Kr. 254* Kotmabeud, den 30* Oktober 1886. liL Jahrs. trlinetllollistilflll Brgan für die Interessen der Arbeiter. Abonnements- Einlnäung. »L den Monat eröffnen wir ein neue« �»onnement auf da» »»Kertiner Kalksblatt" d««Vlbentlich erfcheinendm Gratisbeilage ».Ikastrirte» Kovntagsblott". «K 2� H»u« kostet daffelbe 1 M. 35 Pf. pro Monat, ro Woche.©efteUungen werden von sämmtlicken �./""a�'vediieuren. a#ie von der Expedition unsere» Blatte», 44, mtgcgen genommen. ��Mgm au*et�att nedrnen sSmmtliche Postanstalten Be« Vu Aeilalitii» mmd%ppifitioi\ de»„#evlitwv KoUrobiatt". fflitbic kiiml Herr Alrzuder Aeyer. Warum wir uv« eigentlich so lellkicht u» beschäftige», werde» vselleicht unsere Leser hSufi, mit diesem Herr» -------------- Zsere Leser frage». Die «vtwort ist leicht: weil Alt rander Mlyir nebe» Ludwig Bamberger der hervorragendste Vertreter de»„reine» Manchesterthum«' ist, dem wir, al« der Quelle unsere» wirthschaftliche» El-nd», de« Krieg geschworen habe»; weil i« Herr» M'yer sich die Kaltherzigkeit diese» P ittz'p» per» Apert; weil mit einem Wort bi fet Kämpfer für die„»bere» Lehntausend" fielt all der„Rufer im Streit' für„St. Manchester' fi�urirt. Z» Nc. 3 der Wochenschiift„Die »M»' vom 16. Oliodei siede« wir«eben der geistreiche» tote. lu"0»Drei So,ialtste«.Prozeffe' von S. Muvckel, v°.».'"sere L-fer theilweise kenne», auch eine» Artikel �»»der Meyer über.Da»»äffe Berlin'. e, gütlich kann der geistreichelnde Freihändler damit nur Jr.»Bieikonsum' meinen u»d da ihm zu ernsten Arbeite« schein!, ch keine Zeit bleibt, so benutzt er die Form der »r.*' für feine wirthlchaftliche Anficht eine Lanze zu �. chen. nun Herr Alexander Miyer sich begnügt .. wrnn nun verr»eexanoer a»'?-r oegnug» ST**, feine icSEBeitheit dem Kreise der«ne'pzenoffe» zum ?Ken gebe» und diesen Gleichgesinnte« und Gleich. fpiüthe befriedige« zu könne«.' ... Der Artikel handelt u.». von der Thatsache, daß trotz ZiWMSzr» *«WoL] IseuMeton. [13 Ii Im Hanfe des Verderbens. Krimwalroman. Bon«ewhold Ortmanv. fchkint, daß ich hier jetzt überflüssig bin!' fuhr bin?.!. f0rt»«achde« er den K-anken noch einige Sekunde» , Achtet hatte.„Sollte stch irgend etwa» Bedenkliche» zeige«, toeoti8? Sie mich ja rufe« laffe» I— Achte» Sie nur '£ baß diese Glatspliiter hier sorgfältig entfernt werden." Stil,-«r und wieder trat dieselbe unheimliche v.ni8'« Krankenzimmer ei», die Eltbeth schon vorhin de» »nb � � Der Baro« schien wirklich in einen ruhige« in b* Schlaf gesunken zu sein, und der alte Diener b.t. 77. hatte der immer gewaltiger auf ihn herein« Sei»�u*? Müdigkeit auch nicht mehr widerstehen könne». "«tiefen Arhemzüge verriet hen den feste« Schlummer. f0?le stch- daß sie j-tzt wohl unter alle« Be« stefw?.! Schloff«» die einzige Wachende sei. Ader auch vurbJl V�Jldre Augenlider schwer und immer schwerer »«g?' Die Masche« der Handarbeit, die ohnehin bei der eI»««Lr*ucht«»g ziemlich«strengend war, begänne» Hänb.? z« verschwimmen, unw lllürltch sanken ihr die »äffen*5 Schooß, und nur durch ei« gewalisame» Auf- Luft i�°�' f« den Schlaf von sich abzuschütteln. Die fühlte erschien ihr jetzt schwer und diückend; sie Mehr'lans dem bleierne« Druck derselbe» nicht WWM «imkel» ihre« Herzen» empor« wirthschaft" scheint ua« dieser Satz den« doch de»„An« rewp h* werth. Nach Herr« Meyer lebe« wir w der beste» Welt; c» ist bewüsen, daß wir höhere Ansprüche an da» Lebe» mache», weil wir diestlbea befriedige« könne». Da kommt e« nun darauf an, zu untersuche», wer den« eigentlich die„wü" find. Kö.ne» die Millionen, welche alle Werth« schassen, die höheren Ansprüche a» da» Lebe«, welche sie aüer»i»g« stelle« und im Z-terss« der Gesundheit und der Erhaltung ihrer Familie stelle» müssen, befriedige»? Sind unsere wirthschaftliche» Zustände derartig, daß «an, ohne der Woh heit in'» Gesicht zu schlage», da« Rech» hat, eine» Satz aufz« stelle«,»ach welchem der Konsument e« sich w immer steigendem Maße gestatte» darf, größeren Aufwand zu mache»? Nein und tausendmal«ei». Zeder, der mit klarem Auge die Verhältnisse im Volke ansteht, wi-d erschrecken vor der stet« steigende» Verarmung der Massen, die eine aothwendige Folae de«„Manchesterthum»' ist. Herr Alexander Meyer kann also nur mit seinem„wir' die winzige, aber durch de» Besitz alle, moderne» Macht« mittel sehr kraftvolle Minoriia» unsere« Volke« gemeint habe» und in diesem Fall hat er vollkommen Recht. Zawohl könne» diese Handvoll Mensche«„höhere Au« sprüche' an da» Lebe« befriedige», aber warum? Weil die Majorität für sie albertet, weil de» Millionen im Dienste de» Kapital» und de» liberale» Mansterihum» sich Aufreibende» nur der»othdürstigste Lebentunterhalt gewährt wird und in zahllose« Fälle« auch«och nicht einmal dieser Verdienst erreicht wird. Wir mache« keine» Einzelne» dafür verant« wörtlich; e» ist, wie gesagt, die loatsche Kon- seque», der kapitalistische» Preduktiontweise. welche diele Zustände biß zur schließlichen Unwöglichkett entwickeln wnd. Aber die Vertheivigcr dieü» System« sollte» wenigsten« so viel Ach'ung vor ihre»„Ecnäh er«' habe», daß sie zu der wiithschafrliche« Misere nicht noch de» Höh» hinzu« füge», der darin liegt, daß sie die Welt glaube» machen, da«„wir' de» Herr« Alexander Meyer umfasse die ganze Gesellschaft, gelle auch für die Aibeaer. Die Ansprüche an da» Lebe» find da; die Möglichkeit zur B.friedigung derselben ebenfall»; aber letztere— die Befriedigung nämlich— wird so lange ei» frommer Wunsch bleibe», so lange da«„Manch.sterthum',»elch-s identisch isi mit dem„Freihändler' de« Herr» Alex»der M yer, regiert, so lange nicht die sozialen Aeaderungen«ingeführt find, welche die„deutschfreisianiae Partei' unter Voranttitt der Herren Bamberger und Miyer so lebhaft bekäirpft. Also, Heir Meyer, breche« Sie mit Ihrem Wirthschaft»« gestiegen waren, schwanden mehr und mehr und allerlei süße Hvffnungtträume und lockende Zukunftsbilder waren e», die allmältg ihre Seele erfüllte». Eo lehnte sie sich an die Brüstung de« cffenen Fe» st er», und e« gewährte ihr sogar ei« gewiss< Behage», al« der hinter de» Bäume» empor« sieigende Mond sie mit seine« kalte« Strahle» übergoß. Daran, daß sie beobachtet werde« konnte, dachte fie keine» Augenblick, den» wer sollte um diese Stunde»och draußen sei»? Die dunkle« Umrisse der männlichen Gestalt, die ge« rade u-ler ihre» Fißea am Stamm eine» Buche lehnte, konnte fie bei der Fmsterniß. welche diese» Theil de» Parke« «och bedeckte, nicht wahrnehme», und sie dachte auch gar nicht daran, ihre Blick« da unten suchend umherschweife» ,« k��Der Man», der wie festgewurzelt«eben dem mächtige« Baume stand, schaute unverwandt zu de, lichtuwflossene» weibliche» Gestalt i« die Höhe, und seine blasse» Lippe« biw-gie» sich, al« wolle er ihre» Name« rufe«, obwohl in Wirklichkeit kein Laut au» seinem Munde kam. Der Lauicher war Cnrt von Brandenstei». Er war »ach dem letzte» Te'piäch mit Ramfeld auf sei» Zimmer asstürzt; aber der schwere Wein, vo« dem er eine bnuhi« aende oder wenigsten» betäubende Wirkung erwartet hatte; war ihm nur mit neuem Feuer in« Gehirn gestiegen und hatte ihn bald wieder Hinautgetriebe» au« dem enge», be« drückende« Raum. Drauße« im Freie», im Du.keln, wo er a,», sicher vor fremde« Auge« war. mußte ihm besser wer« de« und mit u» hörbare» Schritte« gmg er darum dre Treppe mm wenn n hineinstürzte und ihn gewaltsam zmückrrß vvndem system; sorge« Sie mit dafür, daß der Ertrag der Arbeit auch dem Erzeuger derselbe» zukommt, dann wolle« wir mit Ihnen sage», daß wir höhere An'p ühe an da« Lebe« stelle»,«eil wir UN» bewußt sind, höhere Ansprüche defrie» dige» zu könne«. So lange jedoch diese» Ziel nicht erreicht ist, bleibt Ihr Satz nicht» al« der Versuch, dem Volke Sand i» die Auge» zu streue«, nicht» al« eine „liberale manchefterliche Heuchelei.' Elms rn de» KmlMrMhiiler. In dm neuesten Fabitlinspektorevberiittei für 1685, die durch hervorragende sozialpolitische Mmgelhaftizleit fis rrn» oorihetchaft auß.eichnen, stnv in vem A'schnitte: Gesundheitsschädliche Eidfläff-(a. a. O. v. 91 ff.) eine Anzahl Arbeiter« krankbeiten aufgezählt. Wir denutzen die Gelegmheit, um au» dieser rein amt« lichee Oaclle zu schöpfen, die doch sicherlich nicht in den Verdacht oppofilioneller Färbung kommen wird. Da haben wir: l. Phoßpho:. Nekrose, Kieferknochenfraß, ein Leiden, dessen verheerenden Wirkungen die in der Ztndbo'zfadrikation beschäftigten Arbeiter zum Opfer fallen.„Eß st-n nur roh ganz wenige Fälle vorgekommen," heißt e» im B-iichl. Di» tft durchau» inkorrett. Et müßte heißen„zur Kenntniß der mit Arbeit überhäuften Beamten, deren Bezirke viel zu groß si-rd, ge- kommen." Femer steht et fest, daß die edlen Zürdholzfabri« kantm, sobald ein Arbester an N krose zu erkranken deginnt, denselben entlassen. E» mLßie doch seltsam zugehen, wenn plötzlich, ohne daß die Urloche, die schädliche Arbeitsmethode, drfettigt ist, die Nekrose p.ötzlich eu» dieser Industrie oerschwinden sollte. 2. Bleivergiftung. Fälle häufiger. Natürlich find nach Auffassung de» Bericht», der unter Inspiration der Kopsta» listen abgefaßt ist, die Arbeiter meisten» selbst da'an Schul». „Mangel an Vo ficht I" Wrrum find die Arbeiter auch so unvoistNiig, in solchen Betrieben zu schaffen! 3. Queckstlberkranlhiiten. Annehmlichkeit z. B. der Spiegel- beleganstallen. Bringen die Ardeiter in ein frühe« Grab, vergüten den Körper, erzeugen die Zitterkrankheit, rerk'üm-nte G.ieder, tödien da» Kind im Musterleib. Viele Frauen find rn der Spieaelintustrie beschäftigt. Von 100 Geburten der« selben find 95 Frühgeburten; da» Qarckstrder befördert da» Abortiren. 4 Kyanose unter den Arbestem der Oxydirkammern von Anilin- Sw warzfärbereien. 5 Milzbrand in den Rbßbaarspinnereten. Uebertragung der Milzdrandbazillm au» den Haaren kranker Tdier«. 6. Augmttkrankungen and albere krankhafte E scheinungen irr der Hurtabrikation. Der zur Denawrirung des Weingeist«» dienende Meihyl Astobol(5 rC) ruinirt die Augen. Der Allobol wird bei der Arbeit mrl Lack Ölung dinlltzt. 7. Staudinhalation»> Kran lheitm, Leiden der vihmung»« der Alre gena»?— Er stöhme laut auf und erschrak doch im nächste» Augenblick wieder vor dem dumpfen Laut, der an» seiner Brust kam. Oy»« da» Treppeag'länder fahre« zu lasse», sch»a»kt« er weiter, hinunter auf die Terrasse und httrti» in den düstere« Park, bissen undurchdringliche Fmsterniß ihn anzog nnd ihn doch wieder mit Schauder und Graue» erfüllt«. Schon zwischen de« erste» Bäume« blieb er flehe». Seine Wange» brannten nnd die Augen lagen heiß und glühend in ihre« Höhle«, während ein F östela seine Slre- der schüttelt«. Er fühlte, daß sei» Schritt unsicher war, beß er straucheln und falle» würde, wen« er sich nicht an einen der Bäume lehnt«; der Wein und die Aufregung be- ganne»,«ine» Nebel um seine Sinne zu lege». Da hört« er da« O ffne» eine» Fenster» über seinem Haup e und blitzartig schoß e« ihm durch den Kopf:„E» ist Alle» ent- deckt I" Stter«« Auge» blrckre er empor. Zitzt muß'««» ja ertönen da» furchtbare Geschrei'„Mörder! Mörder!" Und jetzt mußten sie ja komme», ihn zu ergreifen und ih» vor da» Bett de« sterbende» Oirkel» zu schleppe«. Aber e» blreb Alles still. Em« hell« Gestalt, die er nicht«kenne« konnte, stand regungslos in dem gröffrete» Fenster. Er drängt« sich fester an de» schützenden Bau«, »der seine Blick« hinge« wie gebannt an dem«ine» Punkt de« düsteun Gebäude». Da kam der Mond üb« den Baunz» wipfel empor, und ein schmaler Streilen seire» Licht.» fiel gerade auf jene» Fenster. Nu» erkannte Cur» Elßbrth'» Geficht, nnd in feinem fi-bnnde» Gehirn, in dem die Ge» danken toll und wild durch einander k. ersten und sprangen, gewann urplötzlich die L idenschaft für sie Gewalt über alle Regungen, die ihn bi« zu diesem Augenblick behmschr hatte». Wie schön, wie verführerisch sah fie in der eigenthümlichea magische« Beleuchtung au«, wie klar zeichneten sich die L nre« ihrer feine» schmregfame» G fialt auf dem dunkle» Hwtergrunde ab, und welch eine, süß kindlichen, u, schuld« volle« Autdruck hatte ihr Antlitz jetzt, da fie sich völlig un« beachtet glaubte. Dem Untenstehende« war e», al» sei allmälig die Ent« fernung zwischen ihnen geschwunden, al» komm« fie ihm organ«, Katarrhe d«S Sehlkopf», der Lmig« und Lungen« schvoindsucht: �. ») Wcl der Heisttllung von Porzellan, Tdonwamen, Stein zeug. In den Stetnschlnfereten: naffe» Sidleifen b« H�ld edelsttin«; Ltbenidouer der Schleifer fetten über 30 Iahte. b) In den WeiMechkalnilm. Der Staub eniwickett sich au» dem zum Tdleid.n der Blech« benutzten gelSscheen Silk. Gut autzgestebte Sleie ist ein triffi ch-r, unschäviltzer Ersetz Da Siele aber etwa» theuwr. bleibt'« durchgängig beim Alten. c) Hanvardeit der Mälzer auf Ralidmrhordm solcher Brauereien und Mälzereien, welche keine mechanischen Malz mmdavva-ate besitzen....... d) Lunaenkrankbeitm in den Blatzschleifereien. Ursache: Der feine Staub, die schlechte Luft die ungesunde Suliun« de» LSrpe s, besonder» wenn der Schleifappirat mit dem Futz bewegt wird. e)„In den Spinnereien und Webereien ist die Mehrzahl der Arbeiter schwindsüchtig, brustleidend, blutarm oder bleiche süchtig. Die Etkrankungen der Luftwege werben durch den Staub, Blu armuth und Bleichsucht durch ungesunde Luft und mangelhafte E nährung hervorgerufm. Die Svinneret ver- msacht erheblich mehr Tikrankungen al» die Weberet."(*. a O. Seite 94) Also blut arm, weil blut arm» die alte Leier! Da» Zu- geständnih aber au» oisli-ll'm Munde, dah die meisten Nr better der mächtigsten, hö-tst�ntwickeltsten Industrie, der T-xttl- tndustrte, von vornherein Todetiandtdaten find, ist so kvstsar, daß e» festgenagelt werden muh; bei der nächsten Beratdung de» Ardeiterschutzgesetz Entwürfe» wird diese Stell- de» amt lichen Bericht» unseren ordnungäpatteilichen Gesetzgebern hoffentlich gründlich vorgehalten«erden. Schutz der nationalen Arbeit! f)„Bei Zigarrenarbeitern ist sehr viel Lungenschwindsucht en." Von großem na-tth-tligen Errfluh ftnd:„Die zu finden.____——,„... �. ungesunden Ardettlräu�e, dt« Wärme, der tet ver Fabrikation entstehende Staub die ungenügende Luttzuführung; die früh z-tttae andauernd« Beschäftigung d-r«mdet mit Adripp-n und Wtckelmachen legt den«»im zu späteren Erkrankungen, wenn derselbe n'At etwa schon durch die Eitern übertragen sein sollte"(Erendaseldst.) Wenn de, viricht da»„stttliche Lebm der Ziganenarbetter" auch mtt in dm S?«i» der S-ank- heittursachen. bin-inji-ht, to nimmt un» die» pastoiale Gedahren in Neudeutschland nicht Wunder. Spaßhaft a?er ist e», wenn auch„da» frübe Heirathen von na-bid-Uizem Eü flaß" ist. Wa» soll denn d«r Proletarier thun? Dort zetert man über die„Im- moralttät", über die vielen unehelichen G-d arten, und hier über die frühen Ehm. Wa» für anmuthtge Scherze! Auch die auf dem Land« wohnenben, aber in der Stadt arbeitenden Atga renardetter weisen viel Schwindsüchtig« auf.„Da» Ur glück ist, daß fie zu Mittag nicht warm effen, sondern sich mit Schnop» und Brot begnügen und am Abend mtt vollem Magm schlatm gehen." Statt„begnügen" lte»: begnügen müssen. Man st lle doch die Arbeiter beffer, dann werden fie auch«arm zu Mittag efien körnen. Die Roth bestehen lafim. und über ihr« Wirkungen pharisäisch jammern, da» ist echt kapitalistisch. �. g) Im Schneidergewerbe Lungenleiden und Verdauung». störungm, b«i Herrenkletdermachern wie bei Näherinnen. b) Tischleret: Lungenpthise. 1/ Stein, und«uchdiuck(vetz-r und Drucker): Lungen. und Magenkatarrhe. Ursachen: warm«, staudige vrb«tt»räume, stet» gebückte Stellung; Magenkatarrhe bei den Setzern erklär. lich durch da» Letternmctall. 8. Magenkatarrhe bei dm G'a»blSsetn. verursacht du ch da» in Folge der furchttaren Hitze so natü lich« viel« Trink.« kalten Wafier». Ebenso tn dm Sunstdüngersadriken: hier ffnd «» die beim Aufschließt» der Rodmaiertalim entstehenden Gase, und der Staub, wtlcher steten Hustenreiz ot-lüM. 9. Eingeweidewurm:(Anchylontomum duodenale), entdeckt bei dm Z egelarbettei'' in der Nrhe von Köln. Hat Blut« armuth zur Folge. Der Eing«wetd>wurm kommt wohl auf sämmtlichm Ziegelkeldrrn bei Köln vor. Mtt diesem Blummstrauß- rt find aber Tobtmblumen — von Berufskrantbettm begnügt fich der Bericht Wir könnten noch ein Dutzend und mehr anderer Branchen und anderer L-idm aufzählen. Da»«bm Mllgethettre aber genügt. «mügt, um die Nothwendiglett eine» durchgreifenden Ardetter schütze» zu zeigen. G-sunde, gut vertilirt' Arbeit». räume, Schutzvorrichiungm. kurze Arfeittzeit, hohe Löhne, gute Ernährung, damit schafit man Wandel. «olitische Uebrrstcht Z« eturw Artikel übe» da» P ogeamm der tvg- lische» Soz�attsten Hai die„Neue Bö senzetiung" glück! ch helauögetunden, daß die landwirthschaiilich« B e s ch a s l t« gung der ArbetUiosen nur gefordert würde, damtt man n t ch t», u t h u n brauche. Diese haarsträubende Sinnlofig« kett druckt die„Nordd. AUg. Ztg." deisälltg schmunzelnd nach — noch dazu, ohne zu Merten, daß vi« englischen näher und näher— er glaubte fie ganz dicht vor fich zu sehe« und er öffueie seine Arme, u« sie an fich zu reißen. Dann aber wuchs uip!ötzlich wiever da» Hau» vor ch« in die Höh« und fie war so weit, so anerretqdar weit von ihm«atferat l— Da» Glst, der Oakel uad die®e< fahr waren vergesse»; aber Leidenschaft und Begierde wühlte» eben so mächtig in seinem kramp'haft erregten Innern al« vorhin die nagende Furcht. Da kiang ihm Ramfeld'» lcht« Aufforderung in da« Ohr, so klar, so deutlich, al» fiäad« der Doktor hinter ihm und habe e« ihm»och einmal zugeraunt. „Gehe hinauf zu ihr! Sie ist allein l Da» ist da» Miitei, jeden Verdacht zu beseitige« I" Alleta mtt ihr! Jetzt in der Nacht! E« war ei, be- rauschender Gedanke, ein Gedanke, dem er nicht widerstehe» konnte, der allgewaltig jede Fiber seine» Wesen» ergriff. Er ging in da» Hau» zurück, vorstchtig jenen Fleck der Tenaffe oermeidend, auf dem ihm da« deeich e Mondlicht vorzeetig z em Verrä her geworden wäre, er eitt« mit wenige« Sprüngen die Treppe hinaus und trat in da« Zimmer, in de« fich Eltbeth defand. Der Teppich machte seine« vor« fichtig«» Schritt unhöibar; und da« junge Mädchea hatte Mi« Ahnung von seinem Somme». N-ich Athen» ringend, blieb er mitte» in dem Gemache stehen. Die tiefe», ruhige« Athemzüge, die au» dem Sranken, immer hörbar wurde», bewiesen, daß von dort keine Uebeerafchung zu befürchte» S; aber Cur»'» Gedanke» waren viel zu verworren, al« ß er darauf überhaupt bätte Gewicht legen sollen. Er trat dicht hinter E»beih. Mtt funkelnde» Auge» betrachtete er die schöne« Lmu» de« Gesichte«. da« ihm noch nie so «ah« gewesen war, und mtt der»ückstchtSlose« Gluth eine» Trunkenen beugte er fich vor, seine L ppe» auf ihre Wangen zu drückt«. Ade« der heiße Hauch seine« Sihem» hatte ihn ver- ratheu. Furchtbar erschreckt, aber ohne eine« Laut au» zustoßsu, war Eltbeth in die Höh« gefahren und stieß de» Lermeffeue» mit ihrer ganzen Sraft von fich. Curt taumelte dt» t« die Mitte de« Gemache« zurück, und sekundenlang standen fie fich gegenüber, oh»« daß ei» Wort gesprochen worden wäre. Die Sattüfiung, die mtt Heeßen Blutwelle» S ozialisten nur in konkreter Form verlangt baden,«a»«inst Fürst Bismarck in»datraoto al» da» Recht auf Ardett verihetdigt hat— Wenn# in dem Artikel weiter heiß', die Sozialisten wollten nur, doß die Einen auf S�stm der Anderen„gemü hlich" l-dirn, so«widern wir: Umgekehrt grade an dem burger« liehen System Hai der SoziaHmu» aufzufitzen, doß die Einen von der Arbeit d-t Andren leben, allerdings noch mehr wie aemächlich. In U beizen haben wir da» englische Pcrg-amm selder nur ein Vnlegenh-USprogramm genannt. Aber auch unter solwen giedt«» d-fiere und fibficht««, und dasjenige, nx lebe« dal Sanzlerdlatt ve. fitzt, erlauben wir un» einstweilen für da» schleebter« zu halten. Unfallveificherung der Seeleute. Ueber den Gesetz. entwuef, b,tetftenö die Untallveeftcheeung der Seeleute wird otsti'ö» be irbt-t: E» handelt fitz darum, die Fundamentalsötz« d-r Unfalloe, fitzerung auf einen Erwerb», weig zu üteetragen, d.fi-n VeihSUniffe in vielen tür die Gestaltung»er diihrizen Gesetzaevung«eisteidenden Punkten von denen der übrigen Gewerde abweicht. W e schwierig es in verschi denen wichtigen Punkten ist, die O gantsatton der Uafallverfich«ung auf ven bezeichneten G-wervSzweig zu übertragen, deweift u. A. der Umstand, daß de- seemännische Berus, welcher sein««ngehöeigen den«löß'en Theil d« Z it von dnHeimatd entt-rrt halt, eine ähnlich. Organisation d r Miterirkuna de» Veistcherten bei der Durchführung d-r Unfalloelstcherung u'd Unfalloerhülunz. wt« ffe für die industriellen Arvetter deNebt, e-hebltch«Ich»er». Ebenso gestalten die V"bältnifie der Rhederet e« nicht, für die V«fich«ung der S eleute die Bildung der Berufs genoffen« schaften der freien Eniswtteßueig d-' Unternehmer zu übeelafien, es mußte vielmehr die Zusammenfaffung der gesammten See- schiff'vbtttbetrieb« zu et n er B-ruXgmofienschatt vermöge Ge« setze» tn Aue ficht genommen weiden. Schaff- von unter 50 Kubikmeter R mmgehalt find bi» auf Weitere» an der Unfallverficherung n i ch t d e I h« i l i g t Em weitere» Moment der Abweichung der V-rhättneffe und demzufolge brondirer ges tzticher Erwägung liegt in der Fürsorge in KranthettSlalllN, wr ch«. für dir Seeleute nicht auf G undiage de« Srankmiafim« gef.tz't unter«elentltch-r Beitragt pfl cht der elfteren, sondern auf Grmd der Seemannsordnung und anderer Spezialgesetze ousschlteßlich zu Lastin der Rheder erfolgt. Der Gedanke liegt nahe, für die hierin im Vergleich «u den übeigen Arbeitsgebern liegende Rrhrdelastung der Rheder«! einen Ausgleich durch Heranziehung der v eleute zu den Kosten der Untalloerficherung zu suchen. So aewlchttg immerdm aber solche E wägungen der Billtgkett und Wtrthtchafispoittik auch find, io können fie»och gegenüber dem Funvamentatt-etze der llntallocrstcherung« G-fetzgedung. nach w-lcher die Fürsorge eine öff-ntirch-rechrliche ohne Konkurrenz »er Verfich-rlen auszuübende Verpflichtung der Arbeitgeber ist, nitzi enlscheioend in» Gewicht fallen. Wenn ferner da» Ver« HSliniß der bist-henden Haftpflicht zu der Verficherungs Pflicht im Allgemeinen tn derselten W-ise zu ordnen war, wie bei den bieder erlafienen Unfallveistcherungtgefitzen, fo waren doch die Wünsche der Rheder auf eine abweichende Ordnung der Materie für KoUtfion»fäUe al« berechtigt anzuerkennen und d-muttoige zu berückstchttgen. v-i Entwersung der Be» Nimmungen über die Berechnung der Unfallßrenie war in» Auge zu iaffen, daß d-r Seemann in der R-gel nur 10 Monate im Juhte beschäftigt ist, zwet Monate dagegen stille liegt. Di« Belastung der einzelnen Betriebe soll in der Hauptfacht au' der Grunvlag« einer Abschätzung der zum Betete b er- fmdn lichen Zahl an Schiffsmannschaft geregelt werden; j-dow ist die Aufstellung von Gesahrentarifen, sowie darüber hinaus, der Berück dchihung der größeren oder ge- r naeren G fährtewkeit de» einzelnen Schtst«» over der einzelnen i�ah t dem EemeffkN der BerulSgenostenschalt frrtaestellt. Die Eimächttgung»um E laß von Unfall« Verhütung». Vorschriften ist auch hier der BeruiSgenostenschafi erthrilt. Bei der Vettrelung der Seeleute fird die bisher destehenden Seemanniteffm und fonsttgen Vereinlgungen von Seeleuten de. rückstchtigt und die Heranziehung nichtaktiorr schiffde'ah'ener Perionen vorgesehen. Im Uedrigen schließt fich der Ertwurf, wo e» nur irgend thunltch war, eng an die bisherige Un'all» g-setzgedung an» so nam-ntlich auch in Betreff de» Reichsver« stcherungkami», der Auszahlung der Entschädigungen durch die Post, der Rechtshilfe rc. In einem Artikel stbe* die Sisenbahnnnsälle sucht die Mord»,«llg. Zta." darzuthun, daß alle Zweifel und Be« denken, die in Bettest etwaiger Mängel der Verwaltung er. hoben worden, grundto» fti'N; e» heißt in dem Artikel:„Die Wuhrnehmung wichtiger Geschäfte de» Betriebe» soll vielfach ungeeigneten, schlecht besoldeten Beamten— ein Blatt spricht einmal von„schlecht bezahttcn Rsststenien" an Stelle der Stationsvorsteher— oder gar vereideten Ardeitern anverleaut werden. Dieser Vorwurf zeugt von völliger Unbe- --------~ d5-~------- kanntschaft mit den lhatsächlichen Verhättnisten. Gmndsätziich weiden alle Verwalter von Stationen, alle Personen, welchen seldstftändige Funttionen de» Bahnhofsdienste» dauernd Über« tragen werden, al» etatSmäßtge Beamte mit penston». fähigem Gehalte angestellt;» ist sogar nicht nur für die in dem G« ficht de» jungen Mädchea» aufgestiegen war, ver- wandetts fich in ewe» ÄaSdruck der Verachtung, al» fie da» Aeußere de» jungen Manne» fchäif-r in'» Aua« gesaßt hatte. Die gläserne Eiarrheii seiner Bi ck-, die Uaficherheit de« ganzen Haltung und die fahle Farbe seine« Gesichte», die durch die brennend rochen Fleck«» auf de« Wangen nur «och unheimlicher erschien, verriethe» ihr ja den Zustand, in welchem er fich befand, und fie hielt e» für«nnöchig,«in einzige» Wort an ihn zu richten. Curt aber suchte vergeben», de« Wirbel seiner Gedanke« zu einer Anrede zu ordnen. Er stotterte einige unverständ» liche Worte«ad machte Miene, dem jur ge« Mädchen aber« mal« nahe zu kommen. „Elebeth!" stieß er hervor.„Set mein k Ich liebe Dich! Zch— bete Dich a» r Noch einen Schritt gegen sie wollte er thun; aber ihre stolze, entschiedene Haltung«ahm ihm trotz seine« Rausche« den Math. „Sie werde» auf der Stell« die« Zimmer»erlassen, Herr Baron!" sagte fie mtt gedämpfter Stimme, deren eisig ruhiger Slang feint Witkuna auf Curt nicht verfehlte. ,E« braucht füc mich nur eine» Rufe», um den Diener zu wecke«, der in jenem Zimmer schläft. Um Ihre» Oheim« will«» habe ich da» bisher nicht ge-ha»; aber ich v«, lange von Ihne», daß Sie gehe»— daß Sie augenblicklich gehen I" Ee stand unentschloffe» still. Sie war ja in ihre« herbe» Zorn so schön, daß er unmözl ch zuiückweiche« konnte.„Elsbeth!" sagte er»och einmal.„Zch kann ohne Dein« Liebe nicht lebe»— ich— ich werde wahn« sinnig—" Sie wollte an ihm voebei, in da» Kranke», immer zurück, aber gerade diese Bewegung gab ihm größeren Muth al« ihr vorherige« ruhige« Beharre«. Er ottteat ihr de« Weg und ergriff ihre« Arm. um fie zu hatte«. A,ich jetzt schrw fie«ich». Der G. danke in den Kranken und die Sorge ihm zu schade», war stärker al« ihre Furcht vor dem tru«.' kene» Wüstlirg. Aber fie blub nicht willenlos ia sei»«» HS-de», und die Kraft, mit welcher fie fich von seinem Gr>ff loszumachen wußte, wa, ei» Zeugniß ihrer Energie. Signalzwischer st-iionen. sondern für alle W-tchenstellel« bezirke, überhaupi in dm Bettiebselatt der Eis-nvahnm mitte besten# je e'n etalsmäß'ger Beamter vorgesedm, ja bei wich- iigerm P-st-n strrd bei mlspr-cknnder Dienstbaue, sogar»«e! etatsmätiige B-amte angestellt" Und doch ist e» schreibt das „Verl. Tagebl,", um nur eine» zu erwähnm, im vorigen Jahr« gelegentlich de» ö-uhnunglücks bei Bitteefeld oorgelornmtN, daß ein Bahnardetter. d-r durch falsche» Signal vas Unglück oeranlaßt hatte und deshalb gerichtlich zur Verantwortung ge« zogen wurd-, eben in seiner Eigmschaft al» Ardeiter und nicht oeprüfter Telegraphist. wegen nicht aenügmver B amtenq ualität bei der Bemessung den S rafe Mlirerungs' gründe bewilligt«hielt. Sind derartige Unbelstände abgestellt so ist da» gewiß sehr erfreulich; man thu« aber doch nicht s«, al» ob fie nie bestanden hätten. Ans dem itnlcn Flöget der«ationalliberale« Partei st'h der Hrloelih-imer R ichtlags abgemdnete Snuckmarill. D-rielb« hat lürz'ich vor s inen Wählern sein Glaube-»bekennte ntß entwickelt. Au» demselben Heden nattonalltderale Blättck her vor, daß Struckmann stch gegen Dlätendewilltgung at> RelchttagSab lemdnete und für fünfjähri.« L'g'slaluipe'wd-n, dann für SchnapsSeuer und für ein neue« Milttärseptmitat stch erllä't-.— Wie mag e» da erst auf dem rechten Mg« außleben I? Em„andere», de« Vedürfnissev de» Volkes meßt entsprechende» Wahlgesetz" figureile neulich in-iner KeW de» umferoatiom Adgeoroneten v. Ftege. Noch A-nderuilt bei Wahlgesetze» trete auch die Frage der Gewährung»i* Diäten in ein ganz andere» Stadium. Nur nicht diöoe, H.H Frege! Erst da» Wahlrecht und damit die Voils' v. virtretung mehr und mehr auf die r eichen Klaffm d» schränken und darnach j-dem Bei heiligten noch etwa» auj den Taschen dl» armen Volke» zulegen— da» ist wentgstt» kons-qu-nt I Autrag Hammer stein. In der„Hall. Z'g." übt HS von Rauchhauvi, der Führer der konserv-utoen Partei dt Abgeoidnetenhous-s, der amänglich den Antrag HammerM mit unlerzeichnet hatte, an dem auf G.-und jme» Antrag f� mulilten G-setzentwu f« ein« s ch a r f e K l i ti k....... � auch: da Ott Entwurf zur öffentlichen Dtskusston in d r Prem gestellt sei, ohne die Entschließungen der lonservativm Pattn de» Abgeordneten hause» adzuwaitm, so bleide nicht» üb- in. 4' in die von dm Verfaffern sildst gewünscht« öffentliche. einzutteten. Danach st d die Ausfichten sehr gering, coß on Entwurf die ungelheitte Zust-mmung auch nur der lonseroattoett Fcattion finden wende. Zur Frage de» Wollzolle», der betanntNch n'uN wieder im tanvwiltyschaftttlden Piovinzialverein für Wen' falen und Lippe viel Anklang fand, lesen wir in liberal«» Blättern: Ja d-r P ovtnz Westfalen find am 10. Januar 18» nur 410761 Schafe gezählt worden, und e» entfallen dort rit 20 Schafe au- 100 Einwohner, während in Paten 112 und» Pommern 168 auf 100 Einwohner kcmmen. Nächst der RWJ' prootnz hat Westra en von allen preußischen P-ooinzen d« wenigsten Schüfe. Der Grund ist einfach darin zu fu#.' daß die lardwtrthschaftlichen B sttzvnhäitniste Scha�uchi? größerem Umfange gar nicht gestatten. Ein rationeller Bett«' dei selben fi'det nur auf dm beiden Domänen, welch«•'.! P ooinz befitzt, und einigen größeren Gütern statt. So � fich der mittlere und kleinere G-undbefi» mtt Schafzucht� saßt, lann von einer rationellm WoUp oduinon, von wente? Ausnahmen abgesehen, nicht die R-d« sein. I, der w'n tättschen Landwntbschaft spiell die Wollproduttron gar l-E Rolle,„dringende»" Fotereffe an der Einführung«ine» Won zolle» können nur sehr wenige Großgrundbefitz-r haben.»7 dt« Konjunvurm de» Wollmar lte* lte rvestiälische Landwi� schalt ziemlich wenig de-ührm, geht schon da-au» hervor, W von 1873 bi» 83 die Zahl der Schafe in Westfalm nun u' 13 pC-. abgenommm hat, während fit in dm hauM�ll? Wolle produzirenden Provinzen viel mehr(in Posm uw � in Brandenburg um 30, in Schlrfim um 39 rCt,. im Staate um 25 pC) zu ückgegangm ist. Dringer de» Jnteuz iNrunooeptzer, w-u p- vre xuousaorume tauten munc», da» dringendste Jaiereffe haben die Besitzer der allerdings mehr sehr bedeutendm Tuchfabrilm und die in dmscldea schästigten Arbeiter. u Dt« in Stuttgart projekttrte Privatstadtpost M �»»»»»yi*»« �»v|(»»»»»v �»»vi»»|»uv»vvr*.'«.-d. eine Geanerin in der dortigen löntglichen Poftdtrell�.i al» diese den Geschäfts l-utm, welche den Vertauf von€%% uhv vwiv vvi» um wbbuui vvii v* postmaikm gegen 1 Pcozmt Pcootsion übernommen W.* mittheilie, daß ihnen die Agentur von Staatspostat#'� entzogen»erde, wenn st; dm V:rkauf der Prioatpo?«»"� übernehmen.. _ Dem„vrannschwetger Tageblatt" zufolge ist d«? 18. d. verhaftete Rechtsanwalt Dedeltnd au» Wolftnbütt",� Beschluß de» Ooerlandcsgericht», an welche» er Rekur» eritt'� hatte, au» der Haft entlasten worden. Die Dyiamst» � Hochverrathsgeschtchtm, die fich an die Verhaftung bW' scheinen also nicht« al» Märchen zu sein. $ Sie eilte auf da» N»bmgemach zu, und Curt, dein Widerstand den letzte» kleinen Rest seiner Ueberleg� geravbt hatte, folgte ihr»ach. Sei» Eindringe« in* Krankenzimmer wollt« fie um jedm Prei» verhindern; d#*. blieb fit ans der Schwelle stehe» und streckt« ihm abuw1 dm Arm entgegen.> Sr hätte sich wohl kaum von dieser Beweg«»? � weisen lassen; aber wie er jetzt dicht vor ihr stand«»d"U ihre Schulter hinweg unwillkürlich in da» anfioßmde blicken mußte, da htett ihn etwa» Grauenhafte« und 8% hare« zurück. Hoch aufgerichtet auf seinem Bett«. Vorhäng« er mtt ein« kranpfhaftm Bewegung zur «ffe« hatte, saß sei» Oheim mtt schrecklich oerzentem E'5 «tt weit hervorquellend«» Augen und mit wild in de» � herumfahrenden Hände». Seine zahnlosm Kinnlod*- w-gtm sich unaufhörlich,«h.e daß ei» To« au»£> Munde kam. und der Schweiß der Qual und der anast nerlts m«%..* C/1»i flngff perlte in große» Tropfm auf seiner gelbe» Emm Augmblick stierte Cutt wonlo» auf da» ensst?,� Bild; dann aber stöhnt« er dumpf auf und schl»?\ Hilnde vor da« Gesicht. f Erstaunt wendete fich El«b«th um, und auch./ � slorb de, Laut auf der Lippe hei de« Anbl'» alte« Herr» von Brandenstew. Aber sie hatte thtt stürzung schnell üderwundm; mtt einem gellend Ruf riß fie dm»och immer ah»u«g»lo» sch�?, zck ,»tß sie dm»och immer ah»u«g»lo» de« Dimer au» seinen Träume««nd an da» Stnbendm. vjl „Holen Sie dm Arzt/ rief sie befehlmd- Jtfii wecken Sie de« Oberinspektor I Er möchte ans b# herkommm l' Und stch z» dem Kranke»»mdmd,»» � st« ihm dm Schweiß von der Stim und redete dem lubeoollen To» einer Tochter zu:„Was Herr Baron?— Kau» ich Zh«m dmn gar leichterung verscheff-n? Wollen St«»och etwa«»*» w Dank versuchm s" Sie griff»ach de« Päckche», da» seid»urückgelaffe» hatte. � »der die zitternde Hand de» Alte, legt«#%< beinahe roilbe« Geber de auf ihre« Arm und&****%((' vnständlich« Töne begleitete» seine Bewegung. D-»» L . Eine ßtofie Hau»suS uns, von fit» «chllichrr u d polizeilicher Seite, fand om 28. d. den ganzen ««mittag hindurch in den limtnlHAtn Ex» dttiort«, Ate daktion»------------- K (C der LI t o n a e r Staattanwallschaft(oergl. geste:» zLnlt« Rachrichten") well man bei Verhrftungen dorlieldst st�nungen üder gelieferte Rrichitagtbroschüren und einen Ge »d«tedtt«f vor gefunden hade. HS wurden in Folge dessen die ,/iuzIichtn Tesciäfltdücher und Korrespondenzen einer rtchter- lichen Einfichtnahne unterworfen, wobei All«? den thatsich nchen Angaben der GeschStttleitung ent prechend gefunden Wkde- Autgesührt wurde die Durchsuchung von den Herren Mtsrichter Enger-r mit einem Protokollrührer, Polizeio'fiiiant Mx, mehreren Detektiv» und einer Anzahl Polizei!oivat-n. Fiaßregel war insofern wie immer r e s u l t a t l o i, al« «Ut Autnohm« von etlichen alten liegen gebliebenen F ohme- >««> Broschüren absolut nicht» norgesunden wurde, woran die «thoiden irgend welche» Fnter.ffe haben könnten.— Sch le» uUJ,4> 25. Öltoder. Sonn'ag, den 24.». M, fand hier im «olalt de» H tm Peter Kuckenberg eine Volkßversamm- statt mit der Tugesordnunr: Birichterstattung der ?'i�ssenen R.ich»t,g»st,fion. Al» R-ferent war tz-rr Reich» il. �'°iönet«r Georg Schumacher au» Solingen er 1*««% derselbe entledigte sich seiner Aufgab« in einn �.�"diaen Res« mit vielem Geschick und zur größten gn Ttwbtnheii tet Anw's-nden. »iitrfWfche». Di« Anfiedelungskommilfior hat. wie au» .,,..?»ungen der„Post" hervorgeht, in wemgen Wochen un di den zehnten Thril de» Areal» angekauft, welche» nach L «Sm? de» Anfiivelung»gtsetze» ulnächst au» dem Hundert- ffirKoU Fand»«rwoibm werden sollte. Da 10 C85 Hektar fAm.« 000 M. angekauft find, so ergiebt fid ein Durch. s??Wplei« von 578 M.. währerd die Motive einen durch- ichnMchen Pret» von 560 M. annahmen. E» hat fich sonach in�kmeikung. datz die Kommission im Allaemeinen hohe ZT/* dezahle, beüälizt. Immerhin wird c» möglich sein, au» lue Dt»pofitioir stehenden Fond» mindestent 100003 Ji*. iu erwerben und mit dem verbleibenden Rest die Em« .�."adkosten zu bestretten. Der gesammte volnt'che Groß« »Nmvdefi, in der Provinz Posen umsaht etwa TiOOOO Hektar. _ Oesterreich-Ungar»». »n. über Defizit in Oesterreich U>gam. Während da» �terreichische Budget für 1887 ein D-fiztt von 16'/.«tlltonm w.. aufweist, wird da» ungarische, deffen Po leaung am 'vormabend erfolgen soll,«wen Fehlbetrag von 50 Millionen Sl�nrn. Hierzu gesellt fich l» dritte» Dtst,U da» de» ?a«munalbau.hall»«lal» der Slavt Wien, welch«» die Höhe an drei Millionen Guldm erreicht hat. Dt« eigenen Em- M?« Wter» betragen 7 Millionen, die«»»gaben 21 Mil- Ii mk«'üt die zu deckenden 14 Millionen stehen aber nur » Millionen an Sieuereingängen jj G-bote. Der Rest von .Millionen wird theil» durch Verlaus von Weithpapteren a« durch Steuererhöhungen g-deckt werben müfien. Schweiz. Di« Arbeiter-Reieroetass« ist nunmehr be- Alofiene»dache. In der Urabstimmung de» schweizrriscken �.ütltoerein» wurve die Gründung mit 3250 gegen 1446 B immen pr nz piell beschloffen und gleichzeitig mtt 3033 gegen 1220 Stimmen der Statutenentwurf angenommen. 127 Sek- «tonen stimmten mehrheitlich dafür, davon viel« einstimmig: »edrhettltch mtt New habm 59 Seklionen votirt. Dah die klbrigm Arbeit erverdände, der schweizerische G-weikschattsdund Und die dem Aktwnßkomitee de» Ardetlertage» angehörenden ?ivrint— bekanntlich wird die Reservckaffe vom Grüttioerein �Gemeinschaft mit diesen zwei Verbänden errichtet— im W'N Sinne gestimmt haben, unterliegt keinem Zweifel. wird wie der„GtüUiontt" bemerkt, der Brun» gelegt s»�°' bedeutsam.» Werke, da» der schweizertschen Arbiter- wesenil ch; Dienste ,u letsten berufen ist. Belgie»». tnimiZf aem Herannahen der parlamentarischen Kampagne Zh&wİuch die Schutzzöllner Belgien» eine grohe bann«!, Vertrauen auf die in d-id n Kammern vor- * schu,.ö werische Majorität»ollen sie ewm vollstän- Bwaizollfjlöjug eröffnen. Daher strömen schon jetzt den 9 tereffe der belgischen Fndusteie und Land- Mnml*'»ah«reiche Petitionen, für deren Unterschritten iett tretn A'worden worden ist, zu. J, Betreff der Ge- hat der schutzzöllnerische„Moniteur" seinen abgekühlt: er stellt fest, daß für 1887 L'lzien zur 52Rfi(vi?8, s'iner Bewohnrr außer seiner Ecme noch H'ktoliter autländische» Getreide braucht. Dr« Agitation gegen die Schutzzölle hat wenig gefruchtit; seht«? a.uf �«folge dieser schutzzöllnerisbhen Bestredungen I�uS'trig. ifi s.5��°ü?idat der belgischen verewigten Liberalen, Guilleiy, »ttnJLt ,«*tu®aW«ine» Deputirtin sür Lrüffel(an Stell« vom Schmerz gekrümmten Finger ans sein« Brust, sein ganzer hagerer Körper schütt-lt« fich ggj oer Gewult einer uasägltchea Onal und Schaum- lL,,a!eİvf seine Lippe». r.« W-.,g« Minute« später trat Dr. Ramfeld in da« umaTr* u"b fest gleichz-tttg mtt ihm erschte»»u El»b«th'« kam � Erleichterung auch Holmfeld, deffe» rasche» «l�. bewie», daß er in dieser Nacht«och nicht an» den der» gewesen sein konnte. te» i Freund Curt hatte Ramfeld beim Durchschrei- Fag.... Borzimmer» zusammengebrochen und in tiefster k�uegtzlofigkett auf einem Sessel li-geud gefuude«, und er fich«lue rasche unwillig« Aufforderung zugerannt, ®?ai �uhig z« verhalten und nicht durch«tae Unklug- Do.« letzte» Augenblick Alle, aus'« Spiel ,u setze». hat,.?ar der Doktor an da» Bett de« Kranke« getreten, beti.',., Biiene de» Ecschreckev« erheuchelt und auf El»- trist«.».. � ä-gstliche Flage, ob der Anfall wirklich besorg- geautwo�»ur mtt einem vielsagend«. Achselzucke« Sie dem varoa»och ein Kissen unter de» drei»&.?8udt« er sich dann an de» Dt«»«,„und Sie gut- halten sie ihm de« Kopf. S« wäre auch *2" � etwa» E,« herbeischaffe» lteße." $tttU»z"*«nordnungea wurden befolgt, und der ächzende slirch,�'.-�*"m« geringere» Zwischenräume» km,« ab« d»it siA �',�!°'«pfa»fSll« packte», ließ widnstand»lo, Alle« W tzMe hen. halt« a»/�de. daß der alte Baron im Stnbe« liege, Und Bewm�" l* d-n wenige» andere» Dienstbote« MMMs herauf da, Rolle« eine» h«a-- «hiev 4062 Stimmen, der Kandidat d« Sozialdemo- tvaten Anseele, 1014 Stimmen. Dt« Klerikalen ent- hieltrn fich der Wahl. Frankreich. Di« ftanzöfisch« Deputillenlammer hat die Berathu-g der Borlage Üb-r Ven Primärunterrickt zu Ende gesübrt unv den Grsetzmtwucf, wonach der Unterricht w allen Primä'-- schulen durch Laien zu«lheilen ist, mtt 361 gegen 175 Stimmen angenommen. Bei Verkündigung de» Ergedniffe« der Abstimmung rief die Reckte:„El I-be die Freiheit I" oie Link«:„Et lebe die Repudlik!" Die Kammer vertagt« sich hierauf di» zum 4 November. Grotzbritanni««. Gegenüber dm beadstchttgten Demonstrationen der Sozialdemokraten am Lor» Moyort Tage will man von anderer Seite ein« Art Gegendemonstration versuchen, in- dem man am Lord May ort-Tage an verschiedmm Punkten der Metropole Versammlungen von zuverlässtzm Blbeiteln veranstalten und in d«selben Redner entsenden wird die gegm den Soziallsmu» predigen. So bcfft man die bona ticke Arbeit« der Gefahr de» Zzsammenstohe» zu entziehen uno Rahe- stö-ungm überhaupt zu verhindern. Die B«anstalt« rieser G-amdeninnftraiion find die Mitglieder d«„Liberty and Property De'ency Leagne"(der Liga zur Verth«, vegung de» freien privaten ttigtiiieumi). Sollten Vagegen die Föv rirten schliehlt» noch von ihrem Vorhasm zurücktreten, dann will man auch die Idee der G'genv-rnonstratton fallen laffen und dafür eine Deputation an Ma gut» Saliidu y entsenden, welche ihm dt« Nochlage klarlegen toll und die zu empfangen, fich der Mtrqui» auch bereit, dereit erklärt haben sott. Die M-hrzahl ber 700 str eilenden Kanalarbetter der Larcathi« Bahn am 25 d., nachdem der Streik drei Kochen geoaueri hatte, di««rbett wieder aufgenommen und zwar zu den alten Lohnsätzen. Der S retk, durch welchen ein« Lohnerhöhung er, wungen werden sollte, war erfolglos, well ote ron außerhalb erwartete Unietstützung aulblied, und d« Stretltond» in wenig-n Tagen aufgeopfert war. Roth und Hunger zwangen die Arbeiter, di« Arbeit zu den früheren Lohnsätzen wieber auszunehmen. 1490 der in den Livervooler großen Möbel- und Wagenfabrtken beschäfilgten Ttscklergesellen haben am 23. d. M. dt« Arbeit niedrrg'legr. D>« S-retkenden verlangen außer ewer geringm Lobnrrhöhung an Stelle de» zehnstündigen «inm neunstündigen Arbeit»!«?. Die Meister wollen dies« Forderungen unter keinen Umständen dewilligen, so daß fich d« Streik sehr lange hinziehm dürste. Unter den schotttschen Kleindauern(CroftnS) auf der Fasel Stye haben fich dir traurigen Zustände der letzteren Zeit kaum geändert. Vor einigen Tagen hatte wiederum w vornatlita?» unweit Kilmuir, ein GerichiSvoll- zieher Namen» Grant dm unangenehmen Austrag, einen ge- richt lichm Befehl wegen rückständiger Pacht zu dehändigen; er wurde ad« von«wer Menschenmenge empfangen, die evt schloffen schien, ihm dm Zugang zu dem detreffenven Haus» zu»ehren. Grünt war von ein« Anzahl von Polizisten de- gleitet, die stch bemühten, die Menge zu zerstreuen. Hierauf dolgie ein Hardgemeng«, in welchem die Polizei ihre Knüttel gebrauchte, während die Mmge Steine uno S die anwandte. iusällig aar tndeß ein Derachemmt von Marinetruppm zur vand, und al» die Polizei den Kürzerm zu ziehen schten, er- hieltm«rstrr« ven Befehl, die Menge mtt dem Bajonaet zu zerstreuen. Den Truppm leistete man keinen Widerstand. Seck» Männer wurden spät« vrthiitet und an Bord de« Schiffe»„Serhotse" nach Portre« geschafft, wo sie unt« stark« vedickung nach dem Gcsänzniß geführt wurden. ftolfiiftlchttAet, _*U, Wien. 28 Oltoder. er'Ssrt da»„Verl. Tag.": Di« V-rscht�ung der E.öff->ung der bulgarischenSobranje erfolgte gletch'a-n in letzter Siunve, damit Raum für einen rusfisch-dulgartichen AutzsohnungSoersuch geschaffen werd-; nachdem lonftattrt wordm, daß die Regentschaft zu möglichst weit« gehen den Konzesfio-ren bereit, unter, ahm dtesenige au»-vZrtige Macht, welche al» die neuiralst« dezetchnet wird, in vertrau» Uch« Form aber-val» die Vermittlung. Flr Ruß'and wäre ein Etnlenkm fem« dadurch«leichtert, daß dir Regentschaft ohnedem ihre Gewalten in dir Hände der Sodranje zuiückiegt. Die Wiederwahl der R geritschast könnte eventuell vermieden werden, j-dmsall» hängt die Dauer der RegmtsAoft von Ruß- land» Betteten ad, denn wollte letztere» einen Thronbewerber vor chlagen, so könnte die Färstenwahl achtundst«!»'g S'unden na» Eröffnung dir Sodranje erfolgen Geht Rußiond im Prinzip auf diesen ihm nahegelegten Ausweg au» dir Sack- g ff- ein, so könnte behuk» wetrerer Verständigung dl« Eröffnung der Sobranjr vom letzten Oktober neuerding» aus einm ml- sprechendm Ternir verschoben wttden: bleibt ad« Ruß'and »etter halsstarrig, so wäre die Lage zwetfellr» verschärft. U beidie» hegt man fortdouernd Besorgnisse wegen der Um- triebe Kauldait' und der Zankowisten, de m Aktionszentrum mommtan Sofia ist. weßhatd dort auch, wie Ihnen bekannt, dn Belagerungszustand veihängt ist F rn« verlautet, in Ramfeld wandte fich sichrlich detroffen an den Ober- inspektor mit d« Frage, ob« wisse, wer da ankomme» könne, und es wurve ihm schwer, seine fichere Haltung zu bewuhre», als dies« mtt sein««rsten Rahe erwiderte: „Es ist d« Sauttä sra h Lmbenbng, zu dem ich gleich nach Herrn von Brandenstera'« E. krankung gi'andt hatte. D« Himmel gebe, daß« nicht zu spät kommt.'' „Glaubten Sie etwa, der Saottärsrath vermöchte hi« mehr ausznrichti», al« ich?" fragte der Dokt« scharf; ab« «an hätte*» ihm ansehen können, daß es mehr die Angst al« d« Zorn war, welch« seine Wnt« so gereizt klingen lirß„Hi« würde» alle Aerzte der W gebung und Fassung entgegengesehen hat." (Fortjetzung folgt.) bkf« Zeilen wmd« von«istizen Tewottaten und Republika. nern selb» ein». standen, da» ibr« deiderMtaen Programme im Truede genau dieselben find. Die Aet�ht» ol Labor tjlrdeitiritter) stad gegenwirtia in einer«>ie bearffm, die fiter zu einer«tLrung führen wird. Et ist sehr wahrscheinlich. daß eine grössere Zielbewuhtheit in die Organisation kommen wird; und dann kann dieser„Dröen", der über die ganzen Bereinigten Slaaten mit Kanada fich erstreckt, eine grosse poli- tische Bedeutung erlangen. Jrdenfall» gäbrt e» üb-rall in der amerikanischen Ardeiterwelt, urd jedenfalli ist die Zeit nah, wo die amerikanischen Arbeiter alt seibststandige politische Partei in die Arena eintreten werden. Korialrs«ni> Arbriterbewegnug. Da» deutsche Kahrral ist international. Wo e» etwa» zu verdienen girdt, da setzt e» fich fest und wenn«S auch die Industrie in der H.imath schädigt. Po melden heute die Zeitungen wieder: Die serbische Regierung ertheilte einem deutschen Ao sortium für IS Jahr« die Konzesston zur Errich» tung einer Grohschlachterei von Groß- und Kleinhorn» vieh und Echweioen in Verbindung mit der Eizeugung von Konserven, Leim, Dünger, Alumin, Knochen, und Juttermehl. Da« Eiadl ff-ment wird auf die Verardeitung von 10000 Rindern, 10000 Hammeln und 30000 Es w inen eingertchlet. Außerdem wird da» Konsor'ium die Verdeffernng der ein« heimischen Vtebrafie durch«lzäuer und Pin, gauer Zuchtthier« anstreben, Maiercien, Käsereien urd Mäßungen anlegen. Natürlich rechnet da» Konsortium aus den Sxoort und gewiß wird e» gerade den deutichen Markt mit seinen Erzeugnissen bedenken. Wa» sagen die schutzzöllnerischen L-nvwtrlhe zu einem solchen Bunde»brud r?.. � Eine Konferenz der Buchdrucker«mde dieser Tagein London abgehalten, in welcher sämmtliche Zweige de« Druckere'geschäft« durch Delegirte vertreten waren. In de, letzten Sitzung der Konferenz am Sonnabend wurde hauptsächlich dir Frage erörtert, ob e» zweckmSßig sei, Schrift- s e tz e r i n n e n in die Druckerverbände al» Mitglieder aufz». nehmen. Im Laufe der Debatte wurde von verschiedenen Jachgenoffen behauptet, daß Schristsetzerinnen ihren männlichen Kollegen, wa» Tüchtigkeit und Intelligenz betreffe, in keiner Weise nachständen. In«merika und Frankreich gäbe e» Taufende von Schlistsetztlinnen, welche dieselben Löhn« wie Männer erhielten. Aui Antrag de» Vorfitzenden de» Londoner Setzerverbande», Mr. C. I. Dmmmond, wurde folgend« Re- solution gefaßt:„Während die Konferenz stark der Meinung ist. daß Frauen piyfisch nicht fähig find, die Pflichten eine» Setzcr» zu erfüllen, befürwortet sie deren Zu- lassung al» Mitglieder der Druckerverbände, vorauögesetzt.daßsiewiemännlicheSetzerbe- soldet werde n."_ Au« dem BergamtSbezirk Dortmund. Die soeben er- schien-ne amtliche Statistik über die Kohlenförderung im O)trb»rgamt»bezirk Dortmund im 3 Quartal 1886 ergiebt. daß die Förderung um 65 654 Tonnen gegen da» entsprechend« Quartal de« Vorjahre» gesunken ist. In letzterem wurden 7181812 Tonnen, im vnfloffenen Quartal aber nur 6116158 Tonnen n.'ö deit. Auch der Absatz ist von 7133 903 Tonnen auf 7 092 708 oder um 96 200 Tonnen g«Wm, hingegen ist der Vorrath auf den Zechen Haiden von 182804 Tonnen am Schaff, de» 3. Quartal« 1885 auf 203658 Tonnen oder um 50854 Tonnen gestieoen. Die Arbetterzahl hat sich von 99644 auf 98945 oder um 699 Köpfe vermindert, und die Zahl der betriebenen Zechen ist von 189 aus 181 gesunkm., «aufmauntmisere. In einem großen Annen,«nblatt sucht em junger«aufmann eine Nebenbeschäftigung in den Abendstunden von 7 Uhr an und eine SonntagDbeschästtgung Nachmittaa« von 2 Uhr an und»war gegen geringe» Salär. — Jeder Kommentar hier»» wäre eine Adschwächung. Zur Wohuungtvoth. Unlängst ist der zweite»and der unter dem Tuet:„Die Wohnungßnoth der ärmeren Klassen in deutschen Großstädten" im Austrage de» Verein» für Sozial- politik gesammelten Berichte«schienen. Ec h ingt Schilderungen der Wohnungioerbältniffe in Berlin, Bochum, Chem« Nitz Osnabrück, Krefeld, Dortmund, Essen, Elberfeld, vre»lau und Leimig. Die Anordnung de» Berliner Bericht» ist leider wenig überfichtlich. Mit Recht sagt der Verfasser, daß die Hausbattungen mit Schlassttllen einen dunklen Schatten auf die Berlin,'- Wohnung»v«hSltnisse werfen. Im Jahre 1880 waren 89 298 Haushollungen mit Schloflmten vorhanden. E« fand sich der der Volkszählung eine Hauthaltung mit 34, eine mit 11, 7 mit 10 e chlafl'uten. Je eine Person(männlich oder weidlich) befand fich tn 16 192, bei». 9165 hau» Haltungen, je zwei Schlafburlchm tn 6284 k. Dabei befanden fich unter dm 89 298 Haushaltungen 15 065, die nur über einen Raum ver- fügten, in d-m fich außer der Familie noch Schlatleut« auf- hielten: 6953 basten einen Schlafburschen, 4132 ein Schlaf. Mädchen, in 1790 fanden fich noch 2 Schlafbursch.n k. Die höchste Zahl war 8 Schlafleute, 7 männlich, 1 weidlich, in einem Räume in einer Haushaltung von einem Ehepaar mit Kindern uod 10 männliche Schlafleute in einer Haushaltung von einem Räume, wo eine Frau dm Vorstand blldet«! Dereiilk tmd Versammlungen »achverew" w" «amoerrra der Tischler. Heute, Sonnabend, Abend» 8'/, Uhr. zur Feier de»-terjährigm BestchmS der Tiichler- Herberge: Gesellige Zusammmlunst der Mitglieder im Herberg»« lokal, Blummftraße 56.— Die Zahlstellen de» Verein» befindm fich in folgenden Lokalm: 1. vlumenstr. 56 auf der Tischlerher berge. 2 Skalltzerstr. 107 beiKunstmonn. 3. Belle- vlliar«platz 6 bei Hilscher. 4. ZionSkirchplatz 11 bei Hohn. 6. Müllerstr. 184 bei Härtng. 6. Gneisen au- und Solwsstraßm- Ecke bei Lindmbom und 7. Steglitzerstraße 91 bei Bürgen». Dafestst werden jevm Sonnabend von 8'/, bis lOUhr Adend» Lestläge von den Mitgliedern tn Empfang genommen und neu« Vereinttmitglitder aufgenommm.— Der Verein veranstaltet Sonnabend, dm 13. November in Jordan'» Salon, Neue Grünstraße 28 ein Tanzlränzchm. Billett find nur vmher»u Sbm bei den Mitgliedern Böhm, Johanniterstr. 10, Hof III; ruenwaldt, Prinzenfst. 8, in. bei Konrad; Glocke, Laufitz-r- vlatz 2. Hof pait.; Mein». Manteuffelft'aße 93. III link»; Haas«, Rh inSdergerstraß« 13, I; Apest, Belleolltoncefstaße 61, Hof recht» V; Thierbach, Neue Königstr. 72; Besold, Lerg« mann strafe 99; Fest, Hollmannftr. 1». 1� Palme, Andrea»> lung findet-----... ��Sachveretu de» Schlosser und B«ruf»gmoss«n Berlin». Heute, Sonnabend, Abmd« 9 Uhr, außermdmsttch« General. Versammlung in Gratweü's Bierhallen, Konmandantmstr. 77/79, Tage» Ordnung: Vneinlangeleaenheitm und Wahl ine» erstm """ d ersten Schriftführer». Aufnahme neuer Mst- Verschiedme» Boisttzmden und ersten—---------... glteder. Wahl«ine» VergnügungSkomstee». und Fragekasten. w Gauverew de, Maler. Eröffnung der Fachschul« am Rontag, den 1. Novev der. Abend, 8 Uhr, in der Aula der Gemeindeschule Britzerstraß«. Sämmtliche Mitglieder und Freund« der Fachschule find zu der Eröffnungsteter eingeladen. Große öffentliche Versammlung der Maler am Sonn. tag, dm 31. Ostoder, BormiNoa» 10 Uhr, tn Gratweil» Bin» hatten, Kommandantenftr. 77/79. Tagesordnung: 1. Vortrag de, H.-rrn Dr. Toselowsky üb« Kunst und Gewnb«. 2. Dt« Foch wule de» GauvN'in». 3 Vertchtedene». verein der Sattler und Kachgeuossea. Sonnabend, dm 30. Oktober, Aden»» 8V, Uhr, in Gcatweii'» Bin hallen, Kommanvantmstraße 77- 79, Vnsamv-lung. Tagesordnung: 1.»nicht de» Vorstand«» üdn die Thästgteit de» Bnein». 2, Abrechnung. 3. Wabl der ArbeitSvnmsttelungSkommijston und der Revisoren. 4. Vetsck'edme». Z« der fretreltgiöseu Gemeinde spricht am nSSSm Sonntag, Vormittag« 10 Uhc, RosenthaUrstraße 38 Herr Schäfer über die Bedeutung der Phantast« für Religion und Lebm. Z stritt steht Gästm frei. Ortskrankenkasse de« Zimmerergewerbe». Sonntag, den 81. d. er., Vormittag» 9V« Uh-, Linieostc. 8 det Siemunv austno'dentUche Gmnalvnsammlung. Die zeitigen Vertret« (rlcks§ 43 de» Statuts) find hierzu eingeladm. T.-O.: Statuten. änvnung. Große Versammlung der Schmiede verlin» Sonnabend, dm 30. Oltodtt. Abmd» 8 Vi Uhr. bei G atsrtl», Kom» mandantmstr. 77—79. Tagesordnung: Vortrag de» Herrn Emil Drewitz. Gesang, und gesellige Bereine am Sonnabend: Gt> sanaverein„Harmonia" Aomd» 8 Uhr im Restaurant, Alte Jakobstr. 38.— G-sangverein„Sängerlust", Pallisadenst». 9, Abend« 9 Uhr.— Verein der Taudenkreunde Abend» 8% Uhr im R staurant Kleemann, Laufitz«ftr. 41.— Dänischer V-rein „Frepa" Abend» 9 Uhr Rosentbalerstr. 39. Dänische Blätter find vorhanden.— Verein der Wärtiemberger Abend» 8* Uhr bei Vaihinger, Dorotheenstr. 84. Vermischtes. Ein Lotterieloo». Ein ältlicher Junggeselle hatte ein hübstes Dimstmävlten, da» eine» Morgm» mit tolgmder Bitte bei ihm eintrat:„O, bitte, gedm Sie mir 10 Mark von meinem Lohn vorau», ich habe heute Rast geträum', Nummer 411 144 würde den ersten Preis in der Staat» lottert« gewinnen, und ich will da» Loo» kau'en." Der gu mülhtge Serr zahlte ihr da» G w'lnlcht« und da« Mädchm gm/, dm intauf zu besorgen. Wenige Tage spät«? fiel dem Jung« gesellm zufällig die Ziehungsliste in die Hand, und zu tiinem E staunen fand er, daß die Nummn s«ne» D mstmädchm» mit 500 000 M. hercusgekvmmen. Rasch ent chuff-n, etite er nach Hause und nachdem er stch vnstckert, daß da» Mäl ch n noch nicht» ahnte, machte er ihr»inen Hctratbtantrag, der auch angenommen wmdt. Ja kürzest r Frist fand di: Trauung statt und am Hochzeitstag« fragt« der»lückliche Gatte:„Sag' Schatz, reo hast Du da» Loo», da» Du daa al» für 10 R. gekauft?"—„Da» Loo»? da» habe ich gar nicht gekauft. Ich sah auf dem Wege zum Kolletteur einen reizmdm Hut für 10 M und konnte nicht widerst, hm."— Wer beschreibt seine Gefüble? Ei««««er Hungere». Außer dem weltbekannt g wor- dmm Mailänder Srcct will nächstm» ein anderer I alten«?, der Maler Stefano Merlatti, tn Pari» nicht nur dreißig, fon« dem fünfzig Tag« lang fasten urd während dieser Zeit nicht» genießen, al» sorgfältig filtrirte» Waffer. Gr hat dem Dr. Ph. Mm Schal zu verschiedenen Malen diese» Anerbieten und endlich in so bestimmter, dringender Form gemacht, daß dieser annimmt. Merlatti begiebt fich unter die Ausficht Ma? Schal'», dem fich noch stehen andere Äerzte beigesellen, darunter auch V'ctor Meunier, der hochverdiente wissenschaftliche Redakteur de»„Rappel". Rai Schal vel fichert im„Voltaire", für dm er vopulärmedizinisch« Berichte schreibt, dem Merlatti werbe ei durch fünfzig Tag« und fünfzig Rächte, wenn er»irllich so lange aushallt, an genauer Ueberwachung nicht fehlen, bei der ersten Ohnmacht«erde man stck oder erlauben, ihn zum Eff-n zu zwingen. Der Nacheiferer Suce» ist 22 Jaire alt, zl-m- lich mager, aber sehr kräftig: er hat nicht,«>e sein Mallandt- scher Landsmann, schon in Irren Häusern gtseffm. Ueber de« Schwertertanz der Perser wird der„Saale« Ztg." au» Kairo folgende» berichtet:„Es war 9 Uhr Abend». al» größer« Menschmmaffm. viele Wegen, auch„Gentlemen" zu Pferde einem wenig srequentirten StanOheil von Kairo zuströmten, um hier die von den fanatischen Persern veranstaltete Z-remonie de» Schwertertänze», welche am Vers»dnung»tag« alle Jahre einmal gefeiert wird, mit anzusehm. Um 9Vi Uvr waren alle Plätze und Straßen, welche der Aufzug de ühite, dicht mit Zuschauern g» füllt und mit dem G-fübl, mit dem man einen Fackelzug daheim w Deutschland erwartet, sahen wir die für eurooäisch« Begriffe unqlaubliche Fanatik der Perser. Um 10 Uhr verkündet ein Heller F/ckelschetn da» Nahm d,» Zuge» und schon bei dem Erscheinm der ersten perstjchm G-tsttichen verstummte der Lärm unter den Arabern. Die nun kommendm Perser mit ihren langen weißen Bärten und scharf marlittm Gefichtem trugen großen Emst zur Schau. Zuerst kamen in zwei Reihen z'rka 50 Perser, bekleidet mit schwarzem langem Mantel und Kopidund. In der linkm Hand hielt jeder ein Licht, währmd st- stch mit der rechten auf die Brust schlugen und in schnellem Tempo die Worte:„EneaOnn Haasönn!" riefen. In der Milte warm zwei Knaben zu Pferde, ungefähr 10 Jrhr« alt, mit schwarzem Talar und weißem« drittem Kragm bekleidet, die Haare di» zur Mttte de» Kopfe» wegrastrt, in der Hand ein lange» Reffer haltmd, mtt welchem st« nach Tatt ihre Stirn ritzten, so daß die Kl-tder mtt Blut überströmt warm. Hierauf folgte ein einzelne» Pferd mit etner Rübung auf dem Sattel, dem Sinnbild de» verstorbenm Uuoivvn Hmötm. Jetzt folgten Fahnen, Fackettcäaer und die etwa 80 Fan altler, wilde vor der Zeremonie die Halchischpfeife rauchen, um zu dem. folgmden Maffakre fähig zu sein. Belleid et mit langen weißm Mänteln, die Haar« bi» auf einm kleinm Büschel vom Kopfe wegrastrt, in der rechten Hand blinken de Schwerter, während fit mtt der Linkm fest an einander hieltm. Sie bildeten einm Kreis in der Mttte, ein Geistlicher steigerte die Wildhett der Fanatiker durch den Zuruf:„Hnuöim HauOnn 1" und nun schnitten st« mtt dm schneidigen Schw> rtcin fich dt« Stirn tief ein. Der Anblick so vieler Mutiger Männer versetzt« die Nächst« stehen dm in Schaudern. Die klaffen dm Wunden zeigten von der Tiefe der Schnitte; besonder» dazu bestimmte Prrfonm wischten den Fanatikern ab und zu da« Blut au» dm Augen. Dm Schluß bildeten 10 halbbekleidete Fanatiker, welch« mtt eisernen Kettm ih:e Rücken so bembettetm, daß auch st« stark bluteten. Der Zug endet« in der Moschee, dort wurde ein tammel al« Opfer zerstückelt. Lei diesem Feste sterben in olge der Wundm manche von den Fanatikern, diese gelten dann al»„Heilige". Uetze« da» erste elektrische Seetzoot und dt« elektrisch« Schifffvhrt im Allgemeinen veröffmtticht Th. Schwor tze in der »Leipz. Ztg." folgende»:„Am 13. September d. I. hat ein elektrisch«» Seeboot, die von Stephm» und Reckmzaun gebaute Schaluppe„Volta", dm Kanal zwischen Dover und Salai» durchschnitten und somtt bat»um erstm Mal ein elektrische» Boot mtt einem gewissen Erso'g da» freie Meer befahrm. E» ist die» ein Ereianiß, welche» ein gewisse» Interesse darbietet, odschon daran» keineSwegl zu entnehmen ist, daß di« Elellri- Stät im Schiffsbetried« mtt dem Dampfe in Wettbewerb zu eten vermag, sondem e» ist damit nur die Möglichkeit de- wiesen, daß in gewissen Fällen die Slektrizttät zur Schifffahrt mit einigem Vortheil verwendbar ist. Da« erste clekttisch« Schiff erinnert in seinem bescheidenm Auftreten an die eben. fall» fefa bescheidenm Anfänge der Dampfschifffahrt, welche &&%%% ÄlVfe» SÄÄ%%%% •».«.«»».««..««»« KÄ TrT dung bringen konnte, war ernstlich an di« Wieder aufnah«« derartiger Versuche zu denkm. Sin mit diesem neuen Betrteds- opparat anSo-'üstete» Boot wurde 1881 auf der Sem« i» Pari» und 1885 gelegentlich der tnrernaiionalm AiSstillung auf der Donau bei Wim prodttt. Um dieselbe Z?tr besuhr Reckmzaun. welcher in England dt« Benutzung der Elektrizität al» Zug'ratt mtt Eifer verfolgt hat, die Tdemse mtt seine« Boote„El ctrieity" und von ihm wurden einige ander« elel» irisch« Boote auf Bestellung der«nglischm AdmttalUSr und der italienisch m Regierung gebaut. Ab«? bi» zu dem Tage, an welchem die„Volia" ihre Fahrt über dm Kanal la Monte unternahm, hatte noch lein elektrische» Boot fich auf das offen« Meer gewagt. Di« Schaluppe„Lotto" ist au» Stahl gedaat und ohne Verdeck. Die Länge de» Fabrzeuz» beträgt 11,3 Meter, die Br-tte 2,1 Meter und der Tiefgang ist bei voller Belastung 0 61 Meter. Der Betriedsop» I�at besteht au» eine? dre'stüzeligen Schraube von 052 M-ter D r.-dmeffei und 280 Millimeter Steigung, welche in 600 bt> 1000 Un» drehungm in der Minute mittel» zweier Reckenzaun'ichec otv kupp Her Elektromotoren verk'tzt werden kann, wodei ein« Bt» triedskraft di» zu 16 Pferdek, ästen entwickelt wird. Di-s« Ma» torm«erden durch«ine vo der geladen« vatteit- von 61 Alto mulaioren ae speist, deren Gewicht ungefähr 2000 Küograw« beträgt, während die Elekt'omotoem noch nicht ganz 400 Ki!» gramm wiegen. Bei 1000 Umdrehungen der©(braust legte da» Fahrzeug tn der Stunde 12 dt» 14 Knoten(21,2 W 26 Kilometer) zurück, wobei die BetnebSlraft noch ntevt gaM 16 Pferdestärlm betrug. Eine so starte Betriebtlrast ist ad« nur auf kuize Z it zu benutzen, weil sonst die Akkumulator«» battcrie rauch erschöpft werden würde. Hterau» folgt, daß da Geschwindlgkett v s Fahrzeuge» tn Vergleich zu der mit Schnett' damvtem erreichten leine hohe ist. Die„Volia" fuhr u® 10 Uhr 40 Minuten Mo gen» vom Hafendomme zu Dov« v und landet« um 2 U/r 32 Minuten Nachmittag» im Hot® von Calai». Die Hin» und Herfahrt dauerte 8 Stund® 5 Minuten, wodei Ott durchsah ene Sir ecke reichlich 80 Kt> meler betrug. Wa» die Anwendung der Etettrizität zur Sch» fahrt andela'gt» so läßt dieselbe stch seldstverständlich nur f® kleine Fahrzeuge benutzen und sie ist vorläufig im Verglw zur Dampflrast sehr kostspielig. Ihre Anwendung wird dah» aus LuruS'ahrzeuge und vielleicht auf gemffe K icgszwecke do schräntt dliiden, indem hier die Vorzüge de» geräuschlos� sanften Betrfebe», die geringe Raumbeengung, sowie der de» Feuer». R uche» und Dav-pfe» Höger angeschlagen werden, t ol» der Kostenüderschuß. Ein U beistand der«leklitichen Schist' gramm(75 Meterltlogramm in der Setunde find gleich eiao Pfeidelrast) zu liefen vermag, giebt ein Kilogramm getade» Atkumularor wie solche zum Bet:ied der„Volta" benutzt w® den, tut 5200 Meterltlogramm mtt einem guten Eleltrowo� ab- Hir fichlltch d-» Gewicht« der Motoren stellt stch jedsa der Vergleich günstiger. Die Dampfmaschinen eine» dampf«' i baden ungeiähr auf ein« Pferdeftä kc ein Ge»t» von 200 Kilogramm, während ein R ckenzaun'icher Elellrowo» für j-de Pferdestärle nur 30-40 Kilogramm«i-gi. gegenüber den grcßen Dan pfern von 8 bi» 10fO3 Pf«*! stärken und darüber, welche 15 bi» 20 Knoten in der Sw� durchlaufen, vermag man mtt ElekrtzUäl doch nur höchst®!' 400 di» 509 Pferdestä-.ken mit einer Malchin« herzustelliN. stä-lste bi» jetzt gebaute Dp aamomaschine, welche nunmehr � Amerika für«leltrische Metallschmelzung in Betrieb wo den ist, uiegt 9900 Kilogramm und erfordert zum Lew' 500 Pferdestärken. Di« angegebenen Zahlen dürsten' ftmfponnten Erwartungen niederschlagen, w'lche man dwg» von gew.ffen Seiten bezüglich der elektrischen Schifft gehegt zu haben sche nt.", Die englrsche Heilsarmee und die Polizei. Fast,?, wöchentlich finden wir tn den engitschen Zeetungen ßM'T über Korst kte der H.ilsarmee(Salvation Amjr) mit den hö den. Meisten.» find e» K a�en Uder die0e>ond«iS an S� tagen inszenirten mustlalischen(!)„RadauS"(eelp. AufjfjL dieser S-elenretter.»et Engländer, obwohl sehr digott,% diese lä Menden Aufzüge nicht, welche meisten» in der*' stngung endloser„S-elenrettung« y-nnen"(mtt obstK Paukenschlägen l) b-Itehen. Die„Oifiziere" der Heil»«� müffen daher schon hier auf Erden ost eine Art Ä» ! Gestalt einer Arrestftcafr durchmachen. Einer der tttzien! � dal. Li red« j enien* Kfe _____„______...._.....»z «utpMnb« Stadt Tt qaay ausgetragen. Kapitän KenSaü,»®�,| wegen Führung einer ungesetzlichen mustkälischen Prozesst� __ �_______________________ c-'T«, nanl Eitiott und Kapellaieester Pe«k, sämmtlich O fizicre der arm«, hatten stch vor dem Magistrat d« genannten j ver anw orten, da nach den Bestimmungen der oeiren�e Stadt derlei Aufzüge an Sanntagen nicht gestattet fi-sd. der Angeklagtm wurde zu einem Monat« barter Arbeit M urtheitt.— Ein« andere Klage kam in Halifax zur*,< tragung. Der Sohn de»„Generals" tvooth% mehrere ander« Mitglieder der Heilsarmee hatten L, wegen Thier qaälerei zu verantworten. End« Sipt®�' stattet« nlml-ch die„Leibgarde" der Hiillarme« d«r wähnten S adt einen Besuch ab, bei««Icher Gelegen hr�.; WIM». W. ege'ö'",� dortige Thterschutzoerein von der schändlichen Mißha��z eine» der Pferde,«eiche» obendrein lahm und dienstun»-�, war, Kenwniß erhielt und die Klage anstrengte. Di« I klagten«urven schuleig befunden und zu einer G:ldstroff! 68 M. und Tragung dir Kosten vermtheilt. Heitere Steuersache«. Wien, 28. Oktober. Nggi Bureau« der Steueradministration fehlt e», so trocken da«��, der Steuerbehörde auch sein mag, nicht an einzelnen l>� p Intermezzo», welche eigene» Jntereffe in der Tage dringen vermögen. Wer würde daran denken� daß der gr�j) I Bulgarenschrecker General Rilolai Biron Kauldar», ruistscher Rilttärbeoollwächtigter in Wien, in den Bück"? � ~...... e Roll« spielt!. Unv� Wiener Steunadministration eine_____„____.... soeben der vefitzer de» Hause», IV., Schlüffelgaff«* z® General Kauldar» wohnte, ehe er al» Commii rusfischen Regierung auf R-i en ging, den NachnM» S'„� daß ihm, dem HauSbefitzer, die von General Kaulb«» Zlnfe bezahlten Zins« und Schulkreuzer zurückoezahtt müssen, da der G«neral fich de, Rechte» der Exlerrito� «freut Hab« und dah« von Adpadm all« Art »em Ansuchen wirb ohne Zweifel stattgegeben rmrden-. ho» ist die„Lauchredneret" bestellen � Wien besttzt beilegen. Di« Steueradministration hat übrigen» 1*5"«»W« dies« Art Kunst nicht gar ho» fertf hl« nil m Ci T„»»>ti« et pr Sit hell die beiden Künstler uirt« die— FünfgulveN'� � «ingereiht. Höher taxin« fie einm d« Chef-Kloq Hofoper. Dies« wichtig« Mann, der Sem und Songit und Sängninnm so oft„in dm Händen L viel, viel höh« geschätzt. Zwar ist er al» Mann» --- r vvyt* UHivufi. � vui. bs» A4, uzp— fVsl'iM, mrblmäßig gegen Entgelt da» Pablitam H'R"i vsnigen oa» Paouium d- äußnungm verleitet", noch in kein« Genoffenstzati/'.�iW E» ist ad« nicht ausgemacht, ob die» nicht tn Kü M :b, und ob wir dm ehrwürdigen Stand der Kl-ao,„a einig«! Jahrm in freier Schreibari unter de« ar nnt« dm Kunsthändlern verzeichnet finden- ann, dm sein Gew«be reichlich zu nähren hohe Summe al» 34 gg ji y vorstchtig genug,«ine so hohe anzugebm. daß ihm«Ii« Steuer q rot« von ein« jährlich« Steuer sammt Zrs»lägen von 223 � den bat üdrigm Thett der ZeUung Beilage zum Berliner Bolksblatt. »r.%54 Sonnabend» den 80 Oktober 1886. m. IahrG Zokales. w. Mit dt« Sch«tzvo.»tchtu»Lra für Arbeiter steht ei ?!.- �uadd�uchen m Urriii, dt- auch in den Btltich ftcheru" gt pflichligen Gewerbe einde-oz n finv, nach rra» um(o Mthr ot beflajen ist, oH diese S'-"™8 w unserer©ladt ganz ungemein»shlltich staNfinden. ovNwahrend werden Unfälle von den BaupISvt von einem Unmuth und einem Haß er- ßJ:,'*ft stch o t in ebenso sartuftrschinaiitreffenorn Urtde len N,..5. Einrichtung tundgiebt. Ei ist aber auch kein LMugen, vom vlorgen biß zum Ab-nd in den strti rasten e??�dtn zu stehen und hi-r die Gerüche»inzuathmen, weiche �den schlecht ventilirten Räumen herrschen und vornihnl-ch *5 den Ständen brstadlichm Aszugtkanälen entsteigen. zl ö muth bat stch noch erlözt, seitdem, wie wir ei speziell d" der Zentralmartlhalle wiffrn, dt« V.'rwailung den Fischern Uh!0tn«,J tuotzen Wrfferverdrauchi" die Btnuhung de» an '�d angebrachten Schlauche« untersagt ha'. E» ist i.?'"ir Maßregel, welche auf die Fischer resp. deren G sund. ra die nachrbeiligsten Folgen ausüben kann. Früher «ddten die Fischer ihr« Stände durch diese», dem Jpthlauch emnommene Wasser einigermaßen säubern, »'Wt ist da» aber unmöglich gemacht. So kommt *.»» denn, daß die Fischabgänge einen derartig »esttlen, artigen Geruch v-rursachen, der oft kaum zu ertragen J*- In Verbindung mit dem stet« nastm Boden, auf dem stch dt« Fischerfrauen nur mit h-chen, starlsohligen Manr»stiefeln be-vegen körnen, fi.iv die Stänke für st- zu einem wahren x-esthe-d geworo-n und wie wir hören, hab-n bereit» einige Flscherirauen über die gesundhctli schädlichen Veihältniffe durch Entdietun» mediziniicher Personen an Ort und Stelle Er. Hebungen anstellen losten, um dt« Rcsuitate ihren G suchen um endliche Abstellung der M ßstände beilügen zu können. Küiz- «ch ist einer der Ständeinhader gestorben, deffen Tod zum nicht »kling.« Tbeil auf Stoßen der herrschenden gesundhliti'chä»' .�kn Verhältniffe zu setzen ist. Wird für eine neue Eiarch- »JLi* bibe Mtethe genommen— und da« ist doch mit den wi-, Zd�ei standen der Fall— so können die I Hader eine ge iräaN�kl leailichkett und vor allen Dingen vre Schaffung er- liw, Hältnisse v-rlangen, denn fie stnd»i doch schließ- ihre dt« Stoßen für die Erhaltung der RarkihalliN durch aufbrinaen. 'tuem„Da» Manchesterthum ia der ärztlichen . Kersch, iedenen ArtUel äuß-rt stch Dr. Chanvonr dre Vernunft um Rath befragt hätten, um zu entdecken, daß wir zu einander paßten. W�r besitzen beide nicht das Fernrohr der Psyche und hatten nur den leidenschaftlichen Mulh, etwa« Ungeheuer- liches zu begehen. So heiratheten wir uns. Wo habe ich sie nur kennen gelernt? In der Kirche, ja da war e«. Nrcht der Gottesdienst hatte mich hinein» gezogen, sondern der heiße Sommermorgen ließ mir den Einfall kommen, auf einige Minuten unter dem gothischen Steinzelt Kühlung zu finden. Und da saß sie in einer der find« zuträglich finden. Der Trost der„Brauer- Ziz." kann sogar reckt gefädttrck w-rd-n, wenn man. stch fick-r llhlend, reckt viel Bier hinrint inkt, damit den Magen üdersckwemmt und die Wrkung bei Magen satte», der einen unvorstchttgen Bazillu» du ch seine Sckä-f« tödiet, aufhebt oder dock mindert. Da kann einer fick im vi-rkrug die jcköaste Cholera holen» d. h. wenn st« um dl« W ge itt." Um eine Nafenläage. Der Rechnung» Ausschuß ist die« j'Nige D pu ar oa der Sladtoerordneten-Versammluna. deren Mitglieder zu Hause am weiften zu arbeit- n haben. Für jeden Gegenstand wird ein Referint und ein Korreferent ernannt, welcke dem Plenum Vorirag zu halten haben. Da in dem «u» chuß immer üben eicki i Material vorliegt, so hat fick die Vitt« amgebtlde', daß die Referenten mit ihrem Vor- trag« in der Rcihentolge herankommen, wie fie zur Stelle find. Zvei der unglückricken Recknungt-Stadtväl-r aber baden die Gewohnheit» stet» zu spät zu to-nmen und Vi» halb destärraig zurückaesitzt zu werven. L'tzten Mrltwoch nun diannle Beiden rtzre Sache auf den Näaeln und Beide demüht-n stch, möglichst pürkltich zu sein. De Em« ist ein kleiner, der Anke« ist»in sehr langer Mann. Da st-bt der KKine den Langen vor stch über den Fahrdamm der Siörigstraß: mit langen Schritten eilen. Flug» nimmt auch er tie Beine in die Hand, um dem Langen luvoczukowmen. Doch dieser hat ihn sckoa drm-'kt und beflügelt seine Schritte. So geht die Jagd in die Spandauer- nraße hinein, die Treppen de» Rarhhause» hinauf und die Korridore entlang. Der Kl-ine ist dem Langen dicht auf den F rsen, aber sckon hat der Lange die Th irklmk« de» Sitzung»« saal» in der Hand, da bückl stch der K eine, schlüpt dem Lan» gen unter dem A m hindurck in» Sitzungszimmer und ruft athemlo»:„Hier bin ick!" Und ricktig� feine E-che war die letzte, welche noch»um Vortrag kam, dir Lange mußte stch sein R.ferat wieder v-rkneifen. An» New Dort wird gemeldet:„Eine wichtige Eni- scheldung Ist gei am worden, weiche ein otre» Statut für null und nichtig erklärt, da» au»lä«r>isck-n Orchrstafpielern Auf- radm« in den Mustkerverdanv N w-Bo ke versagt«, fall» st« nicht 6 Monat« im Lanie gew-sen, und dm Mitgliedern de» Verbände» verbot, mir Rrchtmirgliedern bei Straf« der Aus» stoßung und einer Geldbuße zu spielen. Die Fo'ge war daß dr« Emwandaung voa Mi-fik-rn aufhörte, da fie außer Stand« warm, während der ersten 6 Monate ihre» Autenthalie» in R-w-Bork thien Unleihalt zu verdi-nen. Die Entlckeidong letzt den ein Ende. Ausländische Musiker können j tzt noch New Bork komm«» mit der Gewißh-U B'lckättrgu''-' ur finden." — Hinzu bemerkt die„Ntt. Ztg.": Da diese Nichrtcht in Deul'ckland vielfach vervrettrt wilden wird, seh-" wir uni aus Grund eingeh ncst-r Kenntniß der«inichlägigm Behältnisse I.ranlaßt, ausdrücklich und auf da» Entschiedenst« vor der Aus» Wanderung von Mustkcrn nach Amerika zu warnen. Vielleicht erweckt odtge Notiz irrig« Anschauungen. Darum s.-r daran erinnert, daß auf keinem Gebiete da» Angebot dir N chftage in Amerika so üderst-igt, wir auf dem der Mustf. Die Z iten, in de"«» der Musiker Gold«ir h imste, find längst vorüber. Ein Jchrzehnt lang st.o von granff-nlosen Urternehmern all« Jahre ganze Kapellen nach Amerika«ngagirt wo dm, die fie in Europa biilraer bekommen, a>« d üom. Die meisten der nur tür die Saison rngagitten Musiker blieben dann jmttit» de« Di* an# und führen jetzt ein kümmerliche» vas«in. W»» in Deutschland kaum noch in irgend einer Stadt ge- s-hen wird, gebött drüd-n zu den häufigen Erscheinungen: Mustkkoip» von 20 und 30 Mann durchziehen die Straßen und machen vor dm Häu'ern Musik, deren Trefflichkeit darauf hinweist, daß st« einst zu B fferem berufen warm. U n a öz-re AnziehungStraft zu üben, stecken fie stch in preußische M-ltlär- Urrformen, die ja leicht zu beschaffen find. So stno fie zu einer höherm Art de» L-tieln» veruttderlt. Diese Schilderung entspricht buchstäblich der Wchrheit. Daß die alten einges-sse« nen Mustker in behaglicher S«llung geblieben str», ist kein Wunder. Dt« neuen Ankönmlinge ad-r««dm nur die dii' erste Enttäuschung ersah en. „Wo man fingt..." E» müssen in Berlin unbedingt außeror oenUich ouu gute Menschen l sie ein luftiges Kr-uz vor dem ovalen Ge- sichtchen, da« mir ihre feinen, beweglichen Finger verräth, und erhebt sich zum Fortgehen. Dabei wirft sie mir wieder einen Blick zu, der etwa sagen mochte' zu einem Lücken- büßer ist der gut genug. Nein, mein Fräule n, wenn ich ftafie naber zu unlnfutfen, wollen wir nur darauf hinweisen, da, n f. in» deuilch'" Stadt, Wien nicht au« genommen, so viel Gelegenheit zur Pfl-g« d«< Geiaige« geboten ist, att in Seetin. St best hen m vnlin nämlich, vndücgten Zählungen nach, mindesten« zweihundert Gesangvereine, und dad-i sin» die vielen„wilden" Gesangvereine rtcht einbegriffen. Piy'do- logt« und Fora st d geplündert, um nur die vielen Ramm für die einzelnen Vereine abgeben zu lSnnen. Da siedet man die Bezeichnungen O pb'ui. Eulerpe, Apollo. Erato. Ph'lomele, Lohengrin. Fliegenoer tzaUänder, Sirene, Walküre, Sang». grast, Sängnkcei», W-idetlust, No-dftern, Haimoni« Fidt», Fagendlust, Maiglöckchen. Schneeglöckchen, Ein'racht» Harmonia, Deutscher Geiang, Funke, Haide, ötletn, Luderlchstz, Fel c a», Modestia, Lmbter. Lineta, HoffttiNg, Glockenklang, Gesangfreunde. F'.delttal, Alpen glühen, Frohstnn, Zufriedenheit, Hoffnung, Akkocdia, Meiste Schleife, Treue, Liüderl chiett, Kamerad, Eilten kränz, F tedrtchiha'.n, Fioh und Fiei, So.gendrrcher, Brud»bund, Steinnelke, W-sten, Toni, Friede und Eintracht, Gläck zu, Konstantia, Lätitia, L derhalle, Lerche u. f. u. s. w. Dieser R'iekrhum an Vereinigungen, die mit Jrbrunst den Cror» und Qrarteitgesarg pflegen, hat anscheinend elaai Er» schreckend U�heimlichet. Do» vei L»te desehen, ist vi« Sache nicht so schlimm. Hat doch jene» Städtchen mit viertausend Einwohnern mindestens seinen Gisangoerrin, und»enn man die fünf Vtertelmilltonen Berlin« durch«wethundrrt theilt, so ist die klage über die G�sangoeriin» Mei'lei in verlin noch immer nicht gerechtteitigt.«llerdingi wäre e« differ, wenn trotzdem auf dem Boden dei Gesang«« in Berlin nicht dir Saste Zerspitterung herrschte, wie ste thatsächltch herrscht. olleich: schwänge sich Berlin»u der ihm von Ziechttwegm gebührenden Stellung in der Pflege de« kunvgesanoe« auf, stalt dast, wie bith», die überwiegende Mehrzahl dn Gesang vereint lediglich dem Gesellig keittb'dürfnrff« deschränkt« Kreise dimt, doch ist die» eine alt« Klage, die wir hier nicht de« Breiteren»ied« autwärmen wollen. Ei« junge« Walroß— Tfichechus roowarn»— ist im Berliner ttquartum etngerroffen. l/it Tvierdänol» Haaen« deck in Hau hi g erhielt e« au« Tromsoe, wobin e« W» st ch- fäng« au« Sp>tzd«gen gebracht haben. Die!» tntereff�nte, nunmehr zum zweiten Mal« ausgestellte Vertreter der flrffen- füsttgen Säugrthiere destndet stch im fünften oder sechsten Monat seine» Leben«. Dre Zähne find noch nicht zum Durch» druch gelangt, weShalb seine Nahrung zunächst aus Milch de» steht, wovon er täglich 8 Liter tunkt. Äuserdem»hält er da« feingeschadie Fleisch eine« Sch'llflsche». In seinem Bnhalten gleicht da« Walrost dem früher gezeigten auffallend. Dem Wärt» folgt e« ausschritt und Tritt und wahrscheinlich wird e« bald wie j nei Proben seiner Intelligenz durch Vorsührung einiger Kunstftückchen ablegen können. Unter den übrigen N u- »Werbungen de« tzquarivm» verdient die in vielfach« Richtung intneffanie Brückencchse(Hatteria punctata) bervorgehobm zu w«den. Der noch im jugendlichen aller d.flndltche, grau ge» färbte Saurier hat die Läng« von einem halben Meter, der Leib ist gedrungen, Kapf oiersetltg, Gliederbau Ilä'ttg. der Schwane seilllch »usammengedrückt; an den sünf Z den d« Vorder» und Hinter« aste befinden stch kurze scharf« Krallen. Czarakteristtsch ist der im N-'cken und läng» de« Rücken» laufende, au» meisten spitzen Domen gebildete Kamm, welcher an die fadelbafim Bedeckungen von Drachen ued BastliSkm erinnert. In Betriff de» innere« Brue« haben die Fälschungen festgestellt, dast„diese Echse ein Krirchihier ist, welche« im Grasten und Ganzen zu den Eidechsen gehört, in einigen wichtigen Lildungsmnkmalen jedoch auf der Stufe d» Lurche stih-n geblieben ist und ebenso ander« Anp�ffungSmerlmale nach Art und Weife der K okodil« Und Schlangen ausgebildet hat". Di« Heimath der Halteria U Neuseeland, dort lebt st« in Höhlen oder auf sandigen Hügeln an der Kaste und ist jetzt sehr selten, da st« wegen ihre» F»iiche» von den Eingeborenen lebhaft»»folgt wird. Schon 1867 sprach ein R äsender die B.fürchtung aus, die Lrücken» «ch»« we'de wahrscheinlich binnen kurzem zu den ausgefto> denen Thier«« zu zählen fein. Da» Exemplar de» Berlin» Aquarium« ist ein gutartige« Geschöpf, da« willig alle Unter» suchungen an stch vomehmm ILstt. Die unentgeltliche Bertheilvng de« Theaterzettel» Ki den die„Rat. Zig." Mit Recht nennt ste diese Fo vcrung nerlich und Sutzerlich begründet. So wenig wie man im Restaurant die Speisekarten extra bezahlt, wenn man stch zur table d'bäte n'edns-tzi, hat«S einen Sinn, extra für den Fühnr durch die g'isti-en Genüffe zu bezahlen, dir im Th'at« ge boten w»dm. Dast in der P cx'« va«E flehen einet Theater- Sttil« an der Thür de« Eingang« zum Jnnenraum stch sehr fttg macht, weist jeder Theaterbesuch» au» Erlahruna. Fr der rechten Hand die Th'atnbillet», in der linken da» Ovnn- gla» für stch und die G'tiin, über dem Arm ein leich«»» Tuch für da» Hmau»gehen während der Zwischenakte, von Nichkom- mendm gedlängi. von Voraufgehmven bthinver», im l-tztm Moment in die Tasche fasten, um nach dem Rick l zu suchen. da» ist ganz dazu angethan, den ruhigen Gleichmuth zu zer» »ölen, mit dem man da» H u» bttreten sollte. Bttlang hat man ruf da» Aufgeben dn Prexl» nicht gedrungen, weil man meinte, dast die Th-a'er d e Einnahmen«ich» gut«nt schon einmal büßen soll für meine ganze nichtige Bergan» genheit, al» Lückenbüßer diene ich Jtnen nicht. O! Di giebt e« ganz Andne, d e sich ein Vergnügen daraus machen, für mich zu schwärmen; vor Allem eine vollbesetzt« Mädchen» schule, de ich in die Geheimnisse de? deutschen Literatur und der Männnanbetuna einweihe. Da ist d» unau«» stehliche Backfisch, die Rosa mit dem krautschwarzen Locken» köpf, welche mir stet« am Geburtstage ein Bouquet im Namen der Colleginnen überreicht und so roth wird, al» hätte sie ein schlimmes Verbrechen begangen. Dieser R sa, welche Heuer ihre höhere Mädchenbildung vollendet, brauchte ich nur zu sagen, sie solle mit mir auch den Liebe«-, Braut- und Ehe-Cmsu« durchmachen, meine Gedichte und»»mischten Aufsätze zunst lese», und sie wäre gle ch drbei. Nein, so ungestraft spielt man mit mir nicht. Du schlank» Tauge- nicht« vom Wochenmaikte. Trotzdem weiß ich nicht, wie e« kam, daß ich mit dem leichtsinnigen Weltkind im allerliebsten Sommerkteidchen zu- gleich die Kirchenschwelle üb»schr>tt. Einige Sperlinge jagten sich vor der Pforte h»um, die wachsende Glühhitze «enirte sie sehr wenig. Wahrscheinlich erschreckten düse ge- ügelten Gassenbuben die Kleine, denn sie strauchelte ein wenig, da« übervolle Körbchen neigte sich zur Seite und ein Kohlkopf hüpfte au« dem unfreiwilligen Gefängniß. Nun, da muß man doch galant sein. Ich bückte mich, hob den fluchtf»tigen Kohlkopf auf, der elend auf der«ranitstufe lag, und wollte denselben der unvorsichtigen Wärterin über- geben. Nun zeigte sich«irklich ein schmal» rother Streifen unter dem Schelmenauge, da« meinen inneren Menschen fo lange geneckt. „Darf ich den grünen Eremiten wieder in seine Zelle hineinstecken frage ich mit d» Besonnenheit eine« mehr» jährigen Musterpädagogen. Sie sah mich mrt ihren verteufelten Augen groß an, lachte dann herzlich auf und»widerte:„Danke, auf einen Kohlkopf mehr oder weniger kommt e« nicht an und da« Exemplar ist mir zu schmutzig geworden." „Man kann ihn doch waschen," bemerkte ich al« er« fahren» Mann. b-hrm könnten. I tzt, wo ihnen durch den in allen größere« Tbialnn eineeführien Garderodrnzwang rine neu- Einnahme. quelle»schloff n«st, darf man i« um so m-hr fordern, eis die Verstellung der Z-tiel die Theater nlchi» kostet, sondern ihnen dteselden von de« Uninnihmern» welche Anzeigen für ste sammeln, unentoeltlich g'liefett w»Vrn. Wir haben n cht« gegen da« Aufgeld am Vormittag, nicht« gegin da» Gard roden- gel», gönnen den Theatern die Einnahmen ou» den Tunnel« vervachrungen— da find überall Leistungen und G g'N- leistangen. Ab» der TheaterzetM dürste nicht extra besteuert sein. Er ist«» auch nicht in E gland, F ankreich, Amettta. Es ist auch nicht da« Programm in unseren Konzertsälen best eunt, auch die P ogramme nicht, weiche ganze T x auizüze zu den aufgefüh ten Mufi'p ecen enthalten. Die vüdne, welche niit b» angeregten N ueru' g vo anginge, würde stch ein B-r» dienst erwerben, da« vom Pa.l.kum hoch angeschlagen wnvcn würde. Billard» warm im Jahr« 1786 in folgenden Berliner Kaffe-däusan aufgestellt: bei Arn vidi in dn R-onerft efie, bei Böhn in der kö-rigstrcße, bei der Wittwe löbdirt auf der Slrchbahn, bei Fehr in der königstraße(im englischen Kaffeehaus«), dei Graumann in der Behrenstioße(im tZ ig- l'chen k ff. e bause), dei Miercke in der Tauben straß», bei P-ichke Unter den Lmden(viast Rom), bei Schmidt nedm d-r Post und im jüdischen Kaff ebause von Philips Falck in der Span- taunftraße. H emoch scheint e», wie der„Bä." schreibt, daß die Billard» in Berlin eine ziemlich frühe Berdreitung gefun- den baden; fiüber jevensaLS— der AuSdehnung nach— al» am StQ.ia, o! wohl dort die Berührung mit F: ankreich, dem Vaterland« der Mi dem sechSzrhnten Jaqrhundert au-tretmden Billard«, im Allgemeinm eine engere ist. Da»„Urbild de» Berliner«" festjuhalten, hat stch ein Verein zur«ufgave gesetzt, der so. den in der Bildung begriffen ist. S» läßt st@ nicht leugnen: auf den ersten Blick tisch int die Ankündigung etwa» vnsonglich, e» steigt etwa» von dem Dunst der Weißheistube und vom Ge st de» Psllister hum» herauf.— man könnte auch glauben, daß das„ick" und„wat" UN»„det" zu Ehren gebracht werden soll. Nach den un» ge» geben«» glaubwürdigen B-istcherungen soll der neue V-uin stch tnd ffen he Ausgabe gestellt haben, in der schnel-sttthen. den Z il denjenigen, wa» in dem Ucdilltnerihum gut und de- rechtigt war, eine Insel zu bireitrn. auf he«» stch rettm kann. Di: Bettriii»i«st mmungen sollen fo getroff-n»erden, daß Gründe der Eapfinvlichkeit den Anschluß mchl onhlndern würden. Em Gönner d-r Kanst. Dl« Bewohner de» Südosten» und au» nozt in anderen S.adttoeilen kennen seh' wohl den altm„Ho-musik-mten", der n it sein« Z ehhaimomka und in Begleitung eine» etwa vierzehnjähiigen Mäoaen» auf den Btt- lin» Höten seine Kunst verübl«. Er sang al» Ko.'kur-ent der wiednerstandenen Kirrende me st g«ftliche. ltedlich« Lieder und « hatte hier vor dem genannten mehrstimmigen Jugendckor enischieden da» voiau», daß die üd« mindesten» hei Hitte hinweg örend« überlaute Smgstlmme sein» jugerdiichm Be< gltttertn die allgemeine Lufmerksamleit, wenn auch nicht gerade Bewunderung, auf stch zog. Nun wohnt da im Südosten der Stadt ein alte» Ehepaar; er ist«in früherer Bäcknm-iftcr, der, wie er gern ftlbst erzählt, einige Tauiend Toa er zusammen- gebacken hak. Beide Alten find ein wenig swweihörlg,«orou» e» sich»klären mag, da» ste an dem lauten G-sange der jungen Begleiterin vi« Hofmufikantm besondere» Wohlgefallen fanden. Sie hatten schon ölt» davon geip ohn, da» jung« Mädchen in» Hau» zu nehmen; schon damit das schö e Klavier in d» guten Stube doch nicht ga-z unbenutzt verstaube, sollt« ste dann Mufliunierricht»halten, ou« Ge sangunter' icht; wir weiß, ob nicht ein« heimlich« Lorca in dem armen Wesen steckte, w>lch« die wohltbä'tgen Bäckersleute zu entdecken ui d«uidllden zu lasten berufen waren. F. eilt« müßte dc« Mädchen, so w»nten d.e beiden Alten, die Funktion der Dtenpmand üb»r- nehmen und ff« auf diese Weise nützlich maten. Bald nach. dem die» im Famiilemath dessloffen war, hatte der Bäcker meist» a.D. mit Louise— so heißt die laute Sängerin— ein« gelegentlich' Unterredung auf d-m Hofe und seit dem 2 Okt., Adend«, ist sie im Hause de» Rentier», der an diesem Tage seine D enstmagd entließ. Seit j-n» Zeit ersch im auch allwöchentlich z»«t Mal der Musiklehrer und Louis« säubert dann schnell in der Kü de die Finger von den Spuren e» k tttoffel- schälent oder d-s kochtcpfet und versucht, dem Puntno Töne zu entlocken. Wer seit j n» Zeit die Rei tttraieute besucht, wird nicht umhin lönnen, L-eSchen»„L»te Role" auf dem Klarier zu dewund.rn, und wenn er ein guter Bekannter dn Familie(tt. dann sagt der Alle mit einem undeschreid'.ich wichtigen G sich'S'Usd'ucke:„Lieschen finge mal" Nnd alidilv wiid die„Litzle Rose" in allen«leg n de» Hause» gebö.t. Der Anwesrnd« muß dann naiürl-ch sein kunstunhetl abgeben, und al» neulich J:mand meinte, Lieschen singe mehr laut al» deutlich, erwiderte der Bäckermeistn, der dl« Aeußerung wohl nicht genau-«standen hatte: Jan, recht, laut un deutltch, det t» die Hiuvtsache vor ene jroße Sängert»! Zu dem Unfall bei dem Sliftuvgifest d» E. H. der «uchdind» in der Phiiharmnnl- geht un» dt« folgende, de» richtigende Schreiden zu: Die Behoustung ist unwahr, daß fisl die Kleine ohne jede Verlegenheit ein, „vi» dahm macht» mir die andern und auch den Korb unsauber. Ich halt« nicht», wa» weglaufen will." „Abn," sage ich mit einem letzten Versuch, mein« Würde zu sammeln,.dann hat ja d.r Kohlkopf seine Be- strmmung verfehlt." „Nun", entgegnete die Kleine mit einem unnachahmlichen Kntxen.„dann bewahren sie ihn auf zur Erinnerung an unser Zusammentreffen." Und fort war sie, in das Ge- dränge der Vorüdergehenden hineingezogen. Ich ab» stand völlig vndutzt da, den Kohlkopf in der Hand. Mit seinem Küchengarteng-tuch schien sich ein leicht». unsagbar» seeltsch« Dust vermählt zu haben, der einen grausamen Ent chloß besiegte, da« Symbol meiner Nied». age auf da» Pflaster zu wnfen. Ich nahm das Taschen» tuch und streifte säuberlich den Saud dn Kirchenschwelle von dem stattlichen Kohikopf ab. Dann ttug ich ihn in g""- .„ 3" Kohlkopfe steckte ein recht» Ko- » e*$'* so �attt'4 da» sonderbare Ge- schenk auf die Bücher und Schriften hinaufgelegt mm U"' �*"*-«d. ich ,i,.lich i. w während de» Bngnügen»„die Herren ihrer Xivchlust nach Belieben stöhnen durtten" und dn Btäatigam der onungiücktel Dame„in selmr Ungenlrihttt" deren Kietd ln Bad gesteckt. Ein Vorwurf ist w-d» dem Vorstand noib den T»ellnehieni de» Rauten» Haider zu machen, da«» wähl dn allen L» gnügungen sämmtlicker Ardelln sowie d»„Höhnen K affett zum„guten G schmeck" geböit, stch dem Genuß de» Rauchen» in moßia-r Weise hinzugeben, seiest lm klassischen Kenzetl« saal der Philharmonie. Daß dei beffnen Kon�ita�ffüomngen da» Rauten un.tndleibt, weiß der Vorstand eben so gut al» der Ltiich'e statin und s-lne Gewährsmänner, die Bedin steten dn„Philharmonie". Nach Auslage mebrner Ziugm hat die Dame ihr Unglück einzig und allein ihrem, in ihr« RA« gesessenen Bräuitgam zuzuschreiben, der stch ab«, anstatt st» für die erwieienin Hilfeleistungen danldar zu zeigen, in höchn unziemendn und oerausfordernder Weise denahm, indem n nicht nur eine Entschä lpung verlangte, sondern dt« Hilst' leistenden Pnsonen mit G odhetten re�aliite. Dn Borstann würbe, inrem n dn Dame sein ti-sst's Bedauern ausspitchb gern bereit gewesen s'n eine Entschädigung zu leisten, nuil aber ang ficht» dn Nibenumftände darcuf verz-chte-'. fow jede Vnar.tworüichkeU zmückw-isen, da ein dnartiger U iglü»' fall in jedem Lokal unter denselben Umständen entsteden keN?- Die g'-«Hrttn Redokt-onen dn übrigen Z itungen dttten»» um Addtuck dieser Entgegnung. Dn Vrrftand dn Bnlitirt VnwtllunbSst-ll« der K ankenkaffe der Buchbindn(S. H). vo««wem dreiste« Leteuze erzählt da»„Verl. T#' folgende Geich, wie:„He» Rcserendar S. au» Hambur» nicht wahi?" Mit Vielen Worten wandte ein elegant gekln' det« Hen stch an dem Portal de» Zeughause» an«inen Mann, der darod verwundert dm Fragenden anblicke. Jj dienen 1" gab der Herr Rfeiendar zur An twort.„Und wem habe ich das Vngr-ügen ß'—„Ich bin dn ArchstjJ Wiihelmi,"«rwidttle der elegante Hnr.„Können St« f nicht mehr unserer gemeinsamen Fah.t nach Blankenese«* mrn?"— Der Herr Re'erendan dedauirt« aufrichtig,? dessen nicht mehr«nlsinnen zu können. Da dn Fumd« jedoch offenbar zu kennen schien und auch gar keinen so 0% Emsiuck machte, so hatte n durchaus nicht» digegm, al»" ArchUett eine gemeinsame Bifichtigung de» Zeughauses schlag. Dabei zeigt« fich der Archttett to unt e, richtet wußte auch von Hamburg so viel zu erzählen, daß dn rcndat den ferneren Vorschlag, auch de» Tage» übrige« belsammm zu v» leben, mit giößtem Vergnügm afNi-y-s Nachdem man gemitnfam in einem vornehmnen R gesp ist, machte man eine Wrndnung durch ve'lin» Bt» patäfte, und da e» deren jetzt ein« stattliche Zahl t\'K so war e» nicht zu verwundern, daß dn Ard«' erst etwa» spät den neuen Freund in seinem Hotel„k liekerte." Denn von den versch edenen Eindrückm de» war der Hanseate gam„berauscht", so daß er sich bei« Z wachen am nächsten Morgen nur so viel erinnern konnte, M der Architekt um 10 Uhr wieder bei ihm sein wollte-®' lange baue n noch auf da» E-schewm de» Freunde»? wart-n? Darüber konnte ihm Niemand beffn ai» sei"«% Aufschluß g ben. Ader wo war diese? E n jäh» S-b»"? dunchzuckt ihn. Er greift na» seinen Unaussprechlichen.�- wühl: und kramt in d'.rm Taschen, aber er vermag NU»? Thai fache zu lonstaliren. daß auch da» Portemonnaie seinem ganzen reich in Inhalt verschwunden war. Da»° einem Erzgauner in die Hände gefallen war, da» war\ nun wohl klar. Wohn hatte der Betiüg» ad» so 8*% feinen Ntmen, Stand und Domizil gewußt? Durch die fn, fadste Weise von der Welt. S hatte sich mit einer V sttentarlen im Bähk.r eine Sril« markirt. Al»« nun� Zeughou» in dem Reisehandbuch blStterte. war die"F, im Erde und damll in die Hände jene» Menschen geia"1 d» au» dies« Vifillnkarte so treffliche» Scpital für' schlagen wußte. Unalücksfall durch Erplosiou. In dem Lagerstlltt Destillation von Brullow. W ungetstr. 59, war dei Haus»'�- Lmdemann vorgistrrn Nawmiitag in der fünften 5'"%: dem U-n'üllen von Spi'itts beschäftigt, welch» doflsttt'! ein» A'zihl groß» Gebinde lagerte; er bedi nie st» unoerantwonlichem Ln'chtst n. statt der vorgeschriebenen hiitslatenne, eine» rff-nen Licht», an diffm Flamm« st®.) fretgewordenen Spiritusdämpse ixplostonsarlig ent-ü-Velen% in weite« Folge den g'sammten Inhalt de» Fasse» m plosion brachten. Der d diu« mswntde Mensch wurde v»» entflammten F'.üsstckeit förmlich üdirschüttet und trug 5»% onletzungen so bedenklicher Natur davon, daß er auf J ming de» sosort Heibtlgetufenen Arzt-i unverzüglich v' J K ankenhau» Bethanien geschcfft werden mußte. Wtidnauskommen de» Unglückl lden soll nur wenig vorhanden sein. Bit zum Etntn.ffen der Feunwihr Flammen auch die übrigen SptrituS'Sff« in Brand � beitn Inhalt, rmter Z- sgrengung dn Ged'nde, st»' Hobt auf d m Fußboden ondreitet hatte. Zwei Sprötze« LÄi »st lang«« Zeit von der Straße au» du ch Vi« ih't Strebten in den Brandherd ergießen, bevor ein VZ'm gen in denieiben überhaupt möglich war. Ueber de«�� räum ist da» Fiu» nicht hinausgekommen, und in etwa*� — Kohlkopf-Atmosphäre, die sich um mich verbreitet�- die Nase in mein Hirn zog und dort meine Trau«>" y) tun« alarmirte, so daß sie in vnworrenen Haufe« a yf Nervenzellen hervorstürzten. Ich sah die schelmische � gängerin übermüthig auf einer Weltkugel heruw� Ihre Aug», fordeiten mich förmlich herau», sie ipftfte zu fassen und den grünen Kranz auf Wf � zu»haschen. Aber während sie fortwirbelt, auf dem steilen Meridian au« und falle halb m die Spalte zwischen zwei Kohlblättern hinein., letzt entdeckte ich erst, es war ein riesig» drm ihr beflügelt» Schritt hnumkreiste. Endlich 'ch. matt an allen Gliednn.«e Die Geschichte wurde mir zu toll und sie g 1 Ende haben. Wie ich die ganze Stadt buich�% herumspahte, w,e ich endlich dre Störenn meine» c-zr sriedens entdeckte und mit dem mumienartig)#< schrumpfteie Kohlkopf bewaffnet die Werbung auf � � Leben begann, das ist d» reine Abentcurerroman-?� magische Zauber, welche« das neben dem hingefallene Marktgemüse empfangen, bewähtte sich »sehnt« Reitung bringen könne.«.xli dies» Zeit habe ich nun eine große 11mW f.fLfi, W—. /Ci/itlrtC I»»1* ücu oicier$1X1 yave uy nun eine wpw yjt« Grunz- ug. Und da e» heute selbst dn CigaN«?.�, den abgnissenen Gedankenfaden wied» in den tenv � fo. Wölkchen zu»haschen, so lege ich das nart refignirt zur Seile, öffne halb die Thür«»n u «ngni« zur oene, offne Haid die r ajpwn Kuchenduft hneinzieheo. Meine Frau hat volle« Gemülh; auf dem H.nd« brodelt in sansV Butter— Grünkohl. Bin ich nicht ein glücklich«, Mensch! i»H viundc» war«£» ch» und Nuftäumungiaideit«»u Snd« ttfübr». Wkge» Betrage« aud vedrohaag mit einem Ler- brechtr'«uide ver fiübere Sit>'ffNap>län, später« Tutsbesther Hans Corneltu S de Witt au« O tele bürg veihattet. Derselbe wurde cor einigen Jahren, al» er fiih besucht weis' hier auf- viell und auf großem Fuße lebte, in dem Hause einer wohl- Vasenden Beamtenwittwe eingeführt und verlobte sich mit der Tochter derselben. Uiter dem Voraeden. daß er auf seinem dn OrtelSdurg gelegenen Gute einen N ubau aufzu'ühren h ob« nchtige. aela-'g et ihm, die Mutter seiner Braut zur Hergabe von 15 000 Mark zu bestimmen. Da« Gut, welche« vollständig 5'®?� war, und inzwischen im Wege der vubha�a ion für TCO!) Ma t verlauft worden ist, war damal« nicht Eigentbum ve« de W�t, sondern seine« Vatert, welcher zur Zeit rine Zucht. hautftiase wegen U kundensällchung verbüßt. Da« Geld ist '"»♦zu dem angegebenen Zveck onwmdet, sonSein von ««tu a derwei.ig oerbrauat und die Dame son.tt da« v™ H i athSschwindelS geworden. Nach Aufhebung der Verlobung hat de Wit', welcher übrigen» wegen Land- schießen� ist, gedroht, seine früher« Braut zu er- *...Wahrsagerin wunderbar Eine jener weisen F-auen, Mwe Letrt raläusigrn gegen ein Ooser in landet üblicher wtunze die Zulunir enthüllen ist veuirn im Castanschrn Po» novtrlu'n cu„irischer That" ergriffen wordm, und zwar in jugendliche, al» ste den dort en-aairtm Tg'olninnen «uL Raten wahrlagte. Auf dem Polizetbureau de« Re» >«», wohin die«rtapvte Proobetin zur S HS gedacht wurde, g«an ihre P.r>önltchlett fest und ließ fie einstweilen -. In eiaer Diebstahttfache ist e» von Wichtigleit. den »Mirdümer einer Top'pflanze(C&ila), welche in der Nicht 18. zum 19. d. Ut. in der Naht der Rotstraß« und irttedrichsg� cht entwendet ist, zu ermitteln. D r Etaentbümer %!/«sucht, fich bebut» Rekognilion beim K.tmlnal'Kom« Mtffariat Zimmer 78 eieuufl den. .«tae Bande von S-flügeldtebea treibt augenblicklich . ,drr unmuterdaren Umgeoung von Berlin ibr Urw-sen. So U dieselbe in vergangener Nacht au« einem Stallzet>Sude de« *«�mer»{tobet« tn R siori nicht weniger al» 20 Hühner und 8 d-'itn gestohlen. Die Diebe waren tn ra'stniiiester »u W-rle gegangen. Sie hatten, um zu den Hühnern Byajifltn zu können, eine licht schwierige Arbeit zu bestehen; namli» zwei Wände mußten erst durchbrochen werden, welcher »rbett fie stch denn auck in geschicktester Weise entledigt haben. «Pater Huben fi. dt« Hühner und Enten an Ort und Stelle. a«eschlachtet stch aber mtlten in der Arbeit au« dem Eiaude gemacht, da ste wahrscheinlich durch ein Geräusch gestört warben Nnd. Ii d-r l tzten Nicht haben wahrscheinl ch dieselben «Übe zwei Restauroteuren in derselben S'raße einen ähnlichen ««such abgesta'tit und haben auch dort ihre Opfer gleich am Tha ort« geswlachtet. verunglückte« Schutzmann. Gestern Mittag gegen */* Uhr wurde da» Bserd de« an ver Kreu.ung der Leipziger- Uno Jerusalemerstroße haltenden berittenen Schußmanntposten« P ö»l>ch aui undetannter Veranlvffung scheu w o bäumte stch hoch auf, wobei et stch vollständig übe-schlug, den Reiter unter stch begrabend. Hille mar so'orl zur Haid; der Ve, unglück« vu.de unter dem Pferd« vorgezozen und in den Flur de« Nahegelegenen«georsnetenhause» geschafft. Von hier au» ver« mochte er stch per Droschke nach seiner Wohnung zu begeben, während sein Pferd nach dem Moilenmarlt gefühlt wurde. Die R�tzkcanfh'it ist, wie man un« schreibt, gestern Lbmd unter den P'erdibestind einetlber größten Fuh Herren um Wedbing zum«u»0:uch gekommen. Seüen« der Lelerinär« z? v-ltze. find so ort die umfaffendstm Schritte angeordnet«or »in, um einer W'.tiervtldreilung der geiäb- ichen Seuche vor. «Uxugen, die Slallräume wurden deiinfiirt uns über die ?Agen Pferde die Sprr« oerhängt. Die von der Royilank- bisallenen Prndt, vier an der Zihl, find noch in der L�l unier polizeilicher Etkoite nach der stttalischen Abdeckerei i worden. Ag �«UlWCll- Refl» Be Wette. In einer lustigen Gesellschaft«ine» hiifigen a��anlS'\n Jet man über G-dächtnißstärte debattirte, erbot Na»? lunger Mann, im Adreßbuch acht Seiten Eigenname» uxT unmalizcm LrstN genau nach der Reihe wleder Hirzusagen. .. B lanaem Mr.H.n N K.r hi» VBIWiitMt hl, f-t fr,kni.n1una «i.-»»»»w rrn jpert vi: Weue mir einem min bri»I � BtdSchinißlünstltr ließ stch nun da» N.,«' dlättnte ein Weilchen darin herum, de, Adrißsuch bezeichn't« acht nf«» ie»o****|*«» � v 1 1 var W•---- V u**,— n-*" m.i?.'slZtm Streiten über dt« Möglichkeit dieser B-Hauptung Bi«,''Wich ein Herr dle Wette mit einem kltinen Fäßchen «I .r näch,ules» had- und d'gann: �Mall.r� Müller. haxifitl. ston beim dritten Müller brach alleS in ein stmlk* Geiäthfr au» und da» Fäßchen wmde al» gute ««um guten Wtz sofort angestochen. der m1!. Hiklor de Groustllier», bekannt al» Redakteur «äöitoat", hat nach Autwei, de, Handel, regist-r« j tzt k»i!,'''ä'u«rnationale Kanalisation»qes«llscha»t gegründet, deren ®"°«e kkommanditäre der Geh. R. Wagen« und ein «ötanzift- gnehtich Willy Schumann find. Ratwch Morgen, Sonntag, veranstaltet der Altona« Aitisten- Verband" in Kaufmann'« Variö!6 dü k.' �ionstre- Artisten. Wattn«. Zu derselben haben sich büb.- �st�sten Künstler sämmtlicher biestger Spkztalltäten »«einigt, und w«den ca. 1(0 Künstl« tn Solo- und »'.»�»wträgin a st eten. Da dem Publikum durch«ine »„,"8» Mchenvoistellung jedenfalls ein ganz eigenartige» w!?» in»u»sichl steht, so wachen wir de» Zwecke» luffuLlw?ebeischuß soll ein« Rechttschutzkaffe der Artisten » V a$ besondn» aufmerksam. Im Boroeikauf find Billet» in allen Filialen von Loes« u. Wolf zu haben. tichtci Artisten haben ihrnseit» auf ein Honorar ver- v«Nn? Sen�.PWall?'dm�s!� und Gemüse. Ungarische Weintrauben werden nur Veaffi« Mengen zugeiührt, Preise steigend. An IßW,4.60" 700. vtrnen 4,20 bit 6,60. Taielbirnen 7bi, Safüf Sorien Ii» 30».,«evlei 4.25-7,60 M.. Dahl �,nj~16 JH-. feinste Sori.n bii 30 M Motoren 80 3», SeM?'�? M- per Zentn«. Zwiebeln 2,25-3-4. Weiß. Rartoffeln 2,80-3,6), jotb. 2,80 bi» 300, «räfri.�,-;3'03 pr. 100 Kilo, TeUower Rübchen 9-12 M, fl un IT8 M, Menrettig 7-12 M, Blumenkohl 20 Smtner. Pt- 100 eiM Roblrüdm 1,50-200 M, pn i£5i9®Sf�S3£| mmms Pf.'v« Stück. Muer- dt, 2�0 M. per Stück. _ 4�0-8.00« "'ÄÄ ver Stück Geräuchert« und marinirte Fische. vrotberinge per Faß 1�0-1,60 M. Russtsch« Sa-dinen 1,50-1,60 M «hewiach, 3,50—3,90 M..»«In und Ostieeiach» ILO bt, 1,40 M, Flundern, klein« 2,00—3,00, mittel 3,50—6, M, große 8-16«, Bückling. 1,80 bi, 4,00 M. Schaaltbiere.«ustnn 7,00-12,10 Ml. pr. 100 Stück. Et« 3,05 per Schock. Butter. Frtlche fernste Tafelhutt« K. 120—125 fein, Butt« 1 110-118 tt 98 bi« 108, lll. fehlerhafte 85-90 «andbutw L 90- 96, O. 80-85«alhifche un« ander, geringst« Sorten 55 bi» 72 R. p« 50 Kilo. Preise weichend. «äse. Schweizerkäse L 50-88, n. 60-55, m. 42 bi» 48», Ouadrat- Backstein I. fett 20-25, ll. 10-16 M.. Limburg« l 80—35 M.. ll. 20—25 M.. rheinisch« Holländei Käs« 45-58 M.. echt« Holländ« 60-65 M.. Edamn L 60 bi» 70 N„ ll 56—58 M., ftanzöffich« Reufchatell« 16« »« ico Stück Roauefott 1,20—1,50 vr. Pfd. Polizei- Bericht,»l» am 27. d. Mt«.. Nachmittag», d« Kuticher Kunze in d« Möckernftraße während d« Fahrt auf den Bock sein«» Wagen« zu steigen versuchte, glitt er au« und fiel so unglücklich unt« die Räd«, daß« eine schwere Quetschuna de» linken Unterschenkel» erlitt und mittelst Drolchke nach der Charttee gebracht werden wußte.— Am 28. 0. Mi«, Nachmittag», entstand in dem Laznkeller eine» Schankwtrth», Wrangeistraße Nr. 59, durch die FahrlSistzkeit de» Hau«. dien««, weicher der offenem Licht Spiritui abfüllte, F.-uer. Er erlitt dabei so schwrre Brandwunden am ganz-n Körper. daß« mittelst Krank«» wagen« nach Betbanten gebracht werden mußte. Die F.mrw'hr löscht« d:n im Ucbrtgen unbedeutenden Brand in kurzri Z:tt. Gerichts-Ieitnng. Der blntdürstevde Messerstecher au» dem Schlefischea Busch, Steina««.Paut Vodiy zu Rx-orf, gedorcn am 10. August 1856, beichüftigte gestern wiederum die Straf- lamm« de« Landgericht» ll, nachdem ein fiüher« Termin in der Sache am 17 September d. I auf Antrag d« Siaat». anwali zwrck« Ladung weiterer Zeugen vertagt worden war.— Ausgang««o il d. I drang die Kund« non jenen unheimlichen nächtlichen Mrfficatlentaten in« Publikum; e« halten am 27 April und an dm dmauffolgendm Tagen vnschiedene harmlose Spazt«oSng« unter den Angriffen jene» Scheusal» zu leidm. Ter Ttichler Morjewicz oerweilte am 27. April, #b«nB» zwischm 10 und 11 Ugr, im Schlestschm Busch auf »in« Bart, in sein« G'sellschaft befand fich«tn 17 jährige» Märchen; plötzlich«htilim Beide, da» Mädchen und Marj'w'cz, von einem Individuum, welche» fich laut- lo« in ihr« Nähe geschlichen, mehr«« M ff-r stich«. Während nun Mmjewiez, schwer verwundet eiligst flüchtete, bedrohte d« Mefferstech« da» faffungßlo» auf ihrem Sitz verharrende Mä-chen, al» alS daffeide um Hilfe rufen wollte, und schließlich that« dem M Sachen Gewalt an. Jnzwilch n halte Marjew c,, dem die Meff ei stich-, mit ein« langen Klinge geführt, Brustfell und Lunge oerletzt, die F.-ei-Biche bei dem Schi st chen Busch «re'ch; er hatte noch so viel B'stnnuno, daß« stch unter dem Beistande eine» binzugetretmen Unbekannten seiner Kleiaung entledigte und in»-iLaff-r ging, um auf dies« Weise dr» warm h«unterrteselnde Blut zu st llm. Im Waff« stehmd, gewahrte Marjew'cz noch, daß ver Unbekannt« am Uf« seir« Kleidungsstücke fich aneignet« und fortttef; Kaistmicz wollt« den F.üchtltng vei folgen, tndeffen sank« vom starken Buiveilust«rschöp't bewußllo» zusammen. In diesem be- jammerntwerthen Zustande wurde Ma'j-.w cz am Morgen g-- funden und in ein K anlerkcu» geschafft, woselbst man ihn bei da Einliefecung berei S al» einen Halbtosten deU achtete. T otzdem Segle dt« zähe körperlonstttution de» Marjevlez, welch« bi» rot kurzem noch in ärztlicher Behandlung stch vefand. Diesem erst- gnebilv«'«» Attentat folgten am nächstfolgenden Abend ähnlich cuSgeführt«; der Kanzleigehilfe Gewm defand stch, aus dem Heim- w g« nach sein« in der köpnickernraß« belesenen Wohnung, am Ausgang« de» Schlestlchen Busche« tn der Näd« d« Bruck«; vorh« schon ca. 60 Schritt weiter zurück hatte Gemm, welcher seine Braut am Arm fühlte, dem-rtt, daß er von einem Menschen au» dem Gebüsch verfolgt wird. G-wm hatte den mit einem grauen Anzug belleineten M-nschen scharr in« Auge geloßi; einig« Schritte vom Brückengiländ« entfernt trat der Unbekannte den harmlosen Spaziergängern enigrgev; soiort «hielt Gemm von ihm 2 Mefferstich« und nach geschrhen« That machte der Unhold den alle-ding» mißlungenen Versuch, die Braut de» Herm Gemm in den Busch zu schleppen. A» die» Vorhaben an dem energilchen Widerstand« de» Mädchen» gescheitert, riß er demselben den Hut vom K pfe und verschwand im Bulch. Fast zur selben Stunde«folgten an verschiedenen Stellen de» Schlcfischen Busche» zwei gleichartig geplant« und auSgefühtt« Aazr.ffe aezen drn Schlächtergesellen Se.'g« und den Ar best« Nikoleit.— Nach einem der l tzteren Ano'iffe war der motdluflige Tbäter davon gelaufen und in die Nthe de» unweit de» Schleftschen Busche» belegenen Hlldedrandi schen Lokal» gerathei; von do t ou« sab man den Flüchtling und alaudt« tn sein« Perlon den obenbezeichneten Steins tz« Paul vobiy zu erkennen. Derselbe war besannt al« etfrign Bogel- länger und trieb fich häufig im Schl'fiichen Busch herum, um sein« Pa fion nachzugihen; der außgisprochene Veivacht, daß er jene Mtffnschlächierei n autgefühct, fand im gestiigen Audienz> Termin durch die Aussagen d« V rl-tzten hinreichend Bestättauna. Der Kanzlet. Gehilfe Gemm und der Arbeit« Nitolett, besonder» der Eistgenannte, de- «ichnetm vor Gericht den Angellagten vodey mtt zuverlässtger Bestimmtheit al» den dlutdürstenden Uedel hät«. Die Ver- letzten find mit Ausnahm« de» Matjewlct verhältnißmäzta glimpflich dason gekommen; bezüglich de» Mmjew'c, bekundet jedoch der al» Sochonftändtg« geladene praktische Arzt Dr. Sohn, welcher den M. behandelt, daß derselbe fast nur Vurch ein Wund« wit dem Ltd-n davon kam. Ueber die Be- «egaründe zu dem psychologisch räthlelhaften Beginnen de» Angeklagten fehlt j-glich« Anhalt, denn Bodey leugnete de- Harri ch, die ihm übrigen» völlig fremd stehenden Personen verletzt zu haben. Er giebt an. daß er am Abend de» 27. von seiner Arbettistä te nach der vor dem Schlefichen Thor belegenen Wohnung seiner Mutter hcimg-tehrt und daielc-st vor d« Thür«ingeschlafen und demnächst nach Grünau gefahren sei, um dort ü»er Nacht »ii angeln;— g, fitster Lich suchte der Angeklagt« den Vndacht der Tbäterschasl auf'inen ihm bekan-t-n A-deiter Krüger zu lenken Krüger wurde neben dem Angeklagten mit den Be» lastunaSzeuaen lonfrontirt, indessen war va» Resultat daffeloe wie im früheren Termin: die sSmmlltchen Zeug«, bezeichneten den«rü-er gl» einen ihnen völlig fremden Mann, tn der m geführt wurde, ein ohrenznreiß-nder Jammer lo», denn zahl« reiche Mitglieder der Familie de» Bobey befa» den fich rheil» im Zuhörer, theil» im Zeugen« räum und diese wollten mtt all« Gewalt auf dm Angeklagten zustürzen, um von demselben Abschied zu nehmen. Die GerrchtSdtcn« hattm Müh«, der Person de» An« geklagten stch zu vei sichern, denn mtt wildem Lärm und Gi« schrei versuchten die zärtlichen Verwandten die Schranken zu «reichen, während draußen auf dem Korridor ein Schwär« von Freunden d 2 Angeklagten harite. t Die gestohlene Spitze. Vor der 87. Abtheilung de» biefigm Schöffengntchtt stand gestern die Schneiderin Rosa Grünbaum, ein neumehnjährige» junge» Mädchen, unter d« Anklage, ein Stück Sp tz-, ihrer Arbeitgederin, ein« Frau Haute, die eine KonfesttonSwerlftube in der Linierst caße hat, mtwendet zu haben. Da» junge Mädchen war auf höchst sonderbar« Art in Verdacht g«athen. Zu Anfang diese» Jahre» war in die Werlstatt«tn Damenmantcl zum Ünränditn von dem G schäft zurückgekommen; die verarbeitete schwarz« Spitz« hatte einen zu dem Stoff nicht recht piff n»en blauen Grund« ton gehabt. Die Arbeiterin,«elete die Umänd«ung vorzu» nehmen halte,«ine Frau Neumann, Hai Frau Haute, da» S ück Spitze ibr zu üderlaffen. Frau Hauke ging hieraus nicht ein nnd da» Stück Sp tze wurde zurückgelegt; da» Ge« schäft verlangte«» nickt wieder. Jnzwtschm war Frau Hauke ein Hal'tuch fortgekommen, da« im Enste« gehangm hatte. Sie vermuthete, weshalb ist nicht«stchtlich, daß Frl. G ünbaum'« fich angeeignet habe, und sti sprach diesm Ver« dacht ihrer Pflegetochter gegenüber au», vi» nun die Pflege« totter eine» Trge» zu Fcau Neumann, die in ihr« eigenen Wohnung arbeit- te, mit einem Auftrag geschickt wurde, kam da» Gespräch auf diesen gehetmm Hrutdteb. F au N'umann erzählte hierbei, daß Ftäui-'N GrUnbaum und ein Fräulein K ad», die bei drr Familie Gründaum wohnt, vor einig« Zeit bei ih g«w«s-n seien und ihr«in Stück Spitz« gegeben hätten. In diesem Slück Spitze glaubte Frau Hauke jene» zurück« gelegte Slück zu«kmnen und reichst die Denunziation gegen die Angeklagte ein.— Die Beweisaufnahme stellte fich sehr günstig für da» junge Mädchen. Wenn auch die Hauke mit vollster Bestimmtheit dl« Spitze rekognoizirt«, wurde doch fest» gestellt, daß die unechte Spitze Fabrikarteit sei und in jedem Laden zu haben wäre. Buch blieb voll« kommen untlar,«eSbaib die Denunziation gerade die Angeklagte und nicbt Ft«uliin Krahne gestrff-n hatte, die edenfall« in dem Geschäft arbeitet und die Spitze eigentlich verschenkt halst. Sie halte dazu auch alle» Recht, wenn ihre Behauptung auf Wahrheit beruht, daß die ominöse Spitz« an einem alten,»«trennten Kleide von ihr gesiffcn hatte. Unter diesen Umständen war e« klar, daß dl« Angekiagte freigesprochen wrrven mußte. Die« geschah auch und die kosten wurden der S aatlkasse auferlegt. t In einen schlimmen Verdacht gerieth der Hausdiener Otto R.,«in otnunovicrnajihrig«, ganz unbescholtener Mann, der seu fünfundzwaniiq Jahren al« Hauldten« thätig ist und stch. wie seine Zeugntss- dewelsen. tadello» geführt hat. Er ge« rirth i-r den Verdacht, ein Dieb zu sein und zwar«in Dieb von beispiellos« G.wandthett. Ec war in einem htestgen Konfektionsgeschäft angestellt. Eine» Tage« kam der Lruk» bursche zu einem Konfektionär mit der Meldung, ein Slück Leinwand liege draußen in d« Packkammer und sei äugen« scheinlich von einem Diebe dort velsteckt worden, d« cs h-im« lich abholen wolle. D-r Prokurist wurde tn kmntntß gesetzt und ordnete an, daß von der Entdeckung gegen Jedermann geschwiegen und da» Stück Leinwand, da» zwölf Met« ent« hielt, wieder an dm alten Ort in d« Packkammer gelegt «erde. Die Packiammer wurde nun scharf im Aug« deHalten. Bald kehrte d>r Hausdiener R. von einem Geschäftsgänge zurück und begab stch in die Pack'am wer, seinen gewöhnlichen Aufent» halttoit. Er machst die Thür zu, war etntg« Mmuten allein dnrin und ging ungehindert wieder hinau» nach den andnn G-schäftSlokaltiSten wo er von dem Kasfie« dm Auftrag er« hielt, einige R-chvungen einzuziehen. Kaum war« fort, so wu de die Packkamm-r untersucht und ba» Stück L-tnewand war onschwunren. Wo konnte e» sein? Der Chef machst stch sofort mit einem Krimlnalbeamten auf den W.g und traf se nen Hausdiener in sein« Wohnung an, wo« gerade beim Mittagbrot saß. Ec wurde unangenehm gestört: e« wu de eine HiuSsu�ung vorgenommen und alle» auf da» Genaueste durcfcsuchr. N cht» war zu finden, da» Slück Leinwand blieb v«sch wunden. Trotzdem haftet« der Verdacht auf dem Hau»« dien«;« wurde sofort entlaffen und außerdem unt« Anklage gestellt. Gestern hafte« fich vor ein« Ad» theilung de» htestgen Schöffengericht» zu verantwmten. Er destritt entschieden, den Diebstahl ausgeführt zu haben. Der G richtihof bezeichnete e« al» wunderbar, daß man den H.u»« dtener nicht sofort b-tm Verlaffen dn Packkamm« festgenon« men und nach d« Lewwand geforscht Hab«. Schließlich be» antragt« der AmtSanwalt, den Termin zu vertagen, weil« neue» Lelastunztmaterial voib-inzen«ollst. Der Gericht»- Hof ging bi-raut ein und der Tnmtn würbe vertagt. Die Urtheil«an«f--rtiguni, mtt den Gründen in der Straf« fache gegen den SchnststzlUr Cmistcnsen und den Tischler« gesellen Berndt ist nunmehr d« kö'igltchen Staatsanwaltschaft zur Rechtfertigung der eingelegten Revision zugegangen. Eine Entscheidung da üb«, od da» RechtSmirtel begründei od« zu« rückgezogen«erd-n soll, ist noch nicht getroff.n; die Fctst hierzu läuft di«»um 4 November cr. Bereit» zum dritten mal in diesem Monat hat der Beginn der Sitzung der 95. A»theilung de» htestgen Schöffen« gertcht« bt» in den spälen Vorm-ttag aufgeschoben werden müssen, weil ein« der geladenen Sa offen nicht erschien und sein Ausbleiben«ist im l'tzten Moment dem Bericht angezeigt > ett. In dem gestrigen Fall in der einberufen« Schöffe nach Colberg veizogen,«elcher EntschuldigunaSgrund doch zweistl- lo» unmittelbar nach der Einberufung hätte geltend gemacht werden können. Durch die zu späte Andringung d:r Ent« schuldigung wird nicht nur der ordnungsmäßige Geschäft»« gang bei den G-richten gestört» sondern ein« grSszae Anzahl ton Personen in Mitleidenschaft gezogen und verschiedenen Angeklagten sogar dShete Kosten durch die höheren Zmgengedühren verursacht. Im Falle der rechtzeitigen Anzeige von dem Ntchstrschewen de» Schöff.n ist die Einberufung de» E-satzlchöffen ohne Schwierigkeit und ohne zu große S.örung deffeiden nögltch; im anderen Falle muß der Gerichl«0»ener manchmal den dritten oder vierten Er« ("tzminn aufsuchen, da er die erst«en nicht zu Hause antrifft. Und nun denke man stch die Störung ei- es GeichäftSmanne», ver ohne VotdeuiUng sofort ncch dem Gericht adgebott wird, um da» Ehrenamt de» Ersatzschöffen auizuüden. H.ffenU-ch trägt diese Vorstellung dazu bei, daß einberufene, aber am Ec« scheinen dehlnderte Schöffen künftig sofort ihr» Entschuldigungen vorbr ng-n. Hamburg, 23. Oftober. Vor dem hiestgcn Schwmanicht sta-d heust dn Buchdruckereibe fitzer Schetbenhuder de» Mein« cid» angeklagt. Sch. hatte bei Ableistung de» Lff.-nbarungi» etde» einen Betrag onschwiegen. Dst Gesckwcr.nen dejaht.n die Schuldsrage. Sch. wurde zu 3 Jahren Zuchtbau» v«« urth iir. ... K!!S lrank-««tnd»wo-det hatte,«un Tode vnuriy-tlt worden. ..��rtA 27 O!ioher. Jn Arxene starben gestem die beiden«rüde, GaUet und d« 20zädrige Sohn de« einen d-r- selben vor Gertcht unt« der Anklage, da, Kloster d-r Ausustin.rwnen dieser v adt. in welch-m dst Tochl«. Nickte und Schwester der drei Männer, wie diese behaupten, mit Gi« walt zurückgehallen wurde,«stürmt und da» HaaZrecht in grob« Weis« verletzt zu haben. Da» Nähere über diesen fct anbei ik schon bekannt und dt« Debatten brachten nicht viel NcueS. Fräulein(Fallet selbst«zählt, st- bitte schon vor fünf Fahren den fetten Entschluß gefaßt, ali Nanne in da« R oß r zu treten, wo fie ihre Erziehung genoffen hatte, und scheint«ich daoon durch alleS Geschehene nicht abwendig wachen zu laffen. Die Ctaationavtifebaft hielt die Klage aufrecdt, beantragte aber mildernde U nstinde, da der Vater unter dem Eindrucke em?S tiefen EchmerzeS daS Ungebührliche begangen hat, und da» Gericht vermiheilte Pamphtle Galei, den Oheim, zu 100 FitS. Buße für Verletzung det Hauirecht uno 15 Frkt. für U�fug; Zepb'lin Galtet, den Vater, zu 25 Fi» wegen Grdrechuag ein r Tbür; Gallet, den Bruder, zu 16 Fr», wegen Verletzung des Hautrecht» und 11 Fr», für Unfug. Kleine MMHeilnngen. Kastel, 26. Oltoder. Fn Lichtenau hat«ine große Feuer»« drunst stattgetunden. höchstwahrscheinlich ist da» Feuer in einem vtallgcdSude unweit der Kirche auf noch unaufgeklärte Weise autzzedrochen; durch dm startm Wind angefacht, v-r» breitete fich da» Feuer mit rapider Schnelle, in wenigen Mi« nuten standen vier Wohnhäuser in F ammen; die Bewohner reiteim kaum ihr Leben, da» wentgt hausgeräth wurde in die Kirche geschafft. Da auch diese gegen Morgen in Brand ge- rieth, so verirannten nun auch die Sachen noch, die man mit Lebensgefahr gerettet hatte. Dir ganze linke Häusmeih« der vom Bahnhof fühtenden Hauptstrafe, von der Kirche dii zum Postgebäude, liegt in Schuß und Asche; Rathhau» und Post« g-dSude konnten nur m,t großer Mühe gerettet wervm. 17 Wohnhäuser nebst Wirthschaft»gedäuden, die alte Knche, der„Gasthof zum grünen Baum" stnd total abgebrannt, die Kirchmglock-n geschmolzen; 35 Familien stnd oddachlo», und nur der kleinere Theil hat versichert. Ritcheudach(Sachsen), 27. Ottober. In der Nähe unserer Siadt ist gestern ein erwachsene» Mädchm von kräftigem Körperbau ermordet aufgefunden worden; die Haltfchlagader war dt» auf dt- Wirbelsäule durchschnitten und in der Schläfe. gegmd zeigte stch ebeniall» ein Stich. Neben dem Lrchnam tagm ein dluttae» Taschenmeff-r mit abgebrochener Ssttz« und ein geladmer Reooloer, seitwä-t» der H t der Ermordeten, ein Manschettenknopf und ein Theil einr» Ohrringes. Verschiedene Umstände lasten darauf schließen, daß ein harter Kampf voi- aufgegangen ist. Die Person de» Mörder» ist völlig unbekannt, wie überhaupt der ganz» traurige Vorgang noch der Auf'lärung bedarf. Zatte», 26. Oktober. U-der einen Eisenbahnunfall»er« östentticht da» ht-stz« Stadtd att folgende»:„Der 11 Uhr Vormittag» hier abgehende Personenzug verunglück!« heute bei der Auckerfadrit Alijauer in Fr Ige falscher W ßchenßellung dadurch, daß er auf da» K.tk«A«Iei» einfuhr und dort auf den Kieszug stitß. Drei Kiei wagen wurden z-rtrümmert, die Lokomo ive und der Packwagen de» Personenzug» durch den Zusammenstoß stark beschädigt; von dem Zugpersonal erhielt ein Bremser ein« leichte Bert tzung, bei den Prffngieren st.iD Verletzungen nicht oorgesommen. Durch die Gnst-sgegenwart de» Zagpeisonal», welche» ,m rechten Zeit den Personenzug stark bremste, ist wößere» Unglück verhütet worden. Die Paffagiere, mit dem Schrecken davongekommen, stiegen ouj, um mit etwa einer Stunde VerspAung nach LUgnttz weiter zu fahren, nachdem eine Lofometive hideia-eilt war." Ludwtgshafe», 26. Oltod'r. Ein Eisenbahnunfall, welcher von d«n ernsthaftesten Folgen hält« degleitet sein können, er« eignete stch gestern aui einem Pianübergana diesseits Franken« tbal». D.-r P-rfonenzug, welwer gegen 9 Uhr l-tztgenannt« Station verlaffen hatte, kollivtrte auf dem Uedergang, an dem die Barrieren nicht geschloffen waren, mit einem zweispännigin Fuhrwerl; e» w.rden die deiven Pferd« sofort geiödtet, während der Kutscher eine uaerhevltche Verletzung am Kopte erlitt. ES ist nur einem glückttchrn Zufall zuzuschreiben, vaß die Kollifion keine Zugsentgleisung herbeiführte und keinen Verl»6 an Mensckenleven verursachte. Nürnberg» 26 Ottoder. Odschvn e» bereit»>inigt Wochen her in, daß im Luvwigskanal die in einem Ho'ztoffrr etnge« zwängr« Leiche der ermordeten Kceth aufgetunoe-r wurde, hat man von den Thätern noch tein« Spur. Die Staate anwalt« schaft hat nunmehr ein« Belohnung von 200 M. füi Erwitte. tung derselben außgcsttzt. Part», 27. Oltoder. Aui Avignon und auS Toulo.i wird von wotkendruchartigen Regengüssen gem-lset, d!« nun schon seit mehreren Taaen anhaltm. Dt« Rbon« u-d die Duiarcr find üdir ihre U'er g-treten und in beiv-n S äb'en stehen gewisse Viertel unter Waffer, so daß Kähne in den Straßen herumfahren müssen, um da» Nöthigtre zu besorgen. Auch die Nachrichten au» der O t�he lauten ebenfalls wegen der Waffergüffe besoranißerregen». Der Berkehr ist auf mehreren Linien der Loa» Mittelme-r- nnd der Sllddahn unterbrochen und die Gefahr noch immer im Wachsen b-.- griffm.— Ein Telegramm vom 28 Oktober meldet:„Da» ganze Gebiet der Durarce ist üdrmw mn.t. Da» Regen wetter dauert fort. Die Umgegend von TaraScon und Arle» ist ebenfalls überschwemmt und die Lage in Aotsnon eine de« drohltche. Die Truppen unterstützten die E.nwohner beim Schutz der Dämme. Taut», 28. Oktober. Grstern Abend brachen zwölf etnge- borene Galeerensträflinge ihre Ketten, brachen au» dem Bago der Goulette au» und vertdeidigten stch hartnäckig gegen die Solta'en. von welchen ste wieder festgenommen werden sollten. Dem verfolgenden Militär gelange», sech» Sttäflinge, darunter einen todt, wieder einzubringen. setzte Kachrichte». Attentat ans den rvsstschen Kaiser. Da»„Deutsche Tagedl." schreibt: Unmitulvar vor Schluß de» Blatte» geht un» die nicht naher detaillirt« Mittbeiluna zu, daß auf den Kaiser von Rußland geschoffm sein soll. Weder der Ott de» Attrntat», noch die Sri oder der Erfolg drstelbrn wnoen an« gegeben. Auch war Nähere» nicht mrhr zu ermitteln. Wir gcvm die Nachricht daher unter allem Vorbehalt. Auf dem autoärligen Amt war di» halb 4 Uhr Nachm. nicht» kaum bekannt. vnlgarische». Die„Voss. Ztg." eriähtt: Der russische Konsul tn V a r n a drohte, bte Siadt durch dt- ruistjchen Krtegssch ffe bomdardtren zu lassen, wenn der Präfelt von Varna dm bull. arischen Bauern nicht erlaubt, da» russtsch« Konsulat zu dttreten» die Gendarmm, welche da» Konsulat»« getäuSe beobachten, nicht zurückzieht, wenn er ferner das Lan» d-n russtsch« Matrosen verhindert, und schließlich wenn er dem Konsul vrldleten will, Bolen in die umliegenden Dörfer zu entsend, n.— Ein zwritt» T-legramm aui W en üvermittelt Meidunaen de» Krakauer„C,a»" und v«„N. Fr. Pc." wie folgt: In Rußland finden sehr bedeutende Sendungen russischer Truppen und MunttwnßtranSpotte nach dem Süden statt, weit«« wmden erwartet. Au» Braila wird der„N.-um Fr. Presse" geschrtedm, daß in Südrußland, speziell in Ovessa. e-nste Vordereiiunge« zu TruppeniranSporten getreffm w-rden; die Sckffi der Schwarzmeei statte Hasen Befebl rh i en, fich zu v-rprovtan- ttren. Auf den Werften von Nckolajew und Sebastopol hensv große TbS'iateit. N W Bs-'k, Donnnstag, 28. Oktober. Die Enthüllrin» der Kolossutnalue der Freiheit, etnr» Werte» de»«ranzöss-| fchm Btidhau-rS Bariboldi, fand heute unter großer L-ihet»- eung d« Bevölkerung statt. Der Feierlichkeit wohnten Prä?' dent Clevelanv, die Minist«, Ferdinand Lcffep» und m.h:ti< andere franwst che Dclegirte bei. S-tr«idr,Zlle tn Krankeeich. Pari», 29. Oktober. Mj Zollaueschuß teschl ß die Erhöhung Sc» Getrcidezolle» a« 5 Franken._ Literarisches. Bon der„Neuen Zeit", Stuttgart Verlag von F. H. ß' Dietz, ist soeben da» el>te Heft de» 4. Jahrgang»# schienen. Inhalt: Athandlungen: Ueb« den Eir fluß der Verdi»- tung de» Kapital» auf den Lohn und die Butbeutung dck Arbeit. Vvn G.o. C Sttedeling.— K a'to aschineu und Maschinenlraft. II. Von Bernhard Ze bst- Deu'schlanb, Rußland und die ortentali'che Frage. 2W August Bebel.— Die chinestschm Eifenbobnen un» da» europäische Proletariat. I Von Karl KrutSky." Literarische Rundschau: Dr. Karl Flesch, Die Unaitt re: Armuth und der K-snk?nv«ficherung.— Notizen: D' Bterdrau«eten tn Deutschland.— Die BevöllerunaSblwrgUl'l de» Deutschen Reich». Theater. Sonnabend» den 30. Oktober. vsternhan». K.-ine Vorstillung. Gchausptethnn». Minna von varnhelm, od«: Da» Solvatenglück. Tevtsche» Tlzeaner. Ein Tropkm Gift. Sestdenz-Thealer. Ein Großstädt«. Vorh«: Ein anonym« Brief. Friedrich- WtlhelmftSdtische» Theater. D« Vizeadmiral. Wallaer-Theater. D« Goldonkel. Brlle-Allianee- Theater. Bocccccio. vftend-Theater. Da» neue Gebot. »Moria« Theater. Amor. Tanz-Poem von Lutgi ManzoUi. «aidalla-Zheater. Die Piraten. Zentral- Theater. Alte Jakobfir. SO. Direkt.: Adolph Ernst. D« Wald- Teufel. Gesang«. »off« in 4 Akten von W. Mannstädt. Koupleti von G. Görß. Rufik von G.Steffen». Att neuen Dekorationen und Kostümen. (Novität!) König ftädlische« Theater. Bon Schrot und Kanfnianv's vartetck. Spezialitätm. Vor. stellung. »«ertean- Theater. Spezialitäten> Vor- stellung. »eichshalle«« Theater. Speztalttätm. Vor« stellung.__ äden-Tli�ator. (Früh« L.«nlaewatMtlsehM Theater.) Dreidenerüraße 72/73. Z)«» großartigst« Programm der p-stdenz. Uh» Johnson Family, 4 Damen, 1 Herr, die btDibienDfttn Schwrmmtünsti« der Weit alnr»och S Tag«.) pi-gel'o fallet- esellfchaf».>2 Tamm, 2 Herren. 7 Kchme- fter» Mat chemo. Ernesto. Harwey. r-uvwig und Paula Tillheim. Eugen Zocher. Kalbt Belloni, Sängerin. NSthselhafte« perschmin»»»«wer junge» Dan» von offener Kühn». Hlnmittetbar darans: Vollständige Aufklärung Aber das perschminde» de» Dame. «assenöffoung 6'/, Uhr. Anfang 7'/, Uhr. Berliner Stadt-Theater. (Früh« Alharnbra Theater) Wallner. tdeaterstraße 16. Sonn-beud: Gr. Erlra-Vorstellung. Gastsplel de» Frö«s. Ida Müller. gwie de» föniolich preußischen Hvfichau'pi-ler» in. per«,«ünther u. de» Hm. M. Kamst. Kabale und Liebe. Trauerspiel in 5 Akten von Schill«. Vor da Vorstellung: Großes Eoucert der Hauskapelle, ANt« Leitung de» Kapellmeister« Hrn. Th. Franke. Anfang d« Vorstellung?'/> Uhr.[805 So» Theater ist mit elettttscher Beleuchtung «riehen. Morgen, Sonntag: Ködert und Fertram. »astage 1 Tr. SM- 10* ■aicer-Panerama. Nur diese Woche: Neu! 4 Abth.: Mal«. Schweiz. Ii. Cyc'u» Amerika. Caltforvien. Hertha- Netse.— Carolwen-Jnseln. Gtrtr« 20 Pfennig. Kind« nur 10 Pfennig HMgste Kezugsquelle für Gold- u. SilberWaaren. Zu Fadeitpleistn»v p'ehle: pinge, Krenze. Medaillons, Ohrringe, Kröche«, Arm- k-ünder.«ollier», Korr»«- uno pamealletten,«hemif.tt- u> d Mansch eiteetruöpfe, Kimilischmnck, Granat-, Korallen- und Kitberschmnck. Tranringe tn Du'al-ngold. auch m 14lalat Goive und in Siib'r vergoldet ftciS vouathtg. Werkoail tür neue Arbeiten und für Reoaraimen, Bravirungei', Vergoldungen, Veifiideruvgcn K- Einkauf von Juw«l-n Gold und Silber, Medaillen und Münzen. R-lle BeNi-nung un» f.st« Preise.[835 A. Oertel, Linden-Straße 109, Soeben ist im Verlage von I. H. W. Dietz in Etnttgart«schienen: Internationale Bibliothek Heft I, Die Darwin sche Theorie. Preis pro Heft 50 Pf. Zu beziehen durch die Expedition des„verliuer Volksblatt", Zimmerstraße 44. Mr Wiederverk anfern»adatt.-W» «in Ueretnozimmer, 20-25 Peif. fassend, -st aui«ntee T>ae tn v-r Woche zu veraeben. Kestanrant f Pezimalmaage, Memelerstr. 82 ?« hade» in der«»pedltion d. KU, Jimmerftentz» 44. Soeben ersch.en im Verlag« von Wörieta und ko. d« Veuische Kaiwerker-li. Arbeiter- Notiz-Kalender für 1887 (IX. Jahrgang). Dies« Notizkalender, fett I ihren in den deutschen Arbeit«, und Hanvwnknkretsen rühmlichst bekannt, ist nicht bloS Kalender. sondern zugleich Notizbuch und Gesetz« sammlung. Auch tn diesem Jahre ist sowohl auf dm Inhalt al» dt« Au» stattung besonder» Sorgfalt vttwei-.det und ist narenttich de« züglich de» Einband«» Vorzügliche» ge« leistet und beste» Matnial dazu verwendet- Neben d« gewöhnlichen Außgade ist auch wied« eine stärler« veranstaltet, welche mehr Schreibpapier enthält und kräftigen Lew wandein band mit Deckel nach Brief« taschenart und Gummiband hat. Auch bei d« gewöhnlichen Sorte stnd dteimal die Ecken abrenmdet. Inhalt d»» Kalender«: Kalmoanum mit neu reotoutem Ge« schtchtilalmder; Postalische Bestimmung«!; Telegrammtarif; da» ganze Unfallverstche« rungigesetz mit Anhang vom 28. Mat 1885; Gesetz über die eingeschriedmen biltilassen mit dn Novell« vom 1. Juni 1884; da» Reichstag»« Wahlgesetz mtt R-glement; Aufzug au» dem Reich»« Paientgesetz; Giwlndeschnctdetabelle für Melallarbett«: Schreibpapier mtt Darum»anzab« sür Tageinotizen, leere» Schreibpapi«, Brief- läschchen. Der ganze Kalender ist vierzehn Bogen stark. Prei» der einfachen Auigabe 50 pf. „„ stärkeren„ 70 pf. Mlederoerbünfer erhalte» tohnendem Rabatt. Oeffentltche Mtlgltever« Versammlung de» Fachveretus fämmtt. au Ho!)bearb..Maschineu beschäft. Arbeiter Sonntaa. den 31 Oltod«, Voim. 102 Uhr, in Aager'O Lokal, Grün« Weg 29. Tageeorvnung: Jan«« Beretnfangeiegenheit. Verschiedene».— Um zahlreiche» Erscheinen er- sucht_[939]_ Der Vorstand. T II« aea.f.i Au»w. reell u. bll. nMI. R«v -Alle snesei. u.»eft«a. Finden str. 81. Soeben ist erschiene«: Aer .ellcWeltKaltlldn für 1887. »u« de« reichm Inhalt bebm wir hervor: Rtich»ba«»I>«llz.viat de» Deat- sche» Reichs.— Zerbrochene Rettern. Erzählung von Rob. Schweichel.— Bär- Ii,« Fra»e»»ad Haermnische,.— St, Prolelerierti«». Erzählung v-E-Lange«. — Der Äaapf, wische» Kern«» Basse» i» der Bett. Bon P. v»«. Köhler.— Wie#» ei», aSilt»*»erbieat.— KU«. ,„»« Blätter(humoristisch). Ii# Gratia- Keil««««» L«»He. S.«utterph». »»teucht. 4. Di» beide,«Um. Si» Weebtelenb«,. -« pr»i» 60 pf.«— «tnttgart. 5. Hl». 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