilung über die Lösung der letzten Zwischenfälle an der griechisch türkischen Grenze uns konstatirt, daß Griechenland die Abrüstung mit Eifer betreibe. Die Pforte zollt den Mächten Anerkennung wegen der erfolg» reichen Einwirkung auf Griechenland und schließt mit dem Wunsche der baldigen Aufhebung der Blokade. In Athen hat die englische Regierung berett« offiziell mitgetheilt, daß fie geneigt sei, die Blokade aufzuheben. Gleichzeitig ertheilte fie den Befehl an die Flotte, fich bereit zu halten, die griechischen Gewäffer zu verlaffm, ferner wurde der englische Gesandte Rumbold ange wiesen, nach Athen zurückzukehren. Da»„I o u r- n a l d e S t. P e t e r« b u r g" schreibt ebenfalls. die rufstfche Regierung fei der Ansicht, daß der Moment zur Aufhebung der Blokade in den griechischen Gewässern gekommen sei; diese Ansicht werde von allen K-bineten Betheilt, und seien bezügliche Pourparlers eing-leitet. Die Blokade werde baldigst aufgehoben werden, jedoch dürfte die internationale Flotte in der Näh: dleioen, um für jede Eventualität dereit zu sein. Auch vaS Wiener„Fremden- blast" meldet: Da die Hauptfchwiertgkett beseitigt ist, dürften sämmtliche Mächte in der Voraussetzung einer gestcherten und geregelten Abrüstung der Aufhebung der Blolad- zustimmen und nur für einige Zeit ihr Geschwader in dm griechischen Gewäffetn belassen. Die irische Debatte ist auf Montag vertagt.— In Belfast fand voroestem ein blutiger Krawall zwischen pro- testantischen Schiffsbauern und katholischm Dockardeltern statt; Setonlaffung gab die Aeußetung eine, Katholiken. daß die Protestanten bald gänzlich aus Irland vertrieben werden würden. , �bolera. Vom 3. zum 4. Mittag find an der Cholera in Venedig 32 Personen erkrankt und 21 Personen gestorben, von letzteren 16 früher Erkrankte; in Bart find 2 Personen erlrankt und 5 gestorben. Zwei am 3. d. in Florenz rorge« kommen« Erftankungifälle, die tödtlich verliefen, wurden für sporadische Cholera erklärt. *,* Polnisches. In Thorn hat die Polizei im Aufftage de» dortigen Landraths bei mehreren dort angefeffenen Polen Nachsorschunam an a- stellt, wann und wie oft im Jahre 1680 zu Thorn polnische Theatervorstellungen gegeben wurden, ferner zu welchem Zwecke dieselben gegeben wurden, wie viel Geld etngekommen und wozu man daffelbe verwendet habe. Die Sache wurde al» sehr dringend dargestellt und eine schleunige Beantwortung aller gestellten Fragen verlangt. Gewiß ein s-ttsame» Kurwsum I_ Kriefkasten der Redaktio». Alt-r Abonnent 4444. In dieser Angelegenheit find wir außer Stande, Ihnen einm Rath zu ertheilen. H. K. Man unterscheidet Kern-, Stein-, Schalen- und Beeren. Odst.— Die Stachelbeeren, Johannisbeeren k. gehören zum Beeren- Obst. Theater. Sonntag, den 6. Juni- Oheraha««. Der schwarze Domino. Montag: Kein« Vorstellung. Gckauspselhaut. Dt« Waise von Lowood. Montag: Keine Vorstellung. Deutsche« Theater. Die Anna-Lise. Montag: Der KönigSlieutenant. Dienstag: Wilhelm Tell. VeSe-Nlltance-Theate«. Da» Paradies, Gc- sangspoffe in 4 Asten von Leo Treptow und L. Herrmann. Montag: Dieselbe Vorstellung. LotttsenftSdttsche» Theater. Der Freischütz. Montag: Czaar und Zimmermann. Srte»rtch.«ühel«ftSdtifche« Theater. Der Zigeunerbaron. Montag: Dieselbe Vorstellung. Walhalla- Theater. Der steine Herzog. Montag: Dieselbe Vorstellung. DiCezw-�tzeoter. Die Grille. Montag: Dieselbe Vorstellung. Vütori«- Theater. Amor. Tanz. Poem von Luigi Manzotti. Montag: Dieselbe Vorstellung. Haustmma'» Variete. Große Spezialitäten. Vorstellung. M »affage 1 Tr. 8 M.- 10«. Katser-Vanora»«. In dieser Woche: 1. Reise durch Oesterreich. 1. Abth. England— Schottland. Hertha-Reise. Eine«eise 20 Pf. Kinder nur 10 Pf. TftrUch: Geselliges Znsammensein in den„Zandoderger Ki-rhallen". Landibergerstraße Saal u. Zimmer für Vereine u. Versammlungen. 1727] Jacob y. Todes-Anzeiget Den Mitgliedern de» Verein» zur Wahrung der Interessen der Klavier aideiter zur Nachricht, daß da» Mitglied Zeopold Wittig am 3. Juni verstorben ist. Die Beerdigung findet heute, den 6. Juni, Nachmittag 4 Uhr, vom Trauerhause, Oder. bergerstr. 6, nach dem ZionSlirchhofe statt. Um rege Betheiligung btttet Der Vorstand. Den Mitgliedern de» Verein» zur Matz- rang der Interesse« der Fabrik-«nd Handardeiter Berlin» zur Nawricht, daß der am 30. v. M. er'runlene Vereinskollege Rudolf ZemlKow am Sonntag, den 6. Juni, Vorm. lO'/i Uhr. vom Trauerhause Pücklerstraße 9 aus beerdigt wird. Zusammenkunst Wrangelstraße 136 bei Reimann. Um zahlreiche Beiheiligung ersucht 1878] Der Vorstand. Die Beleidigung, welche ich per Postkarte an Herrn Georgin geschickt habe, nehme ich zurück.[1879 M. Kirsch, Zeitung» Spediteur. Cigarren und Lotterie. M. Meyer, Koppenstr. 66. Allen Freunden und GefinnungSgenoffm empfehle mein[1821 SchuhwaarengeschSst. 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Hanse«, de» humoristischen Komiker Trio» Herren Grosch, Jona« und Släse», de» Instrumental Komikers Hern Jachta«, sowie de» Tenoristen Herrn Albeeti. Im Felsensaal: Tanzkriinjche«. lolksbelusttgungen aller Art. Elektrische Eisenbahn u. dergl. m. Theatervorstellung de» Poffen- und Lustspiel- Personal». Zum Schluß: Die Balletsohnle. Abend» elektrische Kelenchtnng und große Illumination durch ca. 10(.00 Lampion». Entrde 30 Pf. 1842 1765 Cigarren- u. Tabak-Handlung 15 cn ktoc en detail Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40(frühere„Linde"). Import echter Havanna, Lager aller Sorten Ranch- und Schnnpf-Tabake. Deich assortirte» Kager echt türkische», rnsstscher und amerikanische»«igaretten—«adake.«cht Dordhanse» Kautabake.[891 Reftaurant r d. M i t a n Wiener- Straße 31, empfiehlt allen Freundm und Bekannten sein neu rerovirte» Weta». und Balrlach-Bler-LiOlial. 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Juni er. nicht erthttlt worden ist, so hat der Vorstand deschloffen, um dm Mitgliedem die Zahlung der Beiträa« m ermöglichm, folgende Zahlstellen zu errichtm:_, IT™,, J1900 1. beim Kasfirer Albert Berger, Straufiberaer»Straße 27 II, Wochentags von 7—9 Uhr Abends, Sonntag» von 9—12 Uhr Vormittags; 2. bei Herrn Tischlermeister Paul Langer, Lange-Straße 79, parterre, zu Die Rttgtte�r�erdcn, in Hinwei» auf 5 6 de» Verewistatut». gebeten, fleißigen G«> brauch von den Zahlstellen zu machen. �, r„, Zu gleicher Zeit macht der Vorstand daraus aufmerksam, daß Blllet» zur Aurrdach'schm Badeanstalt(vor dem Stralauer Thor) bei Herrn Meyer, Koppenstr. 66, zu haben find. Der Vorstand. Einladung. Zu der am Mittwoch, den 16. Juni 1888, AbendS 7 Uhr, im Bürgersaale de» Ratbbause» ttattfindendm außerordentlichen Geneeal-De»- samnttnng de» v»t»kranke«kaff» der «ischle»«nd V i a»-sertear bette» werden die gewähllen Vertreter der Kaffmmttglieder hiermit eingeladen.[1887 Tagesordnung: Wahl von 6 Vorstandsmitgliedern, darunter de» Renvantm und de» Allgesellen, seiten» der Vertreter der Kaffm- Mitglieder. »erlin. den 4. Juni 1886. Im Auftrage der Gewerbe- Deputation de» Magistrat» al» Aufsichtsbehörde. _ Hanisch, Magistrat»- Sekretär. Die Ne»sa«n»l«ag de» Verbandes veutscher Zimmerlente Lokalverband Berlin Ost und Umgegend findet am Dienstag, den 8. Juni, Ab. 8',» Uhr, im Lokale„Neustäbter Volttgarten", Proslauerstraße 37/38, statt. T.-O.: 1. Vortrag. 2. Di»- kusfion. 3. Verschiedene» und Fragekasten. Um zahlreiche« Erscheinen bittet Der Dorftand. I. A.: I. Schwarz, Frankfutter Allee 107.[1869 Versammlung de» Dtldllild. dtsih. Zmmrltlltt (Lokaloerband Berlin West und Umgegend) Montag, dm 7. Juni ct.. Abend» 8Vi Uhr, in Gründer» Solan, Schwerin straße Nr. 26. TaaeS-Ordnung: 1. Die Anttage zum Hanvwerlertag. 2. Ver« schiedene». 3. Fragekasten.— Neue Mitglieder werden aufgenommm.— Um recht zahlreiche» Erscheinm bittet[1877 Der Vorstand. I. A.: Otto Loß, Kurfürstenstr. 119. Unterstütznagsverein der Schuhmacher. Montag Abend 8V, Uhr, Köpnickerstr. 100 im Lokale de» Herrn Mnndt, DersaMmlnng. Tagesordnung: Dt« veschuhuna kranker und krüppelhafter Füße und da» Abgypsen derselben. Ref.: Herr Schlüter.— Um pünktliche« Erscheinm wird ersucht.[1876 Gute getragene Herren- u. Knabm- Garderobe in großer Auswahl. Gute gell. Hosm v. 2 M. an. D. Hannnerfeld, Orantenstr. 199.[1872 Großes Sommerfest de» Fchtzmin der Slhoeidn zum Besten seiner Fachschule in Habel'« Hranerei-Zlnoschank, Beramannstr. 5-7, Dienstag, dm 15. Juni 1886(3. Pfingstseiertag). Grosses Concert, Kränzchen, Wettrennen, Preisgreifen, _,. Fackel-Polonatse. Anfang 4 Uhr.— Entre« 30 Pf. Kinder frei. Jede« Kind erhält ein Festgeschenk. Billett find zu haben: Krausenstr. 11! Genossenschaft, Zimmerstr. 30 und Lolhrina«« straße 51; Frenze!, Klosterstraße 49; 33®' Waldemarstr. 19; Taeterow, Muutrstr. 8, unJ in den mit Plakatm belegtm Handlungen. 1885 j Der Vorstand. Den Sattlern Berlins »ur Nachricht, daß die zum Sonntag, W 6. Juni, angemeldete Versammlung nicht sta»' findm kann, weil die polizeiliche GenehmigM verlagt wurde. 1890 Die Lohnkommission. An die Ztmmerleut« Berlins u. Umgegend/ In der in der Donnerstagnummer dtS»Be»- VolkSbl." veröffentlilbten Liste dersenigen resp. Bauherren, welche den Minimallohn•>*' willigt haben, ist ein Druckfehler enthalte«- Es muß dort statt Loese Koef« heißen- 1886J Die Lohn-Kommissio® Hloß-Habak. 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