Nr. 291. w site masdan Erscheint täglich außer Montags. Abonnements: Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Bfg., Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags- Beilage Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen = tn der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Betttzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin" Berliner Bolksblatt. Sound it Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. bleibt! Arbeiter Berlins! Sonnabend, den 12. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3: " die wirthschaftliche Bedeutung des Kleingewerbes in männlichen 7,7 Arbeiter. Die oben angeführten Zahlen nahezu sämmtlichen maßgebenden Gewerben durch die reden eine beredte Sprache; fie zeigen, daß das Kleingewerbe Gedenkt am heutigen Lohntage der im Kampfe technische und wirthschaftliche Ueberlegenheit des fapita- immer noch einen recht breiten Boden hat und stehenden Hafenarbeiter und Seeleute Hamburgs! listischen Großbetriebs, wie sie sich aus der Leistungsfähig von einem Aufsaugen durch die Großindustrie feine Rede Nachdem die Rheder und Stauer durch die kapital theilung, der Beherrschung des Marktes, den besseren keit der Kraft- und Werkzeugmaschinen, in der Arbeits- sein kann." Ja, sie reden eine beredte Sprache, die Zahlen, und fräftige Organisation der deutschen Metallindustriellen Kredit- und Arbeitsverhältnissen u. s. w. u. f. w. ergiebt, man möchte fast wünschen, daß die gesellschaftsretteriſche Unterstützung zugesichert bekommen haben, ist ein immer stärker und rettungslos vernichtet werde, daß auch Thätigkeit in geschickteren Händen läge. Also, weil das weiterer Beweis dafür geliefert, daß die wirthschaft- in nicht wenigen Betriebszweigen, wie Bergwerts- und Kleingewerbe selbst in Berlin, das zwar eine InduſtricHüttenbetrieb, Brauerei, Weberei u. a., das Handwerk that- stadt ersten Ranges ist, aber durchaus teine typische Heimlichen Differenzen zwischen den Arbeitern und Unter: sächlich bereits aufgesogen sei oder doch sicher aufgesogen stätte der Großindustrie wie Bochum oder Chemniz, derart nehmern der Hansastadt nicht vom Standpunkt des werde. Dem aber widerspricht es in keiner Weise, daß zersekt ist, daß die große Masse der Gewerbetreibenden Rechts, sondern der brutalen Gewalt und noch in einzelnen Betriebszweigen, wie Gärtnerei oder in nicht mehr im stande ist, sich auch nur einen Gehilfen zu des nackten Klasseninteresses entschieden Lurusgewerben von geringerer Bedeutung oder persönlichen halten, darum hat das Kleingewerbe noch einen breiten werden sollen. Auf dieses Bündniß des Unter- Dienstleistungen das Klein- und Mittelgewerbe sich erhält, Boden. Alle die Haufirer mit Streichhölzern, die kleinen Vermitunter sogar eine gewiffe Blüthe erlebt und noch ficherungsagenten vielfach verkrachte Kaufleute oder stellennahmerthums ist die einzig passende Antwort, daß weniger, daß viele, viele Hunderttausende selbständiger lose Handlungsgehilfen selbst die italienischen Murmelthierjeder Arbeiter ohne Ausnahme treu den Hamburger Handwerker" als Flicarbeiter, Kleinkrämer, die sich neben vorführer und Affentheater- Direktoren mit einem gequälten Klaffengenoffen zur Seite steht, fie Woche für Woche dem Verkauf geringwerthiger Waaren nur noch mit Repa- Darsteller( Rubrik: Schaustellungen): fie alle müssen bis zum Siege mit einem Beitrage unterstützt und raturen abgeben, und namentlich als jämmerlich bedrückte für den breiten Boden" des Kleingewerbes Zeugniß ab unermüdlich nach dem Maak seiner Kräfte dafür sein fristen. Es konnte deshalb in feiner Weise überraschen, ausbefferer in der Mansarde, weit ärmere Proletarier als und ausgebeutete Hausindustrielle und Heimarbeiter ihr Da- legen; alle die Flickschuster im Keller und die Hosens wirkt, daß der Zuzug nach Hamburg absolut unter- daß die Berufszählung keinen Rückgang der Zahl der Ge- ein beträchtlicher Theil der Fabrikarbeiter oder Handwerkswerbetreibenden ergab. Hätte man die Leistungsfähigkeit gehilfen: alle stehen im Felde gegen die alte Phrase von Arbetter Berlins, thut Enere Schuldigkeit! nach Kraftquellen und Umsatz daneben ermittelt, so hätte der Aufsaugung des Kleinbetriebes. Und erst bei den fich ein ganz anderes und weit deutlicheres Bild ergeben. Gewerbetreibenden weiblichen Geschlechts, die zu Was aber besagt jene" Widerlegung" der eigenhändig 17/18 ohne Gehilfen arbeiten! Wer kennt sie nicht, wie zurecht gefneteten alten Phrase"? Man höre:" Nach sie mit träftiger Hand den Hobel führen oder den Die alte Phrase, daß die Großindustrie das Klein- einer vom Statistischen Amt der Stadt Berlin anläßlich der Hammer schwingen und den Kampf mit ber gewerbe vollständig aufgefogen habe, ist bekanntlich schon Volkszählung in 1890 gemachten Erhebung beschäftigten Großindustrie zuversichtlich aufnehmen oder sind es vielleicht hundert Male widerlegt worden, wird aber trotzdem immer von den gezählten 147 339 felbständigen Gewerbe zum größten Theil Wäscherinnen, Blätterinnen, Flickfrauen wieder tolportirt." So lafen wir in einer Korrespondenz, treiben den drei Viertel( 749,30/ 00) überhauptteine und die zahllose Schaar der im eigenen Heim" schamlos die vor einiger Zeit durch die bürgerliche Presse ging, und Arbeiter, sobaß die Zahl der Arbeitgeber ausgefogenen Arbeiterinnen der Konfektionsindustrie 2c., zur hundert und einsten Widerlegung der alten Phrase" nur ein Viertel aller selbständigen Gewerbetreibenden deren anläßlich des letzten Streites enthülltes Elend selbst werden eine Anzahl Zahlen aus dem Ergebniß der Bolts- betrug. 193,9% 00 beschäftigten einen bis fünf, 28,5 sechs bis wetterfesten Verfechtern des häbigen Kapitalismus die Augen zählung von 1895 für die Stadt Berlin mitgetheilt. zehn, 23,7 elf bis fünfzig, 4,6 über fünfzig Arbeiter. Die übergehen ließ? Nun beneiden wir von vorn herein den Verfasser höchste festgestellte Zahl waren 5000 in einer Spinnerei Leider ist die Zahl der von jener Minderheit von jener gesellschaftsrettenden Notiz um sein scharfes Ge- beschäftigte Arbeiter, von denen jedoch nur 2400 Gewerbetreibenden beschäftigten Arbeiter nicht mitgetheilt. hör. Daß die Großindustrie das Kleingewerbe voll- in der zugehörigen Berliner Anstalt thätig waren. Sie würde, zumal wenn sie gestützt wäre durch die Auf ständig aufgefogen habe", haben wir noch nie Mehr als neun Zehntel betrug der Antheil der Selb- zählung der doch vorhandenen Pferdekräfte und die Höhe mals behaupten hören. Denn jeder Blick über die ständigen bei den Schaustellungen, der Landwirthschaft, der Umsätze, die ganze Jammerhaftigkeit der großen Wasse Straße beweist ja, daß noch eine beträchtliche Menge von dem Haufir- und Versicherungsgewerbe, am niedrigsten dieses Kleingewerbes erst ins rechte Licht sehen. Kleingewerbetreibenden vorhanden ist, ja daß sie in manchen stehen dagegen die Industrie der Metalle( 397,6), der Heiz- Und neben dieser Bersetzung geht allerdings noch Berufen, namentlich distributiven, wie im Handelsgewerbe und Leuchtstoffe( 365,4), der Nahrungs- und Genuß nicht so plump freilich, wie der ungeschickte Schreiber jener und der Schankwirthschaft, in bedenklichem Wiaße zunehmen. mittel( 351,9)... Notiz den Gegner behaupten läßt auch die thatsächliche Wenn aber der Mann sich die Mühe genommen hätte, die Die selbständigen Gewerbetreibenden Aufsaugung einher. Hat doch die Berufszählung vom ,, alte Phrase" nach ihrem wahren Sinn und Wortlaut des zu weiblichen Geschlechts( 367,8%/ 00) be- 14. Juni 1895 im Gewerbe von 100 im Hauptberufe Erwerbsprüfen, so hätte er sich die Widerlegung vielleicht nicht so schäftigten zu 17/18 überhaupt teine Arbeiter... thätigen nur noch 23,70 Selbständige gefunden gegen 32,43 leicht gemacht. Er hätte dann wohl gehört, daß Auf einen weiblichen Arbeitgeber tamen nur 4,4, auf einen im Jahre 1882 und 73,13 Arbeiter gegen 65,95 im Jahre 1882. und Macht wiegten ihn in Schlaf und färbten alle seine Träume. Lehrreiche Bahlen. Rienzi. 142] Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. Geht die Geißel Italiens unter," fiel der Ritter ein. Es sei. Noch eine Bitte. Die Johanniterritter stehen mit dem Orden der Augustiner in naher Verbindung. Gestattet mir als Beichtvater einen Augustiner." „ Es ist bewilligt, und zum Dank für Deine Geständnisse will ich, der Dir keine irdische Gnade mehr erzeigen kann, den höchsten Richter für Gnade um Deine Seele bitten." " Senator, die Vermittlung der Menschen wird mir nicht mehr nügen. Meine Brüder? Ihr Tod wird weder durch Deine Sicherheit, noch durch Deine Rache geboten!" Rienzi dachte einen Augenblick nach. Nein," sagte er, ,, sie waren allerdings gefährliche Werkzeuge, aber ohne den Wertmeister mögen sie unschädlich verrosten. Auch haben sie mir früher Dienste geleistet. Gefangener, ihr Leben soll verschont werden." Fünftes Rapitel. Die Entdeckung. Nina-" " Höre mich! Ich spreche für Dein Wohl. Troz Monreal's Verbrechen haben seine Tapferkeit und sein Genius ihm Bewunderer, selbst unter seinen Feinden er worben. Mancher Fürst, mancher Staat, die im geheimen über seinen Sturz frohlocken, werden aufgebracht sein über seinen Richter. Höre mich weiter. Seine Brüder waren Dir zu Deiner Rückkehr behilflich, die Welt wird Dich undankbar nennen. Seine Brüder liehen Dir Geld, die Menschen werden sagen" Raum hatte er jedoch drei Stunden geschlafen, als einer der Diener des Balastes, der selbst noch halb schlaftrunken war, ihn weckte." Entschuldigt," sagte er, aber unten ist ein Bote von der guten Schwester Ursula, Ihr sollt gleich in das Kloster kommen, sie liegt auf den Tod und hat Euch ein sehr wichtiges Geheimniß mitzutheilen". Angelo, deffen reizbare Empfindlichkeit in Beziehung auf seine Eltern immer durch ehrgeizige Hoffnungen auf " Halt!" unterbrach sie der Senator, alles was Du geregt wurde, sprang aus dem Bett, zog sich schnell an fagft, habe ich schon überdacht. Aber Du kennst mich. Vor und ging mit dem Boten, den er unten fand, nach dem Dir brauche ich mich nicht zu verstellen. Kein Versprechen Kloster. In dem Hofe des Kapitols und an der Treppe tann Monreal's Treue binden, keine Gnade seine Dankbar des Löwen hörte man schon das Geräusch der Handwerker, feit feffeln. Vor seiner, in Blut getränkten Hand weicht und als Villani zurückfah, erblickte er das schwarz behangene Wahrheit und Gerechtigkeit. Wenn ich Monreal verurtheile, Schaffot, das wie eine düftere Wolke in dem grauen Licht so werde ich verkannt, und Gefahren bedrohen mich der Morgendämmerung lag; zugleich ertönte die Glocke des allerdings. Lasse ich ihn frei, so werden die Roffe der Kapitols in dumpfen Tönen. Ein Schauder durchrieselte Nordmänner, noch ehe der Frühling erscheint, in den Hallen seine Adern. Er eilte weiter, trotz der frühen Stunde des Kapitols wiehern. Was soll ich bei solcher Wahl begegnete er schon vielen Menschen, welche Zeugen der aufgeben, mich selbst oder Rom? Frage mich nichts mehr Hinrichtung des gefürchteten Hauptmanns der großen zu Bett, zu Bett!" Kompagnie fein wollten. Das Kloster der Auguftinerinnen lag an dem fernsten Ende der Stadt, die damals noch sehr ausgedehnt war, und der röthliche. Schein auf den Spitzen der Hügel verkündete bereits die aufgehende Sonne, bevor der junge Mann das heilige Gebäude erreicht hatte. gelaffen. Wüßtest Du, Cola, welche düstere, unaussprechliche Ahnungen mich quälen." Die Sigung des Rathes war beendigt, Rienzi eilte in seine Zimmer. Unterwegs begegnete er Villani, er drückte zärtlich die Hand des Jünglings." Ihr habt Rom und Ahnungen! Auch ich habe die meinigen," erwiderte mich aus großer Gefahr gerettet," sagte er, die Heiligen Rienzi, indem er in die Luft starrte, als sei fie mit Gemögen Euch belohnen." Ohne Villani's Antwort ab- spenstern erfüllt. Darauf erhob er seine Augen zum Als er seinen Namen nannte, wurde er sogleich einzuwarten, eilte er weiter. Nina erwartete ihn besorgt und Himmel und sagte mit jener fanatischen Energie, welcher er ängstlich in ihrem Zimmer. 10 vieles von seiner Kraft und von seiner Schwäche schuldete, Herr, die Sünde Sauls soll wenigstens nicht auf mein Haupt fallen! Der Amalekiter soll nicht verschont werden!" Noch nicht zu Bett, Nina? Selbst Deine Schönheit wird diese Nachtwachen nicht überdauern." Ich konnte nicht ruhen, bis ich Dich gesehen hatte. Ich höre( und ganz Rom weiß es schon), daß Du Walter von Monreal zum Gefangenen gemacht hast, und daß er von des Scharfrichters Hand sterben soll." " Der erste Räuber, der nicht am Galgen starb," erwiderte Rienzi. Cola, ich bin nie Deinen Plänen, Deiner Politik auch nur durch eine Andeutung in den Weg getreten. Für mich war es genug, ihrer Erfolge mich zu freuen, über ihr Mißlingen zu trauern. Jetzt aber habe ich eine Bitte: Verschone das Leben dieses Mannes." Der Himmel gebe," sagte eine alte Nonne, die ihn durch einen langen Gang führte, daß Du der kranken Schwefter Trost bringen möchtest, sie hat schon seit einigen Stunden nach Dir verlangt." Während Rienzi nur eines kurzen, unruhigen Schlafes In einer Zelle, welche für die Aufnahme des Besuchs genoß und Nina mit Thränen in den Augen und beängstigt bestimmt war, den diejenigen Schwestern annehmen durften, durch schreckliche Ahnungen ihn bewachte, war der An- welchen die nöthige Dispensation gewährt worden, saß die fläger glücklicher, als der Richter. Die letzten Gedanken, alte Nonne. Angelo hatte seit seiner Rückkehr nach Rom welche Angelo Billani's Phantasie, bevor er in Schlummer sie nur einmal gesehen, und sie war schon damals durch die versant, umschwebten, waren glänzend und hoffnungsreich. Krankheit sehr verändert. Jetzt aber erschien sie in dem Lichts Er fühlte keine Reue über den Mißbrauch des Zutrauens der Dämmerung wie ein Gespenst, das der Tag noch a eines anderen, er fühlte nur, daß sein Plan gelungen, daß der Erde überrascht hat. Sie näherte sich jedoch dem Jüng sein Auftrag erfüllt sei. Die dankbaren Worte Rienzi's erling schneller, als man nach ihrem hinfälligen Ansehen es flangen noch in seinem Ohr und Hoffnungen von Glück hätte für möglich halten sollen, ( Forts. folgt.) Im Handels- undVerkchrSgewerbe aber kamen auf Ivo Erwerbs- tkätige 85,73 Selbstständige(gegen 44,25 in 1882) und 53,27 Arbeiter(47,43). Es kamen also 1382 im Gewerbe etwas über 2 Arbeiter auf einen Selbständigen, 13S5 aber über 3— wobei noch das Herabsinken zahlreicher scheinbar selbstständiger Meister in die Schicht der hausindustriellen Arbeiter oder eines durch Gelegenheitsarbeit sich fort- fristenden ärmlichsten Proletariats in betracht gezogen werden must Nein, von einer allgemeinen schablonenmäßigen Aussaugung der Kleinbetriebe ist nur in einer bestinnnten Reihe von Gewerben die Rede. Ihre Zersetzung aber, ihre wirthschaftliche Ueberflüssigmachung und die Verelendung der Masse ihrer Inhaber vollzieht sich in einer Raschheit, die für denkende Anhänger des Bestehenden geradezu er- schreckend sein muß. Andere täuschen sich mit billigen Be- ruhigNngen über harte Thatsachen hinweg. Möchten sie nicht allzu unsanft aus ihrem Schlummer erweckt werden! MebeMchk» Berlin, 11. Dezember. Aus dem Reichstage. Der heutige Tag wäre trost. los öde verlaufen,' wenn nicht Dinge, welche von der Tages- ordnung möglichst weit ablagen, in die Debatte herein- gezogen worden wären und dieselbe dadurch sich lebendig gestaltet hätte. Den Anlaß dazu bot Herr von Stumm, obwohl derselbe im Hause selbst nicht anwesend war. Aber er hatte seinen Freund v. Kardorff instruirt ilild dieser legte deshalb seine Lanze ein gegen oie von der Kommission für das Bürgerliche Gesetzbuch beantragte Re> solution, in der die Erwartung ausgesprochen wird, daß die Rechtsverhältnisse der Berufsvereine, das Bergrecht:c. zc. für das ganze Reich baldthunlichst einheitlich geregelt werden. Die Berufsvereine und deren gesetzliche Anerkennung sind das rothe Tuch, das Herrn von Stumm schreckt und dagegen ließ er heute seinen Kardorff loS. Was dieser sagte, war sehr gleichgiltrg: diese Vereine werden der Sozialdemokratie nützen unv deshalb dürfen sie nicht geduldet werden. Die Gelegenheit benutzte aber ein konservatives svkavt tsrriblv, um den Herren von der Rechten einmal einige recht treffende Wahrheiten zu sagen. Der Abgeordnete für Kassel, Professor Hüpeden, hat nämlich früher die konservativeil Redensarten vom praktischen Christenthnm u. s. w. ernst genommen und va er den konservativen Bannstrahl gegen Nau- mann und Genossen nicht kapircn wollte, so setzten ihm die Junker den Stuhl vor die Thüre. Das war bereits voriges Jahr, seitdem aber hat es die Rechte fertig gebracht, deu früheren Genoffen durch Schlußanträge im Reichs- tage mnndtodtszu machen. Heute kam er nun endlich zum Worte und was er über das System Stumm und die Arbeiter- freundlichkeit der Junker zu sagen hatte, war alles eher, nur keine Schmeicheleien. Die Konservativen schickten Pastor Schall ins Treffen, ein Beweis, wie wenig ihnen jetzt noch an dem Schein der Arbeiterfreundlichkeit liegt. Die Traubeu waren eben sauer. Von unserer Seite griffen Frohme, Stadthagen und Möller(Waldenburg) wiederholt recht wirksam in die Debatte ein, wobei Frohme besonders die Vorgänge in Hamburg beleuchtete. Eine Resolution, welche eine Ausdehnung der Gewerbe- gerichte verlangt auf die Streitigkeiten aller Arbeitnehmer, wurde, nachdem sie Singer kurz begründet hatte, abgelehnt. Morgen 1 Uhr: Dampfersubvention. Berhandlungen über die Umgestaltung der po- litischen Polizei sollen eingeleitet sein. Das mag sein. Daß aber irgendwie die Lehren des Prozesses Leckert-Lützow niit Nutzen angewandt werden könnten, halten wir für aus- geschlossen. Vor dem Schwurgerichte soll Herr v. Tausch bereits anfangs Januar erscheinen.— Herr v. Tausch und die Hofkreise. Die.Berliner Neuesten Nachrichten" schreiben:„Die erst vor kurzer Zeit er- folgte Verleihung deS Rothen Adlerordens mit der Krone an Herrn v. Tausch regt um so mehr zu Betrachtungen an, als die Verleihung der Krone zum Rothen Adlerorden der Kaiser be- kanntlich sich selbst vorbehalten hat, der Antrag also nicht vom Etaatsministerium ausgegangen sein kann, sonder» in der Umgebung des Monarchen seinen Ursprung und seine Befürwortung gehabt haben muß. Jedenfalls ist die Verleihung zu einer Zeit erfolgt, als der Konflikt des auswäriigen Aintes mit der politischen Polizei schon nahe vor der Krisis stand, und dürfte nicht wenig zu dem Entschlüsse der oberste» Reichsbehörde beigetragen haben, die Lache endgiltig und öffentlich zum Austrag zu bringen."— Die an die erste Nordlaudfahrt anknüpfenden abenteuer- lichen Mitthcilungen über den Kaiser haben damals in einem amerikanische» Blatte Unterkunft gefunden. Man hatte aber auch de» Versuch gemacht, dieselben in ein angesehenes belgisches Blatt zu bringen. Dort verweigerte man dem Pseudonymen Einsender die Aufnahme, brach die Verbindung mit demselben ab und über- sandte der„Köln. Volks-Ztg." das Manuskript mit dem Auheim- geben, damit nach Gutdünken zu verfahren. Die Redaktion der „Köln. VolkS- Zeitung" sandte dasselbe dem damaligen Reichs- tanzler Grafen Caprivi und erhielt bald darauf den Besuch eines gehörig legitimtrten Beamten der Berliner politische» Polizei, nämlich des— Herrn v. Tausch, welcher das Manuskript photo- graphiren ließ und eingehende Nachforschungen anzustellen er- klärt«. Später erfuhr die„Köln. Volks-Ztg.", diese Nach� forschungen hätten auf die Spur eineS„ehemaligen hannovev schen Offiziers" geführt. Der Artikel war so geschrieben, als wenn er von einem ganz genau orienttrten Theilnehmer an der Stordlandfahrt deS Kaisers herrührte; im Auslände mußte er den Eindruck erwecken, als herrsche bei uns nach der Entlassung BiS- marck's in den höchsten Regionen der Regierung eine völlige Anarchie. Heute drängen sich über die Herkunft jener gemein- gefährlichen Auslassungen die eigeuthümlichsten Gedanken auf. Ja, wenn Herr v. Tausch reden wollte!— Herr v. Tausch und da» schwarz« Kaiiuet. Die Bismarck'sche»„Verl. N. Nachr." schreiben: „Herr v. Tausch sei in Postuniform im Postwagen des Berlin- Hamburger Schnellzuges mitgefahren, um die nach Friedrichsruh bestimmte» Briefschaften„einer Revision" zu unterwerfen." Wie sagte doch Herr v. Stephan?„DaS Briefgeheimntß ist in Preußen so sicher, wie die Bibel auf dem Altar." Dust Herr v. Tausch auch den agönt provoaatour spielte, wird in der„Königsberger Hartung'schen Zeitung" nachgewiesen.— Gingold- Stärk, der Redakteur deS„Berl. Tageblatts" als Polizei- Agent. Aus Berlin schreibt man dem„Dziennik" noch, der Mitarbeiter des„Berliner Tageblatt" Gingold- Stärk habe sich geschickt auch in dortigen polnischen Kreise» Zugang zu verschaffe» gewußt und in denselben aniipolnisches Material für die politische Polizei gesammelt.— Worte und Thaten. Diplomaten und Zunft-Politiker sind von sprichwörtlicher— Liberalität im Punkte der Wahrhaftigkeit. Der liberalste von allen ist aber unstreitig Fürst Bismarck, der systematisch stets das Gegentheil dessen that, was er sagte, und nur dann die Wahrheit sagte, wenn eS galt eine ungewöhnlich dicke Lüge zu verdecken. Das wird jetzt, anläßlich deS Leckert-Lützow-Prozesses, wieder so recht drastisch ins Gedächtniß zurückgerufen. Ueber die Geheimpolizei äußerte sich der jetzt depossedirte Alt-Reichs- kanzler vor 40 Jahren als Bundestagsgesandter in einem Brief aus Frankfurt an den damaligen Ministerpräsidenten v. Manteuffel wie folgt: „Die Polizet-Agenten, aus Mangel an Stoff, lügen und übertreiben unverantwortlich... Der»»- angenehmste Bundesgenosse unserer Gegner ist der wett- eifernd« Ehrgeiz unserer Polizeibeamten, Verschwörungen zu entdecken und die Resultate dieser Bemühungen, sowie die beabsichtigten und ver- hinderten Verbrechen in einer Weis« aufzuputzen, daß man den eingeschüchterlen Gemüthern im bengalischen Feuer eines ununterbrochenen Rettens der Krone und der Gesellschaft aus haar st räubenden Gefahren er- scheint... Die Geschicklichkeit, Agentenberichte für Thatsachen zu halten und diese anschwellen zu lassen wie Faust's Pudel hinler dem Ofen, ist unserer politischen Polizei im höchsten Grade eigen nnd sie übt sie mit einem bemerkens- werthen Mangel an Rücksicht auf denAlauben an die Sicherheit unserer Zustände, dessen wir zur Erhaltung unseres Kredits in der auswärtigen Politik bedürfen." Und am 30. November 1874 sagte Fürst Bismarck im Reichstage: „Ich schätze an dem ganzen Regime der neueren Zeit nichts so sehr als die absoluteste Oeffentlichkeit; es soll kein Winkel des öffentlichen Lebens dunkel bleiben, und müßte selbst nur das gelbliche Dämmerlicht aus der Blendlaterne auf ihre Fäden fallen— es ist immer bester, als daß sie unbeleuchtet bleiben, nnd hätte es auch nur die Folge, daß der Flug der hohen Meinung, mit der die beste Ver- waltung und Bureaukratie sich so leicht täuscht, einige Verminderung erleide." Juden, aber, der die politischen und sozialen Miß- stände an die Oeffentlichkeit zog, ließ der Oeffentlichkeits- Freund Bismarck den Prozeß machen.— Gegen Friedrichsruh. Wie die„Post" erfährt, ist nicht nur gegen die„Bank- und HandelSzeitung" wegen ihres Artikels über den geplanten Zarenbesuch in Friedrichsruh«in Verfahren eingeleitet worden, sondern auch gegen die„Deutsche TageS- zeilung", die behauptet hatte, jener Artikel der„Bank- und Handelszeitung" sei vom Auswärtigen Amt in das Blatt gebracht worden, damit dieses dann Gelegenheit fände, die Mittheilung im„Reichs-Anzeiger" zu dementirm und damit die bismarck- freundliche Presse zu diskreditiren. Herr Lima» erklärt in den„Leipziger Neuesten Nachr.", daß einer der Artikel des„Vorwärts" über den Prozeß Leckert- Lützow eine Schurkenthat sei. Von Herrn Lima» als Schurken bezeichnet zu werden, läßt sich eher ertragen, alS von ihm gelobt zu werden.--- Konservative und Antlsemitc». In einer Berichiignng. die er der„Krenz-Ztg." gesandt, zählt Liebermann v. Sonnenberg die Namen von 24 den konservativen Fraktionen angehörige» oder nahestehende» Abgeordneten auf, deren Mandate nur ittit Hilfe der Antisemiten erlaugt wurde» und behauptet werden könnten. Die Liste lautet: Deutsch- Konservative: v. Colmar, Gras Douglas, v. Fuge, Hanffe-Dahle», v. Herder, Jacobskötter, v. Langen, Lutz, v. Plötz, Graf Roon, Rother, Sachse, Schall, Stroh, v. Werdeck, Will. Hospitanten der deutsch-konservativen Partei: Graf Knyphausen, Riekehof-Böhmer. ReichSpartei: Baumbach, v. Dziem- bowSki, Reichmuth. Wilde: v. Dallwitz, Dr. Hahn, Hüpeden.— Z Chronik der Majestätsbelcidignngs- Prozesse. Die Brüder August, Johann und Michael P o lz i» wohnte» mit ihren Frauen in dem Hause Köslinerstr. 11 z» Berlin. Es kam zu Mißhelligkeilen zwischen den Frauen, die zu einer Beleidigungs- klage der Frau des Michael gegen die des August Polzin führte. Damals schon, es war im Frühjahr 18SK, machte die Familie deS Michael Polzin dunkle Andenlungen, daß sie den August Polzi» und seine Frau wegen M a j e st ä t s- beleidig«» g anzeigen wollten. Am 22. Juli versöhnten sich aber die Parteien aus Anrathe» ihrer Anwälte vor dem Amts- gericht I nnd versprachen, einander nichts Schlechtes mehr nach- zusagen, namentlich versprach M i ch a e l Polzin unter aller- Hand Betheuerunge», eine Denunziation wegen Majestätsbeleidigung weder selber zu macheu, noch durch ander- Verwandte, besonders auch nicht durch seine Schwiegermutter, Fra» W e n g h ö f e r, erstatte» zu lassen. Eine Woche später ging die Denunziation, unterschrieben von Frau Wenghöser, beim Staatsanwalt ein. Wie sich in der Verhandlung am Freitag herausstellte, hatte Michael Polzin die Anzeige bereits während des Ver- gleichstermins fertig in der Tasche; er händigte sie nachher seiner Schwiegermutter zur Einreichung aus. Dem August Polzin und seiner Frau wurden darin eine Menge Majestätsbeleidigungen zur Last gelegt, dt« bis zum Jahre 1802 zurückreichen und sämnitlich im vertrauteste» Familien- kreise gethnn sein sollten. Besonders wurde in der Anklage auch betont, August Polzin und feine Frau wären Agitatoren für sozialdemokratische Ideen. In der VerHand lung bekundete der dritte Bruder Johann Polzin mehrere Majestäts beleidigungsfälle gegen die Frau des August Polzin, w e i g e rt e sich dann aber, senie Aussage zu beschwören. Michael Polzin und seine Frau verweigerten ihre Aussage ganz, weil ihnen gedroht worden sei, daß sie wegen der Aussage etwa bestraft werden könnten. Die Weigerung war aber nur bei dem Manne gesetzlich zulässig. Die Frau wurde vernommen und sagte nun- mehr auch eine Menge Belastendes a»S. Auch eine Frau Rück fonth. die selber angab, daß sie mit den Aiigeklagteu ver feindet sei. und daß sie schon früher einmal eine Frau März mit einer Anzeige wegen Majestätsbeleidigung bedacht habe, gab eeugniß zu»ngunsten der Frau Polzin ab, und ebenso sagten ohann Mielke und Ernst Gärtner gegen August Polzin ganz bestimmte Dinge aus, von denen sie im Vorverfahren erklärt hatten, sie wüßten sie nicht. Der Staatsanwalt selber hielt trotz aller dieser bestimmte» Aussagen die Angeklagten nicht für überführt und beantragte Freisprechung. Der Ver- theidigcr Rechtsanwalt Wolfgang Heine schloß sich dem an und das Gericht erkannte nach kurzer Berathung demgemäß. Von der Gothaer Strafkammer ist ein bereits vielfach vor- bestrafter Weber namens Hermann Jung wegen MajestälS beleidigung zu sechs Monaten Gefängniß vernrtheilt worden. Der Mann hatte eine den Kaiser beleidigende Acußerung aus der Fahrt zwischen Zella und Suhl gethan und war dieserhalb denunzirt worden. Die Veruriheilung des verantwortlichen Redakteurs der „Magdeburger Volksstimme" zu ue»n Monaten wegen Majestäts beleidigung ist desto bemerkenswerlher, als in dem iukriniinirten Artikel, der die Treibjagden kritistrte. der Name deS Kaisers nicht genannt war. Dem zu harter Strafe verurtheilten Redakteur war es sogar nicht bekannt, daß der Kaiser an der Letzlinger Treibjagd, die der Artikel erwähnte, theilgenommen hat. I» einer Liegnitzer Kleinkinder- Schule wurde ein öjähriger Knabe von seiner Lehrerin derart gezüchtigt, daß die Schwielen eine ganze Woche lang sichtbar waren. Und was hatte der Knabe gethan? Nun, er hatte von anderen Kindern ein völlig sinnloses Vcrüchen gehört und dasselbe»achgeplappert. Dies hatte die Lehrerin für ein«— Majestätsbeleidigung gehalten. ** Deutsches Reich. — Ministerkrifis? Die„Köln. Volksztg." versichert in einer Berliner Zuschrift, eS sei ihr von verläßlicher Seile Mittheilung gemacht worden, daß eine Regierungskrise bevor- stehe, welche das Blatt mit dem Lützoivprozeß in Zusammenhang bringt und behauptet, eS fei einer jener kritischen Momente ein- getreten, wo man sich nicht entschließe» könne, welche Bahnen einzuschlagen seien. Trotz des moralischen Sieges v. Marschall'? sei die ganze Situation zweifelhaft geworden, und man verspüre deutlich die Anzeichen des Schwankens und der Unschlüsstgkeit der Regierung.— — Zum Wiederau fnahme-Verfahren z» gunflen unserer in Essen wegen Meineid verurtheilten Genossen wird der„Magdeburger Zeitung" gemeldet: „Bekanntlich agiliren die Sozialdemokraten lebhaft dafür, daß daS Verfahren gegen die im Essener Meincidsprozeß ver- nrtheillen Schröder und Genoffen wieder aufgenommen wird. Wie wir hören, ist die Stimmung für die Wiederaufnahme des Verfahrens im preußischen Justizministerim nicht ungünstig." Wir wollen bemerken, daß bei allem Bedauern für unsere unglücklichen Genossen die Einleitung des Wiederaufnahme- Verfahrens doch nicht von der Sozialdemokratie ausgehl, sondern von dem Rechtiamvalt der Verurtheilten. Herrn Niemeyer, be- trieben wird. Dieser ist von der Unschuld unserer Freunde und dem Fehlspruch der Geschivorenen nach wie vor aus das festeste überzeugt. Daß unsere Genosse» die Bemühungen des Herrn Niemeyer nach beste» Kräften zu fördern bestrebt sind, ist aller» Vings richtig, versteht sich aber wohl auch vo» selost.— — D r. Peters Kiste. Der zartbesaitele Afrikaner hat sich in London über seine verloren gegangene Kiste ausfragen lassen. Er meinte, es sei noch nicht sicher, ob sie auch ivicklich verloren. Möglich sei eS. Er habe viele Feinde in Deutschland. Verglichen mit den Jntriguen tm Parlament und in der Presse, die gegen ihn gerichtet seien, sei ein einfacher Dieb- stahl, wem» sich ein solcher herausstellte, noch eine ehr- liche Handlung.— Armes Lämmchen!— Breslau, 10. Dezember. Scheidung der Parteien. Eine Versammlung der Vertreter der ch r: st l i ch- s o z i a l e n Vereinigung für Schlesien, die bisher beiden Richtungen offen stand, hat mit Rücksicht auf das Ergebniß des Erfurter national-sozialen Parteitage? einstimmig d t e T r e n n u» g von den National-Eozialen und den Anschluß an die christlich-soziale Partei beschlossen.— Groß wird dir Fang für Stöcker freriich nicht sein.— — Begnadigt wurden— wie auS R o st o ck geschrieben wird— vom Großherzog elf Studenten der dortigen univnsiiät, welche im Sommer von der Strasl, mm r zu je 3 Monaten Festungshaft wegen Zweikampfes verurtheilt wurden, zu e 3 Tagen Karzerstrafen.—_ — Auch Dr. Bumtller, der Adjutant de» früheren Gouverneurs von Ostafrika, ist aus dem Kolonialdtenste ge- schieden.— Oesterreich. Wien, 9. Dezember. D«r Preßau S schuß deS Ab» Seordnetenhauses sprach sich mit 12 gegen 2 Stimmen für die reigebung der Kolportage aus. Der Justiz- minister jammert« in herzbrechender Weise über dt« bösen Schwur- gericht«, die nnr noch all« heiligen Zeiten und nur in den«nt- legensten Städten einen Preßsünder schuldig sprechen. Das sei einfach Rechisverweigerung. Wenn nun noch die Kolportage freigegeben würde, könnten Preßdelikte überhaupt nicht mehr verfolgt werden, wie es sich gehört. WaS ihn, den Minister be- träfe, so sei er für die Aufhebung deS objektiven Verfahrens und für die Einschränkung der Konfiskation auf die allerschwersten Delikte, sofern die Geschworenengericht« nur für diese schweren Delikte aufrecht erhalten, die B e u r t h e i l u n g der übrigen Delikt« aber gelehrten Richtern überwiesen werden würde.— Statt Geißeln Skorpion». Auch«in Ver- sprechen!- veiglen. Brüssel, 9. Dezember. Bisher glaubt« man, der König sei der Hanplfürsprech deS persönlichen Mililärdienstes. Das war einmal. Er hat sein« Haltung vollständig geändert. Nicht wegen deS Widerstandes der Klerikalen wurde die bereits fertig- gestellte Milttärvorlag» fallen gelassen, sondern, weil stch idrer Einbringung der König direkt widersetzt«. Di« Klerikalen fürchteten ihre Wähler, wen» der persönliche Militärdienst ein- geführt würde. Sie versprachen dem König bereitwilligst« Unter- stützuug in Sachen des Konaostaates, wenn er sie von ihrer Wählerfurcht befreite. Und der König ging auf den Handel ein. So berichten belgische Blätter. Sie erzähle» auch noch daS folgende. Der König hat eines seiner Güter an die Erben deS SalpeterkönigS North verpachtet. Das Schloß wird zu einem großartigen Gasthose mit Jagden. Fischfang und Spielhölle umgestaitet. Der König erhält, wie der„Soir" verbürgt, 20 000 Fr. jährlich als Ertrag für die Verpachtung der Jagd und von dem G e s a m m t- gewin» des Unternehmens fünf Prozent.— Ein König Spielhöllen- Kommanditenr! Wie vornehm mag sich der dicke Milan vorkommen! Der spielt wenigstens mit eigenem oder geborgtem Geld«.—- Italien. Rom, 10. Dezember. In der Kammer erfuhr die Geschäfts- führung des Crispi'schen Kriegsministers M o c a n n i eine ver- nichtende Benrtheilung. Der Sozialist Ferri halte während der Debatte einen Zwischenruf ausgestoßen. Daraufhin hatte ihm«in Crispianer«ine Duellforderung geschickt. Ferri ant- wortete: „Ich schlage mich nicht, da daS Duell ein nntlelalterlicher Schwindel ist. Falls aber Herr Santint elwaS von mir will. soll er kommen, und ich werde ihn mit Fußtritten bearbeiten."— Türkei. — Reformen in der Türkei. Wie dem„Hamb. Corr." auS Konstantinopel berichtet wird, ist zwar eine ganze Anzahl von Beamten ernannt worden, die„Reformen" durchführe» sollen, man hat aber den Ernannten nicht einmal daS Reife- gelb ausgezahlt. Und diejenigen der„Reformatoren", die trotz- dem»ach ihrem Bestimmungsort gelangten, erhallen keine» Pfennig Gehalt und sehen sich gezwungen, die Bevölkerung zu „exploitiren", um ihre Existenz zu fristen. Die Reform- de trete werden also der Ausgangspunkt neu er Be- l a st n n a e n und Erpress unzen der Provinz- Bevölkerung. Amerika. Washington, 11. Dezember. Die republikanischen Mit- glieder des Finanzausschusses des RepräseutantenhanseS habe» beschlossen, die Ausarbeitung des TarisentwursS, welcher i» der außerorventlichen. nach dem 4. März stattfindenden Tagung des Kongresses vorgelegt werden soll, noch vor den Ferien zu beginnen. Diese Mitglieder haben erklärt, sie beabsichtigten einen Tarif mit mäßigen Zollsätze» auszuarbeiten, dessen besonderer Grundzug der Grundsatz der Gegenseitigkeit sein werde. Es verbreitet sich die Ansicht, die beabsichtigten Zollsätze würden ein wenig niedriger, alS die des Mac K i n l e y- Tarifs, aber beträchtlich höher, als die jetzt in kraft befindlichen, sein.-- Kuba. Die Nachricht von dem Tod« Maeeo's scheint sich zu bestätigen. Dem Rebellenches war es gelungen, die Trocha zu durchbrechen, er stand zehn Kilometer von Havanna und er- wartete de» Anmarsch des Jnsurgentenführere Gomez, als er von den Spaniern zu einem Treffen gezwungen wurde. Di« wird. Reichstag. # Tetzteren behaupteten bas Schlachtfeld. Bon den Zeichen erkannten sie bitten, entweder die Beschlußfaffung über die Reso-| wir können ihr nicht zumuthen, eine eben gethane Arbeit noch diejenige Maceo's und die eines Sohnes von Gomez. Maceo Iution auszusetzen, oder sie abzulehnen. Die Regelung einmal zu thun.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) war gefallen, sein Gefährte hatte sich laut eines vorgefundenen bes Versicherungs und Verlagsrechts ift ein bee Nach längerer Geschäftsordnungs Debatte entscheidet der Beitels felbft getödtet, weil es ihm nicht möglich war, die Leiche rechtigter Wunsch. Die Durchführung der Gesetzgebung auf Präsident v. Buol, daß er den Antrag v. Kardorff jetzt nicht seines Chefs zu bergen. Die Spanier erfüllte der Tod des diesem Gebiete ist bereits in Angriff genommen. Ein Theil der zur Abstimmung bringen wolle. befäbigiften und gefürchtetften Rebellenführers mit wilder Freude. übrigen Refolutionen geht über die Kompetenz des Reiches Abg. v. Salisch( t.) erklärt sich für Nummer 3, weil es Es muß sich bald zeigen, ob ihren Hoffnungen, der Aufstand hinaus. Ein großer Theil des Bergrechts ist polizeilicher, eine Anstandspflicht des Reiches sei, für seine Beamten einzuwürde nun in kürzester Zeit sein Ende finden, auch die Erfüllung bas Jagde und Fischereirecht ist gang überwiegend fis treten, wie jeder Geschäftsmann für seine Angestellten eintrete Und wann soll denn und das für eine Ehrenpflicht halte; ebenso erklärt er sich für talischer oder polizeilicher Natur. eigentlich die Justizverwaltung sich an diefe Aufgaben die Nummern 6 und 7, aber gegen die anderen Nummern. machen? Soll das baldthunlichst die nächste Generation be Staatssekretär Nieberding: Die Bemerkung von der Ehrendeuten, so wäre ja dagegen nichts einzuwenden; wollen Sie aber pflicht läßt die Meinung aufkommen, als ob diese Ehrenpflicht sagen, daß die Reichsverwaltung bereits jetzt die Vorarbeiten für das Reich nicht beftehe. Das ist nicht richtig. Das ins Auge faßt, da verlangen Sie von uns etwas Unmögliches. Reich haftet für seine Beamten, soweit die Reichsgesetze Die Leistungsfähigkeit unserer Beamten ist bereits bis zur es bestimmen, und wo folche reichsgesetzliche Vorschriften fehlen, äußersten Grenze gelangt. Wir sind vollständig außer soweit die landesgefeßlichen Bestimmungen es vocschreiben. Die Stande, in den nächsten Jahren der Regelung Kommission verlangt ja nur eine einheitliche Regelung. dieser Materien näher zu treten.( Beifall rechts.) Berichterstatter Schröder( frf. Bg.): Die Kommission hat ihre Resolution nicht in der ausgedehnten Weife aufgefaßt, wie der Staatssekretär dargelegt hat, sondern sie verlangt eine reichsgesetzliche Regelung natürlich so weit, als sie nicht bereits erfolgt ist, und soweit sie zur Kompetenz des Reichs gehört. Abg. v. Kardorff( Rp.) beantragt, die Resolution der Kommiffion zu überweisen. 144. Gigung vom 11. Dezember 1896. 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Nieberding. Die Geschäftsordnungs Rommission beantragt, das Gefuch des Pfarrers Heinrich Setty zu Mülhausen um Ertheilung der Genehmigung zur Erhebung der Privattlage, gegen den Abgeordneten ueb( Soz.) abzulehnen; das Haus beschließt dem gemäß. Dagegen wird entsprechend dem Antrage der Geschäftsordnungs- Kommission die Genehmigung zur Einleitung des ehrengerichtlichen Verfahrens gegen den Abg. Radwansti dem Wunsche des Abgeordneten gemäß ertheilt. 54 Es folgt die Berathung von Resolutionen, die zum Bürger- Abg. Spahn( 3.): Die heute geltend gemachten Bedenken lichen Gesenbuche gestellt waren, aber noch nicht erledigt sind. find bei der Berathung des Bürgerlichen Gesetzbuchs von den Die erste Resolution bezieht sich auf die Novelle zur Bivil verbündeten Regierungen nicht geltend gemacht. Die Frage der prozeß Ordnung, in der mehrere Punkte( Entmündigung, Berufsvereine und die anderen Fragen haben den Reichstag Rechtsfähigkeit der Vereine) geregelt werden sollen; wiederholentlich beschäftigt. Wenn in einzelnen Punkten die die zweite Resolution bezieht sich ebenfalls auf die Aenderung Kompetenz des Reiches nicht ausreichen sollte zur einheitlichen der Zivilprozeß- Ordnung, und zwar auf die schleunigere Regelung, so wird der Bundesrath und der Reichstag wohl nicht Beitreibung des Arbeitslohnes, die Einführung anfiehen, die Kompetenz des Reiches au erweitern. einer angemessenen Räumungsfrist und die Erweiterung des Die Flüsse und Ströme machen doch an der Grenze der EinzelKreises unpfändbarer Sachen. adftaaten nicht salt; einer reichsgefeßlichen Regelung stehen doch taum Bedenken entgegen. Ich bitte den Antrag von Kardorff Beide Resolutionen werden angenommen. Die dritte Resolution lautet: Es werde die Erwartung aus abzulehnen. gesprochen, daß 1. die Rechtsverhältnisse der Berufsvereine, 1192. die Verträge, durch welche jemand fich verpflichtet, einen Theil seiner geistigen und törperlichen Arbeitskraft für die häusliche Gemeinschaft, ein wirthschaftliches oder ein geswerbliches Unternehmen eines anderen gegen einen vereinbarten Lohn zu verwenden, 5. das Jagd- und Fischereirecht, 6. das Versicherungsrecht, 7. das Verlagsrecht, 8. das gesammte Wafferrecht mit Einschluß der Vorschriften über Bewässerung und Entwäfferung für das deutsche Reich balothunlichst einheitlich geregelt werden. Staatssekretär Nieberding: Meine Stellung ist heute feine andere als im Sommer. Ich bin damals nicht tiefer in die Materie eingetreten, weil die Kommiffion das auch nicht gethan hat. Durch mein Schweigen habe ich meine Zustimmung zu den Refolutionen nicht gegeben. Abg. Fischbeck( frs. Bp.) hält eine Abstimmung schon heute für nothwendig. Redner wundert sich, daß gerade die Konservativen gegen die einheitliche Regelung des Wafferrechts find, da doch die Landwirthschaftsgesellschaft dafür eintrete. Abg. Lerno( 3.) erklärt sich gegen die Nummern 4, 5 und 8, weil die landesrechtlichen Bestimmungen sich durchaus bewährt haben, und eine einheitliche Regelung nicht nothwendig ist. Abg. v. Bennigfen( natl.): Da über die Nummern I und 2 bereits abgestimmt ist und wir uns jetzt in der Spezialberathung über Nummer 3 befinden, so kann ich auf die Berufsvereine mur noch kurz eingeben. Präsident v. Buol: Der Redner befindet sich im Irrthum, Herr v. Guny hat mit unrecht behauptet, es wäre über 1 und 2 abgestimmt; es stehen vielmehr fämmtliche 8 Nummern der Resolution zur allgemeinen Berathung. Abg. v. Bennigsen: Dann tann ich mich ja über die Berufsvereine noch auslaffen. Meine Freunde haben durchaus nichts dagegen, daß man sich der Resolution wegen der Berufs. vereine anschließt, umsomehr als es sich dabei feineswegs nur um fozialdemokratische Organisationen handelt, sondern es tommen auch andere Organisationen in betracht, die Max Hirsch'schen Gewerkvereine und die evangelischen und katholischen Arbeiter vereine u. f. w. Es find also allgemein intereffirende Fragen hierbei im Spiele, deren Regelung durch Reichsgeses erwünscht ist. Abg. v. Kardorff( Rp.) hält dafür, daß die Rommission, Wir haben nur mit Rücksicht auf das Zustandekommen des die das Bürgerliche Gefehbuch berathen hat, noch besteht bis Bürgerlichen Gesetzbuches auf die Erledigung dieser einzelnen 8. die Saftung des Reiches für den burch zur Erledigung der Resolutionen. Wenn das nicht der Fall sein Punkte verzichtet. Die reichsgefeßliche Regelung speziell des Reichsbeamte in Ausübung der Amtsfollte, so bittet er, zur Berathung eine besondere Kommission von Wafferrechtes müßte sich nach meiner persönlichen Meinung auf befugnisse verursachten Schaden für den 14 Mitgliedern einzusetzen. ganz bestimmte wichtige Punkte beschränken; sehr vieles Einzelne Fall, daß der Erfaz des Schadens von Abg. Frohme( Soz.): Mir verlangen nichts Unmögliches, könnte der Landesgesetzgebung und insbesondere der Verwaltung den Beamten nicht zu erlangen ist, sondern nur, was aus dem Begriff der Rechtseinheit, die im je nach den verschiedenen wirthschaftlichen Zuständen überlassen 4. bas Bergrecht, Bürgerlichen Gesetzbuch festgelegt sein soll, hervorgeht. Der Herr werden. Ich möchte mich also dagegen verwahren, daß wir uns Staatssekretär nimmt zu unrecht an, wir wollten mit diesen in der Kommission für irgend eine schablonenmäßige Behandlung Resolutionen die Regierung auf einen Boden bringen, wo die der Dinge ausgesprochen baben. Nichts hat uns ferner gelegen reichsgefehlichen Kompetenzen nicht vorhanden sind. Nach meinem als das, und in diesem Sinne bitte ich Sie auch im Plenum die Dafürhalten ist der Boden der reichsgefeglichen Kompetens hier Refulution aufzufaffen und zu behandeln.( Beifall.) durchaus gegeben. Herr v. Karborff hätte der Versicherung nicht Staatssekretär Nieberding: Ich habe, um die Verant bedurft, daß er im Namen feines Fraktionsgenossen v. Stumm wortlichkeit der verbündeten Regierungen zu decken, erklärt, daß Abg. v. Kardorff( p.): Mein Freund v. Stumm hat mich spreche. Auch so hätten wir von vornherein gewußt, daß Herr in der nächsten Zeit diese Fragen nicht gelöst werden können gebeten, in feinem Namen eine Erklärung abzugeben über die v. Kardorff durchaus im Geiste des Herrn und ich habe ferner erklärt, daß in manchen Punkten die Res Refolution bezüglich der Berufsvereine. Wir sollen uns v. Stumm, im ergreattionären Geifte des Herrn folution über das hinausgeht, was zur Kompetenz des Reiches hier für eine Zukunftsmusit aussprechen; was in der Resolution v. Stumm sprach, den dieser schon so oft an den Tag gehört. gefordert wird, kann nur im Laufe eines fehr weiten Beitraumes gelegt hat. Die wahren Gründe, weshalb man auf jener Seite Abg. Stadthagen( Soz.): Ich bin Herrn v. Kardorff und erreicht werden, und vor solchen Refolutionen follte sich der ber Resolution nicht zuftimmen will, hat uns Herr v. Rardorff feinem Hintermann( Heiterkeit) dankbar, daß sie uns heute be Reichstag in Acht nehmen. Gewiß brängt die deutsche Nation nicht gefagt. Er hat nur geltend gemacht, man wiffe nicht, was ftätigt haben, was wir immer von ihnen behauptet haben, daß nach einer einheitlichen Gestaltung des deutschen nationalen unterbaldthunlichst" zu verstehen set: darunter tönne man auch fie nämlich keine Rechtseinheit, sondern nur eine Scheineinhet Rechts auf allen Gebieten, aber das in einer Resolution aus 60-70 Jahre verstehen. Im Sinne des Volkes ist es ganz wollen und dem Arbeiter namentlich die Rechtseinheit voraufprechen, ist absolut überflüssig und auch nicht unbedent felbstverständlich was unterbaldthunlichft" zu verstehen ist. enthalten wollen. Die Abgg. v. Stumm und v. Manteuffel lich, weil dadurch Gelegenheit zu Streitigkeiten innerhalb Was aber im Sinne des Voltes felbstverständlich ist, ist noch erklärten am 27. Juni 1896, sie würden gegen das ganze der einzelnen Parlamente der Eingelstaaten gegeben wird. lange nicht selbstverständlich für die reaktionären Parteien für Bürgerliche Gesetzbuch stimmen, wenn unser Antrag angenommen Das wollen wir vermeiden. Es sollen einheitlich geregelt werden sie ist es, daß alles, was in der Resolution gefordert wird, würde, der eine beffere Regelung der Lohnverhältnisse der Ardie Verträge, durch die sich jemand verpflichtet, einen Theil seiner grundsätzlich nicht gewährt werden soll. beiter in Angriff nehmen wollte. Die Herren hatten schon geistigen oder förperlichen Arbeitskraft für die häusliche Gemein- Sie wollen z. B. die reichsgefeßliche Regelung des Ja gdihr Hers entdeckt, als sie sich gegen die Freßfreiheit der fchaft, ein wirthschaftliches oder ein gewerbliches Unternehmen rechts deshalb nicht, weil sie davon eine Beeinträchtigung Hasen ins Zeug warfen und den Hasen das Recht zu eines anderen gegen einen vereinbarten Lohn zu verwenden u. f. 1. Ihrer feudalen Sonderinteressen befürchten. Das zeigte sich ja sprachen, das Gut eines andern zu stehlen, und den Großjunker Es wäre ja eine sehr schöne Sache, wenn das reichsgefeßlich ge bei der Frage des Hasen- Schadenersages. Die Herren, welche für berechtigt hielten, den Hafen mitfammt dem gestohlenen Gut regelt werden könnte. Worläufig bestehen aber die Gesezgebungen behaupteten, im Intereffe des Ansehens der Nation müsse dieses zu verkaufen, was man fonft Eigenschaften des Hehlers nennt. der Einzelstaaten, und diese werden großentheils gar nicht geneigt große Gesetzgebungswert zu ftande gebracht werden, waren in( Sehr richtig! links.) Diefe ganze Materie ist außerordentlich fein, ihre Gefeßgebung aufzugeben. Ich für meinen Theil stimme dem Augenblicke nicht mehr dafür zu haben, als es sich darum langathmig in der Kommission besprochen worden, und nun, wo gegen die Resolution.( Beifall rechts.) handelte, für den Hasenschaden eine Erfaßpflicht einzuführen. es sich darum handelt, diefe paar Punkte weiter rechtseinheitlich Abg. Lieber( 8) fchlägt vor, über die Resolution im ganzen Ebenso hat Herr v. Stumm erklärt, wenn das Roalitions- au regeln, erklären sich die Herren für eine Einheit nur insoweit, und ihre einzelnen Theile die Generaldiskussion zu eröffnen. recht der Arbeiter darin sichergestellt würde, feien er als ihr eigenes Sonderinteresse dabei in Frage kommt, und wollen Abg. v. Bennigfen( natl.) ist hiermit einverstanden. und seine Freunde für das ganze Gesezbuch nicht zu die landesgefeßlichen Schranken gegen die Arbeiter aufrechterhalten. Abg. Hüpeben( chriftl. foz.): Einzelne Punkte der Refolution ha ben. Herr v. Kardorff irrt sich sehr, wenn er glaubt, daß die Resofind schon soweit gereift, daß man nicht mehr von Zukunfts- Ich erkenne dankbar an, was Herr Hüpeben über die lution in der Kommission nicht genügend vorbereitet ist. Die mufit sprechen kann, namentlich der Punkt Berufsvereine. Roalitions bestrebungen der Arbeiter und den Ham- Resolution bezüglich der Haftung der Beamten ging ursprünglich Hierfür sind bereits mehrfach bestimmte Anträge an das Haus burger Streit fagte. Sie( rechts) wollen die Koalitions- weiter. Es sollten für die Versehen der Beamten auch die gelangt. Die Regelung der Berufsvereine ist Hauptsächlich freiheit der Arbeiter überhaupt nicht; der Arbeiter soll sich der Kommunen und der Staat, nicht blos das Reich eintreten. An an dem Widerstand des Abgeordneten v. Stumm Willtür des Unternehmerthums unterwerfen; nach Herrn bem partikularen Jagd- und Fischereirecht wollen nur diejenigen gescheitert, er erklärte, wenn die Regierung in diesem v. Stumm hat er in den Arbeitsvertrag nicht hineingureden. festhalten, deren Landes Jagdrecht noch nach den feudalen Puntte nicht feststehe, werfe er die Flinte ins Korn und Die Hamburger Hafenarbeiter sind gewerkschaftlich völlig un Prinzipien gestaltet ist. Die feudal absolutistischen Zit spiele nicht mehr mit, und er hat den Sah aufgestellt, organisirt. Der Streit ist mit elementarer Gewalt aus den Ber- stände, bie im preußischen Jagd und Fischereirecht die Berufsvereine feien in erster Linie Rampfvereine. hältnissen heraus erwachsen. Kein Mensch hat ihn aufhalten ihren ideologischen Niederschlag gefunden haben, würden Ich konnte ihm damals nicht gleich widersprechen, weil mir fönnen. Die gewerkschaftlichen Organisationen haben sich wohl in dem auf grund des allgemeinen Wahlrechts ge= das Wort abgeschnitten wurde. Wir müssen alles thun, gehütet, die Arbeiter zu dem Streit zu ermuntern und die Schuld wählten Reichstag niemals gebilligt werden. Darum firäubt die Berufsvereine zu stärken und zu dafür, daß die Organisationen zu schwach gewesen sind, ihren guten man sich gegen die reichsgefeßliche Regelung. Eine Schablone träftigen. Woher kommt es denn, daß jetzt alle Parteien im Willen durchzusehen, tragen lediglich die Unternehmer und auch wünschen auch wir nicht; wir haben aber schon heute ReichsKampfe gegen die Sozialdemokratie rathlos dastehen?( Abbie Behörden. Die Hamburger Schifferheder und sonstigen gefeße, wo die wirthschaftlich verschiedenen Verhältnisse einzelner geordneter v. Rardorff: Stehen wir garnicht!) Die faifer- Unternehmer haben Roalitionen gefchloffen, Gegenden berücksichtigt find. Die Nothwendigkeit einer reichslichen Erlasse vom Februar 1890 sagen: Die Regierung wünscht, welche ausgesprochenermaßen darauf abzielen, gesetzlichen Regelung des Versicherungs- und Berlagsrechts wird daß die Arbeiter ihre geordnete Vertretung haben. Ich bitte die Arbeiterorganisationen zu vernichten und es auch Herr v. Kardorff nicht ernstlich bestreiten können. Er dringend, diese Resolution anzunehmen. Den wirthschaftlichen ein für alle Mal auszuschließen, daß die Unternehmer in die wendet sich nur gegen die Regelung der Rechtsverhältnisse der Kampf werden Sie doch nicht aus der Welt schaffen. Wir müssen Lage kommen, mit diesen Organisationen zu verhandeln. Die Berufsvereine. Ich bin fein Schwärmer für die Berufsvereine, nur dafür sorgen, daß er nicht mit vergifteten Waffen geführt jenigen Arbeiter, die sich durch ihre organisatorische aber ich will ihre Rechte nicht schmälern, wenn auch andere würde. Da soll uns die Organisation der Arbeiter dienen. Im Thätigteit bemerkbar machen, werden auf die schwarze Parteien sie als Bollwert gegen die Sozialdemokratie benutzen Intereffe der Gerechtigkeit soll man da, wo die Arbeitgeber fich Liste gefeßt, man will sie aushungern. Man will die wollen. Sie bieten die Möglichkeit, Streits, mögen sie nun beverbinden und verständigen fönnen, das einzige Recht, das Organisation der Arbeiter nicht zu dem werden rechtigt sein oder nicht, möglichst schnell zu erledigen. die Arbeiter haben, nicht beschränken, sondern alles thun, laffen, wozu wir es haben wollen, nämlich zu einer hiesige Ginigungsamt beim Gewerbegericht hat nach seinem Beum die Arbeiter in die Organisationen hineinzubringen. Ich be- Organisation, die in erster Linie berufen ist, richt in nicht weniger als 21 Fällen von 44 den Streit beigelegt. greife alles, was die Arbeiterorganisations die Streits nach Möglichkeit zu verhüten, indem Der Bericht hebt ausdrücklich hervor, wie wohlthätig dies Juftitut frage in Fluß erhält, so auch diese Resolution, so fehr sie beffere Arbeitsbedingungen für sich er als Rampfmittel gegen die Sozialdemokratie sei, trotzdem find wir ich auch bedauere, daß man nicht beim Bürgerlichen Gefeßbuchlangen. Wir tönen ja in Hamburg nicht darüber dafür. Es gehört eine berufsmäßige Heßerei dazu, um zu behaupten, im Interesse der Gerechtigkeit den Berufsvereinen das Kortlagen, daß die Behörden ber Bildung und Aus- daß frivole Streits irgend wie jemals von Sozialdemokraten porationsrecht zuerkannt hat. Hätten die Hamburger Arbeiter gestaltung ber Arbeiter Organisationen entgegentreten. herbeigeführt worden seien. Wo die Arbeiter organisirt waren, eine richtige Organisation gehabt, so wäre ein Organ zu In Preußen und in dem vielgelobten Sachsen ist es ganz ist der Streit in der Regel beigelegt worden, und wer gegen eine Friedensunterhandlungen dagewesen und der Friede wäre schon anders; dort erachtet es die Regierung als ihre Aufgabe, alles gesetzliche Regelung der Berufsvereine ist, ist ein Heyer zum geschlossen zu thun, um im Bunde mit dem Unternehmerthum die gewerk Streit. Ueber die Regelung des Arbeitsverhältnisses haben wir Abg. von Cuny( natl.) stellt feft, daß die beiden ersten schaftliche Organisation zu ruiniren. Ich begreife es vollständig, nne in der Kommission ausführlich unterhalten und nur, weil Refolutionen bereits am 1. Juli d. J. angenommen find, auch weshalb die Herren auf der rechten Seite die Regierung erklärte, daß das Bürgerliche GesetzNr. 1 und 2 der Resolution, die jetzt zur Verhandlung gestellt nichts wiffen wollen von einer reich 3 gefet buch 4 Monate später zu stande fäme, hat die Komsei, sei damals angenommen. Für die meisten Punkte sind lichen Regelung des Mechtsverhältnisses mission sich nicht entschlossen, das Recht des Arbeitsschon sehr gründliche Borbereitungen der technischen Gesetzgebung der Berufsvereine. Umsomehr freut es mich, daß der vertrages in das B. G.-B. hineinzuarbeiten. Ich freue vorhanden, so z. B. bezüglich des Wafferrechts. Redner empfiehlt Abg. Hüpeden erklärt hat, man müsse alles thun, um die mich, daß seit dem Zustandekommen jenes Gesetzes auch die die Annahme der Nummern 3-8. Arbeiterorganisationen zu stärken; das wird aber erst möglich juristische Wissenschaft sich mehr und mehr auf unseren Stand um H 3 Das Staatssekretär Nieberding: Gegen die reichsgefeßliche sein, wenn diese Organisationen eine beffere gefeßliche und punkt stellt, den veränderte Rechtsverhältnisse begründen. Auch Regelung der Haftung des Staates für Vergehen der Beamten autoritäre Anerkennung gefunden haben, als das leider jetzt der der Bonner Professor Endemann hat sich in diesem Sinne gehabe ich in der Kommission zwei Bedenken geltend gemacht. Fall ist. Jest steht das bischen Arbeiterorgani äußert. Im Hause selbst ist gegen die betreffende Resolution Die Regelung der Haftung der einzelnen Bundesstaaten liegt ation lediglich auf dem Papier. Die Willtür der bisher kein Bedenten erhoben worden; ich bitte deshalb, den außerhalb der Kompetenz der Reichsgefeßgebung. Was aber Behörden entfcheibet über ihre Anwendung. Antrag Kardorff abzulehnen und sämmtliche Resolu die Reichsbeamten betrifft, so würde es unzulässig, unzweckmäßig Behnen fie diese Forderung ab, so werden die tionen anzunehmen. Allerdings gehen diese Resolutionen nicht weit und unmöglich sein, durch einheitliche Grundfäße für die verarbeiter in dauernder Erbitterung und Ergenug, aber wir sind in der Beschränkung Meister( große Heiterkeit). fchiedenen einzelnen Verwaltungszweige eine abschließende regung bleiben und die Streits werden zu Unter baldthunlichst" ist nicht sofort zu verstehen. Die Punkte Regelung vorzunehmen. Ich habe mich in der Kom- nehmen. Wir Sozialdemokraten wollen die Streits nicht, um 1-4 tönnten sehr bald, die Punkte 6 und 7 zu gleicher Zeit mit mission keineswegs damit einverstanden erklärt, daß die Reichs- aus ihnen Vortheile zu ziehen. Wir sind gegen Streiks, dem Handelsgefeßbuch zum Abschluß gelangen. Ginge es aller Gefeßgebung diefe Frage generell für alle Zweige der Verwaltung fo lange aber die Arbeiter nicht eine richtige dings nach den Herren Kardorff und Genossen, den feudalen regeln solle; ich habe das schon deshalb nicht thun tönnen, weil Roalitionsfreiheit haben, fo lange find Aus. Serrschaften vom Lande und vom Schlot, dann könnten wir für einzelne 8weige der Reichsverwaltung eine folche Regelung brüche der Grbitterung der Arbeiter über gedrückte lange darauf warten. bereits eingetreten ist. Ich erinnere nur an die Post- Gesetzgebung Löhne unvermeidlich. In diesem Sinne bitte ich, für Abg. Schneider( frf. Bp.) tritt insbesondere für die Regedie Borschriften bezüglich der Eisenbahnen, die die Refolution zu ftimmen. Die Zurückverweisung an die Lung der Rechtsverhältnisse der Berufsvereine ein. Alle fozialfich an das Handels- Gesetzbuch anschließen. Ich möchte Kommission hat gar keinen Zweck. Es ist alles aufgeklärt, und politischen Vereine stehen unter einem Damoklesschwert, daß und an -. thnen die Eintragung in das Vereinsregister verweigert oder, Bruder Bauer und vom Bruder Handwerker oder vom braven die Regierung nicht sonderlich geneigt gegenüberftehe. Der von wenn sie gewährt ist, wieder entzogen wird. Darin liegt eine Arbeiter sprechen; weder das Christenthum, noch die brutalen den Staatszuschüssen handelnde§ 27 wurde unter Ablehnung Rechtsungleichheit für die Berufsvereine. Die Zeugnisse der Drohungen gegen die Sozialdemokratie tönnen hindern, daß die eines nationalliberalen Antrages, wonach denjenigen politischen Fabrikinspektoren über die Nüglichkeit dieser Vereine und ihren Arbeiter ihre Interessen bei der Sozialdemokratie besser gewahrt Gemeinden, die vom 1. April 1897 ab geringere Zahlungen aus Verkehr mit denselben sind doch wohl unparteiisch. fehen als anderswo. der Staatskasse erhalten würden, als ihnen nach den jetzt Abg. Hahn( wild) will sich nur für die Nummern 1, 2, 3 Abg. Hüpeden: Ich glaube, daß die organisirten geltenden Bestimmungen zustehen, ein dauernder Zuschuß aus und 6 erklären, aber nicht für die übrigen Punkte, für welche Gewertschaften noch einmal die schlimmsten der Staatstaffe gewährt werden soll, in der Fassung der Resich eine einheitliche Regelung mit Rücksicht auf die verschiedenen Gegner der Sozialdemokratie fein werden. gierungsvorlage angenommen. Die erste Lesung der Vorlage Verhältnisse der einzelnen Landestheile nicht empfehle. Was Bei den nichtorganisirten Massen kommt tommt es blos darauf wurde im übrigen ohne besondere Zwischenfälle erledigt. Herr Fischbeck gegen das einheitliche Wahlrecht geltend gemacht an, wer am lautesten schreien und schimpfen kann. Ein von freikonservativer Seite gefteliter Antrag, worin hat, gilt auch bezüglich des Bergrechts, der Jagd und der Fischerei. Die Gewerkschaften verfolgen andere Ziele. Der Beifall die Regierung ersucht wird, möglichst noch in der gegenwärtigen Echon die einheitliche Regelung des Verwaltungsrechts der von links hat mich nicht stuhig gemacht. Wenn im Sommer Tagung einen Gefeßentwurf vorzulegen, der die Versorgung der Einzelstaaten hat dabei zu Schwierigkeiten geführt. Redner Herr von Stumm mit Herrn Bebel in bezug auf die Hinterbliebenen der Volksschullehrer unter Anlehnung an die meinte, daß man allen Parteien dankbar sein müßte, weil sie Frauenfrage, Herr v. Kardorff mit Herrn Richter bezüglich der Ruhegehalts- Klassen und unter Gewährung entsprechender Staatsvoll Patriotismus von ihrem Standpunkt aus sehr erhebliche Bäckerfrage Arm in Arm gegangen sind, so sind das Bilder für zuschüsse nach den Bestimmungen ordnet, welche für die Hinters Konzessionen gemacht hätten in bezug auf das Bürgerliche Gesetz: den„ Kladderadatsch", aber nichts für ernsthafte politische bliebenen der Staatsbeamten gelten, wurde von den Antrag: buch. Nur die Sozialdemokraten haben sich negativ verhalten Männer. In der tonservativen Partei hat sich stellern zurückgezogen, nachdem von verschiedenen Seiten betont und das Gesetzbuch abgelehnt. eine Schwentung vollzogen. Nicht ich bin von der war, daß durch Annahme dieses Antrages das Zustandekommen Abg. Möller( Soz.): Wir haben keine Veranlassung, im tonservativen Partei abgegangen, sondern diese hat sich von mir des Gesetzes gefährdet sei. Der Regierungsvertreter betonte, daß Lande der Reichseinheit den preußischen partikularistischen Stand- entfernt.( Heiterkeit.) Von einem Angriff meinerseits fann nicht die Regierung einer befferen Fürsorge der Hinterbliebenen der punkt im Bergrecht aufrecht zu erhalten. Wenn der Staats- die Rede sein; ich befinde mich in der Abwehr. Im Lehrer wohlwollend gegenüberstehe, daß sie sich aber über die fetretär gemeint hat, das Bergrecht gehöre nicht zur Reichs- Oftober vorigen Jahres fiel der erste Kanonenschuß gegen Grundzüge eines solchen Gesetzes noch nicht klar sei. tompetenz, so übersieht er, daß die Entwickelung des Bergrechts die christlich soziale Richtung, als Pfarrer Wittenberg über die partikularistische Regelung längst hinaus ist; die Reichs- feinen Vortrag über die Sittlichkeit auf dem Lande gehalten gesetzgebung hat das partikulare Recht vielfach schon durch hatte und deshalb in Acht und Bann gethan wurde. Ich kann brochen, ich erinnere nur an die Gewerbe Ordnung und an die erst heute mich vertheidigen, weil man mir dreimal das Wort sozialpolitischen Gesetze. Die Entwickelung der berg- dazu abgeschnitten hat und zwar hauptsächlich seitens der fon baulichen Technit und der Gefeßgebung deutet fervativen Partei.( Hört, hört! lints.) Ich will die Gegenfäge geradezu auf eine reichsgefegliche Regelung zwischen den Chriftlich- Sozialen und den Konservativen durchaus des Bergrechts hin. Auch die Verhältnisse in nicht verschärfen. Sachsen stehen einer einheitlichen Regelung nicht entgegen. Ich hatte ursprünglich die Absicht, längere Ausführungen zu machen, habe aber darauf verzichtet nach den Ausführungen von liberaler Seite und von Seite des Herrn Spahn; ich würde überhaupt nicht das Wort ergriffen haben, wenn nicht Herr Lerno einen anderen Standpunkt eingenommen hätte. = Partei- Nachrichten. Von der Agitation. Die Parteigenoffen in Offenburg in Baden verbreiteten am Sonntag in sämmtlichen Landorten der Amtsbezirke Offenburg und Gengenbach ein Flug blatt, das bei der Landbevölkerung gute Aufnahme fand. Nur in vereinzelten Fällen begegnete man dem Einfluß der pfäffischen Verhebung. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Chemnitzer Beobachter" schreibt: Am dritten Ofterfeiertag 1891 wurden in der Volksbuchhandlung von Albin Langer hier 252 Exemplare des sozialdemokratischen Liederbuches von May Kegel tonfiszirt. Vor einigen Tagen, na ch beinahe sechs Jahren, wurden sie wieder freigegeben. Wegen Beleidigung des Portiers Günel in der Geras Greizer Kammgarnspinnerei zu Zwößen, geschehen durch eine Notiz in der Reuß. Tribüne", wurde Genoffe Rödiger in Gera vom Landgericht als Berufungsinstanz zu 30 M. Gelds strafe oder eine Woche Gefängniß und den üblichen Nebenstrafen verurtheilt. Das Schöffengericht hatte ihn freigesprochen. Ferner verwarf das Landgericht die Berufung, die Genoffe 3int gegen feine Berurtheilung in der bekannten Boykottangelegenheit eingelegt hatte. " Die Sozialdemokratie Hannovers hält am 3. Januar in Hildesheim ihren regelmäßigen Parteitag ab. Die provisorische Tagesordnung lautet: 1. Berichterstattung über Agitation und Preßverhältnisse, Referent H. Meister; 2. Bericht aus den einzelnen Wahlkreisen; 3. Die Wahlagitation, Abg. Förster- Neustettin( Reform- P.): Wir halten eine Referent Fr. Rauch; 4. Berathung und Beschlußfassung der organisirte Arbeiterschaft nicht für eine Staatsgefahr; den Ar- eingegangenen Anträge; 5. Wahl des Ortes für den Sih des beitern fehlt noch das Vertrauen zu anderen Parteien als der Provinzial- Agitationskomitee's. Anträge, die in die gedruckte sogenannten Arbeiterpartei. Verweigern wir die Be Borlage Aufnahme finden sollen, müssen bis spätestens 27. Derufsvereine, so wird seitens der Sozialbemo zember beim Genoffen H. Meister in Hannover, Pferdefir. 9, fratie gegen uns Stimmung gemacht. eingereicht sein. A bg. Hüpeden( chrisil.- soz.): Wenn man die Regelung Damit schließt die Diskussion. der Frage der Berufsvereine hinausschieben will, bis die Sozial- In der Abstimmung werden die sämmtlichen 8 Nummern, demokratie nicht mehr vorhanden ist, so wirft man denen, die die Nummer 8 unter Streichung des Wortes gesammte" anfür die Berufsvereine eintreten, vor, daß sie die Sozialdemo- genommen; die Deutschkonservativen und die Reichspartei fratie fördern, daß sie nicht mehr staatserhaltend sind. Das ist stimmen fast gegen alle einzelnen Nummern, von den Konser falsch. Die Animosität gegen die Arbeitervereine hat bereits vativen stimmt für Nummer 1 nur Abg. Jacobstötter und die sehr um sich gegriffen. Die Fabrikanten lassen den evangelischen Wilden Hüpeden und Hahn. Arbeitervereinen, weil sie für die Koalition eintreten, keine Förde= Es folgt die von den Sozialdemokraten Auer und Genossen rung mehr angedeihen, namentlich infolge der Agitationen des beantragte Resolution, den Reichskanzler zu ersuchen:„ bald: Freiherrn v. Stumm, der die Christlich- und National- Sozialen thunlichst eine Novelle zum Gewerbegerichtsgesetz vorzulegen, durch für ebenso gefährlich hält wie die Sozialdemokratie. Für welche die Zuständigkeit der Gewerbegerichte auf Streitigkeiten echt staatserhaltend und konservativ kann ich nur eine solche aller Arbeitnehmer ausgedehnt wird, die einen Theil ihrer geistigen Politit anerkennen, welche die Rechte der Arbeiter schüßt und die und körperlichen Arbeitskraft für die häusliche Gemeinschaft, ein Berbitterung derselben mildert. Die Sozialdemokratie gewerbliches oder ein wirthschaftliches Unternehmen gegen Entgelt schneit nicht vom Himmel herunter, sie entsteht verwenden." da, wo die Arbeiter sich in ihrem Gerechtig Abg. v. Cuny erklärt sich gegen die sozialdemokratische teitsgefühl verlegt fühlen und keine Hilfe Resolution. bei den anderen Parteien finden. Ich habe schon Direktor Wödtke erklärt sich ebenfalls gegen die Resolution. hingewiesen auf den Hamburger Streit. Ich weiß, wie Auch die Abgg. Spahn und Fischbeck sprechen gegen den schwere Vorwürfe Herr v. Stumm Herrn Rösicke machte, weil er in Antrag. Der letztere erklärt sich jedoch mit dem Grundgedanken Verhandlung getreten sei mit den sozialdemokratischen Führern. des Antrages, für solche und ähnliche Verhältniffe Gerichte nach Aber was blieb Herrn Rösicke anders übrig? Wo waren denn Art der Gewerbegerichte zu schaffen, einverstanden. die Organisationen der Arbeiter, welche in Abg. Singer( Soz.): Ich habe vorhin unsere Resolution dem taiserlichen Erlaß vom 4. Februar 1890 nicht ausführlicher begründet, nicht, weil ich feine Gründe Depeliften und lehte Nachrichten. versprochen sind? Die Art und Weise, wie anzuführen hatte, sondern weil ich Sie bei der vorgerückten Hamburg, 11. Dezember.( Privatdepesche des Vorwärts".) Herr v. Stumm seinen Gegensaß zu den Be Stunde nicht aufhalten wollte und glaubte, unfere Resolution Der für Ramerun bestimmte Woermann- Dampfer fann nicht aus. rufsvereinen zum Ausdruck bringt, balte ich würde schlankweg angenommen werden. Die Gewerbegerichte Der für Kamerun bestimmte Woermann- Dampfer kann nicht aug. geradezu für gemeingefährlich.( Widerspruch rechts.) haben sich bewährt und sich in den weitesten Kreisen der Be- laufen, weil er nicht befrachtet werden konnte. Für wahrhaft fonfervativ fann ich nur solche Politik erklären, völkerung eingebürgert. Ihre Besetzung zum einen Theile aus Hamburg, 11. Dezember.( Privatdepesche des„ Borwärts".). welche die stritteste Gerechtigkeit zum Ziele hat. Ich hoffe, daß Arbeitgebern und zum anderen aus Arbeitern hat Eine Versammlung der freifinnigen Volkspartei erklärte die Eindie konservative Fraktion sich nicht durch die Nationalliberalen nicht blos uns Sozialdemokraten, sondern auch andere wird beschämen laffen, welche für diese Resolution stimmen. Berufsstände und Klassen mit Zufriedenheit erfüllt. Die fehung einer Bermittelungskommiffion für dringend wünschens. Abg. Fischbeck( frs. Vp.) beantragt, in Nr. 8 das Wort Gewerbegerichte haben unparteiisch fachverständig werth. Reiche Geldmittel für die Streitenden sind wieder ein " gesammte" zu streichen. geurtheilt, und wir haben deshalb auch ihre Ausdehnung auf gegangen, darunter von Studirenden der Universitäten Göttingen, die Handlungsgehilfen und die Heranziehung der weiblichen Leipzig, Halle und Tübingen. Arbeiter zu Beisigern verlangt und in einem besonderen Antrag Hamburg, 11. Dezember.( Privatdepesche des„ Borwärts") niedergelegt, der in den nächsten Tagen verhandelt werden wird. Wir wollen den Grundsatz in der Gesetzgebung durchführen, Der Arbeitgeber- Verband hielt heute nachmittags wieder eine daß über alle Streitigkeiten aus einem Vertragsverhältniß die Sigung ab. Das offizielle Protokoll besagt: der Verband wolle jenigen Klassen zu Richtern genommen werden, die diesen auf seinem bisherigen Standpunkt beharren, er ist über. Kreisen als Sachverständige angehören. Warum soll nicht auch er genügende Arbeitskräfte bekommen werde. bei den ländlichen Arbeitern und den Dienstboten derselbe zeugt, daß Grundsatz zur Anwendung kommen? Hat man ihn doch schon Er will die polizeiliche Abschließung des Freihafengebietes an bei den Schöffengerichten anerkannt! Ebenso wie bei diesen die regen. Was wirklich verhandelt wurde, ist bisher nicht bekannt Streitigkeiten der übrigen bürgerlichen Klaffen von deren Berufs- geworden. Das veröffentlichte Protokoll dürfte wie das der genossen entschieden werden, so soll es auch bezüglich unserer anderen Mitbürger, der Dienstboten und der ländlichen Arbeiter geschehen, und es liegt kein Grund vor, diese Klassen von der Gewerbe- Gesetzgebung auszuschließen. A Gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und einiger Freisinnigen wird die Resolution abgelehnt. " vorangegangenen Sigung tendenziös redigirt sein, darauf deutet schon hin, daß von den nach Frieden drängenden Stimmen mit teinem Worte Erwähnung gethan wird. Abg. Spahn( 3.): Ich habe dem Herrn Staatssekretär nicht vorgeworfen, daß er seine Stellung geändert habe; so eingehend sind die Resolutionen nicht besonders erörtert worden, wie hier im Hause. Die einzelnen Punkte wurden während der Verhandlungen über das Bürgerliche Gesetzbuch besprochen und schließlich ohne erhebliche Debatte einstimmig angenommen, auch vom Abg. Lerno. Abg. v. Kardorff( Rp.): Die wiederholten Angriffe des Herrn Hüpeden auf meinen Freund v. Stumm nöthigen mich, unsere Stellung zu Nr. 1 noch einmal darzulegen. Wie die Dinge einmal in den Einzelstaaten liegen, find die Einzelstaaten nicht gewillt, ihre Vereinsgesetzgebung aufzugeben. Sie wollen ihre Rechte wahren. Wir glauben ferner, daß die Forderungen für die Gewerkvereine zu unrecht von denen verlangt werden, welche sich als Gegner der Sozialdemokraten betennen. Die Sozialdemokratie würde sich dieser Frankfurt a. M., 11. Dezember.( B.$.) Der„ Frankf. Vereine bemächtigen und sie beherrschen, wenn 3tg." wird aus Paris gemeldet, daß der frühere Minister Baihaut, sie die juristische Persönlichkeit erlangt haben. Endlich beantragen die Abgg. Bachem( 3.) und Genoffen, welcher im Banama- Prozeß wegen Bestechung zu Gefängniß und Deshalb fönnen wir der Resolution nicht zustimmen. den Reichstanzler zu ersuchen, bei den verbündeten Regierungen zur Rückgabe von 700 000 Frants an die Panama Aktionäre ( Widerspruch links.) zu erwirften, daß sie die Lehrpläne ihrer Landesuniversitäten verurtheilt und fürzlich aus dem Gefängniß entlassen wurde, Abg. Schall( f.): Ich kann namens meiner Fraktion nur dahin umgestalten, daß die Vorlesungen über das Bürger- heute wieder verhaftet worden ist. Baïhaut, welcher die dem zustimmen, was Herrv. Kardorff gesagt hat. liche Gesetzbuch den Mittelpunkt der privatrechtlichen Borlesungen 700 000 Frants nicht zahlen tann, soll weitere 6 Monate absitzen. ( Hört! links.) Die Erfahrungen der legten Zeiten haben gezeigt, bilden. Krakau, 11. Dezember.( B. H.) Petersburger Meldungen wie vorsichtig man gegenüber den Arbeiter. Die Resolution wird nach kurzer Debatte einstimmig anzufolge dauern die Studentenbewegungen in Moskau fort. bestrebungen sein muß, insbesondere die Naumann' genommen. Da die Studenten nicht abließen, Versammlungen und fche Richtung zeigt, wie man durch Liebäugeln mit der Schluß 52 Uhr. Nächste Sigung Sonnabend 1 Uhr. Aufzüge git veranstalten und Auseinandersetzungen mit Arbeiterschaft dazu fommt, der Sozialdemokratie in die Hände( Fortsetzung der ersten Berathung des Gefeßentwurfes betreffend den Professoren herbeizuführen, fo zu fallen.( Lachen lints.) Diese Erfahrungen machen uns vor die Postdampfschiffs- Verbindungen und Aenderung der Geschäfts- lesungen bis zum 9. d. M. suspendirt. Jufolge der sichtig. Wenn wir auch den Wünschen der Arbeiter entgegen- ordnung betreffend die Unterstützung namentlicher Abstimmungen Verhaftung von Studenten tam es zu großen Demonstrationen kommen, so müssen wir doch abwarten, daß die Arbeiter und die Einführung einer Generaldiskussion am Schlusse der seitens der Kommilitonen, welche vor die Arreftlokale zogen und sich von den Umschlingungen der Sozialdemo- dritten Besung.) gleichfalls arretirt zu werden verlangten. Die Zahl der Vers tratie los machen.( Heiterkeit.) Wenn das ges hafteten beträgt bereits etwa 800. Polizei und Universitätslingt, werden die Arbeiter sehen, daß sie an behörde gehen milde gegen die Verhafteten vor; es sollen nur uns die wahrsten Freunde haben.( Lachen links.) die Rädelsführer bestraft werden. Bisher wurden 28 Studenten Ich muß dagegen protestiren, daß die Konservativen ausschließlich in der Gefolgschaft des Herrn Entwurf eines Geseges über die Zwangsversteigerung und die Der Bundesrath hat in seiner geftrigen Sigung dem relegirt. Swansea, 11. Dezember.( W. T. B.) ( M. Z. B.) Der Dampfer v. Stumm sind. Ich hoffe, es wird den Arbeitern mehr und mehr ein Licht aufgehen.( Buruf links: Ist schon!) Sie haben 3wangsverwaltung mit geringen Aenderungen die Zustimmung Springwell" ist mit zwei Ueberlebenden von der Besatzung des ertheilt. Den zuständigen Ausschüssen wurden überwiesen: der Bremer Schiffes" Rajah" hier angekommen. Die„ Rajah" hatte keine Veranlassung allzu zuversichtlich zu sein. Denken Sie doch Antrag Preußens wegen Ergänzung des Bundesrathsbeschlusses Roblen geladen und am Mittwoch, mit der Bestimmung nach an Ihre Erfahrungen auf dem Parteitage in Breslau, an der französischen Grenze, in London 2c.( Präsident v. Buol bittet om 14. Dezember 1876 über die statistische Aufnahme der Dampf- Hongkong, Barry verlassen. Während eines schweren Ortans den Redner nicht von dem Thema abzuschweifen.) Unsere Partei teffel, der Antrag Hamburgs, betreffend die Zollbehandlung von schlug das Schiff in der Nähe der Insel Lundy um; 19 Mann ift eine felbständige und eine durchaus arbeiterfreundliche.( Lachen von Beschliffen des Reichstages wurde theils dem Reichstanzler, im Freihafen havarirten und geborgenen Waaren. Eine Reihe der Befagung ertranten. Laon, 11. Dezember.( W. Z. B.) Zwischen den franzöfifchen links.) theils den zuständigen Ausschüssen überwiesen. Schließlich und fremden Arbeitern der Buderfabrit Vic- sur- Aisne sind Abg. v. Marquardsen( natl.): In dem Sinne, wie Herr wurden Eingaben behandelt. Einen Theil der Beschlüsse haben Streitigkeiten ausgebrochen. Die ausländischen Arbeiter sollen v. Bennigsen den Inhalt und die Tragweite der Resolution wir schon in unserer letzten Nummer mitgetheilt. entlassen werden. bargelegt hat, tönnen auch die Bayern dafür stimmen. Cremona ist total niedergebrannt. Ebenso wurde die große Mailand, 11. Dezember.( B. 8.) Das Theater Rizzi in Luchfabrik von Werner in Scafati bei Neapel ein Raub der Flammen. fie ihr geseglich bestehendes Roalitions: Parlamentarisches. Aussicht auf Annahme hätte. Vorstehende Notiz macht die " waren die Vors Pola, 11. Dezember.( B. H.) Der Marinearzt Dr. Mattanfchet, welcher am Typhus krant darniederlag, hat sich im Fieberwahn aus dem vierten Stock des Marine- Hospitals gestürzt und war sofort todt. 2 500 000 M. wollte die Reichsregierung für den Bau Abg. Frohme( Soz.): Die Konservativen scheinen eines Präsidialgebäudes für den Reichstag bewilligt erhalten. die Arbeiter baburch vor der Verführung der Die Borbesprechungen des Herrn v. Bötticher mit leitenden Sozialdemokratie bewahren zu wollen, daß Barlamentariern haben ergeben, daß eine solche Vorlage keine recht möglichst einschränken. Damit werden Runde durch die gesammte Presse. Trotzdem ist sie, wie wir befie aber nichts erreichen. Die Resolution fordert nur stimmt wissen, in allen wesentlichen Bunkten falsch. die Sicherung deffen, was reichsgesetzlich bereits im Prinzip besteht. Wenn die Arbeiter recht hübsch artig sind, Dem preußischen Abgeordnetenhause ift der Entwurf London, 11. Oktober.( W. T. B.) Es verlautet, der 3. h. den reaktionären Parteien folgen und auf selbständige einer Städte- Ordnung für die Provinz Hessen- Nassau und einer Lohnstreit auf der London- und Northwestern- Eisenbahn sei politische und wirthschaftliche Ueberzeugungen verzichten wollen, Landgemeinde- Ordnung für dieselbe Provinz zugegangen. beigelegt, indem die Gesellschaft zugestand, das die entlassenen dann erachtet man sie als würdig für das Koalitionsrecht. Das Die Kommiffion zur Vorberathung des Lehrerbesoldungs- Arbeiter, welche bis Montag zur Arbeit zurückkehren, wieder e.n allgemeine Wahlrecht hat man ja auch nicht angefochten, solange Gesetzes hat die, eine Erhöhung der Alterszulagen bezweckenden gestellt werden sollen. man dachte, daß die Arbeiter lediglich Stimmvieh abgeben Anträge der Konservativen einstimmig angenommen, nachdem die Madrid, 11. Dezember.( W. Z. B.) Der Dampfer Salier" würden. Seitdem die Arbeiter aber selbständig übrigen Anträge zurückgezogen waren. Danach betragen die hatte Corunna, wo er 52 Auswanderer an Bord genommen hatte, geworden sind, hat das allgemeine Wahlrecht Alterszulagen für Lehrer jährlich 100 m., bis zum Höchst bei schlechtem Wetter verlassen und auf der Fahrt gegen einen jeden Werth verloren. Die Arbeiter sollen stumpfsinnig betrage von 900 M., und für Lehrerinnen 80 M. furchtbaren Sturm anzukämpfen; dabei verlor das Schiff zwei ihre Rechte aufgeben,( Buruf rechts: Das verlangen Sie ja!) bis zum Höchstbetrage von 720 M. Die Gewährung der seiner Boote. Nach Aussage des Kapitäns des spanischen und weil das nicht geschieht, verfekt man dem Vereinsrecht der drei ersten Alterszulagen soll in dreijährigen Zwischenräumen, Schiffes Iberia" waren die Wellen über 20 Fuß hoch. Arbeiter Fauftschläge. Die Arbeiterfreundlichkeit der Herren die der drei nächsten in zweijährigen und die der drei letzten Untergang des Salier" erfolgte in der Frühe des 8. September. v. Stumm und Schall ist ein wahrhafter Hohn auf den Begriff wieder in dreijährigen Zwischenräumen erfolgen. Der Finanz- Bis jetzt find 20 Leichen geborgen; auch wurden zahlreiche der Arbeiterfreundlichkeit. Uns schädigen Sie nicht, ob Sie vom minister warnte dringend vor der Annahme der Anträge, denen Gegenstände aus dem Schiffbruche angeschwemmt. Verantwortlicher diedakteur: Auguft Jacobey in Verlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 〃 Der 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt. ein Ur. 291. Sonnabend, den 12. Dezember 1896. einen täglichen Umfag von 30-40 Millionen Mark hat und daß dieser Umsatz infolge des Streits auf weniger als ein Drittel der früheren Summe zurückgegangen sei. " " 1 Rate 50, 5,1 13. Jahrg. Die Hafenarbeiter- Bewegung. Bauer u. Ko. 5,25. Listen Nr. 173, 176, 178, durch Weber 20,25. Lisle Nr. 174 durch Rickert, Bimmerer 13,80. Bohemia 5, Kartentlub" Luftig", in Die Hamburger Rheder und Stauer haben im Verein Wohlgefallen aufgelöst 14,10. Acht Sattler, Schönhauserstr. 4,25. Sparbüchse bet John 10,-. St., Engel- Ufer-, 80. Verband der an Holzbearbeitungsder deutschen Eisen und Stahlindustriellen Auch der Untergang bes Loyddampfers Maschinen beschäftigten Arbeiter, Filiale Berlin 1 150,-. Drei Bourgeois einen Vertheidiger gefunden, der gerade noch fehlte, um die Salier" wird hier allgemein mit dem Streit in Verbindung... 2,-. 4, Textilverband, Filiale 4 Werlin, Färber und Berufsgenossen 30,-. Hamburger Geldsackspolitiker bei allen einsichtigen Leuten gebracht. Der Dampfer ist mit 214 Passagieren und 66 Mann der Firma Kapler 49,20. Lese- und Diskutirflub„ Nordfante", Wiesenstr. 27, Asphalt, Berlin 5,-. Listen Nr. 104, 106, 107, 108, Arbeiter bis auf die Knochen zu blamiren. Der Verein der Besatzung an der spanischen Küste untergegangen und selbst in durch D. 11,22. Liste Nr. 185, durch Börner 16,45. Streitunterstügung der deutschen Eisen- und Stahlindustriellen ist bekannt als bürgerlichen Zeitungen wird die Vermuthung ausgesprochen, daß National- Sozialen, 1. Rate, gesammelt von der Zeit" 500,-. Liste Nr. 26, eine derjenigen Unternehmer Organisationen, die die auf dem Salier", der während des Bremer Streits durch Garten am 8. 12. 96 114,01. Auf Ststen a conto durch Reul 80,-. durch Rautenhaus 6,40. Tellersammlung der Boltsversammlung im Schweizer Auf Lifte Rechte der Arbeiter aufs brutalste mißachten. Die Streitbrecher verfrachtet wurde, die Ladung derart unzu Nr. 1295, durch Trunsch, Händler 8,15. Privatliste Leipzigerstr. 6,30. Am Spazen pfeifen es längst von den Dächern, daß D. Boß 3,-. die länglich verstaut gewesen ist, daß eine rollende See das Schiff Stattisch v. 2. Genetti) 6,-. Deffentliche Bauarbeiter Ber organisirten Metallindustriellen einen Generalangriff gegen die zum Rentern bringen mußte. Genährt wird diese Auschauung Tottenburg 10,50. Rirdorfer Vorstadt durch R. 3,50. fammlung Charlottenburg 1,10. Verband der Bauarbeiter, Filiale CharListe Nr. 146, A. Hofforganisirten Metallarbeiter planen, um der Unbequemlich durch die bekannt gewordene Thatsache, daß die ganze Ladung mann's Berlag 7, Runder Tisch bei Schäferlöh, Beuthstr. 10, 4,-. Bon feit zu entgehen, während des jetzigen guten Geschäfts- der„ Patria", die kürzlich hier abgelassen wurde, in Del schwimmend den Mitgliedern des Deutſchen Buchdruckerverbandes im„ Borwärts zweite ganges bald der, bald jener Branche eine Verbesserung der Arbeits- an ihrem englischen Bestimmungsort angekommen ist; auch die Weber Gesammelt d. Weber bei Heinrich 3,20." Gesammelt durch in der Werkstatt von Steiner 2,80. Liste Nr. 779 durch bedingungen zugestehen zu müssen. Es begreift sich daher, daß das" Patria" war von Aushilfsarbeitern verfrachtet gander, Schneider 5,70. Rigdorfer Vorstadt durch Müller 3,50. Kehl Herz dieser Leute aufs wärmste für die Hamburger Rheder worden. Daß übrigens die schlechte Verstauung in Fachkreisen leistenfabrik 2. Bry, Blumenstr. 70 20,- Statklub Nixdorf durch Atanas und Stauer schlagen muß. So ist denn in einer General- start besprochen wird, geht aus dem Umstande hervor, daß- Stattlub 50" 15,- Sozialdemokratischer Agitationsklub für den Dien Tischlerei Strodthoff, Antonstr. 6. G. 6,-. Für drei Kognats d. M. versammlung des Vereins der deutschen Eisen- und Stahl- die Versicherungs- Gesellschaften zur Zeit in der That höhere Berlins 30,- Nauchttub„ Waloesgrün" 8,80. Gefangverein„ Allegro" 5, industriellen, die am 10. Dezember unter Vorsitz des Geheimen Prämien für von Hamburg seewärts abgehende Frachten ver- Durch Bippow 1,- Lifte Nr. 488, Tischleret W. König, Dieffenbachstr. 33 Kommerzienraths Meyer aus Hannover in Berlin tagte, über langen. 12,30. Sozialdemokratischer Verein Stralau- Rummelsburg 50,-. Liste Nr. 188 und 200 durch Zeiste 19,10. Unbefannter Gastwirth 3,-. Tisch der Kohlen die Unterstützung der Hamburger Unternehmer verhandelt worden. Daß die Sympathien des Bürgerthums nach wie vor den Trimmer, Jüdenstr. 36 2,65. Tellersammlung der Boltsversammlung an Der Geschäftsführer des Vereins, der Landtags- Abgeordnete Streifenden gehören, geht daraus hervor, daß heute, am Freitag Adlershof 11,55. Buchdruckerei Zacharias 10,35. Nest durch Sparagnes, Be 8. Dezbr, in der Bockbraueret d. Sch. 132,94. Liste Nr. 86 und 87 d. Michels, Bueck, der in Beziehung auf sozialpolitische Einsicht Nachmittag, wieder fünf Versammlungen der Gezirf 113 8,66. Verein der Wäschebranche durch Stanowsky 50,-. Stattlub nur von dem Herrn v. Stumm noch weit übertroffen werden werbetreibenden zu gunsten der Streifenden Seltengelb" 10,- Theaterverein„ Proletariat", 2. Rate 8,85. Gefangverein dürfte, leitete die Erörterungen über den Hamburger Streit abgehalten werden. In dem dazu einladenden Flugblatt treuzberger Harmonie", 1. Rate 25,-. Malergehilfen der Firma Gatemann man kann sich denken, wie 11. Kellner und andere Betheiligte 47,50. Arbeiter der Firma Runge, Ritter- und schließlich nahm die heißt es: Mitbürger! Seit 16 Tagen tobt bereits der Straße 88 7,50. Tischlerwertstatt Fricke d. M. 3,75. Zischlerei von Bingel, erlauchte Gesellschaft der Schlotbarone folgende Resolution gewaltige Kampf zwischen Kapital und Arbeit. Mit Ueber- Wilhelmstr., 2. Rate 10,10. Tischleret von Mauff intl. des Budifers 16,60. natürlich einstimmig" an:" Die heute, den 10. Dezember 1896, muth haben die Unternehmer bis jetzt Einigungsversuche Kreuz 3,-. Bautischleret von Hartmann, Weißensee, durch Wackschlag 9,30. Verein der Schirmmacher, 1. Rate 20,-. Martha's Geburtstag 1,70. Rothes in Berlin tagende General- Versammlung des Vereins zurückgewiesen, Ihr seid es, die den Schaden, der durch solchen von einem in Deutschland lebenden Russen 3,-. Spar- u. Kreditverein Louisen= deutscher Eisen- und Stahl Industrieller legt der in Uebermuth angerichtet wird, mit zu tragen haben, darum ermannt stadt 5,20. Oberschönau 1,80. Gef. In Dore and sons Tailors Work shouse, Condon Hamburg ausgebrochenen Arbeitseinstellung der Hafenarbeiter Euch, nehmt Stellung zu diesem Kampfe in Eurem eigenen Berrmann'sche Tapezirer- Werkstatt 3,-. Tischler und Drechsler von Wilhelm 7,-. Elfe 1,-. Türkische Bude 14,55. Arbeiter- Gefangnerein Vineta" 15,-. insofern eine besondere Bedeutung bei, als die auf den Kampf Interesse." Hartwig, Pallisadenstr. 70( mit Ausnahme eines Kranken) 10,75. Kirschbaum gegen die Arbeitgeber gerichteten internationalen Bestrebungen der Ueber den Schwindel, der mit den Lohnlisten der brücken, 2,-. Gesammelt im Restaurant Busch, Stendalerstr. 6, bei Geburts2,50. Vom Glühlichter'l 3,- Von den Stillen am Schwarzbach", ZweiArbeitervereinigungen bei der Entstehung und während der Schauerleute getrieben wurde, ist nun auch die bürgerliche tagsfeier von Ulbrich 4, Dr. R., Kaffel, 10,-. Ungenannt i,-. Sefondes Dauer dieses Ausstandes zum ersten Male thatsächlich mitgewirkt Presse im flaren. Das Berliner Tageblatt" schreibt: teutenant a. D. d. G. Th. 10,-. Rauchklub" Norbring", fits percht ber haben. Die Generalversammlung erkennt die in diesem Umstande für den ruhigen Fortgang der wirthschaftlichen Thätigkeit und Ent- jetzt zugegeben, den publizirten einzelnen hohen Löhnen, denen M. Grün, Lügomitraße, 15, Die Lohnliftenfrage ist jetzt geklärt. Von allen Seiten wird egte 5,-. Von einigen Rechtsanwälten," d. Millarg 65,55. Ortsverein der Handschuhmacher Friedrichshagens 14,- Personal der Buchbinderet von Dr. L. u. H. B., Berlin 10,-. König wickelung aller Nationen liegende Gefahr vollkommen und theilt eine Mehrzahl von kleineren Einkommen gegenüberstehe, lägen Gonow 4,80. in Stelmacher" 3, Haase, Rechtsanwalt in Abg., 50, mit den Arbeitgebern Hamburg- Altonas die Ueberzeugung, daß die durch Nacht- und Zagarbeit zusammen verdienten Buchdruckerei von Klockow, Alte Jakobfir. 40-41, 9,50. Liſte Nr. 1000, Weiſe. jeder selbst nur scheinbare Erfolg der Arbeiter jene Gefahr in Löhne zu grunde, und die ganz großen Löhne enthielten die Barbetter muitarbeiter von Csofinsty u. Gifenmart 23, efattine bedrohlicher Weise steigern würde. In weiterer Würdigung des Löhne der Ersay leute mit. Umstandes, daß die zu den bestbezahlten Arbeitern gehörigen Ausständigen nicht aus Noth, sondern nur um eine Machtfrage dahinter fommt, welcher tolossalen Täuschung er zum Opfer Es ist faft zu hoffen, daß auch Herr v. Bötticher noch auszutragen, die Arbeit niedergelegt und eine schwere Schädigung des gefallen war, als er den veröffentlichten Lohnlisten unbesehen Verkehrs in dem größten und bedeutendsten Hafenplate Deutsch- Glauben schenkte. lands herbeigeführt haben, spricht die Generalversammlung den betheiligten Arbeitgebern Hamburgs und Altonas ihre vollste Infolge des Hamburger Streifs, deffen lange Dauer bes Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau Anerkennung für ihr festes, einmüthiges Handeln in diesem fanntlich lediglich den Rhedern und Stauern zur( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16) in der Zeit von schweren Kampfe aus und erkennt an, daß diefelben sich durch a st zu legen ist, fehlt es an amerikanischen Därmen 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. ihr zielbewußtes, opferwilliges Verhalten den angreifenden Ar- so sehr auf dem Markt, daß, wie die Volksstimme" in Frankbeitern gegenüber um die gewerbliche Thätigkeit des Vaterlandes furt a. M. zuverlässig erfuhr, Hamburger Händler Waaren in hohem Grade verdient machen." poften aus Frankfurt a. Main zu jedem Preise zurückaufen. = = Db Herr v. Bötticher auf die Bundesgenossenschaft dieser vaterländischen Biebermänner besonders stola ist? Wir möchten ihm fast besseren Geschmack zutrauen. " " ganzen Industrie und dem gesammten übrigen Handel auf Arbeiterfang aus. In größerer Anzahl find sie anzutreffen Brüder" 8,-. „ Grand Schwarz" 3,-. D. u. Ko. 7,50. Gesangverein Freiheit I" 10, Alfenidewaaren- Fabrit von Wintelsöffer, 1. Rate 6,- Suter-, 50. Siste Liste Nr. 150, Schulz, Droschkentutscher 6,80. Fachverein der Bäcker Berlins, 1. Rate d. N. 50,-. Organisirte Posamentire Berlins 25,-. Arbeiter der Nr. 85, Wilte 5,15. Verein der in Schriftgießereien beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins, 2. Rate 100,-. Von 12 Arbeitern der Firma Henschel, Frankfurter Allee 47, 5,60. Organisirte Detateure 15,-. Meber den Untergang des Norddeutschen Lloyddampfers „ Balier" Die Voffische Zeitung" gloffirt die selbstverständliche Thatsache, daß die Hamburger Streifleitung strenge Kontrolle Was bezwecken nun die Herren Metall- und Eisenindustriellen übt, insbesondere mur denjenigen Ausständigen die Unterstützung liegen noch keine näheren Nachrichten vor; es ist wohl zu be praktisch mit ihrem Beschluß? Das Bismarckblatt" Berliner anstandslos auszahlt, die die Versammlungen regelmäßig be fürchten, daß von der 66 Mann starken Bemannung und den Neuesten Nachrichten" giebt dafür einen gewissen Anhalt, fuchen, mit der geistreichen Bemerkung: Ja, sie führen strenges 214 Paffagieren niemand gerettet wurde. Der nach dem indem es schreibt: E3 ift eine Ehrenpflicht der Regiment, die Arbeiterführer! Wer ihre Heyreden anzuhören La Plata bestimmte Dampfer hatte am 23. November Bremer Hamburger Arbeitgeber, dem Ausstand den äußersten feine Lust mehr verspürt, dem droht die Hungerpeitsche! Widerstand entgegenzusetzen, mag auch tommen, wa3 haven verlassen. Am 7. Dezember nachmittags 4 Uhr fuhr er da wolle. Auf die moralische Unterstützung von ganz Deutsch der bürgerlichen Bresse von Arbeiterangelegenheiten nichts ver an Die Meinung der Arbeiter, daß man in den Redaktionen bei schwerem Sturm aus dem spanischen Hafen Corunna nach der Nordwestküste Spaniens Villa land werden sie mit Bestimmtheit rechnen dürfen. Aber wir steht, wird durch jene Aeußerung der Tante Voß klassisch Garcia ab, dort aber ist er nicht eingetroffen. Villa meinen, daß es bei dieser allein nicht sein Bewenden bewiesen. haben darf, da die Sache, die Garcia ist ein kleiner spanischer Hafen an der Arosabucht an fie vertreten, der Corunna nach Billa Garcia, um das berüchtigte Rap Finisterre Agenten der Hamburger Rheder gehen auch in Berlin der spanischen Westküste, unweit der portugiesischen Grenze. Von gemeinsam ist, und daß aus diesem Grunde a u ch Nach einem Be materielle Hilfe insofern nicht geschent werden bei allen Gelegenheiten, wo Arbeitslose beziehentlich Arbeit herum, ist es ungefähr eine kleine Tagereise. sollte, als es durch Bermeidung von unnöthigen Reklamationen fuchende vorhanden sind. Eo mischen sie sich 3. B. unter die richt fand der Schiffbruch bei sehr stürmischem Wetter in der und prozessualischen Weiterungen geschehen kann; auch die Besucher der hiesigen Wärmehallen, ferner unter die Ar Nacht zum 8. d. M. auf den Riffen von Las Rasonas vom Rap Corrubedo, 21/2 Seemeilen vont übrige Geschäftswelt muß auf diese Weise zeigen, daß sie sich beiter, die täglich auf die Ausgabe des Arbeitsnachweises nördlich Bei der furchtbaren Brandung, die mit den Hamburgern solidarisch fühlt, und wäre dies gleich auch der verschiedenen Zeitungen harren, sowie unter die, die die feften Lande statt. ihrerseits nur unter Darbringung von Opfern möglich." Arbeitsnachweiſe frequentiren 2c. Die Angebote, welche die dort zur Zeit herrschte, dürfte das Schiff bald Die Geschäftswelt wird sich hüten, selber finanzielle Opfer Hamburger Werber machen, sind das Versprechen eines täglichen auseinander gebrochen sein, so daß zweifel, los leider niemand mit dem Leben davons zu bringen, damit die Hamburger Verdiensies von 4,50 M. und freie Reise nach Hamburg. Millionäre ihre Arbeiter aushungern können. können. Nur bei den abhängigen Die Liebeswerbungen der Hamburger Agenten find bisher gekommen ist. Trümmer des Dampfers follen oder bereits an der Küste aufgefunden sein. Namen der ganz und gar verbohrten Elementen wird der durchweg abschlägig beschieden" worden. Appell an die Geschäftswelt Erfolg baben. Dagegen ist es Offiziere des Salier" sind: Kapitän H. Wempe. Erster Offizier Der Hamburger Streit übt auch auf den Gütervertebra. Gastrichter, zweiter E. v. Moor, dritter H. Gehrels, vierter nicht ausgeschlossen, daß die Metallindustriellen den weniger nach Berlin einen bemerkenswerthen Einfluß aus. Seit etwa G. Eyben. Arzt: Dr. C. Schmidt. Zahlmeister H. Schilling. günstig Situirten unter den Hamburgern mit Geldmitteln unter vierzehn Tagen hat der Güterverkehr einen auffälligen Rückgang Obermaschinist J. Sellmann, zweiter G. Rose, dritter Theodor die Arme greifen, damit diese den Kampf mit den Arbeitern erfahren. Während der Verkehr zwischen Hamburg und Berlin Kruse, vierter C. Bieraus. Oberballin F. Gaudenberger. Der nicht aus Scheu vor den Verlusten aufgeben. Die Herren im Monat November im allgemeinen seinen Höhepunkt erreicht, Salier" ist im Jahre 1875 bei Earle u. Co. in Hull Metallindustriellen gewännen hiermit auch den Vortheil einer um fodann im Dezember allmälig zurückzugehen, ist seit Ausbruch gebaut, befigt 2000 Pferdekräfte und wurde als Passagier Rückversicherung für die Beit, wo sie ihre organisirten Arbeiter des Streits in der Zahl der Gütersendungen noch nicht die dampfer in Dienst gestellt. Er enthält 3214 Tons zu Paaren treiben wollen. gewöhnliche Durchschnittshöhe erreicht worden. In Hamburg Brutto oder 2229 Tone Netto Raum. Seine Länge beträgt Die Heranziehung noch anderer Unternehmer- Organisationen selbst hat der Fahrplan für Güterzüge für die Dauer des Aus- 351,2 engl. Fuß, seine Breite 39 Fuß. Nachdem der„ Salier" zu demselben Zweck gegenseitiger Unterstügung wäre das natür- standes eine erhebliche Einschränkung erfahren müssen. 16 Jahre Dienst gethan hatte, wurde er 1891 auf der Werft des lichfte von der Welt. Jedenfalls muß damit gerechnet werden, daß alle bewußt arbeiterfeindlichen Elemente, die unter dem Die Hafenarbeiter Bremerhavens beschlossen in einer Bultan" in Stettin mit neuen Kesseln und Maschinen versehen System Bismarck- Stumm blühten und blühen, sich zufammenthun, van 300 Mann besuchten Versammlung, die mit Hamburger und auch sonst umgebaut. Im vorigen Jahre wurden feine um den Hamburger Rhedern und Stauern beizustehen, diesen Waaren befrachteten Schiffe Sparta, 2anaco und Elfrieda Kajüten und Salons entfernt, und er wurde lediglich zur Bes zum Siege zu verhelfen und dadurch die verhaßte Arbeiter- nicht zu löschen. Der Verein der Heizer und Kohlenförderung von Zwischendeckspassagieren und zum Transport von Stückgut bestimmt. Die Reise, auf der das Schiff nun aller Wahrbewegung, die in Hamburg eine ihrer Hochburgen hat, auf lange Bieber beschloß, den Hamburgern 500 Mart zu senden. scheinlichkeit nach verunglückt ist, sollte seine letzte sein, denn der Lloyd Zeit hinaus zu schädigen. Das ist ein Grund mehr für die Die Hafenarbeiter Stettins, die sehr gut organisirt find, beabsichtigte, im nächsten Frühjahr, sobald die im Bau begriffenen Urbeiter Deutschlands, mit allen Kräften den tapferen beschlossen, den Hamburger Kameraden 1000 Mart zu schicken Neubauten fertiggestellt sein werden, den„ Salier" auszumustern. Hamburger Hafenarbeitern und Seeleuten und außerdem pro Mann 50 Pf. wöchentlich zu steuern. Wie an anderer Stelle bemerkt, wird der Untergang des Schiffes beizustehen, fortgefegt Geld für für sie zu sammeln und den Zuzug aufs ftrengfte fern. der schlechten, von Streitbrechern ausgeübten Verstauung zugeschrieben. Der Dampfer ging zuhalten. während des Streits aus seinem Heimathhafen ab. Die Hafenarbeiter Nordenhams erklärten sich mit den Hamburgern solivarisch. " Von unserem Spezial- Berichterstatter wird uns aus HamDer Gewerkschaftsverein in München hat seinen ganzen Der größte Theil der Auswanderer kam in Bremen an burg unterm 11. Dezember geschrieben: Barbestand von 400 M. den Hamburgern gespendet. Verschiedene Bord, Polen aus Galizien und Russen. Die Russen stammten Eine wesentliche Veränderung der Situation ist von der Gewerkschaften haben ebenfalls Beträge nach Hamburg geschickt. in ihrer Mehrzahl aus dem Gouvernement Saratow und waren Wafferkante auch heute nicht zu melden. Nachdem vorgeftern Die Aufforderung zum Sammeln ist in Bayern verboten, die Nachkommen deutscher Kolonisten; sie wollten sich in SüdNachmittag eine abermalige geheime Sigung des Arbeitgeber zielbewußte Arbeiterschaft weiß aber dennoch, was ihre Pflicht ist. amerika eine neue Heimath fuchen. In der Schiffsliste findet sich Verbandes und abends eine solche des Ehrbaren Kaufmanns", Bei der Berliner Gewerkschaftskommission find, wie nur ein Reichsdeutscher als Passagier verzeichnet: Oskar Drabber woran mehrere Senatsmitglieder theilnahmen, stattgefunden wir hören, für die Hamburger bis jetzt ca. 20 000 m. ein- aus Hannover. hat, ist auch heute, Freitag, Nachmittag wieder eine Busammen gegangen. funft des Arbeitgeber- Berbandes anberaumt. " Inzwischen fährt die öffentliche Meinung fort, zum Frieden Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für " Droschkentuticher 7,50. Liste Nr. 147, H. Schulz, Tokales. Die Sicherheitszustände auf dem Ausstellungsgelände zu mahnen. Die Hamburger Freie Presse" schreibt heute: die streikenden Hamburger Hafenarbeiter beleuchtet eine Angelegenheit, die dem Zimmermann Heinrich Sollen Starrköpfigkeit und Eigensinn immer neue Wunden folgende Beiträge ein: schlagen, neue Thränen hervorpressen und neues Elend bereiten Regeler vor einigen Wochen pasfirt ist. Herr Regeler Hatte in Lifte Nr. 137 von Reichart, Metallarbeiter 6,70. dürfen in unseren Tagen, die des Elends übervoll find? Sollen die Sifter. 188 von der Ausstellung gearbeitet und wollte am 17. November ſein Wenniger, Metallarbeiter 6,55. Liste Nr. 139, Schäfer, Metallarbeiter 2,25. Weihnachtsglocken unbeachtet verhallen und in uns Menschen nur 2ife 9ir. 140, Echulze, Metallarbeiter 9,50. Liste Nr. 141 von Mollenhaupt, Werkzeug, das er dort gebraucht hatte, nach Hause schaffen. das beschämende Gefühl erwecken, daß wir trotz aller Kultur, metallarbeiter 10,65. Life Nr. 142, Jakobs, Metallarbeiter 2,05. Möbel Damit tam er aber bei einem Angestellten der Ausstellung schön deren wir uns rühmeu, in Sachen der Liebe zum Frieden und fabrit von August Krüger, Brizerstr. 7 6,-. Lifte Nr. 1637, von Kaufleuten d. Tinus 20,- an; der gescheidte Herr hielt den Zimmermann für einen Dieb zum Nächsten noch immer auf recht niedriger Stufe stehen? Sollen a. G. G.( 7.) 28,02. Seidenhutmacher- Bersammlung d.§. 8,- Einige und ließ das Werkzeug beschlagnahmen. Trotzdem Regeler sich als wirklich Thränen und Kummer, Noth und Elend, Erbitterung Schmierer, Pianofabrit, Elfenſtr. 8,50 Tischlerwerkstatt von Nets, Man: Eigenthümer ausweisen konnte, protestirte der Ausstellungsbeamte Freie Bereinigung der Staufleute Berlins, 3. Rate 36,30. gegen die Aushändigung, und merkwürdigerweise beließ die Behörde und Rachegeschrei die Festfreude kläglich verkümmern? Nein, und teuffelitr 21 3,50. Freie Bereinigung der Zivil- Be ufsmusiter Berlins 50,-. Tischlerei von abermals nein, so denkt, fühlt und spricht der Menschenfreund. Kelterborn 3,- Sparagues A. K. 3,-. Stralsunder Stattlub d. Donath 3,-. die Gegenstände auch im Gewahrsam der Ausstellung. Erst vorEinigt Euch und verständigt Euch, schließt Frieden!" Zentralverband der Zimmerer, Filiale Charlottenburg 100,- Lifte Nr. 35, gestern erhielt Regeler vom Treptower Amtsvorsteher den Be Borstand des Verbandes der Deutschen Buchdrucker 1000, W. Friedländer 19,60. Liste Nr. 294, durch Nitschte. Sellerstr. 2,35. scheid, daß er sein Werkzeug, soweit es von der Platinspektion Buchdruckerei Otto v. Holten, Neue Grünftr. 13 30,-. Rother Architeft 1,50. Dr. Fg. der Ausstellung an die Behörde abgegeben sei", auf dem Amts30,- Schafstöpfe vom Alexanderplat 4,45. Spießbürger- Bersammlung in bureau in Empfang nehmen könne. Als der Zimmermann auf Rauchflub Ohne Zwang" 10,-. Möbeltischlerei Bach dem Amtsbureau erschien, wurde ihm nur ein Theil seines EigenGrtner 3,30. u. Ropiz, Königsbergerstr. 30, 2. Rate Gesammelt Naunynftraße 68 7,-. Neubau Planufer 92 3,25. Bersonal d. Maschinenfabrit thums wiedergegeben, mehr sei nicht vorhanden; das fehlende Die Starrköpfigen und Eigensinnigen find bekanntlich nicht die Arbeiter, sondern die Unternehmer. Wie folossal der Schaden ist, den Hamburgs Handel durch den Streik erleidet, geht aus folgendem hervor: Ein hiesiger Großtaufmann sagte mir, daß Hamburg in normalen Zeiten 9,15. soll auf dem Gelände der Ausstellung gestohlen worden sein. I verpachtet. Die Waisenräthe hatten für die an den Amtsgerichts- I wir, daß sich die Majorität der organisirten Kollegen Regeler ist durch das Gebahren des betreffenden Ausstellungs- figen stattfindenden Konferenzen eine Reifetoften- Entschädigung Deutschlands gegen die Abhaltung eines außerordentlichen beamten, das er auf Bosheit zurückführt, auf das empfindlichste von 3,50 M. beansprucht. Auf Antrag des sozialdemokratischen Kongresses, der zu Weihnachten d. J. in Altenburg geplant ist, geschädigt worden, und ihm bleibt nichts übrig, als Gemeinderaths- Mitgliedes Karow wurde beschlossen, ihnen nur erklärt haben. Die Berliner Kollegen werden in der für die drei Wochen Arbeitsversäumniß, die ihm durch die die thatsächlichen Auslagen zu erstatten. Die Kommission zur am Sonntag, den 13. Dezember, abends 6 Uhr, in Schuld der Ausstellungsleitung zugefügt worden sind als auch Beschaffung von Schulräumen hat befchloffen, 12 Schulräume auf Gohn's Festfälen, Beuthstraße, stattfindenden für den Schaden, den er durch den an seinem Eigenthum be- dem Miethswege zu beschaffen; um ein Schulhaus zu bauen, öffentlichen Versammlung zu entscheiden haben, ob den er bent um ein Schulhaus zu ob gangenen Diebstahl erlitten hat, die Entschädigungsansprüche im scheint die Gemeinde zu arm zu sein, troydem fürzlich der Amts- fie gewilt find, diesen Kongreß zu beschicken. Da nun aber Prozeßwege geltend zu machen. vorsteher auf die günstige Finanzlage des Vororts hingewiesen 2/3 der Handels Hilfsarbeiter infolge ihrer Berufsthätigkeit graffirende Mode, Heldengreis- Denkmäler zu bauen, mitmache. nehmen zu können, so bitten wir alle Kollegen und Genossen, bat, damit auch Weißensee die überall in interesfirten Kreisen( Sonntagsarbeit) verhindert sind, au dieser Versammlung theilUnser Parteigenosse brachte in dieser Frage die Meinung der die irgend Beit haben, in dieser Versammlung zu erscheinen und großen Mehrheit der Bevölkerung zum Ausdruck. Zum Schluß für dieselbe zu agitiren. Der Vertrauensmann für Deutschland: wurde ein von unserem Parteigenossen gestellter Antrag abgelehnt, Carl Alboldt. Die Revisoren: Arthur Polis, Otto Kräter. das auf 900 M. angesezte Gehalt der Handarbeitslehrerinnen auf 1100 M. zu erhöhen. Man sieht, die Kulturaufgaben leiden auch in Weißensee nicht. D Achtung, 2. Wahlkreis! In der Versammlung, welche Achtung, 2. Wahlkreis! In der Versammlung, welche am Sonntag, den 13. d. Mts., abends 61/2 Uhr bei 3ubeil, Lindenstraße 106, stattfindet, wird Genosse Dr. Paul Bern stein über" Hypnotismus" referiren. Üm rege Betheiligung wird ersucht. Vom Zünftlerkrieg. Bon 28 Konditoren ist der OberFrühjahr dieses Jahres mit den Berliner Schuhmachern der Achtung, Schuhmacher( Schooßarbeiter)! Al3 im staatsanwaltschaft eine gemeinsam verfaßte Beschwerdeschrift zu Friede vereinbart wurde, gab Herr Bierbach die Versicherung gegangen. Die betreffenden Herren waren wegen Verlegung der Ein epidemischer Katarrh der Angen- Bindehaut herrscht, ab, daß die schwarzen Listen zurückgezogen werden. Herr HofSonntagsruhe angeklagt und verurtheilt worden. In ihrer Gin- wie ein hiesiges Blatt berichtet, zur Zeit unter den Difizieren lieferant Ausch rat scheint sich nunmehr an diese Vereinbarung gabe weisen sie nun darauf hin, daß sie das Opfer neidischer der Vereinigten Artillerie- und Ingenieurschule in Charlotten nicht mehr zu halten, denn er hat nach eigenen Bugefländniß Konkurrenten geworden sind, die durch geworbene Personen sie Die Krankheit besteht dieser Tage einen Arbeiter entlassen, der auf der schwarzen Lifte mit Lift veranlaßt hätten, das Gesetz zu übertreten. Es wird in burg. Etwa 40 Offiziere sind erkrankt. Aehnliche Durchbrechungen unserer Vereindem Schriftstücke der Oberstaatsanwaltschaft die Frage nahe- in Thränen und heftigem Jucken der Augen. Die Patienten verzeichnet war. gelegt, ob nicht diejenigen, die zu dem Vergehen verleitet haben, werden als revierkrank behandelt und nehmen an dem Unter- barungen sind wiederholt vorgekommen, sodaß es an der Zeit ist, die eigentlichen Schuldigen wären. Vielleicht ist die eine Partei richte nicht theil. Man spricht davon, daß der Schluß der Schule Stellung zu diesen Provokationen der Unternehmer zu nehmen. nicht besser wie die andere. Wenn es ans Profitmachen und für einige Zeit in Aussicht genommen ist, falls die Krankheit zu diesem Zweck findet am Montag Abend in Gohn's Arbeiterausbeuten geht, schlägt mancher kerndeutsche Bünstler weiter um sich greifen sollte. gern dem Gesetz ein Schnippchen. Im Krach des Theaters Alt- Berlin behauptet der Arbeitsausschuß der Gewerbe- Ausstellung eine Restforderung von 14 000 m. als bevorzugter Gläubiger geltend machen zu können. Die aus den Pfändungen und Verkäufen erzielten Summen in Höhe von insgesammt 15 000 m. find infolge deffen gerichtlich Deponirt. Gegen die sieben Gläubiger des Theaters Ali- Berlin", welche die Pfändungen vollzogen, ist der Arbeitsausschuß nunmehr auf dem Klagewege vorgegangen. Andrée in Berlin. Bahlreiche fliegende Händler haben sich jetzt zur Weihnachtszeit wieder in der Friedrichstraße eingefunden. Auch eine Neuheit haben sie aufzuweisen, das ist Andrée mit dem Luftballon". An einer langen Schnur steigt ein kleiner Luftballon" langsam aber sicher in die Höhe, und der Verkäufer ruft beständig:" Bor 10 Fennije der Luftschiffer Andrée, aber der andre", der wirklich ufffteijf." Der Gefangverein Liederfreunde, Mauerstr. 3, macht darauf aufmerksam, daß er mit dem nicht zum Arbeiter- Sängerbunde gehörigen Berein Liederfreunde", der am Sonntag in den gesperrten Kontordia- Festfälen fein Stiftungsfest feiere, nichts gemein habe. = Kunft und Wissenschaft. " Festsälen, Beuthstraße, eine Versammlung statt, zu der sämmtliche Schuhmacher hiermit eingeladen find. Mittheilungen über Maßregelungen find an Diener, Markgrafenstr. 9, zu richten. Ju ter Zwangslage. Die Mitglieder des Theater Die Agitations Rommission. De 3 Westen 3 haben in einer vorgestern mit der Direktion getroffenen Vereinbarung" auf den bedeutenden Theil von des Hamburger Hafenarbeiter Streits richtet die Char Achtung, Charlottenburg! Anläßlich der ernsten Situation 20-33 pet." ihrer Bezüge verzichtet". Den einzelnen Mit- lottenburger Bewertschaftstommiffion an die gliedern ist das Recht einer vierwöchentlichen Kündigung zu Gewerkschaften und Parteigenoffen den Appell, ihren Opfermuth gestanden, für den Fall, daß sie bessere Engagements finden. für die Hamburger Brüder in jeder Weise zu Am 1. Juli 1897 laufen alle Verträge mit der Gesellschaft bethätigen, benn ihr Kampf ist auch unser Theater des Westens ab. Inhaber mehrjähriger Verträge fönnen Rampf. Listen zu diesem Zweck find beim Obmann der Komfich mit ihren Ansprüchen an Baumeister Sehring halten. mission Genossen Otto Flemming, Schlüterstraße 71, Quer Wieso? gebäude 4 Treppen, zu haben. Jovius heißt eine Tragöbte, welche am Dienstag im Friedrich- 11. helin städtischen Theater aufgeführt werden soll. Der Verfasser heißt A. Dehlen. Gerichts- Beitung. Bereits am 15. August soll baltung des Zuzugs. Die Ofenfeger in Köln a. Rhein sind zur Zeit zum theil beschäftigungslos, weil die Fenster in den Bauten, auf welchen fie arbeiten sollen, nicht verglast sind. Da nun Osenseher für Köln a. Rh. gesucht werden von Berlin find solche bereits Die Liquidation des Konfumvereins ,, Südwest" scheint dort eingetroffen so kann es sich nur darum handeln, die auf erhebliche Schwierigkeiten zu stoßen. Der Borsigende der Die Polizei gegen Droschkenkutscher. Der Drofchten- Forderung der Feiernden zu hintertreiben. Die Ofenseger Liquidationskommission, Herr Weinberg, hat, weil die Mehrheit futscher Aufitand" vom 17. Auguft d. J., über welchen wir werden deshalb dringend ersucht, jetzt nicht nach Köln a. Rh. zu der Kommission den Antrag auf zuziehung eines gerichtlichen wiederholt berichtet haben, beschäftigte am Freitag die gehen, um dort Arbeit zu nehmen. Bücherrevisors zur Prüfung der Vermögenslage des Vereins ab- 131. Abtheilung des Amtsgerichts 1; der Droschtenkutscher Ju Teterow in Mecklenburg haben auf dem Timms lehnte, gerichtlichen Proteft gegen die Auszahlung der Spargelder Gamrath hatte sich wegen Beamtenbeleidigung und Körperschen Play 30 3immerleute wegen Maßregelung einiger erhoben, welche in Höhe von 62 000 m. den Vereinsmitgliedern verlegung zusammen mit Widerstand gegen die Staats- Kameraden die Arbeit eingestellt. Sie bitten um strenge Fern am 16. Dezember ausgezahlt werden sollen. Gleichzeitig hat er gewalt, der Droschkentutscher Mehr wegen Beamten gegen den Willen der Mehrheit die Akten und Bücher des beleidigung zu verantworten. Ronfumvereins dem Amtsgericht eingereicht. es zwischen dem Schußmann Balentin und den Droschten- Die organisirten Schuhmacher Schleswig- Holsteins sein. Als Valentin am 16. August turz vor Einfahrt eine3 Zuges gemeine Lohnbewegung in Aussicht genommen, wobei es sich in futschern am Lehrter Bahnhof zu fleinen Reibereien gekommen haben auf ihrer Provinzialfonferenz in Elmshorn eine allbei den Droschkenfutschern 1. Kl. erschien, fand er sie nicht auf erster Linie um Verbesserung der Werkstatt- Einrichtungen, Berden Böcken und will:„ Auffigen!" gerufen haben. Alle folgten fürzung der Arbeitszeit und Erhöhung der Löhne handeln wird. bis auf Gamrath, welcher die Aufforderung des Beamten nicht Wegen Hezerei" wurden in Hannover ca. 50 Ar gehört haben will. Valentin trat zu ihm und forderte ihn auf; beiterinnen der Hannoverschen Baumwollspinnerei und Weberei Selbstmord Chronik. In der Wohnung eines ihm es tam zu einem Wortwechsel, wobei Gamrath, nach Bekundung sofort entlassen. Sie hatten, wie verlautet, weiter nichts befreundeten Studenten in der Linienstraße vergiftete fich des Valentin, äußerte:" Den friegen wir noch, der muß den Rock gethan, als sich über den nach ihrer Ansicht zu geringen Lohn der Kandidat der Medizin Albin D. aus Oranienburg. Die ausziehen"," Sie haben keine Ahnung vom Bahnhofsdienst", beschwert. Leiche wurde nach dem Schauhause gebracht. Gestern Vor- Machen Sie sich nicht lachhaft" u. f. w. Nur diesen letzteren Vor- Machen mittag wurde der an einem schweren Blasenleiden erkrankte Ausdruck giebt Gamrath zu, bestreitet aber die übrigen; er war Berein und dem Fabrikantenverein nach langen Verhandlungen In Solingen ist es zwischen dem Messerschleifer. 62 Jahre alte Lederzurichter Albert E. in seiner Wohnung in überhaupt, wie die Beweisaufnahme ergiebt, nicht gerade über zu einer definitiven Einigung über das neue Breisverzeichniß der Fischerstraße erhängt aufgefunden. mäßig laut. Es hatte sich aber bald um die beiden eine Korona mäßig laut. Es hatte sich aber bald um die beiden eine Korona Selbstmord aus Verzweiflung. Durch zwei Messerstiche gebildet, aus welcher im Hinblick auf den Beamten die Worte gekommen. Dasselbe soll am 1. Februar nächsten Jahres in traft treten. hat sich am Donnerstag Abend der 33 Jahre alte frühere nunmehr" Gamrath auf, mit seiner Droschte den Halte ftelen:„ Es ist wohl ein Neuer?" Valentin forderte nunmehr Gamrath Ju Dresden hatten die Müllergesellen Heinzel, Arbeitskutscher Albert Riesler aus der Boppstr. 5 getödtet. Der plag zu verlaſſen. Gamrath erklärte sich bazu nicht bereit, Thiele, Strauch und Freude wegen angeblichen BerMann litt schon seit drei Jahren an der Schwindsucht so schwer, pa sowohl seine Droschke wie sein Anzug fich in vorschrifts- gehens gegen das Vereinsgesetz Strafmandate empfangen, weil daß er seinem Berufe nicht mehr nachgehen konnte. Seit länger mäßiger Ordnung befänden, er auch seine Marte dem Marken- fie als Einzelmitglieder des Deutschen Müllerverbandes, der in Donnerstag Vormittag verließ er die Anstalt, um, wie er seinen Schuhmann abgegeben habe. Valentin holte die Marte und Sachsen verboten ist, sich versammelt haben. Sie riefen richterAngehörigen erklärte, zu Hause zu sterben; er wisse, daß er doch wiederholte seine Aufforderung. Gamrath erklärte sich auch liche Entscheidung an. Der betreffenden Abtheilung des Schöffenden folgenden Tag nicht mehr erlebe, und so wolle er lieber in schließlich zum Wegfahren bereit, entfernte sich aber zunächst, gerichts saß der bekannte Amtsrichter Dr. Beder vor. um den Marten Schuhmann über das feiner Wohnung als im Krankenhause den Tod erwarten. Abends Herausgeben Heinzel und Thiele lehnten diesen vor Eintritt in die Verhandfand ihn seine Frau im Blute schwimmend; er hatte sich mit der Marke zur Rede zu stellen. Inzwischen hatten sich 30 bis lung als befangen ab, wobei sie sich auf deffen Urtheile gegen feinem Taschenmesser getödtet. Ein Arzt, der ebenso wie die 40 Droschkentutscher um den Beamten versammelt. Gamrath, Sozialdemokraten und darauf beriefen, daß der angefochtene welcher inzwischen von dem Marken Schuhmann zurück Strafbefehl vom Amtsrichter Becker felbft ausgestellt war. Die Bolizei gleich herbeigerufen wurde, konnte nicht mehr helfen. Riesler hinterläßt eine Frau und zwei Mädchen von 6 und gefehrt war, mischte sich unter fie und soll dabei, wiederum Verhandlung wurde infolge der Ablehnung vertagt, damit die 10 Jahren. nur nach Bekundung Balentin's, diesem über zwei Reihen Atten der Beschwerdekammer des Landgerichts unterbreitet Schwer verbrüht worden ist gestern Morgen der Kleine haben. Balentin selbst scheint die Sache anfangs nicht allzu ernst Droschkentutscher hinweg einen Fauftschlag ins Gesicht versetzt werden können. Ein sauberer Prozek spielte sich vor der Straffammer des Sohn Friz des Arbeiter Guddat'schen Ehepaares aus der Pflug aufgefaßt zu haben; erst als ihm der Bureaudiätar Mainzer Landgerichts ab. Angeklagt waren die Inhaber der straße 5. Frau Guddat glitt, während sie das Kind auf dem Stein zurief, er wüßte wohl nicht, wozu er sein Schubfabrik von Eichbaum u. Co., die Herren Alexander Arm hatte, aus, fiel hin und riß im Fallen einen Behälter mit Seitengewehr hätte, machte er Don feiner und Samuel Eichbaum. Sie sind beschuldigt, feit einer Raffeewaffer um. Das heiße Waffer ergoß sich über den Kleinen Waffe Gebrauch und verwundete Gamrath Reihe von Jahren ihren Stepperinnen die Fourituren, wie Seide, und verbrühte ihn schwer, besonders am Kopf, an den Schultern recht schwer. Der Angeklagte Mehr hatte während der auf- Garn, Nadeln, zu bedeutend höheren Preisen als dem Selbstgeregten Szene gerufen: Der Schuft soll nur tommen, toftenpreis von ihren Arbeitslöhnen abgezogen zu haben. Nadein, bem schlagen wir die Knochen lahm." Der Staatsanwalt die 6 Pf. tofteten, wurden mit 10 Pf., Garn, das 14 Pf. fostete, hielt die Angeklagten im Sinne der Anklage schuldig und be- mit 30 Pf., Seide, die 1,30. toftete, mit 1,70. Weiter sind sie beschuldigt, ihren antragte gegen Garnroth wegen Beleidigung 30 M. Geldstrafe. in Abzug gebracht. und Publikation, wegen Körperverlegung und Widerstand zwei Arbeiterinnen ein Maschinengeld von 85 Pf. pro Woche in Abzug Monate Gefängniß, gegen Mehr wegen Beleidigung eine Woche gebracht zu haben und zwar jahrelang, ohne daß die Maschine Gefängniß und Publitation. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Eigenthum der Arbeiterinnen geworden wäre. Die Auflage erLeonh. Friedmann, bat um Freisprechung von der Anklage der folgte auf Veranlaffung des Fabrikinspektors für Rheinhessen. Rörperverlegung und des Widerstandes; keiner der übrigen Ein Sachverständiger stellte die unberechtigten Abzüge auf Beugen habe gesehen, daß Gamrat b geschlagen; Valentin als mindestens 675 M. pro Jahr fest. Der Staatsanwalt beantragte Beamter verdiene feinen potenzirten Glauben, wenn er in eine Geldstrafe von 300 M. für jeden Angeklagten. Das Urtheil Widerspruch mit anderen Beugenaussagen gerathe. Der Gerichts. wird in acht Tagen verkündet. hof hielt nur die Beleidigung für erwiefen und erkannte auf je In Oeslau bei Roburg In Oeslau bei Roburg find fast alle Arbeiter der 20 M. Geldstrafe und Publikation. Göbel'schen Porzellanfabrik dem Anfinnen des FabrikDer Inhaber des ,, Weltreftaurants" im Bergnügungs- inhabers nachgekommen, unterschriftlich zu erklären, daß sie aus part der Ausstellung, Herr Schippanowski, ist mit seiner Klage dem Verbande austreten werden. gegen den Treptower Amtsvorsteher wegen der besonderen Luft- Ein Verbandstag der österreichischen Schneider wird, barkeitssteuer für die russische Abtheilung des Restaurants vom im Anschluß an den österreichischen Gewerkschaftstongreß, MittTeltower Kreisausschuß tostenpflichtig abgewiesen worden. Auch woch, den 80. Dezember, in Wien in Miedl's Gasthaus, LerchenMit dem Leben davongekommen ist die 20 Jahre alte in einer zweiten Rlagefache hat der Treptower Amtsvorsteher feldstraße 67, zusammentreten. Die Verhandlungen werden vorMinna Klamm, bie am 17. v. M. auf dem Treppenflur des Recht behalten. Klägerin war bier die Eisenbahndirektion, die aussichtlich nicht mehr als einen Tag in Anspruch nehmen. Hauses Brunnenftr. 187 ihr eifersüchtiger Geliebter, der 22jährige die Unterhaltungspflicht zweier Strecken der von der Görliger Zöpfer Bernhard Fröhlich aus der Alten Schönhauferstr. 28 zu Bahn geschnittenen Riefholzstraße beftritt und gleichfalls toftenermorden versuchte. Sie hatte beim Heraustreten aus ihrer Pflichtige Abweisung erfuhr. Wohnung einen Revolverschuß in die Brust und, als sie sich zur Das Schöffengericht Nürnberg verurtheilte den Redakteur Flucht wandte, einen zweiten in den Rücken erhalten. Die des dortigen nationalliberalen Organs wegen Beleidigung Wunden find so gut geheilt, daß das Mädchen am Freitag des demokratischen Reichstags- Abgeordneten Conrad zu 100 m. Morgen aus dem Krankenhause entlassen werden konnte. Fröhlich, Geldstrafe. der bei dem Versuche, durch einen dritten Schuß sich selbst zu und am Rücken. In dem Schanklokal von Dally, Linienftr. 82 wurde geftern vormittags von den Beamten des 12. Polizeireviers eine Kontrolle vorgenommen, bei welcher 14 Männer zur Wache gebracht und eine offenbar gestohlene Herrenuhr sowie ein neuer Anzug befchlagnahmt wurden. Von den Festgenommenen wurde einer, der muthmaßliche Dieb dieser Gegenstände, verhaftet, die übrigen jedoch wieder entlassen. Aus Liebesgram versuchte gestern Nachmittag die 24jährige Sängerin Anna D. in der Wohnung ihrer Mutter in der Kleinen Alexanderstraße sich mit einer Schwefellösung zu vergiften. Durch ärztliche Hilfe wurde jedoch sofort jede unmittelbare Lebensgefahr beseitigt. Ueberfahren. Vor dem Hause Ackerstr. 28 lief abends der 39 Jahre alte Heizer Gottfried Krüger gegen eine Rutsche, gerieth unter die Räder und trug außer einer Berlegung am Kopfe eine Quetschung der linken Hand davon. Er begab sich nach der Unfallstation IX, wo ihm ein Verband angelegt wurde. 2 tödten, sich nur ein Loch in den Ueberzieher schoß und auf der Gewerkschaftliches. Stelle festgenommen wurde, befindet sich noch in Unterfuchungshaft. Der Kaufmann Eduard Theuser aus der Jahnstr. 6, über bessen unerklärliches Verschwinden wir wiederholt berichtet haben, ist in der Spree als Leiche wiedergefunden worden. Aus den Nachbarorten. Zuzng von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten ift während der Dauer der dortigen Lohnbewegungen aufs strengfte fernzuhalten! Bersammlungen. Eine öffentliche Versammlung der Schuhmacher tagte am Mittwoch im Lotal Königsbaut, Frankfurterstraße, zur Ver handlung stand der Streit bei Merckel, Fliederftr. 4. Nach den in der Versammlung gegebenen Darstellungen haben am Montag bei der genannten Firma ca. 40 Arbeiter wegen Maßregelung eines ihrer Rollegen die Arbeit niedergelegt, nachdem alle Ver fuche, die Maßregelung rückgängig zu machen gescheitert waren und feitens des Fabrikanten noch weitere Entlassungen in Aussicht gestellt wurden. Die Diskussion, an der sich Willner, Menzel, Bittner, Hildebrand, Weber, König und andere betheiligten, drehte sich in der Hauptsache um die Bestrebungen des Verbandes Berliner Schuhfabrikanten". Von den ver schiedenen Rednern wurde die Meinung vertreten, daß die Fabrikanten, die im Kartell organisirt sind, mit der Absicht umgehen, durch eine größere Attion, etwa durch die Aussperrung der gesammten Arbeiter zu gelegener Beit, ihre frühere Machtftellung wieder herzustellen, um die Errungenschaften der Arbeiter illusorisch zu machen. Bei Mauff, wo gleichfalls ein am Streit Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, Berlin S., Annenftr. 16.) Achtung, Zimmerer Berlins! Die Differenzen in dem Die Lokalkommiffion von Weißensee giebt folgendes Baugeschäft von C. A. L. Schulz u. Co., Brückenftr. 180a, bekannt: Das Lokal zum Prälaten( A. Reichelt). Leberstraße, find beigelegt. Die Kameraden, die gestern die Arbeit nieder Der neue Inhaber von Hähling's Lokal, Langhansstr. 106, bat Stundenlohn von 55 Pf. gezahlt. Die Lohntommiffion. betheiligter Arbeiter in provozirender Weise entlassen wurde, Ecke der Königs- Chauffee, steht den Parteigenoffen zur Verfügung. gelegt baben, find bis auf einen wieder eingestellt und wird der fich behufs Freigabe seines Lotals noch nicht an die 2otaltommiffion gewandt. In der letzten Gemeindevertreter- Sigung von Weißenfee wurde der Pferdemartt, ber bisher 8500 M. eingebracht hat, auf weitere 5 Jahre an den bisherigen Bächter für jährlich 10 000 m. An die im Handels- und Transportgewerbe be baben es feine Kollegen vorgezogen, nachdem alle Verhandlungen, schäftigten Hilfsarbeiter Berlins nud der Umgegend! um die Wiedereinstellung zu bewirken, resultatlos verlaufen Kollegen! Auf die fortgesetzten Anfragen, die von allen Seiten waren, denselben gemeinsam zu unterstützen und nicht in den in bezug auf die Abhaltung des von mehreren Rollegen ge- Streit einzutreten, wie es die Herren Fabrikanten anscheinend planten außerordentlichen Kongresses an uns ergehen, erklären I wünschten. Ein Herr Spiewtowsti, wie behauptet wurde O Arbeiter- Randherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen Vergnügungsverein unige Seelen". Sonntag, den 18. Dezember, Vermischtes. Bertrauensperson des Fabrikanten- Verbandes und Ehrenmitglied Restaurant referirte der Kellner Schröder, ber die das Ane Bufchriften, den Bund betreffend, And su richten an Sermann des Hirsch- Duncker'schen Gewerkvereins, verfuchte der Versamm- selbst herrschenden Zustände einer herben Kritik unterzog. Nach Bahn Schönhauser Allee 177 c. lung flar zu machen, daß das Fabrikantenfartell viele Vortheile den Ausführungen des Redners erhalten die Kellner weder im Bereinstalender sind zu richten an Otto Schulz, Rottbuser Damm 72. für die Arbeiter biete und bestrebt sei, die vorkommenden Differenzen im Restaurant des Reichstages noch in denen Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 13. Dezember, vorm. 8% Uhr, zwischen Arbeitgeber und Nehmer auf gütlichem Wege zu schlichten. De 3 Landtages irgendwelchen Gebalt, so daß die Rofenthalerfis. 38: Bersammlung, Freireligiöse Borlesung um 1914 by Im Statut des Verbandes ist festgefeßt, und das hält der Redner in diesen vornehmen Häusern beschäftigten Gastwirthsgehilfen täufer. Nachmittag 6 Uhr:( Bazar) im oberen Saale von Keller, Roppenfir. 29. vormittags ebendaselbst: Vortrag des Dr. Wille: Die Wiederfür selbstverständlich richtig, daß Maßregelungen von Arbeitern vollständig auf das Trinkgeld angewiesen sind. Die Beföftigung fammlung. Eagesordnung: Wahl des gesammten Borstandes für das Jahr Tischler- Verein. Heute Abend 9 Uhr, Melchiorftr. 15: General Ber kein Grund zum Streit sind und der Fabrikant berechtigt ist, besteht aus Mittagbrot und Kaffee, Abendbrot müssen ohne Angabe von Gründen Entlassungen vorzunehmen. Für sich die betreffenden selbst taufen. 1897. Mitgliedsbuch Irgitimirt. Die gegenwärtig Bildungsverrin Mehr Licht". Sonntag, ben 13. Dezember: Besuch ebenso selbstverständlich bezeichnet der Redner die Abmachung der im Reichstags Restaurant beschäftigten der Bergatademie, Invalidenstr. 44, nnter Führung des Herrn Dr. Joel. Fabrikanten, Arbeiten von streifenden Fabriken anzufertigen Kellner ließ sich der Detonom Schulze Treffpunkt präzise 12 Uhr vor der Bergafademie. Abends 6% Uhr: 2 Versamm und die Arbeiter, wenn sie sich weigern dies zu thun, zu von einer Stellenvermittlerin in Magdeburg ersten Formen des Lebens". lungen. 1. Kommandantenstr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Joel über„ Die 2. Al randerstraße 27c: Vortrag des Herrn entlaffen. Der Redner bestreitet ganz entschieden, daß das zuweisen, wofür jeder der betreffenden Jahn über„ Die Währungsfrage tm Haushalte der Arbeiter". Nach beiden Kartell eine allgemeine Aussperrung plant und die vorgekommenen Kellner 20 bis 30 Mart an Vermittelungs- Bersammlungen geselliges Beiſammenſein. Streitigkeiten dazu angethan feien, die Wege zu einer derartigen gebühren bezahlen mußte. Wie der Redner im weiteren Adalbertstr. 88: Gesellschafts- Abend. Anfang 6 Uhr. Maßregel zu ebnen. Menzel und die weiteren nachfolgenden anführte, soll nach den Aussagen der Kellner die TrinkgeldRedner wandten sich in treffender Weise gegen die Arbeiter- einnahme eine sehr minimale sein. Der Redner, der auch die Arbeitsfreundlichkeit, wie sie vom Fabrikanten- Kartell zum Ausdruck verhältnisse in den anderen staatlichen und kommunalen Betrieben begebracht wird und von dem Herrn Spiewkowski vertreten wurde. leuchtete, verweist besonders darauf, daß der Dekonom des Reichstages Ans Schwelm ist ein Bauunternehmer nach begangenen Von allen Rednern wurde aufgefordert, alle Differenzen in der und Landtages nichts für Miethe, Heizung, Licht und Reinigung Wechselfälschungen im Betrage von 125 000 M. flüchtig gegegenwärtig sehr flauen Zeit zu vermeiden und Provokationen des Lokals zu bezahlen hat und das gesammte Inventar zur worden. der Fabrikanten nach Möglichkeit zu ignoriren, zumal die Ar- freien Verfügung unentgeltlich erhält. In der hierauf folgenden Alfred Nobel, der Erfinder des Dynamits, ist in San beannine beiter jetzt durchaus keine Lust verspüren, den Unternehmern Diskussion, in der alle Redner die Zustände in den an- Remo gestorben. in eine größere Aktion einzutreten. Nach geführten Betrieben als schmachvoll und unwürdig be- In Reggio di Calabria wurde gestern Abend 8 Uhr dem noch darauf hingewiesen worden war, daß gerade zeichneten, verurtheilt 3eiste das Verhalten derjenigen 45 Minuten ein ziemlich starter wellenförmiger Erdstoß verspürt. zum Fest der Liebe eine große Anzahl von Arbeitern als Gastwirthsgehilfen, die sich aus irgend einem Grunde Infolge von Regengüffen ist ganz Süd- Ungarn von Weihnachtsgeschent die Entlaffung zu gewärtigen haben, ohne zu feinerzeit, als diese Mißstände dem Seniorenkonvent unterbreitet Hochwasser bedroht. wissen, wann fie wieder anfangen fönnen, wurde beschlossen, den wurden, herbeiließen, entgegen den festgestellten Thatsachen die Nach Meldungen and Keres ist ein Haus daselbst ein. Streit bei Merckel für gerechtfertigt auzuerkennen. Die Sperre Verhältnisse als sehr gute zu schildern. Wie behauptet wird, gestürzt und hat eine größere Anzahl Personen unter seinen über die Fabrik von Hamann wurde aufgehoben und den vier wurden diejenigen, die fich nicht dazu bestimmen ließen, jenes Trümmern begraben; 11 Leichen sind bereits zu tage gefördert; noch arbeitslosen Arbeitern die Unterstügung zugesprochen. Nach| Schriftstück zu unterschreiben, nach und nach entlassen. Der die genaue Zahl der Verunglückten ist noch nicht bekannt. dem Bericht der Revisoren betrug die Einnahme der Agitations. Reichstags- Abgeordnete zu beil, der sich gleichfalls an In Moskau ist die Streichhölzerfabrik von B. Hirschmann, tommission intl. aller Streifgelder 29 082,98 m., die Ausgabe der Debatte betheiligte, führte an, daß es nicht die Schuld der die größte in ganz Rußland, vollständig niedergebrannt. Sieben 28 810,82 m. Abgeordneten sei, daß derartige Zustände vorhanden sind, da Arbeiter sind in den Flammen umgekommen. Der angerichtete Eine Kellner Versammlung, die von der Fünfer burch das Schriftstück, in welchem sich ein Theil der Kellner Schaden ist enorm. 500 Arbeiter find brotlos.w Kommission einberufen war, tagte in der Nacht vom 10. zum mit ihrem Loos vollständig zufrieden erklärte, teine Veranlassung Witterungsübersicht vom 11. Dezember 1896. 11. Dezember im Feenpalast. Zum 1. Punkt der Tagesordnung: vorlag, für eine Besserstellung der betreffenden einzutreten. Wie stellen sich die Gastwirthsgehilfen zu der von dem Verein Allerdings laffe der häufige Stellenwechsel der Kellner im der Gasthofbefizer gegründeten Hilfstrantentasse, erläuterte Restaurant des Reichstages nicht auf gute Arbeitsbedingungen F. Wegener in eingehender Weise die thatsächlich recht schließen, zumal, wie es scheint, ältere Kellner gänzlich auf die fonderbaren Satzungen dieser nenen Inftitution, die am 1. Januar Ghre verzichten, in diesem vornehmen Restaurant zu arbeiten 1897 in fraft treten soll. Nach dem behördlich bereits genehmigten und in letzter Beit fast ausschließlich junge Leute von 17 bis Statut tönnen bei dieser Arbeitgeber.ilfsiranten.20 Jahren ihr Unterkommen dort suchen. Der Rebner, tasse nur solche Personen versichert werden, die bei einem der versprach, daß von den sozialdemokratischen Ab Mitglied des Gasthofbefizer- Vereins beschäftigt sind und nach geordneten diese Angelegenheit beim Reichstage Etat Swinemünde vorhergehender ärztlicher Untersuchung als gesund befunden behandelt werden wird, bedauerte, daß die Organisation Bamburg wurden. Daraus geht hervor, da die Mitglieder des Vereins der Gastwirthsgehilfen nicht energischer für die Beseitigung Berlin verpflichtet sind, alle ihre Angestellten au veranlaffen, freiwillig dieser unhaltbaren Zustände an geeigneter Stelle eingetreten ist. Wiesbaden der Kaffe beizutreten, daß der durch das schwarze Liftenfyftem wozu ihr genug Gelegenheit geboten wurde. Hierauf wurde München bekannte Berein den Rathschlag des Herrn Direktor Arras folgende Resolution einstimmig angenommen und soll diese Wien vom Hotel Kaiserhof befolgt hat, nur gefunde, fräftige Ber- den Abgeordneten mit der nothwendigen Begründung Haparanda Die Versammlung aller Angestellten Petersburg. fonen einzustellen, um die Krankheitsziffer herabzusetzen. zugesandt werden: Was aus denjenigen wird, die nicht mehr ganz gesund und im Gastwirths Gewerbe nimmt mit Entrüstung Kenntniß Cort den schmachvollen Arbeitsbedingungen, unter denen Aberdeen. durch die überaus lange Arbeitszeit ausgemergelt find, fümmert von den schmachvollen Arbeitsbedingungen die" humanen Arbeitgeber" nicht. Der Redner, der behauptet, ihre Berufsgenossen in den Restaurants des Reichstages und dem Paris. daß die Statuten den gefeßlichen Bestimmungen überhaupt nicht Haufe der Abgeordneten zu leiden haben. Die Versammelten er: Wetter- Prognose für Sonnabend, den 12. Dezember 1896. entsprechen, giebt nach längerer Begründung der Meinung Aus- warten die baldige Beseitigung dieser Mißstände. Besonders Ein wenig tälter, zeitweise aufklärend, vorwiegend nebelig druck, daß diese sogenannte Hilfstaffe, die auch mit einem Arbeits. aber erachtet es die Versammlung für nothwendig, daß der bei schwachen westlichen Winden; teine erheblichen Niederschläge. nachweis verbunden werden foll, für die Arbeitnehmer Dekonom verpflichtet wird, eine den Verhältnissen entsprechende Berliner Wetterbureau. feinerlei Vortheile, fondern nur Nachtheile bietet, und fordert die Bezahlung an das Gastwirthspersonal zu leisten und sich bei NeuBerfammlung auf, gegen diese im Interesse der Unternehmer be- einstellung von Rellnern, Röchen 2c. der privaten Stellen gründete Einrichtung energisch Front zu machen. Den mit Bei- vermittelungs- ,, Rommissionäre" nicht bedienen darf." fall aufgenommenen Ausführungen folgte eine kurze Diskussion, Arbeiter- Bildungsschule. Sonnabend Abend von 8-9% Uhr: Südan der sich Genosse Pösch und Herr Klumter( Naumann- loftfchule, Waldemarfir. 14: Nationalökonomie( Allgemeine Uebersicht ber verfchiedenen Wirthschaftsstufen. Entwickelung der bürgerlichen theoretischen scher Richtung) betheiligten. Hierauf fand die von Wegener ge- nationalötonomie. Die Marr'fche Werth- und Mehrwerth- Sehre) Serr stellte Resolution einstimmig Annahme, in welcher die Versamm: Dr. Conrad Schmidt. Nordschule, Brunnenstraße Nr. 25: Natur lung sich der von der Orts- Krankenkasse der Gastwirthe zu Berlin Erkenntniß. Antite und moderne Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung. und den Orts Krankenkassen Elsaß Lothringens beantragten im Alterthum. Griechische Weisheit und biblische Ueberlieferung. Die Ent thronung der Erde aus ihrer bevorzugten Stellung im Weltenall. Mechanistische Petition an den Reichstag auf Streichung der§§ 59 bis 76, uffaffung und experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in wonach Innungs, Betriebs. unb Hilfs Krankenkassen bas Naturgange( Lamart.Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und in Fortfall tommen sollen, anschließt. Das Bureau wurde Materialismus. Grenzen der Natur Erkenntniß). Herr Dr. G. Joël. beauftragt, fich mit dem Vorstand der Drts Kranten- fchriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Die Schulräume sind zur Benugung der Bibliothet und des retchen Beittasse der Berliner Gastwirthe awecks einheitlichen Vor- Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigender Ad. Neugehens in dieser Angelegenheit, in Verbindung zu sehen. Ueber die Arbeitsverhältnisse im Reichstag3Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété- u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Runstkräften nur I. Ranges. Jm vorderen Saal täglich: Großes Konzert der nnübertrefflichen italienischen National- Sänger- und Tänzer Gesellschaft Domenico Conti. Entree vollständig frei. 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Allen Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß der Tischler Julius Wesenfeldt am Donnerstag verstorben ist. Die Beerdigung findet Sonntag, nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhaus Am Urban aus statt. 1868b Der Meister und die Kallegen der Werkstatt J. Tiefke. Heut früh verschied nach langen, schweren Leiden der Tischler und Zeitungsspediteur F. Ketterer. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 18. Dezember, nachmittags 3 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen St. Michael- Kirchhofes, Mariendorfer Weg, aus ftatt. 18636 Die trauernden Hinterbliebenen. Todes Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß unsere Mutter Wilhelmine Lothmann Wittwe nach schwerem Leiden am 10. Dezember fanft entschlafen ist. 18526 Die Beerdigung findet am Sonntag, den 13. d. M., nachm. 312 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen LouisenKirchhofes in Nigdorf aus statt. Die trauernden Söhne: C. Lothmann, Wilhelm Lothmann nebst Familien. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein Mann int Alter von 37 Jahren nach furzem aberschweren Nierenleiden am 9. Dezember in St. Gallen( Schweiz) verstorben ist. Achtungsvoll 1861b Arbeiter- Bildungs- Heute Eröffnung Heute Schule. Sonntag, den 13. d. M., vorm. 101/2 Uhr: Rede- Uebung ( Fortschritts- Kursus) Emma Meissner, Schantwirthin, 1. Lokale d. Nordschule, Brunnenstr. 25. 1. Vortrag d. Schülers Hrn. Stramm: ,, Materialistische Lebensansicht". 2. Diskussion. Berlin N. Müllerstr. 148. Danksagung. Für die vielen Beweise der Theilnahme bei der Beerdigung meines unvergeßlichen Gatten und Vaters, des 18596 Barbiers Carl Ludwig fage allen Bekannten und Freunden, insbesondere den Kollegen der Freien Vereinigung der selbständigen Barbiere, Friseure 2c. sowie dem Wahlverein des 3. Kreises meinen herzlichsten Dank. Die trauernde Wittwe nebft Kind. Bittegenau auf No. 35 z. acht. 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Swinemünderstr. 45/46. bergerstr. 63a. Schröder. 1856b Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin, 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 291. Gerichts- Beifung. $ Sonnabend, den 12. Dezember 1896. 13. Jahrg. der Geschäftskasse befanden sich niemals mehr als 80 M. und Verhandlung am 9. Dezember hervor, daß den Bürgern nicht von Einfaffirung größerer Beträge war gar feine Rede. Als mehr, wie früher, ausreichende Gelegenheit geboten sei, zur Zeit ( 15. bis 30. Juli) auf Ein interessanter Steuerhinterziehungs- Prozeß gelangte Siebert sein Bürgschaftsgeld zurück haben wollte, war von dem der Offenlegung der Wählerliste Richtigstellung der Wählerliste hinzuwirken. Die gestern vor der zweiten Straffammer am Landgericht II zur Angeklagten nichts zu erlangen. Durch ähnliche Angaben hat eine Verhandlung. Der Rentier Hermann Heinrich war be- er einen Buchhalter, den er zur Anfertigung von Komptoirarbeiten dazu erforderliche Durchsicht sei beschnitten worden, seitdie Lifte neben jedem Namen die Steuersumme schuldigt, in seinen Steuer- Erklärungen für die Steuerjahre 95/96 engagirte, zur Hergabe einer Bürgschaft von 1000 m. bewogen. dem müsse. Mit Rücksicht darauf werde man und 96/97 wiffentlich falsche Angaben über sein Einkommen und Mit dem von Siebert erhaltenen Gelde löste er seine Verpflichtung enthalten seine Vermögensbestandtheile gemacht und Theile seines Ver- einem anderen Angestellten gegenüber, der die Verbindung mit angehalten, nur nach dem eigenen Namen zu sehen, weil niemand mögens verschwiegen zu haben.( Vergehen gegen das Steuergesetz ihm gelöst hatte, ab. Obgleich der Raffenbote und der Buchhalter das Recht hätte, sich über die Namensverhältnisse anderer zu Auch der II. Senat des Ober- VerwaltungsDom 24. Juli 1891 und das Ergänzungssteuer Gesetz vom so gut wie nichts zu thun hatten, bewarb sich Herr Irenschmidt informiren. 14. Juli 1893). Der Angeklagte ist der gesammten Berliner zu gleicher Zeit mittelst Annoncen abermals um einen Schreiber gerichts hielt es für belanglos, ob der Wähler, um dessen Lebewelt sehr wohl bekannt. 1882 besaß er noch ein kleines und führte mit demselben Unterhandlungen wegen Stellung einer Stimme man sich stritt, im Moment der Wahl noch seinen Restaurant in der Frankfurterstraße. Später übernahm er die Bürgschaft von 3000 m., die sich aber zerschlagen. Dagegen hat Wohnsitz in der Stadt hatte; die einmal rechtskräftig nach der Detonomie des Architektenhauses, dann war er lange Zeit er noch einen Buchhalter eingestellt und versucht, denselben zum Offenlegung festgestellte Wählerlifte sei ausschlaggebend, und sie Scheinvertrages angeblich Um enthalte den Namen jenes Mannes. Erheblich hätten Besitzer des Ballhauses und jetzt ist er Pächter der Dekonomie Abschlusse eines des Deutschen Theaters und Besitzer von Emberg's Sälen. wandlung seines Geschäfts in eine Kommanditgesellschaft- hingegen die Einwendungen des beigeladenen Inzwischen hatte er sich wegen Kräuflichkeit für längere Zeit in zu bewegen. Kurz vor seiner Verhaftung am 25. Juli war er noch Schlächtermeisters werden können, wenn er dafür der Kantstraße zu Charlottenburg als Rentier niedergelassen. mit einem Kaufmann in Verbindung getreten, den er zu bewegen den Beweis angetreten hätte, daß thatsächlich die Ein Hier hatte er am 13. Januar 1895 als sein Vermögen 145 000 m. fuchte, ihm eine Summe von 5000 M. zu beschaffen. Der Staats- fich tnahme in die Liste beschränkt worden wäre. Sypotheken sund 23 000 m. preuß. Konsols mit einem reinen anwalt sah das ganze Gebahren des Angeklagten für ein be- Da er sich aber inzwischen entfernt habe und so der vom Gericht Binsertrage von 7352 M, angegeben. Als Zinsen der Werthpapiere trügerisches an, während Rechtsanwalt Grau bestritt, daß der beabsichtigte Versuch, ihn zum Antritt des Beweises zu bewegen, gab er 805 M. an. Dieselbe Vermögenserklärung, nur um wenige Mark Angeklagte von vornherein die Absicht des Betruges gehabt habe unmöglich geworden sei, müsse die Giltigerklärung der Wahl differirend, reichte er am 17 Januar d. J. ein. Im Laufe d.J. wurde und nachzuweisen suchte, daß sein Klient begründete Aussicht durch den Vorderrichter bestätigt werden. der Steuerbehörde angezeigt, daß Heinrich ein Vermögen von hatte, durch den Abschluß von Patentgeschäften bald in den Be- Ein Ingendbildner. Der Hauptlehrer Heinrich Friedrich 400 000. besitze. Der Gerichtshof hielt den Angeklagten fit von Geldmitteln zu gelangen. Der Gerichtshof hielt die aus Wiltschau bei Breslau ist vom Landgericht Breslau wegen wenn auch nicht im ganzen Umfange wiederholter Sittlichkeitsverbrechen an Schulmädchen zu drei in allen Punkten für überführt, erkannte aber nur auf eine Schuld des Angeklagten ber nur auf der Anklage für erwiesen und verurtheilte ihn zu einem Jahr Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust verurtheilt Gesammtstrafe von 400 M. Gefängniß unter Anrechnung auf die Untersuchungshaft. zur worden. Unter der ftolzen Firma ,, Germania", Auskunfts- und Wie Amtsrichter Becker in Dresden richtet. Ein ArJukassobureau betrieb der Kaufmann Paul Leonhard Iren= Die Ergänzungswahlen für die Stadtverordnetenschmidt, der wegen wiederholten Betrugs vor der siebenten Versammlung von Küstrin, die im November 1895 statt- beiter, der aus dem Dresdener Polizeigefängniß ausgebrochen Strafkammer des Landgerichts I stand, an der Spandauer Brücke gefunden hatten, waren von der Stadtverordneten- Versammlung war, erhielt diesertwegen ein Strafmandat, das ihn auf grund ein auf Schwindel beruhendes Geschäft. Der schon mehrfach, auf den Einspruch mehrerer Bürger für ungiltig erklärt worden, des groben Unfugparagraphen zu 14 Tagen Haft verurtheilte. einmal auch mit Zuchthaus vorbestrafte Angeflagte ist überführt weil angeblich ein Wähler am Wahltage wegen Verlegung seines Der Arbeiter beantragte richterliche Entscheidung. Als ihn der worden, in drei Fällen auf dem Wege des Kautionsschwindels Wohnfißes nicht mehr wahlberechtigt gewesen ist. Der betreffende Amtsrichter fragte, warum er auf richterliche Entscheidung andie eine Stimme gebracht, die zur getragen, antwortete er:„ Weil ich ins Gerichtsgefängniß will, einen Raffenboten Siebert, dem er vorredete, daß sein Ge- absoluten Majorität über die gegnerischen Kandidaten er im Polizeigefängniß sind zu viel Läuse". Der Einspruch ist nach schäft einen großen Umfang habe und daß oft sehr viel forderlich war. Der Bezirksausschuß erklärte aber die Geld durch die Raffenboten eingezogen werden müßte. gefeßlicher Weise zu stande gekommene Wählerliste, die auch den Strafe auf 4 Wochen erhöht vom Amtsrichter Dr. Becker. Aus diesem Grunde verlangte er eine Bürgschaft in fraglichen Wähler enthielt, für maßgebend und entschied, daß Im Konsumverein des christlich sozialen ArbeiterHöhe von 3000 M., die auch gestellt wurde. Der neue die angefochtenen Wahlen giltig seien. Hiergegen legte die vereins zu Bochum hatte der frühere Leiter, Fabrikarbeiter Rassenbote machte aber bald die Wahrnehmung, daß die Stadtverordneten Versammlung beim Ober- Verwaltungsgericht Johann Schlüter heillos mit dem Gelde gewirthschaftet. Er war Angaben des Angeklagten über den Umfang seines Geschäfts die Berufung ein. Die Proteftler, die den Beschluß der gesetz- Safür vom Landgericht Bochum wegen Unterschlagung zu falsch gewesen waren. Letzteres hatte nur einen ganz un- gebenden Körperschaft Küstrins veranlaßt hatten, wurden bei- 100 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Die Revision gegen dies bedeutenden Umfang, oft war überhaupt nichts zu thun. In geladen. Einer derfelben, Fleischermeister Milde, hob in der Urtheil ist vorgestern vom Reichsgericht verworfen worden. Leute um ihre Ersparnisse gebracht zu haben. So engagirte er hatte den vier Gewählten die gegnerischen Kandidaten Ansicht des Gerichts frivol und mit Rücksicht darauf wurde die B Für den Zuhalt der Zuſferate über- Schiller- Theater. Apollo- Theater Urania. nimmt die dem gegenüber keinerlei Verantwortung Sonnabend, abends 8 Uhr: Der Friedrichstr. 218. Theater. Sonnabend, 12. Dezember. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Abu Seid. Das zweite Geficht. Deutsches Theater. Die versunkene Glocke. Heinrich. Eva. Sohn der Wildnik. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Ein Schritt vom Wege. 8 Úhr: Ein Ehrenwort. Abends Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Bum 83. Male: feming- Cheater. Die gelone G. Eine wilde Sadhe. Theater des Westens. Die Fahnenweihe. Nachmittags: Hamlet, Prinz von Dänemart. Neues Theater. Ulranda. Hierauf: Bocksprünge. Belle Alliance- Theater. Zannenfee. Die Nachmittags: Dieselbe Vorstellung. Residenz- Theater. Verschwunden. Theater Unter den Linden. Der Mikado. Hierauf: Unter den Linden. Große burleste Ausstattungsposse mit Gefang und Tanz in 6 Bildern Dir.: J. Glück. Mr. Ganivet Isa Edelweiss. Geschw. Rohnsdorf. Robert Steidl. Kinetograph Photographie). ( lebende The Piwitts. Mr. Dale von W. Mannstädt und J. Freund und 30 allererste Kunstkräfte. Musik von J. Einödshofer. Anfang 1/28 Uhr. Morgen: Eine wilde Sache. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Abends 8 Uhr: Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 1hr vormitt, ab. Eintritt 50 Pf. abends Wissenschaftl. Theater s hr. Sternwarte brt. Stadtbahnhof Invalidenstr. 57-62 = täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 f. Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. = Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Sonnabend, den 12. Dezember, Abends 71/2 Uhr: Parade- Gala- Vorstellung. Auf allgemeinen Wunsch: In der ersten Abtheilung: Millennium, Bilder aus Ungarn. Von der Puczta z. Millennium. Gzitosleben. Heerdenräuber, Die Ausgestossene. Der gr. u. d. kl. Ungar. 4 ung. Amazonen. Sprung über einen Landauer mit Jusaffen. Walzenritt. Bisher noch nie gesehene Reitleistungen. Der Ungar und f. Lieb. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Böhmisches Brauhaus. chen. Außerdem: Dir. Busch m. f. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. Thalia- Theater. Goldene Herzen. Der deutsche Michel. Eröffnung Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Schiller- Theater. Der Sohn der Wildniß. Volks- Theater. Robert und Bertram. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Prinz Friedrich von Homburg. Nachmittagas: Der Rattenfänger von Hameln. Alexanderplat- Theater. Sein Ver hältniß. Passage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Sonntag, nachmittags 3 Uhr: Dorf und Stadt. Montag: Fe- Vorstellung. Zum 100. Male: Der deutsche Michel. Anfang 71/2 Uhr. Alexanderplatz- Theater. Zum 7. Male: Sein Verhältnik. Kaufmann's Variété. Spezialitäten. Pikante Novität. Berliner Sittenbild Vorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor stellung. in 8 Bildern von K. Pohle. Anfang 8 Uhr. Bons, auch die zu anderen Stücken ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Morgen und die folgenden Tage: Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Nachm. 4 Uhr: Kindervorstellung: Der Rattenfänger von Hameln. Zaubermärchen in 7 Bildern von Dr. Gustav Braun. Abends 8 Uhr: PrinzFriedrich v.Homburg. Vaterländisches Schauspiel in 5 Atten von Heinrich v. Kleift. Sonntag, nachm. 3 Uhr: KlassikerVorstellung zu( Abonnements-) kleinen Preisen. Wilhelm Tell. Schauspiel in 5 Atten von Friedrich von Schiller. Abends 8 Uhr: Prins Friedrich von Homburg. Billets find ohne Vorbestell= gebühr an der Theaterkasse zu haben, außerdem im„ Invalidendant", Unter den Linden 24, im Cigarrengeschäft von Paul Romeid, Leipzigerstr. 6, und bei Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Zum 2. Male: Goldene Herzen. Schwank in 4 Aften von G. Karlweis. Morgen und folgende Tage; Goldene Herzen. abends 8 Uhr: Sein Verhältnik. Sonntag, nachm. 4 Ühr: Kinder- Borstellung zu kleinen Preisen: Nansen's Reise nach dem Nordpol. Ausstattungsstück in 4 Aften u. 7 Bildern von Hugo Busse. Musik: Alb. Wicher. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Bornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Neu! Der Weltuntergang. Posse in 1 Att von E. Moser. The two Avelli, Ring- u. Kraftturner. Mita Roselli, Excentric- Soubrette ersten Ranges. Hans und Clara Sarno, OriginalDuettisten. Brothers Lilburne, Parterre- und Handstand Akrobaten 2c. 2c. Sonntags 6 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. der Festsäle im Weihnachtsschmuck. Von 6 Uhr ab: Konzertber Rumänischen Nationalkapelle Jvan Senescu aus Bukarest. Um 8 Uhr in glänzender Ausstattung: Robert und Bertram. Große Poffe mit Gesang u. Tanz in 4 Aften von G. Räder, unter Mitwirkung des Herrn Georg Cordes als Li- Hung- Tschang, der Familie Derrington, Kunstradf. und des Salzburger Damen- Terzetts Ruttinger. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke- Stadtbahnbogen, Landsberger Allee. Heute, Sonnabend, 12. Dezember: Extra- Soiree der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl und Schrader) Anfang präz. 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf.( siehe Plakate.) Großartiges Programm! Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Tanz frei! Sonntag, den 13. Dezember: Konzerthaus Sanssouci. 000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Im Frühlingsglanze! Großer Jubel Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester A Heil". Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". " Hopfenlaube: Instrument. ,, Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft„ Eder." Theater- Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten 1. s. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Vorzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 Pf. herrscht über das hochinteresante RiesenWeihnachts- Programm. F40 Künstler= Spezialitäten ersten Ranges. Anfang 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Refervirt 50 Pf. Achtung! Achtung! neudress. 4 arab. Schimmelhengsten als Schaukelpferde. Unikum der Dressur. 4 Zebras. Herr Salamonsky. In der zweiten Abtheilung: 3schens, das Waldmädchen. Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Reitern. Morgen: 2 Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( 1 Kind unter 10 Jahren frei): Millennium. 4 Zebras. Abends 71/2 Uhr: Zscheus. Zebras. Passage- Panopticum. Jm Theatersaal: Traumbilder. Eine Weihnachtsfeerie mit Musik und Gesang. Ohne Extra- Entrée Neu: Hundert Jahre Mode. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! is Neu! Ur- Australier ( Kannibalen). Blitz und Donner Tag und Nacht, Regen und Sonnenschein mit seltener Naturtreue im Elektrischen Theater Mauerstraße 66. Außerdem: Englischer Garten, ainetograph u. Riefenphonograph. Alexanderstr. 27c. Besonderer Umstände halber ist der Parterre Saal am 1. und 9. Januar 1897 zu Versammlungen und Tanz frei. Eintrittspreis für alle 3 Vorstellungen 50 Pf. Kinder die Hälfte. Vereine erhalten bedeutende Ermäßigung. Allgemeine Orts- Krankenkasse gewerblicher Arbeiter und Arbeiterinnen Burgstraße: Oertliche Verwaltung Berlin C. Sonntag, den 13. Dezember, vorm. 10/2 Uhr bei 3ubeil, Lindenstr. 106: Musiker Berlins und Umgegend. 13entral- Kranken- n. Sterbekasse der Tischler c. Dienstag, 15. Des., mittags 12%, Uhr, im Frenpalaßt, Große öffentliche Versammlung. Die für die Wahlperiode 1896 und 1897 gewählten Delegirtel, Broteft gegen die neue Polizeiverordnung über die äußere Heilighaltung ordentlichen Generalversammlung zu Berlin. Arbeitgeber und Arbeitnehmer, werden hierdurch zu einer am Sonntag, den 20. Dezember 1896, vormittags 10 und 10 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20( großer Saal) ergebenst ein geladen. Um 10 Uhr Versammlung der Arbeitgeber. Tages Ordnung: 262/15 Wahl von zwei Vorstandsmitgliedern auf zwei Jahre aus der Zahl der Arbeitgeber. Es scheiden aus: Die Herren Haeger und Levy.g Schluß der Versammlung der Arbeitgeber. Um 10% 1hr Versammlung sämmtlicher Delegirten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Tages- Ordnung: 1. Genehmigung des Vertrages mit dem Verein der freigewählten Rassenärzte pro 1897. Für den Fall der Ablehnung: Die Genehmigung eines Abschlusses mit anderen Aerzten. 2. Antrag von 28 Delegirten der Arbeitgeber: d istullen Zages Ordnung: 50/5 der Sonn- und Feiertage. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. Es ist Pflicht aller Musiker, pünktlich zu erscheinen. Die Herren Gastwirthe werden gebeten, die bei ihnen beschäftigten Musiker auf diese Versammlung aufmerksam zu machen. Die Agitations- Kommiffion. Former und Metallarbeiter! = Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: Wahl eines Abgeordneten zur Generalversammlung. feiner der zur Wahl stehenden KanDa in der vorigen Versammlung didaten die Majorität erhalten, findet zwischen Witte und Brunzel Stichwahl statt. Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Den Mitgliedern des Westens und Bahlstelle II von der Culmstr. 36 nach der Bülowstr. 59 b. Werner verlegt ist. 182/4 Die Ortanerwaltung. Sonntag, den 13. Dezember 1896, mittags 12% Uhr, Schönebergs zur Kenntniß, daß die im Lokal von Raabe, Kolbergerstr. 23: Große öffentliche Versammlung. Zages Ordnung: 1. Bericht über den Streit der Kollegen der Firma H. Hartung. 2. In Fünfte Abänderung zum Statut der Genehmigung eines Bertrages mit dem Verein Berliner Kaffenärzte für welcher Weise ist ein Zusammenarbeiten aller Metallarbeiter zu ermöglichen Allgemeinen Orts- Krankenkasse die Jahre 1897/1898 event. bei Ablehnung dieses Antrages: Genehmigung eines Vertrages mit dem Verein Berliner Raffenärzte für das Jahr 1897 unter den Bedingungen, welche dem Bertrage für 1896 zu Grunde lagen. 3. Wahl eines Ausschusses von fünf Mitgliedern zur Vorprüfung der Jahresrechnung pro 1896. 4. Statutenänderung: a) Antrag des Vorstandes: Aufhebung des Oberpräsidial- Erlaffes vom 10. Oktober 1894.( 3weiter Nachtrag des Statuts.) Abänderung des§ 13, im 2. und 3. Saz, statt zweiundfünfzigsten Woche setzen: sechsundzwanzigsten Woche. Jm§ 16 statt 52 Wochen zu setzen: 26 Wochen. au 3. Wahl eines Vertrauensmannes der Former, sowie eines Stellvertreters desselben. gewerblicher Arbeiter Die Former und Gießereiarbeiter werden ganz besonders um zahl- und Arbeiterinnen zu Berlin. reiches Erscheinen ersucht.. Kollegen aller Branchen! Bergeßt Eure Pflichten gegenüber Euren ausständigen Kollegen nicht! 117/16 b) Antrag von 21 Delegirten: Abänderung des§ 30 des Statuts und feiner Nachträge. Herabfegung der Beiträge von am 63, 57, 83, 27, 21 Pfennige auf 57, 51, 30, 24 und 18 Pfennige wöchentlich. 5. Bericht des Herrn Haertel über den Stand der Zentralisationsfrage der Krankenkassen Berlins. Schluß der allgemeinen Generalversammlung. Es findet nun die Wahl von vier Arbeitnehmern zum Vorstande statt. Es scheiden aus die Herren Künzel, Soyta, Jahn und Frau Rönsch. Berlin, den 5. Dezember 1896. Der Vorstand. R. Haeger, Vorsitzender. Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Unflamerstr. 44. Leder- und Galanterie- Arbeiter. Oeffentliche Versammlung Montag, den 14. Dezember 1896, abends 8 im Lokale des Herrn Henke, Naunynstr. 27. Tages- Ordnung: Uhr, 24/8 1. Ehrenwortbruch der Herren Fabrikanten und unsere Stellung dazu. Referent: Kollege P. Jahn. 2. Verschiedenes. Wegen der wichtigen Tagesordnung erwarten zahlreiches Erscheinen Die Vertrauensleute. Artikel I. § 14 Absatz 1 Beile 2 ist zu setzen, statt: Raffenarztes" Vereinsarztes". § 14 Abfag 2 Beile 6 ift au feßen, ftatt: Raffenarztes" Vereinsarztes". § 15 Absatz 1 Beile 3 ist zu feßen, statt: Kaffenarztes"" Vereinsarztes". § 15 Abfah 2 Beile 2 ist zu sehen, statt:„ Rassenarzt"" Vereinsarzt". " § 15 Absatz 2 Beile 4 ist zu sehen, ftatt: Raffenärzte" Vereinsärzte". " § 23 Absah 1 Zeile 3 ist zu sehen, ftatt: Rassenärzte" Bereinsärzte". § 28 Absah 2 Seile 2 ist zu feßen, statt: Kassenärzten" Vereinsärzten". § 23 Absatz 8 Zeile 4 ist zu sehen, statt: Raffenarztes"" Bereinsarztes". 23 Absatz 3 ist statt:„ Kaffenarzt"" Vereinsarzt". Achtung! Gr. öffentl. Versammlung Achtung!$ 28" bjas 8 Beite 6 ft zu ſeßen, aller in der Ohne Legitimationskarte ist der Eintritt nicht gestattet. Feene chirurgischen Branche beschäft. Berufsgen. Legitimationstarten werden im Hauptbureau, Adalbertstraße 94, in den Dienststunden von 7--2 Uhr ersetzt, ebendaselbst sind Wohnungsveränderungen der Delegirten anzuzeigen. am Dienstag, den 15. Dezember, abends 8½ Uhr, bei Hoffmann, Alexanderstraße 27c. Tages Ordnung: Verband der Arbeiter in Gasanstalten, auf Holz- und Kohlen- metan- Induſtriellen. Referent: Genoffe& a ber. plägen, sowie sonstiger Arbeitsleute. Berwaltungsstelle ſchiedenes. Berlin. onntag, den 13. Dezember 1896, abends 62 Uhr, bei Kinz u. Comp., Alte Jakobstr. 83: Mitglieder- Versammlung. Zages Ordnung: Bortrag. Diskussion. Neuwahl eines Mitgliedes in den Zentral Aufnahme neuer Mitglieder und Verschiedenes. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung ersucht um zahlreichen Besuch Der Vorstand. J. A.: Konst. Purschte. vorstand. 42| 11 Verband der Möbelpolirer. Nächsten Montag Abend 8 Uhr, Badstr. 12: Versammlung. Zages Ordnung: 1. Die Abwehr der Arbeiter gegen das beabsichtigte Vorgehen der 2. Distuffion. 3. Ver: 48/6 Es werden alle Kollegen dringend eingeladen, da der erste Punkt der Tagesordnung von großer Wichtigkeit ist, zu erscheinen. Den Kollegen der Firma Dewitt u. Herz gilt dieser Ruf ganz besonders. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vertrauensmann. Belle- Alliance- Theater. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Morgen, Sonntag, den 13. Dezbr., nachm. 21 Uhr, 2. Gastspiel von Fr. Sofie Burska. Bum zweiten Male: Romeo und Julia. § 23 Absah 3 unterste Beile ist zu feßen, statt: Rassenarzt" Vereinss § 23 Absatz 4 Beile 2 ist zu sehen, statt: Raffenärzte" Vereinsärzte". § 23 Abfat 5 Beile 2 ift zu setzen, statt: Nichttassenarzt"" Nichtvereinsarzt". § 23 Absatz 1 Busah: Unter Bereinss ärzten find Mitglieder besjenigen Aerztevereins zu verstehen, mit dem die Kasse in Vertragsverhältniß steht." § 25 Absatz 3 Beile 3 ist zu sehen, statt: Rassenarzt"" Vereinsarzt". § 25 Absatz 6 Beile 2 ist zu setzen, statt: Raffenarztes" Vereinsarates". § 26 Absatz 1 Beile 1 ist zu feßen, statt: Raffenarzt"" Vereinsarzt". " § 26 Abfag 2 Beile 3 ist zu feßen, ftatt: Kaffenarzt"" Bereinsarzt". Artikel II. Vorstehende Aenderungen treten vier 229/7 Wochen nach der erfolgten Genehmi gung seitens des Bezirksausschusses in fraft. Julia: Fr. Bursta; Romeo: Rich. Jürgas; Capulet: Julius Türt; Lorenzo: Wilh. Ruff; Amme: Emma Hüftel. Die Billets werden verlooft. Berlin, den 2. August 1896, Der Vorstand. A. Haertel, stellvertretend. Borsigender. Borstehende Aenderung, soweit ste das Statut betrifft, wird hierdurch genehmigt. Berlin, den 23. September 1896. ( L. S.) Der Bezirks- Ausschuß. Kayser. H Eintrittstarten à 60 Pf. find in folgenden Zahlstellen zu haben: 1. Die Macht der Solidarität. Referent: Kollege C. Kurth. 2. Distusfion.| N.: Beyer, Veteranenstraße 18; Mehnert, Diedenhofenerstraße 3; Winkelmann, 3. Wie stellen sich die Kollegen zur Verlegung des Lokals? 4. Verschiedenes. Ackerstr. 153; Diecke, Lothringerstr. 67; Hinze, Panfstr. 14a; Vogel, DemminerDa aus Habsucht oder Liebedienerei zum Arbeitgeber in einigen Wertstraße 62; Becker, 2indowerstr. 25. NO.: Niemeyer, Weberftr. 19; Reul, ftellen die Kollegen nach Feierabend arbeiten, werden diefelben ersucht, dieses Barnimstr. 42. O.: Wilke, Andreasstr. 26; Kothe, Roppenstr. 90; Böhl, zu unterlassen und die arbeitslosen Kollegen zu berücksichtigen. Frankfurter Allee 74; Hoffmann, Blumenftr. 14. SO.: Nicolas, Staliger straße 107; Böhlert, Mariannenstr. 5; Tolksdorf, Gorauerstr. 17, Ecke Görliger Straße; Moritz, Manteuffelstraße 68; Scholz, Wrangelfir. 32. S.: Gädicke, Su Nr. 5462. Gräfeftr. 93; Schulz, Admiralstr. 40a; Börner, Ritterstr. 15; Baake, CityPassage, Dresdenerftr. 52/58. SW.: Ochs, Lindenstr. 59; Windthorst, Junter Abänderung zur Anlage B straße 1; Böttger, Boffenerstr. 21; Bittner, Charlottenftr. 82. W.: Faller, Ballasstr. 16; Behrend, Blumenthalftraße 5. NW.( Moabit): Reddemann, Das Weihnachtsvergnügen findet am 25. Dezember, abends 7 Uhr, bei Nieft, Weberstr. 17, statt. Ginlaßtarten mit Programm für die von den Mitgliedern eingeführten Gäste sind bei den bekannten Kollegen zu haben. Den Mitgliedern, welche noch mit Beiträgen reftiren, zur Kenntniß, daß außer heute Abend infolge der Feiertage am 19. Dezember Bahltag ist. 145/19 Der Vorstand. Weissensee. Sonntag, den 13. Dezember 1896, nachmittags 4 Uhr: Oeffentliche Versammlung der Bimmerer von Weißensee und Umgegend im Lokale des Herrn Speckmann, Königs- Chauffee 55, Tages- Ordnung: 1. Bortrag über: Die geschichtliche Entwickelung der Arbeiterbewegung." Ref.: Gen. Blauro d. 2. Wahl eines Vertrauensmannes. 3. Verschiedenes. Die Bauhandwerker von Weißenfee sind hierzu eingeladen. 256/15 Die Lohnkommiffion. Pichelswerder. Empfehle den geehrten Herren und Damen meine Winter- Lokalitäten, gute Speisen und Getränke stets vorräthig. Es ladet ein Der alte Freund. Nachahmung dieser Annonce verboten. Ständiges Waarenlager im Werthe von 3-400 000 M. Jährlicher Umschlag für ca. 1 Million Mart. Filiale: Eger i. Böhmen und Frankfurt a. M., Vilbelerstr. 26. An die Firma des Statuts der 262/14 Brigwalterfir, 8. C.: Löwenberg, Neue Schönhauſerſtr. 18; Horsch, Gips: Allgemeinen Orts- Krankenkasse straße 27; Scheithauer, Rosenthalerstr. 64. Sehenswürdig. Neu! Sehenswürdig. 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