Nr. 5. Freitag, den 6* Januar 1888. 3. Jahrg. ÄimMsM Brgan für die Interessen der Arbeiter. Da«„Berliner VolkSblatt« erscheint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei in's HauS vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement 4 Mark. Einzelne Nummer 5 Pf. Sonntags-Nunimer mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1888 unter Nr. 849.) Jnsertionsflebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags tn der Expedition, Berlin SW., Zimmcrstraße 44, sowie von allen Annonccn-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. RedaKtuw: Keathstraße Ä.— Grpebition: Zimmerstraße 44. Das Kchlußergelmiß der Kozlal- reform. Die Sozialreform würde mit der Durchführung der Alters- und Jnvalidenversorgung ihren Schlußstein gefunden haben und ein Rückblick auf das, was dieselbe dem Arbeiter bringen wird, wenn sie vollständig durchgeführt ist, ist des- halb heute, wo wir nun auch die Grundzüge für die ge- plante Alters- und Jnvalidenversorgung kennen, wohl am Platze. Eine Zeit lang hat man sich freilich mit dem Gedanken getragen, auch eine Versicherung der Arbeiter gegen Arbeitslosigkeit ins Leben zu rufen, indeß ist man in den leitenden Kreisen von dieser Idee, wenn sie dort überhaupt je Anhänger gehabt hat, vollständig zurückge- kommen. Die wirthschaftliche Krisis und in deren Folge die Arbeitslosigkeit ist die unzertrennliche Begleiterin der kapita- listischen Produktionsweise. Die Arbeiter gegen die Wir- kungen der Krisen versorgen, hieße die industrielle Reserve- armee aus der Welt schaffen, mit Hilfe deren der Kapitalismus es erreicht, die Arbeitslöhne stets auf dem durch den Lebensunterhalt der Arbeiter bedingten niedrigsten Niveau zu halten. Eine wirksame Versicherung gegen Arbeitslosigkeit wäre also ein erster und entscheidender Bruch mit dem kapitalistischen System, wäre eine wirklich sozialreformatorische That und nicht blos eine andere Art der Regelung der bereits bisher ge- währten Armenunter st ützung. Daß deshalb von der Arbeitslosenversicherung keine Rede mehr ist, werden unsere Leser begreifen. Was bietet aber nun die„Sozialreform", wenn sie zum Abschluß gebracht ist, dem Arbeiter? Auf dem Ge- biete der Kranken- und Unfallversicherung kennen wir die Leistungen bereits genau. Nach dem der Arbeiter im Falle der Erkrc auf freie ärztliche Behandlung, und vom dritten Tag der eingetreten Erwerbsunfähigkeit an ein Krankengeld in Höhe der Hälfte des ortsüblichen Tagelohns gewöhnlicher Taaearbeiter. Diese Unterstützung endet spätestens mit dem Aolauf der 13. Woche nach Beginn der Krankheit. Das sind die Leistungen, auf welche der Arbeiter Anspruch hat; was in den einzelnen Orts-, Betriebs- oder freien Hilfskaffen darüber hinaus geschieht, beruht auf Freiwilligkeit und kann nicht als eine Folge des Krankenkaffengesetzes betrachtet werden. Das Unfallgesetz sichert dem Verunglückten eine Rente, welche bei vollständig eintretender Erwerbsunfähigkeit bis zu 66'/, pCt. des Jahresarbeitsverdienstes des Ver- unglückten betragen kann. Im Falle der Tödtung ist als OUl«»echt« wrte�alten.) IeuiUeton. Der Erbe. [3 (Nachdruck ocrdolot.) Roman von Friedrich G e r st ä ck e r. DieBewohnervonSchloßWendelsheim. Draußen vor Alburg, kaum ein: halbe Stunde Weges von der Stadt entfernt, lag das Rittergut des Freiherrn von Wendelsheim in einem reizenden, von prachtvollen Buchen und Linden bewachsenen Thale. Das alte Stamm- schloß der Familie, die sogenannte Wendelsburg, stand allerdings auf dem nächsten Felsenhügel, oder hatte vielmehr dort in ftüheren Jahrhunderten gestanden, denn ihr Glanz war lange gesunken, und nur aus leeren Fensterhöhlen starrte sie zetzt in ihren Trümmern melancholisch und unheimlich auf das freundliche Landschafts- bild zu ihren Füßen nieder. So stand die alte Wendelsburg aber schon lange. Ein Raubritter sollte dort zuletzt gehaust und dermaßen gewirth- schaftet haben, daß es der Landesherr zuletzt nicht mehr mit ansehen konnte und durfte und seine Mannen gegen das Diebesnest sandte. Die stürmten es denn auch und räumten gründlich auf. Was aus dem Herrn der Burg wurde, weiß man nicht; vielleicht siel er in der Vertheidigung des Schlaffes, vielleicht zog er mit den Kreuzfahrern in das ge- lobte Land. Die Burg aber ward zerstört; die einzelnen, von den Mauern niedergeschleuderten Steinbrocken lagen noch jetzt hier und da am Bergeshange in Schlucht und Ravine, und nur die leeren Mauern der Wohngebäude blieben stehen und fast ein Jahrhundert lang unbenutzt. Endlich ließen sich wieder Abkömmlinge jenes alten Geschlechts, die sich mit den Reichsfürsten ausgesöhnt haben mochten, dort nieder; aber nicht in der alten Burg selber, bie ibnen doch wohl zu steil und zu unbequem liegen mochte. Auf dem schmalen Felsenkamm hätte auch nicht einmal ein Garten Platz gefunden, während das Thal selber wie ge- Schadenersatz ein Beerdigungsgeld von mindestens 30 Mark und an die Wittwe eine Rente von 20 Prozent und für jedes Hinterbliebene vaterlose Kind eine solche von 15 Prozent des Arbeitsverdienstes zu bezahlen. Die Renten der Kinder und Wittwen zusammen dürfen 60 Prozent des Arbeitsverdienstes nicht übersteigen. Für Aszendenten des Verstorbenen, wenn dieser ihr einziger Er- nährer war, sind 20 Prozent des Arbeitsverdienstes zu be- zahlen. Die Ansprüche, welche nach den Grundzügen der Alters- und Jnvalidenversorgung dem Arbeiter zustehen, werden unseren Lesern aus den Artikeln, welche wir dar- über gebracht haben, noch in Erinnerung sein. Eine Altersrente von 120,00 Mark vom 70. Lebensjahre ab, die im Falle der Invalidität um je 4 Mark pro ge- leisteter 300 Arbeitstage steigt. Zweihundertundfünfzig Mark würde die Maximalhöhe der Alters- und Invaliden- rente sein. Dieses sind die positiven Leistungen der vielgerühmten Sozialrefonn. Der beste Theil davon ist zweifellos noch denn obgleich das Haft- als eS volle Ent- so wurde dieser Vorzug dock schwer beeinträchtigt durch den Umstand, daß das Gesetz dem Verunglückten die Beweisführung darüber zuschob, daß nicht er, sondern der Arbeitgeber der schuld- tragende Theil an dem Unglück sei. Reben den aufgezählten Leistungen weist die bisherige Sozialgesetzgebung aber Schattenseiten auf, die deren Licht- feiten weit m den Hintergrund treten lassen. Das Krankenkaffengesetz mit seiner Stabilisirung der so verhaßten Fabrikkaffen und seiner Animosität gegen die freien Hilfskaffen, ist das geeignete Mittel, dem freien Kaffenwesen der Arbeiter über kurz oder lang den Garaus zu machen. Das Unfallgesetz aber hat in den Berufs- genoffenschaften Organisationen der Arbeitgeber geschaffen, wie sie auf dem Wege der Freiwilligkeit sich niemals ge- bildet hätten und deren Macht und Einffuß gegenüber jeder selbstständigen Regung der Arbeiter sich erst fühlbar machen wird, wenn unter den Arbeitern— sei es infolge eines allgemeinen Aufschwunges der Geschäfte oder einer sich empfindlich bemerkbar machenden Vertheuerung des Lebens- Unterhaltes— das Bestreben nach allgemeiner Lohner- höhung und Verbefferung der Arbeitsbedingungen mehr als jetzt hervorttitt. Tritt nun erst die Invaliden- und Altersversorgung in Kraft, dann ist der Ring, der den Arbeiter gegenüber dem Arbeitgeber in ein ähnliches Verhältniß, wie es das des mittelalterlichen Bauern zu seinem Feudalherrn war, ein- zwingt, geschlossen. In diesem Sinne ist das neugeplante macht zu einer herrschaftlichen Wohnung schien. Dort bauten sich denn auch die Herren von Wendelsheim an— großartig, wie ffch nicht leugnen läßt, denn einige Zweige der Familie waren enorm reich— mit weiten Gehöften, Stallungen und einem palastartigen Wohnaebäude. Auch ein herrlicher Park, gefüllt mit edlem Wild, umschloß das Ganze, und ein Fürst hätte sich dort behaglich fühlen können. Ob nun aber schon der erste Erbauer durch die vielleicht zu großartigen Anlagen in Schulden gerieth, oder ob seine späteren Nachkömmlinge das vorhandene Vermögen etwas scharf in Angriff nahmen, kurz, die Wendelsheim, die von jeher sehr viel Geld verbraucht, gingen in den aus einander folgenden Geschlechtern zurück und schienen genöthigt zu werden, sich mehr und mehr einzuschränken. Wenn noch im vorigen Jahrhundert ein wahrer Troß von Dienern die inneren Räume des großen Schlosses belebt hatte, wenn lustige Kavalkaden von Herren und Damen draußen im Park dem edlen Waidwerk oblagen und manchen braven Hirsch zu Tode hetzten, wonach dann bis spät in die Nacht dauernde Gelage das Siegeswerk feierten, so wurden derlei Dinge jetzt wohl auch noch ausgeführt, aber nur ea rniniaiure. Der alte Freiherr setzte sich, von einem ein- zigen Reitknecht und dem Revierförster zu Fuße begleitet, auf einen alten Klepper, der das Schießen gut vertragen konnte, und ritt bürschen, und Abends trank er dann, wenn auch gerade keinen Humpen, so doch eine halbe Flasche Landwein, und legte sich früh schlafen. Er konnte das lange Aufsitzen nicht mehr vertragen. Auch mit dem Schlöffe selber war eine sichtbare Ver- änderung vorgegangen, und zmar nicht zum Befferen. Die großen Räumlichkeiten wurden nicht mehr ge- braucht, zwei Drittel der Stallungen standen schon ohnedies leer, und das eigentliche, drei Etagen um- saffende Schloß, das sonst wohl manchmal bis unter den Giebel von Gästen und ihrer Dienerschaft angefüllt gewesen, zeigte nur zu deutliche Spuren des langsamen Verfalles. Es hätte auch in der That viel Geld und eine weit größere Dienerschaft, als sie die jetzigen Besitzer hielten, ersordert, um die Gebäude alle in Stand zu halten— und Gesetz wirklich eine„Krönung", aber freilich nicht die Krö- nung eines wirklich sozialreformatorischen Werkes, das ge- eignet wäre, den Arbeiter in Bezug auf seine staatsbürger- liche und soziale Stellung eine Stufe höher zu stellen, son- dern die Krönung eines Werkes, das zur Folge haben wird, den Arbeiter im Banne des Kapitalismus noöy mehr als bisher zu feffeln, ihn für alle Zeit demselben dienstbar zu machen. Das Koalitionsreckt ist die Waffe, die der bürger- liche Liberalismus dem Arveiter gegeben hat, um sich mit Hilfe deffelben gegenüber den Uebergriffen des Kapitalismus zu vertheidigen, oder auch, sobald ihm die Gelegenheit dazu günstig erscheint, zum Angriff überzugehen. Dieses Recht des Arbeiters illusorisch gemacht zu haben, wird eine der positivsten Wirkungen der Sozialreform sein, sobald diese endgiltig unter Dach und Fach gebracht sein wird. Bietet das Krankenkaffengesetz die Handhabe, um das Kaffenwesen der Arbeiter nach und nach ganz und gar unter die Herrschaft und Kontrole der Arbeitgeber zu bringen— die geplante„Re alten Gesetzes dürfte, sobald uns liegt, in dieser bringen, so hat das Beziehung Unfallgesetz orm" des kaum vier Jahre le erst Paragraphenweise vor manche Ueberraschung die Organisation ge- schaffen, vermöge deren es dem Kapitalismus möglich sein wird, jede Regung der Arbeiter bis in den letzten Winkel zu verfolgen und zu erdrücken. Das Jnvalidengesetz bringt uns aber zum Schluß nicht nur das Arbeitsbuch und damit das Hilfsmittel für den Arbeitgeber, jeden Arbeiter nach Belieben für wirthsckaftlich vogelfrei zu kennzeichnen, son- dern es bringt durch seine Bestimmung, daß nur die Ar- beitstage bei der Ausmessung der Alters- oder Invaliden- Rente m Anrechnung gebracht werden sollen, auch ein sehr in'S Gewicht fallendes Mittel gegen die Ziehung der letzten Konsequenz des Koalittonsrechts, die Proklamirung des Streiks. Der in Zukunft die Arbeit einstellende Arbeiter wird nicht nur mit der Einbuße zu rechnen haben, welche ihm die Einstellung der Arbeit am lausenden Lohn bringt, welche Einbuße er ja im Falle eines siegreichen Ausgangs des Streiks leicht wieder einholen kann, er muß auch mit einem Verlust rechnen, den er fast nie, oder doch nur unter aus- nahmsweise günstigen Bedingungen wieder herein bringen kann, nämlich den Verlust von Arbeitstagen bei der even- Wellen Ausmeffung seiner Rente. Der streikende Arbeiter würde also in Zukunft einen gesetzlich genau vorgeschriebenen pekuniären, fast uneinbringlichen Schaden erleiden, sobald er von dem Streikrecht einen Gebrauch macht. Der Puitkamer'sche Streikcrlaß erfährt also eine wesent- liche Ergänzung in Gestalt einer Geldeinbuße für den streikenden Arbeiter, die ihn aber nicht sofort, zur Zeit wozu? Die erste Etage mit den unteren Räumen für Küche und andere häusliche Zwecke genügte vollkommen und stand noch in zwar verblichener, aber doch alter Pracht. Von den übrigen Gemächern wurden aber nur wenige dann nnd wann zu Fremdenzimmern benutzt, und die beiden Flügel blieben anz leer; ja, zerbrochene und mit Spinngeweben überzogene Fensterscheiben zeigten sogar, daß sie gar nicht mehr betteten zurden. Nur die oberen Etagen waren zu Kornböden ein- gerichtet worden, und dazu besaß der Verwalter den Schlüssel. Die Herrschaft kam nie mehr hinüber, den alten Freiherrn ausgenommen, der manchmal dort hinaufstieg, um den Kopf zu schütteln, daß die aufgeschichteten Getreidehaufen in ihrer Quantität die Summe nicht repräsentirten, die er nothwendig dafür brauchte. Trotz alledem wurde die äußere Form eines vornehmen Haushalts nach besten Kräften aufrecht erhalten. Der Frei- Herr von Wendelsheim war zugleich Kammerherr des Königs und als solcher, wenn auch im Sommer selten in Anspruch genommen, doch verpflichtet, den Winter in der Residenz zuzubringen. Dort machte er aber kein eigenes Haus, son- dern begnügte sich mit seiner Dienstwohnung im Palais, während daheim auf Schloß Wendelsheim seine unverehelicht gebliebene Schwester Aurelia die Oberleitung der ganzen Wirthschaft mit eisernem Szepter führte. Der Freiherr hatte zwei Söhne, von denen der älteste — jetzt fast vierundzwanzig Jahre alt— Lieutenant war, während der jüngste— ein zarter Knabe von kaum etwas mehr als siebzehn Jahren— seines sehr leidenden Körpers wegen in den letzten Jahren sogar seine Studien hatte unter- brechen müssen und hier auf dem Schlöffe, in der milden und freien Luft, nur seiner Gesundheit lebte. Aber es war eigentlich ein trauriges Leben auf Schloß Wendelsheim, und besonders seit die Freifrau einige Jahre nach der Geburt ihres jüngsten Sohnes gestorben, schien es, als ob der Frohsinn die alten Mauern gründlich verlaffen habe und nur noch bei dem Freiherrn und dessen Schwester das Bewußtsein ihres Ranges und Standes mit Stolz und Härte genug zurückgeblieben wäre, um eine dreifache Anzahl von Dienstleuten, als sich jetzt im Schlosse befand, mürrisch zu erhalten und unbehaglich zu machen. des Streiks trifft, sondern erst später, wenn er alt oder sonst arbeitsunfähig geworden ist. Zene Sozialstatistiker, welche nach Beendigung jedes Streiks sich hinsetzen und den Arbeitern vorrechnen, welchen Verlust sie sich selbst und dem„Nationalvermögen" durch ihre Arbeitseinstellung zu- gefügt haben, sie werden also in Zukunft unter das Ver- lust-Konto auch die Einbuße setzen muffen, welche die Arbeiter für jeden Streiktag bei der Ausmeffung der Altersrente Die Sozialreform wird in ihrem Endergebniß also eine wesentliche Beschränkung der Bewegungsfreiheit der Arbeiter im Gefolge haben; sie wird dem Arbeits- geber eine Reihe der einschneidendsten Mittel an die Hand geben, dem Arbeiter gegenüber seinen übermächtigen sozialen Einfluß noch vielmehr als bisher*ur Geltung zu bringen, und sie wird mit der Vernichtung des Koalitionsrechts das Grab aller selbstständigen und unabhängigen Arbeiterorga- nisationen seien. Dies alles wird geschehen, wenn— die Arbeiter nicht auf ihrer Hut sind und nicht mit aller Kraft die ihnen zu- stehenden Rechte vertheidigen und für deren Erweiterung stets Sorge tragen. Wahrung des Koalition s- rechts, Sorge für Ausbau der freien Hilfs- kassen, Gründung von Arbeiter-, Fach- und Unter st ützungsvereinen muß den Arbeitern deshalb heute mehr als je angelegen sein, denn nur da- durch, daß sie der kapitalistischen Organisation, welche durch die Sozialresorm eine so mächtige Förderung erfährt, eine selbstständige, unabhängige Arbeiterorganisation entgegen zu stellen vermögen, werden sie sich vor Vergewaltigung schützen können. Mögen die Arbeiter sich stets zu Gemüthe führen, was Lujo Brentano in seiner Schilderung der heutigen Großbourgeoisie, welche einen so entscheidenden Einfluß auf unsere Sozialgesetzgebung ausübt, in Bezug auf ihre End- ziele sagt: „Während die Manchesterschule", so schreibt B r e n- t a n o in seinem Urtheil über unsere Jndustriemag- naten,„die Gleichberechtigung der Arbeiter wenigstens theoretisch auftecht erhält, ist das autokratische Gefühl der persönlichen Würde und Macht bei dieser Richtung so außerordentlich ausgebildet, daß sie jene Gleichbe- rechtigung sogar in tbesi verwirft. Die deutsche Ge- werbeordnung, welche die Gleichberechtigung statuirt hat, erscheint als revolutionär. Jeden Versuch der Arbeiter, bei Festsetzung der Bedingungen des Arbeitervertrags mitzureden, betrachtet sie als unverschämte Anmaßung. In der Koalitionsfreiheit und Freizügigkeit, welche die Unabhängigkeit der Arbeiter zu wahren und zu verwirklichen geeignet sind, sieht sie Verirrungen einer zügellos demokratischen Richtung. Wo sie wirkliche Schäden anerkennt, ist sie viel eher geneigt, auf dem Wege der Freiwilligkeit, des Geschenkes, etwas zu thun und damit die Unverletzlichkeit der wirthschaft- lichen Machtsphäre für sich auftecht zu erhalten, als auf Reformen, welche das Prinzip der fteien Verfügung, wenn auch nur unbedeutend, einengen, ein- zugehen. Dagegen ist sie lebhaft für den Arbeiterversiche- rungszwang, besonders für die Errichtung von Zwangs- kassen in Verbindung mit den Betrieben der einzelnen Arbeitgeber, und für jede andere Art von Einrich- tungen, welche die Arbeiter von den Arbeitgebern abhängiger machen, um auf diese Weise die Koali- tionsfreiheit und Freizügigkeit möglichst zu paralysiren und die Arbeiter in der alten Unterwürfigkeit unter der Herrschaft der Arbeitgeber zu erhalten oder sie aufs neue hineinzubringen. Um zusammen zu fassen: nicht die Nacht heile, welche die moderne industrielle Entwickelung der Arbeiterklasse vielfach gebracht hat, ihre Noth und thatsächliche Abhängigkeit vom Arbeit- geber, sondern die Vorzüge dieser Entwickelung, die Anerkennung der Gleichberechtigung von Arbeitern und Arbeitgebern, die sie in der" Gesetzgebung mit sich brachte, sind dieser Richtung Gegenstand des Eni- setzens. Als ihr Ideal erscheint, wie man selbst ge- legentlich sagt, die Uebertragung der für das Verhältniß zwischen dem Hörigen und dem Grundherrn zur Feudalzeit herrschenden Ordnung auf die In- d u st r i e." Politische Ueberstcht. Ueber den internationalen Ardeiterkongreß, wel- cher im Laufe dieses Jahres zusammentreten soll, sind in der Presse die widersprechendsten, zum Theil albernsten Nachrichten verbreitet worden. Zunächst handelt es sich gar nicht um einen sozialistischen Kongreß. Wohl ist der Beschluß zur Ab- Haltung des Kongresses auf dem sozialdemokratischen Parteitag in St. Gallen gefaßt worden, allein sowohl der Beschluß, als auch der bezügliche Antrag und die an ihn sich knüpfende Dis- kusfion schrieben dem geplanten Kongreß eine ganz bestimmte, scharf umgrenzte Aufgabe zu, nämlich die internationale Regelung der Fabrik- und Arbeitergesetz- g e b u n g anzubahnen. Und es herrschte auch Einstimmigkeit darüber, daß der Kongreß, um seinen Zweck zu erfüllen, keinen Parteicharakter tragen dürfe. Alle Arbeiterorganisationen ohne Unterschied sind oder werden zu dem Kongreß eingeladen, der den katholischen und Max tzirsch'schcn Vereinen ebenso gut offen stehen wird, wie den englischen und amerikanischen Tradesunions, den„Rittern der Arbeit", den freien Gewerk- schaftsorgainsationcn der übrigen Länder, kurz, allen bona flde Arbeiterorganisationen der Welt ohne Unterschied der Nationa- lität, der Partcistellung und der Ziele. Es ist das beiläufig eine Lebensbedingung des Kongresses, der sonst seiner Aufgabe nicht gerecht werden kann. Und darum sind die jour- nalistischen Schnüffler arg auf dem 5)olzweg, welche da ver- muthcn, die„praktische" und„gemäßigte" Tagesordnung sei blas ein Aushängeschild, blos ein Lockvogel, um die nicht sozia listischen Arbeiterorganisationen in das sozialistische Ney zu locken. Wäre dem wirklich so, dann würde es am ersten Tage auf dem Kongreß zu einer Spaltung kommen. Oder glaubt man, die großen englischen und amerikanischen Arbeiterorgani- sationen würden sich von den deutschen Sozialdemokraten ins Schlepptau nehmen lassen? Wer das glaubt, kennt diese Or- ganisationen sehr schlecht. Rein— der Kongreß wird entweder sein Programm genau einhalten und sich streng auf seine Aufgabe beschränken, oder er wird ein Mißerfolg sein. „Warum aber haben die deutschen Sozialdemokraten die Sache in die Hand genommen? Das ist verdächtig!" meint einer der Schnüffler. Je nun, wir sind nicht in der Lage, den Menschen ins Herz zu sehen, allein so viel steht fest: Jemand mußte die Sache in die Hand nehmen und den Anstoß geben. Und da die deutsche Regierung es ver- weigert hat, der Einladung der Schweiz zu folgen und sich an Schritten zur internationalen Regelung der Fabrik- und Ar- beitcrgesetze zu betheiligen, so war es ganz natürlich, daß vie Arbeiter und Arbeitervertreter die Sacke in die .Hand nahmen. Vielleicht erkundigt sich der betreffende Schnüffler, warum die deutsche Regierung in dieser so hochwichtigen An- zclegenheit nichts hat thun wollen.-- Eine schwere Arbeit ist's freilich, einen internationalen Kongreß zu Stande zu bringen, der auch wirklich den Namen verdient und die nöthige Auto- rität Hai. Jndeß, wie uns versichert wird, sind die Vor- bcrcitungen im besten Zug und alles verspricht ein volles Ge- lingen.— „Dir pflichten der Arbeiter." Unter diesem vielver- prechcndem Titel macht ein Waschzettel durch die ganze„wohl- gesinnte" Presse die Runde, der mancherlei zwerchfellerschütternde Siellen enthält. Nur ein Passus sei herausgegriffen. Nach einem Loblied auf die deutsche„Sozialresorm" heißt es:„Ver- dienen demgegenüber die Störungen durch Streiks und andere Mittel von Seiten der Arbeiter schärfer ans Licht gestellt zu werden? Ja, wir brauchen nicht Beispiele aus der Groß- industrie zu wählen, wo die Arbeiter dem Arbeitgeber mit der durch die Worte„Arbeit und Kapital" bezeichneten tiefen Eni- rüstung noch gegenüberstehen und jede für sie günstige Stellung rücksichtslos auszubeuten suchen; viel stärker noch hat das Kleingewerbe unter den Pflichtverletzungen der Gehilfen zu leiden. Wo immer nur sich die Aussicht auf einen höheren Lohn zeigt, da läßt der Geselle den Meister, welcher ihn vielleicht in der schlechten Zeit mtt Schaden de- chäfttgt hat, undankbar im Stich, die Lohnhöhe ist ihm das einzige Motiv zur Arbeit geworden." Wahr- haftig, es ist eine himmelschreiende, niederträchtige Undankbar- keit von diesen Arbeitern, daß sie Höhere Löhne haben wollen. Mag der Fabrikant die Arbeiter nach Herzenslust ausnützen, mag der szandmerksmeister die Gehilfen unter den schlechtesten Arbeitsbedingungen bei langem Arbeitstag gegen Jammerlohn erploitiren, das macht nichts. Nur der Unternehmer hat das Wenn aber auch die Vermögensverhältnisse des Frei- Herrn jetzt ziemlich gedrückter Art waren und er bedeutende Schulden machen mußte, um nur standesgemäß leben zu können, so bekam er trotzdem überall geborgt und wußte auch, daß sich sogar in allernächster Zeit seine Vermögens- Verhältnisse, oder die des Hauses wenigstens, glänzend verbessern, ja wie ein Phönix aus der Asche erstehen würden. Mit dem Geburtstage seines ältesten Sohnes, des Lieutenants nämlich, der in kaum zwei Monaten herannahte, wurde eine außerordentlich bedeutende Erbschaft für diesen fällig, die eigens dazu bestimmt worden, den alten Glanz ves Hauses Wendelsheim wieder neu zu beleben. Der letzte Abkömmling einer der Hauptlinien hatte diese Erbschaft ausgesetzt, aber mit einer eigenthümlichen Neben- bestimmüng. Beide Vettern, jene alte General von Wendelsheim und unser alte Freiherr, hatten eigentlich nie in gutem Vernehmen mitsammen gestanden, ja sich sogar gründlich gehaßt, und dieser Gefühle auch nie groß Hehl gehabt. Bruno von Wmdelsheim aber, wie der General hieß, war, bei einem enormen Reichthum, unvennählt geblieben, ja sogar ein Weiberhaffer, und hing nur mit all' der zähen Liebe und Verehrung, deren er fähig war, an seinem alten Stamm- bäum, an dem Glänze und Ruhme Derer von Mendels- heim, und doch drohte das ganze Geschlecht auszusterben, denn unser Freiherr war damals der letzte des Namens und, obgleich schon fünf Jahre vermählt, noch ohne Leibes- erben. Da bezwang der alte General auf semem Sterbebette den Haß, den er gegen die Person des Vetters vielleicht ge- fühlt, und nur noch in ihm den alleinigen Träger des Namens sehend, setzte er wenige Tage vor seinem Tode ein Testament zu dessen Gunsten auf. Er wußte, in welch' zerrütteten Vermögensverhältniffcn sich jener Zweig der Familie schon damals befand, und wenn ihm auch nichts daran lag, dem Vetter selber aus der Ver- lcgenheit zu helfen, sollten doch die Erben des Namens wenigstens nicht mit einer solchen Misere zu kämpfen haben. Das Testament lautete aber vorsichtiger Weise hiesigen Arbeitern auf seinen wahren Werth erkannt worden, I Recht, so profitabel wie es nur geht zu probustren, er bereichert sich, er spekulirt, er lonkurrirt, aber„Pflicht" des Arbeiters ist, sich die Löhne drücken zu lassen und dankbar beim Unternehmer auszuharren, als ein geduldiges Schaf. Und Streiks sind eine Ausgeburt der Hölle, sind eine grobe„Pflichtverletzung". Der Arbeiter soll sich adrackem, den Mund halten und bei der Reichstagswahl seine Stimme abgeben für Herrn— Stöcker. Auf daß es ihm wohlergehe! peder die Kchwennhagen'fche Gründung schreibt uns ein Arbeiter aus Brandenburg a. H.:„Der eigentliche Gründer des„Deutsch-Südamcrikanischen Kolonisationsvcreins Branden- hurgcr Arbeiter", Herr Schwennhagen, ist schon längst von den und nur eine ganz kleine Anzahl Verblendeter halten noch z» ihm und stehen noch immer in regem. Verkehr mit ihm. Das Projett, südamerikanische Kolonien zu gründen, ist durchaus kein neues. Schon bei Gelegenheit der letzken Reichstagswahl suchte Schwennhagen für sein argentinisches Unternehmen Anhänger zu finden, und es gelang ihm auch vereinzelt. Ter Verein nun, welcher dieses Unternehmen leiten und fördern soll, besteht meines Wissens aus acht bis zehn Personen, und da hier allgemein bekannt ist, daß Schwennhagen der eigentliche Macher des ganzen Auswanderungsrummcls ist, so ist nicht anzunehmen, daß sich noch mehr Dumme finden werden, welche den Mumpitz mitmachen. Es ist recht dezeichnend für das ganze Unternehmen, daß„ A ck e r b a u I o l o n i e n" gegründet werden sollen, und es doch nicht wünschenswerth erscheint, ländliche Arbeiter und Kleinbauer zur Auswanderung zu veranlassen. Vielleicht nimmt Herr Schwennhagen nächsten Sommer einen Kursus bei irgendff einem Großgrundbesitzer, um sich selbst erst in der praktischen' Landwirthschaft auszubilden und seinen künftigen Genosse» kräftig in der Handhabung von.Hacke und Spaten beizustehen. Daß ein„konservativer Hauch" durch das Ganze geht, beweist wohl zur Genüge, daß die„Kreuzztg." dem Unternehme» günstig zur Seite steht, und daß das erste Flugblatt des Kalo- nisationsvereins in der Druckerei des hiesigen konservative« „Kurmärkischen Wochenblatts" gedruckt wurde. Vielleicht wird das Untemehmen des Herrn Schwennhagen sogar subvcntionirtki Nun! Warum auch nickst!" Da»„kommende Softaliflengesrch" behandelt die „Nationalliberale Korr." in einem Artikel, worin zunächst lam statirt wird, daß die nationalliberale Reichstagsftattion— was selbstverständlich ist— noch keine Stellung dazu genommen# Dann heißt es in dem Artikel:„Was bisher über die Porloge verlautet, muß freilich Bedenken erwecken. Wenn die siksi gierung jetzt das Bedürfniß einer längeren Zeitdauer, auf welche das Gesetz von neuem zu bewilligen wäre, empfindet, so hat«e selbst dadurch, daß sie bei der vorvorigen Bewilligung das(Nj setz nur auf zwei Jahre verlangte, die Erfüllung dieses ihres Wunsches erheblich erschwert. Im Ucbrigen ist daran zu er- innern, daß die Nationalliberalen bei der ursprünglichen»f Messung der Geltungsdauer auf drei Jahre von dem Gesichts» punkte ausgingen, es solle dem Reichstage einmal im Lauft einer jeden Legislaturperiode die Möglichkeit geboten werdest über die Nothwendigkeit der Fortdauer des Sozialistengesetzes und über die Zweckmäßigkeit seiner Fassung zu entscheiden. Es ällt in die Augen, daß unter diesem Gesichtspunkte die Frag« der Verlängerung auf fünf Jahre eine verschiedene Beurtheilung- gestattet, je nachdem sie unter der Herrschaft einer dreijährige» 1 oder einer fünfjährigen Legislaturperiode erfolgt. Daneden ist I estzubalten, daß die Frage, ob zwei, ob drei, ob fünf Jahre,» eine prinzipielle Bedeutung überhaupt nicht haben kann. Was das Sozialistengesetz seinem wahren Sinne nach verbieten bezw- verhindem will, wird für alle Zukunft verboten bezw. verhindert, werden müssen; es kommt nur darauf an, ob das Gesetz auÄ einem wahren Sinne gemäß gehandhabt wird. Unter diesem Gesichtspunkte ist dieZeitdauer eine politischeVertrauens-; rage, die je nach der wechselnden Lage verschiede»- heurtheilt werden kann. Von weit prinzipiellerem Ge»! wichte indeß, als die Zeitdauer, wäre die in Aus», icht gestellte Verschärfung der Ausweisungs»� b e f u g n i ß. Diese Bcfugniß ist ohnehin diejenige der in dem Gesetze enthaltenen Waffen, welche am schwerste» verwuirdet, und deren Uncntbehrlichkeik am meisten zu beklage» ist. Freilich hat man oft genug mit Recht gesagt: will man überhaupt Ausnahmemaßrcgcln, so muß man sie auch in ivirl» samer Schärfe wollen; stumpfe Waffen sind in diesem Falle d>e gefährlichsten von allen(!). Und es läßt sich ja die Möglichkeit j leicht konstruiren, daß die Ausweisung eines gefährlichen% I tators aus einem einzelnen ThätigkeitSdezirke von linzurelchender. Wirksamkeit sein kann, wenn deinselben gestattet ist, udi nach freier Wahl einen andern geeigneten Ort W seine reoolutw»-. Hände Tradi nur auf einen männlichen Erben des Hauses Wendelsheim, der aber auch erst, wenn er das vierundzwanzigste Jahr erreicht hätte, die damals für ihn verzinslich angelegte Summe von zweihunderttausend Thalern ausgezahlt er- halten solle. Bekam der Baron von Wendelsheim mehrere Söhne, so blieb dieses Kapital trotzdem nur für den ältesten be- stimmt und ging erst noch dessen Tode, wenn er ohne Söhne starb, auf den zweiten über. Bekam der Baron dagegen keine Kinder, oder nur Mädchen, so sollte er nicht einen Pfennig von der Summe erhalten, denn diese konnten den alten Namen nicht foripflanzen. Fünfzigtausend Thaler waren in diesem Falle einem sehr weitläufigen Verwandten und damals sehr lockeren Offizier, einem Herrn von Halsen, ausgesetzt, und mit dem Rest, von dem indessen Zins zu Zins geschlagen wurde, sollte ein Stift für adlige Fräulein begründet werden. Bekam der Freiherr dagegen Knaben, so sollte er schon insofern ftüher eine theilweise Nutznießung der Zinsen haben, als er vom zwölften Jahre des Erst- geborenen an jährlich für dessen Erziehung zweitausend Thaler erheben konnte. Freiherr von Wendelsheim wurde nach dem Tode seines Vetters mit dem Inhalt dieses Testaments bekannt gemacht und allerdings sehr fteudig überrascht. Mit um so größerer Angst sah er aber nun auch dem Zeitpunkt entgegen, der seine frohesten Hoffnungen verwirklichen sollte und einzu treten versprach: nämlich die Geburt eines Kindes. Aber alles hing natürlich davon ab, daß es ein Knabe sei, denn bei der Geburt einer Tochter änderte sich in seinen Ver- mögensumständen nichts; er blieb nach wie vor auf seine eigenen, sehr reduzirten Mittel angewiesen und ihm schließlich, wenn kein Sohn nachkam, nichts weiter übrig, als die Tochter in das nämliche Stift zu thun, das sein Vetter mit dem ihm entzogenen Gelde gegründet haben wollte Damals sollte er sich auch in einer furchtbaren Aufregung befunden haben und halbe Nächte nicht vom Pferde gekommen fem Aber er hatte sich umsonst geängstigt. Die so heiß ersehnte und gefurchtete Stunde brach endlich an, und lauter Jubel weckte plötzlich mitten in der Nacht die Dienerschaft denn der erwartete Erbe, ein prächtiger, dicker Junge war der bi brücke Er ist die L beitge aber i rufsgl versick letzter Prov' daß t welch „flüsf es w> vermi welch dem gewä bciter Tage schl Ud-i tarisc scheii brest« nächf die Hani grün selbst hebst Volk! essen! eine Grüi wcrd Besck stehe sich' rathe Reick di« der Jnternirung in bestimmte Bezirke in diesem ZusammcnhmtW nicht in Erwägung gezogen zu sein scheint. Uederhaupt ad«: den Erle« daß sei. i kläre lager ti v dami Diip auf ihnci Fach dein kons« unse die! den die das Miq bin offiz die runx mit daß wird eine Begründung der Nothwelidigkeit der exorbitant» 3 Ausdehnung der Ausweifungs bcfugniß bis zur Ausweisung ar» dem ganzen Reichsgebiet bisher so sehr vermißt, daß eine ei»» sich losig 3 K ohn« net 300 aebendere Diskussion der Sache kaum möglich ist.'— Hierz» bemerkt die„?!at.-Ztg.":„Was die jedesmalige Dauer der Äs» längerung detrifft, so ist unseres Erachtens der formale Gesichts» puntt, daß jeder Reichstag einmal während seiner Legislatur» Periode darüber entscheiden soll, untergeordnet im V#* gleich mit der f Neuerung nach brauch gewährt.—..................... Frage, wie lange das Ausnahmegesetz denn überhaupt no» bestehen soll, auch von denen nicht mehr umgangen werden� welche dasselbe bisher auftecht erhielten."— Die„Nat-Ztg- scheint zu fühlen, daß sie keinesfalls die Ansichten der Rkajorita» s Iah: woh amt« mit: dürf nete gefo der wirk erschienen und schrie lustig in die ihm noch fremde Wel* hinein. 1 Das war ein Jubel im Hause; der Champagner flo» und die Dienerschaft bekränzte am folgenden Morgen das ganze herrschaftliche Schloß mit grünen Guirlande« ~- M Da» , v*y«|*»kv�v wwy*vp<1114 yiuutu viyuivvv*»»--# und Blumen. Ja, der Schulmeister aus dem Dorff Wendelsheim rückte sogar mit der ganzen Schuljuge»» hinauf auf's Schloß, ließ die Zungen einen Eho-al singen, als ob jie eine Leiche zu Grabe trügen, und zog M. dann wieder, Taschen und Hut voll von noch dampfendei», warmem Kuchen gestopft, in die Stille des Privatleben» zurück. I Der Knabe wuchs und gedieh. Es war anfangs ein bl�? hübsches Kind gewesen, aber er entwickelte sich später etw�s derber und knochiger, wie man das ja wohl häufig bei äffst.« Lüd trag richt Soi Sor Cor mar blick ver t'nt r rt l 7 niuii VU3|U �UU|I�"g# fallend hübschen Kindern hat, daß sie nicht immer halten,; sie versprechen. Die Eltern aber hingen mit größerer Lied ™ fix v- ä_________ 2.:�.. ßiMM I"- ir Ulli � an dem Knaben, als sich die Hoffnung, einen zweiten So?» ""'"VV.., ui»(Iii) Ult■voll"""«}, CIHt.ll ziuci und Erben zu erhalten, immer weiter hinausschob.. Daß dabei im Publikum, mit der eigenthümlichen sthaft zusammenhängend, anfangs ganz sonderbare Gerimr auftauchten, läßt sich denken. Auf die Aussagen verschs� dener Leute im Schlosse fußend, wurde behauptet, mit dfl»! Erben sei nicht Alles so recht und richtig zugegangen.. wäre eigentlich ein Mädchen gewesen, und der alte Vars k.r.' n J. c;'ns'trx.r,_____ fiArtt«" wäre eigentlich ein Madchen gewesen, und der alte. hätte dafür gesorgt, daß er sich die Erbschaft trotzdem si(h(%ch 1 Aber es war in all' den Gerüchten keine feste Basis, '—'— ww V4I4 Vi»ti,uvyicu ivitiv sCsic_ bas Meiste beschränkte sich nur auf Hörensagen. Der dacht war allerdings da; man traute dem Baron etwo Aehnliches zu, aber die Beweise fehlten, und wie sich boj! """ uucmiuija uu, man iraure oem Joaron Aehnliches zu, aber die Beweise fehlten, und wie si4,-P X Gerüchte ein paar Monate gehalten und das sft'h� Gerüchte ein paar Monate gehalten und das steye""d Thema aller Kaffeegesellschaften gebildet hatten, oerschw»! de» sie, wie sie aekommen. Zuletzt sprach kein Mensch"M, davon, und als sechs und ein halb Jahr später die Barr'»'., vvwv.i, uuv uu jcup unu ein i)aio �ayr]pater oie � noch einem zweiten Knaben das Leben gab, zerfiele» auf zenes Gerücht gegründeten Suppositionen überhaupt nichts. (Fortsetzung folgt.) dff An den dtnp leuck kanr dliel Fay das Anr oder Erkl e.fal form Rau kanr ekln aiss und Acht dern uns« der über miiss woh ausf fir der unse ihre, ballt für 1 Ion» iSfj dtt Nationalliberalen vertritt. Diese Majorität wird mit sich handeln lassen. Das Gegentheil würde ja auch zu sehr allen Traditionen dieser„Kautschukmänner" widersprechen. Zur Alter«-«ud Juvalldeuversorgung spricht sich der bekannte Großindustrielle„König" Stumm im„Saar- bruckcner Gewerbeblatt" in folgender bezeichnender Weise aus. Er ist einverstanden, daß mäßige Prämien ohne Rückstcht auf die Lohnhöhe eingeführt, die Verficherungslast auf Staat, Ar- beitgeber und Arbeiter gelegt werde u. s. w. Er spricht sich aber gegen die Verwaltung der Versicherungsanstalt durch Be- rufsgenosscnschaften aus, die bei der Alters- und Invaliden- Versicherung gänzlich aus dem Spiel gelassen werden wüßten; letztere sei direkt dem Reich, dem Staat, beziehungsweise den Provinzen zu übertragen. Recht interessant ist die Bemerkung, daß die Gewährung einer Rente an Personen von 70 Jahren, welche noch im Besitz ihrer Erwerbsfähigkeit sind,„ganz über- „flüssig" sei! Arbeiter über 70 Jahre, meint Herr Stumm, wird es wenige geben; find sie noch im Besitz ihrer Arbeitskraft, so vermögen sie sich meist besser(!) zu ernähren als jüngere Leute, welche eine Familie zu ernähren haben. Will man aber trotz- dem dem schlechter fituitten Arbeiterstand eine reine Altersrente gewähren, so müßte sie meines Erachtens wenigstens auf solche Ar- beiter beschränkt werden, welche weniger als den ottsüblichen Tagelohn verdienen!— Also eine dirette Subventionirung für schlecht zahlende Unternehmer! Mau,» der Gntwurf über die Alter«- und Jnna- lidenverstcherung der Arbeiter die Reife zur parlamen- tarischen Behandlung erreicht haben wird, ist zur Zeit, wie es scheint, überhaupt noch nicht abzusehen. Offiziös wird die ver- breitete Annahme, daß die Vorlage den Bundesrath„in den nächsten Tagen" beschäftigen werde, für unrichtig erklätt. Schon die dem Reichsamt des Innern obliegende Aufgabe, an der Hand der Grundzüge einen formulirten Gesetzentwurf nebst Be- gründung auszuarbeiten, sei eine umfangreiche und erfordere selbst bei dem Vorhandensein eingehender Borarbeiten eine er- hebliche Zeit. Es komme hinzu, daß in den Berathungen des Volkswitthschaftsraths, wie in den Gutachten anderer Jnter- essenten und mebr oder weniger sachverständiger Kreise gegen eine Reihe von Punkten in den Grundzügen mit sachlichen Gründen unterstützte Ettnncrungen gezogen sind. Jedenfalls werde die Ausarbeitung des Gesetzentwurfs selbst bei denkbarster Beschleunigung noch einige Zeit in Anspruch nehmen, doch be- stehe begründete Hoffnung, daß dies gegen Ende des Monats sich werde ermöglichen lassen. Von der Berathung des Bundes- raths wird es dann abhängen, wann der Gesetzentwurf dem Reichstage zugehen kann. Von den KarteUbrlldeen. Die„Kreuzzeitung" steckt den Nationalliberalen in Sachen des K a r t e l l s zur besseren Erleuchtung eine neue Kerze an. Um die Legende zu zerstören, daß die Kattcllvolitik als eine gemäßigt liberale gedacht worden sei, äußert sie sich wie folgt:„Wie sonst wäre es denn zu er- klären, daß die verbündeten Regierungen dem Reichstage Vor- lagen zugehen lassen, deren Annahme nur dem konservativen Standpunkte möglich scheint? Ein„Spott" soll damit doch wohl nicht getrieben werden; um die ernsthaftesten Dinge von der Welt handelt es sich vielmehr und hierzu wird auf die Unterstützung der Nationallibcralen gerechnet, weil man ihnen noch immer zugetraut, daß sie sich nicht an ihre alten Fachmcinungen gebunden halten, sondern den praktischen Erfordernissen der Lage Rechnung tragen werden. Das aber heißt konservative Politik treiben, nicht liberale." Das entspricht ganz unserer Auffassung, daß die Regierung von den Kartellparteien die Unterstützung für ihre reaktionäre Politik verlangt und auf den Liberalismus nicht die mindeste Rücksicht nimmt. Wenn die Nationalliberalen etwas anderes ermattet haben, so beweist das nur ihre politische Kurzsichtigkeit: jetzt bleibt ihnen nur Miqucl's Trostphilosophie:„Wenn ich mich getäuscht habe, so bin ich eben getäuscht worden", und daß sie es sind, hat ja ihr offizielles Organ erst jüngst durch die erneuerte Klage anerkannt, die Regierung habe wieder einmal, in der Frage der Verlänge- rung deS Sozialistengesetzes, ohne Fühlung und Verständigung nnt den Nationalliberalen gehandelt. Sie traut ihnen eben zu, daß sie folgsam sein werden. Die zlnsallveestcherungsrente für Seeleute berechnet fich in Ausführung des neuen Gesetzes bei völliger Erwerbs- losigkeit auf 378 M. im Jahre, die Wittwe erhält bei mindestens 3 Kindern unter 15 Jahren 340,20 M., eine Matrosenwittwe ohne Kinder erhält 113,40 M. Der Betrag der Rheder berech- nct sich für ein Schiff von 10 Mann Besatzung auf 250 bis 300 M. jährlich. Die preusiifchr« Staatsbahnen sollen im laufenden Jahre ein Mehr von rund 40 Millionen bringen. Da wäre es wohl an der Zeit, die sehr nicdttgen Löhne der unteren Be- amten aufzubessern. Au« Gkfenbach, 3. Januar, theilt das„Offb. Abendbl." mit:„Die Unverletzlichkeit der hessischen Landtagsabgaordncten dürfte jetzt eine neue Probe zu bestehen haben. Der Abgeord- nete Franz I ö st ist jetzt vom Staatsanwalt in Mainz auf- gefordert worden, seine 6 Monate Gcfängniß anzutreten. Da der Herr Staatsanwalt dabei auch mit Verhaftung gedroht, so wird Sperr Jöst zur Wahrung der Immunität alles thun, was Ans Knnst nnd Leben. Urder die Natur der Sonnenfleckrn hat E. von Lüdinghausen-Wolff in einem kürzlich zu Riga gehaltenen Vor- trage neue Vcrmuthungen aufgestellt, worüber folgendes be- richtet wird: Bei Betrachtung des Phänomens durch das Sonnenfernrohr zeigt der unzweideutige Augenschein uns die Sonnenflecke deutlich als Ocffnungcn und Löcher in der die Sonne umgebenden Lichthüllc oder Photosphäre, durch welche man in ein vollständig finsteres und dunkles Innere hindurch- blickt, so daß die Sonne selbst als ein vollständig dunkler Kör- ver erscheint, welcher von einer glühenden und blendend leuch- tmden Hülle umgeben ist. So deutlich auch der offenbare A igenschein redete, so sahen dennoch die Physiker sich gemüßigt, denselben als Täuschung zu verwerfen, weil es ja doch schlechter- Vings undenkbar ist, daß ein Körper, der von einer so intensiv leuchtenden und glühenden Hülle umgeben ist, dunkel bleiben kann und nicht in dieselbe Gluth versetzt wird wie die Hülle. So blieb denn den Herren Spörer, Kirchhof, Weber, Zöllner, Faye, Gautier und Secchi nichts anderes übttg, als das, was das Auge deutlich zeigt, zu verwerfen und ihre Zuflucht zu der Annahn, e zu nehmen, daß diese schwarzen Flecken Rauchwolken, oder gar erkaltete Schlackcnschollen des Sonnenstoffes seien, eine Erklärung, die, befangen in einer Backofen- und Fabrikessen- c. fahrung, verzweifelt unphysikalisch war, da doch bei dem gas- sörmig-glühenden Aggregatzustande des Sonnenstoffs von einer Rauchbildung und Schlackenerkaltung gar uicht die Rede sein kann. Diese unüberwindliche Schwiettgkeit, das Phänomen zu dadurch hervorgerufen, daß man die Aufmerksamkeit a tsschlteßnch nur dem Gesehenen zugewandt, den Sehenden aber und die Natur des Auges, diesen wichtigen Faktor, ganz außer Acht gelassen hatte. Indem man nun nicht allein die objektive, son- dcrn auch die subjenive Seite des Phänomens, die Physiologie unseres Auges, mit in Betracht zog, ergab sich die Erklärung der Sonnenflecken von selbst. Zieht man in Betracht, wie alles überbietend und exorbitant die Gluth- und die Lichtprozesse sein müssen, die das Innere der Sonne aufweist, so wird es doch wohl auf der Hand liegen, daß die aus dem Sonneninncrn ausgehenden Strahlen außerhalb und über den Grenzen des für unser Auge sichtbaren Lichtes stehen, so daß das Innere der Sonne, gerade um seiner höchsten Lichtprozesse willen, für unseren Gesichtssinn dunkel sein muß. Erst die abgekühltere, in ihren Lichtprozessen abgeschwächte äußere Hülle des Sonnen- balls, die Photosphäre, vermag uns solche Strahlen zuzusenden, für welche das menschliche Auge die Lichtempfänglichkeit erforderlich ist. Es wäre doch wahrhastig interessant, wenn ein h e s s i s ch e r Staatsanwalt den Attikcl 84 unserer Verfassung außer Acht ließe, während der sächsische Staatsanwalt Schwabe fich sehr wohl hütete, die von ihm s. Z. angedrohte Verhaftung des Abg. Ulrich auszuführen."_ � � StaSfurt. Durch alle Blätter gmg kurzlich die Notiz, wonach hicrselbst eine geheime sozialdemokratische Sitzung auf- gehoben und die Theilnehmer, unter welchen sich auch der Hut- fabrikant A u g u st H e i n e aus tzalberstadt befunden, verhaftet seien. An der ganzen Geschichte ist weiter nichts wahr, als daß Heine, welcher sich in Geschäften hier befand, den Gästen am Tische etwas erzählte, als plötzlich etwa 8 Polizisten und Gendarmen eintrafen und die„sozialdemokratische Versammlung für aufgelöst und Heine nebst einigen anderen für vorläufig verhaftet erklätten. Zuin Rathhause gefühtt, wurden die Ver- hafteten jedoch, nach einer vorläufigen Vernehinung und da ab- solut nichts Verdächtiges bei ihnen vorgefunden wurde, wieder entlassen. Als Heine jedoch bereits auf dein Wege zum Bahn- hose sich befand, wurde er abermals polizeilich festgenommen und zu einem zweiten Verhör zum Rathhause gefühtt. Ebenso drei andere Gäste. Alle wurden eingehend inquitttt, jedoch in derselben Nacht wieder auf freien Fuß gesetzt. Da bisher ein Ausnahmegesetz, welches bekannten Sozialdemokraten den Besuch öffentlicher Witthshäuser verbietet, nicht besteht und ebensowenig die Unterhaltung an dem Witthshaustische, ist nicht reckt er- sichtlich, welcher Strafthat sich Heine und die anderen Gäste der betreffenden Restauration zu Schulden haben kommen lassen sollen. Arber eine neue Grenzverletzung selten« russischer Soldaten bettchtet der„Graudenzer„Gesellige":„Fünf junge Leute gingen auf dem Rückwege von der Jagd am Sniolniker Kordon(Grenzwache) vorbei. Hinter einem Gebüsch versteckt lag ein Russe, der einen riesigen Hund bei sich hatte, auf Posten. Es that diesemgiengen Menschen offenbar leid, daß die Preußen so schwer mit Wild deladen ungehindett vorbeigehen sollten, er gab seinem Hunde ein Zeichen, und dieser stürzte sich denn auch sofort auf einen ruhig seines Weges gehenden Jäger. Der Jäger hatte indessen keine Luft, sich von der wie toll geberdenden Bestie peinigen zu lassen, er legte an, und ein wohlgezielter Schuß machte dem Hunde den Garaus. Kaum war der Schuß gefallen, so stürzten auch sogleich 12 bis 15 Soldaten aus dem Kordon heraus, zuerst auf die„preußischen Hunde" schimpfend, dann, nachdem ste etwa 20 Meter preußischen Boden betreten hatten, auf ein Zeichen eines in ihrer Mitte stehenden älteren Soldaten Feuer gebend. Die so angegttffenen Jäger suchten nun so viel wie möglich hinter Bäumen Schutz, und nur da- durch, daß sie genügend Deckung fanden, wurde größeres Un- glück verhütet. Einem Jäger wurde»sein Pelz von einer rufst- schen Kugel durchlöchett. Nachdem die Russen dieses Helden- stück ausgefühtt hatten, zogen ste sich schimpfend und fluchend in ihren Kordon zurück." Fra«kreich. An den bevorstehenden Senatswahlen be- thelligen sich 30 Departements und eine Kolonie. Zu besetzen find 82 Sitze, von denen 64 im Besitze von Republikanern und 18 im Befitze von Monarchisten waren. Die Wahlen, durch welche dieses Verhältniß festgesetzt wurde, waren diejenigen vom 5. Januar 1879. Nun ist aber durch das Gesetz vom 9. Dez. 1884 eine wesentliche Veränderung des Wahlmodus dadurch worden, daß die Zahl der Delegitten der einzelnen iemeinden je nach der Einwohnerzahl derselben variitt. Wäh- rend früher jeder Gemeinderath nur einen Delegitten(Wahl- mann) für die Senatswahlen ernannte, ernennen nach jenem Gesetz die Gemeinderäthe von 10 Mitgliedern 1, die von 12: 2, die von 16; 3, die von 21: 6, die von 23: 9, die von 27: 12, die von 30: 15, die von 32: 18, die von 34: 21. die von 36: 24 Delegitte. Und da die Zahl der Mitglieder eines jeden Gcnieinderaths durch das Gesetz vom 5. April 1884 in ein bestimmtes Verhältniß zur Zahl der Einwohner der Gemeinde gesetzt ist, so beruht seit dem erwähnten Gesetz die Wahl der Senntoren auf einer gerechteren Vettheilung der zur Wahl be- rechtiatcn Delegitten. Dieses(ssesetz hat aus diesem Grunde die Chanzen der Republikaner bedeutend erhöht. Denn gerade aus den kleineren Gemeinden gingen mehr reattionäre Delegitte hervor, als aus den großen Centren der Depattements. Jene werden nunmehr wie bisher nur einen Delegitten an die Urnen senden, während die Zahl der Delegitten der letzteren gewachsen ist. Es wird also die Zahl der republikanischen Delegitten in höherem Maße wachsen als die der reaktionären. Und die Re- puhlikaner hoffen deshalb bei diesen Wahlen, wenn nicht alle, so doch 7 oder 8 Sitze der Reaktionäre zu erobern. Gr»ßbriti»«nien. Die liberale Partei steht am Schluß des Jahres viel besser da, els am Anfange desselben. Die im Laufe des Jahres errungenen Vottheilc lassen sich nicht durch die zehn den Torics und liberalen Unionisten abgewonnenen Sitze allein bemessen, obschon diese Wahlsiege ebenfalls als Beweis gelten müssen für den bedeutenden Umschwung der öffentlichen Meinung zu Gunsten einer Versöhnung mit Irland auf Grundlage der Gc- Währung von Selbstverwaltung. Die Vorfälle des Jahres haben besitzt. Ja, zieht man die Beschaffenheit unseres Gesichts- organs mit in Betracht, da löst sich sofott das bisher unerklär- liche Räthsel, das der unmittelbare Augenschein darbietet, das Räthscl von der hell strahlenden Photosphäre und dem dunrlen Innern der Sonne. Wo die leuchtende Hülle oder f hotosphäre durch die als Protuberanzcn aufsteigenden Gase des nnern durchbrochen wird und eine Lücke oder Oeffnung auf- weist, durch welche wir in das Sonncninnerc hineinschauen, muß uns dieses Innere, für dessen höchste Lichtthätigkeiten unserem Auge die Sehfähigkert gänzlich abgeht, gänzlich dunkel erscheinen und müssen diese Oeffnungen der Photosphärc uns als dunkle Flecken sichtbar werden. Die Gluth und das Licht des Sonnen- innern sind so kolossaler Att, daß die Lichtstrahlen, die davon ausgehen, die Geschwindigkeit von acht Billionen Aetherschwin- gungen in der Sekunde bei weitem übersteigen, und acht Billionen Schwingungen in der Sekunde ist die Grenze, von welcher ab die Wahrnehmungsfähigkeit für unseren beschränkten Gesicht- sinn aufhört und für unser Auge das Licht zur Nacht wird.— Dieses gilt für unser menschliches Auge; wir könnten uns aber sehr wohl auch andere Wesen mit anders organistttein Auge denken, sund zwar Wesen, deren Gesichtsempfänglichkeit statt von vier bis zu acht Billionen, etwa von sechs bis zu zehn Billionen Aetherschwingungen reichte. Für solche Wesen sähe die Sonne anders aus, als für uns, für sie gäbe es gar keine Sonnen- flecken. Das Sonncninnerc stellte sich ihnen als blendend leuchtender Körper dar, der von der Photosphäre durch die Gas- eruptionen aus dem Innern durchbrochen wird, da sähen sie da, wo ivir duirkle Flecken sähen, hellblitzende Flecken durch die Oeffnungen der trübenden Photosphäre hervorbrechen. Urber«inr selten» Himmelsrrschrinung bettchtet Kapitän Moore vom btttischen Dampfer„Sibirian" folgendes: „Am 12.*NovemberZv. I. um Mitternacht, als ich mich 10 See- meilcn von Kap Race aus Neufundland befand, schien bei starkem Winde ein großer Feuerball bis zu einer Höhe von ungefähr 15 Fuß aus vcm Meere emporzusteigen und gegen die Wind- ttchtung recht auf mein Schiff zuzukommen. Die Feuerkugel ändette dann ihren Lauf und bewegte sich ungefähr Ii Seemeilen weit mit meinem Schiff fort, als sie etwa zwei Minuten später abermals eine andere Richtung einschlug und südostwätts gegen den Wind davonzog und sich verlor. Im Ganzen währte das Phänomen etwa fünf Minuten. Ich habe eine ähnliche Erscheinung schon früher unweit Kap Race beobachtet. Sie schien mir nahenden Sturm aus östlicher und südöstlicher Rich- tung anzuzeigen."— Das hydrographische Amt zuZ Washington bemettt hierzu:„Die hier beschriebene Erscheinung gehört zu aller Welt bewiesen, daß die Toryregierung nicht im Stande ist, Irland ohne Anwendung von Gewalt zu regieren. Bei- seinem Amtsanttttt hatte das Kabinet eine glänzende Gelegen» hcit, die irische Frage zu lösen, oder wenigstens die 5pumcrule- Agitation, welche durch Gladstone's Fall schwer geschädigt wor- den war, auf Jahre hinaus zu entkräften. Hätte das Kabinet- den von Parnell im September 1886 gemachten Vorschlag angenommen und die ittschen Pachtzinsen auf administrativem Wcge- reduzirt, so wäre ihm jetzt die Demüthigung ettpart worden, de» agrattschen Feldzugsplan John Dillon's legalisiren zu müssen. Natürlich konnte man von einem aus Agrattern zusammenge- setzten Ministerium nicht erwarten, daß es für die ökonomische» Bedrängnisse der Pächter Verftändniß haben würde. Es war aber noch eine Zwangsbill nöthig, um dem englischen Publi- kum die Wahrheit der alten Erfahrung klar zu machen, daß kon- servative Rcgierungsmcthode und Vergewaltigung ein und der- selbe Begttff sind. In Irland haben diese Herren, welche vor einem Jahre laut erklärten, alle Thcile des Reiches nach dem- selben Gesetz regieren zu wollen und zu können, harmlose Bauern niederschießen, Parlamentsmitglieder, Journalisten und Zeitungsverkäufer durch ihre Richter einkerkern lassen; und um den Londonern eine Probe konservativer Gesetzlichkeit zu geben, ließen sie im November ein öffentliches Meeting in Tra- falgar Square verbieten und den Londoner Arbeitern, die ihre Rechte geltend machen wollten, die Köpfe blutig schlagen. Was Wunder, daß vielen Engländem, welche vor 18 Monaten ihre Stimmen gegen Gladstone abgaben, die Augen aufgegangen sind über den Werth eines Kavinets, welches seine polnische» Gegner mit dem Kerker und Knebel bekämpft. Die Unfähig» keit der konservativen Staatsmänner und ihre zahlreichen Fehler in der Verwaltung haben die Stellung der liberalen Opposition bedeutend befestigt, so daß jetzt die zweihundert Parteigänger Gladstone's den vereinigten Tories und liberalen Unionisten mit der Zuversicht auf einen baldigen Sieg entgegen treten. Am schlimmsten sind jedoch im Lauf des Jahres die so- genannten liberalen Unionisten weggekommen. Während sie sich beim Regierungsantritt Lord Sausbury's damit brüstetcn„ den Konservativen Bedingungen dittiren zu können, sind sie jetzt zu bloßen Werkzeugen des Toryhauptcs herab- gesunken, der nun unverblümt erklärt, er werde Jr- land von der Reorganisation der grafschaftlichen Ver- waltung ausschließen; wäre diesen sogenannten Liberalen nicht für ihre Sitze bange, so hätten ste die Minister von mancher Thorheit abhalten können. Noch vor einem Jahre sandten die loyalen Ulstcrmen Deputationen an den Sekretär Balfour und verlangten, daß in Bezug auf Lokalvcrwaltung Irland dieselbe Behandlung haben solle wie Großbritannien. In seiner Be- schränktheit hat das Torykabinet alle Klassen und Rassen i» Irland aufs Tiefste beleidigt und geschädigt. In Kildysart in Irland erhielten die Ladeninhaber. Bäcker, Kaufleute und andere Briefe, welche ste mit dem Tode bedrohen, falls sie fortfahren, der Polizei etwas zu verkaufen. In Rußland ist einer der fanatischsten Vcrtheidiger der strengen Orthodoxie, Pobedonoszew, zum Minister für Volksaufklärung ernannt worden. Derselbe war bis dahin Generalprokurator der heiligen Synod.— Pobedonoszew und— Volksaufklärung— die Weltgeschichte hat noch Witz! Soziales und Arl»eiterl»ewegung� Die„Deutsche Industrie- Zeitung" ist das amtliche Blatt der.Handels- und Gewerbckammern zu Chemnitz, Plauen. Dresden, Zwickau, dieser reaktionären Organisationen des sächfi- schen Unternehmerthums. Recht cigcnthümlich berührt es nun. daß in dieser Zeitung, welche sonst so gern in Handwerksrettung macht und sich als Heiland des Kleinbetriebs aufspielt, sich fol- gende Notiz findet;„Im Oberelsaß hat sich die Zahl der dortigen Kattunfabrikcn von 35 im Jahre 1836 auf 10 im Jahre 1887 vermindert! Diese 10 Fabriken stnd meist insgesammt nahezu zehnmal leistungsfähiger als jene 35 im Jahre 1836. Es hat demnach auch in, Elsaß eine sehr entschiedene Aufsaugung der Kleinen durch die Großen stattgefunden und zwar ununterbrochen seit einem halben Jahrhundert." So bestätigt der Handelskammer- Moniteur aus dem Lande des Bliemchenkaffee das, was die Arbeiterpresse beständig hervorhebt, die Vernichtung des Klein- kapitals durch die Großproduktion. Was aber wird aus den „aufgesaugten Kleinen"? Aus kleinen Untemchmern werden fic besitzlose Arbeiter, sie sinken herab ins Proletattat und ver- schärfen dadurch den täglich sich mehr und mehr zuspitzenden Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit. Diese Folgerung aber hüten sich die harmonieseligen Herren von der„Deutschen Jnd.-Ztg." zu ziehen. Sic wissen warum. Die Gefammtanobeute aller deutscher Petroleum- fuudstätteu betrug im Jahre 1884 rund 6490, im Jahre 1885 nur noch 5815 Tonnen, eine Produktion, die von einer einzigen Tagesleistung des Anfang 1837 in Bibi Eibach bei Baku (Kaukasien), der bis 700 000 Pud pro Tag geliefett hat, weit übertroffcn wird. Man sieht also, was es mit den Gründungen ä la Oelheim u. s. w. auf fich hat. den seltensten und an, schwersten zu erklärenden Formen deS Blitzes. Eine Feuerkugel zieht langsam durch die Luft in einer fast regellosen Bahn, zuweilen mit großer Gewalt auseinander berstend, zu anderen Zeiten wieder ohne Knall im Luftraum sich verlierend. Man hat beobachtet, daß diese Kugelblitze am Lande in den Boden fahren, in geringer Entfernung wieder erscheinen und an dem Punkt, wo sie in die Erde fuhren, ei» Loch mit zerttssenen Rändern von einigen 20 Fuß Durchmesser zurücklassen. Obgleich kein Zweifel an der Thatsache der Er- scheinung selbst besteht, so ist es bisher doch nie gelungen, eine genügende Erklärung für die Ursache derselben zu finden. Die Erscheinung ist ihrem ganzen Charakter nach ohne Zweifel völlig verschieden von dem bekannten St. Elmsfeuer, welches währen» Gewittern so häufig an Bord der Schiffe beobachtet wird; den» diese Lichter verändern ihren Ort nicht. Sie bleiben an den Spitzen der Rahen und Masten haften und sind den Strahlen- büscheln einer elektttschen Maschine zu vergleichen." Gin Geoscheu-T-stameut. Herr.Hilary Janezki, so schreibt man aus Petersburg, war zu Lebzeiten als ein lustiger Spaßvogel bekannt und blieb diese», seinem Naturell auch über das Grab hinaus getreu. Das bewiesen die verdutzten Gesichter seiner vier Erben bei der jüngst zu Warschau erfolgten Testamentseröffnung des Verstorbenen. Anfangs wollten ste gar nicht glauben, daß der Erblasser ein nach Millionen zählendes Vermögen hinterlassen, und imm-r erstaunter hörten ste die Namen verfäücdencr Personen verlesen, denen er Legate„nach vielen Tausenden" zählend, vermacht. Erst ganz zum Schluß! stellte sich heraus, daß es sich bei diesen Summen nicht um Rubel, sondern um— polnische Groschen handelte, und zwar betrug der gesammtc'Nachlaß Summa Summaru», 5000 Rubel, gleich einer Million Groschen. ��Drr papft lebt herrlich iu der Welt, es fehlt ihm nicht an Ablaßgeld, heißt es ,n einem alten Liede. Zu seinem Jubiläum hat der„Gefangene des Vatikan" bis Mitte De- zember Geschenke im Werthe von 27 Millionen 200000 Ä. erhalten. Wie viel Noch, Hunger und Elend könnte mit diese» Pcterspfennigen aus der Welt geschafft werden! Welche hübsche Grundlage für den Anfang einer wirklichen Sozialreform wären diese 27 200 000 Ä.! Leo XIII. ist ein feiner Diplomat, das beweist seine Entscheidung in der Karolinenfrage und sein Ar- meebefehl an das Zentrum in Sachen des Septennats. Wir haben es herrlich weit gebracht, das beweisen deutlich diese 27 200 000 M. Die Maschine in der Landwlrthschaft. Das agrarische Großkapital führt in den Betrieb die Errungenschaften der modernen Technik ein und macht menschliche Arbeitskräfte über- flüsfig. Ein Fachblatt schreibt:„Eine neue Vorrichtung an Pflügen, welche in Hannover schon eingeführt sein soll, be- steht in einer Gabel, welche den Mist in die von dem Pflug gezogene Furche einlegt. Dieser selbstthätige Misteinleger soll so regelmäßig arbeiten, wie es von der Hand nicht möglich sei und erspart einen Arbeite r." Die brotlos gewordenen länd- lichcn Arbeiter wandern in die Städte und machen dem städtischen Jndustrieproletariat die ärgste Konkurrenz. Der Einflufl des Keruf» auf die Lebensdauer zeigt sich recht deutlich in folgender Zusammenstellung, die dem 1 888er Ämtskalender für evangelisch-lutherische Geistliche im Königreich Sachsen entnommen ist. Danach starben im Jahre 1886 im ganzen 25 emeritirte Geistliche, und zwar 1... 87 Jahre alt 1... 86„„ 7... 85-80 Jahre alt 7... 79— 75„„ 6... 74-70„„ 1... 69„„ 1... 67 ii n , 1... 57„„ Die Geistlichen, die durchgängig in sorgenlosen, guten Verhält- nissen leben, deren amtliche Thätigkeit keine allzugroßen An- strengungen in stch schließt, zeichnen sich überall, nicht dlos in Sachsen, auch in Preußen, in England, in Dänemark k. durch ihre hohe Lebensdauer aus. Wie ganz anders berührt die oben gegebene Statistik mit den Sterbetafeln deutscher Arbeiter, die wir unter der Spitzmarke:„SiebenzigJahre" vor einiger Zeit in diesem Blatt nach dem bekannten Werk Dr. Ludwig H i r t' s veröffentlicht haben. Oerichts-Ieiwng. Der Kaufmann Gerber hatte am Oranienplatz ein Butter- und Eiergeschäft eröffnet. Es fiel ihm auf, daß häung feinaekleidete Herren erschienen, welche den denkbar kleinsten Einkauf, den eines Eies, bei ihm machten, sich dasselbe einwickeln ließen und hierfür fünf Pfennige zahlten. Erhielt sich für das Opfer einer Chikanerie und jene Herren für Abgesandte seines fliachbarn und Konkurrenten, des berüchtigten Butter- und Käse- Händlers Vallentin. Seine Stimmung wurde dadurch eine äußerst gereizte. Als er eines Abends m seinem Laden stand, sah er vor seinem Schaufenster vier junge Leute stehen, welche, auf sein Geschäft deutend, sich lebhaft unterhielten. Sofort kam ihm der Gedanke, daß wieder irgend ein schändlicher Anschlag gegen ihn geplant worden sei und dieser Verdacht wurde ihm zur Gewißheit, als einer der Herren in den Laden trat und ein Ei verlangte. Die Verkäuferin legte das Gewünschte auf den Tisch.„Bitte, einwickeln!" ließ sich der Kunde vernehmen. „Ein einzelnes Ei wickeln wir nicht ein," erwiderte die Verkäuferin, und sie beharrte trotz des wieverholten Ersuchens des Käufers auf ihrer Weigerung. Jetzt hielt es der Ladeninhaber für angezeigt, in Attion zu treten; er fordefte den Kunden auf, sofort mit dem Ei das Lokal zu verlassen. Da dieser von der Aufforderung keine Notiz nahm, sprang Gerber vor, ergriff den Fremden und warf ihn hinaus. Ob der letztere sich hierbei hat festhalten wollen oder ob er vorsätzlich handelte, mag dahin gestellt bleiben; Thatsache ist, daß er mit der Rechten, die noch das Ei hielt, den Herrn Gerber um den Hals faßte. Das Ei zerbrach und sein klebriger Inhalt ergoß sich über den Nacken des Verkäufers. G. ellte auf die Straße nach und ergriff seinen Gegner wieder, den er, ttotzdem derselbe Hilfe von einem Freunde erhielt, wieder in seinen Laden hineinzog, um ihn zur Wache fistiren zu lassen. Hier wurde der Hauptattentäter als der Buchhalter Menge! und sein Freund, der dem Gerber auf der Straße einige Schläge versetzt haben sollte, als der Buchhalter Raab festgestellt. Menge! stand infolge dieses Vorfalls gestem wegen HauSsti» densbruchs und wegen thätlicher Beleidigung, Raab nur weg« des letzteren Vergehens vor der 92. Abtheflung des Schöffenge gerichts. Beide Beschuldigte bestritten, daß sie zu irgend ein» Konkurrenten des Zeugen Gerber, oder zu den früher gegen G verübten Chikanerien in irgend welcher Verbindung ständen,# habe lediglich der Zufall sein verhängnißvolles Spiel getriebe» Nach der Behauptung der Angeklagten wollten sie das verhäng nißvolle Ei nur erstehen, um damit aus Scherz zu einer in de« selben Houfc wohnenden Wahrsagerin zu gehen. Der Gerichts Hof nahm auf Grund der Beweisaufnahme nur den Hau* friedensbruch des Angeklagten Menge! als erwiesen an, war« er diesen mit einer Geldstrafe von 20 M. belegte, der M angeklagte Raab wurde dagegen wegen Bewcismangels sw gesprochen._ Kleine Mittheilungen. Witten i. Wests., 3. Januar.(Verunglückte Lebensretter In Crengeldanz bei Witten wollten gestem Nachmittag# Arbeiter einer Bierbrauerei einem Brauburschen, der beim Ei* holen in einen Teich gefallen war, zu Hilfe eilen, gerielh« aber unter die Eisdecke und fanden den Tod, währeiu der Braubursche durch eine ihm gereichte Stange geret» wurde. Madrid, 1. Januar.(Ueberschwemmung.) Die fruchtbar« Bezirke in der Umgebung Malagas sind überschwemmt. Ba» fahren umher, um die bedrängte Landbevölkerung aufzunehme» HeMerrcißende Vorfälle werden in den amtlichen Telegramm« gemeldet. Das Waffer hat auch die Vororte der Stadt Mala« erreicht und die dort wohnende arme Bevölkemng obdachlos# macht. Auf viele Meilen hin zeigt die Gegend das Bild schlfl» licher Verwüstung. Theater. Freitag, den 6. Januar. Oper»]}«». Lohengrin. Ichauspielhaus. Emilia Galotti. Deutsche« Theater. Götz von Berlichingen. Mallner-Theater. Ein toller Einfall. Der Mizekado. Friedrich �MiUjelmstSdtische« Theater. Uiktoria-Theater. Die Reise um die Welt in 80 Tagen. Gtt««d.TH«ater. Licht und Schatten. Destdenz-Thrater. Francillon. Kroll'» Theater. Patience. KellealUanre-Theater. Der lustige Krieg. Malhalla-Theater. Alle Neune. Kentrat-Theater. Höhere Töchter. Königllädtische» Theater. Don Carlos. Ameriran-Theater. Spezialitäten-Vorstellung. T«»r»rdia» Theater. Spezialitäten- Vor- stellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Aa«f«a««» UariSt«. Spezialitäten- Vor- stellung. Circus A. Erembser Friedrich Karl-zlf-r. Ecke Karlstraße. (Der Circus ist gut geheizt.) Heute, Freitag, den 6. Januar 1888, Abends 7 Uhr: Grosse Gala Vorstellung. Zum 4. Male: ftr hijlip Schmninimlltt, große originelle Pantomime, ausgeführt von 80 Personen und 40 Damen vom Corps de Ballett 8 Rapphengoe, vorgeführt vom Direktor A. Orembser.„Höllenbraad". Schimmel- Hengst, in der hohen Schule geritten von Frau Direktor Paula K emt-ser. Auftreten des Preisringkämpfers Herrn Ab«. Auftteten der vorzüglichen Schulreiterin Frl. Anna Krose, der Parforce- Reiterinnen Frl. Diomira und Elvira Magui, sowie des Fräulein Kor«. Jockeyreiter Errot« Magni. 16 Clowns. Das Nähere die Tageszettel. Ä. KrembMr, Direktor. Beriinvp Ktadt Theater Wallnertheaterstraße 15, fr. Alhambra- Theater. Großer Erfolg! Morpheus auf der Oberwelt. Phantastische Posse mit Gesang in 3 Allen von E. Jacobson. Ermassigte Preises Kperrsth I W. 1 Parq« t 75 Dfg. Parquet 60 pfg. Jeder Besucher der Sonntags- resp. Montags- Vorstellung erhält ein Freibillet für Freitag oder Sonnabend. Bons-Jnhaber zahlen Wochentags ermäßigte Preise._ KmisciiMischrs Theater. Dresdenerftr. 72. Direktion: Adolph Ernst. Neu einftudirt«. mit«euen Kouplet«. 183. Zum Male: Die schöne Ungarin. Gesangsposse in 4 Akten von W. Mannstädt. Kouplets v. G. Görß. Musik von G. Steffens. Die neue« Koaplrt« stnd vom KapeUmstr. Herr» Franz Roth kompouirt. Irma: Clara Helmer. Lilli: Olga Dwo- raK. Fritze: Grete Gallus. Häppchen: Clara BOchler. Miesebcck: Direktor Ad. Ernst. Schröder: Aug. Kurz. Triller: Paul Barthold. Walzcbock: Gustav Gfirss. Alfred: Wilhelm Ruf«. Teleph n Ankchtuv: Amt III. Ur. 804%. Kaffeneröffnung ßi Uhr. Anfang der Vorstellung _ 71 Uhr. Morgen; Dieselbe Vorstellung. paNkg- 1«r. 9 3JI.- 10 A. Kaiser-Panorama Kchtössrr König Lud»ig II. Herrenchiemsee mit Sehensw. Neu! Zum ersten Male: Vierte Keis» d. d. maier. Alpe«. R-is- Kr. Mas.»chils Hertha. Eine Reise 20 Pf., Kinder nur 10 Pf. Abonn. Kröerter-Wotizkasender iß«schienen. Preis pro 1888 Pffg. StBrkere Ausgabe 70 Pffg. Mieder verkSsferu hohe» Rabatt. Zu befiele« durch die Grpeditiou» Zi«mersiraße 44. Im Verlage von#. Thiel», Leipzig. Leplaystraße 12, erschien soeben und wird gegen vorherige Einsendung des Betrages franko zugesandt: Ichirtn Zikilschll ßine Kellgabe fAr Kuabe« ttttd Aünglwge» Mädchen«nd Anngfranen. MF 15 Bogen gr. 8®. Elegant in Maroquin geb. 2 Mark. Geheftet 1,50 Mark. MM Dieser Titel weckt sofort Erinnerungen an jenen„Deutschen Jugendschatz", der bereits im Jahre 1879/80 im gleichen Verlage als periodische Zeitschrift erschienen war und dessen Aufhören nach etwa zweijährigem Bestehen selbst von der nicht parteifreundlich gesinnten, aber anständigen Presse bedauert wurde. Jetzt tritt er als wissenschaftlich-poetisches Jahrbuch wieder hervor. Vrele bekannte Mitarbeiter find ihm treu geblieben: so bekannt in der That, daß dieselben sich gar nicht zu nennen brauchen, sondern daß die bloße Namcnschiffre genügt, um ihre Träger deutlichst erkennen zu lassen. In Bezug auf Inhalt und Form haben die Herren Autoren noch strengere Forderungen als damals an sich selbst gestellt und gezeigt, was man ohne Bigotterie und verdummendes Phrasenbeiwerk im Fache der Jugendliteratur leisten kann, so daß wir gettost ermatten, jeder wahrhaft gebildete und ehrenwetthe Kritiker werde das Werk ein vottreffliches Jugendbuch nennen. Für die eigentlich Kleinen ist das Buch mit einer Anzahl lustiger und sinniger Illustrationen geschmückt, denen entsprechende Texte beigegeben find. WM Um recht thä-ig« Verwendung wird gebeten. MW Zu beziehe« durch die Grpedition Jimmerstraffe 44. Miederverkäufern hoher Rabatt. Heute Morgen 3t Uhr verschied nach langem Leiden im 63. Lebensjahre der Schriftsetzer August Walter. Die Beerdigung findet am Sonntag, Nachm. 3 Uhr, auf dem N. Jakobikirchhof in Britz statt. 74 Die trauernde« Hinterblieb»« e«. Versawmluug des Kktrivs zur Wohkllvg der Illtrressks dkl Klavikrarbelter Sonnabend, den 7. Januar, Abends 8% Uhr, in Gratmeit» Kierhalleu, Äeuthstraße 18, Aufgang Treppe E. Tages- Ordnung: 1. Vottrag des Herrn Heymann über die Ab- stammung des Menschen. 2. Beschlußfassung über den diesjähttgen Maskenball. 3. Vereins- angelegenheiten und Verschiedenes. NB.: Diejenigen Kollegen, welche nochBillets vom Kommers haben, werden ersucht, so schnell als möglich mit Kollege Hahn abzurechnen.— Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt 72] Der Dorpaud Fachverem der Gas-, Waßer- mtd Hehungs-Rohrleger. Tagesordnung zur nächsten Versammlung am 8 Jan. 1888, im«eve« Uift sche« Kalo«. Weberstr. 17. 1. V ottrag: Ueber die heutige Ltothlag» im Rohrlegerfach. (Referent wird in der Versamm- lung bekannt gemacht.) 2. Freie Diskussion. 3. Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Der wichtigen Tagesordnung halber ist es Pflicht eines jeden Rohrlegers, zu erscheinen. Gäste willkommen. 63 NB.: Der Arbeitsnachweis befindet sich Drcs- denerstt. 48 bei Herrn Grnria,. Fachverein der Tischler. Sonnabend, den 7. Januar, Abends 8& Uhr, in Jordan» Kalo», Neue Grünstr. 28, Mitglieder Nersammwng. Tagesordnung: 1. Vottrag des Herrn Rechtsanwalt Freuden- tbal über:„Gewerbliche Streitfragen". 2. Be- ncht über die Untersuchung des mit Pyridin- basen denatunrtcn Spintus. 3. Vereinsange- legenheiten. 4. Fragekasten. Neue Mitglieder werden in jeder Versammlung, sowie Sonn- bends auf den Zahlstellen aufgenommen. 70 Der Vorstand. Mchverein der Putzer. Sonntag den 8. Januar, Vormittags 11 Uhr, Juselstrahe 10 Mltglieoer- Versammlung. Tagesordnung: Kassen-Abrechnung. Vereinsangelegenheiten. Fragekasten. Ausgabe der Billets zum Masken- 1 ball am 4. Februar. Um zahlreiches Erscheinen ersucht[64] Der Vorstand. I Central Kranken- u. Sterbekas«1 der Drechsler und anderer gewirblicher Arbeite» Deutschlands(E. K. 48). Großer i Wiener Maskenball am Konnabeud, den 7. Januar 1888, in Schiöder's Kalo«. Manteuffelstr. arrangitt von der Derwaltungvk'Ue Keelin A. Anfang 9 Uhr. BiUets ä SO P* Siehe redallionellen Theil. 73_ Das Vergnugungskomitee�. Verein z. Wahrung d. Interesse« der Tischler. General- Versammlunil am Sonnabend, den 7. Januar, Abds. 8& W Micharlkirchstroße Ur. 3v. Tagesordnung: 1. Vierteljahresabrcchnung. 2. Aufnahme neu® Mitglieder. 3. Verschiedenes. Abrechnung bo Billets vom Weihnachtsveranügen. Ausgabe Dg Billets zum Maskenball. Es wird ersucht, rc? zahlreich zu erscheinen. Das Mitgliesbuch Die nächste Versammlung des Vereins der Sattler u. Fachgel» findet am 14. Jan« r, Abend» 85 Uhr, in Gratweil's Bicrhallen, Kommandantenstro? Nr. 77-79. statt. _ Der V 0 r st a n d� SSA. Ciaarre« und Tabake#* von August üintz� _ paskflr 14a._[18" ■BB Rippentabak 30 Pfg. BSH Tb* pro MK. a. Monat, über 30# 2 I f. nur 1 Vf. Zinsen berechnet Pfandleihe Alexandnnenstt. 55. Möbel- Möbel Möbel- Magazinv.H.llÖrllßf Tischlermeister Gravteustraße 85- 80 Zum bcvotttehenden Weihnacht- feste empfehle mein reichhaltig� Lager von Möbel- und Polstck! waaren jeder Att. IST Koulantc Zahlungs- Bedingungen."Bch Weißbier ohne jeden Wasserzusatz, die groß' Weiße 20 Pf., die kl. 10 Pf., giebt's nur"« Restaurant Franks. Allee 74. im Hause Ostend-Apotheke bei Emil Böhl. Arbeitsmarkt Vier tüchtige Mechaniker für Mikroskops suchen Gebr. Groos A Wem ans, Louises' ufcr 30. Meldungen von 10—12 Uhr.____ A Mädchen}am Dersttber« tBB� Braune A Co, Gnmmstr. 35. j sucht Möbel ans Tqrtizahlnng Grönheim; für Vereine und Versammlungen: F. T«ha««r, beide in Berlin. Geld gespart— heisst Geld verdient. Laut Beschluß der Verwaltung des ersten Berliner Leihhaus»« 2W»i«berg».Meg ♦ am Rosentbaler Thor werden die vorhandenen diesjähttgen prachtvollen pttma Herren-Garderobe«, bestehend aus 10 000 ff, Winter Vaterot», darunter feinste Vskimo-Valeto;» für M II bi» 89, 11 000 pttma Iaquet»«nd Roch-Anzäge, darunter ff. Kammgarn von Mark 18—3�. �%8 000 gut» reinwollen, Hose« für W. 4—1», Mehrere Tausend Witttrr-Iaitnct», Kchtafröcke, Knaben-Paletot», schwarz» Rö Klosters de la Mistttcorde in dem Dorfe Chas und b> „Schwester Huppete". Sic vereinigt alle Wundmale, die?Ä spuren an den Händen und Füßen mit den blutigen Punt um die Stirn und vergießt daraus an den Festen Blut« Wasser. Während der Weihnachtsfeste gab Schwester H pette ganz etttaunliche Vorstellungen in der Klosterki» Ihre Extase war so grausig anzuschauen, daß die arnvesed Kinder ob dem stieren Blick, den sie nach der Decke ttchtetc, j starr vorgestreckten Armen und dem automatischen Ei« schreiten auf den Zehenspitzen in Angst und Schrecken geriet« Auch auf das„Weissagen" verlegt fich die Nonne und' Auvergne soll der Bewundening ihrer mannigfachen„Gad> voll sein. Die Auvergner gelten für prattische Leute, und t# die Stigmatifltte ihrer Gegend einen zahlreichen Fremdenzus« einträgt, so werden fie in ihr die Gründettn eines neuen« dustttczweiges gläubig verehren. London, 2. Januar.(Schiffsunfälle.) Nach einer ast ordentlichen stürmischen Fahtt traf der Dampfer.Fjord GlXt von Philadelphia, über deffen Schicksal schon große Besorg herrschte, am Freitag in Queenstown ein. Das c» neigte stark nach der Äackbordseite, und alle Kohlen des Vock raumes waren ihm ausgegangen. Die heftigsten SÄ während der 15 Tage dauemden Fahtt hatte der Dampfer> Tage vor Weihnachten zu bestehen, während welcher Zeit sehr wenig vorwätts kam. Auch am Wcihnachtstagc legte „Lord Gough" nur 74 Seemeilen zurück. Tie 82 Passaf wurden eine ganze Woche lang in den Kajüten eingeschlossen,, gewaltige Wellen über das Schiff hereinbrachen. Das M lief in Strömen ins Zwischendeck. Der Oelvorrath wurde J schöpft, und die statt dessen gebrauchten Lichter gingen beA ersche in's- 4 M I« T infolge des starken Rollens des Schiffes aus, was die i»!f Dunkelheit gelassenen Passagiere nicht wenig erschreckte.* Donnerstag und Freitag beruhigte fich das Wetter und* Schiff kam ziemlich schnell vorwätts.— Aus Westinl wird ein Sturm gemeldet, der alles bisher Erlebte an Heftil überbot. Ein britischer Schoner kentette, wobei 13 Mens« leben verloren gingen. Arw-Nork, 31. Dezember.(Eisenbahnunfälle.) Auf? New-7>ork-, Pennsylvania- und Ohio-Eisenbahn stieß heute« weit Meadville ein Personenzug mit einem Frachtzuge? sammen. Fünf Personen wurden gelödtet �iind eine ganze•" zahl verwundet. Neun Personen sind seitdem den erhalte« Verletzungen erlegen.— Auf der Cincinnati- und Soutlh« Eisenbahn erfolgte ein Zusammenstoß zwischen zwei Eilzügb Vier Personen wurden getödtet und viele verwundet. regr intei mals Mächt, inte: die bq jähr ver und- setzlich, rath o entwu A halten Wirtk|| Telegraphische Depeschen. (Wolsfls Telegraphen-Bureau.) Pari«, Donnerstag, 5. Januar. Admiral Krantz ist 51? Marincminister, Admiral Gervais zum Chef des Gencralst? der Marine und der Deputirte Felix Faure zum Unterst» sekretär für die Kolonien ernannt worden. pari», Donnerstag, 5. Januar. Heute haben die behufs Erneuerung des einen Dttttels des Senats stattgefun Von 82 Wahlen sind 47 Resultate bekannt; davon sind 32- publikaner und 8 Konservative, während 7 Stichwahlen«� derlich sind. Die Mehrzadl der ausscheidenden Senators wiedergewählt. Die Konservativeir gewannen einen Si< Mayenne. (Nach Schluß der Redaktion eiugrtrosfeu.) pari«, Donnerstag, 5. Januar, Abends. Das Ergeh der Wahlen zu Erneuerung des ausscheidenden Dttttels 1 Senats ist nunmehr, bis auf dasjenige für Mattinique, ständig bekannt. Es find gewählt 42 Republikaner und 19 1W seroative, in 21 Wahlkreisen find Stichwahlen erforderlich. Konservativen haben 4 Sitze gewonnen. -stüher die M daß su Hand Begin schreckt 9 beiterc Eulen Werth aierun seitigt wiewe gegen haben wirkst daS 0 der gramr sofern Verlar KriefKitsten htv Redaktion. v«>»nsragen bitten wir die«bennementb-Ouittuni beizusiigen.«rieflich« ________ Antwort wird nicht ertheilt. L. Mnller, Mrddingstr. Ihr Eingesandtes ist, Sie wünschten, verwendet worden. Besten Dank. Ztvei Streitende. Schlafburschen müssen, wenn ni> anderes ausgemacht ist, spätestens am 15. kündigen und konjm dann zum 1. des nächsten Monats ausziehen! wollen sie früP ausziehen, so haben fie die Miethe bis zum nächsten Ersten r zahlen. erner ander mit d zu sch darau geblic die sä stützer nomn Markthallen- Bericht von I. Sandmann, städtist� Verkaufsvermittler. Berlin, den 4. Januar 1888. Temperatur in der Halle 4 Grad Reaumur. Wetter: Thauwetter. Butter.(Reine Naturbutter.) 1. Feinste haltbare SA rahm-Tafelbutter(bekannte Marken) 110—115 M., 2. r schmeckende Tafelbutter 105—110 M., 3. Tischbutter 95 105 M., 4. fehlerhafte Tischbutter 80—95 M., 5. Koch- Backbuttcr 70—90 M. pr. Ztr. Auktion täglich um 11 W Vormittags. Honig, deutscher, 40—60, II» 30—40 M. pr. Ztr. Pflaumenmuß 15—17 M. pr. Ztr.„ Eier 2,50—3,10—3,25 netto ohne Abzug p. Schck., Kai" eier 2,95 M. p. Schck. Käse. Jmpottitter Emmcnthaler—87, Inländisch� Schweizer 35-50-65, Quadrat-Backstein 12-16-26, Lt# burger 20—30—35, Rheinischer Holländer Käse 58— 60— 68 ys pr. Ztr., Edamer 58—68, Harzer—3,00 M. pr. Kists' Dtsche. Camembert— M. pr. Dtz. Neufchatel— M. Stück._ Fleisch. Rindfleisch 35-42-54, Kalbfleisch im Fell 32 50—60, Hammel 35—45—50, Schweinefleisch 40—45 Pf. Pfund, Schinken geräuchert mit Knochen 60—80 Pf., Speck 0� 55—60 Pf. pr. Pfund. Geflügel, fctr, geschlachtet. Fette Gänse 40—45—55 P>' Fette Enten 40—60 Pf. pr. Pfd., Puten 50—75 Pf. A Pfd.. Tauben 38-50 Pf., Hühner 0,60-1,00-1,50 pr. SÄ Geflügel, lebend. Gänse la 4,00-5,50, IIa 2,00-3,50# Enten 0,85-1,50-2,25 M.. junge Hühner 0,60-0,90,# Hühner 1,00-1,50, Tauben 30-45 Pf. pr. Stück. Pu� 2,50—3,50 M.— Auktion täglich um 9 Uhr Vormittags uÄ Obst irnd(Gemüse. Weißfleischige Speisekartoffeln 4,00 jÄ 5,00, Zwiebeln 9,00-16,00 M. pro 100 Kilo, Blumenkohl 25" 27 M. pro 100 Kopf, Bimen 6-10-13-18, Acvfel 6 bis � bis 15-20, Wallnüsse la. 10-20 M. pro Ztr. brutto. Apfelsine- Jaffa 12-12,5, Valenzia 420er 15-24 M. pro Kiste. CitroNt" 10—15 M. per Kiste. Feldfrüchte in Wagenladungen, Kattoffeln, weißfleiscW Speisekattoffeln 40-50 M. per 1000 Kilo, Hafer 105-130% Erbsen 120-200 M., Futtererbsen 115-120 M., Gerste � bis 180 M., Richtstroh 30-32,50 M., Heu 40-66 M- 1000 Kilo._ (#»« aufhö ob st ein 9 sein i heit i Elter verw den. erfor am war wo i Erst sehr6 mit dage fem« sein« zrem ents> endl sollt Kin! aber Kör fast allz, wäh Verantwortlich: N Grönheim; für Vereine und Versammlungen: F. Tnhauer, beide in Berlin. Druck und Verlag von Mar Kading in Berlin SW., Beuthstraße 2.