Freitag, den 20» August 1886* Iii. Iahrg* McrVMlill Brgan für die Interessen der Arbeiter. 4 Nie sihwnzmsihe HlMichtgksetzgetaz. Bern, 4 August. . Y«geht den Staattbau«eistera unserer Zeit, denjeni» ?.?°umlich, die dazu berufe» find, da» StaatigedSude auf- em vtt tt�öltw» sehr drollig. Mühsam klebe» fie eiae au«» �»der klaffende Wa»d wieder zusammen. Kaum find fie fc», it—•■••IIVMVV»vnvvv»( V»1 ihrem schwierige» Werke glücklich fertig geworde», da»» Zockelt fie und bricht a» einer anderen Stelle, und»och ist «r neue Schade» nicht rrparirt, dann zeigt fich an der Wand, ° e«an soeben befestigt, der alte R ß, jetzt aber tiefer und »cffeader. E« bestätigt fich bei der Sisyphud-Arbeit der �iaattbaumeister der alte Satz, daß jeder Versuch, eine» der soziale« Probleme zur Lösung zu bringen, so- »urch andere Problem« heraufbeschwört. Wa» da» Werk dieser Baumeister zur Sisyphu»arbeit .......... xlein„ de» orr oe« n«�i unu r» un»iiu||ca, ihre �•rmen nach große» Prinzipien zu gestalte«, denen NU» �al die Zukunft gehört. üj.Such in der Schweiz, wo der Gemeinfiaa so hoch ent- ist, hoben die Baumeister bisher fich wenig von des- Äfli anderer Staate« unterschieden. Allerding» gebührt "(i da« große Verdienst, zuerst für die arbeitende Klasse . 0 rn.. Ä-r JL_____ I__ t.B____»f• Jt_..p w..._ �7" gab st« den selbe» et» leuchtende«, bisher»och nirgcn?« I°ert,offent« Beispiel, die industrielle» Arbeiter zu schützen. war da« erste Staatswesen, da» in de« Arbeiter den BUtchbettchtigien Bürget anerkannte und der Erkennwiß fich 2% daß in der„Waare Arbeit-, die der Arbestgeber Aj Muchen Lebens. lichev Sest diesem große« bahabrechende« Schritt ist e»— ™ der Schweiz bezüglich der soziale» Reform ziemlich still Cot«* und ist dem Fabrikgesetz nur ein engherzige» Mpflxhtgesetz gefolgt, da» durchaus de« Stempel der auch m Am V------. 99* W W»»».— �— •— a* m*4v|»vy Nltch verfeblt______ Hafipstichtgesetz, da« dem Arbeiter da» Prtvatrecht ? g« de« Arbeitgeber auf Entschädigung gewährt, hat fich ».der Schweiz eben so wenig wie anderwärt» bewähn, ,,?ul der Einwand der Selbstverschulduna den Arbeitgeber �»lastet.— Einer der eifrigste» Vorkämpfer JeuMeton. Ärbeitge! der staatliche« [28 Spure« im Sande. Roman von Ewald August Köutg. de»«j��ube» Sie»irklich, daß er e» benutze» wird, um *%»».* noch einmal zu versuche«?' meinte Heine- Ä r kfc Verbrecher, für de» wir ihn halte», dann liegt l£e flW w0? uahe/ erwiderte der Znspekior achselzuckend, Me», 2*1* Behauptung läßt fich aber jetzt«och nicht auf- .* die habe» wir keine» überzeugenden Bewei« u-ssr- Verdachte«. Wir müssen beobach- �de» u°d uns gedulde», bis ei» Bewei» st»«»sere» UKW �.-«s wäre entsetzlich, wen. er selbst da»»erbreche» e�?.u»d eine« Andere» beschuldigt hätte," erwiderte -»Könnte man ihm da« bewesse» i I naonnic man rym Ca« oewetsen—" de» 4%*%* Beweis wird schwer zu führe» sei»,- unterbrach den, � ihn..Der Goldstaub und die«anknote», die geraubt wurde», find später in Wechsel um- dvrch.soeben, und de« Wechsel» fieht'« niemand an, Äi* Mittel fie ermorde» wurden." »ufiel! ichthui '»»«7 M'!""• etmipul.«.lern Zeweis, Herr Lutter, kein wärt,. Yugrnorr«rwri,,. fri-f* daraufhin ihn verurtheile». Es wird auch UN- die Höhe seinca Uimniltral unserer iRp. von werden darüw keine sicher. Als-, «e. Auskunst Ä* Unfallversicherung, Nationalrath Forrer, ei» Rechtsanwalt, sagte im Nttronalrath, da« bestehende Hnftpflichtshstem charakterifirend:„Es ist der Prozeß zwischen Arbeiter und Prinzipal stet» etwa» über all« Maße» Tehäsfige«. Zch habe es allerdings schon erlebt, daß der Prinzipal ein« Ehre darin setzt, den mit ihm prozesfirenden Arbeiter im Geschäft zu behaste». Alle Achtung vor solche» Arbestgeber»; aber unnatürlich ist's doch, und da» Fazit geht im Tanzen und Große» dahin, �mß der Arbeiter, welcher de» beschrettet, de« Platz verliert. Sodann eignet fich das Mittel de« Zioilprozeffe« überhaupt nicht zu schneller Erledigung einer Differenz, in der ganze« Welt nicht. Da gtebt es ein« Sühneoerhandlung, eine, zwei Hauptverhandlunge«, ei« Beiveisverfahren, Zeugenvernehmungen, Expertise», Rekurse «ad Appellattone», unterdessen geht der Verletzte, gehe» die Hinterlasstne» des Verunglückte» halb oder ganz zu Grunde und verfallen der Armenpflege. Zch selbst habe vor de» züricherischen Gerichten einen Rechtsstrett für eine» Schreiner geführt, welcher in Folge de« Prozesse« arbetts- lo» wurde ein« Zett lang in Zürich lebt«, mich dann und wann besucht«, dann nicht mehr kam. Zch führte de» Rechtsstrett zu Ende, und als er«ach Iah, und Tag ferttg war, forschte ich»ach meinem Klienten und erfuhr, daß er schon vor einem halbe« Zahr in Ungar» elend ju Grunde gegange» war. Auch Hab« ich es schon zwei Mal erlebt, daß ich de« Prozeß gewann und die Sache verlor, indem der Arbettgeber in Konkurs gerieth und der Arbeiter mtt der ihm zugesprochene» Summe leer ausging. Ein dritter Uebelstand de« gegenwärtigen System» besteht in der That- fache, daß aanz regelmäßig die Ewrede de« Selbstverschul« den» gestellt wird, sicherlich in 95 von 100 Fällen. Die gerichtliche Erörterung der Frage de» Seldstverschulden» ist stet« äußerst peinlich. Zu der Regel wird«ine Unvorsichttg- keit de« verletzte» Arbeiter« mitgewttft habe». Zst es aber gerecht, daß alsdann die Abweisung der Klage erfolge? Und doch muß da«»ach dem Hastpflichtgesetz geschehen?" Dies« vernichtende Kritik wird durch die prakttsche Er- fahrung reichlich destättgt, die man in der Schweiz ,m Allgemeine« mtt dem Hastpflichtgesetz machte. Da» Recht der Arbetter blieb ei« papierne». Merst wurde« die Unfälle verheimlicht und zogen die Arbeiter, zwischen zwei Nebel» wählend, de» Verzicht auf die Entschädigung der so ihnen drohende» Entlassung vor-). So blieb da« Gesefc so gut wie wirkungslos, und konnte diese schreiende Thatsache der Beachtung der Bundesbehörde» nicht entgehe». Der Bundes« rath glaubt« nach Art der soziale» Baumeister unserer Zeit, ♦) Der Bericht der eidg. Fabrikinspektoren für 1884—1885 konstatirt gleichfalls, daß lange noch nicht alle Unfälle zur Anzeige und Entschädigung gelangen. »och besser aber ist es, Sie mache» mir schriftliche Mit- ~ tu uns beobachte» wird, a Schreibe» Sie mir, so werde ich Ztme» auf demselben Wege mir diese durch die Post. Ich glaube lergau uns beobachte» wird, aber wir müssen auch auf die Möglichkeit des Zufalls Rücksicht je« und f( zwar nicht, daß B Wiyvtiuca W»*»tY-O antworten, wo und wann wir persönlich zusammenkomme» können." Damit war die Berathung beendet, Heineman» und Paul verließe« de» Beamte« und schritte» eine geraume Weile schweigend nebeueinander her. Das körperliche Gebreche» zwang de« alte« Mann» langsam zu gehe», und die Vermuthunge» und Bemerkungen de» Inspektor» boten Stoff genug zu einer lebhafte« Unter- ��War der Verdacht wirklich begründet? Keiner von Darüber aber waren beide«iaig, daß es am kürzeste« und sichersten wäre, einen Blick unter das knarrend« Brett zu werfe», es müsse fich dann ja herausstelle», ob und wa« darunter verborge« liege. Aber der Inspektor wollte da« nicht, und ohne sein« Einwilligung durfte man in dieser Sache nicht« unternehme», man konnte auch nicht wisse«, ob Gottschalk seine Erlaubniß dazu geben würde. man» .,btC»f- i—"-»T-_ t- w- tagen, mir etnmal Rebe stehen zu können, uh darf erwarten, daß keine meiner Frage» unbeantwortet bleibt." Nur vorfichttg I"»arnte Paul.„Sie könnte diese simms fich mtt weiterem Flickwerk begnüge« z« könne«. Er plante eine Verschärfung und Erwetteruvg der Haftpflicht, und faßte daher die Frage der Entschädigung als eine rein prioatliche auf, die den Staat«ickts wetter anging«. Immer- hin hielt er de» Staat für verpflichtet, Alles zu thun, was dem Arbeiter die Gelteadmachung eine» Eatschädizungs- anspruch« erleichterte. Die radikale wirthschaftliche Richtung der Bundesversammlung nahm der»othwendig gewordene» Reoisto» des Haftpflichtgesetze« gegenüber soqleich de» einzig korrekte« Standpunkt ein, indem fie die Entschädigung eine« verl.tzte» oder in Folge seines Beruf« erk.anktea Arbeiter« dem Privattecht entzog und dies« Entschädigung au« einer Pttvat« fache zur Staattsache, zur Sache Aller machte, mtt andere» Worte», daß hier an Stelle der Hastpflicht die staatliche obligatorische U-sallverficherung für alle Arbeiter, für m- dustrulle, landwirthschaftliche u s. w.. für Knechte, Mägde, Kellner u. s. w.,«in»?«*«.— Der Nationalen h nah« am 25. März vorigen Zahre» eine Motion des radikalen Na- ttonalraths Klein, ftüher Fabrlkinspektor, an, du Gesetzgebung über die Haftpflicht»m Sinne der Ausdehnung der Haftpflicht und zum Zweck der leichtere« Geltendmachung der Eatschädigungsansplüche einer Reoisto» zu unterstelle» und zugleich die Frage zu untersuchen und darüber Bericht zu erstatte», ob nicht«ine allgemeine obligatorische Arbeiter- Unfallversicherung anzustreben sei. Der erst« Theil dieses Antrage« war«in Kompromißantrag gewesen.— Bundes- ''">d Landwir rath Droz, der Chef de« Handels- und Landwirthschasts» departemeat», war in der Lage, schon am 22. April 1885 einer Kommisfioa eine« Gesetzentwurf über die Reoisto» de« Haftpfltchtgesetze« vorlegen zu könne«. Die Kommisfioa de« schloß die Ergänzung der Akte« und veranlaßte da« Depar- tement in Folge dessen eine umfassende Eaquete über beide rnmmm cr\.-. r— i-«-«i—— ,...... Je»«b<, in welche« explodirbare Stoffe gewerbsmäßig erzeugt ober verwendet werde«, sowie auf die folgende« Gewerde, wen» der Tewerbeunternehmer elementare Kräfte verwendet oder i» der Regel mehr als fünf Arbetter beschäftigt: Essenbah»-, Tunnel-, Straßen- und Brückenbau; Bauhandwerk, inbe- NUNSNM kehr. Auf Verlangen erhält der klagende Arbetter uaentgelt- fernzuhalten wisse». Und nun kein Wort mehr davon, d» mtt meine Dora nicht den Brate»»ittert." Paul nickte zustimme in das dunkle Haus. nend und die beide» traten schweigend Die Werbung. „Und ich wiederhole»och einmal, Konstanze, es kann uns nicht gleichgiltig sein, ob Onkel Tbeodor die Stadt oer» läßt oder ob er hier bleibt," sagte Verena in gereiztem Tone, mährend fie mit einer Hast, die ebenfall« auf innere Erregung schließen ließ, Hut und Mantel abwarf. Die beide» Mädchen kamen von einem Besuch, dm fie bei dem Onkel gemacht hatte»; in ihrer gewohnte» Weis« waren fie gleich»ach der Heimkehr in da« Zimmer ihrer leidende« Mutter getreten, um ihrem Aerger Lust zu mache«. „Mag er««« hierbleibe» oder verziehe», ich besuche ihn sobald nicht wieder," erwidette Koastaaze, nicht minder er» regt,„diese Grobheiten in Form wohlgemeinter Lehren uub Rathschläge schweigend angehöre« müsse», ist keine ttnge nehme Sache." .Hat er selbst Euch gesagt, daß er die Stadt verlassen wolle?" fragte der Geheimrath bestürzt. „Er erwähnte da« wie eine» Entschluß, Über de««an «och nicht ganz mtt fich tm Reine» ist," antwortete Verena, und ei» verächtlicher Zug umspielte dabei ihre Mundwinkel, „später aber sagte es uns die Rest mtt unverhohlener Echa- deafteude. Sie meinte, wir würde« deswegen wohl sehr traurig sei«, aber dem Onkel gefalle es hier nicht mehr, und vo» einem einmal gefaßten Entschlüsse lasse er sich nicht wieder abbringe«.' Di« Geheimräthm hatte fich von ihrem Schmerzenslager erHobe«, Zorn und Entrüstung sprachen au» ihrem schmale« Geficht. „Wie oft schon habe ich auf die Zntrigue« dieser Hau«, hölterin aufmerksam gemacht!" sagte fie vorwurfsvoll.„Sie hätte längst entfernt werden müssen—' „Rege Dich nicht unnöthig auf, Melanie,- unterbrach ihr Gatt« fie in beruhigendem Tone,„es ist ja»och gar Vche« RechtSbeistaud unb werde« ihm Kautiove», Gerichts« gebühre», Eiempeltaxen u. f. w. eriaffe». Die Uater-eh- mer habe« ei« Verzerchnih der Unfälle unb der in Folge des TeschäfiSbetriebS entstanbene« spezifischen Berufstrank- heite» zu führe«. Sie finb verpflichtet, be» Tag des U«« falle« ober der Erkrankung unb deren Ausgang genau ei«. S tragen unb dabei ausdrücklich anzugebr«, wann unb welcher ehörde sie die vorgeschriebene Anzeige gemacht, welche Eni- schävigungen(für entgangene« Erwerb, für Arzt unb Ver- pflegungtkoste«, Entschädigung für blechende« Nachthnl) dafür bezahlt worden; ob die bezahlte« Entschädigungen von der GeschäfiSkaffe, von einer UnfalloerficherungSanstalt, von einer Krankenkasse oder aus irgend einer andere- Quelle bestritte« worden seien; ob der Unfall oder die Erkrankung alt eine haftpfl'chtiae betrachtet worden sei oder nicht.— Unterlassung der Mitthe lung wird mit einer Buße von 20 bi# 500 Fr. belegt. Wird durch die eibgenötfilchen oder kanionalen AusfichtSorgane konstatirt, daß da» Opfer eine« Unfall« oder einer Krankheit eine billige Entschädigung auf oußergerichrlichem Wege nicht erhalten hat, dann hat die Kantonsregierung er-e Untersuchung einzuleiten unb dem Interessenten da« Resultat berfelben mit dem Eröffnen mit- zutheilen, daß er unentgeltlichen RechtSbeistand«ansuchen könne-?GMtr Man darf rückhaltlos anerkennen, daß Herr BundeSrath Droz bemüht gewesen ist, den Arbeitern die Geltendmachung ihre« Rechtsanspruch« zu erleichtern und ihnen für jeden Unfall eine Entschädigung zu sichern. E« läßt sich nicht bezweifeln, daß ein solche« Gef-tz in einzelnen Fällen fem« guten Flüchte tragen wird, im Allgemeinen aber wird e« ftir den Arbeiter ein« zweischneidige Waffe sein und ihn selber verletzen, während er sich ihrer bedient. Im Nationalrath hat man die«rwerterte Haftpflicht Ol* rncn Nothbehelf bi« zum Zustandekommen der staat« lichen Unfallversicherung aufgefaßt. Da« Hau« hat an der Vorlage de« Herrn Droz verschiedentlich gefeilt und sie noch schärfer gemacht al« sie e« ohnehin ist. Schließlich hat man die Berathung abgebrochen und sie auf den Winter vertagt. Bis dahin dürften sich die Ansichten soweit geklärt haben, daß die Hastpflichtvorlag« fällt und die staatliche, obligatorische Unfallversicherung ein« geführt wird. D'e AuSficht auf da« Zustandekommen der staatlichen, obligatorischen Unfallversicherung ist um so wahrscheinlicher, al« da« erweiterte und verschärfte Haftpflichlgesetz nicht die mindeste Aussicht besitzt, in der Volksabstmmung ange« nommen zu werden. Da schon Gewerbetreibende mit fünf Albeitern haftpflichtig erklärt werden und den«eiSen der« selben bei schweren Unfällen der sichere Ruin droht, hat da« Gts.tz auf eine stark« Gegnerschaft der Klein« und Großindustriellen und Gewerbetreibenden zu rechnen, und dies«, Opposition wird e« um so sicherer erliegen� da die Radtkalen, welche die staatliche Unfallversicherung wollen, nicht« ,u seiner Vertheidigung thun werden. E« bleib» den BundeSbehöiden nichts netter übrig, als den radikalen Weg einzuschlagen und die Arbeiterentschädigungen zur Sache der Gesammtheit zu machen. Politische Ueberstcht. Auch t» Sachsen fängt du Pott, et an. nngemüth« sicher ,n werden, wenn sie dabei auch melleichl dem„eigenen" Trieb weniger gehorchen mag, al« den Winken von außerhalb. Bisher find z.V. in Dretdrn stetl Versammlungen gestattet wotden, für den Dienstag wurde jedoch die von der GlaSmacher- Lobnkommiiston einberufene Versammlung verboten. DaS „Sachs. Wochendl." bemerkt hierzu:„Seit 3 Jadien ist da« die erste Versammlung, welch« verboten wird. Seit 3 Jahren Hai nicht nur der Abgeordnete Kaiser hier ungehindert geredet, sonvern auch die Abg. Bebel, Vollmar, Geyer, Kaden u. s. w. konnten ungehindert reden. Nur einmal wurde eine Versamm- lung verboten, al« Herr Prediger Schäfer die Fortsetzung seiner Versammlung vom Frettag am Sonnabend hasten wollte Damali aber hatte Herr Schäfer nicht nur die Soztaldcml» kratte, sondern auch dir Kirche und die Religion heftig ange- griffen und zum»uitritt au« der Landeskirche aufgefordert, was wohl Veranlassung de« Verbot« war. Wir wollen hossen, daß dieses Verbot nicht der Vorläufer einer schärferen Luft« richlung ist." Diese Hoffnung scheint unt leider ein« sehr trügerisch«. Schutz d>r nationalen Arbeit. Al» die Damvfersub« ventiontvorlage vom RetchS-age bewilligt wurde, da ist mehr- fach darouf hingewiesen worden, daß durch Erbauung der Dampfer dm deutschen Arbeitern Gelegenheit zu Arbeit und nicht erwiesen, daß die Refi meinen Bruder zu diesem Ent« schluß veranlaßt hat." „Jedenfalls, Papa!" erwiderte Verena,.Du hättest ihr nur in die Augen sehen sollen, al» sie uv« die Mittheilung «achte. Ich glaub«, die ganz« Eindruchtgefchichte hat sie erfunden und in» Weil gesetzt, nur um den alte Mann zu diesem Entschluß zu bewegen. E« ist ja gar ketae Anzeige von dem Einbruch gemacht worden und mitgenommen hat der angebliche Dieb auch nicht«." Der Geheimrath schüttelte mit zweifelnd» Miene da« Haupt. .Da» laßt sich doch nicht wohl annehmen," sagte er, „ich kann auch nicht glauben, daß die Haushälterin so großen Einfluß auf meinen Ärud» haben soll. Und wo« den Ent- schluß selbst betrifft, so war'S wohl nur ein Schreckschuß, Theodor denkt nicht daran, in eine fremde Stadt zu ziehen, er ist zu alt dazu geworden." „Du solltest ihm doch einmal ein«nstes Wort sagen, HanS," schaltete seine Fran ein,„die Kind» können ja keine Freude mehr daran finden, ihn zu besuchen, e« ist sehr un. rech», daß er sich ihren Aufmerksamietten gegenüber so wenig dankbar bezeigt. Uad wenn man nun auch noch befürchten muß, daß« seine Haushälterin zur Univnsalerbin einsetzen wird, dann reißen natürlich die letzten Bande, die ihn noch an un* fesseln." „Ach wa», davon kann ja gar keine Rede sein!" er» widerte der Gehennrath ärgerlich.„So sehr ist et der Haut- hältttin nicht verpflichtet, daß et nur im Traume daran denken könnte, ihr fein ganze« Vermögen zu vererben. Er ärgert sich Über manche», und ich kann'« ihm so Übel nicht nehmen, wenn er die auffallenden Toiletten unser« Mädchen Verschmcndung nennt. Sie gehen ja jedesmal in einer an- deren Toilette zu ihm, sie sollten in diesem Punkte v». ständig sein und auf sei«« Ansichten einige Rücksicht nehmen." D-e beiden Schwestern warfen einander einen bedeu, tnngsvollen Blick zu und lächelten gningsch ätzend „Dann müßten wir da« Kochbuch autwendig lerne«," spottete Verena._ ,,,. „Und uns einem Examen üb« Damenschneid»«, unter- ziehen," fügte Konstanze hinzu. Verdienst gegeben««de. Nachdem aber der„Vulkan" in Bredow die Dampf» zu bauen rrbaltrn hat, ist r« mit dem „Verdienst" sehr schlecht bestellt. Auf lein« deutschen Werft dürften so niedrige Löhne wie auf dem„Vulkan" gezahlt wn den. Und nun werden nicht einmal lauter deutsch« Arbeit» bei dem Bau der SubventimSdampfer beschäftigt. In den letzten Wochen hat die Dttektion de«„Vulkan" maffenbaft schwedische Arbeiter kommenlaffen, wie e« heißt, 5—600, Nun können allerdings die Liefnunasfristen für die Dampf» nicht innegehalten werben und der„Vulkan" braucht Arbeit»: ab» diese konnte er auch am Oft« ober in anderen deutschen Städten»hallen, wenn— ja wenn die Bezahlung und die Behandlung d» Ardeiter etwa« besser wäre! Wie man un« mlltbeill, soll den schwedischen Arbettern ein Stundenlohn von 35 P» versprochen worden sein, dieselben sollrn jetzt ab« nur 25-30 Pf.»hallen. Die letzt»», Lohnsätze find di-h«r im „Vulkan" immer nur gezahll worden. meist noch weniger, e« aiedt sogar Arbeit», welche nur 16 Pf. pro Stunde verdienen. Für Uevnstunden und SonntagSarbell wird nur der einfache S undmaerdienst gezahlt und ei sollen auch bereits schwedisch« Arbeit» rvied« abgereist sein. Wir aber können die Frage nicht unterdrücken: Sollten im Wint», wenn der Bau der Suboentioni dampf» beendet ist, d» schwedischen Arbeit«, die nicht in ihre tzeimatb gelangen köinen, nicht dazu beitragen, den Lohn noch mehr zu brücken?— Die schwedischen Arbell« müssen in Massen- Quartieren übernachten, da man in kein« Weis« für Schlafstellen gesorgt hat. Kretkonservative Einfalt. Die„Post"»»stieg fich in ihr« tetzien Numm»— im politischen Thril— zu folgend» Muster letstung:„He» Bebel»sucht im Zeirtralorgan der Sozialdemokratie, alle Krlliken übet den Freiberg« UriheilS. sprach an feine Adresse nach Plauen bei Dresden zu senden. Die Kritiker, welch« ihre Billigung gegenüd« dem Urtheil gegen die sozialdemokratischen Führer aussprachen, mögen fich in Acht nehmen. Der Kollekttvgalgen im sozialdemo- kratischen Kollektiv-Zukunft« staat harrt ihr»." — Wir verstehen un« wenig aus'l Prophezeien. ES will un« ad» scheinen, al« hätten die Sozialisten, fall» ste zur Macht gelangen sollten, Besseres zu thun, als offiziöse Zeilenschretb» aufzuknüpfen. Entweb»: sie werden diese— Sorte laufen lassen, od» wenn ste e» vorzithen, dieselbe festzusetzen, so w»den ste allen Rechedurst hinlänglich dadurch kühlen, daß ste die Offiziösen veiurt heilen, den ganzen Tag nicht« als die früheren Waschzettel und gouoern« mentalen Auslassungen üb» Ven Sozialismus zu lesen. Die Veruri heilten dürsten sich dann selb» vor Vttzweiflung reihenweise aushängen. lieber die Anwendung de» Sozialistengesetze» bezü g- Druckich.iften und Vereine find in lich der sozialdemolratischen ein» soeben bei Carl Hrymann erschienenen, vom Polizei- sekretär Atzroll im amtlichen Austrage verfaßten Broschüre folgende tnt»essante Angaben enthalten: Seit Erlaß de» Sozialistengesetze» di» zum I. Juni d. I. find durch Bekannt- machung im„Reichianzeiger" 948 Druckschriften verboten, 246 Vereine geschlaffen worden. Von den verbottNkn Druck- schristen gehören 792 der Kategorie d» Broschüren, Flug- dlätt»*c. an» während 83 in Deutschland und 41 im Auslände er chienene Z�iungm unterdrückt wurden, außadnn wuc- den 32 einzeln« Nummern verschiedener Zeitungen auf Grund de« voziffttstengesitz-» konfiSzirt.— Zu den o»dotenen Der- einen, welche zusammen an 137 Orten ihren Sitz hallen, ge- bören ihr» Art nach 17 über ganzDeutschland onbreitelen Zweigverbänden und 18 einzelnen Mitgliedschaften derselben an, 3 waren Zentraikaffen, 100 Arbeiter» und Wahloereine, 15 Mllaliedschattm der sozialistischen Arbellnpartei Deutsch« land», 7 Fachvereine unb 86 gesellige Vereine. Heben die politische Ausbeutung aller Tumulte«nd Eewaltihate« ichreidt die„BreSl. Mg, ig." sehr zutteffenv: „Wenn ein Aufsehen«regender Raubmord oder Lustmord verübt wird, so sind stet« ein paar Federn derett, die au». einander setzen, daß der Verfall all« christlichen Zucht und Sitte darin offenbar wnde, und daß nur die Mißachtung d» Kirche und b» Religion die Schuld an diesen bttspiellosen Ertigniffm trage. Wer in die Geschichte und namentlich auch in den Jahrbüchern d» Straftechispfl-ge Bescheid weiß, der weiß dagegen, daß heute kein Verbrechen begangen wird, da» nicht vor fünfzig oder hundert I ihren in einem andnen Ver« brechen sein Ebenbild hätte. Allndingi Dynamit lonnte man picht anwenden, d-v.r et erfunden war, ad» schon vor grau« Zeit wurde in London einst«ine Pulv»v«schwörung entdeckt, die einen so tiefen Eindruck auf die Z-ttgenoffen machte, daß' die Erinnerung daran noch Jahrhunderte lang in grotesker Weise begangen wurde. Ad» beule wird jede» Verbrechen, da» be- Ocn wird, durch Presse und Telegraph einem viel wetteren e bekannt al# früher. Wie e« mit Raubmord od» Brand- sttftung gebt, geht ei auch mll dem Verbrechen de« Auf- rühr«. Wenn man LouiS Blarct Geschichte der zehn Iah« von 1830 bi« 1840 liest, so findet man, daß in diesem ganzen Zeitraum die Straßen! umulie niemals ein Ende gefunden haben. I tzt vor ungefähr hundert Jahren wurde London von einem«eradrzu sinnlosen Aufruhr heimgesucht, den Boz in seinem Roman vamady Rudge in sehr farbenprächtig« Weise ,E« könnte Euch nichts schaden, wenn Ihr beide« lernen wolltet," sagte d» Geheimrath bitter. „Wie Du nur so reden kannst, HanSi" erwrdnte feine Frau entrüstet.„Nützen kann es ihnen auch eicht—" ,W» weiß i" fiel» ihr in die Rede.„Zeiten und Verhältnisse änb»n fich und niemand kann voraus wissen, wie fein Geschick spät« fich gestaltet. Da ist e« imm» gut, wenn man soviel Nützliche« gelnnt hat, daß man im Roth- fall sein Brot»«dienen kann—" „Lied» Himmel, wie schwarz blickst Dn in Zukunft I" rief Veten» lachend.„Wenn man imm» ein solche« Schreck« gespenst vor Augen haben müßte, würde man seine« Leben« niemal« froh w»den l" „tl-d nicht» ist leicht», al« die Zukunft der Mädchen fich» zu stellen l' sagte die Räihin, mit dem feinen Batist, tuch üb» ihre Stirn streichend.„Ich habe den Weg oft gezeigt, und e« muß mich befremden, daß man immer noch säum», ihn einzuschlagen. Die jetzige Haushälterin Deine» Brud»« müßte eNtfernt und durch ein« andere»tsetzt werden, die geneigt ist, nns»e Interessen zu»»treten, dann wäre unseren Kindern da« Erbe gesichert." „Glaubst Du?" fragte ihr Gatte ironisch.„Gesetzt, da» alle» gelänge mir, woran ich ab» sehr zweifle, so würde die neue Hauhälterin ebenfall« ihre eigenen Jvt«, essen in den Vord»grund stellen. Selbstsüchtia fub alle Menschen; dadurch, daß wir di« Refi defeitiaen gewinnen wir gar nicht«. Dann ad» auch läßt mein Brud« fich nicht leite« uad bestimme»; wie» bi« Dinae Ä-Ä%"Ä""h .Du willst also nicht« in dies»»vgelegenhett thun?" sagt« mitbringt!' werfend. „Auf meine«rankheit muß«Rücksicht nehmen!" fügte geschildert hat. In Berlin brach am 3. August 1835(«! btochei Snaßentumult los, für welchen man die Ursache nie hat» hat rrachc gründen können, und die Zensur vndot den Zeitungen eins» der®tbt von diesem Tumult ein Wort zu sagen. Bei dem EingreW � n* t der bewaffneten Macht wurden harmlose Paffanten getödili �* und den Zeitungen wurde untersagt, die Todesanzeigen# D» hin drucken, welche die Hintttbliebenen veröffentlichen wallten lr! c noch im Sommer vor dem tollen Jahr tobte in Berlin Tage W Hrburt der Kartvfftlaufruhr, ehe ihm durch militärische« Einschreite hzden, ,, ein Ende dereitet werden konnte. Und wa« daS„anartf ja stische" Verbrechen vor hundert Jahren anbelangt, I« �ser E lese man nur Schill»« Räud», und glaube dabei nicht, M jciAjiw Schill» die Ding---- �-- a Singe, die er schildert, au» der Luft gegriffen b»«rästbent Er bat der Polizei zu Liebe auf den Theat», eitel twif« müssen, da« Stück spiele vor Vntündigung de« L-nVfrt«»a>ft Wfenb ad» thatsächlich svielle«» zu sein» Zeit. Solche Räud» Kaitz hmd banden gab«» solche Verbrechen führten fie au» und soi« LaKrlan vttkommene Söhne aus guten---■- Häusern stellten fich an id« Mrückkebi Spitze. Der Staat hat die Ausgab«, da» Verbrechen zu* richtig ist kämpfen, zu bestrafen, ab» er soll niemals glauben, daß« demselben durch irgend welche ZwangSmaßregeln wird«olltz vorbeugen können. Viele von den Eceigniffen dies:« Jahm find sehr betrübend und durch nichts zu beschönigen. Ader«» erste Grundsatz muß doch Kleiden, daß d« Slaat Rechts verletzungen nurin den Formen de« Red zu sühnen hat. Wir müffen den Gedanken zurückweisen, die Unstlllichkcit unt» den Menschm Forisch'itte gemacht. und daß wir durch eine Strenge, welche die humanen Grub» sätze frühetetr Zeiten vn letzt, diese Unfittlichfell unterdi* müßten. G»ecbtigkell bei d» Verfolgung de« Unrecht«, manttät bei Ausübung dn Strafgewall, sorgfältige T der Gleichheit vor dem Gesetze und b»» schriedenen Formen d» St-afverfolgung find kostbare G welche eine frühere Zeit un« htnterlaffen. und e« stünde schlecht an, daran zu rütteln."— Leid» vergißt da» Bru._ Blatt hinzuzusetzen, daß wir durch polizeiliche AuSnohmeg# und ähnlich:» bereit« tüchtig daran gerüttelt haben. Die Soziatdemokratte ist in folgenden Landtag«' • im{/ifhfff/hßn im hitrifc%? vertreten: im sächstschen durch 5, im hesstschm durch 2,* allenburgischcn durch 2 und im weimarischen durch einen � geordneten. Die Veitretung im reuß'schm Lendtag hat die genannte Partei wiev» eingebüßt.. Der Arbett»v»et« für Dretde«' Reustadt W.TI schloffen, bei ven nächsten Stadtverordnetenwad>' i selbstständig in Aktion zu treten, damit endlich auch Vit dellnschaft Drei den« in den Gemeindekörpersch asten eine gemäte Vertretung bat.. � Haussuchungen nach Most'«„Freihell" und nach| „Sozialdemolrat" haben dieser Tage mehrfach in Ottensen K| gefunden., � 700 Mark kovstizirt. Am Montag wurde bei«T Kasstr« der Lohnkommisston d» Maurer in Stettin der ff banden« Kaffendestand in Höh« von 588 M. 23 Pf. und i Dienstag derjenige d» Tischler im Betrage von 1" 69 Pf., worunter fich 6 Briefmarken» 10 Pf. befinden.! lich deschlatznahint. Diese Fond? waren bekanntlich zur stützung bilfibedürfttst» Kollegen gebildet.. Weibliche Zuhörer auf preußische« Untverff/K dürfen nach ein» Entscheidung de» Kultut minist»« vowj�� wed» ali Studirend« aufgenommen, noch al« Hciptt�Hri- gelaffm w»den.— Sin allzulange« Leben dürfte d�iAW scheivung nicht bestimmt sein. D'-e besitzenden Klaß�' w«d«n mll jedem Jahr« mehr und mehr die Freies ü akademischen Uniernchte» für ihre Töcht» verlangen, � jjj unsere ganze wirihschastUche Eni Wickelung mll fich bringt'' � die Weib» immer mehr auf fick selb« zur Sicherung Existenz angewiesen sind. Die„Töchter�' d» oberen werden mithin sehr bald nach Aufheduna der Bestimmung verlangen, weil ihnen durch dieselbe aerao wttthoollsten Berufe verschloffen find. Die Krage der«ückberufung»«» ZesuitenordA in den Zeitungen einen recht diZttn Rapm i Die Uttramontanen haben übrigen« sell Lange« � Zveifel mehr darüber gelaffen, daß mit d» Forveru g�. Aufhebung de« Jcsuitengesttze« die Fortsetzung de«* A lampfS beginnen wnde. H«r v. Schorlemer ,0 i' «tbcaftt i ?Mpen S --d ff nimmt svruch. einem d« letzten Katholilentag« zu einer 341 angelündigt e« bereits feststand, daß die preußische Regierung zu- �, zesstor.en auf kirchenpollltschem Gebiete derell rei. ttm fürchtete„Versumpfung de» Kulturkämpfe«" iu otrhüten, an die Jesuttenftage»innert, und heute, nachdem wcugt�.� Zugeständniffe zur Adschwächung d« Maigesetze L find, wird die Rückdeiufung der Jesullen auf d' ordnung gestellt. DaS Vertrauen der Ultramoni diese Frag« zu ihren Gunsten entschieden werden wird. groß zu sein.. kf U or Ueber eine merkwürdige„Poleu".«uSweilo>t<>%- richtet die„Dan,. Zig.": Im Regiemnagdezirk MaiitN�,%* ■--- Franz Schmiß, bitb� ist kürzlich ein Beste» Namen« hast tn Moczadlo, ausgewiesen wmdrn» obwohl de.sellw in Preußen geboren ist und seitdem un ............_____, die Mutt» hinzu,„» kann nicht»»langen, daß* ihm widmen soll."«Ü D» Geheimrath zuckte die Achseln, et wußte l\ unerquicklich und fruchtlos e» war, Üb» diese« Ka?� seinen Damen zu reden.,»«t auf Und dabei staub» in vielen Punkten ganz Seite seine« Bruder«, auch et billigte diesen Lul b» ihn zu ruiniren drohte, ab»« besaß nicht dt# ein entscheidende« Wort zu sprechen, den Anfordet. sein»»»wohnten Damen gegenüber war« ohntn#E „Wenn Dein Brub« so rückfichlivoll und iiebe#� � wäre wie Baron v. Bttgau, dann würde« mft stet« willkommen fein!" nahm die Geheimräthin#*@ � Weile wied» da« Wort, während die Mädchen IM tinanb» flüsterten. "l **4 ,* % r«sc ki K inanb» flüsterten. ut,'A\ „Die Menschen können nicht alle liebenSwürvig »widerte et nnmuthig,„man muß st- nehmen,»« r i,?|>,f| Öheodor mag in seinen Umgangsformen gerade W, »widerte Theodor------—.... fein sein, aber« hat Kopf und Herz auf de« rech'' und da» ist die Hauptsache. Wird He» v. Berg un« wied» einen Besuch machen?" � „Wahrscheinlich,» war gestern nicht h>e� ftff glaub« ich schließen zu dürfen, daß« HM" men w>rd.">-> stS" „Ferdinand war gest»n auch wied« in Erlen vattz, dien» mit em« Kart« eia die« seinem v reichte.... Herr#" .Freiherr Friedrich v. Bergan." laS�d» alte halblaut« Stimme,„»'st willkommen! Httr# „D» Hm Baron änß«te den Wunsch, m' Geheimrath allein zu reden," erwionte d.r �'ti' -e W g Der Geheimrath hatte fragend blickte« seine Gattin an. -5 A8??,«! h0*in tn unserer Provi „ A if-i � Mgewksen. daß sein Vater l n z gelebt hat. Schmidt dereiti 1327, also lange vor "" y„f,i"• �ajgratticn, oag tttn Baier oernis lozt, auo lange vor . ffWfi« � Abmt bei jetzt Ausgewiesenen, nach Pirutzen gekommen .5 lu � �tk angesiedelt und tn Preußen sowohl die Aemter �«meindevorsteher wie ali Sirchenvorfieher bekleidet hat. 'n?!?% n!tin Bater schon Gemeindevorsteher tn Preußen war, alt ollien. M&K«. niill T7 n>»-oarer schon Gemeindevorsteher tn Preußen... gj®ij Schmidt dai Licht der Welt erblickte, so glaubte er durch ali preußischer Unter! han erlangt zu ebenfalls Vertrauens ämter bekleidet hat, tend gemacht hat, ist allerdings vom Oder« '.xw.hMl'"r.-'-ltungSgericht dieser Tage all rechtlich nicht durch r. eeimoifm worden, und et wird nunmehr sein Ge. ...hS q,. � Preußen verlassen und nach dem ihm oktroyt.ten i* J üti Rußland, daS er persönlich nie kennm aelernr hat, l„.n ds M b"" müssen.— Wenn dt« vorstehende Darstellung K.n Jni 8 so werden die Nachkommen der französischen R:fugit« mrv iu hait�?' � NaturalisationSmkunde ihrer Vorfichren bereit f � Oesterreich Ungarn. '5»e4t''i.»-?? Anarchismus scheint in Wien neue LebenS, eichen », chle'i w? ,r& ß«ben zu wollen. Man schreibt darüber der„Magd. vetten dlj I% unter dem 16. August; Die anarchistische Partei der rächt' bidilM*? Arbeiterschaft hatte den gestrigen Sonntag, an welchem in, Rrbeiterdemonstratton tn Brüssel vor stch ging, dazu rnkiddlWL* m"' wieder ein Lebenszeichen von stch zu geben. Die « e>' »urch ij? S'.Stl irtifi* »Ä- iu'n.kPJ" Bereitschaft. In Folge dieser Ar strengungen si-uM-. s�'intten stch die Anarchisten darauf, tn der ItiSoom Sonnabend auf Sonntag eine Anzahl von Flug zumeist tn entlegenen Straßen der Vororte auSzu« tj ,?.°�r an die Hauser anzukleben. Der Polizei gelang keiw Anzahl von Flugschriften zu saistren und zwei Ver> ?®JJ solchen Schriften zu verhaften. Der eine, ein ttthnt, wurde Sonnabend Abend auf der Landstraße hnklbe hatte in seinem Traglord eine Anzahl von Win,?.- verborgen. Er wurde in daß PolizeigefangenhauS «tant?-ü ,�ott einem scharfen Verhöre unterzogen. Er ent- ®«o7h. a�0 kistiger Anhänger der anarchisti'chen Partei, irool».,'s? Itdoch ganz entschieden, anzugeben, woher dt« ch>?»nären Flugblatter stammen. Der zweite Verhaftete ist �.Junger Schuhmacheraeselle. Derselbe wurde bei der »rferlinie beim Ankleben einer Flugschrift ertappt; in VZ (a«4 K m teaordt itn i? igeml Detung., Genoffen, bahanltch, anzugedei', woher »-.Elften habe. Diese zwei Anarchisten find die ersten, da» erst vor drei Tagen in Kraft getretene ier in Anwendung kommen wird. Heute in rgenstunden nahm die Polizei bei bekannten anarchistischen Partei Hausdurchsuchungen vor. kZWsten h Molche....... ÄÄÄ 6v2Jtrn der anarchisti r kführern -eS«ultZ Hi s �. m ,s >'."'.ch „Es lebe die Revolution, hoch die Anarchie!' h�'kemolare find mit kleinen lateinischen Lettern dedruckt, stilistrt und unortbographisch, und weisen am Schluste Vermerk aus:„Denunzianten werden vernichtet l" unter den Wetßgerbern in Prag auigebrochme „titerstreik— schreibt man der Wiener„N. Fr. Pr." f 17. d. M.— erstreckt stch auf vier Fabriken in Lieben, zwar die Firmen Schöneberger, Felinet, Engländer und und auf drei Fabriken in Holleschowitz der Firmen Rauda! und Raudnitz. Dk Arbeiter hasten betest* _ Tagen gekündigt, und die meisten kamen x.-.GMZ'ZM Kwgen einen fixen Wochenlohn von 10 fl. und nebstdem für jede wettere Stunde nach der ArbeUSzeit. Diese M« bisher von 6 Uhr früh bi* 7 Uhr Abend*, die Streiken- )ü*Rhnäen jedoch eine Redu-irung von 6 Uhr früh auf 6 Uhr Gewerbe- Fnspeftor Weber unterhandelte heute den Tag»wischen den Fabrikanten und Acbettnn, eine Eint «rrh�urde jedoch bither nicht erziell. Zwölf Arbeiter wurden . lu w, Rußland. iS tu i. Wühlerei gegen die deutschen In« Ä vi*1 in Rußland wt d der„Vost Ztg." geschrieden: %?."®|knn. Pozn." in seiner jüngsten Nummer mit« S tSJ-( ds* Mitglieder der von der russtlchm Regie- U<»n�Men Jndustrie-Enquete Kommtsston ihre Au' gab« nehmen in die Hypothekenakten der deutschen �'�i«n Ein ficht, forschen die Arbeiter au* Preußen au*, % w S» ntvM Unterredung mit dem alte» Baron," wfiL*0« fi« bezwecke» Ä Dir?!." ja sogleich«fahr«»," erwiderte fi«,.ich Der ch.«uSkunst darüber zu gebe»." v«tt schüttelte da* graue Haupt und warf in de» Spregel, dann ging schließen, al* er noch . gilt Dir allein, Ko«. ltttb«............ vura-genehm sei», wenn *0 stch bestätigte,« wüvschte ja die Ver- '»,!"0 �och eme schwere Last ihm auf dem I*t* dem Baron gegenübersaß und seine £ p�f-nd" Blick Ji C%0M:? wollte eben die Thüre schli« �.eser Bes.ch gUt Ql Verwo� Run, ihm konnte«* vura» utt,'* tt )rtt» H«t -i» e* ist«nnöthig, daß«ch unserer Unter» lang« Ei»leitu»g vorausschicke sagte der M nachliisfig mit seinem Lorgnon spielevo, sofort zum Kernpunkt und bttt« Sie, mir u»d ganz ohne Umschweife zu aatworte«. (i. weine» Sohn, er hatte die Ehr«, in Ihre ZiT' zu»«de«, vielleicht überrascht«* Sie " frz-r!?? s*i»e« Namen und Auftrag um die Hand »it. Der Tochter Konstavze w«be." >v?' ga*. �'«rath konnte seine fteudige Genugthuung *t»st« Ä�g*", so sehr« sich auch bemüht», etat &S?*«.%«hmooSJ'feag übenaschtmich dennoch/ II 0..?>e toi. c. l''"0 1« J-f«» Unl JmS jkeub,. c lommt au» gutem H«zea. Mit aufl kl»»~ Q..A. � Gehp t/4*-Z. i_ a»___ m«, /t>--- g-«r äufiu ß'b« ich, auch im Name» mein« Gemahlin, K*' M Herrn Sohne"' � 5#% «ein« Tochter stelle ich persönlich WUMMM tede»« � geschäftliche Seite dies« Am ®,e w.fsen ja. daß auch die* g» revidiren da* au* Schlesien kommende Rohmaterial%., um auf solch« Weise die Veihaltniffe dies« Unternehmungen an der polnischen Grenze ganz speziell iennen zu lernen. Da* Resultat dieser Untersuchung wird, wie dem„Dzier.n." ge« schrieben wird, wahrscheinlich darin bestehen, daß der größere Theil der deutschen Fabriken bei SoSnowice unter der Be gründung au'oehoden werden wird, daß die gegenwärtigen Befitzer ven Grund und Loden zu den Fabriken von den dortigen Bauern in„ungesetzlicher" Weise erworben haben. Die* wäre, wie weit« bemerkt wird, ein radikale* Msttel, um die gefährliche fremde Konkurrenz zu befestigen. Di« hier von vom„Dzienn. Pozn." berührten Verhältnifie scheinen un* auch außerhalb deri unmittelbaren Fntereffentenkreise die ernsteste Beachtung zu verdienen, wci nglerch nicht auSgeschloffen ist, daß d«„vzirnn.", d« ein Jntereffe daran hat, Verstimmungen zwischen Deutschland und Rußland Vorschub zu leisten, den Toaldestand in nicht ganz unbefangener Weise darstellt Ader thatfächlich find jene von deutschen Unternehmern auf polnischem Boden begründeten Anlagen den Rüsten von jeh« ein Dorn im Auge gewesen. Jene Anlagen wurden zum großen Theil in der Z«st eingerichtet, al* den auf deutschem Boden befind- lichen Unternehmu' gen durch hohe Fadrikatzölle d« Absatz nach Rußland«schwer! oder unmöglich gemacht wurde, so daß die deutschen Unt«nehmtt stch damit entschädigen zu können meinten, wenn ste die Produrtion auf polnischem Boden de- trieben und die von ihnen für diesen Zweck daselbst einge- lichteten Fabriken mit dem damal* noch zollfrei od« gegen einen nur geringen Zoll nach Rußland einführbaren Roh- matnial au* Deutschland««sorgten Inzwischen find indeß in Rußland auch auf diese Rohmaterialien hohe Einfuhrzölle gelegt worden, und hat«S auch sonst nicht an mancherlei Maß nahmen gefehlt, mst denen den deutschen Unternehmungen auf rusfischem Boden da* Leben sau« gemacht wurde. Ist die* nun schon in Zeiten geschehen, in denen zwischen R->ßland und Deutschland tn politischer Hinstcht die freundschaftlichsten Beziehungen destanden, so wird man all«dinaS gegenwärtig, wo diese Beziehungen keinesfalls mehr die alte Freundlichkeit»eigen, auf um so schl.mm«e Dinge von russtscher Sette h« gefaßt sein mllffen, und, gerade weil in neuerer Zeit da* Ledürfniß nach ein« aufmerksameren Beobachtung d« polsttschen Slim mung tn Rußland gegen Deutschland vorhanden ist, erscheint er erforderlich, auch da* stch anscheinend nicht dlo* au* wirth« schastlichen GrfichtSpunlten rr klärende Verfahren, da* russischer seit* gegen die deutschen Unternehmungen auf rusfischem Boden eingeschlagen wird, im Auge zu dehasten. Belgie«. Die stastaehabte Ardetterkundgebung bildet— darin find, wie d« vrüffel« Mitarbeit« des„Hamb. Eon." schreibt, alle politischen Kreise einig— ein epochemachen. de* Eretgntß für velgten. BiSb« find e* nur die Lide- ralen und Klerikalen gewesen, die stch um die Macht strtiten; j tzt tritt eine neue Partei, die Arbeiterpartei, in den politischen Kampf ein. Die leitenden Organe der beiden herrschenden Parteien,«klären offen, daß den gerecht, n Beschwerden d« Arbeit« abgeholfen, daß ab« da* polstische System nicht geändert werden wird. Die Arbest«KIätter geben stch auch kein« Täuschung hin; ti dedarf noch heiß« Kämpfe, um dm Ardeitern da* Wahlrecht zu mtngm. Da* Organ de* Gene» ralrath*, der„Peuple",«klärt heute:„Die Sprache der Blät- ter der hnrschendm Bourgeotste zeigt klar die Adficht an, die Ardester-Forderungen nicht zu erfüllen; um so schlimm« für da* Land und für die Bourgeotste selbst." Anläßlich d« Kundgebungen hocken 20 sozialistische Brdeitervereine Holland* sowie die Sozialistm d« Städte Pari*, London, Stockholm und Basel dem Gm«alrath Glückwunschtelegramme zugehen laffen. Frankretch. De« Streik der Arbeit« der Maschinenfabriken in B t« r z o n(Dep. Eher) scheint eine ernstere Ausdehnung an- zunehmm und eine Wiederholung der Vorgänge von Decaze» vill« werden zu sollen. Der„Erl du peuple" dringt folgenve Depesche:„Die Truppm machten vor der französtichen Kompagnie Spalter. Viertausend Personen haben manifestirt. Die Truppm und Gendarmen wollten nun den Platz räumm laffen. Wir leisteten Widerstand und verlangten dm Abzug d« Truppm. Die Bürg« vaudin, Gmeralratb, und Samson, AnondistemmiSralh, setzten dm Abzug der Gendarmen durch, und diese warm genöthigt, den Platz zu räumen. Di« steg reich« Bevösterung zog stch hierauf zurück. Kein Arbeiter ist in die Fabrik zurückgekehrt. Dir Streik ist allgemein. Di« Be- völ!«ung ist ruhig, aber m«aisch. Baudin ist zum Gen«al- rath gneist, wo« den Präfekien int«pilltrm wird. Wir«- warten Vaillant. Benachrichtigt BaSly und Camötinat. Rosstgnol— Föline— Baudin.— Wie der„Tempi" meldet, find auf Anlangen de* in Vstrzon westmdm Staatsanwalt* 25 Kavalleristen au* BourgeS dahin abgegangen. D r ehe- maltge Kommunarde und jetzige Pariser Gemeinderath Vaillant ist in Vierzon angekommm. Großbritauuie«. Au* London wird die Nachricht mitgetheilt, daß der ordnet werden muß, ich zweifle nicht, daß wir diesen Punkt ebenfalls rasch«ledige» werden. Mein Sohn wollte davon freilich nicht* wissen, er meinte, da* w«de sich spät« finde», wie et aberhaupt in alle» finanzielle« Fragen flüchtig über die Sache hinweggeht. Natürlich wttd er für alle Fälle die Zukunft sein« Gemahlin fich« stellen, bestimme» Sie nun, m welcher Weise da* geschehi» soll/ Di« Srirne de* Geheimraths hatte fich für einen kurze» Moment umwölkt, aber schon im nächsten Augenblick um« spielte wied« da* ftmndlrch« Lächeln seine Lipp». „Ich überlasse da« ganz Ihrem Her» Sohne,"«. widerte er, ,« wird dafür ja die paffende Form schon finde». Daß ich meiner Tocht« eine glänzmd« Aussteuer mitgebe, brauche ich wohl nicht zu erwähnen." „Sine Mitgift in baare« Seide od« Werthpapierca? Od« zieh» Sie vor, em Laadgut ,« kaufen, wel« che* dann als Wittwmfitz i« Eheverttag bezeichnet w«d» könnt«?' .Ich kann darüber jetzt»och nicht* Näh««* sagen,' «widerte d« Geheimrath au«weich»d,„Sie begreif». H«r Baron, daß ich«st»ach eingehend« Rücksprache mit meiner Frau r» d« Lage sei» werde, die Höhe der Mitgift und ihre Bnwmdung zu bestimm». Heb« die* liege» mein« Kapitalien augenblicklich fest, ich werde«in« läng«» Zeil dedürf», um die betreffende Summe flüsfig zu«ach«, und die Zerto«hältorff« find dazu gegenwärtig w»ig geeignet. Ab« die»nficheruug gebe ich Ihn», daß Sie mit mir»« frieden sei»»erde», ich bitte nur um Geduld, bi* rch dt« SMMWZ .TSS s=% ""-i- NW—. Führ« d« Jrländer Parnell, demnächst zur katholi« f ch e n Kirche üb« treten werde. Die Nachricht— schreibt die „Franks. Ztg."— ist überraschend, ab« nicht unbegreiflich. Die Stellung b« Parnelliten in Filand ist in der letzten Zett eine sehr schwierige geworden, da der Triumph d« nationalen Sache unmittelbar in AuSstcht gestellt wurde, jetzt ab« wied« in die weite Ferne gerückt ist. Es muß atso etwa* gesch'hm, um den Zusammenhang zwischen Führ« und Volk auf* Neue zu befestigen. WaS ad» soll geschehen? Wenn die Einstellung der Pachtzins. Zahlung proklamirt und eine neue Obstruktion im Parlament unternommen wird, so verli«t Parnell die Unterstützung sein« englischen Vnbündeten, mtt deren Hilfe « allein hoffen kann, sein Ziel zu errrichm. Eine irische Politrk der Grwaltthätigleit würde ohne Zweifel alle englisch» Parteien zwingen, gemeinsame Sache gegm Irland zu mach», würde also ein» Er.olg völlig ausschließen. Anderseits zeigt d« irisch« Kongreß in Chtkago toergl. Amerika), daß die amerikanischen Irland« gesonnm find, ihre V«btndung mtt den Dynamitheld» wied« aufzunehmm und auch die eng» lisch» Frländer zu einer Politik der Gewaltthättgkett zu ver» leiten. Unt« diesen Umständen scheint Pamell einen Glau- deniwechsel für da* beste Mittel zu halt», den Kitt zwtsch» ihm und dem irisch» Volke zu einem unzerstörbaren zu mach» und da* Auflodern de* Religionskriege* in Belfast kann dies» Entschluß nur befestigt haben. ES ist ganz richtig, wa* d« London« Korrespondent der„Fndöd. beige." schreibt: ,Lch glaube an die Nachricht von der Bekebruug Parnell». Die katholisch» Homeruler Hab» ein» Prorestanten an ihr« Spitze geduldet, so lange die religiös« Frag« von d« politischen Bewegung g«tr»nt war. Aber die Konservativen haben den unverzeihlichen Fehl«, nach Gladstone'» Ausdruck: da* Vertrech» begangen, tbren konfessionell» Haß in die Sache zu mischen. Man hat den Protestanten gesagt: Ihr müßt die Homerul« bekämpf», well ihre Parteigänger Katholik» und Ihr Protestant» seid! Da* Land theilt fich jetzt nicht mehr allein in Hom«ul« und Anti« Homeruler, sondern d« Kampf wird von nun an auch geführt zwischen fonaiischen„Hugenotten" und sanatischen„Papisten". Unter dies» Umstanden kann Pamell die irisch» Äaffen richtig nur noch vertreten, wenn er ihre Religion annimmt. Indem fie seine Bekehrung zum KatholiztSmu* provozirten, Hab» die Kons«oativm eine ganz absond«liche Ungeschicklichkeit de» gangm: fie Hab» sein Prestige oerzehnkacht. O'Connellwar viel populär« al» Pamell, weil« mit sein» LandSleuten zur Meff« ging und weil« ebenso d« Halbgott de* Klerus wie de* Volke» war. Von nun ad wird Parnell, wenn et sein» ProtestantiSmu» abschwört, viel populärer sein als O'Connell, denn er dringt dem Volk« ein Opf«, da» jen« große Tribun, der al* Katholik geboren war, ihm nicht bnng» konnte. Pamell'S Macht wird jetzt größer fein al* je, und an dem Tage, wo«in Bürgerkrieg ausbrechen sollte, wird st« furcht» dar« sein al* in der Zeit, wo Pamell als protestantische* Haupt d« Homerule-Bewegung sag» konnte:„Nicht die Re» ligion ist e», die un* trennt" Die JUmfemtio» werden daher von Glück sagen können, wenn die Nachricht von der Kon» verfion Pamell» fich nicht deftättgm sollte. In der gestern in MtddleSdrough adgehalt»» Versamm» lung d« Mitglieder de» Verbände* d« Eisen» industriellen von Cleoeland wurde der Beschluß gefaßt, die Produktion von Roheisen um 30 pCt. einzuschränken. Die Einschränkung bedeutet, wenn fie völlig ausgeführt wird, die AuSdlasung von etwa 12 Hochöfen, wo« durch wöchmtltch 6000 Tonnen Clevelander Eis» wmiger produzirt werden würd». Helfen wird e» freilich auch weit« nicht*. Die Ketimschmiede und Eisengießer in Staffordshire Hab» seit Montag die Arbeit niedergelegt, da ste eine Er» höhung de» Lohne»— derselbe deträgt pro Woche nur 10 Shilling(10 Mark)— nicht bewilligt erhielten. Der Streik umfaßt mebrere tausend Mann. Die Ruhe ist nicht gestört worden. Man ist der Anficht, daß d« Streit stch auf güt- lichem Weg« beilegen last» wird. Italien. Die Hypothekarschuld lastet bekanntlich so schreck- lich auf dem ttali»isch» Grundetgenthum, daß sie einen Hauptfaktor der agrarischen Krist» bildet. Am 31. Dezember 1871 betrug dteselbc Lire 12 542 285 015,05, wogegen ste stch am 31. Dezemb« de» ver fl offenen Fahre* auf Lire 12684735992 delief. somit um Lire 142450974,97 mehr. Fm Jahre 1834 sank die Hypothekarschuld auf da» Minimum von Lire 12 289 465 269 Pro 1883 erreichte st« jedoch da* Maximum von Lire 14 029 192 712. Da» Projekt Maipriguano'S, Rom mit demMeere durch ein» 80 Meter breiten und 10 Meter tief» Kanal zu verbinden, ist angenommen word». Man ist d« Anficht, daß zu der Ausführung die Regi«ung, die Provinz und Gemeinde beisteuern werden. BaUa»lä«der. Zu d» russischen Machinationen in Bul» garten bemerkt d«„Pest« Lloyd": Jetzt versucht Ruß» bedaure deshalb, für heute auf da» V«g»ügen verzichten zu »nüssea I' Damit schied tt, und dem Geheimrath war die Ableh» »ung sein« Einladung nicht unlieb, drängt« eß doch auch ihn, da» fteudige Ereiguiß sein« Familie mttzuthail». Di« Dam» wartet» schon auf ih« mit wachsend« Un» geduld,«ad al» er fitzt eintrat,«kannte» fie auf de» ersten Blick, welch« ftoh« Nachricht er ihn» brachte. (Fortsetzung folgt.) Aus Kunst und Kedeu. Zm Ostend-Theater findet am Sonnabend, d» 21. d., miednum eine* der mtt so großem Beifall aufg»ommenm SommernachtSfeste statt. Die Norddeutsche Sänger gesellschatt, welche durch ihre famos» Vortrage Lieblinge de* Publikum» geworden ist, wird auch an diesem Abend durch neue humoristische ÄesangSvorträge zur Verschönerung de« Feste» beitragen. D« prachtvoll dekorirte Garten wird durch un» unzählige Gak flamm» und Lampion» aus'» brillanteste tllumtnttt werden, so daß ein sehr genußreicher Abend zu«» wm ten ist. Et« Jubiläum. Vor wmig» Tag» waren e» hundert Jahre, daß der Montblanc, d« Monarch d« Berge, wie« im Chamonixtbal benannt wird, zum«st» Male bestieg» wurde. Ein Bewohner de» damals erst im Entstehen de» griff»» Orte» Chamonix Namen» JacqueS Lalwat. mtt einem Dr. Paccard au« Genf, dem« all Führ« dimte, unt«nahm am 8. August 1786 dal bisher nicht gelungene Wagniß, dm EiSgipfel, und zwar von der Ostsett« her, also dem auch jetzt noch denützien Aufstieg, zu erklimmen. Lange Zeit galt der iranzöfische Gelehrt« Hmn. Benoit de Sauffurt für den ersten Ersteiget, derselbe hat ihn jedoch«st im Jahre 1787, also ein volle» Jahr später,«stiegen. Ein Straßenfeger«tt Zhliuder. schwarzem Gehrock, hell» Pantalon» und Lackstiefeln, ist wohl noch nicht dage» wesen. Ein solcher, ein stellenlos« Schauspieler, der fich in augenblicklicher Geldverlegenheit befand, suchte die Verpflegung*» statton in Freien walde a 0. auf und mußte für da» ihm ge» währte Adendestm und Nachtquartier Straßen fegen. Er«. trug sein Schicksal mit Hetterkett und hielt wohrerd der Arbeit aeiftreiche Ansprach» an die mtt ihm fegenden Handwerk!» barsch». land wiederum, da» bulgarisch- oflrumelische Boll durch gebeime Aufwiegelungen dahw zu bringen, sich gegen die ihm durch Rußland und durch die einseitig« Rllcksichttlofigicit und velbst sucht der tusstschcn Politik auferlegten Beschrankungen aufzu- lehnen und eine volitische Einheit ,u verlangen, die ihm nur um Rußland» willen verweigert worden ist; und alle» die» versucht Rußland zu dem klar und unzweideutig zu Tage lie- Senden Zwecke, um dann, wenn die Bulgaren den rui fischen iinfliiftenmgen gefolgt find, sie bei Europa al» unbotmäßig gegen die europäischen Beschlüffe, welche doch wiederum nur Rußland zu Gefallen gefaßt worden find, zu denunzirm und womöglich da» Recht und die Erlaubniß daraus herzuleiten, da» unglückliche Volk wieder unter die ntsstsch« Botmäßigkeit zu bringen, von der e» stch soeben, seine ganze Existenz dafür einsetzend, frei gemacht hat. Dieser Politik gegenüber laffen stch doch nur drei Fragen aufstellen: Ersten», war solche Politik, selbst bei den denlbir niedrigsten Ansprüchen, die an die Schicklichkest in der Politik gestellt werden, im öffentlichen In» tereffe Europa» zu dulden; zweiten», ist e» denkbar, daß eine solche Politik in Bulgarien von russtschm Agenten getrieben wird, ohne daß man in Petertburg in den maßgebenden Kreisen und selbst an oberster Stelle davon bi» in die kleinsten Detail» unterrichtet ist und da» Ziel sowohl, wie die Mittel au» vollem Heizen billigt; drittens, ist e» möglich, ohne eine fast lächerliche Person zu spielen, dU friedseligen Versicherungen einer Regierung, welche zu einer solchen Politik fähig ist, und während fie eine solche Politik un gescheut verfolgt, na h irgend einer Richtung hin ernst zu nehmen? Ewer besonderen Antwort auf diese drei Fragen find wir wohl überhoben. Die ganze musesmanische Bevölkerung Bul» arienS hat die Pforte benachrichtigt, daß fie beschlossen at, nach der eigentlichen Türkei auszuwandern. Die Pforte st im Allgemeinen gmeigt, die Bewegung zu unterstützen. Die Gefahr besteht darw, daß alle anderen Muselmanen in den angrenzenden, nicht direkt unter türkischer Herrschast stehen- den Provinzen dem Beispiel solgm und gleichfalls auswan« dem. In Kleinasten herrscht Arbeitermangel und wäre au» dem Grunde eine Einwanderung vortheilhast, wenn man nicht auf Grund stüherer Vorfälle fürchtm müßte, daß da», wo» anderi« wo zum Segen gereicht, hier zum Fluche werden möchte, wie ei bei der Einwanderung der Tscherkeffen und flüchtigen Bulgaren nach dem Kriege der Fall war. Amerika. Die Jrländer in Amerika scheinen zum Theil mit Pamell's Kompromißpolitik unzufrieden. Der frühere Kongreß. abgeordnete Ftnnerty hielt am Sonnabend Abend w Chikago vor der Versammlung der irischen Vereine eine leidenschaftliche Rede, worin er u. A. sagte: Man solle stch wohl merken, daß ste Mr. Pamell's Anerbieten, die Glad- stone'sche Home Rule Btll al» endgiltige Lösung der irischen Frage zu betrachtm, nicht akzeptirm könnten. Die Rede schloß mU den Worten:„Ich bete zu Gott, daß der Tag kommm wird, wo auf einem großm Blachfelde die irische Rasse, in Schlachtordnung aufgestellt, in ehrlichem Kampfe da» Brand- mal de» Boyne und da» Irland zugefügt« Unrecht auslöschen wird."— Der irische Dtznamiter O Dono van Rossa in New- Um k begrüßt die zur Chilagoer Konvention versammelten Delegtrten in„Untied Jrishman" mit folgendem Erguffe: Eure Pflicht ist-s, jeden englischen Räuder in Irland und die Nachkommen jedes englischen Räubers zu erschlagen, welche Euch und Eurm Vätern da» Land geraubt haben; der eng- lischm Räuberflagge über die ganze West zu folgm und sie herunterzuschlagen, wo ste nur ein Jrlänver herunterschlagen kann. England hat uns in die Fremd« geschickt, verbannt, ausgerottet, Gott gedankt, daß wir fort und mtt Rachegedanken fortgegangen waren. Wenn wir den Geist der Fieiheit w un» hätten und nicht den von Sklaven, würden wir keine Ver sammlung im Auslände halten, um England um Freiheit anzubetteln, oder Leute bezahlen, die da» Vetteln besorgen, sondern wir würden tagm, um über die geeigneten Mittel zu derathschlagm, die englischen Städte, Schifft und Lagerhäuser einzuäschern au» Rache dafür, daß England uns von Haus und Hof vertrieben hat. Dadurch wird Irland befreit werden: geschieht da» nicht, so ist Eure Ehtkagoer Konvention nur ein Narrenpossen, ein Trugbild und ein Fallstrick.— Nach diesen«nzeichen dürste e» bald zu einem Bruche kommm, wmn Parnell eine versöhnliche oder auch nur eine abwartende Politik befolgen will. Wmn übrigen» etwa» geeignet ist, Stimmung für die Zwangspolttik der mglischm Konservativen zu machen, so sind et die hirnlosen Drohungen O'Donovan Roffa'S. Afrika. Meldung der„Pol. Korr.": Der Auamblick, wo der Zu- sammentritt einer internationalen En gaste zur PrÜsu-g der Lage in S g v p t e n stch all unvermeidlich herausstellen wird, ist nahe- In diesem Falle kann man als ficher annehmm, daß setten» Europa» die Räumung Egypten» durch die mg> lischm Truppen deschloffen werden würde.(?) Die Engländer fürchten die» und beginnen schon jetzt in Konstantin opel In- lriguen anzuspinnen, derm Hauptzweck die Abberufung Mulh- tar Pascha» ist, welcher stch als ein sehr gefährlicher Gegner England» gezeigt habe. Soziales«nd Arbeiterbewegung. Der Krage de» Unfallverhütung ist die Reichtreaie- rung bekanntlich in letzter Zeit sehr sorgsam au» dem Wege gegangen. Eine Enquete über die Frage im Jahre 1880 blieb ohne alle Folgm. Jetzt find e» die Jndustriellm selbst, ver- tretm durch den Zenttalverband deutscher Industrieller, welche der Frag« der Unfallverhütung näher tretm wollen, Hoffmtlich in erfolgreicherer Weise als die Regierung. Zur Sefängnitzarbett. Di« Lag« der Fabrikation von Schuhobertheilen(Schäften) au» Wedestoffm im Regierung»- bezirk Düffeldorf läßt, einem Reskript de» Minister» des Innern vom 11. Juni d. I. zufolge, eine Einschränkung die« se» Nrbeitszweige» in den Strafanstalten gebotm erscheinen. Die Regierungm find deshalb, sofem in ihrkm Bezirk Verträge seitm» der Strafanstalli-Direktionm über Arbeitm der gedachtm Art geschloffm, ersucht worden, dieselbm möglichst bald zu kündigm und nicht wieder zu er- ™�3rte Ottensener Kiliale de» Unterstütznngsverew» deutscher Tadakarbeiter, welche bekanntlich unter eine außer- ordentliche staatliche Kontrole gestellt wurde, hat stch in Anbetracht „der drückmden Lage, in welcher sich der Verein gegenwärtig defindet", aufgelöst. «te sehr die Kadrtkatto« künstlicher Blume« heute durch die Gefäogutßarbeit leidet, darüber schreibt ein Sachverständiger an die„Voss. Ztg.": In der Fabrikation künstlicher Blumm und Blatter wurdm w Plötzmsee und an- derm preußischm Gefängniffm laut statistischer Aufstellung 1883—1884 noch über 1000 Renschen beschäftigt,«äh rmd die freien Arbeiter dieser Industrie inaan, Preußen ungefähr 3000 betragen. Daß eine solch« Anzahl Jahr aus Jahr ein ohne Rücksichr aus Bedarf und Rachsrage ardettmder Gefangener auf eine Industrie wie die Blummfabrikation, welche ihre Arbeiten, theilweise in Folge der Gesängntßarbeit, nur 7 Monate im Jahre voll beschäftigen kann, von geradezu ####&# geböte Hunderter von Strafgc.anzener, ne in»er Blumen- fabrikation geübt find, deutm darauf hin, daß die Gefängniß- Verwaltungen eifrig bestrebt find» die Zahl derselben wieder auf die frühere Höhe zu bringen. Durch diesen Gcfängnißde trieb hat nur der Unternehmer Gewinn, denn der Vortheil, dm das Nationalvermögen durch Ausnutzung der Gefangenen- kräfte erzielt, geht demselben durch den Ruin einer Industrie, die im Begriff stand, der ftanzöstschm ebenbürtig an die Seite zu trelen, zehnfach verlorm. Die eugltsche« Gewerkvereine. Vom 6. bis 12. September wird in Hull der 13. jährliche Gewerkvereins- Kongreß stattfinden, der fich diesmal vorwiegmd mit der Arbeitergesetzgebung, sowie mit verschiedenen auf dem letzten Kongreß unerledigt gedliebenm, die Arbeiterfrage betreffenden Gegenständen beschäftigen wird. Die Klensdurger Raschtuenbauarbette? ersuchen abermals, den Zuzug fernzuhalim und fich durch keine Ver- lockungen nach Flensburg anwerben zu laffen. Ein Ardeiter Edert, früher in Chemnitz, Sonnensir. 32 wohnhaft, der fich erst von den Streikenden Geld zur Abreise geben ließ, soll jetzt mehrfach versucht haben, für die Gesellschaft Arbeiter in der Provinz zu werben. Man gehe also nicht darauf ein. Adressm: I. Abildgaard, Apenrader Chauffee 36, und C. Isenbeck, Norderstr. 141.— Alle ardettersteundlichm Blätter werdm um Abdruck gebeten. Berichtigung. In dem gestrigen Artikel über die sogen. Koalitionsparagraphen 152 und 153 d. R.-G.O. muß es ratürlich heißen:„odschon das Gesetz keinen(nicht„einen") Unterschied zwischen Unternehmern und Ardeitem macht. vermischtes. Au» dem Lebe« eine» BörfensPekulante«. Vor Kur- zem starb in Wim Jakob Rappaport, ein Mann, der über unzählige Familien und Personm unsägliches Elend gebracht hat, der dafür aber auch als mehrfacher Millionär gestorben ist. Die„W. D- Z." schreibt über ihn:„Ungefähr im Jahre 1867 tauchte Rappaport zum ersten Male in Wim auf. Er hatte fich in seinem Heimathlande Galizien nach Vollendung der Rechtsstudien vergebens um eine kleine Anstellung al» Konziptent beworben und kam al» Bittsteller nach Wim, um ein Notariat in einem galizischm Städtchen zu erlangm. Die» gelang ihm nicht und er lebte eine Zeit lang in sehr kümmer- ltchen Verhältniffm; er soll damals seine Laufdahn mit dem Handel von Uhrm begonnen haben. Inzwischen verfiel er auf die Idee, seine in Wien erlangten mannigfachm Bekannt- schatten dazu zu verwerthen, fich an der Börse eine„Posttton" zu schaffen. Ei brach damals grade die Zeit de» schwinde!- haften Aufschwunges, d«S Gründer-, Spieler und Jodderwesm» an, und Rappaport galt in diesen Kreism bald al» ein anschlägiger Kopf, ein„feiner" Faisem und ein gewandter„Finanzier". Plötzlich war der etwa dreißigjährige schwarzg' lockte Mann mit den lebhaft funkelnden Augen und hastigen Bewegungen Verwaltungsrath einer ganzen Reih« von Banken, und vom stolzen Lörsendaron bis zum kleinen„Koulisster" kannte alle Welt dm neuen Lörsm-Matador, der in seiner eleganten Equipage bei„feinen" Instituten die Runde machte. Rappaport wurde damals auch Zrftungteigenthümer. Da zu jener Zeit mehrere Blätter mtt Erfolg in Aktimunternehmungen verwandelt wurdm kaufte er — offenbar zu demselben Zwecke—, wie behauptet wurde, um eine Viertelmillion die„Morgenpoft"; allein es kam der Krach und verettelte diese» wie manche» andere im Keime befindliche Gründungsprojett de» Spekulanten, dessen Ver- mögm vor dem Zusammmdruch« des großm Papierschwindel» auf acht bi* zehn Millionen geschätzt wurde. Mit den Autfichten Rappaport'» schim es damals sehr schlecht bestellt zu sein. Grave„seine" Institute hatten, wie beispielsweise die Kommtifionsbank und die Hypothekar- Rentenbank, ein besonder» klägliches Ende--enommen; man sprach von ein- geleitetm Kriminaluntersuchungen, von polizeilicher Ueber« wachung Rappaport», und eine» Tages verbrettete fich sogar da» Gerücht von seiner Verhaftung. Eine Tbatsache ist e», daß Rappaport damals seine finanziellen Verpflichtungm nicht erfüllte und daß er stch dm Anschein gab, gar nicht» mehr zu besttzen. Er verkaufte seine Equipage, machte stch so klein al» möglich und klaate über seinen Ruin Indessen muß er wohl au» dem angeblichen„Ruin" ein bedeutendes Vermögm ge- rettet hoben, denn er begann plötzlich eine qanz neu« und, wie es scheint, von ihm erfundene oder doch zuerst im großm Stil« prattizirte Geschäflsihätigk.r!. Mit dem Gründen, das sah er ein,»ar«» auf lange Jahre vorüber, aber vielleicht konnte man beim ,L!quidirm" seinm Schnitt machen? Mit großem Scharf- sinn spürte Rappaport nun jme verkrachten und im Todeskampfe liegmdm Banken au», welch« noch einige Aftivm desaßen. Er wußte fich genau über diesen Besitzstand zu unterrtchtm, ließ dann im Stillen einen Theil der tiefentoerthetm Aktien— meisten» zu zwei bi» drei Gulden da» Stück— zusammenlaufen, und wenn er eine genügend« Anzahl beisammen hatte, ließ er durch Strohmänner Generalversammlung spielen und in aller Form die L quidation beschließen. Bei dieser Operation floß dann der Löwenauthrtt de» Gewinne» m seine Tasche. Der Wahrhett gemäß muß man feststellm, daß er nicht der einzig« war, der in Liquidationen„machte". Vielleicht waren andere noch rückstchtiloser, wenige aber geschickter al» n. Viele Mil- Honen mag Rappaport in dieser Weise währmd der Unglück»- jähre nach dem Krach zusammengerafft haben; au» dem allge- meinen Elend und Ruin zog er reichm Profit und benutzt« das neu gewonnene kolossale Vermögm, um seine Operationen ins Riefige auszudehnen. Ran kann ohne Uebertreibung be- Haupte», daß der eigentliche Gründer und Vater der Länder- dank nicht Bontoax, sondern Jakob Rappaport war. Der viel- geschäftige Franzose war nur ein unbewußte» und thellweise naiv-s Werkzeug in den Händen dieses gewandten Macher», den die Sucht nach Mlllionengewinnsten nicht rühm ließ. In der erstm Zett der Länverbank diugirte denn auch Rappaport da» Institut fast vollständ g. Er hatte schon früher die Aktim verschiedener steierischer Eiienwerle und Gesellschafien an stch ge» bracht und entwarf den Plan zur Gründung der»lpinm Montan- Gesellschaft, wobei er an eine Monopolifirung der Eisen- industrie dacht« und durch die Protektion der Regierung zu hohm Ersen zöllen, fetten Divivmde.r und grandiosen Kurs- gewinnstm zu gelangm hoffte. Es ist bekannt, daß diese ganze Rechnung an dem unvorhergesehmm Sturz« Bontoux' scheiterte. Wa» Rappaport selbst anbetrifft, hatte er an der Gründung der Länderbank neuerding» verschtedme Millionen gewonnm. Er stand damals auf der Höhe seiner unermüdlichen Arbeit. Um seinen Reichthum zu kmnzeichnen, gmügt e» hervorzuheben, daß Rappaport durch Anhäufung eine» ungeheuren Attten- befitzet betnahe alleiniger Eigenthüme: de»„G'and Hotel" und de»„Hotel Rettopole" geworden war, daß er die Aktim der Leykam-Josephtthaler Papierfabrik und anderer ähnlicher Etabliffemmt» angekauft hatte, wobei er, wie bei der Eisen- industrie, gleichfalls eine Art Monopolifirung der Papierfabri- kation a.-zustredm schien, daß er wetter alleiniger Herr und Gebieter der Wimer Lankgesellschaft und Großinteressmt der Gruppe der Depofitmdank war, daß er endlich ras pracht- volle Palais de» verstorbmm Baron Sch y ankaufte und das- selb« mit fast unerhörtem Luxus ganz neu einrichten ließ. Ran erzählte damals Wunderdinge von dem Wintergarten im erstm Stockwerte de» Pafastes und einem Schwimmdasfin im vierten Stock, da» im Winter zum— Schlittschuhlaufen eingerichtet war. Zuletzt wurde der verwegene Spekulant von einer Art geschäftlichen Größmwahn? befallen. Al» er nach dem Sturze Bontoux' von dem vorfichtigm Semmel Hahn, der ihn immer gefürchtet hatte, bei Seile geschoben wurde, wollte Rappaport dmch rtesmhafte Attimkäufe die ganze Länverbanl in seine Hand bringen. Diese Koloffalspekulatwn mißlang und Rappa- port mußte nicht nur seine Aktien, sondern auch sein Prleä verpfänden. Trotz der erwähntm Verluste muß R°p»«� jedoch ein großartiges, wenn auch vielfach in Spekulatioea festgeramtteS Vermögen von vielen Rtllionm hinterlasse« haben." Beamte find Diene« de» Volke». Wer hat es«W diese..Beleidigung" d«S Beamtmüande» auszusprechen?% kein Geringerer, al» der Prästdmt der Vereinigtm Staate« von Amerika. Derselbe hat an die Departe mmtschefS der** gierung folgende Verfügung ergehm laffen:„Ich haue«« jetzige Zeit für angemessen, all« Unterbeamtm in dm versB's' denen Departements und alle Bundesbeamtm daam I- warnen, ihre amtliche Stellung zur Kontrole der politiW' Bewegung in ihm Wohnfitzm zu bmutzen. Beamte fit»,'? Diener, nicht die Herren des Volle». Nicht allein kommt wj Zeit und Arbeit der Regierung zu, sondern ste sollten>> ängstlich vermeiden, in ihren polittschm Handlungen(1®";; wie der Ausübung ihrer Amtspfltchtm durch Zurschaufielu>«> von Parteigängerei bei ihrm Nachbarn, mit dmen ste in lieber Beziehung in verührunq kommm, Anstoß zu erream Persönliches, ihäliges Interesse in politischer Angelegen� will ich damit keineswegs verdammen. Beamtm tst dasWa? recht nicht genommen und die Ausübung politischer Rech« ihnm nicht verboten» aber ihre Privilegien find nicht veracp und ihre Pflicht gegm die Partei nicht zu siräflischer TW kett vergrößert worden dadurch, daß ste ein Amt dekleM Ein richtiger Unterschied zwiseben dem, was ein Bürg« jW darf und dem, wofür ein öffentliche» Amt nicht werden darf, ist leicht zu findm, wenn man da» VerhaM' zwischm dem Volke und seinm Beamten betrachttt rmv' wägt, daß bei unserer Regierungtform politische THM frei sein muß von amtlichm Zwang." Solche„dilumamslF Ansichten können nur in Amerika geäußert werdm. Die Schlagwetter tu Bergwerke«. Aus Anlaß. letztm Gruben- Katastrophe in England macht Rudolph?� in einer an die„N. Fr. Pr." gerichteten Zuschrift neueW auf da» Zusammentreffm der Explofionm schlagender%!' mtt den Hochfluthm aufmerksam. Wie seiner erstm di»� liehen Zuschrift in derselben Zeitung vom 16. März 1885 am 18. März durch die Katastrophe von St. Job«?'«,! Saardrücken die Bestätigung auf dem Fuße folgte, to dies nun wieder der Fall; am 14. d. trat die großes strophe von Woodmd(Lancashire) wieder amJIage�W'� Otj ederW chlci� Verfinsterung nabm Vollmonde» ein. Herr Falb warnmd auf die bevorstehmden großm Hochfluthtage 29. August(Neumond, Erdnähe» Sonnmfinsiemiß),%..ß tember(Vollmond, der Finstemiß nahe, Aequatorstanb)�, 27. September(nahe dem Herbst- Aequinox, Erdnähe-jz mond, Aequatoestand) hin, welche in montanistischer, meteorologischer Beziehung(durch Orkane und Ried und für den Geologen(durch Erdbeben) gleich deach find. D« l-tzte Termin dürste nach Falb's Meinums schlimmsten oeriaufm. Zoll Koriosam. Die„Breslauer Morgmzeitung"ü folgendes Geschichtchen; Wie biSwellm im Ausland*-> lauste kleine Wirthschaftsgegmstände durch den S0?# theuer werdm können, beweist folgender Vorfall. welche in dm letztm Tagm in Johannisbad(in zwei Küchmbandtücher getauft hatte, mußte in Lie� Versteuerung derselben 2 M. 10 Pf. Zoll dafür dezahl?: Htcä� rascht von der Höhe der Steuer, wagte die Dame, jr deamten zu interpellirm, daß die zu verzollmden „J- Kleine Mittheilunse». Karlsruve. 17. August. Ueber dm meldeten Hauseinsturz wird der„Frankf. schrieben:„Ein entsetzliche« Unglück, wie es sett dem M des Grünwinller Brauerkellers sich hier nicht«eignet v � sich heute Mittag hier vor dem Mühldurg« Thor rn der ftraße zugetragm. In der Nähe de» Schwtmmschrilweg die Klempnermeister Schütt und Goldschmidt«in oifl Wohnhaus und zwar find Bauunternehmer d e v" Hardt Krrchmbauer und Seiffert. Der Bau war o unter da» Dach fertiggestellt, doch«and das gan» noch. Außm desteht der«au au» vacksteingemäuer.«n � find massive Steine. Al» die Arbeiter um 1 Uhr JUW gingen, bemerkten st« einm Riß in der Mauer und ein« später, kaum hatte man die ersten Wamungsrüft zf laffm, stürzte das ganze Hau» in fich zusammen. einzelne Gerüftstangm ragtm in die Luft. Eine umgab die Unglücke stätte, in der ca. zwanzig if Grab aetunden hatten. Von allen Seitm kam 0�., f und sofort wurde mtt den R.fttungsarbettm mtt dm Soldaten unter Leitung des Divifbnsg�itfA Keßler begonnen wurdm. Staatsanwatt und Unl�� dehörd« waren sofort zur Stelle. In dm ersten Stund? ytr acht Todte zum Tageslicht befördert. Im Laufe — die Ar denen mußten zwei Stunden fistirt werden'{, den mehrere Schwervirwundete herausgebracht, at irc��c kommen gezweifelt wird. Im Spital sind bereits siorbm. Inzwischen wurde in der Stadt Wü alarmirt und die Rettungsarbeitm auf das Eifrigst*»p% nachdem die gefährlichsten Stellen eingerissen Bis jetzt, Nachts 12 Uhr, sind, so wett mir an fj stelle berichtet wurde, zwölf Todte und eine% Verwundete herausaefördert. Der Jammer barer. Ueber dir Schuld kurstren verschieden«<»*-zie"fy ich jedoch bis jetzt keinen Ausdruck geden will-. suchung wird hoffentlich den schuldigm Theil btt ,-»i r glück, das die Stadt tn die größte•ufter* feststellm."— Eine Depesche vom 18 Augu „Der Bauunternehmer Kttchmdauer ist gestern worden. Li« jetzt zählt man 12 Todte, 8 fthn** leicht Verwundete. Di« Fachtechntter tadeln«n stürzten Haus da» schlechte Sprisematerial."L W lÄÄÄ. ÄÄ e» nicht gehörig auttrocknm tonnte. Die Entrüstung de"' �/ mssssm-M h°t. was inehmm'sollte. Statt deffm Medizin auf einmal genommm führt hat. . Prag. 17. August. Ein mysteriös« kttugm Tagm hier viel von fich. red.n Herr Med. Dr. Saaa. ein seinen WRZMUW den man in das geplante«erbrechen. in Haft genommen wurden. Geheimniß gezogen ha»«-. �(stgte m, worauf zwei bier-.ei Verantworttich« Redaktem 9L kronhei« w«erltn. Druck und»««lag von«ax vadrug w Berlin 8W„«euthstraße 2. «irrt» ett- «A »«. U? Beilage zum Berliner Volksblatt. Nr. 193 Freitag» de« SO. August 1886. HL Jahrg. WnP 'HZ £>5 s e"j, if®�, Die EleKInzilät im Haust. («Pestn Lloyd") Ol war im Jahre 1667, alt der Lieutenant Gtr�ral der MNiSfischen Polizei ein Eoitt erlieh, wonach die Andringung vneniltcher Stiahenlaternen, welche im Niveau der ersten Stock Wirte deiestiat weiden sollten, anbesozlen wurde. Alt«e- Mtungi Material wurden Talgterzen in Autftcht genommen. KWeft Mchcegel, welch« vorerst nur in den deledteren Strahen iDuichfUhiuna gelangte, bewährt« stch volltommen und gegen • 8nö« det 17. Jahrhunderts waren berestt 6500 Laternen von Pa tt angebracht, mst einem durchschnitt- �wen Vevars von 1625 Pfund Kerzen pro Nacht. Di« Bevölkerung von Parti war stolz auf diese„glSn- C"«' Beleuchtung, welche den waffenhast zuströmenden srtwden allgemein imponirte und alt ein Meisterstück det gorstchrsttt auf dem G« biete der Zivilisation angestaunt s ttrde.„Diese Belmchtung ist so prachtvoll und gelungen— la ,„t�n Be'ucher der französtlchen Metropole in der ersten L'�ist-rung über diesm ungewohnten Anblick—, dah selbst nrchimide«. wenn er heute leben würde, nichts mehr erfinden L/tnte, wa» in Bezug auf Annehmlichleit und Nützlichkeit dieser �michtung an die Seite gestellt werden könnte." _.."lletn dat Befiere ist der Jetnd det Guten und in der «weiten Halste det 18. Jahrhunderts machte man fich bereits 5", raffinirtesten franzöfischen Sarkatmu» über die„alte ».�uch�ng" lustig. Allerdings waren die Pariser um diese 5M bereits bedeutend sortgeschritten, denn fie desahen bereits Birf �vstendeleuchtuna mit Oellampen, deren Laternen mit »utm Reflektoren versehen waren, und in einem Berichte, ?tlw«r dem König im Jahre 1770 über die Polizei-Adminittra. der Stadt Patt« überreicht wurde, finden Är in dem auf dat » ue Beleuchtung« iystem bezughabendenTheil« die kühneBehaup- dah die Möglichtett, je eine defier« Beleuchtung zu absolut autaeschloffen erscheine. Nichttdrstowrntger trat kaum dreihig Jahren di.se„absolute UnmözitchkeU"«in, im Jahre 1812 machte eine englisch« Gesellschaft bereits !?wnte Geschäfte in London mit der neu erfundenen Gat Mchlung, w-lche erst sechs Jahre später in Parit zur spora- Verwendung gelangte. �.Hiermit glaubte man aber ernstlich dat äuherste Mah det cW Möglichen erreicht zu haben und wirtlich gelang et Z �attichte, trotz der rastlosen und rapiden Fortschritte, da« neunzehnte Jahrhundert auf allen G-oieten der zu verzeichnen hat, mehr alt ein haldet Jahrhundert seine unbefiegdare Ueberlegenhett allen anderen Be- mgtarten gegenüber zu behaupten, bis endlich die plötz. 22, Uno ungeahnt auftretenden Fortschritte der Elettri- /'5> a ach die Vertreter der Bat Industrie au« ihrer Sorg. 'IflieU aufscheuchten und den grohen Kampf aufnahmen, aut iie l � d e erster«, wie heute bereit« mit Bestimmthett voraut- Fj'kn, früh r ober später alt Siegerin heroortreten wird. �'vesmidere läht fich die« von der Hautbeleuchtung behaupten, Mn.?»«Ith« fich jüngst ein hervonagender Hygteniter da ichen Ä� ��" dat. dah„die vewerkstclligung der künst. geluna«, dit in die neueste Zeit nur unvollkommen in der mentAifir dieselbe überhaupt«inen wunden Punkt das minder Gute verdiängie." , Diese Lrhauptung gilt bezüglich sämmtlicher Beleuchtung«. «ten, welche auf der Verbrennung organischer oder anorgani- scher Stoffe beruhen, und auch die gelungensten chemischen oder »chnischen Verdeffemngen find nicht im Stande, die schädlichen Mflüfie einer solchen Beleuchtung zu beheben. Die Talg-, J«»« und Stearinkerzen, die Rüböl- und Petroleumlampen �nscheiven stch nach dieser Richtung hin in keiner Weise ftfiBi Lander oder von dem Gaslichte; daffelde Waffer- ttöhniiif11808' welches den wesentttchften Bestandtheil de« ge- Wuichen«»h engaset bildet, dient alt Lichtquelle für alle �vsenmmten Beleuchtungtatten. Der heihe Kerzendocht» knn�e. LP»«brennende Flüssigkeit au» der Kerze auffängt, alt Miniatur Gattabrik betrachtet werden, deren Jndu- sofort an Dil und Stelle konsumtrt werden. Der leu�.?'°»wischen dem so erzeugten Gase und dem Kohlen ÄttSnul' Ü'hi blot darin, doh daS Kohlenga» erst künstlich wird, bevor ei in dem Leitungtrohrnetze dem Konsum LennHl*. wird, während dat auf dem kurzen Wege det Ver- fconnnttJ. m i'ff-S aut der Kerze oder in der Oellampe ge- V-rbi, in seinem ursprünglichen, rohen Zustande zur reinem o,* Ärtargt. Allein da» brennende Ga» in chemisch. .achtend» Ä�de wäre noch nicht im Stande, eine hell. lvrt OM.P'amme zu erzeugen, wenn nicht derselben immer. der Fi�aparükeichen zugeführt würden, welche w ieder W?« hell glühend verbrennen. Nachdem bekanntlich ?°fi b�T�nnungSprozet auf dem Konsum von Sauer. t?ben- jjkj0. wird jene Beleuchtung dm bestm Lichteffekt »�istn« w« der die Flamme umgebenden Luft am meisten te�eniier» J? während gleich�itig die Luft durch dat krsct�z��oblenihcllchln in der Flamme mtt Kohlen- #0### fepÄi � Rüo» kolgmder Tabelle zusammen: - f'"?3wme erlosch in 71 Minuten gr ÄS- 72 75 79 83 98 152 Ä" ttn��kunme(destillirt)„„ 152„ Ük ttn Werke(üandbook of modern Chemirtry, tet7 die c?..?!d?ot T'dy) findm wir solgendm AuSwee« �9« SlttDÜm? von«ohlensäme. weich« eine zwöif. li� �und � aus verschiedenen Leuchtstoffen gewonnm, er- Ä Ap«"� kk°bl'Nga, flamme «nme ldestilltrt) erzeugte 8.71 Kudikfuß Kohlmsäure 6 25„ n 6,90„ 5,77„" 3,'21:• 2,01. Wir finden mithin in sämmtlichen BelmchtungtmMeln, welche auf V-rbrennung leuchtender Stoffe deruhm, dieselben Nachthetle vereint, welche durch die Fortschritte der Industrie wohl auf ein geringere« Maß reduzirt, aber in keiner Weise eltminirt werden können. Selbstverständlich werdm fich diese Nachthetle um so intmstver fühlbar machm, je größer die Licht. fülle, welche wir in einem geschloffenen Räume crzeugm wollen, und da mtt den Fortschritten der Bildung und Kultur dat Bevürfniß nach mehr Licht gleichm Schrttt hält, so wächst auch mit jedem Tage da» Ledürfniß noch einem BeleuchtungSmÜIel, welche« die Erzielung einet beliebig starken Ltchteffektet ohne «Schädigung der Gesundhett ermöglicht. Fokales. Zur Reviston det Reglements der Etädte-Keuer« Sozietät der Provinz Brandenburg, welche dm Haupt. Verhanvlungtgegenstand de» in Züllichau abzuhaltenden Städtetaget bilden wird, schreibt man dem„Sor. W.": Der verstärkte Vorstand hatte in seiner Sitzung vom 7. Juni seine Wünsche in 7 Sätzen zusammengestcll.', die im Wesmtlichm also lautm: Der erste Vorschlag geht dahin, dm Direktor zu beschränken durch einen Direktorialratb, welcher aut der Wahl der Jntereffenten selbst hervorgeht. Nach unten ist die Ver- waltung zu dezmtralistren derart, daß die Höhe der Ver- ficheruna und der Entschädigung, sowie über die Klalfiffzirung vorbehaltlich der Berufung an ein lokale« Schiedtgeitcht» in letzter Instanz an den Direktoiialrath, nicht der Direktor, son> dem der Magistrat nach Aeußerung der Orttkommisfion zu mtscheitm bat. Zwestens können weder Direktor noch Syndikus Vorfitzende oder Mitglieder det Direttorlalrathrt sein, der fie kontrolirm soll, und können eben so wmig, auch nicht mit berathender Stimme, Ar.thetl nehmen an der Be« schlußfaffung über solche Beschwerdm und Strestsachm, in dmen fie Partei find. Drittens sollt« et allein dem Direktorialrath vorbehalten bleibm, Instruktionen oder Aut. sührungSdestimmungen zu erlaffm. Viertent bedarf da» Auf- nahmeverfahren, insbesondere bezüglich der Fabrikgebäude unter der Klasfifizirung dringend der Vere�nfackung. Die Real« gläubiger dürfm fünftens hinfichtlich det E- löschen« der Ver- ficherung im Laufe der VerstcherungSp riode nicht schlechter gestellt werden, alt fie bei anderen zuoerlä fizm Gesellschastm bereit« gestellt find, et muß ihnm g'gmüder also eine Kün. digung mit autreichmder Frist eingehalten werden. Ferner ist sür den Fall, daß der Verffcherte selbst den Anspruch auf Ent- schävigung verliert, die Entschädigungssumme gegen Zesston von deren Rechten an die Realgläudtger zu zahlen. Der Austritt aut der Sozietät dagegen darf nicht von der Zu stimmung, vielmehr nur von der Benachrichtigung der Real« gläubiger abhängig gemacht werden. Sechsten« halt der Vor- stand et für wünschentwerth, daß auf der Vnstcherungt- descheintgung die wesentlichm Bestimmungen det Reglements abgedruckt werden. S ebmienS darf der dem Verficherten sonst zustehende Rechtsweg durch die Beschwerde nirgends autge- schloff-n werden. Die Unterhandlungen wegen der«ntladestellev an dm Wafferläufen unterer Stadt scheinen nunmehr einem de- ftiedigenvm Abschlüsse nahe zu sein. S-it Jahren berettt schwebten zwischm dem Fttkut und der Stadt veiltn diese Verhanvlungen. welche die Uederlaffung desjenigen fiskalischen Terrain« betrafen, welche« namentlich an dem westlichen Theile det Landwehrkanal» g, legen ist und beim Entladen dort an- legender Schiffe unvermeidlich benutzt werdm muß. Der Fit. ku« hatte noch dt» vor kurzer Zeit eine ziemlich schroff adleh. nmde Haltung angenommen gegenüber den Gesuchen der Stadtbehörde, der er anHeim gab, dat betteffende Terrain kauf- ltch zu erwerben. Der schädliche E nfluß dieser Verkehrthin- derung wirkte lähmend auf die ganze Stadtgegmd zurück, und namentlich waren Holzhändler und ähnliche Handeltreibende, welche große Wafferfrachten empfingen und fich unmittelbar an jenen Flußläufen angekauft hatten. wegen der ihnen verweigerten Ausladung der Schiffe amöihigt, die dort erworbenm Grundstücke»u verkaufen. Wiederholt wurde die Sache im Abgeordnetenhaus« zur Sprache gebracht; die Regierung ver- harrte dabei, die Kommune möge da« betreffende Terrain käuflich vom Fitkut erwerben, wozu bei den themm Grund. stücktpreisen in der westlichm Stadtgegend mehrere Millionen erforderlich gewesen wären. Neuerdingt haben nun abermals in dieser Angelegenhett zwischen dm betreffenden Staattbe. Hörden und dem Magistrate Unterhandlungen stattgefunden, und namentlich hat der Magistrat dem Polizeipiäfibium be. stimmte Vorschläge gemacht. Die Stadt Berlin will danach auf ihre Kostm die erforderlich« Herrichtung der Ufer de« Kanal« übernehmm, nammtlich die Lade. vorrichtungm und Hafmanlagm ausbauen, unter der Voiauisetzung einer die Verzinsung. Amortisation und Verwaltung deckenden Gebühren- Erhebung; ferner hat fich die Stadt dereit erklärt auf die ihr zustehmde strompolizeiliche Kontrole zu verzichtm. Soviel bekannt gewotdm, werden diese Vorschläge in den betreffen dm Kreisen allgemein für annehm. dar gehatten, so daß die endlich« Erledigung dieser Angelegen- heit nahe devorstehm dürste. Die«eneralversammlunz der deutsche« Gesund. heittpstegeveretue hat für diese» Jahr für ihre Bretlauer Zusammenkunft zwei Fraam auf die Tagetordnung gesetzt. welche geeignet find, die Tbeilnahm« der meisten Kommunal. Verwaltungen auf stch zu Imken. Die eine detrifft dt« Einrich. tung von VolkSschulbädern. Et dürfte in weiterm Kreisen de- kannt sein, daß in dieser Beziehung Göttingm bahnbrechend und mtt autgezeichnetem Erfolge vorangegangen ist. Dort find derattige Einrichtungen sett einiger Zeit im Gebrauche und fie habm fich. unter der»ufstcht der detreffmdm Lehrer, dmchau» alt nüplich bewährt, odne auch nur im mindesten dm Schul' W WÄÄ Körperentwicklung unserer Schuljugend so überaa» wichtige Angelegenheit nicht die wünschen» wertbe wettere Anwendung CK ÄfÄÄÄS �Sönnzuts»---- r_ infektiontrtnrtchlungm angesetzt. "» bekanntlich Berlin thattiäftig' vorangegangen, st,. In dieser Hinstcht ist dem et zuerst welcher eine derartig« Anstatt" eröffnet alle Gegenstände, welche zu dem kanw behaftet gewesenen Individuum», also sein« Leib- und Bett- Wäsche, gewisse Möbeln, einer gründlichen, nach weffenschatt- sicher Methode angeordneten Reinigung untervorfen werden sollen. Und allerdings kann noch dem dermaligen Sta.V d:r Forschung nicht in Aorede gestellt werd-n, daß durch eme der» artige konsequent durchgeführte öff-ntliche DcS'ntellion die Ver> dreitungtgetahr ansteckender Krankheiien, wie Tyvdut, Schar» lach, Diphtheritit, Chole a und ähnliche Ectra ikungtformm» erheblich vermindert w rven wird. Derartige Detinfetttont» vorrichtungm sollen nun nach dm Vorschlägen der deutschm G-sundheittpflegevereine nöglichst überall eingeiühtt wervm und zwar für g'ößere Städte in eigen« hierzu gebauten fest- stehenden Anstalten, wählend dieselben für den Bedarf kleinerer ländlicher Bezirke in beweglicher Foim vor banden sein müßten. Die Pflicht, jene Gegenständ- detinfizirm lassen, soll nach den »ur Beiathung stehen ben einzelnen Sätzen eine odiigatorisch« sein und soll eine Dettnf-VtonSgedühr nicht erHoden werden. Man kann fich auch mtt diesen Vorschlägen nur«inoerstandm erklären; d-nn eine derartige Maßregel zur Bei hütung an- steckender Krankheiten ist, trotz der hierauf zu verwendenden Kostm immer noch billiger alt die Beseitigung der Folgen jener allgemeinen Unglücksschläge. Es ist eben in jeder Weise wi thschaftlicher, dazu beizutragen, daß ein Kiarkh-ttSherd mög« Hebst rasch erstickt werde, alt zu matten, bit die betreff mve Infektionskrankheit erst irgendwo ihr Vorhandensein geltend mache und daß man altdann gezwungen werde, den ganzen medizinischen und armmpfleglichen Heerbann gegen fie aufzu» rusm. Eines Uebelstande« von weitreichendster Tragweite wurde in der letzten öffentlichen Schnetoerversammlung gedacht» welcher zugleich typisch für die Arbetteroerhältntffe im Allge» meinen ist. Et handelt« stch um eine hiestge Schneideiw-rkstatt» deren gesundheitsschädliche Einrichtungen der Behö.d« zur kenntniß gebracht worbm waren. Seitmt der vebörde war auch bereitwilligst Folge gegeben und ein Sanitältbeamter entsendet worden zur Untersuchung der Werkstäite. Derselbe erschien nun zu diesem BeHufe zu einer vorher festgesetzten Zett in der Werlftätte und zwar in B glettung det Prinzipat«. Alle F lagen wurdm von diesem bean! wollet, natürlich richt gegen sein Interesse und von dm Ardeitem wagte Niemand, die Dinge den Thatsachm entsprechend zu schildern,— dt« Anwesenheit de« Arbeitgebers schloß ihnm den Mund. Das Krttische der Situation muß wohl der Beamte selbst heraut- gefühlt haben, denn er soll stch geäußert haben, da, wo es nölh g sei, spreche Niemand, doch in den Versammlungen, da würde geklagt. Da fich ihm gegenüber Niemand beklage, s» finde er auch keinen Grund zum Einschreiten. Die Werkstätt« wurde sonach alt allen Anforderungm«Msprechend befunven und— et bleibt Alle« beim Alten. ES ist hieraus erfichllich» welchen Druck beute bei den schlechten Arbetttoerhältntffen der Arbeitgeber auf seine Arbeiter auSübt. Soll eine dehörbltche Untersuchung erfolgreich sein, so ist et unbedingt nöthtg, daß dieselbe unvorbereitet und nicht im Beisein der Arbeitgeber vorgenommen werde, damtt die Arbeiter ohne Schaden ihre Klagen anbringen können. Dieser angedeutet« U-delstand herrscht leider im Kleinen wie im Großen, dmn auch bei dm Fadrtttnspedwnen ist wiederholt darüber Klage geführt worden. Der vuchbiuder und Zigarrmhäudler Kr. Michels«« wurde bekanntlich am 16. Juni 0. I. auf Grund de«§ 28 de« Sozialistengesetze» au» Berlin autgewiesen. Dereib« wandte stch nach«schertleden.wo er ein Ztgarrengeschäft eröffnete, weichet auch recht gut flottrt« und dem Inhaber eine dauernde Eriftm, versprach. Am 18. August empfing derselbe folgenden neuen Ausweisungsbefehl: «....„ Magdeburg, dm 17. August 1886. Ich habe beschlossen, den Zigarrmhandler Fttebr. Mich-llm auf Grund de«§2 Nr. 2 de« Gesetzet über die Aufnahme neu anziehender Personm vom 31. Dezember 1842 von dem Aufenthalte in der Stadt AicherSleden und deren Umgebung auszuschließen, da derselbe durch E-kenntniß det königlichen Landgericht« Berlin vom 23 Juli 1885 wegen Vergeben« gegen § 110 det ReichSstrafgesetzdachrt mtt 6 Wo den Gefängntß oestraft ist, und stch htemach alt eine für die öffentliche Sicher» heit gefährliche Person darstellt. Der RegierungSpräfident. gez. v. Wedell. An die Polizeiverwaltung zu Aschertleben. Nr. 561 I Fr. C. Abschrift vorstehender Verfügung de« Herrn Regierung«» prästdmten erhalten Sie mit der Aufforderung, sofort und spätesten» binnen 8 Tagen die hiefiae Stadt ,u verlass-n, andernfalls Sie in Gemäßheit det§ 132 de» Gesetz-« über die Allgemeine Lrndetver waltung vom 30. Juli 1883 Ihre Autweisung unter Anwmbung unmüteldarm Zwange« zu ge» wältigen haben. Die Poltzeiverwalwng. Michaeli«. An dm ZIgarrmhändler Herrn Fttedrtch MIchelsen hier. IL 4004. Im Anschluß hieran eriähtt die„Voss. Ztg." noch fol- gmdet: Zu Anfang dics-t Monats war in Aswertledm eine große soziaivemokratische Versammlung geplant. Dieselbe wurde aber in Frage gestellt durch die Absage de» au« Berlin er» detenm Referentm. Man wandte fich also an Michrlsen, der fich denn auch nach längerem Sttäuden bereit finden ließ, an der Stelle de« Nrchterschtenenm„über den Niedergang der Jndusttte und die Lage det Handwerk»" zu sprechen. Alt M. in der Versammlung da« Wort ergreifen wollte, erhob stch der überwachmde Beamte und verbot ibm zu sprechen. M. erhob gegen eine solche Gesetzetan Wendung Einsp och. Der Beamte möge, so sprach er, die Auflösung der Versammlung Hervel» tührm. Diese« eine Recht stehe ihm zu. Der Beamte sügte stch und löste nach dm ersten zehn Watten de« R-terenten die Versammlung auf. Michelsen wurde in Folg« drssm in eine gerichtlich« Untersuchung wegen seine« Verhallmi gegenüber dem Beamten verwickelt, aber nichi» Belastende« für ton entdeckt. Nun ist seine Ausweisung er'olgt und zwar auf Grund der von un« bereit« mitgelheiltm Vorstrafe wegen eines voli» tischen Vergehm». Die Stadtverordneten.versammlung von Charlotte«. bürg hat, wie da« ,,N. Int. Bl." berichtet, in ihrer S tzung am 18. d. M. über Vorschlag det Bürgermeistert Frttsche die Einsührung der Schwemmkanalisation mit Rieselfetoem für die Stadt Charlottmdurg deschloffen, indem fie die zur Ausarbeitung det Svezialprojektet für dat erste Radialsyfiem geforderten Geldmittel bewilligte. Der Werderfche Markt bietet gegenwärtig ein Bild wüster Zerftöiung; dem feyr lebhatten Verkehr in jener Gegend werdm seit einigen Tagen schwere Hindernisse derettet, deren Besettizung vorautfichllich nicht so bald zu erwarten ist. Die Verlegung der Baufluchtlinie für die aul den Rutnm de» ebe» maltgen Äünzgebäudet zu erttchlendm Neubauten bedingt auck ein« Verschiebung der unter dem Strazer.flaster drstnbltchen Lanil« und der Röhren für die Tai- und Wasserlelwna. über deren gmaue Lage man steh augenblicklich»u- ächft zu v«< gewiffern sucht. In Folge dessen ist der nach der R jifttofce tu belegene Thcil de» Weiderichen Markte« dit etwa zm Hilft« dem V rkebr entzogen worden. E» hatte J:mand eine« Wechsel erhalte«, dessen Aussteller ein Kaufmann war, de: allgemein nicht für stcher gehalten wurde. Er wendete sich nun um Rath an einen Bekannten, d-r für lehr schlau galt, und fragte ihn, wie er wohl ohne die WeiüSiifUkeit einer Klage zu seiner Wechselforde unz kommen kömte. Der Befragte nahm den Wechsel an fich, zum Auifteller de« W chsel», kaufte dort Maaren auf ,8&e de« Wechsclbetrage», lieh dieselben in seine Wohnung schaffen und gab deren Ueberdringer den Wechsel in Zahlung. Au« dieser Handlungsweise ging g-gen den schlauen Mann «ine Arklage wegen Betrug« hervor, die j doch mit seiner Frei. fprechung endeie. Dos Erkenntnis wird in folgender Weise deg-ündet: In der Vorsviegeluna der Absicht der Barzahlung bei Abschluß de« Kaufoertrages s-iten» de« Angeklaaten war zwar die Vorspiegelung einer falschen Thatsache zu finden, weil der Angeklagte schon bei Bestellung der Waare die Abficht hatte, den Kmfrreis nicht dar zu zahlen, sond-rn da'ür einen Wechsel in Zahlung zu geben, bez. mit der Wcchselforderung zu kompenfiren. E« kann aber eine VermögensdischSdizung de« Verkäufer« nicht dm in erblickt werden, daß in der Vorau». setzung der sofortigen Barzahlung von ihm die V-eise der Waaren billiger berechnet worden seien,-r aber Barzahlung nicht erhalten habe. Denn weder in der N chterzielung höherer Preise, noch in der Tilgung der VertragStorderung. anstatt durch Barzahlung durch Kompensation mit einer stiren Schuldner zust-henden Gegenforderung an ihn in gleicher Höhe liegt eine Vera-ögenibeschädigung. da der Velkaufer auf jenen entgangenen Gewinn bei Abschluß de» Vertrage« noch kein Recht erworben hafte und stldst bei Empfang der bedungenen Barzahlung rechtlich verpflichtet gewesen wme, diese oder eine gleich hohe Barsumme sofort zur Tilgung der fälligen Gezenforverung seine» Gläubiger« ,u verwenden. Aber auch einen recht« wtdri. gen Vermögensvorlheil wollte der Ungel öste weder fich noch einem Drilten verswaffen-, denn seine Adficht bei Abschluß de« Vertrage» mit dem Verkäufer ging dahin, durch die Entgegen. nähme der Waare ohne Baizchlung, unter Kompenfirung mit der Wechstlforderung, seinem Bekannten wegen der unstcheren. schwer einziehbaren, an fich begründeten Wichsstkorderung zur Befriedigung unter Vermeidung eine» Prozeffe« gegen den Schul beer zu verb'lfen. Lehrjahre st«d kei«e Herrevjahre! Da» müffm fie reichlich erfahren, die armen Fungen, die oft noch nicht den «inderschuhen entwachsen, dem Tinste de« Meisters nachgehen. Die am meisten Mitleid erweckend»« Geil alten unter diesen kleinen Burschen find zweifellos unser« Bäckerlehrlinge, wenn ste früh Morgen«, nach durchs befteter Nach», mllve und schlaf» «unken den Kunden das friche Gebäck in» Hau» tragen. Eigentlich find ste doch noch Kinder, wenn auch, wie alle Ler- ltner Rinder, etwa» mehr oder weniger ruppig.— Kommt da neulich MorgenS gegen K Uhr fo ein kleiner Meblweißling die Mariannenstraße hnunterge, rottet,»ine große Zahl gefüllter FrüdstückSbeutel um den Hals gehängt und dre schlLirtgen Augen am Boden htnschwetsrn last rnv. Plötzlich steht er still; er hat im Trottoir eines jener Löcker entdeck', da» unsere ßeren Jungen fich sü: dos„M>.rm«lspstl" herstellen. Im nächsten Moment find die Frühstückidiuiel bei Seile gestellt, einige runde Steinchen aufgelesen und der kleine Bäcker iplelt schmll «wigc Tomen„Murmeln". Dann hockt er die adgeleg'» Last «ieder auf und«alt weiter, nicht ohne einen wehmüthigen Adschiedsdlick auf das schöne Murmrlloch zu werfen und ttef» wnerlich über die großen Schwierigkeiten zu seufzen, die der Uedergang vom Fungn zum Jüngling mit fich drwat. Gebildet oder Ungebildet? Unter dieser Spitzwarke erha ten wir die Schttderung«ine» Ergednifie«. welches uns der Mivbetlung wrrth scheint. Vor»inigen Tagen, so schreibt man uns, machten zwei BerUmr Arbeitet einen Erholung». autflug nach dem Nachbarstädlchen Spandau. Die beiden Ar. beitcr kehrten, um fich zu ertrtschen, w»in Lokal ein. Sie saßen noch bei ihrem Glase Bier, als ein Elegant eintrat, der nach seinem Aeußeren zu urth tlen, entschieden den„besten" Ständen angehört«. Er glaubte seine gute Erziehung denn auch dadurch deweisen zu wüsten, daß er zwar keme Gcftänke, wohl aber eine Stiefel bürste destellte, um Kleider und Stiefel vom Staube zu rewigm. Anstatt fich nun mit dieser ve- schSkiigung bescheiden in eine Eck? zu drücken, setzt» er seinen „hochwohlgeborenen" Fuß auf einen Stuhl ganz w der Nähe der deistn erwähnten Arbeiter und dürstete munter darauf los. Natürlich wurden d e Kleider der Arbeiter durch den aufwirbelnden Charffeestaub arg beschmutzt, und zu den größten«nnehmltchkeiten des Leben« gebört e« ja gerade auch nicht. solchen Staub aufschlucken zu müffm. Ewer der Ardeiter ersuchte daher dm„Herrn" sehr höflich, fich»um Bürsten doch»wen anderen Platz auszusuchen— damit kam er jedoch schön an, denn der eiegmte Herr, der nur daran gewöhnt zu sein schien, Befehl» auszutheilen, aber keine Ermahnungm entgegenzunehmen, meini« in ziemlich hochfab'mdem To-«, daß e» fich„gewiffe Leute" immer noch zur Ehre schätzen könnten, wenn er stch soweit herabließe, fich in ihrer Nähe die Stiefel zu reinigen. Um seinen Worten mehr Nachdruck zu geben, stellte fich ver Elegant al«»in Lieutenant von Sch- vor und war Willen« seine Karte auszutauschen. Nun wurde dem Herrn aber die einzig paffend» Antwort mft nicht mißzuoerstehender Deutlichkeit gegeben, daß, wenn er die Adficht habe, da« Duell sofort auf- »unehmm, er fich nur nach draußen zu demühm brauche, Sa könne er unangenehme Bekanntschaft mit einer Äibefterfoust machen. Nach dieser Aeußemng verließ Herr von Sch. unter «rlleemewem Gelächter der Gäste da» Lokal. Wer stch bei di-ser Affäre am anstänbtgstm benahm, brauchen wir wohl nicht zu erörtern. Große« Ausseht« erregte, wie ein verichierstatter schreibt. vorgemn Abend gegen 10 Uhr auf dem O animplatz folgen- der Vorgang: Ein anscheinend im ftunkmm Zustande befind. lich oewesen»! Mann, in welche« später der«rdeiter Rudolf Ge Hardt«rmittelt wurde, schwang stch p'ötzltch über da« G-- länder der Oranimbrücke und stürzte kopfüber w da« Waffer de« Kanal». Hier muß er mit dem Kopf auf»wen unstwt- loten, harten Gegenstond aufgelchlagen sew. denn al» dal» «ad> dem Stur,»in Schiffer den S. au« dem Waffer»og. war die ganze obere Kopfbaut heruntergerlffen und da» Gesicht wurde von Blut üderst, ömt. Auf da» Land gebracht, begann der Schwerverletzte plötzlich zu rasen, schlug heftig um stch und setzte seinem Transpoet nach der vanttStswach« in der Adalbert. ftraß» dm größten Widerstand entgegen. Erst durch da» that- kräftige Eingreifen eine» Poltzetwachlmeister« wurde der immer noch wüthend um fich schlagend« G. gebändigt und nach der «anitättwache gebracht. Hier hiell es sehr schwer, dem Wäthenden wegen seiner Ausschreitenden»wen Nothoerband anzulegen. Er wurde alsdann unter»sststen, eme» Schutz« mann» per Droschke nach der Charit»« gebracht. Die Schutz- leute ha ten große Müh», dm bedeutendm Menschmauslaus zu »ttftteuen. Warden, wie wir dem„GaShaus" mt. fem». E. w rd aus Wielen und Weiden g-fvnden. wo««veut'nd mit Ihm zugleich wächst auch ein Giftpilz, der Knollenblätter- I pilz, welcher täuschende Aehnlichkeit mit dem Champignon hat. L'tzterer hat ab r am Grunde vis Stielet kernen Wulst, wie ihn der Knollendlä'terpilz brfitz«. Hat man ausgewachsene Pilz» vor fich. io zeigt der Champignon rosafarbige, der Knollm- blatte! pilz wriße Lamellen. Die» sonst untrügliche Merkmal gilt jedoch nicht, wenn v,r Ciampignon ganz jung ist; denn erst wenn stch der Prlz entsaftet, werden die Lamellm röthlich, vorher find ste auch weiß In solchen Fällm muß man das genannte Merkmal des Stieles berückftchitgen. Der Knollen- dlätrerpilz ist auch lediglich ein Walddewohner. Auf den lichten Stellen ver Nrselholzwalvungen, sowie in verlaffenm Fahr. geletsm beginnt jrtzt auch der feinste und edelste Pilz, der Steinpilz, zu wackum. Denselben findet man bis Mitte Oftober, wenn der Herbst nicht gerade zu trocken ist. An eßbaren Pilzm fiitet man dann noch im Flübjahr die Morchel und im August u d S-ptember dm Mufferon und da» rothe und gelbe Hahnen- kämmchen, welches für gewöhnlich der Ziegendart genannt wird. Unter de« Wtlmertdorser Badegäste« herrscht ewige Aufregung. Der altgewohnte Zugang zur Badeanftaft von der Kaistrstraße her, der über ein Pttoatgrunvstück führt, ist gesperrt und Badegäste, die ihn trotzdem pasfirm wollten, find zur Strafe gezogen worden. Bereits früher hatte der L fitzer des Grunostück» wiederholt Warnunastaseln auf- gestellt, die jedoch nie deachtet wordin waren. Wie es heißt, hängen die ncuerm Maßnahmen mit einem Gnmdftücksverlauf zusammen. Eine Berlin. r Brauerei deabstchiigt nämlich, am See>in großartige» Etabliffement mit einer neuen Badeanstalt zu errichten. Außer dem dereft» gesicherten Grundstück soll auch die Katt'aumsche Besitzung und der alte schöne Gutspark in da» Etablifi-M'Ni hinring-zog-n werden. Ja de« Räume» des Landgericht» t und de« Amtsgericht« I derricht während der GerrchtSserien ein geschäftige« Tretdrn, welches jedoch nicht auf den zur Zeit sehr einge- ichränkten Rechls zerlehr zurückzuführen ist. Die erforderlichen Reinigung», und Reftaurattonsarbeiten«erden in großrm Maßstäbe vorgenommen und lüc die Aohärwng der Gchürs- nerven findet fich dort ein höchst zweckmäßiger Aufenthalt, zu- mal wenn d e mtt der Einrichtung n uer Sitzungszimmer de« schSftigten Zimmerleute ibre Hämmer schwingen, daß der d öhnende und zitternde Schall alle Räume d»S großen Ge- däudes vibriren macht. Die nothwendi�e Dislokation der während der Reparatur verlegten Geschäftsräume verursacht dm Borg'ladmen eine beil ame Motion, da nicht immer Vor« sorge gel. off n ist, die Parlerm zurechtzuweisen, wohin fie fich zu wenden haben. Uebrigms hat der Geschäftsverkehr neuer- ding» wieder erheblich zugenommen. ES ist deshalb noth- werdig gewordm. zu den vorhandenen dreizehn Ziotlkammern ewe vierzehnte zu dildm und die ewige Z it außer Thätigkett gesetzte zweite Kammer für Handeltsachen wieder in'« L-ben zu rufm. Luße-d-m weiden drei neue Abiheilungm des AmtS- grrichli für Pcozeßfachm fungi-en, die 37. und für schleunige Prozeffe die 16. und 17,— Ob ei für die Dauer bei den etger a.tigm Berliner VrrhSIft iffm möglich fein wird, an dm ditbntgen Einrichtungen festzuhalten, namentlich von der Ver- eintgung aller zu demselben Gerichtssprmgel gehörigm Lola» lUSten abzusehen, st-hr dahw. Hebel genug werdm die damit verbünd« nen Mißstände empfunden, nammtlich von dmm, derm verutt'.hä.igkett fich fo twährend in der Linie von der Neuen Fitedrichstraße 13 dii nach AU Moabit 11/12 bewegt. Gefundene Sache«. Mtt dem 1. Oftober tretm die vom Minister der öffentttchen Ardoiten neu erlaffenen allgemeinen Vorschriften über die Behandlung der im Bereich der Staats« etlendahn Verwaltung zurückzeläfimen bczw. aufgefundenen Gegenstände in Kraft. Danach ist u. A. in sämmilichen KoupeeS der P-rsonmwagen kolgende Bekanntmachung anzu- bringen:„Gefundene Gegenstände bittet man an dm dienst- tbuenden Zugführer oder Schoffner abzugeben. Behufs W eder« erlangung ver im Bereiche der Etsendahnoerwaltung zurückge- laffenen GegmfiänS« werden Muster zu Verlustanzeigen in den Stationsbur.aus unentgeltlich verabreicht und auf Ver- langrn ausgefüllt. Näherei ergeben die in den Wattesälen und Vorhallm der Stationsgebäude aushängendm Bekannt- machungen." Diese Bekanntmachung lautet:„Verlorene Sachen. Zur vorüberaedmden Aufsewrh ung der im örllichm Vereich der P.eußischen Staatseisenbahnm zurückgelafienm Gegenstände und zar Vermittelui-g der Wiederaushandigung derselben an die Berichligten find zu Blomberg, Breslau. Berlii', Magdeburg, Altona, Hannover, Erfurt, Frankfurt a. M. und Köw Funddureaus eingerichtet, deren Geschäftsd reich fich auf den Bezirk der an dem betieffmdm Ott» eingesetzten Kgl. Etsendohndirektion erstreckt. Das Fundbureau zu Köln dimt al» solches für die BeKle der Königl. Eisen- dahndttekttonm zu Köln und zu Elberfeld. Ver- lustanz-igm find thunlichst an dasjenige Fundbmeau (u richten, w deffm Lezt-k der vermißte Gegen- tand vermulhl-ch zurückgeblieben oder der Ve-luß zuerst de- morkt worden ist. Muster zu Verlustanzeigm werdm auf allen Eiationm und holt, stallen uner.tgelll ch verabreicht und auf Verlangen von den Beamtm ausgefüllt. Ott und Zeit des Veilust-s find möglichst destimmt a? ugeden und der vermißte Gegenstand mtt allen besonder en Kinnzeichm genau zu de- schreiben. Telegraphische Depeschen»um Zweck der Wuder- erlangung abhandm gekommmer Gegenfiände werden mtt dem Batznttlegraphen defördett. Wird die Foffung der Depesche dem Stalionsbeamlm üdrrlafim und beschränkt fich die Be- fördnung derselbm auf den Staatsdahnder-ich, so uiid hierfür eine feste Grbühr von 50 Pf., andernfalls die laiimäßige Depeschengedühr er->ob»n. G fundene Gegenständ» werdm dem verechltglen im Bereich der Preußischen Stoatt bahnen mtt dem nächsten Schnell« oder Personenzrge auf Grpäckschein unter Erdedung»wer festen Gebühr von 50 P'g., außerhalb des Sioatsbahndereichs mtt der Post oder ol» Fracht- oder Eilgut kostenpfl chtig üdersandt. Das Publikum wird ersucht, von anderen Retierd n imückgelaffme Sachen an die Stationsvorsteher oder Zugführer ad.ugebm." Bei de« t« letzter Zeit bekanntlich«echt häufig vor- kom«e»de« VersammlungsavftösuugkN bewerft dre„Voff. Z w, daß nach d-m in dim b. kannten Prozeß»u Franftutt a. M. ergangenen lltth-il de» Reichs, erichls vom 31 Mai 1886 stch deijmige gemäß§ 17 de» Sozialistmgesetz-s st afbar macht, welcher nach ettolgter pollzttlichel Auslösung einer sozialisttschm Versammlung fich nicht sofort auf einmalige polizeiliche Aus- fordrrur p entfernt. Ei ist daher hier nicht, wie im§ 116 de» Str.-G.'Ö., welch'r vom„Auslaus" handelt, eine dreimalige polizeiliche Aufforderung nö hig, um das wettere Verweilm stra'dar ,u machrn, soirdern es gmügt schon eine ewmalige «ufforde ung dazu. Da» Blatt macht zugletch darauf au merk- sam, daß auch bezüglich des HautfttedmSdruches tm Publikum vielfach die irrige Meinung verdrettet ist. daß ewe dreimaliae Aufforeerung ettorderlich sei, bevor ew wettere» Ve wetlm straffällig sei. Schon die erste Aufforderung macki das bisber befugte«erwttlen zu einem„undttuaten". Wer fich daher auf &Ä IÄÄ» ÄÄ'S KMMMW die Weisung, das Geheimmittelwesm durch Aufklärung des Publikum« zu bekämpfen und evmtuell gegen die Giheiar mittelfaditkanten das Strafverfahrm einzuleiten. Die bezügliche Verfügung lautet wie folgt:„Zur Unterdrückung de» Irna* mehr um stch greifenden Gehetmmtttclwefms läßt das köntgl. Polizeipräfivium zu Berlin dergleichen Mittel durch Sachvev ständige in B-treff der Bestandthette untersuchen und bezüglich ihies Preises prüfen, auch erforderlichen Falls Ermittelung«! über daS Vor leben de» Vettettigeri derselbm anstellen. Ii nach dem Ausfall der Untersuchung und der Prttikontroir erfolgt alsdann entweder die Einleitung der strafrechtlichen littet- suchung auf Grund des§367, Z.ffer 3 des Strafgesetzbucht und, im Falle der Strafanttag Erfol, gehabt hat, eine mlsp«thenbi ' die Zufammmsetzuna d«S Mittels. Bckanntmachungoder ei wird&L-------------------------,_ sein wirtlicher Werth und die Bedeutung oder Unwirklawle» sewer Heilkraft, sowi? unter Umständen auch das Vorleben des Verferligers und des Verkäufers veröffmtlicht und vor dea Antauf bei Mittels gewarnt. Diese Maßnahmen, wsbosondw die Belehrungen und Warnungen d«S Publikums, haben W Berlin selbst ew recht günstiges Ergebntß geliefert, anderetteui aber zur Folge gehabt, daß die in verlin stark kontrolttt» Geheimmittelverfertizer und derm Agmten den V-tttted igrer Mittel w die Provinzen verlegm und daselbst dos PudliM auszudeuten versuchen. ES erscheint demnach»weckmSßtz. d»! die diesbezüglichen Bekanntmachungen des königlichen Polijm Präsidiums zu Berlin auch im dieffettigm RegierungsbeE zur öffentlichen Kmntniß gebracht werden, und find d-mzewik n I®ul «Utlbttl l 80—| Conen |£: M-. A-per i «ie, .See iroße. S & k % fc«N80 Krel zunächst die w der nächster Nummer deS dieffettigen I ttoße g. rungSamtSblatteS ettcheinenden Bekanntmachungen vübl>t«k vfunb. - � worden, auf welche mtt dem Bemerken hingewiesen wird. eS stch empfiehlt, für wettere Veröffmtlichung derselben.. durch die Kreis« und Stadtblätter Sorge zu tragen. In«? gc Pfd. ich Euer ic. ersuche, hiernach das Erforderliche zu veranlasi»« und über dm Erfolg der gedachten Maßnahmm bis 1. Ottoder d. I. Bericht zu erstatten, wird e» stch empftgl«- daß auch die im dottseitigm Kreise etwa ausgebotenm utt dem Publikum angepriesenen Gehrimmtttel nach Maßgabe o» in Brrlw geübten Verfahrens auf Ihren wirklichen W«» ibre Zusammensetzung und die Bedeutung ihrer W rluna Birückfichttgung de« Vorledms der Verferttgers durchs geeigneten Sachverständigen, so weit stch G-l-gmheit darbi� dort uniersucht und das Ergebniß dieser P üwngen HW mitgetheitt wird, damit je nach dem Ausfall der UntersuV« die erforderliche Bekanntmachung durch das Amtsblatt, y# eine Belebrung und Wamung de» Publikum» erfolgen � Selbstverständlich ist w allen Fällm, wo eine Kontraoem� gegen§ 367, Ziffer 3 de» Strakgrsetz buche» oder gegen? Verordnung vom 4. Januar 1875 vorliegt, die strafrech»» Untersuchung ungesäumt einzuleiten." Et« ntckzt»«beträchtlicher vrachtheil der städ«>� K Ö «üanas ♦««fb. t«,*1 Einnahmen fließt aus der Hundesteuer. Im Jahre 1885 1 der Stadikaffe aus derselbm 283203 M. zugefloffen. r 2201 3K 25 Pf. mehr al» 1384. Für Duplikat- und f marken für Hunde wurden 3710 M 40 Pf. vcretnn� 2786 Hund« konnten in dem wonnigen Gefühl der 6'% lostgkeit schwelgen, den 1061 Zughunden darunter wurde � I %Üwl ding« dieses Gefühl durch die Schwere der TagesardeÖ� gällt: die 33 steuerfreien Treiberhunde haben schon ew st«?» Dasein. Freihunde zwar, doch der Freiheit entbehre)* y die 1575 Kettenhunde. 44 Hunde waren von der S�ürs freit, da ihre EizmthÜmer taubstumm und zugleich find. 73 Hunde erfrmm fich des Benefizium« de torialttät; fit find im Brfitz des Personals der ausi Gesandtschast. Leider bietet die uns vorliegmde Hun> keine Daten über die versteuerten Hunde; es wäre intereffant, zu erfahren, wie viel Jagdhunde z. Straßen Berlins ihren Beruf verfchlm, oder wiewiel � in Berlin zu Tode getüttertjanb gipflrgt werden.,� t � K ik W Das Dienstmädchen M. machte" fast'ägllch mu-a unter dm Ltnderu m feit pschei. Oens ne t' Q odd M «einend «inerne L-lbett �ndes t Kindern ihrer Herrschaft Spaziergang TageS gesellte sich zu ihr eine Frau B„ m" rich«* angeknüpften Unterhaltung das Anerbieten an die M- nw� ihr einen Bräutigam befolgen zu wollen, worau b ein. eingegangm wurde. Einige Tage darauf erbat st« p für gemachte Auilagm Geld von dem Mädchm und � wohl annahm, daß diese selbst nicht viel bcfitz� redete� � vor, daß es geliehene» Grld sew müffe und destimmte � Geldsortm. Das Dienstmädchen gab nun der Frau � bezeichnetm Geldsorten nach und nach 80 M- Außet—.,� �a« Geldbeträgen forderte Frau P. auch Kleidung»- und W �- stücke, angeblich um zwei Puppen, die fie zur Au»füfrH*B �i Arch k,. ücernommenm»usttag-s brauche, anzukleiden. Auch diese 8�' I«tt(jn J1 der Schwindlerin von dem Mädchm gegebm»■ Erhebliche vra»dw«»de« tm Sestcht und �# Händen zog fich am Monlag Nachmittag um 5 1# fi' Materialwaarmhändler Oderkampf, Boeckhst aße 1, br'�jO füllen von Spirttut in seinem Lagerkeller durch eigen« zu, indem er, um zu sehen, ob die zur Ausnahme%,# zogenen Flüssigkeit benutzte Blechkanne gmüzenv ew Streichholz anzündete, was die Entflammung deri? wordenen SptrttusdSmpfe nach stch zog, worauf ur�g die Inbrandsetzung des ganzen Gefäßwhalts rtfo'tyP hoch emporlodernden Flammen schlugen dem OefebQr#* WS Ge ficht und verbreiteten fich demnächst rasch nächster Umgebung lagernden Waarenvorräthe. Die i konnten, wodurch ihre Wirkiamtett eine nicht un>-"v�n Steigerung erfuhr. Diesem Umstände ist es auch'JLiitfä daß die Verheerungm des Brandes auf das beim der Löschmannschastm bereits ergriffene Terraw blieben, was um so wesmtltcher war, al» fich tm*' vC'.'A ein Faß Petroleum defand, dessen Miileidmscha"�, ffsV fichtlich die Zerstörung des gesammten Kellerwhalts r* gehabt hätte. r?. K Swe unbekannte Tobte. In der Nacht � 18. d. M. lehrte in ew Hotel in der Dorolheen�� � Dame ew und erhteft ein Zimmer im zweiten C'ZxK Am anbeten Kotgen wurde ste todt iw �» «Uf- « wiesen. funden und Jst nach ärztlichem Gutachten der Tod � n isurawren an Unter dm hinterlaff-ne" �- eines Schlagfluffe« eingetreten. fand man tm Portemonnaie Rezept, ausgefertigt tücher mit A. F. ge», daß die Verstorbene_______„ Hörigkeit nähere Angaben fehlen. Solche nx Krimwal-Kommiffartat entgegen genommen- QaiW'A CtJOfertgsbermBoen. D.t Kreuzvamm mit d» Lowsen- und Chariteeftraße wttd de Huf» j und Einlegung von PkerSedahngeleisen vom mt v«km�vermtftler. verkn. Zentr��fiarvhalle� �ntge�� II' normalen »u erwarten. find reichlich MMWK� ina W G-h-w' i imntf z löntgl. Saite» bijüglÜ lelung« l«n. 3« ikontiol» mUrl«' idjl und, i tchtndt KttteÄ tben d«' vor dt® bofondflt ittolWt* icd ijttt IZudlilu« nglW* emzeVa? n 9k# pubü# oirt. da« [b«n«iii gnWt nanläßtd bii Jg wpfthl«' ?4 W N% lttsu� n iee« Frische feinste Tafelbutter X. 108—110, feim »Mbuätrl. 98-108, U. 90-96, M. 75-85, Landbutter % n. 66—76 3Ä. Galtzische und anöert geringste Con» 56-66 K. v. 50 Kilo. -�Äase. Echter E-nmenthaler 73—80, Westvreujischer S'wkjnläft L 56-60 M.. ll 48-50 PL m. 40—45 ist. �«»lalbackstein I. fett 22-25 M.. 0. 14-18 3JL TilstlerFettläse M-GO M.. Tilstter Maaerläse 18-23 M.. Limburger l K M.. ll. 20-25 TO., Ramadour 30-32 TO., rheinischn Wder W«. 20-22 Ptd. schwer. 45-68 TO. echter Holländer Sdamer l 60-70 TO., ll. 56-68 TO., französtschel '«ufchaltllti 18 TO. per 100 Stück. Camembert 8,00-8,50 der Dtzd. *kt 2.60 TO. pr. Schock. «n-uchrrt« ftische. Rhcwlach, 2,50-2,90 TO.. Weser- % CststtlatM 1,20-1,40 TO., geräucherte Aale 70-100 bii tWr i Vpt*o�'-, �ob er Delikatefaal 1,50 TO. Flundern, Rilwii M. mittel 8-5 TO, motze 8—9 TO. per Schock, ««»nge, per 100 Stück 4,60 bii 6,75 TO «rni �aelen 40-60 Pf. pro Stück fcJlÄ F«»e. Aal, mittelgrotz 90-95, grotze 1,05 TO. «echt 80«f.. Schleie 90 Pf. per Pfund. «ebse.«leine. 10 cm. 1,00-1,50 TO. mittel 2-4 TO. TO per Schock. Hummern 1,50—1,75 TO. per Ze-nüse und Obst. Weintrauben 50-70 Pf. per Pfd.� xMche 0,20—0,30 TO per Pfund, Kirschen 6-15 Pf. h._ cr.f%I«T' v,wv v*-* wi rv,■vi1 gtm, Pr.itzeibeerer8-9 TO per Schffl., Pfefferlinge 4-6 TO., Krtlf" L-G0-300 TO. per Schock. Karotten 3-5 TO per »�.Wirfingkobl 2-3 TO., Roch- und Weitzkohl. grotze Köpfe, kZ F. per Schock,«lumenkodl 10-15 TO, Erfurter 20 Mi pr. 100 Stück, Holl. Kartoffeln. Meitze rund« 3 00 TO. 2�«startoffeln 3,00 TO, röche 2,80 TO., blaue 3.00 TO Br wfw u\~i i v �/vm wmwv v.w Li!®«sto, Pflaumen 15 TO.«irnen 8-20 TO, Aepfel Str._ neue Zwiebeln 2.75-3,50 TO, Zitroner 8 Zitronen, 10 M. pr. Kiste von 260 bii 300 Stück, neue Gurken 2 TO. per Schock. Melonen 30 Pf. pr. Pfd. »er»tt 2—2,50 TO. pr. Pio. getrocknete Morcheln 2.50 TO. getrocknete Steinpil« 6,50 TO. per Pfd. b,m'fkieibeiiedt. Am 18. d. TO. Vormtttazi wurde in d» �ptmvenztmmcr eines Hotelk in der Dorotbeenstratze eine iodt i« vorher dort eingekehrte, etwa 35 Fahre alte Frau £"3*0* t.n„«?.�te liegend vorgefunden; anscheinend ist ste infolge � der m�chganfolli während der Nacht verstorben. Die Leiche «oi��denen, weicht nach einem in dem Portemonnaie fi�JVy z�wndenen Rez.pt eine Frau Frost sein dürfte, auf welchen 18SS IJ �tn auch die in der Wäsche vorhandenen Zeichen paffen, tw;"ach dem Leichenschauhause gebracht.— Nachmittag« Lz.'in Dienst mann, als er mit einem Handwagen die >i.?Mstrlltze entlang fuhr, durch dai Fuhrwerl bei TOUch« �tiefler, Steinmetzstr. 73, im Vorbeifahren gestreift W®1 linken Futze verletzt.— Zu derselben Zstt wurde ein Ägfi in der Dresdener strotz« von einem Pferde, dai eS iki�Zeit geneckt hatte, in den rechten Arm arbiffm.— bnj Miier machte zu derselben Zeit in der Prenzlauer Allee techJWuch, sich an einer Hecke zu erhängen, wurde aber noch Sj.Mto abgeschnitten und nach dem Kranker. baust im — Zu derselben Zrtt gerieth in der ._ Jahre aller Knabe beim Uederschreiten . bammei vor dem Hause Nr. 49 aus eigener Unvor« zwischen die Pferde vor einem Rollwagen und wurde �"«nsilden durch Futztrttte im Geficht""" ��"stratze (U(;''.abtbommri zK tou-.'motn vurw jrutzirurr im rsenwr und am Brustkasten �chernend schwer verlttzt.— Am Abend deffelben Tages fiel hy, obdachlos« Arbetter Gerhardt an der Oranienbrücke von °uf welches er fich gesetzt hatte, in dm ibbaid Kanal, wurde aber durch einen Schutzmann �Ubertstratze vnd von dort nach Anlegung eines Nothver« »ndeg nach dem Krankenhause Bethanim gebracht. II I Gericht»-Zeitung. tz�as. Vreutztsche Veretnsgesetz vom 11. TOärz 1850 Berliner Gerichten ein« strenge Anwendung. §§ 2 und 13 deffelben»erden die Vorsteher von �itn,?'*#4*«ine Einwirkung auf öffmtttche Angelegen« Lw �««cken, mit Geldstrafe von mindestms 15 TOark de« * ft«'1 unterlaffen, Aenderungen der Statuten oder AKKliederbestande» Mnnm drei Tagen der Polizeibehörde M Kenntnitz zu dringm. Seitens des Vereins der % loS,«etallschleifer, der nach sewm unterm 3. Septem- tsls z-il, polizeilich gmehmigtm Statutm leine E nwirkungen 5«?.�tche Angelegenheiten bemxckl, warm im vorigen Jahr« «rung �'NMS-n in der Mitgliedschaft erst auf die Aoffor- i.iffgrn»».«o! ijeipräfidiumi im Juni pr, also über die zu- hinaui. angezeigt und find in Folge dessen die S'&che, H.« Änstandtmiigliever Dambeck, Frani, TOalmethie, ?o»me���"wann, Knüppel, Krause, Plage. Schimoreck und ?cn von elb'C?' Knüppel, Krause, Plage. - je 20 TOark Sita" erbobenm Einsmu�. Strafe auftecht. 20 Mark Strafe genommen worden. Auf ch hielt die 94. Ab Heilung '* cht. Mit Au«. bei ihier Ver- WZMSI.» nur Franz und machen 1? "BABM �'"'Sebli��W'schWiudl«» stand gestern in der Person di,,� Färbers TOlchel vor der vierten Ferim straf- fceS$ toth.�en Landgerichts L Der Angeklagte ist ew " Segend am 18. d. TO. in Knebei's Zentralgarten in der Bad« ratze(Gesundbrunnen). In anschaulicher und fatzlichec Weise erläuterte der Vortragende diejenigen G-setzesparagraphen» welche sür die Zimmerleute von Wichtigkeit find und verband damit verschiedene Fingerzeige für die Arbeiter, fich nach TOög» lichkeit vor Schaden zu dewahren. So ist von tief einschnei- dender Bedeutung ein Fall, der in Berlin sehr häufig vor» kommt, der jedoch in dem UnfallverficherungSgesetze nicht vor- gesehen ist, nämlich, datz ein Unternehmer für stch, auf eigene Rechnung, auf eigenem Grundstücke baut, um indeffen später daS fertige Gebäude zu verkaufen. Ein solcher Unternehmer zahlt keine Gewerbesteuer und unterliegt nicht der Verstcherungspflicht. Die Z-mmergesellen tbäten demnach gut, vor Ausnahme der Arbeit zu tragen, ob der Betrieb auch versichert ist. Durch eine der Wahrheit entsprechende Antwort in bejahenden Sinne mache fich der Untemehmer eines Betruges schuldig. Wenn auch eingewendet würde, datz die Roth oftmcls den Gesell-n treibe, Arbeit zu nehmen, wo eS immer sei, so sei dcch ein Festhalten an dem vorgenannten Prinzipe das wirksamste Mittel, alle Um.eher des Gesetzes zur Berufsgenoffenschatt heranzuziehen» woran diese wie die Gesellen ein gleiches Jitereffe hätten. Ferner könne er jedem Ztmmergesellen nur dringend rathen» selber Über seine Einnahmen und über die Meister duchzuführen, da die Rente bei einem eventuellen Anfalle nach dem Verdienste des letzten Jahres berechnet werde, bei dem häu- figen Arbeitswechsel in Berlin es aber häufig schwierig sei, den Verdienst des von einem Anfalle bitreffmen von von dem Tage des Anfalls ab zuück gerechnet zu ermitteln, die Berechnung daher leicht zu Ungunsten des Verunglückten ausfallen könne. Autzerdem übe eine derartige Aufzeichnung auch nach anderer Seite hin eine anregende und wohlthätige Wirkung aus. Das Recht der Arbeitnehmer werde in dem Gesetze gewahrt durch die Schiedsgerichte, zu denen dieselben die gleiche Anzahl Bei- fitzer zu wählen Haben, wie die Arbeitgeber. Der Vortragende empfahl, bei der Wahl der Beisitzer zum Schiedsgericht seitens der Arbeitnehmer sehr sorgfäliig zu verfahren, da«S in diesem Falle sehr auf praktische Erfahrung ankomme. Sehr beachtenS» werth ist auch der Hinweis deS Vortraginden auf die Anmel» dung eines Unfalles. Das Gesetz sei geschaffen, dem Vtrun» glückten resp. deren Angehörigen schleunige Hilfe»u schaffen. Dieser Hilfeleistung gingen aber zeitraubende Formalitäten voran. Je zeitiger daher ein Unfall angemeldet sei, desto früher sei die Hilfeleistung möglich. Bei einem eintretenden Unfälle sollten daher die Kameraden deS Betroffenen sofort bei dem nächsten Revier- Polizeibureau Anzeige erstatten. Dadurch werde zugleich etwaigen abstchtlichm Unterlassungen dieser Anzeige seitens der Arbeitgeber wirksam begegnet. Auch empfehle es fich, mit den Vertretungen auswärtiger Krankenkassen nur schriftgewandte Leute zu beKauen, um nicht durch falsche oder mangelhaste Be» richte die Verhandlungen resp. die Eifüllung der erforderlichen Formalitäten zu verschftppen. Auch gab der Vortragende die Erklärung ab, datz die Sektion l der nordöstlichen vaugewerks» BerufSgenoffenschait sehr gern dereit sein würde, auf einen gestellten diesb». Antrag eine Lifte der verufsgenoffenschast angebörigen Arbeitgeber zu verabfolgen. Der Vortrag zeitigte eine Fülle von Fragen, welche von dem Referenten beantwortet wurden, sotatz die Aufklärung ü'er dieses Gesetz, dessen Unvoll» kommenheii der Vortragende anerkannte, in hohem Matze gefördert wmde. Auch gab die Anwesenh'.it des Herrn Arans eine will» kommen« Gelegenheit, fich auch über andere Dinge auszusprechen. So wurde unter Anderem auch die NotHwendigkeit eines Arbftts» anchweises hervorgehoben, deffen Errichtung Herr AranS ebenfalls alS sovohl im Interesse der Arveilgeder als auch der Ardeilnrhmer liegend für dringenv geboten erachtete und machte er in dieser Beziehung den Vorschlag der Anschaffung eines T-lephons, wodurch seiner Anficht nach auf die leichteste Weise allen Wün» schen genügt werden könne. Die Diskusfion dehnte stch bis spät in die Nacht hinaus auS. Die Versemmlung gab dem Wunsche Ausdruck, datz eine derar.tge Wirksamkeit ver Arbeit» aeber in dm Versammlungm der«ibeitnehmir immer mehr Platz greifen wöge. Fachverein fämmtlicher im Drechslergewerk be« fchäfttgte« Arbeiter Berlins. Sonntag, dm 22. August, N ichmiitags von 4 Übt ab; GemüthlicbeS Beisammensein mit Fa-riltm bei Foge, Köpnickerstr. 191 Um rege Betheiligung ersucht der Vorstand. kranken- uud BegrSbnitzkaffe des Vereins sämmt- licher Bernfsktassen(E H.) Zahlstelle 4. Jeden dritten Sonnabend im Monat Versammlung bei Hutz, Krrlsba'» und Flottwellstr�Ecke. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Kachv-rein der Tischler. Sonnabend, den 21. August, Adenvs 8% Uhr, in Jordan'« Salon, N�ue Grünstratze 28, Generaloeriammlung. Tage«- Ordnung: 1. Wahl von drei TOttgliedern der ArdettSvermittetungStommilston. 2. Wahl eines Vettragsammler« für die Zahlstelle 5(TOüllerstratze 184). 3. Bericht des Vorstandes über einen Rechtsschutzantrag. 4. Die Vorfälle tn ver Hmschel'schm Werkstatt. 5 Frage» kästen. Die TOitglieder, welche noch Billets vom projetttrt ge- wesenen Sommmerfcst am 16. d. TO. in Händen haben werdm ersucht, dieselben in der Versammlung zurückzugebm, damit die Abrechnung stattfinden kann. Kachverein der TOetallschranben-, Kassondreher nnd vernfsgeuoffen Vi. Sirstungsfest am Sonnabend, dm 21. August, Grotze Frankfurterstratze 117. Grotze« Garten- komert. sowie Auftreten berühmter Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Nach dem Konzert grotzer Ball. Billets& 30 Pfg. find zu hadm bei A. TOayw, Eisenbahnstr. 35 IV; A. Gorn, Weberftr. 45 H. I: G. Stimmet» Barnimftratze 37 H. M, sowie beim Rendanten A. Zimmermann, Zeughofstr. 10 IV. Abendkasse findet nicht statt. Zentral-Kranken- nnd vegräbutßkasse für Kranen uvd Mädchen in Dentschland(E. H. Offmbach a. TO.) Sonnabend, den 21 d. TO., im Konzerthause Sanssouci,«oft» buserstr. 4*.: 2 Stiftungsfest, verbunden mit grotzem Griten. lonzert und Sommernachtsball. Anfang 6 Uhr. Billets sind zu hadm in dm Zahlstellen: Grothmann, Wolgasterstr. 8 III; Strautz. TOemelerftr. 6 Hof pari.; TO. Schneider, Blumen» strotze 29; und S. Schneider, Naunpnstr. 60 im Keller. Ferner bei dem Vorfitzmdm Bieleftld, Gttschinerstr. 94, und beim Kasstrer Schiessl. Wafferthorftr. 69, sowie in den mit Plakaten belegten Handlungen. Allgemeine Kranken» nnd Sierbekafle der Metall- arbetter(E. H 29, Hamburg), Filiale 5. Versammlung am Sonnabend, dm 21. August, Abends 8% Uhr, bei Ackermann. Lothringer str. 81. verein zur Wahrung der materiellen Interessen der Sabrik- nnd Handarbeiter. Sonntag, den 22. August, bei Muhlitz, Andreasstr. 26, Generalversammlung. Tages» ordnung: 1. Monatsbericht der Revisoren. 2 Abänderung des Statuts und der Geschäftsordnung. 3. Abrechnung von der Landpartie. 4. Verschiedenes. Gäste, welche dem Verein bei« ueten wollen, haben Zutritt Vermischtes. vom Meerschaum. Ruhla, da» grötzte Dorf des thü« ringe- Walde», erfteut fich delannttich wegm seiner Pkeiten« kopf.Jadustrie eines Rufes, der wett über die G enzen Deutsch» lonb» hinausgeht. Ein Mitarbeiter der„Hamb. Nachr" er« hübsche Einzelheiten übet diese eigmartige Industrie de» Marklfleckeni. thüiinger Marllflrckcni, und lnüpft daran einige Angaben über den ersten Gebrauch der Meerichaumköpfe in Europa, denen wir folgerdei«ntnehmm: Die Zeit, seit wann Pfeifen' köpfe au» Meerschaum, sogenannte türkische Pfeisenköpfe, in Europa bekannt wurven, ist heute noch streitig; während Einige 1753 al» da» J'br der Erfindung nennen, verlegen Andere dafielbe auf 1724 zurück; Alle aber bringen den Grafen Andrafsy mit der Erfindung in Verbindung. Auf einer Reise in die Türkei hatte derselbe ein Stück Meerschaum al» eine Seltenheit zum Geschenk erhalten;«» lebte nun da- mal» in Pest ein gewisser Kovac», welcher durch seine Geschick« lichkett in der Holzschnitzerei geschätzt wurde. Andrafftz zeigte dem Äovac» den Stein und beauftragte ihn, irgend etwa» hübsche» daraus zu schnitzen. Da der Stein sehr poröi war, schien er Kooac» zu einem Pfeifenkopf geeignet und er verfertigte dar« au» zwei Pfeifen, eine für Andrassy, die andere für stch selbst. Während de» Schnitzen» fiel der eine Kopf auf eine Wach»« tafel und erhielt dadurch einige Flecken. AI» Kovac» nun zum ersten Male au» dem Kopfe rauchte, bemerkte er, daß jene Stellen eine schöne hellbraune Farbe erhielten- Er überzog nun den ganzen Kopf mit Wach», wodurch derselbe, nachdem er ihn längere Zeit geraucht hatte, eine gleichmäßige schöne Färbung erhielt. Andrassy'» Freunde, welche ähnliche Pfeifen« köpfe zu haben wünschten, ließen für schwere» Geld solche Steine au» der Türkei kommen und von Kovac» Pfeifenlöpfr daiau» schneiden. Die Kenntniß de» Meerschaum» und setner Bearbeitung mag schon bald von Pest nach Wien gelangt sein, aberkdessenunge chtet muß da» Jahr 1753 jeden« fall» unrichtig sein, denn in Deutschland find schon früher Meerschaumpfeifen geraucht und in Lemgo, Nürn- derg und Ruhla geschnitten worden. Ebenso dunkel ist auch die Einführung der Meerschaum- Industrie in Ruhla und die Anfichten gehen noch wetter au»einander. Sicher ist indeß, daß 1739 Simon Schenk au» Zillbach die Fabrikation von Pfeifen« kopfbeschlägm in Ruhla einführte. Mögen nun die Hseifen- köpfe ansang» au» Thon oder irgend einem Stein bestanden haben, so ist doch wahrscheinlich, daß schon wenige Jahre darauf auch die Meerschaumpfeifen hier Eingang gefunden haben. Von viel größerer Bedeutung für Ruhla ist aber die Erfindung de» unechten Meerschaum» geworden. Die Abfälle de» echten Meer« schäum» beim Zurichten und Schneiden der Pfeifenköpfe werden mtt einem hölzernen Stampfer in Waffer gestoßen und auf einer Mühle zwischen zwei Steinen gemahlen, in Fässern geschlemmt und die dünne, fast flüsfige Masse drückt man hierauf durch leinene Tücher oder durch Pferdehaarstebe, damit ste ganz gleich- ~"eli Sodann wird die Masse in einem Kessel mit einem artig wird- Zusatz von kieselsaurer �Thonerde zu einew Brei gekocht und in leinene Tücher gestellte Holzkasten geschüttet, die viereckige, auf leinene Tücher gest«. � oben und unten offen find. Nachdem die Masse durch Abkühlm und Abtropfen fich in den Kasten gesetzt hat, erfolgt da» Nach« füllen von Masse, bi» die Kasten wieder ganz gefüllt find. Nach- dem die Masse wieder ziemlich fest geworden ist, werdm die Holzkasten aufgehoben, die Masse dann in Stücke getheilt, wie fie für die Herstellung von Pfeifen oder Zigarrensvitzen erfor> derltch find, tn da» Trockenzimmer gebracht und einer Hitze von 60 MI 70 Gr. R. ausgesetzt. Sind die Stück« soweit getrocknet, daß fie wie Seife geschnitten werden können, giedt der Arbeiter el» der Hand ihnen ungefähr die Fonn, welche ste erhalten m sollen und jetzt erst beginnt die Arbeit de» Schnitzer». Die weiter« Bearbeitung de» künstlichen Meerschaum ist von hier ab der Be» aibeitung de» echten Meerschaum» völlig gleich. Mlt dem Abfall de» künstlichen Meerschaum» verfährt man nun ebenso wie mit dem de» natürlichen und erhält so künstlichen Meerschaum zweiten und drttten Grade»(Masse), bi» dann die Masse endlich daß ste nicht mehr zusammenhält. Der künst. licht Meerschaum ersten Grade»(weißmassige) kommt bei sorg« sälttger Behandlung dem echten so nähe, daß selbst Fabrikanten die darau» angefertigten Pfeifen nicht von echten Reerschaum- pfeifen unterscheiden können.— Wann der unechte Meerschaum erfunden, ist ebenfall» unentschieden; während einige annehmen, fiebenjährigen Kriege unechte Meerschaum. daß schon vor dem____________ Q ä seifen in den Handel gebracht seien, verlegen andere die Er- ndung erst in da» letzte Jahrzehnt de» vorigen Jahrhundert». sür Ruhla und auch für die Mcerschaumindustrie ist aber die Erfindung von der größten Bedeutung geworden, denn infolge dessen wurde der Pcei» so ermäßigt, daß die Meerschaumsabrikate in immer weiteren Kreisen Aufnahme fanden. Zur Zeit expor« tirt Ruhla jährlich für 6 Millionen Mark Pfeitenwaaren. Dem Problem de» lenkbare» Luftschiffe» scheint man einen Schritt näher gerückt zu sein. Wenigsten» ist e« einem französtschen Aeronauten gelungen, mit seinem Ballon ziemlich genau an dem Ziele zu landen, da» er vor Antritt der Fahrt öffentlich bezeichnet hatte. Der Franzose L'Hoste stieg, wie wir bereit» meldeten, in Gesellschaft de» Astronomen Joseph Mangot in Cherbourg auf. mtt der Abficht, in Finlbuiy Square in London Anker zu werfen. Er kam dem Ziel M» auf fünf Meilen nahe. Die Fahrt dauerte zwölf Stunden. Da» Haup! 8 leii ■ 10, W sei, fich konstant in ewer best mmten Höhe über Wasser objekt de» heit der Steuer unl onauten war übrigen» nicht so sehr die Korrekt- sondern um zu erweisen, daß e» möglich zu halten. Die» gelang ihm vollkommen. Er hielt fich tr- verschiedener und dedeutender Wind« sowohl in einer ziemli, geraden Linie, wie auch in einem Niveau von 150 Fuß über der Wasserfläche. Da» letztere bewirkte er, indem er durch einen Schlauch nach Bedarf Waffer al» Ballast au» dem Meere pumpte und wieder abließ. Bei den englischen Militär Perücken, welche stch im angeblichen Interesse der LandeSoertheiMgung entschieden gegen eine Tunnel Verbindung mtt Frankreich sträuben, soll die gelungene Fahrt großen Verdruß erregt haben, da fie demonstrirt, daß der Feind von oben vermittelst Ex- plofio Geschossen die ganze Vertheidigung de» Lande» zu be« drohen vermag. Katalepttscher Schlaf. Eine 47 jährige Frau, Eudoxie Helouin, ist im Krankenhause Salpettiiie in Pari», wo fie seit 24 Jahren gelähmt und an Hysterie leidend liegt, vor 9 Tagen tn einen katalepttschen Schlaf verfallen und noch nicht erwacht. Sie befindet fich in einem Zustande thcilweiser EmpfindungSlofigkett und zeigt kein Schmerzgefühl auf ziem- lich ttefe Nadelstiche, die ihr an irgend einer Stell« der Haut beigebracht werden. Man ernährt ste während de» Schla'S mit Flüsfigleiten: Wein, Milch, Eiern«. Die Patientin ist unze« mein deleibt und wog vor einigen Jahren einmal 140 Kilo, verlor aber dann gegen 30, worauf fie in einen ähnlichen lan» gen Schlaf wie ihren jetzigen sank. Sie wird von den Berzten sorgfältig beobachtet und ist der Gegenstand interessanter wiffm- schaftlicher Versuche. Durch Ullvorfichttgkett ging in dielen Tagen in einem in der Näh« de» Städtchen» Bunde in Westfalen b.legenen Dorfe ein Menschenleben elendiglich zu Grunde. Ein Berg- mann, welcher am Beine verletzt war. hatte zu seiner Wieder- b-rstellung vom Arzte neben einer Medizin eine Karbollösung zur Reinhaltung der Wunde erhallen. Durch ein Verleben seiner Frau wurde ihm nun anstatt der Medizin ein Löffel dieser Lösung verabreicht, die innerhalb 10 Minuten seinen Tod herbettühtte. Sine Jahrmarkts-Katastrophe. Au» Agram wird ge« meldet: In Gora bei Petrtnja entstand am 16. d. M. während de» Jahrmarkt» eine entsetzliche Katastrophe, wobei eine große Zahl von Menschen von scheu gewordenen Thieren schwer verletzt wurde. Die Katastrophe wurde von Dieben hervor« gerufen, welche dir THIere an den empfindlichsten Stellen de» Körver» mtt Kletten bewarfen, deren Jucken und Brennen die Thiere wild machte. Di« Diebe benützten die entsetzliche, vom Geheul der Thier« und Schreien der Menschen übertönte Ver. wirrung, um Diebstähle auSzuführm. Mehrere Verhaftungm wurden vorgenommen. Der Untergang der Brigg„Ada White" auf der Reise von Rio Janeiro nach New Uork erfolgte au» eigentbüm» lichen Ursachen. Da» Schiff hatte eine Ladung von 12 000 Säcken Kaffre. Nicht weit von Jamaika erhob stch ein Nord« weststurm und die Wogen gingen hoch über da» Fahrzeug. Etwa» Waffer kam in den Kaffee und die Folge� davon war, ohi daß die Bohnen anschwollen und die obersten Säcke platzten. Alle» wäre noch gut abgegangen, wenn nicht lose Bohnen Me Pumpen v'rstopft hätten. So war e» der Mannschaft unmög« lich, gegen da» Waffer anzukämpfen. Sobald die ganze Labung stch vollgesogen hatte, ging ste wie Hefe. Nach Verlauf we« niger Stunden zerbarst die Brigg buchstäblich unter dem Drucke der immer mehr anschwellenden Masse. Alle Hoffnung, da» Schiff zu retten, verschwand und die Mannschaft verließ e» bei Kap HatteraS. Ein««»gegrabene» Schiff. Pari», 14. August. Die vorfinlflutbliche Eiche hat ein« Art Gegenstück oefunden. Im Bett de» Cher, bei einer Mühle, unwett St. George» sur!e Prsc, ist beim Sandziehen ein große» Schiff entdeckt und nach längerer Arbett freigelegt worden. Der Dttektor de» Museum» zu Bourae» hat dasselbe al» ein gallische» Schiffsgesähtt erkannt. Sein Bau entspricht ganz der Beschreibung, weiche der Admiral Jurten de la Graviere tn seinem Werke über die See« macht im Aüelthum gegeben hat. Mittelst der von den Ma« schinenfadriken in Vierzon geliehenen Transportmtttel ist da» gallische Schiff nach Boing!» in» Museum gebracht worden, wo ihm eine eigene Halle hergerichtet wird. Da» größte Er« staunen verursachen die Größenonhältnisse der zu diesem Schifft verwandten Eichenstämme, welche heutzutage schwer« lich zu finden sein dürften. Da» Holz ist hart und trefflich erhalten, gleich der jetzt hier ausgestellten vorfintfluthltchm Eiche. Da» kleinste Blatt. Guadalaxara, die Hauptstadt de» mexikanischen Steaie» Jalisko. kann stch rühmen, die kleinste Zettung zu befitzen. Da» Blatt führt den Namen„El Tele« grama" und erscheint wöchentlich 4 Seiten stark im von 8:13 Z'nlimeter. Eine seiner Hauptaufgaden iß« denkbar möglichste in Kürze und Knappheit der Nachricht«!'j leisten. Der charakteristische Wahlspruch desselben lou>� „Wenig Stroh und viel Korn." Da» Exemplar kostet»» Pfennig. Auch eine Zeugenvernehmung. Prästdmt:„Sie# hier gedoren, 40 Jahre all, prolestan isch, ledig und Advolal. — Zeuge:„Zu vrenen."— Prästvent:„Nachdem Sie. vf Dollar, hier al« Zeuge vorgerufen find, möchte ich Ste»(kW haben, für die Zeit Ihrer Einoe, nähme Ihren Beruf zu# geffen und un» nur dt« reine Wahrhett zu sagen." Kleine MMHeilnngen. Breslau, 18. August Um Mitternacht brach in der de» Filku« gehörigen, auf der Hinter bleiche belegenen ClorenmW Feuer au», welche« stch in kurzer Zeit über da» ganze Triwd stück verbreitete. Clarenm« hie 2 ist bi» auf die Umfaflu»� mauern niedergebrannt, Ciarenmühle 1 kagrgen wußM erhalten. Mehrere tausend Zentner Mehl, Getreide W* Malz find verbrannt. Menschenleben find nicht zu dellagtt- «tel. 16. August. Sin schrecklicher UnglückSiall ereign» fich am Sonnabend gegen Abend in der Metallgießerei � kaiserl. Werft zu Gaarden, indem ein Tiegil mit einigen«ß dert P-und geschmolzenem Eisen gerade in dem Augeiwl* al» eine größere Anzahl Arbetter mtt dem Herau« nehmen W» selben au» dem Ofen beschäftigt waren, zerbrach, und durch** umherspritzende flüsfige Metall acht Arbeiter— darunter schwere— Verletzungen erlitten. Die Verunglückten find>' sämmtlich Familienväter... Müneliev, 17. August. Ein entsetzliche» Unglück Hai � beute früh 7 Uhr 55 Minuten auf dem Bahngeleise Pafing und München ereignet. E» waren nämlich um die � gegebene Zell fünf Frauenspersonen zwischen d«n Gtteism dem Enlsernen von Gra» und Unkraut delchästigt, al» plupj von München der Schnellzug und ein Zug von Stari>�> daherdrauste, welche Züge hart aneinander vm bei zufahren so besonnen, die gefährliche Stellt u», 'Sä Zwei Frauen waren I» vciunnen, vir grsayrnwe c«"«'"i »eilig zu verlassen und den beiden fich begegnenden ZllgM� zuweichen, die drei andern jedoch kamen, da fie angefich"� droh- nden Gefahr die Befinnung vollständig verloien,% die Räder de» Schnellzuge». Zwei Frauen wurden WK verstümmelt, so daß einzelne Körpertheile recht» und Unf'jj ...—- löpifl" schleudert wurden; die dritte Frau, Mutter und Erna, �, von 3 Kindern, erlitt«ine schwere Verletzung am Kopst-� fie, obwohl ste vom Bahnarzt sofort verbunden wurde,?] darauf erlag. Zwei der geiödleten Frauen standen( vierzig« Jahren, die dritte war etwa 32 Jahre alt, säau� wohmen in Vafing. j Pest, 17. August. Eine Hungersnotb soll, wie dem 5 lespan de» Pester Komttat» vom SluhUicdter de» lmtzner Kreiset gemeldet wird, die dortig« Gegend be indem die Getreideernte überall schlecht aerathen ist die» auch die Weingärten der ganzen Gegend von loxera vernichter woiden find. Der Stuhlrichter bittet gv Wirkung eine» AuSnahmSoerfahren» tn Angelegenheit der 6� etntrrtdung. London, 16 August. Durch die Explosion Well er in dem Kobl-ndergwerke Woodend zu Leigh ß" ermittelt worden, 38 Personen gelödtet worden.._Wei'■ Rew'Bork, 15. August. Bus Washington wirb „Ein Reger schoß gestern auf den General Augur. stonirten Armeeofslzier. Der General wie» den FardtgtN' s.p vor seiner Wohnung stand, fort. Al» der l-tztere z» V> begann, schlug ihn der General mtt einem Stock, i®01 1, Reger seinen Revolver zog und 4 Schüsse abfeuerte,„ Augur tn die Seit« trafen. Die Verletzungen sollen l' nicht lebensgefährlich sein- ,„AI KW.fi 0 % §| 'Vfertio 6,„Bll � d.« W o ?»krati "öL � 3a k & Zum h&o-d 5 Krieskasten der Redaktion. A. 28. Sic haben stch beim Standesamt% straße 21, zu melden.««. i S. i» v Wendm Sie stch an die königl. Ch°r«?, '—----- dorthin betrüb r Berlin, i-doch müssen Si'llstch driefl che Auskunft nicht erthrrlt wird..j, f «»« Abonnent.„Der HandlungSgrhilfe" erscheu" Forschungen zufolge ntemat» gelebt, sondern ist nm eM i thische Person. A 6. voyenftraße. Der betreffende Satz in übersandten Zeitung tft zwar nicht sehr geschickt K aber doch verständlich. Unter„Publikum" ist eben die ltttsche Allgemeinheit zu verstehen. hsrs % Katttoro «vstalte» „bie but( K Gemü K ioeatei. Freitag, den 20 August. Operahaa».«eine Vorstellung Schauspielhaus. Der Kaufmann von Venedig. »roll'» Theater. La Traviata. Belle« Alltance« Theater. Da» Parodie». Krtedrich« Wtlhelmftädttsche» Theater. Der Zigeunerbaron. Vsteud-Thrater. Vom Golde verführt. Btttorta- Theater. Amor. Tanz, Poem von uigt Manzotti. »alhalla-Theater.«eine Vorstellung. Sentral-Theater. Alle Jakobstr. 30. Dirett.' Adolph Emst. Der Wald«Teuf«l. Gesang»« posse in 4 Akten von W. Mannstävt. Kouplet» von G. Görß. Rust! von G.Stessen». Mtt neuen Delorattonm und Kostümen. tgstädttsche» Theater. Im Jrrmhause. M Passage 1 Tr. 9 W.- 10«. Knloer-PnHornw»«. MB/Kr Neu! Zum ersten Male: Neu I Reise de» Dampfer»„Tamara" nach Kanada. Da» malerische Venedig und Florenz. Hertha-Rettr.-«aroltneu-Zasel«. Eine Reis« 90 Pfg. Kinder nur 10 Pfg Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß ich Ptarlu» Weii- r@0tr#t(t#ul eröffnet Hab«.(90 Clnnt«T Splekermun. ArbeitSmartt. 391 »%%%%%%»«. Tücht.»chranbendreh«» w. v. Alexanderstr. 26. 9. Hosenschneider s. BeschSst. Lindenstr. 65, r. 17. Schweizer Garten. Am Friedrich» Hain. Haltestelle der Ringdahn. «ueoien � Im Saale: Tan»k»Smche Elettrisch« Eisenbahn. Rul Anfang 8 Uhr. Bon» haben L lammt lich er Kpniatitckte«. er Art. Heute, sowie täglich: »roh«» piiltiv-Cancnrt,_ TheatervorlteUnng. Notl»»b»t»stto»«g»« aller. 'tt.*1 retreneii-Trnppe, jtu, Ab.nd»:»rosse Zllamtuatw« and Kelenchtnng. Entree 30 Pfennig. Cigarren- u. Tabak-Handlang •n groo en detail Fritz Goercki »cilin SO., Import echter Hayaima. Lager Admiralftraße 40(frühere„Linde"). &, Lawer aller Sorten Ranch- und Schnupf-T ehnnpf-Tabake, m» gortatolu. Fach verein der Former und Sonntag, Den 29. August:. Kamiltenpartte nach dem A)fahrt Morgen» 7»/« Uhr vom- Bah-H,>f, Anhalter Bahnhof Webding. Treffpunkt: Station Nachzüaler 8»/« Uhr. Näherei stellen Norden. WeindergSweg 15b b«tA. und Süden, Rttterftraße 123 bei selbst werdm Beiträge für den Verein Sonnadmd nach dem 1. und 15. f1"' nommen. Fragebogen liegen au». atfi\ er So1' � Fach verein der W, Sonntag, dm 22. August, Vormtttap -T nlelstr-ß- ftn Vereinilotale »ttettederNerfan,' Tagesordnung: 1. Befpreckuns fünft« Stiftungsfest. 2. angelegmheiten. Um zahlreich«» Ew?, p» I ersucht[388]--- de»»ereitt» der vamer u«° Sonnabend, den 21.Augufi lv86. Ab � Der �de/ Sattler und in«ratweil'o Fi-rhall«.. Straße 77/79- Tagesordnung:_1. Vesprechm��� tz» M-MM zahlreich zu erscheinen. gaguttaj s«_____- Alle w'ssmschaftl. Werk- u- in Lief« un gen zu beziehen dtt»'. Verantwortlich«: Redaltem R, Sravhetm in Berlin. Druck und«erlag von Max Bndtng in Berlin Beuthstraße&