Nr. 281. : Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis' pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwürts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Dienstag, den 1. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3: Die Der Gewähr mann des Professors Märcker findet aber auch wie sie von den Gewerbe- Aufsichtsbeamten seit Jahren geschildert Aibeiter in den Buckerfabriken. noch eine andere schändliche Einrichtung fehr lobenswerth, näm- werden, sind derart miserable, daß die sozialdemokratische Breffe, lich das Rübenziehen der Kinder. Er schreibt: gestützt auf dieses amtliche Material nicht nur das Recht, sondern In der Deutschen Tageszeitung", dem Berliner Organ Denjenigen, welche die Heranziehung der Kinder bemängeln, die Pflicht hat, immer wieder darauf hinzuweisen. So hat der Agrarier, bringt Prof. Dr. Märder einen Aufsatz über mag gesagt sein, daß diefe von ihren Eltern freiwillig im die Mecklenburgische Bolts. 3tg." von 30. Oftober 1896 und den Einfluß der Zuckerfabrikation auf die Entwicklung des Interesse des Verdienstes zur Arbeit geschickt werden; die 22. November 1896 die Zustände in den Zuckerfabriken zu Bauernstandes und der Arbeiterbevölkerung." Kinder kommen zu dieser Arbeit gern, und man muß nur Waren und Güstrow geschildert und dasselbe ist von " Dieser Artifel sei zwar ursprünglich nicht für die Deffent- einmal eine solche Schaar von Kindern, wie sie zur Arbeit geht unseren Fraktionsgenossen auch wiederholt im Reichstage ge lichkeit bestimmt gewesen; da indessen in sozialdemokratischen und von derselben zurückkehrt, gesehen haben, um sich selbst an schehen und nicht eine einzige der vielen schweren AnBlättern von Zeit zu Zeit die Behauptung auftritt, daß sich die der Lustigkeit und dem hellen Vergnügen der Kinder, die flagen, die dort erhoben wurden, konnte widerlegt werden. Arbeiterbevölkerung gerade in der Zuckerfabrik- Wirthschaft bes bei der leichten und gefunden Arbeit im Freien Die Reichsberichte für 1894 und 1895 bieten reichliches Material. sonders schlecht befinde und schlechter gehalten würde, dürfte wohl gedeihen, zu erfreuen." Die Unsauberkeit und ungenügende Größe der die Veröffentlichung dieses Berichts nicht uninteressant sein." Uninteressant ist sie auch wirklich nicht, zeigt sie doch, was alles ein Unternehmer noch als gut genug für die Arbeiter erklärt, und wie ein als Chemiker hochverdienter Gelehrter wie Prof. Märcker für die soziale Berechtigung der Arbeiter nicht das geringste Verständniß hat. " Die reine Joylle! Und zu solchem Vergnügen werden Schlafräume, Mangel an Lüftung, ungefunden Aufenthalt in die Kinder auch noch, wie der Berichtschreiber hervorhebt, einzelnen Arbeitsräumen finden wir Jahr für Jahr getadelt; " gefahren". Man denke nur: Proletarierkinder dürfen dazu kommt oft völlige Gleichgiltigkeit der Unternehmer gegen fogar in einem Wagen fahren! Womöglich in einer herrschaft- die Gefahren, denen der Arbeiter beim Betriebe ausgesetzt lichen Ruische?! ist. In einigen Bezirken waren Jahre lang gar keine besondere Es fehlte nur noch, daß auch das noch behauptet worden Unfallverhütungs- Vorschriften erlassen, in anderen Der Bericht sagt nicht, in welcher Provinz Preußens die wäre; an der Unrichtigkeit der gesammten Schilderung hätte das werden sie ganz und gar nicht beachtet; dazu kommt, daß, wie geschilderte Fabrit liegt, aber wie es scheint, ist es Mittel- nicht viel geändert. Denn so wenig der Leiterwagen, auf dem mit recht im diesjährigen Bericht aus der Provinz Posen schleften. Zur Feldarbeit werden polnische Sachsengänger heran- die Kinder dichtgepfercht stehen, eine Kutsche ist, so wenig ist auch hervorgehoben wird, die Unfallgefahr noch vermehrt ist, weil gezogen, wie hoch oder wie niedrig ihr Lohn ist, davon fagt ihre Beschäftigung beim Rübenzieben eine törperlich, in jeder Kampagne wechselndes Arbeitspersonal verwendet wird", der Bericht kein Wort. Dagegen schildert er uns das idyllische geistig und sittlich dienliche. Daß die Kinder sich freuen, ungelernte Leute, die nun in einen mit Maschinen überfüllten Betrieb Heim der Sachsengängerinnen auf dieser Musterwirthschaft: wenn sie zu solcher Arbeit, Knaben und Mädchen zusammen, ohne hineingerathen und mit Ueberarbeit, schlechter Wohnung und er " In der Regel wohnen 6 bis 8 von ihnen in einer gefunden, genügende Aussicht, aufs Feld geschafft werden tann bärmlicher Kost geistig wie körperlich noch tiefer herabgedrückt gehörig großen, warmen und sauber gehaltenen Stube; in dieser schon möglich sein. Wer wissen will, wodurch diese werden, als sie schon ohnehin sind. stehen die eisernen Bettstellen, zu denen passende Matraßen, Freude erweckt wird, der werfe einen Blick in den Reiltiffen und wollene Decken gehören, je zwei über Abgrund sittlicher Verwahrlosung, den Pastor Wagner einander." Prizerbe in seinem Vortrage„ Die Sittlichkeit auf dem Lande" aufgedeckt hat. Und wer wahrheitsgetren wissen will, wie das Rübenziehen törperlich und geistig auf die Kinder wirkt, der frage nicht einen am Profit interesfirten Unternehmer, sondern Eine höchft schmußige Arbeit ist das Entleeren des Syrups die am Wohl der Kinder intereffirten Lehrer. So schrieb die basins in den Nohzuckerfabriken. Die Arbeiter müffen voll. Preußische Schulzeitung", daß die Kinder von diesem ständig nackt in diefelben hineinsteigen und die zähflüssige übenziehen" dumm und stumpf und geistes schwach in die Schule Maffe durch das Manuloch hinausarbeiten. Zum Waschen nach zurückkehren", und die Lehrerschaft der Stadt Aschersleben Beendigung ihrer Arbeit wird ganz allgemein irgend ein anders hat 1898 bei der Regierung zu Magdeburg eine Eingabe gemacht, weitig nicht mehr gebrauchtes eisernes Baffin aufgestellt. Einen in der sie auf die krassen Uebelstände hinwies, welche durch die abgesonderten Raum für diesen Zweck und Schränke zum AufBerwendung der Kinder beim Dübenziehen entstehen. bewahren der Kleider fand ich in keiner Zuckerfabrik. In einer derselben stand das Badebassin sogar neben dem Wege, welcher vom Zuckerboden nach dem Ausgange führte und von den Arbeiterinnen, die mit dem Flicken von Säcken daselbst be fchäftigt waren, benutzt werden mußte." 11 Wie groß diese geräumige" Stube ist, sagt der Bericht schlauer Weise nicht; er läßt uns ihre Kleinheit nur daraus ahnen, daß je 2 Betten übereinander stehen befanntlich eine Art des Wohnens, die vom gesundheitlichen Stand punkte aus zu verwerfen ist. Natürlich haben diese armen Mädchen auch ihre Kleider und gewiß auch Eßvorräthe in diesem Bimmer jede hat dazu einen verschließbaren Wandschrank und man tann fich dann vorstellen, welch ungesunde Luft in diesem Raume herrschen muß. Aehnliche Wohnräume schildert der Gewerbe- Aufsichtsbeamte für Magdeburg, aber mit mehr sozialem Verständniß als der Ueber die Höhe der Löhne schreibt der Gewährsmann Gewährsmann des Prof. Märcker; deswegen ist er auch von des Prof. Märcker kein Wort, gewiß nur deshalb, um nicht den diesen übereinander stehenden Bettstellen nicht nur nicht erbaut, Neid aller übrigen Arbeiter Europa's wachzurufen. Die Arbeiter sondern fagt:„ Es handelt sich hier um landwirthschaftliche Ar- werden weder zu Ueberstunden noch zur Sonntag 3. beiter; da aber ihre Arbeitgeber gleichzeitig die Besizer der arbeit gezwungen, sie kommen aber freiwillig und Buckerfabrit sind, so ist klar, daß von ihnen auch in bezug auf gern, da sie in vollkommenem Einvernehmen mit ihren Arbeit die Fürsorge für die Fabrikarbeiter nicht das geringste gebern stehen." Verständniß erwartet werden kann. Hier hilft nur Welche bodenlose Unkenntniß der sozialen Zustände spricht 3wang. Eine scharfe Polizeiverordnung, die das sich allein in diesen Zeilen aus! Freiwillig und gern" arbeitet Wohnen der landwirthschaftlichen Arbeiter fein einziger Arbeiter mehr als sein ohnehin schon reichliches regelt, erscheint nun auch wegen ihrer Rückwirkung auf die Ver- Maß ihm auferlegt; er muß aber zur Arbeit kommen, weil er hältnisse der gewerblichen Arbeiter auf dem Lande dringend noth- sonst entweder zu wenig verdient oder Gefahr läuft, entlassen wendig." zu werden. Wie ekelhaft unsauber aber es in solchen vielgelobten Buckerfabriken zugeht, wie die Unternehmer weder für Waschnoch für Bade Einrichtung sorgen, das melden ebenfalls Jabr für Jahr die Berichte und am allerappetitlichsten der für 1895, wo aus Northeim gemeldet wird: W Und der Magdeburger Bericht sagt:„ Ein Verständniß für die Nothwendigkeit von Bade- und ausreichenden Wascheinrichtungen ist bei manchen bäuerlichen Besitzern schlechterdings nicht zu erzielen." Was sagt Professor Märcker zu den Berichten dieser amtlichen Gewährsmänner, die durch keinen Dividenden= autheil daran interessirt sind, die billige und schlechte Lebenshaltung und Entlohnung der Arbeiter in den Zuckerfabriken zi beschönigen? Wenn er nur mit einem Hundertstel der VerstandesEine Polizeiverordnung allein würde ja auch nicht helfen; Daß diese Umstände alle freiwillige" Ueberarbeit verschärfe, die er bei Beobachtung der technischen Vorgänge in es müssen zu ihrer Ueberwachung auch ländliche Wohnung 3 anlassen, gestehen jetzt sogar schon die Mehrzahl der Berichte zu, Brennereien, Stärke- und Zuckerfabriken bewiesen hat, die Inspektoren vorhanden sein, wie sie auf dem legten welche die deutschen Gewerbe- Aufsichtsbeamten darüber geben. Lage der Arbeiter in jenen Industrien selber beobachten evangelisch- sozialen Rongresse schon im Interesse der Sittlichkeit Möge nur Prof. Märcker sich diese Berichte einmal ansehen und dabei nicht auf Interessenvertreter hören wollte, so würde gefordert wurden, damit es nicht, wie Pastor Wagner- Prißerbe-seinen Gewährsmann fordern wir dazu nicht auf, der muß er nicht mehr die Schilderungen unserer Presse als unrichtig beso zutreffend sagte, noch weiter heißen müsse: ländlich- schändlich!" den Kurszettel studiren. Die Zustände in den Zuckerfabriken, zeichnen können. 182] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. nur das Werk der Leidenschaften und Lafter des reiferen nennen, es noch gestern wagte, uns einen Burschen zu schicken, Mannesalters find. Seine Züge glichen denen des alten den er seinen Gesandten nannte." Stephan. In ihren scharfen und edelu Umrissen fand„ Ich wollte, Ihr hättet seinen Mantel sehen können, Roman von Edward Lytton Bulwer. man jene regelmäßige und anmuthige Symmetrie wieder, Signor Adrian," fiel der Savelli ein," Purpursammt, so Der Gegensatz zwischen Vergangenheit und Gegenwart welche das Blut in Menschen wie in Thieren oft durch wahr ich lebe, und das Wappen Roms in Gold gestickt. fiel Adrian, als er so dahinzog, gewaltig auf; und trotz Generationen wiederholt, aber sein Gesicht war bereits ab- Wir haben ihn aber bald seines Flitterstaates beraubt." feines Standes fühlte er, daß die Zivilisation auf seiten gefallen und abgelebt. Seine Stirne war mit Runzeln Was?" rief Adrian, verletztet Ihr die Gesetze der Rienzi's zu suchen sei und nicht auf der des Hauses umzogen, seine dünnen und bleichen Lippen hatten Ritterschaft, indem Ihr einen Herold beleidigtet?" Colonna. jenen Ausdruck unverschämten Hohnes, der besonders" Herold sagst Du?" rief Stefanello, indem er die Adrian ließ sein Gefolge in dem Hofe der Zitadelle bei der Jugend so widerwärtig und abstoßend erscheint, Augenbrauen so zusammenzog, daß seine Augen kaum noch und verlangte vor seinen Better geführt zu werden. Er und seine tiefliegenden, mit blauen Rändern umgebenen sichtbar waren. Nur Fürsten und Barone haben Herolde, hatte bei seiner Abreise von Rom Stefanello als ein Augen deuteten Ausschweifungen und Erschöpfung an. und wäre es nach meinem Willen gegangen, so hätte ich Kind verlassen und trotz ihrer Verwandtschaft konnten sie Neben ihm saßen( durch den Haß jetzt miteinander ver- dem Usurpator den Kopf dieses Burschen zurückgeschickt." daher nur wenig mit einander bekannt und vertraut sein. einigt) die erblichen Feinde seines Geschlechts; die schlauen Was thatet Ihr denn?" fragte Adrian in ruhigem Tone. Lautes Gelächter tönte ihm entgegen, als er einem der und hinterlistigen Züge des Luca di Savelli bildeten einen Wir beauftragten unsern Schweinehirten, den Burschen Diener Stefanello's durch mehrere Zimmer folgte. Endlich auffälligen Gegensatz zu dem wilden Blick und dem kecken in die Pfütze zu tauchen und gaben ihm ein Nachtquartier wurde eine Thüre aufgerissen, und Adrian befand sich in Aeußern des Orsini. in unserem Gefängnisse, damit er sich wieder trocknen einem großen Gaal, dem man in der Schnelligkeit ein Das junge Haupt der Colonna erhob sich, um seinen konnte." prächtiges Ansehen zu geben sich bemüht hatte. Kostbare Vetter zu empfangen. Willkommen!" sagte er, theuerer" Und heute Morgen ba! Tapeten bedeckten nur unvollständig die rauhen steinernen Adria! Ihr kommt zur rechten Zeit, um mit Eurer anWände, und die weichen Size und kostbar gearbeiteten erkannten triegerischen Erfahrung uns zu unterstüßen. Glaubt Tische, welche die zunehmende Zivilisation der nördlichen Ihr nicht, daß wir eine lange Belagerung aushalten können, Städte Jtaliens bereits in die Paläste der italienischen wenn der unverschämte Plebejer es wagen sollte, sie zu Patrizier eingeführt hatte, bildeten einen seltsamen Gegen- unternehmen? Ihr kennt unsere Freunde, die Orsini und satz zu dem vernachlässigten Fußboden, auf dem man die Savelli? Dem heiligen Petrus oder dessen Abgeordüberall Waffen unordentlich aufgethürmt sah. An dem neten müssen wir es Dank wissen, daß wir jetzt die Kehlen einen Ende des Saales bemerkte Adrian schaudernd alle gemeinerer Burschen abzuschneiden haben, und nicht mehr Vorbereitungen und Werkzeuge, die zur Tortur damals er unsere eigene." forderlich waren. Stefanello warf sich jetzt wieder nachlässig auf seinen Stefanello Colonna saß mit zwei anderen Baronen Siß, und die weibische Stimme des Savelli nahm theil an um einen kleinen runden Tisch, der an ein Fenster gestellt der Unterhaltung. war, von welchem man die herrliche Landschaft überschaute," Ich wünschte, edler Herr, Ihr wäret einige Stunden die am Horizont durch die Thürme und Kuppeln Roms früher gekommen. Wir müssen noch lachen, wenn wir dran begrenzt wurde, und welche zu erblicken Hannibal und denken." Pyrrhus auf denselben Punkt gestiegen waren. ,, Ah, vortrefflich," rief Stefanello, in das Gelächter Stefanello selbst, obgleich in der ersten Blüthe der einstimmend. Jugend, trug bereits in seinem unbärtigen Gesicht jene Wißt, Adrian, daß dieser gemeine Mensch, den der Spuren von Abspannung und Erschlaffung, die gewöhnlich Papst die Unverschämtheit gehabt hat, zum Senator zu er ha! ha! ha!" fügte der Savelli hinzu, hatten wir ihn hier vor und zogen ihm die Bähne einen nach dem andern aus, ich wollte, Ihr hättet den Burschen um Gnade winseln gehört." Adrian stand schnell auf und schlug wild mit seinem eisernen Handschuh auf den Tisch. ,, Stefanello Colonna," sagte er, indem die Röthe edlen Bornes ihm in die Wangen stieg, antwortet mir, wagtet Ihr es, den Namen, den wir gemeinschaftlich tragen, so schändlich zu brandmarken? Sagt nur wenigstens, daß Ihr diesen schändlichen Verrath gegen alle Gejezze der Ehre nicht gutgeheißen habt! Ihr antwortet nicht? Haus der Colonna, kann dieses dein Haupt sein?" Mir diese Worte!" rief Stefanello, vor Wuth zitternd. " Nimm Dich in Acht! Mich dünkt, Du bist der Verräther, vielleicht in geheimem Einverständniß mit jenem elenden Böbel. Ich erinnere mich noch, daß Du, der Verlobte der Schwester des Demagogen, Dich früher meinem Onkel und meinem Vater nicht angeschlossen, sondern die Stadt ihrem plebejischen Tyrannen verrätherisch überlassen haft." Politische Uebersicht. So wälzt man die Last des Mißerfolges auf andere Schultern. Wenn's die bisherigen Anhänger nur glauben. Noch naiver ist die Geschichte mit den Auslandsbörsen. Warum sagen die Agrarier nicht gleich dem Kaiser von China, was er zu thun und zu lassen hat? Die Deutsche Tages- Zeitung" hat sich übrigens von dem Schrecken, der ihr die Sprache verschlug, noch immer nicht erholt. " " Wiedereinbringung dieses Autrages im Reichstag in der jetzigen Session sei unangebracht, weil diese Session Aus dem Reichstage. Der erste Tag der Etat nur die Fortsetzung der Session des letzten Winters berathung zählt nach altem Herkommen im Reichstage fouft sei. Um so Το mehr aber müsse von den ver zu den großen Tagen", an denen sich die Bänke unten im bündeten Regierungen erwartet werden, daß sie audere, Saale füllen und der Zudrang zu den Tribünen groß ist. durchgreifende Mittel für die Rettung der deutschen LandDieses Mal war es anders. Die Abgeordneten haben sich wirthschaft zu ergründen und durchzuführen suchen. In der an den wochenlangen Streitereien der Juristen über den zweiten Resolution wird gegen die einseitige ZusammenJuhalt der Justiznovelle den Appetit an der parlamentari setzung" des provisorischen Börsenausschusses Einspruch erschen Arbeit so gründlich verdorben, daß sie auch hoben, und die Erwartung ausgesprochen, daß die verheute nur in sehr geringer Bahl anwesend waren bündeten Regierungen in geeigneter Weise mit den Regieund vor Weihnachten wohl überhaupt nicht mehr rungen des Auslandes zwecks Aufhebung der Börsentermin tommen werden Aber auch die Tribünen blieben geschäfte für Getreide an den Auslandsbörsen in Unterleer. Ein Beweis dafür, daß das Publikum, nach handlung nach handlung treten sollen. Das Ganze sieht einer der Erörterung über die Bismarck'schen Enthüllungen und Insolvenzerklärung verzweifelt ähnlich. Der Bund hat die Brüsewißerei gelegentlich der betreffenden Juter- den Raniz Antrag nicht durchzudrücken vermocht und pellationen, keine sensationellen Zwischenfälle beim Etat er verzweifelt daran, dies in absehbarer Zeit erreichen mehr erwartet. zu können. Jetzt sei die Regierung an der Reihe, Was nun die erste Rede heute betrifft, nämlich die ein Mittel vorzuschlagen, das die Landwirthschaft rette. Wiederholung der Ziffern und der dazu in den einzelnen Etats beigegebenen Bemerkungen durch den Grafen von Posadowsky, so kann man sich kaum etwas lang weiligeres denken. Nicht viel interessanter war der Speech des Zentrumsredners Frigen. Das Zentrum will Regierungspartei bleiben und ist thatsächlich auch ausschlag gebende Partei im Reiche. Da es aber auch seine oppofitionelle Vergangenheit nicht ganz abstreifen kann und darf, so müssen seine Redner sich in der Regel auf einen Der Ueberfall der Sozialisten in Carmang. Die Eiertanz einlassen, der von dem einen besser, von dem Liller Skandal- Praktiken haben sich in Frankreich zu anderen weniger gut aufgeführt wird. Herr Dr. Bachem einer vollständigen Methode und Tattit ausgebildet. Zuerst ist letthin bei der Duell Debatte arg hereingefallen, organisirte man den patriotischen" Standal gegen die AusSerru Frißen ist es heute besser gegangen. Wer sich noch länder". Dann wandte man ihn gegen die einheimischen die nöthige politische Unschuld bewahrt hat, kann aus der Sozialisten an. Erst im Norden, und bald darauf auch heutigen Rede des Abgeordneten Fritzen sogar schließen, im übrigen Frankreich. Die Arbeitgeber, ver= daß das Zentrum für die„ maßlosen Flottenpläne" nicht bündet mit mit den Beamten und dem Klerus, or zu haben ist. Wir zählen freilich zu diesen naiven Ge- ganisiren überall den Mob gegen die Sozialisten. müthern nicht, und Herr Richter, welcher nach Frißen zum Früher hatten das die Herren Anarchisten" zu Worte tam, scheint dem Zentrum auch nicht mehr über besorgen, die zu allen, von den Sozialisten anden Weg trauen. Anders wenigstens konnten wir seine beraumten Versammlungen unentgeltlich befördert wurden Ausführungen über die Bewilligungen der ersten Raten zu wie seinerzeit von unserem Gallus Korrespondenten den Schiffsbauten im vorigen Jahre und die Folgen diefer dargelegt ward. Die Anarchisten" sind aber inBewilligungen nicht verstehen. zwischen aus der Mode gekommen und jetzt müssen die Sonst war die Rede des freisinnigen Führers wieder Herren Reaktionäre selber die schmutzige Arbeit verrichten. eine treffliche Leistung. Richter glaubt, daß es gelingen Ünd wo hätten die Herren ein Interesse an der Aufführung werde, den Etat zu balanciren, ohne die geplante neue An- solcher Radaukomödien, als in Carmaux, wo leihe von 56 Millionen nothwendig zu haben und ohne die der französische Stumm, Herr Rességuier, seit Matrikularbeiträge wesentlich zu erhöhen. Sollte aber Jahren mit wachsendem Sollte aber Jahren mit wachsendem Eifer und Mißerfolg die wirklich eine geringe Erhöhung der Beiträge der Einzel- Rolle des Sozialistentödters spielt. Herr Rességuier staaten nothwendig sein, so könnte das gar nichts mußte fich für seine Niederlage im Glasarbeiterschaden, fondern würde wohl nur die Wirkung Streit rächen. Wie er vorigen Monat, als die Glashütte haben, daß dann die Vertreter der Kleinstaaten im Bundes- der Arbeiter eröffnet ward, eine sozialistische Demonstration rathe mit dem Bewilligen etwas vorsichtiger würden. überfallen und stören ließ, ist in frischem Gedächtniß Den Glanzpunkt der Richter'schen Ausführungen bildeten und hat jüngst den Anlaß zu stürmischen Rammerdebatten seine Kritik der Vorgänge im Kolonialamt Dr. Kanser, gegeben, die um ein Haar den Sturz des Ministeriums Arendt, Peters- und seine Bemerkungen über die Gründe, Mieline bewirkt hätten. Diese Standale sind, wie wir welche zum Abgange des Kriegsministers Brousart v. Schellen- telegraphisch vernehmen, gestern in verstärktem Maße wieder dorf geführt haben und die Rolle, die das Militärkabinet bei holt worden. Die Göldlinge des Herrn Rességnier haben diesem Ministerwechsel und den damit verknüpften Vorgängen ge- unter dem Schutz der Polizei und unter dem Segen der spielt hat. Richter erlaubte sich da theils Anspielungen, theils aber Pfaffen unsern Genossen Jaurès und die andern sozianannte er auch Personen und Ereignisse so offen, daß dieser listischen Abgeordneten ausgepfiffen, die rohesten Straßenszenen Theil seiner Ausführungen wohl noch weitere Erörterungen verursacht und das Abhalten der geplanten Volksversammlung in Gefolge haben muß, als die paar nichtssagenden Be- verhindert. Wenn man bedenkt, daß Jaurès mit über mertungen, welche heute der Reichskanzler zu erwidern wältigender Majorität in Carmaux gewählt worden ist, so wußte. erkennt man sofort die Mache. " Es würde unseren Prozentpatrioten und Staatsmoraliften schlecht auftehen, in Zukunft auf unsere verkommenen Praktiken nicht abschrecken lassen, sondern im Gegentheil Die französischen Sozialisten werden sich durch derlei Nachbaru" jenseits der deutschen Grenzen hinzuweisen, wenn aus ihnen neue Waffen gegen die reaktionäre Regierung es nicht gelingen sollte, die Angaben Richter's in das Reich zu schmieden wissen. der Fabel zu verweisen. Wir wollen abwarten, ob morgen gelegentlich der Fortsetzung der Debatte dies geschieht. Der Gesammtausschuß des Bundes der Landwirthe war am 27. und 28. November im Reichstagsgebäude zu Berlin versammelt und beschloß einstimmig zwei Resolutionen. Die erste befaßt sich mit dem Antrag des Bundes auf Befestigung der Getreidepreise auf mittlerer Höhe gemeint ist der Kaniz- Antrag und erklärt: die " Das that er," sagte der wilde Orsini, indem er sich drohend Adrian näherte, während der ängstliche Savelli vergebens ihn am Mantel zurückzuhalten suchte, das that Aus den zahlreichen eingetroffenen Depeschen lassen wir die nachstehenden folgen: Unser Korrespondent telegraphirt: Bürgermeister, den Genoffen Calvignac, blutig und verhaftete ihn, auch der Abgeordnete Chauvin wurde verhaftet. Daß die ganze Polizei- Attaque vorher abgekartet war, geht aus folgender Herold- Meldung aus Paris vom 29. November hervor: Anläßlich der heutigen kollektivistischen Demonstration in Carmaux werden blutige Schlägereien erwartet. Der Polizeipräfekt ließ die Gendarmerie durch zwei Eskadrons Dragoner verstärken. Wolff's Bureau meldet ut. a. folgendes: Carmaux, 29. November. Der Abgeordnete Jaurès ist, begleitet von zehn anderen sozialistischen Abgeordneten, heute Mittag hier eingetroffen, um Rechenschaft über die Verwaltung seines Mandats abzulegen. Es waren umfassende Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ord nung unter Zeitung des Präfekten getroffen. Als die Abgeordneten den Bahnhof verließen, wurden sie von der Menge mit lautem Pfeifen empfangen, nur vereinzelt wurden Rufe laut: Es lebe Jaurès!" Einzelne Individuen_warfen fogar mit Schmuh nach dem Wagenzuge, der, von Truppen geleitet, sich nach dem Kasino begab, in dem ein Frühstück stattfand. " Unter den Personen, welche vor dem Saale, in dem der Abgeordnete Jaurès sprechen sollte, warteten, entstand ein Tumult, bei dem es zu Thätlichkeiten kam. Die berittene Gendarmerie machte die Zugänge zu der Eingangsthür frei. Mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Unter den Verhasteten befindet sich auch der frühere Bürgermeister Calvignac, dessen Gesicht ganz blutig war. Carmaux, 29. November. Sobald der Versammlungsfaal geöffnet war, drängte die Menge hinein. Es kam zu lärmenden Rundgebungen, wobei gepfiffen und gerufen wurde: „ Es lebe Jaurès!"" Es lebe die Soziale!" Jaurės versuchte vergeblich, fich Gehör zu verschaffen, und mußte von der Tribüne herabsteigen. Ein Versuch Pelletan's, zu sprechen, war ebenfalls vergeblich. Es entstand nunmehr ein großer Tumult im Saal. Der Polizeikommissar erklärte die Versammlung für aufgelöst. Die Genoomen ſad enten die Bed Beritene Gendarmerie hielt die Ordnung am Ausgang aufrecht. Als die sozialistischen Abgeordneten auf die Straße traten, wurden sie mit Rufen des Beifalles und des Mißfallens empfangen. Carmaux, 29. November. Nach der Auflösung der Versammlung begaben sich die sozialistischen Abgeordneten nach dem sozialistischen Kasino, wo heute Abend ein Bankett veranstaltet wird. Zahlreiche Patrouillen bewegen sich in den Straßen. Garmaur, 29. November. Der Deputirte Jaurès richtete an seine Wähler ein Manifest, in welchem er gegen die Hindernisse protestirt, die seiner Absicht, über die Ausübung seines Mandats seinen Wählern Rechenschaft abzulegen, ent gegengestellt wurden. Der Pariser Deputirte Chauvin wurde verhaftet und wird von dem Gericht in Albi wegen Schlägerei abgeurtheilt werden. Zahlreiche andere Sozialisten find wegen Ruhestörung in Anklagezustand versetzt. Paris, 30. November. Die 3 a hl der Verhafteten in Carmaux übersteigt 50, dieselben wurden jedoch alsbald wieder freigelassen. Begnadigungen. Die Leipziger Volkszeitung" bringt eine durch die Tagespresse bekannt gewordene Liste der Begnadigungsfälle, die seit Juni erfolgt sind. Das Blatt bemerkt gleichzeitig, daß ihre Liste auf Vollständigkeit keinen Anspruch mache. In 7 von den 12 mitgetheilten Fällen handelt es sich um Schußlente. Sie waren verurtheilt worden: weil sie ohne Beranlaffung von und in einer Untersuchung Zwangsmittel angewandt, sich ver. der blanken Waffe Gebrauch gemacht, oder Gefangene mißhandelt schiedene Ueberschreitungen im Amte hatten zu schulden kommen laffen, wegen Körperverlegungen und Mißbrauchs der Amts. gewalt. Einer von ihnen war ein Polizeiwachtmeister, zwei waren Polizeisergeanten. In zwei Fällen wurden Fabrikanten begnadigt, die wegen fahrlässiger Tödtung verurtheilt worden vorgenommen hatte. Die höchste Strafe batte wegen Erpressung waren, in zwei weiteren Fällen Duellanten, in einem Falle handelt es sich um einen Gemeindevorsteher, der Wahlfälschungen eines Geständiffes einen Polizeiwachtmeister getroffen, ein Jahr Zuchthaus. Die Strafe wurde auf vier Monate Feftungshaft gemindert. Deutsches Reich. - Die Zurückziehung der Handwerker. Bor. Die mit Abzeichen versehene Ordnungsbande von Carmaux Iage aus dem Nachlasse des Herrn von Berlepsch wird nun hat unter Polizeischutz Kundgebungen gegen Jaurès veranstaltet, auch von der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" bestätigt: Ein leines Häuflein Pfeifer gab dem Polizeikommissar den Sie schreibt: erwünschten Anlaß, unsere Versammlung aufzulösen. Ein Gendarm, der in den Saal trat, schlug den früheren Ein ungedrucktes Gedicht von Georg Herwegh. er, und geschähe es nicht aus Achtung vor Deiner Gegen- Schweizer Patriziers hat sich ein Gedicht der„ Eisernen Lerche" geIn dem Nachlaß eines mit Herwegh befreundet gewefenen wart, Stefanello-" " Dem Vernehmen nach hat sich in den Ausschüssen des Bundesrathes die Mehrheit gegen den preußischen Entwurf für Jch, sprach er barsch, focht gegen Demokraten, Dem frechen Schwindelvolk der Republik. Ich kam dem Allerchristlichen zu Hilfe Die frech den Felfen Betri sprengen wollte Bekämpfte scharf die stolze Kegerbrut, In frevelhaftem falschen Glaubensmuth, Ich half den Ruffen, Ungarn zu bezwingen, Schlug Fortschrittsmäner, Wühler jeder Art, Doch mußte ich dem Kampfe unterliegen Und habe diesen Reihen mich geschaart. Ein Glück, sprach Chriftus, sich zu Petrus wendend, Wir würden wahrlich wiederum gekreuzigt, funden, welches weder in den Neuen Gedichten" enthalten, noch Berleumder und Ehrloser!" unterbrach ihn Adrian, unseres Wissens sonstwie bekannt geworden ist. Es scheint der fast außer sich gerathen war vor Zorn und Unwillen, aus dem Anfang der fünfziger Jahre zu stammen; Inhalt und dem Orsini, der ihm entgegentrat, seinen Handschuh und Gefüge haben noch nichts von der Schärfe, welche den gerade in das Geficht warf, willst Du einen Ritter be- späteren Gedichten in der deutschen Arbeiterschaft einen Namen drohen, der auf allen Kampfpläßen Europa's und gegen verschafft hat. Wir geben es wieder als ein poetisches Werk aus die tapferfte Ritterschaft des Nordens die Ehre Romis bes einer Zeit, wo die Behandlung religiöser und legendärer Gegen- Ein Glück ist's, daß wir von der Erde sind, stände noch nicht zur Sache derer geworden war, die Ordnung, hauptete, während Deine Thaten Rom nur Schande machten? Bei diesem Pfande biete ich Dir Troß und fordere Gedicht: Dich heraus! Mit der Lanze und mit dem Schwert, zu Pferde und zu Fuß behaupte ich gegen Dich und Dein ganzes Geschlecht, daß Du unritterlich und ehrlos gehandelt haft, indem Du einen friedlichen und unbewaffneten Herold in Deiner Befestigung so mißhandelteft. Ja, selbst hier, wo die Schandthat begangen wurde, fordere ich Dich zu den Waffen!" Religion und Sitte in Erbpacht genommen haben. Hier ist das Noch Tausende sind wie vor Zeiten blind. " Nach dem Hofe unten! Folge mir!" sagte Orsini, gegen die Thüre zueilend. Hier! Gebt mir meinen Helmi und meinen Brustharnisch!" H d Ein Brief aus dem himmlischen Jenseits. Als Christus einst den Himmel inspizirte, Wie mir mein Freund aus jenem Jenseits schrieb, Kam auch der Herr mit Jüngern und Aposteln Bu einer Schaar, bei der er stehen blieb. In langen Reihen stand hier durcheinander Ein buntes Korps, theils mit gesenktem Blick, Und als der Herr im Strahlenglanze nabte, Da wichen viele ängstlich scheu zurück. Wer seid Jhr? fragte Chriftus mit Erstaunen, So jung gestorben, von der Welt schon hier? Bleib, ebler Orsini," sagte Stefanello. Die Beleidi- Wo fommt Ihr her, warum so schüchtern, Leute? gung, welche Dir widerfuhr, ist meine Sache ich habe die That zu verantworten, und gegen mich spricht dieser entartete Sprößling unfers Geschlechts. Adrian di Castello, bisweilen Colonna genannt, übergebt Euer Schwert, Ihr seid mein Gefangener!" nicht 3 Sprecht hier im Himmel offen frei zu mir, Als ich zur Zeit noch auf der Erde weilte, Jm Reich Judäa gab's fein solches Kleid, Doch laffen mich die röm'schen Hauben schließen, Daß Ihr vom Stand der Kriegsgesellen seid. Und einer trat hervor aus diesen Reihen, " D!" sagte Adrian, mit den Zähnen knirschend, daß Griff an den Helm und sprach mit freiem Muth: das Blut meiner Vorfahren nicht in Deinen Adern wallt, Reichstruppen find wir aus den deutschen Landen, sonst doch genug. Mich, Eures Gleichen und einen be- Für Recht und Vaterland gab ich mein Blut. günftigten Ritter des Kaisers, der die Grenzen Italiens Hier stehen viele meiner Kameraden, zu überschreiten im Begriff ist, mich werdet Ihr nicht In Schleswig- Holstein fanden wir den Tod.is wagen, gefangen zu halten. Euren Freunden begegne ich viel- Wir fochten muthig für die gute Sache, leicht, ehe einige Tage vorüber sind, an einem Ort, wo niemand zwischen unsere Schwerter treten wird. Bis dahin erinnere Dich, Defini, daß Du Deine Ehre gegen keinen unerfahrenen Arm auszulösen haben wirst." Adrian zog sich, mit dem Schwerte in der Hand, nach der Thüre zurück und kam bei dem Orsini vorbei, der noch unentschieden in der Mitte des Saales stand. ( Fortsetzung folgt.) Der Freiheit Hort vom Feinde hart bedroht. Drauf sprach ein zweiter mit gesenktem Blicke: diente treulich meinem Fürstenhaus, ding auf Kommando pflichtgetreu, beständig, 19 Bog auf Befehl nach jeder Richtung aus. E Ich diente stets der Kirche wie dem Kaiser, That meine Schuldigkeit in mancher Schlacht, So fiel ich denn mit meinen Kameraden, Eh von uns einer nur an was gedacht. Ein Dritter trat hervor aus diesen Reihen und fab den Meister an mit scheelem Blick, 162 D'rauf wandte freundlich sich der Herr zum Ersten Und sprach: Geh ein zu meiner Herrlichkeit, Nimm Platz am Heldentische mit den Deinen, Euch sei der Lorbeer um die Stirn gereicht, Denn ich und diese hier sind Freigefinnte, Und jeder erfte Christ war ein Rebell, Wir alle waren einstens Fortschrittsmänner Und sah'n für Fürst und Priester viel zu hell. Zum Zweiten sprach der Herr: Du starbst im Glauben, Ju dumpfer Einfalt ohne große Schuld, Dir find vergeben alle Deine Sünden, Auch mit dem Schwachen hat der Herr Geduld; Geh hin und sehe Dich zu den Genossen, Die einst im Glaubenskrieg gefallen sind, Sie fochten unter Tilly treu dem Wahne Des wahren Rechts, für alles And're blind. Zum Dritten sprach der Herr: Ich muß bedauern, Um Dich und einesgleichen thut's mir leid, Judessen kann ich Euch im Himmel nicht behalten, Ihr stört am Ende noch die ew'ge Seeligkeit. Drum linksum kehrt, fort aus des Himmelsräumen, Ihr sollt' fortan die Höllenschildwach' sein, Doch gebt hübsch Acht, laßt feinen Freigesinnten Durch Pfaffentrug zum Höllenthor hinein, Dort wohnt ein Fürst, der alles Heil'ge meidet, adre Ein Freund des Haffes und ein Feind des Lichts, Dort wacht als gleiche, geiftverwandte Knechte, sint Im großen Reich der Liebe taugt Ihr nichts. So sprach der Herr und es geschah sein Wille, Und alle Engel lobten Jesus Christ, Der reinen Geistesrichtung hier auf Erden Uns unverfälscht ein hohes Vorbild ist. Drum nehme Jeder sich daraus die Lehre Und fämpfe unverzagt zu jeder Zeit, d Bedenket, daß auch Christus einfiens wollte, Daß alle Welt vom Seelenjoch befreit. Die Zwangsorganisation des Handwerks ausgesprochen, und ist f nunmehr ein Sonderausschuß eingesetzt worden, welcher sich mit den von füddeutscher Seite gemachten Vorschlägen be schäftigen soll. Zum Gouverneur von Ostafrika ist nach über: einstimmender Blättermeldung Oberst Liebert ernannt worden. Für die Ernennung des genannten Offiziers soll die Erwägung maßgebend gewesen sein, daß man einen Mann an die Spiße der oftafrikanischen Kolonie stellen zu müssen glaubte, der mit rücksichtsloser Energie gleichzeitig die Gabe besitzt, durch seine Persönlichkeit wie durch sein tonziliantes Wesen sich Einfluß und Achtung zu verschaffen. Desterreich. Die Hafenarbeiter- Bewegung. Unser Spezial- Berichterstatter schreibt uns aus Hamburg unterm 29. Sovember: Alle Rheder" stehen still, Wenn dein starker Arm es will! " Die Der gleichfalls offiziöse Hamburger Korr." schreibt: Die Vorschläge des Bundesraths dürften sich vor allem Durch eine Vereinfachung der Organisation gegenüber dem Diefer Scherz wird hier vielfach tolportirt. Und in der preußischen Entwurf auszeichnen. Als wahrscheinlich kann That: alle Rheder! Auch am heutigen Sonntag ruhte alle bezeichnet werden, daß die Mittelklasse, die Handwerksausschüsse, Arbeit im Hafen, während sonst beim Löschen und völlig fortfallen und man nur Jnnungen und Kammern schaffen - Etatsüberschreitungen. Der Zentralrechnungs. Laden der großen Ozeandampfer Tag und Nacht, Wochen wird. Aber auch die Innungen zu Zwangsinnungen zu machen, Abschluß für das Jahr 1893 ergab, daß die etatsmäßigen Aus- tags und Sonntags mit allen Kräften gearbeitet wird. Eine heute spürt man wenig Neigung; man dürfte die jetzigen Jnnungen be- gaben die bewilligten Kredite um 22 004 293 Gulden 3912 Kreuzer Worgen unternommene Rundfahrt im Hafengebiet zeigte uns stehen lassen und sie nur da obligatorisch machen, wo eine Mehr überstiegen haben. Trotzdem schließt das Budget mit einem überall die Physiognomie des Streiks, und überall Sympathien heit der Handwerker das selbst verlangt. Nicht ausgeschlossen ist Ueberschuß von fast 30 Millionen ab, da die Steuereingänge die für den Streif; auch bei den feefahrenden Mannschaften, die anferner, daß man die Organisation überhaupt auf die Städte veranschlagte Summe um 48 629 190 Gulden überschritten. Man gemustert haben und dadurch nach der Seemanns- Ordnung am beschränkt, dagegen das flache Land ganz ausschließt. Betreffs hat also die Steuervoranschläge absichtlich niedrig angefeßt, um Mitstreiken verhindert sind. Auf einem großen nach Südamerika der Kammern herrscht anscheinend die Meinung vor, daß reine mit Dußenden von Millionen frei von der Verfügung und Kon- bestimmten Dampfer wurde mit einigen Streikbrechern und der Handwerkskammern zu bilden, wenig empfehlenswerth ist, da, trolle des Parlaments wirthschaften zu können. Schiffsmannschaft gearbeitet. Am Mast, am Kajütshaus u. f. w. abgesehen von Schlächtern, Bäckern und Barbieren, eigentlich Wien, 30. November. Gestern fand unter dem Borsig des flebten die Bettel des Streikkomitees, durch welche die Streik fein Handwerk vorhanden ist, das sich auf sich selbst beschränkt, Finanzministers Dr. v. Bilinski eine mehrstündige Berathung brecher zur Niederlegung der Arbeit aufgefordert werden und nicht vielmehr in Gewerbe und auch Handel übergreift der Sachverständigen der Zuckerindustrie statt. Dem ihnen das Geld für die Rückreise zugesagt wird. Auf unsere Kammern nach dem Vorbilde der württembergischen Gewerbe-" Fremdenblatt" zufolge legte der Minister dar, daß die Bei Frage, ob denn die Bettel nicht abgerissen würden, erklärte uns #kammern haben im Bundesrath zweifellos warme Befürworter. behaltung der hohen Ausfuhr prämien durch die ein Matrose lachend, die Zettel wären nicht ihr Eigenthum; wer Wie weit die angeführten Aenderungsvorschläge Gestalt geartelle erschwert werde. Der Erlaß eines allgemeinen sie angeklebt habe, werde sie ja auch wohl wieder abreißen. Diese winnen werden, entzieht sich selbstverständlich unserer Be- Kartellgesetes sei als möglich in betracht zu Stimmung herrscht überall. urtheilung; sollte der Entwurf des Bundesrathes sich aber ziehen. Die Sachverständigen bemühten sich, die Kartelle Der Streit ist absolut aussichtsvoll. Die Rheder und ziemlich eng an sie anlehnen, so würden wir nach dem, was als ein Lebensbedürfniß der österreichischen Zuckerindustrie die Stauer wissen einfach nicht mehr aus noch ein. wir aus Bundesraths- Kreisen hören, nicht überrascht sein. hinzustellen und erklärten sich bereit, demnächst Vorschläge zu er- Die Aufgabe des Liberalismus, so schreibt statten, um die Bedenken gegen die erhöhten Ausfuhrprämien der liberale Hann. Cour." gegenüber dem konservativen Dele- und gegen die Kartelle zu beseitigen. Kartelle Lebensgirtentag, ergiebt sich von selbst. Je rücksichtsloser man dort bedärfuisse? Ja wohl, für die Unternehmer. für die reaktionären Ziele eintreten wird, um so schärfer werden Ungarn. auf unserer Seite die liberalen Ideen gegen jede Beeinträchtigung zu vertheidigen sein. Bei etwas Schamgefühl würde das Organ Abgeordnetenhauses theilte der Alterspräsident mit, daß fünf Budapest, 28. November. In der heutigen Sitzung des des Herrn Bennigsen die nationalliberalen Wähler, die schon zahllose Male von den Nationalliberalen genasführt wurden, zehn Wahlen durch Petitionen angefochten werden. -Das Abgeordnetenhaus wählte in der heutigen mit solchen Versprechungen nicht behelligen. Heißt es bei der Partei Drehscheibe nicht mehr schreiben und festreden, sondern Sigung Desider Szilagyi zum Präsidenten. Wie in Ungarn Wahlen gemacht werden. stimmen und Farbe bekennen, dann findet man diese traurige vor den legten ungarischen Reichstagswahlen versprach der Gesellschaft stets im Gefolge der äußersten Reaktion. Es giebt Pfarrer von Tisza- Görs seinen Wählern Nachlaß der Trauungs- Binnenschifffahrt zu versperren. wenige, die daran zweifeln, daß bei den Verhandlungen und Abstimmungen über das neue preußische Vereinsgesetz die national- gebühren, wenn sie für seine Kandidaten stimmten. Die Wähler liberale Fraktion getreu der Auslegungspraxis im Machtbereiche bissen auf den Köder, aber der Kandidat fiel durch. Nun wollte abend Abend haben die Kornarbeiter den Ausstand be. des Herrn v. Bennigsen mit den Sardorf, Zedlig, Limburg- auch der Pfarrer nicht seine Gebühren fahren lassen und schickte schlossen; die Maschinisten, auf deren Betheiligung es den Exekutor. Die Bauern rückten darauf dem Hochwürdigen sehr Stirum an einem Strange ziehen wird. Herr Möller- Brackwede mit Heugabeln und Dreschflegeln auf den Leib, und er mußte fein lung; ebenso wollen sich die Elbschiff3- Maschinisten viel antommt, haben heute Abend Versammwird dann Wortführer seiner Partei sein. Versprechen schriftlich wiederholen. Als die Bauern abgezogen, verständigte der Pfarrer den Oberstuhlrichter, der sandte ein anschließen. Nach der heutigen Schätzung der Zentrale streiken Bataillon Soldaten, und die„ Ordnung" wurde wieder her- und haben etwa 17 000 Kinder zu ernähren. Das ergiebt 38 000 jetzt mindestens 13 000 Manu, davon sind 8000 verheirathet gestellt. am Streit betheiligte Menschen! Die Streitzahlen der einzelnen Schweiz. Branchen schätzt man wie folgt: Schauerleute 6000, Ewerführer 3500, Schiffsreiniger 900, Kohlenarbeiter 1500, Seeleute 700, Getreide Arbeiter 500, Schiffsmaler 300, Duai- Arbeiter 600, Kesselreiniger 450, Gesellschaft Rette 120. wettern! " = Frankreich. = 1 Schuppen auf den Quais sind mit Waaren überfüllt, die nicht expedirt werden fönnen; die Eisenbahn- Direktion fordert die Gr porteure auf, die aus dem Inland zur Verschiffung angekommenen Waaren zu übernehmen, was sie doch nicht können. Anderer. feits fordern die inländischen Industrien, die überseeische Rohstoffe Safen liegen. Unter dieser Kalamität leiden namentlich auch die verarbeiten, von den Importeuren die Lieferung, die ebenfalls nicht erfolgen kann, weil die Schiffe ungelöscht im Guanofabriken, Petroleumraffinerien, Edelmetallschmelzen, JuteIndustrien Hamburgs und der nächstgelegenen Städte, die Rheder- und Stauerkreise. Dazu hat der Winter eingesetzt und spinnereien, Balmöl- Fabriken 2c. Das alles drückt auf die droht, schon in furzer Zeit eine Reihe von Häfen und die ganze Der Streit selbst wächst immer noch an Ausdehnung. SonnDie Streit organisatiou, die anfangs nicht flappte, Noch ein Desterreicher preußischer Gesetz geber. Die ungeheuren Güter des eben verstorbenen Karl Egon Fürsten zu Fürstenberg erbt der österreichische OberLieutenant Maximilian Egon Fürst zu Fürstenberg. Derselbe war bisher erbliches Mitglied des Herrenhauses des öster= - Reform des hypothetarwesens in Basel reichischen Reichsraths. Da er nun in sämmtliche Rechte I and. Die Volksabstimmung in Sachen der Hypothekarreform seines verstorbenen Vetters tritt, wird er nicht nur Haupt des ist auf den 13. Dezember angesetzt. fürstlichen Gesammthauses Fürstenberg, sondern auch erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses, der württem bergischen Kammer der Standesherren und der badischen Paris, 28. November.( Eig. Ber.) Die Ruhe der Budweil die Bewegung ganz unvorbereitet und in ungeheurer Ausersten Kammer, ohne seine Rechte als Mitglied des öfter- getberathung wurde zwei Tage lang unterbrochen durch dehnung hereingebrochen war, funktionirt jetzt gut. Für alle reichischen Herrenhauses zu verlieren. Der Mann hat es einen heftigen Kampf um die Verweltlichung der streikenden Branchen bestehen eigene Kontrollbureaus, welche fort gut, er kann in vier Parlamenten gegen die Internationalen" staatlichen Primar Mädchenschulen. Während seit während durch hunderte und tausende von Streifenden belagert dem Schulgesetz von 1886 sämmtliche Primarschulen für Knaben werden, die sich Streiffarten ausstellen oder die schon früher beDaneben besteht ein Zentral3um Prozesse 2übow Reckert. Die Gesuche verweltlicht worden sind, bleiben mehr als 8000 Mädchenschulen kommenen abstempeln lassen. mm Zulassung zum Prozesse Leckert und Genossen haben einen bis heute unter der Leitung des Klerus. Der Staat bestreitet bureau, wo die Gesammtabrechnung erfolgt, und ein Korrespondenzfolchen Umfang angenommen, daß seitens der leitenden Stelle mit Ausnahme der Ausgaben für Unterhalt des Schulgebäudes, bureau, wo das Nachrichtenwesen konzentrirt ist. Das Sammelgestern noch eine dankenswerthe Umänderung getroffen worden da wo derselbe Stiftseigenthum ist, alle Ausgaben, wie für die liſtenwesen und die Postenorganisation ist gut geordnet. Alle BahnNonnen höfe, die Zugänge zu allen Quais sind Tag und Nacht mit Posten Die Verhandlungen, für welche fünf Tage der sonstigen Schulen, der Unterricht wird aber von 2., 3., 4., 5. und 7. Dezember in Aussicht genommen sind, ertheilt. Das liegt nicht nur daran, daß das Schulgesetz für befeßt, die regelmäßig abgelöst und selbst wieder durch eine werden im kleinen Schwurgerichtssaale stattfinden. die Verweltlichung der Mädchenschulen feine bestimmte Frist Kommission kontrollirt werden. Ferner wird auf Dampfangesetzt hat( die Frist für die Knabenschulen betrug 5 Jahre), barkassen( kleine offene Dampfboote) das Hafengebiet Aachen, 26. November.( Nat- 3tg.) Der Kriminalkommissar sondern auch daran, daß die opportunistischen Ministerien befahren, um festzustellen, auf welchen Schiffen gearbeitet Grams, der am Sonntag Abend sich, wie wir mitgetheilt, bier immer mehr und mehr in ihrem Verwaltungseifer erlahmten. wird, und um event. die Streitbrecher von den im Strom als Brüsewig II aufgespielt und die bekannten Erzeffe im Rausch Aus der Kammerdebatte ging hervor, daß das Gesetz vielfach liegenden Schiffen herunter zu holen. Etwa angemeldeten Streik. verübt hatte, stand, da er Offizier war, heute vor dem Offizier umgangen wird, indem die altgewordenen Namen ihren Platz an brecherzügen werden Leute auf dem Eisenbahn oder Wasserweg Ehrenrath. Er hat, soviel über diese Verhandlung in die eine jüngere Schwester abtreten, um so die Verweltlichung auf dem entgegengeschickt, um sie zur Rückkehr zu bewegen. Erst heute lag Deffentlichkeit gedrungen ist, wegen seiner Aufführung eine Wege des Aussterbens der frommen Lehrerinnen zu verhindern. wieder die Nachricht der Verschickung von 400 lippischen ernste Rüge erhalten. Der von ihm mißhandelte Kellner Dagegen wird von dem Rechte, die Nonnen durch weltliche Ziegeleiarbeitern und der bevorstehenden Ankunft eines britischen foll einen Strafantrag gegen ihn nicht gestellt, die Staats- Lehrerinnen zuerfeßen, niemals Gebrauch gemacht. Dampfers mit 150 englischen Streitbrechern vor. anwaltschaft soll sich aber der Sache ex officio bereits an genommen haben. ist. " Die Eisen= Während der Berathung des Budgets des UnterrichtsVon den Unternehmern werden unausgesetzt Anstrengungen freilich vergeblich um Ersatz für die Streifenden ministeriums stellte nun die Opposition den Antrag auf Ver- gemacht Von anderer Seite wird gemeldet, daß Brüsewis II vom weltlichung der Mädchenschulen binnen zwei Jahren. In der zu beschaffen. An den Anschlagfäulen prangte gestern ein Plakat: Amte suspendirt sei. gegenwärtigen parlamentarischen Situation mußte die Frage eine Tausend Hafenarbeiter gesucht. Meldung in den Passagier. ( cho Braunschweig. Die Br. Landes- 3tg." schreibt unterm scharfe politische Spize bekommen, da ja das Kabinet vor allem Hallen. Für Schutz der Arbeiter ist gesorgt." Eine hiesige 28. November: Wegen Freiheitsberaubung ist heute auf seine klerikalen Bundesgenossen Rücksicht zu nehmen Firma hat sich an die Marineverwaltung in Riel gewandt vom Kaufmann H. Pistorius beim Landgerichts- Präsidenten Dedekind hat. Der oppositionelle Antrag wurde zwar von der Rewegen Lieferung von dreihundert Marinesoldaten, ist jedoch mündlich Beschwerde erhoben worden. Wie wir bereits gierung mit juristischen und finanziellen Gründen bekämpit, an das Reichs Marine- Amt in Berlin gewiesen worden. berichteten, wurde nach Schluß der gestrigen Verhandlung gegen die wahren Motive aber lagen nur allzu deutlich in der Die Behörden stehen mit ihren Maßnahmen vielfach auf Seite der Rheder und Stauer. Zahlreiche Verhaftungen, den Redakteur Jaeckh die Thür des Sigungsraumes im schlotternden Angst Meline's, die Klerikalen zu verstimmen. Das Amtsgerichte auf Veranlassung des Gerichtsvorsitzenden, Ober- trat namentlich zu tage, nachdem die Opposition ihre Forderung Geldbeschlagnahmen 2c. amtsrichter Wegmann, verschlossen und damit die noch in dem auf die Verweltlichung derjenigen Mädchenschulen beschränkt hatte, bahn- Direttion führt die Wagen mit Streitbrechern unter Raume befindlichen Berfonen auf einige Zeit der Freiheit beraubt. welche in fommunalen, nicht in Stiftsgebäuden untergebrachi Aufwendung vieler Hin- und Herrangiererei von den Bahnhöfen Die Angaben des Beschwerdeführers wurden vom Landgerichts- sind. Damit wurde der finanzielle Vorwand entkräftet. Meline direkt auf die Quais, um die Leute der Einwirkung durch Präsidenten zu Protokoll genommen und es sollen, wie wir lehnte aber auch das ab und dieselbe opportunistisch klerikale Streifende zu entziehen. hören, demnächst in dieser Angelegenheit umfassende Beugenver- Majorität, die das klerikalfreundliche Kabinet in der Inter- bürgerlichen Zeitungen. Die Bismarc'schen Hamburger NachEine geradezu klägliche Rolle spielt ein Theil der hiesigen nehmungen erfolgen." pellation Mirman gerettet hatte, stimmte nun auch gegen die Ueber die Verhandlung gegen den Genossen Jäckh wird uns ernstliche Anwendung des Schulgesetzes. Was diesem Votum eine richten" riefen, wie schon berichtet, alle patriotischen, gebildeten noch geschrieben: Als Jäckh gefesselt durch die Stadt geführt die Bourgeoisrepublikaner besonders entwürdigende Bedeutung jungen Leute auf, aus den Komptoiren zu eilen und die Schiffe zu zu löschen, um Hamburgs Ehre wurde, fah ihn seine Frau und sagte:" Sehen Sie doch nur, giebt, ist der Umstand, daß sie unmittelbar vorher mit den Radi Inzwischen scheinen Herr Altendorf, er hat meinen Mann an die Rette gefeffelt falen und Sozialisten das Prinzip der sofortigen Verwelt- und Hamburgs Handel zu retten". Der eskortirende Gendarm drehte sich um und sprach:" Jawohl, lichung, entgegen der juristischen Auslegung des Ministerpräfi- die opfermuthigen jungen Herren schon ein Haar in der Sache gefunden zu haben. Denu heute schreibt dasselbe Blatt:„ Eine ich habe ihn gefesselt." Im Gerichtssaal ließ der Gerichts- denten, votirt haben. präsident den Genossen Jäckh, der Soldat gewesen war, durch Marseille, 28. November. Der Kolonialminister pernünftige Oberleitung sollte dafür sorgen, daß die tapferen den Gendarm in Positur stellen. Als die Verhandlung zu Ende Lebon, welcher heute bei der zwanzigjährigen Gedenkfeier der jungen Leute, die gewiß im Anfang sich auf die Waarentisten und war, erscholl die Stimme des Präsidenten:" Herr Gendarm, geographischen Gesellschaft den Vorsiz führte, betonte in seiner Rohlensäcke stürzen wie die Sperlinge auf den Hafer, nicht führen Sie den Mann ab, das Publikum bleibt" hier. Schließen Rede mit großem Nachdruck die Nothwendigkeit, gegen Das Geheimniß des guten körperlichen Arbeitens ist: Festina durch Ueberanstrengung in der ersten Zeit entmuthigt werden. Sie die Thür!. Die Einschließung der Zuhörer dauerte etwa den englischen und deutschen Wettbewerb lente:( Eile mit Weile.)" Sonst hat es beim Löschen der Schiffe außerhalb Europa's anzu kämpfen. anders geheißen! 5 Minuten. " Rumänien. Türkei. Saalfeld a. d. Saale, 30. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) Bei der Gemeinderathswahl in Bukarest, 28. November. Der frühere Bürgermeister von Unterm Montag berichtete unser Spezial- Berichterstatter Lauscha( Meiningen) Bukarest, Filipesco, und der Bruder des früheren konservativen unterlagen trotz großen Stimmen Ministers Jonesku riefen an der Spitze von etwa 400 Individuen etwa 1000 Speicherarbeiter die Arbeit niedergelegt. Der Streit wächst noch immer an Ausdehnung. Heute haben zuwachses unsere Kandidaten. In Lehesten wurden ein Genosse Straßenunruhen hervor. Die Polizei wurde beim Ein- Dadurch ruht zum größten Theil auch die Arbeit auf den vom und zwei Gegner gewählt. schreiten mit Steinwürfen empfangen, zerstreute die Ruhestörer hamburgischen Staat im Freibafengebiet erbauten großen 3ur Reform der Militär Strafprozeßiedoch mit leichter Mühe. Speichern. Nicht unmöglich ist, daß noch etwa 1800 Quais Ordnung. Die Köln. 3tg." meldet aus München: Bulgarien. Arbeiter von den Staats- Quais hinzukommen. Diese Hiesige und sonstige Beitungen berichten über eine protestirende- Die Parlamentswahlen haben mit dem üblichen haben beschlossen, unter keinen Umständen den Schauerleuten Stellung, die Bayern im Bundesrathe betreffs der Militär- Straf- überwältigenden Siege der Regierung geendet. Die Oppositions- dadurch in den Rücken zu fallen, daß sie die Schiffe selbst löschen. prozeß- Ordnung eingenommen habe. Thatsächlich haben bis parteien erhielten von 160 Mandaten blos 15. Alle der Regie Vorläufig ruht die Arbeit auf den Quais, ohne daß her weder der Bundesrath noch die Ausschüsse rung feindlichen Parteiführer sind unterlegen. In Sofia und die Quai- Arbeiter ihrer Weigerung wegen entlassen worden fich mit der Materie beschäftigt. Die Münchener Be- einigen Provinzorten tam es zu ernsten Ausschreitungen, bei wären. Ebenso wollen die Werftarbeiter streiten, wenn rathungen mit den Vertretern einzelner Ministerien bezweckten die denen ebenso wie bei den Wahlen die Regierung dank der be- sie gezwungen werden sollen, Schauermannsarbeit zu thun. Die Feststellung der auf die Militär- Strafprozeß- Ordnung bezüglichen waffneten Macht Sieger blieb. ganze Arbeiterschaft sympathisirt in dieser Weise mit den Weisungen für die bayerischen Bundesrathsbevollmächtigten. Der Streifenden und unterstüßt sie. Die staatlich geprüften Ministerrath hat inzwischen diese Weisungen gebilligt; die GeIn Stambul sind neuerdings Verhaftungen von Maschinisten, auf deren Haltung viel ankommt, haben ihre nehmigung durch den Prinzregenten steht noch aus. Die Köln. Softas vorgenommen worden. Forderungen den Rhedern und Eiverführerbaafen unterbreitet. Wenn 3tg." sagt, über den Inhalt dieser Weisungen werde strengstes Armenische 3. Aus Triest wird gemeldet, die die Forderungen bis heute Nachmittag 4 Uhr nicht akzeptirt werden, Stillschweigen beobachtet; indeß werde Bayern, nachdem der Direktion des österreichisch ungarischen Lloyd leitete gegen wird die Arbeit eingestellt. Eine heute Morgen wieder unterReichstanzler die Vorlage einer Militär Strafprozeß den Lloydagenten von Rhodus und einen Lloyddampfer- Kapitän nommene Hafenrundfahrt auf einer speziell dazu geOrdnung versprochen, Entgegenkommen zeigen und eine Untersuchung ein, weil dieselben dringend verdächtig sind, charterten Dampfbarkaffe bestätigte uns aufs neue, daß thatunter gewiffen Rautelen dem obersten deutschen eine Anzahl an Bord befindlicher armenischer Flüchtlinge fächlich fast überall gestreift wird. In den Militärgericht nicht widerstreben. Das heißt, den türkischen Behörden ausgeliefert zu haben. verschiedenen großen Häfen, dem Hansahafen, Segelschiffhafen, Indiahafen, im Batenhafen( wo die Schiffe der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt- Gesellschaft liegen), im Grasbrookhafen, Sandthorhafen 2c., überall liegen theils an den Quais, theils auf dem Strom die Schiffe, die entweder nicht gelöscht werden, oder keine Ladung bekommen. Soweit auf einigen wenigen ein kleiner Betrieb aufrecht erhalten wird, geschieht es von der Schiffsmannschaft mit wenigen Streits brechern. Es schafft aber nicht. M V die Sache ist noch gar nicht so weit. Uebrigens haben Diese Schifffahrtsgesellschaft bezieht eine hohe Subvention wir gegen einen obersten Militärgerichtshof im Grunde ge- von der österreichisch- ungarischen Regierung. Es ist abzuwarten, nommen gar nichts. Aber wie steht es denn mit der Deffent- wie sich diese Regierung gegen diesen unerhörten Bruch des lichkeit des Verfahrens? Giebt Bayern Preußen nach? Ja oder Völkerrechts verhalten wird. nein?! Das Spiel der Offiziöfen ist immer das gleiche. Wenn Aus Konstantinopel wird noch gemeldet: fie gerade nicht dementiren, und nicht anders fönnen, gestehen Die deutsche Botschaft ließ auf dem armenischen Kinderfie die Wahrheit, aber nur tropfenweise. Sie meinen, daß thut spital, um dasselbe vor der Wuth der türkischen Soldaten zu dann nicht so weh. schüßen, die beutsche Flagge hiffen, bedürfen. $ Morgen Dienstag beginnt die Auszahlung der Streifunter- und die Italiener schrieen noch mehr. Schließlich fuhren die Zeit disponibeln 16 radfahrenden Kouriere einer Verstärkung fügung. Verheirathete bekommen pro Woche 9 M., pro Kind Arbeiter nach Basel zurück, der Agent blieb mit den Ausweis1 M. mehr, und ledige Arbeiter 8 M. die Woche. Nach den papieren in Straßburg. Und wenn er nicht weitergefahren ist, verschiedenen Gegenden, aus denen Streifbrecher erwartet werden, so ist er dort noch heute. gehen Abgesandte der Streifleitung ab. So hält sich einer in Schleswig, einer im Lippischen auf, wo Ziegelstreicher geworben werden sollten. Die Zahl der Streifenden beträgt jezt rund 14 000. Der ganze gewaltige Hamburger Welthandel ist brach gelegt. Ein Schleppdampfer ist vom Streit Komitee geschartert worden zum Zwecke besserer Agitation und Verbreitung von Flugblättern im Hafen. Ein Bäckermeister hat dem Unterstützungs= Die englischen Rheder werden von der Kapitalistenpresse Komitee 100 Karten für je ein Brot zur Vertheilung an bedürftige Streifende gegeben. Von den streifenden Ewerführern ist die benutzt, um die öffentliche Meinung gegen die streikenden Ham- Resolution gefaßt worden, im Falle eines eintretenden Schneeburger Hafenarbeiter aufzubringen. Im Bunde mit den Ham- gestöbers teine Arbeit zur Fortschaffung des Schnees anzunehmen. Das Hafen und Eisenbahn- Gebiet ist von den Posten der burger Nachrichten" suchen das Berliner Tageblatt" und die Der Vorsitzende des Vereins Hamburger Quartierleute von Streifenden vollständig zernirt. Vereinzelte Wagenladungen Unternehmerblätter aller Schattirungen die von Rhedern er- 1886 hat der Lohnkommission der Speicherarbeiter mitgetheilt, Streitbrecher wurden auch heute wieder direkt auf die Quais rangirt. Die lippischen Streifbrecher werden von Uelzen an fundenen Lügen zu kolportiren. Allerdings haben die englischen daß der Verein nicht in der Lage ist, den Lohntarif anzunehmen, Die lippischen Streifbrecher werden von Uelzen an Rheder Verbindung in Hamburg gesucht und gefunden. Im fommission in Unterhandlung zu treten. auch die jetzigen Zeitverhältnisse es nicht gestatten, mit der Lohnin geschlossenen Wagen befördert. Die Segelmacher in Der Kaiser hat sich, wie der Hamburgische Korrespondent" September d. J. berichtete das Senatoren- und Rhederorgan Hamburg- Alton haben zu dem Streit der Hafenarbeiter und Seemeldet, während seines Aufenthaltes beim Grafen Walderfee in Hamburgischer Korresp.": daß die englischen Rheder leute ebenfalls Stellung genommen. Altona über die Ausstandsbewegung Bericht erstatten lassen. für ihren Sonnabend Abend fand zu diesem Zwecke eine Versammlung Weiter wird mitgetheilt, daß der Staatssekretär v. Bötticher Verband, mit dem fie das statt, worin ebenfalls beschlossen wurde, daß die Segelmacher von den hamburgischen Behörden Bericht erbeten habe. Roalitionsrecht der Arbeiter vernichten wol sich verpflichten sollen, teine Matrosenarbeiten zu verrichten und Das Komitee der Lagerhaus- und Speicheren, Mitglieder im Ausland suchen; ferner feine Segel um und abzuschlagen, sowie sich nicht als Segel arbeiter erklärt, ein Gesuch an die Handelskammer wußte das Rhederblatt damals hinzuzufügen, daß die macher oder Matrosen resp. Heizer oder Trimmer auf Schiffen seitens dieser Branche um Vermittelung sei abgelehnt worden, anmustern zu lassen, bis die Arbeitseinstellungen der Seeleute Verbande da nur ein Antrag beider Parteien berücksichtigt werden könne. Hamburger Rheder sich diesem ihr Ende erreicht haben. Die Versammlung erklärt sich mit den Der hamburgischen Turnerschaft muthen die angeschlossen haben. Im Interesse des englischen ausständigen Hafenarbeitern und Seeleuten solidarisch und ver " Hamburger Nachrichten" das Organ der alten Raketentiste" Rhederverbandes lag auch die Ausweisung Tom Mann's spricht, denselben mit allen gefeßlich erlaubten moralischen und im Sachfenwalde die Rolle des Streitbrecherthums zu.„ Es Damals haben die Hamburger Rheder wohl nicht geglaubt, daß materiellen Mitteln zum Siege zu verhelfen. die Hamburgische Turnerschaft ihre Kraftübungen nicht blos die Bundesgenossenschaft der englischen Rheder als verruchte That zum Vergnügen betreibt, sondern daß diese auch unter verschrieen werden soll, sonst hätten sie ihren Beitritt zum VerUmständen der Vaterstadt zum Segen gereichen können." So bande nicht publizirt. Der Appell an den Patriotismus wird sich beißt es in dem betreffenden Aufruf, den ein 74jähriger n seinen Folgen gegen die Unternehmer richten. Patriot" unterzeichnet hat, der bereit ist, seine schwachen Kräfte in den Dienst zu stellen". " ist der Augenblick gekommen, wo Ihr zeigen könnt, daß Aus Bremen liegt folgende Wolff'sche Depesche vom Montag vor: Heute findet eine von dem Vorstand der Bremer Lager: haus- Gesellschaft veranlaßte Versammlung statt, behuss Aussprache zwischen dem Vorstand und den Streifenden. Heute früb erschienen 130 Mann zur Arbeit, etwa der vierte Theil der in normaler Zeit Beschäftigten. 20 Rrähne find in Betrieb. Aus Geeftemünde wurde uns am Montag depeschirt: Der Hamburger Dampfer, Adria" tam heute hier an und wollte löschen. Die Arbeiter verweigerten einmüthig die Löschung. Morgen Dienstag ist große Verfammlung. Die Getreideträger Stettins fündigen an, daß wenn das Träger- Amt fortfährt, die Zahl der Mannschaften zu fürzen wie jezt, so daß z. B. 5 Mann soviel leisten sollen wie sonst 6 und 7, sie gezwungen sind, im Frühjahr Schritte dagegen zu unternehmen. Die Hafenarbeiter- Versammlung in Kiel, die, wie schon in der Sonntag- Nummer des Vorwärts" berichtet wurde, die moralische und petuniäre Unterstüßung der Hamburger beschloß, wählte eine Kommission mit dem Auftrage, einen Lohntarif auszuarbeiten und denselben einer im Laufe dieser Woche einzuStreifes nicht anzuerkennen vermöge. Das begreift sich schon Die ,, Germania" erklärt, daß sie die Berechtigung des deshalb, weil die Hamburger Hafenarbeiter und Seeleute für die fatholische Kirche nicht zu haben sind. Ob die Hamburger Hafen arbeiter und Seeleute ihre Hoffnung auf etwas anderes als den Streit setzen konnten, ergiebt sich aus einer Mittheilung der Bolts- 3tg.", wonach z. B. der Verein der Seeleute, um bessere Bezahlung und Behandlung der Seeleute zu erreichen, seit seiner Gründung im Jahre 1891 unterhandelt hat: 1891 dreimal mit den Rhedern, " mit der Seeberufsgenossenschaft, 1892 mit dem Seemannsamt, B mit der Deputation für Handel und Schifffehrt, " Hamburg, 80. November.( W. T. B.) Ein heute an den Vorsitzenden des Rhedereivereins, Laeisz und an den ReichstagsAbgeordneten v. Elm gerichtetes Schreiben lautet:„ Im Dienste des öffentlichen Friedens unserer Stadt und zur Fernhaltung schweren Unglücks erbieten sich die Unterzeichneten zu dem Versuche, die zu weitgehenden Arbeitseinstellungen gediehenen Lohndifferenzen auf dem Ge. biete der Hafenarbeiten durch schiedsamtliche Bermittelung beizulegen. Der Vorschlag geht auf Einsetzung eines Schiedsamtes, das außer den Unterzeichneten aus einer von den Arbeit. gebern zu bezeichnenden Persönlichkeit und aus 4 von den Arbeitnehmern zu erwählenden Mitgliedern, demnach im ganzen aus 8 Personen zu bestehen und seine endgiltigen Beschlüsse mit einer Mehrheit von mindestens 6 Stimmen au faffen hätte. Die so eventuell stande zu kommenden Beschlüsse müßten im voraus als von allen Bes 1893 durch den Reichstags- Abg. Megger mit dem Deichstage zu theiligten verbindlich anerkannt sein. Die Unterzeichneten Berlin, " mit dem Reichsamt des Innern, " mit dem Hamburger Senat, " mit dem Reichs- Versicherungsamt zu Berlin, mit den Hamburger Rhedern. 1894 mit der Polizeibehörde, betonen ausdrücklich, daß sie diesen Vorschlag lediglich aus eigenem Antriebe und ohne über denselben mit der einen oder der anderen Partei in Fühlung getreten zu sein, der weiteren Entschließung der Arbeitgeber und Arbeitnehmer unterbreiten. Hamburg, 29. November. Senator Dr. Hachmann, Präsident berufenden Versammlung zur Beschlußfassung vorzulegen. Für teine einzige von Erfolg getrönt gewesen, und der Bürgerschaft, Sigmund Hinrichsen, Vorsitzender des Gewerbe " " gerichts, Dr. Noack." Harburg, 30. November.( W. Z. B.) Der Ausstand der hiesigen Hafenarbeiter und Ewerführer dauert unverändert fort. Am Hafen wird nur wenig gearbeitet. Bremen, 30. November.( Privatdepesche des Vorwärts".) ständige Ueberwachung des Hafens und des Bahnhofs seitens der Arbeiterschaft ist Sorge getragen. als jetzt der Streit ausbrach und sich der Verein an den VorDie Magdeburger Voltsstimme" erfährt, daß die Elb.figenden des Vereins Hamburger Rheder, Herrn Laeiß, schifffahrt 3- Gesellschaft„ eite" die Verladung wandte, ist ihm wieder eine abschlägige Antwort zu theil ge von Gütern in Hamburg vollständig einstellen mußte. Die„ Keite" worden. theilte den Hamburger Handlungshäusern mit, daß sie keine Güter Die im Stumm'schen Fahrwasser segelnde Deutsche nach den oberelbischen Bläßen annimmt, da die Verladung wegen fürchterlich sittlich entrüstet darüber, daß die Hafenarbeiter inter Die gestrige Versammlung hat 8000 M. zur Unterstützung der der Arbeitseinstellung ganz unmöglich sei. national handeln und daß die englischen Arbeiter die Leitung Streifenden bewilligt. Heute Abend haben 900 Streifende das haben. Das doch gewiß reichliche Geschimpfe der bürgerlichen Bresse über die schredlichen Engländer genügt der genannten Angebot der Lagerhaus- Gesellschaft abgelehnt. Es wird weiter Korrespondenz noch nicht. Warum ist denn fragt gestreitt. Die Differenzen zwischen der Firma Nathan, Philipp u. Ko. und ihren Arbeitern, welche Schauermannsarbeiten verrichten sollten, sind geschlichtet, da die Firma auf ihr Verlangen Verzicht geleistet hat. melden könne. Volkswirthschaftliche Korrespondenz" thut zur Auf dem städtischen Arbeitsnachweis in Frank. sie in diesem Falle jene Presse so fleinmüthig, Bremen, 80. November.( W. T. B.) Der Vorstand der furt a. M. wurde, wie die Volksstimme" berichtet, einem die doch sonst so beredt gegen das perfide Albion Bremer Lagerhaus- eiellschaft bestätigte der abends erschienenen donnern versteht? Lohnt es Arbeitslosen ein Schreiben der Elsässischen Transport fich etwa garnicht, Lohnkommission seine heute Mittag in öffentlicher Besprechung vor und Lagerhaus- Gesellschaft zu lesen gegeben, wonach der Frage näher zu treten, was angesichts der Thatsache zu ge- der gesammten betheiligten Arbeiterschaft abgegebenen Erklärungen: diese mehrere hundert Arbeiter für Hamburg schehen hat, daß international die Transportgewerbe eines Landes 1. daß er bereit sei, die gesammten Oberarbeiter, Krahnführer, fucht. Der betr. Schalterbeamte gab dem Arbeitslosen auch die lahm zu legen versucht werden? Vorarbeiter, Hilfskahnführer und ständigen Arbeiter in ihr genaue Adresse der genannten Gesellschaft an, damit er sich dort nationale Vorgehen der Arbeiter schimpft, hat nichts dagegen ein sich Dieselbe Korrespondenz, die so mörderlich über das inter früheres Bertragsverhältniß zurücktreten zu lassen, sofern diese bis heute Abend 7 Uhr hierzu einfinden oder pünktlich Der Frankfurter Arbeitsnachweis ist einer von denen, die zuwenden, daß sich die deutschen Schifffahrts- Gesellschaften und morgen früh zum Dienst Stelle find bei Streits oder Aussperrungen ihre Thätigkeit für die betreffende Rheder mit denen anderer Länder verbinden, um die Passagier 2. Daß er ferner bereit sei, diese Arbeiter nach Ablauf Firma oder die betreffende Branche nicht einstellen. Zu welchen und Gütertransport- Tarife ringmäßig in die Höhe zu schrauben. der Kündigungsfrist gemäß feinem Angebot vom 27. b. M. Unzuträglichkeiten das führt, zeigt der eben mitgetheilte Vorfall. Das ist die Volkswirthschaft", die man im Stumm'schen im fländigen Verhältniß zu beschäftigen. Mit bezug auf die Oberarbeiter und Krahnführer soll die in der Vorlage Die natürliche Folge ist, daß ein solcher Gemeinde- Arbeitsnachweis Lager treibt. sich nicht einleben kann, denn ohne das Vertrauen der Arbeiterder Lohnkommission vom 26. d. M. enthaltene Forderung schaft hängt er sozusagen in der Luft. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission nahm am( 2 Lohuklassen, die niedrigste mit 22,50 Mart pro Woche) Ablauf der In Stockholm, der Hauptstadt Schwedens, hat eine Ver- Montag nach einem Referat des Genoffen Moltenbuhr über nach Kündigungsfrist maßgebend fein; fammlung fämmtlicher Transportarbeiter- Fachvereine beschlossen, den Streit der Hamburger Hafenarbeiter folgende Resolution 3. daß er bereit ist, von morgen früh 7 Uhr ab fein Schiff aus Hamburg zu löschen, welches dort von nicht an: Die Delegirten der Berliner Gewerkschafts- Kommission fordern bisher im nichtständigen Verhältniß gewesenen Arbeiter ohne unionistischen Arbeitern geladen ist, und beauftragte die Vor- die Berliner Arbeiter auf, ungesäumt Sammlungen für die Rücksicht darauf, ob sie im Ausstand gewesen sind oder nicht, stände, zu untersuchen, ob dies bei dem in Stockholm erwarteten Hafenarbeiter Hamburgs in die Hand zu nehmen und die Gelder nach Punkt 2b seines Angebots vom 27. d. M. einzustellen, soweit Dampfer Gefle" der Fall ist. Die übrigen Transportvereine an das Gewerkschaftsbureau Annenstr. 16 abzuliefern. Die Ver- die Anforderungen des Betriebes es zulaffen; feine übrigen Schwedens werden aufgefordert, diefelbe Haltung einzunehmen. öffentlichung der Sammlungen findet durch den Vorwärts" Erklärungen vom 27. d. M. hält der Vorstand aufrecht. Aus Rotterdam meldet das„ Kleine Journal", 6000 Dock statt. Gleichzeitig ersuchen die Delegirten, daß die Gewerkarbeiter wollten am Dienstag die Arbeit einstellen. Aus fchaften geeignete Schritte thun, um den Zuzug von Hamburg Antwerpen berichtet dasselbe Blatt, daß dort vier Eng= fernzuhalten. länder wegen Aufforderung zur Theilnahme am Hamburger Streit ausgewiesen worden seien. Weitere Depeschen lauten: Hamburg, 30. November.( Privatdepesche des„ Vorwärts.") London, 30. November.( W. Z. B.) Ueber 1000 Arbeiter der Schiffswerft Gray u. Co. in West- Hartlepool stellten heute die Arbeit ein, um die Entfernung der auf dieser Werft stationirten, ihnen mißliebigen Polizeifonstabler zu erzwingen. Tie Arbeit auf dieser Werft ruht gänzlich. Aus London wird uns von unserem Korrespondenten ge= Hamburg, 30. November.( B. H.) Jeht find 15 500 Mann schrieben: Die Exekutive des Hafenarbeiter- Verbandes hat an ausständig. Heute sind 3000 Speicherleute in den Streik eingekündigt, daß die Entlaffung von Arbeitern, die Hamburger Schiffe getreten. Morgen wird der Generalftreit proflamirt. General Depelthen und lehte Nachrichten. nicht ausladen wollen, mit Streit beantwortet werden würde. Schleinitz, der heute den Hafen einer Inspektion unterzog, wird In Bristol und Hull werden solche Schiffe erwartet und dem Kaiser darüber Bericht erstatten. Die Haltung der Aus Reichenberg in Böhmt., 30. November.( W. T. B.) Jm demgemäß Konflikte befürchtet. Daß auch hier die Situation ernst ständigen ist musterhaft. Mai d. J. fanden aus Anlaß eines Arbeiterausstandes in Dörsel ift, beweist ein Leitartikel der„ Times", der giftige Ausfälle auf Tom Mann enthält. Kundgebungen statt, die zu einem blutigen Zusammenstoß dieses Zusammenstoßes wurde gegen 45 Personen Anklage wegen führten. Jufolge Schiffsherren- Verbandes. Tom Mann, der am Sonnabend in Grimsby eintraf, Stimmung war überall eine gehobene. In einer Frauen- Bergehens des Auflaufs erhoben. Das hiesige Kreisgericht veräußerte sich zu einem Vertreter der„ Central News" über seinen versammlung tamen polizeiliche Zwischenfälle vor, die Polizei urtheilte heute 36 der Angeklagten und zwar zwei zu KerkerHamburger Aufenthalt dahin: Er sei in Hamburg gerade machte von der Waffe Gebrauch. Ginige Verhaftungen wurden strafen von 12 bezw. 6 Monaten, die übrigen zu Arreſtſtrafen lange genug von der Polizei unerkannt und unbehelligt geblieben, um feine Mission zu erfüllen. In einem Café habe er sich vorgenommen. Im Hafen liegen heute 237 Schiffe, aber faft von 5 bis 14 Tagen. 9 Angeklagte wurden freigesprochen. Paris, 30. November.( B. H.) Der sozialistische Abgeordnete mit einem Vertreter des Bismarck Organs" über die überall ruht die Arbeit. Für die Auszahlung der Streit Jourde hat heute Nachmittag in der Kammer einen Antrag eins Situation des Streits unterhalten. Seine Rundfahrt im Hafen unterstützung, die morgen begiunt, liegen 75 000 m. bereit. Tom gebracht auf sofortige Freilassung des verhafteten Abg. Chauvin, babe guten Erfolg gehabt. Schon da sei die Polizei auf seiner Mann telegraphirt aus London, er werde für Sammlungen frischer That ertappt worden und deshalb die Verhaftung Der Antragsteller führte aus, daß der Abgeordnete nicht auf Spur gewesen; durch Vertauschen der Hüte mit seinem Begleiter habe er ihr jedoch ein Schnippchen geschlagen. Nachdem hätte sorgen und die Abreise englischer Streitbrecher ver ungefeßlich sei. Der Justizminister sagte, die Verhaftung werde er noch einer Sigung des Streitkomitees in Altona bei- hindern. Eine Anzahl englischer Streitbrecher ist heute zurück- beibehalten. Wenn die Kammer indeß die Freilaffung beschließe, gewohnt. Der Antrag wurde mit 175 gereist. Der Reichstags- Abgeordnete von Elm erhielt heute ein werde die Regierung sich fügen. zwischen Gendarmen und Arbeitern Die" Times" sind das Mundstück des Die heutigen elf Versammlungen verliesen ausgezeichnet, die 4 gegen 63 Stimmen angenommen. Die Regierung hat telegraphisch Wilson, Mitglied des Parlaments, hat mit der Direktion Schreiben des Senators und Polizeichefs Hachmann, in dem der Lincolnshire- Eisenbahn- Kompagnie tonferirt und von dieser den Befehl ertheilt, den Abgeordneten sofort freizulaffen. das Versprechen erhalten, daß die angedrohte Entlassung der dieser seine Geneigtheit fundgiebt, zu vermitteln. Paris, 80. November.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Jourde Matrosen ihres Dampfers Lincoln," die das aus Ham= Hamburg, 80. November.( W. T. B.) Die Maschinisten( Sozialist) brachte einen Antrag ein, nach welchem die Deputirten burg kommende Schiff zu löschen sich geweigert hatten, der Hafen- und Schleppdampfer haben heute Mittag 1 Uhr einen fammer die sofortige Freilassung des gestern in Carmaux fest nochmals in Erwägung gezogen und eventuell rückgängig gemacht wesentlich erhöhten Lohntarif an die Kapitäne versandt und genommenen Deputirten Chauvin verlangte. Jourde erklärte, werden soll. hinzugefügt, die Arbeitgeber möchten sich bis heute Nachmittag es handele sich hierbei nicht um eine Parteiirage, Am Sonntag nahm eine Versammlung von 700 Arbeitern 4 Uhr entschließen; sollte der Tarif am Dienstag, 1. Dezember, sondern um die Würde des Parlaments. Der Juizs der Londoner Docs einstimmig zwei Resolutionen an, von nicht bewilligt sein, würde die Arbeit eingestellt werden. Hierzu minister, Darlan erwiderte, die Justizbehörden hätten denen die eine gegen die Ausweisung Tom Mann's bemerkt der Hamburgische Korrespondent": Die Frist von drei die gerichtliche Verfolgung angeordnet, weil der Thäter auf aus Hamburg Einspruch erhebt, die andere fich für Errichtung Stunden, der Umfang der Mehrforderungen und der Ton des frischer That ertappt worden sei; wenn die Kammer indessen die eines Fonds zur Unterstützung der Ausständigen Schriftstückes werden zur Folge haben, daß eine Antwort über- Freilassung des Festgenommenen und die Einstellung der gerichts in Hamburg ausspricht. haupt nicht ertheilt wird. lichen Verfolgung verlange, so werde sich die Regierung vor der Mißgeschick eines Hamburger Werbers in In einer von etwa 3000 ausständigen Ewerführern besuchten Entscheidung der Kammer beugen. Der Antrag wurde mit 295 Basel. Freitag und Sonnabend versuchte ein Agent der Ham- Versammlung wurde mitgetheilt, daß die Staatsquai Arbeiter gegen 75 Stimmen angenommen. burger Rheder in Basel Ersatzkräfte anzuwerben. 50 arbeitslose den Beschluß gefaßt hätten, sofort die Arbeit einzustellen, sobald Rom, 30. November.( B. H.) In der heutigen Rammers italienische Maurer und Handlanger gingen ihm auch auf den die Anforderung an sie gestellt wird, Schiffe der Hamburg- Ameri- fizung brachte Rudini einen Gefeßentwurf ein, wonach der Prinz Leim. Ein jeder erhielt 10 Frts. Vorschuß, mußte aber feine tanischen Packetfahrt Aktiengesellschaft au löschen oder von Neapel eine Apanage von 1 200 000 Lire erhalten soll. Ausweisschriften ausliefern. Dann wurde abgedampft. Dann wurde abgedampft. Bis zu beladen. Heute Abend findet eine Versammlung von Imbriani rief:" Das ist eine Dummheit!" Rudini erklärte, der Straßburg fam die Reisegesellschaft. Nachdem man ge- oberelbischen Schiffern statt, um der Frage näher zu König werde in diesem Jahre die Summe von seiner Ziviliste frühstückt hatte, sollte die Reise weitergehen. Aber furz treten, ob sie sich am Streit betheiligen wollen. Diejenigen streichen. vor Abgang des Zuges erklärten die Italiener, fie gingen Streifenden, welche im Besitz eines Zweirades sind, werden auf- Albi, 30. November.( W. T. B.) Der gestern verhaftete nicht als Streitbrecher nach Hamburg. Der Agent schrie, gefordert, sich dem Komitee zur Verfügung zu stellen, da die zur Deputirte Chauvin ist heute in Freiheit gefekt worden. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Trud und Berlag von Wag& ading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. O 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 281. Reichstag. Dienstag, den 1. Dezember 1896. 13. Jahrg. Das Anleihe soll ist um 21 Millionen höher an-| reparirt wurde. Es scheint also das Schiff doch nicht genommen; das thatsächliche Plus beträgt aber 30 Millionen. so gut zu sein, wie man allgemein annahm. Ueber die BeDie größte Mehrausgabe beruht auf der Verbesserung der währung der Schiffe der Brandenburgklasse wurde vor Jahres 136. Sigung vom 30. November 1896. 1 Uhr. Beamtenbesoldung. Es lag für die verb. Regierungen ein frist ein sehr herbes Urtheil gefällt. Troßdem soll eine dritte Am Tische des Bundesraths: formaler Grund vor. Preußen hat seine Beamten besser gestellt; Rate bewilligt werden, während noch nicht einmal eines von v. Bötticher, Graf bei der nachbarlichen Thätigkeit der Reichsbeamten könnten diese den anderen zwei Schiffen fertig ist. Da müssen wir ftuzig Posadowsky, Hollmann, von Goßler. nicht ausgeschlossen werden, schon deswegen nicht, weil die werden. Zwei neue Kreuzer sind etwas zu viel. Unsere Werften Die erste Berathung des Etats und des dazu ge- preußischen Offiziere ihre Besoldungen vom Reiche beziehen. Die find nicht hinreichend für solche Bauten. Die Kanonenboote hörigen Anleihegesetzes wird eingeleitet von dem Resolution, welche der Reichstag in feiner leßten Tagung an wurden vor furzem schlecht gemacht und als Nußschalen bezeichnet. Staatssekretär des Reichsschaamtes Graf Posadowsky: genommen hat, ging dahin, die Ungleichheiten der Besoldungen Jett fommt man mit neuen Forderungen dafür.( Heiterkeit.) Als ich im vorigen Jahre den Etat für das laufende Jahr auszugleichen, welche 1890 nicht an der Besoldungsausbesserung Für ein Schiff der Sachsenklasse wird eine große Nachforderung einbrachte, schäßte ich den voraussichtlichen Ueberfchuß aus betheiligt sind. Die Besoldungsaufbesserungen fahren also da verlangt. Da müssen wir doch schließlich die Geduld verlieren. der eigenen Finanzwirthschaft des Reiches für das vergangene fort, wo sie 1890 aufgehört haben. Es werden ja vielleicht nicht Ein neues Zentralverwaltungs Gebäude soll gebaut werden, Jahr auf etwa 1134 Millionen; diese Schätzung ist absolut alle Erwartungen erfüllt sein. Vom Standpunkte einzelner während uns beim Bau des Hauses in der Boßstraße gesagt richtig gewesen; netto so viel hat der Ueberschuß betragen. Beamtenklassen aus mag es fubjektiv berechtigt sein, daß sie wurde, damit sei der Bedarf für absehbare Zeiten gedeckt. Ich Bereits 1894/95 waren die Ausgaben gegenüber dem Etats- Soll ihre Verwaltung für eine bessere, geringer gewesen; im Jahre 1895/96 waren sie höher als schwierigere halten. Aber wir müssen dahin streben, das Be- folgen. ihre Arbeit für eine möchte bitten, daß die Abstriche mit einer großen Mehrheit erDenn bei einer im Etat veranlagt war. In den Ausgaben befindet sich aber soldungssystem zu vereinfachen und die Zahl der Klaffen zu ver- Forderungen im fleinen Mehrheit werden die eine gefeßliche Etatsüberschreitung von 24 Millionen, die durch mindern. Ich gestatte mir zum Schluß die Bitte, den Etat Parteien, welche gegen die Marineforderungen nächsten Jahre wiederkommen. Alle das Invalidengefeg vom 22. Mai v. J. auf den Reichs- Invaliden wohlwollend zu prüfen. Der Reichstag wird dadurch beitragen, find, müßten sich vereinigen und mit über= fonds angewiesen find, ohne daß man darüber einen besonderen daß in die betheiligten Kreise das Gefühl wirthschaftlicher Be- wiegender Mehrheit fünf oder sechs Positionen Nachtragsetat aufgestellt hat. Zieht man dies von der Gesammt ruhigung getragen und ein ausgabe im Jahre 1895/96 ab, so hat der Etat für 1895/96 mit Erfüllung der Pflichten gegeben wird. neuer Anreiz zur richtigen absezen; das ist wirksamer, als wenn wir sieben oder acht einer Minderausgabe abgeschlossen. ( Beifall rechts.) Positionen mit wechselnden Mehrheiten streichen. Wir sind seit Die gesammten Etats- Abg. Fritzen( 3.) Der Herr Staatssekretär hat nachgewiesen, Jahren zur Sparsamkeit gemahnt worden und jetzt sollen wieder überschreitungen des vorigen Jahres haben nur die Summe daß die Handelsverträge eine gute Wirkung gehabt haben auf so viel Schulden kontrahirt werden. Ich denke, der Reichstag von 14 Millionen betragen. Auch diese Summe ist noch unsere Handelsbilauz und darauf, daß die Ausfälle infolge der wird die Besonnenheit haben und einen mittleren Weg immer unerfreulich, aber es ist immerhin ein geringer Betrag. felben beglichen find. Wenn man an die Emphase denkt, mit einschlagen. Er wird sich nicht in uferlose Pläne einlassen, Die Ueberweisungen übersteigen den Etatsanfaz um 30 Millionen, welcher die Ausfälle infolge der Handelsverträge verwendet wie sie im Militär- Wochenblatt von Herrn v. Lüttwiz namentlich infolge gesteigerter 3olleinnahmen. Man hat in der werden sollten, um neue Steuervorlagen zu begründen, so wird aufgestellt werden, der die deutsche Flotte der eng vorigen Tagung von einer Schädigung der Reichseinnahmen der Reichstag fich beglückwünschen, daß er damals durch die Handelsverträge gesprochen. Rein finanziell betrachtet Wünschen der Regierungen nicht gefolgt ist.( Sehr richtig! diese Pläne nicht getheilt, aber sie haben eine starte Strömung den lischen gleich machen will; im Reichs- Marine- Amt werden ist zwischen damals und jetzt längst eine Ausgleichung ein- lints.) Der Etat des Jahres 1897 98 getreten. Denn 1895/96 baben unsere Zolleinnahmen 34 Millionen sehr hat sich hinter sich. Wenn da verlangt wird, daß unsere Flotte so stark verschlechtert gegenüber dem laufenden Etat. sein soll, daß sie unsere Kolonien gegen die Flotten der ganzen mehr betragen wie 1889,90 und 15 Millionen mehr wie 1890/91. Wenn man die Matrikularbeiträge, Ueberweisungen und Averien Welt vertheidigen kann( Heiterkeit), so ist das einfach lächerlich. Welche Wichtigkeit die territoriale Veränderung unseres Zollgebietes gegen einander aufrechnet, so bleiben Matrikularbeiträge in Höhe Wir, wenigstens meine politischen Freunde, wollen uns im Jahre 1889 für die Gestaltung unserer Handelsbilanz haben von 7-8 Millionen Mark; dazu kommen 10 Millionen für die nicht bis aufs Blut auspressen lassen; wir wollen mußte, ergiebt sich daraus, daß infolge des Zollanschlusses Besoldungsverbesserung und 11/2 Millionen für die Dampfer- nicht Phantomen einer Weltpolitit nachjagen, von Hamburg und Bremen unsere Handelsbilanz sich günstiger subventionen. Die Veranschlagung der Einnahmen ist aber nicht welche die Kraft und die Herrlichkeit des alten Reichs zu grunde gestaltet hat, wenngleich unsere Mehreinfuhr infolge der ge- ganz vorsichtig gemacht, denn neue Effekten werden nicht in richten können.( Beifall im Zentrum.) funtenen Waarenpreise an sich gestiegen ist. 1895 ist unsere dem Maße emittirt werden, wie im vorigen Jahre und Mehreinfuhr von Rohstoffen der Menge und dem Werthe nach die Staatssekretär v. Bötticher: Die Besorgniß des Vorredners, Umsatzsteuer wird gefunken, während unsere Mehrausfuhr der Menge und dem Termingeschäfts erheblich angesichts der Beseitigung des daß mit dem Ausscheiden meines verehrten föniglich preußischen weniger als früher Werthe nach gestiegen ist: ein flarer Beweis für die Prosperität Die Anleihe ist um so bedenklicher, als nur stand in der sozialpolitischen Gesetzgebung eins ergeben. Kollegen, des Herrn von Berlepsch, aus seinem Amt ein Still unseres Handels. Allerdings hat die Mehreinfuhr von Nahrungs- 42/3 Millionen Mart auf die Eisenbahnen, also auf werbende treten werde, ist durch die Vorlage der Novelle zur Unfallversiches und Genußmitteln und Vieh gegen 1889 wesentlich zugenommen. Anlagen, entfallen, während alles andere auf die un- rung und zur Alters- und Invaliditätsversicherung widerlegt Derjenige Theil der Zolleinnahmen, welcher auf die fünf Haupt- produttiven Ausgaben für die Marine und für worden. Ich bin außerdem autorisirt zu versichern, daß keine der getreide- Arten fällt, betrug 25 pet. unserer gesammten Zolleinnahmen. Das Heer tommen. Aber diese Mehreinfuhr von Nahrungs- und Genußmitteln und verbündeten Regierungen daran denkt, auf diesem Gebiet die Redner wendet sich den einzelnen Etats zut. Vieh erklärt sich einfach aus der steigenden Konsumtionsfähigkeit ausgabe für die Invaliditätsversicherung beruht auf Gefeß. wir bei der Fortbildung unserer sozialpolitischen Gesetzgebung Die Mehr Politik zu verlassen, die das Reich bisher befolgt hat; und wenn der Bevölkerung und aus der steigenden Bevölkerungszahl über- Ich möchte dabei betonen, daß wir haupt. Betrachten wir nun den Abschluß des abgelaufenen die erwarten, daß uns auch ferner von dem Grundsatz leiten lassen, daß ihre Befürchtung, die Sozialreformen teine Etatsjahres in feinen Wirkungen für die Bundesstaaten, so durch den Rücktritt des Herrn werden Ausgestaltung Verlegung im allge erhalten diese nach Deckung der etatsmäßigen Spannung ins v. Berlepsch meinen und der wirthschaftlichen Interessen Stocken gerathen, noch einen Reinüberschuß von 171,2 Millionen seitens des wird. sich nicht erfüllen involviren dürfe, so wiffen wir uns Es sind noch manche Dinge Reiches. Es scheint nun, durchzuführen, so mit der überwiegenden Mehrheit des Hauses nachdem wir zehn Jahre der Schuß der jugendlichen und gehabt haben, in welchen die Bundesstaaten Ueberschüsse Arbeiter in der Hausindustrie, die Ausdehnung gleich zu ähnlichen Unternehmungen im Auslande eine durchaus weiblichen einig. Die Frequenz auf dem Nord- Ostsee- Kanal ist im Vervon dem Reiche erhalten und zwei Jahre, in welchen sie der Unfallverhütung, die Schaffung Buschüsse an das Reich zu zahlen hatten, jetzt wieder eine Periode Berufsvereine für die Arbeiter der erfreuliche und hoffnungsvolle. Die Einnahmen der Kanal u. s. 1. der Zuschüsse und Ueberschüsse gekommen zu sein. Es liegt darin Jndustrie wird sich den Opfern nicht entziehen tönnen, die hierfür im Steigen begriffen, und es ist zu hoffen, daß in absehbarer Die verwaltung sind seit der Tariferhöhung vom 1. September d. J. eine ernste Mahnung, daß sich das hohe Haus mit den ver- erforderlich sind. Eine Minderausgabe ergiebt sich beim Zeit auch die Schiffe des Auslandes immermehr den Kanal bes bündeten Regierungen einigen möchte über eine anderweitige Nord- Ostsee- Kanal, der nicht einmal seine Betriebsausgaben nuzen werden. Die heimische Landwirthschaft gegen die EinGestalt des finanziellen Verhältnisses des deckt. Wir wollen hoffen, daß der Kanal Reiches zu den Einzelstaaten. 1883/84 bis 92/93 haben Rentabilität gewährt nach Ermäßigung der Tarife. Erfreulich ist gewesen. eine bessere schleppung von Seuchen zu schüßen, ist immer unser Bestreben wir 486 Millionen an Reinüberschüssen an die Bundesstaaten die Bewilligung von 34 000 M. zur Bekämpfung der Maul- und Grenze bereits gesperrt, und gegen die Einfuhr von dänischem Gegen die Einfuhr dänischer Schweine ist unsere ausgezahlt, während wir in demselben Zeitraum 1349 Slauenseuche, welche aus Dänemarf eingeschleppt sein soll, weil Rindvieh schützen unsere Quarantäne- Anstalten. Außerdem hat Millionen Schulden gemacht haben für solche Zwecke, die dänische Grenze nicht vollständig abgesperrt ist. Die Einfuhr die dänische Regierung im Interesse ihrer eigenen Viehzüchter bei denen eine Verzinsung nicht vorauszusehen war! geschlachteten Fleisches aus Holland soll auch dazu beigetragen mit großer Bereitwilligkeit nach den ersten Krankheitsfällen die Redner wendet sich nun der voraussichtlichen Gestaltung des haben. Taufenden Etats 1896/97 zu und hebt hervor, daß eine Etats- ausstellung in Paris tann ich mich nur freuen. lung in Paris tusgabe is die zeelt. Aushuby aus den Inseln Seeland und Laland verboten. M Abg. Richter( frs. Bp.): Wenn bei den günstigen Finanz Die überschreitung von 4 Million bei den Kolonien statt- Sowie ich es früher für einen Fehler gehalten habe, daß wir verhältnissen noch die geforderten Steuern bewilligt worden gefunden hat. Die Schußtruppe wird nicht vermindert werden uns an der Pariser Ausstellung früher nicht betheiligt haben, wären, so hätten auf grund des Automatengefeges den Einzeltönnen, weil sie für die Absperrung gegen die immer weiter um sich kann ich es mit Freude begrüßen, daß dieser Fehler jetzt nicht staaten Ueberweisungen von 40 Millionen Mark gemacht werden greifende Rinderpest gebraucht wird. Bei dem Militär-& tat gemacht werden soll. werden Ausgaben für die Verpflegung gefpart müssen, während die Einzelstaaten selbst sich in günstigen Finanz Durch die im vorigen Etat beschlossene Schuldentilgung verhältnissen befinden. Außerdem hätte man 25 Millionen in wegen der niedrigen Brot und Getreidepreise. haben wir eine Vermehrung der Schulden verhindert. Daß nach der Zuckersteuer- Novelle eine erhöhte Verbrauchsabgabe gewisses Mißbehagen besteht nicht bloß in der Bevölkerung, sondern 1895, daß man durch das Automatengesetz das Schuldbuch des Ein den Ausgleichsfonds legen können. Der Schaßsekretär meinte schon im Mai in traft trat, während die erhöhten Prämien erst auch unter den Militärs darüber, daß mit Pensionirungen Reiches geschlossen hätte; diese Schließung erfolgt jest ohne im August in traft traten, verursacht eine Mehreinnahme in den letzten Jahren so sehr zahlreich vorgegangen ist. neue Steuern. bei der Zuckersteuer, die noch vermehrt wurde durch die( Sehr richtig! links und im Zentrum.) Die Mehrausgabe noch Vielleicht giebt das Jahr 1896/97 sogar Vorausversteuerung. Es ergiebt sich ein Mehr von 10 Millionen. des Reichsheeres für Natural Verpflegung gerichtet worden, einen Ueberschuß. Selten ist ein Steuerprojekt so wie die Tabakssteuer. Diese Mehreinnahme wird sich aber im zukünftigen Jahre nicht kommt der Landwirthschaft zu gute; sie zeigt, daß auch jetzt noch der Reichs- Echatsekretär für den Automaten Trozdem tritt wiederholen, weil die Ausfuhr von Raffinade gegenüber der die Preise steigen. Ersparnisse werden bei den laufenden Aus- ein. Der vom Reichstage zum laufenden Etat beschloffenen Ausfuhr von Rohzucker steigt. Bei den übrigen indirekten gaben des Heeresetats nicht gemacht werden können. Wir haben Schuldentilgung ist es zu danken, daß das Schuldbuch des Reiches Steuern ergeben sich Mehreinnahmen, ferner die Pflicht, über die Sanitätsfrage im Heere zu wachen; es ist geschlossen ist. Trotz diefer guten Bewährung ist der neue Etat bei der Post- und Eisenbahn M Verwaltung ein Punkt zurückgeblieben; die Sanitätsoffiziere sind nicht so nicht danach eingerichtet. Der Anleihebedarf wird nicht ver je drei Millionen mehr. Das ganze Reich hat einen gestellt, wie es der Fall sein sollte, namentlich bezüglich der Ober- mindert, sondern von 30 auf 60 Millionen gesteigert, und die Ueberschuß von 21 Millionen. Bei der Maisch- tabsärzte. Der Kriegsminister sollte diese Frage einer wohl Ueberweisungen werden wie früher den Einzelstaaten gegeben. raumsteuer ergiebt sich eine Mindereinnahme, wollenden Prüfung unterziehen. Ein Mangel ist die große Rejt- Die Einnahmen des Reiches aus Zöllen und Verbrauchssteuern bei der Brennsteuer aber eine Mehreinnahme. Jm verwaltung bei dem Heere. Der Kriegsminister sollte der sind nur mit 584 Millionen veranschlagt, während schon jetzt gauzen ergiebt die Finanzwirthschaft des Reichs einen Mehr Budgetkommission darüber eine Aufstellung vorlegen; die Reste 575 Millionen Mart sicher gerechnet werden können. ertrag von 28 Millionen. Was die Ueberweisungen sollen sich auf mehr als hundert Millionen belaufen. Ueberweisungen an die Einzelstaaten werden 70 Millionen betrifft, so dürften die Zölle und die Tabaksteuer 61, die Ver- Ich komme nun zum Marineetat, der um 31/2 Millionen mehr betragen. Und da steigert man den Anleihebedarf( Hört, brauchsabgabe von Branntwein 2/3 Millionen Mart mehr er höher dotirt ist als im laufenden Jahre. Für die Personal- hört! links und im Zentrum), obwohl die Einzelstaaten sehr geben. Die Branntweinfieuer Novelle hat die Erwartungen vermehrung habe ich mich früher erklärt; wenn wir die Schiffe günstig gestellt sind durch die Konvertirung ihrer Schulden. erfüllt, welche an sie geknüpft wurden. Aus der Stempelsteuer einmal haben, müssen wir sie auch besetzen. Große Ab Die preußischen Eisenbahnen ergeben ferner 60 Millionen Mark von Werthpapieren werden wir ein Wehr von 1 Million striche werden bei dem ordentlichen Etat nicht mehr. Die Einzelstaaten können Schulden tilgen, während das erzielen. Die Ueberweisungen würden im ganzen das Etats- Eoll gemacht werden können. Anders stebt es bei Reich Schulden machen soll, was um so widerfinniger ist bei um 63 Millionen übersteigen; es würden nach Abrechnung den einmaligen Ausgaben. Sie ergeben gegen das dem unproduktiven Charakter der Schulden des Reichs. Wenn von 25 Millionen Mart für Schuldentilgung den Einzel Vorjahr ein Plus von nicht weniger als vierzig Millionen die Regierungen mit so leichtem Herzen die Mehrausgaben für staaten noch 37 Millionen zustehen. Die Anleihe beträgt diesmal Mart.( Hört! im Zentrum.) Diese rapide Steige das Heer und die Marine bewilligt haben, dann sollten sie auch 351/4 Millionen; sie wird sich aber durch die Mehreinnahmen rung ist höchst bedenklich. Der Marineetat be opferwillig sein zur Deckung der Ausgaben und auf die Ueberund Minderausgaben auf 261/2 Millionen ermäßigen. Es wird trug im ganzen 1874 38, 1890 72, 1895 86 Millionen weisungen verzichten. Denn wenn die Wirthschaft fo also jetzt das erste Etatsjahr sein, wo das Reich nicht mit neuen und beträgt jezt 129 Millionen Mart. Es sind nicht nur Ab- weiter geht wie jeßt, dann wird schließlich die Schulden belastet wird.( Sehr gut! links.) striche nothwendig, sondern sie müssen sogar in ganz beträchts Nothwendigkeit neuer Steuern wieder hervor. Im Reichsamt des Innern sind die Zuschüsse lichem Maße gemacht werden. Die Ausgabe für die Marine von treten, und das müssen wir verhindern. zur Alters- und Invaliden Versicherung um 129 Millionen Mart ist größer als das ganze russische Die Einnahmen aus dem Stempel von Börsengeschäften 31/2 Millionen Mart erhöht worden. In der Heeres Budget für die Marine, welches sich auf 58 Millionen haben sich um 40 pCt. vermindert; das ist eine Wirkung verwaltung findet sich eine Mehrausgabe von Rubel stellt. Neben den Schiffsbauten ist auch das Trockendock des Börsengesetzes, das seine Schatten vorauswirft. Selbst die 7 Millionen, darunter die Ausgabe für die Umformung der noch in Aussicht, sodaß wir im nächsten Jahre wieder große Agrarier müssen jetzt schon erkennen, daß sie durch die Aufhebung vierten Bataillone. Im übrigen beruhen die Mehrausgaben Ausgaben zu machen haben. Dann wird man schließlich des Terminhandels ihre eigenen Interessen geschädigt haben. auf gesetzlichen Verpflichtungen, namentlich rühren sie noch her von für neue Steuern stimmen müssen, wenn man Wenn die Berliner Preise nicht so steigen, wie man erwarten der Heeresstärkung von 1893. Einmalige Ausgaben werden bei der diese Gelder bewilligt, und man wird diese neuen sollte, so liegt das an der Unterdrückung der Spekulation. Das Heeresverwaltung in Höhe von 61/2 Millionen verlangt, während Steuern bei den Wahlen vor den Wählern vertreten Gesetz hat sich als unhaltbar erwiesen. Man muß entweder 42 Millionen vorbehalten find. Für die Marine müssen.( Sehr richtig! im Zentrum.) Die Bier zurückgehen oder und zwar für Schiffsbauten 2c. werden mehr gefordert und Tabatteuer werden dann wiederkommen. Knebelung des ganzen Getreidehandels. Kläglicher war fein man muß weitergehen zur vollständigen 50/3 Millionen, aber für Neubauten nur zehn Wenn man nach dem bisherigen Verfahren 10 von Hundert des Fiasto als das der Zuckersteuer( Sehr richtig! lints), nament Millionen, und die Zukunftsbelastung ist geringer als die Bauwerthes der Flotte zu einmaligen Ausgaben verwendet, dann lich wenn ich mir für den laufenden Etat. Abgesehen von einem Aviso wird nur kommt man auf 32 Millionen, und nicht auf 60 Millionen. damals der Reichsschazsekretär mir gegenüber angeschlagen vergegenwärtige, welch' hohen Ton Ersatz gefordert für abgegangene oder in Verlust gerathene Entweder hat also das Marineamt seine Grundfäße gewechselt, hat, wofür er lebhaften Beifall auf der Rechten, in der Schiffe, und außerdem zwei neue Kreuzer auf grund oder der Etat ist nicht im Marine- Amt allein ausgearbeitet Mitte und bei den Nationalliberalen fand.( Seiterfeit.) einer früheren Denkschrift. Der Staatssekretär geht auf worden.( Heiterkeit.) Wir haben 8 erfte Raten von je Man ruft nach einem neuen Zuckersteuer Gesez und bildet die Einnahmen des Etats für 1896/97 ein, er 4 Millionen, also 32 Millionen. Das hat man im vorigen inzwischen zur Hebung der Preise Ringe, die zu einer exorbi wähnt dabei auch die Postbauten und spricht Jahre nicht voraussehen können, nachdem wir dem Marine- Amt tanten Ausbeutung führen werden. Die Ringe führen entweder die Hoffnung aus, daß nunmehr ein gewisser Beso entgegengekommen sind. Der Besoldungsetat hätte im vorigen zur Schädigung des einheimischen Konsumenten, oder durch Be harrungszustand hinsichtlich der Neubauten Jahre wohl ohne weiteres Erfolg gehabt, aber die hohen Aus- schränkung des Rübenbaues zur Schädigung der Landwirthschaft. eintreten werde. Die Einnahmen aus der Reichs bank sind gaben für die Marine gefährden diesen Etat sehr erheblich. Bereinigen Sie sich doch mit uns zur Beschränkung oder Aufniedriger veranschlagt worden und zwar statt nach dem Für Kaiser Wilhelm" soll ein Ersatz geschaffen werden, hebung der Prämien oder zur Firirung der Einnahmen des dreijährigen nach dem zweijährigen Durchschnitt. während diefes Schiff doch erst mit großen Kosten Reiches auf 80 Millionen Mart, damit der Inlandsmarkt durch der = Am 18. Mai erklärte der Reichskanzler, man Ermäßigung der Verbrauchsabgaben ausgedehnt werden kann. Hälfte auf die Mehrausgaben für Natural- p Bezüglich der Militär Strafprozeß Ordnung Die Reichs- Eisenbahnen versprechen mehr, als im Etat verpflegung. Entsprechen die angesezten Preise mußte der Wechsel im Kriegsministerium Befürchtungen erwecken, angesetzt ist, und wenn die einmaligen Ausgaben der Post sich den wirklichen Marktpreisen, oder sind bei dem Be- denn Herr v. Bronsart hatte erklärt, wenn er sähe, daß er mit beschränken, dann wird der Ueberschuß der Post sich noch höher streben, möglichst von den Produzenten zu kaufen, höhere Preise dieser Reform nicht durchdringe, würde er den Monarchen um stellen als jetzt, d. h. es wird dann eine Verkehrssteuer erhoben. normirt worden? Mit welcher Dreiftigkeit die Agrarier vor- feinen Abschied bitten. Nun haben wir aber gehört, daß Herr In Preußen verlangt man eine Reform der Eisenbahn- Tarife, gehen, haben die Veröffentlichungen aus Pommern gezeigt, wo v. Goßler denselben Entwurf befürwortet. Die Frage ist also aber im Reiche bleibt jede Reform der Post tarife aus, nicht sogar eine Kontrolle über die Preise, welche die nicht akut geworden durch den Wechsel, aber die Thatsache befieht einmal die Gewichtsgrenze für die Briefe wird von 15 auf Proviantämter gezahlt haben, verlangt wird. doch, daß über ein Jahr, nachdem der Entwurf im preußischen 20 Gramm heraufgesetzt. Auch die Telephongebühren werden Die Intendantur lehnte das ab, und die Herren hatten sogar die Ministerium angenommen ist, die Sache liegen geblieben nicht ermäßigt für die kleinen Ortschaften, und troß der Stirne, sich darüber beim Landwirthschaftsministerium zu be- ist. Privatanstalten werden die Tarife für Stadtbriefe in Berlin schweren( Heiterkeit), über die Geheimnißträmerei der Militär- dürfe die Erwartung hegen, daß im Herbste den gefeßgebenden nicht ermäßigt. Die Frage des Postzeitungs- Tarifs bleibt verwaltung. Die Mehrausgaben fallen hierbei der Allgemein Körperschaften des Reiches die Militär- Strafprozeß- Reform vore immer noch unentschieden, trotzdem sie tief einschneidet in heit zur Last. Aber wenn für die Menage die Kartoffeln gelegt werde. In der letzten Zeit, etwa im Oktober, ist im das ganze Zeitungswesen. Der frische Reformzug in der Post- theurer bezahlt werden, wie das aus Schlesien berichtet wird be- Reichs- Anzeiger" erklärt worden, daß die Militär- Strafprozeßverwaltung hat längst aufgehört. Der jetzige Zeitungstarif ist züglich der Artillerie Abtheilungen, so muß das bei anderen Reform im Herbste dem Bundesrath vorgelegt werden solle. eine Prämie auf die Herausgabe von unpolitischen Beitungen, Lebensmitteln eingebracht werden, da hierfür nur ein Bausch Damals waren es die gefeßgebenden Körper, jetzt nur der die zur Versimpelung des Publikums führen.( Sehr richtig! quantum ausgeworfen ist. Bundesrath. Damals mußte man annehmen, daß die links und im Zentrum.) Die Kosten der Umformung der vierten Berathungen im Bundesrathe so rasch erfolgen würden, daß Den Etat der Besoldungsverbesserungen haben Bataillone find um 800 000 m. höher angefeßt, weil man noch im Herbst die Vorlage an den Reichstag fäme. wir noch nicht prüfen können; unsere Stellung hängt ab von 40 neue Musikkorps schafft. Wir haben überhaupt Bedenken Das sieht so nicht aus. Der Herbst läuft kalendermäßig mit dem Gesammtlage des Etats. Den Löwenantheil gegen die Vermehrung der Militärmusiter 21. Dezember ab, dann fängt der Winter an.( Heiterfeit.) Ob a 11 der Besoldungsaufbesserung haben jeden wegen der Konkurrenz, welche sie den 3ivil dann die Reform an den Reichstag tommt, scheint mir nicht falls das Heer und die Marine davongetragen. musikern machen und wegen der Vorgänge, die sich sicher zu sein. Wir lesen, daß jezt erst in Bayern Verhandlungen Mit der Erhöhung der Besoldung der Offiziere ist es nicht abgezeigt haben bei der Königsberger Börsengarten- stattfinden, um sich über die Stellungnahme dazu schlüssig zu gethan; ba tommt auch die Erhöhung der Pensionsausgaben i fare, wo die Militärmusiter zum Kontrattmachen. Wenn früher Militärvorlagen an den Bundesrath ge hinzu, namentlich bei den höheren Offizieren. Die Regiments- bruch aufgefordert wurden.( Hört, hört! tints.) langten, tamen sie nach 8 Tagen an den Reichstag; man hatte Kommandeure find nur 4 Jahre in ihrer Stellung. Wenn sie Redner verweist auf die Vermehrung der Bespannung der sich also wohl mit den Kontigentsstaaten vorher über die Grundjebes Jahr 600 m. mehr erhalten, so ist das weniger wichtig, Artillerie; auf die Verstärkung der Meldereiter- Abtheilung, auf fäße verständigt. Das nahm ich auch bei dieser Vorlage an und als wenn sie nachher 20 Jahre lang eine erhöhte Pension be die Vermehrung der Zahl der Offiziere und Unteroffiziere, die dachte, sie würde rasch aus dem Bundesrath herauskommen. Aber es ziehen. Es wird zu prüfen sein, ob die Unterbeamten, welche man übertragen sollte durch Ersparnisse bei anderen Positionen. tommt nicht so darauf an, daß die Vorlage an den Reichstag dieselbe Arbeit thun, bei den verschiedenen Behörden je nach dem Die fachlichen Kosten der Marine erhöhen gelangt, sondern was an den Reichstag gelangt. Rang derselben, verschieden behandelt werden, ob man die Auf- fich, je komplizirter die Schiffe werden. In der Dentschrift Wir wissen nun, daß man die bayerische Regierung zu Kombefferung nicht lieber an das Anfangsgehalt der Marineverwaltung hieß es, es genüge, daß die Hälfte der promissen zu bestimmen fucht, damit diese gewiffe Verzichte aus. als an die böheren Dienstaltersstufen an Panzer für das ganze Jahr in Dienst gestellt fei, während sie spricht, während der Reichstag verlangt, daß gewiffe Vorzüge fnüpfen soll. Ferner müssen die Fragen erörtert werden, ob früher nur für das Sommerhalbjahr im Dienst waren. Jetzt des bayerischen Militär- Strafrechts für das Reich verallgemeinert die Reisekosten und Diäten anderweit geregelt werden sämmtliche Panzer I. Klasse in Dienst gehalten und von werden. Selbst wenn die Vorlage an den Reichstag gelangt, und die Kommunalsteuer- Privilegien der Beamten und Offiziere den 14 Panzern II. Klasse werden 9 in Dienst gehalten; das scheint sie mir menig aussichtsvoll zu sein. Bei beseitigt werden, was schon in den 70er Jahren vom Fürsten geht weit über die Denkschrift hinaus. Für den auswärtigen der Justiz novelle haben wir so viel Unannehmbar Bismarc feierlich versprochen ist, endlich, ob man dazu über Dienst sind keine Schiffe vorhanden, für Paradezwecke konnte teits Erklärungen gehört, als wir selbst gehen wird, das Gratifitations unwesen abzuschaffen man dem Kaiser eine Flotte vorstellen, wie man sie noch nicht beim Fürsten Bismard nicht gewohnt waren. Der Kolonialetat verlangt in diesem Jahre eine Million gesehen hatte; das hat freilich den Kaiser von Rußland noch Wenn auf diese Weise gegenüber der Ueberzeugung der Mehrheit Mart mehr für die theilweise Aufrechterhaltung der Verstärkung nicht einmal veranlaßt, die deutsche Admiralsuniform anzulegen. im Reichstage jedesmal eine Unannehmbarkeitserklärung erfolgt, der Schußtruppe. Jeder in Ostafrika vorhandene( Heiterkeit links.) Statt der Abtheilung See Infanterie werden dann ist das in der That geeignet, das Interesse an diesen Vers Deutsche hat drei Schuhleute zur Verfügung. Matrofen auf die Schifie gesezt; aber man sollte dann die See- handlungen außerordentlich abzuschwächen.( Sehr wahr! links!) ( Heiterkeit.) Drei Millionen Mark mehr sollen ausgegeben Jufanterie entsprechend vermindern, das geschieht aber nicht. Dann sind diese Berhandlungen nichts weiter als ein unverbind werden für einmalige Ausgaben. Sollen daraus Kabel Weiter wird eine neue Kompagnie See Artillerie gefchaffen. licher Meinungsaustausch; dann wird den Mitgliedern zuge= angelegt werden, damit die Hiobsposten auf unseren Beide Maßregeln bedeuten thatsächlich eine muthet, im Interesse des Zustandekommens des Ganzen eigenen Drähten schneller hierher tommen?( Heiter Vermehrung des Landheere 3. Was der Vorredner ein Opfer ihrer Ueberzeugung bringen, d dann teit.) Das sollte wenigstens flar dargelegt werden. über das Steigen des Extra Ordinariums fagte, kann ich nur fördern diese Verhandlungen nicht das Ansehen Von den Kolonien haben wir nichts gutes gehört. Der Ministe- vollständig unterschreiben. Die 60 Millionen Mark, welche aus- Reichstags, und das wirft auch auf die Präsenz rialdirektor Kayser deutete auf die Gottesgerichte hin, welche gesetzt sind, entfallen mit 50 Millionen auf die früher bewilligten der Mitglieder des Hauses. Gegenwärtig ist die Mehrheit des jeht hereingebrochen sind; er meinte da den Fall Peters und Schiffsbauten. In früheren Jahren ist man zu splendide gewesen. Hauses selbst daran schuld, wenn sie so behandelt wird; sie hat Schröder. Herr Wißmann geht nicht mehr nach Ostafrita zu- Jetzt ist man schon soweit gekommen, daß das, was bei der Auf- fich viel entgegenkommender, viel tonniventer verhalten, als die rück; die Sache sieht sich allerdings in einer Billa im Grune ftellung des Etats maßgebend war, bei der Vorlegung deffelben Sache rechtfertigt. Wenn das Unannehmbar" vom wald viel beffer an.( Heiterkeit.) Herr v. Wißmann verkündigte nicht mehr gilt. Von den letzten Schießversuchen in Meppen soll Bundesrath seitens des Hauses, ein bei seiner Ankunft in Ostafrika, daß nunmehr die wirthschaft- eine neue Armirung der Schiffe herrühren. Welche Bedeutung fprechendes Echo fände, würden wir uns viel liche Erschließung der Kolonie in Angriff genommen werden müffe. in finanzieller Beziehung hat diese neue Armirung? Es wird beffer gegenseitig verständigen. Ich halte das für Es wird wohl ein anderer Offizier hingeschickt werden, der in tost- eine neue Torpedodivision gefordert; sie ist wohl nur bestimmt, durch aus erforderlich im Interesse der Erhaltung einer soliden spieligen Gefechten mit den Eingeborenen seine Bravour beweisen um der parlamentarischen Tattit zum Opfer zu fallen, um Finanzwirthschaft.( Beifall links.) wird. Herr v. Wißmann warnte davor, zu große Anforderungen an die Panzer zu retten.( Heiterkeit.) Ursprünglich sollen in Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe: Ich habe nicht die Kolonialverwaltung zu stellen, trotzdem empfiehlt er den Bau dem Etat noch mehr Schiffebauten gefordert worden sein, die Absicht, auf die Ausführungen des Herrn von Eisenbahnen. Es hat vielfach überrascht, daß der Direktor als jezt darin stehen; aber der Bundesrath habe widersprochen. Vorredners über die Organisation des Militäre Kayfer die Flinte ins Korn warf, nicht wegen des parlamen- Dann würde es noch gefährlicher sein, denn dann kommen die tabinets einzugehen. Auch kann ich ihm nicht auf das tarischen Widerstandes, sondern wegen der Selbstfucht und wegen Forderungen im nächsten Jahre wieder. Bei der Jnterpellation Gebiet der geschichtlichen Entwickelung des Militärkabinets des Ehrgeizes der Betheiligten, wie er in seiner Abschiedsrede des Grafen Hompesch erklärte der Staatssekretär v. Marschall: folgen. Ich will nur erklären, daß dem Reichs. aussprach. Er führte eine Unterredung an, die Herr Arendt mit Die fontinentalen Mächte in Europa hätten im nächsten Jahre tanzler die Verantwortung, auch für die ihm gehabt hat, der für Herrn Peters um eine fette Pfründe gar keine Veranlassung, die Gegenfäße gegen einander zu ver- Maßregeln obliegt, welche sich auf die Ber warb, indem er mit dem mächtigen Freunde desselben drohte. schärfen, denn es ständen für sie Fragen im Vordergrund, welche waltung der Armee Angelegenheiten nach Was sind das für Dinge! Personen, die sich mit ihrer mit der Entwickelung der überfeeischen Interessen zusammen- Maßgabe des Etats beziehen. Ich kann versichern, nationalen Gesinnung brüsten, suchen die fallen und die ihnen voraussichtlich in Zukunft Gelegenheit daß, fo lange ich die Ehre habe, mich in meiner gegenwärtigen Rolonialpolitit durch Erlangung hoch botirter geben würden, mit denjenigen Mächten wieder zufammen Stellung zu befinden, teine Maßregel getroffen ist, welche ich Stellen auszubeuten für ihre eigene Persönlich zu gehen, mit denen sie im vorigen Jahre zusammengegangen feien. nicht mit meiner Verantwortlichkeit hätte decken können. Glaubt teit; sie suchen das durch Drohungen zu erlangen. So etwas hat man Das ist eine Anspielung auf die Intervention mit Frankreich und daher der Herr Vorredner Anlaß zu haben, irgend eine Anordim Reichs- und Staatsdienst noch nicht wahrgenommen.( Sehr Rußland gegen Japan. Also die Inszenirung einer nung seiner Kritik zu unterziehen, so überlasse ich ihm, diese richtig! links.) Schmeichelhaft ist diese Sache nicht für Herrn überseeischen Dreibundspolitik neben der Kritik allein mir gegenüber geltend zu machen und Kayser, denn in welchem Ansehen muß er gestanden haben, daß europäischen! Sollte etwa die über stürzte Wer davon abzusehen, andere Organe, welche, wie das Militärsich die Herren so etwas erdreisteten. Ich bedaure, daß er ihnen mehrung der Schiffe im Zusammenhang stehen kabinet des Kaisers eine parlamentarische Verantwortlichnicht die richtige Antwort angedeihen ließ. Solche Achtung, wie mit diesem Projett? Dann müßten uns doch mindestens feit nicht zu tragen haben haben, verantwortlich zu machen. fie Herr Kayser Herrn Arendt bezeugt hat, kann ein Abgeordneter, die Grundlinien dieser Politik näher dargethan Was den feit der letzten Tagung eingetretenen Wechfel in der der in dieser Weise seine selbstfüchtigen Interessen verfolgt, gar werden. Vielleicht kann uns Der Herr Staatssekretär Person des königl. preußischen Kriegsministers anlangt, so ist die nicht mehr beanspruchen.( Sehr richtig! links.) Was soll eine für das Auswärtige Aunt beruhigen, aber wer bürgt Ernennnng und Entlassung der Minister nach preußischem Verfolche Begünstigung einzelner Personen, die sich gar nicht im Amte uns, daß er noch lange im Amit bleibt, und fassungsrecht ausschließlich ein Recht der Krone. Ich habe in bewährt haben, für einen Eindruck machen auf die Beamten, daß Herr Hollmann noch lange im Amte bleibt? meiner Eigenschaft als preußischer Ministerpräsident feinen Anwelche jahrelang erst gearbeitet haben müssen, ehe sie in eine( Heiterkeit). In Marinesc.chen herrscht nicht blos eine Doppel-, ftoß genommen, die Ordre gegenzuzeichen, durch welche das so hohe Stellung kommen. sondern eine Tripelregierung: Marineministerium, Marinekabinet Abschiedsgesuch des Ministers von Bronsart genehmigt wurde, = F = = am Lokales. 11 zu " des ent= Die Ausgaben für das Reichsheer sind um und Oberkommando. Ju militärischen Dingen herrscht noch nachdem ich mich überzeugt hatte, daß der Minister nicht geneigt 61, Millionen, die des Marine Etats um 312 Millionen, immer eine gewisse nüchternheit, eine prosaische Auffaffung, war, sein Gesuch zurückzuziehen. beim Pensionsfonds um 2 Millionen Mart gestiegen; dazu in überseeischen Sachen aber hat der Chauvi Darauf vertagt das Haus die weitere Berathung. tommen die Besoldungsverbesserungen mit 6 Millionen. Der nismus teine Grenzen: zwar nicht im Volke, wie Persönlich bemerkt Abg. Hafse( natl.): Der Abg. Richter Rücktritt des Kriegsministers Bronsart der Fall Hasse beweist, wo Alldeutschland" aufgerufen hat auf das Ergebniß einer Sammlung hingewiesen und an Don Schellendorff hat allgemein überrascht. Er war wurde für eine Vermehrung der Flotte es find nur gedeutet, daß ein Aufruf des Verbandes Alldeutschland" erfolgt nicht unser politischer Vertrauensmann, Herr v. Goßler ist der 10 000 m. eingekommen aber in einflußreichen höheren Kreifen. fei. Ein solcher Aufruf ist nicht erfolgt, aber trotzdem habe ich felbe Faden, nur eine andere Nummer. Die Personen sind es Wenn erst die Phantasie anfängt, sich mit dem Begriff Weltpolitik die Erfahrung gemacht( Bräf. v. Buol unterbricht den Redner nicht, welche die Ueberraschung hervorgerufen haben, zu befassen, dann habe der Chauvinismus gar feine Grenzen. und erklärt die Bemerkung nicht für persönlich), daß in weiten sondern die besonderen Umstände. Man glaubte selbst Herr Frißen fagte im vorigen Jahre mit Recht: Die Kreifen des Volkes ein größeres Interesse für die Marine vorim ,, Reichs- Anzeiger" eine Erklärung darüber abgeben zu Weltpolitit ist im Staate dasselbe, was handen ist( Präsident v. Buol erklärt wiederum die Bemerkung müffen. Aus Gesundheitsrücksichten ist damals Delbrück ge- der Größenwahnsinn für den einzelnen Menschen. für nicht persönlich) als beim Abg. Richter.( Präfident v. Buol: gangen, ebenso Fürst Bismarck; Gesundheitsrücksichten sollen Meine Freunde find angesichts aller dieser Umstände zu dem Auch das war nicht persönlich. Große Heiterfeit.) auch bei Herrn v. Brousart maßgebend gewesen sein. Nun, Entschluß gekommen, in diesem Jahre überhaupt Echluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 1 Uhr. wenn jeder sich so felddienstfähig fühlt, wie Herr v. Bronsart, so teine ersten Raten für den Marine Etat zu be-( Fortsetzung der ersten Lesung des Etats.) fann er froh sein. In der Erklärung des Reichs Anzeigers" willigen, weil es nicht gerechtfertigt ist, die Bewilligungen wird das Militärtabinet als eine Kanzlei des Kaisers noch zu steigern, ehe nicht die in Angriff genommenen Bauten bezeichnet, der Chef deffelben habe keine selbständige Stellung. fertig sind. Dann würden wir etwa 20 Millionen Das ist selbstverständlich. Aber der Monarch tann nicht alles von dem Extra- Ordinarium des Marine Etats Turnverein Fichte. Recht gleichgiltig nahmen wir Turnverein selbst bearbeiten, die Person des Vortragenden wird daher absetzen. eine Karte in Empfang mit der Inschrift: immer von großem Einfluß sein, wenn sich die Arbeiten auch Auch der Militäretat bedarf sehr erheblicher Fichte" 1. Damen Abtheilung. Einlaßkarte nur auf die Kommandogewalt beschränken. Kommando Beschränkungen; es geht nicht an, daß man in dieser zum Schauturnen Sonntag, den 29. November 1896, der Turnhalle Gräfestr. 87/88." Was tonnte gewalt ist ein sehr deutungsfähiger Begriff. Jeden- Weise die Kerze zugleich an zwei Enden anzündet. Für Festungs in das falls hört sie da auf, wo die Gelbfrage an bauten, für Militär Eisenbahnen 2c. find noch mehr als viel einer DamenSchauturnen auf sich haben, das fängt, wo der Kriegsminister allein verantwortlich ist. 100 Millionen bewilligte Kredite zur Verfügung; und hinter den Abtheilung? Doch wir hielten das einem Freunde gegebene VerWenn das Infanterie- Lehrbataillon plöglich statt nur für den als erste Raten in diesem Jahre für Bauten geforderten sprechen, gingen hin, und müssen erklären, daß uns eine leberraschung Sommer, für das ganze Jahr zusammengehalten wird, so ent- 9 Millionen stecken 79 Millionen weitere Raten. Man hat geboten wurde, so herzerfrischend, als ob plöglich ein sonniger stehen außeretatsmäßige Mehrausgaben, ebenso bei Gewährung den Plan, für Kasernenbauten jährlich 20 Millionen aus Frühlingshauch in die fable Novemberöde hereingebrochen wäre. von Unterstützungen und Gnadenbewilligungen, für welche Mittel zugeben, ich rechne aber 26 Millionen heraus. Wenn wir, wie Gegen sechzig junge Mädchen auch einige Frauen sind unter im Etat nicht ausgeworfen sind. Die Anstellung und Verab- bei der Marine, auch beim Militäretat 20 Millionen abschreiben, ihnen marschiren unter dem Kommando ihres Lehrers, des schiedung der Offiziere hängt mit dem Stellenetat zusammen. sparen wir 40 Millionen. Herrn Wohlfahrt, in gefchloffenem Schritt in den Saal. Sie Wenn der Chef des Militärkabinets feinen Schwager Wenn uns so große Bewilligungen angefonnen werden, tragen ein einfaches Turnkostüm vou derber grauer Leinwand, welches vorschlägt für die Stelle eines Kommandanten, die etatsmäßig müssen wir besonders drängen, daß die Zusagen des Reichs- an Hals und Schulter mit rothen Lißen, deren Anordnung dem Tünftig wegfällt, dann entsteht daraus eine Schwierig tanglers genau innegehalten werden. Am 27. Juni d. J. erklärte Geschmack jeder einzelnen überlaffen bleibt, anfprechend besetzt teit, die der Kriegsminister nicht vertreten tann. Die der Reichskanzler, es sei die Absicht der Regierung, das ist. Das von einem Gürtel lose zusammen gehaltene Kleid läßt Pensionirung der Generale von Spiz und von Schlichting, Berbot der Verbindung politischer Ver dem Körper völlig freie Bewegung; das Korset ist selbstverständ die Bersetzung der nächsten Mitarbeiter eine miteinander aufzuheben. Was erleben wir lich streng verpönt. Es find Arbeiterinnen, die wir vor des Kriegsministers in den Frontdienst und aber in Preußen? fehen. der Näh Diese Absicht ist der Ausgangspunkt uns Arbeiterinnen, die tagsüber an ähnliche Dinge tann sich schließlich ein Kriegs von Berathungen im preußischen Minifterium, die eine allgemeine maschine oder am Fabrittisch mit redlichem Fleiß ihre paar verdienen zum Lebensunterhalt müssen, finden minister gefallen lassen, solche Ernennungen und Ent Revision des Vereinsgesetzes bezwecken und dahin führen Pfennige Laffungen können nicht ohne Veranlassung des Ministers ge- werden, Beschränkungen des Vereins- und Wer sich zweimal wöchentlich zusammen, um in fyftematischer Uebung schehen. Die Geschichte des preußischen Militär- sammlungsrechts vorzuschlagen! Wenn das auch ihren Körper zu stählen. Die aufrechte Haltung der Turnerinnen, tabinets ist die Geschichte der Hintertreppen nicht nach dem Wortlaute der Erklärung des Reichs die in ihrer Ungezwungenheit wiederum nichts verräth, was an politit, des Doppelspiels und der Intrigue. tanzlers ausgeschlossen war, so hat ihn doch jeder dahin die Abgeschmacktheiten militärischen Drills erinnern könnte, zeigt Lesen Sie doch die Tagebücher des General v. Gerlach nach, verstanden, daß mit der Aufhebung jenes Ber uns, wie wohlthätig törperliche Uebungen wirken auch auf den wie er gegen den Ministerpräsidenten auftrat. Das war so botes nicht eine Revision bezw. eine Beschränkung weiblichen Körper. Nach einer Ansprache des Lehrers beginnt das schlimm, daß der Ministerpräsident fich Spione besorgen mußte, des Vereins- und Versammlungsrechtes vers um über das Treiben des Herrn v. Gerlach näheres zu erfahren. bunden sein solle. Wir hätten den Anspruch, daß uns im Schauturnen. Zuerst Stabübungen und Ringenturnen an ( Hört, hört! links.) Auch die Denkwürdigkeiten des Grafen Landtag ein Gesetz vorgelegt würde, daß nichts weiter enthielte Barren und Schaukel. Man sieht den Damen an, mit welcher v. Roon geben darüber Aufschluß. Und der gegenwärtige Kriegs- als die Aushebung jenes Verbots. Dazu bedurfte es nicht erst Freude sie ihrer Arbeit obliegen, und wie sie sich bemühen, sich minister befindet sich noch dazu in einem niederen militärischen langer Erwägungen im Staatsministerium. Wenn Sie erst an und ihrem Lehrer Ehre zu machen. Dann famen GangRange gegenüber dem Chef des Militärkabinets. fangen zu erwägen, werden weitere Freiheiten dabei nicht heraus übungen, deren Harmonie von einem aus sechzig Kehlen Won den Mehrausgaben des Heeres entfällt die tommen.( Heiterfeit links.) frisch hervorgefchmetterten Marschliede begleitet ist. Nachdem bies vorüber, machen sich einige Turnerinnen an einem beseite| Zeit in das Ausland; bei seiner Rückkehr wurde er auf die stehenden Kasten zu schaffen und bald kommen Florets, gegen ihn erstattete Strafanzeige verhaftet. Brustpanzer, Handschuhe und Fechthaube zum Vorschein. Wir follen durch ein von einer Damenriege ausgeführtes Floret fechten überrascht werden, und der Lehrer glaubt, sich wegen dieser Neuerung vor dem Publikum durch eine Rede entschuldigen zu müssen. Sehr mit unrecht. Das nach allen Regeln vormittags 9/4 Uhr wurde der etwa 39 Jahre alte, zur BahnEin neues Opfer des Ringbahn- Betriebes. Am Sonntag meisterei 7( Stralau Rummelsburg) gehörige Bahnarbeiter Christian Spinnler, in Friedrichsberg wohnhaft, beim Begehen der Bahnstrecke am Stein 8 in der Nähe des Verlorenen Weges und sofort getödtet. 9900 Fr.( 7920 M.) in das Budget der schönen Künste em geschoben, um den Besuch der Ecole des Beaux Arts( Schule der schönen Künste) für Schülerinnen zu ermöglichen. Partei- Nachrichten. Gemeindewahlen. Zu dem glänzenden Ausfall der Wahl Mandate gewannen, wird uns wo allein Körperkraft und Gewandtheit, sondern auch Grazie und an der Schwarzen Brücke vom Nordringzuge 1557 überfahren in Gräfrqth bei Solingen von dort noch mitgetheilt, daß = jetzt die dritte Abtheilung ganz in unseren Händen ist. Ob die Solinger Genossen nicht bald ebenfalls einsehen werden, daß nur Einigkeit start macht? Der glänzende Sieg unserer Parteigenossen in Ronne burg hat die gesammten Gegner mit Angst und Schrecken erfüllt und Hals über Kopf wollen sie jetzt eine Aenderung des Wahldas geweihte Stadtparlament verschlossen ist. Dieser Koup sollte schon am Freitag vollzogen werden, ist aber wegen eingetretener Umstände auf Sonnabend Abend vertagt worden. In Langenberg( Reuß j. 2.) sind unter sechs Gemeindes räthen fünf Sozialdemokraten gewählt. Eleganz die Früchte sind, die im Verein„ Fichte" von den Turne rinnen erwartet werden; die Sicherheit und Ruhe, mit der Das Dienstmädchen Viktoria Gazelachowski, welches bei der Stoßdegen von den Fechterinnen gehandhabt wurde, ließ er einem Schlächtermeister in der Klosterstraße in Dienst war, ist kennen, daß keine Paradefünste gemacht wurden, sondern daß als Polizeigefangene in die Charitee geschafft worden. Sie wird planmäßige Ausbildung das Streben des Lehrers bleibt. Was beschuldigt, ein Kind, welches sie am Sonntag gebar, getödtet zu weiter folgte: ein wiederum von frischem Gesang be- haben. gleiteter Heigen, Keulenübungen und Ball, sowie Seil- Die brennende Petroleumlampe hat in der Nacht zum spiele mannigfacher Art, bestärkte uns aufs neue in der Sonntag ein Opfer gefordert. In der Stettinerstr. 54 bewohnte rechts herbeiführen, damit den„ Rothen" ferner der Eintritt in Ueberzeugung, daß Arbeiterinnen in der Damen Abtheilung des in dem kleinen Seitengebäude der 40 Jahre alte Schuhmacher Turnvereins Fichte" wohl aufgehoben sind und daß der Verein Hermann Schmaranzer ganz allein eine fleine Stube. Am Sonnunter Berlins Proletarierinnen weit, weit mehr bekannt zu werden abend Abend war er angetrunken nach Hause gekommen und verdiente, als es gegenwärtig noch der Fall ist. Wir wünschen hatte, als er zu Bett ging, die Hängelampe brennen lassen. Als ihm und vor allem feinen Damen- Abtheilungen ein kräftiges Ge- am Sonntag Mittag die Fenster an seiner zu ebener Erde gedeihen! legenen Stube auftauten, sah man, daß das ganze Zimmer ver qualmt war. Hausbewohner erbrachen die Thür und fanden Schmaranker in einem undurchdringlichen Qualm todt im Bette liegen. Die Lampe, die an der Decke hina. war ausgebrannt, der Zylinder gesprungen. Die Polizei hat Schmaranger's Leiche beschlagnahmt und seine Stube geschlossen. " Bei den Aerztekammer- Wahlen für den Stadtkreis Berlin find die von dem Geschäftsausschusse der Berliner ärztlichen Standesvereine und dem Vereine zur Einführung freier Arztwahl aufgestellten Kandidaten sämmtlich durchgedrungen, bis auf zwei, deren Wahl im übrigen ebenfalls mehr als wahrscheinlich ist. Die Aerztekammer dürfte somit auch in ihrer neuen Zusammenfehung vollkommen auf dem Boden der letzten Kammer stehen. Zum ersten Male haben sich jetzt auch die Militärärzte die Ausübung ihres Wahlrechts angelegen sein lassen. Eine Aerztin hat die Drts Krantentasse für das Buchdruckgewerbe für die weiblichen RassenMitglieder angestellt. Er ist dies Frau Dr. Czempin. Ein weiterer sehr bemerkenswerther Beschluß geht dahin, das er forderlich werdende Plombiren von Zähnen auf Kosten der Kaffe vornehmen zu lassen. Frankfurterstr. 128. Als verschwunden" gemeldet wird ferner Verschwunden ist der Gastwirth Wilhelm Wagner, Große ein Redakteur Karl Schmidt aus Halensee. # Bei den Stadtverordnetenwahlen in Chemnit betrug unsere höchste Stimmenzahl 3862, gegen die Wahl im vorigen Jahre ein Mehr von 528 Stimmen. Außer dieſem beträchtlichen Buwachs haben unsere Genossen noch erreicht, daß sämmtliche Erfaßmänner Sozialdemokraten sind. Treten also im Stadt verordneten Kollegium Vakanzen ein, so werden sie durch AnStimmenauszählung geheim erfolgt. Infolgedessen ist nicht zu gehörige unferer Partei besetzt. In Dresden besteht die Ungeheuerlichkeit, daß die ermitteln, wie viel bei der jetzigen Stadtverordnetenwahl, wo wieder die Gegner siegten, unsere Genossen Stimmen erhalten haben. Ein schwerer Einbruchsdiebstahl, dessen Thäter sich nebenbei durch rohe Zerstörungswuth bemerkbar machten, hat am Sonnabend im Hause Friedenstraße 5 stattgefunden. Als der dort im Erdgeschoß wohnende, in der Groschkus'schen Möbel: am Sonntag Bormittag Reichstags- Abgeordneter Liebknecht Von der Agitation. In Plauen im Vogtlande sprach tischlerei angestellte Meister M. mittags in seine Wohnung über die politische und ökonomische Lage, und am Nachmittag zurückkehrte, fand er die Flurthür erbrochen und die Behausung hielt er in Adorf zum Stiftungsfest des dortigen Arbeiterin einem unbeschreiblichen Zustand vor. Tische, Stühle, Schränke, vereins einen längeren Vortrag über die Ziele der ArbeiterDer modernen Ausbeutungspraktik, welche die Frau in furzum das gesammte Mobiliar war durch Beilhiebe zer bewegung. Auch Genossen aus den umliegenden zum theil weit das Joch des Kapitals spannt, sind wiederum einige junge trümmert und unbrauchbar gemacht. Die Betten und WäscheMenschenleben zum Opfer gefallen. Am Montag Vormittag gegenstände hatten die Einbrecher zerschnitten und die gesammte entfernten Orten hatten sich bei den Versammlungen eingefunden, gerieth in der Wohnung des Schlossers Rudolf Meyte, Garderobe, sowie alle Werthgegenstände gestohlen. Es ist nicht einer festen Partei- Organisation zu betonen, eine Nothwendigkeit, und Liebknecht benutzte die Gelegenheit, um die Nothwendigkeit Steinmetzstraße 54, ein Kinderwagen in Brand, ausgeschlossen, daß es sich um einen Racheakt handelt. welcher zu nahe der heißen Thür des Kachelofens stand. Das die um so brennender sei, als wir auf baldige Neuwahlen 9 Monate alte Kind Walther verbrannte, Aus dem Polizeibericht vom 30. November. Am gefaßt sein müßten. fein Sonnabend Abend wurde in der Elsasserstraße der Sohn des 21/2 Jahre alter Bruder erstickte. Bei letterem Kaufmanns Springcklee durch den ohne Rücksicht auf die Fuß- noffe August Schröer aus Spandau unter lebhaftem Beifall Ju Nauen sprach kürzlich in einer Boltsversammlung Ge wurden erfolglos Wiederbelebungsversuche angestellt. Ein ähnlicher Fall ereignete sich Use dom straße 32, wo gänger in schärfster Gangart die Straße entlang fahrenden über das Thema: Die nächste Reichstagswahl. Genoffe Millenein Korb mit Wäsche in der Wohnstube und die Gardinen in Schlächtermeister R. umgestoßen, anscheinend jedoch nicht erheblich städt berichtete dann über die Kreiskonferenz in Belten. Als Brand geriethen. Im Laufe des Tages fanden fünf unbedeutende Feuer Vertrauensmann wurde wieder Genosse C. Kieper gewählt. Ein Mädchen von fünf Jahren und ein Knabe von zwei Jahren waren durch den Rauch bestatt, von denen nur eins durch Vernichtung von Waaren in dem Schuhmacherladen Linkstraße 45 größeren Schaden anrichtete. Aus Aachen. Genosse Josef Deben, Alexanderstr. 109, wußtlos geworden und wurden in Sicherheit gebracht, Beim Besteigen des Vorderraumes eines durch die Brunnen- ist als Vertrauensperson wiedergewählt. Ferner ist eine aus drei worauf die Samariter der Feuerwehr sie ins Leben zurück- ſtraße fahrenden Pferdebahnwagens der Linie Kreuzberg- Genossen bestehende Preßkommission eingeſetzt, die u. a. die AufIn beiden Fällen waren die Eltern auf die Arbeit Demminerstraße fiel nachmittags der Maschinenmeister Wilhelm gabe hat, dafür zu sorgen, daß das Aachener Volksblatt" von Neujahr an dreimal, anstatt zweimal wöchentlich wie bisher, gegangen; um Brot zu schaffen, mußte außer dem Vater Bogen hin, gerieth unter die Räder und erlitt eine erhebliche herausgegeben wird. Der jetzige Zeitpunkt scheint für diese an auch die Mutter aus dem Hause und ihr Liebſtes allen naschung der Zeben des linken Fußes. Er erhielt auf der Unfallstation in der Eichendorffitraße einen Verband. Heute sich ja gewiß recht wünschenswerthe Vergrößerung des Blattes Gefahren des Zufalls überlaffen. Die göttliche Weltordnung" Nacht versuchte das 20 jährige Dienstmädchen Hedwig St. fich in nicht gerade gut gewählt zu sein, denn, wie man uns schreibt, wollte es fo. Es ist nicht allein eine ökonomische, sondern auch der Wohnung des Schlächtermeisters B. in der Köpnickerstraße, stehen in Aachen und Umgebung zirka 2000 Webſtühle still, woeine fittliche Nothwendigkeit, diese Ordnung durch eine bei dem sie sich besuchsweise aufhielt, zu erhängen. Sie wurde durch etwa 3000 Arbeiter und Arbeiterinnen schon seit Wochen jedoch noch lebend aus ihrer Lage befreit und nach dem Kranken- arbeitslos sind. Aussicht auf Besserung des Geschäfts sei vorhause am Urban gebracht. Heute früh wurde auf dem läufig gar nicht vorhanden. Kohlenplaße von Pardau u. Röper auf dem Lehrter Güterbahn hofe die Leiche eines neugeborenen Kindes aufgefunden und nach dem Schauhause gebracht. riefen. menschliche zu ersetzen. Der Ferusprechverkehr mit Sprottan und Primkenau ist eröffnet worden. Die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von 3 Minuten beträgt je 1 M. verlegt. 1 Aus den Nachbarorten. Aus Solingen. Ueber den Verlauf der letzten Kreiskonferenz wird uns vom Schriftführer derselben folgendes Die Leiche der Choristin Klara Schlicht, die sich, weil sie geschrieben: Es waren 26 Delegirte anwesend. Von den Anvon ihrem Geliebten, einem Gardelieutenant verlassen worden hängern der Arbeiterstimme" wurden 12 Mandate angefochten, war, mit Sublimatpillen vergiftet hat, ist von der Staatsanwalt. weil die Inhaber derselben nicht politisch organisirt seien; da schaft zur gerichtsärztlichen Deffnung beschlagnahmt worden. sie jedoch den sozialdemokratischen Arbeitervereinen in Solingen Das Mädchen hat kurz vor seinem Tode den sonderbaren Wunsch Aus der Volksschule. Die„ böheren Töchter" sollen bekannt und Höhscheid angehören, wurden die Mandate als giltig an geäußert, im Morgenrock beerdigt zu werden. Die Angehörigen lich in den oberen Schulklaffen fünftig mit Sie" angeredet erkannt. Die Abrechnung des Kreis- Vertrauensmannes ergab Der Verstorbenen glauben, daß aus ihrem Nachlaß Sachen ver- werden, damit das Ghrgefühl der jungen Damen gestärkt werde. eine Einnahme von 748,68 M., eine Ausgabe von 718,86 M. schwunden seien und wollen nicht an ihren freiwilligen Tod Anders sieht es in den Volksschulen aus, wie folgender Fall und einen Bestand von 29,82 M. Als Kreis- Vertrauensmann glauben. zeigt, der uns aus Weißenfee berichtet wird: Die 13 jährige wurden gewählt Genosse Ernst Bergmann in Solingen, als Ein neues Liebesdrama. Gestern Mittag 12 Uhr ver- Marie Tengler, Schülerin der zweiten Klaffe der Gemeinde- Stellvertreter Genosse Otto Hoppe in Höbscheid Katternfuchte der Schuhmacher Paul Finger, 24 Jahre alt, Kreuzftr. 42 schule in der Langhansstraße, fam am Montag aus der Schule berg. Nach langer, oft sehr persönlich gehaltener wohnhaft, die verehelichte Schloffer Bertha Baul geh. Völker, mit geschwollenem Gesicht nach Hause und flagte gleich- Debatte wurden folgende Anträge aus Ohligs angenommen: 31 Jahre alt, in ihrer Wohnung Fürstenwalderstr. 8 zu tödten, zeitig über Schmerzen im Kopf und im Rücken, welche ihrer I. Die Parteiversammlung von Obligs erklärt sich gegen indem er zwei Schüsse auf sie abgab und sie am Kopfe erheblich Angabe nach von Mißhandlungen, die sie durch den den Beschluß der letzten Kreis- Parteiversammlung in bezug auf verlegte. Er selbst schoß sich sodann in die rechte Schläfe. Beide Lehrer Wölterling erlitten, herrührten. Derselbe sab sich Wahl der Preßkommission und zwar aus folgenden Gründen: wurden nach dem Krankenhaus am Friedrichshain gebracht, wo veranlaßt, wir folgen den Angaben der Schülerin T., eine Die erste Kreiskonferenz des Kreises Solingen hat den Beschluß Finger hoffnungslos darniederliegt. Die Ursache der That scheint Schülerin wegen Unaufmerksamkeit in den Rücken zu tauffen. gefaßt, eine Breßkommission zu wählen, und hat diese Wahl verschmähte Liebe zu sein. Hierdurch erschreckt, stieß die Marie T. wie sie angiebt, gleichzeitig( also der Mitglieder der Preßkommission) alljährlich in einer Die letzte mit einer andern Schülerin ein unwillkürliches Ach! aus. Dieser öffentlichen Kreis- Parteiversammlung stattzufinden. Einen Selbstmordverfuch hat Sonntag Abend in einem Schreckenslant erregte den Zorn des Lehrers derart, daß er Kreis- Parteiversammlung hat ohne weiteres den Konferenzbeschluß Zuge der Ringbahn zwischen Wilmersdorf und Schöneberg ein beiden Schülerinnen ine Anzahl Büffe in den Stücken beiseite gefchoben und einen Antrag angenommen, wonach die Rorbmacher B. aus der Ziethenstraße in Rigdorf verübt. Derselbe fuhr in einem Wagen III. Klasse auf der bezeichneten Strecke versetzte. Marie T. will deren etwa zwölf erhalten haben, Mitglieder der Preßtommission in örtlichen Parteiversammlungen die Mitschülerin tam etwas glimpflicher davon. in dem um 10 Uhr 44 Minuten in Schöneberg eintreffenden packte der Lehrer die Mädchen an den Ohren und stieß Ansicht, daß die Kreis- Parteiversammlung nicht das Recht hatte Dann zu wählen seien. Die Parteiversammlung von Ohligs ist nun der Buge und brachte sich kurz hinter Wilmersdorf einen Revolver- fie verschiedene Male mit den Köpfen an ohne Konferenzbeschluß eine derartige Aenderung eintreten zu lassen schuß in die rechte Schädelseite bei. Man fand ihn in Schöne- einander, worauf er ihnen zum berg besinnungslos im Roupee liegen und sorgte sofort für seine Siebe mit dem Nohrst of verabreichte. Marie T. fonnte Beschluß der Konferenz fest und besteht darauf, daß, so lange der Schluß noch einige und hält die heutige Parteiversammlung nach wie vor an dem Unterbringung im Elisabeth- Krankenhaus. infolgedeffen während der ganzen Woche die Schule nicht be- Konferenzbeschluß nicht von der Konferenz umgeändert, auch nur Eine Explosion erfolgte gestern Nachmittag 2 Uhr in den suchen und klagte auch am Sonnabend noch über Schmerzen. Die Kreis- Parteiversammlung die Mitglieder der Preßkommission Rellereien des Droguengeschäfts von Neumann Nachflg., Alexander- Ihre Gefährtin nahm noch zwei Tage am Unterricht theil mußte wählen kann. Straße 70, Ede Königsgraben. Zwei Hausdiener, die im Keller dann aber gleichfalls wegen Kopf- und Rückenschmerzen zu Hause II. Die Parteiversammlung von Ohligs beantragt, die beschäftigt waren, wurden schwer verbrannt und konnten aus bleiben. Kreiskonferenz wolle den Beschluß faffen, daß es den Kreisden raucherfüllten Räumen, da die Kellertreppe infolge des Kürzlich verkündete die Ordnungspresse die folgende, an- Parteiversammlungen untersagt sei, über andere Punkte als die Qualms unpassirbar geworden war, nur dadurch gerettet geblich vom Ober- Verwaltungsgericht gefällte Ent- auf der vorher auf der Tagesordnung stehenden und bekannt gewerden, daß die Feuerwehr das Mauerwerk an den Keller- scheidung in bezug auf das Büchtigungsrecht der Lehrer:" Der Lehrer gebenen zu verhandeln. fenstern fortschlug und dadurch ihnen einen Weg schaffte. ist zur Vornahme empfindlicher förperlicher Büchtigungen", und III. Die Bergische Arbeiterstimme" hat mit dem Die beiden Männer, namens Karl Tresp und Wilhelm zivar bei Schülern einer andern, wie auch wie auch bei solchen Schreiben der Artikel- Serie: Solinger Geschichten" aufzuhören. Tschech, wurden von dem Arzt Dr. Salomon mit Hilfe der feiner eigenen Klaffe absolut berechtigt. Da das Ver- Endlich wurde noch folgender, von Solingen geftenter Samariter der Feuerwehr verbunden und in die Charitee gehalten der Schüler auch außerhalb der Schule Antrag angenommen: Die Kreisfonferenz erklärt: die„ Berg. schafft. Ein Straßenpaffant, der im Augenblick der Explosion der Schulzucht unterliegt, so darf die Züchtigung feitens Arbeiterftimme" ist so lange nicht mehr als Partei- Organ an an der Kellerthür vorüberging, wurde durch den starken Luftdruck des Lehrers auch außerhalb der Schullofalitäten zuerkennen, bis sie die falschen Anschuldigungen gegen den Abauf den Straßendamm geworfen und erlitt einige unerhebliche stattfinden. Dasselbe Recht hat auch der Geistliche in seiner geordneten Schumacher( als: Leichlinger's Antrag 2c.), die dessen Verlegungen, ein Droschkenkutscher wurde vom Bock geschleudert, Eigenschaft als Religionslehrer. Die Schulzucht kann Ünwürdigkeitserklärung durch den Solinger Provinzial- Parteitag ohne sich zu verlegen. In dem Hause, in welchem die Explosion nur dann Gegenstand eines gerichtlichen Verfahrens werden, veranlaßten, zurückgenommen hat. stattfand, sowie in der Umgebung sind zahlreiche Fensterscheiben wenn eine merkliche oder wesentliche Verlegung des Schülers zertrümmert worden. Das Feuer, das infolge der Explosion im stattgefunden hat. Als merkliche oder wesentliche Verlegung die von der Legislatur des Staates New- York beschlossene Ver Aus New- York wird uns geschrieben: Da binnen kurzem Keller entstanden war, löschten die mit Rauchhelmen ausgerüsteten des Schülers gilt aber nur eine solche, welche Gesundheit und einigung der Städte New- Yort, Brooklyn und Feuerwehrleute schnell. Leben des Schülers nachweislich gefährdet. Blut: Long Island City nebst angrenzenden Distrikten zu einem Vor den Augen von Zuschauern stürzte sich Sonntag unterlaufungen, blaue Flecken und Striemen gehören nicht Gemeinwesen vor sich gehen wird, so macht sich dort eine NeNachmittag um 31%, Uhr ein Mann, deffen Persönlichkeit nicht hierzu; denn jede empfindliche Strafe läßt solche Erscheinungen organisation der Partei nöthig. Das neue Groß New- York" festgestellt werden konnte, kopfüber in den Fluthgraben vor dem zurück." wird mit feiner Einwohnerzahl( ca. 3 Millionen) diejenige Schlesischen Thore. Der Mann ist ertrunken. Die Leiche konnte Wir haben diese wohl in jedem anderen Kulturstaate un von 41 der 45 Staaten der Union überragen. Es ist in Ausnoch nicht gefunden werden. mögliche Entscheidung u. a. im Stöcker'schen Bolt" abgedruckt ficht genommen, bei der Neuorganisirung auch auf Maßnahmen Wegen unrechtmäßigen Erwerbs der Berechtigung zum gefunden. Es ist dies daffelbe Blatt, welches die Jufamie bedacht zu nehmen, um mit( sowohl propagandistischem als auch einjährig freiwilligen Dienst ist, einem Lokalblatt besaß, den vom Brüsewiß verübten Todtschlag als" Ehren- praktischem) Erfolg an den Munizipalwahlen theilnehmen zu Die das Recht können. zufolge, gegen den Sohn eines hiesigen bekannten Gastwirths und Nothwehr des Königs" zu verherrlichen. " " " " Inhabers eines Tanzsaales, Herrn R, die strafrechtliche Unter- auf Prügelpädagogik formulirende Gerichtsentscheidung wird Von der Parteileitung ist jetzt das Resultat der Urabstim= juchung eingeleitet worden. Der Sohn, welcher sein Militärjahr von dem Organ für pfäffische Rohheit als eine sehr mung über die Beschlüsse bekannt gemacht, die auf der Parteials Einjähriger bereits abgedient hat, ist verhaftet und befindet wünschenswerthe Festlegung des Büchtigungsrechts" Konvention im Juli gefaßt worden sind. Als besonders bemerkenssich im Untersuchungsgefängniß in Moabit. Der junge R., bezeichnet. Wenn gewisse, nicht auf der Höhe der Bildung werth ist davon anzuführen, daß die Judoffirung der„ Socialist welcher auf der Schule schwer fortkam, aber gern als Gin- stehende Glemente unter den Lehrern in" chriftlichen" Blättern Trade and Labor Alliance" gegen nur 64 Stimmen gutgeheißen jähriger gedient hätte, fand in einem Bekannten, der derartig die Prügelpädagogik verherrlicht sehen, so müssen sie wurde, ebenso gegen nur 35 Stimmen der Beschluß, wonach das bereits diese Berechtigung besaß, gegen Entgelt einen an- sich geradezu angesta chelt fühlen, Thaten, wie die aus Exekutivkomitee alle Mittel anwenden soll, um die tägliche scheinend nur allzubereiten Helfer zur Durchführung seines Weißensee berichteten, zu begehen. Herausgabe des englischen Parteiorgans" The People" zu unredlichen Planes. Dieser absolvirte auf den Namen des bewerkstelligen. jungen R. nochmals einen Kursus zur Vorbereitung und machte Polizeiliches, Gerichtliches 2c. schließlich auf den Namen des K. das Examen. Im Besitze der Berechtigung zum einjährigen Dienst trat nun der junge K. in Genoffe Fein, Redakteur des Lübecker VolksBei dem Orgelvortrag in der Marienkirche am nächsten boten", hat die 18 monatige Gefängnißstrafe angetreten, die ein Berliner Garde Regiment ein und diente sein Militärjahr Mittwoch( Mittags 12 Uhr) werden mitwirken: Fräulein Helene ihm wegen Preßvergehen auferlegt ist. Die wärmsten Wünsche ab. Vor zwei Jahren wurde er vom Truppentheil entlassen; Linsener, Frau Emilie Jeschke und Herr Organist Friedrich Finte aller Genossen, daß er die überaus harte Strafe überstehen feit dieser Zeit seyten, wie die Angehörigen des R. behaupten, aus Spandau. Der Eintritt ist frei. möge, ohne an feiner Gesundheit unheilbaren Schaden zu erdie Helfer in dieser Sache die Schraube gegen ihn an und ver Bulaffung der Frauen zu den höchsten Kunstschulen in leiden, begleiten ihn in den Kerker. suchten andauernde Erpressungen. Er ging schließlich auf einige Frankreich. Die französische Kammer hat einen Posten von-Das Landgericht in Hagen sprach den Genossen Theiß Kunst und Wissenschaft. von der Anklage frei, durch eine Mittheilung in Nr. 188 der preußischen Staatsgebiet 29 957 367 ortsanwesende Personen zur Einsicht auch verlangt und auch keinen Strafantrag Rheinisch- Westf. Arb.- 3tg." den Polizei Sergeanten Dicke in gezählt wurden, waren es bei der letzten Zählung 31 855 123. gestellt habe, wozu die erforderliche Zeit bereits verstrichen sei. Schwerte beleidigt zu haben. Das Gericht sah den Wahrheits. Die Bevölkerung hat also seit 1890 um 63,35 aufs Tausend zu- Falls diesem Antrage nicht stattgegeben werde, beantragt der beweis als im wesentlichen geliefert an. genommen. Die Bevölkerung der inzwischen mit Preußen ver- Bertheidiger event. Beweisführung durch Vorlegung der Notizen, Der Stadtrath von Zwickau i. S. verbot eine Vereinigten Insel Helgoland ist da selbstverständlich mitgerechnet. die sich der Gendarm gemacht haben will, will, andernfalls fammlung, weil dort Redakteur Rosenow aus Chemnih Die durchschnittliche jährliche Boltszunahme betrug somit 12,36 aber gänzliche Freisprechung. Für Staatsanwalt und Richter sprechen sollte. aufs Taufend. Das ist die höchste Ziffer seit Errichtung des schienen aber die Angaben des Gendarmen, besonders für norddeutschen Bundes. Die durchschnittliche jährliche Bolts- den Staatsanwalt unzweifelhaft, als wahrheitsgemäß, da wegen der zunahme betrug nämlich vielen Vorstrafen Jahn's wegen Beleidigung" ihm wenigstens in der Zeit dem Sinne nach auch diese Beleidigung zu zutrauen fei. Eine direkte Beleidigung sei aber geschickterweise von ihm als geübtem Redner vermieden worden, weil er aus Erfahrung wisse, daß er sich dadurch strafbar mache. Aus all diesen Gründen habe der Gerichtshof die Anträge des Angeklagten und Vertheidigers abgelehnt und sich auch nicht veranlaßt gesehen, auf eine Geldstrafe oder ein niedrigeres Strafs maß zu erkennen, vielmehr die Berufung verworfen. Jahn wird gegen dieses Urtheil noch Revision einlegen. Gewerkschaftliches. Zuzug von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegungen aufs ftrengste fernzuhalten! Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, Berlin S.0., Aunenftr. 16) Von Berlin aus sollen sich größere Trupps Arbeitsloser, die im Winter die Asyle und Wärmehallen bevölkern, aufgemacht haben, um in Hamburg Arbeit anzunehmen. Sie müßten, weil vollkommen mittellos, zu Fuße gehen und unterwegs betteln. Viele würden ihr Ziel schon wegen des Gefängnisses nicht erreichen. Diese rührselige Geschichte wird in der„ Germania" veröffentlicht. Für den Fall, daß es sich um mehr als um die frivole Gifindung eines zeilenhungrigen Reporters handelt, sei darauf aufmerksam gemacht, daß die Arbeit i 11 Dont 3. Dezember 1867 1. 1871 1. " " 1. 1875 9 1. " 1. " # 1. " 1880 1885 1. 1. bis zum 1. Dezember 1871: 6,9 1875: 10,5 1880: 11,7 1885: 7,5 1890: 11,3. Die männliche Bevölkerung hat stärker zugenommen als die weibliche. Der zahlenmäßige Ueberschuß des weiblichen über das männliche Geschlecht hat sich zwar während des letzten Jahrfünftes noch um 13 088 Personen erhöht, aber im Wer hatten gestern einen schweren Tag. Es wurde ein Prozeß zu Die Geschworenen beim Schwurgericht des Landgerichts I hältniß zur Gesammtzahl der Bevölkerung erheblich vermindert. Ende geführt, der sich gegen zehn weibliche und einen männlichen Männliche Personen zählt man 15 645 439, weibliche 16 209 684. Angeklagten handelt und wobei es sich um Verbrechen gegen das Dem Religionsbekenntniß nach gab es am 2. Dezember 1895 feimende Leben richtet. Die Geschworenen hatten nicht weniger in Preußen 20 351 448 lifen, 119245 Evangelische, 10 999 505 Ratho als 60 Fragen zu prüfen. Am Nachmittage glaubte man an maß Katholische, Baptisten, Freireligiöse 2c.) andere Christen( Brüdergemeinden, Deutsch gebender Stelle, daß der Schluß der Verhandlung erst nach 379 716 Juden Mitternacht zu erwarten sei. und 5209 anderen oder unbefannten Bekenntnisses. Die den Häfen eine ne der schwersten ist, die es Der Verleumdungsprozeß des Arbeitsausschusses giebt. Sie stellt an den Körper die außerordent Katholiken zugenommen; wie die" Statistische Korrespondenz" Feuilleton- Korrespondenten der Hamburger Nachrichten", Eugen Zahl der Evangelischen hat etwas weniger als die der der Berliner Gewerbe- Ausstellung gegen den Berliner lich st en Anforderungen; die durch Entbehrungen geschwächten bemerkt, wohl hauptsächlich durch den zwischen Nord- und Süd- teichel, hat durch außergerichtlichen Vergleich seinen Abschluß Arbeitslosen sind deshalb der Hafenarbeit schon aus diesem deutschland durch Wanderungen bewirkten Bevölkerungsaustausch gefunden. Der Beklagte hat sich( der Berl. Ausst.- 3tg." zufolge) Grunde gar nicht gewachsen. Lasse sich also kein Arbeits- Sehr hoch war die Zunahme bei den anderen" Christen, sehr niedrig verpflichtet, 100 M. an das Asyl für Obdachlose zu zahlen, und loser durch die Noth verlocken, nach Hamburg zu gehen. Er bei den Juden. Reichs- Ausländer wurden gezählt 205 818, davon hat eine Erklärung abgegeben, worin er alle seine gegen den würde dort bei der schweren, ungewohnten Hafenarbeit einfach 27 087 im Stadtkreis Berlin, und 54 818 in der Provinz Rhein Arbeitsausschuß gerichteten Verdächtigungen widerruft und sein seine Gesundheit zu grunde richten und überdies land. Ihre Zahl ist seit 1890 start angewachsen. von den Hamburger Proßen erbarmungslos aufs Bedauern über seine That ausspricht. Die volksreichste Provinz ist Rheinland mit 5 106002 PerPflaster geworfen werden, sobald diese von dort sonen, dann folgt Schlesien mit 4415 309. Jm Stadtkreis Berlin In Hannover wurde Sonnabend in dem Prozeß wegen des träftigere Leute bekommen. und in der Provinz Brandenburg zusammen wurden 4 498 999 Einsturzes des Thurmes der neuen Garnisonkirche im Sommer Personen gezählt. An der Spike der Regierungsbezirke steht 1893 nach dreitägiger Verhandlung vor der Strafkammer, in Düsseldorf mit 2 191 359 ortsanwesenden Personen, dann folgt deren Verlaufe 18 Sachverständige und 31 Zeugen vernommen Oppeln mit 1710 181, an dritter Stelle steht der Stadtkreis Berlin worden waren, das Urtheil gefällt. Prof. Hehl- Charlotten burg wurde als Leiter des Baues dem Antrage des Zum Streik in Lübeck. Unsere Mittheilung, daß der Vor- hat der Rathenower Lofal- Kranken- und Sterbekasse aller gewerb Regeln der Baukunst) zu 500 Mark Geldstrafe und zur Krankenkassenwesen. Das preußische Handelsministerium Staatsanwalts gemäß auf grund des§ 330 des Straf gesetzbuches( Verstoß gegen die allgemein anerkannten fizzende des Lübecker Ortsvereins der Klempner, Fleischlichen Arbeiter( E. H.), der Allgemeinen Unterstützungs- und mann, sich nach Berlin. begeben habe, um hier Streitbrecher Krankenkasse( E..), in Eppstein i. Taunus, der Kranken- und Tragung der Koſten des Verfahrens verurtheilt. anzuwerben, hat am Freitag in der Sigung des Berliner Dris Sterbekasse der vereinigten Kleidermacher- Meister, Gesellen und freigesprochen. Falls dies Urtheil Rechtskraft erlangt, so wird, und angeklagten Maurermeister Müller und Bauführer Heinze wurden der Maschinenbau- und Metallarbeiter ein Mit Lehrlinge( E. H.) in Barmen, der Kranken- und Sterbekasse dem" D. B. H." zufolge, das bisher suspendirte Verfahren wegen glied zu einer Anfrage an den Vorstand veranlaßt. Die Anfrage( E. H.) zu Brandoberndorf, dem Unterstüßngsverein der Zigarren- Bahlung der Kosten des Neubaues, welche etwa 60 000 m. be wurde dahin beantwortet, daß Herr Fleischmann sich thatsächlich arbeiter zu Osnabrüd, der Kranken- und Begräbnißkasse der in Berlin feines Auftrags zu entledigen suchte, angeblich aber Fabrik- und Handarbeiter zu Wriezen( E.§.), der Allgemeinen tragen, wieder aufgenommen werden. feine Arbeiter bekommen hat. Nebrigens wurde das Auftreten Schuhmacher- Krankenkasse( E. H.) in Bielefeld und der Krankendes Herrn Fleischmann allgemein gemißbilligt und damit ent- und Sterbefasse der löblichen Schiffszimmergesellen- Brüderschaft schuldigt, daß der Lübecker Gewerkverein der Klempner erst seit Sehr nöthig ist es, daß die organisirten Arbeiter jetzt in allen Städten die Herbergen besuchen, um dort die Zugereiften zu warnen, sich etwa für den Hamburger Kapitals moloch zu opfern. vereins orientirt sei. mit 1 677 304 Personen. nügen. Vermischtes. Die Mit Der 2 oder 3 Monaten bestehe, Herr Fleischmann also vielleicht über 3 Danzig( E. H.) die Bescheinigung ertheilt, daß sie den Andie Prinzipien des Gewerkschaftsverbandes in Streiffragen nicht forderungen des§ 75 a des Krankenversicherungs- Gesetzes gestunde ein Raubanfall auf den Barbierstuben- Inhaber Vom Vorsitzenden einer Gewerkschaft- welche Stellung Der Stand des englischen Arbeitsmarktes im Oktober. merksam gemacht, blieben die Straßenpaffanten stehen. Herr Fleischmann einnimmt- sollte man aber doch erwarten, daß er weiß, wie er sich bei Arbeitseinstellungen zu verhalten hat. Und was sagen die Mitglieder zu den Ansichten der Generalsekretäre auch und Leitner? Arbeiter, Genossen! In den 111 Gewerkschaften mit zusammen 437 371 Mitgliedern, die für den Monat Oktober Berichte aus Arbeitsdepartement des englischen Handelsministeriums einsandten, wurden am Ende des Monats 14 582 oder 3,3 pCt. Arbeitslose gezählt. Das giebt, verglichen mit dem Monat September, eine Abi ahme der Arbeitslosen um 0,3 pet.; im Oktober 1895 hatten 88 Gewert: schaften mit 395 991 Mitgliedern 4,9 pet. als arbeitslos angegeben. In Leipzig wurde am Sonntag in der siebenten Abend. Leonard versucht. Durch die Hilferufe des Ueberfallenen aufThäter wurde dadurch verscheucht, von einem herbeigerufenen Schußmann jedoch zwei Stunden später im Keller in einer Badewanne aufgefunden. Derselbe war nicht vernehmungsfähig, da er an scheinend in den Keller gestürzt ist. Er wurde als ein 27jähriger Expedient aus Plagwitz bei Leipzig refognoszirt, dessen Name noch nicht festgestellt werden konnte. " Der schon sechs Wochen andauernde Streit des Emaillirwerks Carl Thiel u. Söhne zu Lübeck ist noch immer nicht In Ludwigshafen sind am Sonntag beim Schlittschuh beendet. Wie bekannt, ist der Ausstand unter nichtigen VorDie Zahl der im Oktober ausgebrochenen Streits betrug 55, laufen drei junge Leute ertrunken. wänden von der Fabrikleitung provozirt worden in der aus wovon 11 000 Personen berührt wurden gegen 51 Streits mit In Brest brach Sonntag Morgen ein heftiges Feuer in gesprochenen Absicht, alle für die Organisation agitatorisch 9000 Personen im September und 77 Streife mit 18 000 Per dem Maschinenraum des Transportschiffs Drome" thätigen Arbeiter abzuschieben. Die Herren hatten offenbar ge- sonen im Oktober 1895. Fünfzehn betrafen die Maschinen- und aus, an dessen Bord sich 60 Tonnen Pulver befanden. Dant glaubt, leichtes Spiel mit ihren Leuten zu haben, mußten Schiffsbau- Branche, je 8 die Bau-, Bergbau-, Steinbearbeitungs- den Anstrengungen der Marinetruppen fonnte man des Feuers aber zu ihrem großen Leidwesen erfahren, daß sie und Textilindustrie; die verschiedenen Metall brauchen waren Herr werden. Der Schaden ist beträchtlich. fich irrten. Die Ausständigen haben sich bisher troß mit 5, die Bekleidungsindustrie mit 3, verschiedene andere In Zürich beschloß der Stadtrath die Erbauung einer der unerhörtesten Provokationen musterhaft gehalten, während Gruppen mit 8 Streits betheiligt. Von den 55 alten und neuen städtischen Ga 3 a ust a It mit einem täglichen Lieferungsdie Fabrikanten, denen zwar ein fostspieliger, aber werthloser neuen Streitfällen, die im Oktober als erledigt gemeldet wurden, vermögen von 100 000 Kubikmetern. Die Gesammtkosten be großer Troß bunt zusammengewürfelter Aucharbeiter zur Ver- find 21 Fälle mit 4700 Personen zu gunsten der Arbeiter, 17 mit tragen 7 800 000 Franken. fügung steht, troß ihrer hochtrabenden gegentheiligen An- 3100 Personen zu gunsten der Unternehmer beendigt; 10 Fälle fündigungen auf dem letzten Loche pfeifen. Hätten sie nicht mit 1100 Personen tamen durch Kompromiß zur Beendigung, einer Güterzug- Lokomotive bei Dunapentele, wobei der Maschinist, Aus Budapest wird berichtet: Infolge der Explosion gewissermaßen ihre Kapitalistenehre verpfändet und verträten sie während das Resultat von 7 Streits mit 6100 Personen noch der Heizer und ein Ingenieur getödtet wurden, ist der Bahnnicht gleichzeitig das gemeinsame Interesse aller hiesigen Metall- nicht festgestellt werden konnte. industriellen, die diese Bewegung als eine Art Krafts förper arg zerstört. probe betrachten, sie würden längst nachgegeben haben. So aber förmiger Bewegung verlaufende Erderschütterung verspürt. Der In Livorno wurde Sonntag früh eine starke in wellenwehren sie sich mit dem Muthe der Berzweiflung bis auf das äußerste. Bevölkerung bemächtigte sich eine große Bestürzung; ein Schaden Jedoch deuten alle Anzeichen darauf hin, daß ihnen nach gerade der Athem ausgeht. Wenn nicht alles trügt, dürfte bald wurde nicht angerichtet. die Entscheidung fallen. Deshalb ist es gerade jest doppelt nothwendig, daß der Buzug ferngehalten wird; vor allem dürfen Metallarbeiter aller Branchen sich nicht verlocken lassen, bei Thiel in Arbeit zu treten, denn gerade der Mangel an solchen macht den Herren am meisten Herzbeklemmungen. Das richtigste ist, wenn die Angehörigen dieses Berufes einstweilen übeck überhaupt meiden. Aber auch petuniäre Unterstützung ist noch immer dringend erforderlich. Denn es sind noch 311 Streifende zu unterstützen, darunter 80 Frauen und Mädchen. Verheirathet sind 196, fie haben 363 Kinder zu ernähren. Arbeiter, Genossen! Es handelt sich hier um Sein oder Nichtsein blühender, leistungsfähiger Organi fationen. Ihr Sieg ist Euer Sieg. Deshalb beweist auch uns gegenüber Gure stets bewährte Solidarität!!! Das Streitkomitee: J. A.: H. Schweizer in Lübeck, Lederstr. 3. Alle Anfragen und Geldsendungen sind zu richten an Ernst Bendfeldt, Lederstr. 3. Alle Parteiblätter und Gewerkschafts- Organe werden um Abdruck gebeten. Von einer Veränderung der Rohnhöhe wurden 12000 Personen berührt, davon hatten 11800 eine Erhöhung des Lohnes von durchschnittlich 1,58 m. pro Kopf und Woche zu verzeichnen; 167 Personen erlitten eine Lohnreduktion. Die Lohns erhöhungen kommen zu drei Vierteln der Maschinen- und Schiff bau- Industrie zu gute. Die Löhne der Landarbeiter in Norfolk stiegen um 1 Schilling wöchentlich. Die übergroße Mehrzahl der Lohnerhöhungen wurde ohne Streit durch Unterhandlungen er reicht. Veränderungen der Arbeitszeit betrafen 3823 Perfonen, von denen 3623 eine Bertürzung um durchschnittlich 2,77 Stunden wöchentlich erlangten, während 200 sich eine Verlängerung um 2 Stunden wöchentlich gefallen lassen mußten. Soziale Rechtspflege. eines Personenzuges vollständig zertrümmert. Eine Person wurde In Ville France wurden infolge Rettenbruchs 8 Wagen getödtet, sechs verwundet. In Nanterre ist in einer Fabrik für Kohlenspißen zu elektrischen Lampen der Kessel explodirt. Vier Arbeiter wurden getödtet. des Wissouri und Mississippi und zwar hauptsächlich in Minnes Nach Meldungen aus New- York wüthete in den Thälern sota, Dakota, Montana und Idaho ein Schneesturm. Der Schnee Die liegt stellenweise 5 Meter hoch. Es herrscht große Kälte. Eisenbahnzüge treffen entweder gar nicht oder mit Verspätung ein. Viel Vieh ist zu grunde gegangen, 5 Menschen sind als ers froren gemeldet; man befürchtet, daß noch mehr Personen ums Leben gekommen sind. Aus Bombay wird berichtet, daß sich in Baroda während des Festes zu Ehren des Vizekönigs ein schwerer Unglücksfall ereignete. 3n ei Menschenhaufen begegneten sich auf cinem schmalen Wege, dabei wurden 29 Personen getödtet und mehrere verlegt. Witterungsübersicht vom 30. November 1896. Im Ausschuß des Berliner Gewerbegerichts theilte der Vorsißende Assessor v. Schulz zur Frage, ob die bei Gastwirthen 2c. beschäftigten Hausdiener, Köchinnen und ähnliche Angestellte als Gewerbegehilfen oder als Dienst boten anzusehen sind, mit, daß die nachgesuchte Entscheidung der Minister für Handel und Gewerbe und des Innern der Ansicht des Gewerbegerichts entsprechend ausgefallen sei. Diese Frage lasse sich, so heiße es in der Entscheidung, im allgemeinen nicht beantworten. Doch ergebe die Praxis, daß die Hausdiener, Der Maurerftreik in Oldenburg hat infolge des Zu- Köchinnen und ähnliche Angestellte der Restaurateure 2c. fast strömens von Streitbrechern aus Ostdeutschland, insbesondere flets im Gewerbebetriebe thätig sind, und daher auch als Ge= aus Schlesien und Brandenburg, seinen Zweck nicht erreicht. Werbegehilfen anzusehen sind. Diese Auffassung habe nur Maurer, die ihr Gewerbe ordentlich verstehen, waren die dann nicht stattzufinden, wenn erwähnte Gehilfen vorwiegend im Stationen. Streitbrecher natürlich nicht. Die meisten mußten ihr Bündel privaten Hausdienst thätig sind. In den allermeisten Fällen schnüren, als die Oldenburger die Arbeit wieder aufnahmen, und unterstehen daher obengenannte Personen der Gewerbegerichtsjezt ist die Zahl derer, die noch in Oldenburg sind, bereits unter barkeit. Bedeutsam ist in dieser Angelegenheit, daß die Köchinnen, zehn gesunken. So schreibt ein bürgerliches Blatt, der in Varel Hausdiener und ähnliche Angestellte der Gastwirthe 2c. fortan Swinemünde erscheinende„ Gemeinnüßige", der als hauptsächliche Ursache des nicht mehr den Bestimmungen der Gesinde- Ordnung unterstehen. Hamburg schnellen Abzugs der Streitbrecher ausdrücklich angiebt, daß sie In dieser nunmehr endgiltig im Sinne des Gewerbegerichts ent- Berlin hinsichtlich der technischen Tüchtigkeit den Oldenburgern nicht schiedenen Frage ist es, wie erinnerlich, mehrfach zu Mißbellig- Wiesbaden. gewachsen waren. Dennoch haben die Oldenburger Bauunter- feiten zwischen Polizeipräsidium und Gewerbegericht gekommen. München nehmer die Nichtkönner beschäftigt; da werden die Bauten schön zusammengepfuscht worden sein! Barometertand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung Windstärke ( GT- 1) BBALLA 0712 Wetter Temperatur ( 5°.= 4° R.) 764 MNMW 768 28 wolkig bedeckt 2 1 766 4 773 NO 771 NO 1 Wien 768 28 4 bedeckt bedeckt wolkenlos bedeckt -0 -11 -5 Haparanda 750 Still wolkig Betersburg 769 NO Dunst -13 766 772 DSD W wolfig 7 770 NND heiter wolkenlos 2 -6 Wetter- Prognose für Dienstag, den 1. Dezember 1896. Ein wenig wärmer, ziemlich trübe mit geringen Nieders schlägen und mäßigen nordwestlichen Winden. Briefkasten der Redaktion. Diejenigen Arbeiter, die anstatt im Anschluß und in der Gerichts- Beifung. Treue zur Gewerkschaft, in der Streifbrecherei ihr Heil erblicken, Wegen Beleidigung der Gendarmeriebrigade war, wie Sort tönnen an dem Schicksal ihrer Gesinnungsgenoffen beim Olden bereits mitgetheilt, Genosse Jahn wegen einer angeblichen Aberdeen. burger Maurerstreit wieder sehen, daß ihre Rechnung ein großes Aeußerung in einer Versammlung am 8. August d. J. in Baum- Paris. Loch hat. So hoch willkommen der Streifbrecher dem Unter- schulenweg angeklagt und auch vom Schöffengericht des Amts nehmer in der Moth ist, er ist der erste, der auf die Straße gerichts II Berlin zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. fliegt, wenn wieder Friede geschlossen wurde. worden. Die gegen dieses Urtheil eingelegte Berufung hatte aber feinen Erfolg, da im Termin am 30. November vor der Straffammer des Landgerichts II. Berlin( Vorsitzender Landgerichtsdirektor Mürschheim) das Urtheil erster Justanz bestätigt wurde. Als Zeugen waren erschienen der Gendarm Thinius, Barmen, Allgemeiner Arbeiter= Verein. Daß Genosse Drechsler Teutsch, Stuckateur Krebs und Metalldreher Poludnik in einer Versammlung den Vorwärts" und die Elbers Pietsch. Während der Gendarm auf seine Behauptung felder Freie Presse" wegen ihrer Haltung zu seinem Kongreß bestand, daß Jahn die Aeußerung gethan haben sollte, be- projekt angegriffen hat, sowie daß er gegen den Bauhandwerker" stritten Jahn und die übrigen Zeugen ganz entschieden, daß u. a. bemerkt, Genosse Reßler habe bei seiner Anwesenheit in Von der am 2. Dezember 1895 für Preußen stattgehabten diese Redewendung auch nur dem Sinne nach gemacht worden Barmen für die Form des dortigen Allgemeinen Arbeitervereins Volkszählung liegt jetzt in der Statist. Corr." das end- sei. Rechtsanwalt Dr. Herzfeld beantragte Einstellung geschwärmt, sei an dieser Stelle erwähnt, daß die Auslassungen giltige Resultat vor. Während am 1. Dezember 1890 im des Verfahrens, da der Chef der Gendarmeriebrigade die Akten allgemeinen Werth nach keiner Richtung hin haben. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Der Streik der Böttcher der Fa ßfabrik von R. Wehr hahnu. Ko. in Harzburg hat damit geendet, daß der Firmeninhaber zwar zwei Arbeiter nicht wieder einstellt, jedoch folgende Forderungen anerkannte: 25 pet. Lohnerhöhung, wöchentliche Lohnzahlung, Freigabe des 1. Mai, Wegfall der Kündigungsfrist. Soziales. " " 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 281. Dienstag, den 1. Dezember 1896. 13. Jahrg. Für die Arb.- San.- Kommission gingen ein: 5 M. von der Uebelständen der Arbeitsverhältnisse in Berlin bekannt und entArbeiter- Sanitätskommiffion. Bentr.- Hilfskaffe der Zimmerer. suche veranlaßt. plättet wird. raum verwandt. Recherchen. Die Müllhat. der Versammlungen. Aber die schlossen sind, berechtigten Beschwerden Abhilfe zu schaffen, damit Herr Dr. Freund, wenn er wieder gefragt werde, nicht aberRastanien. Allee 179 in der Wäschefabrik von mals sagen fönne: Es hat nur eine Beschwerde stattgefunden, Cohn u. Ellenburg sollen in der Plätterei für ca. 100 Arbeiteund die mußte zu gunsten des Arbeitgebers entschieden rinnen 1 oder 2 Klosets, in der Zuschneiderei und Näherei für werden. Außerdem möge man die Organisation stärken, ca. 25 Personen beiderlei Geschlechts 1 Kloset sein, in welchem Der Ausstand in der Eisengießerei bei Hartung be damit die neugewählten Kuratorium- Mitglieder an der ev. einen fich zugleich die Wasserleitung befinde. Auch soll ein Ankleides schäftigte eine gut besuchte Versammlung, die am Sonntag im festen Rückhalt haben. In der Besprechung bezeichneten verschiedene raum fehlen. Unserem Kontrolleur wurde der Kolberger Salon tagte. Aus den Ausführungen des Referenten Redner die Sagungen des Arbeitsnachweises als so mangelhaft Eintritt verweigert, man scheint demnach die Kontrolle. Näther sowie den der nachfolgenden Redner war zu und das dort geübte Verfahren als so ungerecht und einseitig, zu fürchten, was den Fabrikinspektor hoffentlich zu baldigem Be- entnehmen, daß die Lage des Streits eine wesentliche Aenderung daß es besser sei, teinen Arbeitsnachweis zu haben. Es werde nicht erfahren hat. Von den 43 in Ausstand getretenen dort nicht blos von den Arbeitsuchenden ein BefähigungsSchilling str. 12 in der Wäsche fabrit von J. Jacoby Formern und Gießerei- Arbeitern hat sich bis jetzt fein einziger nachweis gefordert, sondern auch eine geordnete Reihenfolge wird in der Plätterei über große Hiße geklagt, da mit Gas ge- gefunden, der die Arbeit in dieser Fabrit wieder aufgenommen der Arbeitslosen nicht mehr innegehalten. Das habe Der Ankleideraum ist für zirka 80 dort be- alles jüngere Arbeiter, eingetreten, die bei derartigen GeAls Ersatz für die Ausständigen sind bisher sieben, fast zur Folge, daß alte Brauereiarbeiter zu den Kuratoriumsschäftigten Arbeiterinnen zu klein und wird überdies als Lager- legenheiten immer zu haben sind. Der Former Mehnert, zu theil werden zu lassen und ein gutes Wort für sie einzulegen. mitgliedern gehen und diese bitten, ihnen Bevorzugung Schillingstr. 12 in der Wäsche fabrik von Wohl u. und in dieser Zeit nicht mehr in seinem früheren Beruf thätig Müßten auch die Mängel des Arbeitsnachweises anerkannt mehrere Jahre die Gastwirthschaft betrieben hat Bon anderer Seite wurde diesen Ausführungen widersprochen. Heimann ist für zirka 35-45 Arbeiterinnen und mehrere männ= liche Arbeiter ein gemeinschaftliches, dunkles Kloset. Ankleide- die Arbeit bei der Firma Hartung aufzunehmen und hat Kuratoriumsmitglieder sein, für die Abstellung dieser Mängel zu war, hat sich gleichfalls veranlaßt gesehen, an stelle der Streifenden werden, so werde es gerade Aufgabe der zu wählenden raum nicht vorhanden. Die Arbeiterinnen müssen sich auf ihrem derselbe, wie behauptet wurde, in einer Woche auf Afford sorgen. Den Arbeitsnachweis auflösen, oder dahin zu wirken, Play umziehen. Grüner Weg 8. In der Wäsche fabrit von Arndt 2,40 m. verdient. Daß sich trotz Inserate, in welchen hohe daß er aufgelöst werden muß, das sei nicht schwer; aber sehr ist für ca. 25 Arbeiterinnen ein auf dem Boden gelegenes Kloset, bekannten Maßregeln auf dem Unternehmer- Arbeitsnachweis teine beffer entsprechenden Arbeitsnachweis Löhne und dauernde Beschäftigung versprochen werden, und den schwer würde es sein, einen neuen, den Wünschen der Arbeiter ohne jegliche Beleuchtung und Ventilation vorhanden. Ankleide- bedeutenden Kräfte gefunden haben, gilt als ein Beweis der der Redner fühlte sich gedrungen, Mitgliedern des Arbeitszu gründen. Einer raum soll nicht vorhanden sein, die Besichtigung desselben wurde Solidarität der in betracht kommenden Arbeiter. Seitens des Arbeits- nachweises in der Desdenerstraße in ziemlich unverblümter unferem Kontrolleur verweigert. Gleimstr. 15. Der Käsefabrikant Dosse hat das nachweiſes in der Gartenstraße versucht man noch rücksichtsloser Form den Vorwurf der Bestechlichkeit zu machen und zwar unter Nachtquartier für 2 junge Leute in einem engen schaffen. So wurde mehreren Arbeitern der Schein, der aus unter dem Beifall der Versammlung zur Ordnung gerufen wurde. als bisher vorzugehen, um der Firma Streifbrecher zu vermehr als drastischen Ausdrücken, so daß er vom Vorsitzenden Stalle aufgeschlagen, in welchem 2 Pferde stehen und die Betten beschmutzen. Im Winter sind außerdem weist, daß die betreffenden in einer Fabrik Arbeit erlangen Ohne Widerspruch beschloß die Versammlung die Theilnahme an den noch ca. 14 Hühner in demselben untergebracht. tönnen, einfach zerrissen und ihnen die Abstempelung verweigert. am 6. Dezember cr. stattfindenden Kuratoriumswahlen und stellte abfuhr ist sehr unzulänglich, dazu kommt der starke Geruch aus( Nach dem Abkommen der Metallindustriellen dürfen nur solche für diese Wahlen folgende Kandidaten auf: a. für die Arbeiter eingestellt der Käserei, wodurch die nach dem Hofe zu wohnenden Miether beitsnachweis abgestempelt erhalten.) werden, die den Schein im Ar- Brauer: Richter und Bauer und als deren Vertreter: taum in der Lage sind, ihre Fenster zu öffnen. einzelnen Heyder, Köpisch, Wunderlich und Knieg. b) Für Fruchtstr. 42, Eingang Friedenstraße, im Vorderhause Fabrikanten stehen gleichfalls nicht zurück, unter allen die Böttcher und Hilfsarbeiter: Gilbinger befindet sich eine Kellerwohnung, Laden, Wohnstube und Küche, ständigen in den Rücken zu fallen. Umständen die Arbeiter zu veranlassen, den Aus( Böttcher) und Beyes( Hilfsarbeiter), und als deren Vertreter: die für menschlichen Aufenthalt und zur Aufbewahrung von Wie angeführt wurde, Bülow( Böttcher) und Senftleben, Krumbach und ist bei einer bekannten Firma ein Kernmacher entlassen Franke( Hilfsarbeiter). Waaren gleicherweise unbrauchbar ist. Die Wände sind naß, der Unter„ Verschiedenes" wurde geworden mit der Weisung, Kalt fällt von ihnen ab; Thürfüllung und Fußboden von er möge sich bei Hartung fragt, ob das Gerücht sich bewahrheite, daß in der NordSchwamm zerfreffen. Die Wohnung ist 1,30 Meter unter dem wurde die Situation als günstig für die Arbeiter bezeichnet und bewilligt seien und diese Brauerei ihre Arbeiter durch den hinbemühen und dort in Arbeit treten. Von allen Rednern deutschen Brauerei die Forderungen der Arbeiter sämmtlich Straßenniveau. Die Bewohner kränkeln; die Waaren verderben, darauf hingewiesen, daß die Kunden der Firma wohl kaum gewillt fein Arbeitsnachweis erhielte? Die Frage wurde aus der Versamm zumal es auch hinein regnet. Liegnizerstr. 30, Borderhaus parterre im Restaurations- dürften, mit der Ausführung der gemachten Bestellungen noch länger lung dahin beantwortet, daß diese Behauptungen nicht zuträfen, Geschäft: Die Wohnung feucht, die Wände schimmlig. zu warten und dies wird wohl nicht ohne Einfluß auf die Firma vielmehr Herr Arendt erklärt habe, er wolle von organisirten dem Laden ein Bierkeller, dessen Decke durch die Nässe defekt ist. rufen, lediglich zu dem Zweck, um das Vorgehen der Kühne wenn sie zu ihm käme, hinauswerfen. Ein Mitglied der letzteren sein. Ein Antrag, das Gewerbegericht als Einigungsamt anzu Arbeitern nichts wissen und würde die Agitations- Rommission, Schon vor einem Jahre sind Reparaturen( neue Schalbretter) männer vor das Forum der Deffentlichkeit zu ziehen, wurde von bemerkte darauf, die Agitationskommission habe Herrn Arendt deshalb erfolgt, doch wäre es auch an anderen Stellen nöthig gewesen. das lebhafteste bekämpft und zwar ihren Besuch angemeldet und werde denselben voraussichtlich im Langestraße 71, Hof links part. Wohnung feucht und einerseits deshalb, um nicht den Anschein der Muth- Laufe dieser Woche abstatten. dunkel, trok fleißiger Lüftung stets dumpfiger und muffiger Geruch. Iofigkeit zu erwecken, andererseits weil die Erfolge, welche Die Frau leidet an Reißen. Gemacht wird nichts. Auch der nicht besonders dazu angethan waren, die Sympathie bet vember bei Hente in der Naunynstraße. Der Besuch war nur das Einigungsamt in den verschiedenen Fällen erzielt hat, Eine öffentliche Gürtler- Versammlung tagte am 26. Nos vorige Miether ist gezogen, weil seine Kinder erkrankten und nichts den Arbeitern zu erhöhen. Nachdem noch wiederholt aufgefordert mäßig; aus diesem Grunde wurde der Vortrag des Genossen gemacht wurde. 3wingliftr. 14d. Vorderhaus parterre im Restaurant worden war, auch in Zukunft den Zuzug fern zu halten, bis die Meyner für eine spätere, besser besuchte Versammlung vertagt.. die Wohnung feucht, Luft modrig, die Sachen verschimmeln, die Firma gezwungen ist, mit der Kommission in Verhandlung zu treten, Der Vertrauensmann Heinrich berichtete sodann über seine. Kinder und Frau find krank. Aehnlich ist es in den übrigen zur Annahme, in der den Ausständigen volle Sympathie Veranstaltung von 4 öffentlichen und 2 speziellen Werkstattgelangte auch in dieser Versammlung eine Resolution Thätigkeit während des abgelaufenen Geschäftsjahres. Neben der Wohnungen( Neubau). Der Wirth läßt nichts machen, Brunnenstr. 122. Auf dem 2. Hof, Quergebäude im zugesichert wird und alle Metallarbeiter verpflichtet werden, für Bersammlungen habe das Sammelwesen eine unausgefeßte Keller, befindet sich eine Metallgießerei ohne jeden Abzug die Sammlungen zu öffentlichen Fonds einzutreten. Wie mit Thätigkeit beansprucht. Im Laufe des Jahres seien zirka für Rauch und Dunst, so daß der Treppenflur oft durch Qualm getheilt wurde, haben die Vertrauensmänner der Former und 6000 M. an Näther abgeliefert und zwar nur aus fleineren völlig unpaffirbar ist und die in der oberen Etage beschäftigten abzuführen. Zum Schluß wurde ersucht, alle Maßnahmen der fammlungen, Listensammlungen, Gießerei- Arbeiter befchloffen, pro Woche eine Mark an den Fonds Werkstätten. Diese Summe setzt sich zusammen aus Tellers ca. 35 Arbeiter sehr beim Athmen belästigt werden. Ueberschuß eines kleinen Feldstraße, Ede Suffitenstraße, befindet sich im Unternehmer gegenüber den Arbeitern an zuständiger Stelle zu Bergnügens und den Verkauf von Maimarken und Keller, ca. 10 Fuß unter dem Straßenniveau, die Gießerei unterbreiten, und bekannt gegeben, daß den Gemaßregelten die Gewerkschafts- Marken. Von den zirka 3000 Gürtler der Allgemeinen Elektrizität- sGesellschaft. Der auf die Straße nothwendige Unterstützung zu theil wird. in Berlin haben zirka 300 den 1. Mai durch Arbeitsruhe ge dringende Rauch belästigt die Anwohner und Passanten oft Eine gut besuchte Versammlung der Brauerei- Arbeiter feiert. In anbetracht der großen Zahl derer, die am 1. Mai außerordentlich. tagte am Sonntag im Englischen Garten, um zu den bevor- gearbeitet, seien die Eingänge für die Maimarken recht niedrig Brunnenstr. 6-7. Für die Bewohner der beiden vorstehenden Wahlen zum Kuratorium des Arbeitsnachweises su bezeichnen. Nachdem der Redner Veranlassung genommen deren Höfe, ca. 60 Miether, die Arbeiter verschiedener Werkstätten Stellung zu nehmen. Das einleitende Referat hatte Kollege hatte, an dem lauen Verhalten der Kollegen aus einigen Werks und Besucher einer Restauration, im ganzen 150-200 Personen, Wiehle- Hannover übernommen, der nach einer eingehenden stätten Kritik zu üben, fam er auf den in der Montag- Versamm befinden sich nur 3 schmutzige unzureichende Klosets. Dahinter Schilderung des Ueberganges vom kleinen und handwerks- lung in Sanssouci erneuten Beschluß vom 7. Mai zu sprechen, das unsaubere Pissoir ohne Thür. mäßigen Betrieb der Brauereien zu modernen kapita- der die Fortsetzung der 50 Pf. Beitragserhebungen bis auf listischen Großbetrieben die daraus für den Arbeiter ge= weiteres anordnet, und erklärte, daß die Versammlung nicht gebenen Schlußfolgerungen zog und nachdrücklichst dazu auf- umbin tönne, diesen Beschluß ebenfalls zu akzeptiren. Nach forderte, bei den Kuratoriums Wahlen dafür zu sorgen, daß kurzer Diskussion wurde Sucker zum Vertrauensmann ernannt. Kandidaten der Arbeiter gewählt werden, die auch mit den Heinrich hatte abgelehnt, ersuchte nun aber die Kollegen, die noch Unter A der str. 58, Gartenhaus zu ebener Erde, Wohnung bestehend aus Stube, Kammer, Küche. Wände sind naß, Schwamm in den Dielen, muffiger Geruch, Gesundheitszustand der Bewohner mangelhaft. von Kunst und Wissenschaft. Ruederer auf. " allen Rednern auf = war auch an schätzt man die Absicht Ruederer's zu gering ein. Diefer Fahnenweihe beginnt und drei Münchener Dirnen segnen als Frrthum ist durch eine künstlerische Schwäche im Stück zu er weiße Engel mit goldenen Flügeln die feierliche Gesellschaft. Josef Ruederer ist den Lesern des Vorwärts" nicht flären. Von zwei sozialen Schichten, die aneinander gerathen, ist Mit diesem blutigen Hohn endet die Komödie, in der Herr fremd. Vor einiger Zeit war in unserem Feuilleton ein Roman die parafitisch vordringende in grell satirischen Farben lebhaft ge- Bonn als Rettinger einen überraschend treuen Münchener des Münchener Schriftstellers veröffentlicht worden. Am jüngsten schildert, die andere, die sich verzweifelt wehrt, wird nur matt Typus schuf. Weniger sicher trafen den Ton unbewußter VerderbtSonntag nahm die neugegründete, Dramatische Gesell- behandelt. Es hätte freilich größerer poetischer Vertiefung be- heit Herr Hof pauer und Frau Buze( das Ehepaar Schlegel). schaft" eine Bühnenstudie Die Fahnenweihe" durft, um sie in ihrem Kampf, ihrer Abwehr begreiflich erscheinen Im Theater des Westens Friedrich Wilhelmstädtisches Theater. Ein Bild des be zu lassen. stand Ruederer's dramatische Erstlingsarbeit die Bühnen- Der Kampf der Parteien wird um eine Wiese, die Gregori- Jammers zog vor dem Publikum vorüber, das sich hatte vers probe. Für die dramatische Gesellschaft handelt es Wiese, geführt. Sie ist Gemeingut, ein Lebensbedürfniß der leiten lassen, am Sonnabend in die„ italienische" Troubadour sich nicht, wie seinerzeit für die Freie Bühne, um ein bestimmtes bäuerlichen Gemeinschaft. Man dente nur an die Bannwälder Vorstellung zu gehen. Eine Vorstellung. in der der Titelbeld Kunstprinzip, fie will im allgemeinen auf neue Talente aufmert- mancher Dörfer oder an Fuchsmühl. Diese Wiese ist eine Ahnung vom Singen hat und an das Mitleid der Zusam machen. Spekulationsobjekt geworden. Ein Münchener Bürger, Herr schauer appellirt, weil er nicht dafür kann, daß er an der Auf Josef Runderer aufmerksam zu machen, war nicht Schlegel, ist im Markt Posthalter geworden. Er hat exponirten Stelle steht. Wie neulich, so mehr nothwendig. Daß er scharf und flug beobachtet, seine Leben in die Bude gebracht. Er hat's aufg'mischt, wie diesem Tage urplöglich ein Sänger fontraktbrüchig geworden, Beobachtungen gern in bittere Satire umprägt, wußte man man im Süden sagt. Allein außen hui, innen pfui! Den Poſt- so daß in der Noth ein Chorist den Manrico dahergröhlen bereits. Seine Fahnenweihe", eine ländliche Komödie, ist ein gasthof erhält der Posthalter nur dadurch, daß seine Frau sich mußte. Es iſt merkwürdig, wie Künstler, von denen man denken Zeugniß mehr für seine start satirische Begabung. Böllig Neues prostituirt und er beide Augen zudrückt. Die feine Familie hat sollte, daß ihnen die Gelegenheit angenehm wäre, in Berlin auf in der Form, Neues an Ideengehalt bringt sie nicht. Wenn das einen Goldfisch geangelt, den faden, eitlen Reservelieutenant und zutreten, unter der Direktion Samst mit einem Male fontratt Stück, auf dessen besonderen Vorzug im Vorwärts" Großhändler Rettinger. Will Herr Rettinger knausern, so erinnert brüchig" werden und spornstreichs in Nacht und Nebel ver= neulich hingewiesen wurde, noch nicht auf das reguläre ihn Herr Schlegel mit dem schlagbereiten Nachdruck eines schipinden. Als zweites Malheur wurde noch verkündet, daß der Theater tam, fo lag es daran, daß die Direktoren Buhälters an seine Lage. Der große Schlag, den das Ehepaar Vertreter des Luna krank geworden sei und daher ebenfalls sich sich scheuen, dem Publikum herbe Wahrheiten aufzutischen, Schlegel plant, ist der Erwerb der Gregori- Wiese. Dort soll ein vertreten lassen müsse. Leider war auch der Theil der italienischen zumal jezt, da gerade das lehrhafte Märchen, Die vage großes Fremdenetablissement entstehen, und um als Wohlthäter äfte, der glücklich auf die Bühne hinaufgelotst worden war, Träumerei, romantische Phantastit, ja selbst romantische Maste- der Gemeinde zu gelten, erbaut Herr Schlegel auf der Gregori- nicht von einer Qualität, daß sich ein ernsthaftes Eingehen auf rade modisch sind. Zu diesen sanften Harfentönen will Ruederer's Wiese ein Findelhaus, feine theuere Gattin, die zu ihrem Herzens- ihre Kunst verlohnte. Wir sind nicht optimistisch genug, um zu gellendes Gelächter nicht passen. trost neben dem feinen Refervelieutenant sich noch einen stämmigen hoffen, daß Herr Samst, durch die Vorgänge vom Sonnabend Ruederer, der selber begüterten Bourgeoistreifen entstammt, Bauernschauspieler als Liebhaber hält, stiftet eine prächtige Fahne zur gewißigt, von Experimenten ablaffen wird, die über den Horizont wird in der Fahnenweihe" zum heftigen Ankläger des Mammo- Weihe des Findelhausvereins. Das ist das Lockmittel des Raubzeugs, seines Hauses gehen. nismus. Seine Komödie spielt im bayerischen Oberland, etwa das in die bäuerliche Hürde einfällt. Die Würdenträger des Im Volks: Theater in der Reichenbergerstraße wird jetzt in der Gegend von Tegernsee. Rapitalistische Einflüffe Ortes sagen: Leben und leben lassen! Der Bürgermeister, schon Räder's urdrollige Posse Robert und Bertram" mit gutem Gereichen von München herüber; die Fremdenindustrie" ein Halbbauer und Unternehmer, wird als Maurermeister am lingen gegeben. Das lustige Vagabundenstück ist neuerdings beginnt; die Großstadt entfendet widriges Raubzeug; Hotel verdienen; der Gemeindevorstand ist ein Kaufmann, auch mit unrecht vernachlässigt worden; troß seines vierzigjährigen eine alte, vielleicht beschränkte, aber in ihrer Be ihm wintt Profit. Der Amtsrichter amüsirt sich gern. Der Alters erscheint es durch seinen flotten Humor so frisch, schränkung feste soziale Ordnung, die im eingesessenen Bauern Pfarrer ist gern der Geldmache dienstbar; und unter den zum daß manche neue Quälerei, die zum Amüsement des thum ihre Wurzeln hat, fängt an zu wanken. Man gründet theil mit angesteckten Bauern findet sich ebenfall ein Anhang; furz, Publikums dienen soll, sich beschämt vor ihm verkriechen müßte. Bauerntheater und Hotels, ein Theil der Bauernschaft, die der Ruhhandel wird abgeschlossen. Die Gregori- Wiese wird dem Im Volts- Theater ist die Posse gut einstudirt und so gediegen aus ihren gewohnten ökonomischen Bedingungen hinausgedrängt Berderber zugeschlagen. Darob empört sich, was noch an Kraft gegeben, wie man es an dieser Bühne nur verlangen kann. Die wird, findet feinen Halt mehr an ihrem naiven Sittenkoder; übrig blieb im Bauernthum. Die Haberer eilen ans Werk, nie beiden Vagabunden fanden in den Herren Winkler und Conrad und die andere bäuerliche Partei gährt in grollender war Voltsnothwehr gerechter, als in diesem Fall. Aber Herr ein paar Vertreter voller Laune und Gewandtheit, und als bärEmpörung, die sich im Haberfeldtreiben Bust macht. Sie ist Schlegel lacht auf dem Geldfac des Liebhabers seiner Frau. Die beißiger Invalide Strombach that Herr Heinrich Richter sein aber schon zu schwach geworden, das Verhängniß aufzuhalten. Haberer, die Bauerulümmel waren so dumm, auch beim Pfarrer Bestes. Drollig wurde auch der Banquier Jagelmeier von Herrn Die freffende Rorruption, die mammonistische Macht triumphirt und Amtsrichter zu treiben. Das freut Herrn Schlegel. Den Reif gespielt, wie denn überhaupt so ziemlich ein jeder auf der über die ethische Einfalt! Rettinger hält er mit derben Zuhälterfäuften fest und die Macht- Bühne sich bemühte, die Poffe wirkungsvoll zu gestalten. Be Man hat in Ruederers Fahnenweihe" blos den Spott haber erfuhren dieselbe Volfsjustiz, wie er. Gleiche Brüder, gleiche merit sei noch, daß die in der ersten Etage befindlichen Säle des über die falsche Biederkeit der Bauern heraushören wollen; Rappen. Die Fahnenweihe wird abgehalten, die Haberer Volts- Theaters durch Guirlanden, Tannenbäume und Bilderein Thema, das seit Jahrzehnten in der französischen find weggezogen. Pfarrer und Richter, Bürgermeister schmuck hübsch zur Weihnachtszeit hergerichtet sind; ingleichen Literatur geläufig ist und am lautesten von Sardou in der und Vorstand, sowie das biedere Ehepaar Schlegel figen verdienen einige Spezialitäten, die in den Paufen auftreten, ge= Satire Unsere braven Landleute" angeschlagen wurde. Damit freundlich wieder beisammen im Festsaal. Das Festspiel zur lobt zu werden. nicht mit ihm abgerechnet haben, dies bei der nächsten Konferenz Inächsten Versammlung recht zahlreich mit ihren Frauen zu er- fämmtliche Gewerkschaften pro Kopf und Vierteljahr 2 Pf. an am Mittwoch zu thun. scheinen. das Kartell zu zahlen haben und daß die Marken abgeschafft werden sollen. Der Fachverein der Holz- und Bretterträger hat nicht wie feiner Zeit irrthümlich berichtet wurde die Beiträge ermäßigt, sondern den bisherigen Beitrag beibehalten. Der Antrag auf Ermäßigung wurde abgelehnt. Charlotteuburg. Am 26. v. M. fand hier im Lokale bei Leder, Bismarckstr. 74, eine öffentliche Versammlung der Weißensee. Eine gut besuchte Versammlung des Arbeiter Delegirten des Charlottenburger Gewerkschaftskartells statt, in vereins hörte am 24. November einen Vortrag von Dr. Joël der Genosse Vogel über die Konferenz der Gewerbegerichts- über die Erforschung des Nordpols. Nach dem Vortrag be Im Verein der Zimmerer bielt am 22. November Genosse Beisitzer in Halle berichtete. Da der Bericht hierüber bereits schäftigte sich die Versammlung mit den Maßnahmen der hiesigen Börsch einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag. Unter seinerzeit im Vorwärts" veröffentlicht worden ist, besprach Behörden dem Verein gegenüber. So wurde hervorgehoben, daß Gewerkschaftlichem ermahnte Fischer die Mitglieder, mehr den Schluffe feiner persönlichen Meinung Ausdruck. In der sich nur bis 10 Uhr Ronzession hat, während man nichts einwendet, Redner die Verhandlungen nur in aller Kürze und gab zuni bei Versammlungen des Arbeitervereins der Wirth des Lokals Bauhandwerker" zu unterstützen. Auch soll der Vorstand mit Ser Redaktion unterhandeln, damit die Berichte wieder Aufnahme des Berichterstatters und betonten, daß eine Revision gegen die tagt. Irgend welche harmlose Vergnügungen, wie Lassalle- Feier, anschließenden Diskussion sprachen sämmtliche Redner im Sinne wenn ein anderer Verein in demselben Lokal noch nach 11 Uhr finden. Urtheile des Gewerbegerichts im allgemeinen zu verwerfen sei. Stiftungsfest Weihnachtsfeier, ja sogar eine Theater- Vorstellung Die Kammmacher beschäftigten sich in einer Versammlung, Ebenso empfahlen die meisten Redner, das Organ„ Gewerbe- wurden dadurch illusorisch gemacht, daß man den Frauen und die am 23. November tagte, mit der Organisation für eine Lohn- gericht" fleißig zu lesen, um sich auf dem Laufenden zu erhalten. Kindern den Zutritt verweigerte, mit der Motivirung, es bewegung. Nach einem Referat des Genossen To st, dem eine Ueber die Vornahme der Wahl der Gewerbegerichts- Beifizer am feien Vereinsversammlungen. Auch die Vorstandssigungen längere Debatte folgte, gelangte eine Resolution zur Annahme, Sonntage sind verschiedene Meinungen vorherrschend. Zu werden in letzter Zeit polizeilich überwacht. Demgegenüber ver in der sich die Anwesenden verpflichteten, für eine Verkürzung Punkt 3 der Tagesordnung: Regelung des öffentlichen Ver- geht fast kein Sonntag, wo nicht ein beliebiger anderer Verein der Arbeitszeit, sowie für entsprechende Lohnerhöhung ein- fammlungswesens am Orte, wurde nach einer längeren leb- mit Bauten und Trompeten auf den Straßen Weißensee's herumzutreten. haften Debatte schließlich ein Antrag Bleht angenommen zieht. Auf die Dauer seien derartige Zustände nicht haltbar, dahingehend, daß in allernächster Zeit eine öffentliche Gewerk- und es müsse energisch Protest dagegen erhoben werden. Eine schaftsversammlung einzuberufen sei, die sich eingehend mit dieser Resolution, in welcher der Vorstand des Vereins aufgefordert Frage zu beschäftigen hat. wird, bei sich wiederholender Inhibirung eines Vereinsvergnügens " Sa der Freien Vereinigung der Kaufleute sprach am Mittwoch, den 25. v. M., in einem außerordentlich gut besuchten Vortragsabende Dr. Pinn über„ Geschichtslügen". Dem Vortrage fchloß sich eine längere Diskussion an. Stahl verlas sodann Friedenau. Die Mechaniker und Optiker hielten am den Beschwerdeweg, event. den Instanzenweg einzuschlagen, die Protesterklärung, welche der Vorstand an das königliche 24. November eine Versammlung ab, die sehr günstig für die wurde einstimmig angenommen. Unter Verschiedenem verlas Polizeipräsidium bezüglich der Offenhaltung der Geschäfte an Organisation verlief, da sich mehrere von den Anwesenden als Basewald eine Zeitungsnotiz aus dem Weißenseer„ Amtsden Sonntagen vor Weihnachten abgefandt hat. Der Vorsitzende Mitglieder aufnehmen ließen. Sodann wurden die Arbeits- blatt" laut welcher die Behörde beabsichtigt, zur Feier machte noch bekannt, daß der nächste Vortrags- Abend, da verhältnisse bei der Firma E.. Bamberg besprochen und dabei des 100jährigen Geburtstages Raiser Wilhelm I. den Grundstein am 2. Dezember die öffentliche Versammlung ist, erst am 9. De- mitgetheilt, daß diese Firma Arbeiter mit 15-18 M. Wochen zu einem Denkmal zu legen. Nach den Ausführungen zember stattfindet, und wird in dieser Versammlung Genosse lohn beschäftige. Mit der Aufforderung, in anbetracht des Vor- des Herrn Amtmann sind die Mittel hierzu in der Gemeinde Georg Ledebour über Ursache und Bekämpfung der Ver- gebens der Metallindustriellen eifrig die Sammlungen für den vorhanden. Die Versammlung will veranlassen, daß durch brechen" referiren. öffentlichen Fonds zu betreiben, schloß die Versammlung. öffentliche Versammlungen und Einreichung von Protestpetitionen energisch dagegen protestirt wird. Wenn die Gemeindevertretung Charlottenburg. Das hiesige Gewerkschaftskartell nahm in Charlottenburg. Am 26. November tagte hier eine öffenteiner Bersammlung am 19. November Stellung zur Zwangs- liche Versammlung der Maurer, in welcher der Vertrauensmann wirklich überflüssige Mittel zur Verfügung hat, so möge sie dieGenoffen Sassenbach, dem sich eine längere Diskussion an- während seiner Thätigkeit erstattete. Die Versammlung betrante Forderungen, welche bei Gelegenheit der letzten Kommunalorganisation des Handwerkerstandes. Nach einem Referat des Schulz den Bericht über die Einnahmen und Ausgaben felben zu Zwecken, welche der gesammten Gemeinde zu gute tommen, verwenden. Namentlich sollen die äußerst minimalen Schloß, gelangte folgende Resolution zur Annahme: Die Ver- ihn hierauf aufs neue mit diesem Amte und wählte Pranger Wahlen von den Arbeitern aufgestellt wurden, berücksichtigt fammlung ist der Meinung, daß durch die moderne Produktions- und Wiener zu Revisoren. Im weiteren Verlauf der Verweise das Kleingewerbe immer mehr und mehr zu grunde geht. handlungen wies Silberschmidt auf das Vorhaben der Den Gesetzentwurf, betreffend die Zwangsorganisation des Hand- Innungsmeister hin und ersuchte die Anwesenden, sich der Dr mann, Bajewalkerstr. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten werks, hält sie für verfehlt und sieht des ferneren in dem ganisation anzuschließen. Sodann gelangte die Resolution zur Entwurf eine große Schädigung der Arbeiterinteressen. Des Annahme, die bereits in den Berliner Versammlungen zum Beweiteren protestirt die Versammlung energisch gegen die Annahme schluß erhoben wurde. dieses Entwurfs durch den Reichstag. Rigdorf. Die hiesige Zahlstelle der Bauarbeiter beschäftigte Friedrichshagen. Im biesigen Arbeiter- Bildungsverein sich am 22. November nach einem Vortrag des Genossen sprach am 21. November Genoffe Wagner in sehr interessanter Regerau mit der Stellungnahme zum Kongreß der BauWeise über das Thema: Volksbildung und Klassenbewußtsein. arbeiter. Die Beschlußfaffung hierüber wurde einer öffentlichen Die Versammlung beschloß sodann, 50 M. für Agitationszwecke Versammlung überlassen. Die übrigen Gegenstände der Verzu verwenden. Unter Verschiedenem machte Sonnenburg handlung betrafen lediglich interne Angelegenheiten. einige Mittheilungen über Verhandlungen aus der Gemeinderaths- Sigung, die zu einer längeren Debatte führten. Die nächste Versammlung findet am 12. Dezember im Waldhaufe statt. werden. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neu an Friedrich Kortum, Manteuffelftr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und Umgegend. alle Zuschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Hermann Jabu, Schönhauser Allee 177 c. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% Uhr: Süd= Auffahlehre. Herr Heinrich Schulz.. oft- Schule Waldemarfir. 14: Deutsch( Die deutsche Literatur in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Nordschule, Brunnenstraße 25: Nationalökonomie( Uebersicht der verschiedenen Wirthschaftsstufen- Entwickelung der bürgerlichen theoretischen Nationalökonomie. Die Marx'sche Werth- und Mehrwerthlehre) Herr Dr. Konrad Schmidt. Die Schulräume find zur Benugung der Bibliothet und des reichen Zeit schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Deutsche Gesellschaft für volksthümliche Naturkunde. Mittwoch, licher Vortrag des Herrn Professor Dr. Scheibe über Gigenschaften, Bor den 2. Dezember, abends 8 Uhr, im Bürgersaale des Rathbauses: Deffent tommen und Verwendung des Diamanten"( mit Demonftrationen). Bentralverein der Bildhauer. Annenstr. 16, abends 8% Uhr: Modelleur- Abend. Wahl eines Mitgliedes zur Wert stattbelegirten- Kommission. Verschiedenes. Rigdorf. In der letzten Kartellversammlung erstattete der Vertrauensmann Julius Vieweg Bericht. Es fanden im letzten Halbjahre 6 Kartellsigungen statt. Vertreten find im Kartell die baugewerblichen Arbeiter, Böttcher, Buchdrucker, Holzarbeiter, Ju Herzfelde( Kreis Niederbarnim) fand am 22. v. Mts. Maurer, Maler, Möbelpolirer, Metallarbeiter, Schmiede, Schuhim Wohlert'schen Lokale eine öffentliche Versammlung statt, in macher, Steinseher, Textilarbeiter, Sattler, Tapezirer, Tabatder Reichstags- Abgeordneter Stadthagen in einem interessanten arbeiter, Zimmerer, Frauen. Es hatten gefehlt in 4 Sizungen Vortrage über das Thema sprach: Wer dem Arbeiter seinen Lohn die Böttcher, in 3 Sigungen die Zimmerer und Sattler, in zwei Rosmos, Verein für volksthümliche Wissenschaft. Heute Abend nicht zahlt, ist ein Bluthund. Der lebhafte Beifall, den der Vortragende Sigungen die Schmiede, in einer Sigung die Tabatarbeiter, 8% uhr bei Hensel, Brunnenſtr. 173, Vortrag über Spiritismus. Freie am Schluß seines Vortrages erhielt, zeigte, daß die Worte auf guten Maler Tertilarbeiter und die baugewerblichen Arbeiter. Distuffton. Antrag auf Berlegung der Sizungen auf Montag. Gäste willBoden gefallen waren. In der Diskussion nahm von den Die Schuhmacher haben ihren Delegirten zurückgezogen. Gegnern trotz lebhafter Aufforderung seitens des Vorsitzenden Es haben 45 öffentliche Gewerkschafts- Versammlungen niemand das Wort. Im Laufe des Vortrages verlangte der stattgefunden, welche beim Vertrauensmann angemeldet überwachende Gendarm, daß die anwesenden Frauen den Saal waren. Der Kassenabschluß vom letzten Monat ergab wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( awet Buchstaben oder eine Bahl) verlassen müßten. Von einem Genossen auf das ungesetzliche eine Einnahme von 26,15 und eine Ausgabe in der Höhe von feines Verlangens aufmerksam gemacht, erwiderte er: Es sei eine 1,05, so daß ein Bestand von 25,10 zur Verfügung steht. In politische Versammlung, mithin die Theilnahme der Frauen aus der letzten Kartellsigung legte der Vertrauensmann Julius Vieweg gefchloffen. Natürlich wird hiergegen Beschwerde erhoben werden. sein Amt nieder. An seine Stelle wurde Müntner, Sattler, Genosse Stadthagen forderte sodann die Anwesenden auf, in der Hermannstr. 55, H. 3, gewählt. Ferner wurde beschlossen, daß Achtung! Achtung Parteigenossen und Genoffinnen! Dienstag, den 1. Dezember 1896, abends 8 Uhr, im ,, Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Groke Volksversammlung Tages Ordnung: Todes- Anzeige. Allen Genossen, Freunden und Be fannten die traurige Nachricht, daß ein sanfter Tod am 27. d. M. die jahre lang geduldig ertragenen Leiden meines lieben Baters, des Arbeiters Heinrich Anders 1735b im 69. Lebensjahre ein Ende bereitete. Um stille Theilnahme bittet Der tiefbetrübte Sohn Paul Anders. Die Beerdigung erfolgt Dienstag, den 1. Dezember, Nachm. 3 Uhr vom städtischen Krankenhaus am Urban 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Dr. Bruno aus. Schoenlank über:" Die politische Lage." 2. Diskussion. Um regen Besuch besonders der Frauen bittet 21513 Die Vertrauensperson der sozialdemokratischen Frauen. Deutscher Holzarbeiter Verband ( Zahlstelle Berlin). Mittwoch, den 2. Dezember, abends 8 Uhr: Vertrauensmänner- Versammlungen: West und Südwest bei zubeil, Lindenstraße 106. Süd- Ost bei Rautenberg, Dranienstraße 180. Stell im total des Herrn Heise, Lichtenbergerstraße 21. Rosenthaler- und Schönhauser Vorstadt bet Mörschel, SchönWedding und Gesundbrunnen in Baabe's Salon, Kolberger hauser Allee 28. straße Nr. 28. Folgende Werkstellen sind hierzu eingeladen: Schaar, Chauffeeftr. 39; Gäbe, Liebenwalderstraße 58; Dobber, Hochstraße 32. Moabit im totale Thurmstraße 84. Branche der Parquetbodenleger bei Jubeil, Lindenstraße 106( mit zuziehung der Kommiſſion). Die Kollegen der Firma Mittag sind hierzu eingeladen. Tagesordnung: Arbeits- und Werkstellenverhältnille. 79/10 Jede Werkstatt ist verpflichtet, einen Vertrauensmann zu entfenden. Die Ortsverwaltung. Deutscher Metallarbeiter- Verband. Ortsverwaltung Berlin. Todes- Anzeige. Nach langen schweren Leiden entschlief sanft Sonnabend, 28. Nov., mittags 121/2 Uhr, mein lieber guter Mann, Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Buchbinder Giebenrath. Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. 21/2 Uhr vom Trauerhause aus statt. tommen. Briefkasten der Redaktion. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Dienstag, Freitag und Sonnabend abends von 6-7 Uhr statt. J. D. Danzig. Uns leider unbekannt. Musikinstrumenten- Arbeiter!! Oeffentliche Versammlung am Mittwoch, den 2. Dezember, abends 812 Uhr, bei Henke, Nauynstr. 27. 141/ 10* Zages Ordnung: 1. Abrechnung vom Streit. 2. Verschiedenes. Die Liquidations- Kommiffion. Achtung! Maurer! Achtung! Dienstag, den 1. Dezember, abends 8 Uhr: Große öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend im Lonisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße Nr. 37. Tages Ordnung: 1. Vorschläge der Lohnkommission zu einem neuen Kontrollsystem. Die trauernde Wittwe 1745b 2. Diskussion und Besprechung der Resolution der Versammlung vom 24. NoFranziska Giebenrath nebst Kindern. pember im Swinemünder Gesellschaftshaus. 3. Gewerkschaftliches. Machruf. Am 19. November verschieb im besten Mannesalter von 31 Jahren unser seit 81/2 Jahren thätiges Mitglied Otto Kiesel. Derselbe war stets ein gern gesehenes Mitglied. 1739b Ehre seinem Andenken. Der Rauchklub Sudan. Danksagung. Hiermit sagen wir allen denen, die meinem Mann, unserem Vater und Schwiegervater Carl Otto die letzte Ehre erwiesen haben, insbesondere dem Wahlverein im 4. Wahlkreis( Südost), h dem Gefangverein St. Urban und dem Lese- und Diskutirklub Morgenröthe unsern besten Dant. 1741b Die Hinterbliebenen Berlin- Stettin. Reangbinderei und Blumenhandlung 57992 Mittwoch, den 2. Dezember 1896, abends 8½ 1hr, im Lokal des Robert Meyer, Herrn Rautenberg, Oranienstraße 180: Bezirks- Dersammlung für Südosten( Görliker Viertel). Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die Entdeckung des Nordpols". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten( Neuwahl der Bezirksleitung). Gäste willkommen! Bahlreiches Erscheinen erwartet Die Ortsverwaltung. 118/20 Widmungs- Kränze, Guirlanden, BallNr. 2. Mariannenstraße Nr. 2. sträußchen, Bouquets u. f. w. werden sehr geschmackvoll und preiswerth geliefert. Nussbaum- Einrichtung Neue, bestellte Arbeit, sof. bill. verk. Admiralstr. 8, v. 1 Zr. I. 182/8 Die Lohnkommission der Maurer Berlins. Achtung! Berliner Buchdrucker! Kollegen! Die Berliner Gauversammlung vom 25. November hat zur Vorstandswahl Stellung genommen, indem sie sich für nur 11 Kandidaten entschied, gerade für diejenige Zahl von Personen, welche absolut nothwendig ist. Unter diesen Umständen tann aber von einer eigentlichen Wahl keine Rede sein, weshalb nun in Ergänzung der jetzt vorliegenden Liste folgende weitere Kandidaten vorgeschlagen werden: Als Vorsitzende die Kollegen: Rudolf Arendsee und Paul Büttner; als Schriftführer Teufert und Paul Rosenthal; als Beisiger: Dittmann, Martini, Michaelis, Wesenberg als Seger; Müller und Wilhelm Mafer als Drucker; Kämmerer als Gießer. Die Kollegen, welche ihre Stimme den vorgenannten Kandidaten nicht geben wollen, werden gebeten, weiße Zettel abzugeben. Weiter bitten wir, dieses Inserat auszuschneiden und in den Druckereien resp. Kollegenkreisen zirkuliren zu laffen, da ein besonderes Birkular uns nicht zuverlässig genug erscheint. Mit kollegialischem Gruß Die Berliner Vertreter der Opposition. Belle- Alliance- Theater. 35/3 Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Sonntag, den 6. Dezember, nachm. 2½ Uhr, I. Gastspiel von Sofie Burska. Zum ersten Male: Romeo und Julia. Trauerspiel von Shakespeare. Julia: Sofie Bursta; Romeo: Rich. Jürg as( Leffing- Theater); Mercution: R. Jaffé; Lorenzo: Wilh. Ruff, Capulet: Wilh. Karfiol Eintrittskarten à 60 Pf. find in allen Zahlstellen zu haben. Abonnementstarten, giltig für drei Vorstellungen zu 1,60 m, sind ebenfalls in allen Zahlstellen zu haben, Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Dienstag, den 1. Dezember: Opernhaus. Die lustigen Weiber von Windsor. Schauspielhaus. Faust. Deutsches Theater. Hannele'sHimmelfahrt. Vorher: Ohne Liebe. Berliner Theater. König Heinrich. Lesing Theater. Madame SansGêne. Theater des Westens. Schiedsmann Hempel. Neues Theater. Bocksprünge. Bor her: Eine fittliche Forderung. Residenz- Theater. Berschwunden. Schiller- Theater. Tedeum. Thalia Theater. Das Wetter häuschen. Darauf: Zwei Schwieger föhne. Belle- Alliance- Theater. Lumpacivagabundus. Offend- Theater. Der deutsche Michel. Volks- Theater. Robert und Bertram. Theater Unter den Linden. Der Hierauf: Unter den Mikado. Linden. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Vor Sonnenaufgang. Alexanderplatz- Theater. fittlichen Halt. Ohne Passage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Dienstag, abends 8 Uhr: Zum 1. Male: Tedeum. Mittwoch, abends 8 Uhr: Tedeum. Urania. Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. = Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Passage- Panopticum. Traumbilder. Eine Weihnachtsfeerie mit Musik und Gesang. Ohne Extra- Entrée Neu: Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. 3um 73. Male: Emil G. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Dienstag, den 1. Dezember 1896, Abends 71/2 Uhr: Eine wilde Sache. Gr. wilde Sadje. Gr. Gala- Vorstellung Große burleste Ausstattungspoffe mit Gefang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musik von J. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. 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Sonnabend, nachm. 4 Uhr: KinderBorstellung: Der Rattenfänger von Hamrin. Sonntag, nachm. 3 Uhr: KlassikerBorstellung. Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Atten von Schiller. Freitag und Sonntag: Opern- Vorstellung zu gewöhnl. Preisen( Parquet 1 Mark): Der Troubadour. Oper in 4 Atten von G. Verdi. Der Billetvertauf hat begonnen. Alexanderplatz- Theater. Bolts Vorstellung zu bedeutend ermäßigten Preisen. Mansen's Reise Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. Eröffnung der Festsäle im Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, annerkannt gute Küche. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnbogen Zum 1. Male in dieser Saison: 3schens, das Waldmädchen. Gr. Manege- Schaustück in 5 Atten. Vollständig neu ausgestattet u. inszenirt vom Dir. Busch. Außerdem: Vier gezähmte Zebras, nur noch einige Male. Lepicq- Trio, unübertreffl. Luftturner. Zum 1. 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