lg"» »ra»h» OK» «u i jlfliM neti«f; uhc i"' w I i dtzns igte«-- np'anf- Nr. 191. Mittwoch, de« 18. August 188«. Iii. Icchtrg. MerNMIall Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 T- wwi W-tte-� lnt> 0 itbeite» äua Dl «a* gafne Gastwitthf. j, Neber die Empabe an da« PolizeiprSfidium, welche der «erei» Berliner Restaueateure bezüglich der Kellnerin» »k»frage beschlossen hat. haben wir schon berichtet. Wir '»»»Ml»»ochmal« auf die Sache zurück, weil e« u»« an der »W erscheint, die im Tafiwirthschaftsgewerb« herrschende« Ntdelptnde einmal hervorzuheben, und zwar nicht vom «ta»dpn«kt de« Restaurateur«, sondern von dem de« Gaste« !»'■ Wa« i» jener Eingabe über da« Kellnerinnenwlse« in ?�i» gesagt wurde, war an sich schon richtig; wir sagten Sri auch, wer die Schuld daran ttägt, nämlich die Herren �»mvitthe selber, die den Kellnerinnen keine« zahlen, an sie aber alle möglichen Ansprüche ?°chen und st« dadurch zwingen, mit ihre» Reize» fich eine» "wnetmetb zu verschaffen Da« ist aber nur der kleinste Theil de« Hebel«, an dem Tastwirthschaft«gewerbe krankt, den» die Zahl der 7%k, in denen sich weiblich« Bedienung vorfindet, ist eine Ättordentlich geringe gegenüber jenen, wo die Gäste von S&rn bedient werde». Dort desteht auch ein«.ernste um mit den Herren Restaurateure« zu rede», Mich die Gefahr, daß von den Betrieb«koste» jener �Muraiionen immer mehr auf die Gäste«bgewälzt wird. *"&» nur, daß jeder.bessere" Restaurateur—.Tastwfcthe' ?»Il«n die.besseren" Restaura'eure, auch wen» fie Mfi gut deutsch-national find, nicht genannt sein— &%« bemüht ist, die Preise der zu verabreichende« Waare» sa steigern, ungeachtet der im Allgemeinen»i-vnqen Markt» p! eise— der Gast hat auch de» Loh« für den * �1"**'» Form von Trinkgeld zu zahle». . Kellnerinnen frage hat der Verein Berliner ZlTT*"""v"«»em Splitt« sehr viel Aufheben« ge» macht, de* ungeheuren Balken ab«, den wir hiermit de« sammtlichen Restaurateure». die ihre« Kellnern keine» Loh» zahle«, unt« die Nase gehaltt» haben wollen, den scheint wa» abfichilich zu übersehen. Zn de» kleinere» Gastwirthschafte«, Destillationen:c. üstt da« Uebel weniger auf. Dort w«de» die «äste meisten« von dem Wurth selbst, sein« Gattin od« »m erwachsenen Söhne« und Töchter», wen» solch« vor» Mden, bedient. Sowie eine Tastwirthschaft ab« den An» »?«acht, eine„beff«e" zu sein, so nennt fi« fich . �stauration" und e» müsse« Kell«« zur Bedienung �. Diesen Bedienstete« wird in fast alle» Fälle» vom �'rih kein Loh» gezahlt und da auch auf diesem Gebiet In ,- Lebot von Arbett«träften ein gnadeul kolossale« ist, t»e» diejenige» Kell»«, die eme» Loh» vnlange», 'w* Anstellung«lange«. Man würde ihnen in'» Ge- gfcuilX'etcm. Spuren im Sunde. [26 !«"!- Roman von Ewald August König. seinem w � HauSthür blieb letzt«« stehe» und sagt«, wi«d? �«gleit« die Hand bietend:.Ich hoffe, Sie bald bi» 2*wwal bei mir zu sehe», H«r Baron, Vormittag« i» g,? st«« zu Hause, und eine gute Flasche Wein liegt Keller. S« ist mir wnklich sehr lieb, Sie kenne, Wit' iu habe», man findet so selten eine» Mensche» fer,� �»ftige» Anschauungen! Nehme» Sie fich auch d»_ w«i»*# Neffen an, w«d«» Sie nicht müde, ihn « muß au« de» Retzen jen« Frau befreit �chn" Leht« zu Grunde, und da« wäre schade st w«d« mein Möglichste« thu«, und ich hoffe, daß stfrd, �' twe gut ich«« mtt ihm meine. Gute Nacht, ich ®0�1 scho» bald da« Vergnüge« mache», Ihrer Michen Einladung Folge zu leiste».- flttil,,''�II hatte die Thür geöffn«, er nickt, seinem Be» �.°°ch einmal zu, dann ttat« in da» Hau». st«« gif*** blieb»och einige Sekunde» lang stehe«, um % äRa««««zünden, endlich setzte« seine» Weg fort, Mhrtr""4 kurz« Wanderung im die eigene Wohnung dttffgn��acht war längst vorbei, dem Baron mußte e« . der Kammndien« ihn«och«wart««. �stiß,»1 Bette gehen sollen," sagte«,„Zhra .Jw''4 nicht mihi." ünäd'g« Herr wartet noch," er»id«t« d« AA'i Befindet« fich nicht wohl?" pstückzM�A(4*» auf dem Wege,« winkt« dem ficht lache». D« moderne Restaurateur giebt dem Kella« nur die Kost, in manche« Fälle» auch die Wohnung. Da« letzt«« nimmt ad« ttnm« mehr ab; die Restaurateur« muthe» den Gäste» zu, auch die Koste« für die Wohnung d« Kellner direkt zu trage». Denn Alle», wa« der Kellner auß« d« Kost zu seinem Unterhalt braucht, muß« au« den Trinkgelder» bestreite«, die er von den Gäste» bekommt. Diese Trinkgeld«««den den Gästen nahezu zwang«- weise abgenommen. Den» die Gäste, die kein Trinkgeld geben wollen, w«de» so behandelt, daß ste sitz schließlich doch dazu biqueme» müssen. An diesem Zustand find aber wenig« die auf da» Trinkgeld angewiesenen Kella« schuld, »l* die Wirthe, welche de» Kella« zwingen, semen Unter- halt von Trinkgelder» zu bestrettea. Zn viele» Rrstaurattone», namentlich in große» und feinen, müsse» die Kella«, besonder« die Zahlkelln«, dem Wnth«och eine» Theil d« ihnen zugehenden Trink» geld« abgebe«, fi« bezahlen eine Picht für ihren Posten. Soweit geht die Besteuerung d« Gäste, e»n System, da» man allerding« al« eine.«»ste Gefahr' für da« Gastwirth- schaftSgewerbe bezeichnen kann, denn e» hat ein« Menge von Korruption all« Art im Gefolge. Di« Verehrer d« sogenannten wirthschaftlichen Freiheit, die natürlich de« Gastwirthe« auch diese A,t.frei« Kon- kurrenz" belassen habe» möchte«, werden sagen, manche Kell»«»«dienten bei dem gegenwärtigen System mehr, al« wen» fie vom Gastwirth eine« feste« Lohn bekäme«. Da« mag bei Einzelnen der Fall sei», ab« die Au«- «ahme rechtfnttgt«och nicht die R-g«l. Den» die Regel ist, daß die Kella« m ihr« große» Mehrzahl ein sehr schlechte« Einkommen habe«, besonder« wen» fie«och eine Pacht bezahle» müffen. Andererseit» würde die Kellnerbranche eine viel ae- *— f i if?__ y____ f»», achtet«« sozial« Stellung einnehmen, wenn fie nicht von den Trinkgelder» abhängig wäre. Bei den«äst-» ab« bringt da» System d« Trinkgeld« wieder eine Btvorzugung de« wohlbemittelte» Gaste« geoevüber dem minder Be» mittelte« hnvor, den« w« die höchste» Trinkgeld« bezahlt, d« wird am beste» bedient und am aufmerksamsten be» handelt. Die Abschaffung dies« Uebelstände wäre die erste Auf» gäbe d« Restaurateure, die im Wirthschafisgewnbe refor- mtrend auftrete» wollen. Ab« daran wolle» fie nicht gehen und fie möge» un« sagen»a« fi« wollen: e« ist doch nur d« blank« Egoismus, d« diese Zustände a-schaff-n hatte Denn w« so gestellt ist, daß« keinen Kell»« bezahlen kann, der sollt« entweder seine Gäste selb« bediene» oder gar keine Tastwirthschaft anfange». »Wenn wir Ihrer bedürfe»,»«de ich schellen," sagte«. Al«« in da« Zimm« trat, saß sei» Bat« mtt der brennende« Zigarre vor ein« Flasche Bordeaux, d« Au«» druck seine« loihen Gesichtes war«nst und nachdenklich. .Da bist Du endlich t* sagt«« tiefaufathmend..Ich habe lange auf Dich warte« müssen." „Vnzeihe, es war nicht meine Schuld." erwiderte Wer«« ruhig, während« ihm gegenüber Platz»ahm,.ich konnte ja feine Ahnung davon haben." .Und ich mache Dir deshalb auch keine» Vorwurf. Leid« konnte ich diese Unterredung nicht bi« morgen hinau«. schiebe», eine fatale Angelegenheit zwingt mich—" .Du hast gespielt?" .Bah, wege» solch« Lappalie» würde ich Deine Hilf« nicht in Anspruch nehme», vor großen Verluste« hüte ich mich, ich bettacht« da« Spiel nur al« ei» Mittel, die Zeit todtzuschlugen. Rein, W«««, e« ist eine andere Angelegen. hett, alt« Forderunge«, die leid«»och nicht getilgt und ge» wiffermaße» Ehrenschulden find.' .Und wie groß ist die Summe?' ftagte W«««r, die Brauen leicht zusammenziehend. D« Baron dahieande» Sp>tzen seine« weißen Schnurrbart» und zuckt« geringschätzend mtt de» Achseln. .Für Dich«in« Bagatelle,"«widerte«,.rund fünf» tausend Thal«." .Ab« ich bitte Dich .Parole d'honnenr, wen« die 2 tut* Geduld haben wollten, würde ich Dich nicht damit behellize». Ab« fie denke», d« reiche Sohn w«de da« Opf« seinem Bat« bringe«, und«un habe« die Krämerseelen fich»«einigt, um die Aagelegenhett gemeinschaftlich zu betteibe». Hier ist d« Brief den ihr Advokat mtt geschrieben Htt. lies ihn, d« SÄ"« ,«.«» %% N.S T 14 ,'«>»d-xm-. M,"»chm«-> al»«---«d-- W Von alle» Steuern, die man zu bezahle» hat, ist die Steuer, die un« die Gastwirthe in Form von Trinkgelder« auferlegw, gewiß eine d« lästigste». N otttische Ueberstcht. Der frühere»rbettervertreter Hofdaurath Temmler hatte bekanntlich in seinem Testament« deftimmt, daß au« V« von ihm l-tztwillig begrün Veten„Demmler'schen Familien» stittungskasse" den Gesellen de« Maurer» und de« Zimmergewerke« alljährlich am l. vugust zur V«« anftaltung einer Festlichkeit 600 M. ausgezahlt werden sotten. Dabei war feraer vorgeschrieben, daß da» Fest am 27. August, oder wenn dieser nicht auf einen Sonntag fällt, am nächst- folgenden Sonntage gefeieit werden soll, zur Erinnerung an den Tag d« Aufbringung de« Richtfestkranz«» auf da« von Temmler«baute großherzogltche Schloß in Schwerin, und al« ein„in Frohstnn und demokratischer Ewigkeit" zu begehende« Verbrüderunglfest. Fr einem Nrchtraae zum Tefta» ment war noch bemerkt, daß die Zahlung der 500 M, ebenso wie die von zwei andern zur Unterstützung arbetttunfähig ae» worden« Mar-rer und Zimmerer ausges-tzten gleich großen ve» trägen lediglich an die Vor stände der Fachvereine dieser beiden G-werke, nicht an die Votstände der Innungen erfolgen solle. Da nun der 1. August verstrichen war, ohne daß man den Leitrag zum Verbrüderung»« fest erhalten hatte, so beriefen die Maurer und Zun- mir« Schwerin« für den 13. August ein« Versammlung ein, die sehr zahlreich besucht war und natürlich der schärfsten Ueberwachung seitens der Polizei veifiel. Der von der Versammlung wählte Voifitzende, Zimmerer Lange, theitte zunächst die Kimmung de» Testament» mit, um welche et fich handelte. Hierauf trug der Maurer Mecklenburg vor, daß der Magistralsvoll« strecker, Rechtsanwalt Zickermann, au« unerklärlichen Giünden die im Testament angeordnete Zahlung nicht geleist«t habe, und knüpfte httran im Austrage der beiderseittgen Vorstände den Vorschlag, da» Fest zu Ehren de« letzten Willens des Erblassers doch zu begehen, auch wenn da» Teld nicht ausgezahlt würde, unddtt Kosten gemeinschaftlich zu tragen. Dieser Vorschlag wurde all- fettig mit lebhaftem verfall aufgenommen und beschlossen, da» �2 om 29«uguft in der Seeotlla zu settrn, wobei auch ein F stzug mtt Mustk von der Stadt nach dem Festort angeregt Zt Ä ÄTÄÄ nehmet zugelassen werden. Schließlich wurde«in Komitee von zehn Personen eingesetzt, welche« da« Fest vorbereiten und einer auf nächsten Freitag einzuberufenden Versammlung nähere Vorschläge über die Feierlichkeiten machen soll. So wttd der „alle Demmler" trotz alle« Widerstreben« der städtischen B:- hörd n seinen letzten Willen wenigsten» soweit erfüllt sehen, daß da»„Verdrüverungtiest der Ardeiter"— wenn auch nicht auf s'ine Kosten— stallfindet. Wie hindernd da» gegenwärtige Vorgehe» gegen die Fachvereine für die Werterentwickelung der«rdeiterichutz- gesetzgedung und für die Hebung der Arbeiterklasse überhaupt Wort,„und wie die Dinge fich jetzt gestaltet haben, müsse« die Schulde« freilich getilgt werden. Durch eine Anweisung auf Deinen Bankier kann da« rasch und mühelos geordnet werden." Werner hatte fich erhoben und wanderte auf dem weichen Teppich mit große» Schritt«» auf uad nieder. .Tilge» kann ich die Schuld wohl," sagte er,„aber ; t-fa- ar.r—------- �! � *---- o—----— r—-r— l— v-» durch solche wiederholte Anforderungen wird mein Vermöge» in einer Weise geschmälert, die mir Anlaß zu ernste» Be- fürchtunge» giebt." „Es ist die letzt« Forderung, die ich an Dich stelle," erwiderte der Baron uamuthig,„damit ist alle« au« der Welt geschafft, und ich denke, diese« Opfer zu bringe»—" „Ich bringe es ja gerne, aber ich muß doch auch unsere Zukunft im Auge behalte». Ein Krösus bin ich nicht, mein Vermögen kann erschöpft werde«, und ich habe keine Lust» drüben»och einmal mein Glück zu versuche».— Ich kam, offen gestanden, hierher mtt dem Vorsatz, durch eine reiche Hettath mtt eine fichere Grundlage zu schaffen—' „Sehr wohl," unterbrach der Baron ,h,,„nicht« hindert Dich an der Ausführung diese« Vorsatze«, mit dem ich ganz einverstanden bin. Da wäre zum Betspiel Deine Koufiae Abda—' .Wenn ich mir einen Korb hole« will, brauche ich«ich nur an Sdda zu wende», fie wird ihn ohne Zöger» mtt geben." „Wenn Du da« mit Sicherheit weißt, dann freilich wäre es Thorhett, die Hand»ach d-esem Korbe autzustrecken t Hast Du berett« eine Wahl aetroff.n?" „Konsta-ze v. Gottschalk!" „Hu, junger Adel!' sagte der Baron geringschätzend. ..Die G oßelter» der junge« Dame waren obskur« Hand» werker—" „Da« schreckt mich nicht ab, der Geheimrath von Gott- schalt ioll ei» große» Vermögen befitz-n." „So sagt man, ob's aber wahr ist „ES muß wahr sei«, ich hörte es von verschiedenen Seite«, die kostbare Einrichtung und die Lebeweise der Familie bürge« ja auch dafür." „Warst Du schon mehrmal» ttt dem Hause?" ist, geht auch au» folgcndtm Beispiel hervor. Da» Exekutiv' komitee der iniertiationabn Arbeiterausstellung zu Pari» wünschte für die nächste Woche eine Zusammenkunst der b-roor« i TewerkschaftSoertreter aller industriellen Länder ragendsten----------------------._ Jt Europa» herbeizuführen, um über eine gemeinsame Agitation für eine internationale Fabrikgesetzgebung und für eine bessere Volkserziehung zu berathen. Daß diese Beraihungsgegenstände nicht»(Bemeingefährlichei enthalten, liegt auf der Hand und andererseits ist die Bedeutung gar nicht hoch genug zu schätzen, welche die Einigung über ein gemeinsames«rbeiterschutzprogramm für die Fortschritte der Fadrrkgesetzgebung haben müßte. Auch ein Meinungsaustausch über die pädagogischen Erfahrungen der verschiedenen Länder hätte gewiß die Erkenntniß über die künstig zu de- folgende VolkSerziehung mannigfach gefördert. Die englischen Gewerkschaften werden sicher auch in Pari» ver- trelen sein, die deutschen Fachvereine— dürfen «der nicht einmal in Deutschland mit ein- ander in Verbindung treten, wenn ste nicht mit dem VereinSgesetz in Korflift kommen wollen- Und selbst wenn die Fachmreine stch an dem ürbeiteikongreß in Paris bethelligen könnten, was nützt ihnen alle» Berathen und Beschließen, wenn sie nach ihrer Rückkehr in die deutsche Heimath ihreWünsche nicht einmal inPetittonen kundgeben dürfen! Wie jämmerlich rückständig wir doch in politischer Beziehung noch ftnd! Und wie kurzfichtig unsere besttzenden Klaffen gerade dehö.de abfinden werden. Die Kunst ihrer Findigkeit, daß Alle» in Ordnung sei, wenn die Polizei gesprochen oder ge- handelt hat, wird hier denn doch auf eine seh: schwere Probe gestellt." Die Schlußworte de» Abgeorduetev Bebel in dem Freidcrger Proz-ffe, in dem er erklärt haben soll, daß er nicht für seine Mitangeklagten die Vrrantworlung übemehmen könne, haben niel Aufsehen gemacht, man hat sogar geglaubt, daß die Spitze dieser Bemerkung stch gegen die Abgeordneten Auer und Viereck richten solle. Bebel, über diese seine Ausführungen interp-llirt, hat geantwortet, daß er stch schämen würde, bei solcher Gelegenheit und in solcher Form ein« derartige Ver- dächtigung gegen irgend eine bestimmte Person auszusprechen. Bebel, welcher stch augenblicklich in Zürich befindet, will übrige- S da» gesammte Material über den Prozeß sammeln. Die schweiztri chen Sozialdemokraten geben mit der Abstcht um, Proteftmeeting» gegen daS Freiderger UrtheU zu veran« stalten. Aufgelöste Versammlung. In Ottensen fand am Sonnabend Abend eine Versammlung der Mitgliedschaft de» hier stch zeigm! Denn wenn fie eine Fabrikgesetzgebung zu .........." doch nur eine isolirt« nationale, welcher fürchten baden, so ist es doch-------- da» Ausland stch nicht anschließt. Ein internationaler Aibeiter- schütz würde aber, gerade für die Unternehmer, alle Bedenken beben, welche wegen der drohenden Verstärkung der au»ländi< scheu Konkurrenz erhoben werden. So könnt« stch die heutige Represstonk politik leicht auch einmal an ihren Urhebern rächen.— Für dt« Arbetter und Arbeitelinnen ergüdt stch aber hier um so dringender die Forderung, diePetitionfürAufhebung aller Einschränkungen der Vereins- und Versammlungsfreiheit energisch zu unter- £ü tz e n.*) damit eine friedliche W-iterentwickelung unserer neren Zustände für die Zukunft gefichert sei. Die Verfügung de» Hannoverschen Polizeipräfl« dentea, durch welche dem Maurer Pinkernelle die Leitung des Maurerstreike» in Hannover untersagt wurde, wird in der „Franks. Ztg." wie folgt beurtheill:„Wie ein Ministerialer- laß sich aus wachsen kann, zeigt un» da« Vorgehen deS Polizei- prästdiumS in Hannover gegen einen der Leiter de» dortigen Streike» der Maurer; daffelbe rechtfertigt in schlimmster Weis« die Befürchtungen, die wir seiner Zeit an die Strtikoerordnung de» Herrn von Puttkamer geknüpft haben. Schon die Anwendung de» Sozialistengesetz«» auf Versammlungen zm Erörterung der Lohnftaae ist bedenk- lich, aber was soll man dazu sagen, wenn die Polizeibehördt da» Verbot einer Streikkomwiifion für den Fall androht, daß eine bestimmte Persönlichkeit Mitglied derselben ist ot�r blecht? Wenn man dagegen einwendet, jene Persönlichkert sei notorisch Sozialdemokrat, so heißt da» weiter nicht», al» daS g es« tz- licheKoalittonsrechtnegiren, denn daffelbe macht keinen Unterschied zwischen Streikenden, die der Soztaldemm kratie angehören, und solchen, bei denen da» nicht der Fall ist. Praktisch wird et der Polizei bei jedem Streik möglich sein, in der Leitung deffelden irgend einen Sozialdemokraten zu ent« decken, und wenn man auf Grund dieser Entdeckung ein Ein- schreiten der Behörde gerechifertigt findet, so ist damit der Ein- Mischung der staatlichen Gewalt in die Regelung der Lohnver- hältniffe Thür und Thor geöffnet. Lohnkämpfe können auf diese Weise allerdtng» verhu.b�t werden, aber wer stch dem Glauben hingeben wollte, der soziale Friede werde damit ge- fördert, der würde eine geringe Kenntniß der hier in Betracht kommenden psychologischen und politischen Momente an den Tag legen. Ei dedarf angestcht« solcher Maßregeln gar nicht erst«ine»„sozialistischm Agitators", um die Maffen der Ar- Hefter mit dem mißtrauischen Gedanken zu erfüllen, die Staats« aewalt nehme in den Lohnlämpfen Partei zu Gunsten der Ar- beitgeber, ein Gedanke, der den Sozialdemokraten mehr An- Hänger erwerben muß, als dieS jemals ein Streik auch mit dem glücklichsten Ausgang« für die Arbeiter vermag. Wir ftnd neugierig, zu erfahren, wir diejenigen Blätter, welche im April die Anficht oertrattn, der Puttkamer'sche . Erlaß werde die .�loyale" Handhabung de» Ausnahmegesetz«» nicht beein- trächtigen, stch mit der Verfügung der Hannoverschen Polizei- *) Listen zur Unterzeichnung liegen, wie wir schon berich- teten, au» bei den Herren: Ritan, Wienerstr. 31; Böhl, RüdaSvorferfir. 8(Feuerhaken); Lock, F.uchtstraße 53; Spei der, Fiteden str. 75; dei letzterem können Listen zur Sammlung von Unterschriften in Empfang genommen werden.— Diese Liften liegen nur drei Wochen au», und deshalb werden all« Arbetter und Arbeiterinnen ersucht, stch rege daran zu bethii. ligen. Für Auswärtige, welche stch daran betheiligen wollen, sind Liften und Petilionldogen durch Herrn Otto Isaak. Drei- den, Kiefer nftr. 5, zu bestehen. Den Wortlaut der Petition «rgl. in Nr. 182 dieses BlatteS, Berlage. UnterstützungSverein» deutscher Tabäkardeiter statt. Man dedattine über dir jüngst von der Regierung erlaffene Ver« fügung, wonach die Ottensen« Mitgliedschaft unt« staatliche Kontrole gestellt wird. Ali hierbei ein Redner erklärte, es sei dies ein Eingriff in die Koalittonsfret- h e i t der Ard-tter, löste d« überwachend« Polizeibeamte die Versammlung auf. Eoztaliftische» au» Schlefie«. Am Sonntag vor acht Tagen fanden in Breslau mehrfach Haussuchungen, meist bei Mitgliedern des TischlerfachoereinS statt. Resuttat gleich Null. D« Reichstag sabgeordnete Kräcker sollte am Montag voriger Woche in Sommerfeld, am Dienstag in Forste, am Mittwoch in Sorau über„die Thätigkett de» Deutschen Reichstages" sprechen. Alle drei Versammlungen wurden ver- boten. In Sommerfeld machte die Polizei das Verbot sogar durch rothe Zettel an den Straßenecken und in den Fabriken bekannt. In Forste wurde die Ansammlung untersagt,„da der ReichstagSadgeordnete Kräcker zu den prononzirtesten V«- tretern der sozialvemokrattschen Partei gehört und auf Gmnd der hi«(Forste) gemachten Erfahrungen angenommen w«den muß, daß die angekündigte Ansammlung sozialdemokratischen Zwecken huldigt." Hautsuchuug und versammluugsverbot. Au» Gna, 15. August, derichtet die„Fronkf. Zt�.": Gestern Mittag hielt die Polizei unt« Beistand von Gnichtsdeamten gleichzeitig dei dem hier wohnhaften Reichstagsadgeordneten Herrn Zigarren- fabrikant Hugo Rödtg«, sowie bekannten Führern d« hiestgen Sozialdemokratie umsaffenve Haussuchungen ad, die jedoch, so viel wir hören, zu keinem Resultate führten. Einige 20 Schutz« lcute und gegen 10 Gerichtsbeamte betheiligten stch an den Nachsuchungen, die in den betreffenden Straßen große» Auf- sehen«regten. Es scheint üb«haupt, al» wolle die Polizei hier daS Sozialistengesetz streng« handhaben, denn eine nach dem Kaisers-: al einberufene Ansammlung, in welcher Herr Dr. Bruno Schönlank„über da» Recht auf Arbeit" sprechen wollte, wurde vom Polizeiamt auf Gmnd de» Sozialisten« gesetze« untniag'. Et««euer Branntweinsteuergesetzentwurs steht nach der„Weserztg.", trotz aller offiziösen Adleugnungsvnsuche, zu erwarten und zwar würde nach guter Quelle seitens d« Reichs« regi-rung d« Vor chlag gemacht werden resp. da» Zugeständniß enthalten sein, fakultativ die Fabrik atsteuer einzu- führen. Dieselbe würde hauptsächlich dei d« Spiritusfadrikatton mtt Preßhefendereitung, ferner von der Spiri'.usausbeute aus Melaffe und anderen zuckerhaltigen flüsfigrn Stoffen zu erheben sein, wogegen bei der Spirttusfabrikarion au» allen mehligen Stoffen, sowie au» Rüben und Rüdensaft von der Ouanlttät d« zur Destillation vorbereiteten reifen Maische die Maisch- volumensteuer wie bisher, aber nach veränderten Sätzen bestehen bliebe. Für die Lranntweinfabrtkation aus Obst, | Odsttrebern, Leerenfrüchtcn, Trauben und Obstwein oder Wein- Hefen würde in der bisherigen Weise die Steu« von der Menge res»«wendeten Material»«Hoden w«den. sodaß demnach Fabrikatsteuer neben Maischvolumensteu« uud Brannt- weinmate ialstemr bestehen würde.— Wir geben diese Nach« richt unter allem Vordehatt wird«. Da» Aia»to der«eae« Höferechtsgesetzgebuuo wird auch au» Mtttheilungen«rfichtlich, welche angedlrch den Erfolg der Einführung der sogenannten Landgütenolle beweisen sollen. So derichtet das Kanzlnblatt, daß in Westfalen im«Ken Halbjahr 1886 129 Höfe in die Landgülerrolle eingetragen worden seien, so daß die Zahl d« dort eingetragenen Höf« dereti» auf 1340 gestiegen ist.— WaS will da» besagen gegen» üb« den großen Anstrengungen der Agrarierpattei und allen amtlichen Aufforderungen zur Eintragung, welche seit 1883 dort gemacht werden. Die Zahl der landwirthschastlichen Be« triebe in Westfalen überhaupt beläuft stch auf 305 009. Gerade in Westfalen sollte die Höfnolle, so v«stcherten vorher Kons«- vative, Zentrum und Rationallib«al« üb« eir, stimmend, einem lebhasten Bedürfniß der Landmirthschaft entgegenkommen. Noch geringfügig« al» in Westfalen find die Eintragungen in „Jawohl, die Geheimräthia ist gaoz vernarrt in mich und ich glaube, die junge« Damen zerbrechen sich bereit» de» Kopf darüber, für welche von ihnen ich mich entschließ;« w«de.' „So wäre d« Weg schon geebnet?" .Ja jeder Weise. Sogar mtt dem menschenscheue», mißtrauischen Bruder de» Geheimrath» Hab« ich heut« Abend innig« Freundschaft geschloffen, so wäre also auch«ach dieser Sett« hin mir«in bedeutendes Erb« ge» sichert." Heb« da« rothe Antlitz de» alte» Herr» glttt ei« be« deutungsvolleS Lächeln. .Die Vorbereitungen lasse» nicht« zu wünschen," sagte «r,„und wenn Du wirklich entschlossen bist—" „Fest entschloffe» 1" „Dann versuche Dei» Glück!" „Ich selbst kann od« möchte da« nicht," erwiderte Werner,„ich wollte Dich bitte«, in«einem Name» um die Hand Konstanzen» zu werben." „Und weshalb soll ich da» thun?" fragte der Baron, de» diese Bitte zu übenasche» schien..Du bist Dem« Sache doch wohl nicht' so ganz stch« ich wü „Ganz sicher, ab« ich wünsche, daß Du e» übernimmst, «tt dem Geheimrath die Bediaguaaen de» Ehevertrag» fest» znsetze», Du kannst da» beff« al» rch." „Ja so, wegen d« Mttgist!" nickte der alt« Herr. „Da« ist in der That richtig. Hast Du in Bezug auf diese» Punkt mir besond«« Lorschnfte» zu gehen?" Nein, ich überlasse«» Dir, da» alle« so»ortheilhaft wie möglich zu arrangire«. Du wirst ja hören,»elch« Vor» schlüge der Geheimrath Dir macht Jebenfall« forderst Du ein« bedeutende Summe in barem Geld« oder ficheren Wnthpapiere»! Für da» Glück. mit unsere, hochangesehenen Familie in»ab« Verbindung zu treten, können die Leute schon ei» große» Opfer bringen. Ueberlaß-» nur ruhig mir. sie darauf aufmerksam zu mache». Du sollst mit mir znfneden ser«. Da» Genngst� was Dein Schwiegervater thn» kann,B katolicka" in Chikago, 618,55 M. ein kirchlicher Berein in» Satte gesammelt. Der Ech«ize.Delitzsch'sche Lorsch»ßverei« i« Tieze» Hof sweint ebenfalls in den letzten Zügen zu lt-gen. sZ „Werder Ztg." bringt einen Bericht über eine am 11. abgehaltene Generalveisammlung, aus welchem hervorgeht,%] Defekte von weit über 100 000 M. dadurch entstanden find, M Depositen angenommen, darüber Scheine ausgestellt, nicht 3* bucht worden und das Geld nicht zur Kaffe abgeführt ist. »nd dii lVmchst Warschi u al mmizos. rtfttn g «n wüi Dänemark. Aus Koppenhagen, 13. August, schreibt man der. Ztg.": Da» schon erwähnte provisorische Geset V heute Abend in der offiziellen Zettung bekannt gemacht den, obgleich der RegtcrungSdrucker gestern öffentlich leug»� daß er solche Gesetze zum Drucken erhalten hätte. Das läufig« Besetz bezieht fich auf die Verantwortlichkeit iür# Inhalt von Tage» und Wochenblättern. Die*J gründung ist folgende:„Da die geltenden Bestimmungen»" Bezug auf'...........~ !»ug auf die Verantwortlichkeit für den Inhalt gedra� Schriften auf«ine gegen die Abfichten dieser BestimmunZ streitende Weise gemtßbraucht werden, und da es als VrinF» nothwendig angesehen werden muß- dagegen einzuschreiten.? fehlen wir" u. f. w. Das Gesetz, welcheS alS eine stlatton des P eßgesetzet oon 1351 austritt, ist gegen die l* genannten Strohmänner gerichtet. Unter dem Druck � harten Zeiten haben nämlich einige opposttionelle Z'il>® stch dazu veranlaßt gefunden, die Vnantwortlichkeit für Inhalt auf einen Strohmann zu schieben, damit die wiru'? . De, ohne S % «ft hatte T schlag Aandn �ufnahr Sien»« Ä «a K Iii Venn{, VIVVV"»«"" 8U|u#ivw�iir vuuiit vtv �' MA ynn ti Leiter und Redakteuie nicht immer mit polttischen P-uf,» /I geplagt werden, welchem oft Vnhaftuns Zeitung ihrer besten Kräfte berauben. m folgen rauf ist .... Mm Strafe von 1000—5000 R-onen gesetzt. Da» Gesetz erick�l außerdem die Bewahrung der Anonynttät und macht(>'I möglich, ein Blatt im Ausland« drucken zu lassen, einen von der Regierung nicht gebilligten Inhalt es Prozeßunkoften und Geldstrafen können durch Exekution. den Einnahmen de» BlatteS eingetrieben werden. A!» I Maßregeln werden nicht lange auf fich warten lasten. 'SUer Oesterreich Uugaru.. Die Ungarn feiern in diesen Tagen den 200jähk'?,, Gedenktag der Rückeroberung Ofen»»ÜJw Türken. Anläßlich dieser Feier ist in Pest«ine& Ausstellung veranstallet wo:d«n. welche am letzten feiten» de» Ministerprästdentcn TlS.a eröffnet rmmfL,«!«- Eröffnungsrede enthielt manigtache politische welch« gerade mtt Rückficht auf die jüngst erfolgte de» üsterrt'chich-ungarischenArmeeftrettet von doppclrervtol�z find. Tiiza hob die große Bedeutung der für die ganze Cbrisicnhell hervor und danite den � welch« an der Befteiu ig der ungarischen Hauptstoß � genommen....>, %.%%%»"41 r 1 gicrung eine ablehnend« Stellung eingerommen haom- findet die für die Flußregulirung in Gallien erior Summe von 30 Millionen viel zu hoch und toll»W® sonnen fein, dem Abgeordnetenhause gar leine detieffm läge zu machen. Ruhla»d. Auch in Rußland erstrebt man eine Art n tingentiruna" der Zuckerproduk t i o n- der bedrängten Lage der Zuckerindustrie in Rußlo®vje Ruistsch-Polen haben in Krew Berathungen der industriellen stattgefunden, welche in diesen Tagen erreichten. Diese B.rathungen haden nur einen inforM»!W? Charatter gehabt, und sollen dem Finanz minister al» Wjr, zur Erwägung und Beschlußfaffung über diejmigen dienen, welch« seilen» de» Staate« zu treff-n seien. � darnieder liegenden Zuckerindustrie aufzuhelfen. Meh hett der Delegirten hat stch angestcht» der Uederprodudion für die Nothwendigleri einer Norminmg d-r Produltion nach einer bestimmten gesprochen, wobei �die jährliche Grsammtproduktion V % Äl M -F. # ÜJS Verde nti Umftoß.n. d-ffern ui Werden a oin Berfa Z», um die Fabrik« und Gewerdeverhältniffe im Königreich »oltn zu erforschen, zu diesem Bebufe in der letzten Zen die ««schauer Fabriken besuchte und fich gegmwättig in L�dz uufhalt, hat sich in Betreff der Autländer dahin ausgesprochen, eine Beschränkung de« bisherigen Zu» Wusses von fremden StaatSangehSrigen nach dem König- reich Polen empfehlmtwerth erscheine. , Auf unmittelbaren Befehl de« Kaisers von Rußland ist M �«graphischer Mittheilung der„Kölnischen Zeitung" au« Peteitbura der zm Zeit in Rußland verweilende chauvinistische nranzose DSroul�ve benachrichtigt worden, daß er bei der Men gegen Deutschland aushetzenden Red« ausgewiesen wer» «en würde. q edrM as i s| lJcowJ Ivb 2 Ä et � tiofl, Belgien. Der gefürchtete 15. August est für die belgische Hauptstadt t dlo» weil sie ungerecht, sondern auch weil sie für die �verhängnißvoll stnd. Ueder ein halbes Jahrhundert Mion .. unyungiujpou nno. ucorr nn ezayryunorr» , � hi« ZensuS.Bourgeoiste allein da» Land regiert. Ihre V?'ih?st har zu der furchtbaren politischen und wirthschast- a®?. strist» geführt, in der wir un» bestnden und welche ohne die schädlichsten Folgen für Belgien haben wird, wenn ,.?l bald ernsthafte und energische politisch« und wirthschast» Reformen in Angriff genommen werden. JJtdeS Mal, llch« ft,„.' m>«iiUi>n genommen wervm. I MM in der Kammer oder w der Presse edle Männer die Zahlung de» Stimmrecht» an alle Bürger forderten, haben Ra!Ü?« Parteigänger behauptet, die ArbefterNaffe beklage k- tsrcht. Die Kundgebung vom Sonntag ist dam bestimmt, «FMch den Volttwillen zu dethätigm. Wir hoffen, daß die �vilerung von Brüssel die Manifestanten freundlich aufneh« "wird." Di« Bevölkerung der Hauptstadt hat dieser Er- �ung tntsprochm. yn Beginn dei großen KundgebungStage» schildert die Mrr Ztg."\n folgender Weise:„Der hrrrlichste Sonnen« N! leuchtet über Brüffrl: die ganze Stadt ist au» Anlaß ii�ute beginnmden nationalen Feste mit den belgischen Na« fc�at&tn reich geschmückt. Die heutige Arbeit erkundgedung thstton zwei Seiten ofstziö« erläutert, vom Genter„Jwpac- L, Urb dem �Brüsseler Journal". Der„Jmpartial" steht M�ige Belgien» al» eine ernste an und erklärt, daß tieft ni,. �nst« Reformen, fortschrittliche und demokratische Permd« w, wie solche die andern Nationen defftzrn, unbedingt ein- -K- ftO' -vi V dm. i St �?,der jetzige demokratischen Anschauungen huldigende Finanz. ..'»ister ver geeignete Mann! Da»„Brüsseler Journal'" ist de« t werden müssen. Zur Einführung dieser Reformen sei frl-KT** aauiu, l*/u»„viuwwi\)üuinui daß die Ardetterkundgebung gestattet ist, S i"'dünerzlUh, daß mft Rücksicht auf den schlechten< M«uelnnh. hl. ,o4l>. ct.lo. k.____ L hl....... k»"'HUB ? dtffern sondern beklagt Eindruck die Stadt getragen und wird. Da» Ministerium nationalen Institutionen wirthschaftliche Lage der Ardester oe,. S" ..„W iL.' WlliVkWUflfimC " ,f„1S"n,B«w4ttn Beschwerden abzuhelfen suchen. E» emachten Versprechen erneuert, Weiden also die seit 6 Monaten vn da» nur mit Mißtrauen aufgenommen wird, Ztnn dt»her ist so gut wie nicht» für die Arbeiter geschehen. 0(n"ItoQ. vor Allem diese Anschauung zum Ausdruck driN' *1,,' Daki fei bemerkt, daß„Le Peuple", der seine erste Rum- �kea�?.Dezember 1885 autgegeben, diS heute ,5200000 \intS.ue setzt hat. Für die Kundgebung selbst hat da» noch in letzter Stunde die umfassendsten mili« VorfichiSmaßregeln getroffen. In der Nacht hadm diti L �».'«rieregimenler au» Antwerpen und Tournai die bih-5?d»hösi der Stadt besetzt; der Stadlpark ist geschloffen, die besetzt, der Platz am Königpalast abgesperrt. Für Äets».."Übungen selbst hat der einflußreiche„Vooruit" die _ B klagen, daß alle Manifestanten stch auf da» würdigst« �°»��di«r zusammengekomme«, um sich gegenseitig gewenis.� �»«v und über die Angelegenheft, die Bei T?te,esfirte und berührte, zu berathen. bck|Ui Bti Z'"eresfirte und berührte, zu vereuyen. tuiigen ersten Zusammenkunst hatte man fich nicht J Sitzeifa de,«ine machte diese, der Andere jene il 1% Jlätitio«"'»d, und nur die destimmte und wrederhoUe Sr- : die Stimm« de» Baron« v. vergau S-stUttt. h' die ste»» der Mondnacht gehört habe, A loff4 Versammelten nicht, de» Verdacht ganz falle» üSl Erklärung war zu wichtig, al» daß man leicht« 4 btai ß* hinweggehe» durfte, und so»ah« man end« ,"'schlag Paul» an, einen bewährte» Kriminalbe- v% Verathung hinzuzuziehen. 7 e» Übernommen, dem Beamte» schon vorher kuMe» Mitthetluage» zu mache», und der Befitzer 1�1 Vocke», Znspektor Dörner,«klärte fich so« d'e U»infuchu*fl zu Übernehmen, ohne dabei zu �s«l»*"« daß man keioetweg« eine» rasche» und fich«» . ti%(» dürfe. Sjjsti J?*ubc für und wider den V«dacht gegen B«gau . cysttk K �utr Wied« lebhast«örtert worde», d« schweigend zugehört, und kein Zug Geficht verrieth, wie« selbst Üb« die '* forderte Paul ihn auf, seine Anficht autzu« fich sofort«wartnng»« .„...----------— gleichgiltig« Miene ** .i«"' r4 , w"b die Bftcke� all« richtete» fich sosort'erwa ß/ Ji""« Mann, d« mft gleichgiltig« k r. feil„Ei» 3_ 1�.1! t AMM"" $ Schimmel rasch, von der größte» l jed« von Ah»«» kann komme», und dann « auch nur ein o» dunkle» und verwickelte» nich: vorsichtig genug sei», und wen» Sie zeigen, in geschlossenen Reihen marschiren— der Generalrath hat zu je 8 Mann destimmt— und tapf« fingen. Jede Her- auSforderung muß vermieden und fall» ste von anderer Seite ei folgt, verachtet weiden. Nach d« Kundgebung müßten alle Arhefter stch in die Lokale d« der Stadt verbreiten und Propa- ganda für da» allgemeine Wahlrecht machen. Die Stadl bietet einen sehr belebten Anblick; zahlreich« Provinzdewohner find eingetroffen. Uederall schreiten die Trommler der Lürgergarde durch die Straßen, um mit Trommelschlag die Bürgercarde zu den Waffen zu rufen. Lrbefterschaaren eilen mit Fahnen, Schildern und von Musikkoip» begleitet, zu ihren Sammel- Plätzen; ganz Brüssel ist in Bewegung." Frankreich- Da» Verdikt der Pariser Geschworenen, welche» dem vonapartistm M a r i 0 t t e vom„Pilori" die Frei« sprechung und Louise Michel die Verurtheilung zu vier« monatlichem Gefängniß eintrug, wird von der Pariser Press« im Allgemeinen sehr scharf kommenttrt. Daß alle Diejenigen, welche für die„große Bürgerin" dewundernde Sympathie empfinden, da» Schwurgericht 0« haarsträubenden Ungerechtig- keil zeihen, ist begreiflich; aber nicht nur die intranstaenlen und raditalm. sondern auch gemäßigt«« republikanische Blätter de« greifen nicht diese ungleiche Behandlung zwei« Revolutionäre und schreiben ste ein« überhand nehmenden reaktionären Ge> stnnung zu. Grotzbritaunie«. Daß die I r e n mit 0« Bewilligung ein« lokalen Selbst« Verwaltung, wie ste daS Tmykadwet plant, keinetweg» zufrieden sein würden, beweist die am Sonnabend in Chikago abgehaltene Versammlung der irischen Genossenschaften der Vereinigten Staaten von Nordamerika, an welch« gegen 15 000 Personen theilnahmen, und dei welcher d« frühere Kongreß« Deputtrte Finerty den Vorsitz führte. Egan Alexand« Sullioan Davittt führte in einer an die Versammlung gerichteten An- sprach« au», daß dos irische Volk seinen Kampf ohne Appell an die Waffen auksechten und daß Sa» Schicksal Irland» ohne die Anwendung von Tynamtt entschieden werden könne, dt« Jrländ« dürsten aber nicht eher rasten und ruhen, alt bis in Dublin ein Parlament errichtet sei. Während in Belfast die protestantischen Orangisten die Hauptschuld an den Unruhen zu haben scheinen, wird auS Dublin ein V«bi«chen gemeldet, welche» den Wiederbeginn de« Systems speziell irischer Gewaltthaten befürchten läßt. Da» Telegramm von vorgestem lautet:„In d« vergangenen Nacht wurde in d« Nähe von Portadown auf einen Eisenbahn, ug d« Great- Northern- Bahn geschossen und mit Steinen geworfen. Verletzt wurde Niemand.— Vorgestern Abend kam et auch in Dungannon in Ulst« zu Ruhestörungen zwischm Rationalisten und Protestanten: ein Protestant wurde schwer verwundet, ein Nationalist mit dem Meff« in d« Hand»«haftet. Die englische Presse hat wieder einen bedeutenden Erfolg durch ihre Aufdickung schwerer Schäden zu verzeichnen. D« V«ichterftatt« der„Timei" in Birma hatte nämlich auf Ungebührlichkeiten aufmerksam gemacht, die fich ein höher« Offizi« zu Schulden kommen ließ. Eine Untersuchung wurde angeordnet. Jetzt ist einem Telegramm au» Simla zufolge ein Generalbefehl an die Armee in Indien«lassen worden, worin e» heißt, der Vizekönig sei überzeugt davon, daß die gegen Oberst Hooper, dm früheren Genttalprofoß in Mandalay, erhobenen Beschuldigungen, nämlich, daß« ver« urtheilte Verbrecher in dem Augenblick der Hinrichtung pboto« graphirt und einem Gefangenen durch Drohung mit dem Tode ein Geständniß«preßt, degründet seien. D« Gennalbefehi fügt hinzu, daß Oberst Hoop«'» Verhalten d« britischen Armee M Unehre gereiche und daß d« Vizekönig bnechtigt gewesen wäre, seine Ausstoßung au» dem Hene zu empfehlen, ab« mit Rücksicht auf seine oergangen« Lausbahn glaube, daß ein öffent. ltcher Verwet» genügen w«de. Spante»». Im November vorigen Jahre» versuchte Moret die Oppo« fition Katalonien» gegen seinen Handel» veitrag mit England daduich zu gewinnen, daß er der gewnbretchen Provinz die Hoffnung auf eine in Barcelona abzuhaltende Weltausstellung machte. Damalt begegnete dieser Gedanke einem ungläubigem Lächeln, jetzt dagegen ist er gegen- üb« der durch die Arbeitseinstellungen zahlreich« kataloni.cher Fabriken drohenden Gefahr vor Ardetterunruhm soweit gediehen, daß an seiner Verwirklichung nicht mehr zu zweifeln ist. Die «ste spanische Wettautstellung soll im Herbste nächsten Jahre» eröffnet werden. Die Wahl Barcelona» im Gegensatz zur Landeshauptstadt rechtfnttot fich au» ähnlichen Gründen wie diejenige Antwerpen», Amsterdam» und Philadelphia«: zudem pflegt d« Winter in d« katatonischen Hauptstadt herrlich zu sein, während« hier in Madrid sehr feucht und katt ist. Auf dem geiäumigen Martfeld« stnd schon jetzt ewige Hundert Arbett« deschSTttgl. Die Stadt selbst hat eine halbe Million Franken für da» Unternehmen bewilligt, wenn dah« der Staat nicht ganz bedeutend nachhilft, so dürste die Autftellung recht dürftig werden. Die„Epoca" versickert, daß Deutschland, Oesterreich-Ungarn, Italien, Frankreich, England, Belgien, nun mich frage«, ob ich Ihrem Verdacht beipflichte, so muß ich da»,»enigsten» vorläufig,»och verneinen." „Ab« die völlig« Uebereftrstmrmung d« Fußspure« hier und w Kalifornien I" fiel Paul em. „Wat wolle« diese Spure» gegen de» Baron beweise» wen» er keine» Klumpfuß hat 1" erwiderte Hugo. „Sehen wft davon einmal ab," sagte d« Zuspeftor ruhig,„übereinstimmend sind die Spuren allerding« auch wft jenen Fußspure», die«ach der Ermordung Schimmel'« gefunden worden. Und wa» de« onkrüppeltea Fuß betrifft, so habe» wir hier ja nur de» Abdruck eine« Schuhe», und zwar eine» sehr große« Schuhe», in dem auch et» gesunder und normal gebaut« Fuß genügenden Raum finden kann. Der andere Fuß de«»«breche»« muß,«ach de« Spure« zu urtheile», sehr klein gewesen sei», ei» solcher Fuß könnte ohne Mühe jene« große« und plumpe« Schuh trage». E« wäre eine seltsame Idee, durch solche» Mmel die Untersuchung auf eine falsche Fährte zu bringe», aber wa»«finnt da« Hirn eine««findungtreiche« Ver- ��"Da'wäre ja da« Räthsel schon gelöst!" rief Hein«. mm .Noch lange nicht,' fuhr der Znspektor mft bedeutung»- immer. Der Baron war gur Zeft, al» da» »och immer. Tun«mv»;•*». r— erste Verb,«che» verübt wurde, ei» unbekannter Schauspieler; er soll ei» etwa« leichtfertiger, aber harmloser und gut- **' rm er____f_ f.i—««mW M/im Ä'r..rö Ä.- UMMMW K 8Ä".».(*»•$" Nordamerika und die meisten spanischen Republiken Amerika» ihre Thellnahme bereits angezeigt hätten. Man wftd daher kaum von vomheretn der Ausstellung ein ungünstiges Geschick voraussagen können, zumal die zuströmenden Fremden gern die Gelegenheit ergreifen, um Andalufien mit Sevilla, Cordova und Granada einen Besuch abzustatten. Mehr wie fraglich erscheint nur, od durch dieses Unternehmen der Wirthsch.fttnoth in der Provinz gesteuert werden wird. Amerika. Die FrethandelSliga tagte inNew-Pork unter dcm Vorfitz von David Well». E» wurde beschloffen, an die Frei» Händler einen Aufruf zu erlassen, worin auf ein energische» Vorgeben in allen Kongreßdistritten gedrungen wird Bräfivent Cleveland wurde wegen seines Festhalten» an dem Zustande» kommen einer Ve.wattungSreform gepriesen und Morrison für seine Bemühungen zur Herabsetzung deS Tarif» gedantt. Nach einer Depesche au» Port Moody, Britisch Ko- lumdien, haben die Einwohner von Janeare City und Dougla» Island in AtaSka 75 E h i n e s e n vertrieben, die ff« nach Fort Wrangel dringen. Die„Post" bestätigt die Meldung von dem Ausbruche einer Revolution in San Domingo und meldet, daß in der ganzen Republik der Belagerungszustand herrsche. Vor der Bestätigung setner Wahl zum Prästdentm der Republik erhielt General Heureavx vom Kongresse von San Domingo den Befehl, gegen die Rebellen zu marschiren. Kommunales. w. Die Steuern der Einwohner Verliu». Nach dem so eben herausgegebenen Verwaltungsberichts de» MagistiaiS über dt« Steuer- und Einquartirung». Deputation für daS EtatSjahr 1. April 1885/86 find entsprechend der Lage der Kataster im Vierteljahr Januar bi» März 1886 von den 20 428 ertragsfähigen Grundstücken Berlins 19 892 mit Gebäuden desetzt, während 536 unbebaut alS Zimmer-, Hol,- Ab- legeplätz« rc. Verwendung finden. Gegenüber dem Vierteljahr Januar. März 1885 stnd 147 Grundstücke mehr vorhanden. Die» ist allerdings nur ein sehr geringer Zu- wach»,»der derselbe findet seine Erklärung zum Thetl wohl in dem Umstand«, daß inmitten der Stadt«ine größere Anzahl von Grundstücken zum Abbruch gelangte. Außer den angegebenen Grundstücken giebt e« in Berlin noch 199 Acker- wirthschasten und 81 Buden, wie Trinkhallen, Bedürfniß- anstalten rc., welche ebenfalls zu den ertragtfähigen Grund- stücken zugezählt werden. Ohne Ertrag find 1826 Baustellen. Die Zahl der vermietheten Wohnungen beträgt 315063, ste hat fich aegen da» Vorjahr um 11 699 mit einem Mtelhiwerthe von 8 399 369 M. erhöht, also mft einem Durchschnitt von ca. 718 M. für die Wohnung. Im Allgemeinen hat übrigen» ebenso eine Steigerung der Mtethen stattgefunden, da der Ge- sammtdurchschnitttbetrag der WohnungSmiethm von 607 M. im Vorjahre auf 611 M. gestiegen ist. Die Zahl der unver- mietheten Wohnungen hat r.m um 200 mit einem MiethS- werthe von 84 853 M. abgenommen, wa» nur durch den großen Zugang an Wohnungen in den neuen umfangreichen Häusern erklart werden kann. Die vollbesteuerten Wohnungen und Ge- lasse haben einen MiethSwerth von 166 128 327 M., wonach sich zu 6'/» vEt. ein MiethSsteuer-Soll von 11 075 221,80 M. berechnet; mit den tbeilweise besteuerten Wohnungen beträgt da» Steuer- Soll 11 573 005,60 M. und erhöht fich gegen daS 1. Vierteljahr 1885 um 534027,20 M. Die Gesamm'zahl aller steuerfreien Wohnungen beträgt 23557 mit einem MiethSwerthe von 13081006 M. Hierauf entfallen auf Arme 19777 Wohnungen mit einem Mieth»w«rthe von 3 373 931 M., die übrigen auf Behörden, Institute, Militär und Beamte.— Di« Einziehung der Hundesteuer pro 1885 ergab ein Soll- Einkommen von 283 224 87 M., darauf find baar eingegangen 283 203 M. so daß noch ein Rest von 21,87 M. verblieb. Steuerftei« Hunde waren 2786 vorhanden. darunter 1575 Kettenhunde. 1061 Ziebbunde. 73 Hunde im Befitze de» Personals der auswärtigen Gesandtschaften.— In Hau»-, Lublevation»-, Staat» klaffen, und Gemein de-Einkommen« steuer 30459 865,25 M.(1884/85: 23938906,49 SR.), die wirklich stattgefundenen Adpfändungen detrugen 200 mit 4016,72 SR.(1884/85: 220 mft 3424,50 SR.); davon stnd ver. steigert 130 Pfänder mft einem Steueiertrage von 2590.53 SR., freigegeben in Folge Zahlung 54 Pfänder, auf Intervention 16. Auf je hundert Steuerposten entfallen somit pro novo wirkliche Adpfändungen überhaupt 1835/86 0.007, 1884/850,008. ,. Städtische« Straßenretntgungßwesen. Dem Per- waltung» öerichte der ttadlischen Deputatton für da« Straßen. retnigungtwesen entnehmen wft. daß stch die Schneeabtuhr und zurückgekommen, und gleich wird ihm wieder ei« Einbruch aufgebürdet, trotzdem*» bewiese« ist, daß er sich drüben ew große« Vermögen erworben haben muß. Wa» nun Ihr« Behauptung betrifft, mein Fräulein, daß Sie in jener Mord- «acht seine Stimme gehört habe» wollen, so ist die« unter Umstände» allerdings eine schwerwiegende Aussage, aber ebensowohl kann diese Behauptung auch auf eine« Irrihum, einer Täuschung beruhe«. Sie waren damals noch ei» Kind—" „Aber jene Stimm« hat fich meine« G-dächtniß so tief eingeprägt, daß ich fi« selbst»ach einem größeren Zeit- räum von Jahre» sofort wieder erkannte,' unterbrach ihn Gretche». „Die Stimme mag immerhin mft der de» Verbrecher» Überraschende Aehnlichkeit haben, aber könnten Sie wirklich mft einem Eide dekräf.ige«, daß e« dieselbe sei?' Gretche» senkte vor dem helle», durchdringende« Blick, der so ernst und warnend auf thr ruhte, verwirrt di, Wimper«. „New, da« könnte ich nicht," erwiderte fi« kopfschüttelnd. „ein Zrrthum liegt ja immerhw w der Möglichkeit." „Wäre dieser Baron ei« Vagabund, so würde man wenig Federlesen« mft ihm machen." sagte Paul ärgerlich. „Sehr wahr I" Mottet« der Inspektor,„w diesem Falle läge« aber anch dr« Dinge ganz ander«. Ein Verdacht ist leicht«.«gesprochen und Scheinbeweis, laffe» fich immer Me«; W em solche, Verdacht erst Wurzel gefaßt, dann läßt er fich schwer wieder beseitigen." «Da» Hab« ich leider an mir selbst erfahre» müssen," nickt« Heineman«, tief aufseufzend.„Ich bw Überzeugt, der Rentner Gottschalk hat auf mich wegen meine« Fuße» Ver- dacht geworfen, schon au« diesem Grunde wünsche ich sehn» lich, daß der wirkliche Verbrecher entdeckt wird." Paul hatte fich erhoben, er stand hinter dem Inspektor de« er leise ewige Wort« in» Ohr flüsterte.' Der alte Mann stand auf und beglettet« ihn ftnau« fi« gingen über de» Hof w die Werkstätte.' (Fortsetzung folgt.) Hilftarbeiten während deS letzten Winters auf 389 876 SR. stellten, wodurch der Etat um 214 876 R. überschritten werden mutzt». Die zu reinigende Stratzenfläche bat sich im Laufe de» Etatsjahre» 1885/86 um 48 109 qm vergrötzert und betrug am Schlüsse de» Verwal'ungßjahre» 7 381 900 qm, wovon auf Fahrdämme 4 347 500 qm, auf Bürg ersteige 3 034 400 qm ent fallen. Die Gesammtlänge der gepflastetten, innerhalb de» Weichbilde» der Stadt belegenen Straßen, welche der Reini- gung unterliegen, beträgt etwa 49—50 deutsche Meilen. Davon entfallen 1 026 000 qm auf gute» Steinpstaster au» Steinen I. bi» IU. Klaffe, 48 700 qm auf Holzpflaster, 857600 qm auf Asvhaltpflaster. Der Rest ist geringes Stein- pstaster. Für dir Reinigung de» Aiphaltpflasteri stnd extra 45 Rrbeltsburschen anzestellt, demnach tommen auf einen Burschen beinahe 8000 qm Reinigungsfläche, während in Lon- don auf je 500 qm Fläche ein Ardeitsbursche oeschästigt ist. Die Zahl der ständigen Arbeiter betrug 672, darunter 80 Vorarbeiter und 18 halbinvalide Leute für die Chausseen. An Materialien wurden verbraucht 6160 Kub.lmeter Streusand, 36 523 ko Destnfektionspuloer, 7536 m Hanfschlauch, 30 523 ko Streusalz. Es waren während de» Jahre» täglich 40 Kehrmaschinen in Thättgkeit. An St-aßemehrricht wurden 94 380 Fuhren abgefahren. Dt« Schneeadfuhr war eine der de- deutendsten sett Bestehen der Siraßenreinigung. Es stnd im Ganzen 155 397 Fuhren Scknee abgefahren worden. Zur Stratzendesprenguna stnd 672 550 Kudilmeter Waffer verbraucht worden während 162 Svrengtage. Bedürfnitzanstalten waren am Schlüsse de» Jahre» 107 vorhanden, welche einen Gesammt- Wasserverbrauch von 434 715 Kubikmeter aufweisen. Di« Rinn- steine, die noch zu reinigen stnd, haben stch aus 17 000 laufende Meter verringert, die Kosten der Reinigung betragen etwa 29780 91. und 249 820 Kubikmeter Wasserverbrauch. Für Reinigung von Privatftratzen stnd 3344 M, der Pferdebahn- geleisestrecken 81 184 M., für Verschiedene» 3381,68 M. einoe- nommen worden. Die Gcsammteinnahmen betrugen 87 925 28, die GesammtauSzaben 1 761 094,53 SR. Die ganze Etati- über schreitung, hervorgerufen durch den starken Schneefall und verringert nach»dzug der Ersparungen auf anderen Titeln, deträgt 199873,25 SR. Zn Arrnraunterftützrmgtzweckea find bei der Haupt- Stistung»kass« im Monat Juli d. I. eingegangen:») an Ver- müchtnissen, Geschenken je. 11 638,07 SR� b) aus Kollekten- Settern; 488,05 SR., c) au» schiedsmännischen Vergleich-n, lonzesstonen rc. 599,85 Mark. In Summa also 12725 97 Mark. Zentral Viehhof. Im Monat Juli d. I. find bei dem ftädtrichen Fletschschauamt 20 107 Schweine auf Trichinen untersucht und darunter 10 trichinöse und 71 finnige ermittelt worden, welche al» zur menschlichen Nahrung ungeeignet ver- worfen worden find._ Gerichts-Zeitttngi. Wege« wiederholten vergehen» wider die Sittlich- kett hatte stch am Montag der Kaufmann und Materialwaaren. Händler Paul Anton au» Mattenwerver vor der Ferien straf- kammer de» Landgettcht» n zu verantworten. Unter den Bewohnern de» genannten, im Nieder barnimschen K'ttse belegenen Orte» erfreute sich der Angellagt« in früherer Z.it einer allgoneimn Beliebtheit und sein Geschäft fand reg-n Zuspruch, besonders weil er durch Verabreichung von Zugaben und Geschenken die Jugend de» Otte». welch«, von den Eltern zur Besorgung von Einkäufen fottgeschickt, in seinem Geschäft verkehrte, für stch einzunehmen wußte. Trotz angewendeter Schlauheit von Sellen des Angeklagten kam endlich aber doch der Pferdefuß»um Vorschein, denn die kleinen Mädchen er- zähllen und vlaudnten zu Ohren der Ellern von allerlei bedenklichen Geschichten, welche den Leuten in Bezug auf da» unlautere Treiben de» freigebigen Matettalwaarmhändler» die Augen öffneten. Trotzdem stieß der recherchirende Gendarmrie- Wachtmeister Wolf, da Anton die Folgen seiner Handlung»« weis« mittelst Geldes zu vertuschen sich bemühte, bei Ermittelung weiterer Thatsachen auf Schwiettgkeiten; die meisten der Betroffenen verharrten bei unverbrüchlichem Stillschweigen, sonst wäre gegen den Kinderfreund wegen einer wetlar.» größeren Zahl von Sittlichktttsoerbrechen Anklage erhoben worden, als thatsächlich im gestttgen Audienztermin ihm zum Vorwurf gemacht wurde. Der Verlauf der unter Ausschluß der Olffcntlichlcrt stattgehabten Audienzverhandlung bot ein widerwärtige» Bild menschlicher Vrrirrung umso wiberwättiger. al» der Angeklagte mit einer braven Frau verbeirathet ist, welche binnen kurzem ihrer Niederkunft entgegmfieht. In einem Falle wegen Vergehen» gegen§ 183 R Str.B.B.(Erregung öffentl. Aergerniffe» durch Verletzung der Schamhaftigkeit) ward der An- geklagte für nichtschuttig befunden, dagegen aber veruttheille ttn der Gerichtshof, dem Antrage de» Staatsanwalt» gemäß, wegen eine» versuedten und 4 vollendeter Slltlichktllsverdttchen zu 3 Jahren Zuchthaus und 5 Jahr.« Ehrverlust. «in Rothschild al» vettler. Wiener Blätter registttren folgende»: Dem Richter Dr. v. Neudauer wird ein junger Bursche al» Häst.ing vorgeführt. Es ist dies der 18jäbttge Aldett Rothschild, au» London gedüttig und dotthin zuständig, zuletzt Wien, Vitt. Bezirk, Langegaffe 16, wohnhaft gewesen. Rothschild hat stch wegen Uebettretung de»§ 2 Absatz 1, de» Vagabundengesetze», wegen Betteln», zu verantwotten. Der Anklage liegt folgende polizeiliche Meldung zu Grunde:„Die Gefertigten erstatten mit Berufung auf ihren Diensteid die Anzeige, daß der Rebendezetchnete(am Rande der Meldung wird da» Nattonale de»»lbett Rothschild und seine Beschäftigung al»„Lauidursche" angegeben) heute um 10*/« Uhr Vor- rntriags in der Rauhensteingasse beim Betteln betroffen wurde. Wien, dm 9. August 1886. Sebastian Oderbuber, k. k. Zivil- Sicherhtttswachmann. Josef Hechtl, k. k. Zivil-Sicherheii»« roachmann." Der Häftling, welcher neben der erwähntm Beschäftigung al? Laufbursche auch al» Zuckerdäckergehllfe thälig war, gestand da» Betteln zu. Er erzählle ferner, daß seine Mutter in London sich aufhalte und dott von ihren Revenuen lebe; er habe wegen Familtenzwistigkeiten Elletn und Hcimath verlassen und treib« sich nunmehr in der Welt umher. In einer Polizeinote wird konstattrt, daß Aldett Rothschild am 22. Apttl 1886 wegen Uebettretung de» Z 1 V. G.(Baga- bondage) wll acht Tagen vetschärftm Arrest und am 19. Mai 1886 wegen Uebertrrtung de»§ 320 Ute(Falschmeldung) mit vierzehn Tagen strengm Arrest bestraft ist. Die Polizei ersucht, daß Aldett Roihschilv nach seiner Entlassung au» dem Arreste de» L-zirkSzettchte» an die Polizeidireltion zurückgestellt werde. Der Richter verurthellte Aldett Rothschild zu vierzehn Tagm strengm Arrest, verschärft mll einem Fasttage wöchentlich. Der Häftling wurde sofort in den Arrest adgefühtt. Nach verbüßter Straf« gebt er an dt« Polizei zurück. Dott erfolgt dann seine wettere Behandlung im„Schubwege". Soziales mtd Arbetterbetvegiwg« ". Et ist vielfach die» «setz vom 28. Mai 1886. und Uufallverstcheruua.@* ist vielfach die Auffassung ver- breitet, daß durch da» Gesetz vom 28. Mai 1886, betreffend die Auldehnung der Unfall« und Krankmverficherung die Versiche rungspflicht auch auf die Besitzer von Kolonial. D r o guen- und überhaupt von Geschäften erstreckt worden sei, mit deren Betrieb da» Laaern von Waaren in Kellern und Speichern ver. dunden ist. Diese Auffassung ist irttg. da die Zwang,. «rstcherung nach Maßgabe de«§ 1 de» oben genannten Ge- setze» stch auf derartige Geschäfte nicht erstreckt. DaS Gesetz l«»t den Zwang nur dem„gewerbsmäßigen" Betrieb von «ellemim und Speicheretm auf, wie die« au» der Anleitung, betreffend die Anmeldung der versicherungspfltchtigm Bettted« (ß 1 de» Gesetze» vom 28. Mai 1885) vom 5. Juni 1885(Amtliche Nachrichten d.s RcichSverficherungsamtc» vom 20. Juni 1885 Rr. 15) klar und destimmt hervo geht, wo die Begttffe de» „im Besitze eine» Gerne« betreibenden befindlichen Speicher» oder Keller»" und„des gewerbsmäßigen Speicher- oder Kellerei- betrieb»" deutlich un'erschienen stnd und e» ausdrücklich heißt, daß„insbesond r, die gewöhnlichen Keller der Krämer und Höker, der Gast- und Bierwirthe nicht unter dm Begttff der gewerbsmäßigen Kellerei und die Lagerräume, wie sie die Manufatturwaaren- oder Kolonial waarenhändlcr zu besitzen pflegen, nicht unter den Begttff de» gewerbsmäßigen Speicher« betriebe» fallen." Kletscheret und Unfallversicherung. Auf dem deutschen Fleischerkongreß zu Crefeld wu de beschloffen, eine Petttion an dm Bundesralh zu ttckten de» Inhalt», daß da» gesammte Fleischergewerde versicherur girfl chtig sttn möge; bisher desteht diese Pflicht nur für die Fleischer, welche zehn Arbeiter be- schäitiaen. Klage« über die berufSgenossenschastltche Organisation der Unfallversichernvg. Den von un« wiederholt vertretenen Klagn über die Komplizirtheit und Kostspieligkttt der berufSger ossenschaftlichm Organisation für die Unfalloer- sicherung scheint jetzt auch innerhalb der Regierung eine ve- rechtigung zugestanden zu werden; die ossij'ösen ,�Zerl. Pol. Nachr." schrttbcn:„Ueber die Höhe der Verwaltungskosten bei den Leruftgmossenschasten ist hie und da Klage geführt worden, und e» ist auch nicht zu leugnen, daß bei de: gegenwärtigen Organisation und besonders bei der Vorliebe, welche sich für die SettionSttmichtung gezeigt hat, diese Kosten eine nicht unbedeutmde Höh« erreichen. Es ist deshalb mehrfach der Wunsch hervorgetrtten, den Geschäftskrei» der Sekttonm mehr einzuengen und die Geschäftsleitung soviel al» irgend thunlich auf die Zentralstellen der Berufsgenoffenschaften zu über- ttagm." Da» Arbeite« an Sonntage», da» in letzter Zell in Apolda überhand genommen, veranlaßt« dm dortige» Gemttnde- vorstand, eine Verordnung zu erlassen, in welcher auf da» de- treffende LandcSzesetz und den§ 366 de» Str.-G.-B. hinge- wtescn wird. Ei richtet sich diese Verordnung hauptsächlich gegen die Ausn-tzuna der Wirkerlehrlinge— eine Angelegm- heit, die auch den Wirkerverband(Meisterschast) schon Ott de- schäftigte, bi» jetzt aber noch ohne merklichm Erfolg geblieben ist.„Bei dem damaligen sehr lebhaftm Gange der Fabrik wird e» auch schwer halten. dem einmal eingerissenen Uebel gänzlich zu steuern",— fügt die offiziöse„Leipz. Ztg." dieser Mitrhttlung hinzu. Daß man doch immer ttnm Grund hat, um den Arbeitern nichts zu bewilligen I Wir dächten, in guten Zeiten könnten die Unternehmer am ehesten noch Konzessionen machen und nöthtgen Falle» ein»aar Arbeiter mehr einstellm. Es wird auch in Apolda genug Arbeitslose geben. I« Juni hat sich in Speyer et« Raurerfachveret« gebildet. Sett dieser Zell hat derselbe schon wesentliche» geleistet dadurch, daß er Erhebungen über die Lage de» Ge- werbe» und der Arbeller anstellte. Ei ergab sich auf Gmrd dieser Untersuchungen, daß 260 Maurer hier beschäftigt sind, wovon 121 dem Fachverein angehören. Der Lohn beträgt durchschnittlich 2 M. 70 P'. bei einer Arbeitszeit von Morger.» 5 bi» Abend» 7 Uhr mit 2 Stunden Unterbrechung, also 12 Stunden effektiver Ardettizeit. Dazu kommt noch, daß l>ie Maurer nur 225 Tage beschäftigt stnd, die übttg« Zeil gor leinen oder nur ganz geringm Verdienst haben. Daß verartige Untersuchungen von gewissen Kreisen wuth schnaubend al»„Lügen" bezeichntt werden, spttcht gerade für die Wahrheit. De, Streik in der vodenhrm'sche« FaHfabrik ,u Kassel ist nach 14tSgtzer Dauer beigelegt. Heute haben sämmtliche Küfer dt: Ardril wieder aufgenommen. Wie dem „Hess. Volksfr." in einer Zuickittst von dm Bethelligten mit gethttll wird, find sämmtliche von dm Küfern aufgestellte Forderungm sellm» der Firma dedingungslo» dewilligt. Wir wollen hoffen, daß die Küfer sich durch dm errungmen Erfolg nicht blenden lassen, sondern durch Begründung einer festen Organisation stch die Frucht ihre» Erfolge» auf die Dauer zu stchein suchen.__ Kermifchte«. Die Tante an« Amerika. Der Bureauchef der Nord- bahn in Patts» Mr. R'.our, erhiell vor einigen Wochen von einer Tante au» Amettia folgendes Schreiben:„Ich bin in der Fremde reich geworden, allein ich fühle mich einsam und ver- lassen; so habe ich mich mtschloffm,»u Dir zu kommen und Dich zu meinem Erben einzusetzen. Ich bin alt und werde Dir nicht lange zur Last fallen." Rioux begab sich nach Southampton, um seine Tante abzuholen, und diese schmkte Sm sofort eine goldene Uhr. In Paris angekommen, zeigte m die Tante ein riesige» Packet Werthpapiere und sagte: „Ich werde einen Bankier deauftragm, die» zu verkaufen, kannst Du mir nicht einstweilen Geld borgen, ich will die Wohnung neu mödlllm, Silberzeug, Wäsche und Kleider kaufen." Rioux beeilte sich der Tante sein und seiner Gattin Verantwortlicher Redakteur R. Sronhti« in Bettln. und erfuhr, daß seine Tante mll dem Orientzuge abgereist sei. Die im Koffer defindlichm Papiere warm— amerikanische An- �"�ln�interessavtes veispiel von gntem Appettt gab eine gewtffe Ladv Lucy, die„Ehrendame" der Königin Katho- rina, Gemahlin Heinrichs Via. von England, war. Sie hatte ihren tägiichm Mundbedars folgmdermoßen festgesetzt: Früh. stück: 7 Pfund Rind» braten, 1 vierpfündige« Weizen brod, 4 Flaschen. Potter. 1 Fruchttorte der größten Art: SRittageffm: 6 Pfund Pökelfleisch. 1 Hühner, ein Tauben- und 1 Kalbs- Frikassce; ein Stück Rinvsdraten, ungefähr 2 bis 3 Pfund; 1 v ervfü bige» Welze nbrod, 4% Fla'che Ale; Besp-rbrod: 2% Flaichm Porter nevst rmem Pudding; Abmveffm: 1 Hammelkeule, 1 Schüssel Kartoffeln mit zerlassener Butter, 1 drei- pfündiae» Weizenbrod.'-------------- Nachtessen kurz vor drnd, Ijt Chesterkäse,._ Seft aus der königlichen Kellerei.— Welche Frugaütat, besonders für eine— Dame! 84 561 Patente hat da» Reichs-Patentamt von sttnem Bestehen, d. h. vom 1. Juli 1877 an, bis Ende des Jahres 1885, ertheill. Davon find in dem gleichen Zeitraum A5l5 wieder gelöscht worden, so daß Ende 1885 noch 11046 in Kraft warm. Die meisten Patente weist die Klaffe 20(elektrische Apparate) auf, in der 465 Patmte in Kraft stnd. Von dm andern Klaffen stnd zu erwähnen: Bier« und Branntwein- berellnng mll 242. Dampfkessel mll 327, Eismdahnbetried mll 370, Haus- und landwitthschaftiiche Geräthe mit 288. Httzuna«- anlagen mll 287. Jnstrummtc mll 396, Land- und Fvrst-pii'b K&r Die«»bte elektische Lokonrottve der Weit. Nach mm Work» konstruitt haben, nach der Beschreibung einzig in# Art und die größte ver Well sein dürfte. Di« Entfemu>l ihrer Räder von einander(Spurweite der Schimm) ist die d« aewöbnlichm Lokomottvm gebräuchliche. Da» Gewicht«J* 48000 Pfund verthellt stch glttchmäßig auf sech» Räder, ßj zwei plsamm.ngekovpellm elektrischen Motorm de« FabrM! sollm im Stande fem, eine elektrische Arbeit bis zum Betr«? von 500000 Watt» oder in mechanischem Maße auSzedlüft von 679 Pferden zu leisten. Die Anker der betten Dynav« habm 36 Zoll Durchmeffer und wirken direkt, ohne kgm» welche Vermtttelung. auf die Räder de« Wagm» ttn. Dtes» Gefährt ist vom« mit ttnrr elekdischen Signallaterne, elektrischer Sch-llen und Bremsen versehen; Glühlampen spenden«- nöthige Licht. Die Lokomo-ioe soll mit der Zentralßatior entweder durch eine Luftleitung verbunden werden, oder mr wird dm Elektromotoren des Gefährtes dm Strom urtn irdisch zuführen. Man steht, die Ingenieure haben hiermit et« sehr deachtenswerthc Arbeit geleistet, und der Gewährsmann der„Lum. eh", welcher Gelegenhell get� dai Projekt in all(einen Emzelhellm kennen zu lernen,»r sichert, daß die Ausführung deffclben lein Ding der Unwos lichkett sei.. Et« trauriger Vorfall ereignete sich dieser T««-v dem nach dem Campo de! Moro gelegenen Theilr des i »alles in Madrid. Eine Schaar betrunkener Nachtschwiit� wollte denselben überschreiten, was nach Sonnmuntelg�- 1 verboten ist. Dreimal rief der Posten ihnen ein„Hdri Dennoch gingen sie weller vor und zieltm mit ihren als wenn es Gewehre wären, auf den Soldaten. HurautS»! der letztere seinen Instruktionen gemäß Feuer. Der W" traf einen der Männer im Hrlse und wurde derselbe sofon»? tödtet. Ali ein Anderer auf den Postm zulaufm wollte, lr dieser, welcher mlltlerwttle auf's Reue gelavm hatte, zweitm Male Feuer und verwundete seinm vermeintliches*. greiser am Kopfe. Der Getödtete ist ein Oesterreicher. Verwundete ttn Spanter. Kolgeade Ctzaraktertftik der in Bayreuth versamm"?! Festspieltheilnehmtt stndm wir in der„Neuen Freien Man braucht nur da» Publikum während der$au|t% beobachten, um die Kunstkenner sofort herauszufinden- „Laie" ellt sofort nach dem Attschluffe einer Restauranos� um stch von den„Strapazen" zu erholen. Der AWy Enthuffast ergeht sich auf dem Rondel vor dem„Weihrte� seufzt tief und athmet dm„reinen Kunftäther"; er'st Wortes fähig, vttklärten AugeS sieht er zum' empor und widmet dm Manen des großen Mttsters'.. Dankeshymnus für dm unvergleichlichen Genuß.%% der„Laie" schon in der Regel durch seinen Lttbe»"� I kenntlich ist, steht dn echtfardene Wagnettaner wie e» SA gewordener Fiedeidogm aus. Lange Haare, hervorspt«'?.. Backmknochm, große Augen in tiefm Höhlm, schwof Nase mll wellen dünnen Nasenflügeln; Schlapphut, lock, schlottettge Hosm; desondere Kennzeichm: etwas Hallung und ungewöhnlich lange dürre Fing-r— yf 1 das Signalement einet echten Wagner Kanstjüngtt»� lizeianz-iger" lauten. Diese„Jünger" jehm oerächtlich�I' Menge, welche während sech» Stundm nicht ohne nüffe exi stiren kann und in den Pausen Bier V1 Wiener Würste effen muß. Ettönm die Fanfare« f m l ginne des Aktes, so stürzen die„Jünger" begrtfW1.' Sitzreihm; der ,/Laie" diummt hinter sttncm B.erttu?- tfli aebt'i schon w'.eder loS— Mick dauert nur 0� eht'S schön wieder igarre. ,, Dte Einführung der Splclkarte« in Fraukrt»« in die Mitte ve« 14 Jahrhunderts. Dieselben dest�g mals(um 1350) auS Pergament und wurden von M'w gemali. Der Pctt» dieser Spielkarten richttte sich Schönbell der Miniaturmalerei. Solcher Miniaturma�. mci aKimaiuiuHutiti. 1%/ Mut T vptelkatten gab«S in Paris, in Jiandem unAjT„Uack Als»er Holzschnitt und Holztatelvruck«« wurde, demächltgte stch dnselde ebenso»1« iwtJW'- �, Produktion von Spielkarten. Natürlich yehoren r p schnitten« wie in Kupser gestochene & IÄÄ'1 schweiger Museum«) Vor 1600 war daS Karteulp„/ reich unter dem Volke noch wenig verdrtt tt, g# Henry IV. nahm«S überhand und damit auS«- fadrikatlon, die. außer in BattS auch noch ur LY tttll«, Bordeaux, Roum, Narcy und Tours statt wurde. w �, Vv« dem Komiker Tanered Mtlone, von d<�L,. worden war, daß er stch währmS«wer Vorstellun» � I Si Cssale in Piemont selbst rrschoffen habe, wttl c �' ublikum auSgepfiffm worden sei. zeigt stch jetzt A schlechter„Wltz" de» LokaldlSttchmS.�l SXonfef%%, „Pnseveranza" schreibt darüber: Es wurde am I der verflosienen Woche im gedachten Theater eins I ftellunz gegeben. Milone(»Ulfe die Rolle SRafr% Krak's, einet ungeschickten Prrstidigitator», welcher erstm Vorstellung von dem aus Schauspielern der M Abgebildeten Publikum ausgepfiffen wird und sich{ f" darüber hinter die Kouliffen degiebt und mit eittr schuß da» Leben nimmt, wie es in(einer Rolle üw Kleine Mtttheilnngen. � i, 14. Atting. In �mKodlmdergwett jjfi London, einstürzte- »» VVl»«•* x- wz#- V)«» vvm«. n;-.r Lttgd in Lancashire, welche» 159 Bttgletst i gestern Vormittag in erner Zeche, vpo � 'die 5� Wz die aber in Folge des lang anhaltenden, flsWlL> dampfet erst nach 1'/, Stunden dU Unglückssta � 4 Bergleute wurden in schwerverletztem Zustand«' 32 als verstümmelle Leichen vorgesunden. p�*,näat" Umgehm eine» Bergmanns mll seiner Sicherh"" Explosion verursacht haben. in Folge dessen die darin befindliche«?�ft� schüttet wurden. Es stieg sofort eine Rettungsmanni� MW , O. S. erlangen, 5 49. werden nur JTef i- � Waaren «•Iftni äit.'i'fejlrt,, »ruck und«erlag von Max in Berlin 8W„«euthstraß»%- St—" Beilage zum Berliner Bolksblutt. Ztr. 191. Mittwoch, de« 18 August 1886 HL Jahrg. Natürliches Gas. (Nach dem„Evening Standard".) Vor einig« Z it brachte dai„Bell. Volktbl." eine Ratiz üb« die Brlwendung de» natürlichen Gase» zu Beleuchtung», veizung». und and«en technischen Zwecken w einigen JnSustiie- biiirlen d« Bneinigien Staalen von Amerila. Da es sich b>n um eine Bewegung handelt, welche in ihrem schnellen Fort« schreitm auf die Gestaltung d« industriellen Vnbältniffe nicht dur Amerika» einen dedeutenden Einfluß ausüben dürfte, w«dm einige nähne Mittheilungen über dai Vorkommen M natürlichen Base» und seine industrielle Verwerthung am Platze sein. Da» Vorhandensein von natürlichen Gaßquellen im Erdinn«« nicht nur Amerika» ist schon seit zwei Jahr. lausenden bekannt, ohne daß man jedoch di» auf die Nwest« Zeit in d« prafttschen Verwerthung derselben wesentlich, Fortschritte gemacht Kälte. In diesem Punkte wie »n so manchen andern sind die Chinesen d« modernen Ziolli- lation vorangegangen. Schon seit.�ab hinderten werden in «nigen Gebieten de»„Himmlichm Reiche»" die vorhandenen Gaiquellen in der noch heute dort üblichen primitiven Weise denutzt, indem da» au» den Lohrlöchem zu Tage tretende nalürliche Ga» gesammelt, durch BamduSrohrlettungen an Ort und Stelle gciührt und w einfachm Thonbrennern zu Be« «uchung». und HeizungSzwecken verbrannt wird. Die„Feuer« quellen" im Gebiet von TranSkaspim, namentlich um Vaku, sind gleichfall» schon seit dem Alt«thum bekannt uud von den Feu«and«tern verehrt worden; auch in Pallien sollen nach glaubwürdigen Bnichten zu Casar» Zeiten solche Feuerquellen in d« Gegend von Grenobl« gebrannt haben. Au» Amerika berichteten sodann dtteir« die ersten Forschungsreisenden von„brenn mdm Quellen", und dt« weitne Versolgung dies« Beobachtung hal seith« zu der Entdeckung geführt, daß in vielen T heilen Nordamerika» " ungeh-uere Mengen von natürlichem Ga» im Innern d« Erde eingeschlossm find. Schon zu Anfang diese» Jahrbundert» wachte man dort auch den ersten Versuch, diese Entdeckung zu d«w«lhen, und al» Genna! Lafayette im Jahre 1824 Fre- dvnia im Staate New Uork besuchte, sah« bereit» einen Tb�il dei Orte» mst natürlichem Ga»«leuchtet. Im Jahre 1841 stnz man an. da» natürliche Ga» in den Salzbergwerken de» stanawahthale» al» Brmnmaterial»u benutzen, und seit der «u schiießung der pennsylvanischen Oelfeld« dient auch dort da» Zllsach zugleich mit dem Minnalöl zu Tage tretend; natür« Mt Ga» w beträchtlichem Umfange zur Erleuchtung d« den voh, löchern naheliegenden Ortschaften und technischen Eta- blissement». Jmmnhtn ab« hing di» zum Jahre 1882 die Entdeckung von Gasquellen vom Zufall ad; e» wurde nicht tirtn« nach denselben gebohrt und man machte fich noch keine Vorstellung von der gewaltigen Bedeutung und dem Wrrthe de» natürllchen Gase» für die Industrie. Seitdem ad« hzt die Verwendung de» natürlichen Gase» für gewiffe industrielle Zwecke einm ganz«staunlichen Umtang angenom« wen, und die» würde in noch weit höh«em Grave der Fall nicht ernste Zweifel hinstchtlich d« Dauer dn �'»»»strSrnung au» den Bohrlöchern beständen. f..«,,.»» �?kchte von Fabrikanten, welch« da» natürliche Ga» denutzen, stimmen darin übetein, daß e» namentlich in der Eisen, und Stahlfabrikation selbst bei d« primitivsten VerwendurgSmt den Borzug vor Kohle«tdient, während e» bei rationell« Benutzung fich überhaupt jedem anderen Brenn- Material weitaus überlegen zeigt. Auch bei der Dampfkessel-- Heizung destyt e» al» Brennmat«ial auß«ordentliche Vorzüge: völlig gleichmäßige Hitzeentwicklung, verschwindend geringe Ad« Nutzung der Feuerungtanlagen, Fortfall dn zur Erzeugung de» Röthigen Lustzuge» dei der Kohlenfeuerung erfordnlichen hohen Schornsteine und drr beständigen Beaufstchtigung, dazu die unvergleichlich« Billigkeit de» neuen Brennmaterial», da» vor- Ji"T*" HftUUölU/ WWIII IP»VW» H»' auf seinem eigenen Terrain eine Gasquelle zu«bohren. Kur rationellen Ausbeutung d« größ«en Gasquellen haben bereit» ein« Anzahl von Gesellschaften geblldet: die Phila- ?>vhia.Komvany hal allein 336 englische Meilen Rohrleitung i�i�etrieie, durch welcher ein« großen Zahl von Fabriken 2T't-a 162 Millionen«udilfuß natürliche» Ga» zuge« Der Defraudaut. Von Adolph Kohut.') ««boten.) lag noch im Bette;«» war gegen fiebea Uhr OMMR" ZI tot Revolvnscheide. u'""m 0rle Rl � und ma 4 darüber emvfanb & ---- Hand 'feinen Hal» hw'g ein£)ptn«udtt »öthig/Mei» ohne»die« ent. von Du ä»3 � Utvllt, ou» bitn Bette springe«, um ihn zu umarme«, W« et,„ich Habe l1""1'* Mt Ultj? J** � Hab« ich jetzt Deine Freundschaft ftt». Kamerad, ich habe mich von Hause oh-.-..... ' h-'4 b« entflohen.'■ adustriezv'igen in den Vereinigten Staaten einen außerordentlichen Aufschwung und einen scha« ein» zuholenden Vorsprung vor dn Jndust-te anderer Länder zu geben beginnt, darf nicht Wund« nehmen. Da» gilt z. B. von der PittSdurg« GlaSfabrrkation, bei der fich da» nalürliche Ga» wegen sein« großen heizkraft, sein« Reinlichkeit und bequemen Verwendung al» Heizmaterial ganz besonder» dewährt bat. Seit Einführung deffelben find die Pttt»du g« Fabrikanten in der Lage, Spiegelglas in den größten Formaten und von vorzügUch« Beschaff, nheit zu einem Preise zu pro- duziren, welch« jede ausländische Konkurrenz unmöglich zu machen droht. Aehnlichen Nutzen zieht die Eilentnduftrie au» d« Verwendung de» natürlichen Gase». Wie bedeutende Vortheile dadurch erzielt werden, mag au» den eigenen Am gaben eine» Pilltduraer Eisenindustriellen geschloffen w«dm, in deffen Werken seit anderhalb Jahren nur noch natürliche» Gas al» Heizmat-rial denutzt wird. In dem großen Reffelhause de» Etadliffement», wo ftüh« nicht wenig« al» 400 Tonnen Steinkohle verbraucht wurden, ist jetzt bei d« Ga»feu«ung d« langen Reihen von Dampfkeffeln da» Keffelhau» frisch geweißt, hell und fteund. ltch; kein Schornstein stößt schwarze Rauchwolken au», von Schmutz ist keine Rede, Abnutzung und Reparaturen d« An» läge find äußnst gntng. Gegenüber so großen Vorzügen de» natürlichen Gase» fällt nm eine Fraoe schwer in» Gewicht: wie lange w rd der im Jnnem der Erde aufgespeicherte Vorrath vorhalten? Die Frage ist schwer zu deantworten, und wo selbst die Gelehrten völlig un- einig find, wollen wir un» willkürlicher Muthmaßungen enthal- ten. Darin stimmen freilich alle üterein, daß der Z-fluß über kurz od« lang ein Ende nehmen muß. In einigen Distrikten versagen die«bohrten Gasquellen sehr schnell; in and«n dauert zwar die Ga»au»strömung läng«, aber unter beständiger Ad» nahm« d« Menge und de» Drucke». Daneden giedt e» aller- ding» auch Quellen, die, obgleich schon seit Jahren erbohrt und in Thältgkeit, auch heule noch Millionen von Kubtkfuß natürlichen Gase» täglich zu Tage söid«n. Profeffor Le'lte, Staat«geologe in West Pennsploanien, dem hauptsächlichsten Oel» und GoSgediet, ist fest überzeugt, daß die Ergiebigkeit der Quellen mit der Zeit nachlaffen od« ganz aufhören muß;« meint, daß vielleicht schon die Kinder dnjenigen, denen jetzt die wertdoollen Schätze au» dem Erdinn«n so überreichlich zuströmen, nur noch mühsam die letzte Neige dnselben au»- schöp'en w«den. Angefichi» dies« Möglichkeit,«o nicht Ge- wtßheit, gewinnt die Frage d« Svarsamtett im Gebrauch und der Aufspeicherung de» jetzigen Uednfl-ffei an Bedeutung. Gegenwärtig wird mit dem natürlichen Ga» ncch eine außer- ordentliche Verschwendung getrieben. Der Druck, unter welchem e» zu Tage tritt, ist in virlen Fällen sehr groß, die ausströmende Menge üd«steigt dei weitem den augenblicklichen Bedarf, und viele Tausend Kubikmeter Gr» gehen auf diese Weise allstündlich unbenutzt in die Lust. Dre Kosten der Aufsprtcheruna so ge- waltiger Mengen würden allerdings sehr groß sein, aber immerhin sollte e» doch nicht unmöglich sein, durch Anlegung geeigneter Reservoir» und Sammeldasfin» den V«drauch wenigsten» einigermaßen nach dem Bedarf zu regeln. Utb« den Einfluß d« vorläufig immer noch zunehmenden V«wmdung de» natürlichen Gase» auf da» Verhältniß Amerika'» zu den konlurrirendm europäischen Industriestaaten find zunächst nur Muthmaßungen gestattet; immerhin find sür die konkunirenden europäischen Industriestaaten, wenigsten» für die nächsten Jahre, die Auistchten recht ernst. In Pitt». durg scheint man allgemein d« Anficht zu sein, daß selbst für den Fall de» späteren Versagen» der natürlichen GrS quellen die Verwendnng von festem Brennmaterial füa die Eisen- und GlaSfadrikation ein für alle Male ein überwunden« Stand- punkt ist. Hinstchtlich sein« chemischen Beschaffenheit und seiner Brauchbarkeit auch für veleuchtung»zwecke ist da» natürliche Ga« in dm ein, einen Bezirkm sehr verschieden; durch geeignete Behandlung laffen fich jedoch einigermaßen die Mängel de- seitigen, welche ihm in dieser Beziehung dem Stnnkoblmaa» gegenüber anhaften. In Ohio z. B. entHall da» natürliche Ga» einm Uednschuß von Schwef-lwaff-rstoff und Kohlenstoff, ist in Folge deffm verhältnißmäßig spezifisch schw« und drmnt Bei diese« Redensarten stieg mir da» Blut zu Kopf. Zst e« möglich, daß au« diesem meinem ehrliche» und wackeren Freunde ein Defraudant werden konnte? Aber d« Unglückliche machte ein so««zweifelte» Geficht, daß die Wahrheit sew« Erzählung nicht bezweifelt werden ��Lieber Feund," rief ich aufg«egt,.mach' doch kein« Dummheiten. Wshtn hast Du die 30 000 Gulden gethan?' „Hier i»«eine Tasche, lieb« Freund i" Dan« ist ja Alle« in best« Ordnung l" sagte ich und sprang au« dem Bette.„Schicke e« gleich wieder zurück, Du letchtfinnig« Strick. Hi« hast Du Papi«, Dinte und fpßti" seufzte«.„Gestern Abend habe ich im Cafino»«— davon 10 000 Gulden verspielt I" Mit starrem Blick sah ich auf de« Sprech«. -?a so ist'« Freund," wiednholte et mit wahrhaft qualvoller Siimme,„ich habe den dritten Theil de« gestohlenen unglücklichen Freund aufgeben?... O, ich war sehr auf. ti*ti0 0? Du arm«, unglücklich« Zunge," rief ich, auf'» Tiefste«schüttert. Dan« sah ich mich unwillkürlich t« Jim. mer nach einem Plätzchen üm. wo ich ihn««berge« konnte. Zu meinem kleinen«abinet, wo ich Totlette ,« machen pflegte, stand mein Feldbett; dort konnte« emtge Zeit etne Unlettonft� Augenblick« wurde meine THÜre geöffnet. MUKZW Finger« am Fenster. trübe und ungleichmäßig und mit üblem Geruch. Wesentlich besser ist da» Pmsburger Ga» für BelcuchtungSzwecke, doch bedarf auch diese» noch einer vorrangigen Bearbeitung. Jnmerhin ist der Bezugipret» de» naürlichen Gase» so außeroidentltch dillig, daß einzelne Gaswerke den Stein» lodlenbetrieb bereis eingestellt haben und ihren Ad» nehmern gereinigt-» natü-ltche» Ga» statt dl» Steinkohlen« gase» liefern, da stch erftere« um dt« Hälfte und noch mehr dilliger stellt. Allerdings ist gute» Steinkohlenga» für Be- leuchtung». und andere häuslich- Zwecke dem na'ütlichen Ga» immer noch vorzuziehen; der Hauptwerth de» letzteren liegt in seiner Virwendung al« Heiz- und Brennmaterial für industrielle Z-ecke. Zu dieser Verwendung aber bat e» stch so vorzüglich v,w-hrt» daß nach allgemeiner Anficht selbst für den Fall de» allmältgen Versagen» der natürlichen TaSquellcn Mittel und Wege werden gcsuchi we den müffin, um da» natürliche Tat al» Heiz- und Brennmaterial durch irgend ein andere» Ga« zu ersetzen und so den d-lhriligten Industrien die Fortsetzung de» Batdetriede» zu«möglichen. Lokale». Herr« Etad'bau-ath Hob« echt in» Alba«. Die Durchlegung der Straße, weicye den Süd- Westen mit dem Westen verbinden wird, schreitet nur langsam vorwä 1». Der Promenadenweg ist nu zum Theil aufgeschüttet und die Fahr- straßen machen noch viel mehr den Eindruck der Unferit teit» o daß an eine Vollendung der neuen Straße in diesem Jahre nicht zu denken ist, wenn nicht die Zahl der Arbeiter um mehr alt da» Doppelte vermehrt wird. Dcr Pferdedahn Gesell.chaft dagegen scheint«» geltnaen zu wollen, den Betrieb ouf der Strecke noch in diesem Jahre zu eröffnen, wenigsten» find die Vorarbeiten dafür am me sten vorgeschritten. Ein beklagen»- werther U-delftand macht stch letder jetzt schon geltend. Bei anbrechender Dunkelheit treibt fich auf der von»ahlreichen Gärten begrenzten Straße ein G strdel umher, daß die Paffanten nickt nur delästigt, sondern in ernster Weise de» droht. Un» find Fälle dekinnt geworden, wo fresch: Burschen Streit suchten, um dann Plünderungen vorzunehmen. Die Bedrohten ergriffen die Flucht und konnten fich vor ibre« V-rfolgern nur durch laute Hilkeruf« schützen. Wir sollten meinen, daß etne Schutzmann». Patrouille hier sehr wobt am Platze wäre. So lesen wir in einem hiefizen Blatt.— U-der den letzteren Punkt find un« Klagen noch ni»t zuge- gangen; sollten jedoch die Verhäliniffe dort in der Tyat so ltegen, wie ste hier geschildert werden, so wäre Abhilfe im Jntereffe der friedliebenden Bevölkerung natürlich dringend ge« doten.— BemerlenSwerther erscheint un» üortgen» die Be- odachwng, daß dei denj-ntgen magiftratltchm Bauten, die zur R-gulirung von Straßen erforderlich find» eine wirk» ltch schieckenarttge Langsamkeit einreißt. Der Ver» fasset obiger Zeilen bemerkt ganz richtig, daß die Pferdebahn- G-ftllschast mit ihren Bauten viel schneller zu Ende kommt wie der Magistrat. Die Prerdedalm hat ein materielle» Jntereffe daran, die von ihr ecwo denen Strecken möglichst schnell dem Betrieb« übergeben zu können, daher beschleunigt man die nothwendtgen Bauarbeiten. Der Magistrat scheint aber Zeit zu haben mst der Ausführung seiner Straßenda- ten, wemgN-n« nimmt er stch solch« in durch au» reichlicher Weise. Dt« Sympathien unserer Kommunal oerwal» tung für die Privatgesellschaften stnv ja bekannt, man sollte daher eigentlich erwarten können. daß fich der Magistrat die guten und praktischen Stgev schalten Dieser Gesellschaften aneignet«- im Jntereffe Ver Bürgerschaft. Daß man immer und immer wieder neue Konzesstonen ertheift, und die«u«. nützung gemeinnütziaer Anstauen immer«iever der kapita- listischen Prtoaiwinhschaft ü verläßt, da» liegt nicht in den In. tentionen Ver großen Allgemeinheit. E« scheint aber, al» ob man hiermit in den lettenden Kreisen der Stadtoeiwaftuna sein« Pflicht vollkommen gethan zu haben glaubt,»l» im vorigen Herr Hobrecht, der„Schöpfer" der Berliner Kanalisa. tion, zum Siadtdaurath gewählt wurde, knüpften fich an diese Wahl berechtigt« Wünsche und Hoffnungen. Man glaubte, daß in Bezug auf die„Buddelet" Wanvel geschaffen würoe. daß eine thatkräftige und energische Hand die magistratlichen Tieftauten etnhettltch leiten würde,— di« fetzt hat man davon noch nicht» gemerkt. Deeiundfünfztg Mark und vierzig Pfennige find e». die den giönren unterer Mitdürger, Den manneimuihiqen «Dem Budiker Herru L hmann gerade gegenüber ist der Lehrling mit 300 Mark durchgegangen. Schöne« Geld! Nun, darf ich den gnädigen Herrn rastren? „Heute nicht," sagt« tch»Ürh.nd. „Figaro entfernte fich. und mir fiel eine Centnerlast von der Brust. Metu Defraudaut wandte sich zu mir und sagte mit der gleichgiltigsten Miene von der Welt: „Wir wollen in einem elegante» Caf« frühstücken. Zieh' Dich rasch a»I' „Fürchtest Du Dich denu nicht, Du Unglücksrabe?" „Vor der Hand habe ich nicht« zu befütchteu," sagt« er mit unbegreiflichem Phlegma..Es ist ja wohl immerhin möglich, daß e« schon tu oen Blättern steht, aber vor einer Woche wird kein amtlicher Schritt gegen mich unternommen werden." „Wie weißt Du da«, Du sch»ecklicher Mensch?" „Ja, lieber Frenub, die Sache verhält stch so. Al» ich gestern im Spiel 10 000 Gulden verlor, bekam ich Ge. wissen«btffe und ich begab«'ch zum Staat«anwal» in meiner Stadt. Ich berichtete ihm Alle». Der Staatsanwalt,«im guter Freund von mir, bört mich ruhig an und sagt dann: „Ich kann von Deinen Meldungen nicht Akt nehmen, den» Du warst nicht in amtlicher Srunde bei mir. E.st in näch. ste, Woche giebt e« eine Sm>«stunde, denn erst in 8 Tage» bin ich wieder hier." De»hald reiste ich den» hierher, nach der Houptstadt." Ei» Hoffnungsstrahl leuchtete in mir auf. „Ja, auch hier giebt e« einen Staatsanwalt, mein lieber Freund," sagte ich mit meinem einschmeichelndsten Tone. „Geh' hm, mein Lieber,«» ist die« der einzige kluge Schrrtt, den Du unternehmen kannst." Der Defraudant brauste auf. „Halte mich doch nicht für einen so dummen Kerl! Bin ich nach Pest gefliichtet, so habe ich da« nicht geth m um mir selbst die Schlinge um den Hal» zu legen I jetzt find meine Nerv« schon gestählt. Ich könnte keinen so dummen Streich mehr wie gest-rn begehren. Da ich mich bereit» im Schwindel b-finb«, will ich nicht gegen de« Strom Wilhelm Pickendach in die prosai'chen Gefilde de> Unter« suckungkgesänanifieS geführt haben. Wehmü hige Betrachtungen müffen ar geficht« dieser Thatiache da« germanische Her, eine« Een braven Antisemiten deschletchen— nur jüdische Wucherer. uen können ei gewe'cn sein, die den Vorkämpfer nationalen Dcutschihum» in da« Gefä-rgniß geschleppt haben. Eine elende Zechschulv, eine lumpige Bagatelle hat die vtrahlenkrone zer- stört, welche stch allmälig um vai Haupt des duldenden Mär tyrerS zu bilden begonnen hatte, nachdem„Juden und Juden- knechte seine Wiederwahl«um Etadtoerordneten tückischer Weise hintertrieben hatten. Wohin find die Zeiten, a!i Herr Plckerbach sogar zum Deutschen Rittstag kandidiren sollte?l Ge öhitl cher, ganz plebedischer Dalles tfi an die Stelle der hochfliegenden Träume getret n, und der Mann, der stch schon ali eine der festesten Säulen unserer gesetzgebenden Körper. schaften sah, fitzt jetzt aui dem Schemel seiner Gefängniszelle, indem er sich düsteren Gedanken darüber htngiedt, daß man unter der heutigen semitischen Wirtschaft immer noch da? Bezahlen muh, wa« man verzehrt. Di« Thatsache steht leider fest, daß Herr Bickenbach am Freitag verhaftet worden ist. Eine Wein Handlung war im Bifiv einei vollstreckbaren Urtheiii in der Höhe von 53 M. 40 Pf-, und da Herr Bickenbach nicht zahlen und auch den Offen tiarungteid nicht leistm wollte, so ertolzte die J-haftirung. Ei giedt eben nicht alle Tage Freikonzert und Freibier, vor allen Dingen aber keinen„Freiwein 1" Unser Zeitalter gestattet nur dem solventen Menschen eine Flasche Wein, wer nicht über die nöthige Anzahl gangbarer Münzen »ersügt, soll stch mit einem Glas« Bier oder im schlimmsten Falle mit der städtischen Wafinlettuna begnügen. Das ist doch die Quintefienz pickenbachltcher Weisheit gewesm, solange ei ihm noch oergönnt war, zum Volke reden zu dürfen.„Du sollst nicht begehren Deinei Nächsten Wein,"— wird Herr Slöcker jetzt auf seinem bayerischen Bauernhof denken, wenn er von dem Mißgeschick seines treuen Kumpanen liest. Soviel aber ist ficher, daß Herr Bickenbach sowohl wie noch einige andere AnttsemUenhäuptlmge keineswegs Kinder von Traurig. keit find; vielleicht erinnern stch unsere Leser noch jener mehr pikanten alt besonders ehrenhaften Affaire, die der „große Wilhelm" vor einiger Zeit mit einer nicht tanz stttenstrengm„Jungfrau" bei Kroll hatte. Herr s-cken dach delohnte damals die ihm zu Theil gewordene Gunst mit blendenden Versprechungen und mit dem H nweis auf seine Eigenschaft als Startverordneter der Bürgerpartei. Herr Picken dach wollte allerdings damals gegen diejenigen Organe. die von einer solchen Handlungswns? gerade nicht entzückt waren, klagbar vorgehen, hat das aber seltsamer Weise ganz und gar vergeffen, ebenso wie er vergaß, den getrunkene.! Wein zu bezahlen.„Wein und Weib" liebt also Herr Bickenbach, tai ist erwiesen und auch dem Gesänge dürfte er nicht gan, abhold sein, dm in den anttsemitischm Radauversamm. lungm wird wohl häufig genug der edle Schlachlgesang „Deutschland, Deutschland über Allei" seiner Helvmkrhle ent- flohen sein. Nun fitzt er da. wie«in Löwe in seinem Käfig, und flucht wahrscheinlich auf Juden und Christen, Kreter und Araber. Und wie er auch stnnt und finnt. Niemand findet stch, der die lumpigen dretundfünfzig Mark und vierzig Pfm. nige für ihn berappt Unsere Gesellschaft ist verderbt und ver. kommen— sie liebt das Sli ahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen! Der Vorstand de» Kachverein« de» Ltthographen und Etewdrucker erläßt einen Auftuf, der allerdings manch« Schänm dieser Gewerde aufdeckt. Wir wollm denselben hier veröffentlichen, können aber die Bemerkung nicht unterdrückm, daß unter dm heutigen Verhältnissen fast in allen anderen Gewerben dieselben Schwierigkeitm vorhanden sein dürttm. Der Aufruf lautet: Die Zeit der Konfirmation und mit ibr die Sorge, was der in das öffentliche Leben tretmd« Knabe erlemm soll, rückt wiederum beran, und in dm meistm FSllm ist e» sehr schwierig, in der jetzigm Zeit, wo alle Branchm überfüllt find, einen geeigneten Beruf, weicher dem Knaben später eine Existm, bieten soll, zu finden. Der unterzeichnete Vorstand des Fachoereins der Steindmcker und Lithographen hält es daher für seine Pflicht, allm Dmjmigm, welch« ge» neigt find, stch der Lithographie zuzuwenden, die Schäden und Mängel, sowie den völltgm Rückgang derselben vor Augen zu führen. Die Liihogrophie, früher einer der blühendsten Industrie» zweige, geht in Folg« d:r Konkurrenz, sowie durch die stetige Abnahme der Export Geschäfte dem Ruin entgegm. Außerdem besteht gerade bei uns ein Lehrlinasdeftieb, wie er nicht schlimmer gedacht weiden kann. So aicdt es Firmen, die nicht weniger als 20—30 Lehrlinge deschästigm. Dieses System wird auch mtt großer Vorlied« von dm Herrm Ltthographen befolgt, denen da» Arbeiten im Geschäft nicht konvernrt und die daher zu Hruse mit einer entsprechenden Anzahl Lehrlinge arbeiten. Selbstverständlich glaubt jeder dieser Herrm, ver- möge der billigen Lehrlingstrast die Arbeit am billig Ken liefern ,u können, und wenn die Grenze deS Ueberbieten« Überich. tttm ist, dann müffen natürlich noch mehr Lehrlinge eingestellt wer« den, oder falls der Raum es nicht gestattet, müffen die Be- dauernswerthm noch die Halde Nacht im elterlichen Hause zu Hilf« nehmen. Daß dm jungen Leuten bei einem solchen schwimm«. Da ich schon A gesagt, muß ich auch B sag«. Apris nous ls deInge.* .Daun giedt es für Dich keine Rettung mehr!" sagte ich verzweifelt. .Nun, mach'« kurz, gehe» wir frühstücke» s" Ich ging. Ich hatte immer das Gefühl, als wenn mich eines BafiliSkeu Blick bezaubert hätte. Manchmal hatte ich sogar die Empfindung, als wen» ich die 30 000 Guides defraudirt hätte. Mein Freund war kühn bis zur Verwegenheit. Er ging in den Tabaksladen und kam mit einer Handvoll Britania reg&lia heraus. Im Kaffee haus»erlangt« er über« au» geräuschvoll Kaffee und Zettungen und schnauzte die Kellner an, wenn fi« nicht mtt Blihesschnrll« sein« Wünsche erfüllte». Der Elend« wagt« Zeitungen zu verlang«, oh,« zu bedenk«, daß er in d«selbe« sein moralische« Todes« urthcil lesen konnte. Zitternd las ich sämmtlich« Zettuaa«, aber ich hatte zu« Glücke nur von der Defraudation bei Lchmann's eine Nottz gesund«. Zm Caft selbst b«ah« er fich so ungeberdig als möglich. Er band bald mtt diesem, bald mtt jenem Gast a« und gab Prob« eine« Raufbold. Talen,», vi« mich mit wahrem Entsetz« erfüllt«. Ich überzeugt« mich immer mehr, daß dieser Desraudant nicht blo» leichtfinnig, ssnde« auch von Grund au« verdarb« sei... Inzwischen wurde die Stimme de» Gewissens in mir laut; diese rief mir zu:.Nu» bist Du der Helfer«. heiser diese» elende» Desraudant«. schämst Du Dich denn nicht?* Ich ging beschämt au« dem Kaffeihause weg, süh« lend, daß ich nunmehr ganz in den Händen diese« Ver« blech'erS mich befände. Mittag» mußte ich mtt ihm im feinst« Hotel speis«, wo er nu, so mtt d« Hundert, und Tausend« Guld«sch«i»« «inigen Gästen am Tadle d'höte anzudmd«. Insul,« fliege* herüber und hinüber und da« End« dd« Liede ch, daß fich ein« solenne Schläger« entwickelt, die»ur durch das Dazwisch«tr«ten der Poliznbeamt« ihr« Abschluß findet. System nur ein« höchst mangelhafte Ausbildung zu Thal werden kann und daß dies. Iben nach beendeter L hr,eit den neuantretenden Lehrlingen Platz wachen mi-ff n. ist wohl anleuchtend. In Folge ihrer unoerschuldetm Letnungi Unfähigkeit führen dann viele aui der„Lehre" entl-.ffen« junaen Leute in der Tbat ein kummervolles vaiein. Die staztn Hoffnungen der Angeböligen wie d«S junaen Manne« find zeistött. die L hrzett itt nutzlos oerg-udei. Wem es üb rhaupt noch gelingt, stch all Steindrucker oder Litbozraod zu halten, muß zu einem Lohne arbeiten, welcher kaum zum L'denSunter halt rächt. Ein großer Theil zieht es daher vor, Ard iten zu verrichten, welche nicht e-st einer kokspieltge 3— djäh ige Lehr zeit beduist«. Wohl wiffen wir, daß trotz dteier Erklärung erfahrener Männer ei immer noch junge Leute geben wird, welche dafür schwärmen, Lllhograob oder Steindrucker zu wer« den. Es muß aber die heiligste Pflicht der Angihö.figen{an, fich nur dann dafür zu entscheiden, wenn ein entschiedene« Talent dazu vm Händen ist und die Stätte der Ausdiidung nicht ein systematisch detiiebme« L hrl ngsinstiiut ist. Diese« bittet gefälligst zu beachten: Der Vorstand de« Fachocrans der Sieindruck-r und L'.lbographen. I. A.: Albert Schulz, Vorfitzender, Czorinerstr. 84. Das Poltzetpiäfidtum hat die Polizei-Reviervorsteher neuervmgs wiiderhoil angewiesen, mit unnachfichtlicher Strenge darauf zu halten, daß sowohl in den Häusern, als auch auf den Höfen, öffentlichen Straßen und Ptätzen die größte Sauderkat herrscht. Sämmtliche Anlagen, die in irgend einer Weise Unreinlichkeiten bergen, sollen stets sauber erkalten und ausreichend vesinfizirt sein. ES soll auch in sämmtlichen Häufe. n ane R- viston der Ausgußbecken vorgenomm« werden und da, wo die Ausgußbecken stark ausoünftm oder Übel ritchen, soll der Hauleigentdümer oder deffen Stellveltreter zu: soforttgen Herstellung der Sauberkeit und dem ächstigen gründ- lichkn DeSinfekiion angehalten werden. Wem» zw.i Stunden nach der Reviston noch nicht den Anordnungen der Revier« Polizei entsprochen sein sollte, so werden die betreffend« Maß« nahmen sofort zwangsweise ausgefüh-t werden. Die Desinfektion dieser Ausgußdeck« witd in angem.ffen« Zwischen- äum« zu wiederholen sein.— Derartige volizriliche Anordnungen im sanitären Jntereffe find nur zu dilligen. „Das Opfer Iteat. die Rabe« steigen nieder!" Die „Br N-" schiriden: Mrt dem Zitat dtes.S Schiller'tchen BerieS überreicht« dem Schreiber dieser Zeilen ein gu-er Freund ein« Kollettton g-druckier Ar preisungen die einem hiefigen Ge schäftSmann, den die schwer« Notd der Zeit leider vor Kurzem gezwungen Hai, seine Zahlungen einzustellen, wenige Tage nach der Konkurserklärung zugegangen find und einen übe.-raschenden Einblick in da» Treib« einer gewissen Art von Geschäftsleuten gewähren, die stch die traurige Aufgabe gestellt haben, auS der unglücklich« Lage eineS Fallit« unter der Maske des fteund- schaftlichen Rathgeders noch Kapital zu schlag«, so daß die Anw«dung des obig« Zitats unS keine unzutreffende zu fein scheint. Mit welchem Etser fich die Herren auf das„G schäft" stütz«, bewrist der Umstand, daß rine der Zusendungen schon am Taze nach der P-dlitation der Konkurserklärung aus Berlin abgeschickt worden tft. wäh end biet wei'ere Offerten am Tage darauf aus Berlin, L-dwigShaftn am Rhein und Dortmund abgesandt wurd«. Es lebe die Konkurrenz! Gemeinsam tfi dm sämmtlichen Offert«, daß fie die fettgedruckte Bemerkung auf dem Umschlag tragen:„Nicht dem Konkursoerwalter 1" oder„Nicht an den Konkurs»rwalter abzuliefern!" und daß fie„an die Ehefrau oder einen sonst gen Ungehörig« des N- N.", nämlich VeS GemeinschuldnerS, adrelstrt find. Die erste w* norliegend« Anpteisung ist von einem Herrn C Bioller, Berlin 8W., Friedrichstraße, abzesanvt. In dem schwung« Haft abgefaßten. w«n auch nickt gan,'tcktig stUifirten OpuS heißt e» u. A.:„Die Sprückwörter,..Wer den Kopf verliert, ist verlor«" und„Selber ist der Mann" find fast nie so treffmd angewendet ward«, als bei dem in Konkurs gerathenen Geschäftsmann. Der Konkurs bringt kür Jeden rriche Ersah- rung mit stch, verursacht eine ganze Umwälzung in dem ge« sckäftlichm und Privatleben deS sGemeinschulonnS, und gut ist eS. nicht ganz uneriabrm mit feinen Recht« und Pfl chten in dieser Situation zu stehen.' DeS Pudelt Kern in, daß eine„in leicht faßlicher, für J-dmnann verständlicher Schreibweise" zusammengeftellte Bioschüie„Rechte und Pflicht« de» GemeinschuldnerS" pomphaft«pfoblen wird. Cgaratteristisch ist folgende Stelle:„Die Broschüre enthätt ferner Wink» über die Reckte deS Gememschuldnert, hauptsächlich soll ste auf Uedergr.ffe seit«» des BerwaUers, ves Amt-S und der Gläubiger aufmeitlam nach«... Da« Konkursverfahrm bietet eine Menge Klippen, durch die der Gemetnschulvner un- kundig lrickt mit dem Strafgesetze in Komfl kl kommt, und hier soll dieses Werk mehr als der nächste F.eund mit Rath zm Hand sein." Die Broschüre kostet 1 M. Ucdertrumpft wird Herr Bialler durch A. Dreffel'S Verlag in Berlin, der eine Schrift unter dem Ti'ei„Akkord oder Kontur«, praktische Rathschläge für in Zohiungsstockurg« d< findliche Kaufleute. Landwiribe, Hanowerker und Prioale" unter ähn- licken pomphaft« Anpreisungen empfi hlt als zuver» lässtgeS Hilfsmittel für den Gemetnschuldner,„feine Mein lieber Freund wurde verhaftet. Ich war in wohl begreifl chcr Aufregung; und der Deftaudant, dachte ich jetzt dri mir, wird er fooiel Ehigesühl Hab«, daß er mich nicht verräih? oder werde ich j.tzt mtt ihm in'« Un- glück stürzen, getreu dem Sprüchwort:„Mitgefangen— mttgehang«?' Voll banger Ahnung« nah« ich das Abendblatt i« die Hand. Dort las ,eh unter d« Lokalnachricht«: .(Skandaleuse Schlägerei.) Zn einem elegant« Hotel aus der"Straße hat ein junger Mann au« der Pro« vinz de, fich seit zwei Tagen hier aushält, eine skandaleuse Schlägerei provocut. Der Betr.ff.nd«, der lrider zur Zn« tellig«, gedö.t und fich als Kasfirer der Sparbank von X. leguimir» hat, ist zu P-otokoll vernommen und nach kurzer Hast oorlänfi, auf frri« Fuß ges tzt ward«.* „Den N chtsnutz hat man nur auf eine halbe Stunde eingesperrt!' lachte mein Freund, der plötzlich zu«ir herrinttat.„Doch ärgert es mich, daß die Geschichte in die Zettung« gekomm««st. Na, es schade» nicht«! Man weiß zu Hause, daß ich leicht über die Schnur haue. Zch eile»och h«u>« noch Hause und erkläre die aanze Geschich'e, damit man nicht dieselbe zu riner großen Affaire aufbausche. Nächste Woche findet meine Verlobung statt und da kommt ein dummer Strrich gar nicht i propoa. Zm Uebrig« danke ich Dir, mein lieber Freund, für Deine wahrhaft orientalisch« Gastfreundschaft. Ganz himmlisch habe jch mich darüber amüfirt, daß Du so ernst an mein Destau- bant«thu« geglaubt hast. Aber es giebt ja in der That heute kein« vernünftig« Mensch«, der daran zweisela sollt«, wenn ein Kasfirer von fich behauptet, daß er defraudirt Habel..* Er ließ mich, also sprechttd. verblüfft steh«. Der Talg«strick I Er hatte seine Rolle so natürlich gespielt! Nun ärgerte ich mich, daß er kein Desraudant war,.. ich hätte ihm einige Jahre Abkühlung stk schlecht« Spöße gewünscht;— anständige Menschen so zum Narr« zu halt«, da» hätte eine exemplarische Züchtigung ver« dient l Selbstständigkeit wieder zu erlang«" und Ftmiite Ledensglück dadurch zu erhalten „sein und M ._____ und dauethosi p wahr«." Pikant ist es, wie H-rr A. Dreffel mit srinem ßf tu realen Bialler umspringt. Hören wir:„Ein Herr Btallf bietet eine Broschüre,„Rechte und Pflichten«." an. Veß krst t l M. und«thält 22 Seit«. Unser Buch kostet 1,50 enihält datür aber 68 Seiten. Das unsrige ist daho wes«tlich dilliger. Herr Bialler,(ein Strumpfwaaunhändlel* bat seine Broschüre selbst geschrieben. Das von uns osiiiti» Wert dagegen ist von dem Bücherrevisor Hiischmann.# einem wirtlich« Sachverständig« verfaßt. Diese IngnW dürften jedem Eir fichlig« Veranlasiung geb«, trotz der lleinni Mehrau»gabe unser ausführliches, alle Vorkommnisse und sonder« Verholtniffe dehandelnVeS Buch anzuschaffen.""da auch Herr A. Dceff.l wird noch übertrumpft, und zwar dum Her«„Albert Wehve, Konwrsverwalter a. D." in DottmM der seinen„Raltzg-ber für bedrängte Geschäftsleute, werker u. f. w.." als„Wegweiser in all« geschästlieden lagen" empfiehlt. Herr Wehs« schreibt:„DaS 166 Seit« starke Buch ,st nicht zu verwechseln mtt dünn« Heftch«, in prahlerischer Weise unter hochtönend« Titeln angepril!» werden, aber nichiS«lhalt« alS ein« mager« Auszug»ut der Konkurtordnuvg und also fast ganz weithloS find." Un« dabei tostet daS Buch nur 1 M. 20 Pf. Man steht: Mtt dieser Hewren wird vom Andern abgetdan! Die vierte Oifi® kam auS Ludwigs haf«, lrider ist d,e Einlage des von H#* Wich Ell«bach daselbst abgesandt« Dre'vfennigkouvertS niw mehr Vorhand«, so daß wir über d« J chalt dieser Offtt» nichts mit! heilen könn«. Was der Käufer eines solch« Ludtt zu erwarten hat, wird er gewiß sckon aui der konkurrenzseu» g« Kritik ersehen. Wünscht fich Jemand mit dem Inhalt Reichstonkurs orvnung bekannt zu machen, so kann er oritpi� weise die Guttmtag'sche Ausgabe, herausgegeben und mit W" nötbig« Anmerkungen v ersehen von R. Sydow, Landrio>>tt in Halle, von jeder Buchhandlung in kartonnirtem Umsfll« schon für 80 Pf. dezi hm, außerdem wird jeder Buchhändltt andere dillige und prakitsche Ausgaben mtt Erläuterung« räthig haben. Irden fall« geht er dann sicherer, als wenn* stch s-inm Rath von Leuten holt, die es augensckrinlich% darauf abgesehen haben, au« seiner mommtan« Verlegend Nutzen zu ziehen.... Folgende, Vorschlag zur Güte geht der„Volls-jW. von einem Leser zu:„Uever die Klaviere ist schon oft ge'ührt worden, und daß fie dri geeigneter Behandlung P wehren Marterwelkzeuzm für ruhige Bürger werden könne* ist licktia. Muflk wi.d oft nicht sirön gefund-n, well stet« g mit Geiäusch verbunden, und ein Dilettant ist bekanntlich M-«sch, der rine Kaust zu srinem Vergnüg« deteribt und � deren zur Qaal. Sonderbarer Wrise hört man aber über weit schlimmere Plage alt die Klavtere, nämlich die Zttjpwf, seit« oder nie(lagen. Ein Kliv er fi rdet man Gott sri '•■gm zu % «tchen» fcÄint ibttall i teri. »w der W gulei «tnähtu, i a Mn ho «mähtu «chtn t M '»an E Mandl »km«ü! Lochen dessttti k Wnl�jt ÜPlttgtc doch noch nicht in jeder Wohnung, aber eine Wohnuni ohne mindesten» einen Tepvich ist gar nicht f.! denken. Die mristen haben ste sogar dutzmdwrije.(?)»Z Teppiche, im Sommer wenigsten«, noch rinen ander« Hab«, als den, recht viel Staub in fich anzusammeln� nachher bei jedem Schritt aufwttdelt, wiid schwerlich btb% '""'''"UeSens aI»Ä I %eS{ R i l werden können. Dafür weiden fie aber spätestens Tage auf den Hof geschlepvt und kräftig ausgeklopft, S&l «T•*«<*• f/ft Ö(nnti««« AA/rtfl t- f». � in ver dauerhafteste Düpprlmaisch auf dem Klavier geg«* y Generalmarsch, der dann auf einem Dutzend und � T-ppichm geschlagen wird l In manch« B>rliner Häuiertt gte man tagelang Teppiche klopfen. Die Berliner sollen, Großstäster über Haupt, mehr oder««iger an Neroofitm.. das scheint jedoch Uebertrribung zu(ein, denn wer Ks? Teppiche klopfen hört, ohne va« es ihn umdringt, der ist nervös. Im Sommer find die Teppiche üdelfliisfig, irstens nützen fie nicht und zwrit«» schab« fie. also die Klaviere nicht abschaffen will, wie»&'« Teppich«?"- Maß ein recht komischer obigen Zellen eingesandt hat. Es wäre wirklich recht m wenn fitz in jeder Berliner Wohnung nur ein Tepvud � fände- natürlich müßten dt« übrig« Möd-l dememsp««"' sein. Dann töinte auf die„mristen". in denen fi« Teppiche dutzmdwtise voi finden sollen. a, Wir unsererseits Hab« in Berlin schon häufig„Wohnung � gesehen, in denen nicht nur der Teppich, sondern sogar alle«oihwendtgft« Gegenstände qefehtt Hab«. Das 1« srellich nicht überall bekannt zu sein.__ ,�rtu Ein Sommerfest mit Hindernisse«. Der Fachott�, der Tiichlrr hatte, wie in jedem Jahre so auch diesmal�!, i Adstcht, zum Besten seiner tranken und hilfsbedürftig«.�',,> glttver ein Sammerfest zu velanftaltm. Wer die freudtgkrit der Ardriter bei solch« Gelegenheiten, wo es tnvaltede Genossen zu unterstützen, kennt, weiß, daß derartigen�Festltchlät Tausmde zulammenstiömen, n IM loch vie tat Pol Wurden. B find, ihr Scheriletn zu opfern. Seit 6 Jab-en hat die � tiner Paiizerdebörde dem Fach ver ein der Tischler 'I MS gnügen anstandslos erlaubt, auch im voriger Jahre ----- � rgnM die Rixdorfer Behörde die Abhaltung des Sommer ong in der„Neu« Welt", in diesem Jahre kam die Sache anders. Die Anmeldung ver Festivität war von w Vorfitz.-ndm des Fachverrins in ordnungsmäßiger-J wirft wo. den, am Montag den 16. d. Ms., sollte M*# ßat fi iden. Erst am Sonntag Lormittag ging ihm ih-ilung zu, daß die Eilaudniß für daS Fest von der Betörve versagt wer dm müsse. Noch am Montag Vorw� begaben� stch zwei Vorstandsmitglieder zu dem Amtsoo�st Herin Loddin in R'xvorf, um" rine nachträgliche r-'....... dies« nachzuwch«. Der Herr AmiSaorsteher thellte----- mtt, daß er telephoniich Srkunvtguna« einziehen beid« VorstanvSmttglieder möchten in% Stunden wieverkorn � Nach Ablauf dieser Zeit wurde ihnen eia ablehnende scheid zu Thell. Nun meldete die Dttettion der W U" ibielscUt ein Vergnüg« an und erhielt auch d» ui' derltche Erlaudniß. Dieselbe wurde jedoch später S rückgezogm Die Festtheilnebmer. die stch ,u oielm T'Ul � ein gesund« halten, mußt« fich nun amüstr«, so gu> die angetün vtgt« Uttterhallungen even ging. Die � kochten Kaffee, die Herren schoben Kegel, die junge(t> Rutschbahn uno Karouffel. Zu dem letzter« Vergrw�F tönt« natüilich der unvermeioliche Lrierlaft«. Do»,- durste nicht sein,"'..... daher inhibirtm die Gendarm« �. pB dt»„Schunkelwaszers" und da« Lied von„dem Y ö ir IM iff K• Am*«•#Tn eint I® *~ 91. wnv UÜD ticu von dem Koalt I Der Karouffelbesttzer mußre erst rine'«. � Eclaubntß vom«mtsomsteher hol«, daß er w-iter durit«— und R xdorf war gerettri. Sobald fi* at# ..... einiat« wurbm�xi» Gruppen zu einer Unterhaltung vrrrinigt« Genvarm« zum Auseinandergehen autaefordert. � e# fem Konzert stattfand und ttvtzdem Irin Tan, adgeh"� � d« durste, amüswe man' süh doch vortrefflich und."ü �'stet Tausmde ttennlen fich erst in später Nachtstunde«' Harmonie. Ich Taxator hafte die Kurbel etne«»um Versatz den„LiebeS brie'polla" ertönen. Ader der ZatJ0-.-n- «Ä? den„Liedessrie'polla" ertön«. Aber der T-tz empfänglich für solche Liebeserklärung und �50?« fZ melodiöse Pfandobsekt war so gering, daß der d« n attir mbfeW ltthotiß nemÄw 11.60% ist r-d« , ofittdl- INN, w» »nn-ck» )tt klttnkll und dp it." Ad« ton tut® )oitmm>d, e, W*" NN NÄd« :% ngtprits« fw lücS »on Hkfd «itt"l? im OffZ ag 'V B mit wj iondtiA'® Umschl« udj�ändW lngen 0# wenn* Mich"s tiUgtoP oft»1� idlung•* n!W% tl stct»L intKÄ t und 52 Äjjji ifeiW o hnull' N iD # 1, der dst recht gut iep-ich � ntsprechend M ff*®? tet wervoj odnung«Z .äS Ä?Si '0:8m zu müssen, zu welchem Zwecke den Beamten von Zeit w 8»it„Hoslonzerte" in Auistcht stäe'dm. . Di« Veschaffenhett der zur Eäugiingternähruna»« »tktvendevden itstllch hat unseren Aersten stctt viel Kopfzer- Mden verursacht. Die Vortheile de: natürlichen Ernähmng Äindei gegenüber der künstlichen durch Kuhmilch waten uderall in die Augen sprwaend und doch ergab die Unter- mchung keinen wesentlichen Unterschied»wischen der»ur natür» "WN E.nährung destimmten und der zur künstlichen Ernährung N der Kuh entnommenen Milch;|a nicht selten zeigten stch I? guter Kuhmilch Eigenschaften, welche dies« Milch als»ur «uabrung fast besser geeignet erscheinen ließen, alt die für W Kind bestimmte natürliche Nahrung. Diesen seltsamen Mderspruch hat nun neuerdings ein süddeutscher Mediziner wros. Dr. Soxlet in München) mit einer Erklärung zu lösen Sesucht, welche für den Laien jedenfalls äußerst einleuchtend «icheint und die Aufmerksamkeit unserer Herzte auf stch ge- M hat. ES soll nämlich die Ueberlegenheit der natürlichen Mahlung gegenüber der künstlichen weniger auf dem stoff« �chon Unterschied«»wischen der natürlichen Nahrung und «« Kuhmilch, als vielmehr darauf beruhen, daß die elftere oiteti am der Brust keims rei in die BerdauungSorgane i»"Moö gelangt, während die Kubmilch relativ reich ? an GährungS Erregern, ja stch unter Umständen schon im Wände der Zersetzung oefindet. Wird ein Kalb aus Sp® Kübel mit Milch getränkt, so leidet es in den erstm lachen an bestigen Verdauungsstörungen, wogegen et kein „»eres Mittel giedt, als das kalb dirett von der Kuh saugen r lassen. Die GährungS Erreger gelang«» schon beim Melken ? die Milch und zwar nicht nur durch die Hände der Melken« u\ sondern auch ganz besonders durch die unsaubere Be< MMsfenhrit der Kühe und der Euter. Von größtem Einfluß Ä! die Haltbarkeit der Milch ist die kühle Aufbewahrung der« und der erwähnte Arzt be,eichnet alle diejenigen Vor- Uiungen, welche alt„praftische MilchwSrmer" zur beständigen ?«mhaltung der zur Säuglings rnährung oerwendeten Milch .»''ttr, alt wahre Mordinstrumente.— In Zukunft dürfte stch m..i Augenmerk bei der Entnahme von Kindermilch auf die Milch von der beliebten„einen" Kuh, auf die gliche Sorgfalt bei der Fütterung und auf andere ziemlich Mpvrdnete Dinge richten, al« vielmehr auf größtmöz.iche Mdnkett bei der Behandlung der Milchkühe und namentlich Relken. Das attherkömmliche Seihe-Tuch, ein vier- «iück Leinen, durch das die frisch gewonnene MUch »»ossin wird, um die Unsaudnkeiten zurück zu behalten, reicht, kl o" neuen Erfahrungen zeigen, nicht au», um die Gesund» g* mit solcher Milch ernährten Kinder zu erhalten. Arbeiter-Bezirksverei« für den Weste« hatte am «Mag. die traurige Pflicht, eines seiner Mttglieder, den Wrotzeck, zu begraben. E» hatten stch zu diesem Zweck ltl*uv Mitglieder deS Vereins eingefunden, um dem dahin» JWwntn Genossen die letzte Ehre zu erweisen. Der Leichen« ��wegt« stch von Moabit aus, und eS fehlte hier schon nicht �iaftigungen. Ein Schutzmann, der den Lrichenzug de« «ffitt, bemerkte zwei Leidtragende, die einen Kranz mit rother trugen. Er veranlaßte die beiden Herren, aus dem il, Mzutreten und die rochen Schleifen zu entfernen. Als W? auf Schöneberger Gebiet übertrat, wurde er von Gen» in Empfang genommen. Nachdem die Beerdigung der fol? endlich von statten gegangen war, wurden die Leid- von dm vicherheiis Beamten sogar bis in ein in �"iberg belegene» Gattenlokal verfolgt, woselbst es Urnen C1 auch schließlich gelang, den Witth zu veranlassen, #llLneu«n Gästen kein Bier mehr zu verabsolgcn. In einem jJ�en Lokal wiederholte stch dasselbe Schauspiel. Die Ar« ü!!�. Witten stch doch die Lehre zu Heizen zu nehmen und ii-ir- i i betteten, in welchem ste von dm Witthen in dieser C mZÄ�it werden. Der Wlrth lebt doch schließlich nicht Xbend fordern vom konsumirenden Arbeit«. Am »och vier«wL � die Leidtragendm. Nun wurden leid« 5lnut*�1? M"" iar Gesicht. Vielleicht erleben wir aus Ä-lJj Affäre roch ein interessante» Kapitel aus den Meimniffen einer Poliz-istude. ��n'be�-�lew.. Lohnes Werth, sagt man tig« m 'LI e 8«% ongitt« lache u VON., w i ZW rA Der Buchd-uckeieidesttzer, Verlagsbuchhändl« C«. in d« Ringstraße scheint ab« von diesem Grundsatz NHreund zu sein, das haben bei ihm schon eine Anzahl von ch,?aern zu ihrem Schaden«fahren müssen. So waten vor %ßtt Zeit drei Schiiftse,« bei Herrn E. beschäftigt und er- Rd am nsten Sonnabend ihr Geld. Am zweiten Sonm KßWWsM-s Sonntag resr. Montag N ae�.�Unzival.ld«. in zu«halten. Am Montag vv"i»" seinem Arbeitszimmer über« »�«lten?.?.ii- v», vtweiitnven»loeugeorr» t»Nv«antwOttlich, der Arbeit« mit Schmerzen am Sonnabend aus «iv.wartet, um für die folgenden Tage wenigsten dm »-L�ttamn!»" können, so ist e» unbegreiflich, wie HM, kan� Anfache Klage eine solche lange Zeit in Anspruch bekommen hätten. Ist ''�utag"�?«» wreffenden�lrdettgeberS unverantwortlich, kann""'Oche«tage«ne solche lange Zell in»nsmuch M b.»' mledigung zu flnden.- Mögen die bthfa»vlu!. Beschäftigung bei E. angeboten wird, stch bei drz fttib, Len, damit es ihnm nicht ebenso«geht, denn d« Ztbsj�err E. scheint et auf den saueroerdientm Lohn gegen de« Mörder«eller soll, Er erzählte,« sei Allgemeinen sebr schroff Schiffling am 10. Juni ....- 4,,n,n----- �urniunung OlUgtlPl GMMM # er nicht eingestiegen. Ued« den Mord selbst hat« stch nicht weit« ausgesprochen, nur geäußert,« sei weiter gegangen, als er Anfangs beabsichtigt bade, und zwar sein« eigenen Sich«. heit wegen. Die ganze Beute, die er zu stch gesteckt, soll in «migm kleineren Münzen bestanden haben. Nachdem er daS Hau» verlassen, will n während des erstm Tages und der Nacht, theilS zu Fuß, thelli mit Benutzung der Eisendahn auf klein«« Strecken, ruhelos umher gewanoert fein. In Potsdam will« stch kurz nach d« That aufgehalten und stch Anfangs gefürchtet habm, wenn« eine Uniform gesehen; da er ab« demerkte, daß man ihn sein« unbedeutenden Persönlichkett wegen gar nicht beachtete, habe stch seine Furcht gelegt. Wenn ihm die Mittel»um Leben auSgegangm waren, nahm er Stel« lung an; so will« außer den beiden bereits mttgelhriltm Beschäftigungen bei Odstpächtern mehrere Wochen lang beim Chausseebau in der Rahe von LandSderg gearbeitet haben und auch zweimal in Leipzig gewesen sein, wo er jedesmal den Ent- schloß gefaßt habe, stch der Behörde freiwillig zu stellen. Der« selbe sei ihm ab« nachher leid gewordm, weil er stch, wie« sich ausdrückte, dann imm« wieder aenirt Hab«. Sine au« 26 Personen bestehende Zigeunerbande hatte stch am Sonnabend Nachmittag auf d« Chaussee zwischen Zehlendorf und Wannsee dauSlich niedergelassen und dicht am Waldesrand drei mächtige Feuer entzündet. Die Bande betrieb Pfttdehandel und führte denn auch 17 zum Theil sehr kräftige Pfnde mit stch. Die Männer hatten große stld«ne Knöpfe an ihren sonst sehr desolaten Röcken; die Frauen, unter denen stch Sei wirkliche„Schönheiten" defanden, hatten zum Theil Silber- muck in die schwarzen Zöpfe eingeflo htm, die Kinder liefen nahezu nackt. Das Lager war bald on N uaierigen umstellt, denen die Zigeun« anboten, ihr Mittag, ein Gemisch von aller« lei Gemüsen und Fleisch, zu kosten. Die Zehlendorf« Gm- darmerie war inzwischen auf die Gäste und ihr für den Wald bedenkliches Gebahren aufmerksam gemacht und sorgte dafür, daß da» Lag« nach Bemdigung bei MahleS wieder abgebrochen wurde. Die Lewe mußten die acht mitgeführten Wagen be> steigen und ihre Reife fortsetzen. Gemäß den Veröffentlichungen de« kaiserliche« Ge« sundhettsamt« find in d« Zeit vom 1. bis 7. August er. von je 1000 Bewohnern, auf den Jabresdurchschnitt berechnet, als gestorbm gemeldet: in B«lin 29,6, in Breslau 29,2, in Königsberg 24,8, in Köln 26,1, in Frankfurt o. M. 14,8, in Wie»« baden 14,1, in Hannover—, in Kassel 21,1, in Magdeburg 26,9, in Stettin 38,1, in Altona 25,3, in Sttaßhurg 28,3. in Metz 16,4, in München 32,0, in Nürnberg 27,2, in Augsburg 28,6, in Dresden 31,3, in Leipzig 21,7, in Stuttgart 21,4, in Karlsruhe 26,4, in Braunschweig 29,9, in Hamburg 24,3, in Wien 20,7, in Pest 33,8, in Prag 29,2, in Trieft in Krakau 27,5. in Basel 16,9, in Amsterdam 25.3. in Brüssel 33.8, in Paris 22,2, in London 20,4, in Glasgow 20,6, in Liverpool 21,6. in Dublin 17,6, in Evinburg 19,3, in Kopenhagen 24,1, in Stockholm 23,7, in Chtistiania 31,8, in St Petersburg 27,1, in Warschau 29,5, in Odessa 52.7, in Rom 25,9, in Turin 28,5, in Venedig 22,9, in Madrid—, w Alexandiia 69,9. Ferner in der Zett vom 11. bi» 17. Juli er.: in New-Porl 42,7, in Philadelphia 24,6, in Baltimore 26,5, in San Franziska—, in in Kalkutta 20,1, Bomdaq 24,1, in Madra» 30,8, Auch in dies« Berichtswoche übte die anhaltend kühlere Temperatur der Luft(die in München am 6. August bis 9,6, in Berlin bi« 7,5 0 Z. sank) im Allgemeinen einen günstigen Einfluß auf die Sterdlichteit aus, so daß au» den meisten größeren Berichtsstädten kleinere Sterblichkeitsziffern gemeldet wurden. Besonders niedrig waren diese in den meisten süddeutschen Städten, wie in Frankfurt a. M., Wiesbaden, Metz, Mainz, Darmstadt: aber auch in Köln, Kassel, Leipzig, Stuttgatt, Barmen, Elberfeld, Wien, Basel, London und den«' ößeien englischen Städten war die Elerbltchkeit eine geringe. Nament- lich war da« Vorkommen von Darmkatarrhen und Brechdurch- fällen d« Kinder ein vermindertes, obwohl in Berlin, Him« bürg, München, Breslau, Dresden, Leipzig, Köln. KöntgSderg, Dan, ig, Siraßdurg, Magdeburg, Stettw. Aachen, Braunschweig, London, Parti, Wien, Pest, Prag, Odessa, St. Petersburg, Warschau die Zahl der daran zu Grunde gegangenen Kinder noch immer eine große blieb, in mehreren sogar eine etwa» höhere als in der Vorwoche war. Die Theilnahme des Säuglingsalt«» an der Sterblichkeit war in Folge dessen im Allgemeinen eine etwas vermind«te. Von 10000 Lebenden starben, auf» Jahr de« rechnet, in Berlin 159, in München 140 Säuglinge. Dagegen zeigten stch akute Entzündungen dn AthmungS organe etwa« häufiger und riefen auch etwas mehr Sterd'fälle hervor.— Von oen Infektionskrankheiten haben typhöse Fieb«, Diphtherie und Keuchhusten ein wenig mehr, Masern, Scharlach, Kindbett« fieder und Pocken etwas wenig« Sterdefälle veranlaßt. Mas«n Todesfälle waren nur in Essen häufiger, in verlin, Eld«feld, Hamburg, Prag, Patts, London etwa» selten«. Er» krankungrn an Masern kamen in Berlin. Hamburg, Nürnberg, Evinburg, sowie in den RegirmngSdezirken Tri« und Stettin, sowie in Wien und Pest häufiger zur Anzeige. Sehr bös- artig herrschen Masern in Trieft, wo ihnen in der zweiten Julrhälste 58 Personen zum Opfer fielen. Sterdefälle an Scharlach wurden aus Berlin und Hamburg nur wenige, aus Pest, London, St. Petersburg in größer« Zahl gemeldet. Erkrankungen an Scharlach haben in den meisten BettchtS wochen abgenommen.— Die Sterblichkeit an Diphtherie und Kroup war in Berlin, Altona, Danzig. Stettin, Pest eine größere, in Breslau, Hamburg, Pari», London eine klein«« als in dn Vorwoche. Erkrankungen wurden aber meist häufiger, nur in Hamburg und Rürnd«g etwas seltener gemeldet.— Die Zahl der Sterdefälle an Keuchhusten war in Berlin, Parts, Glasgow ein wenig gesteigert, in London vermindert. Ei- krankungen daran wurden auS Hamburg und Kopenhagen etwas häufig« mitgetheilt.— Typdöse Fieber kamen in Berlin, Breslau, Patt», Warschau häufiger»um Vorschein, in Lordon dagegen und in St. Petersburg fori die Zahl der Sterdefälle. An Fl.cktypbu» und an Rückfallfied« kam nur au» St. Peter». bürg«ine Erkrankung zur Berichterstattung. An epidemisch« Genickstarre kam nur 1 Todesfall aus Berlin und 2 Todesfälle nebst einer Erkrankung au» Kopenhagen zur Meldung. Rosenartige Entzündungen de» Zellgewebe» der Haut veran« laßten in Bnlin etwa» mehr, in Kopenhagen etwa» wenig« Erttankungen.— Pocken traten nur in Pest in größer« Zabl als Todesursachen auf, au» Prag und Rom werden je 5, au» Wien, Liverpool, Paris, St. PeterSdura nur o«. einzelte Todesfälle mitgetheilt: auch S. krankungen kamen au» St. Peter? bürg, Breslau. Wien und London, sow'.e aus den Regierungsbezirken Königsberg und Marftnwerder vereinzelt, nur auS Pest in größ«« Zahl zur Anzeige.- Die Cholera in Italien brtttet fich langsam nach Norden au», wenn fie auch meist nicht in intenstv« Weise austritt. Vom 4. August wer- den au« Ravenna 21 Erkrankungen mit 10 Todesfällen, aus Fmoto 15 Ei krankungen, aus der Stadt Bologna 18 Erfror,» {un gen mtt 13 Todesfällen gemeldet. In d« Provinz Vene- tien famen vom 30. Juli bi« 6. August 213 Erttankungen mit 76 Todesfällen, von denen auf dte Stadt Venedia 14 Er« WUZZMsß Fabrikation nicht vorhanden. Reineklauden 20—30 Pf.. Weintrauben 60-70 Pf. on Pfd.. Pfirfiche 0,20- 0,30 R. per Pkund, Kirschen 6—15 Pf. per Pfd., Prttßelbeeren 8-9 M. p« Schffl., Pfeff«linge 4-6 M., Gurken 0,60-3.00 M. per Schock, Schote" 2— 3 M p« Echeffei, Karotten 3-5 M per 100 Ko., Wirsingkohl 3—4 M., Roth- und Weißkohl, große Köpfe, 3,50-4 M„ Blumenkohl 10-15 M.. Erfurt« 20-25 M. pr. 100 Stück, neue Kattoffeln, weiße rund« 3 25 M� Nierenkattoffeln 3,25 M, rothe 2,80 M.. blaue 3,50 M. pr. 100 Kilo, neue Pflaumen 15 M„ neue Birnen 10—20 M„ neue Aepfel 10—20 M. p« Zit, neue Zwiebeln 2,75—3,50 M., Zitronen, gesunde AuSschußwaare, 10 M. pr. Kiste von 260 bis 300 Stück, neue saure Gurken 2—2,20 M. p« Schock. Melonen 30 Pf. pr. Pfd. Ananas 2—2,50 M. pr. Pfd. Morcheln 2,60 M. per Pfd., Steinpilze 6,50 M. per Pfd. Geräucherte Fische. Rbeinlach, 2,60-2,90 M.. Weser« und Ostseelach« 1,20-1,40 M, geräucherte Aale 70-100 bis 130 Pf. pr. Pfd., Flundern, kleine 1,75—2 M„ mittel 8— 5 M» große 8—9 M. p« Schock, Bücklinge, p« 100 Stück 4,60 bis 6,75 M. Seefische. Lach» 80-90 Pf„ Elblachse 1.25 M„ Zand« 60-90 Pf.. Hecht 45- 66 Pf„ Steinbutte 60-80 Pf., See. zunge, große 1 M., kleine 50 Pf„ Flundern 30, Schellfische 25 Pf., Kabeljau 25 Pf. p« Pfund, Makrelm 40—46 Pf. pn Stück. Lebmde Fische,»al. mittelgroß 1,35 M„ Hecht 80 Pf-« Schleie 70 Pf. p« Pfund. Krebse. Mittel 2-4 M., große 8—12 M. p« Schock. Butt«. Frische feinste Tafelbutter*. 108—110, fein» Gutsdutterl. 93-108, 11.90-96, III. 75-85, Landbuttn L 80—85, n. 66—76 M. Galizische und anttere geringst« Sorten 55—66 M. p. 50 Kilo. Geringe Buttelsorten tn großen Mengen vorhanden und wnden billig losgeschlagen. Käse. Echter Emmenthal« 73—80, Weftpreußisch« Schweizerkäse l. 56-60 M., IL 48-50 M.. III. 40-46 M, Ouadraidackstein I. fett 22-25 M.. ü. 14-18 M.. Tilsit« Fettkäse 40-56-60 M., Tilsit« Magerkäse 18—23 M, Limburger L 30-32 M.. 0. 20-25 M.. Ramadour 30-32 M., rheinisch« Holländer Käse, 20—22 Pfd. schwer, 45—68 M., echter Holländer 65 M, Edamer L 60-70 M.. n. 56-58 M. französischer Neufchateller 18 M. p« 100 Stück, Camembert 8,00—8,50 M. per Dtzd. Eier. 2,60 M. pr. Schock. Wlld und Geflügel. Rehe 40-60 Pf„ Httsche 30-45 Bf, Wildschwttn 30-40 Pf. pr. Pfd., wilde Enten 0,80-1,20 M, junge Gänse 3,00-5,00 M., junge Enten 1-1,60-2,00 M, junge Hühn« 0,45—0,80 M, Tauben 30—45 Pf. p« Stück, Pouinrven 4�50—7 M, alte Hühn« 1,10—1,40 M. Potiz-tbericht. Am 15. d. M, Abends gegen 10 Uhr» wurden bei einer Schläi«tt in d« Wilsnackerstraße der Schlächiergeselle Spreer, Thurmstraße Nr. 76, und der Kauf. mann Mendt. Bandelstraße Nr. 22 wohnhaft, von noch nicht ermittelten Personen durch Messerstiche mehrfach gefährlich v«. mundet, so daß ste nach dem städtischen Krankenbause in Moabit gebracht werden mußten.— Am 16. d. M., früh, wurde der Arbeiter Henfchel unter dem Fenster feiner Mo« riannenstraße Nr. 31/32, 2 Tr. hoch belegenen Schlafstätte mtt einer tiefen Wunde an d« Stirn todt vorgefunden. Nach dem Ergedniß der angestellten Ermittelungen scheint derselbe im sitlaftrunkenen Zustand üb« die ntedttge Fensterbrüstung hinabgestürzt, dabei mit dem Kopf auf da» Rad eine« im Hos stehenden Wagen» aufgeschlagen zu sein und dadurch einen Schädelbruch erlitten zu haben, an dem« sofort gestorben ist. — Al« zu derselben Zelt d« Kasernenwärter GradowSki in der alten Dragcnerkaserne in der Alexandttnenstraße mit zwei Soldatm beschäftigt war. einen mehrere Zmtn« schweren Bottich adzuladm, fiel ihm derselde auf da» Bein und zerschmettette es. Gradowski wurde in das Garnisonlazireth gebracht.— An demselben Tage, Mittag», stürzte die undeauf« stchligt in d« Küche gelassrne 3 Jahre alle Tochter eines in d« Moritzstraße wohnenden Kaufmanns aus dem Fenster auf den Hof hinab und«litt dadurch einen Schädelbruch und «inen mehriachen Bruch des rechten Ob«lchentels. Sie wurde auf ärztliche Anordnung nach dem Krankenhause Be« thanien gebracht.— An demselben Tage, Nachmittags, wurde an d« Lesfingbrücke die Leiche des am 13. d. M von der Moaditerbrücke in die Spree gefaltenm Knaben Otto Balezoreck aus dem Wrffer gezogen und nach dem Leichen« schauhause geschafft. Zu dnsetdm Zett starb plötzlich, an« scheinend am Lungmschtag vor dem Hause vuchhoizerstraße 6 der 36 Jahre alte Arbeit« Richter. Dte Leiche wurde nach dem Leichenschauhause gebracht.— Zu derselben Zett entstand im Kelter des Hauses Böckhstraße 1 dadurch Feuer, daß d« Kaufmann Oberkampf beim Avfüllen von Spiritus unvor« fichtigerweise ein Streichholz anzündete und dasselbe noch brennend in den Spiritus fallen ließ. Durch die plötzlich hoch. aufschlagende Flamme«lttt« schwere Brandwundm im Gesicht und an der linken Hand. Die Feuerwehr war zur Stelle, aber nur kurze Zeit in Thätigteit.— An demselben Tage Abmd» fiel ein Herr, als er auf dem Schillerplatz einen in der Fahrt begriffenen Omrridu» besteigen wollte, in Folge eigener Unvor« stchrigtett rückling» zu Boden und verletzte stch dabei so am Hintettopf, daß« mttieift Droschke in seme Wohnung gebracht werden mußte.— In der Nacht zum 17. d. M. machte eine in d« Kanonierstraße wohnmde Frau, in Folge Z visttgkriien mit ein« bei ihr wohnenden Schwester, den Versuch stch mittelst Zuckersäure zu vergiften. Sie wurde auf ärztliche An- Ordnung nach der Charit« gebracht. Gerichts Zeitung. Ret»»g«icht«- Entscheidung.(Nachdruck oetboten.) Leipzig, 16. August. kBrausteuerhinterziehung.) Der Brauer« gehiife Karl Horn auS Bernsdorf hatte, wie der Steuerbebörde zu Ohren gekommen war, von August bi» Nooemd« 1884, während er in einer dortigen vramrei angestellt war, wiederholt die Vorschriften de» Brausteuergesetze» übertreten. In Folge deff-n fertigte d« Prooinzialfteu«direllor in Breslau einen Strafbescheid üb« 360 M wegen Braufteuerhinterziehung an ihn au». Da» Schriftstück konnte ab« dem Adressaten an seinem bisherigen Wohnorte nicht zugestellt werden, da d«selbt inzwischen al» Retrut eingezogen war und zwar nach Zittau in Sachsen. D« Strafbescheid wurde daher nach Zittau geschickt und gelangte an den Kompagniechef Horn'*, der denselben am 15. Januar 1886 davon in Kenntniß setzte. Tag» darauf er. klärte Horn vor dem Kompagntechef, er sei unschuldig und de« antrage gerichtliche Entscheidung. Hierüber nahm d« Hauptmann ein Protokoll auf und ließ dann die ganze Angelegenheit an den Regimentskommandeur ge. langen, welch« dieseide an das Hanpizollamt in Zittau abgab, von welchem au« dem Horn der Strafbescheid zugegangen war. Da« Haupisteueramt Zttiau war also die zuständige Behörde. an welche d« Antrag auf gettchttiche Entscheidung gerichtet werden mußte. Mit dies« wurde dann da« Lanvgettcht in Görlitz betraut. D« Angeklagte gab vor demselben die Er« tlärung ob, er habe dem Biere allerdings wiederholt Zucka» kouleur zugesetzt, ad« nur aus destimmten Befehl seiner Brau« Herren, unv« habe nicht gewußt, daß diese Kouleur nicht versteuert war. Er bade gar keine Veranlafiung gehabt, den Brauherrn um den NickweiS der Versteuerung zu fragen und habe fich in dem guten Glauben befunden, daß der Brauhnr ihm nichts Ungesetzliche» zumuthen werde. DaS G«icht er« achtete hiernach eine wissentliche Uebertretung de» Brausteuer. gelitze» nicht für gegeben und veruttheilte den An. getlagten nur zu einer Ordnungsstrafe von 12V Mark Der Grund, weShald diese Sache vor da» Reichsgericht kam' lag darin, daß über die Rechimäßikkett de» vom Angeklagten gestellten Antrages auf gerichtliche Entscheidung Zrveisel ob. walteten. Tat Landgerlcht sagt« in dieser Beziehung im Ur> t heile folgende«: Tat betreffende Echriftstück ist allerdings nicht vom Angeklagten, sondern von dem Kompagniechef unter- schrieben, aber dle ganze Fassung ergiebt, daß der Angeklagte selbst den Antrag gestellt hat, nicht der Kompagniechef, dieser hat nur die Uedermittlung de« Antraget besorgt, lah-r war vor Antrag oll sachgemäß und rechtzeitig eingebracht anzusehen. Gegen bat Unheil Halle der Etaattanwair Revision«ingelegt und deantragt, den ursprünglichen Strafbescheid wiedelherzustellen, da der durch den Kompagniechef übermittelte Antrag mangelt der Unterschrist det Angeklagten alt unzureichend anzusehen sei und die vom Angeklagten am 29. Januar direkt abgegeben« Erklärung alt verspätet eingelaufen anzusehen sei. Alt Ueber- mllller det Willen« einer Person könne zwar nach den Entschei» düngen det Reichtgerichti der Telegraph oder ein Schreiber (in letzterem Fall« sei jedoch zum mindesten die Unterkreuzung des Schriftstücke« nölhtg) gelten, aber die hier gewählte An der Uedermittlung sei keine unmittelbare mehr und daher nicht giltig. In seiner Gegenerklärung auf die Revifion tührte der Angeklagte aut, der Hauptmann habe in seinem Auftrage ge« hanvell; dat Gericht habe offenbar diese Frage und damll eine Thatsache bejaht, deren Nachprüfung dem Reoissontgerichte entzogen sei. Der Reichtanwalt beantragte die Verwerfung der Revifion. Irgend welche Vorschrift, so demerste er, wie und in welcher Form solche Anträge zu stellen seien, enthalte dat Gesetz nicht. Der Antrag könne auch durch drille Personen, z. B. durch einen Boten gestellt werden. Achnlich sei et hier geschehen. Der Kompagniechef werfe fich nicht zum Vertreter v«S Angeklagten aut, sondern referire einfach, wat dieser sagt, und übermittele diese Meinung und den Antrag wie ein Schreiber an die zuständige Behörde. Dat Reichtaericht hielt diese Auifübrungen für zutreffend und verwarf daher die Re« vifion der Staattanwallschaft. 37 Mal verurtheilt. Nordhausen, 11. August. Nach vierstündiger Verhandlung wurde heute von der Ferien- Straf- lammer der inhaftirte Handeltmann Christian Sebastian König aut Benneckenstetn wegen Diebstahlt zu 2 Jahren 7 Monaten Zuchthaut und 3 Jahren Ehrverlust verurtheilt. König, der 47 Jahre zählt, ist heute»um 37. Mal verurtheilt worden. Nerriur und Kersammtungeie + Buchdruckerversammlung tu der Phtlharmouie ,...„v. Philharmonie. Unserem gestriam kurzen Bericht haben wir folgendet nachzu- tragen. Der Referent, Herr Besteck, erstattete einen eingehen- den, sachlichen Bericht über die auf dem Gehllfenkongreß in Leipzig beschlossenen Abänderungen det Tarif«. Er wie« auf die Lage der Gehilfenschaft hin, die fich von Jahr zu Jahr verschlechtert habe, und ging dann im Einzelnen die beschei- denen Forderungen durch, die fie stellen, um stch und ihrer Familie eine einigermaßen menschenwürdige Existenz zu stchern. Der vorgeschlagene Tarit weift hauptsächlich folgende Ab- änderungen auf: Im§ 2 ist die„Grundpostlion" um 10 pCt. erhöht worden. Für die„Petitschnft" werden 4 Pf. mehr ge- fordert alt früher. Die Erhöhung der Grundpostlton erweet stch alt noihwendig. weil Berlin und Leipzig unmöglich in Form von Lokalzuschlägen die Diff.renz autgleichen können, welch« die höheren L'bmimitiel und Wohnungtpieise im Gegensatz zu lteineren Städten heroorrufm, da sonst die Klage der Prinzipale nicht ohne Berechtigung wäre, daß der Druck der Werke immer mehr von den kleineren Städten an fich geriffen werde. D«r Vorschlag Berlin», die Grundposllion um 15 pCt. ,u erhöhen, wurde abgelehnt. Der Prett für fremdsprachlichen Satz ist prozen- tualtsch erhöht worden. Im§ 3 wurde der Preis für den „Durchschuß", im§ 4 der Prett für die„Columnentllel" er- höht Ebenso find mannigfache Erhöhungen und präzisere Fassungen der folgenden Paragraphen angenommen worden. Die„Bestimmungen für den Druck" wurden gleichfallt dl». tutadler getoßt und dabin festgesetzt, daß ein Maschtnenmeister nur zwei Maschinen bedienen kann. Die tagt, che Ardelttzett wurde auf 9'/, Stunden inkl.'/. Frühstück eoent. Vesper normirt: fie d-rf nicht vor 6 Uhr Morgen« deginnen und muß um 8 Uhr Abend« beendet sein,»et der englisch«« Arbeilt. »ett muß dem„be- chnenvrr." Setzer ein Ausschlag von 5 pCt. gewähn werden. Eine Erhöhung de« Minimum», wie ste Berlin vorschlug, wurde nicht beliebt; dasselbe wurde auf 21 M erhöh». Die Entschädigung für Extrastunden, die vom Geschäft verlangt werden, wurd«, wenn ste in die Zeit von 6 Uhr früh dii 8 Uhr Arendt fallen, auf 20 Pf., in der Zell von 8-11 Uhr Abend» auf 30 Pf., nach 11 Uhr Abend» auf 45 Pfennig pro TiOCnüB uU|*J\j i'uuz wy». � �' 7.° 1— r fÄÄ'Ä X»ÄTOtfÄ telläzeiJ gesckehen, sonst ist dat übliche Ueberstundengeld zu zahlen. Die gegenseitige Kür.digungifrist ist eine vierzehn« tägige; die Kündigung kann nur am Sonnabend erfolgen. Dem gekündigten T huftn muß et gestattet sein, eine Stunde vor F.ierabend innerhalb dieser vtirzehn Tag« aufzuhören und stch nach einer neuen Stelle umzusthen.— Die Lehrling« skala ist in der W�se f. stges tzt worden, wie fie die Prin- zipale selbst vor Jahren vorgeschlagen haben: dit zu 6 G-Hilfen 1 LH ling. bit zu 10 Gehilfen 2 Lehrlinge, auf je wettere 10 Gehilfen je 1 Lehrling mehr. So sollen Zu- stände aut der Well geschafft werden, die et einer Berliner Firma beispieltweise(Kntckmeier, Roßstraße) ermöglichen bei 18 Gehilfen die Arbeitskraft von 24 Lehrlingen autzunützen. — Noch zu erwähnen wäre die Forderung, in größeren Städten Schiedsgerichte zwischen Arbettnehmer und Ardrttgeder einzu- führen, die fich in Leipzig bewährt haben.— Der Herr Refe- rent schloß seine Autführungen, indem er bemertte, daß diese Forderungen zwar r.rchi alle« enthielren, was Berlin gewollt habe, daß ste aber doch einen guten Schritt nach vorwärts de- deuteten. Am Dienstag, den 17. d., fanden die Verhandlungen mtt den Herren Prinzipalen statt, die hoffentlich zu einer Ver» ständigung führen würden. Auch die Prinzipale hätten ja ein Int« reffe daran, daß der Lohntampf der Gehttfen so wenig scharf geführt werde. alt irgend möglich sei. Er dat noch, die Höhe det Lokalzuschlages für Berlin auf 25 pCt. testzusetzen. Der im festen Lohn ft-hmde Setzer würde dann auf noch nicht ganz 27 Mark wöchenllich kommen.— In der Ditkusston b gründete zunächst Herr Giesecke seinen Antrag, dahin zu wirken, daß bei Festsetzung det Lokalzuschlaget Berlin und Leipzig in gleicher Höhe de- dacht würden, mit dem Hinweis darauf» daß Leipzig in Be« zug auf den Druck von W-rken Berlin solche Konkurrenz mache, daß der Werkoruck in Berlin ganz aufzuhören drohe, wenn nicht eine solche Maßregel getroffm werde.— Herr König glaubte» daß zwischen den„berechnenden" Setzern und den im gewiffen Lohn stehenden Gehilfen ein Mißoerhällniß zu Ungunsten de»„berechnenden" Setzer» durch oie Erhöhung geschaffen werbe unv rechmte einen ziem- lich deveutendrn Unterschied heraut.— Der nächste Redner, Herr Dolintkt trat diesen Ausführungen entgegen. Zu dem Antrag Giesecke bemerkt« er, daß ein(lernet Unterschied in dem Lokalzuschlage zwischen Berlin und Leipzig von etwa 5 pCt. bestehen bleiben müffe, da in Berlin die Wohnunl-Smieth« entsprechend höher wä«en. Sodann verla» er ein höchn interiffantr» Budget einer Buchdruckerfomilie. be- stehend au» 4 Köofen. Er brachte in Anschlag: Für Frühstück täglich 20 Pf., für zweite» Frühstück 30 Pf., für Vesper 20 Pf., für Mittagbrot 75 Pf., für Abendbrot 50 Pf., für Feuerung, Licht, Seife tc. wöchentlich 1,20 M., an Wobnung»- mtethe pro Jahr 100 THIr., pro Woche demnach 6,80 M, an Mtethifteuer 40 Pi. wöckentlich, zirka 60 Pt. Steuer pro Woche, an Kleidung pro Jahr für den Mann 40 M., für die Frau 30 M. und für die Kinder edensall« 30 M., für Wäsche 40 Pf. pro Woche, für Fußbekleidung 40 Pf. p:o Woche für den Mann und 70 Pf. für Frau und Kmder, an Kasten- geld 2,50 M.,— ergiebt eine wöchentliche AuSgabe von über 27 Marl. Für Tabak, Bier. Vergnügungen, für L-ktüre ac. ist nichts angrietzt worden. Di« Diff-ren, zwischen Einnahme und Autgabe mußte bISder, wie der Redner hinzufügt-, da« du ch gedeckt werden, daß die Frau neben ihren häuslichen Vcrnchtungen nur zum Mitverdtenen gezwungen war.— Herr E.rempel bemerkte, daß der hohe Satz, der für Sonntagsardeit S«fordert werde, ganze defonverS am Platze fei. Verschiedene «itungen, die in ihrem redaktionellen Theile fulminant« Artikel gegen die SonntagSarbeit brächten, ließen ihre MontagSauS« gäbe ruhig am Sonntage herstellen. Er schloß mtt den Worten: Wenn die Vereinbarung nur dazu gut ist, unser« Löhne fortwährend zu drücken, dann hört sie eben aus. Dann können wir aus einem anderen Wege ohne Vereinbarung weiter kommen I— Herr Gasch charallerifirte den veränderten Tarif dahin» daß in ihm die Kautschockpaiagraphen de« alten ceseittgt seien, die bisher alle» der„freien" Vereinbarung über- ließen, bei der die Schwächeren, also die Gehilfen, stets den Kürzeren zogen.— Herr Prescher U, Maschinmmeifter, vert at die Anfitt, doß ein Maschinenmeister 3 Maschinen zugleich d>.dten«.r könne.— Hcrc Phil. Schmitt verlas den Bericht über die Versammlung der Prinzipale, den da«„Verl. VoikSblatt" gebracht hat. Verschiedene Stellen au» den famosen Reden und Beschlüssen dieser Zusammenkunft riefen ledhafte Snt- rüstung hervor.— Zum Schluß richtete Herr Besteck noch einen warmen Appell an die Anw'senven, in Einigkeit und AuS- daurr zusammenzuhslren und versprach seinerseits, auch fernerbin seine Schuldigkeit zu thun.— Es würben sodann die drei Re- solutionen angenommen, deren Wortlaut dereit» mtt gerhettt ist.— Nach 1 Uhr Nachts schloß der Vorsttzende die Versammlung mit der Mittheilung, daß am Sonntage, den 22. d. Vormittag», in den Räumen der Philharmonie eine allgemein« Buchdrucker Versammlung statt- findet, um das Resultat der Verhandlungen mit den PrwziM entgegen zu nehmen.— Erwähnt sei noch, daß versäW» Prinzipale und Fallore in der Versammlung anwesend rv?�. eS aber trotz wiederholter etnd-inglicher Aufforderuna seM de» Voi fitzenden und verschiedener Redner, daS Wort f nehmen, e» vor-ogen, stch auSzuschwetzen.„ th. Eine Bautischlerdersammlung tagte am 16. d. � in Fry'S Salon, Brunnenstr. 140, unl«r Borfiv de» Schmitz, debusS Beipr- chung der Henschel'schen Werkstatt»� ltgenheit. Die„Angclegenhrit" destrht darin, daß Ende d. I. 17 Gesellen in der Henschri'schen Werkstatt die einstell en. Diese an fich sehr wenig auffällige Thatsache indessen dadurch demeikenSwerth, als seitens det Herrn W*' dehaop et wurde, daß die eigentliche Ursache dat„AuSleil� eineS Arbetter» fei. Die stattgehabten Verhandlungen etW»* jedoch eine ganz andere Ursache, nämlich dir äußerste nf ftlevenhelt mit den b-utigen Werksiattverhältniffen und noin� lich mtt den beiden Werkführern. Herr Röhn, Einderufel# Versammlung und Referent deS AvendS, fchllderte, wie w Unzufriedenheit unter den sonst zufriedenen Arbeitern« gefteigert würde durch daS Aufllrten der beiden Wn insonderheit de» Herm Liebtg, welche schließlich vaS S' Verakkordtrea der Arbeiten mit dm Arbeirern unter(14 �,1 Zur Jllustitrung dieser Thätigkeit wurren oerschtevene v"! sviele vorgefüdrt, zur Genüge wird dieselbe aber illustrstt die in der Versammlung gemachte MittHeilung, daß Liebig. welcher berett» selber selbstständig aewesen set, 6 einer Fabrik gänzlich unentgeltlich alS Werktührer ange> habe und nur verlangte, daß ihm dat akkordiren der Arbeften überlassen bleibe. Daß diesen Umständen die Arbeiter unzufrieden wurdni, etnleuchtenv. Die so lange zurückgehaltene fand endlich ihren Ausbruch geiegentlich eine» Strellet Meister und G-fellen, in Folge d-ssen 17 Gesrllen ohne legung, ohne gegensettige Anstiftung, ohne Aufwiegelung,� behauptet wird, sonvern Jeder der Eingebung de» Aug«» unv dem Zuge seine« Hetzers folgend, die«lrdett«#'! Nr. AI» wa» für ein fluchwürdiges Vergehen diese Ardeittein.. seitens der Meister erardtet wurde, fei daraui erfichttio, nachdem Hnr H-nfckel der Innung die Nrmen der Luf> unv Miffethäter delannt gegeben, die unglücklichen Träg« selben von der Innung in Aldi und Bann gelb an r" indem, wie verficheit wurde, die JnnungSmeister stch ven hätten, leinen de: Gedrandmarkten wieder in Arbeit zu w Daß die geführten Debatten einen sehr lebhaften Ehara� nahmen, darf nichl verwundern. Herr Henschel, fo®* beiden Werktübrer waren zu der Versammlung etng� erschienen war jrdoch nur Heir Streitz, welcher vergebl'» guten Eigenschaften den Anwesenden plaustdel zu mache«> Die Versammlung stellte fich vollständig auf die Seite# der Henschel'schen Werkstatt ausgeschiedenen Arbeiter urtheilt« in einer einstimmig zur Annahm« aelangt«>> lutton auf da» schärfst« da» gegenwärtige Veraklordi system der beiden Herren Weriführer. * verein für Technik und Gewerbe, Mittelstv Mittwoch. AdendS 8'/. Uhr. Vortrag. Gäste willtom bei dem Glambecksee abgehalten werden. Die Ponzct hiervon Kmntniß erhalten und ihre Maßregeln ergriff'� dorihtn gesandten Beamten tarnen jedoch nur einige' zu Geftcht, welche vielleicht die Vorhut bildeten, wäh> Hauvitiupp fich anscheinend wieder entfernt hatte, ai«. Poli eideamten bemerkte. So meldet die„Reue Zettung".__ Kriefkaften der Kedaktw«» «. v- Stroutzbergerftr. In der betreffenden� befindet stch vir Nortz nicht. Sie würden unS verbind� Sie un» dieselbe noch einmal zugehen ließen. R. A. Sie haben einfach eine diesbezüglich« daS tal. Amtsgericht l. Adtheilung 56 II, Neue~ eine Treppe rechts. Zimmer 73, zu machen. können Sie schriftlich einreichen oder mündlich zu geben. sT- mi 5""» dch »!g-r>abn �laattfrs k«r,e«»t Sa nicht i teich nid M besteh« utegrerun "ehmen. _ Dies di«, K Thealer. Mittwoch, den 18. August. vvernhau«.«eine Vorstellung. Echansptelhan«. Die Geier- Wally. Kr,ll'« Theater. Aennchen von Tharau. Belle. Alltanee- Theater. Da» Paratte«. Friedrich. Wtlhelmftädttschetz Theater. Der Zigeunerbaron. Oftend-Theater. Vom Golde verführt. «ittoria. Theater. Amor. Tanz. Poem von urgi Manzotti. «aUzalla-Theater. Capricciosa. Sentral- Theater. Alte Jakobstr. 90. Direkt.: Adolph Ernst Der Wald-Teufel. Gesang«- posse in 4 Allen von W. Mannstävt. Kouplet» von G. Görß. Mustt von G. Steffen». Mtt neuen Dekorationen und Kostümen. «önigftädttsche» Theater. Im Jrrenhause. 9 M.- 10 A. Knlaer-Panornm». Neu I Zum ersten Male: Neu I WIMM Reift de» Damvfer«„Tamara" nach Lanada. Da« malerisch« Venedig und Ktoreu». Sertha-Netse.-«ar-iwea.J«stln Eine Reis« 20 Pfg. Kinder nur 10 Pfg. {er ei« der Atncharenr« Kerlin». llen Kollegen machen wir hierdurch die betrübende Mitthellung, daß unser guter Freund und treuer Verriritollrg« Emil jenaKi nach langen und schweren Leiden im Alter von 22 Jahren am Sonntag, den 15. August, Nach« 5 Uhr, au» unserer Mitte geschtrden ist. Er wird Allen, die ihn gekannt, in steter Erinnerung bleiben, und bitten wir um recht rege Beibeiliftung. Die Beervigung findet am Mittwoch. den 18. Nachm. 6 Uhr. von der Leichen. balle deS Michaelkttchhofes. H-rmannstraß« 136, au» statt.[382) Der fforstanft. «lavierip. empf. f. ,. all. Fe«. Klailt.BrandtN dmgstr. 48. Unterricht«. a. Slavier u. Geige erth. iÄ»; Schweizer harten. ÄKÄ&n. Grosse» MUttiir-Tonrert, Auftreten fSmmtlicher Apeftatitateu. Theaiernorstellona. DoUrobriuftigunoe» aller Art. Auftreten der sowft de» Trio» Jona», Grosch Im und Gläser, Geschw.ster Hessat. Anfang ppe m I m Saale: UanzhrSazchr». AdiNd»: Grast» Füuminatwu«ad Krleachtang. Entree 30 Pfennig. Artikel für Herren-Schneider. 65 Alt» Zastadstr 65, Siegmund Berger, 65 Alt» Zakodftr. 65. Für die Kerbst- unv Winter-Saison«mp'ehte mem graste» Zager tn Paletotfutter, glatten und oemusterttn Lama», bäum molleren Kose« und Anzngstoffe«, Gngiischieder, dügelsteifeL Wattirleinen, owre ämm il'che Futterstoffe und beste Nahmcttk'iairen, Vre auch im Einzelnen zu Engro» Preisen abgebe.— Tausende Nester von öligen S'offen und besonder» Nester von schwarzem und grane« KSper-Kattn«, Aermelfutter, Taschen-Destel und Zwischenfutter bedeutend unter de« Kostenpreise. Meiste und bunte Weste«, da» Stück von Alst. 1,%5 an. Kettenbenkel, weiß und geld. unzerreißbar, 10 Ktch. 85 Pf. {Unter-«. Kammer-Karte« in Mohair-Molle und Seide zu Fabrikpreise«,«ei nsta-Gink stufen von 10 Ptf. an ex.ra 4 vC: Kabatt. Siegmund Berger, Kerii» S., 65 Alt* Jakobstrast« 65, Zentral- Stelle für GeltgenhcitSläufe. [367 Fachvereiu der Steint j _ uad Lithographen� AM- Verein*-VersammliW,/ Donnerst,«, den 19 d. M.. Ab(n»L �| im Königstadt-Kastno. Holzmari� % Zagetor dnu n gi�z. Vcrichiedene» und Fragelap Besprechung de» Slifiurgfj VereinSan--' 1 2. Wichtige 3 Recht wendig. «legest zahlreiche Erscheinen' _[383| Der. Mitglieder-Nersammlunn v«r Central-Kranken- und 8ter der TIssMer u.*.* t Orttverwaltung Kerlt««.(Fron'L: am Donnerstag, den 19. August, v bei Keller, AndreatstraP>i Tagesordnung: Verwaltung»�' Quartal und Verschtevene». h'A JLJUUHU» Uli v der Laut Beschluß d-r MttglftderveriM z ariiÄÄÄ»§¥ oft anwohnenden Mitglieder ersu» b«�. st' träg« dort zu bezahlen. gA<"»- B _ Die Orttoerwaltung jg�r Sin schöne»«ett, neu, vert. Reichen bergerstraße 183, lm' «i «te S-lzbUdha-�s i auf leichte und lohnende Arvett 379|____ BrandendurM�sj E. Hoftnichnetder s. Brirbäft. verl. Geübter Wickelmacher wird Mänteiardeiterin verl. Kolbe,«rü er-erg« � «m 9*/, Uhr Abends. Vormittags. Sonntag» Verantwortticher Redakteur«. Troahetm Druck und«erlag von«at Badteg t» Berti« 8W.«eutdstraße 2.