Der Pr aus deutsi Z0N 6 WM eingetr«f! igenzia Stes« Tigre erhä� zcgen den, Nachricht seit! Der parnellÄ üherischer Derselbe 'aktiou. >ktio«. -» Ahr? l nerwend! I bringen ii auch gebv' rstelluna v -ffentlichkeit lieichstagsl ■2 51 169 325 1 810 24 75 369 429 619 I 35 756 68 101 209 16 1152 373 533 51 1 0 1021 4 328 492 > 728 44 34. ZI 1 08050 1 84 829 35> 66 676 952 66 15 51 96 300- 062 123 30 6? S8. Dottuerstag, den 3. Febrnar 1888. 5. Jahrg. (rliwrlelblilalt. Brgan für die Interessen der Arbeiter. Da»„Berliner Volk»blatt" «glich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Wonnementspreis für Berlin frei terteljä�lich 4 Marl, monatlich 1�5 Marl, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement arzelne Nummer 5 Pf. Sonntags-Nummer mit dem„Sonntags-Bl� 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeiwngspreisliste für 1888 unter Nr. 849.) Jnsertiousaebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 26 Pf. Arbeitsmarlt 10 Pf. Bei ßrößeren Aufträgen hoher Rabatt nach Ucbereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittag» m der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohn« Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Keuthstraße 2,— Expedition: Zimmerstraße 44. Abonvemeuts-Eillladusg. Monat Februar eröffneten wir ein neues Abonne DerUner Nolksblatt" mdcn Sonntagsblatt. beträgt frei ins Hans monatlich in m"'' VT., wöchentlich 35 Pf. Bei Selbstabholung Spedition, Zimmerstraße 44, 516 71 679$ 439 41 575, V, 30»—, A«7of- Hungen werden von sämmtlichen Zeiwngsspcditeuren, 6x,3 oÄ Expedition unseres Blattes, Zimmcrsttaße 44, i 196 236 8«»| IrBwommen. 546 667 � � außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Be «|- 44 79 131% 17 863 970«Sl_ jig84 320 93' � des„Kerliner Nolksblatt". .98 288 4195$ 415 28 30 54) 5 35 966% [5001 220 29. 30 835 t*l 1 Mark pro Monat. i:«i262.'M die Monate Februar und März gegen Zahlung Pf. an. Nie Redaktion«nd Expedition 44] Krankenkassenreviston. 5x)i�i io4i)L� H�rr Staatsminister von Bötticher hat im Reichs it»"iere Leser bereits wisien, eine Revision bei �Mgesetze» angekündigt und die Richtung, in dei stattfinden soll, dahin präzisirt, daß Licht zwischen den Zwangs- und den freien Hilfs- Zukunft gerechter vertheilt werden sollen. Ein �vrher hatte der Herr Minister die Revision um J*1 nothwendig erklärt, weil die freien Hilfskassen die Leistungen hinter den Zwangskassen 7 fofofl i 3urufe aus dem Hause machten den Herrn '( Und xJM aufmerksam, daß er sich im Zrrthum be- sei.% dag genaue Gegentheil in Wirklichkeit . m, fF7 Minister war sich darüber also selbst nicht *' nur w lb eine Revision des Gesetzes stattzufinden sie stattfinden werde, das wußte er. Da ■kWA w # 3 290 425 37 845 74 4 »«022'gl 1 ,Ä58| t 92 229 !039 57 W0 N ÄS Jv in J�N" davon, daß es unserer Ueberzeugung 53 547 7> Pen � seinen Grundlagen verfehlt ist, den einen —"e1' daß es für seine letzte und endgiltic % nämlich die angeblich 64 81 82 « 3lo Zeuilleton. Der Erbe. [26 (91a nid Mrtotot.) nian ti®on Friedrich Gerstäcker. beid� Unterhaltung war aber schon deshalb ioi�Ä%}.Äast���ssagierc nicht mehr zu denken, weil'hier 'Ä 144-0,4 i: er 111 imicu«yuuu .......... — Hin,'v�'tzftens wurde er so von dem Wirthe ' i-'.feil A dem freiinhltAftpn Äeücflt VON bet Stamm- wimsi K, dem freundlichsten Gesicht von der �'"»lnecki h„ ber Hand, unter der Thür stand x und Stubenmädchen augenblicklich 32 V,>°r. 4.Z"4, als er„tnjnij...r.;____—.„nk kaut WstlV mu'fp/4 glücklich ausgestiegen war und dem T* f°rt- hat immer mit ihrem Magen � nLb,et. verdammte Apfelwein schuld!" sagte der cht m bester La.,np # N legung nicht eine bestimmte Zentralbehörde vorsieht, sondern in letzter Instanz alles von den wechselnden Entscheidungen der Gerichtshöfe abhängig macht. So sind wir dahin ge kommen, daß die Giltigkeit eines Statuts einer freien Hilfs- kasie nicht durch die Genehmigung entschieden ist, welche sie von der zuständigen Behörde erhalten hat. Diese Giltigkeit bleibt immer noch davon abhängig, ob nicht irgend eine Ortskasienverwaltung eine Bestimmung in dem Statut zu entdecken glaubt, welche mit dem Gesetz oder bester einer beliebten Auslegung nicht harmonirt. Die Folge davon ist, daß besonders die großen zenttalisirten freien Hilfskasten aus den Generalversammlungen und Statutenänderungen fast gar nicht herauskommen, waS diesen Arbeiterorgani- sationen schon tausende von Mark gekostet und unendliche Scherereien verursacht hat. Würde also die geplante Re- vision eine Bestimmung bringen, welche z. B. das Reichs- amt des Znnern oder das ReichsversicherungSamt als diejenige Behörde bezeichnet, von deren Ent- scheid die Giltigkeit der Statuten abhängig ge- gemacht wird, so wäre dieS wirklich ein Schritt zum Besteren. Der jetzige Zustand, wo das eine Gericht so und das andere anders entscheidet, so daß in Wirklichkeit nicht mehr die Bestimmungen des Gesetzes, sondern seine Auslegungen gelten, ist thatsächlich unhaltbar. Die Schassung einer Reichs-Zenttalbehörde zur Prüfung und endgiltigen Ent- scheidung über die Zulässigkeit der einzelnen Krankenkasten statuten ist also ein unerläßliches Bedürfniß. Ein zweiter Punkt, wo die Revision einsetzen müßte, ist die Bestimmung, wonach die Kasten gezwungen sind, bis zur Ansammlung eines Reservefonds in der Höhe einer durchschnittlichen Zahrescinnahme, jährlich 10 Prozent ihrer gesammten Einnahmen zurückzulegen. Diese 10 Prozent sind zweifellos zu hoch gegriffen und die Hälfte, also 5 Pro- zent, würden auch vollständig genügen. Es ist doch kein vernünftiger Grund abzusehen, warum die Mitglieder einer Kaste in den ersten 10 Jahren ein Vermögen ansammeln müssen, dessen Genuß dann ihren Nachfolgern, die keinen Groschen dazu beigetragen haben, zu gute kommt. Für einzelne Kasten handelt es sich dabei um kolossale Summen. So hat die Zcntral-Kranken- und Sterbekaste der Tischler ic. eine Jahrcscinnahmc von weit über ein und eine halbe Million. Die Kaste hat also dementsprechend jährlich eine Summe von über 14u 000 M. nur allein für den Reservefonds aufzubringen. Unseres Wissens ist die» im vorigen Jahre nicht ganz gelungen; die Ueberschüste blieben um ca. 40 000 M. gegenüber der nothwendigen Summe zurück. Ob die Kaste in diesem Jahre die noth wendige Summe überschüssig haben wird, läßt sich natürlich jetzt noch nicht sagen. Im dritten Quartal hat dieselbe allerdings 65 000 M. Ueberschuß gemacht und diese Summe „Ein guter Freund von mir," stellte ihn der Rath vor, „Herr Major von Halsen." „Sehr angenehm, Herr Major— sollen bestens bedient werden. Wann befehlen die Herren zu speisen?" „Was haben Sie denn? Das versprochene Wildpret fehlt doch nicht etwa?" „Nein, gewiß nicht, Herr Rath; habe eS Ihnen ja be- sonders hineinsagen lasten. Werde Ihnen doch keine Un- wahrheit berichten. Aber die Speisekarte liegt drinnen auf dem Tisch." „Der Rath nickte nur, denn eine weitere Unterhaltung war für den Augenblick, wo Wichtigeres ihnen bevorstand, unnöthig geworden, und die beiden Herren begaben sich in das untere Lokal, wo in einer der Ecken ein Tisch schon ge- deckt stand; denn wenn auch Vollmers an keiner Poststraße lag, kamen doch eine Menge von Fuhrleuten vorüber und kehrten da ein, und niemand lebt bester unterwegs, als ein Frachtfuhrmann. Der Major hätte sich nun gern selber nach der ver- wittweten Müller im Ort erkundigt; aber bei ihm, als voll- kommen Fremdem, würde das gleich von vornherein zu sehr aufgefallen sein, und er bat deshalb den Rath, das für ihn zu besorgen, und dazu war Frühbach auch der rechte Mann. Er fragte überhaupt ununterbrochen, und in seiner kardialen Weise(des hätte eigentlich auch einen andern Namen dafür gegeben, denn er behandelte die Leute gewöhnlich anschei- nend freundlich, aber immer von oben herunter) fand er mit leichter Mühe einen Anknüpfungspunkt. „Hören Sie einmal, Herr Müller," sagte Frühbach, als der Wirth mit der Serviette unter dem Arm hinter ihnen am Tisch stand,„ist denn der Müller, der hier in Vollmers Butter und Käse verkauft, mit Ihnen verwandt? Er schreibt sich wenigstens ebenso." „Bitte um Verzeihung, Herr Rath," sagte der Wirth mit Würde,„jener Müller stammt gar nicht aus unserer Gegend; er ist aus dem Mecklenburgischen hierher ein- gewandert." „3h, sehen Sie einmal an," rief Frühbach,„da sind wir ja Landsleute. Waren Sie schon einmal in Mecklen- >urg, Jerr Müller?" wird im vierten Quartal ganz gewiß noch erheblich über- schritten werden, aber diesen Ueberschüsten steht das Defizit vom vorigen Jahre und die Mindereinnahme aus dem ersten Quartale gegenüber, so daß der Ueberschuß von'200 000 M., der in diesem Jahre nothwendig wäre, wohl schwerlich er» reicht wird. Die Kaste hat seit der Zeit ihres Bestehens unter dem Krankenkastengesetz ein Vermögen von 419 000 M. angesammelt, das mit Abschluß des Jahres auf eine halbe Million anwachsen dürfte. An ihrer Existenzfähigkeit ist also gar kein Zweifel und doch hat sie weder bis jetzt, noch kann sie vorausichtlich im nächsten Jahre den Ansprüchen in Bezug auf den Reservefonds genügen. Dies dürfte wohl beweisen, daß das Gesetz den Kassen in Bezug auf die Ansammlung des Reservefonds etwas zu viel zumuthet, und daß hier eine Milderung am Platze wäre. Der Einwurf, daß der Reservefonds rasch geschaffen werden müsse, damit die Kasten eventuellen Krisen zu be- aegnen vermögen, hat für lokalisirte Kasten eine gewisse Berechtigung, den über ganz Deutschland ausgebreiteten Kasten gegenüber ist er aber nicht stichhaltig. Derartige Krisen, als da sind Epidemien, Arbeitslosigkeit und in deren Folge Erhöhung des Krankenstandes u. s. w., werden fast immer nur lokal auftreten und in den zentralisirten Kasten immer dadurch überwunden werden, daß in anderen Gegen- den der Krankheitsstand ein günstigerer ist und sich so das Manko ausgleicht. Daß die Kasten einen Reservefonds ansammeln müssen, ist gewiß eine zweckmäßige Bestimmung� daß aber die Ansammlung in so verhältnißmäßig kurzer Zeit geschehen muß, ist eine Unbilligkeit gegenüber den Mit- gliedern, die zur Bildung einer Kaste zusammentreten. Natürlich giebt es noch eine Menge anderer unter« Seordneterer Punkte, in denen sich eine Aenderuna und Ver» esterung des Gesetzes empfehlen würde, indeß glauben wir als Hauptpunkte den Mangel einer Zentralbehörde zur Ueberwachung und Ausführung des Krankenkassenwescns. und die unverhältnißmäßig rasche Ansammlung des Reserve» fondS anführen zu dürfen. Dies gilt nun freilich nur von unserem Standpunkt aus, bei dem wir uns zwar auf den Boden des Gesetzes, wie es nun einmal ist, stellen, gegen jede weitere Verkümmerung der freien Bewegung der HilfS- kästen aber entschieden protestiren. Nun wissen wir aber, daß die neugeplante Revision des Krankenkastengesetzes leider nicht den Zweck hat, den freien Hilfskasten das Dasein zn erleichtern, sondern daß es sich, um mit dem Herrn von Bötticher zu reden, darum handelt, Licht und Schatten ge- recht zu vertheilen, wobei wir allerdings befürchten, daß die Gerechtigkeit schließlich darin bestehen wird, daß auf die Zwangskasten all das Licht und auf die freien Hilfskasten all der Schatten fallen wird. WaS die Freunde der Zwangskassen besonders kränkt, „Nein, bedaure sehr," sagte der Wirth. „Na, da haben Sie gar nicht« zu bedauern," meinte trocken der Major,„wenn Ihnen weiter kein Unglück be, gegnet ist." „Hm!" sagte der Rath aber, der, ganz aus seiner sonstigen Sphäre, wo er nur im Allgemeinen wie ein Fisch im Ozean herumschwamm, heute einmal auf ein besonderes Ziel lossteuerte.„Ich dächte aber doch, Sie hätten mir einmal von Verwandten von Ihnen erzählt, die hier noch im Orte leben." „Wüßte wirklich nicht, wer das sein sollte," sagte Herr Müller achselzuckend.„Es sind allerdings noch Zwei meine» Namens hier im Ort: der Bäcker heißt Müller, und dann lebt hier eine verwittwete Müller, die lange in England war; sie wollte einmal nach Amerika, aber das Schiff wollte nicht, wie sie hier sagen— doch ich bin mit allen Beiden nicht im Entferntesten venvandt. Der Name kommt ja so häufig vor!" „Ja, da haben Sie Recht," nickte der Rath.„Hören Sie, Herr Müller, der Hirschbraten ist wirklich delikat; ich habe lange nichts Zarteres gegessen." „Freut mich, wenn er Ihnen schmeckt, Herr Rath." „Und noch eine Flasche Apfelwein, bitte. Aber Sie trinken ja gar nicht. Major." „Danke, habe mir ein Glas Bier'bestellt und verzichte auf den Apfelwein— kann das Zeug nicht vertragen." „Es ist die reine Muttermilch," sagte der Rath; aber was ich gleich fragen wollte: also die Frau war so lanae in England?" r- viZ?" �er? Ja wohl- sie spricht auch das Eng- landische, und wenn sie sich mit ihrer Tochter manchmal unterhalt kann sie kem Mensch verstehen. Das ist eine verflixte Sprache, und so geschwind geht's— aber man muß eS auch können." � ..Ach ja, ich dächte, davon hätte ich gehört," fuhr der Rathe heftig dabei kauend, fort.„Ist die Tochter nicht an einen gewissen Becker, einen Telegraphen-Beamten, ver- heirathet?" „Nein, Herr Rath, doch nicht; an einen sogenannten Geodäten, einen Herrn Melker, der jetzt in Rübhausen ist, daß das Gesetz den freien Hilfskafsen das Recht ein- räumt, bei der Aufnahme von Mitgliedern gewisie Beschrän- kungen geltend zu machen,„sich die Mitglieder auszusuchen", wie der beliebte Ausdruck lautet. Daß diesem angeblichen„Vor- recht" gegenüber die freien Hilfskassen auch auf die Zuschüsse der Arbeitgeber verzichten, wird aber meist zu erwähnen vergessen. Ebenso übersehen die Herren, daß dieses selbe Recht des sogenannten MitgliederaussuchenS nicht etwa blos ein Privilegium der freien Hilfskassen ist, sondern auch für alle Betriebs-, Znnungs-, Bau- und Knappschaftskassen gilt. Zn allen diesen Kassen fällt der Eintritt in die Kasse mit dem Arbeitsantritt zusammen. Der Arbeitgeber hat es also vollständig in der Hand, sich die Mitglieder seiner Kassen unter der Zahl der Arbeitsuchenden auszusuchen und etwa kranke oder alte Personen zurückzuweisen. Daß aber dieses Aussuchen heute schon stattfindet, dafür ist der beste Beweis der größte vorhandene Arbeitgeber, nämlich der preußische Staat, der heute auf seinen Werften:c. schon keinen Arbeiter, der eine gewisse Altersgrenze über- schritten hat, mehr in Arbeit nimmt, und dies damit motivirt, daß im anderen Falle die Werkskassen Schaden leiden würden. Was aber dem preußischen Staat recht ist, wird wohl den Arbeitern, welche für ihre Kranken- Versicherung aus eigenen Mitteln und ohne jede fremde Hilfe aufkommen, nicht mehr als billig sein. Triginak-KorresponllmzW. Leipzig, 30. Januar. Am Freitag hatten die Aktionäre der verkrachten Leipziger Diskontobank eine Gcneralver- sammlung. in der die Herren Auffichtsräthe eine Gcneralbeichle ablegten. Das Schlinimste, was die Fama verbreitet hatte, ist durch diese Beichte bestätigt worden. Wir wissen jetzt, daß die Herren Auffichtsräthe fich„bis Mitte Oktober" um die Geschäfte der Bank, zu deren„Bcauf- fichtigung" fie gewählt waren, so gut wie gar nicht bekümmert und ihre biederen Kartelldriider W i n k e l m a n n und I e r u- s a l e m voll unbegrenzten Vertrauens ganz unkontrolirt hatten schalten und walten lassen. Wir wissen jetzt, daß„gegen Mitte Oktober", d. h. vor dem 15. Oktober, wenn ich nicht irre den 14. Oktober, durch einen Prokuristen des Geschäfts dem Vorsitzenden des Autfichtsraths Mittheilung über die Börsenspekulationen und Unterschleife der beiden Kartellbrüder geniacht wurden. Wir wissen jetzt, daß die unterrichteten Mitglieder des AuffichtsrathS, statt sofort zu handeln, trotz eines thcilwcisen Geständnisses der beiden Kartellbrüder, erst auf Montag, den 17. Oktober eine formelle„Sitzung des Aufsichtsraths" anbe- räumten, in der Beschluß gefaßt werden sollte. Tie Gründe, warum man drei volle Tage verstreichen ließ, war„theils Rücksicht auf die auswärtigen Mitglieder", thcils daß von den Leipziger Mitgliedern eins vereist und eins krank war, so daß die statutenmäßigen vier Mitglieder nickt zusammenzubringen waren! Von der Existenz des Telegraphen, ja selbst der Brief- post scheinen diese merkwürdigen Auffichtsräthe keine Kenntniß zu haben! Wir wissen jetzt ferner, daß, nach dem Zeugniß der Auf- fichtsrathe selbst,„die Spekulationen der Direktoren schon ge- räume Zeit stattgefunden, und zwar in einer v,rt und Weise, welche den ausführenden Organen höchst auffällig und bedenk» lick erscheinen mußte"(wörtlich!)— daß aber trotzdem die ausführenden Organe nichts bemerkt hatten! Wir wissen, daß in den drei Tagen zwischen der Ent- dcckung und der Aufficktsrathssitzuna von den beiden Direktoren ein ziemlich vollständiges Geständniß an zwei Mit- glieder des Aufsichtsrathes abgelegt ivorden ist— unter anderen gestanven die braven Kartelldriider, daß sie„Vorlagen an den Aufstchtsrath gefälscht und den Schrank des Auf- sichtsratbs heimlich eröffnet" hatten. Wir wissen weiter, daß trotz dieser Geständnisse die beiden überführten und geständigen Fälscher und Einbrecher von den betreffenden zwei Mitgliedem des Aufsichtsrathes auf die Börse geschickt wurden, damit durch ihr Fehlen der Kredit der Bank nicht untergraben würde! Und wir wissen endlich, daß die Aufsichtsrathsfitzung des 17. Oktober nach voller Kenntniß der Sachlage beschloß, der Polizei bezw. der Staatsanwaltschaft keine Anzeige zu machen und„im Interesse der Aktionäre" vorläufig alles zu ver- tuschen! Daß die auf den 18. Oktober anberaumte Landtags» w a b l den H a u p t g r u n d des Vertuschens bildete, wird in der Beichte nicht gesagt. Ungeachtet aller Vcrtuschungsmanöver wurde die Sacke rm Laufe des Nachmittags des 18. Oktober ruchbar— die Wahl war gerade noch glücklich„beendet" worden— nur die Zahlungseinstellung nebst der Anzeige an die Behörden mußte er- folgen. stationirt ist, um dort die Zusammenlegung der Felder zu bewerkstelligen." „Ach za, das ist recht, Melker hieß er— wie komm' ich denn nur auf Becker? Aver es klingt ähnlich. Da war einmal in Schwerin ein Mann, der hieß Beyer, aber mit einem e und y geschrieben; ich habe ihn noch so genau gekannt— ich brachte ihn später als Schreiber beim damaligen Regierungs- Präsidenten Utrecht, einem intimen Freund von mir, unter. Aber da wohnte noch ein anderer Mann, ein Schuhmacher, Namens Bayer, mit a und y, in der Stadt, und die Beiden wurden doch fortwährend mit einander verivechselt. So schickte ich einmal mein Mädchen zu dem Bayer mit einem a, der gerade für uns arbeitete, um ihn zu mir zu be- stellen, weil er mir das Maß zu einem Paar neuer Stiefeln nehmen sollte; ich litt damals sehr an Hühneraugen, und die alten Stiefeln drückten mich. Aber das Mädchen ging wahrhaftig zum Regierungspräsidenten hinauf und bestellte mir den Schreiber, weil der schon ein paar Mal bei mir im Hause gewesen war, und nachher mußte sie denn richtig noch einmal zu dem wirklichen Bayer mit einem a gehen. Ueberhaupt, man glaubt gar nicht, was so ein einziger Buchstabe im Namen für einen Unterschied macht. Da war in Schwerin ein Schneider..." „Ich dächte, einen Geodät Melker hätte ich auch einmal gekannt," fiel hier der Major ein, denn der Rath ging wieder durch.„Kommt er manchmal hier herüber?" „Ach, habe ihn erst heute Morgen gesehen," sagte der Wirth;„ich glaube, er kam herüber, um seine Frau ab- zuholen, die hier ein paar Tage bei ihrer Mutter zu Besuch war." „?n der That?" sagte der Rath, dadurch wieder zur Gegenwart zurückgerufen, da er sonst nur eigentlich in der Vergangenheit lebte.„Da könnten wir ja einmal nach dem Essen hinübergehen. Major, denn einen Verdauungs- Spaziergang müssen wir doch machen. Wohnt sie weit von hier?" „Nein, gleich dort hinter dem Garten, Herr Rath. Wenn Sie um die Ecke vom Zaun herumbiegen, sehen Sie das kleine, hübsche Häuschen gleich vor sich. Die Müller hat eigentlich das hübscheste Häuschen im ganzen Ort." Daß die Verlesung dieser Gcneralbeichte in den betrogenen Aktionären Gefühle leidenschaftlicher Entrüstung erweckte, kann man sich denken— es wurde beschlossen, die Mitglieder des Auffichtsraths auf Schadenersatz zu verklagen. Bei der Zivilklage kann es eben unmöglich sein Be- wenden haben. Der Bericht der Auffichtsräthe giebt gerietst» liehen Stoff für eine Kriminalklag c. Die Geheimhaltung der Betrügereien angeblich im Interesse der Aktionäre lief auf eine Schädigung des Publikums hinaus, dem die Werthpapiere der thatsächlich bereits bankerotten Tiskontobank fortgesetzt zum vollen Werth angeboten wurden. Und hierzu kommt noch die strafbare Fahrlässigkeit der Auffichtsräthe und die Thatsache, daß sie den Herren Millionendiebcn Winkelmann und Jerusalem die Flucht ermöglicht haben. Ob das Leipziger„Tageblatt" wohl zu merken anfängt, daß Reichthum und Kartell- brüderschaft nicht immer vor dem Gefängniß oder Zuchthause schützen?—— „Die geheime Versammlung", welche neulich verschiedenen Blättern zufolge in Leipzig von der Polizei „aufgehoben" wurde, war weder„geheim", noch eine„Ver- sammlung", noch wurde sie„aufgehoben". Ein paar Stein- wetzen, die gerade im Konflikt mit der Steinmetzen- Innung find, saßen in einer öffentlichen Wirthschaft und unterhielten sich, als zwei Polizeidiener— vcrmuthlich auf Denunziation von zünftlerischer Seite— hereintraten und eine Durchsuchung vornahmen, die jedoch nichts irgend Kompromit- tirendes ergab. Diese Maßregel hing jedenfalls mit der Auf- lösung des Steinmetzen-Fachvereins zusammen, die berests verfügt war und den anderen Morgen bekannt ge- macht wurde. Drei Steinmetzen wurden am folgenden Tage verhaftet, jedoch nicht auf den Verdacht hin, Mitglieder einer geheimen Verbindung zu sein, sondern weil die Polizei glaubt, annehmen zu müssen, daß fie über die finanziellen Angelegen- heiten des Fachvercins nicht genügend informirt sei. Die Steinmetzen find durch diese polizeiliche Maßregelung übrigens nicht eingeschüchte.st worden und die Herren Jnnungs- mcister, welche, um den Zusammenhalt der Steinmetzen zu brechen, sämmtliche Fachvereins- Mitglieder aus der Arberl entlassen haben— die Herren nennen das„Arbeiter- freundlichkeit"—, werden bald finden, daß sie fich arg verrechnet baden. Die Steinmetzen halten zusammen und die Herren Jnnungsmcister haben einfach keine Arbeiter. Potttische Übersicht. Da«„Leipz. Tagebl." veröffentlicht gegen den Abg. Bebel wegen dessen Angriff gegen den Abg. Dr. Götz-Lindenau in der Montagssitzung des Reichstags folgende schwere Be- leidigung: „Herr Bebel hat fich übrigens mit der Denunziation an- derer Parteien im Allgemeinen nicht begnügt, er hat auch das Gebiet der persönlichen Beschuldigung betreten und z. B. gegen den Abg. Dr. Götz Insinuationen vorgebracht, wie man sie sonst nur von gewerbsmäßigen Verleumdern zu hören pflegt... Die Grenzen des Anstandes und der Ehrlichkeit aber können auch durch die außergewöhnlichsten Ver- Hältnisse nicht verwischt werden." Eine stärkere Beleidigung als sie hier das„Lcipz. Tagebl." gegen einen Volksvertreter erhebt, ist kaum denkbar und so hat sich der Abg. Bebel, entgegen seiner bisherigen Gewohnheit, die stärksten Angriffe auf seine Person unberück- sichtigt zu lassen, entschlossen, das„Leipz. Tageblatt" vor Gericht zu zitiren und ihm so Gelegenheit zu geben, seine schwere Anschuldigung zu beweisen. Konstatiren wollen wir, daß in derselben Nummer, in der das„Leipz. Tagebl." den Angriff gegen Bebel bringt, es die Rede des Dr. Götz gegen die Bebel'sche Bemerkung abdruckt, durch welche alles das bestätigt wird, was Bebel gegen den Dr. Götz Zbehauptet hatte. Bebel wird den Dr. Götz für sich als Zeugen zitiren, er wird das gerichtliche Urtheil, das gegen Dr. Götz so ungünstig als möglich lautet, vor Gericht produ- ziren lassen unr wird durch anderes Bewcismaterial, dessen Richtigkeit Dr. Götz gar nicht wird bestreiten können, und wo- durch nachgewiesen wird, daß der Dr. Götz in der That noch nach 1866 ein blutrother Demokrat war und alles, was Bebel über seinen(Götz's) Gesinnungswechsel behauptete, wahr ist. Das„Leipz. Tagebl." dürfte aber bereuen, fich und seinen Schützling so gründlich bloßgestellt zu haben. Zwei negative Momente find nach der demokratischen „Frkf. Ztg." das Bedeutsamste an dem Montags- Finale des Sozialistengesetzes. Das erste ist folgendes:„Bebels Angriff gegen zwei hochstehende Polizeibeamte hätte den Minister, als den Chef derselben, zur Abwehr provoziren müssen, und wie begierig der Minister jede Gelegenheit zu solcher ergreift, hat er ja auch wieder dadurch gezeigt, daß er das Urtheil im Posener Sozialistengesetz benutzte, um die Schutzmänner Jhring-Mahlow und Naporra als glaubwürdige und pflichttreue Beamte hinzu- stellen. Was den Schutzmännern gewährt wurde, blieb aber den Polizeiräthen versagt, auch nicht mit einer Silbe nahm fich der Chef ihrer an, obgleich die denkbar schwerste Beschuldigung „So? Na, dann wollen wir nachher einmal da vorbei- schlendern und eS uns ansehen— also so ein hübsches Häuschen. Sie ist da wohl reich?" Der Wirth zuckte mit den Achseln.„Wer kann's wissen?" sagte er.„Sie zeigt's wenigstens Niemandem und lebt einfach und zurückgezogen genug— hat aber auch, das muß wahr sein, keinen Pfennig Schulden im Ort. Man bekommt sie jedoch wenig zu sehen. Sie sitzt fast immer im Hause und näht, oder liest auch wohl in einem Buche; aber wahrhaftig," unterbrach er sich rasch, als ein Wagen draußen vorbeirollte,„da kommt gerade die Tochter mit ihrem Manne an. Die fahren jetzt wieder nach Rübhausen zurück. Nun haben Sie ihn verpaßt. Na, ein ander Mal trifft sich's vielleicht besser." Der Major war aufgesprungen und an's Fenster ge- treten. Ein leichter, hübscher Korbwagen, vortrefflich in Federn hängend, rasselte vorüber. Ein sehr anständig ge- kleideter Herr von vielleicht zweiunddreißig Jahren fuhr, ihm saß, ebenfalls städtisch, aber sehr einfach ge- und neben � kleidet, ein junges, allerliebstes Frauchen und lachte und plauderte mit ihm. „Also das ist die Tochter?" nickte der Major, sich wieder abwendend, denn der Wagen bog in dem Augen- blick um die Ecke.„Sie sieht ja beinahe aus wie eine Dame." „Ja," nickte der Wirth,„ein sehr hübsches Weibsen ist et und eine gute, tüchtige Frau dabei. Die Mutter hat sich's aber auch was kosten lassen, um sie zu erziehen, das muß wahr sein, und der Herr Melker das große Loos dabei gezogen." Der Rath stieß den Major heimlich an, blinzelte ihm über die Brille zu, flüsterte:„'s ist alles in Richtigkeit!" und setzte sich dann wieder zu seinem Wildbraten nieder, um noch einmal von vorn zu beginnen. Er rühmte sich nicht mit Unrecht, daß er für drei Mann essen und trinken könne. Dem Major brannte aber jetzt der Boden unter den Füßen, und wenn ihn auch ein eigenes unbehag- liches Gefühl beschlich, sobald er daran dachte, daß die Entscheidung seines lange gehegten Zieles — denn dies war seine letzte Hoffnung— so ««. Tor .vollzogen fltift." JwZa Maßnahm ln«nem rnil fl'adtischen Bei m den letz h,�verordnc %% AfnWbV gegen fie von der Tribüne aus erhoben worden wahrhaft unheilvolles Schweigen, unhellvoll vielleicht� jene Beamte, aber für das— System der Ausnl gebung."— Das zweite bedeutsame Moment war— Sitz am Tische des Bundesrathes, einer, aber Daß Fürst Bismarck trotz des verständlichen Hilf' kamcr's nicht erschienen war, beweist deutlich, daß« für verloren ansah und daß er keine Lust hatte, die Niederlage mit dem„treuen Gehilfen" zu theilen. sie allein auf fich nehmen, aber könnte er seine Selbstlosigkeit in ein glänzenderes Licht stellen, als& Opfer?" Als Zugrstanduiß eines Kegräbniffe» erst' an die Regiernngsnorfchläge bezeichnet die„PH- Verweisung des Sozialistengesetzes an eine Kommission.„. � � man davon absehen, so würde einer Erledigung der V wu es in de Plenum in möglichst kurzer Zeit nichts entgegenstehen-% öatlcnbehäli Dir negativen Erfolge der Regierung siben Sozialistengesrtzvorlage werden von der äußern.«"den nattonallideralcn„Magd. Ztg." mit folgender wenig t�zn-f'ssem 0,1 haften Randbemerkung versehen:„Für die Regierung �!> e t e r einen so gewaltigen Anlauf genommen, um dann s# zu dem alten Ziele zurückzukehren, ist selten eine% so wenig glücklich wie diese verlaufen. Aus dem Ai hier schließlich auf die bloße Vertheidigung zurückg den. Wer ohne Kenntniß der Vorgänge in den an den Verhandlungen des Reichstages Theil gern leicht zu der Vermuthung kommen können, daß nittt läge der Regierung auf unerhörte Strafbestimmui ein Antrag der Sozialdemokraten auf Beseitigung polizei zur Berathung gestanden hätte. Die Beh' die Motive eine Umarbeitung erfahren hätten, herausgestellt, daß an den Vorgängen, auf welche nommen war, die Polizeiagenten Haupt und Schr' denklicher Weise bctheiligt gewesen, ist vom Bun sofort in Abrede gestellt worden. Es läßt fich inj »«kennen, daß auf diese Weise die inhaltsloser d u n g, welche der Vorlage beigegeben ist, sowie die senden Thatsachcn gewiß nicht reicheren Reden des Buttkamer wenigstens eine natürliche Erllä' funden hätten." m fttauen a udete Ge vollstreckt." Mung diese otiafvestimr un Stadtt Stimmen bn Böhme Stadtvere zerstreut l spflege ut 'Uung entle St» dir| nn« neckte >Abg. H °us, so da :>e urspri % Haarm, Sozialistengesetz wohl manchem klar werden, der dict� ta,0"' Felm mcnhang bisher nicht gekannt hat. Das Ansehen eif�s.� wo Zander Mvn und' dü �3� ,' wird aber %= im Ausland gehört doch ganz entschieden in das auswärtigen Politik, und was dem Ansehen schadet,. eine Niederlage der auswärtigen Politik angesehen wck jetzt die auswärtige Presse verfolgt, und das Gcw' Echten zu unterscheiden weiß(was die deutschen� blätter als„Stimmen des Auslandes" uns aufzutiscwj, ist fast ausnahmslos„gemacht"), wird es uns besiät-S� daß das Ansehen des Deutschen Reichs durch die a listengesctzdebatten mit ihren„verblüffenden" Enthüll�, � ,'cher Hei das Schwerste geschädigt worden ist. Tic �°audenvers, Faktoren", die von Vielen ja ganz geleugnet werde», Jl Zu."tgeju bei der letzten Sozialistcnaeseydebatte auch diese»j, l, i%n v und seine Kartellbrüder-Mehrheit beherrscht haben,{U«'*les Auslande vor. Der Schaden, welchen uns«ar tm hüllungen in der Achtung des Auslandes gelhau � l durch die 600000 Soldaten, welche die neue M1' �rmit schafft, auch nicht annähernd aufgewogen.-- Noch einmal da» bayrische Rescrvatrech) Grpatriirung. Die„Augsh. Äbendztg." schroff offiziös:„Verlässtgcn Mittheilungen zufolge hat du' Staatsrcgicruna bei Berathung des Sozialistet" Bundesrathe bezüglich des bayerischen Rcseroa Heimath, iirsoweit dasselbe hierbei berührt wird, Vorbehalt eingelegt und ist de- halb die mehrfach Annahme, als sei bei diesem Anlasse das dayeris«'' recht der Heimath auß« Acht gelassen oder gar. worden, unbegründet." Worauf der Schwerpunkt d' liegt, ist leicht ersichtlich. Die bayerische Regierung.' die juristisch unhaltbare Anficht, daß das Reich euji unbeschadet seines bayerischen Jndigenats das Jl'f." erkennen könne. Sie hat daher auch nur Vorbeha!' „insoweit das bayerische Reservatrecht berührt wird, strofität, daß hei diesem Standpunkt Deutsche 1, herauskommen, hat man fich erst später klar gemact», her— und das ist das Bedauerliche an der Gesetz seine Zustimmung ertheilt, ohne darauf Hinz»' es in Äaymn mit seinem Expatriimngsparagraphcn möglich ist. Die Notiz der„Abendzlg." giebt das i verblümt zu." Gefährliche Erkrankung de« frühere«., abgeordnete» Kaqser. Das„Sächs. Wockend» „Der frühere Reichstagsabgeordnete Herr Max K» bereits seit dem Sommer vorigen Jahres wegen e» Kehlkopfleidens in ärztlicher Behandlung ist, bekam Mts. Abends einen Anfall von so heftiger Athej seine sofortige Ueberführung in das städtische Ungesunde von es 2 *4% geräumt, m n 5um Ret &"w. st als nerroeigi Ähaft ein ' Aufgab« ?UNg, TO' «kr riefelt b Polen inner 'iell « % 6# 1 'ÄÜN % 'fut «nseitig nahe sei und er zu Person in das Haus Mann, von der einmal begonnenen Sache n»v Me, fo gtn\, ................... �..... b'i mtt eine5 Hjdn dauerte freilich noch eine Meile, bis er den Rath i A# geh Tisch vorbrachte, ab« es gelang doch endlich, und« Etfitv schritten jetzt langsam erst eine Strecke durch den* sich£,«, baue, nickt aleich zu ve«athen, und dann. l« An(a iu v, ,2, sie du, Heine Haus acht neten Richtung zu, Sicht bekamen. ES war in d« That ein freundliches PlatzchA beschränkt freilich— wenigstens dem äußern Ans�.H� gr»�' aber auß«ordentlich sauber gehalten, ordentlich �«- licht bemalt, sowie mit grünen Jalousien»cr' tw g.-"" schien das daranstoßende Gärtchen sorgsam gfllch UWl selbst üb« die Hecke h«über schauten blühende. etiiiciftCt-»jp ffinnjp mnr in Vtpr eTfmi rntp ptn kleines~, r �-siuskou O dem Zweck einer vollkomwtv da rücken solle, so war er diw tv�warr man dachte sich unwillkürlich ein reizendes, das jetzt dort hinter den Blumen am FtwG't JUtnm'ehr Stickerei arbeiten und vielleicht einmal mit dem.. �Opffnrr , rw,u � Das Ganze war in der That wie ein kleines ""»--«og,,.--*1»'"Uj %| I wird Stickerei arbeiten und vielleicht einmal mit hinausschauen müsse. ay, F'"wo n Ans Kunst und zebe�-nvafA uß k ei+i-int l, Der Aiogarafall al» Motor. als ob die Nutzbarmachung von Elektrizität zur Thatsache werden soll. -»J&SfigsP ■ Job» welcher infolge einer von Buffaloer Geschäftsleute» Belohnung von 100000 Dollars«ine— rote- zweckdienliche Vorrichtung erfunden hat, maeiste damit-'-------"="•--»'■ denn er hat vas Aecht, sie tn den tiountics arbeit (die einzigen, wclehe an den Niagarafluß grenze» sentit Umgehung jener Geschäftsleute, für 62 500 t.M, ro\ r Niagara River Motor Company v«kauft. Eow*,* ig ,9� nach>, vorliegenden Beschreibung ersehnt läßt, destcbt®„j Hft M. Vorrichtung aus einer anderthalb Fuß breiten i„ f-attw ebenso langen Plattform, mit drei aufrechtstchenb- � ß eg Heizrat frt V b>(T'III Lei> 0'* .......................................................Ai-f!'...... KW �'"n an0 von an % Arei iSal .% Aus Schaufeln befestigt, welche die mit Hilft >» wrbctt we war. Dori würbe an ihm bie Tracheotomie(Luftröhren- I vielleM vollzogen, woburch bie Lebensgefahr vorläufig de- er AusnMW nt." t war I« d»«„gemiithlichen" Sachse» zeitigt bie Reaktion , aber% �lhockch neue unb immer klassischere Blüthen. Alle bis- >en Hilfen� W Aaßnahmen sächsischer Polizeibehörben erscheinen aber i, daß et W">» einem milben Lichte, wenn man mit ihnen bie neue attc, bie# � c n h a u s> O r b n u na vergleicht, welche kürzlich seitens heilen. Wilsche» Behörden zu Meerane ausgearbeitet worden er seine � uno t» den letzten Tagen auch die Genehmigung der borti- :en, als W" �iadtverorbneten gefunden hat. Wie bie„Chemn. Presse" T™en weiß, wirb unter den zulässigen Strafmitteln an isse» tvW% Stelle enge Hast bis zu 6 Stunden und an fünfter bfe„Pol-!% die körperliche Züchtigung bis zu 30 lommiste utt!, enhieben aufgeführt.„Die Strafe der engen Haft ung der> es in der genannten Armenhaus-Ordnung heißt, in egenstehen-™ Uttcnbchältniß, in welchem der Verhaftete weder sich :rrnna«Ü, nori), sitzen kann, zu vollstrecken. Die Strafe der >er äußnsl ��rllchen Züchtigung besteht in Schlägen er wenigi�-s'pem 0,85 Meter langen, am Umgriffe Regierung'?L"Meter starken Höfel stocke auf das bloße, dann schliß ,,�?nuen auf das mit einer LeinwandLose ir etnt_ > dem Ai zurückgl r den' eil gern daß m® stimmi itigung ;ic Beh ätten, if welche s md Schl? m Bund st sich in tslose> sowie die' leben des* Erklal«' er er und : Debatten , der dicp »sehen en in das in schaden gesehen iN'-1' bös Gews utschen 'f I• w v•• Ulli UUÖ»Uli VlUtl Stadtverordneten-Kollegium unverändert mit allen �Stimmen zur Annahme, nachdem sowohl der Bürger- vt. Böhme wie auch der Stadtrath Mehnert die seitens Stadtverordneten geäußerten Bedenken durch die Be- zerstreut hatten, daß jene Zuchtmittel in der Zeitschrist dtspflege und Verwaltung empfohlen und einer Muster- mung entlehnt worden seien. 'egen die Nertängernng der Wahlperiodf sprachen � einer nationalliberalen Vettrauensmänner-Vcrsammlung, Abg. Haarmann nach Bochum berufen hatte, mehrere °us. so daß der Vorsitzende es nicht für angemessen er- die ursprünglich geplante Abstimmung zur Instruktion % Haarmann vorzunehmen. Redakteur Hoppstedter oor der Verfassungsänderung, aus der die Gegner bei Achten in zwei Jahren stattfindenden Reichstagswahl schlagen würden. gutgemeinte paliskiverordnung ist in S o n n e- l. Februar in Kraft getreten:„Verkäufer von Back- und anderen Genußmitteln, welche zum Verzehren be- chg sind, find verpflichtet, dieWaaren den Käufern selbst «n und dürfen nicht dulden, daß letztere die zu kaufen- üaren betasten oder aussuchen. Uebertretungen werden •'oitrofe bis 9 M, an deren Stelle im Ilnvermögensfalle Achtstrafe tritt, besttaft." Die Polizeiverordnung ist gut �' �itb nfipr fpm. aukzutisch�snl.?� aber rechtsunailtig fem. ns bestätig" wurde in Dessau eine öffentliche Bauhand- .--�-Versammlung, welche am 23. Januar bort stattfinden "i nii.irfv.v Orr)__.-.r,.,.>!., wuorä* uch bte.Wf, hm uns l« neue rvatrechl z." tArttW, ge hat ozialisteng' Rcservattt t wird, mcliriack i bayerisa� iber gar . erpunkt d egierung,' Reich ci das Ii'. Vorbehalt 1?Ä>, f ff 5 auf binzlir rgraphcn ebt das 'Modie&j 31 QS Kat wegen e'" t, bekam iget Athcj idtische Enthüll""--x�welchtw Herr Schoch aus Magdeburg über die Alters- Tic Aaistöcnoetf orgung referiren sollte. Es hatten sich viele iet werdtn,, �"gefunden, welchen es sehr auffällig erschien, daß die d i c s c n: Ii, Astern von der Regierung zugedachte Altersversorgung haben,(tJ,e,fIeä Thema ist, über welches die davon„Be- ......- gar nicht sprechen dürfen. aetban ��hurg, 30. Januar. Von den Sozialdemokraten >eue As" Vormittag eine Volksversammlung im Schran war Aß,"<�vu=,vv-iuiiii,i,uiiu.iii Schrannen- II"etaumt, in welcher Herr Derlei von Rütnbetg über die l> zum Reichstag sprechen wollte. Die Versammlung AA nicht stattfinden, weil der Pächter die Benutzung As verweigert bat. Die Sozialisten wollen nunmehr in iBWtost einer Vorstadt eine Versammlung abhalten. - �»fgabf dff polnischen Abgeorduetf«. Gegen " mg, welche am 28. v. M. der Reichstags-Abgeord- :ielski bei der Debatte über das Sozialistengesetz ge- Polen seien gewillt, an der Stärkung des Deutschen „"�3 wnen und Außen redlich mitzuarbeiten," erhebt sie fcij�jEiiielt." lebhaften Widerspruch und erklärt; If" w&tgm diese Auffassung der Aufgabe der polni- Mieten spi ln Berlin Protest erheben; die polnischen Abge- i AnA nur zur Vertheidigung der weltlichen und geist- Berlin �egenheiten der polnischen Ration xi|-" ilkschickt, zu nichts weiter. A fj/'I-che». Der Landesausschuß nahm— so fencA Telegramm des..W. T. B."— die erste Lesung uais flloöp>,0c" Unterstaatsse�retär Schraut legte die gunstige welche Dank der organischen Verbindung der Au-i.A. Meiches und derjenigen des Landes erlaube, fakul- gen tv-n iu machen und einen Schuldentilaungsfonds n Qt,,*" die Zukunft stellte Schraut die Aufhebung der ■ bie Ii k von der Grundsteuer und der Patentsteuer t in i>,..Wttahme der Lasten für die Volksschulen durch den �ezsts-�sicht. v. Bulach(Sohn) verlangte die Aufhebung >>allun„"dien. Grad und Winterer tadelten die von der M 5t„y,etariffencn politischen Maßregeln. Unterstaats- 1 kür eintL�klürte das von Grad und Winterer entworfene Vi Cinf-;.. oas DUll wiuu UUU üjiiuuu mnvvnw.v _'Mtfl und ihre Darstellung als eine durchaus un- iflkomn'� Mittelst e* dagegen : er tM fck, oiarmpr.» n"" 5i,A Eines .Rath � Ufe?�scheibe' versehen. geworfene Strömung auffangen. ..... legen fich diese Scheiben flach auf der Rückkehr gegen den Strom Räder, um welches die Treiblette geht, die die Kraft auf emen ,,nd� i»en de/cz>-h?vden Treibriemen überträgt. Es'st, den dann Anlaa- �.versehen. Für 12 000 Dollar glaubt er die aus a"1£tjibcn ��'"schließlich der mit Pottland-Zement aufm, (! r�ine Fangdämme herstellen zu können. Da tlätzche"� SSbt er?"Uh unter der Oberfläche angebracht werden m 0.v,-W'4ren begehen. An diesem Tage starb vor hende% Verfertiget des bekannten großen Topfes.der msMm Vierer m;ry.0" �-�0 Meter. Der Verfettiger dieses Kolosses - noch heute als Sehenswürdigkeit gezeigt— am 23. Januar 1788. Sein Andenken ehrt Li, Der Ilmerikaner Ship- ottgincll konstruitten ........ Job". öfm B°r aufgestellt; derselbe kann mit jeder Art von sleute" j? i8tennff„i dctneben werden und regulitt den Zufluß wie V �"'e®asL"ach b«n Arbeitszylinder in ähnlicher Weise, A(J ÄfeSÄTÄÄt-Ä' >00 �• 1- f m i r- �schtig ist. Das brennbare Oel(Petroleum, -oweit L' baz' lauft aus einem geschlossenen Behälter in ein 'bt W, 4 führt 5"cm unteren Theile des Heizapparates oder en"< Z diesem Rohr wird das Oel durch zwei i- den(V■ vemebene Zerstäubungsapparate aufgenommen i.. St. eingeführt, über welchem der Dampf- 'inn'e" Dampfdruck nie über eine gewisse Grenze berechtigte. Die Maßregeln feien provozitt durch die Vorgänge des letzten Jahres, durch eine deutschfeindliche Maulwurfsarbeit, die sich unter anscheinend ruhiger Decke vollziehe, sowie durch eine gewisse literattsche Thättgkeit. Die Maßregeln gingen nicht über das Maß des Rothwendigen hinaus; eine energische Beseitigung der Uebelstände diene dem Interesse des Reiches, des Landes und der Bevölkerung. Die Parallele mit den baltischen Provinzen sei in keiner Weise zutreffend. In der Frage der französischen Aufschriften werde nur nachgeholt, was früher ver- säumt wurde; kein Schritt werde ab irato gethan, sondern mit deutscher Gründlichkeit und Gewissenhaftigkeit in Bezug auf Gesetzmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft. Die Regierung werde unbeirrt alle Maßregeln ergreifen, die im Interesse des Landes, namentlich aber zur Wahrnehmung der höheren Jnter- essen des Reiches nothwendig seien. Die Regierung werde eine Aufhebung der Bezirkspräfidien nicht zulassen. Nfrbotf» wurde auf Grund des Sozialistengesetzes die Druckschrift:„Sozialdemokratische Bibliothek. Arbeiterlesebuch. Rede Lassalle's zu Frankfurt a. M. am 17. und 19. Mai 1863. Nach dem stenographischen Berichte. Hottingen-Zürich. Verlag der Volksbuchhandlung 1887." Schweil. Es wird jetzt bestimmt gemeldet, daß die Untersuchung gegen die bekannte Spitzelbande beendet war, als Polizeihauptmann Fischer den Herren Bebel und Singer die bekannte Auskunft gab. Andererseits läßt sich die Münchener „Allg. Ztg." aus Bern bettchten, der Bundesrath habe eine Untersuchung gegen Fischer angeordnet. Auch fahren einige schweizer Blätter, insbesondere die„R- Z. Z.", fort, den Züricher Polizeihauptmann wegen seiner„Voreiligkeit" zu tadeln. In der schättsten Veruttheilung des Spitzelthums aber sind alle schweizerischen Blätter einig. Die von der deutschen reattionären Presse sehr oft als Eideshelferin zititte„Neue Züricher Zeitung" schreibt:„... Die Frage, ob Herr Fischer recht gethan hat, als er Fremden Mittheilungen aus den Ergebnissen einer schweizerischen Untersuchung machte, ist eine innere schwei- zerische Angelegenheit, und wir meinen, wenn die Reichs- regierung deswegen in Bern reklamiren sollte, so würde der Bundesrath wohl mit der Frage antworten, was denn Deutschland mit seinen Poltteibeamten Hacke und Krüger anzufangen gedenke, die Subjekte wie den Schröder und den Haupt gedungen und instruitt baden. Die Schweiz wird gut thun, ihre Beamten zu jener Korrektheit zu verhalten, durch welche unsere Polizei und Verwaltung in allen das internationale Gebiet streifenden Angelegenheiten sich immer ausgezeichnet haben. Aber hierüber uns Vorhalte zu machen, steht am wenigsten demjenigen Lande zu, das durch seine Agen- ten— ob nun absichtlich oder unbewußt— unfern Frieden gefährdet und unfern gesetzlichen Zustand bedroht hat. Es wäre vielleicht doch gut, wenn die höheren deutschen Polizeibeamten bei der Auswahl ihrer geheimen Agenten im Ausland auf Leute sähen, die, wenn sie auch, nach Herrn v. Puttkamers zierlichem Ausdruck, auf den Charakter von Gentlemen nicht Anspruch machen können, doch nicht so offenbar den Charatter von Hallunken und Lumpen trügen wie Schröder und Haupt."— Die „ S ch w e i z. Morgenzeitung" meint, Polizeihauptmann Fischer habe nicht korrekt gehandelt, aber das sei eine interne schweizerische Sache, die Herrn v. Puttkamer nickt das mindeste angehe. Es gebe keinen Schweizer, der der heimathlichen Be- Hörde nicht das Recht zuerkenne, so zu handeln, wie sie gethan. „Wir wollen mit dem preußischen Minister über die Rothwen- digkeit, Spione in die Schweiz zu schicken und solchen Spionen eine provokatonsche Thätigkeit zur Pflicht machen, nicht rechten. Die deutsche Regierung mag besser wissen, als wir, was ihren Zielen frommt. Wir machen ihr darüber nicht den geringsten sittlichen Vorwurf. Aber wir wollen auch thun dürfen, was uns frommt. Und was könnte uns denn heute mehr in den Kram paffen, als alle jene Individuen zu entlarven, welche durch ihr Gebähten die Gemüther aufreizen und revolutionäre Existenzen um sich zu sammeln trachten, um hernach die Schweiz als ein Anarchistennest diskreditiren zu können."— Daß die mehr links stehenden Blätter den Angriffen, welche Herr von Puttkamer gegen die Eidgenossenschaft richtete, in noch schütterer Weise entgegentreten, läßt sich denken. Die„BS°L il A '' atem andern ist Theater. Donnerstag, den 2. Februar. GPmrhft«». Coppelia. »�«ulpielhnu«. Egmont. Weatsche» Theater. Galeotto. Wßaüaer-Theater. Ein toller Einfall. Der Äizckado. zstizclaoo. Friedrich- Wilhelmstädtische» Theater. Die 7 Schwaben. WUrtorta-Kheater. Die Reise um die Welt in 80 Tagen. Ostead-Thrater. Im Schillingshof. U»side«k-Theater. Francillon. Oesteallianre-Theater. Die Salontirolcrin. Walhalla-Theater. Josspliine vendue par ses soeurs. Kroll« Theater. Snecwittchen und die sieben Zwerge. Teatral-Theater. Höhere Töchter. KSalastädtische» Theater. Die Tochter der Markthalle. Ameriran-Theater. Spezialitäten-Vorstellung. Taacordia- Theater. Spezialitäten- Vor- stellung. Theater der Keichshalle». Spezialitäten- Vorstellung. Kaafma«»» KariStS. Spezialitäten- Vorstellung. Circus A. Krembser Friedrich-Karl-Nfer, Ecke Karlstraße. Heute, Donnerstag, den 2. Februar 1888, Abends 7 Uhr: Or. Grtra- Vorstellung. Zum 3. Male: Ein Eisfest auf der Neva bei Bcplinar Stadt-Theater Wallnertbeaterstraße 15, fr. Alhambra- Theater. Donnerstag, den 2. Februar er. Gr. Extra-Vorstellung. Benefiz für Fräulein Franziska Häsen gültig Pplü. Schauspiel mit Gesang in 5 Akten. Hauptrollen: Ella........ Frl. Mestel. Prinzessin Agnes.... Frl. Häser. Prinz Allgold..... Hr. Hamann. Heinz, Edelknecht.... Hr. Winkler. Trudchen....... Frl. Mollner. Der Mann ohne Namen. Hr. Förster. KmBädlischrz Khwln. Mexander-Straße 41— Kurze Straße 6. Heute und folgende Tage: Gastspiel von Anna Schramm. Zum 16. Male: Die Tochter d. Markthalle. Große Posse mit Gesang in 4 Asten von Alfred Schönfeld. Musik von Paul Lincke. Caroline Gadewitz, Schlächtermamsell aus Kalau: Anna Schramm a G. Anfang 7& Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung._ Petersburg, große Ausstattungs-Pantomime mit Tänzen, Gmppirungcn und Evolutionen in 10 Bildern, ausgeführt von 160 Personen, inkl. 60 Damen vom Corps de Ballet, mit vollständig neuen Kostümen, Requisiten und elektrischer Bcleuch- tung, brillant ausgestattet und in Szene gesetzt vom Direktor A. Krembser. Der Wunder- Zwerg- Elephant als Velozipedist und Musiker. „Ibrahim'', ohne Sattel in der hohen Schule geritten von Fräulein Hedmig Bros». 4 Hevgste, vorgeführt von Frau Direktor Paula Krembser. Auftreten des Preis- Zlliugkämpfers.Herrn Ab«. Auftreten der Reitkünstlerinnen Frl. Diomira und Elvira Magnl, sowie Frl. Gmeli» Korn. Auftreten sämmtlicher Clowns. Das Nähere die Tageszettel. Morgen: Ein Gissest auf der Neva. A. Kpsmb.er, Direktor. Pnnsch, Groglr-«nd Gluhmetnertrakt, Original-Flasche, exkl..... Kch«««er- und ZZojal- Punsch, kräftig,„„. Burgunder Punsch, hochfein, aus Wein,„„.... Schwedischer pnnsch, ganz vorzüglich,„„.... Zinana« garantirt aus Frucht„„.... Thee-Kum, äußerst prciswerth,„„.... Alter pord hänser,„„.... Berliner Betreibe Kümmel, übertrifft Gilka„„.... empfiehlt die Großdestillation von LeWau U Keil, Kaphtenstr. IS an der Rosenthale Grvßkr Ulkütt Aaskmblllli veranstaltet von den Mitgliedern der Allgemeinen Kranken- u Sterbekasse der Metallarbeiter (6. H. S9 Hamburg), Filiale Kerlin, Sonnabend, den 4. Februar 1888, in den großen Sälen der Berliner Kockbrouerei (am Tempelhofer Berg). Anfang 8% Uhr. Billets ä 50 Pfg. find zu haben: Bellealliancestr. 96, Zigarrenladen von Welling(vis-a-vis Bellealliance- Theater): Mittenwalder- und Gncisenausttaßcn- Ecke, Restaurant Pähl; Teltowcrstr. 11, Restaurant Richter; Steglitzer- und Flottwellstraßen- Ecke, Restaurant Sander, sowie bei sämmtlichen Mitgliedern der örtlichen Verwaltung. Abend» lasse findet nicht statt. Um recht rege Bethei- P bittet Da« Komitr«. Allen lieben Freunden und Bekannten, welche unseren lieben Vater, Großvater und Schwieger- vater, den früheren Restaurateur[269 Franz August Mcench zur letzten Ruhe geleitet haben, ganz besonders aber dem Gesangverein„Liedertafel der im Drechslergewerk beschäftigten Arbeiter Berlins" I für den gefühlvollen Gesang am Grabe des Ent- schlafenen unseren innigsten Dank. Alfred Mocnch nebst Frau und Kindern. Lehr-Institut für praktisches Zuschneiden von Damen-«nd Kinder-Mantel». � Aufnahme neuer Schüler und Schülerinnen zu jeder Zeit. In, Kursen wird Jedem die beste Gelegenheit geboten, sich Richtung hin auszubilden. Prospekte gratis«nd franko. E Schmidt, Schneioelmeifter. Königstraße Keine Nieten! Jedes Loos gewinnt in dieser Ziehung1' Eurhesslsehe 40 Thaler Serienloose Haupttreffer 108 000 Mark, 24 000 Mark etc. Kleinster Treffer 255 Mark-, 1 Original-Loos 450 Mark, Antheile: i 225 Mk.,% 112,50 Mk.,'/« 60 Mk., Vio 48 Vio 24 Mk,>/«,> 12,50 Mk. Jedes xwelte Loos gewinnt. Zlfilmil 20. Jamar Iiis 8. Fslraar. Könitrl. PrenMS. StaatsIotterVI Haupttreffer 600 000 Mk., 2 X 300 000 Mk., 2 X 150 000 Mk. etc. Antheiüoose:>/, 210 Mk., h 105 Mk., 1, 524 Mk.,>/« 27 Mk, 22 Mk., Vis 14 M '/io Iii Mk.,"jj 7 Mk., 6 Mk., Vm 4 M.(Porto und Liste 75 Pfg) i| Die Auszahlung der Gewinne geschieht sofort nach Erscheinen der amtlichen Liste, Wunsch auch sofort nach Ziehung. Da die Gewinne täglich angezeigt werden und mir Ersatzloose stets zu Diensten stehen, so kann man in dieser einen Ziehung-»( mals hintereinander gewinnen. Um die Gewinnchancen zu erhöben, empfiehlt es verschiedene Nummern zu nehmen. CSInep Dombau-Loome 5 3 Mk., 10 L. 29 Mk, Bademer Loose ä Mk. 10 L. 20 Mk, Marienburger Loose ä 3 Mk,, 11 L. 30 Mk, Porto u. Liste AUGUST FUH8E Barliii W,' Mnfjc Graf �»gehend es sie >den h tn Mene Par vierjäh ' �Senomr P den den 1885 aber ni i bQ,u .'ft mdjt � Antrat .fnnzip st ' UNd m !"' daß nu! st°vvottun wieder\ "eftemöen «egen alle (�Werfen. PMtm Cinr .«uten 1867 !e Lwislat Bund iorität A" ichr M sich 'ugende d 1? Regie tasten ei JUNt Zn Ne an d .° ist t i'ehen ist und her f O« Friedrich'tf' im Faberb*11 AR) Telegramm- Adresse: FnhaebHnk Berlin. Möbel auf Theilzahlmtg � J Kellermann, «w Die Abonnenten des„Berliner Volksblatt" zahlen gegen Vorzeigung ihrer Abonnements- qurttung halbe Kassenpreise. Loviseujiadtisches Theater. Dresdenerstt. 72. Direktion: Adolph Ernst. ||fn einstndirt und mit nenen«ouplet». Zum Male: Die schöne Ungarin. st«»«neu Ksnplets sind vom KapeUmstr. Herr« Frans Roth bomponirt. Irma: Clara Helmer. Lilli: Olga Dero- raK. Fritze: Grete Gallus. Häppchen: Clara BOchler. Micsebeck: Direstor Ad. Ernst. Alfred: Wilhelm Ruff. Schröder: Aug. Kurs. Triller: Paul Barthold. Walzebock: Gustav GOrss. U»l«phoN' Anschluh: Amt III.|tr. 8043. tststseneröffnung 6 V Uhr.� Anfang der Vorstellung 7� Uhr. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Vanaat 1 Tr. 9 TO.- 10 A. Kaiser-Panorama. Sine Kchi-Isrr König Fndrnig II. lll. Abth.: Linderhof und K-rg. Neu! V. Abth.: Kchmeik. Krise Kr. Mas.»chifi Keeiha. Reise 20 Pf., Kinder nur 10 Pf. Abonn. Allen Männcm der Arbeit empfehle mein Weiss- und Batrisch- Bier- Lokal. 224] W. Oangk. Weinstr. 22. NB. Auch liegt die Sammelliste für die Familie Hasenclever aus. Gebrauchte«nd znrückgesetzte Wobei, dar. Garnituren, Spinden, Sophas, BeWellen m. Federboden, Spiegel sc. sof. sehr billig, ferner cmpf. eleg. u. eins. Möbel, Spiegel u. Polster- waaren jeder Art. Theilzahlung gestattet. I. Coro, Neue Schönhauser st r. 1. vis-i-vis der Münzstraße, erste Etage. 273 � Natur % F Weine 8 Oswald Nler ■••fttMckltt[N- 108 L BERLIN Betten, 10 Mark, 1 Stand, vollständige Länge und Breite, nur 10 Mark, Bettfedem, Pfund von 35 Pf. an, ver- kauft allein die Bettfedern-Engros-Handlung: 1. Geschäft Kottbnserstrast« 4, pari. 2. Ge- schüft Krnnnenstrasie 139, I. Zur Auswahl stehen 23 Sorten. Billigste Bezugsquelle für Händler.__ Masken-Garderobe Reichste Auswahl, billigst» Preiset F. Stenzely � Dresdenerstrast« S1(Ecke Luisenufer). Soeben erschien: Heft 17 der Intemationalefli Bibliothek. i N M Charles Fourier, fein Febeu n. seine Theor» Do« A. K» b e i. Preis pro Heft SO Pf. Zu beziehen durch die Erpeditio« des„Kerl. Kolksblatf", Zimmerstraße Einbanddecken zu Heft i-3, 4-6 u. 7-10 ä 30 kk. fern Ii danff ss -CS Wieder ver kSi Rabatt. Masken-Garderobe für Herren und Damen B. Mattauseh von »senthalerstr. 56, 1 Tr. schmavolleKostüme i. reichster Auswahl den Lesern d. Blattes bestens empfohlen. Vereinen Preisermäßigung.(139 Kitte genau auf Hausnummer;« achten. 1 ar� Eleg. Maskengaj für Herren von C. f'' vrauieustraK« 4/*., K � Rtoft «NWU? Auswayt zu Vereinen D reisermaBS�«n Maske«- Garderobe werde von den einfachsten bis zu den elegantesten Kostümen empfiehlt A. Walter, Lindenstr. 84,. i Vereine und Gesellschaften billiger; auch nach außerhalb. Kl' "echt , un wgar orian werde, Arbeitsm' rannt auf, Mg de .Äflef Maskenanzug» zu verleihen Adalbcrtstr. 75, Hof 2 Tr. bei Wilde. 266 vor SDie Gtasbläserei von Florenz Müller.' Marienstt. 4, mit Kundschaft u. Einrichtung ist weg. Todesf. zu verk. Näh. daselbst.(274 ___ I------. lifl'k. rn.l, l«nh< schlagen-,/ KA Sali. Soeben erschien: |lr. 41) Für ein I ausw. w. ern >■* des IiKrr'als"W�K«eist�f �§%% An „Wahren Jakob". II Zu beziehen durch die Grpedttis« d. KU. Zimmerstraße 44. bekleidet haben und gute finden Berücksichtigung- � f r K. E. 368 befördert J Berlin C, Königstt. Nicht W VerantwoMcher Redasteur: K.«r-nh-im in Berlin. Druck und Verlag von Mar Oading in Berlin 8W., Beuthsttaße 2. 9�* L it, daß bei Stadt in W nicht 97. Abt! er fragliche» end dczeich« nach dem 3 ningsverändet sind in der Rinder niro cmann, WmZ war am 1 � tc sie ohne? les nur m» inung e. ctheilte er m l angegebene ihm hierbei«1 : nicht ouftuW Beilage zum Berliner Bolksblalt. % 28. Donnerstag, den 3. Februar 1888. 5. Jahrg. senthalersi »den ateltt. Zeit. 3»- l, sich nao önigstraße' Karlamerrlsberichte. Deutscher Reichstag. . �..Sitzung vom I.Februar. 1 Uhr. 5« Tische des Bundesraths: von Bottiche r. � �»gegangen ist der Meistbegünstigungsvertrag zwischen a„ und Paraguay. Lt®« ersten Berat hung steht der Antrag der Abag. Gra v. Bennigsen, v. H e l l d o r f f und Genoffen Wanderung des Art. 24 der Reichsvcrfaffung(Einfüh l.'UnfjährigerLegislaturperioden.) Graf Kehr: Die Frage hat das Haus wiederholt "»gehend beralhen, so bei der Vorlage der Regierungen ' es sich zwar in erster Reihe um die Verlängerung der den handelte, aber die der Legislaturperioden auf vier * m" Aussicht genommen war. Damals sprachen sich «e Parteien zwar gegen zweijährige Etatsperioden, aber vierjährige Legislaturperiode aus, und die letztere wurde �genommen, später aber das ganze Gesetz abgelehnt. ven dem jetzigen gleichartigen Antrag des Abg. v. Hell- »> 1885 wandten sich Zentrum, Freisinn und Rational- ober nicht aus prinzipiellen Gründen, sondern weil der dazu nicht geeignet sei. Ich selbst hielt damals den nicht für opportun, sprach aber die Hoffnung aus, i» Antrag wiederkommen und dann ein geneigtes Ohr im«tag finden werde. Dieser geeignete Moment ,J eingetreten. Die Namen der Antragsteller ver- s, leine Annahme. Die Nationalliberalen waren «nnzip stets für die Verlängerung(Ruf links: Ganz und auch Windthorst erklärte damals namens seiner nur unter den damaligen Zuständen der Antrag a m-0 vUn �i. Freisinn und Sozialdemokraten werden na- fy kj�der dagegen sein. Diese Konstellation kann uns jedoch i mden, wir find an sie gewöhnt im Kampf der Wahlen j 1,.!" jj�e Vorlagen, die eine ruhige, gedeihliche Entwicke I si��Jen. Unser Antrag ist aber � kttat, Ziehung.) oose. wreite l winnt erl�l dk. etc. 14 Pfg) !n Liste,' den und] -hung* ehlt es> rich�tr- fal>erbs] ,"1 Vart «ah« m aleß heort ..------„— gar kein Parteiantrag, femne haben viele Liberale gestimmt und gewirkt; fj, 1867 v. Vincke und Graf Schwerin für eine fünf- �islaturperiode ein, und das Parlament des Nord- Bundes nahm die dreijährige Periode auch nur mit 'loritüt von sieben Stimmen an. Selbst der Abg. ** schrieb am 28. Mai 1884 in der„Allgemeinen Ztg.: :t.ach mit unbegreiflicher Oberflächlichkeit in die ganz tenw dreijährige Wahlperiode gefunden, womit den ver- .u Regierungen, dem Reichstag und den ganzen Wahl- �»Uen ein schlechter Dienst erwiesen ist.(Hört, Hört!) :frm Zweck einer_ guten, sinngemäßen Behandlung der r.°n die Verfassung die bessernde Hand gelegt werden ... ist das ein Punkt, der zuerst einer Prüfung zu unw In sei- er späteren Broschüre„Deutsch- der Sozialismus" heißt es:„Es fragt sich, ob nicht A"» des Stimmrechts vervolllommnet werden könnte durch tzn�Ugerung der Wahlperioden, welche nur mit zu leichtem »th.� drei Zahre festgestellt find." Demnach ist der Antrag R einer bestimmten oder gar reaktionären Partei. Es ausschließlich um eine Zweckmäßigkeitsfrage. Bei ... r» wird sehr viel Zeit und Geld verschwendet, sie 2% Jahr zu Jahr lcivenschaftlicher und heftiger. Zeit !>»»% rW nicht blos die Thätigkeit der dazu erforderlichen �tier trin�ni auch die Wahlreden, die Flugblätter u. s. w. Watton-ditch die Wahlen eine Verhetzung und übermäßige bfentw Wir sind alle Menschen, und es ist unmöglich, -Uiden i? Wahlkampfe, wo man sich feindlich gegenüber- I dlirck v' sofort die Waffen bei Seite zu legen. Jetzt '3er. �ic Sozialdemokratie die Wahlen noch heftiger und : tDür �t�en.(Abg. Rickert: Freisinnige Schufte! '»»Her � Außerdem ist es jetzt sehr schwer, gey ju finden, die alle drei Jahre die Anfein- felhast" Mahlzeit auf sich nehmen wollen. Un- 'äbrio,?»i�n auch die Arbeiten des Reichstags durch eine Ken 3t-,/�Iiilurperiode gefördert. Bei der jetzigen drei- ley nn�° stehen die Parteien im ersten Jahre nach den K« tubin„ unter dem Einfluß des Wahlkam pfcs. im zweiten !»'t ttd... t)cr 9tiicfficf)t QUf _.................. fünfjährigen Periode »eu eiu?.�Pst»ns drei Jahre ruhiger, sachlicher Arbeit und neu Abgeordneten könnten sich besser einar hÄ.--�Uen"zN??,�itet, das dritte wird wieder C*» wir�Aen gewidmet. Bei einer .».'ß�enen_______________ ifj? zun, i\.»?-»il Zeit kommt ihre freie Uebcrzeuflung noch Mandig..,, rchbruch, später wird ihr Urtheil sicherer und svreck»-�lü�ung des Parlaments. Diese praktischen »ariss- �Cn für dtp ijforlnnnnn.nr,. IIn W"I Unser Antrag ist kein Man meint, die Regierung würde traße 30 Pf' -***$ ....... PL....... stidere„ Ü, nu,(.sung ein gefügiges Haus zu schaffen suchen. »vieni-.'»vch-n Möglich, wenn die Stimmung im Lande eine >er ML �.'st und nicht mehr im Einklang mit der des Par- �»det-Ü(ünn fn Qnn wüßten Sie doch die ersten sein, die sich »e m?Ur hj ÄfU- Sie wollen doch nicht das Volk regieren, ' bi.mchr,«�ufttagten des Volkes sein. Hierin liegt also 1% 1(stegix� ulche Auflösungen sind auch schon sehr schlecht »ist.?-'-- die an?,--"�aefallen. In das preußische Abgeordneten- ! gj?um fortschrittliche Majorität wieder. Ein Tory- ugien das tL?» Majorität nach der Auflösung. Auch wiffx� w�ell der Mandate erneuert. Aus Er- tostüwe ,K«�i)j>ni-,?-leien L& die Nachwahlen, bei denen die Oppo- dilligen»lion ganzer Kraft eintreten, in der Regel für die (°gar ein Ä? die anderen Parteien ausgefallen sind. _ ßelonZ werden, �denken, ivelckcs von unserer Seite geltend -A«k�Ä�vi>.werden>. Wir wissen aber, wie derart Wahlen ' Carl*' Pen nnei der st? ü eVnc,n pommerschen Kreise war die Agi- 4lin"nt Q(."W" und Hausnummern. Wie die Adressen i)t(.UnL8 des?!„?/" R"d' weiß ich nicht. Eine Bcein- isitifi �en, jnjjj'.'diefem Antrag soll noch vieles Andere "Utrag will nichts weiter, als er ausspricht. Jstcht nnc.n lemcn.(Lachen rechts. t Das werden V-wstarv.»---------__ vrr, I Sie mit diesem Antrag irgend das entbinn..�(ammensteheu, wir in der Minorität ' uns nicht etwa der Pflicht, unseren Widerspruch zu motiviren. Eine Verfassungsänderung, mag sie beißen wie sie will, soll nur im äußersten Nothfall versucht und durchgeführt werden. Jetzt bringt nicht etwa die Regierung (hört! links), nein die Volksvertretung aus eigener Initiative. in einem Augenblick, wo gar keine Veranlassung dazu ist einen solchen Antrag hier an das Haus. Das ist um so bfr dcnklicher, als wir leider in unserer Verfassung gar keinen Schutz haben für die Verfassung, der ihre Aenderung erschwert. Es wird zu erwägen sein, wie solche Erschwerungen einzuführen find, damit nicht eine irgendwie zusammengewürfelte Majorität zu irgend welcher beliebigen Zeit die Verfassung ändert. Mit dem Anttage der Regierung auf zweijährige Budgetperioden war auch ein Antrag auf vierjährige Legislaturperioden ver- bunden. Diese Anträge wurden damals abgelehnt, zum Theil von denen, die den jetzigen unterstützen. Man wollte damals das Zusammentagen von Reichstag und Landtagen vermeiden. Diese Haupttendenz liegt jetzt nicht vor. Nun meine ich keines- wcgs, das in Bezug auf die Dauer der Legislaturperiode irgend eine absolute Wahrheit festgestellt ist; die Länge der Periode ist lediglich eine Frage der Erfahrung. Bei einer kurzen wird ja sehr viel Zeit und Geld bei den Wahlen verschwendet, und ich habe dämm geglaubt, daß man wohl auf die vierjährige ein» gehen könne. Ich habe mich aber bereits früher gegen diesen Ge« danken erklären müssen, ivcil wir uns nicht in normalen Verhältnissen befinden.(Widcrspmch rechts.) In den inneren Ver- hältniffen des Reiches sind so viele ernste Momente vorhanden. daß wir die Summe der Streitfragen nicht vermehren und neuen Zwiespalt in die Bevölkerung tragen sollten. Nichts ist wichtiger als Stabilität. Mit den drei Jahren ist es ja ganz leidlich und gut ergangen, selbst unter der mhmreichen Herrschaft der nationalliberalen Partei. Oder sind Sic vielleicht ängstlich, daß bei den nächsten Wahlen die Sache nicht ganz nach Ihrem Wunsch geht?(Heiterkeit.) Jedenfalls kontrastirt dieser An- trag mit den Zustchemngen, die bei den Wahlen an verschiede ncn Stellen von denen abgegeben wurden, die nunmehr, obne daß man weiß wamm, einen solchen Antrag stellen. Das Zentrum hat am wenigsten Veranlassung, auf eine solche Ver- fassungsändemng einzugehen. Die kirchlichen Verhältnisse find noch nicht ganz geregelt und das Volk muß Ge lcgenheit haben, bei den Wahlen darauf Rücksicht zu nehmen. Will man mir den Kartellvertraa nicht vorlegen, so gebe man uns doch jedenfalls bindende Erklärungen darüber, ob man auch noch anderes in Bezug auf die Budget Periode bezweckt?(Ruf rechts: Nein!) Ja, Sie find nicht allein bestimmend, sie sind nicht bei den Hauptabmachungen da- bei gewesen, Herr v. Bennigsen muß uns erklären, was er ein- gegangen ist(Heiterkeit), wie weit er die Verfassung umwerfen will. Hat er sich vielleicht zu dieser Konzession verstanden, um Böseres abzuwenden? Bei dem Kartell konnte sehr wohl das allgemeine Stimmrecht ernsthaft in Frage kommen. Herr von Puttkamcr hat ja erklärt, die preußische Regienmg wolle in der Hinsicht Anträge stellen. Wir wußten, daß man einen nam- hatten Professor an der Straßburgcr Universität zu Gutachten aufgefordert hat, wie man die Verfassung ohne Zuziehung des Reichstags ändern könne.(Hört!) Die Gutachten liegen ja vor. Ich bitte auch um deren Vorlage.(Heiterkeit.) Da kann ich mir nun von meinem verehrten Landsmann denken, daß er auch wissen wollte, ob er auf diesem Gebiete unangenehm enga- girt sei. Und da hat er zur Beschwichtigung dieser oder jener schwarzen Gemüther gesagt: Na, die fünf Jahre zu bewilligen, darauf soll es mir nicht ankommen, aber mau bleibe mir mit weiterem vom Leibe.(Heiterkeit.) Das ist die günstigste Aus- leaung, es kann aber noch eine ungünstigere geben, da würde ich mit Trauer meinem Landsmannc auf diesem Wege nicht folgen können. Ich meine, wir stehen hier vor dem ersten Schritt, weitere in Bezug auf Beschränkung des Wahlrechts k. können folgen„mit Rücksicht aus die Ruhe des Vaterlandes". Man könnte mir einwenden, ich solle mich nicht echauffiren, der Reichstag habe eigentlich schon nichts mehr zu sagen. Das ist nicht zu leugnen, und ich bedauere, daß man aus der Mitte des Hauses diesen Einfluß noch mehr abschwächen will. Die Größe des Budgets steht eisern fest, und was das Wichtigste ist: der Militäretat ist ein voll wo taugere. Durch das Septennat hat ja das Land und der Reichstag auf die Einwirkung auf den Militäretat verzichtet. Die wichtigsten Dinge, die vom Reichs- tag aus eigener Initiative beschlossen werden, werden von der Regierung ignorirt, z. B. das Ärbeiterschutzgesetz, eines der wichtigsten, das mindestens gleichzeitig mit dem Sozialistengesetz verabschiedet werden müßte. Wir sprechen uns hier die Lungen aus, das ist Alles. Und jetzt fangen die Herren an, die Verfassung abzubröckeln aus eigener Initiative! Es steht uns jetzt eine Maßregel bevor, die wir ja Alle bewilligen müssen, aus Liebe zum Vaterlande. Die Militärvorlagc recht die ganze männliche Bevölkerung vom 17. bis zum 45. Lebensjahre in die Armee ein. Wir haben gesehen, wie sich verab- schiedete Offiziere und die Kriegervereine an den Wahlen be- theiligt haben. Es ist klar, daß bei einem so militärisch orga- nisirten Volke ein engerer Kontakt mit dem Reichstag erschwert ist. Wenn irgend etwas, so haben auch die Manipulationen bei den letzten Wahlen überzeugt von der Nothwendigkcit, daß das Volk seine Arbeit revidire. Vieles von dem, was damals in allen möglichen Tonarten verkündet wurde, hat sich als völlige Lüge erwiesen, und die Anfechtungen erreichten ein Maß, wie es mir niemals vorher vorgekommen. Die Manifestationen selbst in Gegenden, wo man meinen Namen gar nicht kennen konnte, waren in einer Weise gegen mich gerichtet, als wenn die ganze Geschichte sich um mich drehte.(Heiterkeit.) Lesen Sie die Publikationen der Landräthe, wie sie mich herausgestrichen haben. Dafür konnte ich nur dankbar sein, daß man für mich Reklame machte, aber für das Land war es nicht richtig, denn es wurde benutzt, um zu sagen:„Wenn Ihr so stimmt, wie der Windthorst will, dann erschüttert Ihr das Vaterland." Das war eine baare Lüge.(Abg. Bebel: Sehr wahr!) Wir wollen sehen, ob es bei den nächsten Wahlen wieder gelingen wird, allerlei Gefahren, neue Bilder zu malen über die Greuel des Krieges. Jedenfalls ist es absolut nothwendig, daß das Volk, wenn es aus eigner Schuld oder verführt einen Fehler gemacht hat, in die Lage ge- bracht oder darin erhalten ivird, baldmöglichst seine Arbeit zu revidircn. Man muß das Volk wachsam und alart erhalten, damit es sich nicht mehr und mehr in der militärischen Disziplin von den Dingen, die nothwendig sind, um die Rechte des Volkes aufrecht zu erhalten, entfremdet. Wenn wir durch den langen Aufenthalt in diesen und anderen Räumen allmälig das Bewußtsein der strengen Zusammengehörigkeit zum Volk ein klein wenig verlieren, dann muß uns diesen unabsichtlichen Einflüssen gegenüber der lebendige Hauch des Volkswillens in gehöriger Ordnung halten. Manche Herren finden ja Alles unerträglich, was aus dem Volke kommt, und ich selbst werde ja auch viel durch Briefe belästigt. Wenn aber das Volk genau zusähe, wie es hier und auf den Hintertreppen zugeht, so würde es Allerlei finden, was nickt sehr hübsch� und sehr gut aussteht.(Abg. Bebel: Sehr richtig!) Wir müssen allesammt darnach trachten, unsere Tüchtigkeit zu bewahren, das Volk muß sich daran ge- wöhncn und die Hohen der Erde ebenfalls. Ich kann nicht die Hand dazu bieten, daß die Rechte des Volkes beeinträchtigt werden, und ich kann mein Erstaunen nicht untcrdrückeu, daß sich Männer im Reichstag haben finden können, die aus eigener Initiative die Abbröckelung der Verfassung inauguriren, und ich sehe mit tiefem Bedauern, daß selbst ein Mann wie Bennigsen daran Theil nimmt.(Beifall im Zentrum.) Abg. Dr. Kamberger: Die Frage ist keine Partei-, sondern in der Regel eine Opportunitätsfrage, die von den Parteien je nach der politischen Lage entschieden wird. Ich habe meine Grundanstcht nicht entfernt geändert(hört! hört! rechts), ich wußte, daß ich heut zitirt werden würde, und wie ich vor einigen Tagen den Vorwurf hören mußte, radikaler geworden zu sein, so muß ich heute hören, daß ich konservativer geworden bin; denn das bin ich doch, da ich an der Verfassung nichts geändert haben will. Handelte es sich heute, wie vor 14 Jahren, als ich darüber schrieb, darum, welche Dauer der Legislaturperiode für die Geschäftsführung die bessere ist, so wurde ich noch heute für fünf Jahre eintreten. Heute aber handelt es sich um eine Machtfrage: soll der Reichstag noch mehr herabgcdrückt und eine Regierung, die sich auf die real-- tionären Parteien stützt, noch mehr gestärkt werden? Das Wort„reaktionär" darf Niemand kränken, Reaktion ist eine gesunde Thätigkeit, und jeder Körper, der lebt, reagirt. Ich bin auch reaktionär und würde mit Vergnügen gegen die staatssozialistische Richtung im Reiche Reaktion machen. Thatsache ist es, daß im Augenblick die Regierung sich grundsätzlich immer mehr auf die Elemente stützt, welche als reaktionär auch der Verfassung gegenüber zu betrachten sind, die gegen den Sinn der Führer dieser Elemente und Parteien gemacht worden ist. Das ist für uns das Entscheid dende. Auch der Regierung mache ich daraus keinen Vorwurf, daß sie sich auf diese Parteien stützt. Jede, auch die mächtigste, und die unsrige ist gewiß eine der mächtigsten, welche die Welt je aufzuweisen hatte, muß sich auf eine Partei stützen, mit ihr rechnen, sich von ihr bestimmen lassen, und der unsrigen muß ich die Ehrenerklärung geben, daß sie weniger reaktionär ist, als ein großer Theil der Partei, auf die sie sich stützt. In der Ge» werbepolitik z. B. ist sie von ihr in eine rückläufige Bewegung gedrängt worden. Deshalb ist die Gefahr doppelt groß. Die Nationallibcralcn trifft der große, schwere Vorwurf, daß sie durch den Antrag die Regierung noch mehr in die Arme der Parteien drängt, deren drängendem Einfluß sie nicht widerstehen kann. Mein verehrter ehemaliger Führer wird mich nachher des Pessimismus anklagen. Nun, zu dem bekenne ich mich nicht» welcher sagt: es muß Alles erst recht schlecht werden, damit es wieder gut wird; wohl aber zu dem, der sich nicht verhehlt, daß die Tinge schlecht stehen, wenn sie schlecht stehen. Mit dem Optimismus, die Dinge immer gut zu finden, so schlecht sie auch seien, bekämpft Herr v. Bennigsen den Pesfi- mismus seit einigen Jahren. Wahrscheinlich entspricht das einer starken, mit dem Leben solidarischen Anschauung; aber dieser Optimismus, der die Dinge immer lobt, auch wenn sie schlecht stehen, und immer mit denen geht, die sie schlecht machen, ist viel gefährlicher als mein Pessimismus. Der Abg. Windthorst meinte, die Nationalliberalen hätten durch den Kartell vor Schlimmerem schützen wollen. Er irrt aber darin, daß er glaubt, sie verständen sich schwer dazu. Ich kenne die Kom- promißpolitik, ich habe sie lange Zeit selbst mitgemacht und kann das verantworten: aber es giebt eine Grenze, sonst liefert man fich, in dem Wunsch, wenigstens zu retten, immer mehr in die Hände der Regierung, schwächt sich und geht zu Grunde. Die Nationalliberalen glaubten sich vor der reaktionären In» fektion zu retten, wenn sie nur auf die reaktionären Maßregeln die liberale Etikette aufklebten. Die Ge» schichte dieser Tage bietet schlagende Exempel dieser Selbsttäuschung. Sie halten die Reattion nicht, sondern werden an ihrem Schweis von ihr immer weiter geschleppt. (Sehr richtig! links.) Daß ich mich 1874 für 5 Jahre ausgesprochen habe, ist gar kein Grund für mich, heute dafür zu stimmen. Freilich, wer nichts thut, der irrt auch nicht, wie ein italienisches Sprüchwort lautet. Wenn man, wie ich, seit 40 Jahren mit der Feder sündigt, da findet man natürlich leicht in meinem Asten mehr als eine Stelle, die nicht zu anderem paßt. Dem Grafen Behr kann ich auf diesem Felde natürlich nickt Gleiches mit Gleichem vergelten.(Heiterkeit.) Im Jahre 1867 war der größte Theil meiner damaligen nationallibcralcn Freunde für dreijährige Perioden, und wenn Miqvcl hier wäre, könnten wir heute unsere Plätze tauschen, so daß er hier die Rede für die drei Jahre für mich hält, wogegen ich die Rede für die fünf Jahre für ihn halten wollte. Er hat damals ganz entschieden für drei Jahre plädirt und wird heute noch immer als Autorität in dieser Frage zitirt. Warum ist die national» liberale Partei nicht früher mit einem ähnlichen An» trage gekommen? Weil wir wahrnahmen, daß es bergab ginge mit den freiheitlichen Zuständen im Reiche und wir dem durch Verlängenmg der Legislaturperioden nur Vorschub leisten würden, da diese immerhin eine Stärkung der Regierung ist. Wenn die Gegner äußern, der Liberalismus habe abgewirth» schattet, so begreifen fie auch die nationalliberale Partei ein. Wir haben es selber gefühlt, daß unsere Ideale damals nicht erfüllt würden und deshalb nicht an eine Verlängenmg der Legislaturperioden gedacht. Den Vorwurf, daß ich bis>880 die Regicrungspolitik unterstützt hätte, beantworte ich dahin, daß ich auck noch heute bereit wäre, die Politik von 1866 zu verfechten. Die Nationallibcralen, ohne die der Antrag nicht durchzusetzen ist, werden allein vor dem Volke und der Geschichte verantwortlich sein durch den Kartell, Ihre große Sünde, durch die Sie die Träger der wachsenden Reaktion geworden find, als Vertreter der Parteien, die Sie selbst früher als die Hindcr» nisse in der Entwickelung des Reiches angeschen haben. Die Wahlen, das ist das baare Geld, das in der Politik entscheidet, alles andere ist graue Theorie. Wenn Sie den Schlüfiel ein- mal aus der Hand gegeben haben, indem Sie die Wahlen sc» haben machen lassen, daß die Regierung machen kann, was fie will, dann helfen alle Ihre schönen Grundsätze und Abstim- mungen nicht mehr, und die unschuldige Frage: was haben wir denn verbrochen? kommt zu spät. Sie find dicht an die Grenze des Monopols geführt worden, das Tabaksmonopol ist noch nicht da, aber ein Staatsmann, wie Fürst Bismarck, wird bei einem solchen Reichstag von seinem Ideal nicht lassen, und eine Korrektur des allgemeinen Wahlrechts ist vom Minister von Puttkammer angekündigt. Das Rückgrat jeder parlamentarischen -ronstitutio», da6 Steuerwesen, ist zerstört morden. Diese hat .chon angefangen mit der Verstaatlichung der Eisenbahnen in Preußen, ein verhängmßvoller Schritt in meinen Augen, obwohl viele memer Freunde ihn gemacht haben. Gekrönt ist sie durch das Syltcm der indirekten Steuern, das den Reichstag den Regierungen gegenüber machtlos macht. Herrn von Benmgsen aber ennnere ich an seinen Antrag, betr. den beweg- ttchen Kaneezoll, der der Volksvertretung noch etwas von Steuerdewllllgungsrecht lassen sollte. Seitdem ist es noch mehr rückwärts mtt diesen Rechten gegangen, und wen damals die Stellung des Reichstags berunuhigte, sollte der heute ganz ruhig darüber sein können? Damals hat Niemand von den Nationalliberalen an eine liberal-konservativc Partei im Ernste gedacht, weil das doch nur eine konservative Versammlung mit liberalem Ansttich gewesen wäre, und dock standen uns damals die Konservativen weit näher wie heute. Wenn man mich nun als Vertreter des Parlamentarismus hinstellt, so behaupte ich, dah wir sehr weit von dieser Versassungsform entfernt find, daß aber kein Land, das dieselbe befitzt, mit uns tauschen wird. Der Grundgedanke unserer Konservativen ist aber die Abschaffung der Verfassung.(Widerspruch rechts.) Fragen Sie in den parlamentarischen Ländern Eng- land, Italien, Belgien, ob irgend Jemand tauschen wolle mit unseren Zuständen, und warten Sie, welche verachtende Ant- wort Sie bekommen werden(große Unruhe); kein Mensch, trotz alles Schlechten, was man dagegen sagt. An Parteien fehlt es dort so wenig als bei uns, aber Niemand fällt es ein, fich vom Parlamentarismus abzuwenden. In dem Artikel von 1874 sagte ich, daß unter den„jetzigen", d. h. den damaligen Um- ständen von dem Auflösungsrecht schwerlich Gebrauch gemacht werden wird, denn damals glaubte ich noch an ein Verhältniß zwischen Regierung und Parlament, zwar an kein ideales, aber doch von dem jetzigen weit entferntes. Seitdem find wir 1879 aufgelöst mit dem Schrecken des Attentates und 1887 mit dem Sc! recken des Krieges, immer in Zuständen des Affektes, wo iran die äußersten pathologischen Mittel auf die Nation anwen- den konnte. Dieser Auflösungskunst gegenüber sollen wir der Regierung den Vortheil gewähren, das Parlament fünf Jahre zu behalten, wenn es ihr paßt. Dies Mißverhältniß sollen wir jevt noch steigern, einem so geschickten Strategen gegenüber, der balo den Reichstag, bald die Einzelstaaten vorzieht. Wenn earmal der Reichstag nicht wollte, dann hat man gesagt, das geht euch nichts an, und dann find die Partikularstaaten ein- getreten; und früher, als die Kammern nicht so bequem waren, da hat man sich an den Reichstag gewandt. Die Frage des Zollanschlusses der Hansestädte wurde dem Reichstag geradezu entrissen, als man damals mit gewaltsamen Mitteln gegen Ham- bürg vorging, und als der Reichstag aufgeregt war, daß man Hamburg angriff, da sagte man, das geht euch nichts an, das ist Pattikularrecht. Man hatte einen deutschen Auslieferungsvertrag mit Rußland abgeschlossen— wie es scheint, leider ein vergcd- lrches Opfer. Es war ursprünglich die Abficht, diesen Vorschlag an den Reichstag zu dringen. Als die Regierung merkte, daß dafür keine Mehrheit sei, hat sie ganz einfach die Sache zurück- gezogen, hat einen preußischen Vertrag gemacht und einen barierischen machen lassen. Im Zivilrecht nennt man das, etwas mit Umgehung des Gesetzes machen. Die Entwickelung der partikularistischen und agrarischen Reaktion wird nicht sehr er- treulich sein, wenn ich dazu kommen muß, den Reichskanzler als Hort des Liberalismus zu erkennen. Tann werden die Ratio- nalliberalen sich sagen müssen: wir find die Sünder, die das herbeigeführt haben, denn Sie haben das Kartell geschlossen. (Lachen bei den Nationalliberalen.) Jetzt lachen eie, dann werden Sie wohl nicht mehr lachen. Sie hätten mich auch ausgelacht, wenn ich Ihnen am 21. Februar bei den Wahlen gesagt hätte: Sie werden eine Verfassungsänderung beantragen und werden die Rückwärtsrevifion des Wahl- rechts befürworten.(Zwischenruf bei den National- liberalen.) Wenn Schlimmes hier geplant wird, die Pläne haben doch einen Vottheil: die National- liberalen haben sich bei diesem Antrag vollkommen mit den kon- servativen Parteien idcntifizirt; es wird in Zukunft in Deutsch- lang neben dem Zentrum nur noch eine liberale und eine kon- servative Partei geben, nicht mehr ein Gemisch von liberal und konservativ!(Verfall links.) Staatssekretär o. Kötticher: Der Herr Abg. Dr. Windt- Horst hat in seiner Rede folgenden Satz ausgesprochen: Wir wußten, daß man einen namhaften Professor an der Straßburger Universität zum Gutachten aufgefordert hatte, wie man dieVer- fassung ohne Zustimmung des Reichstags ändern könnte. Ich kann jetzt berichten, daß man von einer solchen Aufforderung nirgends etwas weiß, daß also, wenn dem Herrn Abg. Dr. Windthorst eine solche Nachricht zugetragen worden ist, er das Opfer einer frivolen Täuschung geworden ist. Abg. v. Kennigsen: Herr Bamberger hat die Gelegenheit gekommen geglaubt, um die Nationallibcralen einmal ordentlich in das Gebet zu nehmen. Was haben wir denn Schlimmes gethan? Herr Vambergcr wußte nur die Verabredung mit den Konservativen, daß Personen gewählt werden, die bereit find, für das Scptennat zu stimmen,� und den vorliegenden Antrag gegen uns vorzubringen. Das Kunstbuttergcsetz zu verhindern '' Verbindung mit dem Staatssekretär waren wrr auch in Berbindung mit dem Etaatsjelretar von Voctticher nicht im Stande. Von anderen reattionären Thalen habe ich nichts vernommen, wohl aber die Er- klärung, daß wir uns in Deutschland inmitten der furchtbarsten Reaktion befinden, und den Ausdruck, den Herr Äambergcr besser unterlassen hätte, daß die anderen Völker, die in viel glücklicheren konstttutionellen und freiheitlichen Verhältnissen fich befänden, mit Verachtung auf uns herabblickten.(Lebhafter Beifall rechts und bei den Ratio- nalliberalen.) Herr Bamberger hätte für seine veränderte An- schauuiia durchschlagende Gründe beibringen müssen. Es ist eine historische Ungeheuerlichkeit, ein Uebermaß von Selbst- sckätzung der eigenen Anschauung(Beifall bei den National- liberalen), wenn man behaupten will, daß in der ganzen Welt und in der Geschichte, speziell der deutschen, Freihandel und Freiheit, Schutzzoll und Reaktion fich gedeckt hätten(Abg. Bambcrger: habe ich nicht gesagt!) Das ist das Thema nicht blos der heutigen, sondern einer ganzen Reihe früherer Reden und Schriften des Abg. Bamberger. Wenn die Dinge so liegen, so finde ich allerdings erklärlich, daß Jemandem, der zu dieser wirthschaftlichen Betrachtungsweise geneigt ist, seit 1878 """""' am eigenen Da- an den ganzen Zuständen des Vaterlandes, ja, an.. sein die Freude geschwunden ist. Bisher habe ich geglaubt, daß ~"' und seine Vertreter feierten, die Orgien, welche der Freihandel als inmitten der fruchtbarsten Eisenkrists die Eisen-, ölle aufge- hoben werden sollten, die Ursache waren, daß die notorisch sehr einflußreiche Eisenindustrie, dadurch zur Verzweiflung und Er« bitterung getrieben, daß Bündniß mit den Agrariern einge- gangen ist, welches für die spätere Schutzzollbcwegung und deren entscheidenden Einfluß auf die Reichsregierung die Basis abgegeben hat.— Ist es denn eine so schreckliche reaktionäre Unthat, wenn die gemäßigt Liberalen mit den Konservativen zusammen Verfassungsgesetze machen. Ist es denn in dem Jahrzehnt vorher anders gewesen? Hat Herr Bamberger nicht selbst in dieser Weise gearbeitet? Nun wünscht Herr Windthorst zu wissen, was denn bei der Gelegenheit noch alles für weitere schreckliche Abkommen getroffen worden find. Er will, daß der Pakt zwischen unS und der Rechten auf den Tisch des Hauses niedergelegt werde. Nun, darauf wird der Abg. Windthorst wohl sehr lange warten müssen, denn ein solcher Vertrag eristirt gar nicht. Es ist damals überhaupt kein schriftliches Abkommen getroffen worden. Ich versichere dem Abg. Windthorst und dem ganzen Reichstag, daß wir uns über weiter nichts verständigt haben, als daß wir für das Scptennat gemeinsam eintreten und eine Reichstagsmehrhcit dafür schaffen wollten Herr Windthorst bat dann nach den weiteren Verab« redungen gefragt und gemeint, der vorliegende Antrag wäre wohl der erste Schritt zu weiterem Vorgehen. Ich erwidere ihm rund und nett: Was die zweijährige Budgctperwde an- belangt und die weiteren Verfassungsbestimmungen, so ist darüber kein Wort mit den anderen Herren verloren worden, geschweige denn ein Abkommen getroffen. Was das allgemeine, gleiche. geheime und direkte Wahlrecht angeht, so erkläre ich auf das Allerbestimmteste, daß, nachdem einmal dieses Wahlrecht die wesentliche Grundlage unserer Verfassung geworden ist, es nicht blos thöricht und unpolitisch, sondern geradezu ungerecht und frevelhaft wäre, an dieser grundlegenden Institution, für deren weitere Ausbreitung fich durch alle Staaten Europas immer mehr Stimmen geltend machen, zu rütteln.(Abg. W i n d t h o r st: Und Herr von Puttkamer?!) Was künftige Jahrhunderte bringen, kann uns heute nicht berühren; unsere Nachkommen mögen ihre eigene Sorge zu tragen haben und dann auch die Männer sein, das durchzufechten. Von einem Gesinnungswechsel kann weder bei Herrn Miquel noch bei den übrigen Nationalliberalen die Rede sein. Nun hat man unseren Anttag für etwas besonderes Reaktionäres schon deshalb gehalten, weil die Regierung ohne- hin schon den Reichstag auflösen könne, wenn er ihr nicht paßte. In dieser Beziehung ist allerdings in unserer Verfassung und auch in den meisten anderen Veifassungen eine Ungleichheit vor- handen. Bei uns ist aber eine Auflösung gar nicht so leicht, als in andern konstitutionellen Ländern, wo die Regierung zurücktritt, wenn die Auflösung ihr nicht eine Mehrheit giebt. Nun ist behauptet worden, da sei unter un- glaublichem Hockdruck gearbeitet, das Volk sei angeführt worden. Herr Windthorst hat sogar behauptet, daß das Volk in der Wahlbewegung mit den fürchterlichsten Lügen und Verleumdnngcn ttaktirt sei. Von dem irregeführten Volk will ich nicht weiter reden. Es widersttebt mir, aus diese Tinge näher einzugehen.(Zwischenruf aus dem Zentrum: Das glaube ich wohl!) Dann will ich doch eine Bemerkung hinzufügen. Es ist doch seit der Beseitigung des Generals Boulanger und seit der Vertreibung des Präfidenten Grevy aus seinem Amt auch Fcrnerstehenden genügend bekannt geworden, daß wir im vorigen Winter zweimal, einmal ganz akut und auch das zweite Mal vor der unmittelbaren Gefahr eines Ueberfalls durch Frankreich gestanden haben und daß es gegenüber dem Andrän- gen des damaligen Kriegsministers und anderer extravaganter Po- litiker nur dem franzöfischen Ministerium, vor allem aber der Besonnenheit und Energie Grevys zu verdanken war, wenn es damals nicht zum Kriege kam. Nun weiß ich sehr wohl, daß man draußen im Volke, geleitet durch die Presse, vielfach das Vorurtheil hegt, daß eine fünfjährige Legislaturperiode den Volksrechten Avbruch thue. Ich frage aber: rst denn das Wählen der Zweck oder nicht vielmehr die Vertretung, die aus den Wahlen hervorgeht und die Interessen der Nation der Regie- rung gegenüber vertreten soll, das Entscheidende? Mancher mag in der Wahlagitation eine besondere Befriedigung finden. Im Allgemeinen ist das Volk dieser Art des Wählcns, des Wühlens und Anfeindens in hohem Maße überdrüsfig geworden.(Sehr richtig! rechts.) Ick bedauere das sogar, weil eine große Be- theiligung an den Wahlen eine politische Nothwendigkeit ist. Äei den letzten Wahlen allerdings ist die Sacke sehr leicht gewesen, bei den früheren aber hatte jede Partei die größten Schwierigkeiten, geeignete Personen, die den Wählern bekannt waren, zu erhalten. Nun hat Herr Bamberger gesagt: hat das Parlament keinen Werth mehr, sind wir inmitten einer Dilta- tur, find das Alles nur Scheinrechte, dann ist es ziemlich gleichgiltig, ob 3 oder 5 Jahre, oder ob überhaupt der Reichstag rst. Nein, das ist eben das Bild, wie er es sich in seinem Kopf zurechtgelegt hat, der vollkommenen Verkommenheit der Zu- stände. Wenn sich der Reichstag in der weiteren Ent- Wickelung unserer Nation nach und nach die höhere Beden- tung und den Einfluß verschafft, der ihm zukommt, dann wird eben die Nation befriedigt werden könne:, auch wenn sie nicht alle drei, sondern nur alle fünf Jahre zur Wahl- urne berufen wird.(Lebhafter Beifall rechts und bei den Nationalliberalen.),„ Abg. Keichensperger: Die Antragsteller haben das Hauptgewicht auf die mit den Wahlen verbundenen Unzuträg- lichkeiten gelegt. Weshalb haben Sie aber dabei nicht gerade die seile» wateriae der Frage, das ist das unbeschränkte Auf- lösungsrccht des Bundcsraths, in Ihre Betrachtung gezogen? Ferner sollte man gerade auf die Thatsachc, daß der Antrag eme Aenderung der Verfassung enthält, höheres Gewicht legen. Es ist bedauerlich, daß eine Verfassungsänderung so leicht gemacht werden kann, wie ein Gesetz. Hier handelt es fich um das Wahlrecht der deutschen Nation, welches das wichtigste aller Rechte ist, die überhaupt gedacht werden können.(Sehr richtig! links und im Zentrum.) Daß jetzt der Reichstag im eisten und dritten Jahre durch die vergangene bezw. folgende Wahl beeinflußt werde, ist vielleicht ein Vortheil gegenüber einer fich bildenden einseitigen Richtung bei einer fünfjährigen Periode.(Sehr richtig! links und im Zentrum.) Denn in jener Weise bleibt der Abgeordnete in Fühlung mit dem Volke. Aus demselben Grunde hat der Reichstag 18G7 die dreijährige Wahlperiode beschlossen. Die dreijährige Periode besagt: nach Ablauf von drei Jahren können die Wähler von den Gewählten Rechenschaft verlangen, warum diese sich so und nicht anders verhalten haben. Kommt der Reichstag zu Stande, wie ihn die Antragsteller wünschen, der nicht mehr durch die bevorstehende Wahl beeinflußt wird, so läuft der Reichstag Gefahr, zu stagnircn. Jede Verlängerung der Wahlperioden ist eine Verkümmerung des nationalen Rechts, weil dadurch der einmal begangene Fehler erst nach weiteren 2 Jahren wieder gut gemacht werden kann. Es ist nicht zweifelhaft, daß die drei verbündeten Parteien über dieses Recht der Nation hinwegschreiten werden, obwohl ste selbst nicht die Mehrheit der Stimmen der Wähler auf fich vereinigt haben. Sie find um mehr als eine Million hinter den anderen Parteien in der Stimmenzahl zurückgeblieben. (Sehr richtig! im Zentrum.) Sie sind also nicht die Rcprä- sentantenmehrheit der Wähler. Entscheidend ist die Frage, ob die Verlängerung der Legislaturperiode, die ja stets vom Bundesrathe gewünscht worden ist, auch dem Interesse der Nation entspricht. Ich verneine dieselbe. Zum Schluß erinnere ich Sie daran, daß 1852 der Minister v. Westphalen ebenfalls eine Verlängerung der Legislaturperiode im preußischen Landtage beantragt hat. Die damalige Land- raths kämm er hat diesen Antrag abgelehnt. Der national- liberalen Partei rufe ich zu: prinuipiu obsu! Wird sie im Stande sein, fich der zweijährigen Budgetperiode zu widersetzen, wenn einmal der Stein ins Rollen gebracht ist? Lehnen Sie diesen Antrag ad.(Beifall im Zentrum.) Abg. u. Maltzahn-Gültz: Herr Windthorst will unseren Antrag nicht wegen der jetzigen anormalen Verhältnisse, er hat aber nicht bewiesen, worin diese bestehen. Er meint nur, die Lage sei ernst, und deshalb müßten wir auf eine Stabilität der Verhältnisse hinwirken. Das wollen wir ja gerade durch unseren Anttag.(Sehr richtig: rechts. Abg. Windthorst: Sehr unrichtig!) Das Ansehen des Reichstags wird durch eine fünfjährige Legislaturperiode nicht geschwächt. Bei den Anträgen auf Gewährung von Diäten an die Abgeordneten hat man nie daran gedacht, daß es fich um eine Verfassungsänderung handle. Es handelt sich nicht um eine Machtfrage, um die reaktionäre Partei zu stärken. Die Fortschrittspartei muß doch von ihrer eigenen Macht eine sehr geringe Meinung haben, daß sie das bei den nächsten Wahlen fürchtet. Die Behauptung, daß wir die Verfassung ab- schaffen wollen, kann nicht oft genug als unwahr zurückgewiesen werden.(Zustimmung rechts.) Nicht wir sondern Im- Herren haben gegen die Verfassung gestimmt. Ber einer funstahngen Legislaturperiode werden wir drei Jahre ruhiger und gedeihlicher Arbeit haben. An dem Wahlreckt wollen wir nicht rütteln und die Frage des direkten Wahl- rechts ganz aus dem Spiele lassen. Bei den letzten Wahlen haben wir damit gute Erfolge gehabt. Ich hoffe ,u- verfichtlich. daß der Antrag jetzt eine Majorität und auch die Zustimmung der Regierung findet. Dann werden wir dem Lande einen guten Dienst erwiesen haben.(Lebhafter Beifall rechts.) Ein Anttag auf Vertagung wird angenommen. Schluß 5s( Uhr. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr.(Anttag betr. die Berlangerung der Legislaturperiode.) Zakalr». Uo« de» Markthalle». Wie schon öffetitl«!». b Polksbl.) gemacht, werden Donnerstag früh drei im Zierden da™ Künstlern legene Wochenmärkte(Arkona-, Teutoburger- und®' weibleichep K geschlossen, und die Martthalle VI nimmt ihren Ä Mtlich zu rupf Alle Stände der.Halle find besetzt: der Kleinvcrkest°WndiebstahI n» Halle wird voraussichtlich des dichtbevölkerten Stadtthc% M Umstäi welchen fie versorgt, reckt lebhaft werden. Sci> Der T Jahreszeit gestattet, wird Vorbereitung zum Beginn% flmuänbe zu bei der Markthalle V(Magdeburger Platz) gettoffen'"cnathen könm hoffentlich bis zum Spätherbit der Wochenmartt d-f% oder I burger Platzes seinen Ersatz in der Halle finden. zu verkau hallenprojett der Stadt datirt vom Jahre 1880.% Taschendieb ist dieserhalb und unter den verschiedenen bethe»% Und wie stanzen verhandelt worden. Die für die Luip'!>us folgendem stimmte Markthalle VÜ ist noch am weitesten zurück> Drücker" selten triebscröffnung wird, nach der„Voss. Ztg.", wohl/:"» Jehc. In dem 4 fang Mai d. erfolgen können, während die für* entwend bestimmte Markthalle VIII bald nach Ostern in � �seinem Helfer treten kann. Der Bau des Zuganges der Luises Wdetc ist beie von der Tresdcnerstraße aus mußte auf Anordnung S%ne sehr fchr Präsidiums aus baupolizeilichen Gründen während Dieb fes yiufiuiuma uua vuuvüufltuiujcu wiuliutu UHUjiciiv•'j-JCltÖ je] November, obwohl derselbe frostfrei war und also P"«Seutc, ut weiter bot, unterbrochen werden und hat den».J5"un gar S hindurch stillgestanden. Die baupolizeilichen Beden'fJ'• beseitigt, das dann aber eingetretene Frostwctter möglich gemacht, das Gebäude unter Dach zu> wird es erst bis Anfang Mai möglich sein, diese» weit fertig zu stellen, daß der Marktverkchr durck d durch geleitet werden kann. Mit Beginn des Moni werden dann alle größeren Wochenmärkte Berlins, durgcr Platz ausgenommen, welcher etwa ein halbes an die Reihe kommt, voraussichtlich den acht ftädtii ballen Platz gemacht haben. Die ersten vier Mai den am 3. Mai 1886 eröffnet- etwas über 12- dann verflossen sein, innerhalb welcher der Plan, Einführung des Schlachtzwanges mit Viehmarkt und öffentlichen Schlachthäusern zu versehen, verww-, ist. Das ist immerhin eine vergleichungo»� größte: Zeit, wenn man die mehrfachen, oft Monate dauerof- // aus der williaen Pausen abrechnet, welche der städtischen B»»?,*»aaies. N nnmaen puuitu uuuuuai, lueiuie uci navuimen j'.'"«r». abgesehen von den natürlichen Hindernissen der%' n,,rt> am wen Abgeschlossen ist hiermit frellich die-» den Diebst den Weg traten.____________ der Stadt mit Markthallen noch nicht! einfach tu ß und bei Anträge :ion für Berlin f /trotz all orftrafc e Tasche schendicb ssner Tasche 'st. Wird) "er so leici j&rsss .i ireiiiiv v"„■-ciepii ..........................—,.— ,.. Dem natucl'� � ganz vorzi haltsamcn Bcvölkcmngswachsthum der Stadt auf der»"e naturgem Ringe wird die Verwaltung folgen müssen. Die �'oliche Feinfü fordert schon jetzt für die Entwickelung des Großha"/ terung. Die Arbeiten find also keineswegs zu schwerer Kapitalaufwendungen der Stadt für Schlachthäuser � Z/us werden Ende dieses Jahres etwas über 30 Millionen|.M)ttftra6c i welche neben Verzinsung der Kanalisation einen nrad'? u. etwa schuß bringen. Baris hat für die Zenttalhalle alle'»;.'8t- B. ginx nen Mark(50 Millionen Franks) aufgewendet u»», t.">e>t nach rc einer auf 22 Millionen Franks geschätzten ErweitcrunS. J0 unglücklich Schlachthäuser, Wochenmarkt und Markthallen bringe» � äußere i Paris ausweislich ihres letzten Budgets(1888) � ifo.JJ. des 72. s lionen Mark brutto. werden Cine sehr bewegliche Klage geht der /' g," Srwaltfa von einem königlich preußischen Hofsattlermeister A i �wald sein- Artilleriewerkstätten findet eine fieberhafte Ihäti" Herstellung von Patronentaschen, Tornistern und Ledermaterial statt. Das ganze verfügbare Arbeite in Anspruch genommen und so hohe Löhne werden diejenigen Meister, die nicht ebenfalls mit Militai dacht werden, außer Stande find, Gesellen 5" Denn Löhne, wie ste die Militärverwaltung jetzt be)»' die Meister für den privaten Mitbewerb nickt beu» fie sich nicht zu Grunde richte»»vollen. Einsen!' im Durchschnitt einige dreißig Gesellen. Bis auf war die Zahl heruntergegangen, da entschloß er um 10 pCt. zu erhöhen, was auf die Woche einige macht. Aber auch damit waren die Gesellen nicht der schlechteste Arbeiter in Berlin bei der Militärarbe"� 30 M. verdient. Sie verlangen weitere 10pCt. Diese z» Meister um so weniger im Stande, als die ArtillE englische Sättel w. zu so billigen Preisen an die r � kaufen, daß für die Privatwerkstätten ein Miterwerb. L p«u,.stste. Löhnen unmöglich ist. An Luxussachcn können/ rW...!« Sattlerwerkstätten ihren Verlust nicht einbringen, � kein hinreichender Bedarf ist. Andererseits werde» werker genöthigt, Innungen zu bilden, Handwerker-i: anstalten zu gründen, den wandernden Geselle» stüyungen zu gewähren u. s. w., damit also gegebe»� Staat den Meistem die Arbeitskräfte, die fie si™ und Opfern herangebildet haben, entzieht. Zlnfa» Meister gehofft, daß diese hohen Löhne vom Kriej bewilligt wurden, well die Arbeiten um jeden+; äisi und in 9"'" 1. April fertig werden follten, und fie trösteten P® f 4%...is/�ter Schönhauf ■JSS' ""t seiner " Diest KZä ü %%% UnchA-Rete Msch le 5 ■'I V"l'st dui es sich nur um eine kurze Uebergangszeit bandst- wunden werden müsse. Daran ist aber nicht z»!; der ganze Militärbcdarf hergestellt ist, werden n?® gehen. Tie Existenz taufender von Sattlenne»» Einsender, steht dabei auf dem Spiele, wenn che»,»i nicht in irgend welcher Weise in billiger Rücksicht»»'z. ÄJ. d ,tQut starb. gewerbe Einhalt gethan wird.— Vielleicht äußert sv veiter der betreffenden Branche hierzu....:>,1 des Mos« dir Arbeitsbücher gut st»d, M x* den Innungen so sehnlichst herbeigewünschte", an"4. . Theil schon eingeführten Arbeitsbücher hat dieser gx» von .............,'ÄM"'"ung selle, welcher bei einem Schornsteinfeger- Jnn»»�, �""g vcN?/»» 20. September 1886 bis 7. Januar 1888 in Arbca�Ung //'ener erfahren. Derselbe erhielt von seinem Arbeitgeber ■S" ÄSlSfÖVSÄi-«"UU-'Ss r iiä ä1» ss gestanden und ist wegen Vemachlässsgung worden."— Daß es dem Gehilfen bei der., im Schornsteinfegergewerk dadurch beinahe unwG wird, fernerhin Arbeit zu finden, kümmert den nuiigsmeistcr nicht. Sollte er fich niemals eine-d' seinen Arbeitern gegenüber zu Schulden haben lö® j feung" Und derartige Arbeitsbücher will man auf gesetzl'«� E5. n�W-s "den r 3 iret gehörig. Darunter sind,? der„Freis. Ztg." Geh polnifch-jüdische Elemente, deren Scharfsinn und �<ß sh verholt Ap '"''"" Die großen ��Mchrift besonders zu fürchten find. .�Torfdrückern" machen ihre Kunstreisen envic werden mit Sorgfalt ausgeforscht und vordere &L ........................... nicht st> lange her, daß ein asiatischer Nabob,%gir"e, durct Viult-Cl-U llUmjtll UJlC 7.l xsprki �7 Städten, besuchen als pikfcine Leute die Renni»'»rb»„lndung bäder und tummeln fich überall umher. Auw» i tW.Un. F nach Petersbmg reiste, von der englischen HG% et» von einigen Taschendieben verfolgt' wurde. es denselben, unmittelbar beim Abgang /es vgf �""z��haiid V vv ii|v4vvii/ uimuucumi vcwn T zuges dem fremden Goldonkel die ganze%»%.},;,»i Der profesfionirte Taschendieb vornehmen Ät'ls' ö» größere Geschäfte vorzunehmen. Er tritt legt fich aus eigener Macht prunkende Orde» � sucht fich an die Höhere Gesellschaft hcranzulw Wt ein größerer Streich geglückt, so lebt er ruW." dem Ertrage seiner Beute und vermeidet es st «SSSß?* -/"wlich alle Arbeiter einführen! I Die feinerzett gemeldete Korcacrio's„Deramersnr" in der Sollau vv» ist auf die seitens der bettoffenen Buchhändler J Ii Iahten, fchwerde vom hiesigen Amtsgericht bestätigt w«de.� � h( Ve"b beb Die„eorfdrlirf.tr". Von den blechern, welche Berlin ungefähr beherbergt,»/ der �stt der Laschendiebe(„Torfdrücker", ��zufM d nicht cn % Uli vjfw»—-4.-V'UUSUI. Norden daVm Künstlern 'ger- und it ihren J �merkbar zu machen. Er ist dann Rentier oder Kavalier, ,„.feinen Zinsen zehrt.„Feine"(d. h.„theurc" .' o?0'fsM.) Damen der Halbwelt stehen häufig mit Kunstlern in Verbindung und erleichtern ihnen "Reicher Klugheit das �Geschäft, reiche Mitmenschen -., t, wpfen. Als eine„Spezialität" hat fich auch der Klemverkebl°!end>edstahl während der Eisenbahnfahrt herausgebildet, da ten Stadtthi, n alle Umstände zusammentreffen, um das Handwerk zu den. Sobck mktn. Ter Taschendieb vermeidet es grundsätzlich, solche m Beginn« TOsiatche zu behalten, welche durch ihre eigenthümliche Form getroffen Kathen können. Er wirst gewöhnlich alles fort, was nicht enmarkt M f», Geld oder leicht einzuwechseln, einzuschmelzen oder un- nndcn. u verkaufen ist. Deshalb kann der wirklich ausge- 1880. Su».�Taschendieb fast immer nur auf frischer That ertappt >enen betdeii. m. Und wie schwer das für einen Laien ist, crgiebt fich die Lulse» olgendem Umstand. Es wurde schon gesagt, daß ein ten zurück.> Jockei selten allein operirt. Er hat stets einige Helfer in , wohl in».Ae. In dem?Iugenblick, wo er eine Brieftasche oder eine rd die für.»otje entwendet, giebt er sofort den gestohlenen Gegen- stem in« � seinem Helfer! dieser reicht ihn im Nu weiter, und das der Luise»/' j,yetc ist bereits in dritter, vierter Hand, selbst wenn der nordnung Jj rroe sehr schnell aufmerksam wird und den ruhig stehen- während* M Dieb festhält. Dieser ist schon längst nicht mehr im und als» � m Beute, und man soll ihm nun eine Schuld nachweisen! den g»� kjd nun gar Diebinnen, dann fallen die oft recht hübschen einfach in Ohnmacht ob der nichtswürdigen Be- B und behaupten schließlich, der Bestohlcne habe ihnen Anträge gemacht und wollte sich nun durch die >on für seine Abweisung rächen. Alte erfahrene Berlin kennen natürlich den„faulen Zauber" und troy aller Betheuerungen die schuldlosen Wesen, so- -Lorslrafen genügend festgestellt ist, daß dieselben ge- Me Taschendieberei treiben. Ziemlich gut fichert man /aschendiedstühlen, wenn man werthvolle Brieftaschen Tasche trägt, die in der Innenseite der Weste an- len Bebens ostwetter ach zu' m, dicscii » durch des Monat Berlins, ein halbes -cht städtis ner Mai' er 12' c Plan, ehmarkt, n, verw' ;leichungs> ate daui' fchen B n der A 'restlich dü natürli der Äock zugeknöpft darüber getragen, so kommt . uner so leicht heran; Venn er müßte eine doppelte Klei- In« zerschneiden. Wird die Brieftasche gar noch mit 1 v.Sen Bande an einem der Westenknöpfte befestigt, dann vre größte Sicherheit. Eine gestrickte Geldbörse läßt sich „ der Tasche ziehen als die glatten Leder- anaies. Wer sein Hartgeld locker in der Hosentasche en> ani wenigsten belästigt. Eng anliegende Kleider er- 7, �en Diebstahl. Dagegen erleichtert die Tournüre der uanz vorzüglich das Ausleeren benachbarter Taschen, mit dem Wachsthum der Tournüre für spitzbübische Tastversuche ver- ä Großh»"�. � 'n /chwrrrr Unglücksfall ereignete sich gestern Nach- % dem Neubau der Kirche am Johannistisch. Ter in A-Herstraße wohnhafte Maler Theodor B. war dort auf !s.?wist, etwa zwei Meter von der Erde, mit Malerarbeiten ging auf dem Brett hin und her, gericth plötz- .wert nach rechts, das Brett kippte und B. stürzte köpf- W"�glücklich zur Erde auf einen Haufen Steine, daß er /»«�.äußere und innere Kontusionen zuzog und auf Ver- toorL*'2. Polizeireviers mittelst Droschke zur Charitec � titt werden mußte. gewaltsames Gndr wollte gestern ein Lebensmüder oegs zu ichthäus« ] Millionen einen mal falle allem endet un» �Weiterung len bringM (1888)(d" R cht der -rmeister :e Thätigl stern Arbeib .' werden it Milit-n scllen zu jetzt bei icht bcwi Einsen! is auf- oß er he einig» i nicht zu ilitärarbeii .Diese zu - Artill an die b lkiterwerd können' ingcn, U s werde� swerkcr' Gesellen Tw Anfai im Kriej jeden steten. t handle- icht zu» den noa ttlenneiM mn dies-'« lcksicht auf ,t äußert I .d. Den wünsch� bn S'.d feinem Leben bereiten. Der Barbier Rudolf L. Vf �onhauser Allee hatte bis vor kurzem ein flott t. Barbiergeschäft betrieben. Unglückliche Familicnver- .verfehlten ihren unheilvollen Einfluß auch nicht auf ii/OUsgang; wie das Familienglück, schwand auch das .."�Geschäft, und L. sah fich, von seinen Angehörigen ""t seinem Geschäft mmirt, bitteren Nahrungssorgen : Diesem elenden Dasein ein Ende zu machen, ciw'-Jleftern nach dem Gmnewald begeben und dort mit � u°luer vier Mal auf sich geschossen, zwei Schüsse zwei Schüsse in die Brust. Doch die Lebensgeister 'erbniH n Eet unglückliche Mann behielt noch soviel Kräfte ' dton den zermarterten Kopf mit einem Taschentuch ''' Nach 2 Am Bahnhof Westend marschirte und dort ein löste. Hier angekommen, begab fich der »ioer nt* zu seinem erschreckten Stiefvater, welcher ihm !,' wo"ahm und ihn in einer Droschke zur Charitee p buchte � dei vollem Verstand sein Nationale anzu- f»nc�-.'�ericht. Am 31. v. M., Mittags, wurde die %. 12 Kmn Daniel in ihrer Wohnung, Kleine August- Tie �gekleidet todt auf dem Bette liegend vorge- Lei*.'4» wurde zur Ermittelung der Todesursache der A�fchauhause gebracht.— Abends fiel auf dem Kwg 5 zum heiligen Kreuz der Malergchilfe Buth- .„und etli«!'et hoch vom Gerüst auf einen Steinhaufen Iii Kranf,.«. urch den Fall derartige Verletzungen, daß er dieselbe%ems nach der Charitee gebracht werden mußte. ' �"nb Bm« brannten in dem Neubau Calvinstraße S «'4t zuy,, er. Feuer wurde leicht gelöscht.— In Jet 91„;d. M. stürzte sich eine Frau aus dem Fenster of b!» �eassttaße im 4. Stock belegenen If itnrk und verletzte fich dadurch so schwer, daß sie �ich�Zritung. b ii, des Reirks er Kozialistenvrozeß ist wiederholt des �we» � vom 26. September 1887(2233. 87. WMMW HMMZM und die ungesetzliche ..""i. dem Schreiner H.. von welchem /nder der An- ndler,« « »b bekannt?fn 5?re>ner-0., vv»........... & Är-ÄÄ licfcli*8en den m esvokratischen Verlagsbuchhandlung in MM MtzMMW Das Reichsgericht ist vielmehr in wiederholten Entscheidungen davon ausgegangen, daß eine Theilnahme an einer Verbindung auch in anderer Weise dann nur als attives(statutengemäßes) Mitglied stattfinden könne durch Förderung der Verbindungs- zwecke, daß Jemand, auch ohne Mitglied der Verbindung zu fem, durch Thätigkeit für die Zwecke der Verbindung an derselben Theil nehmen kann. Der in Anwendung dieser Rechtsbegriffe aus den Eingangs vorangestellten Thatsachen abzuleckenden An- nähme der Schuld des Angeklagten im Sinne der Anklage kann auch nicht mit Rechtswirksamkeit durch die Feststellung des Unheils begegnet werden, daß der Angeklagte von H. nur von Fall zu Fall zur Ausführung der einzelnen Unterneh- mungen, Verbreitung der verbotenen Druckschriften, gegen bestimmte Belohnung beigezogen worden sei und für den einzelnen Fall eine Arbeitsleistung für H. unternommen habe, ohne eine Zusage auch für die Zukunft gemacht zu haben. Wenn nämlich nur feststeht, daß die eine Förderung der Verbindungszwecke in fich schließende Arbeit mit Kenntniß des Daseins der Verbindung und ihrer Zwecke, sowie des Um- standes, daß die Arbeitsleistung die Verbindungszwecke fördere, geleistet ist, so kann in einer solchen, wenn auch gegen Bezahlung und ohne destimmte Zusage für die Zukunft, so doch in wieder- holten Einzelfällen thätlich bewerkstelligten Förderungen der Verbindungszwccke recht wohl eine Theilnahme im Sinne der §§ 128, 129 des Strafgesetzbuches gefunden werden. Der An- nähme einer solchen Theilnahme kann auch nicht, wie das Ur- theil schließlich that, der Einwand entgegengehalten werden, daß, wenn der Angeklagte auch in objektiver Hinsicht die Mitgliedschaft der Verbindung erlangt hatte, er doch nicht das Bewußt- sein gehabt hätte, Mitglied der Verbindung geworden zu sein. Wie schon ausgeführt worden ist, kann ja die Theilnahme an einer Verbindung auch ohne Mitgliedschaft stattfinden, und wenn eine wissentliche Förderung der dem Thäter bekannten Verbindungszwecke stattgefunden hat, so vermöchte der Umstand, daß dem Thäter nicht zum Bewußtsein gekommen ist, daß er fich hiermit der Theilnahme an der Verbindung im Sinne der §§ 128, 129 schuldig mache, als ein belangloser Rechtsirtthum die Schuld des Thäters nicht aufHeden." Görlitz, 31. Januar. Während der letzten Reichstags- wählen wurden hier den Sozialdemokraten für ihre Versamm- lungen die Säle verweigert. Das führte ein Flugblatt auf das Verbot seitens des Landratbs von Seydcwitz und der städtischen Polizeiverwallung zurück. Darauf wurden mehrere Sozialdemo- kraten wegen Beleidigung des Landraths und der Polizeivcr- waltung zu zweimonatlichen Gcfängniß- und hohen Geldtttafen verurtheilt. Vier legten Berufung ein und verlangten die Her- absetzung der Strafen auf die Hälfte. Durch Emlegung der Revision erlangten sie die Zurückweisung der Sache an das hiesige Landgericht zur nochmaligen Verhandlung, da bei der Straf- abmessung die Anwendbarkeit des§ 193 nicht genügend berücksichtigt sei, und dies hat die Strafe abermals um ein Drittel herabgesetzt, da cS in Betreff der Beleidigung des Landraths die Anwendbarkeit des§ 1 93 annahm. Betreffs der Beleidigung der Polizeivcrwaltung wurde vom Vcrtheidiger der Anttag auf Wiederaufnahme des Verfahrens angekündigt. Pereine und Nersnmmlungen. Zum Sattlerflreitr fand am 1. d. M. im Saale der Habel'schen Brauerei eine öffentliche Versammlung der Sattler Berlins statt, welche den geräumigen Saal bis auf den letzten Platz gefüllt hatte. Die Tagesordnung lautete:„Die Lohnfrage." Der Vorsitzende Herr Kabel nahm Bezug auf den aus- gebrochenen Streik der Sattler und hob hervor, daß es Aufgabe der Versammlung sein müsse, Aufklärung über die herrschenden Verhältnisse zu schaffen. Von Fabrikanten würde immer in die Welt hinausposaunt, daß die Arbeiter ein„schönes Stück Geld" verdienen, berücksichtigt werde aber hierbei nicht, in welcher Zeit dieses„schöne Geld" verdient werde und ob der Arbeiter allein oder mit HUfe Anderer sein Lohn verdiene, wie dies namentlich bei den Hausindustriellen der Fall ist. Herr Krüger hielt zunächst einen Rückblick auf die Lage des Sattlergewerks. Schon vor acht Tagen sollte eine öffentliche Versammlung zur Stellung- nähme zu dem ausgesprochenen Stteik stattfinden und zwar bei Orschel in der Sebastianstraße. Dieser verweigerte aber trotz polizeilicher Genehmigung in letzter Stunde das Lokal, so daß acht Tage verstreichen mußten, ehe eine neue Versammlung ein- berufen werden konnte. Die Forderungen der Gehilfen bczeich- netc er als völlig gerechtfertigt, ttotzdem sie von den Fabrikanten nicht anerkannt werden. Von den Arbeitern sei alles geschehen, um einen Streik zu verhindern, sie seien aber von den Fabri- kanten mit Drohungen abgewiesen und entlassen worden. Auch konnte er es yichl gut heißen, daß an Stelle der Sattler andere Handwerker, wrc Schuhmacher und Buchbinder, eingestellt worden find, noch weniger, daß 60000 Patronentaschen an österreichische Fabrikanten vergeben worden find. Recht traurige Bilder führte der Redner vor von der Haus- industrie in der Militäreffcktenbrancke, von der perma- nenten Arbeitszeit und den unzulänglichen Verdiensten. Die Fabrikanten ncnen dies eine Glanzperiode, die Arbeiter aber seien anderer Meinung. Eine Besserung sei gegenwärtig zu erzielen durch einiges Zusammenhalten, da die Fabrikanten durch Liefcmngsvefträge gebunden seien, wenn sie dies auch nicht zu- geben. In Straßburg und am Rhein wurden höhere Löhne ge- zahlt, als in Berlin, also können hier dieselben Löhne gezahlt wer- den, um so mehr, als hier höhere Anforderungen an die Arbeiter gestellt werden. Redner ermahnte zu festem Zusammenhalten, um die gestellten Forderungen zu erreichen. Die Löhne müssen eine solche Hähe erreichen, daß bei normaler Arbeitszeit der Ar- heiter einen auskömmlichen Verdienst erzielen könne. Herr Büttner wies auf die Gefahr hin, welche den Sattlern droht, wenn dieselben nicht einig unter einander find, und verbreitete sich des weiteren über tote Hausindustriellen. Er konstatitte, daß auch ein großer Theil der Hausindustriellen mck den jetzigen Löhnen nicht zufrieden sei und daß es nur eines An- stoße!- bedarf, um dieselben ebenfalls zum Vorgehen zu veran- lassen. Wenn der Tornister mit 3 M., die Patronentasche mit 1 M bezahlt würden, dann könnte bei normaler Arbeitszeit ein ausreichender Verdienst erzielt werden. Er warnte vor gegen- fertiger Konkurrenz und vor übermäßiger Arbeitszeit. Herr Schnüret krittsirtc den ungeheuren Fabrikantengewinn gegen- über den Arbeitern und crmahnte zur Einigkeit. Herr Zacharias erklärte den Reingewinn der Fabrikanten für derartig, daß die Arbeitslöhne wohl erhöht werden könnten. Die Fabri- kanten hätten fich an das Ministerium gewandt, um eine Ver- längerung der Lieferungsfristen zu erreichen. Auch die Arbeiter seien beim Ministerium vorstellig geworden, unter Motivimna der bestehenden Verhältnisse. Er hoffe, daß eine Untersuchung stattfinden werde. Herr Olfc schilderte in seinen Ausführungen die ungesunden_ Arbeitsräume in den Fabriken und wünschte auch hier eine Verbesserung. Auf die Aufforderung des Vorsitzenden, daß fich anwesende Fabri- kanten oder deren Vertreter oder Gegner zum Wort melden sollten, meldete fich Niemand. Herr Krüger schilderte ebenfalls die gesundheitsgefährlichen Arbeitsräume und verlangte eben- falls energische Abhilfe. Er verlas sodann einen Aufruf an die Sattler und Berufsaenosscn, welcher demnächst veröffent- licht werden soll. Dieser Aufruf erhielt den vollen Beifall und die Zustimmung der Versammlung. Herr Aßmann hielt die Drohungen der Fabrikanten mit Zuchthausarbeit, Jnnungshilfe und Zuzug nicht für ernst zu nehmen und befürwortete, unter die Forderungen der Arbeiter auch die Lieferung des Materials mit aufzunehmen. Herr Aßmann und ein zweiter Kollege wurden von der Versammlung beaufttagt. im Namen der sttei- kcnden Arbeiter mit den Fabrikanten zu unterbandeln. Zur An- nähme gelangte folgende Resolution:„Die beute tagende öffent- lichc Versammlung der Sattler Berlins deschließt, die gestellten Preise bei Loh, Söhne, Dotty, Wunderlich und Hoffmann, 1) für den Tornister 3 M.; 2) für die Hinter-Pattonentasche 1 M.; 3) für die Vorder-Patronentas che 1,90 M.; 4) für den Helm 50 Pf. zu verlangen und wird durch ihr einmüthiges Zusammenhalten suchen, mit allen gesetzlichen Mitteln ihre gerechten Forderungen durchzusetzen. In fernerer Erwägung, daß durch die Lieferungen von Gam und Wachs den Fabrikanten gewisse Vortheile er- wachsen und die Gehilfen einen großen Schaden davon haben, beschließt die Versammlung, die Abschaffung der Lieferung der betr. Materialien seitens der Arbeiter zusfordern, und ersuchen wir hierdurch, unsere Deputation die Fabrikanten hiervon in Kennt- niß zu setzen."— Wie mitgetheilt wurde, sollen die Fabrikanten die Hilfe der Polizei in Anspruch genommen haben und sollen auch thatsächlich die betr. Fabrikgebäude polizeilich bewacht worden sein. Die Streikenden wurden allseitig zu ruhigem Vor- gehen ermahnt. Mit diesen Forderungen erklärte fich die Ver- sammlung einverstanden. Das Resultat der Verhandlungen mit den Fabrikanten muß nunmehr abgewartet werden. Die Haus- industriellen wurden ermahnt, die Arbeit fettig zu stellen, aber keine neuen Lieferungen anzunehmen. Die Unierstützungsfrage soll auch geregelt werden. Geld ist vorhanden. Das Nähere wird noch bekannt gemacht werden. Der Fachverein Kerttner Droschkenbesttzer be- schäftigte sich in seiner am 27. Januar abgehaltenen Versamm- lung hauptsächlich mit dem Asphaltpflaster und dessen BeHand- lung. Der Vorfitzende des Vereins, Herr Streu, wies in längeren Ausführungen nach, daß das Asphaltpflaster und die fortwährende Vermehrung desselben, welche von gewisser Seite verlangt würde, ein Unglück für das ganze Fuhrgewerbe sei, da thatsächlich festgestellt wäre, daß die Behandlung desselben, wie Sandstreuen u. s. w., nicht in der Weise geschieht, wie es bei eintretendem Regenwetter zc. nothwenvig sei. Es wurde von mehreren Rednern hervorgehoben, daß diese Uebelstände hauptsächlich den betreffenden Straßenaufsehern zur Last zu legen wären, welche zu große Sparsamkeit im Sandstreuen aus- übten. Allgemeine Entrüstung gab sich in der Versammlung kund, als die Mittheilung gemacht wurde, daß diejenigen Aufseher eine Belobigung erhielten, welche mit dem Sande sparsam verfahren. Die Herren Schunke und Kulnig unterzogen das Verhalten der Kiesigen Thierschutzvereine einer schatten Kritik, da dieselben den Unglücksfällen auf dem Asphalt, auch eine Thierquälerei, nicht die nöthige Aufmerksamkeit widmen. Es wurde von der Ver- sammlung der Beschluß gefaßt, bei den städtischen Behörden in Betteff der schlechten Behandlung des Asphaltpflasters vorstellig zu werden, und der Votttand beaufttagt, die betreffenden Straßen, welche besonders v rnachlässiat würden, in dieser Petition nam- Haft zu machen. Herr Kulnig theilte mit, daß der Wiener Maskenball des Vereins am Freitag, den 17. Februar, in Ahl- grimm's Festsälen stattfindet. Nachdem fich noch viele neue Mitglieder hatten aufnehmen lassen, wurde die Vettammlung geschloffen. Urber dir brabstchtigtr Einschränkung der Grffrut- lichkrit dr» Gerichtvvrrfahrrns hielt Rechtsanwalt Dr. I. Fttedmann vorgestern Abend einen sehr beifällig aufge- nommenen Vottrag. Redner knüpfte an die Berathung des Gerichtsverfassungsgesetzes an, bei welcher im Einverständniß mit dem Regierungskommissar v. Amsberg der Grundsatz zum Durchbruch gelangte, daß die Publikation des Urthells und der Gründe in allen Fällen öffentlich geschehen müsse. Wo es Ich um Verhandlungen handelte, deren Oeffentlichkeit wegen Ge- fährdung der öffentlichen Ordnung ausgeschlossen wird, waren Bedenken überhaupt nicht erhoben worden, und diejenigen, die bezüglich der Ausschließung wegen Gefährdung der guten Sitten geltend gemacht waren, habe der Regierungskommissar mit dem Bemerken beseitigt, daß es wohl kaum einen Vorsitzenden geben düttte, der es bei Verkündung der Uttheilsgründe nicht vetttünde, die anstößigen Punkte zu umschreiben. Mit dieser Bestimmung sei man acht Jahre lang ganz gut aus- gekommen, und nun sollen einige Vorgänge der letzteren Zeit ein Bedürfniß für eine gänzliche Abänderung ergeben baden? Die dafür vorgebrachten Gründe treffen nicht zu, und die vor- geschlagenen Abändenmgen find theils schädlich, theils unmöglich auszuführen. Der Vottragcnde weist namentlich nach, wie die Vorschnft, über die Vottommnissc in nicht öffentlichen Sitzungen Stillschweigen zu beobachten, undurchführbar seien. Auch könne der damit verbundene Zweck nicht erreicht werben, als die Ver- öffentlichung der Anklageschttsten und der Aussagen im Vor- vcttahren nach stattgehabter Hauptoerhandlung nicht verboten ist. Eine Schädigung der unpattttischen Rechtspflege liege aber in der Bestimmung, daß es dem Vorfitzcnden im Aufsichtswcge unbenommen sei, den geheimen Verhandlungen beizuwohnen. Aus diesen Gründen rechtfertigte fich sein Wunsch, daß dieser Entwutt niemals zum Gesetz erhoben werden möge. Potsdam, 1. Februar. Zu gestern Abend war nach dem „Thcüia-Theater" eine öffentliche Versammlung einberufen, in welcher Herr Liefländer aus Berlin über die Kulturaufgaben unserer Zeit sprechen sollte. Nachdem die Vettammlung eröffnet und das Bureau gewählt worden war, wurde dem Referenten das Wott zu seinem Vortrage ertheilt. Jedoch, kaum hatte der- selbe einige Säye gesprochen, als der überwachende Beamte die Vettammlung für aufgelöst crklätte. Nach dem Grund für die Auflösung gefragt, entgegnete der Kommiffar, daß der Redner sozialdemokratischer Agitator sei und deshalb nicht sprechen dürfe. Die Anwesenden verließen in größter Ruhe das Lokal. Die„Freie Uereiniguug aller in der chirnraifche« Kranche beschäftigten Kernfsgenossen" veranstaltet zur Feier ihres 2. Sttftungsfestes am Sonnabend, den 18. Februar, in Oppermann's Festsälen, Jannowitzbrücke 2(Stadtbahnbogcn), einen großen Wiener Maskenball. Billets t 50 Pf. find zu haben bei den Herren: Schuster, Sttalsunderstr. 24, Hof park.; Thcuer Chottnetttt. 67, v. 4 Tr.; Kunstheim, Prenzlauerstr. 13, Krause, Matthieustt. 19, und Melchior, Weberstt. 25, im Zigarren- geschäft. Kerliner Aerein für natnrgemäffe Gesundheitspflege und arzneii-fe Krilknnde. Heute, Donnerstag, 8% Uhr Abends, Kommandantenstr 71—72, Vortrag des Herrn Dr med. Mar Böhm aus Stuttgart über„Die Erkrankungen der Lunge, insbesondere über Lungenschwindsucht und deren Heilung vom Standpuntt und nach den Grundsätzen der Natur- heilkunde." Gauverein d-r Waler Kerlin«. Der Wiener Masken- SÄM» �nksuttettttaße.statt. Anfang 8 Uhr. Entree inklusive Tanz 50 Pf. Bcllets hierzu find vorher in allen mit Plakaten be- legten Handlungen, sowie im Verkehrslokal Rittcrstraße 123 bei Sodtke, wie auch beim Vorsitzenden H. Wentker, Memeler- straße 61, Hof links 4 Tr., zu.haben. Billetverkauf an der Kasse findet nicht statt. «esang-. Turn- und gesellige Dereine etc. am Donnetttag. Männergesangverein„Lätitia" Abends 9 Ubr in straße 38.- Mannergesangvercm„Nordstern" Abends 9 Uhr im VW««« straße 51. Abends 8 araphenverein„Phalanx" WendZ 8j Uhr im Restaurant„Zum Buckower Garten", Buckowerstraße 9.— Berliner tvteno- graphen-Berein(System Arends) Abends 8& Uhr Mohren- ftrofec 47(Brandenburger Haus).— Stolze'scher Stenographen-Verein„Nord-Berlin" Abends 9 Uhr Schlegelstraße 44. — Verein der Naturfreunde" Abends 9 Uhr im Restaurant Wienerstraße 35.— Rauchklub„Kemspitze" Abends 8s Uhr im Restaurant, Holzmarktstraße 44.— Rauchklub„Arcona" Abends 9 Uhr bei Brandt, Forstcrstraße, Ecke der Reichenberger- strotze.— Rauchklub„Dezimalwaage" Abends 8t Uhr im Restaurant, Memelcrstraße 82.— Rauchklub„Vorwärts" Abends 9 Uhr bei Herrn Tempel, Restaurant„Zum Ambos", Bres- lauerstraße 27.—„Orientalischer Rauchklub" Abends 9 Uhr im Restaurant Wicchert, Oranicnstraße 3. KleiNe Mittheilnngen. Wien, 30. Januar.(Mutter und Kind verbrannt.) Am Sonnabend Abend war eine Frau Wimmer in ihrer Wohnung, Währing, Hauptstraße Nr. 72, nnt dem Baden ihrer Kinder deschästigt. Zwei der Kleinen, Mädchen im Alter von zwei und vier Jahren, lagen bereits sauber abgetrocknet mit frischer Wäsche in ihrem dicht neben dem Waschtisch stehenden Bettchen, unter hellem Lachen zuschauend, wie sich eben ihr sechsjähriger Bruder Emil gegen die Thätigkcit des Badeschwammes sträubte. Dicht dabei stand noch angekleidet das vierte der Kinder, die siebenjährige Irene. Da plötzlich schlug, von dem kleinsten Mädchen rn übergroßer Lebhaftigkeit berühtt, der Deckel des Waschtisches zu; die neben dem Waschbecken stehende Petroleum- lampe wurde zertrümmert zu Boden geschleudert und die kleine Irene mit der brennenden Flüssigkeit Übergossen. Im Nu standen die Kleider des Kindes in Flammen. Während die Kleinen aufkreischten, versuchte die Mutter zu retten, aber*u ihrem eigenen Verderben. Auch ihre Kleider wurden von den Flammen ergriffen und im wahnsinnigen Schmerz ließ sie das Kind fahren, um auf den Korridor laufend, instinktiv Hilfe zu suchen. Aber Keiner wagte es der eigenen Sicherheit wegen, die Unglückliche in seine Wohnung eintreten zu lassen und so lief sie verzweifelt um Hilfe rufend, von Thür zu Thür, bis zwei beherzte Männer sich bereit fanden, Hilfe zu bringen, indem sie die brennende Gestalt mit Wasser Übergossen und so die Flammen erstickten. Nun eilte man auch in die Wimmer'sche Wohnung. Drinnen war es dunkel und ein erstickender Lrualm füllte das Zimmer. Eine Frau ging dem Fenster zu, um dieses zu öffnen, stieß aber plötzlich einen Schrei aus— sie hatte auf den Körper der armen Irene getreten, der zuckend und fast bis zur Un« kenntlichkeit verkohlt auf dem Fußboden lag. Noch war Leben in dem Körper, aber eine halbe Stunde später hatte das Kind ausgelitten. Die Mutter war inzwischen wieder in ihre Wohnung gebracht und man bemühte sich, ihr Linderung zu verschaffen. Bald war das Zimmer von Amtspersonen gefüllt, Polizeibeamte, Aente, Mitglieder der Freiwilligen Rettungsgescllschaft waren erschienen, da kam Herr Wimmer nach Hause. Noch einmal schlug seine Gattin die Augen auf und als sie den vor Schreck erstarrten Mann erblickte, entfuhr ihr der Ausruf:„Ach, nun werde ich schrecklich entstellt sein!" Dann versank sie rn Bewußt- losigkeit, aus der sie nicht wieder erwachte. Ihr Zustand war durchaus hoffnungslos und drei Stunden, nachdem sie in das Wasserbett im Allgemeinen Krankenhause transportirt war, starb die 38jährige Frau. Nürnberg, 26. Januar. Infolge der Quecksilbervergiftung, welche die Arbeiter einer hiesigen großen Zinnfigurenfabrik de- troffen hat, veröffentlicht das„Bayerische Gewerdcmuseum" folgende amtliche Warnung:„Als englisches Zinn, versehen mit dem Laminstempel und dem Firmenstempel: S. A. Stone und Son Meltwell, wird zur Zeit ein Zinn in den Handel gebracht, welches einen erheblichen Gehalt an Quecksilber besitzt. Die Ver- arbcitung eines derartigen Zinnes ist im hoben Grade gesund- heitsschädlich, ferner ein derartiges Zinn auch für viele LegirungS- zwecke untauglich. Aus diesen Gründen muß vor dem Ankauf und vor der Verwendung des im Handel vorkommenden queck« silberhaltigen Zinnes dringend gewarnt werden." Nest, 30. Januar.(Schneesturm) Infolge des gestrigen Schneesturmes ist der gesammte Verkehr auf den Linien Szegcdin-Temesvar, Groß Kikinda-Bccskerek und auf der Gran- und Eipelthalbahn eingestellt. Zwischen Groß Kikinda-Szent Hubert fuhr ein Personenzug auf einen im Schnee stecken ge- bliebenen Lastzug, wobei 5 Waggons des Lastzuges und die beiden Maschinen des Personenzuges entgleisten. Die Verkehrs- stömngen werden noch heute oder spätestens morgen behoben werden. vdessir, 30. Januar.(Eisenbahnunglück.) Auf der Station Migajewo der Südwestbahn(82 Werst von hier) stieß gestem der aus Kiew kommende Postzug auf einen Güterzug. Die Lokomotiven beider Züge sind arg beschädigt, mehrere Wagen find zertrümmert. Von den Passagieren wurden 2 gctödtet, 4 schwer und 7 leichter verwundet, von den Fahrbeamten wurde einer getödtet und zwei verwundet. Kpalato(Talmatien), 26. Januar.(Eine eigenthümliche Rettung.) Vor einigen Tagen waren zwei Fischerbarken aus Chioagia auf der See zwischen den Inseln Brazza und Solta (Spalato gegenüber) init dem Heben der Netze beschäftigt, als ein unversehens eingetretener starker Windstoß in die offenen Segel der Barken derart einschlug, daß beide Schiffe plötzlich umkippten. Es gelang den Fischern jedoch, die Kiele der Schiffe zu erfassen und in der Ermattung, daß man ihnen zu Hilfe kommen werde, an denselben sich festzuhalten. Nur ein zwölfjähriger Knabe, welcher in einem der Schiffe sich befand, kam nicht mehr zum Vorschein. Es dauctte nicht lange, bis vier andere Fischerbarken aus Cbioggia den Schiffbrüchigen zu Hilfe eilten und dieselben einschifften; nachdem man sich überzeugt hatte, daß von dem Knaben, welcher der Sohn eines der ge- retteten Fischer war, keine Spur zu entdecken sei, wurden die umgeworfenen Schiffe ihrem Schicksal überlassen, und die vier Barken flüchteten sich vor dem mittlerweile eingetretenen Bora- stürm in einen Hafcir der Insel Solta. Ein Trabakel, welches von Spalato nach Lissa segelte, hatte den Unfall bemerkt und verständigte gleich nach dem Eintreffen in Lissa das Hafenamt davon, welches sofott dem Hafenkapitanate in Spalato telegra- phische Meldung gab. Der Hafenkapttän von Spalato traf ohne Zeitverlust die nöthigen Vorkehrungen, um den Fischern zu Hilfe zu sommen. Am folgenden Morgen verließ der kleine Dampfer„Eolibtt" den Hafen von Spalato und steuerte nach Solta, wo er die Schiffbrüchigen an Bord nahm, darunter auch den Vater des vermißten Knaben, welcher über den Verlust seines Kindes jammette. Hierauf machte sich der Dampfer auf, um die umgeworfenen zwei Schiffe auf der See aufzusuchen. Es gelang dies auch. Die mit dem Kiel nach aufwätts schwimmenden Schiffe wurden von dem Dampfer ins Schlepptau genommen und nach einer dreistündigen Fahtt in einem nächstgclcgenen Hafen in Sicherheit gebracht. Daselbst angekommen, hatte der Hafcnpilot Mann- covic den Einfall, auf den Kiel eines der Schiffe zu klopfen, aber nichts ließ sich aus dem Innern vernehmen. Er klopfte dann auf den Kiel des zweiten Schiffes, und— kaum glaublich— einige dumpfe Stöße an die Innenseite der Schiffs- wand waren gleich darauf zu hören. Der vermißte Knabe de- fand sich also im Innern des Schiffes und war noch am Leben. Es wäre aber gefährlich gewesen, das Schiff wieder aufrichten zu wollen; vielmehr wurde in den untersten Theil der Schiffs- wand, welcher zu oberst gekehrt war und aus dem Waffer hervorragte, ein Loch gemacht und der Knabe lebend aus den, Innern herausgezogen. Er brach, sobald er in die freie Luft gelangte, ohnmächtig zusammen, kam aber, nach- dem er erwärmt worden war, wieder zu sich, worauf man ihn mit einem ivarmen Getränke stärkte. Der Knabe hatte volle 23 Stunden in dem mit zusammengepreßter Luft gefüllten Räume zwischen der Meeresoberfläche und dem Boden der Barke zuge- bracht. DaS Wasser reichte ihm zuweilen biZ zur Brust, seine Füße waren aber die ganze Zeit hindurch bei einer Temperatur von nur einigen Graden über Null unter Wasser. Um ihn hemm war es stockfinstere Nacht. Auch wußte er nicht, ob die Barke noch auf der Oberfläche der See schwimme oder schon ge- funken sei. Der Vater weinte und schluchzte nun vor Freuve, wie er dies früher stundenlang aus Verzweiflung gethan hatte._ Telegraphische Depeschen. (Wolsis Telegraphen-Burcau.) Kerll«, Mittwoch, 1. Februar. In der um 31. v. M. abgehaltenen Plenarsitzung nahm der Bundesrath von den Er- gebnissen der Statistik der öffentlichen Annenpflege für 1885 Kenntniß, crtheilte dem Gesetzentwurf wegen Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Verwaltung des Reichsheeres und dem Entwurf eines Gesetzes betreffend die Einfühmng der Gewerbe« ordnung in Elsaß-Lothttngen, letzteren mit dem vom Reichstage beschlossenen Abänderungen die Zustimmung. Der Entwurf eines Feldpolizeistrafgesetzes für Elsafe-Lotbringen wurde den Ausschüssen für Justizwesen und für Elsaß-Lothringcn zur Vor- berathung überwiesen. Endlich wurde über die Zollbehand- lung verschiedener Gegenstände, über die Zulassung von See- leuten zur Schifferprüfuna, sowie über die geschäftliche BeHand- lung mehrerer Eingaben Beschluß gefaßt. München, Mittwoch, 1. Februar. Der seitherige zweite Bürgermeister Dr. Wiedeninaier wurde einstimmig zum ersten Bürgermeister gewählt. (N«ch Kchluß>e* Kedntttion eingetre Strasburg i. E.» Mittwoch, 1. Februar. gerichtliche Verfolgung wegen Landesvenaths gegen brauer Wagner in Mutzig ist aufgehoben worden, j Speyer, Mittwoch, 1. Februar. Wegen starken l? ist die Eisenbahnschiffbrücke heute abgefahren worden. Kondon, Mittwoch, 1. Februar. Der parnell putitte Cox ist heute zu Ennis wegen aufrührettscher einem Monat Gefängniß veruttheist worden. Krieskasten der Kedakti Sprechstunde« der Kedaktio« uur von IS— 4 Uhr Mittags und 7—8 Uhr Bei Anfragen bitten wir die SbonnementL-Quittung beizufügen- Antwort wird nicht ertheitt. Minterthnr. Mittbeilungen vom 28. 1. di eignisse bereits überholt. Gruß. Panorama. Darüber können wir Ihnen keim geben; erkundigen Sie sich bei dem Besitzer eines' Instituts. _ G. y. Koppenstr. Der Verfasser des Attikcö Schwindsucht in unserem Sonntagsblatt wohnt nicht? Wir find bereit, Ihnen, wenn Sie es wünschen, � mitzutheilen. Eine persönliche Konsultation würd schwer bewerkstelligen lassen. F. Q. Ihre Karte ohne Angabe des VerHand! standes, die noch dazu anonym ist, ist bei uns zu gangen. Morg «a (Eingett 11. Eichung der 4. Klasse 177. Königl. Preutz. Lotterie. Zievun« vom r. F-bruvo ISSS.(Porraittagi. 9iii( di- v-wiim- vd-r 2 I O Marl sin»»cn»menciiocii Xiummddl m Par-Nldei« deigefügl. (Ovn« askwähr) 13 346 520 58 61 97 618 1157 68 276 98 490 508 755 833 2083 109 301 439 552 64 91 604 29 79 853 942 52 85»014 56 185 276 341 70 458 530 55 689 130001 806[30OJ 932 63 71 4164 241(500] 51 345 412 49 709 26 5195 379[3001 423 78 89 95 551 618 88 770 I30Ä 927«006 231 78 320 60 402 53 500 605 39 53 730[3001 829 48 94 912 7046 141 311 461[500, 65 531 51 712 831 86 89 916»155 130001 232 311 453 73 78 517 663 881 83 926 0137 65 244 391 461 537(15001 718 48 901 11 41 92 I«105 238 314 403 526 97 955 1 1 126 266 326 558(30001 77 632 713 12064 319 446 512 130001 91 93[5001 603 44 84 717 833 64 75 980 ia032[3001 141 343 86[15001 662 80 725 130001 806[3001 11 945 69 14101 34 67 213 70 397 405 33 54 571 72 95 615 55 58 712 822 81 915 15222 74 408 16 69 74 500 62 724 1(1061 385 433(500J 626 710 894 939[30001 17039 226 344 439 78 623 99 706 845 1S088 142 72 99 387 477 629 98 1 9204 80 568 688 740 895 997 20033[30001 342 663 96 821[3001 52 21140 260 315 444 48[30001 63 87 511 615 772 844 940 85 86 22196 252 99 319 81 420 603 36 853 23024 31 133 52 244 570 636 2 4056 454 594 665 2 5308 28 13001 56 59 91 503 17 24 614 23(15001 93 20148 381[15001 447 537 64 738 55 2 7020(3001 75[30001 203 386 482(500] 97 674[50001 96 719 59 930 40 2H097 215 98 413 66 15001 94 565[5001 651[30001 720 32 823 67 29033 41 139 267 586 714 67 71 848 900 »«»077 231 63 385 466 546 713 980»1343 430 90 533 45 86 777 »2232 33 51 62 314 88 847 82 902 82»»039 136 54 239[5001 493 619 I30(J] 50 724 82»4072 78 137 69(15001 74 378 502 24 86 616 94 739 Ibllltl ! 431 48 525 860»2139 311 542 57(5001 79 711 811 29 920 I 114 84 311 479 83 521(15001 59 624 971[3001 72»4034 838 73 923»5304 437 81 612 70 742 97 875»0008 37, | 90 380 409 617 719 65 972 78»7031[3001 129 39 318 41 90 751 66 98 881 943»-007 46 47 88 122 77 97 269 328 559 703 130001 59 91 824 72(3001 76 916»»150 59 361 36 99 657 7.80 956 I(»«»115 31 73 288 325 84 688 750 803 63 966 I«N 91 546 683 822 53 I(»2036 123 209 509 85 674 13000) 779 256(1500] 392 431 42 532 92 664 799 815 1«»4067 157 S 60 115001 558 81 613 62 870 85 105044 85 89(30001 12« 749 962 I«»«296 434 550 85 600 720 876 910 37 39>« 94 99 559 634 6" 837 79 901 64 1 08047 214 38[30C 53[5001 895««'»094 211 336 46 559 144 89 93 98 99.. 1 I(»283 374 489 590 91 94 625 916(3001 1 1 1 211 21. 308 63 426 542 55 83 630 38 752 83 89 893 944 1 1 2(/2b 787 946 53 65 I 1»258 66[3001 434 55 575 630 33 71 iJS 644 951(3001 I 15033 37 90 163 68 452 63 527(30001 69« 292(5001 391 673 739 49 97 1 17078 91 170 76 343 45 WT 90 990 1 18012 143 308 80 456 575 97 601 38 40 47 790*(«»C 1 1»055 135(5001 39 284 322 812 955...-1 120026 92 136 74 75 90 240 338 41 426 65 584 6%% Erpch 1» 1028 85 376 617 716 902(500) 57 1»2138 48 98 296 4 � 73 932 1 2 3047 171 258 345 518 630 871 927 52 124#', 1 313 70 470 83 508 642[5001 92 717 21(15001 25 882 999. «6 735 62 872 1 26188 248 76 414 72 98 541% »4004 115 248 367 83 570 610 22 33 725 56 817 80(15001 88 45167 239 303 22 57 451 609 18 796 903 11 61 63 66[30001 90 40042(3001 131 90 387 88 430 614 22 86 883 998 4 7194 290(500] 303 99 465; 500, 538 795 904 4-,061 65 211 63 415 130001 707 972 83 4V077 135 255 ,9 309 52 62 467 94(3001 709 41 830 978 90 50067 70 85 135 303 415 971 5 1 032 69 97 190 257 85 363[300] 520 50 738(1500) 860 5Ü179 86 586 99 672 724 30(3001 53 827 30 50 60 89 359 72 525 32 651 786 870 78 1500] 85 87 971 5 7023 137 49 211 69 79 722 42 57 J300i 824 31 901 6 63 58091 145 237 46 309 463 77 608 33 704 819 59028 132 246 431 642 61 730 31 54[300] 87 858 944 ««»047(30001 511 58 642 88 724 29 70 863 937 6 1 326 38 662 73 81 869«*185 89 471[300) 621 737 70 830 912 27 C3304 490 655 780 116001 94 859«4180 220 396 533 72 84 94 635 799 858 73[3001 75 «5097 21b 9o[30001 387 92 427 586 862 997«6127 81 269 312 20 533 84 810 83«7014 179 317 54 494 714 76 79 867 917 67«8026 47 223 91 306 49 429 90 574 762 802 16 34 42«»002 40(300| 120 37 87 424 46 7o oM4 5)38 »«026 101 52 280 330 40 641 58 73 7 1 017 131 44 278 478 87 509 282 470 686 978 90 1*7177 261 382 443 578 613 809 30 910 454 61 502 702 82 1*9098 262 337 89 99 583 623 95.. 1»«»164 241 66 362 415[500] 48 630 80 753 87 862*L, 104 315 432 64 614 37 814 25 59 67 13000] 13*236 434'kj I»3061 214 50 360 423 65(100001 587 I»4111 36 52 2f 842 1 3 5017 75 136 41 265 360 491 558 87 646 710 92?»1 i 78 211 69[500] 307[300] 42 418 716 880 1 3 7026(15%% i 655 65 74 788 933 93 1 3*098 749 99 860 941 139034' 1 711 83(1500] 803 93 934 78 538 633 58 786 901 6 47 1 43061 103 220 44 47 668".» I 144020 142[5001 214 52 358 517 815 40 51 918 40 94 1 55 172(5001 212 473 88 672 901 14 140043 134 36 76 639 872 82 1 47116 52 71[1500] 219 385 569 715 21 809. (oOO) 14*002 24(5001 61 64 230 367 481 505 54 601 lloOOl 814 23 956 64 97 149074 211 336 443 59 530 42, 180010[15Ü00J 96 252 419 24 521 811 68 965 68' 359 464 507 14 822(30001 25 918 18*122 68 246 441(M 613 18 21 758 921 153097 147 203 14 317 38 526 607% 988(3001 154 259 304 21 55 63 456 550 84 647 62 881 (3001 265 303 34 53 479 514 89 613 865 79 942 66 89>[ 27 532 83 731 936 1 57027 188 233 82 308 86 421 31 rc »KaK# ?.«n Monat 2 °�das MerU« > wöchentlich »S Uf.. w ition, Zi » ■ Klßcrhalb i %%%' St« Zle di i« rt»! m *«345 468 636 44 72 818 99 906 18 34 85 96* 1 183 380 510 762 AUW,. b*168 7X 609 867 933_ s*»ÖÜ 235 65~8f 319*55" 75 88 858 92 906 I«*005 58 92 15000) 172 264 71 72 73 41 44 99 1 60004 65 254 431 6------ I 7«024 34 68 112 17 29 233 68 67 433 89 646 71 76 740 806 16 9 504 13000] 5(5001 8[3001 71 854 9 627 741 68 886 1 7 4028 1500] 428 31 49 67 i 7 5081 319 522 98 652 748 878 995 1 7 0088 444 576 85 679 792 923 55 77 I 7 7067 383 401 J?le W« �Miquel. % nationalli! ? Mann.! ii«.! n auch r [j,i,9chmb mit � auszuarbei Äade i .�3 te, 00226 29 605[6001 88(30001 788(3001 810 34 916»1042 64 96 156 775 811 42 47 91 903[3001 59 1 7*185 1500; 426[15001 oz.« 93 97 I 7»181 86 295 449 524 612 724 28 76 83 810 Wr m 11. Liehuug der 4. Klasse 177. Königl. Preuß. Lotterie. „. Li-dung vorn 1. Februar 1888, (in die Sewlime über LI« Wnrl Nnd den ditreneudeu Nummern tu Parenthese beigefügt. «Ohne Gewahr.) 2 39 293 877 412 S7 74 632 784 91 815 60 81 1011 22 110 20 234 86 309 64 404 2i 538 679 733*099 113 233 362 502 12 80 798 863»057 299 359 484 511 38 661 744 835 928[300) 42 4072 112 23 239 317[15001 24 94 574 716 5030 240 77(6000) 362 457 513 778 81 800 40 999 0021 83 164 301 1500 22 45 476 522 56 70(5001 816 69 7008 1300] 39 195 304 19 43(3001 47 59 466 564 715(3001 43 76 858 966 8044 158 200 493(30001 607 760 896 987»074 247 361 85 419(300) 68 510 805 915 80 I(»(I14 17 72 89 305(30001 83 488 97 99(15001 781 97(3001 836 912 73 11037(3001 66 318 42 44 694 799 818 54 18066 100 24 90 318 607 (30001 723 77 805(6001 903 82 96 1 3290 379 437 602 34 647 50 1 4181 315 569 638 62 749 895 96t(30001 15036 52 133(30001 319 48 63 74 M W(11% wb«" SS Kwwwmmmrnw*« 0001«« 31 ■üi 8 66 587 645 738 849 82 83 5 1 164 1»� 237 ,302 596 664 I*<»054 166 288 400 49 506 91 691 701 53 914 1**114 366 535 701 18 1*3167 97(3001 301 3 696% 912 l*4i»54 59 275 679 759 809 1*5041 42 72 1% 667 890 914 1*6091 583 623 87 892 956 90 1*7024 öl t i 641 738 839 46[3001 1**358 558 604 86 719 40 83 80*' 194 323 25 61 639 700 24 34 36 802 79 965(5001 385 424(1500] 605 54 783 820 82 979 84»»089 133j"" Anficht S%«ttheil f 73 77 586 642 796 919»4022 79 239 48 511 71 726, 424 54 504 22 644 78 768 807 46 83 950(M"v«l31L�! s?»« s»«vftWeKdr'»->" 583 793 836 65 939 43„ «mmuhgism«.-Mst 65 311 420 55 67 j5p0J 601 72 82 727 56 96 853 932 � 280 326 525 59 670 715 54 800 88 951 61 74 1 05035 47 183 266 332 446 84 786 883[600] 1 00259 ....... 69 420 701 81 842 11 'siegen kam nur 76 815 23 926 IO7036 229 340 59 4zri<(iim lt-| 370 465 130001 510 47 619(300) 873 88 1 0 0238«»s Ä'zltl „ ,t°UݰV-K g'Ä'W 8 9.1 LZÄ mr feSAu«& 310 22 71 95 597 743 54 852 85 912 118005(loOOI J? ji 1300] 522 39 697 727(30001 872 912(30001 84 l1"1" i 505(30001 629 787 98 921 �... ßOOjJj 1*«019 148 56 62 362 404 71 587 769 79 896 94' A% 216 62 360 96 452 547 610 851 988 1**019 187 230 4'jj mmmsrnrnM® 752 80 912 29 54 ...'.«AMKSsMSAMW'O %%%""Las% 496 843 65 914 55153 228 572 S MMkst»»ss. W» m»MW MMMUMUKWMM «-> MtzMi 8® za##: i 1 m—.....«W 79? ,?hl; ifi/o ann[nR_ f. er, l«n? isbi "Sta6"' wir ■wen 1« Verantwortlicher Redakteur; K. Grönheim in Berlin. Druck und Verlag vny Sading i�ttu aw 62 386 422 8» 5'20 686?20 Iii 835 939�78 f79 Beuthstraße 2.