»r. S17. Freitag» de« 17. Keptemder 188«. Iii. Katzr». MerVMIoll Krgsn für die Interessen der Arbeiter. 4 betrSat für Vi« 4 »ei größ«ea An Rachmtttaat im der Jufertto««gebühr eile oder Veien Raum 40 Pf. Ardetttmard 10 liadatt nach Uebeccintunft Inserate werden Mi 4 Berlin 8W, Ztmmerftratze 44, sowie von allen �ureaur. ohne SrbSbung bei Preises, angenommen. Ked»kti»»t Gextlsstnch«%— Zi««erltr»ß- 44. Till llwe NllrtkizrülliW. Ei« Kongreß hat hier i« Berit» getagt, der sich de« Harnt* ei»««„allgemeine» deutsche» Kongreffei i*1 Söid«r»»a überseeischer Zoteresse»* beilegte«»d dem- sei»« Beschlüfle faßte. Von«i«er Betheiligung„All- vkutschland«. a« diese« Kongresse war wdesse» he�lich zu verspüre«; die Versammlung trug eine wesentlich ro-tservativ« Färbung. Wenn man steht, wie der Telegraph ist, die Bedeutung dieses Kongresses aufzubauschen, '•®;sB«an schon, mit wem man es zu thu» hat, und die vsstMe Mache kommt überall zum Vorschein. .®'»e Haupt, olle auf dem Kongrrsse spielte der hier b'cht»»bekannt« Dr. Z a« n a s ch, der untir andere» abe«. sittlichen U«ternehm»»ge» vor einiger Zeit auch eine Pilger» fahrt nach Marokko ausführte u»d von dort mit der Ueberzeu» saug znrückka». daß Deutschland in Afrika zu große« Dingen rS�Sf Herr Dr. Z annasch hat schon viele vergeb» «che Versuche gemach», ein« bedeutend« Persönlichkeit zu werde«. Sei» aeuester Versuch wird schwerlich zu dem er- sehnte« Ziel führe« und schließlich wird er wohl mit Re» aznatio« jage« müsse«: .Ich irr' auf mitt«r»Sch>'ger Küst� Der Norde», ach, ist kalt iwd klag• Ich wollt', ich säug' im Saab der Wüste, (b-lehnt a« eine« Hengst«« Bug.' Herr Dr. Zannasch hat eine gut« Phantast« und so darf j* nicht Wunder nehme», wen« er auf dem Kongresse von rJ»? kttkhunge»«ach Timbuktu sprach, die durch Ma« i» 5'wiuTun wären. Du lieber Sott, habe» wir uns •ernM.1*** denn wirklich um nichts Anderes zu beküm» »och die fabelhafte Sudanstadt Timbuktu, wo heut« »ich»...... der dort hineinkommt, sicher ist, ob er �»e««-um die Ecke' gebracht wird i artft.l*1 Zannasch hat auch de» Hauptgedanke« de« Kon« gesprochen; es soll„eine stark« kolonial. «kr 1�* Partei' gebildet»erde», welche die kolo» V."estrebungen der Reichsregiernng zuurterstützen hat. 64 wag Herrn Dr. Znnnasch und anderen thate«. " Herren gelingen, sich da« Wohlwolle» der Reichs- «wÜT1"® S*«wer de» und wir wünsche» allen diesen �«rre» von Herz«», daß ste mit«ine« Konsulatsposte« sür S«tt» Wille« belohnt werde«. Allein mit der„starken wlontalpolirische» Partei' dürfte es wohl kaum etwa« wer» w». Di« deutsche« Kauflcute, welche der Kolonialpolitik togetha» find, haben fich schon in de« deutsche» Kolouial- *pü» zusammen gefunden und da wird für die neue �lpolihsch. Partei" wohl wenig Material mehr übrig Ieuilleton. [1 i An KrLUantenhalsband. «riminolnovelle von Ferdinand Herrmann. sj�?» wa, nicht leicht, in dieser späte» Abendstunde die »e»' dunkle, vielgewundeae Treppe mit ihren ausgetret«, � tenregelmäßige» Stufe» ,»»klettern, ohne dabei (2*7» an seinen«liedmaße« zn nehmen. Aechzte und doch überdies da« morsch« Holz bei jede» Schritt, „.i e« nicht länger gewillt, fich acduldig treten zu lasse» @7*1# müsse da« ganz« uralte Stiegen hau« unter de« �»»tcht de« langsam und vorfichtig vorwärts tappende« C**« zusammenbreche». Vom zweiten Treppenabsatz i�d.siel et« schmaler, kümmerlicher Lichtstreife« in die MMe Fwsterniß, gerade ausreichend, u« die letzt«» »°>hdürftiq zu erhelle«. Da branvte nämlich vor ST* niedrigen, schmutzigen Thür ei« annselige», qualmende« z�»pchk««eben einem lose in seinem halb zerbrochene» *— � mt�em und «r KS.3«? gkw#.... SSache, bat ,»%** u»fichtte« Licht in dem niedrige» AMW Man kann de» Redner« des Kongresses die Anerkennung nicht versage«, daß st« de» Mund recht voll zu«ehmen verstanden und der offiziös« Telegraph hat die Gründung der kolonialpolülschea Partei schon zu einem große» Sreigniß gemacht. Dabei wurde von dem Kongresse auch«»geregt, daß man die vom Reichstage abgelehnte s-bvrnnonirt« Dampferliot« »am Ostafrika von Neuem forder» soll«. Run, diese Dawpferlini« ist vom Reuhstage gerade deshalb abgelehnt worden, weil ma» der KolonralpiUit keine« Vorschub leiste» wollte, und der Reichstag wird dieser Frag« gegenüber heute schwerlich eine» andere« Standpunk» einnehmen. Di« Begeisterung für die koloniale» Bestrebungen war im Anfang ,« gewisse» engeren Kreise« vorhanden; ma« hatte wirklich geglaubt, im Befitze eine« Heilmittels für unsere zerfahrene« wirthschaftliche« Zustände zu sei». Allein die Massen wurde» von dieser„Begeisterung" nicht ergriffe» und die kühl abwägende und nüchtern« Kritik der Opposttiooe Parteien tdat das Ahrige, um lleberstürzunge» vorzubeugen. Ohnehin waren die Gelehrre« nicht ewig, in diesem Fall« die Aftika« reisenden; während der eine w Afrika die Bürgschaften sür ew goldene» Zeitalter in Deutschland erblickt«, sprach der ander« der afrikanische» Kolontsatioa jede höher« Bedeutung ab und der dritte erklärte. Afrika sei zur Kolonisation über« Haupt nicht geeignet. Die Kclontalbestredu»ge» find«in dürrer Acker geworden, de» die Zannafch, Peter« und Ge- ncsse« nunmehr»m zu bestelle« unternehme». Sie werde» eiae ebenso kärgliche Einte erziele« wie ihr« Lorgänger. Voiläufig find ste noch bis oben hinauf mit Allustone« an« gefüllt, die aber bald wie bunt schillaud« Seifenblase» zer« platz,« w-rde». Da« deuische Volk hat offenbar kew« Zeit und kern« Lust, fich mit Marokko und Timdukw zu deschäftig«». Ernster« Fragen harre» ihrer Lösung, vor allem die Frag« der Verde sserung des Loose« der arb»tte»d«» Klasse». Die Lö« fuag dieser Frage aber suche» wir nicht w Timbuktu, so«» der» in Deutschland selbst, und Zederman», der gesunde« Menschenverstand hat, kann da« nur billig finde«. Auf dem Kongresse habe» fich auch verschiedene Misfionäre bemerkbar gemacht und dir Kongreß hat fich zu ihre» Gunsten ausgesprochen. Nun, wir find nicht w der Lage, die Verdienst« dieser Herren anznerkenne», da wir es nicht als et» Vitdienst betrachte» können, wenn die kon« Mstonelle» Zänkereien unter den Afrikaner» möglichst ver« breitet werde». Die Misfionäre allein werde« schon de- wirke», daß die„starke kolonialpolitische Partei' nur eine schwächliche Spätgeburt wird. mit ewigen sehr abgegriffene« Geschäftsbücher«, einer Waag«, einigen Fiasche» und einem Probt» stein wahrzunehmen, wöh» rend allerdings der au« mehrere» Stücke» verschiedenfarbige» Kattun« zusammengesetzte und zu« llebnfluß durch eine stattlich« Anzahl von Flicken in allen Nna»ee» des Rege». bogen« verzierte Borhaag, der eine beträchtlich« Eck« in dem Raum« adtheilt«, auf allerlei wunderbar« Geheimnisse und verborgene Herrlichkeiten schließe« ließ, welche dort etwa den profanen Bl'cke« uneingeweihter»Person«« entzogen sein möchten. Aulius Wrntewnd ließ beim Eintritt des Fremde« nicht sogleich das Zetmngsdlatt sinken, in welchem er studirt hatte; aber er hörte sofort auf, zu lese», um hinter de« mächtigen Papierboge« hervor sein« klewe» verschmitzte» Auge» mit scharf forsch-ndem Ausdruck auf de»«nkömm. ling zu richte«. Di« Musterung konnte kau« zu Ungunsten de« letztere« ausgefalle» sew, vorausgesetzt, daß Papa Wendeland dt« Geschmack anderer Mensche» »heilte;— den» der schlank gewamst»« und gut gekleidet«, vielleicht vierundzwanzigjähriae jung« Man», der da mit alle» Anzeiche» der Verlegen Hut vor dem schmierige» Ladentische stand, hatte unzweifelhaft ew sehr einnehmendes und Vertraue» erweckend«« Geficht. Auffallend war vielleicht nur die todtenblasse Farbe desselben und die «igenthümltche Unruhe, welche fich w seine« Mienenspiel wie w alle« sewe» B-wegnnge» auf da« Unzweideuttgst« ausprägte. Er hatte de« Krage« seines Uederrockes in die Höh« gezogen und war offenbar bemüht, den untere» Theil seine« Antl'tze« so tief als möglich t» denselben zu begrabe», obwohl der der in dem niedrige« Ranme herrschende« duwpsuen Wärme nur wenig Veranlassung dazn gegeben war. Schon bei seine« Eintritt hatte er ew ziemlich u«. fangreiche«, viereckiges Eiui von schwane« Lider au« der Tasche gezogen und dasselbe auf die Tafel«iedergelegt. „Ach habe de« Wunsch, diese« Gegenstand bei Ahne« zu verpfände»,' sagte er, nachdem sei» Gruß«»«rwidert gebliebe» war.„Ach hoffe, Sie werde» kew Bedenken tragen, mir eine größere Summe darauf zu leihen." Erst j'yt faltete Herr Aulius Wendeland bedächtig sew riefiae« Zemingsdlatt zusammen nnd richtete sich au« seiner kauernde« Stellung aus. Er war von so wwziger Gestalt, daß sew Kopf nur um ein Geringes über die Tafel Kelmiiilplllilik miil Sklmmi. § Dem Afrtkrritsenden Büchner hat fich nurmehr Herr Foawtm Graf Pfeil angeschlossen w de, Forderung, den am afitlarrischen Handel b thetligten deu'schen lklipitaliüen zur leichteren M-hrwerthsanhäufung wt'der die Brdeit von SUaven zur Verfügung zu stellen. Auch Graf Pfeil ist ein Fewd de« „unseligen Humanität« dusels" und ein Befürworter einer„ge» funden Reattton gegenüber den sup erhumanen Anschauungen' der Gegenwart, aber als echter Janker ist er noch gründlicher w seiner Realiton und noch brutaler in seinen Vorschlägen als der RitardeUer der„Köln. Ztg." Der edle Graf emrfi-blt nämlich nichts geringeres, als daß man fich mit gewissen Häuptlingen und Stämmen Asrila« verbünden solle, unter der Bedingung, daß diese wilden Bun» desgenvffen die Verpflichtung übernehmen, Sklaven für de» weiten Freund zu jagen I„Uederall— bemerk:« unser Ko- lonialpoittiker auf dem schon an leitender Stelle erwähnte» allgemeinen deutschen Kongreß zur st ö verung überseeischer In- teressen— überall finden sich kriegiri!che Stämme, deren krte» aelijcher Sinn fich dadurch kund»du», daß ste ihre schwächen« Nachbarn befehden. So unzulässtg dies« Raubzüge aus Anlaß von einer kleinen Viihdeerde oder ein poar Maiskolben find, so iönnm ste doch geschickt ausgenutzt und zu einem wesentlichen Faktor tn unserem«tvilts>tort» schen Programm gemacht werden. Bit einiger G-schick- lichleit im Umgange mit Negern kann es nicht schwer halte», den Häuptling rinri solchen kriegerischen Stammes zum Ver- kündeten zu gewinnen. Er und sein Volk werden von der all» gemeinen Arbeitsleistung dttpenst-t, übernehmen jedoch die Ver» pflichtung, ander« Stämme, die bei der Stellung von Arbeiter« sich saumselig erwiesen,(und das werden gewöhnlich die Fliediichen sew, die familienweise ohne allgemeines Oberhaupt leben) nölhigenfall» mit bewaffneter Hand dazu zu oeranlassen. Ein solch lrteaerischrs Boll wird in v.eker Maß>iahme nur die Möglichkeit erblicken, mitgrößrrer Unbeschränkthett seinen Räubereien obliegen zu löinen, nammt» lich da st« die Weißen, die ste im B«fi» starker Kriegsmuntlio» glauben, als ihre Verbündeten betrachten. Wir aber wissen, daß ihre rohe Gewalt nur dem höheren Endzwecke allgemein«! Zivilisation dienen soll." Dem«inen Stamm einen Freibrief geben für all« mög» lichen Räubereien, ihn„zu größerer Undeschräntibeit" seiner Menschevjagden anreizen, den anderen friedlichen Slam« aber dem Joch ver grausamsten Sklaverei unterwerfen, das darf man heut« bereits tn öffentlicher Versammlnng„die rohen Em« wohner erzieh,» und ztoiltfiren" nennen! »der wenn es dem Kapital zu größerem Ertrage verdllft. was darf man nicht alles? Geht doch der lonservatlo« Graf sogar soweit, fich vor Konservativen über die chrtUtchen Misfionäre lustig zu machen, well ste:„zu viel predig m" und dem Neger zu wenig Lust an der Arbeit derdrirgen, was für das Kapital doch die Hauptsach« ist, denn vom Gebet des Reger« hat es nichts, wohl aber von der Arbeit.„Beten und ragte, und daß er fast gezwungen war, fich auf die Zeh« zu stelle», um das Erui an sich z» nehmen. Wäre der junge Man» überhaupt w der Stimmung gewesen, solche Bettach- trugen und Beobachiu»««» anzustellen, so hätte er fich wahr» scheulich mit einigem Erstaune» die Frag« vorgelegt, wie aU wohl dieses kleine, gebrechlich« Kerlche» in Wirklichkeit sein möge, den« während das sehr wohl mit einer ver» trocknete» Zitton« vergleichbare, etugeschrumpfte und perga» mentartige Antlitz nur dasjenige eine« Greise« sew kotutt, waren der seltsam« listige Glanz der kleine« Augen und die energisch« Hast der Bewegung«» gavz darnach angetha», de« Beobachter in seiner Wahrnehmung wieder in» z« mache«. Ab« der Fremde war, wie gesagt, augenschewlich durchaus nicht geneigt, fich über da« mutbmoßliche Atter de« Pfandleihers den Kopf zu zerbrechen. Ei» fiebrrhaftt» Glanz, der ebensowohl durch ein« g- wältige Seelenangst als durch«ine auf's Aeußnste gespannte Erwartung her» vorgerufen sei» konnte, leuchtet« in seinen dunkle« Auge» ans, während er jede Bewegung seines Gegen ober« verspätt. Zulws Wendelaad hatte das Kästchen geöffnet und»och ewmal war sew scharfer, lauernder Blick blitzschnell über dos Gestch» und die Gestalt de» Fremde» h'ngkglnte», als ih« von dem»erschossenen Samme», mit welchem da« Eiuis ge» füttert war, eine große Anzahl prachtvoller Brillante» cnt» gegen gefunkelt hatte». „Huml Hu« I" meinte er, de» Schmuck dicht a» fei« vertrocknetes Gesicht haltend.„Die Stein« find natürlich«n« echt, nicht wahr?' „New, mein Herr, sie find vollkommen echt,' war die rasche Antwort des junge« Mannes,„Sie werde» nvzweifel» Haft w der Lag« sei», fich durch irgend«in« P.üsungs» «ethod« zu überzeuge»." „Hum! Hum I" mewte der Pkandleiher wieder, indem er das Kollier«nter de« Licht« der einzige» Gasflamme, die über der Tombank brannte, hin- und herdrehie.„Wen« Sie da Recht hätte«, würde der Schmuck ziemlich wnth» voll sei»!' Di« Art des Herr» Wendeland grfiel de« Befitzer des Brillante» Halsbandes offenbar sehr»m<; den» ftrne«den «och so blttche« Wange» begannen fich mit ew,, sewe» ctbtUcn war b'i�t urfct Grundsatz der bei einem Voll ponj gut anpeinvchi ftfai trag, mtldtti übti dem ctsietcn nfdt M l»tzd daß erst dann, wenn diese befriedigt sind, elrrat Cdlistenthum„mit unierlaufen" darf. Lei dem G afrn P'eil icheinen die chrtpl chen Lied-t lehren pan, dieselbe Rolle»u«vielen, wie bei dem Eridpaizer'schen Diplomaten die GrundsStze: Sie geben Haltung, ball man st.', Und lasten sich ignorirnr. Und in der airilanilche n F.age tieht der Gras Pfeil vor, st« tu igrrorirm. Politische Ueberstcht. Aar d.vo.fteheuden Ersatzwahl»m ersteu Berliner >eia>»»ag»wahltretse beverlt d.s„teuische Tagedl.", man sei aUgeoem der Vr fichi, daß et jetzt an der Ze,t wäre, den Stschrittlern gegenüber an die Äu' stell ung eines„Kompromiß. didaten alier nationalen Parteien" zu denken. Wom einen starvro> ißkondidaten V Tie Nation allideralen werben ja doch unter ollen Umstänben für den Konservativen stimmen. Oder haben die Konie'vaiiven von od n Andeutungen«baUm, baß der Regierung ein Mann vcm Echlage Knoiloch lreder wäre, als«in Elöck-r'ene,? Der W nd bat stch betannilich in den rdetun Kreisen gedreht, und das wird gewiß bei der Ausstellung eines..nationalen" Kandidaten bereits zu spüren sein. Armer vtSckerl Dre Natiouaivertretuug Hat sich etu,ufiadt>». wenn der Kaes-r ste ruft— merme neu>ich cm Cr ltner Clatt, als »uerft Cewrchwngen über die CeichlußunsSdigkeit de« Reichs- lag«» ausstiegen. Daraus erwid-tt die„F an ff. gg." sehr richtig:„Des Blatt vergisf, baß d e vbg, ordneten lein Amt vom Kaiser, srndern ein Mandat von dm Wählern baden und letzter-n all'ln für die Ausübung deffelben verantwortlich stnd. Aus dem Nichterscheinen der Abgeordneten eine Art crimem taeaae nujeatatis(MajestS sae, letzung) zu machen, wäre eine Absurvuai, Uder die lein Wort zu ocilirtn wäre, wenn wir nicht in einer Z it lebten, die auf d«m Gebiete des Byrantini». muS an den sei sumsten Leistungen überaus fruchtbar ist. Br dm stich ist es auch, von dem Si-rdruck ,u sprechen, den ein nicht beichlußfäbiarr R-tchjiag aus dvS Ausland machen könne, denn nit siusnobme w nige, Eitzungstage ist der Reichstag während der l tzlen Eelsion permanent brschlußun'ädiz ge- weien und nicht einmal die überall„Lbstrutiion" witternden Ofst-'S«en beben stch tamalS zu der C-baupturA versti.gen, dost das Reich dadurch einen„moralischen Schaden" er Kid«." Der Rechenschaftsbericht über die Verlängerung de« kleinen Oelageruugezustaode» ta Leipzig ist dem Reich«' tag eben zugegangen uno lautet: Das kS-ialich sächfische Gesammtministerium hat auf Grund des 828 d's G setze* gegen die aemeinite'äbritchen Bestrebungen der voziaidemokratie vom 2l. Oktober 1678 mit Genebmtgung de» Bunde«, atbs sür die S avt Leipzig und den Bezirk der »mtsbauplmonrschost der S'adt Leipzia dieselben AnorS nungen. w-Iebe zuletzt am 22. Juni 1885 geti asten wo: den stnd, mittelst de» tn der Anlog: oetgefUglen Beschluffe» vom 25. Juni 1966 aus die Dauer eine» Jahre» vom Neuem er ��Diese Anordnungen, welche tn Nr. 149 deS Reich«' orz-iger» urb auf die für landespolizeiltche Verfügungen vor« aeichrieiene Meise bekannt gemacht werden st.'.d, erwiesen stch aus folgenden G ünven alS nothwendtg. Der seit der letzitn Verlängerung des sogenannten steinen Belagerung», ustarde« über die Stadt und den Bezirl der Awtshauvtmannschaft Lelpz'g ve flaffene Zeittaum ist durch den ouß ro: a« ntl' chen Aufschwung dt-melkenswerth, welchen da» Jachvereinswesen in diesem Llndestheil« genommen hat. In der Stadt Leipzig allein ist dre Anzahl der Fachver« «tue von 21 au« 35 gestiegen.. Nedm dieser numerischen Außbreitung macht sich eine St>i erung de» srüh-r mehr sporadisch zum Autdruck gekom. menen ordnun�Sieinblichm und pesstmrsti ch,» Geiste» in diesen Bereinen brwerkrar, der hinter weil» gesteckm Ztelen die ursprünaiichm gewerblichen Zv-cke in den Hstrieigrund treten und d.strul-ivr Tendenzen dee Od»bond gewinnen läßt. Tb'ilweile ist der Zasawmenha g mit unmittelbaren Jnter« sten des Gewerbes kaum noch erkennbar. Dabei oermerven es die Statut-n, die in'» Auge gefaßten sozialen u d politischen Ziele irger d wie fichtbar zu tragen. Röth« zu särb.-p; aber er mochte wohl Ursache habe», an sich zu halten, d-vn er schluckte seinen Aerger hrvunter und sagte «rt leise zttter»ber Summe: „Aller dmxs bin auch tch der Anficht, haß da« Kollier eiae« bedeutenden Wer'h ha». Et ist ei« Familienerdstück und hat noch nie zuvor einem ähnlich,» Zvecke diene» müssen, wie i« d-esem Augenblick." Letzteres schien dem Psanble'ber voll komme» gleichgiltig Sftiu, den» er setzte seine Prüfung mit der vorige» edSchugkeit fort und litß eine geraum« Weile vir» streichen, ehe er de» Mund zu einer neue» Bemerkung groß würde de»» da« Dm leben sei», da« Sie auf drese» Gegenstand ,« erhebe« beabsichtig« s' Der Angeredete zögerte. 3ch glaubte, Sie würde» mir ei» Anerbiete» mache»," sagte"« endlich„Sie fön«*« sich wohl de«ke», daß es «« nicht aa,z leicht wird, mich diese« theure» Gegenstände« zu«itäußer»—«ur eine peinliche Verlegenheit konnte »ach dazu zwingen, und es ist mir vornehmlich darum ,n thu», recht schnell i» deu Besitz einer größeren Summe zu gelange». Ze höher der Betrag ist. d.a Ei« m„ gebe« könne», und je schneller wir die Angelegenheit erledige», desto dankbarer werde ich Ihne» sein." „Hum!- Da» ist nicht so einfach!' knurrte Herr Zulu« Wendelaad.„Ich muß mich zuvor von der Echtheit der St>.ia« überzeugen. Werte» Sie eiue» Luacublic!!* Unb er trat mit dem kostbaren Piandgege» stand hwte, de» r-aendoden farbigen Varstang. hi-'er drm stch eine in da» N-b«og»mach führend.- Thür befand. Sein Schritt war ae. iulchlos wte der einer K.tze. und der jung« Man» vor der Tombank glaubt« de» Schlag s-nne««rgenen Herzen« zu »anehme« i» der tiefe» Sülle, die ihn nun umgad. Er wäre g.miß sehr C'st°««t gew-s-n, wen» lunft dacht, nämlich..cht im Entferntesten daran, dre Stein« durch irgend ein besondere» Verfahre» auf ihre Echthnt zu untcrsuchen. D,e Elfahrungen sei»« zwemndfiedzig Zahre Meist geben dieselben»die Förderung de, gewerblichen Jnier« tffen der Bereintmitnlteder" als Zweck an und speziatistren dieses allgemeine Programm durch Angabe einiger völlig undedenllicher Unternehmungen, die der Verein in'« Leben rufen und unt« hallen soll. DaS eigentliche We'm der Vereine würde daher gar nicht erkennbar sein, wenn nicht aus gelegentlichen Aeußerungen und beiläufigen S> schein unaen und Anzeichen mit voller Bestimmtheit die Tdatsache hervorträte, daß die Fachvereme im engsten Zukam menhange mit der sozialdemokratischen Partei Sehen, zum Theil geradezu Schöpfungen und Organe derseibm find. Da in der sozialdemokratischen Partei die anarchistischen und revolutionären Tendenzen und andere, noch auf dem Bodcn der bestehenden Staats- und Gesellschaftsordnung stch verhallrnde Bestrebungen ungetrennt und unterschiedslos nebeneinander bestehen und betrieben werden, so muß die -xterfioe und irtenstve Weiterentwickeluv g der Fachvereine » wordm und am 13. März d. II unter Umftändm naa Amerika abgereist, welche ebenso von einer mit diesem Siev gement verbundenen besonderen Vertrauensstellung wte dann" Zeugniß ablegen, daß er Nickis weniger als gesonnen die Verbindung mit den HUstzen Gestnnungsgenoffen auf)«' geben. Die könizlick sächsische Regierung war hiernach außer Zweif.-i, daß sie stch ernsten Verantwortungen auSgeietzt babe« würde, wenn fi« es unversucht gelassen hätte, zur Erhaltung der öffentlichen Sicherhrtt und Ordnung dieserigen Mittel in Anwendung ,u dringen, weiche von der ReichsgejetzgedunS selbst an die Hand gegeben wrrden. Temmlers Vermächtniß. Wie unseren Lesern erinnerlich sein wird, vermachte der Hosbamaih Demmler dem Vor» stand dei Schweriner Maurer- und Zimmer e t sack fneirszu Schwerin 1000 M. jährttch, welche Summe unter die zur Ar- deit zu alt und invalid gewordenen Gesellen dieser beiden r» rufe verr heilt werden soll, sowie 500 M. sährtich zur Adhaltuag eines gemeinsamen Festes, das in demokratisch rr Eintracht feiert werden soll. BiS j-tzt ist aber noch lein Pfennfp«u» f bezahlt vom Teftamenttvollstttcku. Derselbe verlangt nach k« Hamburger„Bgztg." den Nachweis, daß ein Fachverein destedtz und daß die betreffenden Personen den Vorstand bilden. 5« diesem Zweck: hatte der Vorstand der Maurer eine Eingabe fl« macht beim Slavtpolizeiamt von Schwerin und bat um Bescheinigung, erhielt aber einen abschlägigen Bescheid. wandte stch derselbe ans Ministerium de« Innern und bat uv eine Bescheinigung, erhielt aber die Antwort, das Sta«' polizeiamr sei nicht verpflichtet, eine der artige Bescheinigung auszustellen, denn d' Fachverein sei ei n Privatverein. Demgern»' wird das Geld nicht a u s d e z a h i r! Anderen � einen hätten die Behörden die Bescheinigung gewiß nickt sagt. Was brauchen aber auch Fachoereine Feste zu hallen u* für JnvaliZen zu sorgen. Coziaitsttsches. In Hamburg wurde der Schnei� Borchers veiba'tet. Dersetd« wird eines Vergehens §§ 128 und 129 des Sic. G. B.. Theilnahme an einer g� men Verbindung, beschuldigt. Die Untersuchung gegen J: aesammten Sozialisten ist dem Landgertchtsiath Rave tiaut worden.— In Lichtenstein Callnberg, sowre in junge» Man» sehr fatal wäre; den» er zauberte merko� lange«it der Antwort. � .34 heiße Bernhard Schmidt," sagte er endlich in nichts weniger als zuverfichtliche» Ton«, um sehr hastig fügen:.Sie dürfen stch darauf verlaffe», mein H-n,»' '4 der rechtmäßige Elgenthümer dieses Halsbandes bin v freie« Verfügungsrecht über dasselbe habe." .« IS Schmidt war sehr betroffe»,»nd die feine Röth« u Aergn« auf seine» Wangen verwandelte sich flammende Ro.h der höchste» Verlegenhett.„Legt� f kann rch mrch allerding,»ich», de.« rch b-fi,d«»t» � emer Reise und habe keine Papiere mttgenommen, � ut ans.eine solche Nothwendigtcit nicht vorbereitet' konnte." m .Hum!- Da« ist sehr««vorsichtig,— M-n' ze- niemal» ohne LegUimatio» auf die Reis« geh"!„ü > können 1 .«der wen» ich Jh»e« mtt««wem Ehrenck� sichere— »a St« 3hr Shr«Wort. mein lieber Hef'Kese» WAMWB mmmM darf und Gertdorf(KSnigttich Sachsen) ist kltrzstch bei mebreren der svjialvtmo'ratischen Pa-jei angrhörigen Personen Haut» suchung noch verbotenen Hchriften vorgenommen worden, die nach der„Nat. Aig." auch nickt ohne Erfolg war, da verschie- dene verbotene Druckschriften und auch„ein Dokument von Bedeutung" an» Tageslicht befördert wurden.— Die Sozial demolraten von Sveyer besuchten am Sonntag in einer Anzahl von zirka 200 die Ludwigthakener und Mannheimer Parteifreunde.— Dem LandtazS» und ReichStagSabgeordneten Geyer au» Großenhain, der nächsten Montag in Chemnitz eine Versammlung abhalten wollte mit dem Thema:„Durch Bildung zur Fr-iheit oder durch Fc-iheit zur Bildung, ist diese Versammlung auf Grund de»§ 5 vr» sächsftchrn Vereint» und de«§ S de« Sojialtstengesetze» verboten worden. Der etwas seltsam klingend« Beschuß lautet folgendermaßen: „Beschluß rom 7. September 1886. Die vorstehend angemel« drtr Versammlung ist mit Rllckstcht auf die von dem al« Referent bezeichneten Geyrr desaae SI. 20 b, 21 der Akren 1U 368 gethanen Aeußerungen auf Gmnd§ 5 de» St. S. Gesetze» vom 22 November 1850 verb.§ 9 Abs. 2 de» Retcktgeletze» vom 21. Oktober 1878 zu verbieten, gez. Stebvrat." WaS fllr Aeußerungen da» find, die da» Verbot herbeiführten, ist nicht bekannt, da e» leine Gelegenheit gab, in die polizeilichen Akten Einsicht zu nehmen. D%§ 5 de» sächsischen Verein», und Ltrsammluna»grfttz»» lautet:„Versammlungen, derkn Zweck e» ist, Gesetzetüder» tretungen oder unsittliche Handlungen zu begehen, dazu aufzufordern, oder doch dazu geneigt zu machen, find ver. boten." Retchspost und Privathost Der Rtich»post wird fttzt allmthalben auf dem Gebiele ocr Packet» und der lokalen Brief. delörderung, auf wdchem die Konturrenz durch da» Poftgesrtz nicht verboien ist, durch Prtvatanstalten empfindlicher Abbruch gethan. Sogar in dem kleinen Heidelberg ist jetzt eine solche P ioaipostanstalt entstanden. Dieselbe befördert Briefe für 2,«arten für 1 Pfg. und soll massenhaft in Anspruch g« uommen werden.— Auch in Düsseldorf wird stch, wie wir de-eit» einmal meldeten, eine Packet B-rsandt.Kompagnie lonstilulren, welche fich„1. Rheinische Packet> Versandt Rom» uignie" nernen wirv. Zweignieterlafiungen sollen in allen bedeutenderen Orten Rheinlanv» und Westfalen« errichtet wer» bm. Die Gebühren stellen stch, laut dem„Düfield. Volttdl.", um 40p6t. niedriger als bei de, Post. Die Best-llung ist eine «termairge im Laufe de» Tage»; die Beglertadrefim sollen weg. 'allen. Zum Versandt wmdm auch zelbrechlich« Sachen ange» �»mwen und Rachnahme-Jnkaffo desorgt. _, Ta« polnische Elend an der Themse. Unter dieser «usschnft veiöffrnllickt der„Kmy-r Pozn." einen Artikel, dem de, Brief eine« in London ledenden Polen zu Grunde gelegt ist u-d da» Elend der durch die Autweisungen ihre» H irn» beraubten und nach London autgewanderten polnischen Handwerker in lebhaften sftuden schlldert. Auf Grund salscher -Loistellungen und Nachrichten über die engl.schen Verhältnifie dauere der Zuzug noch tmt, ohne daß die Ankömmlinge auch die geringste vuzficht hätten, Br'chältigung und Brot zu stv» den. Eine große Anzabl sei völlig sudfistenz und obdachio». *h« Revakteon d»„Ruryet" leiitt die Aulmerksamkeit de» voinischen Autweisung»> Komitee»«uf die traurige Lage dieser Autwanderer und bringt den Gedanken in Anregung, ob denselben nicht durch Verschrffung nach anderen LZnvern»u Helfen wäre. OefterreichUngaru. Zwischm vem österrichischen Kriegtmintsterium und der Hstenetchijchen Waffmfadrtk»G.'seklschvft ist— wie der„B. B. Z." w* Wien gemeldet wird—«in Präliminarvertrag für die Bestellung einer Million Stück Repetirgewehre, deren «esammtkosten 36 Millionen Gulden betragen, zu Stande ge- Mnnrn. Dt« Munition kostet wettere 6 Millionen Gulden. »J*.Bestellung toll stch aus 10 Jahre vertheilen.— Da» dlea�� des„Cjtroblail" wurde wegen Mrttheilungen über �strutrion de« neuen Repetirgewehre» lonftSztrt. an- Ruhla«». b«t�..* b«r Zar in setner Heimath reist— darüber 7 b av Krakauer..Cza»" folgende»:„Der Zar ist am R. in Wysokv Lttew« eingedoff-n.?m Loraoend seiner «niunst wurde in der Warichauer Zitadelle in oller Stille V*?.4* Individuum, wahrscheinlich ein Nihilist, gehenkt. ?°ng» htr ganzen Etsenbehnltnie, die der Zir p lsirte, wurden, wie dies bei jeder Reise de» Zaren zu geschcoen pfl gt, Soivatm �lgestellt. Während der Jährt bei ZugeZ wenden stch die tvoldaten schußbereit von demselben ab und ste haben den Lwngsten Auftrag, auf Irden zu schießen, der trotz dreimaliger «uffordrrung fich dem Eisendahndamme nähert. Der Hsfzug gesteht au» brei besonderen Zügen, von welchen einer«ür den Zuen, der zweite für da» G.pSck und der dritte für Arbeiter, die bei einem eventuellen Unfälle sofort die Beschädigung zu tepariren hätten, bestimmt ist. Niemand weiß, in welchem bieser Züge der Zar fich befindet:«i heißt sogar, daß der Zar Mren v der Reise von einem Zuge in den anderen umsteigt. "» ist noch zu bemerken, daß der strengste Auftrag ergangen und ich will Ihnen gern ein paar hundert Thaler oder **«1 darauf geben. Können Sie e« nicht, so müssen wir **«tzf da» Geschäft verzichten I" �.Aber ich b si-v« mich in einer entsetzlichen Nothlage i l<6eai stch vielleicht um die Rettung eine» Menschen» .®» sprach fich so viel wahnsinnig« Herzensangst in den feigen Worten au», daß selbst ein mißtrauische» Gemüth i*9t wohl aa ihr« Wahrhaftigkeit glauben konnte. Aber in j�lltu» Wendeland's pergamentenem Antlitz veränderte fich U Zug und ein flüchtiges Achselzucken war die einzige "chtdare Aeuße-ung seine« Mitleid». .C» thut mir leid, mein Herr, aber ich bin kein Lebens» ier, sondern«in Pfandleiher, und die Lmte, die zu mir !°ll«nrn, find alle mehr oder weniger in Noch, so daß ich ich»» au« Prinzip nicht erst anfange» kann, mich auf de» andere Gefälligkeiten einzulassen. Ja Sesthästtangelegen» �«» sollte man überhaupt von dergleichen gar nicht«st ,«Sie weigern fich also ganz entschieden, mir ein Dar» »kn auf diesen Schmuck zu geben?" to.So lang» Sie nicht im Stande find, den gesetzlichen �°tschriften nachzukommen— ja!" Cr schob dem angedlichen Bernhard Schmidt da« Etui jiP*1.»u, al« sei er fest überzeugt, daß e« Jenem unwög» Ii? sein werde, diese Bedingung zu erfüllen, und mit einem g?"' Seufzer, der nur«in Au»druck höchster Mißbilligung T»v,»wecklost Störung sein konnte, ließ er sewe winzige stu?r., wtede, auf die harten Polster de« wächtigen Lehn» ilvw i°llen. Während der unglückliche junge Mann noch Utttd�n-n°"»w«>f«ltem Geficht vor der Tombank stand, Vit!» st?? tx 9«h«n oder ob«r e< mit einer nochmaligen aller faltete Julius «SW ist, daß auf allen Stationen, die der kaiserliche Z-ig passtrt, nicht nur die Jmster der Bahnhöfe geschlossen, sondern, daß auch die Rouleaux herudaelassm sein müssm." Belgien« Obwohl den Arbeitern auaorückltch vollster Schutz für all« vor den RegierungSiommtsstonen in der Ardeiterenquete gemachten Aussagen zugestchert worden, find zahlreiche Ar» detterentlassungen erfolgt. Werkbesttzer haben Arbeiter, welche Ungünstige« ausgesagt oder schwere Mängel in den Werken angeführt haben, entlassen. Zwar find dt« Kommisstonen sogleich dagegen vorgegangen: da ste aber nicht überall durchdrangen, so find öffentliche Sudskriptionen zu Gansten dieser A.detler erösfiet worden, die vielen Anklang gefunden. Selbst die manchesterlich«„Weser-Ztg." bemerkt hierzu:„Da» Per» fahren dieser Werkb fitzer, die stch dadurch für die schlimmen Ergebnisse der Erquete rächen wollen, findet allgemeine Miß» d-lligung; e» lätzr stch nicht au» der Welt schaffen, daß in Belgien arge Zustände in den industriellen Werken herrschen daß auf Kosten d r Ardeiter der Seldstkostenprei» möglichst heradgesetzl wird, daß die Arbeiter mehr als billig ausgedeutet werben. Der fromm«„Brüsseler Cnirter", also kein liberale» Blatt, ist über„da« unermeßliche Ardeiteulend ganz entsetzt." In scharfen Autdrücken, wie noch kein liberale» Blatt ste ge« than. beklagt er, daß jede Humanilit in der belgischen Jndust-ie geschwunden.„Das menschlich« Leben, so schreibt er heute, wiegt nicht» mehr in der industriellen Habgier! In den Gruben ist e» nur noch ein Weekzeug, dessen fich die Industrie bedient, da» ste abnutzt, da« ste biegt und zertctimmnt, dessen unbrauchbar gewordrnen Theil« ste fortwirft." *»11««». Bekann stich wird der gesammte indische Staat»» Haushalt in der Zweiten Kammer im Haag festgestellt und e» wird hier über da» Laos und da» Wohlsein der Kolonien von»dgeordnetm«ntichieden, denen die Zustände daselbst ebenso fremd find, wie die von Japan oder China. Jetzt tritt ein in Batavla erscheinende» Blatt mit der Jo derung hervor, der jährlich« HauShalt dürfe nicht länger im Haag, sondern müsse in Javaen selbst festgestellt werden.„E.st dann", sagt da» Blatt,»kann für Indien eine bessere Zukunft anbrechen, wenn der Schwerpunkt der Regierung hierher verlegt evird; wir sagen damit nicht, daß die höchste Gewalt dem General» gouoerneur oder der Beamtenwelt übertragen werden soll, viel« mehr soll die Obc: au! ficht de» Mutterland«» bestehen bleiben. Ein gesetzgebender Körper in Indien ist da» emzlge Mittel, um zu einer die Wohlfahrt und die vlüth« desteiden befördernden Regierung zu gelangen; dann kann auch alle» au» dem Wege geräumt werden, wa» der Eeitwick hing de» Lande» im Wege steht und wir werden auf diese Weise von dem DespotiSmu» der modernen Liberalen de freit." In da» niederländisch-indi sche Heer traten im August 75 Militär» über, neu angeworben wurden 121 Mann, 76 Niederländer und 45 Fremde. Nach Ostindien wur- den während de» Monat» 84 geschickt, wogegen 89 Mann von daher zurückkehrten. Wenn übrigen» der Andrang zum Kol» ntaldienst nicht stärker wird, al» bisher, dürfte e» kaum geliw gen, die 8900 Mann, welche für Jidien nölhig find, zusam menzudringen. Dabei muß hervorgehoben werden, daß die Regierung hinstchtlich der von Fremden vorzulegenden Paviere j tzt viel genauer und aewiffe? Halter zu Werke geht al» ftüher, uns für den im niedmändisch-indischen Heere herrschenden Zu sammenhalt ist e» ebenfall» ein erfreulich«» Zeichen, d«ß der von einigen Seiten gemachte Vorschlag, einen Theil der in dm vettlerskolonien untergebrachten kräftigen Burschen in da» indische Heer stecken.,(!) durch laute Kundgebungen von UntiMo fftirtn und Soldaten mit Entrüstung zurückgewiesm wurde. Der Vorschlag ist in der That auch skanda'öt. Dem Sozialistenführer Domela Nieuwenhuii ist von der belgischm Regierung amtlich dedeutet worden, daß er, fo'ent er stch noch einmal auf belgischem Gebiete werde blickm loffeit, zu einer Gcfängnißstrafe verurtheilt und nach Ver» büßung derselben über die Grmze gebracht werden würde Sein Prozeß vor der»wetten Instanz kommt bald»m Ver. Handlung_ Frankreich« An der Nachricht von dm in Vierzon im Besitz der streifenden Arbeiter befindlichen Chasftpotgewehrm ist kein wahre» Wort. Du Quercy und Roche, die beiden au» dem Streik von D e c a z e o i l l e bekannten Sozialisten, sollen begnadigt wer- den. Der Jufttzmtntster legte ein dahingehende» Dekret dem Prästdmtm Grery vor. Die„France" fährt in ihren«»»fallen gegen Eng» l and fort. Ste schreibt:„So lange eine französt, che Ration extstirt, werden wir nie der britischen Barbarei gestatten, fich in E g y p t e n niederzulassen, einem Lande, da« mit unserem Blute, unserem Golde, unserem Genie fett fast einem Jahr. hundert befruchtet worden ist. Frankreich ist gleichzeitig eine Kontinental- und eine Seemacht. Die ganze Geschichte der Ztviltsvtlon spielt um da« Veckm de» Mtttelmeere». Die Be- Aus Kunst und itbttu WaUuee-Theater. Auch gestern ging„Sin Blitzmädel" mit Feix Sckwetghofer vor sihe vollem Hause in Szene und mit dem Eintritt der kühleren Witterung dürste fich die Zug» ki oft Schweigho'tt noch intenstver oi» bither erweisen. In- zwischen wird am„Goldonfei" fleißig prodirt und dürfte diese lustige Posse Emtt Poh.'s in zirka acht Tagm bereit» in Szme gehen. Gin diplomatischer Koufltkt. Wie man der„N. Fr. Pr." au» Konstanttnopel mitrheilt, droht« dieser Tag« zwischen der P'orle und dem bei ihr beglaubigten amerikanischm Ge» sandten ein Korflikt auszubrechen Letzterer entdeckte nämllch nach einer Spazierfahrt, die er in Gesellschaft seiner Frau und einer mit dersetdm befreundeten türkischen Dam« aus der von ibm bewohnten Insel Prtnkipo unternommen hatte, daß sein Kutscher arretttt wurde. AI» der Gesandt« nun zu den Be« bördm eilte und mergtsch auf die sofortige Freilassung seine» Roffelenker» drang, wurde ihm die über aschende Erklärung zu Tdeil, daß man für die»mal«obl Gnade für Recht ergehen ll ffen wolle, aber gleichz-tttg dem Gesandtem zu bedenken geben müsse, daß nach den Gesetzen de» Koran» jeder Kutscher, welcher «ine lürkrsche Frau in der Gesellsehaft von ungläubigen Rän- nern spazieren fahre, einer strengen Strafe verfallen sei. Der Gesandte soll erwidert haben, daß er die Türken glücklich schätze, eine Religion zu befitzen, welche ste sogar gegen lieber- griffe selten» der Rutscher schütze. Paste«»'» Impfungen gegen die Tollvnth.«u» Pari» wir» geschtteven:„Der GUmde an die Wirkung der Impfungen Pllsteur'» gegen die Tollwuth kommt arg in» Schwanken. Dt« unabhängigen Blätter haben jetzt eine Liste von 24 Personen»usammmaedracht, welche an der Toiiwuih verstorden find, nachdem Pastenr fi« geimpft und al* geheilt «ntloffen hatte,»cht derselben waren von Wölfen, zwei von Katzen, die übrigen vierzehn von Hunden gediffen worden. Die Probe ist also au»giebia gemacht, daß da» Pastem'sche Ver- febren nicht« hiltt. Wählend aber hier di« Erlenntniß durch« Hü»! dessen Wirksamkett jedenfall, sehr fraglich ist? freiung diese! Meere» ist für uns eine dringendere Pflicht, al» dt« unserer rheinischen Provinzen. Diese wurden von dem Kaiserreich nach einem nicht ganz ruhmlosen Widerstande verlvren, Egypten aber von der Republik blöde, in Folge eine» Mißverständnisse» und ohne Kampf. Die Eintevrisung ist um so größer, und da» erklSit unsere Ungeduld. Die Obrfeige ist frischer, wir haben noch die Wang« geröidet... Die englischen Blätter können die lächerlichsten Asstmilirungen zwischen Egypten und Tunesien, ja selbst den R-u-tzebriden machen, wir nehmen den Tausch nicht an. Frankreich wird niemals die Schmach einer KonfiSzirung EgypienS durch England auf fich nehmen." Grohbrita»«ie». In Broadway, Weftmintster, läßt die Regierung eben ein AuSiunfttbureau für Auswanderer errichten, in weichem den AuSwanderem nach amtlichen Quellen unentgelt» lich Auskunft über die Verhältnisse der verschiedenen Kolonien in Bezu, auf Lage, Klima, Erzeugnisse, Religion, Schulwesen, innere Verkehrsmittel, Kosten de» LediN»unterhaU», Löhne, Bodenoerhältnrffe, Landsystem u. s. w., sowie über Passage» preise, Fahrgelegenheiten k. gegeben wird. Da» Bureau wird in Verbindung mit dem neuen ArbeUsauSkunstSdureau und unter einem Komitee stehen, von welchem mlndtsten» zwei Mitglieder der arbeitenden Klaffe angehören sollen. Da» Bureau wird auße,dem alle drei Monate kurze amtliche Be- richte über die Zustände, Arbeit»auf sichten u. s.». in den Kolonien verössemlichen, die in jedem Postamt grati» zu haben sein werden. Im Unterhaus« kündigt« der Schatzkanzler Lord Ran« dolph Churchill an, die Regierung habe beschlossen, eine köntg- ltcke Kommisston zu ernennen, welche Erhebungen anstellen soll über di« Gehälter, Arbeitsstunden. Pensionen, SÖuttsuauüiRaben, Verwaltung, Reglement» und Organisation in den verschiedenen Zweigen der Ztvilverwaltung. Die Kommisston werde fich u. a. darüber zu äußern haben, od di« Ardett in den verschiedenen Bureau» wirksam und sparsam verrichtet f werbe; ob sie vereinfacht werden könne: ob der wodtu operandi verbessert werden könne und ob die Kontrol« wirksam oder unnöihig komplizirt sei.— Auch in anderen Ländern wäre eine derartige Untersuchung am Platze. Bradlaugh wünschte, daß der G e h e i m d t e n st f o n d t (50000 Lfirl. per anntun) nicht länger der Kontrole de» Par- lamrnt» entzogen werde. Der Schatzkanzler trat diesem An» finrnn entgegen. Auf dem bei Neufundland kreuzenden britischen Kriegs» schiff„Emerald" barst vor Kurzem wieder eine Kanone. Der„Emerald" wollte zur Begrüßung der Admttalfflagge Salut feuern, al» daS Geschütz, eine Hinterbderkan«.« nach dem neuesten Modell, beim Laden von selbst losging. Der Hintere Verschluß der Kanone wurde fortgeschleudert und-in Kanonier auf der Stelle getödtet. DaS UnterbauSmitglied scheint nicht Unrecht gehabt zu haben mit der Ertläiung, ti sei gefährlicher hinter einer englischen Kanone zu stehen al» vor derselben. Ein Mitglied der gegenwärtigen englischen Regierung er» klärte dem Londoner Vertreter der„Poltt. Korr." Kon- stantinopel habe nach der Beseyunz CypnnS und Egypten» für England weniger W'chtigkett, die Herrschaft d«k Sultan» in Konstantinovel biete keine Bürgsckafl mehr gegen «inen russischen Angriff auf die Mittelmeer Besitzungen und man denke nicht medr daran, Indien in Konstantionopel zu ver« theidigrn, sondern in Afghanistan. Italien. Im verflossenen Juni find bekanntlich 10 Sozialisten in Mailand und Umgebung verhaftet worden. Dieselben find am 9. September provisorisch In Freiheit gesetzt worden; der Prozeß gegen fit dauert jedoch fort; vier von ihnen werden vorauSfichtnch freigespiochen, die anderen vermtheilt werden. Balti»»lS»»er. Odessaer Blätter melden, daß drei e n g 1 i s ch e K r i e g S» schiffe zwetter Reserve heimlich unter der Handettfiagge durch die Dardanellen gefahren und unter der KiiegSflagge auf der Rhede von Odessa vor Anker gegangen seien. Uiter den Schiffen befinde fich die„City of Manchester", welche mit zwei Kanonen aimirt ist. Zwei Drittel der Mannschaft und der Kapitän gehörten zur englischen KeiegSflott«. Die russt» schen Blätter verlangen die Entfernung der Schiffe aui dem Schwarzen Meere. G-af Rodilant wird dem italienschen Paria» m e n t e sofort nach seinem Wiederzusammentritte ein Grün» buch über die bulgarischen Angelegenheiten unterbreiten. Die Sammlung dürfte, obwohl feine Ver von dem internationalen diplomatischen Verfehre aufgegebenen dilligen Rücksichten ver» letzend, ungesähr 200 Aklenstück« umfassen. Au» demselben wird stch, rote dem„Pester Lloyd" au» Rom von durchaus verläßlicher Seite milgelheilt wird, ergeben, daß die politische Aktion de» Ualienischen Kadtnet» in den jüngsten Ereignissen auf der Balkan- Haldinsel von dem entschiedenen Willen in» spirttt war, feine einseitige Verletzung de» Berliner Vertrages, noch eine dem Prinzip der nationalen Autonomie zuwidelG Ueber zwei tzhebrnchdrame« wird au» Pari« folgend, berichtet: Vo-. einigen Tagen, früh um 7 Uhr. fielen in eine: Hause der Rue de Tivoli in Dijon zwei Revolverschüff«; glei, daraus stürzte ein Mann mit dem Revolver in der Hand oi die Straße und drohte Allen, die stch ihm nähern wollten,, werde ste niev-rschießen. Endlich gelang«» einigen beherzt« Männern, dm Mann zu fassen und ihn auf da» Poiizeilou missariat zu drinnen. Dort gab er an, Charle» Calltmardet z bißen und al« Maschlnenheizer bei der Lyoner Bahn bedienst- zu s.Hn.«ethald er oft genöthigt war, mehrere Tage vo seinem Hause fem zu bleiben. Vor einigen Tagm hatte, nun erfahren, daß sein« Frau ihn während seiner Adwesmhei durch einen Journalistm, Namen» veaujeu, ersetzt Hab Wüihend über dt« ihm angethane Schmach begab fich d< Maschlnenheizer gestern ftüh nach der Wohnung de» R> dakteur» der„Pettte Bourgoigne", der ihm ahnungSlo» di Thür öffnete und logleich, von zwei Kugeln töbtlich getroff«, zusammenbrach. Wenige Minuten später war Beaujeu ein Leiche. Der Rächer seiner Ehr« zeigt über da» von ihm be gangme Verbrechen leine Reue.— Da» zweite Ehebruchsttp ist folgendes: Ein Bewohner Aoignon», LLwenthal mi Namen, überraschte seine F au mft einem Liedhader un strengte gegm fi« die Klage wegm Ehebruch« an. worauf dies zu sich» Maralen Gtsänaniß verurtheilt wurde. Statt abe die reuige Sünderin zu spielen, setzte fich Madame Löwentha die, nebenbei bemrrtt, Sängerin ein einem Tingel- Tangel wai hin und richtet« an ihrm gestrengen G:sponS einen Schreibe blies, in welchem ste ihm lundthat, er irre fich gewalttg, wen er klaube, sie werde ihre Sünden auf dem feuchten Streb de Gefängnisse» abbüßen: sie sei vielmehr entschlossin, nach Pari zu gehen, wo ste gewiß alle Tage einen«dm so schönm un weniger pedantischen Gemahl finden werde. Uebrigen»«erb st« auch an ihn dmlm und ibm allmonatlich einen Berich über ihre Abenteuer schicken. Da» schien schon dem gekränkte Gatten arg. al» er aber in den letzten Tagm von seiner Fra dm ersten Rapport erhielt, fand er den Spaß denn doch ei wenig gepfeffert, fuhr noch Pari» und sucht nun mit Hill einig«! Polizeiagenten nach setner zynischen Frau. Ein Jaunskops. Au» Kempre», 7. d. MtS„ wird d, „Franks. Zig." geichrieben: Mtt einer seltsamen Mißgedm einem todtm Kinde mtt ,«ei Gesichtern, kam vorgestern Nach eine Frau dahier nieder. Ein hiesiger Arzt hat den kleine Lei bnom der onatvmisch-pathologtschm Sammlung in Münch« übergeben. i laufende militärische Intervention in Bulgarien lujulcffen. Rußland, dtffen Benehmen aegenüder Bulgarien anfangt ein aggresfioet war, hätte eine Front veränveruna vollzogen, alt et sich Italien und Großbritannien in einmüthiger Hcltung entgegen jedem Jnoaiiontversuch« auf der Ballan-Halbinsel gegenüber befand. Dat neueste Brünbuch soll ferner ein« Reih« von Depeschen det italienischen Botschafters am Wiener Hofe enthalten, welche die Unstcherhett der ÜSrrreichtich. ungarischen Poittil in den ersten Tagen nach dem 21. August drastisch genug dokumentiren würden. Et würde fich aut dieser Altensammlung de» weiteren«raeben, wie man anfängt ltch am Ballplatz« in nicht geringer Unruhe od der Haltung de» Fürsten Bismarck zu Rußland gewesen sei. Nach Giert' Zusammenkunft mit dem Fürsten- Kanzler stockten einen Augen blick lang die Verhandlungen und die Mittheilunaen von Kabinet ,u Kabinet, und wäre et der von den außerstm Echaierigletten der Situation durchdrungene Graf Ktlnolg gewesen, der, um der Ungewißheit ein Ende zu machen, den gordischen Knoten mit dem in Berlin direkt gestellten Ansuchen durchhieb, Deutschland möge freimüthig er» klären, ob et Rußland» Gebahren in der valkanfrage billige oder mißbillige. Daraufhin hätte der Fürst Bismarck erklärt, daß det Fürsten Alexander AbZanlung da» alleinige Mittel sei, ein« bewaffnete Fnter. ventton von Seite Rußlands auf der Halbinsel und den Aut- bruch einer emopäischen Konflamatwn zu verhindern. Jetzt hätte wieder ein lebhafter Ideenaustausch zwischen den Rächten begonnen, und daS italienische Kabinet mit den klaren und bestimmten Zielen, die eS fich vorgesteckt, in dieser Periode nicht wenig verwickelter Unterhandlungen ein« hervorragend« Aktion ausgeübt. Amerika. Bei den Eisenbahnftreik« in den Vereinigten Staaten ist et wiederum nicht ohne Gewallakt« abgegangen. Der„Voff. Ztg." schreibt man hierüber: In der Freitagnacht wmde der Veriuch gemacht, einen StgnaUhmm an der Lake Shore-Eisendahn bei Town Lake, nicht well von Chtkago, in die Luft zu sprengen. Nach der Exploston fand man erne A Zoll lange GaS-. öhrendombe und einige Packet« Schießbaumwolle. Der angerichtete Schaden beziffert stch auf mehrere Tausend Dollar». Et war ein Schnellzug fällig, deffen Entgleisung vermuih lch beabsichtigt war. An demselben Tag« fuhren 23 Waggons der Illinois Zentral über die Lake-Shore-Bahn. AlL der Zug über die Kreuzung fuhr, drehte ein Unbekannter die Weiche um, wodurch 15 Waggon? entgleisten. Glücklicherweise kam Niemand um» Leben. Um Mitternacht wmde John Fagin, ein s'üherer Weichensteller, verhaftet, well er versucht hatte,»ine Weiche im Bahnhofe von Cztkago, in der Abficht, einen Zug zur Entgleisung zu dringen, verstellt hatte. Sein Genofie, ein gewtffer Murphy, entkam. ÄuS Bucaramanga, der Hauptstadt de» Staate» Santan- der, werden Entdeckungen von Goldfeldern ge» meldet, die ein, wettet Kalifornien in Autstcht stellen. Der geringste Ertrag von verschiedrnen Waschungen soll 18 Realen (1 Real— 40 Pf.) für den Kubttmeter Erde aewesen sein, während viele 30 Realen(12 Mark) ergeben haben sollen. DaS To d soll 22 kmätig sein und selbst in den Höfen da Häuser Brcaramanga'S g? walten werden. Ran will zur systematischen Au» beutung der Goldfelda einen Bach adlettm, um genügendet Waffer zum Auswaschen det Erdreich» zu er« Afrika. Aut dem Sudan wird berichtet: Tamai, da» letzt« Bollwerk der Rebellen bei Suakin, wurde am Freitag äe- nommen. Die befreundeten Stämme machten einen Schein- angriff und al» die Rebellen au« der Stadt kamen, wurden ste geftblagen und stoben, nachdem ste 5 Tobte auf dem Kampfplatz gelaffen hatten. 400 Weib« fielen in die Hände da befreun- deten Stämme. Einig« gaben fich fteiwillig gefangen, gegen andere mußt« Gewalt gebraucht werden. Der Ausstand im östlichen Sudan ist damit zu Ende. Auch die Briese vom oberen Nil lauten günstig. Australie». Die australischen Kolonisten, welche stch zur Zett in London aufhalten, erklärten Mitgliedern de» Parlament» gegenüber, daß die Australier fest entschlcffen seien, nicht zu gestatten, daß die Franzosen die Hebriden okkuptren und daß. wenn die Franzosen nicht bald gingen, ste den franzöfilchen Dampfschiffen nicht erlauben würden, in die australischen Häfrn einzufahren. Die Kolonisten tadeln ferner nach der„Franks. Ztg." England, weil diese» für Briefe nach Australien sech» Pence Porto nimmt, während Deutschland, welche« nur geringe Interessen an Australien habe. Brief« dahin für zweieinhalb Pence befördere._ Gerichts Ieiwng. Wie«, 12 September.(Mo.d in Folge einet Gemeinde« rothtdelchluffrt.) In der Gemeinde Sroki(Galizien) find im Monat« April d. I. durch mehrere rasch nachetnand« autge» brochene Brände zahlreich« Gebäude, darunter auch da» Wohn- haut de» Dorfschulzen Stephan Cioruch, einaeäschat worden. wat unier der Orttdevöllerung eine große Furcht hervorrief. Die von der Orltbehörde eingeleiteten Erhedungm blieben er« gebnißloS; nichtsdestoweniger hielten Vre Dorftnsaffm an der Anfichr fest, daß da» Feuer von ruchloser Hand oelcgt worden sei. Alt der Brandstifter wurde allgemein ein übeldeleu« mundetet Individuum, Namen» Mickael Kozak, bezeichnet, wiewohl ntwit vorlag, wa« diesm V-rdacht ttgendwt« zu de» llästtgen geeignet gewesen wäre. Die strafgerichtliche Unter- suckung wider Kozat mußie bald wegen Mangel» eine» jeden Thalb« standet eingestellt werden. Der Dorfschulze ließ fich aber dadurch w setner vorgefaßten Meinung nicht im Geringsten irre machen; er berief am Abend det 4. Mai dt« Gemeinde» «eltrsten zu einer verathung in der Dorfschänt« zusammen, wo der Beschluß gefaßt wurde, den Unb'ilstifter Kozak, welcher ein« Geißel de« Ortet bilde, gewaltsam au» der Welt zu schaff« n. Mit der Durchführung diese» Todeturtheilt wurde der Bauer Hrynko Mys.pt Sioruch und der G-metndeälteste Tybinkazu bemVerbrechen eintting- SÄÄ-S%%«Jä 1882 17 464 3076774 1883 17520 3015826 477043 480925 ' Geschworenen verneinten die ihnen bezüglich beider Beschul- digten vorgelegt« Echuldfrag«, worauf der SrrichtShof ei« freisprechendes Erkenntntß fällte. Koziales«» Arbeiterbewegung. Die Str«fh«u»ardett nimmt in O-steneich immer grS- ßeren Umfang an Nach der vor Kurzem heiauSgegeden« „Statistischen U-berficht über die Berhältniffe der öfierreichi» schen Sttasanftalten im Jahre 1883" betrua bie G-sammizabl der Arbeitstag« in allen Siratar statten 3016 826 aut 4196 133 Lerpfl gkstage, gegen 3 076 774 Arbeitilage auf 4317024 Set« pstegStage im Jabr< 1882. Während also die Zahl der Ver- pstegStage um 3 pCi. iank, vermindert« stch diejenige der Ar- dcilStage nur um 2 rCt.— ein Beweis, daß man StrafhäuS- ler in immer größerem Maßstab« zur lukraliven Arbeit heranzog. Betrug« doch die der Arbeit nach außm gewidmet« Ardeililage nicht»«iget al» 80 xCt. aller Arbeitstage über- Haupt» so daß die geringste Abnahme um 3 pCt. gegen daS Bo-juhr garnicht in Betracht kommt.„Vor Allem aber, schreibt dt« Wstner„Deutsche Ztg.", wußte man die Jntenfität der österreichisch« StrafhauSarbett ganz bedeulenv zu steige«. Ungeachtet der Abnahme der ArdettStage war die Summe de» «efammtvervienfieS im Verhältniß zum Vo-jabre eine größere. Während dieselbe im Jahre 1882 noch 447 043 st betrug, stieg st« im Jahre 1883 auf 480 924 st., also um 3831 st. oder etwa 1 pCt. innerhalb eine» Jahre«. Der amtliche Beiickt erwähnt einer Einzelnheil mit charakteristisch« Worten: in der Straf- anstatt Sud« welche die größte Steigerung bei Ardeiltver- dtenstes um 7772 st. oder 32 pCt. aufzuweisen hat, wurde die Korbflechterei in eigener Regte„sehr schwunghaft und lakra- tt«" betrieben. Em schön« Trost für uns«« mit schlechten GeschästSverhiltntff« ringenden Korbmackerl Wo eine bedeu» tmd« Abnahme de» Arbeitsverdienstes festzustell« ist, war eb« lediglich der Rückgang de» StröfltngSstandeS schuld, wie in Stein— die Strafh au» Verwaltung« haben nicht» zu ein« Abnahm« gethan. Da» neueste statistisch« Handbuch läßt die Inten stlätSsteigerung der Strafhäusler auibeu- tung noch stetig« und lonsequmt««schein«; nach ihm ar« bettet«: 1881 Sträflinge...... 17 887 Durch Tage...... 3062046 Mit einem Ertrage(in Gul- den) von...... 469 808 Die Abnahme d« Elräflinge sowohl wie dn Ardeititag« hin dert« also die StrafhauSvnwallung« nicht, fmldaue?nd mehr au» d« StrafhauSarbett herautzuschlagm. Am meist« ge« pflegt und folglich geschädigt wurde die T xill Industrie, aus welche von sämmtlick«. 8 Million« betragend« Arbeitstag« nicht wenig« al» 778 807 entfiel«; in at-steigmv« Reihenfolge rangtr« dann da» Schneid«-, da» Bauhandwerk«- und Bäckergewerbe, sowie da» Schustergewnbe.— Wann wird endlich d« Minister ersteh«, der diesen Mißbrauch auf da» richtig« Maß beschränkt? Möge nur die Agitation gegm die StrafhauSarbett nicht erlahm«, vielmehr au» solchen Ver' öffeittlichung«, wie wir ste auszugsweise wiedngegeden Hab«, im«« neu« Waffen zur Erkämpfung de» endlichen Siegt» schmieden 1" Zu» llnfallverstcherung. Der vraunschwetgisch« Sek- tion d« Hamiöonsch« Bauge werU bnuisgenoffensckaft liegt folgend« Fall vor. den wir der„vraunschw. Landesze tung" «tnehm«: Ein Dachdecknlehrling«bettete auf einem Dache, al» auf dem Bod««in Knecht erschi«, der soeb« ein Lamm geschlachtet und davon noch blutige Hände hart«. Der Knecht kam nun an dm Lehrling heran und machte Mime, nach sei- nem, de» Lehrling»,«-ficht soff« zu woll«. D« Lehrling «schrak; bog fich zurück und stürzt« vom Dache.— Die „Landet, tg." schreibt nun, daß d« von d« Genoffmschaft auf G und da Unfallvastcherung erhob«« Entschädtgungtanspmch wird abgewiesen w«V« müffm.„weil da fraglich« Unfall nicht durch und bei Autübung det Berufet vorkam". Da dürfte stch die„Landetztg." doch wohl im Jrrtbum« befinden. Die Unfallversicherung bezieht fich auf„die Folgen da bei dem Betrieb« fich aeignmdm Unfälle". Da» ist der Wort- laut de» Besetzet. Ein Dachdeck«, da auf dem Dache ar- bettet, befindet fich gewiß in Autübung seine» Baus», und zwar eine« Berufet, in welchtm da geringste Zufall die größle Gefahr herbeiführen kann. Wat in diesem Falle durch ein« ganz ftevl« Scherz hndeigeführt wurde, kann ebenso in Folg« einet Schreckrufet od« irgmd eine« sonstig« Vmkommniffe« geschehen. da» bei jedem ander« Berufe ohne üble Folg« bliebe. Etwa« andre» ist et, ob nicht die Leruftgmoffenschast dm V«anlaffer de« Unfall» hastbar machen kann; zunächst ab« hat ste selbst für die Folg« de» Unfall» gegenüber dem Beschaviglen einzusteh«. Sollte die Baugewerliderufsgenoffm- schast so«tschetd«, wie die.Landetztg." voraussagt, so wird hoffentlich die Sache weiter bt» zum Reich». VerstcherungSamt verkolgt»«dm. ttebe, die Sohuverhältnisse im Königreich Sachse« läßt stch die„Boll»- Zig" folgende» mittbetten: Vor Kurzem t hellt« wir mit, daß«» in Sachs« Arbetterkategorim gäbe, bei dm« man den Lohn nicht mehr kürz« könne, ohne die Arbeit« unfähig zur Leistung zu machen. Dabei wmde auf die Arbeit« in den Elbsandsteindrüchen hingewtes«. Wir find nun in der Lage, üb« die ilohnverhültniffe in t«- selb« einig« nähere Angab« zu mach«. Beschäftigt find dort 2522 Arbeit«, darunter 83 sogmannte Hobtwacker, 1421 Autschiäg« und Hack«. 741 Räum« und HO Räumersfrau«. Die Hohlmoch-r abteltm 3M. täglich« Lobn. die«u»schISg« und Hack« 2 M. 30 Pfj die Räum« 1 M. 60 Pf. und die RäumerSftauen 1 M. 20 Pf. Bedenkt man nun. daß die Arbeit in d« Stetndrüchm eine ungemein schwer« und an der XtbettHtaft zehrend« ist, beb«** man fern« die Regmtage, den Winter, also üd«haupt die Feiertage, so ist d« gezahtte Lohn ein so überall» niedrig«, daß man kaum glaubt, die Leute könnt« am Leb«, geschweige der hart« Arbeit erhallen bleib«. Greif« wir nämlich die z�lreichste Raffe der ge- nannt« Arbett«, die Hack« und»utschläg«, mit einem Tage lohn von 2 R. 30 Pf. h«au». so stellt fich bei dies« V« muthmaßUche Jabretlohn folgendermaßen: 65 Sonn- tage und Feiertage, 25 Regentage und 60 Wtntertage find bleib« 225«lbettttage; macht jährlich bei 2 R. 30 P'. Tagewhn eine Summe von 517 M. lO Pf. Davon kann dann der gebettet ein« tägliche Autgade leist« WSM klein« vedürsniff« anzuschaffen. Wa« bleibt dann ab«, selbst bei einem ledig« Arbett«. für Speis« und Getränke übra i mm ma-ä �drrtttw x» �"v p' �_———, � v**p»liiA piUBC pewoenv*» m»»!*~-'...4rii4i in ««emtwoettich fta den poMilch« Thell unb.So.ialet«« für d« übrig« Thett V« Zrttung«. -- �tteuthstraße 2. Anzahl b« Fabrikant« nach dem am 10. Juli erfolgt« gräßlich« Tode det Lommerzienratht Robert Felder, welcher in sein« eigenen Fabrik, trotz d« Schutz wehr, von einem Schwungrade«grtff« und zerstückelt wurde, fich in Unfall« ocrficherung« in Brträg« zu meist 50000 Mark versichert lab«. DarauS geht doch hervor, daß die Fabrilant« eine Wiederholung derartig« Unglücksfälle fürchten und ihr« Fa« mtli« eine Entschädigung sichern woll«. Run komm« ab« die Arbett« doch viel mehr in Berührung mit d« Ra« schinen, al» die Fabrttdefitzn selbst. Um wie viel mehr ist c» deshalb nothw«dtg, daß zur Sicherung de» Leben» und der Gesundheit der Arbeit« da» Fabrikinspektmat möglichst auSge» bildet evtrd. Eine große Zunahme de» Auswanderung wird au» Salzwetel gemelda. Der„Voff. Zig." schreibt man von dort: In d« allabendlich über hier nach Prem« fahrenden Zügen find fast täglich 6 bis 6 Wag« 3 und 4 Klaffe mit Auswanderern eingestellt. Die Behauptung, daß schon er in deffen» 30000 P«soa« bis jetzt in diesem Jahre über hi« befördert find, dürfte nicht zu hoch argr ff« sein.— E» gebt den Leuten zu wohl, wndm die Anhang« det Fürsten Bismarck sag«. Kaufleute«ud Schreiber. Räch ein« Mittheilung über den Stano der Ardeitetlolonie zu Wunscha in Schlefim wer« den z ahlreich« dort verweil« den Arbeitern und Handwerkern nach ihrer Entlassung günstige Arbeitsstellen nachgewiesen. Nur bei Kaust eut« und Schreibern ist die» unmöglich, so heißt ti in dem Bericht,„trotzdem d« HauSoat«, welch« zu jed« Auskunft gern bereit ist, in allen Fäll« nur solch« Kolonisten empfiehlt, welche bei gm« Führung sich auch für die de« treffenden Stellungen wirklich eignen."— Da» heißt doch den Mund etwa» übervoll nehmen. Jeden« fall» schwächt ein« solche Verkündigung da» Vertrau« zu d« UrtheilSfähigkctt de» Her« HauSoat«! bedeutend ab. Der Mann will also, und zwar nach d« Behauptung de» Bor» stände» der Kolonie, beurtheil« lönn«, w« ein gut« Kauft mann, ein gut« Schreiber, ein gut« Schneider, ein gut« D.chdecker, ein gut« Zimmermann u. s.«. ist I? Da auch nachweislich viele Student« in diesen ArbettSkoloni« stch be« find«, so dürfte dies« allvnständig« HauSoat« auch in d« Lage sein, darüd« zu urtheil«, wer von dies« sein« Zög» ltng« da» Zeug in fich hat zu einem tüchtig« Arft, einem tüchtig« Staattanwall od« auch zu einem Proseffor. Ran steht, welche Schlüsse fich au» solch übermäßig« Prahler« ziehen lassen. Streik. Schwelm. 14. Sept. In d« Holzschrauben« fabrit von Falkmrath u. Kinn hatten die dort beschäftigt« Arbeiterinnen weg« Lohnabzügen die Arbeit eingestellt. Dm« Nachgiebigkell d« Unternehmer wurde die Sache bald geregelt. Kleine Mittheilunge«. Aachen, 13. Septemd«. Der Holzdreftsler Krähwinkels weg« angeblich« V«breitung sozialdemokratisch« Schrift«' schon seit Anfangs April d. I. in Unterluchungshait, ohne daß man dt» jetzt weiß, wann e» zu ein« öffentlichen Verhandlung kommt. Ehrenbreitstein, 9. Sept.(Revoloeranfall eine« RA« chenS.)' Gestern Abmd nach 7 Uhr kam ein etwa 20 Jahr« alte» Mädchen au» Koblmz hinh« in die Wohnung«ttie» Unter affijierS und feuerte nach kurzem Wortwechsel einen Slmlß auf denfelden ab, d« ihn am Kopfe traf. Nachdem der O« troff«« in die Küche de» Hautherrn nach Hilfe geeilt ro«- hörte man in seiner Wohnung noch zwei Schüsse fallen, wel«* da» Mädchen gegen fich selbst adaefeutti datte. Eine Viert«' stund« später war fie todt. Der Unt«olfizt« ist nicht lebenB gefährlich aetroff« und nach Feststellimg de» Tsatd«»-»°� dmch die Behörde«folgte seine Aufnahme in da» 3Wtt»» lazarrth. Ursache de» Vorgänge» soll ein Bbsagebrtef geweien sein, den d« Uitterosflji« drm Mäo»« gelchried« hatte. Wie«, 14. Septemb«. Religiöser Wahnsinn tdjtr einigen Tag« dm Bauer Peter Delutsa in Vitoo bei Eörz zum Mö-der gemacht. Er arbellete im Gart« d« Ebrttur Delmefiri. Wahrend die Frau mtt d« Berettung de» Rilta?: mäht» in d« Küche deschäfligt war, ar bettet« Hm Delmest mit Deluisa im Gart«. D« letzt«« entfernt« fich plötz tcd mäht» in d« Küche beschäfttgt war, arbettete Hm Delme> mll Deluisa im Garten. D« letzt«« entfernte stch plötz �« sein« Arbett, begab sich in die Küche, nahm dort ein titüK Hand und schlug Frau Delmefiri nieder, so daß diese 1�°, todt war. Dann ging d« Wahnfinnige in d« Gart« 1%% und tövtete Her« Delmestri mit einig« Hieb«. DteSgel»� ohne daß Lärm entstand« wäre ob« irgmd Jewanv s Mord dem«v hätte. Deluisa ging dann zum Pfarrer v" Ortr» und sagte diesem, er habe zwei Person««schlagen.. P'arra solle gleich hingehen und denseld« die letzte 0'™ ißd# »«abreich«. Der Priest« wollte dm Wort« de« finnigen nicht glauben, und da e» g«ade Mittag schlug, « ihm,« solle effm geh«. Dn Wahnfinnig« ging int« Schneider, wo« ein Buch zu les« d«»� Plötzlich läutete dl« Todtmglocke. D« Schneid« fragst u Wahnsinnigen, ob ein gewiss« Punpinella gestorbM „Rein," antwortete d« Wahnstnnige.„«» ist ein Andrm�, Hölle gefahren." Auf die Aufforderung zu beten, ghe daran, d« Mord« zu v«hasten. Die» konnte«st a«. d« Tage geschehen, d«n Deluisa hatte sich geflachst'' wurde dem Vezirttgericht in ölraignano eingelstftrt- � Pari», 13. September. Heute Nacht erfolg>e�,e. Ervlofion w d« Dock» von Marseille. Eine Dynamttpav � dt« unt« da» 12 Zmtimet« dicke Hauptthor gelegt war, riß die unt«e Füllung h«au»,«schüttnt« den � pfeil« und krümmte da» Etsmwnk. Di« StattSanst�piiV begab fich sogleich an Ort und Stell«,»l» diese» Verbrech«» verm ruhet man Rache. Wäre da», badest'» nicht so fest gewesm, so würde eS sehr statt ge�„» ve" d«n die Ladung muß eine bedeutmde gewes« 1"* Stein der Hauvtstteg« zu erbrechen. � brt London. 7. Septemd«. Ueder d« WolkenbrU��l f Sonnabend üb« Swansea hereinbrach und einen*«g Narhrrchtm vor. Da» Regenwaffer strömte an; Ä1®* Stell« de» abschüistzen Abhänge» hinunter und rtß«it fi�e reich und Felsmklöye im Gewicht von 8000 Tonn« AzgeN die Tiefe. Da» Erdreich wurde von d« Sewall d« in die untenstehend« Häuf« getrieb« und gestoßen. Zwei Kind««md« dergestatt cm» ebne �«4 gewaschen und von dem Ertst-om abwärt» gewä-zü» �d* Nichte ste zu reit«, wurde ab« von dem Strömtet �st Beilage zum Berliner VolNlatt. Ar. 217. Freitag, den 17. September 1886« in. laJpft Unriameutsberichte. Deutscher Reichstag. 1. Sitzung am 16. September. Um 2'/, Uhr tritt Siaatisekretar v. Boettichet w den start gesülllen Eitz.matsaal. ihm folgen die BevollmSchii�tm »um BundeSrath v. Scholz, v. Schelltng. Gcaf Bit» m a r ck, Graf tzohenthal, v. Prolliut, v. Mar» schall u. spater erscheint auch Minister v. P uttkam er. Die Linie dei Hauset find erheblich stärker desetzt als erirartet wurde, und zwar gleichmäßig bei allen Parteien. Tb e filührer und die Träger beiannler Namen find fast aut. nahmtloi auf ihren Plätzen. Nach dem lnöffnungtait stellen fich auch die Soziald-moüaten zahlreich ein. Staattsetretär 0. Boetticker verliest die Siöffnungt- red«, worauf Präsident v. Wedell.Pietdorf dat Hoch auf S«. Majestät drn Kaiser aut bringt, in welche» da« Haut dreimal lc bhnst einstimmt, und voriäufiz den Vor fitz übernimmt, wobei ihm Graf v. Kleist, Buerkltn, o. Kulmiz und Witte alt Schriftführer aifistiren. An Vorlagen find eingegangm die Darlegung zu d'n Anordnungen der sächfilchm Regierung auf G und dei§ 28 de« SoziattftengesetzeS und der Vertrag, betreffend die Per. längerung deL vcutfch-spanischen Handelt» und Schifffahrttver» Seit der letzten Sesston find gewähl. worden: Dr. Adae Aalt des outgetretenen o. L-n, lWürttemdera), Berling statt de« zu« Staatssekretär desSrderten Graten Herbert Bismarck Wallenburg) und H-hn statt de» zum Generalkonsul in«al »utta«nannten Geilich(Blomberg). . Die Abcheilungen werden fich nach Schluß der Sitzung konstituwn. .. Der Namensaufruf ergiebt die Anwesenheit von 213 Mit» gliedern, da» Hau« ist also beschlußfährg. Der P.afisent schlägt vor, sofort die Wahl des Präfidiumt, und zwar zunächst die de» ersten Präfidenten voizunehmm. _ Abg. Windtborft: Ich deantraae, dat gesammte Bureau der letzten Sesston durch Akklamation wiederzuwählen: damtt würden unsere Geschäft« wesentlich erleichte«. Ich sehe nicht ein. daß irgend Jemand ein sachliches Jntereffe haben «nn, dem zu widersprechen.(Beifall.) Ada. Hasenclever: So leid et mir thut. ich muß diesem Antrage widersprechen. Ich betone, daß ich die» im Namen meiner ssraktton thue. Ich widerspreche nicht der«kkla- «ationtwabl de», wetten und dritt'n, wohl aber der de» eisten Borfitzenden unsere» Parlament«.(Lechen) Ich erkläre, daß ich «st der GeschästSlettung diese« verehrten Herrn Prafidenten ganz einoerstand:» bin und deshalb gar keinen Anlaß hätte, Segen diese Leitung irgmdwie Widerspruch zu erheben.(Rute: ab« I) Ader et könnten doch Sachen vorkommen dei dem Partettreiden, wie et fetzt ja schon außerhalb de» Parlament» herrscht, wobei man da« Vertrauen zu der Unparteiltchkett r"'» PrrteimanneS verlieren kann(Unruhe); et wäre viel Sie mich nicht retztm..Hören Sie dock den on, den ich zur Molloirung meine» Wider. NW4-WWSZ «nma. st, sttnem ganzen rr-den 6 Wochen G-fängniß gehabt eine» volttischen Vergehen»-7. dieser Mann ist außge. wiesen worden und irrt nun Heimatbio» im Reiche umher, und »wur durch Dekret de« Regi«rung»prSfiS,nten von Magdeburg, d» Heren v. Wed«lI.Pie«dmf. E« ist ja außerhalb de« Reich«. «gt« geschehen,«der fene Pali�eivcrordnang. ich glaub, vcn 1813, drauchte nickt, und noch weniger mußte st« angewandt werden; wenn also Jemand im Parteiledm eine solch« alle Polizeimaß- kcgel anwenoet, dann können Sie et un» nicht verargen, wenn «lr kein Vertrauen zu der Unpartetlichkeit eine» solchen Vor« fitzenden haben.(Beifall bei ven Soztaldrmokraten.) Abg. Wtndthorst: Da» B»fahren de» Vorredner» ist mindefien« ein sehr außergewöhnliche».(Sehr wahr I recht») Da» Recht zu widersprechen, haben die Herren ohne Zweifel: wenn Sie aber gegenüber der Stimmung de» ganzrn Haust» ein solche» Verfahren einschlagen, so ist da» w-nig lückstittooll.(Sehr wahr! recht» und im Zentrum: Ruf der Bözialvemokraten: Ganz so wir gegrn un»!) Wir wollen die ettolgt ist, ziehe ich «%%% mmm hat da» Recht, ein« solche Amtshandlung, wie da» hicr Wch'hen ist. zu kittistren 1 Sin solche« Verfahrm kann denen. 5?«» einschlagen, nicht nützen; schlagen ste e« aber ein. so haben wir da« Recht, lebendig dagegen zu protestirm.(Beifall von derschtedenen Setten.) . Abg. Hafenelever: Wa» fich ziemt oder nicht ziemt, 5»rüber hat Herr Wtnvthorst ebenso«enig ein Recht»u ur. 'heilen al» ich.(Große Heiterkeit) Ich weiß, daß ich gewählt «in vom Volke so gut wie Ste; ich habe da» Recht, hier zu �b«n sg gut wie Sie(Lachen recht»), und Ihr Gelächter •ttttirt mich noch viel weniger al» die Ermahnung de» LsM, Wtnvt borst: wenn e» darauf ankommt, un» so ein �nlchen in'» Geficht zu laehen, da machen wir mtt! Motze Hetterkeit.) Wenn auch ein Präfident die Leitung r* Geschäfte früher zu unserer Zusrirdenbeit verrichtet hat, K ,>°nnen doch inzwischen Fälle vorgekommen sein, wie �'ier. wo ein allzugroße» Anschmiegen an die Anschauungen von Putrkamer vorliegt, und un« daher die Un- Mstichkett de« Prästventen nicht mehr in dem früheren Mckk�banden erscheint. Darum ist e» j, überhaupt brffn:. ivw. Beamten zu wählen; etwa» abhängig bleiben st- L0m Ministerium, de» ist die allgemeine Metcunz. «räRh®1* nun glauben, daß Sie den H-rrn Regierung«. wst Wedell wiederwählen sollen- immerhin ljch�°°m un, defftn nur nicht mi'.schuldig machen.(Ge. I seinen Widerspruch motivirt«. E« ist«ine ganz neu« Sitte, Widersprüche-u: Geschäftsordnung zu rrotivtten. Der Abg. Windthoift hat die Mrinung der großen Majorität de» Hause» ausgesprochen. E« ist meine» Erachten» nicht zulä fig und nicht im Interesse de» Rcichttag», über die Gründe etat« Wider- spiuch» in eine Debatte einzutreten, und ich bitte da» Hau» uns den Herrn, der jetzt da» Präfidium führt, diese Debatte nicht fortzusetzen.(Zustimmung.) Abg. Richter: Ich kann mich dem Vorredner nur an- schließen. Sett den fünfzehn I chren, die ich die Ehre habe, in diesem Hause zu fitzen, ist es nicht vorgekommen, daß man bei Wahlen zum Präfidium die Formen der Geschäftsordnung benutzte, um die Personen, die in Frag« stehen, hier zum G«- gcnstand einer Kctttk zu machen. Auf welchem Standpunkt man auch stehen möge, ein solche» Verfahrm erscheint nicht angemeffen. Nachdem e» geschehen ist, verwahre ich mich da» gegen, daß in Zukunft aus da« heutige Lorkommniß, welch:« ich dedaure, als aut einen Piäzedmzfall Bezug genommen werde.(Lebhafte Zustimmung.) Nachdem Abg. Windthorst stch diesem Proteste noch mal» angeschloffen, schließt diese Verhandlung. E«»folgt nunmehr unter dem Vcn fitz de» Abg. von Franckenstein de Wahl de» ersten Präsidenten durch Stimmzettel. ES wnden deren im Ganzen 218 abgegeben. darunter 41 unbeschriebene, also ungilltge. Von den 177 gilltgen Stimmen erhält v. Wedell-Pirtvorf 172, Hasen clever 2, v. Franckenstein 2, v. Helldmff 1. Abg. v. Wedell.Pietdorf: Ich nehme die Wahl mit Dank an und werde mich bemühen, während der boffent- iich kurzen Dauer dies» Sesston die mir odlirgrndm Pflichten gewiffenhakt zu erfüllen. Bei der Wahl dt» erstm Vizepräsidenten werden 211 Stimmzettel abgegeben, darunter 16 undeschriedme, also un» gillige. Von den 195 aittigen Stimmen erhäU Abg. von Franckenstein 193, Abg. Ackermann 2. Abg. v. Franckenstein: Indem ich für da» mir ge- schentte Verträum ergebrnst danke,»kläre ich, daß ich die Wahl annehme. Zum zweiten Vizepräsidenten wird d» Abg. H 0 t t m a n n mit 174 von 175 giltigen Stimmen aewählt, 1 Stimme erhält Abg. Ackermann. Daneben find 37 unbe schriedene Zettel abgegeben. Der Gewählte erklärt, die auf ihn gefallene«hrmoolle Wahl mtt aufrichttgem Dank anzu nehmen. Auf Antrag de» Abg. Win dt Horst wählt da« Hai!» durch Akklamation zu Schrtttsühran dl« Adgg. Gras Adel- mann, Bürklin, Eysoldt, Herme», Grat von Kletst-Schmenzsn, v. Kulmiz, Porsch und Wich» mann. Zu Quästoren bestellt du Präfident dieAbgg. Kochann und F r a n ck e. Sett dem Schluffe der vorigen Sesston find die Ab- geordneten Jungr«en,v.Lytlo«»kt und Löwe ver» st 0 r h e n. Da» Hau» ehrt da» Andenken der entschlafenen Kollegen in üblicher Weise. Von der«folgten Konstttutrung de» Hause» wird Sr. Majestät dem Kaiser die vorgeschrieben« Melvung vom Präst- denten«stattet wttden. Eine große Reihe von Urlaubtgesuchen wird darauf an« stand» lo» bestlligt. Der Präsident schlägt hiernach vor, die nächst« S'tzung morgen, Freitag 11 Uhr abzuhalten und auf die Tagesordnung die«ste und zweite Beraihung der Vorloge, betr. dm spanischen Handelsvertrag und die B«athung d-r Denkschrift über dt« Verlängerung de» kleinm BelazerungS« stände» in Leipstg zu fetzen. Abg. Bebel: Herr Präfident, gestützt auf die§§ 18 und 21 der Gefchaftiorvruag(wonach die Vorlagen 2 Tage in den Händen der Mttglteder fein müffen, bevor st« zur Be» rathung gestellt werden können) erheb« ich gegen die angesetzte Tagclordnung auf morgen P ölest. Präfident von Wedell- Ptesdorf: Di- beiden vorgerchlagenen BeralbungSgeg,»stand« find heute«st an die Mitglieder vnthttlt worden. Dieselben können daher morgm nur dann auf die Tagesordnung tommm, wenn nicht 15 Mtt- glteder widersprechen. ES widersprechen die anwesendm 19 sozialdemokratischen Abgeordneten. Die nächste Sitzung findet deibalb mtt d« angegebenen Tagesordnung Sonnabend 11 Uhr statt. Schluß nach 5 Uhr. Kommunales. Etadtverordueten-Verfammlung. Sitzung vom Donnerstag, den 16. September. Die Tribünen find überfüllt. Der ausgewiesene Reichttagiabgeor dnet« und Stadtverordnete Singer hat feinm Pietz eingenommen. Der stellvertretende Stavioerordnetm-Vorst.h», Stadtv. Dr. Strock»öffnet die Sitzung um t\ Uhr mtt einer Reihe geschäftlich« Mittheilunaen. Die»b Heilungen stod zusammen gelrden und babm die Wahl von 15 Mitglied«» für dm Ausschuß zur Vorberathun» der Vorlage, betreffend den A n» kauf von T heilen der Grundstück« Tempelhof«« Ufer 18/19 und 26; von 10 Miealiednn für den Ausschuß zur Vorbttathung der Vorlage, betreffend den Berkauf d« zum«au reS Gött'tzrr Bahnhofe» verwendeten Thetle von ehemaltgen Separationtwegm. von 10 Nitzliedem für den Au»- schuß wir Vorder tthung d« Vorloge, bttrrffmd dteStundung der von d« S». N tolai und der St. Mattmkirch« zu den Pstast«- kostm d«Fittdenftcaßt ,u entrichtenden veittäge, und von 15 Mtt. gliedern für den«utfchuß zur Borderatdung d« Borlaae, d«. triffcnd die Anlegung einer neum Slraße von der Großen Hamburgerstraß« dt« zur Sophimlirche in V«läng«ung der «rauSnickstraße. volljvam. �_. Vorher oedachte der stellverttetende Vorsteh« in«arrnm Worten de« oerstordmm Stadwerordnetm Ludwig Löwe. Au» dn Trauerrede stien folgende bezeichnende Stellen hervor- „..hoben: Harte Schicksaltlchläge treffm in rasch« Folg« diese vm zielten. In richtia« Konsequmz dieser sein« Anschauung war C* der eirripste Fürsprech« iür Aufhebung de» Schulgelde». Hotten doch hiermit zugleich die Armenschulen auf. deren Bor» vandmsein ver Jugend dl» dahin gleichsam m't G-w-lt dm Klaff enunt«schied auf gedrängt hatten. Er drängt« fem« auf die Errichtung konsesstonilos» Schulen.„Wenn dm Kindern der verschiedensten Bekenntnisse." so sagte er in dm betriffenden Verhandlungen,„der koisesfionelle Unt«schied erst spater al» reifere Menschen vorgeführt würde, dann wird ein etnttächttgeS Zusammenlebm in allen Schichtm unser« ve» vSlk«ung Platz greifen un» kein Fanatiker mehr den Muth haben, religiösm Haß und Zwietracht zu predigen,»a e» ihm an Gefolgsa-aft, an Anhängern frhlm dürft«." Ein gleiche Fürsorge widmete er der Armen- und Watsmoerwattung, dem Finanz- und Steuerwesm; während sein« einundzwanzig» sährtgm Wirksamkeit war« der Reihe nach in fast allen Zrveigm der Berwaltuna ein thäiige», ctftiae« Mitglied. Die Lücke, die sein Tod gerissen hat, ist groß. Wie wird UN» fein Rath, seine Erfahrung, seine versöhnliche G-stanuna fehlml Nicht lobm wollen wir ihn, ab« ihm danlen Iür allr», wa» er Gute» für uns«e Stadt«strebt hat. Ehre seinem Andenken! — Die Versammlung ehrte da» Andenken dr» Verstorbenen durch ErHeden ton den Plätzen. Von dem Bruder Ludwig Löwe'» ist ein Dan!» schreidm für die Beweise liebevoller Theilnahme an dem großm Betlufie, der ihn betroffen, eingelaufen.— Der Termin der Neuwahl für den Wahlbezirk(3. Adth), dm d«Ber» storbene vertrat, wird demnächst festgesetzt wnd.n. Die Wahl. zeit läuft im Jahre 1889 ab. Der Kaufmann Gustav Groß, Schiffbauerdamm, bedankt stch in einem Schreiben bei der Versammlung für da»„schöne Pflaster" am Schiffbauttdamm.(H ilnkeit.) Nach Eintritt in die Tagesordnung w«dm ein« Anzahl PenfiontrungS-, AnitellungS-, Aufnahme- und NaturaltsalionSgesuche geschäst»ordnung»rrSßig«ledigt. E» folgt die Wahl de» Stadtverordneten« Vorsteher». Nach V-rlcsung d« d'eßdeiflgUchtN Bettim. mungm der Städleordnung wird zur Aifinnmong mittelst Stimmzettel geschritten. Aogegeden werden 1C9 Stimmzettel, von denen 15 unbeschrieben find. Von den 94 gilligen Stirn. mm«hält Stadtv. Dr. Stryk 83 Stimmen und ist somit gewühlt; die übrigm zersplittern stch auf die S adtoerotdnetm Kersten, Spin ola, vellermann» Namslauund Wieck. Der Gewählte nimmt die Wahl mtt folgenden Worten an: Ich dank« Ihnen, meine Herren, für da» Vertrau-n, da» Sie in mich gefetzt haben und hoffe, daß St« e» nicht bereuen werdm. Dt« nöchig geword-n« Wahl eine» Stadtverordneten- Vor. steber SteUverireter» wird in der z wettnächsten otdentltchm Sitzung stattfinden. Zur Kenntnißnahme gelangt die Vorlage, betreffend die Beleuchtung der Leipztgerstraße durch die Aktien. gefelllchaft Städtische Elrktriziiätt-Werke. Die Stadtv. Meyer I und Schwalbe beantragen die Wahl eine» AuMchuffe» von 15 Mi-gltedern im Prüfung der recht. ich:n Berhälmrffe zwischen der Siadtgemeinde und der Gesellschaft. Stadtv. Schwalb« begründet kurz seinen Antrag. Stadtv. Dop p hält die Abschaffung dir elektrischen Be. leuchiuna d« Leipzig» st-aße für erwünscht, die Re» sullate seien hier ebmfo unbefriedigend wie in Patt» auSgefallm, welch«» die elelttt'chc Beleuchiung einig« Straßen ebenfalls wied« eingestellt bade. Redner empst Hit da» Auer» bach'scke GatbeleuchtungS'ystem und schließt stch im Uedttgen dem Antrage Schwalbe an. Kämm«« Runge würde den Antrag für akzeptabel halten, wenn in ihm bestimmt gesagt würde, wa« eigenilrch ge- prüft werden solle. Nur dann würde der Magtstrat stch de- t heiligen können. Eine Prüfung de« Vertrage» könnte nur durch Juristen vorgenommen werdm. Stadtv. vellermann wird für dm Antrag Schwalbe stimmen, glaubt aber, daß derselbe etwa» zu spät lommt. S» hätte mehr im Interesse v« Stadt gelegen, den Autschuß früher ttnzuietzen. Stadtv Meyer t ist der Anficht, daß in d« V«sam«. lmrg nickt ein Einziger ist. der durch die inkorrekte Vorlag« de» Magistrat» nicht unangenehm berührt worden ist. Alle» sei aus ein« mündliche Verhandlung gestellt, die wahrscheinlich v«schwundm sei. weil der Dezernent gestorben. Da« Gesetz schietd« vor, daß der Magistrai sämmtltcke Akten der«erf-mm. lung vorzulegen hat. Die Aufgabe de» AMi-tuste« solle darin beste hm, von dem gesammten Slk>« Material Einficht zu nehmen und zu sehen, ob fich gegen die Gesellschaft etwa» unternehmm laße. Es sei außerdem überraschend, wie gering die Abgaben seien, welche die Gesellschaft zahle. Kämmerer Runge bittet, eine» vkistoibmen Mitglied«» de» Magistrat«(Stadtrath Löw«) nicht in solchm Winten zu gedenken.(Unruhe.) .. Dr.«tryk hat von ein» solchen Bemnkung tttchl» gehört. Stadtv. Meyer I bedauert sehr, mißverstanden ,u(ein. Et Hai« dem Verstorbenen nicht den geringsten Vorwurf machen wollen. Der Antrag auf Einsetzung eine» AuSschuffe» wird angenommen. Rechnungen gehen an dm Rechnung»au»schuß. E-ne unwesentliche Vorlage de, Magistrat« wird vebatte- lo» angenommen. Damit ist die Tagesordnung«schöpft. Schluß 7'/, Uhr. SS folgt eine nicht öffentliche Sitzung. KoKales. f«KJ? mnfl» f i m11*)et, tnternallonaim sozial demo. Irtttifcbtn Pttffe sein. Vor wenigen Jahren noch konnte davon 5«Si Nede fein. Erst za Beginn d« 80« Jabre l'b m eigentlich auch im AuSlande mit der immer stärker anwachsen» den Sozialdemokratie die Parteiorgane auf. In Deutickland m» dt»«m Prokiamtrung ve» Sozialistengesetz S im Jahre �,5?' jierpztger„Vorwätt»" da» Zenttaloraan. Zwei pniodisch« Schriften„Di: Zutunft" und die„Reue Gesell- Icha't, ffilen wie da» Zemralorgan und sämmiliche Tag-». biält« dem«loffenm Gesetz zum Lp'er. C ne Z-it lang ftbl.e ei dann an foiiaidemotrotischin Blättern, allmälig aber fon. dm ste dann für ihr Erscheinen die Form, so da» e« heute 12 di» 15 so.ialdemolratische Blätter geben mag. Da» Htnltal. organ,„Der Sozialdemokrat", mußt« selbstn-rstänoltch rm«u». lande«schttnen, und al« der geetgre st- Platz wurde larich befunden, von wo« massenhaft nach D.uttchland und C sten- reich vertrieben wird. Da» Blatt erscheint wöchentlich wein« uffltfttten Auflage von 12000 Exemplann. Auch eine Monat« icdrist„Die neue ZtU" ist in etuttgart geschaffen wor. den. Ei« wirv von«wem der jüngeim Marxisten Kail KiulS q «digirt. Da«.Recht auf Arbeit", die g'wäitgtere Richtung vertretend, hat Vrereck»um Begründer und Leiter- Zum Be- ginn diese« Jahre« geschab auch ver Versuch für die deutschen »rdeilerinnen ein sozialistische« Organ zu schaffen. Die von Frau G. Gwllarme- Echack, der eisrigen Verthtidigertn der Frauenrechte, in Lffendach a. M. heroußgegrdene„Die Staat« dürgei in" wurde aber nach taum ha.djämiger Existenz auf Eirund br« Eozialistengtsetze« verboten. Wa« Frankreich betrifft, da« mehr al« andere Länder von Pmteizer. UiHwngen befallen ist, so muh der täglich erscheinende Partser „Le(Sri du Peuple" seine« enormen Eirflaffe« auf die Ar« detterschichten wegen in erster Reih« genannt werden. Da« Blatt, von Jule« Vall-i begründet, vert itt zum Theil die ma xistische A chtung. Da« offizielle franröiische Parteiorgan ist da« Wochenblatt„Le Ecc aliste" und steht im zweiten Jahr« gang. Hauvtredalttonswitglieder find Paul Lafargue, der Ver« faffer d-S„Recht« auf Faulbett" und Schwiegersohn von Marx und I Eiue«de, ebensallt Marxist. Eodann ist noch die Mo« naii christ„R vue sccia.iste" zu nennen. Jhe Standpunkt ist «dentall« der rein sozialdemokratische. Die ersten franzöfischen fvzialdemoiratischen Parteidlätter waren die von dem ver« storbenen Deutschen Höchberg begründeten„i'EgalitS" und die „Earar cipation". Beide Zeitungen gingen aber bald wieder ein. Die deutichen Sozialdemokraten in Pari«, die fich in zwei Vereinen zusammenfinden, erkennen den Züricher„Sozial» demokrat" al» ihr Organ an. In England stehen fich zwei Richtungen in der Sozialdemokratie gegenüber, die ein« von Hgrdman» die andere von Morri« repräsentirt. Jener, der zuerst in England die Lehr« Kail Marx' in einem größeren Wirke„The historicrl Bast« of Socialem" entwickelt hat, scheut, wenn nö.hig, selbst vor der opaganda der That" nicht zurück. Für die friedliche Ent« Wickelung der Dinge und jedem schroffen Vorgehen abgeneigt ist Morri«. Im Sinne de« letzteren wird„Commonweal", im Smne Hyndman's die„Justice" geleitet. Ziemlich festen Fuß hat die Sozialdemokratie auch in den Niederlanden und Belgien gefaßt. Sie vertreten die flämischen:„Gen- ter Toekomst"(Wochenschrist) und da« Tageblatt„Voorutl", da« a" Wochentagen in einer Auflage von 4000, Sonnabend« von 10 000 Exnnplaren erscheint. Da« belgische Organ ist„Le Peuple". Daß auch in den skandinavischen Ländem für die Sozialdemokratie stark agitirt wird, ist brkannt. Der dänische„Sozialdemokrat"(tiührr„Vort Arbeide") erscheint wöchentlich. Einen starkin Umsatz haben ferner die schwedi« sch-n und norwegichen Parteidlätter. Außer dem„Sozial- demokrat" erscheint in der Schweiz noch ein zweite« ähnliche«(?) Journal, der„Grüilianer". Kein ausgesv'ochenea sostalistische« Parteiorgan, betrögt seine Auflage doch 8500.— In Nord« Amerika wurde vor nicht ganz zwei J tdren der„Sozialist" gegrüirdet. Neben diesem in deutscher Sprache erscheinenden Btatie soll auch eine« in englischer Sprache in« Leben gemfen werden. Bereit» seit längerer Zeit wird an einem Fond« zu diesem Zwecke gesammelt. Da« einflußreichste und verbrei etste deutsch geschriebene TaaeSiournal sozialdemokratischer Ten» denz ist aber die New Norker„Volktzeiiung"(Heroulgeder der den älteren Berlinem bekannte frühere Buchhändler Jana«). Seit einige« Wochen hat die deutsche Reichshaupt» stadt dte Ehre, einen Londoner„Eoangelisten", so lautet die Bczeichnunr, Namen« Dr. Ziemann, in ihren Mauern zu d'r«hnt« zurückblicken. Seit dem Ausgang der fünfziger Jahre, da fich ein tiefer Nieder- gang diese« Gewerbe« fühlbar machte, ist, anfangs sehr langsam, dann nach den glücklichen Kriegen in immer ledbasteren Schritten ein Entwtckelungsweg zmückgelegt worden, auf deffrn Gleichen nur wenig Geschäste, die im Wesentlichen auf Hand» betrieb beruhen, zmückalicken können. Man muß fich der Tischlerei jener Zeit noch genau erinnern, um ermeffen zu können, welche« Fleißes und welcher Intelligenz e« dedurste, um den Siand von heute zu erreichen. Natürlich gab e« auch damals einige Werkstätten in Berlin, in denen Keffer» Arbeit geliefert wurde, oll man gemeinhin unter„Berliner Waare" verstand. Diese war, ohne Uebertreibung, der Inbegriff de« Mittelmäßigen. Wenn hier und dort ein Meiste: mrhr al« feine Berufe genoffrn leistete, so lag der Unterschied doch nur w der größeren Sauberkeit und Haltbarkeit de« Fabrikatik Geschmack und Formenstnn haben selbst die Musterwerlstätten von dazumal kaum einmal bethätigt. E« soll hier zunächst dt« Rede sein von dem heute wichtigsten Zweige dies,« Handwerks, von der Möbeltischlerei. Wer einen Blick in die Rumpelkammern u>»s«:er Tiöalrr wirft, der wird erstaunen über die unglaubliche Steilheit und Fmmlostzkeit auch der thrureren Möbel, über diesen Mangel an>w-ckmäßiger Gestalt, über diese kindliche Undiholsenheit in der Verzinung; er wird e« nicht für möglich Kalten, daß au« eben denselben Werkstätten, welch« dies« Sophas, diese„Seroanten" u. s. w. hergestellt, nach kaum dreißig Jahren Erzeugniffe hervorgehen konnten, wie wir Le heute selbst in den Geschäften der Vorstädte schon kennen. Nach einem und demselben Schnitt, ja man ä'ä? käu nach den vier.Himmelsrichtungen gespreizt auseinander, die Grundfläche war«in platt«» Vierrck und die Lehne ward dem Sitzenden zui wie Frl. Srdösy zu den allgemein delannten Sricheinun« «en unserer Bühne; ihre That ist aber merkwürdig als ein neuer Beiirag ,u der Lehre von der ansteckenden Wirkung aus» iKnder Sklbst-nordr. Unser Berichtersta'.ter schreibt: Ein mäulein Auguste 23., die allerdings erst auf der ersten Stufe ihrer lchaufptelcrtschen Laufdahn stand, sagte stch gestern Abend JN einem Laden des Hauses Mohrenftraße 51 eine Revolver- u>gel tn die rechte Schiäse. Die Selbstmöiderin, die stch tn Folge eines unglücklichen Lirbeioerhältnisse» zu ihrer Tbat kNlschloffen haben soll, wurde sofort nach der Eharite« geschafft, wo fie kurz vor 9 Uhr. ohne noch einmal vernehmungsfähig «worden zu sein, vastard. Fast um die gleich« Z'it sprang »e andere jugendliche Schauspielerin. Fräulein Helen« I, vor dem Hause Burgstraße 13 in Ii! Spree. Da der Wasser. stand hier ziemlich niedrig ist, so war es Passanten und einem Schutzmann möglich, die L:densmüde, welche vergeblich nach �r ttesern Stelle suchte, wider auf» Trockene zu tö-ffj-n. wotagf man die nunmehr völlig Erschöpfte mittelst Droschke �4 0« Charit« beförderte. iwm plötzlich der«ommis R-ek. anscheinend am Her, ichlag. � Lnch« wurde nach dem Leichenschauhause gebracht.— Eden« Ms am Nachmittag starb in der Lützowstratz« ein« Nahtrin, ärztlich festgestellt worden an Vergiftung, wahrscheinlich Wtelst KlcesalzeS.— Abend» gegen 8 Uhr sprang vor dem Maus- Burgstraße 18 eine unbetannte, etwa 20 Jahre alte 'Uauinkpnson in seldstmördeiischer Abficht in die Spree, wmv« �>er von einem Manne alsbald noch lebend, jedoch schon de- Mtlos, wieder herausgezogen und demnächst mittelst Droscht« �ch der Charllee gebracht.— Etwas späier machte ein« Schnei» l»in in einem Geschästtlokal in der Mohrenstraß« den Ver- *9 fich mtttelft eine» R-voloers zu erschtißen. Sie brachte M mit demselben einen Schuß in die rechte Schläfe bei und �ede noch lebend in die Charit« gebracht. Cerickts-Ieltnng. g&M&wap de« Auftrag, der Frau ingen, den jene bestellt "o* muT �avchen traf"Kau'Seekx ck im«nkleld-zlmmer her Toilette beschäftigt. Der Hat wurde aufgefitzt. Uhr, klein und elegant, hatte sich die Fünszehrjährige schon immer gewünscht. Sie konnte der Versuchung nickt widerstehen und nahm den Gegenstand ihr« Wünsch« tn die Hand.„Wenn Du die hätftst!" dachte fie; in diesem Augenblick hörte sie die Bifitzertn kommen. Sie erhob stch rasch von ihrem Sitze und ließ vte Uhr in ihre Tasche gleiten. Die Bestohlene war sehr fteundlich zu dem Mädchen und gab ihr auß« dem Gelde für den Hut noch ein kleines Trinkgilv. Unt« Dankesworten int- fnnte fich die kleine Diebin. Nach ihrem Weg- gange wurde d« Verlust der Uhr bemerkt; all.» wurde durchsucht, fie war verschunden. Kein Zweifel war möglich, da» junge Mädchen mußte die Diebin sein, denn Frau Seebeck erinnert« fich genau, die Uhr aus den Toilettentisch gelegt zu haben. Ein Kriminalschutzmann wurde mtt den w-tteten Recherchen betraut. Er begab stch in Zivil in da» Geschäft, wo H-dwtg T. bischäsligt war und ließ fie zu einer Pftva unteriidung herausrufen. Er sagte ihr auf den Kopf zu, daß fie die Uhr gestohlen hätte. Die so Ange« redet; that ganz entrüstet und leugnete entschieden, von der Uhr etwas zu wiffin. Nun drohte der Kriminalschutzmann mit sofortiger Verhaftung unv ein« Haussuchung in der Wohnung d« Eltern. Da» wirkte. Hedwig T. gestand «in, gestohlen zu haben, doch meinte fie, wenig« in bös« Ad- ficht als vielmehr w der Bestürzung über daS plötzliche Er- scheinen der Frau Professor die Uhr in die Tasche gesteckt zu haben. Sie lieferte die Uhr dem kriminalschutzmann aus. Vor da» Schöffer gnicht gestellt, hielt fie mit großer Hart- näckigkett daran fest, kein« diebisch« Abficht bei d« Wegnahme d« Uhr gehabt zu haben. Sie habe gefürchtet, daß, wenn die Frau Professor fie mit d« Uhr tn der Hand anträfe, dann für«ine Diebin gehalten zu werden. Sie habe die Abficht gehabt, ihren Vater zu bitten, die Uhr der Le stohlmen wieder zu übersenden, ab« immn, wenn fie habe sprechen wollen, habe ihr der Muth dazu gefehlt, denn ihr Vater sei sehr streng unv in Folge sein« Harthörigkeit äuß«st mißtrauische Diese Behauptung erschien sehr unwahrscheinlich, denn die Bestohlene hatte zwei Tage gewartet, bevor fie bei der Polizei Anzeige machte und in diesem Zeitraum hätte das Mädchen selb« die Uhr wieder ablief«« lönnen. Trotzdem beurt hellte da» Schöffengericht die That der Fünfzehnjähligen sehr milde und erkannte nur aus einen Verweis gegen fie. DieseS Uft hell schien der Staats« anwaltschast keine genügende Sübne zu sein und fie legt« des halb ihrerseits Berufung ein. So kam die Sache vor der fünften Strafkamm« als der Reoifionsinstanz nochmals zur V rhandlung. Das Mädchen blieb, so eindringlich fie auch ermahnt wurde, die Wahrheit reumül big einzugestehen, bei ihr« Behauptung. D« Staatsanwalt sah in dem ganzen Verhallen der Angeklagten und in ibrim hartnäckigem Leugnen den Be« weis ein« erheblichen Dreistigkeit und beantragte eine ein- wöchentliche Gifängnißstrafe gegen fie.— Der Gericht«Hof kam nach lSna«er v«athung zu der.Entscheidung in diesem Falle einmal Milde walten zu lassen, den Diebstahl als ein«» Ge- legenb'itsdiedfiahl anzusehen und das Urtheil der ersten J astanz zu bestätigen. t Wurfgeschosse. Der Schuhmachermeifi« Hirsch Hiy' mann Jstvor Sachs ist nach dem Zeugniß sein« Frau der beste Mensch unt« der Sonn«, wenn er nicht» im Kopfe hat; ist ir ader nicht ganz nüchtern, dann hält es leicht, ihn aufzu- stacheln und« geiärh tn ein« finnlese Wuth. Sachs hat das Unglück taubstumm zu sein, ader er hat gel«nt, fich sein« Um- gedung verständlich zu machen und wenn man sehr langsam spricht, kann er die Worte gliichsam von dm Lippen de» Redenvm ablesen. An einem Tage im Monat Mai diese» Jahres ab« wäre es dess« für ihn und noch viel mehr für seine Frau gewesen, wenn ihm jede Möglichkeit gefehlt hätte, die menschliche Sprache zu verstehen. Er befand fich bei Verwandten, die aus irgend welchem Grunde seiner Frau sehr feindlich gefinnt find. Man hatte ihm tüchtig lingeschänlt und ihn so ollmältg in die nöthiae Stimmung»«setzt. Dann spiach man so langsam, daß ihm kein Wo t v«lorm gehen konnte: Du bist doch ein schöner, kräftiger Mann und hast so eine alte, häßliche Frau. — Diese Worie blieben haften und als er ange- trunken nach Hause zurücktehrte, genügte eine gering fügige Ursache, ihn zu GewattlhäligieUen zu reizen. Es Handelle fich um einm Schlüfiil, der verlorm gegangen war. Seine Frau suchte ihm die Frage»«ständlich zu machen, ob er wisse, wo d« Schlüssel sei Als Antwort stieß der Taubstumme ein Wuthgedrüll aus und begann auf seine Gattin ein Bombardement mit allem, was ihm in die Hand kam; zunst flog d« Schust«schemtl an der Frau, die zur Seite wich, vorbei unv zertrümmert« die F«nst«schttbe. Das Geklin des Glases vermischt« fich mll dem Geräusch znspringenden Porzellan«; drei Tassen hatte der wüihende Schumachermeister auf seine Frau g schleuderl, glücklich«w«tse ohne fie zu fteffen. Auch ein Mrffir fiel schadlos zu Boden, da kamen die Tell-r on die Reihe. D« erste Wurf ging fehl, ad« d«, wette traf die Fcau auf den nackten Fuß und zerschnitt da» Fletsch, sodaß sofort das Blut h«oorspcang. Jetzt erst kam v« Taubstumme zur Besinnung und« holte einen Hetlaehtlfen, d« die Wunde ««band. Seine Frau ad« wollte ihm«inen Denkzettel für seine Rohheit geben lassen und«hob bei der Siaatsanwall» schaft Anzeige. Gest«» stand da» Sachs'sche Ehepaar vor d« 92. Ablheilung des hiefigen Schöffengerichts,« als Angeklagter. fie alt Zeugin. Seine Vernehmung mußte durch«ine Taudstummenlehrerin bewirkt»«den; auS seinen Angaben und Geberden ging h«vor, daß« große Reue über seine Thal fühle und eine Strafe als g«tcht entgegen- nehme. Auch seine Frau scheint er inzwischen wieder »«söhnt zu haben, denn wenn fit auch Zeugniß wider ihn ad' legte, so bat fie doch eindringlich, ihren Mann nicht zu hart zu bestrafen und stellte die bösen Verwandten als die Haupt« schulvigen an dem ganzen Unglück da. Der GertchiSbof ging auch auf die Bitten d« V.rlivtm ein und erkannte gegen Sachs auf eine Geldstrafe von 30 R. Wege« boshafter Quälerei«wer«atze hatte fich d« Rentier Drllwi». Skalitzirstraße 124, vor der 94. Abthetlung de» hiefigen Schöffcngttichts zu»«antworten. Am 9. Aprll d. I. fiel vor dem Fenst« der Wohnung des«ngellagten die der im Rrchbarhause wohnhaften Wittwe Zimmermann ge« hörige Katze auf das Trottoir herab. Die Sigenthümnin der. selben, unv mit ihr die erhobene«nklaae, imputiren dem An- kerlagten. daß ec die Katze, die stch häufig auf den vor den Fenstirn disselben angebrachten Blumentöpfen zu schaffen und deshalb dem Angeklagten manches Drohwort entlockt hat. g� wallsam au» dem Finster seiner Wohnung gestürzt Hab,. Diese Annahme findet in der vom«nzeklagtm eingeräumten That- rache, daß die unnütz« Katze an vim fraglichen Tage in sein Wohnzimmer gekrochen war. eine bison- de« Unterstützung. Ferner wttd dem«ngeklagtm für Last aelegt. daß er einige Tage zuvor der« elden Katze Pseff« in die Augen gistnut habe. Der Ange- lagt« bestreUet seine Thät«schast nach beiden Richtungen, doch belundet«ine unparteiische Zeugin die letzt«« Thatsache Sie iEsHEÄi«Ktis Katze auf da» Trottott vrrmag kein« der Augenzeugen zu MUMM hasten Thterquälerei«wiesen sei Mereiue und Versammlungen. Der Berel« zur Wahrung der Interesse« der Lackieer all« Branchen Berttn« und Umgegend hielt am Montag, den 13. September, eine Vireinsoersammlung ab mit tolgend« Tagesordnung: 1. Inner« VereinSangelegenheiten; 2. Vermischtes und Fragekasten. Der V orfigen de theilte der Veriammlung zunächst mit, daß der schon so vielfach»«langte Arbeitsnachweis nunmehr am 1. S ptember in dem Lokale de» Herrn Tempel, Breslauttstr. 27,«öffnet sei; ferner thetlt Herr Jacob mit, daß bis jetzt schon 17 ArbritSlosen Arbeit nachge« wiesen werden konnte und noch 4 Stellen zu vergeben wären» was für den Verein sowohl wie für den Arbeitsnachweis ein günstiges Zeichen und ein«fteulich« Fortschrttt sei Auch bittet d« Vorsttzende die Vniammelten, darnach zu streben, daß jedem in den Werkstätten Umschau haltenden Gesellen die Tchädltchkett dieser Andtetung klargelegt und alle Berussge« «offen auf obengenannten Ardettsnachwei» aufm«!sam gemacht werden. Nach Verlesung de» ArbettSnachweiS Reglement» wurde dasselbe mit ein« kleinen Abänderung ange« nommen. Darauf wurde zw Wahl ein« au» 8 Mit» gliedern bestehenden Ardellsnachweis, Kommission geschritten. ES wurden auf% Iah: gewählt die Hrrren; H. Müll«, Arndt, Weidemann, Scküßl«, Rautenhau», Wallsdors l. Jeschner und Leopold. Di« Zeit der rege!« mäßig staltfiidenden Arbeit! virmittilung ist an Wochentagen Abend» von 8g bis 9g Uhr, an Sonntagen Vormittags von 9g bis 10g Uhr festgesetzt.— Herr Krumbach macht darauf ausmttksam, daß die JnnungSmeister einen Arbettsnachweis bei dem früheren Altgesellen, Herrn Erich,«richten wollen und bittet die Kollegen, nur nach dem vom Verein«richteten Nach« weis zu gehen, alle anderen Nachweise zu tgnoriren, den vom Verein«richteten Nachweis jedoch in jed« Hinficht zu unter- stützen und zu fördern. Herr Rautenhau» macht daraus aus« mnksam daß noch Fragebogen sür die Werkstätten, welche noch nicht damit vnschen, tn jeder Versammlung zu haben find und bittet, die ausgegebenen Fragedogen recht bald ausgefüllt zurückzugeben.— Auf Antrag des Herrn Müll« wurde die baldige Abrechnung des Vngnügungs Komitee» v«Iangt. Mit einem Hoch auf da» fernere Gedeihen des Vereins und des AldeitSnochwiise» wurde dtt Versammlung geschlossen. Allgemeine Krauken««nd Sterbekasse der Retall- arbelter(E. H 29 Hamburg) Filiale Berlin 6. Sonntag, den 19 d. M., Vormittags 10V, Uhr, Versammlung Garten« straße 123 bei Krüger. Die Wohnung des Bevollmächtigten E. Schwtttau defindet fich vom 1. Oktober d. I. ad Acker- straße 53 in. Sprechstunden daselbst AdendS von 7'/, bis 8V, Uhr. Berel« zur Wahrung der materielle« Interesse« der Fabrik««nd candarbelter. Versammlung Sonntag, dm 19. d. M., Vormittags 10'/, Uhr. bei Mahlitz, Andrea, str. 28. Tagesordnung: 1. VierteljahreSadrechnung. 2. Vortrag de» Herrn Dr. Slahn üb« Gesundheitspflege. Dlstusfion. 3. Wahl vi», wetten Schrittfübr«». 4. V«schiedent». Gäste find willkommen. Di« Mitglieder, welche noch mtt ihren Bei- trägm im Rückstände find, werden auf§ 6 de« VeretnsstatuiS aufmerksam gemacht. D« Kasstrer He« Rosenow nimmt Sonntax s Vormmags von 9—11 Uhr in sein« Wohnung Z-ugbosstr. 4 Bittläge entgegen» auch weiden daselbst neue Mitglieder aufgmommm. Fachverei« der Tischler. Sonnabend, dm IS. Sep« tember, AdendS 8V, Uhr, Versammlung tn Jordan'« Salon, Neu« Grünstr. 28. Tagesordnung: f. DiStusston üb« die Verhandlungen de» vom 8.— 10. August in Berlin adgehalte« nm deutschm Tischl«tagts. 2. Fragelasten.— Die Mitglieder, sowie alle Kollegen, welche noch statistische Fragebogen m Händen haben,«erden«sucht, dieselben schlmnigst aus zu- füllen und vi» spätestin» 1. Ottober an die Mitglied« der Fachkommifston zmückzuliesern. Auch können die Bogen jedm Abmd im Albettinachweii des Vn.ins, Llummstr. 56, fern« jeden Sonn ad« nd Abmd auf d n Zahlstellen,. sowie tn jeder Vereinvoersammlung»u'ückgegeden weiden. Der Berein zur Wahrung der Interesse« de« Tischler hält Sonnadmv, ven 18. Sevtemb«, Abend» ÖV, Uhr im Vereinslokale, Michaelktrchstr. 39, eine öffmtliche Mitglieder» vnsammlung ad. Tagesordnung: Inn«« V«einSangel-gen- heitm und Vnichicdmes. Neue Mitglied« werden aufge» nommen. Gäste haben Zutritt. Allgemeine Kranken-»nd Eterbekasse der Retall- arbelter(S. H. 29, Hamburg) Filiale 5. Versammlung Sonnabend, den 18. Siptember, Abend» 8'/, Uhr, bei Herrn Ackermann, Loth-ingerstr. 81. In der fretreltglösen Gemeinde spricht am nächsten Sonntag, Vormittag» 10 Uhr. Rosmihalnstr. 33, He« Schäf« üb«: Die Werkzmae der Seele. Zutritt steht Jedem frei. Am Dienstag, den 21. d., Abend» 8% Uhr, findet kommandanter st:. 77/79 eine beschließende Vnsammlung der Mit« glieder statt, tn welcher über«in« Penfiont fache»«handelt wird. Beretnianng der dentsche« Schmiede. Sonnabend, dm 18. d. M, Abends 8'/, Uhr, Versammlung in Gratwell» Bierdallcn. kommandantenftraße 77. Tagesordnung: Vortrag de» Herrn Dr. Stein über Da-npfhrizung. Sinziehm der statt« stischen F'aaebogen. Verschiedene». «auchklub„Westend" Freitag, Abends 9 Uhr, im Hohmzollerngartm, Sttglttzerstr. 27. Uermischte». Charakteristisch sür die Stcherhetts,«stände in Kairo und snner Ungedung ist eine Msrdaffäre, über welche dn „Bosphore E.tzptien" folgendes berichtet: Ein in Guestret-el« vedran wohninvn syrischn Kaufmann unterhielt, obwohl v-r« hettathet, mtt einer berüchtigten Frauensperson-in Verhältnlß und blteb oft ganze Nacht« bei ihr. Seine Frau machte ihm bäufig Vorwürfe darüber; eines Tage, wurde der eheliche Zwist so heftig, daß zwei derittme Polizisten(Sudanesen) aus denselben aufmerksam wurden und denselben belauschten. Hier« durch über dtt Verhältniffe im Hause orlmtirt. bischloffm die beiden, die Frau in einen Hinterhatt zu lockm und fie der Schmucksachen, die fie stets im fich trug, zu beraudm. Sie sandten einm Botm zu der Frau, der ihr ausrichtete, ihr zu Mahancacha wohnender Vater sei schwer erkranlt und liiße fie bitten, ihn am Abend zu besuchen. Ohne Arg macht« fich die Frau«dmds auf dm Weg. Sln«aflr, der ihr begegnet,. warnte fie, es sei gefährlich allein in der menschenleerm Gccino zu gehen; da st« stch ober von ihrem Vorhadm nicht abbringen ließ folgte er ihr heimlich. Als st: zu einem schmalen Wege zwischen Getreidefeldern gelangte, sprangen die Pcltzistm aus demselbm heraus, thaten ihr Gewatt an und tödteten st,. Den fÄK ÄnÄ v is Ä«Ä kommen mußten. Er traf dort dm Syrier, der eben nach Hause gekommen war, auf der Suche nach seiner Frau und ttiß sich mit ihm in ein Gespräch ein; al, die beiden sauberm Wächter der Sicherhett nahtm. üdenedete er dm Kaufmann. mitihm einen Wmtwechsel ,u beginnen. In Folge dessen er- griffen die Polizistm die beiden und führten fii auf das Wachtbureau; hier war es dem«afir ein leichte», die beiden Mörder ihrer vor zwei Stundm begangenen Tbat zu über« führen, da man den Raub noch bei ihnen fand. Räch kurzem Prozeß wurden die betom gehen». Et« Mensch l*«gsam am Feuer gerästet. Eines »bend«, so erzählt der„Pokow. Ltstol" aus Cholm in Ruß« II. m, Münden. An der Hütte befanden sich der Lauer Piter Grtkonew. deffen Schwester und der Liebhaber der letzteren, der„Eselmann" de» Dünaburger Kreis,« Lelkowslil. Dt« beiden Männer ergriffen den Sotslij. der eine an den Leinen, der andere am Kopf und hielten den Unglückltchm unter fort» währendem Umwenden über dem Feuer. Die Litten Petrow'«, ihn doch lieber gleich zu erschlagen, bliebm unberücksichtigt. Mit stoischer Ruhe brieten die Unmenschen ihr Opfer über dem 8 euer so lange, dt« der Unglückliche ohnmächtig wurde. Mit uirahme de« unteren TdeiM der Beine, de» Kopfe« und de« rechten Arme«, woran die Bestien in Menschengestalt ihr Opfer hieven, war der Körper förmlich gebacken. Der Mann verstarb am anderen Morgen- Leide Verbrecher wurden verhaftet. Streitende Geudarmc«. Au« vezdan wird dem„Pest. Lloyd." unter dem 12. d. geschrieben: Heut« Nacht kamen die hier stationirten Gendarmen von einem Patrouillenmarsche nach nach Hause; aus dem Wege geriethen sie mit einander in Streit, wobei e« zu Thätrtchleiten kam. Einer der Gendarmen wurde mV gespaltenem Kopfe aufgefunden; an seinem Auf. kommen wird gezweifelt; ein zweiter wurde erschossen und blieb auf der Stelle todt. Eine Neuerung bei Postauwetsuugea. Fm inneren Verkehr Bayern« wird zm Vermeidung von Fälschungen bei Postanweisunaen eine eiaenthümliche Neuerung eingeführt. Auf den unteren Rand der Postanweisungen werden nämlich fol« gende Zahlen aufgedruckt: 04321 0937651321 0987661321 (fette Zahlen)(schräge Zahlen)(gewöhnliche Zahlen) Durch die erste Gruppe werden die Hunderter, durch die zweite Gruppe die Z-bner und durch die dritte Gruppe die Einer der Marksummen ausgedrückt. An diesen Z ffern wird nun feiten« der Beamten mit einem eigenen Apparat die eingezahlte Summ« durchlocht, d. h. die betreffende Zahl herausgeschnitten, wie die« ähnlich bei den Etsenbahnbilleis geschieht. Würde nun auch von einem Fälscher die geschriebene Summe»-rändert, so wird bei der Autzahlung sogleich demerkt, daß diese Summe nicht mit der Auslochung übereinstimmt und so die Fälschung ent» deckt. Außer dieser Einrichlung wird auch noch die schraffirt« Linie, auf welcher die Marksumme in Buchstaben niederzu- schreiben ist, durch einen eigenartigen Apparat in Linimmanter geprägt, so daß auch hier Veränderungen nicht gut vorgenom» men werden können, ohne sofort mtdeckt zu werden. Ueber die Cholera in Jtaliev lauten die Nachrichten ein wtnig günstiger. Fntbesonvere hat dte Epidemie in der Provinz Vemtien abgenommen, und find in derselben in der Z-it vom 27. August dt« 2 September nur noch 57 Srkran» kungen und 80 Todesfälle vorgekommen, von denen 15 bez«. 10 auf die Stadt Venedig entfallen. Auch au« den Prooinjen Pavia, Como. Brekcia, Mantua wurden nur wenige Falle bekannt. Die Epidemie riebt sich allmälig au» den sumpfigen Gegenden de« r>chten Po Hier« nach den höheren hügeligen Gegenden. In Florenz werden wieder Gesunlheitspässe au«» gegeben. Neu zeigte sich die Cholera in einigen G'meinden der Provinz Neapel, sowie in dem Badeorte C-stellamar«. Au« den Provinzen Bologna. Rovigo, Verona, Treoilo, Padua werden jevoch noch viele Erkrankungen gemeldet, weniger au« Udine und Vtcenza. In Trieft find vom 23. August bis 2. Sepiember 92 Erkrankungen und 46 Todesfälle an Cholera vorgekommen. In der Provinz Jst-ten. besonder« in Fsola, herrscht die Seuche noch fort' m der Provinz Gör» Gradisca kamen einzeln«, im Flecken Meltkovich zahlreiche Erkrankungen und Todesfälle vor. In Frume und tn der Ftumer Vize. gkspan>chast blieb da« Auftreten der Cholera bt« Anfang Sep« temder ein beschränkte». Nene« Titel. Einen sonderbaren Titel legt fich, wie die „Mg Musik Zig." milcheilt, Herr Georg« Parodie«, Inhaber einer Akademie für Ptanofortesptel und Gelana in Hamburg. bei, indem er fich auf seiner Karte„Pro 6�6 Cr. Königlichen Hoheit de» Gaß hei zog« von Mecklenburg. Strelitz' nennt. Soll da« etwa Publttum heranziehen? Diese Bezeichnung bildet «in Gegenpück zu jener Visitenkarten. Inschrift de« braven Schindler, der fich da: auf al««»wi de Beethoven" bezeichnet« Eine Walfischheerde. In Westray Firch an der Küste von Schottland demerlle vor Kurzem da» von Kirkwall»urück- kehrende Fischerdoot„Okp ,y" eine Heerde von Walfischen, auf dte e» so'ort Jagd machte, der fich alSbald vom Lande au» mehrere Fischerboot,, sowie eine Anzahl englischer Touristen, die auf der Roddenjagd waren, anschloffen, die durch Schießen, Trommeln, laute« Schreien und sonstige« Lärmen die Unge. thüm« dem Lande zutrieben. Einige der Thier«, welche durch Schüsse verwundet wurden» schwammen in die Bucht von Garth, Wcstrcy, und geriethen hier auf den Grund; dte anderen folgten ihnen nach, und so wurde die ganz« Heerde, 150 an der Zahl, von denen kein» unter 20 Fuß lang war, gefangen und aledald mtt Mtffern, Schaufein Hauen und wa« sonst an Schneidewerkzrugen vorhanden war, maffakctrt, bi» die Sarze Bucht etnnn Blutmeer glich. Der Werth de» von den slschen gewonnenen Thron« und Fischbein« wird auf mehrere tausenv Pfund Sterling« geschätzt, welche die Fänger unter fich t heilen. Der vnkarcster Antikemiten-Kongreh, Au» Bukarest wird der Wiener„R. Fr. Pr." vom 7. d. Mt«. geschrieben: Hier zu Land«, wo man die Antisemttenfrage dadurch in Güte m lösen pflegt, indem man von Zeit zu Z-tt einig« wehrlose Juden todtlchläzt, empfinden gewisse Leute auch noch da« Be. dürfniß, ihre dieiderüglich.'n Wünsche tn Paragraphen zu kleiden. Wie dem Programme für eine heut« im Athenäum«. saale stattfindende V-rsammlung zu entnehmen ist, will fich der Anttsemitenoerein Rumänien« mit den 1882 in Drrtden von deutschen Judenfressern gefaßten Beschlüssen nicht zufrieden geben, sondern bringt außerdem noch folgende Anträge zur Beschlußfassung ein: 1. Dm Juden ist der Ankauf von länd« lichem Grunddefitz und von städtischen Realitäten zu verbietm. 2. Juden dürfen fich in den Landgememden weder alt Pächter noch al« Unternehmer, weder al« Schankwirthe noch al« In« dustrielle, auch nicht al« Dimer oder Oekonomiebeamte nieder« laffm. 3. Der Betrieb der Bäckerei, de« Fleischhauergewerde«, de« Krämeret» und Schankgewerbe«, da« Hatten von Kaffee« Häusern, Hotel« und ProstiiutionSlokalen ist den Juden unter- sagt. 4. Die Bildung von geheimm Vereinen, wie die Allimnce imälite,„Zion",„Sinai" u. dergl., ist den Juden verbotm. 5. Kein Jude darf unter welchem Vor»an de immer die LandetgrmKN überschreitm. 6. Die Juden dürfen keine etgenen Schulen unterhalten, sondern haben ihre Kinder tn die Staattschulen zu sch'.ckm. 7. Der Staat hat keinem Juden eine Lieferung oder eine Pach» tung zu übertragen, auch dann nicht, wenn er den Namen eine« Rumänm führt. Dasselbe gilt auch von ausländischen Israeliten. 8. Bi« diese Bestimmungen die Genehmigung der Regierung und der gesetzgebenden Körperschaften erhallen, ver. pflichten fich die Mitglieder de« Anttsemitenvereins: a) keinem Juden ein Hau« zu vermiethen, keinen Juden al« Pächter oder Dimer aufzunehmen; d) nicht« von Juden zu kaufen. auch dann nicht,«mn der Prei« um die Hälfte billiger wie bei einem Chrtstm wäre; c) die rumänische Industrie und den rumänischen Handel ,u unterstützen; ä) die Beamten zu denun» ztrm, welch« dte Anficdlung von Jaden in dm Landgemeinden gestatten oder sür ste arbeiten; o) zu verlangen. daß jeder jüdische Kaufmann zum Unterschiede von dm Christen eine Firma mit einem jüdtschm Namen führe; f) von der Regierung zu verlangen, daß ste dte Romanifirung der jüvischm Namen, da« Adlegrn de« jüdischen Kaftan« und da« Ad- schneid« der Schläfmlockm verbiete.— Zum Schlüsse dieser Kongreßoorfchläge wird den Juden dl: frei« Autübung ihrer Religion für dm Fall gnädigst in Auificht gestellt, al« fie da- bei keinen Skandal machen, und endlich mit besonderer NaioetSt verfichert, daß die hier reproduzirten Vorschläge ketnetweg« einen konfesfionellen, sondern blo« einm nalionalökonomischen Zweck versolgen. Da« find wmtgsten« gründlich« Antisemiten. Kotgende«„nicht ganz««passenden" Denckfeblerver» öffmtttcht ein Wiener Witzblatt:„In Bulgarien hatte Mancher sein Wort dem Fürsten verpfundet gehabt, der dann später den Ruffm zmudelte." Kleine Mtttheiwngen. Elberfeld, 13. Sepiember. Vor einigen Tagm wurden zwei hiefige Fraum in Düsseldorf verhaftet. In ihrer Be. gleituna befand fich ein junge« Mädchm, welche« angeblich zu seiner Mutter in Holland gebracht werden sollte. Die Verhaftung geschah auf Ersuchen der hiestgen Kriminalpolizei. Da dt« Entlassung der Fraum bi» heute noch nicht erkolgt ist, liegt die Annahme nah«, daß ein« Entführung de« Mädchen» beabfichttat war. 23 Jahre im Sesängnth. Zürich, 11. September. Die Schaffhauser Regierung beanadigi« einm Sträfling au» dem Kanton Zürich, der s«t 1859 volle 23 Jahr« in verschiedenen Strafanstaltm zugebracht hatte. Derselbe ist geistig ganz zcr- rüllet und dürste der Versorgungsanflatt Rheingau zugewiesm wirdm. Trieft. 13. September.(Cholera.) Wegen Gefahr der Wetterverbreitung der Cholera wurde in Folge der Vertagung de» HandeUmintfter» der Betrieb auf der Dalmattnischm Staat«- bahn dt« auf Weitere« eingestellt. Der gestrige Tag bedeutet« eine bedeutsam« Verschlimmerung im Choleraftand«; e« wurden achtzehn neu« Cholerafälle ver-eichnet. Die Frau und dte Tochter de« Schloßoerwalter« von Miramare, de« Noidpolar- sahrerS Orel, find von der Seuche«rgrtffm wordm. Professor Brunetti von der Unioersttät Padua verwarf in einem Vortrage jede Kontumaz und Quarantäne al» nutzlo«. Er b-bauptet, daß die amtliche„Cholera- Jnftruttion" nicht auf der Höhe der Wrffmschast steh« und viel Unnütze« mlhalte. Viel W-fentliche« und Notbwmdige» fehl« hingegen tn derselben. In Aokohama(Japan) grassttt die Cholera, und den neuesten Nachrichten zufolge waren nicht weniger al« 2000 Per. sonm an der Seuch« erkrankt, ro.1 denen über dte Hälfte starben. All« öffentlichen Vergnügungilokale find geschloffm wordm und die Poltzeidehördm find beauftragt, all« Ztahrungs- mittel zu vcrntchten, die ste für nicht geeignet zum Gebrauch erachtm. Ueber die Theehäuser und Hotel» wird die strengste Kontrole in Betreff der von ihnen gelieserim Nahrungsmittel ausgeübt. Budapest, 14. September. Di« Cholera macht hier leider immer weitere Fortschritte. Von gestern di« heute find 8 Er« krankungen und 4 Todeisälle voraekommm. Von dm heut« Erkranktm ist einer gestorbm, wählend von dm Erkranitm de« gestrigen Tage« drei im Barock-nspttal verstarbm.— Bis heut« Mittag« wurdm fem er noch zwei Choleralrante in« La» lackmspttal aufgenommm.— Der Direktor de« pathologisch» anatomischen Institut«, Professor Dr. Gustav Scheuthauer, der die Scttion der unter Cholerasymptomen Verstorbmm vomahm, ä-ß-rt fich in seinem Berich»« an da» Oderpbyfikat dahin, daß zur Feststellung deffm, ob e« fich um Cholera noetrae oder asiatica handle, vier Tage erfordcrlich seien. E« ist die Impfung, resp. die versuchtweise Vermehrung der bei der Oovuztrung der verstorbmm Pnsonen vorgefundenm Becillm auf geiiznetm Stoffm nothwendig, dann erst kann der Charatter der Epidemie pcsttio festgestellt werden. Die b-züglichm Versuche wurden unter der Leitung de« Professm« Gustav Scheuthauer im pathologisch- anatomischen Institute begonnen; dieselben werden in drei bi« vier Tagen ein pofi» live« Ur.'heil über die aufgetretene Evtdemie gestattm. Herr Professor Vinzenz Bade«, welcher im Laboratorium de« Pro» feffor« Scheuthauer die Untersuchung durchgeführt hat, erklärte schon heute, dte von ihm durchgeführte Untersuchung habe er- geben, daß die hier austretende Krankheit» nach den vorgesua» denen Koch'iSm Cholera» Bacillen zu schließen, die echte Cholera asiatica ist. Asetkaretsender Coleilltt. Wir habm erst jüngst den Tod de« Afiiiarrtsmdm Flegel gemeldet; nun haben wir zu verzrichnm, daß auch der bekannte Paul Loleillet in»den ge» stocken ist. Soleilleth war ewer der drei Europäer, welchc noch der Oase In Crlah vorgedrungen find: außer ihm hat nur noch der Engländer Lama und der Deutsch« Rolls« diese« Wagestück untemommm. In der letzten Zeit beschästiate fich Soleillet mit der von ihm gegründetm sran'öst'ck-en Nieder« laffung am Obock und den mit dem Schoa-König Menelik an« geknüpften gutm Beziehungen. Sein Tod ist ein großer Ver« lust für die g ographischen Wissmschasten. setzte Nachricht-». Bulgarische«. Au» Sofia, 15 September, wird de« „B.%).. C" gemeldet: Im Verlaufe der Sitzung der Sodranje beantragt die Regierung die Bestätigung de« Belage« runaSzu stände«. E« folgen lange, heftige Debatten. Die Geyner verlangen strenge B-gr-nzung und Definition der Befugnisse der Regierung. Radoslawow legt die kritische Lagt de« Lande« klar und verlangt Annahme de« Antrage«,«eltbr mtt großer Majorität erfolgt.— Die Regierung wird ermäck« tigt eine Anleihe von dreiunddreißig Millionm austu« nehmen. Die dem Fürsten bei der Abreise geeahitm 100009 Frank« werden bewilligt. Da« Budget, 45 Milttonm Au«' gaben, 43 Millionm Elnnahmm, wird tn erster Lesung gmehmigt. Au» Paris, 16. September, erfährt die„Brss. Ztg.- In der gestrigen ersten Sitzung de« Budaetau«schufie« wurde eine Krevilforderung Boulanzer'» von 7 639 000 Frank« ju* Anschaffung von Stahlfeder. Matratzen für» Militär bewilligt. Bisher schliefen die Seldatm auf Strohsäcken. Die Federmatratzen kostm 14,85 da» Stück-."' Gestern wurde in G raffe schon wieder ein l-ng-bltchtr deutscher Spion verhaftet. Er soll au» J'alien kommen und Pläne und Aufzeichnungm über die staniöstsch ttaltenischttl Grmzdefestigungen mittuhtm. Dte Ersatzwahl für den«rstm Schle«»lg. Holstein«cht» Reichstags«aHUnt»(Haderslebm) an Stell« de» v«i«ordenen Abgeordneten Jangzreen ist auf dm 15. Oktober d. I. räumt. Der Delegirtentag deutscher Baagewerkömeister b» fich in Münch:» für oblrgaloriich: Aideitsdücher, auch für Ar» beiter über 21 Jahre, erklärt. Kriefkaste» der Pedaktiott. St. d. S 21 W. Sobald Jyr uneheliche» Kind d» vierte Lebensjahr»urückgelegt hat, können Sie dasselbe sederit» fordern. Wird Ihnen die Herausgabe verweigert, so broumrn Sie von diesem Zciipunlte au keine Alimente mehr zu zab»" und könnm beim Amtsgericht auf Aufhebung de« früherm Urtheil« Nagen. Die Gerichttkosten und ebmfo dte AlimM» verjähren in vier Jahren; bei den Alimenten wird diese jährung bezüglich jeder einzelnen Rate besonder» g-reckv Wenn Sie dte Herautgabe de« Kinde« verlangen, so ,Uhm jwrckmäßigrrm.ise«inen Zeugen zu. A. V. 10. Freilich kann e« sür Ihren N-ff-n von theil sein, wenn Sie dem VonnundschastSgericht MtttheiliAi machen, daß Ihr Schwager bei der Auseinandersetzung falsa* Angaben gemacht hat. Dag-gm können wir für den w eitert" von Ihnen beabstchttgtm Schritt(einen Zweck einsehen. Theater. Freitag, den 17. September. Dderntzau». Carmm. »chausptelhau«.«eine Vorstellung. Deutsche» Theater. Der Weg zum Herzm. «r»ll'» Theater. Der Freischütz. Urtedrtch-WUhelmstädttsche» Theater. Die stböne Galalhee. Zehn Mädchen und lein Mann. Flotte Bmiche. Walluer-Theater. Ein Blitzmädel. Gelle- Älltauce-Theater. Boccaccio. DSeud-Theater. Donati Morlay. Mtttorta- Theater. Amor. Tanz-Poem von M�hal� Theater. Gräfin Dubarry. «»stdeut-Theater. Dt« Danischeff». »eutral« Theater. Alt« Jakobstr. 30. Dirett.. Adolph Emst. Der Wald- Teufel. Gesang»- -off« in 4 Akten von W. Mannstavl. Kouplet» von B. Görß. Rustt von«.Steffen«. Mit neuen Dekorationm und Kostümen. (Novität I) «outordta- Theater. Heilung. Kaufmann'» vartett. Heilung. Amerteau. Theater. Hellung. »etch«halle«- Theater. Hellung.__ Spezialitäten• Vor« Spezialitäten» Vor- Spezialitätm» Vor- Spqialitätm» Vor« Sflden-Tlieator. nttflhtt Lonlaenstidtische« Theater.) Dreßdmerstraße 72/73, Freitag, den 17. September 1836: v« slksilste ßlann des«egimmts. Operette tn 1 M von R. Linderer. Mufik von Tbtele. Auftreten der bedeutendstm »Suftler-SpezialitStru der Jetzt,»lt. Kaffmöffnung 6'/, Uhr. Anfang 7'/, Uhr. Kraukeu-Uuwstühuugsbuad der Schneider{&, ch.) Sonnabend Abend'/,9 Uhr: Versammlung der Mitglieder in dm Armiu-challe», Kom mandanter. straße 20(oberer Saal). Tagesordnung: 1. Wahl der Lokalbeamten und Revtsorm für da« Jahr 1887. 2. Wahl zweier Ersatz- revtsorm. 3. Wahl einer Unfalluntersuchungt- kommisfion. 4. Wahl der Delegirtm zu der am 10. Oktober d. I. staUslndendm außer ordentlichen Gmeraloersammlung. Mitgliedsduch legtttmtrt. Um zahlreiche» Erscheinen bittet[585 CSnatav Spahn, Bevollmächtigter. Dsmn des SaiiCcc and Kuiigmoffe». Sonnabend, den 18. d. M., Abend» 8'/, Uhr, in GoatweU'» OtertzaUen. Kommandanten» Straße 77/79. Tage«»Ordnung: 1. Abrechnung über die Dampferpartie. 2 Beretnsangelegmhettm. 3. Verschiedene». Gäste willkommen. Um zahle. Besuch bittet 588]_ Der Vorstand. Fabrik- and Aaudartzeitor Ueret«. Zu der aus Sonntag, dm 19. d. M., anbe» raumtm Vrrsammlung ist die polizrUtche Ge» nehmigung ohne Angabe de« Grunde« versagt wordm. Der Vorstand. Der Kasstrer Hm UostaoM nimmt die Bei« träge Sonntag« Vormittag« von 9—11 Uhr in seiner Wohnung. Zeughofstr. 4, entgegen.[581 , Passage IT». 9 K.— 10 A. Kälaer Parnerarna. Bf In dieser Woche: Eine Reise durch Bayer«. Da« malerische Jtalte« und PomPejt. Hertha- Retse. Caroitnm-Jnseln. Entree 20 Pfennig. Kinder nur 10 Pfennig. Da wir keiner besonderen Gnade bedürfm, 1 hat nach dem Verbot der übrigen Ardriterbezirk«. j verein« der Vorstand de« Avbeiterbe/trk»- verein» sLr de» Weste» Kerlin» einstimmig' beschlossen, dm VereM aus,«lösen.[586 Der Darstand. I. Emil Pankow. Der Fachvereim der Charlottenburger Maarer feiert am 16.«ktober, Adenos 8 Uhr, sein BflT erste» Ittftangefeft in dm Räumen auf Kiamarckshöh» dei H:n. fiiebich. Wir laden alle Kollegen von Nah und Fern dazu ein.(532 Der Vorstand. FSr Mrdding und Mmgegenb. Homöopathische Poliklinik täglich 2'/»— 3V» Uh-,[543 an Sonn« und Festtagen 10-11 Uhr. Dr. Hoeaeb, approb. homöopathischer Arzt. Kgl. Preuss, Lotterie-Loose auch Antheile im Fetterie-Konitoir von[514 M» Meyer, Koppenstraße 66, Kchlasstelle gesncht für«inen einzelnen Herm zum 1. Ollober, sep. Ehra., nah« dem Kottbuser Thor. Avr-ffen unter H.#. 66 an die«xpedttion dies,« Blatte« erdeten.[577 Arbeitsmartt. Einm Fehrllng verlangt Ab. Kemprath. Vergolder. Schützer straße 19 Hof 2 Tr.[583 Eine Fr«a oder ein Mädchen dei Rindern verlangt A. Kamburg, Kommandantmstr. 49 Hof 3 Treppm recht».[587 Jung» Mfldchr« für leichte Handarbeit ver» langt Kodrinu», Georgenlirchftr. 6 Hof 3 Tr. Soeben ist erschienen: ?er .cnclveltKalendtr für 1887. Au» dem reichm Inhalt hebm mb hervor: Reichshavslzalit.tLIat be» Deal- sche» Reich».— Zerbrochene Kette». »ählung von Rob. Schweichel-— Ltr> tij« Frane»»nb Haarmenschen.— Ei» Proletarierkinb. Erzählung v.ll.L an g er- — Der Kamps»»ischen Fener».%*»** im»er«elt. Bon P. Oiw. Köhlr�T" Wie man ein» Mifiiv»»erbiernt.— 9�*" »rnb« Blätter s humoristisch) Al« Gratta-KeUageu» L Lnria. A«.lier,lts. 2. Blanche.«. Di»»eiben«U-- Et» Wambknienbee. -= Drei# 50 Pf. ss- Stullgatt 3. H«- Dietz- aunmuoctUwb für dm politischen Therl und Soziale» Schtdpel, für Vereine und Bersammlungm K. Tatzauer, für dm adrigen Theil Druck und»«lag von Max vadtug tn Berlin 8W., veuthstraße& Zu beziehm durch die«epediii»*'» Werstrape 44. »ledernerkZuseru hahs» Schläfst., ftp. Ein?., f. 1 Hm. Schlests»«��! d« Zeitung R. Eronheim, sämmtlich in