mch ret Kr. 18» Sonttabend, de« 7. August 1886. HL Jahrg. ÄemerVmmIl. Drgan für die Interessen der Arbeiter. mW* t— B V.«jj Erstw! loUfWnw tflunjrtj inB* M jen.»» unter W, TfSÖ unter d» er neu» »er rioflj «iue.? ce. 6� Dir Dilksslhildildiliiz. � L»s«e Rationalllberale» find bekanntlich immer»och »««ev, stolz auf ihre Leistunge» im Unterricht»- ».J e"• Wenn man sie die«Sera Falk" preise» hört tot(2�? auf den Kongresse» ihrer„Bilduvgtvereine" oWt Sohren gewohnten und von dem bornirte» Philister- ?�li«me, wieder beklatschte» Gemeinplätze an de» Man» M». da.» sollte- man meine», ein ew Mensch, der weder sei in ((««% wm � M 1 der acfeloi is— ,wch schreibe» könne, ei» Analphabet, i.k f® seltene Erscheinung, daß man th» für � sehe» lasse» könne. >»«,%? ist aber nicht so und die amtliche Statistik toofl?"8 Seuug, in diesen Dingen die Wahrheit zu Äah � öwar nicht angenehm präsentirt, aber sie ist to>»??,"Statistischen Jahrbuch für da« Deutsch« Reich", Vi». ftst erschiene» ist, finden wir eine Zusammen- io). welch« un» die Schulbildung der Re« in de» zehn Ersatzjahrea von 1875/76 und ittufao'i gab es im Ersatzjahr 1884/85 Rekrnte» über» lefeT'#856, unter denen fich 3311 befanden, die weder k, p'W schreibe» konnten. Die Zahl der Analphabeten»ahm wT?« der 10 Sah«, welch« die vorstehende Besprechung fortwährend ab; im Jahre 1884/85 befanden fich Jlf 152,825 Rekruten aber noch 1851 Man» ohne h*Sch,ilbild«»g. Von diese» 1851 Analphabeten tf® auf Rreut« 1756'-~ � .iL"" auf Preußen 1756, auf Bayer» 9, auf Sachse» 7, und Württemberg je 2, auf Hessen 4, auf Schwerin 21, auf Sachse»- Weimar 1, auf .._ 2, auf Sachsen-Altenburg 1, auf Anhalt 1, arrburg-Rudolstadt. Waldeck, Reuß j. L. je 1, auf »aW.&ppe 2, auf Hamburg 2, auf Elsaß-Lothringe» . n®eB 2®*det waren so glücklich, keine Analpha- e« zu besttzen, wenigsten» nicht unter den Rekrute« von /85. % V-rhältnißmäßig am stärksten ist der Bestand der �»alphabete» in Pose», Ost- und Westpreuße« und w Flesten; Mecklenburg und Elsaß-Lothringe» kommen da- gar nicht in Betracht. .Nun kann man sage», daß gegenüber einer Einwohner- M von 47 Millionen Köpfen, wie fie da« Deutsche Reich W(st�*** � Nnalphabete« eine ge- Da» ist aber nur scheinbar so. s�Bre viel Analphabeten wir im Deutsche» Reiche über» »»£>be». läßt sich nicht feststelle». Aber«S läßt fich �waße» ei« Ueberblick gewinnen. IsuMeton. [17 �pure« im Saude. ,.E° Jrr 00n»«.«ft«snia. L» d« klc,?'k»?' Du e« anfiehst. ist e»«och nicht," daß w JBPM Herr unwillig fort, �-statte jj*; ich ha� und vernünftig mit Dir darüber t>!l da» Best.!!!{ i18*" Plan entworfen, von dem ich unser», L'prJc$e- 3« erster Reih« müsse« wir die I s,,. �">der in« Aug« fassen, Ferdinand wird ys S-' iirf |v u»! JJejl rufe» lasse»—" !*»» Dir nicht helfen, Baron v. Bergau hat mir en Besuch zugesagt, und von diesem Besnch für un« ab." »u dieser Tag schon vorüber!" gl lü*'4 Tage werde» viele ander« folgen, die UN« n'eutt A d'st grausam. Han« l' s°>den L? brauche« wir UN« keine Sorge zu mache». Ntädche, hingegen stehe» vor einer unsicheren die«uZl �'etne Sympathie« zu erwerbe«. " et i» hatte fich hastig erhoben, zornig Ä sras E« find an Leuten, die nicht lese» und nicht schrei- be» können, binnen zehn Jahre» m da« Heer eingestellt worden etwa 24 000 Man«. Dies« 24 000 Analphabeten fanden sich allein unter de« junge« Leute« vor, die zum Mtlitärdienst tauglich waren. Darau« läßt fich schließen, daß fich unter de» zum Militärdienst untaugliche» da» gleiche Verhältniß vorfindet. Wir wolle» aber in Anbetracht dessen, daß man heute die Befteiung vom MilUärdienst sehr eingeschränkt hat, die Zahl der A»> alphabete» unter den Dienstuntaugliche» nur halb so stark anschlage», auf etwa 12 000. Dan« hätte» wir schon 36 000 Man«. Run kommt da» weibliche Geschlecht. Sowohl die Stellung der Frauen üderhaupl, wie ihr Verhältniß zum heutige» UnterrichtSwese» bedingt, daß die Zahl der Analphabeten beim weibliche« Geschlecht größer ist, al» beim männlichen. De»halb nehme« wir an, daß, wenn die junge» Mädchen und Frauen auf ihre Schulbildung in de« letzten zehn Jahren geprüft worden wären, fich etwa 40- 44 000 Personen unter ihnen vorgefunden hätte», welche weder lese« »och schreiben könne«. Wen« ma» bei der Gesammtsumme die Abgänge durch Tod, Autwanderung tc. in Anrechnung bringt, so kann ma» annehme«, daß, wen» in de« letzten zehn Jahre» immer die Personen beiderlei Geschlecht« im Alter von zwanzig Jahren—»ach Jahrgänge» wie beim Militär— auf ihre Schulbildung geprüft worden wäre», ma« 70- bi» 80 000 Personen hätte vorfinde« müsse», die weder lese» noch schreibe» könne«. Aber da« ist noch lange nicht Alle«. Die frühere» Jahrgänge würde» weit mehr Analphabeten aufweise« und da wir auch beträchtlich« Kontingent« von Leute» haben, die ihre Schulbildung in de» dreißiger und vierziger Johre» hätte» empfange» solle«, so läßt sich wohl annthme«, daß die gegenwärtig in Deutschland lebende» Analphabeten je- de« Alter» und Geschlecht» fich in die Hunderttausende hm- «in erstrcke», ja daß vielleicht ihre Zahl Millionen er- reicht. Da« erklärt Manche« und ma» wird fich über viele Erschei» nungen nicht mehr wundern dürfe«, wen« ma« da« Alle« in Anrechnung bringt. Ma» steht, daß der LiberaliSmu« sin der Hebung de« Unterrichttwesen« nicht viel geleistet hat. I» welche Wüste von Unwissenheit aber würde» wir gerathe», wen» die Kon- fervative» und Ultramontane» Recht behielte», die behaupl te», unsere Jugend lern« schon zu viel! Und wie mag« früher ausgesehen habe», al« diese bd de» Richtnnge« völlig dominirten l überschreiten!" rief fie mit einer Energie, die keineswegs auf kranke Nerve» schließe» ließ. »Weshalb sollte er e« nicht könne«? Wir habe« in diesem Punkte ihm keine Vorschriften zu mache»—" „Ich begreife nicht, wie Du da« so ruhig sage» kannst," fuhr fie mit wachsender Gereiztheit fort.„Du müßtest Deine» Bruder daran erinner«, daß er seiner Familie ge- genüber Pflichte» zu erfüllen hat, und daß wir berechtigt find, seine« Dank für die Opfer, die wir ihm bringe«, zu beanspruch«». Deine Sorge sollte e« sei», ihn zur Ent- lassung der Haushälterin zu bewege», st« drängt fich zwischen ihn und seine Familie, ihr Strebe« geht allein dahin, da« Erbe zu erschleichen." Der Geheimrath hatte schon mehrmal« eine ungedul- dige Bewegung gemacht, al» ob er ihr Schweige« gebiete« wolle, er stampfte jetzt mit dem Fuß auf de» Bode«, aber der dicke Teppich ließ auch diese« Zeiche» sdne« Unwillen« nicht zur Geltung kommen. „Andere Sorgen liege«««» jetzt näher," sagte er,„auf Erbschaften soll ma» überhaupt keine Hoffnungen baue». Beschäftige« wir un« mit der Zukunft unserer Töchter! Ich werde über ihr Geschick erst dann beruhigt sei«, wen« fie gut verheiralhet sind, und die« letztere müßte bald geschehe», bevor e« ruchbar wird, daß eine glänzende Mitgift von un« serer Seite nicht zu erwarte» ist. Da kommt nun dieser Baron Werne, v. Bergau wie gerufen, er hat die Mädchen bereit« kenne» gelernt und Gefalle« an ihnen gefunden, Kon- stanze ist ihm nicht abgeneigt.«» kommt also nur darauf a«, ihn an unser Hau« zu fesseln, da« Uebrig« wird sich dann von selbst finde«. Ich habe mich dem Vater de» junge« Herr«'M Kasino genähert, er ist ei» angenehmer, lieben«- würdig« Man», und auf die B«bi»du»g mit dies« alten SamiUe dürfe» wir stol, sein." Dagegeu läßt fich nicht« einwende«, ab« ist d« junge Baron auch wirklich ew reich« Mann?" _£>b«« Zweifel, ich habe Erkundigungen eingezogen und volle Sich«helt«halte«. D« Banki« Ladenb«g sagte mir Baron Wern« v. B«ga« habe ihm einen«amhafte« SMafeSS« Volitische Zleberftcht. Da« Urtheil im Krerberarr Eoztaltfteuprozeß ist de«- wegen desondett devchien»werth, witl e« fich ctnztq darauf stüyt, daß die Angeklagten einer Verbindung anaei.ölt hätten zur Verb reitung de»„Sozialdemokrat'', daß hingegen eine allgemeine Verbindung der so statistischen Partei, welche im Sinne des Stratgesetzbuche»(§ 128) und de» Rerch«- gecichte« al« geheime Verbindung betrachtet werden müsse, nicht nachzuweisen sei. Die Richter kamen zu diesem Eigebniß, obwohl die Angeklagten eingeräumt halten, daß Ver» trauenkmänn« d« Partei«xistiren und bei Wahlen und bei Geldsammlunzen eine gewisse Thättgkett außüden. Außerdem hatte der Gerichtshof angenommen, daß innerhalb der Sozia- Itstenpartei eine Zentralleitung vorhanden sei, dir Beamte unterhält, einen Archivfond« einen Schristenfond«. einen «gitationifondt, einen Diätenfond« u. s. w. defipt. Ii diesen Organisationen aber erkannte gleichwohl da« Frei'erger Gericht ebenso wie da« Chemnitzer Gericht nicht da« Vorhandensein einer Verbindung im Sinne de»§ 128 de« Straf g setzbuche«. — Man mag stch zu dieser Entscheidung stellen, wie man will» jedenfalls gewährt ste der Regierung den großen Vortherl, daß die Kritik der„liberalen" Blatt« hierdurch wesentlich abgeschwächt worden ist. Bei einer anderen Entschei- dung hätten fich alle opposttionellen Parteien in ihrem eigenen Interesse bedroht gefühlt, de n auch an- der« Parteien haben ihre Vertrauensmänner, ihre Agitation Sfond« und ähnliche», und auch andere Parteien hätten daher im kritischen Moment ihre Prozesse wegen„geheimer Verbindung" haben können. Da» ist nun nicht mehr zu befürchten, und über die Nothlage der sozialisttschen Gegn« stch besonder« zu«eifern, fühlt in Folge dessen niemand gerade besonderen Drang. Eine Entrüftungidewegung, wie fie nach den Dtätenptozessen ausbrach, hat die Regierung also vietmal ficherlich nicht zu fürchten. Mit ein paar freistnnigen L-it- und BetleidSartikeln wird sehr bald die Sache für die bürgerliche Oppofilion adgethan sein. Nur die Ardetter find e«, welche die ganz« innere politische Bedeutung d« jüngsten Prozesse nicht oeraeffen, und welche ihre Meinung bei den nächsten Wahlen lund thun werden, da ste unter den heutigen Verhält« ntffen eine andere Belegenheit dazu nicht haben. Zur Krage de« Normalarbettttage» äußert stch die Aachen« Handelskammer in folgend« Weise:„Der ichon lange andauernde schlechte Geschäftsgang läßt am ehesten er- kennen, wie wenig die Einführung eine« allgemeinen verbind« lichen NoimalardeitStage« und and«« Besch änkungen möglich ist. Heut zu Tage würde man e« al« ein Glück preisen, wenn e« der Industrie und dem Handel Deutschland« möglich wäre, die Arbeit« allenthalben vollauf und reichlich zu beschäftigen. Man sollte darau» die Lehr« ziehen, daß tür die Folge der» artige unreife Anträge, die üb« die Grenzen d t Mög- lichen hinausgehen, am destm ganz unterbleiben."— Die„Unreife" ist hier durchaus nicht auf Seiten der Anträge. Die heutige Nothlage rührt doch in erster Linie von der allge« meinen Ueberproduktion h«, und die Ueberproduktton und da- Summe» deponirt habe», ich weiß ferner au» zuo«läifig« Quelle, daß««ine sehr große Wohnung gemieth« hat, die fürstlich eingerichtet wird, und Baron v. Raven, der so liebenswürdig war, mnne Bekanntschast mit ihm zu ver- mittel», sagte mir im Vertrauen, Herr v. B«gau habe fich sehr angelegentlich»ach unstte« Mädchen«kundigt. So weit find die Dinge also schon gediehe», e« bleibt un« jetzt nur noch übrig, ihm die Bah« zu ebne», und da« mußt Du übernehmen. Ich bi» selten zu Hause, also mußt Du seine Besuche empfange« und ihm den Aufenthalt in unserem Hause angenehm mache»—" .Welche Aufgabe für eine nervenschwach« Frau I' seufzt« die Geheimräthi«.„Ich werde nie wieder genese«, diese stete« Aufregungen—' „Set verständig, Melanie; von Auftegunge» kann da keine Rede sein, und da» geringe Opfer, da» Du bringst, soll ja da« Glück Deinet Kinde« begründen. Die Hrtze in diesem Zimmer ist wieder unerträglich, in solcher Temperatur muß ei» Gesunder krank werden, aber Du willst ja keine« Rath annehme», wen» er auch»och so gut gemeint ist." „In dieser Beziehung—«ei» I Ich muß mein eigener Arzt sei«, ich weiß selbst am beste», wa« mir fehlt. Wen» ich nicht bald«ach Italien komme—" „Die Erfüllung diese« Wunsche« liegt»o* in sehr weiter Ferne," unterbrach er sie ungeduldig,„ich kann Dir da» Geld für die Reise und eine« mehrmonatlichen Aufent- halt in Italien nicht verschaffen." .So weit find wir schon gekommen?" fragt« fie vor- wurftvoll. „Ich kann'S nicht leugne»!" „Alle«, wa« ich in die Ehe mitgebracht Hab«, ist hin?" „Leider, Melanie!" „Dann kann ich Dir de» herben Vorwurf nicht erspare», daß Du et» schlechter Verwalter gewesen bist. Hätte ich da« nur ahne« können I Ich würde mein Vermöge» sicher gestellt und selbst verwaltet habe»—" „Du bedenkst wohl nicht, wie schwer der Vor- wurf wiegt, de» Du mir damit machst?" fiel er ihr ü» die Rede.„Wer trägt den« die Hauptschuld an der Ver- schwendung, die unsere finanzielle« Verhältnisse zerrüttet hat? mit der Nothstand wird wesentlich mit verstärkt durch die maß- lose Butnutzung der Arbeitskraft. Ali ein Glück hat man ei also stanz und gar nickst zu preisen, wenn die Arbeitszeit un- beschränkt ist, stanz abgesehen von den segensreichen Folgen auf geistigem und fittlichem Gebiete, welche ein NormalardeitS- tag im Einne deS sozialistischen Entwurfes für die aesammte Ardetterwelt haben würde. In Englanv plädiren deshalb— trotz deS schlechtesten Geschäftsganges— nicht einmal die Aonseroatioen für die Einschränkung der Fabrikgesetzgebung. (S. England.) � VotkbwttthschastSrath und Sewerbekammer«. Der Volktwirthichafttrath ist, nachdem er nicht« wie Enttäuschungen gebracht, etw-S in Mißkredit gekommen, e» ist aber versucht wor- den, durch kleine„VolkSwirthschastSräihe", sogenannte Gewerbe- kammein, für jeden Regterungsdestrk ein ähnliches Resultat zu erzielen. Sie werden wohl, soweit man biS jetzt erkennen kann, eben so unschädlich sein wie die großen. Da die Parlamente fich nicht willig gezeigt haben, für solche Zwecke Mittel zu be- willigen, lo sollen fie von den Provinzen olimentirt werdrn. Einzelne Provinzen haben Mittel dazu bewilligt, meist nur auf wenig« Fahre zur Probe; andere Provinzen nicht. Fn der Provinz Hannover sind jüngst die Gewerbekammrm der Bezirke Hannover und Lüneburg zusammengetreten, und, wie der„Weser-Ztg." aui Hannover geschrieben wird, haben die Mitglieder wenigster� zum großen Theil nicht den Eindruck gehabt, alS od ihnen eine erhebliche Wirksomkett beschieden sein werde. Sie haben fich auf Formalien deschränkt, und die de» willigten Mittel ermöglichen jährlich nm die Adhaltung von 2 biS 3 Sitzungen von zweitägiger Dauer. Die neum Kam- mern bestehen aus Vertretern der Landwirthfchaft, deS Handels, der Industrie, der Schifffohrt und de» Handwerk«. Die erstercn drei Gruppen erfreuen fich ohnehin energischer Ver> tretung ihrer speziellen Interessen, und 2 oder 3 Vertreter jeder der anderen Gruppen werden, selbst wenn ste unter einander ewig find, ihre Wünsche nicht zum Beschluß erhoben sehen, wenn ste den Wünschen der anderen Gruppen widersprechen. So werden diese kleinen VolkSwirthschastSräihe stch wohl auf die Bedutachtuna von ihnen vorgelegten Fragen beschränken wüsten— w Fallen, wo die Regierung für ihre Entscheidung schewbare Deckung wünscht. Die Einigkeit de» Zentrum« hat neuerdtngS, seit der bayerischen Krist« und sertdem die Berliner„Germania" stch mit mehreren bayerischen Blättern überwarf, einen dederklichen Riß erhallen. Unter diesen Umständen wird eine Rede Windt- horst'S in Köln viel brachtet, die sonst kaum erwähnt woiden wäre. Abgeordneter Windthrnst sprach bei einem kirchlichen Fest in Anwesenheit de« ErzdischofS von Köln und deS Bischof« von Trier mit besonderer Betonung den Wunsch au«, d-ß fich die Gelödniffe eine« Vorredner« von der Einigkeit, welche die Wählerschaft und ihre Vertreter beseelt, erfüllen möchten.„3n der großen Einigkett der katholischen Bevölkerung, in dem ein. müthigen Zusammengehen des Zentrum« mit der Wählerschaft, die hinter ihm steht, in diesem festen Zusammenschluß liegt unsere aanze Krast und Hoffnung." W« vermögen nicht zu beurtheilen, od e» Windthorst'S Bemühungen geling, n wird, die auSgebrochenen Differenzen auszugleichen. Ardeiter und Geistlichkeit. Die Kanalbauarbeiter für dm Nordostseetanal in SchleSwig-Holstew deschästtgtm schon jetzt dir dorttgm Synoden. So hat die Hüttener Propstet- synode eine Kommission niedergesetzt, welche unter anderem bei den Behörden petttionirm soll um:») ausschließliche Kon- zesfionirung durchaus moralisch zuverlässtger Barackenwirihe; 8 möglichste Berückfichtigung der PrivatbemÜhungen, ewige aracken nach Art der Herdergm zur Hcimath einzurichten; o) thunlichste Förderung der zum Zwecke der stttlich-reitgiösen Fürsorge zu unternehmmdm Arbeit; ck) strengste Fnnehaltung der d'stihenden Sabbathordnung seitmS der Bauunternehmer und Wirthe.— Etwa» mehr Fürsorge um da« materielle Wohl würde den Arbeitern lieber sein. Sie würdm stch dann schon ohne christliche varackenwinhe und ohne Herdergm zur Hetmalh durch diese« irdische Fammerchal hindurchzuschlogm m Teufel in die Hände zu fallm. wisten. ohne dem._. Kovduttenltften für Lehrer. DaS„Dtsch. Reichtbl." macht darauf aufmerksam, daß die von ewigen Regierungen in dm Volktschulm neuerding« ewgesührtm Personal-Nottz- blätter in den höherm Schulen seit etwa zehn Jahren be- stehen. Haussuchungen. In Rumburg haben in vergangener Woche HauSsuchungm nach sozialistischen Druck-chriften staltge. fundtn. Od die polizeilichen Maßregeln von Erfolg warm, ist Nicht mll Gcwißh'it festzustellen. verbotene Versammlung. Di« öffmtliche Versamm» lung, welche für Mittwoch Abend w Nürnberg anberaumt war und in der Herr ReichStagSabgeordneter Singer über„unsere nationale WtrtdschaftSpolttik und Ardeitergeietzgedung" sprechen sollte, ist auf Grund de« Sozialistengesetze« verboten worden. Dänemark. Erst jetzt wird bekannt, daß die Entlastung de« dänischen Foltethingpräsidenten Berg au« dem Gefäng- niste außer dem B-grüßungSfefte in Marimlyst ewe gai.zr Reihe anderer Feste-u Ehren Berg'« im Gefolge gehabt hat. Wer verlangte diese kofibare Einrichtung, da» zahlreiche Dienstpersonal, die Equipage und alle die andere« Bedürfnisse, die ich für meine Person ohne Bedauern ent- behren kann? Soll ich Dir die Rechnungm vorlegen, die mir für Dewe Garderobe in« Hau« geschickt wurden?" .Wie unzart, mir da» alle« jetzt vorzuwerfm I" „Ich würde e« nicht getha« haben, hättest Du mir «icht jenm Vorwurf gemacht. Bester wäre e# freilich gewesen, wm» ich mich geweigert hätte, Deine Wünsche zu erfüll en,«ch war zu schwach, aber da« läßt fich nicht mehr ungeschehen machen, und ich hoffe, Melanie, Du wirst mich jetzt in meine« Bestrebungen unterstützt«. Sind die Kinder versorgt, dann könne« wir un» einschränke», mein Gehalt fichert un« beidm immer ein« standesgemäße Existenz, und die Abschaffung alle« überflüssigen läßt fich alSdaaa mit der einfachm Erklärung rechtfertigm, wir sehnte« un««ach Ruhe." Di« Geheimräthi« schien da« alle««icht gehört zu haben, sie lag mll geschloffmen Augen in den Kiffen und öffnete sie auch dann nicht, al« der Diener eintrat, der dem alle» Herr« zwei Karte« überreichte. „Wo sind die Herrm? fragte der Teheunrath. ,Zm blauen Salon." „Benachrichtige« Sie meine Töchter. .Die gnädigen Fräulem habe« bereit« die Herre» rm Salon empfange»." „E« ist gut,»ir werden sogleich erscheinen." Seufzend erhob fich die Geheimräthi«, ste legte ihre Hand in dm Arm ihre« Gattm und durchschritt an seiner Seite die elegante« Räume, die zwischm ihrem Boudoir «nd dem blaum Salon lagen. Konstanze und Verena hattm mll dm berdm Herrm bereit« eine eifrige Unterhaltung angeknüpst. Baron von sas##« Geheimräthi», die ihr Leidm vergeffm ,u habe« schtm Und auch Werner g.fi-l ihr. er war ihr gegmüder so herzlich theilnehmmd, so aufmerksam und»ar> fühlend, daß ste schon bei dieser erste» Begegnung der Versuchung, ihm Dem Feste der Kopmhagener ist ein viel aroßartigere« in Jüt- land am 1. August gefolgt. Der„Voff. Zig." wird darüber geschrieben: Roch nie hat eine festliche Veranstallung in Däne- mark so viele Theilnehmer gehabt, wie da« in der Nähe von Kolvwg zu Eh>m de« Folleihingprästmdmtm Berg von dm Wählern de« zweiten Weileschen Wahlkreises veranstaltete BegrüßungSfest. Die ganze Anzahl der Festtheilnehmer wird auf 40» bis 50000 geschätzt. Noch am Tige zuvor hatte der dortige konseroattoe Verein die größten Anstrenaungen ge- macht, da« Fest zu verhindern, ewe Deputation yatte sogar ein Audimz bei dem Justizminißer Nellemann, um ein otstiielleS Verbot zu erwirkm, aber dieser wollte die Folgm eine« solchen Verbote« nicht auf fich nehmen. Die verhaßten Estlup'jchm Gendarmen waren vorstchtiger Weise au« Ver ganzen Gegend zurückgezogen, dafür war aber die Garnison in Fridericia konstgntrt, und jeder Infanterist hatte 50 scharfe Patronen erhallen. Diese VorstchtSmaßregel erwie« stch natür- lich al« völlig üderflüsstg, denn daS Fest verlief ohne jede Stö.ung. OesterreichUngar»u Der leidige Zollkrieg zwischen Oesterreich-Ungatn und Rumänien dauert nicht nur foit, sondern verschärft stch, und da« Ende deffelbm schewt w unabsehbarer Feme zu liegm, obwohl eingestanvmermaßen beide Thelle unter der gegen- seitigen Handelssperre leidm. In Budapest beharrt man gern aui dem Bruch, welchen man von Ansang an gewollt. In Wim nimmt man ungern die schroffe Haltung an. um fich dem kleinen Staat gegenüber nicht« zu vergedm. In Bukarest de- steht nicht die geringste Neigung zu irgmd welchem Entgegen- kommm, und diese Stimmung geht durch ganz Rumäntm. Die beiden»lchtigstm Errungenschaften de« letzten Jahrzehnt«, schrieb kürzlich die„Vointa Nationala", sind die Befreiung Rumänien« vom polllischm und wirthichastlichm Joch; letztere bewirft durch die Kündigung de« Handelsvertrages mll Oester- reich Ungarn. Bei solchen Stimmungen ist an die Beilegung de« Zollkriege« vorerst leider nicht zu denken. R« st l a u d. Während Oesterreich stch mit Rumänien, wenigsten« wirth- schastlich verfeindet, setzt Rußland trotz aller Ungunst der Verhältnisse seine Bemühungen fort, in engeren Güter- au« tausch mit den Balkanstaaten, insbesondere mit den Ländern der unteren Donau, zu treten. Mit einer ansehnlichen StaatSunterstützung unterhält die rusfische Sch warzemeer- Don au DampsschtstsahttS Gesellschaft den Verkehr zwischen Odeffa und dm rumänisch- bulgarischen Donauplätzm vi« Ststowo, und mit ihrer Hilfe finden russtscher Spiritu«, Zucker und Lederwaaren daselbst beträchtlichen Absatz. Bereits hat der österreichische Handel in Rumänim und Bulgarien dm russisch«» MUbewerb empfindlich zu verspüren. Der„Schief. Ztg." wird nun berichtet, daß die rusfische DampfschiffsahrtS- Gesellschaft ihre Fahrten biS nach Belgrad auSdehnm und so Serbien in unmittelbare wirthschastliche Beziehungen mit Rußland bringen wolle. Behuf« weiterer Hebung de« Verkehr« mll dm BalkanlSndem hat kürzlich die rusfische„Gesellschaft zur Förderung von Handel und Industrie" in St. Petersburg der Regierung folgend« Maßregeln empiohlm: I) D:r deß- arabische Hafen Reni an der Donau soll zum Freihafen erilärt werden. 2) Sämmtliche Eismbahntarife für Waarm nach dm Balkanländern sollm heradgesktzt werden. 3) Für alle solche Waaren ist der Zoll der Rohstoffe zurückzuerstatten. 4) Für dtcjmtgen Waaren, welche den MUbewerb der anderm Länder nicht bestehen können, ist eine Ausfuhrprämie zu dewilliam. Bei der wohlwollmdm und politisch klugen Haltung, welche die rusfische Regierung bisher diesem airthschaftlichen Drange zur Balkan haibrnsel gegenüber bekundet hat, ist e« nicht auS- geschloffm, daß einige der erwähntm weitgehenden Fordrrungm verwirklicht werden. Belgien. Sämmtliche belgische Journale dringen spallmlanae Be- richte der w allen T heilen de« Lande« fungirmdm Kom- mtss tonen, welche mll der Untersuchung der Lage der Ardeiter detiaut find. Die Sprache der Rrdeller ist, nach der Wiener„N. Fr. Pr.", auffallend fest und ernst; ihr« Be- schwerden find klar und faßlich formulirt und von so genauen» giößtenthell« unbestrellbarm Z ffrrn und Detailangaden unter- stütz', daß häufig der Vorfitzende und die Mitglieder der de treffenden Kommisfion zugestehen müffm, daß sltwere, kaum zu verantwortende Uedelftändr vorliegen. Sämmtliche Arbeiter» deleatrte rellamirm da« allgemeine Stimmrecht. Wie die R.gieiung und die Kammern jenen dergestalt offiziell ton« stattrtm M Suchen der Ardeftgeder und nammtlich der in- dustriellen Gesellschaften entgegentreten können, davon hat Niemand die geringste Ahnung. Der Charatter der SitzungS« berichte der genannten Kommission hat proße Aehnlichkell mll dem Beschwerdehefte de« Mittelstände«(titzra-SUt) vor der großen französtschm Revolution. Unter dm Aussagen, die vor der„Cornwiapion du tray&il" gemacht w rden, verdsmm einzelne eint besondere Beachtung. Von Interesse ist nammtlich die Aussage ewe« Herrn vertiaux. der im Namen der Etsendahnangec de« Anfang und Verlauf ihrer Krankheit zu schildern, nicht widerstehe« konnte. Der Geheimrath lächelte beftiedigt; wer seiner Frau so große Aufmerksamkeft bewie«, wie Baron Berga» e« that, wer ste so sehr bemitleidete, und ihre» Klage» zustimmte, der hatte ihre Gunst im Fluge gewonnen. „Wie ich höre, haben Sie bereit» eine Wohnung hin gemiethet." wandte er fich zu Werner, nachdem die Geheim- räthw ihre Leidensgeschichte beendet hatte,„Sie gedenke» also nun für imwn hier zu bleibe»?* „Gewiß," erwiderte Werner, während sei« forschendn Blick verstohlen die jungen Damm streifte,„ich Hab« diese Wohnung nur vorläufig und auf kurze Zeit gemiethet, da ich»och nicht mll mir ewig bin, ob ich nicht dazu übergehm werbe, ein Gut zu kaufen." „Sie wollen GutSbefitzn werde*?" fragte Konstaize die an diefn Absicht keinm Gefalle» zu findm schien' .Wm» ich an da« emsame Lebm denke, da« Ihre Ver- wandtm auf Erlmbach führm, da,» wttß ich doch nicht ob ich ei» er solchm Existmz Geschmack abgewinnen könnt» l" „Auch diese Exche«, hat ihre Reize," schnzte Baro« Ravm.„Denke» Sie fich al« Schäferin unter schattiam Linden am wurmelndm Bach. Sie laufchm dem schmel- zmdm Gesaug Philomele«, und anmmhig blökm dam die mit Blumm und bunte« Bändn» geschmückten EAafi k" W ,Zedmfall« ist rt ewe solide Exstz,, «S'Ä ÄTÄÄ stellten folgendes deponirte: DaS Lohnsystem, die Uni» ftützungSkaffe und daS BetleidungSwesm find so organifirt. M der Ardeiter wahrhast ausgedeutet wird. Die Unt» stütz ungSkaffe wird mit Autschluß der Arbeiter wirooWi: au» derselben werden>. B. an Setzte Honorare bezahlt.>» für einzelne 7- und 8000 Fr. jährlich betragen. Alle Za? wurdm dem Arbeit«minister Bandenpeereboom die Mißbi iu« fignalifiri, aber die Art und Weise, wie er die Klagen nahm, zeigen, daß er da« Land nur täuscht und foppt.% Lohn der Bahnwärter beträgt Fr. 1,80—2,40 täglich* 12— ISstündiger Arbeit; die Bahnwärlerinnen verviene«? Zmtime« bei 12— Ikstündig« Arbeit. All« Aerzte erllären W Bahnwärterhäuschen für ungesund und unbewohnbar. In � Straße Villa Hermosa arbellen die Leute in Kellern, im AoG bahnhof auf Speichern. Ein Arzt in Lüttich hat stch gewetzm,------.... wetter Bericht zu erstatten, da man sewe Reklamationen ri»«mservolive beachtete. 3« giebt Bahnwärtertnnen der Grand-Zertralbsb«,«gen tsix; die nur 25 Zmtime« verdienen; nur wenn ihr Mann>nchvereine Dienst getödttt wurde, erhalten ste 1 Fr. per Tag. Die 3'# winen. Wärter find 15-18V» Stunden täglich im Dimst. Sie W*j Der s betont m Amor K-y für l jwtarenti ScschS! 101% pj D «ommisffm Ruhepausen nur in den Städten, wo die Züge larg« ge"*! �imensione anhalten; ste ruhen dann im Wartesaal oder w einem Wage* jwtdo Ost ist i�nen au i diese kurze Ruhe nicht möglich. Zu-onlo � gemeldet werden auf«iederho-te Reklamationm ewige Reformen eiv� gfwenzen führt, aber dann sogen un« die Beamten immer:„Rella» nicht wieder, denn die Amderungen, die man einfübrt, löm» Eure Lage nur verschlimmern!" Da« gegenwär.ige der Einsammlung der Billette ist so mangelhaft, daß(« J* Schaffnern unmöglich ist, Alle« zu kontroliren, we«wegen häufig Geldbußen auferlegt wervm. Die oftflandrische C'F bahngisellschaft hat Angestellte, die 4- biS 500 Fr. verdiei� Für da« geringste Versehen werden Bußen von 5 biS 20 dittftt. und der Betrag dieser Bußen vergröt«" die Dividenden der Aktionäre. S» giebt Mon» wo die Bußm mehr al« 500 Fr. eindringen. Zur Beschleuß mg de» Depeschmdtmste« dezahlt der Staat jählliib W mmte Summe als Prämie für die Angestelltm der Preitfi N-m war Uen war �ige Zrft c"Oleen. um ni schaft. Die Summe wird ihnen jedoch ausbezahlt; dagegen müffm ste Bußm bezahlm, weiß%, Dienste etwa» fehlt. Staat und Gesellschastm wtrkm zusammen, um die Mißdräuche zu verallgemewem, sta#, abzuschaffen. Bei der Gesellschaft der Tramwayi ist bie-�l die nämliche. Herr Bertiaux wird diese Angaben schriftlich? Kommisfion unterbreiten und zu jedem Puntte die entsprecht« den Belege liefem.— In Ver That scheußliche Zustände I l-Htamll K Kraukressch. Die Verhandlungen zwischen Franlreich und Italien dm Schiffahrt»vertrag sollm bereit« zum Ziele haben. Die Gegenseitig ieit wird auf Kabolage mll schiffen ausgedehnt, aber die Küsten der Inseln werden auSgeschivffm. Die Jesuitm suchen ihre Zöglinge jetzt mll V die Armee einzuschmuggeln.„Unter Napoleon« in. R hielten e» LegUimrstm wie Republikaner für eine Eh ihre Söhne von der LsfizitrSlaufbahn fernzuhaltm," g« j ein Pariser Korrespondent de»„B. B. C."„Heute §erade die regierungsfeindlichen Parteien, dt«? iachwuchi in die militärische Karriere drängen. Jnldest? haben die Jesuitm eS fich zur Aufgabe gestellt,' eine tf" große Zahl ihrer Zöglwge WS Heer der Republik zuschieben. Freilich wiffen die Jesuiten, diese der Jugmdbtldnn ver Aristokratie und de« reichen Bürg« wtt dewundernSwerther Schlauhell zu opertren, um sullate zu erzietm. Bei der soeben beendeten Sgv && j W Prüfung für die KriegSjchule von Sawt�Cyr halten weniger at» 150 von thnm vorgebildete Gynnnffai-Abst präsentirt. Saint Cyr darf alljährlich nur 400 neue£' Aspiranien ausnehmen, und um diese 400 Stellen% die Elite sämmllicher mit dem Retfezeugniß entlasse«�!, Primaner. Die Jesuitm, wie gesagt, erschien« t*?* 150 Zöglingm ihrer Anstalten, und von diesen lnur«n oder�üdel 130 ihiet�geiaP zu au«ge,eichnetm zur Einstellung w Sawt>Cyc zugelaffm wer dm- kommen? Sehr ewfach. Die Jesuiten hattm bemeru,, Laufe der letzlm Monate verschiedene Lücher über Jsg"" en 12! alt» gtia • Deutsch 293 im! derlande, Politik und KolonisattonSmethoden auf Veranlaffung gierung»er öffentlich tv luden, ste schloffen daraut, va* � merksamkett der Minister wesenllich Viesen Fragm»uz sei, und ste formten ihren Lehrplan für die Aspiianlen � Saint Cyr wesentlich unter diesem Gcstchtßpunfte richtig I Da« Thema für dm nationalökonomischen lautete: U der Kotontalpolitik mll besonderer Berück der neum Erwerbungen Frankreich«." G r o h b r i t a»» i- au«€ „Wu je 80C %%%, 12 M � ta« schc nen. retne Hauier de« englischen Parlaments tratm»u"» fC�i*„ Rachmittag 2 Uhr zu ihrer ersten Sitzung zusammr"-. Oderbause wurden die neu eingetretenen Pair« vereidig f veftiu Unterhaus nahm die Wadl de«" Sprechers"var. Auf be» trag Birckdeck», welchen Gladstone unterstützte, autM und zwar einstimmig, gewähll. Derselbe nahm die Tran«! die Geheimräthi» ließ«# dabei bewende», Werner dige Wiederholung seine« Besuche« zu bitte», und schloß fich dieser Bttte an. � »Zch darf wohl erwarte», daß Sie mit de« � diese« Besucht« zufrieden st ad," sagt« Baron* sie da» Hau« verlaffm hatte».„Die Hobe ich feiten so Heller gesehen, st« scheint an- wllen zu finden, und wer die Mutter gewönne» 9 darf gettoft bei der Tochter ankiopfe»." „Zn dem Haus« macht allerdwg« alle« de» gediegenen Reichthuw«." erwiderte Werner,„aber w" nicht Echem sein s Kennm Sie die Berhältniss« MI miliefso geeau, daß Sie mll voller Sicherheit Su«t»»st gebe« könnm?" t Vftf*« .Mit voller Eicherhell,' nickte der Baron. henmath hat von seinem Vater ein große« Vermox erbt, und die Eltern semer Frau warm ebmfall«, ÄJ. hw e* lienü oft e.» glänzende« Fest gege geschieht jetzt nicht mehr, da« Nervmleidm Frau verdietet««" «.< ".U« ipjin Oba, bu Mädche.-»« »3 Refermdar kann da« vermMel»,'4° � Rentn««.cht bekannt." tÄ? rann darf man kein« große» Hoffaungm M Baro» Ravm zuckte mll dm Achsel». ßjj' � i-ch CÄ Ä JÄft* I dm alten Herrn mit semer Familie aufttnonb« 1 � j Da ist vor allm Anderm die Hauthälterm, B i' und»och etwa» dazu habe» möchte—"»««d«' „Aber etwa« Wahre« muß doch an die Uitto nifirt. ml >ie UM jxirpolut;! A: lagen cw< svvt. D« ®»b betonte die Wichtig teit der Auftechterhaltung der Würde Autorität de« Präfidium« de« Hauses; die beste Bürg» Aast für die Redefreiheit und für die persönliche Freiheit der Partamenttdeputirten sei der Gehorsam gegen die Regeln und d» Geschäft« oidtm�g de, Hause«. Hu« dem Schlußdericht der Kommission welch« tUr Untersuchung der Handel«stockuna«in» »elitzt war, ist noch folgende« werth, hervorgehoben zu ui Die Kommission ist nicht der«nficht, daß die Ein» agfich* wischung der staatlichen Autoritäten in die Arbeiter Angelegen- tOKN« w W.m.alfo die Fabrilgesetzgebung, den britischen Handel ge« rlläretz Aadigt habe und fit nrpskhit nicht eine Vermedrung der �aaittstunden oder eine Verminderung der Löhne. Der Un Xow ilommisstonibericht ist ferner sehr günstig für die Trade« Union« gerorfflw Os.'wntvereine) de« Lande«. So mtdetlen in England stock- i°nen M tonservative schutzMnerische Politiler. Welch ein Abstand entrabM«gen bk deutschen Schutzzöllner, welche Fabrilgesetzgebung und |™w«inr nicht genug al, Ursache alle« Uedel« deuunziren � � Prei»f°ll de« Silber« nimmt ungeahnt« rrgf 8� �wenstomeT; an. Noch am letzten Freitag notirte Silber in no 8fii,Ji« Pence per Unze, und jetzt wird der Prei« von Su»**! �gemeldet. Da« ist ein Rückgang von V/t Prozent. Solche w" mn,,en ergaben sich sonst kaum innerhalb eine« Jahre«. „Rellin«tn Preitsturz von solcher Vehemenz«vir in den letzten Mo rt, löm» a.en war auf dem Silbermarkte noch nie da. In den letzten ige CjfJ Mm war in London da« Angebot drängend, und durch das! et r»' Mg« Zeit war überhaupt lein Käufer zu finden und lein Prei« W" W* Ffusten. Seit Anfang dies.« Jahre, ist der Prei« de» Sil- ische um nicht weniger al, 10 Prozent gefallen. verdien»! Die mglische Polizei soll benachrichligt»ordm sein, daß »«..�fsben und russischen Dunamitarden mtt bis 20 ' ml.et � �" WWW lUI|l|C9Cn_ gröt«'> �" in Verbingung getreten find. E« seien dethald eng �D-tettiv. nach mehreren Pun- dt I.. veschl«-!» vxi och«'J 1«. n*—•wwvn, uu« uu* i/iupiujvv»uumive-wvu< vii« i« yvi»ww MnamÜ a-d!t"' � oon 0014 Zutreffenden Schiffe nach entspr'»'! stände! zu durchsuchen. a w Amerika« Witt m?. Dereinigten Staaten besteht schon lange eine leb« ztali«# giele■ mit rven .... Agitation gegen die Zulaffung von Land. In*'1.? feiten« fremder, besonder« eng- litt. I Kavitalisten. Da« Repräsmtantenhau« hat �°uch mit 209 gegen 6 Stimmen eine Bill angenommeir, """ er Nichtbürger und Au«land«r auf Grund- sucht. Der Inhalt de« Besetze« ist, daß titttiSi't beT nicht in den Vereinigten Staaten wohnt oder ikw oder Autländer, ebenso leine in den Ver- ÜWen Staaten wohnhast« M" ui Wn», W»erden, ebenso leine Korporation oder Verein Norlieb?' k Tr"'*" oder Brundbesttzrechte»um»ehnten Theil im Be �.**.1 h* v jp f w f*__ i__ r____ am � f � ! k i?a Unter der Kontrole von Nichtbürgern oder Ausländern . jwojJl| � i„ cd»___ ca w____ l tTi. ü- u.a*.4U«.r»s««-« »KkSKMWKZ 'k�er inne haben dürfen. Doch sollen die Bestimmungen «ick nickt auf Gru"'"' Hon»CT fich nicht auf Grundeigenthum beziehen, welche« Sn.M«der Betrieb einer E.sendahn nothwendia ist. Der Unh l9b) fich in dieser Sesfion nicht mit der Bill beschästigen «tioMtrscheinlick überhaupt nicht. Man glaubt, daß die be» '"Wnb Diajoiität, mit»elcher»ie Bill angenommen wurde, .""-- MMW er und der Jugead sind die toW** ichirten." 3r btt alt«'Herr ist w diesem Punkt« styr zay«. !:::"• V.?™? w'Sl"'ifriTra Sinn« mf»»d � st.-.- Theres � Vi,* Um v---— Kind hat schon viel Trübe« und Schwere« ß�'hr A?�'te Raven.„Gleichen war noch«in Kind, Mpde» sichte»!! �mordet wurde; ich weiß nicht, ob Si« die ' 4> ,�a tennen_* rs � »st � ��"«n unangenehm, daß ich diest« Thema be» f die W" i et � se B** epta"''"4>°u, nno vag man»mp ,««"» ,&*'** sei»1 same« einheitliche« Maß und Gewicht, sowie eine gemeinsame Silber« und Goldmünze eingeführt, ein internationale« Schied« pericht zur Schlich!unz der Streitig'eiten amerikanischer E aaten unter einander errichtet und überhaupt Maßregeln, weiche die gemetnschastliche Wohlfahrt amerikanischer Staaten befördern, eingeführt«erden sollen." Wa« würde gegen diese Rirsenunion die Gründung einer mitteleuropäischen Zollunion besagen?_ Gerichts-Zeiwng. Mißhandlung eine« Lehrling«. Wien, 3. August. Der oieiKbr jibrig« Leh? junge RowaNckek wurde am 30. Juni auf der Türlenschanz« wegen„UnterstandSlofigkett und L-br, entw-ichung" anaehalten. Auf Befragen er»ählte Nowalscheck, daß er Tag« vorher von seinem Lehrherm, dem Btndermeister Anton Bretschneider in Dödling, durch Echläge mittelst eine« Holzstücke« auf den Rücken und die Sckultern mißbandett worden sei und dejhald zu demselben nicht mehr zurückkehren wolle. Der Lehrjunge wurde sodann ärztlich untersucht, gegen Bretschnelder jedoch die Anklage wegen körperlicher Beschädi- gung erhoben. Vor dem Bezirksgerichte Währing verantwortete sich letzterer dahin, daß Nowatschel fich ein»« Abend« heimlich au« ver Werkstätte entferut habe und erst in den Morgen- stunden zurückgekehrt sei. Er habe ihn keineswegs so empfind- lich gezüchtigt, und e« sei möglich, daß er fich die Verletzungen in einem Raufhandel zugezogen habe. Dem gegenüber fügt noch der Lehrling hinzu daß ihn Bretschneider damal« von einem Wagen herunterstoßen wollte. Der Richter Dr. Jantstpn hält dem Angeklagten die Rohhett seine« Benehmen« vor und verurtheitt ihn zu einer Geldstrafe in der Höhe von zehn Gulden. Soziale» und Arbeiterbewegung- � Der Jndtfferentttmu� der junge««aufleute gegen politische und wirthschafiliche Fragen zeigte fich neulich wiederum darin, daß der beinahe 2000 Mitglieder zählende„Kauf» männische Hils«v«etn" nickt vertreten war in der jüngsten Versammlung der„Freien Organisation", zu der sonst sämmt- liche hiesige Vereine, und auch ein Vertreter der städtischen Gewerbevevutation erschienen waren. Da« hier in Rede stehende Vmkommniß, bemerkt„Der Handlung« Gehilfe" richtig, biete einen wetteren Beleg dafür, daß jener gren,enlose Jndifferentismu« der jungen Kaufleute nicht nur dem einzelnen zum Schaden gereicht, sonvern geradezu auch die Gesammtheit derselben im höchsten Grad« zu benachtheiligen geeignet ist. Rur diese traurige Jnterefselostgkeit selbst der Mitglieder eine« großen kaufmännischen Verein« habe e« in diesem Falle wög- lich gemacht, daß der Vorstand jene« Verein«, ohne auch nur seine Mitglieder zu hören, in einer hochwichtigen öffentlichen Angelegenheit der BerufSgenoffen ein Votum abgegeben hat, da« nicht nur für die Vereinsmitglieder, sondern wegen de« Einflufir« de« ,�tlf«oerein«", auch für die gesammte deutsche Handlung«gehilfenschaft von großer verbängnißschwerer Tragwett« weiden kann. Warum, so frägt da« genannte Fachblatt, warum war jener Verein nicht erschienen? Warum s so werde man erstaunt ollgemein fragen. Und e« erlheilt darauf die kurze, bündige Antwort: „Well e« den Henen vom Vorstände au« irgend welchem hier nicht näher zu untersuchenden Grunde einfach nicht paßte." Ja, vielleicht sei der detreffend« Beschluß von dem Herrn Verein«. Voc fitzenden ganz allein gefaßt worden. Ran habe e« wohl detzhalh nicht für nöthtg g halten, die Mitglieder, um fie zu befragen, zusammenzurufen, weil man wußte, daß fie doch keine Beschwerde wegen dieser Umgehung führm würden. Darin liege der Kernpunkt. Daran trage aber da« indifferente Verhalten der Vereinßmitglieder die Hauptschuld, da da« frag liche üdergreifende und eigenmächtige Benehtnen_de« Vorstande« ohne diese Bletchgtlttgkeit und Indolenz der Mitglieder nicht denkbar sein würde. Nur dt« Hehllfen selbst, nur da« Gr.« ''**»«#» W» WM» v» IV W I- V"[ V 1 1|V» V I«, l»Ui VUV V5/* x> der Mirale c«r treffe für derlei Unterlaffuagssünden die .. Deehald müffe— und kost« e», wa« e« kosten möge— die Vorstand«- Willkür aufhören, welche in allen kaufmännischen Vereinen ojne Unterschied herrsche. Höchst«, heiligste Pflicht aller Mitglieder kaufmännischer Ver- eine sei«I den Jndifferentt«muS zu brechen, i der Interesselosigkeit ein Ziel zu setzen. Seien erst der JndiffermtiSmu« und die VorstandS-Willkür besettigt, letzterer einzig und allein nur durch da« Aufhören de« erfteren, dann und nur dann erst werden die taufmanni- schen Vereine ihren Zweck wirklich erfüllen, nur dann werde die Lage der Handlunglgehilfen eine durchgreifende, der Rede werthe Befferung erfahren. Kraukeukasse« und»erzteveretue. Der Staatssekretär im Reichßamt de« Innern, vtaattminister v. vötttcher, hat fich in der letzten Reich«tag«sesfion lebhaft gegen gewiffe Ver- eindaiungen von Aerzten erklärt, unter einem gewiffen Mindest« betrage an Honorar keine Stellung al« Arzr einer Krankenkasse oder Berufsgenosiengeschast für die Unfallversicherung zu über- nehmen. Daraufhin hat der Veretn«dund deutscher«erzte, ®0««," sagte Werner ungeduldig, mit einem Versuche zu lächeln,„wir könne» also da« Thema falle» lasse»." Sie waren vor dem„Cafö Schiller" angekommen und traten hinei», Baron Raven schritt durch de» große» Saal in ein kleine« Seite» kabinet, da« durch schwere Portiere» von de» übrige» Räume» getrennt war. Mit rothem Samt überzogene Sessel u»d Diva»« um» gaben die beide» kleine« Marmortische, hohe Spiegel und hübsche Oelgemälde in breite» Toldrahme« zierte» die dunkel oetleideten Wände. „Hier waren Sie wohl noch nichts" fragte der Baron lächrlnd, al« er bemerkte, daß der Blick seine« Begletter« prüfend durch den eleganten Raum schweifte. .Z» diese« Kabinet nicht," erwiderte Werner. „Nur die bevorzugte« Stammgäste und deren Freunde dürfe» e« betreten, der kleine Kr ei», der fich hier Mittag« und Lbend« zu versammeln pflegt, duldet kein fremd:« Element in seiner Mitte." „Abend« ist hier auch Gesellschafts" „Wenn Sie eingeführt zu werde» wünsche», stehe ich Vergnüge» zu Drenst«». Die Gesellschaft kommt erst .« später Stunde zusammen, die Portiere» werde« dann ge» schloffen und ei» kleine« Spielchen hält un« oft bi« in die späte Nacht vereint. Zeder Einsatz wird angenommen,«ie- mand ist gezwungen, hoch zu spiele«—" „Ich liebe da« Spiel nicht I' „Man behauptet doch, in Kalifornien werde sehr hoch gespiel erdi»�«, � hj« oft in einer Spielhölle dort aewese«, aber betheiligt habe ich mich nie. Nichtsdestoweniger nehme ich Ihre fteundliche Einladung an, ich werde an einem der nächst«» Abende Sie daran erinner».' Meine Frau hat fich auch beschwert über Siel" 'lind mit volle« Rkcht," nickte Werner,„ich muß Sie bitten' mich bei Zhr zu entschuldigen Wie oft war ich auf dem Weae ,u Zh»e»k Immer wieder wurde ich abgehalten, Sie glaube» nicht, wie viele Rückfichte» ich ,u nehmen habe l Mein Vater nahm mich mehrere Tage ganz für fich Anspruch' ich mußt« mit ihm seine Freunde besuche«, mit in in welchem die Mehrzahl der Aerzte de« Reiche« angehört, ei« Denkschrift an dm Staatssekretär eingereicht, in welchem daS Verfahrm der Aerzte begründet wird. Herr Bötticher hat nun» mehr auf die Dmkschrift eine Antwort an den Ausschuß de« Vereins gerichtet, in welcher der Minister nachweist, daß seine im Reichstage gethane Aeußemng die schwierige Lage, in welche einzeln« Krankmkaffen oerathen find, keine« weg? ausschließlich oder auch nur vorzugsweise auf die zu hohen Kosten der ärztlichen Behandlung zurückgeführt habe. Er habe von einzelnen Fällm gesprochen, in welchen Arrzte, gestützt auf eine bestehende Koalition, die Zwangslage der Kassen zur Er- langung von im Verhältnisse zu den Kräftm der Kassen zu bohen Vergütungen auSgmützt hättm, und die« sei auch in der Denkschrift der Aerzte anerkannt. Auch habe er den kaffenoor« ständm keine Submisston an die mindestfordernden Aerzte empfchlm, sondern fich auf den Hinweis beschränkt, daß die Kassen in dm Fällen, wo fie zu einer Einigung mit den Aerzten in Folge der Koalition und einer unerschwingltchm Vergütung nicht gelangen könnten, sich nicht dürften adhaltm lassen, andere S erzte gegen ein„angemessenes aulleichende« Honorar" heranzuziehen. Zum Schluß giedt der Herr Staat«» sekretär dem Wunsch einer gütlichen Verständigung zwtschm Aerztevereinm und Krankmkaffen Ausdruck und glaubt, daß die Gmetgtheit zu einer solchen Verständigung zunehmen wird, wenn fich in ärztlichm Kreisen die Uederzeugung Bahn bricht, daß da« krankenverficherungtgesetz keineswegs nm Gefahren für die wirthschastliche Lage de« ärztlichen Stande« in fich birgt, vielmehr auch zur nachhaltigen Verbesserung dieser Lage beizutragm geeignet ist. Die fortschrettmde Durchführung de« Gesetze« werde eine erhebliche Vermehrung der ärztlichm Kräfte erforderlich machen und ebenso werde die völlig unentgeltliche Hilfeleistung, welche bisher in zahlreichen Fällen thatsächlich für die Aerzte unvermeidlich war, mehr und mehr besettigt werden. Hiedurch dürfte der Nacktheil einer geringerm Vergütung der ärztlichen Leistungen bei der KaffmpraxiS al« bei der Einzel« praxi« mtndeSenS aufgehoben werden. VerrufSerkläruug durch die Meister. In Görlitz scheinen die Tischlermeister durch gewiffe Zeichen die Gesellen in Verruf zu erklären. Einem tüchtigen Gesellen wurde neu» lich für eine zu liefernde Arbeit ein so niedriger Prei« geboten, daß selbst andere Meister denselben al« zu gering bezeichneten. Der detreffmde Geselle weigerte fich. die Arbeit für die geringe Entschädigung zu liefern und kündigte schließlich die Arbeit. Bei seiner Entlassung verlangte und erhielt derselbe auch eine Abganzsdescheinigung, worauf er sich nach einem andere» Meister umsah. Der Geselle fand auch bald wieder eine» Meister, welcher ihm Arbett gebm wollte; nachdem dieser aber (einen vom vorigen Meister ausgestellten Schein geprüft hatte, erklärte er, er dürfe ihn nicht einstellm, da der Schein ja ge» schrieben sei und die Innung«- und FachvereinSmeister fich gegmseiiig verpflichtet hatten, nur Gesellen, welche einen g e» druckten Entlassungsschein vorzeigen könnten, einzustellm. Da ihm sein früherer Meister eine solche gedruckte Beschetni« gung nicht gebm wollte, erhielt dieser in seinem Fache gute Arbeiter in Görlitz nirgend« Beschäftigung und hat die Stadt verlassen müssen. Wo bleibt da§ 153 der Gewerbeordnung? Aufruf der Fleutburger Maschinenbau- Arbeiter. Kollegen und Arbeiter aller Branchen! E» ist Euch au« früherm ZettungSderichtm jedenfalls bekannt, daß die hiestge Schiffbau- Gesellschaft alle« Mögliche aufgeboten hat, den Ar» deitSlohn ihrer Arbetter zu kürzen. Vor nicht langer Zeit be« gann man, hierzu noch die gewöhnliche Vergütung von V, de» gewöhnlichen Arbeitslohne« mehr für die Uederarbeit. der bi« dato für jede Ueberstunde laut Werftreglemmt(welche« heute noch desteht) bezahlt wurde, fernerhin nicht zu bezahlen. In mehrerm Abtheilungen benannte» Geschäfte« wurde gegen Re» duzimng de«'/, nicht« eingewendet und glaubte man denn wohl, daß auch wir uni dieser Maßregel so ganz ruhig unter« werfen würden. Wenn wir auch gern unsern lamlliären Ver« dältniffen entsprechen» uni unterworfen hätten, so war e« doch bei unserm ohnehin geringen Lohn(er beziffert fich auf 26 bi« 30 Pst, auinahmSwerfe bis 32 Pf. pro Stunde) nicht möglich, und, wetten« gegen unsere Würde, un» da», wa« durch die Werslordnung bestimmt ist, freiwillig und ohne Wettere« weg» nehmen zu lassen. Kollegen I Ihr werdet au« obigem ersehm, baß wir keine großm Forderungen stellen, und bitten wir Euch daher, dm Zuzug nach hier mit allen gesetzlichen Mitteln fem zu halten und un«K»a«ke«-«ud vegräbuitz- kaffe. Sonnabend, den 7. August: Großer SommernachtSball in Rmz Salon, Nm nynstr. 27. � Kachveret« der Nohrleae«. Sonnrag. den 8. d. M., Vormittags 10 Uhr. bei Niesh Kommandantenftraße 71/72: Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Bericht de» Arbeitsnachweis. Bureaus. 3. Verschiedenes und Fragetasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Kachveret« der P«tzer Berti«». Sonntag, Vormittag» 11 Uhr, im VeretnSlokale, Jnfelftraße 10: Ordentliche Mit- n""«Versammlung. Tagesordnung: Abr-chnung von der partie. Besprechung zum be-oist-henden fünftenSttftung»- fest. Verschiedene VereinSangelegenheiten. ~ Berti« der Sattler and Kachgenofiev. Heute Abend in Gratweil'S Bierhallen, Kommandantenstr. 77 Versammlung si» 79. Tage Landpartie. 2. Fragelasten. Allgemeine Kranken- arbeiter' 7. August.......... T�O.: Kassenbericht pro 1. Aufstellung Sangelegenheit. de» P'vgramm» zur 8. Ve' chiedenet und emeive Kraake«- ttüovitxoti («. H. 29 Hambmg) Flli-Ie 4. , Abend- 8V» Uhr. Versammlung afienbericht pro Monat Juli. Ver «ad Eterbekasse der Metall- 4. Sonnabend, den AndreaSstraße 26. Verschiedene». Uermischtes. St«»ewitter auf dem Mythe«. Di«„Schwy,. Ztg." berichtet: In den letzten Tagen ist auf d-m Mythen zum Schutze de» Hüter» und der dortigen Hütte ein pewaltigcr Blitzadletter aufgestellt worden, den man bei klarer Witterung mit bloßem Auge von Schwy z au» sehen kann. Einige Leute und Arbriter von Schwyz hatten nun schon letzten Dienstag mehr al» genügend Gelegenheit, die Thättgkrit diese» von ihnen hergestellten Blitzableiter» beobachten zu können. Am genannten, seiner Witterung wegen denkwürdigen Tage zogen nämlich drei Gewttler von verschiedenen Seiten her über den Mythen weg, und mebr al» zwanzig Mal fuhr hierbei der Blitz an dem vorzüglich funttionirenden Blitzableiter entlang w die Tiefe. Em Ardeiter hatte auS der Barackenwand ein kleine» Loch geschnitten, durch welches der Blitzadletter beobachtet werden konnte. Kleine Flammen zuckten von Zeit zu Z-tt rasch auf demselben empor, und dann plötzlich erfolgte Blitz und Knall. AlS dann einmal eine so außerordentlich starke elevrische Entladung erfolgte, daß zwei der Zuschauer von unten herauf bi» auf halbe Leibe»höhe den heftigen Schlag verspünen und der eine momentan meinte, daß ihm beide Beine weggeschlagen feien, da wurde es der Gesellschaft hier oben doch zu ungemüihlich und schleunigst verließ fie nun den „Berg Sinai". Den rüstlg absteigenden Männern wirdeltm am 27. Juli wie im Winter die Schne, flocken tn'SGestcht, au» dem finstern Ge wölke zuckten die Blitze und gewaltig hallto der Donner in den Flühen. Eise Hexenbanueriv. Au» dem Ried(im Elsaß), 27. Juli, rvird geschrieben: Kommt da neulich eine Dame au» Paris, um sammt ihrem Kinde, welche» schwer zahnt und in> folge deffen krank ist, Erholung in frischer Landluft zu suchm. Die Dorsweiber aber wittern hinter der natürlichen Krankheit de» Kinde» nur eine„Lerderbtbnt" oder„Verhetzung". E» war nun nicht» eiligeres zu thun, al» au» dem benachbarten Dorfe die Hexenbannerin zu verschreiben, welche denn auch ihre Kunst anwanote. Zu ihrem Zwecke mußte zunächst«in grauer leinener Faden, welcher noch nie t« Woffer gelegen war, be- schafft werden, der dann dem Kinde um er allerlei Gebeten und Zeremonien in Form eine» Kreuze» um den Unterleib und die Herzgegend gebunden wurde. Der Faden wurde dann wieder abgenommen und um ein Hühnerei, welche« von einer fremden Person um„Gotte« willen", d. h. ohne Zahlung, erstanden werden mußte, in Form eine» Kreuze» wieder unter Gebet und allerlei Zeremonim gewickelt. Da» so umwickelte Ei wurde dann in glühende Kohlen gelegt, bi» e» in der Hitze zersprang. AuS dem Umstand«, od der Faden verbrennt oder nicht, wollte die Hexenbannerin schließen, ob da» Kind verhext sei oder nicht. Wenn der Faden nicht verbrennt, also da» Ktnd verhetzt ifi, muß daS Et in ein Tüchlein eingewickelt werden und von einer Person, welche aber unterweg» nicht angeredet werden darf, Über die linke Schuller rückwärts in fiießenvet Waffer geworfen werden. An dm Faden aber wird ein kleine» leinme« väck- chen, in welche» Salz, Brodkrumm und geweihte Kräuter ein- genäht werdm, befestigt und dem Kinde während neun Tagen um dm Hali gehängt, damit die Hexe leine Gewall mehr über da» Kind hat. Die Hermdannerin darf aber währmd der letzt- gmanntm Zeit weder vor dem Morgmalockeläutm, noch nach dem Nachiglockcläuten außerhalb ihrer Wohnung sein, well fie sonst Gefahr laufin würde, auch von der erzürntm Hexe ge» schädigt zu werden. Schon gleich in der ersten Nacht machte fich, wie erzählt wird, dt« Hexe durch furchtbaren Lärm in der Küche ihrer Bannerw bemerkbar. Von einer besonderen Beste- rung war auch nach neun Tagen an dem kranken Kinde nicht» zu merken.— Trotz dieser augenscheinlichen Schwindeleien wer- dm die Dummen nicht alle, und eS lebt die Bannerin, welche in der ganzen Gegmd, wo man irgendwo Hexen wlltert, geholt wird, von dem Aberglauben dieser Leute. Eine schreckliche religiöse Sette ist, wie au» Odeffa berichtet wird, in der letzten Zell in Rußland aufgetaucht. Diese Sette hat nämlich da» Prinzip, alle Mmschm, welche erkrankm und zu dmm eine» der Anhänger der Sette Zutritt bekommt, gewallsam zu erwürgen,„da e» eine Sünde sei, die Menschm fich in körperlichm Schmerzm martern zu laffen." Die Existenz dieser Sette wurde vor Kurzem durch einm jungm Mann im Gouvernement Saratow verrathm, deffm danke Frau währmd seiner Abwisenhrit in die Wohnung ihrer Mutter überführt wurde und daselbst gewallsam getödtet werdm sollte. Die Mutter der kranken jungm Frau und eine Tante derselben gehörtm nämllch der Sette der Würger an, und dieselben bmütztm die Gelegmheit der Adwrimhell de« Gatten der danken Frau, um diese zu fich zu nebm-n und dnseldfi dem„rothen Tode"— so nmnm fie dm gewaltsamm To» a ihrer Sekte— zu weihen. Der Gatt« kehrte aber noch rnit- «rittg heim und erfuhr zum Glück den Aufenthalt seiner Fratz Er ellte hin— da» Dorf, in welchem seine Schwiegermutta lebte und wo fich nun seine Gattin befand, war drfl Stunden weit von dem seinigm mtfemt— und fand sew Frau noch am Lebm. Dieselbe lag ganz rein gewaschen im* in weiße Leinwand gihlUU auf rinem— Kata'alk. Al« da Mann in rat Zimmer trat, war in demselben außer seiner Fn» auf dem Katafalk keine lebmde Seele da. Er trat auf M Katafalk zu, schob-In wenig die Leinwand weg und erblblti unter derselben da» schrecklich bleiche, abgemag-rte Geficht stioa F-au, welche zu schlummem schien.„Ackfirischa!" rief der junjj Mann haldlaut. Die Kranke öffnete verwundert die Augen urt sprach:„JA das ein T aum? Merkwürdig! Wie bist Du hierha gelangt, Semen?"„Wo ist die Mutter und die Tante?" fw der Bauer.„Die baden mich reingewaschm, weißgekleidet un» hier niedergelegt; dann find fie in da» andere Zimmer gegangetz indem fie sagtm, daß fie für mein Seelenheil beten gkh-n. M ist aber so schlecht, daß ich diese Nacht gewiß sterben würde Dem Manne kam diese ganze Geschichte höchst verdächtig v« und er beschloß, bei seiner krankm Frau zu bleiben und dtf Dinge abzuwarten, die da kommen sollten. Er tröstete Frau, dann versteckte er fich hinter den breiten Ofen und blt« da still fitzen. Eine Weile darauf hötte er Jimand« in da» Zimmer eintretm und die Thür mit einem SchlW hinter fich versperren. Er blickte hin und gewahrte bei des schwachen Scheine de» O-llämpchen» auf dem Katafalk einck dlutroih gekleideten Mann mit rinem eben solchm Polster>> den Händen auf dem Katafalk»uschrritm. In demstlde» Mommte hörte er auch ein schreckliche» Stöhnen seiner Fratz Rasch sprang er hinter dem Ofen hervor, stürzte auf die wv Gestalt und war» sie zu Boden. Dann kam er seiner Frau� H.lfe. Diesen Moment benützte der Eingedrungene, u« P flüchten. Auf den Lärm eilten die beiden Weiber herein w* waren nicht wenig erstaunt, bei der Kranken anstatt£ „rothen Tode»"— so wird bei dieser Sette der bei derseÜ» al» Würger angestellte rothgekleidete Mann genannt— � Gatten derselben zu finden. Wa» da writer folgte, da»%!* man stch leicht vorstillen. Der Mann nahm seine Frau 5('! und erstattete übet den Vorfall die Anzeige. Die Polizei haftete dann nicht nur die beiden Megären, sondern auck** al» vierzig andere Anhänger dieser Sekte und übergab fie# Slrafrerichte. Die junge Frau wurde indeffen gesund.. Elektrische EchtffSbeleuchtung. Hamburg. 4.%% auf dem neuen Dampfer„Wanington", zur Rdederei* Manchester-Shesfielv and Ltncolnshire Railway Company ff hörend, hat gestern die elektrische BeleuchtungSprobe st Z funden. Die elektrischen Glühlichter find auf dem„WartWg überall angebracht, sowohl im Salon, al» in sämmllichen Loff im Heizraum und in der Maschin«, wo sogar mtt dem 6»� in der Han» überall umhergegangen wird. Auch über s den großen Ladeluken find je 6 Glühlichter anstatt dir üW*?| Bogen licher angebracht, die ihre bellen Strahlen well üt»? ft/tM# OD.»_ 4 rC' m___ r Der Patent Electric Generat*, »«< ganze Schiff verbreiten. Firma Clarke Cbapmann Parson u. Comp, in Gatetr�. Tyne besteht aui einem Dampfmotor und einer trj Maschine, welche mtt dem el-ttrischen Zentral R-gulat*,�, einer Gnmdplatte vereinigt find. Diese Maschine, wenig Raum einnimmt und wenig wiegt, ist'pc»«� SchiffSdeleuchtung eingerichtet, wo der Raum eine groß«- (plril. Obschon der Generator tm Stande ist, den elettv Strom für 150 Lampen» 20 Kerzen zu erzeugen, nimm» l selb« doch nur einen Raum ein von 7 Fuß Särge, 1'/«! Breite bei 2 Fuß Höbe. Die Umdrehungszahl d«r Dtz" Maschine beträgt 12000 in der Minute, der elektrische 3*' Regulator wirkt sehr exakt und ttäftig, so daß die Licht?,; denselben beim schwersten Wetter auf See eben so glei brennen sollm, als wenn da» Schiff im Haken liei,, Willen sowohl de« Motor», al« der Dynamo-MasiM? Mfi in besonderen Lagern eigener Konstruktion und thätig und kontinuirlich geschmiert durch eine des«««' ttzode der Oelzirlulation, so daß die Abnutzung ttotzv« en° großen Tourenzahl thatsächlich nahezu Null rst- ilw ratoren arbeiten unausgesetzt jede beliebige Zeitdauer, � irgend welcher Wartung zu dedürfm, abgesehen von v-m- stellen der Bürsten, welches all« fech» Stunden oriAw" «» sollen deshalb die Unterhaltungskosten dieser auf ein Minimum reduzirt sein. Dampfer„Wanington� i bereit« gestern, Dienstag. Abend mll einer großen I Paffagier« von hier nach Grimtby. ?. Ziehung d. 4. Klasse 174. köuigl. Preuh. Lotterie. .. V1„ Llehu-S»im C»uguft 188«. Rat die Sewlnue öder#10 Marl d» derreffeude» Nummer u w Parenthese beigefügt. (Ohne iAewühr) mmmm mwsmmi mmtmmmw* 836 56 6'i 9*8 loöuj? K 8,»» «5007 17 27 48 60 98 128 4S""'' 13001 1» 504 22 63»4 91«89 42 MMM 218[sbÖOJ«3 61 869 87 610 39«7«08« 868 dl 906 IL«1»8040 43 95 141 47 82 610-37 MISOOi 816 972" �8�%r�"- 33« 1800) 47 »*068 108 761 WSWM» 20 % 346 98 97 1800] 437 643 60 646 53 709 11600] 21 812 69 61 63 90 47063(301 1 141 78 2 ,1 16 S93 9i 449 515 56 7:9|9W 911 48017 2:4 33 71 119 245 47 31 j 42 88 93 iSiXl 96 421 68 1300186 627 45 76 16001 714 38>18 13 0) 903 6 65 99..„ 110 54 raiWl 68 87 246 47*0 346 89 463(560] 81 601 37 41% 704(30(51 869 13001 92 M 976 16601_ l0 »"003 1.3001 87 82 137 4l 62 243(30001 97 802[3001 62 89 94 401 29 39 44 71 519 34 63 69(300) 94 661>63 64 9? 3" 51036(300) 129 47>30001 2---- I"WWW~W 5)4008 11500) 89 166 238. 53005 66 79 121 28 38 64 408 1339 44(650(66 93 661 88 98 64039 13001 123 9;i 2C_..._____ 71 77 786»7J3001 96 8 2 12 64 71 926 47(SuOl 82...-«1 #5089 189 236 38 91 320.8"| 404!.3'0j 9|5<( 66 1656''» 5«>t 130001 98 683 86 7i 6 13001 83 1300) 98 803 16 17 13411 83 SS» isoooj 6 217 80 82 330 456 130o| 80 62044 6 6 709 894 9g i* S i' f IjVVSÄWS WA« » gm rÄSI TA»AiS-f |12«7 70 80(660J 86 427 616 OO007 19 87 96 161 69 21................ 747.87.874 86 88«10o7 2u 22 66 71 101 19 61 237 67 69 217 68 66 88 314 82.471 67�1�9 6tc %& WW" 197 1800) 268 86 � 92 „«5086 100 22«8 86 11600) 801 39 68 411 44 cq% mm.'fi/ 9 6l'l300i 7») 2./ 81(3001 71169 68 877 903 J«022(3001 614 772 808 26 49 II..........___ K Jl 84 628 65 749 96 130001 % w C � 76 iwa* 46 831' s:« % i s I Verantwortlicher Redakteur ft. Sronhet» i» Berlin. Druck uuv B«lag tton Mut 8mm 6W Ä a, Qt W nv fei« »en im)! Mll ds! i« F«« juf W Beilage zum Berliner Volksblatt. ]?(!w|lf» 18« tt f-w KT jUN« Igen IN!« u liiert« rW vel un) mm' 'würde' btig»« unD w Z.!ö SS bei*» ,« ein« oiftej KüifeWi i«9% Vit TDif K«-'? u« P WZ ag )ii;ei«2 iu4 b fU W* M H H Konttabend» de« 7. August 1886. IIL Jahrg� eine In nm fttit mi unzehwilkrik#lm(ä- Inj te Krdeiimllnne zn kmizlicheu eine Kommisfion der Dresdener Tabakardeiter folgende Petition an den Reichstag»u richten beschloffen: An den bohen Reichtlao l . Wenn die ergebenst Unterfertigten stch retiiionirend an M hohen Reichstag wenden, um von demselben Abhilfe in weiter unten angegebenen Form zu erbitten, so hat dies in oolgendem seinen Grund: « iff eine allgemein bekannte Thatsache, welche schon oieifach erörtert dezw. bewiesen wurde, dah e« dem Arbeiter. CVS möglich ist, stch mit Hilfe der Vereinigung eine tlngen*fftn ��"�ende beffere Lebensstellung zu er» Wie nothwendig ti ist, daß dem Arbeiter diese Ver- («t Veite stehen, ist wohl auS den ungleichen Kampf. ' iu ersehen, welche zwischen dem Ardeiter und dem -.-Oer benlltzt werden. Denn während der Arbeitgeber ,?%"!on mit Geld und anderen Mitteln zur Genüge ver« Mist, um stch gegen die etwaigen Forderungen des Ar- �tiäftaftU �' � der lehtere nichts als seine Ar- �.Da, wie bekannt, die Arbeitslöhne stch nach den allernoth ??dusten Ledvntbedürfniffen deS Arbeiters regeln, so kann eS »!?., Wunder nehmen, wenn dnselde den vollen Verdienst zur wT, seiner ArdeUSIrast verbraucht. Er kann stch dem G nichts erübrigen, um all Person irgmd eine Forderung " Ardeilgeber durchzusetzen. jj.■Cn kann ihm nun freilich nichts anderes helfen, als stch �..leinen LerufSgenoffm zu verbinden, um im Verein mit üaC die Schritte zu berathen, welche nöthig find, um beffere � und Arbeiitbedingungen zu erlangen. vaden doch die«rdeilgeder ebenfall« Vereine, welche stch �beil über ganz Deutschland erstrecken, in welchen fie de- wie ste die Löhne nach rückwärts regeln, um unter .Mndm dilligere Waare auf den Markt zu bringen oder «Leeren Gewinn zu erzielen. m %%fen Vereinen fleht kein gesetzliche» Hindernis im Wege, man den Vereinen der Arbeiter behördlicherseits �tn vchwlerigkeiten bereitet, fie auflöst, ihre Kaffen de- $ei ß 152 der Reichtaewerbeordnung hebt zwar alle CO !le»*"i imoit% I ;uet,•? da« Recht zustünde, Vereine zu gründen, in denen die J�jigung günstiger Lohn- und Arveittdedingungen angestrebt L! kann. h. Wäre den Arbeitern diese» Recht gesetzlich garantirt, so Dulden nicht noch in neuerer Zell Vereine, in denen obige An- tau,-"�heilen erörtert wurden, aufgelöst worden sein. selbst ergebenst Unterfertigten erblicken ferner einen förm« . �"5 negen die Arbeitervereine in dem sogenannten f«Botschaft zu Gunsten der Arbeiterverhältniffe enthalten war. Muh der Arbeiter nicht annehmen, daß dieser Eclaß zu Gunsten dei Unternehmerstandes erschien? Und welche Folgen W 41 1 62 SjJ » Ä, entstehen dem Arbeiter hiervon? ..Daß die Löhne wieder mehr zurückgehen und die Arbeit». «ihAtniffe veischlechtert werden, ist wohl ganz natürlich, da Ä" Arbeiter seine einzigen SchutzmMel, seine Vereine zer- uvrz wndm. w.Üf'iU* nicht da» Rechtsbewußtsein de» Arbeiter« m, n>-stuston von der Gleichberechtigung der Menschen in Aesellsehaft ist«rstört, denn trotz dieser Maßnahmen gegen u,& Arbeiterinnenvereine bestehen die Vereine der lstgeber unbehindert fort. 8ttrS«iU vi?1 noch, daß in den einzelnen Bundesstaaten «.-"eins, und M.IA. R* im V° In Nlijrtlemcher. Paul von vchöntha«. Ä>?>»; ma»#1 Wim» 4 Ä ,Tn tyTo1 fuhr. im Eisevbahnkoupee | # i 00) 91, TZ»Äff ®obett' dan« begann er zu lesen. % vjr Schnellzug rüttelt bekanntlich, mein Freund hieb 8u(h willenlo« in der Lust herum, und e» dauerte außerordentlich lange, bi» er eine Seite absoloirt kfRw.»mblittern konnte,»der er lächelte, lächelnd * bie Grenze, lächelnd, und um die Gegend völlig %%%*, fuhr er w Tyrol ei«. Zvtb% bi» nicht ganz stei von Reib, ich müßte e« lüge», Hein ich de« Erfolg beobachtete, de» da« Buch au» hanblu��fchen fünfzig Pfennigbazar der«ah»hof«buch> ritzi tji bei meinem Koupeegeaoffe« hatte, regte sich wieder tvie{„„J* verächtliche Empfindung in mir; ich sagte mir: %n 0»�°° für fünfzig Pfennig so scher, hast sei», um N, BjJsevba* gesetzte». erfahrenen Mann so und so Kvie, lang bei Laune zu«halte»!« lächelte»och .feite atf!?** Humoreske, aber endlich schlug er die letzte 3 da,»und nach fünf Minute» klappte er da» Buch zu. flog hj�rfenster eine Handbreit h«ab, und da« Büch. » r-ÄÄS'Ä bei» humoristische Novelle boten, welche in einem anderen Bundesstaate ungehindert de- stehen können u. f. f. Daß durch solche Maßnahmen wie die obengeschilderten der Arbeiterstand an dem friedlichen AuSdau unserer wirth« sckastlichen und sozialpolitischen Verhältniffe gehindert wird, wird niemand bezweifeln wollen. Die ergebenst Unterfertigten glauben auf weitere Be- gründungm de« folgenden verzichten zu können, und meinen ferner, daß der hohe Reichstag, sofern er nicht will, daß der Lösung der sozialen Frage aus friedlichem Wege Hindernisse entgegenstellt werden, eS zunächst alS feine Pflicht zu be- trachten hat, daß dem§ 152 der ReichSgewerdeordnung eine bestimmte Fassung dahin gegeben wird, daß dem männlichen wie dem weidlichen A-beiterstande daS Recht zusteht, Vereine zu gründen, welche sich wie die Vereine der Arbeitgeber über ganz Deutschland erstrecken können, und in welchen die Er- langung günstiger Lohn- und Arbeitsbedingungen angestrebt, dezw. berathen werden kann. In Erwägung auch, daß die in dm einzelnen Bunde». staatm bestehenden Ver-inS- und VeifammlunaSgefetze stch zum Theil in direktem Widerspruch mit dem§ 1j2 der Reichs- gewerdeordnuna definden, wolle der hohe Reichstag durch diesbezügliche B-schlußfassung oeranhffen, daß die betreffenden Bundesstaaten ihre Vereins und Versammlungsgesetze dem § 133 der RrichSgewerdeordnung entsprechend abzuändern bezw. anzuoaffen haben. Indem die ergebenst untersertigtm Petenten zum Schluß noch gegen die Fnfinuation, daß in den GewertschaftS vereinen, welche stch die Regelung der Arbeits- und Lohnoerhältniffe zur Aufgabe gemacht haben. Bestrebungen zu Tage tretm, welche auf den gewaltsamen Umsturz der destehenben Staats, und Gesellschaftsordnung gerichtet find, auf da» allerentschiedenste Protest erheben, geben fie stch der Hoffnung hin der hohe RrichStag werde im Sinne obiger Petition befchljeßm. Findet die Petition massenhafte Unterstützung, so wird fie ihren Eindruck nicht verfehlen. Diejenigen, welche Unter- ichristen sammeln, wollen sich über Formulare an Herrn Otto Isaak, Kiefernstr. 5, DreSdrn, wenden. Kommunales. w. Der Bau einer Gemeinde� Doppelschule im Stadt. thelle z milchen der Belleallrancr- und Großoeerenstraße ist schon seit längerer Zeit ein drrngmde» Bedürfniß. Die Norddeutsche Gummi- und Guttaperchawaarentadrii hat jetzt einm Theil ihres Grundstück« Tempelhofer Mer 19 20 zum Pieise von 90 M pro Quadratmeter dem Magistrat zum Bau der Schule angeboten Der Magistrat hat deschloffm, dm Ankauf de» Grundstück» der Stadtverordneten- Versammlung zu empfehlen. ES werdm ziika 5273 Qaadrameter gebraucht, so daß stch der ganze Kaufpreis auf 474 570 M. belauft. w. Die Uedernadme der sogen. Niedltch'sche« Pri» vatstraßen in die städtische veewattnng beschäftigten dm Magistrat in seiner Sitzung vom Freitag. Die genannten Straßen find zwei von der Keffelstraße stch abzweigende Stra> ßen, welche vom verstorbenen Bankier Niedlich angelegt find, und deren Unterhaltung durch die Niedlich'schm Erben insofern für die letzteren sehr unangenehm ist, alS eine Auseinander- setzung der Erbschafc nicht erfolgen kann, so lange den Erden diese UnterhaltungSlast obliegt. Die Ablösung derselbm haben dieselben bereit» mehrfach beantragt, doch haben die bisher in dieser Angelegenheit gepflogenen Äerhandlungm zu einem Er. gebnisse nicht geführt. Fitzt haben nun die Erben stch bereit erklärt, daS Straßenland an die Stadtgemeinde unentgeltlich adzutretm, derselben auch die in dm Straßenköipern liegenden Ga»-, Wasser- und KanalisationSiöhren, sowie die auf den Straßen befindlichen Laternen eigenthÜmlich zu übergeben, und außerdem»ine Summe von 60000 M. daar an die Stadtge- meinde zu zahlen, wenn letztere die Straßen in ihre Verwal- tung übernimmt. Der Magistrat hat beschlossen, daß Anerbieten anzunehmen und der Stadtverordnetm-Versammlung zur Gr- nehmigung vorzulegen._ Zokales. Medizinalrath Dr. Wasserfuhr behandelt in der „Deutschen VtertetjahrSschr. für öffentl. GesundheitSvfleae" (Braunschweig. Vieweg) die Schäden der modernen MiethS Der Fremde hatte überhaupt da« Bedürfniß, fich zu unterhalte«, auf der Reise nähert man fich bekannt- [ich s,hr[eicht und so war bald eine Konversation im Zuge.. �_ Et war er» Denker. Daß die Hirtm unbeschäftigt auf der Weide stehen und de« wiederkäuende» Rindern zusehen, da« störte ihn, er sprach von einer immensen menschliche« Arbeitskraft, die dadurch verlöte» geht.—.ob ma» das nicht mit einer Maschine'... murmelte er vor fich hm, tiefsinnig und in Schweigm verfallmd. zum Fenster hinauSblickend. Sl« wird da« Gespräch wieder aufnahmen—, ich sah ihm an. daß die„Weidemaschine' in seinem Kopf schon fertig war,— kamen wir auf die Wohlfeilheit de» Reisen», auf die Vortheile de» verbesserten Eisenbahnwesen»: den Schlaf- und RestaurationSwagen. dm Blitzzug u. s. w. Mein Reise- geführte meinte, und in gewissem Grade gebe ich ihm Recht, — wir seien»och nicht am Ende angelangt; e» müsse noch soweit komme», daß man im Koupee baden könne, daß fSrmliche Epielsalon« in dm Züge» eingerichtet werdm, und daß die Bahnverwaltung für das Vorhandensein de» dritte» Manne« zum„Skat", de« viertm zum.Königrufm" unter alle» Umständen garantirm müßte. Auch von einem„Ballzug" sprach er, um die Reise- »ächte abzukürzen, aber al« et gerade im Begriffe war, fich und mir dm Glanz eines solchen fahrmde» Ballsaale« au«- zumalm, erhielten wir beide wieder eine» Stoß, daß unsere Beine und Arme wie herrmlo» im Koupee herumflogen. Eine verwünschte Tour da«, besonder« im letzte» Wage«. Al« wir ua» wieder gesammelt hatte», begann er: Und wiffm Sit, wie da» Reife»»och wohlfeiler werden könnte, t'ÄÄ'ÄÄ*» b"»»w> I M'-- kasernm mit besonderer Rllckstcbt auf die Berliner V-rbältnisse. „Die Mehrzahl der N-uen Woh Häuser," sagt Dr. Waffnfuhr, „best-bt aus großen MethSgräuoen, welch: a�ßer dem E'd. geschossk mindesten» drei, väufiz aber vier ober fünf Stock« werkt nebst Dach- und Kellerwohnungen enthalten. Nach hinten schließen fich ebenio hohe Seitenflügel oder Hinter» gedäude an, in welchen fich zur ebener Erde nach dem Hofe oerauS häufig Wertstätlen verschiedener Art, nicht selten auch Pferdeställe definden. Vorder und Hintergebäude find im Uebrigm mit Wohn« und Wirthschastträumen von unten bis oben dicht versehen. Von entsprechend konstruirten, nicht minder hohen Rachdargedäuden derübrt, schließt ein solcher WohnungSkomplex statt eine« der FlächenauSdehnung und Höhe der Gebäude entsprechenden freien Hofe» oder Garten» einm schmalen» engen, mehr oder weniger kaminartigen Hohl- räum in stch. Seinen Ursprung verdankt dieser MiethSkasernen- tyouS dem durch dm Zufluß der Bevölkeruug in die aroßm Städte hochgestetzerten WohnunaSdedürfniffe, dem übermäztgen, immer noch zunehmenden Wrrthe de« Boden» in den Großstädtm und dem mit hygienischer Uakmntniß gepaarten Eigennütze vieler Grundeigenihümer, Hautdefitzer und Häuser« spekulantm, welcher fie bestimmt, so viel von ihrem Grundstück in Fläche, höhe und Tiefe mit Wohnungen zu bebauen, al« irgend möglich, zu dem Zvecke, eine möglichst hohe Rente au» demselben zu ziehen." Fn diesen modernen Mieihthäusern wird ein« unerhört große Zahl von Bewohnern zusammenge« Pfercht. Luftverdeibniß und Lichtmangel find die natürlichen Folgen. Der Einzelne wird weniger widerstandsfähig gegen äußere Einflüsse und allgemeine Krankheiten wie Blutmangel, Bleichsucht, Stropheln bürgern fich leicht ein. Nicht zufällig hält gerade in solchen MiethSkasernen die Lungenschwindsucht reiche Ernte. Wie sehr die Dichtigkeit der Bevölkeruna mit der Sterblichkeit im Zusammenhange steht, dafür giebt Doktor Wafferfuhr für die einmlnen Berliner Stadttheile folgende Zahlm au» dem Fahre 1880. In der Louisenstadt jenseit« de» Kanal» wohnten in jedem Grundstücke 91 Einwabner, in der Oranienburger Vorstadt 77 und ebenso viel ungefähr im Stra- lauer Viertel und in der Rosenihaler Vorstadt. Andererseits wohnen in Berlin Kölln in der Fciedrichstadt und Schöneberger Vorstadt durchschnittlich 34, 43 und 50 Einwohner auf jedem Grundstücke. Die erste Gruppe von Bezirken hatte eine Ste.deziffer von 3u bi» 33 für den Monat, die zweite mit der geringen BevölterungSdichtigkett eine Sterbeziffer von 18 bi« 22. lieber- Haupt ist die Dichtigkeit der Bevölkerung nirgends so groß wie in Berlin. Hiee haben stch in den beiden letzten Fahrzehnten die Verhältnisse bedenklich verschlechtert.„Fr Berlin ist", sagt Dr. Wasserfubr,„die Zahl der auf einem Grundstuck zusammen wohnenden Personen von 51 23 im F ihre 1867 auf 61 im Fahre 1882 gestiegen. Mehr al« ein D. stiel aller Grundstücke in Berlin wird von über 50 bi« 100 Personen bewohnt und noch nicht die Hälfte aller Grundstücke zählt wenige- al« 50 Bewohner. Durchschnittlich kommen dort nur 62 Quadratmeter Boden fläche auf den Kopf der Beoölkerung, in vrel.n S adt« bezirken aber auf den Bewohner eine» Grundstücke« noch nicht eine Quadratruthe, und in manchen auf jede Quadratruthe zwei Bewohner. Noch dazu hat die Zunahme der Dichtigkeit be- sonder« die Hinterhäuser getroffen, deren Bewohner in der vorletzten Zählperiode fast um ein Drittel fich vermehrt haben. ä'&s? iis?SKr:Ä'a'ääWbä Ä 5! 3"""n™«#»« solchen mit einem beilbaren und einem nicht heizbaren Zimmer lebten. Von den 1005 ersterwähnten Personen wohrtt-n nur 43 in dem einen nicht heizbaren Zimmer allein, 190 zu je zweien zusammen, 216 zu je 3, 176 ,u je 4, 145 zu je 5, 126 zu je 6, 49 zu je 7, 32 zu je 8, 18 zu je 9 und 10 zu je 10 zusammen. E« verdient ferner darauf hingewiesen zu werben, daß mehr al« sämmtlicher HauShaltungm, nämlich 44 708, Schsaffeute beherbergten. Die Zahl der l tzteren delief fich im Fuhre 13.5 auf nicht weniger al» 78 693, unter welchen 77»St. :.&»s-& manden, de» man in Verbacht hat, daß er im nächste« Auge«. blick unsere eigene Zdee ausspreche» wird. Ich schämte mich, denn ich begriff ihn»och immer nicht. Während dieser Pause legten wir vielleicht ei» paar Kilometer im Flug zurück,— endlich tippte er mit seiner in Zwirnhandschuhe« steckende» Rechte» auf mein schwankende« Kaie. Höre« Sie mir zu, sagte er, ich denke mir da« so. Zn alle» große» Städte» Europa«, aber auch in den kleinen «nd kleinsten werde» Azeniurea michiet, verstihen Sie mich, — Agenturen. Nun haben Sie die Absicht zu verreisen.— Sie wohne» in Berlin und wolle»»ach Leipzig reisen. Gut. Sie melvea da« im Bureau der Agentur an, nenne» Ihre Adresse und man fertigt Zhae« sofort einen Quartierschei» für Leipzig au», je»ach Maßgabe der Räume und Emrich- lunp, die Sie in Berlin zurück lasse«. Sind Sie an be- scheroene Ansprüche gewöhnt, weist man Zhoen ein einfache« Logi« an, lebe» Sie in größeren Verhältnisse», finde« Sie i« Leipzig eine Ihre» Gewohnheiten entsprechende große Wohnung. Zm Hotel? fragte ich. Nein,— in Privathäuser». Zn jeder Stadt stehe« Tag für Tag hunderte von Wohnungen aller Kategorie» leer, denn die ganze Welt reist, und jeder läßt ein vollkommen ein- gerichtete« Nest zurück. Sowie Sie von Berlin nach Leipiig reisen, reist auch ein Leipziger nach Berlin, oder anderswo- hi»; Sie kenne» ihn nicht, aber Sie tauschen g-wiss-rmaße» mtt ihm, er hat seine Wohnung der Leipziger Agentur zur Verfügung gestellt. Und wo schläft er? Z« Ihrem Bett natürlich I rief der Elfinder mit leuch. t mde» Auge«. Mein Herr, ich bi» ein Ehemann! Er ist et auch I lächelte der große Reformator de« Reise» wesen«, al« ob er damit meine Bedenken besiegt hätte; dann fuhr er fort: Begreife» Sie. daß dadurch viele Millionen, die alljährlich zum Begleich der Hotelrechnuuge» ausgegeben werden, in der Familie bleibe«?! Schaudernd begriff ich und ein schüchterner Einwand drängt« fich über meine Lippen: Wenn ich bedenke, daß icb jetzt fett sech« Woche» vom Hause fort bin, und daß i» der Verhältniffe wesentlich von der neuen Lauvolizei Ordnung. Ziur bemängelt er daran, da� man die Kellerwohnungen nicht ganz verboten hat, wie eS in Pari», Bern und Stuttgart schon geschehen ist.— Gewiß wird die neue Baupolizeiordnung manch?S Gute schaffm, davon find auch wir llderzeugt, ob die selbe aber im Stand« sein wird, die Hoffnungen dei Herrn Dr. Waffcrfuhr ganz und gar zu erfüllen, dai kann man nicht so ohne Wetteret glauben. Ueber de« Gemetnde-Kriedbof für Berlin wird der �.Post" geschrieben: Weit ad vom Miticipuntl der Millionen- stavt, noch eine halbe Stunde von der Rtngbahnsta'ion gedrichtderg resp. vom Endpunkt der Pterdebahnlinie Mol- markt- Lichtenberg entfernt, liegt der neue für Mitglieder aller Konf-sfionen bestimmte Legräbnißplatz Berlins, der aut kürzerer ssußtour vom Bahnhof Friedrichtfelde zu erreichen ist Ein etwa 500 Meter langer Wea. der fich jenseits des über- brückten Echienendammes der Lstdahn von der Frankfurter Chaussee abzweigt, fübrt direkt zu der 25 Hektar 53 Ar 22 Quadratmeter(--- 100 Morgen) großen Ruhestätte. Den durch dai hölzerne, mit wildem Wein umrankte Gitterthor Eintretenden empfängt ein hübscher Bark, deffen breite Kiet pfade fich an einem großen, mit prächtigen Gehölzgruppen ge- zierten Rondel treffen. Am nördlichen Rand« dieses Haint er« hebt fich im gefälligen Styl dat Amttgedäude für den Ja- spektor, am südlichen Rande befinden fich eine provisorische Leichenhalle nebst Zubehör u. s. w. Strahlenförmig laufen von dem erwähnten Rondel aus Alleen, welche die Gesammt« fläche in viel« größere Abschnitte thetlen, die wiederum durch geradlinige Rethen dichten Strauchwerks gegliedert werden. Hier und da find in das Erdreich kleine Zementmulden für die fefiederten Bewohner des stillen OrteS eingelassen. Adelstnische trunnen. sowie einige Schöpfstellm liefern das zur Pflege der gärtnerischen Anlagen nöthige Waffer. Inmitten dei Terrains ist ein Plateau aufgeschüttet, auf dem, umgeben vom Baumschmuck, «ine Kapell« mit unterirdischer Leichenhalle erbaut werden soll. Der nördliche Theil de» Friedhofe« ist für die Bestattung der- jenigen Leichen reservirt, die auf Rechnung der Stadt de- «rdigt werden müssen. Die Gräber werden nicht einzeln auf- gebügelt, sondern in großen Gruppen zu gemeinsamen, ein wenig erhöhten Rasenbeeten vereinigt. Die„Reviere" find durch weithin fichtbare weißgestrichene Tafeln als Abtheilungen„für Erwachsene",„Mittel. Kinder"(10 bis 14 Jahre alle) oder „Kleine Kinder"(unter 10 Jahre alt) angemerkt. Manche Hinterbliebenen eine? unter diesen grünen Teppichen schlafen- den Erdenpilgers haben dai ihnen theure Fleckchen mit Blumentöpfen, einem einfachen Kranz oder sonst einem Zeichen der Liebe geschmückt, wobl auch scharf die Grenzen abgesteckt. Der mittlere Theil dei Friedhofe» wird für zu bezahlende Grabftellen benutzt; hier sind daher auch wieder E.nzelhügel. Der südliche Abschnitt soll zur Anlegung von Famttiendeg St>. niffen dienen.— An dieser warmen Schilveruna ist nur eins unsympathisch: daß noch nach dem Tode der Klaffenunterschted äußerlich bemerkbar gehalten wird— für den Armen da» Massengrab, für den Reichen der Einzeihügel und da» Erb- �"Durchaus anerkennenswerth ist da« Borgehen deS PolizeipiästbiumS gegen den Geheimmtttelschwtndel. Ruier- dtnaS wird von demselben folgend« Warnung erlassen: Der frühere Apothekenbefitzer Dr. vbil. JobanneS Müller, welcher den Titel eines Fürstlich Watdeck'ichen Medizinalrath» besitzt, zeigt in den Z-itungen, besonders in den Pcootnzial.Zfltungen, an. daß er die Zuckerkrankhett nach seinem eigenen, neuen Vcr fahren dauernd beseitige. Zur Förderung seines Geschärt« ist Müller mit einem Buchhändlrt« Namens Stahn hterfeldst, Gitschinerstraße 90 wohnhaft, in Verbindung getreten. Die vo> Müller zur Beseitigung der Zucknkra lheit abgegebenen Mittel bestehen auS einer Einreibung und einer Arznei zum inneren Gebrauch, welche Mittel nach der amrlich berbetgeführien Unter- suchung folgendermaßen zusammengesetzt find: die Einreibung ist eine etwa zweiprozenng, Lö'ung von Perubalsom in gutem Spiritus(90 prozmtigem Alkohol),«elcher etwa« Esfigäther zu gesetzt ist; der wahre Werth beträgt 40 Pf. Die zum inner- lichen Gebrauch gegebene Medizin ist ein Gemisch voi Z.mml- waffer mit einer geringen Menge einer spirituösen Lösung von Salizylsäure und wenig Glaudersalz, welch-n Stoffen eine wässenge Abkochung unschädlicher bitterer Pflanzen zusetzt ist; diese Mischung hat einen Werth von 24 Pf. Beide tvttllet zu- sammen kosten also thatsächlich 64 Pf., während der p. Jo- banne« Müller fich für die durchaus wirkungslosen Fabrikate 10 Mk. bezahlen läßt. Das Polizeiprästdium macht da» Pudli kum mit vorstehenden Ermittelungen bekannt und warnt ernst- lich vor dem Treiben de« I Hannes Müller. Dt« eigenartigen Meßoorrichl«-ge«, welche als Meß- tische, Meßhaspel oder unter ägnltchen Benennungen in Eptn' nereien, Wedereim und anderen desonderen Zweigen der Texttl Industrie bestehen, habm bereits meh fach die öffentliche«uf merlsamkeit auf fich gerichtet. Thatsächlich werden solche Ein- richtungen zu Meßzweckm oerwenvet, so namentlich die söge- nanntm Meßhaspeln; doch schützt fich der Fabrikant dem Pu- bltkum gegmüber vor der Berantwottlichkeit, indem er diese dieser Zett 6 mal 7 ist 42— verschiede»« Mevsche» in memem gute« Bett geschlafe» hätten... wenn Ihr Bor- schlag schon durchgeführt wäre, hören Sie... Ee sah mich lächelnd an wie ein Kmb, das etwa« Albernes geäußert ha». — Zweiuidvierzig Menschen— oder auch gar kein einziger I rief er. dm Nachsatz wuchtig betonend. Es kommt«dm ganz darauf an. Nur verlank er wieder in Nachdmkm, sein Hirn wälzte dm großm Gedanken herum, ich merkte es ihm an. Nach einer Weil« war wieder einer seiner gmialm Gedanken gereift.— Sie würden auch dm Familientisch nicht zu mtbehren brauchen, und in der That defitzen, was sonst im Hotel nur der täuschende Schein eine« dehaglichm Daheim« ist. Sie würden«tt Ruh« in der Feme an Ihr« Familie denken. denn Sie würden Sie wohl behütet wissm,— das Ouar- tierbillkt„Familienkaiegori� verpflichtet gleichzeitig zur Uebemahme väterlicher Obliegenheiten,— die Erziehung der Kwder zum Beispiel... der Russe, der Ihr Bett bezieh», hat fich gleichzeitig mit der Erziehung Ihrer Kleinen zu de- schästigen. Und am andern Tag ist es ein Türke— wagte ich ein- zuwenden— ich würde ja meine eigenen Kinder nicht mehr «kennen. Man müßte doch erst die Pädagoge« fragen, ob ein so verschiedener Einfluß herlsam wäre. Seine Phantast« flog über solche Bedmkm hinweg, er hörte sie kaum. Dadurch würde ja jede« Haus in«in Hotel verwandelt, man klingelt der Hausfrau einmal, dm Töchtern z«eimal, fuhr ich»ort,— bedmim vi« doch die g. sellschastlich« Un» »öglichke-t,— stellte ich ihm vor,— er lächelr« und schwreg Stanon um Station flog noiüber, er vergeudete kein Wort mehr, aber er dachte unaufhörlich nach. Zn dem lieblichen Innsbruck,— wo es so wunderbar schön"rst,— wenn nicht gerade die Schützen di Welt fich da festlich versammeln- verließ er das Koupe«. Wir verabschiedeten uns förmlich. Als er schon auf dem Trnt- brett fta.d. wandt« er fich noch einmal zu mrr um. mtt den Wortm: Bitte reden Sie nicht über wem Prviekt,- es bleibt unter uns. Natürlich! betheuert« ich. letzte vollständig ouSslbließt, und die Haspeleim ichtunn, auch wenn fie normal sunttwnir», eher zum Vorteil als zum Schaben de« Käufers Ver Waare zu arbeiten pflrgt, da dai aufzuwickelnd« G spinnst wobl länger, niemalt aber kürzer als der vorhandene Hatpelraum fich auf diesem abwickeln muß. Die Normal- Aichungs-Kom r.iiston hat die Aichung solcher Meß Vorrichtungen abgelehnt,«eil die damit vorgenommenen Messungen kaum jemals die Genauigkeit erreichen werden, welche durch Anwen. düng eines geaichten Maßes erreicht werden sollte,«ine Aickung also nur zu irrigen Ansichten über die Zuverlä figkett der Meßwerkzeuge führen müsse. Nun entsteht aber die Frage, ob schon der B«fiy dieser Meßvorrichtungen nach§ 369 Nr. 2 deS Stlatgesetzbuches strafbar ist und tn diesem Sinne hatten die schiestschen Polizeibehörde« fich mit einer Anfrage an das Handelsministerium gewendet. Dieses hat nun kürz- lich fich dahin enrschieden, daß die erwähnten Meßvorrichtungen als eigrntttche Maße im Emne der Maß- und Gewichts- Ordnung nicht zu bekochten, vielmehr zu denjenigen ander« weiten Gerälhfchaften zu rechnen seien, welche zwar zur Aichung zugelassen werden können, einem Aich, Wange dagegen nicht unterliegen. Als urnuläsfig ist nur die Verwendung derselben zum Zumissen im Sff-ntlichen Verkehr, d. h. im unmittelbaren Verkehr m» dem Publikum>u betrachten, während ihrer Ver- »endunz für die inneren Z vecke de« Fabrikdetriebes, wozu auch die Ausmessung zum Zwecke Ver Berechnung deS Arbeits- lohne« gehört, ein gesetzirches Hindern ß nicht im Wege zu stehen scheint. Es soll deShalb bei den Maß- und Gewichts- revifionm eine Beanstandung dieler Meßvoirichtungen nicht erfolgen, vielmehr erst dann strattechtlich eingeschritten werden, wenn im Einzelfalle eine unzulässtge Verwendung einer solchen Voirichtung nachweisbar ist. Es ist hierbei zu bemerken, daß dieser ganze handelsministerielle Erlaß lediglich instruktiver Natur ist, und daß namentlich die Verwendung der Meßinstru« mente»um Zwrcke der Berrchnung de« Arbeitslohnes uns sehr bedenklich er ich-int. Wo der Arbeitslohn nach einem destimm- tm Maß veremaart ist— und das sollte überall geschehen— da kann tuich die Anwendung solcher unvollkommenen Meß- Vorrichtungen immer nur der Ardeiter Schaben leiden, und et ist gamicht zweifelhaft, daß ihm auf Anru'en de« Gericht» sein Lohn nach dem richtigen Maß und nicht nach dem Resultat werden müsse, daS ungenaue Mrßvorrtchtungen zu seinem Nachtdeile anaeben. Zu deu Zerwürfuisseu in der Henschel'schen Tischlerwerk- statt erhallen wir noch zwei Schreib'«, die wir, um Niemandem zu nahe zu treten, nach ihren thatsächltchen Angaben hier fol- gen lassen Einer von den Tischlern, welche die Arbeit niedergelegt haben, schreibt uns:„Das einzig Rrchtize in den Angaben des Herrn Henlchel betrifft da«„Auskeilen". Diese Sitte, die übrigens von d m größten Theii der dort arbeitenden Kollegen verurthttlt wurde» ist thatsächlich schon seit einem halben Jahre abgeschafft. Sie trat nur erst wieder bei der dott herrschenden Unzufriedenheit hervor, als der Kollege entlassen wurde, der schon fett der Gründerzeit dort arbeitete. Es nahmen übrigens von den tn der Wnlstatt beschäftigten 36 Tischlern nur 7 an dem„Auskeilen" Theil. Als nun dei dem heftigen Wortwechsel, der daraus entstand, die Tischler aus den anderen WerknSiten dazu kamen, und einer der ältesten, der dort über 10 Jrhre arbeitet, den Meistw bat,« möge fich doch besänftigen und in ruhiger Weist mtt fich ver- handeln lassen, waren vte nach Herren Henschels eigenen An- gaben in durckau» ruhiger Weise gesprochenen Worte wörtlich folge» de:„Ich habe nichts mit Jonen zu verhandeln, scheelen Sie fich an thre Bänke und wer daS nicht thut, ist sofort ent- lassen und hat nie wieder Ausstcht, bei mir zu arbeiten. Ver- laff n Sie mein Lokal." Was den Fall mir der Decke anbe- tnsft, so scheint Herr Hentschel damit verunglückt zu sein. Was die von uns erwähnte Decke mtt dem Gebot von S Marrk und der Einigung von 9 M. deirifft, so wird dieselbe noch gearbeitet und dekommt der Ar- beiter jetzt 8 M pro Quadratmeter, es ist also der Arbeitslohn schon wieder um 1 M. gebrückt. Was die anderen D-cken von 353 M. pro Quadratmeter detrifft, so ist uns nichtS davon delannl, wrnn aber Jemaed bei Herrn Henschel einmal 36 M. oe.dieat, so ist das ein GlückStall. gerade wie ein Haust. gewinn in der P'erdeiottene. Gewöhnlich gehen die Meisten mit 18 M. und darunter nach Haufe. Da« paffirt tn der besten Zett der Baupettode, vom W nter wollen wir hier gar nicht sprechen. Die AuS'ührungrn über die Lohnreduktion und den Tarif kommen hier gar nicht tn Berracht, der Tarif ist eben nur ein Mintmaltartf und die Ardett muß bei Herrn Henschel nach Halden Millimetern und fast poltrt angefertigt werden. Im Uedrigen haben Diejenigen, welche aufgehört haben, die Arbeit nicht wegen der niedrigeren Preise, sondern wegen der Behandlung und der Handhabung der Ver- akkorvirung seilen« de» neuen Werlfübrer« niedergelegt. Was über den Eu fluß des alten Werkführers gef-drieden wird, davon wissen sämmlltcve Arbeiter ein Lied zu fingen. Wir hoffen zuoerfichtlich, daß un« eine Versammlung von der Behörde gestaltet wird, dieselbe ist derett» angemelbet, in der wir uns den Meistern gegenüber rechtfertigen, und in welcher Herr Henschel mit leinen Werlführern sich nach Herze vi % lensati, --an rti ffiohnr well er eines kleinen Vergehens wegen die Züchtigung Lehrherrn fürchtete; dann beschloß er, seinem Leben ein*3 zu machen. Hierzu bemerkt die„Freis. Ztg.": WaS gw"j |U UiUUjCTl. v*€*oU uCulClU Vsv O&B'• JtUö» uns an, wild man einwenden, da« kam ja in Wien vor. richtig! Aber eine Nutzanwendung dürfte vielleicht aiii i Berlm von Werth fein. Freilich, der Berliner LebrjuriSi' wegen(einet farkaflifchen Laune, feine« schlagenden typische, tn der Voltsposse häufig angewandte hellere o? gewordrn und sein Loos in irgend«elcher Weise be werth zu finden, könnte leicht als übergroße Sentimenti deutet rverden. Allein die goldene Jugend hilft über hinweg, also auch dem Lehrjungen über sein« Leiden,"-a hier nichts verallgemeinert werden, aber auch in Berl«� man nicht seilen von manchen Meistern, die gerne in vre' schauunam der Zunft schwelgen, daß Prügel gewiffermap» sund seien. Auch fie wären ja tüchtig gepufft moiW dennoch gesunde, tüchtige Leute geworden Ein paar ein„Kopfstück"— was kann das dem Jungen viel schab«" j Jungen« werden ja ohnedies von Tag zu Tag schiel"" srüher-n Zeiten hätte ein Lehrjunge„solche Lippe gtt Meister riskiren sollen", wie die« gegenwärtig alltäglich| Nun, oberflächlich betrachtet, mag ja die Sache nick sein. Aber wie, wenn die einzelnen Püffe und(__ bäuflz wiederholen— man schlägt fich belannUich auä' Zorn hinein, wie man fich in ihn hineinredet,— wie., solch Meister den Unmuth, den er etwa in seinem gesrt Leben in fich angesammelt hat. an seinem Lehrling a» Wie, wenn der Lehrling vom frühen Morgen bis zu», fich von prügelnden Fäusten bedroht steht, die ihm jevt' seiner Jugend oerdlltern, und wenn da« Erwachen» Schlafe für ihn nicht viel besseres bedeutet, als daß"Tj einen Tag lang gequält werden wird bis zu der er nach seiner Schlafstelle krteehen darf? Selbst daß solche Fälle nicht gar zu häufig in Berlin oo bleibt es immer bedenklich, daß stch so viele Lodrednek.. welch« fich einen Lehrjungen ohne Geprügelt rverden fi; gut zusammenreimen können. Das Problem, wie � � K bSf las , faefn* poche tf g sei .* Ver hiese For eine wurde v, h�vi v i vv uuuj wien in cciiin ju.«ühn Schläge, die fie den Lehrjungen erthellen, für euk l"-»? Gesundheitsmaßiegel hallen. h, Kinder, welche stottern und ftam«eln,?uroe vi »elnen Volksschulen— so unter anderen Städten def-� Destettei, Braunschweia— ausgemustert und nach ärztlicher unr �(itojej) c je nach der Art ihre» Gebrechen« in Unlerrichlskullt uil Mch Beseitigung ihres Sprechübel» vereinigt. Der Unterrt» � trdoaia von aeetaneten Lehrkräften neben dem Schulunterliar" und vie Refullate warm recht befriedigend, so daß vllu volllommm gehellt wurden. Diese Emrichtung verdiee ahmung und ließe stch auch für Berlin ohne erhebliche rigkeiten durchfuhren. Dabei müßte abcr die Auf»» nicht allein auf die Stotterer, sondern ebenso eifrtS Lisplet gerichtet werden. Das Lispeln, welch-« dekann steht, wenn dei der Darstellung des S-Laute» die Z' fiei die Schneidezähne gepreßt wird, ist. wie es schrit bei Mädchen ein leider recht weit verdrrtteter SpreM einer hiestgen höheren Töchterschule war das„mll anstoßen" zu einer Art epidemischer Schulkranlhell bis es dm energischen Angriffen der Lehrer und Eltetfj gelang, das Uedel auszmottm.«r»«*-«»n' lich fonom. oyne an oa» iveneyrre dreier denlm. So leicht stch anfänglich durch tägliche Urb � Zunge dei dem S-Laute hinter die vordere Zahnrev drängm läßt, so schwer ist später vi« Besettigung dr* Di« Angelegenheit der Unterführung ktratze tn Steglitz ist jetzt insofem weller gediehe«-» Befiver de» zunäch» an der Bahn gelegmen welcher bisher zu hohe Entschädiaungsforderungen firf« j fich jetzt bereit erklärt hat, srin Grundstück im Weg« � eignungsoerfahrm» an ven vahnfisku» abzutteten- Pr. Zig" bemerk zu dieser Nachricht: Bis M 5 Regelung dieser«ngelegmhell dürfte jedoch«f® iC/i lange Frist verstreichen, daß es unwahrscheinlich Unterführung der Straße noch tn diesem Jahre � � es xunde» Wcnbfo im SörlitzN aangenm Donners ,... Keller aus Berlin� auf»o nunmehr der dort stattonirte Gmdarm � mScder au'merklam wurde. Nun' auf dem Weg« nach Rothwaffer, glaubte, zur Flucht wählt«. Der L.. M zu Gebote stehmden Kräften auf die«N» S-SSZ-'S-Wss: .................... schaftltch wurde nun dt« Verfolgung bis zur 2% tz.. K. tn dem Dunkel der val, pi* l| «asser sortgesetzt, wo...*-»»«• iv i~- und, kotzdem die Gmdarmm mehrere Stunvc absuchtm und patrouillirtm, nicht wieder vo. J tonnw war. Do( ci Keller thaisächlich war, unterliegt keinem Slveifel, da die beiden mit ihm»ugereisten Handwerkibmschen, welche nach näheren Feststellungen mit ihm nicht? gemein hatten, bezüglich der PersSnlichkeit Keller'S gravtrende vuSsagen wachten. Keller soll mW Vorliebe Waldungen zu seinem Schutze aussuchen. ES stnd Demjenigen 300 M. Belohnung zugestchert, PJL'o � Ergreifung deS Mörders betträgt.— Die Sache 6,!ich elwai sehr märchenhast an. Bielleicht hat fich irgend « Kif hier wieder einmal einen recht unpassenden Scher» ge» „s macht oder die ganz« Nachricht rührt von einem entensüchtigen on>rmgisch:eib-r her. Wenn der Mörder Keller noch unter Lebenden wäre, so ist bei der genauen Personalbeschreibung, ou von ihm existirt, kaum anzunehmen, daß er nicht schon {fnoß hinter Swloß und Riegel sähe. Vielleicht modert seine M« langst in ir.end einem verfi-ckten Waldwinkel, während itnsattonSbetüiftige Reporter ihn immer roch feinen Namen "wt«cht ini Auge fallenden Stellen" einschneiden lassen. HauSsuchunae«. Am Mittwoch um 1 Uhr fand in der Wohnung und Werlstatt deS Gardinenstangen« Fabrikanten P- Langer eine polizeiliche hauSiuchung nach verbotenen utu&fchristen statt. Bei der Durchsuchung war auch der durch f?" Prozeh Bernd> Christensen bekannt geworden« Kriminal- Mtzmann Jhrina thätig. Da Herr Langer nicht im Lefitz ver- .?,�kr Druckschriften war, so fiel die Haussuchung resullatloS uus. Am folgenden Tage Vormittag»%12 Uhr wurde Herr Langer nach de« Polizeipräfidium zitirt, wo ihm eröffnet wurde, U kine Quittung über 800 Mark von Herrn W. Lehmann, N�rstratz« 14, vorliege. Herr L. wurde gefragt, ob er diese in i, i?8°uSge«eM habe und anerkenne. Nachdem diese Fragen � vejahendem Sinne beantwortet warm, wurde ihm die Frage �Stiegt, wo fich diese» Geld befinde oder zu welchem Zweck L«draucht wmde. Herr L. gab an, datz er da» Geld in Geschäft verwmde. Dmch wettere Recherchirungen, auch die Frau deS Herm L. unterziehen muhte, %" genannte Summe jedoch nicht zusammmgedracht; V®) schenkte dm Angaben des Herm L. feinen Glauben, son- sagte ihm, dah dai Gell» zu Parteizweckm verbraucht sei, " dt« weiterm Folgen abzuwartm habe. Gegm % o t rourÖt H«r L. entlassen.— Ebenso wurde bei Herrn «> Lehmann, Fliederstlahe 14, eine Haussuchung abgehalten, �welcher Gelegmhest die obrn bezeichnete Quittung gefunden s-n»' Lehmann wurde in diese: Angelegenheit eben« '»u« am 5 d. M. vernommen. , de» ist ein««getreuer Hausdiener, welcher fort- .einen Brodherrn, einen Kaufmann in der Leipzigerstrahe, Mhlen hat, verhaftet wordm. Wie in den meisten dieser ««scheint d-r Hehler deS gestohlenen GuteS, der in der bl�enstrahe wohnende Handelsmann H, welcher früher auch m*».." war. schuldiger alt»er Dieb, denn er hat nicht dm, westauS größeren Theil d«S Gewinnes gezogm, son« iL�wlch durch Versprechungm und Drohungen seinen Mit« %.�ig(n zu bestimmen gewußt, immer tiefere Griffe in daS V. jl�wgtt der Firma zu thun. Er bezeichnete sogar genau wjioffe, welch« Jener stehlen und bringen sollte. K. ist �.gewerbsmäßiger Hehlerei»erhastet worden und geht li�jirengm Straf« entgegen.— In solchem Falle kann man - kaum sagen,„der Hehler ist so gut wie der Stehler" eigmtlich heißen, der Hehler ist noch zehnmal y* als bei Stehler. Stb«wem Trödler i« de» GipSstraße bot vor längerer N�,"N unbekannter, fein gekleideter Herr einen Meerschaum- jv�ntoef zum Kauf an. AlS der Trödler wegm mangelnder ü�nnation den Kauf ablehnte, erbat und erhielt der Unbe- z likgen Verpfändung des Pfeifentopfes ein Darlehen von «J*. welche» er angeblich zu noihwenSigen kleinen Einkäufen senden wollte. Da fich der Fremd« bisher nicht wieder hat ryPI lassen, ffl ift amtinehmeti. Pfeif1 hiestgm Poliztt ab. an Kriefkaste» der Redaktion. v. v. 160. Natürlich dehnt die Wärme das Beim Gefrieren tritt jedoch seltsamer � ebenfalls ttne AuSdehnunz ttn, und zwar um nahezu Allgemeinen au». Volumen» de» Waffer». Darau» erklärt fich die große E« krast de» Waffers, das Platzen von Wafferröhren im~ die Zerbröckelung von Felsen, wenn das Waffer in gefriert. H. K- 60. Die Wählerlisten zur Stadtverorvnttl werden alljährlich erneuert, auch in den Jahren,"vVaI gänzungSwablen der Stadtoerordneten-Versammlut'g ou-« scheiden ttne« Drittels der Stadtverordneten nochwendig — Durch MandatSniederlegung, Todesfall kann Zeit eine E satzwahl auSzetchrieben werden, deshalb, j der überführen, ob sttn Name in die Wählerliste ist. In nächster Zett werden einige Ergänzung»«_ finden, da mehrere Stadtverordntte zu Stadlraiben werden und dadurch au» der Stadtverordneten« Verst?- ausschttden.— Die Listen liegen in jedem Jahre in' vom 15. bis 30. Juli zur Einficht au». j huf.' ? die > Tal da k'euts, D« g. druckte de beliebige stablich I .-D fall« Si M«. %***«. Aabrikar vi Theater. Sonnabend, den 7. August. Belle-«lltanee- Theater. Da» Paradies. Akt m.: Im klastischen Dreieck. Ostend-Theater. Vom Golde verführt. Btttorta- Theater. Amor. Tanz. Poem von »utgi Manzotti. Walhalla-Theater. Sapricciosa. Kroll's Theater. Der Trompeter von Säktingen. Central- Theater. Alte Jalobftr. SO. Direkt.: Adolph Ernst. Der Wald-Teufel. Gesang». posse in 4 Akten von W. Mannstädi. Koupletsvon G.Görß. Mufti vonG. Steffen». Mtt neuen Dekorationen und Kostümm. KöÄgstäd tische» Theater. Die Zigeuner. daronin.__ 10«. ,Ä»: Schweizer Garten. Grosse» WiUtSr«oncrrt, Auftrete« fammttiche? Kpexilttitäte». GhvatervorstellnnI. Poiksdetnstianugen aller Art. Austreten der Fi»M»' 1 1■fcTAO sowie des Trios Jona», Grosch deliebten Ir"we vrldl.-B. M und Gläser, Geschwister Heffat. Jm Saale: EanzkeSnzche«. Adrnd«:«rosse» Fronten-Feummrk. Anfang'oÄhr. �Bon�tabfn�ffiSenwfl»' Gittigkett. 30 PstNNig. Passage 1 Tr. 9 3».— Kalaer-Panvram». In diesem Jahre». ersten Male: Die malerische fran/.Ss. Echwet». "## Neu! Hertha-Aeise. Carolinen-Inseln. Eine Reise 90 Pfg. «r Neu! mr Schweden._ tha-Aetse. Carolinen-Insel Linder nur 10 Pfg. 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Allen Verwandten und Freunden zur Nach. ttcht, daß unser Sohn, der Steindrucke: S«U Gross, am 4. August, Abend» 10% Übt, sanft entschlafen ift. Die Beerdigung findet Sonntag. den 8. d. M., punkt 5 Uhr, von der Lttchen'>alle der Naia:cibgemeinde tn der Seestraße aui statt 282 1 E. Herold, als Sti-fvat-r Fachverein der Posamentirer und Seidenknopfmacher. "mm mbnun recht zahlreiche Fachoerein der Metallsch� «nd verw. vernf»genosse» General-Vers ammiust? Sonntag Vormittag 10 Ubfc»,l in Krirge»'« Kalon, Wafierthorfi"« T.O-: 1. Der Ueberfall auf deN,A 2. Kassenbericht. 3. Reuwahl des Vorstandes. 4. Verschiedene«, F zahlr. Erscheinen ersucht &K N er sammln» g sämmtlicher Lackiremkistcr u. verlins und Umgegend am. 7. August er., Abends 8'/, Ubr. u> Kalo«, Kommandantenstr. 71—72. Tagesordnung: Ve.handlung dildmden ArdtttSnachweis. voev'viav»«-«aovz-MVUUUcklVChV...w(f, 0 Das Srfchttnm jede» Mttster«„ ist nothwendig. tottSinb�y 8 J Am 15.! findet in Ja, ttnewssw,_______.._ b« vrtakraukrnkass» st�ffgrtmd�g°'l%%% Kommission. 2. Berathuna des Die Herren Vertreter der Kasse. N-NIMW •8 Eine noch kaufen gesucht ITischlergtt- auf Bauarb. ZtbcüiaitH�t uf Lauarb. 1«orbmacherges. verUFornk���, gjt» Für ttne Luxuspap'erf-chrik verlangt. Näh. G-aottanstau��-� Verantwortlicher Revavem#. Cronhei» tn Berlin. Druck und Max BadlÜ� in Berlin 8W.«euthstraße 2.