te. 8# Sntmf«* o«W.S M ilr. 181 Freitag, de« 6. August 188k. HL Jahrg. er »mW i »<--! lMMtUl'ß X 8# tlhobeOi TA vichilnz� ntnlunjJJ ohne m* ßcrlincrDoltelilflll. Brgan für die Interessen der Arbeiter. K Sa«„Berliner Bolksblatt" tätlich Morgen« airttt nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreii für Berlin frei 7» bau, vierteljihrltch 4 Mari, monatlich 1,35 Mars wöchentlich 35" *n" Einzelne»•——* (»ingi Einzelne Nummer 6 Df. Sonntags-Nummer mit der illustrirten Vellage 10 Pf. getragen w der PoSzeitungspreislist« für 1886 unter Nr. 769.) Jnfertionsgebühr beträgt für die«gespaltete Peittzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbellimarlt 10 Lei gröieren Aufträgen h»,yec Rabatt nach Uedereinkunft. Inserate werden bi» 4. Nachmittag« in der Ervedition, Berlin 8Wy Zimmerstratze 44. sowie von alle« Annoncen- aureaux, ohne Erhöhung de« Preise«, angenommen. xllen-jm §£*} -ich« v? Redaktion: Keuthstraße 2.— Grpeditio«: Zimmerstraße 44. r g»� ndeni» Hold m ilie Dirzrl! eflast- M V K die Zeitungen geht eine Betrachtung de«„Hau- . Me» Courier" über eine» Todtschlag, der bei Gele- eine, Ballvergnügen» an eine« Schutzmann verübt J™** ist. E, soll«ach dem Bericht de« genannte» Blatte« mIb Latten und Knüttel» bewaffnete Rotte halb- Burschen" gewesen sei«, welche da« Verbreche« o�ae» hm. fit*.»Hannoversche Courier" schlägt eine wettere Be- »ni» der öffentlichen Tanzlustbarieite» vor, um der- s« u««hr und mehr zu verhüte«: der Tanzbode» Havpt�uchtstätti für Rohheit und Unfittlichkeit. 1 lilft«.. wisse« nun nicht, ob der Verfasser jene« Vor- de» Tanzboden überhaupt meint, als» auch de« °d(«, welche« die sogenannte» gebildete« Stände be- {Lgjp V{*'."der ob er fich lediglich mtt demjenige« beschäfttqt, Hauptsache von de« sogenannte» unteren Klaffe« �ölkeruvg besucht wird. f'ttt t"a« erster« der Fall, so werde» sich ander« Per- i*ftt H«, welch« dem �Hannoversche» Courier" ernsthaft koto''S da, letztere aber der Fall, wa, mtt»ach dem dl,/" welchem der ganz«»rttkel gehalten ist, aanehme« K wolle» wir doch eine kurze Antwort ertheile». d i, i®«ämlich die Ueberzmgung, daß der Tanzboden ju"o für fich auch bei de« sogenannte« unteren Volk«- -J/n keinerlei Rohhett und Unfittlichleit erzeugt, daß viel- die im Volke»och vorhandene Rohhett und Unsittlich- wen» sb»icht auf de» Tanzböden oder«ach de» Tanz- ngungen in die Erscheinung ttetea, bei andere» Ge- hervorbrechen. Schließt man die Tanzböden, so die Schr,le» vorhanden, schließt man diese, so wird Branntwein aemeinsam zu Hans«, auf der vttaße oder vau�»"uu. getrunken; und Bursche» und Mädchen, wenn ZU«7"� ?»stttlichkette« zu verhüten, al« die Tanzböden zu j�ße»: die Schulbildung muß mehr al, jetzt gepflegt »~I'J �beB- Nicht, daß wir allei» exakte« Rechne», Schreiben verlange«,«icht. daß«och mehr durch «mg nd durt esaxi» K S MTB SfeuilXcton. jö�S [16 um -puren im Sande. , Baro. ZlT T€toftl>«--«st König. " i!l'* war beut, Anekdoten au« seiner Retter- !&, . o Wachte, m über ein« volle Börse gebiete» zu kön- .... 8«». vttl zu dieser gehobene« Sttmmung bei- Srü" ««[•. au« de» Auge«»dda», al« der Wage«, der hatte, wieder mtt ihnen von «tff*< Ä �t/?w«d«»och eine« Spazierritt in de« Wald machen," S ,3«« ihrem Bruder, darf ich auf Deine Be- %'S«' 9t wehr auf sich warte»—" la«?. fragt« er befremdet..Der»dend läßt »icht und ein Herbstabend, wie ;n t aus Jj i'h» ,lpät ist H»och t&tßri'****" Sa8e"warten dürfen, hat auch . 5-»°.®«»W,.»ich> nren™ tSa' Fe. iti UTW gesattett wnde» sollt«. r: &■ - e f www, � so* Blick sinnend in dea Garte» hinau,- Kinder, wen» sie in die Schule kämen, vielfach schon ver- roht und entfiltlicht. Spricht man aber mtt de» armen Eiter», so sage« diese: wtt selbst find auch nicht Keffer er« zozea worden, außerdem aber«äffe» wir fern von der Wohnung den ga»zen Tag angestrengt arbeite», um für un« und unsere Kinder da« tägliche Brot zu erwerbe», so daß wtt auf die Erziehung der Kinder keinen Einfluß au«- üben könne«. Betrachtet man nun»och die jammervolle» Wohnung, oerhältnisse der ärmere» Leute, welche schaaren» wei« ohne U-terschied de« Alter« und de« Geschlechte, zusammenlebe« müsse«, dann möge der Pharisäerstolz fich beuge» und»icht leichthi» von verrohte« und entfittlichten Bursche» reden. Wtt sind der Meinung, daß auch der Verfasser de« angezogeu«« Ar- tikel« und auch diejenigen, welche denselben obne Wettere« al, beachte«, werth abdruckten, wen» sie dieselbe Erziehung genoffm hätten wie jene Bursche«, wahrscheinlich genau so sich repräsentirt haben würden. Man glaube aber«icht, daß wir nicht ebenso empört wäre» über die Uathat, wie da, genannt« aatioaalliberale Blatt I Auch glaube man»icht, daß wir un« für die zahl- reichen öffentliche» Tanznergnügunge«, wie sie jetzt statt- finde», erwärme» könnte»! Im Gegentheil! Diese Tänzereien halten die junge» Leute von ernsthafter Beschäftigung ab, sie verhindern, daß die junge» Leute in die für ihre Erziehung so wichtigen Arbeite rvereinigunge» trete»— und da« ist sehr schlimm für die Zugend de« Arbeiterstande«. Daß halbe Knabe»»och, die jugendlichen Arbeiter de» Mädchen«achlaufe«, da« halte« wir sicherlich für Verderb- lich, aber die Beschränkung der Tanzbelustigungen dürste nach dieser Richtung dem Beelzebub gleichen, mtt welchem«an de« Teufel auizutreiben versucht.— Wtt habe» oben die Ursachen bezeichnet, welch« indem Volk« Rohhett und Unfittlichkeit hervorzurufe» geeignet find; diesen Ursache» muß man entgegeattete« durch Bessrrung der Arbeit«verhältniffe, auf daß die Frau de« Arbeiter« und die Kinder desselben der Familie und der Erziehung er- halte« werde»— damit reißt man der Rohhett und Tnt- fiitlichung die Wurzel» au«, die übrigen« m der heutige« Zett auch bei de« Leute«, die im Ueberfluß lebe», wett um fich greife». Roth und Ueberfluß find bekanntlich die Faktoren, welche Laster und Verbrechen fördern. Da aber unendlich mehr Mensche» Roth leiden, al« im Ueberfluß lebe», so erblickt man auch Laster und Verbreche», Rohhei» und Enifmlichunz beiden erster«« in größerer Anzahl. Und da auch die Bildung, wenn auch nur die äußere, bei diese» mangelt in Folge de« Umgang»« und der Erziehung, so find dieselbe» auch«icht so vorfichtig«nd»ich» in der Lage, Herze», rohhett schweifte;„mm glaubt,«icht, daß er diese abenteuerlich« Lergangenhett hinter fich hat, wenn»na»'«»icht weiß." „Und wenn man'« weiß, ist«an versucht zu glaube», daß er jetzt«och Komödiant ist," erwiderte Adba. Er wandte fich hastig um und sah ihr bettoffe» in« Antlitz. „ZK da« Scher, oder Ernst?" sagte er. „Mein voller Ernst!" „Also diese« Eindruck hat er auf Dich gemacht? Da« begreife ich nicht, ich tmtß gestehe», daß ich in meinen Er- Wartungen angenehm enttSuscht worden bi». Zch kann mich der Anficht»icht verschließe», daß er drüben viel gelernt hat, und wenn auch in manchen Punkten unsere Anschau« ungen au, einander gehe», so hat er fich doch meine volle Achtung erworben." „Wer de» Schwäche» der Mensche» zu huldige« ver- steht, der kann sie rasch gewinnen," sagte Adda mit leisem Spott;„man braucht ja nur unser schöne« Vieh und die Musterwirthschaft in Deinem Devartement zu lobe», so hat man Dich mtt Leid«nd Seele, da« konnte Werner sehr rasch herautfinden." „Aber er selbst sprach mtt wttklicher Sachkenntniß über all« diese Dinge!" „Vielleicht war'« nur Phrase, wa« Du für Sachkennt- «iß hieltest!" „Da« würde ich wohl herau, gefunden haben." „Sin guter Schauspieler sorgt immer dafür, daß er nicht au« der Rolle fallen kann; Werner kannte un«, er hatte 3«tt genug, sei«« Rolle einzustudtten." .Du urtheilst sehr scharf.' sagt« Kurt sarkastisch, und ei» Schatte» de» Unwillen« glitt dabei leicht über sei» Ant- ltt» wie paßt da« zu Deiner Erklärung, daß Du über- hanpt über Andere»icht urtheile» wellest?" Zch glaube»icht, auch Dtt gegenüber dies« Zurück» ÄN? ää Ii Z und Entsittlichung in der Wesse zu verheimliche«, wtt die« vielfach bei de« besser fituirten Stände» geschieht.— Aber gerade weil solche brutalen Vorginge so unge- mein bedauern, werth find,-deßhalb muß mau fich nicht scheuen, dtt Ursache» zu ergrDide» und dort dtt bessernde Hand anlege«. Der Vorschlag de«„Hannoverschen Courier" gemahnt un« an den faule» Gärtnerbursche», der blo« die Blätter vom Unkraut beim Zäten abbrach und seine« Meister dadurch i» de» Glaube« versetzte, er sei ew fleißiger Mensch. Nach einige» Woche« aber schoß da« Unkraut schliumer den» je wieder hervor. Erztthuag in der Schule. Erziehung in der Familie, da« thut den Kindern«oth. Damtt aber vorzug«weise da« letztere möglich wird, dazu gehört— und wtt wüssen unser ceterum censeo, und wenn wir', auch hundertmal in dieien Blättern schon au«gesprochea habe», immer wieder von neuem laut rufe»—: eine volktthümliche Sozialreform. Jim Fillr Keßla haben wir oft genug erklärt, daß«* fich hier viel weniger um dtt— gewiß bedauerlichen— Schicksal, schlägt für die einzelne Person, al« um dm uneihörttn Zuttand handelt, wtt er durch da« Fortbestehm der Gesetz« von 1842 geschaffen wird. Wtt, und mtt»m« dtt gesammtt Presse, so weit fie noch einm Funken von liberaler Bestnnung besttzt, protestiren gegen dtt Durchbrechung de« FreizügigkeitSrechte«, wtt fie durch veraltett polizetstaatlich« Bestimmungen jeder Zell eintretm kann und gerade politisch Mißlttbigm gegenüber oft genug wirklich eintritt. Wetter vermochtm wir, nachdem unsere Gegner alle vorher bekannten Vorttrasen de, Herrn Keßler au« dm Polizei- attm ausgegraben hatten, auch dann noch nicht zuzugestehen, daß ——'n-o-— vmii«»--------„.-----„ «der Thater fich al« einm für die öffentliche Sicherheit oder Moralttät gefährlichen Mmschm darstellt." Wir vermögm da« heute noch wmtaer, nachdem wtt Gmauere« über da« Äorttbm des Regierung» vaumetfter« Keßler erfahren baden. Darnach bestand die vorsätzliche Körpervertttzung vom Jahre 1867 in einer Ohrfeig«, die einm unglücklichen Sturz im Gefolge hatte, durch den der Bettoffene vertttzt wurde. Ueder die beidm Preßvergehm brauchen wir keine weittren Worte zu verlterm, so daß nur noch Auftläntng zu geben bliebe über dtt Be« strafung„wegen versuchttn Betrüge«." Darüber schreibt Herr Keßler: Jm Jahre 1871 kam ich al« einer der erstm Beamtm nach Elsaß-Lothringen und erhttll bei Organisation de« Dienste« eine Wafferdau-Jngmieurstelle zu Saargemüvd. Dtt dnttschenBe» amtm dort glaubten— mit Recht oder Unrecht, da» soll nicht unttrsucht werden— daß fie von dm ftanzöftschm Händlern übervortheill würden, auch dtt Waarm nicht so erhieltm, wie fie zu Hause gewohnt warm. Man beschloß, in diesem Be« amtmkreise einm Konsumverein zu gründen. Obgleich ich zu au««igmer Erfahrung könnte ich Beispiel« anführen, in denen diese« Urcheil»icht zutraf." „Und ich sag« Dtt, Kurt, Werner hat triftige Gründe, fich»icht in die Auge» sehe» zu lasse«, denn au« ihnen schaut ein böse« Gewissen." „Thorhett, Adda!" ,E« sollt« mtt lieb sein für ihn und für un» alle, wm» ich mich irrte, aber ich glaube e« nicht. Der Blick, der einmal au« seinen Augen mich ttaf, ließ mich tief in sein« Seele schäum, der Himmel mag wisse», welche Schuld auf ihm ruht." Der Ernst, mtt dem Adda da« gesagt hattt, blieb«icht ohne Eindruck auf ihrm Bruder, er stand am Fenster und wiegt« gedankenvoll da« Haupt. „Wenn Du derückfichtigm willst, unter welchem Gesindel Werner in dm letztm Zahrm gelebt hat, mit welchm Ge- fahrm er kämpfm mußte und wie oft er sich gezwungen sah, seiner Umgebung zu mißttaum, ja, sei» Leben zu ver- theidigm, dann wird Dich jmer Blick wohl nicht mehr be- ftemdm," erwiderte er«ach einer Weile.-.Es mag ja auch sei», daß die Mittel, durch die er seinm Reichthum erwarb, nicht immer ganz ehrlich warm, aber man darf darum doch nicht gleich da« Schlimmste vermuthen." „Zch»hue da« auch nicht," erwiderte Adda ruhig, „ich spreche nur von dem erstm Eindruck, dm Werner auf mich gemacht ha», und auch die« nur in der Absicht, Dich zu warum." Damtt verließ fie da« Zimmer, um ihr Rettkleid anzu» legm, und«ine Viertelstunde später ritt fie auf einer zier- lichm Fuchestute dem«ahm Walde zu. Der Eindruck, dm Werner auf fie gemacht hatte, war bald vergessm, der Better interesfirtt fie zu wenig; mochten die Uebngm sehen, wie sie mtt ihm zurechtkamm, fie selbst wollte ihn fich fern halte«. Sie war schon wett in dm Wald hinett geritten, all da« Pferd plötzlich scheut«, und eine rauhe Stimme fie au« ihrem Sinnm aufschreckte.- Vor ihr, die Hand am Zügel de« Pferde«, stand i« ttotziger Haltung ein Vagabund, fie erschrak, al« fi« ihm dem ffcamienlorpl au! hier nebensächlichen Gründen in einem sehr schlechten Verhältnitz stand, tonnte man doch nicht umhin, mich in den Vorstand dieses Vereins»u wählen. Nutzer mir gehörte dem Vorstand« noch ein königl. La»ar«thinsptktor Wolff und ein tal. Eisendahnbeamter an, dessen Name mir entfallen ist. Wolff und ich hatten thatsSchlich die Leitung des Vereins, das dritte Vorstandsmitglied delheiligte sich nur wenig an der Verwaltung. Sei es nun, datz es die GeschastSunerfahrenheit der Letter verschuldete, sei es aus anderen Ursachen, der Verein gedieh nicht, der Umsatz blieb ,u gering zum Waarenlager, wir satzen fortwährend in Geldverlegenheit und mutzte ich wiederholt aus meinen eigenen Mitteln Rechnungen decken» so datz ich etwa 6— 7?0 Franks in dieser Art in den Verein htmingab, die ich nie wieder erhalten habe. Besonder» wachte dem Vorstände Schmerzen, datz die Lokalmiethe mit 200Frks. fällig wmdr und keine Ausficht da war, diese aus Einnahmen des Veretn» zu decken. Eine leicht erklärliche patriotisch« Beklemmung ergriff uns bei dem Gedanken, datz wir die Zahlungsunfähigkeit des Ver- eins würden anmelden und unter dem Hohngelacht« der Fran» »osen auflösen müssen. Wir, Wolff und ich, als Vorstand de- rtethen oft, wie dem vorgebeugt werden könnte, und entschloffen uns endlich zu folgendem Schritt. Als Ingenieur hatte ich nach den franzöfischen In« struktionen, die für uns galten, da» Recht, Lieferungen bis zu (wenn ich mich recht erinnere) 20 000 Franks freihändig zu ver» geben. Nun war die Lieferung von Farbwaaren für meinen Baukrei» in ungefähr diesem Betrage nothwendig und wir b«. schloffen, diese Lteferunng dem Konsumverein zu übertragen, damit er dabei etwas ver» diene, wie jeder andere Lieferant verdient haben würde. Nach genauen Erkundigungen und nach Erlangung billiger Bezugsquellen fanden wir, doh fich dabei für den Verein wohl ein Geschäft von 200 Franks, die uns fehtten, machen lietze, ohne datz die Bauverwaltung the ur er e Preise zuzahlen hätte, als fie ihr von anderen Lieferanten billigst gemacht worden wären. Ich Übertrag also dem Konsum- ««ein die Lieferung und fie wurde sehr gut und pünttltch ausgeführt. Ein Äeheimnitz wurde aus der Sache nach kein« Richtung hin gemacht.-- Bevor die ganze Angelegenhett geregelt war, legte ich mein Amt im elsatz-lothnngischen Staatsdienst nieder und übergab meinem Nachfolg« die auf die Ltef«ung bezüglichen Frachtbriefe, aus welchen die Art deS Geschäfte» vollständig zu «sehen war, habe ihm auch mündlich die nothwendigm An« deutungen gemacht. D« Herr hat freilich beschworen, datz er sich hinauf nicht zu erinnern»ützte und datz« die Fracht» briefe, die ich nach einigen Wochen zurückei hielt, nicht durch« gesehen habe. Als es zur Aufstellung d« Liquidation für die Lieferung kam, machte H-rr Wolff, d« in d« ganzen Sache mtt mir in Uebneinsttrrmung und mtt voller Kenntnitz all« Einzelhettm gehandelt hatte, einige Einwendungen und meinte, es wäre beff«, eine dritte Person, welcher der V«ein die For» d«ung zevirte. mit d« Einziehung ,u beauftragen, und fand sich hierzu auch ein Kaufmann in Saarbrücken b«ett, ohne da» für eine Entschädigung zu beanspruchen. Ich beging nun die Unklughett, diesem V«langen des Herrn Wolff nachzu- geben. Als der Kaufmann die Rechnung einreichte, übergab mein Nachfolger im Amte dieselbe d« Staatsanwattschaft und es wurde gegen mich allein eine Untersuchung eröffnet. Die Staatsanwaltschaft nahm an, um die 200 Mark, d ie der Kons um verein hätte gewinnen sollen, wäre die Staatskasse geschädigt und datz nicht der Konsumverein, sondern ein vritt« Kaufmann die Rechnung eingereicht, wäre die Vorspiegelung ein« falschen Thatsache. Nach einer läng« als 12 Stunden dauernden Verhandlung wurde ich in erster Instanz freigesprochen, weil d« G«ichtthof annahm, es läge keine Schädigung d« Staatstasse vor, auch wäre mein Verfahren, wenn ich auch als Beamt« nicht ganz korrekt gehandelt, doch nicht strafbar; de« sond«i wmde«kannt, datz die Beweisaufnahme«aeben bade, wie mir jeder Gedanke an einen personlichen Vortheilferngelegenhabe. Die Staatsanwaltschaft legte gegen diese» Srkenntnitz die Berufung ein. Die Berusungiinnan, entschied ohne weitere Beweisaufnahme gegen mich und bestraste mich. SS wird auffallen, datz d« Prozetz allein gegen mich und nicht auch gegen den in allen Punkten mtt mir zusammen ar» bettenden Wolff geführt wurde. Es möchte sich auch dafür»ine Erklärung geben laffm, die auf anderem Gebiete zu suchen ist, auf die ich ad« nicht weit« eingehe. So d« einfache und wahre Sachvnhalt. W« danach einen Stein auf mich werfen will, der thue es Ich habe un» klug gehandelt, da« ist richtig, aber meine Ehre ist durch mein Handeln fich« nicht v«letzt. Gustav Ketzler, Regierung»» Baumeist«. in die glühende« Auge» blickte, die drohend auf fie g«ich:et waren. „Die Zett d« Abrechnung ist gekommen," sagte« heis«, „steigen Sie ab, Fcäulei«, ich habe ei» ernste« Wort mtt Ihne» zu reden l" Adda hatte sofort«kannt, daß der Man« betrunken war, fie«hob die Rettgerte, aber als er in demselben Augenblicke hohvlSchelnv seinen Knüttel emporhob, um den Schlag zu parirc», ließ sie den Arm wied«si,ke», fie sah wohl ein, daß fie in einem Kampfe mtt ihm unt«Iiege» würde. „Laßt de« Zügel los, Michel,' befahl fie,„habt Ihr mir etwas zu sagen, so kommt in« Schloß—' „Ich wäre verrückt, wenn ich'» thäte," u»t«brach« fie höhnisch,„man hat mir schon einmal mit de« Hunde» und der Hetzpeitsche gedroht, ich will mich d« Gefahr nicht aus» fetze«. Sie find imm« hart und stolz gegen mich gewesen, Fräulein, jetzt will ich's Ihne«»«gelten.' .Denkt an Eure Frau und Eu« Kind, warnte Adda de« Trunkenbold, fich auf de» Kampf vorbereitend,„Ihr habt so viel auf dem K«bholz, daß—' „Eben drum 1 Zurück kann ich jetzt nicht mehr, Weib med Kind Hunger«, und ich will lieb« im Gefäugniß sei», als läng« diese« Lebe, führe»,' schrie Michel«tt heis«« Stimme.„Herunt« von dem Thier od« ich brauche Gewalt." Wieder hob Adda die G«t«, das Pferd bäumte fich, im nächste« Augenblick mußte d« Schlag falle«, d« den ungleiche« Kampf«öffnete, da ließ plötzlich d« Vagabund die Zügel fahre«, um gleich darauf im Gebüsch zu ver» fchwUltat. Adda athmete tief auf, vor ihr stand d« R«f«e»dar von Gottschalk, dessen Kommen fie g«ettet hatte. „Sie haben mich aus ein« pewlichen Situation be» freit. Herr von Goitschalk,' sagte sie, nachdem fie seine» Gruß«widert und das Thi« beruhigt hat»«, �ich dank« Ihne», die Gefahr, in d« ich schwebte, wird m,r erst jetzt in ihrem ganzen Umfange klar.' Sie beugte sieg mtt freundliche« Lächeln zu ihm nied« Politische Ueberstcht. Das Urthett im Freiberger Coztattftenprozetz hat alla-mein durch seine Strenge in Erstaunen gesetzt. D« § 129 des Strafgesetzbuches, auf Grund dessen die Ver- urthetlung erfolgte, lautet:„Die Theilnahme an ein« V«- bindung. zu deren Zwecken ober Beschäftigungen gehört, Matz- regeln ver Verwaltung od« die Vollziehung von Gesetzen durch ungesetzliche Mittel zu verbind«» od« zu entkräften, ist an den Mitgliedern mit GefSngnitz bis ,« einem Fahre, an den Stiftern und Vorstehern d« Verbindung mit Kefänznitz von drei Monaten bis zu zwei Jahren zu bestrafen." Da nach d« Begründung des Urlheils den Angetlaaten nickt nachgewiesen wnoen konnte, datz fie„Sttfter und Vorsteher" seien, io war mtthin das höchste zulSsfige Slrafmatz ein Jahr; die Mihrzahl der schuldig Befundenen mutz ihre THStizkcrt im Dienste der Ardeitersach« mit neun Monaten bützen I— Natür- lich wird die Angeleaenhett noch da» Reichsgericht beschäftigen, um wenigsten» olle Instanzen zu erschöpfen. Eine wesentliche Aenderung des Urthettt wird dadu ch ab« nicht zu erreichen sein: wenigstens glauben wir es nicht, nach den Erfahrungen d« letzten Jahre. Herr Scholz und die Konservative«. Die Gegn« des preutztschen Fin mzministers«klären demselben jetzt offen den Krieg. Nach Herrn Rauchhaupt's Lettton wegen der angeb- lichen Absicht, in d« devorst-benden Sesfion keinen Brannt- »einsteuer-Entwurf vor den R'ichstag ,u dringen, mutz d« Ftnanzmintster nun auch den Zorn de» anerkannten Partei- Organs d« konservativen Partei, der„Eons. Corrcsp", üb« fich ergehen lassen. Die Herren von d« Rechten hatten Herrn Scholz eigentlich an dem Taze schon aufgegeben, an welchem er zum«sten Male durchblicken Itetz, datz er nicht geneigt sei, fich in dal bimetallisiscke Fahrwasser des Herrn Dr.»rendi und de« Hnrn LelowSalesle hineinbug stren zu laffm. Je entschiedener Herr Scholz seinen Goldwährungsstandpunkt her- auskehrte, desto mehr erweiterte fich die Kluft, die ihn von seinen sonstigen Parteigenossen trennte. Zwar wissen die Herren ganz wohl, datz nicht He« Scholz allein in dieser Frage den Ausschlag giedt. aber Herr Scholz, der im Abgeordneten- hause wie im Reichstage alle Angriffe auf dieses Münzsystem abzuwehren hatte, mutzte dm Zorn der Herren Kardorff, Leusch- nn u. s. w. ertragen. Herr Rauchhaript ist natürlich doppltt eifrig in seinen Angriffen, da« fich für den auserkorenen Nachfolger de» in seinem Uebneiftt immer unglücklichen Herm Scholz hält. Die„Nordd. Allg. Ztg." hat ein großes Glück«lebt: fie hat eine Handelstamm« gefunven, welche zwar die V«- schlechterung der allgemeinen G'schästslage ihre» Bezirk» an- nkmnt, aber keinnlei Schuld daran der neuen Wirthschafts Politik de» Reichskanzlers zuschiebt, im Gegentbeil ausführt, datz d« gesuchte Vortheil d« neuen Zollpolitik, die Ueb«- füllung des deuttchm Marktes mit auswartlgm Prcduktm zu »«hindern,«reicht ist und es somit ohne diese Zollpolitik noch schlechter aussehen würde, datz fem« unsere wirihschaftliche Lage immer noch beff« sei, als die in England, Norvamnika, Frankreich u. s. w. ES ist die HandelSkamm« zu Worms, beherrscht von d« Firma Comeltus Hegl, dessen geadelte Inhaber. wie dm Kahlkei», in welchem der edle Marqardsm ein Unterkommm fand, im rein BiSmarck'schm Sinne mit Hilfe ihr«„Heils Armee" dirigirm. Die„Nordd. Allg. Ztg." v«- tbeitt ihre Mittheilungen aus diesem ihr so gut gefallendm Wormser Handelskammerbericht gleich auf mehrere Nummern; in d« Morgennumm« füllt fie ein paar Spalten aus dem allgemeinm Theil de» Berichts, Admds giedt sie daraus eine Ausführung zu Gunsten des Kornzoll». Die Handelstamm« konstalirt, datz dem Arbeit« sein Brot durch dm Kornzoll nicht verlheuert worden sei und die Industrie deshalb nicht gmöthigt »orvm sei, die Löhne zu nhöhm, und vndindet damit eine konsuse Atlssührung deS Inhalt», datz die Landwirthschast doch einm erbedlichen finanuiellm Nutzen gehabt habe, datz dem weiteren Rückgang de» Preises ein Hindernitz in dm W'g ge- stellt sei, und das deutsche Produtt, wenn auch nicht zu höherem Preise, so doch leicht« vnkäuflich geworden sei, als früher. Vielleicht schreibt He« Marquarvsen zu diesen fich wid«- sprechenden Ausführungen einen gelehrten Kommentar. Maßregeln gegen den Unterstützungsverei» der Tabak- arbetter. Wie wir hören» soll laut Verfügung der königl. Regierung die Altonaer Mitgliedschaft des Untnstützungtver- eins deutsch« Tabakarbetter unter staatliche Kontrole a? stellt werdm. Die Verfügung ist dem Altona« Polizeiamt viza i rina Lamberg au! Bonn am 2. Mai 1860 geschlossene 65 z,�,. tu A durch rechtskräftige! Urtheil vom 18. August 1885°iS M w'iLÄ erklärt worden ist. Es ist demnach evident, datz Ihr Zusamer»' 1%™* 1 leben und Ihre Verbindung mit dem Hzrrn Dr. Ricfc�• Schmitz mit den Lehren unser« heiligen Kirche Üb« die U» � auflöSdarkett der Ehe in flagranlem Widerspruch steht, und �* u Uni Sie dadurch den gläubigen Katholiken g r 0 tz e s Aergerift! � bereitet und noch bereiten. Wir Hohmann, unter Androhung zum ersten, zweiten und drtttm>._____ für jede Mahnung eine Woche Zeitfrist einräumen), binnen — fordern deshalb Sie, W 2% � n sssäfe auuwm uu» vou» v-m« Richard Swmltz zu Neuenahr s j. h-Z 0, 1 verlassen und die qu. Verbindung mit ihm aufzugeben. 1- am ttschöfl. O'fljialat.(gez.) Dr. 61"�'�«meid! Für die Ausfertigung der Aktuar: Löschtet m da! ...... Eld«feld«„Freie Pr.ffe" bemerkt hierzu: Nun, wtt loait* ja,»ie Vorst- h-nde» beweist, recht nett vo.'wartS und strd tt levllqnÄ« gierig, od sich He« Dr. Schmitz die Sache ruhig g-fo�- 31 laffen event. wie sich die weltliche Gnichtsdarkett gegen dk? offene Verhöhnung des Zioilehkgesetzes verhalten wird l Die von der„Kreuzzeitung" neuerdings gegen � Großindustrielle« gerichteten heftige« Angriffe zfia� datz fich bei dem einst frethändlerischen, j-tzt agrarischen gg«,» i da« Urtheil üb« die Verkäufe an v a S«uSlan dl«°um etw-S Schleuderpreisen neuerdingS wieder wefentttch ß'BjJ hat. Seit nahezu zehn Jahren wird eS nicht nur von prW piellen Freihändlern, sondern auch von manchen ehrlichen* hängern anderer handelspolitischer Anfichtm bettagt, datz ii>>, deusichen Schienenfabrikation und in anderen Zw-igen deutschen Ersenindustrie die PreriS eingniffen ist, im Jnla nur zu künstlich hochgehaTenen Preisen und Im Auilant*?| jede fremde Kvnkmrenz unt«bi Haltung d« Grotzindustriellen gegenüber ein« deutschen G s auSstellung entbrannt ist. die Augen aufgegangen, und' Hinweis auf dtt in jüngst« Zeit von Krupp dei iniSnbi'cheü ausländischen Schienen sudmtsstonen geforderten sehr verschtti Prelse ett«t fie gegen den„Intern alion a litm. jener Herren Industriellen, weich? noch eine groge Kluft\ überschreiten hätten, bevor fie dm Boden der nationalm g effen wieder finden würden. DieieS Gestandmtz sollie dem agrarischen Blatte nicht v«geffm, wenn man cum, Uebriqm dem j-tzt anscheinmd zwischen Agraii.-rn und' dustrie-Schutzjöllnern entdrannlen Zw ste«ine wirk ich* deutmg nicht beil-fttn kann. Da* Geständnitz ist nicht' »m Industriellen, sondern auch den Agrariern gegenüber will« Denn ist die Praxi«, welch? die„K euutg." letz» so schart � mtheilt, nicht die,e!be, welche räch d n Piänm d« dei einer Aenderung d t Brauntweinbefieu**", zum Vortheil der Brenner ins Werk»ft** f*? soll? Wie bei d-n Schimm den Echimmwerk.-n, so snll beim Branntwein den Brennern durch Gesetzzedurg und � walwng ermöglicht w-rdm, dillig, rccht billig an daS AUira zu verkaufen und dafür im Jnkanve den Konsumenten Preise aufzuerlegen. Wenn daS agrarische Blrtt jetzt®*L «tt.em solchen System steckenden„Jnletnalionalifmui" 8IUf erkannt hat so wird ihr und ihren Geftmrunp.tg'.noffen 1 n>chtS fibiig bleiben, all dei neuen Verhandlunzen ur" Branntweinstmer„den Loden d« nattonalm Interessen zufindm", d. b stch gegen Ausfuhrprämien zu(*% De« wird alsdann wieder daS unf-ren heutigen Ago allnding« geläufige Wort heroorgefucht wndm: ,�a,' da« ist ganz waS Andere«!" Auswetfung. Aus Ottensen wurde dn Zigarrmv R. Schulz, verheiraihet, Vater mit 2 Kindern, auf Grün» Soziairstengesttze«(§ 28) auSgewiesm. Die ReichStagtabgeordueten Bebel«ud E'! habm, nach d«„Voss. Zr--.", am Sonntag Abend eine- nach München, Baden, Württemberg und d« Schw«« getreten. Schweiz. In Zürich fand am Sonntag eine Sitzung von DestA de« Zentralkomitee« de! GrütitvereinS, de« Aktionsk «tdetStt, i dMman I »crn der! 1" der 'chts weite tt» Lid-rolij Von eir taten«jffei Jionlag, al -oiialifter, öhnlsch, wo h Di« ni< Mdung de «n. '> 18 000 ödeten P iCf r i dadurch la*« man'« verhüten, daß fie grötz««» Unh*� richte». Und seine» Angehörige» kann wohl auch grötzner Dienst geleistet w«de»—" „Sagen Sie da« nicht,' uvtn brach A�da ihn.« stand ftüh« in mserm Diensten,« war fleißig, tt** zuverläsfig, wir hatten keinen beff««» Knecht. 2)%# es sein Unstern, datz« in d« Lotterie eine» kiei«*'� win» machte, und von dies« Stund« an war«W J# mtt ihm auszukommen. Die Freude üb« das Glück trieb ihn in« Wirthshau«, ew Häuschen z klein« Ack« wmde« g- pachtet, und im Anfange schätzt als ob d« Michel wttklich wied« v«»ü,stig und werde» wolle. Er hatte ein braves Mädchen und die junge Frau do, alle« auf, ihn auf dm zmückzufühte», ab« die guten Freunde de« Mav«"& nicht»ach. bis fie ihn wird« in d« Schenke hotte*- Ja», mutz e «re' ... da» m mein« «Wen und '�Maffe, i ««cht nacy. v,« ye rhn wied« in d« Schenke yar"*-�#Ut.»«oq, ' tigen, der Acker brachte nicht« ein. d« Pachtüe« Su �bq, stundet»«dm und nun ging's auf d« schiefe- J weit« abwärt«. Der Mann warf»«» seinm H«*• Ltrf �te,, als um materiille Vortheile zu«ringen, bieb, und da mein Vater und mein Bruder palsi®??-� � st»d. so hatte«in d« That ihre Achillesfnft 0%«% stch selbst damit dem Etrafnchl« üb«W"t.. Hast»rrd ihn v'elleicht beff«»; denkt« in**« 41 stände üb« seine V«goagmh«tt nach, so sehe», wie seh?« gefehlt hat." VW»'..«» .Im Gegmtherl, gnädige« Fräulein, die �. 'hu»ur«bitiern, sagte der Refermdar. ,«»*1, SLq,? %%%%%% schm darf man kein Erbarmm habm, N st M Auf � straft w«dm, defio beff« ist e« für die Geiaw*« tl dem de? Bursche fich Zhnm gegmüb« diese � ifäe« Kbt �Ht�ttetBunbtS und bei Komitee! bil GewertschaftlbunbeZ u mV®J»utbt ble schon neulich von uns derührte Flage ber »n dtem»«ründung einer allgemeinen Streiktasse harb Sch� behandelt. Die Vertreter bei Grütlivereinl eillätten sich mit � 2! Lvlanten 93m gehen grunbsStzltch einverstanden. Die -n ehelud«»vtreillaffk" wirb also ohne Zweifel in! Leben treten. Sw««* m Rußland. I aeilamiia Wie man bem„Rufs. Wev." aul Uman im Gouvernement , kanonisii« r" belichtet wirb, kam el am 18. Juli in bem Flecken Itaria(T# jMwwij« im Umanschen Rttife während bei brntigen Jahr« bloffene Ä?ias"tS»u Aulschrestungen, welche schließlich in eine Jude n- > oiä M, jLf ou* arteten. ES würben binnen kurzer Zeit acht Ber- i R ufern W» r�-duben jüdischer Händler ausgeplündert, die einen Verlust Dr Rich-rt 10000 Rudel an Eaaten zu beklagen haben. Nur dem lber die U»?Wreitm bei dortigen russischen Geistlichen sei el zu banken, ■dl und M Unruhen noch an demselben Tage ein Ende nahmen. eraervtl ��.e hatte eben in seiner Kirche die Liturgie beendet unb Sie, Ar« i8.®? sich nun in vollem Ornat unter die tobende Menge, * bzr pi.ä N'che er zur Ruhe ermahnte, zum Glück mit Erfolg. Die . wir Jb't«l'dttien sind jetzt mit Ermittelung der Veranlaffung zu den binnen W �luhen beschöftigt._ Neuenahr! geben. Ij Grünew-Z od."- f* wir konwj unb ste S l» big g-gen 1» »irdl Ä , Trotz der bil jetzt guten ErnteauSstchten ist die Stimmung t? dar Kreisen der Landwirthe eine äußerst gedrückte. um Getreidehandel herrscht vollkommener Stillstand, die Preise so niedrig wie nie zuvor. In den Häfen ist so gut wie S« leine Nachfrage, und im Vergleich zum Vorjahre ist für die i/ijn ersten Monate dieses JahreS der GetreiSeexport von [vfOOOOO Rubel auf 9 133 000 Rubel zurückgegangen. Zudem Mtrchtrt man, daß jetzt nach der bevorstehenden Ernte und »er Zufuhr in die Häsen die Preise noch mehr sinken werden, i» Daß der Produzent, der desiere Zeiten nicht abwarten kann, -M auf seine Kosten kommen wird. Die Kalamität im ms. Men Geireidehandel breitet sich immer drückender über ganze Land und dessen GeschSftlverkehrt aul, während i i»«h ,1 iZ*.«anv und dessen tNeschastSverreyn aul, wahren tlich gill-f � geschieht, derselben nach Möglichkeit zu steuern. von pcirk hrlichen# . daß iS � sro'-ißrt; 2 im Jnllrss HuSIonWj eisen zu gj lögl'cht, : Koste« enden r Preise zu me in enden. her Cb ien® , und ndischS oerschie! ililm ße Kluft. malen Rß sollte' an auw l rn ur d Z, oirkiche _„ Belgie«. Ii«», b1 wahrscheinlich wird die Untersuchung bei sozialen I,®«toralischen ZuöandeS der belgischen Arbeiterbevöl. durch sie von der Regierung eingesetzte Kommission vladijcheS Resultat haben, schreibt man der„Rrcuzztg.". Kr'® lehr man in Belgien Kommisstonen und Untersuchungen %. s° wenig ist man in der Regel geneigt, die Resullate «bvt in der Form praktischer Gesetzentwürfe zu verwerthen. b»U>erlwo ist dal ja auch nicht anders. sozialistische Organ„Lcpenple" zeigt an, daß Bürger. die für den 15. Ruguft anberaumte Arberter« ur» vsiation zu Gunsten bei allgemeinen Stimmrecht! ( a g e n werde. Bil zur Stunde hat jedoch der Bürger- � diekdr.ügl-ch keinen Beschluß gefaßt. %�b,t die äußerlichen Ursachen der nunmehr erfolgte« ljtoi®Un«»wischen der radikalen Bourgeoisie sogenannten Progresfisten) und der Arbeiterpartei Man dem ,�öamd. Korr.": Die Ligne reylsionnivte de beten Präsident der dekanme Sozialtftenführer filll£pt de Paepe ist, hat an sämmtliche progresfisttschen Ge- iie darunter auch die Aagoci&tion liberale de Binxellea fcj�wiung ergehen lassen, an der am Sonntag über acht «//stattfindenden Rrbeitermanifestation theilzumhmen. Der hi,'Äsende der eben genannten Brüsseler Assoziation antwortete, �.Manifestation müsse auf die»rbeiterkreise allein beschränkt iu«. 1*> die Aeeeciation UbSrale hege infolge dessen den Wunsch, » nicht K(??n der Demonstration fem zu halten. Die sozialistische öber rr>ii1' Cm �ot darauf den Beschluß gefaßt, alle Beziehungen zu so schaif r C Iu'Sreffisten abzubrechen. Der„Penple", offizielle! Organ bei biL v"Partei, bringt ein Sntrefilet, in welchem den Ar »cu-e"" der Rath ertheilt wird, die Sache der Progresfisten NMMHM � uftt rothen Fahnen entgegen und degrüßten sie 'Ut«ihnisch. wobei el zu der Schlägerei kam. H» l I«« d. niederländische Regierung hat nach einer Brüsseler getbung der„Kreuzztg." am Dienstag in Amsterdam zwanzig fU®'isien verhastet.— Dem Bürgermeister von Amsterdam 000 Gulden zur Vertheilung an die Familien der per« deten Polizeimänner übergeben worden. < tu o Kroßbritauui-«« ist Ke„ welche deaustragt war, die U r s a ch e n Mm�de löftockung zu erforschen, hat nunmehr ihren »5 �si'nllicht. In demselben räth, nach der - die Kommission davon ab, die Zahl der»r« verringern: dal sächlich der Ueder« ... a..----------------------- insbesondere bei � Die Kommission schlägt weder fiskalische l'nosse« d» rn über essen wis i zu(t EN Rgf JS". garrenas s G:un> «d Eis id eine Schwei! >n Del« ttonk ihn.. # en jWitt.JLwY*»'' Wl1 nommtsston davon ad, die Zahl �Aren, oder die Löhne zu verrtnz bei Handell schreibt sie hauptsächlich! 'utsch.n�. ber stemden Konkurrenz, inSdesov -",>tn»»• D,. Kommission schlägt weder Le da/ mst 0�e �*�*0 verhaftet werden, bitte, überlasse» vor�hr?'fie schien keine»«nt. bttie3irf"lßew unJ Sie bewegt mich zu dieser Bitte.« tchiAü Htlich biefp /ch weiß aul Srfahrrurg. wre ge- ss«d und wie Übel angebracht rhne» u'd?«»rfall�MchtSvolle Milde ist.«einelfalll darf der ae n)�l-ie0e""'"de», bedenken Sie, was geschehe» nd% h�tt« � ,,B 0«»» unvorhergesehener Zufall Sie ge- -MAMMSS«- M Wb ließ sich bei bem Baro. te,»dda w ihre Gemächer eilte. C�ete# �"vohih war empört über dre Frechheit bei R ,"ben' pachtete der Anficht bei Referendars bei. der W* des Dauk ablehnte, aber nichtsdestoweniger de, a®8" Wieb und diese Gelegenheit gerne ergriff, d Pj'v xL-s K-«> TSt' "SLr%' stimmten~ dem Tage sofort verhastet alle, außer»dda, die sich«och auf deffe. Angehörige leite« ließ. acgipchme Stunden und all er spät«m � einmal mit herzliche» Meust, de» er ihr geleistet hatte. »ckwege z« Stadt beschäftigte seine Seele «enderunaen noch Schutzzoll oder Gegenseitigkeit vor, sondern sie empsiehlt den britischen Fabrikanten, sich dm Bedürfnissen der stemdm Märkte anuiprssen, namenlltch in Betteff der Pro dritte, in denen Deutschland fich aulzeichnet. Diesel Eroedniß war voraulzuiehm und ist gewiß nicht anders all kläglich zu bezeichnen. Die heutigen W-rihschastSpolltiker stehm eben den Krisen rathlol gegenüber und verstecken ihre Ohnmacht hinter schönm Rathschlägen an dal Untemehmerthum, dal aul eigmer Kraft doch nichts zu bessern vermag. Helfen kann in England wie in jedem entwickelten Jndustrrestaate nur eine gründliche Sozialreform, und diese wollen nur die Arbeiter» die jedoch noch ohne polMsche Macht sind. Die Uebertragung der Staatsgewalt in die Hände der Konservativen hat die sozmamiten„Fair Traderl(eine Art ge» mäßigter Schutzzöllner) ermuntert, die Frage der ausländischen Zuckerprämien wieder auf das Taoet zu bringen, wrlche während der Dauer der liberal n Regierung geschlummert hatte. Die Fair Traderl behaupten, die englische Zucker industrie sei einer unbilligen Korlurrenz ausgesetzt, weil die ausländischen, besonder! die deutschen Mitbewerber, von ihren Heimathlländern eine Ausfuhrprämie für jeden Zentner erhielten, so daß sie durch diese Staatsunterstützung billiger verkaufen könnten. Londoner Blätter enthalten eine Zusammenstellung der Kosten von Gladstvne'l Wahl in Mivlothian. Wenn wir denselben Glauben schenken dürfen, betragen die prrsön. lichen Ausgaben 29 Pfd. St. 10 sh„ jene für die Wahlagenten und Schreiber 81 Pfd. St. 10 ib., die Aullagen für Druck- sortm, Postspesen ic. 20 Pfd. St. 5 ah. 5 d., für die Miethe der Lokalttätrn für die Wählerversammlungen 31 Pfd. St. 14 ah. 6 d, verschiedene andere Auslagen 28 Psd. St. 3 ah. 2 d, im Ganzen 191 Pfd. 3 ah. 1 d., oder ungefähr 3800 Mark. Die Gerinafügigkeit der Summe beweist, wie wenig es Giadstone nöthig hatte, für seine Wahl agttiren zu laffm, da sonst die Er langung tinel Sitzel im englischen Unterhause mit den zehn« fachen, ja manchmal noch mit weit höheren Kosten verbunden ist..._ Zu dm Bauernunruhen in Tiree bemerkt die „Franks. Ztg.": Der chronisch gewordene Nothstand in dm Hochlanddistritten hat seinm Ursprung darin, daß wette Strecken Landes iheilS zu kommerziellen Zwecken, theill zum Sport für die Landlordl den Crofterl wezgenommen worden find, dmm in Folge davon kaum Land genug gelassen ist, um ein elendes Daimn zu ftistm. Natürlich behaupten die Landlordl, daß dal zu Rehgeheam verwmdete Land zum Anbau nicht! taugt— odschon erwiesen ist, daß die zähm Bergschafe der Crofterl und ihr schwarzes Hornvieh früher aar wohl leben konnten, da, wo jetzt die Rehe umherschweifen. Außerdem haben die schottischen Landlordl die brttischen Großgrundbesitzer fich zum Muster ge« nommen und ziehen el vor, daS Land in größeren Komplexen zu verpachten. Diesel bat vielerorts zur Folge gehabt, daß die Kleindauern von dm Triften weg an dal Meereluker gedrängt worden find, wo natürlich der Boden weniger fruit tar und dal Leben womöglich noch kümmerlicher und härter ist, als im Innern. Einem solchm Vorfall verdantt die kriegerische Exve« dttion nach Tiree ihren Ursprung. Tiree ist eine steine, von den Wellen des Atlantischm Meeres gepeitscht« Insel, die dem Herzog von Argyll gehört. Einige hundert Familen fristen dort ein kümmerliches Leben. Vor einem halben Jahrhundert zählten die Einwohner 4000 Seelen, die seither auf 2700 o e r« mindert worden sind. O'Donovan Roffa erstärt, da ntschen Dynamtter jetzt nachdem sie fich währmd der die irtsch-amerika» re Vorbereiwngm treffen, Verhandlungen über Är. Gladstone'S Home Rule-Plan ruhig verhattm hätten. Spanten« In Spanim kriselt es; mit dem bereits gemeldeten Rück tritt des Flnanzmtnisters Camacho scheint der Wechsel in dem Kadtnet noch nicht beendet zu fein. Nach einem Wolffschen Telegramm aul Madrid hat auch General Salamarca, Ö-t Direktor de! Krieglministeriu«!, seine Entlassung eingereicht, welche angmommen wurde. Da ver Rücktritt des Finanz- minister! mit MeinungSverschiedmheitm zwischen ihm und dem Kiieglmintster zusammenhängt, so scheint auch der Rück- tritt des.Generals Salmnana hiermit in Verbindung zu stehen. »sie«. Seit einiger Zeit vergeht kaum eine Woche, daß nicht aus Zentral. Asien, dem großen WeltkriegSschauplatze der Zukunft, eine Nachricht kommt, welche, wenn es auch nicht immer leicht ist, ihre genaue Tragweite, ja selbst nur das ge» naue Maß von dem, was ihr ThatsächlicheS zu Grunde liegt, festzustellen, doch stet! daran erinnert, daß die daselbst sich beretts Aug in Aug gegenüberstehendem Nebenbuhler um die Lmherrscbafi in Asien nicht einen Augenblick lang aufhören, sich für dm devot stehmden Kampf auf alle mögliche Weise vorzubereiten. Die Expedition des englischen Obersten Lock« Hardt, der nm aufgetauchte Streitfall wegen Festsetzung der neuen msstsch' afghanischen Grmze bei Chodscha Sala und mit dm heitere« Erinnerungm der letzten Stunde», auf vre nur ein Umstand eine» dunklen Schatte« warf; Kurt hatte Ferdinand in ziemlich unverblümter Weise über seine Beziehungm zur Baroui» v. Raoc» befragt und dara» Warvunge» geknüpft, die letztere« um so unavgmrhmer berührten, als er thre Berechtigung nicht gelte» lasse« wollte._ Große Hoffnungen. „Ich darf es Dir nicht länger verschweige», Melanie — mein Bruder hat recht: wir habm mit unserem Vermöge» leichtfertig gewtrrhschastet, und es ist die höchste Zett, daß wir uns einschränken." Die Geheimräthi» rührte mit dem Löffel mechanisch in ihrer Chokolade und blickte de« Gatte» starr an, der in der Mitte de« Zimmer« stehen geblieben war«nd mit dem Taschen« tuch über ferne feuchte Sttrne strich. .Da» ist mein Tod I" seufzte sie.„Was habe ich nur verbrochen, daß mir so«»sagbar viel aufgebürdet wird?" .Lieber Himmel, Du hättest das ja selbst voraussehe» müssm," erwiderte er äraerlich..Ich habe diese viele» unnützm Ausgaben nie gebilligt, ich habe oft gewarnt und abgerathm—" „Nun auch»och Vorwürfe?' unterbrach sie ihn klagend. Hans, ich bitte Dich, bedmke mein Leidm, mei»e Nerven Lb so vollständig zerrüttet, jede Aufregung kann mir de» Lb cebm. Wen» das Dimfipersonal mtlassea und die a-,T4« Sie find durch die Erhebung in dm Adelsstand bereit« mMwm Kilif gehören an erster Stelle hierher, nicht minder aber, wmn auch weniger unmlltelbar die Vorgänge im fernen Westen und im fernen Osten» die Verwandlung BatumS in einm Waffen« platz, sowie die Besetzung von Port Hamilton durch England und die msstsche als Antwort darauf versuchte Besetzung von Port Lazarew. Eine wettere in diese Kategorie fallende Nachricht bringt eine Wiener Depesche der„Times", wonach der Khan von Khtwa eine von ihm beabsichtigte Reise nach Europa, zu welcher bereits ein russischer Dampfer dm Amu« Darja hinauf geschickt war, plötzlich aufgegebm war, weil er defürchtete, daß di« Russen feine Abwesenheit denützen und sein Khanat dem Emir von Bochara überantworten würden. Ihre eigmtliche Bedeutung enthätt diese Nachricht durch den Kommentar, welchen der in Teheran erscheinende„Nusret" da« zu aiebt. Danach hat der Khan alle Ursache zum Mißtrauen, weil er die geheime MUtheilung erhielt, daß Rußland die Ab» ficht habe, Khiwa, welches in einer Art von Vasallenstellung zu Rußland steht, dem Emir von Bochara unter der Bedingung in die Hände zu spielen, daß dieser letztere die südliche Hälfte seine! bisherigen Besitze! dafür den Russen abträte. Dadurch würde nämlich Ruß'and der unmittelbare Nachbar Afghanistan! auf einer ausgedehnten Strecke im Norden— nach der turlestanlschen Seite hin werben. Wo dal im gegenwärtigen Augenblicke hinaus will, ist nicht schwer zu sagen, zumal wmn man dedmtt, daß Rußland damit zugleich der unmittel« bare Herr des rechten U>«rs bei oberen Amu- Darja wird, von wo aul die große Handell« und Heerstraße nach dem Indus geht. M f r i k er. Die egvp tische„Gazette" sagt, daß dal Gerücht, MukhtarPascha werde abberuftn werden, grundlos sei; derselbe werde vielwehr aller Wahrscheinlichkeit nach bis zum nächstm Januar In Egypten bleiben. Auf Ersuchen Mukhtar Pascha's hat der Ätnrsterrath deschloffm. die egyptische Zeitung„El Zaman" zu unterdrücken. Ebenso wurde de» schloffen, die Pläne des türkischen Kommissars zur R orga» nisatwn der egyptischen Armee zu akzeptiren. Wie verlautet, ist die Absicht, einen Hosen in Damtetta zu bauen, aufgegeben worden. Amerika« Im Senat beantragte Eoarts«ine Resolution, dm Prä« fidentm Cleveland aufzufordern, mit den Regterungm der de- deulendstm europäischen Handelsnationen in Verbindung zu treten und sie um ihre Ansicht über die Wirkungen des Fallml des Silbers auf die Handelsverhältniffe und den Prell der dort gehandeltm Artikel anzugehm; ebenso, od dieselben für die Wiederherstellung der Doppelwährung sind. Samuel Tilden, der Führer der demokratischen Partei in dm Vereinigtm Staaten von Nordamerika, ist, wie eine Kabeldepesche meldet, gestorbm. Er war 1876 all Gouverneur von New Uork Kandidat seiner Partei für de« Präfisentm« stuhl gegen Haytl und siegte bei der Elettmenwahl in 17 Staaten mit 184 Stimmen, während Hoyel in 18 Statten 166 Stimmen gewann. Dal in Südkarolina, Loutfiana und Texas ftrettlge Wablergedniß wurde von der Fünfjehner-Kom« mijston des Kongr-sseS am 26Lanuar 1877 zu Gunsten Hay et.' entschieden und dieser am 2. März vom Kongresse als Preist. dent proklamtrt. Von einem Handgemeng zwischen zwei Kongreß. Mitgliedern entwirft eine amerikanische Zeitung folgende Schilderung: Der„achtbare" Repräsentant von Hasttnas, R-braska, Herr JameS Laird, griff vor 14 Tagen den Landtommissär Sporks in der heftigsten Weise an. Einige Tage darauf erwiderte ihm der„achtbare" Thomas R. Robb. Vorfitzender bei Komitees für öffentliche Ländereim, in einer Rede, in welcher er dm Laird der Betheiligunq an faulen Landspekulationen bezichtete. Daher bitterböse Feind- schaft zwischen den Beiden. Am Freitag voriger Woche frischte Lairdden. Strett mtt der bissigen Frage an Robb auf, warum da» Landtomtlce fich nur mit dm Landdetlügereim im Norden beschäftige, ohne auch dem Süden seine Aufmerksamkeit zu schenken. Rodd erwiderte mtt einem bedeutungsvollen Seiten« te gefecht, dal in folgender Herausforderung endete: Robb: MutSÄ*' S: kommen Sie nur heraus, und je eher, desto besser I- Ur.d die beiden Rauflustigen stürzten aul dem Sitzunglsaale, von einigen Freunden gefolgt, die ste zu demhigen suchten. Robb ließ sich auch besänftigm und wollte in den Saal zurückkehren, all es Laird gelang, fich von seinem Bändiger loszumachen und er seinem Gegner zurief:„Sie find ein verdammter alter Lügner. So, da haben Ste eine Provokation und jetzt können Sie Ihre Drohung ausführen, aber ich sage Ihnen, wenn Sie % ÄSrÄ'Si wiedererkennen sollen."—„Sie find ein meineidiger Hunde« söhn, und ich kann«I beweisen." erwiderte nun Robb,»ber kaum waren diese Worte gespiochen, all Laird auf feinen Gegner loSsprang und ihm einm wohlgezielten Hieb auf die ����W?««S?«S?SSSS»SSS»SSS«SS»»SSS»�»M«WS«S�««VM>»Mu-«» eine» Vorwurf machen zu wolle«, liegt mir fern, was würde auch dadurch geändert oder gar gebessert?" .Solche Vorwürfe wären unbegründet 1" „Nicht so ganz, Melanie, wir alle habm sie verdient. Und daß ich mich versetze» lassm soll, will mir auch nicht gefalle», ich müßte mich m ein andere«, mir völlig fremdes Kollegium hineinlebe» und dazu bin ich zu alt geworden. UeberdieS würde man in dem neuen Wohnorte die Gründe meiner Versetzung bald erfahre», und für de» Spott brauchte« wir auch dort nicht zu sorgen." Die Geheimräthi» hatte ihre Chokolade ausgetrunken; ohne Rücksicht auf ihre elegante Toilette zu nehme«, sank sie in die Kissm zurück. „Meiu Kopf, mei« armer Kopf k' jammerte ste..Ich giß nicht, wie ich dal überwindm soll—' (Fortsetzuug folgt.) Au» Knust«nd gebe». St« fürstlicher Bänkelsänger. Auf der offenm Bühne des VergnügungletabliffemmtS beim Petrowski-Theater in Petersburg gab einer der Mitwirkenden, Füist Ss-rgei Dimi« triiewttsch ObolenSli, welcher unter dem Pseudorym Dimitrijew debütirte, einige Kouplets zum Bestm, deren Inhalt so unsauber was. daß dal mrpörte Publikum die Aufnahme eines polrzeilichm Prototolll verlangte. Die Folge davon war die Vorladung des fürstlichen Bänkelsängers vor den Friedms« rtchter. Nach V-rhandlung bei Falles bei geschlossenen Thüren verurtheitte der Richter den Beschulvigten zur schwersten, durch Art. 43 des Strafgesetzbuches vorgesehenen Strafe— zu einem Monat Attest. Lmchteude Bojen im Belt. Dänemark beabstchttgt im Belt leuchtmde Bojen einzuführen zur Richtschnur für See- leutt in dunklen Rächten. In Korsör soll auf dem Glacil der See-Battnie ein Gaswerk errichtet werden, welche! den Brennstoff für die Bojen im Belt und dm benachbarten Ge« wässern liefern soll. Im Hafen ist eine paffende Stelle aul. ersehen, wohin man die Bojm zwecks Füllung schleppen wird Nase applizirte; ein mächtiger Blutstrom, welcher der miß bandelten Nase entquoll und Robb veranlaßte, schleunigst da« Toiletten Zimmer aufzusuchen, machte dem Kampf ein Snde. — Solche Szenen sollen übrigen« öfter in Kmttila vorkommen. Gerichts-Deitung. Die Steichstagsabaeordutten Geuoffeu Wege« Thetlnahme a« einer geheime« ver> voa Vollmar. Bebel«ud dtaduug auf der Anklagebank. Freiberg, den 4. August 1886, Vierter Tag der Verhandlung. Der Andrang zum Auditorium ist heute«in ganz immense. Am Lerichterstatterttsch nimmt der Abgeordnete Liebknecht Platz, Die Angeklagten und Vertheidiger find dagegen nicht erschienen. Pünktlich um 4 Uhr Nachmittag« erscheint der Gerichtthof und es verwndet der Prästvent, Landgerichttdirektor Bollert, fol gende« Urtheil: In der Anklage wider von Vollmar, Bebel und Genossen wegen Thetlnahme an einer geheimm Verdin» dung hat der Gerichtshof für Recht erkannt, daß sämmtliche Angeklagte für schuldig zu erachten find und deshalb Vollmar, Bebel, Auer, Frohme, Ulrich und Viereck mit je 9 Monaten, Dietz, Müller und heinzel mit je 6 Monaten Gefängniß zu bestrafen find.(Große Bewegung im Auditorium.) Die Gründe find im Wesentlichen folgend«: Der Gerichtshof hat nach den E. gekniffen der Bewei«aufnahme für erwiesen ange- nommen, daß inneihalb der sozialdemokratischen Partei in Deutschland eine Verbindung erifttit, die eine Zentralleiwng. ein eigene« Parteiorgan, den in Zürich erscheinen„Sozial. demokrat" besttzt, die Beamte unterhält, einen Archivfonds, einen Schriftenfonds, einen AgitattonSfondS, einen Diätenfonds u. s. w. defitzt. Die Angeklagten habm auch zuaegeben, daß eine gewiffe Verbindung vorhanden war, nur soll die« ein geistiges Band gewesen sein. Sie gaben zu. daß der„Sozial. demokrat" ihr offizielle« Parteiorgan war, die« sei aber ein Privat- Unternehmen gewesen, für deffen Inhalt fie nicht verantwortlich seien, fie gaben ferner zu, daß Vertrauen«» Männer existirt haben, nur sollen diese von Niemandem ge- wählt, sondern von selbst entstanden seien. Die Vertrauensmänner, so sagten dt« Angeklagten, übten bloS bei den Wahlen und bei Geldsammlungen eine gewiffe Thätigkeit au«. Die Angeklagten behaupteten: Nach dem sogenannten Sozialistengesetz war et erforderlich, daß stch Ver. trauenSmänner'Komttee'i bildeten, um für die in Folge det üb» Berlin verhängten kleinen Belagerungszustandes existenz- loi gewordenen Personen Geldsammlungen zu veranstalten, da diese der Hilfe dringend benöthigt warm. Die Angrllagren habm zugegeben, daß eine stramme Disziplin innerhalb ihrer Partei geherrscht habe, fie be- haupteten: eine solche Disziplin sei in jeder Partei oerhandm. Die Ausschließung der Abgeordneten Most, Haffelmann und Rittinghausm auS der sozialdemokratischen ReichStagS-Fraktion mußte erfolgen, da diese Abgeordneten, ganz besonder« dt« beidm elfteren, gegm die Partei agUirten. Stil solches Ver» fahren werde auch von den anderen Parteim geübt. Em« Aulschließung dieser Abgeordnetm au» der Partei sei nicht er« folgt, diese sei aber durch die Ausschließung au« der Reichs- tagS.Fraktion bereits dewirkt worden. Wenn auch einzelnen Parteigenoffen mit dem Ausschluß au« der Partei gedrohr wurde» so sei da« nm ein sogenannter moralischer Drücker gewesm, eine wirkliche Au« schließung au« der Partei sei niemals erfolgt und konnte auch nicht erfolgen. Der Gericht« Hof hat bei dem grundsätzlichen Leugnen ver Angeklagten, sowie in Ermange lung eine« direkten Beweise? nicht die Ueberzeugung erlangen könnm, daß die bt« zum Erlaß de« sogenannten Sozialisten «setze« bestandene Organisation der sozialdemokratischen Partei Deutschland« auch nach Inkrafttreten deffelbrn noch fortde» standen hat; de: Gerichtihof giebt zu, daß alSdann nur noch ein geistiger Zusammenhang vorhanden war. Allein der Gr» richtShof ist doch der Meinung, daß nach dem Erlaß de« So zialistengefetzet eine neue Organisation geschaffen wordm ist, *u dem Zwecke, den„Sozialdemokrat" und andere verbotene Druckschriften zu verbreiten. Die ganze Art und Weise, wie der„Sozialdemokrat in Deutschland verbreitet wurde, da« Zusammenarbeiten so vieler Vertrauensmänner, die Sendung de»„Sozialdemokrat" an Deckadreffm u. s. w. führt mit Roth- Mündigkeit zu der Annahme. daß eine Verbindung bestanden hat Ei ist undenkbar, daß diese systematisch« Art der Ver- dreitung det„Sozialdemokrat" eine rein zufällige war. ES ist möglich, daß eine Anzahl Personen deS dloßen Gelder- werbe« halber oder au« Befälligreit stch an dem Vertrieb des „Sozialdemokrat� bethetligt haben. ohne der Partei näher zu stehen; dieser Umstand schließt aber da« Vorhandensein einer Verbindung nicht auS., m Et kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese Ver- bindung geschaffen war, um daS Gesetz gegen die ge> mtwiährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 lahm zu legen. Der Gerichtshof erblickt da« Vorhandensein einer Verbindung in dem Zusammenwirken der Angeklagten auf längere Dauer behus« Verbreitung d«S allwöchentlich erscheinenden„Sozialdemokrat" und anderer ver- botener Druckschriften. Zu einer Verbindung ist nicht eine direkte Willenserklärung der einzelnen Mitglieder, stch dem Gesammtwillen unterzuordnen, erforde'lich, eine solche Will-nS erklärlich kann auch durch konkludente Handlungen betbättgt werden. Daß eine solche Verbindung vorhanden war, ergeben die Veihondlungen auf den Kongreffen in Wyden und Kopen» Hägen. Di« Zeit de« Zusammentritt«, sowie die Orte der Kon- greffe wurden geheim gehalten. An dem Kongreffe zu Wyden nahmen geständlich theil die Angeklagten von Vollmar, Bebel, Auer, Frohme, Ulrich und Viereck. E« wurde auf diesem Kongreffe über die Organijation der Partei, sowie über den Stand de«„Sozialdemokrat Bericht ä tastet, der..Sozialdemokrat al« osfizicUei Organ der Partei lärt, Beschwffe bezüglich de« Verhalten» der Partei bei den Wahlen gefaßt u. s. w. Am Schluffe fordert« der Vorsitzende Bebel die Kongreßtheilnehmer auf: für die Grundsätze der Sozialvemok.atie nach wie vor in ihrer Heimath thätig zu sein. Der Kongreß wurde alSdann mtt einem Hoch auf die Sozialdemokratie geschloffen und hierauf die Marseillaise gesungen. Auf dem Kongreß zu Kopenhagen, an dem geständlich alle Angeklagten Theil genommen haben, wurde zunächst konstatirt, daß die Delegirten bi« auf 60 ange- wachsen find, daß all« Orte Deutschland«, in denen die Partei Anhänger hat, vertreten seien. Fm Weiteren wurde konstatirt, daß die Partei in Deutschland immer mehr An- Hänger und der„Sozialdemokrat immer größere Verbreitung ES wurde ferner von einem Vertreter de«„Sozialdemokrat", der, obwohl er kein Mandat besaß, auf dem Kongreß Sitz und Stimme hatte, über den materiellen Stand de»„Sozialdemo- trat" Bericht erstattet, die Geschästtbücher de« Blatte» vorge- legt und auch wurde der Beschluß gefaßt, daß außer den Parteiverstelem nur diejenigen an den»dstimmungea stch be« therligen könnm. die ein bestimoste« Mannst von Parteigenoffm haben. ES wurde ferner Vorficht bei Verbreitung de»„So. ztaldemokrat angerathen X. Im„Sozialdemofcot selbst wird Jon der Parteileitung zum Abonnement auf dm„Sozial. demokrat aufgefordert. In«wer anderen Nummer de,«So. ztaldemokrat" werden die Pasteiaenoffen alffgefc'Dert. zm För- derung de,„Sozialdemokrat Darlehnschein« käuflich zu er- werben. Viereck sprach im Reichstage:„Wenn mm, un« im Inland« die Presse verbietet und un« nöthigt. ein Bwst im «uSlande zu schaffen k."«S ist kein Za�f-l. daß Viereck unter dem„un," die sozialdemokratische Partei Deutschlands verstand. ES ist von'anderen Angeklagtm auch mehrfach betont worden, daß eS nicht gelungen sei und nicht gelingen werde, die Orgaytsatton der sozialvemokrattschm Partei zu zer- stören. E« ist dirett detont worden: So lange man die Sozial« demokratm al« Bürger zweiter Klaffe bebandelt, werdm die- selbm genöthigt sein, im Geheimen zu wirken. E» wird ferner von einer Parteileitung und einer Kontrolkommisfion ge- sprochen, ja e« wird auch sogar einer„Administration" erwähnt. Herr Bebel wußte anfänglich die Bedeutung de« Worte?„Ad. ministration" nicht zu erklärm. Da er in Chemnitz nicht dar nach gefragt wurde, so war er augenscheinlich nicht darauf vor- bereitet. Viereck wollte Den Ausdruck al« süddeutschen Pro- vinzialtSmu« erklären. Augenscheinlich bedeutet da« Wort„Ad- mimstration" diejenige Zenlrallestung, die mit den Partei- gmoffm Deutschlands behufs Verbreitung de«„Sozialdemokrat" in Verbindung stand. Steht hiernach fest, daß eine Verdin- dung im Sinne Di«§ 129 de» Strafgesetzbuches vorhanden war, so kann bei dem grundsätzlichen Leugnen der Angeklagten und in Ermangelung weiterer Beweise nicht angenommen werdm. daß die Angeklagten Stifter oder Vorsteb" jener Verbindung warm. Dagegm ist e» außer Z-ceifel, daß die Angeklagtm Mitglieder jener Verbindung warm. Dafür spricht ihre Betheiligung an den Kongreffen, ihre Antheilnahme für die Verbreitung de«„Sozialdemokrat" u. s. w. Der Gerichtshof hat jedoch eine Verbindung im Sinne de«§ 128 det Strafgesetzbuches nicht für vorliegend erachtet. Daß Dasein oder Zweck geheim gehaltm werdm sollte, ist nicht erwiesen, höchsten» könnte man sagm, daß der innere Aufbau der Verfassung vor der StaatSregierung geheim bleiben sollte. Allein auch hierfür ist kein Beweis erbracht. Geheim sollte lediglich dt« Art und Weise der Verbreitung de« „Sozialdemokrat" und anderer verbotener Druckschriften bleiben. Dagegen hat der Gerichtihof eine Verbindung im Sinne de« §129 de« Straf Gesetzbuches für vorliegend erachtet. Bei Äbmeffung der Strafe ist die große Gemeingefährlichkeit der verbreileten Zeitung„Sozialdemokrat" erwogm wordm. Gegm die Angekla�rm von Vollmar, Bebel, Auer, Frohme, Ulrich und Viereck mußte auf eine höhere Strafe, als gegen die An» geklagtm Dietze, Müller und Heinzel. erkannt weiden, da die Becheiligung der ersterm an der Verbindung von längerer Dauer war, al« die der drei letzken. Nach den gesetzlichen Le- ftimmungm habm die Angeklagten die Kosten de« Versahren« zu tragen.— Danach endet diese GerichtSoerhandlung gegen 5'/* Uhr Abend«._ Mermifchtes. Amerikanische Lynchjustiz. In der klemm Ortschaft Flat-Ford, Grafschaft BuUock(Georgien), hatte Vormiuags ein Neger Namen« Jake BraSwell ein zur Schule gehende«, sech«. jährige«, weißeS Mädchen zum Opfer seiner bestialischen Be- gierde gemacht. Um S Uhr Nachmittag« wurde er ergriffen und mit dem unglück.ich«n Kind koafrontirt. Diese« erkannte sei- nm Vergewalliger sofort» und BraSwell zögerte auch nicht, sein Verbrechen einzugestehen: er besaß noch die Frechheit, sein Be- dauern auSzusprechm, daß er die Klein« nicht sofort ermordet habe. Etwa hundert Bewohner der Umgegmd, Weiße und Schwarze, hieltm über den Unmmschm sofort Gericht und üderließm ihm die Wahl, daß er stch mtweder ohne Verzug selbst erhänge, oder daß er stch gefaßt mache, lebmdig»erdrannt zu werden. BraSwell entschied stch natürlich für die erster« Art und Weise, die« Leben zu verlaffm. Er klettert« auf einen Baum, legte stch eine Schlinge um den Hals, deren "OtK Ende er an einem starken Zweig gut befestigte; aber al« er fich nunmehr vom Baume schwingen sollte, verließ ihn der Much. Da die« Zögern nicht aufhörte, stieg ein anderer Neger auf dm Baum, schnürte dem„armen Sünder" beide Hände zusammm und stieß ihn sodann hinab, welche Anstren« aungm der Gegmwehr dieser auch versuchte. Der Körper de« Gehängtm diente sodann den Anwesendm zur Scheibe für die Revolver. Der Zustand de« Kindes soll ein fast Hoffnung«. loser sein. Zar gemeldete« HaagerSaoth ta Labrador gingen Londoner Blättern die folgenden offiziellen Depeschm zur Ver- öffentlichung zu. Depesche der Admiralität vom 30. Juli an dm dritischm Admiral in Sharlostetown:„Melden Sie, ob «Sie irgend welch« Mittel vorschlagen könnm, um dm noch» leidenden Lewohnem von Labrador Hilfe zu bringen, indem Sie Vorräche von Halifax oder sonst wober beziehm, zunächst n it Kriegsschiffen, dann auf andere Werse." Darauf ist am 31. Juli folgende Antwort au« Cbarl->t»etown eingeoangen: 6. Ziehung d. L Klaffe 174. König!. Preuff. Lotterie. Sterling Born 6. August 188«. lilir Mi«iwtnni übet 810 Statt stnd Bern bettcrteube« Knunaen in Satentbeie beigefügt lObne»ewähr.! 1 9 18 118(6601 57 16601 73 239 311 77[300] 428[16001 608 35 608 ./ttl 011 01 fO/ini R7 QQ ffr., ,| Q.;.. cq 1, ,Q- 1-Ä all! riuvu ca ninn. 8S 947 524 89 vi w u«■* i• 6 ovo uv Ott«rwi(owi v o* iwvz ma» xw 18 231 ovo 29 51 429 60 92 94 682 669 76 812 956 4018 19 169(3001 213 62 330 48 416 33 47 13001 66 66 616 81 90 600 19 66 80 796 866 917 5004 64 161 230 56 72 316 1660] 19 486 616 23 29 34 42 616 27 37 76 84 90 91 762 76 860«009 26[3001 36 45 64 143[550] 243 87 99 360 467 165 1] 523 66 601»[300] 79 91 729 66 67 77 802 67 927 7005 15501 11 17 18 41 81 181 211 24 40 92 96 330[1500] 67 436 684 628 746 802 21 jSvti] 909 30[3001 61 84«009[3001 64 66 119 38 66 79 259 • rrv WÄ-a IVV'J JTV» ov[OV/'M«11 er*—------ �. 329 419 21 23 571 74 630 9* 746 930 0048 1300] 76 143(660) 212 64[560] 370 429 36 57 87 552 80 616 96 781 96 40 42 73 79 916 43 aouj 30 04 Ol 002 SO 610 96 VS1»0 4"« lö IV»10 43 6« 10020 26 60 74 81 III 69 92 97 218 25 26 820[300] 81 441 93 94 611 25 36 622 86[300] 736 819[800] 64 956 75 92 11038 195[3000] 296 319 445 74 524 28 87 700 32 838 40 87 1550] 944 1 2042 84(3001 WWWStM««» Mmmmmm S?*!6«*' 86 670 72 74b_______________ [SOOl 136.86,86.228 84 319 46 J6_8ü 90_438.(300| 616.13001. 64 613 67 27034 ©'«»SfS'M M4'Ä anaVbts 2*026 36 81[1600] '97 208-3421300] 68 661 7(�81%%% 20009 16 97 118 66 64(3001 UMMUWNWW ÄWÜTU18 l660i 64 �-82 69-75 640%",% AHNSW i».«.'K NSKKiV MW.«««-.«...« 88 434 49 300) 542 622 39 711' 01801 19 «3 61 608 �44K«34. tojf««i M 929 66 47016 „Die Berichte werden hier befktttm. Habe keine MittheilÄ von dem Gouverneur»der dem ältesten Otstiier in Neufunb land oder sonst woher erhalten. Habe jetzt an ersterm S Information telearaphirt. Cun William."— Feiner ist« Londoner Kolonialamt nachstehmde« vom 30. Juli er. datiw Telegramm de« Gouverneur« von Neufundland eingegong» „Habe Grund, zu glauben, daß die Nachricht von der Hungei» noch in Labrador absolut unbegründet ist"— Dm„M N-wS" wird außerdem au« Ntw-Uork, 1. Auaust, gemeldv- «ES ifi fast gewiß, daß die fchauerlichm Nachrichtm«o Labrador eine grausame Täuschung find. Ein als v-rirautn» würdig bekannter Korrespondent telegcaphirt au« Ha i'ax:£« Reo. Mose* Harv-y, einer der am d-sten inforwirtm und o» traueniwürdigsten Männer in Neu'undiand, meldet, daß M Berichte über die Hun.gerSnoth in Labrador und im nördlub Lösegeld von SO 000 Ptund Steil, für die unglückliche Schistif mannschakt. Die ballanvischen Behördm in Atchin habm dw Krtegischiffe und 400 Soldaten entsandt, um die Seeräuber l» verfolgei'._ Nr. II u»,. ffgen„ S«, «on Schli tS'i Legend d w m wirbelnde L denA JJa'flabe W«®e SS U Vers, jäntenid li-d« We. i�tn Le Ä" SS' I Kleine Mittheilunge«. Mou«, 1. August. Ein schw-re« Eisenbahnunglück hat ist gestern in ver Früh« auf dem Bahnhofe de« nahe gelI«� Fromerie« ereignet. Drei Waggon«, die zu einem in zu rangirmden Güterzüge gehörten, kämm um 6 Uhr 40 i# Morgen« mit rasender Eile von Query her gerannt und ftttk'° auf dm zur Ad'ahrt au« Framerte« derett stehenden Person«' zug mit solcher Heftigkeit, daß der Gepäckwagen und die bei«" hintersten Waggon« diese« Zuge« buchstäblich in Stücke i« splitten wurden. Zehn Jnsasten dieser Wagen erlittm sch»Z Verletzungm, meistm« Beinbrüche. Einer Frau au« Frames? wurde der linke Arm und da« linke Bein, einer andere» 6? rechte Bein an zwei Stellm zerschmettert Ein Arbeiter, J: I stch auf einem der von Query heransausmden Wagm best* wurde in die Luft geschleudert und schwer verletzt. EtniJS verletzten Personen, eine Frau, wird nicht mit dem L-ben»J vonkommm. Der materielle Schaden ist ziemlich bebeut«' Höchst eigenthümlich find die Umstände, die den Unfall her« führten- Wenige Minuten vor dem Zusammenstoße manörnft nämlich einige Ardetter in dem Bah 5 Hofe von Query mtt Waggon«, von denen zwei mit Erde, der dritte mtt Wov? deladen war. In Folge einer falschen Bewegung wurd-n Wagm auf da» Hauptgeletse geschleudeft, da« von Query FramerieS ziemlich[äh abwärt« geht. Dir Arbeiter sahen I? außer Stand«, die Wagen in ihrer Bewegung aufzuhaU«» und so rolltm diese mit schwindelnder Etl« den Abhang b®; unter und stürzten fich auf die hintersten Wagen de« in merie» haltenden Paffagieriuge«. Der Zusammenstoß«f*", furchtbarer. Die Verwundeten, die zum giözten??»>«»w* Fcamerie» waien, erhielten sofort den Beistand von 5»er zier und wurden sodann in ihren Wohnunaen ur tergedrachi- DniSburg, 3. August. Der russtsch« Lieutmant vamm o�n e« welcher auf dem Transport von Fianl.eich nach Rußlano längerer Duisburg, wo er KionlheiiS halder in da« St Vineenzhol? richten; gebracht wordm, entwichen war, ist in vrüffel wieder fwF t "- nrnnblftifluna von>8' � R � ftlt %Krao, i®" btn dadu Ichleichevt fchSfligm entblößt. fangm worden. Savine wird weam Brandstiftung von russtfchen Regierung verfolgt, weshalb auch dir AuSliefei von belgischer«Seite- wie früher der von französtscher — nicht» im Wege stehm dürft«. Ein NchUist, wie man. behauptete, ist Savine nicht. Da Savine am 30. Juni Mittemacht au« dem Duisburger Hospital mtfloh, so find gerade vier Wochm vergangen, eh« man seiner wieder' wurde. Jt'angtrn «tutung fcS %ant «end «ttstüs 80 fjy vxj ixx od o6 fj.* oxr»2 on [800] 466 96 518 64 620 71 87[300] 758 840 974 97 g 50014 29[1600] 126 63 90 317 21 24 60 91 660 62 65 73(16Wl 61021[550] 29 79[300] 95 128 45 51 60 70 740 42 w• V, I T--■**.- IJ WJt vrv» if rn X[i-d-VI 647««7|•>\r'J uu« 60 TXV>7 i-w JH# 310 51 666 618 22 68 702 34 52 fSOOÖ) 70 s38 68 928[650] 66% 372 448 649[3U0| 69 81 611 61 701 82 93 881 8788 905 10 62#.?* 5.1024 13001 56 101 130001 26 58 89 290 309 37 73 76[300] 402 23 Al lO*>7 VOA 14 1 R TQ sK QQ OQ QnÖ OX �«/» O 1, O � O. 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Nr. 181 Freitag» de« 6 August 1886. m. Jahrg. Zokales. w Unsere Frommen an der Arbett. Man muß e» den !* 9en«Ehrtflltcken Vereinen junger Manner" lassen, d lß ste 5® auf« Ngittien verstehen. Sie verfahren da'in getreu den Wasungen ihre» B�ünderZ, de» methodistischen Wrnoerapostels �n Tchlstmdack, nach englisch.amerttantschem Muster. Dieser x'nsltng. setner Zeit von Herrn Eroef t und einem gräflichen •tonm« zu einer Tournee durch Deutschland veranlaßt, um die v�gend den Landen des Unglaubens zu entreißen, versteht die Vach«. Doch wir wollen H ute nicht näher auf das Thema jwflehen, sondern nur eine Ucine Llü'henlese aus den an de- nnnmten Abenden auf den Berliner Etraßrn seitens der Ver» «ne veriheilten Flugblättern und Echritten geben. Junge Leute J»t Jttch'ignn Augenaufschlag, melancholischen Gefichtsillgen, 'n der Mitte gescheiteltem Haupthaar und meist einem wirbelnden vchnurrbärtchen, delördern die ruhmredigen Ergüsse »''den Mann. Vor allem der Hauptoereinw der Frievrichst'aße. wnig ist e» nicht, was er zu s-inein Bestehen braucht. Emer Michm Einnahme von 15217,38 M. stehen 15 128,82 M. - 2%� gegenüber. Jedenfalls ein respektabler Loften. der iTi*# Tedälter eines zahlreichen Beamtrnpirsonali, daS„selbst- d»i r«,.6'"', in R* schließt. Und wa« bieten die Vereine eräuder ss Hetlsarmeegesänge,„geistliche" Ansprachen und- M Versprechungen aufs Jenseits. In den Programmen frei- ! öi"'ihr zu lesen. Ein vibclwort lautet:„Laß deine ��Llcht wissen, was die Rechte thut." Jedenfalls eine 10 b« S* �issung, die nur nicht nach dem Geschmack der christ» u®en Vereint beiden ist. Auf hundert Retlameirorr peten wird fJJWKttett. Die intimsten Briefe werden in die Oeffmtltch- ' lonilre To ist in einem der Blätter folgendes Echreiben „Herzlichsten Dans für die liebevolle Aufnahme bneS in Ihrem Verein, sowie auch für den n DienfW JOB ffiUW Seeräub� ch«enM In welche» PS ück hat ßä md fitflrf, Z-ÄI Stückes ten sch-Z Frames i äderen>» 1 rttelJ Leben p bedeute fall h(# ranSorir» ch mit W nl Möd'» arden M i )uivy fj?' sahenL lufzuhM M «le ttul) Aerzten nt EavstJ staßlandi cenzhospl «der eing» ng von W öSlicie ischer Äf S'Ä zu Ihrerseits in setner uns zurückgekehrt und Bedrängniß. es hat fich Er ist alles zum biT"' SewenSet. Des Himmels Eegen auf den Verein und 1% T"«fl-hend. empfiehlt fich----"- Eicheilich hat Il2. f seine Schuldigkeit gethan und dem Verein neue %/T' um dt« fortwährend ae— beten wird, zufließen lassen. �«»Rathen und im salbungsvollen Ermahnen ist man «zV urWgenl ist es nur ein kleine« Häuflein, 20—40 Mann »!>»?''' dstamm, dem das Getöse gilt. E» ist ein Kommen GjftMen. Einmal und nicht wieder, denkt der, der einen »nl£ genommen. Wieder in einem Flugblatt wi d erzählt, tili/. Generalsekretär zu schaffen hat.„Es besucht ihn," so ton Lei'»ein Mann von sehr reduzirtem»enßern im Alter Jahren, auf dessen G-ficht Laster aller Art ihren häß- Jwi Stempel gedrückt. Er hat einst gute Tage �------ eine stnv. mW 78(11 w s IP I V 001 6» ß*lj IJIM gesehen und sormältige Erziehung erhalten, gerieth aber, früh felhst überlassen, in die Gesellschaft leichtstnnlger ,?%%iab,n verlor sein Hab und Gut, beging, als es ™ an Mitteln fehlte. Veruntreuungen, kam ins Gefängniß sank dann von Stufe zu Stufe. Wegen mehrerer schwerer Lfl�m wurde er zulitzt mit einer längeren Zuchthausstrafe rjfSt- w Wieder frei geworden, gewöhnte erzstch an» Trinken. 2 dadurch, wie er sagt,„seinen Kummer und den ihn ojt de- «malischen Katzenjammer"' zu betäuben, ve- fch«»igung�ano ,r nicht und so ist er gegenwärtig von Allem entblößt. Er bittet tief zerknirscht, ihm beizustehen, und ihm, wenn es für ihn noch Hilfe siebt, den Weg zu ebnen. Nach langer» Unterredung, die den Zweck hat, ihn aufzu- tickten und in seinen guten Grundsätzen zu fisttgen, wird« einem Ott überwiesen, wo er Anhalt ttnd Förderung findet(Verein für entlassene Siraf- ßisangene, Ardeiterkolonie»c.)"(!!!) Das bedarf kein» **utunfl. Ardeiterlolonie. Stlafgefangenenverein! In diesen Mwetsen desteht die Hilf«: und so etwas wagt man noch nentlich zu verkündigen. Noch ein Besuch:„Et kommt ein ,,,Mnt gekleideter Herr, der angicbt, augenblicklich vorüb«- w groß» Roth zu sein und um eine entsprechmde ?r«rstützung bittet. Er wird an den Verein gegen Verarmung 2 0" einen Geistlichen gewiesen." i! I!) Auch bezeichnend kl deines Kommentars bedürftig. Abertausende von Mark h» jenen Vereinen zugewandi, während weite Schichten �"e �n� Hll'� dahinleben, ohne eine Unterstützung. ist-der königlichen Eisenbahu-Dtrektion verlin derfüat einzeln« Billttpreise im Vorortverkehr sWHMSNS. Pk. für dit'dittt/e?- �ourdtllet« 20 Pf. für die zweite und Nanntmachuna>,.7?°�°ls in Kraft getreten ist, durch osfizielle MMZUM »n hi/Hl ynüai nicht, denn in den wenigstm Fällen«- M. Vit fn xMHm nnr 9T SA*** h#2 RimfÄ böfc flc des ZugeS, da können. Und fe Fahrgaste so zettig vor Abgang xi��tiabellm aussuchen und ftudtten l........ «Ä. �tnder Zett wird dies nicht geschehen, wenn dem rlb�tn vn bisherige Fahrpreis bekannt ist, die eingetretene . z>na ab» unbekannt geblieben ist. Pferdebahn macht fetzt auch Anstalten, in die Unh�ttstraß« einzudttngm. D» Engpaß zwischen Luckau«' Lten??Wnstraßc muß doh««wette» w»den. Die kleinen an dies» Stelle geben noch ein Bild der Küheren Jtnh£ bjtt« Straße, durch welche fich der lebhafte Personen- knb ra®'ottt«br nach Sachsen und wett» nach Süddeutsch- *o n�ßte. HUt Gasthof an Gasthof, d«„Hof von Sachsen", «u»-- 7*1« Rest davon, und ein alle«„Augsburger Witths- ß° vevberg hat am 2. August in ein« Versammlung del Re fomvereinS zu Lei-, ig folgende großen Warte gelaffm au»- S sprachen:„Die Mitglieder der konservativen und katholischen »rtet find fast auischlietzlich Antisemiten� Gleichfall» die Sozialdemokraten; dock diesen ist der Mund zugenäht worden mit einer goldenen Nadel auf der Nähmaschine nach dem System Singer."— Herr Liedermann von Sonnenderg muß «» ja wissen, er, der unter den Unbestechlichen der Undestech lichste ist. Aber gerade ihm wäre anzurathm, sich von der- gleichen unerweislichen Unzulänglichkeiten fern zu halten, sonst könnten ihm sehr viele und durchaus nachweisliche Thatsachen unter sein« germanische Nase gehalten werden. Von Juden kriegt Herr von Liebermann wohl schon seit langer Zeit nichts mehr gepumpt und die bekannte goldene Quelle in der Breiten- straße dürfte nach dem Krach des Ltedermann'schm Organs auch verstegt sein. Daher der Aerger l Die Steuer» und Einquartirungs-Dedutation des hiesigen Magistrate» hat in diesem Jahre die»inziehung der Steuer für da» Sommerquartal nicht, wie sonst üblich, mit dem Anfange des Quartals deginnen lassen, sondern dürste damit ausnahmsweise erst später un Laufe deS Vierteljahres vorgehen. Maßgebend für diese Abweichung von dem allgemein üblichen ModuS der Steuereinziehung war die Erwägung, daß der Julimonat von einer sehr großen Zahl von Steuerpflichtigen zu Erholung»- und Badereisen denuyt wird und das Steuer- «inziehungsgeschäft unter diesen Umständen für die Steuerbehörden und ihre Organe ebenso»ie für die abwesenden Steuerzahler unnöthig schwierig wird und zu unliebsamen Ber- Wickelungen führen kann. Auch bei späterem Beginne des Er- bebungsgeschästes hofft man in diesem Quartal noch rechtzeitig fertig ,u werden. Die Witterung des Monats Juli er. trug in ihrem ganzen Verlaufe einen unbeständigen Cizarakier und zeichnete sich du-ch vielfache Schwankungen und plöyltche A-uderungen au». Die ersten Tage warin sommerlich warm mlt ledhaften Westwinten und meist heiterem Himmel; am 3. trat Stegen- weiter ein, daS starke Arkühlung im Gefolge hatte. Vom 13. bis zum 18. währte eine Periode veränderlichen etwas wärmeren Wetters; alsdann folgten mehrere heiße Tage, von denen sich besonders der 20. und 22. durch abnorme Temperaturen aus- zeichneten. Einzelne Gewitter, die sich entluden und besonders am 22. enorme Regengüsse brachten, dienten nur vorübergehend zur Erniedrigung der Temperatur; am 28. jedoch wurde ei empfindlich kalt, und erst der letzte Monatstag war wiederum ein normaler Sommertag. Nach den in dieser Zeitung publi- Cen meteorologischen Beoabachtungen auf der äußeren Station Joachimithal'schen Gymnasium betrug die mittlere Morgen« tewperatur(6 Uhr) 14,0 Grad Celsius, die Mittagstemperatur Jl Uhr) 21,2 Grad und die Abendtemperatm(10 Uhr) 15,1 Grad. Ei ergiebt sich daraus eine mittlere Monatstemperatur von 18,0 Grad, während für den Juli 17,3 Grad normal sind. Der diesjährige Juli war mttjjin um 0,7 Grad zu«arm. Ihr Max.mum erreichte die Temperatur mit 32,6 Grad am 20., ihr Minimum mit 7,8 Grad am 12. In 10 Nächten sank daS Thermometer unter 10,0 Grad an 24 Tagen erhob es sich über 20,0 Grad. Sommertage mit mehr als 25,0 Brad Maximum wurden nm 7 gezähl«. Abnorm warme Nächte waren die«um 20. und 23., in welchrn das Thermometer nicht unter 16,8 drzw. 17,7 Grad sank.— Der mittlere Barometerstand war mit 757.0 mm nahezu normal. Die Schwankungen waren für die Jahreszett thettweist lebhaft, bewegten sich aber innerhalb enger Grenzen; das M nimum mit 748 5 nun fiel auf den 14., das Maximum mit 764 1 mm auf den 3. Die vor herrschende Windrichtung war West(34mal), demnächst Süd(17) und Nordwest(11). Nordoftwinde wurden 4 mal. Nordwinde 2 mal und Ostwinde gar nicht beobachtet. 11 Mal erzab sich völlig» Windstille. Die mittlere Wind« geschwindigkeit betrug pro Stunde 18,93 km; sie schwankte, von 24 zu 24 Stunden gemessen, zwischen 945 und 29,01 km. Die Bewölkung war im Allgemeinen gering; sie betrug im Monattmtttel 8.1, so daß durchschnittlich nur die Hälfte»es Himmels bedeckt war. Heitere Tage(unter 2) wurden nur�3, trübe(über 8) nur 8 gezahlt, alle übrigen hatten gemachte Be- «ölkung. Die relative Feuchtigkeit der Lust war mtt 70,4 pCt. über normal; sie schwankte zwischen 28 und 94 pSt.; an 18 Tagen sank ste unter 50 pCt., an 6 stieg sie über 90 rCt. Niederschläge fielen an nicht»eniger als 21 Tagen meist in geringer Menge; nur an 14 Tagen erreichte die Höhe mehr als 0,2 nun. Die Gesammthöhe de» Monat» war mtt 69,0 mm fast genau der normalen entsprechend. Mebr alS die Hälste der ganzen MonatSsumme, nämrich 34,6 nun, fiel am 22. Nach- mtttaaS und Abend». An diesem Tage, sowie auch am 23. und 24. fanden auch die einzigen elektrischen Entladungen im Monat statt. Solgeude mysteriöse Geschichte wird auS dem benach- barten Werder gemeldet: Der Rathsherr Kärger in»erder bei verlin hätt sich eine Anzahl Enten, welche, ebenso wie die Enten anderer Werder'schm Einwohner, auf der Havel herum« schwimmen. Die Kärger'schen Enten hatten aber die Gewöhn- heit, den nicht eingezäunten Garten de» Rathsherrn Schnetter zu besuchen, um Nahrung zu suchen. Rothsherr Schnetter bat Anfang Mai d. I. seinen Kollegen Kärger, die Enten doch 8 Tage einzusperren,»elcher Bitte berettwillig entsprochen wurde. Nach 8 Tagen erneuerte Schnetter seine Bitte um abermalige Einsperrung der Enten, waS Kärger wiederum zu- sagte. Als Kärger jedoch noch Hause kam, hü te er, daß sein Kollege Schneller auf die Enten, welche auf der Havel schwam« men, geschossen und mehrere getödtet hatte. Herr Kärger stellte deshalb Strasanttag gegen Schnetter wegen Sachbeschävigung. Gegen ihn selbst wurde indessen gleich darauf von dem»er- der'schm Amtsanwatt Odermeier Anklage wegen Ueberttetung des§ 11 des Feld- und Forstpolizeigesetzes erhoben. Am Donnerstag, den 8. Juli, wurden vor dem Werder'schm Schöffen« Kicht derbe Sachm verhandelt. Dm Vorsitz führte Assessor mter. Kärger sowohl wie Schnetter wurden fteigesprochen; Kärger, weil Enten ebenso gut auf dem Wasser schwimmm dürfen, wie Schwäne und Schnetter hätte feinm Garten einzäunen lassen müffm, wie die» seine Nachbarn schon längst ge- than hättm. Die Freisprechung Schnetters wurde damit de- gründet, daß er sich in der Nothwehr gegen die Enten defun- den und nur geschoffm habe, um sttn Eigenthum ,u schützen. Herr Kärger aber war mit der Begründung nicht zufrieden und beanttagte die Revision de« U-theil». Da stellte sich heraus, daß nicht nur die Schnetter'schen Akten, sondern säwmtliche «ttenstücke über die Ve, Handlungen am 8. Juli spurlos ver- schwunden waren. Es find deretti drei Sudalterndeamte de» Werder'schm Amtsgericht» verhastet worden,«einer will von der Sache etwas wissen..„ T r m r Eine geisteskranke Kranenspersov. mtt boher Wahr. scheinlichkttt eine Berlinerin, ist am 17. v. M. unterhalb HankelS Ablage in der Dahme, in einem Sumpfe steckend, ge« funden worden. Die Person ist etwa 40 Jahre all, von mittler Figur und hat schwarze» Haar. Ihre Angaben, daß sie Emilie Pohle heiße und au« Merseburg sei, haben sich nicht bestätigt, und vorläufig hat ste in der Jmnanstav zu Ebers- gefallen, der sich in der Kleidung eines Strafgefangenen um- her trieb, und man machte dem Gendarm Jolran hiervon Mit« thellung, dem es auch nach kurzem Suchen gelang, mit dem Verdächtigen zusammen zu treffen. Beim Anblick des auf ihn zukommenden Gendarmen zog jener aber sofort ein lange» Schlächtermeffer und setzte sich damit so merg�sch zur Wehr, daß der Gmbarm von seinem Seitmgewehc Gebrauch machen wußte, und erst nach einigen kräftig rn Hieben mtt der flachen Klinge gelang es dm Widerspenstigen zu entwaffnen. Der inzwischen in Wuth gerathme Unbekannte setzte indessen feinen Widerstand fort, so daß es erst mtt Hilfe mehrerer hinzuge- kommmer Zivilpersonen gelang, ihn in Feff-ln zu legen und nach Rttnickendorf in das Amtszefängniß zu bringen. Hier entpuppte sich derselbe als ein aus dem Htlfsgefängniß Rummelsburg entsprungener Einbrecher Döhne,»elcher dort eine ILmonange Gesängnißstrafe zu verdüßm hatte. Eine lustige Geschichte pasfitte kürzlich in Fürstenwalde. Ein sparsamer Gastwirth daselbst wollte die Bierneigm, die nach einer gut besuchten GasthauSunterhaltung Übrig geblieben waren, nützlich verwetthm und setzte sie seinen zwei Mast- schwetnen vor. Bald darauf vernahm der Wirth in dem Schweinestalle Geräusch, welche» die Schweine verursachten; fie wühlten dm Stall um und um, als ste darauf au» dem Stall gelassen waren, machtm fie es ebenso; fie rasten auf dem Hofe umher, alle» um und um laufmd. Der Wirrh fragte in seiner Angst alle Frauen um Rath, welche ihm dann mittheillen, daß die Thiere vom laufenden Fruer befallm werden würden, es wärm dies so die ersten Anzeichen. Der Wirth, höchst erregt, hatte nicht« Eiligeres thun, als zu ttnem Flascher zu laufen und ihm die Schweine zum Kauf anzubieten. Der Fleischer kam und kaufte beide Thiere für einen„Svottpras". Dies wurde im Dorfe bald bekannt und der Wilth nicht wenig ge- hänselt— die Borstenthiere waren nämlich einfach— betrunken, und als fie ihren Rausch ausgeschlafen hatten, kern- ge und von dem Fleischermeister nach Berlin zum Verkauf geschafft. Et« Aussehe» erregender Vorfall hat sich in der Nacht zum MUtwoch im Hause Johanntterstr. 11 ereignet, welcher unter den Anwohnem lebhaft besprochen wird, da ihm noch unaufgeklärte Verhältnisse zu Grunde ltegm. Das Haus ist Eiamthum des Fabrikanten Huff, welches auch von dem Vater desselben, dem Rentier Huff, bewohnt wird. Bei diesem nun wohnt seit ca. einem Jahre dessen von ihrem Mann getrennt lebende Tochter, eine verehelichte St. mit ihrm drei«indem, von denm das älteste, ttn Sohn, etwa 9 Jahre alt ist. Die arme Frau hatte in ihrer Ehe wenig Glück gehabt, denn ihr Ehegatte, früher ein geachtaer Kaufmann, ist durch ttgene Verschuldung immer mehr heruntergekommen, dt» er schließlich zum Spaten griff und nun Erdarbeiten bei der stävtischm Kanalisation verrichtet. Diese mißlichen Verhältnisse und der Umstand, daß die Frau jetzt ihrem Vater und ihren Lrüdem zur Last liegen muß, hat dtt ihr derartig nachhaltig auf dm Geist gewirkt, daß ste tiefsinnig geworden ist und schon»wei« mal den Versuch gemacht hat, fich das Leben zu nehmen. Da« letzte Mal, es geschah die» im vorigen Jahre, versuchte fie, fich mtt einer schweren Kugel dm Schädel einzuschlagen, fie wurde aber noch recht, tttig an der Ausführung der That verhindert. Auch ist die bedauernSwetthe Frau berat» in an« nahe Berlin belegenen Jrrenanstatt gewesen, dort ab« alS angeblich geheilt entlassen worden. Al» am MUtwoch Morgm an« d« HauS- gmossm da» Zimmer d« Frau St. betrat, oerspütt«« sofort änen starken Gasgeruch und fand die F:au St. nur noch schwach athmend in beinahe leblosem Zustande vor. Es würbe festge« stellt, daß d« im Zimmer befindliche Gashahn geöffnet war und eine Leuchtgasv«giftung vorliegt. Die sofort von dem Vorfall dmachrichiigte R-vieipolizei v«anlaßte die Ueberführung d« Frau St. nach v« Charttee; ihr Zustand ist ein wmig hoffnungsvoll«. Wie es nun kommt, daß man rtmn Selbstmordversuch lurzweg nicht annimmt, wiffm wir nicht; wir registrirm nur da» in der Stadtgegend lolporttrte Gerücht, daß d« Gashahn vielleicht von an« dritten Person, die an dem Tode der Frau St. int«esstrt war, geöffnet worden ist. Die jedenfalls eingelettetejamtliche Untersuchung wirb es unzwafelhaft «geben, was Wahres an diesem schauerlichen Gerücht ist. Wege« verschtedeuev Einbrüche wurde an berat» viel- fach bestrafter Verbrech« namens Paul Sorge schon lange ver- gebltch gesucht. Neueren Nachrichtm zufolge sollte fich der K«. such'e Nachts häufig im Frtedrichshain aufhaltm. Ein Krtminalschutzmann erhielt deshalb den Auftrag, auf dm dunkelsten Allem betreten, al» sein scharfe» Auge auf ein« Bank anen Schläf« mtdeckte. Leise trat« an denselben heran und frug plötzlich mit Stentorstimme:„Wie heißm Sit?" Erschreckt und bestürzt wie rtn auf Posten im Schlafe über« rascht« Soldat richtete fich der Sckläf« stramm auf und ant- wartete präzise:»Paul Sorge." Er hatte fich in dn Schlaf- trunkenhett verrathcn und mußte es fich gefallm lassen, daß ihm sofort an„Armband" angelegt und« abgeführt wurde. Die ganze Suche hatte kaum zehn Minuten gedauert. Ein schwerer Unglücksfall«agnete fich gestern Nach mittag zwischen 5 und 6 Uhr wieder einmal durch Ueberfahrm auf dem Oranienplatz. Neben dem Führ« eines mtt Pflast«- steinen schw« beladmen Arbeitswagm» saß auf dm Steinen ein Arbeit«, welch« durch vcs H-rabrutschm von Steinen vom Wagen fiel und unter die Räv« gerieth. Dieselben gingen ihm üb« den ganzen Körper und quetschten nicht nur die Beine und dm Leid, sondern auch dm Kopf in ganz schreck« licher Weise. Mit vor Schmerz dicht an den Leib gezogenen Brtnm und dm Kops entsetzlich entstellt, wurde d« Bedauerns« werthe durch Schutzleute in eine Droschke gehoben und nach dem Krankmhause Bethanien gefahren. Sein Zustand soll an sehr besorgnißenegender sein. Ein ttefbetrübendrr Vorfall«eignete fich am Dims« tag Abend im Hause Wrangelstraße 58. Eine daselbst wohnende, in hochgesegneten Umständen befindliche Frau D- «hielt plötzlich einen Ohnmachtsanfall und stürzte auf dm Bo- den des Zimmers. Kurze Zett darauf war ste eine Leiche. Nach d« Feststellung de» Arzte, soll die Todesursache in inner« Verblutung bestehm. Rohheit. D« Kella« Kranz hatte am 27. Juli ohne alle Veranlassung ane junge Dame in der Ritterstraße mtt einem Rohrftock mehr«« Mal üb« den Kopf geschlagen, so daß d« Stock»«brach. Hinauf ergriff dnselbe die Flucht und versuchte auf der Lutsenbrücke ein sechsjähriges Krad in dm Kanal zu««fm. Kranz ist jetzt wegen vorsätzlich« Körp«. Verletzung und versuchten Morde«»«haftet worden. D«selb« hatte vor dem Exzeß geäußert:„Ich nehme da»«ste beste Kind und werfe es in da» Waffer." Der Stummelsburger«äusemarkt steht augenblicklich in höchster Blüthe. Durchschnittlich kommen täglich dort 20000 Gänse, zum größten Theil au» Polen an, um von hier au» zur Mast nach Ver Provinz befördert zu werdm. Der größte Thett geht nach Pomm«n, um spät« als pommersche FeNgänse auf dem Berlin« Markt einzulrrffen. Markthalle«- Bericht vo« Z. Saudmau«, städtische» Vertaufsvermittler. Lnlin, Zentral- Marlthalle. dm 6. Auaust Butt«. Frische fanste Tafelbutt« rc. 105—108, seine Gutsbutt« L 95—100—105, u. 85—90, III. 75—85. Landbutter L 76—80, IL 65—75 M. Galizische und and«« aettnaste Sorten 55—66 M. p. 50 Kilo. »Ä-Ä äs1® üää'iSÄ-Sh1 80—32 M., ll. 20—25 M., Ramadour 30—32 M., rheinischer WWKBVLLZS M. p« Dtzd. Es w«den folgend« Preist«M j Eier. 2,50 M. vr. Schock. Wild und Geflügel. Es w Rehe 60-75 Pf„ Hirsche 40-60 Pf„ Wrkschwein 40 pr. Pfv„ wild, Emm 1 00-1,50 M„ Bekassinen 30-70% junge Gänse 2,50—4,50 M., junge Enten 1—1,50 iL junge Hühn« 0,50—0,90 M, Tauben 30—45 Pf. per Stüt Poulardm 4,50-7 M. alte Hühn« 1,00-1,40 M Seefische. Lach» 80-90 Pf., Elblachst 1,25 M„ Z-mfo 50-90 Pf., Hecht 40- 65 Pfo Steinbutte 60-80 Pf, 6» rat, große 1 M., kleine 60 Pf, Flundern 30, Sch'llfiK Pf., Kabeljau 25 Pf. p« Pfund, Makrelen 40—45# p« Stück. Lebende Fische. Aal, mittelgroß 1,35 M, HeÄ 85 Pf, Schleie 75 Pf. p« Pfund. Krebse. Mittel 2-4 K, große 8—12 M. per Schock. Gnäucherte Fische. Rbanlachi 2,50-2,90 M.. Weser- und Ostseelach» 1,20-1,40 M, i" räucherte Aale 70-100-130 Pf. pr. Pfo.. Flund«n, llew« 1,75-2 M, mittel 8-5 M. große 8-9 M. per 6d!«A Bücklinge, per Kiste 1,60-1,75 M. Gemüse und Obst. Tomaten, 30-40 Pf. ver P' Reineclauden 1,00— 1,30 Pf. per Kiste. Weintrauben 60—70 per Pfd., Pfirsiche per Kifte 3,00-1,50 M, Kirschen 6-15 öl ver Pfd., Preißelbeeren 6—7 M. per Schffl, Pfefferlinge 4—6 M« Gurken 1—5 M. v« Schock, Schoten 3—4 M p« ScheM Kohlrabi 250-3,00 Mark per 100 Stück. Karotten 75 A, Blummkohl 10—15 M. Erfurter 25 M. pr. 100 SiflA neue Kartoffeln, weiße runde 350 Mark, Nieren kartoffw 3,50 Mark. Frühkartoffeln 2,25 Mark, rothe 250 W blaue 4,00 M. pr. 100 Kilo, neue Pflaumen 15—20 M> neue Birnen 10—20 M.. neue Bepfel 10—20 M. per Zil« neue Zwiebeln 3.50—5,00 R, Zitronen, gesunde Ausschut« waare, 10-12 R. pr. Kiste von 260—300 Stück, neue Gurken 2—2,20 M. per Schock. Melonen 50- 60 Pf. v Nm«ikanische AnanaS 2-2,50, deutsche 3—4 M p. Pfd. Polizetbericht. Am 3. d. M, Abends gegen 10 TO fließ auf der Svree hint« dem Grundstück Holzmarktstraße 1' der Dampfer„Cöpemck" mit einem angeblich nicht beleuchtit� Frachtkahn zusammm. D« hochauSragmde Schnabel Kahn» traf dabei den am Vordertheist de» Dampfers bei# Signalglocke beschäftigten Schiffsjungen und sti-ß ihn llw Bmd, so daß« ertrank: an dem Dampf« befindliche Bw* spuren lassen darauf schließen, daß er dabei auch debeutr� äuß«e V«sttzungm erlitten hat. Dst Lrtche deffclbm ist nicht gefunden worden.— Am 4. d. M, früh, wurde eine s d« Johannit«straße wohnende geisteskranke Fraum-prrson% finnungslo» im Bett liegend vorgefunden, nachdem sie wähif? d« Nacht aus unbekannt« V«anlaffung dm V-rsuch gew-» hatte, fich durch Einathmen von Leuchtgas zu lösten.- wurde mittelst Krankenwagens nach der Charit« gebracht." An demselben Tage Vormittag» starb auf dem Zimwerp� von Hamann. Bülowstraße 67, plötzlich in Folge eines anfalls d« Zimmnmann Zimmerlmg aus Stegl-tz.— Zu � selben Zett stürzte auf dem Grundstück dn tiästischrn anstatt in d« Müllerstraße dn Gasardeiter Wlenig von Gerüst etwa 5 Met« Nef herab und erlitt einen druch.— An demselben Tage. Mittag», wurde in Keller des Haufes vlumenftr. 87a ein dort wohnend« f beit«, und Nachmittag» auf dem Boden eines Hauses ib% Weißmburgerstraße eine dort da ihrem Schwiegerst» i wohnende 75 Jahre alte Wittere erhängt vorgefunden.% beisen Fällen find Familienzwistigkettm die Veranlassung Z"' Selbstmoid gewesen.— An demselben Tage NachmiM wurde vor dem Hause Jnvalidenstraße 100 eine unbekan»? Frauensperson besinnungslos auf der Straße liegend orö funden und mittelst Droschke nach d« Charit« gebracht- Zu derselben Zett wurde auf d« Köntgin-Augusia Brück« itüen für bchrderH Etabtbah straße. J artgtt es fdafefü sich ad« Lchutzm« seiner Pe Arndt de b-mbclt a leinen Gl »enü-t nl da» lang, langt. Z F« ich schlinge Ä beruh- K»«de Jone ges< bann brir Polizei bnn Lieu tololi gei fcarbdätr revier ersb Schnauze Msdis, Äadau a, k: »eine Sch K S�e. m K 'Ä wenn Auf %% Min «i T Kutscher Stiller in Folge anr» plötzlichen Anrücken» de» (nnnn-l oon(tln-rn Roll«aar» auf das Pflaster geschlrü�l c verletzt, daß« .....—— �--gens nach dem Bechanien gebracht werdm wußte.— Zu derselben Zi" Arlf h*m Xw# Oaka»« mam U*** spannes von seinem Rollwagen auf das Pflaster und dadurch innerlich so schw« uerlitzt, daß« br�'l. liegen blieb und mittelst Wagens nach dem KwS�auf» auf dem Oranienplatz d« Maur« Kühne von...... Ziegeln beladenen Wagen so unglücklich herab, daß er un.» die Räder d-ffeldm gerieth und durch Ueberfahren schnei« letzt wurde. Er mußte mittelst Dtoschle nach dem Ktan«- Hause Bethanim gebracht werdm. «tt Gerichts-Zrittmg.. t Eine Blutsaugerin der schlimmste« j: ihre Opfer in dm ärmsten Schichten d« Bevölkerung f",®; und fand,«hielt gestexn durch das Urthetl der vierten Fen? straskamm« des hi- sigm Landgerichts l die ge- echte Sirtt«! ihre wucherischen Verbrechm. ES war die Tr Solenn W. Prüßnig, die neben ihrem RückkaufSgeschäst in empören® Weise Wuch« trieb. Sie lieh kleine Geldbeträge an Alm-!?. mipfäng«, an Milttärtnvaliden und an Arbeiterfrauen, krank waren, gegen Sicherh-it. � M PNommen Und noch Verden ko »«meldet i da» Gefäi kam die Hestern w< Ktwortm Alochm Ä»l »Ei« sJWgt j: Männer arbettSloS oder solche dienten Almosensch-ine, PenstönSquittmrgSdücher derglachen» od« die� Leute mußten ihr Mobiliar tc* Rückkauf verpfänden. Al» Veimiltlnin diente ihr Schröder, welche die„Geschäfte" adwickette und heranzog. Ein beispiellos hoher Zinsfuß wurde aenom«''! e» wurden Falle fest gestellt, wo für d>.a Mark, die auf Monat« gelrehm wurden, eine MarkZinsm ausgemacht l»ar fj D« Satz: für jedm Tva!« zehn Groschm Zinien,)°>:U überhaupt der herkömmliche gewesen zu sein. Die IPU wurden, wie es«uchnisch üblich ist, auf die Summe, zurück zu zahlen war, zugeschlagen, so daß � Schuldonschreibung über anen wett höheren Bcg lautete, al» thatsächlich geliehen war. Konnten.�, Opfer am Zahltet mW nicht zahlen, so war die«mschenft'.M liche Frau Prüßnig durchaus nicht so hartherzig, sofort» den zu laffin; fie»rolongirte so lange, bis d« Wenv... Unterpfandes ungefähr«rächt war und dann ging fiw Natürlich wuchsen so die Schuldsummen mtt MOü-f'Lz Schnelligkeit. Ein Miittärinvalide, her fich zur fef 1 �H.w [orale säm «ung �ktlfour �borsteh ftaen, ch: .fibttbi ewe» ApfelftnmkramS im Ganzen jO R. gelirh-n hatte, bf'jj die Sache schließlich zur Anzeige, als seine nominelle wn«hald wenig« Monate auf 132 M. nach den Angaben Wucherin gestifg-n war. So wurde ihr das HanW�' �, legt. Der G-nchtshof«kannte nach dem"" M onmaltt auf ew�Jähr Gefongniß�Ehrverlust oirf l®«1| O/fÜ ■Ii« 001 m" 8erttnstraft«nm« des hiesigen Land«« � oierfJ�, '"Ä. WMUB � a �bsch««deschrift behaupteten Thatsachen. � '— fornrnt dann olletWfl« au's prf H stell iu wahr bator beruhen. Es kommt o--'. ftne Ermeffm d« Nicht« an, darüber zu entschrtn- � Denunziant in böser Absicht und widn b ff««» � � � � bnnib dm Eid der Beamten al» unwahr Hingeste'-It«l? oj.M abflegtbtn hat. d« Gedanke läßt fich ab« hierbei»|ÖJt >5 [St Meinung entstehen, ewe Besch m«de gegen rpehf' » nicht nur nutzlos, sond«n drwge noch große un» I für bfn TXnunzianten mit fich.—«m 17. Sptil d. I. JH®1»f&anbelJmannöbuoib Irndt gegen 11 Uhr Nacht« in einem t?. l�uge von vtationNleranberplatz nach Station Friedrich- �°°r. Dort demrrtte er, daß er sein Lillet verloien habe und er Wtr e« einem Bahnasstftenten an. Ihm wurde nun alt vvaft für die Kontravention 1 Mark abgefordert, er weigerte Nch aber da« Geld|u zahlen. Nun rief der Beamte einm Schutzmann herbei, der dm Handelsmann zur Feststellung Wrr Peisonalim nach der Po!i,?i!vache im Bahnhof brachte. Mbt behauptet nun, im Wachtlokal äußerst ungebührlich be> vandell worden zu sein. Er habe seinm Namen genannt und Gewerbeschein al« LegUimation vorgelegt. Der„Wisch" »enü» nicht— sei ihm geantwortet worden. Aergerlich über r~ janac Warten und aufgeregt habe er seine Entlastung ver« Da habe der Wachtmeister geschrim: Seien Sie ruhig, 2?n. ich loste Sie dindm und lege Ihnen eine «chlinge um den Hal».— Er habe austretm wollm, um stch m«ruhlgen. Ein Schutzmann habe ihn begleitet, dem die Msung gegebm war: Paffm Sie auf dm Kerl gut auf!— S* q schließlich durch diese Behandlung empört, mit Be« Awerde gedrobt habe, hätte der Wachtmeister im tarschm ft'foal: Wenn Er jetzt nicht»acht, daß er herauskommt, brinsrn wir Ihn heraus I— Darauf sei er sofort zum 5�°iizeilevier am Werderschen Martt gegangen und habe Sieutmant diese Thatsachm Beschwerde führend zu Pro- wloll gegeben,«l» charakteristrsche Thattache erzählte der vandelSmonn noch, daß ihm, al« er in der Wache de« 2. Poltet- -»ier erschimm sei und seine Nbficht, fich über einen Beamtm v» deschwrrm, mitgetheilt habe, ihm von einem Mutzmann zugerufen wordm sei:„Haut doch de« Kerl in die und schmeißt ihn raus!" Dieser Beamte sei übri- disziplinarisch bestraft wordm.— Al« Zmgm warm der N°�w�sttr Wmgmroth und drei Schutzleute erschtmm. L» Wachtmeister sagte au«, daß der Angeklagte großm Krach und l»rf�u??f der Wache gemacht habe. Nach vergeblichm Ver- Ii.:*"' ihn durch freundliche« Zureden zu beruhtgm, habe er % allerdings mit„Binden" gedroht. Die Redensart— CrLpwiiW um dm Hall werfen"— habe nicht er, sondem !l°n« � lagic selber gebraucht. Da« Benehmm de« Ange- sei so gewesen, all habe er„die Beamtm reizen wollm". .„.r einem Vorwande sei er ausgetreten, habe stch aber draußm »o!» �pfrlfine geschält. Auf die Frage, weshalb er hin- .„ �Saugen sei, habe er geantwortet: E« stinkt mir drtnnm 'fbr! Der Schutzmann Sachau, der allein noch vemommm machte nur unbestimmte Angaben. Er konnte stch nicht � mawie nur unomrmmre»ngaven.»r umnir nw nrcyt Wonnen, daß der Wachtmeister irgendwie ungebührlich gegen ZlW-dm»»wwtm Id.,- Ed Bdtbri-ind, R-»I» &"**** .... beanttagte die Freisprechung seines s«mlen. E« srt sehr fraglich, ob der Wachtmeister nicht schon Amtspflicht überschritten habe, als er drohte, dm Ange- zu dindm, eine Maßregel, zu der er nur berechtigt vj wenn thätltcher Widerstand geleistet würde. Man müffe � 9V i-______ w �# ttt■■■■fi■»«« MM f wf m» k») v»»V*« D1——_------- ti JL.'ufie&unfl de« Angellagtm bei Abgabe seiner sN°llariscken Aussage, und die späte Nachtstunde in Betracht ?_ r** i m-"* m m a ff � a w_ M r._ f t ___________. dÄin der da« Protokoll abgefaßt worden sei, da« deshalb llZr* i' nicht ganz korrekt sei.'Der Beweis, daß der Ange feit"> Mff.nfljA#tmnt fallckeg anaeaebm bade, sei nicht diffentlich etwa« falsche« angegebm habe, sei nicht ge- ®°rbm.— Diesen AuSführungm schloß fich der Gericht«. t|, Und sprach den Angellagtm von Strafe und Kostm ' Der Staatsanwalt hatte zwei Monate iSefängniß be- >l Unter falscher Flagge segelte der Kürschner Adolf F., thn da« hiefige Schöffengericht am ö. Juni d. F. wegm Mn Unfug« zu vierzehn Tagm Gefängniß verurtheilte. Er .nicht unter seinem wirllichen Ramm, sondern al« Otto !na< vierzehn Tagm Gefängniß verurtheilte. Er PT unter seinem»irUichen Ramm, sondern al« Otto LWow auf, und so nannte er stch auch, al« er seine Strafe «'Mißte und w die Gefangmmregister aufgenommen wurde. * Qaltf. rn«* k»!»»,«- m• a{T1 am QIm fk c Wtt dtesm Namen bei seiner poltzellichm Verhaftung an- iMornmnt,«vetl er selber erst kürzlich nach Berlin aekommen v ,k_�'"'«wer erst lurzitch nach Berlin gelommen r�'�/nd besaß eint"ü7m7'«°bn�g. Kaum hatte aber F. da« Gefängniß verlaffm, wurde er von neuem fistirt und nun «m die Verwechselung der Namen heraus. Er mußte fich llesttm wegen intellektueller Urkundenfälschung vor Gericht ver- Mwortm. Da« Urtheil der Strafkammer lautete auf zwei Mchm Gefängniß gegm ihn, die aber durch die Unter- 'uchungihaft, in der er seit dem 24. Juni d. I. fich defindet, � mrbüßt befrachtet wurdm. . Etu �ür Echutzmacher beachtenswerther Prozeß. Dn kUmann H. in Sorau hatte dem Schuhmacher K. daselbst � Paar Stiefel zum Besohlm üdergebm und auch prompt Vtnigt zurücktlhalten.>l« er aber die neubesohttm Stiefel Herste Mal anzog, verletzte er fich durch einm Hervorstehen- j�Stist derart an vor Fußsohle, daß er alsbald ärztliche Be- t,»gung in Anspruch nehmin mußte. Ungeachtet der Hllfe h?tZlr»f«« verschlimmerte stch da» Uedel immer mehr und schließlich eine Amputation bei Fuße« nöthia. Der llaii 5.aBte nun Segen dm Schuhmacher beim Landgericht de» t?', Das Landgkricht erkannte die Entschädigungsansprüche Umfange al, berechtigt an und verurtheilte Jahr, sämmtlicher Kurkostm, .. bttstreite«. In der Begrün- ander« heroorgehobm, daß e« eine "luhmacheri sei, wenn er fich vor meisten Schuh. wie fie gehörig zu »Ar Stfazidm. 'wigen Jahre Gegenstand einer Kriminalprozedur Redakteur der„Pall Mall Gazette", Stead. und Helfer in der unsauberen«Wäre bildete(die mit der ,,.Mn,"3 Etead'S zu 6 Monaten Gefängniß endete), sowie 2% z>,.�n haben nunmehr gegen dm Etgentbümer. Verleger Kdee.»?�rui der„Pall Mall Gazette", dm Shef der Hei!«- Mitz-�omwell Booth, und Dr. Hetzwood Smith(der da« Insten �rrsucht hatte) bei der Quem'« Bmchabtheiluna de« .Hu�ichuhofe, in England eine Klage wegm Ehren> � niiö» �strengt. Sie beanspruchm eine SchadloihaUung . Te, al« 8000 Pfd. Sterling. Rom HZRverrathSprozeß»e« Dortte««nd Genossen Su Beginn de« zweitm Verhandlungstage« gab % 1 J Beginr ««ßtnifchm Botschafter« um Mittheilung * U f 7 T fr»« a«. tl.i i. i.. w___ Cv a JkMwo o-e««KB m ierung auf �.�ich»�,' ualtmischm«otschasler» um anrrryeilung de« g " den A°lt lns'öik 1!»" > N L WWW ihn über die gleich nach seiner Verhaftung vor de« Polizei Inspektor und später in dem öfteren Verhöre durch dm Untersuchungsrichter zu Protokoll gegebenen Aussagen zu vernehmen, in vmen er Widersprüche mtt dm vor dem Gerichtshof abgegebenen Erklärungen zu findm glaubt. Diese Widersprüche find jedoch von geringer Bedeutung. Der Prästdent macht dm Geschwormm Rtttheilung von dem aus Wien datirten anonymm Briefe, betreffmd die angebliche klerikale Verschwörung gegen das Königreich Jtalim und sagt, diese« elende Machwerk sei vom Untersuchungsamt au« den Prozeßattm ausgeschieden und der Verachtung preisgegeben wordm, die e« verdiene. Auf Befragen, wen er für den Ver- saffer diese« Briefe« halte, nmnt De« Doride« dm Schumann. In der Nachmittagsfitzung wird der zweite Angeklagte Lionrllo Vecchi vernommen, ein achtunddretßiajähriger Mann mtt ver- stümmeltem rechten Arm. Er hat De« Doride« nie persönlich gekannt. Seit länger al« acht Jahrm schrieb er Artikel über Marinesachen für Zetwngm, um stch einen Nebenverdienst zu verschaffen,«ei! sein Gehatt für dm Unterhalt seiner Familie nicht ausreichte. Im Jahre 1882 machte ihm sein Bruder Vittorio dm Vorschlag, De« Doride« wöchentlich einen Brief über Martnesachen zu senden, wa« er von da an auch that. Oft entnahm er da« Material für seine Korrespondenzm au« fachmännischen Zeitschriften, ttalimischm, wie ausländischm, die ihm im Bureau de« Arsenal« zur Ver- sügung standen. Da« an Vittoria Vecchi von De« Doride« gezahlte Honorar hatte Anfang« 100 und dann 120 Frank« monatlich betragen, wovon Liomllo zuerst 60 Frank«, in der Folge aber mehr und, al« mdlich De« Doride« bis 170 Frank« monatlich ging, 120 Frank« erhielt. Nach dieser Honorar« erhöhung hatte De« Doride« die Mittheilung der Monat«- berichte der Prüfung« Kommission für da« Waffmmaterial ver« langt, die ihm auch von da an währmd zwanzig Monatm zugesandt wurden. Dinge, wodurch die Sicherheit de« Staate« ge« fährdel werden konnte, Angadm über VertheidigungSwerke der Häfen und Küstm hat Lionello Vecchi nie gemacht und find auch nie von ihm verlangt worden. Uebrigen« habe er auch keine Kennt« niß von Plänm und Dispostttonm für Hafm- und Küstenbe« festigungen gehabt, weil diese nicht zum Ressort der Kommission in Spezia gehörm, sondern von einer anderen Kom- mtsfion, die in Rom beim Rarine-Mtnisterium ihren Sitz hat, beralhm und festgestellt wird. Wa« er De« Doride« über die Verwmdung der Schießdaumwolle mMheilt, war nur der Bericht de« ttalimischm Marine-Attach«'« in Berlin über die zuerst in Deutschland gemachten Experimente. Die Monatsberichte der Kommission zu Spezia wm» den mittel« Hektograph veroielfälligt und die Mit« glteder derselben erhielten je ein Exemplar. Von dm über- flüsfigm Exemplaren, die doch in dm Papierkorb wanderten, p flegle er ein« an De« Doride« zu senden. Auch sandte er diesem einmal auf Verlangm Photographien von neuen Kriegsschiffen: aber dieselben warm öffentlich zum Verkauf ausgestellt. Ü brigen« werden die Torpedo« und alle sonstigm Gegenstände an Waffen und Munttion mtweder vom Au«- lande bezogen, oder, wenn fie w Jtalim angefertigt werdm, so stammen doch die Modelle dazu vom Auslande her. Damit ift da« Verhör de« zwetten Angellagtm beendigt. Der Prästdent erklärt hierauf, daß er kraft seiner dilkrettonärm Gewalt den Gmeralsekretär de« Marinemini« sterium» al« Zeugen vorladet, und geht dann zum Verhör de« Vtttmio Vecchi über. Dieser sagt au«, daß ein mit ihm befreundeter Redakteur de«„Fanfulla", deffm Mitarbetter er selbst seit langer Zell war, ihn gegen Ende 1878 veranlagte, mtt De« Doride«, den er nie persönlich kennen gelernt hat, in Beziehungen zu treten. Er sandte diesem wöchmtlich eine Korrespondenz und erhielt dafür allmonatlich da« Honorar. Al« er später durch Verfaffung einer Lebensbeschreibung Gart« daldt's zu sehr in Anspruch genommen war, übertrug er seinem Bruder Lionello jene Korrespondmz, behielt aber einst- wetlm noch einm Theil de« Honorar« für fich, weil seine finanzielle Lage damal« etwa» gedrückt war. De« Do ide« schreibe stet« nur an ihn, und er sandte dann deffm Briefe an Lionello. ebenso wie dieser ihm die Korrespondmzen schickte, die er oft ungelesm nach Rom weiter sandte. Die Briefe De« Doride« brachten ihn nie auf den Gedankm, daß De« Doride« ihn oder seinen Bruder zu In- diskretionm verlettm wollte. Nur al« ein Krieg mtt Frank« reich wegen Tunis in Sicht schien, fürchtete er, daß De« Doride« der sranzöfischm Regierung Miithcilungm machen könnte, und war deshalb um so vorfichttger, indem er in Schilderung der ttalientschm Seemacht weit über die Wahrheit hinausging. Damit will er nicht sogen, daß er De« Doride« für einm Spion gehalten. Im Uebrigm stimmten seine Aussagen mit denjenigm seine« Bruder« überein. Auf Be- fragen eine« vertbeir-iger« erklärt er schließlich, daß alle« Material der ttalimischm Kriegsmarine, sowohl an Waffen wie an Munition, vom Auslande toeimt und mithin dem Ausland« gegenüber kein Geheimniß sein kann. Rom, 3. August. In dem Hochverrathsprozeß De« Do- ride« und Genossen hat der StaatSanwatt gegen alle drei An« geklagten die Klage zurückgezogen; dieselben wurden sofort in Frethett gesetzt. Des Doride« und die Gebrüder Vecchi warm bekanntlich beschuldigt, Pläne der ttalienischen Lanvttvcnhei- digung entwendet und an Frankreich ausgeliefert zu haben. Soiiales«ad Arbeiterbewegung. 4* t__ w.• L M f»*«#4 Awfvf Kl � Üeber da» Kabriktuspektorat die„Magd. Ztg.": Da« tznstttut d t« Oesterreich schreibt v«„a-vu�v. dj-u*• vr--- der Ge Werbeinspektoren ist noch jungen Datum« in Oesteneich. Trotzdem hat schon der erste der von dmselben erstatteten Berichte uns, die wir nun schon sett einem Jahrzehnt und darüber eine geordnete Be- ausfichttgung der Fabrum und industriellen Anlagen besttzen, in einer Beziehung zum Vorbilde dienen können: der Generalbericht, der jetzt den Etnzelberichtrn vorangeschickt werdm soll, wird nach dem Muster de« österreichischen allgemeinen Berichte« eingerichtet werden. Und auch der zweite jetzt vorliegende Bericht kann in vieler Beziehung für un« lehr- reich sein. In einem Puntte frellich weist der zweite öfter» reichische Bericht eine Verschlechterung auf. Währmd wir an dem erstm noch rühmend hervorheben konnten, daß er fich überall thunlichster Kürze defleißige, ist der zweite dickindiger Eior den. Er ist von 340 auf 506 Seiten angewachsen, hat also um die Hälfte seine« bisherigen Umfange« vermehrt, ist gewiß kein Vorzug bei einem Buche, da« seine Leser« krei« auch auf die arbeitende Bevölkerung auSdehnm will, die doch für da« Studium eine« solchen Buche« nicht Tage und Wochen, sondern nur wenige Stunden zur Verfügung bat. Im deutschen wie im österreichischm Berichte könnte da« Ma- tertal noch an vielen Stellen knapper zusammengefaßt und manche« ganz über Bord geworfen wordm. Freilich hat auch in dieser Gestalt der österreichische Bericht noch einen Vorzug vor dem deruschm: er ist kaum die Hälfte so theuer wie der letztere. Auch da« ist al« ein Vorzug heroorzu« beben bei einem Buche, da« vo» weniger gut a« stellten Leuten aekauft und gelesen wird. Und dieser billige Preis de« öfter- ttichi chm Bericht« ist nicht etwa von üblem Einfluß auf die Ausstattung de« Buche« gewesen. Wa« die vorliegenden öfter« %%(«%%%% reichischen Gesetze« vom 8. Mär, 1885, durch welche, eine üuia im Vorjahr vorhandm. Neu hinzugekommm ist der triestcr Bezirk(wir bezeichnen dieselben kurz nach dem Amtsfitz de« Gewerbe-Jaspeftors) der troppauer Bezirk und der ptlsmer Bezirk. Immerhin erscheint auch trotz dieser Vermehrung die Zahl der Aufsichtsbeztrke noch meh: al« unzureichend. Die Zahlen von dem Flächenraum und der Bevölkerung der Ausstchtsdeztrke sprechen am bestm für fich selbst. Der der Bevölkerungszahl nach kleinste der AuffichtSdezirke hat einen Flächenraum von 20 798,47 Kilometer, seine Bevölkeruiia beträgt 1 124 035; der grö�e(der Bevölkerung nach) umfaßt 88959,45 Kilometer mtt 6 530 578 Seelen. Wie kann da eine ausreichende Beaufsichtigung statt« findm. Ucber die Entwicklung der Zeutralkrankenkasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter machte der Ham« 1877 1878 1879 1880 1881 1882 1883 1884 1885 63 durger Hauptkasstrer neulich in einer Festrede folgmde An« gaben: Bereit« im Jahre 1870 sei ein Anfang zur Gründung einer Unterstützungskaffe für Holzarbeiter gemacht wordm und zwar von dem leider zu früh virstorbrnen wackerm VolkSmanne Theodor Bork. Trotz aller Mühe und Anstrmgungm von Seiten de« Genannten jedoch wollte e« nicht gelingen, dieser Kaffe, die mit der Holzarbeitereewerkschast verbunden war, zu wesentlicher Bedeutung zu verhelfen, zumal einige Jahre später der Tischler-(Schreiner-) Verein gegründet wurde, welcher, die Krankmkaffe al« einen Hemmschuh betrachtmd, diesem Zweige der Holzarbettergewerkschast hindernd entgegentrat. Dieser un« erquickliche Zustand währt: bis zum Kongreß des Tischler« verein« und der Holzarbetteraewerklchaft 1876 zu Frankfurt am Main. Dort wurde eine Vereinigung beider gewerkschaft« lichen Verbände beschloffm, sowie auch die Uebemahme der Krankmkaffe. Der Sitz wurde nach Hamburg verlegt und der gewählte Vorstand erfüllte die ihm übertragenen Pflichten so prompt, daß im Herbste diffelden Jahre« der Bund, sowie die „Zmtrallrankm- und Slerbekaffe für Tischler und andere gewerbliche Arbeiter" al« konstituirt erklärt werden tonnte und trat dieselbe mit einer Mitgliederzahl von 1587, welche über 68 Filialm zerstreut warm, in« Leben. Die ersten Jahre warm schwere Sorgenjahre und war die Kaffe im Jahre 1879 so schlecht gestellt, daß Herr Senator Kropp bereit« ernst« lich einschreiten und die Kaffe auflösen zu wollen erklärt habe. Da habe der Vorstand in Hamburg, mit den Mitgliedern von Hamburg und Umaegend gewlffermaßen einen Gewaltstretch ausgeführt: man habe beschloffm, trotz der kurz vordem in Hannover stattgehadtm Generalversammlung die Beiträge in sämmtlichm Kaff-n um 10 Prozent herabzusetzen. Und wa« man gehofft, erfüllte fich, fast von Stunde an nahm die Kaffe an Mitgliedern zu, wa« auch noch fortwährend ge« schiebt. Die Bilanz währmd der Zeit de« Bestehm« der Kaffe ist folgmde: Filialm Mitglieder Jahreseinnahme Mark 1564 2268 2467 4131 6620 11352 24168 70187 70096 Die Gesammtausgabe an bezahltm Unterstützungen der ganzen Zeit seit B'stehm der Kasse beläuft fich Summe von über 3 Millionen Mark. Wenn man di'sen Auf« schwung, sowie den aegmwärttgen Stand de« Institut« in'« Auge faßt und bedenkt, daß daffelbe sein Dasein und seine Großartigkett den Ardeitern ganz allein zu danken hat, so ist da« gewiß ein E'folg auf den man stolz sein kann. Zum Wirthschaftsaufschwung. Die Siegener Blechwalzwerke b-abfichugm eine Einschränkung ihrer Produttton, indem die Werke Sonnabend«, Sonntag« und Man« tax« feiern, also nur vier Tage wöchentlich arbettm sollen. Der«ltonaer Schmtedestreik steht noch immer auf dem« selben Slardpuntt. Die Stretkmlen behaupten, im B-fiy hin« reichender Geldmittel zu sein, um e« noch lange Zeit aushattm zu können. In einem Punkt«ollen indessen die Gesellen dm Meistern mtgeamkommcn, indem fie auf eine schriftliche Ver« pflichtung der Meister vcizichtm. Dageg-n sollen diese eine von dem Gesellenausschuß redigirte Wtnstellenmdnung unter- zeichnen und in ihren Werlstellen aufhängm. Diese« Plakat soll das Zugeständniß 10 stündiger Arbeitszeit, Aufhebung der Sonntag» arbeit, Auszahlung de« Lohne« am Sonnabend und 50 pCt, Z-läge für Uederarbeit enthaltm. Der Maurerstrctk tu Mannheim, deffm Beendigung verschiedene Blätter al« bevorstehend gemeldm hatten, ist nunmehr in ein andere« Stadium eingetreten. Von zuverlässtger Seite w>rd der„Franks. Ztg." die Mittheilung gemacht, daß da« Agitationtbureau m Hamburg nämlich den Maurerstreck gutgeheißen und eine namhafte Summe an die Lohnkommufion eingesandt hat. Zugleich wird der Vorfitzende der Aaltation«- Kommisflon in Hamburg, Herr Knegendorf, in Mannheim emtreffm und in einer öffmtlichm Versammlung r-feriren. Streik. In der am Montag ftmtgesundenm General« Versammlung de« Mefferschletfer- Verein« wurde die Firma Konzaw u. Philippi in Solingm in Streit erklärt. Der Streik der Dresdener Töpfer ist fiegreich beendet. Die Meister haben 17% Prozent Lohnerhöhung bewilligt. 71 85 102 163 276 660 679 35482,52 40 387 98 37 504,16 4844010 7682142 13178284 248 171 55 683 785.57 1433779,21 während auf die Kereine«nd Nersammlungeu H �._. �0%_.....-__„ f....& rf".__ Hauer« Könta über:„Die Jubiläum«< Kunstausstellung", die Vereinsmitglieder Weber und Hollmderg in die Ardeitlnach« tommission, die zur Zeit alle angemeldeten Sellen, dl« auf zwei, bereit« besetzt hat. Hierauf wurde der Delegirtmber'cht über die seicheriaen Resultate der veranstalteten Enquete der Btruisverhältnifse am hi-stgen Platzt(die berufsstatistischen Erhebungen der Berliner Bildhauer) durch Beschluß der Vrr« sammlung dt« zur nächstfolgenden Sitzung de» Verein« oer« tagt und ein Schreidm au« Magdeburg verlesen, da« die Bitte enthält, mtt Rückficht auf die Lohndiffermzen bei Boge« und Köhler dm Zuzug nach dort bi« auf Wettere« fern zu hatten. — Am 15. d. M. unternimmt der Verein eine von der Unter« richtSIommisston desselben arranairte Landpartie nach„Schloß Schönhausm". Sammelpuntt 9 Uhr früh am Hackeschm Markt. f Der verband Berliner Ztmmerleute. Lokalverband Berlin Nord, hielt am Mittwoch, den 4. d„ eine gut besuchte Versammlung unter Vorsttz de« Herrn Meißner im Schramm« schm Lokale(Hochstraße) ab, in welcher Herr SchSnftetn über dm ,, HandwertStag und seine Kompetenz" sprach Der Redner führte au«, daß die Beschlüsse de« HandwertStage«, soviel An« stoß einige davon auch in Berlin erregt hätten, zu respetttten seien. Er sei in seiner Stellung al« Vorsitzen d« de« gesammten Verbände« nicht in der Lage, speziell Berliner J-riereffm zu lördern; die Gmeralversammlung sei die auSschlaggebmde Instar z und er detrachte e« al« seine höchste Aufgabe, stch nach dm Bestimmungm de« Statut« genau zu richten.— Besond er» viel böse« Blut hat der Beschluß de» HandwerkStage« in Be« zug auf die Wahl von Detegirtm zur G neralv-rsammlung gemacht und er erfuhr von verschtedmm Seiten eine scharfe Kritck. In Uebereinstimmung hiermit wurde folgende Resolution angenommen:„Die heute, d.4.Aug.c,»n Schramm'ichen Lokale tagende Versammlung de« LokalverbandeS Berit» Nord erklärt fich ganz entschiedm gegm den Beschluß des diesjährigen Hand« wnkStage« in Betreff de« neuen WahlmoduS zur Deleairtm« wähl und spricht d«mselb«n ihn oanit Uniufriedmheit au», da dadurch der edelste Voisatz einer Ardeitermganisation: Aleich«» Recht für Alle- mit Füßen getreten uno ein«lassenspftem eingeführt wird, welche» mit dem( 1 unsere» Statut» im troffen Widerspruch ficht."— Noch wettere Klagen über den Handwerlttag wurden laut:(ES sei eine ganz unbegründete Atmeigung gezen die Berliner LotaloerbLnd«, die wtt ihren 3000«ttzliedeln denn doch dm Kern der ganzm Verewigung dildeten, hervorgetretm und da» auch von Erfolg begleitete Bestreben, Berlin durch die Provinzialoerbände zu majorifirm. Auch trat eine gewiffe Unzufriedenheit gegen einm der Berit- ner Dclegirten zu Tage. Edmso fand man, daß die Sntscha« digung de» VerdandSlasfirer» eint zu hohe sei.— Im Frage- tastm fand fich eine Frage, derm Dt»kusfion fich auf Erörte» rungm persönlicher Natur zuspitzte. Im Uuterftützuugtveretn der deutschen Schuhmacher hielt am 2. August w Munvt't Lokal. Köpenick.-rstr. 100, der Lehrer der Nawrheillunde Eprrling einen intereffantm Vorttag über die An»endung»form der naturgemäßen GesundhcitSpflcgr. Redner gab praktische Winke, wie man stch w Krankheitsfällen zu verhalten Hab«. An den Vortrag schloß fich«we lebhafte Di»- kusfion an. Nachdem noch Herr Klinger die Anwesmden zur Unterstützung der streitmdm Schuhmacher w Pirna und Zürich aufgeforoert hatte und der Fragekastm erledigt war, wurde die Versammlung geschloffen. Die nächste Versammlung findet am Montag, dm 16. August, in demselben Lokal statt. Kachverein der«etallschranben-, Saeoudreher und BerusSgenoffm Berlin». Sonntag, den 8. August, Vormittag» 10'/, Uhr. bei W-ick Sl-xanderstr. 31,«eneral- Versammlung. Tagesordnung: 1. Reuwahl der Fachkommission. 2. Viertel- jahreSbericht. 3. Innere Anzulegen Helten. Verein der Einsetzer Zischle»). Außer ordewliche Mit- gliederversammlung am Sonntag, den 8. d. M., Vormittag» 10'/, Uhr. Neue Friedrichfir. 44. Zentral-Kranke«- und Eterbekasse der Tischler re., örtliche Verwaltung Berlw A Mitglieder- Versammlung Montag, den 9.»uauft. Admd» 8'/,.. Tagesordnung: 1. Kaffenbericht für da» U. Quartal. 2. An- trag auf Verlegung einer Zahlstelle. 3. Verschiedene Ange- legenhetten. Nähere» w der Sonntag»nummer(Jnseratenthetl) dieser Zeitung. veztrttverew de» werkthätigeu Volke» der Schön- Hause« Vorstadt. Sonntag, dm 8. Auaust, Familimpartte nach Waioman»lust. Abfahrt 8 Uhr 34 Minuten früh vom Rordbahn Bahnhof Gesundbrunnen. Gäste willkommen. Nach» zügler 2 Uhr 29 Minuten. Die Beiträge nimmt der Kasfirer diesmal am Montag Abmd von 3 di» 12 Uhr bei Rietz eni- 9 �Kachverei« der Luxuspapier-Präge, und-Schläaer. Der Vorstand ersucht sämmtltchr Ritglieder, sowie andere Ge werk« ichaftSgenoffev, welch« noch im Befitze von Ltstm detteff» de» Hain und Moiler'schm Streik» find, dieselben umgehmv an CaSpar, Schönholzerstraße 8, ewzusenden, da die gmaue Abrechnung in ewigen Tagm stattfindm soll. Gesangverein„Harmonw". Fedm Sonnabend Abmd» 8 Uhr Uedungistunde im Restaurant, Alte Fakobstr. 38. Gesangverei«„Eängerluft", Pallisadenstraße 9. Jedm Sonnabend Abend 9 Uhr Uedungßstunde. Däntscher verein„Freha". Versammlung jedm Sonn- abmd. 9 Uhr, Rosmthalerftr. 39. Dänische Blätter find vor« handm. Veret« der Taubeufreuude. Jeden Sonnabend Abmd» 8'/, Uhr Sitzung im Restamant Kleemann, Lausttzerstraße 41. Kleine Mittheiinngen. Strasburg L Pr, 3. August.(Ein eigentbümlicher Fall ist hierselbst kürzlich vorgekommm. Al» von Blutvergiftung,......... die bereit» stark in Verwesung übergegangene Leiche eine» hie- figm Bürger» bestattet werdm sollte, und zu diesem Zweck unter Aufdahrung der Leiche in der Klosterkirche die Trauer- fei« stattfand, v«stel während derselben eine dn mit anwesen- om jungen Damm in einm starrkrampfähnlichen Schlaf, so daß fie nach Hause gefahrm werdm mußte; hier stelltm stch unt« entsetzlichen Gliedttverrenkungen heftige Krämpfe ein, so daß ein Arzt hinzugezogen wnden mußte. Dies« stellte Blut- Vergiftung infolge Einathmen» von Letchmgasen fest. Di« Kranke ist jetzt auß« Gefahr; ab« der Fall möge zur War- nung dienen. Lange Trauerfeinltchkettm währmv der heißen Jahr«»zett in engen Räumen bei merklich vorgeschrittenem Ler- «esungtzprozeß der Leichen solltm im GesundheiUtnttteffe va« botm werden. Rüucheu, 4. August. Heute Morgen um 6'/, bezw. 6»/« Uhr wurdm die beiden Raubmörd« Sttch und Fisch« binaertchtet. E» war gräßlich mit anzusehen, wie der über 60 Jahre alte Stich zum Schaffst förmlich geschleppt»«dm mußte. Basel, 3. August. Gestern Morgen um 3 Uhr hat stch hi« w dem Bühler'schm Biergartm am Sternmgäßchm ew Unglück ereignet, über welche» dem»Bund" von hin derichtet wird:„Die im Hintergebäude de» Gartm» schlafmde Büffet- dame wurde nebst zwei Kellnerinnen durch ein G-rausch aus dem Schlafe aufgeweckt; wahrscheinlich halle stch bei Schließung de» Garten» am Abend ew Individuum vnsteckl, um dm Wirlh zu bestehlen oder um vielleicht die Mädchen zu belästigen. Diese sprangm«schreckt durch da» Fmsta ihre» Schlaf- gemache», passtrten da» Dach d« langen Settenhalle und tratm auf da» Vordach über dem Büffet im Vordngebäude über, um dort die eingemachte Laube zu erreichen. Dabei ge- rieth die vorangehende Buffctdame w da» Fmster. brach mit dem Kopfe eine Scheibe durch, verwundete fich an Geficht und Hal» entsetzlich und konnte erst durch Hilfe herbeigeeilt« Dritter au» ihr« ge ährlichm Lage defreit werden. Die d« Büffet- dame nachfolgende Kellnerin trat auf da» GlaSdach über dem Büffet, brach duvch und v«wundete fich durch GlaSscherdm sehr schwer am Unt«leid«. Die drttte Unglück»gefährtin fiel durch da» offme Loch und brach einm Fuß. Auf da» Jammngeschiei Mm die Nach- dam herbei; man leistete die erste ärztliche Hilf« und brachte die Schwerverwundetm in da» Spital."— Der Urheber diese» Unglück» ist biShn noch nicht ermittelt. Wteu, 4. August. Von gestern Mittag bi» heut« Mittag find an d« Chol«a in Triest 7 Pnsonen«krankt und 4 ge- storben, w Fiume 2 P«sonm gestordm. London, 1. Auaust. Erstem Abend gegm 9 Uhr kollidirte auf der Höh« von Ouem»town, unweit de» Spitlmchtthurme» d« Eisendahr dampf«„MonISWwn", der 50 Passagier« an Bord hatte, mtt dem Handettdampf«„Augusta" au» Cork. Erster« hatte die Wachtlicht« angezündet und brauste mit voll« Fahrgeschwindigkeit dahin, al» man die»Augusta" dm Hafm verlaffen und g«ad« auf dm„MonkSwwn" zuhalten sah; und ehe an«in Au»weichm zu denken war, hatte fich die „Augusta" in die Seite de»„Monk»town" gebohrt. Sämmt- ltche Paffagiere flüchtetm fich an Bord d«„Augusta", da fie da» Sinken ihre» Schiffe» drfürchtetm, und wurden spät« von dem zum Beistande h«deigreittm Dampf«„Glmbrook" auf- genommen und nach Queen siown befördert. Jnzwtschm war e» gelungm. die beidm kolltvirmdm Fahrzeuge von einander frei zu machen, und man fand, daß d«„MonkStown" ew« Ö ffnung in sein« Seite hatte, die fich etwa 1 Fuß üb« der Wasserlinie bi» fast zum Schiff»rande erstreckte. Paris, 3. August. Heute Rächt stürzt« ein groß« Theil de» Tunnel» dn Rundbahn zwischm dm Bahnhöfen von Montrouae und La Gl-cw ein. Glücklichnweise ist kein Unfall von Personen zu v«z«ichnm, doch«scheint die Reitschule de» Remontedepot», da» ganz in d« Nähe liegt, al» sehr ge- fährdet; fie ist b«eit» heute früh geräumt worden. D« V«- kehr d-r Rundbahn ist auf der Sttecke zwischm dm beiden Bahnhöfm unterbrochen. Die Freilegung de» Schimmweg» wurde sogleich w Angriff gmommm, dürste ab« jedmfall» ge- räume Zett in Anspruch nehmen. Pari», 2. August. Die Untttsuchung der Ackerbaukolonie Torquerolle» ist beendet. Zwei d« Aufseh« der Waismwabm find wegen schw«« fortgesetzt« Mißhandlung derselben verhaftet und nach Toulon gebracht worden. Rustschuck, 30. Juli. Vorgestern«eigaete stch hi« durch ew Pulver Exploston ein schrecklich« Unglücksfall, wobei vi« Personen sofort getödtet wurden und zahlreiche and«e Ar- beit« lebensgefährliche Brandwunden«litten. Der Schauplatz der Katastrophe war da» Pulvermagazin der hiesigen Firma Reisselen u. Komp. Dieselbe kauft« von der R-gierung alle Patronen und ließ derm Hülsen z«schlagen. um da» Pulv« zu gewinnen. Bei dies« Manipulation«folgte die Exploston. Od nun dieselbe durch den Schlag auf die Metallhülsen od« sonst durch eine Unvorfichtigkett herbeigeführt worden ist, konnte bi»h« nicht festgestellt werden. Die zumeist gräßlich ver- stümmellm Vnwundeten wurdm in da» hiestge Spital ge» bracht, woselbst noch geftem Abend zwei ihren Wundm n- lagen. Die Zahl der Verunzlücktm beziffert stch auf 35, unter denen fich auch mehr«« Kwd« defindm. E» ist wmig Hoff« nung vorhanden, daß von dm Schw«verwundetm auch i# einer am Lebm«halten bleiben wird. 11». 181 Kterarische«. 1885. HerauSoegebm«« Felix Bogel. 1886. P«» Chronik der Gegenwart. Dr. Ed. H ü» g e n. Düffeldorf, gebunden 6 M. Je rasch« fich in uns«« schnelllebigm Z it die Er überstürzen, je reg« die Antheilnahme am öffentlichen L wird, desto stärk« regt fich da» vedürfniß nach überficht! Zusammenstellungen der vegebmhettm der jüngstm Ver,. ßenhett, um fich jederzeit rasch durch Nachschlagen orientiren wnen. Die bequemste Zusammenstellung dürfte jetzt „Chronik der Gegmwart" sein, deren dritter Jahrgang so, erschienen ist. Dt« E eigniffe de» Jahre» 1885 find hierin zcil- lich geordnet. Di« einzelnen Länd« bilden desondere Ab# lungen und für Deutschland behandeln wieder besondere»b schnitte l. Allgemein Polllische». II. Klrche und Schub HI. VolkSwirthschaft, Handel und Verkehr, IV. Verwaltung ud Justiz, V. Pirterdewegung und Parteipolemik. Wie reichhalN! da» Luch iß. mag man darau» ersehen, daß in dem letzt«« Abschnitt— immer nach dem Datum geordnet— a» wichttgnm Parteistrei igkeitm geschildert find. wichtianm Wahlen, Wahlaufrufe u. s. f., da» Eraebw d« Wahlen zum vrmßischen Abaeordnetenhau» ist vollstänm mttgetheilt, all« Partetkomp-umiffe,„EntrüstungSbewegunge« wichligne Patttikundgebungen finden ihre Darstellung. alphabetische» Sachregister«leichtert da» Nachschlagen. suchen> B.„Ardeiterschutzgesetzaedung" und finden unt« 14—16. Januar ein kurze» ResurrS üb« die Veihandlunw im Reich»tag üb« dm Antrag Helling, unter dem 11. die V«handlungen zum Geillenb«ger'schm Antrag, unt«& 4 Dezemd« den Bericht über die erste B«athung der neue# aebrachlen Arbeitnschutzanträge. Man steht, wie nützlich � Buch für B«eine, Redaktlonm und all«, die im öfftriW;! Lebm stehm, sein kann. Nur wünschten wir, daß d« eig-JJ lichm ArbeU«dewegung, der Entwicklung d« Fachv«eiae, HUf»kaffm u. s. f. etwa» mehr Raum gegönnt wäre. können wir ad« da» Buch besten» empfehlen. N Letzte lUchrichte*. Attentat in der Türkei. Wie d«„Neum fr. Plw au» Konstantinopel gemeldet wird, feuerte ein Türke rnitg Eroßvezier drei Schüsse ab, ohne diesen jedoch zu treffen. dem Vnhör gab derselbe an, daß« in Folge von II tigkeilen sein ganze» Vermögen v«loim bade und de»' Aufmerksamkeit de» Sultan» auf stch lenken wollte. Sladftone sagt in eine« Schreiben, in Fol»* j jm Ermattung und der Arbeit währmd der letzieti tadre sehe« stch gezwungen, einige Ruh« mtweder in � Uns« i tz !i«chicht land oder im Au» fände zu suchen?'« dmaehrichttg« älb5 mit ihm korrespondire nd«n Persönlichkellm, daß« die P.W», 1 gehenden Briefe nicht selbst beantworten werde. M■ Die irische Homernle-Partei hielt voraestem eint� sammlung in Dublin ad und gmehmigte einige von% und Pamell beantragte Relolutionen. CS wird darin*% die Partei könnte keine Maßregel der künftigen Vers«? Irland» al» eine Lösung d« irischen Frage betrachten.:.i weniger biete, a l» Gladstone'» Hom«*� f, B«setzentwurf. Da fern« die Entwntbung d«%%«ter, 1 Erzmgniffe in Irland die Zahlung d« gerichtlich ssxlrten: zinse unmöglich mache, sei die unv«»üzlich« Revision«g-» ztnte, die Ctnfleflung der Exmisssonen und der Nachlaß g � aus rückständigen Pachtzinse�nolh wendig geworden. Auf Grund......* Nr. 1 fl», uf Grund de»§ 11 de» Sozialifteugesetz�, de»„Offenbacher Lokalanzei gee"/,? und LokalauSgabe de»„Offeubach« Eonnlaß«»�* i von Carl Ulrich in Offenba») oerdotm und zugleich va»' Grscheinm de» gedachten Blatte» untersagt worden- /T scheint, sollte d«„Offmb. Lokalanz." zum Ersatz V*» v«botenen„Tageblatt" dienm. Kriefkaste« der Kedaktio«. u «. L. 865. 1. E» besteht kein V«dot der zwischen Onkel und Webte. 2. An Feue-oersschs-� Gesellilhasten empfehlm wir Jhnm die Magdeburger Gotha«. ftltnbw schu arzbi ernbu Die « I «84/85. � Seth! ?alphab< �chlefiev; *8« gar Nun Theater. Freitag, den 6. August. Belle- Alltanee- Theater. Da» Parodie». Dreieck. wlde verführt. Amor. Tanz. Poem von Att m.: Im kla! Oftend-Theater. Viktoria- Theater tturgt Manzotti. Walhalla-Theater. Capricciosa. Kroll'» Theater. Marie, die RegimenUtocht«. Seuttal-Tbeater. Alle Jakobstr. 30. Direkt.: Adolph Eu.st D« Wald.Teufel. Gesang»- poffe in 4 AVen von W. Mannstädt. KoupletßvonG.Görß. Mufii von G. Stessens. Mtt neuen Dekorationm und Kostümm. (Novität!)_„ «öutgftädttsches Theater. Die Zigmnn- daronin. Schweizer Garten, ÄSSÄ-. Heute, sowie täglich; «rosse» WUitär-S-ncrrt, Auftrete« sa»«tlich»r Apesi alitäte». Theuteru-rst-lluug. Notkedelukiouug»» aller Art. Sommerseft des Berliuer Handwerter-Bereins. Petrescu-Troppe.' Im Saale: Tauzkränzchr«. Abend»:«rosse» Fi kSm, Entree 30 Pfennig. sowie de» Trio» Jona», Grosch _ und Gläser, Geschwister Heffat. »rosse» Fr-pteu-F-uerverk« M Reu! Paffage 1 Tr. 9 51.- 10 Halaer-PaHoraina. In diesem Jahre». erste» 5kale: Die malerische französ. Schweiz. Schwede«. .. r■ «ine Reise 90 Pfg. Neu! Hertha- siefte.«aroltueu-Insel«. Kind« nm 10 Pfg. Die gegen die Prohaske'schm Eheleute ge- sprochme Beleid- nehme ich zurück und«IL dieselben f. ehrenh. M. Akubky. P«lederg«str. 17. Fachverew der Putzer Serlws. Sonntag, den 8. Vormittag» 11 Uhr, im VeretnSlokale, Jntelstraße 10: vtteiUjche Tagesordnung: Abrechnung von der Land- pattie. Besprechung zum bevorstehenden fünften Stiftungsfest. V«schied«ne Ve-ein»angelegen- heitm. Um �hlleiche» Erfeheinen ersucht 3681 Der Vorstand. Berwallun Central- Kranken-� uud�Ster betaste und and«« gerverbllA�Mr�E. �Ham 1 Thor Bezirk.) g«»ordnung: Abrechnung vom 2. Ouetttol. . eine» Beitragsammln» und verfchtedene Kaffmangelegenheiten... l*'0 Die Verwaltung. Mvtttlll der Rchrleger. Sonniaa. dm 8. d. M., Vormittag» 10 Uhr, bei Nioft» Kommandantenstraße 71/72: Versammlung. Tagesordnung: 1. V ottrag. 2. Bericht de» Arbett»nachw«i»'Lureau». 3. Verschiedene» und Fraaetaftm. Aufnahme neu« MUglted«. 2761 Der Vorstand. Scheerer oder Scheererinueu fuchm Ulnmm K«».. Wndnsch« Marv 6. oerlangt bei�bo�ern Jlohne Gut»(Oftnftfftt Lohne Töpfermeister, Kochstr. 11. Ein###, in Farbe und Zeichnung, welch« üb« Urtgo[dec.®(fiilfeR, U.cfiffi.cfc rnT __ jtt>Ka»ftr. 10. Emen Lehrltua chfWewtwwaf Kunstkormnei v«lan! � M Fischer.€, ____ llschreiberstr. V. Derantwottltch« Redaktem«.«r»uhetm in verlin. Druck und«-rla, � a�- Ttlltklll-Krailktu- n Äerbkkkffe dtt Dress. und veno. Lerufsg. («. H. 48). «rosse a«ss-rord»«tliche. VersarnrnluHP sammtlicher Mitglieder Sonntag, den 8. August Vormitt cg» 10 Uhr,_ im KSuigftadt-Oastno, Holzmarktstr. Ecke der Alexand«straße. Erscheinen bringend nolh wendig. buch leaitimlrt Afbe rT 273] M. ageöordnung stehe nellm Theil am Sonnabmd. den 7. d. Die Uerwaltuuoe« S*1�/ Steu«« h »El % b« nur, W WS L-uifeuftädttfche-.J,! Sestrds-Verem„vorwarvv Ausflug mit Familie»ach Lichte»'� �.»ss Ausflug mit Samtlte stach. _ am Sonntag, 8. August. Sündermann, GUschw«str.. den Zahlstellm 2 und 3 werden die täglich angenommen. Aufnahmt � Blieb« in ollen Zahlstellen� � � zzorß""� 2L?» D Vereins der Sattler in«watmeU Sonnabend, den 7. August) �� Tagesordnung: 5! M'.ek m gramm« zur Landpartie. heit. 8. Berschiedme» und' Ein Wittwn mtt 3«indem wünscht bei kind«losm LeutM Pflege«inzuwohnm. Ges. Off.per � «oppenstr. 72. 2 H. u. Buckow- W H« Beuthstraß. 2. L