24. die in Er t diesen -rzüglich g wurde' Berath ;r Union >wn abg rn auf tio«. uffiflCT. litten um> ie am 15- � ;in paar ift sind gegen de» Kottuabend, den 28. Januar 1888. 3. Jahrg. dunlMliilt. Krgan für die Interessen der Arbeiter. m a-r fn** Wl rt f f& H 1 n i i" •ov.i.v v.uijllitv. U WUllUiUyU.�VKHUr.V. IIU* Will.(WVlIlllU�y-l� (Eingetragen in der Postzeiwngs Preisliste für 1888 unter Nr. 849.) JnsertionSgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Ubr Nachmittag» m der Expedition. Berlin SW., Zimmcrsttaße 44, sowie pon allen Annoncen-Bmeaur, ohne Erhöhung deS Preises, angenommen. 455«22 j 67 69.. ?H 5[30001 9 0625 50« 32(300� 11 903./ 199 334 53 60 95j 426 61 � •tMJI1 >001 67 97 m m 16 935 4»{f a«: K Redaktion: Kenthstraße 2.— Grxedition: Zimmerstraße 44. wir ein neues Abonne- Abgnlieme«!s-Einladll«g. > Monat Februar eröffnen berliner Dolkslrlatt" <£, wöchentlich erscheinenden Konntagsblatt. l«!1. �jwnernentfiprrl« beträgt frei ins K-rus monatlich der ss' Vf'i wöchentlich 35 Pf. Bei Selbstabholung Spedition, Zimmerstraße 44, � 1 Mark pro Monat. Geltungen werden oon sämmttichen Zeittingsspediteuren, n der Expedition unseres Blattes, Zimmerstraße 44, kommen. außerhalb nehmen sömmtliche Postanstaltcn Bei % die Monate Februar und März gegen Zahlung b7 Pf- an. ?ie Redaktion nnd Expedition des„Kerliner Volkvblatt". Die Sozialreform. % Ö! �ozialreform, resp. die Haltung der Regierung : T�oße Debatte im Reichstage über das Reichs- k 119«tun'-..... Samt hat einige scharfe Streiflichter auf en Dingen fallen lassen.%llan konnte dies 61075 der bekannten Behandlung, welche den A r »/(ttretern im Reichsversicherungsamt von , widerfahren ist, und man dürfte ge- auf die Eröffnungen der Regierung. Denn WISÖ bl 917 «Ä Kl 326 0 i üA' Ätbern Mi&JSK •-ki aä f�Ung s.? stnb, aus einfacher Profitsucht die von der 510 39 71> fachen geschätzte Sozialgesetzgebung unwirksam i'M Vd.? ssrs's 96,� f, Das•' '' Herr'! man uicht meinen, aber die Regierung kann Etfu" 0 n 8 ö 1 1 i ch e r hat die wenig oder nichts *kt oermor1® abgegeben, daß man die Zahl der Arbeiter- denn v"'"de. Damit ist fo ziemlich nichts ge- � 8an- Wr Stellung des einzelnen Arbeiters bleibt /Uen säip». a; er muß, wenn ihm seine Genossen ihr ' immer T und ihn in das Reichsversicherungsamt darauf gefaßt sein, daß er entlassen wird Feuilleton. [22 (Sämjbnitf n erboten.) Erbe. Friedrich Terstäcker. |S: Uni?er alte Neue Spuren. > 237 4L k ja o&ftinm i»" von Halsen war ein wunderlicher Kauz eigenen w r 2� ganzen Wesen, wie unberechenbar " etwa« lichten. Jetzt, in diesem Äugenblick, be- '--l! ni'M�',s° konnte'i. ann irgend jemand dem wider- i'ioa�i rt(j. ar m der Vertheidigung des Behaupteten 9-1 vi®". d 24 102, ?der stellte das als Thatsac�e auf, was er ftüher U....�"de°" w Wort verfochten, dann war er auch im ii3 7;s;':r-.Jstngen entschieden auf die andere Seite hinüber zu Satt r""" �e die Beweisgründe gegen den aufae- r ,f«u suchen, die früher gegen ihn fe Saß»ie Veweisgrunoe gegen ueu aufae= .-o i- �ttoenbp.,' bot zu suchen, die früher gegen ihn selber worden. es in seiner ganzen Lebensweise, und einredete, daß er todtsterbenskrank sei Ö Ä i hmtte so flott und rüstig in der Stadt tji/ rin paar Jahxzehnte von seinem Alter und nie in seinem Leben krank gewesen 0 M-' w�ine >65 � che Haupttriebfeder erneuter Thätigkeit war die ,(SOOljjfl? Freibp st sollte Erbschaft jenes alten, längst verstorbe- stL.'�VfVV!%enr,f; Wendelsheim, die aber, nach allen mensch- :mJ"mmtIiilen' schau lange für ihn verloren fein mußte, 396"i'j'X.mann,,/ an die letzte Linie Wendelsheim gestellten Ii"DHIlQpw �•v V**"-WWV..*. V»-..,»..». ,.®elb' ar, am Borabend ihrer Erfüllung standen. War % Sm/ erst einmal, und wenn auch nur für eine fii"toile)tp verfallen und ausgezahlt, dann hätten ihm ' trieb r®elt nichts mehr genutzt, und da er das es ihn ordentlich wie mit einer feindlichen mit der spöttischen Bemerkung, er möge sich vom Reich» versicherungsamt Arbeit geben lassen. So leichten Kaufs giebt die Regierung ihre Soziab reform der Willkür der Unternehmer preis. Oder traut sie sich nicht die Macht zu, dem Unfug, der mit den Arbeiter- Vertretern getrieben worden ist, steuern zu können? Wie dem auch sei, sie mag sich nun daran erinnern, daß man ihr von Anfang an gesagt hat, wenn sie mit ihrer Sozialreform einen Erfolg haben wolle, so dürfe sie nicht allzu viele Rücksichten auf die Unternehmer sich abdrängen lassen. Aber sie wollte es nach dieser Seite hin mit Niemand verderben und so konnte es geschehen, daß eine Menge den Arbeitern günstiger Bestimmungen aus den Sozialgesetzen durch den Einfluß der Unternehmer gestrichen wurden. Die Berufsgenossenschaften hat man ganz nach dem Belieben der Unternehmer eingerichtet. Und wenn man nun dem Vorgehen gegen die Arbeitervertreter im Reichsversicherungsamt ruhig zusieht, so wird es sich wiederholen und vielleicht so ver- schärfen, daß sich keine Arbeiter mehr finden, die sich zu einem solch gefährlichen Amt hergeben wollen, das Arbeit undVerdienst kosten kann in dieser schweren Zeit, da oft so schwierig von neuem Arbeit zu finden ist. Schon hat sich im Reichstag eine Stimme erhoben, welche behauptete, das Versicherungsamt habe sich zu sehr auf die Seite der Arbeiter gestellt. Was diese Herren von einer solchen Behörde eigentlich erwarten? Wahrscheinlich glauben sie, das Rcichsversicherungsamt sei eingesetzt, um zu erklären, daß die Arbeiter bei Unfällen keinen Anspruch auf Entschädigung haben. Solcher Stimmen wird man in Zukunft noch mehr vernehmen. Was sollen die Arbeiter sich darunter denken, die von Anfang an keineswegs irgend- wie im Zweifel darüber waren, wie kümmerlich die Zuge- ständnisse seien, die man ihnen mit der Sozialreform gemacht! Für ein solch wenig schmackhaftes Linsengericht muthete man ihnen zu, mit Gleichmuth die Koalitionsfreiheit, eines ihrer köstlichsten Güter, im Nebel der allgemeinen Reaktion dahin- fchwinden zu sehen. Nun wohl, die Koalitionsfreiheit ist längst dahingeschwunden und nun machen die Herren Unternehmer das Linsengericht auch noch so unverdaulich, daß es die Arbeiter wohl oder Übel stehen lassen müssen. Die Regierung aber wird den Arbeitern nicht zu Hilfe kommen; sie hat keine Lust dazu gezeigt. Aber auch noch in anderer Beziehung beginnt die Sozialreform dürren Leibes zu werden unv zusammenzu- fallen. Herr von Bötticher sprach sich im Reichstage über die Altersversorgung aus und meinte, wenn es nach seinen Wünschen gegangen wäre, hätte man sich auf die Altersversorgung gar nicht eingelassen. Der Schwerpunkt des ganzen Gesetzes liege lediglich in der Invaliden- Macht vorwärts, um wenigstens jeden möglichen Augenblick zu benutzen, sein Ziel zu erreichen und die Ansprüche des von ihm gründlich gehaßten alten Freiherrn von Mendels- heim umzustoßen. Er hatte es sich nun einmal in den Kopf gesetzt, daß in der Erbfolge des Hauses faules Spiel getrieben fei. Wie er dazu gekommen, wer konnte es sagen! Jedenfalls kannte er den Charakter des alten Kammerherrn von früheren Zeiten her genau, um ihm etwas derartiges zuzutrauen, und das, mit dem damals unter den Leuten verbreiteten Gerücht zusammengebracht, mochte dann wohl bei ihm zur fixen Idee geworden ssein, die ihn eben nicht ruhen und nicht rasten ließ. Den Staatsanwalt Witte, einen scharfen und klaren Kopf, hatte er dabei seinen Ansichten zu gewinnen gesucht, und die Möglichkeit eines solchen Falles, mit manchen fogar dafür sprechenden Einzelheiten, machte diesen anfangs selver stutzen und Interesse an der Sache nehmen. Wie sich' aber mehr und mehr herausstellte, daß alles, was der Major wußte oder zu wissen glaubte, nur eben auf leeren, unhaltbaren Gerüchten, ohne irgend einen auch nur annähernden Beweis, beruhte, zog er sich von dem Ganzen zurück und war besonders unter keiner Bedingung dazu zu bringen, eine wirkliche Klage zu erheben. Er wenigstens wollte sich nicht blamiren. Der Major hing aber jetzt sogar für kurze Zeit seine oft von ihm ausgesprochene levensgefährliche Krankheit an den Nagel und beschloß, selber der Sache auf den Grund zu gehen. Einen neuen Sporn dazu fand er in der Frau Meier, die ihren besonderen Grund haben mußte, jene Familie oder wenigstens den alten Freiherrn zu hassen, und diese gab ihm auch bereitwillig, so weit ihr Gedächtniß aus- reichte, eine Liste aller der Dienstboten, die zu jener Zeit auf dem Gute in Dienst gestanden, während der Major nun seinerseits alle Minen springen ließ und keine Kosten "cheute, um die namhaft gemachten Personen wieder aufzufinden. Dreiundzwanzig, ja fast vierundzwanzig Jahre sind aber eine lange Zeit, und es gelang ihm nur bei sehr Wenigen. Viele waren gestorben oder verschollen. Manche Versorgung. Da haben wir's! Seit Jahren wird dem Volke von den ofssziösen Blättern vordeklamirt, die Altersversorgung bilde den Haupt- und Schlußstein der ganzen Sozialreform und man schob einem bekannten Staatsmann sogar den Ausspruch zu:„Jeder Deutsche muß seine Altersrente haben!"— und nun erklärt ein Mitglieo der Regierung ganz trocken, die Altersversorgung sei ihm eigentlich Nebenfache; hauptsächlich handle es sich um die Invaliden. Ja, was bleibt denn da von dem„Haupt- und Schlußstein" noch viel übrig? Es sieht schier aus, als sollte von den sozialpolitischen Staatsmännern zum Rückzug geblasen werden. Wundern sollte uns das freilich nicht. Sie haben für ihr Werk die Anerkennung bekommen, die ihnen vorhergesagt worden, nämlich keine. Offiziöse und offizielle Lobsprüche seitens„streb- famer" Politiker und einfältiger Professoren werden sie darüber nicht täuschen können. Das Volk in seiner Masse hat die sogenannte Sozialreform kühl und gleichgiltig auf- genommen, eben weil es eine sogenannte und keine wirk- liche Sozialreform ist. Wenn man ein Volk für Reformen begeistern will, so dürfen diese Reformen kein Stückwerk sein und man darf nicht so ängstlich besorgt sein, nirgends damit anzustoßen. Eine wirkliche Reform, die Uebles be- seitigt, wird bei den Trägern dieses Ueblen immer anstoßen. Wer das nicht riskiren will, der wird eben auch keine wirkliche Sozialreform zu Stande bringen. Das dürfte man bei den sozialpolitischen Geheimräthen nunmehr ein- sehen, wenn man sich der Wahrheit nicht mit Gewalt verschließen will. Die Arbeiter als Klasse werden ssch nach diesen Eröffnungen für die Sozialreform noch weit weniger interessiren, denn zuvor. Die Enttäuschung wird zwar keine allzu große sein, denn Niemand hatte viel erwartet. Aber man wird auch recht skepttsch werden, soweit man es nicht schon ist, wenn man den Abschluß der„Sozialreform" zusammenhält mit den tönenden Worten, mit denen sie in Parlament und Presse von den Staatsmännern eingeleitet worden ist. Die Koziakl�nge�oor�lige im &icWage. Seit Wochen ermattet man, nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa mit Spannung die Verhandlungen des Reichstages über die Verlängerung und Verschärfung des Sozialistengesetzes. Wir baden heute den ersten Verhandlungs- tag. Die Tribünen sind stark besetzt. Dagegen zeigt„das Haus" eine für diesen Gegenstand auffallend schwache Besetzung. Die Herren Kattellbrüder des Reichstags scheinen der Bcrathung einer so ungeheuerlichen Gesetzcsvorlage nicht die Wichtigkeit fottgezogen, Niemand konnte sagen wohin, und den Namen der Hauptperson, der Amme, die damals angenommen worden, kannte sie gar nicht oder konnte sich nicht mehr darauf besinnen. Einer aber, der vielleicht Auskunft geben konnte, war der damalige Gärtner, ein Mann Namens Tettelberg, der sich schon vor längerer Zeit in der Nachbarschaft von Alburg angekauft haben und später in die Stadt selber übergesiedelt sein sollte. Diesen hatte auch der Major gemeint, da er erst kürzlich seine Wohnung ausgekundschaftet, als er am Ballabend dem Staatsanwalt von einer„neuen Spur" ge- sprachen. Aber auch das schien auf diesen seine Wirkung verfehlt zu haben, und der Major beschloß deshalb, ihn selber aufzusuchen. Er wollte wenigstens nichts versäumen, was ihn zu dem ersehnten Ziel führen konnte. Eines Morgens um zehn Uhr war er deshalb auch schon unterwegs, denn er kannte den Platz genau, da es das nämliche Grundstück zu sein schien, auf dem sein alter Bekannter Rath Frühbach wohnte. Er hatte auch anfangs nicht übel Lust, den Rath selber mit in das Geheim,, iß zu ziehen und seine Meinung darüber zu hören; aber der Mann sprach zu viel. Er traute ihm nicht, daß er es bewahren würde, und hielt es deshalb für gerathener, lieber vorsichtig zu Werke zu gehen und nicht mehr als unumgänglich nothwendig zu Mitwissern zu machen. Wer mochte denn auch sagen, ob im andern Falle der alte Freiherr nicht Wind von den Nachforschungen bekam und seine Maßregeln danach nehmen würde, während er jetzt, in völlständige Sicherheit eingewiegt, keine Ahnung irgend einer ihm etwa drohenden Gefahr haben konnte und deshalb also auch der Sache ruhig ihren Lauf ließ? Jene Wohnung lag allerdings eine ziemliche Strecke von seinem Hause entfernt, und zu jeder andern Zeit würde der Major die Zumuthung, einen solchen Weg bei seiner Körperschwäche zu Fuß zurückzulegen, mit Entrüstung und einem entsetzlichen Stöhnen abgewiesen haben. Heute dachte er aber weder an Rheumatismus noch fliegende Gicht, und setzte die alte Frau von Bleßheim auf's Aeußerste in Erstaunen, ihn, statt hilflos in seinem Lehn- stuhl, stramm und entschieden vor seinem Spiegel zu finden, beizumessen, wie die ganze gebildete Welt. Auch das Zentmm ist nur schwach vertreten. Herr Minister v. Puttkamer erscheint zienilich spät, aber bewaffnet mit einem riefig voluminösen Portefeuille. Das Wort erhält zunächst der Abgeordnete Singer, da die Regierung es nicht der Müde wcrth findet, der„Begründung" ihrer Vor- läge eine wirkliche Begründung durch einen ihrer Vertreter folgen zu lassen. Singer begann auch damit, darauf hinzu- weisen, daß die„Motive" der Gesetzesvorlage auch nicht einmal als der Versuch einer Begründung aufgefaßt werden können, was mehr als alles andere die gänzliche UnHaltbarkeit der darin erhobenen Anschuldigungen gegen die deutsche Sozialdemokratie darthue. Was die bisherigen Wirkungen des Sozialistengesetzes betreffe, so sei gerade das Gegentheil von dem erreicht worden, was man bezwecken wollte. Das Sozialistengesetz sollte gegenüber den angeblichen gemeingefährlichen Ausschreitungen die Ordnung wahren, der Autorität Achtung ver- schaffen; wie kann aber, hob Redner hewor, die Autorität ge- stützt werden, wenn durch die Handhabung des Gesetzes selbst das Gegentheil von Recht und Gerechtigkeit geschieht! Diese Ausführungen Singer's erregten bei den Kon- servativen höhnisches Lachen, weshalb der Redner ihnen zurief: Meine Herren, ich werde Ihnen nachher Thatsachen vorführen, daß s e l b st I h n e n das Lachen vergehen wird. Als weitere Wirkung des Gesetzes betonte Redner, daß erst unter der Herrschaft desselben in Deutschland der Anarchis- tnus entstanden, der früher bei uns kaum dem Namen nach bekannt gewesen sei; daß ferner den Zwangsmaßregeln des Gesetzes und deren Handhabung gegenüber Gegen- strömungen entstehen mußten; daß, nachdem man einfach alles, auch das, was nach den ursprünglichen Intentionen der Gesetzgeber erlaubt sein sollte, gewaltsam unter- drückte, die Gcgenbestrebungen da und dort ge h ei m fich geltend machten, sei ganz natürlich und als natürlich an- erkannt durch eine Äeußcrung des Grafen von Moltke, die derselbe an anderer Stelle bezüglich der Unterdrückung aller Be- strebungen der Polen gethan hat. Der Redner ging sodann über auf das kolossale Maß von Korruption, welches, gleichfalls einzig und allein durch dieses Gesetz hervorgerufen, fich in dem Treiben der Polizeispione und Agevts provorateurs offenbare. Er behandelt hierbei auf's Ausführlichste die„Thaten" der Herren Jhring-Mahlow und N a p o r r a, von denen gerichtlich f e st g e st e l l t ist, daß sie, die„Wächter des Gesetzes", die Arbeiter zu ungesetz- lichcn Handlungen, zu Verbrechen aufgefordert haben. In der weiteren Entwickelung des Gesetzes sei dasselbe nicht mehr ein Gesetz gegen„gemeingefährliche Bestrebungen" eines destimmten Theils der Arbeiter, sondern ein Gesetz zur Unterdrückung der gesammten Arbeiterklasse geworden. Dazu haben nicht blos die sozialistengesetzlichen Verbote der friedfertigsten gerwerkschaftlichen Verbindungen beigetragen, sondern vor allen Dingen der Streikerlaß des Herrn v. Puttkamer, welcher jede Bewegung der Arbeiter, ihre Lage durch bessere Löhne rc. zu verbessern, zur Unmöglichkeit macht. Itedner erwähnt auch, daß der mit der Gewerkschaftsbewegung der Maurer in Beziehung stehende, vielfach ausgewiesene Bau- meister Keßler bis zu seiner Ausweisung mit der sozialdcmo- kratischen Partei gar n i ch t s zu thun hatte, sondern der Or- ganisation der„freifinnigen" Partei angehörte, ebenso der aus- fewiescne Restaurateur I a k o b y, der nichts Anderes gethan atte, als sein Lokal zu polizeilich erlaubten sozialdcmokra- tischenVersammlungen zurVerfügung gestellt zu haben, Mitglied der Fortschrittspartei war. Entgegen der ausdrücklichen Bestimmung des§ 28, Ausweisungen nur gegen solche Personen zu ver- fügen, von denen eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu befürchten sei. habe man einfach mit der Ausweisung nach Belieben solche Leute bedacht, welche Gegner des Systems Bismarck-Putt- 1 0 m®cn�ntercfTantcften Theil der Rede Singer's bildeten dessen Mittheilungen über das Treiben des deutschen Spitzel- thums im Auslande, speziell in der Schweiz. Er brachte a m t- llich beglaubigte Nachweise(die unsere Leser an anderer Stelle zum Theil im Wortlaut wiedergegeben finden) über die„Arbeit", die ,- von den hoch besoldeten preußi- schen Agenten Schröder- Zürich, Haupt- Genf und dem gleichfalls im Dienste der Berliner Polizei gestandenen früheren Hauptmann v. Ehrenberg„geleistet" wurde, wie dieselben mit den Anarchisten Kauffmann, Pcukert, Stellmacher, Kammerer, Kenne! jc. in Verbindung gestanden, Konserenzen derselben beigewohnt, die Arbeiter in Ver- sammlungen zur Gewalt, zur„Propaganda der That aus gereizt; die von den Ehefs der Berliner politischen Polizei, den Polizeiräthen Krüger und v. 5z a ck e besucht und aufgefordert wurden, mehr zu liefern, fich Bedenken der Hu- nianität abzugewöhnen, arglose politische Flüchtlinge an sich heranzulocken, ste betrunken zu machen, um sie dann besser aushorchen und hamnguiren zu können u. s. w. Der preußische Agent Schröder, mit monatlich 250 M. honorirt, der bis zum 18. Dezember letzthin noch regelmäßig 200 Exemplare der „Freiheit" aus Amerika bezog, ließ im Jahre 1882, während wo er sich den langen Schnurrbart auskämmte und an der Kravatte zupfte. Er ließ auch alle Einreden wegen noch zu früher Tageszeit, Ostwind oder Regendrohen nicht gelten, nahm seinen Stock, setzte seinen grauen Filz- Hut auf und hinkte rüstig, wenn auch ein wenig knochensteif, auf seine Entdeckungstour aus. Freilich mußte er sich gestehen, daß ihm nur sehr geringe Aussichten blie- ben, wenn sich auch dieser Zeuge nicht bewährte oder doch weiter nichts aufbringen konnte, als ebenfalls Vermuthungen und Gerüchte; aber er verlor deshalb den Muth nicht, denn er war, wie er sich selber vorerzählte, ein alter Soldat, der vor Schwierigkeiten oder Hindernissen nicht zurückschrecken dürfe. Nein, im Gegentheil, je mehr ihrer sich zeigten, desto hartnäckiger hieß es ihnen zu Leibe rücken. Der Weg war übrigens ziemlich weit oder kam ihm wenigstens so vor, denn der alte Gärtner wohnte draußen vor der Stadt, eigentlich im letzten Hause, und an seiner Hecke begannen die Felder und Wiesen; aber durch die An- lagen ging es sich auch vortrefflich, und er hatte bald das kleine, in grünen Büschen fast versteckte Haus herausgefun- den, in welchem der alte Tettelberg eine allerdings sehr be- schränkte Handelsgärtnerei angelegt und dort, ziemlich zu- rückgezogen von der Welt, aber noch immer arbeitend und selber schaffend, lebte. Dicht neben ihm, auf dem nämlichen Grundstück in einer Parterrewohnung, residirte Rath Frühbach, und der Major sah, als er den Garten betrat, die ganze Familie, Mann, Frau und Kinder,„auf der Weide", das heißt, alles von Früchten absuchend, was noch irgendwo an Busch oder Baum hing. Da er ihnen aber jetzt nicht gern begegnen wollte, drückte er sich seitab um das Haus herum, wo er Tettelberg's Behausung ebenfalls erreichen konnte, und sand den alten Mann, der überhaupt nie ausging, auch daheim. „Hören Sie einmal, Tettelberg," fing hier der alte Herr"ohne weitere Umschweife an,„ich bin der Major von Halsen, möchte gern ein paar Worte mit Ihnen über eine alte Geschichte reden. Haben Sie einen Augen- blick Zeit?",__ „Zeit, Herr Major?" sagte der Mann.„Wenn man Most in England saß, eine Anzahl Nummern der„Freiheit" in Schaffhausen drucken, die unzweifelhaft, wie sich aus dem Zeug- niß des Buchdruckereibefitzers B ü h r e r ergiebt— der von Schröder bestellt und bezahlt—, aus den Mitteln der deut- schen Polizei bezahlt worden seien. Und solchen Thatsachen gegenüber rede man in der Regierungsvorlage davon, daß das Reich vom Ausland her durch die Sozialdemokratie bedroht werde, suche man ihr in die Schuhe zu schieben, daß anar- chistische Blätter in einer gewissen Anzahl in Deutschland zur Verbreitung aelangen. Dieses Material brachte denn allerdings das Lachen der Konservativen zum Schweigen. Von irgend welchen Gefühls- regungen bei den beredten Schilderungen der Konsequenzen der Expatriirung ic. war bei ihnen nichts zu merken. Was die„Entrüstung" der Regierung und der sonstigen Anhänger der Gesetzesverschärfungen über die Abhaltung sozia- listischer Kongresse im Anstand betreffe, so gebe es ja ein unge- Heuer einfaches Mittel, derselben vorzubeugen: man hebe das Gesetz auf und wir werden sofort unsere Kongresse im Inland, unter den Augen des Herrn v. Puttkamer und seiner Beamten, bei vollster Oeffcntlichkeit abhalten. Nach einer eingehenden Kritik der einzelnen Verschärfungs- vorschlüge, wobei er sich durch die Bemerkung, er würde die An- nähme des Gesetzes für eine Schande Deutschlands halten, einen Ordnungsruf zuzog, schloß Singer mit den Worten, die ein Doge von Venedig, der vor 500 Jahren zum Schayot geführt wurde, seinen Feinden zurief: „Meine Vertheidigung ist Eure Anklage, die Ursache meines angeblichen Verbrechens Eure Geschichte" Herr v. Puttkamer ergriff sofort nach dem sozialdemokratischen Redner das Wort. Das augenscheinliche Unbehagen, das er über die Aufdeckung der angeführten Polizeithaten empfand, verstand der Herr Minister wie gewöhnlich sehr gut zu verbergen. Er wandte auch dasselbe Mittel der Entgegnung wie bei früheren Ge- legenheiten an, indem er den Spieß umdrehte. Herr von Puttkainmer behauptete, Singer habe seine Rede mit einer„ver- steckten Drohung" geschlossen, wovon wir allerdings nichts hatten bemerken können. In Bezug auf das politische Spitzelthum gab der Herr Minister die gewichtoolle Erklärung ab: kein„Kultur- staat" der Welt könne desselben entbehren, man brauche es, uin den geheimen Gängen besonders gefährlicher Feinde des Staates nachzugehen und dieselben unschädlich zu machen. Dieser Dienst sei ja allerdings als ein„Ehrendienst" nicht aufzufassen, man könne von Leuten, die fich dazu bergeben und dafür bezahlt werden, nicht den Charakter von Gentlemcn verlangen. Dem Jhring-Mahlow widmete der Regierungsvertteter eine ein- gehende Lobrede und erklärte, daß er denselben heute noch für einen durchaus ehrenwerthen Beamten halte. Dagegen verwahre er sich gegen die Dinge, die der Abg. Singer ihm und seinen Beamten„aufbinden" wolle— er meinte damit die schweizerischen Spitzelgeschichtcn die direkt erfunden seien, und er verlange von allen Mitgliedern des Hauses, die nicht zur sozialdemokratischen Partei gehören, daß sie ihm ehrlichen Mann Glauben schenken, da er außerdem ja als wiffcrmaßen als entehrt vor dem Hause erscheine. Darauf folgten Zitate aus einem �älteren sozialdemokratischen Bkatte über die Pariser Kommune, Vorwürfe gegen den Schriftsteller Christensen, der in Sachsen Soldaten zum Bruch des Fahneneids habe ver- führen wollen, und Hinweise auf die famose Rede des Staats- anwalts im Posener Sozialistenprozeß. lieber den schweizerischen Beamten, welcher den Abgg. Bebel und Singer die mehrfach erwähnte amtliche Bestätigung zu Theil werden ließ, ist Herr von Puttkamer natürlich aufs höchste entrüstet. Das sei ganz unerhört und werfe ein trauriges Licht auf den Kulturzustand der Schweiz, wie es auch ein merk- würdiges Streiflicht auf die Rechtspflege in Zürich werfe, daß die genannten Spione, von denen er(Herr v. Puttkamer) aber aar nichts wisse, von einer„Bande von Strolchen" überfallen und ihnen„Geständnisse erpreßt" werden konnten. In Deutschland sei das glücklicher Weise nicht möglich. Das Vorbringen dieser Thatsachen im Hause sei gleichfalls ein lieber- fall, er sei gar nicht informirt, werde aber den Herrn Reichskanzler auffordern, Aufklärung von der schweizerischen Be- Hörde zu fordern und zugleich dagegen zu protcstircn, daß noto- rischen Sozialdemokraten behördlicherseits solche Eröffnungen ge- macht würden.— Die Wirkungen des Gesetzes seien nach ver- schiedenen Richtungen sehr segensreiche; man habe der sozialdemokratischen Presse einen anständigen, sachlichen Ton auf- gezwungen, und wie loyal man verfahre, das gehe daraus hervor, daß z. Z. 38(?)„sozialdemokratische" Zeitungen in Deutschland erschienen. Dieselben würden ja, wenn sie„zu weit" gingen, verboten, aber das sei eben gerade ein Segen des Gesetzes, und die Fehler, die bei der Handhabung gemacht würden, seien leichtwieaend im Vergleich zu den großen Vor- theilen, welche die'Nation aus dem Bestehen des Gesetzes bis jetzt gehabt. Redner erzählt dann von einer„ganzen Band e", die in London sitze, den deutschen Arbeitern die Groschen abpresse, und fich— wie aus den Annonzen sozial-revolutio- närer Blätter hervorgehe— dort mittelst Maskenbällen, Kränz- chen k. das größte Wohlleben dereite. Weiter behauptet der Herr Minister, derRestaurateurJakoby habe zu der radikalstenRichtungder erst einmal so alt ist, hat man eigentlich gar keine mehr; aber das bischen Graben kann wohl eine Viertelstunde warten; der Buckel thut mir so weh." „Donnerwetter," sagte der Major,„graben Sie denn noch selber in Ihrem Garten? Wie alt sind Sie?" „Wird wohl so um die Zweiundsiebzig herum sein," meinte der Alte;„ganz genau kann ich's nicht sagen, denn ich bin gerade an einem Schalttag geboren und dadurch in der Rechnung etwas konfus geworden. Kommt aber auf ein paar Jahre nicht an, so lange man nur noch ge- sund ist. Aber was war es denn, was Sie mir sagen wollten?" „Können wir nicht einen Augenblick in's Haus gehen?" „Ja, gewiß. Bitte, treten Sie hier gleich ein; wir sind da ganz ungestört." Und dabei führte ihn der alte Gärtner in eine dicht an ein Treibhaus stoßende Stube oder Kammer vielmehr, denn besonders wohnlich sah es darin nicht aus. Nur ein hölzerner Tisch und ein paar eben solche Stühle standen darin, und auf dem Tisch lagen Bindfaden, Bast, Gartenerde, Blumentopfscherben und alles Mögliche ziemlich bunt durcheinander. Der Alte fand aber eine Entschuldigung dafür nicht nöthig, rückte dem Major den einen Stuhl hin und setzte sich dann auf den anderen, wo er, beide Arme auf seine Knie gestützt, geduldig er- wartete, was der Herr von ihm wolle. (Fortsetzung folgt.) Aus Kunst und Leben. Die Lungenentzündung«l» Epidemie. In dem Dorfe-nurith an der Oder find im Laufe der letzten drei Wochen ungefähr 20 Menschen an Lungentzündung erkrankt. Seitdem in neuerer Zeit nachgewiesen ist, daß in dem Auswurf der an Lungenentzündung Erkrankten ein Pilz von charakte- ristischen Eigenschaften gefunden wird, hat man den Schluß ge- zogen und bereits die Erfahrung gemacht, daß Lungenent- zündungen epidemisch auftreten können. Von zuständiger Seite wird nun behauptet, daß in Aurith d,e Lungenentzündung einen epidemischen Charakter angenommen hat. Dafür spricht bei- spielsweise der Umstand, daß in emigen Fallen zuerst der Mann Sozialdemokratie gehört, ebenso habe Keßler, der schon? M eines entehrenden Verbrechens vorbesttaft sei, in revoluliw- V1™ oentr Sinne in den Gewerkschaften gehetzt. Das, was in der 1 M konw schrist über Christensen, Kayser ,c. gerügt ist, sei in der fache auf die Gemeindegesetzgebung der Einzelstaaten zuw. A führen. Ein„Gemeinplatz" sei es, zu behaupten, das? 3 kistengefetz habe den Anarchismus gezüchtet. Die rch Mrychend, Strömung in der sozialdemokratischen Partei mache De sächlich immer größere Fortschritte, aber daran sei nicht h 2 setz, sondern die Sünden der Sozialdemokraten schuld,.�.• �tucklichei von Allem losgelöst, was zur modernen Kultur gchöchi».„9, e deshalb sei das Fottbestehen und die Verschärfung des l" �.�den;, nothwendig. Beweis dafür seien auch die Beschlüsse W>;"?•, Unmii Galler Parteitages. Herr v. Puttkamer zitirt zur BekräM„ cht bestes seiner Aufstellungen einige Sätze aus dem Protokoll s?«ung( Galler Kongresses, durch welche der g e w alttheh LsA daß Charakter der sozialdemokratischen Partei erwiesen wcrdai Wpsticht f Das telegraphische Gesuch der Abgg. Singer und# eine an den Gouverneur von Illinois um Begnadigung dcr g- som Tode veruttheilten Anarchisten sei gleichfalls geeignet I# besteht in den deutschen Arbeitern die Vorstellung zu erivM&!'(W hätten jene Mordbrenner, jene„Bestien" ja eigentlich g? � � so Verdammenswerthes gethan. Trotz des in den ReM —-------*'"-#t,noen Motiven enthaltenen Satzes:„Nach wie vor ist die sti" kratische Partei, was auch die letzten Reichstagswahlea � bestätigt haben, eine streng in fich geschlossene geblieben", erklärt Herr v. P., es sei nicht auf Die% nichtung der Sozialdemokratie abgesehen. Daher mit den bisherigen Erfolgen zufrieden sein. Auch malP Symptome einer gewissen„Abschwellung" bemerkbar.� � man dem noch mit den vorgeschlagenen Versch»! zu Hilfe, so sei es möglich, das Hebel zu bei Auf Mllderungsprojette oder Aufhebung des Geseees Einführung entsprechender Paragraphen ins Straf könne sich die Regierung nicht einlassen. Er könne möglich an die Ablehnung der Vorlage glauben— als bis er's„schwarz auf weiß" vor sich habe. I e d Partei habe doch einen gewissen Zusammenhang mit schenden Gesellschaft, die Sozialdemokratie aber habe Allem losgelöst und dürfe daher nicht auf Grund des gl Rechts behandelt werden. Jeder der beiden Redner hatte ziemlich zwei S t ft gesprochen. Es ist deshalb erklärlich, daß der nächst 5zerr Reichensperaer, der Vertreter des Zcntrain» ganz diejenige Aufmerksamkeit fand, welche seine Aus'"' verdienten. Herr Reichenspcrger hat drei Mal für die gerung des Gesetzes gestimmt. Bei Jnaugurirung. 1878 hat er die Stimme dagegen erhoben, weil er WJ nung war, daß man die Anschauungen und Bestrebu sich gedrückt fühlenden Klasse nicht mit Zn regeln beseitigen könne, sondern dadurch nur die Vi arg vergrößern würde. Er glaubte aber, die nun doch Dämme nicht wieder einreißen zu dürfen, ohne für% sorgt zu haben und deshalb habe er fich wieder?� schloffen, der Verlängerung zuzustimmen. Heute aber, der Minister erklärt, daß von einer Rückkehr zum. � Recht, ja auch nur von Milderungsgründen keine% könne, sei er veranlaßt, zu erklären, daß er nicht nur schärfung, sondern auch der einfachen Verlängerung mehr z u st i m m e n könne. Der Standpunkt der* sei.mit seinen R e ch t s begriffen unvereinbar «en-Rcch eintr Ä7. Ben Satsächl und i Be und? KZ«, Gcrad K- "ulit brav i «tonfenka] fach nad Minnn Wen" rt find! aen ni entstehe keineswegs ein Vakuum, wenn was.. '........ Regierungsvorlage nicht zustimme; das setz gelte noch bis zum �September Bis dahin könne man andere Rechtsverhältnisse W& fstaubhi«» haben, wenn man wolle, eventuell müßte andern «f „.....................JS eine nochnj'«n yaoen, wenn man wvtie, cveniueu mutzte a II o e r» � �rtcinrms," die Handhabung des Rechtes, des Gesetzes Übertragen � bcnz Es ist vom Standpunkte des Herrn Reichenspcrger � SC T" zur � U" führe f*» Im ä: äI Sä" SÄT ÄrtS* „Glaubensloflgkeit" beimaß, an der aber eine noch A Schuld der Staat mit seinem Kulturkampf trage, die besitzenden und genießenden Klassen dsMiel Züchtentgegenkommen zur Verschärfung der Gegensätze b?Muderjjch..° Zum Schluß beantragte Herr Reichenspergcr pure 5� 1- der Vorlage. Die Einwendungen des Herrn v.% JW also gegen das von Singer vorgebrachte Material, er kl au!>>(cbaumT Reichensperger, hätten auf ihn keinen Eindruck gemacht* tiibct Wir könnten auch nicht sagen, daß.Herrn v. 5 ihyen J 0 Rede überhaupt besonderen Eindruck gemacht hätte.% bei j," e lieber Beziehung vermochte er Neues nicht vorzw,«lg, und diesen Mangri vermochte er auch durch die Stärke p«n ihm gewählten Schlagworte nicht auszugleichen.„„n, Li. ............... V v. Helldorff, v. Kardorff, Bebel. Politische Ueberstcht. Der Dapft und da« neue Sozialistrnses'fc. forderlich, eine „Westfälische Merkur" hält es für erforderlich, eine IIS und nach ungefähr zehn Tagen die Frau erkrantte Gr kehrt. Auffallend war es femer, daß zuerst der OÄ Wt den die Lungenentzündung bekam, dann der auf dem Saw-' Natt, jU- ict u" le es-- oft verweilende Gemeindeförster und Steuererhebcr u,!Ie es ein ff Frau und schließlich der Nachtwächter und deffen W uyg sm Gesammtzahl der bisher an dieser Lungenentzündung aty m Wiganap handelten Personen delief sich auf 80.. �e Ordens Einr Löwenjagd in Ilirderöstevreich. Tic V* gn, dqb I llntg� Endlich" ,1 schaft der ....emeinde Hardegg und der ganzen IWy. WRche iih. wie dem„Jllustrirtcn Wiener Extrablatt" unter dem � gberen Eis, und Aufregung versetzt. Einem gegenwärtig" in 3"%%% Urtheil den Menageriebefitzer ist nächtlicher Welle aus dem A) � tvcnm,,. Onz* ox«,._____ ij.___ CJ, in f. 'sn schlossenen Käfig ein Löwe entsprungen, welcher fich% ff#; tigen Gebirgskessel geflüchtet hat. Am 20. d. M. MtW*) n e P f f der Löwe beim sogenannten„Fellingerstege" und alz „Naßberge" und Abends beim„Tüggniybache" gesehen- x�riisch des Forstpersonals wird Jagd auf den Löwen gemowD M � w-. selbe dem reichen Hochwildstande in den ausgedehnten j«i selbs»�./, bereits erheblichen Schaden zugefügt hat. Es ist bis> � Jet, � nicht gelungen, des Wüstenkönigs habhaft zu melden-% Da« pfaffen-R rg i ment inKelgien hat belang N)en Qngero den„übelflüsfigen" Volksschulen gründlich aufgeräumt- � von Kindern wachsen obne iealiche Schulbildung W (S; von Kindern wachsen ohne jegliche Schulbildung K fJ'W, auf i verwilvcm. Zahlreiche prächtige Schulgebäude Mus verziff zu industriellen Zwecken vermiethet,» fallen. Einen neuen„Fortschritt" zur Ausnutzung J 1�..,w»nn bände hat jetzt die Gemeinde Froidthier gemacht, r Schulhaus zum Schnapsausschank umgestaltet..nW �ler'sche. Der päpstliche Kammerdiener Derde, tnj„A« bem pi in Anklagestand versetzt, weil er das Porzellangesch'sX,< B erl chem der Papst am Jubiläumstage speiste,«itrürnn'�-J n stach war, Scherben an„Gläubige" um ungeheuem Preis% und Z Die Masse von Scherben überstieg aber das im Judem wcsene Geschirr bedeutend, daß Vcrdez, um seine» J J gestellt genügen, viel mehr zerschlug, als am bewußten Tags 4 � n. ggit wurde. Bei einer Haussuchung fand man bei Verdes- KLu der Dj, Vermögen gewesen war, 20 000 Lire. Gin„unternehmender" Reporter..-SsL« Wochen sandte der Zeitungsreporter Hopkins eine». Maschine an den Oberlichter Waite in Waskungl � Zwecke, eine Aufregung hervorzurufen und die- Zeitungen zu verkaufen. Er wurde als der Thäter r zu einer Geldsttafe von 100 Doli, verurthellt. B'Ä«" aus Horn gemeldet wurde, seit einigen Tagen in gfOPJC�a außer r! 9N.frpn.m„ nprtpClt ffinpm i., ÜnnllN U Uli..» weniger , einen KZ c, der schon! W eröffnen, um zu beweisen, daß der Papst unmög- in rcvolukioil!*®om Zentrum die Annahme des neuen Sozialistengesetzes was in der) tonne und werde. t, sei in der bj Wriebenhnt macht reich, sagt ein altes Sprüchwort. ' ist die sozo jstagswahlen offene PI i ch t auf die Daher könns Auch bemerkbar� len Versi -bcl zu Gesetzes ins Straß Er könne ruben— abe. I e I hang mit aber habe sjrund des zelstaaten t Zeiten der allgemeinen Klagen über wachsende upten, das �Uttn und Rückgang des Volkswohlstandes ist es wahrhaft tet. Die ll« Ftrhthenb, im Deutschen Reiche einmal zufriedene Menschen i mache zrv«. Der Leser schüttelt ungläubig den Kopf. Nun, wir in sei nicht � Zweifelsucht rasch ein Ende machen. Die Oase ten schuld,�..Glücklichen ist von den Gelehrten der„Leipziger lultur geh«) t.. ug, eines amtlichen, folglich unfehlbaren Organs, ent- ärfung des 0- Wden; und zwar schreibt sie darüber in ihrer Nummer Beschlüsse�..«>. Januar wie folgt:„Der Gesetzentwurf, die Wehr- t zur Betrat � o) t betreffend, findet hier durchweg eine sehr günstige Be- Protokoll dfj c, S- Ganz besonders werthvoll erscheint die Wahr- gewalttb»! Mag, daß in allen Schichten der Wehrpflichtigen, deren Viesen werde» Wwsucht stch Unt acht Jahre verlängern wird, nicht g e r und w'"- 2, em.e sympathische Stimmung für dieses Gesetz nadigung der g» sondern auch eine patriotische Freude geeignet 9�' ,xfr besteht, daß auf diese Weise die Wehrkraft Deutsch- z zu erwelk»,,#(soll heißen; um) 6—700 000 Mann sich steigert."— cigenfliÄ biefer glückliche Erdenwinkel? fragt sicher der in den Reg� Die Jubelhymne ist datirt„Aus dem östlichen �'�ssen". Wenn nächstens, nachdem die Dreihundert »en-Rcchnung für das neue Wehrgesetz erschienen ist, die � eintrifft, daß einige Hunderttausend Menschen vor iryinnig geworden find, dann kann der Leser sicher Mnen: das war im—„östlichen Thüringen". 'iiheejig, zu offenherzig war der königlich sächsische Ackermann in der Reichstagssitzung vom Mittwoch, «> Berathung des berühmten Befähigungsnachweis-An- tatsächlich schloß:„Bringen Sie also die Sache zum und richten Sie ein Bollwerk auf gegen die gemein- !n Bestrebungen der Feinde des Vaterlandes, der Ge- und Familie."— Der königlich sächsische Herr Hofrath i( Zunge mehr hüten sollen. Sein Eifer hat ihn ver- Gerade unter den Gehilfen des Handwerks hat man ?te„Rekruten für die sozialdemokratische Bewegung" . ßig am wenigsten gesucht. In der That stellt die ...Wust der Großindustrie das weitaus größte Kontingent .jsst�en Arbeiterpartei. Man würde diese Verdächtigung � brauchen, wenn man nicht etwas im Schilde führte, an nicht gern offen sagt. Weil man sie aber braucht, wan, worauf es eigentlich abgesehen ist: auf die stundige Knebelung und Unterjochung r TO.'-V* werke rgehilfcn unter die Fuchtel StW• e t' Die Gesellen sollen fein züchtig und gehorsam ßri-t'? der Gesellenversammlung der Innung sitzen und �nkenkasse bei der Zunft haben. Was brauchen die Leute Ö nQcJ) Koalitionsrccht, politischer wie wirthschaftlicher mimmung und Fürsorge zu rufen, wenn ihnen jene Wen' in der Innung unter der Aufsicht der Meister rti)- Man hat dann für das Handwerk das Herr- SeW..Vskenstück zu der Arbeitervertretung in den Bemfs- �(tiii. jwaften der Großindustrie. Und welche Lust dann, die %" lernab von der Beeinflussung durch„reichsfeindliche" l tu r'c Mahl des zünftlerischen tzerzenskandidaten an die »„.tuhren! Nun, dahin wird es niemals kommen. ..° Feugniß der Faulheit, welches die„sstationallibe- « i�?spondeuz" den Kartellbrüdern im Reichstage ausstellt J?watui.n.....—-—-- zwei St» der nächst es Zcntrui»» seine Auss ial für die ugurirung' n, weil er 0» Bestrebu ht mit Z, ar die Vi nun doch ohne für sich wiedei 'eute aber, kehr zum en keine- nicht nur%- erlängenuA' iunkt der M unvereinbiw wenn w» r dieses ltnisse he> andern» übertragen�. iensperger� � ®»n}cn nämlich die Sitzungen), ist nur zu wohl verdient. wenn rq et„e'1 wachen sich ihre Arbeit als Reichstagsadgeordnete s bestehe»� gar zu leicht. Sie denken wohl: Um Ja zu sagen, —"'' ut nicht nach Berlin zu gehen; das können ein paar ,'J.u» alle anderen besorgen; dazu kommt, daß die Etat- .(„wttgen„langweilig" sind— wie die„Nationalliberale in ffthenz" sagt— auch das über den Stock springen ist Wcke«« angenehmes Geschäft(selbst vierbeinige Pudel " W Ä gern), und bei großen Gelegenheiten kann man ------„■,.„ Dosten sein. Die Leser werden sich erinnern, daß die eine noch'en, welchen sich vor einem Jahr das„Kartell" entwickelte, trage, To��teichstag unablässig das„mastenhafte Schwänzen" sjegensätzc :r pure A» >erm v. JP terial, erklaw lief gemach» oerrn v.% t hätte.% i ch t vorzu°h die Stärke ich-». morgen i, Bamb'' ficht. ilistenges� ich, eine erkrankte utzb ..„geschw-"lachten, ssinn— damals wurde lange nicht so uderliche» U" wie jetzt. Freilich— die meisten der kartest- besser- �»'chsboten spielen außerhalb des Reichstags alfn cholle als i n demselben, und ihrer Schwänzcrei '>! beb»..�'»lleicht eine löbliche Selbsterkenntniß zu Grunde. "iber ni6G ist blos, daß sich die Faulheit der Herren Kartell- ihnen m-""ch aufs Gelddewilligen erstreckt. Da geht ' bei h?r'c i?em berühmten Schlossergesellen des Volkslieds, bej'."ittzlichen Arbeit, verteufelt„langsam" und faul Miere« Ms. weniger nützlichen, für ihn jedoch desto ange- Hie i-�'sskeit sich aber„grausam eilte". "'a r b /"t>«rgfe" Nachricht des„Berl. Tgbl." von der .»k er-.s,?!" ng der Wehrordnung war wieder ein- ein nnll. Mic die„Kreuzztg." versichern kann, werden bie». kurze Bestimmungen über die Ersatzreserve hinzu- "nten'iM�k'ebzig preußische Dichter find bei dem so- an ra ensfeste am"origen Sonntag dekorirt worden, Sw,- ,'igkeitsverlretern noch acht Rechtsanwälte und s e n Unter letzteren fehlt natürlich der bekannte des f nicht, während unter den Richtern der Präsi- weichgxricht-z, Drenckmann, figurirt. Dieser gerade rzals_•lCblPv»> Üj'' �_ est der€wu M �" äu Theil gewordene reiche Ordenssegen veranlaßt f dem Sd�'.käst, ju.''Derliner Kourier", ein sonst sehr sanft liberales lererhebcr»» le es ein mÄ 6" Bemerkungen:„Unverständlich bleibt uns, dessen Fs-Z � uns UnM', fertig bringt, einen Orden zu dessen uns Un'�s kettig bringt, einen lüiDcn zu verdienen. tzündung»G M oergemgen�ändliche muß ja geschehen, denn sonst würden ... stle Or>>°?...s.U Sonntaa nicht siebenundsiebcnzia richterliche igen in a»»K 3 in ms e" gesehen- sRfrit56nd wann einmal mehr thut als Iti 9 s, vi" t er gegen dieselbe. Ge- lichter sein, unpatteiischer als un- len gemach�!»s ist keinem Menschen gegeben, und daß bei «c �e�M'l'änbiid u werden-| Erdigen®„,M6 Lanz ausgezeichneten und der �luszcichnung hat bekaN� Aen QnaeniiIf,1C1lr-a?'% Bewußtsein und den Stolz des- �rnuirtt. Unfov.,5 blieben. Mitnlipn Nickte rstandes au sein. ien gemu�'W j vie icmem �lenjcyen gegeven, UN doch schlicß- immer noch Mitglied des Richtcrstandes zu sein, vuoung auf v eine l" große Ehre, daß derjenige, der sie -.-..mW.. Preis ?as im Stadtmisfion den größten Theil seiner und ob das den Juden wollen wir einstweilen mpf&fS&JSSfö MMZW-MS tm» 3 ää& Jte '6ln* Nach Meldung verschiedener Blätter, so schreibt ebenfalls das„Deutsche Volksblatt", soll demnächst eine zweite Versammlung beim Grafen Waldersee statt- finden, um weitere Schritte im Interesse der Stadtmission zu berathen. Die päpstliche Enzyklika über die soziale Frage ist nach Wiener Mittheilungen nunmehr vollendet. In der Enzyklika soll der Papst die Katholiken auffordern, einerseits die Regierungen bei sozialen Reformen zu unterstützen, anderer- seits alles, was zur Hebung der Lage der arbeitenden Klassen geeignet ist, namentlich die Genossenschaften und Arbeiterver- einigungen, zu fördern.— Diese Mittheilungen sind zu dürftig, um ein Urtheil darüber zu gestatten, ob der neueste päpstliche Erlaß über die soziale Frage so inhaltsleer wie sein Vor- gänger ist. Neber„Mädchenhandel nach Norddentschland" finden wir im offiziösen„Wiener Fremdendl." folgende Notiz: Wahrnehmungen, welche in jüngster Zeit vielfach von den Be- Hörden gemacht wurden, haben die niederösterreichische Statt- halterei veranlaßt, eine Wamung vor der Annahme von Engagements als Tänzerinnen und Kellne- rinnen nach Norddeutschland im Wege der Bezirks- hauptmannschaften den sämmtlichen Bürgermeisterämtern Nieder- Österreichs zu übermitteln. In dem betreffenden Erlasse heißt es, daß eine auffallend große Anzahl junger Oesterreichcrinnen in Norddeutschland der dort tief verachteten Klaffe der Sän- gerinnen und Kellnerinnen angchött, und die nach Deutschland gekommenen Mädchen ahnungslos, gegen ihren Willen, der Prostitution verfallen. Die Statthaltern fordert zur tzintan- haltung dieses Mädchenhandels die Bürgermeisterämter auf, allenthalben vor der Annahme derartiger Engagements zu warnen und nach Umständen gegen die Werber, event. gegen die Eltern solcher Mädchen die Strafanzeige zu erstatten.— Wie? Sind wir denn nicht jetzt eine ganz besonders sittliche Nation und hören wir nicht täglich unsere„nationalen" Organe auf die„verkommenen Franzosen" schimpfen? Und nun warnt unser„lieber Verbündeter" vor dem Mädchenhandel, der in Teutschland blühen soll? Merkwürdig; mit der nationalen Vollkommenheit scheint es doch noch sehr zn hapern. Eine charakteristische Verordnung eines Obcrpräsi- denten macht die Runde durch die Presse, charakteristisch des- halb, weil sie zeigt, wie die Verwaltungsbehörden in die freien Entschließungen der Staatsbürger hindernd eingreifen und das Volk zu„bevormunden" suchen. Der Oberprästdent für die Provinz Westfalen, Herr von Hagemeister, hat für den Umfang der ganzen Provinz eine Polizeivcrordnung erlassen, nach welcher die Verabfolgung von Branntwein und nicht denaturittem Spi- ritus an schulpflichtige Kinder bei einer Strafe bis zu 60 Mark verboten wird.— Ein derartiges Verbot wird wenig fruchten, man belästigt höchstens die Bürger damit, ohne das Uebel zu treffen, das sich vielmehr auf Schleichwegen schon helfen wird. Dagegen läßt man damit dem Volke fortwährend die„für- sorgende Hand" der Polizei fühlen und greift somit hindemd in die Entwicklung zur Selbstständigkeit ein. Mit einem Wort: das Volk soll und muß glauben, daß die Polizei sein natürlicher Vormund sei— eine Staatsraison, die niemals ihre Bercchti- gung hatte, am allerwenigsten aber in der Neuzeit. In unserem christlich- germanischen Deiche wurde wieder einmal die Ausübung der Christenpflicht polizeilich verboten. Die Polizeidirektion in Altenburg hat neuerdings eine Bekanntmachung erlassen, auf Grund deren allen Privatpersonen verboten wird, Bettlern und Vagabunden Geld oder andere verwcrlbbare Sachen zu verabreichen. Zu- widerhandclnde sollen polizeilich zur Verantwortung gezogen werden. Um Einführung einer Steuer ans Korsets und Schnnrleibchen petitionirt beim Reichstag der Vorstand des Hildesheimer Gesundheitspflegevercins. Ein Zeichen der Humanität. In Braun schweig ist es Herr K 0 k 0 s k y, der die Beiträge für den Fonds zur Unter st ützung des Rcichstagsabgeord- neten Hasenclcver und der Familie desselben entgegennimmt. Herrn K. ging nun, wie das„Braunschweiger Unterhaltungsbl." mittheilt, kürzlich per Stadtpost ein anonymes Schreiben mit beigelegtem 20-Markschein zu. Wir theilen das Schreiben als ein erfreuliches Zeichen der Humanität unseren Lesern mit: Braunschweig, 25. Januar. Geehrter.Herr! Es ist sehr schön von Ihnen, daß Sie zu Gunsten des geistig umnachteten.Herrn Hasenclever eine Samm- lung veranstalten. Obgleich es mir nun unbekannt ist, ob Sie nur von Ihren politischen Gesinnungsgenossen Gaben entgegennehmen, so wage ich es dennoch, wenn auch auf abweichendem Standpunkt stehend, ein Scherf- lein zur Linderung der Leiden jenes Beklagenswerthcn durch Uedersendung beifolgender 20 M. beizutragen, weil ich der Anficht bin, daß in solchen Fällen nicht die poli- tische Anschauung, sondern das Gefühl der Mensch- I i ch k e i t ausschlaggebend ist. Falls Sie— wider Erwarten— diese Anschauung nicht zu der Ihrigen machen können, überlasse ich es ganz Ihrem Belieben, die Gabe zu anderen mildthätigen Zwecken zu verwenden. Ent- schuldigen Sie, daß in der vorliegenden Sache seinen Namen nicht nennt der Absender. Herr K. hat mit Dank die 20 M. angenommen und dem Hasenclcverfonds überwiesen. Die loziatdemokratifchen Wahlmänner Dnrnberss haben beschlossen, die ihnen von den liberalen Wahlmännern wegen Vereitelung der jüngsten Landtaasersatzwahl aufgestellte „A pothekerrechnung" von insgesammt 950 Marl nicht anzuerkennen, also auch nicht zu begleichen. Sie sind entschlossen, die Sache nöthigcnfalls durch alle Instanzen zu treiben. Wegen Anstiftung zum Hanofriedensbrnch, Ruhestörung und groben Unfugs sind in Alzey Redakteur P r a e- torius und 36 andere Personen angeklagt worden, weil sie angeblich bei Gelegenheit der Rcichstagswahl in einem Zuge zum Stadthause zur Wahl sich begaben und sich nicht zer- streuten, als sie der Kreisrath aufforderte, auseinanderzugehen und nicht gemeinsam in das Stadthaus einzudringen. Nach Vornahme von Verhaftungen seien später die Verhafteten mit Gewalt von einigen Gesinnungsgenossen befreit worden. Znrnckmeifnng der Deschmerde. Das großherzogliche Obcrlandesgericht in Darmstadt hat die Beschwerde des Landtagsabgeordneten Jost gegen den Beschluß der Straf- kammer des Landgerichts Mainz vom 3. Januar 1888 als un- begründet verworfen. Eine größere Anzahl von sozialistischen Schriften» welche an den Schriftsteller von Vollmar während seiner Strafhast im Gefängnisse an der Baadcrstraße in München ein- liefen, sowie drei Exemplare des Romans„La Terre" von E. Zola, deutsch übersetzt von Armin Schwarz, wurden von der Münchener Polizei konfiszirt. Schweiz. Das schweizerische A r b e i t c r s c k r e t a r i a t ist mit einem Thcile der Vorarbeiten für eine allgemeine Un- fallversicherung betraut worden und hat mit Anfang Dezember vorigen Jahres eine Erhebung über die aus Kranken- lassen im Rechnungsjahre 1886 für Unfälle bezahlten Unter- stützungcn nach dem Betrage und der Dauer derselben unter- nommen, indem es an alle ihm bekannten Krankenkassen Fragenformulare und Zählblättchen mit Instruktionen zur Aus- füllung derselben versandte. Dank der Unterstützung der meisten Kantonsregierungen und verschiedener schweizerischer Vereine verspricht die Theilnahme an dieser Erhebung eine wirklich all- gemeine zu werden. Bis jetzt sind schon an mehr als 1200 Krankenkassen(darunter schweizerische und kantonale mit vielen Settionen) Formulare verschickt worden und es gehen immerfort noch Anmeldungen ein. Ebenso sind in erfreulichster Weise Antworten eingelaufen. Der Baseler Erziehunasrath hat der Regierung empfohlen, in den Primär- und Mittelschulen die individuellen Lehrmittel unentgeltlich zu verabfolgen. Fruttkreich. Louise Michel hat an die Frau des Attentäters Paul Lucas in foaore folgenden Brief gerichtet:„Madame! Da ich höre, daß Sie in Verzweiflung sind, möchte ich Sie gern be- schwichtigen. Seien Sie ruhig. Es ist gar nicht annehmbar, daß Ihr Mann bei klarem Verstände gebändelt hat, und da ist es unmöglich, daß er Ihnen nicht zurückgegeben wird. Weder meine Freunde, noch die Aerzte, noch die Pariser Presse, der- jenigen von Havre nicht zu vergessen, werden müde werden, seine Freilassung zu verlangen. Und wenn sie sich zu lange hinzöge, so würde ich nach Havre zurückkehren und mein Vor- trag hätte dann keinen anderen Zweck, als diese Maßregel der Gerechtigkeit zu erlangen. Die ganze Stadt würde dabei sein. Louise Michel." Wie wir schon gestern andeuteten, konnte der Chirurg Labbs die Kugel nicht aus der Wunde entfernen. Es scheint zweifelhaft zu sein, ob sie darin geblieben ist, und der Professor begnügte sich damit, Louise Michel die größte Ruhe zu empfehlen und ihr zu verbieten, während der nächsten vier- zehn Tage auszugehen.— Als man kürzlich in ihrer Gegen- wart wieder von der That Lucas', von seinen Beweggründen und seiner Vergangenheit sprach und als der Bürger Pauget be- merklich machte, er wäre ein ehemaliger„B r u d e r der christ- I i ch e n Lehr e", rief Louise Michel aus:„Seht Ihr, ich habe es immer gesagt, er sei verrückt. Wer wird jetzt noch daran zweifeln?" Die Rechte wählte M a ck a u abermals zum Vorsitzenden. Letzterer legte in einer Ansprache an die Versammlung gegen die Aeußcrungen des Präsidenten Carnot Verwahrung ein, der bei dem Empfange der Mitglieder der Budgetkommisfion der republikanischen Partei Einigung und Eintracht gegenüber dem allgemeinen Gegner anempfohlen und damit die Rechte ge- meint habe. Die Rechte habe niemals systematische Opposition gemacht und bei verschiedenen Gelegenheiten das jeweilige Kabinet vor einem Sturze bewahrt. Mackau sprach schließlich die Hoffnung aus, daß die künftigen Wahlen der Rechten zur Majorität verhelfen würden. Kelgie«. Am Sonnabend findet die Ausloosung für den Militärdienst im Lande statt, und die Sozialisten haben überall Protestversammlungen und Manifestationen gegen die Blutsteuer organisirt; auch in Brüssel künden rothe Anschlag- zettel dasselbe an. Amerika. Die wcrthvollen Erhebungen des„Statistischen Arbeits- amtes" der Vereinigten Staaten haben jetzt ein neues, grelles Licht über die Ausbeutung von Weibern und Kindern im großen Freistaate geworfen. Die Arbeit ersterer engt immer mehr die der Männer ein und die Kinderarbeit folgt jener auf den Fersen. Die Wollenwaarenindustrie m Missouri und Ncw-Hampshire beschäftigt noch keine Kinder, wohl aber', und% weibliche Personen. In Massachusetts find ' s Kinder,' s Mädchen und Frauen, in New-Nork'„ Kinder, 25 pCt. Weiber, in Vermont gar 35 pCt. Kinder, V5 erwachsene Frauenspersonen. Im Metallzweigc arbeiteten in Ohio'«, Kinder, in New-Nork in Illinois gar% und hier am Wagengeschäft'/.« weibliche Hände. Schreitet die Gesetzgebung nicht bald streng ein, so steht zu befürchten, daß gewissenlose Konkurrenten die besseren mehr und mehr in den schnöden Mißbrauch drängen und die ohnehin schon wenig kräftige weiße Bevölkerung weiter herabdrücken. Soziales und Ardeitervemer�unft. Streik. In der Ofenthürenfabrik von Gustav Konow, Stallschreibersttaße 10, ist gestern wegen ringe Wen er Lohn- differcnzen ein Streik ausgebrochen. Sämmtliche Arbeiter haben die Arbeit eingestellt. Zuzug ist fernzuhalten. Uereine iwd Uerlammilmgen. In ber Versammlung des demokratischen Verein» in Kerlin am 24. d. M. hielt der Rechtsanwalt Herr Dr. Perls einen Vortrag über die zivilrcchtliche Verantwortlichkeit der Po- lizeibehörden und Beamten für ungesetzliche Amtshandlungen. Nach Darlegung und Erläuterung der gesetzlichen Bestimmungen über die Haftpflicht der Beamten, welche schon im Allgemeinen Landrecht Th. 2, Tit. 10 ausgesprochen ist, weist Redner auf die Unzulänglichkeit der Bestimmungen hin, da die vorgesetzte Behörde, wie Beispiele ergeben haben, für die Handlungen ihrer Beamten verantwortlich sei. Er forderte auf, die Anregung zu geben zur gesetzlichen Regelung der Ersatzpflicht der Behörden für ungesetzliche Amtshandlungen ihrer Beamten. Der Ge- schäftsbericht ergab, daß die Mitgliederzahl sich gegen das Vor- jähr erhöht hat. Bei der Ausschußwahl wurden gewählt: die Herren Gottschling, Vors.; Lehmann, Geschäftsführer; Borchardt, Rendant; szirschmann, Finanzsekretär: Dr. Giätzer, Krüger, Ledebour, Schiegnitz und Dr. Wolf; und zu Kassenrevisorcn; Bertelt, Herbst und Schmidt. Verein der Sattler nnd Fachgenojfen. Heute, Sonnabend, Abends 8s Uhr, in Gratweil's Bicrhallcn, Beuthstt. 18, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn V 0 g t h e r r über„Entwicklung des Kulturfortschritts". 2. Ge- werkschaftliches. 3. Verschiedenes und Fragekastcn. Gäste will- kommen. Aufnahme neuer Mitglieder. Kanitätsoerein für Arbeiter beiderlei Geschlechts(E. H. 85). Generalversammlung am Sonntag, den 29. Januar, Vormittags 10% Uhr, Jnselstraße 10(Schesser's Saal). Tagesordnung: 1. Bericht über die Thätigkeit des Vorstandes. 2. Abrechnung des Kasssrers. 3. Wahl des Gesammtvorstandcs. 4. Verschic- dencs. Weibliche Mitglieder haben ebenfalls Zutritt und Stimmrecht. Verein znr Pflege freireligiösen geben». Sonntag, den 29. Januar er., Vormittags 10% Uhr. Niederwallstraße 20: Vortrag des Herrn F. Vogtherr über:„Unsere innere Mission". Gäste, Damen und Herren, haben freien Zutritt. Tischler- Verein. Generalversammlung heute, Sonn- abend, Abends 9 Uhr, Kottbuserstraße 4 a. Tagesordnung: 1. Kassenbericht. 2. Erledigung von Vereinssachen. 3. Bericht vom Weihnachtsvergnügen. Ausgabe der Billets zum Wiener Maskenball. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Quittungs- buch legitimirt. Fachoerein der Steinträger Kerlin». Versammlung derjenigen Mitglieder, welche zum Generalfonds beisteuern, am Sonntag, den 29. Januar, Vormittags 11 Uhr, in Schmidt's Salon, Waldemarsttaße 75. Tagesordnung: Wie stellen wir uns zu den Darlclms-Gesuchen. Antrag über den Druck des Reglements zum Generalfonds. Verein der Parqnetbodenleaer g erlin». Montag, den 30. Januar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn öenns, Mauerstraße 86, Versammlung._ Tagesordnung: 1. Innere Vereinsangclegenbeiten. 2. Verschiedenes. 8. Fragekasten. Die Mitglieder, welche mit ihren Beiträgen im Rückstände sind, werden auf§ 7 des Statuts aufmerksam gemacht. Fachoerein der Knchbinder und verwandten Berufs- genossen. Heute, Sonnabend, I. Stiftungsfest, bestehend ans Konzert und Ball, in Wcrner's Salon, Oranienstr. 170. Anfang 8% Uhr Abends. Die allgemeine Stnklarbeiter-Vereinignng hält am Montag, den 30. Januar, Abends präzise 8% Uhr, im großen Saale des Herrn Rieft(früher tzildebrandt), Weberstraße 17, ihre regelmäßige Monatsversammlung ab, in welcher Herr Kauf- mann Vogtherr einen Vortrag über„Drang nach SeldststSndig- feit" halten wird. Sämmmche Berufsgenoffen werden hierzu eingeladen. Allgemeine Kranken-«nd Kterkekasse der Metall- arbeiter(E. H. 29 Hamburg), Filiale Berlin I, veranstaltet am Sonnabend, den 4. Februar 1888, einen großen Wiener Maskenball in den Gesammträumen der Berliner Bockbrauerei am Tempelhofer Berg, wozu alle Freunde und Gönner unserer Kasse freundlichst eingeladen find. Anfang 8* Uhr. Billets a 50 Pf. find in sämmtlichen Zahlstellen, sowie bei folgenden Mitgliedern zu haben: Otto Schulz, Möckemstr. 82 im Klempner- laden! F. Küchlin, Hornstr. 3: tz. Bröde, Kanonierstr. 43, Hof part.; F. Thcinert, Mittmwaldcrstr. 27; I. Jalonek, Stealitzer- straße 6; G. Schwabedal, Großbecrenstr. 46; I. Klinksgorn, Fürbringerstr. 22 und bei der örtlichen Verwaltung. Die Zahl- stellen find diesen Abend geschlossen. Gesang-, Turn- und gesellige Der eine am Sonnabend. Gesangverein„Harmonia" Abends 8 Uhr im Nestau- rant. Alte Jakobstr. 38.— Männergesangverein„Echo" Abends 9 Uhr im Restaurant Klcmann, �ausiyerstraße 41.— Männergesangverein„Treue" Abends 9 Uhr im Restaurant, Andreasstr. 9.— Quartett des Turnvereins„Froh und Frei" Abends 9 Uhr im Restaurant, Schlegelstr. 14.— Lübeck'scher Turnverein(1. Lehrlingsabtheil.) Abends 8Uhr Elisabcthstt. 57 58. — Turnverein„Wedding", Pankstr. 9, Männerabtheilung von 10% Uhr Abends; desgl.'. Lehrlingsabtheilung von 3 bis 10 Uhr Abends.— Ärends'sche Stenoaraphenklasse des„Ber- liner Handwerkervereins" Abends 8t Uhr Sophienstr. 15.— Theater- und Vergnügungs- Verrin„Caritas" Abends 9 Uhr im Louisenstädtischen Bierhause, Admiralstr. 38.— Theater- und Vergnügunasgesellschaft„Treue" Abends 8', Uhr in Bobert's Ballsalon, Weinstraße 11.— Verein der Taubenfreunde Abends 8'/ Uhr im Restaurant Klcmann, Lausttzer- straße 41.— Dänischer Verein„Freya" Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Lindcnstt. 106.— Verein der Württemberger Abends 8', Uhr bei Vaihinger, Dorotheenstr. 84.— Verein ehemal. Schüler der 34. Gcmeindeschule Abends 9i Uhr im Restaurant, Markusstr. 7.— Rauchklub, /Qualm" Abends 8 Uhr im Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28. Kriefkaste» der Redaktw Sprechstunden der Redaktion J nur von 18—1 Uhr Mittags und 7—8 Zlhr K P. K. 1. Die Feuervcrficherungsbank für DeuM Gotha. Generalagentur in Berlin: Französtsck 2. Ein städtisches Fnsiitut für derartige Zwecke ex 3. Wenden Sie sich an Herrn Scholz, Glaser, straße 36 b. H. K. Friedrichvhain. An einen der abgeordneten. K. K. 88. Wegen Gerichtskosten, die der Ma»" können Sachen, die der Frau gehören, nicht gepfändet geschieht dies doch, so kann die Frau die Jnterventionstt lirengen. Gppelnerstr. 800. Sie haben, falls die Ihre Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt hat, Anspruch aus rente an die betreffende Bcruisgeirossenschaft. Wo falls dies noch nicht geschehen ist, Ihre Ansprüche be» Präsidium an. Von Ihrem damaligen Arbeitgeber koi« nichts beanspruchen. 4 � 24. Vc _23. Sit Theater. Sonnabend, den 28. Januar. Gpovahan«. Flick und Flock. MchanspielKan». Tante Therese. Aontsche» Theater. Die Makkabäer. Mnllner-Thrater. Ein toller Einfall. Der Mizekado. Friedrich- MUKelmstadtifche» Theater. Die 7 Schwaben. UiKtoria-Theater. Die Reise um die Welt in 30 Tagen. Vstend-Thrater. Berlin wie es weint und lacht. Uestdens-Theater. Francillon. Aelleallianre-Theater. Die Ztäherin. Walhalla-Theater. La Uascotte. Kroll« Theater. Snecwittchen und die sieben Zwerge. Tentrat-Theater. Höhere Töchter. ASniastädtische» Theater. Die Tochter der Martthalle. Aneeriean-Theater. Spezialttäten-Vorftellung. T»«rordia- Theater. Spezialttäten» Vor« stellung. Theater der Reichshalle«. Spezialitäten« Vorstellung. A««f«a«»s UariStS. Spezialitäten« Vor- stellung._ Bariincr LomseuMtischts Theater.! Dresdenerstr. 72. Direktion: Adolph Emst. N»« einstudirt und mit«ene««onplet» 304. Zum Male: ' C*. Scbarnow's älteste««d leist««gsfiihigste Uhre«-Fab� Die schöne Ungarin. Gesangsposse in 4 Ästen von W. Mannstädt. Kouplcts v. G. Görß. Mufik von G. Steffens. Die»ene« Konpletv stnd vom Kapellmstr. Herr« Fmnz Roth komponirt. Irma: Clsrs Helmer. Lilli: Olga Dwo- raK. Fritze: Grete Gallus. Häppchen: Clara BOchler. Miesebeck: Direktor Ad. Ernst. Schröder: Aug. Kurz. Triller: Paul Barthold. Walzebock: Gustav GSrss. Alfred: Wilhelm Ruft. Teleph.«-AnichlnS: Amt HI. Ur. 8048. Kasscneröffnung 6ii Uhr. Anfang der Vorstellung 7� Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Stadt- Theater Wallnertheaterstraße 15, fr. Alhambra- Theater. Sonnabend: Zum 1 Mar: InfiodiuutleößR. Romantisches Schauspiel in 5 Bildern nach Bourgeois und Lemoine. Vor und nach der Vorstellung im Tunnel: Grosses Konzert. Anfang des Konzerts 6 Uhr, der Vorstellung 7 t Uhr. Sonntag: Ans Tod n«d Keben._ ßimgstiiitislh« Wahr. Alexander-Straße 41— Kurze Straße 6. Heute und folgend« Tage: Gastspiel von Anna Schramm. Novität. Novität. Die Tochter d. Markthalle. Große Posse mit Gesam na in 3 Asten von Alfred Schönfeld. Musik von Paul Vincke. Todesanze ge. Allen Freunden, Bekannten und Verwandten die ttaurige Nachricht, daß unser Vater, Groß- vater und Schwiegervater, der frühere Restaurateur Franz August Moench, am 25. d. M. nach einem kurzen, aber schweren Krankenlager im 69. Lebensjahre an der Lungen- entzündung verstorben ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 29. d., Nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des St. Markus-Kirchhofes in Wilhelmsderg statt. Um stille Theilnahme bitten[246 Die trauernden Hinterbliebenen Al'red Moench nebst Frau und Kindern. Am 25. d. M. verschied nach langem, schweren Leiden unser innigst geliebter Vater u. Schwieger- vater, der Steindrucker Julius Jastrau im 53. Lebensjahre. Im Namen sämmtlicher Hinterbliebenen Albert Aalt» an als Sohn. Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. d., Nachm. 2 Uhr von der Wohnung Katharinenstt. 12 nach dem alten Georgenkirchhof statt.__[241 Berlin S., am Moritzplatz, Oranienstr.-Ecke. Eugros. Stnecfannl best« BciugSq�elle. auf allen Weltauistellunaen preiigetrönte Stand-Weckeruhrcn. ainzelaeitaus|u wirtlichen fabrüpreisen unter i jüfcciger Garantie. stlckel-Rcmontoirnhren von...... 10 Start an ho. da. prima„...... 15_, euierne Remautair-Ubren von... 17—»0, da.„ Sncre„... 25- SO, Goldene Demennhren, i�tar........ 20,, m m mit Stem.-Zlnf». son. 35„, ■ m m 3 Soldtapseln van 40,„ •*?.," 57— 200„ » Herren. Re«onto,r-Uhrc» van..<0,, am*, 2®oI6t. v. 70„, �.m m n„ 3. a. 90-300 m tiegnlntenre,>5 läge gehend ca. 1 M-ter lang v. 10,„ ho. in potirt. Nustbaum-Sehäus- van 14«„ da. fco. mit Schlazwerd... 18—75„ Stnud-Weckeruhren van....... 5—20, Zllustrirte Preidverieichnlste grati» und fronco. Berfanit nach außerhalb gegen Nachnahme. Umtausch bereitwilligst gestattet. .erunf ��wtagfstif' dt, solche vi /cht angi K, unseres « taufen! Syalstei 5 uns, dir undete SÄL**' Expo1"': M Mt. um i,.Das Ikur der .äkeit nie �dem, gt 'mofratie Geld höis8t Geld verdiel Oltskrinkkiilllijst der VWr u. Pislll!sorK'Atdeit5c 1. Bild: In der Zentral-Markthalle. Viehhof. 3. Bild: Fräulein 2. Bild: Im Viehhof. 3. Bild: Fräulein Doktor. 4. Bild: Die Hofsängerin. Caroline Gödewitz, Schtächter- mamseü aus Kalau: Anna Schramm. Anfang 7t Uhr.— Kaffenöffnung 6 Uhr. Die Abonnenten des„Berliner Volksblatt" zahlen gegen Vorzeigung ihrer Abonnements- quittung halbe Kassenpreise. Circos A. Erembser Fviedrich-Karl-Nfer. Ecke Karlstraße. Heute, Kon«abe»d. oen 28. Januar 1888, Abends 7 Uhr: Auftreten des ersten deutschen Athleten und Preisringlämpfers Herrn Carl Abs und des als stärksten Wiener bekannten Athleten und Preisringkämpfers Herrn Gottfried Nordmann, gegen welchen sich, laut Aufforderung, Herr Oscar Stcchow, Präsident des Athletetenklubs„Norden", gemeldet hat, um sich im Kampfe zu messen. Zum vorletzte« Male: Die Wahl von|143 Vertretern zur General- Versammlung pro 1888 und 1889 seitens der Kassenmitglieder findet am[242 Sonntag, den S. Februar er., Uormi tags 10 Ntzr, in allen 4 Kasfirer-Bezirken statt. e. Die Mitglieder, welche in dem Bezirk des Kasfirers Stäps arbeiten oder ihre Beiträge an denselben gezahlt haben, wählen im Eoncerthause, Kottbuserstt.4a, 39 Vertreter, j b. Die Mitglieder in dem Bezirk des Kasfirers Schulze wählen in Mohrmann's Salon, Gr. Frankfurterstr. 117, 35 Vertreter. Die Mitglieder in dem Bezirk des Kasfirers Schütze wählen im Saale von Habel's Brauerei, Bergmannstt. 7, 35 Vertreter. Die Mitglieder in dem Bezirk des Kasfirers' Schrepffer, sowie diejenigen freiwilligen Mit-: alieber, welche ihre Beiträge direkt im Kassen- lokal zahlen, wählen im Saale des Hand- werkervereins, Sophienstr 15, 34 Vertteter. Der Eintritt ist nur den in dem betreffenden Wahllokal stimmberechtigten großjährigen Mit- gliedcm gegen Vorzeigung des Quittungsduches gestattet.____ Der gotftanb. Soeben erschien: Heft 17 der Iutsnis.t1ous.lM ta? ei?äel ÄÄ ?�emokratie gespart Laut Beschluß der Verwaltung des ersten HeeUnev Leihhauses 2Weinbeeg»-Weg Q ♦ am Rosentbaler Thor—* werden die vorhandenen diesjährigen prachtvollen prima H errev-, Ae Zustän! 2Weinb,rgs-Nleg �/stentlichx sl ■ am Rosenthaler Thor. Z' Er fand 737 ffalijeilich banjesti.uiries Leihha«>�A«�»- >i, S « ff�chimn Bibliothek. Charles Fonrier» sein Leben n. seine Theoril �3� im Uo« A. K e b e l. Preis pro Heft 50 Pf. Zu beziehen durch die Gvyehitum des.»Kerl. Uolksblatt"» Zimmerstraße Eirbanddecksn zu Heft 1-3. 4-6 WiederverkAuf e r n u. 7- 0 Rabatt. ä 30 Pf- c. d. Ortskraukenkaste der Mechaniker, Optiker und verwandte« Gewerbe ,« KerUn Konntag» den 5. Febr., Vorm., in Kuldrr- m-nu's Kalo«, Kommandantenstr. 72, 1 Tr., Gmeral- Versammlung Tages-Ordnung: ' 1. Wahl von 62 Delegirten aus der Zahl der Arbeitgeber. 2. Wahl von 125 Delegirten aus der Zahl der Arbeitnehmer. Die Herren Arbeit- eber werden ersucht, präz. 10 Uhr, die Herren M&skeng&r# N KS %% Pank von Fritz Oranienstr. 178Eckc� empf. sich den Vereiich den Lcsem ds. Bl- fef sä M Cigarrrn und Tobl |t( listige Schiiiiezemiiller. Große originelle Pantomime mit Haltet» 8 Rapphengste, vorgeführt vom Direktor. Austreten der vorzüglichen Schulreiterin Fräul. tn«a Krose. Tremplinsprüng» übet_ eine nzahl Pferde, verbunden mit Doppel- Salto- mortale. Auftreten der besten ReitkLnstieriune« und Keita«»stt?v. C ,ari«avi von 16 Clowns. Morgen, Sonntag: 8 Norstellungen. Nach- mittags 4 Uhr und 7� Uhr. Ztachm. 1 Kind frei. A. Krembser, Direktor. Pastdg- 1«». 9 M.- 10 A. Kaiser-Panorama. Schtöster König Ludwig II. HI. Äbth.: Linderhof und Herg. Neu! Zum ersten Male: Vierte Wavd-rnng durch Paris. Reif« Hr. Maf.»chiff Hertha. «ine Reise 20 Pf-. Kinder nur 10 Pf. Abonn. Centrai-Kran» en- u. Sterbekasse der Tischler «. a. gewerblicher Arbeiter. (E. H. 3, Hamburg, Verwaltung Berlin E.) Mitglieder- Uersammlung am Montag, den 30. Januar, Abends 8i Uhr, im Wedding-Park, Müllerstraße 178. Tagesordnung: 1. Viertcljahresbericht vom 4. Quartal 1887. 2. Ersatzwahl eines stellvertretenden Kasfirers. 3. Wiener Maskenball am 18. Febr. im Wedding- Park zum Besten der Invaliden obiger Kasse. 4. Verschiedene Kassenangelegenheiten. 243]_ Der Vorstand. Allg. Stllkllllbcittr-Vmhig. gkiliw. Versammlung Montag, den 30. Jan., Abends 8� Uhr, im Lokale des Hrn. Nieft, Weberstr. 17. 2.-0.1 Vorttag des Hrn. Vogtherr über„Drang ürbeitnehmer präz. 11 Uhr zu erscheinen. Sämmlliche großjährige K affenmitglieder find 0. Klein, RitterM-W" von Der Vor st and. H. LSttig, Vorsitzender. I. Kippet, Schnftf. Poststt. 10 11._ Falkensteinstt. 17. Im Tuchgeschäft[17 Prinzenstr. 53, gegenüber der Turnhalle: Winter- Patetot», Herren- u. Kuaben-AnzLg sowie Damenkteider, HT Mäntel:c. ! Honlante Zahlung»- Kedingnngeu! nach Selbstständigkeit. Verschiedenes. Masken-Garderobe siir Herren und Damen B. Mattausch »senthalerstr. 56, 1 Tr. schmavolleKosküme i. reichster Eleg. Maskengardorobe ffir Herren«nd Damen von C. Tietzp vranienstratze 130, 8 Trepp. (Ecke Alerandrinenstr.). Geschmackvolle Kostüme in reichster Auswahl zu dilligen Preisen. Vereiu»« Preisermäßigung. iLUÄSB � K ASvi Masken-Garder-Z 1 Reichste Auswahl, billigst»~ nw fJ?*®.011 F. Stenzel.JÄä6, Dresdrnerstraße 81(Ecke Luist� � �zu --- «»Seil Kttil Berliner Getreide- übertriffst«ifhrt.. 4 Ltr., Fl. exkl- Ingber-iquevr, hochf.„ f* Atter Uordhänser„„ Punsch. Grogk und Gtuhwel«.' i Origlfl.„ empfiehlt die Groß-Destillation von Lettau& Keil» 118] Sophienstr. 18, a. d. Rostn» Allen Freunden und Bekannten ewff Weiss- und Buirischbiel" Frühstück«, Mittag»-»ud ä Vereinszimmer noch einige Tage Z»- 244] Gust. Tempel, Breslau� M die: i Mj HÄi von __ Auswahl den Lesern d. Blattes bestens empfohlen. Vereinen Preisermäßigung.[ 1 39 Kitte genau auf Hausnummer zu achten. Allen In- und Ausländem empfehle ich, bevor fie das deutsche Reichsgebiet verlassen, für Mi- gräne, Magenleiden und Gmscligwerden einen vortreffliche« Kilter« von Gr. Haugk. Proben von 5 Pf. an find zu haben 224] Meiustrotze 88. Verantwortlicher Redakteur: K. Tronheim in Berlin. Dmck und Verlag von K ar Kading in Verlin SW., Beuthstraße 2. Soeben erschien: Dir. 49 „Wahren� Jakob"' Zu beziehen durch die ErpediO Zimmerffraße 41.__________ Sim« swsS RS Schroaf liÄ'L '— bakfM ktion -8 Uhr. k für Deutsl rranzösislbcst Zwecke e;" Glaser, der . Beilage zum Berliner Bolksblatt. en e der Mann Ä'S# alls die trÄ spräche bei«» eitgebcr kr r. 24 Sonnabend, den 28. Januar 1888. 5. Jahrg. V arlamentsberichte. Deutscher Reichstag. ,2Z. Sitzung vom 27. Januar, II Uhr. rj®. Tische des Bundesraths: von Bötticher, Mitkam er. Angegangen ist ein Nachtragsetat. & er'"ten Berathung steht der Gesetzentwurf, betreffend Wangerung der Gilligkeitsdauer des Sozialistengesetzes. nO- Singer: Ich hatte den Versuch einer Begründung WKätu? seitens der verbündeten Regierungen erwartet, denn pf'W ä.]oWje vorgelegt ist, kann als Begründung eines Ge- "'cht angesehen werden, das zahllose Massen der besten ., unseres Landes rechtlos macht(Heiterkeit), Roth und J* tausende und abcrtauscnde Familien trägt und bisher Wtcr Weise gchandhabt worden ist.(Nein!) Die ung, die gegeben worden ist, stellt die Sozialdemokraten undete der Anarchisten dar, sie sollen Verbrechen för- und da man dies nicht beweisen kann, so dichtet man nge an, die von uns ungezählte Male zurückgewiesen uns niemals weder verübt noch gebilligt worden stnd. Jungen behaupten in ihrer angeblichen Begründung, Sozialistengesetz im Ganzen seine Wirkung nicht ver- und gleichzeitig, daß es noch nicht ausreichend .'hat. um das, was damit getroffen werden sollte, zu ver- ..Das ist auch ganz natürlich. Ein Gesetz, das auf ur der Polizei bafirt ist, dessen Kampfmittel vor der Mast nicht Stand halten, kann unmöglich aufkommen �:*l>"'�4�.uvecn, gegen die hohen und heiligen Bestrebungen der �aemokratie, das Loos der Armen zu verbessern. Ihre j.?"ung hat es nicht gehemmt, aber Blüthen hervorgebracht, einzelne in diesem Hause mit mir beklagt, die aber ' uorhergesagt waren. Das, was die Regierungen und .-kr �C5 Hauses bekämpfen wollten, den Anarchismus, �Überhaupt in Deutschland von ihm die Rede sein kann, ? Sozialistengesetz erzeugt, es ist sein Vater, nicht die Demokratie,(dachen rechts, Zustimmung bei den Sozial- , Wn.) Ich rathe Ihnen, Ihr Lachen aufzusparen, ich �vhnen Dinge vortragen, bei denen selbst Sie von der nicht mehr lachen werden. io.„% Sozialistengesetz sollte die genteingefährlichcn Bestre- iiben(Jt Sozialdemokratie hindern und die Autorität der Be- i w Eutzen. Das Gegentheil ist geschehen: kein Gesetz in ch bat die Autorität ärger untergraben. Lesen Sie doch a W't) af Moltke, allerdings bei einer anderen Gelegenheit, * sb! Zustände gesagt hat, die dadurch entstehen, wenn man �"Mliche Meinungsäußerung einer Partei im Lande unter- fand es gelegentlich seiner Besprechung der früheren iJMeffe ganz natürlich, daß Leute, die von der Polizei find, öffentlich ihre Meinung zu äußern, deren Ver- j>en von«Spionen überwacht werden, mit Naturgewalt >, 7>eheimnißkrämerei hineingetrieben wurden, und da sie �Tmldigste öffentlich nicht thun konnten, nun im Ge Schuldigste treiben. L, w, � vorigen Verlängerung des Gesetzes wies ich hier & �Drlin ein Beamter des Polizeipräsidiums die chkatx�eiter zu Gewaltthaten aufgereizt und zu Dynamit- - wy verleiten wollen. Thatsächlich hat er selbst Ma- «nok verübt. Der Herr Minister von Puttkamer uern! al0 ich diesen Mann hier entlarvte, ihn sehr in Abiaw"!®� als einen pflichttreuen Beamten, der seine dies,,'® höchsten Maße thut; er mußte aber zugeben, .n U.k Mchsticue Beamte sich unter falschem Namen rn Sekanm herein eingeschlichen hat, um dort ungestört und ÜS n," seine dunklen Thaten zu vollbringen. Da- Man im ganzen Hause der Meinung, daß »■diel Ä1 arn sichrere Pracks von litt.' ls-Billets' teihha«� aler piäSbd lrake 30 Pf. «ey�.� auf das Energischste auf den Gmnd ge- von Pank .I78EckeN Den Vereinl ds. Bl. t- ; ein, 1» müsse. In jedem anderen zivilifirten Staate ir Izersuchung gegen den Beamten eingeleitet worden. �blekt �em Puttkamer hat man natürlich den Spieß und die Zeugen in Untersuchung genommen wegen : 8 dieses angeblich pflichttreuen Beamten. Wären wir iten u;?�,8 gewesen, einen Theil dieser Zeugen nicht zu Ilich Leute in die Möglichkeit zu bringen, vor Gericht .Jen. t„J„i?eu8Cn zu figuriren, dann wären nicht jene zwei "b bann" jene acht Zeugen unter Anklage gestellt worden, 9iatfaniÜiÄteJs allerdings nicht möglich gewesen, vor Gericht elbst w F Richtigkeit zu führen. Das Schöffengericht würdin»?uklich den sozialdemokratischen Zeugen keine Sniß d-a U- beigemessen, dagegen angenommen, daß das »siichtttt�nistcrs v. Puttkamer, der den Jhring- Mahlow �ächii�- Beamten hinstellt, vollwiegend genug sei, um sSeJ!2*"V rtetüw? Ironzeurt�% wurden sie dagegen nach außerordentlicb � �ÄL.�prochen; damit war auch die�Verurthei Jhring-Mahlow ausgesprochen(Widerspruch fT"!. d piT�hl om n,,/rurtheilüng des Herrn Jhring hat, bnfi �.8 e s p r o ch e n, indem das Landgericht aner- -LcchrKei?®eutc für alles, was sie gesagt, den Beweis nahe,.,"bracht haben. Weshalb hat man behördlicher- everfai. JvM Jahre vergehen lassen, ohne das Wiederauf- baß o Zuleiten, wenn man so sehr davon überzeugt daß m, vor Gericht falsch ausgesagt haben? Man .Männ�. fachen, welche von acht ehrlichen, unbeschol- Äelt.,??? burch Zeugniß belegt worden sind, nicht aus ' QWna.% stnd. Zu bewundern ist nur, daß derselbe ,(ß acfm'.u �?ro ktzt dieselbe Rolle in dem Posenschen ebenßrÄ hat, allerdings Schulter an Schulter mit dem lt in Kriminalschutzmann Naporra. Der Staats- auf die Angaben aufgebaut. Das . verren W sein ganzes Plädoyer auf die Angaben enschx gi.�Wng-Mahlow und Naporra aufgebaut. Das Puln�r r konstattrt, daß Herr Naporra nicht einen * Ranona'"�1 racrt�''t als sein Kollege Jhring-Äahiow. sten ewp »dien l Bohnk£ � var einem ocr Po, euer finget 9 en, ihn ._______.m—----------- die Reise 2? entnunJ? tCh,cm Ich nachher eine Partie„Sozialdemo- Ä'ch ko�h-t-(Lachen rechts.) Diese Dinge stnd ge- huirt nilrt! worden. Vor dem Posener Gericht ist ferner ten Inn» c\ daß Ziaporra einen Mann einen Eid hat kenß k,. N,_ daß derselbe Navorra nur obersläcblick kann,. pediti-» t fVfti � 8fen!) Wenn so"von Beamten der Polizei das der untersten Klassen, sich den Gesetzen gemäß zu verhalten, bekämpft wird, wie kann da die Regierung nickt nur eine Verlängerung des Gesetzes, sondern sogar eine erhebliche Verschärfung beantragen. Ich weise auf die Worte hin, die der Herr Reichskanzler selbst einmal über das Treiben der Ge- Heimpolizisten geäußert hat. Ebenso, wie der Herr Reichs- kanzler uns das Zeugniß ausstellen konnte, daß man- chcs, was die Sozialdemokraten wollen, gut ist, stell- ich ihm das Zeugniß aus, daß er manchmal auch recht richtige Anschauungen hat(Heiterkeit), und manchmal den Nagel auf den Kopf trifft. Das hat er gethan, wenn er sagt:„Die Polizeiagenten aus Mangel an Stoff lügen und übertreiben unverantwortlich" und ferner:„Der unangenehmste Bundesgenosse unserer Gegner ist der wetteifernde Ehrgeiz unserer Polizeibeamten, Verschivörungen zu entdecken und die Resultate ihrer Bemühungen, sowie die beabsichtigten und ver- hinderten Verbrechen aufzubauschen." Dieser gerechtfertigte Vor- wurf trifft aber nicht jene untergeordneten Beamten, die aus übertriebenem Diensteifer übertreiben und lügen, sondern mit voller Wucht das System, unter dem solche Beamten überhaupt existiren können. Unter dem System Puttkamer ist das von aller Welt verachtete Institut her agems provo- ateurs in Preußen und Deutschland zu einer Blüthe getrieben, welche es in den schrecklichsten Zeiten Frankreichs nicht erreicht hat. Diese Wirkungen des Sozialistengesetzes mußten sich naturgemäß aus solchen'Ausnahmegesetzen entwickeln. Gegenüber der Wärme. mit welcher Herr Minister v. Puttkamer dafür eingetreten ist, daß die Behörden es als ihre Ehrenpflicht betrachten werden, dieses Gesetz, welches nach seiner eigenen Ansicht viele Menschen ins Unglück stürzen kann, mit äußerster Loyalität zu handhaben, weise ich darauf hin, wie die Ausweisungen gehandhabt find. Wir haben hierfür ein so zahlreiches Material, daß aus natür- lichem Mangel an physischer Kraft weder wir es Ihnen voll- ständig vortragen, noch Sic beim besten Willen demselben die genügende Aufmerksamkeit schenken könnten, weil Sie durch die Wucht und Fülle des Materials erdrückt würden. Ich weise aber auf die von uns Ihnen vorgelegte Denkschrift hin und könnte die Liste der ruhelos von Stadt zu Stadt gehetzten Leute, denen dadurch die Möglichkeit ehrlichen Erwerbes aenom- men ist, noch sehr verlängern. Christensen, Keßler, Kayser, Windthorst(Breslau), Michclsen(Nordhausen) sind, abgesehen von einem Fall, auf den ich nach komme, alle nur für ihre Ueberzeuguug eingetreten und haben nur die Opfer gebracht, die in unserer heutigen Gesellschaft diejenigen tragen müssen, die für höhere Ziele kämpfen, als für die jetzt geltenden Ziele der Klasseninteressen. Als der Schriftsteller Christensen, der hier ausgewiesen wurde, weil er die Veranlassung zu der Debatte Jhring-Mahlow gab, nach Sachsen kam, wurde ihm gesagt: „Ja, mein lieber Freund, Sie sind aus Berlin ausge- wiesen, hier dürfen Sie auch nicht reden und für Ihre Ueberzeugung thätig sein." Christensen hat seinem Vater- lande den Rücken gekehrt unter Verhältnissen, wie der Herr Minister v. Puttkamer sie für alle die Sozialdemokraten wünscht, die Ucbcrzeugungen vertreten, die sie für richtig halten, er aber für gemeingefährlich hält. Noch vor zwei Jahren war im Hause die Meinung geltend, daß der§ 28 des Sozialistengesetzes nur auf nachgewiesene gemeingefährliche Besttebungen anzuwenden sei. Hat aber jemals unser früherer Kollege Kayser in seinem ganzen öffentlichen Auftreten auch nur den Verdacht solcher Bestrebungen erweckt? Aber das Gesetz wird nicht ein- mal nur gegen Mitglieder der sozialdemokratischen Partei ange- wendet, sondern auch um andere der Polizei unbequeme Per- sonen abzuschieben, die nachgewiesenermaßen mit den Partcibestre- bungen der Sozialdemokratie nicht das Äerinaste zu thun haben. (Widerspruch rechts.) Als ich hier aus Berlin ausgewiesen wurde, konnte ich mir sagen: du hast die Ausweisung verdient (sehr richtig! und Heiterkeit rechts), du hast dazu beigetragen, daß das System Puttkamer im Reichstag entlarvt worden ist (Lachen rechts); denn ein anderes Motiv konnte meiner Ausweisung unter den damaligen Verhältnissen nicht untergelegt werden; meine Besttebungen stnd ja seit Jahren bekannt und meine Ausweisung erfolgte Schlag auf Schlag auf Gmnd des die Zeugen Christensen und Bemdt vemttheilenden Erkenntnisses des Schöffengerichts. Das hat mich gettöstet. Um dieselbe Zeit wurde der Restaurateur Jacoby ausgewiesen, nur weil er sein Lokal zu Versammlungen der bei der Polizei angemeldeten und von ihr überwachten Versammlungen der sozialdemokratischen Partei her- gab. Er selbst theilt mir mit, daß er ausgewiesen ist, weil er den Rcvierpolizeibeamten nicht sehr angenehm gewesen ist und in Bezug auf Schließung seines Lokals und Verwaltung seiner Restauration nicht die Willfährigkeit gezeigt hat, die jene Be- amten von ihm verlangen zu können glaubten. Sodann der Fall des Regicrunasbaumeiftcrs a. D. Keßler. Bei dem Ber- liner Landgericht schwebt jetzt eine Klage gegen die Maurer- Lohnkommisfion und deren Organ, den„Bauhandwerkcr". In diese Klage ist er hineingezogen und erst vor wenigen Tagen hat er beim Berliner Landgericht beantragt, daß Bebel geladen werden soll, um zu bezeugen, daß Keßler zur Zeit seiner Aus- Weisung niemals zur sozialdemokratischen Partei gehört hat. Ein hiesiger Stadtverordneter ist geladen, um ihm zu bezeugen, daß er damals Mitglied der Fortschrittspartei war, und Keinem von uns ist es bekannt, daß er damals Sozialdemokrat war. Das ur- sprünglich gegen die„gemeingefährlichen" Bestrebungen der Sozial- demokratie gerichtete Gesetz verdient nach seiner Handhabung den Titel„Gesetz zur Unterdrückung der Arbeiterklasse". Ausdrücklich war bei seiner Berathung erklärt worden, daß die legitimen Be- strebungen der Arbeiterklasse, soweit sie durch die Gewerbeord- nung garantirt sind, in Bezug auf das Koalitionsrecht, auf die Erreichung besserer Arbeits- und Lohnbedinaungen, durch das Gesetz nicht getroffen werden sollten. Diese Abficht ist durch die Handhabung desselben vollständig zu Wasser geworden. In seiner jetzigen Wirksamkeit bedeutet es die Unterdrückung sämmt- sicher Bestrebungen aller Arbeiter, welcher Richtung sie ange- hören mögen, für sich bessere Arbeits-, Lohn- und Lebensbedm- gunaen zu erreichen. Das beweift der Streikerlaß des Herrn v. Puttkamer und das Verbot vieler hundert Fachvereine, Ge- werkschaftsvercine und Lohnkommisfioncn auf Grund des Sozia- jistengesetzes ohne irgend einen Nachweis, daß ihre Besttebungen mit den„gemeingefährlichen", die das Sozialistengesetz treffen wollte, im Zusammenhang ständen. Eine in einigen Monaten erscheinende Zusammenstellung wird die Zer- störung von Unsummen geistiger und materieller Werthe durch dasselbe nachweisen und den Beweis tiefem, daß es die Freiheit der Arbeiter ohne Unterschied ihrer Richtung vernichtet hat. Es muß jetzt Allen klar sein, daß es gegen die Absichten seiner Urheber gchandhabt wird; Fälle, wie die Konfiskation der Druckerei Kräcker's in Breslau stehen nicht vereinzelt da. Das Sozialistengesetz ist der Vater des Anarchismus. Wo von anarchistischen Besttebungen die Rede ist, kann man absolut sicher sein, daß die Polizeibeamten, daß die Polizei es ist, welche die Bestrebungen fördert.(Zuruf rechts: in Amerika!) Kürzlich ging durch die Zeitungen die Nachricht, daß in der Schweiz Polizeibeamte des Berliner Polizeipräsidiums entlarvt worden sind, und in einer Liste wurden die Personen genannt, welche im Dienst desselben meistens im Auslande beschäftigt find. Wir hielten es für unsere Pflicht, uns darüber zu in-- formiren und eventuell die Dinge hier zur Sprache zu bringen. Bei dem Fall Jhring-Mahlow konnte der Minister noch mit einem gewissen Recht sagen: wenn solche agento provo- < ateurs sich irgendwo finden, so thun sie das auf ihre eigene Verantwortung; die Behörden haben nicht die geringste Schuld, denn wir wollen nicht erst Verbrecher züchten, um Verbrecher zu haben. Heute kann ich den Nachweis führen, daß der oberste Leiter, sehr hohe Beamte des Berliner Polizeipräsidiums, der Herr Polizeidirektor Krüger und der Herr Polizeirath v. L>acke, diejenigen sind, durch deren Thätigkeit anarchistische Verbrechen gefördert werden. Diese Herren stehen mit den Agenten in persönlichem und brieflichem Verkehr und haben es zu ihrer Aufgabe gemacht, nicht nur die Sozialdemokratie zu überwachen, sondern auch ihre Agenten aufzufordem, anarchistische Ver- brechen hervorzurufen, um unter ihrem Druck zu erreichen, was sie mit ihrer Vorlage an der Hand der Thatsachen und ihrer richtigen Darstellung nicht erreichen können. Der Agent und Schreiner Karl Schröder in Zürich steht ja seit Jahren in Diensten der Berliner Polizei, er ist engagiit von dem Polizei- direttor Krüger, dem er empfohlen worden ist durch den eben» falls von der Polizei besoldeten Anarchisten Kaufmann, den spiritus rector Stellmacher's, der in Wien den Raubmord ver- übt hat. Das Gehalt des Schröder betrug' zunächst 200 M., seit U Jahren erhält der Biedennann 250 M. pro Monat. Es werden da erhebliche Summen verausgabt, die besser im Lande verwendet würden, als an Leute, die nur Un- glück über andere bringen. Schröder hatte die sozia- listische und anarchistische Literatur einzuschicken, über die Versammlungen und die Bewegung der Parteien in der Schweiz zu henchten und die in der Presse und den Versammlungen Thätigen zu denunziren. Nun ließe sich die Sache noch allen- falls rechtfertigen, wenn es sich nur um Berichte handelte, ob- wohl eine solche Thätigkeit nicht nach Jedermanns Geschmack ist.„Spione braucht man, aber verachtet sie." Aber was hat Herr Schröder sonst noch gethan? Es ist bei ihm eine Kiste Dynamit aus der Fabrik Opladen, R.-Bez. Düsseldorf, ge» funden. Ich erlaube mir, Ihnen hier eine Hülse vorzulegen, die dieser Kiste entnommen und deren Identität amtlich be- glaubigt ist. Schröder behauptet, die Kiste sei ihm von dem großen Unbekannten ins Haus gebracht worden, er wisse nichts davon; er sei. als er eines Tages in sein Haus getreten, mit der Anwesenheit dieser Kiste überrascht worden, und er habe sie bei sich behalten. Nun ist durch einwandsfreie Zeugen kon- statirt, daß allerdings ein Fremder die Kiste gebracht, daß aber Schröder bei ihrer Annahme gesagt, es sei gut, er wisse es schon, und die Kiste sehr gern genommen habe. Derselbe Schröder verkehrt mit den Anarchisten Stellmacher, Kammeter, Neve und mit Schwab in New- Nor k, er war sogar 1883 Vorsitzender einer Konferenz von ausländischen An- archisten, die von dem Genannten besucht und in der die anarchistischen Verbrechen in Stuttgart, Wien und Heilbronn beschlossen wurden. Er hat zwei aus der Schweiz Ausgewiesene, einen Anarchisten und einen deutschen Deserteur, der keine Legitimationspapiere hatte, bei sich verborgen; dem letzteren besorgte er gefälschte Papiere, auf Gmnd deren er sich in St. Gallen aufhalten konnte. Er stieß auf der Straße Dy- namitdtohungen aus und zeigte anderen das Dynamit, von dem er angeblich nichts wissen wollte, mit dem Bemerken:„Das ist etwas, was man aufbewahren muß." Ein bei ihm beschlag- nahmter Brief schließt mit den Worten:„Die Adresse des Chefs ist Kaiserin Augustastraße 72." Wer wohnt dort? Der Polizei- direttor Krüger, wie der Adreßkalender konstatirt. Auf Grund der Berichte solcher Agenten soll das Sozialistengesetz jetzt ver- schärft werden! Ein zweiter Beamter der Berliner Polizei, der Gießer Christian Haupt in Genf, der 1875 vom Militär desertitt ist, bot dem früheren Polizeipräsidenten v. Madai seine Dienste an und wurde darauf sofort von Herrn v. Hacke aufgefordert, aus seinem damaligen Aufenthaltsort Paris einen Bericht einzu- schicken; für diesen Bericht, der die zufällige Anwesenheit Liebknechts betraf, erhielt er 100 M.! gewiß eine recht anständige Bezahlung! Von da ab wurde Haupt regelmäßiger Bericht« erstatter mit einem monatlichen Gehalt von 100 M. Später wollte er nach Berlin übersiedeln, wahrscheinlich um der Geld- quelle näher zu sitzen und besser aus ihr schöpfen zu können: v. Hacke lehnte dies aber ab, weil er ihn als Deserteur sofort müßte verhaften lassen. Infolge dessen ging Haupt nach Genf, wo er die dort lebenden Polen und Russen zu überwachen hatte; der Polizeidirettor Krüger sagte ihm damals— es war im Jahre 1881—:„Sie stnd ja ein baumstarker Mann, saufen Sie die Kerle über den Haufen, führen Sie dieselben nach Hause, bleiben Sie in deren Zimmer über Nacht, so bekommen Sie das Nöthigste."(Hört! hört! bei den Sozialdemokraten.) Bei einer späteren Gelegenheit tadelte er Haupts Berichte, weil sie zu wenig Mittheilungen über Personen enthielten, und als Haupt einige Einwendungen machte, fuhr er fort: Ich verstehe, daß Sie noch von Humanitätsrücksichten geplagt werden, das wird sich schon verlieren. 1884 wurde Haupt von Herrn von Hacke aufgefordert, sich unter die Anarchisten § drängen, und seit 1386 bezieht er 200 Franks. zlizeirath Krüger bot ihm auch Geld zur Gründung eines eschäfts an. Einst schrieb derselbe an Haupt, er wisse, das nächste Attentat auf den Zaren werde von Genf ausgehen, und dafür brauche er Berichte. Für alle diese Behauptungen habe ich unwiderlegliche Beweise in den Händen. Nach den Vor- aängcn bei der Affäre Jhring-Mahlow war uns klar, daß das Zeugniß von Privatpersonen, so ehrenhaft sie auch sein mögen, nichts nützen können; wir mußten, wenn wir hier im Reichs- tag diese Mittheilungen machen wollten, ein Beweisstück haben, �egen das nicht der geringste Widerspruch möglich ist. Wir oben nun dem eidgenössischen Untersuchungsrichter, Polizei- auptmann Fischer in Zürich, der selbstverständlich in voll- ommenster Objektivität nach beiden Seiten die Sache geprüft hat, eine Reihe von Fragen, die wir auf Grund des uns zur Hand gegebenen Materials gestellt haben, vorgelegt. Er hat alles auf Schröder und Haupt Bezügliche, was hier mitgetheilt worden ist, bestätigt. Redner verliest folgende Schriftstücke: L Zürich, G.Jan. 188& Herrn Polizeihauptmann Fesche r h i e r. Die ergebenst Unterzeichneten richten an Sie die hofliche Bitte, ihnen bestätigen zu wollen, daß der in Zürich- Riesbach wohnhafte, hier m Haft befindliche Schreiner und Agent Karl Schröder sowie der hier in Haft genommene Gießer Christ. Haupt mts Genf folgenden Freunden von uns gemachte Geständnisse auch in der wider sie anhängigen be- hördlichen Untersuchung ausgesagt haben, resp. daß die in den Geständnissen zugegebenen Thatsachen mich anderweit durch Zeugenvernehmungen von der Untersuchungsbehörde festgestellt lnd: 1) Daß Schröder seit Jahren im Dienste der Berliner Polizei steht, anfangs monatlich 200 Mark Gehalt und in den letzten Jahren 260 pro Monat erhalten hat. 2) Daß er das Geld auf Anweisung deS Polizeiraths Krüger in Berlin empfangen, seine Berichte an den Polizeibeamten Grüber gesandt habe.— 3) Daß bei Schröder bei der Hausdurchsuchung eine Kiste Dynamit, aus der Dynamitfabrik Opladen, Rcg.-Bez. Düsseldorf, stammend, gefunden wurde, die Schröder von den Anarchisten Ctter uud Wübbeler empfing. 4) Daß Schröder mit den Anarchisten Stellmacher, Kammerer, Kauf- mann. Kenne! u. a. genau bekannt war und in intimen Be- Ziehungen stand und im Herbste 1883 einer in Zürich statt- gehabten Konferenz der Schweizer Änarchisten beiwohnte, bei Der auch die Genannten zugegen waren. 5) Daß seine Ver- ibindung mit der Berliner Polizei der Anarchist Kaufmann vermittelte, und nach Schröder's Aussage auch Kaufmann im Dienste der Berliner Polizei arbeitete. 6) Daß Schröder auch mit den Anarchisten Peukert und Neve in persönlichen Beziehungen, mit dem Anarchisten Justus Schwab in New-Uork in brieflichem Verkehr stand. 7) Daß Schröder alle neu er- scheinende sozialistische und anarchistische Literatur für die Ber- liner Polizei anzuschaffen und dieser sofort zuzusenden hatte, daß er die bezüglichen Versammlungen der erwähnten Richtungen zu überwachen und die darin anwesenden Personen zu demm- ziren hatte. 8) Daß Schröder in Versammlungen und Wirth- schaften die Arbeiter durch seine Rede erhitzt und aufgehetzt und fie auf den Weg der Gewalt, als dem einzigen Mittel zur Rettung, verwiesen, und zur„Propaganda der That" aufge- fordert habe. Bezüglich Haupt's 1) Daß Haupt zugestanden, _- seit vollen sieben Jahren im Dienste der Berliner Polizei zu stehen, anfangs in Paris thätig war, dann nach Genf über- siedelte. 2) Daß Polizeirath Krüger den Haupt im Jahre 1881 und der Polizeirath von vacke im Jahre 1884 persönlich in Genf besuchten und ihn instruirt haben. 3) Daß Beide mit seinen bisherigen Leistungen nicht zufrieden waren und„Mehr" von ihm verlangten, wobei Polizeirath Krüger Winke ertheilte, wie er namentlich die in Genf lebenden Russen und Polen an sich heranlocken, sich in ihr Vertrauen schleichen und nächtlicherweile in ihre Wohnungeii eindringen solle, von Hacke ihm den Rath gab, sich in die Kreise der Anarchisten zu drängen. 4) Daß Haupt anfangs 100 M., dann 125 Ä., später 150 M. und zuletzt 200 Frks. pro Monat vom Polizeirath Krüger erhielt, welcher ihm auch Geld zur Gründung eines Geschäftes anbot. 5) Daß Polizeirath Krüger dem Haupt schrieb, er wisse, das nächste Attentat gegen den Zaren werde von Genf ausgehen, darüber brauche er Berichte. Hoch- achtungsvoll ergebenst A. Bebel, Paul Singer, Mit- glieder des Deutschen Reichstages. 11. S Zürich, den 6. Januar 1888. Herren A. Bebel und Paul Singer, Mitglieder des Deutschen Reichstages. �Durch Brief vom heutigen Datum ersuchen Sic mich um verschiedene Auskunft in der U.-S. c. Carl Schröder, Schreiner, und Christian Haupt, Gießer. Bei dem lebhaften Interesse, welches diese Sache für die schweizerischen Behörden in Bezug auf das provokatorische Treiben der unter Anklage stehenden Personen hat, erkläre ich Ihnen, obschon keinerlei Verpflichtung für mich dazu vorliegt, daß einerseits durch Geständnisse der Angeschuldigten, andererseits durch Zeugen die vollständige Richtigkeit sämmtlicher in dem zurückfolgendcn Schriftstücke aufgestellten Behauptungen festgestellt ist. Einzig der in Frage 6 behauptete Verkehr Schröders mit Justus Schwab ist bis jetzt noch nicht amtlich erhärtet. Hochachtungsvollst das Polizei- kommando. Fischer, Polizeihauptmann. Wir werden Ihnen noch weiteres Material dafür liefern, daß das Berliner Polizeipräsidiuni der Mittelpunkt einer inter- nationalen Spitzelgesellschaft ist, dessen Fäden sich über die ganze Welt zu einem Netze zusamincnspiunen, um Leute zu Verbrechen anzureizen, nur um das Bürgetthum in Deutschland gruselig zu machen. Als 1878 das Sozialistengesetz an den Reichstag gelangte, ging ein Schreiben einer sehr hochstehenden konservativen Persönlichkeit durch die Presse, in dem es hieß:„Besten Dank für die Abschrift des Entivurfs. Sie haben ganz Recht, die liberalen Hunde müssen gehauen werden, daß sie Blut spucken. Es wäre ein Jammer, wenn wir uns auch diese Gelegen- heit vorübergehen ließen. Das Uebcl muß bei der Wurzel ausgerottet werden. Und wenn es gelingt, nur einen Theil des Gesetzes durchzupeitschen, dann Adieu ihr liberalen Errungenschaften! Vor Allem muß Preß- und Vereinsrecht für alle Zeit unschädlich gemacht werden. Haben wir das er- reicht, so findet sich das Uebnge von selbst. Der rothe Lappen muß so lange vor dem liberalen Philister hin- und hcrgeschwenlt werden, bis er glaubt, es sei der Feuerschein der brennenden Städte." Das System Puttlamer-Bismarck brauchte zu seiner Herrschaft ein Gesetz, um Alles, was freiheitliche, liberale, hu- mane, gerechte Idee hat, niederzuschlagen. Dazu haben Sie das Sozialistengesetz mißbraucht. Aber wir find mit der Liste der Leute, die sich in den Dienst der Berliner Polizei stellen, noch lange nicht fertig. Nur von Einem will ich hier noch reden. Der kürzlich verhaftete Hauptmann a. D. Ehrenberg stand auch im Dienste der Polizei, um Dinge zu treiben und Sachen vorzubereiten, deren Ausführung dann Schrecken und Entsetzen erregt. Der seitens des cidgenösfischen Departements für Justiz in Bem mit der Untersuchung des Ehrenberg beauftragte Polizeihauptmann Fischer erkennt dies offen an. Die Denstchrifl des Ehrenberg, betitelt„Die gefährlichsten Feinde der Sozialdemokratie", enthält die heftigsten Angriffe gegen die Sozialdemokratie und ihre Führer: es sei nöthig, die Juden aus der Partei zu weisen, weil sie für die friedliche Entwickelung eintreten und auf den Sieg des Parlamentarismus hoffen. Seien diese falschen Freunde draußen, dann gelte es, in aller Stille militärische Vor- bereitungen zu treffen, wie dies die Vertrauensmänner auch ver- langen werden, um im richtigen Moment bereit zu sein. Der- selbe Ehrenberg hat auch einen Aufruf an alle muthigen Männer verfaßt, der von Majestätsbeleidigungen strotzt und zur Revo- lution auffordert, unterzeichnet: das Jnsurrektionskonntee. Der Mann ist im Besitz einer Pension aus deutschen Mitteln und dient der preußischen Polizei, um gewaltsame Verbrechen herbei- zuführen, unter deren Druck mit allen freiheitlichen Institutionen \ aufgeräumt werden soll. Ich weiß nicht, was ich mehr verabscheuen soll, diese Sub- fekte, die sich zur Ausführung solcher Dinge brauchen lassen, ober jene Leute, die die Menschen anstellen und zur Erreichung ihrer politischen Zwecke verwenden. Gegenüber den von mir mitgethellten Thatsachen ist es interessant, an das Reskript des Justizministers von Kircheisen vom Jahre 1882 an sämmtliche rheinische Regierungen zu erinnern, in welchem er als ein verwerfliches und verächtliches und das Amt entehrendes Mittel bezeichnet, wenn die Polizei zur Ermittelung von Vergehen und Ver- brechen sich zweideutiger Subjette bedient, und die Regierungen auffordert, derartige Falle sofort zu seiner Kenntniß zu bringen. Und der damalige Staatsprokurator v. Ammon lehnte es in einem speziellen Falle ab, einen solchen Menschen als Zeugen gegen die Angeklagten zu benutzen Wo sind diese Justiz- minister, diese Staatsanwälte geblieben! Vergleichen Sic hierzu das Verhalten des Staatsanwalts in Posen, der seine ganze Beweisführung auf die Aussagen von Polizeispionen bafirt hat. — Die Motive der Vorlage weisen darauf hin, daß bei der Partelleilung die revolutionären Tendenzen fortgesetzt im Vordergrund stehen und keine Anzeichen dafür vorhanden sind, daß sich aus der Sozialdemokratie eine auf den Boden der be- stehenden Staats- und Gesellschaftsordnung sich stellende Rc- formpartei herausbilden werde. Wir würden allerdings unsere Prinzipien nicht vertreten können, wenn wir die heutige Staats- und Gesellschaftsordnung als der Gerechtigkeit und Wahrheit entsprechend ansehen würden. Wir wollen diese Ordnung vielmehr abändern und Zustände herbeiführen, in denen die, durch oeren Fleiß der ganze Wohlstand erst gebildet wird, auch in den Genuß der Güter des Lebens kommen. Be- rechtigt aber diese Auffassung zum Erlaß solcher Gesetze? Unsere Thätigkeit hier im Hause schon spricht dagegen. Ich erinnere Sie an unfern Arbeiterschutzgesetzentwurf, der vollkommen auf dem Boden der heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung er- füllbar ist, freilich unter der Voraussetzung, daß die herrschenden Klassen den guten Willen haben, dem Uebelstand, unter dem wir leiden, emsthaft an die Wurzel zu gehen und sich nicht mit einigen sog. sozialen Reformen begnügen, die nur die Zustände, unter denen die große Masse des Volkes seufzt, verewigen. Wenn wir nicht meinten, daß auch in der heutigen Gesellschafts- Ordnung Besserungen für die Arbeiter durchzuführen seien, wären wir mit unserem Entwurf nicht gekommen. Die Vorlage be- gründet dann die Nothwendigkeit der Verlängerung und Ver- fchärfung des Sozialistengesetzes mit der Thatsache, daß die anarchistischen Blätter„Die Freiheit" und„Die Autonomie" in Teutschland in mehreren tausend Exemplaren verbreitet find. Es ist aber aktenmäßig erwiesen, daß dies im Dienste der preu- ßischen Polizei und mit ihrem Gclde geschieht. Redner verliest folgendes Schriftstück: X" Der Unterzeichnete, Wilh. Bührer, Buchdrucker, Bürger von Schaffhausen, bescheinigt hiermit der Wahrheit gemäß was folgt: 1) Der mir bekannte Schreiner Schröder-Brenn- w akd zu Riesbach-Zürich gab mir im Jahre 1882 den Auftrag, für ein Komitee die bis dahin in England erscheinende Zeitung„Freiheit" zu drucken und bot mir für die Auflage von 2O0O Eremplaren Einhundert Franken pro Nummer. 2) Die endgiltigen Verhandlungen über den Druck der„Freiheit" wurden von einem Komitee gefühtt, das sich zusammensetzte aus dem oben genannten Schreiner Schröder-Brennwald, dem Maler Schneider, dem später in Wien wegen Raubmordes Hingerichteten Stellmacher, dem Mechaniker Kaufmann und drei anderen Personen. fJch übernahm den Druck der „Freiheit" und stellte etwa acht Nummern derselben her. 3) Ich erhielt die Zahlung für den Druck der„Freiheit" mit Ausnahme eines kleinen Restes, der stehen blieb, regelmäßig mit 100 Frks. durch Schröder-Brennwald ausgezahlt, dem ich jedesmal eine Quittung auf den Namen John Neve, London, auszustellen hatte. 4) Bei einem Streit zwischen Stellmacher, dem derzeitigen Redakteur der„Freiheit", und dem Unterzcich- neten vermittelte Schröder und stellte das frühere Einver- nehmen wieder her. 5) Schröder-Brennwald war der Einzige der Besteller der„Freiheit", der Geld hatte unv zahlte. Von den übrigen hatte Niemand etwas und alle Zah- lungen wurden ausschließlich von Schröder geleistet. Schaff- Hausen, den 5. Januar 1888. Nachtrag. Ich erkläre hier- mit, daß ich jederzeit bereit bin, vor Gericht obige Angaben zu deschwören. Wilhelm Bührer. Zur Beglaubigung vor- stehender Unterschrift des Wilhelm Bührer hier der ll. Lotadtraths-Präsident. E. Äüller-Fink. Schaffhauscn, 5. Januar 1888. V(Zuruf: 1882!) Daß dies im Jahre 1882 festgestellt worden ist, widerlegt die Richtigkeit meiner Behauptung nicht. Die herrschenden Patteien stellen sich ein großes Armuthszcugniß damit aus, daß in ihrer Presse nur von der Verfchärfung des Gesetzes die Rede ist, während eigentlich zu bekämpfen ist, daß überhaupt eine so große Anzahl deutscher Mitbürger unter Ausnahmegesetze gestellt werde. Diese Auffassung hat zu der Meinung Veranlassung gegeben, als ob es der Regiemng nur darauf ankäme, die Verlängerung des Ge- setzcs zu erreichen. Für Jeden, der gewohnt ist, seine Entschlüsse nach den ewigen Gesetzen der Gerechtigkeit zu fassen, ist es höchst bedauerlich, daß wir in dieser Diskussion wesentlich nur da- reden werden, wie die Verschärfungen abzuwehren sind. von Auch das ist eine Wirkung des Sozialistengesetzes. Unter seiner Herrschast find wir allmälig dahin gekommen, daß selbst in den Kreisen, in denen an und für sich nicht die Neigung vorhanden ist, Ausnahmegesetze für einen Theil der Mitbürger zu erlassen, die Gewohnheit so verderblich gewirkt hat, daß sie jetzt schon nicht mehr in irgendwelche sittliche Erregung kommen, wenn man von diesem Gesetz überhaupt spricht. Die Gewohnheit, mit den Waffen eines solchen Gesetzes täglich Hantiren zu sehen, hat sie schon vollständig abgestumpft für das Gefühl des aren- zenlosen Unrechts, welches darin liegt, daß ein solches Gesetz überhaupt möglich ist. Eine der vorgeschlagenen Verschärfungen geht dahin, daß dem Richter das Recht eingeräumt werden soll, aus den Verlust der Staatsangehörigkeit erkennen zu können. Haben sich denn die verbündeten Regierungen überhaupt nur die Konsequenzen einer solchen Bestimmung klar gemacht? Ist es überhaupt möglich, daß man in der heutigen Zeit noch mit solchen Dingen kommen kann, die wir mit vollem Recht als längst überwunden bettachteten? In früheren altdeutschen Gesetzgebungen war die Reichsacht der Todesstrafe gleichgestellt; und in der That würde mit der Expatriirung über die Betroffenen der wirthschaftliche Tod ver- hangt. Wo sollen die Leute Gelegenheit finden, sich und ihre Familien weiter zu ernähren? Glauben Sie, daß die übrigen Staaten sich gefallen lassen werden, daß sich diese geächteten Leute, die nach der amtlichen Erklärung gegen die Grund- ordnung der Staaten anstürmen, bei ihnen niederlassen? Ich weiß nicht, wie man diesen Paragraphen durchzuführen ge- denkt, wenn man die Expatriitten nicht einfach dem Hungettode überliefern will. Ein wesentlicher Gnind zu der Vorlage soll nach den Aeußerungen, die in der Presse darüber zum Vorschein gekommen sind, der sein, daß innerhalb der sozialdemokratischen Pattei die sogenannte radikale Richtung die Oberhand gewonnen hat. Zur Begründung dieses Vorwurfes bezieht man sich auf unseren letzten Patteitag in St. Gallen. Wenn Sie an der Hand der darüber gemachten Aufzeichnungen auch nur im Ent- ferntesten die Richtigkeit dieser Behauptung nachweisen könnten, dann würde sich darüber reden lassen, aber noch nie hat sich in Wirklichleit die Einigkeit innerhalb der Sozialdemokratie so glänzend als auf diesem Parteitage manifestitt; und diejenigen, welche ganz unverdienter Weise im Rufe der sogenannten Mäßigung stehen, haben Schulter an Schulter mit den anderen die Beschlüsse gefaßt, welche den energischsten Widerstand gegen das System Bismarck-Puttkamer proklamiren. Einige der Herren und namentlich die verbündeten Regierungen, die von jeher zu den besten Abonnenten der verbotenen Schriften gehören(Heiter- keit), werden ja im Befitze der Patteitagsprotokolle sein; ich be- streite, daß daraus irgendwie eine veränderte Frontstellung nach- gewiesen werden kann. Wenn es Ihnen gar so gram ist, daß die deutsche Sozialdemokratie im Auslande ihre Parteitage ab- hält, so heben Sie mir ruhig das«Sozialistengesetz auf, dann werden Sie erleben, daß wir hier in Berlin unter den Augen des Polizeipräsidiums und des Herrn v. Puttkamcr unsere Ideen und Ueberzeugunaen mit derselben Energie und Wahrhaftigkeit vertreten wie im Auslande. Ganz ebenso verhält es ssch mit den Vorwürfen gegen die Heftigkeit der Sprache unserer Preß- organe. Das sind lediglich die Folgen Ihrer Gesetzgebung und zehnjähriger Polizeiwillkür, es ist die Sprache einer unter- drückten Partei; fie wird sich ändern, wenn ein Ausnahmegesetz nicht mehr besteht, welches die allerschärfste Sprache' der Zurückweisung vollkommen verdient. Ferner macht man uns in der konservativen und theilweise in der nationalliberalen Presse daraus einen sehr starken Vorwurf, daß wir an den Gouverneur von Illinois ein Telegramm gerichtet haben, welches im Namen der Menschlichkeit um die Begnadigung der Chikagoer Ver- uttheilten bat. Wir haben dies gethan in Gesell, chaft von Hunderttausenden, die gleichfalls gebeten haben, abzustehen von einer Hinrichtung auch um deswillen, weil den Vcrurtheilten nach Lage der Prozeßführung gar nicht nachgewiesen ist, daß sie die detreffende Bombe geworfen haben. Wir befinden uns da in recht guter Gesellschaft, Herr Crispi, der italienische Ministerpräsident, hat von der Vollstreckung abgerathen, und Graf Moltke der allerdings vermieden hat, einen direkten Rath zu geben, hat geäußert, es käme bei der Frage der Vollziehung der politischen Todessttafe auf den Kulturzustand des betreffenden Volkes an Die Schlußfolgerung aus dieser Aeußerung werden S«e? A�mise scho so gut ziehen können wie ich. Ueberdies haben wir selbst«« Mlich>) Rei sercm Telegramm ausdrücklich uns als entschiedene Gegif"W daß, wer anarchistischen Bestrebungen erklärt. Nun soll die Bethel«««nn solchen Ai an den Kongressen im Auslande unter Strafe gestellt i*«rnf der L Ich nenne diesen Vorschlag den Ausdruck des Aergers wf™tm SJerbreth daß unsere Pattei etwas gethan hat, wobei man ihr 7; und der gesetzmäßigen Wege nicht beikommen kann. Aus die noch seine Monstrosität, die darin liegt, will ich weiter nicht Wg j ncfitzt, der diesen Ruhm zu erringen, ist allerdings Herrn v. P"®!u Gebote vorbehalten gewesen. Sie stehen vor einer sehr folgens«? �(«nokratischer Entscheidung, ob Sie sich ein für alle Mal die ,>��tig' aiei nehmen wollen, die berechtigten Bestrebungen der ,°«- der Mann Klasse zu erfüllen. Die Sozialdemokratie ist unoergängb« Mann so un ist die naturnothwendige Konsequenz des großbürgerliäien-.(Heiterst schaftssystems, der kapitalistischen Produktwnsweise. z#, Jx, wenigs den Sie auch durch die schärfsten Polizeimaßregeln»10«' Hei Weit. 1 fettigen, und es liegt im Interesse einer friedlichen Ento«««'"Wne Veranl der Dinge, nicht nur dieses Gesetz nicht zu verschärfen, �Wenigen, es ganz aufzuheben. Sie bieten den sozialdemokratha� Mgt hatten; gern, die Sie von Haus und Hof, von Frau und Kind der Wah erbarmungslos ins Elend stürzen, nichts als Ersatz. verutth aus den Versprechungen einer Sozialreform geworden,»gs das L uns bei der Äerathung des ersten Sozio#?& Glauben machten? Wir werden uns in nächster Zeit darüber K., Ast entfei rathen haben, od die Alters- und Invalidenrente, �-4%' ro'e �i« zu viel zum Sterben und viel zu wenig zum Leben.«on& der That den stolzen Namen„Krönung des GebÄ'�, �, Finte dos Sozialreform" verdient. Sämmtliche bier m Stande ael»?? Erkennti **"0 Inte , kl�chiss voi «Äl 1. 5 indem er ,,„»11' «'fc flomtr •«Ä W! Ich me sozialreformatonschen Gesetze sind nur eine kleine der Armenrechtspflege, eine Almosengesetzgcbung, für W Thätigkeit die Uebngen erst in die Lage bringt, diese gewähren. Aus wessen Taschen wird ferner die Unfalli die Krankenkassenversicherung bezahlt? Andererseits w wieder Gesetze, die durch die Vertheuerung der Lebens« Arbeitern 10- und 100 fach das nehmen, was ihnen die gesetzgebung giebt. In einer Zeit der gespanntesten Verhältnisse wollen Sie die stärkste, größte Klasse% die Arbeiterklasse, durch ein verschärftes Gesetz treffc«, erachten sogar jede Kommisfionsderathung für überji™ dem wünschen der Regiemng eine Äntwott, die warnendes Halt entgeaenmft, eine sofortige-b Nicht uns, sondern sie trifft die Verantivolb� Dinge, die jetzt, wie die Regiemng irrigerweise. nicht vorhanden find, die aber infolge dieses Gesetzt-,,- werden, werden. In Ihrer Hand liegt es, eine friedliche»je. beuten, herbeizuführen. Wir können gesttost in die Zukunft st?.""r aussch wissen aus der Geschichte der Nationalökonomie,*;.gezeigt ha Ziele durch dieses Gesetz nicht geschädigt werden köni«> bas L> würden, wenn wir Bosheitspolitik trieben, Sie nur«?, dachte, 1 können, diesem Gesetze"zuzustimmen. Uns ist es ebe»«. jT-Wn Gesa mit der Wohlfahrt des Volkes wie Ihnen und den vcrk. Fch bin Regiemngen und wir können nicht anders, wir mußt«»in A"* ßeivuß eine Schande bezeichnen, wenn in Deutschland derart«� iij�AüHeidun in Kraft find.(Der Präsident ruft den Redner wegist noch keu Aeußerung zur Ordnung.) Meine Ausführungen chez,»"ern d, Nachhall in Millionen von Herzen unserer deutsch«'L-fc!ii/5U mache, genossen. Wir wollen lieber unter den gegenwärtige»�«>t Berlim leiden, als dereinst zusammenbrechen unter dem Flucke, � fe|„1,aUEr9tö(j Zustände herbeigeführt zu haben. Ich kann schließen, kj(1™8 des Worten eines Dogen von Venedig, der vor nahez" in einer Zeit des Umsturzes auf's Schaffot gel „Meine Vertheidigung ist Eure Anklage, die—,„ angeblichen Verbrechens Eure Geschichte!" iLestatt Sozialdemokraten.» Bundcsbevollmächtigtcr, Staatsministcr v. Meine Herten! Der Vorredner hat für seine r--!! einen so breiten Raum in Anspruch genommen, dav J® wenn ich ihm folge, die Geduld und die Zeit des hlW allzusehr in Anspruch zu nehmen, und dennoch mm einem gewissen Maße thun. Es schloß, wie es sei genossen überhaupt stets bei großen, feierlichen Rede» einer versteckten Drohung für den Fall der Annahitt setzes, indem et die Verantwortung für die Folge»? Haupt laden wollte. Er hat sich seine Arßumenta»� sehr leicht gemacht, indem er davon ausging, die Sozial.- verfolge hohe und heilige Bestrebungen, und ni» Sjjüflftens n. uno m» gy p «Staat und fein bösestes Organ, die Polizei, hindec» f'c q,, ........... m 1 es p. wnzei, mnv-"-; 0% an wäre das tausendjährige Reich über Deutschland»»� Mrst, fio»; liegenden Länder längst angebrochen.~' der Wichtigkeit des Gegenstandes wären wen dringende Gründe am Platze gewesen, der f< Mg" hätte nicht einfach sich damit begnügen sollen, W ,4 jV« n alle möglichen Verbrechen in die Schuhe i'W k? wotdZf Gerade umgekehrt; soweit ist allerdings in drt A,%% w meines Wissens noch niemand gegangen, der Soz>«»'� Me ftlJ'tl|t die unmittelbare Verantwortung für Ausschreitungen.z."«iiarni Pen brechen zuzuweisen; wohl aber bin'MM' mh" * ÄHi, KK h den Mir B-■ ich überzeugt F�«-? neunjähnae Praxis hat es mir bestätigt—, daß allstes Dicklich deutsche Sozialdemokratie durch ihre Agitation na«h c Mk» rn- Inhalt wesentlich dazu beiträgt, in den irregcleim| das Gefühl für Recht und Unrecht zu verwischen,� P.- wird sie allerdings für die bösen Erscheinungen, d>e vorgetreten find, indirekt verantwortlich.(Sehr ivatzft Der Vorredner hat scharfe Angrisse gegen mich unv führung des mir anvertrauten Amtes, gerichtet uno sich eines Mittels bedient, welches doch schon ctivas ist, bei seinen Freunden aber nachgerade zur»rt» � worden in, daß nämlich die Polizei es sich zur Aufl. � verbrecherische Ideen durch ihre Mitglieder in sozialde»! M „8um %%% MmT jj «toll leid Frankftirter Polizeipräsidiuw- U Dustes"? das Attentat auf das HW mordung des Polizeiraths Riimpff— alles das Werk der Polizei! Tie Lächerlichkeit solche*»Zug auf u sollte solche Behauptungen unmöglich machen-.j-L 3 den bet Reich, kein Kulturstaat der Welt kann darauf verztzü � � Nachg� strebungen des Umsturzes näher zu treten und die lia?�dg alz- @rfcbetT1unaen inner&alh bf»r 11 mfh ir inm-Wg m%u O#?. Mbo». Ofi Erscheinungen innerhalb der Ümsturzparteien zu, die völlige Legalität eines solchen Vorgehens beltreiU ich feierlichst ein, seinerseits die Verantwortung«H heit des Reicks zu übernehmen. Wir müssen u»».� den dunklen Gängen der Sozialdemokratie und der. � Verbindungen nachzuforschen, und müssen uns pa«'!� bedienen, oie wir für nützlich und zweckmäßig dieser Dienst kein Ehrendienst ist, will ick gern»ug i, aber eine unliebsame Nothwendigkeit, selbst wen»- deren wir uns bedienen müssen, auf das Prävua sÄ KL keinen Anspruch haben.(Heiterkeit.) Also mit behaupte ich dem Abg. Singer nach wie vor Staate� verlange ich, daß es meinem Worte als ehrlicber-d«��% w�Üerh ÄSVÄ? Äi! Sft£sJr.. oem anocrs wäre. Schon aus einer früheren r\ U|� i Herren bekannt, vaß der Abg. Singer von% m J m »SS eine vollständige Erfindung und tend«»' dächtigung der Polizei ist. wenn er uns aufzubinden, daß wir uns der ag«»,,s n«�ilL� oi-i 7"S"- BM.S-WchK aber von jedem nichtsozialdemokratischen nfrlonftp ti+i od �*Ur1itbet lUch legte?c. Herr Singer verlangte damals PPmioli*' suchung, und die Verantwortlichkeit für die � � Run t) erben S»? schob er natürlich mir;u.(Abg. Singer: Selbst- n wir selblt» Mlich i) nicht selbstverständlich; selbstverständlich ist äedene Geg?» daß, wenn die vorgesetzte Behörde einen solchen Mann II die Belnad einer solchen Aufgabe betraut, sie ihm dabei einschärft, daß er fe gestellt Mg auf der Linie halten soll, welche vor Allem jede Änreizung Z Aergers ds smcm Verbrechen ausschließt. Diese Ermahnung ist auch hier man ihr 0 J'' und der Herr Jhring ist ein braver Beamter, der Auf die M Jr W seine Pflicht thut und namentlich den persönlichen r nicht M J°kfitzt, der manchen anderen Leuten nicht in dem Um- crrn v. Pum W W Gebote steht.(Heiterkeit.) Daß Jhring sich in die ehr folgM �jfratischcn Kreise unter falschem Namen eingeführt hat, al die MV Wuchtig- gher ist denn Herr Singer etwa so naiv, daß er n der arbe» Der Mann hätte hingehen und sagen sollen, ich bin der unoergängu» Mimann so und so und möchte gerne wissen, was Sie hier t..~.—(Heiterkeit.) Sollte Herr Singer das glauben, so er wenigstens als Polizeibeamter nicht zu verwenden 'Heiterkeit.) Nach der Cingn scheu Rede ist nun damals meine Veranlassung eine Untersuchung eingeleitet worden mejenigen, welche den-c. Jhring solcher Jrevelthaten bürgerlichen weise. M aßregeln g i lieben Enbvlw erschärfen, emokratischen�%gt hatten; das kgl. Schöffengericht bat auch unter dem und Kinv ä� mAk der Wahrhaftigleit des Jhring die Leute zu 6 Monaten Ersatz.# m Leben ves Geb rtande 0 kleine eng. für W st, biete 3 Unfall verurtheilt. In der Berufungsinstanz hat dann aller- das Landgericht nicht dem Jhring, sondern den geworden, �anogenrot ntaji oem>> Mauben geschenkt und sie freigesprochen. Ich bin darüder/.�°'t entfernt, gc......"'..... �'------ nrente, tit»' wie dies nicht gerichtliche Erkenntnisse kritisiren zu ht zum Segen unserer Rechtspflege j.NDn Seiten der Parteien vielfach geschieht; Mmke doch, man wird nicht ohne Weiteres sagen dürfen: V Erkenntniß ist immer das beste. Zur objektiven Kritik *"n Interesse des heute noch von mir für ehrenwerth «rffm Jhring folgendes an: Das Landgericht hat erkannt L ü!n't von Thatsachen, die erst kurz nach der VerHand- . lijjC.�e.CeffentUchfcit drangen; Christensen nämlich, den rerseits waMtz�Dgericht für glaubwürdig hielt, ist wenige Tage später er LebeniW d�en verhaftet worden, weil er die Verführung von Sol- ihnen dic�i�.�r. Majestät des Königs von Sachsen sich zum Geschäft nntcsten Cy�1 woem er ihnen Nummern des„Sozialdemokrat" als Üasse Tcu� in T�-chriften" zusteckte, die in der Glorifiziruna der Greuel esey trefft �/llcr Kommune gipfelten welcher, nur der Vorwurf der iir überfwlfc!,'•»>»------ �----- � es �■"edallzugtoier Schüchternheit gemacht wird.(Heiter- von, oit v Mord des Erzbischofs, die Erschießung der Geiseln ortige �°°vreisung solcher Frevelthaten wird den Soldaten in die !erantwolt>�»eile«, um ihn, der den Eid der Treue geschworen, zu gerweise � Ich meine, ein solcher Frevel kann nicht streng genu V. C, Serben, und Herr edliche 4 D».! Jru4cn' welche man im Zukunft. i�.'°n ausscheiden m nomre._, .den fönr�J Sie nur ist es edc-i« Kg id derartige, öner wege�h rngenJ�'J deutschen� wärtigenl im Ftucke, nSfyj i ÄS, (Beifall u. A noch nnlv le es fei' m Rebe» Annahme e Folgen' hristensen gehört gerade so recht n im Sinne der Vorlage aus „,......... muß, welcher anzugehören sie sich un- �chezeigk haben. Weiter: Einer der Entlastungszeugen, JI das Landgericht ebenfalls einen glaubwürdigen P��achte,. ist kurze Zeit darauf wegen Meineides zu einer [Ln Entscheidung gekommen sein. Diese Angelegenheit ist iiiit, doch keineswegs erledigt, wie Herr Singer zu glauben iuii, rn der Herr Polizeipräsident hat, um den letzten > wachen, die Ehre seines angegriffenen Beamten zu iL* berliner„Volks-Zeitung", die die Sache natürlich :.v allergrößten Behagen brettgetreten hat, angeNagt wegen ich.Wll.des Schutzmanns Jhring. Dieser Prozeß hat einen durchgemacht, in welchem der Verthcidiger sagte: �Ott. htt>r iit rti&iä k/ikaw SrtS fflen Gefängnißstrafc verunheilt worden.(Hört! hört! ,stch bin überzeugt: hätte das Landgericht- diese beiden "".gewußt, so würde es zu einem anderen Resultat Landgerichts, sprechen Sie nein, ist ihm geantwortet, hier liqnet vor, wir wünschen das liJ,t„rv", hier ist nichts zu untersuchen. Sie haben das s,?' der Beweisaufnahme des"'' »'«leimigst"" [ Scn'8ftcn5 �Kißmaterial noch einmal vorgelegt zu sehen. Der be- >uckt Mini noch nicht stattgefunden, ich glaube des- -schickt �'l das Beweismaterial zu dem Posener Prozeß hat ..i nur Werden müssen. Wenn nun, was ich nicht hoffe und �pube, der zweite Prozeß den Standpunkt des Land- . de%t,P%en sollte, dann wird ja die Sache wahrscheinlich 1>l �Umr�dung bekommen. Aber wie sollte ich heute her ttt» r wichen Anklagen gegenüber einem Beamten, der .-unb cinP!e'.ne Pflicht erfüllt hat, den seine Vorgesetzten auf cgumenvmAixN"„lohtclangen Beobachtung als einen ebenso tüchtl- tie Soziales, �bensf��thvollen Beamten schildern, gewissermaßen den rnd nur Mische amtlich abzuschneiden durch irgendwelche diszipli- i, hindern Se„■ attcflcln. Wenn Sie das verlangen, dann kommen hland u-»ff,.de gvnz fische Stelle. Ich halte es für meine Schul- Bei-e, �ei, � en mix untergebenen Beamten bis zum unwiderleg- Iren M we»'?er Verletzung sein« Pflicht zu schützen, sei es sollen, 5(1 jj x m nach u Äff" -chr w-fj lich und tet und : etwas ut 1% Den Ä es Es" wolle. Diese Frage ist auch gar nicht . der dienstvorgesetzten Behörde behandelt ist der Staatsanwaltschaft Gelegenheit ge- der nach dem landgerichtlichen Erkenntniß das ganze Sozwl-'- j, s»tuten, ob sie der Meinung sei, daß nach Lage der ...ungen j'Stiftf,. cn betreffenden Beamten kriminalistisch oder bis- eugt ff.jn Mdrlicke« �schreiten sei. Der Staatsanwalt hat in einer daß all�ck �lickliK«2 Denkschrift, kann ich wohl sagen, diese Frage "d Zweisi.??dt. Es ist ihm durchaus nicht klar und über .haben, mithaben, daß sich das Landgericht nicht sollte ge- den Vm.i'dlrb es zur Gcnugthuung gereichen, wenn Colli?>,»olle Klarheit in die Sache gebracht werden 1?� Dennu� all darauf hinauslaufen, daß der be- lb°tch dabei 3* aines Uebcrgriffs schuldig gemacht hat, so stow m ß er es auf seine eigene Verantwortung ge- h."»eise, daß es mir und den mir unter- .'"fern liegt, die Beamten als Werkzeuge L" Verbrechen zu benutzen, mache ich darauf diesem Schutzmann, als ihm jene sozialdeM� ganz zu »cnen jjcfffj��fftslich ben passiven Zuschauer spielen. Das- räsidiun» � Mutlles". �'ben bezüglich des angeblichen provokatorischen das'iL« Mwannes% tage, durchaus pflichttreuen und intakten . decheil* m zugl jjien,' v...... ir.......... $ü„« hQt. Nun komme ich zu einem überaus wich- ,"lltomm-n lonQten Elemente zu übenvachen, das erkenne lchwere sage auch hier wieder: ich wurde eine — �erantivortung auf mich nehmen, wenn ich die- wen» irädiknt dieses rne N-ate, aufsuchte, welche zur Erlangung solcher j.'htm fitff r, Die Schweiz ist nun einmal ein Land, m ff""des lozialrevolutionäre Verbrecher aller Länder ein tffte Pnff�dejaouä geben. Dafür können wir aber nicht. f ganz Ss iS zur Kenntniß der dort gesponnenen finff ja die Erfolge auf diesem Ge- Aber manchmal kommen doch recht" erheb- Emigranten in Verbindung gekommen fl> Erfolg war, daß die preußische Poli ist, der Polizei in Petersburg das beoi gegen das Winterpalais rechtzeitig mitzutheilen. eint"' j&L Und nnr«'tie'e Agenten der preußischen Polizei mit rusfi- daß die preußische Polizei : Polizei in Petersburg das bevor- -.jm o-pv,. Winterpalais rechtzeitig mitzutheilen. nicht einen ganz ausgiebigen Gebrauch davon find hier Namen genannt worden. Ich weiß weder etwas von Herrn Schröder noch von Herrn Haupt. tch übernehme dafür keine Verantwortlichkeit. Aber gestatten üe mir zunächst einmal ein Wort. So viel ich gehött habe, ist der Schröder ober Haupt, um ihm gewisse Geständnisse zu entreißen und gewisse Dokumente oder Beweisstücke bei ihm zu finden, von angeblichen Gesinnungsgenossen in seiner Wohnung überfallen worden. Diese Leute haben sich an die Stelle der Justiz, der Polizei und des Untersuchungsrichters gesetzt. Das läßt nicht einen sehr erwünschten Blick auf den Rechtszustand werfen, unter dem diese Sachen geschehen. Wenn eine Bande von Strolchen sich erlauben darf, in eine Privatwohnung cm- zudringen, um den Inhaber mit Mißhandlungen zu bedrohen, so muß ich sagen, ich kann mir von dem Kulturzustand eines solchen Staates keine rechte Vorstellung machen.(Zuruf bei den Sozialvemokruten.) Was soll ich dazu sagen, daß ein öffent- licher Beamter, den Herr Singer als Untersuchungsrichter be- zeichnet hat— es ist nur der Stadthauptmann gewesen—, sich dazu hergiebt, auf die einseitige Anfrage zweier Reichstags- Mitglieder, die doch einen ziemlich notorischen Ruf haben, ihnen zu bestätigen, was aus den Akten der ihm vorliegenden Untersuchung an Thatsachen zu entnehmen ist. So etwas. dürfte in Deutschland schwerlich jemals vorkommen(Zustimmung rechts; große Unruhe), und ich erkläre hiermit offen, nach dem, was Herr Singer vorgetragen hat, werde ich in der Lage sein, von dem Herrn Reichskanzler zu verlangen, daß er auf diplomatischem Wege bei der schweizerischen Behörde gegen ein solches ganz unverantwott- liches Benehmen protestirt.(Beifall rechts.) Ich würde mich schämen bis in die_Secte hinein, wenn ich als öffentlicher Be» amter einen Eingriff in eine noch nicht abgeschlossene Unter- suchung zuließe, die den Zweck hat, die Wahrheit zu erforschen, und präjudizielle Mittheilungcn duldete in irgend einer Frage, welche der Untersuchung unterliegt. Sollte Herr Singer jemals in die Lage kommen, unter diesem Gesichtswinkel bei mir ge- prüft zu werden, so werde ich niemals anders verfahren, wie jetzt. Ich bleibe bei meiner Behauptung, daß wir weder hier noch in der Schweiz agents provocateur« halten und bezahlen. Wenn unsere Agenten, namentlich im Auslande, diese Grenz- linie überschreiten, so wird ihnen dies abgerathen, und sie thun es auf ihre Gefahr und Kosten. Als das Gerücht zu mir drang, daß im Reichstag ein großer Koup gemacht werden würde, durch welchen ich moralisch vernichtet würde, da ich mit kolossalen Summen ageuts provocateur in allen möglichen Ländern hielte, glaubte ich, es handle sich— ich spreche nicht von Abgeordneten— wie gewöhnlich um das Produtt der Einbildungskraft eines gehirnerweichten Thoren. Ich bin aber dahinter gekommen, daß sehr viel Böswilliges mit unter- gelaufen ist bei den Mittheilungen, die Heim Singer geworden sind. Kennen Sie die„Agence libre"? Es ist das nieder- trächtigste und deutschfeindlichste Zeitungsprodukt, welches in Frankreich existirt, auch das chauvinistischste. Dies ist das erste europäische Preßorgan, welches sich dieser Nachrichten bemächtigte und sie kolportirte. Es hat natürlich mit einer wahren Wollust dann herumgewühlt. Ich habe dies nur angeführt, um Ihnen den internationalen Charatter dieser Beziehungen vor die Augen zu führen. Denn baff die„Agence libre" so ganz ohne Verbin- düng mit denjenigen Quellen sein sollte, aus denen Herr Singer geschöpft hat, möchte ich sehr bezweifeln. Die Jnternationalität des Proletariats ist stets auf die sozialistische Fahne geschrieben worden. Ich kann diesen Punkt mit einiger Beruhigung vcr- lassen, denn cs ist mir, glaube ich, gelungen, den vorläufigen Ein- druck, den der Herr Abgeordnete erzeugen konnte, als wenn ich unter der Wucht der von ihm angeführten Thatsachen nicht im Stande sein würde, etwas zur Vertheidigung beizubringen, einigermaßen zu zerstören.(Zuruf links: Viel war es nicht!) Ter Abg. Singer hat von der brutalen Handhabung des Sozialistengesetzes gesprochen. Das gebe ich zu, das Gesetz ist schwer zu handhaben, weil es nach der jetzigen Fassung des § 1 den unteren Polizelbeamten schwer fällt, die Grenze zwischen den erlaubten, nicht gemeingefährlichen und den revolutionären Bestrebungen der Sozialdemokratie, die wir bekämpfen, zu ziehen. Das aber kann ich mit voller Wahrheit und Bestimmtheit sagen: sowohl im Bereich des mir anvertrauten Ressorts als in allen übrigen Bundesstaaten hat man sich die allerdenklichste und auch erfolgreiche Mühe gegeben, dies Gesetz in dem Sinne zu handhaben wie es vom Reichstag beschloffen ist. Daß neben dieser Loyalität die allergrößte Sorgfalt und Strenge, ja unter Umständen drakonische Strenge geübt werden mußte, ist natür- lich, und wir würden unserer sehr schweren Verantwortung nicht genügen, wenn wir nicht mit großer Strenge in allen diesen Dingen vorgehen würden. Daß die Handhabung des Gesetzes auch eine zweckentsprechende ist, ersehen Sie aus den Wirkungen desselben auf die sozialdemokratische Presse. Man hat von einer Unterdrückung dieser Presse ge- sprachen und gemeint, nun lesen die Arbeiter blos den„Sozial- demokrat", und das wäre eine viel schlimmere Lektüre, als die der früher vor dem Sozialistengesetz erscheinenden sozialdemo- kratischen Zeitungen. Das zeugt von geringem politischen Scharfblick und von einer vollkommenen Unkenntniß der that- sächlichen Lage. Es ist nicht richtig, daß durch das Sozialisten- gesetz die sozialdemokratische Presse unterdrückt worden ist. Wir haben ihr aber Mäßigung in Form und Ausdruck aufgezwungen, und ich denke, das wird uns die deutsche Nation danken. Noch an diesem Tage erscheinen im Deutschen Reiche 36 sozialdemokratische Zeitungen(hört! hört! rechts; Widerspruch und Unruhe links), die sich von den Preßblüthen, an deren Stelle sie Setreten sind, allerdings dadurch sehr vottheilhast unter- hieven, daß sie häufig einen viel gemäßigteren Ton anschlagen als die deutschfreisinnigen Blätter.(Heiter- (eil) Ich halte sie deshalb keineswegs ffür ungefährlicher als die eingegangenen Zeitschriften, aber sie erfüllen dasjenige, was das Gesetz von ihnen verlangt. Sie werden natürlich überaus scharf und sorgfältig beobachtet und selbstverständlich bei der kleinsten Ueberschreitung verboten. Das hiesige„Ber- liner Volksblatt" ist geradezu Meisterin darin, die strafrechtlichen Bestimmungen des Strafgesetzes zu umschiffen, gerade mit dem Acrmel das Zuchthaus zu streifen, aber es fällt nie herein. Eine ganze Reihe anderer sozialdemokratischer Blätter ist mit derselben Klugheit redigitt. Der„Sozialdemokrat" erscheint allerdings in lOOOO Exemplaren und wird von noch viel mehr Arbeitern ge- lesen; aber nun zu sagen, es wäre doch besser, wenn wir den Zustand vor dem Sozialistengesetz hätten, ist doch eine kolossale Verkennung der Thatsachen: hätten mir das Sozialistengesetz nicht erlassen, so wären wir damals einer sehr schweren sozialen Katastrophe und Krisis entgegengegangen.(Zustimmung rechts.) Ich habe mich damals als Oberpräsident in Breslau von der täglich wachsenden Erregung, der Anfachung des leiden- schaftlichsten Klassenhasses in den sozialdemokratischen Blät- tern und Versammlungen überzeugt. Solchen Thatsachen gegenüber haben die verbündeten Rellierungen und die über- wiegende Mehrheit des deutschen Volkes das Sozialistengesetz als Wohlthat angesehen. Die Behauptung nun, daß das Gesetz illoyal, tyrannisch gehandhabt werde, ist eine mindestens ob- jettive Unwahrheit. Allerdingo können, namentlich bezüglich der Verbote und Auflösungen von sozialdemokratischen Versamm- lungen, bei der Vielgestaltigkeit der Fälle und der Unkontrolir- barkeit des Behördenapparats Fehler vorkommen; diese wiegen aber federleicht gegen die großen Segnungen, welche das Land dadurch bekommen hat, daß im Großen und Ganzen diese revolutionären Versammlungen verboten oder rechtzeitig abge- schnitten find. Herr Singer sagt mit Emphase: Man treibt die unter dem Richtbeil der polizeilichen Vexationen lei- denden Unglücklichen ins Ausland und giebt sie dem Hungertode preis. Zu bedauern find nur diejenigen, welche durch ihre Beiträge die ausgewiesenen Agitatoren im Aus- lande ernähren müssen. Diese Herren— ich will keine Namen nennen, obwohl ich könnte—, die in London als verbannte und dem Hungertode nahe Vaterlandsfreunde weilen, haben eine Anzahl sehr angenehmer Vergnügungslokale, in denen sie sich außerordentlich gut amüfiren. In den sozialistischen Zeitungen in London habe ich angekündigt gefunden 6 Maskenbälle, 6 Theatervorstellungen, 4 Kaffeekränzchen und die feinsten Delikatessen werden den Parteigenossen, sehr billig angeboten. Also die durch die Brutalität der deutschen Polizei Aus- gewiesenen leben durchaus nicht schlecht, sie mästen sich von den Beiträgen, die sie den.Hungerlöhnen der deutschen Arbeiter abpressen(sehr richtig! rechts), durch die Behauptung, daß sie deren Interessen vertreten.(Abg. Bebel: Wer mästet sich? Namen!) Es fällt mir durchaus nicht ein, Namen zu nennen. (Abg. Bebel: Namen nennen! Rufe rechts: Ruhig! Glocke des Präsidenten.) Der ausgewiesene Schankwirth Jakody soll nicht in Verbindung mit der Sozialdemottatie gestanden haben. Herr Singer weiß das besser, daß er ein ganz entschiedener Parteigänger des radikalsten Flügels der Partei gewesen ist.(Abg. Singer: Durchaus falsch!) Der Regierungsbaumeister a. D. Keßler ist früher allerdings Mit- glied der Fortschrittspartei gewesen, später aber in das sozial- demokratische Lager übergegangen und hat nicht den erlaubten gewerkschaftlichen Bemühungen seine Kräfte geliehen, sondern durck fortgesetzte Agitation Alles gethan, um die Gewerkschaften der Tischler, Maurer und Zimmerer Deutschlands ins revolu- tionäre Fahrwasser zu ziehen. Durch seine Zeitung hat er sich sogar die Opposition der gemäßigten Arbeiter zugezogen und ist mit der ganzen Gewerkschaft der Zimmerer in Hamburg in Konflikt gerochen, weil er durch fortwährende Putsche und Steigerung der Forderungen der Arbeiter ins Unerfüllbare die Versöhnung der Arbeitgeber mit den streikenden Arbeitern zu hintertreiben versuchte. Das ist die unschuldige Thätigkeit des Herrn Regierungsbaumeisters Keßler, für welche er durch die Ausweisung nur den gehörigen Denkzettel erhalten hat. Er ist übrigens von durchaus befleckter Vergangenheit, fünf- mal vorbestraft, einmal wegen eines entehrenden Ver- brechens. Mil solchen Leuten kann man nicht die feinsten Umstände machen. Ich finde es nicht würdig, einen solchen Mann hier auf der Tribüne weiß zu waschen wie ein Lamm. Wenn er einmal zur Partei gehött, sollte man das mhig anettennen, das ist der Stellung eines selbstständigen Mannes angemessener, als die Ver- tuschungsversuche des Abg. Singer, welche doch nichts helfen. Der frühere Abg. Kayser ferner soll in seinem öffentlichen Wirken ein ganz harmloser Mann sein und nie eine revolutionäre Meinung geäußert haben. Ich gebe zu, daß dieser ein gewisses behäbiges Aussehen eines bonhomme hat, aber damit hat es auch ein Ende. Seine„angebliche" Verbreitung des„Sozial- demokrat" wird wohl die thatsächliche Verbreitung gewesen sein, wie das Gettcht erkannt hat. Gewiß haben diese Leute ein irrfahrendes Leben durch Deutschland geführt, aber ich verweise auf die deutschen gemeinschaftlichen Bestimmungen, die aus der Freizügigkeit herstammen, daß, wer Aufenthaltsbeschränkungen in einem Staate unterliegt, auch von den anderen ausgewiesen werden muß. Ist Ihnen das zu viel, so ändern Sie die Gesetzgebung, die Regierung wird sich anschließen können. Dann hat sich der Abg. Singer über Ver- legenheiten, in die er dabei offenbar getteth, durch eine sehr leichte Deduttion hinweggeholfen, als er das Sozialisten- gefetz als den Vater des Anarchismus bezeichnete. Diese Be- hauptung ist mit der Zeit zu einem ganz verbrauchten Gemein- platz geworden, der kaum noch zu widerlegen ist. Die radikale, auf eine gewaltsame Lösung der sozialen Frage hinstrebende Richtung wächst allerdings von Tag zu Tag und legt die Roth- wendigkeit des Sozialistengesetzes klar an den Tag, das ist aber nach den Erfahrungen der ganzen Weltgeschichte die logifche, mathematische, naturnothwendigc Entwickelung. Wenn die Sozialdemottatie sich loslöst von der Achtung vor der sittlichen Weltordnung und die Zerstörung derselben anstrebt, so wollen die Anhänger dieser Bestrebungen die Ergebnisse und die Er- füllung aller ihnen erweckten Hoffnungen endlich sehen. Die Revolutionen aller Zeiten und die heutige Entwickelung lehren, daß in den von der allgemeinen Verfolgung des Staatswohls sich loslösenden Parteien die energische Strömung die gemäßigte immer überholt. So ging es von der Gironde zu Robespierre, von Robespierre zu Marat u. s. w. Die Sozialdemottatie trägt also an der Entwickelung des An- archismus die Schuld. Herr Singer sagt, sie hätten auf dem Parteitage in St. Gallen keine andere Frontstellung einge- nommen als sonst. Gewiß, Sie sind immer revolutionär ge- wesen. Es handelt sich also nur um die zum Ausdruck gelangte Form. Nach dem Bericht über den Parteitag in St. Gallen, zu dem die Herren sich doch endlich bekennen sollten(Ruf bei Sozialdemokraten: Vollkommen!), lautet das Gesammtergebniß der Verhandlungen dahin: das Zukunftsbild der deutschen Sozialdemokratie ist die nicht auf parlamentarischem Wege, sondern gewaltsam herzustellende sozialistische Republik unter Konfiskation des Vermögens der defitzenden Klassen.(Be- wegung.) Herr Bebel hat als Referent auf dem Parteitage vor einer zu großen Ueberschätzung des Parlamentattsmus gewarnt. Wer freilich glaube, daß die letzten Ziele des Sozialismus auf dem heutigen parlamentarischen konstitutionellen Wege zu erreichen seien, kenne dieselben entweder nicht, oder er ist ein Betrüger. Ich überlasse Herrn Bebel, welches von Beiden er für sich nehmen will. Schließlich ist aber der Weg der Gewalt vorgesehen. Herr Liebknecht hat diese Behauptung allerdings eingeschränkt und gesagt, mit anarchistischen Putschen sei nichts gethan, die Volksmassen müßten auf eine Revolution vorbereitet iverden, indem Klarheit in die Köpfe gebracht werde. Der Rest werde sich dann schon finden. Was heißt dieser Rest? Das heißt doch der Appell an die künftige Geivalt. Also nicht die parlamentarische sondern die gewaltsame Bewegung ist als Ziel angedentet. Wird einmal, wurde weiter gesagt, Deutfchland eine Republik, dann wird es eine sozialistische und es wird mit der Kapitalmacht ganz anders aufgeräumt werden. Bei der Besprechung über die den besitzenden Klassen aufzuerlegende Einkommensteuer heißt es: Wenn man den Besitzenden 20 Prozent Einkommensteuer auferlegt, kann man ihnen auch das Ganze abnehmen.(Lachen rechts. Abg. Singer' Abgerissene Sätze!) Glauben Sie, daß wir uns mit gebundenen Händen einer solchen aberwitzigen Strömung gegenüber ver- halten sollen? Wir werben schon die Mittel ergreifen, die Sie noch an Ihrem eigenen Leibe unangenehm erfahren können! (Heiterkeit.) Wir sind gerade die Hauptgegner der Anarchisten. Diese Frage muß überhaupt cum trano salia geprüft werden. Allerdings herrscht zwischen der sogenannten parlamentarischen Sozialdemottatie und dem Anarchismus eine heftige Fehde. Aber sie sind beide aus demselben fliest. Der Eine betrachtet den Anderen nur als einen Wildling in derselben Familie. Herr Liebknecht empfiehlt in seiner schwülstigen, schwer verständ- lichen AuSeiiianderfetzuiiff über diese Frage statt der Propaganda der That diejenige des schleichens und tadelt das anarchistische Vorgehen; aber die Arabesken, welche er um diesen Satz schlinat SÄ S'ÄT kannte Telegramm der deutschen Sozialdemottaten an den t&j&vsJt s»öm-a fibembar w diese Zunahme. Allerdings ist die Zahl ÄST 1877 lÄrtn sä Zahlen gegenüber ichroerttch von einem Anwachsen der Sozial- demokratie sprechen, sondern eher von einem Staaniren der- selben. Und glauben Sie denn, daß alle 763 000 sozialdemokratischen Stimmzettel in der That von lauter Sozialdemokraten abgegeben find? Das werden selbst die sozialdemokratischen Mit- glieder des Hauses nicht zu behaupten wagen. Nun wird der von uns geplanten Maßregel einer nochmaligen Verlängerung des Sozialistengesetzes und seiner Ergänzung von zwei Rich- tnngen entgegen getreten; die eine Richtung ist für mildernde Uebcrgangsbestimmungcn, die andere verweist uns auf das ge- meine Recht. Schon bei der letzten Verlängerung bat ich Sie, verschonen Sie uns mit diesen sogenannten mildernden Ueber- gangsbestimmungcn; das würde nur Verwirrung stiften. Auf der einen Seite der Regierung die Verantwortlichkeit zuschieben für die Sicherheit des Reiches und andererseits gleichzeitig die Schleusen der sozialdemokratischen Agitation wieder öffnen, das ist nicht verträglich. Darauf würden wir uns niemals einlassen können. Und was die Verweisung auf das gemeine Recht angeht, so haben wir noch niemals posttive Vorschläge zu hören bekom- men. Und das hat seinen Gmnd, meine Herren, denn es ist eben einfach nicht möglich. Niemals werden wir auf dem Ge- biete des gemeinen Rechts ein Gesetz gegen die genreingefähr- lichen Bestrebungen der Sozialdemokratie schaffen können, ohne gleichzeitig auch alle andere Parteien in ihrer Bewegungsfreiheit auf das Schwerste zu treffen. Und wenn gesagt wird, man solle das Sozialistengesetz einfach aufheben, ja, meine Herren, wer will die Verantwortlichkeit für die unsäglichen Greuel über- nehmen, die uns dann drohen? Ich kann mir nicht denken, daß eine deutsche Volksvertretung die ihrer Obhut anvertrauten Interessen soweit außer Acht setzen könnte, daß sie der Regie- rung das Schwert wieder aus der Hand nähme, welches fie ihr selbst zu ihrem Schutze gegeben hat. Ehe ich das nicht schwarz aus weiß sehe, glaube ich es nicht. Was nun die be> antragten Verschärfungen anlangt, so ist die Regierung auf leb- haften Kampf und Widerspruch gefaßt und vorbereitet ge- wesen: wir hoffen aber, daß das hohe Haus mit uns diese Verschärfungen als nothwcndig anerkennen wird. Es ist nicht zu bestreiten, daß die Sozialdemokratie, wie sie heute durch ihre legitimirten Vertreter sich dar- stellt, eine Stellung im politischen Leben einnimmt, wie es in der Geschichte unserer ganzen kulturellen Entwickelung noch nie dagewesen ist. Jede Zeit, jede Periode der Entwickelung hat heiße Kämpfe; aber alle Parteien stehen doch dabei wenig- stens auf dem Boden der allgemeinen Anerkennung einer über ihnen stehenden sittlichen Staats- und Gesellschaftsordnung. Auf diesem Boden vollziehen sich die Kämpfe; die Sozial- demokratie dagegen nimmt eine Ausnahmestellung ein, sie ver- leugnet prinzipiell unsere ganzen durch Jahrtausende über- kommenen Staatseinrichtungen, ja, sie bestreitet die Existenz- berechtiaung derselben und vindizirt sich das Recht, dieselben umzustürzen. Das logische Ergebniß dieser Stellung- nähme ist die Ausscheidung der Sozialdemokratie von allen anderen und berechtigten Gruppen der Nation. Wer aber einmal sich auf den Boden stellt, daß er solchen Besttebungen gegenüber Ausnahmegesetze für zulässig erachtet, der ist auch in der Lage, wenn ihm die jetzt bestehenden Garantien als unzureichend nachgewiesen werden, dann für deren Erweiterung zu stimmen. Hat die Sozialdemo- kratie sich einmal in eine Ausnahmestellung begeben, so inag sie nun die Konsequenzen tragen. Richten Sie einmal Ihren Blick auf die ganz notorische Entwickelung der Sozialdemokratie in den letzten Jahren. Wir waren bisher nicht in der Lage, solche Personen zu fassen, welche nach§ 129 des Strafgesetzbuckics geheimen Verbindungen zur Verbreitung des verbotenen„Sozial- demokrat" angehörten, während gerade in dieser Richtung sich .wesentlich die ganze sozialdemokratische Agitation bewegte, bis " endlich im Gegensatz zum Landgericht in Chemnitz unsere höchste richterliche Autorität, das Reichsgericht, es aussprach, daß die Zugehörigkeit zu einer geheimen Verbindung auch ohne aus- drückliche Willenserklärung schon aus konkludenten Handlungen gefolgert werden könne. Fast in jeder größeren Stadt haben sich Komplotte gebildetzur Verbreitung dreses sehr gefährlichen Blattes aus Zürich. Wir erblicken in dieser Propaganda einen heillosen Frevel, ein gefährlsches Attentat auf die Sicherheit des Reiches und befinden mns in der traurigen Nothwendigkeit, Ihnen vorschlagen zu müssen, daß wir solche Agitatoren unter das Damoklesschwert stellen, daß ihnen die Staatsangehörigkeit aberkannt werden kann. Von Polizeiwillkür kann dabei nicht die Rede sein; vielmehr soll die Zulässtgkeit einer solchen Ah- erkennung ja ausdrücklich vom Richter erkannt werden, und wenn sie erkannt ist, so hat die Zcntrallandesbehörde immer noch erst zu prüfen, oh sie die Aberkennung aussprechen will oder nicht. Es handelt sich auch nicht um ein unerhörtes Novum. Wenn heute ein Deutscher, der sich im Auslande aufhält, im Kriegsfalle auf Aufforderung der Behörde nicht zurückkehrt, um seiner Wehrpflicht zu genügen, so kann ihm die Staatsangehörigkeit aberkannt werden, ohne Zuziehung des Richters/ einfach im Wege der Verwaltung. Wenn das zulässig ist gegenüber einem Manne, der blos sein Vaterland nicht vertheidrgt hat, so wird es in sehr erhöhtem Maße erlaubt, ja geboten sein gegenüber Leuten, die ihr Vaterland vernichten, stürzen wollen. Die Gegner einer solchen Maßregel haben kein Recht, sich auf die Humanität zu berufen, in deren Namen sie zu sprechen vorgeben. Humanität ist ein schönes Wort und ein noch schönerer Begriff, aber was ist denn die wahre Humanität? Für uns besteht die Aufgabe wahrer Humanität darin, daß wir die Nation vor den Schrecknissen bewahren, in welche fie gerathen würde, wenn wir nicht einen wirksamen Damm gegen das Ueberfluthen der so- zialistischen Gefahr aufwerfen. Rücksicht dabei zu nehmen auf einige sozialdemokratische Agitatoren, wäre eine falsche Humani- tät, die ich mit meinem beschränkten Verstände nicht begreife. (Abg. Bebel: Sehr wahr!) Gewähren Sie uns die beantragte Klausel und seien Sie überzeugt, ihre Wirkunawird nicht in- buman sein, sondern im vollsten Sinne des Wortes human! (Beifall rechts.) Nach dieser zweistündigen Rede des Ministers v. Putt« kamer erhält das Wort: Abg. Reichensperger: Ich habe beim ersten Sozialisten- gesetz mit meinen Parteigenossen gegen das Gesetz gestimmt und gesprochen und dabei darauf hingewiesen, daß durch eine solche Nlaßregel eine Idee nicht beseitigt werden könne, daß dadurch nur Märtyrer geschaffen werden, welche die Idee immer weiter verbreiten; daß die Unterdrückung der Symptome die Aufmerksamkeit der Obrigkeit einschläfert, zur Heilung der Krank- heit zu wirken. Ich habe nachher dreimal für die Verlänge- rung des Sozialistengesetzes gestimmt, weil ich nicht glaubte, die Verantwortung auf mich nehmen zu können dafür, daß die Gefahren durch die Aufhebung des Ausnahmegesetzes sich ver- größerten, daß die Leidenschaftlichkeit des Voltes aufgeregt wird. Ich habe aber geglaubt, daß eine Umkehr ange- bahnt werden muß, und wir haben dafür der Regierung Zeit gelassen. Ich sehe mich gezwungen, nicht blos gegen die Verschärfung, sondern auch gegen jede Verlängerung des Gesetzes zu stimmen, denn von einer Rückkehr zu ordentlichen Zuständen ist bei der Regierung keine Rede mehr. Kann nun ein solches Gesetz von den Grundsätzen der Gerechtigkeit aus anstecht erhalten werden? Das Gesetz hat noch Geltung bis zum 30. September dieses Jahres. Bis dahin kann, wenn andere Männer die Gesetzgebung und Regierung in die Hand nehmen, geschehen, was für erforderlich erachtet wird. Diese inneren geistigen Krankheiten kann man nicht mit äußeren mechanischen Mitteln heilen. Oder denkt etwa der hohe Bundesrath auch daran, greifbare, ansteckende Krankheiten durch Polizcimaßregeln an der Verbreitung hindern zu können? In Rußland hat sich trotz der weitgehendsten Polizei- gemalt die Sozialdemokratie sofort und direkt in Anarchis- mus verwandelt. Aus dem Ausnahmegesetze eine dauernde Institution machen bis dahin, daß alle sozialdemokratischen Ideen ganz verschwunden find, ist ein Unding. Was die Ab- das Ausland an diese es die Ausgewiesenen einen als gemeingefährlich erkennung der Staatsangehörigkeit bcstifft, so hat Gott den Menschen den Erdboden zur Wohnstätte angewiesen, es hat Niemand das Recht, den Menschen das Leben und Arbeiten auf einem Fleck der Erde zu verbieten. Wer sich der Wehr- pflicht entzieht, begiebt sich freiwillig seiner Staatsangehörig- keit; das Beispiel paßt also gar nicht hierher. Es wird kaum ein Staat Anstoß daran nehmen, eine Person in seiner Mitte zu dulden, die sich in einem anderen Staate der Milttärpflicht entzogen hat. Aber die Expatriirung nach dem Gesetz soll erfolgen im Falle der Gemcingefährlichkeit. Wenn Gemeingefährlichkeit glaubt, wird nicht aufnehmen. Man kann „ erkannten Menschen höchstens seiner staatsbürgerlichen Rechte berauben; denn den Mißbrauch dieser Rechte zur Bekämpfung des Staates erkenne ich auch nicht als berechtigt an. Daß Sozialdemokraten hier im Reichstage fitzen, hat selbst der Reichskanzler als nothwendig und wünschenswerth anerkannt; er hat gemeint, daß es gut sei, wenn die Bestre- bungen der Herren an das Licht der Sonne kämen, dann seien fie am leichtesten zu bekämpfen. Gegen den Vorwurf, daß wir die Sozialisten nicht bekämpfen, sondern begünstigen, sollten wir eigentlich geschützt sein. Wenn selbst Herr Gncijl vor niebreren Jahren schon in einer Wahlrede in Kreuznach die Noth- wendigkeit der Beseitigung des Sozialistengesetzes detonte, warum sollen wir nicht auf denselben Gedanken kommen? Kann irgend jemand bezweifeln oder bestreiten, daß sehr drückende Zustände aus diesem Gesetze entstehen? Die Verhältnisse K. S4. J find allerdings in den letzten zehn Jahren etwas besser gi aber der Unterschied besteht darin, daß jetzt Urtheil der Arbeiter vergiftet ist; man hat es vo: Gesetz begünstigt, daß ihre Begehrlichkeit und ihr gegen die besitzenden Klassen erregt wurden; dann erst» eingeschritten. Man hat den Glauben an das Jensem den Herzen der Massen herausgerissen; sie find der» Materialismus verfallen. Die Befitzenden haben mir/_ Theil der Schuld an den Zuständen, die wir Alle beiic� auch der Staat hat mit seiner Gesetzgebung dazu beigetti die Kämpfe, die er jahrelang gegen die Kirche geführt hat. lige moderne Schulbildung, von der der Reichskanzler auck i» gesprochen hat, ist ebenfalls Schuld daran; die Kinder der® Familien müssen sich nach Erledigung der Schulpflicht F gut und für zu gebildet hallen, um einfache Arbeiter J»* den. Deshalb muß die Frage der Sozialdemokratie ohne mit Milde und Wohlwollen, aber immer mit der not digen Repression angefaßt werden. Wir müssen das Wott> erhabenen Kaisers erfüllen, daß dem Volke vor allen die Religion zurückgegeben werden müsse. Dann müfien� materielle Lage unseres Volkes bessern. Ich kann � empfehlen, die Vorlage abzulehnen.(Beifall im Zcninnn � a™' fur .......~?onn°°'h>W. 7"°yme u i »-Boranschl Äi Um N Uhr wird die weitere Berathung bis Sonn» 11 Uhr vertagt. Qwwt si, 7. Lithltng der 4. Klasse 177. Köiilgl. Preuß. Lotterie. Zi-dun» vom 27. Januar IS88, w-rm»»«g». Hut dir 6(ttMru:t tider 210 Mark flnö den dellenenoea Nummer» i» Parcnlheie deiaelügt. (Ohne Äewähr.) 90 91 226 31 39 365 81 441 582 655 722 829 53 901 1013 55 57 99 264 371 408 17 43 619 67 715 960 2101 242 539 615 69 72 81 84 776 [30001 90 857 978[500] 92 8041 42 64 74 88 179 270 317[3000] 432 89 614 58 98 935 4065 114[3000] 53 93 245 99 332 72 645 15001 76 724 81 95 815 910 78 5178 235 461 73 79 717 881 930 60 75«080 115 253 344 638 90 810 938 46 88 90 7001[5000] 129 32 98[3000] 332 39 84 598 662 63 744 68[300] 801 976 H000 83 163 322 51 74 402 26[1500] 546 610 82 961[500] 67 9053 467 657 80 755 983 1«013 68 154 98 239 365 SO 517[3000] 657 721 1 1001 47 93 125 54 56 340 58 79 454 586 649 894 925 38 48 99 12000 78 213 73 82 301 538 64 609 57[500] 85 880 945 I-1014 242 302 526 70 89 677 82 770[300] 812 93[300] 990 1 4062 102 51 55 59 522 67 673[300] 803 68 93[10 000] 911 31 1 5106 8 72 97 218 344 73 424 638 I«017[500] 39 47 128 267 390 458 652 66 71 712 22 820 912 1 7132 59 85 86 240 92 427 794 951 56[3000] 78 I S004 106 243 394 468 586 802 40 910 63 1 11036 71 140 73 266 76 467 526 674 743(15001 45 98 860 965 2«032 303 402 45 48 541 89 618 760 823[30001 24 77 901 63 66 92 2 1 072 124 352 626 72 749 964 83 2 2246 449 78 521[500] 623 822 23129 404 14 626 85 751 808 55 986[1500] 24034 174 233 40 385(1500] 441 513 24 636 766 836 916 46 58 25102 26 350 51 512 49 621[500] 766 903 62 20088 326 558[300] 79 646 873 80 97 2 7032 92 113(3000 89 550 1500] 75 613 61 98 792 935 28133 223 339 470 649 966 89 2 0077 100 222 561 647 909[300] 58 30118[1500] 310 415 698 740 73 906 31242 329 35 50 475 645 870 88[5001 32031 122 93 353[300] 480[300] 619 76 89 852 907 3 3072 259 97 328 98[3000] 514 32 52 70 670 703 879 918 34111 88 312 417 25[10000] 603 32 700 997 35124 78 304 16 18 409 56 57 84 599 747 93.801 43 51 961 86856 951 37119 96 317 498 545[3000] 75 779 832 62 975 38.135 227 344 68 425 603 11 89 91 655 715 819 26[3000! 54 943 84 89237[1500] 308[3000] 25 408 623 4(1008 120 389 513 820 72 920 87 95 4 1 043 69 259 528 67 690 869 912 42144 294 353 479 96 506 33 633 36 764 803 65 987 4 3099 217 49 306 44 85 450 542 623 94 932 44006 259 76 621 45094 687 766 88 822 55 85 980 81 40002 64 1300] 172 76 458 62 72 594[1500] 636 61 797 [500] 800 941[30001 4 7033 48 372 594 694 839 48115 206 301 60 80 685 789 819 914 40 4 0004 107 38 56 211 24 87 312 464 501 92 671 726 56 883 983 94 331 484(3001 512 619 28 755 978 5 0267 340[300] 56[300] 77 702 31 96 938 67 5 7114 21 51 239 72 357 523 653 58017[5000] 30 267 [30001 418 39 532 669 5O026[5000J 166 218 352 410 26 81 95 525 666 744 51 823 50 67[300] 79 948 60214 37 39 74 692 674 77 90 871 915[500] 90[500] 0 1 207 317 489 586 649 89 752«3215 45 423 791 0:1011 22 100 384 651 95 923 54«4201 42 63 374 40.8 505 58 800[500] 92 932 76 86 0 5036 91 143 533 610 846 71 904«6000 133(500! 34 53 58 328 446 576 90 98 664 1 15001 802 901[500]«7017[1500] 65 137 92 230 309 507[500] 69 79 685 746 71 838 55 922 56 0 8003 34 43 114 370[3000] 93 437 610 34 81«»051 58 64 74 198 296 503 16 73 676 754 819 943 48 50 65 7«106 30 347 53 626 891 949 71128 39 267 337 549 708 852 79075 318 95 415 511 61 89 627 736 801 6 14 35 906 7 3027 42[500] 96 232 65 318 495 558 626 716 872 906 80 74102 350 61 408 555 683 704 886 912 23 7 5054 275 389 93[300] 459 565 81 705 48 851 920[3000] 53 94 70071 305 562 85 674 703 8 873 86 920 7 7080 181[5001 419 45 802 40 946 90 78003[500] 22 127 81 316 76 86 663 680 740 97 844 900 99 7 8012 64 281 613 633[15001 59[30001 707 14 54 73 840 953 80004 1600] 15 51 99 317 528 81 617 71 81163 68 362 84 535 66 [3001 610 735 52 92 822 96 928 38 82106 205 35 67 379 495 549 74 84 89 636 859 955 83023 144 92 278 422 36 66 501 81 614 702 40 84189 [300] 94 97 352 92 527 33 670 793 816 26 971 75 88 93 8 5002 92 109 54 316 432 520 91 634 709 74 78 815 80188 89 204 82 312 87 413 99 602 15 16 68 836 37 62[500] 86 8 7074 148 220(300) 30 334 474 545 [300] 64 674 847 13001 95[1500] 88202 11 70 332 76 984 94 80143 207 816 493 520 605 88 809 978 80017 70 74 145 201 12 430 73 667 793 802 963»1165 33958 613 57 628 782 874 984»2122 32 71 94 238 315 465 77 764 Tu? 809 28 51 912 9 3019 60 216 23 25 97 314 525 94 610 36[30«/» 60 979»4157 205 68[3000] 694 824 67 959»5092 290 332# 667 728 89 9 0155 275 335 70 94 589 601 42 708 805 9 7«3äH 47 68 233 49 413 36[300] 87 518 659 799 872 931 63 84»TT [300] 77 321 39 526 601 10 793 817 23 932 59 92 99»»� r 74 434 71 529 629 85 716 38[300] 45 859 72 954 1««104 22 50 60 208 41 398 680 704 14 810 998 1«> 3 312 27 422 54 795 957 77 93 1 02156[500] 84 397 535 79 W 889 986 I«3154 203 88 375 495 600 29 735[3000] 814[30001. 981 80 171 274 3.84 466 68 528 623 52 799 846 1 05074 176 79-t 89 404 33 507 52 770 13000] 878 983 1 00117 89 204 335 740 45 64 902%[5000] 107128 24197 4341500] 75 637 949 8», 61 327 75 464[30 000] 570 637 719 800 3 18 24 957 l'" �wnereiverr ; Misch- W 1 Mrverwali ffe? i&rs W°r und Ei. 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Ziehung der 4. Klasie 177. König!. Prenß. Lotterie. Ziebuug vom 27. Januar 1888, R-Mmtiiag». Nur die«ewinne über LI« Mark[lud den delreffenden Nummern in Parenthe:« beigefügt. (Ohne Bewahr.) 1.33 317 29 36 76 403 33 532[1500] 708 74 96 843 1213 36 318[1500] 400 26 83 584 617 838 82 917 2181 367 79 80[5001 556 73 6"0 45 706 22»024 32 53 96 167 356 500 623 130001 33 704 41X1 233 429 87 015 852 924 5054 162 611 445 679 742 899 900«207 324 13001 724 7207 22 691 746 992 94 8005 28 31[300] 65[15001 219 348 930»289 97 323 405 14 96 541 866 91 10118 302 470[300] 586 667 11026 121 62 65 97 220 413 525 728 31(3001 86 834 48 900 36 110 000] 1 2067 126 332 417(15001 43 55 66 76 521 57[1500] 704 906 l»045 63 105(100001 246 326 400 728 941 49 14141 74 380 435 77 89 521 805 959 72 15039 148[15'«. 78 208 30 (1500! 547 60 684 927 39[300] 10008 66 270 342 452 81 6iil 680 88 17032 110 89 98 276 411 74 625 91 662 961 18554 631 97 701 816 68 [300! 1»155[500] 241 81 87 309 20 45 79 420 558 61 756 808 923 20011 80 473 94 15000) 633 53 910[500] 13 21131 74 87 236 355 403 50 64 593 651 744 862 71 78 904 14 27 43 22132 519 32 44 732 956 2 3058 323 425 593 653 73 790 2 4 010 71 112 32 243 403 567 711 70[5001 83 94 811 13 2 5015 113 258 362 564 628 88 751 75 824 81 956 15001 64 2 6053 65 66 132 82 398 412 13000] 628[3000] 716 803 62 918 27130[1500] 78 307 618 803 951 2*001 69 122 269 311 557 661 73 804 27 37 939 43 52 2 9000 76 113 86 383 402 526[1500] 65 93 13000] 618 4Ü 79 766 68 76 »«094 149 357 86. »1643 67 707 821 937 4' 60 73»»049 242 406##___________ WWWWWWWW 202 54 376 404 48 79 507 16 777 83 874 970 8äü29[300] 147 274 860 65 478 558 603 732 971 30103 5 361 406 93 582(300' 701 68 865 907 .17067[1500] 417 45 6-2 712 809»*022 68 73 142 252 758»»007 48 71 83 95 156 303 38 426 680 601 965 _____ 4 0050 194 220 700 69 92 836 957 1600) 41130 264 322 698 700 [3000] 13 845 4 2043 233 446 13001 666 841 938 68 4:1182 371 588 618 56 62 88 724 4 4 066 103 56 83 368 636 41 818 48 909 4 5077 203 27 [300] 344 53 73 407 586 651 62 737 875 908 70 11500] 96 ..»«014 68 193 343 457 64 1300) 82 503 115001 602 767 846 73 972 %%% �86 am« ZT Ä« 99 485 550 74 634 854 977 5 5083 245 313 48 457 710 21 40 840 46 51 ixtxis t oOm Ol nUl o.t 46 70 875 939«5035 72 190 265 96 464 605 41 81 806& »«096 250 345 631 807 910 41 63» 7334 429 663[300] 71?£38 907»-015 60 11500] 64 91 189 379 439 782 92»»OOS 74 64 91 448 785 825 54 923 32 Gl....„3. 100032 73 79 129 304 31 36 586 654 912 1 0 1 012 176 920 I«2233 431 520 39 91 617 741 994 1 03158....... 84 472 651 98 614 59 61 841[500] 72 906 29 40 83 510 629 718 20 855 952 87 1 05060 69 1�7 91 327 3 79 95 1 0(1255 559 64 742 83 832 1 07260 327 425"7 66 93 960 I««015 97 98 124 84 227 322 437 507 73 616 5'' 130OJ 905 1 01,026 114 51 339 47 541 644 73 709 56 878. 1 1«027 113[300. 61 76 77 250 78 82 371 469 504 12 71 M 904 28 62 70 I I 1139 42 216 544 85[500] 642 112345 9- fj, 1500] 95 745 83 825 98 992 11:1127 226 396 465(15001 84 6% 800(500) 99 914 114028 152 290 327 78 455 510 12 609*& 56 945 58 115200 51 72 361 440 537 38 11500] 90 91 11(1123 247 383 550 632 80 1 17023 82 135 320 32 51 55 js 52 1 1*1(16 8 60 64 84 231 04 321 60 443 60 88 622 65 763 99- 144 81 224 76 468 538 92 813 998»a? 120055 65 349[300] 457 563 98 673 121000 133 78 ,�.x 2ö, Jen 'Ach mmms * H len 531 52 64 83 748 893 923 122021 61 64 182 473 554 292 98 472 97 588 9" 649 77 1 24067[3000] ISO 214 56 464■ 64[1500] 125039 40 41 50 53 118 75 210 12 511 22 31«39/:,; r« [3000] 45 812 40 1 20177 229 503 612 715 807 960 84( 2/%. ffl KWsW gWWÄ%% 3?%� � se 70237 429 69 669 726 900 71046 53 60 133 83 207 92 369 584 700 657 96 654 767 908 7 5021(16001 70 71 163 71 75 217 49? 07�768 71 89 871 97 961 70102 70 79[300] 334 673 755 57 879 980 7 7168 246 ™ �« 88***2110 48 75 270 83*41 W7 555 784 836 4* 64*8l%6�*»"31�349 463 572 93 701 15 73 84-1 954 59 64*1070 332 45 439 42 519 57 675 807 98*5048 68[3000] 74 1300] 430 46 610 36 831*«026 62 153"94 HSÜ 83 103 12 27 213 962 12*010 75 165 239 92 330 47 80 42, 12»077 113 23 229 373 444 635 700 31 WWWWW» 1»0003 96 195 97 204 49 459 57' 1»1046 69 139 83 718 93 827 84 I» 712 839 1»»036 92[1500] 140(30001 24[300] 840 1 4*112 39 47 217 68 94 15000] 473 78 61 14»000 43 109 458 640 802 72 953 71 MWMWM- 15 7 001 225 328 665 648 746 823 937 45"# I �" 704 809 x6 94 925 15»262 358[15001 87 i««338 409 517 631 1(11192 224 92. ........ mäBm "nuten m i 5*136. 56* �lich un/l M° [300] 59 312 403 47 522*32'44' 73 683 754�832"öS M erAAi 94 4�1»nf(IftjdsV: IPiclc h � Dnid foö (Z"»' . 1**023 11500) 167 95 202 60[■**" 409 49 69 535 99 ,89 812 37»30 "4% Verantwortlicher Redakteur: iL Grönheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Fading in Berlin SW., Bcuthstraße 2. besser(f i >aß jetz> it es vor und ihr iann erst i|ij qö Jenseil- find den« laben mü ir Alle belt beigew jrt hat.~- inzler au« linder der Z chulpflilbt v Arbeiter i" kratic ohne itt der not das Worte >or allen i müssen kann daher . Beilage mm Berliner Volksblatt. »r. U. Sonnabend, den 28. Iannar 1888. 5. I-chrg. Kommunales. .tiner Ktadttiauskalts-Noranschlag. Ter Stadt t-Loranschlag für Berlin pro 1. Apnl 1888 89, wie gemäß§ 66 der Städteordnuna vom 25. Januar aschlreßlich den 1. Februar d. I. in ven Vormittaasstun- nn uw" i tlhr auf dem Berlinischen Rathhause, Zimmer Zentru�!� für die Berliner Einwohner ausliegt, schließt �onn-d-�TUlnahme und Ausgabe mit 62865019 Mark. Diese nertheilt fich auf die vierzehn Kapitel des Boranschlages iJ Äl in«? r«s» 10120 535 79 (30001 Ml !4 957 I,,!r DO) 201 WWzi5« AÄ» R°tmerciverwalwng.. �tische Werke... �Verwaltung... 'l- und Schuldcnvcr- ichtSvcrwaltung.. kirchliche Zwecke.. Verwaltung... " ng der Kranken- , wÄf"' ffesr™'""" Ii Mwalwngskoften... iz Mzewerwaltung... ÜSl01 4, Beleuchtung w�cn- Reinigung und Einnahmen: Mark 688 698 6 543 854 31 972 665 9 061 083 1 880 704 799 382 517526 159 278 7 452 968 545 352 475 139 105 964 2 662 406 Ausgaben: Mark 148 671 2511812 260000 10 905 777 11545 793 73 408 6649 447 3 081 725 740 585 15 217 221 5 636 740 3 084 352 2 225 955 783533 Vä'jäVSlfL«. Summa; Einnahme weist 62865 019 62 865019 die Steuerverwaltung nach 1 31 �-?'7»re rimnayme werll vre wrcuen'crwarrung nacl . ji Hu.,'65 M., der eine Ausgabe von 260 000 M. ent Z.l3'«>%.i oi Die Ucbcrschüsse der städtischen Werke, soweit die- �ßfonn'■ �thauptkasse zu Gute kommen, find im Kapitels mr. R(?a j Ni vom 11. Juli 1887 und den hierzu ergangenen ![30001% i>!«.,�t>eilimmungen laben Unternehmer, welche Hierselbst ausfuhren, zu deren Ausführung, einzeln ge- 481 607$°ts 6 Arbeitstage thatsächlich verwendet worden l al� vULNZ fitriticm R'-frtnprt rtnrfi QlkffruF mnnd -••viv umvviivvtvir uuv vtt vvitz vcil dabei verdienten Löhne und Gehälter nach einem 13 09 9%�: SetSrltn Formular der Gemeindebehörde vorzulegen. 3AZS www�bmobwwwww» ��ten werden aufgefordert, die erste, für den"Monat ' binnen 3 Tagen nach Ablauf eines jeden Mo lS»06S K Li �-t-tchweisung der in diesem Monate bei Ausführung 4(M%;!; �"-derten verwendeten Arbeitstage und der von den >7,4164 Märien hnk.i OK'" ß 04 895 1710#; Rl# K#' «leg � Ävorucr ver?mletlung oes �elcys-�emaie- ' von � Ausfüllung versehene Formular in der Buch- * K��er, Friedrichstraße 225, vorräthig ist/' der Deputation Mr öffentliche 99 806 %# UkÄ 009 91» B MS#'' 33%J§t M Je aufzustellende Nachweisung bis spätestens den �-J. sowie die ferneren Nachweisungen in der vor- o-r-M»«rotift an unser Ge werbe burcau, im Köllnischen Straße 20a, 1 Tr., Zimmer 15, einzusenden. ?e' wit darauf aufmerksam, vaß das vorschriftS- >?tcz Abdruck der Anleitung deS Reichs-Berfiche- s v, T#« setzte ihre Verhandlungen über das spe> erri�.� für die auf einer Fläche des Gutes Bics- ISte ffibrc städtische Anstalt für Epileptische fort. /Sie Mvndere zur Feststellung daS Programm für ' wird 2, abQÖ Haus für jugendliche Eplleptiker. Tie ..«ir m r �mc der für eine freiere Berpfiegung n bestimmt sein und soll vorläufig mit :n Häusern bestehen und zwar vc Knjr..:., u"" t su 40 Personen. Das Haus für ».'etntffi Arzt wegen Diebstahls von Briefmarken zu 6 Mona fängniß verurtheilt worden. Dies Vorkommniß berechtigt w nicht, jeden Arzt für einen Briefmarkendieb zu halten- erste Herr Vertheidiger hat die Echtheit des„Rebell" k" Ich glaube, den besten Beweis für die Echtheit des gl Blattes liefert die Thatsache, daß es in der„Freiheit, organ" genannt und zitirt wird. Es wird doch etwa hauptet werden, daß Most Polizeispion ist. Der theidigcr, der heute gesprochen, hat aus einem B Herzogs Ernst von Koburg-Gotha nachweisen wollen, wohl möglich sei, die Republik auf friedlichem Weg« reichen. Der Herr Vertheidiger vergißt nur, daß die Erwägung einiger deutschen Fürsten keine freiwillige dem den betreffenden Fürsten durch die Macht der Verhältnisse geboten erschien Ich kann nach dem, über das Vorgehen der Sozialdemokraten bekannt ist, Vertheidigem nicht beistimmen, daß die Sozialdewa' eine friedliche Agitation bezwecken. Es ist mir gefallen, das Urthell des Berliner Landgerichts Die Vertheidiger haben gegen die Glaubwürdigkeit dp. Jhring nichts vorzubringen vermocht. Bezüglich df habe ich zu bemerken, daß derselbe verbotene Drucks* vertheill hat. Der Zeuge Kruszinski ist im übrigen Schwager des Naporra, sondern der Schwager des" Naporra. Was nun das Strafmaß anbelangt, so I Herr Vertheidiger auf den„Trcubund" hingewiesen. an, der Herr Vertheidiger hat den im Jahre 1806 „Tugendbund" gemeint, der mit Bewilligung des Königs Friedrich Wilhelm tv. sich bildete. Dieser ist doch aber in keiner Weise mit den Besttebungen d« demokratcn zu vergleichen. Ich will auch nicht Meinw' wissen, sondem habe nur wegen Handlungen Anklage geeignet waren, einen Aufmhr herbeizuführen. Es- die Angeklagten find nicht gemeine, sondern politische und deshalb ist Milde geboten. Ich meine, Leu*"" die Attentate und Barrikadenbauten planen, ist angebracht. Die Abschrcckungstheorie hat noch nie genützt, wurde eingewendet. Ich stimme dieser � allein es giebt eine Theorie, die doch wohl Erfolg die Thcone der Unschädlichmachung. Wir können sagen, well die Strafen nichts genützt haben, soll bemessen werden. Ich weiß nicht, ob die Herren diesen Grundsatz auch bei anderen Delitten anwende Es ist ja der Vorschlag gemacht worden: das Soz/ abzuschaffen, well es angeblich nichts genützt persönlich komme in dieser Beziehung zu setzten Schlüssen und bin überzeugt, daß man gebender Stelle derselben Meinung ist. Es ist worden, daß die lange Untersuchungshaft den Aug wenigstens anzurechnen sei. Ich muß auch dieser Bitte rieten. Die Untersuchungshast, die nach Lage der Di?' war, kann gesetzlich nur dann in Anrechnung kom" dieselbe ohne Verschulden der Angeklagten verlängert Dieser Fall liegt hier jedoch nicht vor. Ich Bitte, nach meinen Anträgen zu erkennen, und P'1 stcherung, daß ich mich bei der ganzen Angelegen Grundsatze habe leiten lassen:„Salus rei publica«, Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Flatau(M in längerer Rede. Der Fürst-Reichskanzler. so bei« theidiger u. A., hat nicht von einigen Polizeiagente sondem er sagte:„Es giebt nur wenige Poliznagen' lich sind; die meisten Polizeiagentcn erfinden Du falsche Berichte, da die Rücksicht auf ihre Subfistenf die Behörde in unaufhörlicher Sorge zu erhalten." auf den preußischen Beamtenstand habe ich es u Zeugen Jhring noch weiter zu kennzeichnen, ich gla�. darauf hinzuweisen, daß das Berliner Landgen� Jhring vereidet worden ist, sein Zeugniß als bezeichnet hat. Ob das Flugblatt, das Naporra zur Zeit verboten war oder nicht, dürfte an der' ändern. Der Angeklagte Janiszewski ist wegen eines nicht verbotenen Flugblattes, indem man ihn halt desselben verantwortlich machte, mit 24 Johre« bestraft worden. Ich bin der Meinung, das von breitete Flugblatt hatte einen nicht minder gefäbtz als das Janiszewski'sche. Außerdem wollen rv« nicht vergessen, daß das Flugblatt, das% schutzmann Naporra in Berlin verbreitet Tage darauf von dem Berliner PolizciPlÄ Gmnd des Gesetzes gegen die gemeingefährlichen? der Sozialdemokratie verboten wurde. Der Herr � hat mit einem lateinischen Sprichwort geschlossen,> heißt:„Das Wohl des Staates ist das höchste muß bemerken, daß im Gcrichtssaale derartige mals Play greifen dürfen. Im Gcrichtssaale hat Gesetz eine Stätte. Ich bin überzeugt, der oo¥, wird mir darin beistimmen und bei seinem--. von dem alten Rechtsgmndsatz leiten lassen:„Da- nicht der Richter."— Nachdem noch der Verths anwalt Dr. von Dziembowski(Posen) dem Staat»- Worte erwidert bat, vertagt der Präsident die Sitz"; tag, den 30. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, mit daß er an diesem Tage noch die Angeklagten r Alsdann werde die Bcrathung, bezw. Urtheu« stattfinden. ' töfillch Morg zelne jk (Eingeri f�rirtlge« U' „Sonnt AblMI Monat DerUn wöchentlich M», ästs «xpeditwn, Z M Zungen wert der Exped wunen. Merhalb % x?° 5 Pf. an. Die K« »Nom Wan den karte! als l Und f w hier i zu �7% •diirbe als 187( "m, p» '1% ftiTzEir Ziehung am I Februar er. Cöln Mindener 31 1 100 Thal. Serienloose. 1° 000 Haupttreffer 165 000 Mark, 24 OÖO Mark etc. Kleinster Treffer 330 Mark. 1 Origlnal-Loos 625 Mark, Antheile: 4 550 Mk.,% 180 Mk.,>/, 90 Mk, Vio 75 Mk., '/«, 37% Mk-,'An 90 Mk.. Vap 10 Mk._ jedes»weite Loos gewinnt. jedes zweite Loos gewinnt MW 20. Jaraar Iiis 8. Fetnw Köniftrl. Preass. Staatslotterie Haupttreffer 600 000 Mk., 2 X 300 000 Mk, 2 X>50 000 Mk. etc. Antheilloose: Vi 210 Mk., 4 105 Mk., fz 52� Mk.,'/a 27 Mk,'/to 22 Mk,, 14 Mk„ Vio 114 Mk., 7 Mk., Vto• Mk., Vm 4 M.(Porto und Liste 75 Pfg) Die Auszahlung der Gewinne geschieht sofort nach Erscheinen der amtlichen Liste, auf Wunsch auch sofort nach Ziehung. Da die Gewinne täglich angezeigt werden und bei mir Ersatzloose stets zu Diensten stehen, so kann man In dieser einen Ziehung mehrmals hintereinander gewinnen. Um die Gewinnchancen zu erhöhen, empfiehlt es sich, verschiedene Nummern zu nehmen.[155 Cölner Dombau-Loose ä 3 Mk, 10 L. 29 Mk, Badener Loose 5 Mk. 2.10. 10 L. 20 Mk., Mapienbupoer Loose& 3 Mk., 11 L. 30 Mk, Porto u. Liste 30 Pf. ._. W----__. T...__;. TS, 1 TTT L'..;. ,1»i..l....»—Q AUGUST FUHSE. Berlin f., Faberbtnue. Telegramm- Adresse: Fohtebank Berlin. Uhrenfabrik Etablirt 1877. €u Wagnef Berlin S., Oranieustraße Anerkannt größte Lei fühigkeit. r "v. g-nirte i *1% M« mi bestätigen j hk .Dresdt" � wurde Jahr--- Möbel auf Theilzahtnng b» j. Kellermann, «arten»?. S, «atze Glsasseril». Preisgekrönt: Königsberg 1887." ..Düsseldorf 1887 Nickcl-Remontoir-Uhren.. Silberne Remontolp. Uhren. Seidene Remontoir-Uhren Regulateure...... Vernickelte Stand-Wecker BT«ararr.i» Bio|o fünf N erfand nur gegen Nachnahme oder sendung de» Ketrage»'. � Nichtkonvenirendes wird anstandslos zu v- Hllnkrir-e Satalog» oratio waz ��ein and 'k V® Volitur Kpirit««. K renn- Spiritus~2Ba&ftanb, j größere Quantitäten billiger, sowie Liqueure, Punsch-Extrakte, Rum, Arac, Goß, gj# ' billigst; Postaufträge frei Haus ISeilo. Berlin,«aifer»r. 34. Verantwortlicher Redakteur" K.«ronhei« in Berlin. Druck und Verlag von Mar Fading in Berlin SW., Beuthstraße 2.