»r. 252, Do««erKag» den 28. Oktober 1886. Iii. z-vs. MnMsdloll Brgan für die Interessen der Arbeiter. ,. Da« �Berliner Volksblatt" täglick Morgen« außer nach Sonn« und w yLfruS vierteliälnlich 4 Mark, monatlich 1,35------„. Einzelne Nummer 6 Pf. EonntagS-Nummer mit der illuftrirten Beilage (Wingetraaen in der Postzeitung« Preisliste für 1886 unter Nr. 769.) beträgt für die 4 gespaltete louS deren Juferti _ ete Petitzcile oder größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. I m der Expeditton, Berlin SW_ Zimmerstraße 44, sowie Erhöhung deS Preises, ang ebühr aum 40 Pf. ArbeitSmarkt 10 Pf W Inserate werden bis 4 Uhr NachmttaPS von allen Annoncen-Äureaur,«Hai angenommen. K«d>cktiim: K-xthftrxße S.— Erpedition: Zimmerstraße 44. Zw DMrswge. iKt"08 giwobvt, daß die halb- und ganzo�fistöse» rt'?U<'«e« froßin Lärm mache»,»ev« e« sich um �h'forderuugea für da» Milsttr Hand« lt. Sie tute» da»» Irl �üchstae« Geräusch ia die K.itgitrompeie u»d wetsev die.Gefahr im Weste»" hi», we«» fie auch erst drei ««che» vorher verka-dtgt habe», daß der allgemeiu« Friede di.«t"" gesichert sei. De« Reich«tage, bei dem �e. Tatsche lduag über die Mehrforderuuge» liegt, drohe» �«».t« ei»fach mit A u f l ö s u» g, fall» er nicht i« � Mehrforderuagea willige» sollte. .�.Da» Alle« hat sich scho» oft ganz schablo»e»«Sßig ab» »ispui» u»b man fudel diese Behandlung der Sache immer Neuem wieder probat. Et» französischer G.schtcht« Weibtt sagt, t» der Politik lasse sich»ich,« so l-ich» fort» »Asu» al« was sich einmal erprobt habe. Dieser Anschauung f**"««fw« O fiziöse» zu sei» und so habe» wir 07** siit Woche» ,» gelassen ausspreche» höre», wen» der «stchttag die militärische» Forderungen der Regierung nicht vewilllge, so werde man ih» auslöse». Diese schreckl'che Drohung hat ganz besondere» E»druck Semacht bei jenen Parteien, die sich vor einer Auflösung de« Reichstage» zu fürchte» habe«, bei den Freisinnige» und Rationalliberale«. Diese Parteien find dem Angriff von recht« und von Ii» kl auSgts tzt und fie müsse« die Koste» trage» für die Verschärfung der Parteigegensätze; sie geben bei Neuwahlen eine Anzahl von Mandaten»ach recht« und »ach link» ab. ur JPa* � i®®* hkute»och nicht genau, wie weit sich Mchrforderunge« erstrecken werden. Daß man ei» söge- Aeternat verlange« wolle, ist bekanntlich de- nick» k womtt nicht gesagt ist, daß da» Aeternat *°ch kommen kann. Die Nationalliberale» hatte« dem r.I rf ge�nübit schon die gewohnte Stellung eingenom- ».I?»»Kölnische Zeitung" rief mit Heulen nnd Zähne- J««' w sei etwa« viel, wa« man da verlange, allein JIBe �4 ve, ständigen. Und wa« da« heißt, da» weiß k.7°! Naiionalliberalen hätte» mit de» Konservativen «eter»at unbedingt zugestimmt. Li. 5*« da« Zentrum I Hier liegt die Schwierigkeit, der a ��ünen der Otfiziösen gelte». Herr Windthorst 1*** W* vorsichtiger Man». Er führt de« Uebergang r*.«««r kirchenpolitische» Oppositionspartei zu einer M.�'glfreundlich.kaiholsschekoaiervatiotri Partei mst großer �schicklrchkeit durch. Di« Masse der Wähle, soll diese gHBoobüeng vicht bemerkt», daher die große Koulissen- »Tri... Äer Ultramontanißmu« hat«ach Kräfte« dafür klr??' bie von ihm geleitete» Masse« mit Blindheit zu Borläufig sehe» sie die Verwandlung noch nicht JeuMeton. _[11 Im Hause des gtedeedf##. Kriminalroman. Von«einhold Ortman«. IX. verdri-nn/�bmförstt, von Nuggenhage» hatte sich in recht la»a.. s.4er Stimmung auf de« Heimweg gemacht. Seit Stiivt» war keiner seiner regelmäßige« Abendbesuche auf Bef« � w"be»stii» so wenia zu seiner Unterhaltung und leii/l iun8 ausgefallen als der heutige; den» weder die * w,. de« schwarzhaarige» Doktor«, denen no» L** Schwerhörigkeit nicht zu folge« vermocht hatte, Wa» k B nehme» de« junge« Herr« von Brandenstei« * banach angetha« gewesen, sewen Beifall zu finde«. ftw« in diese. Hivficht überhaupt nicht leicht zufrieden oeja.en Eine etwa» zopfig« E-ziehung inmitten der au». ü prägtipen adelige» Stavdc«vorurtheile und«in lang«« jäää *»fchtt«u«pe» sich»ach und nach gleichsam zu Stein » baite». Er war ei» durch«« ehrenhafter und iS} tinea polternde» Wesen» im Grund« auch gutmüthiger wl�sch. der Niemandem ohne zwingend« Veranlassung zu G-uiÄ obllen Ergebung, al« Helene verwunder- licher Weise nebe» ihn» knabenhafte« Neigungen für Rotten und Zagen auch ei» unermüdliche« Zutereffe für wirihschast- liche Dinge, sü' Koche» und Brate», Pflege der Hau«. hure und tausend ander« nützliche Gegenständ« entwickelte, so daß t r e t«» g. Wir wolle» dies««och im Embryo liegende« „kovstituttonellen Rechte' nicht überschätzen, wir wolle» fie aber auch nicht unterschätze«, den» e« ist immer besser, wen» sie vorhanden sind, al» wen» man fie gar nicht kenn». Damtt ist unser Standpunkt gegeben. Wir werde«, «ach den fich vorbereitende« Dinge« zu urtheile», mit ih« in der Minorität sei». Deshalb werde» wir ih» aber nicht aufgebe».____ Politische Urberstcht. Die HiaauSschrebuug der Eisatzwahl zu« Reich«- tage für Laowia Löwe wird mitR-cht vtUfach gerügt. Lavwig Löw' ist am 11. Siptember aeftorben. Die Auflegung der Wählerlisttn findet erst am 8. Nooember, also erst nahezu zwei Monate später statt. Da nach dem Wahlgesrtz die Ltfitn spStrfienS vier Wochen vor dem zur Wahl befttmmtm Tage auSzulegtn find, so kann die Wahl nicht vor dem 7. Dezember stattfinden. Die Wochen, welche unmittelbar den W-ihnachtS« tagen aolhergehen. find in Bertin. ganz besonder« im ersten Berliner Wahlkreis, die für dt« Wahl denldar ungünstigsten. Ladende fitzer, Kommiß. Handwerker und Gehilfen haben voll» auf mit den WetbnachtSgefchästen zu thun. Wie nun gar, wenn eine engere Wahl nothwendig werden sollte? Alßdann fällt der zweite Wadliermtn noch näher vor die Weihnacht»- tage. Unsere» Srawten» hätte die Ersatzwahl ,um R ichSlaae für Löwe vier Wochen früher statt finden können, al» e» letzt möglich ist. Der Antrag Hammersteiu ist, mit einem Worte(Da* einem hochotthosoxen Blatte entstammt) charattertiirt, die „Entstaatlichung der p-otestantischm Kirche", aber verbunden mit erhöhten staatlichen B.'lbleistungen für eben diese Kirche. In dieser Verbindung liegt tchon ein wisenlltcher Unterschied von jener kirchenpolttischen Auffassung, welche den reltziöien Kultu« ganz und gar der freien, privaten Thättgkett. freien, prioaten Verbindungen üdmassen will. Der Antrag Hammer» stein will den Staat al» seinen Kassenmeister benutzen, von ibm jährlich 6 4 Millionen Mark an die protestantische und Ck XL r**»■.,...■ k.»».ie m,—.._- �> gut wie unbeschränkt« Gewalt über die Geistlichkeit«erden. Der Pastor Herr der Gemeinde» der Bischof Herr ver Pastoren — da» ist da« Ideal, welche« man als„Freiheit und Selbst« ständiakett der evangeltschm Kirche" bezeichnet. Selbst die„National- Zeitung" kehrt fich heftig aegm diese« neueste Verlangen unserer vrotestanlischen' Orthodoxen. Sie schrieb neulich:„ES ist interessant, wie den Zwecken '|" e« nicht unberechtigt erschien, wen« der Obersörfie» auf die Klage» seiner Frau erklärte: „Laß da« Kind nur gewähre«!— Ein Zierpüppche» wird fie freilich nickt, aber eine musterhast« Gut« Herrin,— ungekünstelt«od gesand an Leib und Seele. Da« bischen Stricke», Klavierspirle» u»d dergleichen könne» wir ihr darum gern erlasse» I' So war e# den» auch geschehe»; wie ja überhaupt im Grunde genommen die ganze Erziehung nur darin bestand, daß Fräulein Helene in kleine» und großen Dinge» ihre» Wille» durchsetzte und mit ihrem hübschen trotziae» Köpf- che» mitten durch alle elterliche» Widersprüche lief. Dabei war fie stet« ei« gute» und liebevolle» Kind geblieben,— der Abgott aller Nachbarn und Dienstboten, und die einzige Sorge, welche fie zuweilen ihrem Vater bereitete, war die, dvß fie trotz seiner eindringliche« Mahnungen de« grobe» Uotetschiede« fich»ich» bewußt werde» wollt«, der«ach de« Oderfötster« Ansicht schon von Aobegto» der Welt zwischen der adlige» und der bürgerliche» Gesellschaft bestand. """"„Du mußt Dich von gemeinem Umgang fern halte», wein Ki»d I" sagte er oft, wen« er bemerkt«, wie vertraut Helene mit de« Kinder» de« Dorfpastor« oder Lehm« verkehrte. Und da« Töchterlei» kam bald ge»uq dahin»««, daß die» der einzige Punkt sei, in welchem e< mtt seinem Widerspruch gegen de« Papa nicht durchzudringen ver- mochte. S« wurde darum etwa» vorsichtiger, nicht in der Wahl de» Umgange«, sonder« im Bemühe«, dem Vater die Kovtrole über devMbe» zu«ntzt. h-n. Herr von Nuggen- hag!« hatte mit Rückficht darauf nach dem Tod« seiner Gemahlin Helene einem Pevsiovat in der R-ftdenz anver« ttaut und war— da e« ihm ei» unadweisbare« vedürfniß war, in ihrer Nähe zu lebe«— selbst in die Großstadt gezogen. Nicht ohne Widerstrebe« hatte da« jung« Mädchen hier zwei Jahre zugebracht, bi« e» schließlich am fiebzehnte» Geburtt-age dem Papa sehr bestimmt erklä't», jetzt auch keine Stund, mehr in dem.abscheuliche» Kloster" bleibe« zu wolle«. msftTtt mit d«m tzochkos sttvatikmui fast dutchaxg idtvtischm h«bN:chli»«n die verschiedei'.sten Mittel di-psttar gemocht melden;«Hedem wurde dt« autschli'tltch« Hnrschaft dn selben in der eoang'lischen Kirch! Preußeri und d«r weisten anderm deutschen Staaten durch die entschiedenste Bekämpfung der von dm Liberalen verlangten synodalen Berfassung»« formen«lstredt; j-tzt sollen diese zu dem nämlichen Zvecke nutzbar gemacht merdm. Leider bat ja der Opt miimub der aemätztgtm Parteien und die denselben al« verfehlt eranismde GlcichMigkeit eine» nur ,u großen Tbeil« der evangelischen Bevölkerung gegen die kirchlichen Wahlen die«»«Nutzung der früher von den Liberalen erstrebten synodalen Einrichtungen zr den Zwecken der Herrsch» und Veriolgungisucht ermöglicht. tzlber gerade nach dieser Erfahrung ist e« doch eine fast naive Zumuthung an die G.gner der hm schendcn kirchlichen Partei, daß dteirlben auf die letzte Schutz«hr verzichten sollen, welch« &in G-stalt der in den fiebzigec Jahren vordebalt-nen staat' tn Stechte gerade gegen d'e inzwischen eingetretene Gefahr geschaffen haben."— Di« Hrlflostikeit der liberalen, Protestanten» veeeiniichen Richtung kann nicht unumwundener zugestrndm meiden, al« e« mit diesen Worten geschieht— ein neuer Be- wet«, daß auch auf diesem Gebiete mittelparteillche Bestrebungen leine Aussicht auf Erfolg haben. Ueder der Dttzivlwarderhandluug gegen den Amt«» gertentSralh Fravcke ruht noch immer der Schleier de« Ge heimniffet. D r DiSziplinargertcktthof>u Kiel trat, wie an» aekündigt, am Sonnabend, den 23. d. Mi»., zur Untersuchung de» Falle« zusammen. Die Sitzung hat, wie dem„haaid. Korr?' berichtet wird, sehr lange gewShrt und soll damit ge» schloffen haben, daß die Publttatüm drs Erkenntnisse« auf ein« weiter« Sitzung vertagt»urde. Herr Frvncke war perjönltch amvekend. Et« neuer Schutzzoll verlangt. Au« Ostfri«»land, 26. Oktober, erfährt die„Weser Zig.": Wie wir au« zuver» lässiger Quelle vernehmen, haben einige Ziegeleibesitzer auf« Reue den Versuch unternommen, die königliche Regierung urr Einfühlung eine« Schutzzölle« auf holländisch« Ztegelfabrtkate zu bewegen. Bekanntlich haben die im vorigen Jahre auf Veranlaffung der Regier ung vi- lseitia von den Be» Hörden und der Hardelßlammer angestellten Untersuchungen ergeben, daß den Voilagen der nach staatlicher Untertlützma sich sehnenden Fabrikanten nicht zu»ntsorechen sei. Man gelangte zu der Rnfich!, daß dem Konsumenten die Möglichkeit, beff-re und billigere Waare vom Au»lande zu beziehen, nicht ver weh- t werden müsse, wenn auch den wenigen Industriellen die holländisch« Konkurrenz unbiquem sein möchte. Wir zwri» feln nicht daran, daß die höchstwahrscheinlich von der Regie» rung angeregte neue Untersuchung der diesbezüglichen Ver» hältnissc daffelde Resultat haben wird. Die Schicksale der„Thüringer Waldpost" stnd wi.klich einzig tn ihrer Alt. Gegen der durch timtegeitwttdcsckluß vom 6. d. M. angeordnete Beschlagnahme der Nc.40 diele« Blatte« und„der etwa noch weiter erschienenen bezw. nscheinenden Rummern, soweit solche zum Zwcke der Verbreilung sich In München bifi rden" war bekanntlich Beschwerde an da» köaigl. Landgericht München I eingelegt worden. Letztere« hat» wie wir auch bereit« mittheilten, durch Beschluß vom 20. d. Ml». die Beschwerde für begründet erkannt und den Be» schluß de« lö/iigl. Amtsgericht« München l aufg'hoben. Dieser Beschluß ist d-m Redakteur Sichheff erst am Nachmittag de» 25. d. Mtl. zugepellt worden, nachdem roch am 20. d. M». Rachmittag», also nachdem die Beschlagrahme bereit« «teder aufgehoben war. in Bamberg Haussuchung nach den mittlerweile daselbst gedruckten Nummern der„Thüringer Waldpost" stattgesunden hatte, unter der Angabe, die amtß» gerichrl'cke Maßregel deschränke fich nicht auf den Amtsgericht«» »ezirk Müncher, sondern erstrecke fich auf ganz vey-rn. Auf» fallend ist r», daß der bei dieser Gelegenheit interesfirte Redakteur, der am 21. d. Mt«. persönlich bei Hrn. Land» gerichtsdirekior Mo. alt vorstellig wurde, von diesem keinerlei «»«tunft über den Inhalt de« Tag« vorher gefaßten landgerichtlichen Entscheidung erlanaen konnte!— Der Be» schluß de« Landgericht« lautet: In E wägung, daß die periodisch« Druckschrift-„Thüringer Waldpcst", unter Bezelch» nung de« Ed. W-hder in Sonncberg al« Verlege! S, de« An» «schuldigten W. Eichhoff dahier al» de« in Vertretuna für Berlag und Redaltion Verantworilichen, sowie de« M. Einst dahier al« Drucker«, schon vor dem dar» Entschließung der k. R gierung von Oberdayern vom 27. September l. J». er- gangrnen Verbot de« ferneren Erscheinen« de« in Vnlag und Redaktion von W. Etchhcff erschienenen„Deutsch. Wochenbl." herau«geg'ben wurde und daß der Umstand, daß die „Thülinge: Waldpost" seit Beginn de« iv. Quartal» 1886 tn gleichem Verlage und unter gleicher Rek aktton statt uöchent lich einmal nunmehr zweimal und in einem größeren dem Format der verbotenen Druckschrift„Deutsche» Wachendlatt" gleichem Formate erscheint, kein genügender Grund ist, in der „Thüringer Waldpost" nunmehr die Fortsetzung de« verbotenen „Deutschen Wochendlalte«" zu erblicken, zumal auch die In» h»It»«tnth«ilung der am 1. Oitoder I. I». erschienenen Rumme, 40 der„Thüringer Waldpost" vom% Oktober l. I». Der Vater gab»ach und wurde der GuiSaachbar de» Herrn von Brantevstei». Helen« leitete, trotz ihrer Z»Mnd, da» kleine HauSw.se» in«usterhastester Weis« und fand trotzdem Zeit genug zur fleißigen Uebuag all' der llei»«« Liebhabereien, die sie au« der Jugendzeit her behatte«. Andere Unterhaltung«« gab e« freilich nicht für sie. Der Oberförster hatte nur sehr wenig Beziehungen «it benachbart«« Familien angekeüpst,' und euch diese wenigen bald so ve» achlälsigt, daß eigentlich nur«och sein Barkehr auf Schloß Biandensteia übsig geblieben war. In da« unheimliche und langweilige alte Gebäude hatte ihn Helene nur ei» einzige« Mal begleite» und sich,»ie sie dem Bater auf dem Heimweg« e, klärte, dabei so unbehaglich g«, fühl», daß an«ine Wiederholung dl» Besuch« thmflit« nicht I« denke» sei. Ruggeahaae« war damit ebenso zukriede«, wie mit Allem, wa« sein hübsche« eigenfinniae« Töchterchen that, «nd da Helen« stit» heile, und zufrieden war, da sie ihm bei setner Rücklehr nie ander« entgegen kam al« mit einem sonnige» Lächeln, so kam e« rhm gar nicht in de« Sinn, daß«<»öthig sei, ihr in ihrem einsöimtge« Lebe« auch«in» »al«in« Abwechslung und Zerstreuung zu verschaffe». Er hielt fich für einen musterhafte« Bat« und sein Kind für et»«» vortrzfflich in die Art gischlag«»«» Eptößling d«S Geschlecht« Ruggenhage», de, keiner Aufsicht b-bürse. Die alt« gutmüthige Gesellschaftsdame, die er der Form wegen engagirt hatte, war wenig mehr al» ehr fünfte« Rad am Wage»; de» vermeffeue» Gedanke», irgend eine» E'rfluß ans ihr« jugcndliche Pflegebefohlene zu gewinne», hatte sie längst al« eine Unmöglichkeit aufgkgcbee. So sah e« in de» innere« Verhältniffe« de« freund- liche« weinumraekte» Hauses arS, zu welchem der alt« Oderfö.ster heute fast«in« Stunde früher al« gewöhnlich seine Schritte lenkte. Ein ausgedehnter und wohlgehaltener Garte» schloß da« zierliche alt« Geböud« von allen Seite« ei», und die dichte« Laubgäage deffelde» bot«, Gelegenheit genug zu de» aagenehmste» und von der Außenwelt völlig «»geflörte» Spaziergänge». Namentlich der letz ere Umstand schien ihnen in den Auge» Helenen« einen besondere» Werth zu gebe», denn e««rar keinetweg« ei» Zufall, daß fich ihr und deren Tendenz von der früheren Tendenz und Jnh-rltsiin» t Heilung dieser doma!« einmal v öbevtltch erschrtnenden Z-ttung nicht wesentlich abweicht,— in Erwägung, daß de�nrch die Beschlagnahme ver Sx mplare der Nummer 40 der„Thüringer Waldpost" vor, 2. Od ov-r l. I». und der etwa noch w»i>-r erscheinenden Nuomnn dies-r ZUtunz auf Grund de«§ 19 de« Sozialist na«s» schlagnahme der Nummer 40 ver„Thlringer„SöalCpcfl" vom 2. Ol oder 1886 und der weiter erswtii enen dezw. erscheinen» den Nummer-, dieser Z-itung mild aufgehoben. Moralt. Engelhardt. K emer. Der Manhetmer„Pionier". Durch Flugblatt werden die Leser de»„P'.onter" oacon tn Kenr-iniß gesrtzt, daß da« Blatt i- Folge Ver wiederholten Kor flskatonen sein Wetter- erscheinen einstellt. Die Leser werden gebet, n, dem Unternehmen treu zu dlelden,„dl« ein anderes Arrangement Set, offen ist". Herausgeber de«„Pionier" ist Herr A. Kopp .üher in Münch, si). Sozialistische« au« Bayer«. In Rürnbera fand eine-tzocksoer-ammluna statt, wr che sich eire« äußklst zahl» reichen Besuch» ertieute. RrtchStagSobgeordneler Grillen- berger teftrnle üder die Beveutung d«r nächsten dayerlschen LandtagSwahlen. R-ch einer Kritik der bitheligen Thä«gleit de« Landtag» deze-chnet« Revner speziell m-hrere Punlte, welche d>i«incm eventuellen Siege der Ardette, partei in der K.mmer in Nngrff zu nahmen seien. Die Einfühlung d,« allgemeinen gleichen, dittklen und geheimen Wahtrecht» für dir LandtagSwahlen, Elweiterung de« Gemeindewahtrechi«, Einführung der prog-efsioen tirekten Einkommensteuer, um die indirekten Steuern, wie Malzaufjchlag, dts'itigen zu können, BesrMgung d-S reatttonä e-i Verrintges tze«. d-« Konkubinat«» und Sded'snränkungtgefetze« u. s. w.— Wahrscheinlich um da«„gleiche Recht", ta» wir in Deullchland hab-n, recht kräftig zu beleuchten, hat die Fürther Dtstrittspolizeidehö.ve eine von sollaldemokrattscher Seite einberufene VotlSversamnlung, in welcher der ReichitagSebgeordnete Auer au« München ebenfall« Über die Bedeutung der kayerischen Landtag« mahlen fptechen sollte, verboten.— Dir München*, Sozialdemokraten waren am 24. 0. sehr zahlreich tn d r Bierdiauetti ur Schwaige versammele, um den Abschied de« demnächst seine Gefä'-gntist afe ton 9 Monaten, die ihm vom Lanvgerichl Fretberg zurikistt«urde, adttetenden. Riichitrgsadgeorvneten rur München il von Vollmar zu feirn.— einem Nürnberger Handwerksmeister fand auf R qrisiiion der StaaZSanwaltschafz zu Lörrach in Baden hin polizeiliche Haus iuch uug nach»«ibotenenen sozialistischen Schriften statt. Dieselbe ceiltef vollständig resullatlo«. Antisemiten«nd Eozialtsten. Kassel, 24 Oktober. Einen üdeiauS stürmtswen Vertam nahm die gestern Abend im Gakthause„Zum Anker" zu Wehlh-tden auf Veranlaffung des Kaff-ler„Reform Verei,«" abzehaltene anttsemiische Volk»- Versammlung, in welcher al« Hauptredner der Herausgeber und Redalteur des„Geidmenepol", L- Wvner au» Kaff>l und Dr. Böck-l aus Maiburg, w Icher stch d'lanntl.ch al» judenseind- licker Mund- und Federhilo„Dr. Captstrano" zu nennen be« ltebt, austraten. Litzieur hatte stch zum Gegen stände seine« Votiroge« d-S Theaa„Der Jude und der deutsche Arbeiter« stand" gewäztt. Wie wenig fenUong der Herr Tottor, adge- sehen ton seinem rekormoereinleischrn Genttalstade, beiden Velfammeiien fand, bewiesen die häufigen unwilligen Unter- brechungen, venm er ausgesetzt war. Recht kläglich fiel am Ech ufie setner Auisüdtungen das vom Redner dem Anii semrl'smu» gewidmete Hoch aus. Daffelbe fand vlelstimmlg« Konkurrenz tn Hoch usen auf den SozialiSmu« und den an w« senden Vertuter d?« 6. Berliner Wahlkreise« im R ichslag, Wilhelm Pfannkuch au« Kassel Da» von Dr. Böck.l zum Besten ergebene Rezept, wie dem Arbetterstanve zu Helsen wäre, wurde von P-annkuch emlgtsch zurückgewiesen. Als er jedoch im Verlause feiner Erwideiung von dem Gedah en der „antisemitischen Blase" sprach, löste der W hlhetdener Polizei deamte Abends 10'/* Uhr die Versammlung auf. Ueber die Seueralversammluag der deutsche« Bolls» partes«n FüUv Icheetdt Herr Sigl in seiner fackverden Alt: „Sämmtliche„Ko yphäm" der gewlß an die tausend Mann stallen Partei waren erschienen und„138" neue Mitaluder zeichnettn fich in die„ParUiliK«-" ein. So nemann au« Flank- surt, K öorr von München, P.yer au« Schwaden waren da. Die Genttalversammlung beschloß: den Autschuß zu er- mächtigen, eine Kommisston zu wählen und niederzusetzen, welcke beauftragt sein soll, dem Autschuß der nächsten Ge» neraloersammluna Vorschläge über eine Reuformirung de« sozialpal'lischen TheUe» de« Parttiprogramm« zu machen.— Man steht, den Herren scheint'« mtt„Sofialem" nicht sonderlich zu presstren. Der Vorfltzend», Heu Hetael au« Bamberg. sckloß mit einem Hoch auf die Fiethett(vie fie meinen),, die hell«« Kleid heute Abend«„»schlußlich in jenem von hohe« Fliederbütcht« besetzte» KicSgavg« bewegte, in welche» man von der Veranda de« Haus,« au« kemen Einblick hatte. Die Erklärung für diese Erscheinung war auch einfach geiua: auf der V.rauda saß»ämltch Fiäuleia Kcosemavo, die atte Gesellschaftsdame, und in der Fl-ederallee schritt««de» F Sulein Helene eine Person männliche» Geschlecht», welche offenbar kein Bedürfatß darnach empfand, von irgend Jemanden hier gesehen zu werde». Es war«in hochgewachsener, schlanker junger Man« von sieben« oder achtundzwaazig Jahre«— sehr einfach, aber mit großer Sorgfalt und Saubeekeit gekleidet; sein G« ficht und feine Hände, an denen er kein« Handschuhe trug, waren gebrännt und ei»« leichte Beugung de« Racken« beemttächtigt, vi« vort heilhafte Wirkung seiner sonst tadrl« lose» Figur. Man hätte ihn seinem Anzug««ach«abedingt für eine« Mann i« beschnd-.ne Lebensstellung, etwa sür«inen Inspektor oder dergletchm halten müssen; aber seine feinen Züge, die stch beim Spreche» merkwürdig belebten, die Z'«,lichk-it seiner Bewegungen, selbst der Klang der Stimme schiene» dem ebenso entschieden zu widersprechen. So lange er schwieg, gaben ihm die meist gesenkten Augen, die zu« sammeng« preßte» L-ppen und die tiefe Falte zwischen den Brauen»in schweimüthig.trotziges Aussehen, im Eifer der Rede aber verwandelte fich s in Geficht t» wahrhaft über« laschender Weise. Die Trotzfalt« verschwand, zwischen de» gecff-utea. frischrothe» Lippen hervor schimmerte« aber zwei Reihen tadello« geformier, schneeweiße, Zähne, und die voll aufgeschlagene», dunkle» Auge« leuchtete» in einem feuchte«, eil enthümlichcn G.'anze;«» lag urplötzlich»ia Schimmer reinster Schönheit aus dem garze« Antlitz. Mit seiner hübschen, jugendfrischea Begleiterin wußte er fich nun wohl schon eine geraum« Weile sehr lebhaft und angelegentlich uatn halte» habe»; denn wen« auch die schützende» FliednbÜsche den Schall der vorsichtig giffüster. ten Worte aufgefange« und ia ihrem eigenen leise» Rauschen begrabe» hatten, so sprachen die g.röihete» Wav-ender de, de, lu.gen Leute und da, Feuer ihrer Aug.« deutlich genug von der Erregung der letzte« Minute«. Unter dem Demokratie und da« geeinigt« Deutschland, wa» allen drei« »«gemein wohl that, worauf man ein demokratische« Diner zu 2% M. hielt. Di« guten ReichSwafferdemokraten stnd noch u» wenigsten« 10 Jahre hinter der Zeit zurück. Wa« ellt richtiger Demokrat sein will, ist Sozialdemokrat; dst ReichSwaffeidemakraten find weder Fisch noch Fleisch, mein nur stänkernd« Q eerkSpfe, gekränkte liberale Lederwürste und kapitalistische Getosäck« nebst Anhang. Daß e« auch ehrlicht Demokraten unter ihnen gicbt, wollen wir ja gerne zugeben; solche Jvealisten giebt es bei jeder Partei, die nicht IW out Treibern und Kälbern besteht." Oesterreich-Ungar«. Trotz Cholera uns Blattern werden die Delegation ia Pest tagen, da Uagam einer Verlegung opvontrte, jedoch vürflen dt« AuSfchüff« der Delegationen öfter« Berathungen w Wien abhatten. R u tzla»d« Gegenüber den Retvun««», welch« die Petersbmger Aktie de« Beneials Gmko mtt der bulgarischen Angelegenheit m Verbindung brachten(Gmko sollte danach Kauldar« ersetzen?. oerfichert«ine Warschauer Meldung der„Poltt. Korrpo-- Gurko sei nach Petertdurg ledigltch gereist, um der 8ny hüllung de« Monument« der im letzten Kriege Gefallenen bei» »uwohnen. Belgien. Im vasstn Chailerot entwickelt die A rbetterp artet einen wahun Feuereifer, um die am nächsten Sonntag findend« Kundgebung fü r Amnestie und allg«' meine« Wahlrecht za einer möglichst großmtigen zu R-! stalten. Es werden an der Demorsteation mindesten« 30 OW Arbeiter, darunter viele Weiber, Ihetlnehmen. Recht bezetchnea» sür die belg-schen Verhältnisse ist die Anzeige de« Komitee»- wonach nur roihe Fahnen im Zuge zugelassen»erden. Au« sonst bietet da» B affin eine für Belgien btShrr ungewohnte M fckeinung. En wahre« AuSwanverungs fieder hat die Gla«'- Metall» und Kohlenardeiter«griffen. Wer 100 od« fi0' 200 Frank« erspart hat, zieht mit den Seinen meist n» Amerika davon. Dagegen gUdt e« kein Halt; jede Mahnur« an die unfichne Zukunft prallt an den Worten ad:„Schlim�t» al« hl« kann e« un» nicht gehen." Und gerade die tüchtigst/? Leute verlassen das Land! Gegen solche Bewegung«rfck';:, die von den Katholtten deabfichttgte Lösung der Ardettw�/.. selbst dem„Hamb. Corr.", dem wir diese Mit! Heilung[ nehmen, überaus oh- mächtig und schwächlich. Dt« J, Voifitze de« Bischof« von Toutnai am Sonntag Versammlung, an der fich SCO Personen betheiltgten, besffl10» Sielenrettung und Bildung kathelischer Vereine, und da dfli» Gel» getött. Ersparnisse in den Luxusausgaben I Da« viel helfen I Der Bischof mahnte besonder« zu frommes Spmden— immer der alte Refrain!,, Mehure hundert Arbeiter de« G e n t e r Zallhamck stellten nach dem„Verl. Tazbl." die Arbeit ein und hinderst» alle übrigen Ardetin und Beamten an d« Ardett. Ali � Polizei ivtervenirte, kam««zu Schlägereien, wobei«irtg«� deiler verwundit wurden. Desgleichen«urde ein höherer% beamtet thällich»«letzt. D!« Streikenden turchzog«» r" Straßen der Stadt unt« Entfaltung von rothen Fahnen. FraukreSch». Jltzt fallen die»u bettet für den Orleani«» eingelangen werden. Ei ist ein Besuch von Lyon« Arbeill� beim Grafen oon Paris, der in V-v y w'itt, arrangirt woldi»- und d«„Baulo«" hat die Antwort vnvffentlicht, welche M zu Tbeil geworden ist.„Die national« Monalchie allein", st; der Prät«rid»ot getagt haben,„kann üb« die Ohnmacht A Männ« S« Unordnung fitgen, welche Vie Ruhe de« iZoickj: ded- oben. Tie Monarchie allein kann die politische und ru' giöse Fceihett fich«», dt« Regierungsgewatt wied« ausriß den öffentlichen Reich hum wi-ver h«st-llen. Sie allein W, einer demokratischen Gesellschaft eine starle Reaierung g«°� welche durch den Ausschwung der Geschäfte den Wahlstano% A deiter« fichern würde." Dt« dreifarbige Fahne, welchr% Deputation ü»«brachte, nahm der Graf von Paii» mit � Worten entgegen:„Ich wtll fie Euch zeige!', wenn ich � Lyon komme, und sage Such: auf Wiedersehen l" „GaulotS" veiöffentlichle inner einen langen Artilel von Teste:„Le roi des ouTtiers"(„Der König d« Atbttt«)'.S welchem naedqewiesen werden soll, daß sür die zwischm d« R pudtik und d« Monarchie derselbe Uttels, besteht, wie zwischm«tn« Gesellschaft und einem__ „Die Gesellschaft ist eine«off-, d« Meist« ist ein während die Kofi« nur da« Soll und Hadm kennt und 1*% darf, ist e« dem Meist« gestaetet, allen menschlichen zugänglich zu sein." Die französtschm Arbeit« wnden W' lich auf diesen Leim gehen. Die letzten Sitzungen d« Kammer waren dem Volk« gesetzt gewidmet, da« ihr jetzt zum drtttm Male ooii� da der Senat die beiden vorigen Mal« Aendertst'� daran oorgenommm hat, welche die Kammer imm« z zwangen, die Berathungen von Ntuem zu beginne».* mal ist die Kamm so feig« kannst Du mich nicht halte«, da Du' wp d«'b und wahr ich Dich liebe I Wen««# nicht um Zukunft willen»othwendig wäre, Deinem Bat« l>�-«zs zu schweige»; wen» ich nicht die Hoffnung � W wenige« Monate» al»«in würdig« Bewerber vor W.-w ttetea zu können, wahrlich, ich hält« ihm längst*1 g»! Gefahr hin Alle» gestanden, od« ich hätte für i** da« Glück meine« Leben« wrzicht«! �clr „Du weißt e«, min geliebtes Mädchen, >«»g«» ich ans den Sifolg mein,« kleinen bota»isch�.,jsch nicht, wie ich mir überhaup hp alle» Menschen am wenigsten würdig scheine,. fitzen; ab« ich hätte«ine geacht«« und einttScli� � den» nicht auch, Helene, daß in dieser Zukunn BW lusg aller unserer Hoffnung nurzett?" bälgen, damit ei nach jahttlangm ZL-mdmingen ron einon Wu«ou uttö tin»m hiuse»um andern endlich in Kraft treten »nne. Die Wichtigkeit diese, Gesetze, kann laum hoch genug angeschlagen werden. T« ist 7?� setner Art in Suropa. Roch niemel» früjer— I m �«Voss. Ztg."- hat ein vlaat den Willen oder den Much fithabt, den Grund atz so klar hiniustellen, daß die Schule»cht, mit dr Sieltgio da. Wissen nicht, mit �«Glauben zu thun hat, und da, der Staat e, nicht TJT, Jfnt Aufgabe ansehen kann, dm h-ranwachsenden Geschlechtern mben der Kenntnlß von Tbatsachen und Methoden t u f'stzphr.ftsche Annahmen autoritativ einiupräzen, die, wie lel�nfest begründet ste auch manchen Personen schetnm mögen, doch chatsächltch von anderen ebenso entschieden geleugnet wer« «n. Die Klerikalen machten natürlich verzweifelte Anstren- gunfiMi, die Annahme de, Besitz, zu orrhütm oder wenig« tT"' auftuhalten und ihre besten R-dner, intbesondere auch PF?'ichof Frrppe!. mutzten namentlich gegen die Arttiel an- « i"m"'.�lche bestimmen, daß in den staatlichen Lehranstalien M Religiontunterricht i'gend welcher Art erlheilt nno kein 5?wrch«r irgend eine, Glauben, dckenntnisse» alö Lehrer an- gestrllt werden darf. Die Mehrheit ließ stch aber nicht irre üiSüt und stimmte wie ein Mann lür diese fimndlegerden Para- ohne fich auf lange Wortgefechte einzulaffen, die ja WiL. SI 3«'ck gehabt häitrn, da die Link« bei den beiden jS,.*? foulten alle ihre Gründe bereit, zur Genüge vor« �t und de Rechte ohnehin nicht mit Gründen über- ek w!?. Mit der Annahm« de, Volkischulgesetze, wird u-r ßf0"(t Schritt zum ersten und bither«tchitksten Kultur« Staa!�»-'ublik gethan sein: zur Veraeltltchung de, o.,-3i«mlich die gesammte Pariser Press« widmet dem ver- d.,*-.W trafen Beust lehr«arme Nachrufe al,„einem ™ itften Freunde Frankreich,". Grotzb«it«««ie«» vundeßgenoffenschaft ist den englischen So« «talisten erwachsen in den Methodisten. Bekanntlich Kvln* Sozialisten, dem dortigen Gebrauch falzend, Sonn« W, Versammlungen auf freien Plätzen veranstaltet. wahrend man die« den religiösen viratzenpredigern gr« naUete, wurden die sozialistischen Redner der Verkehrtpörung angeklagt und die Versammlungen von der Po!t|ti belästigt. ®lt beschloffen, bei ihrer Meihode zu beharren, bit die Polizei ü!.gen sei, auch gegen die vtratzenpredtger vmzugehen, fileichet R.cht für Alle zuzugestehen. Ihre Hartnäckigkeit bald von Erfolg gekrönt werden. Kürzlich stand vor dem Kaltzetgericht w Maiy'edone(London) der Sozialist John «iarsl« unter der Anklage, am 28. August eine Verkehr,- werrung verursacht zu haben, indem er auf offener Stratze an ««a 200 Menschen«ine Ansprache richtete. Da Wardl« wegen ähnlichen Vergehen, schon früher bestraft worden, wurde « vor die Asstlen verwiesen, jedoch gegen Kaution, stelluna auf mtrm Fuß belaffen. Dazu meint die„Methodist Times, e, W unmöglich, die Wichtigkeit der Frage»u übertreiben,„und wilche Verlegenheiten die Sozialisten der Poltzet auch bereiten wogen,— fährt da, Organ der Methodisten fort—„wir werden un, ntemal, darein fügen, unsere, Rechte,, im Freien tu predigen, beraubt zu werden." Sck Ii, glich ertheiit da, Blatt dem Edef der haupistädrischen Polizei, Sir Chart«, Warren, den Rath, die Sozialisten unbehelligt zu �Da,'„Verl. Tgbl." erfährt aus London, 26. Oktober: Während der letzten Tage vetschwand die bulgarische Fiage fast gänzlich au, den hiifizen politischen Betrachlungen, wenig« ften« für den Augenblick, und wurde ersetzt durch die ägyptische Angelegenheit. Wie ich erfahre, kamen die Minister in ihren bi,hetigin Beralhungen übertin, die danzöstschen Anstauen bezüglich de, Zeitpunkt,, der Räumung ?id»tm, dahin zu beantworten, daß angeficht, aller Sreigniffe »».« besonder, aber zufolge der stet, junrhmenden da�ung der Zustände Egypten, die englische Regierurg nicht l?'� iweistt, daß die Räumun'g wohl künftig mb~- 'tch wird«»»n.,,« k........"- �rfte. daß jedoch andererseii, England angeficht, Durchfgg, � van, konsoltdirtm Zustände«n Egyptm und in seih« Wung der von den Mächten genehmigten Aufgabe da« geben ,iun a'nauen Zeitpunkt der Räumung doch ntcht an« b-wttl-„ Uebrigrn, würden, wie die» die letzten Monate E«? dach Befferung der dortigen Zustände, die Truppen Nachmuß.- iulückzezogen. Churchill deutet« auch schon heute schlofirr � �vradfold an, die englische Regietung sei ent« d m Ikia«: m�diß der einschlägigen üttenstücke und der au, seit« niTh v-rtrage fich ergebenden Recht« zeugt.— Anderer« )i> lich tZ*?Fdlld«i: Wie ei icheint, ist Loch Lyon, gelegent- i(f-'* letzten Besuch, bei Herrn de Freycinet von diesem 00 11,11 LI- i- � ah,.'ah einen Augenblick schweigend zu Boden; dann brück-» 3 Bugen voll zn dem G, liebten auf nnd bo H°dd noch fester al, zuvor auf seinen Arm. ffttiti» koll ich Dir verschweigen, wa« ich denke und ■«d bat �lkolau,?" sagte fi«.„Ich weiß ja, daß Du darum X* bian i* utn in die Zukunft nicht ganz ve>li«ren wirst; nnh nÄJ�b« Dein Weib, und wenn ich anch bei Nacht e!>? Ab«, a«' dem Hause meine, Baier» e«! fliehen müßt». � Qttieai?* Hoisvung, baß Du al, Leiter de« botanischen # ßärti«,\**J? Popa annehmbarer erscheinst denn al« Ober« Wir bo r von Branvevsteip. kann ich leider»i cht ideilen. ti'. Rikolau«."m sei»«, Bormtheil, willen nicht zürnen, P* i�en 9a'. st« bittend hinzu, al, ste sah, wie sich bei tieft*.2" trotzige Falte zwischen seinen Brauen ver« Ml»'j.', wurzelt ja nicht tn seine« guten Herzen, sondern iK'' dario««i w** engherzigen Erziehung, und et ist zu all % fÖBBte/' al' � wan ihn jetzt noch davon btkehren pf itlnettUno w"? weiß, ob er nicht am«ade R.cht hat mit Btukw unterbrach fie Nikolau, Werner, der »der kn«?"Wer weiß, ob nicht auch D» früher burrb b,» bittere Srkenntniß kommt, daß Du Dich «?l. �.iß mit mir lrniedrigt hast I" tötbetei ol � feiein Arm fahren und ihre Wange» Di* s!!,�»« Unwillen.„Da, kannst Du mir sagen, die xotnn&SP**** Dein Weib werden zu wolle», auch wüßt«!" � be« Vater, auf meinem Haupte lasten WWW iuttefÄ,.3«™»» w«ai.-»» W in dringlichster W.ise an die Räumung Egypten, erinnert worden. jvalk»»lS»der. Der„Polll. Korresp." wird au, Sofia gemeldet: Die buk- aarische Regierung wild, um Eirw-ndungen gegen die Legalität der Fürstenwahl zuvorzulommen. fich bemühen. die r u m e! t s ch e n Deputirten dazu zu bewegen, daß fie fich der Theilnahme an diesem Akt« enthalten. Nach der Kon stituilung dir Sodranj« wilde zwlifello, eine Verlängerung der Vollmachten der Regentslbaft erfolgen, höchsten, werde eine Modifikation persönlicher Natur ertolgen.— Da,„R-ue Wiener Tageblatt" meldet au, Scfia: Dt« dulgar.sche Regierung richtet« gestern eine Note an die Vertreter der Großmächte, worin erklärt wird, die große Sobianje werde nach Prüfung der Mandat« sofort zur Fürstenwahl M-ldunz von der Entsendung eine, russischen Krieg, schiffe,-räch Varna, angeblich zum Schuueder dortigen russtichen Uateithanen. hat bereit, die Linie ange- zeigt, in welch er die bulgarischen Anael-genheiten nach der gegen den Willen Rußland, ttsolgten Eröffnung der Sobravj« ru st chersefii nunmehr gefördert weiden sollrn. Auch ohne förmlich« Okkupation wird man in Petersburg um M-ttel der Gewalt nicht verlegen sein, die„führende Rolle" in Bulgarien im Sinne de, Kauibart'schen Pro« graarm, zur Anschauung zu bringen. Wa, russischen Entschließungen dabei etwa durch die gegebenen Vet' spcichungen versagt ist, soll anscheinend die Türkei besorge», die stch vertrauensvoll an den Arm Rußland, gehängt hat. Nach einer Milduna der„Pol. Korr." sollen die Sendungen von Truppen und Krieg, ma erial nach Adrianopel ungeschwächt fortdauern: in den letzten Tagen, heißt e», find daselbst drei Barterten Feldgeschütze eingetroffen und die demnächst bevor» stehend« Ankunft von sechszehn Infanterie Bataillonen ange« «igt worde-'.— Di«„Köln. Zig." meint, die Kriegsschiff« in Varna würden dazu dienen, etwaigen Aufständischen und Attentätern gegen die neue Regentschaft Zustacht zu gewähren. Man weiß, schreibt baS rheinische Blatt, daß die ruffenfrermd« lich« Partei gerade im östlichen, dem Meere zugewandten Bul- garten, in Städten wie Burga«, Varna, Rastschak, Schumla so sie läng, der Donau, in der Bevölkerung wie im Heer« noch immer starke Wurzeln hat. Man weiß auch, daßdieVer- führungStünste de, General Kau'barS hier nicht immer fo ganz erfolzlo, waren. Besonders Schumla gilt für einen sehr be> drnkliten Punkt und wird von der bulgarischen Regierung scharf übirwacht. Die Annahme liegt nahe, daß die Ankunft der beiden Kriegsschiffe, die im Falle des Mißlingen, einer Verschwörung einen stcherm Zuflucht, ort gewähren, den Leuten, die mit dem Zünder an den vom Grneral Kaulbars gelegten Minen stchen, daS Zeichen zum Beginn ihrer verbrecherischeit Thäiigkeit geben wird. Atttertk«. Di« Belebthell de, Wablftmle» für daS Amt als Bür» aermeister von Ne««Bork wir» durch die große Rezistrirung von Wähtern bcwüsen» die nunmehr beendigt wurde. Die Liste tiäfit 235 874 Ramm, mithin nahezu ebenso viel, al, bei ber Prästdentenwahl. Der Kampf bewegt stch jitzt zwischen Demokrat«» Hewitt, dem R.publllanir Rooseoelt und Henry George. Die tn St. Pauli in Brasilien erscheinende„Ger- mania" vom 29. S-ptember schreibt:„Au, der Provinz Para birchlen dortig« Blätter über«tn ungebeure, Elend, Jammer und Hunger, noth, welche in Folge der anhattenden Trockenheit eingetreten find. Am meisten und schwersten ist da, Munizio Muana betroffen worden. Vieh und Menschen find umgekommen und«er noch die Kräfte in fich fühlt, sucht zu entfliehen. Von Anab'ju wird ein Fall berichtet, daß der Befitzer einer Fazrnda, al, einziger Ueberlebender, und eben- fall, krank und traitlos, fich mit Aufbietung aller Müh« bis Si einem benachbarten F.«und« schleppte, um ihn zu bini»nnm worden, oder mit anderm Worten: Die 1123 Bäcker, welche die statistischen Schemas ausfüllten, haben dadurch, daß fie die stebentägige Arbeit durch dt« sechstägige ersetzten, 110 Arbeitstage weniger als vor einem Jahre gearbeitet. Nun zur Zahl der sede mit Plattform und Galerie verseh n ist. Dte Besucher werden mittels«ine» Aufzug» bIS zur Spitze bei Thurm«, befördert. welche in 15 Min. erreicht werden soll. Die erste Platt» form liegt 70M«ler,über dem Erdboden und soll mit Restauralwns* räumen ausgestaftet werden. Man hofft, daß die klu! ficht von der Sp'tze de, Thurm«, ein Panorama von 130 Klar. Ausdehnung umfassen wird. Da« von der Spltzr und anbeten Thetten te, Thurm«, ausstrahlend« elektrisch- Licht wird den «usstellungsplstz und die angrenzenden Sladtthelle auf«inen Umkreis von über 1000 Meter beleuchten. Nach der Au«* stellung wird der Thurm zu meteorologischen und astronomi* schrn Beobachtungen, besonders über dir E drotation» dienen. — Man glaubt, die Monltrung des gigantiichln Werke» im Zeitraum von 1 Jahr bewältlgen zu können. Die Gesammt- tosten find auf 3 ol, 4 Millionen Franken veranschlagt.— Wie dte Zeitschrift„Stahl und Eisen" weiter miltheiit. ist vom trchnischen Standpunkt für die Erbauung de» Thurmes nament* lich die Größe de, WinddruckS interessant,«elcke der Berech» nung deffelbrn zu Grund« gelegt worden ist. Eissel ist dabei von zwei Geflchlspunktnr ausgegangen. Einmal Hai er angc» nommrn, daß der Thurm-inen durchweg gleichmäßigen hott« zcntalen Winddruck von 3:0 Kgr. p o Quadratmeter m trofft- ner Oberflach« aulzuhalten habe, und daß andere Mal, daß der Winvdruck stch regelmäßig ändere und von 200 Kgr. von der Giundfläche bis auf 400 Kgr. diS zur Sp'tze zunehme. Es str.d dies wohl Grenzen, welche über die in unteren Gegenden beobachteten Rrxlmal Äinddruck Giößm hinausgehen. In dem Projekt ist dte Berwrndung von Schweißetsrn vorgesehen. Man will durch ein« Vermehrung des G-wichtes dem Bau eine größere S'abilität verlethen. Al, Feftiglert, grenze hat man für das Material 10 Kgr. für da, Ouadraimillimeter an* gerommen, eine Zahl, welche die unter gewöhnlichen Verhält* nissen übliche ficht unbeträchtlich überschreitet; man hat ater geglaubt, so wett gehen zu können, weil eine so hohe Bean» ipruckung nur unter dem höchstangenommenrn Wtnddrrck eintritt. «hescheidungsprozefle in Budapest. Wie groß die Zahl der d.im Buovpefter tönigtichen Gerrchishose tn V-rhand* lung st'hendrn Scheidungspro,.ff- sein mag, da, über giebt dm besten Begriff vielleicht die Thatsache, daß fich unter dm de* theiligten Parteien nicht«entger al, sechs Retchttagsadge» ordnete de finden. VtbetilBunbcn. SM« 1123 Bad» atb glvcktfälle, davon 101 mit tödtltchem Ausgange. Von dm anderen Betrieben baben die Zemmtfabriken die meisten(26. davon 7 tödli che) Unglücksfälle auszuweisen. Bemerken»werlh ist, daß stch bei der Steinbruchs. Berufsgenoffenschaft die Unglücksfälle ziemlich gleichmäßig auf Keein-, Mittel, und Großbetriebe oe.tf, eilen. Abgesehen von dm Betrieben, in welchen nur ein Aideiter deschäsiigt war und 12 Unglücksfälle vorkamen,«arm 35 pCl. der versicherten Arbeiter in Betrieben mit 2—10 Arbeitern, 31 pCt. in Betrieben mit 11-50 Arbeitern und 31 pCt. in Betrieben mit mehr als 60 Arbeitern hefchäktigt. Die Unfälle verthetlm stch auf diese Kategorim mit 32, bezw. 34 und 30 pCt. AuS dm Ertahrungm von neun Monaten können natürlich allgemeine Schlüsse nicht ge« zogen werden; eS zeigt sich aber jetzt bereits, daß auS den von den Genoff enschaftm zu erwartenden Berichten ein äußerst werthvolle« Material der wiffenschastlichen Bearbeitung unter- breitet werdm wird. Aurmhme de» Vagaboudage. Au» Rendsburg. 20. Oktober, wir» der„Äoidv. Allg. Ztg." geschrieben: Di« Vaga- boodage wird rachgerade sür die umliegenden Dörfer eine wahre Plage. Trupvenweise ziehen die mittellolm Wanderer von hier läng» der Ebauffee nach der nächstm VnrflrgungS« station Srfde. Die Ortschastm, welche sie auf ihrem Weg« be- rühren, wüffm selbstoerständlich Kontribution leisten.— Auch ein Beleg tür unfern WirthschafiSaufsckwung! An alle Stüpe» I Harburg, Oktober 1886. Da wir hierseldst mit dem Meister Seeling in einen Konflikt gerathm find wegen der ArbeitSverhältniffe, hat derselbe dm Versuch gemacht, sich Gesellen auf Verschreibung kommen zu lassen, was ihm auch leider gelungen ist. ES find aber einige nach Kenntnißnahme der Sachlage wieder abgereist. Wir bittm daher die auSwärtigm Kollegen, sowie die verschiedenen Arbeitlnachweisungm, sich auf irgend eine Vorspiegelung nicht einzulaffen. Zu gleicher Zeit ist der Zuzug fem zu halten. Die Küpergesellkn in Harburg. Zum vöttcker streik w München. Die jüngste Ver- sammtung der Böttchergehllfen am Sonntag hatte beschloffm, das KrirgSmtnifterium um Zurücknahme der Bewillt- gung zu ersuchen, wonach Soldatm ,n Böttcherarbeit beurlaubt werden können. Das K iegsministerium hat hierauf die Ant- wort erlaffen, daß die Militärbehörden gegenüber der Lohn- dewegung und dm dadurch veranloßtm Arbeitseinstellungen nm«ine vollständig neutrale Stellung einnehmen lönnm. da die Prüfung der dmch diese Vorgänge allmfallS gegebenen Gefährdung de» öffmtlichen Jntereffe» oder der öffentlichen Ordnung zunächst nicht in derm Zuständigkeit gelegen ist. In- soweit in dieser Richtung von einzelnen Truppentheilm eine Anordnung getroffm wurde, ist daher von Seiten d«S Krieg». m nisterium» au« entsprechend« Verfügung erlaffm worden. Dies« Bmachrichtrgung wurde von dm streikmdm Böttcher- gestllen mtt Beifall degrüßt.— Dt« Sonntagsversammlung beschästtgte stch auch mit ver Frage«tneS ArdeitSvermittelungS- bureaus, mtt der Frage der Reiseuntersiü»ung zum Zveck ver thunlichstm Beseitigung de» Vagabunden, hum» und mit dem Ardeiterschutzgesetz, welches dmch dm Reichstag beschloffm werdm soll, well NM hierdmch die Lohnr'.gulirung ohne Selbsthilfe und Streiks erfolgen könne. Bis jetzt bat nm die Löwmdrauerei dm neuen Lohntarif angmommen, während die an derm Branereim wartm wollm, bis die Gehllfm nachgeben. Dem gegenüber wurde betont, daß die Gehllfen nicht nach. geben und auch nicht einsettig vorgehm und Verabredungm treffen sollen. Die zahlreich besuchte Versammlung gab ih:e Zustimmung zu der Absicht, so lange auszuharren, bis die sämmilichen Forderungm voll und ganz dewilligt seien. Vo« vorstände de»„Fachvereins sämmllicher im Drechslergewerk beschäftigten Ardeiter Berlins" geht uns nach- folgend« Meldung zu: Der Streik in der Knopffadrik von Wolfsohn und Spohnholz zu Breslau ist de- endet, sävnntlich« dort beschäftigt gewesen« Arbeiter haben die Arbeit wieder aufgenommen. Leider hat dieArbeilseinftellung nicht ganz die erwarteten Resultat« gebracht, da der Jndcffe- rmtiSmui einiger Kollegen die Streikenden zwang, Unterbandlungen anzuknüpfen und schließlich mit einem Abzug von 6 pCt. (statt 10»C«.) wieder in die Fadrll einzutretm. Dieser Au». gang war übrigen« voiauSjusehm, da vor demSttell nicht ein einziger der dort beschäftigten Knopfarbeiter einer g e w e r k- ß.chaftlichen Organisation angehört« und daher da» Kollegial'.iSiSgefühl ein sehr mangelhafte» war; für die Zu« knnft dürfte sich dieses inbeß wohl ändern, da jetzt sämmtltch« Arbeiter der vorgenannten Branche dem Fachverein der Drechsler und Berussgmoffen Breslaus deigettetm sind.— In der Knopfsadill de« Herm Leipholz, hier, Mcriannmftraße, Eid dagegm die bis dato vom«ochmverdtmst in Abzug ge- achten 5 rCt.«ieder zugelegt worden, so daß die Arvetter gmannter Fabrik sitzt wieder da» verdimte Geld ohne Abzug ausgezahlt erhaltm. Gleichzeitig machm wir Freund« und Mitglieder de» VeretrS auf rmsern am Sonnabmd. den 30. Oktober, im Lokale de» Herm Säger, Grüner Weg 29, stattfindenden Herrenabend aufmerksam. Lilleti zu 20 Pf. find bei sämmilichen Vorstandsmitgliedern zu haben und glau« den wir den Theilnehmem einen vergnügten Abend versp-rchm zu lönnm. Der Kas sirer Karl Buchmann wohnt Namy.r- straße 4M. Außerdem werden veittäge sowohl wie die noch ausstehenden Listen für die vreslauer Kollegen bis auf wellerei jeden Sonntag Vorwittag von 10 Uhr ab im Lokale de» Herrn Karl Müller, Naurqnstraße 78, entgegen genommen. Fr. Schräder. An dt« Maler Berlin». Kollegen! AI» am 9. Mai in der großen öffentlichen Versammlung der Maler die Lohnfrage besprochen und auch eine Kommission gewäbll wurde, trat die- ftht sofort,«rmuthigt durch den guten Gnst, welcher unter den Gehilfen herrscht«, in volle Thätigkell und hätten wir bei der guten Ardelltperiode einen glänzenden Sieg erfochten, wäre nickt der Streikerlaß mit seiner Beschränkunz des Koa- litionSrechtS dazwischen getreten. Wir bekommen trotz unserer Mühe kein« Versammlung mehr genehmigt. Wir wollten in der letzten Versammlung den Kollegen Rechenschasi ablegen über den Bestand der Kaffe sowie unser Thun und Treiben, jedoch auch dies« Versammlung wurde nicht genehmigt. Wir werden daher, um den Kollegen Klarhell in dieser Angelegenhell zu ver- schaffen, noch eine Versammlung anmelden und falls uns dieselbe auch nicht genehmigt wird, den Kollegen durch Zirkulare unser« Angelegenhett unterbreiten. Wir ersuchen daher sämmtltche Delegiite, welch« noch Marken abzuliefern oder sonstige» zu reg-ln haben, diese» mit dem Kissirer O.'to Pusch, Mohren- straße 16, Hof vier Treppen, sofort zu tbun und zwar spätesten» dt» Sonntag, den 31. Oktober, da wir am 2 November den Bericht dem Druck übergeben und daher die säumigen Del«- girtm in dem Bericht vermerken müßten. Bücher, Kaffen- bestand u. s. w. werden zuvor von der Kontrolkommisston revidtrt und zwar am Montag, den 1. November. Sonntag ist der Kassirer und die Kommission von 10—12 Uhr Vor- mittag» bci Sodtke, Ritterstraße 123, anwesend, und kann daselbst die Abrechnung geschehen. Die Kommission. E. Retzerau, Ztmmerstraße 38._ vereine«nd Uerfamminnge« Die Freie Bereiuiguna aller in der chirurgischen Branche deschäfttgten BerufSgeuoffcn hielt am 26. d. M- GipSftiaße 3 bei R-tncke eine gm desuate Generalversammlung ad, die sich fast aul schließlich mll der Aufstellung einer statisti- schen Beiufsenquete beschäftigte. Der Vorstand hatte sich bis- her die grüßt« Mühe gegeben, die Ardettspreise der einzelnen Fabriken zu ermitteln, um dies« sodann zu einer Statistik zu- sammenstellen zu können, doch waren diese Bemühungen bisher von keinem erfolgretch-n Resultate gekrönt worden. Um in« deffen in dieser hochwichtigen Angelegenhett eine Föiderung herbeizuführen und endlich zu einem Ergebnisse zu gelangen, hatte sich der Vorstand der Freien Vereinigung enlschloffen, eine Generalonsammlung einzuberufen, um sofort an Ort und Stelle«ine Statistik aufzunehmen. Der gute Besuch der Ver- sammlung begünstigte diese» Unternehmen und«wies sich dasselbe ali so«folgreich, daß es in weitnen Versamm Jungen fortgesetzt werven loll. Die gewonnenen Erhebungen wtrden oftmalt grade, u überraschend und bekundeten wiev« zur Genüge die Wichtigkeit einer Lohnstatisiik, denn es stellt« stch heraus, daß in einzelnen Fabriken resp. Werkstätten die ge- zahlten Arbeitsvreise für dieselbe Arbeit und dieselben Artikel Säusig um 1—6 M. differiren. Die Aufstellung dies« Lohn- atisttk füllte fast den ganzen Abend aus, erstreckte sich auf verschiedene Artikel der Metall- und Hartgummibranche und soll mll Eis« fortgesetzt werden, um eine fest« Handhabe zu gewinnen. Vordem«stattet« Herr Sebod: dm K-ffenbericht pr. 3 Quartal. Die Einnahmen betrugen 203,78 M., die Ausgaben dagegen 61,30 M, der Kaffenbestanv betrug dem- zufolge 144,48 M. Zum Schluß wurden an Stelle zwei« ihre» Amte» entsetzten Revisoren die Herren Beckmann und Zeise tür dies« Aemter gewählt. Der Jnteressenverein de» Kisten- und Keffermacher ! stell am Mv'taa, den 25. d. M., eine Mitgliedero«sammlung n den„Armin Hillen", Kommandantenstraße 20, ad mit d« Tagesordnung: 1. Abrechnung und Ueberaabc de» Vorstand«». 2. Vortrag de» Hnm Dr. Sperling. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Herr Dr. Sperling hielt einen mll Beifall auf- genommenen Vortrag Üb« natm gemäße Gesundheitspflege, i»dtsond«t Über die Pfleg« d« Lunge und der Haut, indem « hauptsächlich da» Baden al» den Hauptfaktor zur Pflege der Gesundheit empf.hl. Redner bedauerte zugleich, daß für un- entgeltliche VoUSbäder noch keine Anstalten getroffen feien, ebenfalls unterzog« die ungesunden Ardellerwobnungm einer Besprechung, indem er demnlte, daß oft 6 Kit 8 Personen tn einem Zimmer schlafen, wo» der Gesundheit sehr nochthetltg sei. Der Vortragende empfahl aiSdann, die Wohnungen,»«in sie auch noch so Nein find, gebö-ig zu lüften, und bei offenem Fenst« zu schlafen. An der Diskussion detheiltgten sich mehrere Redner im Sinne de» Refttenten. Zum Schluß machte d« Vorsitzende bekannt, daß da» diesjährize Stiftunasfest am 27. Novemb« tn Keller's Gesellschafttsälen, Andrecsftraße 21, stattfindet. Billets sind zu hadm bei den Herren Behrendt, Soraunstr. 7 und Deitert Hol, marktgaffe 3. Kranken- und BearSbutbkasse de» Verein» sSmmt- liehe» verufsklassen, Berlin I.(S. H) Sonnabmd, drn 30 d. Mt»„ Abend* 8 Uhr, Münzstraße 6 Verzammlung. Neu« Mtttzlied« w«den in jeder Versammlung sowie beim Kasstr« Schilling, Koppenstraße 43, aufgenommen. Ja dieser Versammlung werden die Billets zum Kränzchen, welches zum Besten d« We'hnachtsdescheerung stat strdel, ausgegeben. Gesang-, Tn»«- und gesellige vereine»c. am Donners- tag. Männ«rgesango«etn„Läcilia" Abends 9 Uhr tn Vettin's Restaurant, Veteranmsir. 19.— Männergesangverein„Jugmd- llist" Abend» 91/» Uhr bei Bester. Gioße Hamdurgerstr. 4. Schäf«schtt„Gesangverein der Elser". Abend« 9 Uhr bei Wolf und Klüger, Skalitzttstr. 126, Gesang.— Turnverein „Hasenheide". 2. Lehrlingsabcheilung Ad-nds 8 Uhr Dieffen. bachstraß« 60/61.— Musik Dilettantenonein„Glocke" Abends 8'/» Uhr Friedrichsderaerstr. 10.— Roller'ich« Sienographen- Verein„AU Eölln" Abends 9 Uhr Wallftraße 20 bei Leon- bardt.— Berein Ziehlke'icher Tanzschüler„Tirolienne" Abends Uhr im Restaurant Poppe, Lmden straße 106.— Rauch- ftud„Kernspitze" Abends 8'/, Uhr im Restaurant Hol, markt Katze 4t.- Rauckklub„vrcona" Abend» 9 Uhr bei Brandt. Forsterstraße, Ecke der Reichenb«gerstraß«. Gotha, 25. Okioder. Die auf Sonnabend Abend einbe« rukene Loltsoersammlung» welche ihr Votum zur deutschen Politik in d« bulgarischen Frag« abgeben sollt«, aar sehr zahl- reich besucht. Das Ref««r Einfluß einc» Deroulede sei in Wirklichkeit fast gleich Rull, nachtem st«# die sran östsch« Demokratie tn energischer Weise und wi! Lr« folg entgegengestellt habe. Gerade die Ardeiterpartei tn Frank« reich sei die friedliebendste und jedem Kriege adhol?; so seien auch die ftanzöstschen Arbeiter vor Ausbruch de« Krieges i* Jahr« 1870 dessen entschiedenste Gegner gewesen. D« deutsch«! Arbeiterpartei schwebe da» Ideal eines europäischen Siatt!» bundes, verbunden mll der Redul:iovt de» fl-hmden He«» vor, ihrem Progamm entspreche es» darauf h nzuardellen, va drückenden Aip der Mllllärlasten loszuwerden.— Schiteßlm wurde folgende Resolution angenommen:„vte heutige Voll»« virsammiung erklärt sich mll d-n vuslührungen de« Referen!«» «inoerstanden, steht tn'jeder Mach.eiweUerung Rußlands«inj höh« G-fah: für die Sittwicklung europäisch« rejp. deuüÄ« Interessen und«wartet, daß die deutsche R-tchtr«girrung Begünstigung der russischen Polttik«UgegenUilt, besttmM» auch, daß d« V:rtr«t« Goihas im Reiehtiage dir deuü»- i RtichSregierung v« anlassen möge, Stellung zu nehmen die russische Poltill.". _ Ladenbnrg(Baden), 24. Oktober. Die im Ganhack iU» Rhetngau von den Sozialdemokeaten heute Mittag 3 M � grhaltene Vnsammlung hatte stch eine» üderau» gioßrn suche» zu«freuen. Wir b«m«lten nicht allein JUoeuer, i»®*- dein auch ein« nicht geringe Zahl uns«» ländlichen bäunliS« Beoöll«ungskitist, welche den AuSsührungen des rekannttn Pcogiamens genannter Partei ihre Aufmerksam leit zuwandten Nachdem das Kamitee gebildet war, nahm H. Bohne das Wo» den Zweck der Vnsammlung schildernd und Überließ die t." Istungen dem Herrn Reicht tagskundidaten Dreesdach, der IV, bündiger Rede über das Programm d« Partei und eoenlurlle Stellungnahme berichtete.— Außer ihm halte n# Niemand zum Wort gemeldet und wutd« die Versam-niuSi deshalb gegen halb 6 Uhr vom Vorsitzenden, d« Herrn Dr'? dach für seinen Besuch danll«, unter einem dreimaligen auf die Sozialdemokratie geschloffen.— Herr Dreesback L dann sofort nach Hohmsachsen gefahren, um dort tn ähnii-ck Weis« für sein Mandat zu aglltren. »Ä wmm lantwoniUtz für den potUtschen Thell und Soziales Max »ei»afni« MUa mit M« Uininuntl. OuUtioi« j intMrt«rttb»tche rnz-iit. «tu Berltver Maurer. Wir können% w Betreff de, Sprechsal-«rttkel, vom 26. veröffentlichen, wenn Sie»«selben Jtzr«, NaweN od« un, gegenüber Jbre Anorynttit ablegen..�n Z _- intnelfirm. lÄf wi Bttlag oon jdrigm Thell d« Zeitung A. jenes b«üch>iatm'" Testament"" W«°°'N �"euenk deffen Quint. ssenz lautet:„W« «onsiantinoptt�be-' Kleine Wittheilungen. Hornbeig(Baden), 25. Ottober. In d«.1 Nacht da« sich in Trtberg ein«ntietzliche» Unglück ere'»»- wobei 7 Personen auf jämmerliche Weise ihr Leben einblb-'f. Erwa um 2 Uhr wurden die vewohner der Stadt Vuis 0, »larmstgnal« vn Fcunwehr au» dem ttessten Schlafe a-s»reck». E» brannte tn d« von Hnrn«rethel v«»aU«Z Herm Suffet gehörtgm neuen Sägmühle am Bahnhofe.«2 Hilft zur Stell« kam, war der, da« verhe«tnd« Element die Holzoorräth« begünstigte Gedäudekomplix tn b-� Flammen. D« Säger, feine Frau, 4 Kind« und ein SaZ? bursehe, die in dem Hnuptg-däud« wohnten, und die sich}'Z ahnungslos zur Ruhe begeben haben» ochten, fanden �* gräßlichen Tod in den Flammen. An eine Reitung w®1 4 Anbetracht der Schnelltgtell, mtt welch« da» Feuer uw � gtiff, nicht zu denken. Hund«t« von Perlonrn umstehe® Z Schauplatz de» Unglück»« und mll tiefster Rührung und? st« Thcilnahme wendeten fie stch wied« ad von dt» an tttm d« Tod üb« Nackt auf so schrecklich« Weise Sth-ttm. Heute werden die«ikodiien Uederreste dm-,� unglücktm au» dem Schutte hnvoraeholt, um dann in gemeinsamen Sarge t« Mutter Erde übngeden zu lieber die EntstehungSursach« de« Brande» ist bi« setzl � delannt. � Wie«. 28. Oktober.(Eine verhütet« Katastrophe) Zug Nr. 61 d« Dampftramwey welcher Sonntag» T* wttiaz nach 6 Uhr von vtammersdorf abgegangen war. bei der Rordbohn Ueb«setzung in dm Bahnschranken,**15 «u nwartmdm Lattzug«» wegen geschloffen war. Die M°'� hatte den Schranken dmchbroehen und war saoiau Sj Waggons bis auf da» Gleise d« Nordbahn gefahren- m Lastzug d« Nordbahn. welcher in diesem«ugmdlick Dampf traft beton bio usi«, wurde zum größten Glück dm» � Rorddahn.SchrankenwSehtn Georg Stemm« noch***{1 pi �««bracht, sonst wäre derlelbe�, mtt Paffagtittn vollbesetzten Waggon» du Dampft*� � hinein gefahren. Eine«aiastrophe wäre unauSbleiM� westn. Nur d« tusonderm Achtsamkell und d« gegrnwart Stemm«'» haben viel« Paffagier« ihr � »«danken. volsehristtmäßiger GeschwinI bm Siatwnen Wysozk unb Wetydor «»fwsvntnm unw y''.,* -GSW WZMMMH fvießnßttt der Kedaktio»- � —.._....�Sckckck». h v « 0 « Beilage zu m Berliner VolNlati. »r. Wz. Donnerstag, de« 38 Oktober 1880. m. Jahr». in pft nb tkjsli UttfälschNztst. h«. Jf"*? verstehen wir ein Miltprodukt, welte» au< La» oder Säure sästvaren Mlchd�ftandthstlei'(iiäse. Fett, mit oder ohne Stwiit) durch einen Gäb-unz«. � Reitepioz'ß hergestellt wird. Alle die verschliefen � tiotzvem ste fich durch Suheres Ansehen. G-schmack wesentlich unterscheiden, haben im® ohen und Leiste chemische Zusammensetzung; fie drstehm auS «»>?, unv KSieftoff und deren Umsttzunk,«- oder Gä»rung»- ?? oft", Lercin, Ammoniai uno FeltsSmen. #«, k unS weiden besonder» die kleinen, runden Käse. Kuh- kabtwJ» v oötI kauernlöse genannt, in grotzen Rengm jm.�,und konsumtrt, und unter den auswärtigen, dei unS bou»a.ir!? ��en find die vchwetjerläse, dt« mglischen und »SBiSul'$? itäse am beliebtesten, aleichwte auch die fian> Käsesorten„Rcq aesort" und„Fromage de Brie", sowie Rtbflt«6tiec#ino" und„Parmtsaio" ihre Liebhaber i, ti. mäsig genossen, ein gesundes Nahrungsmittel, ißäkhL U lte*1 W man:„stäse ist fleisch"; nach der ..oWn regt namenilich alter Käse die Verdauung an; in wnge oder ohne Zathat genoffen, ist er sedoch der �'�bheit nachtheiltg; mir Butler und Ero» genoffen, ver. am besten. Bei gutem Käs« ist darauf ,u sehen, n.iL und geschmeidig, mehr dicht alS bohl, von ange- -iVlem, weder bitterem, noch räudigem G-jchmacke, nicht M«d. bröckltch oder schimmelig, nicht üb-lrtechend, zu salzig °" W homarltg hart sei und im Munde leicht und freiwillig «.,«~ Wuter HandlSse muß weich sein und fich beim «euerwerden mit einer speckigen Decke umziehen. Trotzdem, daß Mfii**" kehr einfaches Fabrikat ist, so wird er Venne ch Vcr !»>* i T ijoo� ini u-drtgen nur wenig von unverfälschtem mageren Der Geübte vermag einen Mehl,u>atz mittel« de» »itlroskoveS nachzuweisen. Um fich zu überzeugen, ob Käse au» »"Um Quark oder auS einem anderen Matertal besteht, möge M d-ntelden in Fleischbrühe 4-5 Minuten hindurch M'l 5 ein unverfälschte» Fabrikat löst fich in der Fleisch. ?uhe völlig auf. fremde Zusätze hingegen sammeln fich in Form ®jn«S Kleister» oder SchUtme» an dem Hoden de» detresfmden WefSße« an. Auch dt« bei un» importirien Käsesorten werden Ver- falschunaen unterworfen; so sucht man». v. dem ,.G!ouc«ster-Käs«" die an ihm beliebte rvthllche Farbe durch D iean zu verleihen; da jedoch Orlean hin und wieder mit Mennige verfälscht wird» so wird ein derartig gefärbter Käse bleihaltin, folglich der Gesundheit nachtheiltg. Fn England soll, um dem Käse den beißenden Geschmack d-S Alter» »u verleihen, demselben Zinkaitriol von gewiffenlosen Fabrikan- am zugesetzt werd n, ja in Frankreich hat man soqar beim Ver- ™)«n von Käse litzteren mit arser.ikhaltigem Waffer besprengt, % ftisellen und Würmer von ihm abzuhalten, gleichw'e auch, Blühen zu verhüten. Kupfervitriol manchen Käsesorten worden ist.— Glücklicher Weise kommen derartig« m, Manipulationen nur selten vor, dennoch lachen wir SJjf;®u»ländischkn Fabrikaten die äußere Rind« stark adzu- Qli,i! bevor man den Käse genießt. Verwerflich ist es Mv? schlecht glafirten Gefäßen oder gar in kupfernen Be. s.Tli?'' aufzubemaheen, wird er doch auf dies« Weis« der Ge« ,„�?hkit gefährlich, indem er au» der Glasur Blei, au» dm jupfeuun Behäliem Kupfer ausnimmt volcher Käi« verursacht »>.<♦ i?«" G muffe Erbrechen und Durchfall. ES bildet fich »W h)n bei einem derarligen Käse ein Gift, da» sogenannte �asegtft", und ist ein Fabrikat, da» gelbltchroth oder gelb- «Maulfikht, stet» virdäätig, zumal wenn fich noch ein Geruch und ein ranziger Geschmack dazu gesellen. �'"nchilich v«„Käsemilde" ist zu«rwähnm, daß fich dieselbe h,.. eine» weißen puderähnlichm Staube» nammtlich in Stoßm Augen de» Schweizelkäse« einnistet, gleichwie auch a* au« Limburger. Kiäuter- und Ch sterkSs« ln erstaunlichen ~~ SaH,tDon tiefen kleinen Milben heimgesucht wird. tLSHrmd sonst verschimmelte Nahrungkmiitel bei so i.a?. gewöhnlicher Bildung nicht genoffen werdm, arn».<�?o irmand dm„Rcq aefoit Käse" erst dann für eine Delikausse, wenn er durch und durch mit grünen gnetibv» von est dis- Menschen, denen die der Mottige nicht kam. Skizze au» dem Holländischm. «ar mehrere Tage lang nicht mehr im ,Lämm- schel, L?"se«! H»i»' de« Mop», der lange To», der '%,%«i« avb«laa» der Raffe hatte« mit dm andem M itS™* jedm Abend, die«arten in der Hand, begr,��wartet; aber er kam nicht; da» war ihnen un« da» m0, ssß« fie auch jetzt wieder beifammm und wollte» Ä beainnm. da kam«ee». der Wirth. in seinen »«te« Pavussil, die vier Stuf«, die w da« Hintere Ge- 4SS2ä!e Maus und streckt« dm«opf zur .Wa» willst Du? rief der schel« Arie, al« er die wäßr?, -— � MMup MJU i w»*»***# % Aug« von«ee« auf fich gerichtet sah. ( V.--... V«V.O. AM---- WIa Qf— Ä. �— A � � w®* bi* Antwort.' Z/icht; da» HStt» oh längst g«. wa, krank ist« �«' k® ei» Dickhäuter weiß gar nicht, mmm unter .. mir«och ein Herz'Solo in der Da«äse in jeder Form ein bedeutender Lieferant der in der E nährung Vr» Menschen gen, besonder» wichtigen Etweiß- stoff� ist, so»st er ei,„VolkSernährung" noch lange nicht so gewürdigt, al» e» der Ftll sein sollte; noch Vielen unbekannt ist Käse al» würzende Ergänzung zu Ret», Maklaroni. Nudeln, überhaupt zu Mehlspeisen, wie die» in manchen Gegenden Süddeutschland» und in der Schweiz Gebrauch ist, wo hierzu vagere KSsesorten dienen. K. Kommunales» w. von Bewolmer« der außerhalb der Weichbild- grenze belegene» Südseite der K.autfurter Allee, welche zu Fcievrtchtderg g-hött,«ar eine vischwnde wegen der mangelhaften Entwafferung und mil dieser zugleich der Antrag auf Einverleibung diese» Thetl«» von FriedrichSderg in da» Stadtgebiet Berlin an den Oder Präfldentm der Pi oiinz Brandenburg gerichtet worden. Den Antragstellern ist jetzt der Bescheid zugegangen, daß für die Fikommunalifirung de» betreffenden Gemetndegedirt» eil« Beranlaffung nicht vorlieg« und daß in Bezug auf die Eetwäffe ung für eine zweckent sprechende Räumung de» sogmannten Oftwald Graben» werde Sorge getragen werdm. Da« Anwachse« de» städtisch«« Etat». Wie sehr fich Berlin seil 43 Fahim entwickcll hat, ist so recht erstchtltch au» einer Vergteichurg der Resultate de» Ftnarizadsckluffe» zur Uederficht de» SiadihauShalt» ver Stadt Berlin für da» Fahr 1813 uid dem soeben erschienenen FinalaMckluß der Stadthauptkaffe der Stadt Berlin pro 1. Aprtt 1835/86. Wäh- rend im Fahre 1843 Die E nnahme der S avrbauvilaffe 1468609 Thaler 7 Silberar. 7 Vf. ode- 4405827.77 M. gegen-ine auvaabe»an 1375628 Thaier 21 Silsergr. 10 Pf. o*" 3 826 886 20 M. detrua,»«igt der Finrlab!»!uß pro 1335/86 ewe Emnahne der Stadthauptkaffe 54 624 598 92 M. oder fiter 50 Millwnm M. mehr al» 1843, und etneAuSaab« von 52 190 680,58 M. oder fast 60 Millionen mehr al» 1313. w. R ue Straße«. Da» VolizeiprSstdium hat zu dem Proj-kt« iür dt« Anlegung von drei neuen Straßen auf dem an dir Chauff-ist'aße delrgmm, früher der Wöhlerr'ichen Ma> fchinendau-, Eisengießerei Altieng-sellschast, j tzi dem Bankier Schwadacher gehörigen Grundstücke, sowie zu dem P oj-kl« zur Herstellung einer neuen VerdwdungSstraß« zwischen ver Spreeuferstiaße und der Waffergaffe, sowie der Verlängerung deiselben di« zur Faselst' aße gemäß den Paiazraphen 1, 3 und 5 de» G- setze» vom 2. Juli 1875 die ortSpoltzeUich« Genehmigung erlheilt._ Lokales. Die Feuerhrobe werden demnächst die neuen Wohnungen, ein« nach der anderen, zu bestehen haben, d. b. diejenigen Wohnungen, welche für ihr« gegenwänigm Jnsaffm noch den Ret, der Neuheit haben, auf welch« aber sonst da« Prädikat „neu" schwerlich Anwendung zu finden vermag. Vier Wochen find seit dem großen Olloderummge in» Land gegangen und diese Zeit ist nicht unbenutzt geblieben. Gewiß«in Jeder hat während dieser vier Wochen seine„neue" Wohnung recht gründlich fiudirt und fich mit allen Annehmlichlettm, wie Nachtheilen und Mängeln derselben nach innen wie nach außen vollständig vertraut gemacht. Nur eine Frage ist bi» j-tzt noch ungelöst geblieben, und da» ist die große und wichtig« HetzungSfrage, eine Frage, die für zahlreich« Familim von gleicher Bedeutung, wie die Brotstage ist. Ist auch sonst Alle» giündlich untersucht worden, auf dm Olm hat fich bi». her die Prüfung noch nicht erstreckt. Kall und steif steht er in seinem Winkel und erträgt ruhig und geduldig die miß- trautschen Blick«, die manchmal zugleich voll danger Sorge auf ihn gerichtet find. So angenehm unter Umständen auch ein warmer Ofen ist, so wird doch au» leicht erklärlichm Gründen der Beginn der Heizveriode so lange wie nur irgend möglich hinausgeschoben. Weiß doch jede HauSstau, daß, wenn«ist einmal mit dem Heizen begonnen worden ist, e» auch kein Auf- hören damit giedt, bevor nicht wieder die holde Frühling». sonne belebend warm vom HtmmelS�It herniederlacht. Und damit hat e» gut« Weile; der Winter ist doch gar zu lang und«a» während deffelbm allein ver Ofen kostet, davon weiß wohl seder HauSoater nin Liedchen zu fingen. Da» schön« H-rbstwetter machte ja bi» jetzt noch da» Heizen der Wohnungen größtentheil» llderflllist,. zur nicht g.rinaen Freude der vielen armen Familien. Vergeblich erschallte daher di» jetzt all« Morgen der Lockruf auf den Höfen:„Preßkohlen 1 Der mottig« Zanu» kam herein: seine robufie Ge- stalt zeichnete fich einen Augenblick in dunkle» Umrisse» gegen dm»och helle» Abendhimmel draußen ab. Er schloß die Thür« hinter fich und ging nach dem hintern Zimmerchen. E« herrschte ei« Moment Stille; alle Gäste blickte« dm Nmaagikomme««» mehr oder«eniger verwundert an. Dan» klang«» wirr durcheinander:„Guck mal dm I— Mottiger,«a» soll da« bedmtm?— Der«erl ist wie au»« gewechselt!" und ein schallmde» Gelächter folgte. Zanu» sah blaß au», war stisch rafirt, hatte ein» neue» Hut auf und ei» reine» Vorhemd an. Alle„die Znagm«" sah» erst Zanu« und dann einander selbst verwundert an; dm» der Mottige blieb ernsthaft und schwieg .Schlagt ihm dm«mm Deckel eint" schrie der schele 8hfc Lachend schrie der Mop«:»Reißt ihm da» papierne Hemdchm herunter I" „Er hat wahrhastig sewm Rock wieder ausgelöst I" lachte To», und«laa» der Rasse schlug mit der Faust auf dm Tisch und rief:.««», g>ed wir erst«och so'-e«lei- »igkeit, zum Abgewöhne», und dann werd' ich de» Mottigm 'mal auf dm Bauch leg», auf sei» papierne« Vor. hemdchm I" Zanu» antwortete nicht, aber e» war etwa» in seinem Blick und in seiner gaazm Haltung, wa» alle stutzig machte; sein Geficht blvb ruhig und bleich, währmd e« sonst durch Branntweingmuß rö-hlich glänzte. Der Wnth««,» brachte ei» Gla» Echnap», aber Zanu» wie» ibn zurück. „Wa« fehlt Dir, Mottiger s" ftagt« mdlich der lange To», al» er sah, wie Zanu« ganz ruhig seine» Hui ab« »ahm, ei» rothe« Taschentuch au» dem Sack zog und fich damit die Srttne abwischte, indem er langsam sagte: „Ich wollte Euch nur«och Adim sag»— ich trink« keine» mehr." Preßkohlen I 60 Pf. da» ganz« Hundert I" Rur spärlich öffnet« stch die Külbenfenster, um eine Bestellung htnaui zurufen und „der Mann mtt dem Koakt" war bisher rut ein leiten« Gast. Da» iß nun ander« gewmden. Di- schönen Tage von Aranjuez find nun vorüber, de; Wind pfeift immer schneidiger durch di« Siraßen, Fenster und Tbürritzm; da« Tbermometer neigt stch immer bedenllicher dem Geftieipunlte zu, schon find die wärmenden Wintermnhüllungen hrrvo.'gesucht und Husten und Schnups-n wollen, namentlich bei den kleinen W-Udürgern, gar kein Ende nehmen. Da kann denn alle: ding« da« H-tzm nicht länger hinauSg-schoben werden und schweren Herzen» schickt man fich in da» Unvermeidliche. Die Feu«' probe, d. h. da» erste Heizen i" der„neuen" Wohnung, gestaltet sich daher in mancherlei Hi' fitzt zu einem wichtigen häuslichen Sreigniß. Und allerdings hängt ja auch viel daoon ab, denn jetzt soll und muß fich ja erst in Wohrhrit heeanistellen, od die„neue" Wohnung gute oder schlechte Eigenschaften hat, d. h. od st« tatt oder warm ist, ob viel oder wenig Heizmaterial erforderlich ist und dergleichen mehr. Und wenn nun trotz aller Mani» pulattonm, trotz alle» Verschmieren» und Verftop en» und trotz eine» gewaltigen Aufgebote» von Holz und«ohlm fich der Oien resp. die Wohnung dennoch alt„unheizdar" erweist, so ist die» ficher ein„SchetdungSarund", dann heißt e» am nächsten Ottoder ganz destimmt wieder:„Es muß geschieden lein!" So mögen denn die in diesen Tagen de ginnende« Feuervroden überall«in günstige» Reiuttat erzielen. Der Pottdame» Güterbahnhof hinter de« Ltukstraß« scheint schon lange nicht mehr den Bevürmtffen za aenügen. denn die Kutscher der verschiedenen Spediteure wüsten mit ihren Fuhrwelken oft stundenlang warten, ehe fie ihre Fracht erhallen. Dieser Uedelstand hat nicht nur für die Spediteur« «wen nicht geringen materiellin Schaden zur Folge, sondern such die von der Sendung aoifirten Empfänger der Waar« werden durch die Verzögerung der Ablieferung beeinträchtigt. von dem Ingenieur do» Härtung gehi der„Post" folgende Erklärung zu: Nach fieoenwöchmtticher Untersuchung»» halt mich mtt metner Gattin wieder in Fnihett befindend, er» hatte ich Kenntniß von der Unmenge dir über meine Pnfo« seilen» der Preffe in Umlauf gesetzten, vielfach der Wahihett n'rdi entiprechenden Nachrichten und eiachte ich e» al» mein* Pflicht, dieselben durch ewige Angaben zu berichtigen, ind-m ich zugleich mein Erstaunen darüber nicht untei drücken kann. daß auch nicht ew einzige» Blati die Möglichkeit meiner Un» Ichuld in» Aug« gefaßt hat, welche anzu'«hm« n doch nichi allzu fern lag, da meine Verhaftung w Beranlaffung«wer De» nunzlation erfolgte, welch« doch leicht unlauteren Quellen ent» sprungen sein konnte. Ebenso unbegreiflich ist ,» mir, daß manche Blätter«» nicht Unterlasten haben, den Vorfall lurz nach meiner Verhaftung, bevor noch die Angelegenheit durch die Uinö:?vchuna geklärt sein konnte, in einer gehässigen, öl# fach pikanten und dem Tös�macke de» großen Pudlilum» ent» sprechenden Art und Weise zu meinem Nachiheil da zustellen. E» ist unwahr, daß ich mit der Zimme-vermteiheiin Zapel, bd der ich im«ergangenen Fahre kurz« Zeit in Logt«»ar. in einem Verhqllntffe gestanden Hab«, welche» di« Möglichkett einer H-irath wvoloirte. E« ist eine grobe Verleumdung daß behaup et wurde, die im Sefängniß stattgefunden« Verehe- ltchung mtt metner jetzigen Gattin ha»« au» besonderen Grün» von beschleunigt werden müffm: alle übrigen über die elde ge» brachten Nachrichten find gleichfall» erfunden. Die Hmfälltg- keit der sonst gegen mich vorgebrachten, fich lediglich auf dt« Denunziation der genannten Zapel stützenden Beschuldigungen düifte durch die Einstellung de« gerichtlichen V-rladren» gegen un» nunmehr hinlänglich erwiesen sein. ES ist seldstoerständo ltch, daß ich gegen diejenigen Blätter, welche den für mich so überau» traurigen Vorfall meiner VerHaltung benutzten, mew« Person w mich schäaigender Weise zu verleumden, gerichtlich vorgehen«erde. Et wird mtt aiaenehm sein, wenn andere Zeitunzen von metner Erklärung Notiz nehmen, auch bin ich zu feineren, medr aut'üb-lichen Mittheilungm gern bereit. Berlin, den 25. Oktober 1886. Alfred von Ha tung, Jngeniem. Auch et« Geschäft. Auf eine ganz originelle J»«.„to rnake money" iß ein hiesiger Finanz mann au» der Klaff« Ott Spießdüraer gekommen. Er steht mtt einem htestgen Theater- dttettor X ten Range» in Verbwdung und macht mtt dem Dttektor folgende« Geschäft: Er weiß genau, wt« viel Tage». kosten der Direkt ar hat und kauft diesem d.» Morgen», ehe er ahnen kann, wie der Besuch autfallm werde. die Einnahme de» Abend» in der Weise ad, daß er ihm 50— 60— 80 resp. 100 M. mehr atedt, al« die Kosten deiraaen. Der Direktor schlägt häustz, sagen wir, so oft der„Vorkäu'er" eischetnt, zu „Er ist ftomm gewoidenl— Den hat ein toller Hund gebiffe» I— Der Mottig« ist übergeschnappt 1" so klang e» im Chor. Sine« Moment ftenkelte der Zorn in Zanu« Auge», al» er autiief:„Halt Dew Maul, vcheler! Und ihr, Hein und To», ihr wißt, daß ich euch alle zwei auf einmal hin» leg«, wenn ich will— daß euch die Rippen krache»!— versteht ihr? Aber ich will nicht mehr raufe»,«nd ich habe«eine« litzten Schluck getrunken,— ich gehe wieder arbeiten." „Zanu», bist Du toll f" fragte To», fich ihm nähernd. „Er muß in« Zrrevhau« I' schrie der Mop» und all« ander« fiel«» laut lachend ein. „Haltet nun einmal eure Mäuler! dann will ich«uch sagen, warum. Rückt ei» bische» zusammen, dann setz« ich mich zu«uch. So!— New, Scheler I ich Hab'» ja doch gesagt, ich trinke kewen«ehr.— Ruhig nun!.... Ihr wißt, daß ich schon gesessen bade, wegen Schlägerei; daß ich gesoffen Hab«, wie«w Vieh, da« wißt ihr, und daß »user ganze« Viertel Furcht hatte vor dem Mottige«, da« wißt ihr auch; aber ihr wißt«icht, daß ich uoch«in« eckte Mutter hatte." Allgemeine Verwunderung. „Ich Hab' nie von ihr gesprochen. Hm!— ich gwg «icht wehr zu ihr, well... hm!— nun e« kommt auch für mich nicht darauf a», warum; aber fie war ewe gute Alte, die, so lauge ste konnte, mttgwg aibeiten und..." Er hielt eben inne und wischte fich mit dem baumwollene» Taschentuche di« Stttne.„Gestern ist fie begroben worden — versteht ihr?— Ich habe fie»och gesehe», ehe fie starb;«ine der NachbarSweiber rief mich zu ihr. Al« ich zu ihr kam, sah ich'« gleich, daß fie um die Scke geh« werde." «laa« der Nasse hielt sei« Gläschen eine« Augenblick u»«ntschlosse» zwischen sein« Finge«, schüttelte da«»«tt dem Kopfe, goß den Zuhält de« Gläschen» in seine Kehl«, schluckt«, schnalzte mtt den Lipp«, hielt da» Glätchen tu und hat dann ldne«eitere Sorge mehr, denn er hat für ton rntlpr, chenden Taa so und so viel llar verdient. Da« ve- treffende Theater hat fit nun sein Repertoire vor 100 I ihren und noch länacr schreiden lassen und führt meisten« to si e»«che, Schiller'iche und Shatespeare'icht Stücke auf. Der Direltor kann also niemals missen, ob er Vubltlum haben wird,»eil dies» Zugstücke im Ganzen und G.ohen doch schon recht„ab» gespielt" find. Er nimmt also den ihm zugeficherten Rein gewinn und beobachtet e« lüblen Herzen«, ob sein W-ghalS ein gute« oder ein schlechtes Gistäst macht. Dieser seltsame Unternehmer hat, wie die„Bul. Zig." oul bester Quelle erfahren will, bW j tzt ein sehr gute« Geschäft gemacht. Er weih ton Geschmack der Berliner in einer Weise zu bemtheilen, die phSromenal genannt werden muh. Die Lrt, wie fich da« «eschäst abwickelt, ist originell.„'R Morgen!"-„'N Morgen!" .Heite haben Sie„Emilia Galotit" von dem Lesfing angesetzt. Det i« jut, ick kenne tot, bobruf riSlire ick eenen Huntortmark steen."—„tzlbjemacht."—„Habe ick et verjangene Woche nich jesagt, det S« mit dem„Prinzen von Homdmg" nich lukriren werden? Wie stehe»ck da V-«Jroß!"-..Wenn Se dm Eamont'n ansetzen woll'n, denn i« wieder«en Hunderter reit. —„Jut."— Naiürltch wird„Ezmont" sofort einstudirt. E« kann ja vorkommen, daß unser origineller Kaufmann fich ein- mal irrt und einmal weniger einnimmt, al« die Summe de» trägt, die er an da» Geschäft wagte. Da« g-nirt ihn nicht. Er weiß zu wagen und zu verlieren. Li« j tzt hat er, wie gesagt,„gut gemacht". Sehr viel verspricht er fich vom„Roof» mann" von Venedich", den er empfahl, nach dem„Egmoit" auf« Repertoire zu setzen; er wagte e« nämlich, die drei ersten Vorstellungen„fest zu koofen, tonn det i« e-n jutet Stick". Wir fügen nur noch hinzu, daß wir die volle Wahrheit berichten, um darzuthun, wie viel„Kniffiigieit" dazu gehört, um da« auf der Straße liegende Geld auch zu finden. Sie Telepkioniuteressevten t« Spandau hadm de- schloffen, tot der Odervostbiretiton in Potsdam zu petitioniren, daß noch ein zweiter L-tirnusZraht nach Berlin gelegt und an allen Stellen ein Milrophon angebracht werde. Durch letzirr« Einrichtung würde die Verständigung der Sprechenden tolannt- lich erleichtert werden, und eine doppelte Leitung würde ver- hindern, daß die Jntereffenten so lange, wie»i jetzt häufig geschieht, auf»in« Verbindung mit ihrem Partner zu warten brauchen. Dem großen Pablilum ist, so meldet der„Anz. f. d. Havel!.", die Trlephoneinrichtung in Spandau noch nicht «u nutze gemacht, da ein öffentliche« Fernsprechamt noch nicht exiftirt. Ei« ganzer Stadtlhetl wird in Schönebirg neu gebaut. Di« Erven de« Mairermeifttr« Ecdmann haben den ganzen östlichen Theil de« ehemaligen Neu-Schönederg, von der Chauffee (bauptstraßr) bi« zur Lahrstcaß« und von dem Stadtrath Sommeischen Grundstück bi» zur Rolonmnstraße, angekauft, um dort drei neue Etroßen anzulegen m d mit städtischen Wohn- Häusern zu bebauen. Schönederg wird dadurch eine vefferung seiner Promenadenwege erhalten. Da« etwa 3 Fuß über der Chauffcek one liegende vankett läng« de« Bauplätze« mit ton alter«schwachkn Lindenbäumen muß abgetragen und mit jungen Linden bepflanzt werden. Bereits find Arbeiter dabei, die Straßen stet zu legen. Auf dem Terrain de« Reich«tag»gtbäudet hat soeben da« Verwaltunglgebaud», worin die Baubureaul stch befinden, noch«ine E. Weiterung durch einen östlichen Anbau erfahren, welcher mit atelterarttgen weiten Fenstersetten, namentlich für Zeichnungen und auch perspeltiaisttsche Ausnahmen von dem fortschreitenden Bau de« ReichßiagigebäudeS dienen soll. Für ton letzleten wurde bereit« auch da» Holzgerüst zu dem mächtigen mittleren Ruppelbau über dem Treppenhause hinter dem Hauptgang« am Röntgt platzt ausgekühlt, während an dem hohen «erüft für Auffüb ung de« süc östlichen Eckthurme« Peore- »ersuche mtt in Typ« mvdellirten Dekoratiostückm gemacht «erden. Ei« Och« und sei« Begleiter. Die„Allg. deutsche Eisenbahn Ztg." erzählt die folgende, nicht unergötzlich« Be- gedenheft: Der letzte Personenzug hatte die Station C. bereits seit einer Stunde virlaffen, als zwei bäuerliche Reisende noch eine Fahrt nach G. unternehmen wollten. AlhemloS lamen fie tos WegeS daher und hatten doch ton Zug versäumt. Sie mußten um alle Welt noch nach Hause uno zu Fuß waren da- hin gegen neun Stunden. Bittend wandten fie fich an ton StaitonSvorstand, er sollte ihnen die Möglichkeit verschaffen, mtt dem in zwei Stunden ankommenden Güterzuge weiterfahren zu dürfen, obwohl jede Personenbeförderung hierbei strengstens ausgeschlossen war. Nach vielen Auseinander. setzungen erilärte ihnen der Etations totstand, daß fie die Taxe eine» Viehwagen« bezahlen sollten, dann sei die Möglichkeit der Weilerdesördtrung noch geboten, der E'ne sei Begleiter, der Andere werde alt Ochse in ton Beförtorungsschrin vorgetragen, womit Beide einverstanden waren. Die Gebühren «w ton bezahlt und die Vorbereitungen zum Einstellen de« Wagen« in ton Güterzug getreffm. Al« dieser ankam und der Schaffner die übliche Wagen tontrol« vornahm, frua er den angeblichen Vtehbegleiter nach dem Ochsen.„Der bin ich", «tönte e« ingrimmig an* der hintersten Äagemcke, und unter allgemeinem Gelächter wurde ver Wagen in den Zug gestellt. die Höhe und rief:.Kee« I«och so've Rlsinigkeit I" aber tot lange To» drückt« ihm die Hand, in der er da« Tla« hielt, nieder auf den Tisch und sagte:„Warte 1 erst laß de« Mottig«« fertig erzählen," und zu Za»«« gewendet fügte er hinzu:„Hat die Alt« Dich«och erkannt, sagte sie«och wa« zu Dir?' „Za, Langer 1 fie sagte«och wa», uvd da« ist'« gerade, »a« mir zu schaffe» macht,»l« fie mich sah, streckt, fie ihre Hand au« der Bettstatt mir entgegen und sagte:„So, Zunge I bist Du da? Ich muß sterben, Kind, aber ich dachte e« wohl, daß Du«och einmal zu mir komme« würbest. ehe ich stüt'se, und... Jungen», mit wurde ganz eklig S Muth. al« fie da« sagt«, und ich dachte, jetzt wird sie ich gehörig au»sch«lte«, daß Du so ei»— hm! so ei« -- aber fie that e« nicht, fie sagt« bloß:„Zanutz, Du bleibst jttzi so gauz allein übrig, da« thut mir weh, Zunge! — Ich Hab« immer gesucht, Dir ei«, gute Mutter zu sei», aber in der letzte« Zeit konnte ich e« Dir nicht mehr recht machen, tot« That mir so leid I Ich habe so oft für Dtch gebetet, und ich hatte solche» Verlange»«ach Dir, aber ich wußt« nicht, wo Du warst und— niemand wußte es, uvd nun bi« ich so froh, daß Du»och einmal gekomme» bist. Zunge!..." Wietor wurde das Sacktuch herausgeholt und die vtiru abgewischt; den» dem Mottige» wurde e« wann vom Erzähle», so schwer fiel eS ihm. Er fuhr fort:.Dan» käme« ei» paar RachbarSweiber herein, die fingen zu hiule» und zu jammern an. Da wurde mir»och miserabler zu Muth. und ich stand von meinem Stuhl vor dem Bett auf, packte eine von ihnen beim Zeug und sagte: Scheer» euch zum Teufel; laßt mich allein mtt der Aue»!" „Sie ginge» brummend hinaus und Mutter sagte: .ZanuS, gieb mir»och eine» Kuß. den« ich fühl«, dcß e« zu End« mtt mir geht....' Und al« fie mich küßte und mir die Wange streichelt-, sagte fie noch:.Kinb, wie schade ist e« doch, daß ich, al« Du die Blatter» hattest, Dich nicht b.sser pflege» konnte, sonst wärst Du nicht so.'— Dann In unverantwortlicher Weise erschreckte vorgestern Nach- mittag der Vnüber eine« Ex.radlatte« die Stadt durch Die Ntchriebt von einem Morde. Allerdivg« ist eine Frau von ihrem Mann« erschlagen worden, aber die That geichah im Wahnstnn oder im Fieberparcxy'mui und die amtliche Dar stelluna charatteristrt den Tovtiehiag denn auch al» die That eine« Jiifinni.en. Traarig wie der Fall ist» verliert er va« durch imm-rhin alle Rriterien, die die GeseUschaft erschrecken sö inten. Ein andere« schweres Verbrechen, vaS allerdings in Slargard i. P. entdeckt wo dm, da« aber in Berlin togarigm worden ist, ist weit mehr geeignet, Aafsehen zu erregen. Bi» »um Sommer de» JahreS 1834 wohn« in der Elsaffeestraße zu Berlin«in Metallarbeiter R„ der stch fett Jahren durch Rur- pfuicherei«nährte. Im Mai deS genannten JahieS verstarb plötzlich sein« F au, und wenige Tage nach der Bendtgung verzog R. nach Stargard. Er nahm eine unoereheltchle M. mtt, zu der er bereUi zu Ledzeitm seiner Frau in einem intimen Vetbältniffi gestanden und hetraihete dieselbe noch im Laufe deffelton Jrbre». In diesem F ühjah-e»«starb auch Diese plötziicb und zwar unter so oervächtigm Umständen, daß auk Veranlaffung der Staatsanwaltschaft eine Obduitton der L-iche und chemische Untersuchung der Eingeweive oorgenom- mm wurde. Durch dieselbe wurde der Verdacht ein« vor- liegendm Vergiftung zur Gewißheit ei winde eine bedeutende Menge Ar senil in den Mazentheilm gefunden und R. unter der Anklage de» Gattmmorde» in Haft genommen. Di« Staatkanwrttschaft zu Stargard schöpfte Verdacht, daß auch die«st« Frau de» R. eine» unnatürnchen Tod» gestorben und auf toi«: R quisttton fand kürzlich die Ex uairung der L ich: auf dem hitfi.m Sophicnkirchhose statt. Dir Gerichttchemtler Dr. Bischoff wurde mtt der Untersuchung der noch omhandmm Ueberreft« der Leiche betraut und wird seine Aufgab« in nächst« Zftt gelöst haben. E» find außerdem noch viele Momente zu Tage gefördert, welch« dafür sprechm, daß R. auch seine«fit Frau durch Beibringung von Gift umS Leben gebracht. Ja dem Sarnison-Lazareth»n Tempelhof befindet fich noch immer ein Utaa in ärztlicher Behandlung, der toi dem Eismbahnungl ick auf dem Potsdamer Bahnhof vrrunglückt ist. Er hat ein« Tenickoerrenkung«litten und in Folge deffm ist sein Genick vollständig krastlo», so daß er ton Kopf nicht aufrecht zu halten vnmag, dieser ihm vielmehr auf den Schultern liegt. Er geht mitunter auZerh stb de» Lazarith« spazieren, ist aber völlig erwerbSuniällig.(Wir möchten bemerken daß wir für die ärztlichen Diagnosen unserer Berichterstatter keine Ver« antwoitlichlett übernehmen. Die hier beschriebene„Genickver« rmlung" erscheint unl selbst etwa« phaniastisch. D. R) Ein Anblick, der allgemeine« Entsetzen hervorrief, bot fich am Dienstag Varmitlag dm P ffanten tot Dretdener- straßr am Oranienplatz. Von einem Wagen der Pferdebahn war ein alte« Mütterchen abgestiegen und— weil der Wagen noch nicht hiett, oder fich schon wieder in Bewegung gesetzt hatte— zu Boden gefaUen. Da lag nun dt« alt« Frau in einer furchtbaren Blutlache, tonn etwa« Andere« konnte doch die au» dem Mantel unaufhaltsam hervordringmde roihe Flüsfizkeit nicht sein. Mit vor Schreckm ascdfohi-m Gestcht sah eS der Rondutteur und nercöf« Frauen hiellm die Hände vor da« Gestcht und«arm einer Ohnmacht nahe. Ein Fieischer von herkulischem Rörperdau kommt endlich von dem nahm Loch nmarkt« herbei; ihm ist Blut ein gewöhnter Anblick. Er wickelt die am Boden Liegende fest in ihren Mantel und h-bt fie auf, um fie in dm rächsten Huuiflur zu tragen. Do, neue« Entsetzen! Em großer blutroth« Klumpen fällt au« ton Riet- dem der Unglücklichen und zu Boden. Jetzt endlich konnte man die Name der gräßlichen Vtlietzung feststellen: die alte Frau hatte utttt ihrem Mantel eine irdene Büchs« mit einge- machten rothen Rübm getragen, und dir« beim Fallen»er- brach-n« Gesäß hatte ton ganzen Schrecken angerichlet. Die alte Frau selbst«holt« fich von dem Fall« sehr bald, denn außer an den Rüden und d« total tosudeltm Garderobe hatte fie leinen«hebltchm Schaden erltttm. Die Leiche der'erschlagenen Frau Finger wurde am Dienstag Nachmittag 2 Uhr tm Beifiii ein« nach Hunderten zählenden Menschenmenge von dem Thatorte nach tom neuen L-ichmschauhaus« gebracht. Vorher war die Wohnung durch die Rriminalpolizei und die Leiche durch ton GerichlSphystlu« tostchiigt worden. Der L ichmbefund ergab, daß die rechte Schläfe der Frau vollständig eingeschlagen war, da« Gesicht war mtt Blut üb« st ömt, ein Rnäuel von Blut und Haaren hing vom Hini«baupt hnad. Der Tod war augmschetnltch, mährend die Frau betäubt lag, durch Verbluten eingetreten. Belleitot war die Frau mit einem dunllm Rock und braunem geflickten wollenen Tuch. Die Rüche, in der die Lei»« lag. hat eine Breite von 2>/, Meter und eine Länge von 4 Mein; in ihr wohnt« die Familie Fing«. In der Rüche steht ei ärmlich, aber auffallend saub« au». Link» vom Eingang an der Läng« wand standen die beiden Betten, von denen F. da» an der Thür benutzt«, während seine F au mit ihren R ndern im zweiten Bett schlief. Recht» an tot LänzSwand ist nächst der Thür der Feuerherd, diesem zunächst stand ein gelbe» Rüchmspind und hinter diesem ein lleiner braun polirt« Sch ani. Vor diesen beiden Schränken lag die Frau in einer Blutlache. Aus einem Meinen mit WachSletn wand überzogenen zog sie rneia Ohr ganz nahe an ihre« Manb, den» fie sah. daß die vnfl.... Weiber wieder in d« Thür« standen; und fie sagt« mir in« Ohe:.Kind. Du wirfst Dein junge» Lebe» so nutzlos weg, und e« könnte doch so ganz and« S sei», wen« Du nur wolltest; den« Du hast doch ei» gute« Herz. Ich würde ruhig k«ben könne«, wen« Du mir verspreche» wolltest, nicht mehr zu trinke«, wieder ei« anständiger Mensch zu weiden und wieder zu arbette«. Wev» Du mir da« jetzt versprichst, dann wirst Du«» auch halte», da» glaub« ich fest! Uvd weil ich wußte, daß Du endlich doch«och einmal komme» würdest, Zunge, darum Hab' ich— dabei drück,« fie mir den Arm, daß ich« »och spüre— darum Hab ich für Dich eine Kleinigkett auf der Sparbank angelegt für neue« Havdwerkßzeuz; da» Büchlei» liegt dort w der Tischschublade; e« ist wobl nur wenig— aber... Da konnte fie nicht weiter, fie fiel Mück und sah mich an. so- so- ich kann euch».cht sä»-«. ZnngenS, wie fie mich ansah..Mutter!" sagt« tch,„Mutter ich verspreche ,» Dir, ich will keine» Trrpfe» mehr trinke», ,ch werde wieder al« Zimmermann arbette« gehe«!" .Da» hat sie«och deutlich gehöet, denn fie lacht« mir hielt/~ während st« meine Hand»och fest. „Seht ihr, Zungen», das wollt« ich auch nur»och er» zähle»; wir find immer zu gute Kamerade« gewesen, um so ganz ohne Abschied v»« euch weg zu bleiben. Morgen gehe ich fort von hier; ich suche mir Arbeit draußen bei einem Meister." KWMU'ZW ZÄ-WrSK Tisch stand eine Petroleumlampe und eine Medizinßrschi, während zwei Stühle da» Mobiliar vervollständigten. Bi« M Beendigung der Vmuntersuchung ist die Wohnung»vltzeili» geschl-ffen wo. ton.__ Et« Unglücksfall schlimmster Art ereignet« stch am Mo» tag Nachmittag argen 3 llhr in tot Prlnzenst aße. Bon Dem Simse dt« Hause» Prinrenstraße 68(Ecke der Drcstonerstrm stürzte ein Stück der Verzierung herab und verletzte einen d« Paffanten derartig, daß er mit Blut ütorsteönt bewußtlos i» Boden fiel und, obgleich ärztlicher Beistand sofort zugegen aal, in diesem Zustande nach Btthanien geschafft werden mußfe Wie e« sch int. liegt ein Schädelb uch vor. Gemäß de« Veröffeutltchuuges de« kaiserliche« suudheitoamt« find in der Zeit vom 10. Ottbr. bi« 16.Dttbi.ct' von je 1000 Bewohnern, auf den Jahresdurchschnitt berechnet, all gestorben gemeldet: in Berlin 23,2, in Breslau 32,0, tn Rönigp tot« 27.2. in Köln 30.3, in Frankfurt o. M. 15,9, in ffli* baden 24.4, in Hannover 37,2, in Raffel 20,3, in MagdedulZ 26,9, in Stettin 24.6, in Altona 23.3, in Straßburg 22,7, t» Metz—, in München 34.2, in Nürnberg 28,1, in AugSbuft 25,4, in Dresden 28 0, in Leipzig 18,1, m Stuttgart 20,5, v RarlSrube 19,6, in Braunschweig 49,7, in Hamburg 51,4, d> Wien 19.6 in Pest 48.0. in Prag 20,4, in Trieft 49.2.» Krakau 27.5, in Basel—, in Amsterdam 180, in Brüssel 22,9, in Part» 21 7, in London 16 0, in Glasgow 23,9, tn Liverp» 23,8, in Dublin 22,6, in Edinburg 15,2, in Kopenhagen U in Stockholm 23,7, in Cbristiania 24,6, in Et. Petersburg 32- in Warschau 2o.9, in Odessa 43,1, in Rom—, in Tm« —, in Venedig 20,4. in Madrid—, in Alexantoia 40,1. Ftt� in der Zeit vom 19. bi« 25. Sept. ct.: in New. Kort 23> in Pzuadelphia 19 5, in Baltimore 18,8» in 6� FranziSko—, in Calkutta 25.0, in Bombatz 25.6,» Madra, 39.2. Die günstigere Wendung in den santtären Verhältnifl» Berlins hielt auch in dieser Berichtiwoche vor. JnSbesonbff übte die anhaftend kühle Temperatm der Luft, die im tot# richtSwoche vorher.schle, einen weiteren günstigen Einfluß g die Abnahm« von Darmkatarrhen und Brechdmchfällen Kinder au», obwohl dieselben noch immer häufiger olf%% um diese Jahr««zeit(73 gegen 105 der Vorwoche) C# forderten. Dagegen erscheinen atute Entzündungen � Aihmungkorgane, der JahreS zeit entsprechend, gesteigert, den JnfettionSklankhriten riefen Masern und DlpM'. (letztere im Stralauer Viertel und in der Rosenthaler am häufigsten) wenian Erlrankungen bervor, während wgtg letdt tzptzen(in der Rosenthaler und Oranienburger Lmsta- am zaolreichtor) und Keuchhusten etwa» mehr EckranW� oeranlaßten. Auch eine Sltrankung an epidemischer starre gelangte zm Ausnahm« in die Krankenhäuser. � krankungen im Wochenbett zeigten keine wesentliche VerändetM! in ihrem Vorkommen, rosenariige Entzündungen de» gewebet der Hmt kamen dagegen in wesentlich gegm die � »och« verminderter Zahl zum Vorfchein. Etwa» häufig waren auch rheumatische Lefchwerden aller Act, und akutes lenk.heumatiSmen Gegenstand ärztlicher Behandlung. Markthalle,« Bericht«»» Z. Genidm«,«» städüiff? BerkausSvermittter, Bertin, Zentral« Markthall«, ton 27. c' tober 1888. Eier 3,05 per Schock... Butter. Der Butterkonsum hat erheblich nachgelm? während die Zufuhren stch mehren. Die nachstehenden% werden vmauSfichlltch eire H-radsetzung erfahren müssen. MZ feinste Taselduun k. 120—125, fem««utter L 110—118 ll.?l fehlerhafte 85- 90, Landbutt« L Ä bi» 108. Ul... U. 80—85 Ist., Galtziich« uno andere geringst»«borten 72 M.»n 50 Kilo Preise weichend. Käse. Quadratsahnenkäse ist wenig am Markte, gre« Zufuhren find gemeldet. Schweiz er läse L 56—68, ü. 60�? m. 42—48 1R., Ouadrat.vackstein I. fett 20-25, ll. 10-13% per 100 Stück Roquefort 1,20—1,60«r. Pfd. Blumen und Blätter. Lortondlätter 5,50—4 M. Rosm 10-15 M» RosenknoSpen 1—3 Mark pro 100»'s Tuberosen 4-5 M. pro 100 Stück. Veilchen 3,50-6,00-t pro Tausend Rosm Hochstämme 50-70, nieVrigoeredelU Mi 20 M. per 100 S'.ück. Primeln 13-15 M. per 100 0''' Auktionen jeden Freitag um 7 Uhr Nachmittag» Obst und Gemüse. Ung. Wewrrauton 22—25, C�j äugen und RuStatelln Weiwrauton 25—28 Pf. Neu«% 80-48 M. ver Kiste. Pflaumm 4.50- 7,00, Birnen 4.20? 6,60. Tafelbttnen 7-16 M„ feinste Sorten MS 30 M,% 4,25-6 Mark Takeläpfel 7-15 M.. feinste Sortm MS SO A Maronen 80 M„ BaUnüffe 30«. per Zentner. Lwietov> K 8-4 jj. Weißfleischige Cpetfe.Rarloffeln 2,50— 3,00 M. 2,80 Ml 3,00 blaue 2,60-8,03 Ü pr. 100 W Schalottm 6-7 3L, Teltower Rübchm 9-12 M.% 7-8 K, Reerrettig 7-12 M. Blummkobl 20-40 pr- 100 Stück. Rohlrübm 1,60-200 M.. per Zentner. Wild. Die«ingetretme lühl« Witterung hat M»% für Hochwild wesentlich gebessert und befestigt. Di« ist andauernd reichlich. Hasen, RramtSvögel und Redb»«., jedoch knapp; blutsrisch« Waar« erreichte die höchsten angegebmrn Preise tn der Auktion. SS wurde to|»%A# ÄM,60.« S"Ä per Stück,«ramettvögel 18-22 Pf. per Stück. 2» bahn 3-460 W- Bltlbuto 1,76 M« 2�0 M p« KÄ Schnepfm 1 65-2,00-2 25 M.. Bclasstnm 60-70 Pf Di« Wildautttonm wer ton täglich im Bogen 4 um � Vormittag« abgehalten. , Geflügeft Fett« Gins« 1,50— S.OOllt, luna« Hühner Tauton 30-46 Pf.. Poull «änse per Pfd. 50— Sö Pf?-jffljofy LSS-0�0M„-lt,l/»� m Poularden 450—8,00 M Magere« Geflügel schwer verkäuflich. N'' CTOnniaQ» 1.40 Dt, L Delikateßaal •VÄ%%%%« f«.«mh « 5—12 Mark per Zentner. . Polizet-verteht. Am 26 d. M. gegm Mü# HauSctener Bertyoi, in der Oremimstraße »om Vorderperron eine» in der Fahrt befindliche» »«en« so unglücklich zu Boden, daß er unter die � Wton gerieth und einen mehrfachen Bruch de» jchenfel« ttlttf. Gr wurde, nachdem ihm aus** Anwendung geeigneter Gegenmittel noch lebmv � �i!.� Lazarus- Rrankenhaus« gebracht.- Im Laufe de» »utbf in dir bet IRolibbtflii der bei den Pflasterung». mbeiten b«sibä>tt«ie«rbeiter Pobl dm» eimn im Trade fahren- den, von dem«u> scher Wicheri. Lübdenerpr. 6 wohnhaft, geführten Rollwagen, und in der Reuen W lh-lmstiah«»in KZ Jahre alter Mann von einer Droschke üderfahren und durch Quetschungen nicht unbedeutend verletzt,»uherdem wurde der «ideiter Schul, am«ottduser U'er, an der Ecke der Manteuffel- flraße, durch einen Arderttwagm der Firma Roth, Diesienbach' »rahe 59-61, überfahren. S- erlitt einen Bruch de« iirlen Unter schenlel«.- Um dieselbe Zeit starb auf dem Grundstück Sbatloitenstr. 69 der statt»« Ben, in während»er«rbeit VtStzlich am Herzschlag. Die Leiche wurde nach dem Leichen- Ichauhause gedracht.-«n demselben Tag« wurde die dereit» ß«l in Bnwesung übngegangene Leiche eine» obdachlosen «rbelter» in einer Baubude an der Ecke d« Tegeler- und Triftstraße von spielenden stind«n vorgefunden und ebenfalls nach dem L-ichenschauhause gebracht. Gerichts-Zeitung. «iu strüppel erschien gestern vor der IV. Strafkammer. drr Beorohung, der Beleidigung und de» grobe» ..Der Angeklagt-, d« Arbeit« R, gehStt;u jenen ü.F.f1 nie« infolge ihre» körperlichen Zustande» zu proZuk to« bitr.« an fremder Leute Tzüren um ein Stück Brot seiiv So verbringt N. ichon seit Jahren sein Da- ihr Jb" in bitterer Feindschaft mit d« Polizei. In Auf uu stch nach de» Ang-klazten Meinung alle» U-ble. straf-M- ist» denn gekommen, dafc N. dnettt 23 Vor- bat Beleidigungen u. f.». auf feinem stonto stehen SMu ist ein U'ul alt« Bettln, bah Jeder eine bestimmte «wotae,«,»....» hn« Auch mit R. �.-■gezetid od« Revier zum„Abklappen" hat. nicht and«», der fich da»„«eheimrath:- Hertel alt OperatwrS'rld erwählt hat. Hier ist 5" der Bolizrilteutenant von Manteuffel, dem fr«edauerrSwerthe, welcher flch oft d« Tragweite unüberlegten Handlungen aar nicht bewußt ift, unver- Ähnlichen Haß entgegenbringt. R. hatte wieder einmal im ■oetikin Anderer de» erwähnten Poli,eilieutenant» in gnade Mt ,alt« Weise gedacht. Die autgestoßenen Drohungen ouveten den ersten Thell d««hobenm Anklage; die anderen «ngehm bestanden, wie im Eingang erwähnt, in Erregung Arvben Unfug» und Beleibigunp. Eine» Morgen» begab stch � Angeklagte auf sein« gewöhnliche Tour. Er hatte, um fich iü stärken bereit» eir en Schluck„genehmigt". Für R. ex ftirten ""n leine Schutzleute mehr. Plötzlich erfolgte ein Zusammen- r?»«tt einem d« letzteren. Ein Auflauf entstand, N pro« „n,. sein« Bei Haftung und beehrte die Beamten mit Kcastautdrücken. Da» ganze Sündenregister wurde '-"t'N feiten» de» Prästdenten vorgehalten. Die Strafe lautete auf g Monate Gefängniß. Zuerkannt wurde diese» Strafmaß ?egen d« al»«rschwnend angesehenen velridiguna der Schutz- 'fuie. di« in d« Anetil u-g von fl-.üppeln keine Unterstützung M Publikum fänden. Dazu kommt der„grobe Unfug". Bon einklage wegen Bedrohung wurde N. freigesprochen. Die- l'iOt wu de zwar al» geschehen konstatirt, doch nahm d« Ge- «htthof an, daß ste d« Angeklagte im privaten Meinung»- autlausch gethan und nickt in d« Erwartung, daß da» von Ihn«esagte Hecin vor Manteuffel zu Ohren kommen solle. Wege« Nichtaufnahme einer Bertckttgung hatte fich vorgestern der stelloert.etend« verantwortliche Redakteur der „Nordd. All«. Ztg.", Herr Diederich, vor dem hiestgen Schöffen- Stricht zu»«antworten. Et handelt fich um eist Interview de» russischen Staatiminist«» v Gin» in FranzenSdad durch Kren Berichtnftatt« de»„V«I. T ,bl." zur Zeit d« bulgarischen E-eigrnff.-. Die„Nordd. Allg. Ztg." hatte dem darüber im "Dgdl."«statteten Berichte gegenüber dle Bemetkung gemacht: "Jnpischen haben wir feststellen können, daß d« Minist« ®. 1 in Franzensdad nicht«inen Korrespondenten de» Tghf.", sondern nur einen Korrespondenten d«„Pctertd. d-ni �'angm hat. Da»..Tgbl." erklärte, daß der Korrespon« Hermann, all Mitarbeiter de»„Tagebl" und der 15«» w.8 8" sich bei herm o. Gier» eingeführt habe, und rieM«. �r Dr. Zomow sandte d«„R.«. Z." eine Be- nu» ö durch welch« die Behauptung, Herr o. Gin» habe "Rwespondenten der„Petntb. Ztg." empfang«,. für un- M'�klärt wird. Die„R«. Z" bracht- nun nicht den Wort- d-�i.,�*� Berichtigung prm Abdruck, sondern I heilte den Je halt nur in einem polemisirenden Artikel mit, an deffen i,i,LA st5 dabei verblieb, daß Herr v. Gier» nur ein«, tlchtimm111*0*' ßan| abgesehen davon, daß der Inhal, der ve- �»»gung, wenn auch nicht dem»ortlaute nach, ja Aufnahme habe. Der erst« Artikel sei, wie durch Vernehmung »._•• v-w. li\*v•|v»f"j* ?bt,�.,rn Tt«» zu beweisen sei. auf Vnanlaffung deffelden ..uckt worden und d« Angeklagt« habe fich mindesten» im ... j-.—' die Berich. Eigenschaft sei ein Vorgang, d«, da»„Tgbl." k°r ntchr derlch. Z?» Wmn.» auch sein möge, daß �r«ort. spondent WKUM.. WMMD —" � � fc vereine med Versammlungen� "fg.«...« dielt ai .. a« unter Montag»bAn?*' ber«erltner Hautdiener" hielt de« Jord«.'» Salon(R-ue Grünftraße) unie jung qi.'l»e*(1 Herrn«uhnke eine gut besuchte Vnsamm WO-MSWW auch in de« 6 Lm �-teresse der Prinzipale oder Chef», all seien For»?., Hautdiener zu vnwalten beabsichtige. Hierzu °ste in S, rwaeführt. auf d«ien genaue Angaben Üb« Zugaben rnL t"""ben Pnsonalverhältniffe gemacht wnden, nachwetfe» Richtigkeit die Vnwaltung de» Arbeit,. Mvtzuna d»? �"»'hendsten Recherchen anstellt. Auch soll bei s«in ende Stellen stet» d« dazu am geeign«flen «•..k._» daß dem SRermfiAiinaitomilN Decharge �rtheilt «u-d� verlin d« Fall sein möge. D« v«lin« Verein werde flch da» vestr-ben de» Wien« hautdienervnein» zum Vorbild nehmen. Die Versammlung beschloß darauf, die Angeleaenhett der Altertversorgunz auf die Tazetordnung der nächsten am 16 k. Mit. stitisi edenden Vereit» Versammlung»u fetzen. Wie«, 26. Oktober. Am Sonntag fand in St. Pöllen eine»ahlreich besucht« Arbeit« Versammlung statt, w-lcke zum Voischlage d« Einführung von Arbeit«kamm«n in Ö sterreich Stellung nahm. An d« Debatte betheiligten fich autschlleßlich Redner au» dem Arbetterstande, so au» Wien die Herren K'apf, Leißn«, Bretsckneid-r und au» St. Pölten Resel, Weg«« und And««. Die Versammlung nahm einen ruhigen V-rlauf und stimmte folgend« Rtsulution einstimmig bei: „In Erwägung, daß eine ko porative Vertretung d« Lohn arbeit« nur dann einen We rh hat, wenn dieselbe»um mindesten autgnüstet ist mit ausgedehnten vewgntffen zur statistischen Ecbedunz der Lage der arbeitenden Klaffe, zur de- stimmenden Einflußnahme auf die Arbeitnsch utzgesetzgebung und ihre ehrliche Durchführung, zur Einflußnahme auf die Er> nennunz und Kontrole der Gewnde- Inspektoren, und mit d« Machtvollkommenheit versehen wird, fich der Organe d« staat- lichen und kommunalen Verwaltung zu diesen Zwecken zu de- dienen; in Erwägung, daß eine zielbewußte Vertretung der Arbeitnschaft nur zu Stande kommen kann, wenn durch die vorbnettende Thäitgkeit von Gewerttoereinn, und Arbetterveidändm da» Klaffenbeaußtsein ein allge- meine» und deutliche» gewoiden ift; in ErwSgung, daß der von liberaler Seite eingebracht« Gesetzentwurf, betreffend die Errichtung von„Arbeite, tammnn", diesen Vorau»setzungen keinetweg» entspricht, sonvem seine einzelnen Bestimmungen, sowohl was die Kompftenzgrenzm der Kammern al» wa» da» aktive und passive Wahlrecht in dieselben anlangt, vom mg- hnzizsten Standpunkte und von laienhaftem Dilet!anti»mu» diklirt find; in Eiwägung, daß Parteien, welche die bei un» geübte Hanvbabung de» Vereint- und V«sammluno»rechte» zustimmend od r stillschweigend zulassen, der ernste Wille zur E.mözlichung einer Organisation d« Arbeitnschaft übnhaupt nicht zuprlraum ist; m schli-ßltSer ErwSgung, daß da» winzige Ausmaß von parlamentarischer Vertretung, welche» der Gesetz- entwurs den Arbeit«« gönnt, durch dm indirekten Wahlmodu» nicht geeignet ist, den wichtigsten und wesentlichsten Vorthetl de» allzemeinm Stimmrechte»: die Ermözlichung der poltttschen Erziehung und d« freien Diskusston zu erfüllen,«klärt die hrutlze Arbeiterversammlung: daß d« am 6. Oktober ringe« brachte Gesetzentwurf über die Errichtung voi Broeiterkammern in kein« Weise dm Ansordnungen, welche an eine zweckdien- liche Vertretung der Jnterrffen d« Lohnarbeit« gestellt w«- den müffen, entspricht und daß da» Proletariat seine bestimmte, imm« und imm« wiederholte Forderung nach dem allgemei nen gleichm und direkten Wahlrecht« niemal» für da» Linsengericht eine» dürftigen Zubaue» an die gegenwärtige Jntneffm- vntretung aufgedm wird." vermischtes. Neue» Sxmisflousverfahre« tu Irland. Ein Kor« responvmt au» Kerry theilt tn Bezug auf da» Vorgehen Ge- nnal Bull«» in JUand mit, daß derselbe eine vorheiige 10 tägiqe Anzeige verlangt, wenn Militär oder Polizei für E; mtsstsnen erforderlich find. Er erkundigt fich>odann persönlich über den Fall, und wenn« findet, daß der Pächter zur Zah. lung seines Pacht, infe» außer Stand- ist. dann läßt er dem «rundbefitzer brieflich mMheilm. ti sei unräihlich, zum Aeußerstm zu schreitm. Vor Freude gestorben. Sin« Wiitwe in Elberfeld wurde vor einigen Tagen die freudige Nachricht zu Th-il, daß ihr Sohn, d« vor einigen Jahren nach Amerika au»zewand«t war, zmück'ommm würde. Die schon b«agie Frau begab fich nach dem Bahnhof und hielt bald darauf den Sohn fteude. strahlend umarmt, fühlte stch ab« gleich daraus sehr unwohl und war»tne halbe Stnnde später dneit» am Herzschlage ge- stordm. Die Freude hatte st- getöMet. Ziemlich bedeutende Eedsevkunge« hatten stch bekannt. lich seit Jahr und Tag in St-ß'urt gez.igt, welche durch den Abbau de» unter d«S!adt fich binziehmden fiskalischen Stein- salzlager» hervorgemfm waren. Wie jetzt gemeldet wird, sch-tnt in diesen Emkungen, die stch fast über die ganze Stadl o«. bnilet haben, ein Stillstand eingetretm zu fein, wie auch in den bereit» mehr oder wenig« niedergegangmm Straßen- theilm in Folg« der merglsch betriebenen Versüllungta.d-rtcn d« abaebau'.in Strecken die Srschüttemngm seltm« werden. Au» diesem Grunde haben auch dneit» wird« mehrfach« Ab- findungtoergleich« zwischen dm vefitzern deschävigter Gtund- stücke und dem FitkuS stattgefunden. Wippckev's Kriegsberichte find in Rußland vnbotm worden. Nach langer Irrfahrt über Bnnau ift ein Band Wivpchen's au» P-teiSdurg mit dem otstztellm Vermerk„Vrr- boten" heimgekehrt. In Bnnau war He« Wippchen nickt zu finden, und von dort mdlich kam d« Band nach Berlin. Da« Kouvert, in welchem da» Buch fich befand, trug noch folgende Notizen: 1.„Absender: Wwpchen, Krim»b«tchter- fiaf« d«„Berliner Welpen" in Bernau." 2 Absender in Bernau unbekannt, polizeilich nicht gemeldet. 3.„Wtppchen i statine Pseudonyme Persönllchkeit. Absender dürfte in derRe- daklion der„W tpen" zu suchen sein." E.n gläserner Berg. P-ofiffor I. P. Jddlng» vom Ber. Staatm geologischen Vermeffungtbureau hat soeben einm Bericht übe» einm unter d-m Namen„Odstffan Klippe" be- kannten gläsnnm Berg im U llowstom-Park veiöffentlicht. Dieser Berg od« dies« Kl-ppe, wie st- in dem vnichte genannt wird, ist ein 3000 Fuß langer und 160 bit 200 Fuß hoher Höhenzug, welch« durchweg aus Bla» de steht, welche» dieselbe Beschaffenheit wie da» künstlich hngestellte hat. Dt« Klippe rühr, wahrscheinlich von einem vulkanischen>u»bruch her. Di« Glatschicht ist am untiren Th« l- 76 bl» 100 Fuß dick, dl« porös« und blmstrinartig« Oa«, fläche ift ihetl weise zerstört. Bemnkrntwerth find die Prttmadtlvungen am südlichen Aul- läufer de» Höhenzuge». Die Farbe de» Glase» ist zum Thell ttefschwarz, hellbraun, hellroth, purpurfarbig und olioengrün. Die Klippe bietet tn Sonnenbeleuchiung einm prachtvollen Anblick dar. Et««aunerstückchen. Au» Pati» wird vom 17. d. M. folgend« tragttomiseh« Vorfall mUgetheilt, welch« fich auf dem Boulevard Haußwann zutiug und eine Schaar schadenfroher Pastanten tn lebhaste Hittertelt vnsetzt«. An dem bezeichneten Tag« Vormittag» raste ein reit« lose», elegante» Reitpferd den Boulevard entlang. Ein beherzt« Mann aus dem Volke sprang auf da» scheuzewordene Thier zu,«griff e» beim Zügel und brachte«» endlich nach mühevollem Ringen»um vkehen. Stlbstoerfiändltch hatte stch in respeltooll« Entfernung um den kühnen Bändiger de» Werbe» altbald eine vielköpfige Zu- schau« schaft geschaart. Da ftat plötzlich ein elegant« Herr heran, dankt« dem Manne auf da» Artigst« für die Müh-, welche ihm sein Pferd verursacht habt, verabreichte ihm ein kleine» Honorar, bestieg da» Pferd und trabte eilig« von dann«,. Bald danach stürzle ein mit«oth üb« und über be- deckter, in der Kleidung stark dnangirt« He« de» Wege» da- her und fragt« athemloS die Pastanten, od sie nicht eine» durch- gegangenen Pferde» anstchlig geworden seien. Man«zählte dem unglücklichen Eigenthüm« de» Thiere», daß ein Saun« dl« Situation rasch ausgenützt und fich hoch zu Pferd« au» dem Staude gemacht habe. Kleine MittheUmkgen. Spremberg, 26. Oktober.(Um eines Sperling» willen.) Ein Sonling Hai am letzten Sonnabend eine Dampfmaschine angehalten, so daß die ganze Fabrik stehen und üb« hundert Arbeiter Feierabend machen mußten, und da» ging so zu: Der Spatz hatte fich mit mehreren Genoffen den Raum Mit« dem Dache d« Haubitz'schen Fabrik al» AufenthalUmt gewählt. Bei einem Kampfe stürzte ein« dnielden in da» Waff«» reservotr,«trank elendiglich und wurde Durch Den Zug de» at fließenden Waffn» mit in da» Rohr dinewsezogen, durch weiche» d« Damp'keffel gespeist wird. Da» Rahr verstopfte stch in Folge deffen, d« Kiffel erhielt kein Waff« mehr— kurz, di« Maschine mußt« flehen bleiben und die ganze Fabrik Fewrabend machen— um eine» Sonling» willen. Elberfeld, 25 Oktober. Gestein Abend wurde die köirig» liche Sieuerkaffe in Unterbarmen mittel» Rachschllffel» erdrocken und daran» ein« Geldschawlle mit«nem Inhalt von 10200 M. g st-blen. Breslau, 25 Oktober. Dieser Tage vasfirte eine jüdische Famil e, au* 5 Personen best-hena, Gl-twttz. Dieselben waren vor 10 Wochen au» Galizim au» gewandert, um nach Amerika zu reism und hatten stch dazu ihr Vermögen von 800 Gulden mitgenommen. Alt ste ad« nach London kamen, erfuhren ste, daß e» in Amerika nicht viel best« al» in Gaittien sei, und deichloffen nunmehr, die Rückreise anzutreten. Leid« hatte da» Geld dl» auf den letzten Pfennig abgenommen und ste waren gezvunzen, zu Faß zu g-h-n und zu betteln; hl«- bei find ste in ein« benachbarten Stadt betroffen und wegen Beiteln» mit je 14 Tagen Haft bestraft worden. Räch verbüßter Hast erhielten ste ein« Zwang»lttl«out« nach ihr« Hiimaih. Lüneburg, 25. Oktob«. Während einer gestern vom Thalia sttein vera-fialreten Tairzgesellsckaft kam e* zu einem groben Exzeß zwischen Dragonern und Ziviliften, den, wie die „W«s-- Ztg." berichtet, die Dragoner prooozirt haben sollen. Et g-larg den Polizeibeamten» die von hinzugekommenen Unter, vi filteren de» DragoneneaimeniS unterstützt uu den, erst nach vieler Mühe, die Ruhe wieder herzustellen. Brunsbüttel. 24. Olioder. Die Vorbereitungen für de» Bau de» Noiv-Otseekanai» schreiten jetzt rüstig vorwärts. D« Regierung» daumeist« Ntest, welcher dem Bauamt in vruntdüttkl überwiesen ist. leitet dt« Peilungen auf der Elb«, während der Ingenieur Wiese auf dem Lande Mrffungen vor- nimmt Wie», 25. Oktober.(AttentatSoersuS gegen einm Eisen- bahr zag.) Von d« Gen« aldireltion der österreichischen Staat»- bahnen wird mtlgeiheilt: Die bezüglich eine» in d« Nacht vom 19. zum 20. d.»«übten Einbrüche» in der Halteftelle Z-isel- mau« eingeleiteten Erhebungen haben«geben, daß außer d« B-raubung d« Kaste auch ein anbete» Attentat geplant gewesen, welche» jedoch glücklicherweise durch die Pflichttreue eine» Bahnwächrn» vereitelt wurde. Der in dieser N.cht auf dem von genannt« Halteftelle gegen Tulln zunächst gelegenen Wächter- pcst'N den Dienst vrrsehende Wächter Heinrich Umgebör nahm vor dem nach Wien verkehrenden Güterzuge um 2V, Uhr Nacht» die Streckenreotston vor, wobei« an drr d« Haltestelle Zeiselmauer vorgelegenen Uedersetzung de» nach Königsteiien führenden Fahrwege» eine förmliche, au» ein« Eisenbahnschiene und einigen starken Bauiö zern und Pfosten qu« üb« die Schtenenstlänge errichtet« und gegen die Schw-ll-n verspreizte Barrikade vorfand. Nachdem UargehS: diese» Hinderniß, durch welche» dn vorgenannte Güterzug unfehlbar z,r Ertgleisung gebracht worden wäre, beseitigt und unschädlich gewacht hatte, setzte« seine Revifio.a über die oorbezeichnete Haltestelle hinau» gegen Wien zu fort. Plötzlich«hielt er zwei kiäUige Hiebe auf Schütter und Nacken, die ihn betäubt ,u Boden stürzen machten. kl» er fich nach einigen Augenblicken etwa»«holt ausrichtete, bemnkte« zwei VSnnn, welch« über die Feld« gegm Wolf- passtng zu eilten. Bezüglich diese» Vorfalle» st ad dereit» die wei:«en Erhebungen eingeleitet worden. Drei in d« Nacht vom 19, auf dm 20. d. verübten S nbrüchm tn vahnftationcn ist ein sielt« gefolgt. Da» Nmttlokol der Station Rünchm- dorf ist«brochm und au» demsel'm die eis««« Kaste enttragm worden, die am nächsten Morgen etwa hundert Schritt vom Etatlo isgedäude entfernt auf freiem Felde erbrochen auf» gefunden wurde. Die Diebe hatten fich ad« geiSuschf, da der Kasstrer gerade am selben Tage die Einnahme nach Wien ge» sendet hatte. Neapel, 26. Okiob«. In ein« der belebtesten Streißm Reopel», dn Vur Sani Antonia»bat« kam et gestern tn d« Mittagtstund« zu einem furchtbaren Straßmkampfe. Dem „P-st. LI." wild darüber folgende» berichtet: Zahlreiche au» der Bundesversammlung kommende Mitglieder de»«ieitver- breiteten G.-Heimdunde»„Camorra", welche schon tn d« V:r» sammlung«u stceitm begannen, wurden har.vaemein und schoffen schließlich mit Re-ol»em aufeinand«. Ei eitstand eine furchtbare Panik. Alle Hautihor« und F-nst« wurden geschloffen. Bei 40 Schüsse wurden abgegeben. Viele zufällig vorübergehende P-rsonm wurden verwundet;«ine Frau wurde sterbend inS Spital getragen. Mehr«« Camorriftm wurden v-rhaftet. Die Preffe forde, t eine mergifche Aktton gegm dm Verein.C'morra". New Vo'k, 26. O'tob«. Neu«« Depeschen bestätigen, daß da» au, 22 d. M.««spürte neue Erdbeben stärk« auf' traf, al» alle die Erschütterungen seit dem 31. August. An einigen Orten«eignete stch da» Erdbeben am frühen Morgen und vi« Leute stürzten in ihren Nachilieidern auf die Straße. In Charleston fielen der Kalk und Patz von den HSus«n, die von dem früheren Erdbeben v«ur achten Spalten wurden breit« und einige Mauern ftürzim ein. Mehrer« Personen wurden verletzt. Auch in Summeroille war der Eidstoß heftig. Mehrere Personm wurden daselbst zu Boden geworfen und verletzt. Mehrere G-yser haben fich bei Summeroille gebUdet. Am 24 Ottod« wurden abetrnal! zwei von einem donnnähnlichen Geräusch begleitete Erdstöße in Fort Morgan (Alabama) g spürt._ Ketzt» N«chrichte». Un» vnlßarien.«u» Lov-palanka richtet« General K aulbat» eine stiote an die bulgarische Regierung, worin « für den Fall, daß da» U tbeil an den bei der Verschwörung vom 21. August berb-iligten Offizieren vollstreckt werden sollte, mit der sofortigen Okkupation Bulgarien» durch «ine russische Armee drohte. lieber Frankreich» Op-rattontpla« in der egyp'.tschen rage b«*ch(el ein Pr.vattelegramm Dn„Voff. Zia" au» lati»: Waddington(dn ftanzöstsche Botschufler in London) ist beauftragt worden, in London amtlich blo» die Neutra- listrung de» Suezkanal» tn Anregung zubringen. Im Privatonkehr mit den englischen Mi-istnn hat tt e» al« seine Uederzeugung auszusprechen, daß man auf eine Verständigung Frankreich» mtt England in der egyplischm F.oge kaum hoffen könne, so lange England tn Sgyptm ein Besatzungtheer unterhalte, denn Frankreich dürfe al» die«ste Mulelmeermacht und al» Erbau« de» Suezkanal» nicht gestattm, daß England Herrsch« im Nilland werde, wo Frankreich» polttisch« Einst-ß früher üb«»ogen habe._. «ede de» engkischen Schatzkauzler». London, Mitt- woch, den 27. Oitover, früh. Bei der Ansammlung d« kons«- vattvm Lneine in Bradford«klärt«»er Schatzkanzler Lord Churchill, die amtlichen Berichte über die Lage In Irland lauteten im Allgemeinen e-muthigen und ließ-n eine«hedltch« N»nähme d« Verbrechen, sowie die ziem« lich allgemeine Abführung d« Pachtgeld««kennm» nur in gewiffm Bezirken dauertm der TnroriSmu» und di« Unordnung fott. Die Minist« würden demnächst zur Berathung über da» Programm für die paelammtarischen Arbeiten zusammmtretm, da» Land««de dann bald«fahren, od e» nöthig fein wndc, da» Parlament um Sveztalmaß» regeln zur Sicherung der Ausführung d« Gesetz: in diesen Bfjhrftn orjugt�or. U(6er Angelegenhettm d«r ouIwSt» t igen Politik«olle er sich nicht auilafftn, weil lhöricht« Gerüchte ihm wSh enV seine««ufenthall» auf dem Aonttnent vertrauliche Un'erredungen mit auHwärtigen Pttnistem zugeschrieben hättm, während er mit oifijtellen Per' vi« lichkeiten über Dinge der auswärtigen Politik in keinerlei Verbindung getreten sei, und weil Lord Salt«> duiy bei dem am S. November palifindenden Guildhallbanket seine Anschauungen über die auswärtigen Beziehungen Erg- l-mds darlegen w-rde. Lord Churchill forderte die Aonserva'ioen schließlich auf, dt- Regierung bei der Berathung der Vorlage über dm vchluß der Harlamentideratbungm zu unterstützen, damit dieselbe angenommen und die Drohung der Parnellrtm vereUelt werde, welche die Abficht aussprächen, da» parlamen- tarische Eystem unmöglich machen zu wollen. In weiteren Verlaufe der Berathungen nahm Lord Churchill nochmals da« Wor', um ein« Resolution, betrrffend die patriotische Politik Englane« im Oriente, zu befürworten, und äußerte dabei, seit der Premierschaft Lord Leaconsfteld'« seien große Veränderungen in den gegenseitigen Beziehungm der auswärtigm Mächt« eingetreten. Europa b-fi de stch in einer Uedergangsperiode, eher seien die Jntereffen and«!« Länder al« diejenigen England« in kritischer Weise bedroht. England dürfe stch nicht übereilt für ein bestimmte» Verhalten entschließen, ein«Polittkde»ftrieden» würde nicht nur der inner» Wohlfahrt England« höchst dienlich sein, sondern auch deffen Jntereffen im Auslände fördern. Ueber die Entsendung rusfischer Kriegsschiffe nach Varna sagt der Pelertdurger„Regierung«- Anzeiger", durch die allmthalden in Bulgarien'x'Ntrende Anarchie seien die rulst- schm Konsulate der Möglichkeit beraubt, die gesetzllchm J'tenfsen der in diesem Lande w ilenden russischen Urtdanen zu lSützen. N ich der Adrei e dt« G neralmajor« o. Kaulbar« au« Varna waren Fälle von Verhaftung mistscher Unterthanen unter den ungesetzlichsten Vorwäaden vorgekommen. Angesicht» solcher vgchlage s-ien dieser Tage nach Varna die Klipper„Zabiaka" und«Gedächtniß Meikurt" entsandt worden. Verbot«« aus«rund de« eozialtstengesetze« wurde die ntchtperwdische Druckichrisi:„Oefterretchischer Arbeiter- Kalender für da« Jahr 1887 tzerautgegeben von der Redak' tion de«„Bolktfreund" in Brünn. Preis 30 Kreuzer. Brünn. Verlag der Redaktion. Druck von Sroat und Stier."_ Krieflmlten der Redaktion. St. W- Sie müffen die Schaufenster Ihre« Seifm» und Porzellangeschäfte« Sonntag» von 9 Uhr ad verhängm und die Ladenthür seingetlinkt halten. Di in anderen Polizei' revieren hier die Verordnung über Sonntagsheiligung weniger streng gehandbabt wird oder nicht, ist aleichgiliig. W. H. 10. Sie werden für den Vater de« am 9. August d. I. geborenen Kinde« angesehen, wenn Sie mit der Mutter in der Zeit vom 28. Okiober 1885 bi» 11. Januar d. I. U* gang gehabt. Können Sie nachweisen, daß die Mutter in diesem Zeitraum noch mit einem Anderem geschlechtlich ver- kehrt baae. so wird die Klag« abaewtesen. ». H. Wolgafterst-. und St. Z. 300, Pose«. Jht« Angadm sind n.lcht vollsiänvig genug, um veren genau: Beantwortung zu ermöglichen. Wenden Sie sich mündlich an die Redaktion. A. A Wenn die Markthallmverwaltung Ihre Forderuaz trotz gefwehener Aufforderung nicht b-zablt, so müffen Sie Klage erheben. Daß Sie eine quittirle Rechnung eiagereichl haben, war seden'alls sehr unüb'r ezt. Krtz. Pilli'.chebera. Di: Na urheilkunde ist ein Heil» sysiem, welche« s-maulrche Krankheiten nur durch diätetisae Behandlung und die methodische Anwendung di» kaltm Waffer« und gesunde Last zu heilen sucht. Aul Giund dies« Lehre haben sich in vielen Städten Vereine für Naturheilkund« gebildet. Zwei Wettend« Die Zahl dir Mitglieder de« Deutsch«» Reich'tag's d-lrSgi 397. I H. v. velforterftraße. Wenden Sie sich an Hen» Dr. Benkendort, Neue Köntgstraße 11. Die von Ihnen»«' wünschte Auskunft können wir nicht ertheilen: bemühen v» sich nach unserer(fxpidiiion, Zimmerstraße 44, do.t könne» Sie sich die detreffende N.mmcr heraussuchm. Theater. Donnerstag, den 28. Oktober. Otzernhau«. Siegfried.. � Schausptelhau«. Jugendliebe. Hierauf: Der Zerbrochen- Krug. Zum Schluß, neu ein» studirt: Eigen finn. Deutsche» Theater. Don Carlo«. Zigeuner daron. »alluer-Theater. Der Goldonkel. Welle-Alltauee-Theater. Boccaccio. Vstead-Theate». Da« neue Gebot. vittoria» Theater. Amor. Tanz-Poem von Luigi Ranzotti. «alhalla-Theater. Di« Piraten. Zeatral-Theater. Alte Jalodstr. S». Dir«».: Adolph Emst. Der wald-Teufel. Gesang». posse in 4 Aktm von W. Mannstadt. Kouplct« vonG.Görß. Rustk von G. Steffen«. Mit neuen Dekorationen und Kostümen. «�städtische« Theater. Der Astimdudiker. oder: Wie gewonnen so zeronnen. »oukordta» Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kanfraanu't varietck. SpeMttäten. Vor- stellung. »«ertca«- Theater. Spezialttäten- Vor. stellung. »eichshalleu- Theater« Spezialttätm- Vor- stellung._ Berliner Stadt-Theater. (Früher Alkaabra• Theater.) Wallner. theaterstraße 15. Robert und Bertram, oder: Vagabunden g in vier Abtheilun lustigen ffe mit Gesang Die Große Poffe mit Gesang in vier Abtheilungm. Vor d.r Vorstellung: Großes Concert der hamkapelle, «nter Leitung de« Kapellmeister« Hm. Th. Franke. Anfang der Vorstellung V/t Uhr.[805 Da« Theater ist mit elektc. Belcuchtung ver- _ üden-Thealer. (Früher I-onlaenatiMtlachea Theater.) Dresdenertiraße 72/73. Da» großartigste Programm der Kestdenz. GH» Johnson Fmnttq, 4 Damen, 1 Herr, die dev-ulenvsten Schwimmkünstler der Welt »h»It« Etat bei De»t. scheu Reich».— Zerbrocheue Rettern. Gr- i täHIung von Rob Schweichel.— Bir- ' tige Fr»»e»»»> Heeraeusche».— Ei» Proleturierkiu».»rzählungv.E.Lauger. — Der Keaps»wische» Feuer>.«uffe» tu»er Welt. Bon P. O«». 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