Nr. 286. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Bierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen T in der Post Beitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Infertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Versammlungs Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Bmt 1, Nr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Benth- Straße 2. Sie wollen den„ Machtffreit" die Hamburger Schiffsrheder nebst den ihnen verbündeten Prozen fie wollen den Macht streit. Die Möglichkeit eines friedlichen Ausgleichs haben sie durch Nichtannahme des Schiedsgerichts brutal von sich gestoßen- sie wollen die Hafenarbeiter durch die Macht des Kapitals in diesem Machtstreit erdrücken. Sie wollen die Arbeiter durch den Hunger und die Kälte des Winters zur Unterwerfung zwingen. Sie, die seit Jahrzehnten das Evangelium von der " Harmonie zwischen Kapital und Arbeit" herunterleiern, sie haben die Maske abgeworfen und den Krieg auf Leben und Tod zwischen Kapital und Arbeit proklamirt. Der Schafspelz verhüllt nicht mehr den Wolfsrachen mit den blizenden Raubzähnen. Wir sehen die Ritter des Geldsacks in ihrer wahren Gestalt. Nach Art der Spinne, welche ihr Opfer, che sie ihm das Blut und das Mark aussaugt, mit schleimigen Fäden umzieht, um seine Widerstandskraft zu brechen haben sie ein dichtes Netz von Lügen und Verleumdungen um die ftreitenben Arbeiter gezogen, in der Absicht, die öffentliche Meinung gegen sie aufzubringen, das Herz des Volkes von ihnen abzuwenden. Wir haben die meisten dieser Lügen und Verleumdungen schon früher gekennzeichnet und sie den Lügnern und Ber leumdern um die Dhren geschlagen. Die infamfte dieser Lügen: die, daß der Hamburger Hafenarbeiter- Streit mit englischem Golde gemacht fei, fann jetzt, nachdem wir das unsinnige der Lüge bereits nachgewiesen, auch attenmäßig widerlegt werden. Die Englische Shipping Federation", der englische Schifffahrtbund, von der die Auftiftung zum Streit aus gegangen sein soll, richtete am 22. August 1896- man merte das Datum! folgendes Schreiben, das von der Hamburger Börsenhalle" veröffentlich wird, an die Rheder Hamburgs: The Shipping Federation. Sir, London, 22. August 1896. Sonntag, den 6. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. Und daß sie selber einen Streit fürchteten. Mehrzahl der Hafenarbeiter sich lokalen Verbänden angefchloffen hat, die bereit sind, mit den anderen, die, wie Während die erste Thatsache den Beweis liefert, daß sie sich selbst nennen, die International Federation" bilden, die Rheder es waren, die eine internationale Or bei jeder Aktion, die darauf abzielt, ihre Forderungen den ganisation gegen die Arbeiter planten, noch Kaufleuten und Rhedern aufzuzwingen, zusammenzugeben. " Was Großbritannien angeht, so wird die Shipping ehe eine solche der Arbeiter bestand, liefern die zwei Federation" ohne Zweifel im stande fein, die" bedrohten anderen Thatsachen den Beweis, daß die englischen Rheder Intereffen ihrer Mitglieder vermöge ihrer über das Land sich den Hamburger Streit nicht gewollt haben können. eiftreckenden Organisation zu schützen. Dagegen geht die Waren sie es doch, die vor allem einen Dockarbeiter Meinung in betreff Ihres Hafens dahin, daß die, deren Streik zu fürchten hatten! Die Millionen, welche sie vor Intereffen mit seinem Schiffsverkehr verknüpft sind, gut thun 7 Jahren im Londoner Dockarbeiterstreit verloren, sind von würden, in Erörterungen über die Sachlage U 11= einzutreten und sich über ein gemeinsames Vorden englischen Rhedern nicht vergessen. Und die Dockgehen schlüssig zu werden, um zu verhindern, daß arbeiter find in England- seit jenem Streit und dant der Handel Ihres Hafens durch böswillige Versuche, das jenem Streit weit besser organisirt als in Deutschland. angegebene Programm auszuführen, gestört wird. Sie dürfen Einen Streik in Deutschland zu entzünden oder auch nur es darum wohl der Mühe werth erachten, eine Organizu begünstigen, wäre unter derartigen Verhältnissen für die sation zu schaffen, die sich nicht nur mit der englischen Rheder selbstmörderischer Wahnsinn. drohenden Krisis befaßt, sondern sie möglichst verhindert, indem sie im voraus an den geeigneten Stellen deut- des Kapitalistenringes attenmäßig widerlegen: die Lüge, Ebenso können wir heute noch die zweite Hauptlüge lich macht, welcher Schaden für Ihren Hafen daraus erwachsen muß, sollte die„ internationale" Politit zur Ausführung fom- daß die Hamburger Hafenarbeiter men, ermuthigt werden, oder ihr auch nur ein theilweiser Er gewöhnlich hohe Löhne verdienten. folg verstattet sein. In unserem Hamburger Partei- Drgan, dem„ Echo", Ich brauche kaum zu sagen, daß die, Shipping finden wir jetzt ein Rundschreiben des bekannten Hams Federation" von Herzen gern mit einer folchen burger Schiffsmaklers Sloman aus dem Jahre 1894, Körperschaft Hand in Hand arbeiten wird, in welchem Rundschreiben reduzirte Preise für das bei irgend einer Maßnahme, die man be: Löschen von Getreide" angekündigt werden. Die schließen würde, und ich möchte der Ansicht Ausdruck geben, daß ein Meinungsaustausch und eine Bericht- Reduzirung" der Preise wurde damals- vor zwei Jahren erstattung über den Fortgang der Arbeiterangelegenheiten von Lichem Maße. Für das Löschen" einer" Tonne" waren auch wirklich durchgeführt, und zwar in sehr beträchtgroßem Nußen sein würde. : Zweck dieses Briefes ist nicht, ein unnöthiges Gefühl der bisher 60 Pfennige bezahlt worden von nun an wurden Unsicherheit hervorzurufen oder einer Bewegung ungebührlich blos 55 Pfennige bezahlt also eine Reduktion um Bedeutung beizulegen, die noch in den Kinderschuhen stecft, ca. 10 pet. Und die so enorm reduzirten Löhne sind bis sondern vielmehr freundschaftlich anzuregen, daß, heute geblieben! Und gegen sie richtet sich der Hamburger wenn energische und geeignete Schritte im voraus gethan Streit, dessen Gelingen die Hafenarbeiter nicht einmal auf werden, man damit verhindern kann, daß die Be die Lohuhöhe von 1894 bringen würde. wegung zur Reife kommt." Und das sollen ausschweifende" Forderungen sein! Die Lügner find entlarvt. Diese Zuschrift beleuchtet mit Sonnenhelle das Lügengespinst von der englischen Brandstiftung" und zerstört es. Mag das„ Organ für Landesverrath und andere NiederEin Gutes haben sie, nebst ihrer Geldprogen- Sippe, trächtigkeiten" sich noch so sehr abmühen, einige Fegen des aber gewirkt: fie haben den Hamburger Hafenarbeitern Lügengespinstes zu retten es ist verlorene Liebesmüh", die Nothwendigkeit der Organisation ge des Verbrechers von Friedrichsruh und seiner Witschuldigen. Streif hervorriefen, die unfreiwilligen Urheber der engli und das Brandmal der Schande flammt auf der Stirne lehrt. Wie die Londoner Rheder, die den großen DockarbeiterDreierlei wird durch die Zuschrift des englischen Schiffschen Dockarbeiter- Gewerkschaft wurden, so wird das Vorfahrtbundes Klargestellt: sammenhängenden Arbeiter zu stande zu bringen, und zwar Daß die englischen Rheder bereits drei Monate gehen der Hamburger Rheder den Hamburger Hafens zum Zweck einer gemeinsamen Streiferklärung für den Fall, vor Ausbruch des daß bestimmte, vom sogenannten„ International Council" arbeiter- Streits eine internationale Orga- find eben auch Hamburger Hafen- arbeitern eine Organisation geben. Die Herren Geldproßen ( Internationalen Rath) formulirte Forderungen von den Presse ersehen haben, daß hier so gut wie anderwärts von Sie werden ohne Zweifel aus den Mittheilungen der mehreren sozialistischen Agitatoren der Versuch gemacht wird, eine internationale Vereinigung aller mit der Schifffahrt zu Arbeitgebern nicht bewilligt werden. Man bezeichnet Ihren nisation der Rheder angeregt hatten. Hafen( Hamburg) besonders als einen solchen, in dem die Daß sie die Hamburger Rheder auf die Gefahr eines Organisation träftig fortschreitet, und man berichtet, daß die Streits aufmerksam machten. 187] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. " Ihr habt recht, ich kenne seine Absichten und seinen Charakter, er ist edel, aber unseren Zwecken gefährlich. Behandelt ihn gut, ich bitte Euch, er kann uns später von Nußen sein. Und jetzt, Ihr Herren, erlaubt, daß ich mich entferne, denn ich bin müde. Mögen wir alle Angenehmes von der neuen Revolution träumen." ersten Schritte, welche unternommen werden, sind sogar zu unserem Guusten. Rienzi wird überlistet, und wir fehren nach Rom zurück." " Und dann wird der Provençale der Despot der Stadt." ein Theil der Kraft, die stets das Böse will und doch das Gute schafft". Aber genug der Worte. aus den Zelten der Nomaden das stattliche Babylon hervorging, so soll von dem neuen Ismaeliten Europa's ein Geschlecht gegründet werden, von dem man sich noch nichts träumen läßt, und das Lager von gestern soll die Stadt von morgen sein. Wahrlich, der Papst wußte nicht, als er. Podesta, wollt Ihr sagen. Podesta's, die das Volk eines kleinen Vergehens wegen mich aus der Kirche der beleidigen, wurden oft schon verbannt, und bisweilen Gläubigen verstieß, wen er dadurch zum Feinde Roms gesteinigt- Podesta's die den Adel beleidigen, wurden machte. Wie feierlich ist die Nacht, wie still der Himmel oft erdolcht und bisweilen vergiftet," sagte Savelli. Wir und die Erde! So feierlich und still ist es jetzt in meinem wollen uns deshalb noch keine grauen Haare wachsen laffen. eigenen Geist, und ein bis jetzt noch nie empfundenes düsteres Sagt übrigens dem wilden Orsini noch nichts; für solche Vorgefühl läßt mich ahnen, daß meiner kühnen Laufbahn bärenhafte Menschen ist die Staatsflugheit nicht. Kommt, eine Krisis bevorsteht." Stefanello, macht keine Grillen." " Luca di Savelli, für Euch steht in Rom nicht so viel auf dem Spiel, als für mich," erwiderte der junge R iter in hochmüthigem Tone, kein Podesta kann& u cl) Zehntes Buch. Der Löwe von Basalt. Erstes Kapitel. Die Busammenkunft feindlicher Planeten in dem Hause des Todes. „ Wenn Ihr erlaubt, edler Monreal, so wollen wir Euch nach Eurem Schlafzimmer begleiten," sagte Luca di Savelli. Meiner Tren, das sollt Ihr nicht, Ich bin kein Tribun, der großer Herren als Pagen bedarf, sondern ein bescheidener Edelmann und ein abgehärteter Soldat. Eure Diener werden mich, der ich eines gesunden Schlafes neben den Raug des ersten Patriziers der Hauptstadt Italiens der wildesten Hecke unter jenem offenen Himmel mich er- entreißen." freuen würde, nach irgend einem Zimmer führen, das Eure Hättet Ihr das dem Orsini gesagt," erwiderte Savelli Nachdem der Senator am vierten Tage der Belagerung Gastfreundschaft mir anweist." ruhig, so würde es blutige Schwerter gegeben haben. Die durch den Orsini, welchen Rienzi mit eigener Hand Savelli bestand jedoch darauf, den künftigen Podesta Aber beruhigt Euch. Muß es nicht unsere erste Auf- verwundete, angeführten Söldner der Barone zurücknach seinem Zimmer zu begleiten. Darauf kehrte er su gabe sein, Rienzi zu vernichten, und giebt es zwischen dem getrieben hatte, kehrte er nach seinem Zelt zurück, wo ihn Stefanello zurück, der mit großen Schritten ungestüm auf Tode des einen Feindes und dem Emporkommen des Depeschen von Rom erwarteten. Er sah sie schnell durch, und ab ging. andern nicht solche Gegenmittel, als Eccelino Romano bis er zu der letzten kam, doch jede enthielt Nachrichten, Was haben wir gethan, Savelli", sagte er, unsere vorsichtigen Männern gelehrt hat? Seid unbesorgt, wenn die das Auge eines weniger an Gefahr gewohnten Mannes Vaterstadt einem Ausländer verkauft!" wir nur zusammenhalten, so sind im nächsten Jahre länger hätten in Anspruch nehmen können. Aus der Verkauft!" entgegnete Savelli, meiner Ansicht nach Stefanello Colonna und Luca di Savelli Senatoren Roms einen erfuhr er, daß Albornoz, dessen Segen ihm den stebt der Kontrakt ganz anders. Wir haben ge kauft, und diese großen Männer vielleicht schon Speise für die Rang des Senators übertrug, mit besonderer Freundlichkeit Colonna, nicht ver fauft, wir haben unsere Macht, unser Würmer." die Boten der Orsini und Colonna empfangen hatte. Er Vermögen, unsere Kastelle, und was noch mehr werth ist, Während die Barone sich so unterhielten, stand wußte, daß der Kardinal, dessen Pläne mit denen der Triumph und Rache erkauft, Seht Ihr nicht ein, Colonna, Monreal an dem offenen Fenster seines Zimmers, die herbst- römischen Patrizier in vielen Punkten übereinstimmten, daß es unser Untergang gewesen wäre, wenn wir diesem liche, durch den Mond erhellte Landschaft, in der die seinen Sturz wünschte, aber er fürchtete Albornoz nicht, großen Sieger getroßt hätten? Die große Kompagnie Wachtfeuer der Belagerer ihre Stellung bezeichneten, über- vielleicht wünschte er sogar im Innern seines Herzens, daß wäre, mit dem Senator im Bunde, nach Rom marschirt, blickend. irgend eine offene Herausforderung von seiten des päpstlichen Legaten ihn gänzlich auf die Vereinigung mit dem Volke beschränken möchte. und Monreal hätte nun den Rienzi unterstützen oder er-" Ihr weiten Ebenen und Thäler," murmelte der morden mögen( denn er scheint mir ein Romulus zu sein, Johanniterritter für sich, bald sollt ihr in Frieden ruhen der keinen Remus neben sich duldet), so wäre es doch in unter einer neuen Herrschaft, gegen die kein einziger Tyrann beiden Fällen mit unserem Einfluß und unserer Herrschaft den Kampf wagen soll. Und ihr weißen Häuser von Leine zu Ende gewesen. Jezt aber haben wir unsere eigenen wand erinnert mich, indem ich euch betrachte, wie Reiche Bedingungen gemacht, und die Loose stehen gleich; ja die und Staaten gewonnen werden. So wie in alter Beit Er vernahm ferner, daß während der kurzen Zeit seiner Entfernung von Rom Pandulfo di Guido zweimal zum Volt geredet hatte, und zwar nicht zu gunsten des Senators, sondern indem er den Verlust bedauerte, der dem römischen Die Hamburger Rheder wollen den Machtstreit sollen ihn haben! Sie haben den Hamburger Arbeitern in tollem Uebermuth den Handschuh hingeworfen. Die Gesammtarbeiterschaft Deutschlands nimmt den Handschuh auf. - Politische Uebersicht. Amte, dessen Ehre bei dem gegen ihn gesponnenen Ränkespiel engagirt ist, im Stiche lassen? Das nächste Wort hat in diesem Prozesse jetzt Herr v. d. Recke." Der" Post", dem Organe, das für die politische Polizei sonst um die schärfsten Worte nicht verlegen ist, schreibt nur Bewunderung hat, ist die Sache unangenehm. Sie, mildesten Tone: fie und Genossen beschworene, von Münter in Abrede gestellte Möglichkeit, daß Echröter infolge eines Stoßes oder Schlages zu Fall gekommen ist, besteht und nicht widerlegt ist. Der Wiederaufnahmeantrag benennt ferner acht neue Zeugen, die die Richtigkeit des vom Genossen Schröder Beschworenen bekunden sollen. Zwei rechtskräftige Urtheile die Da giebt's tein Baudern da giebt's fein Zweifeln! gelehrter Richter nämlich ein Urtheil der Straftanimer im Das Recht ist bei den Hamburger Hafen zu Bochum und ein Urtheil der Strafkammer zu Dortarbeitern. Der Sieg muß ihnen werden. Er ist mund werden ferner in dem Antrag angezogen. Beide Vorläufig ist der Eindruck, welcher bisher aus der in den Händen der deutschen Arbeiter. Verhandlung gewonnen ist, ein für Herrn v. Tausch nichts Urtheile also 10 Richtersprechen sich über die Glaubweniger als günstiger. Er steht mindestens unter dem schweren Die deutschen Arbeiter werden ihre würdigkeit der Aussagen des Gendarmen Münter aus. Das Verdachte, ein frivoles Intriguenspiel zum Zwecke der Ver. Pflicht thun! Dortmunder Gericht stellt anf grund eines umfassenden hehung der der Krone am nächsten stehenden Personen mit den Beweises u. u. a. fest, daß Münter thatsächlich bei Senkbar verwerflichsten Mitteln getrieben zu haben. seiner Vernehmung als Zeuge wiederholt hoch- Die Volks- Zeitung" sagt dagegen, ohne eine gründgradige Vergeßlichkeit bewiesen hat". Beide Urtheile liche Reform der politischen Polizei wäre der Prozeß Berlin, 5. Dezember. gelangen zu dem Ergebniß, daß der Hauptbelastungs- werthlos. Die Freis. 8tg." schreibt: Aus dem Reichstage. Der heutige Tag war aus- zeuge im Prozeß Schröder, Gendarm Münter, in Dingen, schließlich der Erledigung von Petitionen gewidmet. Es die seine eigenen Handlungen betreffen, objektiv unglaubist für den Reichstag geradezu ein Ereigniß, daß den würdig sei. Uns scheint, als ob die neu angeführten gerichtPetitionen eine solche weitgehende Beachtung geschenft lichen Urtheile allein schon die völlige Unschuld der unserer festen wird. Auch jetzt ist es nur der Umstand, daß andere ver- Ueberzeugung nach unschuldig im Buchthaus Schmachtenden handlungsreife Gegenstände nicht vorliegen, der dazu ge- beweisen. Trotz der schon heute bestehenden außerordentlichen führt hat, daß fast zwei ganze Sigungstage zur Erledigung Schwierigkeit, einen gerichtlichen Fehlspruch durch der Petitionen verwendet werden konnten. Bu umfänglicherer Wiederaufnahme- Verfahren zu beseitigen die JuſtizDebatte führten nur die Petitionen der Kriegsinvaliden um novelle will bekanntlich die Schwierigkeit noch erhöhen Gewährung eines Ehrensoldes und die Petition des Ober- gelingt es hoffentlich dem Vertheidiger der schwer geprüften postassistenten Thier, welcher sich über eine erlittene unschuldig Verurtheilten, eine Wiederaufnahme des Verisziplinarstrafe beschwert und die Einleitung eines ordent- fahrens und eine Freisprechung der Opfer heutiger Justiz lichen Disziplinarverfahrens verlangt. Die Kommission durchzusetzen. Nächste Sigung Mittwoch, den 9. Dezember. " = ein Mein Aber auch dies Motiv erscheint für einen solchen Plan, wie ihn Tausch ins Weit setzte, noch nicht ausreid end. In politischen Kreisen rieth man bis Freitag hin und her, in wessen politischem Interesse Herr v. Tausch glaubt gehandelt zu haben. Da wird durch das Geständniß Lüyow's der Name des Wiener Botschafters Grafen Philipp zu Eulenburg vor die Oeffentlichkeit gezogen. Tausch hielt sich dem Bot schafter gegenüber, den er kennen gelernt hatte, zur Dankbarkeit verpflichtet. Er mag in dem Grafen Philipp zu Eulenburg, dem gerngesehenen Reisebegleiter und Jagègenossen, dem dichterischen Freunde des Kaisers, den kommenden Mann" erblickt haben, wenn nicht für den Kanzlerposten, so doch für das Staatssekretariat des Auswärtigen. Diesem sich zu verpflichten und zugleich seiner Abneigung gegen den Staatssekretär v. Maischall Rechnung zu tragen, mögen die Beweggründe gewesen sein, welche Tausch geleitet haben. Das Bild der Niedertracht und Gemeinheit, welches durch diesen Prozeß der Deffentlichkeit enthüllt wird, bekommt dadurch noch einen besonderen Charakter, daß der Urheber der Verleumdung gegen ein Mitglied des Staatsministeriums ein Polizeibeamter ist, welcher sich seit Jahren in besonderer politischer Vertrauensstellung befindet, befindet, und daß diesem Beamten der ganze Apparat einer Behörde mit den Geldmitteln der geheimen Fonds zu diesem Zweck zur Verfügung gestanden hat. Die Freis. 8tg." fordert auch energisch die endliche Vernehmung des Grafen Philipp v. Eulenburg. Das Blatt fährt fort: Neu ist auch die Erscheinung, daß Beamte der politischen Polizei nicht bloß Ermittelungen im Auftrage der höheren Behörden veranlassen, sondern eine selbständige Politik treiben gegen diese oder jene aktiven Minister zu gunsten irgend eines Nachfolgers oder um nur der eigenen Animosität gegen den be= treffenden Minister zu folgen. Dieses Treiben, gedeckt durch den geheimen Charakter der Behörde, entzieht sich jeder öffentlichen Kontrolle. Das Non plus ultra hat dabei Herr v. Tausch geleistet, indem er über den Kopf des ihm vorgefeßten Ministers des Innern hinweg das Preßbureau des letzteren beim Kriegsminister denunzirte, und zwar sälschlich denunzirte wegen eines Zeitungsartikels..... Das unbefangene Publikum hat ein scharfes Auge auf die Prozeßverhandlung. Es giebt argwöhnische Leute, welche überhaupt der Meinung sind, richtige Geheimpolizisten könne man nicht wagen, ernstlich zu verfolgen, weil sie zu viel Dinge wissen, die nicht für die Oeffentlichkeit taugen. Ein solches Urtheil würde genährt werden, wenn in der weiteren Verfolgung der Sache die Energie erlahmen sollte, mit welcher bisher die ganze Verfolgung betrieben worden ist. hatte in legterem Falle Ueberweisung zur Berücksichtigung" ,, Normann Schumann Mundt". Man schreibt uns: empfohlen, wogegen die Vertreter der Postverwaltung„ Nun hätten wir es also so weit gebracht, daß selbst Minister Uebergang zur Tagesordnung beantragen ließen, weil ich öffentlich gegen die Lockspitzel der Polizei wehren müſſent. andernfalls die Tisziplin leiden würde. Das Haus that In dem Bestreben, Ehren- Lüyow und noch andere zu entden Postgewaltigen wirklich den Gefallen und nahm mit larven, bat Staatssekretär v. Marschall den Namen Notschwacher Mehrheit Uebergang zur Tagesordnung an. mann Sumann erwähnt und seinem Gegner v. Tausch die Thaten dieses Vertrauensmannes" der Polizei vorgehalten. Der„ Vorwärts" hat sich mit dem sauberen Patron schon öfter Das preußische Abgeordnetenhans trat am Sonnabend beschäftigt; er hat Enthüllungen über ihn gebracht, die offenbar m die zweite Lejung des Gefeßentwuis betr. anderweitiger vom Minister Marschall als gutes Material benutzt worden sind. Besteuerung des Gewerbebetriebes im Umber Tie Enthüllungen waren aber nicht vollständig, wie das selbstziehen. Für die Vorlage traten das Zentrum und die verständlich ist. Ich bin in der Lage, einen bezeichnenden Stoufervativen, gegen dieselbe zahlreiche Mitglieder der Linken, Bor fall heute beizufügen, wo infolge des Prozesses Leckertinsbesondere die Abgg. Gothein und Dr. Hammacher, auf. Lützow selbst die amtliche und bourgeoise Welt wieder an dem Die Nationalliberalen sind nicht prinzipiell gegen das Gesez, sie Treiben der preußischen Lockspitzel, deren Bestehen endlich auch fordern aber, daß über verschiedene einschlägige Fragen zunächst offiziell nicht mehr zu leugnen ist, Interesse nimmt. in einer Kommission authentische Erklärungen seitens der Regie Beitrag wird, vermuthe ich, für Herrn Marschall und seine rung abgegeben werden. Da der Antrag auf Kommissions. Kollegen nicht unwichtig sein und da der Prozeß am Montag berathung in der vorigen Situng abgelehnt wurde, so waren fie fortgesetzt wird und selbst der Oberstaatsanwalt Drescher ententschlossen, in zweiter Lesung gegen die Vorlage zu stimmen. gegen seinem Verhalten im Hammerstein Prozeß urplößlich Infolge der schwachen Beseßung der Bänke auf der für die von Brausewetter geleugnete Deffentlichkeit schwärmt, so rechten Seite gelang es ihnen jedoch, heute am Schluß der ließe sich meine Mittheilung noch in der schwebenden Sache bezweiten Lesung, ihren Antrag auf Ueberweisung an eine Kom- nüßen... Ich will einfach und trocken erzählen. Es war in miffion durchzubringen. Im übrigen wurden noch debattelos den Tagen des anteuer Knabenmord- Prozesses, in dritter Lesung die Konvertirungsvorlage und die Juli 1892. Ich weilte in Cleve als Vertreter der Presse. In Vorlage betreffend Verstaatlichung der Hessischen der Schaar der Kollegen, die alle aufs eifigste beschäftigt Ludwigsbahn nebst Nachtragsetat genehmigt. De waren, fielen nur zwei auf, die selten schiet en: ein Holländer, Antrag Schenckendorff, betr. Förderung des Fort- der der deutschen Sprache nicht recht mächtig war, den bildungs- Schulwesens, wird wegen Abwesenheit des Verhandlungen nicht gut folgen konnte und am vierten Finanzministers von der Tagesordnung abgefeßt und wird erst Tage gelangweilt abdampfte, und ein hochgewachsener in der nächsten Sigung, am Donnerstag, zur Berathung Mann mit blondem Vollbart, der nur selten, und wenn übertommen. haupt, nur Briefe und kurze Telegramme schrieb. Für mich nurde die beneidenswerthe Faulheit erklärlicher, als er nach der Wiederaufnahme des Verfahrens gegen die wegen Vorstellung, die einen„ Dr. Mundt" ergab Visitenkarten mit angeblichen Meineids vom Schwurgericht zu Essen ver- diesem Namen hatte er vorräthig auf Befragen bemerkte, daß urtheilten Bergleute Schröder und Genossen ist vom er für den" New- York Herald"- die Pariser Ausgabe, wenn Rechtsanwalt Niemeyer zu Essen beantragt. Der Ver- ich nicht irre und die Agenzia Stefani", das amtliche theidiger ist von der völligen Unschuld der zu Zuchthaus- italienische Telegraphenbureau, arbeite. Von Tag zu Tag ebenso wie strafe Verurtheilten Millionen andere steigerte fich aber trott em über mein Erstaunen nicht zur Sozialdemokratie Gehörige durchdrungen. sonderbaren Kollegen". Nicht allein, daß er in alle ProzeßDer Wiederaufnahme- Antrag stützt sich auf eine Reihe fleinigkeiten eingeweiht war, daß er wußte, was am Nachmittag oder gar am nächsten Tage beschlossen werden würde, daß er die Die meisten Blätter find voll der schärfsten Verneuer Thatsachen. Es wird u. a. auf das von uns und im meisten Zengen persönlich kannte, daß die Anwälte und Gerichts- urtheilung des Tausch und ziehen daraus Schlüsse gegen Reichstag erwähnte Urtheil des Landgerichts zu Köln vom beisiger gleichsam auf Du und Du mit ihm standen, stattete er die politische Polizei. Es würde ermüden, all' diese 10. Juni 1896 bezug genommen. In demselben sprechen einem Berliner Kollegen, der mit mir in demselben Hotel wohnte, Stimmen zu registriren. fünf gelehrte Richter auf grund einer umfassenden Beweis- Morgen für Worgen in der auffälligsten Weise Visiten ab, so daß aufnahme ihre Uerzeugung dahin aus, daß die von Schröder dieser sich vor dem„ unheimlichen Wenschen", wie er in it once in Wien, hat das begreifliche Bedürfniß, Erklärungen oft nannte, Graf Philipp Eulenburg, Phili, unser Botschafter nicht zu retten wußte. Dabei k men habe manches der Gespräche am gemeinsamen Kaffeetisch, oder nach der Table d'hôte mit an- abzugeben. Von angeblich zuständiger Seite wird dem Handelsstande durch die Abwesenheit der reichsten Patrizier gehört die üblichen Renommiſtereien über seine Bekanntschaft N. W. T." gemeldet, daß der deutsche Botschafter, Graf erwachse. mit allen möglichen Regierungs- und Hofkreisen und die lieb- Philipp Eulenburg den Berliner Polizeikommissar v. Tausch Also deshalb hat er mich verlassen," sagte Rienzi für lichsten Standalgeschichten zum Vorschein. Das wäre aber zufällig in Berlin in einer Gesellschaft kennen gelernt hat. schließlich alles nicht befonders merkwürdig, seitdem man weiß. Vor Beginn des Prozesses Leckert v. Lützow habe sich fich. Er mag sich in Acht nehmen!" Die in der nächsten Depesche enthaltene Nachricht be- daß" Dr. Mundt" alias" Normann" alias" Schumann" ein Polizei, v. Tausch brieflich mit dem Ersuchen an den Botschafter gespigel war oder vielleicht noch ist. Merkwürdig ist nur was rührte ihn empfindlich. Walter von Moureal war öffentlich jederzeit eiblich erhärten lassen kann- daß dieser mendet, ihm bei seiner demnächſtigen Anwesenheit in Berlin eine lich in Rom erschienen. Der habsüchtige und grausame Polizeispiel auch mit dem General Graf Waldersee in Audienz zwecks wichtiger Mittheilungen zu gewähren. Graf Bandit, dessen Kompagnie wie die Armee eines Königs war, Beziehungen stand. Er schrieb in jenen Tagen an diesen Eulenburg habe höflich erwidert, daß sich vielleicht in Berlin dessen grenzenlosen Ehrgeiz er so genau fannte, deffen einen Brief, der wie ebenfalls eidlich bewiesen werden fann Gelegenheit finden werde, Herrn v. Tausch zu empfangen, Brüder als Verräther ihm schon mehr als verdächtig mit den Worten begann: Hier gehen die unglaub ein Empfang habe jedoch noch nicht stattgefunden. Schließ= sich in seinem Lager befanden, Walter von Monreal lichen Dinge vor." Der übrige Juhalt ist dem Gedächtniß lich wird behauptet, daß zwischen dem Grafen Eulenburg seinem Wortlaut nach entschwunden. Ob Graf Waldersee, dessen und Herrn v. Tausch niemals ein Verkehr, weder direkt war in Rom! Dr. Mundt" als Polizei" " " den " Bis jetzt haben die Enthüllungen dieses Prozesses nur das moralische Ansehen der dabei inkriminirten Personen und der Einrichtung der politischen Polizei geschädigt. Nur, wenn man diese Auswüchse im Staatsorganismus als etwas durchaus Fremdartiges rücksichtslos aufaßt und ausschneidet, kann man verhindern, daß sich die Kritik des Publikums gegen die Staatsregierung und das herrschende System überhaupt kehrt. Der Senator erschrat über diese neue Gefahr, welche ist, von der Eigenschaft des Name doch fein nebensächlicher bei uns in Deutschland noch indirekt, stattgefunden. ihn bedrohte, darauf sagte er, die Zähne zusammenspiel Kenntniß gehabt hat, fann ich natürlich nicht Ein Herr Sebaldt hat an den Dber- Staatsanwalt knirschend: fagen. Bemerkenswerth ist vielleicht noch, noch, daß der Drescher ein Schreiben gerichtet, dem wir die folgende Stelle Wilder Tiger, Du bist in der Höhle des Löwen!"" Dr. Mundt" einige Monate lang vor dem Prozeß in Xanten entnehmen: Nach einer Pause fuhr er fort: ,, Einen falschen Schritt, geweilt und dort in antisemitischer Agitation das menschenWalter von Moureal, und alle die bewaffneten Hände der mögliche geleistet hat, während er während der Dauer der Vergroßen Kompagnie werden Dich aus dem Abgrund nicht handlungen in Cleve in dem jüdischen Hotel wohnte. Er zurückziehen. Aber was fann ich jetzt thun? Soll ich nach wähnt muß schließlich noch werden, daß der Spitzel auf der Rom zurückkehren, da die Pläne Moureal's noch nicht zu denkwürdigen Fahrt des Schwurgerichts nach Xanten für Lotalbesichtigung in einem Streit mit mir, den ich beweisen sind und keine Auflage gegen ihn erhoben werden vom Baune brach, sich als entpuppte. tann? Unter welchem Vorwand kann ich mit Ehren Eine Stunde später bat er mich im Hofe der Buschoff'schen die Belagerung aufheben? Berlasse ich Balestrina, so Ruine beinahe händeringend, von seiner Selbstenthüllung in dem triumphiren die Barone, verlasse ich Adrian, so schabe ich von mir vertretenen Blatte keinen Gebrauch zu machen. Ich meiner eigenen Sache. Jede Stunde aber, die ich von Rom brehte ihm den Rücken. Das, was ich wußte und erfahren, an entfernt bin, brütet neue Berrätherei und Gefahr. Pandulfo, die Deffentlichkeit zu bringen, lag bisher wenig Veranlassung Albornoz, Monreal alle find gegen mich wittsam. Jeht vor. Seit gestern hat sich das geändert. Und so stelle ich denn bedürfte ich eines schlauen und zuverlässigen Spions. Ha! meinen Bergen und mich dem Staatssekretär les Auswärtigen Da fällt mir ein Villani. Holla- Angelo Villani!" gern zur Verfügung, falls er unserer bedürfen sollte. Der junge Kammerherr erschien. Beamter Der Prozeß Leckert- Lükow, im Volksmunde heißt er Mir däucht," sagte Rieuzi, ich habe oft gehört, daß freilich anders, beherrscht das politische Interesse. Im Par Du eine Waise bist." lamente, in der Presse, auf der Stadtbahn, in allen Gast häusern, überall in allen Gesellschaftskreisen war heute von nichts anderem die Rede als von Herrn v. Tausch, von dem Schweigverbote des Herrn v. Windheim und allem, was damit zusammenhängt. Mit eisernem Besen müsse man auskehren, fordert die Nat. Ztg.", dagegen verlangt die Deutsche Tageszeitung" eine höhere Glaubwürdigkeit für Herrn v. Tausch als für Herrn v. Lützow. Die" Bossische Beitung" schreibt: " Jawohl, die alte Nonne, die mich als Kind auferzog, hat mir oft erzählt, daß meine Eltern nicht mehr leben. Sie waren beide edler Geburt, doch ich bin das Kind der Schande, und ich wiederhole mir es oft und denke immer daran, um Angelo Villani zu erinnern, daß er sich selbst einen Namen gewinnen muß!" Junger Mann, diene mir, wie Du mir bisher gedient haft, und Du sollst nicht nöthig haben, Dich eine Waise zu nennen. Höre, ich bedarf eines Freundes, der Senator Roms bedarf eines Freundes, nur eines Freundes, gerechter Himmel, nur eines einzigen!" Angelo fant vor ihm auf die Knie und füßte seine Hand. " Sagt, Ihr bedürft eines Begleiters. Ich bin zu ge ringe, um Rienzi's Freund zu sein." ( Fortfebung folgt.) 07 % Da ich weiß, daß Herr v. Biberstein im Verein mit den Legationsräthen Hammann und v. Holstein vorwiegend eng lische und jüdische Korrespondenten mit Informationen unterstüßt, so habe ich diese Bismarck feindliche Richtung immer betämpft, unter anderem als Redakteur der Deutschen Zeitung" im Falle Bashford Kaysser, Bellach 2c. Um mir Unterlagen zu besorgen, trat ich in Verbindung mit der bismarck freundlichen politischen Polizei. Daß ich dieser in Gegen. leistung ebenfalls Jnformationen gab und mir meine Auslagen dabei erseyen ließ, halte ich nicht für unehrenhaft. Der bekannte Scharfmacher, Herr v. Stumm, dessen gelegentlich des Hamburger Streits der Schauerleute mit dem Minister für Sozialreform, Herrn v. Bötticher, um die Wette tüchtig auf die Arbeiter gefchimpft, die frivol troß ihres hohen Lohnes den Kampf begonnen haben. Auch die englischen Arbeiter bekamen ihr Theil ab; seine tiefe Renntniß der Entwicke lung der Arbeiterkämpfe bewies er durch den Ausspruch: Die englischen englischen Gewerkvereine haben fich au Beiten entwickelt, wo die Arbeitgeber noch gar nicht daran dachten, sich u affoziiren und erst der Terrorismus der Gewerkvereine hat die Arbeitgeber gezwungen, zusammen zu stehen im Intereffe der Selbstvertheidigung." Einfluß gegenwärtig größer ist als jemals, has natürlich altch " S Dem gegenüber möchten wir daran erinnern, wie bereits vor 120 Jahren, als den englischen Arbeitern noch durch Gesetz jede freie Vereinigung verboten war, der sogenannte Vater Wenn Herr v. Windheim, der bei diesem ganzen Prozesse der bürgerlichen Volkswirthschaft über Unternehmer Verin einer eigenthümlichen passiven Herrlichkeit hinter den einigungen dachte. In dem Abschnitt, in welchem er den Wolten thront, meint, im Interesse des Polizeidienstes den Arbeitslohn behandelt, führt Adam Smith aus, daß die Vorhang vor dem Walten der Justiz jetzt fallen laffen zu Arbeitgeber fich ihrer geringeren Zahl wegen leichter verdürfen, wo, scheint uns, ein höheres Interesse, das der öffent- einigen können, als die Arbeiter, und fährt dann wörtlich fort: lichen Moral, gebietet, der Gerechtigkeit ihren Lauf zu lassen, Wir hören aber nur selten, so ist gesagt worden, von Verwas sagt dann sein unmittelbarer Borgesetzter, Herr v. d. Recke, einigungen der Arbeitgeber sprechen, dagegen aber häufig von bazu? Und nun wollte an dem entscheidenden Punkte benen der Arbeiter. Wer aber danach glaubt, daß die Arbeits ber Herr Minister des Junern seinen Kollegen im Auswärtigen geber sich wirklich nur selten vereinigen, der tennt die Welt " -Ordnungsparteilicher Boytott. Dem Boltsblatt für Halle und den Saalfreis" ist folgendes Schreiben in die Finger gekommen: Polizei- Verwaltung zu Bitterfeld. J.-Nr. 9655. Bei Ertheilung einer Antwort wird um Angabe der Journal- Nr. gebeten. Geheim! Bitterfeld, den 25. November 1896. Jm Monat September I. Js. haben verschiedene öffentliche Volksversammlungen in einem Restaurant in hiesiger Stadt stattgefunden, in welchen nur Reden sozialdemokratischen Inhalts gehalten worden sind. -W Was geht vor? Der„ Vossischen Zeitung" wird unterm 5. Dezember aus London gemeldet: Der Postdampfer„ Teneriffe", der Kamerun am 6. Nov. verließ, überbringt die Meldung, Gouverneur v. Puttkamer empfing eine Abordnung von Häuptlingen, die ihn ersuchte, die über König" Bell und die übrigen Häuptlinge verhängten Strafurtheile zu fassiren. Der Gouverneur lehnte dieses Anfinnen ab. Die zu fünf Jahren Deportation nach Togoland verurtheilten drei Häuptlinge sollten auf dem Dampfer, Marie Wörmann", der in Kamerun am 10. November fällig war, dahin abgeführt werden. Gesteigertes Verlangen der Eingeborenen nach Gewehren und Pulver verursachte das Gerücht über eine drohende Erhebung der Eingeborenen, doch herrschte bis zum Abgang des Teneriffe" voйtommene Ruhe in der Kolonie. ebenso wenig, wie den vorliegenden Gegenstand. Die Arbeit| Hartenrot, der sich auf dem Erfurter Versammlungstage dem 1 Ulm finde am nächsten Sonntag in Eßlingen eine Konferen geber haben immer und überall eine Art von stillschweigender, national- sozialen Verein angeschloffen hatte, wollte biefer Tage derjenigen Städte statt, die gegen die Abschaffung der Fleisch aber dauernder und gleichartiger Uebereinkunft, den Arbeits- bier eine national soziale Bersammlung abhalten. Das steuer zu stimmen gewillt sind. John nicht über seinen jeweiligen Stand zu erhöhen. Diese Konsistorium hatte ihm jedoch untersagt, in national- sozialen Uebereinfunft zu verlegen, ist überall eine äußerst unpopuläre Versammlungen den Vorsiz zu führen. Handlung und eine Art Schande für den Arbeitgeber seines. gleichen gegenüber. Gewiß hört man nur selten von einer solchen Uebereinkunft, weil sie der gebräuchliche, fast fönnte man sagen, der natürliche Zustand der Dinge ist; und von einem solchen hört man überhaupt nie etwas. Die Arbeitgeber treten aber auch oft unter einander zu besonderen Vereinigungen zusammen, um den Arbeitslohn selbst unter den augenblicklichen Satz herabzudrücken. Ueber diese jedoch wird bis zum Momente der Ausführung das größte Geheimniß bewahrt, und wenn die Arbeiter, wie dies oft geschieht, ohne Widerstand nachgeben, trotzdem es sie schmerzlich genug trifft, so hören andere nie etwas davon. Zuweilen wird solchen Vereinigungen durch eine, die Vertheidigung ihrer Interessen bezweckende Gegenvereinigung der Arbeiter Widers stand geleistet; aber auch die Arbeiter treten manchmal ohne einen solchen Anlaß aus eigenem Antriebe zu derartigen Ver einigungen zufammen, welche dann eine Erhöhung der Arbeitslöhne herbeiführen sollen.... Gleichviel aber, ob sie sich sum Zwecke der Vertheidigung oder des Angriffes vereinigen, hört man immer überaus viel davon. Um die Sache zur möglichst raschen Entscheidung zu bringen, nehmen sie stets ihre Zuflucht zu dem lautesten Lärm, und oft zu den anstößigsten und aus schweifendsten Gewaltmaßregeln. Sie sind verzweifelt und handeln mit dem Wahnsinn verzweifelter Menschen, welche entweder verhungern, oder ihre Arbeitgeber durch Schred zu einer sofortigen Erfüllung ihrer Forderungen zwingen müffen. Die Arbeitgeber erheben bei diesen Gelegenheiten ihrerseits ein eben so großes Geschrei, und unterlassen es nie, laut nach der Hilfe der Behörden zu rufen und die unnach. fichtige Anwendung jener Gesetze zu fordern, welche mit fo großer Strenge gegen die Vereinigungen von Dienern, Arbeitern und Tagelöhnern erlassen worden sind. Smith schildert hier treffend das Verhalten der unorgani firten Arbeitermaffen seiner Zeit; aber eben so treffend be leuchtet er die Praktiken der Unternehmer, die nach Herrn v. Stumm erst durch den Terrorismus der Gewerkvereine zu Bereinigungen gedrängt wurden. Und Herr v. Stumm kennt diese Praktiken, speziell die stillschweigenden und die geheimen Uebereinkünfte nicht nur zur Niedrighaltung des Lohnes, sondern auch zur völligen Rechtlosmachung der Arbeiter, aus eigener Erfahrung ganz genau. Auch bei ihm bewahrheitet sich das Wort von Friedrich Engels:" Je näher die Dekonomen der Gegenwart kommen, desto weiter entfernen sie sich von der Ehr lichkeit." = Die Antwort der Antisemiten auf die konservativen Abschüttelungsversuche hat vor ein paar Tagen Herr Liebermann v. Sonnenberg in Rottbus gegeben. Nach der Bolts, Zeitung" sprach er in seiner Rede von einigen im Dunkel schleichenden Elementen der fonservativen Partei, die in der letzten Zeit durch Quertreibereien das auf der Tivoli Verfammlung geschaffene gute Verhältniß der drei großen" Parteien, der Antisemiten, Konservativen und dem Bund der Land wirthe getrübt hätten. Bisher habe er immer noch geglaubt, Antisemiten und Konservative fönnten zusammengeben, jetzt aber, nachdem die Konservativen ihre besten Genossen vor den Kopf gestoßen, sei ein Zusammengehen taum mehr möglich. Die deutsch- soziale Reformpartei werde in Bufunft überall da, wo sie einen gewissen Anhang habe, grundsäßlich eigene Kandidaten aufstellen und versuchen, ihren eigenen Besigstand auf Kosten der Konservativen zu vergrößern. Dann würden die Konservativen bald durch Schaden flug werden, und die Antifemiten als werthvolle Bundesgenossen wieder mit Freuden auf nehmen. Der ganze Liebermann. Zuerst polterno, als sollte die Welt untergehen, dann die Hand binhaltend. Daß sich dieser Tribun wieder gern an die Konservativen heranschlängeln möchte, glaubt ihm übrigens jeder gern. Es fragt sich nur, ob auch die Konservativen sich versöhnen wollen, späterhin, denn daß sie es heute nicht mögen, haben sie ja auf ihrem Delegirtentag ganz deutlich erklärt. Diese Versammlungen haben nur den Zweck, Anhänger der Sozialdemokratie zu gewinnen. Im allgemeinen Interesse ist es nun nöthig, diesem Vorhaben in geeigneter Weise entgegenzuwirken, wozu wir um Ihre Unterstützung bitten und Ihnen die bei Ihnen in Arbeit fiehenden Leute, welche als Besucher der erwähnten Ver fammlungen ermittelt worden sind, nachstehend mittheilen. Dippe. An die Ziegelei von Dieze u. Ro. Hier. Bitterfeld. Und damit überlassen wir unseren Gegnern weiteren Wer ist Herr Dippe? Herr Dippe ist der Bürgermeister von entrüsteten Betrachtungen über die Schamlosigkeit sozialdemofratischer Boykoitirungen. einen Erlaß des Bezirksamtes in Ueberlingen an das BürgerGleichzeitig veröffentlicht die Mannheimer Boltsstimme" meisteramt zu Altheim, worin es wörtlich heißt: „ Das Bürgermeisteramt Altheim wird beauftragt, bei dem Wirth vom Gasthaus zum Hirschen anzufragen und zu be richten, ob er wirklich seine Wirthschafte lofalitäten zur jozia listischen Versammlung am 29. d. M. zur Verfügung stellt. Der Wirth verstand den Wink und zog sein Versprechen zurück; Im Original ist das Wort wirklich" kräftig unterstrichen. er schrieb an unsere Parteigenossen:" Die Finger von der Butter, also gebt dem& sofort Nachricht, ich thu's nicht."" und oabei blieb's. Mit Kamerun besteht Kabel- Verbindung. Trotzdem kommt jede halbwegs wichtige Meldung über diese Kolonie über England. Tiefe Meldungen sind selten erfreulich. Ist das vielleicht der Grund des Schweigens? -Enthüllungen aus den amtlichen Ver hältnissen sind gegenwärtig an der Tagesordnung. So hat der Ex- Gouverneur v. Wißmann das Beispiel des Direktors theilungen gemacht aus seinen bisherigen amtlichen Verhältnissen. Kayser befolgt und einem Interviewer des„ Lokal- Anz."(!) MitReichstanzler v. Caprivi, als Militärbureaukraten. Er tadelte Danach bezeichnet Wißmann seinen früheren Vorgesetzten, den Reichsfanglers Anlaß der Gesundheitszustand Wißmann's und denselben, weil er ihn( Wißmann) aus dem Gouverneurposten entfernt hatte. Bekanntlich gaben dazu nach den Erklärungen des der Umstand, daß sich Wißmann nicht an die Instruktionen von Berlin band und außerdem die Finanzverwaltung unter ihm in Unordnung gerieth. In letzterer Beziehung haben die späteren Festellungen Wißmann nach den amtlichen Mittheilungen entrückberufung des Obersten v. Schele, der ebenso wie v. Soden schuldigt. Wißmann plaudert alsdann aus, daß auf das perfön liche Eingreifen des Reichskanzlers Fürsten Hohenlohe die Zu abgewirthschaftet, zurückzuführen sei. Wißmann tadelte an feinem letzten Vorgesetzten, Dr. Kayser, das Bestreben, nach allen Seiten hin gut auskommen zu wollen. Das sei selbstverständlich nicht durchführbar. Es wäre ihm lieber gewesen, Kaiser hätte einmal gelegentlich mit der Fauft auf den Tisch geschlagen. B Wochenblatt, bas bisher im Verborgenen blühte, soll in eine Die Deutsche Kolonial 3eitung", ein große Tageszeitung umgewandelt werden. Man bes absichtigt, recht fleißig Frei- Exemplare zu vertheilen, um auch in den breiten Schichten des Voltes" Anhänger der Kolonialidee zu werben. Weggeworfenes Geld!.Defterreich. Vom Scharfmacher an der Saar. Als Stumm u. Co. ihren Schleifüein gründeten, verschrieben sie sich den großen Sozialisten fresser Peter Schwuchow, damit er alle Aufwiegler" im Saarrevier, Sozialdemokraten, Christlich: Soziale, Naumannianer niederdonnere. Herr Schwuchow hat sein Bestes gethan und der Mann versteht etwas zu leisten trozem scheint er noch nicht völlig befriedigt zu haben. Er schüttelt den Saarbrückener Staub von seinen Füßen und geht nach Mainz, um sich wieder einzig und allein dem Kampf gegen die Sozialdemokratie zu widmen. Wie groß mußten die Ansprüche des Königs von Neunkirchen sein, wenn sie nicht einmal ein Peter Wien, 5. Dezember. Das Abgeordnetenhaus nahm die Schmuchow zu befriedigen vermochte! Dringlichkeit des Antrages Ruß auf Aufhebung des Begnadigung. Die verehelichte meister, welche 3eitungsstempels und des Kolportageverbots an im September d. J. von der Straffammer zu Guben wegen und trat in die Berathung des Antrages ein. In der Debatte schwerer Kuppelei zu einem Jahre Zuchthaus und zwei Jahren batte sich der Justizminister gegen die Dringlichkeit gewandt und Ehiverlust verurtheilt worten war, ist jetzt, nachdem sie acht erklärt, die Frage der Kolportage sei eine Grundfrage des Wochen im Zuchthause zu Luckenwalde zugebracht, infolge eines geltenden Preßgefeßes. Die Beschlagnahme von Flugschriften von ihrem Bertheidiger an den Kaiser gerichteten Immediat- und das Verbot der Weiterverbreitung würde gegenstandslos gesuchs begnadigt und sofort aus der Strafanstalt entlassen sein, wenn durch Kolporteure alles längst verbreitet sei; auch worden. wäre ein objektives Verfahren unmöglich. Die Folge davon sein. An die Stelle der aufgehobenen Bestimmungen müßte würde somit die gänzliche Nichtbeaufsichtigung der Presse etwas anderes treten, das ließe sich jedoch nicht in acht Tagen machen. Auch auf die zwei Millionen Gulden, die der Zeitungsund Kalenderstempel einbrächte, tönne man nicht sofort verzichten. und nur in den feltensten Fällen wird von diesem ein Redakteur In Desterreich kommen Breßvergehen vor das Schwurgericht, verurtheilt. Dieser Umstand liegt den Staatsanwälten und der Regierung schon lange im Magen. Man würde sofort den nach dem preußischen Muster gearbeitetes Preßgefeß. fammern überwiesen würden. Für so werthvoll hält man ein Beitungsstempel aufheben, wenn alle Preßfachen den Straffammer zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden, weil er Der Wirth Hecker war von der Elberfelder Strafeinen nicht mehr ganz nüchternen Bandwirker, der sich in feiner Wirthschaft läftig gemacht haben sollte, in brutaler Weise vor die Thüre geworfen hatte. Borübergehenden hilflos auf dem Trottoir liegend gefunden Der Bandwiter, der später von wurde, hatte sich bei dem Fall bedeutende Verlegungen zu gezogen. Der Wirth Hecker ist jetzt insofern begnadigt worden, als die Gefängnißstrafe in eine Geldstrafe umgewandelt wurde. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. der Neuen Welt", von der hiesigen Straffammer freigesprochen Breslau, 4. Dezember. Daß Genoffe Steiger, Redakteur Die Straftammer des Landgerichts Greifswald verurtheilte wurde, ist Thatsache. Doch handelte es sich nicht um die Stizze am Freitag den domizillosen Schuhmacher Gottlieb Rasch zu„ Der Nazarener", sondern um das Gedicht„ Wächterruf", das schloß, einen Theil des Antrages Ruß, betreffend Aufhebung des Eine weitere Depesche meldet: Das Abgeordnetenhaus bes 1 Jahr Gefängniß. Rasch, ein unzählig oft vorbestrafter Mensch. in Mr. 43 der„ Neuen Welt" erschienen war. Die Auflage hatte Rolportageverbots dem Preßausschusse und den andern Theil, hatte erst Ende Oktober eine Buchthausstrafe von 5 Jahren auf Aufreizung gelautet.( Unsere gestrige Notiz hatten wir betr. die Aufhebung des Beitungsstempels dem Budgetausschuß wegen Straßenraubes verbüßt und war zufällig nach Greifswald einem Parteiblatt entnommen, da noch keine direkte Meldung zur Berichterstattung binnen 14 Tagen zuzuweisen, gekommen. Er gab an, fein Obdach erhalten zu können, und aus Breslau vorlag. D. R.) wandte sich deshalb an einen Nachtwachtbeamten mit dem Andas Haus nahm ferner den Busazantrag Pernerstorfer an auf liegen, ihn zu verhaften. Dieser erflärte aber, eine Verhaftung Gute Kritit der Wahlrechtsvorrechte. Ein Erlaß einer gesetzlichen Bestimmung, nach welcher die Kolnur vornehmen zu können, wenn eine strafbare Handlung vor etwas spätes Bugeständniß machen die Leipziger Neuesten Nach- portage für die Dauer der Wahlen freigegeben liege. Sofort stieß der Angeklagte eine Majestätsbeleidigung aus richten", daß das Klaffenwahlrecht eine Vergewaltigung der wird. und erreichte damit seine Verhaftung, welcher nunmehr obige großen Masse der Wähler ist. Der durch seine Heilkuren Strafe folgte. Der Staatsanwalt hatte 3 Jahre Gefängniß bekannte Schäfer Aft hat, wie unsere Leser wissen, das im Kreise Winsen a. d. Luhe gelegene, 106 Hektar große, mit einem Grund- Barbara Festes Fest der Artilleristen beantragt. Breft, 5. Dezember. Bei Gelegenheit der Feier des St. steuer- Reinertrag von 4122 m. verzeichnete Rittergut Wuhlen- offtziere und burchzogen Unter. Soldaten die Straßen mit ge= burg, bisher im Besitz der Familie de Dobbeler, fäuflich Säbel, zogenem bedrohten die Vorüber= erworben. Schäfer Aft ist damit an die Seite der altadeligen Grundbesiger des Fürstenthums Lüneburg getreten, da in eine Singspielhalle und zerschlugen gehenden, löschten Gaslaternen aus, drangen die Tische. mit dem Rittergut Wuhlenburg Sitz und Stimme in der Ritter Eine andere Gruppe warf Steine gegen die schaft des Lüneburgischen Landtages verbunden ist. Kasernen und beleidigte einen wachthabenden Offizier. Als die Polizei einschritt, leisteten die Soldaten den Polizisten wider stand und bedrohten sie mit dem Tode; auch den militärischen Patrouillen wurde Widerstand entgegengesetzt. Ein Sergeant, der eine Patrouille führte, wurde durch einen Säbelbieb am Kopfe verwundet, ein Polizeibeamter wurde schwer verlegt. Mehrere Berhaftungen wurden vorgenommen, Belgien. Aus Kaufbeuern meldet die„ Münchener Post": Wegen Regentenbeleidigung wurde vom Landgericht Kempten der verheirathete Buchbinder Georg Kais zu vier(?) Wochen Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte vier Monate beantragt. Der Sachverhalt ist furz folgender: Am Sonntag, den 6. September, passirte der Hofzug mit dem Prinzregenten die Station Biessenhofen. Rais stand unter verschiedenen Bauern und zwei Kaufbeurern am Perron und behielt seinen Hut auf, als die anderen Hoch schrien und ihr Haupt entblößten. Dies soll bei den Anwesenden Aergerniß erregt haben und als er hierüber zur Rede gestellt wurde, soll er noch eine abfällige Bemerkung über den Regenten gemacht haben. Seinem angeheiterten Zustande hat er es zu verdanken, daß er mit obiger Strafe davon tam. Ein guter Freund" hatte die Denunziation besorgt. Gegen den Harburger Genossen Roche ist Anklage wegen Majestätsbeleidigung erhoben. Deutsches Reich. Hierzu bemerkt die Redaktion der„ L. N. N.": Es giebt in der That feine bessere Parodie auf die in einzelnen Bundesstaaten noch bestehende Einrichtung, daß die Berufung zur gefeßgeberischen Thätigkeit nicht von der Ein: ficht des betreffenden, sondern von der Zufälligkeit feines Besizes abhängig gemacht wird. Einst Bertha Rother, bes Malers Graefe berüchtigtes Modell, Gesetzgeberin in Mecklenburg, jezt Schäfer Ast, der gerissene Spekulant auf die menschliche Dummheit, Gesetzgeber in Lüneburg! Man vergißt fast, daß man am Ende des 19. Jahr hunderts lebt! Frankreich. Brüffel, 5. Dezember. Die Neuwahl des Schöffen rathes ist für nächsten Montag anberaumt worden. Da voraussichtlich Katholiken und Sozialisten nicht zum Einverständniß gelangen werden, ferner die Liberalen beschlossen haben, sich an der Schöffenwahl nicht zu bes theiligen, so ist die Auflösung des Gemeindes raths burch den König wahrscheinlich. Italien. Rom, 5. Dezember. Die Regierung sendet aus Affab ein halbes Bataillon Asfaris auf dem Dampfer" Bolta" nach Mogadischu, um die Mörder des Konsuls Cecchi und seiner Ges fährten zu bestrafen. Also doch neue Opfer in Afrika! Genua ist der Konturs verhängt worden, desgleichen über die Mailand, 5. Dezember. Ueber die Banca populare" in Bank von Como. haftungen mehrerer hervorragender Persönlich Bei der letzteren Bank werden Ver teiten erwartet. Dieselben Neuesten Nachrichten" haben, so bemerkt die Leipziger Boltszeitung" richtig, die Umänderung des Stadt Die Bäckerei Verordnung. Nach den Aeuße- verordneten- Wahlrechtes, das 5000 Wählern des Geldjackes die rungen des Staatssekretärs des Reichsamtes des Innern in der Macht im Stadtverordneten- Kollegium fichert und 22000 Bürger Reichstagssigung vom Mittwoch ist es, so schreibt der offiziöse fast machtlos macht, sowie die Aenderung des sächsischen Landtags " Hamburgische Korrespondent", zweifellos, daß die Verordnung wahlrechtes, durch das der breiten Boltsmasse überhaupt der Einüber den Maximal- Arbeitstag in den Bäckereien nicht ganz fluß auf den Landtag genommen ist, nicht nur mit Jubel bes lich aufgehoben, sondern nur einer Abänderung grüßt, sondern auf das lebhafteste unterstützt. unterworfen werden wird, wenn die im Gange befindlichen Erhebungen geeignete Grundlagen hierfür geliefert haben werden. Die Zukunft der Nation. Sigle Vaterland" Nach den bisher festgestellten Ergebnissen würden für die Ab- schreibt: Zwei rohe Studenten, stud. hist. Walter Schindler und änderung hauptsächlich die Festlegung einer bestimmten kürzeren stud. med. Rud. Thoma, welche den nach dem Theater zwei Ruhezeit, die Ausdehnung der Arbeitszeit auf Damen nach Hause führenden Hauptmann a. D. Gantner auf vierzehn Stunden, sowie die Verkürzung der der Straße überfielen und in der rohesten Weise mit Stöcken und Rubezeit an zwei oder drei Tagen vor den Fäusten blutig schlugen, wurden vom Schöffengericht ersterer zu Hauptfesten auf vier Stunden in Frage tommen. vier Monaten, legterer zu einem Monat Gefängniß verurtheilt Der 14 stündige Normal- Arbeitstag, das ist echte Brefeld- und Schindler sofort verhaftet. Herr Oberamtsrichter Rupp Stumm'sche Sozialpolitik, aber auch Wasser auf die Mühle der recht geißelte mit recht mit den schärfsten Worten die zu- Nom wird dem„ Berliner Tageblatt" unterm 5. d. Mts. ge Ein neuer Crispi Standal in Sicht. Aus Sozialdemokratie. Wackere Minirer! nehmenden Exzesse und Lümmeleien gerade der Studenten, gegen Die Erschwerung des deutschen Schiff die endlich rücksichtslos und mit aller Energie vorgegangen schrieben: fahrts Verkehrs nach Nord- Amerika. Der ,, Dailywerden müsse." In der heutigen Rammerfißung wird der Deputirte Cavallotti Telegraph" läßt sich aus aus New- York melden, daß die Regierung über die viel diskutirten Fonds befragen, die nach die Stuttgart, 4. Dezember( Frankf. 3tg.) Die Steuerbem legten Grobeben im Ministerium des Innern einliefen und Bioklamation des Präsidenten Cleveland betreffs der Schifffahrts- tommiffion hat gestern die zweite Lesung des Einkommen angeblich theilweise verschwanden, beziehungsweise zu anderen als abgaben der deutschen Schiffe in dortigen deutschen Schiffertreisen steuer- Gesetzes begonnen und den Entwurf bis Artikel 8 inkl. Wohlthätigteitszwecken verwendet wurden. Cavallotti wird, wie große Erbitterung hervorrufe. Der Verlust infolge der Abgaben durchberathen. Es wurden einige Abänderungen befchloffen, es heißt, noch weitere unter dem Kabinet Crispi begangene Unwerde auf zwei Millionen Mart jährlich geschäßt. Nach der insbesondere wurde die Steuerfreiheit des Einregelmäßigkeiten ans Licht bringen, so daß wir neuen peinlichen Aufstellung eines deutschen Blattes betragen die durch diese kommens aus Binsen und Dividenden der Mit Szenen entgegensehen müssen. Schifffahrtsabgaben verursachten Mehrausgaben beim Nord- glieder der Erwerbs. und Wirthschafts- Der Meffappero" will in den Bericht der Enquetekommission deutschen Lloyd jährlich 150 000 Mart. Die Engländer waren genossenschaften und der Konsumvereine wieder über den Verbleib der Erdbebengelder Einblick erhalten haben. übrigens zur Zahlung dieser Abgabe bereits verpflichtet.- hergestellt. Artikel 5, der das Steuerfreie Minimum betrifft, Der Bericht befagt( nach dem genannten Blatte, dem wir die Wieder eine Pastoren Maßregelung. Aus wurde zurückgestellt. Es sind zwei weitere Steuertarif- Anträge Berantwortlichkeit hierfür überlassen), daß sich kein Dokument Biedenkopf wird der Köln. Btg." gemeldet: Der Pfarrer Groß- leingelaufen. Auf Anregung des Oberbürgermeisters Wagner- darüber ftude, was der damalige Unterstaatssetretär Galli mit 9 # " einer Summe von neunzigtausend Frants angefangen habe. Die beiter im Hafen und den damit zusammenhängenden Betrieben Die Unterzeichneten, die von der Nothwendigkeit der Abhaltung worden und befinde sich in den Händen Crispi's. Weiter findet regelte Arbeitsbedingungen zu erringen: Sie Arbeiter haben die nicht erhielten, protestiren ganz entschieden gegen die Einberufung Aufstellung hierüber sei der Enquetefommission vorenthalten sind im Ausstand, um sich eine beffere Lebenshaltung und ge- eines außerordentlichen Kongresses nicht überzeugt sind und auch von den Kollegen Deutschlands einen dahingehenden Auftrag man die Erklärung des Bürgermeisters von Seminara, wonach Ein Vergleichsversuch ist gemacht; die für die Armen bestimmten Gelder nicht an diese, sondern Hand dazu geboten, einen ehrlichen Frieden von längerer Dauer eines solchen Kongresses und fordern die Kollegen auf, diesen vielmehr an die reichen Einwohner( ihn selbst inbegriffen!) ver- herbeizuführen; die Unternehmer haben in brutaler Rücksichts- Rongreß in Altenburg nicht zu beschicken. Die Vertrauensleute theilt worden seien. Eine Summe von achttausend Franks losigkeit den Frieden abgelehnt. Sie wollen den wirthschaft- und Gewerkschaftskartelle an allen Orten werden gebeten, für die aus dem Erdbebenfonds erklärt der Präfekt von Reggio auf lichen Krieg. Sie wollen nicht nur keine Zugeständnisse machen, weiteste Verbreitung obiger Ausführungen Sorge zu tragen. Ordre Crispi's nicht für die Nothleidenden, sondern für andere, obwohl die günstigen Geschäftsverhältnisse es ihnen leicht machen, Alle für die Agitation 2c. bestimmten Sendungen sowie Anfragen nicht näher bezeichnete Zwecke verausgabt zu haben. Die bezüg, sondern sie unternehmen den Versuch, die Hamburger Arbeiter sind nur zu richten an Carl Alboldt, Berlin C., Auguststr. 38. lichen Juſtruktionen Crispi's seien persönlich gewesen und nicht in den Staub zu treten, sie zu willenlofen Sklaven zu machen, Die Revisoren: Arthur Poliz. Otto Kränker. protokollirt worden, und zwar hätte der Präfekt die Weisung die völlig von der Gnade ihrer Herren" abhängig sind. erhalten, die Summe einer ungenannten Persönlichkeit auszufolgen, Deutsche Arbeiter! Für manchen von Euch, der in traurigen die sich mit einem Erkennungsscheine melden würde.(!) So Verhältnissen lebt, mag es recht verlockend klingen, wenn Euch geschah es, und das geheimnißvolle Individuum, deffen„ Name die Werbeagenten der Hamburger Schiffsrheder oder ihres An und Art" bis zum heutigen Tage ein Räthsel ist, steckte gemächlich hanges einen Lohn von 4,20 m. täglich versprechen. Kennt Ihr die achttausend Franks ein. die Schwere der Arbeit, die dafür zu leisten ist? Sagt man Der„ Messaggero" fügt noch weitere„ Enthüllungen" über Euch, daß oft Tag und Nacht ununterbrochen bis zur völligen Unregelmäßigkeiten hinzu, die die Enquetekommission auch in der Erschöpfung gearbeitet werden muß, um den Profit der Schiffs Kasse des Heroldsamtes entdeckt habe. Natürlich wird der so rheder und Stauer in die Höhe zu schnellen? Erzählt man schwer angegriffene frühere Unterstaatssekretär Galli die Antwort Euch auch davon, wie mancher brave Arbeiter seine gefunden nicht schuldig bleiben. Gliedmaßen dieser gefährlichen Arbeit opfern muß, um dann lebenslänglich als Krüppel herumzulaufen und auf das Mitleid seiner Mitmenschen angewiesen zu sein? Türkei. Der Stadt- Rom: Konstantinopel, 3. Dezember. mandant, Marschall Kressim Pascha, wurde seines Postens plöglich enthoben und nach Makedonien gefandt. Der Mann wird beschuldigt, es mit den Jungtürfen zu halten. Amerika. - Die brasilianischen Staatsbahnen sollen verpachtet werden. Ein Zeichen der Finanznoth in der jüngsten Republit! Parlamentarisches. Дад Herrenhaus hält seine nächste Sigung 16. Dezember ab. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Dietsch in Pegau in Sachsen sind die Arbeiter und Achtung, Schuhmacher! In der Schuhfabrik von Karl Arbeiterinnen seit fünf Wochen im Ausstand. Die Streifenden halten sich vorzüglich und der Sieg ist sicher, wenn sich feine Streifbrecher einfinden. Darum, Kollegen, seid auf der Wacht, denn man sucht auswärtige Arbeiter hierher zu ziehen, um unseren Kampf zu erschweren und den Sieg auf des Fabrikanten Seite zu ermöglichen. Wir warnen vor 3zug nach Begau in Sachsen! J. A.: Karl Schiebold in Pegau, Schüßenhaus ( Hemmann's Restaurant). B Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. Das alles sagt man Euch nicht. Nur der angeblich hohe Lohn wird Euch vorgehalten, um Euch zu reizen, den proßigsten Depeschen und lehte Nachrichten. unter den Kapitalprozen Handlangerdienste zu thun und an Euren Arbeitsbrüdern zu Berräthern zu werden. Hamburg, 5. Dezember.( Privatdepesche des„ Vorwärts".) Als Nothfnechte seid Ihr den Kapitalisten gut genug, um die Eine heute nachmittags stattgehabte Versammlung des Vereins Hamburger Arbeiter bengen zu helfen. Ist's gelungen, habt Ihr Hamburger Arbeitgeber in der Börse hat die SchiedgerichtsGure" Schuldigkeit" gethan, dann könnt Ihr wieder von dannen Ablehnung des Arbeitgeber Verbandes bestätigt. Auch die ziehen. Glaubt nicht, daß die Hamburger„ königlichen Rauf geringste Konzession au die Arbeiter hätte den Schein erweckt, leute" dann noch auf Euch Rücksicht nehmen werden wegen der guten Dienste", die Ihr ihnen in der Zeit ihrer Be- als wenn die internationale Arbeiterkoalition gefiegt hätte. Die drängniß geleistet habt! Solcher Geiühlsregungen sind die Aufgabe wäre, den Streik niederzuzwingen. Menschen, die flatt des Herzens einen Geldsack haben, nicht am fähig. Hamburg, 5. Dezember.( Privatdepesche des Vorwärts".) Deutsche Arbeiter! Beigt bei dieser Gelegenheit, daß ein Die Situation ist unverändert gut. Dienstag erfolgt UnterDem preußischen Landtage ist zugegangen ein am Menschenherz in Eurer Brust schlägt, daß Ihr Euch als Arbeiter stützungszahlung. Die nothwendigen Gelder sind vorhanden, 16. Oftober zwischen dem Deutschen Reich für das Königreich fühlt und die alle Arbeiter verbindenden gleichen Interessen neue Gelder gehen fortwährend ein. Preußen und dem Königreich der Niederlande abgeschlossener erkannt habt, daß das sieghafte Gefühl der Solidarität in Bertrag betr. die Unterhaltung des Seefeuers Euren Herzen wohnt und Euerem Denken und Handeln die mehrere Flugblattvertheiler verhaftet, angeblich auf grund auf Bortum, sowie der Beleuchtung, Betonnung und Be des preußischen Vereinsgesetzes. Streitbrecher werden backung der Unter Ems. Ferner ist dem Hause ein Antrag unter polizeilicher Bedeckung auf die Weyerbusch( ft.) zugegangen, welcher die Regierung auf Quais gebracht. fordert, noch im Laufe der Session dem Landtage einen Gesetz entwurf vorzulegen, welcher bezweckt, den Absay 3 des§ 54 des Am nächsten Montag finden außer den Branchen zwei Frauenversammlungen und vier Versammlungen von Geschäftsleuten Kommunalabgaben- Gefehes wie folgt zu ändern: Werden mehr statt. Auch die Roukutscher werden in einer Versammlung als 100 p& t. der staatlich veranlagten Realsteuern erhoben und ist die Staats- Einkommensteuer mit 100 pCt. belastet, so können der Hafenarbeiter und Seeleute Hamburg 3. darüber beschließen, ob sie in den Streit eintreten wollen. von dem Mehrbetrage für jedes Prozent der staatlich veranlagten Realsteuern 3 pet. der Staats- Einkommensteuer erhoben werden." Bum Lehrerbesoldungs- Gesetz ist von nationalliberaler Seite in der Kommission beantragt, das Grundgehalt für Lehrer von 900 auf 1000 M., für Lehrerinnen von 700 auf 750 M. zu erhöhen und die Alterszulagen für Lehrer auf je 100 m., für Lehrerinnen auf je 75., statt 80 bezw. 60 m. jährlich zu normiren. In demselben Verhältniß müßten dann auch die Zuschüsse des Staates an die Alterszulage- Kassen erhöht werden. Ferner ist der Antrag gestellt, den größeren Gemeinden den Ausfall an den Zuwendungen aus der Staatstaffe durch Gewährung eines dauernden Zuschusses vollständig zu ersetzen.feßen. Partei- Nachrichten. Richtung giebt! Nur so kann den Hamburger Arbeitern der Sieg werden, der auch Guer Sieg sein wird! Vorbedingung fünftiger besserer Zeiten. Es lebe die Brüderlichkeit unter den Arbeitern! Sie ist die Mit Brudergruß Das Zentral- Streitfomitee Zuzug von Arbeitern nach den deutschen Seestädten ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegungen aufs strengste fernzuhalten! In Altona wurden Hamburg, 5. Dezember.( W. T. B.) Die heutige Versamms lung des Arbeitgeber- Verbandes blieb einstimmig der Meinung, mit der Ablehnung des Schiedsgerichts das richtige getroffen zu haben. Der proflamirte Generalstreit im Hafen ändere bis bureau( R. Millarg, Berlin S.0., Annenftr. 16.) Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschafts- auf den Ausstand der staatlichen Dai- Arbeiter kaum etwas an der bisherigen Lage. Wenn die Arbeiterschaft gegen wärtig infolge der bedauerlichen Aufhebungen ihrer Presse Achtung, Holzarbeiter Berlins! Der Hafenarbeiterstreit die Gründe der Ablehnung des Schiedsgerichts verin Hamburg dauert fort und zwar, weil das proßenhafte Unter- tenne so müsse man hoffen, daß die Zukunft ihnen, nehmerthum sich auf den Standpunkt stellt, mit den Arbeitern, wenn der Streit niedergeworfen fei, zeigen werde, ob der Hamdie für sie die Reichthümer zusammentragen, nicht zu verhandeln. burger Arbeitgeber in der That kein Verständniß für die be Unter diesen Verhältnissen haben die Arbeiter allerorts die Pflicht, rechtigten Wünsche der Hafenarbeiter und Seeleute habe. Wenn ihre Solidarität den streifenden Arbeitern gegenüber zu beweisen. es der sozialdemokratischen Parleileitung wirklich um das Wohl Von der Berliner Verbands Zahlstelle tönnen wir der Arbeiter und nicht nur um die Aufwiegelung der Massen namhafte Summen nicht absenden, da wir tagtäglich und um die eigene Machtentfaltung zu thun sei, so möge Angriffe der Meister zurückzuweisen haben, die Beiträge für den fie den Arbeitern rathen, freiwillig die Arbeit wieder aufzu Streitfonds auch nicht in dem Maße eingehen, wie es im Interesse nehmen, mit der gegenwärtigen Verhebung der Massen werde sie der Kollegen erwünscht wäre. bei den Arbeitgebern nichts ausrichten und den Arbeitern und ihren Familien schaden. Eins aber müsse offen ausgesprochen werden: wenn in der That sich durch die Ablehnung des Schieds gerichts die allgemeine Lage verschleichtert habe und der Streik verlängert sei, so müßten die Arbeitgeber die Berantwortung dafür ablehnen; die Verantwortung für diese Verlängerung des Streiks, der nahezu erloschen war, und für die Aufreizung der Gemüther liege ausschließlich in dem unglücklichen Schieds. gerichts Vorschlag, mit dem man den Arbeitgebern unzeitgemäß in den Arm gefallen sei und der der Arbeiterschaft erst die Ansicht von einem vermeintlichen Rechte beigebracht habe. ( Eine andere Sprache darf man von den Rittern des Geld sacks nicht erwarten. Red.) Wir ersuchen deshalb die Kollegen, wenn irgend möglich, Extra- Sammlungen in der Werkstätte vorzunehmen und die gesammelten Gelder auf dem Gewertschaftsbureau, Annenstr. 16, abzuliefern. Die Beiträge werden täglich von der Gewerkschafts Rommission im Vorwärts" quittirt. Gemeinderathswahlen. In der oldenburgischen Landgemeinde Eutin siegte bei der Gemeinderaths- Wahl die Liste der Arbeiterpartei mit 75 Stimmen über die der Gegner, die 59 Stimmen erhielt. Im Dorfe Rensefeldt errangen unsere Genossen zum ersten Mal den Sieg und zwar mit großer Mehrheit. Dagegen unterlagen wir bei den Gemeinderathswahlen in Schwartau und Stodelsdorf; in legterem Drte fiegten jedoch die Gegner mit nur 16 Stimmen Majorität. Die Ortsverwaltung ande Aus München wird uns geschrieben: Der Ausfall der des Deutschen Holzarbeiter Verbandes. Gemeindewahlen hat natürlich bei unseren Gegnern großen Jubel Achtung, Schneider und Schneiderinnen Berlins! Die hervorgerufen. Aber trozdem können sie ihres Sieges nicht recht für Dienstag, den 8. Dezember, nach den Arminhallen einberufene froh werden, denn der bedeutende Zuwachs der sozial- Bersammlung des Deutschen Schneider- und Schneiderinnendemokratischen Stimmen ist ein bitterer Tropfen Wermuth in Verbandes wird wegen Einberufung von Versammlungen zwecks ihrem Freudenbecher.„ Das Gesammtresultat gefällt mir Stellungnahme zum Hamburger Hafenarbeiter Streit nicht ab- Hamburg, 5. Dezember.( W. T. B.) Die Verhältnisse nicht!" rief der ehemalige blutrünstige Demofrat Napoleon gehalten. Wir fordern unsere Berufsgenossen auf, in den Ver- bezüglich des Ausstandes haben sich wenig verändert. Die Vecchioni den versammelten Liberalen zu. Und auch im sammlungen zu gunsten der Hamburger Ausständigen zahlreich Ruhe ist nicht gestört. Auf sieben Staatsquais find 169 Maun ultramontanen Lager fand man die rund 3500 sozial zu erscheinen. Die Bevollmächtigten. in ihrem Arbeitsverhältniß geblieben. Die Maschinisten demokratischen Stimmen sehr bedenklich. In 3 Bezirken wäre Auf den der Sieg unbedingt unseren Genossen zugefallen, wenn nicht die arbeiter Hamburgs im Ausstande befinden, ersuchen wir Schiffen und den Quais der Hamburg- Amerika Linie arbeiten Achtung, Banarbeiter Berlins! Da sich die Hafen haben die Arbeit vielfach wieder aufgenommen. Liberalen im letzten Augenblicke sich entschlossen hätten, für bringend, das Solidaritätsgefühl dadurch zu beweisen, daß sich Die Arbeiter der Gaswerke und der städtischen Wasserleitung 1106 Mann; die Gesellschaft sucht keine weiteren Arbeiter mehr. ultramontanen Kandidaten einzutreten, um so diesem teiner von uns als Streitbrecher gebrauchen berathen heute Abend über die Lohnfrage. zum Siege Siege zu verhelfen. In einem Bezirke, dem 15., läßt. Kollegen, gerade in unseren Reihen wird man in erster Gaswerke hat sich mit den Arbeitern geeinigt. Die Direktion der gelang es den vereinten Gegnern nur mit Aufbietung Linie versuchen, Streifbrecher zu gewinnen. Meide also jeder aller Kräfte, eine tomplette( Ordnungs-) Null durchzudrücken. Hamburg! Ferner ersuchen wir um finanzielle Unterarbeiter weigerten sich, den Dampfer„ Newa" mit Baumwolle zu Lübeck, 5. Dezember.( W. T. B.) Die hiesigen Hafen. Unsere Stimmen sind in diesem Bezirke seit 3 Jabren, wo fügung der Ausständigen. unser Kandidat mit 281 die absolute Mehrheit hatte, auf 443 gestiegen. Schuldigkeit, denn der Sieg der Hamburger Hafenarbeiter wird Arbeiter andere Hilfskräfte eingetreten waren, erfolgte die Thue jeder Bauarbeiter seine laden, welche von Hamburg gekommen war. Nachdem für die Ebenso sind auch in einzelnen anderen Bezirken unsere Stimmen- auch für uns ein Schritt vorwärts sein! Hoch die Solidarität! zahlen ganz folossal angewachsen. Nach der insgesammt abgegebenen Die Lohnkommission der Bauarbeiter Berlins. J. A.: E. Gutsch, Ladung des Dampfers ohne weitere Zwischenfälle. Stimmenzahl hätten unsere Genossen Anspruch auf mindestens Eisenbahnstr. 36b, Hof II. zwölf Size im Gemeindekollegium, während sie nur einen Vertreter in demselben haben. den In den Schlossereien scheint gegenwärtig eine starke In Kottbus wurde in einer Versammlung nach einem Vor- So wurde bei der Firma Birkholz, Teltowerstraße, ben fünf dort Neigung zu herrschen, die neunstündige Arbeitszeit zu beseitigen. trage des Genoffen Sassenbach aus Berlin die Gründung beschäftigten Arbeitern vor kurzem ohne Lohnerhöhung die zehn eines sozialdemokratischen Wahlvereins vorgenommen. 90 Ge- stündige Arbeitszeit zugemuthet. Da eine gütliche Verständigung nossen traten demselben sofort als Mitglieder bei. Die Ver- erfolglos war, so legten die fünf Schlosser die Arbeit nieder. sammlung stellte dann den Genossen Antric aus Berlin ein- Leider konnte die Sperre über die Firma nicht verhängt werden, stimmig als Kandidat für die nächste Reichstags- Wahl auf. da aur stelle der Ausständigen neue Kräfte traten. Auch bei Bei der Gewerbegerichts Wahl in Barmstedt in Schleswig- Holstein wurde in der Klasse der Arbeitervertreter der Sozialdemokratische Kandidat mit 127 Stimmen gewählt. Der Kandidat der Schuhmacher- Jnnung brachte es auf 125 Stimmen. In der Klaffe der Unternehmervertreter fiegte der Kandidat der felben Innung mit 64 Stimmen; der unferige erhielt 9 Stimmen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Frankfurt a. M., 5. Dezember.( B. H.) Die Frankf. 8tg." meldet aus Stuttgart: Vorgestern ist der mit sieben Reisenden schwer verletzt. Von den Verlegten ist ein Reisender gestorben. befette Poftwagen Willsbach- Siegelbach bei Löwenstein infolge Glatteises umgestürzt. Zwei Reifende und der Postillon sind Frankfurt a. M., 5. Dezember.( B. H.) Der„ Franks. 3tg." wird aus München gemeldet: Wenig, der Theilhaber der falliten Buchfirma Reiß und Wenig, tödtete sich durch Herabstürzen vom vierten Stock auf die Straße. CS zit Magnus, Landwehrstraße, wird gegenwärtig zehn Stunden ge= Allenstein, 5. Dezember.( W. T. B.) Amtlich wird bekannt arbeitet, nur mit dem Unterschied, daß hier eine Entschädigung für die gemacht: Am 4. d. M., abends gegen 8 Uhr, ist ein Fuhrwerk längere Arbeitszeit bezahlt wird. Dagegen gewährt die Firma auf dem Ghaussee Ueberwege zwischen Gutten und Johannisburg Scheidenrecht, Alte Jakobstraße, für die um eine halbe Stunde vom Zuge 828 überfahren worden. Der Wagenführer ist geverlängerte Arbeitszeit feine Bezahlung. Gegenüber diesen Maß- tödtet, das Fuhrwert zertrümmert. Beschädigungen am Zuge nahmen der Unternehmer, die rücksichtslos jedem sozialpolitischen sind nicht vorgekommen. Die Untersuchung ist eingeleitet. Fortschritt entgegen stehen und fortwährend versuchen, auch die Wien, 5. Dezember.( B. H.) Privatmeldungen aus Bom Schöffengericht in Zielenzig war Genoffe Schöpflin dürfen die Arbeiter den Schuh einer tüchtigen Organisation, die feier zum Gedächtniß der Katastrophe auf dem Chosinskyfleinsten Erleichterungen den Arbeitern wieder zu entreißen, be- Moskau zufolge ist es dort bei Gelegenheit einer Trauer als Redakteur der„ Märkischen Volksstimme" wegen Beleidigung dieses Beginnen erfolgreich bekämpfen kann. Mögen deshalb die felde zu großen Demonirationen gekommen. des Schuhmachers Bogel zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt Schloffer mehr als bisher ihrer Organisation gedenken und somit der Polizei weigerte sich die Geiftlichkeit, Auf Wunsch worden. Das Landgericht in Frankfurt a. D. ermäßigte die dazu beitragen, daß solche Vorgänge, wie die geschilderten, für dienst abzuhalten. den Gottess Strafe auf 20 M. Die Polizei befürchtete, daß Wegen Beleidigung eines Hauptmanns a. D. im Kreise die Zukunft unmöglich sind. Am Mittwoch, den 9. De Demonstrationen kommen würde. Viele tausend Leidtragende Waldenburg wurde Genosse Gerhardt in Breslau vom Bersammlung statt, in der Reichstags- Abgeord Stadt. zember, findet bei Gohn, Beuthstraße 20, eine zogen unter Vorantiitt von Studenten vom Friedhof in die Der Bug Landgericht zu sechs Wochen Gefängniß verurtheilt. Der be= Bug schwoll auf feinem Wege immer neter Seifert referiren wird. mehr an, leidigende Artikel war in der Tages- und Wochenausgabe der fodaß er vor der Universität zum Sull Boltswacht" und in der Wahrheit" zum Abdruck gelangt ist, der erscheine in der Versammlung. Der Vertrauensmann massen auseinander zu treiben. Wem es um die Erhaltung des Neunstundentages zu thun stand kam. Plöglich schritt die Polizei ein, um die Menschens entgegen früheren Entscheidungen nahm der Gerichtshof an, daß Dabei fam es zu einem der Schlosser. drei selbständige Handlungen vorlägen. Ferner soll Gerhardt Zusammenstoß beider Parteien. Viele Studenten und zahlreiche einen Polizeifommiffarius in Wiesbaden beleidigt haben; die An die im Handels: und Transportgewerbe beschäf andere Personen wurden verhaftet. Auf ein Telegramm des Straftammer erkannte hierfür auf 200 M. Geldstrafe. tigten Hilfearbeiter Deutschlands, als Geschäfts, Polizeiministers an den Minister des Innern nach Petersburg Wegen Aufnahme von Boykottnotizen gegen die Böll- Haus- und Komptoirdiener, Pader, Markt über die Angelegenheit wurde die sofortige Freilassung der berger Mühle und gegen die Brauereien Freyberg und Bauer helfer, Ausläufer, Speicher, Speditions- und Verhafteten angeordnet und befohlen, die Untersuchung so zu wurde in Halle a. S. Genosse Karl Brandt, der ver- ellerarbeiter, Roll- und Geschäftstutscher, führen, daß die Gerechtigkeit der Behörden nicht angezweifelt antwortliche Redakteur des Boltsblatt", vom Schöffengericht zu Fuhrleute und verwandte Berufsgenossen! werden könne. Die Demonstrationen haben sich bisher nicht zusammen zwölf Wochen Haft verurtheilt. wiederholt. Gewerkschaftliches. Kollegen! Unser letter Berufskongreß, der zu Pfingsten dieses Jahres in Halberstadt stattfand, hat beschlossen, daß der nächste Rongreß für unseren Beruf in zwei Jahren, also 1898 abgehalten werden soll. Troß dieses Beschlusses, der einstimmig vom Rongreß gefaßt wurde, haben einige Rollegen schon zu Weihnachten dieses Jahres einen Kongreß nach Altenburg S.-A. einberufen.( Siehe Aufruf im Handelshilfsarbeiter ( Siehe Aufruf im Handelshilfsarbeiter vom 1. Dezember b. J.) " Warschau, 3. Dezember. Jufolge einer Erderschütterung find im Fanny- Schacht der gräft. Renard'schen Kohlengrube bei Sosnowice viele Bergarbeiter verschüttet. Bisher sind zwei Beichen geborgen. Viele Arbeiter erlitten Verlegungen. London, 5. Dezember.( B. H.) Der im Kanal herrschende heftige Sturm hat zahlreiche Schiffbrüche verursucht und auch mehrere Menschenleben gefordert. An die Arbeiter Deutschlands! Zwischen den Arbeitern und dem Unternehmerthum in Ham burg tobt gegenwärtig ein gewaltiger wirthschaftlicher Kampf von ungeheuerer Tragweite und Schwere. Mehr als 16 000 Ars Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Trud und Berlag von Wing Bading in Berlin. Hierzu 5 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 286. Reichstag. Sonntag, den 6. Dezember 1896. Die Petition der öffentlichen Bauhandwerker- Versammlung in 13. Jahrg. München vom 17. November 1893 um ſtaatliche Beaufsichtigung Die Hafenarbeiter- Bewegung. der Neubauten wird dem Reichskanzler zur Kenntnißnahme überwiesen. nur ein 141. Sigung vom 5. Dezember 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: Unser Spezial- Berichterstatter schreibt uns aus Hamburg v. Bötticher, Graf Posadowsti, v. Nieberding. Abg. Bebel beantragt, die Petition als Material an den unterm 5. Dezember: Auf der Tagesordnung stehen 87 Kommissionsberichte über nicht weniger als 5000 Personen tödtlich verwundet worden; Arbeiter in den Streik Reichskanzler zu überweisen. In 7 Jahren seien durch Bauunfälle Im Hafen ist es seit dem geftrigen Eintreten der StaatsquaiPetitionen. unverkennbar noch stiller geeine große Anzahl ist schwer verlegt und dauernd erwerbsunfähig worden. Heute Morgen waren im Hafen Ueber die Petition der Landwirthschaftskammer für die geworden. Solchen Zablen gegenüber habe der Reichstag alle paar Krähne in Betrieb, während sonst tausende zu gleicher Provinz Westpreußen betr. die Konvertirung der Staats- Ursache, sich mit der Sache etwas gründlicher zu bef affen. Die Zeit arbeiten, um die schweren Lasten aus den Schiffen schulden wird seitens der Kommission unterm 13. Mai eben Gewerbe- Inspektion sei Sache der Einzelstaaten; man müsse auf die Quais und von den Quais in die Schiffe zu heben. Ez falls Uebergang zur Tagesordnung vorgeschlagen. aus diesem Anlaß das Verlangen wiederholen, daß die Geherrscht strenge Kälte und steifer Ostwind. Die als Streif Abg. Rickert( frf. Vp.) hält diesen Vorschlag nach den werbe- Inspektion auf das Reich übertragen und brecher angeworbenen Leute können, auch abgesehen von ihrer neuesten Vorgängen in Preußen für antiquirt. Nachdem heute einheitlich gestaltet werde; mindestens sei ein Reichs- geringen Zahl, die übernommenen Arbeiten einfach gar die Konvertirung der preußischen 4prozentigen Staatsanleihen gefeß zu erlassen, wodurch die Regierungen angewiefen werden, nicht ausführen, am allerwenigsten bei dieser Temperatur. im Abgeordnetenhause definitiv beschlossen sei, müsse man die für eine entsprechende Inspektion im Baugewerbe Sorge zu tragen. Während von den gelernten Leuten an jeder Lufe des Schiffes Petition wenigstens dem Reichskanzler überweisen, da das Reich Seit einigen Jahren seien in Zürich, aber auch in Hamburg und sonst sieben oder acht Mann arbeiten, sieht man dem Vorgange Preußens unbedingt folgen müsse. Bauten unter Theilnahme von Arbeitern vorsehen. Hier biete haben, sich jest 15 und mehr abmühen und dennoch Mülhausen Einrichtungen getroffen, welche eine Inspektion der auf den wenigen Schiffen, die Streitbrecher aufgetrieben fich eventuell ein Ausweg. wird nichts fertig. Die Ballen fallen ihnen aus der Wasser, und schließlich laufen sie erfroren und törperlich aufHand und aus den Schlingen, oder die Leute fallen selbst ins gerieben überhaupt davon. Auch in dieser Beziehung steht der Streit also absolut günstig. Der Erfolg der Bewegung hängt für Unterstützungen verfügbaren Geldmitteln ab. Vorläufig von dem festen Zusammenhalten der Arbeiter und von den ist nach beiden Seiten hin nur gutes zu berichten. Wie bereits gestern telegraphisch gemeldet, liegen schon jetzt für die nächste Unterstützungs 3ahlung über 100 000 Mart bereit! Staatssekretär Graf Posadowsky: Der Herr Reichskanzler wird dem Bundesrath allerdings eine Vorlage wegen Ron vertirung der 4prozentigen Reichsanleihen zugehen lassen, und diese wird bis auf einige formale Alenderungen mit derjenigen übereinstimmen, die seitens der preußischen Staatsregierung dem preußischen Landtage zugegangen ist. Der Antrag Rickert wird angenommen. Die Petitionen betr. den Verkehr mit Handelsdünger, Kraftfuttermitteln u. f. w. werden dem Reichetangler als Material zu dem in Vorbereitung befindlichen Gesezentwurf überwiesen. schließen sich dem Antrage Bebel an, welcher darauf ein Die Abgg. Rickert, Spahn und Bassermann stimmig angenommen wird. deren Die Petition des Alldeutschen Verbandes wegen Erlaß eines weilige Regelung des Verlustes und Erwerbs der Reichs- und Gesetzes über das Auswanderungswesen und ander Staatsangehörigkeit soll nach dem Antrage der Kommission dem Am 23. April hat die Kommission über eine Reihe von überwiesen werden. Reichstanzler zu einer bevorstehenden Aenderung der Gesetzgebung Petitionen betr. die Versicherungsgesehgebung berathen. In den Petitionen wird verlangt: Die Herabsehung unter besonderem Hinweis auf die Schwierigkeiten, die sich aus Abg. Baffermann( natt.) empfiehlt den Kommissionsantrag, der Altersgrenze für die Altersrente auf das 60. Lebensjahr, der Handhabung der bisherigen Bestimmungen über Erwerb und der einzelnen streikenden Branchen statt, nachmittags vier öffent Heute, am Sonnabend, finden wieder zwölf Versammlungen die Anrechnung der Zeit des Wochenbettes weiblicher Versicherter Verlust der Reichsangehörigkeit in zahlreichen Fällen zum großen liche Versammlungen der Frauen von im Streit befindlichen Hafens als Beitragszeit, die Vermerkung und glaubhafte Bescheinigung Nachtheil der Betroffenen ergeben haven. von Krankheitszeit auf den Quittungskarten, Anrechnung arbeitern und Seeleuten. Zu morgen, Sonntag Vormittag, find der Beitragszeit in den Fällen, wo die Arbeitgeber feine bezug auf einen neuerdings vorgekommenen Fall, in dem ein Endlich ist zu berichten, daß gestern Abend von den Hamburger Abg. Bebel schließt sich diesen Ausführungen an und nimmt 17 öffentliche Voltsversammlungen einberufen. Marken in die Karten geklebt und sich trotz Auspfändung ehemaliger Reichsangehöriger das Staatsbürgerrecht nicht wieder Arbeitern mit der gewohnten Promptheit ein an die ganze Be als mittellos erwiesen haben, Streichung des Nachweises von hätte erlangen können, angeblich wegen seiner politisch miß- völkerung gerichtetes Flugblatt in einer Auflage von 141 Arbeitswochen in den Jahren 1888-1890 als Bedingung liebigen Gesinnung, b. h. weil er Sozialdemokrat war. 250 000 Stück verbreitet worden ist. für die Erlangung der Altersrente, Aufhebung des Unfall- und Invaliditätsgesetzes in bezug auf die Landwirthschaft, leber- Kommissar Geh. Rath Richter giebt anheim, diesen& all, Es heißt in dem Flugblatt:„ Mitbürger! Ihr Alle werdet Dieser Antrag wird nach warmer Befürwortung durch den Abg. Stephan- Beuthen( 3.) angenommen. der den werden. " nahme der Armenlast auf die Reichskasse, Aushebung des bevorstehenden Vorschriften des unter den Folgen des Starrfinns der Rheder und ihrer Genossen Markenklebens, Zahlung von Invalidenrente auch bei theilweiſer widerspreche, in seinen näheren Details der zum Scheitern zu bringen. Alles Erwerbsleben kann nur ge Staatsangehörigkeits Gefeßes durchaus zu leiden haben. Bietet alle Kräfte auf, den schwarzen Plan Erwerbsunfähigkeit, Anschluß der Rente an die Krankenkassen- Berwaltung mitzutheilen. Leistungen zur Ausfüllung der Lücke zwischen der Beendigung deiben, wenn die große Masse der Bevölkerung ein menschender ersteren und der Zahlung der Invalidenrente, Beschleunigung die den Verlust der Staatsangehörigkeit für ihre Bürger so leicht sich die nothwendigen Lebensbedürfnisse zu verschaffen verAbg. v. Marquardsen: Es giebt thatsächlich keine Nation, würdisches Dasein führt, wenn sie vom Ertrag ihrer Arbeit des Verfahrens. Die Kommiffion schlägt vor, die Petitionen macht wie Deutschland. dem Reichskanzler zur Erwägung im Sinne der vom Reichstage macht wie Deutschland. Eine Arbeiterschaft mit guter LebensEs muß hier Memedur geschaffen mag. am 25. Januar 1896 angenommenen Resolution Hize zu überhaltung fordert das Gemeinwohl; ein Lumpens weisen. Abg. Bebel bleibt dabei, daß der vorgetragene Fall so liege, proletariat ist ein fressender Krebsschaden... wie er angegeben. Es sollen etwa 2000 Personen im Hafen arbeiten. Nehmen wir Der Kommissionsantrag gelangt darauf zur Annahme. diese Zahl einmal als richtig an was sie unserer Beobach Die Petition von Arbeitern in Mühlhausen in Th. um Auftung nach nicht ist und betrachten wir die Qualität Aus den Herbergen, von der Landstraße, hebung der Kinderarbeit und Stellung der dieser Leute. überall Hausindustrie der Stick waarenbranche unter die von her hat man halbverhungerte Leute herbeiBestimmungen der Reichs- Gewerbe- Ordnung will die Kommission geschleppt, welche nach einer halben Stunde unter der ungewohnten, dem Reichskanzler als Material zur Abänderung der Geießgebung schweren Arbeit zufammenbrechen. Man hat sie, wie früher die überweisen. Ein Antrag von Strombed will die Petition zur geraubten Negeritlaven, im Zwischendeck der Schiffe verstaut, wo Berücksichtigung überweisen. es nun von Ungeziefer wimmelt, und wo die armen Teufel gleich Sträflingen behandelt werden. Von irgend welcher in betracht gebraucht die Leute nur als Schreckmittel." kommenden Arbeitssleistung tann gar nicht die Rede sein. Man Ueber die Petition von Nanny vom Hof zu Hombressen be treffend Verbesserung und Verschärfung der§§ 223 und 232 des Strafgefehbuchs, sowie um noch anderweitigen gesetzlichen Schuh für die Ehefrauen gegen ihre oft rohen, gemeinen, lasterhaften Ehemänner wird zur Tagesordnung übergegangen. Die finanziellen Ergebnisse der Hamburger Rhedereien werden vom Hamburgischen Korrespondenten" als Broße Abschlüsse fanden in dritter Stunde in Schifffahrts. äußerst gering ügig dargestellt. Dagegen meldet der Berliner Börsen Courier" am Sonnabend Abend im Kursbericht: folge hoher Dividenden- Gerüchte bevorzugt Attien statt, von denen Hamburger Packetfahrt in wurden. Die Petition der Vereinigten Fabrikanten von mechanischen Musitwerken wegen Abänderung der Berner Uebereinkunft betr. die Bildung eines internationalen Verbandes zum Schuße von Letzterer Antrag wird angenommen. Werken der Literatur und Kunst wird dem Reichskanzler als Zutritt zu den deutschen Universitäten den Der Berliner Frauenverein petitionirt dahin, es möge der Material überwiesen. Die Petition betr. Erlaß eines Verbots der Bivisektion über- Frauen unter denselben Bedingungen wie den Männern geweist der Reichstag dem Reichskanzler als Material für eine stattet werden. Die Petitionsfommission hat der Petition durchtünftige Revision des Strafgesetzbuchs. aus sympathisch gegenüber gestanden, kam aber nach Lage der gewerbe gerichteten Betitionen werden entgegen einem Antrage auf dem Gebiete der Unterrichtsverwaltung nicht zuerkennen, Die auf Einführung des Befähigungsnachweises im Bau- gesetzlichen Bestimmungen, welche dem Reiche eine Kompetenz Fischbeck auf Uebergang zur Tagesordnung dem Reichskanzler zum Antrage auf Uebergang zur Tagesordnung. als Material für die Gesetzgebung überwiesen; über eine dieser welche in dieser Angelegenheit Staatssekretär v. Bötticher früher Petitionen, welche auch die Einführung des Paßzwanges fordert, und sein Kommissar in der Kommission abgegeben habe, für erAbg. Rickert beantragt, die Petition durch die Erklärung, wird zur Tagesordnung übergegangen. Mündlichen Bericht erstattet Abg. Graf Oriola über die ledigt zu erklären. Das genügt wohl, um darzuthun, daß die Herren Rheder Durch den Uebergang zur Tagesordnung zahlreichen, die Nenderung der Militär- Pensionsgefeße betreffenden möchte der falsche Schein erweckt werden, daß der Reichstag nichts weniger als am Hungertuch nagen. Petitionen, die wiederum die Gewährung eines Ehrensoldes für diesen Bestrebungen nicht mehr seine Sympathie zuwende. stande sind, den Arbeitern in ausreichendem Maße entgegenzuEinen weiteren Beweis dafür, daß die Rheder sehr wohl im Redner bedauert, deß der preußische Kultusminister die die Kriegstheilnehmer, die Aufbesserung der Pensionen, Erhöhung Universitätsleitungen nicht veranlasse, die Zulassung der Frauen tommen, liefert die Rhederfirma, Rob. M. Slomanir. In der Verstümmelungszulagen, Entschädigung für dauernde oder ohne Umstände und Weiterungen zu gestalten. Firma, zeitweise Nichtbenutzung des Zivilversorgungsscheins, Belassung ohne Umstände und Weiterungen zu gestalten. der Militärpension an die Reichs, Staats- und Kommunal- Nachdem auch Abg. Langerhans im gleichen Sinne ge- das dem Hamb. Echo" zu glücklicher Stunde auf den Redaktionstisch geweht wurde, heißt es: beamten u. f. w. betreffen. Diese Petitionen sollen dem Reichs- sprochen, wird der Antrag Rickert angenommen. tanzler als Material überwiesen werden. Ueber eine Reihe anderer Ram mzug werden dem Reichskanzler zur Kenntnißnahme Petitionen wegen Pensionserhöhung soll zur Tagesordnung übergegangen werden. Außerdem schlägt die Kommission die Annahme Der Ober- Postaffiftent Thier, früher in Salle a. S., jezt einer Resolution vor: Den Reichstanzler zu ersuchen, eine nach in Angerburg, Ostpreußen, führt wiederholt beim Reichstag Be den einzelnen Bundesstaaten geordnete statistische Zusammen stellung zu veranlassen, aus der ersichtlich ist: a) die Zahl der schwerde über seine Bestrafung, Zwangsverseßung und Versehung Kriegstheilnehmer, welche sich als gänzlich erwerbsunfähig und aus dem Bureaudienste in den Betriebsdienst wegen seiner unterstütungsberechtigt zu der durch das Gesetz vom 22. Mai gitation für den Postassistenten- Verband und verlangt die Ein 1895 beschlossenen Beihilfe gemeldet haben, b) bie Bahl derjenigen leitung des förmlichen Disziplinarverfahrens auf Entfernung aus Kriegstheilnehmer, welche von der Behörde als gänzlich erwerbss unfähig und unterstützungsbedürftig anerkannt worden find, c) die Zahl derjenigen Kriegstheilnehmer, welche die Beihilfe erbalten haben, und diese zusammenstellung baldmöglichst zur Renntniß des Reichstags zu bringen. " schiff der englischen Handelsflotte Die Petitionen wegen Erhöhung des 3 olles auf Es ist mir gelungen, das anerkannt beste große Segelüberwiesen. dem Amte. rücksichtigung überweisen. Die Kommission will die Petition dem Reichskanzler zur BeStimmung zu diesem Antrage nur die Disziplinlosigkeit befördern Abg. Pauli( Rp) erklärt, daß der Reichstag mit der Buwürde. Redner beantragt Uebergang zur Tagesordnung. Geb. Oberpoftrath Spilling führt aus, daß Thier sich geständlich eines groben Vertrauensbruches schuldig gemacht habe. babe ferner unrichtige Nachrichten über die Geschäftsführung des Oberpostdirektors in Halle verbreitet. " meinen Besitz zu bringen, und zwar zu einem Preise, der als außer California", wurde im Jahre 1890 von Harland n. Wolff in ordentlich billig zu bezeichnen ist. Das Schiff, Viermastschiff Belfast zum Preise von ca. 660 000 m. gebaut und hat sich seit dem in jeder Weise als hervorragend bewiesen, würdig dem großen Namen seiner Erbauer und seiner Rheder, der White Der Preis, zu welchem ich die Star Line" in Liverpool. " California" erstand, beträgt mur 365 000 M., ein Preis, welcher ein gutes Resultat bei selbst niedrigen Frachten verbürgen sollte. Ich habe aus diesem Exhiff von 365 000 M., eingetheilt in 78 Barten à 5000 M. Das eine Barten- thederei gegründet mit einem Rhederei- Kapttal Generalmajor v. Wiebahu: Die Militärverwaltung ist ganz Schiff, das fortan den Namen„ Alster" führen wird, wird unter einverstanden mit der Kommission im Punkte des Wohlwollens meinem Management stehen, doch berechne ich mir keine Korres für unsere Invaliden; sie hat sich aber an die bestehenden Gespondenz- P.ovision, wie sonst üblich, sondern begnüge mich setzen und im Rahmen der vorhandenen Mittel zu halten. Sie mit den Kourtagen auf die besorgten Frachten. Ich habe in Liverpool die Alster" verfrachtet für eine Reise von Liver fann u. a. nicht anerkennen, daß die Verfümmelungszulage für die Invaliden zu groß ist. Entstandene Härten und Ungleich antrag ein, während Abg. Stumm( Rv.) den Gründen des Abg. 20/- Sterling, eine hohe Rate, welche ungefähr Abg. Vielhaben( Antisemit) tritt für den Kommissions- pool nach Calcutta mit voller Ladung Salz zur Rate von heiten sollen nach Möglichkeit ausgeglichen werden. Aby. Graf Oriola verweist auf die überschüssigen Bestände Bauli beipflichtet und die Unterſtüßung des Antrages des die ganzen Kosten der Rundreise( also bis das im Reichs Invalidenfonds, welche für diese Zwecke zu ver: Betenten für einen Einbruch in die Disziplinarstrafgewalt der Schiff im europäischen Hafen wieder entlöscht Behörden erklärt. ist, intl. Assekuranz, Gagen, Hafenkosten 2c.) wenden wären. Die Kriegstheilnehmer hätten einen gerechten Anspruch burauf. Die 4 prozentigen Papiere bes in Anspruch, in der Sache einen Beschluß zu fassen. Es handelt schuß ist. Die Alfter" wird an der hiesigen Assekuranzbörse Abg. Vogtherr( Soz.) nimmt für den Reichstag das Recht bedt, so daß faft die gauze Fracht der Heimreise Reber Fond3 wären zu diesem Zwecke von der Konversion sich hier um die Wahrung des Betitionsrechte 3 voll versichert zu 365 000 m., ebenso wie die Fracht." der Staatsbürger, zu denen doch auch die Das Hamburger Echo" bemerkt zu diesem Zirkular: Gin Schatsekretär Gras Posadowsky erklärt, daß diesem Wunsche Beamten gehören. Von besonderer Unparteilichkeit zeuge trauriges Geschäft, die Rhederet, nicht wahr? Die Firma Rob. nicht entgegengekommen werden könne. Nachdem Generalmajor v. Viebahn noch erklärt, daß im das Verhalten der oberen Postbehörden nicht; der Kommissar M. Sloman jr. tauft ein Schiff, läßt dasselbe zunächst von Liverpool Laufe des nächsten Jahres eine übersichtliche Busammenstellung babe fogar einmal in der Kommission von dem Ober- nach Calcutta gehen und nimmt an Fracht gleich so viel ein, daß die Kosten der ganzen Reise( inklusive der Hafenuller jetzt in Geltung befindlichen Pensionsgefeße vom Kriegs- potassistenten Thier als von einem mauvais sujet gefprochen. minifterium veröffentlicht werden wird, führt Abg. Liebermann v. Sonnenberg( Reform- P) empfiehlt fosten zc.) gedeckt wird. Fast die ganze Fracht der Heimreise ist Avg. Stadthagen( Soz.) aus, daß der dringende Appell fein Recht, die Einleitung des förmlichen Verfahrens gegen sich Schiff eine Rückfracht erlangt, die jener Fracht entspricht, mit ebenfalls den Kommissionsantrag, wofern nicht etwa der Petent Ueberschuß, verkündet die Firma. Wir rechnen nun, daß das der Militärinvaliden an den Reichstag sehr berechtigt sei und der es ausgelaufen; dann ergiebt sich ein reiner Ueberschuß von nicht unberücksichtigt gelaffen werden dürfe. Redner hat im Laufe 3 beantragen, irgendwie verwirkt habe. Unterstaatssekretär Fischer: Nach dem flaren Wortlaut des rund 60 000 M. Das Anlagekapital beträgt 365 000 m., folg. des Sommers ebenfalls aus den betreffenden Kreisen hunderte von Gesetzes hat der Postassistent Thier nicht das Recht, die Ein- lich bringt die eine Reise eines Schiffes einen Gewinn von Ruschriften erhalten Die verbündeten Regierungen müßten auf leitung des Verfahrens gegen sich zu verlangen. Die Annahme 17 pet. des investirten Kapitals! Echaßfetretär Graf Posadowsky erklärt, daß die ver- des Kommissionsantrages würde der Verwaltung die Aufrechtbündeten Regierungen in weitem Mße ihre Pflicht auf diesem erhaltung der Disziplin in hohem Maße erschweren. Gebiete gethan zu haben glauben. Bei näherer Untersuchung stellt sich der Sachverhalt in manchen Fällen ganz anders dar, als in den einseitigen Angaben der Petenten. auszuschließen. diesem Gebiete endlich ihre Pflicht thun. Abg. Rickert( frs. Wg.) erwartet, daß die finanzielle Seite der Sache bei Gelegenheit der Etatsberathung noch näher gewürdigt werden wird. Die Ansprüche der Petenten verdienten jedenfalls die ernsteste Erwägung. Die Kommissionsanträge werden darauf angenommen. genommen, Dafür stimmen etwa 25, dagegen ungefähr 20 AbDer Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung wird an Schluß 346 Uhr. Nächste Sizung: Mittwoch 1 Uhr ( Postdampfer- Subvention). geordnete. " " Die Hamburg- Amerika- Linie veröffentlichte eine Liste der Verdienste von über 2000 bis 2700 m. gezahlt haben. Das leuten gezahlt haben will. Danach sollen etwa 80 dieser Arbeiter Löhne, die sie im Jahre 1895 ihren Kohlenarbeitern und SchauerHamburger Echo" bemerkt dagegen, daß es fich nur um einen winzigen Bruchtheil der Hamburger Schauerleute handelt, die solche Löhne verdient haben, und daß die Mehrzahl der Arbeiter der Hamburg- Amerika- Linie nur 25 M. wöchentlich verdient, was die Firma übrigens selber zugiebt, natürlich ohne zu sagen, daß diese Arbeiter die Mehrzahl bilden. " Gegen die Alarmgerüchte, die über den Hafenarbeiterstreit In Harburg ist die Situation unverändert. Die Hafen- andererseits zurück. Daß die Sache noch andere Gründe habe, verkre tet werden, wendet sich der Hamburgische Correspondent". arbeiter und Ewerführer halten treu zur Sache der Hamburger. ließen wir uns nicht träumen. Um so erstaunter sind wir Er warnt zur Vorsicht gegenüber solchen Gerüchten und führt Die Zahl der Streifenden beträgt 369 Mann, davon sind 270 ver- daher, zu hören, daß in einem bestimmten Falle alle Konfirmanden, zur Begründung der Warnung an: Die öffentliche Ruhe heirathet. die von April bis Juli t. I einschließlich das vierzehnte Lebens und Ordnung ist in Hamburg trok des Riesenstreiks und der begreiflichen Erregung und Spannung der gesammten Be- Aus Kiel wird uns unterm 4. Dezember mitgetheilt: Der jahr vollenden, von ihrem Geistlichen aufgefordert worden sind, ihre Väter zur Einreichung eines Dispensationsgesuches zu vervölkerung keinen Augenblick ernsthaft gestört Hamburger Dampfer Ostar" hat hier heute ver Und damit dies Gesuch an die Schuldeputation worden. Es herrscht auch die Ueberzeugung, daß aller Wahr- geblich gesucht, doppelte Besatzung an Bord zu nehmen, um in anlassen. scheinlichkeit nach die öffentliche Ordnung durch keine Zwischen- Stockholm, wo er glaubt, teine Leute zum Löschen zu erhalten, auch in den gehörigen Formen abgefaßt werde, haben cs scheinlichkeit nach die öffentliche Ordnung durch keine Zwischen dieses zu können. Die biefigen Seeleute haben Ronfirmation dispensirt ist, darf nicht eingefegnet werden. fälle in Frage gestellt wird. Von allen Seiten wird nach dieses zu können. Wer nicht bis zur die Kinder auswendig lernen müſſen! ist, so müssen wir doch den Arbeitermaffen ihnen 60 M. Heuer versprochen wurde. Die heutige öffentliche Eltern, welche die Schulpflicht ihrer Kinder geziemend ausgenüßt diesem Ziele gestrebt, und so beklagenswerth der Ausstand ieoen Bersuch, sie zu beuern, abgelehnt, trozdem Roufirmation dispensirt ist, darf nicht eingesegnet werden. Stimmt die Nachricht der Volts- Zeitung", dann bleibt den das Zeugniß geben, daß fie Disziplin und Ruhe Hafenarbeiter- Versammlung war recht gut besucht. Ein Lohnwissen wollen, eben nichts übrig, als aus der Landeskirche ausin der Deffentlichkeit bewahrt haben. Die tarif wurde angenommen, der bei der nächsten günstigen Ge- zutreten. Dann ist eine Heranziehung der Schüler und SchüleKalamität, die Hamburg durch den Streit auferlegt wird, ist legenheit der Rheberei unterbreitet werden soll. schon schwer und groß genug, sie braucht durch unwahre und aufregende Ausstreuungen nicht noch verschärft zu werden. " Neber die Ablehnung des Schiedsgerichts durch den Hau urger Arbeitgeber Verband urtheilt die katholische Märtische Volkszeitung" in Berlin wie folgt: Der Vors wand der Arbeitgeber, daß sie das Schiedsgericht wegen seiner Busammensetzung ablehnen, ist so haltlos wie nur möglich. Sie hätten gegen diese Zusammensetzung des Schiedsgerichtes Einwand erheben, aber gleichzeitig er tlären tönnen, daß sie einem anders gebildeten Schieds. gerichte sich sich unterwerfen würden. Das hätten sie wohl " an die In Bielefeld wurde in einer öffentlichen Gewerkschaftsversammlung, wo Bruno Schumann über den Hamburger timmig der Beschluß gefaßt, den Hamburgern aus der Kasse des Hafenarbeiter Streit referirt hatte, auf Antrag Slomte's ein Gewerkschaftskartells 500 M. zu überweisen. Aus Chriftiania meldet das Wolff'sche Bureau am Sonnabend: Einhundertfünfzig Arbeiter gehen heute an Bord des Kong Björn" nach Hamburg ab, um dort norwegische Schiffe zu löschen. " * ** fungen statt, in denen über den Hafenarbeiter- Streit Am Dienstag finden in Berlin sechs Versamm referirt werden wird. Die Gewerkschaften ze. werden ersucht, für diesen Tag etwa einberufene Versamm Kommunales. rinnen zum Konfirmationsunterricht nicht gut möglich. Vergiftungen durch Sublimat gaben dem Kultusministerium VerSublimatvergiftungen. Die immer häufiger vorkommenden sind in der Presse wiederholt Vergiftungen durch Sublimate anlassung zu folgender Bekanntmachung: Im laufenden Jahre pastillen zur Sprache gebracht worden. Dies giebt mit Veranlassung, den Aufsichtsbehörden eine besonders strenge Uebers wachung der Handhabung der über die Abgabe start wirkender Arzneimittel bestehenden Vorschriften Bekanntmachung vom 22. Juni 1896, Min.-Bl. f. d. inn. Verw. S. 122- zu empfehlen. Die Herren Aerzte sind außerdem zu ersuchen, Sublimat gebung des Kranken auf die Giftigkeit des Mittels und die zur pastillen nur in solchen Mengen zu verschreiben, wie sie der einzelne Krankheitsfall voraussichtlich erheischt, und dabei die Um Verhütung von Unglücksfällen erforderlichen Vorsichtsmaßregeln Krankenpfleger und Pflegerinnen, Hebaminen, Heildiener, find aufmerksam zu machen. Das niedere Heilpersonal, insbesondere namentlich auf die durch den Gebrauch von Sublimatpastillen bes dingten Gefahren hinzuweisen und denselben unter Betonung der eigenen Verantwortlichkeit größte Vorsicht bei Aufbewahrung und Verwendung der Pastillen zur Pflicht zu machen. auch gethan, wenn es ihnen mit der gütlichen Beilegung des Streifes Ernst wäre. Daß dies aber kaum der Fall ist, darauf benten wohl die übrigen Gründe" hin, mit welchen die Haltung der Arbeitgeber motivirt wird. Es ist dem objektiven Beurtheiler taum faßlich, wie man behaupten tann, daß der Streit herausgefordert und lungen ausfallen zu laffen. rücksichtslos geführt sei! Der Vorwurf der Heraus forderung könnte hier nur gegen die Arbeitgeber erhoben werden, denn die Streifenden, namentlich die Seeleute, sind in den letzten Jahren mehrfach Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Unternehmer mit Zu der Berichtigung, mit der nnd die Herren Jakob der Bitte herangetreten, ihre Lage Vorberathung der Magistratsvorlage betr. die Errichtung u. Valentin in Nr. 288 wegen des in Nr. 278 enthaltenen zu verbessern, ohne auch nur ein einziges Mal Gehör zu finden. zweier Armenämter hat gestern unter Vorsiz des Stadt Artikels beehrten, ergreift nunmehr der Verunglückte selber Daß ferner die Haltung der Streikenden geradezu eine muster- verordneten Wilhelm Gericke und in Anwesenheit des Stadt- das Wort. Er theilt uns folgendes mit: Un wahr ist zunächst hafte ist, hat selbst der Polizeipräsident ausdrücklich anerkannt. Schulraths, Geb. Reg.- Raths Bertram, und des Stadtraths die Behauptung der Herren Jakob u Valentin, daß der Unfall, Und wie tann man angesichts der zumeist Tourbié in zweiter und legter Lesung beschlossen, der Ver: der mich betroffen hat, morgens gegen 5 Uhr, also bei Tageslicht, traurigen wirthschaftlichen Verhältnisse, in sammlung zu empfehlen, sich damit einverstanden zu erklären, daß pasfirt sei. Es war am 5. September, turz vor 4 Uhr morgens, welchen sich die in den Streit Eingetretenen spätestens am 1. April 1897 in den Standesamts- Bezirken XIIa u. b als das Geschehuiß eintrat, also eine Tageszeit, zu welcher, wie befanden, daran zweifeln, daß der Streit durch und XIII zwei Armenämter errichtet werden Außer ein jeder, der einen Kalender im Hause hat, nachsehen kann, den Wunsch der Arbeiter nach Verbesserung dem gelangten folgende Resolutionen zur Annahme: 1. Gleich noch völlige Dunkelheit herrschte. Auf dem Hofe, wo der Vorfall, der Lebenshaltung veranlaßt wurde und zeitig ersucht die Versammlung den Magistrat um eine Vorlage der für mich langes Siechthum herbeiführte, sich zutrug, brannte teineswegs eine Kraftprobe darstellen foll? sur Herbeiführung eines Gemeindebeschlusses, wonach für jede entgegen den Darstellungen der Firma tein einziges Licht; Am bezeichnendsten ist der Einwand, daß ein„ fauler" Friede Armentommission eine Anzahl in den betreffenden Armen beleuchtet waren nur die Speicherräumlichkeiten. Ferner ist den Keim eines Kampfes in fich trage. Die Arbeiter wollen ja Rommissionsbezirken vorhandener Frauen zur Mitwirkung zu die Behauptung der Firma Jakob u. Valentin unwahr, teinen„ faulen", sondern einen ehrlichen Frieden, nämlich eine ziehen sind". 2.( Wie in erster Lesung)" Die Versammlung ersucht daß ich selbst und allein gütliche Verständigung mit den Arbeitgebern. Nur eine schieds- den Magistrat, mit ihr in gemischter Deputation darüber zu berathen, nach dem Speicher gegangen bin. Ich lag auf dem Hofe und ohne jede Unterstügung gerichtliche Beilegung des Streifes bietet die Gewähr, daß in ob und wie weit es nothwendig erscheint, eine anderweite fonnte mich nicht bewegen. Meine Kollegen, die Arbeiter Bern absehbarer Zeit der wirthschaftliche Friede nicht wieder gestört Regelung betreffend das Maß der von der Armenverwaltung hard Matte, Bernburgerstr. 6, Jänsch, Langestr. 79, und Anders, wird. Das Simmen der Arbeitgeber geht aber gerade umgekehrt zu gewährenden Baarunterstüßungen vorzunehmen. 3. Die Ver- ebenfalls in der Langestraße wohnhaft, haben mich, wie sie auch ganz deutlich darauf hinaus, die Arbeiter zu bedingungslosem fammlung ersucht den Magistrat, eine Reform des Auszahlungs vor dem Magistratstommissar am 9. November be Nachgeben zu zwingen. wesens der Almosen- und Pflegegelder anzustreben. Die kundeten, gleich nach dem Vorfall aufgehoben, in den Die Frankfurter Beitung" bemerkt zu dem Be- Petitionen der Frau Jeanette Schwerin, Schmidstraße 29, und Speicher getragen und dann auf einen alten Plan schluffe des Arbeitgeber- Verbandes: Man traut in der That Seller abgehaltenen öffentlichen Versammlung dahingehend: bei später vier Rippenbrüche Genossen und einer am 23. v. M. im großen Saale von gelegt. Die Art meines Unfalles der Arzt konstatirte. feinen Augen nicht, wenn man solches lieft. Hier vereinigt der in Aussicht genommenen Reform des öffentlichen Armen tändige Bewegung unmöglich gemacht. Auf dem Plan blieb ich hätte mir auch jede selbs fich Rüdsichtslosigkeit mit fozialpolitischem wesens, in der Armenpflege erfahrene, theoretisch und praktisch ohne daß mir irgend welche Hilfe gebracht wurde, zwei Unverstand zu glücklichster Harmonie. Die Arbeitgeber sprechen es mit taum erwarteter Offenherzigkeit aus, daß vorgebildete Frauen mit berathender Stimme als Armen Stunden lang liegen; erst gegen sechs Uhr reichte man mir fie eine gütliche Beilegung des Streits deshalb nicht wünschen, Pflegerinnen einzustellen", sind durch die vorstehend gefaßten Beauf mein Bitten etwas Waffer. Eine Viertelstunde später fum weil sie glauben, daß die Arbeiter durch die Macht der Verhältnisse schlüsse für erledigt erachtet. der Bodenmeister Fuhrmann, der den Vorfall dem Bodeninspektor zu bedingungsloser Unterwerfung gezwungen werden würden. Die Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Roland meldete, und dieser Herr sorgte dann erft bereitwillig Arbeitgeber betrachten demnach den Streit als brutale Vorberathung der Normativbestimmungen für die Besoldung der dafür, daß ich nothdürftig gereinigt zur Unfallstation gebracht Machtfrage, und angesichts dieses Umstandes muß es als Angestellten der städtischen Werke hat am Freitag Abend unter werden konnte. frivol" bezeichnet werden, wenn die Rheder den Arbeitern Vorsitz des Stadtverordneten- Vorstehers Dr. Langerhans die be- Die übrigen Behauptungen der Herren Jakob und Valentin, in demselben Schreiben vorwerfen, daß es sich für diese bei dem züglichen Vorschläge des Magistrats für die Angestellten der die wie erinnerlich dahin gehen, daß es unmöglich fei, die Streit nicht um bessere Arbeitsbedingungen, sondern um eine Kanalisationswerke, der Viehmarkt-, Schlachthof und Fleischschau- Aushilfsarbeiter" zur Krantentaffe anzumelden und daß diese Kraftprobe handele. Stöftlich ist es ferner, daß die Arbeitgeber Verwaltung, der Markthallen- Verwaltung und der Hauptkaffe Arbeiterkategorie die tägliche Auszahlung des Lohnes wünsche, die Durchführung des Kampfes für geboten halten im Intereffe der städtischen Werke mit unwesentlichen Aenderungen in erster werden wohl dadurch ins rechte Licht gefeßt, daß der Magistrats des sozialen Friedens"! Wie muß es in den Köpfen Lesung genehmigt. tommiffar für die Orts- und Betriebskrankenkassen die Ansicht von Leuten aussehen, die einem solchen Widersinn Ausdruck verleihen? Den Vorschlägen der städtischen Schuldeputation, des, verunglückten Klägers und seiner Zeugen au beim Eintritt die technischen Lehrerinnen nach und nach mit Pensionsberechtigung feinigen gemacht hat, nämlich, daß dem Inspektor Roland bei 24 wöchentlichen Lehrstunden anzustellen, hat das Magiftrats: bie Arbeit bei der Firma mit Here v. Bötticher und Kollegen liest das Bolt" den kollegium seine Zustimmung ertheilt. nur über Lohn und Zeit der Arbeit gesprochen worden Text recht fräftig. Aus Aulaß des Hamburger Streits schreibt das ift und daß man über Kündigung und Dauer ber Blatt: Wir müssen dem Bedauern Ausdruck geben, daß selbst rath Dr. Hobrecht ist nunmehr mit einer Gehaltssumme von in der Streitfache fiel denn auch am 21. November dahin aus, Die Baurathsstelle für den ausscheidenden Geheimen Bau- Beschästigung feine Vereinbarung getroffen hat. Die Entscheidung in den Regierungsfreifen sich jetzt so wenig Unparteilichkeit findet, jährlich 12 000 Mart ausgeschrieben. Die Meldungen haben bis baß die beklagte Ortstasse für den Gewerbebetrieb der Kaufleute, wo der Gegensatz des Unternehmerthums zum Arbeiterstande in spätestens den 15. Januar 1897 zu erfolgen. Frage kommt. Herr v. Berlepsch besaß diese Unparteilichkeit und spätestens den 15. Januar 1897 zu erfolgen. die sich selbstverständlich an Jakob u. Balentin schablos hält, gab ihr im Streit der Konfektionsarbeiter vom Ministertisch Wie bekannt liegt es in der Absicht der Gemeindebehörden, verurtheilt wurde, zunächst 50 Mart 50 Pf. an den Berunglückten offenen Ausdruck. Aber eben darum weilt er jetzt fern von den Theil der Wallstraße nach dem Spittelmarkt zu auszuzahlen, obgleich die Firma ihrer Anmeldungspflicht zur Madrid". Seine Nachfolger aber, statt über den Parteien zu verbreitern. Der Magistrat hat jetzt im Einverständniß mit Krantenkaffe nicht genügt hatte. Wenn die Herren Jakob u. ftehen, fungiren im wesentlichen nur als Parteigänger des Kapi- der Stadt- Baudeputation beschlossen, zur Beit von Erwerbung Balentin endlich noch mit Emphase erklären, daß dem Vertalismus. Gegen die Arbeiter ist man sofort mit dem amtlichen der Grundstücke abzusehen. Der Besizer der Grundstücke Wall- unglückten Unterstützungen prinzipiell nicht verweigert wurden, Borwurf der Frivolität zur Stelle, wenn sie den fargen Lohn Straße 92/93 verlange für Ueberlassung derselben nicht nur eine fo erhellt der Werth diefer Worte wohl aus der Thatsache, daß ein wenig zu verbessern trachten; die Gewinnsucht der Unter- Gnischädigung von 2 100 000 M., sondern stelle außerdem die die Firma dem Verunglückten aufgab, erst zu beweisen, daß der nehmer dagegen hat fiets auf ein mildes und ein einseitiges Urtheil Bedingung, daß das angeblich zustehende Ausladungsrecht für Unfall auch in ihrem Betriebe paffirt fei, als der Arbeiter aus zu rechnen. In der Theorie gesteht man zu, daß es durch die Ravené'schen Grundstücke Walstraße 5-8 erhalten bleibe. dem Krankenhause heraus die Unternehmer an ihre verdammte aus berechtigt sei, wenn der Arbeiter seme Lage zu ver Pflicht und Schuldigkeit erinnerte. Als der Verunglückte vorher beffern trachte; sobald er aber die Theorie zur Pragis werden läßt und die einzig möglichen und wirksamen Mittel der in einer bei den Aften liegenden Ponkarte die Firma gebeten hatte, ihm doch wenigstens mitzutheilen, an welche Krankenkasse Selbsthilfe anwendet, um sein Ziel zu erreichen, ist sofort die er sich zu wenden habe, ließ man dies Gesuch einfach unEntrüftung darüber auf dem Plan. Welche anderen Mittel aber der Arbeiterstand anwenden könnte, als Streit und Boykott, weiß niemand anzugeben. Man schilt, weil man sich in seinen Intereffen verletzt fühlt. " Lokales. Der Arbeiter( irre ich nicht, war er Schrift feger), der sich kürzlich wegen seiner Wieder: aufnahme in den preußischen Staatsverband an mich wandte, wird gebeten, mir noch ma 13 seine Adresse mitzutheilen. Bebel. beantwortet! Der in Repertoir der Urania in der Taubenstraße: Sonntag, Montag und Dienstag Durch den Gotthard". Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend„ Ein Ausflug nach dem straße: Sonntag, Dr. Nab," Das Porzellan". Montag, Herr Monde". Wochenplan der Urania, Abtheilung InvalidenDr. Schwahn," Bilder aus dem Weltall", G. Witt," Die Sonne" Dienstag, Herr Die Sonne". Mittwoch, Herr Dr. Schwahn, Die Erscheinungen der Gletscherwelt". Donnerstag, Herr Dr. Spies, Elettromagnetismus". Freitag, Herr Professor Müller, Die Farben im Kampf ums Dasein". Sonnabend, Herr Dr. Spies, Chemische Wirkungen". " " Die Hoffnung der Rheder und Staner auf die von mühungen der Berliner Gemeindeschul- Lehrerschaft ist es auch in Schlittschuhlaufen für Gemeinde- Schulkinder. Den Be auswärts herbeigeholten Ersazkräfte wird in vielen Fällen arg diesem Jahre gelungen, für Gemeinde- Schulkinder auf einer getäuscht. Der den Rhedern nahestehende Hamb. Corr." ver Reihe von Gisbahnen Preisermäßigungen( aber nur an Wochen. öffentlicht einige Mittheilungen, die bas belegen. Das Blatt tagen) zu erwirken, die gegen Borzeigung einer von der Schule schreibt unterm 4. Dezember: 127 englische Arbeiter haben erklärt, daß sie noch bis morgen Nachmittag an Bord des ausgestellten Legitimationsfarte gewährt werden. Außerdem wird Dampfers Pruffia" bleiben wollen; alsdann wollen sie nieder auf der Südeisbahn, wie im vorigen Jahre, ein abgesondertes legen, um nach ihrer Heimath zurückbefördert zu werden. Stück für Kinder des 3. Schulfreises( öftliche Hälfte der Tempel 25 Italiener sind gestern Abend 9/2 Uhr für das genannte bofer- Borstadt und südlicher Theil der diesseitigen Luisenstadt) Im Berliner Aquarium haben zu wiederholten Malen Schiff angekommen, haben sich aber geweigert, die Arbeit aufzu zur völlig unentgeltlichen Benutzung( an Wochentagen und nur gewisse Riesenschlangen nach ihrer Ankunft 18 bis 20 Monate nehmen, als sie gehört hatten, wie die Verhältnisse hier liegen. bis zur unkelheit) freigegeben. Selbstvernändlich können diese nicht die geringste Nahrung zu sich genommen. Gelingt es dant, 36 Danziger, welche von Agenten in ihrer Heimath anErmäßigungen leider wieder nur einer tlemen Zahl von sie zur Annahme von Nahrung zu bewegen, so fressen sie regelgeworben worden waren, angeblich um hierfelbst zu Gemeinde- Schulkindern zu Ranalbauten gute tommen. Auch die ermäßig. Bon besonderer Wichtigkeit ist es, diejenige Nahrung ju verwendet zu werden, weigerten sich gestern Abend bei ihrer weigerten fich gestern Abend bei ihrer mäßigten Eintrittspreise( meift 10 Pfennig, auf einer finden, welche die Freßbegierde auregt. So hatte man der vier Ankunft, Arbeit an Bord vorgenannten Schiffes anzunehmen und Bahn 5, auf einer anderen 15 Pf.) sind für viele Eltern, die Meter langen Anakondaschlange 20 Monate lang allwöchentlich verlangten fostenfreie Rückbeförderung, da sie unter Vor- schon vor der Anschaffung des Allernothwendigsten, selbst der Kaninchen, Meerschweinchen, Tauben zc. vergeblich angeboten. fpiegelung falscher Thatsachen hierher gebracht noch unerschwinglich. Aber felbft bei völligem Verzicht auf bälters gefeßt wurde und die Schlange diesen erblickte, stürzte sie spiegelung falscher Thatsachen hierher gebracht Lebensmittel, jeden Groschen in der Hand umdrehen müssen, Als dann zufällig ein Karpfen in das Wasserbecken ihres Beworden seien. jegliches Entree müßte das Vergnügen des Schlittschuhlaufens, fich mit Begierde auf den etwa vier Pfund schweren Fisch, ibn das aus gesundheitlichen und auch aus erziehlichen Gründen alle auf einmal verschlingend. Seitdem frißt sie regelmäßig in jeder Förderung verdient, doch noch einem beträchtlichen Theile oer Woche 2 bis 4 Karpfen oder Dorsche, so daß man zu der AnGemeinde Schulkinder versagt bleiben. Bon vornherein ausnahme berechtigt ist, daß fie vor ihrer Gefangennahme in Brasilien geschlossen von allen diesen und ähnlichen, mehr oder weniger von Fischen gelebt hat. gut gemeinten Vergünstigungen bleiben immer gerade die ärmen Kinder, denen die traurige Nothwendigkeit, den Eltern verdienen aus Paris wegen semer feltsamen Grimaffen und Akrobatenkünfte Im Apollo Theater erregt zur Zeit der Komiker Ganivet zu helfen oder in der Hauswirthschaft mit anzufaffen( jüngere die Lachluft der Zuschauer. Die Bremer Bürgerzeitung" schreibt: Die Hamburger Geschwister zu beaufsichtigen!) einfach feine Zeit zur Erholung läßt. Programms verdient das Quintett Gilbert- Seymour Erwähnung, Aus dem gefanglichen Theil des fangen an, ihre unentlöschten Schiffe nach Bremen zu senden. U. a. wird einem Telegramın zufolge hier demnächst der Pastor und Schule. Die„ Bolts Zeitung" schreibt: In während auf dem Gebiete der Instrumentalmusik Herr Dale mit Dampfer„ Lamatos", mit Reis für Hamburg beladen, eintreffen. Berliner Schulreform behandelten, haben wir mehrfach den Um findet Fräulein Elfa Edelweiß namentlich in der Charakterstudie den Artikeln, in welchen wir vor einigen Jahren die Frage der seiner Handharmonita staunenswerthes leistet. Als Soubrette Die königliche Eisenbahn- Direktion in Altona dementirt stand beklagt, daß in Berlin so viele Schüler vor Vollendung Von Stufe zu Stufe" Beifall; die Dame fiellt das Erdenwallen die Mittheilung, daß sie ihren Angestellten erlaubt habe, des 14. Lebensjahres vom Schulbesuche dispensirt und damit einer Sängerin vom Opernhause bis zum Tingel- Tangel drastisch Schauermannsdienste zu verrichten, wodurch an einem Morgen dem Unterricht gerade dunn vorzeitig entzogen werden, wenn fie dar. Aus dem umfangreichen Programm seien noch das 110 Eisenbahnwagen befrachtet worden sein sollen. Die Eisenbahn- die größte geistige Reife haben, ihm zu folgen. Wir führten den Rahnsdorf- Quartett, die französischen Duettisten Vernier und Direktion erklärt, daß sie weder eine derartige Erlaubniß ertheilt mit uns gemeinsam von allen Einsichtigen beklagten Umstand auf Odette, sowie die Leopard- Truppe hervorgehoben. Zum Schluß habe, noch daß thatsächlich solche Dienste von diesseitigen Bahn- traurige häusliche Verhältnisse einerseits und auf die Anschauung, der Vorstellung werden lebende Bilder" auf dem Kinematograph angestellten verrichtet worden seien. daß ein Rind, daß die 1. Klasse ein Jahr lang besucht habe, fertig sei vorgeführt. Die„ Hamburger Nachrichten" schreiben: Einige Rhedereien baben mit ihren Kaufleuten ein Abfommen getroffen, ihre Dampfer auf See, welche nach Hamburg bestimmt sind, soviel wie möglich darüber in Kenntniß zu sehen, daß sie in Stettin löschen sollen. • = " Der diesjährige Weihnachtsmarkt beginnt, laut Bekannt.[ der Universitätsklinik gebracht. In der Kleinen Präsidenten. machung königlichen Polizeipräsidiums, am 11. und dauert bis straße wurde abends der dreißigjährige Koch Albert Rey durch zum 27. Dezember einschließlich mit der Maßgabe, daß am eine Droschte überfahren und am linten Unterschenkel schwer ver28. d. Mts. früh 8 Uhr sämmtliche Buden und Verkaufs- legt. Er wurde nach der Charitee gebracht. Vor dem Hause vorrichtungen von den Straßen und Plägen fortgeschafft sein Münzstr. 4 wurde die 35 Jahre alte Händlerin Anna Schieck müssen. Die für den 13., 20. und 25. Dezember d. J. durch Be- beim Absteigen von einem Pierdebahnwagen durch einen vorüber fanntmachung vom 20. v. M. getroffenen Bestimmungen über die kommenden Wagen der Packetfahrt- Gesellschaft überfahren und Sonntagsruhe im Handelsgewerbe finden auch auf den Weih- an verschiedenen Stellen des Körpers bedenklich verletzt. Sie ernachtsmarkt Anwendung. bielt auf der Unfallstation X einen Verband und wurde dann auf ihren Wunsch nach ihrer Wohnung in der Pappel- Allee gebracht. Der ,, falsche Einjährige" Köhler ist vorgestern gegen eine Raution aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Vom Elend in Berlin. In der Wärmehalle am Alexanderplat, die am 1. d. M. eröffnet worden ist, haben gleich am ersten Tage 1000, am zweiten 1100 Personen Unterkunft gesucht. In der Nacht zum Sonnabend wurden bei einem Wohnunge brand im Hause Rostockerstraße 20 eine Frau und ihr Kind schwer verlegt. Die Feuerwehr legte den Verletzten Verbände an und löschte die Flammen, die Betten und Wöbel ergriffen hatten. Aus den Nachbarorten. Ehrenwo.t". Jm Thalia Theater( vormals Adolf Genst- Theater) und Abends Sonntag, 13. Dezember, nachmittags„ Ein Schritt vom Wege", abends„ Etn findet heute die legte Coutag Abendvorstellung von„ Wetterhäuschen" und Gebildete Menfchen" statt. Beide Stücke werden nur am Montag und Dienstag abends gegeben, da für Mittwoch die erfie Aufführung von„ Goldene perzen", Schwant in vier Aften von C. Karlwets, angefeßt is. Das nächster Woche zum Benefis für Herrn Frib Helmerding. Bentral Theater giebt seine Poffe Eine wilde Sache" Mittwoch Das Bette= Alliance Theater bringt heute Sonntag nachmittags Julia" mit Frau Bursta, fönigl. Soffchauspielerin als Gast. unter Regie non Herrn Türk eine Aufführung von„ Romeo gehen die„ Tannenfee". Weihnachtsstück mit Gesang und Ballet in Bildern, und die poffe Cumpact- Bagabundus" in Szene. Mittwoch nachmittags findet die erste Kindervorstellung statt. Im Ostend Theater ist für heute nachmittags das Schauspiel Martanne, ein weib aus dem Bolte", für den Abend" Der deutsche Michel" angefeßt. Nach dem Wochenplan des Friedrich Wilhelmstädtischen Theaters geht beute Sonntag Verdi's Troubadour" in Szene. Nachmittans wird zu Abonnements( tleinen)" Breifen Wilhelm Zeu" aufgefüort. Dienstag Die Geier- Wally". Mittwoch und folgende Tage„ Prinz Friedrich von Homburg" von Heinrich . teist. Sonnabend Nachmittag findet eine Kindervorstellung„ Der Rattenfänger von Hameln" statt. Im Alexanderplay Theater wird Sonntag Abend„ Sein Berhältniß", Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Atten von Karl Pohle, wiederholt, Nachmittag geht das Ausstattungsstück von Hugo Busse Nansen's Reise nach dem Nordpol" in Szene Im Wolfs Theater wird auch in dieser Woche Robert und Bertram" wiederholt.. Jm Theater des Westens ist der neue Wochen- Spielplan folgendermaßen festgesezt worden: Heute, am Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag wird die Genſichen'sche Bearbeitung der Novelle„ Zwischen von Otto Ludwig wiederholt. Am Donnerstag Simmel und Erde" wird Paul Lindau's Schauspiel„ Gräfin Lea" mit Nuscha Buze der Titelrolle dem Repertoire einverleibt. Am Sonnabend geht Beim Ansblafen der Petroleumlampe verunglückte in der letzten Nacht der 24jähr. Schiffer Franz Diesterhöft auf dem Dampfer „ Liebenwalde", der an der Kronprinzenbrücke aufert. A13 D. gegen 1 Uhr nachts zu Bett gehen wollte, explodirte beim Aus blasen seine Petroleumlampe und setzte sein Hemd in Brand. In seiner Angst eilte er auf Deck. Der Maschinenmeister setzte ihm nach und riß ihm das brennende Hemd vom Leibe. Der Schiffsführer brachte den Schwerverletzten, dem die Flamme auch) den Bart abgefengt hatte, mit einer Droschte nach der Charitee. Die Parteigenossen von Rigdorf werden darauf auf Ein überaus heftiger Zusammenstoß fand gestern früh demokratische Verein, Vorwärts" es sich zur Aufgabe stellt, in merksam gemacht, daß der seit mehreren Jahren bestehende sozial: auf der Spree zwischen der Alsenbrücke und Moltkebrücke auf dem Boden des Erfurter Programms seine Mitglieder in zwischen einem Schleppdampfer, der drei beladene Kähne schleppte politischen und sozialen Fragen aufzuklären. Jeder Parteigenosse und einem leeren Kahn statt. Der leere Kahn, der stromabwärts sollte es sich zur Pflicht machen, dem Verein„ Vorwärts" als fuhr, wurde von der Strömung so heftig gegen den Schleppzug Mitglied anzugehören und für ihn zu agitiren." Aufnahmen ergetrieben, daß ihm zwei Seitenplanten zerdrückt wurden und das folgen in den regelmäßigen Versammlungen, die am Dienstag Steuer fast vollständig demolirt wurde. Nur durch einen schnellen vor dem 15. im Monat stattfinden, ferner täglich bei dem Seitensprung konnte sich der am Steuer stehende Schiffer davor Kassirer W. Krüger, Prinz Handjernstr. 58 im Laden, sowie in retten, von der langen Steuerpinne ins Wasser geschleudert zu folgenden Zahlstellen: W. Röpke( früher Hilpert), Restaurant, werden. Der beschädigte Kahn mußte nach Spandau in Reparatur Karlsgartenstr. 1; G. Regerau, Bigarrengeschäft, Hermann gehen. Bigarrengeschäft, Kirchhofftr, 1. Außerdem haben noch Mitglieder straße 50; Ph. Thomas, Restaurant, Bergstr. 162; 2. Herrmann, Listen zur Aufnahme. Beim Fensterputzen ist Sonnabend Mittag, 121/4 Uhr, an der Ecke der Rosenthaler- und Neuen Schönhauferstraße, vom 1. Stockwerk, der selbständige Fensterputzer May Arnoldi, Reichenbergerstr 19, abgestürzt. Er wurde schwer verletzt nach der Charitee gebracht. Die Staatsanwaltschaft beschäftigt augenblicklich der Tod der 77 Jahre alten Frau Wittwe Zimmermann, geb. Lint, aus der Schwedterstraße 32. Die Greifin, die seit einigen Jahren bei ihrem Sohne und dessen Frau wohnte, war schwachsinnig und machte den Leuten viel zu schaffen. Am 26. v. M. wurde fie morgens von ihrer Schwiegertochter in der Kammer, int der sie allein schlief, trant angetroffen; sie sah ganz verstört aus und konnte nicht mehr sprechen. Die Schwiegertochter ging zu einem Arzte, und dieser rieth, die Kranke, die er nicht gefehen hatte, gleich in eine Anstalt zu bringen. Das that denn auch der Sohn. Im Krankenbause Am Friedrichshain, wo die alte Frau starb, nahmen die Aerzte blutunterlaufene Stellen an ihrem Körper und Blutungen aus einem Ohre wahr, die darauf hinwiesen, daß wahrscheinlich eine Schädelverlegung vorliegt, die zum Tode führte. Daraufhin ist die Leiche beschlagnahmt worden. Der Sohn und die Schwieger. tochter wollen über den Ursprung der Verlegungen nichts wissen und glauben, daß sie von einem Falle herrühren. Auf der Straße vom Tode ereilt wurde hier der Gemeindevertreter von Steglitz, Fabrifbesiger Rudolph Tack, der in der Niederwallstraße seit vielen Jahren eine Appretur- und Defaturanstalt besaß. Herr Tack wurde Donnerstag Nacht in der Mauerstraße leblos aufgefunden und von Passanten nach der nächsten Sanitätswache gebracht, wo der Arzt den durch Schlag bereits eingetretenen Tod tonstatirte. Selbstmorde. Freitag wurden drei Personen in ihren Wohnungen erhängt aufgefunden, und zwar vormittags der Maurerpolier Heinrich H. in der Muskauerstraße, mittags der Stellmacher Heinrich S. in der Joachimstraße und ein Schankwirth in der Ruppinerstraße. Nachmittags versuchte der 19jährige Droguist Heinrich B. in seiner Wohnung in der Wrangelstraße sich aus Liebesgram mit Morphium zu vergiften. Schwer erkrankt wurde er nach dem Krankenhause am Urban gebracht. : Ruederer's Komödie„ Die Fahnemvethe", bie bei ber ersten Bormittag Borstellung ber bramatiſchen Geſellſchaft mit Erfolg aufgeführt worden wird zu herabgefeßten Preisen„ Hamlet" für Schüler gegeben, und am Sonntag darauf wird Schiebsmann Hempel", das Boltsstück von Keller und Herrmann, ist, zum ersten Mal öffentlich in Szene. Am Sonnabe Nachmittag die Nachmittags: Borstellung bilden. Gerichts- Beifung. hat auf Antrag des Vereins Berliner Presse" Herrn Direktor Der Präsident des Landgerichts, Geb. Justizrath Angern Ludwig Bal B zum gerichtlichen Sachverständigen für den technischen hat auf Antrag des Vereins = Theil des Zeitungswesens ernannt. Es giebt nunmehr sechs gerichtMariendorf, Tempelhof, Marienfelde! Den Partei- liche Sachverständige in journalistischen und schriftstellerischen Angenossen zur Nachricht, daß die regelrechte Versammlung des gelegenheiten. Außer Herrn Direktor Balk fungiren als Sachfällt. An stelle dessen werden die Genossen speziell auf den am belletristische und illustrirte Zeitschriften sowie Feuilletons, Arbeiter Bildungsvereins umständehalber für diesen Monat aus: verständige die. Herren Karl Groddeck und Karl Vollrath für politische Blätter und Tageszeitungen, Gustav Dahms für Tienstag, den 8. d. Mts., bei Gerth in Tempelhof, Dorfstraße, Dr. Ostar Blumenthal für Bühnenarbeiten und D. Neustattfindenden Lese- Abend nebit Vortrag unseres Reichstays- Ab. geordneten Genossen Friß Zubeil hingewiesen. Gäste stnd will- mann Hofer für Verlags- Angelegenheiten. fommen, neue Mitglieder werden aufgenommen. Um recht zahl= Die Benutzung eines dienstlichen Briefumschlages zu reichen Besuch und um Anschluß an die Organisation ersucht Privatzwecken brachte dem pensionirten Schuhmann Wilh. Borst, der Borstand. Ferner den Genossen die Muttheilung, daß am welcher sich vor der 2. Straffammer des Landsgerichts I wegen Sonntag, den 27. Dezember( 3 Weihnachts Feiertag) eine Herren- Unterschlagung im Amte sowie wegen Betruges in IdealTreffpunkt vormittags 9 Uhr bei Grapentin( Mariendorf). Um antworten hatte, eine barte Strafe ein. Fußpartie nach Marienfelde( Teutschbein) unternommen wird. konkurrenz mit Uebertretung des Reichspost- Gesetzes zu verDer Angeklagte rege Betheiligung ersucht der Vorstand. hatte in seiner Eigenschaft als Hilfs Gerichtsvollzieher in einem amtlichen Kouvert, das er mit dem Ver mert frei laut Avers No. drei abstempelte, polizeiliche Abmeldungen an das zuständige Polizeirevier gesandt. Gefängniß. Wegen des Betruges in Jdealkonkurrenz mit UeberDas Urtheil lautete wegen der Unterschlagung auf 3 Monate tretung des Reichspostgesetzes wurde auf die niedrigste zulässige Strafe von 8 M. erkannt. Der Vorsitzende empfahl dem Berurtheilten, ein Gnadengesuch einzureichen. " Theater. = Der Staatsanwalt Dr. Borchert von der Staatsanwalt schaft des Landgerichts I hier, wo er als Abtheilungsdirigent angestellt war, ist zum Ersten Staatsanwalt bei dem Landgericht in Thorn ernannt worden. Witterungsübersicht vom 5. Dezember 1896. i Barometerstand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. GGCGC Windrichtung Windstärke ( 1-1) FBATI423376 Wetter Temperatur nach Celfus ( 50.4° R.) Montag, den 7., und Dienstag, den 8.: Wegen Vorbereitung zu der besonderen Theater- Wochenchronik. Opernhaus. Sonntag, 6.: Fidelio". aufführung von Waguer's Ring des Nibelungen" teine Borstellung. Mittwoch, 9: Der Ning des Nibelungen". 1. Abend:„ Das Rheingold". Anfang 8 Uhr. Donnerstag, 10.: 2. Abend: Die Waltüre" Anfang 6 Uhr. Freitag, 11.: 8. Abend: Stegfried". Anfang 6% Uhr. Sonnabend, 12. infaug 6% Uhr. " Die Hochzeit des Figaro". Sonntag, 18.: 4. Abend: Götterdämmerung". Schauspielhaus. Sonntag, 6. Dezember: Abu Seid"." Das zweite Geficht". Montag, 7.: Nathan der Weise ienstag, 8.:„ Abu Seid"." Das zweite Gesicht". Mittwoch, 9:" Die Sung Abu Seid"." Das zweite Gesicht". Sonnabend, 12.: Bum eisten Mal: Der frau von Orleans". Donnerstag, 10.: ,, Torquato Tasso". Freitag, 11.: lange Preuße". Sonntag, 13.:" Der lange Preuße". Montag, 14.: Don Carlos". Anfang 7 Uhr. Neues königl. Opern Theater( Kroll). Sonntag, 6. Dezember:" Narziß".( Frau Klara Meyer, als Gast.) Sonntag, 13. Wohlthätige Frauen" Jm Deutschen Theater ge langt Gerhart Hauptmann's Mä chendrama„ Die vei sunkene Glocke" außer heute, Sonntag, Abend noch Dienstag, Donnerstag, Sonnabend sowie nächsten Sonntag Abend zur Aufführung; Wontag werben„ Die Weber" gegeben, Mittwoch Morituri", Freitag Freiwild". Als Nachmittags= Vorstellungen Stationen. sind für heute, Sonntag, Julius Cafar", für den nächsten Sonntag Fret die beiden Stücke ,, Renaissance" und" Ratser Heinrich" mit einander abwechseln. wild" bestimmt.- Jm Berliner Theater werden in diefer Woche nur Kaifer Heinrich geht Montag, Mittwoch, Freitag( 13. Abonements Borftellung) und Sonnabend, Renaissance" Dienstag, Donnerstag und nächsten Sonntag Abend in Szene. Am nächsten Sonntag Nachmittag wird König Swinemünde Heinrich" zur Darstellung gelangen. Im Residenz- Theater findet Hamburg Unfälle im Straßenverkehr. Durch einen übermäßig heute die legte Sonntags: Borstellung von Berschwunden" statt. Montag Berlin schnell fahrenden Schlächterwagen wurde gestern Vormittag in wiro„ Bocksprünge" und" Die ſittliche Forderung" wiederholt. Dienstag, der Neuen Jakobstraße der 14jährige Formerlehrling Heinrich von„ Berschwunden", Sonntag, 13. b. M., tritt Herr Alexander zum ersten München Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Sonnabend sind die letzten Aufführungen Wiesbaden. Röhling überfahren und am rechten Fuße so erheblich verletzt, ale nach feinem mehrwöchentlichen Urlaube als Fernand in" Fernands daß seine Ueberführung in die Unfallstation III erforderlich Ghetontraft" wieder auf. Der Spielplan des Neuen Theaters ist: Wien. wurde. Beim Besteigen eines in der Fahrt befindlichen nachmittags: Der Hüttenbefizer" Montag: yter Duse Abend: Sonntag, 6. Dezember: Bocksprünge", vorher:" Die fittliche Forderung", Haparanda. Pferdebahnwagens der Linie Rottbuser Thor- Schulstraße fiel Signora della Camelte; Diening und Mittwoch:„ Bocksprünge", vorher: Die Cork. La Petersburg. abends an der Ecke der Friedrich- und Oranienburgerstraße der fittiche Forderung"; Donnerstag: Wohlthätigkeitsvorstellung; Freitag, 59 Jahre alte Schuhwaarenfabrikant Wilhelm Darche hin, gerieth Sonntag Nachmittag zu halben Breifen: Sonnabend, Sonntag:" Bodsprünge", vorher: Die fittliche Forderung"; Aberdeen. „ Der Hüttenbefizer. unter die Räder und erlitt sehr schwere Verletzungen an den Unter- Schiller- Theater bringt heute, Sonntag, Nachmittag" Des Meeres Das Paris. schenkeln. Er wurde nach der nahen Feuerwache, Linienstr. 128, und der Liebe Wellen", abenbe" Bergnügte Flitterwochen", im Bürgerfaale Wetter Prognose für Sonntag, den 6. Dezember 1896. getragen, dort von einem zufällig anwesenden Arzte mit einem Tebeum", Mittwoch" Der Bureaukrat", Donnerstag" Der Pfarrer von des Rathhauses„ Felix Dahn Abend", Montag Demetrius", Dienstag Theils heiter, theils wolkig bei gelindem Frost und ziemlich Nothverbande versehen und in einem Mannschaftswagen nach Kirchfeld", Freitag" Emilia Galotti", Sonnabend„ Der Sohn der Wildnis", frischen südlichen Winden; keine erheblichen Niederschläge. Unferm Freund, dem Gastwirth Kiebeck, Naturgemäße Behandlung Kanarienroller, Harz., ff. Weibchen Wünschen wir zu feinem heutigen großem Erfolg. Greiner, Spezialist Melchiorstr. 4, v. 4 Tr. Buttmann- und Thurneisserstraßen- Ec', aller inneren und äußeren Leiden mit eigener Büchterei, verkauft Goldmann noch langes Leben und das allerbeste, 8 10, 3-5. Wiegenfefte, für Naturheilkunde, Oranienftr. 11, I, Onkel Paul! Erzürn' heut Tante Minna nicht, Sonst stellen wir Dich vor's Vehmgericht. 17766 Der olle Stamm. Electrical Edison Scientific Theater Kinetograph und Grapho- Phonograph Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine unvergeßliche Frau Anna Kladziwa geb. Schuhmann am 4. Dezember plöglich gestorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Dezember, nachmittags 4 Uhr, von der Salle des St. Pauls- Kirchhof, Seestraße aus statt.[ 1794b Joseph Kladziwa, Badstr. 23. Statt jeder besonderen Meldung Nach kurzem Leiden verschied am 4. d. M. unser liebe Gatte und Vater, der Schankwirth Rudolf Scheschonk. Dies zeigen allen Freunden und Bekannten hiermit an die tieftrauernden Hinterbliebenen. Die Berdigung findet am Sonntag, den 6. d. M., nachm. 3 Uhr, vom Trauerhaufe Ruppinerstr. 43 aus nach dem Elisabeth- Kirchhof in der Prinzen- Allee statt. Kanarienhähne u. Weibchen verf. bill. E. Bencker, Schönhauser Allee 32 Todes- Anzeige. Allen in der Hut- und Filzwaaren Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zur Nachricht, daß der Kollege Alex Schneider geftorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 6. Dezember, nachm. 21/2 Uhr, von der Leichenhalle des St. JohannesKirchhofs( Plößensee) aus statt. Um zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. J790b Für die vielen Beweise der Theilnahme bei der Beedigung unseres lieben Gatten und Vaters Berthold Schwert fagen wir allen Verwandten und Be fannten, insbesonders den Meistern und Kollegen der Firma Ohrenstein u. Koppel unseren besten Dank. Die trauernde Wittwe nebst Kindern. OTIENFRIEDRICHSHA Aktien- Brauerei . 755 • 750 755 751 ND • 754 761 SO 767 761 741 M NO NNW 738 • 745 SD SSW фффарфорово 5 heiter bedeckt halb bedeckt bedeckt wolkig bedeckt beiter Schnee heiter bedeckt 7 bedeckt Frol. Hofwohnungen von 13,50 bis 17866 17. zu verm. Swinemünderstr. 45 46. Brennholz- Schneiderei Leeres oder möbl. Zimmer zu verm. Haß, Oppelnerstr. 34, I. 1800b mit Dampfbetrieb für Händler. Otto Bill. Schlafft. f. 2 Herren. Ww. Schunk, Gneisenauftr. 50. Preiswerth Linte, Manteuffelstr. 50, v. 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Außerdem empfehle neben Zentral- Theater. noch einige Wochentage zur Abbaltung Friedrichshain von Vereins- und Privatfestlichkeiten Heute Sonntag: Wwe. E. Schmiedel. Bergter- Helfer's Oranienhallen, Konzert. Oranienstr. 51. Säle für Vereine u. Festlichkeiten bis Eintritt 20 Pf. zu 200 Perfonen noch mehrere Tage Programm unentgeltl. frei. Sylvester noch zu vergeben. Gute nußb. Vertikow m. Muschel verf. preisiv. Sarkander, Admiralstr. 22. Kanarienhähne 5 M. u. Weibch. vert. Während des Konzerts im Neben- Saal: Familien- Kränzchen. Ranzenbach, Schwedterstr. 227, v. III. Teppiche Steppdecken von 6,- bis 120,- Mt. Gardinen von 5,- bis 20,- Mt. Läuferstoffe von 1,50 bis 10,- Mt. Portièren von 30 Pfg. bis 4,- Mt. von 60 Pfg. bis 20,- Mr. Tischdecken von 1,50 bis 20,- Mr. offerirt zum Vereinszimmer 5. Grothe, Stralfunderstr. 34. Kleiderspind, Bett, mit Matraße bill. Berlin, Banfitr. 29. 1806b Fahrräder, Rower, auch gebrauchte. Arbeitsmarkt. * Kindermädchen u. Mädchen f. alles Theilzahl. gest. 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Tages- Ordnung: Der Ausstand der Hafenarbeiter in Hamburg und seine Bedeutung für die Arbeiterklasse. Die Versammlungen finden in folgenden Lokalen statt: Berliner Bock Brauerei, Am Tempelhofer Berg. Konzerthaus Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Keller, Koppenstraße 29. Schweizer Garten, Am Friedrichshain. Kösliner Hof, Röslinerstraße 8. 2. Wahlkreis. Sonntag, den 6. Dezember, abends 6½ Uhr, bei Zubeil, Lindenstraße 106: Oeffentliche Verlammlung. M Tages Ordnung: Vortrag des Genossen Maffatsch über:„ Der Aberglaube und seine Entstehungsursachen". 210/11 Nachdem: Geselliges Beisammensein. Um regen Besuch ersucht Eintritt 10 Pf. Die Vertrauensperson. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 3. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Versammlung am Donnerstag, den 10. Dezember, abends 8 Uhr, in Möhring's Märkischem Hof", Admiralstr. 18e. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Leo Arons über: Genossenschaftswesen. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 24014 Gäste haben Zutritt.- Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorftand. Achtung! 6. Wahlkreis. Achtung! Sozialdemokrat. Lese- u. Diskutirklub der„, Freundes Deffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 6. Dezember, nachmittags 51/2 Uhr, in Mörschel's Saal, Schönhauser Allee Nr. 28. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Albert Schulz über: Unsere sozial. politische Situation". 2. Diskussion. 100/2 Der Einberufer. Bur Deckung der Unkoften findet Tellersammlung statt. Nach der Versammluna gemüthliches Reisammensein. Kronen- Brauerei, Alt- Moabit Nr. 47-49. Berliner Arbeitervertreter- Verein. Referenten: Liebknecht, Frohme, Legien, v. Elm, Förster, Molkenbuhr. Bei der Bedeutung des zur Verhandlung stehenden Themas erwarten wir von der Berliner Arbeiterschaft eine rege Betheiligung. werden pünktlich eröffnet. Versammlung Dienstag, den 8. d. M., abends 8½ Uhr, bei Buske, Grenadierstr. 33. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Stadthagen über:„ Die Die Versammlungen Novelle des Unfallversicherungs- Gefeßes. 2. Distuffion. 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Die Vertrauenspersonen. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Größte Auswahl Ueberzeugen Sie sich selbst da= von, daß der ,, Kleider- Pascha" Branchen- Versammlung der Drechsler billiger verkauft wie jebe Stonam Dienstag, den 8. Dezember, abends 8 1hr, im ,, Englischen Garten", Alexanderstraße Nr. 27 c. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen O. Lochmann. 2. Stellungnahme gegen die wortbrüchigen Arbeitgeber. 79/14 Besonders eingeladen sind die Kollegen der Herren Mattka, Wienerstr. 43, Prässmann, Alexandrinenstraße 8, Weber Nachf., Sebastianstraße 69, Voigt & Kaemer, Alte Jakobstr. 20, Gebhardt, Lindenstr. 51. Achtung, Stuckateure! Montag, den 7. Desember 1896, abends 8 Uhr: Regelmässige Fachvereins- Versammlung bei Buske, Grenadierstraße 33. Tages Ordnung: 1. Fortseßung der General- Versammlung. Bericht sämmtlicher Kommiffionen. 2. Gewerkschaftliches. Mache darauf aufmerksam, daß die nächste Versammlung erst wieder im neuen Jahre stattfindet und zwar am Montag nach dem 15. Januar. Der Vorstand. Achtung! Kaufleute! Achtung! Kaufmännische Angestellte, Handlungsgehilfen und Handlungsgehilfinnen! Morgen, Montag, den 7. Dezbr., abends 8½ Uhr, Große öffentliche Versammlung im großen Saale von Keller, Koppenstr. 29. Tages Ordnung: M 9015 1. Wie steht's mit der Sozialreform? Referent: Reichstags Abgeordneter August Bebel. 2. Diskussion. Zu dieser Versammlung hat jedermann, Männer u. Frauen, Zutritt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. m furrenz! Winter Paletots in entzückenden Farben 9, 12, 14, 18-24 Mk. CF Pelerinen- u. Hohenzollern- Mäntel, warm gefüttert, 12, 14, 18, 20-32 tk. Jacket- u. Rock- Anzüge, schneidig und elegant, 8, 10. 12, 15, 18-30 k. 534 Der Vorstand. Bildungsverein„ Mehr Licht" ( früher: Ethische Gesellschaft.) Sonntag, den 6. Dezember, abends 6 Uhr, Alexanderstr. 270: Versammlung. " Vortrag des Frl. Altmann über: Das Weib." Diskussion. Nachdem: Geselliges Beisammensein und Tanz. Gäste stets willkommen. Stockarbeiter! 55118 Joppen, mit und ohne Mitglieder- Versammlung des Fachvereins der Stodarbeiter Futter, Hofen in vorzüglichen, haltbaren Qualitäten, Knaben- und BurschenAnzüge, sowie VeterinenMäntel und Paletots von 3 Mk. an. am Montag, den 7. Dezember 1896, abends 8½ Uhr, bei Keller, Koppenstraße 29. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Julius Türk. 2. Diskussion. 3. Werkstatt- Angelegenheiten. 4. Berschiedenes. 125/2 Der Vorstand. Sleider Pascha Freie Vereinigung der Zivil- Beruismusiker Rosenthalerstr. 32 Ecke Sophienstr.( Eckladen). Sonut. geöffn. v. 8-10 u.1-19. anartenroller, bochfein, a. Weibch Berlins und Umgegend. Dienstag, den 8. Dezember 1896, vormittags 10% Uhr, im Lokale des Herrn Röllig, Rosenthalerstr. 12: Ausserordentliche Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 1 1. Endgiltige Beschlußfassung über die Statutenänderung. 2. Vereins3. Zucht. D. Sand, Koloniestr. 38, v. III. Angelegenheiten und Verschiedenes. 504 Sämmtliche Mitglieder werden hierdurch ersucht, pünktlich zu er Passende Weihnachtsgeschenke Hüte für Knaben v. 1 M. an, für Herren 2-3 M. Beste Qualität 3,50 Mk. Nadelschirme von 2 Mk. an!! Schirme, name, Belzwaaren, Berein deutscher Schuhmacher Filiale Gravatten Sonntag, den 6. Dezember, abends 6 Uhr: Gemüthl. Beisammensein bei Cohn, Beuthstr. 20. Um zahlreichen Besuch bittet Brunhilde, selbstgewebte, echtfarbige u. unverwüßt: iche Haus- Kleiderstoffe. Ortrud und Rosalinde, neuefte und eleganteft e Promenaden- Kleiderstoffe. M* [ 169/5] Der Vorstand. Roland- Cheviot, Spezialität unerreicht in Haltbarkeit und Eleganz; andere Herrenstoffe in nur modernen und geschmackvollen Dessins zu sehr billigen Preisen. Portièren in größter Auswahl. Alle Aufträge von 20 Mark an und Muster sets franko. Carl H. Klippstein& Co. in Mühlhausen i. Thür. 11. 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Dez., abends 812 Uhr, bei Gerth- Tempelhof( Dorfstr.): Lese- Abend des Arbeiter- Bildungsvereins. Tagesordnung: Vortrag des Genossen Grimpe. Diskussion Achtung, Töpfer! Oeffentliche Versammlung am Dienstag, den 8. Dezember 1896, abends 6½ Uhr, in Friedrichsberg, Wartenburgstr., bei B. Lauge. Tagesordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen von Friedrichsberg und Umgegend zum Anschluß an den Verein der Töpfer Berlins und Umgegend. 2. Gewerkschaftliches. Um regste Betheiligung der öftlichen Vororte ersucht Der Vertrauensmann. part.( hein Laden) Ging, vom Flur. Sonntag, Günstigste Omnibus-, Pferde- und Stadtbahn- Verbindung. den 6. d. Mts., nachmittags 2½ Uhr, Bismarckpr. 14: Oeffentliche Verlammlung Charlottenburg. Sonntags geöffnet von 1/28/210 und aller bei den Leitergerüst- Anstalten beschäft. Arbeiter, sowie aller auf den Holzplätzen beschäftigten Arbeiter. Tagesordnung: Vortrag über„ Unsere Existenzbedingungen". 79/18 1/ 22-1/ 29 Uhr. Verantwortlicher Debatteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Jujeratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mr. 286. Abgeordnetenhaus. 8. Sigung vom 5. Dezember. 11 Uhr. Am Ministertisch: Kommissarien. Eingegangen ist ein Vertrag mit den Niederlanden wegen Unterhaltung des Seefeuers auf Borkum sowie die Beleuchtung und Betonnung der Unter- Ems. Abg. v. Ehnern( natl.) bedauert die Ablehnung der Kom miffionsberathung, zu der doch Zeit genug vorhanden sei. Die Tragweite der Vorlage sei unübersehbar, eine Nothwendigkeit für dieselbe liege nicht vor. Jedenfalls werden die reichsgeseßlichen Bestimmungen durch die Vorlage verschärft. Auffällig war, daß der Regierungsvertreter sich gegen den von keiner Seite im Hause erhobenen Vorwurf vertheidigte, daß finanzielle Gesichtspuntte nicht in Frage kämen. Da es nicht gelungen ist, die Bedeutung der Vorlage aufzutlären, so wird Redner mit seinen Freunden die Vorlage ablehnen. Regierungs Kommissar General- Steuerdirektor Burghardt: Der Vorwurf, finanzielle Gesichtspunkte zu verfolgen, ist gegen die Regierung in der Presse erhoben. Die neue Reichsgesetzgebung geht dahin, die seßhaften Händler und Geschäftsleute zu beschränken gegenüber dem Gewerbebetrieb im Umherziehen, und da ist es unsere Pflicht, unsere Landesgesetzgebung in Uebereinstimmung zu bringen mit der neueren Gesetzgebung des Reiches. In den Einzelstaaten würde man mit recht sagen, daß für sie kein Grund vorläge, die Gesetzgebung zu ändern, so lange das in Preußen nicht geschehen ist. Abg. Dr. Sattler( natl.): Ein Theil meiner Freunde steht dem Schuße der seßhaften Geschäftsleute sympathisch gegenüber; aber ohne nähere Prüfung der Vorlage fönnen wir derselben nicht zustimmen. Jedenfalls sollte man die Steuer den Gemeinden zufließen lassen. Sonntag, den 6. Dezember 1896. Versammlungen. 13. Jahrg. Nach weiteren nochmaligen Ausführungen der Abgg. v. Brock zur Aushilfe angenommen sind, könne allerdings eine kürzere hausen und v. Eynern wird mit knapper Mehrheit die Vorlage Kündigungsfrist vereinbart werden, auch sei dieselbe nicht an an eine Kommission von 14 Mitgliedern zur Vorden Monatsersten gebunden. Als Aushilfsstellungen gelten jedoch berathung überwiesen. nur solche, deren Dauer nicht über drei Monate währt. Durch diese Die Konvertirungs- Vorlage und die Vorlage betr. Bestimmung werde die Gefahr nahegelegt, daß die Prinzipale, um die nehmigt. die Hessische Ludwigsbahn werden debattelos in 3. Lefung ge- Kündigung zu umgehen, ihr Personal nur noch auf Aushilfe Der Antrag v. Schenckendorff( natl.), betr. engagiren und zu dem Mittel greifen würden, den Gehilfen nach Förderung des Fortbildungsschulwesens, wird von der Tages- drei Monaten zu entlassen, um ihn vielleicht am nächsten Tage ordnung abgesetzt wegen Abwesenheit des Finanzministers. aufs neue zur Aushilfe einzustellen. Um dem vorzubeugen, 3weite Berathung der Novelle zum Geseze über die Nächste Sigung: Donnerstag, 10. Dezember, 11 Uhr: Antrag müßte festgesetzt werden, daß solche Aushilfsengagements die mit Besteuerung des Gewerbebetriebes im Umber- Schenckendorff( natl.), betr. Fortbildungsschulen, und Antrag derselben Person wiederholt abgeschlossen würden, als feſte ziehen. Gesetzes. Weyerbusch( frt.), betr. Aenderung des Kommunalabgaben. Engagements zu behandeln seien. Probeengagements behandele der Entwurf wie definitive. Gegen diese Bestimmung würden Schluß 13/4 Uhr. wohl die Prinzipale Sturm laufen. Nach§ 65 könne das Dienstverhältniß ohne Kündigung von beiden Seiten gelöst werden, wenn erhebliche Gründe vorliegen. Hier bedürfe es einer präzisen Bestimmung der Entlassungsgründe, wie sie Ueber die Revision des Handels- Gesetzbuches sprach die Gewerbe- Ordnung hinsichtlich der Gewerbegehilfen enthalte. Rechtsanwalt Heine am Mittwoch in einer Versammlung von Das Recht des Gehilfen, beim Austritt ein Zeugniß über Art Handelsangestellten. Der Redner führte im wesentlichen etwa und Dauer seiner Beschäftigung zu verlangen, sei bis jetzt vielfolgendes aus: Der neue Entwurf des Handels- Gesetzbuches fach bestritten, aber nun im Entwurf festgelegt worden. Die berühre vielfach die Interessen der Handelsangestellten und bringe vielbesprochene und von den Prinzipalen zum theil bis ins bedeutsame Aenderungen gegenüber dem Wortlaute des jezigen Ungeheuerliche ausgedehnte Konkurrenzklausel erkenne der Entwurf Handelsgefeges, gehe aber nur in wenigen Punkten über gleichfalls an, wenn sie so gehalten werde, daß das Fortkommen des das hinaus, was bereits durch die gerichtliche Praxis Gehilfen nicht in ungebührlicher Weise geschädigt werde. Auch hier sei festgelegt sei. Der Entwurf unterscheide Personen, welche der richterlichen Auslegung wieder ein weiteres Feld eingeräumt. kaufmännische Dienste zu leisten haben,( Gehilfe und Lehr- Die Prinzipalsvereine bemühten sich ja, eine Verschlechterung des ling) und solche, deren Arbeit in nichtkaufmännischen Diensten Entwurfs zu erzielen, wobei die Mehrheit des Reichstags hinter bestehe( Packer, Hausdiener 2c.). Letztere unter anden bisher ihnen stehe, sodaß der Entwurf wenig Aussicht auf unveränderte der Gesinde- Ordnung, werden aber nunmehr der Gewerbe- Annahme habe. Das dürfe jedoch die Gehilfen nicht abOrdnung unterstellt. Nun müsse man fragen:" Was sind halten, ihre Forderungen auf Verbesserung zu stellen und taufmännische Dienst e?" Der Entwurf drücke sich dieselben durch ihre Organisation und die Presse nachdrücklich zu hierüber nicht bestimmt aus, er sage vielmehr, daß in Streitfällen vertreten. der Ortsgebrauch maßgebend sein solle, und lasse damit In der Diskussion stimmten mehrere Redner den Ausführungen der richterlichen Auslegung einen weiten Spielraum. Es sei des Referenten zu und begründeten die gemachten Verbesserungs. zweifelhaft, ob mit dieser Bestimmung den Interessen der vorschläge zum theil durch drastische Beispiele aus der Praxis. Handelsangestellten gedient fet. Wenigstens müßten derartige Dann wurde eine Resolution angenommen, die hauptsächlich folStreitigkeiten durch fachmännische Schiedsgerichte analog den gendes fordert: Gefeßliche Festlegung des Begriffs, faufmännische Gewerbegerichten entschieden werden. Eine neue und wichtige Dienste". Für Gehilfen eine tägliche Arbeitszeit von höchstens Bestimmung des Entwurfs sei die, des Entwurfs sei die, daß die Reisenden 10 Stunden, für Lehrlinge 8 Stunden. Dieselbe soll in die Zeit zu feiner anderen Verrichtung verpflichtet wären, als zum Reisen. von 6 Uhr morgens bis 8 Uhr abends fallen und durch Pausen Sehr rigoros sei die Bestimmung, die den Gehilfen verbiete, auf von mindestens 2 Stunden unterbrochen werden. Die Be eigene Rechnung Handel zu treiben. Dies Verbot sei über- ftimmungen über die Geschäftsräume sind auch auf Wohn- und flüssig, da das Gesetz über den unlauteren Wettbewerb den Prinzipal Schlafräume ausdehnen. Gehaltszahlung am 15. und letzten genügend vor der Konkurrenz des Gehilfen schütze und derselbe sich jeden Monats und entsprechende Anwendung der§§ 115 strafbar mache, wenn er die durch seine Stellung erworbenen bis 119 der Gewerbe- Ordnung. Wegfall der Bestim Kenntnisse in seinem eigenen geschäftlichen Interesse zum Schaden mung, die dem Gehilfen verbietet, auf eigene Rechnung des Prrinzipals ausnuße. Ueber die Art und Weise der Lohn- Handel zu treiben, sowie der Konkurrenzklausel. Krankenkassenzahlung fage der Entwurf nichts. Den Gehilfen sei zu rathen, bezüge des Gehilfen dürfen nicht vom Gehalt abgezogen werden. daß sie in dieser Hinsicht dasselbe fordern, was die Gewerbe- Die Geschäftsräume find gemäß den Anforderungen der Gesund= Ordnung den Gewerbegehilfen bereits zugesteht. Der heit 2c. einzurichten, nicht wie es im Entwurf heißt: soweit § 57 des Entwurfes verpflichte den Prinzipal, die Geschäfts- die Natur des Betriebes, sondern soweit Die räume so herzurichten, daß Leben, Gesundheit und Betriebsart e3 gestattet. Bei einem Engagement Sittlichkeit der Gehilfen nicht gefährdet werde. Dabei sei die auf bestimmte Zeit, welches in Ermangelung einer Abg. Möller( natl.): In den entwickelten, zusammen- Frage angeregt worden, warum dieselbe Pflicht den Prinzipalen Kündigung als verlängert betrachtet werden soll, hat die hängenden Ortschaften der Industriegegenden ist es ein Unsinn, nicht auch für die den Gehilfen etwa überwiesenen Wohnräume fechswöchentliche Kündigung für den Schluß des Kalenderdas Aufsuchen von Bestellungen in den Nachbarorten besteuern auferlegt wurde. Diese Lücke sei aber bereits durch§ 618 Abs. 2 Vierteljahres in fraft zu treten. Ein Aushilfsengagement darf zu wollen; für die Beschaffung von Lebensmitteln und anderen des Bürgerlichen Gefezbuches ausgefüllt. Wenn der Entwurf die Dauer eines Monats nicht überschreiten. Der Gehilfe foll Bedarfsartikeln ist das gar nicht durchführbar. In der vorschreibe, daß einem Angestellten, der durch unverschuldetes Un berechtigt sein, das Engagement sofort zu lösen, wenn der Rommissionsberathung hätten sich diese Bedenken erörtern lassen glück an der Ausübung seiner Arbeit verhindert werde, des Prinzipal das Gehalt oder Unterhalt nicht pünktlich und nicht in und wir hätten einen werthvollen Kommentar zu dem Gesetz Gehalt bis zur Dauer von sechs Wochen weiter gezahlt werden der gefeßlichen und geschuldeten Art leistet und den Geerhalten. müsse, so sei das als ein Fortschritt gegen die jetzt geltenden hilfen zu vertrags bezw. gesezwidrigen Arbeiten verwendet; Abg. Kirsch( 3.): Die Kommissionsberathung hatte gar Bestimmungen zu begrüßen. Ungerecht sei es jedoch, daß davon ferner, soweit der Gehilfe auf Provision angestellt ist, wenn der teinen Zwed. diejenigen Beträge abgezogen werden können, die der Gehilfe aus Prinzipal ihn an der Thätigkeit hindert, durch die er die Provision Abg. Dr. Hammacher( natl.): Seit 88 Jahren gehöre ich Kranken- oder Unfalltassen bezieht, da doch diese Kassen zum verdienen kann. Der Gehilfe, dem der Prinzipal Grund gegeben dem Abgeordnetenhause an, aber nie ist es vorgekommen, daß größten Theil, ja bei den freien Hilfstassen ausschließlich von hat, die Stellung sofort zu verlassen, soll Anspruch auf Gehalt, man ein Steuergeset ohne Kommissionsberathung annimmt. den Geldern der Angestellten erhalten würden. Die Kündigungs- Unterhalt und entgangenen Verdienst bis zum Ablauf der ( Sehr richtig!) Eine Kategorie von Gewerbetreibenden soll hier frist set auf mindestens einen Monat festgesetzt und Kündigungsfrist haben. Als Grund zur sofortigen Entlassung durch besteuert werden; da müssen wir doch die Tragweite der Vorlage zwar dürfe, entgegen den jeßigen Bestimmungen, die Stellung den Prinzipal gilt nicht, wenn der Gehilse ohne deffen Einwilligung prüfen. nur zum 1. des Monats gefündigt werden. Mit Gehilfen, die Handel treibt, und wenn der Gehilfe durch Krankheit oder Reg.- Kommissar Burghardt: Die Ueberweisung an die Gemeinden ist unthunlich. Abg. Gothein( frs. Wg.): Wie geht es denn zu, daß die Vorlage nicht von dem Handelsminister gezeichnet ist? Abg. Reichardt( natl.) ist ebenfalls mit der Tendenz der Vorlage einverstanden; hält dieselbe aber für so unflar, daß er auf Verbesserungsanträge verzichten müsse; er wird gegen die Vorlage stimmen. Die Reichsgesetzgebung könne uns nicht zwingen, schädliche Geseze zu machen. Regierungs- Kommissar Geb. Rath. Struh: Die Vorlage wird vom Handelsminister ausdrücklich gebilligt; äußerlich stellt sie sich aber als Steuergesetz dar und mußte deshalb vom Finanzminister eingebracht werden. Von einer Ueberraschung" tann feine Rede sein, selbst der Abg. Richter deutete an, eine solche Vorlage wäre ja zu erwarten gewesen. Abg. v. Brockhausen( t.) Seine Freunde werden jeden Abänderungs- Antrag ablehnen. Sonntagsplandevei. = nahm sich vor, er wolle arbeiten. Und er stürzte sich in die zuvorkommt, welches Entzücken! Meyer Triumphator! Vor Arbeit. Stolz gefchwellt nimmt er die Glückwünsche der neidischen Auf dem Bureau des Geheim- Kommissars herrschte helle Welcher Art fie war, ds haben jeht die naivsten Gemüther, Kollegen entgegen und der Verleger steht im Hintergrunde. Gnädig Verzweiflung. Acht Tage waren vergangen und wieder hatte die frömmsten Bürger staunend mit erlebt. Inmitten der Auf- fegnet er das Wert seines diensteifrigen Kulis. Das ist gleicher sich nicht blicken lassen, Er, der große Agent, zu Zeitenregungen in den jüngsten Tagen wird mancher eines Verstorbenen falls ein Merkmal der kapitalistischen Entwickelung unserer Presse. auch der große Unbekannte. Nervös, zerstreut, unwirsch war gedacht haben, dessen Name typisch geworden ist. Welches Stait Beobachter und Ergründer der Zeitläufe und Tagesder Geheim- Kommissar. Wieder eine Woche verloren, seufzte fittliche Pathos wendete dieser Mann auf, als er noch zu ereignisse zu erziehen, erzielt die kapitalistische Presse mit Vore er auf und überlegte, ob er nicht noch einen Fährten- Gerichte faß. Wie wußte die Bureaukratie dreinzufahren: liebe die Nachrichtenjäger, die Schnüffler und Spürhunde. Der sucher auswählen solle, um seinen Lieblings Schweiß- Es giebt tein Spigelthum! Das lebt nur in der Einbildung allmächtige Verleger im Hintergrund spornt zu immer größerem hund zu bewachen, daß der nicht etwa Kreuzspringe von Umstürzlern und Rebellen!- In tolles Gelächter über die Eifer. Er kann die Hungerpeitsche schwingen und kann wohlmache. Während der Geheimkommissar sorgenvoll auf- und ab- neuerlichen Enthüllungen fann jetzt die Schadenfreude ausbrechen. wollend grinsen. Ja manchmal, wenn er besonders guter Laune ging, flopfte es an die Bureauthüre. Ein gedämpftes, an- Wenn in gewissen historischen Romanen kleine Intriguen wichtige ist, läßt er sich sogar herbei, Beifall zu klatschen. Nicht etwa muthiges, freundliches Klopfen. Den langen Wilhelm tenn' ich Umwälzungen herbeiführen, so meint man: Das sind eben spott- lauten, brausenden Beifall, sondern er applaudirt, wie zartam Geläut', so dachte der Geheim- Kommissar, seine Kummer schlechte Erzählungen, wohlfeile Sensationen. Nun ist einmal vornehme Damen zu applaudiren pflegen. Der Kuli tönnte sonst mienen glätteten sich und fast hätte er den allzeit getreuen solche Sensation buchstäblich wahr geworden. übermüthig und allzu begehrlich werden. Agenten stürmisch umarmt, als der eintrat. Lieber, lieber, junger Freund", so sprach er mit Nachdruck, wo find Sie denn geblieben, die lange, lange Zeit? Mau, mau in's", entgegnete der fehnlich Erwartete. Nun lauf ich, straßauf, straßab. Wo irgend in einem Redaktionchen öffentliche Meinung fabrizirt wird, da hab' ich ehrlich geschnüffelt. Der Teufel hol' es! Karg lohnt das Handwerk. Es ist rein zum moralisch werden. Für den Verleger ist dann die Witterung, wie sie jeweilig in der hohen Gesellschaft, in den Kreisen der Machthaber herrscht, eine Hauptsache. Um darüber Bescheid zu haben, da lohnt es sich schon, ein übriges zu thun; selbst vor dem Extra Douceur schreckt man nicht zurück. So schließt sich em Glied des Uebels an das andere. In der Hay, in dem Wettrennen um die begehrte Nachricht fragt man nicht mehr viel nach dem Woher? Und man handelt nach dem Grundsatz jenes Amerikaners, der seinem Sohne predigte: Junge, mach Geld! Kannst Du's ehrlich, dann ehrlich. Wenn nicht mach Geld! Schaff' Sensation, schlag' mir den Konkurrenten, fagt das kapitalistische Blatt. Kannst Du's mit reinen Mitteln, also mit reinen Mitteln. Wenn nicht schaff' Sensation! Das ist mit daran schuld, daß Existenzen möglich sind, wie Leckert und Lüßow, und daß diese Leute für dunkle Pläne Helfershelferdienste zu leisten vermögen. Die ernste politische Seite der Intriguenkomödie wird noch vielfach erörtert werden. Aus humoristische grenzt es, wie jetzt im Zeitungswald jeder ängstlich von den journalistischen Geheimagenten wegrückt, als wäre niemandes Aermel von ihnen gestreift worden Dies Sauberkeitsbedürfniß auf einmal! Schon geht das Wehklagen im Lande um: Nun wird wieder das Mis trauen gegen die Breßbengel wachsen, nun wird der Bürgersmann wieder sein verstärktes Vorurtheil gegen den Journalismus Da bedeckte ernste Blässe das Gesicht des Hauptmanns der hervorholen, wegen der paar Rändigen werden die Gesunden Geheimen. Erregt fuhr er auf und die Worte sprudelten jäh| büßen müssen. von seinen Lippen:" Was, mau? Wie denn, mau? Sie, ein Was soll denn dies Geflenn? Der ist selber ein armer gewigter Beitungsschreiber. Sie sollten doch den Erfahrungssatz Tropf, der der Mißachtung der Tröpfe nicht zu widerstehen vermag. fennen: Ueberall, wo ein Zeitungsschreiber hinkommt, muß etwas Wen's nicht juckt, der wird sich nicht fragen. Und ist das Preß passiren. Gebt Ihr Euch ehrlich für Zeitungsschreiber, so tom- wesen wirklich so lämmchenweiß und so ganz unschuldig am Gemandirt die Zeitereignisse. Nichts Neues! Nichts gehört! deihen der Leckert und Lützow's? Giebt es da keinerlei innerDamit kannn jeder kommen, und ich brenne vor Ungeduld. Mich liche Zusammengehörigkeit? Den angesehenen Zeitungsschreibern verzehrt der Thatendrang. In mir hämmert's! Wieder nie ist der und jener längst schon verdächtig. Auf den Parlaments- Tief wurzelt in der kapitalistisch erhaltenen Bresse ber manden von den Schädlingen niedergemacht. Von den hoch- tribünen, im Café tuschelt man einander in die Ohren: Achtung, Bug zum Bediententhum. Wer heillosen Respekt vor den Machtfahrenden Leuten, die sich in den Borzimmern der Minister der Mann ist oberfaut. Die Vermuthung verdichtet sich zur Gewiß habern empfindet, der wird alle Aeußerungen dieser Machthaber Nachrichten holen. Wie ich sie verachte, die gespreizten heit; denn es wäre wirklich schlimm, wenn die Intelligenz der An- mit ängstlicher Aufmerksamkeit verfolgen. Wenn die RespektsPfauen die ihre fümmerliche Weisheit von der ständigen die ränkevolle Findigkeit bezahlter Geheimagenten nicht person einen schiefen Mund zieht, so wird der Diener scharf= Rölnischen Zeitung" bis zum„ Jhenplizer Landboten" durchschaute. Man sollte nun annehmen: Es müßten die Anständigen sinnig und lange kombiniren, was ist die Ursache davon, welche niederlegen. Die armen Hühner! Von den höheren Bahnen der sich zusammenthun und den feilen, verrätherischen Einbrecher aus Folgen kann sie haben? Dann wird Geheimnißträmerei ge Politik haben sie nicht einen Schimmer" auf die Fußspizen ihrer Mitte peitschen. Ihm müßte ein Mal aufgeprägt werden, trieben, Unwesentliches aufgebauscht und Wesentliches fallen richtete sich hier der Geheim- Kommissar in die Höhe aber sie daß er kenntlich werde auch für den minder Erfahrenen und für gelassen. gackern, sie gackern, fie gackern! Schmierfinken sind sie; wissen Sie den Vertrauensseligen. Wenn dies Volk sich nur über Man gewöhnt sich daran, überall auf kleine Winkelzüge zu mir gar nichts Neues von diesen Bengeln mitzutheilen? Sehen das Empörendite, was es giebt, empören tönnte. Statt stoßen. Das Auge verlernt es, große, grade Linien zu sehen; Sie sich vor junger Mann. Nur ein tüchtiger Arbeiter ist seines deffen hüllen sich die Wissenden in diplomatisches Schweigen. die jüngste Hamburger Streitbewegung hat es wieder bewiesen. Lohnes werth. Und ein tüchtiger Pflüger auf Ihren Acker findet man drückt dem dem Agenten" mit tüblerer Reserve die Wenn je ein Streit aus spontanem Unwillen der Arbeitermenge immer Neuigkeiten, pikante Neuigkeiten, werthvolle Neuigkeiten. Hand, als zuvor. Man läßt sich vor der Deffentlichkeit gerade geboren war, ist es der Hamburger Streit. Ein Kampf, der Ein Schock, wenn er will, und eine Mandel dazu! Verstehen Sie nicht gerne mit ihm ein. Man zuckt mit den Achseln, wenn sich aus Erbitterung entstand und mächtig anschwoll. Statt einer nach ihm erfundigt. Aber man duldet ihn dennoch, wenn die mich, junger Mann!" einfachste Erklärung git finden, suchte man in Der junge Mann aus feiner Familie hatte einst beffere Tage gleich jeder sich zusagt, den Mann mit Vorsicht zu genießen. dessen nach den verzwicktesten Gründen. Wie soll es gefehen. Ein Weilchen stammelte er verlegen und stand da wie Wer weiß, vielleicht kann er noch nüßlich sein. Und damit ist denn gerade in der Welt zugehen? Also erfann man das ein geprügelter Hund. Aber seinesgleichen leidet nicht an allzu der Kernpunkt erreicht, auf dem bis zu gewissem Sinn Geheim- Narrenmärchen Don der englischen Intrigue, von peinlicher Schmerzhaftigkeit. Er schüttelte die Schläge von sich polizei und schnüffelnde Reportage sich treffen. Der Geheime" ist englischen Rhedern. Ein intriguantes Scharlatangeschlecht kann und rasch fand er den Humor des Weltmannes wieder, der, mag zwar kein Gentleman. Kollege Meyer weiß das, wie Kollege es nicht faffen und nicht glauben, daß man ohne Schleichwege er auch herabgekommen und vor der Zeit verlebt sein, sehr wohl Müller. Aber er hat Beziehungen". Es sind die Beziehungen aufrecht auf ein Ziel losgehen kann, wie jetzt die Hamburger in weiß, was weltmännisches" Wesen bei uns zu lande ist. der Bedientenstube. Thut nichts! Sie riechen nicht. Manchmal ihrem Streit thun, den sie mit Enthusiasmus begonnen haben. Da heißt es, fich niemals verblüffen lassen. Immer daftehen, erfährt man doch etwas Besonderes aus den herrschaftlichen Sei ihnen werkthätige Hilfe in ihrem schweren Kampfe bewie zur Mensur bereit, schneidig, elegant! Und der Geheime" Bimmern. Und wenn Kollege Meyer dem Kollegen Müller schieden! " Alpha. den Arbeiter- Bildungsfdjule. Sonntag, vormittags von 10%-12 Uhr ab wechselnd Fortschrittsturfus in Nationalotonomie und Redeübung im totalder Nordicule, Brunnenstr. 25. Montag Abend fein Unterricht. Die Schulräume sind zur Benuzung der Bibliothek und des reichen Zeite schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. militärische Dienstleistungen an der Verrichtung seiner Dienste Die freie Vereinigung der Graveure, Ziselenre und Friedrichsfelde. In einer öffentlichen Bersammlung, die gehindert wird. Dem gekündigten Gehilfen find täglich zwei verwandten Berufsgenossen hielten am 1. Tezember ihre hier am 29. November tagte, unterbreitete der Vertrauensmann Stunden behufs Auffuchung einer neuen Stellung ohne Gehalts Mitgliederversammlung ab, in der ein Mitglied des Vereins über die Abrechnung. Danach betrug die Einnahme 245,58 M. und abzug freizugeben. Dem Lehrling find mindestens zweimal die Berrobung der Jugend und Ausbreitung des Verbrecherthums die Ausgabe 166,98 m. Genoffe Rette wurde hierauf aufs in der Woche einige Tagesstunden für den Besuch der Fort- sprach. Hierauf wurde der Versammlung ein Bericht über den neue mit diesem Amt betraut. Die Lokalkommission, die gleic bildungsschule zu gewähren. Jeder Prinzipal soll nur zwei Arbeitsnachweis unterbreitet. Danach wurden in den letzten falls ihren Bericht abftattete, bilden nach vollzogener Wah! die Lehrlinge beschäftigen, und, wenn er mehr als zwei Gehilfen hat, 14 Tagen 19 Graveure und 10 Biseleure verlangt; gemeldet Genoffen Hertel, Tyratonsty und Kette. Nach einem darf auf je weitere zwei Gehilfen ein Lehrling mehr kommen. hatten fich 10 Graveure und 8 Biseleure. Nach Erledigung beifällig aufgenommenen Vortrag der Frau Greiffenberg Brinzipale, welche einen Gehilfen oder Lehrling Hindernisse zur einiger Vereinsangelegenheiten erfolgte sodann der Schluß der erfolgte die Erledigung örtlicher Angelegenheiten, worauf der Erlangung einer neuen Stellung in den Weg legen, sollen für Versammlung. Schluß der Versammlung eintrat. Schadensersaßpflichtig erklärt werden. Prinzipale, welche den Borschriften bezüglich der Gefährdung der Gesundheit der Gehilfen Die Perlmuttarbeiter hielten am 1. Dezember eine Oberberg. Hier tagte am 29. v. M. eine Versammlung zuwiederhandeln, oder ihre Pflichten als Lehrherrn verlegen, find Branchenversammlung ab, in der F. Hoffmann in einem der an Holzbearbeitungs- Maschinen beschäftigten Arbeiter, die mit Gefängniß bis zu 8 Monaten, bei mildernden Umständen beifällig aufgenommenen Vortrag über den Werth der Vers einen äußerst günstigen Verlauf nahm. Zum Schluß ließen sich mit 800 M. zu beftrafen. Bestellung von Handels- Inspektoren. fürzung der Arbeitszeit sprach. Zum zweiten Puntt: Unsere be- mehrere von den Anwesenden in die Fachorganisation auf Einrichtung von kaufmännischen Schiedsgerichten. Ausdehnung vorstehende Lohnbewegung, wurde nach dem Bericht der Kom- nehmen. der Unfallversicherung auf die Handelsangestellten. mission folgende Resolution einstimmig angenommen: Die VerIn einer Versammlung der Gold und Silber- fammlung erklärt sich mit dem Antrage der Lohnkommission ein arbeiter, die am 30. November tagte, referirte Genosse ist aber gewillt, die im Frühjahr zu erwartende günstige Konverstanden, von einer Lohnbewegung in diesem Jahre abzusehen, Wagner über die Lohnreduktionen in den Werkstätten der unktur hierfür auszunuzen und Besteckbranche. Redner schilderte in treffender Weise den Nieder- für die Lohnbewegung eine wöchentliche Arbeitszeit von ftelt als Forderung gang dieser Branche und bedauerte die Interessenlosigkeit der 52 Stunden, sowie einen Minimalverdienst für den Arbeiter dieses Berufes an den Organisationsbestrebungen. Die in Aussicht genommene Lohnreduktion seitens der Fabrikanten Durchschnittsarbeiter von 24,00 m. auf. In der sich ansollte die Arbeiter nun endlich ermahnen, in der Organisation schließenden Debatte wurden die vorhandenen sanitären Mißden Schutz gegen das Vorgehen der Unternehmer zu suchen. In Gewerbe- Inspektion gewünscht. Hierauf wurde folgender An: stände eingehend besprochen und allseitig das Einschreiten der der Diskussion wurde mitgetheilt, daß die Firma Schneider, Stallschreiberstraße, bereits einen neuen Lohntarif vorgelegt hat, trag einstimmig angenommen: Die von der Lohnkommission angestellten Ermittelungen in der Perlmutt- Industrie haben folgen befäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Filiale Berlin I der nach Weihnachten in fraft treten soll. Desaleichen werden des festgestellt: 1. Höchst ungenügende, theilweise ganz mangelnde glieder- Bersammlung am 7. Dezember, abends 8% ühr, im Lokal des Herun bei den Firmen Herms, Körner u. Proll und Deppe Versuche gemacht, Lohureduktionen einzuführen, während mehrere Geschäfte budem 2. Ungenügende sanitäre Einrichtungen, als. Wilfe, Andreasstr. 26, Bortrag des Herrn Dr. Joël über die Eroberung fich bisher diesem Beginnen gegenüber ablehnend verhalten haben. Wafchvorrichtungen, Umkleideräume, unsaubere und mangelnde bes No bpole. Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis StralKlosets u. f. w. 3. Anschaffung eigener Werkzeuge. fund- Franzburg- Rügen. Bersammlung jeden Sonntag nach dem 1. und Schließlich gelangte eine Resolution zur Annahme, in der die 4. Arbeiten von Ueberstunden in der Saison. Die 16. im Monat bet Linte, Jüdensir. 36, vormittags 10 Uhr. Gäste willAnwesenden sich verpflichteten, an dem alten Lohntarif festzu Berlmuttarbeiter werden zur Abstellung dieser angeführten halten. Verein der Waschinißten, Heizer und Berufsgenossen Berlins und Uebelstände aufgefordert, mit den Hauptforderungen zur Lohn- umgegend. Heute nachmittags 6 Uhr in der Oranienſtr. 51, Versammlung. bewegung auch auf die Abschaffung dieser Mißstände zu dringen. Vortrag des Herrn Ingenieur Schmidtsdorff über:„ Die Attumulatoren und Unter Verschiedenem stimmte man dem Antrage zu, daß ein ihre Anwendung". jeder Perlmuttarbeiter wöchentlich 25 Pf. zum Streitfonds bei dorf. Bersammlung am Montag, den 7. Dezember, abends 8 Uhr, bet Verband der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. Zahlftelle Rir zutragen habe. Babenschneider, Hermannftr. 197. Die Kollegen von Rigdorf und Briz wer ben gebeten, zahlreich zu erscheinen. Bentilation. Arbeiter- Süngerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Bajewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelitr. 49, v. 2 Tr. Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. gabn, Echönhaufer Allee 177 c. Bund der geselligen Arbeitervereine Berline und mgegend. Alle Buschriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Hermann Verband der in Holzbearbeitungsfabriken und auf Holzpläben Mite tommen. Andreasir. 21, Beneftzvorstellung des Frl. Anna Kaschmiret. Bur Auf Privat- Theatergesellschaft„ Concordia". Heute Sonntag bet Joël führung gelangt„ Mar anne, ein Weib aus dem Bolte". Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Montag Abend 8 Uhr, bei Obit, Grunewaldstr. 104: Versammlung. Vortrag des Genossen Timm über Anarchismus und Sozialismus“. Die Buchbinder hielten am 30. November eine außer ordentliche Generalversammlung ab, in der über den Antrag be= treffend die Ginberufung eines Verbandstages im Januar 1897, der an stelle der regelmäßigen Urabitimmung treten soll, Beschluß gefaßt wurde. Während der Abstimmung, die per Stimmzettel erfolgte und von einer hierzu gewählten Kommission geleitet Die Lackirer hatten am 1. Dezember eine Versammlung wurde, berieth man über das vom Vorstand ausgearbeitete einberufen, in der Genoffe Pinn einen beifällig aufgenommenen Reglement für den Arbeitsnachweis. Dasselbe wurde nach Vortrag hielt. Sodann wurde in die Besprechung der Arbeitsturzer Debatte ohne wesentliche Aenderungen angenommen. einstellung bei der Firma F. Doll übergegangen. Wie Rauten Der Vorstand unterbreitete hierauf der Versammlung drei Anbaus berichtete, find in genanntem Geschäft Lohnabzüge bis zu träge. Der erste verlangte die nachträgliche Genehmigung für 3 M. pro Woche eingetreten und wurde außerdem die Arbeitseine Ausgabe von 1000 m. aus der Lokaltasse, die den streifenden zeit um täglich eine Stunde verlängert. Eine Weigerung, unter Lithographen vom Vorstande überwiesen waren; ein zweiter An- diesen Bedingungen zu arbeiten, wurde als gleichbedeutend mit trag forderte zur Deckung des beim graphischen Sommerfeste ent- der Entlassung erachtet. Auf diese unerhörte Zumuthung legten wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwet Buchftaken oder eine Baby standenen Defizits 50 M. und im dritten Antrag wurden für den die Arbeiter einmüthig die Arbeit nieder. Die hierauf unteranzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Arbeitsnachweis aus der Lokaltasse 5 M. Zuschuß pro Woche nommenen Verhandlungen seitens der Agitations- Kommission Gark, Bernau. Adresfiren Sie an den Vorstand der Kasse verlangt. Diese Anträge fanden in der Versammlung einftimmige führten zu teinem Resultat, da Herr Doll jede Verständigung Hamburg- Eimsbüttel, Bismarckstr. 10. Fr. Genk, Tresckows Annahme. Sodann wurde die Abrechnung vom Sommerfeit zurückwies. Von den Ausständigen sind bereits mehrere wieder straße 24a. ( Guter Montag) verlesen, die eine Einnahme von 1122,25. in Beschäftigung getreten, während sich leider Arbeiter fanden, C. B., Lindowerstraße. Bei billigen und mittleren Sorten und eine Ausgabe von 613,25 M. ergab; somit ist ein Ueber die Stellen der Ausständigen zu besetzen. Mithin mußte ein stellt sich der Zoll höher als der Preis der Waare. schuß von 509 M. vorbanden.. Das Sylvester- Vergnügen findet wirtungsvolleres Eingreifen bis zu einer besseren Geschäfts- J. Zi., R. 2. 99: Unverständlich ohne nähere Darlegung. bei Boly, Alte Jakobstr. 75, statt. Billets sind in allen Zahl- fonjunktur vertagt werden. Zum Schluß gelangten einige gewert Benutzen Sie die Sprechstunde.- A. Sch., Bliffe: Nein stellen zu haben. schaftliche Angelegenheiten zur Erledigung. Briefkasten der Redaktion. Weilmad Waarenhaus A. Brasch, WeihnachtsAusnahme- Preise! WeihnachtsAusnahme- Preise! 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WEIHNACHTS- MARKT im Messpalast, Alexandrinenstr. 110. Vom 1. bis 31. Dezember. Entree frei. 96M Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Konzert, elektr. Jilumination, plastische Darstellungen Lehrt. Stadtbahnhof von Weihnachtsmärchen, volksthümlicher Budenmarkt, täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Schaustellungen aller Art, Marionetten- Theater, Dampf= Eintritt 50 Pf. Jm Theater Saale täglich 8 Uhr großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanfchläge. Musikal. Genrebild von Adrian Roß. abends Vorträge, mit Experimenten und Das Deutsch von Hermann Hirschel. Mufit von Bertram Luard Selby. Darauf: ( Kroll.) Deutsches Theater. Die versunkene Glode. Nachm. 1/23 Uhr: Julius Zäsar. Montag: Die Weber. Berliner Theater. Kaiser Heinrich. Nachm. 1/23 Uhr: Die offizielle Frau. Montag: Kaiser Heinrich. Leffing- Theater. Der Abend. Nachm. 3 Uhr: Die Haubenlerche. Montag: Comtesse Guckerl. Theater des Westens. Zwischen Himmel und Erde. Gebildete Menschen. 3 Beitbild in 8 Aften von Bittor Léon. Morgen: Diefelbe Vorstellung. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Marianne, ein Weib aus dem Volke. Abends 71/2 Uhr: Naam. 8 Uhr: Der dritte Mann. Der deutsche Michel. 3 Nenes Theater. Bocksprünge. Bor her: Die fittliche Forderung. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: La Signora dalle Camelie. Rendenz- Theater. Verschwunden. Montag: Bocksprünge. Schiller- Theater. Vergnügte Flitter wochen. Nachm. 3 Uhr: Des Meeres und der Liebe Wellen. Montag: Demetrius. Thalia Theater. Das -OVO Wetter häuschen.( Weather or no.) Darauf: Gebildete Menschen. Montag: Diefelbe Vorstellung. Belle- Alliance- Theater. Die Tannen fee. Lumpacivagabundus. Ottend- Theater. Der deutsche Michel. Nachm. 3 Uhr: Marianne, ein Weib aus dem Volte. Montag: Der deutsche Michel. Volks- Theater. Robert und Bertram. Montag: Dieselbe Vorstellung. Theater Unter den Linden. Der Lieutenant zur See. Nachm. 3 Uhr; Der Bettelstudent. Montag: Der Lieutenant zur See. Zentral- Theater. Eine wilde Sache. Montag: Dieselbe Vorstellung. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Troubadour. Nachm. 3 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Geier- Wally. Alexanderplay- Theater. Sein Verhältniß. Nachm. 4 Uhr: Nanfen's Reise nach dem Nordpol. Montag: Sein Verhältniß. Passage Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Baufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Borstellung. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Chausseestr. 25/26. Dir. Max Samst. Sonntag, den 6. Dezember: Abends 8 Uhr: Der Troubadour. Oper in 4 Atten von G. Verdi. Dirigent: Kapellmeister Federmann. Gewöhnl. Kassenpreise( Parquet 1 Wt.) Sonntag, nachm. 3 Uhr: KlassikerVorstellung zu Abonnements-( kleinen) Preisen. Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Aften von Schiller. Montag und Dienstag: Die Geier- Wally. Schauspiel in 5 Aften nach dem gleichnamigen Roman von Wilhelmine von Hillern. Mittwoch: Zum 1. Male: PrinzFriedrich v.Homburg. Schauspiel von Heinrich v. Kleist. Billets zu sämmtlichen Vorstellungen sind schon von heute an ohne Vorbestellgebühr a. d. Theatertassez. haben. Alexanderplatz- Theater. Zum 2. Male: Sein Verhältnik. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. Eröffnung der Fettsäle im Weihnachtsschmuck. Von 5 Uhr ab: Konzertder Rumänischen Nationalkapelle Jvan Senescu aus Bukarest. Um 7 Uhr in glänzender Ausstattung: Robert und Bertram. Große Posse mit Gesang u. Tanz in 4 Aften von G. Räder, unter Mitwirkung des Herrn Georg Cordes als Li- Hung- Tchang, der Familie Derrington, Runstradf. und des Salzburger Damen- Terzetts Ruttinger. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Vollständig neues Programm. Mr. Zigg. Frères Krasucky. Miss Selina. The Piwitts. Vernier- Odette. The Luppus. Geschw. Rohnsdorf. Mr. Dale. Mr. Ganivet Mlle. Bertin. Gilbert- Seymour. Kinetograph. Robert Steidl. Isa Edelweiss. Staffeneröffnung 6 Uhr. Anfang 7/2 lbr. Konzerthaus Sanssouci Kottbaserstrasse 4a. Heute, Honntag: Passage- Panopticum. Karoussel etc. Andreas- Joel's Salons. str. Andreas21. Sonntag, den 13. Dezember 1896: Traumbilder. Vokal- und Instrumental- Konzert Eine Weihnachtsfeerie Kalveranstaltet von den mit Musik und Gesang. Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises( Often). Ohne Extra- Entrée Neu: Unter Mitwirkung des Gelang- Dereins„ Tiederfreiheit" ( Mitglied des Arbeiter- Sängerbundes). Sundert Jahre Auftreten der Gesellschaft Strelewicz. Mode. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur Australier ( Kannibalen). Münz- u. Kaiser Wilhelmstr.- Ede Winkler's grosses Anatomisches Museum ift Freitag v. 2 Uhr an nur Damen geöffnet. Entree 50 Pf. Vogler's Casino 126M früher Wett- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Jm vorderen Saal täglich: Großes Konzert E der nnübertrefflichen italienischen National- Sänger- und Tänzer Gesellschaft Dominico Conti. Entree vollständig frei. Jm großen Theateriaal: Das Versprechen hinterm Herd. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, annerkannt gute Küche. Kaufmann's Variété. Das schänke Weib der Erde ist da!! Wir bringen nun? Den schönsten Mann der Erde Stettiner Mons. Williams Sänger Zum Schluß: ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader. Pikante Novität. Bertiner Sittenbild Neu! Finke's Neu! in 8 Bildern von K. Pohle. Anfang 8 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Sein Verhältniß. Billets sind drei Tage vorher an der Theaterfasse zu haben. Sonntag, nachm. 4 Uhr: Nansen's Reise nach dem Nordpol. Ausstattungsstück in 4 Akten u. 7 Bildern von Hugo Busse. Mufit: Alb. Wicher. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Sonntag, den 6. Dezember 1896: Emil Thomas a. G. Zum 78. Male: Eine wilde Sache. Große burleste Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Musit von J. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Formen wie Apoll. Dazu das splendide Programm: Feuer speiende Teufel Lucifer u. Asmodi. Die Ringer! Abs und Cannon. Die beste Soubrette der Gegenwart Hedwig Döring. 40 Artisten. 26 Nummern. Schelmen streiche Circus Busch. Ensemble von Meyfel. Anfang präz. 7 Uhr. Entree 50 Pf. Leyte Soiréen vor Weihnachten: Telephon: Montag: Vittoria Brauerei. Dienstag: Böhmisches Brauhaus. Mittwoch: Moabiter Stadttheater. Loh- Tannin- Bad nur Chaufecitraße 35. ( Bahnhof Börse.) Sonntag, den 6. Dezember: 2 grosse Vorstellungen 2 Nachm.4 Uhr( 1 Kind unt. 10Jabren frei.) Millennium, Bilder aus Ungarn. Neue Einlage. 4 ungar. Amazonen. Der phän. Sprung über einen Landauer mit Infassen. Tonnenritt. Der gr. u. Grosser Tanz. Anfang 4 Uhr. 215/4 Billet 25 Pf. Billets sind in den Zahlstellen und bei den Mitgliedern zu haben. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Heute durchweg neues Programm. Im Heirathsbureau oder: Jawohl, Herr Lehmann. Poffe mit Gesang in 1 Att. Mita Roselli, Chansonnetten- Diva allerersten Ranges. The two Avelli, Kraft- u. Ringturner. Alwine Mentzel, Equilibristin auf rollender Kugel. Brothers Lilburne, HandstandAfrobaten u. a. m. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. 0000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Großer Jubel herrscht über das hochinteresante RiesenWeihnachts- Programm. 40 Künstler= Spezialitäten ersten Ranges. Anfang 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirt 50 Pf. Das Komitee. Berliner Aquarium Unter den Linden 68a Ecke der Schadowstrasse. Schadowstr. 14. Eingang Heute Sonntag Eintrittspreis 50 Pfg. Reichhaltige Ausstellung von Land- und Seethieren, wie Affen, Riesenschlangen, Krokodile, Hai- u. Tintenfische, Quallen etc. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnbogen Im Frühlingsglanze! Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Glite- Orchester„ AN Heil". Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". Hopfenlaube: Inftrument. Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft„ Eder." Theater Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten 11. f. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Borzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 Pf. Berndt's Würstelftube. Nr. 7. Molkenmarkt Nr. 7. Empfeh. mein Vereinszimmer m. Piano. Verband aller im Handels- und Transport- Gewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter. Hente, Sonntag, den 6. Dezember 1896, nachmittags 4 Uhr: Außerordentliche General Versammlung D in Cohn's Festsälen, Beuthstrasse 20-21.( Großer Saal.) Tages- Ordnung: 1. Mittheilungen. 2. Die Angelegenheit Oswald Grauer. 3. Antrag auf Ausschluß desselben. 75/16 4. Antrag des Kollegen Ladewig: Der Handels- Hilfsarbeiter" stellt mit dem 1. Januar 1897 sein Erscheinen ein. Von seiten des Verbandes tein etwa 8, 14 Tage, 3 oder 4 Wochen erscheinendes Organ zu gründen, da das bisherige in feiner Weise den gestellten Erwartungen entsprochen hat. Antrag des Kollegen Alboldt zur Presse". Beantrage, dem Artifel des Kollegen Peter Brüggen- Hamburg, betitelt Zur Organisationsfrage", in der Nr. 24 vom 15. Dezember im Handels- Hilfsarbeiter" Aufnahme gewähren zu wollen. " " Antrag des Kollegen Alboldt zur Preffe". a) Wahl eines Redakteurs, der nicht nur zeichnet, sondern auch für den vollen Inhalt des„ HandelsHilfsarbeiters" verantwortlich ist. b) Wahl einer Preßkommission; dieselben dürfen jedoch nicht Mitglieder des Vorstandes fein. Dringlicher Antrag des Kollegen Alboldt: In anbetracht der That sache, daß der zu Pfingsten d. J. in Halberstadt stattgehabte Berufskongres Zeit und Ort für den nächsten ordentlichen Kongreß feitgesetzt hat, befchließt die heute tagende außerordentliche Generalversammlung, daß Aufrufe und Artikel, die auf den zu Weihnachten d. J. in Aussicht genommenen Kongres hinweisen und auch zum Geldsammeln für diesen Kongreß auffordern, nicht mehr im Handels- Hiljsarbeiter" aufgenommen werden dürfen; solche Auf rufe zu veröffentlichen, steht nur dem Vertrauensmann für Deutschland zu. Der Borstand wird beauftragt, diesen Beschluß zur Ausführung zu bringen. 5. Verbands Angelegenheiten. Nur diejenigen Mitglieder, welche nicht mehr als 10 Beitrags wochen schulden und sich durch Mitgliedsbach legitimiren, haben Zutritt. Legitimation durch andere Kollegen ist ausgeschlossen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. der fl. Ungar. Außerdem interessantes Sonnabend, den 19. Dezember, abends 9 Uhr: Programm: 4 Zebras; der Dorfbarbier, höchſt Tom. Eviſobe. Auftr. d. Schul reiters Hrn. Salamonski 2c. Abends 7/2 Uhr: 3fcheus, das Waldmädchen. Konzert. 4 gezähmte Zebras. Ein ReiterinnenBäder für Krankenkassen. Potpourri. Die besten Freiheitspferde Grosser Familien- Abend in Louis Keller's Festsälen, Stoppenstr. 29. Sumorist. Vorträge. Gratis- Berloosung. Gr. Ball. Programm gratis. Probebad 1 Mark. b. Dir. Busch. Spezialitäten 1. Rang.Anfang Uhr. Entere: Herren 50, Damen 25 Pf. Vorzügl. Clowns. F. Pettersson. Morgen: scheus. 4 3ebras. Die Billets vom 22. November behalten ihre Giltigkeit. Der Vorstand. Bu recht zahlreichem Besuch ladet ein Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jaeobey in Berlin. Für den Inferatentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. 75/15 Schuhwaaren Aufmerksam lesen! hervorragendster Fabrikate zu billigsten Preisen unter sicherster Garantie für beste Haltbarkeit durch Garantiescheine, die Jedermann beim Einkauf erhält, für auswärtige Käufer genügt die empfangene Rechnung. * Ich bitte meine geehrte Kundschaft, von dem Anspruch auf mit einem bezeichneten Artikel sind ausnahmsweise theils mit Factiszuthaten in der Einlage friedenheit des Käufers mit größter Liebenswürdigkeit und Zuvorkommenheit erledigt. Entschädigung für unangemeſſene Saltbarfür unangemessene Saltbar rücßigtslos den ausgiebigsten Artifel find als solche auch die reellsten und werden nicht anders in den Handel gebracht. hergestellt, da sie sonst ihren Zweck sehr leicht zu sein nicht erfüllen würden. Diese feit meiner Schuhwaaren Gebrauch einen eigenen Fabrikaten Lieferanten gegerbter Säute für die reelle da ich alle meine Lieferanten fertiger Waaren, sowie bei Es lebt im Publikum die Anschauung, daß jene Einlage, die sich in Schuhwaaren zwischen Sohle Saltbarkeit haftbar mache. Bei etwaiger Reclamation ist weiter kein Wort zu verlieren Diese Ansicht ist eine irrige. und Brandsohle befindet, minderwerthig ist, sobald sie aus Span und nicht aus Leder besteht. Die Spaneinlage ist um mehr als das Vierfache theurer als das nöthig, nur Vorlegung des Reclamationsscheines, oder, falls der Käufer verhindert ist, Leder, welches man hierfür zu verwenden pflegt. Spaneinlage ist nicht nur leichter, sondern selbst zu erscheinen, die schriftliche Angabe der auf dem Reclamationsschein befindlichen Nummer auch in sanitärer Hinsicht mehr zu empfehlen als Leder. Auf die Haltbarkeit übt die Einlage des Datums wie Buchstaben und Preis. Jede Reclamation wird zur vollständigen Bus i feinen Einfluß aus. gegen Nachnahme oder vorherige Einsendung des Betrages. Porto trägt der Besteller.. Von 15 Mt. an versende franco auf meine Kosten, wenn Käufer fich auf auf diese Zeitung bezieht. Nichtconvenirendes bitte mir im Originalzustand zurückzusenden, und empfängt der Besteller alsdann sofort sein Geld zurück; jedoch tritt legterer Fall deshalb nicht ein, weil jeder Nachbar, welcher der Stiefel ansichtig wird, dieselben auch mit gutem Nuzen dankbar behält. Das Maß bitte durch Versenken eines genau passenden Stabes in den getragenen Stiefel festzustellen und in Centimetern anzugeben und ob Spann hoch oder niedrig. Für Gummischuhe, obgleich zu den besten Fabrikaten gehörend, übernehme keine Garantie. Lederpantoffeln mit Abfabfled, durchgenähter Ledersohle. Mk. 2,40. Cord- Pantoffeln mit Filz ohle Mk 0,50. Versand von Schuhwaaren, = Herren Fußbekleidung! Filzschuhe mit Filz und Ledersohle Mk. 1,75. Filzschuhe mit Lasche, durchgenähter Ledersohle und Absaz, rings mit Roßlederbesag Mk. 3,75. Mk. 4,75. Filzzugschuhe mit durchgenähter Ledersohle und Abiak, Lacquerkappen und Lacjeitenleder Gemsled.Hausschuhe,* warm gefütt., m. Ledersohle u. Abias Mk. 4,25. Glatte Rossleder- Halbschuhe mit zwei Seiten Gummizügen, fräftige Durchgenähte Sohlen, mit Keil, Lederkappen. Lederbrandsohle, Lederfutter, sowohl als Haus. Turn- u. Straßenschuhe geeignet( ohne Abjag) Mk. 3,40. Besatz- Halbschuhe, von Roßleder mit Gummizug. Bierlicher Knopfbesaß und Cordellappen, derbe Strapazirschuhe mit solider genagelter Sohle, hohem oder niedrigem Absaz Mk. 4,50. Dieselbe Ausführung zum Schnüren oder mit Gummizug, nur leichter und gefälliger, mit genähter Sohle und markirtem gelben Rand, unter Garantie für beste Haltbarkeit Mk. 5,-. Besatz- Halbschuhe von feinem prima Roßleder zum Schnüren oder mit Gummizug mit durchlochten Bierfappen und Knopibesaß. Sauber auf Rand genäht, tadellojer Sit Mk. 6,50. Prima Satin- Kalbleder- Halbschuhe in vorsteh. Ausführ., Mk 7,50. Filzzugstiefel m. durchgen. Lederjohle, rings mit hohem Noßleder- Bejat, warm gefüttert Mk. 7,25. Mk. 7,75. Mk. 7,25. Dieselben mit Ladvachette befekt Filzschnürstiefel* mit Agraffen und hohem Noßleder Besat Glatte Rossleder- Zugstiefel mit reinen Lederzuthaten, streng solide genagelte Sohlen, niedrige oder hohe Abfäße Mk 5,-. Dieselben in noch eleganterer Ausführung mit Bejaz. Cordellappen und Knopfverzierung Mk. 5,25 Dieselben mit glattem Oberleder. leichterer Ausführung mit genähter Sohle und ma firtem gelben Rand. beste Haltbarkeit Mk. 5,50. Dieselben mit Bejay. Cordeltappe. Knopfverzierung in leichter Aus führung mit genähter Sohle und markirtem gelben Rand, sowohl als Strapazirstiefel wie als Sonntagsstiefel zu empfehlen Mk. 5,75. Schaftstiefel von ternigem Rindleder mit derber, genagelter Sohle, Handarbeit. Mk. 5,50. Hunya- Jagd- Schaftstiefel mit fatinirtem Roßleder- Besatz bis an die Wade und extra starken, mit Schrauben und Stiften versehenen Sohlen durchweg warm gefüttert Mk. 14,50. Renommir Stiefel mit Gummizug, von geschmeidigem, prima fatinirtem Roßleder, auf Rand genäht. Wer mit Maßstiefeln viel Ungelegenheiten hatte, wird erstaunt fein über die außerordentlich bequeme nnd gleichzeitig elegante Paßiorm dieses Stiefels Mk. 6,75. Prima satinirt Rossieder mit Duerkappe in spiker und ediger Façon auf Rand genäht, elegant gearbeitet Mk. 7,90. Spiegel- Rossled.- Zugstiefel, Oberleder aus einem Stüd gewaltt, gelb genäht Mk. 8,50. Plüsch- u. Cordonetschuhe* mit Redersohle u. Absak: Damen Fußbekleidung! Glacé- Zugstiefel( für ältere Damen), vornehme Form, für breite Zehenlage, niedrig im Zuge, fammelweich Mk. 9,50. Schwarze Double- Pantoffeln mit Filziohle. Schwarze Filzpantoffel mit Filz und starker Ledersohle Plüschpantoffeln mit durchgenähter Ledersohle u. Abjazfled Pomm. Plüschpantoffel mit starker Filzsohle Dieselben mit weißer Filzsohle. Mk. 0,65. Mk. 1,-. Mk. 1,10. Ia. Rossleder- Schnürstiefel, auf Rand gelb genäht Ia. Rosslederknopfstiefel, auf Rand gelb genäht Dieselben m. getigert. Wolfutter Mk. 7,--. Mk. 7,25. • • Mk. 7,75. . Mk. 1,25. Knopfstiefel von Ia. genarbtem Kalbleder Mk. 8,75 Mk. 1,75. Derselbe zum Schnüren Mk. 8,50. . Mk. 3,-. Satin- Schnürstiefel auf Rand gelb genäht Mk. 8,75. Satin- Knopfstiefel a. Rand gelb genäht m. durchl. Bierkappe Mk. 9, Dieselben getigert. Wollfutter MK 9,75. Knopfstiefel von prima satinirten Kalbleder, ringsherum init Vesas von gleich. Leder, innen m. Satin Futterbesay, in sonst. Ausführ. wie man sie von einem hocheleganten Stiefel erwartet Cord- Pantoffel mit Filzsohle Schwarze Double- Pantoffel mit Filziohle Schwarze Filzpantoffel mit Filz- und starker Lederiohle Plüschpantoffel mit durchgenähter Ledersohle u. Absazflect Lederpantoffel m. 2bfagfleck, durchgenähter Ledersohle. Pomm. Plüschpantoffel m. starter Filzfohle Dieselben m. weißer Filzsohle Mk. 10,25. 40 Pf. Mk. 0,55. Mk. 0,90. 90 Pf. Mk. 1,75 Mk. 1, Dik. 1,50 Filzschuhe mit Filz und Lederfohle Mk. 1,50. Meltonschuhe mit durchgenähter Ledersohle, Lederspikkappe, Plüscheinfassung, warm gefüttert Mk 3,25. Filzschuhe mit Lasche, durchgenähter Ledersohle und Absak, rings mit Roßlederbesaz Mk. 3,25. Filzzugschuhe mit durchgenähter Ledersohle und Absaz, Lacquerfappen und Lackscitenleder Mk. 4,25. Rossleder- Hausschuhe, ausgeschnitten, Lederfutter, Lederkappe, Leberbrandiohle, mit durchgenähter Sohle u. Lederabfaz u. Schleife Mk 3,20. Dieselben warm gefüttert, auch mit Lasche. Mk. 3,75. Gemsleder- Schuhe,* ausgeschnitten, leichte Handarbeit, Leberfutter und Lederkappe, vornehme Form, mit seidenen Ripsbandschleifen verziert, so= wohl als Hausschuh wie als Promenadenschuh bestens geeignet Mk. 2,75. Dieselben mit Laiche. Leberabiaz. warin gefüttert Mk. 3,50. Kalblack- Salonschuhe, das Vollkommenste an Eleganz, kein Wach 3oder Ledertuch, in denkbar bester Ausführung Dieselben Schuhe in schwerer Ausführung, m. reinem Lederabjaz Mk. 3,85. Nochmals oeiweise ich, auf den unvergleichlichen Unterschied zwischen diesen Kalbleber- Ladichuhen u. soichen, die, von Wachs- und L.dertuch angefertigt, vielfach als Lackschuhe verkauft werden. Rossleder- Halbschuhe, zum Schnüren, mit durchgenähter Sohle, Lederkapve und Lederfutter Mk. 4,10. Satin- Kalbleder- Halbschuhe, zum Schnüren oder zum Knöpfen, auf Rand genäht, peinlichst sauber gearbeitet, in allen Ausführungen Mk. 6,-. Dieselben mit Stalbladblatt Mk. 6,50. Filzschnürstiefel mit Roßleder Besak, warm gefüttert, durchgenähter Ledersohle. Mk. 3,75. Mk. 4,75. Mk. 4,50. Mk. 5,-. Dieselben mit Lackvachette, höher im Schnitt Filzzugstiefel mit Roßleber- Befag. warm gefüttert Dieselben mit Lacvachette besetzt • Mk. 3.25 Rossieder- Zugstiefel, solid und dauerhaft, mut Herzblatt. 13 cm hoch im Zuge, genagelt, Lederkappe und Lederbrand sohle, überhaupt mit reinen Lederzuthaten angefertigt Mk. 3,90. Dieselben 15 cm hoch im Zuge, genähte Sohle mit martirtem Nand Mk. 4,75. Rossleder- Zugstiefel, fehr hoch im Zuge, mit Herzblatt oder Vordernaht und Lackspikkappe, auf and genäht, in denkbar zuverlässigster Ausführung Mk. 5,75. Rossleder- Knopfstiefel mit durchgenähter Sohle Mk. 5,75. Zugstiefel Don feinem Wildroßleder, angenehmstes Tragen, wundervoller Siß, sehr hoch im Buge, mit Herzblatt oder Bordernaht und Lacziers tappe Mk. 6,90. Satin- Kalbleder- Zugstiefel in vorstehender Ausführung, geschmeidiges, zartes und dabei durchaus dauerhaftes Oberleder Mk. 7,25. Extra prima satinirte Kalbleder- Zugstiefel. Für Mädchen und Knaben! [ 386548 Cord- Ohrenschuhe mit Filz- lu. Spaltledersohle bis 17 cm 60 Pf., bis 21 cm 75 Pf. Oberfiiz- Ohrenschuhe* m. Filz- und Ledersohle bis 17 cm 90 Pf. Dieselben bis 21 cm Mk. 1,15 Rossleder- Turnschuhe mit 2 Seiten Gummizügen, durchgenähter Ledersohle, reine Leder- 8uthaten, bis zur inneren Länge von 18 cm Mk. 2,25, 22 cm Mk. 2,75, 26 cm Mk. 3,-. Rossleder- Zug- u. Schnürschuhe, gediegene Handarbeit, genagelt, Strapazirschuhe, bis zur inneren Länge von 18 cm. Mk. 2,50 bis 22 cm Mk. 3,25. Mk, 4, Rossieder- Zugschuhe, einbällig gearbeitet, für erwachsene Stuaben. Bon 22-25 cm innerer Länge. Rossleder- Knopf- u. Schnürstiefel, Handarbeit, genageit, berber Strapazirstiefel, bis zur inneren Länge von 18 em bis 22 cm Mk. 4,25. Mk. 3,25. Ya. Rossleder- Knopfstiefel warm gefüttert, bis 18 cm innere Länge Mk. 4,75, bis 22 cm Mk. 5,75. Tuchknopfstiefel, rings mit Winterlackbefag, bis 18 cm innere Länge Mk. 4,25, bis 22 cm Mk 5,25. Knaben- Schnürstiefel von Roßleder, mit Besaß, einbällig gearbeitet, bis zur inneren Länge von 22 cm bis 25 cm Mk. 5,50. Russische Kalbleder- Schnür- u. Knopfstiefel, ausgenähte Knopflöcher, Spigkappe, genähte Sohlen, bis 18 cm innere Länge Mk. 5,50, bis 22 cm Mk. 6,-. Russisch- Kalbleder- Schnürstiefel mit echt französischen Agraffen, Besaz, sonst in Ausführung wie der vorstehende, von 22-25 cm Mk. 7,25. Stulpenstiefel mit und ohne Lackstulpen und Falten, bis 16 cm innere Länge Mk. 4,50, bis 1812 cm Mk. 4,80, bis 21%, cm Mk. 5,50, bis 23 cm Mk. 6,--. für Kinder bis 18 cm innerer Länge. bis 21 cm für Damen, leicht Gummischuhe Dieselben mit Stappe und Sporn für Herren mit Kappe und Sporn. Mk. 1,40. Mk. 2,-. Mk. 1,90. . Mk. 3,-. Mk. 3,90. Rossled.- Schnürstiefel, genagelt. Derber Strapazirstiefel Mk 6,50. Schnürstiefel aus fatinirt. Noß- Leder, mit französischen Agraffen, Besak und eleganter, aufgefeßter Quertappe, in beliebter, ediger Cavalier form, gelb genäht MK. 9, Prima Kalbleder- Zugstiefel, aus dem Kern geschnitten, nicht zu vergleichen mit vielfach offerirten Kalbleder- Bug stiefeln, die aus abfälligen Theilen der Haut herrühren. Sauberfte Handarbeit, sammetweich, das angenehmste, leichteste Tragen für empfindliche Füße. Mk. 9,25. Prima Kalbleder. Besatz- Zugstiefel mit zartem Ralb- Glacé- Einsaz, aufgefekter, durchlochter Duerkappe, tadellose Handarbeit, in verschiedenen Formen Mk. 9,50. Das Befohlen der Herrenstiefel berechne ich mit Mr. 1,90, mit Abfägen wt. 2,40, der Damenstiefel Mt. 1,35, mit Abfäßen Mk. 1,75, genäht 10 Pfg. theurer. Das Wohlthuendste für empfindliche Füße, außergewöhnlich hoch, auf Rand genäht. in verschiedensten Façons Mk. 8,75. Kalb- Glacé- Zugstiefel mit echtem Seehundblatt oder Bachettelackblatt und aufgefeßter, höchft eleganter Bierkappe. Dieser Stiefel befißt nicht nur hinsichtlich der Dauerhaftigkeit, sondern auch in Bezug auf vornehme Eleganz die höchste Vollkommenheit Mk. 9,50. Raphaëli's Goodyear Weltstiefel, = Kinder- und Babyschuhe sind in derart riefiger Auswahl am Lager, daß jedem Wunsch Rechnung getragen werden kann. Aus schwarzem oder farbigem Leder mit oder ohne Beristiceret, mit Spangen Schleifen, Dhren 2c. 2c. Je nach Ausführung, Art und Größe in allen Preislagen. = Kalbleder Herren Zugftiefel auf Rand genäht, Oberleder gewalkt, ohne Seitennaht. ,, Bestes Fabrikat der Neuzeit". Mt. 12,50. Kalbleder- Herren- Besatzugstiefel auf Rand genäht Kalbleber Herren- Agraffenftiefel in obiger Ausführung Hygienische Fussbekleidung! D. R. M. S. Dr. Thomalla's Gesundheitsschuhe. . Mf. 13,50. Mf. 13,50. Elegantefte und Praktischste der Neuzeit. Aus wasserdichtem und luftdurchlässigem, taffetartigem, präparirtem Stoff; das angenehmste Tragen und Empfehlenswerthefte in sanitairer Beziehung. Keine Krampfadern, kein Fußschweiß, feine wunden Stellen, Hühneraugen oder eingewachsene Nägel.( Im Sommer fühl, im Winter warm.) Näheres im Decemberheft 1894 der von Professor v. Esmarch, Professor Leyden, Professor Gusserow und anderen Autoritäten auf dem Gebiete der Medicin herausgegebenen Zeitschrift für Krankenpflege". Für Herren: Bugstiefel: Mk. 10,50, Schnürstiefel MIK. 11,-, Halbschuhe MK. 8,75.- Für Damen: Halbschuhe: Mk. 8,25, Bugstiefel: MK. 9,50, Knopfftiefel: Mk. 11,-. Herren- und Knaben- Garderobe Herren- Jacket- Anzüge, ein- u. zweireihig, in gediegenster Ausführung, reellstem Material, zum Theil auch solche, die durch den Umzug unmerklich gelitten, zu bedeutend herabgesetzten Preisen. m. zu 12,50, 15,-, 17,50, 18,- bis 27 Mk. Hohenzollern- Mäntel. ftoffreicher, einnäthiger, abknöpfbarer Belerine, aus reinKammgarn- Jacket- u. 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Der kleinere Theil meines Hauses bringt mir mehr Wiethe, als ich hypothekarische Zinsen zu bezahlen habe. Dieser Factor wird dem freundl. Lefer als Aufklärung dafür genügen, daß ich bei dem großen Umfange meines Geschäfts noch bedeutend billiger als bisher verkaufen kann. Auch dem Nichtläufer steht mein Etablissement, welches zu ben größten Sehenswürdigkeiten am Platz gehört, zu jeder Zeit zur Ansicht offen. An der Jacques Raphaëli, Berlin, jetzt spandauer 1/2 Brücke Nr. 2. Heute Sonntag ist mein Geschäft bis 9 Uhr Abends geöffnet. Auf mein Inferat, Cigarren betreffend, Seite 1, 3. Beiblatt, mache den geehrten Lefer aufmerksam. Meine Offerte, gilt bis zur nächsten Anzeige. [ 39645a 3. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 286. 518 Sonntag, den 6. Dezember 1896. Literarisches. " " 13. Jahrg. Füßen und ging dann ganz stille, gegen die Gewohnheit der Buchthaus abgesessen! Geien das Grundsäke? Der Arbeiter Hühner, wieder weg". Wer seinen König liebt und ehrt, ist ein folle nicht immer arbeiten, er könne auch sein Vergnügen haben. Auch ein Arbeiterkalender.*) Das vorliegende Druck: Patriot. Und wenn das Militär noch dreimal oder viermal Da habe ein Prediger in Königsberg ein sehr schönes Theater erzeugniß ist eigentlich interessant: Es zeigt uns in indirekter mehr foftet, ein braver Arbeiter zahlt alles unverwandt für stück in Knittelversen geschrieben: Wie der König Friedrich Darstellung den Mann, der den Evangelisch- Sozialen als Jdeal- Sicherheit und Vaterland. Und dann die herrlichen Siegesfeiern, z. B. Wilhelm I. Häuser baut", das sei zur Aufführung in Vereinen arbeiter vorschwebt. Fromm muß er fein, das ist die erste Be- im vorigen Jahre! Der gottesfürchtige, patriotische Arbeiter bringt wie gefchaffen, und das Exemplar foste nur 20 Pf. Auch der dingung. Wer fromm ist, muß die Sprüche der Bibel tenuen. es auch noch zu etwas. Derfflinger war in seiner Jugend ein Hausschaz täglicher Andachten" und" Des evangelischen Christen Darum ist es sehr angezeigt, daß der gute Arbeiter, sobald er Schneidergefelle und starb als Feldmarschall. Und was ist denn Verhalten unter den Römisch- Katholischen" feien sehr zu em einen Blick in das Kalendarium wirft, gleich auch Gelegenheit im Dorfe Kippenheim bei Lahr paffirt? In den sechziger Jahren pfehlen. Auch sonst noch könne man dem braven Arbeiter Verhat, ein halbes Dugend dieser Sprüche einzunehmen. Der Fromme des vorigen Jahrhunderts wurde da ein Büblein geboren, das schiedenes verrathen: Wo er seine Bettfedern, eine gute ift voll Gottvertrauen. Ueberall sieht er die Wunder seines war trausgliederig und zart wie Nonnenzwirn." Aus dem Bither, Laubsäge Utensilien kaufen könne; der Pain Gottes und erbaut sich an ihnen. So soll auch der Büblein wurde ein Schneiderlein, aus diesem der Hofschneider Expeller" sei gut gegen Reißen, und die Schweizer Arbeiter sein. Wohl, er hat manchmal ein schweres Loos, Sr. Majestät Georg IV, von England. Nach 30 Jahren besaß pillen gegen Verstopfung. Aber beinahe wie Hohn klingt der Bergmann z. B. oder die ostpreußische Tagelöbner Herr Georg Stulz aus Kippenheim mehr als eine Million, es, wenn der Kalender dem franken Arbeiter in frau, der Weichensteller; aber wenn er nach einem Leben founte fich Freiherr nennen lassen und auf seiner Bruft den Orden Reimen eine Raltschale empfiehlt, die sich aus bestem voll Frömmigkeit geftorben ist, hat der Herr mit des 3ähringer Löwen tragen. Ja, treu muß der Mensch, der Rheinwein, Himbeersaft und Bitronen zusammensetzt. Warum ihm Erbarmen und nimmt ihn in sein Haus. Ohne Arbeiter sein! Da war einmal ein Offiziersbursch und der hat man denn nicht gleich einen Dressel'schen Speisezettel abdes Herrn Willen geschieht nichts. Es giebt teinen Zufall. Vor bieß Peter Schneeber. Sein Herr Lieutenant wurde ver gedruckt? Die Zeit" des Herrn Naumann hat den vor. Jahren warf einmal in Südrußland ein Hauslehrer ein Brot wundet. Da er zu schwach war, um nur seinen Mund auf liegenden Kalender empfohlen. Was beweist, daß alle Chriftlichüber einen Baun. Und dieses Brot fiel einem stellenlosen Kauf zuthun, machte Schneeber sich sein Lager quer zu dessen Sozialen, heißen sie, wie sie wollen, in einen Topf gehören mann auf die Brust; der hätte verhungern müssen, wenn er nicht Füßen, so daß dieser nur zu treten brauchte, wenn er einen Bes und ausnügen wollen sie den Arbeiter, und am besten geht bald etwas zu effen bekommen hätte. Wer vertraut, dem wird Schluck Wasser nöthig hatte." Und der Lieutenant brachte es das, solange er dumm bleibt. Deshalb werfen sie ihm auch gegeben. Johann Brenz, der Reformator von Württemberg, bis zum preußischen Minister, und Peter Schneeber ist in Berlin solche Preßerzeugnisse an den Kopf wie den Weber'schen Arbeiter. mußte einmal vor seinen Feinden flüchten. Mit einem Laib als königlicher Holzbauer gestorben. Vor den Umstürzlern muß Kalender. Brot verkroch er sich unter das Dach einer Hütte. Bierzehn Tage sich der brave Arbeiter in acht nehmen. Wie haben die mußte er in seinem Versteck aushalten. Er wäre verhungert; Ohnehofen" vor hundert Jahren in Saarbrücken gewirthschaftet! aber da tam jeden Tag eine Henne, legte ein Ei nahe zu seinen Wie dem Herrn Fauth sein Großvater erzählte, muß das ganz graufam gewesen sein. Und erst die Sozialdemokraten! Der " Evangelisch sozialer Kalender für die frühere Mäntelfabrikant, jetzige Millionär und Sozialdemokrat evangelischen Arbeitervereine Deutschlands und für Arbeiter, Singer" hat im Reichstag erklärt, in den Reihen seiner Partei fowie Arbeiter- Freunde evangelischen Bekenntnisses überhaupt. sei niemand, der in der öffentlichen Meinung mit recht ver Herausgegeben von Lic. Weber, Pfarrer in M.- Gladbach. achtet sei. Nun, und nicht lange darauf habe der Vorwärts" Hattingen a. d. Ruhr. Druck und Verlag von C. H. Hundt eine Frau Reinhold eine Heldin und edle Frau genannt, sel. Wwe. und doch habe diese Frau wegen Hochverraths sechs Jahre Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. . Aufmerksam lesen! " F. A. Brockhaus. " Eingelaufene Druckschriften. an Nacht und Eis. Bon Fridtjof Nansen. Beipzig. Verlag von uuftrirte Weltgeschichte. Von J. G. Bogt. Leipzig, Verlag von Ernst Kampf um die Ehre. Bon Emil Dan gelmater. Wien und Leipzig, Wieft Nachf. Wilhelm Braumüller. eine Sühne. Von Bettbert Hafner. Vor dem Streik. Bon Friedrichs. Opfer der Zeit. Won Wolff.- Waffen nieder, V. A. Von Suttner. E. Pierson's Berlag in Dresden. sandwerkerfrage. Von Huber. Stuttgart, Grüninger. Bitte die Bedingungen für den Verkaufu. Versand zu beachten! Bedingungen! um dem Beſteller und Käufer jeden Zweifel über ein etwaiges Riſico zu nehmen, versende und verkaufe ich nur zur Ansicht, und zwar erlegt der Käufer den bezahlten resp. durch Nachnahme erhobenen Betrag als Unterpfand, welcher im nicht zusagenden Falle nach Hücksendung der Waare anstandslos nebst allen gehabten Auslagen zurückerstattet wird, und können alsdann 4 Probe- Cigarren von jeder Marte unentgeltlich geraucht werden. 300 Stück und darüber franco über ganz Deutschland; Lesern, welche sich auf diese Zeitung beziehen, gewähre ich bei 500 Stck. 3%, 1000 Stck. 5%, 2000 Stck. 8%. Die Marken bis zum Preise von einschließlich 2,25 Mk. per 100 Stück sind von Francatur und Rabattgewährung ausgeschlossen. Unter 100 Stück von jeder Marke werden nicht versandt. Nach der Aussage einer mir gegnerisch gesonnenen Gesellschaft aus der Gigarrenbranche verkaufe ich schon 100 refp. 1000 Cigarren billiger, wie man hier Arbeitslohn bezahlt. Aus diesem Grunde sollte es mir versagt werden, in einer der gelesenften Beitungen Deutschlands au inseriren, weil angeblich der Schweiß des Arbeiters daran haftet. Daß dem nicht so ist, habe ich nachgewiesen und beweise jeder Zeit, daß ca. nur das schwere Geld des Großkapitalisten daran verloren geht. Ich offerire heute einen Poften: 1 Million Cigarren, gutu.spottbillig, · . Marke Merkado, ca. 10 cm Ig., 5 cm Umfg. Bockfaçon, eine Salon- Cigarre von großartig. Aroma, 100 Std. Mt. 3, Marke Piccolo, 8 cm Ig., ca. 4 cm Umfg. Wer sich im Concert oder Theater 20 Minuten dem Genuffe einer edlen Mischung rein überseeischer Tabate hingeben will, empfehle ich biefe Cigarre aufs beste. Originalfifte, 200 Std. enth. Mf. 4,50. Marke Manilla, ca. 101/2 cm Ig., an der Brandfl. ca. 5 cm Umfg., pr. 100 St. Mt. 3,50. Marke Universal, ca. 11 lg., ca. 5 cm Umfg., Salon- u. Promenaden- Cigarre, von durchaus vorzüglichem Aroma, Brand und Geschmack, in hocheleganter Verpackung, 4 mal gebündelt, pr. 100 Stck. Mr. 3,75. . Marke Tandem( Partie), ca. 11 cm Ig., ca. 51/4 cm Umfg., Sumatra- Decke, Java u. St. Felix- Einlage, in eleganter Verpackung, pr. 100 Std. Mt. 4,-. La Diego, ca. 101/2 cm Ig., 514 cm Umfg., in Riftchen à 50 Std. gepackt, aus garant. rein amerit. Tabat. besteh., pr. 100 Std. Mk.4,-. Dieselbe auch in Kisten zu 100 Std. verpackt. HF Marke Bajamo( Partie), ca. 111/2 cm Ig., ca. 514 cm Umfg., Sumatra Decke, St. Felig u. Manilla- Einlage, in echten Gedernholzkisten, eleg. verp., p. 100 Std. Mr. 4,50. Mexico Havana, ca. 91/2 cm lg., ca. 5 cm Umfg., Bockfaçon. Dem raifinirtesten Raucher sowohl wie dem befähigtsten Fabrikanten wird es ein Räthsel bleiben, wie es möglich ist, dieselbe für nachstehenden Preis zu verkaufen. Ihr Stich( der Raucher wird mich schon verstehen) gleicht der feinsten cubanischen Havanas Cigarre, per 100 Std. Mt. 4,50. 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Für die von mir in meinem eigenen Hause innehabenden Räume werden in Berlin 50-60 000 Mt. gezahlt, während ich keine Unkosten hierauf habe, da der vermiethete kleinere Theil meines Hauses mir an Miethe mehr bringt, wie ich Zinsen zu zahlen habe. Für Händler auf Wunsch auch andere Aussta tungen. Der freundliche Besteller wolle gefl. angeben, ob leicht, mittel oder fräftig. Ein Posten guter Cigaretten zu spottbilligen Preisen und war per 100 Stdt. 45 f 50 7. An 1. f. w. bis. 4,00. jetzt der Brücke No. 2. Jacques Raphaeli, jetzt Berlin, Spandauer Heute Sonntag ist mein Geschäft bis 9 Uhr abends geöffnet. Mein Jujerat Schuhwaaren, Herren- und Knaben Garderobe zc. fiehe Seite 4, 2. Beiblatt. Meine Offerte gilt bis zur nächsten Anzeige. J. Adler Teppichhaus C. Spandauerstr.30 vis- à- vis dem Rathhause. 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Nach Angaben des aus den Vereinsabonnements gingen etwas zurück, da sich aber Anwalts des Bundes ungarischer Landwirthe, Dr. Stefan die privaten Abonnements und die Inserate bedeutend ver- Bernàt's, die im Jahrbuch der Volkswirthschaftlichen GesellDer Bericht des Schweizerischen Grütlivereins für mehrten, konnte ein rechnungsmäßiger Gewinn von 1104,62 Fr. fchaft in Peft und in einem( vorerst nur magyarischen) Sonderdas Jahr 1895, der uns fürzlich zuging, präsentirt sich als festgestellt werden. Der Grütlianer- Kalender" für 1896 wurde abdruck veröffentlicht sind, tamen im Jahre 1875 insgesammt eine 104 Seiten starte Broschüre in Groß- Quart. Am Ende des in 21 500 Exemplaren gedruckt, davon waren am 31. März 193 568 Fälle von Besitzwechsel vor; der Werth der betreffenden Berichtsjahres zählte der Verein in 333 Sektionen rund 12 700 Mit- 1896 20 580 Exemplare verkauft. Ein kleiner Ueberschuß ist Grundstücke betrug 166,4 Millionen Gulden. Im Jahre 1883 glieder, einige bundert Mitglieder weniger als Vorjahre: Grund: erzielt worden. Die Buchhandlung des Vereins hatte im Berichts- stiegen diefe Biffern auf 289 261 Fälle und 263 Millionen Werth Abreise vieler Mitglieder, die sich als Arbeiter neue Arbeits- jahre einen Umfaz von 30 682,29 Fr.; am meisten wurden kleine und im Jahre 1893 auf 377 085 Fälle und 445,3 Millionen ftätten suchen mußten. Im Berichtsjahre haben sich 7 Sektionen Die Buchhandlung bilancirte am Jahresschluß mit 48 665.79 Fr. hältnißmäßig zurück, der Befigwechsel durch Verträge flieg. Das Agitationsbroschüren im Werthe von 10-50 Cts. verkauft. Werth. Der Besitzwechsel infolge von Erefutionen ging ver neu gebildet, während 13 alte der Auflösung verfielen. Der Der Rechnungssteller der Vereinsbruckerei erklärt am Schlusse Katastral Einkommen des Bodens finkt fortgesetzt. Bernat be Bericht findet die Ursache mancher Auflösung in der Sucht theuere Vereinsfahnen anzuschaffen. Dadurch stürzen sich manche feines Berichtes, es freue ihn, fagen zu dürfen, daß der bisherige rechnet den Werth des ungarischen Bodens auf 3 Milliarden Sektionen in große Schulden, und wenn es dann and Bezahlen Erfolg nicht zum geringsten Theile den durchschnittlich guten Gulden und dessen bisherige Verschuldung auf 1/2 Milliarden. gehen soll, tritt Fahnenflucht ein. Die Einnahmen und Ausgaben Arbeitslöhnen zahlte diese Druckerei 1895 72 536,30 Fr., im werken beschäftigten Arbeiter betrug im Jahre 1893 ins Leistungen unseres technischeu Personals zuzuschreiben ist". An Die Zahl der auf den russischen Berg- und Hüttender Zentralfaffe bilanciren mit 11 364,81 Fr., die des Bibliothekfonds mit 3430,36 Fr., die aus dem Hilfsfonds Jahre 1892 waren es nur 59 973,85 Fr. gewesen. gesammt 465 013. Davon tamen auf das Uralgebiet 241 965, gezahlten Unterstützungen summirten sich zu 4385 Fr. Das Zentralfomitee des schweizerischen auf Zentral- Rußland 29 508, auf das Königreich Polen und Der Zentralvorstand des schweizerischen Grütlischüßen- Verbandes Grütli vereins ist von Neujahr 1897 an in Luzern( feit das nordwestliche Gebiet 33 227, auf das südliche und südwesthat 1072,82 Fr. eingenommen und 168,20 Fr. ausgegeben. Die 6 Jahren ist der Vorort des Vereins Winterthur) und es liche Rußland 68 627, auf den Kautasus 17 910, auf TransBuchdruckerei des Vereins beschäftigte in Mittel 39 Personen, wurde daffelbe vom dortigen Grütliverein bereits mit folgenden faspien und Turkestan 579, auf den Norden 17 712, auf Weits und erhielt bei einem Umfag von 150 000 Fr. einen Reingewinn Genossen bestellt: End, Maler, Bentralpräsident; Albisser, sibirien 17777, auf Difibirien 34 810, auf Finland 2898. Jn von 9082,08 Fr. Die Beschäftigten standen mit einer einzigen Advokat; Grob, Schreiner; Grediger, Zugführer; Gysin, dem Jabrfünft 1889 1898 veränderte sich die Zahl der BergAusnahme im fogenannten Gewißg elde", für Sezer und Ma- Maler; Beyer, Rommis; Stauber, Schreiner; Widner, arbeiter folgendermaßen: 1889: 416 836 Arbeiter, 1890: 435 668, schinenmeister galt die 82 ftündige Arbeitszeit. Der Grütlianer Friseur, und zimmermann, Gärtner. 1891: 427 387, 1892: 443 854, 1893: 465 013 Arbeiter. Billigstes Cigarren- Haus Berlins Jeber der Herren Konsumenten wird sich überzeugen fönnen, daß wir thatsächlich das billigste Cigarrenhaus Berlins find, denn durch die wirklich geringen Unkosten: Keinen Laden( sondern 1. Etage), wenig Personal und nur Kasaverkauf sind wir in der Lage, 10, 15-25 pCt. billiger zu bedienen, wie jede konkurrenz. Es ist bei uns gleich, ob Sie 10 Stück zur Probe entnehmen oder 100, 1000 und mehr, weil ohne Aufschlag ieben Boften abgeben, baber ,, Nur ein Preis". 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Für die Errichtung der beiden Zuckersyndikate, desjenigen der Robzucker- Fabrikanten( deutsches Buckersyndikat) und desjenigen der Raffineure( Inlands- Zuckersyndikat), hatte sich, wie wir in Nr. 272 mittheilten, in Halberstadt eine Versammlung von Rohzucker Fabrikanten der Provinz Sachsen und Anhalts erklärt. Am 21. November haben nun auf einer Versammlung in Hannover von den 53 zum Verbande gehörigen hann över schen Rohzucker- Fabriken 48 ihren Beitritt zum deutschen Zuckersyndikat zugefagt; die noch fehlenden drei Fabriken waren auf der Bersammlung nicht vertreten. Die Hannoveraner wollen, daß zunächst dieses Syndikat errichtet wird, stehen jedoch dem Inlands- Zuckersynoitat nicht feindlich gegenüber. Man kann also annehmen, daß die Rohzucker- Fabrikanten der Provinz Sachsen, Anhalts ud Hannovers für das Zustandekommen bei der Syndikate find. Indessen scheint das Zustandekommen des InlandsGyuditats dennoch sehr fraglich. Begeisterung ist dafür unter dan Robzucker- Fabrikanten jedenfalls nicht vorhanden, von den 400 deutschen Robzucker Fabrikanten sollen sich bis jetzt nur ca. 50 dafür verpflichtet haben. Sonntag, den 6. Dezember 1896. 13. Jahrg. Das österreichische Eisenkartell wurde am 1. Dezember gekündigt. Das bisher einheitliche Kartell soll in mehrere selbständige Verbände getheilt werden, von denen die wichtigsten die Erzeugung von Konstruktionseisen sowie die Produktion von Kommerzeisen betreffen. wird, die Aufhebung des Prämien- Systems der fontinentalen gestiegen ist. Bei der Agitation, die unsere Parteigenossen unter Staaten durch Einführung eines Schutzzolls für den britischen den Ziegelei- Arbeitern zu betreiben beginnen, wird der Hinweis Bucker zu erzwingen, tommt es in der Hauptfache auf Fraut auf die Kartellirungsbestrebungen der Ziegeleibesizer mit Nußen reich an, ob die Prämien abgefchafft werden oder nicht. In verwandt werden können. den Kreisen des französischen Parlaments ist, wie man sich wenigstens den Anschein giebt, Stimmung für die Abschaffung vorhanden. Die Budgetkommission hat das ihr vorgelegte Gefeß über die Festießung der Prämien für den Export bereits zweimal abgelehnt, worauf die Regierung erklärte, jals die Kommission auf ihrem Beschlusse beharren sollte, unverzüglich Verhandlungen mit Desterreich und Deutschland wegen Aufhebung der Export- Prämien einleiten zu wollen. Die Stimmung für Aufhebung der Export Prämien ist aber offenbar noch nicht start genug, um die Mehrheit der Kammer hinter sich zu haben. Der Vorsitzende der Zollfommission, Graug, hat einen Entwurf ausgearbeitet, der die Einführung einer Fabrikatsteuer für roben und raffinirten Zucker bezweckt, durch die das Geld aufgebracht werden soll, das die Gewährung der Exportprämien dem Staate kostet. Der Ministerrath wollte am Freitag voriger Woche darüber berathen, hat aber die Berathung vertagt. • Die österreichischen Kupferwerke erhöhten den Grundpreis für Kupferbleche um 4 fl. pro 100 Kilo und zwar von 81 auf 85 fl. Seit Monatsfrist ist prompt lieferbares ChileKupfer um 25/8 Pfund Sterling, solches, das binnen drei Monaten zu liefern ist, um 213/16 Pfund Sterling gestiegen. Ein Verband der böhmischmährischen GlasIndustrie hat sich in Böhmen und Mähren konstituirt; er umfaßt die Mehrzahl der Glasfirmen der dortigen Gegend. Sih des Verbandes ist Iglau. Das Kartell hat neben Herbeiführung einheitlicher höherer Preise eine verschärfte Knebelung der Arbeiter zum Zweck. Aus Oesterreich kommt die Nachricht, daß die Regierung Juzwischen regen fich die amerikanischen Zucker den Zuckerfabrikanten die bisherigen Exportvergünstigungen nur Die Koalitionsbestrebungen der Unternehmer, zum Zwecke, rohrpflanger, um von der durch Exportprämien begünstigten dann weiter gewähren will, wenn die Fabrikanten Bürg die Preise zu steigern, erregen in England Besorgniß. Das„ Daily Konkurrenz des europäischen Rübenzuckers, insbesondere des deutschen, fchaften gegen eine fartellmäßige Steigerung Chronicle" schreibt: Die Zeit dürfte gekommen sein, das britische befreit zu werden. Das britische Kolonialamt hat an die Preffe der 3uckerpreise geben. Seit November 1893 ist beispiels Bolt zu warnen. Das Trustsystem der Vereinigten Staaten, folgende Notiz gesandt:„ Von den westindischen Kolonien tommt weise der Preis für Prima- Raffinade von 271/, Gulden auf wonach die Hälfte aller Lebensbedürfnisse absolut von wenigen die dringende Aufforderung, Heilmittel für ihre darniederliegende 341/2 Gulden, also um fast ein Biertel hinaufgeschraubt worden. Leuten beherrscht werden, welche für sich ein enormes Vermögen Zuckerindustrie anzuwenden. Die Regierung beräth gegenwärtig, Der Verein der böhmischen Zuckerindustriellen auf Roften des Publikums erwerben, indem sie alle Konkurrenz ob eine Kommission an Ort und Stelle die Lage untersuchen hat die Regierung ersucht, sich mit der deutschen Regierung in zermalmen, bildet vielleicht die größte soziale Gefahr der Ver soll." Dem„ Daily Chronicle" zufolge ist die Einfeßung einer Verbindung zu sehen, damit diese die Zucker- Erzeugung Deutsch einigten Staaten. Bis vor kurzem hörte man in Großbritannien solchen Kommission schon beschlossen. Die Lage der Zucker- lands in der nächsten Kampagne auf 14 Millionen Doppel- nicht viel von Trusts; in der letzten Zeit scheint der Begriff aber industrie in Barbados, Trinidad, Demerara und in anderen zentner beschränkt. Die Gesundung der Zuckerindustrien in auch bei uns guten Boden zu fassen. Wir haben von einem großen britischen Besizungen sei so ernst, daß Erhebungen der Deutschland und Desterreich erfordere eine gemeinschaftliche Ein- Kohlentrust gehört. Ein Trust für Fahrräder- Luftgummi- Reifen Eingeborenen zu befürchten wären. Die Krise sei eine Folge fchränkung der Zuckererzeugung. Auf wieviel die österreichische tritt demnächst ins Leben. Ein mächtiges Syndikat beherrscht der Konkurrenz des Rübenzuckers und insbesondere der Zucker Produktion herabgesezt werden soll, geben die genialen Böhmen alle Patente für Automobilen. Jetzt theilt das„ Aberdeen prämien. Einige Pflanzer wendeten allerdings noch veraltete nicht an. Journal" mit, daß sich em mächtiges Syndikat gebildet hat, um Methoden an, so daß ein Drittel des Zuckerrohrs verloren gehe, die meisten Fleischläden Londons zu erwerben. Dieselben Rapiallein die Mehrheit der Pflanzer, insbesondere in Britisch Guiana talisten find in Liverpool an der Arbeit. So fängt die Sache an. und in Trinibab, benutzen die neuesten Maschinen; aber auch Bis jetzt ist noch kein Unheil angerichtet, das Publikum sollte diese Blantagenbefizer dächten an eine Einstellung der Fabritation, aber auf der Hut sein." weil sie feinen Nußen bringe. # lich die kleineren " Soziales. Vom Ruhrkohlenmarkt wird gemeldet, daß sich aller Voraussicht nach die Preise fortgesetzt steigern werden. Einzelne großgewerbliche Kohtenverbraucher sollen neuerdings schon über das Jahr 1897 hinaus gekauft und für Koatstohlen 8 M. die Die Lage der britischen Zuckerrohrpflanzer ist zweifellos sehr Tonne und darüber bewilligt haben, während der Preis dieser Sorte schlimm. Beispielsweise haben die Pflanzer in Britisch Guiana war schon frühzeitig die nächstjährige Erzeugung verkauft. Die fürs nächste Jahr nur 7 W. betragen wird. Zu diesem Preise vor 12-18 Jahren jährlich für rund 2/2 Millionen Pfund Großhändler pflegen von April bis Ende März zu kaufen und fandte uns ein Fluablatt, worin einige in unserer Nr. 263 auszugs Der Vorstand der Bäckerinnung„ Germania" zu Berlin Sterling Zucker exportirt, jegt verkaufen sie knapp eine Million ans Ausland. Um Abhilfe zu schaffen, ersuchen sie die haben zum allergrößten Theil für den Zeitabſchnitt von April weise wiedergegebene Angaben, die Herr Gd. 2 eh weß in den Londoner Regierung in einer Denkschrift, die Regierung folle 1897 bis Ende März 1898 den Hauptbedarf gedeckt. ihnen sofort pro Tonne des exportirten Zuckers eine Prämie in Die Koblenhändler, die für den Vertrieb der Kohlen Schriften des Vereins für Sozialpolitik" über das Bäckerderselben Höhe gewähren, wie sie das Deutsche Reich seinen auf den Rhein angewiesen sind, wollen sich- und zwar nament: gewerbe in Berlin macht, als unrichtig bezeichnet werden. In mit den Rhedern vereinigen, um die erster Linie wendet sich das Flugblatt gegen die von uns zitirte Buderexporteuren zahlt; weiter foll auf allen ausländischen Konkurrenten unterzukriegen, die sie daran hindern, beim Tanz der Drts- Krantentasse angehörenden Bäckern 1156, also 80,6 pt. Lehweß'sche Angabe, daß innerhalb eines Jahres von 1435 Bucker ein Boll gelegt werden, der so hoch ist wie die Prämie, ums goldene Ralb eben solch tolle Sprünge zu machen, wie die die der betreffende europäische Staat seinen Zuckerexporteuren im großen Bechen-, Eisen- und sonstigen Industriellen. Das neue der Kaffenmitglieder und Erkrankungsfälle für die Jahre 1890 ertranft seien. Es werden dann die betreffenden Zahlen Ausfuhrhafen gewährt; drittens soll die großbritannische Regierung Syndikat soll den Namen führen: Rheinisches Rheder und bis 1895 angeführt, denen zufolge der Prozentsatz der ErSchritte einleiten, damit eine Konferenz der europäischen Länder Kohlenhändler- Komtor. Seine Dauer soll immer mit der Dauer frankungen zwischen 32,9 und 35.2 schwankt und im Durchschnitt abgehalten wird, um Vereinbarungen über die gänzliche Ab- des Kohlensynditats parallel laufen, so daß also die Verlängerung der angeführten sechs Jahre 34,1 beträgt. Wir können natürlich Ein solcher Versuch ist schon einmal gemacht worden. Vor des Rheder- und Händler- Syndikat stets von der Verlängerung nicht untersuchen, ob die Quellen, woraus Herr Lehweß des Kohlensyndikais abhängen würde. neun Jahren tagte im britischen Auswärtigen Amt auf Anregung Lord Salisbury's eine internationale Zucker- Das Westfälische Kokssyndikat macht die großartigsten prämien Ronferenz, auf der Deutschland, Desterreich Ungarn, Geschäfte. Der Koksversand der in diesem Syndikat vereinigten Belgien, Dänemart, Spanien, Frankreich, Italien, die Nieder- Bechen und Kotsereien hat im Monat Oftober d. J. eine Höhe Lande, Rußland, Schweden und Großbritannien vertreten waren. erreicht, wie noch niemals zuvor. Er betrug nach den Angaben Das von allen Mächten unterzeichnete Protokoll verurtheilte das des Vorstandes des Rotssyndikáts trotz Wagenmangels und trotz Prämiensystem. Die abgeschloffene Uebereinkunft sollte 10 Jahre der durch Ausbesserungen und Umbauten an den Koksöfen entin Kraft bleiben und von da an jährlich erneuert werden. Das standenen Ausfälle 496 087 t, nämlich noch 25 309 t oder 5,38 britische Ministerium brachte im Unterhause eine Bill zur Ge- vom Hundert mehr als im September d. J. und 65 117 t oder nehmigung der Uebereinkunft ein. Die Opposition dagegen 15,11 vom Hundert mehr als im Oktober 1895. wurde aber so mächtig und gab sich auf so verschiedenen Seiten fund, daß die Regierung die Bill fallen ließ und nie wieder • • " ןןסט fein Material schöpfte, zuverlässiger sind, zuverlässiger sind, als die des Flugblatt- Verfassers, und müssen es Herrn Lehweß überlassen, sich dieserhalb mit dem Vorstande der Bäckerinnung Germania" auseinanderzusetzen. Das Flugblatt sagt ferner, Herrn Lehweß sei das Malheur einer Verwechselung mit Magdeburg pafsirt, wenn er angebe, daß in Berlin eine Genossenschaftsbäckerei nach Schulze- Delitzsch'schem Prinzip bestehe. Das von Lehweß angeführte Beispiel bezieht sich allerdings auf Magdeburg; er wollte damit, außer durch ähnliche Beispiele aus anderen Städten, die Konkurrenzfähigkeit Genossen Die ichaftsbäckereien begründen. ein Versehen unsererseits zurückzuführen, was wir hiermit Verwechselung richtig stellen. Die Zahl der in Berlin bestehenden Bäckereien ist auf Nachdem der Vortheil der deutschen Export- Prämien nament. mit 11-20 und 21-50 Gehilfen soll ebenfalls nicht zutreffend lich durch die französischen Export- Prämien illusorisch gemacht Die Ziegeleibesitzer von Liegnig und Umgegend haben sein. Da Herr Lehweß diese Zahlen den Berufsaufnahmen der ist, sind auch die deutschen Rohzucker- Fabrikanten mehr und mehr die Errichtung eines Synditats beschlossen, das den Verkauf aller beiden letzten Volkszählungen entnommen hat, so ist wohl mit dahinter gekommen, daß es besser ist, wenn das Prämien- System Fabrikate der betheiligten Ziegeleien allein besorgen soll. Zweck recht anzunehmen, daß seine Angaben zutreffender sind, als die in allen Landern abgeschafft wird; so faßten die Vertreter der beffen ist, die durch die Konkurrenz angeblich sehr gedrückten nach sorgfältiger Zusammenstellung" gefundenen Zahlen der pommerschen Zuckerfabriken auf ihrer Bezirksversammlung Preise in die Höhe zu bringen. Die Biegeleibefizer der benach- Bäckerinnung, Germania". Weiter heißt es im Flugblatt: Nicht einen dahin zielenden Beschluß, worin noch die Abschaffung des barten Distrikte sollen um ihren Anschluß an das Syndikat au- 2000 wie der Verfasser( Lehweß) angiebt, find arbeitslos, sondern neuen Zuckersteuergesetzes verlangt wird, mit dem übrigens die gegangen werden. Um die Preiserhöhung leichter durchzusetzen, in den Sommermonaten etwa 900, im Winter 1000 bis höchstens Buckerfabrikanten allgemein nicht zufrieden sind. haben die Ziegeleibenßer der Liegnißer Gegend dafür gesorgt, 1100 arbeitsluftige und arbeitsfähige Gesellen." Der FlugblattDa sich Großbritannien aber wohl schwerlich entschließen daß Mangel an Ziegeln herrscht und infolge oeffen die Nachfrage schreiber hat nicht richtig gelesen. In unserm Auszuge steht: einbrachte. Moderne Kun und Sozialismus. Ein Braunkohlen- Syndikat für den Bezirk Magdeburg, das einen Theil bildet des Mitteldeutschen BraunkohlenSynoitats, ist errichtet worden. Literarisches. bayerische. Aus ihm sind denn auch die vollendetsten schichte schreiben, das würde zu dem Bilde passen wie eine Schöpfungen der deutschen Renaissance hervorgegangen. Melodie zu einem Tert. Wit bloßen Anpreisungen erzielt er Das an die einförmigen norddeutschen Bauernkathen gewohnte doch kein Verständniß". Auge bewundert dort unten im Gebirge die malerischen Holzhäuser mit den weitaus ladenden Dächern, den geschnitten und gezierten Balkons. Und wie sieht es mit dem Kunstieben in München aus? Nicht den leisesten Antheil nimmt die Bevölkerung daran. Der Künstler nimmt dort etwa die Stellung ein, wie der Gardelieutenant in Berlin, er ist ein wichtiges Salonmöbel, der " Ruhm" der Stadt. In den Cafés fizen die Kunstjünger dann zusammen und lamentiren über den Philister, der ihrem Schaffen so gar tein Verständniß entgegenbringen will und über das Bolt, das in seiner Rohheit ihre tief empfundenen Werke nicht verstehen kann. Das verlangt gar von einem Porträt, daß es ähnlich sein soll und ist nicht hingerissen von der Stimmung" darin. Wie kann man banaufischerweise von einer deforativen Arbeit verlangen, daß sie das Auge erfreue, während sie die tiefsten Tiefen Nietzsche'schen Denkens enthält. Luft, Max. Die Sünderin. Realistischer Roman. München, August Schupp. Vor einiger Zeit forderte ein Berliner Buchdruckereibefizer einen Schriftsteller auf, ihm binnen zweimal vierundzwanzig Stunden eine drei Bogen starte Biographie eines sozialdemokratischen Abgeordneten zu liefern. Der Erfinder der„ Moderne" machte sich erbötig, in einer Nacht einen eine bändigen Roman zu diktiven. Ich will Hermann Bahr nicht mit Herrn May Luft vergleichen, aber hingefudelt muß der Autor der Sünderin" sein Machwerk haben, als bätt' er's im Afford gehabt. Es ist auch danach ausgefallen. Blutige kunst- und geschmacklose Anfängerarbeit. Wie man so eine Mißgeburt dem Andenken des eigenen Vaters widmen tann, ist mir ein Räthsel. Entweder hat Herr Luft Geld, dann kann man ihn kräftig auslachen. Oder er ist ein armer Teufel, ja dann dann giebt es wirklich noch Verleger in Deutschland. -S. Aus Künstlerkreisen wird uns geschrieben: Die Kunstfrage ist zwar für eine im hihigen politischen Rampf stehende Partei wie die sozialdemokratische nicht gerade brennend, aber da die Diskussion darüber einmal in Fluß getommen ist, braucht sie ja auch nicht gleich wieder flecken zu bleiben. Sie drehte sich natürlich in erster Linie um die Dicht tunft, während die bildende Kunst nur gestreift wurde. Bei dem engen Zusammenhang aller Künfte ist es wohl allgemein lehrreich, diese Seite der Frage etwas genauer zu betrachten. Für den Mann, der die Erzeugnisse moderner Kunst, wie sie in der Jugend" und" Simpliciscimus" jetzt in die breiten Wolfs schichten gelangen, nicht bewundern zu können erklärte, hatte Genosse Steiger ein mitleidiges Bedauern. Du verstehst das eben nicht, Du mußt zu dem Verständniß erzogen werden!" Und be Auf den Gedanken, sich einmal nach den Bedürfnissen des scheiden beugt der Mann sein Haupt vor der höheren Volkes umzusehen, sich ihm anzupassen, auf den kommt sicher Weisheit. Das sollte er aber nicht thun, denn in keiner von den Künstlern. Da steht wie der Engel mit dem seinem unbefangenen Empfinden nimmt er gegenüber Schwerte die akademische Dressur davor. Voller Andacht hat er Strüwing, Felig. Habgier. Schauspiel in 4 Aufzügen. dieser modernen Kunst einen viel richtigeren Standpunkt ein, als in oer Akademie die Offenbarungen über die Stimmung", den Stettin 1896. Dr.ck von Fischer u. Schmidt. Eine Streit der in alle Geheimnisse dieser Kunst eingeweihte und dadurch Ton", alle jene Kunstfreimaurer- Geheimnisse in sich aufgenommen. Schrift gegen den Bauschwindel, deren Hauptfehler darin besteht, unwillkürlich Befaugene. Und wenn er nach ein paar Jahren heraustritt ins Leben, so Der dem Heftchen beiDie Entstehungsgeschichte dieser modernen Kunst neigt auch, redet er eine Kunstsprache, die niemand versteht, aus seinen daß sie als Kunstgebilde gelten will. daß sie proletarischen Empfindungen nicht entsprechen kann, und früheren Kreifen. Da flüchtet er zu den Kollegen, zu der kleinen gegebene, von einem Dr. E. Richter unterzeichnete„ Waschzettel" lobt das Ding natürlich über den grünen Klee. Vor Jahren daß man dagegen protestiren muß, wenn sie den sozialdemo- Bahl der in die Geheimnisse eingeweihten Kunstschnüffler. Macht schickte einmal ein E. Richter aus Berlin gut abgelagerte Reisetrati chen Maffen als einzig richtige Roft aufgeredet werden soll. er die gelernten Baubereien dann mit besonderem Raffinement nach, so beschreibungen über Südamerika an verschiedene Provinzzeitungen Mit dem 30jährigen Krieg war die Kunstblüthe des Bürgerthums wird sein Lob hinausposaunt und der Börsenfürst kauft das Werk in und motivirte seine geschmalzenen Honorarforderungen mit der erloschen. Während es bei seinem Wiedererstarten in der Literatur andachtsvollem Schauen. Dagegen läßt sich nichts einwenden, große Triumphe feierte, ist ihm das in der bildenden Kunst nicht aber etwas anderes ist es, wenn das Volf en masse zum Ab: Angabe, er hätte als Preßfünder in nächster Zeit eine Geldstrafe beschieden gewesen. Nachdem seine Kraft in der Mitte dieses nehmer und Bewunderer dieser Produkte breitgeschlagen werden zu entrichten. Mehr als ein Preßmensch hielt damals diesen E. Richter für einen Politifer. Sollte das Oberhaupt der Jahrhunderts endgiltig gebrochen, wird es wohl auch für di soll. Was für den raffinieten Geschmack einiger Genußbürger Zukunft damit vorbei sein. In der That ist die moderne Kunst gut ist, das ist noch lange nicht die richtige Soft für das Bolt. Wasserstiefler" einen Doppelgänger haben? denn auch ein getreues Spiegelbild des geistigen Zustandes Um die Kunst zu genießen, dazu genügt ein offener frischer Sinn. Croiffant Rust, Anna. Der Kakadu und Prinunseres Bürgerthums, wie er durch die sozialdemokratische Ein besonders anerzogenes Verständniß ist ein Unding. Soll zessin auf der Erbse. Zwei Novellen. München- Leipzig. Kritik sattsam bekannt ist. Das Bild einer völligen Berfahren man vielleicht die Menschen darüber belehren, was ein hübsches August Schupp. Das zweite Stück ist das bessere und zeigt, daß heit, bald ein fich flüchten von der Welt in die feruften Fernen Gesicht ist? Ein Kunstwert wird gemacht, und wem's der Autor ein schnelles und geschultes Auge besitzt, die Erder Symbolik und Mystik, bald selbstantlägerisches Wühlen im gefällt, der freue sich darüber. Zum Glück ist es ja auch scheinungsformen des täglichen Lebens zu fassen. Im allgemeinen schmuzigsten Schmutz der bestehenden Gesellschaft. Wenn diese damit wie mit den Gesichtern, dem einen seine Eule ist dem hinterlassen beide Arbeiten den Eindruck, als hätte mehr die Kunst dem Proletariat nicht behagt, so soll man nur ja nicht andern seine Nachtigall". Also man führe dem arbeitenden Laune als abwägendes Urtheil der Schreiberin die Feder geführt. sein gesundes Urtheil verwirren. Publikum recht viel Kunstwerke vor, auch moderne, warum nicht? Kann auch die Rücksicht gewesen sein, die man auf ein beWie volksfremd diese ganze moderne Kunst geworden ist, das Aber man büte sich dann, sie ihm aufzureden und spare sich freundetes Blatt nimmt oder auf die Geschmacksneigung eines zeigt sich am besten in München. Wohl keiner der deutschen die Kommentare, die die Werke nur verekeln können. Genolie bekannten Redakteurs. Summa: Halbmoderne, bessere UnterStämme hat so viel natürlichen Kunstsinn wie der Steiger sollte zu der„ Esmeralda" nur ruhig eine hübsche Gehaltungslektüre. " -S. <-9. Obwohl dem Verfaffer keine Statistik über die in Berlin vor- fabrit als Schablonenmaler angelernt worden sind, haben die skeit unter den arbeitsfähigen Arbeitern betrug am handenen Arbeitslofen vorlag, glaubt er deren 3ahl auf felbständige Annahme der Arbeiter und vereinbaren mit ihnen 14. Juni bei 11,6 pCt. derfelben bis 1 Woche, bei 43,7 pGt. durchschnittlich 2000 angeben zu können. Es ist dies also die Lohnfäße und Lobnzahlungen. Die schulpflichtigen Kinder im von 1-4 Wochen, bei 25,7 pet. von 4 Wochen bis 3 Monate, feine sichere Angabe, sondern eine ungefähre Schäßung, zu der Herr Alter von 12-14 Jahren arbeiten gewöhnlich Nachmittag von bei 14,1 pet. über 3 Monate. Dagegen waren am 2. Dezember Lehweß auf grund der Angaben von zwei Auskunftspersonen vor 4/ 2-7 Uhr, Mittwochs und Sonnabends von 1-7 Uhr mit von je 100 Arbeitslosen 11,8 bis 1 Woche, 49,4 über 1-4 Wochen, der Reichskommission und auf grund der Ergebnisse der Volks- halbstündiger Pause. In Rheinsberg dauert die Arbeitszeit der 25,0 über 4 Wochen bis 3 Monate, und 7,4 über 3 Monate zählung von 1890 tommt. Näheres möge der Flugblattverfaffer Rinder Nachmittag von 1-7 Uhr mit einer Pause von 3/4 Stunden, ohne Arbeit. Von den verschiedenen Berufsarten stellten felber in der Arbeit des Herrn Lehweß nachlesen. Es wäre beffer während welcher die Kinder bei den Eltern vespern. Die durch- am 14. Juni das größte Kontingent der Arbeitslosen die gewesen, wenn er das schon vor Abfassung seines Flugblattes schnittliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt in Alt- Ruppin, Lindow Buckerrüben- und Buderraffinerie- Arbeiter, ferner die Konditoren, gethan hätte, anstatt seine Kritik auf den kurzen Auszug und Wusterhausen 18-21 Stunden, in Rheinsberg 30 Stunden. Bäcker, Schlächter, Kupferschmiede und unter den weiblichen im Vorwärts" zu stüßen, der natürlich des Raumes wegen Höchst bedauerlich ist, wie fonstatirt wird, daß die Kinder mit waren die Buzmacherinnen am zahlreichsten vertreten. Dagegen manche intereffante Einzelheiten der ausführlichen Arbeit Vorliebe während der Sommerferien beschäftigt werden, sodaß hatten am 2. Dezember die Stuckateure, wechselnden Lohnarbeiter, nicht berücksichtigen fonnte. In dem Flugblatt wird ferner be- fie gerade in einer Zeit, wo sie sich erholen sollten, in jenen Dienstboten, die Stubenmaler, Maurer, Tapezirer, Steinhauer, stritten, daß wirklich schreiende Mißstände in bezug auf Sauber- Werkstätten bis zur Erschöpfung arbeiten müffen. Ihre Steinfeger, Ziegler, Bimmerer, Bäcker, Sattler, sowie die Gaftkeit" in den Bäckereien bestehen. Wenn es zum Schluß beißt, die tägliche Arbeitszeit ist dann bis 10 Stunden, von morgens 7 Uhr wirthsgehilfen und die Arbeiter in der Fett-, Del- und Firniß Schriftsteller sollten sich erst von dem jebt hier bestehenden bis abends 7 Uhr, welche von drei Pausen in einer Gesammt fabrikation verhältnißmäßig am meisten unter der Arbeitslosigkeit Sauberkeitsverhältniß überzeugen und dann dasselbe beschreiben, dauer von 2 bis 2/2 Etunden unterbrochen wird. Der Lohusah zu leiden. 31,7 pct. der am 2. Dezember gezählten arbeitsso scheint doch daraus hervorzugehen, daß es früher um die ist in der Regel für Kinder und Erwachsene gleich und beträgt fähigen männlichen Arbeitslosen gehörten dem Bau Sauberkeit nicht ganz so einwandsfrei stand. in Wusterhausen 15, in Rheinsberg 16, in Lindow 17, in Alt- gewerbe an. Ruppin für Knaben 15, für Erwachsene 18 Pf. pro Rieß ein verdienst schwankt innerhalb der Grenzen von 0,75 bis 2,50 M.; schließlich selbstgelieferter Farben. Der Wochen Rheinpfalz errichtet werden. im Durchschnitt beziffert er sich für Alt- Ruppin auf 1,30 M., für Lindow auf 1,20 M., für Rheinsberg auf 2 M., für Wusterbaufen auf 1,65 M. oder für eine Arbeitsstunde auf 61/2 bis bleibt diefen armen geplaaten Kindern natürlich nur auf Kosten rheinpfälzischen Orts Krantenkassen beschlossen. höchstens 8 Pf. Für Anfertigung der häuslichen Schularbeiten Die Errichtung einer Lungenheilanstalt haben die ihres Schlafes die erforderliche Zeit übrig. Die Graveure und Ziseleure haben für Berlin und Umgegend eine Berufsstatistit aufgenommen, die jedoch fein vollständiges Bild von den Verhältnissen des Beruis giebt, da die zu diesem Zweck ausgegebenen Fragebogen nur von 557 Berufsangehörigen beantwortet wurden, von denen 359 organisirt sind, während insgesammt 392 der Organisation angehören. Ueber die Gefammizahl der im Beruf Beschäftigten ließ fich ein halbwegs genaues Urtheil nicht abgeben. Bon den Organisirten gehört die Mehrzahl, nämlich 872/3 pet., der Freien Vereinigung der Graveure, Ziseleure 2c." an. Die Vorstehende Angaben sind weiteres Material für die Nothübrigen vertheilen sich, je nach dem Spezialfach, in dem sie wendigkeit der Abschaffung oder wenigstens Einschränkung und arbeiten, auf die Organisationen der Metallarbeiter, Schriftgießer, Ueberwachung der Hausindustrie. Kupferschmiede, Gold- und Silberarbeiter, Chemigrophen, Die Tampfmaschinen in Preußen. Im Jahre 1888 gab sowie auf den Hirsch- Duncker'schen Gewerkverein. Die statistischen es in Preußen ausgenommen die Betriebe des Landheeres Aufnahmen beziehen sich auf 94 Graveur. und 57 3iseleur- und der Kriegsmarine 43 370 fe ft ftehende Dampf Werkstätten. Die Arbeitszeit ist bei den Graveuren maschinen mit einer Leistungsfähigkeit von insgesammt 1 447 352 anscheinend sehr verschieden und bewegt sich zwischen 10%, Pferdeftärken( durchschnittlich 33 auf 1 Dampfmaschine). Im Stunden( in drei Fällen) und 54 Stunden( in einem Falle). Jahr 1896 betrug die Bahl der Dampfmaschinen 62 611, der Am Läufigsten wird 9 Stunden gearbeitet( in 109 Fällen, wäh- Pferdeflärken 2534 900( durchschnittlich 40 Pferdeftärken auf rend die durchschnittliche Arbeitszeit 8 Stunden 42 Min. beträgt. 1 Dampfmaschine). Nicht so verschieden ist die Arbeitszeit der Biseleure. Sie beträgt Bewegliche Dampfmaschinen gab es im Jahre 1888: gleichfalls in den meisten( 62) Fällen 9 Stunden, 93 Kollegen haben eine 11 311 mit 102.910 Pferdeftärken( 9 auf 1 Dampfmaschine), im 10ftündige, 6 eine Sftündige Arbeitszeit, der Durchschnitt ergiebt Jahre 1896: 15 526 mit 159 478( 10 auf 1 Dampfmaschine). täglich 9 Stunden 26 Minuten. Sowohl von Graveuren, wie Aus dem oberbayerischen Bergwerksbezirk. Vor fünf von Ziseleuren werden häufig Ueberstunden gemacht, die Jahren tam es nicht selten vor, daß ein Schlepper 100 bis aber in den meisten Fällen mit einem Lohnzuschlag, mitunter 130 M. im Monat verdiente, während jetzt ein Häuer frob bis au 25 pet., bezahlt werden. Während ein Theil der Berufs- sein darf, wenn er monatlich auf 90 M. tommt. Dagegen ist genoffen ahlreiche Ueberstunden machen, haben andere eine nicht die Gewinnrate der Aktionäre in den legten fünf Jahren um je unbebeutende Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, die 1 pet. pro Jahr gestiegen. Die Produktion der Kohle ist seit bei 100 Graveuren durchschnittlich je 80 Tage, bei 63 Bifeleuren jener Beit insofern schwieriger geworden, im Durchschnitt je 2312 Tage betrug.( Wahrscheinlich in einem Weg vom Förderschacht nach geworden, als sich der dem Arbeitsplat um das Jahre. Die Statistit läßt das nicht mit Sicherheit erkennen.) doppelte, ja dreifache verlängert hat und gegenwärtig in manchen Ebenso verschieden wie die Arbeitszeit ist auch der ohn. Als Fällen 11/2 Stunden beträgt. Den dadurch entstandenen Beit höchster Zeitlohn ist bei den Graveuren 58,33 Pf., als verluft baben die Betriebsleiter durch fortwährende Lohnkürzungen niedrigster 28,33 Pf. pro Stunde angegeben, während im Afford einzubringen gewußt. Für die Häuer dauert die Grubenschicht ein Stundenlohn von höchstens 62 Pf. und mindestens 38,50 Pi. in der Regel 8 Stunden. erreicht wurde. Die Biseleure erreichten einen höchsten Arbeit aufgebürdet, daß sie, um dieselbe zu bewältigen und einen Den Schleppern aber wird soviel Werkstatt- Durchschnittslohn von 65,50 Pf., während der niedrigste einigermaßen ausreichenden Lohn zu verdienen, zwölf Stunden 30.97 Pf. pro Stunde beträgt. Im Afford ist der höchste schuften müssen. Werkstatt Durchschnitte verdienst 52,60 Pf., der niedrigfte 38 50 Pi. weise bei fußtiefem Schlamm und Wasser, nur mit Schuhen, Auf einer miserablen Fahrbahn, streckenpro Stunde. Die Lehrlingshaltung in den Graveur Hose und Hemd bekleidet, hat der Schlepper seine Last, oft bis und Biseleur- Werkstätten ist ziemlich ausgedehnt. Es sind in 276 Werkstätten mit 795 Gehilfen 320 Lebrlinge beschäftigt. Da die sogenannten Schichtlöhner( das find Pferdeknechte, Maschinisten, 130 Beniner, fortzubewegen. Eine andere Arbeiter- Kategorie, der Bearbeiter der Statistit alle Werkstätten der einzelnen Spezial- Bremier, Anschläger, Bahnreiniger 2c.) erhalten für die acht branchen zusammenfaßt, so läßt sich leider nicht erkennen, in stündige Schicht 2,40 M. Um mehr zu verdienen, bleiben diese welchem Verhältniß sich in den einzelnen Werkstätten die Zahl Leute zwölf Stunden unter Tag, bekommen dafür aber nicht der Lehrlinge zur Zahl der Gehilfen verhält. den eineinhalbfachen Schichtlohn von 3,60 m., sondern höchstens 320 M. Von Zeit zu Zeit soll zwar wie es heißt ein höherer Bergbeamter zur Revision erscheinen. Das geschieht aber so geheimnißvoll, daß die Arbeiter nichts davon merken. Ein Gewerbegericht wird in Oggersheim in der Die Errichtung eines städtischen Arbeiter- Sekretariats wurde von den Gemeindekollegien der württembergischen Stadt & ßlingen befchloffen. = nur Aus Arbeiterinnenschutz Gesetz im Kanton Genf. 3ürich wird uns geschrieben: Nachdem die Kantone Baselstadt, Glarus, St. Gallen, Zürich, Solothurn und Luzern mit Gesegen zum Echuße der nicht unter dem Fabrikgesetz stehenden Arbeite rinnen vorgegangen sind, folgt nun als nächster der Kanton Genf auf diesem Gebiete nach. Die sozialdemokratische Fraktion des Großen Rathes( Landtages) hat einen fertigen Gefehentwurf eingereicht, der vom Rathe einer Kommission zur Borberathung überwiesen wurde. Nach dem Entwurfe fallen unter das Gefeß alle Geschäfte, in welchen auch nur eine Arbeiterin oder Lehrtochter beschäftigt ist und nicht unter dem Fabrikgesez stehen. Mädchen unter 14 Jahren dürfen nicht beschäftigt werden, oder nur dann, wenn sie das sechste Schuljahr zurückgelegt haben, in welchem Falle das 13. Lebensjahr genügt. Arbeiterinnen unter 18 Jahren dürfen über 18 Jahre nur 54 Stunden beschäftigt werden. An den 48 Stunden per Woche, Vorabenden von Sonn- und Festtagen darf nicht über 4 Uhr nachmittags hinaus gearbeitet werden. trägt 11/2 Stunden. Arbeit an Sonn- und Festtagen ist unter Die Mittagspause befagt. Alfälliger Schulbesuch, Aufräumearbeiten zc. find in die gefegliche Arbeitszeit einzurechnen. Ueberzeitarbeit darf in dringenden Fällen von den zuständigen Behörden für Arbeiteforderlich; die Ueberzeitarbeit darf nur für 2 Stunden per Tag rinnen bewilligt werden, jedoch ist deren Zustimmung dazu ererlaubt werden. Die Arbeitsräume sollen den gesundheitlichen Anforderungen entsprechen, die Maschinen müssen mit den nöthigen Schußvorrichtungen versehen sein. Für gewiffe GeGründen die Verwendung von Arbeiterinnen verbieten. Wöchnewerbe tann die Regierung aus gesundheitlichen und moralischen rinnen dürfen erft sechs Wochen nach ihrer Niederkunft wieder läßt, soll den Arbeiterinnen Gelegenheit zum Sigen geboten zur Arbeit zugelassen werden. Soweit es die Arbeit zu werden. Bußen und Lohnabzüge find untersagt. Der vereinbart wird. Für das weibliche Personal im WirthschaftsArbeitslohn ist aller 14 Tage auszuzahlen, falls nichts anderes gewerbe wird eine Ilstündige ununterbrochene Ruhezeit, die Nachtruhe inbegriffen, und ferner 52 freie Tage im Jahre vor gesehen. Mädchen unter 18 Jahren dürfen im Wirthschaftsgewerbe nicht beschäftigt werden. Zur Ueberwachung des Gesetzes follen ein oder zwei weibliche Inspektoren angestellt werden. Die wegen Uebertretung des Gesetzes Bestraften werden mit Namen veröffentlicht. Endlich wird bestimmt, daß jede Arbeiterin bei ihrem Eintritt ins Geschäft ein Exemplar dieses Gesetzes er halten soll. Kinderarbeit in der Bilderbogen- Malerei. Eine Reihe von Gewerbe- Aufsicht: beamten find in ihren letzten Jahresberichten der Frage nähergetreten, in welcher Weise jugendliche Arbeiter und insbesondere Kinder, die in Fabriken feine Aufnahme mehr Von der Arbeitslosigkeit in Württemberg geben die finden, anderwärts beschäftigt werden. Bekanntlich haben sich Zählungen vom 14. Juni und 2. Dezember 1895 folgendes Bild: viele Fabrikanten infolge der erlassenen Arbeiterschutz- Geseze ver Am 14. Juni betrug die Gefammtzahl der Arbeitslosen 6109 anlaßt gesehen, die Besd äftigung jugendlicher Arbeiter und( darunter 1651 weibliche), während am 2. Dezember 16 215 Kinder bedeutend einzuschränken oder ganz einzustellen. Die( darunter 3539 weibliche) gezählt wurden. Davon waren arbeitslos aus Fabriken ausgeschlossenen Kinder finden Unterschlupf megen vorübergehender Arbeitsunfähigkeit der zwanzigfte Theil des ganzen schwedischen Privatgrundbesitzes. in kleingewerblichen und namentlich haus industriellen Betrieben, 3638( 1090 weibliche) und 5406( 1561 weibliche). Die Dieſe Fideikommisse befinden sich in den Händen von 38 Grafen, die den Schutzbestimmungen der Gewerbe- Ordnung nicht unter Zahl der arbeitsfähigen Arbeitslosen betrug 38 Freiherren, 63 Edelleuten und 28 Bürgerlichen. Also worfen sind. Die vor turzem erschienenen amtlichen Berichte der demnach im Sommer 2471( 561 weibliche) und stieg im Winter 167 Personen befizen den zwanzigsten Theil des gesammten Gewerbe- Aufsichtsbeamten geben u. a. auch einen näheren Ein- auf mehr als das Vierfache, nämlich 10 809( 1978 weibliche). schwedischen Bodens. blick in Die Fideikommiffe Schwebens haben einen Zarationswerth von 107 Willionen Kronen( 1 Krone 1,12 M.), Das ist = wie die Kinder Hausindustrie der Bilderbogen Am zahlreichsten waren die Arbeitslosen in den großen Im Gegensatz zu diesem Reichthum weniger Leute steht die malerei, der wenig erfreuliche Verhältniffe zu tage fördert. Städten. Während auf je 10 000 Drtsanwefende in ganz Noth von Tausenden. Allein in Stockholm giebt es, In den Städten Alt- und Neu- Ruppin, Lindow, Württemberg 29,5 im Sommer und 77,9 Arbeitslose im Winter berichtet wird, 16.000 Unterstüßungsbedürftige Rheinsberg, Wusterhausen a. D. find seit 20 entfallen, lauten die entsprechenden Zahlen für Gemeinden bis 30 Jahren besondere Werkstätten entstanden, wo die mit über 100 000 Einwohnern: 82,0 refp. 119,1; für solche Reiche tamen im Jahre 1883 auf je 1000 Einwohner 48,3 Ge Bevölkerungsbewegung in Rußland. Jm ruffischen Hausindustrie der Bilderbogenmalerei schwunghaft betrieben wird. von 10 000 bis 100 000 Einwohnern 46,6 resp. 116,8; für Diese Koloriranstalten, die als Zweigniederlassungen Ruppiner Gemeinden unter 10 000 Einwohner 22,6 resp. 68,8. Wie fich burten und 35,7 Sterbefälle, im Jahre 1892 dagegen 48,2 Ge Großindustrieller anzusehen sind, werden von Zwischen- die Arbeitslosigkeit auf die verschiedenen Alter 3 burten und 38,2 Sterbefälle. Der Geburtenüberschuß verminderte unternehmern geleitet, die die Einrichtungen ihrer Werffiätten laffen vertheilt, ergiebt sich aus folgender Zusammen- fich demnach von 12,8 auf 5,0. von den Großfirmen übernommen haben Lettere liefern für die ftellung: Von je 100 Arbeitslofen waren unter 20 Jahren alt im Im europäischen Rußland betrug in dem zwanzig. einzelnen Aufträge nur schwarz bedruckte Bilderbogen, während Sommer 27,8, im Winter 25,9; im Alter von 20-30 Jahren schnittlich 48,9, die Sterblichkeitsziffer 85,0, der Geburtenüber jährigen Zeitraum von 1873-1892 die Geburtenziffer durch die Zwischenunternehmer deren Kolorirung vorwiegend durch standen 36,8 resp. 31,2. Von 30-50 Jahren gab es 20,7 Kinder unter Anwendung von Schablonen besorgen lassen. Die refp. 24,2, von 50-70 Jahren 13,0 und 16,7 und über schuß also 13,9. Werkmeiser, die meistens fri her in einer Neu- Ruppiner Bilder 70 Jahre 1,7 refp. 2,0. Die Dauer der Arbeitslosig= 106a Potsdamerstr.106a, Ecke Steglitzerstr. 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