vtv« OOf eich« ?S i de» i d«' orde» « bei uferf» rt W falle«. tputd' # iedb» fiütitf W ieh-p Mttai >2g» MM ,38» m«i* S&iP X ve» tfirf knW' not* Kr. m Sotttttagj den 1. August 1886. 111. Jahrg. crlintrloltisbliill Krgsn für die Interesse» der Arbeiter. 4 i v°? S D »- spektoren selbst habe« mehr al» einmal darüber Klage ge- führt, daß eine allsest« genügende Aufficht mit Rücksicht auf ihre unzureichende Zahl nicht geführt wer- den könne, und wir glaube» nicht, daß«unmehr diese Klage» verschwinde« werden.' Das Fabrikantenblatt hat hier aanz recht, wen» es die Hauptaufmerksamkeit der Fabrikinspektore« auf die Frauen» arbeit, die Arbeit jugendlicher Personen und auf die Kinderarbeit lenkt. Wäre» Fabrikinspektoren in ge» «ügender Anzahl vorhanden, so hätte nachstehender von der konservative«.Schlefischen Zeitung' mitgetheilter grausiger Vorfall, der an die ergreifende» Gedichte:„Fabrikskino' von Hermann Püttman« und.Kinderlebe»' von Z. N. Vogl erinnert, in der That nicht pasfiren könne». Der Vorfall war«ach der genannte» Zeitung folgender: ,Z« Tarnowitz und Waldenburg tagten jüngflhi« auf Grund der Bestimmungen de« UnfallverstcheruogSgesetze« Schiedsgerichte behufs Eatschndung verschiedentlicher Strei» tigkeiten über die Höhe der au» Anlaß von stattgehabte« Un» glücksfällen an die Betroffene« zu gewährenden Rente». Zm Ganze» handelte eS sich um vier Streitsache«, deren eine sich auf folgende« Vorkommniß stützte:Ei»e jugendliche Arbeiterin von»och nicht 16 Jahre» hatte bei einem Generalgedingenehmer in einer Kohle» Aufberettung«» anstalt 24 Stunden— sage und schreibe volle vierund» zwanzig Stunde» lang— in einer Tour arbeiten müssen, war alsdann in einem Zustande völliger Uebermüdung mit dem rechten Arm in eine Transmission gerathen und dabei so verunglückt, da'" der Arm fast gänzlich hatte amputirt werden müssen. Bon der BerusSgenossenschaft, der sie angehört«, der Sektion Op pel« der für die Betawerksbezirke de« Deutschen Reich, organi» firte« KaoppschastS'BerufSaenossenschaft, war ihr eine Rente von drei Viertheil«» der Maximalrent« zugesprochen worden, womit die Verunglückte sich nicht zufrieden gebe« wollte. Da« Schiedsgericht wie« jedoch ihr Verlangen nach einer höheren Rente ab, weil, wie e« in der betreffende» Mit« theilung heißt, nicht habe bestritte« werden könne», daß die Klägerin immerhiu«och im Stande sein werde, eine« Thell ihrer Arbeitskraft zu verwerthe«.' Die Berufsgenossenschafte« werde», da sie für die Un» fäll« w de« Fabriken haftbar find, gewiß dafür sorge«, daß genügend« Schutzvorrichtungen zur möglichsten Verhütung von Unglücksfälle» vorhanden find; aber hier handelte es sich in der Hauptsache um die übermäßige Arbeits« zeit einer jugendliche« Arbeiterin, durch welche da« Unglück herbeigeführt wurde. Und eine solche, geradezu unver» nünftige Handlungsweise der Arbeitgeber, die ja wohl«och mm«— unserem Chef gegenüber, der von jedem Angestellte» unseres Hause« die strengste Solidität verlangt." »2« diesem Punkte darf man mir wohl gestatte«, mein eigener Hüter zu sei»', sagte Hugo mit erzwungener Ruhe, den zornflammende« Blick fest auf da« fahle, verlebte Ant» utz seines Vorgesetzte» heftend,„so lange mein eigene« De» wissen mich frei von jedem Vorwurf spricht. Wollte ich 2hre« Rath befolgen, so märe ich ei» Schurke.' „Und befolgen Sie ihn nicht, so—' „Bitte, keine«»nützen Drohungen l Da« Resulat der Kassenrevifion hat jede« etwaige» Verdacht die Spitz« abge» krochen und de« überzeugende« Beweis geliefert, daß ich meine Pflicht gewissenhaft erfülle, ich bitte Sie, mir da« zu bescheinigen.' Der Disponent sah ihn beftemdet an. „Zu welchem Zweck?' ftagte er. „Ich betrachte diese Bescheinigung gewissermaßen al» eine Genugthuung für die Beleidigung, d,e immerhin mehr oder weniger in dieser außergewöhnlichen Revision liegt, und daß Sie mir eine solche Genugthuung schulde», werde« Sie zugebe« müsse».' „Ich bin jederzeit zu einer solchen Revision berechtigt I" .Da« bestreite ich nicht; findet aber die Revision unter solchen Verhältnissen statt-' „Wir wolle» da nicht lang« streiten,' unterbrach der Disponent ihn entschlosseo, während er an« Pult trat und die Feder aufnahm,.ich stelle Ihne« die Bescheinigung au», möge« Sie dieselbe als Ehreuschild benutzen.' Ei« schneidender Hohn lag in dem Tone, mit dem er die letzten Worte gesprochen hatte, hastig glitt die Feder über da« Papier, und ei» sarkastische« Lächeln umzuckte dabei die schmale», fast farblose» Lippe» de« Geschäft»« führer«. Hugo stand hinter ihm, seine Wange« wurde» bleich, und der Ausdruck seine« Gesichte« verrieth Ueber» ..koch ein Wort, Herr Stein l' sagte er, al« der Dis« »onent sich entferne» wollt«.„Bitte trete» Sie mit mir oort in die Fensternische, Sie werde» selbst wünschen, daß kein anderer hört, wo« ich Ihne« zu sage« habe. Sie habe« oft vorkomme» mag, zu kontrolire« und zu verhindern, da« ist eine Hauptaufgabe der Fabrikinspektore». Diese Aufgabe ist aber nur bei Vermehrung dieser verantwortliche» Beamte« möglich; unter de» heutige» Ber» hältnisse« werde« fie von keinerlei Schuld getroffen. Desto brennender aber ist die Frage für die Gesetzgebung; der Reichstag hat bündigere Beschlüsse zu fasse«, so daß der BundeSrath, wen» er die ganze Schuld nicht auf sich lade» will, diesem aachzugebe» hat und eine reichsgesetzliche Regelung der Frage des FabrikinspektoratS in genügender»nd für die Arbeiterklasse befriedigender Weise Aber nochmals betonen wir, daß wir de» Reichstag für de» Hauptschuldige» halte», daß diese Frage«och nicht geregelt ist. Er hat sei» Versäumniß also baldmöglichst nachzuholen. Gelegenheit wird ihm sicherlich gegebe» wer» de«, da die Arbeiterpartei unzweifelhaft die Frage der g» »üaenden Beaufsichtigung der Fabriken und besonder» der Arbeitszeit der abhängige» Kinder und jugendliche« Arbeiter wieder im Reichstage anrege« wird. De« Reichstagsabgeordnete» aber, die starre« Herzens sind,»olle» wir hier einige Verse de« oben angedeutete« Püttmannsche» Gedichtes vorführe«, an die wir durch die Verunglückung der schlefischen, jugend« liche« Arbeiterin erinnert wurde». Nachdem der Dichter die Uebermüdung einer gleichfalls jugendliche« Arbeiterin geschildert hat, wie fie bei der Ar» beit eingeschlafen und in eine» glückliche« Traum versunke« ist, wo fie die Veilchen blühe» sieht und die Nachtigall schlage» hört, heißt e* dann weiter: Sei waitsam, armeS Kind! o schau! Richte Dich nicht so lüstern empor, »l« sähest Du holde Zaudergesichte, »lS Winnen Dir süße, labende Früchte. WaS willst Du?— sprich— waS hast Du vor? Erwach«!— halt!— zurück die Faust I Die Räder find'S, Du greifst hinein-- Weh' Dir, o web! Zu spät— e« graust Mir von dem Wirbel bi« zur Zeh'. hör' Dein wildeS, schmerzlich Schrei'»: te Hand ist hin, zerquetscht der Arm Daß stch der Himmel Dein erbarm'! Politische Wrberstcht. Die Amsterdamer Unruhe« geben, wie vorauszusehen war, der konservativen Presse wiederum eine willkommene Ge» legenheit, alle schlimmen Leidenschaften ihrer gedankenlosen Leser gegen den verhaßten Sozialismus zu entfachen. SS mag noch so unglaublich erscheine», daß ein lange vorbereiteter Putsch mit einem„Aalziehen" der Fischer auf einem der Amsterdamer Kanäle beginnt— thut nichts, der Putsch war ein wohl ge» an meine Mutter geschrieben, freilich anonym, aber ob Sie dabei auch Ihre Handschrift verstellten—' „Mein Herr! fuhr Stein auf.„Wollen Sie absicht» lich mich beleidige», oder hat Ihr Verstand plötzlich ge» litte»?" „Keine« von beide«, ich bin meiner Sache sicher und weiß nun auch, was Sie mit dem Rath, de» Sie vorhin mir gaben, bezwecken. Sie wolle«-' „Kein Wort werter!' unterbrach der Disponent ihn rauh.„Sie vergesse», wem Sie gegenüberstehe«! E« isi Ihrem Ermesse« avheimgestellt, ob Sie meinen Rath be« folge« wolle«, ihm unlautere Absichten unterzuschiebe«, dulde ich nicht. Daß Sie mich beschuldige», erne« anonyme» Brief an Ihr« Mutter geschrieben zu habe«, will ich Ihne« diesmal«och hingehe« lasse», ich selbst habe anonyme Briefe erhalte», deren Inhalt nicht» weniger al« schmeichelhaft für Sie ist, aber in Zukunft bedenken Sie Ihre Worte besser.' Er ging, ohne eine Erwiderung abzuwarte», hinaus, Schlatter, der schon vor ihm da« Kassenzimmer verlasse» hatte, erwartete ihn draußen und folgte ihm in sei» Kabinet. „WaS wünsche» Sie?" ftagte der Disponent mit scharfer Betonung, al« der junge Mann die Thüre hinter sich geschlossen hatte.„Etwa Dank dafür, daß Sie mich durch falsche Angabe« in diese fatale Situation gebracht h aben? „Es war nicht meine Schuld." erwiderte Schlatter de» müthig,.ich glaubte wirklich—' .Was nutzt mir Zhr Glaube I Wenn Sie Ihrer Sache nicht ganz gewiß waren, durfte« Sie die Anklage nicht er» hebe». Sie sagte», Herr Brau» habe vergesse«, einige Zah, lunge» in die Bücher einzutrage«, die Kasse könne nicht stimme» und nun finde ich alles in der schönste« Ordnung." .Er muß die Zahlungen nachträglich gebucht haben," suchte Schlatter sich zu rechtfertigen, während er mit der Hand über sei» dünne», semmelblonde« Haar strich,„ich wollte Sie nur bitten, mir eine» andere« Posten zu geben." .Weshalb?' „Herr Brau» haßt mich—" .Unsinn! Thun Sie Zhre Schuldigkeit, dann tan» planter. E» mag seltsam erscheinen, daß in dem Bericht dt< Amsterdamer„Handeltdlad" wohl von Eteinwllrftn, aber nir« gendS von Echüffcn seiteni deS VoltShaufm» die Rede ist— ihut nicht», die Menge war von langer Hand her bewaffnet und die Revolver find ja dann auch gefunden worden. Der Führer der Sozialisten sprach zur Zeit, als in Amsterdam Baniladen gebaut wurden, ruhig draußen in der Provinz— ab« darum war« doch der spiiitna rector de» ganzen Schau«- und Trau«spi«le». Der Soziali»« mu» wird au»effen müssen, wa» wer weiß welche Hände eingebrockt haben. Wir find da» so gewöhnt und auch nicht in der Lage, da» Verfahren unser« Gegn« mit dm Worten zu brandmarken, welch« sich au» uns«em Innern empordrängen. Uedrigm» find wir e» nicht allein, die von den Offiziösen mit Angriffm deehrt wcrdm.„D« odsolute ParlammtariimuS, da» Ideal unserer Radikalm, auch Deutsch« freifinnige genannt", ist nach dem„Deutschen Tgbl." für die belgrschm und holländischm Vorgänge v«antwortlich zumachen. Holland, wo bei einer Einwohnerzahl von mehr al» vi« Millionen nur etwa 120000 wahlberechtigt find, da» Ideal der Raditalmi Al» Argument gegen die Altersversorgung der Ar- better dringt die„Danziger Zeitung" die übergroßen Kosten vor, welche ein solche» Jnstimt verschlinge. Da» ist für un» a«ade der Grund, für die AIt«Sv«sor gung ein zutreten. ES fommt lediglich darauf an, w« die Kosten aufbringen soll. Und da mtscheiden wir uv» für da» Reich und für eine pro« aresfive Rtichseinkommmstm«. Dann«erdm die Kosten spie- lmd aufgebracht werden; allerdings müßte der Verleger d« „Danziaer Zeitung", Herr Rickert, unter and«en auS einm hohen Beilrag leisten. Doch da» kann er und seine» Gleichen ja ohne große Opfer. Wenn da» Blatt noch anführt, daß die Freizügigkeit deschränlt w«dm müsse, wmn z. B. die Gemein« dm Betfleunn zur AlterSvttsorgung leisten solltm, so ist zunächst darauf zu nwidem, daß die Gemeindm uns««» Erachtm» nicht herangezogen w«dm sollen; sollte da» aber eine conditio sine qua non sein, so brauchte deshalb die Freizügigkeit nicht beschränkt zu werdm, man brauchte nur ähnliche Einrichtungen zu treffen, wie fie die zentralifirtm fteim HilsSkaffm habm. Man steht ad«, daß die Liberalen und Freifinnige» gegm die Altersversorgung der Arbeit« fich erklären, well fie wohl wissen, daß im Falle die Altersversorgung von Ruhm sein soll, der Kapitalismus scharf zu dm Beiträgm herangezogen werden muß. Zur Reform der Brauntweiubefteuerung. ES ist von Snteresse, daß in dem Augenblicke, wo von offiziös« Seite in «ltn behauptet wird. eS sei nicht möglich, diesem Reichstag ein neue» Branntweinsteuergesetz anzuoertraum, Herr v. Rauch« Haupt in der„Hallischen Ztg." mit nmen Reformplänm her« vortritt und sagt, die erwähnte osflziöse Mttthetlung wäre nicht glaublich. Herr v. Rauchhaupt, der Freund deS Fürstm Bif marck, der schon öfter» al»' Kandidat sür da» Ftnanzminist«ium bürg, die linke Hand deS bezeichnet wurde, und Herr Schweindurg. augenblicklichen Finanzmintster»— w« von beiden wohl am bestm unterrichtet sein mag? Zum deutsch> österreichijcheu Handeltvertrag. Die NertragSpolitik, zu welcher fich der österreichische Handels- minist« in seinem jüngsten Erlaß bekannt hat, findet in dem offiziösen„Wim« Fremdmbl." noch eine näh«« Erläuterung. Wa» der Minister anstrebe, sei in der That nicht» neue». „Alle seine Vorgänger waren ebenfalls demüht, die Vertrag». Politik zum Durch bruch zu bringm. Fedn gewiffmbatte Handelsminister muß darauf bedacht sein, d« heimischen Pro- duktion die Absatzgeorete zu fichem, um so mehr in einer Zeit, da die Klagm von d« Uederproduktion allgemein find und in Folge der jüngsten Ereignisse d« rumänische Mar« uns«er Industrie fich entfremdet. Wenn man bedmkr. daß Oefierreich jährlich üb« die deutsche Brmze Waarm im W«tbe von 400 Millionen Gulden und üb« die ttalienisch« Grenze Waaren im im Werthe von 50 Millionen au» führt, und daß die» 67 pCt. uns«« Total- Ausfuhr ausmacht, so wird man e» fildstver- ständlich finden, daß der Minist« Anstrmgungen macht, unser« Produktion diese Absatz quellen zu fichem, wa» aber au» nur durch tarifaiische Abmachungm für längere Zett möglich ist. Diese Versuche, mit Deutschland einm Tarifvertrag zu Stande zu bringen, find bt»h« gescheitert, wir erinnern an die V-r« Handlungen in den Fahren 1876, 1878, 1879 und 1881. Wenn bisher ein Erfolg nicht erzielt wurde, so lag die Schuld sicherlich nicht auf Seite der österreichischen Regierung, welche jederzeit da« größte Entgeamkommen an den Tag legte. Nicht dn Tarif« vtrtrag qvana rnSrne kann daS Ziel d« östenetchischen R-gie> rung sein; vielmehr muß fie trachten, Vorthelle für unsne Pro- duktion zu erlangen, wobei natürlich die entsprechmdm Kom« Krsationen w Betracht gezogen werdm müssen. Da» Material rzu sollen eben die HandeiSkamm«n und die Korporationen, an welche d« Erlaß gerichtet wurde, herbeischaffm." Die Handelskammer zu Münster macht dem preußischen HandelSmtnist« Henn Fürsten von Bt»marck folgende scharfm Vorwürfe:„Durch die Unruh« in dn Gesetzgebung auf wirth« schaftlichem Gebiete, wodurch die Bedingungen für die Entfal« « Ihnen nicht» anhaben, überdie« haben Sie im Nothfalle an mir eine» Rückhalt. Sie müssm bleiben, wo Sie sind, die Sachlage zwingt mich, dem erste» Kasfirer einen Mann zur Seite zu stellen, auf dm ich mich verlassen kann." „Vielleicht finde» Sie unter dem übrigm Personal einm Befierm—" „Sie habm mir keinen Rath zu«theile«!" fuhr d« DiSponmt auf.„Ich beschäftige Jede»»ach seinen Fähigkeiten; wollen Sie dm Posten, de» ich Ihne» gebe, nicht übernehme«, so möge» Sie fich»ach ein« anderen Stelle umsehe», e» fragt sich nur, ob Sie eine so gute andnwärt« finde» werde». Sie wisse», wa« ich von Ihne» verlange, Sie wisse» auch, wa» ich Ihnen versprochm habe für dm Fall, daß Sie mein Verträum rechtfertigm, nun ist e« an Ihnen, dm Weg zu wählm, der Zhnm d« vorthellhafteste dünkt/ Während diese» Gespräch im Kabinet de« Geschäft«- führ«» gepflogen wurde, benutzte Rümpel die Abwesenheit Schlatt«», um Hugo zu warne». „Sie könne» Gist darauf nehme», daß e« eine abge« kartete Sache war," sagte« in sein« derbm, treuh«zigen Weise,„trauen Sie diesem Käsegeficht nicht, Schlatt« ist ewe Kreatur de« Disponenten, und wmn die Beide» Sie v«d«bm könnm, dann thu» fie e» sich«/ „Habm Sie Beuxise dafür?* fragte Hugo, der sein« furchtbare» Erregung nur mühsam gebieten konnte. „Beweise? Wa» wollen Sie damit anfangm?" „Ich würde fie u»s«em Chef vorlegm." „Und trotzdem nicht««reiche« l' sagte Rümpel achsel« zuckend.„Herr Ladevberg küm««» sich wenig um da« Personal, er überläßt alle» seinem künftigm Schwieg«- söhne, und wie der die Dinge schildert, so liegen sie für ihn" Soll ich mir dmn alle« gefallm lasse»?" brauste Hugo auf.„Wmn ich weiß, daß«an nur darauf trachtet, mich mit Schimpf und Schande zu entlassm, soll ich dann die Hände in de» Schoß legm und ged»ld,g abwarten, bi« die Ding« an mich hnantretm? vi» Vorwund ist kncht ac fundm. so sehr kann man fich»icht in Acht nehmen, baß man von jedem Vorwurf frei bliebe, selbst bei dn gewissen« tung von Handel und Verkehr fortwShrend««schoben und einiger inaßen sichere Berechnungen für einzuleitende Unterneh- mungen unmöglich gemacht w«den, wird die unbefriedigend« Geschäftslage noch vermehrt und«höht. Ruhe und StadUität in der Gesetzgebung tbut unserem deutschm WirthschaftSledm in«st« Linie noth. Wir möchten uns dah« erlauben, hoch- geneigt« Erwägung anHeim zu geben, od«S fich nicht empfehlen würde, für daS Handelsministerium eine auf dem Gebiete d«S Handels und V«kehrS erfahrene Persönlichkeit zu gewinnen, da e» bei der gegenwärtig so äuß«ft kritischen Lage deS ge- sammten Handel»« und FabrikwesenS ein« unqeibeuten Auf« merksamkeit auf alle diese» so kompli-irte und schwierige Gebiet betriffenden Fragen dedarf."— Hinzufügen läßt fich da nicht viel. Die Handelskammer zu Ttlstt schreibt ganz refignirt: „Tilfiti Handel wird bei den gegenwärtigen Zoll- und wirth- schaftlichen V«hältniffen in allen seinen Zweigen von Fahr zu Jahr lief« h«adstnken."— Thut nichts, uns«« Offiziösen wnden den wirthschaftlichen Aufschwung weit« preisen, so lange ihr eigene» Handwerk fich noch rmtirt. Wie die Ultramontaue« im Trübe« zu fische« suche«, dafür ein Beispiel vom hochebrwürdigen Pfarr« und weiland ReichStagSabgeordneten für München Herrn Dr. West«« may«. Dnselbe hielt den Moment, wo die armen Sünder im Sozialistenprozeß««donnert waren, für geeignet, an eine der mit betroffenen Ardeiterftauen folgende? Schreiben zu richten:„Verehrte Frau I Sie find bloß zivilgetraut, obwohl katholisch. Ihr Mann ist Sozialdemokrat und fitzt im Ge« fängnisse. Ihr Kind ist nicht getauft. Ich möchte recht gern(aio!) üb« diese Dinge mit Ihnen reden und lade Sie deshalb ein, heute Samstag zwischen 1 und 2 Uhr, wennS Ihnen möglich ist, zu besuchen Ihren«gebensten Pfarrer Dr. Wcstermaver." ES braucht wohl nicht gesagt zu w«dtn, daß die Frau charaktervoll genug war, dem seelenhungerigm Herrn Pastor einm— Korb zu geben; fie hat ihn di» heute auf ihren B«> such warten lassen. Die polnisch- akademische« Vereine i« Breslau find bekanntlich Anfangt dieses MonatS aufgelöst worden Die di»« herigen Vorstände der aufgelösten Vereine habm seitdem mit d« Univnfitättbebörde wegen Gestattung dn Gründung neuer Vereine verhandell, jedoch keinen Erfolg dabei erzielt, indem der Rektor dn Universttät einer an ihn gesandten Deputation erklärte, er könne fich in diese Sache nicht einmischen. Die Vorstände der aufgelösten Vneine haben nun eine Petition an den Minist« gesandt. Wer trinkt de««eiste« Champagner? Die deutsch- fteifinnige Presse, wenigsten» manch« ihr« LuSläufer wirft den Agrarinn vor, fie agttiren so ledhast für die StaatShllfe, um weiter Champagner trinken zu können. Darauf replrziren die Blätter dn Reaftion, daß auch in den Kreisen der hohen Finanzaristokratte sehr viel Cham« p a g n e r getrunken würde.— Sonach ist die obige Frage sehr schwer zu entscheiden. Und besonder» für absolute Laien in solchen Dingen. Deshalb lehnen wir un» an den weisen Ausspruch Donna Blanko'» in der Heinischen„DiSputation" an. indem wir variiren:„Welcher mehr trinkt, weiß ich nicht — doch«» will mich schier bedünken, daß Agrari« und Finanz« mann, daß fie alle Beide— trinken". Ueber die A«twanderv«g au» dem Deutsche« Reich nach üb«seeischen Ländern in den Fahren 1871—1881 bringt dai kürzlich erschienene Füll Heft 1886 von„Petermann'S Mit- thellungen"(Gotha, FustuS PeriheS) eine gründliche, auf die amtlichen Quellen der Reichsstatistik fich stützende Arbeit von Karl Strauß, d« wir unt« anderem folgende Mittheilungm entnehmen. Die durchschniüliche jährliche GesammtauSwande« rung au» Deutschland beziffert stck in den drei Verioden 1871/73, 1874/79 und 1880/84 auf 101 733 dezw. 30 627 bezw. 164 062 Personen. Für die einzelnen Staaten gestaltet fich dieselbe in den verschiedenen Zciiabschnitten folgendermaßen: Königreich Preußen 62983, 20 555, 108208 Personen, und zwar sür die einzelnen Provinzen:„Ost- und Westpreußen 12051, 3539, 1771 und 16185, Brandenburg mit Berlin 3795, 1700 8781, Pommern 11 575, 3162. 18817, Posen 10014, 2434; 14 753, Schlesien 2246 1262 4�32 Sachsen 1684, 628, 3062, Schie»«ia Holstein 5427, 1966, 9795, Hannover 7735, 2943, 12 294, Westfalen 1968 848 4756. Hessen Nassau 3933. 956, 6490, Rhetnprovinz 2469, 992, 6493, Hohenwllern 86, 30, 143, Preußen ohne nähere Angabe—. 99, 137. Di« stärkste Auswanderung weist im Verhällniß zu sein« Einwohnerzahl in dn dritten Periode die Provinz Pommern auf, wo 1222 AuSwand«« auf 100000 Einwohner kamen. Dann folgt Westpreußm mit 1151 und weiterhin Schleswig« Holstein mtt 869, Posen mit 866 und Bremen mtt 835 AuS« wanderern. Pommern, Westpreußen, Schleswig- Holstein und Posen find mithin die Provinzen, in denen e» nach der Theorie deS Reichskanzlers am wohlsten geht. Da Pommern, West- preußen und Posen zugleich die Gegenden deS großen kons«- vativen GrundbefitzeS find, so wirft die obige Statistik ein helleS Licht auf die Wahrheit der vielgehörten Behauviun?, daß die Stützen unser« heutigen inn«en Politik viel christ haftefie» Pflichterfüllung schwebt man fiel» in Gefahr, fich irgend ein« V«letzung schuldig zu mache», die ei» boshafter Feind i» sei»e« Jatiresse aut beute« ka»»." „Ja, ja, wahr ist da« Alle«,"»ickte Rümpel,.ab« bei uuserem Chef komme» Sie trotzdem nicht a», d« Disponent hat fich zu fest«»genist«/ Die Rückkehr Schlatt«» brach diese Ueter Haltung ab, und da e* inzwischen Mittag geworden war, so schloß Hugo die Schränke zu, um fich»ach Hause zu begebe». So sehr e« auch w seinem In»«» kochte und so gerne « seinem Groll Lust gemacht hätte, beschloß er doch, seiner Mutter da» Vorgefalleue»icht mitzutheile», wenigsten» heute«icht, um sie«icht zu beunruhige». Er wollte damtt warte», bi» er selbst ruhig und leide»« schaftslo» au diese Beleidigung zurückdenken konnte, und inzwischen fich volle Gewißheit darüber verschaffe», ob der Disponent wirklich d« Verfolger Gretchen» war. Seine Einfildigkett und fem ernster finst«« Blick fiele« b« Mutter aus, aber auf ihre besorgte« Frage« erhielt fie »ur ausweichende Antworten, fie mußte annehme«, daß ihre Weigerung, i» seine V«lobu»g einzuwilligen, der Grund seiner Verstimmung sei, und da es ihr selbst peinlich war, auf diese« Thema noch einmal zurückzukomme», so schwieg st: ebenfalls. Drückend war diese Verstimmung sür beide, selbst ei« Gespräch üb« gewöhnliche TageSstage« wollte«icht in Fluß komme», und so brach Hugo gleich«ach Tisch auf, während « sonst»ach txr Tafel»och ei» Stündchen mit sein« Mutt« zu verplaudern pflegte. Am Spätnachmittag kam d« Disponent«och ein» mal in««assenzimmer, Baron Wer»« vo« B«aau beglei« tete ihn. Der Geschäftsführer stellte de« Baron vor und«suchte de« Kasstr«, demselben fünftausend Thaler in Gold und Banknote» zu zahlen, sowie auch spät« Zahlung zu leiste«, so oft der H«r Baron eine Summe beanspruche. Hugo«innnte fich b« Mittheilunge» Gretchen»,«n. willkürlich fiel sein Blick auf die schmalen, aristokrattschen M»» de» Baron«, er mußte dem Souffleur recht gebe», e» war Thorhett, diese» Herr« vndächtigen zu wolle«, wenn lich«e Herren und Nachbarn seien al» die verhaßten Industriell« weit« vraußen im Westen. Oesterreich Ungar». D« städtische RechtSrath Wenzel Hedenstein, Leiter det Polizeiamtes in Salzburg, wurde wegen Militärbefteiuns'' Schwindel» verhaftet. D« Telephonverkehr»wischen Wien nnd Brünn»vi» definttio am 1. August«öffnet. R« l a« d. Da» neue Fabrikgesetz ist nunmehr in Kraft gettela- Wir wietxrholen nach der Wiener„N. Fr. Pr." seine Grund« züge. Darnach liefert es dm Arbeiten Schutz gegm de Willkür der Fabrik» verwaltungm, indem die Herabsetzung d« Arbeitslöhne und die Erböhung d« Zahl d« ArbettStage und der Arbeitsstunden vor Ablauf der abgeschlossenen Kontraw, sowie willlürltche Geldflrafm unteesag: find. Dagegen uni» liegen an Arbeitseinstellungen fich beiheiligmde beiter, fall« dabei keine schwerm Verbrechen vorkommen, ein« Hast von zwei bi» acht Monaten(!). gehen jedoch steaflot au» wenn fie auf die erste Aufforderung der Polizei die Ar! wieder aufnehmen. Wmn eine Zcisiörung von Fabrik» thum vorkommt, kann die Strafe bis zu seckszehnmona Hast verstSell w«dm. Anderersettt unterliegen die FabrA« veraalt« wegen Handlungm durch welche ArbeiterunnihA hervorgerufen werden, einer Haft diS zu drei Monaten ui» veilierm� außerdem die Berechtigung zur Bekleidung von h» W K. fest dal Zinn D« A, ankS herab «wiesen fiindero eirnrnde die Uns und«i, ihm A, Zungen, nend Ardei nomm ßücke i>» kör ,, Da «infü «Med bändniß Zugegen artigm Stellungm. An diese» Gesetz wird fich Bunge'» UnflA schließen.— Charafteristisch ist, daß die Arbeit« streik gtsttz— vi,yuiuMini»iiu,»-», VUD VK MiutiKi rri dürfen, bis die Polizei ihien Streik für UN gerechtfertigt erklait Man wäre gmeigt, so etwa« für„echt rusfisch" zu erklären,"1 wenn wir nicht in Braunschweig ähnliches erlebt hätten. lieb« den neuen, in Sicht befindlichen Sozialisten prozeß schreibt man d«„Posen« Z-itung" au« Warschau- NeundingS, nachdem«st vor einigm Monatm* dem großen Sozialistenproxsse gegm Bardowtkt»>» Gennffen da» kriegsgerichtliche.Urtheil gefällt vollstreckt wurde, ist hi« und ebenso in Peleriiw* wiederum ein« wntverzweigte sozialistische V«schwörung drckt worden, deren Theilnelm« fich d«ei:S in der hiest� Zitadelle od« in der Petn- Pauls- Feste bei Petersburg JJ finden. Die Anregung und Lettung dies« Vnschwörung f* von Pari« auS, und wurde in d« Weife vermittelt, vat? den Mi'tKüiunfc-n und Anordnungen der Rand der auSlauf fchen, in Petersburg abonnirtm Zettungen denutzt wurde. c dem dieselben mtt sympathetischer Tinte geschrieben w# also die Schriftzeichen so lange un fichtbar blieben, bi» fie% bestimmte chemische Mittel hervoraerufm wurden. ES soll durch eine von Pari« hterh'n gelangte Denunziation worden sein und zwar durch dm Gendarmerie Oberst Uhren r D« " nun »«twärtj Da» ist dl % NK Ä' Ä Kl! 85 kterzynSki, welch« ftüfctc hi« Gendarmerie-O fizi« war. oegmwärtia dm durch die Ermordung SudejkivS«(% losten in Petersburg einnimmt. Unt« den in die Verschal* verwickelten befinden fich leider auch viel« hiesige StudWj? welche dadurch der Relegirung ausgesetzt find, da nai�i neueren Verfügung der UnivrrfitälSdehörde diejenigen renden mit sofortiger Relegation bedroht werden, irgend einer politische» Sache in Unt«suchung gelangen.% vor Nutführung deS gegm BardowSki und Genossen Urtheil» wurde hier ein sozialistisch« Verein entdeckt, � 18 Mitglied« desselben gelangten dafür in dt« Zitadelle!/ ad« diese Verhaftungen keine abschreckende Wirkung auS?.� haben, geht�ur Genüge daraus d«oor, daß die V«�«� Sfl Mi i vor«inigen Wochen durch einen Arbeiter an dem Omu Ä die Todesstrafe vollstrecken ließen. Letztere� ist an dm ��jn getragenen Verwundungen gestorben, der Arbeiter aber von ende schwör«» führte. Vor ein« Woche würden aufs" Neue � btens. Personen verbastet, darunt« auch ein auS dem Auslands dankl».',.. �VmhÄfl ff? Neue verhaftet, was wiederum zur Verhaftung einer Anzahl vonJL -uf» Neuest, nn Ausland«' i# ""Ä kommen« Agitator DemdSki, welch« dm Namen Olek führt. Die neuen?zrryasrurigen den vor einem Fahre erfolgten Verhaflungm im 3� hang stehen. Holla»». In Amsterdam ist die Ruhe fett Dienstag nicht gestört worden. Wi: man der„N. Fr. Pr." au» meldet, hat fich kein einziger Führer listen unter den Aufrührern befunden, NiuwmhuiS, dn bekannte Führer, d« unlängst wegen � gung det König» vnuribcrli worden ist, war am 3", Abend» in Haarlem und sprach in einem Volksmeeting, dessen Bemdrgung« von stiren Anhängern im Triumph?; dem Bahnhof begleitet wurde. Am Dienstag Abend eine Vorstands fiyung de» sozialdemokratischen Bunde» im park" zu Amsteioam gehaltm, in welcher beschlossen wuivo die Hinterbliebenen der Erschossenen eine Sammlung zu n stalten.� VolstchtShaider halte fich ein Zug Jnfantnst''� Vi»ÖJ K 1 . M 1 Zug Jnfanterft' dem„Volkspart" am nächsten lstgmden Polizetstatio» ««stellt. B e l g i e». Die vom„Monttrur" veröffeni lichte amlliche StatW e» feststand, daß d« Raubmöd« mit einem Klumpt haftet war. Werner wechselte einige höfliche Worte mit i&* da» Geld in Empfang und entfernte sich; d« hatte schon vor ihm, dringmde Geschäfte vorschützt Kassenzimm« Wied« onlassm. De» Vorsatz, schon an diesem Abend seine V schungen zu beginne», um fich üb« de« Verfolg«% Gewißhett zu»«schaffen, ließ Hugo»ach reiflich� � legen wied« fallen. War sei» B«dach» begründ»«ss. Disponent je«« Unbekannte, dann konnte bei sti#*b: g«eizten Stimmung ei« Zusammentreffen mit* einem schlimme« Resultat führe«, und e» war Mir die« vermieden wurde. fj Nach einem kurze» Besuch bei Gretchen,% K Abend i« Theater beschäftigt war, ging fp Hause,« hatte heute keine Lust, seine gewoh«' gesellschaft i« d« Weinschenke aufzusuchen. Wortkarg, wie am Mittag,«ahm« sei» fju V ei«, dann grff« zur Zeitung, um bei einem die neuesten Nachrichten zu studirea. Er hatte de» ersten Arttkel kaum gelese».. Rest mtt ihrem ArbeitSkörbche» m d« Hand e>�,.< „So," sagte sie in ihr« offenen, d«ben � � i* dem fie Platz genommen hatte,„Herr seinem Klub und wird vor zehn Uhr nicht hefwr* aj Zett möchte ich benutze«, Dir einmal gründlich zu lesen, Hugo.". „Mir?* fragte d« junge Man» satkasttsch-..� keine Mühe, Tante, ich habe meine MernuaS 0,0 und beharre dabei." „Und da» ist dn Dank, de« Du schuldest s"„ � di« „Sei nicht so hart�mtt ihm, Resi, Vorwurfs und ruh, Kasfirer i Welche« kau» im lebe», wi ttttlassen . Hug st»e bitte er Rkf' # Wein. U V"ilkch, übt/ f" "vb d« Ä Deiner bü ruhig« Ueb«legu»K selbp emft��� , einem®iuo i-n-r- m t* ti »««b«»-.d„ W »Di --W, .« wttd ja bei«rhig« Ueb«legu»a setvp sei« Beste« wolle«, und daß« fich auf findet, d« niemal« zu seine» Glück führen zur Umkehr geworden ist, Magdalena." � scharf, und aus ihren stahlgraue» Auge ustriellt» -ittt DH frriunsl» NN »W s«wt» : Grund« Kg* Z vungd« tage ujd lonttowi en unif A: r. as ;tuniu55 lotm nn« von d» i'fU# 3 SS klären. en. -liste«! Barf# raten•J Iii illt Zeterdd-Z ituitß n" ir| Sdurg � tung f* "iJi »ÄJl 1 WUld.I IM n ent�? jj :Ä #0*2 ?tuO molß, % i %% hl vonLt W eis. v % jufiiintrif S dingt lumPL 1S| wu-ve ÄeS.* ftattoN W« Kohlenindustrie Belgiens für das Jahr 1885 steM -est, dah die Produktion zwar abgenommen, aber der G e» winn der Kohlenwerkgesellschaften gestiegen. ««Arbeitslohn der Kohlmaideiter dagegm ist von 914 tttanU im Jahre 1884 auf 813 Franks im Jahre 1885 herabgesunken! Gleichzeitig hat die RegiemngSen q arte «wiesen, bah die belgischen Kohlenwerke die Frauen- und «mderarbeit maßlos ausdeuten, und daß wegen des Sieben- emanderarbeiteni von Fcaum und Männem m dm Gruden bie Unstttlichkeit zu Hause ist. Die Beseitigung der Frauen- und Kinderarbeit im Innern der Gruben, die Beschränkung ihrer Brdeiti»eit auf dm Kohlenwrrken selbst das find Fords- runzm, die stch als unabweisbar j-yt herausstellm. Bezeich« nend ist noch die Thatfache, daß verheirathet« Arbeiterfrauen, die vor der Kommission ver« nommen werden sollten, sich erst KleidungS- stucke leihen mußten, um vor ihr erscheinen ist können. Da« Ministerium hat auf Andringen deS Königs stch für « n ührung des versönlichenMilitärdiensteS wtschieden; die Militärkreise verlangm aber auch im Einver- st-mdniß mit dem Könige eine Erböhung des JahreSkontin- gruts. Die klerikalen Senatorm und Deputirten find mtschtedm -agegm und daS Ministerium wird harte Kämpfe zu bestehen wmn, sobald es irgend eine militärische Verbefferung durch- mhren wil«. . Der„Weserzeiwng" schreibt man auS Brüffel: Wmn 7 nun nicht mit der sozialen Frage in Belgien «rwartS geht, dann piedt eS für ste kein Heil mehr. «as ist klar! Schon find ständige Meffen für die Milde- der sozialen Krifi« angesagt; im September tritt der -«holische Kongreß zusammen und jetzt tritt der gesair.mte del- Mche Klerus in die Bewegung ein. Die Frage soll und muß »ach„kalholischm" Prinzivien entschieden werden. Die unter xw Vorfitzr d«S ErzdischofS versammelt gewesenen Bischöfe ««lgieni haben stch mit der Arbeiterfrage befaßt; und beschloffm, �-1 der KleruS vor Allem die Lage der Arbeiter prüfen und sozialen Fragen ordnen muß. Alle katholischen Geistltchm Mn daher in den nächsten Paftoralversammlungm drei !5°8in eingehmd zu erörtern: 1. Welche Ursachm haben die U-sk Frage herbeigeführt, die heute fast überall die öffent- «ni �lbett bedroht? 2. Welche Mittel kann man einem so poßen Uebel entgegenstellen? 3. Welchen Antheil muß der «Uttu« an dem Kampfe nehmen, der stch für die Vertheidigung rf Gesellschaft auf wirft?— Viel Geschäfte werden die Kleri- Mst auf diesem Felde kaum machen. Der Münchener„Allg. �'Meldet man auS Belgien: »Wie die klerikalen Blätter melden, werden stch die auS ai~ ausgewiesenen Jesuiten zum größten Theil in Bel- --iedei lasten. Leider haben wir kein« Ursache, an der Rich« J.T dieser Nachricht zu zwei-eln, dmn Belgien ist di. bie feste Burg des UltramontanismuS. und % Rttglieder der Gesellschaft Jesu haben in Bezug lhaen angebotene Gastfreundschaft keine große Mwahl. Die Ansiedelung der peruanischen Jesuiten ohnehin unverhällnißmäßig großen Prozentsatz bel« Mönche noch vermehrm— ein Zuwachs, um den uns Peinlich kein europäischer Staat beneiden wirb. � Fraurreich. "rtei* royalistischen Blätter veröffentlichen ein vom Mai da- A ch r e i d e n B o u l a n g e r s an den Herzog von Au- Ga.-�astelde lautet:„Monseigneur l Dem hohen Schutz ÜrW-v glichen Hoheit verdanke ich mein« Ernennung zum K-»,,» General. G-ruhen Co. königliche Hoheit, mir zu ge- iüux?' hochderselben den Ausdruck meiner Erkenntlichkeit zu »on Gesegnet sei der Tag, wo es mir vergönnt ist, dien�"em unter den Befehlen Ew. königlichen Hoheit zu dank?.' 9$ bin, Monseigneur. Ew. königlichen Hoheit sehr Bvuin,' ehrfurchtSooller und ergebener Diener. General bat«fe Wenn dieses Schreiben echt sein sollte, würde Äihtl 7?l-lang-rs Wahrheitsliebe in einem recht seltfamm ?, der iv|tn' denn in der SenaiSfitzung vom 15. behauptete "eitag�ß von Aumale habe zu seiner Ernennung nicht« WH& �Ollivier's Persuch, sich von neun» in die fachtet w�vsbahn einzuschmuggeln, �darf� als ges zeite��de. wie die„K. wie ds�ader in einer Waylvelzammtung gerichtet wor« batur sein», Radikalen«S nennen. Magnier hatte die Kandi- al« Sch�!,.®<8neis als eine Beleidigung de» Vaterlandes, Rann, m??* 4% Gleichen bezeichnet, und al« Ollioier,„der ausliefert»«- �5 �"st leichten Herzens Frankreich an Deutschland drach»{„' bie Rednertribüne bestieg, um stch zu rechtfertigen, -eich t"".wahrer Sturm der Entrüstung lo«.„ES lebe Frank- %°°n ber Tribüne!"„Sie find kein Franzose ch,aL.,»Nieder mit dem Verräther!" so tSnte«9 wirr durch »fih aÜjr kurz:„der ganze Sa»''-««—-— j«6aoI geräumt werden mußt«. Versammlung geschloffen und mußte. In einem nahen Kaffee« MMWW Aftj Jel6p diese Verlobung keinen dnnoraliskende»«w. #%### *34 verkehre nicht mtt ihnen.- »Aber di, Leute glaube« es/ »ntA vnnä Sie �o,»4e»___ tu Ä ns *•"»ir mttgetheilt/ wieder� ew�anovymer�Brief?' rief Hugo eut- hause soll Ollivier darauf mit tinigen Freunden versucht haben, seinen Grimm im Glase zu ersäufen. G r 0 tz b r i t a»« i e««, In dem in Dublin abgehaltenm 14tägigen Meeting derNationalliga sagte der Abg. Hr. Dr. Gillon u. a., er hoste, die irische Nation werde nicht glauben, daß die Masten des englischen Volkes gegen die Gewährung von Home Rule an Irland seien. Gerade daS Gegenthetl sei der Fall. Die Masten seien zu Gunsten von Home-Rule, aber die Frage sei ihnen nicht in einer vernünftigen Weise, sondern verwickelt durch Nebenfragen unterbreitet worden. Herr Chamberlain habe ihm(Dillon) gesagt, die Regierung werde nicht im Stande sein, die Landllga zu unterdrücken, und er habe stets die Anstrengungen de« irischen Volke» ermuntert. Später habe er eine Schwenkung in einer Art und Weise ge- macht, die eine Schande für die britische Staatskunst sei. Was die neue Regierung betreffe, so wolle er nur sagen, daß die Politik de» irischen Volkes stch nach der Polttik der Tay- Regierung richten sollte. DaS irische Volk sei durchaus zu- frieden, in Ruhe abzuwarten, was die neue Regierung thun werde. Wenn daS Kabinet mtt Zwang Heroorträte, dann würden di« Minister finden, daß ste in ihrem ganzen Leben kein schwierigere« Geschäft unternommen haben. Die irische Partei werde Home. Rule annehmen, gleichviel wer ste ihr an- biete, aber e« sei Herr Gladstone, dem ste es zu danken habe. Wenn die Regierung Zwang wählen sollte, dann könnte und würde da« irische Voll dafür die Landlords büßen lasten. Wenn die Regierung den Krieg gegen die Bevölterung erklärte, dann bliebe dieser nichts andere« übrig, als die Pachtzahlung an die Grundbesitzer einzustellen. Aus Irland wird ein schweres Agrarverbrechen gemeldet. Ein Farmer, NamenS Phelon, welcher von seinen Kollegen gedoycottet worden war, weil er stch nicht den Forde- rungen seines Gutsbefitzers widersetzt hatte, wurde er- schlagen, indem man ihm mit einem Hammer den Kopf zer- schmetterte. Die C r 0 f t e r I(Kleinbauern) auf der schottischen Insel Tiree haben stch zu einer friedlichen Polttik entschloffen. Sie wollen den Marinetruppen bei deren Ankunft auf der Insel keinen Widerstand leisten, aber nichtsdestoweniger herrscht in Tttee große Aufregung. Der in Manchester zusammengetretene Baumwoll- spinnerverein nahm Resolutionen an, welche stch ent- schieden zu Gunsten einer verkürzten Arbeitszeit in den Baum- wollfpinnereien von Larcashire aussprachen und die Ein- derufung eines Meeting« von Vertretern dieses ganzen Handels- zweige« empfahlen, welches die Geschäftslage in Erwägung ziehen solle. Dem ehemaligen Minister Sir Charles Dilke, der cuS dem bekannten Crawford- Ehebruch«. Prozeffe arg»erzaust heroor gegangen, ist eS in seinem Heimalkland: doch etwas ungemüthlich geworden: er hat es, um der Eoenlualität eine» gegen ihn gerichteten Meineidsprozeste« aus dem Wege zu gehen, vorgezogen, Altengland den Rücken zu kehren und stch mit seiner Gemahlin nach seiner Besttzung in Cap Brun bei Toulon zu begeben, von wo er nicht sobald nach England zurückzukehren gedenkt. Asien. Unmittelbar vor dem Rücktrttt des Ministeriums Gladstone ist in Peking zwischen England und China in Betreff Birmas eine Konvention abgeschloffen worden, welche nach Anficht der„Times" ein„neue« Prinzip" in die orientalisch« Politik Großbritanniens einführt. Da« Cityblatt scheint deshalb Lmd Ros-b iy zu zürnen, besten auswärtige Polttik es bisher stets gelobt hat. Nach der Konvention bleibt, wie de- r-iti kurz erwähnt wurde, Birma dem chini fischen Reicht ttibut- pflichtig, während China die britische Herrschast in Birma an- erkennt und verspricht, den Handel zu fördern, der übrigen« durch eine Sonder Konvention geregelt werden wird; ferner wird eine Kommission zur Absteckung der Grenze ernannt wer- den; die von der indischen Regi-rung nach Tibet entsandte Expedition wird zurückberufen, und zwar wegen der von der wtnestschen Regierung befürchteten örtlichen Schwierigkeiten. China verpflichtet stch dagegen, Maßregeln zur Förderung de« Handels zwischen Indien und Tibet zu ergreisen. Hmnach würde also auch in Zukunft in bestimmten Zwischenräumen— von zehn zu zehn Jahren— eine birmanische Mission stch nach Peking begeben muffen, zum Zeichen der Tridutpflichtigkeit Birmas gegenüber China— allerdings eine ärgerliche Ver- pflichtung für den stolzen Briten, selbst wenn, wie wahrschein ltch, die Mission nur auS Birmanen bestehen würde. Zur Ueberwachung müßte eben doch auch ein englischer Beamter mitgehen. Die Rückberufung der englischen Misston au« Tibet ist gleichfalls eine Konzesston der Engländer an die Eigenliebe der Chinesen, da diese Tibet al» zu China gehörig ansehen. Die Zugeständniffe von chinesischer Seite find allerdings weni« aer greifbar, denn dieselben beschränken stch mehr auf bloße Versprechungen für die Zukunft und man weiß ja, wa« die Orientalen von Versprechungen halten, wenn die Ausführung derselben ihnen nicht paßt. Vorläufig trösten die Engländer rüstet vo« seinem Ech aufspringend.„Sag' mir die Wahr- h«it, Tante, ich muß alle« erfahren, wen« ich mich vor den Falle« schütze« soll, die«ir gestellt werde«." „Na, ja, es ist ein anorymer Wisch, aber Du kav«st ja die Wahrhett«icht leug«««. die R-vifion hat stattgefun- den,«»d sie ist«ur eine Folge Deines Verkehr» mit de« Komödianten." Der junge Man« athmete tief und schwer auf, er la» in dem Blick semer Mutter ernste Besorgniß. ,Za, ste hat stattgefunden,* sagt« er, mtt der Hand durch sei« dunkles Haar fahrend,„und es war alle« in bester Ordnung." � � „Gott sei gelobt!" seufzte d» Mutter. ..E« ahnte mir, daß man damtt allei» stch nicht be- onüge« würde." fuhr er erbittert fort.„Jedenfalls war e« gut. daß ich de« Disponenten zwang, m» das glänzende Resultat zu bescheinige«, hier ist der Schein, vergletch ihn mtt Euren anonym«« Briefen, mtlletcht werdet auch Zbr entdecke», daß ste vo« derselben Hand geschne- be« sind.(Fortsetzung folgt.) Au« Kunst«nd jeden. Nachdem im Echweist«' Sarten am vorigen Sonntag die Kanonenkönigin Miß Lazel und die Majoltruppe st»«er- adschiedeten, errangen die exakt ausgeführten gumnasti-chen Produktionen der für diese mgagirten Familie Petrefcu berechtigtes Aufsehen, da dieselden in vielen Sachen die Majol- truppe übertreffen. Durch die Wiederaufnahme der überaus heiteren Studentenpoffe:„Die lustigen Heidelberger sowie durch zwei neue komische Terzett» de» humoristischen Komiker- Trio» Jonas. Gösch und Gläser ist dafür gesolgt. daß die LachmuSkeln deS Pudlllum» in steter Erregung«halten werden. Abend» wird da» Etablistement durch ca. 10000 Lampions illuminirt und durch elektrische» Licht erleuchtet,»«nächst. kommenden Dienstag findet da« vor acht Tagen angckündtgt« % sä mung der Düvpeler Schanzen statt. varietS-Theater. Einen sehr angenehmen Aufenthalt bietet der herrliche Park diese» Elabliffemen«, auch ist für stch mit dem Gedanken, daß ihre Nachgiedigkett gegenüber China durch die Förderung deS Handel» zwischen Oberbirma und den südwestlichen Provinzen China» belohnt werden wird, indeffen ist e» sehr zweifelhaft, ob die Chinesen in dieser Beziehung den Engländern mehr entgegenkommen werden. al« e» gegenüber den Franzosen der Fall ist— trotz aller Verträge. Gerichts-Zriwng. t Unter der Ankiage der Urkundenfälschung stand gestern der Uhrmacher Germann vor der zweiten Ferienstraf- rammer de» Landgerichts I. Germann war Unteragmt deS jetzt verstorbenen UhrenhändlerS Bauer, der ein Abzahlung»- aeschäst betrieb Nach der am 2s. November v. I. von dem letzteren uneidlich abgegebenen Aussage war gegen Ende des JahreS 1883 zwischen ihm und dem Angeklagten ein Vertrag abgeschloffen worden, wonach derselbe ein Musterlager von Uhren in Kommisston erhielt und nun versuchen sollte, die« selben zu vertreiben. E» war ausgemacht, daß in den Seth, vertragen Bauer als Vermiether genannt wurde und daß Germann für jede» beendet« Geschäft«in Drittel deS Reingewinns erhalte. Der Angrllagte stellte nun Reisende an, um den Vertrieb auS- zudehnen, und e» wurde festgesetzt, daß dies« Reisenden für jede» vermittette Geschäft 10pCt. Proviston bekommen soll'en, die Lauer von seinem Reingewinn zu tragen versprach. Die eingezogenen Beträge hatte Germann sofort abzuliefern. Am 5. Oktober 1884 legte er. Bauer, einen Vertrag vor und gab an, daß der Reisende Bürger densilden abaestbloffm und unterschrieben habe; er erhielt für denselben 4,50 M. al« Provision. In dergleichen Weise wurden noch»wette Verträge vorgelegt, die ebenfalls durch Reisende vermittett sein sollten und die NamenSunterschriftm derselben tragen. Bauer zahlte auch hier dir 10 pCt. Provifion. ES stellte stch nun heraus, daß Germann die betr. drei Geschäfte selber gemacht habe und die Anklage behauptet, er hätte die Urkunden deshalb mtt den Ramm der Reisenden al» angeblicher VermttKer unterzeichnet, um außer dem dritten Theil de» Reingewinns noch die 10 pC'. Provifion von Baun zu erhalten. In der Verhandlung n- klärte dn Angellagte, daß ihm die Prooiston nicht erst bei d-r Anstellung der Reisenden, sondern sofort und zugleich mtt dem dritten Thril des Reingewinn» versprochen worden sei. Er ;ob zu, die Namen der Reisenden unter die MtethStontrakte ge« sttz« haben, will die» um die Tüchtigkeit der für adn nur gethan haben, ihn arbettenden Reisenben nachzuweisen.— Der Vertreter der kgl. Staatsanwaltschaft war zwar der Anficht, daß diese Ausrede den Angeklagten sehr belaste, glaubte aber doch nicht die Sache für vollständig auf. geklärt halten zu dürfen da der Hauvlbelastungszeuge todt und seine Aussage nicht beschworen sei Di« rechtlichen Lerbälwiff« seien bei derartigen Abzahlungsgeschäften stet» sehr dunkel; es fei unmöglich, festzustellen, wenn die Inhaber in Streit mit einander geriethen, wer den anderen detrogen habe, während stch immer feststellen laffe, daß da» Publikum geprellt werde. Er deantraa« die Freisprechung dei Angeklagten. Diesem Anttaqe schloffen stch der Vertheidiger und der Gerichtshof an. Unter der pomphaften Firma„Deutsches Exportmuster« lager Union, Kommanditgesellschaft W I. Schmidt u. Komp." bestand hier ein Geschäft, welches der Kaufmann Karl August Julius Wilhelm Schmidt in den Jahren 1884 und 1885 als persönlich haftender Gesellschafter leitete und daS im Dezember 1385 an die Herren Arthur von Krause und Paul Laaemann überging. Im vorigen Jahre stellte es stch heraus, daß Schmidt - Zhrend seiner Geschäft»(ritung eine bedeutende Anzahl von Betrügereien stch hatte zu Schulden kommen lasten, von denen die meisten in daS Gebiet d«S Kautiontschwindeli fallen. Wie dies gewöhnlich in solchen Fällen geschieht, hat der Angellagte in die gelesensten Zeitungen Inserate einrücken laffen, durch welche er zur Bewerbung um die in seinem Geschäft valant gewordenen Stellungen einlud, doch mußten die Kandibat-n selbstverständlich daS nöthiae Geld zu einer entsprechenden Kau. tirm haben. Der schlaue Mann hatte nicht schlecht spekulirt, oenn eS meldeten stch der Bewerber mehr, als er brauchen konnte. Mit großer Beredsamkeit wußte er nun dm jungen Leuten die Lage seine» Geschäft« in den glänzendstm Faibrn zu schildern und macht« dadurch die Stellunasuchmdm so per- trauenSselig, daß dieselben ihm unbedenklich ihre Ka itionen in nicht unerheblichen Beträgen anvertrauten. So erzählte er einem Kaff-nbuchhalter, welchm er gegen eine Kaution von 5000 Mar!«ngagirte, daß sein Geschäft glänzend sei, er wäre aber wiederholt von seinen Leuten um Stößer« Summen detrogen worden und müsse deshalb auf eine ?ichersteäung bedacht sein. Nebenbei bemerkte er noch, daß er bei der Deutschen Bank ein Guthaben von 30000 Mark habe, daffelbe aber zur Zeit nicht abhebm könne, weil er stch mit demselben bei einem Grundstückikaufe für da» Exportmuster- lager Union bethriligm müsse. Mit diesem Guthaben, daS in Wahrheit gar nicht existirte, flunkerte der Angeklagte überhaupt jedesmal, wmn eS stch darum handelte,«ine Kaution zu er« gattew. Er zeigte den betreffmdm Personen sogar ein auf Amüsement in jeder Weise Sorge getragm. Auf der Sommer« kühne wechseln in bunter Reihenfolge Gesang»- und deklamatorische Vorträge, Duett», Solos,«nm, Lustspiele, Posten, Operetten und Spezialitäten Votstellungen, ausgeführt von Künstlern ersten Range», während für Tanzlustige der große elegante Saal bereit steht. Wir können einen Besuch dieses Etablistement« nur besten» empfehlen. Im Kaiser-Panorama, Paffaae, gelangt in dieser Woche nedm dem ZykluS Schweden eine Reife durch die stanzöstsche Schweiz zum ersten Male zur Ausstellung. Hier reift Jung und All» Hoch und Niedrig, schnell und— billig. Nr. 15 von„Mode und Hans", praktisch« illustrirte FrauenzeitunaJ Deutsche Verlagsgesellschast Dr. Ruffak u. Ko, Berlin W, Vterteljahrspreis 1 Mark), ist soeben erschienen. Von dm vielsritigen Mode- und Handarbeiten-Jllustrationen erwähnen wir«ine künstlerisch arrangirte Familiengruppe mtt Kindern, vom Säugling an bis zum Bübchen von 2 Jahren, die doppeltm Werth hat durch den beigegedmen Schntttmust«»» bogen, welcher die Selbstanfertigung ver auf der Illustration vorgeführten Kleidungsstücke slr die lleinm Erdenbürger mühelos gestattet. In dem reichhattigm HauStheil find dt« Artilel: „Was sollen unsere Söhne werden?" und„Rath für hysterische Frauen" von besonderem Jntcreffe. Eine irrsinnige Operettensängerin. Man schreibt dem „Wiener Fremdmbl. au« Rom: Die Sängerin Zaira Gattini, Primadonna der Operettenaesellschaft Tomba, eine der graziösesten und beltebtesten Vertreterinnm ihres Fache» in Jtalim, wurde in Barcellona von einem tragischen Schicksale ereilt. Die Sängerin reiste stets mit ihrer Mutter und ihrem jüngeim Bruder; beide Kind« hingen an ihrer kränklichen Mutter mit großer Zarilichkrit. Der Zustand der alten Frau verschlimmerte stch vor einigen Tagm plötzlich, so daß der Arzt jede Hoffnung auf Erhaltung ihres Leben» aufgab. Der zwanzigjährige Sohn, ein exallirter Jüngling, geririh über diesen Autspruch in solche Verzweiflung, daß er stch mittelst eines Revolvets eine Kugel durch den Kopf schoß. Kurz darauf gab die alle Frau ihren Geist auf. Als dl« nach Hau'« kommende Sängerin von dem entfetzlichm Unglücke, da» ste defallm, Kmntniß erhielt, stürzte fie zum Fmster, um stch hinab- zustürzen. Zurückgehalten, verfiel ste in vollkommene Apathie: die Unglückliche mußte einer Jrrenanstall übergeben werden und steht zu defürchten, daß ste nie wieder ihre gesund« Vemunft zmückerhaltm wird. seinen Namen lautende» Banlbuck vor, in welchem sich mehrere Eintragungen ltder 10000 und 20000 Mark befanden, die mit der Inschrift„Deutsche Bant" versehen warm. Nach der An- vage soll nun der Angeklagte zum Zweckt der Täuschung in «in alleS Banlbuch eigenmächtig Eintragungen gemacht, die- selben mit den sehr geschickt nachgemachten Unterschriften v«r< sehen und die Stemvelungen mit einem eigen» zu diesem Zwecke angefertigten Trockenftempel ausgeführt baden. Der Angeklagte hat in der That durch einen seiner Lehrlinge bei einem Etempelfabrikanten einen Gummistempel genau nach dem Muster deS Stempels au» einem allen Bankbuch der „Deutschen Bank' bestellen lassen. In dem gestern in dieser Sache vor der dritten Stras'ammer o-S hiefizen Landgericht» l stattgehabten Termin leugnete der Angeklagte sedchSchuld, indem er behauptete, er habe die Gilddeträze ali Ge- schäftSeinlagen, nicht aber als Kautionen von den betreffenden Personen verlanot. JBiewohl nun einige schriftliche Ver- träge, welche dem Gerichtthof vorgelegt wurden, diese Angaben zu destätigen schienen, so wurde es durch die Beweisaufnahme un zweifelhaft, datz der Angeklagte seine Bediensteten durch verschieden' artige mündliche Abmachungen über die Bedeutung jener schriftlichen Festsetzungen zu täuschen gewußt hatte. Die de- klagen» werthen Komm.S haben von ihren Geldern niemals etwa» wiedergesehen. Die Summen hatte der Prinzipal natürlich sofort nach dem Empfang derselben für fich verwendet, und all er auS dem Geschäft auSttat, da wie» er die Gerupften einfach auf den Weg der Klage. Im gestrigen Termine gab Schmidt die Bestellung eine» Gummistempel» wohl zu, be- hauptete aber, derselbe wäre nicht mll den Worten„Deutsche Bank", sondem mll der Bezeichnung„Gllo Konto bei der Deutschen Bank" versehen gewesen. Die Angabe ist aber offenbar falsch, denn abgesehen davon, daß der Lehrling, welcher den Stempel bestellt hatte, diese AuSrede nicht bestätigte, so hatte der Stempel überhaupt nicht für mehr al» zwei Worte Raum. UedrigenS hatte der Angeklagte die Gummiplatte d«S Stempels vor seiner Verhaftung roi sichtiger Weise entfernt. Auch bei den übrigen Punkten der Anllage sucht« stch Schmidt auf da» Leugnen zu legen, aber die Beweisaufnahme fiel sehr zu seinen Ungunsten aus. StaatSanwall Lewald beantragte, den Angeklagten wegen wiederholten BettugeS, Unterschlagung und Urkundenfälschung zu einer Zuchthausstrafe von fünf Iah. ren zu verurtheilen. Der Vertheidiger R:cht»anwall Dr. Friedmann machte dagegen für seinen Klienten Milderung� gründe geltend. Der Gerichtshof erkannte schließlich auf zwei Jahr« sech» Monate Gefängniß und drei Jahre Eh-. Verlust. Rom, 28 Juli. Der bereit» angekündigte HochverrathS' prozeß gegen Des DorideS und Genoffen hat begonnen. Heut« wurden die drei Lngeklßgtcn au» dem GerichtSgefängniß nach dem ehemaligen O-atorianer-Kloster, wo da» Schwurgericht seinen Sitz hat, überführt. DeS DorideS und Ltonello Vecchi, in einem Zellen wagen, Jener mit gefesselten Händen, und Dieser, dem die rechte Hand fehll, durch eine um da» linke Handgelenk befestigt« Kette mit Jenem verbunden; Vittorio Vecchi, ebenfalls gefeffelt, in einer Droschke. Sieben Advoka- ten funairen alS Vertheidiger. Nach Konstitullung der Jmy und Erledigung der sonstigen gesetzlichen Formalien läßt der Prästdent den Anklageakt de» Staatsanwalt» und da» Urtheil de» Anklage. Senate» un lesen, wodurch der Prozeß zur Ab- urtheilung an da» hiesige Schwurgericht verwiesen wo:den ist. Allgemein fällt der scharfe Ton de» Anklagcalles auf. woriu der DeS DorideS al» ein Abenteurer geschildert wlld. AI». dann erfolgt der Auftuf von mehr al» fiebzig Zeugen, von denen jedoch kaum mehr als die Hälfte anwesend ist. Unter den Zeugen befinden stch vier Admirale und ein halbe» Dutzend höhere Marine-Osfiziere. Nachdem die abermalige Vorladung der abwesenden Zeugen angeordnet und den ar.wesenden der Tag ihrer Vernehmung bestimmt worden ist, wird um ein Uhr Mittag» die Sirung auf zwei Stunden unlerdi ochen. Bei Wied-raufnahme der Sitzung wlld ein von der belgischen Regierung eingesandte» Schriftstück vorgelegt, «elcheS die Zustellung der Vorladung an den Denunzianten van Effe konstatirt. und mehrere Vertheidiger nehmen davon Anlaß, ihr Bedauern über dat Nichterscheinen diese» Individuum» au»«u sprechen und zu erklären, daß st? die Vorlesung seiner Aussagen vor dem Untersuchung»- richter nicht zugeben werden. Ferner verlangen die Ver- theidiger die Vorlegung de» vollständigen Urtheil» det Reich». gertcht» zu Leipzig gegen Janffen», woraus der StaatSanwall «ntgegnet, e« sei ihm nicht möglich gewesen, sich dasselbe zu verschaffen. Um 4 Uhr beginnt da» Verhör De» DorideS, welcher erklärt, daß er 54 Jahre all und einer reichen Famllte angehöre. Im Jahr« 1858 sei er zum ersten Mal« nach Italien und Rom gekommen, um Kunststudien zu machen, und da habe er stch in eine junge vermögenilose Römerin verliebt. AlS er im folgenden Jahre nach Hause zurücklehrte und seinem Vater mittheilte, daß er fich mll derselben vermählen wolle, verweigerte dllser seine Einwilligung, well sie von bürgerlicher Familie war. Im Frühjahr 1860 kam er wieder nach Rom, um unter dem Befehl deS mit seinem Vater mg befreundeten Gmeral» Lamoriciöre in der päpstlichm Armee Dienst anzu- nehmen, jedoch ohne Besoldung urd selbst die Kostm seiner Equipllung bestreitend. An der Schlacht bei Castelstdardo nahm er nicht Theil und nach Beendigung de« kurzen Feldzugni trat er nicht wieder in Dienst. Vier Jadre darauf hellatbete er trotz deS fort. gesetzten Widerspruch» seine» VaterS die oben erwähnte Römerin, weShalb ihm von da ad da» Geld für seinen Unter- halt fast gänzlich mtzogen wurde Er beschäftigte fich nun alt Phoiograph, sucht« durch Handel mll Kunstsuchen und Antt- guttäten etwa« zu verdimen und begann auch für Zettungen zu korrespondiren. Im Jahre 1871 trat er in die Redakiton der liberalm„Jlalte" ein, wo er über sech» Jahre verblieb, war dann Mttarbetter bei anderen liberalen Blättern und zugleich Korrespondent einiger ftanzöstscher Zeitungen, bi» er End« 1881 in die Redaktion deS„Journal de Rom«" eintrat, und elf Monate später zum„Moniteur de Rome" überging. Er schrieb die politische TageSüderstcht. die Lokalchronik und Artikel über Kunst und AllerthumSkunde. JmlJahre 1873 wurde er von Frankreich au» deausttagt, Korrespondenz., über Marine- «ngelegmheitm zu liefern, und später erhielt er von einem grofen industriellm Etabliffement Frankreich» den Antrag, Au»- fünft über da» Material der italimischm Kriegsmarine zu ver- schaffen, um da» Hau» in dm Stand p» setzen, mll der ita lienischen Regierung in Geschäftsverbindung zu tretm. Die» berufSgenossenschaft al» eine der erstmauf dem Platze. AuS dem Berichte derselben mag folgmde Zusammenstellung für weitere Kreise intneffant sein. In den verschiedenen Sektionen und den verschiedenm Betrieb, zweigen der Knapp« schasttderufSgenoffmschaft kämm auf 1000 Arbeiter in der Zell vom 1. Oktober 1885 bi» 1. Juni 1888 folgende Zahlen von Unfällen: Versickert warm: m Steinkohlengruben... Braunkohlmgrubm... Eismsteingrudm.... Met.-Bruben und-Hüttm Salzgrudm und Salinm. bi» 31. Dezember 1885 für Znsammen Die Auigabm vom 1. Ottoder allgemeine Ver waltun gS kosten haben betrogen 24123 M. für außerordentliche Ausgaben der ersten Einrichtung und 27 497 M. für laufende AuSgadm. Der Vorstand der BerufSgenoffenschaft äußert seine Befnevigung über da» bisherige Ergedmß seiner Tbätigkeit und schreibt dabei:„In erster Linie ist dtts-t be« friedigende Resullat der Organisation zu verdanken, wonach fich zwar unser« Gmoffmschaft über da» ganze Deutsch« Reich erstreckte, aber dm Schwerpunkt der Verwaltung und insbesondere die ganze Un'aUkonstatinmg und Entschädi. gung in die Settwnen gelegt hat. Diese Organisation hat fich nickt nur für die rasche und sochgemäße Erledigung der Ge- schäste trefflich bewählt fordern ei hat stch ouch gezeigt, daß bei derselbm die VerwaltungSlosten eihedlich nitdiigrr find, al» die» bei anderen Genoffrnschaften der Fall ist, und daß wll vorau»fichtlich.mit dem msprür glich angenommen, m Satz von 40 Pf. auf dm Kopf der verfichnten Personen jährlich für dm ganzen Verwallung»auswand de» Gmoffen.schafti« Vorstande» und der Settionen auSlommm werden." Die große vochamer Sußstahlfabrik, weich« bisher die allgemein« Krifi» standhaft überwunden hat, ist nun gleich- fall» gmöthigt, dm Betried einzuschränken. Vorläufig sollm keine Ärbeiterentlaffungm eintretm, sondern eine Lohnreduttion, indem die SonnadmdSschicht ausfällt. Die Bestellungen habm abgenommen. vterhroduktto«. Wir brachten kürzlich eine statistische Nachricht über die Lage der Bterproduttion in Oesterreich und kamen zu dem Resullat, daß auch bei dieser Industrie die Großen die Kleinm au> saugen. Die» ist nicht nur in Oester- reich der Fall, sondem auch in Deutschland. So standen im Jahre 1885 im ganzen Deutschen Reiche 15006 Lierbiauereim gegen 25989 im Vorjahr« im Betrieb«. Trotzdem also die Zahl der Brauereim um 983 kleiner war, wurde doch im Jahr« 1885 eine Million und 161 000 Hektoliter Bier mehr produztrt, al» im Jahre 1884. Man steht also, daß die kleinerm Brauereien seht rasch den größeren zum Opfer fallen. Und wie e» bei der Bterproduttion der Fall ist, so auch in allen Industrien, auf die fich der Großkapllaliimu» geworfen hat. Sitte« Streik fetztm am Donnerstag in Altona die Ar- better der Carl Hertzel'schen Ziaarrenfadrik in Szene. Dieselben verdienten 9,50 M. bi» 10 M. per Mille und verlangtm 50 Pf. Zulage per Mille, welche ihr Arbellgeber indessen nicht dewilligen wollte. Der Arbeitgeber ließ au» Furcht vor Aui- schrellungm Polizei requirirm, wa» sich jedoch al» üderflüsfig erwies, da die Arbeiter stch höchst musterhaft betrugen. Berichtig««». Der gestern gemeldete Streik der Schlofier und Dreher ist auf der Flensburg er, nicht auf der Ham« burger Werst auSgedrochen. Kleine Mittheilttnge«. Prag, 27. Juli. Em« höchst gefährliche Fahrt Prager Auiflügler zu bestehen, welche Sonntag Abmd einem Dampfer der Prager Salon«Schnelldampfsckifffahlt Hodkowiczka nach Prag zurückkehrten. Die Ausflüger, m zweihundert, mußten dritthalb Stunden in stockfinsterer Na»> auf dem Landungsplatz« in Hodkowiczka warten, bi» um hau? elf Uhr der Dampfer in Sicht kam. Da» Schiff stieß jevoä mll solcher Wucht an die LandungSbrücke, daß diese sofort ntU allen darauf defindlichm Personen sank. E» entstand eine ent> setzliche Verwirrung, Fraum fielen in Ohnmacht, Kind« scbrien und jammerten, Hüte, Stöcke, kurz«a» immer Jemand nicht gerade fest am Leide fi»m hatte, kam im Waffer ad> banden. Zum Glück ist unter der LandungSbrücke da» Waff« nicht tief, so daß Niemand ertrank und Alle», jedoch bi» m die Haut durchnäßt, die Rückfahrt antreten konnte. Allein noa einmal sollten die Paffagiere in Schrecken versetzt werden- Oberhalb der Palackybrücke fuhr der Dampfer mit solch« Heftigkell auf eine» der seitwätt» befindlicken Schiffe, d ß di< Paffagiere theil» zu Boden stürzten, thettö in vi« Gesa' riethen, in die Moldau zu stürzen. Endlich langte man gl. in Prag an. Die Paffagiere, auf's Höchste erbttteit, sucht« den Schulvigen zur Rechenschast zu ziehen. Dieser hatte jedo« vorgezogen, da» Welle zu suchen. Kohlfurt, 29. Juli. Ueber einen irrfinnigen Lokonotw führer wird dem„Bunzl. Stadtbl." folgende» berichtet: J» der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag paffttte auf de» hiestgen Bahnhof ein etgenlhümlicher Un'all. Von Somm» seid au» hatte«in Lokomotivführer eine Maschine nach K# furt zu dlrigiren; unterweg» wurde der Mann von JnsW befallen und durchraste nun mit dem seiner Führung an»«' trauten Dawpfroffe die Strecke. Auf den DurckgangSnation» sahen die Beamten mit Entsetzen der unheimlich schnellen F«V> zu, der jedoch von ihrer Sette kein Einhalt gethan wndtf konnte. In Kohlfurt endlich fuhr der Unglücklich« von w wärtS in einen auf dem Bahnhofe haltenden Güt-rzug; gliur licher Weise find nur Beschävigungen von Wagen vorgekM wen, von dem Fahrpersonal ist Niemand verletzt worden. N.rrhel, 28. Juli. Vor einigen Tagen erhielt die hiM Quästur 901 der Präfektur in Venedig ein Telegramm, die ht fige Betörde aufforderte, auf die au» Venedig zu 6W Nr. kommenden Paffagiere ein wachsame» Auge zu haben und jj®* "_ skp r machen. Dieselben erschienen in der amtlichen davon, deren genaue Persontbelchreidung beilag. dingf al» ein ruifische» LiebeSpärchen, da» den Eltern unter Mttna� einer deträchtlichrn Baalschaft(bei 40 000 Rudel) durchgegs'»? war. Da» Venediger Schiff langte an und mit ihm aurn LiedeSvärchen; die angegebenen Erkennungszeichen paßten nicht ganz, allein„Er" vehandelle eine viklverspeechenbe Ai', tasche mit eicht zu verkennender Zärtlichkeit. Kein 3#%' Die» mußte da» flüchtige Paar sein und trotz heitigen Probr; wanderten Beide in» Gefängniß. Der glückliche Fang schleunigst der Venedig« Präfektur angezeigt; allein staunen die eifrigen Beamten, alt folgend«» Antworittelegr», eintrifft:„Lasset Paar sogleich in Freiheit, gebet Geld pA verlangt unlerthänigst Verzeihung für den Jrrthum. find bochgestelite Persönlichkeiten!" Sie war eine Nick*.,« Großfürsten Wladimir, de» Bruder» deS Czar»: er ist ell%% gewesener Kosaken-Oderft. Die Jungrccrnähllen verls«® � eben ihren Honigmond, dm sie mll einigm tausend Rutx� vcrgoldm in der Lage find, in Italien. J Koustavtwopel, 26. Juli.(Pulver■ Explcston) kaiserliche Pulvermühle von Makriköt, in welcher zu tmmalen Sxplostonm vorgelommm find, war gestern ding» der Schauplatz eine» solchm Unfall». Die Elf1','# wurde dadurch herdeigeführl, daß eine Quantität Pulv« � einem Mörser der Bulvermühle fich entzündete. Di« Flaj®� drangen aui der Werkstätte in da» von derselben durAft, Mauer getrennte Magazin, wo gleichfall» eine furchtbar fion erfolgte. 10 Personen würben Idurch die w tödtet und 25 mehr oder weniger schwer verletzt-• Körpertheile der Getöbteten find bis auf 250 Schttttewe»,. geschleudert worden. Die Umgebung»er Pulvenadm«- nach der Exploston ein ftrchldme« Bild der Verimw� Durch den Lustdruck find auch die Fmster w vielen v-»" de» nahegelegen m Dorfe» Makriköi zerschmettert worven- Konftautiuovel, 29. Juli. Die Provenienz«« Montenegro find einer zehalägig-n Quarantäne unter wordm. 2. Ziehung 4. Klaffe 174. Königl. Preuß. Lotterie. gl«d»n«»°«:1. JuU IM«. thit dt«»«wlnn« fibft 810 Marl find de» d«lr«fte»de» Nummer» m varrnthel« beigefügt. lOdne Bewihr.i WWW» zUMsSAKV »1 801 2[800i 90 1800] 919 10000 9[15001 89 104 77 209 16 24 58 82 1650] 410 37 78 1500] 826 67J80001 68_(1600I 926 41 46 �----- 48 64 66 232 38 76 868 75�� 33 90 718�1 ».8««-..j WSSMS«-« UWWWMM 18005 76 96(1500) 108 237[5601 92 671 87 97 711[30001 806 21 988 «O UT 26 68 59 18s 93 204 363 401 992 81007 4» 208 38 344 81 83 437 61 18 88 68 85 950 66»2001 56 106------ 77 661 67 92 607 32 758 13000] 68_______________ 26 67 68 149 1300] 261 810 12 48 437 606[3001 61 614 41 ? 24 660 788 m M'« »6024 61 63 126 40 226 44 61 94 867 424 nm vermittell. Üm 5'/* Uhr ist da» Verhör De» Doride» zu Ende, der gegen dm Ramm„Admtemer" mll der größtm Entfchiedmhrit protestirt. Die Sitzung wurde dann vertagt._ Soziales«ad Arveiterbewegnng ch-Da» ewtae Jammer« der Lavdwirthe von der Roth und dem Elend, in welchen stch die Landwirthschaft befinde, sängt schon an Frücht«, aber nicht die«warteten ,u tragen. Die Tborner Handelskammer konstatirt. daß mehrere größer« 8ffi"Ä'iSi Ä 816 46 67 � 903 608 19 78 »0023 714 22 1300 »»IkSh�w ��6%%?74%2�87 50130% 66 »5023 41 M 61 186 209 82 464 6C_ 40050 29(16001 74 797 846 «rM-iWi'i IS!? 2� 59 711 68 �6'9 96 268 60| 419(3601' 36 44 686 601 11067.70 90 91 U9 83 91 1300] 904 76 13000] 47019 61 67[300] 73[30001 112 66 37? ,16 1300] 76 437 600 63 74(550] 713 77 801 53(3001 801 63(2W%1 94 96 188,09 72 88 113 6-1 231 335 45 67 428 42 523 92 614 In% 704 98 820 24 904 49068 168 294 807 80 94 4o3 661 736 95" 50046 1300] 48 95 100(5501 39 268 78 89 307 76 416 60 94 51< -«Äwsra ä? 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Druck und Verlag von Max ,341 45 306 30[8001 16000) 787 ÖfsSO öö 918 66 72 78_ 55 94(3001 669 619 28 719.836.» 4 88 4» 87 zg@7 WK 28 62 105 62 90 220 31 341 89 94 425 602[8000] 706 10(3001 849 918 19 W--- 810 12 17 1800] 62 72 4o9 10 18001 - tiat' »WM» m 86%&% Berlin SW„ Beuthftraß« 3. Vellage zum Berliner VolNlatt. Kr. 177. Sonntag, den 1 August 1886. in. Iahrg� M Zokale». Die gewerkschaftliche Arbeiterbewegung i« Berlin �urde tm vtlfloffenen Monat Juli rev'äienltrt Durch 80 poli- lnbch genehmigte und abgehaltene Versammlungen, welche W* öffentliche, theili Vereins oersammlungen waren. LuS» geschloffen find indeffen hiervon die stattgehabten Versamm« jungn, der OrtSvereine, sowie die Versammlungen der Kranken» «nm. Di« obm angeführte Gesammtzahl könnte unter den ««waltenden Verhältnissen auf dm erstm Anblick fast frappirend Wrlen und Veranlassung zu dem Glauben geben, daß die Msteriille Streikverfügung vollständig ihren Zweck verfehlt N«. Diese Anschauung wäre indeffm eine durchaus irrthüm» U«. indem die ministerielle vtreiloerfügung eine durchaus Wnmde Wirkung auf die gewerkschaftliche Arbeiterbewegung Stoübt hat und zwar fast in dem gleichen Maße, wie der äiwnistenalerlafc, die Beschränkung der Versammlungsfreiheit «meffend, auf die politische Arbeit-rsewcgung. Der beste Be. hierfür find eben dt« 80 im verflossenen Monat abge» VUmm Versammlungen, welche sicher nicht die polizeiliche «mehmigung erlangt hätten, wenn sie nicht harmloser Natur Vwesm wärm. Eo wurden die Versammlungen thatsachlich ?u««um weitaus gröhten Thetle nur deshalb abgehalten, um Jntereffe der Vereinimitglieder an der geschaffmen Or- ----- wach zu erhalten und diese selbst nicht gänzlich ein» �lummern zu lassen und mtbehrtm fast völlig d«S öffmtltchen 5,»ffe� Die öffentlichen Angelegmheitm waren so gut wie »«nzlich vm, den Tagesordnungen verschwunden, in den weit- o"* meistm Fällen wurden VereinSangelegen heiten erörtert, »n.' und VereinSderichte erstattet, Vorstandswahlen voll» �»m währmd nur in dem verschwindmd kleinm Theile �sr stattgehabtm Versammlungen Lohn» und ArdeitSoerhältniffe L? andere öffentliche" Angelezmheiten zur Debatte standm, �brdeffen nur in den seltmsten Fällm Beschlüffe von all» «Mner Wichttglett nach sich zogen. Von dm stattgehabten »Sammlungen verfielen zwei der polizeilichen Auflösung auf tai? Verein«» und d«S voztalistmgesetzeS(auf Grund Mi..gieren außerdem eine Versammlung de« akademisch- wffakj Verein«), währmd 6 gewerkschaftlichen und 2 Ar» J,1''«ezirkSverein«. Versammlung-» von oomhereis-" � Genehmigung zur Abhaltung versagt wu de. dieser Ge> für den gelegmt» Landpartie Ersatz schaffm. Wenn fich auch eine solche im Sommer ermöglichen lasten sollte, so genügt sie tiüet» Weitem nicht, um die Sehnsucht de» richtigen Be» _>em zu stillm. Er möchte so zwar womöglich ali eigenm eiizn!!"ud Grünem und Blühmdem zu stillm. Er möchte so Ä-iia«"«er um sich habm, und zwar womöglich al» eigenm � um dem weniger Bemitteltm den Lefitz eine« K�ten i."«möglichen, so legt fich der findige Berliner einm ?-�dri«u � Luft an. Al« vor einigen Jahrm da« Hau» wdttnh uad Mauerstraßen. Ecke abaertffm wurde, um dem um fle"LZ!"1 Laube die ihre grüne Bekleidung aul ringS «ofen, aufgestellten Hol, kästen empfing; Oleander, jp*® bi,("aniü1 und ein Gummibaum dlldeten die Jn Berlin. Gärten Ligen ... welche» außerdem noch durch von Soheukästm eingeschloffen wurde. -» Gärten im Kleinen findet man -aaen m.« �uicht selten; wir erinnem nur an den» Berliner Aonntagsplnnderei. KKK MWMRZ KMÄMSZ für'�e Wohnuuge. nicht zu er» Meile*.' f'ibst dem ärmstm Spitzbubm, der vor Lange« falle."L weiß, ma« er aufm»«» foll, würde«, nicht ein» hier..tftauetti Auna" zu haltm. Wm« die Sonne »vch �.5„Haussuchung.halte«. Wm» die Sonne «nt ihrer letzige««ehr al« liebenSwü.digm Zu» U>ohl auf unser« Häupter«rederscheint, dann dürste wieder i wa»ch«r Tag vergehe«, bi« fich„ganz Berlin" stinm Heimstättm versammelt, bt« die hohen bi» h�Wrer vom stolzen Mitglied de« Herrenhauses an gewöhnliche« Stadtverordnete» der Phyfiog. �bvechj?«tichshauptstadt ei« erneute« Z«t«r«fse und dunte b** �'"»8 verleihm. bis der.HanSarzt" wiederkehrt, und hauchen ü"*" dm gewohnten Hinden fein« Seele aus« die Qnn; dahin gedulde« wir UN« hier und suche« kahoiK:»« vertreibm so gut e« ebm geht. 3« b« p»lfirt da« Leben mächtig, ei« würzig« Dust >u einem Gärtchen hergerichtet, in welchem Sonnenblumen, Nelkm, Ro m, Reseda u. s. w. stehen. ES hat etwa» Rühren» d.S. der Anblick solcher au« dem Nicht« hervorgezaud-rter Gartenanlagm, aber auch etwa» E qutckende«, wenn man steht, wie die Lerrt», die solches geschaffen, ihre Freude daran haben. Der Berliner hat überhaupt große Vorliebe für Blumen. Ganz abgesehen von dem großartigen Blumenhandel, welcher in verlin betrieben wird, bei dem Mode, gesellschaftliche Rück stchten u. dgl. ein maßzebendeS Wort mitzusprechen habm, steht die Freude der Berliner an vlumm so zu sagm au« jedem Fmster heraus. Eine Familie mag fich noch so kümmer. lich durch« Lebm schlagen müffm, eine Blume hat st« doch am Fenster zu stehen: die ärmste Nähterin, welche fich Tag und Nacht abarbeitet, um sich in Ehrm satt effm zu tönnen, ihren Graniumtopf zu begießen vergißt sie nie. Die Gesammtleistung aus dem Gebtete d s Brücken» baue» in Berlin während der letzien zebn Jahre erweist fich nach einer in der„Deutschen Bauztg." befindlichm Zusammen stellung al« eine sehr bedeutende. ES wurden gebaut: vier eiserne Spreebrücken, drei eiserne Kanaldrücken, eine steinerne Kanalbrücke, zwei eiserne Fußstege über die Kanäle, drei steinerne Brücken über die Panke, eine eiserne Brücke über die Pank«, ein hölzemer Fußsteg über die Spree, ein hölzerner Fußsteg über den Spandauer Kanal. Ferner habm sechs ältere Brücken erhöhte Fußstege erhalten, eure Brücke über den Soandauec Kanal ist verbreitert, und bei drei Brückm find an Stelle der hölzernen eiserne Klappen eingelegt worden. Ein interessanter Brief an» Eaufibar ist gestern von dem lönigl. Regrerung»» Baumeister Hömicke hier angelangt. Herr H. unternahm bekanntlich im März deS vorigen Jahre« im Auftrage der deutich-ostaftikantschen Gesellschaft seine erste Expedition, kehrte darauf im Okiober hierher zurück und ging Ende November wieder hinau«. Ueber liebenswürdige Eigen- thümlichkciten der dortigen Einwohner schreibt der Herr:„Die demsche Kolonie hierfeldst hat, wmn auch nur auf kurze Zeit, eine höchst interessante Bereicherung durch die Ankunft de« Herrn Dc. Fischer erfabrm. Der derühmte R-'smde ist jetzt wieder 11 Monate tm Jnnem gewesen. Er verfolgte, wie de- kannt, speziell dm Zweck, den verschollmm Dr. Junker zu suchm. Gestern beehrte er un» im Ujagarahause(j denfall« der Name de« neu errichteten Gebäude« der deutsch-ostaftikanischen Gesell schast in Sanstbar) mit seinem Besuche und machte unS außer» ordentlich feffr'nde Mittheilungen über den Verlauf seiner Reise. Er selber sah sehr wohl au», obgleich er vier Mal starke« Fieber gehabt hatte. Sein Ziel, dm D;. Junker aufzusindm, hat er leider nicht erreicht, da der König von Uganda leinen Europäer pasfirm läßt. Derselbe hat erst lürzltch dm eng» Irschen Bischof in sein Lager gelockt und ihm dann eröffnet, daß er durch einm Speerstoß sterbm müffe. Nur einige Briefe zu schreiben, war dem Bischof noch erlaubt wordm, dann erhielt er den Todesstoß. Nach rhm wurden die übrigen Europäer und die Misstonskinder hinge- schlachtet!— Wiederholt hat Dr. Fischer Kämpfe mit den Ein» geborenen zu bestehen gehabt. Ler den„MaffaiS" ist immer die größte Vorsicht nothwendig und fast ein Durchschleichen geboten. Bei einem Aufbruch auS dem Lager Morgen» 3 Uhr war ebm noch ein Mann zurückgekehrt, um ein verg'ffene« S'.ück zu Holm, er wurde von dm auflauerndm Maffai« sofort umgebracht. UedrigmS lauten die neuesten Nachrichten über Dr. Junker wieder sebr ungünstig,«»in befreundeter Sultan ist vom König von Uganda mit 60 000 Mann dekriegt wordm und da soll unter den Tobten auch ein weißer, arabisch gekleideter Mann fich befunden haben." Sowei Herr Hömecke. Indem er nun noch die reickm Sammlungen an Thieren, Pflanzm welche Herr Dr. Fischer auS dem Innern mitge- bracht hat. schildert und die großm Verdienste de« berühmten Forscher« um die W.ffmschast entsprechend hervorhebt, schließt er seinen Brief mit einer eigehenven Beschreibung de» Beiram» festes(Hauptfeiertage der Mohammeda'eei), wie ei gerade im Anfange de« Juli in Sanstbar abgehaltm wordm ist. Eine historische Reliquie von größter Seltenheit ist der im Schaufenster der Stargarvt'ichen Buchhandlung in der Zimmerstraße al« verkäuflich aushängend«„Steckbrief hinter Nikla» Bonaparte, genannt Napoleon, auch Veilchen- Vater, Prinz Lamballe ,c. von Teufel« Gnadm", der feiner Zctt in der hiesigen O st, in von Emst Ltltfal gedruckt worden ist. In dem mit dem Bilde Napoleon« verfehenm Schriftstück heißt et u. A.:„Jedem Deutichen besonder« muß daran liegen Person diese« höllischm Bösewicht» zu bemächtigen mmwm Trottotr« verbiete« würde, so hat mm m dem entgegenge« setzte« Ende Berlin« Wilde von ewer so ungekünstetea Nawr« sä steh««, daß wir de» Prwze« Drdo, oder wre der bräunliche Herr heißt, noch nicht gesehe« h-bm. dafür habe« wir aber die Gmugthuung, daß««»« auch nicht gesehe« hat. Wen« ma« aber die Abbildungen auf dm»nschlagsäule« betrachtet, so muß ma« fich offm eingestehen, daß der Man« trotz sein« Unkultur sehr praktisch ist. Giebt e« mgmblicklrch wohl eine angemessmer« Tracht al« diejenige, welche Herr Dido, Durchlaucht, trägt? Eine Unterziehjack««ud einen Ä%%«Vt stellen. Seustm wir nicht Alle hmte unter der Last ganz habe« I Wir Männer find bekanntlich all« durchaus selbst. süchtiger Natur, wir denke« zunächst immer nur a» un« selbst, daher heimelt un« der Vorschlag, iu ödm Sommer«. zeiten in Hemdsärmeln durch diese« irdrsche Zammerthal z« walle«, auch gm mmuthig m. und ohne»«« vrel K-pszer. brechm zu mache«, aürdm wir gewiß gm, gern für ewige er tobt tingefangen wird, dann soll— so heißt e« weiter— „sein Kopf etnl-alsamirt und herumreisenden Männern, welche für Geld wilde Tziere sehen lassen, pachtweis« überzedm werden, damit er, ein Gegenstand deS Adschme«, al« ein« ewige Warnung für die Deutschen, und al» ein abschreckende« Beispiel sür ähnliche Verbrechen dienen möge." Noch drastischer und derber ist da« dem Steckbrief beigegebene„Signalement", welche« folgenden Wortlaut hat?„Klein von Statur, untersetzt und von starkem Knochenbau, da« Gestcht rund, und alle Züge von Gerechtigkeit, M tieid und Erbarmen rein htnwegqeschwollen, und aufgedunsen. Dagegen ein finster— stiere«, dlutver- langenves, kleines schwarze» und blitzende« Äuge, gebogene Nase, höhnisch-aukgeworfener Mund, dicke« Rinn, schwarzes und struppiges Haar. Die Gestchtsfarbe blaSgrünlich braun. Auch ist er besonoer« an seinem unsteten Wesen erkennbar, indem er bald ras't, todt und wüthet, bald wieder eine auzen» blickliche Ruhe zeigt in welcher er gewöhnlich die hier(auf dem Bilde) angegebene Stellung annimmt." Dann heißt ei weiter: „Wem nun da» unaussprechliche Glück beschieden ist, diesen Auswurf der Menschheit, diese« wildeste aller reißenden Thiere, einzufangen, der hat auf den dritten Tbeil der gewiß sehr großen Summe von dem für de« Ungeheuers Kopf einzu» nehmenden Schaugelde die gerechtesten Ansprüche zu machen. Die anderen deivm Theile dieser Summe sollen zum Besten der Unglücklichen, die durch das Ungeheuer zu Krüppel, Wittwen und Waisen geworden find, verwendet werden. Dann folgt noch ein Spottlied auf Napoleon I. in der Melodie des„RäudtkliedeS" und eine kurze LebenSdeschreidung und Aufzählung aller von ihm verübten„Greuelthaten". Wäge« und Messe«. Der Großhandel hat längst mit nur wenigen Ausnahmen da« Wägen an die Stelle de« Messen« oder Zählens gefetzt, während im Kleinv-rtehr, namentlich beim Kauf und Verkauf der WirthschastSbedürfniffe, auch tn Berlin leitet noch immer daS Messen«ine große Rolle spielt. Ander« tn London, Pa ts und den größeren Slädten Westdeutschlands. Dort wird eben Alle« nach Gewicht verlauft und nur die Qralität der Waare bat Einfluß auf den Preisunterschied. Zählen und Wägen lassen nicht so leicht eine Täujchung zu, ite gestatten die nacht, äzliche Kontrole; nickt so da« Messen. Mit welcher Geschicklichkeit und Ungleichmäßigkeit wird nicht zum Beispiel beim Verlauf von Gemüse, Obst und dergleichen ve, fahren, mit weicher Virtuosttät da« Matzgefäß gehanvhadt! Ob wohl jederzeit im Interesse de« Käufer«?— Zu einer wahren Kunst hat fich Methove wie Praxi« entwickelt, an die Stelle de» Sein» den Schein zu setzen. Welche Hausfrau hat nicht schon mit Slaunen gefunven, daß die 5 Liter der grünen Bohnen oder Mohrrüben zu Hause beim Nachmessen um ein Viertel ihreS OuantumS eingebüßt hatten, während fit im Maß de« Verkäufers doch„mit'n Haufen" lagen?! Da« find allbe« kannte Aachen, gerade wie e« übel steht mit dem sogenannten „Bunde" bei. jungem" Gemüse, über dessen Um'ang, Inhalt oder sonstige QuantitätSbeziichnung Niemand erschöpfende AuS« kunft erthetlen kann, kein tzandeltkovex. nicht einmal gelehrte Kochbücher. Jedenfalls schwankt daS Volumen de»„Bundes" je nach der Jahretzett, Witterung und Konjunktur... Hier thut in der Toat Abhilfe noth im Interesse der Konsumenten, besonder» der kleinen Leute. Zar Affatre Körnig schreibt die„Germania": Zunächst haben wir zu bemerken, daß unser RechiSanwalt nicht gesagt hat, Herr Körnig habe sein Ehrenwort abgegeben, sondern daß er. wie auch in dem bezüglichen Berich« der„Germania" (Nr. 166 l. Blatt) zu lesen, fich gegenüber der Direktion der „Germania" verpflichtet habe, wieder nach verlin zurück zu kehren. Da« halten wir tn vollem Umfange auch jetzt noch aufrecht. Herr Körnig hatte allerdings anfänglich durchblicken lassen, daß er nickt wiederkommen wolle, aber er hat feine diesbezügliche Adstcht später zunächst innerhalb der Redaktton redrejstrt. Dann aber wurde er von dem Dtreklor d« „G-rmania", vor Antriti seine» Urlaub«, darauf aufmerksam gemacht, welche Nachlhetle ihm enistehen würden, wmn er nicht wieder käme, worauf Herr Körnig erklärte, er halte e» für Ehrenpflicht eine« katholischen R-dakteur«, die üdernom. mene Verantwortung voll zu tragm und stch zu dem Termine zu stellm. Ohne diele Erklärung hätte Herr Körnig mit ve» w'lligung der Direktion keinen Urlaub erhalten. Die Er» klärung ist abgegeben in Gegenwart de« Direktor« und noch eineS zweiten Zeugen; beide Herren find im Stande, diese Tbatfache eoent. zu beeidigen. Wir rechneten fest darauf, daß Herr Körnig wiederkäme, weshalb seine Stelle auch noch nicht anderweitig besetzt wurde. E st in einem am 26. Juli hier etngetrcff.-nen Briefe erklärte Herr Körnig Hnen Austritt aus der Redaktion der„Germania", mit der Mnivirung. er sei Zeit von unserem Rock Asschted nehme«. Leider ist aber die Welt nicht nur mit Männer« bevölkert, und da« Schicksal schreitet schnell, und wir find g«. wissermaße» gezwungen, auf andere, zarter besaitete Wesen Rücksicht zu nehme«. Daher müssen wir»ohl oder übel mit denselbm gemischten Gefühlen von diesem ange« nehmen Gedanken Abschied nehme«, nie man fich von lieb« gewordenen Gewohnheiten trennt, in deren fortwährende« Weiterbestehe« ma« sich förmlich hineingelebt hatte. Schadet nicht«, der schwarz« Prinz Dido ist nicht nur ein praktischer Man« mit dem einen Fehler, daß seine Vorschläge nicht praktisch verwendbar find, er ist auch ei« intelligenter Mann, den« al« er kürzlich einm Sprengwag» durch die Straß» fahr» sah, soll er sich gewundert Hab», daß ma« bei un» d» Rege« spazier» fährt. Ihm ist wahrscheinlich ei» dämmeriger Eetsmfieder aufgegangen, über die rapid» Fortschrine der moderne« Technik, die schließlich«och die Naturkräste ans Nonaktivität setzen werd». Wa« würde dieser von Europa« Höflichkeit bi«her noch absolut unheleckte Wilde wohl für ein Gesicht gemacht habe«, w»« er einmal die bahvbrechmde Erfindung der neu» Repetirgewehre in thatsächltcher Anwendung geseh» hätte! Da« muß ja eine wahre Lust sew, fich mit einem solche« Gewehr lodischteß» zu lasse», hätte er ohne Zweifel gedacht, und vielleicht hätte er auch«ine dahiagehmde Bemerkung an sei« Publikum, welche» all« seine Aeußerunge« ausschnappt, gemacht. Den« da« Schieß» geht schnell und thut gar nicht weh, w»««S gut trifft. Vielleicht wäre er aber auch auf d» kamerunartig» Gedank» gekommen, daß e« schließlich ganz egal ist, wie ma« fich abmurkst, daß e« ganz gleich-ilug ist, ob ma« seinem Gegner auf Kilometer weite Entfernungen eine Kugel zusendet, oder ob ma« ihm mit einem Stein d» Schävel einschlägt. Der Effekt und die Motiv« find aleich roh. Weiß«an den«. wa« fich so ei« Kameruner Alle« d»kt?— �auaenUickltch nicht in der Saßt", in die Redaktion der„Ger. manta" wieder«inzutreten, weil die Rückstcht auf die leider sehr anaeßriffen« Gesundheit seine« Herrn VaterS ihn bestimmt hätte, für jetzt Deutschland zu meiden. Ein neue» Koutrol- und«oujiirve, fahre« ist auf der Stadtbahn eingeführt worden. Bisher wurden die Fabr. scheine, die bekanntlich reinen Datumstempel trugen, beim Be« treten des Bahnsteig« durch einfache Lochuna entwerthet und, da ste von vornherein zwischen zwei bestimmten Haltestellen in jeder Richtung benutzbar waren, so war den Paffaaieren die Möglichkeit gegeben, für den einfachen Fahrpreis zwischen zwei Stationen hin« und herzufahren, ohne fich der Gefahr einer Entdeckweg auszusetzen. Jetzt werden die Fahrscheine beim Betreten des Bahnsteigs nicht nur durchlocht, sondern mit der. selben Zange und mit demselben Handgriff zugleich mit dem Zeichen der AdfahrtSstation und dem Datum deS Tages, sowie mit einer, fich wahrscheinlich auf die Tageszeit beziehenden Rummer versehen. Es schützt dies die Bahnverwaltung vor Uedervortheilung und bringt, wie die„Kreuzztg." bemerkt, keine Belästigung des Publikum« mit fich. Zur Abwehr de» lästigen«alkstanbe«, der gegenwärtig beim Abbruch alter Häuser fast in allen Straffen Berlins auf« «wirbelt wird, und nicht allein die Kleider der Paffanten de- schmutzt, sondem auch für Augen und Lungen nichts wentßer als heilsam ist, empfiehlt es fich, dm Schutt vielleicht öfter zu begieffen. Bei windigem Wetter ist manche Straffe durch dm «alkstaub auf mehr als hundert Schritte wie in einen dichtm Nebel gehüllt. Wie ans alle« Sebiete«, so ist auch jetzt im Hei- rathsvermittelungsgeschäft in Berlin die«aisoii wort« ein. getreten. Es ist eine bekannte Thatsache, daff die meisten Heirathsoermittelungm, bei denm die groffe Legion der Agen tm ihre hohm Proaisonm bekommm» nur in den beffcren und besten Gesellschaftskreisen vorkommen. Die Repräsmtantm dieser Kreise, vornehmlich der weibliche Theil, find jetzt von Berlin abwesend» um neue Kräfte für die Wintermonate zu sammeln. Es kommt wohl auch vor, daff im Bade March»? Herzmsband geschloffen wird, welches auf eine Heirathsver. mtttelung zurückzuiühcen ist. Die Mütter heirathifähiger Töchter find in diesem Falle bereits unterrichtet, daff ein von dem HeirathSvermiitl« vergeschlagmer Herr„zufällig" in Heringsdorf, RiSdroy, Kolberg oder wo sonst die Mama mtt ihren Töchtern zur„Kur" weilt, auS welcher Bekanntschaft fich dann daS Weitere ergiebt. Gegenwärtig sollen, wie man uns ver« fichert, ein« Anzahl„Barone" und„Freiherrm" auf„Lager" fich befindm, welche die Heirathsvermittler um Beschaffung einer reichen Partie angehen. Mit diesen H:trath»kandidat«n ist immer noch ein Geschäft zu machen, dmn eS giebt, genug wohlhadmde Eltern, welche einen geadelten Schwiegersohn haben wollen. Wie weit fährt täglich die Berliner Pferdebahn? Diese Frage wurde nach der„Kreuz, tg." neulich auf einem Pferdebahnwagen. Perron aufgeworfen. Die Antwort:„Ein- mal um die Erde und noch tausend Meilen weiter", erregte allgemeinen Unglauben, der fich aber in Staunen verwandelte, als man den Beweis vernahm: Allein die„Groffe Berliner Pferdebahn. Gesellschaft habe rund 450 Wagen im Betrieb; da» mache auf die etwa dreiffig jetzt im Betrieb stehenden Linien dieser Gesellschaft durchschnittlich je 15 Wagen. Jeder Wagen durchfahre bei jeder Tour durchschnwlich'/« Meilen. das ergebe bei etwa sechs, ehnstündiger Fahrdauer und zwanzig täglichen Tomen für jeden Wagen eine zurückgelegte Strecke von täglich rund 15 Meilen. ES sollen aber nur 14 Meilen fein, 14 X 450= 6100 Meilen, welche die Wagen der„Tioffen Berliner Pferdedahn" ungefähr täglich zurücklegen. Der Aequo- tor mifft nur 5400 geographische Meilen. f« dem Prozesse gegen de« Redakteur Barth der . Ztg." hatte der Staatsanwalt Schöne dem Zeugen Reichstagsabgeordnetm Heine vorgehalten, daff letzterer ihm eine Erklärung auf Ehrenwort geoeden habe; Herr Heine hat dies in scharfen Ausdrücken destritten; woraufhin, wie die „Rat.. Ztg." berichtet, Herr Schöne Klage gegen H:nn Heine wegen Beleidigung erhoben hat. Da« ReichSversicherungsamt. daS bisher miethsweis« in der Lmkstraffe untergebracht war, soll nach dem Hause Wil- helmkplatz 2 übersiedeln. Die Bureaus d«S Auswärtigen Amte«, die fich bisher dort befanden, find bereits sämmtlich nach dem Hause WUhelmstraffe 75 verlegt, wo ein neurr Flügel angebaut worden ist. Bom Köaigl. Amtsgericht I hterselbft ist ein zwetter Termin für Fundgegenständ« angesetzt worden und zwar auf den SO. September d. I. Unter den Werthobjetten, über welche das Gericht entlcheiden wird, befinden fich fünf Reichs» danknoten über je 100 M. vom Jahr« 1883, welche Herr Dr. L. B. Jungk am 22. April d. I. im Thiergarten, an der Ecke der Königgrätzer- und Lennö straffe, gefunden hat' ferner «in Portemonnaie, enthaltend 22 M. 55 Pf. in Münzen, 12 Briefmarken und 2 Loose der Kunstausstellung, ein Porte» monnate mit 17 M. 15 Pf. Inhalt, eins mit 6M. und endlich ein Zehnmarkstück. Man steht, das Geld liegt auf der Straffe, man muff ei nm zu finden wiffen. Die letzte Windmühle inneihalb des Berliner Weich. bildei steht auf dem Hinterland de» Hauses Landsderger Allee Nr. 149. Vierstöckige Häuser umgeben dtrselbe, und nur das niedrig« Müllrrhäutchen vorn erinnert an die Zeit, wo diese dichtbewohnte Straffe noch eine unbebaute Chauffee war. In dem kleinen Hause wird ein M-hl. und Kieeverkauf bettieden, der seit Jahren groffe Kundschaft befitzt. Aber lange wird fich auch diese» ländliche Idyll inmitten der Gcoffftadt nicht mehr «chatten können; schon jetzt wird das Grundstück als verkäuslich angekündigt. Die amtliche« Ermittelunge« über die mysteriöse Land- partie nach Schllohmn haben, wie ein Berichterstatter schreibt, ergeben, daff unter den Theilnehmem an der Partie fich auch der auf einem Auge erblindete Bräutigam einer in der Bran» denburästraffe wohnhaften, ebenfalls auf einem Aug« erblin« deten Schneiderin, unverehelichten Sch. befand. Diese letztere war zu der Partie nicht eingeladen worden, hatte von derselben aber gehört und war am Rachmittag durch den Grunewald, von Eisersucht gequält, zu Fuffe gefolat. Der Bräutigam, unangenehm dadurch übenascht, machte ihr Vorwürfe, und es entstand am Abend, kmz vor der Abfahrt, zwischen beiden ein heftiger Streit. Als der Kremser mtt der Gesellschaft abfuhr, fehlte die Sch„ und wurde angenommen, ste sei wieder zu Fuff nach Berlin gegangen. Gegen 10 Uhr wurde sie. noch lebend, von dem Gaftwirth Herrn Wegner au» der Havel gezogen und in da» Krankenhaus nach Spandau geschafft, au» dem fie am Mittwoch, wie wir berett» mtttheitten, völlig geheitt nach Berlin entlasten worden ist. w Gegen Brandt'« Schwei, erptlle« erhebt fich mit ein mal gewaltiger Unwille. Die„Schweizerdlatter für Gesund» hettspflege" rufen die Sanitälsbehördm zum Strett aegen diese schnöde Ptllenwirlhschaft und zittren das grimmig« Urtheil de» schweizer Konsuls in Leipzig. Dieser groffartige Eifer kommt übrigen« so spät, daff er den Erfinder nicht wehr zum armen Manne machen kann.— Und der Herr Profeffor Virchow mit seinem berühmten Bauchweh? Ei« Diebstahl unter Zuhttfenahme eines narkotischen Mittels ist am Donnerstag spät Abend» aegen den Vertteter BÄB Diebin war so unvorsichtig, ihre Adreffkarte am Thatofte zu verlieren. Die benachrichtigte Kriminalpolizei hat die im 21. Leben, jähre stehende Diebin sofort verhaftet. Die Fistge- nommene Hit etngestandenerm äffen den Diebstahl unter Anwen- dung von Chloroform verübt, das Geld und die Uhr aber ihrem Z- häiler, de: um den auszuführenden Diebstahl gewußt und„Scbmiere" gestanden hat, übergeben. Unter diesen Um- ständen ist auch der der edlen LouiSzunft zugehörige„Arbeiter" Cesar F. als Milthäter verhaltet worden. Markthalle«- Bericht vo« I. Sandmann, städtische« BerkaufSvermittler, Berlin, Zentral- Markthalle, den 31. Juli. Der Markt war sehr ledhaft. Die Zufuhren waren beson- derS in Obst und Gemüsen bedeutend. Geräucherte Fische waren ausreichend vorhanden, während eS an Wild und Be» flügel f-blt und hohe Preise erreicht wurden. Butter ist in feineren Qualitäten wenig ooi Händen, während an geringer Waa.« Ucoerfluff ist. Die Nachfrage nach billigem Schweizer« läse in großen Laiben und Quadrat-Sahnenkäse dauert fort. Gemüse und Obst. Tomaten, 30- 40 Pf. per Pfd., Reineclauden 1,00—1,30 Pf. per Kiste. Weintrauben 50— 70 Pf. per Pfd., Pflrfiche per Kiste 3,00—1 50 M., Kirschen 6—15 Pf. per Pfd., Blaubeeren 6—7 M. per Scheffel, Stachelbeeren 20 Pf. per Pfund, Pfefferlinge 4—6 Mark per Zentner, Gurken 1—5 Mark per Schock, Schoten 3—4 Mark ver Scheffel, Kohlrabi 250—3.00 Mark per 100 Stück, Karotten 75 Pf., Blumenkodl 10—15 M., Erfurter 25 M. pr. 100 Stück, Kartoffeln, weiße runde 350 Mark, Nieren kartoffeln neue 3 50 Marl, Frühkartoffeln 2,25 Mark, rothe 2,50 Mark, ouur, ,T______________.. WWW blau« 4,00 M. pr. 100 Kilo, Himbeeren 25—28 M per Ctr. neue Pfiruwen 15—20 P., neu« Birnen 10—20 Pf., neue Arpfel 10—20 Pf. per Pfund» neue Zwiebeln 3,50—5,00 M. Zitronen, aesunde Äuischuffwaare, 10- 12 M. pr. Kiste von 260—300 Slück, neue saure Gurken 2,20 Mark per Schock. Melonen 50-60 Pt. pr. Pfd. Geräucherte Fiscke. Bücklinge, Kiste 1 60 bis 1,75 M., kleine Flundern pr. Schock von 60 Slück 1,50 bis 3 M., mittel 4-6 M.. groffe fehlen. Aal 0,90-1,50 M. pr. Pfd., Rhein lach- 2,50- 3 00 M. Ostst-lachS 1,20-1,50 M. pr. Pid. Wild und G fftUel. Rebe 60-75 Pf„ Hirsche 35- 50 Pf.. Wildschwein 40- 45 Pf. pr. Pfd., wilde Enten 080—1,50 M„ vekasstnen 30—70 Pf., wilde Gänse 1,10—2,50 M. pr. Stück. Junge Gänse 2,50—4.50 M„ junge Enten 1—1,50 M., junge Hüh"« 0.50-0,90, Tauben 30- 45 Pf. per Stück, Poularden 4,50-7 M, alt« Hühner 1,00-1,40 M. Butter. Frische feinste Tafelbutter k. 100—105, feine Gutsdutter L 95-100, II. 83-90, lU. 78-83, Landdutter l 75—80, ü. 65—75 M. G alizische und andere geringste Sorten 55-66 M. p. 60 Kilo. Käse. Echter E-nmen thaler 73—80, Westpreuffischer Schweizerkäse L 57-60 M., n 48- 50 M., Iii. 40-45 M., Qudralbackftein I. 22-25 n. 14-18 M.. Tilstter Fettkäse 40-56- 60 M.. Tiistter Magerkäse 18-23 M., Limburger I. 30-32 M„ U. 20-25 M., Ramadour 30-32 M„ rheinischer Holländer Käse 20—22 P d. schwer, 45—58 M„ echter Holländer 65 M., Edamer I 60-70 M., N. 56-58 M., Franzöffschcr Neuschateller 17,50—18 M. per 100 Slück, Camembert 8,00 bis 8,60 M. per Dtzd. Eier 2 60 M. p. Schock. Polizetberich». Am 29. d. M„ Abend» nach 11 Uhr. wurde in der Eisufferstraffe ein Herr auf dem Straffenpflafter liegend vorgefunden, welcher nach Angabe beim Aufspringen auf einen in der Fahrt befindlichen Pferde Eisenbahnwagen g:> fallen ist und dadurch einen Bruch deS rechten Unterschenkel» erlitten hatte. Er wurde mittelst Droschke nach der Charitee gebracht.— Am 30. v. M. Vormittags starb plötzlich in seiner in der Gaftenstraffe belegenen Wohnung ein Handlungsgehilfe. Wahrscheinlich liegt Selbstmord durch Vergiftung wegen längerer Beschäftigungilostzkeit vor.— Zu derselben Zeit wurde der bei dem Neubau Weidenwez 42» beschäftigte Maurer Schade von einem vom benachbarten Neubau durch die Fahrlässtgteit des SteinträgerS Greschkc aus der Höhe von etwa 15 Metern herabfallenden Maukrstein am Rücken ge» troffen und nicht unerheblich oerletzt.— An demselben TageNach» mittags starb plötzlich auf dem Lpernplatz der Droschken- kutscher Sellheim während der Rückfahrt von einem Arzt, zu dem er fich behufs einer Konsultation begeben halte.— Zu derselben Zeit gerteth in der Chauffee« straffe ein Herr, als er auf einen in voller Fahrt destnvlichen Pferdeeisendahn wagen zu steigen versuchte, mtt dem rechten Fuff unter das Rad und wurde dadurch so schwer verletzt, daß er nach dem Augusta-Hospital gebracht werden muffte.— Zu derselben Zell wurv« am Görlstzer Ufer die Leiche eines unde» kannten, etwa 50 bis 60 Jahre alten Manne» au» dem Land- wehrkanol gezogen, welcher kurz: Zeit vorher am Mey�ochuker gesehen worden war. wo er fich in der Näh», des Waffers Schuhe und Strümpfe auszog und den Heber, ieher ablegte. Die Leiche wurde in das Leichenschauhaus geschafft.— Zu der» selben Zeit wurde in der Königstraffe, an der Ecke der Neuen F.ttdnchftraffe, ein betrunkener Bettler von einer Equipage, und in der Fliederstraffe«in 5 Jahre aller Knabe durch einen von dem Kutscher Röseler aus R'pvrf geführten Jaovwaaen über» .«.-------.— f.-!'orf geführten Jagvwagen über» fahren. Erfierer wurde in die Charitee, letzterer in vte nahe legen« Wohnung setner Eitern gebracht.— An demselben ,age Abends fiel der Kutscher Friedrich aus Neu A-iffensre in der Kastanien Allee von dem von ihm geführten Arbeitswagen. Er gerielh unter die Räder deffelben und erlitt einen mehr« fachen Bruch des rechten Unterschenkels. Gerichts-Zeiwng. + Ein gewiss entoser Verstob gegen die Regel« der Baukunst, der den Toa eine««roeitert verschuldete, führte den Bauunternehmer BSthze gestern vor die zweite Feri-n. straftammer de« hicfigen Landgericht» L Er stand unter der Anklage der fahrlässtaen TöStung eine» Menschen und mar indem er es an der VorstSt, zu der er du-ch seinen Beruf be» i?'dn>»«vst-chtet war, fehlen ließ. Am 9. April d. I. ftütite Nach mittags um 4 Uhr der srischgemaueite Trepoenbogen des sünf'en Stock werkt im N ubau Kastanien- Allee 89 zusammen riß alle übrigen Treppendogen mit stA herab, und begrub unter feÄÄ?&=%%% Äst * «MÄDFM _________ MyttztlIff WLi-WVKMlS Bäthge, den_____.. In der Mittagsstunde, die"Keile der Dieser Austrag wurde falsch verstanden �eitaa. den 9. Atn-.i, Vcrfchaafung zu lockern. In Abwesenheit de» Poliers, der noch einen anderen Bau in der Tbaerstraffe tf deauffichtigen hatte, wurde die Verschaalung von Max Bäib« und dem Lehrling Kupfahl vollständig losgeschlagen, u» '/,2 Uhr Nachmittag» erschien der Bauunternehmer Bach# auf dem Bauplatz. Es hatten fich inzwischen bereits w Anzeichen eingestellt, daff daS Treppengewölde einzustürM drohe. Kuofahl machte Bäthge darauf aufmerksam, daff st» ein großer Riff im Bogen zeige. Statt sofort anzuordnen, des daS Gewölbe abzusteifen fei, hatte Bäthge nur die letchtfinM Antwort bei der Hand:„Ach baff Gewölbe sackt fich nun" Damit beruhigte er Kupfabl, dem er übrige«« auch beW ruhig weiter zu arbeiten. Zehn Minuten vor dem Unglück»«- merkten einige Steinttäger, daff ein weiter Sprung die Miw des Gewölbe» durchziehe. Sie machten Kupfahl darauf merksam, aber der Unglückliche wiederholle nur ruhig die Waw des MeisterL, denen er vertraute. Dann erfolgt« ver Zus»«- mensturz.— Der Staatsanwalt beantragt« eine Gefängiw strafe von 1 Jahre. Der Gerichtshof ging nicht wett unt« diese» Sttafmaaff herab, er veruttheilte den Angeklagten P\ 9 Monaten Gefängnis), vo» denen ein Monat als verbüßt w- trachtet wurde. Atts Aerger über«ine Tag» zuvor ihm w«wer una# nehmen Angelezenheti zugestellte Porladung hatte der wnth Zänker, in Pänschlin wohnhaft, sich einen Rausch � leistet. In der hieraus hervorgehenden GemüthsMmmung fiwi Zänker mit einigen Knetpgenoffen über den Werth der w* daimen, welche er als die Urheber der ihm widerfahre»» Unannehmlichkeilen betrachtete; in einem gehamischten Vartw? am Stammtische zog er über jene StaatSdeamienkategortt ig indem er die derselben Angehörigen schließlich als geringschM P'trdekirechti w. bezeichnete.— Geschäftig« Zungen mackl» dem Gendarm Balzer hiervon Mittheilung und dieser«ach«' stch für berufen, die Ehre seiner StonbesgflttJJ zu wahren;« stellte gegen den genannten 3#? wezm öffmtltcher Beleidigung den Strafantrag, � wohl es zveifelhaft war, daß« direkt gemeint sei. Mtttenwaldrr Schöffengnicht aber nahm das letztere all � wiesen an und beinahe waren dem Zänker jene im»WT gethanen Aeufferungen thcun zu stehen gekommen, dernij* U theil de» Schöffengerichts lautete gegen ihn auf 14 Gefängniff wegen Beamtendeleidigung. Minder sch««? achtete jedoch die Straftammer de» Landgericht» II das JJ übermäßigem Zorn entsprungene Vergehen des Angekl«� der gegen da» erste Urtheil Berufung«ingelegt. Di.- kammer hob die erste Entscheidung auf und diktttte de«* geklagtm für seine Polemik an Stelle der Gefängniff-'ni Geldstrafe zu; demgemäß lautete dos Urtheil auf 50™l Geldbuße event. 10 Tage Gefängniff. diesen S die panh Herrscher wrusaler strn. z iheil der von bin früher ge larrds. de sondem r % -uf entli. «eil die S&i Weiten 5 tnarchen % und besch entspreche nchter au Gestein\ •ttnifon Äst desseldm xdfisch.r Cchlagxir Nfibe de »?«» Zie.».Nor N*usi MA und 6805 Vereine mh Nerfnmmlnnge� Z« einem Eommerfefte der„Kreie« vereinst? junger Kauflevte", welcht« am Donnerstag, den 5.% m Keller'» Hofjäger(Hasenhaide) stattfindet, ladet der BO, alle Mitglieder und deren Freund««in. Ferner bittet er,� E.mözlichung eine« erheblichen, nur den Bestrebung»« Verbefferung ihrcr Lag« yi NÄ MtC, eines W jungen Kaufteute für die| kommenden Reinettrage» ausnahmslos"zu erscheinen maffenhasten Vetttted der Billel» zu wtr'en. De«. MUllarkonzett wird stch von 8 Uhr ab ein Fistball onsä Herren, welche daran lheilmhmm, zahlen 50 Pf. nach ttttttgeld 30 Pf., für Kinder lOPf. Anfang de« Festes- Die K-rffeekücke ist von 2 Uhr ab geöffnet. Belustigung� Kinder und Erwachsene find ver mannizfalligften Alt Kind erhält gratis Stocklateme und Karouffelfabtt,, netten- Theater. Um 9" Tan, frei. Billets find K 1 5. icrfiottTne und Rarouffelfabn, Uhr Fackelpolonaise. Von 6 dit'j; Tanz frei. Billels find vorher zu haben unter Anderen u Deutschland. Seydelstr. 2, 2 Tr. r.; Hennig, Friedriltst�� 4 Tr.; Miecker, Wafsetthorstr. 15, 2 Tr., und iw � y % Klosterstr. 23, beim Frstkomilee. Unterftützungsverei» der Schuhmacher. 2 August, Azmds 8'/: Uhr, Versammlung in Kund» Köpnickerstraffe 100. Tagesordnung stehe Inserat-"" find willkommen.«.fitoflst' Fachverein der Etuckateure. Versammlung a«�!* rareure. Berlammrun»--. streben 2. August, Abend« 7 Uhr, d«i Rstft Kommandamen''� 1 Wahl de« ersten Vorsitzenden�� Tagesordnung Rechtsschutz> Kommisfionsmitzliedes. 2. Innere legendeiten. 3 Berschtedmes und Fraqekasten. Arbeiter» Bezirksveretn des Weste«». Die des Vereins befindet stch bei Schmarr, Blumenthalm- vellräze können dott an den Kasstrer' enttichtet wer«N- ""~ Brivhauer. Annenstra" Gauverei« Berliner____,_____ Dienstag, den 3. August, Telegirtenversammlang Ordnung: 1. G-schSstllche,. 2. Bericht der Delegittento»� f über die Statistik. 3. Fottsttzung de» Referat» Jubiläums Kunst-Ausstellung. 4. Verschiedenes. verein zur Wahrung der Interesse« der r«« aller Brauche« Bertta» und Umgegead. sammlung Montag, den 2. August, Abend« 8'/» Mandanten fir. 20(Festsaal). Tagesordnung: über Bleikolik und deren Verhütung. Ref.: i& 2 Distusfion. 3. Bericht über dos letzte Vtettelj-Hr�.� schiedenes und Fragekaften. Gäste willommen. v. werden aufgenommen. I 1 Ränneraesaugverei«„Schneeglöckchen" jede". Restaurant �iaunnnsttaffe 78. � Abend im_____________ Zitherklub„Amdüion". Jeden Montag Uebungsstunde im„Rurmrnenkcller", Poststraffe 5. ,. Die Harmonika-««d Heraphoa- Arbeite« haltm am Montag, den 2. August, Abends 7'/» Uhrde« Herrn Meister. Schönhauser Allee 161, eine 3# ab. Tagesordnung: Endgiliige B-schlufffaffung» Arbeitseinstellung resp. Wahl einer Stteittommisfiod verband deutscher Ztmmerleute, Lokalverda»' Rorb". Mittwoch. den 4. d. Ml».. Versammlui*.-. Ordnung: 1. Der Handwertstag und seine Verschiedene«. 3. Fcazelasten.-JaP] «rändert, werben g, Helen, dtts � �better-vezirksverei« des werkthätige» verka haben K K •«Uten zu, »achbatHr Wir zur st m Wied xde» Fta nsel Kl- Met.| Kasslwr nimmt W»>W>WM-«N Vi Eine i l0-12 Uhr»etffejchurvrst� 70 bei Nitz tfUIM.-5'* �vttbaud deutscher Zimmerleute. Lokal oerb� � "Q:««ffendurgerftraffe 7V bei Nitz # metlißm. West-- �ntamd�T 8'/»� H nommen. 61« übet das Testament eines dortigen—""" 2�»« gmwlt M*#»»"jwä'lX SS fc und ohne jede Ungerechtigtett. Kein« �% wird mtt fluchen. Viel erduldete ich von ho� sonen, die von ihren Untetthanm gegen Sw» Vermögen hinterlasse ich in einem riechen«stA w-"---- jt» &Ö ff* SS S,' «ni die Griechen nach der Befitzergreifvng I tu tn8aS ttttii« "« dnen, Wl ichlfinM Jtä «| atjuf auf' die Wo'V er Zusaa« �efängach nett uickl tagten fi »büßt bv er unang» der Häufig; wng# der erkahrei!«« i Sßottia# g°�.W « ererachl»! ,'"Ä M rsä fch-5? .,Äl N« Ul fU'fl bWen Schatz finden und damit eine Schule errichten, welche °>t panhellentsche heißen soll. Ihre Kuratoren sollen der verrscher Griechenlands, die Patriarchen von Konstantinopel, ««usaltm und Alexandria und zwei der gelehrtesten Griechen {"n- Bei der Besetzung Konstantwopels, wenn der hölzerne *9til der Stadt in Flammen aufgeht, wird dieser Kasten, da- »on bin ich überzeugt, gefunden werden. Sollt« er zufällig [Wjtt gefunden werden, so beschwöre ich den Botschafter Ruß lanM, dafür zu sorgen, daß er nicht in türlische Hände geräth, lindern nach Peteriburz gebracht wird, um dort bis zum Tage «r Befreiung meines Volles aufbewahrt zu werden. Alle in «ufem Kasten befindlichen Pfänder gehören mir; denn die dar- aus entliehene« Summen werden mir nie zurückgezahlt werden. wMdie abgelaufenen Zinsen das Kapital um das Doppelte �steigen. Zuweilen nahm ich hohe Zinsen; doch dann sollte «ai Darlehn zu schlichten Zwecken benutzt werden. Durch hohe «Wifen suchte ich abzuschrecken. Viele hielten mich für einen Wucherer-, doch mich trifft dieser Vorwurf nirbt. In einem Weiten Kasten wird man ein goldgesticktes Ornat de? Pa Diarien K. findm, der darauf 300 Medschidie entlieh» die er, Ate ich zu meinem Leidwesen später erfuhr, dem früheren tiqir gab, damit er seinen Nebenbuhler zurücksetze. Ich bitte wib beschwöre die Finder deS KastenS, meinem Vermächtniß entsprechend zu bandeln." Epionengeschichten überall. Die„Th. Ostd. Zig." be- nchtn auS Thom unter Reserve folgend« Spionengefchicht«: SWin Abend gegen 6 Uhr beobachteten Füsiliere der hiefigen •«nifon in der Nähe der Lunette 6 einen gut gekleideten Wgen Mann, der augenscheinlich Festungswerke abzeichnete. »Nt Soldaten machtm sofort von ih:er Beobachtung einigen �.�r Nähe lustwandelnden Artillerie- Offizieren Mittheilung M diese veranlaßten die Verhaftung de? Zeichners. Im Lefitz »chelben wmde ein auf den Trager eines hochangesehenen eounsch-rusfischen GrafentitelS lautender Paß, aber auch ein ��tagiing gefährlicher Sorte vorgefunden. Der Verhaftete »"rte der Polizei zugeführt. m ���derung nach Amerika. Wir lesen in einem w s..t,ct statte: Fn Oesterreich und Ungarn scheint wieder D.f.'uämanbtmngl siebet zu herrschen. Es find nämlich in dem Maume vom 1. Januar bis 31. Mai l. I. 8700 Ungarn, Lefteneicher, zusammen also 16,030 Oesterreicher und Un- s,,k?"ur.in dem einen Hafen in New Bork gelandet. In der- n�JWtperidde deS Vorjahres wanderten nm 5605 Ungarn „'i Oesterreicher hier ein, die Einwanderung hat dem« rS. b«v«utmd zugenommen. Unter dm eingewandertm �«reichern befinden fich zumeist Galizianer. und die unga- «mwanderer kommm mtt wmigm AuSnahmm aus dm ,5� Sarai, Abauj, Zemvlin und Neutra. «#te>. TÜ** verhiuderte Nordpolfahrt des Herm Gilder Ap.„?u» New-Zort folgendes berichtet: Fräulein„Dolly" kin echtes amerikanisches Trotzköpfchm, hatte fichs vor- ' Veränderung der Erdkarte, so weit die Regionm Trade nördlicher Brette in Betracht kommen, Iis J« verhindern. Und da» ist der Kleinm, die eigent- heißt, auch gelungen, indem ste dm Nordpol« fe'w.L o"* William H. Gilder an dem zur Abreise be- «i, r�-Cage unter einer auf Unterschlagung lautmden An- �r tzM�ten ließ. Oberst Gtlder mußte, da er nicht auf (ßiwT* Kaution in der Höhe von 1500 Dollar» zu geben MöS" 4?� 24 Stunden im Gtfängniß verbleiben. In« GumiZ Wk# der Walfischfänger„Era", mtt dem er nach tipb �«nd 9ul«( fahren wollte, den Hafen von Neu-London, b«l.da» Schlimmste ist, die„Era" war «'««Minfwii« z» M«(»r Qaifon von einem ug, das in dieser hob» 5) aus den atmen Kolonel nach «tolin" rL�avwn hätte mitnehmen können. Die boshafte !°»rt Uy, J* s zu verantwmtm haben, wenn die Nordpol- Ü ttm edenl? Monate verzögert wird und Oberst Gtlder iZ. Monate später am Nordpol in Geamwart S»�.�Kleit.5 nämlich Herald- Koirespondmt. Als Oft«?4?0, a,Je_ er bereits die Expedttion unter Lieutenant SÄ nJMt er w Beziehungen intimster Nawr. Eine» Tage» taufe«», �„'inen Schu�schein der Manhattan Hochdahn den an... MW— mit dem Austrage, Erkundigung über »a er �.�""�ces einzuziehen. Er that dies und depo- 's,nf* Bank hl.' au» dm Augen verlorm, dm Schein auf »uldeif tm Augenblicke eine unbedeutende Summe ttald" narf?�- er als Kriegikorrespondmt de» . verkauft«"SllHÄ beordert, und während seiner Abwesm» Gabens»n».iL oi2?o«»uldschein zur Deckung ihre» Verordnung. M- .. die ■. welcher KapttLn Webb nur wer.ig nachsteht. [#n intimster Nawr. Eine» Tages ->.u.m»ucn,— 10 wollen und befehlen wir zur Steuerung solchen Unfug», im Besettiaung aller Zwiste, zur Wiederherstellung der Frmndschast und Mmschenltede, daß »de» Frauenzimmer— sobald es überwiesen wird, auf der Insel Klotschereim gemacht und fortgepflanzt. Zänkereeien an- gestiftet, falsche Nachrichtm»erbreitet, oder sich sonst eine» nam- hasten Vergehen» schuldig gemacht zu haben- in»«affer getaucht, oder auch, nach Urthetl und Recht ausftevettscht werden W." Ob diese Strafe in St. Helma oft vollstreckt worden, darüber hat man keine Nachrichten. eCine Stadt ohne Gewitter. Au, Ltn, wird der - A. Z." geschrieben:„Die freundlich« Donaustodt Lin, � neben ihrer prachtvollen Lage und wunderbarm Umgebung scheinen selisamen Vorzug, nämlich dm, daß hier erfahrungS- äußerst fetten'---- g' "d ß's W -—, �..,iw«ub nmauTtn, hatten wir in Linz in zahre noch kein einziges Gewitter. Man hat hier wohl „! Mal dm Blitz geseym und da» Rollen de» Donner» llchlli aber stets nur au» rveiter Feme. Di« gegm Linz an- fei,�-.?d Gewitter biegen etwa zwei Stunden oberhalb Linz obeeh? und ziehen entweder durch da» mittlere Mühlviertel die sogmannte Strelserhaide. Hier glaubt man diese b'Meinung dadurch zu erklären, daß unmittelbar vor Linz bSb�dme tausend Joch große Kümderkerwald mtt seinen hz�ügen und die am linkmDonau-Ufer gleichfall» bewaldeten felCL �gen. Eine fachmännische Erklämng dieser gewiß und Ohren- Fähigkeit be« __________ in ein dunkle» Klarhett zu sehen, als naheliegende. Alle Augenärzte stimmen darin überein, daß nichts für das Kind gethan werden kann. Kanal von Korinth. Der Seekanal von Korinth schreitet seiner Vollendung entgegm. Seit Beginn der Ar- betten ist die monatliche Förderung von Einschnittsboden auf das Zehnfache der ursprüngttchm Leistung angewachsen. Bit zum Ende deS JahreS 1883 konnten in 20 Monaten nur 352000 Kubikmeter Boden ausgeschachtet werden, da für die Einrichtung der Arbeitsstellen, Beschaffung der Hilfsmittel:c. viel Zeit verlorm ging. Im Jahre 1884 hat die Ausschachtung 835 000 Kubikmeter, im ersten Haldjahr 1885 720000 Kubikmeter betragen; seitdem ist eine regelmäßige Steigerung auf mehr als 160 000 Kubikmeter bis zum November vorigen Jahres und auf 200000 Kubikmeter im laufenden Jahre eingetreten. Die in früheren Berichten erwähnten Vorkehrungm zur Be- jeitigung de» EinschnitttkerneS werdm erst im nächsten Jahre zur Wirksamkeit gelangen. Mit Ausnahme der Baggeiu'gen an den beiden Mündungen find bisher alle AuischachtungS- arbetten mit Menschenhand ausgeführt worden. N b-m den 1500 Erdarbeitern waren im vorigen Jahre 10 Lokomotiven und 600 Förderwagen für die Seitenbeförderung der Boden- maffen an die Ablagerun gspläye in Thätigkeit ferner 3 Schlepp- dampfet mit 47 Prähmen, welche einen Theil des auSge- schachteten Bodens in die hohe See schleppten. Man hofft, den Seekanal dt» Ende 1887 fertigzustellen. Gewissenhaste Volksvertreter. König Gduard m. von England erhielt, alS er im Jahre 1330 das Parlament deHufs Geldbewilligung zusammen berufen hatte, nach„Gesetz und Ge« wohnheit deS Parlaments" folgende Antwort: „Die Gemeinen haben den Vermögenszustand deS Königs wohl erwogen und die Notbwendigkeit der Bewilligung, und ste wissen, daß der König derselben bedürftig ist. Ader obgleich fie die Hilfe zu bewilligen wünschen, wagen ste in diesem Falle nicht die Zustimmung auszusprechen, bevor ste mit den Ge- meinen im Lande Rücksprache genommen haben- Sie bitten daher, daß ein anderes Parlament auf einen nahen Tag be- rufen werde; und in der Zwischenzeit wird jede» Mitglied in seinen Wahlkreis gehen und alle Bemühungen aufdielen, die Genehmigung zu dem Verlangen de» König»«u erhatten." In stüher Zeit erhielten die Mitglieder deS englischen Unterhauses von ihren Wählern Diäten, Ritter wie Bürger. ES war herkömmlich, ihnen ein Pferd zu schenken „darauf gen Parlament zu retten". Der Betrag der baaren Entschädigung war durch eine Akte von Eduard IL auf 4 Shilling täglich für dm Vertreter einer Grasschaft, und halb so viel für einen Bürger bestimmt. Häufig wurden auch andere Abkommm über Bestag und Zah- lungsmodu» getroffen. John Strange für Dunwich nahm 1463 seine Diäten in Hering, dm er wahrscheinlich in London verkaufte. Einst beschloffm die Bürger von Bork, daß ihr Ad- geordneter die atte Stadt würdig repräsentirm und dah« vier Schilling täglich empfangen sollte, wmn er ein Pstrd halte, andermsallS zwei. Andrew Marwell, eine bekannte Figur au» der englifchm Ltterawrgeschichte. soll der letzte gewesen sein, der im Jahre 1661 Diäten vouidirt hat. Ein Parlament auS der Zeit Heinrich IV.(1404) heißt da» „Parlament ohne wissenschaftliche Bildung, llliaterate Pädia- ment". Eine Resolution aus dem Jahre 1580 lautet folgen- der Herr Sprecher und die übrigm Mitglieder von besserem Stande jede»mal beim Ausbruch der Sitzung mit Anstand und in höflicher Weise hinausgehen werdm. mit einer tiefen Verbeugung wie beim Eintreten, und sich nicht so un- manierlich und roh hinausdrängm und stoßen, wie in letzter Seit ganz gegm die gute Ordnung geschehen." in Kleine Wittheilungen. Zürich, 30. 8 ull Im hiefigen Lager der HellSarmee ist ... dm letztm Monaten eine lleine Revolution ausgebrochen. Die Herren Lieutenant» sowohl, alS die Fräulein Lieutenant«. empörten fich nämlich gegm ihren Stabshauptmann e»aaff, weil er nach thrm»nstchten ein zu strenge» Regiment führte. Er verlangte nämlich nebm ordentlichem Lebenswandel und dm vorgeschriebmen Gedetübungen nicht« anderes, als daß sie fich auch der Arbeit befleißigen sollen. Die Empörer landtm eine gesalzme Leschwerdeschrift an Gmeral vooth in London, in welcher ste darüber Klage führten, daß man ihnen zu wenig Zeit zum Beten gebt, daß Schaaff fich nicht thatkräftig genug erweise, dmn die Erfolge, die der Heilarme« in Zürich und Umgebung zu Theil geworden, seim ihnen allein zu verdanken. Gmeral Booth sandte nun Oberst Clibborn nach Zürich, um Untersuchungen anzustellm und zu vermitteln, was ihm nach seiner Ansicht in einigen Tagm gelingen sollte. Die Tage verlängerten stch aber zu Wochm, ohne daß er ans Ziel ge- langte. Daher kam ihm auch noch die Fiau Generalin Booth von Paris her zu Hilfe und es wurde nun dem Stabshoupt- mann Schaaff befohlen, Zürich zu verlassen und in einem andern Kanton ein neues Quartier der Heilsarmee zu gründen, im andem Fall aber nach Deutschland oder nach «merila zurückzukehren. Schaaff weigerte fich mtfchieden. Wefem Befehl Folge zu leisten, da er von der Anficht be- herrscht ist.«» stt ihm von Gott daS Werl übertragen worden, m der deutschen Schweiz als Apostel der Heilsarmee zu wtrkm. Auch behauptet er, daß all« Kämpfe in Zürich von ibm durch- Sefochten worden, weshalb er auf eine bloße Dmunztalion seiner ihm Untergebenen hin fich nicht von hier fortschickm lasse. Infolge dessen wurde letztm Dienstag eine außerordent. liche Versammlung in Außerfibl veranstaltet, die nur von Heil». armee-Solvatm und ihren Offizierm besucht wurde. Dieser Versammlung wurde von Cltbbom in feierlicher Weis« die Rttthrilung gemacht daß Schaaff aufgehört habe, als Stabs- Hauptmann der Heilsarmee seine» Amte» zu waltm. Es wur- dm zwar seine Vervimste anerkannt, aber ihm der Vorwurf gemacht, er habe dm Gehorsam verweigert und fich infolge dessen des Hauptmannsgrad«» unwürdig gezeigt Es wurde jedoch dem Herrn Oberst Clibborn eine große Uederraschuna zu Theil als die Soldaten der Hellsarmee erklärtm, ste ergreifen die Partei von Schaaff und«ollen bei ihm aufhatten. Letzterer scheint nun eine schweizerische Heilsarmee gründen zu wollen, welche fich mehr dm schweizerischen Verhävnissm und dem schweizerischm Charakter anpaßt. Passau, 26. Juli. Eine schreckliche That vollführte der Lehrer Fri* Götz zu Hinterdegenberg. Di»„Donau. Zettuna" berichtet darüber folgende Ein«lhettm:„Nachdem Götz, bei dem fich schon seit einiger Z'tt Spurm von Geistesstörung bemerkbar machten, am Freilag im Verlaufe des Vormittags da» Schulbau» öfters verließ, unruhig umherirrte und zwei- mal die Wallfahrtskirche Weißmderg desuchte, um vielleicht hier um»bwmdung des bereits gefaßten Entschlusses zu beten, kehrte er gegen Mittag nach Hause zurück. Um berm Essen Ruhe zu haben, nahm seine Frau die beiden Kinder mtt in t\: Küche und setzte fie dort auf eine Decke auf den Boden, ihnen da» Mittagessen vorsetzend. Bald kam Götz nach, de- fahl seiner Frau, in das Zimmer vorzugehm und zu beten, welch«« Auftrage die Frau auch sofort nachkam. Und nun ergriff Götz ein Messer und schnitt zuerst dem vierjährigen Knaben den Hals durch; dann tödtete er auf gleiche Weise sein weinmde» Töchterchm. Nachdem er die unglückselige That vollbracht, kehrte er in das Wohnzimmer zurück und versetzte setner Frau einen Stich in den Hals. Glücklicherweise ent- rang die Frau dem Mann das Messer und sprang schnell durch ein geöffnetes Fenster. Götz eilte au« dem Schulhause fort. Seine Frau, die Wunde nicht ackttend, bat ihn, die Kinder nicht zu verlassen.„Vertrau auf Gott, rief er ihr zu, und ritte dann fort nach Echwarzacht, um fich bei der Gen- darmerie zu stellen. Welch' ein Anblick bot fich der Flau, al» ste, nichts ahnmd, ihre beiden Kinder, im Blute liegend, todt auf dem Boden fand. Man fürchtet noch weitete» Unglück» indem die Frau täglich ihrer Entbindung entgegensteht. Götz wurde noch gestern tn die Straubinger Frohnveste eingelieferl Der geistesgestörte Arrestant langte geschloffen in Hemdäcmeln an und benahm fich beim Aussteigen aus der geschlossen ge« wesenen Chaise so exzesfio. daß die ihn begleitenden zwei Gendarmen aus Bogen und ein Begletter in Zivil die Hilfe von Gefängnißwärtern in Ansp:uch nehmen mußten. Eist den vereinten Kräften von 5 Mann gelang es den Kranken tn ein fichecei Gelaß zu dringen." Szegedt«, 23. Juli. Ueber die Vorfälle bei dem Kirch» weihfeße in Gyala melden Szegedtner Blätter noch folgendes: Der auS der Feuerwaffe des Gendarmen Junker zu Tode ge« troffene PanatojomcS, ein alter Freund Junker'S, hatte fich, um die wüthende Volksmenge von ihm abzuwehren, vor Junker gestellt, der zur Selbstoettheidizung mit gefälltem und ge» szanntem Gewebr der Menge gegenüberstand; während Pana« tojoofcS feinen Freund von vorn zu decken suchte, faßte diesen letzteren einer aus der Menge von rückwärts am Arme; so ging das in Anschlag gehaltene Gewehr loS und Panatojooics fand durch die Kugel des veetheidlgten Freunde» dm Tod.— Der Gmdarm Ader wurde auf die grausamste Weise ermordet; seine Verfolger hackten ihm mit Aexten beide HInde ab. Erst auS beidm Armm blutmd, also nicht mehr waffenfähig, flüchtete er und wie durch ein Wunder gelang es ihm, das Gemeinde« haut zu«Neichen. Dort, in der Wohnung des Gemeindenotars» saß dies« mtt einer großen Tafelrunde zu Tische, unler dm Gästen auch zwei Honv6--Offiziere. Der zu Tode verwundete Gmdaim bat um Schutz vor dm nachstürmenden Verfolgern man verwehrte ihm jedoch vm Einlaß und versperrte ihm die Thür. Er lief mit dem Aufgebote der letztm Kräfte dm Kor« rivor entlang, fand den Rathssaal de? Gemeindehauses offen und barg fich in einen Winkel deffelbm. Dort fand man ihn und schlug ihn mit Knüppeln zu Tode. Der Notar und seine Gäste aber flücktetm beim Einbringen der Menge durch dm Hinterhof in» Pfarrhaus. Die beiden HonvSS-Ofstziere zogm beim Anstürme der Volksmenge— so berichtet„Szegedi Hiradd" — Zivilkleider an. New- Bark, 17. Juli. Unter der Aufschrift:„Ein Samum in Dakato" erzählt die„N-U. Staats-Ztz." folgendes: Nebraska, Dakota, Minnesota, Iowa und Montana(im letzterm Territorium zeigte des Thermometer gestern 120° Fahcmheit — 43° C. im Schattm!) haben fett dem 1. Juli anhaltend trockene Hitze, welche merkwürdiger Weise in Dakota dm höchstm Stand erreicht Hai Am letzten Dienstag Morgen gegen 4 Uhr wurde in Ashton im miillerm Dakota, in Pierre und anderen Orten am Missouri im südlichen Thelle des Terri. toriums ein ganz räthselbafter, starker Gluthwwd verspüit, der von über halbstündiger Dauer war und als ein wahrer Samum beschrieben wird. Eine Schilderung des seltsamen Natur» ereignisse» aus Ashton lautet folgendermaßen:„Heute Morgen um 4 Uhr wmdm die Leute durch ein Geräusch wie Siurm« gebrauS und ein« erstickende Hitze au» dem Schlaf geweckt. Beim Oeffnm der Thür schlug einem eine Gluthhitze wie aus dem Backofm entgegm. Im Südwesten, von wo der beiße Wind kam, hingen schwere dunkle Wolkm. Viele Leute flüch« teten in die Keller. Manche Eltern meinten beim Erwachen, als fie die plötzliche Hitze fühttm, es brenne, und fie eiltei mtt ihrm Kindem hinaus, nur um es auf der Straß« noch heißer zu finden.„Der Gluthwind dauerte mm Glück nur 30 Min. und brachte eine Temperatm von 120°. Hätte dieser Wind einige Stunden anaehattm, so würde wahrscheinlich alle» Pflanzenleben vernichtet worden sein und eS wird sogar be« zweifelt, od Mmschm und Thier« die« hätten aushalten könnm. Im allgemeinen find die Nächte hier sehr kühl, desto unbegreiflicher erscheint jener nächtliche Gluthwind." Ketzte Kachrichte». Amsterdam, Sonnabend, 31. Juli. Der gestrige Tag und Admo find ohne jede Ruhestörung verlaufm; die Staat hat wieder ihr gewöhnliche» Aussehm. Nur in dem Stadt« vtertel in welchem die Ruhestörungm stattfanden, bildeten stch einige G nippen Neugieriger, die aber auf Auffordenna der Polizei stch zerstreuten. Bis auf die Milttärpostm oor dem Polizeibureau und oor der Kirche auf dem Noorder» markt find sämmlltche Truppen in die Kasernen zurückgekebrt. DaS für Sonntag von der Amsterdamer Abcheilung ttt Sozialistmliga angekündigte Meeting tst untersagt wordm. Die srauzöstsche« rotiaUsttsche« Blätter scheinen wieder einmal gelogen zu haben. Der oon ihnen mitgetheille Brief, welchen Boulanger(1880) an dm Herzog oon Aumale ge. richtet haben solle(Vergi. Frankreich), wird offiziös als ein« Erfindung bezeichnet. � � Die Eßltnger Retchstagswahl. Bei der am Donnerstag stattgehabten Nachwahl zum Reichstag an Stelle veS zum ReichSgerichtirach beförderten Herrn v. Lmz scheint der Sieg der nationalliberalen Partei geblieben zu sein; bis jetzt wurden für Dr. Ava«(nationalliberal) ca. 8000 Stimmen, für Retter (Demoktrat) 5000 Stimmen und für Lutz(Sozialist) 1400 Stimmen gezählt. 1884 fieate der nattonalliberäle Kandidat mit 9613 Stimmen: die Sozialdemokraten vereinigtm auf chren Kandidaten 2500. In der Stadt Eßlingen erhiett Avae 759, Lutz 798 und Retter 791 Stimmen. Die Wahl- bet Heiligung war in Anbetracht der Jahreszett stellmwds eine rege._ Kriefkaften der Kedakttsm. Matthias. 1. Vorsitzender des Neuen ThierschutzvereinS ist Herr Dr. P. Förster in Friedenau; 2. Borsttzmder H-rr Rockicki, Georgenkirchstr. 21. W K. 1. Gerichtskosten verjähren in 4 Jahrm. 2. We« gm derselben kann das Eingebrachte der Frau nicht gepfäudet werdm. 8. K. Drobm Sie Ihren Rachbam, Sie würden die» selbm wegen ruhestörmden Lärmen» anzeigen, wmn dieselben Abends bei offenen Thürm Skandal machten. M. E Ein Hofileferantentttel ist nirgends in Deutschlaad offiziell käuflich. Od nicht hier und da es vorkommt, daß ein strebsamer Kaufmann zur E.langung dieses Titels eine Be- stechung versucht, könnm wir freilich nicht wtffm. M. G Das Kind Ihres Mannes au» erster Ehe hat überhaupt keinen Vormund, sondem steht noch unter väter« licker Gewalt. Ihr Schwager war nur zu dem Zwecke zum Pfleger ernannt, um bei der Auseinandersetzung die Rechte deS Kinde» zu wahren; jetzt tst sein Amt erledigt. Wmn Ihr Mann wünscht, daß nach seinem Tode das Kind bei Ihnen bleibt, so möge er tn einem eigenhändig ge- und unter« schrtebenm Schriftstücke Sie zum Vormunde deffelbm er« nennen. H. H. 1. Wenn ein Urtheil de» G-werbegerichte» er« laff-n ist, so muß dasselbe erst schriftlich abgefaßt und adge. schriedm werden, dann geht es an den betreffmdm Voll« streckungsbeamtm. dieser pfändet Gegenstände, setzt dann einen Verkaufstermin an ac. Alle» die» erfordert eine gewisse Zell, und Ste können stch daher nicht wundem, daß zwischm dem Erlaß des Urthetls und dem Ende der Exekution einige Wochen vergehen. 2 Von einer Verleitung zum Meineide kann dann keine Red« sein, wenn A. dm Zeugen v. auffordert, seine frühere— inthümliche Aussage zu ändern, und etwas anderes auszusagen, was nach der Meinung des A. der Wahr« heit vollkommen entspricht. O- 6. Marten dorferstr. 2. ad 1. Da« tst uns nicht genau bekannt, ad 2. Bei einer Mobilmachung gehen die Theater. l. Au vak von Leon .ust. aradiei,. Kärmch, «dmiralstr. 28. in Nie ÄMtmkrM dem veut-cheu fieichsiaße. Komplet Zu de�tchrn�dund twe» «w#, 44. blatt- et Heft die Grped' M-lw k [1007 Zimmer- [170 1 Die Buchdruckerei MAX BADIira BERLIN 8 W., Beuth-Str. 2 empfiehlt steh zur Anfertigung von Druckarbeiten jeder Art bei prompter und bOUger Bedienung. Koeten- AnaehUgc und Paptcrprobeo grm»a und franeo. Schweizer Garten. Am Friedrichshain.— Haltestelle der Ringbahn.— Am KönigSthor. Täglich: Coueert, Vorstellung, volktbelustigungen aller Art. Sovvtag: NiWr-Sovcrrt vsd Eztra-VorßeSvvg. Auftreten der Gymnaftilerfamilic petreoea, de» humoristischen Komiker- Trio» Jana», Grasch und Gläser, der Dueitisten G-schw. Hessat, der Liedrrsängerinnen Frl. Kerning u. s. w. The&tervorstellmig Volksbelustigungen. t» engaatrten Schauspi-lptrsonal». 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