Nr. 25B, Freitag, den 29. Oktober 1889. I1L Iahrg erliiicrUollistilnll Drgan für die Interessen der Arbeiter. 4 . Da« �Berlin«» Volksblatt- Syg"»glich Morgen« außer nach Sonn« und Fefttagen. Abonnements vierteltährlich 4 Mar!, monatlich 1A5 Mari, wöchentlich 35 � � Einzelne Nummer 6 Pf. SonntagS-Nummer mit der illustrirtm Beilage 10 Pf. lnderPoss"'........." m"" Berlin frei ostabonnement getragen ostzeitungSpreiSliste für 1886 unter Nr. 769.) J»fertto»Saebühr beträgt für die 4 gefpallete Petitzeile oder deren Raum 40 Pf. Arbeitsmartt 10 Pf Beten Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinlunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmttag« er Expedition, Berlin 8W� Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. KsdaKtio«: Keuchstraße 2.— Grpebition: Zimmerstraße 44. Äboanemeat»- Einkaäung. �bonmment" Kovemde»«öffnen wir ein neue» "Kerltner Kolksblatt" bc wöchentlich erscheinenden Gratisbeilage „Küastrirtes KIaatagsklatt". »e 2N in« Hau« kostet daffelb« 1 R. 35 Pf. pro Monat, pro Woche. Lestellungen werden von sämmtlichen St»ung»!Pediteurem o»ie von der ExpedUion unsere« Blatte«, * straff» 44, mtgegen genommen. Nür außerhalb nehmen sämmtlich« Postanstaltm Be« Teilungen an. Vu sieckaktie»»ml drpnKfun de»„#*»11*»* MoUradlatr'. „SchöpMsttdtnri." Endlich ist da» richtige Wort gefuaden, welche» die e Aktiv» der herrsche»de» Partei«» im Deutsche« leicht treffend bezeichnet. Daß ei» konservative« Blatt, ja da« leitende Blatt der deutsch-tonservotive» Partei, die.Kons. Korresp.", da» treff. liche Wort auf de» Schild erHobe» hat. thut nicht« zur Sache, ja,(« wird sogar der Werth desselben dadurch»och «höht. Da« Wort soll hier bedeute», daß die einzelne» Par« ssie» übet ihre spezielle» spießbürgerliche» und junkerliche» ?«be,i»>eresse» da« große Tanze au« dem Auge ließe», t�JWH gegenseitig befehdete». Da» Blatt hat speziell da. i"» beide» konservative» und die»ationalliberale Partei «b», und«* hat i» der That s o recht. ©abe» denn dies« Partei»» ei» Sonderexistenzrecht k Dethald ist e« t» der That nicht« al» Lchöppenstedterei, diese Parteien sich nicht schon längst z» gemeinsamem �ttionire» Handel» verschmolzen haben, .Kons. Korresp."»«langt aber diese Ber. /?�",t>ng nicht einmal direkt. Sie verlangt nur ein vor» 3*»»nntinsame» Wahlprogramm, zu dem sich die drei Fraktionen zur gegenseitigen Unterstützung ver. n,,1) Sich«stillung unsere« Heerwesen«.— Mit beiden »«den die Nationalliberalen in« Septennat, und wmt«».] JeuMeton. Im Ha«s* des Nerdrrbens. [12 Kriminalroman. Von«eiuhol» Ortmann. ei.,,, halben Smnde gar nicht glauben wollen, daß ein sei der nicht Stallmeister oder etwa« Derartig« ' Wch« Heldenthat vollbringen könnte. dun»�' N.kolao-, wie glücklich bin ich, daß ich. einer allen»'.�bestimmten Emgebung f»lg«nd, ihn damals mtt ,�?�i«asten davon abhielt, nach dem unbekannten Retter i. Zß«», der mir selbst entschwunden war, noch ehe ich Bestürzung Zeit gefunden hatte, ihm zu danken ich iö" wnen Namen ,u beftagen l Ich wußte i«, daß 2�" wiedersehe« würde— daß ich ihn wiedersehen müß>«, ib..�.wollte nicht, daß m,in Vater den V«such machte, s«i»«r Weise zu delohnen, und damit für sich eine w«?.°bi"h«n. die meiner Ueberzeugung nach nie abgethan merven konnte. Habe ich da nicht w all'«eine, Thorheit Schatz? Äst«»«'cht ein«lack, daß � �"ifaungen gesetzt!'. � «r ging nicht auf ihren Beglerter über und ichtmelte«nst das Hanpt.., H,l-N'cht einem Zufall will ich Deinen Besitz verdanken. mmtäm wenn» gewünscht wird, auch in»„Aeternat" hineinspringen, und zur höheren Ehre der Reaktion werden die Herren Hammerstein und v. Bend« einen Kankan auf den Trümmern de» Pulamevtantmu» tanzen. 2) Fester Zusammenschluß gegen die Sozialdemokratie. — Ist derselbe noch nicht fest genug zwischen den drei ge« nannten Parteien? Wollten doch verschiedene National- liberale schon bei der jüngsten Berlängerung ein« fürs« jährige Dauer deflelben; erklärten einige sogar, für ein fortwährende! Ausnahmegesetz stimmen zu wollen. Und dennoch immer kerne völlige Einignng mit Kleist.Rffen uns«« Leser auch. Daß ein»eit««, und der klügste Führer d« Partei auch heute noch die gegenwärtigen wirihschaftlichen und sozial«, Zustände für gut und nothwendig«achtet, haben wir noch vor nicht lauger Zeit hier nachgewiesen; daran« geht hervor, daß wir e« hier«st recht mit ein« Partei zu thun haben, welche au» egoistisch kleinlichen Tründen da« Wohl d« Gesammtheit vernachläsfigt.--- Di« Partei, d« wir angehören, die Arbeiterpartei, wollen wir hi« nicht»eit« loben. Sie steht üb« der „Schöppenstedt««!", fie kümmert fich nicht viel um kleinlich« Fragen, sie strebt dt« Verbesserung d« Lag« der großen Masse de« Volke« an, fie will somit da« Allgemeinwohl, da« Wohlergehen All«. Sie wird anch üb« dt« politisch« .Schöppenstedt««" den endgiliigen Steg davon tragen, da« »«bürgt schon die allgemeine Kultureniwicklung, welche mit festem Schritte üb« sämmtlich« kleinliche und egoistische Be« strebungen dahingeht.— Daß ein konservative« Blatt für solche Bestrebung» ein so hübsche« allgemeine« Wort erfunden hat. ist nur zu lob»: „vchöpp enstedterei." Mein Verhalt» hat Tadel»«dient; aber e» rechtfertigt keine Beschimpfung!* Durch all' d» Ingrimm, mtt welchem der alte Mann den kühn» Sprecher betrachtete, schimmerte«»»ie Er« staunen und sogar Bewunderung hindurch. Gr ließ ihn biß zu Ende red» und sagte dann mit wirklich gemildert« Heftigkett: „Ihre Schlagfertigkeit läßt in d« That nichts zu wünschen, mein He« Meier od« Müll«, und wenn e» wahr ist, wa« mir da« thöiichte Ding da sagt, daß Sie e« find, d« ihr da« Leb» gneuet hat, so will ich Zhnen auch beweise»,, daß ein Edelmann einen ihm geleisteun Dienst weit üb« die Gebühr zu belohnen weiß. Ich will Sie unbehelligt aus meinem Tarten geh» lassen, will Ihn» «org» durch meinen Bedienten eine entsprechende Gelvent« schädigung senden und will Zh,«n die Straf«, die jed« Ander» auf der Stelle getroffen hätte, erst für den Fall in Au«ficht stellen, daß Sie e« jemals wagen sollten, Ihr« wahnwitzigen� Annäherungsversuche an meine Tochter zu Zetzt antwortete Werner nicht sogleich. Min sah*# ihm an, wie sch«« und gewattig« mit sein« t»n«en Erregung kämpfte und wie nahe« daran war, mtt heftig,» Worten aufzubrausen. Helene, die fich bi» dahin ganz still zur Seit« gehass» hatte, ohue aber ei»» Blick vo» Werner'« Teficht zu wind», bemerkte diese Gefahr sehr wohl, und suchte dersild» zuvor» zukommen, indem fi« sich an ihren Bat« waad-e. „Papa! Du behandelst dies» Hsrrn in einer M ise, die« wirklich nicht»«dient! Wenn in unserem Beisam« «»sein an dusem Orte etwa« Strafwüidige» Uea'. so trag« ich allein die Schuld und» „Schweig," unterbrach sie der Oberförst« kurz und barsch..Du bist ein thönchte» Kind, da« mit sein« F-eihett nicht« anzufangen gewußt hat. und da« ich fortan unt« strengere Aussicht nehm» will. Die Geschichte ist zu alb«n, al« daß«an«,n«rnsthaste« Wort drrüder vnlin» sollte; aber hüte Dich, mich noch einmal mtt einer einzigen Silbe an diese Kindttei zu erinnern!' Mit flammende» Aug» hatte W««« zugehört; jetzt Air fajt its zrrßel uni klemm Gmidbesch«. Sin Schüler Schä'fl:'«, Ruhland, hü neuerdingi eise Schrift veröffentlich:, welche eine sehr beachtmtwerthe Kritik unserer ariftolratischen, lediglich dem Grohgrundbiffh ,« gute kämmenden»grarpolttil enihält.*) Ruhland fllhit zunächst den Nichwüt, daß et nicht der große, sondern der klein« land�irthschaftliche Lefitz ist, der am meisten dem«irlhschaftlichm Ruin verfällt. So heißt et in der bekann! en d a d t s ch e» Gequete:„Fast überall hat fich «geben, daß prozentual am höchsten die unte-stm Befitzgruppen (mit Schulden) belastet find, daß dagegen die p:ozenlu.le Le- lastung mit der Größe des Befitzet zum TheU sehr rasch ab. nimmt und in der obersten Gruppe oftc- als nahezu verschwindet." St beträgt i B. für die Gemeinde stöni'S�ach die Belastung 48 Prozent bei den Befitzunzen von 2- SHütaren. 21 Prozent bei 6-10 Hektaren, und nur 087 Prozent bei 10 dit 20 Heltaren. Für die Gemeinde Sindoliheim 72% Prozent bei 0,0-0 25 Hektaren, 45,8 Prozent bei 2 W 8 Hektaren, 23 Prozent bei 5—10 Heltaren, 9V» Prozent bei 10—20 Hektaren, und nur 0,36 Prozent bei 50—100 Hektaren. Die gleiche Regel der Srichrinung, wonach im allgemeinen die Verbreitung d« Kcifi» zunimmt mit der Kleinheit d,s Lefitzr». zeigt auch die dadische Statistik üb« die im Laute einet Fah.zehntt vorgekommenen Z sangt» vollstreckungin. Von den 263 rein landwirthscha'rlichen und Tagelöhner besttzungen, welch« in den Fahren 1873 bis mit 1882 zur Versteigerung kamen, vertheilten fich 34 pCt. auf die Lefitzungen bis zu 05 Hektaren, 24 pCi. auf die Le- sttzungen von 0,5—1 Hektar, 22 pCt. auf die Lesttzunaen von 1—3 Hektaren, und nur 20 pCt. entfielen auf die Bifitzungen von üb« 3 H-ktaren. »ut Elsaß. Lothringen berichtet Reitzenthaler, daß intbesondere die Lage der lleineren Landsirthe keine günstige sei und dieselbe mit derjenigen Badent üderetn stimmend angenommen werden dürfe. Bezeichnet«an für Bayern die Anwesen bis zu 10 Hektaren alt kleine, über 10-100 Hektarm alt mittlere und üb« 100 Hektaren alt größere, so fallen im Fahre 1884 auf den kleinen Lefitz 789 pCt. all« Z-vangtoer laufe, dagegen nur 21 pEt. auf dm mittleren und 007*61 auf dm größeren Beft». Dat gleiche Erscheinungtgesetz findet fich auch für den Norden, wie speziell für Brandenburg, bestätigt durch die Unt«luchungen det Fceiherrn von Canstein, Nach demselben find die größeren Lefitzungen auf gutem Boden roch immer in gut« Lage; die mittleren Nahrungen halten fich; die Büdner dagegen befinden fich meist in ein« an Ueberschuldung grenzenden Lag?. Die Verschuldung, auf 100 Mark Besttzwerth berechnet, Riebt bei Lefitz üb« 100 Morgen biß zu 40 pCt.. bei Lefitz von 30—100 Morgm dit zu 70 pC!,, bei Klein besitz unter 30 Morgen bi( 120 pCt. im Durchschnitt ganzer Kreise. Canstein bemelkt deihalb aut» drückltch. daß in der Mark Brandenburg da« Berhäliniß der Verschuldung d« einzelnen v'fitzkategorien zu einander ähn» lich ist wie in Baden: je größer der bäuerliche Lefitz, desto gering« die Schulden. So weit Rahland. Sind diese Zahlm aber richtig, so bilden ste einen neuen schlagenden Beleg dafür, daß die Politik uns«« Agraci« nicht im mtfnntesten dazu geeignet ist, den unleugbaren Nothstand auf dem Lande zu hedm. Diese Politik in allen ihren verschiedenen Bestrebungen läuft bekanntlich immer und imm« wieber hinau» auf»ine Er» höhung der Preise der landroirthsch istlichen Produkte. Die Ngrori« find Schutzzölln«, weil ste den Fnlandlprei« durch die Erschwerung der Zufuhr steigern«ollen. Die Ngrari« find vimetallifim. will ste durch Vermehrung det Gcldumlaufet mehr für ihre Erzeug. nisse zu«langen hoffen. Die Agrarier«ollen also dem Landwirth alt Verkäufer einen Exlragewinn on> schaffen. Verkäufer ist ab« hauptsächlich der große Besitz, d« von d« heutigen KrifiS am wenigsten betroffen ist; dieser verkaust vielleicht sein ganze« Produkt, jedenfall» den größten TheU und gewinnt dementsprechend. Der kleine Lefitz leidet am meisten, at« er verkauft am«migften, weil er fast alles für die eigene Wirthfchaft. nicht für dm Markt produzirt; von der Steigerung d« Verkaufspreise hat also d« kleine Mann auf dem Lande fast gar nicht«— und gerade« Hai et am allernöihigstm. Die landwirthschastlichm Schutzzölle und die Doppel« Währung, mag man ste sonst beunheilm wie man will, werden also nichtt dazu beitragen, die Noch der in D utschland so überreichlich vertretenen Kleinbefi»« zu mildern, ste weidenden taufenden und abertausenden dem Untergänge zutreibenden kleinen landwirthschastlichm Er'stmzen nichts Helsen. Dagegen w«dm ste dem Großgrunddefitz einen neuen Borzug,«ine neue Quelle seines Uedngewichtes zu dm asten erschließen. Die Ruhland'schen Zahlm liefern einm neuen Beleg zu dies« im Reichstag so ost hervorgehobenen Wahrheit- *) Di? Lösung d« landwirthschastlichen Kreditftage. Im Auftrage der 26. Wanderoersammlung bayerischer Landwstlhe »erfaßt von G. Ruhland. Tübingen, Luupp 1886. richteten fich seine Blicke mit brenuenber Spannung auf bat Geficht der Geliebtes, alt«warte er eines Widerspruch und fei bereit, ihr zur Leite zu stehes. Ab« die«hoffie Ast» «vrt blieb au». Dat eben noch so muthige Mädchen schien durch die Worte de« Vater» vollständig niedergeschlagen zu fdn. Es schlug die Augm zu Boden und preßte die L ppen zusammen, um ein Schluchzen zu unterdrücken. Die« Ha«. «artet« war von gewaltiger Wukung auf den jungen Mann. Er wurde todtenbleich und die Falte zwischen seinen Auzen grub fich«och tief« in die Stirn. Nach«in« kmzm, schwtten Pause wandt« d« Ob«» först« sich wied« zu Werner und rief ,hm»u:.Nun. mein Herr Gärtn« I Sind wir noch nicht f«tig f Haben Sie mir noch etwa» mitzutheilen Nikolaus richtet« fich hoch auf und sagte ku'z mit klanglos« Stimme:„Nein, Herr v. Nuggenhaaev, ich habe Ihnen nicht« mehr zu sagen, was fich auf Ihre Tochter bezöge I Aber wünschen will ich Ihnen, daß S,e einsehen Urnun, wie wenig der Werth eine« Menschen von seinem Name« und von sein« gesellschaftlichen Stellung abhängig ist. Ach bin ein unbemittelt« Mann, ohne Stand und An» sehen, und die Macht d« Verhäliniffe hat mich aus der Laufbahn d« Gebildeten hnausgeschleudert, ehe ich sie ganz vollende« konnte; ab« ich derke, meine» Platz im Lebe« ehrlich und rechtschaffen auszufüllm, und darum»«de ich niemal» und von keinem Menschen Aeuß«ungm d« V«- achtun« dnldm 1" m � Er wachte eine höfliche, kurze V«b«ugung und wendete fich dem Ausgange de» Gart«» zu, ohne Helme noch«n» mal anzttsehm. Darum haste« nicht» bemerkt von ihrem «muthigmdm Blick. Z-vei Minuten spät« fiel da» eiserne Gitterthor hint« ihm in'« Schloß, und der Mann, d« auf d.« einsame» Feldwege langsam seinem Häuschen im Brandenstein« Park zuschritt, sah»«schloffmn,«»st««nd trotziger au», als je zuvor. Herr von Nuzgenhage» ging, ohne ein Wort zu spreche«, »it sein« Tochter ins Hau». Fräulein Kraseman» schien auf ihr« Veranda in tiefen Schlummer vitsunke» zu sew, obwohl ste in Wahl h est— durch den Wortwechsel im Garten au» ihren Träumereien ausgeschucki— nicht ei« Wort von Politische Meberstcht. Staatevahnen und Eisevrahvnnsitlle. Die Ueber- anstrevgung und Uederdürdung der E-sendahnbeamt-n wird von der Eisendahnv««aUung nicht widerlegt, vielmehr soll gegen Diejenigen, welche jene Anschuldigungen«Hoden od« verbreitet haben, strafrechtlichvorgeaangen werden. Man wird fich also auf eine hübsche Zahl von Proz>ffen ge- faßt machen müffen. Freilich dürften diese Prozrffe auch manche« Licht auf die Arbeitnzustände beim Heuligen Staat». bahnsysiem we'fen. von einer'eigevthümlichen Neuerung in unser« SelbSoeiwaliungs- P. oxi» wird in verschiedenen Blättern de» richtet; es besteht in einer Art von— Schulzen examen. Einem in der Nähe Berlin» von det Gemeindevertretung zum Ge- meindevolstkher«wählten Landbewohner toll mzemuihet wor- den sein, vor dem versammelten K�eisausjchuffe ein förmliche» Examen zu bestehen, und die Beftättaung dieses Ehrenbeamten soll von dem Bestehen diese» Examen» abhängig gemacht worden sein. Solche Prüfungen souen in verschiedenen Ort- schaften d«ett» abgehalten worden und sogar ein Kandtvat de» Schulzen amtet deriiit„im Rechnen durchzefallen" sein. E» wäre wohl int-reffanl, zu«fahren,»»'auf fich diese neue For- derung eine» Schul, enexamen» gründet, von der unser« Gesetz» gebung nicht» weiß. Et« Sandrath in vstvrenße«. Der„Freis. Ztg." aehen au» dem Kreise Angerdurg von zuvnläifizer Seite Mttheilungen zu, welche aus die j'tzigen Verwaltung»,»stände in Osip.eußen ein grelle» Schlaglicht werfen. Der Landrath de» Kreise» Bngttbuig, v. Kannrwurff, hat wiederholt Guts» defitzer, welche Ehrenämter in der Kretiverwaltung versehen, »um Duell herausfordern lassen und zwar unter Bezugnahme auf Aeuhnungen, welch« die genannten Gut»- defitzer in ihr« amtlichen Stellung beÄvhungswets« in Wavrung der Jntenffen de» Kreise» gethan haben. Fn Folge diese» Vtthalten» de» L anvrath» hat d« gesammt- Kreit au»« schuß bei dem R-girrungspräfidenten Beschwerde geführt. Die Beschweide ist schon vor Monaten abgesandt, bi» jetzt aber ohne Bescheid gedl»ben. Gleichzeitig hat da» ällefle Mit» glied de» Kreittage» bei der Staatsanwastschast die ftrafge- rich liche Verfolgung de» Landrath» wegen Hnau»sord«ung deantragt. Auf den Antrag ab« ist ein abschlägig« Bescheid sowohl festen» der Staatsan-valischafl in Lyck wie auch d«» Oberstaatsanwalt» iu Köii, siera(Laio) erfolgt, well der LanSrath als Landsthilavallerie- oifizi« in Duellfragen nur der Miiitärgerichisbarkeit unterliege! Cholera. Nach einigen Mittheil angen sollten in Mainz Fälle von Czolera vorgekommen sitn. Die„Berl. Pol. Nachr." laffen fich über die chole'averdächiigen Fä le wie folgt au»: »Bezüglich der au» dir Ungegend von Mainz fiznaiisttten choleraveidächiigen Fälle läßt fich ein abschließende» Urtheil seldstoerständ ich«st nach völliger Klarlegung de» Sachverhalt» gewinnen. Beiläufig wollen wir nicht unerwähnt laff-n, daß, wenn man bei den in Rede stehenden Fällen auch wohl kaum an übermäßigen Pflaumengenuß denken darf, so doch zur jetzigen FadttSzeit«m Rhein der sogenannt«„Federweiß" in hinreichend-n O-an>i äien konsumirt wird, um mituni« Krankheitserscheinungen von nicht unbedmklicher Art und selbst letalem Ausgange hervorzurufen, die an Chol«,«rinnern können. Immerhin darf es dem größeren Pudtrkum zu wescnt» lichen Beruhigung gereichen, daß amtltcherseit« alle Vorsichtsmaßregeln getrekfen stnv. Denn nachdem, Dank der exakten wiffenschaftUchen Forschung, die Träger des Cholera- Anstickunasftoffe» erkannt worden find, ist den von der Behörde zu«greifenden sanstären Maßregeln Ziel und Rtch- tung schon im Voraus gegeben. An dem Erzolge ist— ihre strikte Durchführung vorausgesetzt— um so wenig« zu zweifeln, als die jüngsten Choleraderichte österreichisch, ungarischer Provenienz deutlich erkennen laffen, in wie ausgesprochenem Abhängigteitsoerhättniß der Fntensttäiigrad der Epidemie von der mehr oder minder nachdrücklich gehandhabten sanitären Aktion steht. Wien ist. Dank der culroffenen strengen Vorkehrungen, gänzltch seuchmfrel, in Pest und den übrigen inst- ztrtrn ungarischen Städten hat die Chol«« mit dem Moment ihren Rückzug angetreten, wa man fich zu ein« schneidigeren Handhabung d« gesundhertsbehördltchen Anordnungen ent« schloß. An d« Hand solcher Erfahrungen brauchen wir wohl nicht zu besorgen, daß uns die Cholera im Ernst zu schaffen machen sollte._ Die geplante«nnexiou Sachsen» durch Preuße» im Jahre 1866.«nläßlla de» Ableben» de» Grasen Leust ist in Blättern in einem Rückblick auf die polUtsch« Thätigkeit deffelben behauptet worden, Graf Beust habe durch die V«» mtttelung Napoleon'» HL Sachsen ro: der«nnexlon durch der kurzen ab« bedeutungsschweren Unterhaltung verloren hatte. Bei der Annäherung de« Obnförster», vor dem fie ohnehin einen bedeutenden Respekt hatte und deffen Zorn ste heute nicht ohne Ursache fürchtete,«ahm fie ihre Zuflucht ß ein« schon oft mit Erfolg angewendete» Kriegsltst und loß die Augen. Da» Gewitter ging den« auch glücklich an ihrem Haupte vorüber, nnd aufathnenb konnte fie endlich unbem«kt in ihr Ztnun« schlüpfe». Helene trat«tt ihrem Bat« in da» Wohnzimm« und setzte fich schweigend auf eine» Stuhl»eben dem Fenster, während der Alte eine g«aume Weile mit starke« Schritte» auf« und nied«ging. „Du wirst mich von jetzt an de« Abend« nach Brandenstei» begleiten!" sagte« kurz, vor sein« TochUt stehe« bleibend,„und Du wirst während de» Tage» da» Hau» und de» Garte« niemal» ohne meine Erlaub», ß vn- lassen." .Ach w«d« thu«, was Du mir befiehlst, Papa I' „Und Du wirst nie wied« ein Wort mit diesem— diese« Mensche» wechseln, niemal«— hörst Du!" „Da» kann ich D« nicht»«spreche», Papa,"«widerte fie leise, aber fest.„Er hat mir da» Lebe» g«ettet—" „Dafür NKtde ich mich mit ihm abfinden!" .Und— und— ich liebe ihn!" „So?" El lag«ehr Hohn und Mitleid, al« Zorn in diesem Worte, und doch wäre e# dem junge» Mütchen unendlich lieber gewesen, wen« b« Bat« jetzt zornig aufgefahren wäre. Sein Ingrimm hätte fich vielleicht beseitige» lasse», ab« dies« Ruhe, welche d« ganze« Angelegenheit al« ein« Kinderei und ein« Unmöglichkeit kaum eine«»fle Be- deuiung beizulegen schien, zeigt« ihr deutlich« al» die heftigste» Wort« die HoffnuvgSlofigkeit ihr« Litbe. „Also! Du liebst ihn!" fuhr d« Oderförfi««ach ein« kleine» Pause i» demselben Tone fort..Nun ja, ich babe ja da draußen eine kleine Piobe davon gesthe» I Aver ich will mich um dn Romangrille will«« nicht weil« aufrege». Ich werde Dir vur eine» wahre» Edelmann zu zeige« brauche«, und Du wirst Dich schäme«, je et» Wort mit diesem Gärtner gesprochen zu habe». Preußen bewehrt. Diese Behauptung beruht, nach d«„Magd. Ztg.". auf F rthum. Richtig ift daß Napoleon auf Anregung de» Grafen Beust sin Fahre 1866 im preußischen Hauptq amtier erklären ließ, er werde nicht zugeben, daß dem Könige von Sachsen ein Haar gekrümmt werde. Dsi» geschah v» r der Schlacht von Könggrätz. Nach der Schlacht brachte aber Napoleon zu«st eine T Heilung Sachsen» in Borschlag, um bald darauf in d« Besorgniß, daß die preußische Armee im Falle ein« Wiederaufnabme der Feindieligkelten ihren Einzug In Wien haltm könnte, die Selbstständigkeit Sachsen» vollständig preiszugeben. Dieser l-tz<«re Entschluß Napoleon'» warb« in Folge einer Störung der Telegraph«- Leitung auf dem Kriegsschauplatze am 26. Fall«st einigt Stunden nach der Unierzeichnung d« FriedentprälimsiiariM i in Nikolsburg bekannt.„Unsere Konmur ilationen waren unt«brochen, die Telegramme brauchten drei, mitunter sechs Tage, bevor fie aus den europäischen Restbenzen ins Haupt« quartier gelangten, weil die Linsin vielfach abgeschnitten waren, sogt« Fürst B»marck in der Sitzung de» Äogeordnetenhauset vom 20. S-pt-mber 1866. Da» Verdienst um die Erhaltung des sächstschen Staatswesens aebührt nicht dem Grafen Beu? und Napoleon III., sondern Orüerreich, welches den Grafen Karolnt am 22. Juli 1866 dem Fürsten Bismarck die rückzaltt«; lose 6 klärung abgeben ließ, sein« Fnllrukllon beschränke sich| auf das rappelte Verlangen: Integrität des öften eichischen Kaiserstaates und Erhaltung des sächstichen Terrttorialbestandes; auf diesen beiden Fmderungen müff« ee de harren, während tt in jvder anderen Beziehung carte blanche habe. Saalabtreibung. Der Vorstand des Fachiurrsi!» da Metallarbeiter zu Chemnitz erläßt folgendes Jaserat: De» Mitglied«» des V-rein« theile ich folgendes mir am Montag zug-aangene Schreiben zur Kenwn'.ßnahme mtt:„Czemnitz. 24. Oktob-r 1886. Herrn C rl Riemann hier. Da ich oo« hnstgen Regimentskommando untenstehend topirten Brief«hielt, sehe ich mich genöthlgt, Ihnen meinen Saal ztü Adhaltuna eines Ball-s am 12 November nicht überlassen zti löanen. Hochacht« nd C L. Lasch.— Copie. Herrn C. Last hier. Da» R mment hat in Ersahrung gemacht, daß Sie Ihr Lokal am 12. Nooemder einem hiistgen Verein, welch« das sozialdemokratischen Tendenzen huldigt, zur Lbhattung eines V«gnügens überlassen«ollen. Sie werden dah« ersucht, u»' gehend anher zu berichten, ob dies auf Wahrhett beruht, ia km bejahenden Fall« den Militärpersonen d« Gt*? nifon auf immer die Erlaubntß zum Besuche- Lokal» entzogen««den würde. A. B. Bareoh» Premierlieutenant und Reg.-Adjutant." Soztaltsttsche». Aus Sachsen wird gemeldet, daß eint in Meißen deadfichttgte Vollioersammlung, in der H«rr P. Singer sprechen sollte, vom dortigen Stadt, ath auf Grund§ 9 des Sozialistengesetzes verboten wu-d«. 3» Chemnitz wurde der Polizei ein solches V-rdot«spart, v« die dortigen Sozialisten für eine Volk. Versammlung, in der ebenfalls Sing« sprechen sollte, keinen Saal auftreiben konnten.— Das„Schwäbische Wochenblatt",«elchet 1» Stuttgart ei scheint, bringt folgende Notiz: Am vergangena» Sonntag Morgen trafen sich bei einem Frühschoppen im Satlsi de»„Adelb-rgerhofes" vsile Freunde de» Reicht!agSadgeoldnel«> I. H. W. D i e tz, um von demselben vor Antritt sein«(«# mono liehen G-sänaniß straf« Abschied»u nehmen. Erns!' R.den und hellere Dellamationen wechstllen mtt einand« ebenso siuzen einige AbschtedSlied« zur Verschönerunz dtt Morgens bei. km Schlüsse de« Frühschoppms stimmten b» V«sammeltm die Ardeiter- Marseillaise an, und mit lebhaft™ Händedruck wurde vor Herrn Dietz Abschied genommen. Ro? Herr Dietz gisaNd wie der kehren: hoffentlich läuft dann b« Spätschoppen im nächsten Frühjahr, nach vvllend-ter Sitzung' ebenso gemüthl ch ad, wie am vorigen Sonntag d« Frl!< schoppen, an dem fich auch drei Beheimvoltziften dethetligten." Kaiserslautern, 26 Oktnber. Ein« für morgen Lben? einberufene öffenttiche Versammlung d« Maurer» Steiahou» und Gyps« wurde auf Grund de» Sozialistengesetze» Dositiamt verboten. H:« Bub au» Mannheim sollte>" derselben über da» Koalitlo»recht der Arbeiter sprechen. Gegenseitige, kindische H'tzeret. Urb« die«fianzöst!»' Hetze geg'N deutsche» Spielzeug" wird dem„Fränlischen Kurier' einem in Nllmdng erscheinenden deutschfretstantgen Blatte,% Sonnebetg folgende» geschrieben:„Ein Sonned«g« Sf*!. waarenfadrikant verfertigt mtt seinen 4 dt» 5 Arbeitern»u bekannten Schulstuben,«nen Attckel, welch« seit einem hwM* Johrhund«t besteht' die Knaben fitzen auf den Schulbank�! der Lehrer mtt der Miene eine» Dortschuliyrannen doztft dem erhobenen Stock soeben Geonaphte, wvem« aus et»' Landkarte deutet, welche in MiniatmauSgabe an d« d« Schulstube hängt. Glschmeidtg, wie unsere Fabrikant� find, machen fie die Schulen mit ftanzöstschem, englisch«� spanischem Text, je nach der Nrchftage de» detreffenden Lanb�: Auch dm Lehr« läßt uns« Fabrikant die Geographie Mutterland-» lehren, In der Schulstube für Frankreich Wj» da» Konterfei de» Lande». Für die französtsche Schulstt� hatte nun d« Sonned-rger Fabrikant eine neue Landkarte Oft stellen laffen, und dabei ist ihm da» Versehen passtrt, van Genug j'tzt davon— ich will keine Antwort! Du!(»'£ meine» Wille»— nun geh' auf Dein Zimruer I—®tt� Nachts" t ,, „Gute Nacht, Papa!" Es war da» erste Mal. daß l' das Zimm« verließ, ohne dem Vater die frische», rot?' Lippe« zum Kasse zu bieieu. � Obe« auf ihiem Eiübche» lehnte fie fich wett P* Fevstn hinaus, von welchem«an da« Dach de» Bra»>P st«»« Schlosse« aus de» Baumwipfel« nnponagen 17! und leise flüsterte fit mtt trotzig aufgeworfenen Lipp'» die Nacht hinein'.t „Und wenn ich au» diesem Hguse fliehen müßt«—* lasse ihn nicht l" � Regungslos und mit geschlossene» Auge« lag der H«r von Brandenstei» auf seinem altmodische»,«»6*7. von dichte« Vorhäegen umschlossene» Bette. Der frl haarige Kammttdre«« mtt»«dießliche« Geficht saß� er«« Ecke des Zimm«» schweigend und augenscheinlich� seiner Müdigkett kämpfend, während Eisbeth dicht. ihre» Platz genommen hatte, daß fie durch die Oess'� der etwa« zurückgezogene» Vorhänge da» Geficht � Schlafende« od« Bewußtlosen stet« beobachten>0«» Nicht» unterbrach die»«heimliche Stille de« zun««», al« da» Ticke« einer Uhr«nd jene» gelegen'"� Knifi«» d« Wände, da» die Stunden d« Nacht w kt» alte« Hause so unheimlich zu mache» pflegt. S» war», an Miliernacht, und selbst die Bäum» de» Park»,' Krone»»och hin und wied« leise im Abendwind hatte», schiene« w be» tiefe« Schlummer de« Friede«'» suuke» zu sein. Elsbeth war nicht furchtsam; fie hatte schoa Nacht unter ganz ähnliche» Verhältnissen an de« Bei-'-', Gm« Herrn durchwacht, und»ie hatte fich eine Ri»ung Traue» und Angst ihr« bemächtigt. Hn»,« ab« fühlt« st' � eigenthümlrche, beklemmende Schwere aus d« Brust, so sehr fie fich auch bemühte, mtt ihre» Gedanke» b-t nehm«e» und leichtere» Diage» zu verweile«, so lich kehrte» dieselbe» doch zu dn seltsame« braune» W J# und ihre« rärhselhaftv» Warvurgm zurück. Hatte es 'i i#««* teJBttnb auf den Bilietlaen Karten noch Sf'Botdrlmgem»u Frankreich gehörte(d-r «« volralh davon war noch nicht erschöpft), auf den neueren wwltn Frantre'ch nicht einmal die AestunaLelfort gewffen war. Dikl ist vor einem Laden auf dem Boulevard Ko f�tdeckt worden. Die Merge sammelte stch und nun entstand jene Aufregung gegen deuische» Spielzeug und deulswe Waaren, welche zuletzt die Einbringung de» dekannten Gesetz- «Uwurf» mit»eranlatzte.— Wir lönnen ganz gewiß derartige Aufregung wegen solcher Kietniakeiten nicht billigen, aber ~—• Im Falle eine französische Spietwaarenfadrik für «mschi Familien solch« Stuben att Wandkarten de» Deutschen �mch«» übernommen und„au» Verseden" Metz fortgelassen Yatte, wo» dann? Unsere deutschen Cbauvintstm und Bier- d«tkpolitiktr würden die Franzosen mwpödeln, daß nicht ein gnt» h-ar an ihnen bliebe. Daß aber die Franzosen alS die Bestegten doch ein größere» Recht zur Empfindlichkrit haben, muß man zugestehen. Zwa»g»arbttt»h»v».„Mit Freuden begrüßt wird," so ??den. thlkinger Blätter,„die Errichtung eine» Zvang«. L?�haus«» in Apolda." Der Gemeinderalh hat dazu schon vi. bewilligt. In diesem Swang«ardeit»hau« sollen ?.?tscheu« zur Arbeit gezwungen und Ardeitblose mit Arbeit u»..««den.„Da» Zwangtarbeitshau» entsprwgt einem NMuhsten vedürfniß." Wer nun solche Zwangßarbeit»- N? wtt. ihrer ganzm Einrichtung kennt, wer da weiß, daß m!>l.. J�u>ler selbst vor der dort herrschenden vehandkunz»- de« mÄ�recken, der kann stch«inen Begriff machen von blwl» der Arbeiltlosen, welche in dem Zwangsarbeit», dw Arbeit unterstützt" werden. E» liegt ja schon in . Zwang und Unterstützung ein Widerspruch. Und bell«.! � l>ie Ardeittscheuen, die„Vagabonden" mit den Ar« susammen, so werden letztere gleichkall» noch zur Ar- �Zsu.und zur„B-gadondage" erzogen. Ob da» auch einem belJ,mu Brdürfnlß entspricht, können wir allerdingi nicht «au de« Teufel erst de«»leiuea Kluger, so wmS bald dte ganze Hand. Die» sehr deherzigen». ??'he Sprüchwort scheint die T ü r k e i nicht zu kmnen. E» Küich da» Gerücht, daß dieselbe an Rußland ein» Insel 1*%%) im Marmaramker abtreten wolle, wenn die Rüsten stch pflichteten, die Integrität der Türkei auftecht zu erhalten. m"? Marmarameer liegt zwischen dm Dardanellen und dem LWeu»; um nach Chalka zu gelangm, müßten die rusfijchen ?°»'Ne dm Bolporu», an destem Autgange Koistanttnop-l k«', ungehindert passtrm,»a« glrichfall» in dte Abtretung»- b* a M'" oufgmommm werden müßt«, wmn die Abttetung «-..�asel überhaupt einen Sinn haben soll. Damit wäre �anstaniinopel aber den Rüsten in die Hand gegeben. Wo» j*®onn noch mit der Jntezrttät der Türlei für eine vewandtniß 2"??ilrde und wa» dte ruffischm Berpfl chtungm überhaupt �h find, da» braucht man nicht erst näher auszuführen. S°ff-'Ntttch ist die„Abtretung" von Ehalka nur«in Wunsch «Aland», und die oft beihörte Türtri wird nicht freiwillig Velten, daß der Teufel mit dem kleinen Finger auch ihre f./jr Hand nimmt; ste wird demnach gegen leere Ver- 'pktchungen den kleinen Finger nicht bieten. u-w®0*»«sstsche»«rbfreuud Für drn Fall, daß Ruß- «Mb fich einer Aenkerung seiner Schutz, ollpolsttk wiversetzm l°ll»», stellt dte„Kreuzita." in Auistcht, daß da» deutsche nopital stch von dm ruffischm Papieren abwenden würde, wa», Namentlich in dem gegenwärllgm Zustande, einen weiteren Rückgang der Aurs« um ca. 30—40 Prozent herbeiführen würde. Feiner behauptet dir„Kreuzzig", e» käme einer voll» ftSnvlgen DiSkredittiung unserer Finanzier» glrich, wollte man Knen zutrauen, daß ste in dem gegenwärtigen Augenblick— durch«ine Zinsheradsetzung der russt'chm Staatsanleihen— 5*n Rüsten einen Gefallen erweisen«olltm, bei dem ste aller- mng, Millionm verdienen würden, besten Kostm aber schließlich «fcnJÜSW* Pudlilum zu tragen haben würde." Also doch "wt später? a,_ Rußland. iübne«"Bönstadt" im Marm arameere— da» ist der we.»s.�unsch. auf den die Petersburger Zeitung dt» Auf- weite n!. knll. Da» Blatt sucht seine Utopie mit dem Hin- �' darauf ,u begründen, daß. wmn Rußland in der Nähe zo.,�°�anlllm eine Insel besäße,„die UaantaSbaikett der die nn«flen stehergestellt und gleichzeitig ein Gegengewicht gegen weekl l>!°le Unbeständigkeit in der Stimmung der Pforte «%*&*". Wenn die Engländer überall ein„GibraUar" stad?- suchm, warum sollten wir nicht ein„südliche» Krön- Änn, Ja!0ff'n, da» zudem Konstantinopel vertragsmäßig vor sucht b*" beutegieriger Hände schützen würde? Da» Blast »u diefrm Zwecke dte Prinzen-Jnsel Edalla au» und jv,„ Belgien. ***„Bast. Ztg." wird au» Brüstrl, 26. Oltoder, S»« wutl!�- kch»in, gl» wen« ihre dunkle» Prophezriungen dj, L/'.B Erfüllung gehe» sollte«,«nd stand dm» nicht «Nftsunf®* Erkrankung de» Herm von Braadmstei» in Imm«. � Zusammmhavg mit dm beide» Besucher«? bfcse* immer wieder mußte da« j««g« Mätch-.n zu dem«�ch�ß zurückkehre», und immer fester wurde sie t» ichlnß, ihre ganze Aufmerksamkeit auf da» wettere der unheimlichm Gäste zu richten. S'öst-»? �"8 au» dem Rebmg mach, deffe» Thür« wett der schall ei»t« leichiea Schritte» und Sechst»» Augenblick stand Dr. R onfeld«ebm SlSbeth'« er, b�?' yi* geht« unserem arme« Patimtm?" fragte de« vi,.. Aha»g«och«niter zurückziehend, und da» Gesicht schon Ä."? wit seivm kaltm Augm betrachtmd...Ist er z>?wal ,u sich gekommen?' % tu'g« Mädchen schültelt« dm Kopf. wi« hZ f riue Ohnmacht ist in Schlaf üb« gegangen, L�pbhnttch»gch solchm Anföllm zu geschehe« pflegt. Jei ihm sehr sch-o« zu unterscheidm.' Erbende« müffc» wir versuchm. ihm ei« anregende» v-- in merner metfwpmyere em fvilye» ?st ge NN, ttistgeführt, da« ich selbst zuweilen zu nehme« sacht» i« sollen ,» mit einer kleiam Dost« davon per- SsteS*«.»" d°vn ei». zur Hälfte mtt Wasser und schüttete dasselbe 8Qni klein« Quantität weißlichm Pulvn» m � dm Patimtm genugsam schrieben: Nachdem die belgisch« Arbeiter« Enquete nunmehr abgeschloffen ist, ist ei die Aufgab« der R« gierung»« tommmtsston, die Ergebnisse derselbm festzustellen und praktische Reformen zu deantragm. Damst hat stch die Kommisston in den letzten Wochen beschäftigt und nach langen Debatten hat sie d'«i Punlte al» die wichttgsten dezeichnet: Schied», a«richte und VermstteluncS Kommtsstonen, die gesetzmäßig« Organisation der Arbeiter-Vereintgungen und die ZwangSversicheruna. Für all« drei Fragm find umfassende Berichte von den drei Berichterstattern dem Lämmer UniversttS Sprofeffor Brant», dem Brüsseler Professor Pttn« und dem Lütticher P-ofeffo: Dejace vorgelegt woram, die sämmtiich die Hauptgrundzüge der deulschen Arbestergesetz« gebung stch angeeignet haben.(Dann würde von„Organ!« sation der Ardestervereintgungm" sehr«mig die Rede sein! Red. d. Berl. Volttdl) Fi den beiden ersten Punsten ist die Kommisfion in ihrer Majorität einig. BemerlenSwettb ist, daß jede Ardeitervereinigung, welche zum Z»eck hat, die Interessen der Ardetter zu verthetdtgen, staatlich at» Korporation anerkannt werden soll(ist da» deutsch? Red. d.„v. Dagegm ist die Frage derZwangßoerficherung noch nicht emschiedm.„Im Prinzip" wollen alle kommtsstonSmstglieder die Verftcherung, ader über die praktisch« Ausführung gehm die Anstchten weit auseinander. Die in der deutschen Gesetzgebung festgestellte Art und Ausführung der Ve.ficherung findet zwar dm meisten Anklang, aber e« ist schon heut» ficher, daß e» noch sehr lang« dauern wird,»he ste in velgim zur Einführung kommt. Di« einst aßreichm G oßtndustrtellm wollm von ihr nicht» wissen. Dte Arbeiterpartei selbst hält die Vorschläge der Kommisston für unzureichend; sie verlangt, daß die Arbettergesetz» unter Mitwirkung von Arbeiter verttetern au»gearb-Uet wndm und zur Wahl derselbm da» allgemeine Wahlrecht. Da aber weder da» allgemeine Wahlrecht noch in Folge de» Widerstände» der Großindustriellen, die in den durch da» Z-nsu»wablr«cht gewähiten Volk»o«rtret«rn die kräftigstm Stützen finden, eine umfassend«, dt« Ardeiterbeschwerden de- seitigende G-setzgebung zu erreichen sein wird, so ist selbst nach der„Voss. Ztg." keine Auistcht vorhanden, daß dt» belgisch« Arbeiterbewegung durch die KommtsstonSanstäge eingedämmt «erden wird. Di« von der Arbeiterpartei Belgien» aufgestellte Kandidatur Anseele findet, wie sich jetzt ergiebt, in der Pntei selbst Widerspruch. Die anarchistische Richtung lehnt st« entschieden ad. Am 26. d. Abend» kam»» zwischen dm So« zialisten und Anarchistm dieserhalb tu einer stürmischen Au»« einandersetzung. Hatte Anseele da» Programm der Liberalm und Klerikalen eine leer« Flasche mtt vergoldeter Aufschrift qe- nannt, so erllättm ste da» Anseele'» für«ine leere Flasche ohne jede Ausschrtst. Fraukr-ich« Manche Blätter wamen vor unüderiegtm Schrittm gegen England ln der egyptischen Frage. In einem de« merken« wer then Artikel geiangt„Temp»" zu folgen dem Schlüsse: Angenommen, die Engländer würden Egypten räumm, wärm wir um die» weiter vorgeschlttten? Bildet man sich ein, daß die Regierung de» Khedtve einer fremden Stütze entbehren könne? Wer soll die Engländer ersetzen? Etwa Frankreich? Soll Frankreich d'ese» Protettorat jenm htnzugesellen, dte e» schon au»übt? Wäre unsere Pofitton nicht ebenso falsch und vem internationalen Rechte zuwider, wie gegmwärtig jene England!? Und dennoch muß man die Thatsachen in» Aua« fassen, wie ste find. Mit England wegm der egyptischm Frage Strett anzufangm, wäre ein ettle» und kompromtUirende» Be« ginnen, wenn wir unsere Reklamationen nicht mtt einem jener v.plomattschm Abbrüch« zu unterstützm mtschlossm find, welche gewöhnlich zu noch schwereren Folgm führen. Eine solch« Einladung an England ist ein falscher Schritt, wmn ste nicht gegebenen Falle» tn eine Aufforderung, also in dm Krieg umzewandett werden soll. Ein Krieg, in welchem Frankreich nur auf seine eigene Kraft zählen könnte, müßte ein nutzloser Krieg sein; er wäre ader auch ein gehässtg-r«lieg, denn er ließe un» ein« wirklich politisch« Allianz brechen, um un» in die settsamsten Kompromisse zu stürzen. E» ist die« also glücklicherweise ein unmöglicher Krieg, denn wir können un» keinen französtschm Minister denken, der mit einer derartigen Erklärung vor da» Parlammt treten würde.— Der Londoner „Standard" bemerkt in der gleichen A--g«legmb»tt: „Nachdem Frankreich e» abgelehnt, die H'tze und Lasten de» Tage» mit zu tragen, streckt e» doch sein« Hand nach dem Lohn unserer Arbeit au». E» gtebt tn diesem Augenblicke absolut nicht», wa» die von Frankreich un» gegenüber angenommen« Haltung rechtfettigen könnte. Zweifellos, wenn die französtsche Regierung stch einbildet, daß ste un» plagen, ttnschüchtem oder zu einer Räumung Seypten» zwingen kann, dann werdm ihr« Anstrengungen zur Erreichung diese» R-sulta!» verständlich. Aber bildet sich Herr de Fnycintt ein, daß Lord Saltibury in eine Anordnung zur Räumung Sgyptm» hineingeschwatzt oder hinttngeschrieden werden kann? Und fall» diese mündltchm und schttftlichm Vorstellungen wirkungslos bleiben, hat er irgend»ine andere U-.beiredungSmethove im Sinne? Wir wünschen aufttchtig, mit Frankreich in Freundschaft zu leben. Fall nie zu wecke«, da sich der A«fall da»« sehr lttcht wiederhole« köa««.' „Aber ich bi« auch Arzt,«»d weiß seh, wohl, wa» zu thu», wa» zu unterlassen ist I" „Zch kau» trotzdem die Verantwortung nicht auf mich »ehme»." Ramfeld biß sich auf die Lippe», aber er antworttt« nicht»«ud heftet« seine Bl cke wieder auf da« Gesicht de» Kra«km. Einige Sekunde» lang lag derselbe«och»»beweg« ltch da; da»» schien e«, al» übe da» A«ge de» Doktor» ewru beunruhigende» Einfluß auf ihn au»; e« ging etwa« wie ei« schmerzhafte» Zucke» über sei» Antlitz, die Augenlider begänne« leise zu bebe» und zöge» sich endlich langsam in die Höhe. „Gib« Sie ihm jetzt diesen Trank I" flüsterte Ramfeld ElSberh in'« Ohr, ihr da« Sla« darbietend. Aber fi« weigert« sich.„Reichen Sie e« ihm selbst, Herr Doktor i— Ich kann nicht gegen meine Anweisungen handeln I" „Trinken Ei« ein wenig von diesem Wasser, Herr von Brandenstein," wendete fich der Doktor jetzt an de» Kcanken. .Et wirb Sie erfttsche««nd stärke» I' Damit hielt er ihm auch schon da» Gla» a« die Lippe« uub halb mechanisch schlürfte der alt« Man» etwa« von der ÄrnÄ zurück und hielt e» gegen die Lampe, um zusehe«, wie viel durchwach«?�� einfach, sei.e« Blick ruhig er« Ader wir können und«erden nicht einwilligen, daß all da» Blut, welche» wir vergossen haben, und alle unsere Geldopfer, um für Sgyvten Gute» zu ihun, ignotttt werden» um da» französt ch: Wohlwollen zu«kaufen. Wmn Herr de Freycintt glaubt, er könne ganz Europa gegen un» in Harnisch bringen» so möge er«»»«suchm. Ad« dabei würde« mit scharfen Werkzeugen spielen- E» ist nicht die Gewofnhttt England», tn FttedenSzttten Komdinattonen od« Bündnisse zu betreiben, weder für Angriffs- noch für VettheidigungSzmecke. Doch ist dte» ein Spiel, welche» England im Falle der Nothwmbiakett spielen könnte. Und wenn Frankreich in d« Thai denkt, daß e» durch kecke Anerbietungm von Schablothaltunq mächtige Freund« erkaufen kann, um ihm gegen England Beistand zu leisten, dann wü.de e» bald herautfinden, daß e» überboten und überfttlfcht wordm ist." Grotzb»ita««ie«. Ja ein« am Sonnabend in der Arhmäu«»Halle abge« Halten en sozialistischen Versammlung hielt Hyadman «ine R-de über dt« Demonstration am Lordmayor»-Tage. Der München«„Allg. Ztg." schreibt man darüd«:„Sein Bat«, so bemerkte Hyadman, habe 100000 dt» 150000 Pfd. Stets. »um Bau von«icchen im Ostende(Acbeitervtertel) au»gegeden, derselbe hätte da» Geld dess« verwenden können. Dt« Ar« bttt« Vellingen keine Almosen, ste fordern nützliche Arbeit. Dte Ci y- Gilben hätten«i-a jährliche» Einkommen von 700000 Pfd. Eterl, wovon ein guter Thetl für Schtidklöten» Bankette und Belustigungen ausgegeben w«de. Man pflege zu sagen, daß dt« Verfaffana über den Haufen geworfen«erden würde, wenn man die Arbeitslosen organifire. Wmn dem so wäre, so sei es hohe Zeit, daß e» gestehe. Auch tn England regen fich die agrarischen Schutz« « ö l l n e r. Die landwttthschaftltte Kamm« von Cambridge« shir« faßte in ihr« Sitzung am 23. d., nachdem ste die An« sprachm von zwei Delejjitten der Zentral„Fair Trade" Liga angehött, nach kurz« Debatte mtt 17 gegen 3 Stimmen ein« Resolution, welche eine Abänderung der fiSlaltschen Gesetze tn England in d« Richtung der Auferlegung von SinzangSzöllen auf ausländische Erzeugnisse, industrielle wie landwitthschaft» ltche, al» zweckmäßig bezeichnet. Zu den agrarischen Umttteben in Irland hat sich jetzt dott eine Bewegung gegen die I u d« n gesellt. Ein Mauer« anschlag in Dublin fordert zur Vertreibung der Juven in Irland auf, und allem Anscheine nach dürfte Dublin in Kurze« d« Schauplatz ttner Judenhetze werdm. Da» große Pablitum verutthetlt aus da» schärfste dte Agitation, deren Urheber noch unbekannt find. B«lk»»U»dee. Die Eröffnung der bulgarischen Sobranj« ist auf den 31. Oltod« verschoben worden, weil die Adgeoroneten in ungenügend« Zahl erschienen find. Di« Pforte hat neu«« ding» die V«lazung de» Sobranje»«langt. Man befürchtet ein russische» Ultimatum; Rußland demüht fich nach ein« Wien« Meldung, die Zustimmung der Rächte zu einer drei» jährigen Okkupation Bulgarien» durch zwei Dioistmen zu«langen, deren Verläagemng von d« Gutheißung der Berliner Signatarmächte abhängig sein solle.— D«..Politischen Korr." wird au» Lompalanka aemeldet: G-nnal Raulbar* richtete an die bulgarische Rcalerung«ine Note, in welch«« erklärt, daß. fall» die an der Vn'chrönmg vom 21 August dttheiltaten Offiziere ttner Verurthttlung unt«« zogm werdm. Rußland zur Okkupation«ulaarien» schreiten werde. Dazu bemerkt die R-dakiion der„Polit. Ko«.". die Meldung sei nicht»cht verständlich, da kttue Anzeichen für Wt Absicht der bulgarischen Regierung, die erwähnten Ofstzine hinrichten zu lassen, vorliege.— Die Pforte fühlt stch durch die Fortsetzung der Rüstungen Rußland» beim« ruhtat und bat in PttttSdurg um Ausschluß gebeten.- Nach ein« Mitthttlung de»„Standard" au» Bulgattm ist der Gouverneur der Stadt Lompalanka verhaftet worden, well« an eine: Verschwörung thrilgenommm hat. deren Zweck war, die Regenten und Mrntst« auf ihrem Wege von Sofia nach Timooa gefangen ,u nehmen, an die Donau zu schleppen und zu Schiff nach R-nt(»er nächsten russischen Stadt, wo auch Fürst Alrrand« an» Land gesetzt wurde) zu bringen. Angesicht» dieser«mig bmihigendm Nachrichten ist die Meldung wenigsten* erfreulich, daß den finanziellen Verlegenheiten der Reaierung eine Abhilfe zu Thetl geworden ist. Der„Köln. Ztg." schreibt man darüber au« Sofia: Die Steuerst find mit überraschender Leichtigkell und Reichlichkeit eingegangen, so daß man jetzt nicht nur alle Gr« hält« glatt bezahlt, sondern auch den zweimvnatlichm Rück« stand vollständig ausgeglichen hat. Da« alll» ist ohne Zu« hilfenahme irgend welch« außerorventlich« Mittel erreicht worden. Au» den gewöhnlichm laufenden Etnnahmm find ab« auch noch andere Aufgaben bestritten worden, die in allm and«en Staaten nur mtt Aufbietung de» Kredit» vorgenommen ««den könnm. Laut osfizlös« Meldung au» Nisch untettettlgte der Minist« de» Aeußem, Franalovic«, nach etngehmden Bk« widerud.„Ich»«de hi« bleibe«, tt» d« EaaitätSrath eintnfft.' „Nun, wea« e» Ihnen Vergnüge» macht,—»othwen« big wäre e« krum l— Der Kranke ist jetzt eingeschlafen I da» klein« Mrttclche» hat gut gewirkt! wen» er«och einmal darnach verlange« sollte, so gebe« Sie ihm«och ein wenig. Zch lasse da« Pulv« hier!' Damit warf er da« Päckchen, da» er bi« dahin in der Hand gehalten, auf den Tisch. E« war freilich nicht dasselbe, an« welchem er dem alren H«r« vorhin seine« Trank bereitet hatte, aber die Verwechslung war so geschickt gewesen, daß keiu Schatte« eine« Verdacht» in ElSbeth aufsteigen konnte. (Fortsetzung folgt.) An« Knust»ud Zelte«. Wallne»« Theater. Kontraktlicher Bestimmung gemäß muß vre Premiöre der nächsten Rooitä« de» Wattn«- Theater» „Die Sternschnuppe". Schwank in 4 Akren von G. v. Mos« und O. Girndt am 6. November gegeben werden. Der zug» kräftig«„Golvonkel" wird also leider nur noch seck» Auffüb- rungen«leben. Ja der heutigen Vorstellung„Der Goldonkei" spielt Frl. Anna Bäck«» versuchsweise die.�taura". während al»„Mathilde" dte neumgagirt« jugendliche L.edhaberin Frl. Sandow debutirt. De« widerspenstige Vorhang,»u» Hall«, 23 Ottoder. wird bettchlet: Zu der Wceve-hoiuag der Over„Die Hoch, eil de» Figaro" tn dem neuerdauien Stabtthecu« war am 22 d. ein zahlreiche» Pudlilum«schienen. Leid« konnte die Vorstellung nicht stavfindm. Kur, vor dem Beginn«goß fich ron oben vor dem noch niedergelaffmm eisernen Vorhanae ein« groß« Wassermasse; bald danach trat Direktor«övle vor den Vorhang und thellle dem Publikum mtt, daß an ver lwdrau« lisch«, Maschine, welche zum«ufziehen de» Vochange« vimt. ein Schaden entstanden sei, d« fich nicht augenblicklich deseitigm wfft-«« W in ftolge dessen ein Herausziehen de» eisernen Vorhange» unmöglich, die Vorstellung könne daher nicht statt- finden. Starker Schneefall herrschte von Freitag Nachmittag bi» Smnabeno früh im K- eise Stuhm in Weftpreußm. Die Schneernaffen hausten fich auf kaltgründigen AckttfteUen fußhoch an und lagen dott noch Sonntag Nachmittag. rcrthungm mtt bem bulgarischen Vertreter Ltranlly ein Arrangement, welche« die diplomatischen und fteundschastlichen Beziehungen»wischen Serbien und Bulgarien wieder herfteM, ferner dt« Grenzregulirungsangeleaenhiit bei Bregovo und die Emigranten frag««gelt und die Noihwendigleit eine« Handelt vertrage« und einer Eisenbahnverbindung»irischen beiden Ländern betont. In Griechenland soll da« Branntwetnver. lauftmonopol«ingeführt werden. Sin PetroleumverkaufS« Monopol besteht bereit«. »frtk«. Der„P wtrkltcht würden, ein frantöstlch-russtsche« Berken. So ist e« den« klar, daß die anderen Mtttelmeermächte— wir und Italien— fich doch noch immer leichter mtt dem mglischm, al« mit dem franzöfi chin einseitigen Einflüsse in Scypten b«. freunden könntm, wobei ncch immer die Frage ossen bleibt, od, wenn e> schon nothwendig ist. daß w Egypten ein europäisch«« Eirflaß vm walten müsse, dieser nicht auch ander« al« einseitig ausgeübt w-rsen könnte? Und wenn man auch Frankreich allenthalben, insbesondere auch von deutsche« Seit« stde außereuropäisch« Schadlo»Haltung gern(önni so hätte Frankreich doch Unrecht, eine solche dort und in solcher Weis« zu suchen, wo fich ihr zu viele und zu große Fnter. essen entgegenstellen: w der VerdrSnguna de««inseitig englischen, durch einen«wseitig franzöfischen Eu fluß im Nil- lande! Soziales«nd Arveitervewegnng« Die Pariser Weltausstellung und Arbettergeuossen- schafte« In der tlu»stellung«kommisfion erklärte Direktor Alphand, daß All«« zum Beginn der Arwiten bereit sei, die in kleinen Loosen versteizert würden, um Kooperativ Binoffen- schaffen au« Ardeitnkreisen die Betheiligung an den Arbeiten zu ermöglichen. So wenig diese Thatsache an fich den Ar. deitern nü»t, so lehrreich ist fi« für da» Entgegenkommen, da« «an in Frankreich den Arbellern erweist. In Deutschland hat nur der verstorben«— Sozialist Demmler ähnliche« an den Arbellern gethan. Zum Raximalarbeitttag schreibt auf Grund der Fabrttmspektoren berichte da«„Verl. Tagebl.": Daß die Einführung eine« MoxtmalarbellStcge», ebenso wie für den Ar- better. auch für den Uniernehmer von Borthett ist, dafür bringen die Berichte der Fadrikwspektoren gerüaende Belege. Wie au» Pommern mitgetheilt wird, ist in ewzelnen dortigen Etablissement« die Arbell»zett um ewe Stunde gekürzt wor- den.„Die Leistungen find aber," wie de« Berichterstatter de- mertt,„sett dieser Einrichtung, im Vergleich zu früheren größer geworden." Au« Hessen-N-issrn wird berichtet, daß Glasfabriken, in welckm vor zehn Jahren»in« 14 stündige Arbeitszeit(einschließlich Pausen) üblich war, dieselbe auf ein« Ivstündige(einschließlich Pausen) umgeändert hadin, und e» »ird von den BellicbSlettrrn bestätigt, daß h-rnach dt« Ar- better in derselben Stundenzahl mehr leisteten, al» früher bei der sangen Ard«it»schicht. Der AufstchtSdeamte de» Bezirk« Plauen im Vogtland« theil» mit, daß zwei dortige Fabriken die Arbeitszeit von 12 auf 10 Stunden hcradgesltzi haben und die Ardeller binnen wenigen Tagen in 10 Stunden ebenso viel p-oduzirten, al« früher w 12 Stunden. Ueder die Lippe- schen Ziegelarbeiter, deren ÄrbeUSzett täglich 16—16*/: Stunden beträgt, wird berichtet:..In Gegenden, wo einzelne Ziegeleien mtt Llpper Arbeitern betrieben werden, während auf andern dortige Arbetter verwendet werden, welche nm 11 Stunden arbeiten, wurde merkwürdiger Weis« gefunden, daß die Leistungen de» einzelnen Arbeiter» trotz der großen Verschie- denheit der ArbeiUzeit vollkommen gleich find." Daß sich die selbstständige» Gewerbetreibende« von 8 ihr zu Jahr verringern, ist bekannt und wird auch durch die tattsttk nachgewiesen. So ist beim Bergbau-, Salinen- und Hüttenwesen sett z erhielt außerdem ein we'.theolle« Kunstgeschenk, zu dem die L« wohner von Jeisey zu'ammmgeüeuert hatten. Eine veue«ranthett. In ewer«üdseutschm, am Mob liegenden bekanntem Ha- deltstadt, so erzählt die„Tgl.Rds»k w welcher w früheren Zeiten die deutschen Kaiser gekivnt den, lebt und webt ew Kommerzimrath, dem zum ttdisckck Glück nicht» fehlt, al« so rine ganz Heine, bescheidene Dekoe«' ttv'. Kew O VenSregen bat ihm bi« jetzt die«sehnt« Zeichnung gedracht, von Jahr zu Jahr schrumpft die S-M mehr und mehr zukommen, er a-ht gebllckt und die löjilM Seeisen und G-tränke— der Mann hat'« ja— gingen un*' rührt vom Tisch« wieder weg, wenn er kttne hungltqen Tick«! und durstigen Söhne besäße.„Der schlechte Appetit und*** gebückte NuSsehm de« Kommerztenrath«", gab jüngst Arzt einem neugierigen Frager zur Sniwott,„vmndett»»" gar nicht; der Unglückliche leidet eben an— Bandwurm u»' Kreuzweh." Kleine Wittheilungen. Rüudeo, 26. Oktober. Ein Korrespondent der„Alts«' Z'g." berichtet folgmde romanhaft kling-nd««eschtchtt,% deren Wahrheit ihm jedoch die genannt« Z-itung die Garo»"' überläßt:„Ein Sekundaner de» hiefigm Prozymnastuorl hielt kürzlich von seinem angeblichm Freund« George Boiüsl einem geborenen Franzosen, glttchfall« Sekundaner, meM Briefe, worin elfterer gebetm wurde, an dem detieffen!*! Nachmittage mit Boitin: einen Spaziergang zu machen,««"J wohl da« letz!« Mal, daß ste zusammen sttm, da Berger folzmden Tage hier sein Abgang«, xamm zu bestehen L tzierer hat zweimal unter Hwwtt» auf da» hevo.strheb, Examen die Bitte adgrwiefm und erst auf den erhallen� drrrten Brief den Spaziergang zugesag». Die bttden Freu** gingen srSHI ch durch den„Bogelsang" w den Wald bi% ti» zum Hühnerfcld. Unterweg» demntt« Berger w der Ta>° feine« Freund:« einen Strick und erhiett auf dtt Fr"� warum er denselben bei fich trage, die Antwott:„Wir kön"� ja nachher einmal zusammen Indianer spielen". Etwa � Stunde von hier an einer ewsamen Stelle zttbt Bottier � Strick hervor und behauptet anscheinend arglo», er lW wenn et-an einem Baume festgebunden sei, fich doch,'.., machen. E« wird prodttt und er löst auch ohne Hilfe rvi«-, dtt Fessel». Nun soll Berger dasselbe Expeliw� machen. Derselbe kann fich aber nicht gut selbst und Bottter lristet ihm dethald Hilfe, jedoch w ewer sol»� Weise, daß Berger bald kein Glied am Baume mehr kann. Jetzt wächst dem Franzosen der Rutb. e« erhellt � sein Auge, er zieht«wen Revolver ou« der Tasche und% zu ihm etwa folgende»:„Siehst Du, jetzt habe ich Dich*'!-, lich. Dttfen Augenblick habe ich lange herbeigesehnt! i Du noch, wtt Du mir vor drei Jahren vorgeworfen hast-, sei ew seiger Francs«? Jetzt ist Drin Ende da!" Mit jft' u Worten zielt Boitin höhn lächelnd nach dem Hauptt(%, Freunde«. Berger, der Anfang» laum ein Wort heroorbribS. kann vor Bestürzung, al« er ficht, wa« sew anzedlichrr Fr�.. mit ihm anfangen will, btttet flehentlich um sew Leben.»'U 10 Riuuten kannst Du denn noch leben, solange will t«*, noch an Deiner Qual laden: in 3 Tagen ist ja üderbaw»� Deinem Körper nicht» mehr vorhanden, denn bi» dahw Dich die Füchse und wilden Schweine längst aufgefr war dtt Antwort.„Wenn Du wagst," fügte er noch „Hilf« zu rufen, so schieß« ich Dtch auf der Stelle ,, Weitere« nieder." Berger bittet unter Thränen tn?°, digst, ihm doch da« Leben zu lassen, sew Tod ihm ja gar nickt« nützen, er«olle nicht« ferner.% rathen u. f. w. Da sagt Boitier endlich, j-denfall» dock>- rührt von dem Bitten und Flehen seine« Schulkamerab- u ..Gut, so will ich Dich denn ttben lassen, aber vorher Du mir schwören, daß Du keinem Menscken ein Won 1,$ de«, wa» zwischen un« vorgefallen,«wheilft. Brichst% Bi< Schwur, und ich»erde verhaftet, so find sech» andere d«,,,.« mich schrecklich rächen werdm." Berger schwört natürlich- dtt Folge davon war, daß er von ven Fissew beftett Bleich wie eine Lriche, noch zitternd, blutunterlaufen auf/- Berger nach Hause. Anfang» wrist er als Antwort a* p vielen Fragen darauf hin, er hätte schwören müssen, mWL,* sagen, aber auf Befehl seiner Eltern hat er dann die jO Geschichte erzählt. Boitier, selbstverständlich von der fortgejagt, ist flüchtig geworden, alt er aehört hat, tw'ji That an« Licht gekommen ist und soll sich jetzt W 9%„pH halten. Er ist ew lang aufgeschossener junger Men!«� etwa 16 Jahren, der stet» ewe Brille trägt. Berger»Up ttotz der erlittenen Angst folgenden Tag» vor da« � jie kollegium treten und auch sein Examen bestehen.' Sache noch ernster« Folgen hat, ist vorläustg noch nicht geworden."__ »««twvrtltch ffil, den polMschen Thett und Soziale» Max Scht�vel, wr verewe und»«sammlungm K. Tutzauer für den und«erlag von««»ading in Beriw'sW, Beuthstraß« � 1 Beilage zum Berliner Bolksblntt. Pr. W» Freitag, de« SS Ndtober 1886. m. Iii Ausst-Ilmiz, »»14' auf Sttankfjuna b»8 oft genannten„Z-nttalserein für §???�S'aar°phl« und Fö.'derung deutscher Interessen im i? ��inirt wo den ist, dürste bei Weitem nicht den Arrangeuren etwa teten Ectoig ha den. Die Zrhl der n�uint fich in den gerSumigm Hillen der Waaren» "tI�!n die«uistellungizegenftänd« pl»»irt find, �rtchwindeed Hein aus. «..��deiltgt an der Ausstellung find alle sÜdanerHanischen Tzüe.— am umfangretchstm Lrafilten, Argentinien und vinJÜ�sn.�" Produkten aus Brafitien nehmen die der Pro. too�Mi«®Jan6« de vul uno St. Katharina dir hervor« den ein.«in. Beide Provinzen find delanntlich lausen. mi#«!* n«mbUeuk eine neue Hetmatb gew-"d:n und die ihn«,.. Erzeuge ifie bekunden erirevlicher Weise, dafi e» miul i"ung«n ist, den junak Lul'ch n Boden Br-.stlient all aber... Kultur zu erschließen. Welche Entbehrungen ste rrtiazen hatten und wie sehr noch heute der ein- alt»» mittellose Kolonist auf all« Bequemlichkeiten der «.?,5'ima h verzichten muß. lehrt UN» eine Hütte au» der de» rTL. Katharina, weiche al« naturgetreue Wiedergabe ««»üal. eine besonder« Anziehungtkrast auf die Besucher iR. ersetzen, msammmgehalten wird. Da» Meudlement ilck Ä.aut den gleichen Stoffen konstruirt; gleichwohl läßt SSuoi! orrkmnen, daß manche Teg'Nstände, wie z. B. die an?'", trotzdem recht zweckmäßig hergestellt find. . Wir groß oer Abstand zwischen der Hütte de» Ansiedler» Krwald« und dem mit allem eu'oväischen L xu» au»> ?"alleten Wohnhau» de» retchen vrafiltanrr» ist, läßi stch am imiffen, wenn man die»ahlreich ausgestellten photo« L.°vh>schiN Aufnahmen etwa» näher in Augenschein nimmt. «u,■1n,t»eneigt sedr, die Prachtbauten, Villen und Straßen- (..r m den Vororten einer größeren deutschen Stadt zu im-k, menn nicht die exatrichm Gewächse,«elche S v'rter gründe überall»rsweinen, dem Ganzen ein "ttdtidrr.g, fremdländische» G präg« ausgedrückt hätten. jr«'bhaste Aufmer ksamk'tt erregen die Photographien der A"Sehöriaen de»„zarten Geschlecht«". Die südamreitanischm �amen ko ikurrtien«rfichtlich nicht nur in Betreff der Tournüe«, sondern auch im Punkte der Schönheit erfolgreich mit ihren tlttoväischen Schwestern. Und da» läßt fich«den so gut von den Fzrdigen, al» von den Weißen sagen. Ein Photograph au» Bemawdrc» ist liebenswürdig genug, UN» durch da» Portrait «tner sck ö>m jungen Mulattin htersür den treffendsten Bewet» »u liefern. D'# gefiederte Welt Südamerika» wird uns en masse au» xien Grgenden diese» Lande« in ausgestopftem Zuaande vor ""»en geführt. Neben den vielen P ipag'ien arten tnter'fficen �m'ltch dt« min, ig kleinen Kolibri«. Einig« dieser Vögel« "*4t größer al« eine Horniffe und die in den zier- befindlichen Eier sehen den Erbsen zum ver« ähnlich. MofffnK.?. unl) Lolivia bemühen fich augenscheinlich, durch derart«??,»�oubthier. und Schlangenfelle ur« zu zeigen, daß beiin.k�./toiidzeug bei ihnen in noch sehr umfangreichem Maße kein oif• Kder auch in den übrigen Staaten ist erfichtltch wild, o an allerhand Bistien vorhanden. So lommt dt« tett�{r** in der verhällnißmäßig doch inreit» stark bevöl- g..?°rasilianischin P ovtn, Rio Grande de Sul noch häufig tkr-Ji � und nach der Größe und Stärke der ausgestellten onilSl-.iu urtheilen, dürft« der Schaden, den diese Thiere u»«n. ketneiweg» gering sein. Llld�'��oiltch mannt, faltig präsentirt fich un» die Flora *• Kort bare medtzirische Kläuter sowie Nutz« und s«.,, Hölzer nehmen einen wesentlichen Raum für stch in An> Kaik�'i jedoch al« alle anderen Gewächse tritt der der»?, tn Vordergrund, welcher thatsächltch ver Hauptfaktor den„iur Lrafilien« und rahezu auch Venezuela« gewor« da«»?'. nicht zu unterschätzender Bedeutung ist ferner eu,... Kchr, welche« bekanntlich nicht nur Zucker, sondern d«««.acuten Rum liefert, an bissen Existenz die Besucher in»?„«""Ä durch«inen AuSlchank erinnert werden, welchrr kann""da der oren erwähnten Hütte stattfindet. Man et," hier für einige N.ckel da» Vergnügen leisten, einen Köln.,» �ohrschnap» und ein Glas Orangmwein au» der hat.Blumenau hinter dle Binde zu gießen. Der„Kenner" RlütaT! �'iegenbeit, stch selbst über die Güte dieser edlen - y(i.°"«tg'N agrarischen Produftm fiiden wir:»olle. 91ob«L. ,?*• Mai», Weizen, Bohnen, Erbsen und sogar in n»« ätztet« gedeiht jedoch nur an wenigen Orten. u. a. in»>� Vlosmz Rio Grande de Sul. Hervorragende« leistm Cälle, Araentinitn und vrastlien. Im Tabaks« Äa».! Viastlun, im Weinbau Argentinien obenan. In der ZL�'°buktion steht litz ere» unübertroffm da. Die ungehemen diese» Lande« fördern die Schafzucht ungemein W.N'N fit al« da« rentabelste Unternehmen erscheinen. Sfttn?'? l'hr beredte R-prSsemantm de« unermeßlichen BtUumk! Südamerika» erscheinen un« die sorgtättig tniaul m®t>t aller Arten. Leider ist e« dem Laim nicht lchtliuS'** �hinn Mehr- oder Mtnderwerth« noch zu unter- Rnd so*'? hierzu gute fachmännische Kenntniff« erforderlich Diaw„??" können daher nu« konstattrm. daß im Brafilien Silbe* vu:6 Bold, in Chile und P«u aber nammllich i Kupier gewonnen wird. mjsu J industriellem Gebiete wird in Südamerika verhältniß» da» wenig geleistet, obgleich fich nicht verkmnen läßt, dfta«?»» k 5i°atm in gewifien Branchm bereit« ganz Ge« Sao«t! iabriziren können. Brasilien. welche» tn der Provinz eisen 5? 1° i«hon ein Hüttenwerk defitzt, proiuzirt u. a. Roh. aber'v,n. und Hüte; Chile gleichlallt Tuche, nammtltch und r»»ki! Venezuela zeig« un« durch«ine Anzahl Kokon« hfttiebM L?': baß in feinen Landen die Seidenzr rt-t lebhaft d?« a?*** da»„Land der Wribtr", Paraguay, liefert wir seh.? Kannte« Maie schon FUzhüte, während Uruguay tinien ss��kannten Fleischkonserven paradirt. In Argen« ld'-len.«'? die Lithographie eine heroorragmde Rolle zu daß zur Mag,???, d«m Umstände zugeichrieden werdm darf, "" in langsamer Sntwickelung zu edleren Formen zurückgelegt weiden konnte. Weit schneller, al« je gedacht, ist Südamerika der Kultur zugänglich gemacht worden. Eist langla-n, allmälig aber s&nellrr strömten die?u»wande«r in die G firde diese» Land-» und beute begegnen wir auf der Ausstellung bereit» Plodukten au# Gegenben, welche vor einigen J.hrzrhntrn nur von»lldm Thierm und Indianern detretm wurden. Di« Ausstellung ist von dem E nzang» erwähnten Verein angeblich zu dim 3»eck tn» Leben gerufen worden, den Handel D-utschl-ne« mu jenen Ländern zu beleben und deutschen Waarm neue Absatzgebiete zu schaffen. Wir dürften indeß mtt der Annahme kaum f«hl gehen, daß noch andere Gründe die Triebfedern diese» Utternehmen« warm. Man glaubte damtt die Begeisterung tür sogen, deutsche Kolonien wieder wachrufen zu können I Esteret dürfte leider nur tn sehr de« scheidenem Maße erreicht werdm, letztere« aber erfreulicher Weise überhaupt nicht. Unsere Herrn Agrarier werdm schon durch hohe Zölle dafür sorgen, daß un» die Kornkammern Südamerika» verschloffm bleiben. Die Ausfuhr nach jenen Ländern wird aber st her auch nicht wesmtltch st.igen, weil die selben erfichtlich d.fliffcn find, fich ihren Bedarf an technischen Hilfsmitteln selbst yerzuftellen, was vorausfichtlich in nicht all» zulanaer Frist auch gelingen wird. Gleichwohl darf der W-rth der AuSsteSung nichi'unter- schätzt werdm. Sie ist an stch der lebendigste Beweis da'ü-, daß die Gründung spizistich deutscher Kolonien schon deshalb unmöglich ist, weil alle fruchibarm Länder- striche längst von anderen Nationen in Beschlag ge> nommen wurden. Sie wirkt ferner, artige Unternehmungen, sowohl Mehrend und bewirkt die Annäherung der Nationm Wettkampte. Die Arrangement» der Ausstellung könnten durchweg all gelungen bezeichnet w-rden, wenn man eine gemeinverständ ltchere Benennung diverser Gegenstände beliebt hätte. Wi die lateinische Bezeichnung nothwmdig erscheint, müßte dieser der Name»c in deutscher Sv acie deiaesügt werden, damit auch die Mehrzahl der Besucher fich überall orienttren kann, wa» j-tzt nur einem geringen v-uchtheil möglich ist. Di« diesbezüglichen Klagen find nur zu gerechtfertigt und die lei- tmden Persönlichkeiten würden gut thun, diesen Uebelstand so bald al« möglich zu beseitigen. W. L. wie al» zum alle der anregend friedlichen Kommunales. etadtverordueteu-verfammlung. Sitzung vom Donnerstag, den 28. Oktober. Stadtveroidnetmvorsteher, Stadtv. Stryck eröff-et die Sitzung noch 5% Uhr mit einer Reih« gefchäitticher Mttthei« lungm. Di« Avibeilungen find zusammmgetreten und haben die Wagl von IS Mitgliedern für den Autschuß zur Vor« bereitung d-r Voilage, bettrff-nd den Ankauf zweier Grund- stücke»ur«'Weiterung der Gasanstalt in der Danz'gerffraße und von 15 Mitgliedern für den Ausschuß zur Bordera'h ing der Vorlaae. det-eff-nd die Anlegung einer vier- und Lad« straße zwischen Möckern« und Schönebergerdrücke vollzoaen.— Ein Herr Bor» ardt ersucht die Versammlung, der Verlage, betreffend die Errichtung von BotlSbadeanstaiten, nicht zu- stimmen zu wollen, da er selber, Wallüraße 71, eine Volk». badeanftalt errichtet habe und demnächst nöffn-n werde, vi« mit 24 Badewannen ausgestattet da» Bad mit 25 Pf. berechnen werde Nach Eintritt in die Tagesordnung werden ein« Anzahl Naturaltsattonsgesuche g-schältSordnungtmäßig erledigt. Sine Anzahl Petitionen wird auf Vorschlag de« PttittonSauZschuffe» durch Uebergang zur Tagesordnung erledigt. Die Uebernahme einetTheile» der Hol,- marktgasse in die städtisch« Verwaltung al» öffentliche Straß« wird dm Versammlung von dem AuSschuffe unter folgenden vedln Zungen empfohlen: Der Stadtgemeind« wird da» gegenwärtig freiliegende, der öffentlichen Benutzung dienend« Straßenterrain unentgeltlich, pland- und tosteafrei abgetreten, die auf und tn dem Stroßenkörper befindlichen GaS-, Wufferleitung»« und EntwifferungSar lagen und da« auf demselben vorhandene Pstaster unentgeltlich übenvtesm, und sür die demnächst zu bewirkende Regulirung diese» Gaffen- tbeilö von der Berliner Produkten- und Handelsbank und der B-rIln«r Brotfabrik- Aktien. Gesellschaft eine Satschädigung von 4000 M. gezahlt. Stadto.Vortmann schlägt vor, kein« bestimmte Summe al« Entschädigung seüzusetzen» sondern nur zu bestimmen, daß die Rosten der Pflasterung der Straße mit Pflaster dritter Klaffe von dm»djazenim zu tragen find. Stadttath Meu brink bittet, die Faffung d:« Au»« schliffe« anzunehmen. Die Abficht sei nicht dahin gerichtet, die Straße mit Pflaster dritter Klaffe zu versehm, sondern da» bitherige Pflaftermaterlal der Straße mit zu benutzen. Der Antrag de« AuSschufft« wird angenommen. DieMarmorbüstede- verstorbenen Stadtoerordnetm« Vorst h r» Dr. med. Wolfgang Straßmann, die von der Familie geschenkweise dargedotm wird, soll im Zimmer 55 de« Raihhause» aufgestellt werdm. DU Versammlung nimmt hiervon Kenntniß._ � � � m Da» Fest, welche» die Stadt den Natur« forscher» am 2?. September er. im«u«stellung»vark gab, hat auß-r den von der Versammlung bewilligten 60000 M. noch 12000 M. verschlungen. Der Magistrat ersucht um nach« träalich« Bewilligung der Mehrkoüen. Stadtv. Görcki:«l« s.Z. die 60 000«. bewilligt wurdm. damit die Stadt würdig repräsenlirt würde, ver« mulhete wohl keinen, daß der Magistrat mtt einer Nachforde. rung kommen«erde. E« ist hoch an der Zett, ,u fragen, in wittern bU Stadt ein Recht hat, solche Summen zu Festen in dieser ZMWKMZ «N Anlaß zu so festlicher Stimmung bietet. Da» heiße ich nicht, nur Geld unnütz ausgeben, sondern stch ui d die Bürgerschaft täaschm t Solche Vorgänge lö"»«» nicht ungerügt bleiben, da» fiid wir un» und unseren Wählern schuldig.(Unruhe. Zwischenruf: Wenn er nur die Zigarren geliefert halte). Beffer und würdiger wä:e e» gewiseit, man hatte die hunderttausend Mark zu einem Stipmdium verwendet, dann würde man«in bleibende« Denkmal geschaffen haben. Ich weiß, die Nach« torderung wird dewilllgt. E» ikt eine üvi« Gewohnheit de« Magistrai« gewordcn, mit solchm Nich'ocderungen zukommen. aber er ist ja sicher, daß die Majoriiäl bot Vnsammlung allem zustimmt.(Unruhe.) Stadtv. Langerhan« findet e« nicht hübsch, daß bei einer solchen G-lezenheit solche Reden gehalten«erden. Et wäre angemeffener gewrsen, ohne weitere Worte dl« Nach» forderung zu bewilligen. Durch die Förderung der Natur- wiffenschaften habe die Industrie und infolge deffm auch die Arbeiter Nutzen. U berall,«0 die Natur« forsch-roersammlunam getagt hätten, seien solche F ste ge« feiert worden. Wenn wirklich einige Herren dem Weine »u viel gethan hätten, so sei da» eine wohl verz-ihliche Er» scheinung.(Heiterkeit.) Ei sei nicht gerade«ürctg,«in so große» und 1601(3 Fest Ueirltch zu krttifiim. Stadls. S p t n 0 l a wundert fich, daß gerade der Stadtv. Gölckr die Debatte anregt, der selber am F-ste tbitlgenommm habe. Zum Schluß hätten fich ungebührliche Gäste, darunter auch Arvelter tn da» Fest eingeschlichen, welche die Störungm verursacht hätten. Stadtv. Görcki: Herr Spinola sollte doch wtffm, daß man nur dann über einen Gegenstand sprechen kann, wenn man fich vorder informirt hat. Wie soll man Sie in Ihrem intimsten Thun belauschen(Z vischenruf: Spionage% wenn min nicht dem zusteht, wa« vorgeht. Man muß an die Quelle gehen, wenn man studi'en will.(Ge- lacht«:.) S ten Sie froh, daß nicht die gioße Muffe der Ardeiter hinter Jzr Treiben kommt I(Unruhe.) Stadttath Markgraf f konstatirt, daß die 30000 M., w-lche der Stadtv. GSrckt zu den Ausgaben gezählt hat, nicht verbraucht worden find. Vladtv. Neumann glaubt, daß e« angebracht sei, der Fest-Kommisfion für ihre Thättgkeit Dank auszusprechen, nicht ste zu tadeln. Staat 0. Gerold nahm an dem Fiste nicht Theil, Hit aber erfahren, daß e» in vielen Le«Uyungen mißlungen sei und daß ver Frfcug vollständig F alko gemacht habe. Nach weiterer DtSkusfion, tn der noch die Stadtoerord« neten Görcki und Horwttz gesp:ochen, beendet ein Schluß« antrag die Debatte. Dcr Antrag de« Magistrat« wird angenommen. b r t k« t a d l t s s e m« n t d-r Akttengesellschaft kür Anilin« Fabrikatton am Wlesmufer soll nach dem Bor» schlage de» Magistrat« Anschluß an die Berliner Kanalisati«, erhallen. Noch kurzer DtSkusfion wird der Antrag einem Ausschuß von 15 Mitgltedern»ur Vorderathung überwiesen. Die Herstellung einer Gartenanlaqe auf dem Dönhofsplatz wird nach dem Antrag« de» Magistrat» debatttlo» genehmigt. Der Au»bau der beiden Dammmühlen soll für den Füll, daß da« vom Stadtbaurath Hobrrcht aufgestellte Spreeregulirun g« sy st. m zustande kommt, ausgeführt werden. Die Skizze wird der Versammlung vorgelegt. Debatttlo» wird beschlossen, diese Vorlage an einen Au»« schuß zu verweisen. Damtt ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß 7'/« Uhr. Ei folgt«in« nicht öffentliche Sitzung. Kokale». Zur Krage der volttbadeauftalteu schreibt man der „Voss. Zig":„Die StadtseloidnetlN'Vcrsammlung wird fich demnächst ver Frage der Entchtung von Volksdadeanstallen auf Grund einer ibr zugegangenen M-iistratloorlage zu beschäftigen haben. E» mag daher gerechtfertigt erswetnen, die allgemeine Aufmerkiamkett auf diese für die praliische öffent» liche Gesundheitspflege sehr wichtige Angelegenheit zu lenken. Darüber waltet heut zu Tage k-tne MetnungSverschiedenhett mehr ob, daß Berlin mtt seinen Badeeinrichtungen wett hinter anderen, viel unbedeutenderen städtischen Gemeinwesen zurück» geblieben ist ued daß da» in dieser Hirstbt nur allzulang Versäumte endlich nachgeholt werdm muß. Nur über die Art und Weise, wie dem bestehendm un» allgemein anerkannten Uedel« stand« abzuhelfen sei, ist«ine Einigung der Ansichten noch nicht erzielt. Der Magistrat hat st» in setner Voilage, die E n« richtung zweier Vollsbad-anftalttn betr-ff-rd, sür die Annahm« de» System« von Sinzelbädem entschieden, welche in gesonderten Räumen verabfolgt werden sollen. Will min in« deffen da» Baden zu einer wirklich volkSthünltchen Gewöhn« beit machen— und nur tn dttsem Falle wird die geplante Maßregel ein« wirklich einschneidende tyfteni«»« Bedeutung erlangen lönnen— dann liegt e» auf der Hand, daß Einzel« däv.r hinzu auch nicht im Entfnniesten ausreichen, e» fei denn, man entschlöffe stch. derartige Rtesenbauim auszuführen. wie solche in Rom und in dm meist- n giößerm Städtm de« römischen Kaiserreiche« vorhanden gewesen find. Da hieran in unserer Zett au« viettn Grü'dm nicht«n denken ist. so muß ein anderer Weg eingeschlagen werden, um dem erwünschtm Ziele einigermaßen näher zu kommen. Unsere« Dafürhallen« ist die Errichtung von gemeinsamen Bädern tn gut gebauten, geräumigen Basfin«, mtt auskömmlichen Wrffer» zufluffe und genügend häufiger Wafferemeueruna allein»weck« mänig. So viel wir wiffeet, ist die S>adt Dortmund, in «elcher annähernd dieselben ungünstigen Veihiltniss« in der mehrerwähnten Beziehung geherrscht haben wie bei un« in Beel'n, dt» her die einzige deutsche Stadt gewesen, welche fich zur Errichtung«ine» großartigen Volksdade« mtt getrennten Basfir» für Männer resp. Knaben und Feaum resp. Rädchen au» öffmtl ch-n Mitteln mtschloffm bat. Auch dt« Verwal» tung dcr Badeanftalt gescht-bt unmittelbar von Settm der Stadlbehö.den. Seit einer R-ihe von Fabren ist diese Dalli« badeanftalt unausgesetzt im Betriebe und die Zabl der dort genommenen Bäder geht tn da« Vielfach« der Zehntausende und ist tn ununterbrochenem Steigen begriffen. Die Anlage» kosten dieser Must'ranstalt find allerdingi recht eiheblich ge- wefen, ollein die Verzinsung de« Kapital» ist in Folge de« Maffmgebiauch» der vasstnbäder von Fahr zu Fehr günstiger geworden, so daß die etwai,« Mehrbelastung ver städtiswen Steuerzahler kaum noch in» G'wicht fällt. E« wäre daher sehr wünschmSwettb, wenn sich unsere Stad-behörden, bevor fie stch für die endgiltig« Annadme de««annensyftem» für die zu errichtenden VottSbadeanftalten entschieden, mit der Dortmunder Stadtv rrwaltung in* Einvernehmen setzen wollten, um auf diese Weise eine ziffernmäßige Kostenaufstellung zu eehalte». 6» viel ist unbestritten, daß im Verhättniß ,u der Zail der etwa»u vnadfolgenden Bäder die Kosten für ein giotzartiaei Lotttdaistnbad stt«lheblick geringer stellen würden, alt dt« Anlag« einer Anstalt fü'- Zöllen» bez«. WannendL«»�." Der lü-tlich»» 8 Jahre« vernrth.tlten 12jährige« Märderta Marie Scharrder widmet Paul Lmoau in der Ztttxdri'l„Nord uns Süd" einen längeren Artikel, in wellbem er auf Grund veriönlicher Beobachtungen während der V-r Handlung stch mW dem Gutachten der wiffenschastlichen Sachverständigen begegnet und den Standpunkt vertritt, daß diese» ungeheuerliche Mädchen nicht vor den Richeer. sondern vor den Arit gehört«. Daß da» Kind„bei Sinnen" war, giebt Lindau zu, er degründet j-doch in einer sehr interessanten Weise, daß die vom Grtetz erfordert«„Erlenntniß" der St-atbarkett der Handlung etwa» mehr ist, ali ein bloße»„Verständniß" der Strafbarkeit, da ,um„Verständniß" nur die Kräfte de» Verstand«» in Anspruch genommen werden, die Erkenntnis! dagegen dt« rege Mittdätigkett der edlen Empfindungen de» Gemüth», de» Herzent, der Seele fordert, deren Fehlen gerade die Mari« Schneider zu: seelischen Jaiotin mache, vekannttich hatte auch der Verfitzend« in jenem Prozeß der lleinen Verbreckerin ent« setzt zugerufen:„Du hast kein Herz, Du hast kein Gemüth 1" und Lindau verficht nun die Anficht, daß e» ohne Herz und Gemüth auch kerne„Erlenntniß" gebe, daß»trlmehr die hier zu Tage getretene V'rthierung im Menschen fich alt vereinzeller Fall der„mor&l insanity" darstelle, mit w'lchrr allerdings schon viel Unfug aetrieden ist,— Bekanntlich hat stch der Gerichtthof in diesem Falle über die Gutachten der drei Sachverständigen hin« weggesetzt und da ist der Hinw.ii interessant, welcher fich in ein« Anmerkung zu dem Artikel vo.findet und auf da» Werk bezieht:„Die Beziehungen zwischen Geistesstörung und Ver- brechen. Nach Beobachtung-n in ver Irrenanstalt zu Dalldorf" von dem d regirenven vrzr, Medtzinalrath Dr. Sander» und dem«Ken Ajfisterzarzt Dr. A. R-chtrr. Da« Werk führt eine lang« Reihe von Fällen auf, in denen der Geisteszustand von Berrückten, die verbrecherische Thaten begangen haben, vom Nicht« nickt erkannt worden ist. Die deti übende Statistik weist von 144 gerichtlichen Verhandlungen gegen G.isteskranke, die, wie spat« erwiesen, zur Zett der B-gehung d« That schon hochgradig geiste»a«stSrt waren, nur 38 Fälle auf, in denen die ZurechnungSfähigkiit richtig«kannt worden ist. 106 Verrückte wurden all zurechnungsfähig angesehen. Der j tzi noch in d« Irrenanstalt zu Dallsorf lebende Eptlepttk« Wilhelm M., d« in d« Erziehungianstatt für sittlich verwahrloste Kinder aufgewachsen ist, hat« gen einer Reihe von Verbrechen gegen da» Eigenthum und schließlich auch gegen da» Leben» abgesehen von gningm Fcetbeit, strafen, 20 Mo rate im Ge- fängntß und 13 Jahre 6 Monate im Zuchthause zugebracht. Dieser M. hat während seiner Strafzeit bS-.fi e die denkbar schwersten Ordnungtsti a'en fort und fort erleiden müssen, well man ihn für einen unaerbrsserlichen, unbändigen Verbrecher hielt und nicht«kannte, daß man einen dejammernSwerthen tobsüchtigen Epileptiker vor stch hatte, der er nachgewtesennmaßen seit langen Jahren ist und wahrscheinlich von Kindhett an ge- wesen ist. «u» dm höhere« Schule«. Es find besonder» nach den Erfahrungen bei den letzten Versetzungen in den höheren Schulen Wied« mehrfach Klagen ÜZ« die zu losen Be- zlehungen zwischen Schule und Hau» laut geworden. Diese Klagen haben Beachtung gefunden. Den Eltern ist feiten» d« Direktoren mehrerer Schulanstalten ein Schreiben folgenden Inhalt» zugegangen:„Dm geehrten Eitern resp. Erziehern unserer Schüler mache ich hiermit die«aedene Anzeige, daß nach höherer Vnfügung ihnen hinfort die von den L hre'n durchgesehenen schriftlichen Arbeiten ihrer Söhne, sowohl die häuslichen wie die Extemporalien, nicht mehr zur Untnschrist vorgelegt werden; vielmehr werden Ihnen unter Weg'all der bisherigen(üblichen) sogenannten„Sitten blich er" alle unsere Mitthetlungen über da» Verhalten der Schüler nur in ver« schlossenen Briefen eventuell unftankirt durch die Post zugehen. Eine solche Mittheilung wird regelmäßig nur dann erfolgen, w!NN Arrest über den Schüler»«hängt wird. Dm Eltern resp. E ziehern unser« Schüler kann demnach nur dringend anempfohlen»«den, den hä.slichen Fleiß ihr« Söhne sorg- sättig zu übnwachen, von ihren Leistungen durch regelmäßig« Einstcht ihr-.r Schuldeste Kmntntß zu nehmen, üdnhaupt stch rechizeitiz mW dem Ordinarius und den übrigen L-Hrern ihrer Söhne in Verbindung zu setzm."— Und die Gemeinde» schüler? Tie Gefahre« de» Etsenbahndimfte» für die in dem Betriebe thätrgen Beamten und die daraus resulttrende Un« fichnhett für da» reisend« Publikum wird recht einlruchtend illuftrirt durch eine Vcruntnsuchung, die gegen den h estgen Lokomotiosührer F. eingeleitet wurde. F. war bcschuldig», im Dezemd« v. I. beim Einfahren in den Bahnhof da» Ein- fahrt! fiznal unbeachtet gelassen und dadurch einen in d«selsen Richtung fich seitwärt» dewegendm zweiten Zug gefährvet zu haben. Emige Tag« nach dem Unfall ging F. zum Arzt, und dies««klärt« den F. für leidend. In dem angeblichm Atteste hieß«», die Klagen de» F. find derart, daß man Vndacht auf beginnende G-istesstörung, beruhend auf organische Vcrände- runzen de« G.hör», haben muß. Die» Leiden bezog F. auf einen Schlag an den Kopf, den er im März v. I. bei einem Zusammenstoß zwtier Züge«litten. Er befand sich dabei auf sein« Maschine vor dem haltenden Zu?«, auf den ein ardner Zug arffuhr. Hierbei fiel F. mit dem Koos gegen die Uid-r- dachung der Lokomotive, verspürte in Folge dessen länger« Zeit Kopfchmerz, hofft« aber, dvß dai Uedti vorübergehen wird«. Räch Angabe seiner Frau soll stch F. seit jentt Zert in seinem Wesen sehr verändert und vor seinem Dienst geradezu gefürchtet haben; auch sein Heizir bekundet, daßjF. in letzt«Ztil ganz wunder- lich« techni che Manipulationen vrrgenommen habe und ihn manchmal ganz ohne Grund plötzlich laut angeschrien habe. Aehnltch war sein Vnhalten bei dem Vorfall im Dezember. Er fuhr trotz de» Haltesignal» in den Bahnhof ein und ein furchtbare» Unglück wäre unvermeidlich gewesen, wenn nicht auf den lauten Zuruf mehrerer Bahnwärter d« Heiz« die Handbrewt« noch zur rechten Zett angezogen hätte. Da» straf- rechtliche Vnfahren gegen F. wurde eingestellt der da auch g«icht- liche Phystku» ,u der Ueberzeugung kam, daß F. fich.dei jenem Lorsall rm Zustand« d« Un Zurechnung« tähigkeit befunden. F. ist einfach au» dem Dienst entlassen worden. Wäre e» aber nicht im Jntneffe der VerkehrSstchnheit nöthig. daß die Babn- v««altung da» bei einem Eisendahnunfall beiheiligte Betrieb»« personal einer strengeren ärztlichen Kontrol« unterwirft? E» ist ja bekannt, daß 0« Fahrdi-nst N«oen und Gehirn stark angr ist und Eisenbahnunfäll« g«ade in dies« Beziehung die schlimmsten Folgen hnbeitühren können, auch wenn äußere Anlegungen fehlm. Der hier geschWdert« Fall mahnt dringend zur größten Vorsicht. Man bedenke nur, was ein geifiestranker Lokomattofühl« anrichten kann. Noch immer scheint t« de««reise« der hiefige« kleinere» N-staurateure die Ansicht verdreitet zu sein, daß weiblich« Personen,«eiche al«„Dienstmädchen" gemiithet und bezeichnet, jedech im Gewerbebetriebe ihre» Dlensthmn beschäftigt werden, dem Kcankenvnfichnungszwang« nicht unter- liegen und daher zu den Ottskranlentaffcn nicht aNt» neiden sind Da» ist ein Jrrthum. E» ist durch wiederholte Ent- schetdungen der Gerichte festgestellt, daß D enstboten im Sinne de» Krankenverficherungsgefitze» nur solche Personen find, welch« ausschließlich oder doch überwiegend in d« Privat- wirthschaft ihre» Brotherrn mit häuslichen Diensten beschäftigt stnd, daß dagegen Pnsonen der oben bezeichneten Art gemäß § i Adfatz 1 Nr. 2 de» Krankenver stcherungs- Gesetze» dem Aerfichnun gszwange unterliegen. Bei Unt«lassung der An- Meldung solcher Mädchen setzen fich die Ardritg,b»r der Ge- fahr aus: a. die statutenmäßigen B-iträge zu der Ortskranken« /esse auch noch nach«folgt« Auflösung de» DtenstvelhäU- risse» so lange fortzahlen zu müssen, bis sie dm» Mädchen vorschriftsmäßig beim Kessenvo stand abmelden(§ 51 a. a. O), auß rdem b. der Oristrankenkasse, welche«ine solche vor der Anmeldung erkranit« Pnion unterstützen mußte, alle Auf« wendunzen zu erstalten(§ 50 a. o. O) und e. in jedem einzelnen Fall« mit Geldstrafe ti» zu 20 Mark belegt zu werden(§ 81 a. a. O). In zablreichen Fällen sind auch diefc Folgen berett» eingetreten. Es sei noch be- m«kt, daß der hier bestehende Adonnementiverein Brliner Dtenstherrichaften rür Kranlh-ittkosten Entschädigung d« Dienst. boten keine Etnr chtung ist, vnen Mitgliedschaft die Reitaura- teure von d« Anmeldung ihrer al» Dienstmädchen dezrtchneten Gewerdegebi firnen befreit. Zur Frage der Peivatpofte« schreibt die„Nordd. Allg. Ztg.":„Vor Kurzem ist e arauf hingewiesen worden, welch« Un> ficherheilen fich au» dri Thätigkett der Pftvot-Bltefdetörderung»- anstalten für den allgemeinen VerlenvungSv-rk-hr ergeben. Inzwischen ist wiede.um ein Fall der Umerschlagung bezw. Unterdrückung einer Anzahl von Korreipondenzgegenständen durch den Boten«in« Berliner Privatbeförderung-a-statt vor- gekommen. Zu»«wundern find allerdings solcke Vorgänge nicht, wenn man fich vergegenwärtigt, wie wenig bei den Privat- Bestellanstalten die Vorb-dingunge" vorbanden find, um fich ein zuverläsfize» und geschult s Bestellv-rsonal zu«werben. Die Reichspost ist im Stande, die AuSwahl de» bezüglichen Personal» schon ve-.möze der Unterstützung durch die übrigen Slam»deHörden mft möglichster S'chrrd«W zu treff n. Die Thä- tigkett ihr« angestellten Briefträger u. s. w. wird durch viel fache Aufstchtsorgane fortges tzt üoerwacht. ES treten bei den Postbeamten für Amtsvergehen die im G.setz angedrohten härteren Strafen ein, die unter Umständen den Verlust d« Dienststelle und de» Anspruchs auf ein Ruhea'hatt nach fich ziehen. Allr di.se SicherbritSmittel stehen Prioatunterneh mungen nicht zu Gebote. Nicht gering« find beim Gebrauch der Prioalanstalten die Nacheile in Bezug auf die Wahrung de» Briefgeheimnisse». Die Postbeamten dürfen wider üb« den Jnbalt der ihnen üdergedenen Briefe und Post- karten, Drucksachen u. s. w. etwa» verrathen noch auch offenbaren, mW wem Jemand im Briefwechsel steht u. dergl. Eine solche gesetzliche Bestimmung giebt es für die Privat- Bri-fbefördttung nicht; welche schlimmen Folgen hindurch für die Versender entstehen können, springt in die Augen. Hieran knüpft fich die wichtige Frage: wie werden b-t den Privat- anstiften die belannttich ziemlich zahlreichen Sendungen de- bandelt, welch« wegen ungenügend« Aufschrift nicht haben de- stellt w«d«n könnm und auf welchen d« Absender fitz äußer- lich uicht genannt Hai% B-i der Post ist tie Einrich-ung ge- troffen und durch langjährig« Erft hrung al» zweckmäßig be- stätizt, daß solche Briefe von b stimmten Beamten, welchen die strengste Verschwiegenheit noch besonder» zur Pflicht gemacht ist, alsbald amtlich«öffnet und dim Absend« unt« amtlich bewiittem Verschlusse wieder zuzeiühit werden. Wie in dieser Beziehung bei den P.ioatanstalien verfahren werden mag, darüb« ist bisher nicht» bekannt geworden." Alle diese Aus- setzungen stnd dem Publikum bekannt. Es läßt fich nicht leugnen, daß die kaefer liche Post größere Garantien bietet. Ad« diese Garantien find für die Post nietzt mW größeren Ausgaben verknüpW, und ei ist durchaus nicht erfindlich, daß daraus, wie e» den Anschein hat. die Begründung der Be- rechtigung zur Erhebung höherer Portosätze hergeleitet werden soll. Diejenigen, welche«inen Theil ihrer Brief- und Zrrkularsenvungen gegen da» erhetlich billigere Porto den Plioatges-llchaften üdnlafien, baden da» fich« lich gethan, nachbem fie Vortheil und Nachtheil gegen einand« abgewogen haben. Da» allerkletaste Hau« i« verlin. Vor Kurzem wurde von einigen Zeitungen behauptet, daß jener llein«, gleich einem Keil zwischen vi« betoen Grundnücke 9 und 10 der Großen Prästdentenftraße einzeschoben« Schuhmackerladen da» kleinste Hau» in Berlm sei. Wir find in der Lage, so schreibt die„Volksztg.", ein noch klein««» angeben zu können. Am Mühlmvamm, dort wo der Torweg zu den Höfm des Poltzeipiästdtumt fich befindet, klebt unmitteldar an dem Kolonnadrngang oleich einem Schw.lbennest ein seldstständiges Grundstück(Nr. 32), nur einen ganz engen Laden— zeit- weilig hauste ein Sechser- Bardin darinnen, dann eine Schenke— mW darüber befindlichem Hängeboden enthaltend. Diese„Schachtel" von Hau» ist Eigenthum de» Domänen- Rentamtes„Mühlenhoj" und defltzt alle Rechte eine» selbst- ständigen Haute». Zu,«lmthat i« de« velsarterktraße. Do» 14 Tage alte«md d« von ihrem Eaemann«mordeten Frau Fing«, da» bekanntlich bei t« unglückseliaen Katastriphe am Dienstag früh von dem eigenen Vater am K�pfe vnletzt worden, ist am g> steigen Tage dehus» ärztlicher Behandlung in die königliche Czaritee eingeliefert worden. Im Watserhau», wohin man da» Kind auf polizeiliche Anordnung geschafft, hat fich die Berletzung al» so ernstlicher Natur«wiesen, daß man stch zm Ueberführung de» Kinde» in da» Krankenhaus entschließen mußte. D« Zustand de» Ktnde» ist»war nach ärztlichem Gulachten kein lebensgefährlich«, doch soll da» eine Auge d«- ort g- quetscht sein, daß e» sehr fraglich ist, ob die Sehkraft aus diesem Auge erhalten bleiben wird. Ueder die Kataftrohhe in de« Philharmonie, über die wir kürzlich bnildteten, find dem„Berl. Trgedl." inzwtsch-n von einem Lethefttgten folgende nähere Mrttheilungen zuge- gangen: In d« Nacht am 24 d. M. wmde auf einem Vereins- ball« in der Philharmonie ern« junge Dame, welche ein weiße» Mullkletd trug, durch ein weggeworfene» brennende» Stretch- bolz in Brand gesteckt. Die hierdurch in Schrecken gesetzt« Menge stürmte sofort in wild« Flucht,„Feuer!" schreiend, den Gardetoden und Au» Gängen zu und riß dem Herrn U., der mit seinem aufgezogenen Rock da» F uer zu dämpfen versuchte, mit fo.t, zertrat sew'n Rock und überließ, völlig kopflos geworden. die brennende Dame derart ihrem Schick a>e, daß man ihr bei jeder Annäherung, auf zehn Schritt im Umkreise, eiligst au». wich. Da«tWe von ein« entfernteren Stelle eine andere jung« Dam« herbei, warf stch der brennenden Schwester, d« die Flammen bereit» hoch über den Kopf zusammenschlugen, um den Hai», und stand ebenfalls gleich in Flammen. Auch sie wurde zurückgniffen und dann ohnmächtig fo-tgetragen. Da endlich drang ein He« von den Lo.en h« in den Saal, brach fich, mit Ellenbogen und Fäusten um fich schlagend, Babn zu der brennenden Dame, brachte fie durch Zmulen und Voi halten feine» Fuße» zu Falle und warf fich auf dteselde. wobei ihm leid« d« eine Arm auch vollständig verbrannt ist. Run erst wagten m-h'.er« in der Nähe bist. bliche Herren hinzuzujoringen und da» Feu« sollend» ,u«st cken.«äbrend ein auf dem Orchester zutallia anwesend« Arzt üb« du Brüstung hinweg von oben hnab in den Saal sprang, zu Hilfe ettte, die Be- Handlung der verbrannten Dame derettw'llta und mtt gröift« Aufopferung übernahm und den«rftm Verband anlegte. Daß die verbrannte Dam« obnmäldtig geworden, ist nicht d« Fall, fie wußte aber in ein Nebenzimmer getragen werden, weil fie auf den verbrannten Füßen zu gehen nicht mehr im Stande war. Wer d« Brandsttft« war, hat die Untersuchung nicht feststellen können. Die polt»tiltche veansstchtfgung de« christliche« Herberge in der Oranienftraße. weiche du ch StationilUN- mm der Herberge. Uhr, Gold- und andere Werthgegenständ« werden dem unseldftftändtgen jungen Provinztalen tür wenig« Mark abgenommen und wenn er vollständig„blank" dasteht, nimmt« seine Zuflucht zum— Betteln. Ii jeder H-rderg« giebt e» hierfür gefchulte Instrukteure, welche dem R uiing die rölhigen„Anweisungen" k.«r Hillen. Ader damit nicht genug, die jungen Leute werden auch, wenn fie Gerd besitzen, zw» Spiel verlettet, w«d«n Beschützer von einer gewissen Klasse von Damen, weil sie einen ehrlichm Namen haben, und dl« Folge ist Perleberg. Piötzensee, Brandenburg, Sonnenburgl lies« Gefahr«» nach Möglichkeit von den unerfahrenen Hanl' werkSburschen abz rwenven, ist die Aufgabe d« Polizei« beamten durch streng« Beausstchttgung d« Insassin der Herberge. Am 26. d. gegen Mittag fiel der Hansdiene« Berk- holz in der Oranievstraße beim Abspringen vom Vorderperron lir.e» in der Fahrt destnsltchen P!«debahnwagen» so unglüri- lich zu Boden, daß er unter die Räder d ffelben gerielh und einen mehrlechm Bruch de» rechten Unter'ch«kelS«lttt.# wurde, nechd«m ihm auf der nächsten Sari ätswach««in Roth« v er Zand angelegt worden wa«, räch der Charttee gebracht.- E» fei dieser Fall zur b, sonderen Warnung veröffentlicht. Iß schon beim Auf und Abfpr.ngin beim H nierpnron ver Pferdebahnen Vorficht nolhwendig, beim Vorderpnron sollte man alle derartige gewagt« Versuche unterlassen. Die Hallestellen folge» einand« so dicht, daß leine: lei Veranlaffuug zu gefährliche« Exp-rimentiren vorliegt. vrtefmardr« im Tempelhofe« Garnison- Lazarett- Seit längerer Z it verfchwanden, dem„B. T." zufolge, wledtt- holt, theiti im Garnison. Lazareth zu Temprlhof, theil» auf de« Transvorr dahin von der Hauptpost, auf unerllärllche Weist solche W rthbiiefe an Bewohn« de» Lazareth», d-ren Wert? Inhalt dekiarirt war. Die Lazarethbeamten, welche mit de» anlommenden Postsendungen irgendwie zu thun hatten, wui» den«wer strengen Beobachtung unt«worfen, was endlich dahst führte, daß ein« der alt Boltzetinspeitoren im Lazareth fungi renden Jnvaltden-Unteiolfizure in Verdacht gerteth und W» einigen Wochen zur Untertuchuna gezogen wurde. Da» schwinden und Spoliiren von Briefen dauerte d-ffm ung-achw ab« immer noc» fort, so daß fick, wie die„Börsmztg." richtet, die Lazarethbehörde endlich mit der PostSehörde in Verbindung fetzte, in Folge dessen bei der letzteren ein dttionS Aifistent edenfall» in Verdacht gerieth. Vor einig'* Tagen wurde nun dieser, als« nach Beendigung Dunste» da» Dtenstlokal verlassen wollte, zurückgerufen und W ein besondere» Zimmer geführt, in welchem stch mehrere höh«' Postbeamte defanden, wo« einem Verhör und endlich euS elner Vifitation unterworfm wmde, die seine sofortige Vw Haftung zur Folge halte. Man soll an dem Tage fingst« Werthsendungin haben durch seine Hände gehen lassen, die iit seinem Lefitz gefunden worden stnd. Der Mann ist verhe» rathet und hat auch bereit» Familie. O» der Lazarethdea«« dadurch vollständig von dem Verdacht gerei ,igt ist, hat nra nicht festgestellt werden kö rnen, derselbe befindet stch noch W Mtlitärarrest in der Lindenftraße. Ergenthümer zu gestohlenen Sachen gesucht. In de« Lefitz« eine» profesfiomrten Bodendiede» haben sich die n«? denannten W-schestucke befunden: Drei weiße D ckbett-«% zwei weiße Kopfttssen Bezüge, zum Theil gezeichnet G. 8. m« W. 8, ein Deckbett und zwei Kopfkissendezuge, weiß und ll« I tarrftt, ein Deckd zug roth, weiß und blau larrirt; zwei Bei» laken, eine» gez. G. L; fünf Handtücher, eine» mtt rothel- eine» mit blauer Kante; drei Tilchtücher, zwei von mobem. i« genannten tzausmacherieinen, in der Mttte eine Naht: Mr Serviette, gez, v.; acht Herrenhemden mit abnorm kurz« A«meln; zwei Frauenhemden, eine» gez. B. H, eine parche«: F.auenhose, gez. H B. und vier Taschenlüch«, drei ge». � Geständlich stnd diese Wäschestücke im Januar od« Febr.v.» — e» kann auch noch ftüh« gewesen fern— gestohlen. Wf" dem befindet fich in polizeilicher Vttwahrung ein n«ud tische» Umschlagetuch und ein schwarzw-iße» Kopftuch, j" Landfrauen zu tragen pflege". Mutdmaßltch find diese G'S'� stände in der Zeit vom 27. zum 29. September von tt«? Bauernwagen grnohlen worden. Die Eigenthüm« d« befti» neten Sachen können fich auf dem Krimir al« KommM«* Zimmer 77, in den Vmmfttagtstunden melden. l. Ledlo» mtt einer Wunde am Kopfe wmde am mittag« de» 27. v. M. der jährige Knavr R chard Nennern«? k gegenüber von dem Hause Engelufer 4 auf d« vttaße 9% funden. Die angestelltm Ermittelungen haben«geben» d« Knabe vorher auf einem mtt Brettem deladenm. von Kutscher T. getührten Wagen gefahren war. Vor Woltn'schen Lokal, Engeluf« 6, hielt der Kutsch« an«L begab stch, um ew Gla» vier zu trinken, in da» Lokal.»L behauptet, daß er da« Kind vorher abgesetzt und der Vors««. gemäß«in P'ttd abgesträngt habe. Diese Angaben indeß nicht richtig zu fein, denn al» dat Fuh.wwk in d« d« Zwilltngtbrücke angehalten wurde, waren beide Pf«d« � gesträngt. Nach der Art der Verletzung lann auch nicht genommen werden, daß da» Kind von dem schwer belade*' «Lagen überfahren worden ist, vielwehr gewinnt e» den. schein, daß F., al»« da» Fuhrwerk ohne Aufficht am Straße flehen ließ, dm»naam nicht vom Wagen hat, daß letztner beim Anzilhm d« Pferde vom»»9. F gefallen ist und stch bei dleser Gelegenheit vnletzt Wenn diele Annahme HA nll>nfr,ff.nh-rmriH. so«iL im diese Annahme fich al» zutreffend«weist, so% d« Kutsch« wegen sahrlässtger Tövtung stch zu v-iantl»»' haben. Doppelte» Malheur hatte am Mittwoch Nachwitogjv Jahabertn einer Por�llanwaarmhandlung in d« dergerftraße. Die Frau hatte Proben ihres Geschtnes i" bekannten Art vor ihrem Keller lokal ausgestellt. Ein übe-gehmd« Stadtreisender, d« beim Laufen emsig in Norizduch la»,»er leih dabei mit den Beinen in da» Por»«�., wobei«» begre fl cher Weise Schnbm gab. Da« der«7' forderung, den Schaden zu«setzen, nicht nachkam, so statte« die Porzellavftan da» übliche Hallod und den Wjg l lärmNtÄ 8°u dm Weg Mr Wache antreten." Hftr"aber"stellte WMMS Mandat zu erwart-n. � Mtttheilnng an» Stockholm ist> flosseam Sonnabend der Zollbeamte Wilhelm WalftW', Baumgattm von doit entwichen, nachdem er 5625 Kronen" Zollamte gestoblm hatte. � . Da,««»drücken der Mitesse« au» dem GeWftjJV ?et Rase mtt eist eine« UH-schlüffeUi bat unt« Umständ-n' Jl übliche Halloh und den unfehlbar zufammenhängendm Auflauf und d« in Porzellan Leretste Stadtreisende mußte mtt der Wahrend der Ardett mit bleihaltigen Farben wehr«« Male üb« die Nase gefahrm und nahm Abend eine bedeutende Anschwellung diese» Gef wahr. Ein zu Rath« gezogen« Arzt konstatirte«ine retnigung der noch wund gewesenm Stellen mit gift�?,.�» stanzen und e» gelang ihm nur, durch eine gründliche R«*? mit Kali, rintt_roeiteicn Gefahr vorzudmgen. Der ölu jedenfalls zur Warnung dten-n. S&.SS s sssz r« L kW »otonjeltii, die Lied« om schnellstm in den fcttjm aufg'ht, .eine irrta«. Ritt nur die Statistik der Eheschli gangen, ou? We der tzeirmhtgesuch« b weist, bog gerade der Herbst und der Winter am unwiderstrhitchsten die zärtlichen Gesühle »Micken. St scheint, bog die Kalte auf die Eatnickelung deS Smnrt für HZutlichkeit einen gewaltigen Emfl.g ouiübt; vornehmlich dann, wenn alt solide Btundlage ein Bermözen von nicht unter füntzlgtaulenb ober handerttauseud Marl(je nach wdividuellem Bevü'.fnig) in stcherer Auistchl steht. St ge- �r« stet» zu den zuverlSifigit-n Kennzeichen ort Beginnt der vittion, wenn die reellen Heirathegesuche da und bort zu rnowen anfangen und endlich bat Buge de» 3 iitunaelesert die ?n>»»?!, die zu gegenseitig, r Liebe und WerthschS,ung führen? sehr feinsühiige Naturen werden sich ungeachtet eoen u»N..Mangel« an Familien. Verbindung'»" schwerlich semal« k?M«m solchen Schritt entschiUgerv Da« Peinliche» Unwür- ?'S» und glücklicher Weise auch Lächerliche liegt in dem Stil helrathtaesuche; da werden angrhrnve Gatten und Gattin- ne» etwa wie biLize Winterpaletot» und unmöblHe Zimmer Üimcht: immer ist e« da»„größere," da«„dUpontdle" Vermögen — häufig wiid auch mit geschäftlicher Bündigkeit da« Mcxi- lnum over da« Minimum der ersehnten Tausend'Ma'kscheine angegeben— auf welche der ehelustige Junggeselle oder die alleinstehende Wittib mit unverhohlenem Freimuth lotsteuern. mist niemals wird ein Verlangen nach anderen Vorzügen al« dim eine« gut gespickten G-ldspinde« laut; unb noch seltener «scheint der Paffv«„Vermögen nicht unbedingt nothwendig"; »«m Golde hängt, nach Golde drängt doch Alle»" in der Rubrik ijS&otV'. Ein versöhnende« Moment ist e«, daß da» schwache "�1 spärlicher vertreten ist, al« da« starte, und daß da« er»«..™) fast niemal» zu einer llasstich. präzisen Angabe der Wittm? � Vermögens zfftr versteigt; die MSdten und bcsck,?/?.�ischränken fich»n der R-gel darauf, ihre Ansprüche benkenn-!' u?tet der vagen Formel„gut stluirt, reell und edel- lich.»».susammm zu fasten. Den„liebenswürdigen, anfehn« Famitt." ��rn". den„feingebildeten Herren au» guter schein!"• den„Herren in den höheren Lebrn»stadien" hingegen 3"ÄThÄ dikponidle Vermögen" an. Manchmal sucht ein dttpontdle Vermögen" an. Manchmal suchl ein klnen«.» �ne Schwester, ein Vormund für sein Mündel dt« e�W-hrten"; diese Art G suche find in der Regel Die stch durch eine taktvolle Form auszeichnen. tttberrot* itntu6ttt Heirach hat jedoch auch ihre großartigen ein» ihre unergründlichen Probleme. Jüngst sp ach sogar nk.. völlig unschuldige Französin, denn sie war fwoch« I i 8 Geschlecht der Hauptwörter in ihrer Mutter« --wabr«« t: im Unklaren, die Sehnsucht au», einen flidtn(nn Tiritoble arni) im vorgerückten Alter zu Weise lnüpfte diese für echte Freundschaft WteffenSI o.®ome hieran die Bedingung, daß der au, H«r auch gut sttuirt sein müst«. Wa« soll Unter �nen, heiltgm Gefühl«, welche die Menschen wahren verbinden, werden, wenn man selbst zur loftakeir""undschast, die stch ja gerade durch ihre Selbst wöge» uu, zeichnen kollU. ein..arLbeie« dispontdlet" Ver« _ �llt«,'ein..größere» dikpontdlet" Ver. UZMMM S gstr rtnlff*1 Einzelne, die vertrauensvoll nach einer hohen Mit- KZ'n und ficher find, dieselbe gegen die Einlage einer �ugen �osertionSgedübr auch zu erhalten. Vor einigen »Utende?»»» Herr,»Mitte 30«", dazu„ein Künstler, de- famen iu. r' oon angenehmem Aeußern," nach jungen Rufend vm e.ü!em vermögen„nicht unter hundert und fünfzig Sehoif��ark. Diesem stolzen Manne wird wohl schwerlich « in Mr den ziemlich werthlosen Umstand, daß 7- giek??." eigenen Augen al» 4n„bedeutender Mal«" gilt lckaft. j,.? benn überhaupt ein M-tglted der Künstlergenoffen« fnrß*, 58 ach nicht für hochbedeutend hält?— find die An« Kei Wen heftig. Dem Kühnen winkt wohl da» Glück r°s>z wi»?' allein minder bei HnrathSgesuchen. So schwerli� uaser Maler stch eine Zukunft malt, wird fie �ter«/, Der Arme wird vielleicht sein Leben in Sibüb en b?,, kn� schloß der O ff-ntlichkeit geführt; da« Udheil lautet« auf sech« Wochen Gesängniß. Wie au« der Urtheiltbegiündung zu ent- nehmen war. wurde al« erwiesen angenommen, daß der Ange« klagte die Mcj stä!«deleidigung an einem Sommerlag- d. I. bei einem Auflaufe hatte fallen laffen, den ein Gyptstzmen« Händler in der vellcalliancrstcaße verursacht hatte. Dt« tnkri minirte Aeußerung soll sich auf eine Büste bezogen haben. Der Angellagte hatte bestritten, die Aeußerung gethan zu haben, mehrere Zeugen beschworen j doch, fir hätten st; au« seinem Munde vernommen. t Gegen eine Nuklage au«§ 19 de» Eaztaliste«. gesetze» halte fich gestern der Schriflietzer Hugo Gatzlick vor der 83. Abthettung de« hiestgen Schöffengericht« zu verantworten. Am 8. September saß G. mit einigen Bekannten in der Mittagsstund« auf einer Bank de« alten Jakobikirchhofe«, der jitzt zum Kinderspielplatz dient. Nach seiner Angabe er. zählte ein Kollege, er habe am Abend vorher ein Flugblatt, überschrieben„Arbeiter, Bürger!" in seinem Briefkasten ge. funden. Die« veranlaßt« G, zu erwähnen, daß er ein solche« Flugblatt in dem Flur eine« H;use« in der Oranienftraße ge. tunben habe. Sin Dritter meinte hierauf, er möchte diese« Flugblatt auch gern einmal lesen und wendete fich an G. mtt der Bitte, e» ihm. wenn er e« bei fich hätte, für einen Augenblick zu überlaffm. Da« geschah, der Neugierige l«S da« Flugblatt und reichte e» zusammengefaltet seinem Besttz-r wiever zurück. Diesen Vorgang hatten zwei Schutzleute, Palm und Möller, b m»lachtet, die stch ir Zi-ilkleivung auf dem Kirch. Hofe auf hUtten. G. wurde verhaftet, seine Persönlichleit festgestellt und da, Flugblatt in einem Exemplar bei ihm vorgefunden. Bei seine, polizeilichen Vernehmung gab er an. wohl Sozial« bemoliat zu sein, aber keine V«riraum,stellung innerhalb der g-M&SS-SSS Exemplar an eine Person nur dann eine Verbrettung zu sehen ist, wenn die Weitergab« an eine Person mit der Abstcht er» folgt ist, daß diese Person die Druckschrift weiter verbreitet. Uereine und Nersammwngen- Die außerordentliche Geseral« Versammlung der {tranken» und vegräbutßkasse für die im Berliner Güitler« und Bronzeurgewerde deschaftiglen Personen(E. H. 60), welche am Sonntag, d:n 24 d M., im Louisenstädtischen Konzerthause stattfand, wurde vom Vorsttzenden. Hrn. Klein, um HZ Uhr mit der Tagesordnung: 1. Rechnungslegung 2. Recheniwatt«- dericht de« Vorstände« über den Stand der Kaffe den im Um- lauf defiadlichm Gerüchten gegenüber. 3. Wahl de« zw-itcn Schrittführer«. 4. Der k ankenkaffen- Kongreß in Gera event. Beschickung deffelben. 5. Verschiedenes, eröffnet. Nach V«r- Ufung und Annahme der Protokolle verliest der Rendant, Hnr Mtesterfel», den Kaffendericht pro Monate Juli, August, Sep» temb-r und erfolgte, nachdem derselbe anerkannt, Decharge. Punkt 2 der Tagesordnung. Die hierüber gepflmnen Vtt« Handlungen, welche ergaben, daß man von einer Seite seit längerer Zett verschiedene JnUiguen gespielt, nach welchen man annehmen kann, daß man au« Ualenntntß danach trachtet, die Giundvesten der Kaffe zu stürzen, gaben dem Rendanten darauf hin Viranlaffung, den Kaffen» bericht und da« Mitgliederverhältniß gegenüber denen de« vorigen I ihres in Erwägung z i ziehen, worau, man er» ficht, drß fich dt« Mitgliederzah auf 10% bei einem kaffenbekand von 4711,i 8 flk. belauft. Diese Ziffer muß doch bei jedem denkenden Mitgliede die Kaffmlaae al« eine sehr glänzende erscheinen laff-n. denn indem die Kaffe al» neu gegründete am 1. Dezember 1834 ohne Vermögen, nur mit b.-n Statuten ausgerüstet, in« Leben trat, hrtte fie am 1. Dezember 1385 schon -in Vermögen von über 2000 M aufzuweisen. Hiervon wurden 1900 M. zum gesetzmäßigen Reservefond« zurückgelegt. In diesem Jahre ergiebt die idrechnung vom September schon einen Vermögen, stand von 4711,80 M.; derselbe kann bis 1. Dezember auf über 5000 K gerechnet werden, sodaß wir unseren Reserve- fond« auf 4000 M. r ganzen können bei 40 Pf. wöchentlichem Beitrag und wöchentlicher Unterstütz ang von 12 K. und»wir ein volle» Jahr hintereinander. Hierüver mag wohl bei manchem un- serer Gegner N.id entstehen. Nach diesen vom Vorsitzenden in scharfer und korrekter Auslegung gegebenen Auseinandersetzungen sp-achen stch oerschiedemR-sner gegen die solche G rcüchte in Umlauf dringenden Personen au», und wurde«in Antrag angenommen, über die vorgebrachten Anschuldigungen zur Tagesordnung überzugehen, da ein jeder Gürtler weiß, von welcher Seite solche Angriff« kommen. Zum Punkt 3 der Tagesordnung wurde ai« alleiniger Kandidat Herr Gäckel al« 2 Schriftführer p.-r Akklamation einstimmig gewähtt. Nachdem zu Punkt 4 der Vo.fitz-nde al« Referent die Fragen de« Kongreffe« besprochen, ergab die Debatte die Annahme eine, An- trage,, dahin gehend, den Kongreß zu beschicken und wurde von den vorgeschlagenen Kandidaten, welche bi« auf Herrn Weigt ablehnten, dieser al, Delegirter ziemlich einstimmig ge« wählt. Zu Puntt 6. VerschUdeneS, wurde ein Anttag, die heutige Verhandlung der Versammlung iür die nicht anwesend gewesenenen Mitglieder in den gelesensten Zeitungen Berlins unter Veisammlung, bericht bekannt zu aeben, fast einstimmig angenommen. Hierauf empfahl der Vorfitzende da» am 6 November in der Pbtlharmonte stattfindende 2 SitttungSfest, Konzert de« Prof. Herr v. Brenner mtt feiner au« 56 Künstlern d strhenden Kapelle, verbunden mit Lall, und forderte dazu au', daffelde mit allen Kräften zu unterstützen. Nach Ellediqung et? tger Fragen fchleß die Vrrsammlung um 2� Uhr. Der Unter stützuvgSveret« deutscher Schuhmacher (Filiale Bmtn) htrle am Montag, den 25 V. Kit,., eine gut besucht« VereinSoersammlung im Lokal« de« Herrn Säger, Grüner Weg 29, ab. Der Vorsitzende Herr Bagintki erstattete Bericht über den Stand de« Veretn« im Allgemeinen, gedachte hierbei der früheren Schuhmachergewerkfchatt und bedauerte deren Auflösung. Er besprach dann die verschiedenen Schuh- machet- Fachvereine und krittstri« da» Teeiben de« f-.üherrn Berliner Fachaerein» der Schuhmacher, welcher vollständig in ein realtio-iär-zünftlerische» Fahrwaffer gerathm sei. Redner führte weiter au», wie fich nach und nach der Unterstützung«- veretn deutscher Schuhmacher entwickelt hätte, und wie« darauf hin, daß derselbe jetzt sehr an Ausdehnung gewinne. Die» dürfe aber keinen Schuhmacher abhalten, immer energischer für den Verein zu agittren; gerade in Berlin sei e» noch schlecht b-stellt, und doch sollte die, nach der Zahl der hier arbeitenden Schuhmichw die größte Filiale sein. Der ReZn-r ermahnte die Anwesenden, welche dem Veretn noch nicht beigetreten waren, die» zu thun. welcher Aufforderung auch mehrere Kollegen nachkamen.— AlSdann wurde ein ständige» Vergnügung,- Kowi'ee, sowie Herr krause zum Revisor gewählt. Nachdem der Frrgekastm erledigt war, richtete Herr Kördel noch einige ermahnende Worte an die Arwisenden. Der Vorsitzende theitte mtt, daß am 8. November eine Versammlung im Norden ter Stadt abgehalten w-rden soll, welche im„Berliner Voll«- blatt" bekannt gemocht wird. Am 22 November soll dann wi-der in Säger', Lolal eine V-rsammlung staust odrn, in welcher ein wiffcnschaftlicher Vortrag auf der Trgesoidnung steht. Der Verein zur Wahrung der Jateresse« sämmt- licher Lacktrer aller Branchen Berlin» und Umgegend hielt am Montag, den 25, v. M, in Niest'« Salon. Kommandantenstraße 72, eine G meraloersammlung unter Vorsitz vi« Herrn Jacob ab. Der Kasstrer, Herr Jacobi, erstattete zunächst den Kaffendericht für da« letzte BieNeljabr. Hiernach betrug die Einnahme 14t M.. die Ausgabe 125 M 50 Pf. Ei wurde demnach ein Ueberschuß«rziitt von 16 M. 50 Pf. Hierzu der Bestand vom vo igen Quartal von 135 M. ergiebt einen kaffen« d.stand von 150 M. 50 Pf. Dem kasstrer wurde Decharge ert heilt. Hierauf wurden mehrere�VereirSangelegenheiten er- ängenommin wurde. Zum Sckluß wurden verschiedene Fragen erledigt, worauf der Vo fitzende die Versammlung mtt einem dreifachen Hoch auf da« gu'e Gedeihen de» Verein« schloß. «llgemrtne vuchdruck-rdeesammluug Sonntaz. den Zl.OUooer, Vormittag, lOtz Uor, bei Buzgmsazen am Moritz- platz. Tagesordnung: 1) Bericht über die Durchführung de» Tarif« 2) Regelung der sog. englischen ArbettSzeit. 3) Geld- dewilligung. 4) Wohl der Gehilfenoertrettr zum Schledsge- richt. 5) Aufstellung von KandtSaten zur Wahl de« Gehilfen» mitgliede« der Tarifkommtsston für den l. krei». 6) Vir- schUd�nr«. � zu» Wahrung de» Interesse« der Tis»ler hält am Sonnavend, den 30. Ollober, Abend« 8'/, Uhr, im VereinSlolal, Michaellirchstraße 39,«in« Lersamm- lung ab. Tagesordnung: Innere VereinSangelegenheitm und Verschiedene». Neue MttgUeoer«erdrn ausgenommen,«u». gabt der Billet» zu dem am 6 November im Saale de« Herrn Renz. Raurynstraße 27, stattfindenden 6 Stiftungsfest de» Verein«. Ferner sind Billet, zu haben bei Herrn Lackur, «dmiralstr. 26, Ii; Herrn Frank Reichenbergerstc. 46. IV; Herrn Stiegelmeier, Gttschinerstr. 93, I; H.-rrn Lerche, Feucht» ftraße 53 M; Herrr Werfchke, Adaldettstr. 16; Herrn Pjchich. holz, Strau»bergerftr. 53. verein zur Pflege freireligiöse« Lebe«». Sonntag, den 31. d. M., Vormittag, 10% Übt, Niiderwallstr. 20, im unteren Saale, Vortrag de« Herrn Voathrrr:„Vriheißunaen und Pflichten in dogmatischer und in freier Religion." Gäste sind willkommen. Religionsunterricht Sonntag von 9 Uhr. Dersride findet regelmäßig am zweiien und letzten Sonntage jeden Monat«, Vormtttag» 9 Uhr, statt. d«j«nigen fein, die andere ste selbst bei der Wahrheit Die tmchgesttSte öffentliche»eneralversammlnn« der Maarer»erlin» und Umgepend»u Freiiag, den 29. Otwder, in der Tonhalle, mit der Tazetordnung: 1.«b rechr unz vom Gmeralfond». 2 Auflösung der Lohnkommisston. S. Tewerk'chaftliche», ist polireilich verboten morden. Der Ear-iiätbverein für Arbeite» beiderlei Geschlecht» (E. H. Rr. 85) dalr am Eonntog, den Sl Olloder, Lormittaxö II Uhr. in»«.ffer's Lokal, Jnselstr. Rr. 10, eine außer ordent« liehe Generalversammlung der Viitolieder ab. Tagesordnung; I. Bericht über dos der Behö.de eingereichte geänderte Statut und verschiedene jkofferangelegenhciten. 2. Vortrag de» Herrn Dr. Ros-nstein über Krankheitserscheinungen. Der Zutritt ist auch dm weiblichen Mitgliedern gestattet. Der Vorstand bittet um zahlreiches Erscheinen. Tmn» und gesellige»ereine am Frettag. Turnverein „Hasen boide"(Männeradcheiluna) Abends 8 Uhr Dieffenbach, strafe 60/61.- Zithertlub„Alpenveilchen" Abend» 8% Uhr im„flnholtinn", Tempelhofer Ufer, Ecke der Möckernstraf e.— Rauchk.ud„Westend" Abend» 9 Uhr im Ho henMern garten, Steglitzerstr. 27._ Sprechsaal. We WeboKien stellt dt« Bemqun, de»«pr«cht--l», Pmeit Mam» d�st» «dpi,»«,«st, dem Pudltlum zur»eferechim, wn»»»ele-endeite» allg-wewe» Alterest-» pir vertttgun»! ste»«wahrt fich ad«»l«tch,«ttt, da,«»«»,«tt de» Sahalt destelbe» tdeuttstjtrt|U werden. Der Wahrheit die Ehre l lZu dem Artikel im Sprechsal des„Verl. Bolksblatt" vom 26 Ottober d. I) Es soll in der Arbetterdemeguns die vor- nehmste, heiligste Pflicht aller de' Leute Lügen steafen wollen, taf Daß die Blhauviung der„Stoatsbüraer-Zrituna" von dm„iiefgehendm D.fferenzen" unter den Berliner Maurern auf Unwahrheit beruht, weif jeder Berliner Bauhandwerker, der die Verhäuniffe nur einigermafen kennt. Ander« orrb-ilt stch aber die Sache mit Herrn Conrad und Herm K iler. In Nr. 11 des„Bauhandwerker" vom 15. No- vemder 1884(für dessen Ja hall doch Herr K.ßler verantworte lich ist) steht auf Seite 5 unter„Berlin" folgendes: „Dann erhielt Herr Scheel das Wort und stellte die An frage, warum die Abrechnung de» Geschästssührer« de»„Bau- Handwerker" nicht auf die Tagesordnung gesetzt wäre. Er machte dm Mitgliedern der Verwaltungslommisston de» Blalte» den Vorwurf, daf ste fich nicht gmügend um die Ver- waliung gekümmert hätten, und beantragte, die Besprechung dieser Abrechnung als ersten Punkt aus die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung zu setzen. Herr Lehrend ver. thetdlgte die Karrm'sfion gegen den ihr gemachten Vorwms. Er selbst hätte Herrn Conrad sehr oft aufgefordert, die Kam- Mission zu berufen und ihr Rechnung«u legen, dies hätte Herr Conrad ober immer unter allerlei Ausflüchten mit Erfolg zu ver- hindern genrnft. Die Kommission hatte leider nach der Verhaftung des Hern Conrad vt.Ueberzeuaung gewonnen, daf dieVerwaltung des„Baucant werler" von ihm nicht ordnungsmäfig geführt und brauchbare Bücker, die eine Uederstcht gesta lten, garnicht vorhand-n wären. Er bittet aber, es der Kommission zu über» lasten, Ordnung in diese Sache zu bringm, die Hauptsachen wärm schon geordnet und das Blatt vor weiterem Schaden geschützt. Herr Wille i bellte mit, daß am Morgm dieses Tages ein Brief von Herrn Conrad eingeiroffen, der so etwa» wie eine Abrechnung enthielte, er hätte den Inhalt aber noch nicht prüfen können, auch bat er, der Kommiifton vorläufig Zeit zu lasten, um die Ordnung der Angelegenheit zu versuchen und dann darüber zu berichten. In demselben Sinne sprach Herr Peter. Herr Heinrich ertlärie auch, daf er als Revisor der Maurer mit seinen Mllrevisoren zu Oesters Einblick in die Bücher der Verwaltung de»„LauhandwerkerS" verlangt habe, von Herm Conrad aber immer hingehaltm worden sei. Es hätte fich zui tzt gezeigt, daf Bücher gar nicht vorhanden waren, deshalb bade auch die eingereichte Abrechnung sicher keinen Werth. Ebenso gut wie die e Abrechnung gemacht ist, löinte er die Abrechnung der Finanzm de» Kaisers von China an- fertigen. Eine Abrechnung habe nur dann Werth, wenn ste auf Grund richtiger Bücher aufgistellt«erde. Herr Peter bat nochmals, der Kommisston Zeit zu lasten und so beschlof die Versammlung, die fick bald darauf vertagte." Und weiter in Nr. 13 vom 15. Dezember 1884 helft es aus Seite 5, wieder unter„Berlin": „Zum zweiten Punlt, Verschiedenes, erhob stch eine lebhafte Debatte betreff« des„Bauhandwerker". Töpfer Thiem« und Dachdecker Matz machten der Piefkommisston Vorwürfe, nickt genug Grrechtigk itZzefühl gegen Herm Conrad geübt zu haben,«eil man diesem Herrn nicht den Verlag und die Exo dllion des Blattes übeiliffen hatte. Herr Thieme stellte sogar hinzu einen recht wenig durch» gedachten Antrag» weichen hauptsächlich die Kommisfionsmii« glieder Peter und Lehrend mit aller Energie zurückwiesen. Beide Redner, wie auch die übrigen zur Kommisfion gehörigen Herten stimmten domtt üderein, daf Hm Conrad stch selbst einen guten Thell de« Mif geschtckes, welcher ihn betroffen habe, zuzuschreiben habe. Herr Lehrend bade es seinerzeit bedauert, als man oon einer Seite Herrn Conrad Vorwürfe machte, heute müfte er leider von dieser Seite aus bestätigen, daf diese So: würfe nicht ganz ungerechtfertigt waren. Et nahm noch einmal Hnr Heinrich daS Wort, konnte fich aber« gen der gt afen Unruhe nicht verständlich machen und es wurde deshalb die Versammlung geschloffen." Nun, Herr H. Schulz, Herr Kefler hat doch diese angeb« lichen Verleumdungen unter eigener Verantwo iiichkett durch Druck unter allen deutschen vauhandwerkem verbreitet!? Em Berliner Maurer. Zchte Nftchrickfe»« Bulgarische«. T i r n o w a. 28 Oltoder. Gestem Abend fand eine Vor.ersammlung der Mitglieder ver Sobranje flo'i, in welcher Stambulow die gegenwärtige Lage darlegte und betonte, dof, da die Wiederwahl des früheren Fürsten Al' xander unmöglich sei. die Sobianje einen Thron kaovidattn wählen müsse, welcher Rr-flard genehm sei.— In Sofia ist der Belagerung» xustand protlam tri worden.— Die Verbreitung falscher G ruchte und vielfache Agitationen bilden die Ursache dieser Mafrezel. Die Zanlo nisten beschloffen da» Faller Men de» projellieten Meeting«. Nach einer Mel- dung der„Polii. Konesp." au» Sofia motivirte die russische Regierung den Grofmächten gegenüber die Entsendung zweier Kriegsfahrzeuge nach Varna mit der Noch wendig- lett de» Schutze» de» dortigen ru sticken Konsulats und der rulfischen Einwohner, wählend der bulgarischen Regierung «rtlärt wurde, daf diese Maf regel eine« Pro'e stationsalt gegen den Zusammentritt der Grof-n Sobranje bedeute. Eoztattsttsches au» London. Mittwoch, 27. Ollober, Abend«. Der Poltuiches der C« y, Fräser, Hai an den E'kretair der sozialdemokratischen Vereinigung ein Schreiben gerichtet, in welchem er anzeigt, dif mit Aulnahme der Lord' moyorprozesston keinem Zage gestattet werden wird, am 9. November die St-ofen der C l? zu passtren. Die sozial- demolratische Vereinigung soll dea)stchttgen, in einem Antwort- schreiben an Fräser nach den rech« lichen Gründen zu fragen, aus denen die Kandgedrwg untersagt wird. I« den Dock» zu Gent ist ein Streik der Ab- oder ausgebrochen und ist es zu bedauerlichen Thätiichkeittn zwischen den Streikenden und jenen Arbeitern gekommen, welche die Arbeit sortjetzen wollten. Lhotera Ein Telegramm aus Main» t heilt mit, daf es bei dm in Finthm und Gonsenbeim vorgekommenen Todes» fällen fich nicht um eholera»siatiea gehandelt habe. Auch die„Darmkäd er Zellung" lonstatirt, daß von den cholera» ähnlichen Erkrankungen in Finthen und Gonsenheim keine die Symptome der cholera» siatiea cehabt habe; es habe fich nur um einige Fälle von cholera uostraa gehandelt» auch seien solche in Finthen seit dem 19. d., in Gonsenheim seit dem 14. d. nicht wieder rorgelommen. Haussuchungen haben in dm letzten Tagen mehrfach m Altona und Dtrenten, hauptsächlich bei Kamern, stattgefunden- Bei dem Vorsitzenden des Äaurerfachvereins zu Ottensen konfiizirie man ein Taschmbuch, w iche» einige verdächtige Notizen enthalten soll, und einige Qulliungm über venu«» gabte Gelder. Arbeiter- Entlaffuvgen. Aus Dan, ig berichtet die ,.Danz. Zg": Unterer A-deiterbevöilerung scheint ein trauriger Winter deoorzustebm. Handel und Gewerbe liegen darnieder und auch in der Industrie wild die Arbeit immer tnavver- Unter diesen Verhälinissen macht es stch doppett schwer bemerk- bar, daf auch die Seaatswerlfiättm stch wieder zu einer Be- schränkung ihres Betriede» gei öthiat sehen. Aus der kaiserl. Werst ist adermal» einer gröfecen Anzahl bisher im Schiffbau beschäftigten Ardeitern gekündigt worden und einige 30 der- selben find bereits entlasten worden. Weitere Entlastungen sollen für die nächste Z tt bevorfteben. Die iSnigleche G wehr- fabrik bat zwar ihren vor zi.ka Jahresfrist erhedlich erweittt- ten Werkstattsbettieb noch ungeschmälert aufrecht erhalte» können, aber auch dort find, wie wir böim, dieser Tage zirk» 40 hosarbriier wegen Mangels an fernerer Beschäjiigung ent- lasten worden. Kleine WMHeilnnge«. Cprottau(Schießen), 27. Ottober. Die Kommunalsteuir' freihnt von Sprottau«st noch auf da» Jahr 1866 87 gerettet Zur Deckung de« D-ststt« sollten nach dem Betchluffe dü Stadoerordneten-Versammlung 75 Prozent Za'chlag zur Kiaster- und Etniommenfteuer erhoben werden. Nach dem Nonn»' regulative von 1886 ist jedoch bei Fiststellu g der Rornmuii«' steuer die Grund« und Gcdäudest u r neben der Klaffen- uno Einkommer.stener in Betracht zu»iihen, der Regierung«p:äfiden> hat daher dem Beichtuffe seine Genehmigung versagt. Da b" zmischm da« Etatsjahr well vorgeiückt ist, und die nachträglil? Veranlagung»"d Ei Hebung der Steuer Schwierigkellm mack>> so ist von der Erhebung der Steuer für da« laufende Elali- jähr nunmehr ganz Abstand genommen und Sprottau wick seine Kommunalsteuersr-iheU noch dt« zum 1. April 1887 bt' wahren. Die Svroltauer Steuerzahler werd-n gegen da» „Versehen" der Kammunalbehö.den gewif freundliche Na» ficht üben. J Wie«, 27. Ollohe'.(Vor Schreck die Sprache verlöre«-! Der 13jäHiige Realschüler Siegfried Strafberger ist, als � mit Allersgenosten sgielte, bei dem Versuche, stch aufzuhenke»- derart verunelückt, daf er nicht mebr zum Bewußtsein gebrock' werden konnte. Als die Mutter de« verunglückten Knad«» seiner anfichtig wurde, stürzte ste bevuftlo« zusammen«j»' muffe in die nachbarliche Wohnung g-brachi werden. dem Momente an hat die Frau die Sprache total verlorn' und kann stck mit ih.er Umgebung dlo« durch Z ichen v««' ständigen. Doch geben die behandelnden Aerzte Hoff au»» daf Frau Strafberger innerhalb einiger Wochen ihr Splt� vermö,en wieder e: langen w rbe. Theater. Freitag, den 29. Oktober. Ovevahau». Deutsche KS.sche. Vorher: Die Verlobung bei der Laterne. »«ttche�Tveatep�Gräfli, Lambach. Vorher: Der Deutsche».. »estden«-Theater. Ein Grofstädter. Ein anonymer Brief. Sriedria-WUhelmstödttsche» Theater. Vizeadmiral. »aiwer-Theater. Der Goldonkek. Belle-Älliauee-Theater. Boccaccio. vstead-Theater. Da« neue Gebot Viktoria■ Theater. Amor. Tanz-Poem von Luigi Konzottt «aihallw-Theater. Die Piraten. Zeutrai-Theater. Alte Jakobstr. 80. Dtrell.: Adolph Emst. Der Wald- Teufet Gesangs- ,oste in 4 Akten oon W. Mannstädt Kouplets oon#. Sörf. Muff! oon B.Steffen». Mit neuen Dekorationen und Kostümen. gvoität I) igstädttsche» Theater. Der Allimbudiker, Ii oder: Wie gewonnen so zeronnen. Kaufmauu'»»artetck. SpestatttSten- Vor. stellung. »«ericau- Theater. SpeMttäten- Vor» fiellu.rg. »eich» halle«- Theater. Spezialttäten- Vorstellung.___ Berliner Stadt-Theater. (Früher AlkamAra- Theater.) Wallner- lheaterstrafe 15. Freitag: Ertra-VorsteUung. Gafttpltl de» tönigl. pr-ufischen Hnsschauspielets Herrn genau*« G Sather BOT* E nmalige Aufführuna l-st» Die Waise aus Lolvood Schauspiel in 5 Akten von Ch. virch. Pfeiffer. Vor d.r Vorstellung: Großes Sovcert der Hauskapelle, «tter Leitung de» Kapellmeister» hm. Th. Franke. Anfang der Vorstellung 7'/» Uhr.[805 Da» Theater ist mtt elellr. Beleuchtung ver- sehen._ vaffage 1 Tr. 9 M.— 10*. Kaiser- Paaeraaaa. Nur diese Woche: Reul 4 Abth.: Maler. Schweiz. Ii. Cyclus Amerika. Californim. Hertha- Reise.— Carolinen-Inseln. Untres 90 Pfennig. Kinder nur 10 Pfennig Unser« Freunde Herm MUHet« Mächet zu feinem beutigen Wiegenfeste»m dreimal donnerndes Hoch, daf die ganze Camysttafe wackelt und mit Nr. 5 herum, avvelt. 936] feto« Freuade. Soeben ist im Verlage von I. H. W. Dtetz in Stuttgart erschienen: Internationale Bibliothek Heft I. Die Darwin sche Theorie. Preis pro Heft 50 Pf. Zu bezieben durch die Expedition des„berliner Volksblatt", Zimmerstraße 44. WM- Mirderverkänfer«»abatt.-W» Z« haben fct der Urpedition d. Dl«, Siwtaerprag« 44. Soeben erfchem im Berlage von Wöeleia und Co. der Deutsche KMVtrktr-ll.Arbnitr- Noih-Kaltlldcr fStr 1887 (IX. Jahrgang). Dieser Notizkalender, seit I ihren in den deutschen Arbeiter- und Hanvwerkerkreism rühmlichst bekannt, ist nicht dloS Kalender. sondem zugleich Notizbuch und Gesetz- sammlung. Auch in diesem Jahre ist sowohl auf dm Inhalt als die Ausstattung besonder» Sorgfalt verwendet und ist nareotltch de- züglich des Einbände» Vorzügliches ge- leistet und bestes Material dazu verwendet. Neben der gewöhniichm Ausgabe ist auch wieder eine stärlere veranstaltet, welche mehr Schreibpapier entbSIt und kräftigen Leinwandeinband mtt Deckel nach Brief- taschenari und Gummiband hat. Auch bei der gewöhnlichen Sorte sind diesmal die Ecken abgerundet. Inhalt de« Kalender»: Kalmdarmm mit neu rcototitem Ge- schichtslalender: Postalische Bestimmungen; Telegrammtarif' da» ganze Unfallverstche. nmgsgesetz mit Anhang vom 28. Mai 1885; G-setz über die eingeschriebmen HilHkasten mit Der Novelle vom 1. Juni 1884; da« Reichttags- Wahlgesetz mit R glement; Aufzug au« dem Reichs- Paientgesetz; Gewindeschneidetabelle für Meiallardeiter; Schreibpapier mtt Datumsangabe für Tagesnotizen, leere« Schreibpapier, Brief. täschchen. Der ganze Kalender ist vierzehn Bogen stark. Preis der einfachen Ausgabe 50 „„ stärkerm„ 70 WiederoerlrSnf»» erhalten lohnenden Rabatt. 8: Aus de« reichen Inhalt heben wir hervor: Reichzha»«lialt«.Etat de« Deal- scheu Reich«.— Zerbrochea» Settea. Er« i»ählung von Rob Schweich, l.— Bir- ; tige graaeu»ab Haarmeuscheu.— Et, Praletarierkiab.?rjählungv.S.Laager. — Der Kampf zwischeu Ferner». Waffer ta brr«ett. Von P. D«m. Köhler.— Wie»au eiu» Milie»»erbieut.— FUe- »eube Blätter(humoristisch). Kt# Oratio-feiUarat L Bado., Satt««»». J.«luuche. 4. Dir bribea«Uta. Sit Waublaleube». Kwt, 60»s.■»- etatt«8fl 3.«•«- Diatz. aAawaaaAAAU www Zu beziehen durch die«»»»dättoa, Zu» «erckrahe 44. Wiederverkanfer erhalte« hohe« Rabatt. melden in der Posamenienfabrik von 933J_ 9tXnt ö�uad».—'_ F Söhne, Pallisadenstrafe Ö. 937]_ Startynle�ra���aM� Setantwottlich für dm P°lM>chm TheU und Duales«« SGUeptt, M««ttne ���en übrigen Theil dn Zeitung«. Kr.nh.i», sämmtii» M Den Manrrr» Berlin, und Umgegend zur Nachricht, daf d.r zum Freitag, den 29. d. R, angemeldeten öffentlichen Generalversammlung mtt der Tazesordnung: 1. Abeechnung vom Generalfonds, 2. Auflösung der Lohnlommisston. 3. Gewerkschastliche», die polizeiliche Gmehmigung nicht ettdeili worden ist. sg41 Früher Lomiaemmtääeioehe# The«ter' Dresdenerbrzhr 72/73. Um großartigste pr-aramm der ß#lä**r Ch» Johnson Family. 4 Damm, 1 Ute bcdeuicnoUeri Swwemmtünstler der (Fehte M-che.) Riegel'. BaU-t.»»s-Usck< 12( amen, 2 ipemn. 7 Ichwester« Hr. th»»». Ernesto. Hacwiy Piula und e-uv»" TrUbttm. Eua-n Zocker. Kaihi Belloni. RSthselhafte» V»rsch»i»b»a einer s«#»� Pa»e von offener Kühne. Mnmittele� daraus: Vollständige Aufklärung über daa Verschmindea der PaaW- Kastenöffnung KV, Uhr. Anfang 7'/, Uhr� Empfehle mein» Porzellan, und Tluhrelieo Solide Pteise. LttillaNg. Gr. Aufv-L A, Karle, Laufitzerplatz L � chi� «enerat-Nersamminng vec Produktiv- u. Rohstoffgenossench der Schneider zu Veti n(E. 6) am Dimstag, den 2 Naaemder, Adenos 8 Liipzigerstrafe 33 bei H rm Waf mand- Tage»- Ordnung:. 1. Wahl des Vorstandes. 2 G-schäftli-b�. Der Verwaltungsra". Versammlung � de« Verein» der Iattter». AnnnnhMiB lk#n Rd 41 AVa•*»., Versammlung r» vonnadeno. den 30. Ollover, Abend* 8V».« in Srat me U'» Biet hallen, KommandA�z strafe 77—79. Tagesordnung: 1. Berickf,.� Bmstandes über die Thäiiztcil de» 2. Abrechnung. 3. Wahl der Arbellsoeraw� lungskommisston und der Revisoren. 4 (ebiedenes. Der Vorstan 0- jj, 985] I.«.: H. Mendt, Steina««� Arbeitsmartt. LergoldergehUfen werden verl. Admirali Ein geübter Auleger � für die itthoiraghisch» Schn-llvr»ste o»llv�> Em Laufbursche,__. welcher in Berlin bekannt ist und gute 3�?«- hat, wird sofort mtt wöchentlich 7 M-| gesucht. Offerten unter Chiffre an pedition diese» Blatte» erbeten. 1