Sonnabend, den 14 August 1886. 111. Jahrg. �6«* heute N» (rliudHolUli Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 ist* jlun««2 I n,mi lind,"n Ä fJfelfW' Kirche md Staat. .»Sle mttbes wieder komme» 1" prophezeiht« der Dichter ? e r w« g h, alt bei Begia» de« Kulturkämpfe« die katho- Me» Bischöfe au« Preuße« vntrieben wurde«. Uad sie «toi, wieder, fi, sind wieder da; wenn auch nicht gerade vertriebene, Kirchenfürste« silber. so doch Nachfolger «« Stellvertreter derselbe«. Dieser Tage bade« sie sich i» 2% versammelt und der Herr Erzdischof vo« Kol» hat r* Borfitz dabei geführt. Ob sie darüber berathe« habe«, � schöue Stadt Fulda zur Residenz de« Papste« zu welch« Frag« bekanntlich der Reichtkanzler seine« Gespräche« mit Busch i« so inter- lkiont..� > n oblW FaWJJ i ff««« Weis« erörtert hat, steht dahin. Wa« aber �Zusammenkunft bezweckt« und von welchem.Geiste" sie da« geht au« einem Artikel der.Fulda« »(T ganz deutlich hervor. G« heißt dort: »Di« Bischöfe haben nur da« eine hohe Ziel im Auge, ??* Frieden zu fördern, d« die Völk« glücklich macht gbw Staaten nach innen und außen kräf»igt. D« stampf hat zu den allen historischen Erfahrungen , jvzm«wen neuen Bewei» gefügt, daß der Kampf £'/cht n den staatlichen und kirchlichen >?torität«n nur zum Schaden beid« und zum Ver» ®5*iß d« breiten Vol««asien führt, und auf Grund dieser •vtohruBgen läßt sich hoffen, daß die Zeit nicht mehr fern ) wo man auch mit dem letzten Rest d« Kulturkampf«- Wetze aufräumen und b« Kirche die voll« Freiheit t'-'tück erstatten wird. Sch.n in d« nächsten Landtaqssession, °a«««artet man mit Bestimmtheit, wird dem Bedürfniß • net �vollständigen organischen Revision lechnung getragen werden, denn da« _« g zum wahren und vollen Frieden, gelenkt hat"** die Ktr-vengesetzgebung bereit,»in- Daß d« Appetit beim Effe« kommt, ist ein alt« Er. mhrungisatz und die Häupt« d« katholischen Kirche in Deutschland genießen nun die Früchte de« Friedentschlusses v»t da Reichsregierung, indem sie sich zugleich darnach umsehen, wie sie weit«« Zugeständnisse einheimsen können. weiß ja: »Di« Kirche hat einen guten Magen, Hat ganze Länd« schon vertragen!* , Zntereffant ist die Auffassung d« Siwation, wie sie gde« sehr diplomatisch gehaltenen Artikel da»Fulda« enthalten ist. Darnach gttticht d« Kampf zwischen und kirchlichen Autoritäten nur zum Nachtheil B«d«ben d« Volk«massen. Damit ist doch nur daß sich die Vertret« d« katholischen Kirche al« _ W("ht betrachten, die zum mindesten dem Staate al» mm JeuilLeton. [23 m Spuren im Sanbe. Aoman von Ewald August Kiatg. vährttk�'***■ da« wäre ein schlecht« Dank!' rief Paul, de« w�ora au, den Armen de« V«lobten au die Brust ®ie a»"lte..«ie bleiben bei un«, und ich hoffe, daß gang��uvserem traulichen Herde für die trübe Ver- Von Wchen Ersatz finden»«den. Sre sollen Wa**!"« Fabrik betheiligen, wir gründen sie gemew. "vtfibl« wollt« ich schon vor mew« Werbung Ihne» " und ich hoffe, Sie > da genug, und ............... wir beide wollen . daß wir etwa« leisten können 1" damit bin ich ewverstanden I"«widerte Hewe- »Zch' streut w di« Hand de« jungen Manne« einschlagend. * w« Ihnen«we kräftig« Stütze sew." ihr«,," bist«W gut« Mensch," sagte Dora, während sie bist t�rm um den Nacken de« Geliebten schlang und ch» v» Auge, in« Antlitz schaute,»ich weiß, daß ich Seite glücklich werde!' 'S, 5Du liebst mich wirklich?" W�Mi'««gangen wie Dir, ich konnte Dich nicht ll>»d Wen und mußte Tag und Nacht an Dich denken. Dei,« m�biußt« ich ja auch, mit welch« innigen Lieb« �«ich an Dir hwg, ich hatte fern« gesehen, wie F» g�� sw liebtest. da wurde e« mir klar. daß Du Sohn seiest, und mein ganzes- Dir 1e,eP<«ad mein ganze«««trauen ge- ab« wollen wir ein Gla« Wein trinken," sagte *, mH' d«r� inzwischen sew« Arbeit bei Seit« gelegt te,.*'td stch wohl noch eine Flasche im Kell« be» rfä** hiaaa», sie war kaum mit d« Flasche zurück. 1 Hugo Braun und d« Souffleur Schimmel ein» gleichb«echtigt gegenüber steht, die ein« Sphäre hat, in die der Staat nicht eingreifen darf und die allenfallfigen Ein» griffen Widerstand entgegen zu setzen entschlossen ist. Da» muß sich nun dieselbe Staatsgewalt sagen lassen, die vor fünfzehn Jahren mit so großem Halloh den.Kultur» kämpf' gegen Rom begann! Wir brauchen kaum zu bejpnen, daß wir immer Gegner de« Kulturkampfe« gewesen sind. Ab« wir sind nicht«» destoweniger auch entschiedene Gegn« de« Ultra» montaniSmu«: wir find sogar entschiede,«« Gegn« de«» selben al« die Liberalen, denn wir möchten den Ultra» montaniSmu« ganz und in seinem Wesen beseitigt wissen, während ihn d« Liberalismus nur in seinen Erscheinung«» formen angegriffen hat. Nach dem mißlungenen Kulturkampf find wir nun genau da wied« angelangt, wo man ursprünglich war: der Kaiho- liziSmu« und mit ihm d« Ultramontam«mu« bildet wies« eine von d« Staatsgewalt ganz unabhängige Macht, einen Staat im Staate, eine Gewalt, welch« den Arm de« Staate» benutzen kann, um ihre Feinde damit zu schlagen, und welch« sich so behaglich einrichtet, daß die Feinde dies« Organi» sation genöthigt find, zu den Kosten für ihren Unterhatt beizutragen. Da« Fulda« Blatt kündigt ab« auch an, daß die ultramontane Partei sich mit dem ntutas quo nicht zufrieden geben w«de, sondern daß man»et«* vollständige organische Revision der Matgesetze' ver« langen wolle. Warum diese vorfichttge Umschreibung? Warum sagt man nicht gleich.Aufhebung d« Mai» gesetze?' Denn e« wird doch dem Rest d« Maigesetz. gebung, d« noch vorhanden ist, kein Mensch irgend welche Thränen nachweinen wollen. Wir find auch üb«zeugt, daß die Ultramontanen ihr Ziel vollständig«retchen werden. Die R«gt«ung scheint stch diesen»theuren" Bundesgenossen um jeden Prei« sich«» zu wollen und fi« kann sich wohl darauf gefaßt machen, daß sie di« Liebe«» dienst« der Ultramontanen wird schw« belohnen müssen. Und die armen Nationalliberalen! Wie lassen sie di« Köpfe hängen! Wer weiß, wa« ihnen pasfiren kann! Denn w« d« Regierung um jeden Prei« dienen will, d« muß gewärtig sein, daß ihm eine« schönen Tage« befohlen wird, die Schleppe de« Herrn Windthorst zu tragen. Und sie««den e« thun, wenn auch«st mit saur« Miene; fie werden sich nach und nach zum Lächeln zwingen müssen. Wir ab« stehen bei Seite und denken, daß man 1886 schreibt, daß aber in Deutschland d« Einfluß Rom» so mächtig ist, wie jemal« seit vierthalbhundert Jahren. Sine sehr interessante und lehrreiche Erscheinung! Die Störung war unangenehm, ab« zurückweisen konnte man die neuen Gäste auch nicht. Der Mechanik« stellte da« Brautpaar vor mtt de« Bemerken, daß e« sich erst in dies« Minute verlobt habe, ad« wenn« gehofft hatte, fi« dadurch zum baldigen Scheiden zu v«anlassen, so sollte er sich darin getäuscht ��'»Da« trifft sich ja glücklich," sagte Hugo, nachdem « den Verlobten seine Glückwünsche dargebracht hatte, »dieser Herr ist d« Schloff«, von dem ich mtt Ihnen sprach." »Und ich hoff«, Sie w«den'« nicht übel nehmen, wenn wir einige Minuten bleiben,' wandte Schimmel sich zu dem Mechanik«,.wir kommen in einer recht wichtigen An» gelegenheit, die mehr od« wenig« auch Sie berührt. Ich bin d« Bruder de« Rentner« Schimmel, d« vor langen Jahren ermordet wurde, Sie erinnern sich gewiß d« Ge» schichte noch—* .Wie könnte ich fie v«geff«nl" erwiderte Heine« mann, d« überrascht zurückgetteten war..Daß ich g«ade in dies« Stunde an jene Schmach erinnert w«den Nicht im schlimmen Sinne," fuhr Schimmel lebhaft fort,»denken Sie denn nicht, daß der wirklich« Thäter nicht entdeckt w«den könnte?'_ Der Mechanik« schüttelt« zweifelnd da« Haupt. »In früheren Jahren dachte ich wohl daran,' sagte er, ab« nachdem so lang« Zett darüb« verstrichen ist, habe ich die Hoffnung, daß d« Thät« noch entdeckt w«d«n könne, verloren.� � g�pnren, di« oben bei dem Rentt»« entdeckt wurden?" fragt« der Souffleur mtt scharfer Be» ionung� fie?" 'Wir werden sehen I H«r Braun sagte mir. d« junge mmm# PoUtische Ueberftcht. Ei« ganz etgenthümltche, Schriftstück in dem Maurer Pinkernelle in Hannooer seilen« de« voriigen Polizeiprä- stdium« zugegangen. Dasselbe verbietet dem Leit« de» Mau» rerftrril« da« ferner« Reden in Stteikversammlungen, widrigen» fall« immer sofortige polizeiliche Auflösung«folgen würde. Auch da« Verbot der Slreitkommisston wird angedroht, wenn Pinlernelle derselben noch fernerbin a!« Mitglied angehören sollte. Da« Schrifftück lautet:„Nachdem Sie sich der Leitung de« Maurerstrett« bemächtigt, h-oen Sie in zahlreichen Ver» sammlungen in der Ihnen eigenen leidenschaftlichen und ge« hässtgen Weise vielfach Reden gehalten, durch welche der Friede zwischen den Mamngesellen und den Meiftera namentlich den Jnnung»metstern, arg bedroht worden. Sie haben tnSbe» sondere vieierig-n Maurergesellen beschimpft und geschmäht» welche die Arbeit fortgesetzt oder wied« aufgenommen haben, indem Sie öffentlich ausgerufen haben, daß in der den arbeitenden Gesellen von den Meistern zugesicherten Legitimation«- karte(Winlerarbeit) keine Belohnung, sondern ein« Brandmar» kung zu finden sei. Zu den von der streikenden Gesellenschaft sengesttU.en Forderungen an die Meister haben Sie sväier ver« sucht, noch die von der Gesellenschaft allerding« nicht ange- nommene Forderung hinzuzufügen, daß die Arbeit bei keinem Meister aufgenommen werden dürfe, welch« verlang«, daß sein« Gesellen d« JnnungSkrankenkasse angehören, und endlich haben Sie in der gestrigen öffentlichen Mamerversammlung Sm Schluß die Anwesenden zur festesten Organisation aufge» rdert, damit die Arbeiter im nächsten Fahre den Meistern geschloff.'n gegenüberstehen. Hierdurch sowie durch Ihr di«» herige« Verhalten al« sozialdemokratischer Agitator haben Sie bewiesen, daß Sie e« sich zum Geschäft machen, den öffent» lichen Frieden zu stören und für die Bestrebungen der Sozial« demolratie in gemeingefährlicher Weise Propaganda zu machen. Unt« ihr« ferneren Leitung de« Streik» muß der ruhig« und ordnungsmäßige Verlauf deffeidm erheblich leiden, weshalb ich Sie hiermit auffordere, sich jed« weiteren Leitung und agita« tortschen Tbättglett in«usehung de« Streik« zu er,'Wien, widrigenfalls alle Versammlungen, in welchen Sie al« Redner auftreten sollten, werden aufgelöst werden. Auch die Streik» kommisston wird verboten werden, wenn Sie derselben noch fenrer al» Mitglied angehören sollten. Der Königliche Polizei. prästoent. Ueberau» bezeichnend für die Art und Weise der t kannten Frau Lma Morgenstern in Nr. 32 der„Deutsiben Hauisrauenzettung". Diese« Blatt bringt Autzüge au» dem jüngst auch in deutscher Bearbeitung erschienenen„Da« Recht der Flau" von Secrätan. E» ist eine tüchtige, populär ge» schrieoene und einen weiten GesichtSkrei« umfassende Arbett. Der Verfasser plaiditt für vollkommene Unabhängtgkett de« Weibe» in rechtlicher, wirthschastlicher, sittlicher und politischer Beziehung. Daß er dabei tiefir sozialer Schäden gedenken und da« Kind beim rechten Namen nennen muß, ist seldstoeiständ. »ch. Niemand, dem e« wirUicher Ernst ist mit der Besserung die damals nach dem Tod« meine« Bruder« gefunden wurden. zu verschaffen gewußt, immerhin liegt ti ja in der Möglich. keit, daß ein und dieselbe Person alle diese Verbrechen be» gangen hat.' Paul hatte berett« sein Rott, buch au« der Tasche gezogen und die Zeichnungen hervorgeholt, der Vergleich wurde angestellt, er ergab in der That da« erwartete Resultat. »Wa« sagen Sie nun?" wandte Schimmel sich zu dem Mechaniker, der auch jetzt noch ungläubig mtt den Achseln zuckte. »Ich behaupte: derselbe, der«einen Bruder ermordete, hat auch den Mord in Kalifornien begangen und hier den Einbruch versucht.' „Beweise!" erwiderte Heinemann lakonisch. »Genügen diese auffallend übereinstimmenden Spuren nicht?' fragte Hugo erregt. »Vor dem Gesetze nicht. Und dann meine Herren, müßt« doch vor allen Dingen der Mann gesucht werden, gegen den auf Grund dieser Spuren die Anklage erhoben werden könnte.' »Da« ist'«!" sagte Paul,»daran scheitert Alle«! Wenn ein gewisser Herr einen solchen Klumpfuß hätte, so würde auf ihn der Verdacht fallen, und ich wäre der erste, der diesen Verdacht begründet hielt." »Und wer ist dieser Herr?' ftagte Schimmel. »Unter un« gesagt, der Baron von Bergau." »Unsinn!" sagte Hugo,»er ist ein reicher Herr—" »Da« beweist nicht«: er könnte stch ja drüben durch den Mord bereichert haben. Master Pattik hatte Schätz« aufgehäuft, und nach seinem Tode fand man nicht,.' »Wie bei meinem Bruder,' schaltete Schimmel ein. ., war damals ein vagabundirender Komödiant," fuhr Paul gedankenvoll fort,»erst nach dem Mord verließ er diese Stadt, er ging nach Kalifornien, und auch dort verschwand er gleich nach dem Verbrechen, er ist in diesem Haus« bekannt, denn er bewohnte derzeit da« jetzige Schlaf» , immer de« Rentner« Gottschalk— all« die« zusammen» genommen könnte immerhin einen Verdacht begründen, aber er hat die feinsten zierlichsten Füße, die ich jemal« sah von ihm können jene plumpen Spuren nicht herrühren." «nsern Dtthältniffe, wird darin«twaS flndrn. Nicht so ssrau Lina Morgrnfttrn. Mit txm vollen Aufgebot der chr zu Ge- bot« stehenden stttliitien Entrüstung, aber doch in glattesten Worten verwahrt sie sich dagegen, die jungen Leserinnen ihres Blatte» mit den setdstonständlichsten Dingen bekannt zu machen. Eo schreibt die Tame u. N.:„So inter-ffant auch diejenigen Stellen de» Buche» sind, welche über da» Verhältniß de» Manne» zur Frau außer der Ehe urtheilen so ver Kielet un» dt« Rückstcht auf unsere jungen Leserinnen, hieraus Au»« züge zu dringen. Nur einiger Schlüffe will ich gedenken, zu Venen der Veifaffer kommt, wenn er die Ungerechtigkeiten be« rührt, mit welchen da» Gesetz da» weidliche Geschlecht belastet." Wirklich, prüd-r kann eine Sache nicht umgangen werden. Und solche schrif-stellemde Damen gelten bi» heute noch für Autoiitäten in Allem, wa» auf die Frauenftage Bezug hat. Bon der Arbetterinnenftage speziell wollen wir gar nicht reden. Wie lang« wohl hätten die armen Näherinnen, die von früh di» spät schaffendea Fidrikardeilerinnen und Alle», wa» im Banne der sogenannten„weiblichen" Arbeit steht, harren müssen, bi» einer der schöngeifttgen, in Volksküchen stolz r« präsentirenden Seelen der Gedanke einer praktischen, nicht» verheimlichenden Agitation gekommen wäre? Es macht stch ja recht hübsch, wenn von Zeit zu Zrit eine matte Schilderung «eidlichen Elend» vorgeführt wird, auch theoretisch anscheinend sehr gewagte Forderunaen»»'gestellt werden; aber mehr zu thun ging« über dm Geld- und— Gesinnungtdeutel. Ueber die neue Zollpolitik sprechen stch bekanntlich die preußischen HandetStammern in den Grenzprovinzen durchweg in ihren Jahresberichten ungünstig au», und weism nach, welche schädlichen Wirkungen die Erhöhung der Zölle in Deutschland und Rußland auf dm Handelsverkehr in diesen Provinzen übt, wie die Au»fuhr au» denselben nach Rußland fast völlig aufgebört hat. Die polnische Preste in Rußland berichtet mit Gmugthuung darüber, daß von so kom< petenter Seit« die schäd.tchm Wirkungen de: neuen Zollpolitik kon stattet»erden, und der„Kurqer Warszaw»ki" bemerkt: In jedem Fall« könnm da» KSr igreich Polen und daS rusfische Gewerbe dadurch nur gewinnen, daß die Zufuhr der Waaren au» Preußen stch mindert. Vitt der Deutsch- Ostafrikanische« Gesellschaft scheint $» nicht besonder» günstia zu stehm. Sie hat wohl auf 80000 Quadratmeilen die Flagge gehißt, dafür find ad« ihre finanziellen Verhältniste, wie die„Freis. Z'g." verstchnt. sehr schlecht. Die Gesellschaft wünscht'ine Anleihe von fünf Mtl. ltonm Mark abzuschließm, um Militärstatlonm«basten zu können, welche den fiarawanmzoll einheben sollm. Die Auf. bringung diese» Geldes sei jedoch mst großen Schwierigkeitm «rdundm, dmn rechtlich haftbar für alle AuSlaam wäre einzig und allein Dr. Karl Peter». Aommerzieniath Karl v. v. Heydt in Elberfeld, in Firma v. d. H ydt in Kerstm, interelfire stch War für die Gesellschaft, hüte stch ade«, irgend eine persönlich« Verbindlichkeit für dieselbe zu übernehmen.„Seit etwa zwei Monaten," schreibt da» gmannte Blatt,„stnd nun die Zeitun- am mit Rotsten angefüllt üb« Finanzreis.n, welche Karl Pet«» bald an dm Rhein, bald nach Hamburg untetntmmt, um neue» Geld zu beichaffm. Auch seine Elberfeld« Freund« stnd zu demselben Zwecke in Bnlin gnvesm, um Lnltn« Finanzkreile gr die Ostaftikanische Gesellschaft zu intnesfiren. Ad« vie «lin« Finanzkreise stnd schon mehr, al» ihnen lieb war, ko- lonialpolstrsch in Anspruch gmommm worden, zuerst für die Südwestafrikanische Gesellschaft und dann für di» N-u-Gutnea- Kompagnie. Nunmehr ist Herr Pet«» nach England gereift, um von dem Sckottm Mackinnon, Besttz« d« Dampferlinie nach Sansibar und lttrt mit d-m Hause Mackemie u. Hon pagnie, Teldunterstützung zu erhattm. E» macht einen sonderbaren Eindruck, daß Vie Deutsch- oftafrikantsch« Gesellschaft, welch« in allm ihrm öffentlichen Kundgebungen den Mund voll nimmt gegm England und englische Jnteresten in Off- Afrika, nunmehr stch um mgltsche» Gel» für„nationale Zp'cke" bewirbt." Wenn diese Darstellung d« Situation d« Deutsch-ostafrikani. schm Gesellschaft zutreffend ist, so dürfte dieS wohl al» ein Zeichen detrachtet werden, daß bezüglich der Kolonialpolstik der frühere Enthufiasmu» in Deutschland bereit» ein« gesunden Smüchterung gewichm ist. Zu de« Poleaausweisunge«. Am S. d. M. reisten ein« polnische Dame und d«m Tocht«, welch« stch im Sool- bade Ctechocin aufhaltm, nach Thorn, um diese Stadt und dann weit« Danzig zu besuchen. Sie»«ließen stch darauf, daß sie nicht zurückgewtelm w«den aürdm, da ste von einem Bekannten«n Empfehlungsschreiben an dm Landrath de» »relse» Thorn mst stch führten,«l,«ie nun tn Tbom an kamen, und im Wartesaal dm dort anwesendm«endarm baten, ihnen die Wohnung de» Landraih« zu weism od« dt, Absmdung de» Empfehlungsbriefe» an dmsclbm zu besorgen, wie» d« Gendarm die» Gesuch zurück und«klärte den Damm: ste würden au» dem Wartezimmer nicht in die S'adt gelaffm w«dm und müßtm mit dem nächsten Zuge nach»lexandrowo zurückkehren; auch gestattete ibnm der Gendarm nicht, Jemanden mit d« Besorgung de» Briese» an den Landrath zu braus. tragen. So mußten dmn die Damen, nachdem st: von Thorn „Diese Bemerkung habe ich auch gemacht,' sagt« Hugo,„ab« seltsam ist e« doch, daß Gretche« dabei beharrt, die Stimme de» Bar»»« m je»« Mordnacht gehört zu habe»." ,W« ist Gretche« s" fragte Paul rasch. „Gretche« Schimmel,«eine Braut." Der Souffleur schien mst einer hastig abwehrende« Handbeweguug sage» z« wollen,« habe sein« Zustimmung «och nicht gegeben, ab« Niemand achtet« auf ihn. „Da« ist freilich wichtig," sagte Paul, solch« Einbrück« bleiben im Gedüchtruß haften, und wen»«an st« auch liagst vergeffm zu haben glaub», plötzlich erinn«» man stch ihr« doch Wied«. Wenn Ihre Fräulein Braut da» mst voll« Sicherheit behauptet—" „Daun kau« e« immerhin«och ei» Zrrthum sein," unterbrach Schimmel ihn.„Der Baron war damal« ein schüchtern«, gutherzig« Mensch, und ei« solche« Lnbreche« zu begehe», hatte« sicherlich web« den Mnth«och die .Ditt�will nicht« heißen," sagt« der Mechanik«,„Muth und Gewandtheit stnd dazu nicht«ford«l,ch,«in solche« Lttbrechm ist w den mnste» Fällm nur di« That eine« Augenblick«.' „Wir müsse« darüber au»füh»licher«st einand« reden," »ah« Panl wied« da» Wort,„die Sache begwnt dmn doch ernst zu w«dm. Ich will damst»«cht sage», daß ich mt» schloffm sei, gegm de» Baron v. Berga« Anklage zu«, hebm, im Gegeutheil, dazu fehlt mir»och nnm« jed« Anhaltspunkt, ab« untersuchen muß man'« doch, da« find wir alle un» selbst und unftrm Angehörige» schuldig. Da «eine ich den«, wenn wir alle,«st Einschluß Ihr« Nicht«, He« Schimmel, zusammm kämm, um die A.ge. legmheit ernst und gründlich zu b«athm. Und j« nachdem diese Berathuag autfällt, köaute m«, einm Beamtm d« Kriminalpolizei in da« Geheimniß einweihe« und ihn«st b« Untnsuchuna beauftrage«." .Mst der Untersuchung gegm dm Baron 1* frag,« Schimmel, mst einem mißtrauischm Blick zu ihm auf. fchaumd. „Da« müssen wir dann dem Beamtm überlassen." nur einen Theil de» BahirhoseZ kennen gelernt hatten, wied« nach Polen zurückreisen. Dm R ich»tag«adgeordnete Paul Singer sollte in Frankfurt a. M. über vie poistische Lage sprechen. Die V«> sammlung wurve jedoch auf Grund de» Sozialistengesetze» verboten. Da»„Offevbacher Abendblatt", Herausgeber Julius Friliche aus Seifersdork tn Swl., Druck d« Benoffenschaft»- Druckerei, weich»» om 9 zum ersten Male hei ausgegeben wurde, hat ein eben so jäheS Ende gefunden wie sein Vorgänger, de: „Offend. Lokalanzerger". Am 10. früh wurve das Blatt auf Grund deS Gesetzes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie konfitztrt und daß fernere Er« scheinen deffelden verboten. Oesterreich Ungar«. Der Tod des Dr. Rappoport in Wien veranlaßt die „Deutsche Zeitung" zu einem Lestartikel, der den E» st aß eine» schwtndelhaften vörsenfürften auf die öffentlichen Angelegenheiten in Oesterreich in ebenso drastisch« wie den Toatsachen entsprechender Weise schildert. Wir entnehmen dem Art&l folgende Stellen: ES erregt tn uns geradezu«in Gefühl der Beschämung, daß der Tod eine» Mannes, der nicht» BeffereS und Schlechteres war, al» ein kühn« Börsenspekulant, die öffentliche Aufmerksamkeit in Oesterreich wie ein be> deutungtoolleS Ereigniß tn Anspruch nimmt. Man mag stch immerhin dagegen st.äuden. dem A> treten Dr. Jakob Ravvaport'S von jen« Schaubühne, auf welch« ihm d« erste Platz ge- dührte eine größere Wichtigkest heizumeffen; man mag auch die Stime ungeduldig daiüb« runzeln, daß die Journale seine Lebensbeschreibung in sorgfältig« Ausführlichkeit dringen; aber alle Einwendungen gegen ein derarligeS Vorgehen stnd unstatthaft. ES ist eben vollständig wahr, daß der unselige Einfluß der Börse tn Oefte rreich mit dem der mächtigsten Gewalten auf einer Stute steht; eS ist wahr, daß Rappaport und Bontovx und Langrand- Dumonceau ein wrchttget Blatt tn d« Geschichl dieser Groß- macht auSfüllm; eS ist wahr, daß die Entw'ckelunq der Ver- söhnungtära«st voll und ganz vcrpand.n w ider, kann, wenn man den weitreichenden Einfluß der Länder dank auf diePreffe und auf da» wirthschaftlichec�fb-n sorgfältig verfolgt... ES ist leid« wahr, daß diBftkon upiton eine ständige, fast annkannt« Einrichtung tn diesem Land« ist, und daß ste, sei eS al» Selbstzweck, sei es als Werkzeug, in dem Wirken der polttischen Faktoren in O-fterrrtch eine wichtige Rolle spielt... In dem Leben diese» Manne» spiegelt sich zum T heile die Geschichte der letzten Gennation. Er besaß schon vor 187! ein koloffale» Verwögen, welche» sodann tn d« Börsenknst» zerrann, und n«hob stch dann wieder in dem Börsentaumel von 1881»u größer« Bedeutung. Er besaß in jen« ersten Epoche otellncht ein ebenso großet Vermögen al» in d« spätnen Zeit. Wie kommt ei ab«, daß er«st in der zweiten Pertode sein« Thältgkeit ein Mann von großer öffent« lieb« Wirksamkeit wurde, und weßhalb war« nicht bneilS vor 1873 eine d« markarten Tyoen de» modernen Gesellschaft». leben»? Da» ist ganz einfach. Die Finanzminister Biestelund Preti» haben sich Männern wie Rappaport oder Bontoux nicht at» Werkzeuge politisch« Pläne beoient. Die Spekulanten dies« Art«warben R'ichttzüm«, aber ste entsafteten ihren Errfluß wesentlub tn privaten Angelegenheiten. Da» Wtrk-n d« Länd«dank aber ist deshalb so wetilragend, well ste in vie tr.neren und äußeren Geschäfte de» Staate» wirkungsvoll ein- greift. Al» ste mit außerordentlichen Begünstigungen tn» Leben trat, wurde dadurch eine große zweitägige Debatte im «idgeoronetenhuuse entfeffelt; al» Bontovx der ftanzöfischen Zuchipollzei verfi-l, fürchtete man tn Oesterreich einen«trth. schaftlichen Zusammenbruch ähnlich dem von 1873; alSEervten mit Bulgarien Krieg begann, genoß der erstgenannte Staat nicht blo» den Schutz der österreichischen Diplomatie, sondern, wa« ihm noch wicht, a« war, den Kredtt der Ländndank. In den ersten Jahren ihr S Bestände» aber war Rapprport un- leugbar die Seele der Opnattonm dies« Bant. Er mußte sich im Hintergründe hatten, weil an seinem Namrn noch die Erinn«ung ftllhem Ereignisse haftete. Er war e», der zum Ankauf zwei« Wien« Blätt« zum Dienste der Regierurg rieth;« entwarf dm Plan eine» Monopol» auf die gesammte Erzge»tnnung Oefterretchi und auf seine gesammte P.pi-r«- zeugung;« streckte seine Hände au» nach einflußretchm Pro« vinzdlättcrn- kurz, wenn ihm da» Glück stet» hold geblieben wäre, so mußte ihm ein ganz außerordentlich« Einfluß zu fallen.... Rappaport ist und bleibt unter allm Umstäadm ein Ttzpu», ein ausdrucksvoll« Typus in d« Geschichte d« letztm Jahre. R« l a n d. D« Petersburg« Korrespono-m eine» österreichischen Blatte» v«öffentl'cht dm Inhalt einer Unterredung, die« mit Gmeral Jgnatiew halle. Dnselbe äußerte sich über Serbien wie folgt: Serbien ist moralisch, materiell und polfttsch zu Grunde gerichtet, sein militärisch« Ruhm ist dahin, und e» bleibt de« serdiichen Volk« nur noch übrig, den g.l'chtich. orimtaltschen Glauben zu wechseln, um seine Rolle tn Europa „Gut— wo soll»« wir zusammenkommen f" „Nicht hi«,' erwiderte Pank rasch.„Da» könnte Argwohn«rege», und wir müssen alle» v«m«iden,»at die Suswrrksaok-il auf UN» lenke» kann. Darf ich mir«» laude». Sie»lle und auch F-äuler» Schimmel auf So«». tag Nachmittag einznladm s" „Zn Ihre elterliche Wohnung?' fragt- Hugo zögernd. „Zavohl, für einen fteundlichen Empfang feiten« «ein« Eltern bürge ich Ihnen, wir könne» dort ungestört b«athen. Wir habe» ja gemeinsame Z»«essen, nun müssen wir auch bei d« Verfolgung unsere» Ziele» fest zu» lammenstehen, und»ch wtederro'.e, die Aussage» de» Frän» lein Schimmel find ouß«orde«tlich wichtig.' Nach einigem Zög«n und kurzer B«athuug wurde dies« Bo, schlag angenommen, Schimmel und Hugo ent. serute» stch, und j tzt entkorkte Herneman» dt« Flalch«, um mtt ei-em kurzen, kernige» Trinkspruch dem Brautpaar Glück und Segen z« wünsche«._ Anfechtungen. Gretche« Schimmel war ein« scheue, schüchterne Natnr. Sie hatte in ihr« Krndhett so»iel Schwere» und Trübe» «lebt, daß man«« wohl begreisllch und natürlich finden mußte, wenu sie fich d« Außenwelt f«n hielt und allem Bnlehr mit ihr entsogt«. Und wa» die eigenen, bittere» Eisahrunge» sie noch nicht gelehtt hatte», da» sagt« ihr der menschenscheue Oolel, b«»ich» müde wurde, st« vor d« Tücke und Bosheit der Welt zu warne» und ihr die Zu« kunfl mtt schwarzen Aarben zu malen. So hatte da» arme Kind, allein auf die Gesellschaft de» verb'ttntev, mit fich und der Welt zerfalleueu Manne« angewresen. nur finstere Nach» um fich gesehen, und nun war in diese Nach» hin»» plötzlich ei» hrll« Lichtstrahl C' Ten, die Aussicht auf ei» Glück, von dessen Mögkchknt che» nie erve Atznnng gehabt hat»«. U--d ob d« O-krl auch j-tzt»och warne» und die unheillchwaugerev Wolke« de» Schicksal» heraufbeschwören mochte, Gretche» klammerte fich«rt der ganze« K oft ihr« Li« de an jenen Lichtstrahl, d« ihr nach so viele» Stürme» und Kämpfe» eine glückliche Znkunft verhieß. lu>I«rer! du ung, »Bvlksko vollständig ausgespielt zu haben. Serbien ist im Inner» einig und daher nach außen Niemandem gefährlich. i bischen Kraft, weiche» diesem Lande noch gehlieben, brav» um der inneren Unruhen Herr zu werden, und die Ereignisse, welche üb« kurz»der lang eintreten müssen, Serbien unvorbereitet finden. Ued« Bulgarien General Jgnatiew: Niemand hat mehr Sympathien lür Land gehegt al» ich. Ab« ich sehe ein, daß ich mich in nen Erwartungen getäuscht habe. E» ist wohl wahr, Bulgaren, der Volksstamm nämlich, d«ufen waren, ei« in Enrova zu spielen; aber die unglückseligen Politiker Lande» haben dasselbe bi» nahe an den Abgrund gesühn um seine ganze Zukunft gebracht. Die Hauptschuld trä.' Alexander, der thörtcht genug war, mit den Türken eine zu ichließen, mit denselben Türken, welche die Bulgtum lange Jahre knechteten und unterdrückten. Warum der Baw«etzten ZZ be'ger das thut, ist einleuchtend. Ec ist mtt Schulden� Alchen Z Bulgarien gekommen und desttzi jetzt ein Vermögen, da» � oir th Honen betragt. Fürst Alexander mag sein Geschäft daß«? Wehen a macht haben, Bulgarien ad« hat unmdlich viel verloren.» w« ein« steht heute dort, wo Serbien steht, e» hat seine Zukunft f»*"'cht o«, «läuft D «ning i es( über 70 1 fantitze auf fall» eingebüßt. Für Rußland rxistlrt Bulgarien nickt_ lange d« Battenberg« dort sein wird. Ueb« da» VerhÄ� Rußlands ,u Deutschland äußette stch Jgnatiew folgest. Die maßen: Rußland war stet» Deutschland freundlich gesinnt� bef W»._ atfMiv,' g: bat'Deuislvkänd im Kriege mtt Oesterreich uns im K-ieZf Mttt r ieu«r@�»Istben, Frankreich unterstützt und dadurch Deutschland zu neuer viryolsen. Seit dem Zustandekommen de» B«itnn VertrV � lohnt aber Deuischland dem rusfischen Reiche seine Unt-rM� R j* Rußland seine Thättgkett auf der(örfän, ®uRni n •mirthrii «nlnrorlli »w der »ffprocher |;A I?' lern. Der mit Undank. So oft Rußland seine Thätigkeit auf der fiefinW baldinsel entwickeln will, stellt sich ihm Deutschland binfZ von Loui in den Weg od« schiebt Oesterreich Unzarn vor. SM"* muß aus der Hut sein, denn d« Koistikt mit Deutschlav« unvermeidlich. Od Deutschland gut daran gethan Hab«,% land gegerüder eine feindselige Stellung einzunehmen,** er enrschieden bezweifeln. E» kann Deutschland geschehe�' e» fich, wenn e» feine bisherige Polftik fortsetzt, eine»%n zwtichen zwei Gegnern(Frankreich und Rußland) findet, welche Revanche nehmen wollen und auch Wf werden. Die sogenannte„Ausländer- Kommission im H«dft unter Vorfitz de» Gehilfen de» Minist«» des» nern, Geheimrath Plehw«, ihre Arbetten sofort wieder� nehmen und stch in erster Linie mtt d« Frage besä. auf welche Weise am nachhaltigsten dem Zufluß d« AiM speziell b« Deutschen, in da» rufst! che Weichselgebr steuern sei. De» Wettnen sollen auch präzistrte Pa:" über die Stellung und Befugr.iffe derjenigen Ausländ«� gestellt w«oen, welche in dm rusfischm Unterthanen» getreten find. Belgien. U- der den Soziaiismu» in Belgien „Pester Lloyd" au» Brllffel geschrieben: In demselben tn welchem ote von der delgischm Reginung eingesetzt« Mission zur U itersuchung der Arbett«oerhSlwiffc da»" liehe Ardettcrelend zu Tage fördert, nimmt auch die so, st. Agitation unter dm Massen zu. W« noch vor drei Jahren unter der belgischen Albeitnbevölkerung so ausgkM! sozialistische Tendenzen gesucht hätte, wäre für gehalten worden. Die halbhundertjährige SelbststässjL f belgischen StaaieL hat eben nm eine schtll«nd« OdoB? �°»>itet schaffen, welche dm Sumpf uns«« sozialen Zustände r* 8«n| Dreien trachtete. Die Unhaltdarkeit dies« Zustände Regierung, sehr gegen ihren Willen, gezwungen, auck„ unh tiefer in» Volksl.ben ein, ud ringen. Wenn man ded!»�. die Mehrzahl der belgischen slideii« in uns«« Zell funtenen Geldwerthe» nicht mehr al» 50-60 Franf» im: verdient, daß Mödchm im All« von 15—18 J-Heen �, 18 Stunden für einen H.mg«lohn arbettm und außervmiZ tdrm iiö'p r feildletm müffm, daß schließlich die Reg erst eine Kommisstoi einsetzte, um üb« Dinge untenb werden» die nunmehr ein halbe» Jahrhundert dauern, greift man, daß Belgien einen ausgezeichneten für den Sozialismus bietet. Wa» die sotlalistischm Bewegung in Belgien ausmacht, nur allein die«rzweifelte Stimmung der Klaffen, sondern ihre ausgezeichnete Organtsa. Die belgischen Sotiaiisten find nicht arm an leitenden � im und da sie dieselben tn der au» Mangel an Schuir v«kommenm Arbeiterschaft nicht findm, so habm die böherm bürgertichm Kreise gewmdet. Eduard d« Chcf ver Grnter Phalansttre, und die übrigen, find dloi die Taltiker der Partei. Die Straiegm Cäsar de Paepe und der vielgenannte Alfred Dtfuiffei erstere, ein sehr gebildet« Arzt, welcher einm Theil fassenden Wissen» aus deutschen Hochschulm gefchöp gerftige Führer de» belgischen Sozialismus. Er für die Forderung sein« Genoffen die wtffenschaftlii und den gesetzgebenschm Ausdruck zu finden. Er € ozialitmu» Belgien» nach außen und leitet die so Polemik mit den Blättern der Bourgeoisie. Alfted %3DUUf ist,, M ein P 3 N- ded. Wttfponl xnalen i in r e Mich'? �hre 38, Tie, f. A Hugo hatte ihr gesagt, daß er all« Hindernissf und»ichi ruhe» werde, br«« mtt ihr vor dm könne, und ste verttaut« auf sei» Wort, st« wüßt«. *» halten und erfülle* würde, welche Opf« e» mochte. Wie oft war die Bersuchnng im 9tt' Gewand« an ste herangetreten, wie oft hatte i� keusche Lied« st« schützen müffm vor dm glatte» eine» Verführ«» k Der alte Ovktl konnte ihr keine» Stutz man heutt»hm nebe» dem Posten eine» Souffeeur» Amt de« Theaterbim«« aufgebürdet, uub diese» laudte th«»ich», sofort»ach d« Vorstellung das onlassm. u' �etch, Gretchm hatte nie Furcht gekaunt, st« wa» dg.-Eil nach Haus« gegaugm, wurde ste auf diesem Weg« �i, y, so wußte sie mit wmigm Wortm fich gegen Zudringftchkett zu schütze». Hmtt ab« beschlich st, fühl d« Furcht, al« st« di« Theatngard«obe" dm Heimweg anzutreten. Sie hwte an diese« Tag« einm golden«« empfanam, da» Etui war«tt ihr« Adreff« J* ihr« Wohnung abgegeben wordm, währmd st« ihrem Onkel in der Prob« befand; nur jmer der schon seit eivig« Zett fi«»«folgtt, könnt« Geschenk zugedacht habe». Sie war empört darüber, daß« e» gewagt solche Mittel um ihr« Zuneigung zu w«bm, seinm Namm und seine Wohnung gekannt, ihm unoe-züglich de» Schmuck zurückgesandt h( Sie durfte erwarte«, daß« an diese« j g'gnung mit ihr hnbeeführm würde, um Empfaug zu«ehmm, au» dtesem Gruud«, Schmuck mitgmomme», um ihm dmseldm gun10' Jetzt bereute sie, daß fi« dem Onkel da« schwiegen hatte, um ihn nicht zu deunruhige«. � □rr. C„«„e Ui.«...n. fiftlfe« dt««« k£ Al« ste auf die Straße hinanstrat, hatlM' W längst da» Theater verlassm, e» war still tt�.% dm Straßen, ste zog da» Tuch fest« u« und eilte mtt rasche» Schrittm ihrer Wohnung Srntni' einer der gewandtesten Pamvhletisten unserer Zeit. Er ver- »rlich.}[ fwet einen ungewöhnlichen Earlaiwui, eine Stzeade Kritik dttwttt unlerer Bnhältniffe mit einer Leichlialeit de? Sylt, welche die f*% ungthiure Verbreitung seiner �luaichMen begründet. Sein sen, o«�»üoltitatechitmut", welcher in 300000 Sjsmplaten in# Volk lien iA Wbnmfltn ist, wurde von der Eiaattanwalischaft selbst ali der n iüc bli Vorläufer der dlutiaen Märztage anerkannt, wie einst die rich in- nluoschitst EltySt'„Qn'eet-ce que le tiers 6tat" vor der fran» )x, bat' i°Wtn Reoolulion. Nunmehr hat der erfolgreiche Pamphle- ,«ine** den«Großen VolttkatechtSmut" geschrieben, eine Erwei. ittiler CU*«rung der im ersten Pamphlet niedergelegten Ideen. Kaum ö'lü&dJj umr esaedruckt, so fand eS schon den reißendsten Absatz und i tröztii�«wt 700CO Exemplare wanderten noch naß von der Drucker- ein»»®» Itoätjt in vre dichtbevölkerten Lrbeiter,entren. Dort fallen Zulgiutil. Ue auf fruchtbaren Boden. Wer Selegenheit hatte, in den der vana«Wen Wochen die Stimmung in den unteren Klaffen bei bcl- chuldev- Alchen Volles kennen zu lernen, wird keineSwea« die vomebme n, dai»o«uhe theilen, welche die Regierung an den Tag legt. Wir ist dabei, wchtn am Vorabend großer sozialer und politischer Reformen erloren-''«t einer Arbeiterbewegung, mit welcher vi« letzten Märztage ukunst» uicht verglichen werden können. i" VerhM Frankreich. *. Die für vorgestern angekündigte öffentliche Kundgebung i gtstnm!' x�bes chäftigungSlosen Arbeiter, derentwegen die r Polizci umfassen Ix Vorstchtlmaßregeln getroffen hatte, ist unter. £*£?? lnt«t f der-. % D«r Pariser Asstsen. Gerichtshof vermthellt« Louise vlt ch e l wegen Aufreizung zum Mord zu viermonatlichem «ffangniß und zu 100 siftfl. Geldbuße. Die Mitangeklagten »«Louise Michel, die Sozialisten Guetde, Latawut und yunni wurden zu Grsängnißstrafen von 4 bis zu 6 Monaten ämlichen Gerichtssitzung wmde der ver- «Ä. ' ET»"*««« HerauSgtder de» Journal»„PUori", Mariotte, �d�Anllage der Aufforderung zu einem EtaatSstreich frei« >.al«nd)' Grohbritauaie». ... Die Hoffnungen, daß die Unruhen in Belfast in» mch folge veS Einschreiten» der bewaffneten Macht bald beigelegt d??iirden, ist diSherffnicht in Erfüllun g gegangen. Um«in "«in der Nacht auf den Dienstag erneuerten sich die Kra- Me. Sie brachen diese» Mal in der Dortstraße au», wo e» ÜSÜ wieder besch« er liuSll tchselgel Pa: uilänvet han«N' �her ruhig gewesen war. Di« Menge griff die Polizei mit ?'ttnen an und verwundete mehrere Konstadler. Zwei Schüsse IjJ«. man weiß nicht, ob von Seiten der Polizei oder der *w 58«. Ein Mann erhielt einen Schuß in» Bein. Auch in Ij-sMacarelt kam«» zu Zusammenstößm: dort wurde Po. «utitpeftoi Bull schwer verwundet. Vor? Uhr beute Mor« NLckte daS Militür schon wieder auS und desetzte die Muhelle, welche den Sitz der Unruhen bilden. Die gegen- JjW Erbitterung der Protestanten und Katholiken ist eine torlose. Zum Unglück scheinen beide Parteien mit Waffen teJSiunitio« reichlich versehen zu sein. Der Verlust an C�ltden läßt sich nicht feststellen, ist aber gewiß größer Millich angegeben wird. Die Polizei soll jetzt vom Shank» sfflfift fortgezogen werden und an ihrer Stelle MUttär den bort versehen. Weiter, Truppen werden erwartet. Die ��beabsichtigen. Straßenkomvee» zu bilden: man hofft K«.Mch davon eine beruhigende Wirkung auf die erregle ftSÄC f Für die Verwundeten und die Hinterblitbenen der Db#?*. en wi rselden gesetzt« da» i iÄ» -ÄZs ände ' b-bch, Ä» 'tetrn werden Sammlungen veranstaltet.— Der Dienstag änv«# k,. 8«n brach verhättnißmäßig ruhig an. denn obwohl stch w «nve irJj J! erregten Stadtthrilen Hausen von finster blickenden Rän- K,"l und Frauen zusammenrotteten, ließen stch dieselben doch daselbst stationstten starken Truppen- und Polizei- Hungen von der VerÜbung von Gewaltlhaten zurück- Nachmittag» kam e» jedoch in dem Bezirk ittSro.!! iu einem heftigen Zusammenstoße»wischen 6t jrfc Gefolge von Katholiken in den Frtedhof einbog, nähert« iu!?. Prot« stauten Hausen, der zu feuern anfing, wodmch«in !lholik grtödlet und mehrere andere schwer verwundet wurden. S* Polizei stellte schließlich die Ordnung her und verhaftete 5 der Anareiser. Ueber den allgemeinen Sindiuck, den v 2 bedauerlichen Vorgänge machen, bemerkt der Belfaster CÄ1*1 ,'Dailtz New»": ,�n den langen Aufruhr- Destast» giedt«S keine Parallele zu der systematischen >>.' in welcher die feindlichen Parteien einander gegenüber» Sonnabend Nacht duldeten ff« keine Einmtlchung der .""d de» Militär», und Sonntag Nacht und Montag 5?>«bttn ff« ihr Werk gegenseitiger Bemichtung fort. Revolver wurden Stunden lang abgefeuert und urde mit einer kühlen Ruh« gezielt, al» od die Schüffe und nicht einem menschlichen Wesen galten. wird die genaue Zahl der Todten und Ver- bt. an"-IS ttendeit i Schul den ff duarv brigen, legen p"! M iastlich« «r ie j red wußtet « tt»4J ite'V; glatt- �reff. bekannt werden." S> ldst in der unionistischen � a ir-t zugestanden, daß die Hauptschuld an jenm U" p*—* trat tht durch die schmale, dunkl« Gaffe, hier .„Zch-M ber ll» bekannt« entgegeu. k«#,* faa�W» schon, daß Sie nicht allein sei« wür« Üblich»nun darf ich wohl hoffe», daß Sie mir %ht( Sfinii.' tlbeten« Erlaubniß erthtUt» werde», Sie in Teetck�** bealette» f* Ist®«b« �6u0SieeSlte«,' erwidert« i?®eö?lb und Ausdauer führt* »ud ich hege die Zuverficht, daß ich werde.' 3*�» Sie diese Zuverficht auf die beleidigende» jetzt gewählt haben?" fragte sie entrüstet. Schmuck, nehmen Sie ihu Mück und ver« �'e, �*ich in Zukunft mtt Zumuthunge«, die mich «"»letz«, müsse»." * könne» Sie darin eine beleidigende Abficht * kachend.««in Geschenk, da« man Dan?!?1' sollte ebenso freudig angenommen werden, und '�de»-°* Theater finden w solchen Handluuge» nicht» daß man so wegwerfend über zitternd vor Erregung,.Ihne« auch üb««ich de» Stab zu b«» nicht danach, die Freude» de» Leben» zu g«. te» Sie dies« Worte, Sie«iffen, daß ich meine u'd 6* VC all« Schätze d« Welt." «%.. schöne» Kmdl Wer wollte Ihne« au»S°>»acheu, wen» Sie Ihr Lebe» angenehm Greuelszenen den Orangistm(den irischen Protestanten) zur Last fällt; lo schreibt die„TimeS":„Der furchtbare Cba- aller de» Aufruhr», welcher seit Sornabend wenigsten» 12 Tobte und 130 dt» 150 Verwundete gekostet hat, wird alle Einstchttgen in Belfast, w.lche bisher durch Parteihaß verblendet sein mochten, darüber aufgeklärt haben, waS wirklich auf dem Spiele ist. Die Schuld ruht gewiß auf verschiedenen Seiten, der größere TH.U derselben aber dem Anscheine nach auf Seite der Protestanten. Sie mögen sagen, daß ste herausgefordert wurden, aber fit gehören doch der Partei der Loy ilität und deS Gesetzes an, brüsten stch mit ihrer Anhängltchlett an die Krone und haben, da ste die Majorität bilden, überdies vom Fanatismus der römischen Katholrken nicht» zu fürchten." tvalkaaläuder. Die rumänischen Politiker scheinen von Europas übertünchter Höflichkeit nicht allzusehr angekränkelt zu lein, auS folgender Mittheilu°g de»„N. W- T" zuschließen: Der neu- liche Konflikt zwischen dem Justi, minister Stateicu und dem Senator Gradisteanu—«» handelte sich um eine Beschimpfung auf offener Straße— hat ein Nachspiel gefunden, welche« peinlichstes Aufsehen erregte. Gradisteanu richtete an den Justizminister ein Schreiben, worin er einen öffentlichen Wider« ruf sorserte und welche» mit den Worten schloß:„Ich schicke Dir«in Paar Ohrfeigen und Hesse, daß Du mich der Pflicht überheben wirst, ste Dir wtrkiich zu appii- ziren." Da aber der Justi, minister keine Antwort gab, so führte Gradisteanu am nächsten Tage seine Drohung wirk- Itch au). «feil«. Ueber ein neue» Unternehmen de» Herrn von Le ssev i wird au» Tuni» berichtet, daß der B-y ein Dekret erlaffen hat, durch da» Herr Ferdinand v. Leffep» ermächtigt wird, auf eigene Geiahr und eigene Kosten, ohne Garantie oder Suborntton, Forschungen für artestsche Brunnen in den Provinzen von Arad und Mehebda» anzustellen. Sollten die Forschungen zu einem günstigen Resultat gelangen, so soll dem Herrn Leffep» Domanialboden,»eicher weder debaut, noch de- pflanzt, noch öffentlichen Zwecken gewidmet ist, dt» zum Belauf von zehnlausend Hektaren oerkauft werden. Herr von Leffep» wird außerdem noch ermächtigt, auf eigene Kosten an der Küste zwischen Gabe» und RaS-Maharei einen Hafen zu bauen. Amerika. Auf den Fortgang de» Konflikte» zwischen Mextlo und den Bereinigten Staaten darf man gespannt sein. In N«w-D»rk wurde behauptet, die mexikanischen Bebörden hätten Befehle ertheilt. daß, im Falle von Texas ein Einfall in mexikanische» Grdiet gemacht wird, Cutting enthauptet und sein Kops den Amerikanern üdersondt werden solle au» Rache für die von ihnen verursachten Ver- legenheiten und den dem Geschäft in El Paso zugefügten Nachtheil Der mexikanische Gesandte in Washington, Romero, ist der Anficht, daß e» zu keinem Kriege kommen werde, da Mexiko von dem Wunsche beseell sei, soweit zu gehen, al» e» seine Pflicht und der Anstand gestatten, um ein« Schwierigkeit zu vermeiden, und daß die Ängeleg-nhett zur gegenseitigen Befriedigung beider Länder beigelegt werden wird._ Oerichts-Zeitung. Reichsgericht«- Snlscheiduuge«.(Nachdruck v«rdolm.> Leipzig, 12. August.(Neitgionevergehen.) In der Wtrthschast zum schwarzen Rössel in München saß eine» Abend» im Februar mit anderen durstigen Seelen der Soänglermerster Karl Hammeder au» Ansbach und nahm mit Eifer an einem Be- spräche über die schlechten Zeiten Theil E» dauerte nicht lange, so ging da» Gespräch von den Zeiten auf den„luden Gott" über. Da verlor nun Herr H. seinen guten Humor und tbat mtt lauter Stimm« einig« Aeußerungen, die stch auf die „Mutter Gott«»" dezogen ur b deren juntfraulich« Ehre in Frage stellten. Et fand stch denn auch iraenv Jemand, der diese» Religiontvergehen sofort dem Staatsanwalt« vermeldete, und bald wurde die Anklage wegen Vergehen» gegen§ 166 gegen H. eröffnet. Da» Uithetl, welche» sodann dt« Elraf- kammer gegen H. fällte, lautet« aus 1 Monat 15 Tage Ge- fängniß. In den Urtheilt gründen wurde ausgcsührt, die Mutter Christi sei eine Einrichtung der christlrchen Kirche, während der Eröffnungibeschluß den Marienlultut dezeichnete. Gegen da» Urtheil hatte der Angeklagte Reviston eingelegt und darin behauptet, seine Aeußerungen hätten nicht den Marien- kultu» der katholischen Kirche(die evangelisch« kenne einen solchen nicht) oder die bei demselben vorkommenden Gebräuche zum Gegenstande gehabt, sondern nur dt« Person der Marra. Dieselbe werde zwar al» erste und vornehmste Heilige, al» HtmmclSkö.iigin verehrt, aber Gott nicht gleichgeachtet. Al» Glaudenssatz sei ihre Verehrung nicht vorgelchrtedrn, sie sei nur eine Heilige und lönne ebenso wenig beschimpft wer- den, wi« irgend ern anderer Heiliger. Der Reichtanwal« hlett dafür, daß die Feststellungen den Thatdestand b»§ 166 er- zu gestalte» suche»? Unter dem Druck, der jetzt auf Zhne« ruht, werde» Sie rasch verkümmern,»rmnth und Sorge» find eine schwere, schwere Last, Ste werde« fi« uiemal« abschüttel» könne».' .Wo« wisse» Sie davo» I" sagte fi« mit wachsender Entrüstung..Und was ginge e» Sie an. wenn A.muth und Sorge mich elend machte» I Sie haben kein Recht, mir in den Weg zu trete» und mich darauf aufmerksam zu macheu, daß—* „Beenden wir diese» Wvrtstreit, Gleichen I" unterbrach er fi«.„Sie setzen Ihr« Hoffnungen auf den Mann, den Sie Ihren Verlobten tfennen, aber diese Hoffnungen können und werden sich«ich» verwirklichen Die Stellung jene» Manne« ist bereit« erschüttert, nie wird der Chef de» großen Ba.khause« sein« Kasse einem Manne anvertrauen, der irne Schauspielerin heiratheu will, und nie werden die Ber- wandten de» Betreffende» i» diese Herrath einwrllrge». Wollen Sie unter solche» Verhältniff.» a« der Verlobung festhalten? Sie würden nicht nu, stch selbst, sondern auch de« Verlobten unglücklrch machen."(Forts, folgt.) Am« Kunst nnd leiten. Schweizer Garte«. Eine gymnastisch« Leistung wie ste wobl bis j-tzt iu Berlin noch nicht gesehen worden, ist die Drahtleilfahn der Cianota Cäct.ia weite jeden«bmd gegen 10 Uhr bei elektttscher veleuchtung autgeführt wird. Die junge m füllen und beantragte die Verwerfung der Revision, da da» Reichtaertcht bereits früher erkannt habe daß der Marienkultu» eine Einrichtung der katholischen Kirche sei und da» Bewugt- fein de» Angeklagten, daß seine Aeußerung eine Einrichtung der katholischen Kirche treffe, autdrücklia, festgestellt sei. Das Reichs geritt erkannte aber dennoch auf Aufhebung des Urtheil» und Zarückoerweisung der Sache in die erste Jnstan», weil daS Untergericht in rechttirrthümlicher Weise angenommen habe, daß die Lehre lämmtltcher christlicher Kirchen über Maria und deren Mutter. Gottesschaft und demnach ein Dogma beschimpft worden sei. veweitanträge. In den Verhandlungen vor den Straf« kammern kommt et häufig vor, daß Angeklagte Beweiianträa« stellen und daß diese Anträge vom Gerichte als„unerheblich" abgewiesen werden. Oft find ste das auch wirklich, aber damit die Gerichte nicht so leicht über solche Anträge Hinweggehen, verlangt das Reichsgericht, daß die unter Bewet« gestellt!« Thatsachen in den Urthetltgründen angegeben werden, damit d«i einer Nachprüfung gesehen werden kann, ob daS Gericht den Antrag wirklich einer Beurtheilung untenogm hat. So wurde kürzlich ein Urtheil des Flensburger Landgerichts, w«lcheS diesem Erforderniffe nicht ent prach, aufgehoben und die Sache in die Instanz zurückoerwiefen. Metz, 9. August. In der heuttgen Strafkammer. Sitzung wurde der Hochstapler otiurlhtilt, welcher es durch seine feinen Treibereien fertig gebracht hatte, eine Anzahl Personen, meist Wittwen und ältere Madchen, zu detrügen und längere Zeit zu täuschen. Der angebliche Baron Aristidei v. Schina. angeblich Sohn des Griechen Baron v. Schina und einer Prin- zesstn Maria Soutzo. in Odefia geboren, scheint einer derjenigen Menschen zu sein, die namentlich da, wo noch daS Roulett ge« stattet ist, häufig angetroffen werden, von denen man nicht weiß, woher sie kommen, wovon sie sich erhallen, die man eben überall, am häufigsten aber am Svlellische findet. Schina Aristides, so ist des ManneS wahrer Nim«, wie nachgewieser. wurde, machte— wir geben den Bericht der„Straßbmger Post" wieder— im Jahre 1868 auf seinen abenteuerlichen Rundreisen in Petersburg die Bekanntschaft eines ArzteS, schmeichelte stch in diffen Familie ein, dethörte besten Schwester und heiralhete sie. Aber bald nachdem ein Kind ge- boren, ließ die letztere stch von ihm trennen. Schina lebt« dann in der Schweiz, in B-rlin, Dresden, Petersburg»c., von wo aus er wegen größeren Betrugs, verübt meist an Wittwen und alleinstehenden älteren Mädchen, verfolgt wird. Auf seinen Nbentiuett eisen kam er auch im Jahre 1884 nach Metz, mietbete stch in einem Hotel niederen RangeS ein, gab bei feiner Anmelduna den falschen Namen an und erklärte, im Besttz« von 275000 Frks. zu sein und stch hier nur zu seinem Per- gnügen aufdallen zu wollen. DirS schien um so mehr verdäch» «ig. als er stch gerade ein Hotel niederen Range» zum Aufenthalt gewählt hatte. Auf Nachsuchen durch die Polizeibehörde erhielt diese Kenntniß über die wahre P-rsö'ltchkett deS Schina, welche aber, obwohl sehr belastend, damals nicht hin- reichte, um ihn vor die Schranken de» Gericht» zu fordern oder auswiisen zu können. Nach und nach suchte und fand Schina die Bekanntschaft mehrerer Wiltven und einzelner älterer Damen hterseldst, welchen er theil» unter der An- gade, er erwart« größer« Summen aus Rußland, theilS mit dem Versprechen der Ehe größere und kleinere Summen adschwind'lle. Eine der vorerwähnten Wittwen war besonders stark von ihm zu G ldautgaben verleitet worden und derselben drohte ein« Zwangsvollstreckung in Folge des gegebenen Dar- lehenß. Sie verlangte die Darlehen von Schina zurück, erhielt solche aber nicht und nun vermuthete ste, daß ste dai Opfer eines Schwindlers geworden sei. Nachdem Schina dann zur Anzeige und Haft gebracht, zog die Voruntersuchung, welche 4'/, Monate dauerte, eine große Anzahl— 13 Fälle— von Betrügereien ans Tageslicht, darunter defanden fich Summen von 4—7000 M„ worüber er stch heute zu verantworten halte. Ferner hatte Schina fich auch über die unberechtigte Annahm« des Adtltti-'els zu verantworten. Schina hat bereits zwei Strafen, eine solche von 40 Zagen und eine solche von fünf Jahren, in Frankreich verbüßt und zwar wegen gleicher Thaten. Schina bestritt die Thatsachen, welche ihm zur Last gelegt wer« den. Dem ihm gestellten Rechtsanwalt fiel natürlich die Ber- tbeidiguna sebr schwer. Die Staatsanwaltschaft beantragte die hölstangän gliche Strafe, 10 Jahre Gesängniß, wozu denn auch Schina vom Gericht verurtheilt wurde. Koziale»«ab Arbeiterbewegung« Die Satt- und Maurerarbeit gehört zu den gesähr- lichsten Betrieden und die in derselben umkommenden Unfälle erreichen leider eine sehr hohe Z ff». Nach einer Mittheilung der bayrischen Baugewerksgenoffenschast sind in der Zell vom 1. Oktober 1885 bis Erde Juni 1886 alles in allem im Be- reiche derselben 955 Unfälle, dt« tnnerbald der dretzehnwöchent« lichen Frist ihre Erledigung fanden, 96 Unfälle, welche Arbeit?« Unfähigkeit von mebr als Vreizehnwüwentticher Dauer im Ge- folge hatte«, und 44 Todesfälle vorgekommen. Apotheose: Die Beschießung von Sebaftopol, bei welcher wiederum 160 Personen mitwirken wmden. Krau» 8t»»t und Richard Wagner. Einer der be- deutendsten Momente im Leben LrSzr'» war e», als er daS Werk eine» geächteten, in der Verbannung lebenden Kom- vonisten au» der Tauf« hob: Richard Wagner'»„Lohengrin". Innige Freundschaft, die später noch durch verwandlschaflliche Bande fester geknüpft wurde, verband von dieser Zeit an die derben, ähnlichen Idealen zustrebenden Künstler. Einige Worte de» Dichterkomponrsten Wagner über die Befähigung seine» Freunde» und über jenen thm geleisteten Liebesdienst sollen hier Platz finden:„An dem Tage, wo e» erhaltenen An- zeichen nach mir immer unzweifelhafter und endlich gewiß wurde» da- meine persönliche Lage dem aller bedinklichsten Falle aus- gesetzt sei, sah ich LISzt eine Probe zu meinem Tannhäus« dtrigtren und war erstaunt, durch diele Leistung in ihm mein zweite» Ich wiederzuerkennen; wa» ich fühlt«, al» ich diese Mufft«.fand, fühlte er, als er ste ausführte; waS ich sagen wollte, al» ich st« niederschrieb, saat« er» al« er ste ertönen ließ."—„Am End« meine« letzten Pariser Aufenthalte», al» ich krank, elend und verzweifelnd vm mich hindrütete, fiel mein Blick auf die Partttm meine», fast ganz schon von mir ver- g'ffenen Lohengrtn. ES jammerte mich plötzlich, daß diese Töne au» dem todtenbleichen Papier Hern'» nie erklingen soltten; zwei Worte schrieb ich an Lrszt, deren Antwort kein« andere war, al* die Mitthellung der— für die geringen Mittel Wei« war»— umfoffendftrn Vorbereitungen zur Aufführung de» Lohengrtn. Wa» Menschen und Umstände ermöglichen konn- ten. geschah, um da» Werk dort zum V-rständi-iffe zu bringen. Die— bei dem j tzt unauSwetslich lückenhaften Wcsea unserer »heaiervorsttllunaen- einzig da« nötdize Verständniß ermög- lichenve, w llcnS hätige Phantasie de» Publikum» konnte, unter dem Einflüsse der heuttgen Gewohnhei», noch nicht sogleich zu entscheidender Kraft fich anlaffen; Jrnhum und Mlßv-lständ- niß erschwerten den angestrebten Ertolg. Wa» war zu thun, um da» Mangelnde zu ersetzen, nach allen Seiten hin dem Verständnisse und sowtt dem E.solge aufzuhelfen? Liszt begriff e» schnell und«hat es- er legte dem Publikum seine eigene Anschauung und Empfiadung von dem Werke in einer Weis« vor» die an üd-rzeugender Beredthett und hinreißender Wirk» samkrtt ihre» Gleichen noch nicht gehabt. Der Erfolg lohnte ibm; un t mit diesem Erfolge tritt er nun vor mich hin und ruft mtt zu:„Sieh', so wett haben wir'« gebracht. nun schaff' un»«in neue» Werk, damit wir,'» noch weiter bringen l—" Auf Vorstellung de» vorstaud» der Ziegelet-Veruf«- aeuosseuschoft beim kaiskrl. Reicht oelsicherungtamt, delr. die Grenze der Unfall oersicherunaßpflicht der Zieaeleidetriebe, ist derseld« dahin deschieden, dag Ziegeleien, abgesehen von den Bestimmungen de»§ 1 de» UnfallverficherungSgesetzeS vom K. Juli 1884, auch dann ali Fabriken zu betrachten find, sobald in denselben jährlich im Durchschnitt 100000—200000 Steine hergestellt werden. Loduverhältnisse. Unle-m 7. August schreibt die Elber- selber„Fieie Presse": Heute gab un» eine GewerbegertchiS- »erHandlung einen intercsscmten Einblick in die Lobnoerhältniffe der Lumpensortirerinnen. Die Frau Nellei klagt Segen da» Lumvengeschäft von Ulmer wegen eine» Lohnrück. andei von 5,07 M. Frau Nelle» hat für acht Tage Arbeit einm Lohn von 453 M. erhalten. Lumpensortiren wird sonst im Akkord autgeführt und verdient im günstigen Falle die Arbetterin 1,20 M. pro Tag. Sie fordert nun für 8 Ardeit»- tage 8 mal 1,20 M. ist 9,60 M, davon habe ste 453 M. er« halten, also bekomme ste noch an Lohn 5,07 M. Auf die Frage de» Präfidentm weigert fich die Vertreterin der Firma — Frl. Ratz— ganz entschieden, die Restforderung zu zahlen, und giebt an, daß die Klägerin, die ste mit harten, scharfen Worten anfährt, nur wie alle anderen Arbeiterinnen in Akkord gearbeitet habe. Die Frage de» Prästdenten, wie hoch der Akkordsatz pro Tag zu veranschlagen sei, beantwortet die An- geklagte dahin, daß die Arbeiterinnen 50, 65, auch 70 und 80 Pf. bi» zu 1,20 M. p!0 Tag verdienten.— Der Präsident suchte eine Einigung dahin zu erzielen, daß der armen Klägerin ein Lohn von 1 Mark pro Tag erstattet werde. Die E.nigung»versuche scheiterten aber an der Hartnäckigkell der angeklagten Firma, wethalb in einer weiteren Sitzung eine richterliche Entscheidung zu erfolgen habm wird. Warnungen vor dem Arbetterzuzug«ach der Schwei» laufen adermalS durch die deutsche Preffe. Die Bericht? der deutschen HilfSveretne find in dieser Beziehung sehr lehrreich. Familiennoth und Heimdeförderung nehmen bei allen veretnm «inen sehr großen Theil der Einnahmen in Anspruch. Hand« werker, die nicht sehr gute Arbeller find und au» Mangel an Arbeit für Konfektionsgeschäfte arbeiten müssen(z. B. Schnei- der und Schuster), gehen sehr häuflg an Uederanftrengung und schlechter Nahrung zu Grunde, selbst wenn ste keine zahlreiche Familie haben. Landarbeiter und Tagelöhner finden sehr schwer Beschäftigung, und Kaufleute, Kommis u. s. w. sollten nie dahin gehen, ohne bestimmt engagirt zu sein, ste müßten denn längere Zell von eigenen Mitteln leben können. Der Küperstretk auf der Pulverfabrik Ttntdal bei Ollensen ist noch nicht beendet. Die Direktion hilft fich, indem ste fertige Fässer von ihren anderen Fabriken kommen läßt, obgleich dieselben 50 M. per 1000 theurer find, theil» hat ste »ur Au»htlfe junge Leute für 3 M pro Tag angenommen. Die unverheiraldelen Küpergtsellen find abgereist, die ansäsfigen veiheiratheten helfen fich durch andere Arbeiten Von Au»- wärt» gehen reichliche Unterstützungen ein, und ist somit an «in Nachgeben der Gesellen nicht zu denken. Die Beendigung de» Streik» der Altonaer Schmiede wurde gestern von verschiedenen Blättern gemeldet. Da» Ham- burger Arbeiterblatt weiß davon aber noch nicht», sodaß e» gut sein wird, noch immer d-n Zuzug fernzuhalten. Der Ttfchlerstreik in Kreibvrg i. Br. wird für die Arbeiter nicht ohne Erfolp sein. Die zehnstündige Blbettizrll rst in 24 Werlstellen und 180 Gehilfen bewilligt. Noch haben 20 Werkstellen mll 80 Ardeitern nicht dewilligt. Allein auch diese find gezwungen nachzugeben, wenn fie ihr Geschäft regel- mäßig weiterführen«ollen. E» liegt den Streikenden daran, die Forderung allgemein durchzuführen. Alle Gesellen, welch« in der Folg« nach Freiburg kommen, werden ersucht, fich nur durch da»«rbellSnachweisedureau bei Herrn Kramer, Wasser- aass« 10, Arbeit vermitteln zu lassen. Alle auf den Streik vezüglichen Zuschriften«. find zu lichten an I. Klaiber, Freidurg im Brettgau, Grünwälderstr. 12. Aereine mh Uersamminngen- Fackvercru der Trschter. Die Zahlstellm de» Vereir s befinden fich: 1. Blumenftraße 56 auf der Tischierherdrrge. 2. Skalitzerstraße 107 bei Kuntzmann. 3. Bellealliarcevlatz 6 bei Hilscher. 4. ZionSkirchplatz 11 bei Hohn. 6. Müller. straße 184 bei Häring. 6. Gneisenau- und Solmsstraßen- Ecke bei Lindenborn und 7. Steglitzerstr. 91 bei Güraeni. Daselbst werden jeden Sonnabend von 8% WS 10 Uhr Abend» Beiträge von den Mitgliedern in Empfang genommen und neue Vereinkmitgltcder ausgenommen. Der Beivag beträgt monatlich 40 Pf. Mitglieder, welche länger alt drei Monate mll ihren Beiträgen im Rückstände find, werden au» der Mit- gliederliste gestrichen.— Am Montag, den 16. August, findet zum Besten kranker und hilfsbedürftiger Mitglieder de» Fach- verein» in der„Reuen Welt"(Hasenhaide) ein g.oße» Sommerfest statt, bestehend au» Extta- Doppel Konzert. Austreten de» gesamwten«ngagirten Künstler- Personal». Für Kinder Marionetten-Thealer. Im elektrisch beleuchteten Bal Champött« großer SommernachUball. Nähere» am Montag durch Plakate an dm Anschlagsäulen. Anfang de» Konzert» Nachmittag» 4 Uhr. de» Balle» 6 Uchr. Die Kasseeküchr ist von 3 Uhr Nach- mittag» ab geöffnet. BilletS find vorher zu haben bei dm Vorstandimitgliedem; am Sonnabend auf den Zahlstellen. sowie an den Wochentagen Abmd» von 8% bi»% Uhr und Sonntag Vormittag von 9 W» 11 Uhr im ArderUnachweiS de» Fachnereins der Tischler. Blummstr. 56; ferner bei dm VereinSmllgliedern Kanowave, Admiralstr. 38, Hof l. IV; Grünwaldt. Prinzenstr. 8 IV(bei Conrad); Thumann, Naunyn- straße 77 NI; RiSko, Wrangelstr. 99, Seitmstrigel l; Böhm, Johanniterstr. 10, Hof M; Thierbach, Neue König ftr. 72, Hof Nl; Witte, Jnvalidenstr. 21 II; Fest, Hollmannstraße la I; Schulz, Britz« rstraße 42; Palme, Andrea»str. 17, Hof II; Besold, Bergmannstr. 96. Bielstein. Gartmstr. 172 IV(bei Bieder- mann); Witte, Steglitzerstr. 91. Hof IV«Hit» und in den BilUtauSgadrstellen der Reuen Welt. * verein»nr Wahrung der Interesse« der Klavier- arbetter. Sonnabend, den 14. August, in Gratweil'» Bier- ijallm, Kommavdantenstr. 77/79(unt. Saal), Mttgliederver- ammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag de« Hrn. Dr. Jakob- öhn über die Bestandihiile der Lust und die Bedeutung der- klden für den menschlichm Organismu». 2. Besprechung über da» Stiftungsfest und VereinSangelegmhettm. Jede» Mit- Blieb ist verpflichtet, sein Mitgliedsbuch an der Konttole vor- »uzeigm. Gäste können durch Mllglieder eingeführt werden- » Kachverei« der Steinträger Berlin». Versammlung Sonntag, dm 15. August, Vorm. 10% Uhr, in Scheffer'S Salon, Jnselstraße 10, 2 Tr. Tageiorduuna: Innere Ver. einSangeleaenhtiten, Verschiedene». Neue Mitglieder«erden in jeder Versammlung aufgenommen. • Zentral- Kranken und Sterbe-Kasse der Tischler, örtliche Verwaltung Berlin A. Den Mitgliedern zur Nach- richt, daß die WSHerige Zahlstelle Reichmdergerstraße 33 bei Setzki nach Reichenbergerstraßr 160 bei Voigt verlegt worden ist Daselbst werdm die Betträge jeden Sonnabend Abmd von 8 bi» 10 Uhr entgegengenommen. Die Mitglieder werden ersucht, diese Nachricht möglichst zu verbrettm. * verein sämmtlicher VerafSklasseu Berlin n(Ein Mitglieder in jeder Versammlung sowie beim Kasstrer Schu- SMÄÄWMU ginnt Mittwoch, den 18. und in der nördlichm Sonnabend, dm 21. August der Unterricht. Sine Seneralverfammluug der Kisten« und Koffer- mache» Berlin» soll am Mon'ag, dm 16. August, Avend» 8 Uhr, in den„Brminhallm", Kommandantenftraße 20, stattfinden. Tagesordnung: 1. Vorlegung de» geregelten PretS- tarifS 2. Verschiedenes. OrtSkrankenkasse der Möbelpoltrer. Sonntag, dm 15. August, Vormittags 10 Uhr, in Sägrr'S Salon, Grüner Weg Nr. 29. außerordentliche Generalversammlung. Tage»- Ordnung: 1. Belicht der Statutenkommisfion. 2. Berathung de» neuen Statuts. Die Vertreter der Kasse, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer, werdm hierzu einzeladen. Uermischtes. Um für die Sestchttortenttrung der Brieftaube« ficht« Beweise beibringen zu können, hat Dr. Schneider in Pößneck in letzter Zeit systematische Versuche in der Weise an- gest'llt, daß er von 10 verschiedenen Punkten im Ganzen 50 Tauben aufgelassen und die Bahnen derselben aufgezeichnet hat. Dies» Versuche haben bereit» d»n fick-rm Beweis geliefert, daß die Tauben ihren Weg in erster Linie durch GefichlS- ortentirung finden Damit ist die Sache aber, wie Herr Dr. Schneider ganz richtig sagt, noch nicht abgethan, sondern e» gilt nun weiter zu untersuchm, durch welche Merkmale fich die Brieftauben haupisächlich leiten laffm, wie weit hier de- Stand der Sonne, die Gebirge, Flüsse, Teiche, Städte in Bedacht kommen, wa» dm Vogel leicht irre führt oder ihm die Orten« tirung erleichtert, wie rvett öftere» Fliegen in ein und derseldm Richtung, öftere» Auflaffm nach ein und derseldm Himmel»- gegend u. a. die Taube beeinflußt. Nach Dr. Schneider'» An- ficht find bisher in der Bestimmung der Vortomen, also in dem Anlemen der Tauben s-hr große Fehler gemacht wo:dm, und die meistm Taudenverluste, die man zu bellagm hat, find darauf zurückzusühen, daß die Taudm dm Weg nicht gleich gefunden, tage- und wochmlang Deutschland, ja Eurova durch« kreuzt haben und auf diesen langen Irrwegen dann den Raub- vögeln zum Opfer gefallen find. Statt z. B. die Tour Pößneck- Posm über Leipzig und Gudm zu letten. wie e» btther ge- schchm ist, schlägt Dr. Schneider vor, die Taubm über Chemnitz und Bautzen zu traini«n; dmn, sagt er, wmn die Taubm bei Posm auffltegm, so sehen ste da» RirsmgeWrge, da» der Pose-rer Ebene gegmüber ihrer Heimath am ähnltchftm ist; auf die der Heimath ähnlichste Gegend werden aber die Thier« ohne Ueberlegung zufliegm. In der That zeigt nun die Er- fahrung, daß alle auf der Tour Pößneck-Posm verlorm ge- gangenen Taudm in der Richtung nach Chemnitz gesunden worden find, also nach dorthin zurückglflogm waren, obgleich man ihnen den Weg über Leipzig und Guben gezeigt hatte; und so hat der hiefige Briestaudenverein denn auch be- schloffen/ da» nächste Mal die Taubm versuchsweise über Chemnitz zu trainirea. Echtfftnntergang. Das Galea»- Schiff„Commodore" au» Ztnaft. geführt vom Kapitän Gest, welche» mtt einer Ladung Kalksteinen von Stettin nach Memel unterwegs war, sprang in Folg« de» durch die stürmische Witterung hervor- gerufenen hohm Seegänge», laut Meldung der„Dan». Ztg.", am 4. August, Nachmtttag», in der Gegmd von R xböft auf hoher See leck, und zwar deraitig, daß die au» dem Kapttän und drei Mann dcstehmd« Besatzung gezwungm war, da» Schiff eiligst zu verlassen. Bald nachdem die Besatzung da» au» gerüstete Boot bestiegen hatte, ging der„Commodore" unter. Die vier Personen verbrachten nun auf dem kleinm Boote, fem vom Land« und ohne AuSficht auf baldig« Rettung, dem Spiele der Wellen preiSgegedm, eine schreckliche Nacht. Am 5, Morgen» um 7 Uhr, erst gelang e« den Schiffdrüchigm, in der Näh« von Pillau zu landen. Die starke Brandung bracht« dabei da» kleine Boot noch im letztm Mommt zum Kentern. doch konnten fich Alle retten, und da» Boot, sowie Kleider k. bergen. Mißglückte Ballonfahrt. Ueber die Abmteuer de» Lustschrsfer» M«losch, welcher kürzlich von Warschau eine Lust- reise untemahm, giebt der„WarSz. Dnewnil" folgenden Bericht:„Um 11 Uhr erhob fich der Ballon mit Heim Milosch, welcher nmerfundm« Apparate zur Regulirung de» Fluge» de» Ballon» mit fich führte; in ziemlich bedeutender Höhe nahm der Ballon die Richtung nach Osten und verschwand bald dem Auge. Der unerwartet in eine kreisende Windsirömung gera« thene Ballon hob fich gegen dm Willen de» Lufischiffer» bi» zu einer Höhe von 8000 Meter und begann darauf nach eini- gm Minuten zu sinken. Herr Milosch, welcher seine Reise nicht so bald beenden wollte, warf einige Säcke Ballast au»; der Ballon hob fich wieder, setzte seinm Flug in derseldm östlichen Richtung fort und begann dann über einem alten Fiäw walde. der für da» Niederlassm sehr unbequem war, zu W' fern Milosch warf a dermal» einen Theil de» Ballastes � worauf ein rapide» Steigen de» Ballon» WS zu der Höbe w 6200 Meter erfolgte. Milosch war nahe daran, die Best«n� zu oerlieren, der Athem war von der entsetzlichen öst schwinWgkett d-r Bewegung bemgt und eine unglavdiw Kälte machte fich empfindlich fühlbar. Nach Verlaus«M Mtnutm sentte fich der Ballon abermal» auf einen W» herab und streifte über die Wipfel der Bäume hin; die N de» Korde» wurdm von dm Aestm zerbrochen und e Stricke, n-tt welchen derselbe am Ballon befestigt war, nn# Gleichzeitig brach Herr Milosch den linken Arm über VS Hanogclente durch einm heftigen Schlag gegm einen dw» Ast. Der Wald««eichte bald sein Ende und der BoWrn durch den Wind auf die Seite geworfm, fuhr fort, üb« N® Felde hinzustreifen, welche» mtt unauSgerodetm Baumfiüirn� dedeckt war. In Folge der SiSße, welche der Kord und Apparate in demselben durch die Baumstümpfe"hielten,# brachen ste gänzlich. Herr Milosch hatte die volle Mözli Feuerwehrvndande» den Antrag gerichtet, diese Besa�r � unterstützen.— Nebenbei aollen wir noch bemerken, Kuhlmann ein» der Führer d« Stöckerpattei ist,— nw" von seinem Meist» schon viel gel»nt l Würzburg, 10. August. Gestern Abmd r i dem Bahnübergang an d« VeitShöchhetm» dem um 11 Uhr nach Aschaffendurg gehendenGMer,«-> ein etwa 23 Jahre alt» Arbetter üdnsahren, bissen P kett bi» jetzt noch nicht festgestellt werden konnte. Wie«. 11. August.(Selbstmord ein» Wnt Bestem Abend hat fich hl" die gewesene Kasfiren, Americain in d» Favoritmstraße, Namen» Anna A... einen Revolverschuß gctödtet. Kai Mäbc�n wurde bei» einem veamtm eine Brieftasche mtt dem Jnhaltt vo S fl. gestohlen zu habm. Anna Turek wurde(amWg. und wegen Diebstahl» zu ein" Woche mtt Fasten o». Anest» vermlheilt. Da« Mädchen nahm fich � urtheilung so sehr zu hnzm, daß e» seinem Leben e> machte. ™ Vindlii ?Uch an« Mmittog botest uitts s k S alle$ i Kl C'Ctu Mister ii�otbr lu re &: feSßigM ->rn von i upt die N ,98 schreib der des«! «°ntrole nö 13. Zieliung d. l.iiliiiie 174. Kourgi. Preufi. Lotten«. Ziil»!»« vom 13, August 188«.' l.ur bi« ikctDlnuc ubtt 210 Marl stnd btn veirestenbeu Rut »> Par-nth«,e beigefügt. (Cbne Bewähr.) 31 57[3001 72 1650) 98 193 204 60 13001 896 401 47 67 631 46 705 32 9" 864 97[30001 317 58 1030 122 47 74 249[3001 62 98 852 99 407 11500) 44 524 667 72 729 69 9z2 81 73 93 95 2228 76 303 20 64 69 78 432 02 Ob 88 115001 5 15 54 11500) 75 94 1650) 661 809 28 935 3020 13000, 142 56 61 76 219 20 86 314 96 411 44 522 37 77 621 68 96 710 85 38 74 852 916 155b) 4043 1550) 62 107 278 130001 327 43 82 87 423 130OOI 609 708[31 Kl) 10(650) 24 40 807 26 912 38 76 89 1300] 5072 99 12o 22 95 228[550] 42 58 300 11 466 71 5 7 616 30 42 719 67 831 969«002 13001 84 70[1500) 102 29 216 41 82[660J 301 64 79[300) 40o 8 14 261300) 63 624 53 74 667 99 739 70 78 7061 76 117 272 32 4 46 402 501 37 57 67(3001 636 62 7:011600) 31 56 813 1918000) 53 923 1300) 46 89.100 46 9b 97 8143 282 43 49 50 58 62 69 90 307 4Ü0 22 85 74 87 517 16601 72 80 605 18 69 738 39 82 848[300) 923 74 •006 32 300) 109(15001 71 98 1660i 281 313 421 599 602 52 746 868 987 10 13 84 295 303 44 63 401 7[30001 83 5( 6 41 72 604 733 89 94 832 91 995(300) 11012 19 1300) 40 322 69 437[1600) 42 Ol 537 63 13001 67 666 09 78 87 749 98 875«615501 917 28 12022 94117 26 45 210 62[1600) 343 96 415 24 67 78 621 626 27 43[300) 746 94 11600) 906 51 18174 227 306 60 438 516 681 746 97 930 44(3001 67 141-00 63>3 146 260 79 89 332 413[1500] 28 47 627 30 64 91 616 45 86 723 30 vv 96 819 87 78 912 13 1550] 60 15003 1/[16001 20 72 104 1800) 206 28 471 639(5501 629 97 713 49 830 60 82 920 59 60 64 71 13001 1*068 117 247 09 467 60 72 542 ÄX) 600 714 26 I 1 82 40 41 13 ' 83 817 60 95 946 67 17104 78 562 606 67 80 314 448 596 45 269 1550} 6 12 14[300) il 11600) 207 309 24 80 1660, 436. 770 849 968 69(30(1 94 1*070 116(300) 46 253. 611 I560I 68 71 749 78 90 807 39 926 1*025 58 70 18: 404» 527 44 78------------------------- •OblO 21 46 83 99 787 MIKKSM-WS »«062 117 58 231 42 84 91 94(55 I 68 90(16001 601 29 773 902 16 61»10: 827 68(800) 67 418 69 96 521 88 62 78 "MWMUbM °'*07 988 99»» 23 n irÄKS-M/i! -- 3*001 18 30 97 374 416 54 72 579 96 629 21 94 440 620 609 60 701 14 304 26 ,300) 29«7 60|3ooj u9 575 676 7o6 76.--98 9SS 136 13 ,0) 2 6 58 ,550) 63 3651.H'K)1 68 44, 76 5>5 9 2 Wl 710 23(57>0! 69 1300) 87 13000, 864 71 75 81 947 1300) 78 159 225 72 ,300) 84[5501 93 1300) 302 4 38 84 436|3l0)- 641 UX)) 49[15001 701 819 82 913 3000) 43 62.. 1*?, 5O010 23 59 1,4 21 237 57 88 j31 130",| 39 437 74 5%.*5» fe»5; 895 96 1300] 9j1 46 62 51059(3001 112 19 67 292[55| 445 67[3.001.606 66 94_6i,9_16_741_8J9'>19 47 54 118 20 24 39 47 16601 74 89 97 202 33 315 41 I W Ol 29 5, 612 50 ,7(5501 620 58 89 94 95 706 29 58 04■ 11600] 927 1300] 5ii022 234 7» 307 38 6" ,8jO| 88 40b 1 884 69 54016 85 46 101 44 76 1 79(1600j 687(80b) 59 86 636 51' 94 663 731 57 69 13001 412 24 52" 42 72 93 65004 97 104 84«71 88 441 48 667 1300) 78[15001 � 1300) 930 67 82 18001 5*0» 102 202 15 81 303 165b} 0 559 71 jSOOj 677 714 24" ckelmr, er« d) (§95) # sfj 417 80 884 ,„ 57039(15001 114 81|3p0l6 -«SU? 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Druck und Berlag von Max Bgdtug in Lerttn Beuthstraß«% W ■"f WM 13 969 W» ilten Fitt»" i, zu stm" aUafi'i# er Hö!>e««• e BtstilW« Kg n und«W war, rtM m über t» dnen � der«-ü°® tt, Üb" W aumfiüinM korb und N Ite densel� oetHeten Dften d---» Stunde«(f ÄSg .".SS abtrat% 'etfiS-rn.� W (ermetp�i Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 188. Sonnabend, den 14 Angust 1886. in. Iahrg� Sä e der ein t;n In ein"' T» , nur idtbto W 0 ion der n f'Ä". fl Vestmeichisch-Uiiziinslhe Krbnier- Stsetz'WZ. Ii. ,.Der§ 75, welcher da» Verbot der Smntagsarbeit enthalt, Conntaften hat alle gewerbliche Arbeit zu ruhen. zNkgenommen hiervon find alle an den Gewerbelokalen und �-nornchtungen vorzunebmenden Säuberunxs und In- nandhaltunakarbetlen. Der HandelZminister im Einv'mehmen «iL n �rntfter bei Innern und dem Minister für Kultus r, Unterricht wird jedoch ermächtigt, bei einzelnen Rate. SaÜ 00,1 Bewerben, bei denen eine Unterbrechung de» Be« li. u. rw thunlich oder bei Denen der ununterbrochene Betrieb .» vndlicke auf die Bedürfniffe der Konsumenten oder Del aü*1 Verkehrs erforderlich ist. die gewerbliche Arbeit � Sonnlagen zu gestatten. An den Feiertagen ist den �ie nöthige Zeit einzuräumen, um Den ihrer ffnieffloit entsprechenden Verpflichtungen zum Besuche De» lv«. Ü�niteßdienstes nachzukommen.— Bekanntlich ist in .•EM die Zahl der Feiertage eine weit größere als im «»testrntischen Deutschland. i�.�Zon au» dem Wortlaut der vorangegangenen gesetz' „».«« Kimmungen geht hervor, daß der Maximalarbeitstag .,,,�ür die Fabrmndustrie gilt, alle anderen Bestimmungen bi.? ,% da» gesammte Gewerbe. Die Schutzmaßregeln für i» Ächen und jugendlichen Arbeiter find wieder getbeilt; � den§§ 94 ms inkl. 96 find die Schutzbestimmunaen, welche Jl'Be Gewerbe gelten, enthalten.§ 91 besagt: Kinder vor K�detnn zwölften Jahre dürfen zu regelmäßigen gewerb- fcü,, Delchäflizungen nicht verwendet werden. Jugendliche �•«beiter zwischen dem voHendeten zwölften und dem voll» «,,!?' vierzehnten Jahre dürfen zu regelmäßigen gewerblichen i Sättigungen verwendet werden, sofern ihre Arbeit o�.�esundhett nicht nachtheilig ist und die körperliche !,,,�slung nicht hindert, dann der Eifüllung der ge- »i'Sen Schulpflicht nicht im Wege steht. Die Dauer «i »« �kbeit dieser jugendlichen Hilfsarbeiter darf jedoch �«tunden täglich nicht übersteigen. Uebrigens ist der Han» Heister im Einvernehmen mit dem Minister des Innern Anhörung der Handels» und Gewerdekammern ermächtigi, Ikjtotbminglmrge jene gefährlichen oder gesundheitsschäv» ™-werblichen Verrichtungen zu bezeichnen, bei welchen e Hilfsarbeiter oder Frauenspersonen aar n cht oder 8ung»weise verwendet werden dürfen. Wöchnerinnen nach Verlauf von vier Wochen nach ihrer Nieder. lu regelmäßigen gewerblichen Beschäftigungen verwendet Ig ü"- Für die jugendlichen Arbeiter bi» zum vollendeten .�«bensjahre enthält Der§ 95 folgende Schutzbestimmungen: Wnhliche Hilfsarbeiter Dürfen zur Nachtzeit, d. i. in den »«n zwischen 8 Uhr Abend» und 5 Uhr Morgens, zu »Mäßigen gewerblichen Brschättigungen nicht verwendet Der Handelsminister, im Einvernehmen mit dem Mi» de» Innern ist jedoch ermächtigt, tür bestimmte Ka>e> d.«N. Bewerben mit Rückficht auf klimatische Verhä'tniffe bett Umstände die obigen Grenzen der Nacht. MwasgMdaK der beschäftigten jugendlichen Hilfsarbeiter sammt den zur «ontrole nöthigen Angaben zu führen. § 96 d enthält Die strengeren Schutzbestimmungen speziell lä» Fabrikindufttie; er lautet: Kinder vor vollendetem Jahre dürfen zu regelmäßigen gewerblichen Beschäftigungen !? tabrikmäßia betriebenen Gewerbeunternehmungen nicht ver» w.."erden. Jugendliche Hilfsarbeiter zwischen dem voll- i; und dem vollendeten 16. Jahre dürfen nur zu E??en Arbeiten verwendet werden, welche der Gesundheit S W von«"i m m m 1 » %L. A' Ä —«.«.•M.VOW» WVVWII, MTV.MfV W» V-y V I MI.VVv** Hfltsarbeiter nicht nachtheilig find und deren körperliche ckelung nicht hindern. Außer den jugendlichen Hilf». dürfen auch Frauenspersonen überhaupt zur Nacht» iijji 18 95) in fabrikmäßig betriebenen Gewerbeunternehmungen Jtn J*r®enDet werden. Doch kann der Handelsminister im dir Pehmen mit dem Minister des Innern nach Anhörung ?�onrl' und Gewerbekammern im Verordnung» wege jene yjtzSSz*"vn fabrikmäßig betriebenen Gewerbeunternehmungen Einblick» denen eine Unterbrechung De» Betriebe» im oder zw««t die Beschaffenheit de» letzteren un'buvlich ist, mit die zwingende Nothwendigkeit der Schichtarbeit Und beiden-®'' die Bedürfniffe dieser Industriezweige vorliegt Wen beni gn°US diesen Gründen jugendliche H'l-sarbeiter zwi» mauen»«,.? ümdeten 11. und dem vollendeten 16 Jahre, sowie ♦'«lontn überhaupt zur Nachtarbeit verwendet werden D« Ttllsel. De« Guy de Maupassanf.) Kiers.??"« blieb dem Arzt gegenüber vor dem Bett TKWZWW offen standen, er- i warf ihr warme» sWho! oen braunen Fußboden, den die Holzschuhe von At« �«dgeuerationen«ellig getreten hatten. Mtt dem der Duft der Felder herein, von dem heißen t°»on», 1,1' der Duft von Kräutern, von Getreide «P koy��tteen, welche von der Gluth de» Süden« ver- Ad ertfiS?1- Die Heuschrecken zirpten au» allen Kräften h�nsch u die Gegend mit hellem Getön, ähnlich dem hölzernen Pfeifchen, welche man auf Jahr- De»»"mdern verkauft. •Hon**?1 sagte mit erhobener Stemme: in» Raji, ,,' Är könnt' Eure Mutter in diesem Zustande "be L?, lassen. Es kann jeden Augenblick mit ,hr ßü_n,'tbtt�olte trostlo«: liW'&'z . aite' noch in den Banden de» nor- Wb tu Fhten 1 V. win'le bejahend mit Auge und Stirn, �»an. Ä««, wn Getreide hereinzubringen �'a,n sterben zu lassen. ist bekanntlich einer der talentirtesten Zäg- mischen Schule in Frankreich. dürfen. Es darf jedoch die Gesammtarbeitsdauer dieser Per- tonen innerhalb innerhalb 24 Stunden die gesetzliche Arbeits- Dauer(§ 96 a) nicht übersteigen. Man steht hinau», daß in der österreichischen Gesetzgebung der Schutz der Kinder weitergehend und rxaKer formultrt ist, cl» in D-utschlano. l'uch verfügt ein besondere» Gesetz vom Juni 1881, daß die Arbeitszeit beim Bergbau für Erwachsene nur zehn Stur dm betragen darf; ebenso ist daftn der Schutz der Frauen und Kinder für den Bergbau besonders geregelt. Ferner verdient hervorgehoben zu werden§74, welcher im Gegensatz zum§ 120 Abs. 3 de» deutschen G-setzes die Schutz- und GesundheitSvorrichtungm in den Werkstätten für Die Ar- bettet detaillitt und damit den Gewerbeinspektoren eine fichere gesetzliche G undlage für ihre Kontrole bietet; et lautet: Jeder Gewerbitnhaber ist verpflichtet, auf seine Kosten alle diejenigen Einrichtungm bezüglich der Arbeitsräume, Maschinen und Werkgeräthschatten herzustellen und zu erhalten, weiche mit Rück« ficht auf die Beschoff-nheit jene» Gewerbebetriebe* oder der Betriebsstätte zum Schutze dr» Leben» und der Gesundheit der HilfSarbetter erforderlich find. Insbesondere hat der Gewerbeinhaber Sorge zu tragen, daß Maschinen, Werksvorrichtungen und ihre Theile, al»: Schwungräder, TranSmiifionen, Achsenlager, Aufzüge, Kufen, K ssel, Pfannen u. dergi. derart eingefriedet oder mit solchen Schutzvorrichtungen veisehm werden, daß eine Gefährdung der Arbeiter bei umflchtiger Verrichtung ihrer Arbeit nicht leicht bewirkt werden kann. Auch gehört zu den Obliegenheiten des Gewerbeinhaber», die Vorsorge zu treffen, daß die Arbeit»» räume während der ganzen Arbeitszeit nach Maßgabe de» Gewerbe» möglichst licht, rein und staubfrei erhalten wer- Den, daß die Lufterneuerung immer eine der Zahl der Arbeiter und den BeleuchtungSoorrichtungen entsprechende, sowie der nachtheiligen Einwirkung schädlicher Au». dünstungen entgegenwirkende, und daß insbesondere bei chemischen Gewerben die Verfihrune». und Betriebsweise in einer die G'sundheit der HilsSarbeiter thunlichst schonen- Den Art eingerichtet sei. Nicht minder haben Gewerbe- inhaber, wenn fie Wohnungen ihren Hilfsarbeitern überlassen, diesem Z vecke keine aesundheitSschädtichen Räumlichkeiten zu widmen. Schließlich find die Gewerbeinhaber verpflichtet, bei Der Beschäftigung von Hilfsarbeitern bi» zum vollendeten 18. Jahre und von Frauenspersonen überhaupt thunlichfl die durch da» Aller, bez«. da» Geschlecht derselben gebotene Rückstcht auf die Sittlichkeit zu nehmen. Die Gewelbeinspektorm— fie führen in Oesterreich diesen Namen, weil ihrer Aufstcht da» gesammte Gewerbe, auch der Kleiihettteb unterworfen ist— find durch Gesetz vom 17. Juni 1883 eingeführt. Sie stehen, wie bereit» bemerkt, unter einem Zentral-Gewerbeinspektor und haben die Durchführung der ge» setzlichen Vorschriften in folgenden Punkten zu überwachen: 1) Die Votteb'ungen und Einrichtungen, welche die Gewerbeinhaber zum Schutze de» Leben» und der Gesundheit der Arbeiter, sowohl in den ArdeitSräumen al» in den Wohnräumen, fall» fie solche beistellen, zu treffen verpflichtet find; 2) die lieber- wachung der Verwendung von Ardeitern, die tägliche Arbeits» zeit und die periodischen Arbeitsunterbrechungen; 3) die Einführung von Arb-iterverzeichniffen, da» Vorhandensein von Dienstordnungen, Lohnzahlungen und Arbeiterausweisen: 4) die gewerbliche Ausbildung der jugendlichen Hilfsarbeiter. Der §18 de» Gesetze» sichert die Unabhängigkeit der Inspektoren: „Die Gewerbeinspektoren dürfen für ihre«mtehandlungen weder von den Gewerbeinhabern noch von den Hilstabeitern eine, wie immer geartete Vergütung annehmen und haben die ihnen von Gerwerdeinhabern angebotene Gastfreundschaft abzulehnen." Die Berichte der G-werbeinspektoren für die Jahre 1384 u 1885 welche bereit» erschienen find, find zwar, wie fich bei der N.uheit der Institution und der Zurückg-bliedenheit der Industrie in den östlichen und südlichen Provinzen Oesterreichs wohl von selbst versteht, noch lückenhaft und ungleichmäßig, aber ihre Anord- nung und die Zusammenfaffung im Generalbericht de» Zentral- inspektor» verleiht ihnen eine weit bessere Ueberstchtiichkeit, al» fie die deutschen Berichte befitzen. Leider hat der breite V rordnungSweg, auf dem in Oester- reich feit langer Zeit die besten Absichten der Gesetzgebung zu Nichte gemacht werden, auch in den Erlaffen über die Durch- führungSbestimmungen, betreffend die Arbeitszeit und die Be» schäftig ang von Frauen und Kindern, schon wesentliche Wohl- thaten des Gesetze» illusorisch gemacht. So wurde für die Dauer eine* Jahre» eine Verlängerung Dt» M-ximalarbeit»- zeit von 11 auf 12 Stunden bei Spinnereien, Färbereien und den verwandten Betrieben und den Mahlmühlen bewilligt und Den Fabriken mit unausgesetztem Betrieb überhauvt eine zwölf- stündige Arbeitszeit gestattet. Der wöchentliche Schichtenwechsel, d. i. der Uebergang von der Nacht zur Tagearbeit und um» Aber der Arzt wurde zornig und stampfte mit dem ��„Jhr'seid ein gefühlloser Mensch, hört Ihr! Ich gebe da» nicht zu, hört Ihr? Wenn Ihr Euer Korn durchaus heute hereinbringen müßt, so holt, zum Teufel, die Rapet, daß diese bei Eurer Mutter wacht. Ich will es so, hört Ihr! Und thut Ihr nicht, wa» ich sage, so lasse ich Euch umkommen, wie einen Hund, wenn Ihr einmal krank seid, � Der Bauer, ein großer und dürrer Mann von lang- samen Bewegungen, zaudette und rechnete in peinvolle« Schwanken zwischen der Furcht vor dem Arzt und der wüsten Gier, eine Ausgabe zu ersparen. Endlich stot- „Wieviel nimmt denn die Rapet für«ine Woche?" Der Arzt schtte:.. „Woher soll ich da» wissen? Da» kommt darauf an, wie lange Ihr fie brauchet. Treffet ein Abkommen mit ihr, zu« Donnerwetter l Aber in einer Stunde soll fie hier sein, hött Ihr I Der Bauer entschloß sich: „Ich gehe schon, ich gehe schon; ärgern Sre fich mcht, �Der Arzt verließ da» Zimmer, indem er rief: Ihr kennt mich; nehmt Euch in Acht I Ihr wtßt, tch «Tllein not,0 wandte sich der Bauer zu �'""Jch�hole die Rapet" der Mann will«» doch'mal so. Rühi'e Dich nicht, bi» ich wiederkomme." Er ging fort. �. gekehtt, kann durch eine ausnahmsweise 13stündige Schiit- bauet herbeigeführt werden. Außerdem wirv»ei jenen Betrieben, denen eine 12ftÜndige ArdnISieil gestattet ist, und in Eisen- und Glashütten, Maschinenfadrikm, Zuck-.rabrikrn jc., die Nachtarbeit dir jugendlichen und Hittsarbeiier für zuläistz erklärt. In Bezug auf vie So rntagkruhe, gegen milche übrigens jetzt ein großer Ansturm der Liberalen im Zage ist, sind 46 Ausnahmen auf dem Verordnung» wege statuirr. Ausnahmen find gemacht wegen Unmöglichkeit einer Unterbrechung de» Be» triebe», wie in der Eilen- und Zrckrrindustrie, dann mit Rück- ficht auf die Bedürfniffe der Konsumenten, wie beim Bäcker-, Gast» und Schankgew rbe und Handel mit Lebensmitteln, bei welchen Die Sonntagsruhe ganz wegfällt, während Die anderen HandklSzewerde nur an Sonntag. Vormittagen ausgeübt wer» den dürfen; endlich mit Rückstcht auf die Bedürfniffe De» Verkehr», wie bei den Transpottunternehmungen, für welche die Sonntagsruhe ebenfall» ganz entfällt. ES wird aber den Unternehmern überall, wo die Sonntagsrahe wegfällt, die Verpflichtung auferlegt, die Arbeiter in der SonntagSarbeit abwechseln zu laffen. Hebet die Fabrikgesetzgebung in der ungarischen Re'ch(Hälfte können wir uns kurz faff'n, da da» neue ungarische Gewerbe« gesetz oom 1. November 1885 sich in Den Hauptpunkten an da» öflerreichische Gesetz al» Vorbild hält, ohne allerding» den Charakter der Kultur de» Lande», für da» e» geschaffen wurde, und das wesentlich noch ein Agttkulturstaat ist, zu verleugnen. Die Grenze für die Beschäftigung von Kindern ist im unzatt» Ickten Gesetze auf da» 10. Lebensjahr festgesetzt. Für Kinder Über 10, aber unter 12 Jahren ist die industrielle Beschäftigung an die Bewilligung der Behörde geknüpft, die wohl nur in seltenen Fällen versagt werden dürste. Jagendliche Arbeiter zwischen 14 und 16 Jahren dürfen nur 10 Stund:» täglich und zwar nur zu leichterer Arbeit verwendet werden. Für die Tageßarbttt der Erwachsenen ist wftter kein« Norm festgestellt, al» daß fie nicht vor Morgen» 6 Uhr beginnen und nicht nach 9 Uhr Abend» enden Darf; Vor- und Nachmittag» hat je eine halbe Stunde Paus«. Mittag» ein: ganze Stunde einzutreten. Bei Tag- und Nachlarbeit ist bloß vorgeschrieben. daß für gehörige Ablösung Sorge zu ttagen sei. Behuf» Durchführung der Schutzbesttmmungen für die Arbeiter ist angeordnet, daß die G-werbebehörden veipfl.chlet find, die Fabrtlen von Zeit zu Zeit durch hierzu au»ge>endete Personen bestchtigen zu lassen, fich von der Befolgung der Ge- setzeßbestimmungen zu überzeugen und über da» Ergebrnß dies« Bestchtizungen dem Ministerium minbesten» jährlich einen au»« 'ührlichen Bericht zu«statten. Wer den ungarischen Beamten« stand kennt, wird fich bei Lesung dies« Durchsührun�s'eftim« mung eine» Lächeln» nicht enthalten können, da e» kaum irgend wo in Europa unwissendere und korruptere Beamte giebt, al» in Ungarn. An dem Mangel von Fabrikinspektoren unv ein« genaueren Rormirung der Arbeitszeit leibet hauptsächlich da» ungarische Gesetz, und d« elftere Mangel macht e» auch in seinen guten T heilen zu einem tobten Stück Papftr. U-drigens ist auch zu bemerken, daß alle die erwähnten Bestimmungen de» ungarischen Gesetze» nur für die Fabrikmsusttte gellen. Kommunales. w. Vom Berltuer Straßeopstaster. Am End« de« Vw« wattungejahre» 1885/86 waren in B-rlin rund 4 654000 gm Pflaster vorhanden, davon waren mit Steinen I. bi« III.«raffe 1020000 gm, mit Aspbaft 359 400 gm und mit Hol, 41 000 gm, im Ganzen also 1423 400 gm---30 6�C:. mit besserem Pfl.tter versehen. Am 1. April 1885 waren an Atphaltpflafter 322 042 gm vorhanden. Hinzugekommen stnd im Laufe de» I ihre» 40 497 gm, abg-aangen 3120 M., mithin waren am 1. April 18�6 vor- 359 409 gm Atphalt, von denen die Stadtgemeinde 143 037 gm, die Pferoebahnen tc. 216372 gm zu unterhatten haben, oeren Netz auch in diesem Verwaiiungsjahre gemäß den mit den einzelnen Gesellschaften abgesch'offenen Verträgen weiter au»« gebaut worden ist Mit Stetnpflafter ist von der Stavtgemeinde eine Fläche von 57 828 gm neugepfl stert worden, während von den Pterdebahngesellschaften eine Fläche von 5370 gm und van Privaten eine solche von 12 3 34 gm hergestellt wo den ist. Hierzu kommen noch an Umpflatterungen leiten» der Stabtge« meinde 41083 gm und feiten» der Pferdebahng'.seUschaften 81037 gm Steinpflaster. w. Zur Errichtung einer Gemeiude-Doppelschule in der Lindenstraße beabstchtigt der Maginrat Oa» in bieser Straße belegenen 4275 gm große Grundstück Nr. 16 für den Preis von 112 M. pro OuaOtatmeter zu erwerben und wild hierzu dt« Genehmigung d« Stadtverordneten-Versammlung nachsuchen. da« fie nicht mehr»«lassen sollten, nahm sie ihr Bügel« eisen wied« auf, mit dem fie die Wäsche für die Lebenben plättete. Faltig wie eine vorjähnge Kartoffel, bösartig, mißgünstig, geizig und habgierig bis an die Grenzen de» Möglichen, tief gekrümmt, al» hätte da» unausgesetzte Bügeln der Leinwand ihr da« Kreuz gebrochen, hatte sie an dem Todeskampf eine Art grausigen und zynischen Ge» fallen«. Sie sprach imm« nur von Leuten, die sie hatte sterben sehe«, imm« nur von den Todesqualen, deren Zeuge sie gewesen, und mit großer Genauigkeit erzählte sie stet« ähnliche Einzelheiten, wie ein Jäg« von seinen Jagd« stücken«zählt. Al« Honorä Bontemp» bei ihr eintrat, war sie im Begriff, Wasser für die Kragen d« Bäuerinnen zu blauen. „'n Tag auch, sagte er; wie geht'», Mutt« Rapet?" Sie wandte den Kopf zu ihm: „Wie imm«, wie immer. Und Euch?" „O, mir geht'« ganz gut, ab« mein« Mutt« gar nicht." „Eur« Mutt«?" „Ja, mein« Mutt«." „Wa« hat denn Eure Mutter?" „Sie will die Augen zuthun." Die Frau zog die Hände au» dem Wass«, dessen durchsichtige blaue Tropfen ihr bi» zu den Flng«spiyen glitten und dann in da» Waschfaß fielen, und fragte mit plötzlich« Theilnahme: „Ist'» denn schon so weit mit ihr?" „D« Doktor sagt, daß sie nicht über den Nachmittag kommt." „Dann ist'» freilich weit mit ihr!" Honor» zauderte. Er brauchte eine Einleitung für de» Vorschlag, den er machen wollte. Da er aber nicht« fand, entschied« sich kurz. Zokales. Die Austelluug gertchtttcher vorladuuge« in Nb« «estnhrit d'S Adllffattn ist eine gkgrnwärUg vitlfach vor- iommend« E. scheinung. Familien oder einzelne P-rsonrn, welche fich auf längere Zeit au» ihrer Wohnung entfernen, und fich auf Reisen oder nach einem bestimmten anderen Ort begeben, glauben gewöhnlich schon genug gethan zu haben, wenn fie einen gefälligen Nachbar mit der Annahme der Post- fachen betrauen, der dann dieselben von Zeit zu Zeit an die Abwesenden einsendet. Für gerichtliche Zustellungen kana ein solche» Verfahren leicht vnhaigrizvoll werden; Zustellungen in Wechselsachen, die auch während der Serien beim Gericht «ledigt werden, erlangen in zwei, drei Tagen für dem Em- Cän?« die nachthetligsten Folgen; ein zugestellter Zahlung»« fehl wird rechtttläftig, der Termin, zu dem die Labung zu- gestellt wi d, steht in kürzester Frist an und dergl. Der Post» böte, welcher solche Zustellungen zu bewirken hat, entledigt fich diese» Auftrage» einfach dadurch, daß er die Ladung an die Thür der Wohnung de» Avreffaten befestigt, eine Form der Zustellung, die für Berlin so unproklisch wie möglich ist. Im günstigsten Falle sendet der Nachbar die Ladung dem Ab« wesenden nach und dieser empfängt dieselbe dann erst, wenn die EtnspruchSftist abgelaufen oder der anberaumte Termin vorbei ist. Fm gerichtlichen ZustellungSwesen zeigen auch unsere Postboten noch vielfach in ihrem gewöhnlichen Per- fahren bedenkliche Lücken und Mängel, die alle Mal« zum Nachlhetle de» Avreffaten gereichen. Man wird deshalb, wenn man fich vor Schaden bewahren will, gut tbun, vor Antritt einer Reise mit dem Vorsteher seine» Postamtes in Verbindung zu treten» damit« entweder die Rachsendung derartig« gerichtlicher Ladungen veranlaßt, od« aber dieselben als zur Zeit unbestellbar dem Gerichte zurück- schickt. Es kommt gar nicht sellen vor, daß geriebene Gläubig« «ine zweifelhafte Forderung einklagen, und die Zustellung «f der Klage bewirken lassen, sobald der Verklagte fich aus Reisen degiebt, um so eine gerichtliche Verurtheilung zu er« schleichen. Et««euer telegraphischer Echreibapdarat ist von dem Zivil- Ingenieur Leder eisunden und dem Ministerium für öffentliche Arbeiten sowohl, wie dem Kaiserlichen Telegraphen« Amt zur Prüfung und Begutachtung unt«breftet worden. Der Apparat hat den Vorzug, daß Feder, der lesen und schreiben kann, auch ohne Anleitung iofort zu telegraphiren vermag. D« Telegraphirende schreibt in den ihm de« kannten Zeichen, und d« Empfänger«HSU die getreue Kopie davon. He« Leder hat mit Anfertigung eine» solchen neuen Apparate« im Auftrage de» Reichs- Postamts bereit» de» gönnen. Zur Warnung für Elter«»ud Angehörige, welch« junge Mädchen in den Thiergarten auf die Spielplätze ohne Ausficht schicken, wird gelegentlichenfall» darauf aufm«ksam gemacht, daß fich am 10. d. Mts. an dem in der Nähe der Händel« und Klovftockstraße befindlichen Spielplatz ein Mann im Gebüsch deS Thiergarten» aufgehalten hat, welcher zwei dreizehnjährigen Mädchen zuwinkte, in da» Gebüsch zu treten. Die letzlnm eilten jedoch fort und riefen, als fie fich fortgesetzt verfolgt sahen, an d« Charlottenburger Cbauffe« um Hilfe, in Folg« deffen d« Mann fich in der Richtung nach d« Thiergartenschleuse schleunigst entfernte. Die Mädchen beschrei« ben den Mann als 25 bis 30 Jahre alt, schlank und ziemlich groß mit einem dunkelblauen Anzug und rundem schwarzen Hut. Derselbe trug eine Brille. Die„Nattonal-Zettuug" leistet fich folgende Stilblütbe: «Der Hund de« Kanzlers Ty.a» ist, wie uns mUgethetlt wird, gestern Abend wieder eingefangen und in die königl. Thier- arzneischule eingeliefert worden." Wer heißt denn nun eigent« lich Ty aS? Die Kelluerinneufrage, die für Berlin ein Stück sozial« Frage geworden ist, beschäftigte am Mittwoch in Paster's Gesellsckaflihaus, Neue Königstraße 7, in einer außer- ordentlichen Generalversammlung den Verein Berlin« Restamateure. Als einziger Verhantlungsgegen stand stand «in von 52 Mitgliedem de» Verein» unterstützter Antrag zm Beraihung:„Der„Verein Berliner Ristaurateure" wolle beschließen, beim Königl. Polizei- Präsidium um Erlaß einer Ver- ordnung dahingehend zu petmoniren, daß ersten» unter polizei» ltche-Ikontrole ft-hende od« wegen Vergehen gegen da» Eigenthum bestraste Mädchen im Restaurationslokale nicht serviren dürfen, und zweiten», daß j-de Kellnerin mit einem von der Behörde ausgestellten Legftimationsbuche, Signalement, Tag de» Ein« und Austritt» in resp. au» dem Geschäft, nebst Führung ent- haltend, versehen sein muß." Die ausführliche Begründung diese» Antrages hebt hauptsächlich hervor, daß e» dem Gast« witth nur möglich sei, da» seiten» der Behörde durch Er- theilung d« Konzesfion in ihn gesetzte Vertrauen zu recht« fertigen und sein Geschäft makello» zu führen, wenn ihm acht» bare» und unbescholtenes Gehilsen pnsonal zur Seite stehe. Diese» zu«hatten, d. h st:t» zu erhalten, sei schon beim mann« lichm Per so aal sehr schwierig, beim weiblichen dagegen gerade« zu unmöglich. Kein Gastwirth wtffe beute, od die von einem Agenten geltelerte Kellnerin, welche« engagire, unbescholten oder bestrast sei od« unter voiizeiltch« Kontiole stehe, ja, er wiffe nicht einmal, ob der Name, den fie führe, d« richtige ist, da ein« Kellnerin heute ohne jedwede Legitimation enga« Srt werde. Die j-tzl herrschenden Zustände bildeten eine ernste (fahr für da» GastwirthSgewerbe, welche» nur beseitigt wer« ..Wa« verlangt Ihr, wenn Ihr bis zum End«»acht? r wißt, ich bin nicht reich, kann nicht einmal eine agd bezahlen. Da» hat ja auch meine arm« Mutter hingebracht, daß fie zu viel Mühe, zu viel An- strengung hatte. Sie arbeitete für zehn, trotz ihr« zwei- undneunzig Jahre. Au« solchem Holze wird keine mehr geschnitzt!" Frau Rapet antwortete bedächtig: „S' giebt zwei Preise: vi«zig SouS den Tag und drei Franks die Nacht für die Reichen, zwanzig Sou» den Tag und vi«zig die Nacht für die And«en. Gebt mir ig und vi«zig. D« Bau« überlegte. Er kannte seine Mutt« recht t. Er wußte, wie zäh und widerstandsfähig fie war. la« konnte, trotz dem Doktor, acht Tage dauern. Er sagte fest entschlosien: „Nein. Ich will lieb«, daß Ihr mir einen Prei» für'S Ganze macht, bi» zu Ende. Wir müssen'» Beide darauf wagen. Der Doktor sagt, fie stirbt bald. G«> schieht da», um so besser für Euch und um so schlimmer für mich. Hält fie ab« bi» morgen aus od« noch läng«, um so besser für mich und um so schlimmer für Euch! Die Wärterin blickte voll lleberraschung den Mann an. Sie hatte einen Todesfall noch nie in Akkord genom- men. Sie zög«te bei dem Gedanken eine« Rrfiko, auch hatte fie Verdacht, daß man fie täuschen wolle. „Erst muß ich Eure Mutt« sehen, vorh« kann ich nicht» sagen, erwiderte fie." „Na, so kommt I" Sie trocknete ihre Hände ab und folgte ihm al«bald. Auf dem Wege sprachen fie nicht. Sie ging mit eili- gen, trippelnden Schritten, während« lange«eine machte, al« hätte er fortwährend ein« Gosse zu überschreiten. Die Kühe, welche, von d« Hitze überwältigt, sich auf den Fel- dern niedergelegt hatten,«hoben schwerfällig und mit den könne, wenn die Polizeibehörde den Wünschen des Vereins Berlin« Refiaurateure entspiäche. Der Antrag wurde nach länger« Berathung einstimmig angenommen. Unseres Er ach. ten» wäre mit der Erfüllung dieser Wünsche des Verein» Ber- liner Refiaurateure die leidige Kellnrrinnenfrage nicht gelöst Die Vorschläge find PalllatiomiNel, nicht» weit«. Die meisten d« sogenannten Lokale mit Damenbedienung find, wie bereit» d« Verwoltungsdericht des Bellst« Poli eipcäfidiums vom Jahre 1882 hervorhebt, nicht au» e-nem wirklichen Bedürfniß entstanden, sondern die Folge einer G-schäftSkonlurrmz, welche auf allerlei Lockmittel verfällt, um Gäste heranzuziehen. Die Lokast, in welchen die möglichste Ausbeutung des Gaste» nicht Geschättsgrundfatz ist, find in der Minderzahl und das Ge- schäftsgebahren d« Gastwirthe, welche iirem weiblichen Hilf»« personale auch nicht einen Pfennig Lohn zahlen und dabei »«langen, daß diese» noch in möglichst reicher Tollelte servire, übt selbstredend einen nicht gerade im wobltdätigen Sinne starken moralischen Druck auf das weibliche Hilfspersonal aus. Wamm bestehen in großen süddeutschen Staaten, wie etwa in München, die argen Mißstände de« Kcllnerianenwesms nicht? Well die Kellnerin dort Lohn«hält, und kost und Wohnung vom Gastwkrh empfängt. Hi« liegt die Grundlage de» gan» zen U-bel». Rachkläuge zum Alteuburger Ekatkcngretz. Höchst symprihich hat in den Kreisen der hiefigen Slatfreunde der Thetl in den Berichten über den Altenburger Skatlongreß de- rührt, nach welchem demjenigen Mitspiel«, welcher die wenig- sten Point»«langt hat:?, protokollarisch zu bezeugen war,«ob « sein Pech mtt Humor oder doch mit Geduld und Würde er« tragen» oder od er gejammert, raisonnirt oder Leichenreden ge- halten habe". Hiermll hat ver Kongr-ß auf einen tiefliegen denSchaden hingewiesen, welcher schon so manche gemüthliche Skat- partie gründlich verdorben und leider oft zu langdau'inden Feind« schastm unt« allen Skatfreunden gefüh-t hat. ES ist d-shalb von den Mitglied«» eine» hiefiaen Skatklud» beschloffm wor« den, dem nächsten Kongreß in Leipzig die folgenden Anträge zu einem allgemeinen deutschen Skatreglement vor« zulegen:§ 1. Aeußerungen der Unzufrte denheit üb« schlechte Kaden beim Skatspielen werden im All- (emeinen„Skatseufzer" genannt. Dieselben find unge- örig. vnbotm und stiafbar(stehe§5).§ 2. Die Skatseufz« werden nach d« Saujagd- Terminologie eingetheilt in gennge und grobe Seufz«. Diese Bezeichnungen dürften berechtigt sein, weil da» einzige Motiv für den seufzenden Skalspiller nicht da» Bedürfniß nach einer heiteren E- holung, sondern die Jagd nach dem Glücke(auch„Schwein" oder„Sau" genannt) zu fein pflegt.§ 3. Zu den gninaen Seuftein gehören die Redmsarlen, wie:„So ein Pech kann ich auch nur haben", od«„Au» jedem Dorfe ein Hund" u. f. w., od«„Ich weiß aar nicht mehr, wst«in Wenzel aussteht", odcr„Den ganzen Abend dstse» nstderträchttge Blatt", oder andre heftige, fich nicht immer in dm zartesten Formen bewegende Ausfälle gegen die unschuldigm karten. Diese geringm Stutz« helfen nicht dem Seufzenden, sondern nur dem aufmertsamm Gegn«, welch« daraui in der Regel Schlüsse ziehen kann auf den Eitz d« Karten. D« Seufzende schadet also nur fich selbst und seinem Parin«.§ 4 Schlimmer find die grobm Skatseufzer, welche fich nicht auf AuSiälle gegm die Karten deschränkm, sondern direkt od« indirekt gegen dm glücklicherm Mitsviei« gerichtet find. So>. B.„Mehr Glück als Ver— gnügen", oder„Die Dummen haben die dicksten Kartoffeln" und wo» d«gleichen lteden»»üidige, von bloßem Neide eingegebene Aeußerungen mehr find. Eine schlimmere Art der grobm Seufz« äußert fich nebenbei in Thaten, z. B. in dem Hin- werfen der Kartm, wobei die furchidarsten Flüche erschallm und V«stcherungen, wie z. B.„Ich spiele nicht mehr mit", od« wohl aar„Ich spiele in meinem ganzen Leben nicht wieder" u. s. w. Die allerschlimmste Sorte der grobm Seufzer Jnd aber die sogenannten ,�esuwit«seufz«", welche, fich in ie Form deS geringen Seufzers etnkieidend, nur dazu bestimmt find, die Mllsptel« zu täuschen und irre zu führen, z. B. wenn einer sagt:„Schändliche» Blatt", während er drei Wenzel in der Hand hat, wodurch die Hintnhand geneigt wird, wenn die Mlltelhand paßt, zu vermuthen, daß d« Skat„biüllt".§ 5. In einem wirtlichen deutschen Äänn«skat(im Gegensatze zu dem stu- dmtischm Mogelstat) wird ein geringer Skatseufzer geahndet mit ein« Strafe von 50 Pf, ein grob« Elatseutzer ab« di ____________.. �»urchweg mtt einer Strafe von 3 M.(Mild gesinnte Skatfreunde können ja geringere Sätze annehmen.)§ 6. Au» dm Stratgeldern wird befttitten: 1. da» Kartengeld, 2. da» Trinkgeld für die Bedimung, 3. soweit dieselben reichen, die Zeche der Mitspielenden(nicht ad« die d« lästigen„Wanzen".)§ 7. Bei dem Spielen unter Vieren bezahlt d« Geber, wenn er den Skat desteht, 60 Pf. Strafe, macht er dabei ab« noch irgend welche Bemerkungen, so zahlt er 1 M. in die Kasse. Bei diesem vorläufigen Entwurf« soll e» keineswegs sein Bewenden behaltm, vielmehr hat jeder biedere deutsche Skatbruder nicht allein da» Recht, sondern sogar die Pfl cht, noch weitere Unt«« antrüge zu stellm und dadurch beizutragen zu dem großen Werke, daß da» edle Skatspiel immer mehr gedeihe zum Nutzen und Frommen all« gutm und gemülhlichm deutschen Männer, welche fich„reizen" und dabei doch gut verttagen, fich gegen« fettig„abstechen", ohne zu vn wunden, fich„rumdringen", ohne fich umzubringen. Unoerboten muß leid« da»„Mauern" bleiben, allein d«„Maurer"«hält seine Strafe entweder durch sein schlechte» Gew.ffm, welche» er nimmermehr beschwichtigen kann,»d*r durch Reinfall beim„Ramsch". Erlaubt find alle schwachem Gebrüll die Köpfe gegen die beiden Passanten, al« wollten fie frische» Gras von ihnen verlangen. In die Nähe seines Hauses gekommen, murmelte Honors: „Wenn e» doch zu Ende wäre?" In dem Tone semer Stimme zeigte fich, daß die» sein unbewußt« Wunsch war. Ab« die Alte war nicht todt. Sie lag in ihrem schlechten Bett auf de« Rücken, ihre Hände ruhten auf d« violetten Jndienne-Decke, zum Erschrecken abgemag«te, knotige Hände, die vom Rheumatismus und hart«, fast hundertjähriger Arbeit»«krümmt waren. Frau Raprt trat an das Bett und betrachtete die Sterbende. Sie fühlte ihr den Pul», klopfte ihr auf die Brust, horchte auf ihre Athemzüge und richtete Fragen an fie, um fie sprechen zu hören. Dann, nach langer Beobach- tung, ging sie Hanau«. HonorS folgt« ihr. Ihre Meinung stand fest: die Alt« würde die Nacht nicht«leben. „Nun?" fragte Honors." Die Wärterin antwortete: „Nun, da» wird zwei Tage dauern, vielleicht drei. Gebt mir Alle» in Allem sech« Franks." .Sech« Frank« I" schrie er.„Sechs Frank» I Seid Ihr von Sinnen? Sie hat nur fünf od« sech» Stunden zu leben, sage ich Euch, nicht mehr l" E»e stritten lange und hartnäckig. Da die Wärterin im Begriff war, zu gehen, da die Zeit drängte und sein Korn doch nicht von selbst hineinkam, gab d« Bauer end- lich nach: „Nun gut, sechs Franks l Ab« Alle« einbegriffen, auch die Aufbahrung d« Leiche." »Sech« Frank», Alles einbegriffen." Er ging mit langen Schritten zu seinem Getreide, »elche» m der Sonne lag, d« brütenden Sonne, welch« die Ernte reift. (Schluß folgt.) fröhlichen, dt- Karten nicht verrathenden Aeußerungen,& z. B.„Die Vorderhand hätt' ich wohl, allein mir fehlt% Glaube" u. s. w., üd«haupt müffen bei einem guten Männer!'« h-itere Gespräche oder auch frohe feine Lieder da» Vergnüzn erhöhen uno würzen. Straflos, aber schrecklich stnd die W nannten„L ichenreden", d. h. die unendlichen Quackeleien Ende eines Spieles, welche meisten» mit„Wenn" anffflWJ und nur daS Spiel aufhatten. Merlwürdige und intreffattb Spiele find rmüilich ein vorzüglicher Gegenstand nachträglM Erörterung und Besprechung, fie sollten sogar öffentl ch cw geth-.itt werden, aber wehe jenen unfruchtbaren S-mpeleten. da denen unerfüllbare Wünsche und Phantasten eine grüß«e Ao« spielen als die reinen Tbalsachen. Der Zlgarrenschwiudter, welcher vor mehrnen W die Frau erncs Zigattenhändl«» in der Schön lein straße l ii» eine Kiste Zigarren betrog und auf welchen wir autmetkW machten, ist gestern in d« Person de»„Arbeiters" Grü lb»' von der Kriminalpolizei ergriffen und zur Haft gebracht word-a Derselbe ist bereits neun Mal wegen Betrüge» und DiebstW bestraft und erst vor sechs Wochen au» der Srrafanstal! p Brandenburg«rtlaffen worden. Er ist geständig, fich inj» kurzen Zeit seit setner Entlassung de» Betruges in vi« schuldig gemacht zu haben, und zwar hat G. außer den be«« berichteten Betrügereien gegen den Ziganenhändler EchonhwJ und den Bierocrleger Riousj in Rixaorf einen Weißbindraa« in Weißens« um 10 M. und einen Schlächtermeister A. in** Pappelallee um einen gnäuchetten Schinken im W-rthe»lß 7 M. betrogen. In allen Fällen stellte« sich al» R-staur� unt« beliedtgen Namen vor, machte eine Bestellung auf% Zigarren«., nahm einen Theil der bestellten Waare g«« mit und ertheilie den Auftrag, die übrige Waare tn fingirte« Restauration»lokal zu senden. Die GeschädW? ließen fich durch G. dadurch täuschen, daß fie seinen fall®� Angaben, er sei Restaurations-Jnhab«, Glauben schenkten. Vorgestern ist da» große 8oo»- 450 000 9*41 gezogen wo: dm und auf Ztr. 50295 gefallen. Der ÄoDjfS war«in Köntgsbera«. Auch d« zweite Hauptgewinn— 12°� Mark— kam bereis au» dem Glücksrad« und fiel Nr. 35 235. D« Andrang de» Publikum» zum Ziehung# war heute ein ganz gewaltig«; in wmigm Minuten war«» selbe überfüllt, die Tempnatur stieg bald auf eine bedernW Höhe, aber trotzdem wanktm die Schaarm nicht. Da M eine Bewegung durch die Rethen, mehrne abgehärmte tyfl warm ohnmäwlig geworden und mußten ins Freie g(M werden; neue» Publikum strömte in den überfüllien Saal. ein und nach wmiaen Minuten wiederum mußten obnm Gewordene hinau»besörd«t werden. Und daffelbe S" Griicho» «S rafanstali : den htttf r Schonhits R?: W-rthe««• TS& Baare m «re in K" inen salD schensttN- m >d fiel Z ZiehunM ilen war e beden� t- D- � Zrmte(%| Zreie 8' Dal schwarze Brett der Charitee ist von einem Schwindler zur Verüdung von Betrügereien mißbraucht worden. «n der letzten Halste de» Juni befand sich an demselben ein durch welchen ältere Mediziner aufgefordert wurden, An Papiere einzusenden für den Fall, daß ste eine Asfisti.nt«n< Me bei Operationen einzunehmen gedächten. Der Anschlag nicht unterschrieben, die Papiere sollten postlagernd zur »msendung gebracht werden. 6» haben in Folge deffen der ur. med. Hermann Ccamer und der C*nd med. R. Wesenberg T»idttuiienten Zeugniß und ein ärMche» Vorprüfung». seugnjh unter der gewünschten Adresse eingesandt. Diese Albungen stnd von einer unbekannt gebliebenen Person ad' «wll worden. Der Anschlag ist spurlos verschwunden, und baden auch die Beamten der Charitee eine nähere Kenntnih »an demselben nicht gehabt. Jedenfalls hat hier ein Schwindler Hnll? Berübung strafbarer Handlungen in den Besttz von �Puchen Zeugnissen zu setzen gewußt, und wird daher, um '«vaigem Umfug vorzubeugen, mit dem Ersuchen hierauf auf- avtsom gemacht, vorkommenden Falls eine entsprechende Nach- »cht an das Kriminal-ltommiffariat gelangen zu lassen. w. Je« Hau» diene« Otto Gottsried tleller. welcher in a« Rocht vom 9. zum 10. Juni die Echankwirth Echiffling. �Eheleute in der Möckernstraße ermordet hat, ist gestern ?«ithosdürr bei Breslau, nachdem er durch einen aus seinem vetmathsotte Eteindorf dorthin gekommenen 5!nab«n rekognoizitt Mden war, festgenommen worden und befindet stch auf dem «ans, ort nach«erlin. ,i.®�to>i«dler. Di« Polizei fahndet auf einen etwa ISjäh. Ml imgen Menschen, welcher die Uniform eine» Fähnrichs *• Schlestjchm Grenadier-Regiments Nr. 10 trägt und sich F rtntn Grafen v. Perponcher ausgegebm hat, wegen Be. Der Mensch hat stch�unter falschen Vorspiegelungen »l k»«. naw oonn oegtinen iet, um oi« jjuuienonr in oae " JTCI w II Husarm-Regiment einzutreten. Nach einer Miitheilung i«n Haal d.> M löniglichen Kommando des des 1. Echlefischen Grenadier- a obnwl >e Eck-- noch lnes in elelt >ße La# �»imenti Nr. 10 aus Breslau ist er ein Schwindler, der in lnitorm des Regiments umherreist. Er soll am S. d. M. Richtung nach Berlin, Hannover oder Köln, von Bremen »eist sein. gerische» Ohne Zweifel wird er in anderen Städten sein Treiben fortsetzen. Es wird deshalb an die >tze f'"iwe: xretoen Torwegen, vjs wiro oeegcio an vre Nr.„50 r' vS�e der Poltzeidirettton Bremen auch um Mittdellung alles ag die v» i?ea gebeten, was über den Verfolgten etwa bekannt sein m mehr!, leflefc � Der Schwindler ist von untersetzter Statur, mittlerer langsam Interesse und hat blonde Haare, braune Augen keinen Batt. besonderes Kennzeichen ist angegeben dai Tragen von «Mrdern an jedem Handgelenk, zweier Ringe am kleinen >as y.anb "m doch«f# hjJ der rechten Hand und eines Ringes an der linken h% Abschtedsgrust im Eiseubahukoupee ist ein Ver« das Bahnpolizei• Reglement, der ein Strafmandat e haben kann. Der Fall unterlag jüngst richterlicher eiN�urnng. Zwei Herren hatten, wie hiestge Blätter melden, Q Dame auf den Anhalter Bahnhof zu einem Frauenkoupee «?!"tet und in demselben Platz genommen. Dadurch kamen einen Konflikt mit dem Stationsbeamten und wurden per»dl«iii j»«•«" Konjiui Hin utrn oiaiurniorainicn uno wurocn Ut AnlaL�j ,,5 Strafmandat von je 6 M. bedacht. Sie trugen auf rlegt, ß'"®! Jon i Entscheidung an und machten gellend, daß ihnen »riß igneten ss4® l nochi'sl rnD p acht I1 i. Allee ahn»um n neu-« W erden, ¥. "die zu je 6 M Strafe.— ihre pr attisch« Bedeutung k,,„»ogrieyen davon, daß die Kennt» niß dieser Vorschrtst die Begleiter der Abreisenden vor unan» Benehmen Weiterungen bewahrt, giebt fie Mittel in die Hand, JJstW die leider nicht sellen geübte Rückfichtslvstakeit einzu- Fireitm, daß Begleiter von Abreisenden auf den Plätzen der noupee»— und das natürlich den besten— Platz nehmen, anbete Mitreisend« von dem betreffenden Koupee fernzu- ..-___ zur Behandlung, deachtenswerth ist. weil er der um deswegen de» das Ineinandergreifen «in att 4� Attveu- Klinik der Charitee kam dieser Tage ™«rankheittfall—«-(--vi.——->.»----->-- ins beachten»! erlicher und g gemeinsamen Kranihettsursache zur Anschauung 5.-Der vierjährige Sohn eines hiefigen Handwerkers jdl.Ii � ungemein eigenfinnig und brach, wenn er mergisch L?a>t gewiefa, wurde, in krampfartige» Schreien au», dem in ki'setn Zell oft Anfälle von Bewußtlosigkeit folgten. In rlicher und geistiger Funktionen und deren Abhängigrell ,"NN gemeinsamen Kranlh:it»ursache zur Anschauung l»' Der vierjährige Sohn eines hiefigen Handwerkers IfcÄbe wurde das Kind zur ärzllichen Behandlung �theile � naturgemäß auf eine Stärkung der leidenden Atell, u.» � eine vollständige getreten. J'Oberen Eigenfinne» tabmt.'jv�tflen waren dem Knc richten mußte. Vor einigen Tagen nun ging vollständige Wandlrmg vor stch: an die Eigenfinne» war Ruhe und Folgsamkeit . avWpen waren dem Knaben plötzlich beide Beine ge» chritt Merzte erblicken in dieser Wandlung einen Fort. {""flen iw mfi'nmg. denn in dem Kindesalter find Behanb. der«»b,...Heroen noch meist von Erfolg und dir Behandlung Gehirne.(st wett weniger tomvlizirt, als die Behandlung des «ttfima»> st« halten die Möglichkeit einer vollständigen Ge. Kinde» für sehr naheliegend. l* i�tet der vielfache« Grmahnunge«. welche fast ' Spezialfälle an das ____. immer Leute, welcht »n«w vnnur fallen und denselben ver« iO. h iSfifl ihre Baarschaft übergeben. So wurden am ' einem Müllergesellen von einem unbekannten� Be» ''SA B vorn. unter dem Voraedcn adaenommen, ihm eine Stelle 'Miener zu verschaffen. Der Schwindler verschleppte wädigten von der Ecke der Köpnicker» und Neand«. Nach dem Heinrichsplatz und von da nach dem Kottbuser Lyj« ging er in ein Hau». >ng 3%* an, ig «.«T."-* u-u» au» welchem er nach kurzer .«h'uckkam und von dem Müllergesellen das Geld adver» tr äf,1m damit die Auslagen für das Engagement zu decken, «�«rstattung würde von dem neuen Diensthmn erfolgen. N? begab sich der Schwindler mit seinem Opfer nach tor» Neanderstr. 14 zurück, au» welchem er nicht wieder -Mein kam. windle«. Am 9. d. M, Mittags erschien bei ei akteur.bitAt der vergmannstraße wohnhaften Wittwe' ein im nach. nen K Cignolemer.» näher beschriebener junger Mann und worauf er erwiderte, daß er augenblicklich nieht so ..babe, daß er aber am"~- «Z�rit.'t"!' UUB rr aver am 10. d. M. sein« Rtiseesseklen Mtt emT* dann bezahlen wolle. Der junge Mann gab hTÜbhouer** vildhauer und Swckateur sei und dei dem m"qe»."•>» der Möckernstraße Stellung erhalten habe, %%em w. d. M„ Nachmittag» 2 Uhr, antreten müsse. ■Ä* m artt- Wf Ä�etherin am andern Morgen um 8 M, um Ott SS'**' w-,.*y* v*-*'»•» yvuuynimua»* r rT"; 3«nho �"Jelbe am 9. d. M Kost erhalten und die darauf ■��etoir�fi'n feinem Zimmer geschiafm hatte, bat er die i Genter aus Dresden, ist ungefähr 19 Jahre alt, von mittlerer Größe, hat schwarze, gekräuselt« Haare und spricht den sächstschcn Dialekt. Etue übermüthige Chansonett« kam in einer der letzten Nächte an der Al x mderkaserne in der Alexanderstraße vorüber und erlaubte fich dm Scherz, an eins der Fmster der im Parterre belegenen Zimmer zu klopfen. Das Klopfm muß etwa» zu stark ausgefallen sein, denn die Scheibe zettrümmerte und durch da» Geräusch aufmerksam gemacht, kam der wacht» habend« Postm hinzu, welcher die Chansonette in die Kaserne nahm, von wo aus ste bald darauf, von zwei Soldatm mtt ausgepflanztem Gewehr in die Mille genommen, nach dem Po» lizei-Reoier-Buieau gebracht wurde. Nach Feststellung ihrer P:r!öalichkett wurde ste hier entlassen. Sie wird fich nun wegm groben Unfugs und Sachbeschädigung zu verantwortm habm. Nach einer aus Amerika der Polizeibehörde in London vor Kurzem zugegangenen Nachricht haben stch drei Industrie» rittet von dort«ach Europa begeben, um hier großartige Fälschungm auszuführen. Einer derselben nmnt fich William Bartleit. alias War. H. van Houvm, auch Bill Battlet, ist zirka 47 Jahre alt, 5 Fuß 10 Zoll groß, stark gebaut, hat schwarze graumelttte Haare und Bart, graue Augm, große, regelmäßige Nase, lange Narbe auf der linken Schläfe, blühmde Gestchrsfarbe, stößt mtt der Zunge an, wenn rr spricht. Dieser Mann sendet gewöhnlich Andere, um die ge» fälschten Dokumente zu veräußern, dock geht er selbst, wmn er fich ficher glaubt. Der zweite heißt John Ril.-y, nennt fich auch Ryan,— Edwards und Miller— ist zirka 43 Jahre alt, 5 Fuß 8 Zoll groß, hat dunkelbrauie, grau wervmde Haare, kurzes rundes' Gefickt, röthliche Narbe üStt dem rechten Auge, dunklm Bart und Schnurrbart. Der dritte nmnt stch Walter Sheridan, Costmann, H. Stafford, auch I. P. Scott, ist 52 Jahre alt, 5 Fuß 7 Zoll groß, hat braune Haare, vollen hellbraunen, graumeltrtm Bart, blaue Angen, römische Nase, eine große Narbe am linken und rechten Arm und«ine an der linkm Sett« des MundeS. Auch die Ortskraukevkasse der Soldschmiede«rnd Berufsgenossen protestirt gegen dm Fall Zäpemick, der in dieser Kasse nicht vorgekommen sein kann, da kein Mitglied diesm Namen fühtt. Dem Verein der Sargfabrikanten wäre entschieden anzurathen, seine Mitglieder darauf hinzuweisen, daß man für Bebauptungm auch tdatsachliche Beweise zu er. bringen habe. Es wäre daher wünschen» werth, wenn der Ver» ein die Krankmkaffe namhaft machte, welche derarttge Manipulationen vornimmt. Im anderen Falle wäre es kein Wunder, wenn die Presse bei solcher Unzuoerläsfigteit des Ver» eins diesem ihre Unterstützung versagen würde. Bei de« hiestge« Standesämter« find in der Woche vom 1. bis inkl. 7. Auaust er. zur Anmeldung gekommen: 186 Eheschließungen, 899 Lebendgeborme, 29 Todtgeborene, 764 Sterdefälle. Markthalle«• Bericht vo» I. Saudma««, städttschem Verkaufsvermittler, verlin, Zenttal-MarktHalle, dm 13. August. Wild und G-flügel. Die Wlldzufuhr war in dieser Woche ausreichend, die Eingänge fanden leiwt Absatz und erziellen angemessene, wenn auch nicht hohe Preise. Die Zufuhr an Geflügel läßt noch zu wünsehen. Fettes B flügel wird sehr wenig zugeführt und erztett hohe Preise. Begehrt stnd fette Gänse, Entm und Hühner, wäbrmd Puten und Tauben noch wenig gefragt stnd. Rehe 50—70 Pf„ Hirsche 30 bis 45 Pf., Wildschwein 30 bis 40 Pf. pr. Pfd., wild« Entm 1,00-1,50 M, Bekasfinen 30-70 Pf., junge Gänse 2,50 bis 4)50—5,00 M., junge Enten 1—1,50—2,00 M., junge Hühner 0,50—0,90 M, Tauben 30—45 Pf. per Stück, Poularden 4)50—7 M, alte Hühner 1,10—1,40 M. stnd begehrt. Butter. Frische feinste Tafelbutter k. 105—108, fein« Gutsbutter L 95-100-106, u. 85-90, HI. 75-85, Land» butter 1. 75—80�11. 65— 75 M. �Baltzische und andere geringst« Sorten 65—66 M. p. 60 Kilo. Geringe Buttersortm in großen Mmgen vorhanden und werden billig losgeschlagen. Käs«. Echte« Emmenthaler 73—80, Weftpreußischer Schwei, erkäse I. 65—60 M., iL 48-60 W., 1U. 40—45 Ouadratbackstein I. 22-25 M.. n. 14-18 M.. TUfiter Fettkäs« 40-58-60 M.. TUfiter Magerkäse 18-23 M-, Limburger L 30-32 M., n. 20-25 M.. Ramadom 30-32 M., rheinischer Holländer Käse, 20—22 Pfd. schwer, 45—68 R„ echter Holländer 65 M., Edamer I 60-70 M., n, 66-58 M.. Französtscher Neufchateller 18 M. per 100 Stück, Camembert 8,00—8)60 M. per Dtzd. Eier. 2,55 M. pr. Schock. Seefische. Lach» 80-90 Pf„ Elblachse 1,25 M„ Zander 50-90 Pf.. Hecht 45- 65 Pf„ Steinbutte 60-80 Pf„ See» »unze, große 1 M., kleine 50 Vf., Flundem 30, Schellfische 25 Pf., Kcweljau 25 Pf. per Pfund, Makrelm 40—45 Pf. per Stück. Ledende Fische. Aal, mittelgroß 1,35 M„ Hecht 80 Pf.. Schleie 70 Pf. per Pfund. Krebse. Mittel 2-4 M.. große 8—12 R. per Schock. Geräucherte Fische, Rhein lach» 2,60-2,90 M.. Weser, und Ostseelach« 1,20-1,40 M., ge» räucherte Aale 70—100—130 Pf. pr. Pfd., Flundem, klein« 1,75-2 M„ mittel 3-5 M, große 8-9 M. per Schock, Bucktinge, per 100 Stück 4,60- 6,76 M. Gemüse und Obst. Tomaten 30 Pf., Reineklauden 20 bis 30 Pf„ Weintrauben 50-70 Pf. per Pfd„ Pfirsiche per Kiste 3,00—1,60 M-, Kirfchen 6—16 Pf. per Pfd., Preißelbeeren 8- 9 M. per Schffl., Pfefferling« 4-6 M., Gurken 0,60-3 00 M. per Schock, Schoten 2—3 M. per Sckessel. Karotten 50 Ps., Wirfingkohl 3-4 M-, Roth» und Weißkohl, große Köpfe, 3,50-4 M„ Blumenkohl 10-15 Ist., Erfurter 25 M. pr. 100 Stück, neue Kattoffeln, weiße runde 3 25 M., Rierenkattosseln 3,25 M, rolhe 2,80 M.. blaue 3.50 M. pr. 100 Kilo, neue Pflaumen 15 M„ neu« Birnen 10—20 M„ neue Aepfel 10—20 R. per Ztr„ neue Zwiebeln 3,50—4,00 M, Zttroven, gesunde Auischußwaare, 10 M. pr. Kiste von 260 bis 300 Stück, neue saure Gurken 2—2,20 M. per Schock. Me» lonen 30 Pf. pr. Pfd. Ametttanische Ananas 2—2,50 M. pr. Pfund. Poliz-ibericht. Am 12. d. M. Vormittags wurde am Halleschen Ufer, in der Räbe der Eisenbahnbrück«, die Leiche eines unbekannten etwa 40 Jahr« allen Mannes, anscheinend Arbeiters, aus dem Landwehrkanal gezogen und nach dem Leichenschauhause geschafft.— Zu derselben Zeit wmde«in 80 Jahre alter Mann aus Holland in seiner Wohnung in der Frteortchsftiaße erhängt vorgefunden.— Ferner wurde zu der» selben Zeit ein« 84 Jahre alte Witt«« in ihrer Wohnung in der Franzstraße todt im Bett liegend vorgefunden. Dieselbe ist wahrscheinlich an Altersschwäeh« gestorben.— An demselben Tage Rachmlltag» wurde auf dem Oranienplatz der Schneider Regio» von ttnem Post. Packet wagen überfahren und am Kopf und rechten Arm schwer verletzt: ferner wurde in der Großen Hamdurgerftraße der Arbeiter Basner durch einen von dem Schiächterle hrling Oskar Tomnitz, Schiffdoueedamm 27, ge» führten Schlächterwagen überfahren und an der recht. n Hand und dem linken Oberschenkel leich! oerletzt, und an der Kreu« zung der Leipziger» und Fttedttchsstraße ein GlasergehUfe durch einen vom Schlächter Schirm, etettinerstraße 54 geführten Wagen angefahren und zu Boden geworfen, wobei die von ihm getragenen Glastafeln zettrümmert wurden.— Zu derselben Zeit fiel der Knabe Paul Fischer beim Spielen am Maybach'Rfer in den Landwehrkanal, wurde jedoch von dem Arbeiter«ran, in, Schönleinstraße 22, wieder Herausgewgen und nachdem er fich auf der Polizeiwache unter ärztlichem Beistand erholl hatte, seinen herbeigerufenen Pflegeeltern, den Arbeiter Köhler'schen Eheleuten, übergeben.— In der Nacht zum 13. v PI. sprang in der Nähe der Kottbuserdrücke ein unbekannter, etwa 40 Jahre alter Mann in den Landwehrkanal und er« trank. Die Leicke wurde bald gefunden und nach dem Leichen» schauhause geschafft. Oerichts-Ieiwng. + Unte« der Anklage des Hausfriedensbruchs stand gestern der Ardeiter Friedrich Reisen vor der 91. Aotheiluna deS hiefigen Schöffengericht». Am Abend des 12. F-br. d. I. war der Avgellaote von einem Schutzmann in der Nähe de» Wachtlokals d s 40. Polizeirevier» wegen eine» Vergehens gegen die Straßero-dnung zur Feststellung setner PersöaitchkUt fistirt worden. Diese Feststellung nahm eine geraume Zeit in An» spruch und alS nun um V,10 Uhr der Verhaftete wieder ent« lassen werden sollte, klagte er über so heftige Schmerzen im Fuß, daß er den Stiefel, oen er ausgezogen, nicht wieder an» zuziehen vermöge. Die Schutzleute glaubten ihm diese Behaup» tung nicht, weil an dem Fuß für fie alS Laien nichts zu ent» decken war, ste konnten Reisen aber nicht dazu dttngen, fick zu entfernen. Schließlich wurde er mtt dem Transpottwagen sott» gebracht; er kam ins Krankenhaus und lag dott vier Monate lang. Diesem Umstände ttug der GettcktShos Rechnung: er sab in dem B eiden des Angeklagten im W rchtlolale keine Ver» tetzung des Hauirechies, sondern nm eine Folge des Zustande» seine» Fußes und sp ach ihn von Strafe und Kosten frei. t Der geheime expedireude Sekretär im R-ichsschatzamt, Fttedttch August Pflug, stand gestern vor der 91. Abthetlung de» hiefigen Schöff-ngettchi S unter ber Anklage der Beleidigung dei Amtsrichter» Weizenmüller. Der Angeklagte hatte s. Z. einen Zivilprozeß vor der 25. Abthetlung deS Amtsgerichts l aulzufechren Er wohnte in dem Hause des Baumeister» Schmidt hier und ei war ausgemacht, daß er den vierteljähr« lichen Miethsztni in Höhe von 151 M. 50 Pf. in die Wohnung de» Witthe», Lanzestiaße 8, senden ollte. Er that es auch durch Postanweisung, aber die Geldsendung gelangte nach einiger Zeit an ihn mit der Bemerkung zurück, daß der Adressat nicht zu ermitteln sei. Dte Findigkeit der Post konnte in diesem Falle auch zu keinem besseren Ergebniß lammen, denn der Baumeister Schmidt befand fich zu dieser Zell hinter Schloß und Riegel, er war in einen Meineidsprozeß verwickelt und in Untersuchungshaft genommen worden. Inzwischen hatte sein Generalbevollmächtigter gegen Pflug einen Ziotlprozeß wegen Zahlung der schuldigen Mielhe anhängig gemacht und hierbei erhob Pflug den Einwand, daß er das Geld an Schmidt auch, wie verabredtt worden, abgesendet habe. Er wurde aber trotzdem zur Zahlung der betreffenden Summe an den Generaldevallmächtigten veruttheilt und in den Erkenntnißgründen bemerke der ausfertigende Richter. Herr Weizenmüller, daß seine Handlungsweise fich alS Chitane charakterist. e. Ueber diesm AuSdruck ärgerte fich Herr Pflug sehr und richtete ein« Beschwerde an dt« 25. Abthttlung de» Amtsgerichts I. Diese Beschwerde war in sehr erregten Aus« drücken abgefaßt und enthielt Stellen, die der Amtsttchter W-izenmüller als Beleidigung seiner Person auffaßt« und wegen deren er den Strafantrag stellte. So war u. H. dt« Zuschiebunz eines Eides an Pflug, den derselbe zu leisten abgelehnt hatte, eine„Alber nhett" genannt und zum Schlüsse hieß es von dem Utthetl, daß es„Unklarheiten, Unrichtigkeiten» UnvollstSnvigketten und Willkürlichkeiten" enthalte. In der Verhandlung entschuldigte der Angeklagte in längerer Red« dies« Autdrücke mtt der Erregung, in die er durch daS Wort „Chikane" versetzt worden sei. Er las einen langen Auszug aus Wörterbüchern vor, die den Sinn des Fremd» wotteS als„Schurkerei", Rechtsverdr hung ,c. wiedergeben. Im tJUbrigen nahm er dm Schutz de»§ 193 de» Strafgesetzbuches für stch in Anspruch; er Hab« in Wahrung berechtigter In- tereffen gehandelt und aus der Form der Aeußerung und den Umständm, unter denen ste geschah, gehe die Abficht zu belei« digen nicht hervor.— Sein Vertheidtger, Rechtsanwalt Dr. Wolff, begründete diese Ausführung noch des näheren und bat um die Freisvrechung seines Klientm.— Der Staatsanwalt bezeichnet! den Fall als unerhött und glaubte, daß eine strenge Bestrafung um so mehr im öffenttickm Interesse geboten se>, als der Angellagte ein Beamter wäre und deshalb um so besser wissen müsse, was einem Richter gegenüber geboten sei. Er ersuchte» von einer Gclvstrafe abzusehen und beantragte zwei Monate Gefängntß.— Der Gerichtshof kam nach lan» gerer Berathu::g zu einem freisprechenden Urtheil. Er nahm eine Beleidigung als thatsächllch begangen an und zwar sah er fie in dem Vorwurf der„Wtllkürlichkttt", der dem Richter gemocht wurde, er billigte aber dem Angeklagten den Schutz de»§ 193 zu und erachtete nach§ 199 die eine Beleidigung durch den Ausdruck„Chikane" für kompenfirt Et« eigevartiger Fall von grobem Unfug beschäftigte die 96. Abthetlung des htestgm Schöffenaelichts. Der Kauf. mann Meyerhoff war mit seinem Hauswittb, Brunnenmeister Burchart, wegen Absperrung der Kiosetläufc öfter in Differenzen gerathm, die einmal zu einer Klage bei dem Vorstand d«S detreffenden PolizeirevielS fühttm. Dieser gab dem Anzeigendm den Rath, sobald wieder einmal der Klosetlauf in unzulässiger Weise abgesperrt worden sein sollte, nach dem Rcvierdureau»u senden. Am 19. Mai er. entsandte Frau Mmerhoff ihr Dienst» mädchen nach der Reoterpolizei mit der Anzeige, daß der Waffeilauf im Kloset wiederum seit mehreren Stunden abge- soerrt sei. Der anwesende Polizetwachtmeister beauftragt« einen Schutzmann, fick sofort in die M ynhoff'sche Wohnung zu br- geben und für Abstellung de» gerügten UedelstandeS ,» sorgen. Der Beamte fand aber den Waffertauk auf dem K-oset nicht abgespertt, sondern in vollständiger Ordnung und stellte auch fest, daß das Waffer zu den Klosetlettungen auch vorher nicht abgespeirt gewesen ist. sondern nur da» Waffer zu dm Küchen« leitungen. Infolge dieses Thatbistandes wurde Frau Meyer» hoff wegen groben Unfug» unter Anklage gestellt, indem sie lediglich auS Ranküne gegen den Hauswirth die Polizeibehörde belästigt habe. Im Termine gelang es dem Ehemann der Angeklagten, dm Beweis zu erbringm, daß seine Frau fich l'diglich in ttnem Jnihum befunden habe. Sie hatte den Leitungsgriff nicht hoch gmug gezogen, so daß da» Mass.» nicht zum Laufen kam.� Da nun auch in der Küche da» Wasser abgesperrt war, Hab« ste das Gleiche bezüglich d«S Klosets annehmen müssen und nur in diesem Glauben zur Polizei ge» schickt.— Amtsanwall und Gerichtshof erachteten dm Jrrthum der Angeklagten für nachgewiesen, und sprach fie der letztere daher von der Anklage de» groben Unfugs frei. Uereiue mh Versammlungen f Der verein der Berliner Hausdiener hiell am Donnerstag, den 12. d. M., eine stark desuchte Versammlung im Lokale des Herrn Jordan. Neu« G.ünstr. 28 ab, die vom nommene» Referat über die„bisherigen Leistungen deS Vereins und seine weiteren Ziele." Er fühtte etwa folgende» aus: Am 20. September 1883 trat ein kleine» Häuflein zusammen, das von dem Tranken der Noihwendigkeit emer festen Organisation beseelt, die Schwiettgkttten. welche stch der Gründung ttne» Hausdienetverttns entgegenstellten, glücklich überwand. Es wurde zun�bst eine Kasse zur gcgensttttgm Unter stützuno in «ranrhtttsfallen gegründet. Als da» Krankmkassm. aesetz kam. zeigte es fich. daß der bishettge Unter. stützungs modus den Anforderungen de»§ 75 de» Ge. fetze» nicht genüge[und man beschloß, eine„Etnge» schttebene Hilsskaffe" zu gründen und dieser Plan wurde glücklich in» Werk gesetzt. Eine weitere nützliche Einttchtuna des Vereins sei die kostenlose Stell« noermittiung für die Mt» glieder. Noch bleibe viel hierin zu thun übr'g, aber mit Hilst der Kollegen und Prinzipale, die stch anerkennend über die Leistungen des Vereins in dieser Hinficht ausgesprochen hätten würden wettere Verbesserungen gettoffen werden. Buck der Rechtsschutz, dm der Verein seinen Mitgliedern gewähre er- nxife ficb von großer vraltischer Wichtigkeit. Ein fernerei Ziel für den Verein sei, denn Ableben eine» Bollegen seine Familie vor augenblicklicher Roth zu fichern. In weiterer Ferne stehe die Auisührung des Planes, invaliden Kollegen, denen ei nicht möglich gewcsm sei, Ersparnisse zu machen, eine Art von Altersversorgung zu gewähren und st« wenigstens vor dem größten Elend zu schützen. Ein« Bibliothek sei gegründet worden, um auch die geistige Ausbildung der Mitglieder zu fördern. Wettere Vorschläge, die den Wirkung»- kreii deS Verein» erweitern sollten, würden von einer Kam» mijston, die zu diesem Zwecke zusammengetreten sei, demnächst der Versammlung vorgelegt werden. Mit einem warmen Appell an die Mitglieder, durch Einiglest und Brüderlichkeit den Beretn zu fordern, daß er imwer mehr in den Stand gesetzt Werde, sein Programm zu erfüllen, endet« der Redner.— Nachdem noch einige Vrreinsanzel gend-iten erledigt waren, wurde die Versammlung mtt einem Hoch auf den Verein ge« schloffen. * Fachverei« sämmtlicher im Drechilergewerk be- schäftigten Arbeiter Berlins. Generalversammlung Montag, den 16. August, Abend» 8 Uhr, bei Gratweil. Kommandanten- straße 77-79. Tagesordnung: 1. Bericht de» provisorischen Vorstandes. 2. Konstituirung deS Verein» und Wahl deS de« finttioen Vorstandes. 3. Verschiedenes.- Aufnahme der Mtt. glieder.— Zutritt haben nur diejenigen, welch« sich am Ein- gang deS Saal» in die auSliegenden Bettrittslisten eintraam lasten I- Am Sonntag, dm 15. August: Ausflug mit Fa. Milien nach Friedrichifelde. Treffpunkt Nachmittag« 1 Uhr am Schlestschen Bahnhof. Hier,» ladet der provisorische Vorstand alle Gewerksgmoffm ein.(Siehe Inserat.) * Tischler. verei». Heute Abend 8 Uhr Kottbuserstr. 4a Versammlung. Diejenigen Mitglieder, welche noch nicht im Befitz ihre» neuen OutttungSbuche« find, werden ersucht, das- selbe heute Abend im Vereinslokal oder in der Wohnung de» Kasstter» Herrn Winter, Eltsabethufer 65, H. 3 Tr.. in Empfang zu nehmen. Sprechstunden desselben find Mtttag» von 12— IV, Uhr und Abend» von K-8V> Uhr. � �„ ♦ Allgemeine Kranken-«nd Eterbekaffe der Metall- arbeiter(S. H. 29 Hamburg). Filiale«erUn M- Versamn« lung Sonntag, den 15 d. M.. Vormittag 10% 1%, Manteuffel« straße 90. ErgänzungSwahl der Oetsbeamten, Rechnungi« lcgung vom Sommervergnügen und Verschiedene». Mitglieds« buch legitimirt. � Freie Vereinigung der Vergolder und Kachgenosse«. Versammlung am Montag, den IG. August, bei Scheffer, Jnselstr. 10. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. � 2. Innere Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Mitglieder,_ welche über 13 Wochmbeilräge schulden, werden ersucht, die rückständigen Bettläge an den Kasstrer zu entrichtm, widrigenfalls die»e« treffenden gestrichen werden. • Vereinigung der deutsche« Schmiede. Sonntag, den 15. August, Vormittag 10 Uhr. große Wander Vnsammlung in Weimann's VolkSparten. Gesundbrunnen. T-'O.. 1. Welchen »weck verfolgt die Vereinigung? 2. Innere Angelegenhetten. WtÄÄ „««.or. DI- S-w-am befinden fich: 1. SonntaaS von 9-1 IV, Übt Varmittag» bei Mttan, Wtmeistr. 31; 2. Montag Abmd 71/,— 9V, Uhr bei Stramm, Skalitzerstr. 18; 3. Dienstag von 7V,— 9'/, Uhr bei Sovatzly, Waldemarstr. 74, sowie die anderen Tage beim Kasstrer Scholz, Sisenbahnstr. 36b v. in. * Kachverein der Metallarbeiter in Ga«-. Waffer« und Dampf-Armaturen. Mttgliebervnsammlung am Sonn- abmd. dm 14. August, Abmd» 8% Uhr. In«ratweil'S Bier. hallen, Kommandanten- Straße 77—79. T. D.:l. Fahre»« und Kaffmbericht. 2. Wahl eine»»eifitzer». 3. Wichtige Anträge 4. Verschiedene» u. F.agetasten.■ * Zentral-Kranken-, Sterbe-«nd Unterstütznngskasse der deutschen Zimmerer. Generalversammlung Sonntag, Volmittag» 9'/, Uhr. in Grttweil's Bierhallen, Komman- dantenstraße 77-79. T. 0.: 1. Kastenabrechnung. 2. Revisoren wähl. 3. Ve.schitd«nes. Neue Mitglieder werdm auf- genommen. verei«»nr Wahrung der Juteresse« der Tischler. Sonntag, den 15. August, Henmvanie nach den Rüdersdorf«! Kalkbergen. Sammelpunkt früh 6 Uhr am Schi fi chen Bahn- Hof. Abfahrt 6 Uhr 30 Min. Freunde und Bekannte lönnm fich der Partie anschließen. Dänischer Verein„Freha". Versammlung jeden Sonn- abmd, 9 Uhr, Rosmthalerstr. 39. Dänische Blätter find vor« Händen. Verein der Taubenfrennde. Jeden Sonnabend Abmd» 8V, Uhr Sitzung im Restamant Kleemann, Lausttzerstraße 41. Gesangverein„Harmonik". Jedm Sonnabend Abends 8 Uhr UedungSstunde im Restaurant, Alle Jakobstr. 38. * Gauverein Berliner Bildhauer. Sonntag, dm 15. August: vefichtigung von Sckloß Schönhauser!. Die Theilmhmer versammeln fich am Hack', chen Markt. Gesangverein„Sängerluft", Pallisadmstraße 9. Jedm Sonnabend Abend 9 Uhr Uebungistunde. Vermischtes. Aunonze«. Es werdm Tischler in hölzernen Särgen S«sucht.— Zum Bürgerschlachtm empfiehlt fich C, Haus« hlächter.— ES ist noch eine tüchtige Ouantttät Prügel abzu- gebm vom Oberförster B.— CS wird eine erfahrene Kinder- frau gesucht, welche gut mit der Flasche umzugehen versteht.— E» findet Konzert mit Mustk und frischem Wursteffm statt.— Am nächsten Verei» sadrnd können die Mitgliedilarten und die Damen mitgebracht und umgetauscht werden. Der Vorstand.— Pelzsachen nehme ich sür den Sommer an und garanttte für Mottmfraß und FeuerSgefahr. Ochsel- küchel» Kürschner.— Blaue, weiße und graue, gut aeftrickte Männer, auch Frauen, sowie Kinderstrümpfe find dillig zu haben. Unfreiwilliger Humor. Ein Lettartikel eine» irischen Blatte» enthielt den Satz:„So lange al» Irland in seinem Elende stch w i e g, war England taub für sein N o t h g e s ch r« i." Und ein Reporter, der einen Schiffbruch auf off ner See br- schrieb, konstatirte,„daß nicht weniger al» vierzehn von der un< glücklichm Bemannung und den Paffagieren in» Gra» beißen mußten."— In der Beschreibung eine» Orkan» sagt der de- treffmd« Reporter:„Er zerschellte Berge, riß Eichen mit der Wurzel au» der Erde und führte ste weit durch die Luft» deckte Kttchm ab, verwüstete Dörfer und warf einen Heu- Haufen um." Heimweh einer Moutenegrtueri«. Am 23. v. MI*. wurde die Frau de» Toso Davidooie» Namen» Jovanka auf einem Baume, kaum 300 Schrttte von ihrer in der Orts hast Velmic, Bezirk Focsa gelegenen Wohnung erhmkt aufgefunden. Die eingeleUeie Untersuchung ergab zur Gewißheit, daß hier ein Selbstmord vorliege. Die Selbstmörderin, au» Monte- negro stammend, war 16 Jahre all, und erst seit einem Monat verheiraihct. Sie hatte ihren Mann in ihrer Hetmalh, wo er andere retteten fich durch Schwimmen theil» nach Rolands 18 thetl» an unser Ufer, und eine Person wurde von dem r« flott gemachten Nachen de» gerade thalabwärts kommen� Personenboote»„Elisabeth" aufgenommen. Zwei Rirl# find ertrunken; der Gärtner de» hiesigen Weckbeckerschen M und ein junge» Mädchen, deffen Leiche heute Abend noch w» aufgefunden war. Der genannt« Gärtner hatte mtt der Gesellschaft den dem Befitze: der Fährponte gehörenden N-** bestiegen, ohne um Ertaudniß zu fragen, urd ohne doß JJ de» Fahren« Kundiger an Bord gewesen wäre. Wind i» Strömung rissen den Nachen auf die in voller Fabri brgiiß» Ponte und so geschah die Katastrophe so rasch, daß% Pontenfüh.er keine Zcit fand, sein Zugseil zu kappen, u«* durch den Stoß zu mildern._ j Pest, 11. August.(Epidemien.) Die Blattern find« der Pußta Sjent LSrincz nächst Kleinpest epidemisch au°g«t«i» Bisher find 16 Personen erkrankt und 6 davon gestor»» Man ist bemüht, die Blatternepidemie zu lokalifiren.# Masern find im Prster Komjtat dereit» im Eclö chen degrift D'e Krankheit tritt nur noch in der Gemeinde Jenö sporatw auf. Hingegen ist das Trackoma noch immer nicht im% nehmen begriffen. Auf der Pußta Rüßtelek nächst Kol«» wurden bieher 23 Personen von dieser schrecklichen Augen»�' beit heimgesucht und in Bödd befinden fich jetzt noch 24 diesem Uedel Behaftete unter ärztlicher Behandlung. setzte Nachrichte». London, den 12 August. Di« Eisengießerei von neisley u. Ko. in Kidsgrove in Nordstaffordshire hat Darntederliegen» de» Handel» ihre Ardettistälten g'scb es find davmch gegen tausend Ardetter außer Vr gesetzt. Die Königliche K�ishauptmannschaft zu. at auf Grund von§ 11 und§ 12 de» R-ichsgesetz-s W- Ii. Ok' ober 1873 da» am l.d«zi'hung»weise 2, Osterfriertage dj in Buerbach und Umnegend verbreitete, mit den „Wttßt Du wie viel Sternlcin stehen" beginnende„Lied für* und J mg" verboten._ alt Flüchtling gelebt hatte, kennen gelernt und au« Neigung geheirathet. Bald jedoch nach ihrer Ueberfiedelung erfaßte sie da» Heimweh und äl» ein Fluchtversuch vereitelt wurde und fie somit keine Auistcht sah, wieder nach Montenegro zurückkehren zu können, beschloß ste fich zu tödten und führt« ihren Lorsatz auch in der oben angedeuteten Weise au». Kleine Mittheilnngen. Honnef, 8. August. Sin schrecklicher Unglücksfall oersetzt« heute Abend unser« Stadt und Rolandieck in große Auftegung. Abend» gegen 6 Uhr fand fich am Honnefer Ab» inufer eine größere Zahl von Leuten zusammen, welche beabstldtigtm nach Rolandteck überzusetze. Die Fahrponle war oerade am Rolandsecker Ufer. Da«» vorautfichttich längere Zeit dauern konnte, ehe die Ponte nach dem Honnefer Ufer zmückkam, so erbot fich einer der Wartenden, ein Gärtner au» Honnef, die Uebertahrt vermittelst eine» am Ufer liegenden Nrchen» zu bewerkstelligen, auf welchen Vorschlag die anderen leider ein« gingen. Ungefähr 30 Meter vom Rolandsicker Ufer gerieth der Nachen auf die Kette der Ponte und schlug um. Der Führer der Fährpor-te ließ sofort seinen Nachen herab und der Bemannung gelang es. fünf Menschen den Wellen zu ent- reißen und auf der Insel Nonnenwerth zu landen. Drei KriefKasten der Redaktion., 8. 8. Die Anordnungen des Arzte» find ftfc®J maßgebend; die Bestimmungen de» Stctatt W? bierbei gamicht in Betracht, da in einem iL Krankheitsfall der Arzt die Anordnungen bezüglich der Handlung und de» Verhaltens der Kranken zu Kesten Hab B. P. Im Falle der außerehrltchm Schwängerung' verhetratheten Frau hat diese kein Anrecht auf Tauf- Entdindungskosten und da» Kind keinen Anspruch Alimente. Ulrich. Sofern der Besteller mit der Abnahme des im Verzuge ist, haben Ste nur das Recht, denselben gi zu hinterlegen. H. v. 1. Die Allgemeine Handel»- und Bank ist eine erst sett kurzer Zeit begründete schaft. üver deren Verhältniffe wir nickt orienttrl find Einttagung der Wechselforderung steht nicht» entgegen Bedenken fi-d unbegründet. autn O. B. 30. Fall» Ihre Schwester den Nachw�-i» kann, daß ste stch die Kranthelt durch den Dienst hat. muß die Herrschaft alle Kur- und VerpflegungslcP auch die Bandage bezahlen. H. D- Wiesen strahe. Ein beim Schiedsmann mener Vergleich ist dann zur Zwangsvollstreckung f' wenn fich der Schuldner in demselben ausdrücklich der Za Vollstreckung unterworfen hat. Ist dies der Fall, so wu«, Schiedsmann eine mit der Vollstieckungillausel versetz«" fertigung de« Vergleiche« ertheilen. Anderenfalls muß Grund deS Vergleiche» Klage, am besten im Urtunvenpro. erhoben we-den. W. H. 148. Sie find nicht verpflicht«'. 8% burschen seine ihm in Ihrer Wohnung gestohlene Ubr setzen, wenn Sie nicht etwa irgend eine Fabrlaiflg'tu schulden kommen ließen, durch welche der Diebstahl wurde. Wenn «Mrtesea n k K zu .«« lleich r Berech S-'C ,lcl Sii-Ä Theater. Sonnabend, den 14. August. Welle- Allianee. Theater. Da» Parade». Krtedrich- Wtlhelmftädttsche« Theater. Der Zigeunerbaron. Ofteud-Theater. Vom Golde-erführt. »Moria- Theater. Amor. Tan» Poem von lluigi Manzottt. AdolphSrnst. Der Wald-Teusel. Gesang«. poffe in 4 Allen von W. Mannstävt. Koupletivon G.Görß. Mufft von G. Steffen». Mtt neuen Dekorationen und Kostümen. (Novität!) Köntgstädttsche» Theater. Di« Geheimniffe von Pari». a» Paffage 1 Tr. v M.- 10». Halaer-Pawaramw. wflAf In dieser Woche: Die malerische französ. Schweiz. Sin« Wanderung durch Petersburg. Hertha-Retfe.— Carolinen«Insel». Kinder nur 10 Pfg. Uhren-Fabrik CU Scharnow, besteht sett zwanzia Jahren, tfnrtta 8., Graauustr.lSL.«ck» M-rihpt., �«mpfiehttunt. stjährig. Garantie zu allerdilligften Preisen: Silb.Zvltnder-Uhren 15,18,20, 24M.:filb.Zylinder.UhrenmU Remontott- Aufzug 24—30 M.; Sb. Anker. Uhren m.Remontoir- ufzug 36, 40, 45, 50 3R. J goß)- ) Damenuhren 30, 33, 36, 40, 46 lMark; gold. Damenuhren mtt Rcmontoir- Aufzug 36, 40, 46, 50—150 M.; gold. Herten- Re« montoir-Uhren von 50 M. an; Rttulator-Uhren zu Fabrikpreisen, 8 u. 14 Tage g#nb, 12, 15, 18, 24, 30-75M. Pariser Stutz. ubren. Wand-, Somtott- u. 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Den Mitgliedern zur Nachricht, daß werthe» Mitglied, der Maler Friedr. nach langen Leiden im Krankenhause gestorben Jst. Die Beerdigung fi-vet/ fttT~ «nannte* «gestellt i Preffe mtt «echte ist. de« die Li! der Hi ittvattve«: Wen» rüb 10 Uhr statt. Sammelpunv frütz,� 8 Uhr Llumenthalstc. 5 bei Schmarr.« Beteiligung ersucht„. Der Vorsts & S waa >für N>kreich �be vorb � Wen* Srankeu-lluwstühuugsb�! der Schneider(Ct. �Die Beerdioung doS am 11 d. vrty Aronften» and der Aerliner Aaiac�V, und vtvm. Kerufsge«.(S. H-* Sonntag, den 29�mi�Vormiltogü '■ s--f-lbt. GrenadierstraS« f' bei S--f-ldt, GrenadierstraS« General■Versanin1' ,1 i m iw, Tagesordnung:. !. Revidirung de» Slatut». 2., Ouittungibuch legitimirt. De- � U � Ein-«ad verkauf Neuer ung, berren. u. Damenftiefel ,u d. billig� Ocanitnflraöe II- und Repaiaturm schnell und blllig-��� ArbeitSmartt. � M sthistgon'werön sofort verlang«���� Albrecht 347J Schöneberger�f«�-�� HÄ � Geübte Pl.tt-«fchn�«-.'°KN�. 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