|tt. 851. Mittwoch.>«, 87. Oktober 1886. Iii. z-hrg. eiliulVMl«!! Brgan für die Interessen der Arbeiter. Jafertio«Sgebühr Ksdaktio«: Keuthstraße S.— Grpedttlo«: Zimmerstraße 44. saa fottigniiDg. S« ehrige» Inge» läse» wir w eiver kouservoiivn» �ritnag den Sotz, daß die Evteigvnvg überoll da. wo das offeniliche, da» staatliche imb gesellschaftliche 3« teufte es et» sorderv, geböte» sei.— Wir akzeptire» diese» Ausspruch vollstS-d'g, schon «r Kousegltenze» mege», welche aus ihm gezogen werden *#%. Doch gehe» wir dem Ausspruch etwa» näher auf den Trund. S« ist bekannt, daß die Soteignung de« Tru�dbesthe», J"- Ervroprialion durch de» Siaat od--r die Gemet-dea ich«» Iabie la»g stattfiadet. Wo Chaoftek«, Eisevbahie» gebaut, öffe»tliche Anlagen errichtet werde» sollte« im all» Mtei,,», öfte»tliche« Interesse, da wurde» mit den P ivat- desther» des Grund und Bode»« Verhandlungen angekoüpft, ** von Staats»»der Gemeindewegen de» betreffende» ®ntBbbeft$ zu erwerbe«. Konnte«a» fich über de» Preis tinige», so fiel im einfachen Verfahre» der Prioatbefitz an «tu Staat oder die Gemeinde zu weiterer Benutzung im öffentliche» Znterefte. Wollte der Privatbesitzer seine« Grund und Bode» aber«ich» hergebe», klammerte er fich fest a» sei» Privat» recht, so rvurde er durch die Staatsgewalt zur Hergabe seines Privatbefitze» gerwurg»» im öffentlichen Interesse. Konnte man fich über de» Preis nicht einige», so wurde der Privatbesitz durch.Bonifikatoren' abgeschätzt und danach vom Staate oder der Gemeinde bezahlt. Widerstand gab's nicht— mit Polizeigewalt wurde der �«sp instige Privatbesitzer zur Raison gebracht. Da« öffeai« 4* Interesse ging ja über da» Privatinteresse. qn ünb so wird die Exvropciatioa«och immer gehandhabt. k*" den Städte» beim Neubau von Häuser», vn Anlage vo» öffentliche« Wege» und E.senbahnen; bei A» legung py, Hase» und Zollgrenze»— da« öffentliche ZU* sttht«och immer über da« Piivaiivtereffe. We, aber bestimmt es, was öffentliche« Interesse ist? Die Traditio» uud die Gesetzgebung. Die letztere in ** uu>der»e» Staate» insbesondere. Die Gesetzgebung soll «der abhängig vo» der öffentlichen Memu»g sein und auf »»« Dauer wird sie es immer werde«, manchmal früher, »««chrnal etwas später. ». Die öff utliche Meinung aber wechselt häufi,; fie Ichtitttt auch immer vorwärts und wen« fie j'tzt da« Eat» .�ungsoerfahre« tu vezng auf die Grundstücke, welche «ffentliche« Baute» hinderlich find, trotz de» Wlde> spruch» Privatbefitzer vollständig billigt, so kan» doch auch die kommen, wo fie es im öffentliche» Jnterefie für erfor» hölt, daß sämmtlicher Prioata»ald. alle Privatforste» Mww ««•tni] IleuMöwn Sw Haus» de» llerdrrbrns. [10 Kriminalroman. Von Rewhold Ortmann. tg.'Ag« Dir Deine wohlfeile» Vorwürfe,' erwiderte .ick JSI? u»d mit drohend zusammengezogene« Braue»; Cm s°»st lebhafter, als es Dir l.eb sei» kan«. einen Altert werde», wem ich diesen kläglichen Auseaag lvab.«. ��liche« Plane« zu verdanke« habe.— Toor, «i,�a t0et Thor, der ich gewesen, Deine««»finnige« zji.Wjitkrungeu so blindlings zu folgen I Da« alberne �»lche, von de« Freunde mußte ja vo« einem Blöd» iwntge» durchschaut werde« Und als we»» es i« meiner «iweifeae* Lage übnhanpi noch et» anderes Mntel ge» au''u°ls volle bedingungslose Offenheit gegeu de» we» Man» 1" _.-Der Dich alsdann unzweifelhaft ebenso abgekanzelt 5?° beschimpft hätte, wie jetzt, wo Du wenigst««? das �»ttßtsftu hege» darfst, eine» vernünftigere» Weg zu «mer Rettung v-rsucht zu habe« Aber wozu«och »dst Hit» 'dn au», wih end Zschin»ly vem König nach d« FesttM»; Köniastein gefolgt wa.. Da» Eingreifen preußisch« Teup?«' vr» Leust vorbereitet hatte, macht« der Revolution ein schnelle» Ende und die R altwn konnte ihr Werk deginnen. 3«* Edatakteristtt d< ffctden kann et» Wort genügen: WalSbeta- und diese» Wo« wttd ein unaui ö chlich« Makel fü- Beus bleidm; noch heute beben wir vor Entrüstung und AbschA wenn wir un» die Leidensgeschichte der Mlr'y-'t, die in diesem Zuchthaus« w't nahrhaft teuflischem R�firement i* peinigt wurden, in» Geväwtntß rufen. All« klagen und W» schwer Zen verhallten rsirtungiloi, die Regierung wollt««» st und diese R-ginung hieß Beust. Ilde freier« Regung w Lande au de durch Poliirimacht unterdrückt und niedt» geHallen. Manteuffcl und Konsorten mrrd.n durch Leust uns sein« Helf« überboten, die Versaffung.von 1849 wurde lurz* Hand beseitigt, indem die Regierung den Lanvtag auflöste u™ statt Neuwahlen auszuschreiben, die 1848 durch die EiciM� beseitigte Kamm« eindeti-k, d« man mtt Hilf« von VW regelungen opposttionell« Mitglied« endlich die Anertennun? de» Siaatsst eiw» adröthigte. Ein neue» Wahlgesetz un» zettgemätze R-sormen wurden zw» verhrlßen, aber r» IVA, nickt»; die Etawttlung der Regierung auf die Wahlen W-'g reattionäre Kammern zu Stande, die auch die fcheinbttslt« laufe zu R-formen, welche die Reformen machte, zu vt«w» wußten. Eine Paschawirthschaft suchte da» Land heim,*** irgend freistanige Regungen oerrieth, tonnt« auf die schlimm'«? Vrxa ionen gesaßt sein, Anwälten wurde wtt A«>ten. sob«u st? sich mißli-dig gemacht hatten, dtt Praxi« durch DiSz'plwa-' verfahren ab«lannt. Man denke an Wigarv, Mnckvk- Schaff ath und viele Andere, in ihrer L tdeaSgefchichte 9* man die Früchtt de» Beust'ichen Regiment» vor«ugen. Die Pole« habe« de» Wahlkeei» iSraudenz Ettal' bürg wieder verloren, dm ste 1881 in der Sliawahl«? oberl. 1884 im eisten Wahlgang behauptet hattm. D« e** der Deutschen war früher stet» ein tnapper gewesen, dtt s'!*", fettigen Siimmzahlen harten nur eine D.ss«enz von etli«'» Hunderten, während diesmal die Mehihett für den beult®*' Kandidaten, den ehemaligen Ftnarzmintst« Hodteckt, tausend Stimmen deitägt. Von einem Rückgang d«polwM Stimmen lann nicht dr« R-d« sein, wtt die nachfolgen�» Zistein b-" eisen mögen. Auf v-n»v'nischen Kandidaten n'.. 1871: 6940. 1874:8066, 1877: 7776. 1878: 8081 lAl 7405, 1884: 7960 und am 21. Ottoder d. I.: 8486. nach haben die Palm dttSmal dt« größte Stimmenzahl otisF bracht und zweimal mit geringeren A ffeln da» Mandat jv halten. Dagegen waren dt» deutschen Stimmen fett 1678% untergegangen, im Jahre 1881 auf 7600 aeaen fast 10000JJ Jahre 1867 und hatten auch 1884 nur 7720 betragen-?, dobm sich dttSmal fast auf dtt alt« Höh« mtt 9335, Ziffer, welche dtt Prien überhaupt nicht«reichen Mit dem Sieg in Gtaudmz gewinnt dtt nationalltd«att P®u im Reichstage ihr rtnundsünszigst,» Mandat und zugleich eiste in den Landeithetttn östlich von d« Elbe, in Allpu�i Zur Zelt ihr« Regt«ung»fähiglett alten Stile», im Jahre l° lonntt sie dort fast ein Vt«tel ihre» Bestand«», 36 fibgeow� must«n und nicht» bewies so sehr, daß sie tn vttsm etne Partei von Reglnung» Gnavm sei, al» d« Verlust aller dttser Mandate tn dem Moment, al» dl« R-ainuNS,� Huld und Gnade entzog und solch« wttd« den KonsenX"?2 zuwandte. Sofort war der H«r Landrath, d««den natio-alltderal g, wesen war, stramm od« frei konservattt � mit Recht durfte H«r v. venntgsen lW2 tn Magsk"� klagen,«» habe stch gezeigt, daß d« Nationalltd«alt»mU» a einen großen Thetl sein« Anhänger etne Farbe gewesen L, dl« dem Wechsel d?r Mode unterlttge und al» solche au® Handeft»«den müsse., wg Deutscher und französischer Wettbewerb auf% ckttu fisch> oftastatt chem MrnNe. Der Konelpondent u „Journal de» DSdatt" in Sbanghal, dessen Briete mtt � f-hr bem«tt werden, schretbt über den französtichea* Kurz gesagt also: Wenn die Angelegenheit einmnl ln b* Werse«ledigt w«l>«n soll, so kann da« kein Anderer w*. al» ich, d« Arzt, dessen Hilfeleistung i» dem votliegs». ErkrankungSfall ganz selbstoerständlich war, und»»» jlj »»»icht auffallen kann, wenn er dem Pattenten ein« A", an« seintt Reiseapotheke gttbt. Natürlich w«de ich da»,. jede Möllichkeit eine» Bttdacht» zu vttmeiden, in Geg� � ftemd« Pttsonen thun, und werbe bin Rest de» bett'fft' � Pnlv«» vor den Augen aller Weft auf dem Tisch» m lassen.* „Aber da» wäre ja Wahnfinn|" .Vorausgesetzt, daß ich da« rechte liegen ließ», Dudarfst mir ivdeß wohl Geschicklichkeit genug lUttten Tasche, spiel«. kunstfiückchen zutrauen, da» obwaltenden Verhältnissen von einem RinbeausW#� den lörnnte. Dtt»ft« wi.d in seine Bewnßtlofigt"«" zj' fallen und«ein« Dost« genügen, thm den Anblick d»' � »ÄlifÄ« Ä'ÄÄ «ulbrui-„abtt Du wkst e««k nicht W'% »«nn ich trotz meine« unbedingten Vnttanen»* mS JÄÄÄ int stchan." t-ilgP __»®0 W# l— Ach«kläre«ich vo» vornh Allem b««tt, wen» Dein Plan gelingt/' ugck vss, r» damtt einverstanden I— Aber iw" tll" SP?. dtuhcbrn Handel In Ehina:„Man kennt Frankreich in China Wacht, welche die katholiichen MnstonLr« de- letzte,»m französtscher hatte seinen Werth. Er rief ttveiJahl hunderte alte Elwnerunpen wach und bestätigte das WW' welche« der frantöfisch» Name lange gehabt hatte. =%« Frankreich Handel und Industrie treibt, davon«eist aber Chma nicht«. Der fran.öfiiche Artikel hat in C�ina keinen i?. franiöftiche Fabrikmarke kein Ansehen. In Wahr- .»!?. Zwischen Frankreich und China keinen Handel»« verkehr. Wir kaufen China jährlich für etwa 80 Witt Fils. 6«ibe ad und da» ist alle«. Ly»n ist die ein,'ge fran,öftsche vladi, welch« in Cqina dem nationalen Handel Ehre macht, und wer in China d-n französischen Bast der Missionär« ad« schaffen will, der beseitigt zuzleich Frankreich. Unter den Rationen, welche mit Czina Handel treiben, find wir die ruriite in der Rangordnung. Bor rn« kommen England, wnmia, Deutschland und Japan. Deutschland «gutitt in den«onsulalberickten mir 2'30 vch ffm(1217685 jtonnen). Wahrlich, wenn dt« Deuischen, welche nach Norden fchauen, mit China solche Handelsdezi! Hungen baden, so sollte Jk» i welche« Marseitte besitzt,, um mindesten auf derselben mZT Ich bin übrrztuflt, dost der französische Handel in .?"**** taugt, weil er fich nicht rührt, weil e« ihm an Ehrgeiz gebricht. Ja. gewiß. England hat e« ver- eine Ausnahmestellung zu verschaffen: aber daß von SSut.. SSSo1 die R«Se sein kann, da« haben die Deutschen ft. a™'.Nil jedem Jahre wächst ihre BeschäsUziffcr und Er«.?-��tnestschen Handel» an sich geriffen haben. Diese ib»„°«d°rlen sie lediglich(?) der Zähigkeit, mit der sie , �"dehmungen leiten, ihrem praktli»en Vinn bei der H,n k von Verträgen und der an Ort und Stelle er« f**.«8 �nrntniß der Verhältniffe. Uederall, wo ein Te« ««h i ,u f alb»» ist, sind die Deutschen da. Ihre Au« fünfte t« h ,mtt pünktlich und wenn st« eine vestettung übernehmen, h«h.?L"%n auf ihre strenge Gewissen haftiglett zählen. Sie tiie Eigenicha'ten zu»eigen gewußt, welche die Chinesen wi VandrlSverkehr am meisten schätz-n und hier liegt da« Ve» Mn>st ihre« Erfolg«."— Wir geben diese Ausführungen !?t«ltch deshalb wieder, weil st« ein Beweis find, wie sehr Fz** Nationen, Engländer wie Franzosen, die deutsche Ron JJJ"r"z lürchten. Ueder die Ursachen de« ForkschrttteS der ??>chin Ausfuhr haben wir uns schon oft ausgesprochen, und Sr'} stets betont daß diese Ursachen nm zu«wem geringen ..Je unS berechtigen, stolz zu sein. Ein wesentitcher Fattor Mrer Erfolge auf dem Weltmarkte ist der Lohndruck, der in Deutschland seilen» der Unternehmer viel ungenirter ausgeübt w«d»n kann al» anderwär«. Tarauf n ögen die Söldlinge " kapitalistischen Presse stolz sein, wir verwögen da» nicht. q. I« de« Route« der subve»tto»trte« Reich«poft- -�twpferlinteu werden bereit« Veränderungen in'« Auge ge- L m Bedarf e« dazu auch längerer Erfahrung, so ist e« den !'*• Pol. Nicht." zufolge nicht autgeschloffen, bereit» früher 5 wünschte Erweiterungen de» Unternehmen», wie sie die Fest- sttuung einer Linie von Aden nach Sansibar oder von Rolomdo fach einem der großen indischen Hasenplätz« bieten würde,»u eireichen. E« werde wenigsten« in den dethettigten Retifen erwogen. od nicht nach der ursprünglichen Borlaae Neapel an- zulaufen und»on dort die Verbindung nach Genua einzu richten, dagegen die Mittelmeerlinie aufzugeben und an deren Stell« eine jener erwähnten weiteren Zweiglinien einzurichten sein möchte. Diese Gedanken befinden fich zur Zeit allerdings noch im Stadium der Prüfung seitens der zunächst dethettigten Unternehmer und haben zu förmlichen Anträgen bisher nicht geführt. In Mecklenburg giebt e» ein LandarbeitShauS, nämlich �.«aftrow. Dort muß e» sehr bunt zugehen. Lei einer ML stattgehabten Revision«mde ein F Tegentheil I Sie ist für«ich die Hauptsache und u» � Dir von vornherein, daß st« mtt tlare« Sach��'Uiige» Worim unser GwverMndniß in dieser ken>e« ßß« 5l>etBe" �"theil a» ihrer Ausführung er- SchJwfl'. 3$ fange an, zu verstehe»!— Nicht um eine» Dir zu 1?�! sp»d«r» nur um eine W�ffr gegen mich ist e« willst Dir für jrdm Fall dm Rücke» deckm." so!''Zeicht»och mehr al« da«! Aher nehmen wir e« ü-nlaZ cy � will ein« Deckung Hab«, die D« mir mit win.? jwerstuchm gebm kannst. Scheint �r der Ge- " diese« Emsatze«»ich» weeth?" , gewiß, gewiß l" stöhnte Curt, die Hand an die mat wT drückend.„Du machst ja doch mtt mtt, w.„Du«.llst l Und im Trund« ist e» ja auch gleich; dm» »u.»vtdkckt werden, eine* Lebenden soll man nicht »ur Rechenschaft«ehe* können!" LiR�.wi«nb dm Todtm wttd man wohl hier i« Rnh« lä»?., uvllmdett Ramfeld kalt.„Also zögem wtt nicht Nah? r Papier und Feder werdm fich wohl hier in de, austreidm lasse« und je früher ich dadrinnm meine ab0aboB desto besser ist für«»« und N�sMinute. später faltett Dr. Ramfeld in demselbm Rmime langsam und bedächtig da» vchrisiftück zusammen, ®,M' u"b"" «'uO-dnung.� sagte er so ruhig, al« hä«, Eh bien, aeke» mtv M knege» iS%%%%* äs Oesterreich'Uugar». Dtt öfterrelwnchen Mitglieder der Delegationen machen, wie wtt schon kurz berübrien. alle Anstrengungen, um dm unter den odwattenvm Umständen nicht gefihUosm «ufenthalt in Pest umgihm zu lönnm, wo dem regelmäßtgm TmnuS gemäß diesmal die gmannt« parlamentarisch« Röiper- ich fr zusammentreten müßte. D'S Pmfiiium deö österreicht- schen AdgeordnetmhauseS bat fich mtt einer bezüglichen Vor- stellung an den Mmtsteipräfi�nim Grafen Taoffe gewendet, in welcher dl« Bitte auSgespiochm wird, angestcht» der in Pest grasfirmden Cholera, der Blattem und de» Typhu» die DrlegationSsession nach Wien einzuberufen. Graf Taaffe hat dim Wm sche entgegenkommend stch mit einer Note an den gemeinsamen Minister d«S Aeußem, Grafen Rilnocky, gewendet, und dieser übersandte dieselbe Herrn von TiSza. Eine Ant- wort ist noch nicht erfolgt, doch herrscht in den maßqebmden ungarischen Rreisen di» jetzt wenig Neigung»um Entgegm- kommen, obwohl man österreichischersei.» d!e auftauchenden Le« denken durch die Festsetzung beseitigm will, daß beide nächst- folgende« DelegationSsesstonen nach ewander in Pest statistnden sollen. Frankreich. Bei der Eröffnung der Stzungm de» Finanz- und Auf- fich!»au»schuffe» der W e I i a u» st e l l u n g hob der Finanz- minister die günstigen Umstände hervor, unter denen diesmal da» AuSstellungSwerk begonnen werde. Der Autschuß hat dtt Pläne, dtt Voranschläge und da» Budget der Ausstellung zu prüfen, über jede Frage ein Gutachten abzugeben, die Ausgaben zu überwachen ic. Der Minister ersuchte den Ausschuß, siine»rbrit möglichst zu beschleunigen; denn eine Menge Ar» bettSlustiger harre seiner Entschlüffe: im Naiden, im Ollen, im Loiredeckrn, in Pari» selbst erwarten die Schmieden und Werkstätten, die Arbeiter, wie die Arbettgeber, ungeduldig die Be- stellangen und horchen, od die Stunde de» großen Weit« kämpfe» schlage: dtt AuSfchüffe der Drpartement» tagen und spornen die Thätigkett in den Städten an, und die Land- wirthe richten bereit» dtt Deichseln ihrer großen landwirth. schafllichen Maschinen nach PmiS. Eln gesunde« Fieber, da« Fieber der Arbeit, hat sich Aller bemächtigt. Dttse ThaUrast dürfe man nicht einschlafen, diese Begeifterimg nickt wieder er- kalten laffrn. Darum Eile l„Frankreich," schloß H n Lockroy, „erwartet große Ergebnisse von dieser großen Ausstellung. E« erblickt in derselben eine feierliche Rundaevung, dtt ihm unter den Nationen zur Ehre gereicht, einen Akt, der seine Macht be- kündet, einen friedlichen Sieg, der ihm seinen Rang in der Welt zurückgiebl." Der Gedanke der schwimmenden Ausstellungen — so sch'eibm die„Bnl. Poltt. Nachr."— hat bei der fran- ?ö fischen Industrie allen anderen Vorschlägen, welche auf dtt Hebung der Wettbewerbsfähigkeit de» einheimischen Gewerbe- fl-iße» hinzielen, den Rang abgelaufen, einmal wohl,«eil ihre Vrrw'rllichung noch am raschesten greifbare E gedniffe hoffen läßt, dann aber auch, weil dtt Franzosen ein beloidere» Talent zur Herstellung«elchmackvoller, da» Aug« bestechender«nord- nungen b, fitzen. Während eine für den Südosten bestimmte schwimmende Ausstellung gegenwärtig in Bordeaux fertig ge- stellt wird, liegt in Haore da» der TranSatlantrswen Dampf- schiff ahrtS-Besellschaft gehörige Packetdoot„Fournel" bereit, um im kommenden Monat ebenfalls mit franzöfi chen AuS- fvhrwaaren dtt Häfen de» AntillenmeereS zu besuchen. Dtt Fahrt ist auf vier Monate berechnet; sprach, und lande». kundige Aaenten werden an Bord sein, um den hinauSge- brachttn Waarm einen günstigen Smpfang zu fichern. Der nach dieser Richtung hin von den französischen Jndustrttllen entwickelte Elfer erscheint jedenfalls b, achtens werrh, weil er darthut, wtt sehr man dort von der Srkenntniß durchdrungen ist, der nationalen Arbeit eine möglichst vortheilhaste Stellung auf dem Wettmatve zu erringen. Verschiedene Blätter bringen folgend« sensationelle Mit- i Heilung: Da» russische Ronsulat in Varna bebauptete, ihm drohe Gefahr, und oerlangte in Petersburg Schutz; deshalb tollen zwei Kriegsschiffe kleinerer Gattung nach Varna entsendet werden.— Dtt.Nation ai-Ztg." erfährt au» Bularest, Montag. 25 Ottoder: Nach hier eingegangenen Depeschen au» Ralafat vom heutigen Tage ist in Lom Balanka (Vulgarttn) om 23. d. ein Romplot zum Sturze der Regentschaft entdeckt worden. Da» Hauvt der Ver schwörung war der Militär- Rommand ant Kataorff Zwei au» W dvin entsandte Rompagnttn nahmen den Rommandantm gefangen, die übrigen Theilnehmer an dem Romplot ent- kamen. Der„Pester Lloyi" schreibt: Den Gerüchten über ge« Heime Abmachungen, dtt angeblich in dttsen Tagen zwischen Deutschland, Oesterreich. Ungarn und Rußland bezüglich der bulgarischen Frage vereinbart worden, wurde in Wien ein raschcS und verdttnttS Ende de- reitet. In autoratioer Weise wurde versichert, e» gebe keine besonderen Abmachungen der genannten Mächte in dieser Frage und nur der Standpunkt de» Berliner Vertrage», auf den ein- Flasche Wein trinke», um dttse Zammermiene u-d dttse Todttnfarbe los zu werde», die in unserer Lage übel an» gebracht find I Morgen magst Du weiuetwege» zusammenbreche» und jammern nach Herzenslust l Da-n wttd man'« für eine gut gespielte Trauerkomödte halten; jetzt aber heißt'« sorglos und frisch aussehen und den Unbefangene» spiele« l — Ich will Dir etwa» jagen," süzt« er leiser hinzu, wie von einem plötzliche» Gedanke« erfaßt,.geh Du nachher, wen» der Alte meine Medizin geschluckt hat, tu das Rraukenziwmer und scharmuzire recht sorglo» mtt de« hübsch» Wärterin I Der Bewußtlose wttd Euch nicht störe» und ein bessere« Mittel, jeden Verdacht abzulenken, giebt e« kaum I" Cnrt schauderte und sah sein» Freund mtt einem fast furchtsam» Blick an.„Du bist der Satan selbst, Ram« seid I' sagte er.„Aber fordere von mir, wa« Du willst; «m da« ian» ich nicht thual" Der Doktor zuckte wieder dtt Achsel«. Dan» deutete er auf eine fast ganz gefüllte Portweinflasch», dtt auf dem Spersetisch stand. „Trink' da« gefälligst bi« auf d» lktzt» Tropfe» aus," sagte er,„und steh' zu, ob Du dann im Stande bist, «einem Rath zu folg».— Nu» ist'« genug geschwatzt!— Wen» wtt uns wiedersehen, bist Du der Gebieter auf Schloß Bra»d»stei».' Gr ging zur Thür und Curt sah ihm«tt verzweifelt» Blick»»ach. „Paul!" rang e« fich«och einmal au« seiner heftig arbeitend» Brust, und mit einer ungeduldige« Geberde blieb Ramfeld auf der Schwelle stehen: „Hast Du Dtt'« etwa ander« überlegt?— Noch ist e« Zeit.— und mein Puloer wie meine Prsiolea stehe» Dir zu Dienste»!" „Rein I«ei»!— Geh' I Geh' l" stöhnte der junge vrand«stei», beide Hände vor da« Gestcht schlag»d. Al» et sie»dlrch wieder stak» ließ, war er alle« in dem düster» Zimmer. E« packte ihn wtt er» Schüttelfrost, und «rt einer wilnen Bewegung füllte e, ei» Wasserglas bis zum Rinde«rt dem dun kl» Wein,«« es dann wie ei» V«rschmacht»der zu leere».(Forts, folgt.) auch Mnisterpräfibent Tiiza in seiner Erklärung vom 30. Srp- tember sich gestellt, sei wieder zu Ehren gekommen, indem Rr-ßland dtt Ldsicht einer militärisch-n Okkupation vulzarien« fallen gelassen habe W'trn Rußland dttse In ention aufge« geben, so liegt darin implicite daS Zugeständniß, daß es in einem früheren Stadium diesen Plan that» sächlich gehegt, und e« sind damit retrospektiv dtt Gefahren aufgedeckt, welchen der eutopäische Friede noch vor Rurze« auSg-s tzt g, wesen. Denn dost die österreichisch» ungarische Politik allezeit entschlossen geweien, Niemandem da« Recht eineS einseitig» bewaffarten EinschrettenS in Bulgarien zuzugestehen, daran können wir, so lange«tt in die Er- krärungen unserer Reattrung Vertrauen setzen, nicht im Ge- ringsten zweifeln. Rußland« Entschluß, auf dtt Okkupation zu verzichten, wird nunmehr al» ein spontaner dargestellt, dm man durch keinerlei Ron, esstonen irgend welcher Art zu er- lauf» nölhtg hatte. Damit«schetn» die Rückwirlungen der bulgarischen Rrtse auf da« Gebiet der internationalen Politik und dtt Gefahr», die hieraus zu erwachsen drohten, äugen« dlicklich beseitigt. ES bleiben aber immer noch dtt Rompirka» tionen im Lande, wenn man fich so ausdrücken darf, die lokalen Romplikatlonen zurück nnd diese find schwierig genug. Suiopa war Z uge, in welch agitatorischer und ränkeooller Art General Raurvar» Wochen hindurch demüht gewesen, dtt Bul« garen unter da» Joch Rußland» zu bringen. Der totale Miß- «rto'g seiner Anstrenzungen scheint noch nickt in genügendem Maße ernüchternd und bekehrend auf dtt russische Politik ge- wirkt zu haben. Wioer alle« Erwarten ist General RaulbarS nicht abberufen wororn, er hat vielmehr an Gaddan Effendi, dem russischen Emissär im türkischen Bewar de, wie er in Sofia genannt wttd, einen berettwillirien HelferSH-lfer ge- funven. Aber selbst wenn RaulbarS abberufen würde, wäre damit dtt Ana der Prüfungen für dtt bulgarische Ration nickt abgeschloffen. Hundert andere russische Agenten, ebenso rückstchtSlo» wtt er und nur noch weit gefährlicher, well sie nicht J-dermann kenntlich sein werden,«nden an seine Stelle tat» und die Minirardeit im Lande fortsetzen, di« sie«ine» Tagel durch irgend ein» Handstreich, einen Putsch oder ein Pronunziamiento, der» Herbeiführung zu ihrer beruf»- r.räßizen Beschäftigung gebört, die legale Regierung über den Haufen werfen werden. Wenn dann die Fürstmwahl an dtt Reihe kommen und Rußland fich Herbeilaffen wird, seinen Randidattn zu nennen, so wird e« wahrscheinlich mit dem Fürsten von Montenegro oder dnn Prinzen Peter RaragyorgyevicS vorrücken. Von London wird schon heute verkündet, daß die Engländer fich in einem solchen Falle nicht sehr echausfiren, vtelmehc Ocfterretch- Ungarn in seinem Widerstände gegen eine derartige, ihm unliebsame Randidatur allein lassen werden. Da« braucht un« jedoch nicht bange zu machen. Wenn Rußland e» unternehmen konnte, einzig und allein weil eS ihm so gefirl, Bulgarien eilte» Fürst» zu berauben, der anerkannt für da« Wohl de« Lande« gearbeitet und fich al» Feldherr wie al« Regent tüchtig er- wies» hat, so wird e« auch die Ssterreichifch-unga- rifche Monarchie mit ihrem Michteinfluffe nöthizenfallS selbst ohne dtt Mitwirkung England« zuwege bringen, dtt Wahl eine« neu» Fürsten zu hindern, dessen Person an fich ein Hinderntß der friedlich» Entwicklung Bulgarien» und ein Moment steter Beunruhigung für andere Balkanlänver wäre. Da» Recht zu einem solchen Veto giebt unt der Ber» liner Vertrag und wir werden gegebenen Falle« wohl nicht zögern, von demseld» umfassenden Gebrauch zu machen. Anterikao Ueber den Bau de« Panamakanal» äußert stch der frühere englische Vizekonsul in Panama, Herr C. Tankeryiltt Cbamberlaine, der dos Wachs» und Fortschreiten de» Unter- nehm nl an Ort und Stelle genau beobachtet hat, daß der Bau eine vollendete Thatsache sei, welche kein Rrittler der W-lt mehr fortschaff» könne. E» seien allerding» Schwierigkeiten zu überwinden gewesen und müßt» noch überwunden werden, die enorm seien und weniger siege« gewisse Männer, wtt Leffep» zurückgeschreckt Hab» würden, aber Dank drffen Energie schreite der Riesenbau rüstig vorwärt». Da der Vizekonsul schon al» Engländer nicht ttdr begeistert für den neuen Ra-.al al» Handettstraste ist, so find dttse Mtithellung» von um so größerem Werth«. Mfie». Der Pariser„Figaro" schreibt:„Man hat denjenigen Dementi« ertheilt, welche meldeten, Herr Paul Bert verrichtete in Tongking nichtsnutzige Arbeit; aber dtt Er« eigniffe dementirm diese Dementtrer. In Tonaki'g und in A-rnam liegt mehr al» eine Brigade: 4 Bataillone der Fremdenlegion, 2 Bataillone leichter afrikanischer Infanterie, Zuav», Artillerie, Genie- und Marinetrupp» die 5 Regimenter und 3 Bataillone Tonakinettn nicht mitgerechnet. Jene Trupp» würden mehr al««ine Dioision bilden, vknn sie vollständig wären. In Wahrheit nimmt Herr Paul Bert in An» am oder in Tongling für feine L-ibwache dtt besten französtschen Truppen in Anspruch, und der General muß den Sicherheitsdienst durch die Einheimisch» desorg» lassen. Alle An» Knnst nnd jeden. Im Stadttheater(früher Alhambratheater) haben bereits seit Anfang dieser Woche die Prob» von„Dtt Waise aus Lowood" drgonnm. Dtt erste Aufführung wird nicht, wie ur« sprüngltch festgesetzt, am Mittwoch, sondern erst am Freitag stattfinden. Fräulein Rirschner sptttt dtt„Jane Sy e" und Herr Hosschausptettr Günther hat die Rolle de« Rochefter über» nommen. Der höchste Tunnel. In Nordamerika wird der Plan erörtert, da« Felsengedirge mir einem Tunnel unter Gray Peak zu v-rsehen, der nicht w»iger al« 14441 Fuß über dem Meeresspiegel liegt. Der Tunnel soll 4441 Fuß unterhalb des G pfrl« angelegt werden, würde von Osten nach West» eine Länge von 25000 Fuß haben und dtt Verbindung»wisch» dm Thälern am Abhänge de« Atlantischen Ozean« mtt denen am Still» Ozean berftell». Die« würde dtt Entfernung zwischen Denver in Colorado und Satt Lake Crly in Utah unv somit auch die Entfernung»wischen dem Miffouristust(etwa bei St. LouiS) und San Francisco um nah- zu 300 Meilen kürzen. Dtt Lorardett» sind bereit« in Angriff genommen worden. Interessante Spivnr. Hr. Froud«, der bekannte»g- lisch« Geschichttschleider, hat ein Buch„Lceana" herauSgesebm, in welchtm er seine Reis-n nach den überseeischen englischen Besitzung» schildert. In Australien intereistrte Froude am meisten da» astronomische Observatorium in Melbourne. Dort wird nämlich eine Splnnenarl mtt der größten Sorgfalt ge« hütet, von anderen Spinn» au« Furcht vor Vermischung fem Sehalt», gefüttert und aufgezogen. Zur Messung von einem ttftirndurchgang, wo dtt größte Gmauigiett riöthig ist, wird dtt Oberfläche der GiSttr mtt kleinen Linien bedeckt, welche sie in Vierecke eintheilen. Für diise Lini» ist kein Faden, welchen die Menschenhand verseritgt, fein g»ug. Der Fad», d» dtt Spinne zieht, wttd dazu gebraucht, aber auch der Spinnfaden wird erst in feine Schnüre zerlegt, ehe er geblauckt werden kann. Nun desteht aber der von der gemein» Spinne ga- spönnen« Faden au« acht Schnür», die loSzulös» der«»schlichen Hand sehr sckwer fällt. Da hat man bei Reldourn« eine Spinnenart entdeckt, der» Fäden nur au« drei Schnüren bestehen, und dttse Spinnen werden im Observatorium gehegt und gepflegt- HorrefDonbtnutn auf htm dugctfl«« Osten stellen da» Land all w voller Lufregung destadlUb dar. Die Mlstird»bS-d« sollt« diese vufregung stillen, aber ihr fehlm die Mttiel dazu. WZH« rend Herr Paul Veit, um der Regierun« zu sitmeiteln, mit jeder Post wiederholt, alle» aeh« voctrefflich, der Etnfluh der Ztvilverwaltuna macke steh überall fM"ar, wkd unseren Sol dalen, die fich 300 Meter über ihre Quartiere hinau»wagrn, der Hopf akgcschnitten. Während Herr Paul Verl verfichert, die annamittsüien und tongllnestlcken Soldaten schlagen stch wie Löwen, b.schi-ldigt ste der OderberehUhaber, ein Raub» oestndel und nicht fahnentreu zu sein. Kurz, die ZNl und Militirdebörden stehen für da» Gegenrheil ein."— Di« fron» zöiische Regierung verlangt üdriaen» einen Kredit von 30 Millionen für da» Special Budget von Tongking für 1887. Herr von Fnycinet führte noch dazu au», er hätte dem Generalrefldenten Paul Bert dringend anempfohlen, seine For» derungen möglichst zu beschränken und den Bescheid er Halten, die vorgesehenen Gesammtaulgaben betrügen zum min« desten 44 Millionen, von denen 14 von Tongking geliefert werden und der Rest noch dem Mutterlonde aufgebürdet wer» den müsse. Denen zum Tröste, welche stch erkundigten, od e» denn nicht möglich wäre, die Einnahmen zu erhöhen und in Zukunft dm Beitrag de» Mutterland«» zu mildern, antwortete Herr von Frepclnet, der G neralrestdent ginge allerding» mtt dem Plane um. die Abgasen, die jetzt nm 2 bi» S Millionen einbringen, auf 7% Millionen zu heben. Zu diesem Behuf« «tt« e» aber, eine genaue Volk»,Shlun> vormnebmen, einer Pauschaldercchnung zufolge zählte Tongking 14 di» 15 Millionen Seelen, von dmm 3 auf Annam»ntfirlen. Die beantragt« Entrichtung einer Kopfsteuer, welche dm in Tongking an- sässtgm Czinesm auferlegt werden sollte, scheint man fahren lassen zu«ollen unter der Bedingung, dah China für di« Salz» und Opium-Einfuhr Zugestäi-.dnisse macht. Der Kredit von 30 Millionen wurde mit 10 Stimmen gegm 3 und 4 Enthaltungen gerehgigt. «feil«. Da» Londoner„Daily CHron cie" resumirt die bekannten Ereignisse,»elche der britischen Besetzung Egg p, lern* vorangingen, und sagt dann weiter:„Wie wir gestern im Pariser„Journal de» XS'jaiB" verständigt worden, wird e» England nicht gelingen, die«gystische Angelegenheit der gerechtm Kontrolle derjenigen zu entziehen, die kollettive oder individuelle Jntertffen im Riltbal« haben. Diese Drohung ist »m all dlotzer rhetorischer Schwulst aufzunehmen. E» ist etwa» abgeschmackt, anzunehmen, dah jeder Levantwer Handel»« mann, der vielleicht persönlich« Interessen im Nilthale hat, auch da» Recht zur Kontroltrung der Angelegenheiten E-y?tm» de» fitzt. Ebenso ungereimt ist e», anzunehmen, dah Mächte, die «» bedächtig ablehntm, Geld und Blut zu opfern, um EgyP' ten nicht in Anarchie fallen zu lassen, irgend ein Recht dazu haben, einer Macht, w.'lche beide» opferte, eine eaypttsch; Po ltttk zu dittiren. Der Fall scheint ein solcher zu sein, der eine offene und deutlich« Sprache verlangt. Soweit er da» englisch« Bolk betrifft, so hat die» leinm Wunsch, seine HUfimittel an der Autrechterhalwng der Ordnung in Egypten zu verschwen» dm. Ader unglücklicher Weise dedeutet Egyvten— Indien, und so lange«» Indien hält, fühlt e» die Roth wmdigkeit, auch Sj,yptm zu kontroliren. Da» britische Volk fühlt, datz e» ebenso nothwendig ist, für überwiegenbm Ein» stutz in Egypten zu kämpfen, als— wmn e» nöthlg werden tollt«— nicht für Einfluß, sondern für die H-rrschast in In- dim zu kämpfm, und nicht eher, al» bi» man Mchließt, Indien aufzugeben, wird«S wözlich fein, Engländer zu überrevm, datz ihre Jntereffrn im Ntlchale jenm Frankreich», Rußland» oder der Türkei untergeordnet wcrdm müffen."— Danach scheinen die Engländer durchaus nicht gewillt, Egypten mir anderen Mächten zu theilen. Od freilich dem Wollm da» Könnm ent- sprechen wird, mutz stch erst zeigen. Kommunales» Tageßorduuvg für die Sitzung der Stadtverordneten» Versammlung am Donnerstag, den 28. Okrober d. I. Nach» mittag» 5 Uhr. Drei Naturalisationsgesuche— Vorschläge de» AuSschuffe» für Petitionen— Berichterstattung über die Vor» lag« betr. die Uebernahme eine» Tbeilr» der Holzmarkt�asse in die städtische Verwaltung al» öffentliche Strotze, und die Fest» setzung von Baufluchtltntm für diese Strotz»n streckt— Vo»« laze, betr. die Aufstellung einer Marmordüfte de» verstorbmm Stadtverordneten-Vorsteh-r» Dr. Siratzmann im Rathhaus«— desgl., betr. die Bewilligung der Mehrkosten für die von der Stadt Berlin au» Anlaß der 59 Versammlung deutscher Natur» forscher und Aerzte getroffmen Veranstaltungen— delgl., betr. dm Anschluß de» Fabrik- Etabltffemmt» der Mtengesellschaft für Anilinfadrikatio» am Wtesmufer an die Kanalisation— desgl., betr. die erfolgte Bauabnahme der Markthalle IV nebst Dordergebäuden an der Doroiheenstraße und am Reichstag»» uter— delgl., betr. die ersolgie Revision eingelöster Ztnl» schein« von Berliner Stadtobligationm und Anleihefteinm— desgl., beil. die Verlegung de» Rechnungsjahre» der von Schrve'schm Stiftung von dem Kalenderjahr auf da» Etattjahr — de»?!., betr. die von der Stadt» Hauptlaffe im Juli-Sep- tember Quartal d. I. geleisteten Vortchüffe— detgl., betr. die erfolgte Bauabnahme der neuen Glmeinde-Doppelschule Retchen» dergerstr. 131—132— desgl., betr. die Herstellung einer Garten anlag« auf dem Tönhofsplatze— dSgl.. betr. die Theitung der 106. und der 188. Llmen>Kommisston— de»gl„ bete, die Frei» legung der Zoffmerstraße zwischen der Larutherstratze und der Blücherstraße— desgl., betr. den Ausbau der betdm Damm« mühlm— Eine Unterstützunassache— Vorlage, betr. die Neuwahl eine» Bürgndepustrtm für da» Kuratorium de» Zentral- Viehhof»— deigl., betr. di« Verlängerung de» Engagement». Vertrage?. Gerichts-Jeiwng. Der großartig ausgeführte Betrug de» 13jShrtg«« Haudluvgtkvmmi» Kart Wtßmau« beschäftigte vorgestern dt« dritte Slrofkorrm«! de» Landgericht» I. Am 6. Juni prangten an alten Arichlagläulm Berlin» die Signalemm's de» Witzmann und de« Ztviiiripernumrrar» Gobtfch, welche «u einer bedeutenden Summe flüchtig gewordm warm. Beide Durchgänger wurden im Vulland« ergriffen und nach Berlin zmück� bracht. Witzmann war nun der UrkundmlSIschunz in zwei Fällen und der Unterschlagung und de» Betrüge» in je «wem Falle, Godisch d-r Hehlerei deschuldigt. Lew« warm im vollen Umfange geständia. Witzmann war in dem htefigm HandlungShause Max JasiS jun al» Kommt» mit einem monmliten Gehalt von 100 M. angestellt. Der junge Mann ftvhnt« Lettenschosten, welche mit seiner Stellung und seinem Schalle schlecht stimmten, grrieth in Schuloen und unterschlug seinem Dtenstherrn Ende Mai d. I. einm Betrag von 109 R. Die Entdeckung blieb nicht au». Hnr Jaff« nahm ader von der Erstatiung einer Anzeige Abstand und begnügte stch damit, den u«ehrll>-m Kommt» auf der Stelle zu mt, laffm. W. mutzte die» wohl vorausgesrhen haben und schritt nun zur Ausführung eine» Plane», dm er fett längerer Zsit voidmiiel hatte. Er hatte etnm Briefbogm uno ein Oai.tunglformular mtt der Firma seine» früheren Prtnzivals hinter st* gebracht- Die Quittung füllte er über dm Betrag von 13000 M. au» und richtet« an die Distontogefellslbatt da» schriftliche Ersuchen, dem Ueberdiinger der Quittung 12000 M. gegm Lombard zu vrr» abfolgen. Beide Schriftstück« unterzeichnete er mft der täuschend «achgeahmten Nommsunterschrtft sein!» Prinzival». Di« Di». kontozesellschaft nahm krinm Anstand, die Quittung zu hono. rirm und nun beeilte stch der fange Betrüger mtt seiner Beute da» Wette zu suchm. Sr suchte aber nock vorher einen R ise» begleiter und fand diesm in der Person seine» Freunde» Gobisch, der schwach gmug war, seinm U-berredungen zu unterltegm. Die beiden Abenteurer reisten zunächst nach der Schwitz, da ste stch hier aber nicht sicher genua wähnten, b«. schlössen ste nach Afttka zu gehen, wo ste in Tunis ein Te- schäft zu grün dm beabsichtigten. Sie reisten nach Genua, um von hier au» die Dampferlinie nach Marseille zu benutzen. Inzwischen hatten die Steckbriefe ihre Schuldigkett gethan und besonder» Witzmann war einer au» Berten kommen- dm Frau, welche ebm'all» dm Damvter denutzte, auf» gefallen. Sie thiilt« seltsamer Weise Gobisch ihren Verdacht mit und dieser unterrichtete Wißmann davon, daß ihnen Ent- deckuna und Verhaftung drohe. Die Belürchiuvg traf ein; beim Verlassm d-S Dampfer» ließ ste der d.ulfche Konsul zu Marseille auf R-quisitton seiner Behörde fcstnchmm. E« wurden noch reichlich 10 000 M. bei ihnen gefunden. Der An- geklagte Wißmann wollte erst den großen Betrug geplant und ausgeführt haben, al» er stch durch die erste Unterschlagung in Berlin unmöglich gemacht habe; au» einer Anzahl Briefen, in denen er andere Bekannte zm Thetlnahme an der Flucht zu überreden versucht hatte, ging aber bervor, daß er stch fett längerer Zeit mit dem verbrecherischen G-dar.km derumgetiagen hat. Der Mttangeklagte Godisch war, wie die Beweisaufnahme ergab, lediglich der Verführte gewefm und hatte von der Beute nur so viel erbaltm, wie zur Deckung seiner Reisekosten erfor» derlich war. Der Slaatianwatt beantragte gegen Ihn daher eine Geiängnitz strafe von nur 9 Monaten, gegen Wißmann aber 5 Jahre Getäng' iß und 5 Jahre Shroerlust. Dem Ver- theiviger Gobisch'« gelang e», eine noch niedrigere Strafe zu erwirken, denn da» Urtheil gegen Gobisch lautete nur auf 4 Monate Gefängniß, wovon 2 Monate durch die rrltttme Untersuch'mgshast für vrrdüßt erachtet wurden, den Angl klagten Wißmann traf dagegen eine Strafe ron 3| Jahren Gefängntß. Die Verantwortlichkeit der städtische« verkaufsver «ittter in der Zrntralmarvhalle für die von ihnen zum Ver- kauf übernommenen, dem Verderbm ausgeletztm Fleischwaaren wird von den Gertchtsabtheilungm auf das Allerstrengste in Anspruch genommen, damit da» kaufende Publikum nach jeder Richtung hin geschützt wirb. So wurde der Verkauf» Vermittler Franz Andre» von ver 94. Adihetlung de» hiesigen Schöffm- gcrichi» wegen Feilhalten» verdorbmer Eßwaaren zu 30 Mark eomt. 3 Tagen Haft verurtheilt,«eil am 28. Juli c. unter den mm Verkauf ausgestellten Würsten«in Posten von 24'/, Kilogramm sich al» verdorben herausarstellt hat. Ver- gedenS überreichte der Angeklagte einen Ga-antielchetn de» Fabrikanten Schlächtermeister» Ewald für die Güte de: Wurst. v'lgeben» machte er darauf aufmerksam, daß er doch nicht fämmtlich« Wülste durchschneiden könne, der Gerichtshof er- achtete ihn zur sorgfälligstin Untersuchung für verpflichtet. Reichst ertcht»• Entscheidungen.(Nachdruck verboten) Leipzig, 25. Ollober.(Aus der Zeit de» letzten Reichstags- wahlkampfeß.j Ali im Herbst 1884 der Reichstag von neuem gnrätili werden sollte, standen stck im Wohlkeeise Walder durg (Schlesten) al» Kandidaten der ko'.fervattve Fürst Pteß und der freisinnige Rentier von Winkelmann aus Nymph-ndmg gegenüber. Dem erfiereri, w.lcher vermöge seiner umfangreichen Besitzungen eine ougeigcwöhnliche Macht zu entfalten im Stande ist, wurde vor: fernen Parteigegnern nachgesagt, daß er seine Macht mißbrauche, indem er durch seine Beamten einen polttischen Druck auf seine Untergebenen ausübe, daß er volitischen Gegnern indirekte Nachih.ile zufüge und solchen Personen, die sich für feine politische Richtung verwendeten, sich erkenntlich zeige. Einzelne Fälle, durch welche diese Be- hauptungrn«rwiezen werden sollten, hatte Herr von Winkel- mann in einer seiner Kandidatenredm vorgebracht und da» Vorgehen der fürstlich Ptetz'ichen Beamten scharf verurthntt. U. a. hatte er ihr Verhalten ein schamlose» genannt, lieber diese Reite hatten die Redakteure Hertel in Göllesberg und Walter in Fried fand(R-g. B. Breslau) in ihren Blöttern au». füh'lich'derichtet und namentlich hatten sie vi« Stellen, »eiche sich aus vre fürstlichen Beamten bezogen, mtt- gethetlt. Die letzteren, an der Spitze der General» direttor Ritter, fühlten stch hierdurch beleidigt und stellten gegen Herrn von Winkelmann. der in der Wahl gegen den Fürsten Pieß gesiegt hatte, sowie gegen die beiden genannten Redafteure Stratantrag. Da Herr v. W. während der Zeit der RtichStogSiession nicht verfolgt werden konnte und nach derselben auf Reisen gegangen war, so wurde da» Verfahren gegm ihn von dem gegen die Redakteure abgetrennt und zu« nächst gegen diese verhandelt. In der Verhandlung vor der Strafkammer in Waldenburg am 16 MS-z d. I. suchten die beiden Angeklagten den Bewet» der iiLahrhcri der inkrimtnirten Behauptunaen zu führen. E» wurde vorgebracht, daß der Fürst Im Jahre 1882 dem Buchdruckettitusitzer Jakob in Wüsteziers- dorf die Inserat« sür dessen„Grenzboter." cu» anstein-nd polttischen Motiven entzogen habe und daß im Jahre 1884, al» Fürst Plrtz wieder kandidttte, Jemandem, der sich an der «gttatton für Herrn von W intelmann bethettigr Halle, die Er- laubniß zur Benutzung eine« Wege» entzogen worden sei. De« wetteren«mde auch von Zeugen die Vermutüunz ausgesprochen, e» sei den fürstlichen Angestelltm unt rsagt worden, bei liberalen Kaufleuten zu kaufen.«lle» diese» wurde vom Gericht« nicht al» ge rügend zum Nach. wetse der von dm Angeklagten verbrettetm Thatfochm angesebm. In Folge dessen trat, da der Schutz de»§ 193 unter Hinwei» auf ein Reich»gericht»«rkmntniß dm«ngektaztm versagt und da« Varhante-ntein einer Beleidigung schon au» der Form(„scharnlo»") gefolgert wurde, die Verunheiluna der beiden Redakteure ein. und zwar traf Herrn Hertel eine Geldstrafe von 200, Herrn Walter ein« solche von 150 M. Bride hatten Revision gegm da» Uithetl einpelrgi, welche am 22. Oktober vor dem IV. Sttaftenate de» R-i»»gkrtchte« zur Verhandlung kam. Sie beschwerten stch zunächst darüber, daß da» Verfahrm gegen st« von dem gegm H-ttn v. Winke-mann abgetrennt worden war, da ihnen hierdurch der Nachwet» der Wahl best der inkrimteiirtm Behauptungen erschwert worden sei. Unter Hinwei» auf die Ergebnisse der Beweisaufnahme dehauptetm st« sodann, rt sri in der Thai erwiesen, daß liberale Prrsonm von dem Fürsten resp. seinm Beamtm denachtbeiligt «ordm find, und da« Gericht Hab« biete Bewetsergednisse«n Folg« eine» Rechttirrthume, al» nicht au»reichmd zum Beweise der aufgestellten Behaupiung erachtet. Weiter machten sie gettenv, rt W« ihnen da» Bewußtsein gemangelt, baß all« die 72 Personen, welch« den Sttofantrag ge- fttlli habm. durch ste beleidigt würdm. Dergleichen wurde der Dolus bestrittm und Verletzung de»§ 193(»uhn ehmung bnechtigter Jnteresfen) behauptet. Der Veriheidiger Jusiizralh Dr. LLmtzel, bmierfte hierzu, es sei»war nach der Recht- sprechung de» Reichsgerichte»«ine spezielle Festst-llvng de« Dolu» im Uuhette nichtersorderlich, wenn e» sich um eineBe- leivigunp durch die Presse handele, allein hier liege die Sache MASM daß der »ngelegenhettm zu erörternd nää°"5dtliche »««»t»ortitch für dm polttischm Thett und Soziale» Max S mmmh Relchsanwakt Hosinger erachtete sämmtliche B. s* werden sist unbegründet und beantragt« Verwertung der R-eision. Aütt» ding» gab er zu, daß dal Landgericht, soweit die unierlass« Feststellung de» Bewußtsein» in Frage kommt, von einer riß" verständlichen Auffassung eine» R«ichsg«icht»u:tbeil» auig» gangm zu sein sweine. aber er führte dann weiter au», vsj die Anaetlagten stch daiüber nicht beschwerm könntm. weil sie in der Hauptoerhandlung da» Bewußtsein nicht bestrittm häiim- Da» Rlichsgericht oerwarf darauf die Beschwerve der Ange« klagten und ebenso eine nm formelle Beschwerb« de» NidiN» kläger» Ritter._ Hoziales«nd Arbeiterbewegung Börsenschwtudel. Mehrere Wtmer und Pener Ba'b Häuser erließen»ntarg» voriger Woche einm öffenillchen? ruf an da» Publikum, in welchem c» eingeladen wir», 8COOOO sogenannte„Domdauloose" zu(aufm, unv zwar da» Stück z» 8V, Gulden. Daß gegm da» übliche Honorar die AnpreiW dertelbm von den d'versm Blättern nicht auidteibm wüte° selbstoerstänvlich. Die„Deutsche Zeüung" nennt r» vi» „neuesten M'.llionen-Fischzug". Und da» iß er auch. L»' oewtegtm Fachmännern wird der innere oder mathemalil« Werth eine»„Domdauloose»" auf 3'/, Gulvm angegeben,» wandern also nahezu 150 Prozent in die bodenlose» Kassen der Banken! Aas den westfälische« Bergwerksbezirke« lies« schlimme Nachrichim vor. An der w letzter Z-tt etwa»?ü» flizerm Gestaltung der Verhältnisse scheint die Koblentndusii» wenig oder gar nicht beth-iligt zu sein. Wenn auch nur>>» Theil der Klagen, welch« erHoden werdm, berechtigt st>d, da.'« befinden stch vi« Besitzer einer größer m Zahl von Gruben* einem wirklichen Nochstande. Dem bergt;' finnischen Lla- ..Glückauf" wird au« dem Obeidergamtsdezilke Dottmunl 22. Oktober, u. A. g-schriebm:„Die Befü'chtung, daß t« schwere Kliff», dt« auf der westfältschm Bergwerksindusin lastet, früher oder später auch auf den Berga d e i i stand ihre ttaurige Rückwirkung werde ausüben müss-n, scke� jetzt zur bttterm Wahlhett wndm zu sollen. Von der 3# Westfalia wurde dereii» vor 14 Tagen gemeldet, daß dteM stch gmö higt gefehm habe, 150 Mann ihrer Belegssta'i 0 entlassen, weil die gegenwärttgm Schleuderoretse die B«"-? thung ein.e» T heile# der Förderung jmr» W-rie» nW�il, ermvzllchtm und deshalb zu einer Einschränkung der rung geschritten werdm mußte. Heute erhalten wir&*» selbm Dortmunder Bezirke die betrübende N-ch icht. das" dem Barop« S'rinkohlenbngrverke(früher Holrdausen) auf'-c2 1. Novemd« 500 Arbeiter gekündigt ist, we l es aus hier an ausreichendem Absatz fehlt und die gegenwärtig» Preise die Gewinnungskosten der Kohlen uniertchreiien. � find da»»mäckst vereinzelte Fälle, ader ste ffnd d zeichn � für die ganz« Geschästllage unv werdm ohne Zveitei nur:» Vorzäng« für manche andere Werk« dUdrn." A bett«'� laffungen und kein Endel Da» nennt man w»lffjiös« Sp'«B weise WttthschaftSaufschwung! Oefterveichischr Auswanderer. Au» Schlesi'"/ 24. Oltod«. wird der„Boss. Ztg." geschrieben: Bekannt werden seit einig« Z it auf Anweisung des Ministeriums* Innern die au» Oesterreich Unpenn tomwendm A u» w°'s derer nach Amerika etnttReaiston dezüzltch ihrer® mittel in Ralidor auf dem Bahnhofe untn zagen. Im draw Quartal, während dessm die Auswanderung regen der nur gering war, find üb« 4000 Auswanderer cui Unzann reviditt, von dmm üb« zehn Prozent, nämltt 4;' als mittellos»mückgewiesm find. Da die Auswandirenazc"? in Oderberg jc. die von ihnen geworbenen Aus-? andener fach auf anderen W;gm als llo« Rttidor nach Preußen/ jchicki haben, so i» die Anzahl d« mtttellosen Auswan� jedmfalls ein« e:htblich größere. In dieseir Mo-rat? Auswanderung aus Ungarn wieder einen jebr aroßen Un'77 angenommen und bei d« Gefahr der Sinschl-poung der � tera durch dttselben dringt die odeischlefffche Pusse da; auf � Auswanderer schon an tn Grenze in L" Dlndt'f* die Reoifion der derg vorgenommm wird. Wieder et« paar Fach vereine vetbote«. 22. O.tober. Die Staatsanwallschaft erhob hier gegen � „Fachonein der Mam« und Steinhiuer" und gegen'. „ManufaUmarbetter-Berein", dn größtentheil» au! besteht, auf Grund de» 8 8b de» Bneinsgefetzts 11. März 1850 Anklage und beantragte auf G:und de»- a deffeldm Gesetz«» nicht nur dt« Bellrawne der Letter. euch Schließung beider Vereine. Da« Schöffengericht oerw � sich in sein« heutigen Sitzung nicht davon zu überzeug«'' s, die genannten Ben eine politische seien, und sprach•vis» Stilagten frei. Wie e» heißt, wird die SiaaiZanwalisiM' rufung einlegen. � Aach bei« Rü»che»«r SchSfflerttreik wird von. Unternehmnn dt« Hilf« de» Mtlttär» angerufen, und wie«» scheint, wiederum nicht vergeben». So schall,«'/ „Vaterland":„Die RegtmmtStommando« haben den meistmr solche Schäfftergesellm hirstg« Garnisonen 1*5,' fügung gestellt, welch« sich freiwillig zur Arbeit mel»«� Dttte Freiwilligkeit ist einmal sehr»wetfeihaft. und davs'tz selbst dies« Form d« Unterstützung der Untnnehmer unzul-'» Sonst verleugnet stch auch bei diesem Streck die glückli-b« deutsche Gemüthlichkett nicht. E» beißt nämlich im land" weck«: Di« streilenvm Schäffln haben, um"f® fic ganzen Tag tn dm Wirthshäufem Heruni l egen zu müsse"' (ehr lobmSnterthm Beschluß gefaßt,«Ärmd d« DaUt«sp Streck« hervonagmdeSehenIwÜrdtgkettm München» m »u besichtigen unv machten gestern mtt dem Panoramo Th«eftenst:aße den Anfang. ,, Lohubtweguog ber Leipzig« Bachbivd«.% 25. Ob ober. E-stnn Vormittag fand im Panidor ..... Buchdinvtig-b'Ifen. so?8-i licht V«sammlung d« hiestam Buchdinveig-b'lfen, in den hiesigen Buckdinvereim beschädigten Frauen chm statte zu der fich ca. 300«ehttfm. ab« leider MMMHZ am 1. Sevlemler rn*»»« r'- JEitrtl in der Luxuspapterfabrtt von Hain u. ist. bringen wir in nachfolzmdem die allaemetne tÄÄrs ��4 pewptben ist. Einnahme aus Listm aesammelt 273€ |ä%%%% adzutiefern. BnSrJm übrigen Thett tter Zettung». Beilage zum Berliner Bolksblatt. Ur. 251, Mittwoch, den 27 Oktober 188«. m. Inh-ß. t Zokales. de» Rttqetageaedäude» ist im Btilaufe dustt Zadret ein mächit�et Hlück vo w» it gescbiitten. Da» �.«aktka- Gockel behandelte� tlnu 4h Meter Hobe Unterge j« deliribet mit prächtigen, bolst ten Sandsteir.quaSern, Stm Ztoydau fix und fertig da und odnhald deffelbtn ihürmen » dereit» die gewaltigen Mauermeff-n de» Haupt.eschoffe» 1 HZH« von durchschnittlich 4-4% Meter, ato fast bi» zu «m«ä � pferpunlten der Fenst-rdozen empor. Am werteste.-. »Ngrschriiten sind die am Königsola» und an der Sommer» ui..gelegenen T heile, während die nö: bliche und desonder» 7* J?% Ären* noch etwa» zurück ist. Jeoentall» lann man !?!?,, t'V die Luhere oblong* Form de» gesawmten Baue! veutvch Mlfrren, da die Ecknsalrte Vre vier bavptpunltc deken» i?' Diese auf beiden Seiten wSi>ig oo(ptingenbtn h» j c? Werden bekanntlich mit ihren niedrigen K.poeln über o" Fauptgeftm» de» übrigen Baue» ein wenig ewporae'ührt. L" vreit« von drei Metern öffnen fich dt« riesigen Fenster. ?."ch auf allen S-Uen, getrennt durch mächtige Pfeiler, in wng« Flucht aneinander reiben. A" d-r vommerftiaße H&l na> berett» die Gestaltung de» der Stadt zugewendeten Por. »a» erkennen. Und inmitten der la�ggeftr-ckien W st'ront, die ifl Cwg'Uäul' zugerichtet ist. steht man die mächtigen. Meter» v'cken Wände de» VefttduiS emporwachsen, zu ihm wird vom au» die breite mtt Skulpturen geschmückte Freitreppe jjnwcsüzlen. Dahinter ist z wischen einem Walde von Gerüst xUtgen ein hochragender, den gesammten Bau dehertschender «alkenbau sichtbar. Derselbe ist in dem recht» gelegenen vinenhoie errichtet und trägt oben da» durch eine Druckpumpe besveiste Wafftibasstn. Gegenwärtig stnb an der westlichen Wandung diese» Gerüste» einige au» weih gestrichenem holz Und Stukko hergestellt« Modelladschnttte der Gurtgefimse und de» haupig'stmse» der hofto?aden in d« im Entwurf vorge» isriebenen Höhenlage defestizt wordm, um die vu»Iadungen, wie üb«, Haupt die Wirkung dieser Gefimse für die wirklich« £"tfüh:ung richtig bemessen zu körnen. Für die Suheren »araden find die höhen, Ausladungen und Plvfiie der Ge- dmse in ähnlicher Weise bereit» bestimmt worden, so bo( mit Herstellung derselben in Sandstein in den betreffenden Siein metz Werkstätten bereit» begonnen«erden konnte. Wie Wasstz nun auch die bereit» vorhandenen Nauermaffm in wachster Nähe de» Bauplatz«» erscheinen, so schrumpln sie doch zusammrn, wenn der Beschauer seinen Staadpunkt etwa in der Nähe der Siegessäule nimmt. Der ASnigSplatz ist von so ge- wall'g'r Au»vehnung, datz selbst ein Bau, wie der de» Reich»» tag»ge»Sude» mit seinem hotraaendm«vpvelbau Mühe haben wir», fitz gegenüber der abschwächenden Wirkung einer solchen Lage wirksam zu behaupten. Seiner Zeit wurde ja auch von Denjenigen, die ol» Gegner gegen die Entchtung de» Ge- däudr» an diesem Platz austraten, al» Hauptgrund ihre» ab« weisenden S'andpunlte» angeführt, daß selbst ein gewaltiger Morumentolbau gegenüber einer so aewaltigen Flächenau» dehnung de» Platze» nicht zur vollen Wirkung gelangen werde. Mit de» Untersuchung de» von außerhalb eiuge» jührteu frischen Kleisiye», welche durch da» zu cknfang diese» «»dm entworfene und angenommen« R gulatio in Au« ficht worden, soll nunmehr, der„Allgew. Fleischer Ztg." »»'»tgr, unvniüalich deaonnm werden. Die Befichtigung ver dem ersten der sieben Jslmi*', unverjüglich deaonnm werden. Rtlder und Rmder wird in iniJk. vorgenommen werden— ei wird den Stand» fci»uifc ersten Bogen» jetzt gekündigt werben, wcriuf & bann auf(Bruno der bezüglichen Mt thtvereindarung kvT...», Dirigenten der Zenttal- Markthalle, Hauptmann �5� ihr« Standorte sofort zu räumen haben. Die Unter. .de» oben genannten Fleische» isi«ine mikroskopische ».T�iolgt durch den Thierarzt; fl-d-t derselbe da» untersuchte »?»'«und, so bezeichnet er»» an einer leicht erkennbaren im» i dem UntersuchungSzeichen svtemprl), wird e» al» » befunden, so wird e» mU einem Zettel mit der In» "Zurückgewiesen und beanstandet" alibald der Polizei f»*. M weiter« Verfügung überwiesen. Bei der Unter. der Schweine wird derartig verfabrm, daß zunächst in fT,uln. DOn besonderen„Prodenehmern" Proben de» Schweine- b»..?« entnommen werden. Jede Probe wird in ein beson» dl. ttT'«Gekäst che« gethan und da» betreff nde Fleisch, welche» nmn.i�ber sofort auf ihren vland mitnehmen, jevoch * noch nicht virkausen könw'n, jedesmal mit der de» betreffenden Probetästchen» versehen. Dies« werden nun dehul» mikioskoptscher Unter» lhee» Inhalt» den auf der oielten Gall«rie derZ-ntral die n.. startonirten Fleischkeschaunn überwiesen. Eegiedt um»«5!ä*un8 keine Trichinen, so hat der Fleischbeschou-r g.fn!,�estüi.ung seine» Namen» in einem vom Prodenehmer ?chaubuch« die» zu bescheinigen, woraus da» die ftkwvel?« K untersuchten P obe tragende Fleisch die Ad- Findet«Ä.e-itichtnrnfrer" durch dm Ptobenebmer erhält. so hw der Fleischbeschau»! da» Fleisch tiichinenhallig, dieser»Is.l�EntschetVung de» Thtermzit» einzuholen. Stellt thieraz�Lrlchinm fest, so ist die Snlschetvung de, Ob«. binnen m deltwig. Direktor de» Fltischschauwei'N», welche Dhierar.» �künden zu erfolgen Hai, einzuholen. Findet der mw"» Fleisch dagegen trichinenhalttg, so wird da» de««Ä � Stenvel„Trichinendallig"«rsehen und au» benem h, m«stein*, die Mlkroskopiichen Präparate ab«, in ist Vorhandensein von Tilchiam mdgllttg festgestellt °uf der Unter suchung» st-twn zwet Monate lang "nd dann unschädlich gemacht. Auch wmn dl« „schau« bei dem untersuchten Schweinefleisch eine und m.V��beit ol» Trtchtnost», desondn» Finnen, Rothlauf iu stnden. hoben sie dem Thtttarzt davon Anzeige fnim?»> bie Freigabe de» Fleische» kann natürlich erst er- urd � daffelbe vom Fle schdeschau« al» von Trichinen Sn nw.««nannten«rankheiten frei befundm ist.— Weise also wird, und zwar zunächst probeweise, die ».�.Mung de» von au» wärt» ein gesühnten fiischen Fleische» «'handhabt werden:«st«mn dies« Modu, sich dewährt. Nenn?, ständig beibehalten werden, and«nfall» ab« natürlich Änderungen eintreten. fick wfTf öt», aeräuschlose und emsige Thätigkett. die ■ m, bew Gebäude ver Sternwarte entfaltet, plauv«» die NW�BS richtet, al» deren Träger mit ein« bisher an kein« anderm Spelle erreichter Stetigkeit und Genauigkeit der Leistung eine im lustdicht verschloffenem Räume aufgestellte Pendeluhr von Tiede und auch andere gut« Pendeluhren funktionirm. Inner halb diese» Zeitoicrst'» werden die Lelltn« No maluhrm d. ich elektromagne'ische R gultrung bi» auf«in« halbe Sekunde lichtig>: hallen. Die Zuoerlässtgkeit der Angaben dies« Haren wird von der Sternwarte au» dadurch kon- trolilt. daß mit dem Minuten zeig« jeder dieser Uhren eine jelzstthätige Errichtung verbunden ist. um mlltelS eben derselben Leitungen, welche die elektrische Regulirung der Uhr von der Sternwarte au» ermöglichen, allstündlich ein Signal nach der Sternwarte zu geben. Die Berliner Sternwarte trägt sod»nn zur Richttghallung der Zntangaben de» deutschen Telegraphen nie, st?« durch eine allwöchentliche V rgle chang ein« vorzüglichen Pendelahr de» htestgen Haupttelkgraphenamte» bei. Ferner leitet die Sternenalte mittels täglicher tel-groph'.scher Verbindung die Siqnaltfieung der richtigen Zeit durch einen sogenannten Zritboll im Hafen von Swtnemünde. Endlich wird der deuttm Uhrmacher schule zoG'atbüte im«ö�igretch Sachsen allwöchentllch ein elelltischei Zckstgnai«thellt, welches dort an mchrerm Pendeluhren recht genau beobachtet wird. W-ttere V-ranstaltungen ähnlich« Art sowohl inntthalb al» außerhalb Berlin* find in Vorbereitung. Schließlich sei noch «wähnt, daß seit dem I ihre 1879 der gemeinsame AuSgang»- und Stützpunv aller höhenmeffangm(Nwellirungen) im vre» ßtlchen Staate in dem r.ö llichm Giundpfetl« d« hiifigm Sternwarte feftzelegt worden, und zwar wegen der aus« ordentlichen Beständigkeit d« Lage derjenigen Erdschichten, auf denen die Sternwarte«baut ist. Der Warnungtruf de« Kutscher a« Vorüber» gehende, wie er vor Kurzem von Herrn Jos. Reuß ien im „Fudrdatter" debandelt wurde, wir» in Katschnkrersen vielfach besprochen, hat fich ab« nicht die Sympathie dieser Pralltk« vom Bocke zu erwerben v«mocht. Di«„Allgemeine Fahr- Zeituna", daS Organ der Autsch« im Allgemeinen und der Droschkenkutscher im Besonderen, wendet fich in einem längeren Artikel ebenfalls gegen die Auslassungen de» h-rrn Neu». In dem betreffenden Artikel eoird zunächst Hervorgeboden, daß die vor zwei Dezennien in» Leben gerufene Fabrschul« und deren Regeln für die heutigen Verkehrßvnhäitniffe dmchaui nicht waßg-bend sein können. Denn«sten» habe stch da» Fuhr w«k in Bttltn seit jener Zell nicht nur verdoppelt, sonvein wohl sogar ondreifacht und zweiten»««de auf th'oretische iiahrregetn kein de so derer Werth gelegt, denn da» Berliner Kowmiffarial für öffentliche» Fuhrwesen unter Leitung de» Herrn Polizeihauptmann Je. Albnt, welche» al» Prüfung*. tehörd«>ür die in den öffentlichen Fuhrbetrieb eintretendm stuiicher bestehe, stütze fich bei N-ueinftellungen von Kutschern nur auf deren praktische Leistungen, nicht aber auf deren theoretische Kenntaiffe. Wa» nun den Warnunglmf und die Anficht de» Herrn Revß anbelangt, daß» nur einen fasstonablen Kutscherruf gebe» welch« in dem Worte„Heer pH" bestehe, so ist da» genannte Fachblatt d« Meinung, daß e» vollständig gleichzillig sei, in welch« Weise der Aniuf zum Autdruck gelange, daß«» durchou» nicht aus da»„Stutzer» hafte" d* Anrufe» ankomme, sondern lediglich darauf, daß den Unfällen durch Uederfahren nach Möglichkeit vorgebeugt werde. Daß die» duech da» langgezogene, mit Nachdruck und Pathol ausgesprochene„heeeph" bewerlstrlligt««den könne, wird nicht nur bezweifelt, sondern sogar in Abrede gestellt. Sodann beißt e» in dem betreffenden Artikel«eit«: Wmn nun H«r Reuß weit« meint,« wundere fich, daß dt« Paliz'imgane nicht von den Kutschern verlangten, daß ste den§ 17 de» Straßrnpolizei R-glement» für die Stadt Bnltn befolgten, so tönnen wir nur konstatirm, daß dieser Paragraph sogar bei Beu-thetlung vor- gekommen er Unfälle den vehürdm sowohl wie dem einzelnen Rich!« al» Richtschnur dient, he« Reuß stch also auch hier in einem großen J.rihum befindet. Wenn Herr N uß mein», daß die»„heeeph" dem Fußgäng«, welch« dem Kutsch« unacht- sam« Weise unt« die Pferde laufen wolle,, so tiäfiig und mit Energie in die Ohren geraunt w«den müffe, daß e» demselben ein eleltrtscher Schlag in die Rippen fahre, wodurch er dann förmlich auf die Seite geschleudnt würde» so ist auch hieraus wieder zu«sehen, daß er trotz seine» 20 jährigen Fahren» immer»och nicht praktnch genug geworden ist. Er befindet stch hierbei in einem solchen Jrrthum, daß dies« ad« solut der Rich igstellung und Ausklärung dedarf. Gnade hier» bei muß die Kunst der Kutscher zur Geltung kommen. Der Kutscher muß die Jbee der ihm plötzlich in den Wegtretenden Paffanten erkennen,« muß absolut beurth'ilen können, ob der ihm vor die Pferde Laufenve wohl noch vor seiner Ankunft die Stelle, die« befahren will, überschreiten kann od« od«» unmöglich isi und« deshalb einen lauten Ruf ausstoßen muß, damit d« Betreffend« von vornhnein an seinem Vorhaben ge- hindnt wird. Wer die Gelegenheit benutzt hat und die Ver- Handlungen der wegen fahrläsfig« Körperverletzung angeklagten Kutscher gefolgt ist, wird zu der Ueberzeugung gekommen sein, daß die meisten derartigen Unfälle dadurch ent» standm find, daß die Vnletz'.en durch da» plötzliche laute An- rufen der Kutjch««schrickt wurden, ihren Lauf änd«ten, ob« so perplex wurden, daß ste dadurch dm Unfall selbst h«, dettührlen. E« wird in den metstm Fallen auch trotz dieser Feststellung dem Kutscher imm« noch ein« Fahrlässtgteit bei» S»messen w«dm, weil« nicht«chtzetUg genug auf sein kommen autmertsam machte, huraus auch, alar-bm wir, stützt stch hnr N-uß bei seinen vetrachwngen. Wie in all« Welt soll denn nun aber der Kutscher wessen, heißt«» weil«, wmn « ruhig seine Straß« fährt, ein« Querstraße ist nicht in Sicht, daß plötzlich von dem Trot'oir au» ein Fußgäng« den Straßen- dämm üdnschretten will 1 Und wenn nun nach der Anficht de» hcnn Neuß d« Kutsch« imm« und zu jev« Zeit mit dem Anrufen bei dn Hand sein soll, würden die Kutscher soaeohl, wie die Paffanten au» dem Chao» von„heeeph" gar nicht herauskommen; e» würde eine Verwinung entstehen, daß erst» ltch der Kutlch« nicht wüßt«, wann« zu rufen hat und die Paffanten nicht wüßten, von wo d« Ruf kommt und wohin ste sich wenden sollen. Und zum Schluß de» Artikel» heißt >S: Will man wirtlich reformatorisch eingreifen, so suche man durch Belehrung und Veröffmtlichung vorgi kommener Unglücks» fälle nftlich im Publtlum dahin zu wirken, daß e» den unge- mein schweren und vttantwortlichen Stand der Kutsch« er» kennen l«nt, daß e» oftmal» in der Hand de» Publikum» liegt, Unglücksfälle abzuwehren resp. zu verhüten, wenn e» nur einigermaßen umstchttg ist und sich nickt«st durch and«e Personen auf da« Nahm eine» Fuhrwerk» aufmerksam machen läßt. Bei der gegeuwärtig stattstndeude« Neuchflasterung ber nach Weißens«« führenoen G.eifiwalverftiaie mu W en« PfW« wird auch ein groß« The l der s-hr alten und hoh'N PuppklbSume ou»g«od«t. welche fich an beiden Seiten dieser BerdindungSfiraße zwischen B«lm und Weißensee in der Nähe de» letzte«« Orte» definden. w«U sie Gesahr boten, bei deftigem Sturm umzubrechen und so den V«kehr gefährdetm. Ueberhaupt hat stch diese Baumart al» weniz nutzbar er« wiesen, denn ste gtebt selbst bei hohem Alter nur gninaai Schatten uid bildet ein« der größten Brutstätten für Schmettetlmge bez v. Raupen. ES hat in diesem Sommer Tage gegeben, an denen man bei ein« Pferdeeisenbahnfahrt nach ob« von Weißensee mit Raupen, welch« von Den Pappel» bäumen fielen, dedeckt war. Bei vielen dieser Bäume konnte man von einem Blätterschmuck aar nicht sprechen, in solchem Maße hatten die Raupen da» Z«ftöntng»w«k betrieben. Wie wir hören, hat man bereit» sert langer Z it selten» der städtischen(Deputation in Würdigung dtesec Verhältnisse von d« Einsetzung jung« Prpp'lstämm« bei Straßenanlagen Abstand genommen. In der GreisSwalde. stcaße sollen nach und nach sämmtiichr Pappeln beseitigt und durch Lmdendiume ersetzt»erden. Die Ursachen der Trunksucht st d meisten» noch ein dunllet Gcbeimniß, da» zu«forschen ebenso sehr im Jntvefs« der Gesundheitspflege wie der Allgemelnheit liegt und die pharisäische Selbftüb« Hebung, die in der geringschätzigen Behandlung de» G-wohnheitStrinker» durch feinen wohlgenährten und soltvm Nachbar liegt, hat fich dem Dämon de» Trünke» gegenüber längst ol» ebenio unberechtigt wie erfolglos«wiesen. Besonder» wichiig ist die Frage vom gesundh itlichen Stand» punkte au», weil von ihrer Beantwortung«» wesentlich ad» hängen wird, ob die Trunksucht al» Klankheit«u»stcht auf Heilung hat, und hierbei muß naturgemäß die Heilung nach den Ursachen der KrankheitSentstehung eingerichtet un» diesen angepaßt werden. In seinen diesbezüglichen Uaiersuchungtn hat nun ein Bonner Pro'effoc, Dr. Fütg, interessante Beodach» tun gen gemacht. Er oerabr-tchte Hunden eine Speise, die mit Rprozentigem Alkohol gemischt war und beobachtete sodann genau dm O'ganitmu» dieser Thier«, indem« Ditftlbcn unt« eine Glasglocke nahm, ohne jedoch die freie Biwegung der Tbtere zu hindern, und prüfte hi« namentlich Den Verlauf des Stoffwechsel». Da» R'sultat der Beobachtung war, daß den mit Alkohol gesüttntm Thi-ren gegenüber den geröhnlicken Srschei» nungen stch dl« Ausscheidung von Kohlensäure um 11 pCt. und die Aufnahme von Saunstoff um da» gleiche Quantum v«» minderte, der gesammte Stoffwechsel also in letnen Einzel» funktionen wesentlich deeintrSatiat wir, so daß unt« demGe« nuffe von Atkodol da« gleicke Quantum Speise auf läng«e Zeit da» Gefühl De» Gesättigtsnn» hervorruft, al» ohne jenen Genuß. Ii diesem Sinne, meint Herr Pro effor Fürh, sei d« Alkohol ein Sparmittel.— Et ist nicht»u verkennen» daß diese Anschauung auch für denjenigen, der ste wissenschaftlich nicht nachprüfen kann. Den Eindruck höh« Wah schetnlichkeit der vorruft. Dies« Wirkung de»»ikobol« wir» von de« hunil«nden sehr wohl empfunden; er miß, daß rhn für i hn Pfmig« Branntmin allmfall» vt«undj«anzia Siundm lang auf den Beinen eihllt, wa» er bei anderen Lebensmitteln zu gleichem Preise nicht erreicht. Später wird der Alkohol dem beruntttgekommenm Körper Bedüriniß und führt zu allen mög. Itchen Kranlheil»«scheinungen, die meist nur durch ein lang» wierige» tzeiionfahrm mit Erfolg bekämpft werden, oft aber auch jedem hnlznfah-m spo.ten. Wer mit auSretchmden Nahrungsmitteln versehen ist, wird wenig« der Gefahr der Trunksucht auSges'tzt sein. Al« jtn empfehlentwerther Arbeitgeber stellt stch nach ber Wirrhettung eine» unser« L f»r«n Engro»- Butterhändler im Norden Bnlir.» dar, deff.n Namen wir etnftwetlen noch verschweigen wollen. Dnselbe oerlangt regelmäßig in dem Bezirktblatte„Nordstern" einen Wagenjungen für die Nachmittag», und Abendstunden. U.s««oonnent schickt« ihm daraufhin seinen dritten Sohn, vergaß a�« leid«, ein« Ber» «tndarung üb« den Lohn zu treffen. Nuchd-m« eine»olle Woche hindurch seinen Dienst versehen, brachte d« Knabe für st-den Tage— eine Mark ArbeiiSlchn nach Hause. DmOber empört, stellte der Vater den betreffenden Herrn zur Rede, doch dies««klärte, da» sei der höchst« Lohn, den« bith« überhaupt gezahlt habe, und auf vre Bemerkung, da» sei kein Lohn, sondern höchsten»«in T.inkgeld, nfolate ein« grobe hinauSweisuna. Schließlich oerstano stch der h rr noch dazu, für dm fiedenten Tag 20 Pf. zuzulegm. Also Vo» ficht l I« Jurtftevtretse««zählt man fich der„Voll«»Zig." zufolge folgende artige Geschichte. Ein angesehen« äuuner Rechtsanwalt mit dem Titel Justizrath pfl gte in den von ihm vor dem Kollegialgnicht vertretenen Z attprozeß lachen dann. wenn er eine für lerne Partei günstige Eatscheibung erwartete» regelmäßig da» Urlheil abzuwarten und veffen Lerlündung mitanzudören, sonst ab« voiher dm SttzungSiaal zu onlafsm. Eine» Tage» hatte der Justizrath dm Kläger virnetm und» von dessen Richten und Ansprüchm überzeugt, in der Ber» Handlung dm Antrag gest Ut, den Beklagten mit seinen Ein» reden abzuweisen und dem Klageantrag gemäß zu vnunhetlm. Nachdem der Grtichtthof stch au» dem Sitzung», aat in das daran stoßende Berathungtzlmmer degedm, wurde ver Justiz» rath au» dem erst«m abberufen und tonnt« an dem Tage da nicht mehr«schetnm. Inzwischen hatte da» Gnicht dm Fall deraihen und neigte fich schon der Anficht zu, den Beklugtm zu verurtheilen, da fiel«i dem Herrn Vo fizmdm de» Gerrchts «in, die in den Sitzungssaal führende Thür« zu öffam, und al» er darin den Justtzratb nicht mehr sah, thiitle« da» dm Herren Kollegen mit dm Worten mit, daß der Herr Justizrath fortgegangen sei. In der dann wird« aufgenommenen Bern» thung kam man schließlich zu dem Resuliate, daß d« Kläger koftmpflichlig mit der Klage abzuweisen sei. Ueber eine» eßemaltgen Schützling her»« Stöcker» «hält die„Voss. Ztg." au« oer Proomz verwunderlich« Mit» theUungm. Wa»äffen den vertcht hi» folgen:„In ver» schieden««, Städten Riedttschlefien» treibt fich gegen»artig«in antisemitisch« Agitator h«um. Er b tßt E.iat Cohn und ist ein getauft« Jude. An der von Slöck« sein« Z-u in Szene {(setzten Judenhetze hat« ledhatt Am heil gmomm-n und soll eu»e noch al» recht« Hand de» hospredtger» gellen. Die jüngstm jüdischm Fei«lage hat« in strmgster Fo;m in Sprö tau o itgeseiert und betrug fich in der dortigen Syragoge al« ein Jude strenggläubigst« Richtung, wodurch er die allge» meine Ausmertsamteit auf fich zog. A S die Festtage stch zu Ende neigten, wagten e» endlich einige Gemeinderepräsentanten» nach dm Pnsonalim de» tägltch-n Syiagogendesuch«» zu sorichm; und fieh da, man hatte dem Wolf eine Gaststätte bereitet. Al» Cohn stch entlarvt wußf, verschwand n und tauchte in Glasau auf. Auch Volt drawte Ihm sein Agitation»« wnk keine Lorde«m ein. Er lenkte daher seine Schritte nach Lüdm, wo« in der Synagoge so anhaltend Slandai ver» usachte, daß sein« VerhaUiung er folgen mufte."— Der Bericht embäir offenbar Jrrthümer. Daß h«r Cohn die„rechte Hand" de» ho predizert gewesen oder gar noch sei. wird dt« leinen Glrudin finden: Herr Cohn ist nie vielmehr gcwesm als eine tomische Figur. Wa» aver der Bekehrte, w-nn e» stch niillich um die Per on de» hier bekannten Elia* Cohn han» dein sollte, in den Synagoam seiner früheren Glaud-nSgenoffm gesucht hat, ist au» dem Vorstehenden nicht zu«sehen. Mau orfUtfe zunächst dal feststellen, um den Vorfall beurth eilen zu Unttcn, Sta»eiftelkranker all«ö:der. In der«eifl-ffenen R�ldt ist in dem haule Belforinstlaße 6 ein Moid verübt word-n. Auf dem Hofe des dezeichneten Grundstücke bewohnt der Maurer Finger mit seiner Ehefrau, geb. Gericke, einem II jährigen unehrlichen Sohne der letzteren und einem 14 tagt» gen Kinde eine aui Stube und stücke bestehende Parterre «ohnung. Da die E-werbloerhältniffe in der l-tztm Zeit schlecht waren, hatte Finger am 1. Ottober die Stüde an die v'thge'schen Eheleute adverwtrthet und schlief mit setner Fa- milk in der ttrinen, tinfenstrigen Küche. Seit einigen Tagen IM Finger, welcher al» starker Trinler bezeichnet wird, an Kongestionen und Fieber und phantastrte auch so W gestern Abend seine Ehefrau fich veranlagt fühlte, einen Arzt herbei- zurufen. Dkser ordnete kalte Umschläge an, hielt aber im Uedrtgen den Zustand nicht für bedenklich. Während die Bethge'schen Eheleute den Hermann(Stricke bei sich aufnahmen, «achten bei dem Erkrankten zunächst drffen Bruder, der Zimmermann Finger, und al« dieser fich um 1 Uhr Nackt« entfernt hatte, die verehelichte Finger. Gegen 4 Uhr Morgen« härten die Bethge'jchen Eheleute einen starken Schlag oder Fall und gleich darauf einen Hilferuf in der Finger'schen Küche. Bethge zog fich schnell an uno öffnete dk gegenüberliegen v« Küchenthür, aui welcher ihm der Maurer Finger in aggresstoer Weise rntgegentrat. Beide faßten fich und rangen mit einanver, dt« e« dem vethz« gelang, fich in seine Stube zurückzuziehen, und diese von innen zu vetichließen. Er hört« dann daß Finger im Korridor auf und abging und alle Thüren klopfte, wrgte stch aber nicht au« seiner Wohnung herau«. Gegen 6 Uhr wurde dem Polizeirevier gemeldet, daß aus dem Flut de« Hause« Belsorterstraße 6 ein rast ganz entkletdeter Mann aus einem Littstück liege. Dk Beamten fanden hier den Finger vor und brachten ihn in dk Küche uuück, woselbst ein gräßlicher Anblick stch ihnen bot. F au Finger lag ladt in einer Blut- lack« mit zertrümmertem Schävel au? der Erbe und hklt da« 14tSgige Kind umklammert. Scherben eine« Nachtgeschirr« und eint* Topfe« wi,s-n tarauf hin, daß durch einen Schlag oder Wurf mit diesen G'genständen die tödtltche Verletzung herbei- führt worden ist. Bon dem Thäter war eine Erklärung nicht zu erlangen, er führt« wirre Reden und gab ganz konfuse Ant- «orten; auzmscheinlich ist er geistetgefiöct. Obwohl hiernach oorauifittltch ein Strafoerfahren nicht stattfinden wird, ist doch die Ueberführung de« Thäter« nach dem Untersuchung«- aesängntß angeordnet worden, um eine sorafältige Unter- suchung seine« GemüthSsustande« durch die Gertchtiärzte zu ermöglichen.— Der„Voff. Ztg." wird hierzu noch gemeldet: Ein Gattenmord ist gestern früh gegen drei Uhr von dem Maurer Frkdrich Finger in dem Haufe Belforter- streßt Nr. 6 verübt worden. Im Quergebäude de« Hause«, zu edener Erde, wrhnt seit Januar o I. der Maurer Fmger, der stch erst kurz zuvor mit Pauline Wenot verhetrathet hatte. Sr st.ht im 28. Lebensjahre; seine Frau hat ihm einen »unmebr elfjährigen Knaben in die Ehe gebracht. Dk Hau«- genoffen bezeichnen da« ehiliche Vnhällniß übereinstimmend al« durchau« trkdlich; Finger wird, obwohl er stark trank, al« ruhig, nicht zu GewalUhatrn hinneigend, geschildert. ES ist ein besonder« kräftiger, großer Mann, seine Frau klein urd schwächlich. Er hatte sie geheirathet, weil e« ihm mit Hilfe ihrer Eisparniffe möglich wurde, fich einen eigenen Hausstand einzurichten. Seine Dankbarkeit hierfür drückte stch u.?. auch darin au», daß er vor etwa zwei Monaten darin willigte, den bis dabin im städtischen Waisenhaus« untergebrachten Sohn seiner Frau zu sich in» Hau» zu nehmen. Am 12. d. M. ist dk F au von einem Kinde entbunden worden und seither lebten Mann, Frau nebst zwei Kinoern in dem einsenstrtgen Zmmer, welche» die ganze Wohnung bildete. Wohrschiinttch in Folge de» Trunk» ist Finger vor einiger Zeit erkrantt und befindet stch eine« N-roenleidt!,» halber in ärztlicher vehand- lung. H'ute Nacht hatte er di» gegen 1 Uhr den Besuch setne« im Nedenhause wohnhaften Bruder« bei fich und dieser wechselt« mit seiner Schwägerin dahin ab, dem Kranken die ärztlich verordneten kalten Umschläge zu reichen. Schon um diese Zeit hatte fich zwischen den Gatten ein Streit«nt- spönnen, well Frau Finger ihren Mann unter Hinweis auf sein« Krankheit von weiterem Trinken abzuhalten »«sucht«. Fing« begab stch»u Bett, al» sein Bruder ging, während die Frau, um ihr Jüngste« beschäftigt, auf einer Fußbank fitzen dlkb. vi« hierhir reicht der genaue Bericht de« Bruder«. Gegen 3 Uhr hörten die unmittelbar unt-r Finger« wohnend«, Nachbarn Geschrei und «inen starken Fall; ein wenig spälet wurde auch der Wand« nachbar durch«wen starken Schrei geweckt. Er erhob fich, trat an» Fenster und sah Finger, bi« auf da» Hemd entlleidet, «ie suchend auf dem Hofe um her inen- GltichzeUig vernahm er ein dumpie« Röchrln und endlich begann der im Zimmer sew« Ncbenpartei schlafend« Knabe Wut zu«einen. Schnell warf stch der Mann in di« Kleider, stürmte mit einer Lampe auf den Korridor und sah durch dk weit offen stehend« Thür Frau Fing« auSgefirickt am Boden liegen. Sie war todt; ihr Schädel vollständig zerschmettert. An ihr« Brust lag. wie die zuerst angekommenen Hau»dtwohn«r bekunden, noch ihr Säugling, da« G-ficht gkicktall« von einigen Schrammen z«- riffen, sonst ad« gesund. In demselben Augenblick kehrte auch Fing« vom Hof zurück. Von sewem Nachbar zu d« Leiche gesührt und gesragt,«eShald er sein« grau geschlagen h,be, antwortete«: Der Lieutenant habe zu ihm gesagt:„Nur immer Muth! Er soll nur zuschlagen!"„Und womit find Sie auf die Aermste eingedrungen?"„Mrt ewrm Mau«fttln!" Diese Angabe ist urr'chtiz, denn weder im Zimmer noch auf dem Hose hat dk Polizettommijston, die natürlich sofoit hndei« g-holt worden war, einen Miu«ftetn gefunden. Wohl aber ist da« Rachtg-schirr wie mit einem furchibaren Schlage zer- trümmert. Der Mörder befindet fich in Haft. Sein Vnhalten läßt auf Jrrstnn schli-ßen;« ist stumpf und scheint nicht mehr klar zu wrffen, wa« vorgegangen ist. Daß ein Anfall von Delirium Anlaß zu d« furchtbaren That gegeben habe,«scheint uns« Geschäften Berlin« da« „Dr. Oiroin'sche Geiundheit«- Schrotbrod" angeprtesm. Nie- wand wußte, w« dkser„Dr. O.toter" war; man erfuhr nur, daß er zum Zveck d« Heistrll.ng seine« nach idm denannten „Gesundhettt> Schrotdrove«" die sogmannte Spitzmübk bei Straußberg erworben hatte. Sehr bald jevoch wurde Dr O linier ein bekannt« Mann, und zwar durch zahlreiche Gericht« Verhandlungen» deren Mtttrlpuntt er bildete, und die oft s-.hr heikler Natur waren. Besonder« brachte die Führung de« Doltoriitel! Harn Dill« wiederholt vor den Strasricht«. Er behauptete, dm Doktortitel r-chtmäßig«worden zu haben, konnte ad« keinen Nachwei« dafür«bringen. Schließlich ließen die Richter die Frage nach dem Ursprünge dr« Titel« ganz und gar fallen und beschränkten fich darauf, zu erkennen, daß Herr Oliot« die Berechtigung zur Füh ung de« Doltortttel« durch ein« mehrjährige Gefängnißhast und die damit verbünd, nen Ehrenstrafm— die« in München«littm— vttlorm Hab«. Di«„Spitzmühle" und sein sonstige« Venrö:m bat n sehr bald fein« Schwägerin verschrieben:« lebt« al« wohlhabend« Mann, galt aber vor G-richt al« iahlung»unfäblg. Ued« mehrfache gewagte Fluch'vnsuche an g« ficht» drohender Ver- hrftung haben wir ftüh« ebenfall« bnichtet. Bewegt wie sein Leben, war sein Ende. Ein paar Leute, mit dr nm« auf feindlichem Fuße stand, lau«tm ihm ein»« Abmd« in der Nähe d« Mühle auf und prügelten ihn dn- maßen durch, daß er in Folge d« erlittenm Berletzungm ge- storben ist. Die Thäter find daraus«mtttett und zur Haft gebracht wmdm. Die Nachricht von einem Unglücksfall auf dem Tegel« Schießpia» wrrd von dem AmtSoorsteher in Tegel al««sunden dezetchnet. Auf dem Bahnhof Steglitz hätte vorgestnn Mittag dmch ein scheugewordene« Pfe»d leicht ein größere« Unglück herbeigeführt werden können. Al« der Lokalzug zwischen Berlin und Zehlmdork, der um N Uhr 40 Min. Berlin verläßt, stch kurz vor dem Bahnhof Stegiitz befand, ertörte plötzlich da« Haitestgnal. Die noch mit vollem Dampf sahrmde Maschine wurde durch schnelle« Bremsen noch rechtzeitig zum St hm ge- bracht. Dte P.ffagin««di ckten ein mMen auf dm Schknm «inherstürm�de« Pferd, da« einen leichten Wagen nach fich zog. Da« Pf«d war auf dem Landwege kurz vor dem Bahn- bof scheu geworden, hatte die bereit« hnuntngefaffme Holz- stana« der Barriere mitten durckgebrochm und wa' mit dem Wagen und dem hllflos n Kutich« mitten auf da« G leise de« sich nähernden Zuge» gerast. Zum Glück gelang«» den schnell h-rdeiellendm Bahndeamtm und Brdettnn, da« Pierd zum Stehen zu ditngm und rechtzetttg do« Hrltestznal zu geben. D« Zog setz:« dann mit ein« Verjpätung von wenigen Minuten sein« Fahrt sott. Kurz hinter einander sind zwei Eindrücke in d« Villmlolonie Friedenau»«sucht wocvm. In der Nacht»um Sonnabend hatten Diebe in der Wohnung ve« Geheimen Ad- miralttättralh Krüger einen Einbruch nersucht, indem ste mittelst einem Zenttumbohrer« in einer Thür mebrere Löcher bohrten. In der Nacht zu vorgestem wurde d« Nocktwächt« durch da« Gebell seine« Hunde« auf eine g, öffnete HauSthür in dem Hause eine« Kaufmann« in dem Thell de« Ort« auf- mnksam, in«elchem stch in d« letzten Zeit viel« Beamte an- gefall haken. Bei näherem Zusehen fand n, daß Diebe de« reit« in ein« Thür, mied« mittelst Zentrumbohrer«, fünf Bohr- löch« gemacht hatten. Die Gleicharligkett der Ausführung in beiden Fällen läßt darauf schließen, daß ein und dkseide Bande dk Kolonie für dm bevorstehendm Wint« zum Schauplatz ihr« Tdättakeit gemacht hat. Em« Brieftasche von gelbem Lid«, mthaktmd 5 Stück ReichSkaffenschetne 4 100 K. und 2 Stück 4 50 M ist ver. loten Begangen. Der Wkderdringer erhält B«gmannstr. 9 ein« Belohnung von 100 M. Ruchlosigkeit. In dm Ladm de« Destillateur« Schumann, Tauvmstr. 28, trat gestern Abmd gegm 9 Uhr ein angetrunkener Mann und xrovuztrte ein mit sich« Füßen ge- borme» außgeftootte« Kalb. Sein ungebühilicke««uftreten belästigte die Gäste und d« Wirth letzte den Mann vor dk Thür. Kur, darauf«klitri« die starke Spiegelscheibe de« Laven», welche»«Hinausbeförderte eingeschlagen hatte. Sein« Festnahm« gelang und nack der Polizeiwache in der Kronen- st aße gebracht, wurde« hi« al» ein in der kleinen Andrea«- straße wohnender Kaufmann M. erkannt. Einem rnchlosen Ueberfall ist in der veraangmm Nacht d« in d« Di'ffmdaastr. 37 wohnende Scklacktermetft« Mandei le zum Opfer gefallm, wa» llb.tgm« auf dt« Sich«- hett in Rixaorf ein grelle« Streiflicht wirft. M. defand sich auf dem Heimweg« von«'xdorf nach Bnltn, al«« im Dunkel d« Nacht plötzlich am Kottbus« Damm von einem Undetannten mit einem harten Gegenstand zu Bodm geschlagen wurde. Bewußtlos und mtt drei Wunden im Kopf wurde« aufgefunden und nach d« Sanität« wache in d« Adaldertstroße gebracht, wo man dem Vchwerverl-tzten die«fordnltch« Hilfe leistete. Von dem Thät«, d« sofort dte Flucht«griff, fehlt jede Spur. De« vor Kurze« w:gen verübte« Wechselftlsckunge« in MtiitäluntnfuchungSoajt genommen« ehemalige Prem'«, lieutenant von dem B. ist vor einigen Tagm nack dem Gar. ntsonlazareth in der Schorn Horst straße ü»« führt wot dm. Bald nach kiner Jniernirung im Rilitärgefängniß zeigten fich bei dem Verhattetm Spurm hochgradig« Geistesstörung und d« untersuckmde Arzt stellte fest, daß von dem B. früher fort. gesetzt Morphium zu stch genommen und nur, da ihm daffelbe sitzt entzogen worden, bei dem Unt«suckung«gefangenen Getstetzerrütwng zum Aul Druck gekommen war. v. d.». glaubt« fich eingemauert und scheint somit an Vafolgung«. «ahnstnn zu leiden. Ein wahre« Unglück«ban scheint der Reubau de« Hotel de Brandendourg an V« Ecke der Charlotten- und Mohlen- straße zu sein. Am Sonnabend verunMckl« der AadeU« Schiller dort ganz«hedlick und gest«n Mittag sank der Erv- ardett« Hamm, bei d«n Fuhrhmn Haafe, Ackerfiraße 51, im Dienst, leblo« vom Schlag« getroffen zur Erde. In die Bau- bud« getragen, konnte man nur noch den eingetretenen Tod konstatiren. H. war vnheirathet und hinkrläßt seine Famtlk MWVSWS vor r»ertchi»»» 3 cwu«Mmi, B,rkauf»v«nnittl«, Berlin, Zentral» Markthalle, dm 26. Lt- tob« 1886. Geräucherte und marinitte Fische. Lratherin«« Z? Faß 1,50-1,60 R. Ausstiche Saidwen 1,80-1,75 9 «heiniach»%0O-2fi0 M..«es«, und Ostseelach» 1�0* 1.40 PL, g«äuchctte Aale 70-1,00-1,30 Pf. pr. Pfd.. Delilateßaal 1�0 pn Flundern, lleine 2.00—3,00, attÜ# 3,60-6 groß« 8-16 BüeSings 1,80 di, 4,00 St 8—10 St 0« 100 Stück. Scroti« 0,40—0�0 vtv PfuA Schaallhiere. Klein« Krebs« 10 cm. 0,75—1,00 M,«it» 1�50—3 M große 4—10 M.»« Schock Hmnmem USO—ir Mark ptt Pfund. Austern 7,60-12 Mk. pr. 100 Stück.„ Lebmd« Fisch«. Aal, mittelgroße 80—95, große 1,10 � Hecht 60-70 Pf.. Schlei« 70-80 Pf. v« Pfund._ Seefisch«. Lach« 1,00-1,20-1,30 Matt. Zand«,«w 80-100 Pk.. Hecht 40-60-65 Pf, Steinbutt« 70-80 Pf- � nmge 50-80 Pf.. Scholl« 10-25 Pf Schellfisch, groß« 20% «abitau 16 dt« 30 Pt mx Pfund vtakrelm 40—60 Pf. P* «Stück Dorfck 6—12 Matt v* Zentner. Wild. Die Zifu»r an R den ist bedmtend, an Hirsck� mäßig, an Hasm und Wtidgfllgel knapp. In** AuNion wmd« bezahlt für Rcye 40-55, RotbhstÄ 20—30, klein« bi« 35, Dammhirsch di« 40.«tldschweki l bi« 30 Pf. pr. Pfd, Redhübn«, jung, 110 di« 120, 80-90 Pf, Fasanen Hennen 2,00—3 M, Fasanen Hähne 82 di» 4,60 M, Wachteln 60 M» 60 Pf.. Hasen 3,30 di« � Mark pr. Stück,«ramettvögel 18-22 Pf. ptt Stück. bahn 8—4.60 M.«ittdubn 1,75 dt» 2�0 R. per Schnepfen 1 55-2,00-2 25 M, Beiasstnen 60- 80 Pf pr. j Bei direltm Zufuhrm haben die Wlldhändler«ntspre»� niedriger abgerechnet. Dte Wildautttonm werdm tägltck Vogen 4 um 9% Uhr Vormittag» abgehalten. � Geflügel. Fette Gänse p« Pfd. 50—66 Pf,{««»« 1,60-3,00 St, jung« Hühner 0,55-0.80 R, alt. 1.00-1.70? Tauben 80-45 Pf, Poularden<50-8,00 St p« � MagereZ Geflügel tckw«»«käuflich. Ei« steigmd 3,05 netto per Schock. u Butt«. Im Buttergeschäft hält die flaue Stimmunl? die Preise mußkn weiter herabgesetzt»«den. Frisch« Tafetdun« k. 120-125, s«n, Butkr L 110-118, J1 3 bi« 108 m. fehierhatk 86- 90, Lemdbutttr L 90-3 Q. 80—86 M,«aiizitch, und ander» gerwgst« Sorttn* 72 M.»« 50 Kilo. Preise weichend.* «äse.«Schweizettäse L 66-68, ll. 60-66. W.4Z-4°Z Quadrat-vackkein I. fett 30-25 St, ll. 10-16 M, LiwiZJ I 80-36 St, ll. 20 bi» 25 St. rheinttw« V-iM i M, eckt« Holländer 60-86 St, Edam« L.0Otz 70 M, ll. 66-68 St, ftanzöfisch« Rmfchatelkr 18 p« 100 Stück Roquefort 1.20—1,60 pr. Pfd. Rfis« JÖ-58 M. ecktnHolländet 60-85 M, Edam«�� Blumm und BiäU«. LorberrdläÜ« 5,50—4 St 1-3 Morl jnoJOOe� Veilchm 3,50-6,00 Rosm 10—12 St, RosmknoSpm Tud«osm 4—6 M. pro 100 Stück. ,,, y pro Taulmd- Rasm Hochstämme 50-70, ni-drigoeredel»� bi« 20 M. p« 100 Stück. Primeln 13-15 M. per l*� Aukttonen jeden Freitag um 7 Uhr Nachmittag« Obst und Gemüse. Ung. Wttn-raudm 22— 25, augm und Mu»kat«ll« Weintrauben 25-28 Pf. Reu« 80—48 M. p« Kiste, Pstamnm 4,50- 7.00, Eitn« 6.60, Tafelbtmm 7-16 M, feinste Sorten di« 30 Sk*%, NMMMssV Voltzeidertckt. Am 25. d. M.«nrmittafl« Vormittag« Bksenthaierstrl aß« Mann w sein« Wohnung in d« � MS. WÄ«, ÖS S üdngehmdm Kaufmann Kurttz mtt solcher Wuckt Kop», daß« dewußllo« zusammmbrach und mittelst � Kx «ine« mit 1000 Zmwnn Roggen belasteten, 1 I��L jl'� ÄS»ÄSÄr* ÄÄi Ä � vttunglückt. auch ein« weil«« Gefahr für da« zu d«,ürchtm.— G gm Abend wurde auf dem ujn®'!! Azz °n dn Eck« der M.tz«. und Straßdurgerftraße«*=% mtfratn Verletzungen am Kopf bewußllo« W lteamd vorgefunden und nach dem«-ant.nhaus-i» kMEZZsK ä K.«schlug der Maurer ging«, Bdfortetftrofi« 6 »opnbofl Wrt Eh.frau, wahrscheinlich in einem Zustand gctwgn e s tmg, von welcher schon seit einigen Zagen An« fv®tn b'met" worden waren und auf welche auch seine v«« »irrten Reden unmittelbar nach d« Tdat schliefen lasten. Gerichts-Zettuus. ~. t Segen den Redakteur der verfloffeuen„Freien Zettung", Heinrich Väckcr. wurde gestern vor der fünften Strafkammer des hieftaen Landgerichts l w:gen Beleidigung, bedangen durch die Presse, verhandelt. Der Angeklagte hatte f. Z. aus dem„Berlin« Tageblatt" ohne Angabe der Quelle einen Artikel übernommen, der von dem nS»t!tchen Renkontre eines Ast ffors berichtete. Die betreffende Nummer kam dem nstestor in die Hände, der sich beleidigt fühlte und dm Straf« ("BOG stellte. Bor dem Schöffengericht wurde feftgeftellt, daß «r Inhalt des Artikels erfundm sei und Bäcker zu einer Seldstrnfe von 300 M. v«mt heilt. D« Bater der Lüge, das 1u\*am st'afloZ weg, weil der Strafantrag nicht recht- j5�!i gestellt md das Vergehen««jährt war. G-gen das »'tWl hafte Bäcker im Hinbl ck auf die Höhe de» Strafmaßes "Berufung eingelegt. Er erzielte jedoch keinen Erfolg, da die otevtRonsinstanz da, Uftheil de, Schöffengericht, bestätigte. d, Zivilsenat des«ammergerichts gelangte kin int«effanter Prozeß des St-uerstSkui gegen die l»*??.st�tischm Eieklrizftätsw«ke zur Verhandlung. Die nämlich zu einem mft dm könialichm Tdeatem ?»?? deren elektrischen Beleuchtung abgeschlostenen Kontratt l".„ Stempel von 1 M 50 Pf„ wie« den üb«„Hand» abgeschlostenen Berträgen entspricht, verwendet, woraus „ e�sku» dm höheren Stempcldeiiag, wie er bei„Liefe- :%(% zu entrichten ist, einforderte. Fitku, ging hierbei "amlrch von d« Anficht aus, daß hier, weil es stch um L ese- »«"3 elektrischm Lichte» handle, auch ein Lieserungtvertrag vor- "'««• Die städtischen Eleltrizitäiswerke zahllm nun zwar unter «ordehaft den höheren Stempel, beschritten dann aber dm SAMweg unter der Ausführung, daß die Erregung eines eullrtschen SKome» unt« den Begr ff ein« Handlung, nicht aber unter den ein« Lieferung falle. Do, Landgericht l war gegentheiliger Anficht und nahm eine Laserung an, Zogegm ab« da» Aammerge icht in d« Berufungsinstanz dem Anträge de» Rechtsanwallt Fiktin gemäß dahin erkannte, daß J}«r der Thatbestand ein«„Handlung" vorliege, wonach stch auch nur d« Stempelsteuerbetrag von 1 M. 50 Pf. recht« fertige. ... DerEomhetenzkonflikt zwischen dem Grrichtsvmfitzenden �b dem Vertreter der Staatsanwaltschaft, üb« den wir gestern berichteten, hat b«eft» durch eine PräfiSialenischeidung leine Erledigung gefunden. Darnach war der Voifitzmde d« vierten Strafkammer, LandgerichtSdirektor Martiu» im R chte, n«« dem Angehörigen d-s Angeklagten, welcher stch bei dem Segen ihn ausgesprochmen U theil beruhigt hafte, die El:« "«vmigung zu ein« kurzen Besprechung mit dem Vcrurtheillm �heilte. Der Einspruch hiergegm seitens des Staatsanwalts i-t.tzel ist als nicht begründet«achtet worden. Das ergangme Unheil war zwar mit dem Moment der E-klärung de» Angeklagten, die zu a«ichtl»..«chloffer Adolf Blaunt vor d« zweiten Straf« ist gen Landgerichts I. Es winde gegen ihn unter O'ffentltchkett»«bändelt. D« Angeklagte haltt .._ www**# u—----,:—.' b.i'l dl'stgen Landgericht, l. Es wurde gegen ihn unter w, d« O'ffmtlichkeit««handelt. Der Angeklagte hatte »£«!r™met b- I. in einem Lokale mit einem»üchsenmach«. bt»..�un« und einem Ardett« zusammengeseffen und hatte KL1? Bespräche eine; .-T-, V.wk&t AU UUiVi», V*vfcv*".-"V �vvwoe vv»' �geftne» Versehen», ist nicht festgestellt, an ein thönnnes Bftäß welche» Reste einer Zündmoffe enthieft. welche zur Fa- blUation von Zündblättchen für Aindttpistolen anwendet w«« sin Fadntation, zweig. eoelch'N der»est»« Lange neb«,- jedoch ohne behö-dltche Genehmigung betrieb. Preuß tertnl, ai«„ stch unten im«eller defard. aus «n�gsfährltchen Einfall gekommm sein, mft einem mit irgend«mm andern Karten Gegen. z°n, srringn W��,' apm De« Bejchädi- mm üb«»«lauten, daß« nicht gedacht,„daß so wenig Zünd« masse solche Wirkung haben könne". Dadurch am deutlichsten bestätigte P euß, d« allgemein als Wrghals galt, daß « durch fem Vir ch-Iden den Unfall selbst vnursachte. Preuß starb hinterher infolge erlittener furchtbar« Brandwunden und gegen den Besitz« d-c Fabrik ward hinwher Anklage erhoben wegen fobilässtaer Tödtung sowie wegen Gewerdeoergeben». Die Fahrlässtgleft sei ens des Angeklagten«blickte die Anklage- dehöcve darin, daß Lange die Zündmaff-, deren Gefährlichkeit er gekannt an einem den Arbeitern zugänglichen Oft sorglos aufdewahit und dadurch die Gelegenheit zu dem Unfall ge- geben. Diese Anficht vertrat d« Staatsanwalt in dem gestern stattgehabten Audienztirmin vor d« Sirafkamm« de» Landgerichts N, vor deren Forum stch Lange gestern zu ver- antworten hatte. Der Gerichtshof erachtete jedow auf Grund der stattgehabten Beweisaufnahme den«ausalZasammerhang der Unterlaffung deS Angeklagten mit dem Tove des Pr-uß nicht für erwiesen, denn es sei nicht zu»«kennen, daß die Un« vorstchlizkeit des P den Unfall hnoorrief. Demgemäß laMete das Unv-ll auf Freisprechung von der Anklage wegen fahr- lässtzer Tödtung und d r Angeklagte wurde nur wegen Ge« Wirdeoergehens zu 100 M. Geldbuße event. 10 Tagt Haft ver« urtheilt. Der Strafsenat des Krmmergertcht« beschäftigt« stch am Montag wiederum mit dem delanntm angeblich nach Amerika entwichenen und nunmehr st-.ckirieflich»«folgten sogenannten„Naturarzt" William Becker, der durch seine um verschämten Reklamen und Kurpfuschereien, namentlich aber durch eine an d« Tan,«in Adile Grantzo» vollzogene Ope« ration, die den Tod der Künstlerin zur Folge hatte, berüchiigt und auch überaus häufig bestraft worden ist. Im vorliegenden Falle handelte es stch um eine gemischte Arzenet, wie ste nur wirtliche A«jte««ordnen dürfen, welche d« Angellagte als „Dr. Becker" durch den Apotheker Richno» für einen Patienten hatte anfertigen lasten. Beck« wurde deswegen in zwei Instanzen»u einer Woche Haft»«urtheitt und sein« dagegen eingelegt« Revifion vom Kammerzericht zurückgewiesen. Werewe mh UersammlnugeU. Die öffentliche Generalversammlung der Zimmer« leute Ver uns und Umgegend, welche am 25. d. M. unter Vorsts d-s Herrn Seitzt in d«„Tonhalle" stattfand und von ztrla 800 Personen besucht war, war insofern von besonderem gewntschafiltchrn Interesse, als u. A. auch die Auflösung der Lohnlommlsston auf d« Tagesordnung stand. Zunächst erfolgt« die Abrechnung der sr«wtlligen Sammlungen zum Generalfonds pir Januar bis ultimo Septemb« d. I., und zwar«« stattete Herr Meezel Bnicht üb« die Einnahmen und Ausgaden der Monate Jauuar, Februar, März. Danach wurden vereinnahmt insgesammt: auf Bauplätzen 3316 M 5 Wg., durch T-ll«e.ls Binhallm, Kommandantenstr. 77— 79, Auslagen, tnidesond«« Schretbgedühren und Reiseoecglltung.— Rosten- einfordttung(L quidation),— Gftderbebunasgebühr— und nicht besonders tarifi-.te Geschäfte(§§ 76—90). Die fteno- tachygraphische Gesellschaft deginnt den unentarlilichm L-Hrlurius in der Schnell-Stmographie am Mittwoch, den 27. d., Abend« 8 Uhr, Neu« Friedlichst oße 1. Melbuegm dort od« bei Herrn A. Lehmann, Gr. Hamburg«« straße 35 II. »ie Freie Orgauisatian junger«anslente hält Donnerstag, dm 28. Ottoder et. Abend» 8Va Uhr, tn Rieft's Salon, Konmandantmstraße 71/72, die diesmonailiche Mii- glied«versammlung ab. Tagesordnung: 1. Begründung eines Unterfiützungsfonds für nothleidend« Vereinsmftslied«. 2. VereinSangelexmheiten.— Gäste haben freien Zutritt. Briefe und Zusendungen find an da» Bureau Friedrichstr. 20 zu richten. Roller'sche« Stenographen« Verein„Alt- Cölln" Wall« straße 20, bei Leonhardt. Abend» 9 Uhr. Gesang» nnd gesellige Vereine am Mittwoch.„Freya"! Gesangverein da sretrellgiösen Gemeinde. U-bungsstunde Abends 8 Uhr, Münzstr. 5.— Gesangverein„Norddeutsch« Schleife", Abends 9 Uhr, DreSdmerstcaßi 72/73 im Restaurant„Even-Theater." vermischtes. Au» de« Denkbuche eine» Höfling«. Ich will sagen: D« Kerl ist verrückt. Sie haben nicht das geringst« Talent. Sie waden nicht«halten. die Anstellung Sie oft. inkommodiren mich zu Bleibm Sie mir vom Halse. Ich w«de Sie zur Thür hinauswerfen laffm l Sie find«in grob« Esel! Sie«dm dummes Zeug. Sie find ein aufdringlich« Mmsch! H-rr v. T. hat Prügel ge« krieat. Die Baronin N. ist eine offenbart Kokette. Mich hungert fürchterlich; haben Sie nichts zu effen? Ihr Dilettiren ist nicht mehr zu ertragen. Sie find betrunken. Sie find Skat noch 5 mir vom letzten Mark schuldig. Ich sag«: Jmer H«r leidet an ununter« brockener Zerstreuung. Sie berechttgm zu den schön« sten Hoffnungen in Mes« W-lt der Täuschung. Wenn Ihre Ansprüche gerecht erscheinen, unterliegt die Be« setzung dies« Stelle keinem Zweifel. I» bin nun von Ihren Wünschen durchaus genügend unterrichtet. Ich bitte Sie, den Erfolg metner Bemühungen für Ste schrittlich entgegennehmen zu wollen. Mein Diener Imni meinen Willen, zuweilen allein zu sein. Ich umgeh« es, durch Be« uriheilung ihres Benehmens Ihre hodm Ohrm zu kränken. Ihre Wmdungen find etwa» originell. Mein Kammerdim« wird Ihnen da« Nährte mittheilm. Dem Herrn o. X. soll sehr deutlich gedroht kein. Dt« Baronin U. gefällt stch im(Befallen. Ste entschuldigen, wenn ich mich beurlaube: ich weiß, daß Sie um diese Zett dejeunire«. Vortrefflich I Schaoe nur, daß ich gar nicht» von Mustk »«stehe. In Ihrem spirituellen Kopf« v«voppeU fit» alles, weshalb es dem nüchternen Verstand« schw« wird, Ihnen in Ihren eizenthümlichen Bewegungen zu folgen. Sie hatten neulich viel Malbeur.«ieviel verloren doch? Sie haben Anfichlen. Raftren Sie sich selbst? Sie Er hält die Seife für ew Vorurihcll. Ich bemerke, daß Sie nicht g«n verlieren wollen. Man ist seinem Wunsche, stch zu entfernen, zuvorgekommen. Britisch Indien leben gegen« Sie»«stehen garnichis davon. Sie find ein naseweis« dumm« Junge! Sr ist ein Schmutzpeter. Sie find«in falscher Spieler. Er ist zur Thür hinausge« warfen worden. Indisch««ittweu. In..........„ wärtrg tausend und aber tausend Witt wen, über deren traurige» Laos ein Ariilel der„Agiatic Qnarteriy Eeview" höchst intereffante Einzelheiten mttthett». Darnach gedören von den »«anztg Millionen indisch« Witt««, zwei Million.» Seft«, an- die dt« Wittwenschast zu einer beispiellosen Marter ge« stalten. Manvnheirathet MeMädchen schon tn früher Jugend. In Bengalen kommen auf 1000 Frauen, die eine Eh« eingehen, 271 unter 10 Jahren und 666 zwischen 10 und 14 Jahren! Die Gesetze d« Religion verlangen sogar eigentlich, daß dt« jungen Mädchen vor dem achten Jahre vttmählt werden sollen. «ehält ein indischer Famllienvat« seine Töchter zu Hause» so ist er in den Augrn seiner Glaubensgenossen entehre und so vermählt er dieselben sobald er kann, gleichgitttg. mtt wem. Daraus entspringt ein eigenthümlicher Erwerbszwftg in Indien; es giebt dort eine Menge Greis«, welche da» Land durchziehen und für eine kleine Summe stch mtt den jungen Mädchen verheit athen, deren Bat« kein« paffendne Partie autfinvig wachen kann. Was au» ein« solchen Eh« wird, braucht ja nicht«st erörtert zu werden. Ab« noch trauriger ist das Leben der Wiitwe. Die meisten stnd beim Tode ihr« Galten noch blutjung, ab« die Sitten und Ge« bräuche verdammen ste trotzdem zu strengster Eh-lostzkett und zu der denkbar traurigsten Lebensweise für den Rest ihr« Tage. Di« junge Witt«« wird als Paria angesehen, als ein verfluchtes Wesen, dos hier schon all« von ihm urd den Sei' »igen begangenen Sünden abbüßen muß, um stch den Himmel zu«werben. Man schneidet ihr die Haar« ab, kleidet sie in unschöne Gewänder, die ste nicht ablegen darf, man schließt ste von allen Festen, selbst von dm Zusammenkünftm der Familie aus, zwingt sie, drei Viertel thies Lebens im Gebet hinzu« dringen, legt ihr— und zwar bisweilen für 72 Stunden— asten auf, flieht fie wie die Pest, denn ste hat ja dm„dösen ltck"; kurz, jede Minute des Leben» wird ihr zur Oral ge« macht. Dabei nehmen viele dies« unglücklichen Wesen die Er« klärung-n, die ihnen die Priest« zur Rechtfertigung dies« scheußlichen Proxis geben, mtt ein« Resignation hin, die staunenswertb ist. Sie stnd fest davon überzeugt, d-ß ihr« Leiden sie reinigen und ihnm im jenseitigen Lebm den Ichö tsten Lohn eintragen. Da» stnd die Heiligen unter den Wittwen. Aber es giebt andere, die stch nicht fügen, die trotz ihr« Abgeschloffen heit einen Rann stndm, dem fie ihr« Liebe schenken, vi« der Stimme ihres Herzens folgen: deren LooS ist noch furchtbarer; ste«erdm öffentlich vnflucht, man jagt ste in die Wilvniß,»o fie elend umkommmen, man nimmt ihnen, damit fie ganz v«lassm feien, die ihrer Ehe entsprossenen Kind«, damit diese nicht befleckt werden von d« Sünde der Mutter, die üb« den Bußen, Me ste übte, nicht vergessen konnte, daß ste ein Weib sei. Seit einiger Zeit macht sich jedoch eine starke Strömung geltend, Me Meie Gesetze aufge« doden wiffen will. Die Neuer« behaupten, die alten Beden schrieben Mese barbarische Sitte ganz und gar nicht vor. Sie verlangen ein« Auslegung der allm Dogmen tn ein« dem Zeitgeist entsprechmdm Weise, kümmern stch um die Sx'otn« muntkattonm nicht, welche Me Priesterschaft auf ihr« Häupter hageln läßt, sondern vennählm ihre Tochter«st, wenn ste den tichtm Mann gefunden haben, und nehmen ste, falls d« Tod ihnen dm Gauen mtreißt,«ied« bei stch auf. Freilich wird es roch lange dauem, bis fie daS Urb« gewicht«langen. Auch ein« Jntnventlon der Regierung von Indien zu Gunsten d.r Wittwm ist in Frage gewesen. Ab« man stand schli.ßitch davon ad, um Me Hindus nicht vor dm Kopf zu stoßen und womöglich zur Empörung zu zwingen. Ran hat stch damit gettöstet, daß im Laufe der Zeit mit der wachsenden Zivili« sation stch euch hier Me«ünschenswerihen Amdemngm von selbst vollziehen werden. Im Laufe der Zeit! Und«ährmd dessen müffen Millionen von unglücklichen Frauen«ettnleben tn Jammer und Elend. Ueder bin Manu, der„keine Zeit hat", vlaudert ein Mitarbeit« Mr„30. Pr." in folgender luftiger Weise: Der Mann, d«„keine Zeit hat", ist in allen Beru'ssphärm zu finden und bleibt unt« allen Umständen ein gleich unangmedmer Patron. Er hat auf d« Straße kaum Zell, unseren Gruß zu «rwidem, und bietet man ihm die Hand, so wird« flawttg einen Fing««niaegmreichen, als schiene eS ihm einen Mebr« aufwans von Zell zu bedeuten, die volle Hand zu geben. Di« Unt«iedung ist natürlich eine kurze, denn— sagt« eni« schuldigmd—„ich habe kein« Zell". Im G-schätt« hat« auch keine Zell, und es passtrt ihm dabei nicht selten, daß er geschäftliche Austräge und Abmachungen, welche er wegen Zeit, tronedi r.Mt fltUbtta behandelte, halb veegiht.«a» natürliü dt« dopaelte Zeit lostet. Den F-eund, der ihn nach jähre lanaer Trer nung aufsucht,»etst er an seine Familie, denn er selbst hat jetzt letne Zeit, und wenn«» gilt, dm Seinen einm "oben Tax zu beriitcn, und ste in die grün» Herrlichkeit von Wäldern und Wi-sen zu führen, überträgt er diel an s-tne Frau. denn er selbst hat bekanntlich„leine Znt". Ist er Junggeselle im Karl hetrathefähigen Älter, so lätzt er wohl einen„Herrath»- antrug" einschalten, der mit den Worten beginnt:„Junger Mann, dem«Z an Zeit mangel', Damenbelanntschaft zu suchen" und so weiter. Der Dame seiner Wahl muh leine» weg» ein beneidenswerihe» Loo» deschieden sein an der Veite eine» Manne» der nicht einmal so viel Zelt hat, fich ein« Braut zu suchen 1 Woher soll er auch die Zeit nehmm, st» seiner Familie zu widme,!? Er findet natürlich auch nicht die Zeit, ein Theater zu besuchen oder ein Buch zu lesen, und«» gtedt unter seinelsletchen sogar wunderliche Kauze, von denm man die Frage hö t:„Wut giebt e» wohl Reu«? Wissen Vit, ich Hab« nämlich leite Zeit— Zeitungen zu lesen." versuche zur Hebung der U«ste,v»»cht, die an der östlichen Küste vchletwiz» angestellt wurden, find leider frhl- geschlagen. E» wird darüber folgende» gemeldet: Von den im Jahre 1860 unter der Haderllebener Küste in der Ostsee aulgelegtm amerikanischm»ustern war bei der Untersuchung im August 1883 nur eine lebend zu Tage gefördert worden Em zweiter Versuch der Züchtung von Austen, in der Nordsee ward bald darauf gemacht. Et lieh nämlich der Grund» und Fabriloefitzer Rumpf auf Schloß Aprat auf Antrieb de» beut« fchen Ftscheieiorreir» unter Leiiung de« Vrofessor» derZoologi« an der Univerfität zu Kiel Dr. K. Mödiu» und de» Fisch Meister» Htrkelmarn au» Flensburg unter Zustimmung der Pachter in dem nördlichsten Küste» revlere am 16 November 1884 ca. 8800 Stück kanadischer Austern südöstlich von Aaroe und ca. 4800 de»glttchen östlich von Knudßhöft au»I«gen. Die Austern waren in der Nähe der Prirce Edward» J»land» ge- fischt und wohl vapacki über N'w Varl und Bremerhafen an dm Ort ihrer Besttrrmung geschaffr. Bei dem Au»legen de« fanden fich die Austern in durch au» gutem und frischem Zu stände. Da der Salzgehalt de» Waffer» und da» winterlich« Klima desjenigen MemSiheil«, dem diese Austern entstammen, dem Salzgebalt de» Waff-r» und dem winterl'chm Klima in demjenigen Theile der Ostsee, wo die Austern au»gelegt wur« den, annähernd gleichkommen, so wurden an diesen erneuerten Versuch der Züchtung von Austan in der Ostsee nicht geringe Erwaltunzen gelrüpf«. Allein diese Erwartungen find Iii)« nicht in Erfüllung gegangen. D«nn am 27. August d. I.«Uiden unter Leitung de» Vroieffor» Mö iu» von den bei Knudthöft ouigelegten Austern 247 Stück gest chi, von denen 238 todt, und am 30. selbigen Monat» durch den Fischer Nielsen von Aaroe von dm unweit Aaroe auigelegten Austern 101 Stück gesticht, von denm 100 todt befunden wurden. Di« lebenden Austern, im ganzm 10, erwiesen stch bei derUiiterluchung al» sehr wäfferig, mager und von fadem Geschmack. Hiernach wird auch dieser letzte Versuch der erwähnten Art al» röllig gescheitert zu de» trachtm sein._ Aehte R«chrichte». Sagland t« Eühpt tu Di«„Time i" bestreiten Frankreich da» Recht, autzei hald de» finanziellen Bei eich» stch in die ecyotischrn Angelegerhellen zu mischen. SolUe der Bot« schaster WaSdingtsn von England die Bestimmung einer Frist für die Röumarg EryptenS verlangm, so werde J)de»liigh hrff-ntlich klar und b-nimmi. wenn auch mit Be-ückfichiigurg der franjöfischen Empfindlichkeit, erklären, daß England in An« detracht der etqenm, sowie der iriernattonalen J)teriffm, welche letzteren die Verhällniffe seiner Obhut anvertraut hätten, selber zu bemtheil-n bade, wann die Zeil gekommen sei, wo es seine Aufgod« in Eiyotm als gelöst detracht, n könne. vom Balkan. U-der die Wiederheistellung kreundschaft- ltcher und diplomatischer Biziehungn»wisch n Sa dien und Bulgarien ist durch den Ministe de» Autwäiligen, Fianoffo- v«c und durch den bulgarischen Delegirten Strantky«ine Ver- etnbarung getreffm worden; die Ernennung Slrantfyt zum diplomot schen Agenten Bulgaren» wurde von ver serbischen R gieeung genehmigt. TSnischts Parteiwese«. Di« beiden Fraktionm der Linken de» Foitelhing haben fi» au? Baanlcffuvi Berg über die vtidung einer Sesam«» de« R i»,ta� der Fraktion Berg über die vtidung parkt unter der Beieichnung �tnt«—----- geeinigt, der Beitlitt der Ltnkm de» Land», hing soll edmfalU zu erwartm sein. Sozialistische». Au» Posen berichtet die„Pos. Zifr": Polnische sozial, sttsche Diuckichristm, in» besonder« Ex mpl«< vom„Pr.edswii", sind hier in der Nacht vom 23 di»«i d. R. wiederum auf den Straßm x. ausgestreut worden, 1° auf der Berg- und St. Aiaritnstraße. In dem Redattto«»' Brieskastm de»„Dzimni! Pozn." haben fich Sx-mvlare w* „Przedswst" und vom„Sozialdemokrat" vorgesunden. Kriefkasten der Kedaktion. «ei Dniragen bitte» wir die«boimewent»> Quittung beijufilge». Antwort wird nicht«rcheilt A. v Sie find in einer schlimmm Lage; der B:$ braucht nicht» machm zu laffm, da Sie doch stcher im Konkav den guten Zustand der Wohnung anerkannt und fich»«> pflichtet haben, all« etwa er'orderlichm Reparaturen auf Ist* Kosten vornehmen zu lasten. Die mündlich« Erlaubnis, Sie Schlafburschen hallen dürfen, kann jeder»eit zurückzezoge» werden, wenn Ihr Kontraki die schristlich« Genehmigung P" Aflerv-rmiethung»c vorschreibt. E- Rtxdorf. Et ist nicht nöthig, mehrere gesondem Vollmachten auszustellen,«» genügt eine von den den 3 der» unterzlich,ete und notariell beglaubigte Vollmacht. Alls bino» muß eine sede Uit-rschrist dabet beglaubigt sein. Wenn Dy jenigt, deffm Unterschrift beglaubigt«erden'oll dem Nov nichr persönlich bekannt ist. so muß er fich durch eine Dg Notar bekannte Person rekognosziien laffen ooer Durch SÄilöb papi-re. SteuaquUtungen oder vergleichen seine Persönlichv nachweisen. Theater. Mittwoch, den 27. Oktober. Dvernha«». Don Juan. Schauspteihau«. Ein Wint-rmärchen. Deutsche» Theater. Hau» Fomchamdault. Restdenz-Theater. Ein Großstädter. Vorher: Gin anonymer Brief. Krtedrich- Withelmftidttsche» Theater. Der Zigeuner daran. Wallner-Thearer. Der Boldonkel. »elle-ALtauee-Theater. Lill Vsteud-Theater. Da» neue Gebot. Viktoria. Theater. Amor. T-nz-Poem von Luigt Manzotti. «athalla-Theaier. Die Piraten. Zeatral-Theater. Alt« Jakobstr. SO. Direkt.: Adolph Ernst. Der Wald-Teufel. Gesang». poffe w 4 Altar von W. Mannstadt. Kauplet» oon G. Görtz. Mustk von G.Steffen». Mit neuen Dekorationen und Kostümen. KöuÄtädttsche» Theater. Der Aktienbudiker, oder: Wie gewonnen so»«rönnen. kontordta- Theater. Spezialitäten» Vor- stellung. Kaus««uu'» varietck. Spezialitäten- Bor. »»lluna. Umeriea«« Theater. Spezialitäten. Bor» stellung. Retchshalle«- Theater. Spezialitäten- Bor- stellung. Berliner Stadt-Theater. (Früher ibra- Theater.) Wallner- iheaterstraße 15. Robert und Bertram, oder: Die lustigen Vagabunden. Große Pcssi mit Gesang in vier Adtheilungen. Vor dt des Deat- sche» Reichs.— Zerbreche»» Seile». Ct« iählung von Rod. Schweich«!.— vt«. tige Fr»»e»»*» H«in»e»sche».— Eh, Proleterierki»». ürzählungo.E.Langer. — Der»wische» Fe» er».»»ff« t» bee Weit. Bon P. Os» Köhler.— Wie ei»« SRilie«»erlitat— glte. »e»b« Blätter(humoristisch). Ite Gratia-Keilas»»! 1*** f«»Ufltck. *•»w«ch«. 4. Di» bei)»«w Et» Wewbtelaede,. Prei» 60 pf. 6t*»t»art» E'nin« ocdiegene Ikatspieter, sowie#4*� kopfsoieler finden oauernv:«:sa!Stttgu"0 Ktstamani MC vfzimalwsßO Memelerstratz» 88. j,. Eine gute Wriß« für 20 Pf. und«i« � Glas Bier für 10 Pf. stets vorband-n. w 892|___ W. Mangle, Unsere Adreff« für Einrnhmnnge« der Gruppenbilder der 25 Leicheiegsadgeordittti» low,« für jebe anbei; Glaserardett bringen wir in freundliche Eit'ne-ura. Gebr. vennler, KiU-mstr. 1» Adressen erdete».__ dtgactcit-«. Tabak-Haudluvi Friedrich Michel seo Vertreter: G. Splett»iö»»er, j 15 b Wrtndergsweg 15 b. Lrger echt amackanischer, rufft cher u. tüit>« _ Eigarreiie» und Tadele. r' Wo spelse« OUt I« der ersten allen tg merschen Küche, Ctg straße 181, Hof P%, bei Klein. Fühst-M Mittagstisch m. vier»>1 Atendtisch, v. 90— nach Auswahl. Ci? irren-& Tibik-Fatast C. H. Schefflet I. Geschärt: Retnickendorferftr. � II. Geschäft: Retnickend orfer str.� Lager aller Sorten Rauch« und Schnupf�« Rordhäuser Kautabak von G. A. HaneZi� Zur pünktlichen Brsorcung der Int. thrd,„peae Zeit",„peue Welt"-c. stch Zt. pohlhardt, Buchhänoler u. Bu®� Branda.ourgstraß« 56.(617� <3 i Ein precholor wun>cht sta» an bestehenden G-ichäst oder ewer Werkst� detheiligen. G.st. Offnten unter% an dt« Exoed. d. Bl. rlbeten. Sin«.MSdetgesch. mit Werlstast od.� mit guter Kundschatt wird z. 1 Januar� auch stüher von einem zablun(Sfäoia«n � zu erwerben gesucht,»d-rffm m«t Preiso�, unter I.#. an»«>. Mass» in#0*#�% Igedr S-drtdank ,.l.geI.F.Schol».Gipsff�> E.f.Schlafst.«.s«p.Eing. Retchenbergerstk- Selbstunterricht.. in der einfachen und doppelten% männischen 1 Buchföhrnnff und Darstellung eine» tumtn ÄI- ÄSTTeprS�1 _ HandclSwisfenichast. ■V Pres« 1 ML 50 Ps- äu beziehen d. d. Exped. l»lä»»zatt-, Berlin. Z " VP'_ ArbeitSmarN.� BtrgoldergehUfen werden vnl. Adonr�-� Tüchtige Schueideulüll� "-""* dauernd« w»0 � für Bcllzatter finden dauernd« unv Aklordardeit bei Sal C» werden noch einigt m»»5ir«tz�Ä bUt* Iu» Wiederverdänfe» erhalte« hohe« padatt. Lehrjungen� __ 85 W k. WMWW OW urt»mal««« ML;%% � syg. � ,,ri„n xwkUMW,».»,«.«>. iSSS' �Gechewetzf�offaMn �w»