Nr. 201. Somttagj dett 29. August 1886. m Jahrg. erliurVMliill Drgan sur die Interessen der Arbeiter. 4 Da« �Berliner Volksblatt" Achndil tägitch StorgenS mik« naö Conti« unS Festtagen. BborinementlpreiS für Berlin frei »k Hau« vierieijährltch 4 Ssotl, monatlich 1,35 Marl,»öchentlich 55#. Postabonntment «!S«t Etruelne Nummer 6 Pf- S«mtagt»Rumm«r mit der illuftrüten BeUag« 10 Pf. («ingebagen in der Po�eistmgtvreitlist« für 1888 unter Nr. 709.) KedaKtiou: Keuthstratze 2.— Grpeditiou: Zimmerstraße 44. Abonnements� Ginkaäung. Mit dem 1. September«öffnen wir ein neue« Abon- Ntment auf des „Kerliner UalKsblatt� mtt der Gratisbeilage „Illustrirtes Kouuiagsblatt". . 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Man P# gerade kein Freund de« Individualismus zu Jr und man kann doch zugebe«, daß eine Maßregel, Sss-sssss« Jeuillelon [38 Spure» im Saude. Roman von Ewald August König. Kn.5�»k«a»» wollte fich eben hinsetze«, al« der Bäcker« fügt l.°kr sich ipzwtsche» in gewohnter Weise hinauf ver« mit lautem Gepolter in« Zimmer hmeivstürzte. lirie�J�ui»«. o jemine!" rief er, und au« seinem ver« ehe, �'ilcht sprach eine solche Fülle von Angst und Eni« ptan» b der Mechaniker von semem Stuhl wieder auf« **8. ist den« lo«?" fragt« Heinemann. 4* rf®ötig« Heiland, da oben liegt eine Leiche/ stotterte !"sch». nach Aihnn ringend. �"Uufin» 1- fuhr Heiaemana ärgerlich auf.«Dora, der Ktstuk mag wiffen, was der Junge gesehen He, Du schläfst wohl«och halb Sie'« nicht glaube« wolle«, dann gehen Sie h�uuf,- unterbrach der Bursche ihn beleidigt,.Ihre stheu. nicht klarer wie die meioigen, und wa« ich ge» 9*0«, da« kann mir niemand abstreiten." hch dann erzähle, wa« Du gesehen hast, aber ordent« 'u laa« baM't man auich den« nicht lange bedacht und Hütt«' über o jemine, o jemine, wen« ich ge« so hat man doch alle« Grund, Betrachtungen darüber anzu« stellen, ob e« nicht bessere Mittel giebt, dem Bettel entgegen» zutreten, al« die Androhung von Strafen gegenüber der Mtldthätigkeit. E« ist zuzugeben, daß die Opportuottät dem Verbot zur Seite stehen mag, aber ist ei den» eine so gleich« giltige Sache, ob man in unserer so materiell gearteten Zeit auch de« letzte« Funken von dem austritt, wa» die gute Sitte der Vorfahren eingeschärft hat?— Ferner gilt e« doch stets al« Regel, daß, wenn man ei« Uebel ausrotten will, die Wurzel getroffen werde« muß. Wo ist nun die Wurzel de« Beitelunwesens zu suchen? Etwa in der Mildthäthtgkeit? Man kann sich versichert halten, daß gerade diejenigen, welche am eheste» die Gabe, die«in Bettler begehrt, gewähre« könne», sie verweigern werden. Die Beobachtung ist nicht neu, daß nur der Arme Lym« pathie für de« Armen hegt und zu belfe« freudig berett ist. Wo solche Sympathien vorhanden siad, da wird man sich durch da« oben erwähnte Verbot vom Gebe« nicht abhalten lassen. Viele aus den wohlfituirte« Klasse« werde» allerdings daSVerbot willkommen heißen; allein hier ist da« Verbot nicht nothwendig, denn da« Gebe« wäre auch ohne dasselbe ausgeblieben. Man kann also an« nehmen, daß da« Verbot insofern wiiku»g«Io« sei« wnd, al« es Niemanden am Gebe« verhindert, der zum Gebe« überhaupt geneigt gewesen wäre. Die moralische Wirkung des Vnbot« ist unter alle« Umstände« schädlich, den« dem ehrlose» Bettler dient e» nur zum Spott; er läßt fich vom Betteln nicht abhalte». I« de« Herzen der«och unverdor« denen Nothleidenden muß da« Verbot Bitterkett«regen, den« e« läuft auf nicht« andere« hinaus, als auf die Be« strafurg der Mildthätigkett.— Dre Absicht, welche der Be. ernte, der da« Veivoi erlasse«, gehegt hat, ist ohne Zweifel gut gewesen. Er wollte dem Unwesen de« Betteln« eine Grenze ziehen. Die Abficht ist lobenswerth, ab« sie wird auf dem betretenen Wege nicht erreicht werden. Wenn auf diesem Gebiete Wandel geschaffen werde« soll, so bleibt nicht» andere» übrig, al» die schranken« lose Freizügigkeit aufzuheben, den» sie allein ist die Ursache de« gemeingefährliche» Landstreicher« tbümS, da« zu einer wahre» Plag« und gradez» zu einer Gefahr geworden ist. Man kann sage», daß diese schranken« lose Freizügigkeit soviel wie irgend etwa« zur Korrup« tio» unserer soziale» Verhältnisse bei getragen hat. Di.jenigen, welche sie gewollt und dur gtsctzi haben, zogen anfänglich nur Vortheile dar«««. A mälig stellten fich ab« auch die Nachtheile et» und nun find e« gerade diese Kreise, welche Maßregel» u«t«statze», die nur durch die Folge» der Freizügig keit erklärt werden können. Man nimmt die ,% ■s«. * wa« hast Du gesehe»?" ungeduldig, als der Bursche ein« Pause machte und die Auge« mit den Hände» bc» deckte. „Im Wohnzimmer lag die Haushälterin todt auf dem Teppich und d« schwarze Vogel«eben ihr—* „Um Gotte« willen, Fräulein Braun?" rief Dora entsetzt. „Nur ruhig," sagte Heineman», die eigene Erregung gewaltsam bezwingend,„wir wisse» ja«och nicht, was da vorgegangen, e« kann alle« mit natürlichen Dinge« zuge« gangen sei«. Hast Du Blut gesehen?" *AH, also kein Mord I" athmete d« Mechanik« ans. „Kein Mord?"«widerte d« Bursche.„Sehen Sie nur der Leiche in» Geficht, wie ich es geihan habe, gütig« Heiland, ich werde diese« Geficht mew ganze« Lebe« lang nicht vergessen! Und der schwarze Vogel ist auch todt, wie wolle» Sie da« erkläre«?' „Hast D« den Herr« nicht gesehen?" „Nein, ich Hab' auch nicht daran gedacht, mich«ach ihm umzusehen. Jetzt gebe« Sie selbst einmal hinauf.' „Ich werde mich hüte»/ sagte Hetveman» lesse.„da» wäre eine Gelegenheit, mir die Fing« zu verbrennen." .Ab« der Rest könnte vielleicht da« Leben«och ge« rettet werden!' warf Dora ein. Der Mechanik« zuckte mtt de» Achskla, als ob er sage» wollte, du« könne ihn in seinem Entschluß nicht wankend machen. „Du kannst die Gründe, die e« mir»«bieten,«» rathen." versetzte er,„ich möchte nicht»och einmal eine so schwere Zeit durchmachen. Wir wollen«i»e« Arzt und die Pelizei rufe», bi» dahin muß da oben alle« bleibe«, mie ** �Dcr Bäckerjunge wollte fich entfernen. Heineman»»«. Bursche,„der Meist«-* Vortheile hin und wenn die Nachtheile fich melden, schließt man da» Thor zu und läßt de» Bettler hungernd und frierend draußen. Da wäre doch eine Beschränkung der Freizügigkeit eher eme« Versuches werth.' So dn Artikel des rechteflügelige»»ationalliberale« Blattes. E« versteht fich ja wohl von selbst, daß wir mit der Verurthiilung d.s zttirtea landräthlichen Verbote« einver» standen find, au« HumaaitätSgrüuden sowohl al« au« Grün« de» der Zweckmäßigkeit. Bei diestr Verurtheilung freut eS un« ganz besovdei«, daß die„Elb. Ztg.' der Wahrheit die Ehre giebt und offen erklärt, daß in ihr« Mehrheit die Glieder d« besitzenden Klasse« nicht mildthätig siad. E» ist allerding« ei» oeraichteadeS Urtheil, welches da« Blatt üb« die Herrscheade Klasse ausspricht— e« bringt dieselbe in de» entschiedensten Gegensatz zur Nächstenliebe, dem Grundpiiozip der Lehre de« Nazarener«, oder sagen wir, de« CyrtstenthumS! Da« ist hart! Wa« sollen dabei alle Phrasen von Arbeiterfreundtichkett, von Menschenliebe, von christlicher Barmherzigkeit? Sie werden zumeist nur ge» übt, wen« Vortheile, materiell« Vortheile dadurch entstehe». Und wie schön klingt die Bemerkung in obigem Ar« tikel:„DieBeobachtung ist aichtaeu, daß nur der Arme Symp athie für de» Arme« hegt und zu helfe» freudig bereit ist." Goldene Worte, die fich besonder« auch der Arbeit« zu Httze» n-hmea soll. Er soll mit seine« gleichen die Besserung der Zustände im sozialen Lebe» anstreben, da die anderen Stände im allgemeinen kein H«j, kein Mitgefühl, keine Barmherzigkeit für die Armuth«ad da« Elend haben.——— Dieser Worte halb« wollen wir mit dem genannten Blatt« seiner weit«»« Anschauungen in dies« Frage nicht allzuscharf ins Gericht gehe». Wir unterschreiben gleichfalls de« Satz in dem vor» stehenden Artikel, daß man da» Uedel an der Wurzelangreif«» möge. Aber da«»»»«schreiben wir nicht, daß die Freizügig! nt allein die U.stche de« gemeingesäzrlichen Laadstretcherthum» sei, wir unterschreiben nicht einmal, daß die Freizügigkeit mtt dem gegenwärtigen La»dstreich«thum zusammenhängt. E« hieße nämlich alle historischen Thatsache» leugne», wenn man da« unterschreiben würde, da v o r d« Freizügig» keit in Deutschland da«„gemeingefährliche Landstreicherthum" viel ärger war, als»ach der Freizügigkeit. Ja, al« Deutschland»och in den Bande» d« Leibeigenschaft und Hörigkeit schmachtete, da gab e« sogar ei« orgaaisirte« Landstreicher» t h u m, von welchem jetzt doch nicht mehr die Red« ist. Höchsten« zwei bi« drei Personen zusammen „D« Meist« muß die Ausnahme gelten lassen, Du bist entschuldigt. Dora. geh' rasch zum Polizeiko-nm>ssär, er wohnt ja in der nächsten Straße, halt Dich nicht auf und sprich mit N'emand üb« die Geschichte." Ohne Zöger« eilte Dora hinau«, der BSck«juage wollte ab«mal« einen Versuch mache» zu entwische«. „Die Kunde« warten," sagte er. .Möge» fie warten,"«widerte Heineman», ihm eine» drohenden Blick zuw«fend,.Du bleibst I" Der Bursche mochte einsehe», daß jeder weit«« Protest fruchtlos war,« stellt« seinen Korb auf den Boden und setzte fich auf eine« Stuhl, unverwaudt jede Bewegung de» Mechanik«» beobachtend, der mit seinem v«klüppelte» Fuß rastlo« durch da« Zimm« humpelte. .Ware« die Zimmer in Unordnung?" fragte Heineman»«ach«in« Pause.„Lagen Stühle auf d« Erde .Gott bewahre, alle« in d« schönste« Ordnung." „Und die Thüre» offen?' „Allel' „Auch die Schlafzimmerthüre de« H«rn Gottschalk?" „Na. wie kann ich den» wissen, wo d« Herr Gott» schall schläft?"«widttte der Bursche, die Brauen hoch hin« aufziehend.„Ja die Küche bi» ich früh« wohl gekommen, ab« niemal« weiter I' „Da# Schlafzimmer liegt»«de» d« Wohnstube," sagte d« Mechanik«,.und wie Du vorhin«klärt:st, liegt im Wohnzimmer die Lnche—' .O jemine, glauben Sie, ich wäre in da« Zimm« hin» eingegangen? Nicht für eine Million!' „Hast Du auch nicht« gehört?" „Wa« denn?' .Ein Stöhne» od«—' .Gütig« Heiland, hören Sie auf, ich komme sonst au« der Angst nicht h«au»I" rief d« Bursche entsetzt. .Mein ganze« Lebe» lang will ich an dies« Stunde denken.' „Also Du hast nicht» gehört?' fragte Heineman»«och einmal. „Keinen Laut.' uniemeljmett gegenwärtig ihre Etreifzüg«, während man»och vor 30—40 Zahrea„Banden" von 20—30„armen Rei» senden" antreffe» konnte, die in ihrer Gemeinsamkeit viel gefährlicher sei« konnte«, alt jetzt die einzelne«, oder z« 2 und 3 herumstreifenden„Vagabunden". Die Freizügigkeit hat allerdings den Wandertrieb— ab«, nur von einer Tegend direkt in eine andere— erheblich vermehrt, aber nicht da« planlos« Wander», um Arbeit»u suche», wie es früher förmlich Mode war.— Also laßt uv» die Freizügigkeit, dies« moderne Errungen« schaft nicht angreife» und raffe fich Niemand weder von Herrn Stöcker, noch von der„Elb. Ztg." bethören, daß dieselbe ein soziale« Uebel sei. Wir sagte» oben, daß wir der genannten Zeitung freu« big zustimmen, wen» sie sagt, man müffe da« Uebel an der Wurzel faffe». Aber welche« ist die Wurzel de« Uebel»? Antwort: Schlechte Erziehung de« Volke« und Mangel«» Arbeitsgelegenheit! Da möge man Hand anlege». Schaffe man so viel, wie möglich, die Frauen- und Kinderarbeit au« der Welt, damit auch dem armen Kinde «ine vernünftige, liebevolle Familienerziehung werde, regele man die allgemeine Arbeit, damit ArbenSgelegenheit für alle Arbeit«lustige» vorhanden sei, hebe man da» Einkommen der Arbeiter, damit sie eine bessere Lebenthaltung erringe» können, dann wird man die Vagabondage beseitige» können, aber nicht durch Arbeitshäuser, Polizei, Prügel, und»och weniger durch Beschränkung der Freizügigkeit. Air Fechrnkioe mil dir Arzirrunz. ma. Ei vergeht fast kein Tag. an drm dt« Regierung«« blätter nicht einen Angriff auf die verhaßten Fachveretne au«« führen. Bald find e» die Reden, die man in den Fachoereinen hört, welche den Brimm der Gegner wecken; bald ist e««in Streik, an den fich neue hetzende Ausfälle fetten» der Offiziösen knüpfen. Au« allen diesen Kundgebungen leuchtet unzweideutig die Absicht hercor, Stimmung für die möglichst baldig« Beseitigung und Auflösung der Fach« vereine zu machen. In dieser Beziehung hat fich in den oberen Regionen offenbar eiu starker Windwechsel voll logen. Daß man dort die Fachvereine jemal« geliebt hätte, wollen wir natürlich nicht de« Haupte n. Im Geg ntheil Ader man hat im Anfang doch ziemlich rubig ihrer Entwtckelung zugesehen und ge- rade die wfiziösen BläNer tonnten früher nicht scharf genug betonen, daß die Arbeiter von der Gesetz« ae d u n g ihr Heil erwarten müßten, daß die Seldftbilfe nicht« autrichten könne, und daß die Manchester ltchen Gewerkoereine des Herrn Hirsch gerade darum nicht« erreichen, weil ste den Boden der Seldsthilfe nicht verlassen «ollm. Die englischen Gewerkschaften wurden vielfach in kon» servativen Blättern um deswillen gerühmt und al« Muster empfohlen, weil fie immer mehr die Gesetzgebung zu beein« fluffen suchen. Heute rechnen dieselben Blätter ek den Fach« vereinen al« Kapitalverbrechen an, wenn ste über sozialpolitische Reformen, Über die Fragen de« Meximalardeiittage« oder über die Rückständigteit unsere« VrretnSrechle« fich au«- sprechen. Der Grund dieser Aenderung liegt natürlich durchau» nicht tief verborgen. Wenn die Fachveretne heute für die Sozialreform der Regierung eintreten wollten, dann lönnten ste u"gestört Petittonen adfaffen. Wenn fie fich bereit finden ließen, den Hr.ren Stöcker und Brande« Lorspanndtenste zu leisten, welch eine f ögliche Wahlpropaganda lönnten fie dann innerhalb ihre« Kreise« betreiben. Stört doch d'e Innungen kein Polizist, kein Strafmandat und kein Staatsanwalt in diesem lödlichln Beginnen. Seitdem aber dt« Ardeiter de« wiesen haben, daß ste für diesen polstischen und wirthschaftlichen Selbstmord nicht zu haben find und nimmer zu haben sein «erden, tiifft ihr« Fachoereine auch der ganze Zorn der ent« täuschten„Staattminner". Rachd-m die Fachveretne darauf angewiesen waren, mehr und mehr von aller Politik abzusehen, um nicht al« sozialdemo» kratische Verbindungen ausarlöst zu werden, hatten fie noch immer ein große« Feld der Wüksamkett vor fich: die Rege« lung der Arbeit»« und Lohnverhältntsse. E« ist auch rot nicht lang« her. daß die Regierur giorgane ein« stimmig erklärten: die Freihat, über Lohnforderungen zu de« rathen und im Nothialle die Arbeit einzustellen, solle keinem Aroeiter vertümmert werden. Wort hat man zwar hier nie gehalten, aber auch hier begann die wirkliche neue Aera erst mit dem Streiket laß de« Minist«!« Pultkamer. Die Oifijiösen „Dann wird der Rentner auch tobt sein." ,0 jemine, wie entsetzlich I" „Wie alt bist Du?" „Sechzehn Jahre." „Schon? Und dabei»och so feige? Du wirst Dich »och au andere Dinge gewöhne« müsse« wa« kümmer» Dich den» die fremde» Leute da oben?" „Da« möge» Sie wohl sage», ich Hab' noch nie die Leiche eine« ermordete» Menschen geseh-n." Der Mechancker trat rasch an« Fenster und warf eine» Blick hinau«. «Endlich I" sagt« er, al« sei» Blick auf die Uniform de« Poiizeitommiffär« fiel.„Jetzt werden wir wohl Ge» wißhcit erhalten." Er öffnete dem Beamte« die Thür, die erste Frage galt seiner Tochter. „Sie holt«ine» Arzt," erwidert« de, Kommissär, mit prüfendem Blick de» Bicketjunge« betrachtend,„so- gleich wird fie mit ihm erscheine». Ware« Sie schon oben?' „Rein, nein,' wehrt« Heinema»» hastig ad.„ich will es der Behörde üderlaffe«, de» Thalbestand festzustellen, hören Sie vorab, wa» dieser Bursche aussagt." Der BSckerjunge mußte seine» Bericht wiederhole«, de» her Komm ssär ntederschrieb, da»» wurde«, entlasse«. Inzwischen hatte auch der Arzt fich eingefunden, er und Hememan» folgte» dem Beamte», der jetzt die Treppe hinaufstieg. Weder auf der Treppe»och auf de»«eiße» Diele» de« Korridor« fände» fich verdächtige Spuren, die Thüle» de« Korridor» und der Wohnstube waren offen, all«, verhielt fich genau so, wie der BSckerbursche au«gesagt hatte. Im Wohnzimmer lagen Refi und der Rabe todt auf dem � Der Arzt kniete nebe» der Leiche nieder, er hatte de» Thatb, stand seh, bald festgestellt. „Mord", sagte er.„die Frau ist durch eine» Schlag auf da« Haupt betäubt und alsdan» mit erner dünne« Schnur erdrosselt worden, der Vogel scheint vergiftet zu sei», mögen den Kern desselben noch sebr in den Nebel leerer Aui flüchte hüllen: die Th-tsache bleibt bestehen, daß die Ardeiter, wenn überhaupt, jedenfalls nur so lange streiken solle», al««i der Polizei beliebt, und daß die Unternehmer nur ihren ganzen Einfluß bei dm Behöiden aufzubieten brauchen, damit den Arbeitern im ehrlichen, ruhigen Lchnkampfe alle nur denk« barm Hindernisse in dm Weg gelegt werden. Wie oft ist e« nicht schon dagewesen, daß die Polizei keine Aufruf« zu Unter- stützungen und keine Versammlungen der Stretkmdm gestattet, daß fie Fachveretne und Lohnkommisffonen mtweder während de« Streik« auflöst oder doch sofort nach dem Streik, um einer Wiederkehr desselben vorzudeugm. Wa« bleibt dann aber den Fachvereinen von ihrem Be- ruf« noch übrig? Glaubt die Regierung etwa, die Arbeiter würden fich auf die Dauer damit begnügm, haarspaltrrisch« R-chtSfrazm zu di»kuttr«n und mehr oder weniger lehrreiche Vorträge über irgend welche neue Erfindung oder über irgend welchen attm Kohl anzuhören? Da« hieße doch den fortgeschrittenen Arbeitern zumuthen, fich noch unter da« geistige Niveau der Hirsch> Duncker'schen Gewerkvereine herabdrücken zu lassen. Denn letztere dürfen doch immer noch, wenn auch in ihrer Art, Gegenständ« de« öffmtlichen Leben« erörtern— wa« alle« dm Fachoereinm bei der heutigen Praxi» verschlossen ist. Diese Zustände find auf die Dauer unerträglich und nach unserem Dafürhalten werden fie zu weiter nicht« führen, al« daß der Ardetterftand mehr und mehr ein Gebiet verläßt, auf dem er heute nicht« eri eichen kann, und daß er alle Kraft und alle Zett auf dt« politische Agitation konzentrirt, um durch eine freiere Gesetzgebung erst den Boden zu schaffen, au« dem herau« später allein E-solge gewerkschaftlicher Art erwachsen können. Hat die Regierung etwa gewollt, daß die Arbeiter fich ihrer politischen Aufgaben wieder mehr bewußt wer- den, so soll e» un« recht sein. Freilich wird e« nach den nach« sten Wahlen kaum noch der Regierung recht sein. Politische U-berstcht. Zu de« gestrige« Artikel über die Prfvatpofteu möchten wir no« ergänzend bemerken, daß derselbe seldstver- stänvlich nur die private Meinung de« Verfasser» auSdlückt un» keinerlei Rückschluß auf die Hallung der Partei erlaubt. E« find in der That noch mancherlei Umstände, die bei der Entscheidung zwifchm Privat- und Reichipost int Spiel kom- men und die gestrm nicht berührt wurdm. Um Mißverständ« niffen vorzudeugm, wollen wir hier betonen, daß da« „Berliner VolkSdlatt" nun und nimmer für Gewährung wichtiger neuer Monopole an die jetzige Regierung eintreten wird, da solche Monopole nur die politisch« Stellung der Regierung stärken und an der Ausdeutung der Ardeit-r zum mindesten nicht« bessern. Ucber diese Frage kann heute in der Arbeiter- Partei keine MetnungSverschiedenhett mehr herrschen. Bei der Frage der Priva' posten kommt dieser Standpunkt aber kaum zur Geltung. Denn für da« ganze Reich befitzt die Post schon da« Monopol, e« handelt sich alsoledigltch um den verhältnißmäßig doch verschwinden- den Bezirk Berlin. Und auch für diesen kaum um eine mehr wie scheinbare Aenderung. Selbst liberale Blätter deutm bereii« an» daß ste den Privatgesellschaflen kein lange« Leben zutraum. Da» Monopol der Post würden wir darnach also in Berlin so wie so bekommen. Bekommm wir e« aber, weil die Besetlschaftm eingehen, so hat der Reichstag nicht« in die Sache hineinzureden. Bekommen wir r« aber auf Grund eine« Gesetze«, so kann der Re chttag seine Zustimmung ron Zugeständnissen bezüglich der Portosäqe, der Gehalttaufvesserungen, der Revier» Verkleinerungen abhängig machen. Welcher AuSgang für die Arbeiter mehr veisvlicht, da« scheint un« wohl der Erörterung werih Dazu kommt, daß eine Verringerung der Einnahmen der ReichSpost für da« Volk weiter nicht« bedeuttt, al««ine Erhöhung der Steuerlast: wa« die Privatgesellschaften gewinnen, muß da« Voll au« seinem Beutel zahlen. Da« alle« find keine verlockenden Ausfichtm.— Und zum Schlüsse noch die Bemerkung, daß e« für denkende, sozialistische Ar- bester nicht etwa einem System zur Empfehlung gereichen kann, daß e« unnütz Arbeit vers hwendet, also mehr Arbetter drascht. Wenn wir danach unsere Entscheidung tteffen sollten, dann müßien wir un« wie manche FnnungSmeister gederden und gegen die Maschinen auftreten, weil ohne Maschinen mehr Arbeit gebraucht würde, dann müßten wir wieder dafür ein» treten, daß man, wie«inst auf den Berliner Rehbergen. Sand von einem Ort zum antern und dann wieder rückwarl« karrt, weil auch oabei Leute beschäftigt werden. Eine solche Stellung können konsequent denkende Arbeiter heute nicht mehr ver- sichten. Nicht in der Hemmung, sondern in der möglichst raschen Entwickclung de« heutigen System« sehm wir unser Heil, weil ebenso rasch al« diese« System fonschrestet, ebenso rasch unsere Macht und unser Einfluß wächst. Au« Plaue« im Boigtlaude wird un« geschrieben: „Am 25 d. MW. besuchte der König unfere Stadt. Etwa der aufgeschwollene Kadaver läßt da««st ziemlicher S cher« heit vermulhe». Der Kommissär ließ den Blick rastlos durch da« Zimmer schweifen, er konnte keine Spure» entdecken, die ihm eine» AnhalUpuakt boten. E n Kampf zwischen dem Mörder nnd seinem Opfer schien nicht statigefunde« zu haben, nicht« deutet« darauf hin, der Arzt verneinte diese Frag« ebenfall«. „Wo liegt da« Schlafzimmer Gottschalk«?" wandte der Beamte fich zu Heineman», der schweigend auf die Thür deutete. Auch dies« Thür war nur angelehnt, ma« mußt« darauf gefaßt sei», auch hinter ihr est»»erbreche» zu««»decke». Der Kommissär schritt auf da« Bett zu, da» los« Brett knarrt« und ki achte unter seine» Füßen, er achtete nicht darauf, hastig schob er die Vorhänge zurück, die da« Bett umhüllten, und in demselben Moment erhielt e, einen Stoß, der ihn bi» in die Mitte de* Zimmer» zurückschleuderte. „Zu Hilf« 1 Dieb« 1" rief«ine heiser« Ettmme während die Hand Gottschalk« den Revolver suchte, der von dem Nachttisch che» verschwunden war. „Machen Sie keine« Lärm," sagte de, Beamte ärger- ltch,„ich di»'«. der Polizeikommissär. Sie werdt» doch nicht glauben, daß ich Sie bestehltn will?' Der Rentner hatte fich aufgerichtet, sei» Blick ruhte auf de» anwesenden Personen. bedeutet da,?' fragte er beflürz».„Wie komme« Sie in diese« Zimmer?" „Wissen«ie denn nicht,«a» in der vergangene. Nacht hier vorgefalle« tst?" erwiderte der Kommissär. .Wa« soll ich wisse»? Ich habe geschlafe» wie ei« Dach» l" Herrgott, mei» Kopf I Wie da« bohrt und häm- wert! Wer hat Sie hier eingelassen? Wo ist meine Hau«. hälter in?" K"--- «ine Viertelstunde vor Beginn der Einzug« feierlichkeitm wmde der au« Berlin ausgewiesene und jetzt hier wohnhafte Fen5 Chrtstensen in seiner Wohnung von vier uniformiika Schutzleuten verhaftet, nach der Hauptwache tranSportirt und dort in einer Gefangenmzelle eingesperrt. Nach Verlauf ro.i etwa 3 Stunden ließ ihn der wachhabende Polizeiinspektor cot» füllten und erilärte ihm, daß er verhaftet worden sei, weil mm von ihm eine Störung der öffentlichen Ruhe und Ordnung während der EinzugSfeierlichkeitrn befürchtet habe, daß er abil jetzt, nachdem der Äktu« beendet sei, wieder geben könne. Herr Christensen hatte fich geweigert, seine an der Hauptstraße de- legene Wohnung illuminiren zu lassen und al« man von außen her ibm brennende Talgkerzen durch da« geöffnete Fenster in die Wohnung zu schieden versuchte dieselben ausgelöscht. Al« er au« dem Gefängniß zurücktchrte, waren die hinein- geschodenen Talgler, en von der Straße her wieder angezündet worden." Zur«euerltche« Ausweisung de« Hern» Mtchelse» bemerlt heute auch die„Ration":„E« ist da« nicht ver eist« derartige Fall, und e« ist nicht da« erste Mal, daß auf dX wriltragenden Konsequenzen hingewiesen wird, die eine da- artige Anwendung de« Gesetz!« vom 31. Dezember 1842 ia Gefolge habe?! iann. Wenn einem jeden vorbestraften Sozial» demolraten al«„einer für die öffentliche Sicher hett gefährlühtN Person" da« Nteverlassungsrecht allerorten versagt würde, 1* ließe sich ohne jede SchwUrigkett eine umfangreiche Exilirun« der Sozialvemolraten herbeiführen. Di« Bestrafung eine« Sozialdemokraten kommt dann einer Verbannung au« dt« Vaterland« gleich. Durch eine solche GelrtzeVinterpretalii« könnten aber schließlich nicht nur die Sozialisten, sondern au» alle anderen unbequemen Elemente, die irgendwie eivwat im politischen Leben mit dem G-setze in Konflikt gerathen M allmäiig über die Grenzen de« Vatertande« hinau« gedräw »et der." . In Königsberg find auf Grund de« Sozialisten««� gleichzeitig vier Aufruft, an die Maurer, die Melau« arbeitet, die Schneider und die Zimmerer Königberg« verdös woiden. Alle vier beginnen mtt den Wort'.n:„Schon st" geraumer Zett"—, An de« Pranger I In der Nr. 34 de«„Regus-toi"- dem Organ de« Gewerkvereint der Hirfa' Duncker'schen Maschinenbauer, befindet fich n-» der„Retallarbeiter-Ztg." unter den„Amtlichen MittheilunS� de« Generalrathi" folgend- Notiz:„Ein Mitglied in Po>' mund l nklärt in einem Schreiben an den Generalroth, � er jetzt ein Anhänger der Sozialdemokratie sei: er habe Pf, beim Eintritt den Revers unterschrieben, glaub« ab« o? seinem jetzigen Ueberzeugung« Wechsel auch ferner Mit$! bleiben zu lönnen. Der Generalrath beschließt den Autsajff de« Mitgliedes, da e« nach seinem eigenen G.'ständniß p» mehr zu un« gebört." Ist da» nicht die reinste K'tzn richtig Man bedenke: Gegen Da, Mitglied liegt nicht« vor aH ,, Ueberzeugungswechsel, Handlungen gegen den Verein% fich nicht zu Schulden tommm lassen.„Thut nicht«: „Jude" wird verbrannt!" Fraglich ist nach dieser Notiz% ding«, ob da« betr. Mitglied auch au« der Gewerto«�. krankenkasse ausgeschlossen ist, wa«. wenn dasselbe üb« f.* Fahre Mitglied der Kaff« ist, nach§ 15 e» HWkafseng-st� nicht angeht. Zur Oranniweiusteuer. Trotz der wiederholten ficherung 0«t„Beel. Pol. Nachr." de« Herrn der Reichstag in der nächsten Lesston fich mtt der Branm-- steuerftage nicht werde zu beschäftigen baden, mehren st», Anzeichen da!ür, daß gesetzgedertild« Ardetten in dieser iung vorbereitet werden, vo wird auch jetzt wieder gtmeiy. «Wlly UU*Vv4v»*v* M/wVvil» WV wv**- www Wlvvvfc> JJVH", u daß da« tayerische Finanzministerium mtt Vorarbeiten für reichigesetzliche Regelung der Brann weinsteuerfrage deschä�? sei. Di« wettere Meldung, daß e« sich dabei um ein« R«' spllUutbesteueruug handle, bestätigt die Behauptung, daß** neue Vorlage den sogen. Eoentualentwurf der vcrgang«"* Session zm Bast« haben«erde. Den Jesuiten soll, wenn man offiziösen Verfich«v!'Ä einigen Glauben schenken kann, die Rückkehr nach DeutsAf� vorläufig noch versagt bleiben. Günstiger soll e« dagegen". anderer Orven steben, denen die Niederlassung innerbald t#/ Staarsgediete« gleichfalls gesetzlich untersagt ist. Der„V(|) wird auf dem Umwege über O-sterreich gemeldet, daß j, der Zulassung wenigsten« eine« 0:denl Bemühungen J'j/'i/ ftriren find, die vielleicht nicht erfolglo» bleiben werden..„ handelt stch um den Benediktiner» Orden, dem von Freunden große Friedfertigkeit(?) nachgerühmt wird, s»& daß er mtt den welllichen Gewalten noch nie und ni-'gcn � Konflikt gerathen sei. Anstedtlungen diese« Orden» figfE* Preußisch» Schlesien oder überhaupt für Preußen de» tigt sein. � Die Thetlung der Provinz Posen oder vielm� � Aufh ören der Prooinz Posen al« wiche durch Bei bind tf™ � RrgurukigSdezilli vrorrberg mit W stpreußen und gierungSbezlrr» Posen mtt Liegnitz k, wovon in ganz unmöglich I Die Refi war gester««och munter."„ ftt „Kleiden Sie fich an und kommen Sie," N, Beamte, dann verließ er mtt de» Anderen da« .Da« ist eine merkwürdige Geschichte," oersetztt"W man» kopfschüttelnd,„ohne Lärm kann diese« doch nicht verübt worden sein, und der alt« Herr nicht« gehört habe»?" „Da« halten Sie davon?" fragte der leise. »Ich weiß e« wttklich nicht.' t* „El läßt sich wohl nicht annehme», daß er That begangen hat?' „Gott bewahre, wer» sollte ihn daz» bewogea 9* „Hm, man kann nicht wissen— wolle«.aü«*1 nehmen, de« Herrn Staattanwatt sofort zu be«ach/"! Ich bleibe hier, bi« die Herren vom Gericht komme „Sehr gern?,' nickt* Heinemann. Tut, dann beeile» Sie fich. Allen andere« v* IÄÄX X'ÄÄ« befehle ihm«ochmal«, oremaad an« diese« H� lasse»?" .Suche« Ei« de« Thäter hier im bai ��„3« erster Reih« gewiß; leuchtet 3h"*" Heineman» gab lettre»ntwort darauf. % Stt&Ä enlfi�rnü?*"« fei? als die Luches J)"1� .Mord?" fragte er mtt bebende, Sii«««. komme« u»d die U»tersuchu»g eröffne«,«* ander. die Red« war, ist nach den Jnfoimationen eine» Ber« a�? Kmrespondtnlen der„Maftd. Ztg." leineSwegi ein« auf on>ungi,orschläge zurückmführenve»ngelegmheit, sondern eine Rage, welche in entscheidenden Kreisen allerdings zur Anr«, kuna gekommen ist. Et läßt fich im Augenblick aber nicht Mhtn, ob und in wie weit von einer Ausführung det®e- �ent die Rede sein möchte. Augenblicklich scheinen darüber jj�f'ht tiefgehend« Meinungtoeischiedenheiten vorhanden . Ueberseei'ch« Politik. Da» im„Reichtanzeiger" v»r< «TOUlichle Uedereinkommm zwischen Deutschland und zNSland wegen weiterer Abgrenzung ihrer wrstafrikanischen »chutzgediete am Golf von Guinea und Gewährung gegen- Mer Handelt» und Verkeh»kreileit daselbst, dasteht, wie da» luhere Uebereinkommen, betreffend Neuguinea und die Lüdsee, zwischen den Kabinetten von London und Berlin ge- Zichselten diplomatischen Roten. Durch dies« Vereinbarungen ist AMtzstreitigkeiien zwisch-n Deutschland und England in West» 2«a endgillig vorgebeugt. Eine bezügliche Auieinanders tzung 2!) Frankreich ist, wie aut dm dem Reichstag vorgelegtm �tenftücken belannt, bereit» früher getroffm wordm. _ Rußland. „�inch Amerika ausgewandert find, wie die„No> M einem Bericht de» rulfischm Generalkonsul» in N'wyork �nehmen, im Jahre 1885 im Ganzen 16 836 russtiche Unter« Mkn. Da» gröhte Kontingent ltefertm die Juden; die umgrn Autwanderer find Polen und Finnländer und nur ily wenige nationale R ffen. Die meist:» Autwandrrer ver- Rußland ohne Paff:. Ihre Lage gleich nach ihrer An. 7% in Amerika ist eine recht tramige. Die Juden laffen fich "Wst in den größeren Ltädtm nieder. » H/bn die Thätigkeit der vom russtschm Ministerium zur p'�ftellung der Fabrikverhältnisse im rus. ''ich»preußischen Grenzgebiet mtsandtm Kom- Mission mtbaltm rulstsch politische Blätter folgend« Mikhei« MütN: Die Kommisston hat in letzter Zeit die Fabriken in ftSk?- vobianc:, Ozorkvff und anderen Ortschastm besucht und "'�andere den von Deutschen gegründeten und unterhalte« �.Fabriken ihre volle Lufmerlsam.ett zugewendet. Die Mit« der Kommisston unteriogm die Geschäftsbücher der Eriken einer eingehmdm Revision und verzeichnetm die �'Rjbniffe in ihren Berichtm. Von dm Vorschlägen der Kom« wird e» abhängen, ob LoSnowic«, wie e» für die putschen Fabrikbefitzer daselbst erwünscht ist, in eine Stadt MewandeU werden wird. Die Entscheidung ist auf unde- Zeit hinausgeschoben, wethald sämmtlich« in AuSfüh �tl begriffene Fabrik- Neucauten di» zu einer Entfernung von «TT Klaftern vom Grmzkordon bi» auf Weitere» ststirt worden kj- In Lodz hat fich die Kommisfion ispeziell mit Erutrung ?> inage der Enteignung der Bauern durch die deutschen Nfcitdesttzer beschäftigt, unter Berücksichtigung der Beiitm« de» Uka» ron 1864. Für LoSnowic« hat diese F age � �lberaui gewichtige Bedeutung. Der Uka» verbietet näm- Sdtrekt sämmtlichen dem Bauernstand« nicht angehörenden CTonen die Erwerbung von ländlichem G'unddesttz. Di« tz?ch«n Jndustiiillen haben aber in LoSnowice von Bauem totnii l,n� �l>dm angekauft und darauf industrielle Etadliffe- ßt1* erbaut. Um da» Recht zu haben, solche Grundstücke für erwerben, baden fich diese Jndustriellm alt G'weinde« fien» � aufrehmm laff n. Wie nun die Kommisston fest- «ii!? kntdehrt diese Aumahme in die Zahl der Gemetndemtt» >b«w �,r tzesetzltchm Unterlage. Et stehe nämlich den Ge- Gönnte frei, neue Mitglieder auszunehmen, außer auf lär«?<»«» von der vorgesetztm Behörde sanvionirten regu- den n.. feinde deschluffe». Diese Bestimmung sei aber von n Industriellen in LoSnowice gänzlich außer Acht stäae Die wit den Bauern geschloffenen Kaufoer- llmwandl,.!!" 5�° vollständig aufgehoben werden, wenn die nicht di» ländlichen Orte« Lotnow'ce in eine Stadt � ä» wä lu K.(i!�..?0nffur Ausfuhr kommenden Fischerei« produfte erreichte mit 60 138 330 Kronen im Jahre 1881 die höchst« seit dem Jahre 1866 nachcewiesme Ziffer, sank sedoch in den folgmden Jasren auf 47 066 100 bezw. 42 716 800 und 40 486 700 Kronm. Außer der Kabeljau und Heringtstschcrei war insbesondere noch der Fang von Lachsen, Makrelm und Hummern eraiedig, deren Ausfuhr im Jahre 1884 auf 625 900 d?zw. 772 700(einschließlich de» Werth«» anderer frischer Fische) und 441 900 Kr. angegeben wurde. Die Gesammimenge der im Jahre 1884 ausgeführten(Winter« und anderen) Heringe wurde au» 740 807 hl und 147 122 kg an geräucherten Heringen, auf 13 874890 kg getrockneten und 37 665880 kg gefallenen Kabeljau'», 447 130 kg frischen Lachse», 3 774 540 kg Makrelen und anderer frischen Fische, sowie 940000 Hummern ge'chävt. In schnellem«utdlühen begriffen ist der seit dem Jahre 1877 an den Küsten FinnmarkmS mit Dampfdooten betriebene Fans de» Blau- und Finnwal», der rrst durch Erfindung der Wal fischlanone und Harpune ermöglicht wurde. Dieser Kanone nebst ihrem Geschoffe und dem zur Verfolgung de» schnell schwimmmden Wale» geeigneten Dampfboote verdantt die von den Küsten au» betriebene Walfischjagd erst ihr Dasein. Der Ertrag derselben stieg schnell von 70000 Kronm für 32 im Jahre 1877 aeiangme Wale auf 989000 Kronen für 541 Wale im Jahre 1883, ging jedoch 1884 auf 953 800 Kronen für 446 gefangen« Wale zurück. Belgien. Da» liberale belgische Ministerium hatte 1883 da» neue Wahlgesetz bei den Kammern zur Annahm« gebracht, nach welchem sür die Wahlm zur Provinz und Gemeinde außer den Zensutwäblem auch diejenigen wahlberechtigt sein sollen, welche eine Wahlprüfung bestehen. Ja Folge diese» Gesetze» haben sich bisher 94 857 Bürger zu dieser Prüfung gemeldet; geprüft wurden 84051, bestanden haben die Prüfung 60 004. Di« Zahl der Gemeinde- und Prooinzialwahler ist hieidurch um 9 Prozent gestiegen. Die Zahl der fich zur Prüfung Meldenden hat seit Anfang 1885 ständig abgenommen. Die Streikbewegung in Süd Belgim gestaltet fich nach dem„Verl. Tgdl." neuerding» ledhafter. 700 Kohlen gröber begingen„Ex,effe" in La Louoiere. Die Stimmung est eine erregte. Dir Zahl der Streikendm rrretchte bereit» «lfhundert. Hra«»r«ich. Die am Montag eröffnete international« Ar« beiterkonferenz, weiche von England, Deutschland. I alten, Frankreich, Dänemark, Schwedm. Spanien und der Schweiz beschickt worden, hielt am Dienstag Abend ihre zweite Sitzung ad. Nachdem man dm deutschen Abgeordneten G r t m v e zum Ehrmpräfidenten und dm Franzosm Bertrand zum Vorsttzenden gewählt hatte, schilderte der schwedische Abgeordnete Palmaren die Lage der Arbetter in Schweden, Norwegen und Dänemark. In ungefähr zwanzig Städtm de- ständen sozialistisch« Verbindungen, oder e» seien solche in Bilvung begriffm; die Stockholmer Vereinigung besteht seit zwei Jahrm und zählt 500 Mitglieder. Die Propaganda wird Haupt Schlich von dm nach Schwedm giflüchtetm dänischen Sozialisten gemacht. In Norwegen giebr e» nur sozialistische Gruppen in Czrtfttanta und Bergen. In Schwede., sei die Lage der Arbeiter nicht gür stlg. Die Ackerbauarbeiter, welche besonder» Übel daran seien, wollten vom Sozialismus nicht» w ffen und ständen ganz unter dem Etnfluffe der Geistlichen. Die sozialistisch« Partei unterhalt« in Schweden zwei Blätter, die in Stockholm erscheinen. Nach Palmaren sprach G r i m v e, der einzige deutsche Vertteter auf dem Kongreß. Die deutschen Ardeiter hätten, sagte er, nicht mehr Abgeordnete gesandt, weil e» ihnen an Geld fehle, aber nicht etwa, wril ste dm Haß der deutschen Bourgeoisie gegen F.ankeich theiften. Der Redner griff dann dt« englischen Trade» Union» wegen ihrer politi'chm Partei lostgkett heftig an, so daß er den hestigstm Einspruch der Vertreter der Trade« Union» herausforderte. Der österreichische Abgeordnete Bro» gab Mittheilungm über die Lage der Ar« tetrertlaffa in Oesterreich und sprach fich edmfall» gegen die Trade» Union« au». Nachdem Brodant den Bericht über dt« S rbeUeriyndikatSkammern von Pari» vor getragen, deren Zahl ,So viel baare» Geld halt» Sie im Hause* fragte der Beamie ungläubig. ,Zch kann'« beweis». Vorgest«»»«kaufte ich Papi«e, gestern wurde mir da» Geld dafür gezahlt, ich hatte di« Summe für et» Darleh» bestimmt." „Heg» Sie irgend«in» Verdacht?" „Zch habe ja»och kern« Zell gehabt, darüber nachzu« d»l»." Ein lauter Schrei bewog die H«r», in da» Wohnzimmer zurückzukehren. Frau Brauu kniet« händeringend neb» der Leiche ihr« Schwägerin, Dora hatte ihr da« schrecklich« Ereignrß berichtet. Hugo, der mit sei«« Mutter gekommeu war,»«langt« «uffchiufse, die niemand ihm geb» konnte, man mußt« sich einfiweil» mit d» Thatsach» begnüg». Endlich«schien» die Snich»«h«r». Dora hatte in« , wisch» dem Reatner eine Tasse Kaffee gebracht,«ach d« et lechzte. Der Thai bestand wurde zu Protokoll g»omm», . uus«serrngne r dann begann d« Nicht« mit dem Verhör de» Rentner». J*». nk c r.—>— b.w s« und daß er ziemlich stark b«auscht gewes» war, wert« 244 beträgt, von denen 85(114000 Arbeit«) auf der Konferenz vertretm seien, wurde die E-öiterung auf MUtwoch»«tagt.— Am Mittwoch polemifirte ver englische Abgeordnete Burnett ziemlich heftig gegm Grimve. Er sprach englisch und wurde so zu sagen nur von seinen Landsleuten versti-vm, welch- ihn häufig duickr ihre„rery well" und lang gedchnten „Yes, Yes" unterbrachen. Ueber die finanzielle Lage de» Pariser Au«stel- lungt-Unternehmen»««den jetzt die nachsteh-ndm Mittheilungm gemacht. Die AuSgadm find auf 43 Millionen Frank» berechnet und diese Summe darf ohne besonderet Gesetz nicht überschritten werden. Hiervon zahlm 17 Millionen der Staat und 8 Millionen die Stadt Pari», während der Rest von 18 Mllionm durch die Garanttegesellschaft auszubringen ist. Der S aal und die Stadt haben fich verpflichtet, ihre Beiträge zuerst zur Verfügung zu stellen, so daß 25 Millionm verbraucht werden lönnen, ehe die Garantirgesellschatt in An« spruch zu nehmen ist. Diese Gesellschaft hat üdligen« bereits 11 Millionm FranlS aufgebracht und hofft die zu letstmde Ge» fammtsumme einzig durch die Eintritt«gelver der Ausstellung zu decken. Die 1867« Ausstellung hat eine Einnahme von 12 Millionm, die von 1878 eine solche von 17% Millionm erzielt, und man hofft, daß die 1869« nicht hinter ihren Vor» gängerlnnm zurückbleiben werde. Grohbritauuie«. Ei verlautet, daß die Polizei über die geheimen Ge« sellfchaften im Kreise Kerry, welche die meisten �Mondschein" Expeditionen auigesühr! haben, wichtige In« sormation«halrm hat» welche wahrscheinlich zahlreich« Ver« Haftungen herdetführm wird. Am Dienstag Abend wurden zwei Häuser im Bezirk Gler.sleSk von ein« Schaar„Mon'o scheinler" hnmgesucht. Da»«ste war da» de» reichen Vieh« handln» Scott, deffen Vergehen darin bestand, daß er o ft einem Manne gesprochen harte, welch« vor drei Jahren den Pächter Fitzgerald auSgetriebm hatte. Scott war jevoch zu» fällig nicht zu Hause. Darauf wurde sein« Frau gewarnt, daß ihr Mann, wenn er jemal» mit gewissen anstößigen Personen sprechen sollte, ermordet wnden würde. Darauf gingen die Äondschetnler in da» Hau» eine» gew.ffen Leary und warnten ihn gleichfalls. Beim Bnlaffm de» Haufe» feuerten ste mehrere Schüffe ad und vnwundeten dm jungen Sohn Leary'i in der Zehe. Sieben Männer find verhafiet wordm und befinden fich im Gefängniß. Frau Scott und Frau Leary sagm beide, daß fit so wie die nächtlichen Eindringlinge autsehen. Auch d« ausgetriebene Fitzgerald d: findet fich unt« den Ver« hafteten.— Wir geben diese Nachricht unt« aller Reserve «ied«. Da» Armee-Budget pro 1886/87 wurde vnöffeni« licht. 3m Jahr« 1884/85 betrug die Netto- Ausgabe Ä«. 18 244001; für 1335/86 beziffert fich da» Vuvget auf Lft. 17 750800, und sür da« laufenve Jahr auf LS. 18 233 200. Hiervon erfordert der»ffeftioe Dienst Lft. 15 272 419, und dir nicht«ffekttve Lst. 3 007 782. Beim Solde ergiebt fich eine Ab» nähme von Lst. 85700, und bei Nahrungsmitteln, Fourage, Feuerung, TrenSportmttteln>c. von Lst. 116000; während fich bei verichievmm effektiven Diensten die Verminderung a if Lst. 14200 heläuft. Die Abnahme bei nicht effektiven Dienfien beziffert fich auf Lst. 12 100. Im Ganzen stellt ftch eine Netto» Zunahme von Lst. 482 500 gegenüber 1885/86 herau». Die einer größeren Anzahl von Mannschaften zuzuschreibende Zu» nähme beträgt Lst. 249 000; für KriegSvorräthe, Kurzwaffen u. f. w. werden Lst. 211 200 anlangt; und für Flotten« rüst mgm Lst. 150000. Die A'mee und die Reserve um» fassen 676 156 Mann, wovon 68 196 Mann auf Indien ent» fallen. W b«fürchten7;u''un"gu7sten�« JVduftrie"llm mlschiel�n wn' >,.«ird. müssen die Etablissement» auf unge Mch angekauftem Terrain einfach aus Kosten der �»enihümer wieder abgetragen werften.— � Kommission hat fich nach Erledigung ft« RevistonSardei- %«« Grenzgebiet üb« Zirardow nach Warschau begeben, um Artigen Fabriken nach denselben Grundsätzen ein« ein- Giften Remston zu unterziehen. Schwede»»»d Roktwege». iMMWM dieselbe von d« Fischereidevölkerung au». " fo0*e" dumpf.„Hätte ich doch diese verlassen! Alle Thür» off», Rest und qb„ �'er etworba— groß« Gott, wie soll ich wir«klär»! W»»'« nur in meiae« Kopfe klar ft � glaube» Sie/ nahm d« Arzt da« Wort, während w� de« Rentner»«griff, um den Pultschlag zu •fts�t' �d« Verbrech« könnte Ihnen ja auch ein» Hieb % weiß besser, wa« e« ist,'«wid«t« Gottschall. A Urt,**« feiert« gestern die Verlobung sein« Tochi«; W»lvLw"d« gestehe», daß ich bei dies« Geleg»h«tt zu Ad» i*e,aut gerrunk» Hab«. Zch dacht« mir'« geste» die Folg» nicht ausbleibea würd», alt« v�,">lle»«ich* Qu« ihrem gewohnt» Geleise hnau»» habe» in d« Rächt gar nicht, gehört?' 3» da, Geringste s" i>». V®d Sie bestohl» worden find s tÄ Möglichkeit hatte der Rmt, fth». dp» bt-rnL» 1�» Qxl Revtv« noch nicht ge- «Iii"' da*'Z o»"««"» BW14 aiiyi b k., diwie« sein«schreckte» Znsammenfahre»; er !*'»«« A�afzimmer zurück und öffne.« mit zittnnd« m,?*61'* rief«, mit heis«« Stimme.„Meine Bank« ki»Strll a» idroll» find verschwnnd»—" 'dtnfoD»' kagt« b« Kornm ffär, der hint« ihm stand � de» Schrank hineinblickt«,.prüf» Sie SBjn., l'*e ihn ein« g«aum« Weile starr an,« �tr, fforbtts»„B1�i verstand» zu Hab», ab«« kam .«?d bb�0'*4, i»d«n« die Wnthpapi«« h«au«. "S&i"fwflvng»»aber da« gesammte baare Geld Amerika. Der Streik der Angestrllten der New Notker Pferde« b a b n« n führte zu erheblichen Ruhestörungen. Die Polizrt griff die Menge wicdciholt an und triebst« auseinander. Man fürchtet weit«« Unruhen. Die„Franft. Ztg." schreibt: Unt« d» neulich in C bi« lago»um Tode vnurlheitten Anarchisten drfindet fich auch ein Georg Engel. Derselbe Ist au» unserem Nachbarmte Wehlheiden gebüitig, von wo« in noch sehr jugend» sichern Aller nach Amerika auswanderte. Da» Glück war ihn insofern günstig, alt er später In ha»er eine» dlüh mdrn lauf» männifchen G-ich äste» wurde. Wie« al» wodisttuirt«, 50 Jahre alter Mann unter die„Anarchisten" g«ath«n, darüber ist bi» jetzt keine Kund« in seine Heimath gelangt. D« in Ezikago mit sech» seiner G-noffcn»um Tode verurtheilt« An« archist L 0 u i i L i n g g ist ein geborener Mannheim«. Der» selbe, ein Schreiner, wandert« vor etwa zwei Jahren nach d-n Vereinigten veaaten au«. Er schrieb während seineß Pro, ff-S einen Brief an feine hier lebend« Mutt«, in welchem et sich dabin äußerte, daß-« jed« Zeit b«ett fei, für die„Sache der Arbeit«" fiin Leben zu laffen. Lingg ist erst 21 Jahr« alt. mußte et nicht». te S&T>-««»K lam. that."'�' � eti"Be,< Wi*' boS btt««»«« »Biff« Sie da« ganz bestimmt f" »Und die Thür Ihre» Schlafzimmer» ß' »34 glaub«, daß ich ste igefchloff» Hab., ab« mit Sicherheit kann ich e« nicht behaupt». Zch möchte sog« aaaehm», daß e« nicht gescheh» ist." 8 .Au» welchem Grund« vermuthen Sie da« f" „Weil fich an dies« Thür ein sehr komplizrrte« Kunst» schloß befiridet, da» mit einem gewöhnlich» Nach» schiüssel oder Dietrich nicht geöffnet werd» kann. Ich kenne nur ein» Mensch», d« da« kann.' .W« ist da«?" .Paul Lutter, der Soh» de« Schloss«m«,st.rS Lutter.' (Fortsetzung folgt.) An« Kunst«ud geh». Im Sperl— Treptow verspricht au» die morgig« Sonn» tagSvorftellung fich ebenso amüsant al» intneffant zu gestalten und erhätt einen besonderen R tz dadurch, daß die rencmmirten Seiltänzn Blondin fr&te» auf dem 100 Fuß hohen und 200 Fuß langen Seile unter v«schi«denen neuen Produktionen au» ein prachtvolle» Feuerwerk abbrennen w«den Schweizer- Garte«. Am heuitgen Sonntag findet im genannten Etablrffement eine Extra- Vorstellung, verbunden mit großem Militärkonzrrt, Austreten sSmmtttcher Spezialitäten, u. Ä. d« kühnen Draht seilaßenfiontstin und Zahnathletin Signma Crciiia statt. Volksbelustigungen aller Art, Tanz» lränzchen. Abend» große Illumination und elettrische Beleuch« tung. Die Sommersaiion erreicht mit Dormnstag, den 2. Sex» temdcr, ihr Ende und finden im Septemb« nur noch an Sonn« tagen und Montagen große Konzert« ui d Vorstellungen statt. Die interessante« Landschafte« vom schottisch» Hoch« land— dritte Reise—.welch« noch bi» lünstigen Sonnabend im Kais«-Panorama zu sehen find,«regen die vielseitigste Be« wunderung. Daneben wird sür diese Woche der Zyklu»: Er« tnnerung» au« dem Feldzug 1870/71 aufgestellt. Di« Auf» nahmen«scheinen in seltener Schärf« und Plafttl. Projekltrte» Repertotr der Königltche« Schauspiele vom 29. August di» 5. Siplerr.bn 1886. Im Op«nhause. Sonntag, d» 29: Johann von Lothringen; Montag, dm 30.: Der schwarz« Domino; Dienstag, dm 31.: Fidelto; Mittwoch. dm 1. September: Sardanapal; Donnerstag, den 2.: Carmm; Freitag, den 3: Di« Jüdin; Sonnabend, den 4.: D«Trom- petn von Säliingen; Sonntag, den 5.: Undtn«.— Im Schauspielhaus«. Sonntag, den 29.: Tillt; Montag, dm 30.; Rar, iß; Dienstag, dm 31, zum 100. Male Tartüffe, Kastor und Pollux; Mittwoch, dm 1. September: Minna von Barn» Helm; Donnelstag, den 2.: Coldttg: Freitag, den 3.: Rosen» müller und Ftnke; Sonnabend, den 4: Uadestimmt; Sonntag. den 6.: Die Karoling«. Koziale««» Arbeiterbewegung Unfallvetfiqer««g. In den nächsten Tagen läuft die Allst zur«nmeiduna derjenigen Betriebe ab, welch« laut Be- tonntwachting vom 27, Mai er. auf Grund einei BeschlufseS de« Bunde»: athi für unfallverstcherungDpflichiig erklärt worden find. Bt» zum 1. September er. find anzumeloen(für Berlin bei dem kgl. Polizeiprästdium, sonst bei den betreffenden Land« raihZämtern) Arbeiter und Betriedsbeamte, welche von einem Geweibtlreidenven, deffen Gewerbebetrieb fich auf die Aus« sührung von Schreiner-(Tischler), Ein setz er«, Schlosser« oder Anschlägerardeiten dri Bauten erstreckt,!n diesem Betriebe beschäftigt werden. Für jetzt han« delt ei fich nur um die Anmeldung der Betriebe, wobei e» auf die Zahl der beschäftigten Arbeiter nicht ankommt. Die Hielde. Pflicht besteht, wenn auch nur ein Lehriina in einem der ge« dachten Betriebe beschäftigt wird. Di« Wirkungen de» Unfall- verficherungSaetetz?» treten für diese Betriebe erst mit dem 1 Januar 1887 in Kraft. Die hier erwähnte Anmeldepflicht «streckt fich nicht auf die Unternehmer von Betrieben» welche berei, früher angemeldet und in da» Kataster einer Beruf»- genoffenschaft autgenommen worden find. Die Handelskammer»u Elberfeld bezweifelt, daß die Löhne den jetzigen Stand bei alten werden; sie deutet einen N'edergang derselben an. Bor allem leidet die Fabrikation haldwollener Sioffe an einem ungenügenden Absatz. Die Au»- stchten der Elberfeld« T xlilinduSrie werden immer trüb«. Die Konkurrenz ist Üb«flro|. der Exvoit läßt nach, die Kauf« kratt in Deutschland ist reduzirt und genügt selbst bei guten Zeilen nur, einen Theil der destehenden Fadrikbetriebe zu be- schäftigen. Die Sammetfabrilation nahm einen„äußerst traurigen Bei lauf." Und in diesem Tone geht e» durch den ganzen Bericht hindurch. Man steht also, daß eS überall ad» »ärt» geht. Nu« Sachse« erhält die„Bolttztg." folgende MItthei« lungen: Swon mehrere Mal« hatten wir Gelegenheft zu be« obachten, daß unsere Regie« ungipreffe jede Notiz, welche in Bezug auf wirthschaftliche Verhälmiffe irgend ein Blatt brachte oder eine Körperjchast veranlaß««, wenn fie günstig lautet, so- fort mit peinlicher Genauigkeit reaistrirte, um dadurch den Aufschwung zu beweisen, der in Folge der heutigen Zollpolitik entstanden sei. Aber nicht dlo» unsne, dos heißt die sächfische, Regietungkpreffe thut da», sondern auch die RegirrungSpreffe der Hauptstadt de» Deutschen Reiche». Fiel un» da die „Nordd. Allg. Ztg." in die Hand, welche an hervorragend« Stelle zu Mitte de» vorigen Monat» au» dem säch fischen Doigtlande noch dem«Leipz. Togedl." berichtete,„daß die Handweb« wied« einmal so viel zu thun hätten, daß fie kaum genug fertig bringen können". Diese„sehr nfreuliche Tbat- soche" wanderte durch die gesammte Regierung« preffe. Jetzt ab« bringt doffelb« Blatt, las„Leipzig« Tageblatt" also zirka vier Wochen spät«, die Mittheilung,„daß die Handwederei schon seit längeren Woche« äußerst geringlohnend sei. Die Weber bringen e» pro Woche kaum auf 5-6 M." Auch vom „schlechten Geschäftsgänge" in d« Strickerei Industrie wird au» dem Poigtlante berichtet. Nun soll e» uns wundern, od die„Nordd. Allg. Ztg." und ihre Trabanten auch diese für den wirthschaftltchen Nied«ganft zeugenden Nachrichten au» Sachsen, speziell au» dem Vogtlande, bringen wnden.— Ad« auch die„Drei vener Nachrichten", die da» Panier des Schutzzoll» immer mit groß« Energie schwangen, gestehen jetzt ein, daß„der gewerbliche Niedergang und der industrielle Noth- stand andalte." Sie bringen diese Bemerkung sogar in einem Leitartikel, in welchem fie gegen einige preußische Landrath»« Verordnungen, welche das Aimosengeden verbieten, scharf lokgehen. Also auch von der konservativen Preffe unsere» KönigireichS wird«in anhaltend« wirthlchaftlicher Nie« dergcng, ein anhaltender industriell« Nothstand tonstatirt! Od auch hiervon die offiziöse Presse in Berlin Notiz nehmen wird? Die gewerbliche« Unter stützuagSkasse« Altonas. In Altona besteht auaendlickltch eineOrttkrankenkaffemtt 3199 Mit« 8 Hebern, die 19785 M. Krankengeld zahlten. 20220 M. 'rankengeld und 1588 M. Sterbegeld empfangen haben und die 1003 M. Vermögen de fitzt, 33 eingeschriebene Hilfsluffen, die 29 784 Mitglieder besitzen, 368 247 M. Beiträge eingenommen. 267030 M. Krankengeld und 29100 M. Sterbegeld be- zahlt und 129 140 M. Vermögen haben, 83 freie Hilfskaffen Mitgliedern, die 94061 M. Beitrag zahlen. 11980 M. Unterstützung, geld«, 84053 M. Stndegeld« und 1167M. P«fion bezahlt haben und 449047 M. Vermogm befltzen. Die Zahl derKoffen hat fich in den letzten 10 Jahren von 128 aut 117 verringert, dagegen die Mttgliednzahl von 31 675 auf 73990 vermey:t. Arbetterentlafsungen. Auf d« Werst von Blohm und Boß aut Stein wärdn in Hamburg wurden wied« 12 Tischler wegm Mangel an Arbeit entlassen. „ EutbelirungSloh«. Die Fabrik Gohliser Mufikwke, Ehrlich u. ftcrrp, in Gohli» bei Leipzig veltheilt« bei dem lrtzten Jahre»abschluffe einen Entbehrung», resp. llnternehm«« lohn von 66 P r o, e n t! Die MSdch-.n, welch e für die le Gold« W« Mufirplatten stanzen, müssen, um wöchentlich im �«günstigsten Falle 12 Mark zu verdienen, von der ersten Früh« dl» in die späteste Rächt mit öußnstn geistig« und lölpnlicher Anstrengung ununt«brochen ardeften! Ist da» nicht schön? 80— 90 Stunden anstrengend arbeiten und 12 M. Lohn. Kouponadschneider dagegrn 66 Prozent I l Zum Flensburger Maschwenbauerftretk. Die„Flen». bmger Nachilchtrn" brachten ln ihrer Numm« vom 25. d. M. die NotU, daß d« Streik der Maschtnenbauarbett« der Flen»« burger Sch ffiwnst beendigt wäre und wir die Arbeit wieder aufgenommen hätten. Diese» ist ab« durchaus nicht der Fall. Aollegen I Kümmert Euch um d«artige Noiizen nicht; wir werden, wenn der Streit beendigt ist, ci an dieser Stelle ver» öffentlichen. Mit Gruß: Die streikenden Maschinenbauardeiter d« Flentdurger SchiffStwtft. Berichtigung. Der Fachverein der Schneider Altona'» theilt soeben in der Hamburger„Bürgerztg." mtt, daß«r die Frage seine» AuStrttte» au» dem Verband« noch nicht entschieden habe. Uereine und Versammlungen. »erei« der Parqueldodenleaer verlin». Montag, den 30. August, in Pieper'» Lokal, Mauerstr. 86, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Bespi-chung über die gegen. «ärtlgm Ardett«o«hältniffk. 2. Vnschiedene». 3. Frage« kästen. Nllge«ei«e Stuhlaebeiter. Vereinigung. Gineralo«. sammlung cm Montag, den 30. August, Abend» 8'/, Uhr, Webelstraße 17. Tagesordnung: 1. Unsere Geschäftslage. 3. Welche Wege wären die geeignetsten, die unentgeltlichen Rebenarbeften abzuschaffen. 3. Verschiedene». Gauverei« verltaer Bildhauer. Dienstag, dm 31. August, Abend» 9 Uhr, Annenstr. 16.: Vorttaa de» Hnrn Karnitz über„Syphili» und OuecksUdnkuren". Gäste will« kommen�� Beztrktverew im Weste«. Sonntag, den 29. August: Herren. Fußpartte. Treffpunkt früh präzise 8 Uhr Blumenthalstr. 6 bei Scbmarr._ Kachverei« der Posameuttrer und Beruf»aenossen. Versammlung am Montag, den 30. August, Abend« 8»/, Uhr, im Königstadt,«astno. Holzmarttstraße 72. Tage»-Ordnung: 1. Jnn«e V«einSang«legmheUen. 2. Verschiedene» und Fragekaften._ Aachverein der Drechsler, Suohfarbeiter und ver« wandten BnufSgenoffen. Auß.rordmiltche Generalverlamm« lung am Montag, den 30. August, Abend» 8'/, Uhr, in F-aumdorf'S Lokal, Kl. Andreatstcaße 3. Tagesordnung: 1. Bericht de» Vorstand«». 2. Kaffmb«icht. 3. Beschluß. faffung üb« die AuftSjuna de» Vnetn». 4. Verschiedene» und Fragekasten.— Nur Mitglieder haben Zutritt. Der Vorstand«sucht alle diejenigm, welche noch im Befitz von Listen vom Siexei'schen Streik stnd, dieselben wn«. halb acht Tagen an dm Kasfirer He«n A. Mönch, Aval« demstraße 26, einzuliefern, widrigenfalls der Vorstand die Namen d« Inhaber vei öffentlichen wird. verband deutscher Zimmerleute(Lokalver band Bnlin G). Dienstaa. den 31. d. M., Abends 8 Uhr, Kommandanten« straße 77—79. Tagesordnung: 1 Vortrag üb« Dachaus. mitttelung. 2. Vnschledene». 3. Fiagekasten. Aufnahme neuer Mttglleder. Gäste baden Zutrift. Aachverei« sämmtltaer im Drechtlergewerk beschäf- tigten GewertSgmoffm. Gennaloerlairmlung am Montag, den 30. August, AdendL 8 Uhr, bei Gratwell, Kommandanten- st aße 77/79. T.-O.: 1. Bnicht de» Vorstände». 2. Antrag, detteffmd die Auflösung de» V«eln». 3. Verschiedene» verein der Modelltischler. Montag, Abend» 8 Uhr, Ackerstraße 63, Vorlesung über„Mirabeau. * Mäuuergesaugvereiu„Echueeglöckcheu" jedm Montag Abend im Restaurant Naunynstiaß« 78. * Zitherklub„Amphion". Jedm Montag Abend UebungSstunde tm„Kurfürstenkeller", Poststraße 5. Kit«, 26. Aug. Für gestern war in dem nahegelegenen Bayenthal eine Aideiterversammlung einbnufm, in welcher Dr. Schönlank üb« die Thätigkeit de» Rcichitar» sprechen sollte. Eine ziemliche Anzahl Zuhörer halte fich eingefunden, welche dm Saal, in welchem meisten» die Bnsammlungm ge« hatten w«dm, geschloffen fanden und deshalb in dm gewöhn lichm Wirthschaftträumm fich aufhiettm. Al» zur festgesetzten Zett der Verlret« de» Bürgttmrister» mit d« gesammten Polizeimacht der Bürgermeisterei erschien, entstand eine De« datte wegen de« Lokali. D« Witth hatte den Saal zugesagt; dann soll der Anpächt«, welch« die Wtrthschaft nicht selbst hält, sondern einem Wirthe übertragen hat, die Zusage zurück« gezogen haben. Al» der Einberufer nun in den Wirthschast»« läumm die Versammlung eröffnete, wurde fie sofort von d« Polizei geschlossen. Die Leute gingen ruh'g auseinander. Die „Köln. VollSztg." bemnft hierzu:„Wer die Bemnkung!» gehört hat welche fich ht«an tnüpiten, wird einen weilerm Be« leg bekommen haben, daß der Polizeistock gegen die sozialistischen Ideen machtlo» ist. Wir haben hier einm guten Arbeiterstamm. So lange die Sozialdemokraten offen agitirten, konnten fie nie so rechtm Fuß faffm. Erst seitdem das öffentliche Auftreten vchindert wurde, ist der sozialdemokratische Geist mehr und mehr ln unsere Arbeit« eingedrungen, weil eS nicht möglich war, gegen die stille, aber umso eifrigere Agitation der Sozial« demotraten in der Wertstätte, auf dem Wege zur und von der Arbeit, hinter dem WirthStische k. einzutreten. Hoffentlich wird der Bürgnmeister zur Srlenntmß kommen, baß fein Vorgehen nur dazu geeignet ist, die Arbeit« mehr und mehr den Sozial« drmokratm zuzutteidm." Vermischtes. Selbstmord eine» Gelehrte«. D« Naturforsch« Carl Ploetz in GreisSwald, deffen Ableben vor einigen Tagm ge« meldet wurde, ist, wie fich jetzt herausstellt, nicht einig natürlichen Tode» gestorben, sondern hat selbst Hand an fich gelegt, indem« stch»«giftet«. In dem zurückgelassen en Schreiben giedt« als Motiv zu diesem Entschlüsse die Thatsache an, daß er nah« vor unheildarrr Erblindung stehe, und daß ihn die G.wißhkit. binnen wenigen Wochen nicht» mehr von der Natur sehen und seiner Bescbäiliftung nicht mehr nachgehen zu können, nicht länger mehr leben lasse. Er glaub« im Recht zu sein, wenn« im dreiundfiebzigsten Lebensjahre einem Dasein ein Ende mache, daß für ihn selbst und die Mitwelt keinen W«lh mehr habe. Acht Tage vorh« hatte der Verstorbene sein« reichhaltige SchmetterltngSsammlung— sie soll einzig in ihrer Art sein— verkauft. Ein geprellter Ehemann. Man schreibt au» Reichenau: „Unter den vielen Hunden Touristen, die am Sonntag den Schneeberg bestiegen, befand fich auch d« Wien« Kaufmann M. Herr M.«zählte während de» Marsche» lustig, seine „Alte" Hab« ihn nicht foNlaffm wollen, aber zuletzt habe« ihr gezeigt,„wn Herr im Hause sei," und fie gezwungen Rucksack und Feldflasche gut zu versorgen. Beim Kaitnstein wird Mah.l zeit gehalten., Alle kramten ihre Vonäthe au»; HerrM. deförderte einen goldbraunen„Schlägel" an» Tage» licht, doch dies« widnstand allen Schnittoersuchen und bewte» sich bei genauerer Untnsuchung al»— ein PapiermachS-Kunststück. Au» dem gleichen vortrefflichen Materiale war auch ein liebliche» Schin- kendein, diverse Lrötche.1 und ein lockend aussehend« Kuchen. Von bösen Ahnungen«faßt, eröffnete Herr M. nun auch die Weinflaschen und fand st« mit geschmackvollem Salzwaffn ge« füllt. Die anwesenden Touristen v«an stalteten für dm un« glücklichen Gatten eine LedenSwiittlsammUmg und deförderten ann dm völlig Fassungslosen sammt seinem„Speisenvorrath" in» Thal. Der„Hm" de» Hause» soll entschlossen lein, seiner Gemahlin— Vorwürfe zu machen. Eine« wohl«och nieft dagewesenen Wechsel de» Lebensdernf» gedenkt der bekannte Polarreisend« Adrian Jakobsm vorjunedmm. Derselbe bat seine Fahrten in die un- wtrthlichen Etsregionen endgfttig adgeschloffm. um stch in Dre». dm, seinem jetzigen Wohnort, d« Suohhutjadrikation zu widmen. Mtstliebtge Bücher. Ein Pfarnr legte seinen Pfair« lindern an» Herz, jene Büch«, die nur Köpfe verwirren und da» Herz»nderden, zur Vernichtung abzuliefern. Ein gemüth- lieh« Bau« brachte am andern Tage seine und setner Nach barn— Steuerbücher mtt der Bemerkung, daß dies« Büchlein ihnen am meistm Kopfz«drechen machen. Tolle vanditenftretche wnden au» Spanim und Jtalim berichtet. In Labane» in Gal-'da drangen sieben Räuber, nachdem sie eine Ecke de» PreSbyterium» durch Dynamit in die Lust gesprmgt, in die Wohnung de» Pfarrn», enlsührtm denselben in die Haide und bedrohten ihn mtt dem Tode, fall» « ihnm nicht sein Geld einbändige. In seiner Todesangst gab thnm d« Pfarr« die Summe von V000 Fr., die im Pie». tyterium aufbewahrt wurde. Da» Gleiche«eignet« fich beim Pfarr« von 6t Eugenia. Jndeffen ist noch toller, wa« au» der Romagna gemeldet«ftd. Am hellen Tage drangen die bi» an die Zahn« bewaffneten Räuber in da» Schloß des Grafen Malagola bei Jmola. schlossm die Thor« und fvnrten den Grafen mit setner Familie und dem Gefind« in ein Zimm«, wo fie ihn, a?an gm. einm Auftrag an die Svarkafie MUMM Ueb« die Heilsarmee wird London geschrieben:„Die trunkenen Räuber ab. Kroch w de, Äeillemnee, dem Ltverpooler„Courier" aui wie nahe die Gefahr ist, welche die Arm« dedroht E» ist ei« Uka»«lassen, welch« den Mitgliedern der Arm« anbefl# während«in« Woche im September fich theilwets« ob« gänzlich de» Effen», Trinken» und Rauchen» zu mthatten und die MJ durch«sparten Summen an da» Haup'quartt« de» General« abzuführen. Wenn General Booth zu solchen Methodm M«* Zuflucht nehmen muß, stehm wir inn«balb gemessen« 8-� f«nung vor dem Zusammmdruch d« Bewegung." Zweisache Ehe. Folgende Geschichte wird au» Fcn« waldau in Oesterreichlsch. Schlesten dnichtet Seit fünsted« Jahren ist dort der Rmti« U. angestedelt, ein sehr reich-« Mann, d« bei seinem ohnehin bedeutenden Vermögen noch sehr ausgiebig G-ldzeschäfte betreibt und sehe behaglich« ein« Villa am Gräfmderg« Fußsteig lebt. Dnselde ist t'« Preuße, lebte zehn Jahre in Texas und ebmso lange in Amla, wo n sein Vermögen gesammelt hat, während et ihm>« Texas nicht sond«lich gut gegangen zu sein scheint valo nach seinem Eintreffm in Freiwaldau verheftalhete fit p:l! U. Am Mittwoch nun ließ fich eine Fremde bei ihm mel««' welche nur englisch sprach. Beim Erscheinm der F im Herr U. sehr betroffen gewesen sein. In der That rellamine ste sofort die Rechte seiner Ehefrau und hUt ihm cor, daß a bei sein« heimlichen Abreise von Texas fie mit fünf unerzofl*' nen Kindern, von denen der älteste Sohn jetzt 28 J:hre»W hilflo» im Stich gelassen habe. Ste Hab« vergeben» nach Manne geforscht und jetzt erst seinen Aufenthalt«mittest, komme nunmehr, um ihre Rechte auf ihn gellend zu maa» D« Herr Rentier leugnete alle» und wollte von keiner stu? ren Vnheftathung Kenntniß haben. In Folge deffen hat!» die Frau nach Wien begeben, um die Hilfe d« amerilanilv' Gesandtschast in Anspruch zu nehmen. Kleine Wittheilunge«. Zwickau, 25. August.(Ein drava Ledensrett«� 18 Jahre alter Handwerktbursche, Schloffergeselle Stadeldauer au» Obnöstnreich, welch« am Dienstag aal Durchreise nach Czemnitz uns«e Sladt pasfifte, hat schöne» Andenken hinterlassen. Auf seinem Wege. bi« an die Paradiesdrücke, zu dnen beiden Seiten i»»-- Menschen standen und um Hilfe liefen. Stadeldau« den»-* sofort ein Kind, den 6 Jahre alten Sohn de» meistert Nachbar hi«, mftten in der Mulde treiben und � über, bald unter dem Wasserspiegel«scheinen. Entsag legte Siadelbau« sein Bündel ab, sprang üb« einen W% abgrenzenden Gartenzaun in die hi« gegen 3 Meier Mulde und rettete glücklich da» b«eiti bewußtlos« Kind? stcheren Tode de» Ertrinken», da Niemand dm Mu'h in die an dieser Sielle unheimlich tiefe, von hohen armzte Mulde zu springen. Da» Kind selbst war 7—8 Met« hohcn ParadieSbrücke, von der stch am ni Geländ« ein auSgeschnMme» Brett, an da» stch dnj gelehnt gelöst, hinab in» Waffer gestürzt und bereit» weit nom Waff« fortgeführt worden. f# Aretberg in Sachsen, 24. August. D» hiestz«� aar durch ein in d« Moritzstraße am Sonntag�.� mittag�wüthende s" Feun arg' gefährdet. Dft arbeiten waren durch die Schmalhert d« Gaffm sehr« � it Trotzdem gelang e» der Thätigkeit der Feuerwehren je*® st» und der Nachbarorte, da» Feuer auf seinen Herd schränten und den Dom, deffen Dach d««U», von iL"# � angegriffen, zu brennen begann, zu reiten. Niedtt«° j-.,. find zwei große Wohnhäuser, meb:«e Ställe. Magazine, Hintergebäude»c. Perschr-d-ne Familie" f?. � obdachlos. Drr Brand soll au» Rache angelegt sein; den»«meintlichen Brandstifter d«eit»»«haftet.„..ji? Wien, 24. August.(Ein Familiendrama.) � �#4 neudurg erregte JPin- gestern Morgers die fmchlbare, Ehegatten groß:» Aufsehm. Der 4öjährige urf Hollubek hat ,u«st seine Gattin getödtet und sodann M ß WWWWW in„ RMMm Gattin eifersüchtig und dethald kam«» zwischen dem � sehr oft zu Mißhelligkeften unv argem Zwist. Auch S Abend» hatten die Eheleute Streit, doch spät« verflh. 0 fich wied« und nach eingenommen« Mahlzeit begaben zur Ruh«. Giftern Morgen» fiel ei dem elfjährigen*»* der Eheleute auf, daß seine Eltern nicht zur Zett da» Schlafzimmer verlaffen hattm. Er forscht« der Ursache unv fand Bat« und Mutt« todt in ihren liegen. Wie nach dem äußnen Auamschein lo-sta»„i f. hat Hollubek gegen seine Gattin dr« Schüsse adgete stch sodann durch einm wohlgeziellen Schuß stlbP* JJJ Alle, die Hollubek kannten, halten ibn ein« � nicht fäbig gehalten. Die Gattin desselben erfreu« �. besten Ruft».'■[, Pest, 25. August.(Der Säbet) Au» Tem�[y vom 24. d. M. gemeldet: Heute Nachmittag trat Heute nant de» 61. Jnfant«te. Regiment» Jrrdinanv Vi« am Domvlotze befindlich!: Knschel'jch« Eismh®«�, � verlangte 1000 Stück Nägel. Er«hielt da« fernte fich jedoch nicht gleich, sondern öffnete sämmtU �� und begann— die Nägel zu zählen. ES waren»Wstj, nur etwa» über 800. welche: Umstand den ohnehin l-# Oifizttr dnart in Aufregung brachte, daß« � yrj welcher mit nklärlichem Unwillen d« ungtwobn»rv�i> A beiwohnte, die Worte hinwarf:„Da» ist doch«ine'z D« Kommt» entgegnete hierauf in ganz ähnlich«* warf die Beschimpfung dem Offistn hin, welcher- m zittemd vor Wulh, feinen Säbel zog und mtt dejLhiie,,,� solchen Hieb gegen den Kopf de» jungen Mannm TCje dttser sosort dlutüdnströmt zusammensank und in> � t..� nung gebracht»«den mußte. Sodann entfernte ßw lieutmant und«stattete von dem Vorfall bei 1�" die Anzeige.,„:.sto � wurde Hnr Magistrat». Sekretär 12 adgigebinen Slimmm zum_ gewählt. Im Ganzen betrug die v rüchte üb« Moidzuge der immnhin darauf schließen �fr vi.» Unheil angestiNet—...-.. � WWMK r eignissen nachgeben verantwortlich für dm polittschen Theil und Soziale» Max Schtppel, für V«etnr und—---■■--------.—.......... Druck und««lag von»eigen Theil der Zeitung«. Beilage zum Berliner BolMatt. >>». 201. Sonntag, den S9. August 1886. in. Iahrg� Die bilzachiheil Dirrri. » Fürst Nl'xander soll nach den neuesten Nachrichten alle «»«uen, auf den Thron zu verzichten, aufgegeben haben und B«i;°uf dem Wege nach Sofia sein. Ter rasche «�lchluh kommt ihm jeder.fall» zustatten, da jede Verzögerung ?>e Verschlimmerung seiner neuen Situation bedeuten würde. �Engländer wünschen, die Rüsten verwünschen natürlich die »uiiNehr Alexander». So wird z. B. gemeldet: iwu ,',or' 28 August, Morgen». Die heutigen Morgen- sprechen stch wiederholt dahin au», daß Fürst Alexander «anzüglich nach Sofia zurückkehren müste, wenn nicht, würde einen großen Fehler begehen. , Petertduig, 23 August. Die deutsch«„Petertburger Z-i- Tß rath dem Fürsten Alexander, die Regierung in vul- Wlr nicht wieder aufzunehmen, da, wie die Verhältnisse jetzt 2�'"Ut«in zweiter, aber nachhaltigerer Sturz die Folge sein würde. Für da» Mißtrauen, welche» die englische Regierung hin- liid Rußland» hegt, ist auch die telrgraphische Mittheilung -�teuter'schen Bureau»" au» Konstantinopel charakleristisch. "ach üb-rreichte der engltjcht Botschafter Thornton der KIAWV, V" tllH-MUtt».«w.ii.w»»v. bt«« ,? Memorandum über die Nothwendigkeit, den Artikel 61 lorm«,"i« Vertrage», detriffend die Durchführung von Re- ein»."I Armenien, zur Auttührung zu bringen, um dadurch % nchnwl 4 1 c n dm Vorwand zu einer Intervention S'rt!!.n geradezu einzige» Schauspiel von BerlegmbtU und $ t?? f"10, bietet die van slawistisch« Betertburaer »in%»'"t der unerwarteten Megenrevolution dar. Noch in ersuchten einzelne Organe die Gegenrevolution LüS, oI* zweifelhaft hinzustellen. Die„einstimmige Ver- (btZük"0 d** polnisch. deutschen Adenteurer«" war ja zu trium bie SünJ'�Hdek wordm. Die„Nowofe Wremja" ist über lickg � d-rhebung der F eunde de» Fürsten Alexander höch- iie dringt darauf, Rußland müsse Bulgarien Händen der„Battenberger" befreien, die e» jetzt terro- tonT" Alio Bulgarien zum zweiten Mal befreit— zuerst -.vrn Türken, dann von dm— Bulgaren selbst. Die einer gemeinsamen Inspiration folgenden Blätrer SF 5ffS5ttmi �. Okkupirung Bulgarien». Ziur über die � d! SÄ3■ln �n¥0OÄ.®rriÄ Stimmen im Zwiespalt. Von der einm Seite btj tme sofortige Okkupation für geboten gehalten, von dagegen eine noch abwartende Haltung ange- G-. i In diesem letzt« rm Sinne äußern fich z. B. die„St. Mgskija Wedomosti": to*"® e Olkupation Bulgarien» ist offenbar unvermeidlich. üai» fich Rußland schwerlich in diesm Wirrwarr stür�n, von ihm befreite Land mit neuen blutigen Opfern zu Die Ruhe Bulgarien» ist dieser Opfer nicht w-rth, «M�?,udt gleich,«ittg auch die russtschm Interim selbst Be- h,t finden. Die Stunde der Intervention ist nahe, Di! w*"i44 fl< schlagen." der zu dagegen scheinm die Gefahrm für dringm« garischei� 0d«r die ausgeregte Stimmung in der bul- mistische Reaicn«,�44»4 der Annahme, daß die interi- «KW «w Pabtn, �erwicklungm auf der Balkanhaldinsel gepriesen �Mku?..dmch die neue Wendung natürlich in arge Ver. doch mi: �sttzt. Di« Verschwörer, die vor wentgm Tagm wrrtz... der Gloriole der Friedm»mgel umgeben wurden, 5>i« �dun alz„nichttnutzig und ohnmächtig" gebrandmarkt. st�. welche in dieser Weise ihre Anschauungm zu mm ltezmungm worden ist» scheint zunächst einer : a.rvn Rußland» vorbeugen zu wollen. Für dm Fall m ld»»dvtntlon hält ste e» für erforderlich, daß Rußland "t.p»,dtn rechtmäßigen Tbroninhader voranschicken müßte. Pol. Nachr." schreiben:„Wa» Europa anlangt, so berliner Konntagsplauderei. dch.3« grüne« Wald— wo'« Echo schallt'— tohaij' finge«, dazu ist die Zeit zu ernst. Aber %«'W.. und Ganze« gevomme«, eigentlich gar nicht» MNKWTÄ dämlich, um*» gerade herau« zu sage«, a« die 5«,(.7* der allgemeinen LandeSoerwaltung die Anweisung � Handhabung der Etaattzewalt Möglichste F»ebn. duf die wirthschafilich frei* Bewegung d«» Volke» r�di». Wie schön fich da» anhört, wie ew Hoffnung»« N bot öS kine ferne, goldene Zeit überko«mt«v», hat »Freiheit" für jeden Menschen einen lock««» M e».�"ß'vonen Klang— wie aber wird e««erdm? SeliB»�4.4m Sprichwort:„Wer glaubt, wird selig?' rMps, 0. 4 lst, wie ma« steht, an schwere Bedingungen Ck* dm heutig« Umstünden ist wohl � Art von«?e Mensch darauf angewiesen, auf Ü**11 Na-.'— o---- r..—' •SdlftWt" zu verzichtm. wenn er nicht in der »u'r 5„durch einige gangbare Müozm in einen freilich !!LabCTfi(h«"b«n Zustand der Seligkeit zu versehen. Ä« auch schlimm,.denn seitdem Herr i' U te.*�0 iDCt bulhini* VitcCov«tA4 /tpmß— flu VOCb #### empfindet e» da» Wiederersch-inm de» Fürsten wohl nicht ge- rade all E chmrruna, aber auch nicht al» V-retnsackung de» durch den Siaat! streich der Zankoffisten geschaffen«» P odlem». Da» Depeschmmaterial der letzten 24 Stunden legt den Mächten die strengste Zurlickhaliung nave, da e! die Muth. maßung zu deglüßen scheint, daß Bulgarien einer hochgradigen Anarchie entgegengeht. Direkte Nachrichten, die haldwcg» Glauben verdienen, liegen au» Bulgarien nicht vor. gleichsam al» hätten die momentan«» Machtbader daselbst ein Interesse daran, die Welt adfichtlich im Dunkeln über da«. wa» vorgeht, zu erhalten. Daß aber die europäische Siaattkunst nicht gänzlich in» Blaue hinein operirm kann, bedarf keiner wetteren Begründung. So lange aber die Ereignisse auf bulga rischem Bodm in wilder Jagd einander adlösm, die Thatsachen de» h-utigen nur die Vorboten der de» morgigen Tage» find und alle» fich in ganz unvermittelten Eprüngm au» einem Extrem in» andere vollzieht, hat fich da« Amt Europa» auf da» einlache Registrirm der zu seiner Kenntniß gelangmdm Ereig- nisse zu beschränlm." In einzelnen vlättem taucht da» Gerücht auf, daß die bulgarischen Schwierigkeiten durch eine Konferenz geordnet werdm sollen, worüber in Franzm»bad zwischen Bi»maick und Gier» Nähere» verabredet werden dürfte. Die Nachricht scheint nur auf Kombination zu beruhen und bedarf jedenfall» der Be» stätigung. Der Aufenthalt de» Fürsten vi»marck in Franz« n». bad bat sein Ende erreicht. Die beiden Staatsmänner Habe» mehrfach und länger mit einander konferirt. Ueber den Aufenthalt de» Fürsten Alexander in Lemberg und seine vorhergegangenen Reiseerlebnisse erhält die„Voss. Ztg." da« nachstehende Telegramm: Wien, 28. August. Die Lemberger Bolen dereiteien dem Fürsten von Bulgarien eine degeisterte Ooatton. Derselbe war auch seilen» der Behörden Gegenstand der allergrößten Zuvorkommenheit und wird mit fürstlichen Ehren behandelt. Der Fürst steht sehr leidend und gebeugt au», so daß er kaum den Wagm best-igm konnte. — Die Behandlung feiten» der ruifischen Behörden ist sehr schlecht gewesen. Der Fürst war fakttsch sech« Tage Gesänge ner, bi» er in Podwolrc ylka den österreichischen Boden be trat. Erst in Lemberg konnte er fich mit Kleidern und Wäsche versorgen._ Kommunales. w. Ueber dte zulässige Zahl de» Klassen in eine» Berliner Gemeindeschute al» Maximum find in letzter Zeit dte Anftchten der stävtitchen Behörden auteinander gegangen. Die Stadtverordnete»' Versammlung hatte bei den meisten ihr vom Magistrat vorgelegten Bausktzzen zu neuen Gemeinde» schulen, wenn ein größere» Areal zu deren Bau zur Verfügung stmd, Beschluß dahin gefoß«, daß 20 Klaffen anzulegen seien, während d«r Magistrat bei seiner Ar ficht verblieb, daß im ge- geben:» Falle nur höchsten» 18 Klassen zugestanden werden könnten, und ließ fcUft Anficht bei den jedesmaligen Berhand. lungen in der Sladtverordneten-Verlammlung über Lauprojekte zum Ausdruck drirge». Diese Meinungidifferenz veranlaßte den Magistrat, die Schul» Deputation zu einer gutachtlichen Aeußerung aufzufordern. Von den von der Schul. Deputation eingebollm Gutachten der stävtischen Schul-Insoektoren haben fich fünf verschieden für 12 dt» höchsten» 16 Klaffen, der sechste für 12 Klassen, doch so. daß der Hauplschule ein Filial von 6 bi« 10 Klassen hinzugefügt werden könne, und nur einer, der stedente. wenn auch bedtnoung»weise für 20 Klassen auigesvrochen. Da« Plenum der Schul-Deputation entsitloß fich für 20 Klaffen. Dte Angelegenheit ist sodann noch einmal vom Magistrat eingehend derathen worden und ist derselbe zu der Anficht ge- langt, daß die Zahl von 16 Klaffen al» dte obere Grenze für die mittlere Leistungsfähigkrit eine« Rektors anzunebmi» sei. Die Stadtverordneten- Versammlung wird über diese Frage, die den Magistrat zu dem Antrage an fie bestimmt hat, die Zahl von 16 Klaffen al» diejenige anzuerkennen, nach welcher dte allgemeinen Einrichtungen einer Gemeindeschule zu treffen find und welche in Zukunft nur au»nabm»weise zu überschreiten ist, voraussichtlich schon in ihrer Sitzung am S. September Beschluß fassen. w. Der königl. Eisenbahnfitku« hat sich nunmehr bereit erklärt, da» Terrain der den sldiichm Vorplatz de» Bahnhofe» Alexandeiplotz bildenden Straß: zwischen den KSnigSkolrnnden und der Panoramastraße an die Stadtgemeinde unentgeltlich abzutreten, uno wird die Auflassung in nächster Zeit erfolgen. Zweite städtische Irrenanstalt. Der Magistrat sucht augenvltcklich nach dem geeigneten Bauplatz für die zweite jeder gut, fich nur noch mit der stübtischen Wasserleitung zu defreunden, sonst geht er, wenn er nicht eiserne Unterleib«» nerven hat, an den Folgen von Buttermilch und Molken unzweifelhaft elendiglich zu Grunde. Wem aber wollte man H verdenken, wenn er fich gegen einen solchen Tod möglichst energisch zur Wehre setzt? Niemandem, und gewisse Leute verstehen fich auch dagegen in auSzezeichneter Weise zu schützen. Neulich auf der Pferdebahn. Wir fuhren mit mehreren Herren, die au»sahen wie ein paar Bulgaren, die eben auf eine Exmisfion ausgehen. Sie führten doppel» läufige Gewehre bei fich und ihre unteren Extremiiüten waren in ungeheuren Krempstiefel» geborgen. Al« Leute von Scharfblick merkten wir natürlich sofort, daß die Herren auf die kürzlich eröffnete Rebhühnerjagd»««gingen,»u» ihren umfangreichen Jagdtaschen steckten recht verrätherisch und in- diskret mehrere rothverfiegelte Flaschen dre Köpfe h-wu»- ob in diesen wohl auch Buttermilch enthalten war? W« glauben e» kau«, denn bi» jetzt haben wir noch nie gehört. daß man von Buttermilch so rothe Nasen bekommen kann, wie diese Herren mitten im Gefich» herumtrugen. So geh,'« in d-r Welt: Der Eine vagabundirt zum Vergnügen mit dem Schießprügel über die Felver, der An» dere vagabundirt anf der Landstraße, allervtna« nicht zu seinem Vergnügen. Der Sine ist de, Jäger, der Andere »W diese» Sreigniß Sensation in städtiscke Jrrmanstalt. So wi d wie dle„Voss. Ztg." schreibt, au» Biesenihal berichtet, daß am letzten Montag eirnge Magistratsmtialtrder dort waren, um da» von Ler Stadt zu gedachtem Zwick« ange botrne Terrain in Augenschein zunehmen. Die Biesentha'er miin'n, Aueficht auf die neue I rena» stall zu haben. Von Biesenthal aus hatte fich die Berliner Deputatton nach Bernau b-gedlde Konkurrenz" auch die« schöne Zukunft»bild ze, stört. Von einem Unterbringen der Ar- bester in der Mutteiaaftast kann aber hierbei keine Red« sein, denn die Zahl der Arbester in der Seehandlura kann eine wesentliche Vermehrung schon der räumlichen Verhaltniffe halber nicht erfahren, abgesehen davon, daß gerade da» Stadtgeschäft am Oranienburg- r Thor die Mutteranftatt, d. h. da» älteste der Botfig'schen Werke, ist. Die Eröffnung deffelben erfolgte bekanntlich am 1. Januar 1837, während daS Eisenwerk in Moabit, des sogenannte Wattw-lk, erst 1814 erbaut und Borfig» werk erst 1851 begründet wurde. Der Abschluß de« Verkauf» mit der Seehandlung war aber eine der letzten Handlungen de» alten Borfig und ist erst kurz vor d ffen am 6 Juli 1854 «riolgten Tode in deffen Hände übergegangen. Also auch dieser Trost mit der Mutteranstalt ist hinfällig, und nur mangelnde Renntniß der thalsächlichen Verhältnisse kann einen solchen überhaupt hervordringen. Der größte Theil der Borfig'schen Arbeiter muß eben mit der unerbittlichen Thatsache rechnen, daß fie fick um eine andere Brodstell: bemühen müffen. Ein geringer Theil wird anderweitig plazirt, ein noch geringerer penfionirt oder doch entschädigt werdrn— die Verhandlungen hierüber schweben zur Zeit noch— aber da» Gros ist in kürzerer oder längerer Frist, denn auf acht Tage läßt stch bieselbe nicht fefist-llen, ohne Beschäftigung. Und selbst die Gießerei kann naturgemäß am O.anicndurger Thor nicht bleiben, denn in den dortigen Fabrikanlagen steckt ein Millionen von Mark im Werth« haltende« Inventar, Maschinen ic., und die Zinsen für die brachliegenden Rapitalien kann natürlich selbst der flotteste G schästsgang in der Gießerei nicht aufdringen. Der durch de« Braud im Pergamo«- Panorama eutstaudeue Schadea ist auf genau 10 5L0 M. abgeschätzt und diese Summe vor einigen Tagen durch die hirfize General Agentur der Magdeburger Feuerverstcherung». Gesell- schalt an die Herren Bauräthe Rullmann und Heyden auSge« zahlt worden. Die Beschädigung an dem Bilde war doch be- deutender al» ursprüngl ch angenommen worden ist; der ganze obere Th ii de» G-mälSe» hat abgerieben und neu gemall werden müssen. Di« dafür erwachsenen Rosten wurden in Höhe von 4700 M. ersetzt, in welche Summe die Aufstellung und Abräumung de» nölhigen Gerüste» mll begiiffm ist. Auf die Wiederhelst�lluna de» an dem Gebäude verursachtm Schadens wurden 5800 M. verwendet. Zur Damvfftratzeubah« Sichterfelde— Teltow bemerkt die„D. Bztg.": Der große Eiter, mit welchem die Angelegen- heit plötzlich aufgenomn en wird, findet seine Erklärung wohl zum Theil in Grunostücksspekutationen, die mit derselben ver- knüpft find. Nachdem in Berlin selbst und in deffen näherer Umgebung die Grundstückspreise in den letzten paar Jahren erheblich in die Höhe gegangen st�d, lenkt stch der Blick ähn- lich wie in der Periode 1871—1874 auf die Erschließung der welleren Umgebung für die Bebauung und es werdrn Entfer« nungen von 15 Kilometer und mehr kaum noch als hinderlich für die Anfievelung von Städtern auf.efaßt. Die» gilt, wie die Bestrebunam um da» Zustandebringen einer Straßenbahn Sichterfelve— Teltow beweisen, selbst dann. w:nn der Anstede- lungtpunkt über 15 Kilometer von der Stadt entfernt liegt, keine unmittelbare Verbindung weder mit dem Stadtinnern noch mit einer der großen von Berlin ausgehenden Bahnen defitzt, sondern erst mühsam miltrist Benutzung einer Haupt- bahn und darnach einer Straßenbahn erreicht werden kann. Oo diese Mäng'i durch die Tritower Susi, der besondere ge- sundheitsfördelliche Eigrnschasten nachgerühmt werden, und die geringe Höhe der G unvstückSpreise, von denen man spricht, heute schon ausgleichdar find, erscheint mehr al» fraglich. Die Oderspree wird geaenwärtig auf der ganzen Strecke zwischen Berlin und Küpenick vermefien. E» find dabei weh rere Geometer unter Seiiung der Strombauoerwaltung der Regirrung zu PoiSdam beschäftigt. Tie vorhandene Karte der User und de» Strombette» der Oberspree datirt schon au» dem Jahre 1835: Es ist diese Vermeffungsardeit eine sehr um- färgliche und erstreckt stch besord-rs auf die Befitzoerhältniff?, die seither fit völlig verändert haben. Zumal ist die» durch die Anlage vieler industrieller Etadiiffemenii auf dem linken, südwestlichen Sprecufer der Fall. Et hängt diese Vermeffung und neu anzufertigende Karte der Oberspree mitteler mit der Anlag» des oberbalb von Köpenick ernmündenden Oder-Spcee- Kanals zusammen, hauptsächlich aber ist dieselbe durch den Plan der Regulirung der Spree in ihrem Saufe durch den städtischen Wohnungtderetch von Berlin hervorgerufen. RmHwmy nplnv, Ein eigenartirer Fall der zuerst in England deoaachtelen und dort als Railway-apive bekannten Beruf kronthrtt der EUenbahnzug B arnten»st vor einiger Zill auch in der hiefig-n Cbaritee zur Behandlung gekommen. Bei dem Fahrpcrsonal der Eisendahnzüge werden häufig eigenartige Erkrankungen des Rückenmarket beobachtet, die fich äußerlich in Ziltem, sowie in Kopfschmerz und allgemeinem Uedelbestnden der Erkrankten äußern. Die Star.koeti pfl-gt fich gewöhnlich erst in späinen Jahren und nach längere,. Dienstzeit der Eisen- bahnbeamten einzustellen und wird als eine Folge der Ein- Wirkung ungisehur, weiche Ca» andaurr, de Fahren aui E.sm- 91» er erwachte, bl'eb er»och ein« Weile liege» und Überschaute mit halbgeöffnete» Auge» den dunkelgrüne», buftende» Rasen. Sern Blick haftete schließlich an einem große» Weioenbusche, deffen gelbe Franse» wie colbene Kornähren im Sonnenschem« dahinge». Da» Weine« hatte ihn beruhigt und«in gewisse« Wohlbefinden bei ihm hervorgerufen. Trauer und Freude hatte« ihren Rrmpf ausgefochten, und sein« Stimmung befand sich nun im schönste» Gleichgewichte. Daß in diesem Moment sein Auge gerade auf dem Werdeubusche ruhte, war den» auch lediglich dem Umstände zuzuschreibe«, daß fich derselbe gerade in sein«, Gefichulinie befand. En schwacher Wind setzte die Zweige de« Strauche» in eine leise schaukelnde B-weguna. wa« auf sein»erweinte« Auge mildernd ein- wirkte. Plötzlich steckten die Zweige mit«wem entrgischen Ruck, er kmrterte, und«ine Hand bog die Aeste zur Seite. Bin sonnenbtstrahlie« Frauenbildniß erschien, eivgefaßt i* da« Gold der Weidendlüthe» und da» zarte BläitergrÜo. Er lag eine Weil» und betrachtete da« reizend« Brld, tote man ei« Gemälde betrachtet. Dan« begegneten sein« Blicke de« ihrige», welche au« dem Strauche heroorschrsse» wie zwei Strahlen, die in seinem erloschenen Geiste da« Feuer wieder entzündeten. Sei» Köiper erhob fich. seine Küß« trugen ihn vorwärt«— er wußte nicht wie— st ine A-me streckte« fich au«, und tu dem nächsten Augenblicke fühlte er ein kleine« warme« Wesen an seiner harten Brust welche wieder vom Strome de« Sebev« erlchwoll, und in einen, lange» Russe schmolz da« Ei«, da, so lange sei« Seele ae- fange« gehakte» hatte. � liSiSBi uÄÄ'U6 Ww bahnen, und namentlich da« auf welle Strecken ununterdrocheii: Rollen der Wagm auf den glatten Eisenschienen aus K« Körper und speziell aur da« Rückgrat der Mtrfabrenden aui' übt. Bisher hatte man diese Krankheit nur als selbststänbige Erkrankung kennen gelernt; in dem oben erwähnten Fall« cbtt trat dieselbe ou« einem desonderen Anlaß zu Trge. Eui 46 Jabre alter Bremser war mit dem Zuge, auf dem er dienst» lich thätig war, in den Bahnhof eingefahren. N ubdem WJ Zug hicll, versuchte der Bremser seine auf der Decke eine» Wagen« angebrachte Bremserkabine zu verlaffen und stürz« hierbei zu Boden. Er blieb destnnungilot liegen und wurde zur Kur in die Charit« eingeliefert. Hier zeigten stch bald die unvertennbaren Syaiptome der Railway-spine; bei dem Krame» bestand tiefeGemülvioerstimmung; er klagte ül»er beständigen Kops- schmerz und Uedelkeit und sein ganzer Körper war vom neroöie« Zittern befallen. Nach längerer Kur schwanden dieSqwptome, d» Befinden de« Kranken wurde ein besseres, so daß er au« dek Charitee enttaffen weiden konnte. Die K.antbettSeischeinunz aber war in diesem Falle, wo fie nicht seldstftändig, sondMl erst mittelbar, nach dem Sturze de« Bremsers austrat, de» merken Swerth genug, so daß im Verein der Charitee- Aerzte W Fall einer eingehenderen Erörterung unterzogen wurde. Der Aufbruch eine» vaggerzuge» ist ein selisemei Schauspiel. An der Oderspree der Wllhelminenhof halten dm Wochen lang zwei Dampfbagger g-ardeitet. Ein Du#' Prahme, ein Haides Dutzend Zillen und diverse Hanvläh« bildeten den Hilftapparat. Nachdem die Baggerung an stW Stelle beendet war und der Wafferdauinspektor auf be« Dampfer der Ministeriolbaukommisston zur Abnahme erschient» war, brach eines Morgens die ganz: Fiotte auf, um den FM aufwärts weller zu ziehen. SauteS Stimmengewirr kündig« den Abzug an. Schwerfällig setzten fich die Baggermaichin� mll langen Staaken vorwärts geschoben, an die Sp tzi,% Zillen schwenllen in einer breiten Front aus der Buch'. welcher fie als schwimmende Hotels für die Ardeiter hatten, nach dem Strome ein und die Prahme schloffen st« Seilionen an. Trotz aller Sangsamkell aber war der eiw nach einer Stunde v-rschvunden.... ..Reinlichkeit ist da» halbe Lebet»", sagt gewiß U mll U necht der Bniiner. und namentlich empfiehlt stch f% Reinlichlell für unsere Verkauf»läven, wo die zum Kauf gebotenen Gegenstände auch tn der Sauberkeit etnaaver ßg turrenz machen. Ader nun gehe man einmal Morgen? ttOJ* Zeit, wo deS Sadeni sittsame Jungfrau die mächtigen Jatow® emporvrehen läßt, durch eine solche Straße in den sogenane� Geschäftsgegenden: aus jeder Ladenthür weht uns der t oa' Staublappen entgegen und beglückt Angeficht u d Garbss? dri Vorübergehenden mit seinem erstickenden I'halte. unS eine ähnliche staudige Begrüßung aus den oberen 8>ftl von zarter Hand zugeweht wird, berührt uns weniger genehm, denn hier wehen stch gute F.eund« und getreu« barm ihren Staub an jedem Morgen gegenseitig_in öffneten Fenster. Noch immer wird die geringe Mtfjjp feuchtem statt mll trockenem Siaublappen das Saudck� geschäft vorzunehmm, unbeachtet gelaffen, obwohl bat['■ sunvheitsrchävliche des trockenen Slaabwischens w>eb�.j hervorgehoben ist und die Belästigung de» Pudlrkum« 51 diese Methode allein hinreichen sollte, fie aufzugeben.. Wie e« auf der Ringbahn geschah. Wollte da Sonntag vor acht Tagen Jemand mit setner Familie do.f nach Schönederg fahren und löste fich zu diesem Zb'°� erforderlichen B llet», welche beim Betretm de» Penon» � fchristimäßig gelocht wurden. Der Zuq trifft auf d-r bereits überfüllt ein, so daß an ein Mitkommen nicht zu bn � ist. Die Zurückdleibenden wurden auf dm nächsten, eine° Stunde später vnkehrmdm Zug vertröstet, mit w'lcki-n. befördert wervm sollen, wenn— Plätze vorbanden st'b- letztere erschien aber mehr alS zweifelhaft, und so zofc/Lw größere Anzahl der„Sitzengebliedmen" vor, auf die rung mit der Rmgdahn überhaupt zu verzichtm. Di« mix>. nutzten BtUetS wurden in diesem Falle beim Verlaffen � Lahnhof» nicht abgenommen, doch konnte daS FahrgeW", zurückzesoi�de« werden, da der Schalter, welcher tnem#en � schloffen worden war, erst kurz vor Eintreffen j, folgenden ZugeS geöffnet wurde. Am darauf. gen den Sonntag wollte unser Gewährsmann� v>{ Strrcke fahren und zeigt« am Eingang zum Perro» älteren, noa nicht benutzten Billett vor, gleichzeitig warum dieselben schon kupirt wärm. Da kam er aber' y an.„DaS ist ja schon so lange der, daß e< nicht meb' �» Da"kam" er"aber% baß e» nicht oieht � jj ist", wurde ihm wörtlich entgegnet. Der bescheidene auf dm Aufdruck der Billete:„Gütig vis 31. Dezember> � fand wenig Anklang und auch die Hervorhebung de» � standet, daß die Brllei» jedenfalls noch nicht venuB� lönntm, da fie ja sonst beim Verlaffen der Bahn häticn»p. gebm werdm müffen, vermochte die entgegenstehende"«j} denken nicht zu erschüttern. Inzwischen war der(oUWW schon wieder abgedampft und unierem Gewährsmann � nicht» weiter übrig, alt auch dietma'. auf die Belöcdrn™�: der Ringbahn zu vernchlm. Die bezahlten, nicht«ui- und doch zurückgewiesenen Billet» aber hebt er fich � tat auf ...F verborge« blerben könne«. Man müsse freilich»j* g;«), viel auf derattige Gerüchte geben, aber schon der u daß solche» Gerede en.stehe» könne, sei tief zu � � Herr Peter— um direkt auf die Sache lotzugeheu.� zuweilen irgendwo ein Stelldichein haben. Man S:urm aber vorausgesehen, de» die Bulle über da« heroorgerufe« habe, und habe da» Grausame de» setzr» erkannt,.. daher Erleichterungen, licenti» Zugeständnisse, die«an stillschweigend mache." Hier stock,« der R-de Ftuß, und mit kaum v Stimme flüsterte der Archidiakonu« dem Geistlich� in« Ohr. Dieser wurde seuerroth, ein furchtbarer 2. jhs> blitzte au» seine« Auge«. Also eine Frau zu h�,«r � nicht gestattet, wohl aber eine Buhlerin. Nie der Kanzel gegm die sündige Gemeinde so voll �"\i'sl* ne« gepredigt, wie j.tzi gegen de« heuchlerisch"/ W Plötzlich aber be,uhig,e er fich, lächelte sinnend seltsamer Gedanke war in ihm aufgestiegen»ab gla''" Soll° «,sch«» Woge»: die Götter, die einst seine Väter i«»e «nb auf der Sonne verehttea, waren sie uiltst de"' reiner, al« die römischen und semitischen ToiteslSüer���. e, die her gefolgt. u»b war nicht die Zeit für ih» S � t zurückzukehren zu« Glaube» seiner Vorfahre«, ZMMsM die Herr Peter fich begründe« wollte, drov der Grenze von Weste, maanland. �3 % 1 s*- I g i Die hiesige Zauu»g der Vavgeverk»«eifter geht nun mdlich, ihren vlaiuten gemäß, hinter dem Rücken der hiesigen Aimmerleute an die Konstiluirung des GesellenauSschuffeS heran. Die Herren Meister versenden, wie uns von glaudwürdiger Leite mitgeiheilt wird, an einzelne Zimmergesellen, von denen w wissen, daß sie schon drei Jahee bei einem Innung» meister ardetlen, nach den verschiedenen Bauplätzen Einladungen, in welchen fie zur Bethetltrung an einer am 29. August im Saal« »on Luggenbagen am Moritzplatz stattfindenden Versammlung «pffmdern. In dieser Versammlung sollen 5(!) Auischußmit- »lieder für ca. 4000 Zimmerleute gewählt werden. Vielleicht wird den Meistern in jener Versammlung doch der Staar gc> stachen. Et» Schiff ia Taschenformat, d.h.«in Schiff, da» man W einer Reisetasche unterbringen kann, soll ein Nebenbuhler bei Kapitän Bcy'rn nicht nur erfunden haben, sondern er soll wgar in denlseiden über den Kanal gesegelt sein. Et ist ein Aachen auS wafferdichtem Stoff mit vier Taschen, die auf- geblasen werden können. Die ganze Ausstattung destibt au» iwem sehr leichten Mast, einem Segel und einem Paar Ruder. Lo weit wäre an dem Sch ffe nicht» N-ue», aber da» Eigen- artige der E findung liegt darin, daß man e» so bequem wie ein Schnupftuch falten und dann in eine Reisetasche stecken JU Die„Ind. bei.", welche diese Notiz bringt, räth den «chiffidaumeistern, welche bei neuen Bauten jetzt io sehr darauf sehen, dt« Schiffe möglichst leicht herzustellen, sich diese Neue Erfindung al»„Ideal" zum Muster zu nehmen. Wied«, wird ein verschwundener Gerichtsvollzieher tzenutdet. Die sämmtlichen Poltziidehörden find um Richer. w«n nach d:m TeiichtSooll.icher Friedlich Gottlieb Albrecht »sucht worden, welcher seit einigen Tagen au» seinem Wohn- ** Röntorf bei Elberfeld verschwunden ist und dringend im ««dacht steht, amtliche Gelder unterschlagen zu haben Der Wchtling ist 45 Jahre alt, von großer, kiäfti�r Natur, hat Mblonde» Haupthaar und Schnurrbart und„Spricht den Dialekt Projinz Magdeburg". Der Agent Levy aus Cpauda«, über deffen verregme mucht au» dem Eisendahnzuae auf dem Transport von Hameln dach Berlin wir am 27. Jali Mitlhellung machten, ist im «use der vorigen Woche in Braunichweig ergriffen und dereU» n das Landgericht II in Berlin eingeliefert worden. i_ teive Bande Diebe im»lter von 14 bis 16 Jahre», erstehend au» vier Köpfen, die unter Leitung der au» Oester- «>» stammenden Eltern de» einen der hcffnur.a»vollen Jungen Mden, find am Donnerstag in früher Morgenstunde auf dem Mvlatz de» Sti alauer Fischzug» bei einem Einbruch in eine Ziurfeldude erwischt und dingtest gemacht worden. Die vier Zungen, von denen zwei namen» Fiebaa und Heider au» ?'rlin sein wollen, während der dritte ein Oesterreicher namen» **88 und der vierte Troschiniky au» Schnetdemühl zu sein 7"giebt, waren in die Bude eine» Galanteriewaarenhandler» gebrochen, nachdem fie vo her eine Schankdude erbrochen und derselben ein Paar Stiefel, Spirituosen und Eßwaaren whlen hatten. In der zwei-en Bude hatten fie bereit» fast gesammten Waoren eingepackt, als fie überlas cht und ver- Arit wurbMi Zunächst nach dem Bureau de» Amtsvorsteher» gaben sie zu Protokoll, daß dt« Ellem de» �S-s°m jr» wurden. S? erführt,_______ U.■!. die zu dem Zwecke au» Oesterreich hierher gereift seien, Verübung von DiebstäZlen angelernt hältrn. Mit hätten fie auf der F-stwiese genächtigt und mit Tages- r, M nach derm Anleitung die Einbrüche verübt, auch an in»f gestohlenen Gegenstände abgeliefert. Da da« Gcfängniß Üu«.°'.au nicht die gehöriae Sicherheit bot, so erfolgte vor- ten Unletbrirlgung der Diebe in rem Polizeigefängniß de» wurn.? Ardeii«hause» zu Rummelsburg. Am Freitag früh lra»»" � dem Untersuchungsgefängniß in Moabit übergeben. schen Grund der gemachten Beschreibung der Hocgg> ist ,z h«» ,« auf dieselben den Tag über vigilirt wurde, werden. � noch nicht gelungen, derselben habhaft zu «tn�»" übergegangene« Leichnam eine« Paffanten,. voraestirn Boi mittag jene zahlreichen Umstand-n w i. tn der Barkstraße ein umfangreiche» Packet auf der Straße lag und c drang. Niemand wollte ju entfernen, welche da» verdächtige �"feehilre hinzu, welchrr da» «%%%&%% znsssG Ef ääw« entschließen, die Hülle zu""" Prcket umgab. Endlich kai -DaaettN-»"—' Wagestück" unternahm. »weite und dritte u..-.,«»» viuicrmiKn»O ven tvttrlen C"«ifaiftlgen Menge— drei mächtia» Aale von Armesdtcke, federen Kadaver, welcher sich ein Unbekannter auf die de- 'ebenen Art entledigt hatte. hjV«lt,etdertcht. Am 27. d. M, Vormittag», wurde ein �stmavchen in der Franzöfischenftraße in seiner Schlafkammer ß.''m Bette liege--..... �" im im...—>»-»«'jvstlwrnnraze ,n ,e,ner m-wiasrammer M P ergist,. �vorgefunden, und nachdem durch einen � Ic etwa 35 Jahre aller Mann, anscheinend Arbeiter, und bewußtlo» vorgefunden. Derselbe starb de. bichfi r**} seiner Uedttführung zum Arzte und wurde dem- � dem Leichenschauhause g. bracht. Gerichto Ieitung. Krage, od der L-gerver Walter eine« kauf- dtenßei??? Geswäfts, welcher auch ad und zu zu Loten /�Uidi»» sendet worden, al» Handlungtgebil'e oder al» ii? putschen Gehilfen für Be-lin noch nicht eingeführt. Miis.«aufmann Max Pflaum« angestellt gewesene 2% Schulze war erkiankt, und«S find nc.ch seiner Lien d.« Essern Grunde erfolgten En laffung Differenzen bi, 1«rankengelde»»c. mit seinem Prinzipal entstanden. %'» b,?ÄUn»>ation de» Schul«, der seine Stillung al» die äufftenf.!Jn9 erachtet«, wwde Pflaume der Uedertretung �'."«nkaffengesetze« angeklagt und im Termin durch den bu dn, i?,. bültenthal vertreten. Obgleich in dem ange- Jk«'viistreit da» hiefige Gewerdeger cht der Auffaffung . J�uize beitrat, der übrigen« ein Monatsgehalt von adoptirte der Gerichtthof die vom Verihridiger � frei und sprach in Folge deffen den An- f&n OberettensSngertn, Frl. Zerline Drucker war stsMlen P'ioatklägerin gegen den Generalintendanten WgSem ��L98-»dtheilung de« bi.fiz-n Schöffengericht» wti�oei.u�?!llagte hatte al» P.äfident de» deutschen bin den»g?9«w Zirkular an die zu vteser Ger offenschast ge bü dem?>!?,'."vorstände gerichtet, in dem er aus Grund einer U'U'nt- K Lrffer in Budapest eingereichten Beschwerdc rktnkÜf. b(i,< ' Songtiin al» kontraktbrüchig bezeichnete. In sta" Zirkular« hatte. F-Zuletn Drucker dem 'CL eÄ'-n" und"'de»hald die'Anklage"er! .•"»h.'«ien nur ht. i nicht zu Ende gefüzrt wurden. Er. »° bot ib, rSty Gagen, welche F l. D. forderte und monatliche Sage von r den Abend, wo- „„ W>. Monat garantirt �" hm"icht. sondern blieb in Berlin. wo fie ein noch günstigere» Engagement fand. Gold und Ehren für alle diejenigen, die reichen Mülstggängern für einige Stunden die Langewelle vertreiben, da» ist auch ein Zeichen der Zeit! T Schülerliebe. In jenem glücklichen Lebensalter, in dem da« junge männliche Herz zum ersten Male mit Inbrunst die Verse Schiller» dellamirt und„ihren Spuren erröihend folgt", steht der Sekundaner Arthur Sr. War e» auf der&»> bahn an der Rouffeauinlel, wo er„sie" zum ersten Male ge- sehen, da« niedliche Backflschchm mit den fliegenden, nuß- braunen Zöpien, den bl'tzenven Augen, den vom raschen Laufe gnötheten Wangen? Ober war c» nur eine zufällige Be- gegnung auf der Straße und war der kurze Augenblick für den neckischen Liebesgott lang genug gewesen,„ihn" mit dem nie versagenden„Pfeil der Schmerzen" zu treffen, gerade als er die Bücher unter dem Arm und den Kneifer herausfordernd auf der Nase au» seiner Schule kam, wo ein langwetliaer Magister die schönsten Stellen im Ooid überschlagen ließ? — Schade, daß wir so wenig von dieser stillen Liebe erstem Traum wiffen» und da» Wenige nur au» einer sehr prosaiischen und sehr ernsthaften Verhandlung vor der 89. Adtbeilurg de« hiesigen Schöffen« giltcht». Da stand unter der Anklage der vorsätzlichen Miß« Handlung mittelst eine» gefährlichen Werkzeuge» der Bruder jene» Backfischchen», grollend und stumm- Und al» Zeuge er« schien der schmachtende Jüngling, still und feierlich und er- zählte mit bewegter Stimme jenen Hngang, der am Abend de« 22 April die Biüthen seine» Glücks geknickt und ihm Blut und Thränen gekostet hat. So war e»: sein reizende» Jveal ging am Arme ihre» Bruder» die Kefselstraße entlang und er folgte in gemeffener Entfernung, überseclig,„ihr" so nahe zu sein und da» blaue Bändchen dewundem zu dürfen, mit dem ste ihre Zöpfe geknüpft hatte. Und j-tzt wendet fie gar da» Köpfchen und er steht ihr liebliche» Profil, ihr Mündchen, um da» ein Lächeln zu schweben scheint. Und nun spricht st« mit ihrem Bruder— fie will ihn vielleicht entfernen, damit ihr Verehrer fie anreden kann— sein Herz schwelgt schon in dieser Hoff- nung— denn er läßt ihren Arm los und...„Sie unver- schämter Mensch, wie können Sie stch unterstehen, meiner Schwester fortwährend nachzulaufen!"—„Esel", bemerkt Arthur S. ganz indignirt. Und bevor noch weitere Erörterun« gen staltfiidm können, saust bereit» ein wuchtiger Stockhieb auf den Kopf de» armen Sekundaners und e» folgen noch mehr. Ii der Sanität» wache am W ddingplatz muß der Ge- schlagen« stch eine Wunde zunähen lasten. Nun will er Sühne und hat den Strafantrag gestellt. 20 Mark Geldstrafe lautet nach kurzer Berathuna da« Urtheil und der düster« Bruder und der geschlagene G-liebte verlaffen den Gerichtsraum. Ein zerstörte» Ideal und Prügel... find 20 Mark da eine cnt sprechende Vergeltung? seufzte der Sekundaner. verurtheilung eine» Wucherer». Einer der gefährlich- sten Wucherer der Grafschaft Schaumburg ist endlich gefaßt. Der Gastwirth, Samenhändler, Vtehändler, Güterschlächter und Wucherer Siegfried Brill von Ninteln wurde am 16 d. M. von der Slriifkammer zu Hannos« wegen Wechselfälschung und Belrug» zu zwei Jahren drei Monaten Zuchthau» und Ehrverlust und sämmtlichen Kosten verurtheilt. Brill ist schon einige zwanzig Mal bestraft und saß augenblicklich wegen Er« preffung. Eine alte Geschichte, die vor langm Jahren pa firte, ckaratterifirt ihn. Vor vielen I ehren hatte er, laut der„N. Wests. VolkSztg", etwa» verbrochen und wurde vor dem S'adt- tbor erkannt. Um nun stiaifrei zu fein, lief e: schnell nach einem ein« Stunde von der Stadt entfernten Dorfe und ging in» WirihShau». Während die Frau da» Gewünschte holte, stellte er die Uhr auf 6 zurück. Um dtese Zeit hatte er den Streich auSgeiührt. Al» die Frau zurück kam. fragte er fi:: „Geht Ihre Uhr richtig, ist et«st fech«?"„Jr wohl 1" antwortete die Wuthin, indem ste auf die Uhr sah und fich über- z-ugte, daß ste gehe. Er hielt fich noch iä"««« Zeit in d« Wirlbschatt auf und stellte dann vor dem Weggehen die Uhr vor, so d-ß fie richtig die Z.-tt wieder angab. Al» die Sache »ur Verhandlung kam beschwor der Beamte, daß Brill um 6 Uhr vor dem Rtnteler Thor«kannt sei, wäh"end die Wirthin schwor, daß Brill um 6 Uhr in ihr« Gaststube gesessm habt. D« Beamte, der im Vervacht de» Mel-etC» stand, nahm fich die» so zu Herzen, oaß« fich in die Wes« stürzte und«trank. Brill ging frei au»._ Nermischtes. Der Torsburschtn Rache,«u» Innsbruck wird be- richtet: Im Dorfe Ladi» tn Tirol herrscht die Sitte, daß die Dorfschören ihre Gunst nur Burschen aus dem Dorfe zuwenden dürfen, und nicht auch Bursche» die außerhalb der Dorfgrenze ansässtg find Diese» ortsübliche Gebot übertrat nun die Schönste der Schönen von La Iiis, dt« 18jährige Katharina Schranz, wodurch die Dorfburschen in nicht geringe Aufregung gertethen, und zwar umsomehr, al» ste von fremden Burschen deshalb häufig auSgelacht wurden. Die Dorfburschen be- schloffen daher, stch an der Schranz zu rächen und ihr einen argen Schimp' arz-ikhun.@« traten f-chß Burschen zusammen, erfaßten die Schranz, al» ste auf der Gaffe ging, dobm ste mit Gewalt am einen bereit gehaltenen M>stla>ren, hielten ste auf dem Karren fest und fuhren mit ihr, Spotllieder fingen» und andere Allotria tieibend, eine Viertelstunde Im Dorfe unter dem G-johle der Baffeniugend herum, bis ihr Vater hndei eilte unv fie au» den Händ-n ihr« Peinig« beftette. Da» Lmdgericht in Innsbruck erblickte tn diesem Vorgange den Thatbeftand de« Verbrechen» d« öffentlichen Giwaltthätigkett und verurlhrilte alle sech» Burschen zur Strafe de» Kerker» in der Dau« von vier und sech« Wochen, dann von zwei Ein«nltnrbtld de« XIX. Jahrhundert«. In San Sedast an tn Spanien wurde vor e.nigen Tagen ein Skirrge- fecht abgehalten, bei welchem d« Torero Lagart,'jo betnah« um sein Leben gekommen wäre. Dies« Stierkämpf« hat'e bereit» vi« große Stiere in» Jenfeit» befördert, ad« beim fünften, einem mächtigen schwar,en Thiere, sollte e» ihm schlecht«- g-hen. Schon dl« Plazirung de« Widerhaken« am Hals« de» Stt«« mähte große Sch a>ir tgkeiten, da da» junge, starke Thier zu wiednholten Malen über die Barrrd.e sp-ang. Nach dem üblichen Zettraum tiat d« Toreio Lagartijo an den Stier hnan, um ihm den Degen in den Rücken zu stoßen. Lagartijo -«fehlt- ad« die richtige Stelle unv rannte seinen Degen dem Stiere so in den Körper, daß« nicht, wie«» zu«waiten ge- wesen wäre, sofort tovt zur S-d« stürzte, sondern vitlmebr fich wüthend gegen seinen Angreifer wendete und ihn zu Boten wrrf. Da» wüthe-de Thier ergriff den Torero mit den Hörn«n urb wollte ihn in die Höhe schnellen, al« noch recht. »ettia die Gehllfen Lagartijo» herdeieilten und da» Thier nie- Vermachten. Die viene rief in der Arnafdie lürchterlichste Ver- wirrung hervor. Viele Frauen fielen in Ohnmacht und in Krärnv't. Die allgemeine Aufregung legte st», al» der blut- übklströmte Torero dem Publikum vnkündete, daß« keinen ernstlichen Schaden g.nommen habe. Kleine WMHeilnngen. mm Durchmesser auf einem horizontal und vertikal drehbaren Säulenfuß steht. Da» Bogmli»t der Lampe wird von dem an Bord befindlichen Dynamo gespeist, der zualetch das Licht für die eigentliche Schiffsbeleuchtung, au» 240 Glühlampen bestehend, liefert. Die ganze Anlagt ist unter Leiter- g bei ElekirotechntkirS de« Norddeutschen Lloyd, Herrn Lohnen stengel, von der Werkstatt für mechanisch« Arbeiten, welche d« Lloyd neu eingerichtet hat, hergestellt worden. Salzburg» 26. August. Ein Wolkenbruch, der heut.- Nacht in der Umgebung Salzburg» niederging, hat enormen Schaden angerichtet.— Im Dorfe Gnigl venrüst-te der dorttae Bach, Steine und Schlamm mit stch führend, beide Ufer, defchädtgte zahlreiche G.-bände und riß ein« Mühle nieder, wobei zwei Müllerdurschen in den Fluthen«trunken find. Gleich arg wüthete der G rSbach, d« vom Gaisdnge kommend, seinen Lauf durch die Ortschaft Parsch nimmt. Da» Waffer dring in Häuf« und Ställe und vnwüstet« weite Strecken. Da« Gnigl« Feld gleicht einem großen See, tn welchem Möbelstücke, Hntszeräthe, Dachfiühle, Brücken u. s. w. umh«» schwimmen. D« Bahnlörp« der Giselabahn ist zwischen Salzburg und der nächsten Haltestelle Barsch unt«waschen und zerstört, der Vnkehr auf dieser Theilstreck« unmöglich. Meldungen üb« Hochwafferschäden langen auch au» ver unterm Salzdachgegend ein. In Anthering»erstörte der dortige Bach Häuf« unv Brücken. In vielen Ställen«trank da» Vieh. Der Schaden ist ein sehr groß«. Der um 6 Ubr 40 Minuten in Wim fällige Expreß zuz wurde— wie die„N. fr. Pr." berichtet— 10 Minuten nach Mitternacht in Aigen vo- Salz» bürg zurück-, ehalten. Lange konnten die Paffagiere die U fache de» Sufmthal!» nicht«fahren. Endlich verlautete, daß d« Bahndamm durch dm gestern niedergeganzenm Wolkenbruch unierwaschm seil ader eine offizielle Verständigung erfolgte nicht, ebensowenig, wann da» Hinderntß behoben sein werde. Trotz widnsprechender Gerüchte über den Grund der Verzögerung blieben die Reisenden vollkommen ruhig. Die Weiterfahrt wurde von ein« halbm Stunde zur andern ver» schoben und erfolgte thatsächlich erst nach S Uhr äußerst behut« fam. Recht» und link» vom Bahndamm war Alle» über» schwemmt. Man fuhr wie in einem See. Auf ein« Streck« von mehrfacher Wagenlänge war der Damm bis an die Sohle fortgeschwemmt. Hier mußten die Paffagiere umsteigen. Die Schienm waren dneit» durch Schwellengerüste unterbau!, doch offenbar noch nicht ficher genug, um den Zug paiflcm zu lassen. Auch weiterhin war die Strecke stark untnwajchm und nur mit größter Vorstcht befahrbar. Mtt neunstündiger Verspät»- g traf der Zug um 9% Uhr in Salzburg ein. Ein Unfall kam nicht vor. Der Verkehr ist untnbrochen. Rohrungen. 24. August. Die hiefige Tischler. Innung hat eine große Heldenthat vollbracht, ste hat nämlich beschlossen, strenge darauf zu halten, daß ihre Lehrlinge auf der Straße kein« Zigarrm rauchm, daß fie fich stet» anständig betragen, die heroonagendstm Personen der Stadt grüßm(wie nett!) und fich im Sommer nicht nach 9 Uhr und im Winter nickt nach 7 Uhr auf der Straße umhertummeln.(Will man fie etwa nach dies« Zeit noch in der Werkstatt beschäftigen?) Auch ist den Lehrlingen der Besuch d« Bierlokale und Scha-k» stellen untersagt. Zuwid«handelnd« werden da»«ste Mal mtt ein« Rüge, tin Rückfalle mtt Verlängerung d« L H' zeit von 4 Wochen di» zu 3 Monaten bestraft.— Da» wird ja immer toller; woher nehmen denn die gestrengen Herren Innung»- meist« da» Recht, derartige Strafen zu dittiren? Hoffentlich werden die Estern d« Lehrlinge da'ür sorgen, daß die zünft- lerischen Bäume nicht in den Himmel wachsen, indem ste stch weigern, Lehrkontratte, welche derartige Strafbestimmung-n «n halten, zu unterzeichnen. Raudalay, 19. August.(50000 Menschen obdachlos.) Die telegraphische Verbindung ist bereit» seit mehreren Tagen unterbrochen. E n große« Unglück hat stch«eignet. Erstem Abend gegen 6 Uhr wurde d« Mandalay schützende Flußdamm in nördlich« Richtung von d« Sladt durchbrochen oder dös« willig durchschnitten. Da der Jrrawady sehr hoch steht, so wurde ein großer Thetl der Stadt üdttschwemmt, u d zwar gerade derjenige, welcher von den jüngfien Brandstiftungen verschont geblieben war. Die Tiefe de» Wafferl tn den üb«- schwemmten Distrikten vartirt von 4-20 Fuß. Eine große Anzahl von Häusern wurde weggespült, und et dürsten wah- schernlich 50000 Menschen obdachlos fein. Großer Neth stand kann nicht ausbleiben, da ungeheure Massen von Eigernhum, insbesondere Lebentmittel, vernichtet find. Im großen Va ar steht da» Wasser 5 Fuß hoch, dazu wird die Schwteriakelt in der Erlangung von Nahrungsmitteln durch den Mangel eine» Markte» in hohem Grab« erhöht. Die Uederschwemmung d-hnt fich au» und dürste einige Zeit anHallen, da d« Jirawatdy noch nicht den höchsten Wasserstand«reicht hat. Auch ist ein beträchtlich« Menschennerlust zu beklagen; zur Zeit ist k» aber unmöglich, zuverläjffge I rformaiion über die Anzahl der Umge» kommmen zu erlangen. � Galatz. 23. Argust.(Erdbeben). Die Balkan- Halbinsel ist jetzt nicht nur palittscken, sondern auch physttaltschen E:- schÜUrtungen ausgesetzt. Ja der Nacht von gestern auf heute wurde die Bevölkerung unjerer S aat durch ein heftig«» Erd« beben erschreck! und auS dem Schlaf« geweckt. Nach einem wunv«vollen Abend uns tn«tner nocy wundervolleren N-cht» in welch« d« Himmel tn tiefste» Blau getaucht und mtt Vier- nen besäet und die Luft kaum m«kltch von einem leichten Z-phic biwrgt war, begannen um 1 Uhr 35 Minulen nach Mrtternacht zunächst langsam, dann trrm« stärk« und stärker die Thüren und Fenster zu kllrren und zu llapp«n. al» od ste von einem gewaltigen Lutlzuge gerüttelt würden. Die» währte etwa 3 Minuten. Da auf einmal erfolgte eine so starte Er- schütt«ung in der Richtung von Westen gegen Osten, daß man den Eindruck bekam, daß da» Hau» emstürzrn wolle. Der Vttlauf des oloßc» war ein sehr raschcr. Da» der Erschürte» rung vorangegangen« und ihr gefolgte Rütteln der Thü.en und Fenster war so beängstigend, daß die beherztesten Leute dem Gefühle d« Furcht laum stch entziehen konnten. Kriefkasten der Kedaktio«. I. S. Ja. Ein alter Abonnent. Bringen Sie die Beschwerde bei dem Poltzetdureau Ihre» Revi«» an und dem Uebelstande wird Adhiiie geschehen. @. B. Am 31. Dezember 1885. A. 15. Der Äierh»„ertrag in mündlich« Form ist recht»» ailtig, sot'M eine Vereindaiu. g üb« den Mieihsgegenstand» Z-ir und Preis der Miethe zu Stande gekommen ist und d-r Mieihztn» für ein Jahr oder, sofern der Vntrag für kü'zrre Zeit geschloffen, für diesen Zeitraum die Summe von 150 M. nicht ü«beigt. H. W. Beantragen Sie von Neuem die Zwanatvoll» streckung gegen den Schuldner. *- Wnm Sie fich durch Ihren Mi-thSkor tratt ver- pflrchtet haben, dir vesthtigung d« Wohnung zu jev« Tage». z«lzu ßeftatlrn und in Ihrer Abwesenheit dem Wtrthe die Schlüffei zu übergeben, so ist diese kontraktliche Verpflichtung bindend für Sie. Andnnfall» können Sie gewisse Stunden »ur Bestchiigung der Wohnung bestimmen. Rixdorf. vergftr. Wir bedauern, Ihre Neugi« nicht defiiedrgen zu können, well un» die Namen d« betreffen» den Herren selbst unbekannt find. Sollten wir dieselben später in Erfahrung bringen können, werden wir Ihnen Miitherlung machen. H. P., vretlanerftratze. Wir können die Petition nicht nochmals abdrucken, ab« aut uns«« Expedition erhalten Sie vielleicht noch Exemplare der Ne. 182. S. P. A. In England stehen«inander immer bloß»wei Parteien gegenüber.' Theater. Sonntag, den 2S. August. vdcruhaus. Johann von Lothringen. Montag: Der schwarze Domino. Gchausptelhau«. Till'. Mcntaa: Narziß. Kroll'» Theater. Robert der Teufel. Montag: Der Trompeter von Sättingen. Welle> Allianee« Theater. Da« Paradies Montag: Dieselbe Vorstellung. Krtedridj.WtlhelmstSdttsche» Theater. Die Fledermaus. Montag: Dieselbe Vorstellung. Lstead-Theater. Donati Morlay. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wiltarta• Theater. Amor. Tanz. Poem von stutgt Manzotti. Montag: Dieselbe Vorstellung. Melhalla-Theater. Don Cesar. Montag: Der Feldprediger. Restdenz-Theater. Die Danischeffs. Montag: Dieselbe Vorstellung. Geutral- Theater. Alte Jatodstr. 30. Direkt. Adolph Ernst. Der Wald. Teufel. Gesangs. posse in 4 Akten von W. Mannstävt jkouplets von G. Görtz. Mustt von G. Steffens. Mit neuen Dekorationen und Kostümen. ty Vor. ontag: Dieselbe Vorstellung. Koakordta» Theater. Spezialitäten stellung. Montag: Dieselbe Vorstellung. Sscton-Theator« (Früher liOnlsenstädtlschea Theater.) Dregdenerstraße 72/73. Heute Sonutoa, de« 29. August e: Die skliönste filonn des Ueglments. Operette in 1 Akt von R. Linderer. Mufft von Tbiele. Auftreten der hervorragendsten Künstler-Spezialitäten; 7 KchWester« Wathews, Gymnastikerinnen. Audw. und Paula Erllheim, Duettisten. Kardham und Fo», Reckiurner. UH, Leu ton fomUtj, Equilidristen. PI». Leon Kchtlly, medizinische« Räthsel. Euge« Joche», I. GesanpS.Hummist. «da Zaniu», Wiener Walzeriängerin. ig«. G»«esto, der unübertreffliche Jongleur. gtuua Teich man«, Koupietsängerin. Ituua Held, Wiener VolkSsängerin. r. Hauzeu, der kleinste Komiker der Welt, 28 P'd. schwer, 24 Jahre all. Kaffinvffnung 6 Uhr. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Passage 1 Sr.- lO Ä. Kaiser- Panorama. Nur diese Woche: Seltene Naturaufnabmen aus dem »eldzug 1870/71. III. Rcife durch das malerische Smottlaud- chertha-Aetse. Taroliueu-Zusei«. Ei'e Reise ao Pf. Kinder nm 10 Pf. Louisen städtischer Ayirks-Verem„Vorwärts". Heute: Familienpartte«ach Grünau. Triffpunkt: Görlitzer Bahn Vorm. 10 Uhr und Nachm. 1 Üb'.— ZchlreicheS Erscheinen nothwendtg.[472] Der Vorstand. Verei« zur Wahrung de» mater. Interesses der Fabrik- und Haudarbeiter. Der unertgeltliche Arbeits nach weis befindrt sich W»a«selfirasse 136 bei J. Keinman«, Worauf die Henen Arbeitgeber und die Vereint- Mitglieder hingewiesen werden mit der Bitte, den ausgiebigsten Gebrauch?avon zu machen. 380] Der Vermittle� Fachvereiu der Steindrucker und Lithographen. Da ich tat Cixarrengeschä't von Fr. Michelscn weitersühre, findet die Bücherautgabe daselbst Sonntagt VormsttagS von 10 bis 12 Uhr statt. G. Spletislöeser, Weinbergtweg 15h. Eaeben ist erschienen: Der Mi-i für 1887. Aus dem reichen Inhalt heben wir hervor: Reichshaushalts-Etat des De«t> scheu Reich».— Zerbrochene Kette». Er. »Shlung von Rob. Schweichel.— Bär- tige Fraaeu»nb Haarmenschen.— Et» Proletariertiab. Erzählungv.E.L a n g er. — Der Kampf zwischen Feuer u. Wasser i» der Welt. Von P. Osw. Köhler.— Wie«au eiue Million»ertzieat.— Fliese»»» Blitte,(humoristisch). Kl» Gratis- Keilagen: 1. Lucia. 3. Mutter, lick. 2. Blauche. 4. Die beide» Alte». Ein Waudlaleuder. —= P»ei« 60 Pf.=— Stuttgart. Z. H. W. Dich. öu beziehen durch die E»p»ditt«», Itm- 44. iviedernerbSnf»»» hohe» Kabatt Schweizer Garten. Am Friedrichthain.— Haltestelle der Ringbahn.— Am Köntgithor. Täglich: Coneert, Vorstellung, volttbelnstigunge« aller Art. Heute: Militar-Sovmt aad EFtra-vorstellllvg. Auftnlen der Gymnasttterfamilie Petresr«. deS humoristischen Komiker- Trios Jona»,«rofch und Gtäle». der Duettisten G-schw. Hessat, der Liedersängerinnen Frl. Gontard u. s. w. Drahtseilfahrt der Signora Cäcilia. Volksbelnittamgen.| Theatervorstellung. Tanzkränzchen. Erellrische Bahn. Gutre« 80 Pf. RbendS: Grosse Illumination und elettriswe Beleuchiung. Allen Lesern des„Bert Voltsdlatt" zur Mit-heilung, dass ich, entgegen irriger Auffaffungl mein Welnhergsweg 15 b belegene« Cigarren- und Tabakgeschäst forlsttze. Ich bitte, meinem Vertreter und Freund Splettstösser daS mir so reichlich ge- wordene Vertrauen entgegen zu bring; n. Die von mir gesühNe Waar« wird stets wie bisher nur reell und preit würdig sein.[477 Friedrich Miohelsen 1. Geschäft: Zimmerstratze Nr. 30. JL Die vou Mitgliedern des Fachvereins der Schneider gegründete probnMilHL RxMitMisseusihist der Schneider zn Berlin(E. Q-.) fertige» Herren-Garderobe, sowie ihr reichhalttaeS giager sländischer Stoffe, ebenfalls Futter, Borte und Knöpfe. empffehll ihr Lager in» und auslä: Kerren-Harderoben jeder Art werden nach Maaß, Der Vorstand und erwaltungsrath. 2. 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