te tel et ich De et h g ir et f. er zu. ne 13 of le es 34 muf ne en er t, T er, rt n 70 ift er en T: ent 3: en en en 30 ut en De es De Ene Bes 114 ers ди Den tel or en ng по er chit fer im EESE Die and er er e tt Nr. 15. Erscheint täglich außer Montage. Abonnements Preis für Berlin: Vierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit dem ,, Sonntags= Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3. Mark pro Monat. Eingetrc.gen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 1 Uhr Mittags und von 3 bis 7 Uhr Nachmittags, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt 6, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. An die Parteigenossen! Seit Beginn der Reichstags- Session häufen sich aus den verschiedensten Gegenden des Reiches die Anforderungen der Genossen, zur Abhaltung öffentlicher Versammlungen Abgeordnete unserer Partei als Referenten zu erhalten. lungen abzuhalten. Diesen Wünschen kann in dem verlangten Umfange unmög lich entsprochen werden. Einmal haben fast alle unsere Abgeord: neten auch während der Sessionsdauer neben Ausübung des Mandates noch ihre bürgerlichen Berufspflichten zu erfüllen; dann sind aber auch die meisten derselben schon durch ihre parlamen tarische Thätigkeit derart in Anspruch genommen, daß es einfach ein Ding der Unmöglichkeit ist, daneben noch auswärts Bersamm Hierzu kommt der weitere Umstand, daß mehr als zwei Drittel unserer Abgeordneten auch noch in Kommissionen thätig sind, denen sie nicht fernbleiben können, ohne unsere Partei überhaupt Darin unvertreten zu lassen, weil diese, entsprechend unserer Abgeordnetenzahl, nur in den größeren Kommissionen durch mehr als ein Mitglied vertreten ist. M Sonntag, den 18. Januar 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Die ökonomische Bewegung und induſtriellen Landestheilen, wo der Wucher an ihm nagt, der Sozialismus in Rußland." ſtampft. 9 die Fabriken ihn zersetzen, der Kapitalismus ihn zerAuch der Kapitalismus ist in verschiedenen Phasen Seit einiger Zeit werden unter den russischen So- vorhanden. In den Regierungsbezirken Moskau und zialisten mehr oder weniger häufige Klagen darüber laut, Petersburg und in Polen hat er schon den höchsten daß die revolutionäre Bewegung ihren Gang gar zu ſehr Gipfel erreicht: erinnern wir uns nur, daß im Gou verlangsamt habe. Was Wunder, daß unsere Freunde im vernement Mostow von 1871 bis 1881 die Zahl der westlichen Europa diese Ansicht zu theilen beginnen und Fabriken von 1624 auf 657 gefallen ist, während in der die Zeit vergessen, wo das Haupt des wissenschaftlichen gleichen Zeit die Produktion von 150 auf 360 Millionen Sozialismus in der russischen revolutionären Partei den Mark stieg, ein Beweis dafür, wie stark sich das Kapital Vortrab der europäischen Revolution sah? Dieser Artikel hat den Zweck, indem er uns auf den Boden der gegen Kasan, ist das Kleinhandwerk noch in der Entwicklung bekonzentrirt. Stellenweise dagegen, wie im Gouvernement wärtigen ökonomischen Lage stellt, zu zeigen, daß die Ge- griffen und verschleudert die Kräfte der Arbeiter, schichte niemals, weder in Rußland noch anderswo die die Schöne ist, die im Walde schläft" und daß äußere Fort- Widerstand zu leisten suchen. in fieberhaftem Ringen dem Großkapitalisten Wer könnte sich demnach schritte nur darum nicht wahrnehmbar sind, weil das ganze wundern, daß sich auf dem grauen, einförmigen Grunde Land thatsächlich von einer tiefen Gährung, von einer Er- des russischen Lebens noch nicht scharf und klar die Linie regung aller Atome ergriffen worden ist, die den größten abhebt, die nach dem Kampfe so vieler nach den verTheil seiner Lebenskraft absorbirt. Unser Land ist ein schiedensten Richtungen strebender Elemente die schließliche ungeheurer, höchst komplizirter Organismus, in dem die Richtung zeigen wird? Aber schon jetzt kann man vorausEndlich aber wird sich bei einer ganzen Anzahl von Vorlagen, verfchiedenartigsten Produktionsarten dicht neben einander sehen, daß die Entscheidung dieses Kampfes zu Gunsten die demnächst im Reichstag zur zweiten Lesung gelangen 3. B. bestehen und um die Vorherrschaft ringen. In Sibirien, des Sozialismus ausfallen wird, trotz einiger Umstände, Arbeiterschutz Gesetz, Krankenkassengeset- angesichts deren in Bentralasien, im Kaukasus findet man noch Jäger- und die auf den ersten Blick glauben machen könnten, daß die Wichtigkeit für die Arbeiterklasse, die dauernde Anwesenheit unserer Hirtenvölker, bei denen die Organisation in Stämme, Geburt des Sozialismus in Rußland eine langwierige Genoffca auch bei den Plenarsizungen nothwendig machen, so daß Clan's( Geschlechter) und Familien mit all ihren Folgen und äußerst schmerzhafte sein werde. Diese betrübenden während dieser Zeit an eine Theilnahme im größeren Umfange auf den Gebieten der Wirthschafts- und Rechtsordnung in Umstände dürften vor Allem sein: 1. das sehr langsame seitens unserer Abgeordneten an öffentlichen Versammlungen u. dgl. voller Blüthe steht. In Ostsibirien ist erst in unseren Tagen Wachsthum des Proletariats, das sich von 1866-1885 gar nicht zu denken ist. die ackerbauende Gememde in Entstehung begriffen. An Stelle absolut nur um 22 pCt. vermehrt, relativ( im Verhältniß Wir ersuchen deshalb die Genossen, in Berücksichtigung aller der isolirten Kolonisten, die sich heute mit ihren Familien zur Gesammtbevölkerung) sogar um 0,08 pCt. vermindert dieser Umstände davon abstehen zu wollen, in nächster Beit Ab- auf einem Fleckchen Erde festsetzen, um es morgen wieder hat; es hat dies seinen Grund in der noch sehr unvollgeordnete als Redner für Feste und Versammlungen zu erwarten, mit einem andern zu vertauschen, tritt nunmehr erst die kommenen Scheidung zwischen plattem Land, auf welchem weil die Parteileitung außer Stande ist, die an sie gestellten dies Seßhaftigkeit. Im europäischen Rußland existiren nahe 87 pCt. der russischen Bevölkerung, und fälligen Anforderungen zu erfüllen. bei einander der Großbesitz der Adligen und Kapitalisten Städten, in welchen 13 pCt. der russischen Bevölkerung Um aber diesen Wünschen der Genossen nach Möglichkeit zu und das Gemeinde- Eigenthum, das immer noch 85 pCt. wohnen; 2. die rücksichtslose Schutzzollpolitik des Absoentsprechen, ist beabsichtigt, nach Schluß der Reichstags- Session der bäuerlichen Ländereien umfaßt. Dieser Kommunismus lutismus, die der großen Bourgeoisie, welche in Westmehrere Abgeordnete zu größeren Agitationstouren durch Deutsch- wiederum zeigt sich uns auf verschiedenen Entwicklungs- Europa und Amerika die Gegnerin alles Schutzzolls ist, land zu veranlassen. Die Genossen der verschiedenen Orte, welche ſtufen, vom Kommunismus der ackerbauenden Distrikte, der bei uns äußerst vortheilhaft ist und so in ihr keine oppodie Abhaltung solcher Versammlungen projektirt haben, werden sehr lebensfähig ist und wenigstens für den Augenblick fitionelle Anwandlung und keine Sehnsucht nach dem und soweit eben die nöthigen Kräfte zur sogar das Privateigenthum der deutschen und lettiſchen Konstitutionalismus aufkommen läßt, der durch seine Preß-, Verfügung stehen von den näheren Umständen durch uns be- Ansiedler in den Regierungsbezirken Ssamara und Sjaraton Koalitions- und Agitationsfreiheit die Bildung einer zu verschlingen droht, bis zu dem sehr geschwächten in den Arbeiterpartei wesentlich unterstützen würde. Indeß zeigen zur gegebenen Zeit nachrichtigt werden. Berlin, 17. Januar 1891. Der Parteivorstand. Feuilleton. Nachdruck verboten.] bedenklich. Bei Mama. Roman von Arne Garborg. ( 15 land in Nr. 1 d. J. unseres Blattes. den Man vergleiche hierzu den Artikel: Die Zustände in Ruß- sich neben diesen betrübenden Umständen andere Erscheinungen, die uns ermöglichen, von Rußland ein weniger die Frau brauche nicht länger dem Manne unterthan unter Christenmenschen nur von einem freien Gehorsam die zu sein. Rede sein könne; jedoch andererseits war es nicht minder Die Frauen in Kristiansborg entsetzten sich. Und die wahr, daß der Mann das Haupt der Frau sein solle, ebenso eine Mutter um die andere kam zu Frau Kahrs gelaufen wie auch Chriftus das Haupt der Gemeinde war, die und fragte, ob sie wirklich etwas Aehnliches gesagt habe. von Gott seit Anfang her festgesezte Ordnung, welche auch In diesem Falle müßten sie ihre Töchter sogleich aus der ferner Geltung behalte. Er schloß mit einer eindringlichen Schule nehmen. Ermahnung an die Eltern von Kristiansborg, hinsichtlich Frau Kahrs sah, daß es das Leben galt. Sie be- der Verantwortung, die auf ihnen ruhte; in diesen Zeiten, Vorsichtiger als sie konnte man auch nicht leicht sein. rief die Eltern der Schülerinnen zu einer Versammlung, wo allerlei unreife Anschauungen sich geltend machten, fonnte Es war unmöglich, sich strenger an die autorisirten Lehr- und hier setzte sie in einem Vortrag genau auseinander, man nicht wachsam und aufmerksam genug sein, namentlich, bücher zu halten, als sie es gethan, und sie erinnerte sich was sie gemeint und gesagt habe. wenn es sich um die Jugend handelte, welche sich nur allzu nicht, jemals über irgend einen Punkt, dessen Auslegung Sie ging davon aus, daß das Christenthum das Weib leicht von dieser lockenden Rede der Gegenwart, der Phrase zweifelhaft war, eine persönliche Meinung ausgesprochen zu aus seiner früheren Stellung als Sklavin und Spielzeug vom freien Gehorsam", bethören lasse. haben. emporgehoben und es als Schwester und Helferin dem Mann Frau Kahrs erhob sich wieder. Sie war sehr bleich; Allein zu Weihnachten erhielt sie eine Reihe Austritts- an die Seite gestellt habe. Von diesem Standpunkt aus ihre Stimme klang unsicher und bebend. Die Gesichter rings erklärungen. Man gab keinen Grund an; man theilte habe sie das Wort Pauli von der Unterthänigkeit der Frau im Saal hatten sich wieder verfinstert und Pastor Pukstads ihr nur in aller Kürze mit, daß Thea, Jensine, Sophie nicht dahin erklärt, daß nicht länger mehr die Rede sein solle lange, talte Entwicklungen und Zitate standen vor ihr, wie von sklavischer Unterwerfung, sondern allein vom freien eine Mauer, über welche sie nicht hinweg konnte. Der niehr ihre Schule besuchen würden. Das wurde Frau Kahrs Gehorsam der Liebe. Sie brachte Autoritäten vor, zitivte Pastor selbst saß dort unten, mit seinen Brillen, steif und Ohnehin erhielt sich die Schule knapp über dem Wasser. Luther und Bischof Martensen*), sprach sich warm und start, siegesgewiß und unbeweglich. Sie fühlte, daß sie Eine schreckliche Noch einige Abmeldungen und es ging nicht weiter. Jedoch glaubte wirklich auf den finsteren Gesichtern ringsherum unterlag. Die Schlacht war verloren. diese Schule war das einzige, was Frau Kahrs auf der Welt einen Umschlag in der Stimmung zu lesen. Als sie fertig Muthlosigkeit ergriff sie, allein, wie sie dastand; dann packte sie aber eine plötzliche Erbitterung. Ihre Worte hatte; vertrieb man sie auch da, so blieb ihr nichts, womit war, trat Pastor Bukstadt vor. sie ihr Dasein ausfüllen könnte. Er wisse nicht, sagte er, ob Frau Kahrs es mit der wurden heftig; sie kam mit Behauptungen und AnschuldiSie ergriff den Ausweg, den Religionslehrer der Bürger- Lehre Pauli in Uebereinstimmung finde, daß ein Weib in gungen, die zu beweisen gar nicht die Rede sein konnte, gesich mit der biblischen Geschichte und ein oder der anderen Augenblick nicht bei dieser Seite der Sache aufhalten. Er Lüge; zum Schluß verließ sie die Sache ganz und erging sich Bibelstunde in der Oberklasse begnügen. Dann würden werde nur in Kürze die Hohlheit und Haltlosigkeit der Aus- in allen möglichen Redensarten über das Gute und Wahre Gemüther sich wohl beruhigen. Allein es half nicht viel. legung, welche man hier vom Worte Pauli vernommen nach- im Allgemeinen; sie deklamirte vom Recht der UnterDie einmal fort waren, blieben fort. weisen. Und er wies umständlich nach, was Paulus eigent drückten, von der Zukunft der Frau, vom Siege des Herzens und des Glaubens über den kalten, männlichen Paſtor Pukstad sagte, es komme nicht so sehr auf den lich mit den Stellen, welche Frau Kahre angeführt hatte, 3 Berstand, welcher einerseits die Theologie mit ihrer Eiseinzelnen Gegenstand an; das Ganze durchwehe immer sagen die Absicht gehabt. Was die anderen von Frau Kahrs tälte und andererseits den Rationalismus mit seiner einzelnen Gegenstand an; das Ganze durchwehe immer verwendeten Autoritäten betraf, so legte er Aussprüche vor, Todeskälte hervorgebracht; noch Frau Kahrs Geist und dieser Geist sei feineswegs welche bewiesen, daß sie auch nicht konnten gemeint haben, was sie wurde warm, lutherisch. Gegen den Frühling zu verlautete, Frau Kahrs führe Frau Kahrs sie meinen ließ. Allerdings sei es wahr, daß schön; was Paſtor Pukstad nicht zu zerstören vermocht, das zerstörte sie in einem Augenblick der Begeisterung *) Bischof Martensen ist eine in Dänemark und Norwegen nun selbst. sehr angesehene, natürlich orthodoxe Autorität in allen dogmatischen Zitternd vor Erregung stieg sie vom Katheder herab und verbarg sich in einem Winkel zwischen zweien ihrer falche Lehren über den heiligen Ehestand ein. Sie hätte den Apostel Paulus in der letzten Klasse er klärt und dabei den jungen Mädchen die Ansicht beigebracht, und ethischen Fragen. beredt, " weil den pessimistisches Bild zu entwerfen. So erleichtert die un- 1 Verhandlung endete, Wir müssen uns leider versagen, auf diesen| Justizministeriums vom Jahre 1884 eristire, welche diefe vollkommene Trennung des platten Landes und der Städte und Prozeß näher einzugehen, nicht weil etwa eine genaue Dar von der Staatsanwaltschaft vertretenen Rechte für Polizei und die. Verbindung, die den städtischen Arbeiter immer an das weil uns noch interessanteres Material über die Polizei- Allmacht gar nicht einer ein halbes Jahr vorher ergangenen Entscheidung legung das Interesse unserer Leser nicht finden würde, sondern Staatsanwalt in Anspruch nehme, daß jedoch diese Spezialverordnung Dorf knüpft, das er nur halb verläßt, die Verbreitung der im Königreiche Sachsen vorliegt, das hier folgen möge. Der des Reichsgerichte Erwähnung that, welche glatt und rund dieses sozialistischen Ideen unter der ländlichen Bevölkerung. Rechtsanwalt Hofmann war weiter beschuldigt: Recht sowohl Zengen als Beschuldigten gegenüber abgesprochen Das Kommunaleigenthum, das die Glieder einer Dorf-„ Am 9. Juli v. J. an den Polizeikommissar Dr. Müller hier, habe. gemeinde nicht in den extremen Individualismus der west- welcher auf Anweisung seines Dienſtvorgesetzten, Polizeidirektor Aber gerade auf dem Gebiete der Handhabung der Vereins europäischen Bauern verfallen läßt, bereitet in der länd- Bretschneider, den nach wiederholter einfacher Ladung ausge- polizei, um welche es sich bei seinem Klienten Kretschmer ge lichen Bevölkerung Rußlands einen günstigen Boden für hier, Kretschmer, behufs Entgegennahme von die höchst auffällige Dinge vorgekommen, nämlich solche, von denen die oben erwähnte Propaganda: nicht umsonst hat Mary Stellung seines Vereins unter das sächsische er mit Sicherheit behaupten könne, daß sie ganz zweifellos Un die russische Gemeinde für fähig erklärt, unter gewissen ge- Bereins geset betreffende Gröffnungen anderweit, gefeßlichkeiten seien. Er wolle demnächst, wie ſchon in seiner gebenen Bedingungen, der Ausgangspunkt der gemein- führung auf das Polizei- Amt geladen hatte, einen fei, eine Sammlung solcher Vorkommnisse, die nur allein durch und zwar unter der Androhung sofortiger Vorschriftlichen Vertheidigung gegen die Anklage in Aussicht gestellt wirthschaftlichen Umgestaltung zu werden. Der Mangel Brief übersendet zu haben, in welchem es heißt:„ Herr Kommissar, feine Hände gegangen feien, veröffentlichen, hier aber auch der geringsten liberalen Neigungen unserer in Vertretung Kretschmers warne ich Sie vor allzu handgreiflichem blos einen Fall erwähnen, und diesen besonders deshalb, kapitalistischen Bourgeoisie wird mehr als aufgewogen Amtsmißbrauch, denn auch für die Organe der Polizei giebt es er in geistigem Zusammenhange stehe mit durch die Vorherrschaft sozialistischer Anschauungen unter Recht beilegen, welches nicht einmal die Spezialverordnung des Schreibens an den Polizeikommissar Müller. Dort, im vorlegten Gesetze. Sie können sich doch kaum mit reinem Gewissen ein zwei Schlußsähen seines Schlußsägen seines ihm zum Vorwurf gemachten den Vertretern unserer privilegirten Klassen. Daher ge- Justizministeriums vom Jahre 1884 für die Staatsanwalt Absatz, sei der Passus enthalten, auf welchen man die Anklage winnen die sozialistischen Ideen, die erzeugt worden sind schaften in Anspruch nimmt....... Sie aber wollen ein wegen angeblicher Beamtennöthigung gestützt habe: Herrn aus den ökonomischen Verhältnissen fortgeschrittener Län- Recht(?) ausüben zur Vorführung. Sie haben sich Kretschmer habe ich ersucht, gegen Ihre Organe eventuell Gewalt der, mit reißender Schnelligkeit an Boden unter den hiernach bereits eines Vergehens, des Vergehens der Bedrohung zu gebrauchen, um sich vor Vergewaltigung zu schützen..." Im mit der Begehung einer widerrechtlichen Freiheitsberaubung verletzten Absatz stehe: Bugleich verbiete ich Namens Kretschmers zurückſtehenden Nationen, ohne daß sich bei ihnen der dächtig gemacht. Herrn Kretschmer habe ich ersucht, gegen Ihre Ihnen und Ihren Organen das Betreten der Behausung deſſelben Kapitalismus mit allen seinen Konsequenzen entwickelt Organe eventuell Gewalt zu gebrauchen, um sich vor Vergewal im Voraus, falls das Betreten zum Zwecke hat, Herrn Kretschmer hätte. tigung zu schützen, da Sie und Ihre Organe sonach nicht in fernerhin noch zum persönlichen Erscheinen zu veranlassen." Dies habe folgende geistige Vorgeschichte. Als die hiesige, inzwischen Die ökonomische Bewegung in Westeuropa hat solche Ausübung der polizeilichen Befugnisse handeln." Die Anklage erblickt hierin das Vergehen nicht nur der Be- ins Leben getretene Genossenschaftsbäckerei von Arbeitern ge nicht nur de Fortschritte gemacht, daß der Sozialismus die ganze Lust leidigung, fondern auch gleichzeitig das in§ 114 Strafgesetzbuch gründet worden sei, habe man seinen Beistand benutzt zur Abfassung erfüllt. Die Monarchen, der Papst, die Kardinale, die beschriebenene Bergehen der Beamtennöthigung. Derselbe lautet: der Statuten. Aus dieser Veranlassung ſei an ihn auch der Auftrag Reaktionäre aller Schattirungen und aller Farben, Wer es unternimmt, durch Gewalt oder Drohung eine Behörde gelangt, gegen den hiesigen Kriminal Wachtmeister Förstenberg unfähig den Sozialismus zu bekämpfen, suchen ihn, frei oder einen Beamten zur Vornahme oder Unterlassung einer Amts- und seine Vorgesetzten Beschwerde zu führen wegen geſetzwidrigen lich in welchen Entstellungen!-zu adoptiven. In gleicher haten bestraft. igen, mildernde Umstände vorhanden, die Witt Serrn Fell, welcher von den Gründern der Genoſſenſchaftshandlung zu nöthigen, wird mit Gefängniß nicht Mo- Vorgehens gegen den Vorsteher des Plagwizer Konsumvereins, Weise nehmen die verhältnißmäßig neueren Dekrete des Gefängnißstrafe bis zu 2 Jahren ein." bäckerei neben anderen Konsumvereins- Vorstehern zu den Zaren über die Unveräußerlichkeit der bäuerlichen LandGründungsverhandlungen mit zugezogen worden war, weil die Der Angeklagte, hierüber vernommen, giebt zu, fraglichen Anknüpfung von Geschäftsverbindungen mit Konsumvereinen loose und über die Kolonisirung der Staatsdomänen, trotz Brief geschrieben zu haben. Er bestreitet aber, hier Seitens der fünftigen Genossenschaftsbäckerei in Aussicht geder Unsinnigkeit ihrer positiven Zwecke, das Prinzip der mit sich einer Beleidigung oder gar des Vergehens der Beamten- nommen war. Nationalisirung des Bodens auf und erkennen konsequenter bigung müsse er weiter ausholen, um dem Gericht einen Einblick hiesigen Polizei- Amtes sämmtliche Verhandlungen, welche der nöthigung schuldig gemacht zu haben. Zur weiteren VertheiHerr Wachtmeister Förstenberg überwachte im Auftrage des Weise auch an, daß die Produktionskräfte der Geſellſchaft in die inneren Vorgänge zu geben, welche bei ihm maßgebend Niemandem als der Gesellschaft gehören dürfen. Auf der gewesend seien für die Abfassung und Absendung dieses Schreibens. Gründung vorausgingen, und verbot, als sich der eingeladene Herr anderen Seite hat der Bourgeoisstaat bei uns feinen ein- Denn sonst tönne nicht beurtheilt werden, welche Absichten ihn fünftigen Genossenschaftsbäckerei gegenüber mitzutheilen, im erklärten Fell zum Worte meldete, um den Standpunkt seines Vereins der zigen nur halbwegs beachtenswerthen Vertreter, faum einen er mit dem Briefe habe berechtigte Interessen wahrnehmen wollen, alle und jede Betheiligung an den Debatten, widrigenfalls er geleitet hätten; denn es sei doch so viel zunächst zweifellos, daß besonderen Auftrage seines Borgesezten; Dr. Müller, dieſem, Fell, theoretischen Verfechter zur Verfügung. Die unabhängigsten nämlich diejenigen seines mit der zwangsweisen Vorführung zum seinem Auftrage gemäß die Versammlung auflösen würde. Herr Charaktere, die begabtesten Geister, die ernstesten Köpfe Zwecke bloßer Gröffnung von polizeilichen Bescheiden bedroht ge Fell sei nämlich als Vertrauensmann der Sozialdemokraten in bekennen sich entweder offen zum Sozialismus oder stehen weſenen Klienten. doch mehr oder minder unter dem Einfluß des Sozialis genommen würden, für einen Dritten es oft ganz unmöglich sei, dieses Vorgehen Förstenberg's, als auch überhaupt gegen die Be Er glaube überhaupt, daß, so oft berechtigte Interessen wahr- Plagwiß der Polizei bekannt gewesen. Auf die von dem Angeklagten eingereichte Beschwerde, welche ausdrücklich sowohl gegen Und, um zum Schluß zu kommen, das ganze wirth- mit nur einiger Sicherheit ſeſtſtellen zu können, welche Worte schaftliche Leben Rußlands wird von einem Umstande und Säße etwa nicht lediglich von der Absicht der Inter- gerichtet war, mißbilligte die Kreishauptmannschaft zwar die Abvon der erntet aufsichtigung dieser Genossenschaftsgründungs- Verhandlungen von höchster Bedeutung beherrscht, der, an und für sich essen Wahrnehmung eingegeben feien, sondern noch von eſſen über die Maßen traurig, die ganze Nation in Aufruhr Nöthigung. Es sei nicht nur durch die ihm unmittelbar vor Ab- ehe er nur den Mund aufgethan, gab aber ausdrückliche Ent andern, insbesondere von der der Beleidigung, oder gar der der schneidung des Wortes gegenüber Fell durch Förstenberg, noch bringt: ich meine die unerträgliche Steuerlast, die der faffung und Absendung des Schreibens von seinem Klienten scheidung über den anderen Punkt der Beschwerde nicht. Absolutismus dem Lande aufgebürdet hat, indem er sich Kretschmer vorgelegte Bedrohung desselben mit zwangsweiser Auf weitere Beschwerde aus Ministerium des Innern ver bei einer jährlichen Produktion von 10 Milliarden Mark Vorführung in ihm eine ganz ungewöhnliche Empörung seines hielt sich letzteres in ähnlicher Weise. 22 Milliarden Mark nimmt, d. h. mehr als ein Viertel Beer Beit infolge seiner häufigen Thätigkeit in politisch ge- gegen die Beaufsichtigung Namens der Genossenschaftsgründer Rechtsgefühles hervorgerufen worden, sondern es feien seit einer Nachdem aber hierauf von dem Angeklagten neue Beschwerde geraumen des Brutto- Einkommens! Nur eine äußere Verwicklung färbten Rechtsangelegenheiten durch seine Hand eine ziemlich eingereicht und bis ans Ministerium des Innern weiter verfolgt oder eine finanzielle Schwierigkeit die übrigens gar nicht große Anzahl von Verfügungen und Entscheidungen der niederen, worden war, habe das Ministerium schlank und frei das Recht so ferne liegt, wie die Bewunderer der fiskalischen höheren und höchsten Polizeibehörden des Landes gegangen, an in Anspruch genommen, auch sogar eingetragene Wirthschafts Jongleur Kunststückchen des Herrn Wyschnegradsky, nommen habe. Gingeleitet worden sei diese seine häufige Thätigkeit zu beaufsichtigen. Schon damals habe er nun, empört über diefe denen er vom Rechtsstandpunkte aus einen sehr großen Anstoß ge- genossenschaften und deren sämmtliche Verhandlungen polizeilid der selbst in einem Brief an den Bürgermeister von in politisch gefärbten Rechtssachen vor einigen Jahren durch nach seiner Meinung offenbare Verlegung des Gesetzes, gewünſ Petersburg die finanzielle Nothlage Rußlands anerkannt eine von einem befreundeten Kollegen zufällig an ihn daß diese Meinung des Ministers von der Kriminalbeh hat, uns glauben machen möchten, und Rußland wird abgegebene Vertheidigung eines Redakteurs eines nachher ein- nachgeprüft werde, und habe deshalb folgendes Verfahr in eine politische Kriſe eintreten, während der der Sozialismus gegangenen hiesigen freisinnigen Blattes; auf den Namen des eingeschlagen. Er habe, nachdem die Gründungsverhandlungen Redakteurs, sowie der Zeitung könne er sich augenblicklich nicht bis zum Abschluß gediehen und die Generalversammlung alles gewinnen kann. Ja, alles gewinnen! denn wenn er mehr besinnen. Derselbe hätte ebenfalls unter der Anklage der zur definitiven Annahme der von ihm gefertigten Statuten au dieser servilsten, ungebildetsten von allen Kapitalistenklassen Beleidigung der Polizei gestanden, begangen durch Veröffent Europas gegenübersteht, wird an der Seite des städtischen Proletariats die Uebermacht der Bildung des Reiches, die völlig oder theilweise sozialistisch ist, und die ländliche Bevölkerung, welche die Großgrundbesitzer haßt und vielleicht weniger als irgendwo die Vorzüge des Privateigenthums bewundert zum Kampfe herbeiströmen. Iwan Ssergejewskij. mus. geschrieben war, diese Generalversammlung zwar im Auftrage des lichung eines Artikels, in welchem über angebliche brutale Be Vorstandes polizeilich angemeldet, jedoch unter ausdrücklichem handlung einer armen hiesigen Frau geklagt war, die von einem Widerspruch gegen die Beaufsichtigung mit der Ankündigung, daß, eines Verdachtes, und dort lange verhört und festgehalten wor- fcheinen würden, dieselben hinausgewiesen werden würden auf Kriminal- Schuhmann der Polizei vorgeführt worden war wegen wenn trotzdem die Beamten der Polizei zur Beaufsichtigung er den war. Diese Anklage sei vor dem nämlichen Gerichtshofe ver Grund des Hausrechts, und eventuell Strafantrag wegen Haus handelt worden, vor dem er nun selbst stehe und der gegen- friedensbruchs gestellt werden würde. Zur Generalversammlung wärtige Herr Ober- Staatsanwalt Hänschel habe auch damals feien nun zwar in der That trotz dieser Ankündigung 4 Schutzleute ihm gegenübergestanden. In der Hauptverhandlung habe er in erschienen zur Beaufsichtigung; allein sie seien wieder ab seinen Bertheidigungsplaidoyer auf Grund der bloßen Durch- marschirt, nachdem man ihnen durch den Vorstand seiner, des sicht der bezüglichen Bestimmungen der Strafprozeß- Ordnung die Angeklagten, Instruktion gemäß bemerklich gemacht hatte, daß sie Behauptung aufgestellt, daß die Polizeibehörde insofern jeden- weder eingeladen seien zur Generalversammlung, noch befugt seien, falls der armen Frau Unrecht gethan habe, als sie garnicht be sie zu beaufsichtigen. Hierauf sei nichts weiter erfolgt. rechtigt gewesen sei, sie vorzuführen und auf dem Polizei- Amte Dies und ähnliche Vorkommnisse hätten in ihm die Ueber längere Zeit festzuhalten. Der Herr Oberstaatsanwalt Häntschel zeugung gereift, daß Ungesetzlichkeiten durch die Polizei geübt sei ihm da mit besonderer Energie entgegengetreten und habe würden. Als ihm nun, nachdem er schon früher für Herrn nicht blos das Recht zur Vorführung von Berdächtigen, sondern Kretschmer thätig geworden, für dessen Verein einen Protest wurde grell beleuchtet durch eine am 14. b. M. vor dem Leipziger auch von Zeugen für die Polizei in Anspruch genommen. Nach gegen fernere Vereinsbeaufsichtigung mit Hinweis auf den Ein Landgericht stattgefundene Verhandlung, welche mit der Ber der Verhandlung habe er deshalb Veranlassung genommen, sich trag des Vereins im Genossenschafts- Register und darauf, daß urtheilung des Rechtsanwalts Hofmann in Leipzig zu zwei genauer über die Frage zu orientiren, und habe da zu seiner nach§ 1 der Statuten der Verein die Behandlung öffent Monaten und einer Woche Gefängniß und des Naturheilkundigen Ueberraschung gefunden, daß zwar allerdings eine auf Anfrage ich er Angelegenheiten nicht bezwecke, eingereicht und ins Carl Zupke in Berlin zu 3 Wochen Gefängniß nach 101/2 stündiger einer Staatsanwaltschaft ergangene Spezialverordnung des besondere auch gebeten gehabt hätte, daß, was man seinem Die Polizei- Allmacht im Königreiche Sachsen Lehrerinnen. Was weiter gesprochen wurde in der Ver- war etwas Anderes, als Frau Mühlberg's Saal! Und man fast jedes Jahr den König. Und da gab es wohl Prunk. sammlung, das hörte sie nicht. Sie fühlte sich eigenthümlich dann mußte sie von den Kaufläden erzählen. O du mein, Du lieber Himmel, so etwas ließ man sich droben unter hingerissen; mitten in ihrer Verzweiflung fühlte sie sich ge- welche großartigen Läden! Irgendwo hatte sie sogar ein den Bauern nicht einmal träumen. Erst kam das gelbe wissermaßen glücklich, geredet zu haben. Vielleicht hatte lichtrothes Seidenkleid ausgestellt gefunden, ein solches, wie Korps, welches ganz in Gelb gekleidet war und stolze dennoch Einer oder der Andere sie verstanden und für sie sie es haben wollten, wenn sie von Italien heimkehrten. Es Roffe ritt; und dann waren Soldaten da mit Bajonetten und ihre Schule ein Herz gefaßt. war kein Ende zu finden vor all den hübschen Kleidern und auf dem Gewehr, affurat wie im Krieg; der König aber IX. TH Pastor Bukstad gewann einen leichten Sieg. Glöckner Mänteln; Pelzwerk gab es auch; und wenn sie erst all den fuhr in einem riesig feschen" Landauer mit vier Pferden Eilertsen sagte Amen, wie immer, und Schneider Evensen Schmuck und die Armbänder sehen könnten, welche die Gold- und hatte einen rothen Federbusch auf dem Kopf. Denn wiederholte von Gemeindewegen des Pastors und des Glöck- schmiede in der Königstraße zur Schau legten, sie würden natürlich trug er nicht die Krone, wenn er außer Haus ners Worte, worauf die Versammlung auseinander ging. nicht schlafen können, dessen war Fanny sicher. ging. Sie mußte auch vom Zirkus erzählen, sobald sie ihn Ach, tausend Dinge hatte sie ihnen zu erzählen! erst einmal gesehen hatte; drin waren Pferde, die tanzen Ja, wenn sie vernähmen, daß sie und Mama wie andere konnten und ein dressirtes Schwein; dressirt war dasselbe Fanny war eine Kristianenserin geworden. Herrschaften in einem Wagen quer durch ganz Kristiania wie abgerichtet. Ferner war da eine Miß, die auf dem Mama hatte sie nicht länger in der Kahrs'schen Schule gefahren! Da war Mama aber auch gut gelaunt, wie Seil tanzte Miß hieß auf englisch so viel wie Fräu lassen mögen; niemand aus den besseren Kreisen wollte ferner sie sich denken mochten. Hier konnte man fahren, wann lein, und zwei lustige Komiker, die Narrenstreiche machter seine Tochter in diese Schule schicken. Warum sollte man man Lust hatte. Auf dem Stortorv neben der Erlöser Nein, es gab so viel zu erzählen, daß sie niemals ferti also da ferner auf dem Lande unter Bauern leben und sich firche stand eine ganze Reihe von Wagen und sobald man würde. Ja richtig, sie durfte nicht vergessen, daß sie in de zu Tode langweilen? Näherei konnte sie in Kristiania ebenso- nur mit der Hand winkte, tamen sie schon herbei. Und die Dreifaltigkeitskirche gewesen. Das war eine prächtige Kirche gut bekommen wie hier. Eine Schule für Fanny mußte man Kutscher waren schrecklich höflich und galant. Bemerkten sie, sie durften es ihr glauben. Dieselbe war in ausländische wohl auch finden können. Fast jede Schule war nun mehr werth, daß es Damen waren, die fahren wollten, sprangen sie vom Art gebaut, mit einer großen Kuppel; und denkt Euch, dieſelbe als die der Frau Kahrs. Fanny war mit Allem zufrieden Bock und halfen einsteigen:„ bitte sehr, gnädige Frau", war außen achteckig und innen war sie rund. Ein hübscher gewesen, wenn sie nur nach Kristiania kam. Und so hatten bitte sehr, Fräulein." .. Aber natürlich mußten sie junger Pastor war da, der Pastor Löchen hieß, ein sehr hübscher sie ihre Koffer gepackt und waren abgereist. Arme Gina und arme Ebba; sie mußten auch ferner Rutscher ungemein höflich gewesen. Er hatte Fanny sogar all den reizenden Sommertoiletten zu erzählen, welche sie sehen, daß es wirkliche Damen waren. Gegen uns war der Pastor. Und dann durfte sie auch nicht vergessen, von daheim bleiben. Da droben in dem langweiligen Nest herum- Fräulein" genannt; wollen Fräulein nicht lieber hier sehen. In der Kirche waren auch prächtige Toiletten; denken, daß Fanny und unterhielt sich! alle zugehen und mit einer Gouvernante zu lernen und dabei zu sigen?" hatte er gesagt. Er glaubte natürlich, daß sie schon feine Damen kamen natürlich den Pastor Löchen zu hören; -nun lebte Fanny in der Hauptstadt konfirmirt sei. Und bei den eleganten Hochzeiten in der denn er war ungemein geschickt im Predigen. Ui, es war Stadt, da jah man erst Wagen! Und Toiletten! Du mein so unendlich viel; wenn sie nur nicht die Hälfte vergaß Aber Briefe sollten sie bekommen; so hatten sie doch Gott! Alle Damen waren angezogen wie Bräute; ja, man Von sich und von Mama brauchte sie nicht viel zu schreiben. immerhin etwas, um sich zu trösten. Sie würde ihnen hätte glauben mögen, daß es lauter Prinzessinnen und Sie konnte erzählen, daß sie in der Nähe eines großen Alles erzählen, wie sie es ihnen versprochen. Ach, wenn sie Herzoginnen feien! Und dann war eine Reihe von Droschken Gartens wohnten, der Töjenhaven hieß, und daß das Hus, erfuhren, wie sie lebte, sie starben vor Neid. und Equipagen da, so lang wie vom Hotel Mühlberg bis welches sie bewohnten, drei Stockwerke besaß. Und dann Erst mußte sie erzählen, daß sie in Klingenberg*) zur Bürgerschule. Es gab oft elegante Hochzeiten hier, da konnte sie sagen, daß sie im ersten Stocke wohnten; gewesen und das schwedische Theater gesehen. Ja das so viele elegante Leute hier existirten. Und dann konnte selbstverständlich war der erste der seinste. man den König sehen, wenn man hier wohnte. In Kristians ( Fortseyung folgt.) borg war ja nicht einmal so viel wie ein Prinz und hier sah *) Das heutige Tivoli. denn Fe 654 g 7, t It 0, e t 3 3 J 3 3 e Klienten laut Bestellzettel eröffnen wolle, ihm für denselben der flauen Geschäftszeit", und die enormen Ausgaben für mit denen Väterchen" als Hort der heutigen Weltordnung, schriftlich mitzutheilen von seinem Klienten dessen Bestellung unter Heizung, welche die sibirische Kälte einem Jeden auferlegt. die Vorsehung auf Erden" spielt, aller Welt ad oculos Androhung zwangsweiser Borführung vorgelegt worden sei an Welche Summe des Elends! Und was ist zur Abhilfe ge-( vor die Augen) demonstrirt werden. dem der Vorführung Kretschmers vorhergehenden Abend, an dem nämlichen, an welchem er auch den streitigen Brief an Dr. Müller schehen? Sehr, sehr wenig! Nur in den seltensten Fällen ist Der Parijer Appellgerichtshof hat das erstinstanzliche gerichtet habe, sei er nicht blos in seinem Rechtsgefühl empört, überhaupt etwas geschehen, und das Geschehene ist unzulängsondern auch von der Ungefeßlichkeit solcher Bedrohung, sowie lich. In allen Gemeinden in Stadt und Dorf sollte Urtheil gegen Labruyère, durch welches dieser wegen ferner davon überzeugt gewesen, daß Herr Dr. Müller jeden den Bedürftigen Brennmaterial unentgeltlich geliefert und Theilnahme an der Flucht Padlewski's zu 13 Monaten Falls nicht vom Gegentheil überzeugt habe sein warme Kost mindestens einmal des Tages verabreicht werden, Gefängniß verurtheilt worden war, aufgehoben. In den tönnen, nämlich davon, daß in der That der Polizei das das wäre das Geringste, was gethan werden müßte. Entscheidungsgründen heißt es, daß Zweifel beständen hinRecht anzweifelhaft zustehe, zum Zwecke einer bloßen ErAber wo wird es gethan? In allen Zeitungen des fichtlich der Identität der von Labruyère über die Grenze öffnung einer Mittheilung, die auch schriftlich direkt an Herrn Kretschmer habe gelangen lassen lungen der Arbeitslosen. Ueberall derselbe Nothschrei der klagten zu gute kommen. man doch eben so gut In- und Auslandes finden wir Berichte über Versamm gebrachten Persönlichkeit; diese Zweifel müßten dem AngeTönnen, eine beliebige Privatperson zwangsweise in das Polizeiamt zu führen. Was ist das für eine erbärmliche Daher auch der Passus im Briese vom Verzweiflung.-Jetzt glauben wir erst recht, daß Labruyère Padlewski Eventualdolus des Herrn Dr. Müller, und der Ausspruch des Bivilisation", die durch ein paar Grad Kälte über den befreit hat und zwar im Auftrage von Constans, der einer Verdachtz", daß Herr Dr. Müller sich des Bergehens der Haufen geworfen und in die reinste Barbarei verwandelt Freisprechung des Mörders von Silberstoff und einer DarBedrohung mit widerrechtlicher Freiheitsberaubung bereits schuldig wird- oder sind die Indianer in Amerika, die der legung der französisch- russischen Polizeifreundschaft entgehen gemacht habe, eines Verdachts, den Angeklagter mittelst Straf Hunger und die Kälte jetzt von den zivilisirten Yankees auf wollte. Wir bitten unsere Leser nachzusehen, was Jules antrags durch alle zulässigen Instanzen weiter verfolgt habe. die Knie gebracht hat, unglücklicher und schlimmer daran, Guesde in seinem letzten Briefe aus Frankreich über die ( Fortsetzung folgt.) als unsere Arbeitslosen im zivilisirten Europa? Affäre Padlewski geschrieben hat. Politische Uebersicht. Berlin, den 17. Januar. Christliche Nächstenliebe. Die katholische Märkische Keine Wahlreform, aber Einberufung der Miligen, Volkszeitung" bringt in ihrer letzten Nummer( vom heutigen das ist die Antwort der belgischen Regierung auf die große, Tage) nachstehende Notiz: die verfassungsrevision anstrebende Volksbewegung in Belgien. " Wie uneigennützig die sozialdemokratischen Agi- wei Klassen der Miliz werden für den heutigen Tag nach tatoren für die armen Leute sorgen, beweisen folgende Ziffern: Brüssel einberufen, um eine ganz gesetzliche Demonstration Der Reichstag beschäftigte sich heute mit WahlBei dem letzten Schneiderstreit in Hamburg wurden im Ganzen, für das allgemeine Wahlrecht vor der Kammer zu verhinprüfungen oder richtiger: beschäftigte sich nicht. Das und zwar nur unter den armen Arbeitern, 4858 M. 8 Pf. dern. Der Präsident der Kammer weigerte sich, im ParlaHaus war leer; und es kam einiges Leben in die Verhand- Unterstützungsgelder für die Streifenden gesammelt. Von dieser mentspalaste die Deputation der Arbeiter zu empfangen. lung und auf die Bänke erst als eine med lenburgische an und für sich gewiß nicht großen Summe erhielt die Streit Die Regierung wird sich täuschen, wenn sie sich einbildet, Wahl zur Debatte gelangte. Die Wahl ist allerdings echt Kommission an Besoldung" 2196 M. 37 Pf., bleiben 2661 M. durch ihre Halsstarrigkeit das Volk von seinen Bestremecklenburgisch. Der Junker von Derzen wurde- nach 71 Pf. übrig. Von diesem übrig gebliebenen Rest wurden noch bungen abspenstig zu machen. dem amtlichen Ergebniß abgezogen für Druckkosten, Porto zc." 1209 m. 49 Pf., mitmit etwa 200 Stimmen Mehrhin verblieben für die arinen streifenden Schneidergesellen heit gegen den Fortschrittler Adler gewählt. Ein Wahl- 1452 M. 52 Pi. Müßten solche Halluuten von Bittschriften- Kommission die von dem in der Londoner GuildWie aus Petersburg gemeldet wird, ließ die kaiserliche protest lief ein, in welchem dargelegt ward, daß Versamm-" Führern" nicht auf Regimentsunkosten gehall veranstalteten Meeting anläßlich der russischen lungen der Fortschrittspartei auf Grund einer„ Sonntags- peitscht werden?" Ordnung" verboten worden seien, und zwar unter Solche Hallunken", die solche infame Verleumdungen Baren an die Absender zurückgehen, und zwar mit der Be Judenverfolgung abgesandte Petition an den der Rubrik„ geräuschvoller Zusammenkünfte". Diese verbreiten, sollten allerdings auf Regimentsunkosten ge- gründung, die Bittschriften- Kommission hätte keinerlei Betoftbare Sonntagsordnung macht während der Advents peitscht werden." Und da besagte Hallunken" dem Volk fugniß, derartige aus dem Auslande kommende Schriftstücke zeit und in der Fastenzeit, sowie an den ersten Tagen der vorlügen, sie übten christliche Nächstenliebe", so sind wir dem Baren vorzulegen. hohen Feste und an den Buß- und Bettagen je de Vers dafür, daß ihnen auf Regimentsunkosten" eine doppelte fammlung einfach unmöglich und giebt der Polizei die Dosis verabreicht wird. Diese oder eine ähnliche Form der Erledigung des GeMacht, auch während der übrigen Zeit des Jahres alle unsuches war zu erwarten. Die, welche es angeht, werden bequemen Versammlungen nach Belieben zu verbieten. Auf die Eingabe des Vereins„ Glück auf über die trotzdem von der Petition Kenntniß erhalten haben. Sie ist diesmal, wie bei früheren Wahlen, nur gegen die Wünsche der Bergarbeiter hat der Minister Uebrigens ist uns die Sache vollkommen gleichgiltig. Nicht Oppositionsparteien angewandt worden, die Herren Junker v. Berlepsch eine längere Antwort ertheilt, worin derselbe durch den Zaren werden die Mißstände in Rußland ab und„ Ritter" konnten thun, was sie wollten. In der Wahl- erklärt, mehrere dieser Wünsche könnten nur durch Auf- geschafft werden, sondern einzig und allein durch das prüfungs- Kommission gab diese famose Sonntagsverordnung hebung oder gänzliche Umformung der reichsgesetzlichen Vor- russische Volk. Daher betrachten wir Bittschriften an den Anlaß zu lebhaften Erörterungen; ein Antrag, dieselbe zum schriften erfüllt werden. Die gewünschten Neuerungen Baren als eine Spielerei. Gegenstand einer Untersuchung zu machen und den Entscheid würden tief einschneiden in die maßgebenden Reichs- und Aber. In der letzten Nummer der„ Volks- Tribüne" wird " " über die Giltigkeit der Wahl bis nach dem Bekannt Landesgesetze. Der Minister verweist auf die vorliegenden aus Buenos- Ayres schon wieder unterdrückt, das ist recht Der Aufstand in Argentinien ist nach einer Depesche werden des Resultats dieser Untersuchungen auszu- Gesetzesentwürfe über die Abänderung der Gewerbe- Ordnung, auffallend und steht fast danach aus, als ob es sich lediglich sezen, wurde mit Stimmengleichheit verworfen. sowie auf das Gesty, betreffend die Gewerbegerichte, welches um ein Börsenmanöver gehandelt hat. Für das Plenum wurde der Antrag jedoch wieder auf- am 1. April 1891 in Kraft tritt. Durch die Gewerbegerichte genommen und durch einen Antrag auf namentliche könnten die Bergarbeiter ihre Beschwerden beurtheilen lassen. Abstimmung unterstützt. Auch im Reichstag kam es Der Minister hofft, daß die Gährung unter den Bergarbeitern zu einer ziemlich lebhaften Auseinandersetzung, an der sich des Ruhr Kohlenbezirkes nicht weiter um sich greife und auch der alte Windthorft betheiligte offenbar nur in der empfiehlt ein friedliches Zusammenwirken der Arbeitgeber mit Bezug auf unsere Notiz über die von einer VersammAbsicht, dem hohen Hause" zu zeigen, daß das Gewicht der und Arbeiter. lung bei Joël gefaßte Resolution gesagt: 80 Jahre, die er heute hinter sich gebracht hat, ihn nicht Das ist ja ganz schön! Aber zu einem friedlichen ZuDer Vorwärts" ist ein Geschäftsunternehmen wie daran hindert, den parlamentarischen Giertanz mit gewohnter sammenwirken der Unternehmer und Arbeiter fehlen alle Vor- jede andere Beitung." jugendlicher Virtuosität auszuführen. Sonst hat Herr aussehungen. Wie soll ein friedliches Zusammenwirken Das ist eine irrige Auffassung. Der Vorwärts" Windthorst nichts gesagt außer ein paar Wenn und möglich sein, außer ein paar Wenn und möglich sein, wenn die Unternehmer in ihrer Aus- weder ein Geschäftsunternehmen( im einzigen Sinne des Der mecklenburgische Regierungskommissar auch beutung wirksamst von der Staatsgewalt geschügt werden, Wortes, den wir kennen), noch ist er wie jede andere ein von Derzen- vertheidigt die mecklenburgische Verordnung während die Arbeiter des Schutzes fast vollkommen entbehren Beitung" er ist eben das Zentralorgan der deutschen echt mecklenburgisch, so daß sogar den pommer'schen müssen. Daß eine Aenderung dieses Verhältnisses nur durch Sozialdemokratie. Junkern angst wird vor dieser Verwandtschaft.(„ Die Polizei") neue gesetzliche Maßregeln möglich ist, braucht Herr von wir uns gestern in nicht zu verstehender Weise ausUeber unsere Stellung zur Volks- Tribüne" haben -meinte dieses Prachtexemplar von Junker habe nur Berlepsch nicht zu versichern. Das weiß Jedermann. Um das Trommelfell der Wähler schonen wollen, indem sie die was es sich handelt, ist eben, daß diese gesetzlichen Maß- gesprochen. Wird von irgend einer Seite gewünscht, Versammlungen verbot). Mit Recht führte Freiherr von regeln endlich getroffen werden. Davon scheint unser daß in unserer Stellung oder in der Stellung der„ VoltsStauffenberg aus, daß eine solche Polizeiverordnung sich mit Arbeiterschutz Minister" nichts wissen zu wollen. Herrn Tribüne" eine Aenderung eintrete, so weiß jeder Parteidem Reichs- Wahlgesetz nicht vertrage, und also, nach dem Berlepsch's Ministerthätigkeit entspricht absolut nicht den genosse, wo derartige Wünsche anzubringen sind. Die ReGrundsay:" Reichsrecht bricht Landrecht", aufgehoben werden Erwartungen, die bei seiner Berufung ausgesprochen wurden. daktion des Vorwärts" ist weder gewillt, noch befugt, sich müsse. Und Singer bescheinigte dem mecklenburgischen Komisch wirkt es, wenn Herr von Verlepsch die Gewerbe- mit dieser Frage zu beschäftigen. Junker, daß er Herr von Derken zwar nicht das gerichte den Arbeitern zur Prüfung ihrer Beschwerden empfiehlt. Trommelfell, aber doch das Zwerchfell erschüttert habe. Herrn von Berlepsch sollte doch von einem seiner Bewunderer Prof. Ziegler herrührenden Meldung, daß Bismarck die Die Frankf. Zeitung" ist mit ihrer angeblich von Der Antrag auf namentliche Abstimmung wurde ein Exemplar des Gewerbegerichts- Gesetzes geschenkt werden, Ministerpräsidentschaft vom Großherzog von Mecklenburg zurückgezogen. Es erfolgte also Abstimmung durch damit er über den beschränkten Wirkungskreis des unter angeboten wurde, mystifizirt worden. Erheben und Sitzenbleiben. Da die Anwesenden sich in zwei seinem Ministerium beschlossenen Gesetzes fich belehren kann. hierüber: ziemlich gleiche Hälften theilten, so hatte der Reichstag den Die Bergarbeiter werden wissen, was sie von der Fürsorge zweifelhaften Genuß eines Hammelsprunges, der eine kleine der Regierung zu erwarten haben. Minderheit für den Antrag ergab( 112 gegen 101). Die mecklenburgische Sonntagsordnung wird also untersucht" Beiläufig war das Auftreten des mecklenburgischen Regierungsvertreters in der heutigen Sitzung ganz danach angethan, der Nachricht, daß dem Ex Reichskanzler ein Minister portefeuille für Mecklenburg an geboten worden sei, eine große innere Wahrscheinlichkeit zu verleihen. Es war echt Bismarck'scher Geist, der aus dem Munde des biederen Mecklenburgers hervorquoll. werden. gegen " dustrien, so in der Schuhfabrikation, zeigen sich die Wirkungen Nicht nur in der Textilindustrie, auch in anderen Inder Mac Kinley Bill. So wird aus Pirmasens dem Wolff'schen Bureau telegraphirt: Schuhfabriken in der Pfalz die Arbeit eingestellt. Infolge der Mc. Kinley- Bill haben vier der bedeutendsten Wer meint, daß wir alle Folgen der amerikanischen. Hoch- Schuzzollpolitik übersehen können, täuscht sich. Es wird noch einige Zeit dauern, bevor unsere Exportindustrien werden. die volle Wirkung dieses schweren Schlages erfahren haben " Am Montag tritt der Reichstag in die zweite Lesung des Etats ein. Zu Anfang der Sitzung wird aber, bei einem Antrag auf Einstellung des gerichtlichen Verfahrens Enrt Abel hat seiner Broschüre Vier Wochen VizeGrillenberger, die wichtige wachtmeister" eine weitere folgen lassen: Vor dem KriegsFrage zu entscheiden sein, ob längere Bertagungen gericht." Er weist in derselben nach, daß das Vorgehen des Reichstags, wie die des letzten Sommers und gegen ihn ungesetzlich war. Ist das deutsche Volk wirklich Herbstes, als einfache Ferien während der Dauer einer nur des Militärs wegen da? Haben wir alle Uebergriffe Session( Tagung") auszufassen sind, und ob sich die Immu- der bewaffneten Macht einfach zu ertragen? Eine vernität der Abgeordneten auf die Zeit dieser Vertagungen nünftige Regelung der Kompetenzen der Militärbehörden erstreckt oder nicht. Unseres Erachtens sprechen Wortlaut ist eine weit dringendere Angelegenheit, dient weit mehr zum und Geist der Reichsverfassung klar dafür, daß Bertagungen Schutze der ganzen Bevölkerung als die meisten Forderungen nur gleich gewöhnlichen Ferien zu betrachten sind. Aber die des Kriegsministers. Kunst der Interpretation ist, wenn es sich um die Beschnei" Sie schreibt Nach der Erklärung des Herrn Prof. Ziegler in Straßburg und einer Vergleichung der Handschrift mit mehreren uns heute vorliegenden Briefen desselben, kann es wohl keinem Zweifel mehr unterliegen, daß die Franks. Zeitung" das Opfer eines Betruges und einer Fälschung geworden ist. Es bleibt uns jetzt noch die Aufgabe, das Mögliche zu thun, um den Verüber des Betruges und der Fälschung zu ermitteln, eine Aufgabe, bei der wir wohl die Unterstügung der Presse, sowohl der, die uns bedauert, als der, die uns verspottet, beanspruchen dürfen, da es doch im allgemeinen Interesse der Journalistit liegt, an Personen, die sie zu mißbrauchen suchen, ein Erempel zu statuiren. Wir werden deshalb in den nächsten Tagen eine photographische Nachbildung des uns aus Straßburg mit der Unterschrift Biegler, Professor" zugegangenen Schreibens veröffentlichen; da nach fachverständiger Aussage die Handschrift nicht die Spur einer Verstellung zeigt und in einzelnen Zügen sehr charakteristisch ist, wird sich vielleicht auf diesem Wege der Einsender ermitteln lassen.. zu halten. " Antwort wird nicht ertheilt. Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Brieflich Briefkasten der Redaktion. ,, Morgenroth". Die an sich ja unbedeutende Angelegenheit ist doch wohl etwas zu verspätet". Was den Festbericht anbetrifft, so können wir doch jetzt keine Schilderungen mehr vom Weihnachtsfest bringen. dung von Volksrechten oder Rechten der Volksvertretung Unsere Vermuthung, daß die russischen Spitelhorden Offenburg. In Nr. 12 unseres Blattes finden Sie Ihre handelt, heutzutage zu einer solchen Vollkommenheit gelangt, sich auf Deutschland werfen und das verabschiedete Korrespondenz. Ihre heutige Korrespondenz ist überholt durch daß auch das Festeste nicht mehr sicher ist. Bismarck'sche Spizelgesindel anwerben werde, hat rasch eine bei uns gestern eingetroffene, einen Theil Ihrer Einsendung ihre Bestätigung gefunden. In Berlin- das erfahren haben wir benutzt; besten Dank für Ihre uns stets erwünschten Der heurige Winter macht das Sprichwort: Gestrenge wir aus sicherster Quelle- treiben sich seit der Padlewski- Beiträge. Wir dürfen wohl bitten, dieselben stets möglichst kurz Herren regieren nicht lang zu schanden. Volle acht Affäre russische Spione herum und verkehren mit BismarckWochen lang dauert nun schon sein Regiment, und statt sich schen Spizeln, die natürlich für russisches Geld arbeiten". nächstens zu einem Leitartikel verarbeiten werden. Bialla. Besten Dank für ihre Einsendung, die wir vielleicht zu mildern, nimmt die Strenge und Härte nur zu. Das Die Kerle haben bei verschiedenen Gelegenheiten- in der F. B., Lithograph, Chauffeeftr. Wenn es Ihre Zeit ge Baugewerbe, die Schifffahrt und andere von der Witte- bekannten Weise Gespräche über die Ermordung Silber stattet, tommen Sie doch einmal während der Sprechstunde auf Tung abhängige Betriebe sind zu völligem oder theilweisem stoff's und die Flucht Padlewsfi's angefnüpft, über die die Redaktion. Im Briefkasten läßt sich die Sache nicht erStillstand gekommen und die Arbeitspausen, welche in Feigheit der deutschen Sozialdemokraten ledigen. gewöhnlichen Jahren nur wenige Wochen betragen, find geschimpft, die ihre Feinde lammfromm wirthschaften Briefkasten der Expedition. diesmal von einer Ausdehnung, daß es den Betroffenen ließen, kurz, sie haben offenbar, wenn auch sehr plump, kurz, sie haben offenbar, wenn auch sehr plump, des in Frage stehenden Lokales an die Berliner Lokalkommission. O. Günther, Berlin N. Bitte, wenden Sie sich wegen kaum möglich sein wird, in der günstigeren Jahreszeit den zu provoziren versucht. Ausfall zu decken. Die Zahl Derer, die gegenwärtig- Wir können unseren Genossen nur rathen, mit solchen Adresse: Buchdrucker Wilhelm Werner, Berlin SO., Elisabethganz abgesehen von den Massen der infolge der allgemeinen Strolchen kurzen Prozeß zu machen und sie entweder zur Geschäftskrise Brotlosen- bloß durch den Frost außer Thüre hinauszuwerfen, oder was noch besser sie auf Erfurter Ausgesperrten von den„ Genossen Wetten Leipzig". Herr W. Bock, Gotha quittirt hiermit über 22 M. für die Arbeit gebracht sind, wird in englischen Blättern für die die nächste Polizeiwache zu bringen. Ein Unschuldiger wird verschiedenen Länder Europas auf zwei Millionen sicherlich nicht betroffen. Das Treiben dieser Hallunken des Spediteurs nennen, der Sie vernachlässigt, läßt sich Abhilfe H. M., Georgenkirchplatz. Nur wenn Sie den Namen geschätzt. Und nun nehme man die Millionen von Opfern muß enthüllt, und die„ Moralität" der Menschen und Mittel, schaffen. Ufer 55. Theater. Sonntag, den 18. Januar. Opernhaus. Der fliegende Holländer. Montag: Aladin, oder: Die Wunderlampe. Schauspielhaus. Romeo und Julia. Montag: Was ihr wollt. Leffing- Theater. Der Traum ein Leben. Montag: Sodom's Ende. Berliner Theater. Das Fräulein von Scudery. Montag: Kean. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Die Gondoliere. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wallner Theater. Die Stern schnuppe. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Der selige Toupinel. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria Theater. Die sieben Naben. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Die Nachbarinnen. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend- Theater. Verfehmt. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst- Theater. Don Juans. Unsere Thomas Theater. Drei Paar Schuhe. Montag: Der Soldatenfreund. Circus Renz. Karlstraße. Sonntag, den 18. Januar 1891, 2 Vorstellungen. Um 4 Uhr Nachm.( 1 Kind frei.) Aschenbrödel, oder: Der gläserne Pantoffel. Großes phantastisches Zaubermärchen mit Ballet. Arrangirt und in Szene gesezt vom Direktor E. Renz. Abends 72 Uhr: ( Gesetzlich Wir beglückwünschen unseren Freund und Kollegen Ostar Abendroth Sozialdemokratischer Wahlverein zu ſeinem heutigen Geburtstag.[ 96. des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Seine Kollegen vom Bau Bülowstraße. Große öffentliche Versammlung Unserm Freund und Genossen Roam Dienstag, den 20. Januar ds. Js., Abends 82 Uhr, im bert Schulz, Lübbenerstraße, zu Lokale des Herrn Jiges, Wilsnacker- Strasse No. 63. seinem am Montag, den 19. Januar, Tages Ordnung: stattfindenden Geburtstag ein donnerndes Hoch. 103 J. Leiden unser Kamerad Am 15. d. M. entschlief nach längerem Karl Hilke. 114 Die den d. Lazarus- Krankenhause aus statt. gefügt ,, Japan", geſchüßt.) 18. b. M., Nachmittags 3 Uhr, vom ( Gesetzlich geschüßt.) ober: Die neckischen Frauen des Mikado. Großes equestrisches AusstattungsDivertissement, nebst einer mimischen Handlung in 2 Abth. Arrang. und in Szene gesetzt vom Dir. E. Renz. In beiden Vorstellungen Auftreten A " 341 1. Vortrag des Stadtverordneten Vogtherr über Arbeiter- BildungsSchule". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste haben Der Vorstand. Zutritt. Freireligiöse Gemeinde. Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, Rosenthalerstr. 38, findet die Wahl des Vorstandes statt. Es ist Pflicht aller Mit Der Vorstand des Beerdigungsglieder, zu wählen, da in jüngster Beit ein Gegenkandidat Vereins Berliner Zimmerer. aufgestellt worden ist, der sich nie um die Gemeinde PIöy. Danksagung. kümmerte. 118J Für die vielen herzlichen Beweise der Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen des renommirten Orig.- Naturmimiters Frau Marie Linde, geb. Sebastian, beschäftigten Arbeiter Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin). der vorzügl. Künstlerinnen u. Künstler, Theilnahme bei der Beerdigung meiner Versammlung Mr. Walter Stanton( Hahnenmensch), sagen wir allen Verwandten, Freunden sowie Reiten und Vorführen der best- und Bekannten, den Metallschleifern der dressirten Schul- und Freiheitspferde. Firma Spinn u. Sohn, sowie dem Herrn am Montag, den 19. ds. Mts., Abends 82 Uhr, Grüner Weg 29 bei Seeger. Komische Intermezzos von sämmtlichen Prediger Schmidt für die trostreichen Worte am Sarge der Entschlafenen der unferen tiefgefühltesten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Clowns. Morgen Vorstellung. E. Renz, Direktor. Circus Schumann. Fachverein Friedrich- Karl- Ufer. Sonntag, den 18. Januar 1891: Kaufmann's Variété, Große Spe 2 große Vorstellungen. zialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Große Spezialitäten- Vorstellung. Concordia. Große SpezialitätenVorstellung. Gebr. Richter's Variété. Große Spezialitäten- Vorstellung. Wintergarten. Große Spezialitäten Vorstellung. Englischer Garten. Direktion: C. Andress, Alexanderstraße 27c. Clara Conrad, Lieder- und Walzerfängerin. Nachmittags 3/2 Uhr. Abends 71/2 Uhr. Beide Vorstellungen sind mit verschiedenen Programmen ausgestattet. In beiden Vorstellungen: der Tischler. 99 J Morgen, Montag, den 19. Januar, Vorstandsfkung Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Ströbel über: Die Entwicklung Familie". 2. Diskussion. 3. Wahl einer Rechtsschutz- Kommission und eines Hilfskassirers. 4. Anträge. 5. Verschiedenes und Fragekasten. Der Vorstand. Um zahlreiches Erscheinen bittet Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. 168 Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, Andreasstrasse 26 bei Bolzmann: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Jahres- Kassenbericht. 3. Neuwahl des Vergnügungskomitees. 4. Ausgabe der Billets zum Mastenball. 5. Ver in Feuerstein's Lokal, Alte Jakob- fchiedenes.- Zu dieser Versammlung haben nur Mitglieder Zutritt. Aufnahme neuer Mitglieder vor Beginn der Versammlung. Die restirenden Mitglieder werden ersucht, ihre Beiträge zu entrichten. Der Vorstand. straße 75. 312 Unterstützungs- Verein Circus unter Waffer.deutscher Tabakarbeiter Eine ländl. Hochzeit. Zahlstelle Berlin. Senfationelle Wafferpantomime. Mitglieder- Versammlung 231 Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung. Versammlung Nachmittags zahlen Kinder unter am Dienstag, den 20, d. Mts, Abends am Montag, den 19. Januar, Abds. 8 1hr, in den Zentral- Festsälen, 10 Jahren auf allen Plätzen halbe 82 Uhr, bei Zemter, Münzstr. 11. Kassenpreise. Erwachsene wie wöhnlich. Morgen große Vorstellung. ge= Jenny Reimann, Roſtüm- Soubrette. Circus unter Wasser. Max Menzel, Gesangskomiker. Mr. Koberstein, Malabarist. Mc. Lean Brothers, Amerikan. Neger- Excentric. Gebr. Willmo, musikalische Clowns. Anfang Wochentags 8 Uhr. Sonntags 52 Uhr. Entree Wochentags u. Sonntags 30 Pf. 50 Pf. und 75 Pf., in Vorverkauf 20 und 30 Pf. Kaiser Panorama. Paffage 1 Tr., v. 9 M. bis 10 Ab. Diese Woche: 1. Reise auf der Insel Rügen. 1. Reise durch Oesterreich, Prag, Salzburg 2c. 1. Cycl. Baden, Heidelberg, Constanz 2c. Reise um die Erde. 1. Cycl. Pariser Weltausstellung. Eine Reise 20 Pf., Etablissement Buggenhagen Rind nur 10 Bf., Abonn. 1 Mt. am Moritzplatz. Täglich: MF Grosses Concert. E Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Wochentags 10 Pfg., Entrée Sonn- und Festtags 25 Pfg. Concert- Salon. Ausschank der Gräff. Reischachschen Brauerei. Wirthshaus zum Vater Jahn, Hasenhaide 20. Jeden Donnerstag, Sonnabend u. Sonntag Concert u. Vorstellung. Tagesordnung: Oranienstraße 180. In anbetracht des allgemeinen Interesses dieser Versammlung 1. Rechnungslegung vom 4. Quartal resp. deren Tagesordnung, ersuchen wir um recht zahlreiches Er scheinen. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. 1890. 2. Vorschläge für den 3. Kontrolleur. 3. Vereinsangelegenheiten. Louis Dechand, Bevollmächtigter. 162 Freie Vereinigung der Damenmäntel- Schneider Bekleidungs- Industrie Berlins. Fachverein f. Schlosser u. Maschinen-( Bügler, Stepper und Zuschneider) und der Arbeiterinnen der bauarbeiter Berlins und Umgegend. Montag, den 19. Januar 1891, Abends 82 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75, General- Versammlung. Tagesordnung: Große Versammlung am Dienstag, den 20. Januar, Abends 82 Uhr, im Lokale des Herrn Gründel, Dresdenerstr. 116. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht Neuwahl des Vorstandes. 4. Vortrag. 5. Diskussion. 6. Verschieden und Fragekasten.- Gäste sind willkommen. 1. Abrechnung vom Weihnachtsver- 3. gnügen und Bericht des Kassirers vom 4. Quartal. 2. Jahresbericht des Vorstandes. 3. Ersatzwahl des Vorstandes u. der Arbeitsnachweis- Kommission. 4. Aufnahme neuer Mitglieder. 5. Anträge. 6. Verschiedenes und Fragekasten. Pflicht sämmtlicher Mitglieder ist es, " Sonnabend, den 24. Januar 1891, findet das zweite Stiftungs fest der Freien Vereinigung der Damenmäntel- Schneider und der Arbeite rinnen der Bekleidungs- Industrie Berlins" statt, bestehend aus großem Ball, Prolog und Festrede und sonstige Ueberraschungen. Der Ueberschuß ist zu einem wohlthätigen Zweck bestimmt. Billets sind in der Versammlung beim Kassirer zu haben. Alle Freunde und Gönner sind hierzu freundlichst eingeladen. Der Vorstand. 141 Großer Frühſtücks- und Mittagstisch. Auftreten bedeutender Spezialitäten in dieser Bersammlung zu erschein Verein zur Hebung der materiellen und geistigen Lage der Entree Wochentags 10 Pf., Sonntags Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste wilt. Spezial- Ausschank von Pazenhofer 641 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. Bratweil'sche Bierhallen Kommandantenstr. 77-79. Täglich: Grosses Concert mit Quartett- Sängern, ausgeführt von dem Musik- Direktor H. Sanftleben. Wochentags: Frei- Concert. Sonntags Entrée 20 Pf. Empfehle auch zugleich 8 Billards, 3 Regelbahnen und einen Saal zu Vergnügungen und Versammlungen. 703 F. Sodtke. PassagePanopticum. 20 Pf. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, 275 Sonntags 4 Uhr. Eingang Hasenhaide 20. 113J Die Direktion. Freischütz, Fruchtstrasse 36a. Empfehle meine Lokalität, Festsaal, Vereinszimmer und Kegelbahn.( Am 27. d. Saal frei.) Girod. Nur I Mark kostet jede Uhr zu reinigen unter Garantie. Bei allen vorher gesagt. Der Vorstand. Offenbacher Frauen- Kaffe. Verwaltungsstelle Berlin 3, Nord. Hauptversammlung Dienstag, d. 20. Januar, Abds. 8 Uhr, Brunnenstr. 38 bei Herrn Gnadt. 眼 Arbeiter Schönebergs. Grosse Mitglieder- Versammlung am Montag, den 19. Januar 1891, Abends 7½½ Uhr, in der Schloßbrauerei zu Schöneberg. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Die Alters- und Invalidenversicherung. 2. Diskussion. 3. Abrechnung des Revisionsberichts. 4. Neuwahl des Vor T.- D.: 1. Vierteljährlicher Kassenstandes. 5. Abänderung des Statuts und Verschiedenes. Neue Mitglieder bericht. 2. Wahl des Vorstandes. werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Um zahlreiches Erscheinen bittet 273 Der Vorstand. 244 Reparaturen wird der Breis Große öffentliche Versammlung gger aller Arten Uhren. d. Lithographen Berlins. der Ketten, Ringe 2c. Otto Eleser, Uhrmacher( Fachmann), Naunynstr. 15, Ede Mariannenstr. Empfehle allen Freunden und Ge100 nene noffen meine Masken- Garderobe. Gruppen und Figuren. Paul Cordt, ReidenbergerSpezialitätenVorstellung. Entree 50 Pfennig Geöffnet v. 10 Uhr Vorm. b. 11. Ab. Straße 137. Zitherz.verf., a.Wunsch Unterricht erth. Krause, Waldemarstr.28, Querg1Tr.[ 111J Castan's Panopticum. Prof. Dr. R. Koch im Labora torium. Amazonen- Truppe a. d. Leibwache des Königs von Dahomey. eu WeihnachtsAusstellung. Damen- Kapelle. Entree 50Pf. Rinder 25 Pf. v.9 Uhr Morg. bis 10 Uhr Ab. [ 52.J Das Rechts- Bureau eines fönigl. preuß. Amtsrichters a. D., Alte Jakobstraße 102, II, ertheilt Rath u. Hilse in allen Angelegenheiten. Für Unbemitt. unentgeltlich. Dienstag, d. 20. Januar, Ab. 81/2 Uhr, in Schmiedel's Festfälen,( fr. Orpheum), Alte Jakobstr. 32. Tagesordnung: 1. Bericht der Diäten- Kommission. 2. Berichterstattung üb. den Kongreß. Referent Kollege Hildebrandt. 2. Die Organisation der Zukunft. Referent Kollege Schrader. 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. 102 J. Der Einberufer. Generalversammlung der Das Lied von Robert Koch. Vereinigung deutscher Maler und verwandten Berufsgenossen Neuestes Orig. Jur- Couplet. Refr. O, Mensch was weenste, freu Dich doch. Wenn gar nischt hilft, hilft Robert Koch! Preis mit Musikbegleitung 1 M. Dieses zeitgemäße hochdrastische Kouplet darf in keiner heiteren Gesellschaft fehlen! Alma 1 M. In Basewalt 1 M. So weit sind wir jetzt 1 M. Seh'n Sie wohl, das fann er nicht 1 M. Erst war's ne Knospe nur 1 M. Wenn wir' ne Lampe hätten 1 M. Weiter fehlte mir nischt 1 M. Das werden wir wohl noch fönnen 1 M. In Schievelbein 1 M. Hasemann's Tochter, Soloscene von Bendix, 1 M. Und ich immer mit, Lauf- Kouplet von D. Ulpts, 1 M. Neue koschere Wize 1,50 M. Max Marcus, Berlin W, Passage 6. der Filiale II W am 19. Januar, Abends 82 Uhr, im Restaurant Hämmerle, Bülowstr. 59. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht v. 4. Quartal. 2. Vortrag über Alters- u. Invalidenrente. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Die Bevollmächtigten. 212 Der Vorstand. Deffentliche Versammlung Maler, Töpfer und Stuckateure Berlins am Dienstag, den 20. ds. Mts., Abends 7½½ Uhr, in Joël's Salon"( früher Keller), Andreasstrasse 21. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn G. Kessler über: Die ungefunden Arbeitss räume auf den Bauten und deren Abhilfe in unseren Gewerben. 2. Dis tuffion. Es ist Pflicht eines jeden Malers, Töpfers und Stuckateurs, in dieser Versammlung zu erscheinen. C. Thieme, Töpfer, Ruppinerstr. 3. Charlottenburg! 316 Grosse öffentliche Versamml. der Freien Dissidentengemeinde am Montag, den 19. d. M., Abends 8 Uhr, im großen Saale„ Bismarckhöhe", Wilmersdorjerstr. 33. Tagesordnung: 1. Vortrag über: Hat das Christenthum zum Heile gereicht? Referent Dr. Bruno Wille. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt. Entree 10 Pf. Zu zahlreichem Besuch Der Vorstand. ladet ein. Das Vergnügungskomitee des 151 Beerdigungsvereins Berliner Zimmerlente hat zum Sonnabend, den 24. Jannar, Weberstraße 17, einen großen Wiener Maskenball eins Ethische Gesellschaft. Sonntag, d. 18. Mts., Abds. 6 Uhr, Kommandantenstr, 20( Armin- Hallen): arrangirt, wozu die Mitglieder und Freunde des Vereins freundlichst Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille, geladen werden. Anfang 8/2 Uhr. Billets für Herren 50 Pf., für Damen 25 Pf. sind bei den unterzeich über: War Jesus ein Buddhist?" Nachdem gesellige Unterhaltung und neten Komiteemitgliedern bis zum Donnerstag, den 22. Januar, zu haben, von tommen. Zur Deckung der Unkosten straße 152; Schwanz, Biesenthalerstr. 22; Büchner, Staligerstr. 36; Freitag, Tanz. Gäste( Damen u. Herren) will da ab treten erhöhte Preise ein: Klebb, Mariendorferstr. 2; Schröder, Acker 140 Frankfurter Allee 31; Herzog, Rheinsbergerstr. 62; Mathesius, Memeleritr. 29; Schulz, Schönhauser Allee 54; Liesegang, Pappel- Allee 14; Günther, Mühlen straße 67a; Schikowsky, Linienſtr. 13, v. p. findet Tellersammlung statt. Ein Vereinszimmer ist noch zu vergeben, auch zu Zahlstellen passend. H. Hoffmann, Restaurateur, Raiserstraße 4. 38 L. Außerdem find Billets bei den Herren Würtemberg, Teltowerstr. und Bandelow, Kraut- und Langestraßen- Ece( im Restaurant), zu haben. Das Komitee. J. A.: August Klebb, Mariendorferstr. 60 L Verantwortlicher Redakteur: Curt Vaake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 34 2. Hierzu zwei Beilagen 41 J. 20 4 6 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 15. Parlamentsberichte. Deutscher Reichstag. Abg. von der Decken( Welfe) erklärt sich für den Antrag Träger; wenn eine solche Wahlfälschung vorgekommen sei, dann müsse die ganze Wahl kassirt werden, ohne daß man sich aus Kleinliche Berechnungen einläßt. Sonntag, den 18. Januar 1891. Uebrigens würde die Frage keine so hohe Bedeutung haben, wenn nicht die konservativen Wahlversammlungen auch an Sonntagen stattgefunden hätten. 8. Jahrg. Abg. Gröber( 3entr.): Ich glaube, daß die Verordnung auf die Wahlversammlung nicht angewendet werden kann. Gewiß können polizeiliche Bestimmungen auch auf Wahlversammlungen 46. Sigung vom 17. Januar, 1 Uhr. Abg. Pachnicke( dfr.) weist darauf hin, daß das Wahl- angewendet werden im einzelnen Falle, wo Feuers- oder Lebensgesetz besondere Beschränkungen des Versammlungsrechts nicht gefahr entstehen kann. Aber es fönnen keine Vorschriften auf die Am Tische des Bundesraths: von Malzahn. gestattet, welche nicht in dem Reichsgesetze vorgesehen sind. Eine Wahlversammlungen angewendet werden, welche dieselben allOhne Debatte erledigt der Reichstag zunächst in dritter eigentliche Wahlagitation auf dem platten Lande ist ohne Be- gemein im Voraus verbieten. Das widerspricht dem Reichsgeseh Lesung den Gesetzentwurf, betreffend der Kontrolle des nutzung des Sonntags nicht möglich. Außerhalb der Wahlperiode und widerspricht auch zum Theil der Verordnung selbst, welche Reichshaushaltsetats für 1890-91 und bezeichnet eine sind Bersammlungen in Mecklenburg überhaupt nur mit Ge- ganz andere Zusammenfünfte im Auge hat. ganze Reihe von Petitionen als ungeeignet zur Berathung im nehmigung des Ministeriums statthast und die Genehmigung wird Plenum. Abg. Singer: Wenn man die oppositionellen Wahlnicht ertheilt. Deshalb hofft die mecklenburgische Bevölkerung versammlungen zu den geräuschvollen Versammlungen rechnet, Darauf folgen Wahlprüfungen. Die Kommission auf eine Besserung des veralteten Vereinsrechts ebenso wie auf tönnte man vielleicht auch die konservativen zu den öffentlichen beantragt die Giltigkeit der Wahl des Abg. von Henk( 2. Stettiner die Vereinbarung einer Verfassung! Die mecklenburgische Re Lustbarkeiten zählen, die gleichfalls das Trommelfell berühren. Wahlkreis) und die Anstellung von Untersuchungen über einige gierung ist selbst dem Winke des Bundesraths, eine solche Ver- Die Ausführung des Vertreters der mecklenburgischen Rein dem Proteste behauptete Vorkommnisse. fassung einzuführen, nicht nachgekommen. Unter diesen Um gierung beweist, daß man in Mecklenburg den Schmerz darüber, Abg. Träger beantragt die Beanstandung der Wahl und ständen ist es doppelt nothwendig, das Vereinsrecht des Volkes daß das Volk einmal an einem Tage aufgerufen wird, an die Anstellung noch weiterer Untersuchungen. Er führte aus, zu wahren. daß in die Wahlprüfungskommission schon ein frischerer Zug seinem Geschick mitzuarbeiten, noch nicht überwunden hat. Wenn gefommen sei; Abg. Rickert: Es handelt sich hier nur um die Frage, ob es nach der mecklenburgischen Regierung ginge, würde vielleicht aber eine alte Methode ist immer noch das Reichsrecht dem Landesrecht vorgehen soll. Selbst wer den mit dem Unfug des Wählens überhaupt ein Ende gemacht. nicht aufgegeben, die man als arithmetische bezeichnen Standpunkt theilt, daß die Sonntagsverordnung zu Recht an- Wenn wir uns auch über diese Stimme aus Mecklenburg nicht fönnte. Wenn die Zahl der Stimmen in den Wahlbezirken, gewandt ist, muß wenigstens Erhebungen darüber anstellen lassen, wundern, so sind wir doch erstaunt, daß der Abg. Windthorst, wo sich ein Anstand ergeben hat, zusammengezählt das Wahl- ob den Konservativen gestattet worden ist, was den Liberalen ver- wenn auch nicht aus denselben Motiven, so doch in demselben ergebniß nicht ändert, dann erklärt man die Wahl für giltig. boten ist. Sinne entscheidet. Es handelt sich hier nicht um ein partikulares Diese mechanische Berechnung müsse aufgegeben werden und man Abg. Mehnert( dk.): Ein Theil der Ausführungen der Recht oder Reichswahlrecht, sondern um das Recht der Wähler. müsse, auch wenn die Wahl, so arithmetisch betrachtet, richtig Borredner gehörte zur Begründung des Antrages von Bar wegen Dieses muß Herr Windthorst ebenso schäßen wie wir. Es ist ein abgelaufen sei, doch in manchen Fällen zur Kassirung derselben Einführung einer Verfassung in Mecklenburg. Die Sonntags: eigenthümlicher Standpunkt, zu sagen, die mecklenburgische Regierung kommen, wenn Dinge vorgekommen sind, welche bei Wahlen nicht verordnung ist vollständig zu Recht angewendet worden; diese habe das Recht, eine Bestimmung des Reiches für 9 Wochen auf vorkommen sollten. Mindestens sollte man alle behaupteten Un- Verordnung besteht neben der Vorschrift des Reichswahlgesetzes, Grund einer partikularen Polizeiverordnung aufzuheben. Wenn regelmäßigkeiten untersuchen, so z. B. die Vorgänge in Roserow, bei dessen Berathung selbst anerkannt worden ist, daß neben den Reichsrecht vor Landesrecht geht, begreife ich das nicht. Auch wo zwei Leute erklärt haben, daß fie Zettel für Berndt( dfr.) ab- Vorschriften des Wahlgefeßes auch gewisse polizeiliche Ordnungs- Herr Gröber hat die Dinge nicht richtig dargestellt, wenigstens gegeben hätten, während sich bei den Stimmzetteln kein solcher vorschriften noch am Plaze zulässig sind. Daß die Polizeibehörde die nöthigen Schlüsse nicht richtig gezogen, wenn er über den Einvorgefunden hätte. an einer anderen Stelle eine Wahlversammlung zugelassen hat, fluß des Verbotes der mecklenburgischen Regierung erst später Abg. Mehnert( dk.) erklärt, daß die Kommission diesen Punkt beweist nichts. nicht für erheblich gehalten habe, weil die betreffende Behauptung entscheiden will. Dies steht im Kommissionsbericht, und deshalb Abg. Windthorst( 3.): Es scheint mir auch, daß die müssen wir darüber beschließen. Tritt der Reichstag stillschweigend des Protestes gar nicht substantiirt sei, die betreffenden Personen Verordnung revidirt werden müßte. Das Reichsgesetz geht dem dem Kommissionsbeschluß bei und erklärt das Verbot auf Grund sich auch nicht zum Zeugniß erboten hätten. Selbst wenn diese Landesgefeß vor, aber nur, wenn es ganz flar ist, das ist aber der Sonntagsordnung für unerheblich für das Wahlresultat, so Behauptung sich aber bewahrheiten sollte, würde dem gewählten hier nicht der Fall. Deshalb glaube ich, daß die landesrechtliche schafft er ein Präjudiz; die Herren können später sagen: weil von Hent nur eine Stimme abgezogen werden. Vorschrift aufrecht erhalten werden muß. Wenn die Konser der Reichstag vativen eine Versammlung gehalten haben, so werden ste wahr ist das Verbot für die Giltigkeit der Wahl ohne Eindiesem Kommissions Beschluß zugestimmt, scheinlich den Dispens dazu nachgesucht haben. Die Freisinnigen fluß. Ich begreife die etwas unerquickliche Situation des haben nur mit den Polizeibehörden verhandelt, nicht mit der Re- Herrn Gröber, gegen Herrn Windthorst Stellung zu nehmen; aber gierung, welche allein den Dispens ertheilen kann.( Burufe links: weil er einmal dieser Auffassung zuneigt, die mir entschieden Die Versammlung war ja genehmigt!) sympathischer ist, und weil ich mich freue, daß im Zentrum nicht Mecklenburgischer Bevollmächtigter v. Dertzen: Die mecklen alle Mitglieder Herrn Windthorst folgen, wünsche ich auch, daß burgische Regierung ist der Ansicht, daß polizeiliche Ordnungs- Herr Gröber in seiner Abstimmung die Konsequenzen zieht, die er vorschriften neben dem Wahlgesetz bestehen. Es werden ja auch ziehen muß, wenn er der materiellen Wirkung des Verbots Geltung überall schriften aufgelöst. Wahlversammlungen auf Grund polizeilicher Vor- verschaffen will. Wir müssen dem Antrag Träger zustimmen. Wahlversammlungen verlaufen immer Zwar handelt es sich heute nicht um eine endgiltige Entscheidung, sehr ruheſtörend, ja meist trommelsellzerstörend. Gelächter links.) Die mecklenburgische Polizei hat deshalb die der Einzelstaaten, soweit sie Rechte der Wähler beeinträchtigen, ( Großes wir dürfen aber nicht im Zweifel lassen, daß wir Verordnungen Wahlversammlungen am Sonntage auf Grund der Sonntags- feinen Raum gestatten und daß die mecklenburgische Regierung fich verordnung vielfach verboten, um die Bevölkerung vor der Un- dadurch, daß sie die Verordnung von 1855 in Kraft läßt, mit den Anruhe, vor der Störung des Sonntags zu schüßen. schauungen des Reichstages im Widerspruch befindet. Nachdem das Es folgt die Prüfung der Wahl des Abg. von DerzenBrunn( Mecklenburg- Strelit). Die Kommission beantragt die väterlicher Weise das Trommelsell der Wähler schützen( Heiter- möglich halten, daß heute noch diese Debatte geführt werden Abg. Rickert: Die mecklenburgische Regierung will in landes- Deutsche Reich 20 Jahre lang besteht, sollte man es nicht für Abstimmung über die Giltigkeit der Wahl auszusetzen und über feit) und zwar nur gegen freisinnige Kandidaten. Das ist wirk muß und eine Anzahl Mitglieder eine Verordnung für unerhebmehrere in dem Proteste behauptete Wahlbeeinflussungen etliche lich nicht nöthig. Ob die konservativen einen Dispens nach- lich hält, welche einem Theil der deutschen Bürger das WahlZeugenvernehmungen eintreten zu lassen. Ein weiterer Be- gesucht haben oder nicht, weiß Herr Windthorst ebensowenig wie recht unmöglich macht. Ginge es nach der mecklenburgischen Reschwerdepunkt, daß die Abhaltung von Wahlversammlungen an ich nach den Angaben des Protestes sollte man annehmen, gierung, würde diese Verordnung nicht für 9 Wochen, sondern Sonntagen auf Grund einer landesrechtlichen Verordnung betreffend daß ein Dispens nicht nachgesucht ist. die bessere Heilighaltung der Sonn- und Festtage ganz allgemein denn darüber keine Erfundigungen einziehen? Warum sollten wir für das ganze Jahr gelten. Der Reichstag ist es sich und den verboten worden sei, ist von der Kommission mit 5 gegen sind die Uebrigens Wählern schuldig, jeden Versuch, die Wahlfreiheit zu unter5 Stimmen als unerheblich bezeichnet worden. lärmenden Zusammenfünfte in der Verordnung drücken, zu vereiteln. Wir leiden nicht an einem Uebermaße von immer in Verbindung mit Musik, Tanz, öffentlichen Freiheit, rauben Sie dem Volte nicht noch die Freiheit, die Abg. Träger( dfr.) beantragt auch über diesen Punkt amt Lustbarkeiten u. s. w. zusammen genannt; ist eine Wahlverfamm- es hat. liche Auskunft des Polizeikollegiums zu Woldegt über Absendung lung auch eine öffentliche Lustbarkeit? Dem Rommissionsantrag gemäß beschließt das Haus die und Inhalt der Depeschen betreffend das Verbot der Wähler- Abg. v. Stauffenberg( dfr.): Herr Windthorst hält selbst Beschlußfaffung über die Wahl des Abgeordneten von Dergenversammlungen daselbst einfordern zu lassen und von dem Er- eine Revision der mecklenburgischen Verordnung für nothwendig. Brunn auszusetzen. Der Antrag Träger wird mit 112 gegen gebniß dem Reichstage Mittheilung zu machen. Diese hängt aber lediglich von der Gnade der mecklenburgischen 99 Stimmen angenommen; mit der Majorität stimmt ein erDerselbe weist darauf hin, daß die Wahlbeein- Regierung ab. Wenn man danach wieder die Gleichmäßigkeit heblicher Theil des Zentrums. flussungen, über welche die Kommission Beweiserhebungen bean- des Rechtes im Reiche herstellen will, dann wird man auch für Darauf vertagt sich das Haus. tragt, zu den in Mecklenburg üblichen patriarchalischen Zuständen das Reich bestimmen müssen, daß in der Advents und Fasten- Präsident v. Levehow: Es ist gewiß in der parlamentaripassen. Wenn die Kommission aber diese patriarchalischen Verzeit, sowie am Sonntag und an den Vorabenden von Fest schen Geschichte ein seltener Fall, daß ein Abgeordneter den Tag hältnisse als nicht mehr zutreffend erachtet, dann hätte sie auch tagen im ganzen Deutschen Reiche keine Wahlversammlungen des Eintritts in das 80. Lebensjahr in persönlicher lebhafter die veraltete Sonntagsordnung nicht anerkennen dürfen, zumal stattfinden dürfen. Das nennt man dann: Reichsrecht geht vor Theilnahme an den Verhandlungen feiert. In dieser glücklichen die Anwendung derselben auf die Wahlversammlungen für die Landesrecht. Lage ist mein verehrter Kollege, der Abg. Windthorst, in der ge= Reichstagswahlen überhaupt ein Verstoß gegen die Reichs- Gesetz- Abg. Windthorst( Zentr.): Jede Wahlversammlung ist mit wohnten Frische des Körpers und Geistes. Aus der Begebung wäre. Wenn die Verordnung gelten sollte, dann könnte einer Störung der Ruhe verbunden, deswegen sollten am Sonn- sonderheit dieses Falles leite ich für mich die Befugniß die mecklenburgische Regierung eine jede Vorbereitung für Reichstage überhaupt keine Wahlversammlungen stattfinden. Aus her und ich bin überzeugt, daß Sie dem zustimmen, dem tagswahlen unmöglich machen, wenn diese Vorbereitungen in die dem Bericht geht hervor, daß die Freisinnigen aufgefordert sind, Abg. Windthorst einen freundlichen Glückwunsch im Namen Fasten oder in die Adventszeit fielen, denn während dieser sich um den Dispens zu bewerben; wenn sie das nicht gethan des Reichstages darzubringen.( Lebhafte Zustimmung des Zeiten dürften teine lärmenden Zusammenkünfte stattfinden. haben, so ist das ihre Schuld. Hauses.) Abg. Gröber( 3): Wenn die Wahl in Roserow ganz tafsirt würde, so bleibt immer noch eine Mehrheit für Herrn von Henk. B Die Abgg. Sahu( dk.) und von Unruh Bomst( Rp.) treten für den Antrag der Kommission ein. Das Haus beschließt die Giltigkeit der Wahl, fügt aber den zu untersuchenden Punkten die Vorgänge in Roserow hinzu. In Bezug auf die Wahl des Abg. von Weyrauch sollen Erhebungen über ein in dem Protest angeführtes Birkular des Landraths von Melsungen angestellt werden. Das Haus schließt sich diesem Antrag der Kommission an. Sonntagsplauderei. des schließlich auch Der satt essen, der sich von Natur zum lichen Anlage am hochgradigen Kälteschlag erkranken können, stetigen Hungerkünstler prädestinirt glaubt, und eine solche und daß diese Krankheit ebenso betrübende wie vernichtende R. C. In die Annalen des modernen Kürschnergewerbes Aenderung in der Lebenshaltung des Einzelnen könnte leicht Wirkungen im menschlichen Gehirn hervorzurufen im ist der diesjährige Winter mit goldenen Lettern eingetragen. den gewohnten Wettlauf stören. Stande ist. Die kleingehauenen Holzhändler reiben sich vor Vergnügen Daher war es wohl und weise, daß der Reichstag für Ein Mann der Feder hoffentlich der Gänsefeder die Hände, und die Eisbahnpächter stampfen nicht vor die Befriedigung der agrarischen Bedürfnisse sorgte. Hat der überrascht die Welt seit einigen Tagen mit schriftstellerischen Kälte allein den Erdboden, die schlittschuhbewehrten Back Bauer, d. h. der Herzog So und So und der Fürst So und So Arbeiten, die alles bisher Dagewesene in den dunkelsten Schatten fische älterer und jüngerer Jahrgänge sicheren ihnen eine und der Graf und der Baron So und So Geld, so leiden auch stellen. In Friedrichsruh, tief im Sachsenwalde, muß eine wahrgoldene Ernte und der Pelz florirt für alle die Leute, denen die Delikatessenhändler und andere Mitglieder unseres Staats- haft sibirische Kälte herrschen, und es darf daher nicht Wunder ihre Mittel gestatten, die schützende Hülle der Thiere zur wesens keine Noth, und wie die Einkünfte aus den großen nehmen, daß einem Menschen, dessen kräftiger Konstitution Erwärmung ihres eigenen Körpers sich zuzulegen. Fried- Länderkomplexen verwendet werden, das zeigt uns das Bei- sonst sogar noch mittelparteiliche Zustände erträglich sind, same Verlagsbuchhändler tragen Belzmüßen wie die donischen spiel des Grafen Kleist vom Loß, der aus seiner Droschke das Gehirn einfriert. Man kann, wie die Naturgeschichte Kosacken, und wer den erstarrten Eingeweiden nichts Anderes heraus dreihundert Mark Belohnung ausbrüllt, wenn die hier zeigt, mit dem Aufthauen so empfindlicher Gliedmaßen bieten kann, wärmt sich ein Paar Würstchen über jeweilige Beherrscherin seines Herzens einen Ohrring verloren nicht vorsichtig genug sein, es bleiben oft Störungen der Gasflamme. Die herrschende Glätte macht dieses zu haben glaubt. zurück, deren Genußmittel auch minder Begüterten zugänglich, und der Aeußerungen eine wirklich unheim Am Freitag Abend mag es wohl hoch hergegangen liche Wirkung auf das Bourgeois allein hat nicht mehr das Vorrecht, sich mit seinem sein in den Lokalitäten, wo ausschließlich die Crême der hervorrufen Zwerchfell Unbetheiligter warmem Abendbrot zu brüsten. der Name May Bewer, so ist Gesellschaft verkehrt. Abergläubische Leute versichern zwar, Unglücklichen, hat sich in der medizischen Literatur Das ungezählte Heer der Arbeitslosen hungert und daß der Freitag ein Unglückstag sei indessen am Ende für alle Zeiten ein Denkmal gesetzt, und sein" Fall" fröstelt still vor sich hin. Wer im Besitz eines Schmacht des neunzehnten Jahrhunderts fin de siècle iſt man wird von Fachmännern wahrscheinlich noch lange vers riemens ist, zieht dieses moderne Ausstattungsmittel bis auf über derartigen Aberwiz erhaben; trinkt sich handelt werden, wenn von ihm selbst nur noch Staub und das letzte Loch an, daher sind die Wespentaillen glücklicher gegenseitig Gesundheit und Gesundheit und langes Leben zu, und Asche übrig ist. weise kein besonderes Vorrecht der Garde- Offiziere mehr. Das letzte Glas leert man auf das Wachsen und Gedeihen Und der strenge Winter hat das Gute gehabt, daß er den der Getreidezölle: mögen sie blühen und sich vergrößern; Talente brechen häufig bei dem geringsten Anlaß hervor. So wird man zum berühmten Mann: Krankheiten wie Leipzigerstraße versammelten Volksvertretern wer schließlich ein Fünfgroschenbrot erstehen will, kann auch Hier genügte die Berührung mit einer alten Raketenwenigftens die Erleuchtung die Erleuchtung beibrachte, beibrachte, daß, wenn den Latifundienbesitzer miteffen lassen ein gewöhnliches fifte; andere Patienten leiden wieder an anderen Wahnauch nicht alle Leute, so doch wenigstens eine Klasse, deren Brot ist doch kein Fideikommiß; im anderen Falle ließe vorstellungen. Rothlage sprichwörtlich geworden ist, mit dem zum Leben sich vielleicht noch darüber reden. Nothwendigsten hinlänglich versorgt werden muß. Darbt Die Welt ist glücklicher Weise hierüber nicht aus den der gewöhnliche Mann mit seiner Familie, so hat ihm eine ihren bestimmten Einfluß auf den menschlichen Geist aus; Heimstätte Stöcker's nehmen einen ungestörten und geDoch auch die Kälte und der anhaltende Frost üben Angeln gegangen und die Sammlungen für die Predigtlange Gewöhnung diesen Zustand zur zweiten Natur ge- die Meinung über diejenigen Eigenschaften, die man in fequeten Verlauf. Und wenn erst wieder die unumstößlichen versagt die Gesetzgebung aber dem Großgrund- dieser Beziehung sonst ausschließlich einer übermäßigen Wahrheiten an geweihter" Stätte von seinen Lippen besitzer den unentbehrlichen Sekt, so stinkt diese Sünde zum Hiße zuschrieb, sind durch die Erfahrungen der letzten Zeit träufeln, dann werden die zusammengeströmten Völker anHimmel und die ganze Welt, bis zum Baron abwärts, ver- wenigstens in der radikalsten Weise modifizirt. Es sei ferne dächtig die Häupter neigen; aber die Genien des Friedens langt dringend, daß daß hier grundlegende soziale Re von uns, mit Irrenärzten einen fachtechnischen Disput, und der Duldsamkeit werden auskraßen, daß sie die Schuhformen geschaffen werden, und wenn alle Stränge bei welchem wir sicher den Kürzeren ziehen würden, zu befohlen verlieren, und sie werden diesen Ort meiden, als ob reißen, so muß mit Entschiedenheit und altpreußischer ginnen; aber ein Vorkommniß der jüngsten Zeit legt uns die bie Pest dort ausgebrochen wäre. Energie mindestens dafür gesorgt werden, daß Alles beim Bermuthung nahe, daß im Winter ebenso, wie es im HochAlten bleibt, Verbilligen wir das Brot, so kann sich sommer einen Higschlag giebt, Leute mit einer gewissen natür in der macht man Zahlreiche Abgeordnete aller Parteien treten an den Abg. Windthorst heran und beglückwünschen ihn noch persönlich. Schluß 54 Uhr. Nächste Sizung: Montag 1 Uhr.( Etat.) 6.8 Abg. Windthorst: Ich sage Ihnen mit wenigen Worten nun dieser Hausdiener nach aller Art wieder an die von der Ursache des Geschreies zu verschaffen; allein Ein meinen herzlichsten Dank. Es ist mir durch Ihren Glückwunsch Thür und als dieselbe nicht geöffnet wurde, flopfte er ein zweites gang in in das Empfangsgebäude der Anstalt war lange eine Auszeichnung widerfahren, die ich zu den größten rechne, Mal. Plötzlich wurde die Thür mit solcher Heftigkeit von Innen Beit durch Klingeln und Klopfen an der Pforte nicht zu die ich in meinem Leben empfangen habe. Nochmals meinen aufgestoßen, daß dem Hausbiener sicher der Arm zerquetscht erlangen, da ein Pförtner nicht anwesend zu sein schien; besten Dank. worden wäre, wenn jener nicht noch Geistesgegenwart genug be- als derselbe endlich erschien, dauerte das Hilfegefchrei noch immer feffen hätte, zur Seite zu springen. Natürlich gab es nun einen fort und verftummte erst, als auch einige Arbeiter, die anscheinend großen Lärm; die feit langer Zeit Wartenden hatten eine passende bei den Dampfkesseln beschäftigt waren, dem Geschrei nachgingen Gelegenheit gefunden, ihrem Aerger Luft zu machen und besorgten und zn dem betreffenden Pavillon gelangten, wo alsbald das das bestens, und daß dadurch auch die Situation der Beamten Fenster geschlossen wurde. Später wurde dann die Sache so er feine angenehme ist, leuchtet ein. Diese Szenen fann man seit flärt, daß eine der Wärterinnen um Hilfe gerufen habe, weil Neujahr auf dem erwähnten Postamt täglich Abends beobachten. eine Fieberfrante versucht habe, sich aus dem Fenster zu stürzen. Soweit die Zuschrist. Die Klage über das ungenügende Diejenigen, welche bei dem Vorfall zugegen waren, können sich Personal an den Abfertigungsschaltern der Postämter ist gegen von der Richtigkeit dieser Behauptung nicht überzeugen. Wie wärtig ganz allgemein. Die vorhandenen Kräfte sind nicht aus der Vorgang überhaupt bei einer geordneten Krankenpflege mög reichend und auch auf den größeren Postämtern nicht sachgemäß lich ist, das ist schwer verständlich. Es mag ja schwer sein, ein vertheilt. Während an dem einen Schalter sich Duhende von gutes, geübtes Wärterinnenpersonal zu bekommen; hier scheint Personen drängen, sind drei andere Schalter leer, weil dort nur aber überhaupt keine Wärterin am Plaze gewesen zu sein; Bechselmarken verkauft oder Telegramme angenommen oder post wenigstens wäre der Vorgang sonst völlig unbegreiflich. lagernde Briefe ausgegeben werden. Während der Beamte an dem einen Schalter ununterbrochen arbeitet, haben die drei anderen nichts zu thun. Hier ließe sich noch Manches zu Gunsten des Publikums ändern. Lokales: Der lehte Schneefall hat so wird uns geschrieben Polizeibericht. Am 15. d. M. Abends wurde ein Mann der städtischen Verwaltung wohl ein nettes Sümmchen gekostet; dafür bringt auch die liberale Presse Tag für Tag die größten Lobhudeleien für die städtische Verwalt ng: Es seien da mehrere tausend Arbeiter beschäftigt, welche sonst nichts zu thun hätten 1. s. w. Aber sieht man sich die Sache einmal von einer anderen Mit der Sonntagsruhe scheint man in dem neuen PolizeiSeite an, so gewinnt man einen ganz anderen Eindruck. Gegengebäude am Alexanderplatz ganz eigenthümlich zu verfahren. Am über der großen Arbeitslosigkeit und der großen Noth, die unter Sonntag Nachmittag war eine Anzahl Gefangener damit beder arbeitenden Bevölkerung jezt herrscht, da gegenwärtig in schäftigt, die Fenster an der Straßenfront, gegenüber der Kaiser Berlin mindestens 42 000 Arbeiter ohne Beschäftigung sind, ist Ein wirklich ungeheuerliches Vorkommnis hat sich in straße zu reinigen. Da um diese Zeit ein lebhafter Verkehr auf die Zahl von 4 bis 5000 Leuten, die aushilfsweise bei der einer der föniglichen Fabriken in Spandau, im Feuerwerks- der Straße stattfindet, so zog das Schauspiel bald die Aufmerkſamkeit Straßenreinigung beschäftigt werden, sehr gering, und es ist kein Laboratorium, zugetragen. Der Vorfall beweist, wie weitgehend der Spaziergänger auf sich. Nun ist ja ein Polizeifenster wohl kein Wunder, daß es in manchen Vierteln der Stadt Straßen giebt, die Fürsorge der Fabrikverwaltungen für die ihr unterstellten Schaufenster, das am Sonntage verhängt sein muß, und das Putzen welche ohne gute Wasserstiefeln gar nicht passirbar sind, und wo Arbeiter ist, und wie wenig das Institut der Kassenärzte, so wie eines Polizeifensters ist wohl auch nach feinster juristischer Deduktion namentlich die kleinen Geschäftsleute sehr unter diesen mißlichen es jetzt gehandhabt wird, eine Garantie dafür bietet, daß dem nicht als Feilhalten von Verkaufsgegenständen zu erachten. TroßVerkehrsverhältnissen zu leiden haben. So z. B. vor dem Halleschen plötzlich erkrankten Arbeiter im entscheidenden Augenblick ärztliche alledem möchten wir glauben, daß eine solche Thätigkeit in den Thor und vor dem Kottbuser Thor. In der Kazbachstraße, an der York- Hilfe zu Theil wird. Das in Spandau erscheinende freifinnige Bureauräumen, wenn auch nicht mit dem Buchstaben, so doch mit straßen- Ecke hat die Pferdebahngesellschaft den Schnee von ihren Blatt berichtet: dem Geist der für Geschäftsleute sehr strengen Vorschriften über Geleisen in der Kazbachstraße zu einem richtigen Wall aufwerfen Gine begreifliche Erregung hat sich der Arbeiterschaft der die Sonntagsruhe unvereinbar ist. Thatsächlich wird die Sonnlassen; dort ist zu Fuß nicht durchzukommen. Wenn die Stadttöniglichen Fabriken, insbesondere aber der Arbeiter des Feuer tagsruhe vielmehr gestört durch solche Beschäftigung an den verwaltung zu anderen Zwecken: Straßen- Auspuhungen und werts- Laboratoriums bemächtigt. Ein in diesem Institut beschäf- Fenstern, an denen Gefangene hantiren und die Aufmerksamkeit Festessen und dergleichen und zu einem Schüßen- Klimbim mehrere tigter Schlosser, Namens Karl Brüggemann, ist nach zwanzig- der Vorübergehenden auf sich ziehen, als ein zufällig unverhängt Hunderttausend Mark anwandte, sollte dieselbe Stadtverwaltung stündigem Krantenlager gestorben, ohne daß dem Unglücklichen, gebliebenes Schaufenster. Aber man hat sich vielleicht gesagt: Dann solchen Uebelſtänden wie oben beschrieben ernsthaft entgegen welcher, wie jeder andere Arbeiter des Instituts, Mitglied Wenn vor dem Dom im Lustgarten Schnee abgeladen wird, wirken, zumal sie dadurch zugleich zur Linderung der Noth unter der Fabrik Krankenkasse sein mußte, eine ärztliche Hilfe während Herr Stöcker im Dom predigt, denn können ja auch mal den Arbeitern, d. h. unter ihren Steuerzahlern, beitragen kann? zu Theil geworden wäre. Der junge Mann wurde am die Polizeifenster geputzt werden, während die Leute draußen Es würde nicht schaden, wenn noch einige tausend Arbeiter Montag auf dem Eiswerder von einem heftigen Un- spazieren gehen. mehr bei solchen Gelegenheiten beschäftigt würden. Oder sind wohlsein befallen, so daß er sich Nachmittags nach feiner die Arbeiter nur gut den größten Theil der Steuern zu erarbeiten? Wohnung, Wittelstraße 2 b, begeben mußte. Hier war er SchlafEs giebt Straßen und Plätze in der Stadt, die stets sauber ge- gänger bei dem Schlosser Heirich. Die Frau des letzteren, auf dem Boden eines Hauses in der Potsdamerstraße erhängt halten werden und die daher anderen Stadttheilen gegenüber welche Arbeiterin der Munitionsfabrik ist, lag an einem Hals vorgefunden. Er scheint den Selbstmord in einem Anfalle von eine große Ausnahme bilden. Das sollte von einer städtischen leiden krank danieder. Brüggemann suchte, nachdem er in seine Geistesstörung begangen zu haben.— In der Nacht zum 16. d. M. Berwaltung nicht geduldet werden; wenn es aber doch geschieht, Stube gelangt war, sofort sein Bett auf und flagte zunächst über fand in der Wohnung einer von ihrem Ehemann getrennt lebenden so hat ein jeder Steuerzahler und auch jeder Arbeiter das Recht, Kopfschmerzen. An diesem Tage wurde nicht mehr zum Kassen- Frau in der Liegnigerstraße ein fleines Feuer statt, welches an dagegen Protest zu erheben. arzt gesandt. Der Kranke war inzwischen in heftige Fieber- scheinend von dem Ehemann nach einem Streit mittelst Petroleum phantasien verfalleu. Am nächsten Morgen schickte die Frau ihre angelegt worden ist. Am 16. d. M., Vormittags stürzte ein Von einem Hansdiener im Namen vieler geht uns folgender Tochter, ein schulpflichtiges Mädchen, aus, um den Kaffenarzt, Mann auf dem Bahnhof Friedrichsstraße beim Aussteigen aus Herrn Dr. Ruegenberg, herbeizurufen. Derselbe befragte das einem noch in Bewegung befindlichen Stadtbahnzuge auf den Unfreiwilligen Aufenthalt erhalten jetzt allabendlich alle die Mädchen über den Zustand des Kranken, und als er hörte, daß Bahnsteig und erlitt dadurch eine so schwere Verlegung der jenigen Personen, die gegen Schluß des Postdienstes an den derselbe„ irre rede", also im Fieber liege, erklärte er, der Kranke rechten Hüfte, daß er nach der Charitee gebracht werden mußte. Postabfertigungen noch Etwas zu besorgen haben. Vor vielen müßte in das Krankenhaus; er, der Arzt, habe jezt keine Zeit, Mittags wurde ein Knabe an der Ecke der Koch- und andern zeichnet sich in dieser Beziehung das Postamt in der selbst zu kommen. Das kind' bemühte sich mehrere Stunden, einen Wilhelmsstraße von einer Droschke überfahren und erlitt so be Mauerstraße aus, wo man noch bis zum verflossenen Herbst stets anderen Arzt ausfindig zu machen, es gelang ihr aber nicht. Im deutende Quetschungen an den Beinen, daß er mittelst Droschke prompt und schleunigst abgefertigt wurde; jetzt ist dort das gerade Laufe des Vormittags stattete der Rassenarzt der Munitionsfabrik, nach der elterlichen Wohnung gebracht werden mußte. Zu Gegentheil der Fall. Schon bei Tage, und zwar während des Herr Sanitätsrath Dr. Barkow, der Frau Heirich einen Kranken- derfelben Zeit fielen an verschiedenen Orten drei Männer infolge ganzen Tages ist der Andrang bedeutend; die Schalter werden besuch ab. Dieselbe bat Herrn Bartow, doch einmal in das der Glätte und erlitten Beinbrüche. Am 16. d. M. Abends und felten leer; am Abend aber giebts für Jeden, der dort noch Nebenzimmer zu gehen, wo ein Mann schwer frank liege. Herr in der darauffolgenden Nacht fanden drei kleine Brände statt. Etwas besorgen will, stundenlangen Aufenthalt. Wer Abends Dr. Bartow fragte, wo dieser Mann beschäftigt sei. Als er etwa furz vor sieben Uhr dort hinkommt und vielleicht einige hörte, im Feuerwerks- Laboratorium, erwiderte er etwa: dann Bactete, Einschreibebriefe oder Postanweisungen aufzugeben hat, geht mich das nichts an; das ist Sache des Kaffenarztes. Herr der kann sich darauf vorbereiten, daß er vor 8 oder 1/29 Uhr Dr. Bartow entfernte sich, ohne den Kranken gesehen zu haben. nicht von der Post fortkommt. Solche Postgeschäfte haben all- Bald darauf, etwa Nachmittags 2 Uhr, starb der junge Mann. abendlich zahlreiche Hausdiener zu erledigen und wenn diese dann Der Vorfall ist natürlich zur Kenntniß der Behörde gelangt. Die von der Post zurückommen, finden sie nicht selten das Geschäfts- Deiche wurde nach der Obduktionshalle geschafft. Der Verstorbene sprach vorgestern Abend in einer großen Volksversammlung auf Tofal, in dem sie beschäftigt sind, bereits geschlossen. Was hilft " Tivoli" über die„ Lebensmittelzölle." Berlin hat eine ihnen ihr Aerger? Ohne Ueberzieher und Kopfbedeckung geht der war Soldat gewesen; er wollte sich demnächst verheirathen. Seine Hausdiener dann in der Kälte oder bei nassein Wetter den meist telegraphisch benachrichtigte Mutter, welche in einer Stadt des solche Versammlung, so stark besucht und so großartig in ihrem eingetroffen." Berlaufe, wohl selten gesehen. Im Saale, aus dem fäma sehr weiten Weg bis an die äußerste Weichbildgrenze der Stadt Regierungsbezirks Frankfurt a. D. wohnt, ist hier eingetroffen." Es mag sein, daß die Kassenärzte in diesen großen Fabriken Tische und Stühle hinausgeschafft worden waren, stand die nach Hause; denn soviel Rücksicht traut ein Hausdiener dem mit Arbeiten überhäuft sind; wir wissen nicht, ob jene großen Menge Kopf an Kopf; nicht ein Apfel konnte zur Erde; et gestrengen Herrn Chef schon garnicht zu, daß dieser etwa die Fabriken mehrere Stassenärzte anstellen- jedenfalls geht aus dem 6000 personen mögen anwesend gewesen sein. Um 8 Uhr wa Rückkehr feines Hausdieners abwarte, noch weniger verlangt er oben geschilderten Vorgange hervor, daß dem ärztlichen Be- der Beginn der Versammlung festgesezt; schon eine Stunde vot sie, obwohl es nicht übertrieben wäre, wenn das Geschäft des dürfniß in teiner Weise Genüge geschicht und daß es einer durch- her war der Saal faſt gefüllt; lange vor der festgesetzten Zeit noch nicht zurückgekehrten Hausdieners wegen, der doch auch zu greifenden Reform bedarf, wenn derartige Fälle in Zukunft ver- mußte eine polizeiliche Absperrung des Raumes erfolgen und den Menschen gehört, etwa einmal eine halbe Stunde länger mieden werden sollen. Schmerzensschrei zu: offen gelassen würde. Am andern Morgen lautet die freundliche Ueber das Benehmen des zweiten Arztes, des Sanitätsrathes Morgenbegrüßung des gestrengen Herrn Chefs dann natürlich: Dr. Bartow, enthalten wir uns jeder Aeußerung. Ein solches " In welcher Kneipe haben Sie sich denn gestern Abend herum- Betragen illustrirt man am besten dadurch, wenn man es einfach digung wollen die Herren garnicht hören. Wie kann sich denn zur Kenntniß des großen Publikums bringt. ein Hausdiener entschuldigen wollen! Am vergangenen Sonnabend wurde dem Hausdiener T. gefündigt, weil er angeblich zu lange auf der Post gewesen war; es war das auch wieder die Post in der Mauerstraße; sein Versuch, sich zu entschuldigen, mißglückte vollständig; man erklärte ihm sehr empört, er möge mit seinen Behauptungen nur nicht noch frech werden. Ein anderer Hausdiener, der auf demselben Postamte einige Werthpackete aufzugeben hatte, kannte noch eine frühere Gewohnheit auf diesem Postamte, die darin bestand, daß man an die Thür zur Gepäckabfertigung flopfte, worauf dann einer der Abfertigungsbeamten erschien und die Pacete einstweilen in Empfang nahm, wodurch die Abfertigung dann ein Wenig beschleunigt wurde. Vor einigen Tagen Klopfte Die Koch'sche Behandlung der Schwindsucht. Versammlungen. August Bebel Hunderte, ja Tausende von Arbeitern, die gekommen waren um mit zu protestiren gegen die von der jetzigen Reichstagsmehrheit aufrecht erhaltene fünstliche Vertheuerung des Brotes, fie mußten wieder umkehren, ohne ihren Zweck erreichen zu können. Gin großes Aufgebot von Schuyleuten bedeutete schon an der Ecke der Kreuzbergstraße am Fuße des die Anhöhe hinauf Ein Vorfall, der noch der Aufklärung bedarf, trug sich führenden Weges zur Brauerei die ankommenden Schaaren, mehr hinein in der Nacht vom Montag zum Dienstag in dem neuen Kranken- daß der Saal gesperrt sei und Niemand hause am Urban zu. Ein lautes gellendes Geschrei drang von gelassen werden könnte. August Bebel, der mit stürmischem Beifall begrüßt wurde, dem geöffneten Fenster eines der Kranken- Pavillons her und bald schlossen sich an dieses Geschrei Hilferufe, die, der Stimme nach sprach etwa folgendes: " In den letzten vier Tagen haben dem deutschen Reichstage zu urtheilen, von einer Frauensperson ausgingen. Diese Hilferufe währten mindestens eine Viertelstunde und waren so laut, zwei" Anträge vorgelegen. Der eine ging von der sozialdemokra daß Gäste in der wohl zehn Minuten entfernten Happoldt'schen tischen Partei aus und verlangte die Beseitigung der Lebensmittel Brauerei aufmerksam wurden und nach dem Krankenhause eilten. zölle; der zweite war eine Resolution von freifinniger Seite, Hier erblickten sie die hilferufende Frauensperson in dem Rahmen welche sich für Herabminderung der Zölle aussprach. Die pot eines geöffneten Fensters des Pavillons stehend. In der An- zwei Stunden erfolgte Abstimmung über diese Resolution, welche nahme, daß es sich um irgend eine Gefahr für die Hilferufende die Getreidezölle auf den Stand von 1887, also von 5 M. aut handelte, versuchten die Herbeigeeilten sich wenigstens Kenntniß 3 M. herabgesetzt wissen will, hat ergeben, daß von dem heutigen hungern die Keime und gehen elend zu Grunde. Künstlich Drüsenschwellungen gehen zurück, das Allgemeinbefinden tönnen sie getödtet werden durch Siedehize, durch Erfrieren bessert sich. und durch chemische Stoffe( z. B. Karbolsäure). Mittelst Wie sind diese beobachteten, scheinbar einander wider der Reinkulturen läßt die betreffende Krankheit, deren Träger sprechenden Thatsachen zu erklären? Zunächst ist das eine Nachdem Professor Koch's Methode durch seine jüngste der Pilz ist, sich weiter übertragen, indem man eine winzige ficher, daß es nicht die Tuberkelbazillen selbst beziehungs Veröffentlichung in der Deutschen med. Wochenschrift" auf Menge der Kultur einem geeigneten Versuchsthier( Ratten, weise als Ganzes sind, welche diese gewaltige Veränderung gehört hat, ein Geheimmittel zu sein, soll in den folgenden Meerschweinchen) beibringt: man impft das Thier. Die des Allgemeinbefindens bewirken; denn erstens gelingt ja Zeilen der Versuch gemacht werden, das Wesentliche der Impfung geschieht gewöhnlich durch Anlegung einer kleinen der Versuch ebenso gut mit getödteten Reinfulturen, b. b. Entdeckung in einer für Nichtmediziner leichter verständlichen Hautwunde, in die man den Impfstoff hineinbringt. die Bazillen sind nicht aktiv betheiligt; und zweitens Weise wiederzugeben. Professor Koch hat nun bei seinen Impfungen mit mußten die Bazillen, um die geschilderte Allgemeinwirkung Zum besseren Verständniß dürfte es sich empfehlen, ein Reinfulturen von Tuberkelbazillen gefunden, daß sich diesen hervorzurufen, sich von der Impfstelle aus durch den ganze paar furze Bemerkungen über Batterienzüchtung" voraus- gegenüber und zwar sowohl lebenden als getödteten Körper vertheilendas thun sie aber nicht, sondern sie zuschicken. Kulturen gegenüber gesunde Versuchsthiere anders ver- bleiben äußerlich unverändert an der Stelle der Einspritzung Um das Wesen der Bakterien- dieser niederfien Lebe- halten als bereits vorher tuberkulös erkrankte: bei den vorliegen, d. h. sie wirken nicht im Ganzen, sondern es mus wesen, deren Bedeutung für den Haushalt des menschlichen her gefunden Thieren entwickelt sich im Verlaufe von etwa ihnen nur ein gewisser, allein wirksamer Bestandtheil ent Körpers man vor wenigen Jahren noch nicht ahnte- genau vierzehn Tagen an der Impfstelle ein Knötchen, das bald zogen werden, und zwar geschieht das durch die die ein untersuchen zu können, ist es nöthig, jede der zahlreichen aufbricht und bis zum Tode des Thieres eine schwärende gesprizten Batterien umgebenden Körperfäfte, welche aus Stelle bildet. Dagegen bei den schon vor der Impfung den Bakterien den wirksamen Stoff gewissermaßen aus Das ist am franken Menschen nicht möglich, weil die tuberkulösen Thieren wird die Haut der Umgebung der laugen, ihn in den allgemeinen Säftestrom aufnehmen Krankheitsprodukte süchtigen, die Entleerung des Cholerakranken neben dem Hautstück wird abgestoßen, unter ihm bleibt ein flaches Wirkung entfaltet. z. B. der Auswurf des Schwind- Impfstelle hart, dunkel verfärbt, stirbt ab; das abgestorbene so durch den ganzen Körper tragen, wo er nun seine eigentlichen Krankheitspils-Tuberkelbazillus, Cholerabazillus Geschwür zurück, das bald in Heilung übergeht. Es gelang nun Koch, diesen Vorgang auch außerhalb - noch viele andere Batterien enthalten. Von diesen seinen Aber nicht nur die örtliche Wirkung ist eine verschiedene, des Körpers wahrzunehmen, indem er in dem Glyzerin ein die Beobachtung störenden Genossen muß der zu unter- sondern auch die allgemeine. Denn während man einem Mittel fand, das gleich den Körpersäften im Stande suchende Pilz getrennt werden, was durch fortgesette Ver- gesunden Thiere eine abgetödtete Reinkultur( die vorher aus den Reinkulturen den wirksamen Stoff„ auszulauge dünnung der batterienhaltigen Masse( Auswurf, Entleerung) zum Zweck der Einsprißung in Wasser aufgelöst ist) ohne Das neue Heilmittel ist also ein Glyzerin- Auszug( Extrakt) geschieht, und in eine Umgebung, die ihm genügendes Material Schaden für seine Gesundheit unter die Haut sprigen fann, aus den Reinkulturen der Tuberkelbazillen; durch seine Ein zu seiner Ernährung bietet in einen ,, tünstlichen Nähr wird durch dieselbe Menge ein vorher tuberkulöses Thier sprigung in den Körper werden dieselben Wirkungen erzielt, Arten für sich zu beobachten. boden" gebracht werden, auf dem er wachsen und sich ver- getödtet. Verdünnt man die wässrige Anflösung der Rein- wie durch die Einspritzung der Tuberkelbazillen selbst. mehren oder, wie der Fachausdruck sagt, eine Reinkultur" kultur durch weiteren Wasserzusah noch mehr, so tritt zwar - eine von allen fremdartigen Beimengungen freie Brut- nicht der Tod ein, aber bilden kann. die Haut der Einspritzungsstelle stirbt Als Nährboden dienen die verschiedensten gebung ab. und ift, Es handelt sich also jezt darum, die Art und Weise in der Um festzustellen, wie der wirksame Stoff wirkt, und wieso er je Endlich nach der Menge der Gabe tödtend oder belebend wirken Dinge, Kartoffeln, Blutsaft, Fleischbrühe. In ihm lebt und kann man durch immer fortgesezten Wasserzusatz einen Grad kann. Obgleich hierbei Roch genöthigt ist, sich auf das Feld wächst die Reinkultur so lange, als er ihr Nahrung bietet; der Veränderung der Reinkultur erreichen, dei denen die der Vermuthungen zu begeben, so macht doch seine Erklä wenn dieselbe ganz aufgezehrt ist und nur noch die bei ihrer Thiere nicht nur am Leben bleiben, sondern wo sogar die rung einen durchaus ungezwungenen Eindruck und hat sehr Verdauung sich bildenden Abfallstoffe übrig sind, so verKrankheit zum Stillstand kommt; die Impfwunde heilt, die viel Wahrscheinlichkeit für sich. t T it Ent te f , 1: e, ge as el e, or he en SOLLTE t's ne g ja h. 16 g en Tie t 115 118 ne 16 11! 11 It, ent 18 hr Klassensiaat, wett er sonst seinen Charakter verleugnet| haben die Kleinbauern nicht. Die 5 200 000 land- stig und sie wäre noch ungünstiger, wären nicht viele Produzenten hätte, nichts zu erwarten ist.( Ausrufe der Entrüstung.) Diese wirthschaftliche Betriebe, die wir im Reiche haben, sind deshalb durch sog. Prämien in die Lage verfest, billiger nach dem Auslande zu Abstimmung darf sie doch, angesichts der Zusammensetzung des zum weitaus größten Theile nicht konkurrenzfähig. Der Klein- verkaufen. Durch die Zuckerprämien beispielsweise erhalten die Reichstages, nicht wundern. So lange das Volk in eigener Ber- betrieb befindet sich also in einer Nothlage. Es geht dem Klein 400 Zuckerproduzenten mehr zurückvergütet, als sie an Steuern blendung seine Unterdrücker wählt, so lange wird der deutsche bauernstand da ebenso, wie dem Klein- Gewerbestand. Wer aber an das Reich abgeben müssen. Und hier zeigt sich die ZweiReichstag für die Bedürfnisse des Volfes fein Ohr haben. Die behaupten wollte, daß die Industriezölle für den Kleindeutigkeit unserer Agrarier im hellsten Lichte. Der Zuckerrübenherrschenden Parteien wollen nicht die Lasten, die der breiten Masse gewerbestand eingeführt seien, dem würde mit einem home boden ist der beste, und hier könnte soviel Getreide gebaut werden, durch diese Zollgefeßgebung auferlegt sind, fortnehmen, sondern rischen Gelächter heimgeleuchtet werden. Denn so weit ist daß wir auf die Einfuhr fremdländischen Getreides nicht ansie gedenken darin weiter fortzufahren. Das Zentrum, jene der kleine Gewerbetreibende wahrlich schon in der Erkenntniß gewiesen wären. Das kümmert unsere Agrarier aber nicht, sie reaktionärste aller Parteien, welches sich bisher unter dem Mantel seiner Lage gediehen. Der Bauer freilich hat zuerst geglaubt, es find ebensolche Egoisten wie die Industriellen, und unser heutiger der Demokratie die Gunst seiner Anhänger erhalten hat, hat nun- könnte ihm durch die Getreidezölle ein Vortheil erwachsen, er Staat fördert ja den Egoismus. Unsere Agrarier bauen Zuckermehr sein wahres Gesicht gezeigt, es pattirt einfach mit den kommt erst jetzt allmälig zu der gegentheiligen Ueberzeugung. rüben, der Prämien wegen, wenn auch Getreide noch so sehr Agrariern und wahrt damit seine natürlichen Interessen, Der Bauer, welcher 30 oder 40 Scheffel Getreide verkaufen kann, mangelt. Was scheert es sie, wenn im Falle eines Krieges da es sehr viele Großgrungbesizer in partei giebt. Die Agrarier wieder schließen einen Pakt mit den Millionen Bauern müssen aber der Zentrums- der mag ja einen kleinen Vortheil von den Zöllen haben. die Getreidezufuhr verstopft sein sollte? Die Zuckerrüben stehen noch verzolltes" Getreide gut im Preis, ergo bauen sie Zuckerrüben. Sie haben sich Industriellen; versprechen diesen dafür die Förderung der Industrie- fausen, haben also vom Zoll nur Schaden. Und verzolltes auch so günstige Verhältnisse für ihre Schnapsbrennereien gezölle und umgekehrt. Man bildet Ringe, Trusts, schützt die In- Getreide heißt nicht blos das von auswärts eingeführte Getreide, schaffen. dustrie vor der Einfuhr aus dem Auslande. Ja, man verkauft denn auch das inländische erfährt bekanntlich durch den Zoll eine an das Ausland billiger als im Inlande. Und die Agrarier etwa der Höhe des Zolles gleiche Preissteigerung. Dabei wächst machen es nicht viel besser, als die Industriellen. Sie behaupten die Einfuhr immer mehr und im letzten Jahre sind allein drei zwar, die Zölle kommen im Preise nicht zum Ausdruck, sie seien Millionen Doppelzentner mehr importirt worden, als im vorauf: lediglich eingeführt worden als Schutzölle für die nothleidende gegangenen. Landwirthschaft, aber dennoch werden bei ungünstigen Ernten die Preise des Getreides Durch die Zölle in die Höhe geschraubt. Recht drastisch den fortwährenden Klagen gegenüber, daß wir Deutschen bei unserer zahlreichen Bevölkerung nicht genug selbst bauen könnten, also der Einfuhr bedürfen, recht drastisch nimmt sich dagegen ein kürzlicher Ausspruch des Herrn von Helldorf aus: Wir können in Deutschland jeden Bedarf an Getreide und Fleisch selbst erzeugen, ihr müßt nur dafür sorgen, daß die Preise recht lutrativ für uns sind." Ja, noch mehr, bei einer rationellen Wirthschaftsweise, welcher die höchste Stufe der Agrikulturchemie zu Grunde liegt, könnten die ungeheuren Strecken Unlandes, welche in Deutschland noch brach liegen, in ein wahres Eden verwandelt werden. Die Agronomie ist so weit, daß sie behauptet, jeder Boden, selbst der denkbar schlechteste, läßt sich in frucht bares Ackerland verwandeln. Selbst der Sandboden der Mark Brandenburg, von der man spricht, als von des heiligen römischen Reiches Streusandbüchse", läßt sich in ein Paradies verwandeln. Es fehlt also nicht an Produkten, nicht an Land. Aber die heutige privatkapitalistische Produktionsweise will und kann die Sache nicht in die Hand nehmen. Eine Produktion auf höchster Stufe auf landwirthschaftlichem Gebiete, unter Zugrundelegung aller Ergebnisse der fortschreitenden Wissenschaft ist erst einer Gesellschaft vorbehalten, in der der Grund und Boden GemeinEigenthum ist. Bis zu den sechsziger Jahren wurden aus Deutschland noch landwirthschaftliche Produkte ausgeführt, von da ab, infolge der rapiden Zunahme der Bevölkerung, mußte vom Auslande ein geführt werden. " Wenn wir in einen Krieg verwickelt werden sollten, dann würde der Seeweg verlegt werden und die Einfuhr würde stocken. Dann würde ein furchtbarer Getreidemangel eintreten und die Preise würden bis ins Ungeheure steigen. Für das Bolt entspringen feine befriedigende Zustände aus den Zöllen. Soweit der Kleinbauer nur für seine eigene Familie produzirt, sind ihm die Getreidepreise ganz gleichgiltig. Sie kommen erst in Betracht bei größeren Besitzern, namentlich bei denen, welche die Mittel haben, den Boden in wissenschaftlicher Weise ausnutzen zu können. Und ihrer Kulturaufgabe oft nicht gerecht. diese letteren werden Sie werden jetzt begreifen können, wie es möglich war, daß die Getreide- und Brotpreise eine so ungeachtete Höhe erreichen fonnten. Der Kleinbauer hat wenig oder gar keinen Vortheil; je mehr aber der Besitz steigt, desto größer ist der Vortheil für den Besitzenden aus der Gesetzgebung. Das ist eine Erscheinung, wie sie in der Geschichte der Völker noch nicht vorgekommen ist. In der Schule ist uns das Water Unser und der Satz gelehrt worden: Unser täglich Brot gieb uns heute. Im Herbst nach der Einbringung der Ernte Deshalb haben schon die Alten Grund und Boden für gemeinDie Ausnußung des Grund und Bodens ist das wichtigste. werden bei uns in allen Kirchen Dankgebete, dem Schöpfer", fames Besitzthum erklärt und gemeinsam bewirthschaftet. Erst der die gute Ernte gegeben, zu Preis und Ruhm, abgehalten und als der Privatbesitz auffam, sind in steigendem Maße jene Unje besser die Ernte war, um so heißer soll der Dank gen Himmel gleichheiten entstanden, welcher wir uns heute als auf die Spize bringen. In unserer Gesellschaft ist es heute so, daß man bei getrieben zu erfreuen haben. Der Gemeindebesitz wurde von Jahr einer guten Gente schreit:", das Getreide wird zu billig, wir zu Jahr geringer und der Adel riß allmälig immer mehr Grund müssen es theurer machen."" Was früher als ein Segen für die und Boden an sich. Zur Zeit des 30 jährigen Krieges gab es in Menschheit galt, das soll jetzt ein Fluch für sie sein? Die Mecklenburg noch etwa 12 000 freie Bauernhöfe, im Jahre 1848 Leipziger Zeitung", ein konservatives Organ, schrieb neulich war diese Zahl auf etwa 1200 zusammengeschmolzen. In Pomeinmal:„ Leider ist es heute so weit gekommen, daß eine gute mern sind ebenfalls in dieser Zeit 12 000 freie Bauernhöfe vom Ernte der Landwirthschaft zum Fluch wird!" Wie konnte ein Erdboden verschwunden und in den Befiß adeliger Grundherren solcher Widerspruch in unserer Gesellschaft entstehen? übergegangen. Wenn nun der Großgrundbesis diesen GrproWenn wir im Stande wären, die Fortschritte, welche die priationsprozeß immer weiter entwickelt und dabei nicht im Technit gemacht hat, der Gesammtheit zu Gute kommen zu lassen, Stande ist, seinen großen sozialen Pflichten gerecht zu werden, so würde bei mäßiger Anspaunung aller verfügbaren Sträfte soviel so ist es flar, daß diesem Wirthschaftssystem ein Ende gemacht produzirt werden können, daß Niemand mehr Noth litte. Heute werden und das Privateigenthum zu Gunsten des Gemein- Eigenliegt die Produktion in den Händen einzelner Leute, die große thums aufhören muß. Die heutigen Eigenthümer des Landes Klasse der Bevölkerung wird ausgebeutet, und es entsteht die so- verwandeln den prächtigsten Ackerboden in Wald, oft nur, weil genannte Ueberproduktion. Und Ueberproduktion nicht etwa des- sie dann besser dem Jagdvergnügen fröhnen können, ohne zu halb, weil alle genug haben und nichts brauchen. Nein, die meisten fragen, was thut dem Volte noth? Braucht das Volk Getreide Menschen darben und hungern, nur die Kauffähigkeit ist im Ver- oder nicht? Sobald die Gesammtheit den Boden in Besitz behältniß zur Produktion zu klein. fäme, würde sie ganz anders wirthschaften. In den letzten Tagen haben überall Versammlungen von Die Gemeindebewirthschaftung auf höchst wissenschaftliche Inzwischen aber vollzog sich ein gewaltiger Besizwechsel des und dabei fehlten doch noch Tausende und Abertausende von Arbeits- der heutigen Aera der Getreides noch Fleischzölle verschieden Arbeitslosen stattgefunden, die leider alle folossal besucht waren. Grundlage würde einen Zustand herbeiführen, der gar sehr von Grund und Bodens. Es zeigt sich hier ein Entwickelungsprozeß, losen in diesen Versammlungen. Ich will von denjenigen unter ihnen wäre, dann wird auch der Bauer frei und dem Grundherrn nicht welcher charakteristisch für das System ist, auf dem die heutige absehen, die durch Witterungsverhältnisse an ihrer Beschäftigung mehr unterworfen fein. Dem Parteivorstand sind infolge des Gesellschaft beruht. Der Grund und Boden das ist richtig geht nicht verloren; er geht nur in andere Hände über. Dieselbe behindert sind, neben denen, welche durch ungünstige Industrie Aufrufs, welcher auf dem Barteitage beschlossen wurde, eine UnErscheinung, welche uns infolge der fapitalistischen Produktions- und Handelsverhältnisse zum Feiern gezwungen sind, können zahl zuschriften zugegangen, welche von den schmachvollen Zuweise in der Industrie vor Augen tritt, sehen wir auch hier beim Behntausende nicht die volle Zeit arbeiten. ständen auf dem Lande ein gar trübes Bild entwerfen. Ueberall Ackerbau. Die kleinen Leute werden immer mehr verdrängt und der und Ganzen gut gewefen. Der Mehrertrag an Weizen beträgt Schimpfworte sind an der Tagesordnung. Die Ernten sind in den letzten Jahren überall im Großen fast spielt dort der Stock noch die Hauptrolle und Schelt- und Besitz sammelt sich immer größer in einzelnen Händen an. Cine Die Wohnungen Besserung der Landwirthschaft wird damit keineswegs erzielt. bei der diesjährigen, verglichen mit der vorjährigen Ernte, 60 bis fprechen allen menschlichen Begriffen Hohn und die Lebenslage Viele Großgrundbesitzer legen ihr Geld nicht in Börsen- 70 Millionen Hektoliter, und doch sehen wir, wie die Preise hoch der ländlichen Arbeiter ist in all und jeder Beziehung trotz der papieren zweifelhafter Natur an, nein sie kaufen ein Rittergut gehen und hoch gehalten werden. Vortheile, welche dem Großgrundbesizer gewährt worden nach dem andern auf und vereinigen es in ihrem Besiz. Die Während unsere Bauern Getreide verkaufen, giebt es so und sind, dieselbe unverändert schlechte geblieben. Also auch Fürsten Fugger nennen nach einer einigen so viel Menschen, welche hungern und darben müssen. Eine Ge- in dieser Beziehung haben die Getreidezölle keinen Nuzen geJahren aufgestellten Statistik ein Areal von 110 000 Heftaren ihr sellschaft, die solche Zustände hervorbringt, ist eine kranke und bracht, trotzdem die Herren die Fürsorge für den Arbeiter in den eigen. Ich habe hier eine Liste, die noch beständig wächst, durch und durch faule Gesellschaft, die so bald als möglich von Motiven für die Gewährung der Zölle nicht laut genug ankündigen aus der ich noch einige Beispiele herausgreifen möchte. Danach Grund aus umgestaltet werden muß in eine Gesellschaft, die es fonnten. bejizt der Herzog von Sagan 115 000 Hektar.( Jeder Hektar dahin bringt, daß Jeder das zum Leben nothwendige in ge zählt etwa vier preußische Morgen.) Der verstorbene Herzog von nügendem Maße besitzt. Das Elend im schlesischen EulenBraunschweig, dessen Besitz nunmehr in verschiedene Hände über- gebirge, wo die Weber hungern, ist jetzt Gegenstand einer gegangen ist, befaß 275 000 Hektar Land, der Fürst von Thurn Enquete gewesen. Ich erinnerte mich, als ich den Bericht las, und Taris 300 000 Hektar, der Fürst von Wittgenstein gar an das Jahr 1845, wo Kugel und Flinte den Hunger vertrieb. 1 200 000 Hektar. Etwa 17 solche Großgrundbefizer haben ein Sie wurden einfach aus dem Leben spedirt. Neuntel der gesammten Anbaufläche im Reiche in Besitz. Sie Die Schäden unserer heutigen Gesellschaft treten uns ebenso wandt werden begreifen, was diese Leute ökonomisch und sozial für eine wie hier auch auf dem Gebiete des Verkehrs vor Augen. Der Die Arbeiter, bekommen in Sachsen einen Lohn von einer Macht haben. Sie werden es begreifen, was diese Herren für deutsche Kaiser hat jüngst an den General- Postmeister Stephan Mart, der diesen Leuten im Verhältniß zu den Löhnen ein Juteresse an unferer Steuer Gesetzgebung haben ein Schreiben gerichtet, in dem es heißt: Unser Zeitalter steht in ihrer Heimath sehr hoch erscheint. Die Leute in Oberschlesien müssen. Bedenken Sie doch die Unzahl Scheffel Geim Zeichen des Verkehrs. Richtig, vollkommen wahr und richtig! und Pommern erhalten außer den bekannten Schweinestall- Wohtreide, die von diesen siebzehn Magnaten verkauft werden. Wenn auf einem Gebiete Fortschritte, allen greifbar und sichtbar nungen und sonstigen sogenannten Benefizien etwa 70 bis 80 Pf. Und diese Leute, welche natürlich einen großen Theil ihres gemacht worden sind, so ist es auf dem Gebiete des Verkehrs! Tagelohn. Dabei ist es aber überall eingeführt, daß der Arbeiter Geldes verjubeln und verjubeln können, kaufen mit dem übrigen, Die Verkehrsmittel sind in's Ungeheure gewachsen, und das Reich für die kleinen Vortheile, die in einem Stückchen Land oder einer durch die hohen Zölle ja leicht verdienten Gelde immer noch mehr giebt erhebliche Summen für Verkaufseinrichtungen und Er- Ruh, oder ein paar Ziegen bestehen, im Sommer einen HilfsGüter zusammen. leichterungen aus. Nicht blos im Inlande; wir haben große arbeiter, den sogenannten Hofgänger stellen muß. Für diesen Jeder, der nur etwas mit ländlichen Verhältnissen vertraut Summen für den Bau des St. Gotthard- Tunnels bewilligt, wir Hofgänger, der also der Knecht des Knechts ist, erhält der Arist, wird wissen, wie dieser Expropriationsprozeß sich vollzieht und unterhalten fostspielige Dampferlinien nach Afrika und Aften. Der beiter zwar 40-50 Pf. täglich gezahlt; er muß demselben jedoch Der Kleinere immer dem Größeren weicht. Verkehr bedingt den Handel und Handel den Austausch von dafür die ganze Kost beschaffen. Der Ackerbau ist heute eben auch ein Industriezweig ge Waaren. Im Welthandel werden die Waaren gegenseitig ausge welcher ja nicht an die Scholle gefesselt und sein freier Herr ist, Und da der Hofgänger, worden; die moderne Technit hat sich auch hier das Feld erobert. tauscht. Wollen wir Waaren verkaufen, so müssen wir auch nicht mit den Kartoffeln, die die Nahrung des Arbeiters bilden, Die Erfindung der landwirthschaftlichen Maschinen, die Fort Waaren kaufen. Die Handelsbeziehungen müssen also erleichtert fürlieb nimmt, sondern ein Stückchen Fleisch velrangt, so tommt es schritte in den Kulturen, in der Art der Düngung, auf dem Ge- werden. Die künstlich aufgebauten Schranken zwischen den Län- meistens dahin, daß der Hofgänger, der Knecht des Knechtes, besser biete der Viehmästung u. s. w., sie müssen bei einem rationellen dern in Gestalt der Industrie- und Lebensmittelzölle können diese lebt als der Arbeiter selbst. Daher die Auswanderung, daher Betriebe zur Anwendung kominen. Wer dies Alles aber Beziehungen nur erschweren; sie müssen also fallen. beschaffen kann, der muß Kapital haben, und das Deshalb ist die Lage unseres Exporthandels auch so ungündie Sachfengängerei! = einer Synodalversammlung ein Pastor den Gutsbesitzern: Nehmit In Sachsen, das die fruchtbarsten Ländereien hat, erklärte in Euch in Acht, wenn Ihr so fortfährt zu wirthschaften, so tommt Euch der Sozialdemokrat ins Land, und dann geht's Euch schlecht. Doch auch in Sachsen sind die Löhne nicht um einen Pfennig gestiegen. Die fächsischen Grundherren und Zuckerrübenbauern haben sich an die Arbeiter des Ostens und an die Polen ge= und eine wahre Völkerwanderung herbeigeführt. Solcher Art erfüllen die Herren Großgrundbesitzer ihre sozialen Pflichten! Und so meine ich, daß die Gesellschaft diesen Herren gegenüber, welche ihre Pflichten an der Gesellschaft auf so gröbliche Weise vernachlässigen, das Recht hat, sie zu exproWenn der Tuberkelbazillus in den menschlichen Körper auftreten, da ja gewissermaßen zunächst eine Steigerung der gelangt, so siedelt er sich in einem Gewebstheilchen einer Tuberkulose stattfindet: der Bezirk der zum Absterben priiren und selbst von dem Grund und Boden Besitz zu nehmen. Bellean, benutzt sie als Nährboden und indem er fommenden Gewebstheile, z. B. in der Lunge, wird größer, und da gerade die Agrarier, wie die heutigen Verhandlungen für die Zelle schädliche Abfallstoffe ausscheidet macht er damit der der noch gesunden für die Athmung verwend- im Reichstage gezeigt haben, kein Verständniß für ihre Aufgaben sie kraut und bringt sie zum Absterben; die todte Zelle ver- baren fleiner, woraus sich eine Erschwerung der Athmung haben und nicht begreifen, was sie der Gesellschaft schuldig sind, mag aber den Bazillus nicht mehr zu ernähren, der nun für den Anfang ergiebt. Dabei wird weiter verständlich, so muß die Gesellschaft, und zwar die Klasse, welche am meisten selbst zu Grunde geht, ein Opfer seiner eigenen Tücke. Neben- daß bei vorgeschrittenen Fällen, in denen die Zerstörung dabei interesfirt ist, der Staatsregierung zeigen, was sie verbei bemerkt ist dieser Vorgang eines der wundervollsten Bei der Lungen schon eine sehr ausgedehnte ist, die durch die langt. Die heutige Versammlung muß deshalb nicht nur be spiele der Heilkraft der Natur, welche dem Körper die Waffen Einspritzung bewirkte weitere Außerdienststellung von Lungen sie müsse nicht nur die Resolution auf alle Maßregeln der Reschließen, daß die Lebensmittelzölle aufgehoben werden sollen, gegen seine Feinde durch diese selbst schmieden läßt; aber gewebe tödtlich wirken kann, indem das jetzt noch freie gierung, welche die Lebensmittel künstlich vertheuern, wie die auch ein Beweis der Unvollkommenheit der natürlichen Lungengewebe zur Athmung nicht ausreicht und Erstickung Einfuhrverbote von amerikanischem Speck und Schweinefleisch ze. Heilkraft, der zum Trotze ja die Tuberkulose die Länder eintritt. Für die Praxis ergiebt sich daraus die Aus ausdehnen, fie muß flar und bestimmt auch die Verwandlung greulich verwüftet; damit weiter ein Beweis der Noth- schließung der vorgeschrittenen Fälle von der Koch'schen Be- des Privateigenthums an Grund und Boden in Gemeinbesitz wendigkeit, die heilende Natur durch die menschliche Kunst handlungsweise. Endlich wird auch klar, warum dieselbe fordern. Redner schlägt deshalb die folgende Resolution vor: zu unterstützen; endlich ein Beweis der Genialität Menge, die im kranken Körper so' große Umwälzungen herDie Versammlung erklärt: der Entdeckung Koch's dem es in rastloser und vorruft, auf den Gesunden keinen Einfluß hat: Die gemühseliger gelang, bis in die innersten sunde Zelle vermag eben dem Angriff besser zu widerstehen Werkstätten der Natur vorzubringen, sie bei ihrer geheimsten als die schon vorher geschwächte; doch würden jedenfalls geArbeit zu belauschen und ihr ihre Kunst abzulernen und nügend große Mengen des Stoffes auch den Gesunden bezum Heile der Menschheit zu vervollkommnen, so Kunst und einflussen. Natur zu einem verbindend und den Anfang der erst en Naturheilkunde schaffend! Arbeit Wir sind zu Ende. Wenn wir auch sehen, daß eine Doch zurück zur Sache! Wir haben gesehen, daß der Entdeckung keinen Nutzen haben wird, so bleibt doch die nicht unbeträchtliche Anzahl von Tuberkulösen von der neuen Tuberkelbazillus die Zelle tödtet und darauf aus Nahrungs- Zahl der für die Behandlung geeigneten Fälle der Lupus, mangel selbst zu Grunde geht. Wenn man nun künstlich die Strophulose, alle die Abkömmlinge tuberkuloser Familien, ( durch die gleich den Bakterien wirkende Einsprißung des die sich vielleicht für gesund halten und doch den Keim der Heilstoffes) die Abtödtung der Zellen auf einen größeren Krankheit in fich tragen und immer wieder vererben, alle im Bezirk ausdehnt, so werden die Existenzbedingungen der Anf ngsstadium befindlichen Kranken eine so riesige, daß Bakterien natürlich sehr verschlechtert: sie werden einestheils Robert Koch des ewigen Dankes der Menschheit sicher sein an Ort und Stelle zu Grunde gehen aus Nahrungs- fann oder auch nicht: denn vielleicht könnte ihm dies einmangel, anderentheils von dem abgestorbenen Gewebe, sige Schicksal blühen, daß er vergessen wird, weil er so das vom gesunden abgestoßen wird, mit aus dem Körper Großes that! wer weiß, ob unsere Enfel, wie sie die menschenherausbefördert werden; die Geschwüre aber werden ver- mordende Seuche nicht mehr tennen werden, nicht auch den narben, heilen. Dabei wird jetzt verständlich, warum im Mann vergessen, der sie uns zu vertreiben gelehrt hat? Anfang nach den ersten Einspritzungen so außerordentlich stürmische Erscheinungen- Fieber, Athemnoth u. s. w. Dr. Albert Lewy. In Erwägung, daß die Zölle auf Lebensmittel wie alle staatliche Maßregeln, die dieselben fünstlich vertheuern, nicht das Einkommen nach seiner Höhe treffen, sondern als Kopfsteuer wirken und dadurch die ärmsten Klassen am härtesten und aufs ungerechteste belasten; In fernerer Erwägung, daß die angeführten Maßregeln weder den ländlichen Arbeitern noch den kleinen Bauern Vortheil schaffen, aber vielfach ihnen großen Schaden verursachen und nur als Mittel sich darstellen, den Großgrundbesitzer auf Kosten der nicht ackerbautreibenden Bevölkerung und insbesondere auf Kosten der Arbeitertlasse zu bereichern und den Latifundienbesitz zu fördern, demnach als kulturfeindlich sich erweisen, fordert die Versammlung von den gesetzgebenden Gewalten die Aufhebung der Zölle auf Lebensmittel und aller Maßregeln, welche dieselben künstlich vertheuern. Die Bersammlung erklärt ferner: Daß wenn es wahr ist, was die Agrarier behaupten, daß die privatkapitalistische Ausnutzung des Grund und Bodens ohne Getreide, Vieh- und Holzzölle und ähn liche Maßregeln, welche die nothwendigsten Lebensmittel vertheuern, nicht eristenzfähig ist, die Agrarier selbst damit den Stab über das von ihnen vertretene Wirthschaftssystem brechen und alsdann mit Nothwendigkeit die Aufhebung des Er fährt dann fort: Privateigenthums an Grund und Boden und dessen Um- 1 Kranken- und Sterbekaffe der Berliner Hausdiener, E. S. 61.| Männer- Gesangverein Biebertusi", Fichtestraße 29 bei Krosche( früher wandlung in gesellschaftlichen Gemeinbesitz mit entsprechen- Ordentliche Generalversammlung am Montag, den 19. d. M., Abends 9 Uhr, Moewes). Gesangverein, Geselligteit 2", Münzstraße 11 bei Bemter. der Bewirthschaftungsweise erforderlich wird. Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Die Tagesordnung ist reich- Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein m haltig und wichtig. Quittungsbuch legitimirt. Nur großjährige Mitglieder Sonntag, Abends von 6-8 uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends haben Zutritt. Zahlreiches Erscheinen erwartet der Borstand. hörigent, Junta, te mal, Abends 7 Uhr, in Gratweils Bierhallen, Reichenbergerstr. 71.- Rau chí lub„ Weiße Wolte", Montag, Abends von 8-10 Uhr, Männerabtheilung. Bildhaner! Deffentliche Versammlung aller Bildhauer und deren Ange- Rauch flub, Arcona", Montag, Abends 8-10% Uhr bei Ziplins!!, Kommandantenfiraße 77-79, Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn F. Türt von 9-11 Uhr, Streligerstr. 16, bei Becker. über Frauenbefreiung." 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. sammlung gemüthliches Beiſammenſein und Tanz. Meine Herren! Ich bin der Meinung, daß wir endlich ein mal in dieser Frage unser letztes Wort sprechen. Dieses letzte Wort wird gesprochen werden, wenn Sie erklären, daß Grund und Boden in den Besitz der Gesellschaft übergehen soll, damit ein Jeder menschenwürdig existiren tann! Die Versammlung hatte den ganzen Vortrag in fast lautloser Stille angehört, nur vereinzelt machten sich während desselben Beifallsäußerungen bemerkbar. Jetzt aber, als Redner geendet, brach ein wahrer Sturm des Beifalls los, der der sich erst nach einigen Minuten wieder legte. Die Resolution fand einstimmige Annahme. Von einer Diskussion wurde abgesehen. Nach der VerDer Unterstütungsbund der Hausdiener Berlins hält am Dienstag, den 20. d. M., Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75, seine erfie außerordentliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung ab: Borstandes. 3. Wahl einer Rechtsschußkommiſſion. 4. Anträge, Berſchiedenes 1. Mittheilungen und Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Ergänzungswahl des und Fragetasten. Um recht zahlreiches Erscheinen wird gebeten. 2 große öffentliche Schuhmacherversammlungen am Montag. den Tagesordnung: Das Alters- und Invalidenversorgungs- Gesez. Referent: 19. Januar, Abends 8% Uhr, in Hoffmann's Festfälen, Oranienstr. 180. Alwin Gerisch. 2. In Reichert's Salon, Müllerstr. 7. Tagesordnung: Die Lage der Arbeiterklasse. Referent: Dr. Lütgenau. 18. d. m., Vormittags 11 Uhr, Müngur. 11. Fachverein der Stellmacher Serline. Versammlung am Sonntag, den Fachverein der in Buchbindereien und verw. Betrieben be" Verein Wanderlust", Sigung: Sonntag, Nachmittags& Uhr, Grünauer: straße 14 bei Rach. Bergnügungsverein, Oceana", Montag Sizung mit Damen; Auf nahme neuer Mitglieder im Restaurant Schneider. Nach der Sigung Tanz. Vergnügungsverein, Freundestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Sigung mit Damen. Sonntag Nachmittag 4 Uhr im Dresdener Garten Prinzenstr. 106. Theater- Verein, Blumenlese", Vors. E. Wuthe. Dresdenerstraße 45. Gäste willkommen. Pollack- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerfir. 68. Gäste willkommen. Literarisches. Der Vorsitzende, Genosse Wilschke, schloß bald darauf die Versammlung mit einem dreimaligen Hoch auf die völkerbefreiende internationale Sozialdemokratie. Als diese Hochrufe beschäftigten Arbeiter. Bersammlung am Montag, den 19. d. M., Abends Eine schöne Aufgabe hat sich Genosse Dr. Wille gesetzt verklungen, wurde ein stürmisches Hoch auf Bebel ausgebracht. 8% uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobftr. 75. Tagesordnung: Wie stellen als er den Gedanken faßte, eine Zeitschrift Die Jugend zu Langsam entleerte sich der Saal; unter dem Gesange der Arbeiter- beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinner Behuse Verfügung Der Arbeitseelt. gründen, in welcher unseren Kindern frische Geistesnahrung geboten wir uns zu einem gemeinsamen Vorgehen aller im graphischen marseillaise und fortwährenden Hochs, welche sich auch auf die Referent: Kollege Schlegel. 2. Wahl der Arbeitsnachweis- Kommission. wird. Wer die tendenziöse Art unserer modernen Jugend schrift Straße fortpflanzten, trat die tausendköpfige Menschenmenge den 3. Abrechnung des am 22. November abgehaltenen Kränzchen. 4. Berschiedenes steller fennt, wird Genosse Wille zu seinent Unternehmen Glüd Heimweg an. und Fragetasten. Alle Kollegen, auch Nichtmitglieder sind eingeladen. Freie Vereinigung der Kaufleute. Jeden Montag gemüthliche wünschen und sicher bereit sein, es bei geeigneter Gelegenheit zu Zuſammenkunft im Reſtaurant Preußer, Seidelfir. 30. Zahlreiches Erscheinen empfehlen. Von der Zeitschrift erscheint alle 6 Wochen ein Heft feitens der Mitglieder, Freunde und Parteigenossen ist erwünscht. Nationale kaufmännische Kranken- und Sterbekaffe.( E. S. 71.) à 20 Pfennige in der Freien Verlagsanstalt, Elisabeth- Ufer 55. Bureau: Keibelstr. 40. Vorstandssitzung am Montag, den 19. D. M., Abends Diese Zeitschrift ist auch durch unsere Expedition zu beziehen. 8½ Uhr, im Bittoria- Restaurant, Münzstr. 11. In demselben Verlage erschien vor Kurzem eine Sammlung von Gedichten Dr. Wille's unter dem Titel„ Einsiedler und Genosse", die wir hier gerne zur Anzeige bringen. Berlin 1. Metallarbeiter Kranken- und Sterbekasse( E. S. 29 u. 89 Hamburg) Mitgliederversammlung am Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, in Habels Braueret, Bergmannstraße 5-7. 1. Rassen- Jahresbericht. 2. Junere Angelegenheiten. 3. Vortrag des praktischen Arztes Herrn Dottor Alfred Bernstein über Zungentuberkulose und ähnliche Krankheiten, deren Behandlung resp. Heilung nach der Methode Robert Kochs. Die Mitglieder pangben ersucht pünktlich zu erscheinen. Gäste, auch Damen, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Oeffentliche Schuhmacherversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag über die Gewinnbetheiligung der Arbeiter, Referent Herr Feldmann. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Die Agitationsfommission. Interessenverein der Kistenmacher. Generalversammlung am Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Reyer, Alte Jatobstraße 83. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom letzten Quartal und vom Stiftungsfest. 2. Jahresbericht des Vorstandes. 3. Sehr wichtige Vereinsangelegenheiten. 4. Stellung zu§ 14 des Statuts und Verschiedenes. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der D. Wagenbauer( E. S. Nr. 8, Hamburg) Berlin, Bezirt 5. Mitgliederversammlung am Montag, den 19. Januar, Abends 8% Uhr, in der Kurfürstenstraße 12. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1890. 2. Kaffenangelegenheit. 3. Verschiedenes. 103 Versammlung der Verein Berliner Wohnungsmiether. Deffentliche Versammlung am Montag, den 19. d. M., Abends 8 Uhr im Saale der Norddeutschen Braueret, Chauffeeftr. 58. Vortrag des Vorsitzenden Redakteur Horn über Wohnungs: frage, Bauordnung und Grundstücksspekulation. Lese- und Diskutir- klub Freie Denker", Abends Uhr, bei Haugk, Böckhstraße 12. Gäste willkommen. 10% Uhr, im Restaurant Sur Schneekoppe", Mostizstraße 29. Mar Kayser" Sonntag, Vormittags Zutritt. Gäste haben Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Uhr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder- Gesangverein„ Sene felder" Restaurant Trieschmann, Jüdenstraße 55. friedenheit" Willibald- Alerisstr. 5, bei Genger. Gesangverein 8u Maler und verwandten Berufsgenossen bei Berg, Kaiser- Franz- GrenadierLiedertafel der Play 7. bei Reimann. Gesangverein Myrthenblätter, Alte Schönhauserstraße 42, Gesangverein Harmonie", Meyerstr. 26 bei Wartenberg. Arbeiter- Bildungsschule am Mittwoch, den 21. Jannar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Böhmischen Brauhauses, Landsberger Aller. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Statutenvorlage. 3. Vorstandswahl. 4. Anträge. Nur mit Mitgliedskarten ist der Zutritt zu dieser Versammlung gestattet. Die Kommission. J. A.: H. Gumpel. C. Bahlellen: Kuhlmey, Rosenstr. 30. Vogtherr, Landsbergerstr. 64. N. Abraham, Straßburgerstr. 5, Gleinert, Müllerstr. 174. Gnadt, Brunnenstr. 38. Hasenclever, Chausseestr. 49/50. Kleinau, Gartenstr. 74. Lehmann, Brunnenſtr. 83. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Schmidt, Tresckowstr. 24. Thierbach, Schwedterstr. 44. NO. Gumpel, Barnimſtr. 42. NW. Vogtherr, Stephanstr. 16, Voss, Birkenstr. 59. S. Kaugk, Boechstr. 12. Börner, Ritterstr. 108. Gründel, Dresdenerstr. 110. A. Günther, Gitschinerstr. 87. Klein, Rottbuser Damm 14. SO. Kehr, Röpnickersir. 126. Schmidt, Wrangelstr. 141. Schulz, Admiralstr. 40a. Ulrich, Wrangelstr. 84. Tutzauer, Röpenickerstr. 25. Zubeil, Naunynftr. 86. SW. Schönfeld, Mariendorferstr. 10. Wilschke, Junferstr. 1. Katzbachstr. 1. 0. A. Böhl, Rüdersdorferstr. 8. E. Böhl, Frankfurter Allee 74. Heindorf, Langestr. 70. Höhne, Eldenaerstr. 2. Jnsinger, Krautstraße. Lock, Friedrichsbergerstr. 11. Tempel, Breslauerstr. 27. Friedrichsberg. Lippe, Friedrich Karlstr. 11. Centralfranken u. Sterbekasse der Tischler und anderer gewerbl. Freie Vereinigung der Graveure u. Giseleure Am Montag, d. 19. Januar, Abends präz. 9 Uhr, im Vereinslokal, Dresdenerstraße 45: Forts. der Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bericht der Kommission, Statuten- Aenderungen. 3. Wahl der Revisoren. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Der Arbeitsnachweis befindet sich im Vereinslokal tägl. Abds. 1/ 29-10 Uhr. Demnächst werden in abgeschlossenen Lieferungen erscheinen: „ Novellenschay für das arbeitende Volt." " Das Proletariat im Liede, die Perlen der inter nationalen Arbeiterdichtung." Beides herausgegeben und eingeleitet von Julius Hart und Bruno Wille. Berliner Brauerei- Gesellschaft Tivoli. May's Festsäle, Beuthstr. 18-21. Die Kollegen werden ersucht, die noch Grosse, mittlere und kleine Säle rückständigen Billets abzurechnen, ebenfalls Bücher und Werke der Bibliothek zurückzugeben. 110 J Glaser- Gesellschaft Berlins und Umgegend. Gr. Mitglieder- Bersammlung am Dienstag, den 20. Januar, Abends 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Vortrag. Was thut der Arbeiterfür Hochzeiten, Festlichkeiten und Versammlungen. Vereinszimmer. Billiger Mittagstisch. Rohtabak! Dem Herrn Otto Grepling, Franz Norbert. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10 Jungen Genossen zum Klavierspielen Meldung Donnerstag, den 22. Sanuar flasse vor allem Noth? Referent: Dr. Wafferthorstr. 25a, habe ich für Abends 9 Uhr, Höllig's Salon, Detailverkauf Neue Friedrichstr. 44. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Abrech für mich in allen Sorten Tabaken nung vom 4. Quartal. 4. Beschluß übergeben und bitte um gefällige. Be Alte Stiefel Ausw. Rep. u. Beſt.".. faffung über Leitung des Arbeitsnach- achtung. In Anweises. 5. Verschiedenes. betracht der wichtigen Tagesordnung hoffen wir, daß alle Mitglieder erscheinen. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. J. A.: R. Stampehl. 161 W. Lindenstädt, Landsbergerstr. 72. 120J Brunnenstr. 185. 88 J u. billig Stallschreibert.7. Billige Wohnungen 46-54 Thlr. mit Wasserl, Rixdorf, Prinz Handjernstraße 50, nahe Vereinsbrauerei. 113 2 gr. Wohnungen, 3 St. u. R., 7th Wohnungen noch zu vermiethen[ 57 L Arthur Ziemer, Guvrystraße 16. Franseckistr. 16 a Wohnungen 1 2 u. 4 Zimmer, Zubehör, billig, sofort oder später, zu vermiethen. Stenographie. Durch den großen Andrang zu meinen Lehrgängen in der Arends'schen Volkskursschrift sehe ich mich veran Soeben erschien: laßt, am Freitag einen Parallelkursus Heft 21 zu eröffnen. Unkosten für Lehrmittel 2c. 3 M. Zu reger Betheiligung an dem selben seitens der Arbeiterkreise lade oder mündlich. Clausen, Schriftsetzer Ein Genosse findet freundl. Schlafft und Stenograph, Wilhelmstr. 119-20, 97 J.] Hornemann, Steinstr. 7, 11 Dr. W. Zimmermann's Arbeiter( E.§. 3 Hamburg), Verwaltungstelle Berlin C. Großer deutscher Bauernkrieg, ein und erbitte Anmeldungen schrift. Sonnabend, den 24. Januar 1891: Grosser Wiener Maskenball im Lokale ,, Wedding- Restaurant", Müllerstraße Nr. 178. Anfang 9 Uhr Abends. Billets sind zu haben in unseren Zahlstellen: Boyenstr. 40 bei Leiniger; See- Straße Nr. 4a bei Krüger; Prinzen- Allee 22 bei Zumpansen; Grünthalerstr. 66, im Keller; Gartenstr. 171 bei Kleinerer; Ruheplatstraße 18 bei Heising. Das Komitee. Wiener Maskenball Sonnabend, den 24. Januar cr., veranstaltet vom Männer- Gefangverein„ Olympia" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes) in Schmiedel's Festsälen( früher Orpheum), Alte Jakobstraße 32. Billets sind zu haben bei F. Mundt, Schlesischestr. 12; Rückert, Naunynstr. 27; Müller, Heinersdorferstr. 10; Schenk, Zoienerftr. 33 111. NB. Masken- Garderoben sind zu haben bei O. Rückert, Naunynstr. 27, bei 25 pCt. Rabatt. 109J Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 25. Januar 1891, Vormittags 10 Uhr, in der Brauerei bittet Friedrichshain( Lips): Uebungsstunde fmmtlicher zum Bunde gehörender Vereine. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen und Mitbringen der Noten ブラ Sozial", Der Vorstand.[ 105 eine Erzählung aus dem Staate der Sozialdemokratie, Von G. Bolle, 10/4 Bg., ist erschienen und durch Julius W. Braun, Berlin W. 62, Nürnbergerstr. 24, à M. 1,- pr. Er.( u. 10 Pf. Porto) direkt zu beziehen. ,, Sozial" thut in flarer und überzeugender Weise dar, wie der soziale Staat durch die Arbeiter selbst ohne Hilfe anderer ins Leben gerufen werden Tann und zwar durch Verwerthung der in richtig geleiteter Arbeitskraft der Arbeiter ruhenden gewaltigen Kapitalien bei genossenschaftlicher Vereinigung von Landwirthschaft und Industrie. " Sozial forgt nicht für die Zukunft, sondern für die Gegenwart; es sorgt für das lebende Geschlecht, dem es einen Weg der Erlösung aus Noth und Elend offen legt. Keine Lohnstlaven mehr, sondern Arbeiter und Besitzer ein und dieselbe Person. 41 L ilustrirte Volksausgabe, berausge Wilhelm Blos. 1. Quergebäude I. geben von Preis pro Heft 20 Pfennig. Vorräthig in unserer Expedition, Beuthstraße 3. Jede Nähmaschine zu repariren fostet unter Garantie 2,50 M. Kleine Reparaturen billiger. 50P W. Maaske, Genosse, Christinenstr. 34. Einziehung von Forderungen. 78 Roh- Tabak ämmtlicher J Nur I Mark. Klagen, Eingaben, Rath in Prozessen, Pollak, jetzt Georgenkirchstr. 24, 11, Auch Sonn- u. Feiertags geöffnet. Aug. Sauer, 100 J rifon will endureferfte. So. Salbe Preise! Billig u. gut! N Gelegenheitskauf. 25 000 entzückende Winter- Paletots, jeht für den dritten Theil des Werthes, nur 8-24 M. Prima. 20 000 hochf. schneidige Jacket- u. Rock- Anzüge ( Werth das Dreifache), jezt nur 8-27. ff. 6000 Schwarze Ball- u. Gesellschaftsanzüge( Gehrock oder Frack), jetzt nur 18-33. hochfein. 8000 einzelne Hosen, Jaquets u. Röcke, halb umsonst. 6000 Knabenanzüge n. Paletots spottbillig. Fracks und Gesellschafts- Anzüge werden 23L verliehen. Kleider- Bascha genannt: Der billige Mann. 32 Rosenthalerstraße 32. Edhe Sophienstr., Edkladen. Man achte genau auf 32 u. Eckladen. Ediladen! 104 J. Freund!. möbl. Schlafstelle f. Herrn Rottbuserstr. 9, 8 Tr. I. 17 M 2 Genossenf.g. Schlafstelle bei[ 611 Schwarz, Lausitzerstr. 41, Hof 1 T 2 Schlafstellen m. sep. Eing. sof. ob zum 1. Februar an anst. Herrn zu ver miethen Waldemarstr. 28, S. Quergeb 3 Tr. r. bei Jänicke. 95 J. Parteigen 121 J. Eine möbl. Schlafstelle a. b. Moschinsky, Mariannenstr. 2 vorn 1 Treppe. Sorten. Größte Auswahl, billigste Preise. G. Elkhuysen, Münzftr 10. Nähmaschinen fämmtlicher Systeme auf Theilzahlung, fünfjährige Garantie, gebrauchte Singer, Wheeler- Wilson, Ringschiffchen- und Schneidermaschinen, separat, Schiffbauerdamm 20, 1.5.4 Freundt. Schlafstelle an zwei Herren, dreijährige Garantie, billig. Nähmasch bei Nausiainen. Fabrik Solmsstr. 49. Jedem Abonnent. 119 J. m.fep. dieses Blattes 5 pCt. Rabatt. 117 J E. Genosse findet Schlafstelle m. sep u. Schneiderin, geübt, empfiehlt sich in Ging. b. Mahlih, Barnimstr. 47.[ 591 außer d. Hause, 1,50 M. A. 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Regen- Paletot Amonzenbureau, Friedrichstr. 125.[ 58G w. n. Geige übt, u. Donnerstags üben verl. Kalisch, Wienerstr. 62, 3 Tr. L tann, bitte Off. u. F, F. m. Preisang. b. Dienstag, d. 20. Jan., Swinemünder30 Schuhmacher a. Rand u. genag straße 41 bei Willmer niederzulegen. verl. Jacobowski, Oranienstraße 156. Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. f J 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 15. Korrespondenzen und Parteinachrichten. * Sonntag, den 18. Januar 1891. blatt", war Geck beschuldigt, durch Abdruck des Freiligrath'schen Gedichtes Freie Presse" eine Majestätsbeleidigung verübt und durch Wiedergabe der Lafargue'schen Fabel„ Die Fliegen und die Spinnen" ein Vergehen gegen§ 130 R.-St.-G.-B.( AufDie Erfurt, 16. Januar. Genosse Schulze, der bis vor wenigen reizung zu Gewaltthätigkeiten) begangen zu haben. Tagen die Thüringer Tribüne" redigirte, muß am 22. D. M. erstere Anklage erschien dem Geschworenenkollegium doch Tagen die Thüringer Tribüne" redigirte, muß am 22. d. M. etwas zu ungeheuerlich. Sein Wahrspruch lautete auf Nichtseine dreimonatliche Haft antreten, die ihm wegen Beleidigung schuldig, worauf Freisprechung Gect's und seiner beiden Mitdes Pastors Walther in Gispersleben zudiktirt wurde. angeklagten, Schriftsetzer Teufel und Expedient Volderauer, Leipzig, den 15. Januar. Der Vertrauensmann des hiesigen erfolgte. Anders endigte der zweite Fall. Durch die von bodenloser Ditbezirks, Edmund Goldbach, hatte am 7. Januar d. J. folgenden Gehässigkeit gegen unsere Partei und zugleich von totaler UnAufruf im„ Wähler" erlassen: Parteigenossen! Gewählt von Euch fenntniß unseres Programms zeugenden Ausführungen des zu Eurem Vertrauensmann sehe ich mich genöthigt, Folgendes Staatsanwaltes Gruber es ist dies Derselbe, auf dessen im Anklage hin bekannt zu geben: Um die Agitation zu betreiben, unsere Gemaßältere Parteiregelten zu unterstützen, die Diäten für unsere Abgeordneten zu genossen Offenburgs, darunter ein Bruder Geck's, 32 7, 4 bezahlen und die sonstigen mit jedem Monat steigenden Ausgaben Monaten Gefängniß verurtheilt worden waren, besonders aber der Rechtsbelehrung" dc: decken zu können, muß immer an die Opferwilligkeit der Genossen Geschwo appellirt werden, nun dürfen aber feine regelmäßigen Beiträge den Volksrichtern" ein Schuldig" abzuringen, gelang es, obwohl renen durch den Vorsitzenden, Landgerichtsrath Rau, erhoben und öffentlich Gelder gesammelt werden, sondern die Partei bleibt ausschließlich nur auf die freiwilligen Beihilfen der die Verhandlung für die Angeklagten günstig verlaufen war. Das Genossen angewiesen. Es wird nun Pflicht der Genossen sein, Urtheil des Gerichtshofes, welches diesem Verdikt folgtc, stellte thre freiwillige Beihilfe recht zahlreich zu bethätigen, die Ab unsere schlimmsten Befürchtungen in Schatten: Gec eubielt rechnung erfolgt öffentlich. Zu weiterer Auskunft bin ich gern regung im Publikum, welche diesem drakonischen Spruch folgte, neun, Teufel sechs Monate Gefängniß! Die Erbereit. Daraufhin erhielt Goldbach vom Polizeiamt Leipzig legte Zeugniß ab von dem gewaltigen Eindruck, welchen derselbe folgende Strafverfügung: vom 3 und " überall hervorrief. Sommer 1884 drei Angesichts dieser neuesten Musterleistung deutscher Justiz möge an das von den rheinischen Ultramontanen verbreitete Flugblatt erinnert sein, welches die Bewohner des flachen Landes mit Dresch flegeln niederzuschlagen. Wo blieb da direkt auffordert, die Sozialdemokraten, die zu ihnen hinauskämen, unverhohlenen ,, Aufreizung Laut Nummer 4 Der hier erscheinenden periodischen Zeitschrift„ Der Wähler" 7. Januar 1891 ist der Feilenhauer Herr Edmund Goldbach beschuldigt, in einem auf der zweiten und dritten Spalte der vierten Seite dieser Nummer abgedruckten mit„ Sozialdemokratische Partei des 13. sächsischen Reichstags- Wahlkreises( Ostbezirk)". überschriebenen und mit Goldbachs Namen unterzeichneten Aufruf dieser unverhohlenen Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten" gegen an die Opferwilligkeit seiner sozialdemokratischen Parteigenossen appellirt zur Betreibung der Agitation, Unterstützung der Gemaß regelten, Bezahlung der Diäten für die Abgeordneten und Deckung sonstiger Ausgaben der Partei und zu freiwilligen Beihilfen auf gefordert, auch zu deren Entgegennahme und Verrechnung sich bereit erklärt, mithin eine öffentliche Sammlung von Bei trägen an Geld oder Geldeswerth, deren Höhe oder Hingabe in das Belieben der daran sich Betheiligenden gestellt werden sollte, ausgeschrieben zu haben. Auf Grund der Bekanntmachung des unterzeichneten Polizeiamts vom 12. Dezember 1890, D. R. 5488 betreffend die Veranstaltung von öffentlichen Sammlungen wird daher gegen den Feilenhauer Herrn Edmund Goldbach hier: durch eine Geldstrafe von 20 Mart Pf., an deren Stelle event. 5 Tage Haft zu treten haben, festgesetzt. Das ist der neue Kurs" in Sachsen. R Schöningen( Braunschweig). Jetzt sucht man einen AntiJesuiten- Petitionensturm zu inszeniren. Wie diese Petitionen von den Bourgeoisparteien zu Stande gebracht werden, lehren folgende Fälle: Auf einer chemischen Fabrik wurde den Arbeitern befohlen, ins Komptoir zu kommen, und zu unterschreiben, ohne daß ihnen der Zweck der Unterschrift mitgetheilt wurde. Auf einer anderen Fabrik weigerten sich die Arbeiter, zu unterschreiben. Drei Tage später wurden dieselben zu je zwei Mann ins Komptoir gerufen und mußten unterschreiben. Eine dritte Fabrit beorderte ihre Leute ins Komptoir zum Unterschreiben. Giner der Arbeiter weigerte fich entschieden, zu zeichnen, nun rückte ihm der Komptoirschwengel mit der Liste und Schreibzeug in die Werkstelle nach und er mußte unterschreiben, denn der Herr habe es befohlen. Von solchen Fällen könnte man noch in Masse berichten. Hiernach ließe sich der Werth des ganzen Werks bemessen. * Offenburg, 15. Januar. Heute steht Redakteur Teufel, der wegen Fluchtverdachts schon seit 7 Wochen in Untersuchungshaft ist, abermals wegen Majestätsbeleidigung vor demselben Gerichtshof und nächsten Montag hat sich Redakteur Geck vor dem hiesigen Schwurgericht wegen Beleidigung des sächsischen Justizministeriums zu verantworten. * Badische Musterjustiz. Der neue Kurs" feiert auch bei uns in Baden seine Drgien. Dem Geschworenengericht in Karlsruhe war es vorbehalten, der badischen Justiz neue Lorbeeren zu winden. Letzten Mittwoch hatte man den Führer der badischen Sozialdemokratie und Borsigenden des Parteivorstandes der Landesorganisation, Genoffen Adolf Geck von Offenburg, auf die Anklagebant geschleppt. In seiner Eigenschaft als Redakteur des Volksfreund, Südwestdeutsches VolksRothenburger Tage. einer harmlosen Fabel mit neun Monaten Gefängniß gebüßt, über der Staatsanwalt? Man denke sich: Hier der Abdrua dort ein brutaler Appell an die Rohheit einer Bauernbevölkerung, die erfahrungsgemäß zu den bedauerlichster. Grzessen führen muß, unverfolgt und straflos! Wo ist da die vielgerühmte„ Gleichheit Aller" vor dem Gesetz? Oder wird die Wiedergabe einer harmlosen Erzählung dadurch zum Verbrechen, daß sie in einem sozial demokratischen Blatt erfolgt? Genießt eine offenkundige, von den niedrigsten Motiven diftirte Gesetzesve.legung deshalb Straf losigkeit, weil ihre Tendenz gegen die Sozialdemokratie gerichtet ist?! deutschen Proletariats, der erhabensten Instanz, zu der wir noth Wir vertrauen so sehr auf das Gerechiigieitsgefühl des gedrungen unsere Zuflucht nehmen müssen, daß wir fest überzeugt sind, eine solche Justiz werde allenthalben Kopfschütteln hervor rufen. An der versimpelten Bourgeoisie gehen diese Dinge freilich spurlos vorüber, am Proletariat aber nicht. Möge dent verurtheilten Genossen die Ueberzeugung zum Troft gereichen, für eine gerechte und edle Sache zu leiden und die Sympathicen der ganzen Arbeiterschaft mit in den Kerker nehmen! Wir abe, denen der so unsichere Genuß der Freiheit lacht, wir rufen trog alledem und alledem: Drängt Sturmschritt vorwärts in den Streit, Wenn auch der Feind Kartätschen speit!" Lokal- Lifte. V Auf mehrere Anfragen, Kauffmann's Variété Theater betreffend, erklärt die Lokalkommission, daß sie es ablehnen muß, mit dem dortigen Saalinhaber noch einmal in Verbindung zu treten, da einzelnen ihrer Mitglieder bei Nachfragen und Unterhandlungen eine zu unhöfliche Behandlung zu Theil wurde. Die Lokalliste ist bis auf Weiteres die jolgende: Abraham, Straßburgerstr. 5. Aktienbrauerei Moabit. Roman aus der Zeit des großen Bauernfrieges von 1525. gehen?" Von Wilhelm Blos. ( 39. Fortsetzung.) Arminhallen, Kommandantenstr. 17. C. Bachmann, Dresdenerstr. 45. Bergschloßbrauerei, Rirdorf. Beyer, Neue Grünstr. 14. Bielefeld, Hafenhaide( Neuer Spreewald.. Bockbrauerei, Tempelhofer Berg. Böhmisches Brauhaus. Bötow's Brauerei. Bolzmann, Andreasstr. 20. Bobert, Weinstr. 11. Brauerei Tivoli, Kreuzberg. Brauerei Königstadt. 8. Jahrg. Brauerei Friedrichshain( Lips). Brauerei Friedrichshöhe( Pazenhofer). Brauerei Pfefferberg. Bräuer, Gr. Frankfurterstr. 74. Buggenhagen, Morikplay. Buß Salon, Gr. Frankfurterstr. 87. Bürgerfäle, Dresdenerstr. 96. Konzertpark, Ostend, Frankfurter Allee. Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48 a. Deutsches Voltstheater, Schönhauser Allee. Eisfeller- Etablissement, Chauffeestraße. Elysium, Landsberger Allee. Feuerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Gaillard, Prinzenstr. 87. Gehrandt, Gerichtsstr. 10. Gratweil's Bierhallen, Kommandantenstr. 79. Gnadt, Brunnenstr. 38. Gründel, Dresdenerstr. 116. Gründer's Salon, Schwerinstr. 18. Habel's Brauerei, Bergmannstr. 5-7. Heise, Lichtenbergerstr. 21. Herzog, Memelerstr., Deutscher Kaiser". Heydrich's Säle, Beuthstr. 18-21. Frizz Ilges, Wilsnackerstr. 63. Industrie- Hallen, Mariannenstr. 31-32. Joël( früher Keller), Andreasstr. 21. Keller's Hofiäger, Inh. A. Fröhlich, Hasenhaide. Keller, Bergstr. 68. Königshof, Bülowstraße. Klein's Festfäle, Oranienstr. 180. Kliem, Hafenhaide. Knebel, Badsir. 58( neben Weimann's Voltsgarten). Rönigsbank, Gr. Frankfurterstr. 117. Krüger's Bierhallen, Frankfurterstr. 102. Krieger's Salon, Wasserthorstr. 68. Kuhlmey's Gesellschaftshaus, Röslinerstr. 17. Meißner, Gartenstr. 162. Minner, Rofenthalerstraße. A. Möwes' Gesellschaftshaus, Fichtestr. 29. Müller, Johannisstr. 20. Neustädtischer Volksgarten, Proskauerstr. 11-12. Norddeutsche Brauerei, Chausseestr. 58. Nürnberg, Schönhauser Allee 28. Orschel, Sebastianstr. 39. Parlamentshalle, Landsbergerstr. 35. Rau's Salon, Stalitzerstr. 125( Wolf u. Krüger). Reichert, Müllerstr. 7. W. Rehlitz, Bergstr. 12. Renz' Salon, Naunynstr. 27. Rennefahrt's Salon, Dennewigstr. 13. Reyer, Alte Jakobstr. 83. Roll, Adalbertstr. 21. Ruhland, Moabiter Schützenhaus. Sachow, Müllerstr 136. Saeger, Grüner Weg 29. Sahm's Klubhaus, Annenstr. 16. Sanssouci, Kottbuserstr. 4 a. Scheffer's Salon, Inselstr. 10. Schloßbrauerei Schöneberg. Schmiedel's Salon( Orpheum), Alte Jakobfir. 32, Schnegelsberg's Salon, Jahnstr. 8. Schneider, Belforterstr. 15. Schröder, Müllerstr. 178( Weddingpark). Schwarzmüller, Kolbergerstr. 23. Silber's Salon, Schwedterstr. 24. Specht( Brauerei- Ausschant), Neue Jakobstr. Süd- Ost, Waldemarstr. 75.. Unionsbrauerei, Hasenhaide. Vereinsbrauerei,( Rirdorf). Viktoriabrauerei, Lützowstraße. Vittoria- Salon, Perlebergerstr. 13. Volksbrauerei( Moabit). Wedding- Kasino, Schulstr. 29. Weigt, Markgrafenstr. 87. Wilke, Hochstr. 32a. Wollschläger, Blumenstr. 78. Wohlhaupt, Manteuffelstr. 9. Wuttte, Friedrichsbergerstr. 20. Zemiter, Münzstr. 11. Da verschiedene Veränderungen vorgekommen, ersuchen wir So schweig mir doch mit dem Geplärr", schrie nun der ein Schieber an der mit dicken Eisenstangen versehenen Junker ärgerlich und sprang auf.„ Willst Du mit mir Thüre auf, eine Schüssel mit kärglicher Nahrung, ein Brot und ein Krug Wasser wurden herein geschoben und eine Er trat dicht vor sie hin und griff nach ihr. Sie grämliche Stimme, die bald einem alten Mann, bald einer wich nicht vor ihm zurück, sondern faßte ihn mit ganz ungewöhnlicher Kraft und drehte sich mit ihm im Kreise, daß ihm schier der Athem verging. Dabei sang sie unauf hörlich nach einer schauerlich wilden Weise: „ Ist der Apfel schön und roth, So steckt ein Würmlein drinnen, Ist das Mägdlein schön und roth, Ist sie falsch von Sinnen!" Die anderen ließ er laufen, sie schlichen lautlos von dannen. Die Kühlweiner war noch zu rechter Zeit zum Walde geflohen; statt ihrer griff man ihren Ehemann. Auch Eva, die stumm und starr geblieben war und Alles schweigend mit sich anfangen ließ, ward zu den jammernden Weibern gesellt; dann trieb man sie nebst dem Kühlwein wie eine Heerde Schafe oder Gänse nach dem Narrenhause. Ihre glühenden Augen, ihr heißer Athem, ihr unstätes Seit alter Zeit stand das Rothenburger Narrenhaus Jan Wesen wurden ihm unheimlich; er riß sich mit Gewalt von der Steinbrücke zu Detwang. Da hinein legte man nun ihr los. Sie aber drehte weiter sich im Kreise, immer den die Weiber und ließ sie vor mehreren Tagen nicht wieder Strohkranz auf dem Haupt und das eintönige Lied singend, hinaus, trotz allen Schreiens um Erbarmen; und die armen bis sie endlich erschöpft niedersank. Weiber glaubten, man wolle sie Zeitlebens darinnen behalten. Nach drei Tagen tam Herr Kunz wieder nach Detwang hinaus. Im Hinterstüblein im alten Gasthause saß er beim Wein; dort ließ er seine Leibeigene, Eva, der Haldenbauern Töchterlein, sich vorführen. Grimmig sah der Junker drein. Die Beute war ihm entgangen. Eva war wirklich wahnsinnig geworden. alten Fran anzugehören schien, verlangte das Geschirr vom vorigen Tag. Agnes hungerte den ersten und zweiten Tag, als sie sich so übel gespeist sah. Aber die Natur bestand auf ihren Forderungen und das Mädchen mußte schließlich, mit mühsam zurückgedrängtem Ekel, von der schlechten Kost genießen. Ihre Gedanken gingen unablässig hinaus. Ob wohl draußen Freunde für sie thätig waren? Die hatten gewiß gerade genug mit sich selber zu thun. Welch einer Zukunft ging sie entgegen, welche Pläne mochten die gestrengen Rathsherren in sich tragen und was mochte ihr Feind, der Junker Kunz Kreglinger, in seiner finsteren Seele gegen sie umwälzen? Ihre Lage ließ sie das Schlimmste befürchten. Sie hatte oft schaudernd zugehört, wenn von der furchtbaren geheimen Justiz des Rathes gesprochen wurde. Davon sprachen auch sonst muthige Männer nicht laut, sondern sie flüsterten nur, wie Gefangene, auf die der Rath seinen Haß geworfen, vom Henker und seinen Bütteln traktivt worden und wie so Mancher nicht mehr ans Tageslicht gekommen, den man einmal in den Thurm oder in die fürchterSie befand sich, in einer Art dumpfer Betäubung, es lichen tiefen Verließe unter dem Rathhaus geworfen, allwo lag wie ein bleierner Druck auf dem schmerzenden Haupt auch der große Bürgermeister Toppler geendet, nachdem er der Jungfrau. Auf soviel Aufregung hätte eine wohl auf einen Tisch geschrieben, daß er weder an Hunger noch Willst Du nun mir auf mein Schlößlein folgen?" thätige Abspannung und Schlaffheit folgen sollen. Aber an Durst gestorben. Gar erschreckliche Dinge erzählte man sprach er zu dem Mädchen." Du sollst es dort gut haben; die Luft in der Zeile war schier zum Ersticken und hemmte sich vom Faulthurm, der so gewaltig zwischen Röderthor und andernfalls mußt Du im Narrenhause bleiben." Der Strafthurm. Agnes von Badell lag in einer engen Zelle des Straf Er war erstaunt, als er sie sah. Ihre Augen glänzten thurmes. in schier überirdischem Feuer. Sie trug einen Strohkranz in der Hand. Der Junker war schon vom Wein erhitzt. ein altes Lied der Rothenburgischen Bauernmädchen: den Athem. Nur ein schwacher Lichtstrahl fiel durch eine Spittelthor empor ragt, ein truzig Bollwerk mit mächtigen Sie setzte sich den Strohkranz aufs Haupt. Ihre Spalte herein, die in der dicken Mauer des mächtigen Quadern. Dort, hieß es, Lasse man die ÚebelWangen glühten; dann drehte sie sich im Kreise und sang Thurmes angebracht war. Durch die Spalte hatte Agnes thäter verfaulen, venn es der Rath zum ge= einen Fernblick, sie sah in das lachende Tauberthal hinab meinen Besten für gut befunden. Dort ward, wie und ihr Auge haftete an Detwang, dem Dörflein, oder an in den Verließen unterm Rathhaus, die peinliche Befragung der grünen Turnierwiese. Wie um die Schauer der vorgenommen; die schuldig befunden wurden, stürzte der Gefangenschaft zu erhöhen, zeigte sich ihr die Freiheit in der Henker durch ein rundes Loch hinumter in die Verließe, aus Ferne. Aus der Nähe aber nahm sie Nichts wahr, denn deren Boden Spieße und Schwerter hervorstarrten. Auch Du kommst mir sonderbar vor", sprach der Junker. Durch die Mauern des Thurines drang kein Geräusch, eine eiserne Jungfrau war da, die dem Elenden den Hals " Ist der Apfel schön und roth, So steckt ein Würmlein drinnen, Ist das Mägdlein schön und roth, Ist sie falsch von Sinnen." Sie begann von Neuem: " Ist der Apfel schön und roth selbst der stärkste Straßenlärm nicht. Sie sah auch keinen abschnitt, sobald man ihn in ihre Arme legte. Schaudernd Schließer und keine Schließerin. Jeden Morgen that sich schlich das Volk Nachts um den Thurm, aus dessen Tiefen Gerichts- Beitung. er " Jin Auftrage der Kommission: R. Millarg, Tischler, s Lehrterstr. 22 11. Versammlungen. die Parteigenoffen, genau auf diese Liste zu achten, besonders lästigungen nicht auf und mußte deshalb zur Wache sistirt| Sannover vom 27.- 29. Dezember 1890 find, werden hierdur machen wir noch darauf aufmerksam, bei Festsetzung von Ver- werden. Die Sachdarstellung, welche der Angeklagte durch ersucht, dieselben spätestens bis Sonntag, den 18. Januar an gnügungen auf diese Liste zu achteit. den Mund seines Vertheidigers gab, bemühte sich, diese Erzesse ihren Ausgeber zurückzuerstatten, da am Dienstag, den 20. Januar wenigstens nicht als unbegreiflich erscheinen zu lassen. Danach eine öffentliche Tischlerversammlung in Sanssouci, Kottbuserfir. 4a, will der Angeklagte in dem Fall mit dem Gerichtsassessor durch stattfindet, wo Bericht der Delegirten erstattet werden soll. Dieses Redensarten des letzteren gereizt worden sein. Was das Los zur Nachricht, da die Kommission abrechnen will. Ebenso werden schlagen auf die beiden Personen Unter den Linden betrifft, so die Kollegen ersucht, diejenigen Listen, welche von der Fünfer wurde derselbe wie folgt erläutert": Der Angeklagte sei mit Rommission für auswärts streitende Tischler ausgegeben sind, Unter einem schweren Verdacht stand gestern der Steuer- einer Dame in einer Droschte gefahren, die Dame habe ihren jetzt endlich abzuliefern, da gleichfalls Abrechnung erfolgen Aufseher Julius Hannuschke vor der ersten Straſkammer Ohrring verloren und da habe er denn aus der Droschke heraus soll. Endlich ersucht der Unterzeichnete die Kollegen Berlins, sich des Landgerichts I. Derselbe sollte in amtlicher Eigenschaft über 300 M. Belohnung für das Wiederfinden des Ohrringes aus zu überzeugen, ob auch die Liſten, auf denen gezeichnet worden Branntwein verfügt haben, der unter steuerlicher Kontrole lag. geboten. Dies habe einen Voltsauflauf zur Folge gehabt und ist, gegen Quittung abgeliefert worden sind, wo nicht, sich an die Als Belastungszeugen traten zwei Leute auf, welche folgendes ba habe er geglaubt, daß die beiden von ihm Geschlagenen Kommissionsmitglieder behuss Auskunft zu wenden. Der Ueber bekundeten. Am 30. Juli v. I. seien sie unter der Beaufsichtigung ihm zuriesen: Schlagt doch den Hund todt!"- Die Beweis- schuß wir unseren in Mainz streifenden Kollegen überwiesen des Angeklagten auf dem einer Aktiengesellschaft gehörigen aufnahme bestätigte diese Darstellung keineswegs, vielmehr werden. Petroleum- Lagerhof" am Schifffahrtskanal bei Plößensee be- ergab sich, daß Graf Kleist wieder ohne jede Veranlassung fchäftigt gewesen. Die aus Wellblech aufgeführten Gebäude werden seine Sträfte erprobt hat. Amtsanwalt Scheuern erachtete auch zur Lagerung von Spiritus benutzt und an dem genannten die zur Anklage stehenden Strafthaten für so roh, daß er von Tage wurden mehrere Fässer Rohspiritus mittelst eines Pump- einer Geldstrafe ohne Weiteres Abstand nehmen zu müssen glaubte apparates in einen sogenannten Bassinwagen entleert. Um 12 Uhr und 11 Wochen Haft in Antrag brachte.- Rechtsanwalt Calcar am Niederrhein, den 12. Januar. Es heißt immer, Wie wahr das Sprichwort wurde die Arbeit unterbrochen und die beiden zeugen legten sich Wronker versuchte eine Ehrenrettung des Grafen Kleist, indem Handwerk habe goldenen Boden. hinter einen Weidenstrauch an der Böschung des Kanals, um die er erklärte, den Nachweis führen zu können, daß derselbe keine3- unter heutigen Verhältnissen ist, werden folgende Zahlen beweisen: Mittagspause zu halten. Sie wollen nun gesehen haben, daß wegs ein so schlechter Mensch und Rowdy sei, wie er, ganz zu Hier verdient bei eigener Beköstigung ein Schuhmachergeselle Der Angeklagte mit einer Flasche aus dem Komtoir kam Unrecht, dargestellt worden. Derselbe sei lediglich ein Opfer des wöchentlich sieben bis acht Mart, ein Schneider sechs bis sich an den Pumpapparat begab und aus einem Hahn von der Kokain- und Kognat- Genusses und seines verhängnißvollen Nichts- sieben Mart, ein Maurer im Sommer von Morgens 5 bis Flüssigkeit in seine Flasche laufen ließ. Er habe dann einen ihuns. Früher habe sich derselbe durchaus gentleman like Abends 8 Uhr 2-2,40 M., ein Schmiedegeselle hat von Morgens Schluck davon genommen und sich dann wieder ins Komptoir be- gezeigt, fei äußerst wohlthätig und erst als ein 5 bis Abends 9 Uhr im Jahre 120-180 mt.! Die Zigarren geben. Der Angeklagte, ein bereits im Dienste ergrauter Mann, Petersburger Arzt ihm bei einer chronischen Halsentzündung arbeiter erhalten pro Mille 5 M., wobei sie alles selbst zurichten behauptete mit Entſchiedenheit, daß die ganze Anklage ein Aus: Kokain- Pinselungen verordnet und damit den Grund zu müssen; dabei sind denn auch zwei Mille das gewöhnliche Wochenfluß der gehässigen Gesinnung der beiden Zeugen sei, denen er feiner Rofainleidenschaft gelegt hatte, habe derselbe seinen morali- quantum, und der Wochenverdienst hält sich demgemäß auf der scharf auf die Finger gepaßt habe, weil dieselben nur zu geneigt schen Halt nach und nach verloren. Er bitte zu berücksichtigen, Höhe" von zehn Mark; und unter diesen Arbeitern sind so jeien, sich von dem Spiritus etwas anzueignen. Jener Spiritus daß der Graf einem Pulverfasse gleiche, welches durch den kleinsten manche Familienväter mit 4 oder 5 Kindern! Bei solchen Löhnen jei über 80 pet. start und ungereinigt gewesen, außerdem war Funken zum Explodiren gebracht werde und daß die jetzigen ist natürlich an ein Auskommen nicht im Entferntesten zu denken, der Hahn stark geölt und müsse der abscheuliche Geschmack der Strafthaten früher sich ereignet haben, als diejenigen, derentwegen zumal die Lebensmittelpreise durch die famosen Zölle 2c. eine Flüssigkeit dadurch noch verstärkt werden. Während die der Angeklagte zu 1/2 Jahren Gefängniß verurtheilt worden ist. unerhörte Steigerung erfahren haben. Nindfleisch kostet hier 65 Pf.. beiden Belastungszeugen bei ihrer Aussage blieben ihrer Aussage blieben, be- Die Strafe wäre gewiß nicht höher ausgefallen, wenn damals Schweinefleisch 60 Pf. pro Pfund; 10 Pfd. Brot stellen sich auf kundeten ein Vorgesetzter und ein Kollege des Angeklagten, diese Bagatellen gleich mit abgeurtheilt worden wär. Der Ge- 92 Pf., der Zentner Kartoffeln auf 3-3,50 M.! daß Hammuschte ein gewissenhafter Beamter sei, der richtshof verurtheilte den Angeklagten wegen der beiden ersten Wenn wirklich, wie das Sprichwort behauptet, Hunger dez kaum einen gewöhnlichen Schnaps, geschweige denn 80 grädigen Fälle zu vierzehn Tagen Haft, wegen des letzten Falles beste Koch ist, wird hierzulande vorzüglich gekocht! ungereinigten Spiritus vertragen könne. Der Staatsanwalt 3 30 M. Geldbuße event. 3 Tagen Haft, indem er der Ansicht wies auf die schweren Folgen hin, welche eine Verurtheilung für war, daß die leichte Erregbarkeit eines Menschen einen MilderungsSen Angeklagten haben würden. Bei der bestimmten eidlichen grund nicht abgeben könne und deshalb in den beiden ersten Erklärung der beiden Belastungszeugen liege keine Veranlassung beiden Fällen von einer Geldstrafe abzusehen sei. vor, dieselben für unglaubwürdig zu halten und die Anklagebehörde müsse das Schuldig beantragen. Als Strafe bringe er „ Schlosser- Kart" und mehrere mit ihm verbundene, schwere Der Verein Freie Volfsbühne" hielt am Donnerstag eine solche von fünf Mark, oder einen Tag Gefängniß, in Jungen" befanden sich gestern auf der Anklagebank der 3. Straf- Abend eine außerordentliche Generalversammlung im Saale des Vorschlag, die niedrigste, welche das Gesetz zuläßt. Der Ver- fammer hiesigen Landgerichts I, um sich auf eine Anklage wegen Böhmischen Brauhauses ab. Der Besuch war recht gut. theidiger, Rechtsanwalt Dr. Friedmann, plaidirte für die Frei- art der unter diesem Spignamen in der Verbrecherwelt be- Schiller's, a bale und Liebe", das zunächst von der„ Freien schweren Bandendiebstahls, Hehlerei 2c. zu verantworten. ,, Schlosser- Zunächst hielt Herr Dr. Brahm einen Vortrag über sprechung des Angeklagten, der Gerichtshof hielt die Sache aber nicht für spruchreis, sondern beschloß, zu versuchen, durch eine kannte Schlosser Karl Tezlaff, welcher schon ein langes Volksbühne“ aufzuführende Stück. noch eingehendere Beweisaufnahme eine größere Klärung der An- worden und derselben Anfangs August v. J. unter etwas roman einer dreifachen Richtung hin betrachtet werden. Zunächst handelt Strafregister absolvirt hat, längere Zeit von der Polizei gesucht Der Redner führt aus: Das Stück soll von mir heute nach gelegenheit zu schaffen. tischen Nebenumständen in die Hände gefallen ist. In der Nacht es sich um das geschichtliche Weltbild, welches uns in demselben Noch einige anmuthige Streiche des Grafen Kleist zum 4. August passirten mehrere Polizeibeamte bei einem Kontrol entrollt wird, um die gesellschaftlichen Verhältnisse, die es zur vom Loß beschäftigten gestern das hiesige Schöffengericht unter gange den hinter der Wanzlickstraße belegenen bewaldeten Theil der schauung bringt, um die sozialen Zustände, welche es widerspiegelt, Vorsiz des Amtsrichters Helbig. Graf Kleist vom Loß, der Hasenhaide, als sie plöglich eine größere Menschengruppe gewahrten, kurz, um sein Verhältniß zu der damaligen, zu der geweſenen sich diesmal wegen groben Unfugs in drei Fällen zu ver- welche daselbst ein förmliches Lager aufgeschlagen hatte. Die Zeit. Die zweite Beziehung des Stückes erstreckt sich auf die antworten hatte, war zum Termin aus Plößensee vorgeführt Mitglieder desselben ergriffen bei dem Herannahen der Beamten heutige Zeit; wir fragen nach dem modernen Gehalt des Dramas. worden; auf seinen Antrag wurde er aber wegen seines leidenden die Flucht, es gelang aber doch noch zehn Personen zu verhaften, Daraus ergiebt sich zugleich die dritte Frage: Welche Bühnen Zustandes, wieder entlassen und sein Vertheidiger, Rechtsanwalt unter ihnen auch„ Schlosser- Karl". Ihm wurde jezt eine Anwirkung vermag das Stück heute auszuüben? Der Dichter hatte Wronker, übernahm seine Vertretung. Die zur Anklage zahl höchst verwegener Einbruchsdiebstähle zur Last gelegt, die er die Qual der damaligen Zustände an sich selbst erfahren. Die stehenden Fälle illustrirten wieder den erzentrischen Charakter des bandenmäßig in Gemeinschaft mit 3 Kumpanen ausgeführt hat Erziehung in der Karlsschule reglementirte alles, was der Mensch Angeklagten recht grell. Am 19. August befand sich derselbe, und bei denen ihnen zum Theil reiche Beute zugefallen ist. Er thun und lassen kann, sie erstickte die Individualität. Die Räuber nachdem er ein römisches Bad im Admiralsgarten- Bad genommen, und seine Genossen waren vollkommen geständig und versuchten sind der Empörungsschrei hiergegen, ein Erzeugniß des Druckes in dem dicht daneben belegenen Terminus- Bar. Daselbst nur, von der ihnen zugedachten Strafe noch Kleinigkeiten abzu und wiederum die Quelle eines Druckes. Der Beifall, den war auch der Gerichtsassessor R. auwesend, mit welchem der handeln. Die Seele der ganzen Bande war der Arbeiter" sie fanden, Klang den Ohren des Landesherrn verdächtig, Angeklagte einen kleinen, ganz unbedeutenden Wortwechsel hatte. Voßkirchler zu Rixdorf, der mit seiner Ehefrau, welche sich und als der inzwischen Regimentsarzt gewordene Dichter Als der Gerichtsassessor das Lokal verlassen hatte und vor dem zur Zeit in der Charitee befindet und demnächst auch noch zur ohne Urlaub felben auf der Straße stand, kam plötzlich der Angeklagte von Verantwortung gezogen werden wird, der Aufführung seines Erstlingsnüdes gewissermaßen die gereist war, verbot ihm der Herzog, fernerhin Komödien hinten und schlug denselben mit der Faust gegen den Kopf. Da Rolle der Oberregisseure versah. In seiner Wohnung trafen die es noch heller Tag war, entstand natürlich ein kleiner Auflauf Einbrecher zusammen, von hieraus begannen sie ihre Raubzüge, durch nächtliche Flucht dem Drucke des heimischen Despotismus und damit war der grobe Unfug fonstruirt. Noch wunderbarer hier wurde auch die Diebesbeute vertheilt. Je nach der Thätig und dem Schicksale des Dichters Schuhert, der grundlo ist das Benehmen des Angeklagten in den beiden anderen Fällen. feit, welche sie entwickelt hatten und unter Berücksichtigung ihrer Jahrzehnte lang auf Hohenasperg: og. In Dorf Am 24. August passirte ein Hausdiener die Linden in der Nähe Borstraßen wurden verurtheilt: Schlosser Karl Te Blaff zu Oggersheim bei Mannheim, 100 ev sieben entbehrungs der Charlottenstraße, als plößlich der Graf kleift, der mit einer 5 Jahren Buchthaus, Schlosser Robert Kläge zu reiche Wochen zubrachte, entstand der Plan zu Dame in einem Gefährt dieselbe Strecke passirte, aus dem Wagen 2 Jahren Gefängniß, Biseleur Karl Wagner zu Millerin"- das ist der ursprüngliche Titel unseres Stückes. sprang und dem ganz erstaunten Hausdiener ein Paar Schläge 3 Jahren Zuchthaus, der Arbeiter" Gustav Neumann Das Drama stellte Zustände der damaligen Wirklichkeit dar. Die gegen den Kopf versezte. Auch einen anderen Passanten, zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängniß und der Arbeiter" Mar Gestalten sind zum Theil nach wirklichen Personen ge einen Kellner, schlug derselbe ins Gesicht, so daß derselbe am Kinn oßtöhler zu 3 Jahren 6 Monaten Zuchthaus zeichnet. In Ferdinand wird der Ausschwung der Zeit, blutete. Mehr in den Grenzen des„ ults" hielt sich das Zwei wegen Hehlerei mit angeklagte Frauenspersonen, die ihre neue Bildung, ihr Anfämpfen gegen die bestehenden Renkontre, welches der Graf Kleist in der Nacht des 3. Sep- Schwägerin Voßköhler's, Margarethe Lamprecht und die alten Verhältnisse geschildert, in Luise die Gebundenheit, tember vor dem Café Bauer mit einem dort postirten Schuß- unverehel. Auguste Palm wurden zu 3 Monaten bezw. Abhängigkeit und Hoffnungslosigkeit der Zeit, mann hatte. Er kam aus dem Kaffee heraus und trat auf dem 6 Wochen Gefängniß verurtheilt. Schuhmann mit der Frage zu: Wo ist meine Droschke?" Der Bearnte erklärte, daß es doch nicht seine Aufgabe sei, auf den Standplay der verschiedenen Droschten aufzupassen und als Graf Kleist erwiderte: 3u was stehen Sie denn hier? Sie können wohl bloß arme Droschkenkutscher ausschreiben?" Da forderte ihn Der Schuhmann energisch auf, seines Achtung! An die Tischler Berlins! Alle diejenigen ist ja der Musikus Miller. Diefer kann es überhaupt nicht denken, daß Weges สิน ziehen und ihn nicht weiter in seinem Kollegen, die noch im Besitze von Sammellisten zur Deckung der Ferdinand seine Tochter nehmen wird. Noch galt der Stand, Dienst zu stören. Der Angeklagte hörte aber mit Be- Unkosten für die Delegirten zum deutschen Tischler- Kongres in dem er angehörte, schlechterdings gar nichts. Seine blühendsten " Soziale tebersicht. zu An fich Luife der das Sehnen des armen getretenen Voltes sich in ein glücklichere Jenseits hineinträumte. Quise ist die wirkliche Heldin des Stückes; der Dichter zeigt uns sie in einem tragischen Zwiespalt der für Ferdinand schon entschieden ist. Weil sie nicht die Kraft hat, ganz zu sein, geht sie unter. Aber sie fonnte diese Kraft nicht haben; war sie doch ein Geschöpf ihrer Beit. Ihr Bater bes die Seufzer der Gemarterten und Verfaulenden empor- Er aber schaute nicht rechts noch links und die Schönen Was habt Ihr eines Rathsherrn Tochter zu drangen und schaudernd blickte Agnes auf die Wände ihres der Lagunenstadt sandten vergeblich ihre Pfeile nach rühren!" Kerkers: wie mancher Seufzer mochte auch da schon ver- ihm. Er zog seines Weges, bis er zu seiner Be- Der Henker lachte roh auf, es tlang schier wie ein hollt sein, ersterbend in der fürchterlichen Einsamkeit. hausung kam, wo seiner die treue, deutsche, blonde Grunzen. Dennoch zitterte das Mädchen nicht für sich, sondern für Gattin harrte. Jezt erst strahlte sein Auge auf, sie warf" Hoho!" sprach Meister Veit, so zieren sie sich erst Den Geliebten, dessen Schicksal sie nicht kannte. Diese Liebe sich an seine Brust und ihr Glück däuchte ihr so groß, daß Alle." Wirst schon zahm werden, wenn ich dich erst auf der war hoffnungslos und hatte nur im Brausen der Schlacht, sie nur die eine Furcht hatte, der Himmel möcht' es ihr Leiter habe und die zarten Gliederchen strecke!" angesichts des Todes aufflammen können. Aber das heili e neiden und plötzlich mit zermalmendem Donner drein" Das wirst Du nicht, Du Scheusal!" rief Agnes Feuer flackerte weiter in Agnesens Brust und ihr däuchte, schlagenda fuhr die Gefangene auf aus ihren wirren empört. das es nimmer erlöschen könne. Die Gewalt der Liebe siegt auch Träumen und siel in die elende Wirklichkeit zurück; ein" So," polterte der Henker, nur nicht zornmüthig über die Hoffnungslosigkeit; in heißen Träumen wird die Poltern und Rasseln an der Thür hatte sie aufgeschreckt. mein Mädchen, ich mein' es gut." Aber so find sie de beflügelte Seele dem Zwang der irdischen Hindernisse ent- Sie sprang auf; es war der siebente Tag ihrer Gefangen Erst bin ich ein Unhold, ein Scheusal, ein Teufelsbraten, rückt und wiegt sich in erträumten Wonnen. Der Traum schaft. Die Thür ging auf und herein trat Meister Beit ein Höllenhund. Aber wenn ich meinen Strick anziehe, daß zerrinnt, aber er wirft einen lichten Schein in die Finsterniß Meder, der Henker der Stadt Rothenburg; bei den Medern er rothe tiefe Striemen in das weiße Fleisch schneidet, dann bin des Daseins und gierig saugt die arme Seele aus diesem vererbte sich das ehrlose Amt des Scharfrichters. Ein ich der liebe, der gute, der süße Wieister Veit, dann bin ich Schein ein Empfinden, das doch auch schier wie Hoffnung Grausen befiel Agnes; da stand vor ihr der Vollstrecker der ein holder Engel, wenn ich nur den Strick nicht so sich ausnimmt. So wußte Agnes den von ihr so heiß ge- Befehle der irdischen Gerechtigkeit, dem sie schon als Kind hart anziehen will!" liebten Mann durch sein Wort an eine Andere gebunden innerlich erschauernd nachgeschaut, wenn er mit seiner Leiter, Ein falter Schauer lief Agnes über den Nacken; sie und von tausend Gefahren bedroht und dennoch träumte sie auf die er einen Gefangenen zur peinlichen Befragung strecken erkannte jetzt die große Gefahr, in der sich befand. Wenn sich mit ihm hinein in eine andere Welt, ein anderes Land, sollte, über die Straße schritt. der Henker so drohen konnte, so mußte er seiner Sache wo der Friede und das Glück eingefehrt waren. Sie träumte, Barbara von Grumbach habe den schwarzen nichts weniger denn habe dem schwarzen nichts weniger denn Vertrauen erwecken mochte. Meister Veit war denn auch eine Erscheinung, die gewiß sein; man hatte sonach die Absicht, sie auf die Folter Ein zu strecken. Ritter sein Wort zurückgegeben. Dann aber sei er mit aufgedunsenes Gesicht mit ungeschlachten, brutalen Zügen, die „ Und jetzt komm herab mit mir," sprach er, seiner geliebten Agnes geflohen, weithin über den Rhein; Nase funfelnd vom vielem Weingenuß, eine Gestalt mit Gericht harret Deiner. Sei nur recht artig, meine Kleine, Türken geflohen. Denn die Türken konnten doch auch Unhold da und schaute mit seinen tückischen, unaufhörlich gut, wenn Du nicht wild wirst." nicht schlimmer hausen, als die Ritter und Herren zwinkernden Augen auf das Mädchen, das sein Opfer werdaheim gegen die Bauern verfuhren, vor und nach der den sollte. Er war wie gewöhnlich angetrunken. großen Empörung. Oder nach Venedig, der herrlichen Stadt, die sich so strahlend aus dem Meer erhebt, wie einst Herr Der Genius der Schönheit und der Häßlichkeit schienen bas iſ Also sie kam doch vor ein Gericht. Da konnte sie sich ja vertheidigen. Gehobenen Hauptes sprach sie: " Ich gehe schon!" Florian erzählt, der nicht versäumt hatte, die stolze Be- fich verkörpert gegenüber zu stehen. Aber der Zauber der n halber Höhe des Thurmes, in einem kleinen Gemach Er schritt vor ihr langsam die Thurmtreppe hinab herrscherin der Adria zu besuchen, als er studirte in Italien. Schönheit war machtlos an dieser Stätte peinlicher Justiz, neben der schöngearbeiteten Stiege saßen an einem Tischlein Dort würde der Held hoch geehrt, den sie hier auf den Tod in diesen Mauern; hier triumphirte die Brutalität. drei Männer. Agnes trat herein, und es ward ihr wiederum haßten und verfolgten; sie dachten wohl Nutzen zu ziehen aus seinem Verstand und seiner Erfahrung und sie machten hold das Mädchen; dann streckte er seinen Arm aus nach über sie zu Gericht saßen, waren drei Herren vom Rothen Mit einem widerwärtigen Grinsen betrachtete der Un- sehr unbehaglich zu Muthe; die drei Männer, die nun in die Stadt ein; von den Dächern wehten ihm die Banner, Schritt zurück; das Blut schoß ihr heiß in Wangen und Feind, Herr Kunz Kreglinger. Ein unmerkliches schaden ihn wohl gar zum Feldhauptmann. Dann zog er als Sieger ihr, wie um sie in die Wange zu fneifen. Agnes wich einen burger Rath, der zwischen den beiden Andern saß, war ihr von den Erlern und Balkonen die Tücher schöner Frauen Schläfe; so empörte es sie, daß der rohe Gesell sie berühren frohes Lächeln glitt über sein Gesicht, als er die Jungfrau entgegen und die dunkle Guth venetianischer Frauenaugen wollte. hing verlangend und verzehrend an der ritterlichen Gestalt. I " Burück!" sagte sie mit flammenden Augen. eintreten sah. ( Fortsetzung folgt.) 3 n ft andere Söhne wurden verschachert an fremde Fürsten; wenn solch schmäh- 1 In allen Kulturländern sehen wir eine Bewegung auf der das Gegentheil der Fall, heute leidet die Mehrzahl der Menschert lich erkaufte Soldaten sich auf den Brettern der Bühne zeigten, so Bildfläche erscheinen, welche zwar vielfach in der Form ver- nicht Noth infolge von Mangel, sondern sie leiden Noth trotz des wußten die Zuschauer, daß die Personen, die sie da sahen, ihre schieden ist, deren innerer Kern aber überall derselbe ist. Daß die größten Ueberflusses. Und das muß uns greifbar zeigen, daß Brüder seien. Die Wirthschaft der Maitressen sah man an jedem Form nicht immer dieselbe ist, kommt daher, daß dabei einerseits etwas faul ist, daß Manches geändert werden muß. Hof an jedem Tage. Das erklärt den ungeheuren spontanen Sie Charaktereigenschaften der betreffenden Völker und andererseits Beifall, den zumal die Jugend dem Stücke zollte. Wohl war die die gegebenen politischen Verhältnisse in Betracht kommen. Das und Konsumtion herzustellen, damit der Werthe erzeugende Theil Es ist nothwendig, ein Gleichgewicht zwischen Produktion Zeichnung hier und da grell, aber die Echtheit der Leidenschaft Wesen der neuen Weltanschauung, welches verkörpert ist in der der Menschheit nicht um das betrogen wird, was ihm zukommt. und die große Gestaltungsfähigkeit wirkten außerordentlich. Ist modernen allgemeinen Arbeiterbewegung, steht im direktesten Michael Chevalier hat berechnet, daß im Jahre 1850 die Prodas Interesse an dem Stück nun geschwunden, nachdem jene Bu Gegensatz zu der alten Weltordnung. Die alte fatalistische duktion sich auf 1000 Milliarden Franks belief, davon entfiel ein stände untergegangen sind? Mit nichten. Jedes große Drama Auffassung stellt das, was wir sehen, als eine Schöpfung Drittel auf den Unternehmergewinn, ein zweites Drittel strichen gehört durch die Körperlichkeit seiner Existenz vielen Generationen dar, während die neue Kulturanschauung diese Auffassung verwirft, die Zwischenhändler ein und erst das lehte Drittel bekamen die an, die Zeiten gehen gleichsam um diesen Körper herum. Nicht nur und behauptet, daß alles Vorhandene ein Produkt der Entwicke- Verfertiger der Waaren, die Arbeiter, welche davon jedoch noch, in der Form, in der Darstellung wirkt das Stück auch noch auf uns; lung ist. Alles hat sich von Stufe zu Stufe entwickelt. auch seine Ideen berühren uns noch mächtig. Wir erkennen den Wandel, dem Staate Steuern zahlen mußten. Eine Folge dieser Miß Mit der Vermehrung der Menschheit vermehrten sich nicht verhältnisse ist die Krise. Eigenthümlich berührt es, wenn man dem alle Dinge unterworfen sind, die Bedingtheit jedes politischen gleichzeitig die Erzeugnisse der Natur, es entstand Noth unter in Bourgeoisblättern liest, die Arbeiter wären faul. Im Gegen und gesellschaftlichen Zustands. Es war damals am Vorabend den Menschen, welche sie zum Denken zwang. Das erste Denken theil, gerade der Ausbruch einer Krise beweist uns, daß die Arder französischen Revolution; der dritte Stand war im Begriff, war ein Irrthum, aus welchem sich natürlich eine fortlaufende beiter viel zu fleißig gewesen sind und daß sie zu wenig verdient oder dicht davor, sich sein Recht zu erkämpfen. In derselben Kette von Irrthümern entwickelte. Auch unser Kampf bedeutet haben und deshalb nicht kauffähig genug waren, um die überLage, in demselben Stadium seiner Entwicklung ist heute der ge- einen Kampf des Erkennens gegenüber dem Unverstand. Stets mäßig aufgespeicherten Waaren konsumiren zu können. wöhnlich sogenannte vierte Stand. Er mag aus dem Stücke die war das Gute des besseren Feind; wir können beobachten, wie Hoffnung schöpfen, daß auch sein Streben sich erfüllt, da seine sich stets einer neuen Idee, genau so wie heute, der modernen ergste; weit schlimmer ist es, daß mindestens ein Vierte Aber nicht der färgliche Verdienst des Arbeiters ist das Beit gekommen ist. In der Darstellung ist Schiller ein Arbeiterbewegung, Hindernisse entgegengestellt haben. Wer ein- aller Arbeiter ohne Beschäftigung ist. Dadurch wird für den Naturalist, wie wir Miodernen es nennen. Zwei Merkmale mal sich eingehender in die Tagesfragen vertieft und gute Bücher Arbeiter eine völlige Unsicherheit seiner Eristenz herbeigeführt find entscheidend für jedes dramatische Stück: Die Exposition über die sozialen Verhältnisse gelesen hat, der merkt bald, daß es und hauptsächlich das Gefühl der Unsicherheit und die hiermit und die Lösung. Wieviel man auch sonst an Kabale und Liebe" eine nichtige Redensart ist, wenn gesagt:„ Es war immer so verbundene Unzufriedenheit sind es, welche den Arbeiter mit untadeln mag, in diesen Punkten verräth es den Meister. Die und wird auch immer so bleiben." Charakteriuit ist scharf und wahr, Frage und Grwiderung fallen zu, wie es früher war und wie es jetzt aussieht. Wahr Das sind die trostlosen gegenwärtigen Verhältnisse, sie sind jedoch Aber sehen wir doch widerstehlicher Gewalt in die Arme der Sozialdemokratie treiben. in den( vom Redner näher behandelten) Hauptszenen in drama- allerdings ist, daß es auch früher schon Menschen gegeben nur deshalb noch derartig, weil die Mehrzahl der Unterdrückten tischer Prägnanz, die Szenenführung ist durchaus geschickt, Leben, hat, aber die Produktions- und Konsumtionsverhältnisse, unter bisher nicht zur Erkenntniß der wahren Lage gekommen ist. Wahrheit, Spannung und Gegensatz der Stimmung, alle diese denen sie lebten, waren ganz andere. Die Formen der Pro Deshalb appellirt die Sozialdemokratie auch nicht an die Fäuste Vorzüge des jungen Schiller sind dem Stücke eigen. Jene Szene, duktion und Konsumtion, die Fragen des Eigenthums, der Familie der Arbeiter, sondern an ihren Kopf. Und es giebt feine Macht in der Ferdinand die Absicht ausspricht, für die Vernichtung eines sind im Laufe der Jahrhunderte langen Entwickelung mehrfachen der Welt, welche gegenüber einen aufgeklärten Proletariat Stand Menschenlebens Genugthuung zu geben durch Geld, ist von Veränderungen unterworfen gewesen. Die Produktionsverhält halten könnte. Denn 89 pSt. der Menschen leben von der Hände Den Verbesserern Des Dichters gewöhnlich gestrichen nisse des Mittelalters waren z. B. vollständig anders geartet, als Arbeit, und wenn diesen die große geschichtliche Aufgabe, welche dem worden. Mit Unrecht. Diese Streichung beruht auf die heutigen. Damals betrieb man Naturalwirthschaft, man pro- Arbeiterstande zufällt, klar geworden sein wird, dann sind wir der irrigen Meinung, daß Schiller jene Anschauung Ferdinand duzirte nicht für den Weltmarkt, sondern für einen engbegrenzten auch am Ziele. Unser wahrer Feind ist nur der Indifferentispersönlich zur Last gelegt habe; aber die Anklage galt der Kreis, damals war für die Mehrzahl der Menschen ein gesichertes mus, die Gleichgiltigkeit der Massen; aber auch diese wird immer ganzen Gesellschaft, galt den herrschenden Ständen der damaligen Einkommen vorhanden. Diese engen Verhältnisse konnten jedoch mehr durchbrochen. Als der Begründer der Bewegung, Ferdinand Beit. Der Dichter ist seit der Abfassung von„ Kabale und Liebe" nicht immer so bleiben, fie mußten zu einer neuen Form hin Lassalle, das Banner der Sozialdemokratie erhob, sagte man, es in manchem Betracht gewachsen; hinreißender gewirkt hat er nie drängen. Der Moment, in welcher die Hülle zu eng geworden wäre ein todtgeborenes Kind. Heute steht man es nun, daß das ( Lebhafter Beifall.) Namens der Versammlung, welche dem Redner mit höchster wurde, war und um einer neuen Gestaltung Plak zu machen, gesprengt damals todtgefagte Kind zu einem starken Mann herangewachsen ist in Der Aufmerksamkeit gefolgt war, dankte der Vorsitzende, Herr Dr. zu suchen. großen französischen Revolution ist. Angesichts dieses stets wachsenden Erfolges wäre es ThorBruno Wille, demselben für den feinsinnigen Vortrag. Eine Mittelalters An die Stelle der Naturalwirthschaft des heit, muthlos zu werden. Nein, wir müssen gemeinsam weiter trat die moderne Diskussion über den Vortrag fand nicht statt, weil das Wort duktionsweise, deren privatkapitalistische Pro- fämpfen, als Brüder für ein Ziel. Sind wir nun einmal berufen, dazu nicht begehrt wurde. Gestalt eine wesentlich ist. die größte fulturgeschichtliche Aufgabe zu lösen, so müssen wir Jetzt erst war dem Erfindungsgeist des Menschen freier auch in unserem ganzen Denken und Fühlen darin aufgehen, wir Der Vorsitzende machte sodann die Mittheilung, daß Spielraum geschaffen, gleichzeitig aber wurde der schlagende Be- müssen unser Trachten durch keine Nebendinge ablenten lassen, Direktor Blumenthal am 8. Februar d. J. im weis dafür erbracht, daß zu einer Entwickelung der ökonomischen sondern es einzig und allein auf die Emanzipation unseres Lessing Theater Die Ehre" von Sudermann Verhältnisse eine politische Freiheit unumgänglich nothwendig ist. Standes richten. Es handelt sich nicht mehr um die Befreiung einer für die Freie Volksbühne" zur Aufführung Die große französische Revolution erlöste zwar die Menschheit einzigen Klasse; hinter den Arbeiterstand giebt es keinen Stand mehr, bringen werde. Der Vorstand hat allerdings die Wahl aus den Fesseln des Feudalismus, jedoch suchte sie nicht eine mithin gilt es, die ganze Menschheit zu befreien. Und je thätiger des Stückes nicht gehabt, doch stand„ Die Ehre" bekanntlich mit Freiheit, welche auf der Gemeinsamkeit aufgebaut ist, sondern sie und je eifriger die Arbeiter die ihnen zugefallene Aufgabe aufauf dem Spielplan der Freien Wolfsbühne. Die Vorstellung am gab dem Einzelnen die unbeschränkteste ökonomische Freiheit. Die nehmen, um so früher werden sie zum Siege gelangen.( Stür 8. Februar ist für die erste Abtheilung; vielleicht giebt Herr damals aufgestellte Forderung von Freiheit, Gleichheit und Brüder- mischer, anhaltender Beifall.) An der Diskussion betheiligten sich, Blumenthal das Theater sein Personal noch zu einer zweiten lichkeit konnte sich somit nicht realisiren, sie ist eine Aufgabe der angeregt durch den Vortrag, mehrere Redner; es sprachen die Borstellung für die andere Abtheilung her. Zukunft geblieben. Wenn man den Kastengeist, welchen die mittel- Genossen Schmidt, Nöhden, Günther. In seinem Schlußwort Die Tagesordnung enthielt weiter noch Bericht des Kassirers alterliche Produktion großgezogen hat, in Betracht zieht, so muß führt Genosse Förster aus: Wenn Leute so häufig an uns die und Anträge auf Statutenänderung. Der Kassenbericht braucht man sagen, daß es unmöglich war, auf einmal eine wirkliche Frage richten, wie wir uns eigentlich die Zukunft ausmalen, so statutgemäß erst im März bezw. April der Generalversammi- Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit herbeizuführen. Der dritte müssen wir einfach diese Frage als äußerst dumm bezeichnen. lung vorgelegt zu werden, doch trug Herr Wildberger Stand, welcher so lange dem Adel und der Geistlichkeit gegen Die Menschheit würde sich bedanken, sich von irgend einer Person ihn schon deshalb vor, damit die Versammlung darüber über der unterdrückte gewesen war, gelangte zur Herrschaft und eine Organisation im Voraus fonstruiren zu lassen, das müssen urtheile, ob ste der vom Vorstande vorgeschlagenen sofort zeigte sich, daß hinter ihm noch ein vierter Stand wir der wirthschaftlichen Entwicklung überlassen. Vorläufig gilt Statutenänderung, bei der es sich um eine Ermäßigung des Ein- war oder vielmehr durch ihn jetzt geschaffen wurde, der unter für uns, daß die bestehenden Verhältnisse unhaltbare sind, und daß schreibegeldes handelt, zustimmen könne. Aus der ersten Abthei- dem härtesten Druck des dritten Standes seufzte; und das ist das wir streben müssen nach Zuständen, unter welchen Jeder arbeiten lung waren bis zum 1. Dezember eingegangen: 1370,55 m. Proletariat. Einschreibegeld; 1848 M. an Beiträgen; 56 M. an Geschenken; fann und unter welchen Alle des vollen Ertrags ihrer Arbeit theilDas heutige Proletariat unterscheidet sich wesentlich von den haftig werden. Auch deswegen dürfen wir teine Sorge tragen, 454,99 M. aus Geldsammlungen in den Versammlungen; insge Armen früherer Zeiten. Letztere hat es schon immer gegeben, wer einzelne Arbeiten später vollführen wird. Während jetzt mit jammt 3737,34. Die Ausgaben hatten betragen: Für Ein aber ein Proletariat fennt man erst in der privatkapitalistischen der schlechtesten Bezahlung der Arbeit die gesellschaftliche Miß richtung 110,05 m.; für Agitation 630,05 M.; für Verwaltung, Produktionsweise. Früher war den Armen bei Fleiß und achtung Hand in Hand geht, wollen wir die Arbeit adeln, so Porto, Spesen 464,85 M.; Kosten der Vorstellungen 830,20 bezm. Geschicklichkeit die Möglichkeit geboten, sich emporzuarbeiten; das daß jede nützliche und nothwendige Arbeit geachtet sein wird. 717,10 und 598,05 M.; zusammen 3350,30 M. Nach Abzug von ist aber heutigen Tages nicht mehr der Fall, Der Proletarier der Ginnahme bleibt Bestand: 387,04 M. Die Mitgliederzahl hatte muß im Glend als Proletarier leben und auch als solcher sterben. noffe Günther, als Delegirter, Bericht über die Thätigkeit der Zum dritten Punkt der Tagesordnung stattete sodann Ges in der 1. Abtheilung am 1. Dezember 1159 betragen, sich seitdem indeß Gegenwärtig ist zur Selbstständigkeit ein Kapital nothwendig, Berliner Streit- Kontrollkommission ab. um wenigstens 100 vermehrt. In der zweiten Abtheilung, wo die jedoch sehen wir, daß die Kapitalien sich fortlaufend in den Stelle des Genossen W. Schmidt, welcher sein Amt niedergelegt Es wurde hierauf an Mitgliederzahl 554 betrug, gingen ein insgesammt 983,50 M., die Sänden Weniger konzentriren und daß damit von Tag zu Tag hatte, Borchert zum Delegirten gewählt. Ausgaben betrugen 652 W.; bleibt Bestand 331,50 M. Hiernach die Kluft zwischen Armen und Reichen vergrößert wird. Für glaubt der Vorstand eine Ermäßigung des Einschreibegeldes ein- das Proletariat besteht nun die Frage, ob es fest bestimmt ist, Zur einstimmigen Annahme gelangte folgende Resolution: treten lassen zu können und erwartet davon insbesondere eine daß Die heute in Uebel's Salon fagende öffentliche Versammlung nur Wenige fich in der glücklichen Lage be gewerblicher Hilfsarbeiter erklärt sich mit den Ausführungen des stärkere Vermehrung der Mitglieder der zweiten Abtheilung. Nach finden, alle Segnungen der alle Segnungen der Kultur sich zu eigen zu Referenten einverstanden. Die Versammelten erkennen, daß die einer längeren Erörterung gelangte der folgendermaßen präzisirte machen, während die Mehrheit für jene arbeiten und Noth und das Elend nur dadurch aus der Welt geschafft werden Antrag des Vorstandes zur Annahme:" Der Vorstand wird er- darben muß, oder ob es eine Abhilfe giebt. Wäre kann, daß sämmtliche Produktionsmittel in den Besitz der gemächtigt, mit Zustimmung der Generalversammlung das Ein- das erstere der Fall, dann wären die Verhältnisse geradezu trost sammten Menschheit übergehen. Ferner verpflichten sich die Verschreibegeld zeitweilig zu ermäßigen." Alsdann beschloß die Ge- lose, es wäre die Menschheit nicht werth, weiter zu bestehen. So fammelten für die Ideen der internationalen Sozialdemokratie neralversammlung sofort auf Antrag des Vorstandes, das Ein- lange es einen Zustand giebt, in dem auf der einen Seite Seich- einzutreten. schreibegeld bis auf Weiteres auf 50 Pf. herabzusetzen. Darnach thum, auf der anderen Glend herrscht, ist es nicht möglich, daß schloß der Vorsitzende die Versammlung mit einem begeistert auf die Kultur der Menschheit auf die höchste Spitze gelangt. Und 26. Januar, Arminhallen( gr. Saal), Kommandantenstraße 20, großer Ball, Erstes Stiftungsfeft des Militärschneider- Beveins. Montag, den genommenen Hoch auf die Freie Volksbühne. das Bewußtsein dessen, daß eine Besserung der Verhältnisse Gesangsvorträge eines Arbeiter- Gesangvereins, Festrede, Prolog 2c. herbeigeführt werden muß und kann, verleiht der arbeitenden Kollegen, Freunde und Genossen werben freundlichst eingeladen, baran Theil Eine öffentliche Versammlung gewerblicher Silfe- Klasse die Kraft und den Muth zum Kampfe. Wohl gab es walderstraße 56, of 3 Tr.; Jerwin, Großbeerenstraße 20, of 4 Tr.; Schulze, zu nehmen. Billets sind zu haben bet folgenden Kollegen: H. Roloff, Mittenarbeiter fand Mittwoch Abend unter dem Vorsitz des Genossen August einmal eine Zeit, wo die Menschen Mangel litten, doch das war Seydelstraße 24, Hof 4 Tr. Angerstein, Sinienstraße 71; Buchholz, Paulstr. 8, Günther statt, es sprach daselbst der Meichstags- Abgeordnete damals, als sie es noch nicht verstehen gelernt hatten, sich die Moabit und in allen mit Plakaten belegten Handlungen. Förster, welcher in seinem Vortrage folgendes ausführte: Kräfte der Natur nutzbar zu machen. Hingegen heute ist es " " Deffentliche Versammlung für Frauen n. Männer des Leseklubs ,, Freie Denker" am Sonntag, den 18. Januar ds. Js., Abends 6 Uhr, Jahnstrasse No. 8, 1 Tr. Tages Ordnung: 209 Albumarbeiter und Arbeiterinnen! Arbeiterinnen! Mitglieder- Versammlung Große öffentliche Versammlung Alle des Krankenunterstützungsbundes der Schneider Dienstag, den 20. Januar, Abends 8/2 Uhr, amt Dienstag, den 20. Januar 1891, Abends 8½ Uhr, Kommandantenstr. 20, Arminkallen. in Renz' Salon, Naunynstraße 27. Tagesordnung: 1. Die Nothwendigkeit der Organisation. Referent 1. Vortrag des Herrn Dr. F. Lütgenau: Vor und nach dem Stadtv. Frik Zubeil. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 1. Oktober". 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach der Versammlung geselliges Beisammensein. Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. Erstes Stiftungsfest 100 Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben des Militärschneider- Vereins beschäftigten Arbeiter. Versammlung am Montag, den 26. Januar, in den Arminhallen( großer Saal), Kommandantenstr. 20, am Montag, den 19. Januar d. I., Abends 8 Uhr, in Feuerstein's gefeiert durch grossen Ball, Gesangvorträge eines Arbeiter Gesang oberem Saal, Alte Jakobstraße No. 75. Vereins. Festrede, Prolog etc. Tagesordnung: 1. Wie stellen wir uns zu einem gemeinsamen Vorgehen laden. Billets sind zu haben bei H. Roloff, Mittenwalderstraße 56, Hof Alle Kollegen, Freunde und Genossen werden hierzu freundlichst einge aller im graphischen Gewerbe beschäftigten Arbeiter behufs Verkürzung der 3 Tr.; Jerwin, Großbeerenstr. 20, Hof 4 Tr.; Schulze, Seidelstr. 24, Hof Arbeitszeit? Referent Rollege Schlegel. 2. Wahl der Arbeitsnachweis 4 Tr.; Angerstein, Linienstr. 71; Buchholz, Paulstr. 8( Moabit), und allen Kommission. 3. Abrechnung des am 22. November abgehaltenen Kränzchens. mit Plakaten belegten Handlungen. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Alle Kollegen, auch Nichtmitglieder sind 218 eingeladen. Fachverein der Weber. Grosse General- Versammlung 118 Montag, den 19. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße Nr. 21. Tages Ordnung: = Der Vorstand. Stuckateure! Tagesordnung: 1. Abrechnung vom III. Quartal. 2. Wahl eines 2. Beisitzers. 3. Vortrag des Herrn Dr. Heimann über: ,, Entstehung und Verhütung von Arbeiter Krankheiten. 274 4. Diskussion. 5. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Lokalverwaltung. Große Versammlung des Vereins der Mineralwasser- Arbeiter Berlins Abends 3 Uhr, im Lofale des Herrn ittwody, den 21. Januar 1890, Reyer, Alte Jakobstraße 83. Tages- Ordnung: 1) Verlesung des letzten Protokolls. 2) Vortrag über:" Die Lohnverhält nisse der Arbeiter im Allgemeinen mit besonderer Berücksichtigung der in der Mineralwasser- Fabrikation beschäftigten Arbeiter". Referent Herr Th. Wegner. 3) Diskussion. 4) Verschiedenes. Bei der Wichtigkeit der T.-D. ladet Der Vorstand. 7 Uhr, in Joel's Salon eine öffentliche Versammlung sämmtlicher Berliner Da wir erfahren haben, daß am Dienstag, den 20. Januar, Abends Stucateure, Töpfer und Maler stattfindet, so fällt die Fachvereins- Versamm um recht rege Betheiligung ganz erg. ein lung am Montag, den 19. Januar aus. 271 57J 1. Vortrag des Reichstags Abgeordneten J. Auer. 2. Diskussion. NB.: Wir machen die Kollegen noch auf den Maskenball aufmerksam, 3. Jahresbericht des Kassirers. 4. Bericht der Kommission vom Arbeitsnach der am Sonnabend, den 24. Januar im„ Giskeller", Chauffeeſtr. 88, stattfindet. weis und Neuwahl derselben. 5. Verschiedenes und Fragefaften. 271 Gauze Ausstattungen Neue Mitglieder werden vor Beginn der Versammlung aufgenommen. Die Mitglieder werden dringend ersucht, die restirenden Beiträge zu entrichten, widrigenfalls fie gestrichen werden. Bahlstellen befinden sich bei Hente, Blumenstr. 38; reue, Friedrichsberg, Kronprinzenstr. 7; Forgbert, in Mahagoni u. Nussbaum. Rummelsburg, Schillerstr. 26; Be 3, Bernauerstr. 86. Ablieferung der statiftischen Fragebogen. Der Vorstand. 347 Der Vorstand. Möbel-, Spiegel- und PolsterwaarenMagazin. Küchenmöbel in grosser Auswahl empfiehlt Julius Apelt, Sebastianstr. 27-28. Prompte Bedienung. Reelle Waare. Masken Garderobe von Otto Runge, Gr. Frankfurterstr. 57( Gegr. 1862.) empfiehlt zur Saison eine Auswahl von 2000 Rostümen zu den billigsten Preisen. Vereine 15 pCt. Ermäßigung. Große Auswahl von Aufzügen. 2574 Gr. Volksversammlung Man in Wilmersdorf am Dienstag, den 20. Jannar, Abends 8 Uhr, im Volksgarten. Tages- Ordnung: verlange in allen Delikateß und Kolonialwaarenhandlungen [ 55 L] Tobias Alüffige Chokolade ( bakterienfrei) Rein Cacao, Milch und Zucker. à Flasche Fabrik Berlin O., Blumenstr. 70. 15 Pf. 1. Die Taktit der Sozialdemokratie und die unserer Gegner. Referent Restaurant zum„ Bukunftsfaat" Restaurant Zum Rothen Mec Reichstags- Abgeordneter W. Liebknecht. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. 335 Der Einberufer. Adolph Scholz, Kastanien- Aller Nr. 35.( Bis 12 Uhr Nachts geöffnet). Arbeiterliteratur inkl. Gazeta Robotniczas liegt aus. Boeckhstr. 12, hält sich allen Freunden und Genoffen bestens empfohlen. Gleichzeitig zeige 28 L hiermit an, daß sich die Zahlstelle der Maurer( Grundstein zur Einigkeit) bei mir befindet. Beiträge werden jeden Montag Abend von 8-10 Uhr ent gegengenommen. Große öffentliche Volksversammlung Butter zu herabgesezten Preisen!! für Groß- Lichterfelde- Lankwitz und Umgegend am Mittwoch, den 21. Jannar, Abends 8 Uhr, im Grunow'sajen Saale zu Groß- Lichterfelde. Tagesordnung: Große Zufuhren meiner Butterabsender veranlassen mich, feine Tischbutter à Pfund 1 Mark 1. Der Werth der Bildungsvereine für die Arbeiter." Referent: Buchdrucker Wilhelm Werner. 2. Diskussion. 3. Eventuelle Wahl einer Statuten- 3u verkaufen. berathungs- Kommission. 4. Verschiedenes. 335 Cöpenick. Der Einberufer. Arbeiter- Verein für Cöpenick u. Umgegend. Dienstag, den 20. Jannar, Abends 8 Uhr, im ,, Kaiserhof": Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Lütgenau. 2. Diskussion. 3. Wahl der Revisoren und des Bibliothekars. 4. Verschiedenes. Gäste sind willkommen. Große öffentliche 104 Der Vorstand. Tischler- Versammlung Dienstag, den 20. Januar, Abends 8½ Uhr, in ,, Sanssouci", Kottbuserstr. 4a. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung der Delegirten vom deutschen Tischlerkongreß in Hannover. 2. Diskussion. 3. Wahl der Vertrauensmänner. erstattung der Delegirten der Berliner Streit- Kontrollkommission. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Einberufer. Achtung, Rohrleger! Große öffentliche Versammlung 4. Bericht315 der Rohrleger und Gehilfen Berlins und Umgegend am Dienstag, den 20. Januar 1891, Abends 8 Uhr, in Feuerstein's Lokal", Alte Jakob- Strasse No. 75. Tages Ordnung: M 73 J Frucht- Syrup. 58 L 2553 W. Haugk. Empfehle allen Freunden und Be fannten mein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal und Abendtisch. Auch ist ein Verein zimmer mit Piano zu vergeben. Fr. Fröhlich, Naunynstraße 43. Bernhard Müller, verbunden mit Frühstücks-, Mittags Neue Roßstraße Nr. 1. Gebr. Ellinghausen, Uhrmacher, Reparaturen billig. Alexanderstrasse 53, Grüner Weg 46, Potsdamerstrasse 1, Ecke Prenzlauerstr. Ecke Koppenstr. Ecke Potsdamer Play. 19L] empf. ihr reell. Uhren- und Goldwaaren- Geschäft. 27 H. 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Verschiedenes. 256 Der Einberufer: E. Skalsky. Achtung! Schuhmacher! Achtung! 15 Pf. 15 u. 25 Pf. Hemdentudje Bettyenge Gutes Hausmacherleinen 20 Pf. Leinene Laken ohne Naht, 3 Berl. Ellen lang 1,25 Mr. 15 Pf. Stubenhandtücher 25 Pf. Verein deutscher Schuhmacher( 3ahlst. Berlin). Gerstenkornhandtücher Am Sonntag, den 18. Januar: Grosses Tanzkränzchen do. extra lang u. breit 35 Pf. Inletts, rosa und gestreift 30 Pf. Drilliche, volle Bettbreite 45 Pf. enheit! Kleiderstoffe, Raros 2c. 25 Pf. 18 f. Warp's Karten( für Herren à 30 Pf., Damen frei) sind zu haben bei A. Fleischer, Zur Einsegnung: Cachemirs gemustert u. glatt 50 Pf. u. 1 Mf Barnimftr. 12, 2. H. p.; H. Stenzel, Wallstr. 17, S. L. 3 Tr.; Wölbeting, 4,50 Mt Prinzenstr. 11, H. p.; Tuchel, Lützowstr. 103, 3 Tr.; Martens, Dresdenerstr. 3, Salon- Teppiche, groß H. 2 Tr.; Gläser, Straße 66 Nr. 2, sowie bei allen Vorstandsmitgliedern.[ 74J Hauptverkehr für Händler u. 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Sign Berantwortlicher Redakteur: Curt Baake in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. H. Guttmann, Brunnenstr. 9. n E