lage für Rafficer ber auß er unter ing tritt dirur ch, den n Nieft 1. Bots nes Ver eutschen lexander 1. Mit 12 Ver Berlin r, Ver 1. Zed Berlin Tage 3. Ref.: take 16. Zage mmiffion über die im Re 08 9 Uhr g Abend Abends en Geft Mebre inifter be topatid reu Bi binter wir S glaube cht. tm fcheint Denn ation tun Jubo DE lchem ne Angabe worin Boltin Biderftande abend nod ausfuchun " tatt. nzöfifches von De onfervatio epublitants Unter be Iräthen go et, Zeftelin 3, Blichon früb. Stanhope m Handel giften un Den Theile nöthigt ft. Befte nen mu St wat t. fragen br- Be en lauf [ 800 ng abge en Buch brer ber Berliner traße H Filafd R.. 21 langt ferfir. 24 Baletots 9. Arbeit ter rftr. B Verke BentralDes Circle 56. unentgelt von 8% 79-11 Ur. 179 non fall hour Mittwoch, den 4. August 1886. sid al dddies in duo of de bel mano. Jahrg. podoba mais menudo 3 sinud Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" ideint täglich Morgens aufer nach Sonne und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei ' s Haus vierteljährlich 4 tart, monatlich 1,35 tart, wöchentlic 35 Bf. Boftabonnement 4 Mart. Einzelne Nummer 5 Bf. Gonntags- Nummer mit der illustririen Beilage 10 Bf. ( Eingetragen in der Boffzeitungspreisliste für 1886 unter Str. 769.) Redaktion: Benthstraße 2. Humanitätsbestrebungen der Unternehmer. Schon mehrfach hatten wir Gelegenheit, über die Berebungen der Unternehmer, das 2008 ihrer Arbeiter zu berbeffern, unsere Ansichten dahin zu äußern, daß aus dem glänzenden Gewande, mit dem man derartige Bestrebungen umbullt, bet unserer Betrachtung zumeist der Pferdefuß herausblide. Besonders zeigt sich derfelbe bei dem Bau von foge. nannten Arbeiterwohnungen, ber durchweg nur deshalb unternommen wird, um die Arbeiter an das betreffende Etablissement zu feffeln. Der Unternehmer gewinnt dadurch Insertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Haum 40 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pfennige Bei größeren Aufträgen buber Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 üh Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Bimmerftraße 44, sowie von allen Annonces Bureaug, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. Beit täglich eine Stunde mehr zu arbeiten. Die„ Bolts seitung empfahl diese Handlungsweise als aus reiner Menschlichkeit entsproffsen zur Nachahmung. Nun aber erhält genanntes Blatt von einem verfländigen Leser fol gende interessante Buschrift, welche derartige Humanitäts. bestrebungen in das richtige Licht stellt. Die Buschrift Iautet: Prüfen wir nach dem Grundsatze Bahlen beweisen!" die Menschenfreundlichkeit des betreffenden Herrn Arbeit gebers etwas näher, so zeigt sich, daß der humanen Re gung" eine sehr schlaue Berechnung zu Grunde liegt. Sieht man von den 365 Tagen des Jahres ab: 52 Sonntage. je brei Fefttage: Ostern, Pfingsten, Weihnachten wogegen im Grunde genommen nichts einzuwenden ist, der aber dem Unternehmer unter allen Umständen zum Bortheil gereicht, so daß von eigentlichen Humanitäts berebungen der Unternehmer dabei nicht die Rede sein so bleiben übrig Diese Bestrebungen aber zeigen fich noch in einem ganz anderen Lichte, wenn man weiß, daß bei nothwendig geworbenen Lohnkürzungen" solche feßhaften" Arbeiter feiner lei ernsthaften Widerstand leiften fönnen. Besonders fahlimm aber gestaltet sich das Verhältniß der Arbeiter, die To Lage: 52 • 9 3 24 • fe einen Fefttag: Charfreitag, Bußtag, Himmelfahrt. Sommer Urlaub: vier Wochen à sechs Arbeitstage Summa Tage 88 277. " Wenn die Arbeiterin jeben Tag eine Stunde umsonst arbeitet, so macht bas 277 Stunden oder, den Arbeitstag zu 10 Stunden gerechnet, rund 28 Arbeitstage ans. Der Ar beiterin werben aber für biefe 28 unentgeltlichen Arbeitstage nur 24 Arbeitstage Sommer Urlaub gewährt, mithin profitirt der humane" Arbeit geber pro Arbeiterin jährlich vier Arbeitstage. Das wären es doch ben welche feine Arbeiter bewohnen. Die Miethe ist nicht hoch Lagelohn a 2 Mart gerechnet: 400 Matt! Ju Wirt Arbetter vom Lohne zurückgehalten, wodurch derselbe nach bebenbei wird jährlich eine bestimmte Summe bem lichkeit spart befagter Menschenf. eund aber noch mehr; ben alle Arbeiterinnen mindestens ein volles Jahr einer Anzahl von Jahren Eigenthümer wird. zu zu behaupten, baß bei bemfelben bleiben. Eine größere ober geringere Bahl berselben wi.b wohl jedenfalls noch vor Antritt des Urlaubes gehen oder gegangen werden; deren unent Fo ist der Arbeiter für Jahre hinaus ein Stüd Leib. eigener geworben; er ist an die Scholle gebunden und wenn sehr gewagt, Licht stellen konnten, so würde man ähnliche Vorkommnisse bei näherer Betrachtung unserer wirthschaftlichen Zustände wohl noch häufig vorfinden. Uebrigens soll dem Unternehmer daraus tein spezieller Vorwurf gemacht werden. Im Ronkurrenstampfe tann, wenige Ausnahmen abgerechnet, ber einzelne Unter nehmer den Arbeitern leine besonderen Sugeständnisse machen. Er tann teine" Humanitätsbestrebungen" leisten, welche bauernb und in bebeutender Weise sein Unternehmen be laften, feine Konkurrenzfähigkeit würde barunter leiben, wenn nicht völlig aufhören. Also ben einzelnen trifft leine Schuld, sondern die wirthschaftlichen, allgemeinen Bustände verschulden es, daß wirkliche Humanitätsbestrebungen nicht im größeren Maße vorhanden sein können. Deshalb laffen sich die Arbeiter auch nicht so leicht burch allerlei scheinbare Berbesserungen täuschen, sondern fie erachten allein nach wie vor als wirkliche, hilfreiche Huma nitätsbestrebungen" das Vorgehen der Gesetzgebung, eine orbentliche, tüchtige Sozialreform zu schaffen. Möge bies bald geschehen! Politische Uebersicht. " Die Freifinnige Zeitung" bleibt uns gegenüber unmöglich ſet ohne eine Belcorantung ber realiteng verstehen zunächst nicht, inwiefern dies zutreffen foll bei einer sentralisirten Reichsversicherung oder bei Berufsgenossenschaften, einer Reichsberufsgenossenschaft tann es offenbar gleichgiltig auszahlt, an einer Beſchränkung des Driswechſels hat alſo in fein, ob fie die Invalidenrente an diesem oder jenem Drte diesem Falle Niemand ein Intereffe. Wollte man aber bie Gemeinden oder Gemeindeverbände wesentlich zu den Leiftungen er erst auseigenthümer" geworden ist, dann erst recht, ba geltliche Arbeitsstunden fallen bem Arbeitgeber dann noch Freizügigkeit eine gewiffe Ungleichheit der Belaftung der Ge fein Grundstud" durchweg gar keinen Verkaufswerth hat, außerdem zu und zwar ohne jebwebe Gegenleistung. Man da es seiner Lage nach nur von Arbeitern der betreffenden steht also, daß es in doppelter Hinsicht von Vortheil ist, wäre noch gar nichts gegen die Ungleichheit, wie fte beständig Fabril bewohnt werben fasn und diesen zum Kaufe natürs lich die nöthige Summe fehlt. nehm menschenfreundliche Regungen nicht zu unterdrücken: einmal macht man fich dadurch einen Namen und zweitens - So der verständige Leser des So zeigen fich solche„ Humanitätsbestrebungen", welche spart man noch dabei!" besonders die liberale Preffe unter der Negide der Herren Berliner Blattes. Bamberger und Eugen Richter mit Lob überschüttet, meistens nehmungen zu Nutzen und Frommen der Fabrikanten und Arbeitgeber." manitätsbestrebungen besselben gebracht hatten, ein Menschen noch Der egoistische, berechnende Vintertelche die hus Sommerferien! das Herz nicht höher? So dachte auch vor kurzem in un felbst" Wem schlägt bei diesem Worte ferer Reichshauptstadt ein Menschenfreund", ber seinen Arbeiterinnen einen vierwöchentlichen Sommerurlaub be willigt hat, wenn dieſelben ſich verpflichten, in der übrigen Radbrud verboten. Feuilleton. Spuren im Sande. Roman von Ewald August König. [ 14 14 Der alte Herr griff tief in seine Dose hinein und lächelte ungläubig. Drüben in Amerika mag es solche Künstler geben," So verte er spotti, hier find fie ziemlich ungefährlich. rasch ist das nicht abgemacht, und-" " Wenn Sie es wünschen, beweise ich's Ihnen", unter brach Paul ihn mit gemessenem Ernst. Thren eisernen Schrank bort öffne ich, che eine Biertslunde verArichen ist." den Einbrud eines Prahlers. meinden ergeben und deshalb find wir nur im Rothfall das heutige Unterstüßungswohnfißgefes, herbeiführt, daß doch von den Freifinnigen nicht genug als eine liberale ,, Errungen schaft" gepriesen werden tann. Die Bolemit der liberalen Blätter gegen die Altersversicherung macht überhaupt den Einbrud, als wolle man durch allerlei Quertreibereien von einer bie reuats als die nächste Errungenschaft in Aussicht ge ernstlichen Inangriffnahme dieſer Frage abschrecken. freund" genannt. Ein Menschenfreund! Liebe deinen Nächsten, als dich Nächte", beshalb u. s. w. Gewiß! Aber" Jeber ist sich selbst ber „ Humanitätsbestrebungen von Unternehmern ins rechie Unruhen der holändischen Regierung die Nothwendigkeit eines Und wie wir an einem drastischen Beispiele derartige Paul hörte bie Stimme Doras, er folgte ohne 3ögern bem Mechaniker ins Wohnzimmer. " Jeht werden wir wohl erfahren, was der Lärm da oben bebeutete," sagte die Wittwe Lampe, die sich bei Dora befand und die Eintretenden mit sichtbarer Ungebulb anblickte. Es ist keine erfreuliche Nachricht für Sie," erwiderte Hausthür fortan zeitig geschloffen wird, im andern Falle Heinemann fartastisch,„ ber Rentner Gottschalt verlangt, daß Die ausha fan them andern Miether für die erste Hausthur fortan zeitig gefchloffen wird, im andern Falle Etage umsehen." Weshalb verlangt er es?" Weil bei ihm eingebrochen worden ist." Holdindés Spaß!" erwiderte die Mittwe ärgerlich, während Dora besorgt den Vater anblickte.„ Am hellen Tage?" ber da so ruhig und selbstbewußt vor ihm stand, machte nicht Haushälterin kann Gott banken, daß fie mit dem Leben " bavon gekommen ist, wir haben einen Schloffer rufen müssen, ohne Beweis glauben, aber schlimm ist es, wenn solche hatte der Berbrecher schon geöffnet, und es war offenbar auf Nein, nein," fagte er haftig, ich will Ihnen auch um die Schlafzimmerthür zu öffnen. Die anderen Thüren Sarante teine Sicherheit mehr bieten." bas Gelb des alien tannes abgesehen." Warten Sie es ab, ich hoffe, daß mein Vorhaben mir 3ft bas alles wirklich wahr?" wandte die Wittwe fich gelingen wird, bann errichte ich selbst eine Fabrit berartiger zu Paul, ber inzwischen mit Dora einige freundliche Blide bem Befizer die vollste Sicherheit gewähren. Ich habe Schrante, und bie Schlösser, die ich alsdann liefere, follen ausgetauscht hatte. mir nun zu ftatten." brüben, wenn auch im Fluge, manches gelernt, bas kommt nicht glauben. So lange ich hier wohne Und den erften wirklich biebesficheren Schraut, Es ist so, wie Herr Heinemann sagt," erwiderte er. Unb bas in meinem Hause? Ich fann's noch immer Herr Gottschall wird Ihnen morgen schon mittheilen, ben Sie fertig ftellen, laufe ich," erwiberte ber Remner. was er auf Grund dieses Ereignisses von Ihnen verlangt," Bitte, fehen Sie doch die Schlöffer ber anderen unterbrach Heinemann fie, ich habe Ihnen oft gefagt, es Thüren nach, ber Bursche tönnte auch diese verborben haben fei leichtsinnig, die Hausthür so lange offen zu laffen, aber hier find die Schlüffel." Paul erfüllte das Verlangen und fand alles in Orb nung, und nachdem er den Lohn für seine Arbeit erhalten hatte, begleitete er den Mechanifer hinunter. bitten Wenn Sie nicht sehr eilen, bann möchte ich Sie Boch einen Augenblid bei mir einzutreten," Ranben. fagte Heinemann, als fie vor der Thür seiner Wohnung estio Sie wollten mir nicht glauben. Was nun, wenn der Einbruch gelungen wäre?" Na, mich hätte man boch nicht verantwortlich machen Tönnen!" erwiderte die Wittwe auffahrend. Man muß ber Polizei Anzeige machen weiß man schon, wer ber thäter ift?" Nein, hegen Sie vielleicht einen Verdacht? Wie sollte ich bazu kommen?" stellt. Wir bezweifeln nicht, daß die Kreuz- 3tg." ein solches Geses von ganzem Herzen wünscht und daß die deutiche Regie rung auch bereit ist, die Initiative auf diesem Gebiete zu er greifen. Jedenfalls haben tonservative Blätter, die im beften offiziöfen Geruche stehen, gleich bei Beginn der Amfterdamer ,, Sie kennen die Personen, die hier aus und ein gehen!" ,, Sie müssen fie besser kennen wie ich, denn Sie wohnen hier unten neben der Hausthür, während ich selten aus meinem Hinterhause heranstomme. Bor Jahren hat einmal ein Schauspieler hier gewohnt," fuhr die alte Frau ge bankenvoll fort, er ist damals durchgebrannt und fürzlich, wie er fagt, als reicher Mann zurückgekommen. Der war wieber haben, und als ich ihm fagte, bas 3immer fei vor einigen Tagen bei mir und wollte sein früheres Simmer jetzt die Schlafftube des Rentners Gottschalt, äußerte er den Wunsch, nur einige Stunden darin weilen zu dürfen." Was bezwedte er bamit?" fragte der Mechaniler. " Eine Dummheit, er wollte in dem Simmer über die Vergangenheit nachdenken." Das flingt ja sehr seltsam," sagte Paul. Wie heißt ber Herr?" ,, Damals hieß er Müller, aber das war nur ein falscher Name, er soll ein Baron sein." Baron von Bergau?" Jawohl, die Fräulein von Gottschalt tennen ihn näher, er begegnete ihnen hier und sprach sehr vertraulich Und nun glauben Sie " Ich glaube nichts, Herr Heinemann," fubr bie Wittwe haftig fort, ich sage nur, daß mir das auffallend war. Aber es giebt ja allerlei Narren, und ich lasse Jedem seinen Sparren, zudem ist der Herr wirklich reich, er hat mir bie Schuld sammt den 3insen ausgezahlt. Was hätte er da oben suchen sollen? Ein reicher Mann stiehlt nicht Reich? Ift er es wirklich?" fragte Paul, ber sein Gespräch mit Dora abgebrochen hatte, um den Mittheilungen ber alten Frau mit steigender Spannung zu folgen. Und wenn er es ist, wodurch hat er denn den Reichthum ers worben 8" Er soll brüben Gold gesucht haben," erwiderte die Mittwe. Das ist richtig, ich bin ihm drüben begegnet-" " Dann wiffen Sie es ja beffer wie ich!" Sozialistengesetes and Hers gelegt und fich auch nicht entblödet, burch allerhand dunkle Drobungen einen Drud auszuüben. So schrieb damals das Deutsche Tagebl.":" Die Unfettions bedrohung, welche die Bustände in den Niederlanden für die Nachbarländer bilden, hat daher alle Aussicht, eher intenfiver als schwächer zu werden wenn nicht diese Nachbar staaten ihrerseits Maßnahmen ergreifen, um fich gegen die Ueberbandnahme solcher Gefahr au fichern. Frei lich ist das teine leichte Aufgabe, aber wenn Belgien und hol land nicht bald aus eigener Initiative Hand ans Wert legen, tönnte wohl in nicht au ferner Zeit der Fall ein treten, daß die refp. Regierungen ihre Kutorität im eigenen Lande nicht mehr geltend zu machen vermögen." Dieser Wint läßt an Deutlichkeit nichts mehr zu wünschen übrig und bie holländische Regierung wird ihn verfteben. hat fie ja auch fonft lein geringes Intereffe an einer Einschränkung der Ar beiterbewegung. Man gebe fich in dieser Sache also feinen optimistischen Täuschungen hin. | den, wobei fich ein Defizit von 289 653,41. berausgeftel hat, so daß die Lage des Vereins eine sehr ernste ift. Denned habe der Revisor die Möglichkeit nicht bezweifelt, daß de Ronfurs noch abzuwenden sei, wenn die Mitglieder fich bere finden ließen, das vorhandene Defizit zu deden. Ronzeffionsentstehung wegen fozialdemokratif Geftanung. Düsseldorf, 31. Jult. Der biefige Schloffer bel batte für die Dauer eines hier vor einigen Tagen stattgehabten Voltsfeftes die Schanterlaubniß in einem Biergelt erhalten. Am Tage vor dem Fefte wurde held polizeilich die Erlaubni aber wieder entzogen. Auf dem Polizeiamte wurde ihm mib getheilt, daß man gegen seine Person nichts einzuwenden babe, er fei jedoch Sozialdemokrat, und deshalb fet die Ron sel jefftonsentziehung erfolgt. Held muste sein Belt verpachten und in demselben als Kellner" serviren. Desterreich Ungaru. welchen Fällen überhaupt die Suziehung von Privatfach verständigen beam. Sachverständigentommiffionen ange meffen erscheine, als auch die Auswahl der hierfür geeigneten Persönlichleiten überlassen bleibe. Um indeffen den aus den Streisen der Gewerbetreibenden fundgegebenen bezüglichen Wün fchen thunlicht entgegen zu fommen und die Verwaltung zu gleich gegen Migdeutungen bezüglich der Auswahl der Sach verfländigen ficherzustellen, bat der Minifter, der Nordb. Aug. Stg." zufolge, augleich angeordnet, daß, soweit nicht die Beamten der Verwaltung selbst mit ausreichenden Fachkenntniffen aus gerüstet seien und auch sonst unpartelische, in ihrem Fach als füchtig anerkannte Persönlichkeiten nicht bereits zur Verfügung ftänden, wegen Nambaftmachung von Sachverständigen zu vörderft die Vorstände der auf Grund des Unfallversicherungs gefeges vom 6. Juli 1884 gebildeten Berufsgenossenschaften an gegangen und, falls gegen die in Vorschlag gebrachten Bersön lichleiten vom Standpunkte der Verwaltung Bedenken nicht vorlägen, dieselben zur zweckentsprechenden Mitwirkung beran grzogen werden sollen. Der Minister behält sich vor, über die prattische Bewährung dieser Maßnahme feiner Beit Bericht au erfordern. Desgleichen hat der Minister des Innern beftimmt, daß in Gemäßheit dieser Vorschriften auch bei den im Reffort des Ministeriums des Innern vorkommenden Submiffionen verfahren werden soll. Wir haben diese Maßregel von rein technischen Gefichtspunkten aus nicht zu prüfen. Vom politi schen Gefichtspunkte aus aber müffen wir entschieden dagegen proteftiren, daß man den Unternehmer verbänden- denn weiter find die Berufsgenossenschaften nichts- immer mehr und mehr Einfluß einräumt, während man zu gleicher Zeit die Arbeiterverbände ganz unterdrüdt oder doch zur Bedeutungssammlung den Abgeordneten Jeanyi, eine Petition im Simm lofigkeit herabdrückt. Auch die Arbeiter fino bei Submiffionen interesfirt, warum denkt niemand daran, ihre Wünsche zu hören? Warum so liebenswürdig gegen die wenigen Unternehmer und so spröde gegen die vielen Arbetter? Getreidezölle, Brodtare und Gemeindebäckereien. Die Kreuzatg." bat ein neues Projekt, um die Getreidezölle wirksam zu machen- fie müffen also bis jetzt den erwarteten Nugen nicht bewirten nämlich Brodtagen und die Gemeinde bädereien: Wir find allerdings der Meinung, daß die Ge treidesölle eift dann wirksam werden, daß erft dann die Industrie und die Landwirthschaft von denselben Nugen haben werden, wenn gefeßlich wieder eine Brodtage eingeführt wird, und zwar nicht die alte und veraltete Bolizeitare, sondern ein allgemeines Gesez für das Reich, durch das der allerhöchfte Waffergehalt, ben das zum öffentlichen Verlauf gebrachte Brod haben darf, feftgestellt wird; durch welches Brodverfälschungen unter strenge Strafen geftellt werden, und durch das ein be ftimmtes und festes Verhältniß zwischen Getreides und Brod preis hergestellt wird. Und zwar barf der Brodpreis in Städten von über 50 000 Einwohner höchstens nur 25 pet. böber sein, als der Roggenpreis, und in Städten unter 20 000 Einwohnern höchstens nur 15 Ct. Außerdem muß jede Stadtgemeinde iebe Stadtgemeinde Borkehrungen treffen, daß Jedermann fein eigenes BroD baden fann und nicht auf Gnade oder Ungnade dem wucherischen Brodhandel in die Hände geliefert ift." Der Streusita." erscheint offenbar nur das Einkommen der indu ftriellen Unternehmer als ein wucherisches und zu verurtheilen bes, der Verdienst der Landwirthe aber als ein natürlicher und gottgewollter. Die fleinen Meister und die großen Rapitalisten, bie beute noch fonservativ wählen, werden dem Junterblatte gerabe nicht dankbar sein für diese Haltung. Und die Arbeiter? Run, fte dürften fich doch fragen, warum es ihnen ermöglicht werden soll, ihr Brod selber ju baden, warum fie aber auch fernerhin davon ausgeschloffen sein sollen, ihr Getreide selber zu bauen. Wenn die Mehrwerthsaneignung des Bäders aufhören soll, warum soll die des Landlords bestehen bleiben? Die gegenwärtige Handhabung des Sozialisten. gefeßes wird durch folgendes Schreiben, was uns aus den Kreisen der Berliner Maurer zugeht, recht treffend beleuchtet: In der legten, Lothringerftr. 37, ftattgefundenen Mitglieder versammlung der Bentral- Krantenlaffe der Maurer wurde, ba die Mitglieder noch in großer Unkenntniß find, was fte bei etwa eintretenden Unfällen auf Grund des Unfallversicherungs. gefeßes zu thun haben, der Beschluß gefaßt, daß der Vorstand ber örtlichen Verwaltung eine außerordentliche Mitgliederver. fammlung in nächster Belt, spätestens innerhalb 3 Wochen ein berufen sollte. In dieser Versammlung sollte den An wesenden flar gemacht werden, was ihnen durch das Unfallverficherungsgefes geboten ist, und wie fie fich zur Erlangung Ihrer Ansprüche zu verhalten hätten. Es war eine Auftlärung auf diesem Gebiet unbedingt nothwendig, da der örtlichen Ber waltung der Krantenlaffe bei jedem eintretenden Unfall duich bie Untenntnis der Mitglieder furchtbar viel Schererelen und Roften verursacht werden. Aber die Mitglieder denken und ganz andere Leute lenten. Da der Miniftererlag, betreffend bie Abhaltung von Bersammlungen, auch auf Krantentaffen Anwendung findet, war der Bevollmächtigte Pfeiffer ver pflichtet, um Erlaubniß zu dieser Versammlung nachzufuchen. Lesteres that derfelbe auch, unter spezieller Angabe der Lages. ordnung. Nach Verlauf von 2 Lagen erhielt Herr Pfeiffer Dom fönigl. Polizei Präfidium die Nachricht, daß die Ec laubniß zu dieser Bersammlung versagt ist. Gründe waren nicht angegeben."- Das Schreiben erscheint uns insofern von ganz besonderem Werth, als es beweist, daß sogar die Sozialreform der Regierung unter den Händen der Polizei au leiben anfängt. Die Arbeiter fönnen- dant dem Eingreifen der Polizei- nicht einmal darüber sich auftlären und aufllären laffen, was fie auf Grund der vielgepriesenen Bersicherungsgefeße des Fürsten Bismard zu fordern haben. Submiffionswesen und Berufsgenossenschaften. Ueber bie Heranjiebung von Sachverständigen zur Mitwirkung bei bem Submiffionsverfahren hatte der Minifter der öffentlichen Arbeiten auf die Berichte der Provinzialbehörden erklärt, daß ben mit der Leitung des Berdingungsverfahrens betrauten Be hörden und Beamten sowohl die Entscheidung darüber, in Unersättlich in ihrem Schutzollhunger ift die Landes buter Handelstammer. Während andere Handelslammern an fangen, den Ropf über die Segnungen der Absperrungsmaß regeln zu schütteln, verlangen die Landesbuter Spinner nach einem neuen Boll auf Garne. Der Handelstammerbericht führt an, die Spinner hätten sich in der Hoffnung, Flachs später billiger laufen au tönnen, nur mit geringen Vorräthen versehen gehabt, so daß fie später, da die Flachsernte im Inlande wie in Rußland ungünstig ausfiel, genöthigt waren, ihre Einkäufe zu rapide steigenden Preifen zu vollziehen, während sich die Barnpreise nur wenig erhöhten. Indem nämlich die belgischen, holländischen und trischen Flachse recht gut gerathen waren, wurde es den belgischen und englischen Epinnern möglich, Deutschland mit ihren Gespinnften besonders in den feineren Sorten zu sehr billigen Breisen zu überfluthen, wodurch die deutsche Flachsspinneret natürlich" brach gelegt wurde. Db. gleich die Handelstammer also diese Folge als eine natür liche" anfiebt, Inüpft fie an diese Thatsache doch den Grundsatz, fte müffe immer wieder darauf zurüdlommen, daß der sehr mäßige Schutzoll für feine Barne erhöht werden sollte, um dem Deutschen Reiche auch die Feinspinnerei zu ermöglichen, refp. su erhalten." Weil also die Spinner falsch spekulirt batten, indem fte in der Hoffnung auf billigere Preise sich nicht rechtzeitig mit Flachsvorräthen versehen hatten, und weil die Flachsernte im Inland und in Rußland ungünstig, anderwärts günftig ausgefallen ist, soll auf Garne ein höherer Boll gelegt werden, als ob die Gesetzgebung dazu da wäre, dem Kapital für verfehlte Spekulationen Entgelt zu gewähren. Ich weiß nur, daß er in Ralifornien war, weiter weiß ich nichts. Und wenn er einen Klumpfuß hätte, bann würde ich mich gar nicht bedenken, die Anklage gegen ihn zu er heben, es liegt in seinem Wesen etwas, was ihn mir ver bächtig macht" Mo foll das nun hinaus?" rief die alte Frau unSeit der Enthebung des ungarischen Landeskommanbir den, General Edelsheim, von seinem soften ist in Defterreid Ungarn die leidige Jansli Angelegenheit nicht meh von der Tagesordnung verschwunden. Die Ungarn betrachten diejen Bersonenwechsel als eine Beleidigung seitens der österreichischen Regierung und die äußerite Linie des ungarischen Unterhause bat fich die Belegenheit nicht entgeben laffen, an dieselbe en Agitation gegen das Ministerium Tisza zu knüpfen. Für de legten Sonntag war in Best eine große Bollsversammlung ein berufen worden, welche fich mit der Angelegenheit beschäftig und ihre Beschlüffe dem Barlamente unterbretten sollte. Nad einem Wolff'ichen Telegramm von dort beauftragte die Be Eine Reichstagsnachwahl im Hochsommer pflegt nicht viel Bugkraft zu befizen. So war es auch mit der im 5. württembergischen Wahlkreis Eglingen Ura roll zogenen Erfagwahl für den zum Reichsgerichtsrath beförberten und darum feines Mandats ledig gewordenen Staatsanwalt Lenz der Fall. Dhne die lebhafte Agitation der Parteien wären nicht einmal 50 pCt. Wahlberechtigter sur Urne gegangen Das Resultat war, daß der nationalliberale Regierungskandidat Dr. Adä gegen den demokratisch- freifinnigen Bofthalter Retter, welcher diesen Wahlkreis früher einmal vertrat, mit 7600 Stimmen gegen 4800 für Retter und 1300 für den Arbeiterfandidaten gewählt wurde. Es fehlte der Wahl trop der gitation bas anregende Element allgemeiner Wahlen oder aber bes besonderen Interesse an einer zeitbewegenden Frage. An Andä erhält der Reichstag ein Hart bemoftes Haupt, das aus einem einstigen Demokraten ein Anhänger Bismard's durch Did und Dünn geworden ist, aber jedenfalls den Vorzug eines fyftematischeren Wesens vor seinem wenig beliebten Vorgänger Lenz voraus bat. Die Ausführung des Ansiedlungsgesetzes. Wie das Bof. Tagebl." meldet, ist das Rittergut Lubowo, 500 hektar groß und eins der schönsten Güter der Proving, in der Bwangs ersteigerung für 300 000 M. von dem fönigl. Fiskus ju An fedelung sweden gelauft worden. Dasselbe gehörte bisher Herrn Lewandowsky. mit wird f baben. baben, Deutsc und b war. Dieser Gebiet ander von A einem Drude Turz zu Arbeite hervor, in be Ronat ftellung rungen aus für im Mo Falle 4 deffe bat fraurige Frau unfere Don 15 Daß fie um 9, Man m Dernehm 11 Uhr weiblich und fell Lohn D menden Begenft Sff nur Mübe Blid De freundli der äußersten Linten dem ungarischen Reichstage zu überreiche Frangi ift Antisemit Die Betition dürfte irgend welches prab lische Ergebnis schwerlich haben, denn die liberale Regierung mehrheit steht der ganzen Angelegenheit ziemlich fühl gegen über, trogbem auch fie die Handlungsweise der Wiener Mi tärtreise als eine Sträntung empfindet. Man wird sich mit eine Erklärung des Ministerpräsidenten Tisza beim Busammentr des ungarischen Reichstages wahrscheinlich begnügen, wenn bi Angelegenheit nicht schon vorher endgiltig belgelegt wird. Bon den österreichischen Ministern wellt gegenwärtig der Handelsminister in Wien, der für alle acht arbeiten 1 Sein Erlaß, bezüglich der andelsverträge Deutschland und Stalten findet trop der offigies Dämpfungen bei Agrariern und Freihändlern großen Untlang Die Magyaren find mit dem österreichischen Handelsmini äußerst zufrieden und begrüßen ihn mit laum unterbrüd Jubel. Aber auch die diesseitigen Großindustriellen freili mit Ausnahme der Eisenmänner- geigen fich bereit, um Preis einer beständigern und festern Bollpoliiit und eines weiterten oder doch gesicherten Absatzgebiets auf den Hochid zoll theilweise zu verzichten. So tritt Baron Leitenberge einer Baschrift an die N. Fr. Br.", welche fo blumig i die Kattune seiner Fabriten zu Cosmanos, mit weld gang Halbaften versorgt, entschieden gegen den autonomen und für Erweiterung des Absargebletes, ja, fogar f mitteleuropäischen Bollbund ein. Den und Na für das Ets w balten, Sanfon eine Ar Dafür e tale abwe imach Freunde Den partei b 12 In Brünn giebt es einen nationalen Schuß Irieg. Das neue Gesez bat sämmtliche 400 Brünner Schu nun eine Menge fleiner czechischer Schuster und bei den les Vorstandswahlen haben diefe mit 151 Stimmen gegen deutsche Stimmen lediglich Männer unferes Bluts un unfe Gesinnung" gewählt und alle deutschen Groß und Klein Schufter herausgeworfen. Daraufhin foll nun eine Lifte czechischen Schufter veröffentlicht werden und die Brün Fabrikanten sollen fich verpflichten, nur deutsch nationale Stief zu tragen. Rußland. Losgeing Gi gang of Der B Bere war, wou Der Bol im bolla wat ften et Dann a wieder folge, u Jum gr bis bie Während die russische Preffe gegen Deutidland Den entlassung best, geben einzelne Beamte ichon auf dem Wege be deutsche Staatsbürger waren, vor. So wird dem Berline von Untergebenen, die ehemal Tageol." aus Eydiluhnen von zuverlässiger Seite berichtet, b in der vorigen Woche von dem Distanze- Chef der Groß rufftschen Eisenbahn in Wilna, einem bekannten Deutsche haffer, 58 Bahnangestellte, welche ursprünglich Deutsche war aber seit mehreren Jahren schon naturalistite Ruffen find die sämmtlich auf der Strecke Warschau Wirballen ange waren, ganz willkürlich und ohne jebe Angabe des Grun gefündigt wurden. Unter diesen Umständen ist man au Annahme berechtigt, daß nur die frühere Nationalität Grund ist, daß dieje Leute zunächst brotlos gemacht wer um fte so zum Verlassen rufftschen Gebiets zu zwingen. indirekte zur Seite, das freilich bei uns in Deutschland direkten Ausweisungsverfahren stellt sich würdig dieses nicht unbekannt ist. Die finanziellen Verhältnisse des Schulse Delitsch schen Borschußvereins au Chemnih find, wie der„ Boff. Big." berichtet wird, neuerdings von dem Bankdirettor Meißne: aus Frankfurt a. M. einer eingebenden Prüfung unterworfen wor Belgien, 1 Der Münchener Allg. Stg." schreibt man aus Bri 31. Jult: Wenn die von der Regierung eingefeste Arbei tommission fein anderes Nsultat erzielt, als die fo und moralische Lage des Landes schonungslos aufzudecken wer der unaufgefordert eine verjährte Schulb sammt ben 3insen Und ich behaupte es ja auch nicht, aber darum bezahlt, kann kein Verbrecher sein! Wir scheint, Sie haffen ich doch über den Herrn Baron venleu bürfen, wie e ben Baron, was hat er Ihnen gethan Nichts! Daß er mich jeht nicht mehr kennen will, finde ich begreiflich, deshalb ihn zu haffen, wäre findisch. Ich fann nun einmal die dunkle Agsung nicht les werben, beliebt." Das kann Ihnen freilich niemand verbieten!" Und hätte der Baron einen Rlumpfuß, dan mich sein Name und sein Rang nicht abhalten, ihm MATE willig. Hätte ich bas ahnen können, bann würde ich Ihnen daß dieser Mann seinen Reichthum nicht ehrlich erworben flage ins Geficht zu schleudern. Die Polizei brindand gar nichts gesagt haben. Der Baron hat bie kleinsten, hübs hat, und wenn ich über all das Vorgefallene nachdenke, nichts heraus, aber das sage ich Ihnen, wird mir eine Scheften Füße, die ich je gesehen habe, bas wußte ich damals fchon, als er noch Schauspieler war. Ja, ja," midte Paul finnenb, baran fcheitert aller bings ber Verdacht. Ich habe diese fleinen Füße ja auch gefehen, er fann nicht ber Thäter sein." Und ich möchte Ihnen auch nicht rathen, einen Verbacht gegen ihn auszusprechen," erwiderte bie Wittwe, es tönnte unangenehme Folgen für Sie haben." bann ich nicht, bis die Rache vollzogen ist." Gelegenheit geboten, meinen Bruder zu rächen, ban rube " Das kann Ihnen niemand verargen," midte Bein nabm unb Be Aber wenn der Baron selbst einen Rlumpfuß hat, weshalb soll er denn in diese Geschichte hineingezogen werben? Ich kenne den Herrn persönlich nicht, lann also mann, während Paul von dem Mäbchen Abschieb aus nicht über ihn urtheilen, aber daß er hier fich nach hlten Sie fich nur vor übereilten Handlungen feinem früheren Bimmer ertandigt und den Wunsch ausge feinem früheren Simmer ertandigt und ben Wunsch ausgehauptungen, die Sie später bereuen müßten." sprochen hat, noch einmal barin zu weilen, bas läßt sich ja muß es ein angenehmes Gefühl sein, sich in Gedanken noch einmal in die Beit der Sorgen und Eatbehrungen zurüd immerhin erklären und begreifen, für einen reichen Mann Haus; so gut biefe Warnungen auch gemeint sein mochte Tonnten fie feinen Einfluß üben. Ve befferen gingen ungefäl Dam( Was w thellte porteure Sonnab an. Nu Aber bi Iratie e tets bie 6. La bil Paul reichte ihm schweigend die Hand und verließ bal auf den Entschluß, den er in dieser Stunde gefaßt batt zuverfeßen. Und Herr Gottschalk würde diesen Wunsch Es war allerdings Thorheit, den Baron eines beiben so viel zu schaffen gemacht hat!" sagte er feufzend. ausgesprochen hätte; daß man aber aus diesem Wunsch fehlten, und die entbedten Spuren deuteten fogar bara " Da ist schon wieber der unfelige Klumpfuß, ber uns wohl auch erfüllt haben, wenn der Baron ihm denselben brechens zeihen zu wollen, so lange überzeugende Bewe Damit ging fie hinaus, ber Mechaniker bat ben jungen Mann, Plaz zu nehmen, und holte aus einem Schrank eine Weinflasche und zwei Gläser. Möglicherweise fällt auch diesmal der Verdacht wieder auf einen Schulblosen und der Verbrecher bleibt unbestraft." Möglich ist das allerdings," antwortete Paul, der das Haupt auf den Arm füßte unb in Nachdenken ver fant. Mich frappirt die Aehnlichkeit biefer Spuren mit benjenigen, bie meinem unglücklichen Bruder den Tod gleich einen entehrenden Verdacht schöpfen will, das finde ich feineswegs in Ordnung. Ich bin auch dafür, daß der Baul hatte schon auf der Heimreise im Eisenbahntou hin, daß er gar nicht der Thäter gewesen sein fonnte, ab Mißtrauen gegen diesen Mann empfunden, und biefes trauen wurzelte jegt so fest und tief, daß es fich nicht me Polizei Anzeige gemacht wird, wir müssen dann abwarten, was herauskommt, aber gefährlich wäre es, fie auf den Baron anfmerksam machen zu wollen." Paul hatte die Brauen unmuthig zusammengezogen, entgegentrat. beseitigen ließ. bal brachten; follte das wirklich nur ein Spiel des Sufalls es ärgerte ihn, daß man seinen Anschauungen so entschieden diesen Verbrechen betheiligt gewesen war, ob er Helfertbelf fein 8 Dann müßte ja biefer Einbrecher derfelbe Mann sein," ber damals in Kalifornien den Irländer ermordete!" fagte Dora. Und das ist nicht denkbar?" erwiderte ihr Bater. Mit bemfelben Rechte föante ich behaupten, biefer Mann müsse auch derzeit den Geizhals Schimmel ermordet haben!" Nicht denkbar?" wiederholte Pant. Weshalb sollte Gefährlich? Weshalb?" fragte er, während er auf die man en möhnlic u laffe es nicht Cause. rubte 11 Barons es ift wiberte hatte. Denten! Bottf aberraf Torben blieben micht Iglob Thein's arbeit öffnen. จ blonde bama In welcher Weise und ob überhaupt ber Baron besaß, die für ihn die Raftanien aus dem Feuer holten, waren Fragen, auf die Paul freilich jetzt noch teine befri fönliche Abneigung, und diese Stüße war außerordentli ift. Der Freiherr v. Bergau auf Haus Bergau ist ein hoch Weshalb? Meil die Familie Bergau hier sehr geachtet schwach, bennoch hielt Paul an seinen Ahnungen feft angesehener Herr-" feine Werkzeuge, die neben ihm auf dem Fußboden lagen, gende Antwort fand, der Verdacht füßte fich nur auf p aufhob. Er ist ein Onkel unseres Barons!" Unb er wird ben Neffen schon des Namens wegen Für ihn war dieser Baron v. Bergau nur ein be teurer, ber bem Grundfah huldigte, daß ber 3wed bit Aus seinem Sinnen wurde er plöglich burch eint es unmöglich fein? Rann dieser Baron Bergau nicht einen nicht im Stich laffen. Ein Baron Bergau ein gemeiner Stimme gewedt, er blidte auf und fab fich bem Man Helfershelfer haben, ber ihn begleitet und Verbrecher? Das glaubt Ihnen niemand, selbst die Polizei gegenüber, mit dem seine Gedanken sich so angelegentli " Thorheit!" unterbrach Heinemann ihn.„ Ein Herr, I nicht." beschäftigt hatten. Ha fanbe feint abgebo 氓 rafchen usgeftell Denned Daß de tch bere ratifan offer bild tgebabten erhalten. Erlaubni ibm mit ben habe Die Kon ichten und manbita Defterreid nicht meh bten diejen reichischen nterbauid hatte auf den Wegen der Leichenzüge lein Militär fichtbar poftirt, auch die Kirchhöfe waren nur von einigen wenigen Bolizisten befest, und Bolizisten befest, und Alles blieb ruhig." Weiter beißt es dann in der Rorrespondenz: Sehen wir uns doch einmal etwas genauer die Opfer an. Darunter find eine Frau, ein Junge von 15 mehrere von 18 und 21 Jahren, ein Reisender, Der gerade von der Station lam, ein junger Mann, der ruhig bei seiner Mutter in der Stube fist u. f. f. Außer dem 18jährigen Jungen, der die rothe Flagge auf der Barrilade entfaltete, demjenigen, der den Stein auf einen Ravalleriften warf, sowie vielleicht noch vier oder fünf anderen, waren wohl alle Getödteten direkt unschuldig am Strawall, und man lommt So, da man erfahrungsmäßig weniger gebiibete Leute durch achtentfaltung gerade not mehr in Harnisch bringt, nothge brungen zu der Frage: Mußte es sein?" Das Gerücht von der Verhaftung des Sozialistenführers Nieuwenhuis ift unrichtig. Dagegen soll der Sozialist Vanderstadt verhaftet worden sein. wird fie fich schon dadurch allein ein großes Berdienst erworben baben. Es hat viele Leute gegeben, welche baran gezweifelt baben, daß die belgische Arbeiterbevölkerung in einem in Deutschland und Frankreich unerhörten Elend schmachtet und daß diese Thatsache die Hauptursache der März Unruben war. Und was fehen wir heute? Die Kommiffion, welche dieser Tage in Dour, bem Mittelpunkte des Borinage, in einem Gebiete, in welchem 30-40 000 Roblengräber bart neben ein ander wohnen, mehrere Sigungen abbielt und eine ganze Reihe von Arbeitern und Arbeiterinnen vernahm, steht heute vor einem Resultat, welches meine Schilderungen an düfterem Einbrude noch weit übertrifft. Ich will diefe Resultate bier ganz tura zusammenfaffen, weil fte am besten die soziale Lage der Arbeiter beleuchten. Aus den Aussagen der Beugen geht hervor, daß die Kohlengräber im Durchschnitte 12-15 ris. in der Woche, alfo 48-60 Frte.( etwa 40-50 Mart) im Ronat, verdienen. Nach einer genau erfolgten Zusammen ftellung, welche die Kommiffion auf Grund gemachter Erfah rungen felbft vornahm, beläuft sich das Existenzminimum einer aus fünf Personen bestehenden Arbeiterfamilie auf 100 Frts. im Monate. Danach verdient also der Kohlengräber im besten deffen, was er zum Leben unbedingt nöthig bat dit schon diese Thatsache an fich das Beichen einer traurigen materiellen Lage, so wirft die Behandlung der Frauen und Kinder ein geradezu furchtbares Licht auf unfere gesellschaftlichen Bustände. Bahlreiche Mädchen im Alter Don 15-18 Jahren gaben vor der Kommission zu Protokoll, Daß fie um 5 Uhr Morgens in die Bruben steigen und erfi um 9, manchmal gar erft um 11 Uhr Nachts dieselben verlassen. Man war förmlich bestürat, von einem 17jährigen Mädchen zu bernehmen, daß es gezwungen ist, von 4 Uhr Morgens bis 11 Uhr Nachts zu arbeiten. Wir stehen hier also vor schwachen, weiblichen Wesen, welche tief unten in den Schachten 16, 18 und felbft 19 Stunden täglich arbeiten, und dies um einen Lohn von anderthalb bis zwei Frants. Nach der übereinstim menden Aussage aller Arbeiterinnen find fie überdies der Gegenstand frivoler Nachstellungen von Seiten der Wertführer. Ift nun die Gesellschaft die fich so lange nicht einmal die Rube gab, in diefe faulen Buftände auch nur einen flüchtigen Blid zu werfen, gar so frei von jedem Vorwurfe? felbe ein Für de nlung ein cichäftigen Ite. Nad die Va im Sinn berreichen Iches prab egierung bl gegen ener Mil 5 mit eine ammentrit wird. wenn bi pärtig mu eiten foll gemit offiatoi n Anilang elsminific terbrüd freilid t, um be Dochib nberger eines( ig tit e welden men Den I f 5uf er Schuf 1 giebt d 12 Den lester gegen un unfe und Klein e Lifte e Brünn nale Stief Frankreich. wahlen scheinen, sofern man nach den bis jetzt vorliegenden Die in Frankreich vollzogenen Generalraths. wahlen scheinen, sofern man nach den bis jest vorliegenden Berichten urtheilen tann, au teiner wesentlichen Verschiebung Der Bartelverhältnisse geführt au haben. Die Monarchisten batten alles vermieden, was einem monarchistischen Glaubens. betenntniffe gleichfehen lonnte, und fie suchten fich so viel als möglich als Ronservative aufzuspielen, während die Re publilaner weniger auf die Vorzüge der Politik der gegen wärtigen Regierung, als auf die Nothwendigteit einer Er baltung der republikanischen Inftitutionen hinwiesen. Indem Die einen," sagt das Journal des Debats" in einem vor den Wahlen geschriebenen Artikel, die monarchische Fahne ver bergen und die anderen die republilanische schwingen, erkennen fie sehr richtig die im Lande vorherrschende Stimmung. Die Monarchisten wissen, daß fie bei der öffentlichen Meinung An flang finden, wenn fie an die tonservativen Intereffen appelliren und die raditale Politit tabeln; aber fte wiffen gleichfalls, daß fie auf Widerstand stoßen, sobald sie von dem rein fonfervativen auf den monarchischen Boden übergeben. Den Republikanern ist es nicht unbekannt, daß das Land fich müde von ihrer Art, au regieren und zu verwalten, ange widert fühlt und daß die Oppofition gegen sie mit jedem Tage wächft. Die Berichte aus Dftafien lauten unbefriedigend. Die Einwohner von Anam verweigern die Unterwerfung, obgleich fie ihnen vom Rönig befohlen ist, und behaupten, legterer werde von den Franzosen in Qué gefangen gehalten. Um diese im Bolle verbreitete Meinung zu widerlegen, bat Herr Baul Bert am 19. v. M. den König die bereits erwähnte Rundreise burch die nördlichen Provinzen antreten laffen. Es verlautet Der Generalrath der Arbeiterpartet hat den arbeiter freundlichen" Rabitalen Janson sammt den Progreffiften und Radikalen aufgefordert, an der großen Arbeiterlundgebung für das allgemeine Wahlrecht, für das fe so große Reden balten, Theil zu nehmen. aber das wurde rundweg abgelehnt. Im Prinzip" waren die Herren Radikalen, Progreffiften und Sanson selbst sehr für die Kundgebung; aber da es sich um Dafür eintreten. Janson hat Angst, daß die liber tale iedsch, der Bug sei auf Schwierigkeiten gestoßen und der Kriegsabwendet! Dieſe fadenscheinigen Erklärungen und dieses und Marineminifter bätten, einem vom Generalrefidenten teleiwächliche Inftichlaffen der Arbeiter, der bisherigen beften graphisch ausgesprochenen Wunsche folgend, über die Ab Freunde", findet überall scharfe Verurtheilung. Die Arbeiter sendung von Truppenverstärkung nach Anam be partei bat fi fchon feierlich von Janson und seiner Barteirathen. Losgejagt. Sylland. Großbritannien. gang offen die Meinung aus, daß ohne den Uebereifer Der Bolizei von Unruben nichts au merlen gewesen wäre: Ber ein aufmerksamer Beobachter der vorjährigen Unruhen war, wußte sehr gut, daß dieselben erft durch das Dreinbauen Der Bolizisten mit Säbeln zu ihrer Größe anwuchsen. Es liegt im holländischen Blute, recht viel Bret"( Schers) zu treiben. Es war in der That lomisch anzusehen, wie damals die Boli ten eine Attade auf einen Menschen- Haufen machten, dieser dann außrts, both sobald die Boltaisten stehen blieben, diesen wieder folgte. Dann tam eine neue Attade mit gleichem Er folge, und wieber eine neue, und so ging es Abend für Abend, zum großen Gaudium der halbwüchigen Jugend insbesondere, bis die späte Stunde fte allmälig heimtrieb. Doch auch die befferen Klaffen hatten damals thren Spaß daran, ebenso gingen ganz ehrfame Bürger zur Theaterzett ungefäb: und mit er Bro ungefähr gleichen Erwartungen, mit ihren Frauen nach dem Gin Amsterdamer Mitarbeiter des„ Berl. Tagbl." spricht enthält in der Berfon des Herrn Henry Chaplin einen so ent timland Wege de Le ehemal Berline erichtet, bal Deutsche tiche war n find un n angef * 3 Brun man zu onalität acht wer gen. Dieses chland aus Bri Arbeit bie fo subeden varum wa m Die Lib. Corr." schreibt: Das neue englische Rabinet schiebenen Schutzöllner, wie ein solcher seit lange nicht in einem englischen Minifterium gefeffen. Besonders schien er nach seinen früheren Reden geneigt, zunächst der Einfuhr fremden, vornehmlich deutschen Buders Schwierigkeiten in den Weg zu legen. Aber heute dürfte sein Eintritt in das Rabinet teine Gefahr mehr für die Aufrechterhaltung des Freihandels in Großbritannien sein. Bunächst hat Chaplin tein handels politisches Reffort inne; dann bedarf das lonservative Rabinet der Unterstüßung der seseffionistischen Liberalen, die ihre Bu ftimmung nicht zu einem handelspolitischen Umschwung geben werden, und endlich bietet die wirthschaftliche Lage in allen zum Schußsoll belebrien Ländern eben so viele abschreckende Beispiele, daß Das gefchäftsfluge England, welches die Jahre der Prüfungszeit überstanden, heute am wenigften fich zu dem von ihm längst überwundenen Befiß der nationalen Arbeit" belebren wird." Die Lib. Corr." färbt hier bod etwas zu Gunsten ihres vielgeliebten Freihandels. England hat ebenso Dam( 3entralplay von Amfterdam) ein bischen Inten"( schauen). gelitten, wie feine schußzölnerischen Nebenbuhler, weil die bes Freihandels oder Schussoll zu thun haben. Die auch gar nicht so abgeneigt, es einmal mit der Absperrung bereiten. Nach einem Wolff'schen Telegramm aus Madrid hat Finanzminifter Camacho feine Entlaffung eingereicht. Samacho verlangte Ersparniffe in den einzelnen Minifterien, welche auch gewährt wurden, und selbst sein Vorschlag einer vorläufigen Verwendung der Sonderlassen für das Landheer und die Marine wurde nach einigem Widerstande von Seiten der bes treffenden Abtheilungsminister angenommen. Sein weiterer Plan war, gewiffen Grund und Boben, welcher fich seit langer Zeit im Befige von Privaten und Gemeinden befindet, für den Staat zurüdzufordern und entweder zu verftlbern oder bem Staate die Nußnießung zu sichern. Gegen alle diese Bläne erbob fich zahlreicher Widerspruch. Besonders nahm der Kriegss minister Anstoß an dem Plane seines Kollegen, die bisher une abhängige Verwaltung der speziellen Militärtaffen, deren Fonds fich auf beinahe 60 Millionen Besetas belaufen, unter die Kontrole des Finanzminifteriums zu stellen. Auch die Lands gemeinden, in deren Gebiet Staatswaldungen gelegen find, deren Außnüßung den Gemeinden bisher halb nb halb über laffen gewesen, erhoben fich voll Entrüftung gegen Camacho. Dazu lamen noch die tatalonischen Schutzöllner, welche fich durch den Handelsvertrag mit England geschädigt glaubten, und intriguirten gegen den Finanzminister, welder nun endlich, so vieler Angriffe müde geworden, den Blaz räumt. Aften. Eine der nach allen Beziehungen folgenreichsten Unters nehmungen würde die Ausführung einer telegraphischen Verbindung zwischen China mit Deutschland bilden. Die Rat. 8tg." bemerkt darüber: Eine solche Teles graphenlinie würde außer ihren politischen und wirthschaftlichen Folgen auch einen großen Stoß in die Mauer geben, mit der fich China bis jest von der europäischen Kultur abgeschloffen bat. Nichts steht einer Annäherung zwischen China und dem Abendlande mehr entgegen, als die chineftiche Beichen sprache mit ihren laum überwindlichen Schwierigleiten. Da man aber feine Beichen telegraphiren tann, so ist die Einfüh rung des Telegraphenwesens in China gleichbedeutend mit dem Beginn der Einführung der Buchstabenschrift. Es liegt nabe, anzunehmen, daß diese Pläne auch von der deutschen Telegraphenverwaltung mit größtem Intereffe verfolgt werden. Der Londoner Standard" behauptet, daß die Reise des Mar quis Tseng nach Deutschland hauptsächlich deshalb veranlagt fet, um eine Erleichterung in dem telegraphischen Verkehr von China durch Rußland und Deutschland nach Westeuropa herbet auf ihren. Für China soll dieselbe Vergünstigung erzielt wer bden, die durch den deutsch- ruffischen Vertrag bewerkstelligt wor den ist und zwar im Anschluß an die neue Linie, welche die chinesische Regierung von Peling nach Kiathta oder Matmate fchin zu bauen beabsichtigt. Wenn ein dahin zielendes b tommen zwischen China, Rußland und Deutschland getroffen werden sollte, so würden fortan Depeschen zwischen China und England nur halb so viel loften, wie bisher. Wir lassen dahin. geftellt, ob es gerade dieser Gegenstand ist, der bei der Retse Des Marquis Tieng eine Hauptrolle spielt; die chinesische Re gierung beschäftigt fich indeffen anscheinend sehr ernstlich mit Dieser Telegraphenverbindung, die ihren Verkehr mit Europa von dem englischen und französischen Kabel unabhängig machen soll. Gerichts- Zeitung. Reichsgerichts. Entscheidung.( Nachdruck verboten.) Leipzig, 2. Auguft.( Der Anspruch auf Entschädigung bei er Hittener Körperverlegung.) Die alte Sitte oder vielmehr Un fitte, in der Neujahrsnacht mit Pistolen u. s. w. zu schießen, batie beim legten Jahreswechsel in dem weimarischen Dorfe Schellroda recht traurige Folgen gezeitigt. Der Schultnabe Abolf Lamprecht wußte nichts befferes au thun, als mit seinem Biftol, welches er allerdings nur mit Pulver und mit Bapler pfropfen lub, aufs Gerathewohl in die von Bersonen belebten aber gänzlich unbeleuchteten Straßen feines Wohnortes zu schießen, was andere junge Leute allerdings auch thaten. Unglücklicher Weise wurde nun das Dienstmädchen Meta Großner aus Erm ftedt, welche gerade auf der Straße daber lam, von einem Dieser Schüffe, D. h. dem ziemlich festen Bapierpfropfen gerade theilte allabendlich ihr Blatt Recht voor allen" und die Rol. heutigen Wirthschaftstreife so gut wie nichts mit der Frage Kraft, daß das Auge sofort vollständig zerstört wurde und das an. Nun folgten diesen bald Jungen, und Abends, besonders englischen Industriellen und Landwirthe find in Folge deffen Sonnabends, wurden die begleitenden Rengen immer größer. nach außen zu versuchen. Aber diese Leute waren durchaus nicht von der Sozialdemo 1800 in den Fabriken der Clipens Del Rompagnie in Irafie eingenommen, sondern verhöhnten im Gegentheil Reis die Rolporteure. Alles ging in gewohnter holländischer, fi bis eines guten Abends die Bolizei plöglich mit Säbeln lärmenber Weise, doch ohne jebe schlechte Absicht vor auf die Menge einbieb, mit dem vorerwähnten Erfolg.- Is man endlich so schlau war, die Polizisten wieder auf die ge wöhnliche Anzahl zu reduziren, und den Säbel in der Scheide ulaffen, fiel die ganze Bewegung in fich zusammen, denn da es nichts mehr zu„ lyten" gab, blieb der Holländer ruhig au Cause. So war es auch gestern beim Begräbniß. Man Barons. Glasgow beschäftigte Arbeiter haben die Arbeit wegen einer Lobnreduktion von 5 pet. niedergelegt. Der Streit wird wahrscheinlich sehr lange anbauern, da beide Barteien fest auf ihrem Standpunkte bebarren. Auch in den Werlen von Goodwin und Motherwell ist den Arbeitern eine Lohnreduttion angekündigt worden. Der Ausbruch des Streils in diesen angekündigt worden. Der Ausbruch des Streits in diesen Werlen wird täglich erwartet. Spanien. EB OF In Spanien scheint fich eine Miniftertrifis vorzuwie es ruhte sein Blid auf dem spöttisch lächelnden Antlig bes genau belannt sein-" n!" bann follie ibm i bring and irir eine bann rube idte Beine chieb nab en unb Be berliek bal ein modhte gefaßt bat eines Be abe Bewe fogar bara ababato obiefes Lonnte, a " Sie hätten mich fast umgerannt," sagte der Baron, es ist doch hell genug, daß fie mich sehen fonnten." Berzeihen Sie, ich war in Gedanken vertieft," er wiberte Paul, der seine volle Fassung wiedergefunden batte. Und arme Mädchen ist nun zeitlebens eniftellt. Selbstverständlich wollte Niemand der Thäter sein, aber verschiedene Um ftände bewiesen doch zur Genüge daß Lamprecht den verhängnißvollen Schuß abgegeben hatte. Der beftand betreffende Pfropfen nämlich aus Bapter, welches einem Schulfchreibhefte Nr. 3 entftammte. Lamprecht, aufgefordert, fein Schreibbeft mit dieser Nummer vorzuzeigen, wat hierzu nicht im Stande. Der Lehrer gab dann auch sein Gutachten babin ab, daß die Schrift, welche auf dem Pfropfen. papier zu fehen war, diejenige Lamprechts set. Daß dieser fich einer Schuld bewußt war und die Verdachtsmonomente zu be fettigen trachtete, ging daraus hervor, daß er noch in derselben Nacht sein Tergerol von neuem lub und zu dem ẞfropfen dies mal Papier aus einem Kalender benuste. Das Landgericht in mußterte,„ übrigens der Einbrecher in dem Hauſe ſehr ftaltungsstüd. Wenn der eine oder der andere 3brer Bere " Hat man sichere Spuren entbedt?" " Jawohl und auffallender Weise sind es genau dieselben fagte Paul mit scharfer Betonung. Spuren, bie brüben meinem Bruder das Leben tofteten", Dann würde vielleicht auch hier der Verdacht auf Ihren Bruder fallen, wenn er noch lebte," fpottete Denten?" spottete der Baron. I Sie ſo angelegentlich nachzuber Baron.„ Herr Gottschall befindet sich hoffentlich „ Herr Gottschall befindet fich hoffentlich wohl 8" a Vielleicht darüber, wer den Einbruch bei dem Rentner Gottschall begangen hat." Bei dem Rentner Gottschalt?" wiederholte Werner Aberrascht. Das intereffirt mich; wann ist die That verübtl worben?" Bor einer Stunde, aber es ist bei dem Versuch ge Er allerbings, aber feine Haushälterin nicht, der Schuft hat fie niedergeschlagen-" Eine töbtliche Verlegung?" " blieben, ber Berbrecher hat die Thür des Schlafzimmers müßte." nicht öffnen tönnen." „ Er ist gestört worden?" Das nicht, von großer Bedeutung scheint es nicht zu fein, aber es war doch ein Alt der Roheit, und ich möchte bem Burschen wünschen, daß er dafür im Buchthause büßen 017 Werner lachte, es war ein recht höhnisches, verlegendes Denten Sie nicht Lachen. Fromme Wünsche!" sagte er. allzueifrig" barüber nach; was fümmern Sie die AngelegenIchloß befindet, ein erfahrener und geschickter Einbrecher heiten anderer Leute 1 Er wußte nicht, daß sich an dieser Thür ein Kunst fcheint's überhaupt nicht gewesen zu sein." Er griff flüchtig an den Hut und setzte seinen Weg fort, topfschuttelno blickte Baul ihm nach. offaen." Was Sie fagen! Und was hatten Sie dabei zu Das Schloß an der Thür war burch die Stümper arbeit bes Schurken unbrauchbar geworben, ich mußte es So, fo, und gestohlen wurde nichts?" night me er Baron Selfershelf bolten, b teine befrieb nur auf pe Berorbentli en feft ur ein Abe er 3wed bit burch ein bem Mant angelegentli Nein." blonben Bartes. 0411 058 „ Wie soll ich bas nun verstehen?" brummte er. Heute jagt er mir, ich lebe so tief unter ihm, daß er gar feine Notiz mehr von mir nehmen dürfe, und morgen rebet er mich wieder an, um sich nach Ereigniffen zu erfundigen, bie ihn noch weniger als mich intereffiren tönnen! Sollte man ba nicht glauben, er habe hier auf mich ge Det Baron brehte raftlos an den langen Enben seines wartet?" or Auch er schritt jetzt weiter, und als er bas elterliche babe baffelbe Simmer früher bewohnt," sagte er, Baus erreicht hatte, mußte er dem inzwischen heimgekehrten bamals fonnte man die Thür auch im verschlossenen 3u Bater das Vorgefallene berichten. Raabe mit einem schwachen Fußtritt öffnen, Herr Gottschalt fcheint als vorsichtiger Mann diesem Uebelstande gründlich abgeholfen zu haben." 1086) i, erwiderte Paul adfelgudenb, während er mit einem Die Borsicht gebietet sich von selbst, wenn man reich 180.18 ( Fortseßung folgt.) Aus Kunst und Leben. raschen, prüfenden Blid ben eleganten Anzug des Barons Personal): Morgen beginnen die Proben zu dem neuen Aus Werthschäßung. Theater Direttor( zu dem Statiften. " wandten oder Freunde in statistischer Eigenschaft fich bethelligen will, so bringen Sie ihn nur mit. Wir brauchen nämlich enorm viel Böbel zu dem Stüd." Der dreffirte Frosch. In Scheveningen( Holland) er schien vor einigen Tagen ein Amerikaner, welcher der dortigen Badegesellschaft eine große Merkwürdigkeit seigte, nämlich einen brefftcten Frosch. Nachdem eine Anzahl Kurgaste, darunter auch einige Naturforscher, fich um den Tisch gefegt hatten, stellte der glückliche Befiger des Wunderthieres das flache Gefäß, worin fich der Frosch befand, auf den Tisch und erklärte, daß ber Frosch genau die Stunden quale. Um den Beweis zu liefern, erbat fi der Jmpresario des Laubfrosches eine richtig gebende Uhr. Einer der Herren reichte ihm seine loftbare Remontotre uhr, und nun warteten alle gespannt auf den Moment des Qualens. The aber die Stunde um war, entfernte fich der Froscheigenthümer auf eine Winute" aus dem Simmer und brannte mit der Uhr durch, während die Herren den wunders baren Laubfrosch noch lange durch Brillen und Boider bes äugelten. Bis heute hat der Froschbeftger die Uhr noch nicht wiedergebracht, und der Frosch leider auch noch nicht gequati. Die Leiftungen einer Taschenuhr. Nach den Mit thellungen einer großen Uhrenfabrit machen die melften Taschenuhren in der Sekunde fünf Unrubeschwingungen, d. h. also im ganzen Jahre 157 680 000 Schwingungen. Der Durch meffer der Herrenanferubr beträgt durchschnittlich 18 Millimeter, Der Umfang also 56,52 Millimeter. Rechnet man nun für jede Schwingung nur eine Umdrehung der Unruhe und denti man fich diese Schwingungen anstatt hin und her schwingend stets in einer Richtung fortrollend, so würde die Unruhe einer Taschenuhr in der Befunde 28,75 Gatimeter, im Tage 24,84 Kilometer und im Jabre 8908,92 Rilometer durchlaufen. Be benkt man, daß die Uchfen der Unrube nur 10 Millimeter did find und daß die Uhr ununterbrochen im Gange gehalten wird, so tann man fich eine Vorstellung von den ungeheuren Anforderungen machen, ble an bleſe lleinfte aller Diapeuten geftellt werden. Interessant ist noch die Frage, wie viel ühren durch eine Maschine von einer Pferdekraft in Bewegung gefegt werden fönnen. Da die Kraft eines die Taschenuhr bewegenden Motors= 0,000000047 Bfesdefräfte ift, so würde eine Maschine von einer Pferdekraft rund 270 Millionen Uhren im Bange balten können. Reichsbevölkerung fich überaus start vermehrt, nämlich um 2 506 689 Röpfe oder durchschnittlich jährlich 1,14 pt. ber mitt leren Bevölkerung; in den vier Jahren 1. Dezember 1871/75 um 1668 568 Röpfe 1 pCt. Während der legten Bählungs. periode ift daher die durchschnittliche jährliche Bevölkerungs zunahme gegen diejenige ser vorhergehenden um 0,44 pt., gegen diejenige von 1871/75 um 0,30 pet. Der mittleren Bes völlerung zurüdgeblieben. Die Bahl der Eben bat abgenommen, und wenn auch die Biffer unehelicher Geburten in diesem Bett raum emporgefchnellt ist( oon 100 Geborenen waren, wie wir bereits früber gezeigt, im Jahre 1872 nur 8,90 Uneheliche, 1875 nur 8,65, 1880 dagegen 9,00, 1882 9,29), fo bat boch durch das wirthschaftliche Elend, durch die fortschreitende Beramung der Maffen zum Bwangsgefes gewordene Cheloftgleit ein nicht unbedeutendes Defizit in das das Bevölkerungsbudget ge διαφί. Während im Jahre 1872 423 000 Ebefchließungen zu verzeichnen find, hat das Jahr 1875 nur noch 386 746, bas Jabr 1878 blos 340 016, bas Jabr 1883 352 999 aufzuweisen. Auf 1000 der mittleren Bevölkerung famen 1872: 10 29 Eheschließungen 1878: 7,71 Eheschließungen 1873: 10,02 1879: 7.51 1874: 9,53 1880: 7,48 1875: 9,10 1881: 747 1882: 7.68 1883: 7,70 Weimar fab die Schuld des auf Grund des§ 224 angeklagten Lamprecht als erwiesen an und verurtheilte ihn au vier Wochen Gefängniß sowie zur Bahlung einer Buße von 2000. an Die Berlegte, welche fich dem Verfahren als Rebentlägerin angefchloffen hatte. Der Baier des Angeklagten, welcher natür lich für die Bablung dieser Buße haftbar war, legte Revifon ein und begründete dieselbe damit, daß der Anschluß der Nebene flage nicht formgerecht geschehen sei und daß die Verlegte leinen Sintrag auf Buerfennung einer genau normirten Entschädigungsfumme gestellt babe. Auch die Verurtheilung im allgemeinen wurde angegriffen. Der Reichsanwalt führte dazu folgendes an: Die nach§ 57 erforderliche Einsicht des jugendlichen Ange flagten ift in genügender Weise festgestellt. Eine Bestimmung, wonach Minderjährige leine fabrlässigen Bergeben begeben fönnten, exiftirt nicht. Der Thatbestand der fahrlässigen Körperverlegung und sogar das erschwerende Moment des§ 224 ist vollständig genügend festgestellt. Richtig ist, daß die Anschlußerflärung schriftlich erfolgt sein muß. In dem ersten Schreiben, in welchem der Strafantrag geftellt und eine Entschädigung gefordert wird, lann man dieses Erfordernis für erfüllt an fehen. Daß der Antrag beim Gerichte selbst eingereicht sein muß, ift nirgends bestimmt; wenn der schriftliche Antrag auf Buerkennung einer Buße durch Vermittlung des Staatsanwalts an das Gericht gelangt, so genügt das. Daß ein ausdrüdlicher Beschluß auf Bulaffung der Nebenklage nicht erfolgt ist, ist richtig, aber daß die Staatsanwaltschaft über die Bulaffung nicht gehört sei, wie die Nevifion behauptet, lann nicht zuge geben werden. Das Gericht fonnte also die Nebenklage zu laffen, wenn auch nicht durch schriftlichen Beschluß, so doch fattisch. Dagegen liegt allerdings ein Mangel vor, über den man nicht binweglommen Tann und Das ist der der Umstand, daß nicht, wie erforderlich ist, 谁, Der Betrag Der verlangten Buße in Dem Antrage angegeben ist. Es heißt im Gefeße, daß dem Verlegten ein höherer Betrag, als er gefordert hat, nicht zuerkannt werden darf. Die Verlegte hat feine Summe angegeben und das Gericht hat doch auf eine Summe erlannt. Das ist ein un fanitbarst Mangel. Es ist ja möglich, daß die Geschädigte eine so hohe Summe nicht verlangt haben würde, wenngleich angegeben werden lann, daß die Summe von 2000 D. eine angemeffene ift. Das Gericht war dringend veranlaßt, die Rebentlägerin darauf hinzuweisen, daß fie eine Biffer angeben müsse. Hätte fie leine Biffer angegeben, so wäre dann ein Anlaß gegeben gewesen, nicht auf eine Buße au erkennen. Das Gericht ließ fie auf dem Wege, den fte unwiffentlich be treten hatte, ruhig weiter geben und hat hierdurch gegen das Gefes verstoßen. Insoweit würde also das Urtheil aufzubeben fein. Das Reichsgericht( III. Straffenat) bob darauf in dem angedeuteten Umfange das Urtheil auf und verwies die Sache an die Instanz zurüd. In ihren übrigen Theilen wurde die Revision verworfen. 1876: 8.52 1877: 7,98 H " " " 1 Diese Bahlen sprechen für sich selbst. " " 11 " " Ueber die Bertheilung der Bevölkerung auf Stabt und Land liegen vollständige Nachweisungen noch nicht vor; auß ben eingegangenen läßt fich entnehmen, daß auch in der legten Bählungsperiode ein bedeutender Buzug vom Lande in die Städte stattgefunden hat, da die letteren in ihrer Be fammtheit, die größeren auch im Einzelnen, eine über die natürliche Vermehrung weit hinausgehende Bevölkerungs Bunahme erfahren haben. Es steht binfichtlich der Größe der Bunahme Berlin mit durchschnittlich 3,17 pet. an der Spige aller barin aufgeführten Bezirle, und ihm folgt unmittelbar Hamburg mit 2,67 pЄt. München, 1. April. m 29. v. Dis. hatten fich beim hiefigen Lnndgericht 21 Schneidergebilfen wegen Berge bens wider das Vereinsgeses au verantworten. 15 Derselben find beschuldigt, daß fte, tros der durch Beschluß Der Igl. Polizeidirektion München vom 5. April 1885 verfügten Schließung des Fach vereins der Schneider Münchens, welchem Verein fie bis botthin als Mitglieder angehörten, dennoch wieder, und zwar am 11. Mai 1885 im Saale zum„ Kreuz, bräu", am 22. Juni 1885 im Saale der Neuen Welt" und am 2. März 1886 im Reusbräu" zu Versammlungen fich einfanden; die übrigen und ein Theil der ersteren find ange tlagt, daß fie als Mitglieder des obengenannten Vereine, welcher nach seinen Zweden und seinem Nuftreten als ein politischer Verein zu erachten ist, seit dem Herbste 1884 mit dem auf dem Schneiderlongreffe zu Botha im Juli 1884 tonfti tuirten und gleichfalls als politischer Verein zu erachtenden " Bentralverbande der Vereine der Schneider und verwandten Berufsgenossen Deutsch lands in der Art in Verbindung getreten und gestanden find, daß der hiesige Fachverein der Schneider mit dem ge nannten Bentralverbande unter gemeinsamen Drganen, bie thren Sit in Hamburg und Frankfurt a. M. erhielten, au bebenken, baß es vielfach einfache Lagelöbner find welche die früher von geiidten Berufsarbeitern gethane Arbeit leiften. Hobelt doch jest ein Rnabe so viel bola, wie früber 25 Mann. Das Weben baumwollene Waaren mit Dampflraft bat drei Mal so viel Weber verdräng an einem Stubl, ale früher nöthig, und ein Weber lann je 2-10 Webstühle bedienen, wäbrend früher einer nur einen be biente. Binnen den legten 10 Jahren allein ist in der Weberei die Hälfte der Arbeiter überflüssig geworden für das gleiche Bro bult. So rapid und umfaffend. wie in merila, haben fich die Berhältniffe in Europa nun freilich nicht verschoben; aber e ift diefelbe Entwidelung, welche wir unter unseren Augen aud bei uns fich vollziehen sehen, nur langsamer, und darum find die vorstehenden amtlichen Biffern auch für uns sehr lehrreid. Sie zeigen, wie rasch heute eine fünftliche Uebervölkerung e jeugt wird, und fie zeigen augleich, wir leicht es in einer befieren Bukunft sein wird, alle Bedürfnisse des Volles beden. Die Maschinen sind heute noch die Konkurrenten und Feinde der Arbeit, welche die Arbeiter brodles machen. bald werden fte bazu dienen, die Arbeit Aller au erleichtern und Die Benüffe Aller zu vermehren. Unter den anderen Bezirken, welche die Tabelle namhaft macht( Staaten bezw. größere Berwaltungsbezirke), haben die jenigen, deren Bevölkerung erheblich gewachsen tft, faft sämmt. lich entweder große Städte oder eine bedeutende Industrie. Eine Bunahme von mehr als 1 pet. durch schnittlich jährlich weisen nämlich auf: Arnsberg( 2,12), Reuß i. 2.( 2,02), Düffeldorf( 1,94), Mannheim( 1,85), Lelp aig( 1,78), 8vidau( 1,47), Röln( 141), Braunschweig( 1,29), Anhalt( 1,25). Freie Stadt Lübed( 1,25), Dresden( 1,23), Bremen( 1,20), Reuß a. 2.( 1,15), Merseburg( 1,12), Han nover( 1,10), Botsdam( 1.09), Magdeburg( 1,09), Dber. bayern( 1.08), Schaumburg Lippe( 1,01) und Karlsruhe( 1,03). Dem be Nr. D einiger frage" balten, jest D Stöder folgend In Singer mich pe laffung Da gemacht Stöder Die armen" Reisenden. Folgende Belanntmachung Sorelb des Verpflegungsanftalt in Neustrelit fennzeichnet in eine fonderbaren Welse den in diesen Anstalten herrschenden Ge chriftlicher Milde. Es beißt da:" In der Anstalt einle rende Wandrer find fofort bei ihrem Eintritt nach ihrem Batt fchäftigungsfache zu befragen und wenn in diesem Arbeitsan erbietungen vorliegen, so sollen die Betreffenden, ohne bal ihnen Verpflegung verabreicht wird, auglichen Arbeitgeber zugewiesen werden. Weigern fie fich, die Arbeit anzunehmen, fo find fie sofort aus der Anstalt au ve weisen und der Polizei zur Beftcafung zu übergeben. Nur i dem Falle, daß die ihnen nachgewiefene Stelle beretts befe ift oder fie doch nicht angenommen wurden und darüber einen genügenden Nachweis beibringen, darf ihnen Verpflegung geben werden." Also, bemerkt hierzu die Elberfelder Breffe", wenn ein total erschöpfter Mensch tommt, muß er durch die ganze Stadt trollen und den genügenden Nachwei erbringen, daß die ihm als valant bezeichnete Stelle bere befest ift. Glaubt man denn übrigens, daß bei der heutig Der Niedergang des Kleinbauernthums, die in der Land wirthschaft gleichfalls alut gewordene soziale Frage treiben das ländliche Proletariat in immer größeren Raffen in die Städte, wo fie, ohne Drganisation und gemeinsames Streben, ausge zeichnet" durch ihre Bedürfnißloftgleit, eingerichtet auf niedrigfte Löhne, längste Arbeitszeit die Lebens- und Arbeitsverhältniffe der städtischen Arbeiterklasse auf's tieffte brüden, und, ein Spielball in der Hand des Unternehmerthums, als eine gefähr liche Waffe gegen die Bestrebungen behufs Erringung befferer Arbeitsbedingungen fich darstellen. Konkurrens schlimmster Art, in Beiten der Krise und Arbeitslosigkeit ein neues Bleigewicht zu der Laft der industriellen Reservearme, so tommt die Noth Dom Lande zur Noth in den Städten zu Gaste. Ueberfülle von Arbeitsträften der Unternehmer sofort ein Ma rüften wird, wenn ein neuer Arbeiter eintritt? Wozu den Namen, Berpflegungsstation", wenn man Niemand pflegen will? ben Die wachsende Verschuldung des Grundbefizes in erster Linie der Landwirthschaft, spiegelt fich in folgende Bablen wieder. Es betrug der gesammte ypothelas laftenstand in Defterrreich zu Ende der Jahre: 1868 2084,4 Millionen Gulden 1877 2969 5 Millionen Gulbe 11878 2989,5 1869 2105,2 1870 2112,6 1871 2161,6 H " 1879 3019,6 " H H 1880 3020 2 H " 1872 2271 8 1881 3048 3 H " 1873 2491.5 1882 3078,3 " " 1874 2664 9 1875 2816 8 1876 2930 8 1883 3129 8 H " H H H 1884 3200,7 " " gegenüb und In nut gar Abgeor fgaft a EDE Der Wa Je Arbeiter an Me wirb, u Arbeit In einsig Innerhalb fiebzehn Jahren hat demnach die Verschuldung des Immobiliarvermögens in Defterrei um 1116 Millione Gulben zugenommen. Streit. Bosen, 2. Auguft. Die Erdarbeiter, welche i neuefter Beit auf dem städtischen Grundstüd an der Groß Gerberstraße bei der Kanalifirung der Bogdanla beschäfti waren, haben, angeblich wegen Differenzen mit ihrem Schad meister, heute Morgens ihre Arbeiten eingestellt, währen Die übrigen Erbarbeiter, welche bei der Kanalifrung bem Kleemann'schen Grundstück beschäftigt find, weiter a Maschine und Hand. In welchem Maße die Maschine bie Arbeit erfest und verdrängt hat, wird illuftritt durch den jüngsten amtlichen Bericht des Arbeitskommiffars der nordamerikanischen Union. Danach würden, um damit anzufangen, bei der Fabrikation von Aderbaumertzeugen 2145 vielseitig gefchickte Handwerker nöthig sein, um soviel Produkt zu liefern, wie jest vermittelst Maschine von ganz einseitig geschidten Lagelöbnern, 600 an der Bahl, geliefert wird. Ein Baar Hände arbeiten also jest soviel, wie früher durchschnittlich 3,75 Baar Hände. Bei der Anfertigung fleinerer Feuerwaffen ver Drängt jest Mann 44-49 Mann, welche früher dieselbe Mann, was früber 1,11, beim Feuersiegelmachen, was fiüber 1,66, beim Wagenbau, was früher 3,5, bei der Besenmacherei, was früher 3 oder 4, beim Daubenzuschneiden, was früber 5, in der Schuhmacherei( Frauenstiefelchen), was früher 5, in einigen Bweigen der Glasmacherei, was früher 6, in der Schneiderei, was früher 6-9, bei der Mülleret, was früher 4, in der Stell macheret, was früher 10, bei der Teppichmacheret( beim Spinnen), was früber 75-100,( beim Weben), was früher 10, ( beim Messen und Bürften), was früher 15 u. f. f., wobei au einem gegliederten Bangen vereinigt wurde und ersterer Arbeit leiteten; Deim Biegelmanen tout jest ein anno 4. Ziehung d. 4. Klasse 174. Königl. Preuß. Lotterie. Biebung vom 8. Auguft 1886. Rar bie Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Summern in Barenthese beigefügt. beiten. Briefkasten der Redaktion. au Voltsblatt" toften pro Exemplar 5 Bf., Sonntagsnumm Abonnent in 6. Einzelne Nummern des Berlin bas rot Randige in bem für ble Tidge 5 berubt thatfa Eb Bera P Be ift bles Leiterin Firma Stontur erdichte abfolut gleiche Daß ein ift, auf 重 Auß aut Wa fchäftsin rbobun tonftatir Firma i Br. Expedition, Simmerstr. 44, beziehen. Sie tönnen tie fehlenden Nummern durch unfe F. L. Das ist ganz verschieden, im Allgemeinen find bis 41 Grad Celfus erforderlich. St. S. 100. Sie thun am besten, wenn Sie einen fragen, wir beweifeln die Schädlichtelt. 647 8.8 15553( 300) A. S. 25. In dieser Angelegenheit tönnen wir leider teinen Rath ertheilen; ein solches Institut ist uns bekannt. 32 54[ 3000] 65 76 83 318[ 30001 97 472 544[ 300] 46 53 65 67 94 612[ 300] 96 748 71 822 54 57[ 1500] 66( 300) 93 96 906 57 63 86 229 72 130001 84 389 406 13 59 3000) 515 699 755 74 80 49021 44 79 88 317( 300) 451 89 520 611[ 1500] 25 81 719 50 53 50008( 300) 9 33 193 221 67 310 41 67 99[ 300] 417 24 27( 5 85 96 518 20 35 606 750 66 67 71 829 31 949 91[ 550] 97 1101 54140 1300 62 70 930 49 1004 8[ 300] 44 121 88 331 431 43 63 88 503 9 1300] 12 8[ 300] 52 52048[ 550] 89 100 205 20 85 92 324 50[ 550] 438( 15 641[ 1500] 84 772 878 925 2017 76 87 186 87 237 38 69 318 32 64 411 681 745 76 835 54 91 990 99 53026[ 550] 40 164 86 298( 1500 [ 300] 12( 1500) 60 86 88( 300) 96 217( 3000) 82 83 96 464 60 514 55083000 90130001407353000065 524 46 49 50 602 34[ 550] 43 67 63 64 68 81[ 6000] 88 534 603 7 39 47 92 719 801 11 37 90 943 3008 3000] 511 34 64 764[ 3000) 804 37 64 1550] 999 612 19 29 98 811 42 56 78 88[ 300] 910 37[ 3000) 86 4106 13 17 35 58 900 11 57 81 207 25 35[ 1500] 92 400[ 1500] 81 510 39 54 63 601[ 300] 715 814 29 920 39 58 94 583 656 60 701 7[ 300] 23 26 54 87 833 34 48 89 947 76( 550) 55016 29 75 77 94[ 1500] 187 297 361[ 300] 81[ 550] 90( 550) 45 5017 58 89 97 112 52 89 301 9[ 300] 48 72 85 413 78 82 575 607 8 56052 129 57 86 459 62 508[ 300] 97 607 28 74 828 75 81 906 19 61 741[ 800] 63 64 826 38 64 6027 74[ 300] 142 284[ 550] 56 372 522 57094[ 1500] 99 131 32 44( 550] 226 337 39 44 79 89 434 17 89 617 46 705 36 87 64 72 80 872 88 965 7088 92 108( 550] 20 42[ 300] 308 77 88 626 727 935[ 300] 51 58130 55 86 398 408[ 550] 608 742 806 51 409 11[ 550) 24 535 54 602 37[ 550] 718 45 815 47 49 54 89 8181 56 57 62 75 944 93 59001[ 3000] 25 90 110 18 29[ 550] 317 492 716 fich den Beschlüffen und Drganen des letteren unter warf. In der Richtung gegen einen unter den 21 Genannten befindlichen, zur Beit dienstpräsenten Soldaten wurde laut Beschluß des Militärbezirksgerichts München vom 10. Mai 1. J. in Anwendung des§ 75 Des bayer. A.-G. zur R..St. P. D. die Aburtheilung desselben den bürgerlichen Strafgerichten überwiesen. Ein weiterer Beschuldigter ist im Laufe der Untersuchung gestorben und damit das Verfahren gegen denselben erledigt. Die Angefchuldigten erklären, in threr Bugehörigkeit zum Zentralverband leine Ungefeglichkeit erbliden zu lönnen; auch sei durch die angezogenen Bersamm lungen der aufgelöfte Fachverein nicht fortgeführt worden. Beuge Polizeilommiffär Göhler deponirt, daß seiner Ueberzeu gung nach die sozialdemokratische Partet fich auf die Drganisa tion der Fachvereine geworfen habe, als Erfaz für die Orgas nisation, welche ihr durch das Sozialistengeses unmöglich ge macht wurde. Dadurch, daß Fragen, wie Normalarbeitstag, Abschaffung, bezw. Einschränkung der Buchthausarbeit, fpeziell auch das Schneidergewerbe betreffend, besprochen wurden, sei Der Verein seiner Ueberzeugung nach noch nicht als poli tischer zu betrachten. Um 4 Uhr wurde die Berhandlung wieder aufgenommen und ergriff nach beendeter Beugenverneb mung Staatsanwalt Bohl das Wort, welcher ausführte, daß bei dem Fachverein der Schneider die eingereichten Statuten, nach welchen die materiellen und geistigen Intereffen der Mit glieber gewahrt werden sollen, nur ein Dedmantel gewesen felen, da vom ersten Augenblide an die soziale Frage behandelt wurde. Der Herr Staatsanwalt sitirt aus einem landgerichtlichen Urtheile den Sat, daß die gewerblichen Vereine von dem Augenblicke an, wo die Sozial bemokraten Butritt haben, vollständig durchsäuert werden und nicht mehr gewerbliche Fragen behandeln, sondern fich auf das politische Gebiet begeben. Das Bleiche sei bei dem Fach verein der Schneider der Fall gewesen, der ganz gewiß ein politischer Verein war, weffen fich alle Angeklagten gang bestimmt bewußt waren. Er hält die Antlage in allen Theilen aufrecht, hierbei hervorhebend, daß er bloß gegen die Vereins vorstände die Antlage erhoben habe, da es nicht opportun schten, alle Mitglieder des aufgelöften Vereins unter Antlage zu stellen. Im übrigen glaubt der Herr Staatsanwalt selbst, baß auf leine hohen Strafen erkannt werden dürfte, und legt Dem Gerichtshof die Annahme mildernder Umstände nabe. Rechtsanwalt Dr. Bernstein, der die Vertretung sämmtlicher Angeklagten übernommen hatte, sucht die Antlage in allen thren Buntten zu widerlegen, da die heutige Verhandlung nicht ben Schatten eines Beweises ergeben habe. Hauptsächlich tritt er der Annahme entgegen, als ob in dem Fachverein der Schneider sozialistische Tendenzen befolgt worden wären. Die Urtheilspublikation findet am Donnerstag, den 5. Auguß, Bormittags 8 Uhr, statt. Bum Schluffe fet noch bemerkt, daß Der Vorstand des Fachvereins der Schneider die Beschwerde wegen der Auflösung sowohl zum Verwaltungsgerichtshof als auch zum Minifterium des Innern einreichte, die aber bis jest nicht verbrschieben wurde. Soziales und Arbeiterbewegung. 66 216 35 92 403 66 541 635 57 86 728 64 877 86 925 44 9009 130 45 78[ 1500] 203 62 99 872 82 480 542 642 48[ 1500] 78 93[ 3000] 760 837 74 908 51 90 59 81 807 19 95 955 [ 300] 70 301 11 73 97 425 44[ 1500] 66 531 73 89 639 45( 6000) 951300 70 6601 60126 99 212 95 436 42 58 500 64 640[ 800] 719 40 869 938 6113 10002 11 37 62 65 87 102 80 304 9 49 72 471 544 50 602 18 710 724 67 74 81 813 92 948 83 62109 62 79 211 25 491 500 608( 300) 46 89 9 70 72 82 830 11020[ 800] 37 104 25 51 224 25 95 312 45 46 432 49 737 807 61( 550) 91 933 52 79[ 300] 63011[ 1500] 14 45 94 95 107( 300) 359 81 93 451 52[ 1500] 62 74 87 501 70 758 70 99[ 800] 827 64 67 929 80 958 77 64025 54[ 300] 74 252 13000) 58 72 89 320 30 444 529 73 Die deutsche Boltezählung vom 1. Dezember 1885 bat eine ortsanwesende Bevölkerung von 46 840 587 Röpfen ergeben. Es zeigt fich nun, daß nach dem Bäblungsergebniß die Reichs devollerung feit dem Jahre 1880 eine Vermehrung von 1 606 526 Röpfen erfahren hat, das macht einen Suwachs von Durchschnittlich jährlich 0,70 pet. der mittleren Bevölkerung der Bertode. In den fünf Jahren 1. Dezember 1875/80 batte die 45 79 13114 207 44 46 324 400 79[ 550] 95 582 610 33 56[ 15 000] 7.8 628 59 70 737 47 811 65 830 31 959 74[ 300] 14161[ 300] 200 20 60 385 94 96 97 515 20 608 54 57 13000 99[ 550] 750[ 800] 953 65013 40 1300] 44 45 113 233 44 72[ 300] 82 434[ 300] 54 71 85/30 85 527 92 754[ 3000] 824 53 926 16194 217 89 62 81 306 93 417 63 46 49[ 550] 67053 97[ 300] 138 418 556 80 813 61 940 57 68006( 55 15012[ 3000] 19 28 38[ 1500] 69 163 853 1300] 405[ 1500] 18 23 77 70 71 85 203( 550) 28 55 494 1300) 538 80[ 1500] 688 93 741 60 883 908 534 63 624 35 52 716 57 818 31 32( 3000] 72 917 66097 106 60 300 93 531 40 55 710 11[ 550] 15 18 888 77 914 28 58 94 17016[ 300] 110 52 91 109 18 53 61 97 245 68 78 98 307 74 451[ 1500] 54 563 86 91 6 36 48 99 222 404 17[ 300] 438 573 77 637 721 72 90 835 938 63 18015 95 725[ 300] 74 877 904 6 16 43 44 58 72 69047 347 91 308 4314 40 41 138 66 289[ 3000] 98 325 50 484 535 6 1 783[ 3000] 872 19008 58 1300] 526 55 96[ 300] 686 812 33 920 58 83 87 9 27 68 142 82 207[ 300] 16 17 37 56 304 10 51 91 95 466 504[ 1500] 13 85 59 1550 70 604 63 86 99 786 832 38 94 70002 103 59 201 17 43 44[ 1500] 45 61 84 331[ 1500] 41 438 64 512[ 300] 15 636 89 702 10 14 813 62 63 90 906 36 79 71010 65 20005[ 300] 252 75 313 27 29 32 44 64 434 44 66 575 604 21 804 116 67 213 81 406 63 78 25 691 742 62 98 808 82 88 941 77 720 95 21056 117 498 506 8[ 1500] 24 614 98 769 88 851 63 927 63 81 57 190 95 304 30[ 300] 36 59 62 431 33 44[ 300] 505 12 15 84 634 22008 65 124 43 65 342 68 491 535 626 57 710 65 77 96 904 30 84 96[ 300] 731 44[ 550] 78[ 3000] 91 816 917 83 73032 90 97 102 27 205 27[ 300] 77 95 806 8 80 95 473 525 703 36[ 300] 72[ 300] 90 805 74012[ 3000] 36 38 45 66 160 289[ 550] 409[ 300] 78 86 89 677 89 24045 47 141 42[ 1500] 84 341 417 46 59[ 300] 71 555 86 95 612 57 728 98 894 955 74( 15000 28099 352 451 82 661[ 550] 901 21 54 63 28 40 907 34 25005 129 55 94 209 26[ 300] 40 306 451 68 530 49 84 85 646 60 712 60 840 961 64 17 63 57 60 845 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Gronheim in Berlin. Druck und Berlag von Mag Babing in Berlin 8W, Beuthitage 2. 47049 140 213 14 412 61 614[ 3000] 88 602 23 50 68 701 45 865[ 1500] Des Ent Der Arbe biele M bisher m e alfo mer find beitern abe so viel mwollener verdrängt lann jest r einen be wer Weberei leiche Bro en fich die aber el Augen aud Darum find lebrreid lterung e in einer Volles Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 179. Lokales. Das„ Chrihlich- soziale Korrespondensblatt" hatte vor renten und einiger Beit einen Artikel unter der Ueberschrift 8ur Singer Gen. Wit frage" gebracht. Die Auslaffungen waren in dem Ton ge ichtern und halten, welcher überhaupt jenes Blatt auszeichnet. Wir erhalten et von dem Reichstagsabgeordneten Paul Singer ein intmachung Schreiben, in welchem er au den ihm in dem Drgan des Herrn Söder gemachten Borwürfen Stellung nimmt, und welches folgenden Wortlaut bat: et in eine nden Geiß alt einle threm Be Arbeitsan bne dal Dem be The fich, bit alt zu ve 7. Nur in retts befe über einen Tegung Frek Der muß er e Nachweis elle bereit et heutigen tein Ra Bozu be mand o figes, a thelan abre: folgender en Gulbe erfchuldung Millioner welche Der Große befchäftig m Schad währen Trung t weiter ap Berlin agsnumm urd unf en find einen wir S t uns 567 94 7 63 4 800 9 50 53 24 275 1101 48 53 9 438( 15 98( 1500 1300) 36 43 67 7 90( 550) 451 76( 550 81 906 19 77 89 817 508 742 806 317 492 718 69 938 611 6000) 95 300 ( 300) 46 88 9 496 107 1300 47 70( 660) 30 444 529 73 54 71 85/300 7106 60 1300 41 60 883 908 68006( 55 563 86 91 68 91 308 431 1438 64 71010 66 41 77 720 15 84 634 7 102 27 74 15000 89 677 89 0( 300) 98 3001 126 01 20 1300 86 518 25 954 66 1 12 19 57 9736 8639 981( 3000 52 65 1 064 200 30 818 78 80 6000) 19 28 68 3 57 60 68 683 44 8000 86 808 63 [ 800] 39 6 984 884 01 84 799 567 69 73 8 86( 560 43 76 300 7.89 146 26 30 15 60 807 19 e Bellag In Nummer 28 bes Chriftlich- sozialen Korrespondenz Matt", welches mir, erst jest augeht, befindet sich ein Bur Singerfrage" überschriebener Artikel, deffen Inhalt, soweit er mich persönlich betrifft, mir zu folgenden Bemerkungen Veranlaffung giebt. Das Blatt bezieht sich auf eine, von mir im Reichstage gemachte Aeußerung, wonach ich der Bemerkung des Abg. Stöder Die Mäntelnäherinnen werden von mir ausgebeutet und verdienten nach unbeftrittenen Angaben 75 Bf. bis 1 M. 25 Bi. pro Tag" gegenüber erflärt habe Mittwoch, den 4. August 1886. III. Jahrg. laum Gelegenheit gehabt, fich mit der antiseptischen Methode vertraut zu machen; die jest ausgebildeten werden in den Lehrlursen für angebende bebeammen eindringlich auf die Be deutung der Antiseptit bingewiesen und darin genau unters richtet. Dr. Heinide will nun, daß alle Hebeammen, welche por der Einfübrung der antiseptischen Methode in die Ges burtshilfe thre Prüfung abgelegt haber, neuerdings wieder in Die Hebeammen Lehranstalten eintreten sollen, um dort einen Kursus der antiseptischen Behandlung von Geburten durchzu machen; andernfalls soll ihnen die Approbation entzogen werden. Dr. Heinide giebt zu, daß eine solche Anordnung für manche ältere Hebeamme einen batten Eingrif bedeute; er meint aber, daß die Schädigung, welche für die Betheiligten badurch bedingt set, winzig fel, gegenüber dem großen Nugen, welcher für die Gesammtheit aus jener Anordnung sicherlich erwachsen werde. wenn fich endlich einmal ein deutlich wahrnehmbarer Fort fchritt bemettlich machte. Wie die Dinge augenblicklich liegen, ist die Fertigstellung des Entwurfes nunmehr in einigen Jahren zu erwarten, denn nur noch wenige Theile des Familienrechts, bas Cherecht und das Erbrecht sollen ausstehen. Leider haben wir es bei der ganzen Arbeit mit feinem eigentlichen Reform wert zu thun. Wenn alles, was die Herren in Leipzig hinter ihren grünen Tischen an wohl burchdachten Vorschlägen ausbrüten, um aus dem bunten Gewirr der geltenden verschiedenen Rechts beftimmungen ein neues einheitliches Recht zu schaffen, wenn dies Alles ohne viele Schwierigkeiten zur Annahme täme, so bätten wir wohl ein anderes einheitliches, aber fein besseres Recht, b. h. lein den Fortschritten der Kultur, der Beit, der Gefittung angepaktes. Die Herren Juriften in Leipzig sammeln beute sorgfältig alle geltenden Vorschriften über das zu bear bellende Thema, wagen den Werth der einzelnen gegeneinander ab und kommen dann aus diesem oder jenem juristischen Grunde zu dieser oder jener Form oder Faffung der neuen Bestimmung; aber die Bedürfnisse der Bevö terung find ihnen fremd und bleiben bei ihrer Arbeit unberüdsichtigt. Bu den ausstehenden, noch zu bearbeitenden Theilen des bürgerlichen Gesezbuches gehört auch noch das Eberecht. Wer fich nun mit offenen Augen in der Welt und auch bei uns umfteht, dem lann es garnicht entgehen, daß die immer lebhafter in Fluß tommende Frauenbewegung, an deren Spize heute allerdings die Arbei terinnenbewegung steht, große, politisch bedeutsame und refor matorische Biele anstrebt, die bei Beiten ins Auge zu faffen für den Gesetzgeber von großer Wichtigkeit sein muß. Die Arbeiterinnenbewegung hat die brennendften und prattischften Fragen, mit denen sich diese gesammte Frauenbewegung be fchäftigt, vorweg genommen, weshalb wir, wohl mit Recht, be reits fagten, fie ftebe an der Spize der Frauen bewegung. Daß die Forderungen, welche in dieser Bewe gung, namentlich ihrem tieferen, politischen Wesen nach aur Geltung lommen, auch tief in bas Cherecht, namentlich roie es heute besteht, einschneiden, ift garnicht zweifelhaft. Wer mag aber nun wohl von den alten ehrwürdigen Herren Rechtsgelehrten in Leipzig an die Frauenbewegung benten und an ich ftünde in leiner geschäftlichen Beziehung zu den Mantelnäherinnen und fei deshalb nicht in ber Lage anzugeben, ob diese Summe richtig gegriffen ift", und Inüpft baran bie Behauptung, daß es mit dem, was ber bgeordnete Hofprebiger Stöder von mir refp. meinem Ge fchäft gesagt, seine volle Richtigkeit habe. Der Wahrheit. Deine eben zitizte Aeußerung entspricht in allen Buntten Jeder, der die Verhältnisse der Damenmäntelbranche auch ut ganz oberflächlich lennt, weiß, daß faft in feinem Geschäft Arbeiterinnen birelt beschäftigt werden, sondern daß die Arbeit an Meifter oder Inhaberinnen von Arbeitsstuben vergeben legtere es find, von denen die Mäntelnäherinnen Arbeit und Bezahlung erhalten. das wiederhole ich teine Naberinnen beschäftigt, es find In dem von mir bisher mitgeleitetem Geschäft werden einig und allein Schneidermeister resp. vollkommen selbst. Die zur Zeit fehr lebhafte Bauthätigkeit in Berlin siebt naturgemas auch die Aufmertsamlett gewinnsüchtiger Epe fulanten auf fich, die es verstehen, durch Kreditgewährung zur für fle ,, techten" Beit an den Bauunternehmer, diesen in ihre Finger zu bekommen und von ihm, so lange die Baugelder ihm noch aufließen, recht erhebliche Vortheile ziehen. Leider find Die Bauunternehmer auch gegenwärtig wieder, wie schon in früheren Jahren, in den meisten Fällen nur vorgeschobene Ber fonen der sogenannten Baugeldgeber, für die und in derem Intereffe der Bau geführt wird, damit auf dem wenig ren tablen Terrain ein nusenbringendes Haus entstehe, das Ge legenheit zu einer günftigen hypothefenanlage bietet. Hier hat überall der Baugeldgeber das Geschäft in der Hand und bei jedem Changement verdient er, während er zugleich bei der bingabe des Geldes nach Maßgabe des Fortschreitens des Baues ein Refifo garnicht, oder höchften für die Binsen über nimmt. Troß dieser günstigen Position soll nun ein belannter biefiger bypothefenvermittler es nicht verschmäht haben, mehreren Bauunternehmern, denen er Baugelder ge währte, stets bei der währte, ftets bei der Fälligkeit derselben zu Dem Swede Schwierigkeiten bei der Bahlung au bereiten, um außer den bedungenen Vortheilen noch besondere für die rechtzeitige Bahlung au gewinnen. Dieses Verfahren sprach fich schließlich bei den einzelnen Bauunternehmern berum, und jest, nachdem einige der Bauten bereits fertig gestellt find, haben die durch die erwähnten Manipulationen geschädigten Unternehmer eine Anzeige über das Verfahren des Baugeld gebers bei der Staatsanwaltschaft erstattet, weil fie der tel nung find, daß daffelbe ein wucherisches und strafbares set. Die Weiterungen des Baugeldgebers erfolgten stets au einer Beit, wo die Unternehmer thre Verbindlichkeiten gegen die Bauarbeiter oder gegen andere Handwerksmeifter erfüllen müffen; die Unternehmer befanden fich also in einer No blage, die dem Baugeldaeber belannt war, und belannt sein mußte, ba er in seinem Interesse die Vorgänge auf dem Bau genau tannte und lontrolirte. Auf diese erstattete Anzeige bin find von der Staatsanwaltschaft bereits umfangreiche Borerbebungen Rändige Inhaberinnen von Arbeitsstuben, welche ganz genau Faffung des Eherechtes sich berathen? Sie werden die firchen in demselben Verhältniß, wie die Meister zum Geschäft stehen, rechtliche und auch die staatsrechtliche Seite der Frage gründ für bie Firma thätig sind, und die von dem Drgan für drift liche Sozialpolitit" aufgenommene Stöcker'sche Behauptung: Daß in dem Geschäfte, dessen Mitinhaber ich bin, die Manteln äberinnen ausgebeutet werden und nur täglich 75 Bf. bis 1 M. 25 Bf. verdienen thatsächlichen Verhältniffe. berubt auf einer wahrscheinlich gefliffentlichen Verkennung der lich erörtern, werden dann die geltenden Bestimmungen und die darin zur Anwendung gebrachten Rechtsprinzipien sorgfältig nebeneinander auffammeln und dann aus dieser Sammlung ber vorhandenen Bestimmungen und der geltenden Brinzipien ein neues, vielleicht etwas gemischtes Prinziv und eine neue und noch etwas gemischtere Bestimmung herausflügeln, aber von einer Fortentwidelung des Beftehenden, von einer Berüd fichtigung der Bedürfnisse der Bevölkerung wird überall nicht die Rede sein. Unter diesen Umständen bleibt freilich nichts übrig, als dem neuen großen Gesetzgebungswert unverwandt die öffentliche Aufmerksamkeit auzuwenden, damit ihm später, wenn es Gefegestraft erlangen soll, wenigftens eine Form Ebenso unrichtig in die auf eigene - nämlich des Blattes Berantwortlichkeit aufgeftellte Behauptung, daß Weise mit Frauen arbeitet und eine die Preise brüdende Kon Tureng in der Branche hervorgerufen hat. ist dies bereits widerlegt; wenn aber die Inhaberinnen oder Benn mit Frauen“ Mäntelnäherinnen gemeint find, so Leiterinnen von Werkstätten resp. Arbeitsstuben, die für die Firma arbeiten und durch welche eine die Preise brüdenbe Sonfurrena bervorgerufen sein soll", gemeint find, so ist dies absolut fein Unterschied befteht, ba beide Kategorien vollständig ähnlich wie frühere Rechtstodifitationen, auf Jahrhunderte in Daß eine Frau die Leiterin einer Werkstatt oder Arbeitsstube rechte, mie die bringendsten Bedürfnisse der Bevölkerung auf gleiche Beziehungen zum Geschäft haben, und zweitens der Umstand, Geltung bliebe. Wir seben ja an dem rein formalen Prozeß ift, auf die Höhe des Arbeitslohnes nicht den geringsten Ein Fuß ausübt. gegeben wird, welche eine weitere reformatorische Entwickelung unserer rechtlichen und sozialen Verhältnisse auf dem einmal geschaffenen Boden des bürgerlichen Rechtes ermöglicht. In feinem Falle wird man unter den heutigen, in vollständiger Neuerung begriffenen Verhältniffen erwarten dürfen, daß ein großes gefeggeberisches Werl geschaffen werben tönne, bas, diesem Gebiete nicht einmal auf ein Jahrzehnt im Voraus richtig zu berechnen gewesen find. Den Nachmittagsmarkt in den Markthallen betreffend, schäftsinhaber sei der Aufforderung, in der Kommiffion zur erläßt das Königl. Polizeipräfidium unterm 2. Auguft cr. fo Erhöhung der Löhne zu erscheinen, nachgelommen, anlangt, so gende Belanntmachung: Im Einverständnisse mit dem Ge fonstatire ich, daß ich an die Kommission geschrieben habe, meine Firma fet unter der Boraussegung, daß die Arbeitslöhne von allen Geschäften erhöht werden, mit Bergnügen bereit, der be chtigten Erhöhung der Löbne zuzuftimmen. meinde Vorftande wird die in§ 2 zu 3 der Polizei Verord nung vom 6. April d. J. für den Nachmittagsverkehr in den Markthallen festgesezte Beit dahin abgeändert, daß die Marlt ballen an Wochentagen Nachmittags 5 Uhr" wieder eröffnet und dann zu jeder Jahreszeit bis 8 Uhr, am Sonnabend bis 9 Uhr, geöffnet bleiben." Ferner fagt das chriftlich- soziale Blatt", es sei in ben reifen der Schneidermeisterinnung und ihres Borstandes nichts Davon befannt, daß, wie ich im Reichstage mitgetheilt babe, einige Mitglieder der Innung fich durch Einfichtnahme Löhne alacher überzeugt haben, bag bei uns teine niedrigeren Badialſ abſeite, zwischen Kaiſer Wilhelmstraße und Roch anderswo gezahlt werden, und glaubt daraus ben Echluß siehen zu dürfen, baß meine Angaben unwahr feien. Das Blatt fordert mich auf, die Namen der Betreffenden au nennen, widrigenfalls es behauptet, ich hätte dem Reich In nachstehend verzeichneten Straßenftreden des Radialsystem V. 1) Barallelftraße an der Nordseite der Stadtbahn, ftraße, Radialfyftem X. 2) Demminer Straße, Nordfeite, von Swinemünderftraße bis zum Schulgrundstück Nr. 57 intl. ge langt nunmehr die Kanalisation zur Ausführung bezw. wird veranlaßt worden. Die Sache macht in den Kreisen der Bau Interesienten großes Auf eben und dürfte manche Auswüchse in der Geschäftsprogis der Baugeldgeber beseitigen. Ueber die von uns bereits gemeldete Arbeitsniederlegung in der Tischlerwertstatt von Hentschel erhalten wir, da fich die Angelegenbeit in einer Weise zugespigt hat, bas einzelnen der dort beschäftigt gewesenen Arbeiter möglicher Weise der Prozeß wegen Aufwiegelung gemacht werden tann, ein Schreiben, aus dem wir folgende Thatsachen zur Veröffent lichung bringen. Die Hentschel'sche Werfftatt war bis vor wei Jahren eine der besten und gesuchteften, die Arbeiter lebten im beften Einvernehmen mit ihrem Meifter, da nur tüchtige Kollegen eingestellt wurden und diese dann auch bemgemäß bezahlt und behandelt wurden. Leider änderten fich diese Ber hältniffe, als der bisherige Kollege Streis zum Wertführer ernannt wurde. Den neu eintretenden Tischlern wurden immer erheblichere Abzüge am Arbeitslohn gemacht, die sich schließlich auch auf die dort schon Jahre lang befchäftigten Arbeiter er ftreckten und damit mottoirt wurden, daß der Nußen des Meisters ein immer geringerer würde. Der Betrieb wurde allerdings vergrößert, ftatt an 18 hobelbänken wurde jest an 35 ge arbeitet, auch der Maschinenbetrieb gewann an Umfang. Man ertrug jedoch die Unzuträglichkeiten, weil man wußte, daß als lezte Inftans immer noch der Meister ba wat, mit dem man aftorbiren fonnte, und mit diefem wurde man auch immer noch einig. Nun trat aber wieder eine Menderung der Verhältnisse ein. Db der Wert tage und dem Lande etwas vorgefluntert, um mein Geschäft welche nach definitiver Beschlußfaffung der fläctischen Bebörden führer Streit fich nicht dazu entschließen fonnte, feine alten 201-081 bie au falviren und die Arbeiter hinters Licht zu führen. Die Manier dieses Verfahrens verurtheilt sich selbst, ich brauche weiter tein Wort zu sagen, die von mir mitgetheilte Thatsache aber wird berr Schneidermeister Ferdinand Levy, Alte Schönbauferftr. 28, erhärten, und außerdem werben für uns arbeitenden Innungsmitglieber, die Herren Eisenblätter, Admiralftr. 40a, Holsheimer, Naunynftr. 55, Lippold, Mariannenftr. 30, Möller, Anflammerfir. 17, Witte, Reidenbergerftr. 37, Dttenstein, Mödernftr. 21, Bauchwiz, Münchebergerstr. 4 Michaelis, Prenzlauerftr. 52, Suhr, Annenftr. 36, Steinbauf, Fürftenftr. 13, Teste, Andreasftr. 61, Gers, Staligerstr. 13, blatt ebenfalls bezeugen, daß die Behauptung, bei uns werden niedrigere Löhne als irgendwo bezahlt, unwahr ift. Damit bin ich mit dem„ hriftlich- sozialen Korrespondenz zu Ende, ich werde mich nicht noch einmal dazu ber geben, feine unqualifizitbaren Behauptungen und Angaben zu widerlegen, bas Eine aber mag fich das„ chriftliche Blatt" ge best als bisher. über Ausführung des Radialfyftem Xals Theile dieses Systems au erachten find. Hiernach werden die Beftger refp. Verwalter Der Grundstüde an den vorbezeichneten Straßenftreden auf Grund der§§ 1 und 3 der Polizeiverordnung vom 14. Juli 1874 aufgefordert, aur Vermeidung der angedrohten Strafen und Nachtheile binnen sechs Wochen ein vollständiges Entwäfferungs. Projelt für das betreffende Brundftüd in zwei Exemplaren ber Dertlichen Straßenbau- Bolizetverwaltung, Abtheilung II( Ra. nalisation), Breiteftraße Nr. 10 I" vorzulegen. Da nach diesen Entwäfferungsprojetten fich die Einfügung der Anschlußitugen für die einzelnen Grundftüde in die öffentlichen Leitungen zu richten bat, so muß auf die Einreichung der Projekte schon jett gebrungen werben, obgleich innerhalb des Radialsystems X Die Genehmigung zur Ausführung der Entwässerungsanlagen erft ertheilt werden fann, wenn für das betreffende Grundstüd Bor fluth geschaffen worden, d. h. wenn die Straßenleitung vor Demfelben verlegt und die Bumpftation, sowie das nach den Riefelfeldern zu verlegende Drudrohr betriebsfähig ist, ein Beit puntt, beffen Eintreffen noch nicht mit Sicherheit angegeben bebufs Aufstellung der Entwässerungsprojekte ertheilt auf schrift werden lann. Muskunft über die Höhenlage der Straßenleitung lichen Antrag bas Bureau der Bauverwaltung für das V. Syftem Urbanftraße Nr. 177, bezw. für das X. Syftem Weißenburger fraße Nr. 59 L. Die Figpunkte find im Burau der Dertlichen fagt sein laffen, seinen Bwed, die Arbeiter aus dem foglal Straßenbau- Bolizeiverwaltung in Berlin, Abtheilung II.( Ra Demokratischen" ins das„ chriftlich- soziale" Lager berüberzu nalisation) Breiteftraße Nr. 10 I", burch mündliche Nachfrage lenten, erreicht es nicht, auch dann nicht, wenn es noch mehr zu erfahren. Rollegen ganz und gar zu drücken, oder ob Herr Hentschel die Beranlaffung war, foll hier unerörtert bleiben, furgum es wurde pöglich in der Person des Herrn Liebig, der in Berlin vielen Tischlern bekannt sein dürfte, noch ein Wertführer angeftellt, und diesem wurde das Verallordiren der Lohnfäße übertragen. Wie fich nunmehr die Breise stellten, mögen folgende Beispiele beweisen. Für Bekleidungen, für welche früber 2 Mart gezahlt wurden, brachte man jest 1 M. 50 Bf. in Anrechnung, und e bieß, daß man in Stolp, woselbft Herr Liebig felbft eine Wert ftast hatte, für derartige Arbeiten nur 40 Bf. zable, wobei die Leute no Geld verdienten.(!) Für eine Holjorde wurden Nahre lang in der Fabrik beschäftigten Leuten 3 Mart pro Quadratmeter geboten, nach weitägigen Verhandlungen brachten es die Arbeiter glücklich auf 9 Mart, welche Summe fie von Anfang an gefordert batten. Daß eine solche Handlungsweise nicht ebrenhaft genannt werden kann, liegt auf der Hand. Unter diesen Umständen wuchs natürlich Der Unmuth der Arbeiter. Am Dienstag der vorigen Woche, als amet Rollegen entlaffen werden sollten, ent ftand zwischen diesen und den belden Wertführern und dem Meister in de: Werkstatt neben dem Komtoir ein Streit, der fo laut wurde, daß die in den anderen Werkstätten beschäftig ten Tischler fich veranlagt fühlten, herunter zu geben, um zu feben, was es denn eigentlich gäbe. Sie fanden ihren Meister aber in einer so hochgrabigen Aufregung, daß überhaupt nicht mit ihm zu sprechen war; die Arbeiter wurden aus dem Lolal gewiesen mit dem Bedeuten, daß, wer nicht sofort an feine Arbeit ginge, fich als entlassen 4 betrachten habe. Nah diesem Bescheid legten faft sämmtliche alten Arbeiter die Arbeit nieber, ein fleinerer Theil blieb jedoch in der Fabrit. Das Verbalten Diefer legteren mag dadurch gekennzeichnet werden, daß fich gerade unter ibnen diejenigen befinden, welche zueift und am meisten Unzufriedenheit erregt hatten. Wenn man das Re fultat aus diesen Unzuträglichkeiten sieht, so ergiebt sich, daß bie Arbeitgeber durch ihre Vereinigungen, in denen fie die schwarze Liste über ihre Arbeiter sirkuliren laffen, und dieselben grade hierdurch Wochen und Monate lang brodlos machen können, bedeutend im Vortheil find, während der Arbeiter nicht einmal im Stande ift, Bersammlungen abzuhalten, um sich gegen brobende Lohnreduzirungen zu schüßen.( Ift man denn ichon um die Genehmigung einer Versammlung eingekommen? Es ist laum anzunehmen, daß die Erlaubniß zu einer Versamm Mit dem vorgeftrigen Tage ist die Verfügung des Alle Jahre wieder, wenn die große Politik Ferien macht, Polizeipräsidenten von Richthofen in Kraft getreten, nach und die Beit der fauren Gurle für die politische Welt eintritt, welcher ein jeder Arzt in Berlin gehalten ift, über jede Er Tage, bie bann noch immer wichtig genug find, um durch die Derzulehren. Bu diesen alljährlich wiederkehrenden Nachrichten erstatten. Die Anzeige hat spätestens 24 Stunden nach eft gehört auch die Mittheilung über den Stand der Ausarbeitung ftellung der Krankheit oder nach erlangter Kenntniß vom Ein welche fich von Beit zu Beit die Reichsbehörden von der in Reipzig dafür niedergefepten Rommission Bericht erstatten laffen. Stach ben legten veröffentlichten Mittheilungen über den Stand Der Arbeiten wären dieselben wesentlich gefördert worden und frantung so wie über jeden Todesfall in Folge von Rindbett fieber in feiner Bragis unter Nennung der etwa betheiligten Bebeamme bei ber föniglichen Sanität lommission Anzeige au tritte des Todes zu erfolgen. Bei dieser Gelegenheit fet auf einen Vorschlag bingewiesen, welchen ein praktischer Arzt und Geburtshelfer von Erfahrung, Dr. Heinide in Braunschweig, in der Deutschen medis. Wochenschr." macht. Sehr viele Fälle Don Rindbettfteber treten der Erfahrung gemäß dadurch ein, daß die behandelnde Hebeamme mit den Vorschriften der bisher wenig über das Fortschreiten der Arbeiten gehört bat, Antiseptit gar nicht oder nur wenig bekannt ist. Die älteren es also ebenso natürlich wie bringend wünschenswerth wäre, debeammen, insbesondere in der Brovina, haben überhaupt lung, in welcher nur Lohnfragen diskutirt werden sollen, ve sagt nxtben würbe. D. Red) Herr Hentschel hat außerdem gegen Einzelne, welche die Arbeit niedergelegt haben, Anklage erhoben, weil er annahm, daß von diesen ein Druck auf die Weiterarbeitenden aulgeübt wurde. Ob ihm die Anklage Nutzm dringen wird? Schwerlich. Er hat seine besten Arbeitlkraste verloren, und gerade die Leute, welche aut seiner Fabrik au»- geschieden sind, hatten sämmrlich bereit» am folgenden Tage Arbeit» obgleich die Arbettlrinstellung fast allen Meistern de. kannt gemacht wurde. Hätte Herr Hentschel ruhig mit stch ver- handeln lassen und nicht Jedem gleich die ThÜre gewiesen, so wäre e» gewiß nicht zur ArdeiUeinstellung gekommen, und die Werkstatt stände jedensall» bei den Arbeitern in einem besseren Ruf wie jetzt.... Die HavdWerkerschule eröffnete vorgestern den unter- richt in ihren neuen Räumen in der Lindenstraße. Uederall freilich Maler, Tischler, Glaser rc. noch thätig, sind aber die Räume zwei Treppen hoch find so weit fertig, daß in 6 Klaffen der Unterricht beginnen konnte. Direltor Jessen hielt in jeder Klasse eine kleine Ansprache und auch an Gasten fehlte eS nicht: verschiedenen Berliner JnnungSvorständen, sowie den Direktoren verwandter Anstalten in Eisenach und Hanau. Die lichtm und geräumigen Unterrichttsäle der Schule find durch 4 Stockwerke vertheilt und mit allen Hilfsmitteln reich auige- stattet. Die Säle haben elektrische Bogenlichte, die für Frei' handzeichnen Glühlicht Beleuchtung. Schirme blenden die leuchtende Kohle gegen da» Auge ab. Eine ganz neue Eln- richtung in den Sälen für Freibandzeichnen find die Himlq- schen Patentreflektoren für da» Schattenzeichnen. deren veleuch- jung außerordentlich milde Schalten giebt. Ein Höisaal mit ansteigenden Bänken dient für den Unterricht in Ver Chemie und Pbyfik. Die Ausstattung zeigt mehrfach Neuheiten, wie z. B. die verstellbaren Pulte zum Auflegen der Reißbretter. Lehrer wie Schüler find in den neuen Räumen wahrhaft glück lich und die Fremden schieden von denselben mtt Autdrücken der Bewunderung. ,r Die alte Jägerbrücke in der Jägerstraße, welche schon lange von Sttaßenpflaster dedeckt ist, kommt jetzt bei dem Abriß de» früheren awhse'schen HauseS wieder wieder zum Bor- schein. Sie bildet ein festet, stattliche» Gewölbe au» Sand- stein und war eine der vier Brücken, welche den Werder mtt ver Friedrichstadt verbanden. Heute hat man Rühe, stch zu vergegenwärtigen, daß der Werder einst eine Insel war. Da» im Abriß begriffene Hau» zeigt nach der Brücke zu noch die leichte Bauart der Buden, im Ganzen 24, mtt denen König Friedrich WUhelm I. nach dem Eingehen der Festungswerke die Brücke besetzte. Allmälig wurden au» diesen Buden Häuser, indem die Befitzer in den Festung»graben htneindauien. Bei dem jetzigen Bau wird man wohl mit den letzten Resten der Festung Berlin gründlich aufräumen. Ueder einen Plan zur Vereinigung der im Norden unserer Stadt mündenden Bahnen in einem neuen Zentral- Bahnhof will ein Berichterstatter folgende» au» guter Quelle erfahren haben: Dieser Plan geht dahin, die gegenwärtige Haidestraße, welche stch zwischen der Lehrter und Hamburger Bahn von der Jnvaltdenstraße au» nach Norden hinzieht und in der Nähe de» Nordhafen» eigentlich al» Sackgasse endet, überhaupt zu kasstren und an Stelle derselben eine neue Sttaße unmittelbar am Nordkanal anzulegen. Dadurch soll eine vollständige Berbindung der sehr ausgedehnten Hamburger und Lehrter BahnhofSanlagen hergestellt und auch genügender Raum für nothwendige Erweiterungsbauten geschaffen werden, wäh- renk) gleichzeitig für die neue, in ihrer Entwicklung nicht ge« hemmte Straße ein ziemlich breiter Streifen vom Hamburger Bahnhof abgetrennt werden kann, ohne die Neuanlage allzusehr einzuschränken. Die Kosten der Anlage glaubt man durch die Veräußerung de» Stettiner BahnhosSterrains erbeblich ver- mindern zu können, im Uedrigen aber liegen die Vortheile diese» Projett» so sehr auf der Hand, daß e» kaum noch einer besonderen Motivirung bedarf, um daff-lbe auch der Lande»- Vertretung, die dabei da» letzte Wort mitzureden hat, annehmbar erscheinen zu lassen.— Von solchen Plänen haben wir schon so oft gehört, daß auch diese schönen Auieinandersetzungen nicht jeden Zweifel in un» unterdrücken. Die vorgeschrtebene Prüfung der OmnibuSwagen der neuen Linie„Görlitzer Bahnhof— Schloßplatz— Stettiner Lahn- Hof", welche die Berliner Packetfahrt- und Omnibu»- Aktien« gesellschast in Betried setzt, fetten» de» Polizeikommiffariat» für da» öffentliche Fuhrwesen, hat gestern Vormittag stattgefunden. Da diese» Kommissariat stch in der Lindenstraße gegenüber der Zimmerstraße befindet, so wird zu derartigen Prüfungen stet» die Strecke der Zimmerstraße zwischen Linden» und Jerusalemer- straße benutzt, die deshalb an manchen Tagen einen recht statt- tichen Fuhrpark versammelt steht. Am 1. September eröffnet die Große Berliner - die neuen Linien Schöne- und Gesundbrunnen— ________. jlen nachstehend den für dieselben festgestellten Tarif mtt: l. Schöneberg— Spittelmarkt —Alexanderplatz. Schöneberg— Alexardnplatz 30 Pf. Schöneberg— Epittelmartt 25 Pf. Bülo wsti aße— Arexanderplatz 25 Pf. Schönederg— Leipziger Platz 20 Pf. Colonnenst? aßt— Char- lottenstraße 20 Pf. Bülowstraße— Spittelmarkt 20 Pf. Lützow« Be— Alexanderplatz 20 Pf. Schöneberg— Königin Augusta- e 15 Pf. Colonnenstraße— Leipziger Platz 15 Pf. Bü- traße— Charlottenstraße 15 Pf. Lützowstraße— Spittel» martt 15 Pf. Linkftraße(Leipziger Platz)—«lexanderplatz 16 Pf. Scvöneberg— Kurfürstenstraße 10 Pf. Colonnenstraße —Königin Augustafiraße 10 Pf. Bülowstraße— Leipziger Platz 10 Pf. Lützowstraße— Charloltenftraß 10 Pf. Lintstraße(L-iv- ziger Platz)— Svistel warft 10 Pf. Charlottenstr.— Alexandervlatz 10 Pf. II. Gesundbrunnen— Spittelmarkt— Kreuzberg. Gesundbrunnen— Kreuzderg 40 Pf. Gesundbrunnen— Hallesche» Thor 35 Pf. Nordbahn— Kreuzberg 35 Pf. Gesundbrunnen— Jerusalemer- und L-'vzigerst.aßen. Ecke 30 Pf. Nordbahn— Hallesche» Thor 30 Pf. Demminerfiraße— Kreuzberg 30 Pf. Gesundbrunnen— Molkenmarkt 25 Pf. Norddahn— Jerusalemer« und Leipnaerstraßen-Ecke 25 Pf. Demminerstraße— Hallesche» Thor 25 Pf. Rosenthaler Thor— Krerubera 25 Pf. Gesundbrunnen—Hackescher Markt 20 Pf. Nordvahn— Molkenmarkt 20 Pf. Demmtnerstraße— Jerusalemer- und Leipzigerftraßen- Ecke 20 Pf. Rosenthaler Thor— Hallesche» Thor 20 Pf. Hackescher Martt— Kreuzberg 20 Pf. Gesundbrunnen— Rosenthaler Thor 15 Pf. Rordbahn— Hackescher Martt 15 Pf. Dem« minerstraße— Mvlkenmartt 15 Pf. Rosenthaler Thor— Jerusa- lernet. und Leipzigerstraßen- Ecke 15 Pf. Hackescher Markt— Hallesche» Thor 15 Pf. Molkenmarkt— Kreuzberg 15 Pf. Gesundbrunnen— Demmtnerstraße 10 Pf. Nordbahn— Rosenthaler Thor 10 Pf. Demmtnerstraße— Hackescher Markt 10 Pf. Jnoalidenstraße— Molkenmarkt 10 Pf. Hackescher Martt— Jerusalemev- und Leipzigerftraßen Ecke 10 Pf. Molkenmarkt— Hallesche» Thor 10 Pf. Jerusalemer- und Leipzigerstraßen- Ecke— Kreutberg 10 Pf., Z» dem Unglück aus der Dampfbahn erhalten wir von einem der Verletzten folgende» Schreiben: Soeben habe ich Ihren Bericht über da» Unglück am Sonnabend Abend gelesen und fühle mich veranlaßt, Ihnen darüber nähere und bestimmtere Angaben zu machen, da ich Tbeilnehmer an der Partie wie Katasttoohe war. Wir fuhren Sonnabend Abend etwa 9'/- Uhr von Restaurant Ate Fischerhütte(nicht Grüne- ivald) ab. Bei der Abfahrt und auch noch etwa 1 Stund« später brannten beide Laternen unsere» Kwmser». Kurz nach Station Halensee. Haltestelle der Dampfdahn,»weigt fich von der Hauptstraße eine Seitenstraße ab. welche aber ebenfalltmit ersterer parallel läuft. In der Finsterniß nun. daselbst brennt keine Laterne, sondern nur an den Haltestellen, bog unser Kutscher in diese Sttaße ein. Er mag auch noch besonder« dadurch trritirt worden sein, weil etwa zweihundert Schrttt vor un» ebenfalls ein Wagen dieselbe Sttaße fuhr. Der Kutscher merkte nun wohl bald, daß er in eine falsche Sttaße gerathen war, aber um nicht mit dem schweren Wagen au»« biegen zu müssen, fuhr er di» zur nächsten Querstraße. Daß er dabei auf den Schienen fuhr, glaube ich selbst. Bemerken will ich hierbei, daß wir von einer Barriere nicht» gesehen haben, ja nach Autsagen von Personen, welche da draußen wohnen, soll dieselbe schon 3 Wochen umliegen. Dann ist auch keine Laterne oder überhaupt Licht da und in dieser Finster- niß, wie sie Sonnabend Abend herrschte, kann man unmöglich eine Tafel(eben, noch viel weniger lesen. Sonntag früh, nachdem da» Unglück pasfttt war, wmde allerdings die Straße gesperrt. Wtt waren also di» zur DmchgangSstraße gekommen, der Kutscher bog im weiten Bogen ab, um miedet in die Hauptstraße zu gelangen, da plötzlich bemerkte lch den Dampfwagen oben in die Straße einbiegen. Derselbe kam mtt einer Schnelligkett angerast, welche jeder Beschreibung spottet. Daß der Dampf- wagen stch durch Glockenzeichen oder sonst irgend welche Art bemerkbar gemacht hätte, bestrette ich ganz entschieden, ja der- selbe kann nicht einmal den Versuch gemacht haben, zu hallen. Wie am Montag festgestellt wmde(die Blutstellen find jetzt noch zu sehen, wie weit die Personen mitgeschletst wurden), ist derselbe von der Stelle, wo das Unglück passtrte, noch 43 Schritt wettergesahren, ehe er anhielt. So wie ich dm Dampfwagen bemerkte(ich saß im hinterm Theil de» Kremser», hatte aber nach hintm freie Ausstcbt), rief ich unsenn Kutscher zu:„Der Dampfwagen kommt!" aber kaum auSgerufm, da erfolgte der Zusammenstoß. Eine halbe Sekunde später und wir wärm glücklich hinüber gekommen; der Kremser wurde nur an dm Hinterrädern erfaßt, zur Seite geschleudert und dabei zertrümmert. Die Hinteren Jnsaffm wurden im weiten Bogen auf dm Damm geschleudert. Schwerver- mundet nach dem Krankenhause wmdm fünf Personen gebracht. Meine Schwägerin Micke rettete stch nur durch ttampfhaste» Anhalten an den Maschinenkasten. Sie wurde noch die ganze Strecke mitgeschleudert, die Kleioer wurden ihr dabei buchstäb- lich vom Leibe gerissen. Sie ist schwer am Schienbein verletzt. Dem Kinde Fnta Micke stnd beide Beine Überfahrm, e» starb am Sonntag Mittag. Frau Weinberg starb noch dieselbe Nacht. Herr Weinberg ist am Kopf schwer verletzt. Tischlermeister Obst am Bein. Außerdem find noch eine Mmae leichte Verwundungen vorgekommen. Eine Frau Ganschow erhielt eine große Kopswunde. Rtr wurden die Backzähne eingeschlagen und erhielt ich außerdem noch eine Menge leichter Verletzungen. Nach metner An« ficht sowie sämmtlicher Insassen unsere» Wagen» kann die Schuld nur dm Maschinistm de» Dampfwagen» treffen; ich kann e» mtt nicht ander» denken, al» daß derselbe geschlafen hat. Bemerken will ich nur noch, daß unser Kutscher Paatz schon sett 1847 in Berlin fährt und von dem Fuhrherm Moritz da» belle Z-ugniß erhält. H. Micke, Tischler, Fürstenberger- straße 5. Bei einem Privatmann« fragte ein demselben bekannter Kaufmann an, od et ihm über die VermögenSverhättniffe eine» Manne», mit dem ersterer seit längerer Zett verkehrte, und namentlich darüber, ob und wieviel demselom Kredit ae- aeben werden lönne, UuSkunst zu aebm vermöge. Der ve- fragte erihettte nach seinem besten Wissm die Auskunft, daß sein Bekannter ein wohlhabmder Mann sei, und daß ihm ein Kaufmann für einige tausend Mark gefahrlos Kredtt geben lönne. Diese Auskunft war eine falsche; denn schon einige Monatt später machte der Kaufmann, über dm der Privat» mann eine so günstige AuSknnft ertheilt hatte, Konkm», und ei ergab stch jetzt, daß derselbe nie Vermögen besessen hatte. Im Konkurse erlitt der Kaufmann, der dm Privatmann befragt und auf Grund der Auskunft desselben dem späteren Gemein« schuldner Kredit bewilligt hatte, nicht unbedeutendm Schaden und verlangte Ersatz desselben von dem Privatmann, well ihm der Schaden infolge der falschen Auskunft deffelbm zugefügt worden sei Der Privatmann verweigerte den Schadenersatz» weil er nicht Kaufmann sei, also eine Au»kunst»erthellung über die VermögenSoerhältnisse eine» anderen Kaufmann» nicht zu (einen Handelsgeschäften gehöre, auf ihn die Bestimmung de» Handelsgesetze», nach welcher bei kaufmännischer Auikunftker- theilung die Sorgfalt eine» ordentlichen Kaufmann» angewendet werden müsse, nicht zutreffe. Da» Gericht entschied für dm Verklagten, indem e» ausführte, daß e» nicht darauf an« komme, od die Anfrage de» Kläger» auf dessen Seite, sondern ob die empfehlmde AuNunftlertheilung de» Verklagten auf seiner vette ein HandeUaeschäft wäre. Da nun fest stehe, daß letzlere» nicht der Fall sei, so habe auch der Verklagte dm Schaden nicht zu ersetzen, der dem llägerischm Kaufmann durch die falsche»u»kunfi»erihe'lung entstanden sei. Sine mysteriöse Entführung ist durch Bahnbeamte in der Nähe de« Bahnhofe» Johannisthal noch rechtzettia vereitelt worden. Am Mittwoch voriger Woche fanden Beamte de» genannten Bahnhofe» an der Barriere desselben einen unbekannten, etwa sechsjährigen Knabm weinend. Derselbe gab an, daß sein Vater ein Stellmacher Namen» Wagner in KrauSntck bei Brand sei und daß er von einem Ranne mtt schwarzem Bart oeranlaßt wordm sei, mtt ihm auf eine grüne Wiese zu kommen. Der Mann habe ihn in der Nähe de» Bahnhof» aber verlassen. Wo der Mann geblieben sei und weShalb er e» mitgenommen, konnte da» Kind nicht an- geben. Der Gemeinde« Vorsteher in Nieder- Schönweide hat für Uebersühning de» Kinde» nach Krausnick zu den Eltern Sorge getragen. Ja de« ersten Tagen diese» Jahre» wurde von der hiestzen StaatSanwallschaft ein Steckbrief hinter einen Kauf- mann Hugo Bütow erlassen, der in England in einem Droguen Engro» G-schäst angestellt gewesen war, dort große» Vertrauen genoffm, bei bescheidenen Mitteln aber ein flotte» Ledm geführt bitte, bi» et Mitte November vorigen Jahre» plötztich seine Stellung aufgab und hierher zu setnm in der Zietmstraße wohnenden Angehörigen zurücklehrte, um angeblich ein eigene» Geschäft zu begründen. Nach seinem Auischeidm au» dem Geschäft wurde festgestellt, daß er dasselbe dmch Unterschlagungen um etwa 50000 Mark geschädigt hatte und in Folge d-ffm wurde ein Detektiv au» London hergesandt, dem hier Kriminalbeamte beigegeben wurden, um Bütow einst- weilen zu überwachen. Derselbe muß da» bemerkt haben, denn vlötzlich verschwand er. al» seine Verhaftung gerade bevorstand, spurlo» au» Berlin. E» ist jetzt gelungen, den Aufenthalt Lütow'» im Nu»lande zu ermitteln und ein kriminal- kommissariu» hat stch dahin begeben, um dort die Verhaftung auszuführen und den Verbrecher hierher zu bringen. Ja dem vrillanttanben-Prozetz hat nach der„Voll». zeitung" der vtaaManwatt gegen da» freisprechend- Urlhetl de» Landgericht» die Revision eingelegt. Die Sache wird also nochmal» die Gerichte beschäftigen. Die zuständige Instanz ist nicht da» Reichlgericht, sondern da»«ammergertcht al» söge- nannte» kleine» Obertridunal. Ö ...Ä ÄSÄ1IÄ«%% Unter, uchmrg im Terichttgefängniß zu Moabit. Dur» die Ä'Ä ÄÄÄ brachten ihrem Abschluß nahe war. wieder in wettere Feme aerü«. Am Sonnabend waren mehrere Gendarmen vor dm Untersuchungsrichter geladm. denen die Verhafteten debuf» ihrer Relognoi�ung vorgestellt, und die darüber vernommm ssMäs«ä than bat. |tt i** W&E sich dm zahl. rnrnrn# hatte man schon früher in der Gegmd de» Schützend' Plötzensee leichtfüßig nach der Stadt eilen sehen. Da» Ti* war jedmfall» einem der vielm Berliner Leihinstitut«* nommm und für die Zwecke de» SonntagSrettmt sehr f thetlhast vorgebildet. Man kann fich da» tzalloh der Lerite denken, al» die verunglückte Figur de»„Reiter» zu Fuß"# bar wurde. Eine recht elegante, aber eingeknickte Xeüzß wurde später ebenfall» noch auf der Chaussee gesunde». Schon wieder haben wir übe» einen verhän«»» vollen Znsammenstost zwischm einem Dampfschiff und«w Lastkahn zu berichtm. Al» am Sonntag morgen gegen Vi'»} der Dampfer„veta" der Krabn-Gesellschast von verllnj» Spree hinabfahrend in die Nähe der Ottembucht gekoins» war, stieß derselbe so heftig gegen einen mit Steinen belade� Kahn, da» dieser sofort sank. Doch wurden die auf dem% befindlichen Personen mtt der nothdürftigstm Habe gr.etirU da» Waffer an der Unglücksstelle so flach ist, daß die„Bu-s de» in den Grund gebohrten Kahne» noch au» dem LA- hervorschaut. Die sofort benachrichtigte Wasserpolizei ist«M damit beschäftigt, zu ermitteln, wen die Schuld an dies«& tastrophe triff f. von zwei großen, lant bellenden Hnnden verM kam am Sonntag Nachmittag gegen 3 Uhr der Thonwj» Nr. 9530 in schneller Fahrt die Reichmbergerstraße nach � Kottduserthor zu herausgefahren. Eine Weile, so schreidi« „Saatßbgr. Z g", schim der Kutscher de» Wagen» den# keine Aufmerksamkeit zu schenken, in der Nlhe de» T« jedoch, wo stet», besonder» aber an Sonntagen, ein sehr! reicher Mmschen- und Wagmverkehr herrscht, ließ er die B au« den Augen und begann die Hunde mit semer Peitscht? jagen. Die Folge dieser Unachtsamkett blieb auch nicht ein lauter Schrei der Paffantm, und der besetzte Wagen iw über ein kleine», etwa dreijährige» Rädchm hinweg.&>'; sprangen die Umstehenden und der dort stationirte c»r*% hinzu und hoben da» laut schreiende Kind auf, der Kw? jedoch jagte in rasmder Eile davon, so daß e» dem ihm«jj eilenden Schutzmann und den Paffantm erst nach Laufen gelang, dm Wagen in der Skalitzerstraße anzi und den Kutscher nach dem 43. Polizeirevier in der Koiu straße zu bringen. Die Erbitterung gegen letzteren war g große. Die Jnsaffm de» Wagen» mußtm unterdessen� längere Unterbrechung ihrer Partie vor dem Polizetreoi« d#; Allem Anscheine nach ist da» Kind, welche» seinen 9% dergerstr. 181 wohnenden Ellern zugeführt wurde, nicht Wj Die Leiche in» Kleiderschrank. In einem GastWj der Krausenstraße war vorgestern Abend ein ca. öOjjF aulge! leidet et Herr abgestiegen, dem, bevor er stcd noch Fremdenbuch eingeschrieben, ein Zimmer zum Wohnen' wiesen wurde. Ohne mtt dem Hotelpersonal irgend eins,, sprechen, legte fich der Fremd« schlafen. AI» am ander» � gm der Gast auf wiederholte» Klopfen kein Leben izeichrü/ sich gab und ein brandiger Geruch au» der Thüre dtanfv man zu einer gewaltsamen Oeffnung derselben. Leim 0% fand man da» Zimmer mtt erstickendem Qualm«%, während der Gast tobt, anscheinend erstickt, in seinem%{i . an% Da die auf einem Stuhl am Bett liegenden Kleidung'� verkohlt warm, so ist anzunehmen, daß der Unbeloitf".. vorfichltger Weise durch eine Zigarre oder ein Licht Vi« fr, strovh: herdeig'fühn Hai. Da e« dem Eigen thümer dt» Ho«"( passend erschien, einen Leichenwagm vor da» Hotel sah»», lassen, so entschloß man fich, die Leiche in ein Kleiders»»� schließen und mtt diesem in einer Droschke nach dem schauhause zu schaffen. Eine Rekognoizirung der Lei» noch nicht stattgefundm. Ein eigenthümlicher Vorfall, der leicht sehr liche Folgen hätte hoben könmn, ereignete fich vorgestern! mittag in der Näh« de» Spandauer Lock». Eine klein« f-' schast, bestehend au» zwei Damm und einem iegen 7 Uhr eine Berliner Droschke 1. Klaffe,«f fS-ts -vandau fahren zu lassen, kaum aber war da» offene'v i bei Ruhleben vorbeigefahren, al» die eine Dan«. Schreckmiruf autstieß und Miene machte, au» dem Wa» springen. Sofort mußte der Kutscher hallen, ewige vom heimiehrende Fußgänger sprangen hinzu, und nun zn«/ fich. daß die Angst der ketreffmden Dame nur zu«E; war, denn ein Theil ihre» Kleide» stand in voller Glmb-� nur mit Mühe durch Ausdrücken gelöscht werben konnte. da» Rückenpolster der Droschke zeigte ewm großen Lran Körperliche Verletzungen hatte zum Glück keine der bcthe Personm erlitten, abgesehen von ewigen geringfügigen wunden an dm Händen, die ein Herr fich beim Lösö versengten Kleider zuzog. Aller Wahrscheinlichkeit nach Unglück dmch ein unvorstchtig fortgeworfene« glia Zigarrenende oder durch ein Stretchholz veranlaßt wor« Markthalle»• Bericht von I. Sandmann, 8® VerkaufSvermtttler. Berlin, ZmtradMartthalle, dm 3. Wild und Grflilgel. Die Zufuhr von Wild und ist noch immer eine beschränkte und defriedigt noch lai,„ den Bedarf. Die Preise halten stch hoch und findet% twaere Waare Abnehmer. Um meine Lieferanten vor©? zu dewahren, mache ich darauf aufmerksam: die jagd im Rrgierunpßbezirk Potsdam wird mit dem 20. eröffnet werben, die Eröffnung der Hasenjagd ist i 16. September festgesetzt; der EröffnungStermin der Auer, Birk», Fasanmdennen, Haselwtld und Wachteln w diesem Jahre der 1. September. Vor dm, Terminen dürfen die genannten Wildartm hier nicht Kl werdm. E» wurden folgende Preise erzielt: Rehe 60" JP Hirsche 40-50 Pf, Wildschwein 40-45 Pf. pr. Enten 1.00-1,50 M,»ekasfinm 30-70 Pf, iunf� 2,50-4,50 M, junge Enten 1-1,50 M, junget� 0,50-0,90, Tauben 30-45 Pf. per Stück. Poula� br» 7 M. alte Hühner 1,00-1,40 M. Butter. Frisch« feinste Tafelbutter k. 100— Guttbutiet t 95-100, U. 83-90, M. 78-83, L-n»'»� 75—80, ll. 65—75 M. Galizische und anbete gering� 55—66 M. p. 50 Kilo._ Käse. Echter Emmmthaler 73-80, Schweizerkäse l. 57-60 M, U 48-50 M.% � MZMMD Neufchateller 17,50-18 R. per 100 Stück, bt» 8.50 M. per Dtzd. Sier 2.50 M.p. Schock. M pfiM Gemüse und Ob». Tomatm. 30-40# -RWZMH msmi» 85 Pf, Schleie 75 Pf. per Pfund,«redst. � fll» Mtt C" K basenbau Das Th nftitute febr Der Berlin Fuß" f nden. tte Reitgen erhängni 7 und einn gen 17 Berlin t gelomm en beladene f dem Kab gerettet, b Die Bude Dem Waffe get ift elf n dieser en berfol Thorwa Be nach be fchreibt Den Sund Des Tho in febr er die Bia Peitsche micht aul Wagen f peg. Sofo Schuma Der Rut n ihm no länge anzubali er Rottbu en wat erdeffen cepter bulbs men Heid nicht f Bafthole 3. 50 noch in obnen ang nb etwal andern Bzeiche Drang im G Im ang eidung em Bell betannie große 8-12 M. per Schod. Geräucherte Fische. Rheinlachs 2,50-2,90 M. Weser und seelads 1,20-1,40 M., ge räucherte Male 70-100-130 Bf. pr. Bfb., Flundern, fleine 1,75-2 M., mittel 8-5 m, große 8-9 t. per Schod, Badklinge, per Rifte 1,60-1,75. Polizeibericht. Am 1. b. M., Abends, gerieth die 6 Jahre alte Tochter eines in der Friedrichsbergerstraße wohnen. Den Arbeiters in der Friedenstraße durch eigene Schuld unter Die Räder einer Drochte und wurde durch Ueberfahren so schwer am Kopf verlegt, daß fie bald darauf im städtischen Krankenhaus im Friedrichshain, wohin fie von den bei dem Unglücksfall anwesenden Eltern gebracht worden war, ftarb. 14. Mai d. 3. traf er in der Rönigftraße einen Bekannten, ber mit dem Lehrling Fallenstein zusammen Mittag effen ging. Der Bekannte verabschiedete sich und Donig ging mit Dem jungen Dianne allein weiter. Er flagte ihm, daß er ganz ohne Gelb wäre und rückte schließlich mit der Bitte heraus, ihm doch fünf Bfennige zu fchenten. Fallenstein erwiderte, daß er fein Geld bet fich habe und zum Beweise zog er sein Bortemonnaie beraus und zeigte, daß leine Müuze in ihm enthalten war. Nur einige ührschlüffel und ein goldener Siegelring befanden fich darin. Donig jog den Ring beraus und fedte ihn bewundernd an feinen Finger. Ein schöner Ring" fagte er, dann zog er ihn wieder ab und legte ihn anscheinend in das Bortemonnate wieder zurüd. Fallenstein wollte es rubig wieder in die Tasche steden, da lam ibm der Gedanke, seine Uhr nach der Normaluhr am Hadeschen Markt au ftellen. Als er nun einen Uhrfchlüffel aus dem Portemonnate herausnehmen wollte, da entdeckte er zu seinem Schrecken, daß der goldene Siegelring verschwunden war. Rein anderer fonnte ihn baben als Donig, der ihn wahrscheinlich mit großer Geschicklichkeit batte in den Hermel fallen laffen. Der Taschenspieler that ſehr entrüftet, er wollte fich sofort in einem Hausflur die Taschen vifitiren laffen. Fallenstein verzichtete hierauf, zeigte aber der Behörde den Diebstahl an. In der geftrigen Verhandlung beftritt Donig die That auf das Entschiedenste; er stellte so gar den ganzen Hergang, so wie ihn Fallenftein berichtete, in Abrede. Die Angaben des Lehrlings machten jedoch auf den Gerichtshof ben Eindrud der Wahrheit und er verurtheilte Donig zu 1 Jahr Gefängniß und 1 Jahr Ehrverluft. Der Staatsanwalt hatte 2 Jahre Gefängniß beantragt. m 2. b. M., Mittags, wurde in einem Gasthause ein unbekannter, etwa 50-60 Jabre alter, ben mittleren Ständen angehöriger Mann, welcher Abends vorher daselbst fremd ange tommen war, in dem ihm angewiesenen Bimmer tobt vorge funden. Da die auf einem Stuble legenden Kleidungsstücke deffelben verbrannt waren, scheint er durch den entstandenen Rauch erftit zu sein. Näheres über die Todesursache, ſowie die Beranlaffung des Brandes ist noch nichts belannt.- n bemfelben Tage, Nachmittags, hatte der bei den Renovations. arbeiten im Abgeordnetenhause beschäftigte Schlosser Grashoff wel eiserne Anterplatten nach dem zweiten Stockwert au fchaffen. Fahrläffigerweise ließ er dieselben während des Transports herabfallen und wurden von denselben die eben falls bort beschäftigten Arbeiter Hänsch und Thiemann am Ropf getroffen und so bedeutend verlegt, daß sie mittelft Droichte nach der Charitee gebrant werden mußten.- Bu Derselben Beit machte ein Student der Medizin, angeblich weil er eine Brüfung nicht beftanden, zweimal den Versuch, fich zu ertränken, indem er von der Weibendammerbrüde aus in die Spree sprang, wurde aber beide Male, ohne Schaden genom. men zu haben, wieder aus dem Waffer gezogen. Auf der Boligetwache machte er dann noch den Versuch, fich aus dem Fenster zu stürzen, wurde aber auch daran gebindert, und, ba er trogdem auf seinen Versuchen, sich das Leben zu nehmen, beftand, au ſeiner Sicherheit vorläufig auf der Wache feftge halten. Gerichts- Zeitung. Mons, 30. Juli. Nach fiebentägigen Verhandlungen ift gestern endlich der Wahrspruch der Geschworenen in dem Brozeß gegen die Theilnehmer an der Brandstiftung in der Glashütte von Rour sowie an anderen, zur selben Zeit in der nördlichen Umgegend von Charleroi begangenen Gewaltatten ergangen, und noch am selben Nachmittag wurde das Urtheil gefällt. Nicht weniger als 171 Fragen waren von den Ge chworenen zu beantworten; fie fielen in den allermeisten Fällen bejahend aus. Verneint wurde die Schuldfrage nur bei den bret Angeklagten Van Groetenbruel, Hoyour und Thirion. Diese wurden vom Gericht freigesprochen; ebenso ein Bierter Namens Auguft Depagie, bei dem die Richter seiner Jugend megen das nöthige Unterscheidungsvermögen in Abrede ftellten. Die Uebrigen wurden, obgleich auch von ihnen die meisten nicht einmal das Großjährigkeitsalter erreicht haben, sämmtlich nicht einmal das Großfährigteitsalter erreicht haben, sämmtlich zu schweren, zum Theil furchtbaren Strafen verurtheilt Nur fünf Angetlagten, Degroote, Gravar, Joore Depagie, Langlet und Lenoir wurden mildernde Umstände bewilligt. Su lebens länglicher Bwangsarbeit wurden verurtheilt: Boty und Bourgogne, zu 15jähriger Bwangsarbeit: Klaus und Bierard, au 12jähriger: Degroote, Lenoir und Vincent. Mit 10 Jahren Einschließung in eine Strafanstalt wurde belegt: Gravar, mit 5 Jahren Einschließung: Depagie und Langlet. Drei Monate erhielten: Porignaux, Demierbe, Delahaut, Say, Denille, Imbert und Sainthuile. Entstehung der zivilen Ein abenteuerliches Leben hat die separirte Frau Rabinetsrath Ida Friedländer, geb. Babn, binteriftich, die gestern unter der Antlage des Betruges in zwei Fällen vor der zweiten Ferienftraflammer des biesigen Landgerichts I stand. Im Herbst 3. 1842 geboren, beirathete fie einen Breslauer Bigarren händler, der, als König Karl I. von Rumänien seine Regierung antrat, ein Buch über Rumänien schrieb, bas feine Berufung an den Hof des Regenten herbeiführte. In Rumänien bolte fich Friedländer nicht allein ben Stabinetsrathatitel, sondern rwarb fich auch ein Vermögen. Seine Frau ließ fich im Sabre 1870 von ihm scheiden und er wurde verurtheilt, seinen Rindern ein Kapital von 90 000 m. ficher zu stellen, das als Binfen Dieses Kapitals, 5400. jährlich, erhielt Frau Friedländer Rechte te Sypothet auf einem Gute eingeschrieben wurde. Die als Griebungsgeld. Bis zum Jahre 1876 wurden die Bahlungen an Die Bediebene regelmäßig geleistet, dann hörten fie auf. Frau Bater weggelaufen waren, weil er fie au schlecht behandelte, Friedlander hatte einen Sohn und eine Tochter, die ihrem aufgenommen. Nun wurden Prozesse über Projeffe angestellt, mden Rabinetsrath zu zwingen, die Binsen zu zahlen. Frau Friedländer führte diese Broseffe nicht selbst, sondern zebirte ore Forderungen an einen Freiherrn von Dybern, der den Weg der Klage gegen Friedländer beschritt. Sie wohnte zu Dieser Belt in Görlig, wo fte Besangunterricht gab und in den feinen Birkeln" der Stadt Aufnahme fand. So interefftrten d eine Gräfin Matuschta und ein Graf Holt für die Ge schiedene. Die Rechtsgeschäfte, welche Frau Friedländer gegen errn, beft ihren ebemaligen Mann führte, litten an großer Untlarheit. 50 m fich na batte fte dem Freiherrn von Dyhern die Binsen, welche fte zu erhalten hatte, für eine Schulb von 6000 Mart auf ffene Gefä Dame ein unbestimmte Zeit sedirt, so daß, als Freiherr von D. starb und sein Bruder sein Rechtsnachfolger wurde, derfelbe behauptete, m Wagen ge vom von Frau Friedländer ein Kapital von 30 000 Thlr. zu be begrün St bie R es Hotels Ifahren iberfpind Dem Leidh er Leiche febr bebe geftern No tleine Bejel nun zeigte Bluth fonnte. n Brand r bethell gigen B Löschen nach i glimme worden , ftabti en 3. Au und Bef lange tommen. Nun gingen die vornehmen Bekanntschaften der Ra binetsräthin für fte in's Beug und die Gräfin Matuschia er warb die Dyhern'sche Forderung für 6000 Mt. Frau Fried länder jebirte nun von den Zinsen 1000 M. jährlich vom 1. Januar 1880 bis zum 1. Januar 1887 an den Freiherrn Don Dyhern für den Fall, daß thre Broseffe gegen ihren Mann fegreich ausgefochten sein würden. Eine weitere Beffton gab fte einem Fräulein Koppel in Breslau, welches für die Abtretung iner Benfonsanftalt 15 000 Dt. von ihr beanspruchte. febr biese Beffton scheint eine fiftive gewesen, denn das Gericht Fräulein Roppel, bie flagbar wurde, mit ihrer lage ab. Jm Ganzen scheint Frau Friedländer mit Beffionen ehr leichtsinnig und unbedacht bei der Hand gewesen zu sein, Das Fell des Bären, der noch nicht erlegt war, wurde ver fchiedene Rale vertheilt. Inzwischen tam fte nach Berlin und bier gebirte fie an einen gewissen Mürmann wieder einen Theil brer Forderungen. Da bot fich ihr die Gelegenheit, in Eng. land Engagement als Rongertfängerin zu finden. Die lichen von dem Hien Loiletten entnahm te woe Raufmann Coffreter, bet felb Dor Scho Rebbib n 20. Aug ift auf einem Berliner Großschneider, der mit zu dem Kreise ibrer Der Jag chteln if au angegebene cht geband e 60-75 Bfb funge inge Banke Dobnes oularten 4.50 0-105, feine Banbbutter L Ingfte Berte Befpreuk 40-45 Efter Felt Limburger ter Solland Franzöf tbeintide eingen hundert Mart auf Lebenszeit wurde ausgesprochen gegen: Degroote, Boty, Klaus, Lenoir, Bourgogne, Vincent und Pierard. Die Verkündigung dieses Urtheils wurde von bem anwesenden Publikum mit lautloser Stille angehört; bas Erstaunen über die Härte der Richter und die Unempfind ichkeit der Jury verschließt aller Welt den Mund, zumal die Schulb manches unter den Angeklagten feineswegs über allen Bweifel erhaben ist. Man steht in diesen hatten Urtheilen nur cine Repreffalienpolitif, welche durch Statuirung außergewöhn licher Erempel" fich Rube" verschaffen will. In Wahrheit wird aber durch solche Strenge nur der Same neuen und viel furchtbareren Haffes ausgestreut. Die Reflexionen brängen fich um so mehr auf, wenn man fiebt, wie weit entfernt die Reibe Dieser Prozesse noch von ihrem Abschluffe ift. Schon am nächften Dienstag, 3. Auguft, Tommt wieder eine Episode der Märstage zur Berhandlung, nämlich die Blünderung der Abtei Soleil mont( dieselbe ift augleich Mädchen- Benfionat). In diesem Prozeß allein find 80 Personen angeklagt. Das Buchtpolizet gericht in Charleroi bat hierüber zu entscheiden, ebenso über eine weitere Affäre, die Expreffung einer Summe von 2000 Fr. zum Nachthell des Herrn Drumont de Chaffart. In lepterer Angelegenheit werden 187 Berfonen als Angeklagte vor dem Gerichte erscheinen und 27 Beugen vernommen werden. Die Anflage lautet hauptsächlich auf Vergeben gegen die freie Arbeitsausübung und Erpressung von Almosen. Der Prozeß gegen die Theilnehmer an der Brandlegung der Baubour'ichen Glashütten sollte in der nächsten Woche zur Verhandlung gelangen; neuerdings ist jedoch die Möglichkeit erwogen worden, diesen Prozeß bis zur Herbstfefflon zu verschieben, ba angeblich Saulobeweise gegen weitere Berfonen entdeckt worden feien. Vereine und Versammlungen. " + Der Verein zur Wahrung der Intereffen der Ladtrer aller Branchen Berlins und Umgegend hielt am Montag, den 2. b., in den Arminhallen", Kommandanten ftraße 20, unter Vorfis des Herrn Jafob eine Generalversamm lung ab, die febr gut besucht war. Herr Dr. Stabn bielt einen antegenden Vortrag über die Bleilolil und ihre Verhütung", an den sich eine lebhafte Disluffton anschloß. Der Raffirer, Herr Jalobi, erstattete hierauf den Kaffenbericht des legten Quartals, ber ein erfreuliches Bild des fräftigen Empor blühens des Vereins barbot. Die Einnahmen beliefen ft auf Beiträgen der erst eingetragenen Mitglieder bleibt ein Ge fammibestand vor etwa 150 M. Dem Kaffiter wurde Decharge ertheilt. Gierauf wurde auf Anregung des Herrn Müller ber Intimen gehörte und dessen Frau fie Gesangsstunden ertheilte. Die Rechnung umfaßte das nette Cummigen von fünftausend erhielt Holtfreter die Beffton der Zinsen für die Jahre 1877 und und als Gegenleiffung 1880, die selbstverständlich auch ausgeflagt werden mußten. Die biets vorher an Würmann sebirt worden waren und fest in biefer doppelten Befifton ben bet warenie bländer lang in London, Hastings, Manchester ac.; fte belam Luft, eine Tournée durch Amerila zu machen. Sie schrieb wegen neuer Toiletten an Holtfreter und versicherte ihm, daß fie die Rechnug fofort vegablen würde, sobald thr Imprefario die übliche An ablung an fte geleiftet bätte. Fünf Kostüme, die 2500. toften follten, gingen an fie ab. Frau Friedländer, die unter Die Reise und tehrte im Herbst v. J nach Berlin Projekt einnehmen sollten, würden die Gesellen selbstständig Mädchennamen Ida Bahn auftrat, unterließ jedoch te felbftgefertigte Strobflechtereien auf vornehmen Bazaten Agitation für den Verein empfohlen; die augenblickliche Mit Nuffeben, als in Wien unter ihrem Bäbchennamen. Dies erschwerte ihre fünftig an jedem zweiten Montag nach dem 1. und 15. des tbrem Jurid. fellbot. Sier Dann fuchungshaft. membert 80 f. per B 50-70 en 6-15 nge 4-6 R.pet Saf ten 75 Ferentartoffel a 100 G 2.50 15-20 be Musicut per Bfun neue fou Bf. ver erregte fte einiges verschwand fie aus Berlin und lebte annahm, so befindet sie fich seit dem 18. April d. J. in Unter In der geftrigen Verhandlung machte die An Arbeitsnachweis" besprochen. Herr Jakob bemerkte, daß die einleitenden Schritte bereits gethan selen und baß am nächsten Sonnabend oder am Sonntag eine tombinirte Gefellen und Melfterversammlung ftattfinden werde, um endgiltige Beschlüsse in diefer Sache zu faffen. Selbstverständlich set nur ein von den Gefellen organifirter und geleiteter Arbeitsnachweis mög lich. Wenn die Meister eine ablehnende Haltung zu dieſem lich. Wenn die Meister eine ablehnende baltung zu diesem vorgeben. Von verschiedenen Seiten wurde eine lebhafte gliedergabl beträgt 168.- Die Bereinsversammlungen sollen nüglicher zu machen, als dies bisher geschehen set. Das sostal reformatorische Programm sei den deutschen Arbeitern bereits vor den letzten Wahlen belannt gewesen und das Ergebnis der letteren habe die Regierung allen Ernftes dazu gedrängt, wenigstens den Versuch einer Sozialreform zu machen. Der Empfang des von seiner Fraktion in gegliederter Gefeßform vorgebrachten Arbeiterschußgefeßes set nicht weniger als ers freulicher Natur gewesen; man babe den Entwurf, an eine Kommission verwiesen und gleichzeitig hätten fich die rechtsftehenden Parteien beeilt, einen gewissen Vorsprung auf dem Gebiete der Sozialreform zu gewinnen. Weder auf den Reichstag, der mit der Berathung von Böllen und Steuern genug zu thun habe, anstatt fich mit den sozialreformerischen Borschlägen eingebend zu befaffen, noch auf den Reichskanzler, der Schulter an Schulter mit der Manchesterpartet lämpfe und fich in wirthschaftlicher Beziehung ganz auf dem Holzwege befinde, war Singer gut zu sprechen. Am heftigsten war jedoch der Ton, ben S. gegen den Bundesrath anschlug. Nachdem er die mit der Sonntagsruhe zusammenhängende Enquete des Reichstanzlers und insbesondere die Haltung der lonservativen Partei und Breffe als leineswegs_arbeiterfreund lich bezeichnet und wiederholt von einem sehr erleuchteten" Bundesrath gesprochen, forderte Kriminalfommiffar Baul den Borfizenden auf, den Redner zu unterbrechen, well durch deffen Ausführungen der Bundesrath verächtlich gemacht werde. Singer erklärte darauf, es werde ihn teine Macht abhalten, au fagen, was er in feiner Eigenschaft als Boltsvertreter für Pflicht und Ueberzeugung balte er werde in diesem Sinne feinen Vortrag fortfegen. Unter diesen Umständen erklärte Rommiffar Baul die Bersammlung für aufgelöst. Bebel suchte bie erregte Menge mit dem Hinweis zu beschwichtigen, daß nichts anderes übrig bleibe, als fich den polizeilichen Anords nungen zu fügen und ruhig den Gaal zu verlaffen. Langsam, aber unter fortgefesten Hochrufen auf Singer, Bebel und Rayfer entfernten fich die Anwesenden. Die Freie Organisation junger Kaufleute" feiert am Donnerstag, den 5. Auguft cr., in Steller's Hoffäger, Hafen. baibe, thres erftes Sommerfest. Daffelbe beginnt Nachmittags 3 Uhr und bietet neben dem Konzert einer renommirten Milt tär- Rapelle noch Ball, Feftrede und Beluftigungen mannigfal tigfter Art für Erwachsene und Kinder.- Eintrittspreis ist 30 Bfg., Rinder 10 Pfg. Ein recht zahlreicher Besuch ist zu empfehlen. Billets find vorher zu haben bei Eugen Henning, Friedrichstraße 20; 8. Mieder, Wafferthorstr. 15 II; Auguft Hinge, Anflamerftr. 15; Jos. Deutschland, Seydelstraße 2 bet Casparius und in den mit Blalaten belegten Handlungen. * Verein für Technik und Gewerbe, Mittelstraße 65. Mittwoch, Abends 8 Uhr, Vortrag. Gäfte willkommen. * Raugtlub Unicum" jeden Mittwoch, Abends 8 Uhr, Adalbertstr. 4. Vermischtes. Ueber die schredliche Hungersnoth in Labrador be richtet der Korrespondent der Daily News" aus Montreal vom 30. v. M. Die nachstehenden weiteren Einzelheiten:„ Einer Depesche aus St. John's zufolge ist ein Estimo aus Ottab, Labrador, am Nancy Barrett angekommen, welcher erzählte, daß er und seine Frau die einzigen Ueberlebenden der früheren bortigen Bevölkerung von 130 Seelen felen. Anfangs März gingen die Lebensmittel aus. Jeder Tropfen Del und jeder Feßen Seehundsfell fand Verwendung, aber schließlich war auch davon nichts mehr vorhanden. Am 3. Juni batten fle felt 6 Tagen nichts gegeffen und vom Hunger getrieben ber gehrten fie die Leichen einiger Weißen. Einige Indianer wurden von der Kälte getödtet, und wenn einer von ihnen starb, ward die Leiche aufgeschnitten, zubereitet und für den Gebrauch ge froren. In Folge dieser Nabrung brach unter den Ueber lebenden in fürchterlichfter Weise die Nuhr aus, und am 1. Juli waren nur 16 Berfonen am Leben, nachdem die Leichen von mehr als 25 threr Kameraden verzehrt worden waren. Die 16 Ueberlebenden machten fich in einem von nier Hunden gezogenen Schlitten längs der Rüfte auf den Weg. Diese Hunde waren die einzigen ihnen gebliebenen lebenden Thiere, da die Pontes schon lange zuvor dem Hunger zum Opfer gefallen waren. Als die Reisenden sich etwa 24 Meilen von Rap Myford befanden, überfiel fie ein beftiger Schnee fturm. Während die Armen fich bemühten, thren Weg zu finden, wurden fie von 25 bis 30 Eisbären angefallen, welche alle bis auf 2 Bersonen tödteten, welch' legtere fich jest in Rap Myford befinden. Rap Myford befinden. Tausende von Bären tamen von Bennyland herüber, vernichteten die Vorräthe in Dllab, öffneten die Gräber, verschlangen die Leichen und griffen die Lebenden an. Sie haben einen ungeheuren Diftrift verwüftet, der von ben Bewohnern verlassen worden ist. Die kleineren Anfiebe lungen haben fich nach den größeren Fischereihäfen gesogen, wohin fte von Heerden von Bären verfolgt wurden, denen viele von ihnen zum Opfer fielen. Die Nachbarschaft von Hope's Dale, dem Mittelpunkt einer beträchtlichen Seehundflicheret, hat gleichfalls von dem Mangel an Nahrungsmitteln und von der Wildheit der Bären und Wölfe gelitten. Männer, ble Durch Hunger zum Wah finn getrieben wurden, tämpften mit Den Bären um die Ueberreste ibrer tobten Kameraden, wobei Die Bären gewöhnlich erfolgreich waren und fich auf diese Weise eine doppelte Mahlzeit ficherten." Wie die Thiere mit vielen Augen sehen, diese Frage wird neuerdings wieder vielfach erörtert. Es giebt bekanntlich Thiere, deren Augen aus zahlreichen Fasetten, die wieder eine Art Augen für fich bilden, zusammengesett find. So bat z. B. unterscheidbare Augen. Sieht er nun flatt eines Slides Tode Ermittelung und da die Behörde ein abfichtliches Verschwinden Monats ftattfinden. Das Versammlungslokal foll im Sentrum ift. So groß auch die Bahl der Fazetten und der auf denselben getlagte, die durch die haft sehr mitgenommen ist, einen gün der Stadt bleiben. Mit einem hoch auf das weitere Ge bethen des Vereins ging die Versammlung auseinander. Dresden, 2. Auguft. Am vorigen Sonnabend fand in ftigen Einbrud auf die Richter. Es wurde festgestellt, daß fie der Sentralballe eine Bollfsversammlung ftatt, die von über Coltfreter von der Geffton an Mürmann eraäblt habe und ferner, daß boltfreter bereit gewesen sei, für 3000 Mart über nur fingirt worden Doppelt ertheilt habe. Die Be feine gesammten Forderungen au quittiren. hauptung der Anklage, daß die Reise nach Amerita balten, bie in London versezt worden seien, wurde nicht bewiesen, vielmehr ergab die Beweisaufnahme, erfahrenheit fet und die Beffionen nicht in argliftiger Weise Antlage aufrecht und beantragte eine Gefängnißftrafe von 1 Monat. Der Bertheidiger, Rechtsanwalt Friebmann, bean tragte die Freisprechung seiner Klientin. Der Gerichtshof er tannie nad turzer Beratbung auf nichtschuldig. wäre, um die Zolletten zu er 9310 M., Bandes 30 31 S Staflight 5 M., Bet 40-45 ttel 2-4 Der Staatsanwalt hielt trosdem die ift noch nicht zwanzig Jahre alt, bat aber bereits zahlreiche Strafen wegen Diebstahl und Unterschlagung erlitten. Am speise, die ihm an der Angel vorgehalten wird, bundert solcher Stüde, und feht er den ihn verfolgenden feindlichen Meerflich in hundertfacher Gestalt? In legterem Falle wäre er eines ber unglücklichsten Geschöpfe der Welt, obgleich er thatsächlich nicht bundert Mal, sondern nur ein einziges Mal gefressen werden könnte. Dieselbe Frage erbebt sich bei vielen Insetien. Sieht die Fliege mit ihren viertausend Augen eben so viele Bimme: mädchen die Fenster abwischen oder nur ein einziges, und wird dem Roblweißling mit seinen 17 000 Augen ein einziger Robllopf au 17 000 Robltöpfen? Die Anhänger des vielfachen Sehens geben ihre Sache zwar noch nicht auf aber man fann jegt behaupten, daß die größte Wahrscheinlichleit wie auch die Logit nicht auf ihrer Seite, sondern auf Gelten ihrer Gegner zu Stande gekommenen Bilder fein mag, so ist es doch nur die Retina( Nezhaut) mit den Enden des Sehneros, durch welche bas eigentliche Gehen zu Stande kommt. Alle übrigen Organe spielen gegen diese nur eine untergeordnete Rolle. Unabhängig von der Hornhaut betrachtet, ist das Auge des Hummers wie dasjenige der Insekten eine Hohlfugel mit vielen nebeneinander liegenden Löchern, deren Richtung vom Bentrum ber Rugel ausgebend, auf die Fazetten trifft. Nur diejenigen Lichtstrahlen, welche in die Achse eines Loches einfallen, tönnen an die Retina gelangen. Da aber ein einziger Strahl tein Bild geben lann, To braucht man dazu mehrere, welche alle durch die Achsen von ebenso vielen besonderen Löchern bringen müffen. Es folgt daraus, daß alle Lichteindrüde zusammen nur ein einziges Bild herstellen, daß also die Fazetten fein Hinderniß des ein beltlichen Gebens find. Welchen Bwed fie aber eigentlich haben, das ist noch immer nicht zur Genüge aufgeklärt. Normal Roman in vier Bänden. Erster Band: Mondscheinabend, Bachesrand, Junges Baar in Lied ent Held so arm Herzen.- Seufzer, Schwüre! Thränen, Schmerzen!- Troft in Liebe, ein'ge Raffe, Eingetretene Hinderniffe, Alter Nebenbubler, hub: wat belauscht das Rendezvous!.... 2000 Berfonen besucht war. Sturz nach 8 Uhr erschienen die Reichstagsabgeordneten Singer, als Vortragender, Bebel und Kayser von fürmischem Jubel begrüßt. Nachdem der Abg. Bebel wir folgen dem Bericht der Dresdener Nach richten auf Borschlag des Einberufers Beters zum Vor figenben gewählt und das Bobium betreten, appellirte er an ben bemäh: ten Zalt der Dresdener Parteigenoffen und sprach bie Hoffnung aus, daß feinerlei Ursache zum Einschreiten geboten werde. In Rüdficht auf die Möglichkeit, nicht bis zum Ende ber Versammlung ausbarren ju lönnen, schlug Abg. Bebel bie Wahl eines Erfay- Borfigenden vor und diese fiel auf den Abg. Kayser, der dann an der Seite Bebel's Plaz nahm. Nach Dem lepterer vorausgeschickt, daß Umflände privater Natur Dem Bortragenden eine größere Bewegungsfreiheit als früher Diener Donig geftern auf die Anllagebant vor bie zweite fozial- politische Lage Deutschlands" bas Wort. Reichstags wie Kitchenmaus, Stola! Schön! Ratbig! Glübende + Gin Taschenspielerkunftstückchen brachte den Haus geflatten werden, ertheilte er diefem zu dem Thema„ Die mebr( in Folge feiner fürzlich erfolgten Ausweisung aus Berlin) Gelegenheit geboten, fich für die Parteibewegung noch viel -W ents Swetter Band: Frühlingsmorgen, goldner Schimmer, Sjene: Ihres Vaters Bimmer!-held im Frad und hohen but- Wirbt um fte, Bapa in Wuth!- Schelten, Schimpfen, furge Welg'rung, Mutter bittet, Krämpfe, Steig'rung; Thränen, Schluchsen, Ohnmacht, Schret'n- Nebenbuhler tritt Nebenbuhler tritt berein!. Dritter Band: Belt: Die Stunde ber Befpenfter Drt: Schönliebchens Rammerfenster. Fenster offen, Reiselleider, hofbund schlafen, Thränen, Letter, Flucht, Verfolgung, ebles Rog, Borsprung, Heirath ,,, ante Bot" Bater raft, Enterbung, rennt, schreibt ein neues Teftament:: Vierter Band: Bater tränkelt, denkt ans Kind, Brief von Muttern. .... Rommt geschwind!" Wiederseh'n, Versöhnungsschmauß, Vatersegen, Braut im Vatersegen, Braut im Haus, Letter Wille: Fidibus!- Nebenbuhler: Herenschut. Schwiegermutter: Böse Bunge.- Doktor, Amme, liner Junge! Ganz der Großmama Geficht... Gott verläßt die Seinen nicht! Ein schwarzes Wunder. In Dagville hat man in einem Reger einen phänomenalen Tenor entdeckt, deffen Stimme an Schönheit, Kraft und Ausdehnung ganz ohne Gleichen sein soll, so daß die amerikanischen Blätter schreiben, der neue Zenorift werde nach seiner Ausbildung, wenn er fich in Europa hören laffen wird, alle ehemaligen, gegenwärtigen und aufünftigen berühmten Tenoriften aus dem Felde fchlagen!" Kleine Mittheilungen. Bayreuth, 2. Auguft. Franz Liszt, der berühmteste Kla vierspieler, nächst dem Geiger Baganini wohl der größte Vir tuose der neueren Belt, ist hier am Sonnabend, 11% Uhr Abends gestorben. Lisat wurde den 11. Dfteber 1811 in Rai bing bei Dedenburg( Ungarn) geboren. Als neunjähriger Anabe erregte er bereits Aufsehen durch sein virtuoses Klaviers spiel. Cerny und Salieri wurden seine Lehrer. Als Jüng ling bezauberte er Wien, Baris und London durch das dämo nische Feuer seines Spieles, als Mann unternahm er von 1840 bis 1848 jenen Siegeszug durch Europa, auf dem ihm uner hörte Begeisterung folgte. 1849 gab er sein Wanderleben auf und ließ fich in Weimar nieder, wo er als of Kapellmeister zehn Jahre lang wittte. Dann ging er nach Rom, wo er in ben geiftlichen Stand trat; 1875 wurde er zum Bräsidenten Der Mufilalademie in Beft ernannt. Von seinen Rindern überlebte ihn nur Frau Coftma Wagner, die Wittwe Richard Wagners. In der zweiten Hälfte feiner Wirksamkeit offenbarte fich Liszt auch als origineller, bedeutungsvoller Romponist. As folcher wirfte er im Sinne der neudeutschen Schule, die er vor allem bekanntlich dadurch förderte, daß er das große Le benswert Richard Wagners mit seinem Iräftigen Einfluß unter flüste. Franz Liszt ist an dem Orte gestorben, wo sein geiftes verwandter Freund und Mittämpfer Richard Wagner die legte Rube gefunden hat, und wird auch hier in Bayreuth zur Rube beftattet werden. Raffel, 28. Juli. In der sechsten Nachmitagsstunde er eignete fich geftern in der Näbe des awei fnappe Wegftunden von hier entfernten Dorfes Altenbauna ein Unfall, der einem Rnaben das Leben loftete, drei andere Berfonen aber in die größte Lebensgefahr verfeste. In einer Lebmgtube beschäftigt, wurde plöglich die Ebefrau des Arbeiters Weined aus Ober wehren mit ihren 13 und 10 Jahre alten Söhnen und ein Anecht von einer gewaltigen Lehmschicht gänzlich verschüttet. Bwel bes Weges fommende blutjunge Bürschchen von bier waren Beuge ber Ratastrophe und besaßen Verständniß und Muth genug sofort mit eigener Hand das Rettungswert zu versuchen. Es war ein faueres Stüd Arbeit, dessen sich diefelben unterzogen. Dafür wurde ihnen aber auch die freudige Genugthuung zu Theil, drei Menschenleben gerettet zu haben. Das jüngste Rind der Frau Weined lonnte leider nicht mehr lebend ans Tageslicht befördert werden. Die unglüdliche Mutter und ihr ältefter Sohn hatten so schwere Berlegungen bavongetragen, daß fie in das Landkrankenhaus nach Betten hausen geschafft werden mußten. Den so hart Geprüften bes gegnete auf dem Transport dahin der ahnungslos von der Arbeit aus Raffel nach Hause zurüdlehrende Ehemann und Bater. Gewiß ein schmerzlich- trauriges Wiederfeben. Halle a. S., 1. August. Die ballesche Stg." bringt in einem Extrablatt nachstehende Meldung über den Eisenbahn unfall zwischen Halle und Hohenthurm: Der Schnellaug Nr. 3, welcher um 5 Uhr 39 Min. von Halle nach Berlin ab fährt, ift gestern Abend gegen 6 Uhr vor der Station Hohen Theater. Mittwoch, den 4. Auguft. Belle Alliance Theater. Das Baradies. Att III.: Jm lastschen Dreied. Oftend- Theater. Vom Golde verführt. Bittoria Theater. Amor. Lang Boem von Luigi Manjotti. Walhalla Theater. Capricciofa. Kroll's Theater. Nennchen von Tharau. Central Theater. Alte Jalobftr. 30. Direkt.: Adolph Ernst. Der Wald- Teufel. Gesangs poffe in 4 Atten von B. Mannstadt. Rouplets von G.Gör. Muftt von G. Steffens. Mit neuen Delorationen und Kostümen. ( Rovität!) Königftädtisches Theater. Die Bigeuner baronin. Paffage 1 Tr. 9.10. Kaiser- Panorama, In diesem Jahre 3. erften Male: Die malerische franzöf. Schweiz. Neu! Reu! Schweden. Bertha- Reife. Carolinen- Inseln. Cine Reise 20 Bfg. Rinder nur 10 Bfg. Todesanzeige, Freie Bereinigung Tämmtliner in der chirurgischen Branche beschäftigten Berufsgenoffen. Allen Kollegen hiermit zur Nachricht, daß unser Rollege und Mitglied des Fachvereins Robert Gipp seinem langjährigen Leiden am Montag erlegen ist. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 5. b. M., von der Leichenhalle des neuen Jalobitirchhofes aus Abends 5% Uhr flatt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 256] Der Vorstand. Wer ertheilt Abends guten, billigen Violinunterricht in der Nähe der Langenstraße? Abreffen unter. 8. Boftamt bolamartistraße: Wo fpeisen Sis? In der ersten alten pom merschen Küche, Dranten ftraße 181, of parterre bei klein. Frübft. 30 f Mittagstisch m. Bier 50 Bf. Abendtisch, v. 30-50 nach Auswahl. .. [ 26 sämmtl. Syfteme, günft. Nähmaschinen in Bedingung E. Franke, Saarbrückerstr. 6. thurm entgleift. Die Entgleisung geschah auf dem Eisenbahnbamm auf der Chauffee von Halle nach Hohenthurm. Bon dem Schnellzug, der ungefähr 10 Wagen umfaßte, find außer der Maschine nur bret Wagen aus dem Geleise geworfen, der Boft, Küchen- und Restaurationswagen. Ueber die Veran laffung des Unfalls ist selbstverständlich ein völlig fachgemäßes Urtheil noch nicht au geben; doch scheint feftauftehen, daß der zu felbe auf dem Damme, wo ſeit acht Zagen gebaut wurde, Durch eine neue Weichenlegung entstanden ift. Die Weiche war nicht richtig genagelt( nicht ( nicht etwa falsch gestellt, wie mehrere Telegramme irr thümlich fagen), und in Folge deffen fehlte die vor schriftsmäßige Spurweite. Wenn man die Dertlichkeit, wo das Unglüd paffirt ist, befichtigt, so muß man fich wundern, daß tein größeres Unheil entstanden ist. Die Entgleisung fand nämlich unmittelbar hinter der Brüde, die über die Chauffee führt, ftatt; wahrscheinlich haben noch die letzten Wagen des Buges auf der Brüde gestanden oder dieselbe gerade paffirt. Enifeßliche Folgen müßte der Unfall gehabt haben, wenn er gerade auf der ziemlich hohen Brüde stattgefunden hätte. Unter Den angegebenen Umständen find die Paffaglere mit dem Schred davongekommen, bis auf eine auswärtige Dame, welche eine Quetschung der Bruft erhalten hat. Dieselbe fuhr sofort nach Halle zurück und nahm flinische Hilfe in Anspruch. Außer derselben sollen noch ein Poftsekretär und die Röchin des Re taurationswagens leichtere Kopfverlegnngen davongetragen haben. Vollständig zertrümmert ist der Restaurationswagen, von dem nur noch die Hälfte auf dem Geleise stand. Der Boft- und Küchenwagen waren in ebenfalls sehr sertrümmerten Buftande den Damm hinunterfürst und hatten dabei die Telegraphen ftangen zerbrochen. Die Maschine hatte einen wahren Sprung sur Seite( vom rechten Geleise) gethan und fich mitten auf bem Damm zwischen den beiden Geleisen tief in die Erde ges bohrt. Sie lag ganz auf der Seite. Der Bahndamm is an der Stelle natürlich erheblich beschädigt, doch wird die Be triebsstörung wahrscheinlich schon bald geboben sein, denn selbst gestern Nacht arbeitete man mit aller Energie bei Fadelichein, die Trümmer zu entfernen und das Geleise wieder in Stand au feßen. Einstweilen freilich find bedeutende Bugverspätungen eingetreten, und die Reisenden müssen umsteigen. Gleich nach Dem Unfall begaben fich der Bauinspektor aus Leipzig und Der Bahninspektor Herr Paul von Halle nach dem Drt des Begebnisses und ordneten die nöthigen Maßnahmen an." Heidelberg, 3. Auguft. Heute Vormittag 11 Uhr fand in der Aula der Universität der Festakt zur Feler bes 500 jährigen Bestehens der Universität betoelberg statt. Karlsruhe, 2. Auguft. Großes Aufsehen macht hier die Verhaltung des Raffirers Weniger von der Generaldirettion der großherzoglichen Staatseisenbahnen. Weniger soll ganz bedeutende Unterschlagungen begangen haben, nach der Frant furter Beitung" soll die veruntreute Summe 200 000 Mt. be tragen; die Badische Landeszeitung" giebt die Biffern nicht Ginen so daß wir neben gänzlicher Deckung des Stabl haushalis noch etliche Schulden bezahlen lönnten." nach Sagan zum Schüßenfeft reisenden Schüßenbruder erreichte am Sonntag Vormittag hier auf dem Bahnhof ein tragisches Gefchid. Er wurde von dem Befiger eines hiesigen Mebl geschäftes in Begleitung des Gerichtsvollziehers auf dem Bahns bofsperron empfangen und ihm der mitgeführte Roffer, in welchem fich 200 M. befanden, wegen einer ausgeklagten und bisher nicht beizutreibenden Schuld abgepfändet, fa fogar der Säbel blieb in des Gerichtsvollziehers Händen. Die Kameraden bes Schüßenbruders sorgten dafür, daß ihm die Freuden des Schüßenfestes nicht versagt blieben, und et möglichten es, daß er mit ihnen die Reise weiter fortseben lonnte. Db er in die richtige Feststimmung gekommen, wird nicht bei stat. Wien, 2. Auguft. Von gestern Mittag bis heute Mittag find in Flume 8 Bersonen an der Cholera ertranft und 2 g storben, in Trieft 6 erkrankt und teine gestorben. Vom 22 bis influftve 28. Juli betrug nach offislöser Verlautbarung ber Buwachs von Cholerafällen im Gebiete der Stadt Trieft 33 Erkrankungen mit 20 Todten. Seit dem Auftreten der Seud das ist seit 7. Juni d. J., ertranften im Ganzen 102 Personen, von benen 23 genasen, 58 fiarben und 21 in Behandlung ve blieben. Unter der Garnison ereignete fich lein neuer Fall Wie ersichtlich, ift die Bunahme feine beträchtliche und zeig fich die Seuche bis jetzt in beschränktem Grade. In der Provin Jarien zeigten fich vereinzelte Fälle in den politischen Beşirlen Bolosca( Gemeinde Jelsane) und Mitterburg( Gemeinde Fianona) mit tödtlichem Ausgange. Dagegen erfolgte eint Ausbreitung im politischen Bezirke Capodistria, und war i den Gemeinden Binguente und Dolina, wofelbft 14 Fälle m 8 Tobten vorlamen; von diesen beirafen 5 Fälle Arbeiter be Herpeljebahn im Drte Rismanje nächst Triest, von denen ftarben und 3 genasen. In der kleinen Garnison von Ga biftria wurde am 28. D. M. ein choleraverdächtiger Fl lonflatirt. Brüffel, 2. Aug. Der Kaffationsgerichtshof hat we eines Formfehlers, der darin bestand, daß einer der G schworenen ein Franzose war, die Wahrsprüche der Geschworenen für ungiltig erklärt, welche neulich der ordnete Bandersmissen wegen Ermordung seiner F Delanney, Degand und Dandelin wegen Fälschungen Unterschlagungen und den Sozialisten Defuiffeaug wegen öffentlichung eines Boitetathechismus verurtheilten. Ban fmiffen wird in Mons, die übrigen Angeklagten werden Antwerpen abgeurtheilt werden. Gegen Bandersmiffen übrigens ein neuer sensationeller Prozeß anhängig. Er b 6 Revolverschüsse auf seine Frau abgefeuert; fie hatten troffen; schwerverwundet rang Frau Bandersmissen 12 hindurch mit dem Tode. 3 vel erste, Lambotte und Mar behandelten fie und verlangen jegt als Honorar die nie Summe von 10 000 Frants! Diese Forderung zu e fommen ift. an, redet aber von der Beruntreuung von Geldern im hohen hat Vandersmissen rundweg abgelehnt, so daß es zur R Betrag." " Stettin, 2. Auguft. Der Bau des dritten fleineren Sub pentions dampfers Danzig" ist, wie die N. St. Btg." meldet, soweit vorgeschritten, daß der Stapellauf beffelben Mitte des nächsten Monais auf der Werft des Bullan" erfolgen lann. Der Stapellauf des zweiten großen Subventionsdampfers wird in den ersten Tagen des September stattfinden. Vohwinkel, 31. Juli.( Arbeiterrifilo.) Heute Mittag er eignete fich auf der hiesigen Eisenbahnfiation ein Unglüd, in dem einem mit dem Busammenfahren von ausgewefelten Schienen beschäftigten 48 Jahre alten Rottenführer der Bergisch Märkischen Eisenbahn, dem einzigen Ernährer feiner 84jäb igen Mutter, beim Herabspringen von einem Waggon beide Beine abgefahren wurden. Rottbus, 2. Auguft. Hier hat man fich zu einem originellen Vorschlag zur Güte" aufgeschwungen. Um unserer städtischen Rommunalsteuernoth gründlich abbelfen au lönnen", schreibt der Rottb. Ana.", würde es vollständig ge nügen, wenn wir nur zwei bestimmte Steuerzahler in Frank furt a. M. bewegen tönnten, ihren geschäßten Wohnfis von bort nach hier zu verlegen. Wir meinen die Herren Wilhelm und Karl v. Rothschild. Der Erstere zahlt nämlich nach der neuesten Einschäßungsliste von Frankfurt 153 900 M., ber Andere 147 060. nur an städtischer Einkommensteuer. Und in Frankfurt beträgt der Buschlag, wenn wir nicht irren, nur 100 pCt. Bei unseren 250 pCt. würden fich die Kommunalbeiträge der beiden Barone noch verzwelundeinhalbfachen, Briefkasten der Redaktion. Mr. ide A ber Le Profef Deut Diefer Sweit biefer fultate ben T Machti ร gemöb mittela vielleid glaubt ribeil ziejen bernün Lette um fo ber in verwun H mirft, Gefeße find un bas Einzeln D 63. Einer Vizewirthin, welche für ihre Thätigkeit Wohnung bekommt, fann jederzeit gefündigt werden. muß sofort ziehen und lann höchstens Schadensersatzanspr geltend machen. Ritterstraße. Derjenige, der die Mutter feines un lichen Rindes beirathet, fann vor dem Standesbeamten oba gerichtlichem oder notariellem Brotokoll das Kind als feinige anerkennen und beffen Umschreibung auf feinen Ra beantragen. brauden S. 30. Dem Schwiegersohne Ihres Wirthes Sie den Eintritt in Thre Wohnung in Thre Wohnung nicht au ftatten. Er macht fich des Hausfriedensbruches schuld wenn er gegen br Verbot in die Wohnung e bringt oder fich auf Ihre Aufforderung nicht aus derfelb entfernt. 777. Shre Frage ist unklar; Sie meinen offenbar ni den Erfüllungs, sondern den Offenbarungseid. Da bel terem der Schuldner nur sein eigenes Vermögen anzuge bat, muß er zwar nicht die von ihm als Brand besef Sachen, wohl aber die dem Blande zu Grunde liegende berung bezeichnen. August Herold P. W. Wer hat Ihnen denn das eingeredet? Berlin SO., 112 Skalitzerstrasse 112. Möbel-, Spiegel- u. Polsterm.- Magazin. Elgene Fabrik. Sollde Preise, Prompte Bedienung. Infolge der mir am 31. Juli zugefügten Beleidigung mehrerer Kollegen mache fannt, daß ich von heute ab sämmtliche ämter und diesbezügliche Arbeiten niebe Das Gericht wird entscheiden, ob ich red unrecht gehandelt babe. Angebot und Nachfrage ift Münchebergerstr. 30 Hof 1 bei Herrn J. Bauschke au ersehen. Sämmtliche Sendungen richte an Oskar Wolf, Schillingftr. 35 v. 8 251] Cigarren- u. Tabak- Handlung en gros en détail Fritz Goercki Berlin SO., Admiralstraße 40( frühere„ Linde"). 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