Nr. 288. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags- Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland ☐ Vorwärts 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Bettungs- Preisliste = für 1896 unter Nr. 7277. 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fest= tagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Mittwoch, den 9. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. V den vor Die politische Polizei wird von der bürgerlichen| Stellung wird zum Polizeispion gemacht, weil er Nach dem Vorpoffengefecht. Presse nun in der schärfsten Weise verurtheilt. Sie keine andere Alternative sieht, als ausgewiesen thut so, als ob alles, was in diesen Tagen über um seine Existenz gebracht zu werden oder schmähDer Prozeß Leckert Lützow beherrscht auch heute die Thätigkeit des Polizei Kommissarius v. Tausch lichen Verrath zu üben. Wird deshalb mit dem noch die Diskussion in der ganzen Presse des Fu- und Aus- und seiner Agenten, über die Art der Nach Systeme der Rechtlosmachung der Ausländer aufgeräumt landes. Endlich haben auch die Zeitungen, welche bisher richten Beschaffung, über die Anwerbung der Agenten werden? Beileibe nicht! Es wird alles beim alten mit der Politik des Vogel Strauß dem Prozesse gegenüber etwas Funkelnagelneues wäre. So lange die Thätigkeit der bleiben. Ausländer haben sich eben zu hüten, lästig zu zu operiren suchten, die Kreuz- Zeitung" und die Hamb. Vertrauens leute der politischen Polizei blos in Geheim- werden. Gehört alles zum System! Nachrichten" das Wort genommen. Und die Diskussion bunds- Prozessen, bei der Verfolgung von Sozialdemokraten wird nicht so bald abschneiden, denn Erklärungen auf Er- und Anarchisten zu tage trat, da war alles gut und Herr v. Tausch war immer in den größten Gelds flärungen folgen einander, die Zeitungen suchen gegenseitig schön, da war kein Wort des Tadels am Platze, da war verlegenheiten. Er machte große Ausprüche an's Leben, die fich die Spigel von den Rockschößen abzuschütteln und freund- die Art der Thätigkeit der Agenten im Staatsinteresse mit einem Gehalte von 2700-3000 M. nicht befriedigt werden nachbarlich anderen Redaktionen zuzuschieben. Den Ein- geboten, da sprach man höchstens davon, man höchstens davon, daß die konnten. Aber dafür hatte er anscheinend weitgehendste druck aber, daß die bürgerliche Presse infolge ihrer Vigilanten ein nothwendiges Uebel seien. Nun Verfügung über die geheimen Fonds, über die er, wie im Sensationslust, ihrer Jagd nach Neuigkeiten, ihres Wett- aber, wo die Verleger, Chefredakteure und Redakteure der Prozesse nachgewiesen wurde, auf grund fingirter Quittungen rennens in der Aktualität kein Mittel der Information bürgerlichen Bresse sich selbst umstellt fühlen selbst umstellt fühlen von verfügen konnte. scheut, daß sie die gewagtesten Wege einschlägt, keine Hinter- Agenten der politischen Polizei, jetzt, wo sie merken, v. Tausch war ein bevorzugter Kriminalkommissar, treppe vermeidet, fich glücklich preist, vor hohen Herren daß ihre wohl gehüteten Redaktionsgeheimnisse wie häufig wohnte er Monarchenbegegnungen bei, er befand sich antichambriren zu dürfen diesen Eindruck kann sie nicht ein offenes Buch Herren auf dem nicht selten im kaiserlichen Gefolge, er besaß nicht nur zerstören. Freilich sucht sie nun zu säubern; das„ Berliner Alexanderplatz liegen, da rufen sie nach einem eisernen Besen, mehrere Orden, sondern auch fostbare Andenken höchster Tageblatt" hat seinen Redaktionsspizel entlassen, die Leckert und mit dem ausgekehrt werden soll. Herrschaften, so einen Brillantring des Kaisers von RußLüßow, die in den Redaktionen des Volk", der Deutschen All ihr Rufen wird umsonst sein, der eiserne Besen land und einen kostbaren Ring des Prinzen von Wales. Warte", der Welt am Montag" 2c. 2c. aus- und eingingen, fehlt und die Hand, die ihn führen soll. Man wird sagen, Man will für Herrn v. Tausch Kaution stellen. Wir figen hinter Schloß und Riegel, Herr v. Tausch, der das Herr v. Tausch war eine Ausnahme, sonst ist alles zum werden uns freuen, wenn sie angenommen werden sollte, Berliner Tageblatt" und andere Beitungen zu inspiriren und besten gestellt. Das heutige System braucht die politische und dann Fälle veröffentlichen, in denen sie abgelehnt zu informiren suchte, hat auf Jahre hinaus andere Beschäf- Polizei, wie sie ist, braucht die Agenten, Vertrauens- wurde. tigung vor sich, aber an die Stelle der Tausch, Leckert, Lützow 2c. Leute, Gummischlauchmänner und alles, was damit werden andere treten, denn gleiche Ursachen erzeugen gleiche zusammenhängt. Es wird alles so bleiben, so Aufklärungen hat der Prozeß geschafft, dies läßt sich Wirkungen, das System wird das gleiche bleiben. lange die herrschenden Klassen Angst vor der Sozial nicht bestreiten, aber noch weit mehr hat er im Dunkel demokratie haben, so lange sie selbst infolge ihrer jahr gelaffen, es lag auch gar nicht in der Absicht der zehntelangen Feigheit und Lässigkeit noch weiter die Macht Beranlasser und Leiter des Prozesses, alles aufzudecken; der Regierenden stärken. Erst mit der Ablösung der heutigen sie hatten, wie Oberstaatsanwalt Drescher mit anerkennensOrdnung", mit der Aenderung des Gesellschaftssystems werther Offenheit schon zu Beginn des Prozesses betonte, den wird die heutige politische Polizei verschwinden. Zweck verfolgt, zu beweisen, daß die Anschuldigungen gegen die angebliche Breßmißwirthschaft des Ausivärtigen Amtes un berechtigt find; als dieser Beweis gelungen war, schien die Aufgabe für Herrn Drescher beendet, es wurden die Köller, Bismarck anderer nicht auf den Zeugenstand gerufen, die berufenen Zeugen von vielen Fragen verschont, die ihnen vielleicht recht unbequem gewesen wären, die aber möglicherweise der Deffentlichkeit viel Aufklärung geboten hätten. " " " " Auch die politische Polizei wird weiter ihre Fäden ziehen und bis dahin mehr oder minder unbescholtene Männer in ihren Dienst zu bringen und Redakteure zu Verräthern des ihnen zur Ehrenpflicht gemachten Redaktionsgeheimniffes zu machen suchen; nach wie vor wird man auf dem Alexanderplatz ein Interesse daran haben, zu konstatiren, wer bestimmte Artikel schreibt; ja man wird den Eifer Leckert war natürlich auch nur ein Polizeispion. Be anspannen, um sich vor dem Auswärtigen Amte zu rehabili- warb er sich doch als 22jähriger Bursche um die Stelle tiren, um fünftig auch von Herrn von Marschall eines Chefredakteurs einer Tageszeitung, blos um zu er- Bater und Sohn, Chrysander, Hartmeyer und so mancher und seinen Nachfolgern wieder mit dem bisher so sehr ent- fahren, wer die Zeitung gründen wolle und welche Zwecke behrten Vertrauen des Auswärtigen Amtes beehrt zu sie verfolge. werden. Deshalb dürfen wir auch nicht erwarten, daß diejenige Die Ausweisungsbefugniß der Polizei, die beStelle, die am meisten der Deffentlichkeit Erklärungen schuldet, kanntlich eine weitgehende ist, kann sie doch ohne jede Andas Berliner Polizeipräsidium, dieser unabweisbar erscheinenden gabe von Gründen jeden lästigen" Ausländer ausweisen, Pflicht überhaupt oder doch wenigstens in irgend einer be- hat sich für die bürgerliche Presse in dem Prozesse friedigenden Weise genügen wird. Das Polizeipräsidium Leckert- Lützow als eine fürchterliche Waffe in der Hand wird schweigen, doch Schweigen ist auch eine Antwort. der politischen Polizei offenbart. 139] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Drittes Rapitel. Monreal's Bankett. Ein ökonomisch gut gestellter Redakteur in sicherer militärische Geschicklichkeit bewiesen und versprach, falls das Schicksal sein Leben verschonen sollte, einer der tüchtigsten Hauptleute seiner Zeit zu werden. Theurer Annibaldi," sagte Rienzi, endlich kann ich den Plan ausführen, den wir schon insgeheim besprochen. Ich nehme die beiden provenzalischen Hauptleute mit mir nach Romich lasse Euch an der Spitze des Heeres. Wenige Tage später erhielt Rienzi Nachrichten aus Balestrina wird sich jetzt ergeben- he! ha, ha, ha! Rom, die eine freudige Aufregung in ihm zu erwecken Palestrina wird sich jetzt ergeben!" schienen. Seine Truppen lagen noch vor Palestrina, und Bei meiner Rechten, ich denke so, Senator," versetzte die Banner der Barone wehten nach wie vor von seinen Annibaldi." Diese Fremden haben bis jetzt nur Streit un bezwungenen Mauern. In Wahrheit vergeudeten die unter uns selbst veranlaßt, und wenn nicht Schurken, sind Italiener die Hälfte ihrer Zeit in Streitigkeiten nuter- fie ganz gewiß Verräther!" einander; die von Velletri lagen in Fehde mit dem Volke Bst, bst, Verräther!" Der gelehrte Annibaldo, der von Tivoli und die Römer fürchteten sich immer noch, die tapfere Brettone! Nein, sie sind ausgezeichnete EhrenBarone zu besiegen. männer, aber nicht glücklich im Feld nicht glücklich im Feldbesser, man schafft sie in die Stadt! Und jetzt an das Geschäft." " Die Hornisse," sagten fie, sticht noch schlimmer, wenn sie todt ist, und weder von einem Orsini, noch von einem Savelli oder Colonna weiß man, daß je Einer ver ziehen." Wieder und immer wieder hatten die Hauptleute seines Heeres den ungehaltenen Senator versichert, daß die Veste uneinnehmbar sei, und daß Zeit und Geld vergebens bei der Belagerung verschwendet werden. Rienzi wußte es besser, aber er verheimlichte seine Gedanken. Wir wollen ein Beispiel hervorheben. Als Beuge machte sehr gewundene Aussagen der Redakteur und Hofberichterstatter des Wolff'schen Telegraphenbureaus Herr Otto v. Grahl. Wer ist der Mann? Das werthvolle, leider vergriffene Buch„ Briefe deutscher Bettelpatrioten an Louis Bonaparte" giebt über den Mann folgende Auskünfte: Monreal, indem er einen großen Becher voll schänkte, das muß ihn für die Geschäfte verderben es ist schade!" " Ja gewiß," sagte Pandulfo, ein Mann, der an der Spitze eines Staates steht, sollte mäßig sein, ich mische stets meinen Wein mit Wasser." " D!" flüsterte Wionreal, wenn Euer ruhiger ver nünftiger Geist Rom regierte, dann würde die Hauptstadt Italiens sicher sich des Friedens erfreuen. Signor Vivaldi," und er wendete sich an einen reichen Tuchhändler,„ diese Unruhen sind sehr nachtheilig für den Handel." Sehr, sehr!" sagte der Tuchhändler. Bruttini. Die Barone find Eure besten Kunden," bemerkt " Jawohl, jawohl!" erwiderte der Tuchhändler. " Es ist schade, daß man sie so rücksichtslos vertriebe hat," sagte Monreal in bekümmertem Tone.„ Sollte ea nicht möglich sein, wenn der Senator( ich trinke auf seins Gesundheit) weniger eifrig, weniger übereilt wäre, freiere Der Senator setzte Annibaldi jetzt den Plan auseins Inftitutionen mit der Rückkehr der Barone zu vereinigen? ander, den er zur Einnahme der Stadt entworfen und Das müßte ein wahrhaft weiser Staatsmann sich zur AufAnnibaldi's militärischer Scharfblick sah sogleich die Mög- gabe machen!" lichkeit der Ausführung ein. Es möchte wohl möglich sein," erwiderte Vivaldi ,, dle Savelli allein geben mir mehr zu verdienen, als alle meine übrigen Kunden." " Ich weiß nicht, ob es möglich ist," sagte Brutti, aber ich weiß, daß es jeden Anstand verletzt, wenn der Sohn eines Schänkwirths in den Stand gesetzt wird, die Paläste Roms öde zu machen." Mit seinen römischen Truppen und zu jeder Seite einen von Monreal's Brüdern, reiste Rienzi dann nach Rom ab. An jenem Abend gab Moureal dem Pandulfo di Guido Er berief jetzt die Brüder aus der Provence in sein und mehreren der vornehmsten Bürger, die er nach und Belt und machte sie mit seiner Absicht bekannt, sogleich nach ausgeforscht und der Sache des Senators wenig geneigt nach Rom zurückzukehren. Die Göldlinge sollen gefunden hatte, ein Bankett. die Belagerung unter unserem Lieutenant fortsetzen, Pandulfo saß zur Rechten des Johanniterritters, und" Es scheint allerdings ein unedles Jagen nach der Ihr sollt mich mit meiner römischen Legion Monreal überhäufte ihn mit Höflichkeiten. Gunst des Pöbels anzudeuten," sagte Monreal. Uebrigens begleiten. Euer Bruder Walter und ich bedürfen Eurer" Thut mir Bescheid, der Wein ist aus dem Chianathal hoffe ich, daß alle diese Differenzen noch ausgeglichen werden Anwesenheit; wir haben Geschäfte unter uns zu ordnen. bei Monte Bulciano," sagte Monreal, ich glaube, ich tönnen. Rienzi meint es vielleicht, nein, gewiß, ohne Zweifel Nach wenigen Tagen werde ich in der Stadt Rekruten aus habe von Gelehrten gehört( Ihr wißt, Signor Pandulfo, recht gut." heben und dann zurückkehren." wir sollten jezt alle Gelehrte sein), daß früher dort Ich wollte," sagte Vivaldi, daß wir eine gemischte ein herrliches Gewächs gezogen wurde. Der Wein hat auch Konstitution bildeten- Plebejer und Patrizier, jeder Stand wirklich eine köstliche Blume." mit seinen besonderen Freiheiten." und Gerade dies wünschten die Brüder; mit sichtlicher Freude willigten sie in den Vorschlag des Senators. Nun sandte Rienzi zunächst nach dem Lieutenant seiner Leibwache, demselben Riccardo Annibaldi, dessen sich der Leser aus einem früheren Theile des Werkes als eines Gegners von Monreals Lanze erinnern wird. Dieser junge Mann einer von den wenigen Adligen, welche der Sache des Senators beigetreten waren- hatte großen Muth und " Ich höre," sagte Bruttini, einer von den weniger angesehenen Baronen( ein vertrauter Freund des Colonna), daß der Sohn des Schänkwirths in dieser Beziehung seine Gelehrsamkeit gut anwendet; er kennt genau alle Drte, wo der beste Wein wächst." " Was, der Senator ist ein Trinker geworden?" fragte Aber," sagte Monreal ernsthaft, ein so neues Er periment würde große Streitkräfte erfordern." " Ja, allerdings, aber wir könnten einen Unparteiischen, einen Fremden, der kein Interesse für irgend eine Partei hätte, herbeirufen, um den neuen Staat zu beschützen, einen Podesta, wie es früher der Fall war, Branca Leone zum Otto v.©vat)I( österreichischer Artillerie- Offizier, � wohnhaft zu Wulssdorf, einem zu Lübeck gehörigeir Dorfe im Kirchspiele Gleschendorf, präsentirt dem Kaiser ein Buch, von welchem Otto von Grahl theiliveise der Verfasser ist und worin eine nach Lenck'schein System angefertigte Kanone, die Mit Schicß-Banmwolle zu laden ist, vorgeschlagen wird,(1862). — Augenblicklich in Schulden geralhe», iveil er Freunden ge- holfeu hat, fleht Otto von Grahl den Kaiser Napoleon an, ihm eine Unterstützung von 460(1 Franks zu bewilligen (März 1863).— Durch die seiner Arbeit zu theil ge- wordene Aufnahme«rmuthigt, bettelt er um eine Unterstützung, damit er sich nach Frankreich und nach England begeben und daselbst seine Erfindung verkaufen kann. Er ist ganz und gar außer stände, die Reise aus eigenen Mitteln zu machen. Indem er den Kaiser um Hilfe anrnst, erinnert er daran, daß sein(Grahl's) Vater Riller der Ehrenlegion gewesen ist und die Medaille von St. Helena besessen hat.(November 1363.) Der österreichische Offizier erhielt von Napoleon III. abschlägigen Bescheid. Er mußte den österreichischen Dienst quittiren und tauchte in den ersten sieb- ziger Jahren plötzlich als Chefredakteur der„Ost- preußischen Zeitung" in Königsberg i. Pr. auf, wo ein Herr v. Tausch Oberkonimissar oder Kriminal- inspertor beim dortigen Polizeipräsidium war. Einige Zeit, nachdem Otto de Grahl zum Berliner Hofoffiziosus avancirt war, wurde Herr v. Tausch an die Berliner Polizei versetzt. Wie weit Herr de Grahl, der infolge seiner Stellung über sehr viele persönliche Beziehungen verfügte, Herrn v. Tausch Beziehungen vermittelte, wäre eine der Fragen gewesen, die in dem Prozesse hätten gestellt werden köiinen. Herr de Grahl hatte stets sehr gute Beziehungen; so wurde er seinerzeit vom Berliner Preßburean der„Preußisch- Lithauischen Zeitung" zugewiesen und mit 1000 Thalern aus Staatsmitteln besoldet, von seinem Verleger Krauseneck erhielt er blos— 200 Thaler Gehalt. Aus seiner oben erwähnten Thätigkeit bei der „Ostpreußischen Zeitung" ist nachzutragen, daß er sich durch die Veröffentlichung eines fiugirten Bettelbriefes, in dem er die Sammlung einer„Ehrengabe" für sich s e l b st anregte, lächerlich machte. Die Veröffentlichung dieses Brieses dnrch Paul Lossau, den späteren Redakteur der „Berliner Freien Presse", im Jnsterburger„Bürger und Bauernfreund" ist unwidersprochen geblieben. «* Die„Post" über die politische Polizei. Das sonst so polizeibegeisterte Organ des Königs Stumm schreibt: Von Stieber ab bis auf unsere Tage ist für die leitenden Beamten der politischen Polizei im engeren Sinne, wie es terr v. Tn ich trotz seiner verhältnißinäßig untergeordneten tellnng im Behördenorganismns thatsächlich war, die Tendenz charakteristisch, ihre Unenlbehrlichkeit und Wich- tigkeit acl ooulos zu dcmonstrire». Das beliebte Hanptmittel zur Erreichung dieses Zieles ivar stets das, die politischen Gefahren der Zeit möglichst, gros) und bedrohlich und sich selbst als rettende Engel erscheinen zu lassen; langten die Thatsachen zur Erreichung dieses Zieles nicht aus, so wurde öfter die Wirklichkeit in usum delpUni nach Bedarf r e t o n ch i r t. Das Feld dieser Thätigkeit wechselt je nach Zeit und Umständen; »ach 1843 waren es revolutionäre Bestrebungen, später lange Zeit Attentatsbefürchtungen, mit denen die Männer der politischen Polizei arbeiteten. In unserer Zeit der Nervosität gegenüber Preßäußerungen scheint Herr v. Tausch das geeignete Operationsgebiet, um seine Unenlbehrlichkeit zu beweise», in der Ermittelung der Urheberschaft sensationeller Artikel erblickt zu haben; seine Angabe, daß Ermittelungen dieser Art auf Lager, für etwaigen Bedarf, gehalten werden müssen, ist in dieser Hinsicht bezeichnend. Reichte das thatsächliche Material nicht ans, um sich als Retter des Staates aufzuspielen, so wurde der Wahr- heit die Dichtung zugefügt. Das wird die„Post" nicht hindern, nächstens, wenn's wieder gegen uns losgeht, über die Polizei Lobeshymnen anzustimmen und ganz in dem von ihr so trefflich ge- schilderten Genre a la Tausch selbst �wieder weiter zu arbeiten. Warum hat das Ehrenblatt noch nichts über den von ihr beschäftigten Polizeispion gesagt?— « Am schweigsamsten von allen Blättern sind die „Hamburger Nachrichten", sie schreiben ca. 40 Zeilen über den Prozeß, von denen ein Thetl ein Zitat auS der„Schles. Ztg." ist. Was sie selbst sagen, ist ganz bedeutungs- los. Sie wisse» wohl, weshalb sie schweigen.— Beispiel. Wie weise und vortrefflich regierte er; das war eine goldene Zeil für Rom! Ein Podesta für immer. Das ist meine Theorie." „Ihr braucht nach dem Präsidenten Eures Rothes nicht weit zu suchen," sagte Monreal, indem er Pandulfo zulächelte,„ein bei dem Volke beliebter und zugleich an- gesehener und reicher Bürger sitzt hier neben mir." Pandulfo erröthete. Monreal fuhr fort:„Eure Handelskammer würde dem Signor Vivaldi eine ehrenwerthe Stellung gewähren und die Behandlung aller auswärtigen Angelegenheiten, die Instandhaltung des Heeres und so weiter, könnte den Baronen überlassen bleiben. Wollt Ihr nicht von diesem Malvasier kosten?" „Aber," sagte Vivaldi nach einer Pause(Vivaldi schmeichelte sich der Hoffnung, wenigstens die ganze große Kompagnie mit Tuch zu versehen),„aber Rienzi würde nie einer solchen gemischten Konstitution beitreten." „Wozu auch das? Was haben wir den Rienzi nöthig?" rief Bruttini.„Rienzi mag nur wieder in die böhmischen Wälder ziehen." „Ruhig, ruhig," sagte Monreal,„ich verzweifle noch nicht an ihm. Alle offenbare Gewalt gegen den Senator würde seine eigene Macht nur vermehren. Nein, nein, demüthigt ihn, laßt die Barone wieder zurückkehren, und dann besteht auf Eueren eigenen Bedingungen. Ihr könnt am besten zwischen den beiden Parteien das Gleichgewicht erhalten. Und um Eure neue Konstitution vor jedem Miß- verhältniß der Gewalt zu schützen, giebt es Krieger und auch Ritter, die für einen gewissen Rang in der großen Stadt Rom Truppen zu Pferde und zu Fuß in ihren Dienst stellen würden. Wenn ich zum Beispiel"— „Ja, wenn Ihr, edler Monreal," sagte Vivaldi. Die Gesellschaft verstummte plötzlich, als man die tiefen und feierlichen Töne der großen Glocke des Kapitals hörte. „Horcht!" sagte Vivaldi,„die Glocke! Es bedeutet eine Hinrichtung, doch die Stunde ist ungewöhnlich." „Gewiß, der Senator ist doch nicht zurückgekehrt!" stammelte Pandulfo di Guido, indem er die Farbe wechselte. polttifche Aebevstchk. Berlin, 8. Dezember. — Stimmung für die Marine-Vorlage suchen die„Berliner Neuesten Nachrichten" durch eine Artikelserie „Deutschland und seine Flotte" zu machen. Wenn im Reichs- tage die Vorlage nicht so aufgenommen werde, wie es zu wünschen wäre, so sei dafür eigentlich nicht so sehr der Reichstag verantwortlich zu machen, sondern die Wähler, die diese» Reichstag gewählt, das Volk. Um die Mitte der sieb- ziger Jahre habe Deutschland eine stärkere Flotte gehabt als heute. Damals war auch»och eine große Mehrheit für Flottenpläne im Reichstage zu haben, weil die Männer lebten, die sich nach einem deutschen Recht gesehnt und ein solches er- stritten. Das heutige Geschlecht stecke noch in den Kinderschuhen der nationale» Entwickclung, man glaubt, man brauche nach außenhin nichts mehr zu erstreben. Das müßte anders werden. Und der Helfer in der Roth sei der Lehrer, der Professor. Diese müßten die heranwachsende Jugend mit neuen Idealen, mit neue» großen Zielen erfüllen.— Derj Autor hätte sich seine Arbeit bedeutend leichter machen können. Etwa so: Antrag betreffend die Popularisirnng von Marineplänen. Z 1. Jeder Deutsche, der den zweiten Lebensmonat erreicht, erhält ein Schiff als Spielzeug; dasselbe kann aus Metall, Holz oder weißem Zucker sein, ß 2. Jedes andere Spielzeug ist verboten.— — Die deutsche Regierung hat. wie eine aus Washington in London eingetroffene Meldung besagt, an den Staatssekretär Olney eine» förmlichen Protest bezüglich Cleveland's Proklamation über die Schisfsgebühren ge- richtet.— — Warum der„Bund der Landwirthe" keine Partei sein will, verräth seine„Korrespondenz", indem sie sich über die Naumannianer folgendermaßen ausläßt: „Man kann den Regisseuren(den Nationalsoziale») taktisches Geschick nicht absprechen. Wie klug war es z. B. von Herrn Naumann, statt eine Partei, die nichts einbringt, einen Verein aufzuthnn, wo jeder seine» Beitrag zahlt. Parteimitglieder kann man nicht brand- schätzen, weil man sie nicht dem Namen nach kennt, darum > st eine„Partei", wie wir aus m a n ch e n E r- fahrungen wissen, oft ein faules Geschäft!" Wo hat der Schreiber dieser Zeilen seine Erfahrungen ge- sammelt? Bei den Konservativen? Oder als politischer Odysseus bei Hinz und Kunz? ES giebt übrigens auch Ver- eine, bei denen die Rückstände bis zu 20 000 M. betragen.— — Zum Fall D r. Peters. Die„Leipz. Neuest. Nachr." theilen mit, daß eine Kiste, die wichtige Papiere des Dr. Peters enthalten habe, gestohlen, geöffnet und ihres Inhalts beraubt worden sei.— In der besagten Kiste befand sich doch nicht das gesammte Vertheidigungsmaterial des Afrikaners?— Zwickau, 7. Dezember.(Eig. Ber.) Der Militär- verein zu Oberhohndorf ist dem Beispiel des Schede- witzer gefolgt und hat gestern mit 4S gegen 3 Slimnien seinen Austritt aus dem Militärvereinsbnnd beschlossen. Anlaß dazu hat auch hier die bekannte Aufforderung des Bundesvorstandes, aus den Konsumvereinen auszutreten, gegeben. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Aus Mainz wird uns geschrieben: Im September v. I. wurde in einer hiesigen Wirthschaft ein Arbeiter namens Carl Robert Kilian aus Breslau wegen Ruhestörung verhastet. Auf dem Transport zur Polizeiwache beschimpfte er die Schutzleute und den deutschen Kaiser. Deshalb wegen Majellätsbeleidigung augeklagt, wurde er am 7. Dezember von der Strafkammer des hiesigen Landgerichts zu vier Monaten und «ine Woche Gefängniß verurtheilt.— Schweiz. Zürich, 7. Dezember. I» den KantonSrath wurde neben einem Freisinnigen der Sozialdemokrat Fäh ndrich ge- wählt. Bern, 8, Dezember. Der Ständerath beschloß eine Revision der Bundesverfassung zum Zwecke des Erlaffes einer eidgenössischen Lebens mittel-Gesetzgebung.— Frankreich. Frankreich und(llbessynien.(„Voss. Ztg.") Der zweite Vorsteher des französischen Kolonialamts Lagde, der früher zehn Jahre lang Gouverneur von Obok gewesen, reist am 20. Dezember nach Abessynieu ab, um zunächst mit Ras Makonnen, seinein persönlichen Freunde, später vielleicht mit Menelik selbst wegen Abschlusses eines Handelsvertrages zwischen Frankreich«» d Abessynien zu verhandeln und eine ständige beiderseitige diplomatische Vertretung anzubahnen.— — Die Pariser Kommune ordnete bekanntlich die Zerstörung der Vendomesäule an, als eines Denkmals der Volksverhetzung und des barbarischen Kriegsruhms. Mit der Ausführung wurde, wie man sich erinnern wird, der berühmte Maler Conrbet betraut, der Mitglied der Kommune war. Jetzt sucht man den Nachweis zu liefern— „Nein, nein," bemerkte Bruttini,„es ist nur ein Rätiber, der vor zwei Nächten in der Romagna gefangen wurde. Ich hörte, daß er heute Abend sterben solle." Bei dem Wort„Räuber" erbleichte Monreal. Es wurde dem Becher fleißig zugesprochen, die Glocke läutete noch immer, aber der erste Eindruck war vorüber, nie- mand beunruhigte sich weiter und die Unterhaltung ward fortgesetzt. „Was wolltet Ihr sagen, Herr Ritter?" fragte Vivaldi. „Ja, wir sprachen von der Nothwendigkeit, eine neu gebildete Verfassung durch Streitkräfte zu sichern. Ich sagte, daß, wenn ich—" „Ja, das war es," fiel Bruttini, auf den Tisch klopfend, ein. „Wenn ich zu Eurer Hilfe aufgefordert würde, und der Legat des Papstes mich von meinen früheren Sünden(sie lasten noch schwer auf mir) absolvirte, so würde ich selbst mit meinen tapferen Söldnern Eure Stadt vor auswärtigen Eeinden und inneren Unruhen beschützen. Kein römischer ürger sollte einen Denar zu den Kosten beitragen." „Hoch lebe?ra Moreale!" rief Bruttini, und der Ruf wurde von der ganzen Gesellschaft wiederholt. „Es genügt," fuhr Monreal fort,„um meine Sünden abzuwaschen(Ihr wißt, mein Orden ist Gott und der Kirche gewidmet— ich bin ein Krieger- Mönch!) Es genügt, sage ich, wenn ich mit der Vertheidigung der heiligen Stadt meine Sünden büße. Aber auch ich habe meine eigenen und mehr irdischen Absichten. Wer ist über ihnen erhaben? Ich— die Glocke verändert ihren Ton" „Es ist bloß die Veränderung, die der Hinrichtung vorhergeht— der arnie Räuber ist dem Tode nahe." Atonreal bekreuzte sich und fuhr fort:„Ich bin ein Ritter und ein Edelmann, mein Beruf war der der Waffen, aber ich will es nicht leugnen, meine Standesgenossen be- trachten mich als einen Mann, der sein Wappen durch ein zu eifriges Streben nach Ruhm und nach Gewinn be- fleckt hat. Ich wünsche mich meinem Stande wieder zu nähern, mir einen neuen Namen zu erwerben, mich mit dem Großmeister und dem Papst auszusöhnen. Alan hat mir zu verstehen gegeben, daß ich diesen Zweck am besten und zwar anS Courdet'S Nachlaß—, daß nicht die erstörung der Säule beschlossen wurde, sondern nur deren e r s e tz u n g an einen anderen. für militärische Er- innernngen passenderen Ort— die Esplanade der Invaliden. Diese„Enthüllung", die ein schlechter Witz scheint, stimmt nicht mit den Thalsachen. Der Beschluß der Kommune liegt vor: er lautete ausdrücklich ans Zerstörung. Wir stelle» dies fest, als neuerdings den französischen Arbeitern chauvinistische Neigungen zur Last gelegt worden sind. Wir dächten, weil ein schlagenderer Belveis des Gegentheils chauvi- nistischer Gesinnung sei niemals in irgend einem Lande geliefert worden, als von der Pariser Kommune durch die Zerstörung der Vendomesäule, mit Napoleons Standbild. Das soll nicht vergessen sein.— Bekgien. Brüssel, 8. Dezember. Die Regierung beabsichtigt, jetzt die Fremdengesetze, welche bisher nur provisorisch waren und alle drei Jahre erneuert werden mußten, definitiv zu machen. In den meisten Sektionen der Kammer hat der Vor- schlag eine wenig günstige Aufnahme gefunden. In der zweiten Sektion sprach man sich heftig gegen das Bestehen der Fremden- gesetze ans und verlangte, daß die Ausländer ebenso wie die Einheimischen behandelt werden und im Falle eines Vergehens gegen die Gesetze bestraft werden müßten. Im übrigen aber sollten sie in Ruhe gelassen werden.— Italien. Rom, 7. Dezember.(„N. Fr. Pr.") In Hofkreisen erzählt man sich, C r i s p i habe sich gestern zum König begeben und die politische Lage des Landes, die Unzufriedenheit des Heeres, die Demoralisation des Antoritätsprinzips, den allgemeinen Marasmus in den düstersten Farben geschildert und dem König den Verlust des Thrones und den Fall derDynastie prophezeit, falls er sich nicht zum Wohle der nationalen Freiheit, Selbstständigkeit und Einheit zu einem Staatsstreiche ent- schließe, für dessen Gelingen Crispi einstehen zu können erklärte. — Der Lump Crispi steht noch für ganz etwas anderes ein, uin sich vor dem Zuchthaus zu retten.— Spanien. — Korruptionsblüthen. Die technische Kommission, die die anzustellenden Telegraphenbeamten zu prüfen hat, ist überführt worden, daß sie sich erkaufen ließ. Von 300 kürzlich Geprüften soll sie 100000 Pesetas erpreßt haben.—Der Postwagen, der zahlreiche Werthbriefc vom Madrider Postamt nach der Süd- bahn bringen sollte, wurde unterwegs nnter Umständen beraubt, die den Verdacht auf die Postbeamten lenken. Es soll sich um Werthgegenstände im Betrage von etwa ISO 000 Pesetas, darunter 30 000 in baar, handeln.— Die Beranbungen der Bahn- post zwischen Barcelona und Valencia, wodurch mehrere Handels- Häuser namentlich in Tarragona schwer geschädigt sind, haben endlich zur Entdeckung des Thäters geführt, es ist natürlich einer der Postbeamten selbst.— In Carniona wurde der Postdirektor mit seinem ganze» Personal festgenommen; es war dort ein Werth- blies mit 2S 000 Pesetas verschwunden.— Rußland. — Die russische Arbeiterschutzgesetzgebunz scheint doch durch den Streik der Petersburger Arbeiter einen Stoß nach vorwärts bekommen zu haben. Der Moskauer Zeitung„Rußkija Wedomosti" wird darüber aus Petersburg geschrieben?„Den Gerüchten nach, welche in Regierungs- kreisen zirkuliren, beginnt im Finanzministerium bald die Berathung der Frage über die Regulirung der Arbeit in gewerblichen Anstalten. Gegenwärtig wird im Finanz- ministerinm in dieser Angelegenheit Material gesammelt und bearbeitet. Dieser Tage hat es ein sehr interessantes Buch herausgegeben, eine Uebersicht über die ausländische Gesetz- gebnng in der Frage über die Regulirung der Arbeitszeit. In dieser Uebersicht finden wir sehr viele werthwolle und interessante Daten, welche die Lage des westeuropäischen Arbeiters schildern. Um dem Leser das Sichzurechtflnden in diesem Buche zu erleichtern, hat der Verfasser der Uebersicht eine Tabelle beigefügt, auf der man mit einem Blicke den Stand der Frage in allen westeuropäischen Ländern übersehen kann.... Von dem andern Material, in dessen Besitze das Finanzministerium sich befindet. bieten besonderes Interesse die Arbeiten der Sektion für Spinnerei und Weberei der vom Verein zur Förderung der Manusakturindustrie eingesetzten Konnnission für die Frage der Normirung des Arbeitstages. Wie sehr eine gesetzliche Beschrän- kung der Arbeitszeit in Rußland nothwendig, ist aus dem Vor- schlage dieser Komnnssion zu ersehen, die Arbeitszeit der Textil- arbeiter jetzt dnrch die Gesetzgebung ans 13 Stunden im Tage zu verkürzen und dann erst schrittweise zur Beschränkung des Arbeitstages auf 10 Stunden überzugehen. Außerdem sind in dem Ministerinm viele Gutachten von Fabrikanten und von anderen Männern der Praxis gesammelt. Die Frage über die Sonntags- und Feiertagsruhe der Arbeiter ist, wie wir hören, schon endgiltig bearbeitet und wird dem Staatsrathe vor der Be» Handlung der allgemeinen Frage über die Normirung des Arbeits- tages vorgelegt werde»." erreichen würde, wenn ich in der päpstlichen Hauptstadt die Ordnung wieder herstellte. Der Legat Albornoz(hier ist sein Brief) empfiehlt mir, den Senator zu bewachen." „Hört!" unterbrach ihn Pandulfo,„ich höre Schritte unten r „Das Volk wird wohl die Hinrichtung des Räubers mit ansehen wollen," sagte Bruttini.„Fahrt fort, Herr Ritter." „Und was glaubt Ihr," sagte Monreal, indem er die Gesellschaft überblickte,„was glaubt Ihr(ich frage Euch blos um Eure Ansicht, die gründlicher sein wird, als die meinige), was haltet Ihr von der Rückkehr der Colonua und der anderen Barone, als einer geeigneten Vorsichts- Maßregel gegen ein zu willkürliches Benehmen des Senators?" „Ich trinke aus die Gesundheit der Barone! rief Vivaldi, indem er aufstand. Wie aus einen plötzlichen Antrieb erhob sich die ganze Gesellschaft.„Es leben die belagerten Barone!" wurde laut gerufen. (Fortsetzung folgt.) Mkeraviptzes. AuS Leben und Wissenschaft von Dr.«. Dodel, Ge- sammelte Vorträge und Aufsätze. 22 Lieferungen a 20 Pf. Der erste Theil dieses Werkes, welcher 8>/s Lieferungen um- faßt, liegt bereits vollständig vor. Dieser Theil, welcher bisher noch nicht veröffentlicht war(von den Folgenden ist das meiste schon früher erschienen), will unter dem Titel„Leben und Tod" Antwort auf die Frage nach dem Wesen des Lebens»nd des Todes geben. Dodel giebt die bekannte materialistische Antwort: „Leben besteht lediglich in meckanischer Bewegung materieller Theilchen; was wir geistiges Lebe», getragen von einer Seele, nennen, ist nichts anderes, als eine Funktion des Zentral-Nerven- systems." Wir halten eZ für ein durchaus dankenswerthes Unternehmen, diesen Standpunkt in möglichst allgemein verständlicher Weise darzulegen und mit den Forschungsresultaten der Biologie. der Wissenschaft vom Leben, zu begründen. Daß ein solches Buch Vorkenntnisse voraussetzt, kann lein Tadel sei», sondern ist selbstverständlich; so würden wir jedem Arbeiter rathen, ehe er Sollte die Regierung bei der Umsetzung dieser guten Ab fichten in die Wirklichkeit ebenso langsam vorgehen wollen, wie bei der Durchberathung des Gefeßentwurfs über die Haftpflicht " Parlamentarisches. = = fehmäßige Tilgung der Staatsschuld, ausgenommen davon aber das Extraordinarium der Eisenbahnverwaltung. Die Vereins der Unternehmer für Unfälle der Arbeiter, welcher schon im wurf einer Grundbuch- Ordnung durch den Reichsfangler Betrag keine neue Vereinbarung statt, so bleibt es bei der ersten. Dem Bundesrath ist, wie die„ Poft" vernimmt, der Ent- barung soll zunächst für fünf Jahre gelten. Findet über den Frühling 1893 vom Staatsrath an das Finanzministerium zur Beschlußfassung zugegangen.- Es ist dies eine der gesetz Soweit dann noch nichts über den Ueberschuß der Staatszwecks Ergänzung" zurückverwiesen worden ist und auch jetzt lichen Maßregeln, die das neue Bürgerliche Gesetzbuch bedingt. eisenbahn- Verwaltung verfügt ist, wird berselbe in folgender noch, wie die russischen Zeitungen melden, einer neuen UmReihenfolge weiter verwandt: 1. Zur Bestreitung der durch arbeitung zwecks Ergänzung" unterworfen wird, so werden Dem Reichstage ist die Uebersicht über den Stand der Ueberweisungen nicht gedeckten Ausgaben an das Reich, 2. zur hoffentlich die russischen Arbeiter wieder durch eine energische Bau- Ausführungen 2c. für die Eisenbahnen in Bildung oder Ergänzung des 20 Millionen- Fonds für unvorher Attion ihre Unzufriedenheit kundgeben! Elsaß Lothringen und für die Wilhelm 2urem gefehene Anschaffungen und Bauten der Eisenbahnverwaltung, 3. zur - Rußland und Abessynien. Der Allg. 3tg." ferner eine Mittheilung über. Bestimmung, welche der Bundes tilgung. Der Ausgleichsfonds wird in Höhe von 80 Mill. Mark burg Eisenbahnen a 30. September 1896 zugegangen; Bildung eines Ausgleichsfonds, 4. zur außerordentlichen Schuldenwird unterm 5. Dezember aus Petersburg berichtet: Aus der französischen Botschaft stammende Nachrichten ennen mälzereien getroffen hat. rath hinsichtlich der Gestattung von Sonntagsarbeit in gebildet, zur Deckung eines etwaigen Fehlbetrages im Staats befagen, Rußland gedenke im Einverständniß mit haushalts- Etat; durch das Gefeß wird die Ermächtigung der Frankreich nach Abschluß der mit dem Negus Menelik er- Abgeordnetenhauses hielt Sonnabend Abend die zweite Sitzung Ergiebt hingegen die Jahres abrechnung einen Fehlbetrag Lehrerbesoldungs Gesek. Die XI. Kommission des Deckung des Fehlbetrags aus dem Ausgleichsfonds ausgesprochen. folgreich geführten Verhandlungen den füblich der ab.§ 2( Grundgehalt für Lehrer- nicht unter 900 M., Lehrerinnen- so wird die Deckung durch den nächst folgenden Staats. italienischen Kolonie am Rothen Meer be= Iegenen Landstrich zu besezen. Da sich die wegen stellen nicht unter 700 m. jährlich) wurde hierauf unverändert haushalts- Etat herbeigeführt. Ergiebt sich nach der Jahre Abtretung des Hafens von Obot mit Frankreich gepflogenen angenommen, ebenso§ 3( Besoldung der jüngeren Lehrer und abrechnung ein Ueberschuß, so wird dieser dem Ausgleichsfonds Verhandlungen zerschlagen haben, hoffe man, einen anderen einstweilig angestellten Lehrer und Lehrerinnen) ohne Diskussion. zugeführt. Der dann über 80 Millionen Mark hinausgehende geeigneten Hafenplatz zur Anlage einer Rohlenstation zu finden. 3§ 4( Verbindung eines Kirchen- und Schulamts) Betrag wird zur außerordentlichen Schuldentilgung verwandt. Gerüchtweise heißt es sogar, Rußland gehe mit dem Gedanken wird von feiten des Zentrums der Antrag gestellt, daß Die Ausführung dieser Bestimmung erfolgt im nächsten Staatsum, die italienische Kolonie in Erythräa zu der firchlichen Behörde zu erfolgen habe" und§ 4 mit des Grundgehalts nach Benehmen mit haushalts- Etat." erwerben für den Fall, daß Italien zu dem Beschluß diesem Zusage angenommen. Von der Erörterung der§§ 5 und 6 gelangen sollte, geben." ſeine afrikanische Kolonialpolitik aufzu( ulterszulagen) wird vorläufig Abstand genommen, weil der Wunsch besteht, daß über diese Bestimmungen in Gemeinschaft mit dem Finanzminister berathen werde. Zu§ 7( Anspruch auf Alterszulagen) hebt der Minister Bosse hervor, daß die Fassung den Beschlüssen der Kommission des Vorjahres entspräche. Abg. die Wiederherstellung des Wortlautes der vorjährigen Kommissionsv. Heyd: brand hält dieses für zweifelhaft und befürwortet dann vorschläge. Moskau, 3. Dezember.( Eig. Bericht.) Die Studenten unruhen dauern hier fort. Die Zahl der Verhafteten( inkl. der heute und gestern Festgenommenen) beträgt 900. Warschau, 8. Dezember. Das Schwurgericht in 3ytomir verurtheilte die Polizeibeamten 3azowski und S30zerbinski wegen Bestechlichkeit und verbrecherischen Einvernehmens mit allerlei Spießgesellen, ersteren zu 12, letteren zu 7 Jahren Verbannung nach Sibirien. Türkei. Konftantinopel, 7. Dezember. Mehreren der wegen jungtürkischer Bestrebungen Verhafteten ist es gelungen, au entweichen. In dem Provinzgefängnisse befinden sich noch zahl reiche Personen in Untersuchungshaft, gegen die fein gerichtliches Verfahren eingeleitet worden. Konstantinopel, 7. Dezember. Der Drusenaufft and gewinnt an Umfang. Es find weitere fieben Bataillone nach Syrien abgegangen.Griechenland. Amerika. = Dem Herrenhause sind die nachstehenden, vom Hause der Abgeordneten in dritter Lesung angenommenen Borlagen zu gegangen: 1. der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Kündigung und Umwandlung der vierprozentigen konsolidirten Staatsanleihe; 2. der Entwurf eines Gesetzes, betreffend den Erwerb des und hessischen Staat, sowie Bildung einer Eisenbahn- Betriebshessischen Ludwigs- Eisenbahn- Unternehmens für den preußischen und Finanzgemeinschaft zwischen Preußen und Hessen; 3. der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrages zum Staatshaushalts- Etat für das Jahr vom 1. April 1896/97 und die Abänderung des Gesetzes vom 30. März 1896 wegen Ergänzung der Einnahmen des er wähnten Staatshaushalts- Etats. Zum Lehrerbesoldungs Gefeh waren in der Kommission außer dem von uns oben mitgetheilten Antrag der National liberalen noch weitere Anträge auf Erhöhung des Grund Grundgehalt für Lehrer auf 1000 M., für Lehrerinnen auf gehalts gestellt. Die Freikonservativen beantragten das 900 M. festzusetzen, und event. für erste und alleinstehende Lehrer auf 1000 m. zu normiren. beantragte eine Erhöhung des Grundgehalts für Lehrer auf Der Abg. Knörcke( frs. Vp.) 1200, für Lehrerinnen auf 900 m. Alle diese Anträge wurden jedoch von Parteiliteratur. Das große Interesse, das der Prozeß der aus Konservativen und Mitgliedern des Zentrums bestehenden Mehrheit der Kommission Leckert Lüßow hervorgerufen hat, und die tiefe Bedeutung, abgelehnt. Daß der Beschluß des Plenums au gunsten der Lehrer welche die von der politischen Polizei in dem Prozeß ausfällt, ist kaum zu erwarten. In bezug auf die Altersgespielte Rolle auch für später noch haben wird, lassen es die zulagen haben wir den von nationalliberaler Seite gestellten B Partei- Machrichten. Athen, 7. Dezember.(„ Boff. 3tg.") Die tönigliche Antrag bereits oben erwähnt. Aehnliche Anträge lagen von dem Buchhandlung Vorwärt3 angebracht erscheinen, den Botschaft fährt fort, alle politischen Kreise in der öffentlichen Zentrum und den Konservativen vor; für Lehrer wollen Bericht über die Gerichtsverhandlungen unter Zugrundelegung Meinung zu beschäftigen. Das Restript ist heute in der Kammer beide Parteien die Alterszulagen auf 100 m. erhöhen, stenographischer Aufnahmen mit einer Einleitung von verschiedenen Oppositionsrednern besprochen, und obwohl es für Lehrerinnen verlangt das Bentrum eine Erhöhung der versehen in Broschürenform herauszugeben. Der Preis als dem nationalen Willen entsprechend gelobt wird, so wird Alterszulagen auf 80 M., die Konservativen eine solche wird zwecks weitester Verbreitungsmöglichkeit 25 Pf. kaum überdoch das Vorgehen des Königs als verfassungsauf 75 M. Die Freikonservativen stimmeu mit diesen widrig bezeichnet. Eutarias betonte, das Restript werde den Säßen, soweit sie sich auf Lehrer beziehen, überein, für schreiten; die Ausgabe der Broschüre ist auf Donnerstag, Unwillen der auswärtigen Gläubiger erregen Lehrerinnen jedoch wünschen sie mit Rücksicht auf die von ihnen den 17. Dezember, festgesetzt. Um die Versendung sofort und die Schuldregulirung erschweren. beantragte Erhöhung des Grundgehalts eine Herabseßung der bewerkstelligen zu können, erbittet die Buchhandlung Vorwärts Afrika. Alterszulagen auf 500 m. Zu einer Beschlußfaffung ist es Kairo, 7. Dezember.( Times") Ein französisches bisher nicht gekommen, da die Berathung über diese Anträge umgehende Aufgabe der Bestellung. Syndikat, dem die Garantie einer dortigen Bantagentur zur ausgesezt ist, bis der Finanzminister wieder an den Sizungen Gemeindewahlen. Aus Meiningen wird uns ge Seite stand, hat der egyptischen Regierung 500 000 Pfund Vor- theilnehmen kann, doch scheint es nicht zweifelhaft, daß eine mäßige schrieben: Wie schon kurz im Vorwärts" erwähnt worden ist, schuß zur Rückzahlung an den Reservefonds der Staatsschulden- Erhöhung der Alterszulagen eintreten wird, zumal da der Kultus tam bei der Gemeinderathswahl in dem Städtchen Lehesten Raffe angeboten. Da die Regierung das Anerbieten Englands minister sich diesen Vorschlägen gegenüber nicht ablehnend verhält. ein Genosse durch, während in Lauscha, einem der vielbereits angenommen und das Geld zurückerstattet hatte, konnte Bei dem von den Alterszulage Raffen handelnden§ 8 genanntesten und eigenartigsten der thüringischen Dörfer, kein fie dem Anerbieten nicht näher treten. setzte die konservativ- klerikale Mehrheit eine Verschlechterung Sozialdemokrat gewählt wurde, sondern die gegnerische Lifte Franzosen einmal geschnitten. Als die egyptische Regierung zur durch. Bekanntlich war es nach der Regierungsvorlage den siegte. Wie kommen nun die Siege der Gegner in den meiningischen Zurückzahlung verurtheilt wurde, jubelten sie: Das sei ein Schlag größeren Städten gestattet, sich von den Alterszulage- Kaffen der Dörfern zu stande? So fortgeschritten im allgemeinen die gegen England. Nun schoß England das Geld vor. Jekt sahen Regierungsbezirke auszuschließen; die Kommission beschränkte, Berfassung im meininger Lande ist, fennen wir doch ein fie, daß das perfide" Albion durch dieses Vorgehen noch einen einem konservativen Antrag folgend, diese Befugniß auf die Vereinsgefeß nur dem Namen nach so erzreaktionär ist der Stein mehr ins Brett brachte. Stadt Berlin, sie stellte also in diesem Punkte die Be- Modus bei den Gemeinderathswahlen in den Dörfern. stimmung des gescheiterten Entwurfs der vorigen Session Dort richtet sich bie Anzahl der bei Der Wahl wieder her. abzugebenden Stimmen nach der Höhe der gesammten Steuern, - Die Währungsfrage im Repräsentantens Neue Automaten Finanzgesetze im Landtage. Der die der Wähler zahlt, nach dem Grundbesiz u. f. w., so daß es haufe der Vereinigten Staaten. Nach der endgiltig Antrag Sattler, der, wie bereits mitgetheilt, in der Rom: vorkommt, daß ein Fabrikant, der 50-60 Leute beschäftigt, allein festgestellten Mitgliederliste des Repräsentantenhauses setzt sich mission zur Berathung des Staatsschuldentilgungs.mehr Stimmen abgiebt, als alle feine Arbeiter zusammen. Infolge dieses aus 205 Republikanern, 187 Demokraten und 15 Populisten Gesetzes eingebracht worden ist, hat bekanntlich die Summe dessen hält es schwer, einen der unseren bei den Wahlen durchzufammen. Davon sind 202 Goldleute, 155 Anhänger offen gelaffen, die als fester Betrag auf fünf Jahre aus den zubringen. Wenn man ferner weiß, daß beispielsweise in Lauscha der freien Silberprägung. Einnahmen der Staatseisenbahn Verwaltung der Finanz erscheint ein Reinfall" bei näherem Zusehen in der That nicht von 20 Großbürgern" 500 Stimmen abgegeben werden, so Washington, 7. Dezember. Einfuhr amerikanischer verwaltung zur Deckung der allgemeinen Staatsausgaben zur als solcher, sondern man muß dabei immer berücksichtigen, ob Fleischwaaren nach Deutschland. Der Bericht des Verfügung gestellt werden soll. Staatssekretärs Olney fagt, die Neigung Deutschlands, diesen Nat. Korr." aufolge, so hoch bemessen werden wie der Theil ba dies in Lauscha der Fall war, indem dort die sozialdemokra Dieser Betrag soll, ber die Anzahl der für uns abgegebenen Stimmen gewachsen ist, und Handel thatsächlich zu verhindern, sei durch neue verschärfende der Eisenbahn- Einnahmen, der zur Deckung der ordentlichen Maßnahmen dargethan, obwohl die gesunde Beschaffenheit der Staatsausgaben in dem Etat für das Jahr 1897/98 figuriren tischen Stimmen seit dem Jahre 1894 von 182 auf 267 ftiegen, ausgeführten Waaren durch umfassende vollgiltige Beweise ge- wird. so darf immerhin mit Genugthuung von den Fortschritten unserer fichert sei, Washington, 7. Dezember. Staatssekretär Diney hat ein des freitonservativen Abg. v. Bedlih.Neukirch zugefranken gingen unsere Parteigenossen im Bunde mit den FreiDerselben Kommiffion ist als dritter Antrag noch folgender Partei gesprochen werden. Bei der Gemeinderathswahl in Schwabach in Mittelamtliches Telegramm erhalten, in welchem mitgetheilt wird, daß gangen: die Regierung von Venezuela das in betreff der vene= Die obligatorische Schulden tilgung erfolgt in finnigen und Nationalliberalen gegen die Demokraten vor. zolanischen Frage zwischen den Bereinigten Staaten und England der Höhe von 1/2 pet. Von den Ueberschüssen der Staats. Diesem Anfturm erlagen die Demokraten. Sie sind nun auf abgeschloffene Uebereinkommen angenommen habe Eisenbahnen wird in den Staatshaushalts- Etat ein Betrag ein- unsere Partei begreiflicherweise schlecht zu sprechen und ohne und daß der venezolanische Kongreß behufs Berathung des gefezt zur Deckung der ordentlichen Staatsausgaben bis zum Kenntniß der näheren Umstände erscheint es ja auch wunders Uebereinkommens zu einer außerordentlichen Tagung ein- dreifachen Betrag des Reinertrages der direkten Steuern. Unter bar, wieso unsere Schwabacher Genoffen das erwähnte Bündniß berufen sei. ordentlichen Staatsausgaben ist unter andern auch inbegriffen die ge- eingehen konnten. Daß sie aber nicht unzweckmäßig gehandelt haben, ergiebt fich aus folgender Schilderung des Hergangs. Seit 18 Jahren find unfere Schwabacher Genossen wegen ihrer Dr. F. Ph. König. Die Lage der englischen 2and numerischen Schwäche bei den Wahlen mit der demokratischen wirthschaft unter dem Druck ber inter Volkspartei zusammengegangen. Diese war infolge dessen die nationalen Konkurrenz der Gegenwart und herrschende Partei und hat früher mancherlei Nützliches geschaffen. Mittel und Wege zur Besserung derselben. 1884 stellten die Demokraten einen unserer Genoffen mit als ( Sammlung nationalökonomischer und statistischer Abhandlungen Kandidaten zum Gemeinderath auf. Er wurde auch gewählt; des staatswissenschaftlichen Seminars zu Halle a. S. Heraus die übermüthig gewordene demokratische Mehrheit schitanirte ihn An dem vorliegenden Buche finden wir vor allem das aus. gegeben von Prof. J. Conrad, IX. Band 2. Heft.) Jena, aber so 3. B. durch systematisches Niederstimmen seiner Anzusehen, daß der gekennzeichnete Standpunkt in viel zu aufdring. Verlag von Gustav Fischer, 1896. XII und 445 Seiten. träge daß er nach Ablauf seiner Amtsperiode die Wiederwahl licher Weise hervorgehoben, viel zu oft als unumftößliches Re Der Verfasser der vorliegenden Arbeit ist praktischer Lands ablehnte. Die Demokraten seyten nun zwei andere Genossen auf fultat der Wissenschaft ausgegeben wird, gegen das nur noch wirth und hat als solcher durch langjährige Thätigkeit die land- ihre Liste, strichen aber am Wahltage deren Namen wieder von Träumer und Phantasten anfämpfen, während er viel zu wenig wirthschaftlichen Verhältnisse Englands, des Deutschen Reichs der Liste. Dieser niederträchtige Schwindel und die Entbegründet wird. Schon im ersten Heft, auf Seite 12-16, soll der und der Vereinigten Staaten fennen gelernt. Leider steht rüstung über die schlechte Behandlung unseres Vertreters im Standpunkt, welchen die naturwissenschaftliche Betrachtung heute feine wirthschaftliche Schulung nicht auf der Höhe seiner reichen Gemeinderath riefen unter den sozialdemokratischen Arbeitern eine gegenüber dem Räthsel des Lebens einnimmt, festgestellt werden. Fachkenntnisse. Die Disposition des ganzen Werkes ist zerfahren fortdauernde Erbitterung gegen bie Demokraten hervor, die sich Hierbei wird natürlich auch das von der Phyfit aufgestellte so- und die vielen Wiederholungen wirken sehr ermüdend. Sieht man bei der diesjährigen Wahl in dem Beschlüß Luft machte, mit genannte Gesetz von der Erhaltung der Kraft erwähnt, welches von diesen formalen Fehlern ab sie zu vermeiden, wäre Auf diesen Leuten nicht mehr zusammenzugehen. Darauf luben die allerdings eine Grundlage jeder modernen Weltauffaffung sein gabe einer intelligenten Seminarleitung gewesen so wird man Freisinnigen unsere Genossen zu einer Besprechung ein. Diese muß. Leider wird es weder hier noch später näher er der Arbeit Dr. König's reiches Lob nicht vorenthalten dürfen. führte zu dem Ergebniß, daß man übereinkam, um den demoläutert; vermuthlich handelt es sich nur um einen schiefen Seine Ausführungen gipfeln in der Behauptung, daß die land fratischen Rathhaus- Ring zu brechen, gemeinsam mit den Ausdruck, doch kann der Leser daraus eine flare und richtige wirthschaftliche Krisis in England, wenn auch noch nicht vorbei, Nationalliberalen eine gemischte Lifte aufzustellen; unsere Genossen Vorstellung nicht gewinnen. Aber das ist nur nebensächlich; doch zum großen Theile überstanden ist, und daß die Landwirth- gaben ihre Zustimmung unter der Bedingung, daß die gegne denn die materialistische Auffassung Dodel's beruht ja nicht auf schaft auf gesunder Basis steht. daß, wenn auch in den rischen Kandidaten auf ihr Ehrenwort erklären müßten, die in der Physik, sondern auf der Biologie. Aber durch die gewählte englischen Grafschaften mit Ackerbaubetrieb noch schwere Zeiten der Gemeinde eingeführten freiheitlichen Errungenschaften( WegAnordnung tritt diese Auffassung als die zu predigende Haupt- durchgemacht werden müffen, die englischen Farmer in den Graf fall des Schulgeldes und der Bürgeraufnahme- Gebühren) nicht sache hervor, und die biologischen Kenntnisse und Forschungs- schaften mit Weidewirthschaft jetzt profperiren und theilweise anzutasten, sondern noch ihre Zusage su geben für humaneren refultate, welche sie begründen sollen, bleiben die Neben- fogar Geld verdienen." Ich halte diese Ansicht doch für zu Ausbau der Armenpflege und für Abschaffung der indirekten sache. Freilich ist die Gesammtauffaffung der Welt, optimistisch. Denn wenn auch die Abnahme des Weizenbaues Abgaben auf Lebensmittel. Diese Zusicherung ist gegeben die er immer und immer wieder hervorhebt, für Dodel und der Schafhaltung und die forrespondirende Zunahme der worden. Selbstverständlich war das Auftreten der Demoauch die Hauptsache; aber er würde, scheint mir, feinen Biehweidewirthschaft in Verbindung mit dem Molkereiwefen traten gegen unsere Genossen nicht der einzige Grund, Zweck viel sicherer erreichen, und viel mehr zur Ver- unbestreitbare Thatsachen sind, so hat doch dieser Uebergang erst der diese veranlaßte, sich mit den Freisinigen und National breitung biologischer Kenntnisse beitragen, wenn er an der Hand zum geringen Theile sich vollzogen und wenn die Behauptung liberalen zum Sturze der Demokraten Herrschaft zu vers der letzteren und zur Erklärung der erforschten Thatsachen diese Dr. König's von dem Aufblühen" der Landwirthschaft, binden. Die demokratische Mehrheit des Gemeinderaths hat in Hypothese vortrüge, als daß er umgekehrt sie als das Grund das bierdurch bewirkt sein soll, gegenüber der furchtbaren der denkbar selbstsüchtigsten Weise gewirthschaftet; beispielsweise legende hinstellt, was durch die wissenschaftlichen Thatsachen nur Nothlage im vorigen Jahrzehnt auch nicht unrichtig ist, besetzte sie die städtischen Posten bis herab zum Laternenanzünder illustrirt wird. so scheint mir doch damit noch nicht bewiesen zu sein, daß eine ausschließlich mit Leuten ihrer Partei. Weiter übte sie einen Immerhin kann das Werk denen, welche sich für biologische wirkliche Gesundung eingetreten sei. Interessant für deutsche Terrorismus aus, unter dem namentlich die Geschäftsleute zu Forschungen intereffiren und die Grundlagen der materialistischen Leser ist insbesondere die Schilderung des Kampfes der Land- leiden hatten. Die Partei brachte durch Praktiken schließlich alle Weltauffaffung tennen lernen wollen, zum Studium empfohlen wirthe gegen die Krise, die England früher und stärker getroffen anderen Parteien gleichmäßig gegen sich auf. Bedauerlich werden; aus den Darstellungen über den Träger alles Lebens in hat, als das europäische Festland. Wenn es etwas dazu bei ist es ja, oaß die uns am nächsten stehende bürgerliche Burtei, Thier und Pflanze, das sogenannte Protoplasma, über die Zellen getragen hat, ihre Wirkungen zu mildern, so war es der glück- die demokratische Volkspartei, von unseren Genossen bekämpft forschung, die Ergebnisse der Forschung betreffs der Beugung und liche Umstand, daß in England die preußischen Junker fehlten, werden mußte. Da aber diefe Partei eine Mißwirthschaft, Entwickelung im Pflanzen- und Thierreich zc. werden sie mancherlei aber ein fleißiger und energischer Pächterstand den Kampf mit trieben hat, die am allerwenigsten die Sozialdemokratie duldcu Belehrung und Anregung empfangen. Verständniß und Zähigkeit aufgenommen hat. Dr. B. K. tann, so blieb nichts anderes übrig, als mit ihr zu brechen. an dieses Werk herangeht, sich wenigftens einige chemische und physiologische Renntnisse anzueignen; sehr geeignet für einen solchen Zweck sind z. B. die bei Trübner erschienenen natur. wissenschaftlichen Elementarbücher( à 0,80 M.), in welchen die Chemie von Roscoe, die Physiologie von Foster in meisterhafter Weise dargestellt sind. Bt. Die Auf der Parteifonferenz für den Reichstags- Wahlkreis| Was aber der Riefenversammlung ihre hohe der Riefenverfammlung ihre hohe gewert. nehmer und Regierungs Intereffen nicht nur Mainz Oppenheim, die am Sonntag in Maina tagte schaftliche und politische Bedeutung gab, war die Art mit ihrer Sympathie, sondern auch mit thatkräftiger Hilfe den und von einer großen Anzahl Orten beschickt war, wurde die feit und Weise, wie die tausende von Bergleuten aller der letzten Wahl neugeschaffene Bezirksorganisation Richtungen urtheilten über die seit langen Jahren getriebene aller Streifenden in Hamburg zur Seite stehen." gutgeheißen, da alle Hebel in Bewegung gefegt werden müssen, Bersplitterung der Arbeiter durch die Ultramontanen. Der große Saal der Bock Brauerei war bis zum letzten um in anderthalb Jahren den mit wenig Stimmen verlorenen August Brust, der Vorsitzende des christlichen Gewerk Platz gefüllt, etwa 1500 Personen waren anwesend. Wahlkreis wieder zu erobern. vereins", hatte im Auftrage der Kaplanokratie Aussetzungen Polizei sperrte um 9 Uhr, Hunderte fanden feinen Einlaß. Genosse Von der Agitation. In der Zeit vom 21. November bis zu machen an den aufgestellten Forderungen. Brust- besser die Frohme referirte unter stürmischem Beifall. Die Versammlung 5. Dezember unternahm Frau Kähler aus Wandsbeck eine fapitalistenfreundliche Kaplanokratie will nicht, daß ein gestaltete fich zu einer imposanten Kuudgebung für die Streikenden. Agitationstour durch Thüringen. Sie sprach in Mühlhausen, Bergmann nach fünfundzwanzigjähriger Arbeit Die allgemeine Resolution und eine von den proletarischen Salza, Nordhausen, Neustadt a. Orla, Apolda, Bürgel b. Jena, das Recht haben soll, sich pensioniren zu lassen!!! Frauen gestellte wurden einstimmig angenommen, nachdem der Gera, Schleusingen, Suhl, Heinrichs, Erfurt und Eisenach. Im Weiter will Brust nicht den schon invalide gewordenen Anarchist Biefter vergeblich Quertreibereien versucht hatte. allgemeinen war der Besuch der Versammlungen gut. Das Arbeitern die Vortheile eines neuen Statuts zuwenden. Es Die Versammlung im Konzerthaus Sanssouci war bereits vor kurzem von der Thüringer Agitationskommission heraus- handelt sich nämlich in der Hauptsache darum: Die Bergleute vor 8 Uhr, nachdem Saal und Gallerien gefüllt waren, polizeilich gegebene Flugblatt, betitelt:" Der Mittelstand und die zahlen in die Knappschafts- Pensionskasse und zur staatlichen abgesperrt. Das Referat hatte hier der Genosse Megger. Sozialdemokratie" ist in einer Auflage von annähernd Alters- und Invaliditätsversicherung. Auf grund des§ 90 des Hamburg übernommen, der in eingehender Weise, von den Ver90 000 Exemplaren verbreitet worden, insbesondere im Kreise Statuts der Knappschaftskaffe rechnet diese aber den Juvaliden sammelten häufig durch Beifall unterbrochen, die Ursachen und die Ziegenrück, der ,, dunklen Ecke" des Wahlkreises Erfurt die Reichsrente auf die Knappschaftspension an. gegenwärtige Situation des Hafenarbeiter Streits in Hamburg Schleusingen- Ziegenrück. Die Vertheilung ging glatt von statten. Die Bergleute zahlen also in zwei Kaffen und erhalten nur schilderte. Von einer Diskussion wurde des ausgezeichneten Refe Der„ Lübecker Volksbote" hat seine Geschäftsräumlich aus einer Raffe Benefizien. Auch Brust will diese ungerechtig rats wegen Abstand genommen. Unter Abfingen der ArbeiterDer„ Lübecker Volksbote" hat seine Geschäftsräumlichkeit beseitigen, aber die unter derselben schon leidenden Invaliden Marseillaise verließen die Anwesenden den Saal. keiten nach dem Hause Johannisstraße 50 verlegt; sollen nicht berücksichtigt werden. Mit Mühe konnten die Leiter zugleich ist die Druckerei durch Anschaffung einer neuen Johannis der Versammlung diesen„ Arbeiterführer" vor der Wuth der den letzten Platz gefüllt, auch die Gallerien waren dicht besetzt, Bei Keller in der Koppenstraße war der Saal bis auf berger Doppelschnellpreffe vergrößert worden. Auch die Buch- Masse schützen. Selbst Redner, die Mitglieder des„ chriftlichen Ge- sodaß etwa 2000 Personen anwesend gewesen sein mögen. Den handlung hat eine umfangreiche Erweiterung erfahren. Die Schaffung des neuen stattlichen Heims wurde ermöglicht durch Ausdrücken ab. Die Anhänger des alten Verbandes" mußten gespendet. Als einziger Diskussionsredner trat ein Herr Klumka werkvereins" sind, lehnten die Gemeinschaft mit Brust in den schärfsten Vortrage des Genossen Moltenbuhr wurde lebhafter Beifall die außerordentliche Opferwilligkeit unserer Lübeckischen Parteigentoffen. Seit ca. eieinhalb Jahren besteht der„ Boltsbote"; dieſen Mann, der durch sein Verhalten die eigentliche Ursache auf, der sich als Mitglied des neugegründeten Bereins der während der kurzen Zeit seines Bestehens hat er sich das Ver- zum Effener Prozeß gegeben hat, vor den Bergleuten schüßen, National- Sozialen vorstellte und seine, sowie des Vereins trauen weiter Boltstreise zu erringen gewußt, obwohl von feinds Schluß eine Resolution einstimmig an, worin die brachte. Darauf wurden die beiden Resolutionen einstimmig foufst hätte er Schläge bekommen. Die Versammlung nahm zum Sympathie für das Recht der Streifenden zum Ausdruck licher Seite schon alles Mögliche versucht worden ist, die Existenz Forderungen der Bergleute unzweideutig zum Ausdruck gelangten. angenommen. Mit einem fräftigen Hoch auf das Gelingen des des Blattes zu untergraben. Möge der„ Voltsbote" auch im neuen Heim kräftig blühen und gedeihen! Der Redakteur der Deutschen Berg: und Hütten Streits der Hafenarbeiter fand die imposante Versammlung ihren arbeiter- Zeitung", Genosse Hue in Essen, hat sich am 16. De ember vor der Straffammer zu Beuthen in Oberschlesien wegen angeblicher Beleidigung der oberschlesischen Polizei Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Margarinefabrikant Mohr in Altona hat mit seinem Brozeffiren in Köln fein Glück gehabt. Er hatte auch das dortige Organ unserer Partei, die Rheinische Beitung", verklagt; das Amtsgericht hat aber die Klage zurückgewiesen, da es in dem betreffenden Artikel keine Beleidigung des Herrn Mohr finden konnte. Gegen das„ Volksblatt für Anhalt" ist wegen eines Artikels in Nr. 124 über den Fall Brüsewitz ein Prozeß anhängig. Der Strafantrag ist vom Kriegsminister gestellt. Gewerkschaftliches. Zuzug von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten ift während der Daner der dortigen Lohnbewegungen aufs strengste fernzuhalten! Gelder find zu senden an das Berliner Gewerkschafts: bureau( R. Millarg, Berlin S.0., Annenstr. 16.) zu verantworten. In Güstrow in Mecklenburg haben elf Schneider der Firma P. Ne del wegen Maßregelung eines Mitarbeiters die Arbeit eingestellt. Zuzug ist fernzuhalten. Die Hammerschmiede Gesellen an der Volme und der Hälver in Westfalen haben, wie ein bürgerliches Blatt berichtet, den Beschluß gefaßt, falls vom 1. Januar 1897 ab teine Lohn erhöhung um 75 Pf. für 1000 Pfund erfolgt, die Arbeit nieber zulegen. Ju Aachen ist der Streit der Weber der Firma Scheins u. Reiß beendet, wie es scheint, auf grund eines Vergleich 3. Der Ausschuß der Weber hat die Beschuldigung, die Firma fei vertragsbrüchig geworden, zurückgenomu.ca, und der Tarif ist ergänzt", also wohl in manchen Punkten verbessert worden. In Bettenhausen bei Raffel ist der Salzmann'sche We berstreit durch Vergleich beendet. Abschluß. Der Schweizergarten war vor 9 Uhr polizeilich abgesperrt. Sier referirte v. Elm. Langanhaltender Beifall folgte seinen vortrefflichen Ausführungen. In der kurzen Diskussion nahm der Redakteur der Zeit", Weinhausen, das Wort. Er schilderte seine Selbsterlebnisse in Hamburg im Sinne des Referats und schloß mit der Ueberzeugung, daß die Hamburger Arbeiter es werth feien, unterstützt zu werden. Darauf wurde zum Schluß die Resolution einstimmig angenommen. Der zweiten, an die proletarischen Frauen gerichteten, stimmten die anwesenden Frauen einmüthig zu. Die Tellersammlung wurde zu gunsten der streitenden Hafenarbeiter am Schlusse der Vers fammlung fortgesetzt. Im großen Saale der Kronen- Brauerei( Moabit), in dem sich mehr denn 1000 Personen eingefunden hatten, referirte Genosse Legien Hamburg, des öfteren durch langanhaltenden Beifall unterbrochen. Außer der oben abgedruckten Resolution wurde die von den weiblichen Proletarierinnen gestellte einstimmig = " angenommen. Die Zellersammlung wurde zu gunsten der Ham burger Brüder fortgesetzt. Achtung, lokalorganisirte Gewerkschaften Deutschlands! Die Versammlung im Kösliner Hof", in der Liebknecht Die Vertreter lokalorganisirter Gewerkschaften Berlins haben in Den Eisenbahnarbeitern in Halle a. S. ist eine kleine referirte, war überfüllt, trotzdem die Tische aus dem Saal ge einer am 30. Oftober d. J. stattgefundenen Konferenz beschlossen, Lohnerhöhung zu theil geworden. Während bisher der Anfangs- bracht worden waren. Nach 8 Uhr wurde der Eingang zum den von Herrn Poladnick nach Barmen einberufenen Rongreß tagelohn 2,20 m. betrug, beträgt er jetzt 2,30 M. Nach dem Lokal polizeilich gesperrt, so daß Hunderte wieder umfehren nicht zu beschicken. Die Konferenz hatte nach eingehender ersten, dritten, fünften und achten Jahre werden je 10 Pf. täglich mußten. Die beiden Resolutionen wurden, nachdem Liebknecht Diskussion die Ueberzeugung gewonnen, daß sowohl die Tages zugelegt wie bisher. Neu eingerichtet ist eine fünfte Zehnpfennig- unter stürmischem Beifall geendet, von der Versammlung einordnung als auch die Vorbereitung zu diesem Rongreß ungenügend Bulage nach dem zehnten Jahre, so daß nach dem neuen Lohn stimmig angenommen. ift, desgleichen ist auch der Beweis geliefert, daß die Anarchisten tarif nach zehn Jahren der Höchstlohn von 2,80 M. erreicht diesen Kongreß zum Tummelplatz ihrer reaktionären Ideen be- wird, während der bisherige Höchstlohn 2,60 m. betrug und nußen werden, so daß das Resultat dieses Kongresses ein klägliches nach acht Jahren erreicht wurde. Außerdem werden Funktions- Depelthen und lehte Nachrichten. Fiasko für die Betheiligten sein wird. Wir richten deshalb zulagen gewährt und zwar täglich 20 Pf. dem Rangirpersonal, an die lokalorganisirten Arbeiter Deutschlands die Aufforderung, täglich 30 Pf. den Wagenschreibern und Hilfslademeistern und Hamburg, 8. Dezember.( Privatdepesche des„ Borwärts".) den Barmener Kongreß nicht zu beschicken, die Beschlüsse der täglich 60 Pf. den Hilfsrangirmeistern und den Wagenreinigern. Die Streifleitung verbreitet an die Arbeiter Deutschlands Flugs Berliner Konferenz vom 30. Oktober d. J. zu akzeptiren. Die Die Direktion hat überdies allen tüchtigen Arbeitern" in Aus- blätter mit der Aufforderung, nicht Streitbrecher zu werden. unterzeichnete Kommission wird, nachdem die Verhandlungen im ficht gestellt, fie tönnten einmal zu Beamten avanciren. preußischen Abgeordnetenhause die zukünftige Gestaltung des Die Beschlüsse heutigen Versammlung des Arbeit. Ju Saalfeld i. Th. ist ein Gewerkschaftstartell Bereinsgefeges erkennen laffen, also spätestens im Anfang gegründet worden. Demselben gehören an die Gewerkschaft der geber Verbandes werden streng geheim gehalten. An der nächsten Jahres, einen Kongreß der lokalorganisirten Gewert- Metallarbeiter mit 120 Mitgliedern, die der Lithographen mit 48, heutigen Börse zirkulirte das Gerücht, der Senat wolle einen schaften nach einem Ort Mittel- Deutschlands einberufen. Wir der Maurer mit 40, der Holzarbeiter mit 22, der Former mit 20, Aufruf an beide Parteien erlassen, ein neues Schiedsgericht zu bitten diesen Kongreß dann zu beschicken. der Buchdrucker mit 14 Mitgliedern. Der Beitrag der einzelnen bilden. Die Kohlenpreise beginnen infolge des Mangels zu Gewerkschaften beträgt vierteljährlich 5 Pf. pro Mitglied. Mit sozialdemokratischem Gruß: Die lokalorganisirten 3 # # der Gewerkschaften Berlins. J. A.: Carl Blaurock, Gipsstr. 16. Zur Diamantarbeiter Aussperrung in Hanau wird steigen. Achtung, Bureau Angestellte Berlins! Heute, berichtet, daß die Unternehmer ihr Verfahren in einem Bericht Köln, 8. Dezember.( B. H.) Die„ Kölnische Zeitung" Mittwoch, abends 1,9 Uhr, findet in den Arminhallen, an die Handelskammer zu rechtfertigen versuchen, und daß die schreibt zu der Petersburger Mittheilung, Rußland habe von Kommandantenstr. 20, eine öffentliche Versammlung Arbeiter nun ebenfalls einen Bericht an die Handelskammer Menelit einen Hafen, sowie einen Länderstrich erworben, dadurch statt, die sich mit den Arbeitsverhältnissen bei den hiesigen senden werden, worin die Angaben der Unternehmer in der seien die stetig fortschreitenden Bestrebungen der russischen Versicherungsgesellschaften, insbesondere der ,, Victoria", Allgemeine erforderlichen Weise beleuchtet sind. Politit erwiesen, im Orient eine Oberherrschaft in die Hand Versicherungs- Aktiengesellschaft, beschäftigen wird. Alle Bureau- Bei dem Abwehrstreit der Stuckateure und Gip3. zu nehmen. Neben dem mit aller Kraft betriebenen Ausbau der Arbeiter werden zu dieser Versammlung hiermit eingeladen. bildhauer der Firma Stöder u. Schoberwalter in transsibirischen Bahn bedeute dieser Schritt den Beginn der Die Agitationstommission. Nürnberg, der schon erwähnt worden ist, handelt es sich Beherrschung des Suezkanals zwecks Sicherung des Seeweges Friedrichsberg. Um mit den in Fabriken, Werkstätten darum, daß die Unternehmer an stelle der von den Arbeitern nach Ostasien. Das Bezeichnendste sei, daß Rußland auf dem und auf Bauten beschäftigten Arbeitern beffere Fühlung zu beim Frühjahr erkämpften 1/2 stündigen Mittagspause wieder die Seewege gerade jenes Gebiet ausgewählt, das unmittelbar an die französische Kolonie Obot anstoße. Die russische tommen, ersuchen wir die Vertrauenspersonen der einzelnen einstündige einführen, ferner die Stuckateure anstatt auf Tagelohn und die französische Kriegsflagge neben einander am Eingange Gewerkschaften an einer Besprechung theilzunehmen, die am auf Stundenlohn stellen wollen. Wir ersuchen die Berliner des Rothen Meeres zu sehen, dürfe zur genüge beweisen, daß Sonntag, den 13. Dezember, vormittags 10 Uhr, bei Heinicke, Studa teure und Gipsbildhauer, für Fernhaltung beide Staaten in der Orientpolitit sich zu weit ausgeholtem BorFriedrich Karlstraße, stattfindet. Diejenigen Gewerkschaften des Zuzugs um so umsichtiger zu sorgen, als die genannte gehen verständigt haben. Berlins, welche in Friedrichsberg feinen Vertrauensmann haben, Firma in Berlin Arbeiter sucht. werden gebeten, fich gleichfalls vertreten zu lassen. Dem Unterzeichneten ist umgehend die Adresse dieser Personen anzugeben. J. A. der Fünfer- Kommission: A. Raßler, Friedrichsberg, Gürtelstr. 28, 1 Tr. In der letzten Nummer des„ Gewerkvereins" wird unsere Notiz über die Schicksale, die Herr Fleischmann aus Lübeck, der Vorsitzende des dortigen Metallarbeiter- Gewerkvereins, 3 " " Die Bürsten- und Pinselmacher Oesterreich- Ungarns halten während der Weihnachtsfeiertage in Prag ihren dritten Fachkongreß ab. A Die Berliner Arbeiter Frankfurt a. M., 8. Dezember.( B. H.) Aus 2ondon wird der" Frankfurter Zeitung" telegraphirt: Der LützowProzeß bildet den Gegenstand von Erörterungen in englischen Zeitungen, die auf Berurtheilung der offiziösen Preß- Mißwirthschaft hinauslaufen. Das Ministerium des Aeußeren findet, so schreiben die" Times", die Offiziösen seien sehr bequem in Differenzen mit anderen Ländern, es scheine aber zweifelhaft über sein. Interessant werde es sein, zu sehen, ob es seine Ansichten Der zur Geltung bringt oder ob feine Gegner stegen. " Standard" giebt seinem Erstaunen Ausdruck, daß der Kaiserthron von einer Atmosphäre von Zweideutigkeiten umgeben, und daß Einrichtungen, die so wenig mit Erleuchtung und Freiheit verträglich seien, vom Hofe begünstigt würden. London, 8. Dezember.( B. H.)" Standard" theilt mit, daß die Beamten der London and North- Westernlinie den Ausstand für Sonntag proklamiren werden, wenn keine Lohnerhöhung eintritt und die ausgeschlossenen Arbeiter nicht wieder aufgenommen werden. bei seinem Fischzuge nach Streitbrechern in Berlin gehabt hat, als und der Hamburger Riefenffreik. den Nugen des Systems als einer heimischen Institution zu ein erdichtetes Geschreibsel" bezeichnet. Der Gewerkverein" be In sechs ausgezeichnet besuchten Versammlungen nahmen die hauptet weiter: Von dem, was die genannten Personen gesagt Bertiner Arbeiter und Arbeiterinnen zu dem Hamburger Hafenhaben sollen, ist auch nicht ein Wort wahr." Wir können arbeiter Streit Stellung. In allen Versammlungen wurde bedemgegenüber nur erklären, daß wir unsere Mittheilungen geistert der folgenden Resolution zugestimmt: vollinhaltlich aufrecht erhalten. Wenn der„ Gewerkverein" jedoch meint, daß ein Theil der in unserer Notiz genannten Personen " In dem gerechten Kampfe, den die Hafenarbeiter und Seeüberhaupt gar nicht exiflirt, so flammert er sich in seiner Ver- leute Hamburgs zur Verbesserung ihrer, nach der Natur des zweiflung an die Nebensächlichkeit, daß eine Namenverwechselung anstrengenden Berufes, überaus unsicheren, wechsel- und gefahr der Funktionäre feines Arbeitsnachweises und des Ortsvereins I vollen Existenz führen müssen, ist es Ehrenpflicht aller der Metallarbeiter stattfand. Hier muß es nämlich in unserer Notiz deutschen und namentlich auch aller Berliner Arbeiter und Arbeiteftatt Kraft Roch heißen und zum Schluß derselben statt Koch Kraft und das wird nun vom Gewerkverein" benutzt, um uns den rinnen ohne Ausnahme, a Il es zu thun, was in ihren Kräften steht, Vorwurf der Flunterei zu machen und seinen Lesern eine um den Hamburger Klaffengenossen, auf deren völlige Unterwächserne Nase zu drehen. Die ganze Erwiderung des Gewerk- brückung das übermüthige Geldproßenthum e3 abgesehen hat, verein" ist überhaupt nichts weiter als eine einzige Berlegenheits die siegreiche Abwehr und den endgiltigen Sieg zu ermögerklärung. Daß die Redaktion des Gewerkvereins" sehr naiv fragt, welche unfaubere Rolle die Führer der Gewerkvereine in lichen. der Sache gespielt haben, darf bei der Anschauung, die in diesen Es werden deshalb sämmtliche Arbeiter und Arbeiter Kreisen über Arbeiterausstände herrscht, nicht wundernehmen, Organisationen Berlins aufgefordert, sich an den Sammlungen Uns interesfirte gerade Herren Mauch und Leitner in Beziehung auf die für die Hamburger Ausständigen mit allem Eifer so lange zu Anwerbung von Streitbrechern; und diese beiden Namen betheiligen, bis der Sieg der Ausständigen entschieden ist. find doch den Mitgliedern der Gewerkvereine be Ferner mit aller Umfsicht und allem Nachdruck dafür zu sorgen, tanut? Wenn nun die Redaktion glaubt, diese höchst sonder daß jedweder zuzug nach dem Streitgebiet bare Vertretung der Arbeiterintereffen damit zu entschuldigen, ferngehalten wird. daß in Lübeck die Arbeiter von dem Fabrikanten entlassen wurden " der London, 8. Dezember.( W. T. B.) Die„ London and North Western Railway"( eine der größten Linien des Vereinigten Königreichs) entließ eine Anzahl Leute wegen einer Agitation zu gunsten der Verbesserung der Lage der Güterschaffner, Bremser und Weichensteller. Infolge dessen erließ die Zentralfommission der Vereinigten Genossenschaft der Eisenbahn- Angestellten" einen Aufruf, der das Vorgehen der Bahngesellschaft als einen Angriff auf die Rechte und Freiheiten der Bediensteten verurtheilt, die letzteren auffordert, die an sie ergangene Herausforderung anzunehmen und dem Vorgehen der Gesellschaft ein Ende zu machen und Versammlungen zur Erörterung der Lage einberuft. " Glasgow, 8. Dezember.( W. T. B.) Eine Anzahl von Seeleuten am Clyde hatten die Arbeit niedergelegt, weil sie eine Erhöhung des Lohnes verlangten. Die Bewegung breitet sich jetzt aus; Donnerstag wird der Versuch gemacht werden, das Absegeln der Dzean- Dampfer unmöglich zu machen. Die Bewegung wird von dem Parlamentsmitgliede Havelock Wilson geleitet. Die Rheder erklären, sie würden Mannschaften zu den alten Löhnen erhalten. und nicht streiften, so bediente sie sich damit eines Tricks, der Die Versammlung verurtheilt aufs schärffte die Rheder und Stauer in Unternehmerkreisen allgemein üblich ist. Die Herren scheinen Hamburgs, sowie die mit ihnen verbündeten Theile des Unternehmerjezt den Standpunkt der Harmonieduselei aufzugeben und hinter thums, weil sie das Schiedsgericht abgelehnt und damit jede Berben Unternehmer- Intereffen sans phrase herzutrotten. Uns kann's ständigung zum Frieden schroff zurückgewiesen haben. Die Madrid, 8. Dezember.( W. T. B.) Nach einer Amtsrecht sein. Zu einer vernichtenden Niederlage der christlichen Versammlung erblickt in dieser Ablehnung der Verhandlungen depesche aus Manila gelang es einer größeren Anzahl in Cavite gefangen gehaltener Personen zu entweichen. Die Truppen, Bergarbeiterführer gestaltete sich die am 6. Dezember einen Beweis mehr, daß ein großer Theil des deutscher welche sich zur Verfolgung derselben aufmachten, tödteten im Schützenhof zu Bochum abgehaltene Versammlung der Unternehmerthums, dem Mitglieder der Reichsregierung überdies ihrer sechszig in den Straßen der Stadt und brachten Ruhr- Bergleute. Man schreibt uns darüber: 5-6000 Knappen noch einen moralischen Rückhalt gegeben haben, die politische Spanier fielen ein Mann und sechs wurden verwundet. Auf die übrigen ins Gefängniß zurück. Auf Seite der waren gekommen, um Protest zu erheben gegen die ungerechten Bestimmungen bes Statuts für den Allgemeinen und soziale Gleichberechtigung der Arbeiter nicht will, und recht der Insel Paragua ist eine Verschwörung entdeckt worden; fünf Knappschaftsverein zu Bochum. Auf die Forderungen und lose Lohnsklaven aus ihnen zu machen bemüht ist. Die Arbeiter der daran Betheiligten wurden hingerichtet, die übrigen ins Gederen Behandlung einzugehen, verbietet uns der Raum. werden deshalb gegen diese Koalition von Unter- fängniß geworfen. Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 288. " Kampfes. Der Inhaber einer großen Getreidefirma Mittwoch, den 9. Dezember 1896. = = 13. Jahrg. Die Hafenarbeiter- Bewegung. folches tommen, um bei der Arbeit zu helfen, noch finde man es Begründung der Berechtigung des Streits der Herbeiziehung von Militär sei vorläufig ausgeschlossen; weder Der Korrespondent des ,, Berliner Tageblattes" führt zur folle Das Bünglein der Waage neigt sich, wie unser Spezial- nöthig, es zur Aufrechterhaltung der Ordnung heranzuziehen. Aller- Hafenarbeiter an, daß die geforderten fünf Mark in HamBerichterstatter aus Hamburg unterm 8. Dezember schreibt, dings, tämen Unruhen vor, so wüßte der Senat, was er zu thun hätte; burg etwas ganz anderes bedeuten als anderswo, selbst in Berlin, mehr und mehr auf die Seite der streikenden Arbeiter. In den bis jetzt hätten solche aber nicht stattgefunden und ständen auch und daß die Schauerleute, wie jeden Tag eklatant zu tage tritt, Reihen der Gegner hat die frühere Siegeszuversicht unverkennbar nicht zu erwarten. Bei einem Streit der Gasarbeiter weit davon entfernt sind, sogenannte ungelernte Arbeiter- Laftnachgelassen. Das Hamburger Fremdenblatt" müßten allerdings andere Maßregeln getroffen werden, und die träger schreibt: Der Staat hat im jezigen Stadium das höchste Interesse nöthigen Schritte seien auch bereits gethan. Würde ein Streit und mehr ununterbrochen arbeiten zu können, daß das Leben und zu sein, daß sie gut essen müssen, um volle 24 Stunden den Streit beigelegt zu sehen, und wir appelliren der Gasarbeiter ausbrechen, so würden Pioniere herangezogen der Verkehr in den kolossal weitläufigen Hafenanlagen mit vielen deshalb an die Exekutive des Staats, unseren Senat, un- werden, um die Arbeit zu verrichten. Jedoch würde auch diese Kosten verknüpft ist." Weiter sagt der erwähnte Berichterstatter: gehindert Einigungsversuche zu unternehmen. Maßregel nicht der Ausdruck einer Parteinahme gegen die„ daß in Hamburg rund 50 pCt. der Einkommensteuerzahler ein Die Zeit ist endlich gekommen, in der ein vernünftig zusammen- Streikenden sein, sondern lediglich im öffentlichen Jutereffe er- Jahreseinkommen von 1000 M. und weniger versteuern gefeßtes Einigungsamt nicht Schiedsgericht mit Erfolg folgen. Das allgemeine Wohl gebiete es, die Beleuchtung der und zu diesen gehören die Schauerleute. Die publizirten Lohnwirken kann. Ein solches Einigungsamt darf nach unserer An- Stadt nicht unterbrechen zu lassen. Nur für diesen Fall sei die listen mögen sagen, was sie wollen, denn die Schauerleute mit ficht nur aus den Betheiligten beider Parteien in gleicher Zahl Requirirung von Militär in Aussicht genommen. unter Präsidium von einem oder mehreren hervorragenden Richtern angeblich 2300-2700 M. Jahreseinkommen streiken doch nicht, bestehen. Die Zuckerhändler Hamburgs find empört darüber, daß sie um 5 M. Tagelohn zu erhalten!" Auch andere Zeitungen äußern sich in diesem Sinn, und die zu den Sizungen des Arbeitgeber- Berbandes nicht hinzugezogen für vorhanden, daß eine Einigung auf neuer Basis zu Dasselbe Blatt meldet noch: Es sind deutliche Anzeichen das öffentliche Meinung ist allgemein für friedliche Beilegung des wurden, obwohl sie von dem Streit besonders schwer bestande kommt. Die Detaillistenvereine, deren Mitglieder schrieb der neuen Hamburger Zeitung": Zuerst war der für die Staats- Quais bestimmten Sendungen abgelehnt ein Einigungsamt einzusehen. Da die Hamburger Quai- Berwaltung die weitere Annahme Petition an den Senat in Umlauf zu sehen, worin ersucht wird. unter dem Streik schwer leiden, beabsichtigen, wie verlautet, eine der Arbeitgeber- Verband sehr siegesgewiß in der Hoffnung, durch Heranziehen von 1000 Italienern und sonstigem Gesindel den hat, so werden, wie die königl. Eisenbahndirektion in der Packetfahrt- Gesellschaft ist Meinung für eine Auch im Verwaltungsrath Streif zu brechen. Nachdem man trotz aller Behauptungen, daß Altona bekannt macht, gemäß§6 bezw.§ 55 der Verkehrs- Einigung; speziell die Lohnforderung der Seeleute wird für geauf allen Schiffen würde gearbeitet werden, weder mit der Ent- ordnung bis auf weiteres Sendungen, deren Frachtbrief- rechtfertigt erachtet. ladung noch der Beladung vorwärts kommt- denn einzelne Dampfer der Annahme zur Beförderung ausgeschlossen, bandes, der mit seinem Latein zu Ende, ist bereits nächster vorschrift auf Hamburg Freihafen lautet, von liegen schon volle 4 Wochen hier und sind noch nicht leer- we ist mit Ausnahme der Kohlensendungen und derjenigen, welche für Tage zu erwarten. Zur Wahrung des Scheins, teine Niederlage Ein Entgegenkommen des Arbeitgeber Ver. mandie dargebotene Hand des Schiedsgerichtszurück und will nun die Arbeiter zur Kapitulation zwingen. die im Freihafengebiet gelegenen Privat- Anschlüsse und den erlitten zu haben, wird der Versuch gemacht werden, die Arbeiter Man bedenke nur, daß man jetzt vollständig ungeübten Arbeitern von der Hamburg Amerika Linie gepachteten Petersen- Quai zu bestimmen, ihre Führer im Stich zu lassen und direkt mit den 4,20 M. Lohn, Roft und Logis bewilligt, letzteres mit 1,80 m. bestimmt sind. Beförderungs- Anträge und Dispositionen Arbeitgebern zu verhandeln. Dieser Versuch wird voraussichtlich angenommen, also ca. 6 M. Diese Arbeiter schaffen nicht ein über Stückgüter und Wagenladungen nach den Hamburger erfolglos sein, inzwischen ist ein vom Senat ausgehendes Drittel von dem, was unsere zuverlässigen und tüchtigen Schauer Staats- Duais zur Beförderung mittels Quaibahn werden Einigungsamt wahrscheinlich. Leute zu stande bringen, mithin zahlt man eigentlich 18 M. feitens der königlichen Eisenbahn- Direktion Altona bis auf Lohn! Also lieber mit vollen Händen das Geld zum Fenster weiteres ebenfalls abgelehnt. Das„ Volk" schreibt in seinem„ Sozialpolitischen Wochen. hinauswerfen, als der Stimme der Vernunft zu folgen und einen Eine zweite Bekanntmachung der fgl. Eisenbahn Direktion bericht" über den Hamburger Streit: Die Ablehnung des SchiedsAusgleich annehmen, bei dem weder Arbeitgeber noch Arbeit- Altona befagt: Bufolge außergewöhnlicher Verkehrsverhältnisse gerichts von seiten der Rheder hat einen schlechten Eindruck genehmer sich einen Sieg zuschreiben können. auf den Staatsbahnhöfen in Hamburg wird auf grund des§ 63 macht. Sie legt von ihrer Friedensliebe fein gutes Zeugniß ab. Ein anderer Großkaufmann schreibt: Die Behörden Abs. 3 der Verkehrsordnung für die Eisenbahnen Deutschlands Allein wir fürchten über das Ziel hinauszuschießen, wenn wir haben darauf zu sehen, daß dem Gemeindewohl kein Schaden mit Genehmigung des Ministers der öffentlichen Arbeiten vom darin bereits den Beweis sehen wollten, daß es die Arbeitgeber erwächst. Heute ist es noch möglich, daß der Konflikt durch fried- 7. Dezember ab im Verkehr nach Hamburg zu der tarifmäßigen auf Vernichtung ihrer Gegner abgesehen haben, auf den liche Auseinandersehung und nicht durch Gewalt geordnet wird, Lieferzeit eine 3 uschlagsfrist von drei Tagen für Gilgut Krieg auf Leben und Tod. Man kann mit Sicherheit nur ist dies auch nach Wochen noch möglich? und 10 Tagen für Frachtgut festgesetzt. sagen: die Arbeitgeber bezeugen damit, daß ihnen die Macht der Diese Stimmen sind typisch für die Auffassung, die in den Unter den neuen Schauerlenten Arbeiter, ihre Widerstandsfähigkeit und ihre Hilfsmittel noch Hamburger Raufmanns- und Bürgerkreisen herrscht. Auch bei brechern befinden sich, wie die Boffische Zeitung" mit Beweis, daß der Streit noch nicht lange genug gedauert nämlich den Streit nicht genügend klar geworden sind. Diese Ablehnung ist der den berühmten geheimen Zusammenfünften des Arbeitgeber- Ver- theilt, fehr viele schlimme Persönlichkeiten". und noch nicht nachtheilig genug auf die Machtmittel der bandes ist man sich über diese Stimmung im klaren gewesen. Wie Weiter berichtet das genannte bürgerliche Blatt: Obschon die Arbeitgeber gewirkt hat, um ihnen die möglichst schnelle Neudas Hamb. Echo" auf unterirdischem Wege erfahren hat, wurde dort Arbeit im Hafen nur in beschränktem Umfange betrieben wird, gestaltung friedlicher und rechtlicher Zustände wünschenswerth mitgetheilt, daß auswärtige Großkaufleute fortwährend Briefe wächst die Zahl der Unglücksfälle in geradezu erscheinen zu lassen. und Zelegramme an ihre Hamburger Geschäftsfreunde richteten, erschreckender Weise. Der an jedem Tage mittags aus stärker, daß sie in weiterem Rampfe eine so große UeberSie halten sich einstweilen für so viel worin fie dringend zur Beilegung des Streits gegebene amtliche Bericht enthält nur die ganz schweren legenheit zu konstatiren hoffen, um unbedingt die Bedingungen auffordern und weiter erklären, sie würden für die ihnen unglücksfälle, aber er bringt täglich eine ganze Reihe von des Friedens und des neuen Rechtes vorschreiben zu können. bisher erwachsenen und noch erwachsenden ungeheuren Kosten die Beinbrüchen, Armbrüchen und anderen schweren Man wird sehen, ob sie sich nicht täuschen. Jedenfalls haben Hamburger Rheder u. f. w. vor Gericht verantwort: Berlegungen der ungeübten neueingestellten sie durch die Ablehnung zunächst die Position der Arbeiter ver fich machen. Von überallher laufen Beschwerden ein, daß die Hafenarbeiter zur öffentlichen Kenntniß. Die hamburgische Gestärkt, die hat den Generalfreit der Quai- Arbeiter zu stande von Unparteiischen vorgeschlagene und von den Arbeitern undheitsbehörde hat bereits Gelegenheit genommen, sich mit gebracht und die öffentliche Meinung ftußig gemacht. Denn die atzeptirte Einigung durch ein Schiedsgericht nicht angenommen dieser Angelegenheit zu beschäftigen und Vorkehrungen zu treffen. öffentliche Meinung ist auch ein Machtmittel im Kriege und worden sei. Auf allen Gebieten des wirthschaftlichen Lebens unserer Stadt im Streit. Am Dienstag Nachmittag follte abermals eine geheime Ber- und unseres Staates macht der Ausstand in immer unerträg ungünstig, nicht sowohl aus Kenntniß der thatsächlichen Ver Sie war im Anfange den Schauerleuten eher fammlung der Arbeitgeber im Patriotischen Hause" stattfinden. licherer Weise sich fühlbar. Deswegen ist der Wunsch allgemein hältniffe, als aus allgemeiner Abneigung gegen die Bes Mittags begann die Auszahlung der Streifunterstützung für verbreitet, es möge von der berufenen Stelle ein neuer Versuch unruhigung durch Lohntämpfe. Die Regierung und die laufende Woche. Das hätten sich die Unternehmer nicht zur Beilegung des Ausstandes unternommen werden, nach Parteien im Reichstage haben sich scharf gegen die Streikenden träumen laffen, daß die Streifenden, dank der Solidarität der dem der erste gescheitert ist. Fast allgemein ist man der An- geäußert. Der vielgenannte Herr v. Bötticher hat eine ganz Arbeiter, fogar die Streitunterstützungsgelder erhöhen fonnten! ficht, daß der Zeitpunkt jetzt gekommen sei, wo unsere höchste andere Sprache geführt als seinerzeit im Berliner Konfektions Die Situation im Hafen ist, wie von allen unparteiischen Staatsbehörde, der Senat, selbst die Vermittelung in streif. Allein die geringe Friedfertigkeit der Arbeitgeber wird Seiten zugegeben wird, unverändert. Die Streitbrecher verlassen die Hand nehmen und einen Ausgleich versuchen müsse. unausgesetzt die Arbeit, sodaß es sich kaum noch verlohnt, die das gewiß ausgleichen. Und auch die von dem Hanseatischen einzelnen Fälle zu registriren. Große Geldtransporte erregten, wie das Hamb. Echo" Bevollmächtigten beigebrachten 15 Lohnbücher find nicht geeignet Mit lebhaftem Beifall wurde in den geftrigen Streit Ver- mittheilt, am Montag bei den Besuchern der Hamburger Börse zu überzeugen, daß wirklich der Jahresdurchschnitt der Einnahme sammlungen die Mittheilung aufgenommen, daß in Berlin lebhaftes Aufsehen. Das Zentral- Streiffomitee, das für die Aus- eines Schauermannes so hoch ist wie der ihrer glücklichen Ju sechs Versammlungen zu gunsten der Streifenden stattfinden zahlung der Unterstützung Sorge zu tragen und das nöthige haber. In der Zeit der Statistik tann man solche Beweis follen. " Kleingeld" zu beschaffen hat, sandte einige Vertraute zur Verführung nur fläglich nennen. Wenn sie etwas beweist, so beweist Die Rolltutscher, die die Frage eines Ausstandes er einsbant, um für 30 000 m. Silbergeld einzuwechseln. Die Be- sie nur, was man dem Reichstage glaubt bieten zu können, in wogen hatten, werden sich vorläufig darauf beschränken, mit den stände der Vereinsbank reichten dazu nicht aus, und in Be- welchem niemand als die Sozialdemokratie für die Streitenden Spediteuren wegen eines neuen Lohntarifs in Unterhandlung zu gleitung eines Kassenboten begaben sich die Abgesandten zur Reichs- einzutreten Luft hat. treten. bank, wo zum Glück so viel Silber zu haben war. Es wurde Aus den Kreisen des Bürgerthums und der Getüchtig aufgeräumt unter den alten Beständen und die Träger alles gethan, um die Ausständigen vor Thorheiten zu schützen. Der Zeit" wird geschrieben: Von der Streifleitung wird schäftsleute gehen für die Streifenden fortwährend An- feuchten unter der Last der Geldsäcke, welche sie an die Wagen Es wird keine Versammlung abgehalten ohne die eindringliche weisungen auf Brot, Fleisch, Wurst, Mittagessen, Getränke, schleppten. Da war es denn erheiternd zu sehen, wie unter Mahnung, ruhig und besonnen zu bleiben und alles zu ver Räse, Fische, Hülsenfrüchte, Rartoffeln, Rohlen, Schuhe, Kleider schiedliche Börsianer sich eingehend nach dem Bestimmungsort des meiden, was die Sympathien der Hamburger Bürgerschaft abs u. a. ein. Dieses allgemeine Eintreten für die Arbeiter ist Geldes erkundigten und mit langen Gefichtern abzogen, als ihnen fühlen könnte. Fast jede Nummer des sozialdemokratischen rührend und erhebend zugleich. In den öffentlichen Versamm das einzige Wort„ Streikkomitee" entgegengerufen wurde. „ Echo" behandelt Dasselbe Thema. Und der beste lungen der Gewerbetreibenden, über die der Vorwärts" schon für die friedliche Geldsammlungen in den Häusern werden in Hamburgs Beweis Gesinnung der gestern berichtete, wurde folgende Resolution angenommen: Nachbarstädten vorgenommen, um auch auf diese Weise die für Kreise ist führenden ficherlich der, daß man dem Drängen " Die Versammlung von Kleingewerbetreibenden mißbilligt auf's die Streifenden nöthige Unterstützung mit herbeizuschaffen. Die der städtischen Gasarbeiter, fich dem Streit an entschiedenste, daß der Arbeitgeber- Verband die von den Ar- Polizei in den preußischen Städten ist eifrig hinter den zuschließen, nicht nachgiebt, obwohl damit binnen drei Tagen beitern in so einmüthiger Weise dargebotene Hand zum Frieden Sammlern her. In Altona wurden einige Sammler in Haft eine unbedingte Einigung erzwungen sein würde nur weil so schroff zurückgewiefen hat. Dieselbe erblickt in einer längeren genommen. man fürchtet, daß es dann in der dunklen Stadt zu Krawallen Fortdauer des Kampfes einen unberechenbaren Schaden für das hamburgische Gemeinwesen. Am allerschwersten werden unter Streits spiegelt am getreuesten die monatliche Statistik der Wie wenig Grund aber zu der Annahme vorhanden ist, die Ars Den gewaltigen Einfluß des Hafenarbeiter tommen könnte, die den Streikenden aufs Konto gefeßt würden.-der allgemeinen Kalamität die Kleingewerbetreibenden leiden. ordentlichen bremischen Staatseinnahmen wieder. Nach derbeiter könnten unter sich uneinig werden und theilweise die Arbeit Die Großkaufleute mögen ja sehr wohl dem Verlauf der Dinge felben betrug die Einnahme im Freibezirke im November dieses zusehen können. Die bittere Noth steht nicht vor ihrer Thür. Jahres 16 875,93 M. gegen 55 339,94 M. im gleichen Monat Anders aber liegt es mit dem Groß der Bevölkerung. des Vorjahres. Die Rücksichtslosigkeit ber Arbeitgeber gegenüber Den " " die wieder aufnehmen, dagegen spricht die geradezu bewunderns werthe Einmüthigkeit und Kameradschaftlichkeit der Ausständigen. Hier gilt nicht politische Partei und besonderer Beruf, hier gilt nur eins: Kameradschaft! internationalen Hafenarbeiter- Vereinigung, will ein Reporter des Mit Tom Mann, dem Leiter der in London bestehenden " Hamburger General- Anzeigers" eine Unterredung gehabt haben. Gin Bericht darüber durchläuft gegenwärtig die Presse. Ihn wiederzugeben hieße Papier verschwenden. Abgesehen davon, daß solche Berichte in der Regel unzutreffend find, ist ein Eingehen darauf um so weniger am Plaze, als Tom Mann das, was er zu sagen hat, jederzeit in deutschen Arbeiter blättern veröffentlichen laffen kann. " allgemeinen Interessen kann eventuell eine Verschlechterung Von dem Juhaber einer Berliner Großhandlung wurde der gesammten Lebenshaltung der Arbeiter und da uns folgendes Birkular des Spediteurvereins er mit den Ruin vieler Kleinbürgerlicher Existenzen her- mann u. Theilnehmer in Hamburg und Stettin beiführen. Im Interesse der Kleingewerbetreibenden liegt die zum Abdruck überlassen: Bericht über ben gegen schnelle Beendigung des Kampfes. Die Versammlung erblickt wärtigen Stand der Verkehrsverhältnisse in Diese Möglichkeit nur darin, die Arbeiter thatträftig in ihrem Hamburg. Infolge der Ablehnung des Arbeitgeber- Verbandes, Kampfe zu unterstützen, um zu verhindern, daß die Arbeiter durch sich an dem vorgeschlagenen Schiedsgericht zu betheiligen, Mangel an Unterstüßung gezwungen werden, sich willenlos der ist der Generalstreit aller am und im Hafen Hamburgs beschäf Diktatur des Großkapitals zu beugen. So sehr die Kleins tigten Arbeiter proklamirt worden und es haben nunmehr auch gewerbetreibenden den Vorschlag auf Einfegung eines Schieds- die Quai- Arbeiter an den Staatsquais mit wenig Ausnahmen gerichts begrüßt haben, so versprechen sich dieselben doch keinen die Arbeit niedergelegt. Die Quaiverwaltung ist eifrigst bemüht, Die Berliner Gewerkschaftskommission hat bis jetzt Erfolg davon, ihrerseits durch eine Deputation auf die Leiter des Ersatz für die Streifenden zu beschaffen, und man hofft, daß 12 000 M. nach Hamburg absenden können. Arbeitgeber- Verbandes einzuwirken. Ihrer Erklärung, daß sie dies wenigstens theilweise gelingen und der Betrieb an fich auf den krassen Machtstandpunkt stellen, kann nur dadurch den Quais, wenn auch mühsam, aufrecht erhalten werden Aus Magdeburg sind von der Expedition der Volksstimme" wirksam begegnet werden, daß ihnen durch den Sieg der Arbeiter wird. Die Verkehrsverhältnisse liegen hier augenblicklich sound dem Vertrauensmann unserer Partei bis jezt 2000 m. bewiesen wird, daß sie nicht die alleinmaßgebenden Faktoren in ungünstig, daß wir nur wiederholt empfehlen nach Hamburg abgegangen. Hamburg sind." fönnen, solange von Benußung unseres Hafens a b Aus Hannover meldet der„ Volkswille": Daß das Solie In der Sonnabendversammlung des Hamburger Dauer des Streits lassen sich nur Vermuthungen äußern, da man trachtet wird, davon erhielten wir in den letzten Tagen zusehen, bis hier wieder normale Zustände herrschen. Ueber die daritätsgefühl von der Arbeiterschaft nicht als bloße Phrase beArbeitgeber Verbandes, die die Ablehnung des nicht genau weiß, welche petuniären Hilfsmittel den Streifenden hunderte von Beispielen. Schiedsgerichts billigte und die Fortführung des Soeben wird uns wieder von Rampfes beschloß, ist man durchaus nicht so siegesgewiß ge- ist, daß es den Streifenden an Geld fehlt und dieselben genöthigt Weise annimmt, berichtet, daß zur Verfügung stehen; die Meinung des Arbeitgeber- Verbandes einem Genossen, der sich der Hamburger in besonderer wesen, als man sich nach außen hin den Anschein giebt. Man sein werden, in kurzer Frist die Arbeit wieder aufzunehmen. einer man ihm überall mit hoffte, daß der Streit nur noch bis gestern, Dienstag, dauern Das seit einigen Tagen eingetretene scharfe Frostwetter hat eine heiße, für die Hamburger zu opfern. In den Arbeitsstätten vergewissen Begeisterung entgegenkomme, wenu es werde, da die zur Auszahlung nöthigen Geldmittel nicht auf- Stockung der Flußschifffahrt herbeigeführt, infolge dessen die schwände angesichts des gemeinsamen Feindes sogar der Unters gebracht werden tönnten. Diese Hoffnung ist ins Wasser ge- Schleppergesellschaften ihre Fahrten einstellen mußten." fallen, denn die Unterstügung hat sogar noch erhöht werden können. Bezeichnend ist, daß der schärffte Gegner einer Ver- der Rheder und Stauer Hamburgs ist. Dieses Zirkular zeigt unzweideutig, wie schwach die Position ftändigung mit den Arbeitern der aus der Tabatarbeiter- AusSperrung vom Jahre 1891/92 bekannte Zigarrenfabrikant Muhle Der Hamburger Streit macht sich auch schon in Kottbus war, also ein Mann, den der Streit eigentlich gar nichts angeht. fühlbar, indem die Kaufleute bereits Mangel an Bemerkenswerth ist aus der Versammlung noch, daß von einem Waaren haben. Besonders fehlt es an Zuthaten für die anwesenden Senator auf eine Anfrage bemerkt wurde: Die Weihnachtsbäckerei, z. B. Rosinen, Zitronen u. dergl. schied zwischen rothen", gelben" und schwarzen" Arbeitss tollegen, auch schwarz- weiße" entrichteten freudig ihren Obolus. Wenn die Erkenntniß von der gemeinsamen Gefahr, welche der Arbeiterschaft von den Hamburger Rhedern drohe, überall so sei, so müsse die Hamburger Arbeiterschaft fiegen. Der Sozialdemokratische Verein in Bockenheim ( Frankfurt a. M.) hat seinen ganzen derzeitigen Rassenbestand = . Lokales. = " Es ist wichtig, daß die Das ist alles. Jegliche Begründung, warum eine Maßregel Fabriken untergebracht werden. Sind die in den Resfripten der gedachten Art die Sonntagsruhe im Hause unseres Partei- ausgesprochenen Erziehungsgrundsäge auch keineswegs als ideale genoffen so auffällig stören mußte, fehlt in dem Bescheid, und zu bezeichnen, so stellen sie sich doch in einen geradezu befremdlich der Beschwerdeführer könnte sich wie ein begoffener Budel heim- wohlthuend berührenden Gegensatz zu den brutalen Anschauungen trollen, wenn es teine Sozialdemokraten im Reichstage der modernen Prügelpädagogen und ihrer Helfershelfer. gäbe, die bei gelegentlicher Erörterung der kleinen und großen polizeilichen Staatsrettereien wohl auch nicht vergessen werden, in die Affäre Silberschmidt hineinzuleuchten. ( ca. 70 M.) den Hamburgern überwiesen. Weiter ist jedem Ge- Armenrechts nach zweijähriger Ortsanwesenheit in Berlin. Herr ihrer wirthschaftlichen Schwäche wirklich emporgehoben und vor noffen zur Pflicht gemacht worden, überall in Bekanntenkreisen Jaekel stellte den Antrag, die Armendirektion zu ersuchen: Aus sittlichem Verfall bewahrt werden. für den gleichen Zweck zu sammeln. den Akten für ein Jahr eine Statistit aufstellen zu lassen, wie viel Personen nach Erwerb der Ortsangehörigkeit gleich im ersten immer noch viel gefafelt und unfere staatserhaltenden Gewohn Von der zunehmenden Verrohung" der Jugend wird Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für Jahre Almosen bezw. Extra- Unterstützung erhielten." Magistrats: heitsheuchler wollen sie, wenigstens soweit die Kinder des Prodie streikenden Hamburger Hafenarbeiter Assessor Cuno bemerkte, daß die auffallende Erscheinung wohl letariats in betracht kommen, bekanntlich durch Prügel und folgende Beiträge ein: zum theil darin ihren Grund habe, daß viele von auswärts zu ähnliche Rohheitsbethätigungen bekämpft wiffen. Mit der AnMaschinenbau- Anstalt A. Borsig, d. Delonge 24,40. Wert- gezogene, seit Jahren in Berlin wohnende Personen die Eltern aus& Alten Jakobstr. 4, N. N. 2,-. m. 5,-. Sch. 3,- folche Leute im Unvermögensfalle wieder von den Kindern zu Mittel als durch Prügel und Gefängniß beseitigt werden abtheilung Buchdruckerei M. Bading 10,-. Einige Dachhafen hierher nachkommen lassen, und daß es wohl eine Härte wäre, schauung, daß die Rohheit, gleichviel, ob sie sich unter Kindern armer oder wohlhabender Eltern zeigt, durch ganz andere Gebrüder R. 2,-. Dr. L. Boppard 10,-. Tapezirer und trennen und auszuweisen. Eine große Belastung für die Stadt Beizer der Möbelfabrik J. G. Pfaff 21,30. Stattlub Null sei allerdings damit verbunden, aber der Vortheil der Frei- muß, steht heute die Sozialdemokratie ziemlich allein da. Ramsch, 1. Rate 5,-. S. Erfner 4,-. Schirmstockfabrik Wendt zügigkeit sei doch auch nicht zu unterschäßen und diesen müßte Anders war es anscheinend zu Anfang dieses Jahrhunderts d. Müller 12,-. Herrmann 3,-. Möbelfabrik W. Kümmel man zu erhalten suchen. Der Antrag wurde hierauf abgelehnt. in Preußen. In einem Zirkular Reſtript des Ministers Gr. Frankfurterstr. 16, 30,-. M. 2., stud. phil., Zürich 2,-. von Altenstein vom Jahre 1826 werden die Gerichte aufBerliner Bureau- Angestellte, Vereinsversammlung 8,55. Möbelgefordert, der tönigl. Regierung über die zur Aburtheilung getischlerei Cortos 7,60. Ortsverein der Glacéhandschuhmacher tommenen Verbrechen jugendlicher Personen Bericht zu Berlin 80,-. Photograph Paul Häckel 5,-. Arbeiter von erstatten. Gleichzeitig wurden aber auch die fönigl. Regierungen Niederzwönig, 19. sächsischer W., 10,-. Bittoriaftraße 1. Rate Vom Schutz des Staatsbürgers vor der Polizei hat, aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit auf die Besserung der 10, Dr. Leo Arons 100,-. Flöter'scher Gesangverein 5,- wie noch erinnerlich sein wird, unser Parteigenoffe Silber verwahrlosten Kinder zu lenken und namentlich auf die Paul Bander, Friedenau 5,-. Vereind. Plätterinnen Berlins 100,- fchmidt durch eine am 25. Mai d. J. passirte Affäre eine Errichtung von Erziehungshäusern, Rettungsanstalten u. f. w. Dr. v. Mallin 1,-. Tischlerei Fort, Kretschmer u. Ko. 4,-merkwürdige Kostprobe erhalten. An diesem Sonntage wurde zu bringen. Wörtlich heißt es dann: Die Erziehung der Jugend H. Sch. 1,-. Vittoriaftr., 2. Rate 10,-. A. Bebel 20,- Dr. die Frau unseres Parteigenossen in Abwesenheit ihres Mannes beruht auf festen Grundregeln, und die Beschränkung der Freiheit, D. d. 2. A. 10,-. Beffelstr. 6,75. Arbeiter der Aktiengesellschaft durch ein Massenaufgebot von Polizei behelligt, und dies geschah, sowie die Disziplin und die Strafen müssen sich auch bei den verfür Beton- und Manierbauten 10,15. Sarre" 5,-. Nabel" weil irgend ein, natürlich unbekannt gebliebener Hintermanu der borbensten Individuen immer nach den richten, was richtigeGrundsätze 3,-. Zielbewußte Kaffee Gumpert 7,- Steinarbeiter Alt- Polizei ein Interesse daran gehabt hatte, der Behörde vor der Erziehung hierüber an die Hand geben und sich in den hiernach Warthau in Schlesien 50,-. Dundauer Steinarbeiter b. Seidel zuflunkern, daß in Silberschmidt's Wohnung eine geheime nothwendigen Schranken halten. 100,-. Aus der gutünftigen Hafenstadt Karlsruhe in Baden von Versammlung stattfinden solle. Nachdem Silberschmidt Erziehungsanstalt nicht in eine Strafanstalt ausArbeitern einer großen Fabrik 85,-. Gefangverein Immer- seine Beschwerde an verschiedene Instanzen gerichtet hatte, ohne arte, und daß man von den Zwangs- und Strafanstalten nicht grün 10,-. Drechsler Demminer Straße Nr. 5 3,10. daß ihm Genugthuung verschafft worden wäre, ist nunmehr auch" Erziehung" erwarte." Es wird dann darauf hingewiesen, daß Mitgiederversammlung des Deutschen Metallarbeiter- Vereins vom Ministerium des Junern ein unbefriedigender Bescheid er man diese, unglücklichen Geschöpfe" durch Ordnung, Verwaltung Charlottenburg 7,80. Rother Gesangverein, Wriezen gangen, der an sich höchstens durch seine, die Klagen über bureau- Reinlichkeit und Regelmäßigkeit wieder zu brauchbaren Mit10,- Bier Brüsseler Anarchisten 32,26. Von den Korbmachern fratische Weitschweifigkeit drastisch widerlegende Rüge Interesse gliedern der menschlichen Gesellschaft machen müsse. 3war seien Spandaus 10,- Feister'sche Buchdruckerei 6,70. Holzbearbeitungs- erregen fann. Die Antwort des Ministers lautet: die jugendlichen Missethäter mit dem Willen Gottes" bekannt fabrik Bergstraße 10,- Arbeiter der Firma Speyrer u. Ro., Auf die Vorstellung vom 17. September eröffne ich Ihnen su machen und in ihnen der Abscheu vor der Sünde zu Wißmannstr. 3, 15,95. Musterwerkstatt aus dem Reiche Thielen 8,- nach näherer Prüfung, daß ich den Bescheid des hiesigen Polizei- erwecken, doch dürfe man die Erziehung nicht mit der G. Kühnert, Badftr. 55, 1,-. Arbeiter d. Berl. Modellfabr., Kastanien- präsidenten, durch welchen dieser ihre Beschwerde über die am Buße beginnen, man würde sonst sehr leicht den schon Allee 77, 7,- Möbelfabrik v. G. Klug, Fruchtstr. 81/32, 25,45 25. Mai d. J. erfolgte polizeiliche Durchsuchung Ihrer Wohnung vorhandenen Untugenden auch noch die Heuchelei der Am Biertisch in der Memelerstraße durch Kleinschmidt 2,30. zurückgewiefen hat, für zutreffend erachte, und feinerlei Frömmigkeit hinzufügen. Des weiteren wendet sich der Riftenfabrit von Adolf, Rummelsburg, durch Tukel 7,-. Schloß. Anlaß sinde, auf eine Abänderung derselben hinzuwirken. Minister dann dagegen, daß die Kinder als Viehhirten oder in bauer von Schäfer Meiershof 3,50. Pianofortefabrik von Wagner, Frankfurter Allee 47, 20,80. Tischlerei von Haberland, Krausenstr. 31, 13,-. Tischlerei von Osten, Brunnenstr. 122, obere Werkstatt 4,50. Tischlerei v. Wolf, Reichenbergerstr. 47, 7,05. Sechs Militärschneider 3,50. Vier Dreher u. Restaurateur Adolf, Hasenhaide 52, 3,10. Tischlerei von Nitschke, Weißenfee, 6,-. Tischlerei von Otto Müller, Liebenwalderstr. 55, 6, Klaffen hielt fürzlich im Herrenhause seine Generalversammlung Der Zentralverein für das Wohl der arbeitenden Ein Rigdorfer Großgrundbesitzer 1,-. Dessen Tochter 0,50. Statklub Treff" 10,-. Arbeiterverein Wilmersdorf b. Berlin ab. Der Verein zählt zur Zeit 1054 Mitglieder, darunter sind 10,-. Gefangverein Einig" 6,-. Lokalverband der Seiler, bevorstehenden Etatsdebatten im preußischen Landtag dürfte es sellschaften, und 5 permanente Mitglieder, denen allen, wenn Aus dem Reiche des Herrn Thielen. Anläßlich der 198 Behörden und Körperschaften, 146 Aftien und andere GeReepschläger und Hänfer Deutschlands 8,-. Korbmacher Verb. angebracht fein, den Blick auch auf die Lage einer Kategorie auch die Oeffentlichkeit wenig davon merkt, das Wahl der Berlins u. Umg. 30, Lifte Nr. 8. R. Meyer, Bildhauer 11,50. von Eisenbahnbeamten zu lenten, die infofern eine Zwitter- arbeitenden Klaffen am Herzen liegt. Goldbach'sche Stockfabrit 10,-. Drahtwaaren Fabrit Meng, ftellung einnehmen, als sie zwar den Dienst von Subaltern- die Mitgliederzahl leider um 83 zurüdgegangen, obgleich Gegen das Vorjahr ist Schöneberg 3,70. Profeffor&. 10,-. Dr. L. 3, Parkettboden- beamten verrichten, aber als Arbeiter behandelt werden. Wir der Zentralverein gelegentlich der Betheiligung an der Berliner leger Berlins, 1. Rate 30,-. Agitationskommission der Schuh- meinen die Fahrkartenverkäufer. Es ist dies eine Anzahl von Gewerbe- Ausstellung eine rege Agitation unternommen hatte; macher 200,- Skatklub Karo VII 3, Rauchklub Cuba 2,85. 40-50 Beamten, die sich wohl nur in Berlin findet. Sie auch für 1897 liegen bereits 27 Austrittsmeldungen Verband der Schneiderinnen und Schneider, Filiale Berlin 100,- erhalten bei durchschnittlich 10-, resp. auf den Ringbahnhöfen meist vor. Die arbeitenden Klassen werden sich, wenn auch mit Lifte 11, Bildhauer der Möbelfabrit J. C. Pfaff 6,65. Propfen- 11ftündigem Dienst meistens je eine Woche Tagdienst und eine Schmerz, so doch mit Fassung in den Rückgang des Vereins für verein Nordpol 15,-. Theater Arbeiter Berlins 5,-. Bentral Woche Nachtdienst Verband der Textilarbeiter durch Treue 500,-. A. Simon im Dienst find, 3,20 m., nach 4 Jahren 3,50 M., nach 7 Jahren demokratie, die für die bürgerlich staatserhaltende Wohlanfangs 2,50 M. täglich; wenn sie 2 Jahre ihr Wohl sügen und Trost darin suchen, daß die SozialRügenerstraße 1, Junggesellenfeier in der Leutker'schen Fabrit 3,70 m. und erreichen nach zehnjähriger Dienstzeit das Maxi- thätigkeits- Konkurrenz nichts übrig hat, als ein mitleidiges 8,15. Ueberschuß der Bierfasse des Seherpersonals der Druckerei mum mit 4 M. pro Tag, und zwar gilt dieser Lohn gleichmäßig Lächeln, blüht und gedeiht und bald im stande ist, über den W. u. S. Löwenthal 15,- Personal der Buchdruckerei und Buch- für den Dienst am Tage und den anstrengenderen in der Nacht. ganzen bourgeoisen Staatsrettungs- Rummel zur weltgeschichtbinderei von R. Mosse 85,50. Von den Berliner Maurern 2000, Bon diesem Gelde müssen sie sich noch Abzüge gefallen laffen lichen Tagesordnung überzugehen. Lustige Sieben 1,50, Drei rothe Handlungsgehilfen 3,50. Stat- und zwar außer den Beiträgen zur Alters- und InvaliditätsKlub Tournée Wrangelftr. 84 10,-. Berliner Metallarbeiter Versicherung 35-56 Pf. wöchentlich für die Krankenkasse und 28 Ueber die Stellung, die das adelige Lumpengefindel Verband 500,- Personal der H. S. Herrmannschen Druckerei 50,-. bis 33 Pf. wöchentlichen Beiträgen zur Pensionskasse für die Ar- r Zeit in der bürgerlichen Welt einnimmt, plaudert die„ Berl. Zellersammlung der Chemigraphen 5,50. Singende Graveure beiter der Preußischen Staatseisenbahn- Berwaltung. Diesen Be- Beitung":" Der Herr Baron spielt in unserem geſellund Eifeleure 2,20. Buchdruckerei Stantiemiecz 12,50. Lifte 73 amten wird jährlich ein 8 tägiger Erholungsurlaub bewilligt Rolle, wie der weniger Gingeweihte vielleicht glauben möchte. schaftlichen Leben eine feineswegs so sehr zu unterschäßende Lese- und Diskutirklub Oft 6,10. Liste 72 und Liste 74 hinteres Fabrik gegen Lohnentziehung; die Beiträge zu den genannten Kaffen Er, der Baron, ist, ob er Geld hat oder teins, stets ein Mann, gebäude, Rüdersdorferstr. 48 9,85. Won sozialistischen Akademikern werden jedoch auch für diese Zeit erhoben. Die sparsame Eisenbahnd. Heymann 20,50. Liſte 133 Arbeiter- Bildungsschule Südost, Rede- Verwaltung macht aber dabei noch außerdem ein Geschäft, indem dessen Talent gewissermaßen an seinem Titel tlebt. Es giebt turfus 6,05. In einer fönigl. Werkstatt gesammelt 6,-. Vom sozial- sie die Vertretung des Beurlaubten durch weibliche Hilfs bem Namen seines Trägers einen Heidenrespekt haben. Man gewisse Gesellschaftstlassen, die vor dem Wörtchen„ von" vor demokratischen Verein Vorwärts", Berlin 300,-. D. H., fräfte besorgen läßt, die natürlich weit niedriger befoldet werden. fümmert sich wenig darum, aus welchem Stoff der Herr Gneisenaustraße 1,-." B. Kobus 1,- Vergolder und Lackirer An Mankogeldern erhalten die Beamten bis zu zwei Mart Baron sonst gearbeitet ist, und zerbricht sich ebenso wenig der Möbelfabrik von J. C. Pfaff 18,-. Buchdruckerei M. Bading, vierteljährlich, haften dabei aber für jedes Defizit mit ihrem den Kopf darüber, was er treibt. Steht er im Solde der Abtheilung Vorwärts", Hilfspersonal, 1. Rate 10, Hilfs ganzen Vermögen. In den Kreifen dieser Beamten, die meist Hilfs ganzen Vermögen. In den Kreisen dieser Beamten, die meist Polizei, so wird man ihn niemals einen Spizzel, höchstens arbeiter der Buchdruckerei M. 2., 1. Rate 10,-. Sechs Kisten& amilienväter sind, besteht nun seit langen der sehnliche macher, Planufer 92 3,-. Gefangverein Vorwärts I." S. D. Wunsch, daß endlich etatsmäßige einen Agenten" heißen. Das Agenturgeschäft ist 10,-. Stattlub Ramsch", Wiesenstr. 11 10,-. Arbeiterbildungs- geschaffen Stellen für sie überhaupt so recht nach dem Geschmack unserer herunterwerden und damit eine Gehaltsaufbesserung schule Nord, Rede- lebung 6,75. 8. 2. 1, R. 2.-, 50. In verbunden sein möge. Ein Versuch nach dieser Richtung ist gekommenen Edelſten". Im Dienste zahlreicher Versiche= Schriftgießereien beschäftigte Arbeiter und Arbeiterinnen 75, war vor einiger Zeit bereits gemacht worden; er scheiterte jedoch Herrn Barons, vermöge feines gesellschaftlichen Einflusses gesucht rungs- Gesellschaften ist die acquifitorische Kraft des Gefangverein Eintracht, Grünau 10,-. Tischlerpersonal J. C. an dem Widerstande des Ministers Thielen, weil nicht diese Be- und wird beffer honorirt, als die ber fimplen plebejischen BerPfaff, 4 Tr. 12,20. Frifter u. Roßmann d. R. 6,80. Stat amten selbst, sondern einer ihrer Vorgesetzten sich um Gewährung ficherungsagenten. Auch als Bücherreifender sehen wir brüder, Forsterstr. 17 5,-. Leberwaaren- Fabrik von H. Lenz, der etatsmäßigen Anstellung und Gehaltsaufbefferung an ihn ben edlen Herrn an den Thüren derer anpochen, bei denen er mit einigen Ausnahmen, Wallstr. 25, 4,40. Bauarbeiter auf wandte. An den Eisenbahnminister oder den Landtag zu Bau Kommandantenftr. 16 4,80. Klempner, Ritterstr. 46 7, petitioniren scheuen sich die Leute, weil ihnen fast ausnahmslos laffen. Mit Bigarren, Wein und sonstigen nützlichen Dingen reift von vornherein weiß, daß sie durch seinen Namen sich bestechen Tischlerei von Aschenbach, Waldemarstr. 14, 9,40. Ginige Ar- jedes Solidaritätsgefühl fehlt und weil sie Maßregelungen be- laffen. Mit Zigarren, Wein und sonstigen nüzlichen Dingen reift beiter der Fabrik Ritterstr. 123 3,40 M. Stockfabrik von Heuer fürchten. Hoffentlich veranlaffen diese Zeilen den einen oder der Herr Baron, und selbst als verantwortlicher Res 10,-. Bölling- Hirsch, Frankfurterstr. 44, 6,80. Buchdruckerei anderen der Herren Landtags- Abgeordneten, für sie bei der Qualität als Aushängeschild. Der Journalismus hat seit den batteur prangt sein Name unter den Zeitungen gewiffer von Uaftein u. Komp., Charlottenstr. 10, 20,25. Rothe Stifts Etatsberathung ein Wort einzulegen. tolonne 3,-. Hartfeil, Schuhmacher, 1,50. Rothe Brüder, Tagen des biederen Freiherrn v. Hammerstein gar manchen adligen Surftr. 38, 5,-. Tischlerei von Plagemann mit dem Budiker In den 10 Kinder- Volksküchen wurden im Winter Zuwachs zu verzeichnen, und daß der zeitungsschreibende 10,-. Zapezirerwerkstatt, Dranienstraße, 3,-. Arbeiter der 1895/96 im ganzen 400 507 Bortionen ausgegeben, davon 40 695 Baron ein tüchtiger Mensch" ist, lehrt der Prozeß LeckertElfenbeinschneideanstalt v. F. E. Schlied 7,60. Gefangverein( 17 pet.) für 5 Pf. und 331 008( 83 pet.) umsonst; dagegen im Lüßow. Der glückliche Besiz des Freiherrntitels fegt über Freie Liedertafel 11,-. R. St., 3eughofstraße 22,-. Filzschuh- Winter 1894/95 im ganzen 996 318 Portionen, davon manches hinweg, was man im gewöhnlichen Leben Anst and arbeiter Gebrüder Zimm, Neue Schönhauserstr. 14, 10,50. Ginige 202 593( 20 pCt.) für 5 Pf. und 798 725( 80 pCt.) um- nennt, und selbst Wissen und Kenntnisse sind entfernt feine von der Buchdruckerei v. Bürenstein 22,75. Tischlerei v. Fischer sonst. In der am Sonnabend abgehaltenen General- Verfamm nöthigen Vorbedingungen für den sich in der bürgerlichen Ge1. Comp., Stallschreiberstr. 61, 3,50. Les proletaires du R. lung des Vereins für Kinder- Boltstüchen" theilte der Vorsigende fellschaft ernährenden Baron. Diese Zierde unserer Zeit scheint K. 6,-. Herr Abraham mit, daß die Zahlung der Gesuche um Freispeisung nachgerade der Hauptträger jenes gewaltigen Zersehungsprozesses Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau im letzten Winter erheblich abgenommen habe. Herr A. zu werden, gegen den man sich machtlos femmt. ( R. Millarg, Berlin S., Annenſtr. 16) in der Zeit von Arbeitsgelegenheit durch die damaligen Vorbereitungen zur Ge- auch freisinnige Blätter manchmal bedauernd bemerken, dank der führte das auf die mildere Witterung und auf die Mehrung der Das Bild mag schon stimmen und die Arbeiter, denen, wie 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends, entgegen. werbe- Ausstellung zurück. Er hätte binzufügen können, daß wahr- Wirksamkeit der Sozialdemokratie selbst vor den höchsten staat. scheinlich auch der im vorigen Herbste gefaßte Beschluß, den lichen und ökonomischen Autoritäten jeglicher Refpett ausgegangen Begriff der Bedürftigkeit fortan enger zu begrenzen, nicht ohne ist, werden nicht verfehlen, das brave Bürgerthum wegen seiner Der Ausschuß der Stadtverordneten- Versammlung zur Boltsküchen auch von ihrer, durch geschickte Reklame be Einfluß geblieben sein wird. Vielleicht haben aber die Kinder- Troddelhaftigkeit gebührend zu bemitleiden. Borberathung der Normativbestimmungen für die ewirkten, anfänglichen Beliebtheit bei der ärmeren Bevölkerung ihrer legten Bersammlung nahezu einstimmig gefaßten Beschluß, Die Armenkommissions- Vorsteher fordern, nach einem in soldungen der Angestellten der städtischen Werte hat am Montag Abend unter Borsiz des Stadt- schon wieder viel verloren; oder wie soll man es sich ſonſt eine Erhöhung der ihnen( angeblich für Bureautosten, verordneten- Borstehers Dr. Langerhans und in Anwesenheit des erklären, daß die Zahl der bezahlten Portionen ebenfalls start- Wohnungsbenugung, nothwendige Reinigung 2c.) gezahlten& nt: zurückgegangen sogar noch stärker als die der gratis gelieferten Kämmerers Maaß, sowie der Stadträthe Namslau, Haack und ist?- Ueber die Gesuche um Freispeisung wird erst nach sorgfch a big ung. Die Herren – bekanntlich in der Mehrzahl beStruwe seine Schlußfizung abgehalten, in welcher die Besoldungsfältigsten Recherchen entschieden. Hierbei sind dem Verein zahl- mittelte oder wenigstens nicht schlecht fituirte Leute, namentlich pläne in zweiter Lesung durchberathen und festgestellt worden reiche Fälle des größten Glends bekannt geworden, z. B. Hausbesitzer, Rentiers 2c. es in Zukunft nicht find. Zugleich hat der Ausschuß in Beziehung auf das die folgenden: Der Vater im Krankenhause, die Mutter außer unter 30 Mart pro Monat thun, während gegen Bureau- und Raffenpersonal folgende Bestimmungen feft dem Haufe mit Waschen beschäftigt; Vater ohne Verdienst, im allgemeinen nicht über 15 M. gezahlt werden. Begründet wärtig Entschädigungen von verschiedener Höhe, aber gefeßt: 1. Die pensionsberechtigten Stellen der Bureau- Mutter im Krankenhause; Vater ohne Arbeit, Mutter Mäntel und Raffenbeamten und Der Unterbeamten bei den näherin in einer Arbeitsstube, 6 M. Wochenverdienst; Bater ohne Miethsverhältnisse". In derselben Versammlung theilte der anwurde die Forderung mit den„ wesentlichen Veränderungen der städtischen Werken und deren Haupttasse werden fünftig Arbeit und frant, Mutter desgleichen, 5 Kinder zu versorgen; bei eintretenden Bakanzen durch Gemeindebeamte besetzt, deren Besoldung sich nach den für dieselben festgesetzten Grund: Bater an der Schwindsucht darniederliegend, Mutter der Niederkunft wesende Vertreter der Armendirektion mit, daß den Schuldienern derjenigen Schulen, in denen Armenkonferenzen ab= fäßen regelt; 2. den zur Zeit bei den städtischen Werken und entgegensehend, fein Geld im Haufe; Bater durch Bruftquetschung gehalten werden oder die monatlichen Auszahlungen an Arme beren Haupttaffe mit Benfionsberechtigung angestellten Bureau- verunglückt, seit 10 Wochen ohne Berdienst, Butter Bluttur und Raffenbeamten wird die Eigenschaft als Gemeindebeamte im gehabt u. f. w. u. f. w. In allen Fällen war das Hauswesen tattfinden, von der Armendirektion feine Entschädigung Durch diese Konferenzen Sinne des§ 56 Nr. 6 der Städte- Ordnung beigelegt; 3. in betreff vollständig untergraben. Solchem Elend gegenüber hat Herr A. Auszahlungen haben die Schuldiener natürlich mancherlei burch Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Arbeit außer dem Hause gewährt werden könne. ber jetzt angestellten Beamten dieser Kategorie stimmt die Versamm noch den Muth, im Namen des Vereins zu erklären, es gelte, für diese mit den Bedürfnissen der Schule in keinem ZusammenArbeit, namentlich Reinigung. Eine kleine Entschädigung lung den Vorschlägen des Magistrats bezüglich der zu gewähren in unserer von Parteitämpfen so stark erfüllten" Beit die den Besoldungen zu. Ferner empfiehlt der Ausschuß folgende Aufgabe au erfüllen, die Armen und Elenden aus Siech- hange stehende Extraleistung wäre ihnen schon deshalb zu gönnen, Die Versammlung ersucht den weil sie feineswegs glänzend gestellt sind. Die Herren ArmenMagistrat, ihr eine Vorlage zugehen zu lassen, durch welche mit starker Betonung!- aus der Unzufriedenheit und thum und Schwäche und namentlich- Herr A. sagte das tommiffions- Vorsteher scheinen aber die Weigerung, die Schuldiejenigen Stellen im Normal- Besoldungsplan für die bei den dem sittlichen Verfall emporzuheben". Den Armen und Glenden diener zu entschädigen, ganz in der Ordnung gefunden zu haben; städtischen Werken Angestellten festgesetzt werden, für welche eine wird tausendmal mehr und besser gedient, wenn die Unzufrieden- wenigstens fagt das( im„ Gemeindeblatt" abgedruckte) Bersamm höhere, burch staatliche Prüfung abgeschlossene technische Vor- heit mit ihrer Lage gerade in ihnen geweckt und die Begehrlich- lungsprotokoll nicht, daß von irgend jemand dagegen proteſtirt bildung bei Neueinstellungen gefordert werden soll. feit", d. h. das Verlangen nach Aenderung und Besserung in sei. ihnen aufgerüttelt wird; denn nur so nicht durch Palliativ Von der Lungenheilstätte am Grabowfee bei Oranienmittelchen, die zur Verdeckung der Klaffengegensäge führen und burg, wo im Laufe eines halben Jahres, vom 25. April bis meist auch nur darauf berechnet sind können sie einmal aus 25. Ottober, 222 Lungentranten die hygienisch- diätetische Be" " " Kommunales. Ein bemerkenswerther Antrag wurde in der legten Berfammlung der Armenkommissions- Vorsteher von Herrn Jaekel ge stellt. Es handelt sich um die zunehmende Inanspruchnahme des ift?. " wollen und Der„ Karl Löwe- Abend", den das Schiller Theater zur Feier Im Thalia- Theater( vormals Adolph Ernst- Theater) hat die Erftaufführung des Karl Weiß'schen Schwantes Goldene erzen" vom Mittwoch dieser Woche auf Freitag verschoben werden müssen. Literarisches. Handlungsweise zu theil wurde, liegt jetzt der erste Bericht vor.| Nähe gekauft haben muß, angezogen. Der Flüchtling ist bis bei Dresden. Leider ist wenig von den im großen Style ges Von den Lungenkranken sind bis jetzt 159 abgegangen, 22 als nach Amsterdam gekommen, dann aber nach Deutschland zurück- planten Arbeiten veröffentlicht, sein Nachlaß muß aber große vollkommen geheilt, 99 als gebessert" und nur 34 als ungebessert. gekehrt und gestern hier eingeliefert worden. Schätze bergen, denn Engel gehörte auch zu den fleißigsten und Vier Kranke, die in zu weit fortgeschrittenem Stadium in die Anstalt gebracht wurden und die als transportunfähig nicht Eine verschärfte Kontrolle der Lagerräume der Drogen- feine Beit am besten ausnutzenden Menschen. Was er der wieder abgewiesen werden konnten, sind gestorben. 22 Kranke handlungen, Apotheken, Waffengeschäfte zc. wird aus Anlaß der preußischen Statistik war, das zeigen am besten die Rückschritte, waren auf eigene Kosten, 43 auf Kosten der Krankenkassen, legten Explosions- und Brandvorkommnisse von der Polizei aus- die diese nach seinem Abgange gemacht hatte. geübt. Der bei der Explosion am Königsgraben angerichtete des hundertsten Geburtstages des großen Balladen- Komponisten veranstaltet zwei auf Kosten von Privatwohlthätern und einer auf Kosten Schaden beziffert sich auf 18 000 m. Wie es heißt, verweigert hat, wird am Sonntag, den 18. Dezember, wiederholt. von Stiftungen untergebracht. Ein Kranker hatte Freistelle, der größte Theil der Patienten, nämlich 153, war auf Kosten die städtische Feuersozietät die Auszahlung der Versicherungsvon Versicherungsanstalten untergebracht. Die Zahl der Ge- summe, weil die Explosion durch Fahrlässigkeit hervorgerufen ist. befferten beläuft sich somit auf etwa 63 v. H. Von ihnen waren Der Betrieb auf der elektrischen Bahn der großen beim Verlassen der Anstalt 15 nicht erwerbsfähig, 28 theilweise Pferdebahn- Gesellschaft ist schon wieder erheblich gestört, und erwerbsfähig, 56 aber sind wieder vollständig erwerbsfähig ge- zwar abermals auf der Strecke mit unterirdischer Stromzuführung worden. Von den 34 als ungebessert Entlassenen schieden 23 als in der Lindenstraße. Hier mußte der Verkehr von der Ecke der Ewald, Franz. Kleines Handbuch der Freis nicht erwerbsfähig, 9 als theilweise und nur 2 als vollständig er- Ritterstraße bis zum Dönhoffplay am Montag Abend eingestellt mauerei. Bugleich Bericht aus Deutschland für den interwerbsfähig aus. werden, er war gestern, Dienstag, Abend noch nicht wieder auf- nationalen Anti- Freimaurerfongreß in Trient. Regensburg. genommen. National Verlagsanstalt( früher G. J. Manz). Ein irrfinniges Mädchen, dessen Persönlichkeit nicht Auch die katholische Kirche leidet an Gespensterfurcht. Und bekannt ist, wurde von einem Schuhmann des 61. Reviers auf es ist sonderbar, daß auch die Jesuiten, die doch sonst nicht auf der Straße angehalten und in die Charitee gebracht. Die den Kopf gefallen sind, das erschrecklichste Gefpenft in den UnterKranke führte wirre, unzusammenhängende Reden und wollte stüßungs- und Erwerbsgenossenschaften sehen, die man unter Namen Freimauerei ihre todte Mutter im Thiergarten suchen". Angehörige wollen dem Wenn zusammenfaßt. sich in der Charitee melden. Herrn Ewald glauben dürfte, so wären die Freimaurer die Vorläufer des Antichrists, d. i. der Sozialdemokratie. Mit allen Mitteln müßte gegen sie gekämpft werden, vor allem durch Gebete. Dann müßte man in Deutschland ein Zentralkomitee gründen und eine Zeitung. kongreß beschloß wirklich etwas Aehnliches. Aber der Sitz des Der Trienter Anti- Freimaureraus dem deutschen Blatte nichts werden. Schade für Herrn Franz, Komitees wurde nach Rom verlegt, und so konnte denn auch tausendmal schade auch für uns. worden. Auf ministerielle Anordnung ist für die Aufseher des Bellengefängnisses Moabit statt des bisherigen 13 stündigen Dienstes die zehnstündige tägliche Dienstzeit probeweise eingeführt Die Preise für Roggenbrot stellten sich nach amtlichen Ermittelungen für 1 Kilogramm in Pfennigen( im Durchschnitt von 34 Bäckereien) am 14. Oktober auf 20,99 Pf., der niedrigste Preis war 16,67 Pf., der höchste 24,39 Pf.; am 2. November war der Preis 21,28 Pf., der niedrigste Preis 17,24 Pf., der höchste 25,00 Pf. Für Weizenbrot( Schrippen) für 1 Kilogramm in Pfennigen( im Durchschnitt von 34 Bäckereien) war der Preis am 14. Oktober 34,96 Pf., der niedrigste Preis 27,62 Pf., der höchste 44,94 Pf.; am 2. November war der Preis 35,89 Pi.. der niedrigste Preis 27,17 Pf., der höchste Preis 43,48 Pf. Ans dem Polizeibericht vom 8. Dezember. In der gestrigen Nacht nahm in einem Hotel der 23 Jahre alte Geschäftsreisende Ludwig H. Opium und wurde, trotzdem Krankheitserscheinungen sich nicht einstellten, auf seinen Wunsch nach der Unfallstation I und von dort nach der Charitee gebracht. Gestern früh fand vor dem Hause Dresdenerstr. 70 ein Busammen stoß zwischen einer Fahrpreisanzeiger- Droschke, deren Pferd durchAmerikanische Aepfel sind in großen Massen in legter gegangen war und einem Küchenwagen des fönigl. Marstalls Zeit nach Deutschland importirt worden. In Amerika soll die statt, wobei die in demselben Augenblicke über den Damm Obsternte in diesem Jahre eine ganz außergewöhnlich reiche ge- gehende 34jährige Näherin Marie Zeller zu Boden geschleudert wesen sein, so bedeutend, daß den amerikanischen Obstzüchtern und im Gesicht leicht verlegt wurde.- Bormittags wurde der jedes Absatzgebiet fehlte. Es wurden infolge dessen Schiffs- Bureau Hilfsarbeiter Hans Conradi vor dem Haufe Leipzigerladungen über Schiffsladungen nach Hamburg und Bremen ge- ftraße 124 durch eine Droschte umgestoßen und am linken Ober schickt und das sich durch seine Schmackhaftigkeit auszeichnende schenkel erheblich gequetscht. Infolge der durch Regen hervor Obst soll zu bisher noch nicht dagewesenen niedrigen Preisen gerufenen Glätte fielen vormittags verschiedene Personen hin und verkauft worden sein. Wovon das Publikum allerdings wenig zogen sich zum theil erhebliche Verletzungen zu. Die 56 Jahre alte merkt. Amerikanische Aepfel werden im Kleinhandel immer noch Wittwe Auguste Roch erlitt in der Kurfürstenstraße außer einer Verzu dem hohen Preise von 25-40 Pf. für das Pfund verkauft. legung am Kopfe einen doppelten Bruch des linken Vorderarms, die Elendsstatistik. Im städtischen Obdach befanden sich am linken Vorderarms und ein Schuhmann vor dem Hause Pots Wäscherin Luise Casper in der Großbeerenstraße einen Bruch des 1. November cr. 12 Familien mit 30 Personen, darunter damerstr. 123b eine Quetschung des linken Arms. 6 Säuglinge, und 54 Einzelpersonen. Am 1. Dezember war der verfuchte der 18 jährige Handlungsgehilfe Mar J. in seiner Abends Bestand 13 Familien mit 31 Personen, darunter 6 Säuglinge, Wohnung in der Dresdenerstraße aus Liebesgram sich durch einen und 55 Einzelpersonen. Das Asyl für nächtliche Obdachlose das Schuß in den Kopf zu tödten. Er verletzte sich jedoch nur leicht selbst benutzten im Laufe des Monats November 22 588 Per- und fand Aufnahme im Krankenhaus am Urban. sonen und zwar 21 620 Männer und 963 Frauen. Aus der dem Kaifer Wilhelm II. zugeschriebenen Reise ins gelobte Land wird anscheinend nichts. Es sei zwar, so be= merkt die Kreuz- Zeitung", die Hoffnung ausgesprochen worden, daß der Kaiser der Kircheneinweihung in Jerusalem beiwohnen möge, doch stellt das Blatt die Reise als unwahrscheinlich hin, weil Ostern 1898 die ältesten Söhne Wilhelms II. konfirmirt werden sollen. Die Petition der Berliner Radfahrer an das fönigl. Polizeipräsidium liegt bei den Genoffen Reimann, Putbuserstr. 30; Wilte, Andreasstr. 26; Klages, Gr. Frankfurterstr. 20; Karras, Langeftr. 15 bis zum 15. b. M. zur Unterschrift aus. Der Unterzeichnete bittet die Parteigenossen, durch recht zahlreiches Ein zeichnen unsere Sache zu unterstützen. Petitions formulare find beim Unterzeichneten Vertrauensmann zu beziehen. Milh. Meland, Rungestr. 16. Eine nene Poftpacketannahmestelle ist gestern in der sos genannten Maschinenhalle des Landesausstellungs- Parkes in der Invalidenstraße eröffnet worden. " Aus den Nachbarorten. Gerichts- Beitung. man A13 Nach Beendigung des Konfektionsarbeiterstreiks wurden in betheiligten Kreisen dunkle Gerüchte folportirt des Inhalts, Genosse Timm habe sich von den Unternehmern der Konfektionsbranche bestechen lassen, um eine frühzeitige Beilegung des Streits durchzusetzen. Als diese Gerüchte sich zu einer vom Schneider Muscheck in einer Versammlung aufgestellten Behauptung verdichteten, forschte Timm nach dem Urheber derselben. solcher wurde der bei der Firma Hugo Herrmann 1. Co. zu einer Frau Kanowski- wie diese in einer Versammlung am angestellte Konfektionär Saalfeld bezeichnet. Derfelbe soll der Tasche, denn er hätte von den Konfektionären 6000 M. er31. August bekundete gefagt haben: Timm habe sein Geld in halten und die Schneider wären die Dummen. Da auf andere Weise die Unwahrheit dieser Behauptungen nicht bewiesen werden konnte, sah sich Genosse Timm veranlaßt, sowohl den Konfektionär Saalfeld als die Schneider Muscheck und Stulgies, welche das Gerücht weiter verbreitet hatten, wegen Beleidigung Die Parteigenoffen von Tempelhof Mariendorf und Aeußerung in diesem Sinne gemacht zu haben. Auch die zu verklagen. Vor Gericht bestritt Saalfeld, die fragliche Umgegend werden hiermit auf die in Tempelhof am Freitag, Beugin Frau Kanowski machte entgegen ihrer in der Verden 11. Dezember, abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Gräske ſammlung ( früher Gerting) stattfindende öffentliche Volksversammlung für sehr zögernde und unbestimmte Aussage. Männer und Frauen ganz besonders aufmerksam gemacht. Saalfeld habe die beleidigende Aeußerung nicht ernst gemeint. gegebenen ganz bestimmten Bekundung lung erscheinen, um über die Thätigkeit des deutschen Reichs- Schneider wären die Dummen, Timm habe sein Geld in der Reichstags Abgeordneter Fritz Zubeil wird in dieser Versamm: Sie wollte sich nur darauf besinnen, daß er gesagt habe, die tages" einen Vortrag zu halten, Parteigenoffen, seit vielen Tasche. Erst auf mehrfache Vorhaltungen des Vorsitzenden sowie Jahren ist dieses die erste öffentliche Voltsversammlung, welche des Vertheidigers Rechtsanwalt Gerhard und eindringlichem Hin in unserer Ortschaft stattfinden soll. Es braucht wohl nicht erst weis auf die Folgen einer falschen Aussage erklärte fie, Saalfeld habe gesagt zu werden, daß demzufolge sowie der interessanten Tages auch gesagt, Timm hätte von den Konfektionären 6000 M. erhalten. ordnung wegen ein jeder zielbewußte Parteigen offe nunmehr Da von ihr auch an Stullgies und Muscheck Mittheilungen über auch die Pflicht hat, für einen regen Besuch zu agitiren. Der Einberufer. ihr Gespräch mit Saalfeld ergangen sind, Muscheck aber frankheitshalber der Verhandlung nicht beiwohnen konnte, so beschloß der lung bis zur Genesung Muscheck's zu vertagen. Gerichtshof, zum Zweck eingehender Beweiserhebung die Berhandgestern mit der Frage der Verleihung des Stadtrechts beschäftigt Die Gemeindevertretung von Schöneberg hat sich vor und in namentlicher Abstimmung mit 15 gegen 15 Stimmen gegen die Stellung dieses Untrages auf Verleihung dieses Rechtes entschieden. Da aber der Gemeindevorsteher dafür stimmte und er als Vorsitzender bei Stimmengleichheit den Ausschlag giebt, so wurde dadurch der Stadtrecht- Antrag angenommen. Nichtsdestoweniger muß er als gefallen bezeichnet werden, da die zuständigen Behörden bei einer so einschneidend wichtigen Angelegenheit wohl stets nur einen mit erheblicher Mehrheit gefaßten Beschluß als maßgebend anerkennen und berücksichtigen werden. Runt und Wissenschaft. Sie eine meinte, Billmer und dem Feldwebel Karlborn vom 2. Garde- Regiment Ein nächtliches Renkontre zwischen dem stud. jur. Sugo zu Fuß tam gestern vor der 140. Abtheilung des Amtsgerichts I zur Sprache. Der angeklagte Student belästigte an einem Sonntag Abend in ganz auffälliger Weise die Damen in der Nähe der Weidendammer Brücke derartig, daß sich der Feldwebel veranlaßt fühlte, befonders ein junges Mädchen in Schuß zu nehmen. Hierüber in seiner Ehre(!) verlegt, stellte der Lümmel von Student ben Feldwebel mit beleidigenden Schimpfwörtern zur Rede und faßte thn energisch an der Brust. Bald sammelte sich viel Bublifum an, ein Offizier schritt ein und ließ den Studenten nach der Kasernenwache des 2. Garde- Regiments sistiren. Außer einer Polizeiftrafe erhielt nun der Student wegen wörtlicher " Verkehrsstatistische Berichtigung. Der Vorsitzende des Dstvorortvereins, Herr Amtssekretär Freise, hatte, wir wir am 25. November nach einer Lokalforrespondenz mittheilten, ermittelt", in welcher eigenthümlichen Art die Eisenbahn- Berwaltung die Frequenzziffern festgestellt hätte. Zu dieser Meldung sendet uns die Eisenbahn- Direktion Berlin folgende Richtig stellung: Die Mittheilung Wie von der Eisenbahn- Verwaltung ben Beschwerden des Publikums über ungenügende Verkehrsmittel und Ueberfüllung der Vorortzüge gegenüber die Frequenzziffern feftgestellt werden zc." ist unrichtig. Auf dem Schlesischen Bahnhof sind zum Zwecke der Feststellung des Vorortverkehrs weder am 2. Pfingst feiertage noch an anderen Tagen Bählungen vorgenommen worden. Derartige Ermittelungen sind stets in der Weise erfolgt, Die im Jahre 1884 auf Kosten der preußischen Akademie und thätlicher Beleidigung des Feldwebels nach dem Antrage des daß die Zahl der ein- und aussteigenden Reisenden bei den be der Wissenschaften und mit Unterstützung des preußischen Kriegs- Staatsanwalts die außerordentlich geringe Geldstrafe von 40 M. treffenden Bügen auf allen in Frage kommenden Vorort minifteriums, welches die Untersuchungsmaterialen und den oder 8 Tage Gefängniß, indem der Vorsitzende besonders hervor stationen an denselben Tagen festgestellt wurde. Es ist hier- Beobachtungsraum zur Verfügung stellte, begonnene Bestimmung hob, daß es himmelschreiend sei, wenn schon gebildete Leute sich durch ein durchaus richtiges Bild über den Umfang des Borort der Gravitationskonstante und der mittleren Dichtigkeit der Erde an des Königs" Rock vergreifen. Wie wäre es einem Arbeiter verkehrs erzielt worden. Auf dem Schlesischen Bahnhofe haben ist nunmehr zu Ende geführt worden. In der legten Gesammt- ergangen, der sich so lümmelhaft wie der Gebildete benommen für die Dauer der Sommer- Fahrplan- Periode, also auch am sizung der Akademie legte Geheimrath Dr. Kohlrausch, der Prä- hätte? 2. Pfingstfeiertage ebenso wie auf den übrigen Stadtbahnfident der physikalisch- technischen Reichsanstalt, einen vorläufigen Stationen lediglich Feststellungen über den Verkehrsumfang auf furzen Bericht über die von dem ordentlichen Professor der Physik und städtische Parkwächter Leopold Stickert hatte sich mehreren Rohheit eines städtischen Parkwächters. Der Gärtner der Stadtbahn anläßlich der Gewerbe- Ausstellung stattgefunden. Dr. Franz Richarz in Greifswald und dem Privatdozenten jungen Leuten, die im Mai d. J. im Treptower Park beim EinAuf der Stadtbahn entstand gestern Vormittag zwischen Dr. Otto Krigar- Menzel in Berlin ausgeführte Untersuchung fammeln von Maitäfern betroffen und verfolgt worden waren, 10 und 11 Uhr dadurch eine längere einseitige Verkehrsstockung, vor. Eine ausführliche Veröffentlichung wird in kurzem er entgegengestellt und auf einen derselben Namens Lange ohne daß zwischen den Stationen Thiergarten und Bellevue eine folgen. weiteres mit einer Traghülse derart losgeschlagen, daß der MißLokomotive defekt und unbrauchbar wurde. Die auf dem Lehrter Ernft Engel, einer der hervorragendsten Statistiker der handelte einen Doppelbruch des rechten Oberschenkels erlitt. Stadtbahnhofe ftets unter Dampf stehende Reservemaschine Holte Gegenwart, ist Dienstag morgens im Alter von 75%, Jahren ge- Damit noch nicht genug. Der am Boden liegende Lange wimmerte: den liegen gebliebenen Train ein und führte denselben bis zum storben. Er studirte ursprünglich an der Bergakademie Freiberg" Mein Bein ist zerbrochen!" Stickert erwiderte aber:„ Ach Schlesischen Bahnhof, wo die dort stationirte Reservemaschine und später in Paris, aber schon 1850 wurde er mit der Leitung was, Du verstellst Dich blos!" und schlug noch weiter auf den den Weitertransport übernahm. des statistischen Amtes seiner Heimath betraut. Aus seinen berg- Verletzten ein. Dieser hat 5 Wochen im Krankenhause zugebracht Einen tödtlichen Ausgang hat unerwartet ein Unfall gewiffenschaftlichen Studien bereicherte er die statistische Wissen- und hinkt heute, weil das verletzte Bein fürzer geworden ist, als nommen, der am 3. d. M. dem 32 jährigen Schloffer Wilhelm schaft mit einer Reihe von Fachausdrücken, von denen das Wort das andere. Das Schöffengericht am Amtsgericht II hat die Aufbereiten das bekannteste geworden ist. Schoenbecken auf einem Bau in der Friesenstraße zustieß. Der statistischem Gebiete gingen schon in ihren Anfängen weit über den ein Jahr sechs Monate Gefängniß erkannte und der Seine Arbeiten auf Rohheit des Angeklagten für eine fo große gehalten, daß es auf Arbeiter hatte das Unglück, aus einer Höhe von mehreren Metern Rahmen der sonst von den amtlichen statistischen Bureaus be: Berurtheilte sofort in Untersuchungshaft genommen wurde. Die herabzufallen, fonnte sich jedoch mit anscheinend nicht bedeutenden arbeiteten Gebiete hinaus. Wir erwähnen bloß seine 1856 und Berufungsinftans, vor welcher der Fall gestern nochmals aur änßeren und inneren Verlegungen in seine Wohnung begeben. 1857 erschienenen ausgezeichneten Beiträge zur Gewerbegeographie Verhandlung tam, beließ es bei der gleichen Strafe. Erst später stellte sich heraus, daß die Verlegungen doch gefähr- und Gewerbeftatiftit des Königreichs Sachsen, eine Arbeit, die lich waren. Der Verunglückte wurde nun zwei Tage nach dem Die allgemein intereffirende Streitfrage, ob ob ein Unfall in ein Krankenhaus gebracht und ist hier gestorben. Seine im vorigen Jahre neu aufgelegt wurde. Fast alle Gebiete der Droschkenkutscher verpflichtet ist, wechseln zu gehen, wenn er bei Leiche hat die Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Statistik verstand er in seiner blos achtjährigen Thätigkeit am Bezahlung einer Fahrt durch einen Fahrgast auf ein größeres statistischen Amte seines Heimathlandes mit neuem Geiste au er: Geloftück nicht herauszugeben vermag, ist nunmehr zur gerichtlichen Zum Krüppel geworden ist der 59 Jahre alte Schuh- füllen. 1858 mußte er infolge von Angriffen Angriffen in der Entscheidung gebracht worden. Der Droschkentutscher Krüger er machermeister Wilhelm Darge aus der Lichtenbergerstr. 2, der ersten sächsischen Rammer feine Stelle niederlegen, er hielt eines Tages einen hiesigen Rechtsanwalt zum Fahrgast, welcher am 4. d.. am Oranienburger Thor beim Abspringen von gründete in Dresden ein Hypothefarversicherungs- Institut, damit für die Fahrt 70 Pf. zu zahlen hatte. Krüger foute nun auf ein einem Pferdebahnwagen von einem anderen überfahren wurde. einen neuen Zweig der Versicherung ins Leben rufend. 1860 3weimarkstück herausgeben, war aber hierzu nicht in der Lage, Der schwere Bruch des linken Unterschenkels, den er dabei er- wurde er als Direktor des preußischen Statistischen Bureaus nach lehnte es auch ab, wechseln zu gehen, da er sein Fuhrwerk nicht litt, machte im Krankenhause die Abnahme des Beines noth- Berlin berufen. Als Leiter des Amtes, als Organisator der amt- ohne Aufsicht lassen darf und der Herr Rechtsanwalt wohl wendig. lichen Statistit, als vortrefflicher Leiter des von ihm ins Leben schwerlich die erforderliche Beaufsichtigung übernommen bätte. " " Im Victoriapark hat sich ein junger Mann, dessen Persön- gerufenen statistischen Seminars, als Leiter der preußischen Dieser ist auf des Kutschers Klage vom Amtsgericht I zur lichkeit noch nicht festgestellt werden konnte, erschossen. Ein statistischen Zeitschrift entwickelte er eine Thätigkeit, die das An- Zahlung der 70 Pf. und zur Tragung der Kosten des Rechtss Arbeiter aus Rixdorf fand am Dienstag Morgen um 7 Uhr sehen der amtlichen Statistik Preußens beträchtlich hob und an- ftreites verurtheilt worden. In der Urtheisbegründung heißt seine Leiche neben dem Hauptwege im Gebüsch liegen. Der regend auf die Thätigkeit aller statistischen. Aemter wirkte. Er es u. a.: Beklagter war aus einem Vertrage über Handlungen Revolver lag neben der Leiche. Der junge Mann, der etwa verstand es, durch die Statistik zu popularisiren, wovon sein zur Zahlung des tarifmäßigen Honorars verpflichtet und hatte 22 bis 25 Jahre alt gewesen sein mag, war anscheinend Büchlein Das Haushaltungsbuch der Hausfrau" Zeugniß ab- dasselbe dem Kläger zu übergeben, wie es geschuldet war. Für Kaufmann. legt. Er suchte auch die Ausfüllung der statistischen Fragebogen den Kläger bestand keinerlei Verpflichtung, einen Geldwechsel vorVerschwunden ist seit einigen Tagen die Ehefrau Pauline zu erleichtern, erfand er doch das Zahlblättchen, dieses aus zunehmen, er durfte nicht einmal feine Droschke ohne Aufsicht und Mietz aus der Rostockerstr. 50. Sie hatte in einer Denunziation Materials und dessen besondere Erleichterung für die Beantwortung bei Droschtenfahrten der Grundsay: Das Fahrgeld ist abgezählt gezeichnete Hilfsmittel für rasche statistische Aufbereitung des abfeits von einem Halteplage stehen lassen." Demnach gilt auch wegen Kuppelei, die ihr Ehemann gegen den Wirth J. aus der der gestellten Fragen. Als Mann der Wissenschaft, der Technik und bereit zu halten! Suffitenstraße eingereicht hatte, eine polizeiliche Vorladung er des praktischen Verständnisses stand E. Engel in erster Linie. halten, war jedoch nicht zur Vernehmung erschienen. Ihr Mann So bedeutend er als Statistiker war, so wenig schöpferisch war befürchtet, daß die Verschwundene sich das Leben genommen habe. er als Nationalökonom; aus den Banden der Manchesterschule Fahnenflüchtig geworden war vor drei Wochen der aus fonnte er sich nicht befreien, als Politiker stand er auf dem Stand- In Dresden hat sich abermals eine Familientragödie Hamburg gebürtige Refrut Wilhelm Müffel von der 8. Batterie punkte der gemäßigten Fortschrittspartei. Deshalb und wegen ereignet. Die in der Oppelstraße wohnende 40jährige Wittwe Des 1. Garde- Feldartillerie- Regiments. Im Abenddunkel hatte seiner Wahrheitsliebe als Statistiker war er Bismarck unbequem. Bergmann wurde gestern früh mit ihren drei Kindern im Alter er im Drillichanzug die Kaserne verlassen und auf einem Haus- Er wurde 1882 zum Rücktritte gezwungen. Seitdem lebte er, eifrig von 4, 6 und 11 Jahren durch die Polizei in ihrer Wohnung flur in der Kruppstraße bürgerliche Kleidung, die er sich in der statistischen Arbeiten sich widmend, in der Oberlößniz, Radebeul toot aufgefunden. Die Frau hatte in der Erregung darüber, daß Vermischtes. ein Gläschen Schnaps zu trinken. Auf grund eines ausführlichen nur etwa 4 Millionen weniger als Deutschland, 6 Millionen Gutachtens des großherzoglichen Kreis- Gesundheitsamtes Gießen mehr als Frankreich und 7 Millionen mehr als Großbritannien. und des Direktors des dortigen hygienischen Instituts, des Pro- Nach der Landfläche dagegen kommt Japan erst an elfter Stelle, fessors Gaffty, erklärte obige Behörde nach der„ Tägl. Rundfch." es steht mit einem Areal von etwa 41 000 Quadratkilometern( einetwa folgendes:" Wenn es auch richtig sei, daß den gesundheit- schließlich Formosa) Schweden an Größe nicht viel nach. lichen Nachtheilen der in größerer Menge genoffenen kalten gebeugt werden könne, so erziele man aber ziemlich dieselbe Getränke durch den vorherigen Genuß von Branntwein vorWirkung durch einen vor dem Bier genossenen Bissen fester Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) zu stehen habe. Die nachgesuchte Erlaubniß sei daher zu verSpeise, etwa Brot, das nöthigenfalls stets auf dem Wirthstisch fagen." Briefkasten der Redaktion. ihr Mann vorgestern in der Diakonissenanstalt gestorben ist, ihre Kinder und sich selbst vergiftet. Bocken- Epidemie in Belgien. In Dison ist eine PockenEpidemie ausgebrochen. 800 Kinder sind erkrankt. Sämmtliche Schulen find geschlossen. In Spaa herrscht dieselbe Krankheit. Koloniales. Das Brüffeler Journal des Tribunaux" stellt fest, daß von den zwölf Advokaten und Richtern am Kongo in diesem Jahre schon fünf dem Klima erlegen sind. Seinen Beruf verfehlt hat der schwedische Punsch, den der König von Schweden zu seinem Namenstage am 1. Dezember anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. für die Artilleriemannschaften der Festung Waxholm in einer G. 5. 20. Ihre Klage ist abgewiesen, weil Beklagter tidlich Anzah! Flaschen gesandt. Der mit der Abholung vom Hafen behauptet hat, er habe über die gelieferten Zigarren mit Ihnen beauftragte Artillerie- Unteroffizier Olsson, vermuthlich zur Sekte Die Bierbrauerei in Japan. Japanischen Blättern ent- weder verhandelt, noch dieselben gekauft. Ist dieser Eid ein der in Schweden zahlreichen Nüchternheitsfreunde gehörend, nimmt der Ostasiatische Lloyd" die Nachricht, daß die" Debitsu Nach Lage der Sache scheint das allerdings schwierig zu sein. der in Schweden zahlreichen Nüchternheitsfreunde gehörend, Meineid, so bleibt nur der Versuch, dies zu beweisen. weigerte sich, aus Gewissensbedenken, den Auftrag aufzuführen. Bierbrauerei- Gesellschaft" im vorigen Monat ihren ersten Experten, Sie hätten gegen den Beklagten nicht nur auf grund des Kaufs, Infolge erneuter strenger Befehle begab er sich endlich zum sich zwei Jahre lang mit der Brauindustrie in Deutschland ein- Die Klage aus der nüzlichen Verwendung wäre noch jetzt aus Namens Uyenn Rintaro, nach Deutschland gesandt hat, damit er sondern auch auf grund nützlicher Verwendung klagen sollen. Hafen, dort warf er jedoch die ganze Punschsendung des Königs Ostar ins Meer. Olsson wurde verhaftet. Wird man ihn gehend beschäftige, sowie die Fortschritte studire, welche dort in ſichtsvoll, wenn Sie beweisen, daß er die Bigarren erhalten und wegen Hochverraths oder wegen Majestätsbeleidigung verwurde vor seiner Abreise ein Abschiedsessen gegeben, und bei dieser verkauft hat. Eine Klage gegen den Nachfolger wäre aussichtsbiefem Induſtriezweige gemacht worden find. Dem Genannten durch Einzelverkauf oder Verkauf an seinen Nachfolger Umakashi, eine Rede, in der er auf die Lage der Gesellschaft, sowie Sprechstunde abholen. Gelegenheit hielt der Direktor der Yebitsu Brauerei- Gesellschaft, Herr les. Ihre Atten wollen Sie gelegentlich in der juristischen die Brauinduftrie in Japan zurückfam. Er bemerkte, daß es den fchüßen, sollten Um sich vor Schwindler etwas zu Brauern Japans nicht nur gelungen sei, den Import von Bier aus sich bestätigen lassen: Großtaufleute ihun dies häufig. Sie jede Geschäftsbestellung schriftlich dem Auslande nach Japan fast völlig aufzuheben, sondern sie exportirten bereits Bier nach China, Singapore und sogar nach Bombay. Gegenwärtig gäbe es vier Brauereien in Japan, die das Geschäft im großen Maßstabe betrieben, nämlich: die Kirin ( Japan Brewery Company, Ltd.); die Asahi, die Sapparo und die Debitsu. Diese vier Brauereien brauten im Jahre etwa 40 000 Stofu( 1 Kofu 4/27 T. Gewicht). Gegen das jährliche Ergebniß der japanischen Sati( Reisschnaps) Brauereien, die 4 Millionen Roku brauen, verhält sich das Bier zu demselben wie 1:80; Redner war daher der Ansicht, daß man für eine 10-20 Mal so große Menge Bieres in Japan einen Markt sollte Swinemünde finden können. Die Yebitsu- Brauerei verbraucht Malz, das Hamburg ausschließlich aus Deutschland kommt; falls es gelänge, in Japan Berlin Malz zu gewinnen, so müßte dies eine Epoche in der Geschichte Wiesbaden. der Bierbrauerei Japans martiren. München donnern? Aus Odessa wird über die Ansiedelung von Chinesen berichtet: Eine zweite große Abtheilung von Chinesen, die nach dem Kaukasus gehen sollen, um dort den Anbau der Theepflanze zu leiten, ist hier angekommen. Die Regierung hat mit ihren Bemühungen, den Theebau im Raukasus zu fördern, solchen Erfolg gehabt, daß mehrere große Güter für denselben Zweck von Privatpersonen angekauft worden sind, und es wird erwartet, daß der russische Thee aus dem Kautafus auf den europäischen Märkten schon bald in regen Wettbewerb mit den andern Sorten treten wird. Zum Justinkt der Bienen. Ob die Bienen beim Bau ihrer Waben nur aus angeborenem Triebe handeln, also ganz instinktmäßig verfahren, oder ob die jüngeren von den älteren Bienen in gewiffer Weise angelernt werden müssen, darüber find in Rußland jüngst interessante Versuche angestellt worden. G3 Es zeigte sich, daß junge Bienen, wenn sie in Stöcken aufgezogen wurden, die keine erwachsenen Bienen enthielten, sich genau so verhielten, wie diese; speziell den ersten Waben, welche fie bauten, fonnte man in keiner Weise etwas Stümperhaftes anmerken. Die felben waren ebenso funftvoll, wie die anderer Bienen, so daß man die Fähigkeit zum Wabenbau durchaus für angeboren halten muß und Nebung und Erfahrung hierbei gar keine Rolle spielen. ( Biol. Centralbl.) Das Gläschen Schnaps vor dem Bier. Als wissenschaftliches Gutachten anläßlich einer Erörterung über die Gewährung der Erlaubniß zum Ausschant von Branntwein wurde vor dem Provinzialausschuß der Provinz Oberhessen die Frage entschieden, ob es ein Bedürfniß sei, vor dem Genusse von Bier Unserem verehrten Genossen Arthur| Achtung! Hübner zu seinem heutigen Wiegenfeste Witterungsübersicht vom 8. Dezember 1896. Statione11. Barometer stand in mm, reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung SM WSW SSW 750 751 · 752 757 SW 760 W 759 Q 764 GSD 766 750 SSM 750 SW 761 SSW • Windstärke ( Stala 1-12) 43245322512 Wetter Regen Nebel Regen halb bedeckt heiter wolfig Temperatur nach Gelsius ( 50 G. 4° R.)| 23442700222 bedeckt -10 wolkenlos -10 wolfig heiter bedeckt Wien. Der Rang Japans unter den ,, Großmächten" nach Bevölkerungszahl und Landbesitz ist von japanischen Blättern Haparanda. festgestellt worden. Petersburg Jahre 1720 26 Millionen, war 1815 auf 25 Millionen gesunken. Aberdeen. Die Einwohnerschaft Japans betrug im Cork. 1880 dagegen auf fast 36 und 1885 auf fast 38 Millionen ge- Paris. stiegen. Zu Ende des Jahres 1894 wurden 42 Millionen geschätzt. Da nun seitdem noch die Insel Formosa mit 3 Millionen Wetter Prognose für Mittwoch, den 9. Dezember 1896. Einwohnern hinzugekommen ist, so würde das japanische Reich Etwas tälter, ziemlich heiter bei mäßigen südlichen Winden; jetzt auf 45 Millionen Menschen zu schäßen sein. Danach würde teine oder unerhebliche Niederschläge. es unter den Großmächten die fünfte Stelle einnehmen. Es hat Berliner Wetterbureau. Achtung!| Achtung! Künstl. Zähne v. 3 M. an, Theilz. Achtung! ein dreimal donnerndes Hoch. 18236 wöchentl. 1 M., wird abgeholt. Bahn Englischer Garten, Die Freunde der Societät. Die Beleidigung gegen das Schulzesche Ehepaar, Pofenerstr. 11, nehme ich hiermit zurück. M. Zimmermann. Theilzahlung. reelle Anzüge nach Monatl. 10 M., lief. Maaß nur an sichere Kunden, gegen Baar zu jedem billigsten Preis. Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Gegründet 1891. ziehen, Zahnreinigen, Nervtödten bei Bestellung umsonst. Guskel, Lausitzerplatz 2, Elfafferstr. 12, Steglitzerstr. 71, I. Cacao billiger als Kaffee à Pfd. 1,20 M. 4652* Zuckerwaaren für Wiederverkäufer zu billigsten Engrospreisen. Carl Senff, Andreas- Straße 40. * Alexanderstr. 27c. Besonderer Umstände halber ist der Parterresaal am Sylvester und 1. 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Möbel und Bolfterwaaren billig Dresdenerstr. 49 1. Grosse Teppich- Auktion. Am Donnerstag, den 10. Dezember, vormittags 10 Uhr, versteigere ich beim Spediteur Herrn Georg Kempermann Lausigerstr. 34, die dort lagernden Ballen Teppiche, darunt. Prachtexempl. in handgeknüpften Smyrna, Brüssel, Velour 2c., bis 6 Meter groß, ein. Posten verschied. Decken, Portièren, Felle 2c. meistbietend gegen Baarzahlung.[ 18286 Pönicke, Auft. u. Tarator, Weinstr. 27. Reisemuster in hochfeinen Knaben- und Mädchenmützen, giebt billig 344L* die Fabrik ab, Grünerweg 2, 1. Etage. Stube und Küche, 15 Wit., Thaerstraße 16, Wuthenow. Einem Theil der heutigen Auflage liegt ein Prospekt des Waarenhauses C. Gerstel, BelleAlliancetr. 106, bri. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobcy in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 288. Soziales. Mittwoch, den 9. Dezember 1896. 13. Jahrg. " Bum wäre unmöglich, bei solchen Wohnungsverhältnissen beispielsweise gestaltung der deutschen Militärgerichtsbarkeit hielt. Hierauf eine Typhusepidemie zu bekämpfen. Das Medizinalamt fordert folgte ein Bericht des Genossen Bäumler über die Parteidie völlige Wegräumung dieser Lehmhütten und Erbauung von Spedition, nach welchem im letzten Vierteljahre ein Das Reichs Versicherungsamt hat den Vorständen der Arbeiterwohnungen nach dem Muster der in Bombay erbauten. Ueberschuß von 19,32 m. erzielt wurde. Die Abonnentenzahl Invaliditäts- und Altersversicherungs An- Bugleich sollten breite Straßen durch die übervölkerten Stadt- betrug im September 586, Oftober 621, November 651. ft alten ein Rundschreiben zugehen lassen, worin zur Er- theile angelegt werden. Schluß wurde noch die Gründung eines Vereins der Kunstleichterung der Berechnung der Altersrenten der gesetzlich freunde" beschlossen; derselbe wird am 2. Weihnachtsfeiertage versiderten Personen, sowie der Hausgewerbetreibenden der seinen ersten Vortragsabend abhalten. Als Vorsitzender wurde Tabatfabrikation und Textilindustrie aus dem Geburtsjahr 1827 Genosse Kleinert, Gleditschstr. 6, gewählt, der Anmeldungen Tabellen über die Mindest- und Höchstzahl derjenigen Beitragswochen aufgestellt sind, die bei Festsetzung der Altersrenten der neuer Mitglieder entgegennimmt. bezeichneten Art in Frage kommen. gegangen: Versammlungen. = A ft schule, Waldemarfir. 14: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Süd= der Religionen. Orientalische Völker. Griechen und Römer). Herr Dr. G. Pinn. Nordschule, Brunnenstr. 25: Deutsch( Die deutsche Literatur des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre). Herr Heinrich Schulz. im Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. alle zufchriften, den Bund betreffend, sind zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Busammenfunft im Bereinslotal Feuerstein's Festfäle, Alte Jakobstr. 75. Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, abends 8% Uhr: Landsleute und Gäste sind willkommen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Oeffentliche Versammlung aller bei Versicherungsgesellschaften arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: 1. Die Nothwendigkeit u. f. m. beschäftigten Bureau- Angestellten Berlins Abends 8% Uhr in den der Vereinigung der Bureau- Angestellten. 2. Die Arbeitsverhältnisse bet der Bittoria", Augemeine Versicherungs Attiengesellschaft. Referent: Herr Longfellow, English Conversational-& Reading- Club. Meeting every Wednesday, 9 o'clock at Tettenborns, 91 Wall- Street. Guests are welcome. 3. d. Mts. bei Babiel seine regelmäßige Mitgliederversammlung Der Zentralverein der Bureau- Angestellten bielt am ab. Zunächst wurde in die Erledigung geschäftlicher Angelegen In Sachen des Bäckereibetriebes hatten, wie die" Post" heiten eingetreten und an stelle des bisherigen Kassirers Eichel mittheilt, vor furzem zwölf Bäckermeister auf dem Berliner hardt, der sein Amt niederlegte, Brillke, und zum Beisitzer Polizeipräsidium eine längere Konferenz mit dem Ge- Schläcks gewählt. Alsdann wurde zwecks gründ Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothek und des reichen Zeitwerberath Dr. Sprenger, dem Abtheilungsdirigenten Regie- licher Instandsetzung der Bibliothek, welche mit Rück- schriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. rungsrath Messerschmidt und einem Vertreter des Handels- ficht auf das Wachsen Des Vereins und des da= Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neu ministeriums. Dabei wurde von dem Gewerberath auch die durch mann, Basewaltersir. 3. Alle Aenderungen im Bereinstalender sind zu richten bedingten guten Besuchs der Vereins Versamman Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. jezige Anlage der Wrasenapparate in den Bäckereien als un- lungen nothwendig ist, an stelle des einen Bibliothekars Arbeiter Raucherbund Berline und Umgegend. Wenderungen zureichend erwähnt und eine allgemeine Revision in Aussicht ge- eine Bibliothekskommission, bestehend aus Schnapp, Wasser stellt. Dem Obermeister der Konkordia- Innung ist nunmehr vom und 3addach, gewählt. Nachdem alsdann das Mitglied Polizeipräsidium in dieser Angelegenheit folgendes Schreiben zu Bauer das Gebahren der Schreibstuben- Gegner unter Ver" Die zur Erzeugung von Dampf für Back- lefung eines Artikels aus der Schreibstube" treffend gekennzwecke benutzten Einrichtungen Laffen sich in zwei zeichnet hatte, erging er sich des näheren über den WernerArten theilen: 1. offene Schalen und dergleichen, welche im Prozeß. Hierauf erhielt der mittlerweile erschienene Referent Dien angebracht sind oder vor dem Backen eingeführt Dr. Pinn das Wort zu seinem Vortrage über Zweck und nerden, 2. geschlossene Kessel mit besonderer Feuerung, von denen Nugen der Verkürzung der Arbeitszeit", in welchem aus durch ein Rohr der Dampf nach dem Ofen geleitet wird. er die Wirkungen derselben, speziell des Achtstundentages, Die letzteren geben vielfach zu Bedenken Veranlassung, nämlich in wirthschaftlicher, sanitärer und moralischer Hinsicht erläuterte. dann, wenn der Austritt des Dampfes durch Hähne oder Ventile, Nachdem der Referent unter Beifall mit der Aufforderung, ge: die meist in der Rohrleitung angebracht sind, abgesperrt werden schlossen, sich zu organisiren, um eine Verkürzung der Arbeitszeit fann. Das ist, wie die Erfahrung lehrt, gefährlich, aber auch durchzusetzen, wurde in der hierauf folgenden Diskussion von nach den reichspolizeilichen Bestimmungen über Dampfteffel Bauer befannt gegeben, daß bei der Orts- Krankenkasse in vom 5. Auguſt 1890 unzulässig. Am einfachsten entspricht man diesem Jahre bis zum September 5 Selbstmorde zur Anden Anforderungen der Sicherheit, wenn man jede Absperr- Vor- meldung gekommen seien und daß nach der Statistik im richtung vermeidet, so daß der Dampf stets frei austreten kann. Jahre 1894 zirka 90 Schreiber wegen Landstreichens und Ties ist möglich, wenn nur ein Ofen vorhanden ist. Bettelns in Berlin verurtheilt worden sind. Unter Hinweis Wünscht man jedoch eine Absperrung oder sind mehrere Stellen auf das Sylvestervergnügen wurde die gut besuchte Versammlung vorhanden, an denen der Dampf verbraucht wird, so kann man geschlossen. einen Hahn einschalten, welcher einen Ausweg slets offen hält. Nach§ 22 der obengenannten Bestimmungen kann aber auch als die noch junge Organisation erfreut sich noch einer recht regen Der Verein der Juftrumententräger tagte am 6. d. M. Von der Gleichheit, Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( StuttSicherheitsvorrichtung ein Standrohr eingeführt werden. Guer Wirthschaftlicher Krieg und Frauenpflicht. Betheiligung. Nach Erledigung einiger Vereinsangelegenheiten Wohlgeboren werden unter Bezugnahme auf die Unterredung wurde vom Vorsitzenden zum feften Zusammenhalten ermahnt mit dem Herrn Regierungs- und Gewerberath ergebenst ersucht, und entspann sich sodann eine lebhafte Diskussion über den bas Vorstehende bekannt zu geben und darauf hinzuwirken, daß Streit der Hamburger Hafenarbeiter. Mit großer Einmüthigkeit unverschriftsmäßige Einrichtungen innerhalb zwei Monaten ge- wurde von allen Rednern eine schnelle und reichliche Unterändert werden. Nach dieser Zeit würde das Polizeipräsidium stüßung der um ihr gutes Recht kämpfenden Hafenarbeiter vereinschreiten müssen." langt und in anbetracht der noch fleinen Kasse des Vereins zu einer freiwilligen Sammlung aufgefordert. Aus der Vereinskasse wurden 30 M. bewilligt und 50 M. durch freiwillige Beiträge aufgebracht, Summa 80 M. Da der Verein nur 62 Mitglieder zählt, von denen ca. 40 anwesend waren, so ist das Resultat der Sammlung ein recht erfreuliches. " " Budach, der sich Die Filiale II hatte gleichfalls am 6. d. M. eine Versamm lung anberaumt. Nach einem Vortrag des Mitgliedes Silber schmidt fand die auf der Tagesordnung stehende Statutenbeaathung ihre Erledigung und wurde sodann beschlossen, am nächsten Sonntag eine Versammlung, an der auch Frauen theilnehmen können, einzuberufen. Eingelaufene Druckschriften. Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. S. W. Diet' Berlag) ift foeben das 11. Heft des 15. Jahrgangs erfchtenen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Der Fall Holz. Kritische Bemerkungen zu sagenstein's tritischen Bemertungen über Die Frau und der Sozialismus". Von August Bebel. Wahr„ Echön". Betrachtungen von der ästhetischen Peripherie. Noch Einiges zur Frauenarbeit im Gärtnereibetrieb. Von Hermann Holm. Ein Märchendrama. Von F. Mehring. Feuilleton: Mutterfreude. Von Arel Steenbuch. Autorisite Uebertragung aus dem Dänischen. gart, J. H. W. Die B' Verlag) ist uns soeben die Nr. 25 des 6. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir herror: Eine Van Kampagne" engItscher Benossinnen. Von E. Wood, London. Die Frauen und die Prästdentenwahl in den Bereinigten Staaten. Aus der Bewegung. Die Frauenbewegung und der sozialdemokratische Parteitag. Bon Henriette Fürth, Frankfurt a M. Zur Antwort. Von Klara Zetkin. Feuilleton: Der Wanderer. Von Henrik Potoppidan. Kleine Nachrichten. Die Gleichheit" erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Nummer 10 f durch die Post bezogen( eingetragen in der Reichspost- Zeitungsliste für 1896 unter Nr. 2837) beträgt der Abonnementspreis vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. Inseratenpreis die zweigespaltene Petitzeile 20 Pf. Siebert. Lohnftatistik der Metallarbeiter in sern. Von Wassilteff. Bern. pie Neenkelin. Rosenzweig. Berlag von Moos, Erfurt. Allerlei Geschichten für kleine Leser. F. v. Stenglin. Preis so Pf. " Berlin, Deutsche Schriftsteller- Genossenschaft. Vermischkes. Die Textilindnftrie in München- Gladbach hat in den lezten Jahren einen bedeutenden Aufschwung genommen. Nach einer Statistik der Handelskammer betrug die Gesammtzahl der Spindeln im Jahre 1893 553 658 gegen 459 657 im Jahre 1888; beschäftigt waren 1893 insgesammt 11 599 Arbeiter und Arbeiterinnen. Nach Schäzung von Fachleuten ist die Spindelzahl gegenwärtig auf rund 620 000 gewachsen. Insgesammt Filiale I, die am 6. d. M. tagte, erörterte sehr eingehend, welche Verband deutscher Maurer. Die Versammlung der bestehen im München- Gladbacher Industriebezirke, ausschließlich der im Bau begriffenen, rund 60 Spinnereien, wovon mehr als Maßnahmen die Organisation zu ergreifen habe, um den von zwei Drittel auf die Baumwollspinnereien kommen. Der Bezirk ihr aufgestellten Lohntarif zur Durchführung zu bringen. In der Ein riesiger Meteorstein. Der in New- York angekommene beſitzt fünf große Attiengeſellſchaften der Textilinduſtrie. Die be bad, othmann im nubels Dietrich deutſche Betroleumdampfer Willkommen“ meldet, daß am 17. Nodeutendste und älteste ist die„ Gladbacher Aktiengesellschaft für betheiligten, wurde die Wahl einer Kommission empfohlen, die stein dicht vor dem Schiffe um Mitternacht zischend in die See Vogel u. a. vember mitten Spinnerei und Weberei". 1894 erhielten die Aktionäre 81/2 pet., die Baukontrolle ausübt und die nothwendigen Maßnahmen für stürzte. 1895 18 pCt. Dividende und für 1896 stellte der Aufsichtsrath eine die Lohnbewegung zu treffen hat. Diese Kommission wurde aus kommen" an. Eine ungeheuere Welle prallte darauf gegen den„ WillDividende von mindestens 15 pet. in Aussicht. Die Gesellschaft den Mitgliedern Neumann, Lehmpfuhl, Richter, hat etwa 55 000 Spindeln in Betrieb. Die Entwickelung Dietrich, Relpin, Vogel und kopsch gebildet. Nach Voff. 3tg." berichtet: In dem Bericht des Haushalts- Ausschusses Vom Budget des französischen Parlaments wird der Der Weberei in München- Gladbach ergiebt sich aus folgenden dem die Wahl eines Hilfskaffirers vollzogen, beschäftigte über das Erforderniß der Kammer finden sich bemerkenswerthe Bahlen. 1888 betrug die Stuhlzahl ca. 11 000; 1893 liefen 13 271 Stühle in 145 Betrieben und gegenwärtig laufen nach der die Errichtung eines Arbeits- Nachweises im Zentrum 55 483 Fr. 27 Cent. im Jahre. Für Arzneien wurden 3131 Fr., sich die Versammlung mit einem Antrag Buda ch, Einzelheiten. An Schreibsachen allein braucht die Kammer Echägung von Fachleuten 14 400 Stühle darunter zahlreiche doppeltbreite der Stadt verlangt. in 180 Betrieben. Der Umsatz der Webereien Die Beschlußfassung hierüber wurde für Bäder und orthopädische Apparate"( darunter find Krücken, wird auf 80-100 Millionen Mark jährlich geschäßt. bis zur nächsten Versammlung ausgesetzt. Sodann über Bruchbänder u. dgl. zu verstehen) 490 Fr. 55 Cent. ausgegeben. wies die Versammlung dem Mitglied Körber 50 M., die zur Der Waschraum hat 2037 Fr. erfordert, die Ausgaben für Ladenpersonal Gesetz für England. Der„ Hamburgische Vervollständigung der Bibliothek verwandt werden sollen. Streichhölzer belaufen sich auf 453 Fr. 82 Cent., für BürstenRorrespondent" schreibt: Bon deutschen Zeitungen ist die Nach binderwaaren auf 7888 Fr. Die Heizung foftet 38 386 Fr., richt verbreitet worden, daß die Early Glofing Act" 15 453 für Brennholz, 20 475 für Steinkohle u. f. w., dic mit dem 1. Januar 1897 in England in fraft trete. Das ist Beleuchtung 130 032 Fr. Für die Instandhaltung der Einjedoch nicht der Fall. Vielmehr ist dieses Gesetz, das dem einen richtung wurden 80 502 Fr. aufgewendet, nämlich für Teppiche Theil nicht weit genug und dem anderen Theil zu weit ging, 22 063 Fr., für Vorhänge 18 946 Fr., für Leinenzeug 18 860 Fr., ganz fallen gelassen worden und an dessen Stelle neuerdings ein für Wäschewaschen 10 758, für Uhren und Broncen 8580 Fr. anderes Gesetz The Shop Act" von Sir Charles Dilfe und John Burns dem Parlament vorgelegt worden, tagte am Montag im Keller'schen Saale. Diefelbe war un denkt, daß die hiesige Sitte den Abgeordneten gestattet, sich in Eine öffentliche Versammlung der Handelsangestellten 30 948 Fr. Das ist nicht einmal besonders viel, wenn man beDie Ausgaben für den Erfrischungsraum beliefen sich auf ohne daß indessen bisher eine Entscheidung darüber stattgefunden hätte. Der neue Gesetzentwurf nimmt die gemein stark besucht. Die Menge hörte aufmerksam und unter der Kammer mit Wein, kohlenfaurem Wasser, Syrup, Rognat, stürmischem Beifall einen Vortrag des Genossen Bebel an, der Idee des früheren, daß die Schlußstunde durch Zweidrittelmehrheit in zweistündiger Rede ein Bild von dem Entstehen und dem belegten Brötchen und Schinkenschnitten freihalten zu laffen. Die der Ladeninhaber jeder Branche obligatorisch festzusetzen sei, nicht Stande der übrigen Ausgaben, die zum theil ungeheuerlich erscheinen müssen, auf, sondern bestimmt die Ladenschluß- Stunden wie folgt: An gegenwärtigen der sozialpolitischen Gesetzgebung laffen feinen Schluß auf den wirklichen Verbrauch zu, da sie den entwarf. An einer Reihe von Beispielen zeigte der einem Tage jeder Woche vor 1 Uhr mittags( Sonntagsarbeit Redner, wie die Regierung, in der Meinung, der Sozial Nutzen einer großen Zahl Schmarozzer in sich schließen, denen außerdem verboten), an drei Tagen vor 7, an einem Tage vor 9, demokratie damit den Boden abzugraben, sich zögernd und wider- man Lieferungen zuwendet, wenn man sie für irgend einen Dienst an einem Tage vor 10 Uhr abends. Die Lokalbehörden haben strebend zu den geringfügigen, die Arbeiter feineswegs be- belohnen will, und die genau wissen, daß man von ihnen doppelte für ihren Bezirk die Schlußstunden der verschiedenen Wochentage friedigenden sozialen Reformen verstanden habe, daß aber neuer- und dreifache Anfreidung erwartet. fefizusetzen. An 20 Tagen während eines Jahres ist Beschäftigung dings auf diesem Gebiete eine entschiedener Rückschritt zu be- und die Verschwendungssucht in Paris bereits gediehen find, list Wahnsinn des Prozenthums. Wie weit der Uebermuth bis zu 3 Stunden nach Schluß gestattet, wenn dem Handels- Inspektor merken sei; so solle unter anderem der zwölfftündige Maximal- und die Verschwendungssucht in Paris bereits gebiehen sind, läßt bis Dezember des vorhergehenden Jahres die Tage namhaft ge- Arbeitstag der Bäcker in einen vierzehnstündigen verwandelt Ställen erkennen. Der Baderaum der letzteren besteht aus den eine Schilderung der Pferdepflege in fog. aristokratischen" macht worden sind. Für weibliche Angestellte find Site anzu werden, und vom Achtuhr- Ladenschluß sei gar keine Rede mehr. bringen, und das Benußen ist ihnen in unbeschäftigten Bausen Die sozialdemokratische Fraktion werde allerdings im Reichstage an- Abtheilungen. In der ersten wird das edle Roß festgebunden. liche und weibliche Angestellte dürfen nicht länger als 5 Stunden fragen, wie es damit stehe. Das Vorgehen im Reichstage fönnen etwa 30 Minuten einer durch einströmenden Dampf zu er hintereinander ohne eine mindestens halbstündige Essenspause be- jedoch nur Erfolg haben, wenn die Maffen der betheiligten zielenden Wärme von genau 37/2 Grad Celsius ausgesetzt. In schäftigt werden. Jedem Angestellten ist mindestens eine Stunde Arbeitnehmer dahinter stehen. In der Diskussion vertrat als der zweiten Abtheilung herrscht trockene. Luft von 78 Grad Mittags und eine halbe Stunde Nachmittagspause zu gewähren. erster Hedner ein Herr Bormaß den Kleinbürgerlichen Stand: Celsius; hier dauert der Aufenthalt blos 15 Minuten. In dec Unter Shop" versteht das Gesetz Detail- und Engros- Geschäfte, punkt, indem er gesetzgeberische Maßregeln zum Schutze der Klein- dritten und letzten Abtheilung endlich wirkt eine fräftige Märkte, Buden u. s. w. gewerbetreibenden gegen die Großunternehmer forderte, während Brause ebenfalls eine Viertelstunde lang, während wel, er Ma a ß und ein anderer Redner den sozialdemokratischen Stand- Beit Pferdeknechte das Thier mit weichen, biegsamen Die Auswanderung der russischen Bauern nach punkt vertraten und zum Eintritt in die Freie Vereinigung fernt find, worauf zum Schluß mit weichen Bürsten nachHolzinstrumenten abschaben, bis Schmutz und Schweiß ents Sibirien, wozu diese durch die Unmöglichkeit, infolge Mangels der Kaufleute" aufforderten. Eine an den Genossen Bebel gean Ländereien im Heimathsdorfe die Wirthschaft zu führen, ge- richtete Anfrage, wie er über den Großen Unbekannten im Prozeß gearbeitet wird. Ist das russische Bad zu Ende, so wird daß Roß trieben werden, nimmt jedes Jahr bedeutendere Dimensionen an. Leckert- Lützow dente, beantwortete derselbe dahin, daß er denen, mit durch Wasser verdünnten Rognac gestärkt und sodann in Aus manchen Gouvernements, wie zum Beispiel Orel und die eine Antwort auf diese Frage von ihm erwarten, eine Ent- warme weiche Decken eingehüllt. Dies ist die Morgentoilette eines Aristokraten- Pferdes" zu Paris. Bultawa, sind mehrere Zehntausende von Bauern nach Sibirien täuschung bereiten müsse. Er werde die Antwort an einer gezogen. Bis Mitte Mai wurden allein in Tscheljabinst, einem anderen Stelle geben, wo Sturmnachrichten aus Italien. Genua, 7. Dezember. fie eine größere Wirkung habe. der Durchgangspunkte auf dem Wege nach 66 000 Auswanderer registrirt. In der Mitte des Sommers nach nicht nur um einen Unbekannten, sondern um deren mehrere, infolge Erdrutschung bei Albissola unterbrochen. Der Verkehr Sibirien, Nur soviel tönne er verrathen, daß es sich seiner Meinung Durch eine heftige Sturzwelle stürzten einige Häuser der Orts schaft Chiavari ein. Die Eisenbahnlinie Genua-- Ventimiglia ist waren ihrer 150 000. Die Gesammtzahl der Auswanderer wahrscheinlich um eine heilige Dreieinigkeit handele. Folgende wird mittels Umsteigens aufrechterhalten. Die Verkehrsstörung beträgt in diesem Jahre jedenfalls mehr als 200 000 Personen. Resolutionen wurden angenommen:" Die Versammlung fordert 3 Da die Regierung aber nicht dafür sorgt, daß den Auswanderern von der gesetzgebenden Körperschaft die sofortige Durchführung dürfte 8 Tage dauern.- Sassari, 7. Dezember. Das Schiff genügend für die Bearbeitung taugliches Land zugewiesen wird, der von der Kommission für Arbeiterstatistik für das Handels- Angelica" scheiterte während eines Sturmes an den Klippen von und da es außerdem den meisten Auswanderern an Mitteln gewerbe gemachten Vorschläge. Besonders ist die Verkürzung der schwere Beschädigungen. Die Regengüffe dauern fort, die hier. Bosa. Die Mannschaft ist gerettet. Andere Fahrzeuge erlitten fehlt, um, am Ziele ihrer weiten und schwierigen Reise an- Arbeitszeit durch Festlegung des Achtuhr- Ladenschlusses geboten." schwere Beschädigungen. Die Regengüffe dauern fort, die hier. gelangt, eine neue Wirthschaft zu gründen, so müssen die meisten von ihnen bettelnd den Weg nach der Heimath zurücklegen, der Hamburger Kollegen zurück, die auf Aufforderung einzelner öffentlichen einen Prospekt, wonach einer der bekannten Pariser Die Versammelten weisen mit Entrüstung das Vorgehen durch angeschwollenen Gießbäche richten Schaden an. Ein kleiner Handwerker. Die Londoner Zeitungen vers wo sie nunmehr endgiltig in das Proletariat abgestoßen werden. Arbeitgeber den Streit der Hafenarbeiter illuforisch zu machen Damenschneider, Herr Paquin, sein Geschäft in eine englische Wohnungselend in Kalkutta. Der Bericht des indischen Am Schluß der Versammlung wurde eine Tellersammlung zu Frants. Das Geschäft besteht erst seit 1891 und ergab folgende Aktiengesellschaft verwandelt, mit einem Kapital von 121/ Min. Medizinalamtes enthüllt furchtbare Zustände in Kalkutta. In vielen Stadttheilen wohnen 100 000 Personen auf der( englischen) gunsten der Streifenden in Hamburg vorgenommen. Gewinne: im ersten Jahre 15 000 Fr, 1892 97 000 Fr., 1893 Quadratmeile, in einigen fast 145 000. Häufer, in welchen nur Schöneberg. Am Sonntag, den 6. Dezember, wurde im 316 000 r., 1894 821 000 r., 1895 1 170 000 Fr. Für das 50 Personen Raum haben, wenn die Vorschriften der Gesund- Lokale des Genossen Obst eine gut besuchte öffentliche Versamm laufende Jahr hofft man auf 1/2 Millionen zu kommen. Die heitslehre beobachtet würden, enthalten 250 Personen. Die luna ahoehalten, in der Reichsings Abgeordneter Runert schlechten Schulden betrugen 11/2 pt. der Verkäufe. Handwerk bastis", die Lehmhütten, sind gedrängt voll von Menschen. Es einen interessanten Vortreg über die Nothwendigkeit der Neu- hat einen goldenen Beden, man muß es nur anzufangen wiffen. oder sonst in angemessenen Zwischenräumen zu gestatten." Jugend" " suchen und erklären ihre Solidarität mit den Streifenden." B " Für denJuhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, den 9. Dezember: Opernhaus. Der Ring des Nibelungen( Das Rheingold.) Schauspielhaus. Die Jungfrau von Orleans. Deutsches Theater. Morituri. Berliner Theater. Kaiser Heinrich. Heng- Theater. Die goldne Eva. Theater des Westens. Zwischen Himmel und Erde. Neues Theater. La Signora dalle Camelie.( Die Dame mit den Ramelien.) Belle Alliance Theater. Tanneufee. -FOO Die Rendenz- Theater. Bodsprünge. Bor her: Opus I Theater Unter den Linden. Der Lieutenant zur See. Thalia Theater. Das Wetter häuschen.( Weather or no.) Darauf: Zwei Schwiegersöhne. Beutral- Theater. Eine wilde Sache. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Schiller- Theater. Der Bureaukrat. Volks- Theater. Robert und Bertram. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Prinz Friedrich von Homburg. Alexanderplat- Theater. Sein Ber hältniß. Passage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Vorstellung. Urania. Schiller- Theater. Belle- Alliance- Theater. Taubenstr. 48/49. Mittwoch, abbs. 8 Uhr: Der Bureau Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Wissenschaftl. Theater gende abends 8 Uhr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. = Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132 Direktion: Carl Weih. Abends 8 Uhr: krat. Dienstag, abds. 8 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant. Dresdenerstr. 97. Variété- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Jm vorderen Saal täglich: Großes Konzert E der nuübertrefflichen italienischen National- Sänger- und TänzerGesellschaft Domenico Conti. Entree vollständig frei. Ju großen Theatersaal: Kasernen- Abenteuer. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, anerkannt gute Küche. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Rottbuser Thor. Apollo- Theater. Spezialitäten- Vor Der deutsche Michel. Gröffnung stellung. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direttion: Richard Schultz. Mittwoch, den 9. Dezember 1896: Benefits für Frik Helmerding. Emil Thomas a. G. Bum 81. Male: Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Dorf und Stadt. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnboge Eine wilde Sache. Im Frühlingsglanze!| Große burleste Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Manustädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: " Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen. Rosenlaube: Glite- Orchester A Heil". Friedrich Wilhelmstädt. Theater Obstgarten: Stal. Sänger- GofellChauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Mittwoch, abends 8 Uhr: Bum 1. Male: PrinzFriedrich v.Homburg. Schauspiel von Heinrich v. Kleift. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Billets sind ohne Vorbeste II= gebühr an der Theaterkasse zu haben, außerdem im Invalidendant", Unter den Linden 24, im Cigarrengeschäft von Paul Romeid, Leipzigerstr. 6, und bei Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Sonnabend, nachm. 4 Uhr: Rinder Vorstellung zu kleinen Preisen: Der Rattenfänger von Hameln. Sonntag, nachm. 3 Uhr: KlassikerSacco". Hopfenlaube: Instrument.„ Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft„ Eder." Theater Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten u. f. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Vorzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 f. Apollo- Theater Vorstellung zu Abonnements( fleinen) Friedrichstr. 218. Preisen. Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Atten von Schiller. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Das Wetterhäuschen. ( Weather or no.) Mufital. Genrebild von Adrian Roß. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von Bertram Luard Selby. Darauf: 3wei Schwiegersöhne! Schwant in 4 Atten von Boucheron. Deutsch von Max Schoenau. Morgen: Das Wetterhäuschen. Zwei Schwiegersöhne. Freitag, den 11. Dezember cr.: Bum ersten Male: Goldene Herzen. Schwant in 4 Aften von G. Karlweis. Alexanderplatz- Theater. Bum 4. Male: Sein Verhältniß. Pikante Novität. Berliner Sittenbild in 8 Bildern von K. Pohle. Anfang 8 Uhr. Bons, auch die zu anderen Stüden ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit. Morgen und die folgenden Tage: Sein Verhältniß. Sonntag, nachm. 4 Ühr: Nansen's Reise nach dem Nordpol. Ausstattungsstück in 4 Atten u. 7 Bildern von Hugo Busse. Musik: Alb. Wicher. Billets sind zu haben vormittags von 11-1 und nachm. von 1/27 Uhr an der Theaterkaffe ohne Vorbestellgebühr. Passage- Panopticum. Traumbilder. Eine Weihnachtsfeerie mit Musik und Gesang. Ohne Extra- Entrée Neu: Hundert Jahre Mode. Dir.: J. Glück. Mr. Ganivet Isa Edelweiss. Geschw. Rohnsdorf. Robert Steidl. ( lebende Kinetograph Photographie). und The Piwitts. Mr. Dale 30 allererste Kunstkräfte. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Moabiter Stadttheater. Alt- Moabit. 48. Heute: Letzte MittwochsSoirée der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) vor Weihnachten. Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Platate.) Grokes Weihnachts- Programm! Nächste Soirée der Stettiner Sänger Sonntag, den 13. Dezember: Konzerthaus Hanssouci. Malschule, praktisch, für Dekorationsmaler. 18116* Enger, Kleiftstr. 12. der Festsäle im Weihnachtsschmuck. Von 6 Uhr ab: Konzert der Rumänischen Nationalkapelle Jvan Senescu aus Bukarest. Um 8 Uhr in glänzender Ausstattung: Robert und Bertram. Große Posse mit Gesang u. Tanz in 4 Aften von G. Räder, unter Mitwirkung des Herrn Georg Cordes als Li- Hung- Tschang, der Familie Derrington, Kunstradf. und des Salzburger Damen- Zerzetts Ruttinger. 00000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Großer Jubel herrscht über das hochintereffante RiesenWeihnachts- Programm. 眼 40 Künstler= Spezialitäten erſten Ranges. 7 Sonntags Entree 30 Pf. Refervirt 50 Pf. 000000000 Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Heute durchweg neues Programm. Im Heirathsbureau oder: Jawohl, Herr Lehmann. Posse mit Gesang in 1 Att. 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Es ist uns zu Dhren gekommen, daß gegen untenftehende Raffe die gröbsten Verleumdungen und gehässigsten Angriffe betreffs ihrer Geschäftspraxis geschleudert werden, des Jnhalts, daß die" Concordia" ihren Verpflichtungen gegen ihre zahlreichen Mitglieder nicht nachkomme und überhaupt kein reelles Unternehmen sein soll. Alle diese Angaben erklären wir für böswillige Erfindung und werden wir nunmehr gegen die Verbreiter derartiger Gerüchte unnachsichtlich strafrechtlich vorgehen. Mit der Versicherung, daß für keines unserer Mitglieder, trok der fort gesetzten Anfeindung und Verfolgung, irgendwie Anlaß zur Besorgniß vorliegt, zeichnen wir G Spezialgeschäft Concordia, Allgemeine Kranken- Zuschußkaffe, gez. Böhlert und Kaiser, oldwaaren und Uhren, reichhaltiges Lager, vortheilhafte Bezugsquelle für Weihnachts- Geschenke.- Spezialität: Trauringe, gefeßlich gestempelt, niedrigste Façonberechnung. Werkstatt für Nenarbeit und Reparaturen. 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Derband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgegend. Heute, Mittwoch, den 9. Dezember 1896, abends 81%, 1hr: Bezirks- Versammlung für den Norden in Zimmermann's Deutschem Klubhaus, Badstr. 58. Tagesordnung: " 1. Vortrag des Herrn Dr. Joël über: Die Eroberung des Nordpols." 2. Diskussion. 8. Verbands- Angelegenheiten und Berichiedenes. Gäste haben Zutritt. E Heute, Mittwoch, den 9. Dezember 1896, abends 8%, Uhr: Branchenversammlung der Drücker in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Mass at sch über:„ Bourgeoisie und Proletariat". 2. Diskussion. 3. Verbands- Angelegenheiten und Verschiedenes." Gäste haben Zutritt. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 111/11 Zur Beachtung! Der Vorstand. im Lokale des Herrn Graedke( Tempelhofer Tivoli). Tages- Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten Fritz Zubeil. Diskussion. Deckung der Unkosten 10 Pf. Entree. Verband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands ( Zahlstelle Berlin). Donnerstag, den 10. Dezember, abends 81/2 Uhr, bei Neumann, Basewalkerstr. 8: Mitgliederversammlung. Tagesordnung: Belämpfung ber 1 Arbeiterorganisationen durch Staatsbehörden und Unternehmer. Referent: bandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. H. Faber. 2. Diskussion. 3. Vers Um zahlreichen Besuch bitten 18/76 Die Bevollmächtigten. Zentral- Kranken- u.Sterbefasse der Tischler u. Oertliche Verwaltung Berlin F. abends 81/2 Uhr bei Wernau, Donnerstag, den 10. d. M., Schwedterstr. 23, Versammlung. Tages- Ordnung: Wahl eines Dele girten zur Generalversammlung. Mitgliedsbuch legitimirt! Die Ortsverwaltung. Allen in Rummelsburg und Umgegend wohnenden Kollegen bringen J. A.: 2. Bertels, Ruppinerstr. 49. wir hiermit zur Kenntniß, daß wir mit dem 1. Dezember beim Restaurateur Burgenger, Kantstr. 44, eine Bahlstelle errichteten. Wir bitten um fleißige Benutzung derselben. D. D. Stralau. Rummelsburg. Donnerstag, den 10. Dezember 1896, abends 8 Uhr, bei Piatkowsky, Hauptstraße 83: Versammlung des sozialdemokratischen Vereins. Zages Ordnung: 812 1. Vortrag des Genossen Heinrich Peus: Die Ehre im Klaffenstaat. 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten. Gäfte find willkommen. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Orts- Krankenkasse de für Handlungsgehilfen u. Lehrlinge. Nach§ 48 des Statuts sind für das Jahr 1897 bie Neuwahlen ber Delegirten zur Generalversammlung vorzunehmen. Zu wählen sind durch die der Kaffe zugehörigen Arbeitgeber 92 Delegirte. Durdy die Kassenmitglieder aus ihrer Mitte 128 männliche und 59 weibliche Delegirte. Wahlberechtigt sind diejenigen Arbeitgeber, welche Beiträge für Raffenmitglieder zur Kaffe einzahlen und diejenigen Arbeitnehmer, welche zur Zeit das Recht der Kaffenmitgliedschaft besigen. 20/6 Sente Eröffnung Heute des Familien- Café und Restaur., Wilhelmshof Inhaber: S. Berkowicz, Raifer Wilhelmftr. 18, p., nahe d. Münzftr. 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Die Wähler und Gewählten müssen außerdem großjährig und im Besitz ber bürgerlichen Ehrenrechte sein. Wir laden deshalb die Wahlberechtigten zur Vornahme der Delegirtenwahlen nach dem Saale von Oskar Röllig hier, Rosenthalerstraße 1112 für Freitag, den 18. Dezember 1896, 18. Dezember 1896, und zwar die Arbeitgeber auf abends 8 Uhr, und die Kassenmitglieder auf abends 92 Uhr ein, mit der Bemerkung, daß der Wahlakt eine Stunde nach der vorstehend festgesetzten Zeit geschlossen wird. Die Zulassung zur Wahl geschieht nur auf grund von Legitimationskarten, welche Arbeitgeber und Raffenmitglieder unentgeltlich aus unserem Rassenlokal beziehen können. Berlin, deu 8. Dezember 1896. Der Vorstand und Lehrlinge. befte Qual, à Virfl. Mt. 2,10, 5 Literft. Mr. 9,25. Alter Portwein und Malaga( Pajarete), à Flasche Mart 1,50, 10 Flaschen Mart 13,50. Medoc Pauillac( abgelagerter Bordeaux), Fl. Mart 1,50, 10 FL. Mark 14-. Eugen Neumann& Co., Ser. 1. Belle Alliance Blat 6a, Neue Friedrichstraße 81. 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Bunkt, an welchem die gesammte Kollegenschaft betheiligt ist, zur Abstimmung Da der Streit bei Merckel von großer Bedeutung sein kann und ein fommt, ist es Pflicht eines jeden, pünktlich zu erscheinen. 171/9 Die Agitations- Kommission. ald Das Gute siegt zuletzt doch! Das seit ca. 20 Jahren existirende echte Dr. Thompson's Seifenpulver ( Schußmarte ,, Schwan") hat sich unter allen übrigen Waschpräparaten als das beste, billigste und bequemtste Waschmittel der Welt erwiesen! Daffelbe ist zu haben in den meisten Kolonialwaaren-, Droguen- und Seifenhandlungen. Gestrickte Herren- Westen à 2,50, 8,00, 3,50, 4,00, 5,00, 6,00 etc, Mark. Normal- Hemden& 1,40, 1,60, 2.50, 3,00, 3,50, 4,00 Mark. Halbwollene Unterjacken SPORT BEKLEIDUNG à 1,55, 1,85, 2,10, 2,35 Mark. fr Radfahrer Ruderer und Schweiss- Unterjacken Turner à 2,75, 3,00, 3,25, 3,50 Mark. Unterbeinkleider à 1,25, 1,50, 1,75, 2,00, 2,25 Mark. 40 Reinwollene englische Sweaters FABRIK TH. 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