n Ausfällen = Tapeten be r hat nun Segutachten, angenehme or einigen nde von Wi Stalie ihr ha Itener Gefchi .37. Sonntag, den 12. Februar 1888. 5. Jahrs. Berliner Volksblatt. Swarfen, um Man nahm als ob ma ber in den tung eines wurden das fagen derfelbe eien zwischen von Polizifte machen. Sie gehen, dann os, nähert f verhindert Dann eilen b Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" Alles ab, et täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei lizei machtbaus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement aber bisher Rect. Einzelne Nummer 5 Pf. Sonntags- Nummer mit dem Sonntags- Blatt" 10 Pf. ( Eingetragen in der Postzeitungspreislifte für 1888 unter Nr. 849.) Die Ueberfä " 1 c.) Der am ofer Mosell Brigg Lili yitwith, fo fen an Bo See in fin t der Lilian de nur ge efchen mu.) 2.Redaktion: Beuthstraße 2. Insertionsgebühr beträgt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Bf. Bel größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition, Berlin SW., Simmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaur, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Zimmerstraße 44. Der heutigen Nummer liegt für unsere Abonnenten sich trotz der Hochfluth, welche sie schon heute bildet, doch 20 des Sonntags- Blatt" bet. Kampf um's Dasein," furze Worte, aber furchtbar inhaltschwer! Es ist der berall herrschende Kriegs- und Vertheidigungszustand und Aller gegen Alle und Einen, der Ehre, Befih, der am 9. bheit und Leben, was das Dasein werth machen möge, ssekretär beslingt, den man in diese drei Worte faßt. heilte der B g von Famil reffend Alende immer erst in den Anfängen, so daß ohne volkswirthschaftliche Neuorganisation nicht einmal mehr die Menschen, welche schon geboren sind, Beschäftigung und Brot finden können, das jährliche Mehr der Geborenen gegen die Gestorbenen aber von vornherein dem sicheren Untergange geweiht ist. Und dieser Ueberschuß besteht in Deutschland jährlich aus mindestens 500 000 Menschen ohne wirthschaftliche Eristenzberechtigung. Die wirthschaftliche Anarchie ist längst da; Durch ihn werden die Menschen in eine ähnliche Lage fie iſt zehnfach schrecklicher, als alle politische Anarchie, von der sie nur die Vorläuferin ist! Gewiß, die Tendenzen, at, in welcher sich eine mit dem Hungertode kämpfende die Barole und die Taktik der vielberufenen„ Männer ber mannschaft befindet: alle besseren Empfindungen sterben That", der Anarchisten, sind ein furchtbarer Wahnsinn, dem Für Elfah Lot Der Freund von gestern ist der Todfeind von heute, Eigenthum, Glück und Leben zum Opfer fällt. Betriebsunfälle er die knappen Mahlzeiten verzehren hilft; also fort ir Elsaß- Lot hm über Bord, oder( wie es sich schon öfter im Eiseschäfte des ereignete) noch Schlimmeres: die Einen werden ge lung Renntet und von den Anderen, durch den Hunger wahnung nicht und zu Bestien geworden, verzehrt. m Aber in wie viel höherem Maße fällt alles das, ja alles, was zum menschenwürdigen Dasein gehört, der wirthschaftlichen Millionen Menschen sich erstreckend, ist das Unheil, das sie Anarchie zum Opfer! Unermeßlich und auf so viele wie der Effekt der Mordsucht und thierischen Bestialität - Tod, Vernichtung. Der Mörder führt einen Streich auf mein Haupt, der Tiger schlägt mir seine Krallen in's Herz ein kurzer Augenblick, und ich habe ausgelitten. Du aber, grauses Elend, du menschenhassendes Ungeheuer mit dem Gorgonenhaupt, du marterst den armen Menschen durch viele Jahre, von der Geburt bis zum Grabe; du läsfest ihn tausendfache Todesqual erdulden im Bewußtsein seines jämmerlichen Daseins, das er Athemzug um Athemzug erkämpfen muß und endlich, endlich giebst bu ihm den Gnadenstoß, und das ist dein einzig gntes Werk! Und deshalb, Elend, hat der Genius der Menschheit dir Vernichtung geschworen, und wir haben diesen Vernichtungskampf zu führen zugleich mit dem Kampfe ums Dasein! Das ganze große Ringen und Streben der Menschheit hätte feinen 3wed, wenn es nicht der wäre, einen Zustand nießend, in möglichster Vollkommenheit auslebt und weder zu schaffen, in welchem der Mensch sich, sein Dasein ged die Aband In der That, dies Bild ist bereits das Kennzeichen vernichtende Naturgewalt, schreitet sie einher, nichts achtend, den 3ahn des Elends zum Opfer fällt! usichuß für Tönigreich uerwesen eisen. un getroffen.) S rer wirthschaftlich- sozialen Zustände geworden! verbreitet. Wie das eherne Schicksal, wie eine rächende und nichts schonend, was dem Menschen lieb und hoch und Eine allgemeine und stets wachsende Nothlage auf heilig ist! en Gebieten des Erwerbslebens, eine alle Lebenskraft und Lebensfreude verzehrende wilde Heßerei; ein gegen urch den Sichaufreiben und unter die Füße treten; für viele find bis genstadt- Sa Moldau Tie Deputirte B ndelus am Ging genen 11 Das ist der Kampf um's Dasein". Und dieser Kampf, so will man uns belehren, ist ein ,, natürlicher und unab wendbarer", in der Menschenwelt, wie im Thier- und einer plößlichen Vernichtung, noch auch dem langsam nagenPolitische Uebersicht. Die Frage der Berechtigung der Frau zur höheren wissenschaftlichen Bildung und zu den gelehrten Beonen Proletarier eine traurige, von der Wissenschaft Pflanzenreich. Aber bei dieser Lehre kann der Mensch sich rufen hat jüngst unseres Wissens zum ersten Mal einen einem Hungerſterben in Permanenz" verglichene Lage; nicht beruhigen. Das Thier und die Pflanze kennt die Vertheidiger in einem geseggebenden Körper Deutschlands geRaffensterblichkeit dieser und ihnen nahestehender Volksinfolge der Noth und des Elends; Wachsthum der jedoch kennt sie, er haßt sie und sucht ihnen mit aller AnSchrecken der Vernichtung nicht im Voraus. Der Mensch thihaftlichem Gebiete; Mittag amathum der Armuth und des tollen Wagnisses auf leben und gedeihen; er kennt das natürliche Lebensziel und dungsanstalten überhaupt nach Vorgang der meisten gebildeten Abend werder aktion beizufügen. tion -8 hr ng findet in Buschriften auf Stem mann, 888. mur. Fran Briftenzen durch die kapitalistische Konkurrenz, ie Signatur unferer Beit! die Vernichtung zahlloser - das ist Unser ganzes Rulturleben hat mehrere feiner alten Grundfeiler verloren und neue dafür sind noch nicht gewonnen. weiß, wie leicht sich's stirbt, wenn dies erreicht ist. Der zivilisirte Mensch geht von dem Grundsatz aus, daß dies Lebensziel ihm und allen seinen Mitmenschen zukommt. Das Leben, das einmal geschaffen ist, soll auch möglichst erhalten werden. Die zarten Kinder sind es gerade, er technische Verstand hat den volkswirthschaft- welche am meisten von Elend und Krankheit bedroht werden, en überflügelt. Das technische Genie hat der Menschin Gestalt neuentdeckter Naturkräfte fünf Milliarden und die doch auch das kranke, bettélarme Proletarierweib so sehr liebt und so gern pfleger: möchte, wenn es nur der Wird ein Mensch in seiner Vollkraft durch erner Stlaven geschenkt, aber das volkswirthschaftliche Kampf um's Dasein gestattete! ie ist nicht gefolgt. Der schreckliche Aberglaube, bie wirthschaftliche Harmonie stelle sich von selbst ein", hat einen Unglücksfall dahingerafft, von einem Mitmenschen er Segen in Fluch verwandelt. Schon Carlyle rief dem englischen Volke zu: 3hr nicht einen natürlichen Tod; aber das todtspendende Elend t entweder für Reform sorgen, oder 600 000 Menschen sollen wir als natürliche Macht in den Kauf nehmen! Reib und Glied stellen und niederschießen." Die Stimme schlagen, von wilden Thieren zerrissen, so nennen wir das fte haltbar 105 m., 2 Tischbutter M., 5. Rod äglich um lg p. Sbd 87, Inlan 8-12-24 afe 58-60 00 M. p chatel Des Sollen wir? Müffen wir? nein! Wir räumen dem funden. Gelegentlich der Berathung des Haushaltes für den öffentlichen Unterricht in Sachsen, fragte der Abgeordnete von Vollmar an, ob die Regierung nicht endlich daran denken wolle, die Hochschule Leipzig und die höheren wissenschaftlichen Bil Länder auch den Frauen zugänglich zu machen. Bezeichnender Weise nahmen die Konservativen gleich die ersten Worte des Redners mit Gelächter auf, das indeß unter dem Eindruck der scharfen Rennzeichnung eines solchen Armuthszeugnisses und der weiteren Ausführungen des Redners alsbald einer gespannten Aufmerksamkeit Raum machte. Herr v. Bollmar zeigte, wie die Frage ds Frauenstudiums und des Frauenrechtes überhaupt nicht nur in Frankreich, Italien u. s. w. längst öffentliche gesetzliche Anerkennung gefunden habe, sondern daß man in dieser Beziehung selbst den sonst so beliebten Einwand nicht erheben könne, daß der besondere Sinn der Germanen über die Stellung, Würde und Art der Frau dem Fortschritte entgegen stehe. Denn gerade bei den germanischen Völkern und zwar bei allen außer den Deutschen in England, Nordamerika, Schweden, Norwegen, Dänemark, Finland und der deutschen Schweiz sei das Recht der Frau auf Antheilnahme an der Wissenschaft bereits anerkannt. Die meiſten Hochschulen in allen diesen Ländern seien den Frauen gefeßlich oder sonst, zum großen Theil auf dem Fuße vollkommener Gleichheit mit den deutschen Sozialreformers fügt hinzu: Und zwar selbstgeschaffenen Elend ebensowenig Existenzberechtigung Jahr!" Denn die maschinelle Entwickelung, d. h. die ein, als dem Todtschläger und dem wilden Thier. Der bringung der Handarbeit durch Maschinenarbeit, befindet Effekt des Elends ist derselbe- nur noch grausamer Männern, eröffnet. Nur im Deutschen Reich sei man allein Feuilleton. Regte vorbehalten.) Der Erbe. ( Radbrud verboten.) Roman von Friedrich Gerstäder. Bruno abt 3 mei Glückliche. zurückgeritten, [ 35 von Wendelsheim war in scharfem Trab in die aber heute wahrlich in keiner so geMoment schwankend in seinem Entschluß wurde, um von bem alten Mann den Schmerz zu nehmen, bis die Tante mit ihrem falten, höhnischen Blick in's 3immer trat und mit ihrem Anblick alles, alles zurückrief, was er in feinem Leben hier erduldet. Seine ganze ihm abgestohlene und mißhandelte Jugend lag bei ihrem Anblick vor seinen Augen; all' die Thränen, die er im Stillen geweint, all' der heimliche Ingrimm, den sie in die Kindesbrust gepflanzt und mit ihm groß gezogen, aber immer nur genährt, nie auch selbst durch ein freundliches Wort gemilbert hatte, und gerade das Bewußtsein, einmal einen Streich zu verfeßen, sie endlich einmal fühlen zu meiden, den Rebekka schon selber auf ihn ausübte, und der alte Salomon schüttelte wohl oft, von ihm ungesehen, den Kopf, wenn er mit dem Mädchen am Instrument saß und die Tochter dann, glücklich in der Nähe des Geliebten, mit jubelnder Stimme ihre Lieder fang. Er, der alte Salomon, tannte die Verhältnisse der Menschen draußen auf dem Schauplatz, den wir die Welt nennen; er fannte sie besser wohl als tausend Andere, denn er hatte mit allen Schichten der Bevölkerung und besonders mit den Großen und Vornehmen verkehrt, und er war von ihnen geschmeichelt und auf Händen getragen und auch unter die Füße getreten worden, gerade wie man ihn gebrauchte. Er kannte aber auch die Ansichten, den Stolz Stammbaum dten Stimmung, als er sonst wohl das väterliche Haus ihrem starren, feines guten Gedankens fähigen Herzen noch mwild 40- mmer ergreift und beherrscht, wenn wir nach langen und wissen zu lassen, daß ihre Herrschaft vorbei sei und sie 5 Pf., Rennenden 3weifeln über irgend einen wichtigen Abschnitt aufgehört habe, den Knaben zu meistern, warf alles Mit betraf, doch hätten zu dem Juden mit Neid und Bewunde eres Lebens zu einem bestimmten und festen Entschlusse leid für den Vater über Bord. Er sah nur seine geopferte rung aufsehen müssen, denn keiner von allen leitete so weit per Stüd ner 2,00-2 0,50-0,80 Dauttion tag ch( mit u. obn Liebe ettet Jugend, fühlte nur, zum ersten Mal in seinem Leben, das wann hatte er Liebe je in seinem Vaterhaus ge- Bewußtsein in sich erwachen, zu vergelten, und in der Bewußtsein in sich erwachen, zu vergelten, und in der wonnigen Empfindung, gerade dieser Frau den Fehdehand worden, nur Furcht hatte er vor dem strengen schuh hinwerfen zu können, gerade ihr zu zeigen, daß ihr Herrn gefannt, bis er heranwuchs und auch diese ab- Regiment über ihn aufgehört und sie darauf verzichten telte. Dann war nichts geblieben als das Bewußtsein, müsse, ihn als Knaben zu behandeln, vergaß er selbst den er dem Manne, als seinem Vater, Achtung und Ge- Schmerz des Vaters über das ihm zugefügte Leid. fein eigenes Lebensglück, seine ganze Zukunft betraf, blieb nichts weiter übrig, als nach seinem Gefühl zu er 80-1,0 leiten er durch seine Härte und Gleichgiltigkeit schon handeln. eifch 38-42 -85 Bf., Sp junge pr. Stüd 7-9 fe 55-60 en 45-65% 20-1,70 jefartoffeln Blumenfol 8-10, en 7,50 bis Pafer 105-1 am fchuldig fei Als aber nur Gehorsam so weit, als es Rechtes verluftig gegangen war. er heute Morgen hinaus nach Wendelsheim ritt, Jest war es geschehen, der Würfel gefallen, und ihm Damit trabte er auf seinem Weg dahin, und noch nie war ihm der Himmel so blau, die Erde so frisch und maienzurück als dessen Abstammung, die zu Abraham hinaufreichte. Aber ihre Standesvorurtheile machten sie blind blind gegen alles, nur nicht gegen ihren eigenen Werth, und Salomon wußte gut genug, daß sie, so hoch sie sich selber überschätzten, eben so tief den Juden verachteten, den sie wohl gebrauchen und benußen konnten, wo er ihren 3wed diente oder ihnen nöthig wurde, dem sie aber sonst nie verstattet hätten, auch nur in ihre Nähe fich zu magen, viel weniger denn auf gleichen Rang, auf gleiche Stufe mit ihnen zu treten. er denn auch nur darauf gefaßt gewesen, nach seiner grün, die Luft so mild, der Vögel Sang so lieb erschienen, bliebenen Stammes fich entwickeln sah? Er fürchtete das arung einem Sturm von Vorwürfen und 3ornesworten begegnen, die ja auch kaum ausbleiben konnten, da er wie gerade heute, wo er nicht allein zum ersten Mal seinem Herzen folgen, sondern auch eine heilige Pflicht erfüllen Daß ihn Rebetta liebte wie konnte es ihm GeheimAugen lag? Und wenn es ihn bis jetzt nur immer in bas ersten Mal es wagte, nicht allein vollkommen unab- durfte, die ihn lange gebrückt. Big seinem Vater entgegen zu treten, nein, ihn sogar an nem unantastbaren Stammbaum zu verlegen. Daß er Und was sollte da aus einer Liebe werden, die er im Herzen der Tochter gegen einen jenes ihnen stets fremd geHoffnungslose einer solchen Leidenschaft, aber wagte, aus Liebe zu dem einzigen Kinde, nicht einmal einen Einspruch zu thun, ja, ihr nicht einmal die Gefahr zu nennen, in der sie schwebe, aus Furcht nur, die Gefahr gerade dadurch erst Er mochte den jungen Offizier wohl leiden, er war anem verwundbarsten Punkt, seinem alten Adelsstolz, niß bleiben, da des Mädchens ganze Seele ja in dessen herauf zu beschwören. Teln, weit unvorbereitet darauf war, ihn, statt aufbrausend Haus, in das trauliche Stübchen des alten Salomon zog, bers, als die übrigen seines Standes und Gewerbes, und wüthend, nur weich und schmerzbewegt, ja wie ge- so verließ er es auch jedesmal mit den bittersten Vorwürfen hatte sich seit der Zeit, wo er zufällig einmal Rebelta im M. G gegen sich selbst, daß er eine Leidenschaft nähre und untereben für möglich gehalten haben, und so überrascht, so halte, der er, wie er damals dachte, nie gerecht werden achtungsvoll und dabei so einfach und herzlich betragen, daß Fichüttert selbst fühlte er sich davon, daß er sogar für einen durfte. Und doch war er nicht im Stande, jenen 3auber er es nicht über sich gewinnen konnte, ihn abzuweisen zurückgeblieben und und widersetze fich hartnädig auch dem geringsten Bugeständnisse, obgleich ein nicht unbedeuten der Theil der Bevölkerung, vor allem der Frauenwelt, dafür eingetreten ift und ſelbſt namhafte Gelehrte fich bereits mit der neueren Auffassung befreundet haben. Nicht wenige deutsche Mädchen haben sich schon dem wissenschaftlichen Studium gewidmet, seien aber gezwungen, ins Ausland zu gehen. Redner meint, daß es in einer Zeit, wo in anderen Ländern eine Anzahl von Frauen bereits auf die Lehr stühle übergegangen sind und als Zierden der Wissenschaft betrachtet würden, wahrlich nicht mehr zu früh sei, daß auch Deutschland endlich nachfolge und anfange, den Frauen die ihnen lange vorenthaltenen Rechte werden zu laffen. Der Unterrichtsminister erwiderte, daß die Regierung auf dem Standpunkt stehe und wahrscheinlich auch bleiben werde," daß die Frauen nicht zum Studium zuzulassen seien; legteres ,, widerspräche der Anschauung des deutschen Volkes über die fittliche(!) und gesellschaftliche Stellung der Frauen." Von den ganzen 80 Stammermitgliedern fand sich zur Unterſtügung der Anregung niemand als die 5 sozialdemokratischen Abgeordneten! Ein uralter Trick schon in den 40er Jahren im Schwung ist es, daß die Feinde des parlamentarischen Regiments und jeder wirklichen Volksvertretung fich, wo es nur irgend angeht, auf ein englisches Vorbild berufen. Sie machen damit gewissermaßen eine Anleihe bei dem guten Ruf, deffen England sich erfreut. Jegt hören wir wieder, daß England in Bezug auf die langen Legislaturperioden uns zum Vorbild dienen muß. Bei dem Verlangen nach Verschärfung unserer Gefängnißordnungen, der Strafen u. f. w. hat England früher schon in ähnlicher Weise herhalten müssen. Was nun die langen Legislaturperioden betrifft, so ist es allerdings richtig, daß die englischen Parlamente auf fieben Jahre gewählt werden. Und wenn es auch sehr selten vorkommt, daß ein Parlament ſein natürliches Ende" erreicht, so ist jene Thatsache doch unbestreitbar; und ob die thatsächliche Länge drei Jahre beträgt, wie Herr Hänel meinte, oder 4%, wie die Nationalzeitung" meint, das ist vollkommen gleichgiltig. Wir würden sogar unter einer Bedingung jetzt gar nichts dagegen einzuwenden haben, wenn die Legislaturperiode in uns serem Reichstage auch auf sieben Jahre verlängert würde. Diese eine Bedingung ist: daß unser Reichstag dann auch dieselbe Machtvollkom menheit hätte, wie das englische Parlament. Das englische Parlament ist allerdings bei weitem nicht das Jdeal einer Volksvertretung, infolge des mangelhaften Wahlrechts ist die Arbeiterklasse noch fast gar nicht vertreten aber es hat wenigstens die Stellung im Staatswesen, welche einer Vertretung gebührt und ohne welche eine wirtliche Volksvertretung nicht bestehen kann. Gegen den Majoritätsbeschluß eines Parlaments kann kein Minister handeln. | tritt. Der Korrespondent der Neuen freien Breffe" ten der Union t wissen, daß diese Verträge eine" Ergänzung finden in beWashington to Vereinbarungen zwischen Italien, Desterreich und Englamlight bald im A die österreichischen und italienischen Küsten vor feindlig Freunde der Ta dungen zu schüßen. re gezogen, daß fi Frankreich. le diefe Frage eri Adreffe, welche Tags vorher hinter den Kuliffen, d. h. in einer aus den Präfidien beider Kammern und den Vertretern der fonservativen Parteien bestehenden freien Vereinigung" abgemacht worden war, spricht ihren ehrfurchtsvollsten Dank und ihre volle Zustimmung zu der von deutschem Geist, deutschem Gottvertrauen u. s. w. getragenen Rede" Bismarcks aus. Die ,, liberalen" Mitglieder suchten sich zwar gegen diesen Ueberfall ein wenig zu wehren, aber der Widerstand Starke- Schreck'scher Heldenjünglinge erlahmt bekanntlich schnell. So wurde denn der feierliche Aft vollzogen und zwar stehenden Fußes, da nach Angabe der konservativen Macher das Schreiben noch heute" abgehen sollte. Die Faffung ist derart, daß fte den Eindruck machen soll, als ob der Landtag als solcher spreche. Die Sozialdemokraten haben mit der Sache selbstverständlich nichts zu thun. Uebrigens wurde in der erwähnten Kammerbesprechung noch mitgetheilt, daß auch die Dresdener Abgeordneten fich an die Bürgerschaft wenden werden, um eine ähnliche Adresse mit massenhaften Unterschriften bedecken zu laffen. Wir dürfen uns also auf eine Neuauflage des bekannten„ Entrüstungsrummels" gelegentlich des 3. Direktors gefaßt machen. Ob die Sache nicht auch diesmal wieder einheitlich und kunstvoll organisirt worden ist und von Berlin aus geleitet wird, um dann als spontane Aeußerung des Volksgeistes" dargestellt zu werden? Defter als einmal darf keine Regierung auflösen. Eine zentralisirte Bureaufratie, wie bei uns, welche der Regierung den größten Einfluß auf die Wahlen gewährt, giebt es in England nicht. Keine Regierung kann ohne Majorität regieren. Keine Res gierung kann ohne den Beschluß des Parlaments auch nur für einen Pfennig Steuern erheben. Dom Ein Minister, der sich gegen das Parlament auflehnte, seinen Willen über den der Volksvertretung sezen wollte, würde Parlament in Anklagestand und gerichtet werden. Sein Ende wäre das Schaffot, das Zuchthaus oder Irrenhaus. Wahrscheinlich das legtere, denn nur ein Wahnsinniger kann in England sich gegen die Voksvertretung auflehnen. Unter solchen Umständen fommt wenig darauf an, ob eine Legislaturperiode 3 oder 7 Jahre lang ist. Befindet sich die Regierung nicht in Harmonie mit der Volksvertretung und ist feine feste Majorität zur Bildung einer anderen Regierung vorhanden, so muß eben aufgelöst und an die Wähler schaft appellirt werden. Paris, 10. Febr. Die Deputirtenkammer berie pilfe der Republ das Budget für die Kolonien und die Kolonialangelegen Washington far Eine Etatspost von 611 000 Frks. für das Kultuspersonal aus Farbigen be die Budgetkommission gestrichen hatte, wurde auf den ungen für die der Regierung wieder hergestellt. Die Bewilligung erfolge demnächst in 263 gegen 239 Stimmen. Ein vom Handelsminister dieser Abordn identenwahl thr tresme erstatteter Bericht über den Stand der Arbeiten im nächsten Jahre stattfindende Ausstellung fonstatirt, für John e betreffs der Ausstellung der Kleinindustrie gehegten 3meon nicht nur zu 5. Mai 1889 festgesezt worden. Die Meldung aus Rai einem in Beyruth zwiſchen Chriſten und Muſelmännen reine n gehabten Konflikte wird als unbegründet bezeichnet. Atalien. Der Verein ordentlichen Mi Daß das Statut Vereins feitens and es daher Rom, 10. Februar. Das amtliche Blatt veröffentli bereits signalisirte fönigliche Detret, betreffend die Erhöhu Getreidezolles von 3 auf 5 Franks und die des Haferzo 4 Frants per Bentner.- Der„ Esercito" fagt, er wife Näheres darüber, wann und wie die Regierung, unter ng einzuberuf laffung eines verstärkten Spezialforps, die Rückkehr der aus Afrika anordnen werde. Bezugnehmend auf b Aeußerungen französischer Blätter, stellt der„ Esercito" bevorstehende europäische Verwickelungen veranlaßt sei für ihr Alter in Abrede, daß die Rückberufung der Truppen aus Afflicht sei, bei Absendung der Truppen sei deren Rückberufung Augenblick beschloffen gewesen, wo dieselben ihre b Aufgabe erfüllt haben würden. Die öffentliche Staliens möge fich daher durch unrichtige und in der heit so interesfirte Erwägungen ausländischer Blätter führen laffen. Rußland. neu gegründete e hielt diesbezü dem er das P Beispiele n, mehrere Redner, mit Freuden be welche die s Bantheile, ent i in beliebige 15 Bf., der der Benfionen Mitglieder entsp Abend zum Die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" fühlt sich gedrungen, den Reichstags- Präsidenten, Herrn v. Wedell- Piesdorf, gegen den Vorwurf in Schuß zu nehmen, derselbe habe in der Sigung vom Donnerstag den Rednern verschiedener Parteien gegenüber ein verschiedenes Maß in der denselben gewahrten Redefreiheit walten laffen. Das genannte Blatt schreibt an leitender Stelle:" In mehreren freifinnigen Blättern wird gegen den Präsidenten v. Wedell ein Vorwurf erhoben, weil er in der Sigung des Reichstages vom 9. Februar den Abgeordneten Dr. Bamberger ersucht habe, bei der Sache zu bleiben, dem Abg. Stöcker dagegen weiteren Spielraum gelaffen habe. Die Durchficht des stenographischen Berichts wird jedem Unbefangenen zeigen, daß den Ausführungen des Dr. Bamberger wahrlich der weiteste Raum gegönnt worden ist. Erst als er zu einer allgemeinen Erörterung über die Fragen von Schutzoll und Freihandel überging, hat der Präsident ihn ersucht, sich mehr an den Gegenstand der Berathung zu halten, und es hat Herr Bamberger dieser Mahnung auch alsbald Folge geleistet. Was Herrn Stöcker betrifft, so verbreitete seine Rede fich in der Hauptsache über das Verhalten der Parteien bei den Wahlen. In einer Debatte über die Dauer der Legislatur perioden gehören Erörterungen über die Wahlen ohne Zweifel zur Sache, dieselben konnten daher vom Präsidenten nicht eingeschränkt werden. Am Schluß seines Vortrages fam Herr licheren Aenderungen des Planes der Durchführung entf Stöcker dann noch auf die Stadtmission. Seine Aeußerung hätte, daß aber andererseits seit den bekannten Dislota hierüber war die Erwiderung auf eine denselben Gegenstand im Spätherbste v. J. neuere russische Truppenbem smitglieder in betreffende Bemerkung, welche der Abg. Richter an einem der irgendwie ausgedehnteren Maßes bis in die jüngsten Ler Unterstü vorhergehenden Tage der Berathung über die Legislaturperioden wahrzunehmen waren. Sehr viel wird jetzt wieder som am 6. Februar gemacht hatte. Auch diese Aeußerung des Abg. Stöcker, zumal Paris als in Petersburg von einem russisch- französischen versammlung Daß diese Bestrebungen in absehbare en eines Mit in einer ihn persönlich so nahe berührenden Sache, konnte daher vom Präsidenten nicht abgeschnitten werden. Es ist sehr schwer, in einer Verhandlung, wie die über die Dauer der Legislatur Mit Rücksicht auf die in den legten Tagen neu, tauchten Gerüchte von russischen Truppenanhäufungen westlichen Gouvernements und am Pruth dürfte ein dllende, so daß Pol. Korr." aus Warschau zugehender Bericht auf ht entgegenfiel Intereffe zu rechnen haben. Es wird durch denselben stellt, daß einerseits feinerlei Anzeichen vorhanden find, der Annahme berechtigen, als ob die ruffische Heeresver fich zum Verzichte auf das im„ Russischen Invaliden" fündigte System militärischer Maßnahmen oder zu mit dem 1. des und der Uhr, Neu ng statt. ind an de ch die Ein Leipzigerstr. 1, hierauf die ein einen praktischen Erfolg haben werden, kann man schwerli nehmen. Gewisses ist hierüber natürlich nicht zu erfahren brechnung vom M perioden die Grenzen zu ziehen, bis zu welchen die Diskussion übrigen hat, so bemerkt die Köln. 3tg.", fich Deutschme und 390,4 fich ausdehnen darf und es fann nicht fehlen, daß die Ansichten darüber verschieden sind, an welcher Stelle der Präsident hätte eingreifen sollen. Allein wenn ein Abgeordneter, der in dieser Beziehung anderer Ansicht war als der Präsident, in der Sigung des Reichstags dem letzteren unverblümt den Vorwurf der Parteilichkeit machte, wie Herr Dr. Hänel es that, so war dies nicht allein ein ungerechtfertigter Vorwurf, sondern auch ein Verstoß gegen parlamentarische Ordnung und Sitte, der die schärfste zurückweisung verdient." Es wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als daß Herr von Wedell- Piesdorf auch eine ,, eklatante Genugthuung" erhält. Das Sozialistengeset soll, nachdem die Kommission ihre Arbeiten beendigt hat, bereits am Montag zur zweiten Lesung im Plenum kommen. Oesterreich- Ungarn. Wien, 11. Februar. Die Neue freie Preffe" will aus längst militärisch und diplomatisch auf eine derartige feit, welche für uns keinen Schrecken mehr hat, eingerichtwurf zur Be kann die Entwicklung der Dinge also ruhig abwarten. nur auf die Dauer dieser bewaffnete Friede nicht überhau möglich wird. Amerika. R. ergab. D arbeiten. Der fügung bewilli ammlung ver tag, den 4. M ienfeft zu feiern Vor wenigen Tagen fand zu Harrisburg im Staate sylvanien eine größere Versammlung von Mitgliedern der kratischen Partei statt, um den Vorsißenden der Staatsfon zu ernennen, welche am 23. Mai d. J. in der genannten 43 Stellen tagen soll und deren Aufgabe es sein wird, einen für die bevorstehende Präsidentenwahl zu ernennen. Kand Die ourde Herr S Den Bericht üb Die Kollegen ndenden gefellig zum Familie Polizeilich ni des Vorsitzenden einer Staats konvention iſt i ben m Fällen nicht von nationalem Interesse; diesmal aber war eben Freund Samuel J. Randall's, ein gewiffer Sanders, di Montag, Fall, weil es sich darum handelte, ob der Schutzöllner Bu migung hierzu ve hundert eine stehende Forderung der Demokratie, daß die Parla- Deutschland und Italien kennen. Der Vertrag zwischen Cefter land, gewählt werden sollte. Die Wahl fiel mit 42 Sti fann nicht ab Rom die Hauptpunkte der Bündnißverträge zwischen Cesterreich, P. Kisner, ein Freund der Reformpolitit des Präsidenten eiterversammlung mente blos auf 1 Jahr gewählt werden sollen. The annual Parliaments die einjährigen Parlamente bildeten unter den ,, fieben Punkten" den zweiten der Charter. Doch laffen wir das. Wir wollten nur die Unwissen heit oder Heuchelei Derer kennzeichnen, welche die welche die reaktionäre Forderung der Kartellbrüder, die Reichstage auf 5 Jahre zu wählen, durch Hinweis auf die fiebenjährigen Legislaturperioden der englischen Parlamente zu beschönigen suchen. Ein Petitionssturm bekannter Art und Mache scheint gelegentlich der jüngsten Rede des Reichskanzlers wieder inszenirt werden zu sollen. Nach der Freitagssigung der sächsischen Abgeordnetenkammer wurden die Mitglieder derselben zu einer ,, vertraulichen" Besprechung vom Präsidium zusammenberufen und ihnen dort eine Adresse an den Reichskanzler, zur hoffent lich einstimmigen und sofortigen Unterzeichnung" vorgelegt. Die und doch wäre es vielleicht besser, viel besser gewesen. Damals nun, als er zu ihm um das Anlehen kam und er es ihm verweigerte, glaubte er den 3eitpunkt gekommen, wo er ein Verhältniß abbrechen konnte, das anfing ihm Sorge zu machen. War einmal das Kapitel ,, Geld" zwischen ihm und Rebekka besprochen und verhandelt worden, dann wußte er recht gut, daß der Bauber schwinden mußte, der bis jetzt auf der seltenen Erscheinung des Geliebten gelegen- aber er hatte sich geirrt. Bruno fühlte das selber; er wagte das Wort nicht auszusprechen, und wenn er auch fast verzweifelnd das Haus verlassen mußte, das einzige Wesen auf der weiten Welt, das ihn wirklich liebte, sollte nie einen Schatten auf seiner Ehre sehen. aber reich und Italien verpflichte Desterreich zu wohlwollender Neutralität im Falle eines italienisch- franzöfifchen Krieges, Italien fei zu dem gleichen Verhalten im Falle eines österreichisch- russischen Krieges verpflichtet; endlich übernehme Desterreich die Verpflichtung, die italienischen Interessen im Mittelmeer nach Kräften zu fördern und auf der Balkanhalbinsel nichts zu unternehmen, ohne sich vorher mit Italien ins Vernehmen zu setzen. Nach dem Vertrage zwischen Italien und Deutschland verpflichten sich beide Theile, daß keiner von Beiden den Frieden willkürlich brechen werde; falls Einer oder der Andere von Frankreich angegriffen wird, so verpflichten sich dieselben einander mit ihrer gesammten Kriegsmacht beizustehen. Eine dem Vertrage hinzugefügte Klausel bestimmt, daß, falls Frankreich und Rußland gegen Desterreich und Deutschland oder auch nur gegen Deutschland allein einen gemeinsamen Angriffstrieg unternehmen, die gesammte Kriegsmacht der drei verbündeten Staaten in Aktion einzustellen und dann den Weg zu der Judengasse zu Fuß zurückzulegen; der alte Salomon hatte ja keine Stallung, und ein Offizierspferd dort wäre nur aufgefallen. Dann reinigte er sich erst von dem Staub der Straße, überraschte auch seinen Burschen etwas durch den Vorwurf, daß er die Knöpfe der neuen Uniform lange nicht blank genug geputzt und den Rock selber nicht sauber nusgebürstet habe denn sonst achtete er nie so viel auf sein Aeußeres, um deshalb je mit ihm zu zanken. " Haben Sie Ihre Mappe schon nachgesehen? Es sind auch heute Morgen wieder ein paar Briefe gekommen, Herr Lieutenant," sagte der Bursche, als Wendelsheim gerade das Bimmer verlassen wollte. Bruno trat noch einmal zum Tisch zurück und öffnete die Mappe; es waren drei Briefe zwei Rechnungen- er Mappe; es waren drei Briefe fonnte das liniirte Formular schon durch das Kouvert unterscheiden und kannte derartige Buschriften nur zu gut; der britte topfschüttelnd und rasch brach er ihn auf- wahrhaftig, er enthielt wieder den geheimnißvollen Fünfthalerschein, ohne weitere Andeutung, woher er fam, und auch das nämliche Siegel wieder, mit einem Fünfgroschenstück zugedrückt. Auch die Handschrift der Adresse war die nämliche wie früher. Damit war der ganze Plan des alten Salomon in Trüm mer gegangen und das gerade beschleunigt, was er vermieden haben wollte eine Erklärung der Beiden, ein Erkennen und Sich bewußtwerden des Gefühls, das nun natürlich nicht mehr zurückgehalten werden konnte. Was nun kamer mußte der Sache ihren Lauf lassen, sah aber die Zukunft, trotzdem daß seine Frau und Rebekka darin schwelgten, in einem trüben, traurigen Licht und er war ein Mann, der viel, viel erlebt hatte und sich nicht so leicht in etwas täuschen ließ.- Aber wo blieb indessen der Boron? Seit jenem Tage, an welchem er den Wechsel erhalten, waren acht, waren vierzehn Tage verflossen, ohne daß er sich im Hause Salomon's wieder hätte sehen lassen. Rebekka erwartete seine Rückkunft mit heißem Sehnen, der Vater zählte ebenfalls die Tage, aber aus einem anderen Grunde; denn jeder schwindende Tag bestätigte nur mehr und mehr feine Ueberzeugung, daß Baron von Wendelsheim doch endlich selber eingesehen habe leider, leider nur zu spät für sein armes Kind, der reiche Baron passe nicht in die Familie des Juden. Bruno von Wendelsheim ritt indessen fröhlich seine Bahn entlang. Er war mit sich im Reinen, und wenn er auch Wochen lang gekämpft und das Für und Wider erwogen, jezt kannte er nur ein einziges Biel: das Haus der Geliebten, und dem eilte er entgegen, so rasch ihn sein altes Pferd nur tragen konnte. An seiner Wohnung hielt er an, um vorher sein Thier Verei bit gegen 35 zu Gunsten von Kisner aus. Von zuverläffiger wird mitgetheilt, daß auch mehrere Beamten der Be Staaten sich bei der Wahlhandlung zu Gunsten Risner's ligten. Dies ist unzweifelhaft nicht zu billigen und f mit amtlichen Kundgebungen des Präsidenten Cleveland im Einklang; allein Randall sollte sich darüber nicht so lagen, da er bei Wahlen viel schlechtere Mittel an pflegt. Doch hiervon abgesehen, mag fich die ganze freuen, daß endlich die demokratische Partei in dem Union fichtigten Verjam Invalidenverford tliche Besprechu en wir auf die, iter betreffende am. Eine zahlr zu empfehlen erein der 38; Uhr, im Staate Pennsylvanien den Anfang macht, fich von ung. Tagesor derblichen Einfluß des Schußzöllners Randall zu befreier machée". 2. doch von glaubwürdigen Männern versichert, daß Rand an Stelle nach dem Präsidentenamte strebt oder land's den forrupten Gouverneur Hill unterstü blenden Unter reinsangelegenh Mastenball Wie die Dinge gegenwärtig liegen, ist der Einfluß n Gent, Els und anderer Schußzöllner in Pennsylvan en und ba das Geld für die Insertionsgebühren fon hineinwickeln das war das Beste geben weshalb auf es nicht schon lange gethan? Ohne sich auch we besinnen, setzte er sich an seinen Tisch und schrieb Bettel: Lieutenant von te, um aus de en, und erst a einbog, ging e Bu fehr aufge Diertel wieder " Der Unterzeichnete verbittet sich jede weitere uerlichen Gerud dung von Fünfthalerscheinen; das überschickte Geld i bei ihm abzuholen. Wo? wird der Absender wohl „ So," sagte er, als er den ungefähren Betrag Abdruck hineinwickelte, das hier trägst Du gleid Expedition des Tageblattes und giebst es nur ab standen?" " Sehr wohl, Herr Lieutenant." , Und wenn Dich Jemand dort fragt, von Annonze kommt, so nennst Du keinen Namen es nicht." ,, Sehr wohl, Herr Lieutenant." " Dor die Nafe 3 um nicht an Bigen Rinder t auf ihre A bfchen warf e unten hinein, d Te Di e ausbauchten. ein eifiges G tine Sefunde l affe, der Ausw underte hindur und welche e Und wenn ich um acht Uhr noch nicht da fet en, feine Reb Site Beweis! brauchst Du nicht länger auf mich zu warten." Sehr wohl, Herr Lieutenant." Wer konnte der Geber und schritt, alle anderen Gedanken von sich abschüttelahn vorwärte Lieutenant von Wendelsheim verließ seine 2e weiter no dieser sich regelmäßig folgenden Geschenke sein, und durfte er fie länger annehmen, ohne sich vielleicht für spätere Beiten eine lästige Verbindlichkeit aufzuladen? Aber es schien jetzt eben so unmöglich, sie zurück zu senden, als früher wohin? Der Brief war hier in der Stadt jedenfalls, ohne Angabe des Inhalts oder Namens des Absenders, in einen nur die lieben, glücklichen an sein schönes Biel, die hinab. E auf, als er b berfelben errei weit zu dem S denn fernt, grüßte ihn wieder eine ältliche Frau, und er später stant Am Seitenwege, von seinem Hause gar nicht w gebantenlos den Gruß erwidernd, von der Seite kannte sie auch, hatte sie wenigstens oft auf der Straf Briefkasten geworfen und von der Post befördert worden. sehen; sie mußte jedenfalls hier in der Nähe woh Oft und oft hatte er auch schon daran gedacht, sich durch die Zeitung gegen derartige Busendungen, die ihm jedesmal ein unangenehmes Gefühl hervorriefen, zu ver wahren, sich aber immer gescheut, das öffentlich zu thun. Brauchte er denn aber seinen Namen zu nennen? So viel was fümmerte ihn die Frau! gle Aus t Die Frau blieb aber noch lange, als e sah ihm nach, und ein paar große, helle Thräne Straße hinab um die Ecke verschwunden war, fojektirtes 2 Thaler verschickten. Wenn er nur den Anfangsbuchstaben seines wandte sie sich ab, drückte die zusammengefalteten Leute gab es sicherlich nicht in der Stadt, die anonym fünf Laut fam über ihre Lippen, und nur still und f Namens darunter feßte, genügte das. Nicht einmal die die Brust und verfolgte ihren Weg in entgegen Beitungsexpedition brauchte zu wissen, wer die Annonze Richtung, als die war, welche der Lieutenant einge einrückte sein Bursche sollte sie hintragen und nur ab hatte. Dom 12. bis tag, den 12.: Anton Schott a Mittwoch, d 6. Der Trouba stochter, Solotan D; Sonntag, D n Breffe" ten der Union im Schwinden und aus der Bundeshaupt-| Vereinsfigung zu haben. An der Kaffe findet kein Verkauf statt. inden in beWashington tommt die Nachricht, daß die Tarifvorlage Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste find willkommen. und Engleft bald im Kongreffe zur Verhandlung kommen wird. Verein für Feuerbestattung. Generalversammlung Generalversammlung por feindlich freunde der Tarifreform haben aus früheren Vorfällen die Montag, den 13. Februar c., Abends 8 Uhr, Unter den Linden re gezogen, daß sie nicht nur im Kongresse, sondern auch im Nr. 13 Bur Fürstenhalle". Unmittelbar nach dieser Versammle dieſe Frage erörtern müßen, um so mehr als Randall fich lung findet eine außerordentliche Generalversammlung statt. mmer berife der Republikaner bedient. In der Bundeshaupt Anmeldung von Mitgliedern bei E. Astel, Be.lin C, Breite Onialangelege Washington fand vorgestern eine Konvention statt, die fast Straße 5. altuspersonals Farbigen bestand. Es wurden zwei verschiedene Abrde auf den ungen für die republikanische Nationalfonvention gewählt, lligung erfolge demnächst in Chikago abgehalten werden soll. Die andelsministe dieser Abordnungen soll in Bezug auf die nächste dentenwahl ihre Stimme für James G. Blaine, die fonstatirt, für John Sherman abgeben. Es kam in der Konehegten Zwe on nicht nur zu harten Worten, sondern auch zu Handtellung ift iteiten. dung aus Ka Muſelmänner zeichnet. Der Arbeiten d ereine und Versammlungen. Der Verein Berliner Hausdiener. In der letzten att veröffentlihentlichen Mitgliederversammlung theilte der Vorfigende Die Grhöbu das Statut der Invaliden- und Altersversorgungskaffe daß Bereins feitens der Behörde genehmigt worden sei und der des Haferzo and es daher für nothwendig gehalten habe, eine Veragt, er wife lung einzuberufen, um den Vereinsmitgliedern den Zweck cung, unter neu gegründeten Kaffe nochmals flar zu legen. Der Vorückfehr der bielt diesbezüglich ein beifällig aufgenommenes Referat, end auf Esercito" berufung en ihre b ffentliche r Blätter ni be em er das Versicherungswesen im allgemeinen erläuterte Beispiele nachwies, daß es für die Kollegen unen aus Afflicht sei, der neu geschaffenen Kaffe beizutreten, um ranlaßt fel für ihr Alter zu sorgen. An der Diskussion betheiligten mehrere Redner, welche dieses neue Unternehmen des Vermit Freuden begrüßten. Es wurden hierauf die Parad in der An, welche die Hauptbedingungen, Höhe der Beiträge und ondantheile, enthielten, verlesen. Es steht jedem Mitgliede 6 in beliebiger Höbe zu versichern. Der Mindestbeitrag 15 Bf., der höchste Beitrag 40 Pf. pro Woche. Die der Benfionen bemeffen sich den Beiträgen und dem Alter Tagen neutglieder entsprechend. Die Zahl derer, welche fich an Abend zum Beitritt einzeichneten, war eine sehr zufries Dürfte ein blende, so daß der Verein auch diesem neuen Werke mit richt auf dicht entgegensteht. Die Zahlung der Beiträge der Mitglieder h denselben mit dem 1. Februar und findet zur Wahl des definitiven ndes und der Revisoren am Montag, den 13. Februar, häufungen anden find, De Heeresverw Invaliden 7 oder zu führung enti nten Dislota man fchwerli " Uhr, Neue Grünstr. 28, die erste ordentliche General ng statt. Mitglieder des Vereins, welche dieser Kaffe ind an der Versammlung theilnehmen wollen, werden ch die Eintrittskarte beim Vorsitzenden, H. Kuhntke, Leipzigerstr. 1, zu lösen. Hierbei sei noch bemerkt, daß nur Truppenbesmitglieder in dieser Kaffe aufgenommen werden. jüngsten er Unterstühungsbund der Hausdiener Berlins wieder foam 6. Februar in der Berliner Waarenbörse" eine Mitfranzöfifchenersammlung ab, in welcher der Vorsitzende zunächst das in absehbaren eines Mitgliedes mittheilte. Die Versammlung er hierauf die eingegangenen Unterſtüßungsgesuche. Es wurde ht zu erfahrtechnung vom Weihnachtsfeste erstattet, welches 480,25 M. fich Deutschme und 390,40 M. Ausgabe, mithin einen Ueberschuß von M. ergab. Der Vorstand wurde ermächtigt, einen StaSat, eingeriturf zur Begründung einer Spars und Darlehnskaffe arbeiten. Der Wittwe eines Mitgliedes wurden 25 M. nicht überbauung bewilligt und für die streifenden Sattler eine jammlung veranstaltet. Ferner wurde beschlossen, am tag, den 4. März, in der Berliner Waaren- Börse" ein g im Staate enfest zu feiern. Bei der Ersatzwahl eines Vorstandsmit wurde Herr Kirchner als Beifizer gewählt. Herr Wiemer tgliedern der Der Staatsfom Bericht über Stellennachweis. Im Monat Januar Der genannten 43 Stellen gemeldet und 16 besetzt. Der Vorsitzende einen Kand die Kollegen zu dem am Montag, den 13. Februar, nennen. Derartige abwarten. Die ist i den m en ndenden nal aber war een Schußöllner Sanders Präfidenten geselligen Abend zahlreich zu erscheinen, da die um Familienfeste an diesem Tage zur Ausgabe ge Polizeilich nicht genehmigt. Eine von Herrn Karl oder Bez Montag, den 13. Februar, anberaumte öffentliche Seiterversammlung, welche in der Tonhalle" stattfinden el mit 42 S fann nicht abgehalten werden, weil die polizeiliche Ges n zuverlänger ten der Bere ften Risner's ligen und f ten Cleveland r nicht so Mittel ang anze Union i in dem bi Bu empfehlen fein. Verein zur Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Bibliothek Naunynstr. 78 im Restaurant jetzt auch jeden Montag, Abends von 7-9 Uhr, geöffnet ist und werden die Mitglieder ersucht, fich recht rege daran zu betheiligen. Bentral- Kranken- und Sterbe- Unterstühungskaffe der deutschen Zimmerer( E. H. Nr. 2, Hamburg). GeneralVersammlung am 13. Februar, Abends 8 Uhr, in den Gratweilschen Bierhallen, Kommandantenstraße 78-79( Aufgang Hof links). Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1887. 2. Neuwahl des Schriftführers. 3. Vortrag über die Bedeutung des Sanitätsvereins für Arbeiter beiderlei Geschlechts. 4. Verschiedenes. Quittungsbuch legitimirt. Fachverein der Former und Berufsgenoffen. Montag den 13. Februar, Abends 8 Uhr, in Krüger's Salon, Wafferthorstraße 68, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Gerisch über die Einwirkungen der Meeresströmungen auf das Klima der Kontinente". Diskussion. 2. Ver schiedenes und Fragekasten. Oeffentliche Versammlung für Frauen und Männer am Montag, den 13. Februar, Abends 8 Uhr, im Wedding Park", Müllerstraße 178. Tages- Ordnung: Referat. Was be zweckt der Sanitätsverein der Arbeiter Berlins? | hauser Allee 28. Verein Ratibor" Abends 8 Uhr im Restaurant Frize, Elisabethstraße 30. Arends'scher Stenos graphenverein graphenverein Mercur" Abends 8 Uhr im Restaurant " Baat", Blumenstraße 10. Arends'scher Stenographenverein " Apollobund" Abends 8 Uhr Thurmstr. 31( Moabit).Wiffenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8% Uhr im Münchener Bräuhaus, Neue Friedrichsstraße 1 Unterrichts- nud Uebungsstunde. Kleine Mittheilungen. Salzburg, 9. Februar.( Lawinenstürze.) Aus Zell am See wird vom 8. d. berichtet: Auf der Feilegg- und Wimm- Alm zu Schmitten, Gemeinde Brudberg, löste fich vorgestern Nachmittag zwischen 1 und 2 Uhr eine foloffale Schneemasse und stürzte, vom Winde gefördert, maffenhaft Holzstämme, zwei Heuställe und eine Kapelle mit sich reißend, durch den Griesbachgraben mit großer Wucht zu Thal bis gegen das 800 bis 1000 Meter vom hiesigen Markte entfernte Sarudhäusl. In der Nähe des legteren war eben der Hinterseileggbauer Josef Leimgruber mit seinem elfjährigen Sohne bei der Wegmacherarbeit beschäftigt. Die Beiden find, da sie seither nicht mehr zum Vorschein kamen, zweifelsohne von der Schneelamine verschüttet worden und unter derselben begraben. Da die Schneelawine sich über drei bis vier Hektare ausgebreitet hat und wegen der lauen Temperatur zu besorgen stand, daß durch Abe gang weiterer Schneelaminen die Sicherheit einer Rettungsmannschaft gefährdet sei, so konnte nicht sofort ein Ausgrabungserfolg erzielt werden, obwohl der Gemeindevorsteher von Schmitten- Bruckberg mit vielen Leuten zur Hilfeleistung an der Unglücksstelle erschien. Gestern Vormittag wurde unter Aufs Verein zur Wahrung der Interessen der Lackirerbietung von Leuten der Gemeinden Zell am See und Bruckberg aller Branchen Berlins und Umgegend. Versammlung am Montag, den 13. Februar, Abends 8 Uhr, Kommandantenstraße 20( Armin- Hallen). Tagesordnung: 1. Die zehnstündige Arbeitszeit. 2. Disfuffion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Kollegen als Gäste sind sehr willkommen. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der Tischler etc. ( Dertliche Verwaltung Berlin A.) Montag, den 13. Februar, Abends 8 Uhr, im Vereinshaus Süd Dft, Waldemarstr. 75, Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Raffenbericht vom 4. Quartal 1887. 2. Wahl eines Beitragsammlers. 3. Verschiedene Kaffenangelegenheiten. Die örtliche Verwaltungs stelle Berlin B. hält ebenfalls morgen, Montag, Abends 8 Uhr, Brinzenstr. 106, bei Görth, eine Mitgliederversammlung ab. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom 4. Quartal 1887. 2. Wahl eines Revisors. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch legitimirt. Fachverein der Marmor- und Granitarbeiter. Versammlung heute, Sonntag, Vormittags 10 Uhr, bei Deigmüller, Alte Jakobstr. 48a. Kollegen als Gäste willkommen. Verband deutscher Zimmerlente. Lokalverband ,, Berlin Zentrum". Versammlung am Dienstag, den 14. Februar cr., Abends 8 Uhr, Kommandantenstr. 72, im Neuen Klubhause". Vortrag über Afrika. Abrechnung vom Sylvesterfest. Wie find die Mittel für die Kommission aufzubringen? Verschiedenes und Fragetaften. Der Bitherklub" Amphion", veranstaltet am nächsten Sonntag, den 19. Februar, in den Sälen des Vereins junger Kaufleute, Beuthstr. 20, ein Konzert und Kränzchen. Billets à 60 Pf. find in der Instrumentenhandlung von L. Hoffmann, Roßstr. 32, zu haben. Turn- und gesellige Vereine am Sonntag. Lübeck'scher Turnverein( 2. Lehrlingsabtheilung) Abends 6 Uhr, Elisabethftraße 57-58.- Turnverein ,, Wedding"( 2. Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr, Pankstr. 9. Turnverein, Froh und Frei" ( Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Bergstr. 57. Gesang-. Turn- und gesellige Vereine etc. am Montag Männergesangverein Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr im Nestaurant Klose, Mariannenstr. 31-32. Liedertafel der im Drechslergewerk beschäftigten Arbeiter Berlins Abends 8 Uhr im Lokale des Herrn Lehmann, Naunynstr. 44. Gesangverein Sängerlust" Abends 9 Uhr im Restaurant, Landsbergerstr. 80. Männergesangverein Weiße Rose" Abends 9 Uhr im Res staurant Kleine, Gerichtsstr. 10. Männergesangverein„ Eintracht 1" Abends 9 Uhr Köpnickerstr. 68, im Restaurant. Heinrich, Linienstr. 19. Männergesangverein Firmitas" Abends 9 Uhr bei Wolff u. Krüger, Stalizerstr. 126, Gesang und Mufit. -Turnverein Hasenhaide"( Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstr. 60-61.„ Berliner Lurngenoſſenſchaft"( 7. Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr in der städt. Turnhalle, Briger straße 17–18; – yesal.( 6. Männerabtheilung, Abends 8 Uhr migung hierzu versagt worden ist. Die Tagesordnung der Männergesangverein ,, Liedesfreiheit" Abends 9 Uhr im Restaurant ichtigten Versammlung lautete: Was bietet das AltersInvalidenversorgungsgesetz dem Arbeiter?" Da also eine tliche Besprechung dieses Themas ausgeschlossen ist, so en wir auf die, die Alters- und Invalidenversicherung der ter betreffende Betition an den Deutschen Reichstag aufam. Eine zahlreiche Betheiligung der Arbeiter an derselben Jerein der Modelltischler. Montag, den 13. d. M., $ 8; Uhr, im Vorstädtischen Kafino", Aderstr. 144, Ver fich von ung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Vorsitzenden über befreie erv daß Rand achée". 2. Festsetzung der den erfranften Mitgliedern straße 106. blenden Unterſtügung aus dem Unterſtügungsfonds. reinsangelegenheiten. 4. Fragekasten. Der diesjährige Maskenball des Vereins findet am 25. d. M. im Salon n Gent, Elsafferstraße 10, statt. Billets sind in der II zu an Stelle unterstü Einfluß en und ba ebühren fo hauch we Lieutenant von Wendelsheim beschleunigte indessen seine te, um aus dem Menschengewühl der Hauptstraße zu weshalb n, und erst als er in die nur zu gut gekannte Seitenlangsamer, denn übergroße Eile wäre schrieb auf ebe weitere ickte Geld i ender wohl ren Betrag Du gleid es nur men arten." ab w Di abschüttel einbog, ging er 34 febr aufgefallen. Jest betrat er endlich das Enviertel wieder, mit seinem efelhaften Schmutz und Dor die Nase zu nehmen, und mußte hier wirklich Acht um nicht an die überall umher spielenden, schauerlich igen Rinder anzustreifen, die allerdings nicht solche in der städtischen Turnhalle, Gubenerstr. 51.- Lübeck'scher Turnverein( Männerabtheilung) Abqusa. 8 Uhr Elisabethstraße 57-58.- Verein ehemaliger Schüler der VII. Ge meindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Linden Friedrichs- Verein"( ehmalige Böglinge des großen Friedrichs- Waisenhauses der Stadt Berlin) Abends 8 Uhr bei Bormann, Dhmgaffe 2. Bitherklub Amphion" Abends 8 Uhr im Kurfürstenfeller", Boststraße 5. Ver gnügungsverein„ Lustig" Abends 9 Uhr bei Thamm, SchönDon Juan. Im Schauspielhause. Sonntag, den 12. Die Geier- Wally; Montag, den 13.: Harold; Dienstag, den 14.: Tante Therese; Mittwoch, den 15.: Othello, der Mohr von Venedig: Donnerstag, den 16.: Ein Sommernachtstraum; Freitag, den 17.: Tante Therese; Sonnabend, den 18., zum 1. Male: Die Weisheit Salomos; Sonntag, den 19. Sie weint, Kastor und Pollur, Der zerbrochene Krug, Mamas Augen; Montag, den 20.: Die Weisheit Salomos. t auf ihre Kleider nahmen. Scheue Blicke voll Efel langen heute, Sonntag, die zugkräftigen Stücke:„ Ein toller Bite Beweis! Nachdem im Wallnertheater, wie bereits mitgetheilt, die erste Aufführung des Treptow- Herrmann'schen Volksstückes „ Orgelpfeifen" erst im Laufe dieser Woche stattfinden fann, geEinfall" und„ Der Mizekado" zur Darstellung und bleiben bis zur Première der genannten Novität auf dem Repertoir. Im Wintergarten des Grand Hotel Alexanderplat spielt gegenwärtig eine bulgarisch- rumänische Kapelle in ihrer Nationaltracht. Daß die Leute nicht schreiben können und daß fie durchaus ohne Noten spielen, soll ihnen nicht als bes sondere Empfehlung gelten, aber wie sie spielen- und- fingen - natürlich buljarisch", da fann fich mancher ein Erempel nehmen, der mehr als die Pfeifer'sche Abendschule besucht hat. Namentlich ist es der Vorgeiger Domnul Dimitri Pifica, der Komponist und Vorgeiger der gewählten Truppe, das Unifum eines urwüchsigen Virtuofen, der unser Interesse fesselte. Merkwürdige Charakterzüge haben site. Wie große Kinder wissen sie nicht den Werth des Geldes zu schäßen. Einer, deffen Frau zu Hause in den Wochen liegt und in der bittersten Noth ist, bittet um einen Vorschuß. Er erhält ihn und was thut er er fauft Die an Ausgrabungsversuchen vergeblich gearbeitet. Bei der Mächtigkeit der Schneemaſſen, welche, fest zusammengeballt, 800 000 Rubit meter enthalten mögen und die einen hochstämmigen Fichtenwald in einer Breite von 40 Metern und einer Länge von 200 Metern. durchschlugen und sich in mehrere Ströme theilten, besteht überhaupt feine Hoffnung mehr, die Verschütteten retten zu können. Der Frankf. 3tg." wird telegraphirt: heute( 9. Februar) früh ist die Station Langen am Westportal des Arlbergtunnels durch eine koloffale Schneelamine verschüttet worden. Bergfaffaden der Gebäude find eingedrückt und sieben Personen verwundet. Der angrenzende Streckentheil gegen Danöfen zu ist durch eine zweite, ebenso mächtige Lawine 18 Meter hoch überdeckt. Ein Wächterhaus ist im Schnee verschwunden, die Insassen find todt. Der Gesammtverkehr ist auf unbestimmte Beit eingestellt; Hilfe fann wegen weiterer Lawinengefahr nicht gebracht werden." Die Direktion der österreichischen Staatsbahnen veröffentlicht über die Lawinenstürze auf der Arlbergbahn, Giselabahn und Salzkammergutbahn folgenden Bericht: " Die großen Schneefälle der letzten Tage haben in den von den westlichen Linien der österreichischen Staatsbahnen durch zogenen Gegenden bedeutende Lawinenstürze im Gefolge gehabt, die mehrere Verkehrsstörungen verursachten. Am 8. d. wurde die Eisenbahnlinie zwischen den Stationen Steinach- Jrdning und Deblarn der Strecke Selzthal Bischofshofen durch den Abgang einer großen Schneelamine vom Grimming auf eine Länge von 300 Metern und in einer Höhe von 5 bis 6 Metern vollständig verschüttet. Die abgestürzte Maffe des hartgefrorenen Schnees, welche Bäume und im Walde deponirt geweſene große Holzblöcke mit herabriß, wird auf 7000 Kubikmeter ge schäßt und reicht bis zu dem 350 Meter von der Bahntraze entfernten Ennsbette. Der Güterverkehr ist in der bezeichneten Strecke unterbrochen, der Personen- und Gepäckverkehr wurde durch Umsteigen, beziehungsweise Uebertragen auf einem über die Lawine gebahnten Fußwege aufrecht erhalten. Die Be seitigung des Verkehrshindernisses, die mit großen Schwierig teiten verknüpft ist und welche die Aufbietung zahlreicher Arbeitskräfte erheischt, dürfte bis morgen( den 10. d.) bewirkt werden fönnen." Innsbruck, 9. Februar. Weitere Nachrichten vom Arlberg melden, daß das Wächterhäuschen 77 mit dem Wächter und deffen Frau verschüttet und die Brücke vor dem Tunneleingang in Langen vollkommen verschoben wurde. Von hier gingen zweihundert Soldaten nach dem Arlberg ab. Im Koppenthale zwischen Obertraun und Aussee sind heute früh gleichfalls zwei Schneelawinen niedergegangen, die den Bahnförper auf je 100 Meter Länge und 4 bis 7 Meter Höhe verschüttet haben. Infolge deffen mußte der Gesammtverkehr in der Strecke Steinach Froning Obertraun vollständig eingestellt bleiben. München, 11. Februar. Einem Privattelegramm der ,, Allgemeinen Zeitung" aus Friedrichshafen zufolge ist durch einen erneuten Lawinensturz die Station Langen der Arlbergbahn nebst einem Postzuge verschüttet. Zweitausend Arbeiter find mit Rettungsarbeiten beschäftigt. London, 9. Februar.( Ein Brandstifter.) Robert Preston Stand dieser Tage vor den Schranken des Schwurgerichts in Bolton, unter der Anklage, das dortige Theatre Royal, welches am 4. Januar abbrannte, angezündet zu haben. Er wurde der muthwilligen Brandstiftung für schuldig befunden und zu zwölf Jahren Zuchthaus verurtheilt. einige Tage verbleibt. Der Besuch dieses Kunstinstituts ist ein ungewöhnlich großer. Blihableiter- Anlagen. Der von dem elektrotechnischen Verein in Berlin eingesezte permanente Ausschuß zur Behand lung der Blizableiterfrage und Erforschung des Wesens der Gewitter 2c. hat neuerdings eine sehr wichtige Entscheidung für Bligableiter Anlagen getroffen. Bisher war es nämlich eine offene Frage, ob in den Gebäuden vorhandene Gas- und Wafferleitungen an die Blizableitung angeschlossen werden müßten oder nicht. Namentlich der Anschluß von Gasleitungen: wurde von vielen Fachmännern und Handwerkern als gefährlich verworfen, weil das Gas unter Umständen vom Bliz entzündet werden könne. Dem gegenüber hat sich nun der obengenannte Ausschuß, welchem die namhaftesten Autoritäten Deutschlands angehören, dahin ausgesprochen, daß sowohl Gas- als Wafferleitungen mit den Blizableiteranlagen zu verbinden sind. Eine Bündungsgefahr für Gas ist demnach ausgeschlossen, im Gegens theil würde bei Nichtanschluß dieser Leitungen die Gefahr des Blitzschlages in dieselben und der Entzündung des Gases vorhanden sein. bfchen warf er nach rechts und links in die düsteren unten hinein, die von Unrath stroßten und ihre faulen e ausbauchten. Und diesem Volf entstammte Rebekka! e ein eifiges Gefühl zuckte es ihm durch's Herz- aber igt, von eine Sefunde Inng. Das hier war ja nur der Abschaum affe, der Auswurf des ganzen zurückgesezten und durch hunderte hindurch mißhandelten und unterdrückten Stamund welche eble Blüthen er treiben fonnte, oh sein icht da felen, feine Rebeffa war ihm da ja der schönste, der ieß feinene weiter nach links oder rechts zu sehen, eilte er Bahn vorwärts die Straße entlang und athmete erst Biel, die auf, als er die Erweiterung und damit den besseren berfelben erreichte. Von da ab hatte er auch nicht gar nicht ett zu dem Haus des alten Salomon, und wenige Kopftuch, um es der Wöchnerin zu schicken. Ein fleiner hier werden dieselben bald in den Golfstrom gerathen und mit u, und eren später stand er auf der Schwelle. E wel der Seite auf der Stra Nähe woh als er f war, fteb e Thränen ge till und f ( Fortsetzung folgt.) Leben. Aus Kunst und rojektirtes Repertoir der königlichen SchanDom 12. bis 20. Februar 1888. Jm Opernhause: icht ein W, den 12.: Undine; Montag, den 13.: Tannhäuser Anton Schott als Gaft); Dienstag, den 14.: Der Sees Mittwoch, den 15. Wagner Ronzert; Donnerstag, 6. Der Troubadour; Freitag, den 17.: Die Regiments in entgegter, Solotanz; Sonnabend, den 18.: Der Waffenenant ein Sonntag, den 19.: Margarethe; Montag, den 20.: efalteten S für das ganze Geld ein goldenes Ohrgehänge und ein seidenes Streit, den die Bulgaren mit ihrem Impresario hatten, ist durch Intervention des Defonomen Herrn Rösch beigelegt, so daß man die Leistungen derselben noch aus eigener Anschauung bewundern fann. Die vortheilhafte Lage des Grand Hotel hat daffelbe überhaupt zu einem beliebten Busammenkunftsplay für Familien gemacht. Der Defonom Herr Rösch, der zu zivilen Preisen vorzügliche Speisen liefert und helles Königstädtisches Bier à 15 Pf., hieftges Münchener zu 20 Pf. und das bekannte Henninger'sche Nürnberger zu 30 Pf. führt, ist so in der Lage, allen Geschmacks richtungen dienen zu fönnen. Die zweite Reise durch das malerische Oberitalien mit den herrlichen Parthien vom Lago- Maggiore und ComoSee, wobei auch die Villa Birio in San Remo vertreten sein wird, gelangt für diese Woche im Kaiser Panorama„ Paffage" zur Ausstellung, während die Reise durch Baden- Baden noch Vor dem verloren gegangenen Riesenflok werden die Seefahrer von dem Hydrographischen Amt in Washington auf das Ernstlichste gewarnt. Das Bureau ist der Ansicht, daß die Balken des auseinandergebrochenen Riesenflosses sich als eine große Gefahr für die Schifffahrt erweisen werden. Auf der von dem Hydrographischen Amt herausgegebenen Pilot Chart für Januar wird bemerkt:„ Die Mehrzahl der Balken wird wahrscheinlich südwärts bis zu einem Punkte etwa 300 See meilen östlich von den Vorgebirgen des Delaware getrieben sein; demselben in nordöstlicher Richtung den europäischen Küsten zu treiben. In der Mitte des Ozeans werden die nördlicheren Balken durch die allgemeine Oberflächenströmung an den Küsten von Irland vorbeiseßen, während die südlicheren in die südöst liche Triftströmung fommen, welche fich langsam nach Südosten und Süden bei den Azoren vorbei und der afrikanischen Rüste entlang bewegt. Einige werden vielleicht auch die Bay von Biscaya umfreisen und in der Rennell- Strömung bei dem englischen und irischen Kanal vorbei nach Norden treiben, wenn fte nicht vorher, da eine solche Rundreise ein Jahr oder länger in Anspruch nehmen würde, sich voll Waffer gesogen und ge funken find." Theater. Sonntag, den 12. Februar. Opernhaus. Undine. Montag: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Fauspielhaus. Die Geier- Wally. Montag: Harold. Benishes Theater. Die berühmte Frau. Montag: Romeo und Julia. Wallner- Theater. Ein toller Einfall. Der Dizelado. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner Stadt- Theater Ballnertheaterstraße 15, fr. Alhambra- Theater. Sonntag. Um hr: Er ist nicht eifersüchtig. Lustspiel in 1 Att. Um 18 Uhr: O, diese Weiber! Friedrich- Wilhelmstädtisches Theater. Boffe mit Gesang in 3 Aften und 7 Bildern Die Dreizehn. Montag: Dieselbe Vorstellung. Viktoria- Theater. Die Reise um die Welt in 80 Tagen. Montag: Dieselbe Vorstellung. teab- heater. Der Mikado in Berlin. Montag: Dieselbe Vorstellung. R- Abenz- Theater. Francillon. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Die Salontirolerin. Montag: Dieselbe Vorstellung. Walhalla- Theater. Le coeur et la main. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central- Theater. Höhere Töchter. Montag: Dieselbe Vorstellung. Königstädtisches Theater. Das Milchmädchen von Schöneberg. Montag: Dieselbe Vorstellung. von R. Hahn. Vor und nach der Vorstellung im Tunnel: Grosses Konzert von Th. Franke. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Extra Bone haben Giltigkeit. Montag u. folg. Tage: 0, diese Weiber! Königstädtisches Theater. Alexander- Straße 41 Kurze Straße 6. Sonntag, den 12. Februar: 4 Uhr: Gr. 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Deutscher Reichstag. 34. Sizung vom 11. Februar, 1 Uhr. Am Tische des Bundesraths: v. Bötticher. Auf der Tagesordnung stehen Wahlprüfungen. Die Wahl des Aba. Dr. Haarmann( 5. Arnsberg) beanat die Wahlprüfungskommission für giltig zu erklären, jedoch einen der eingelaufenen Proteste, welcher sich auf das Vereiner Arbeiterwahlversammlung bezieht, der preußischen Reung mitzutheilen. Abg. Träger( dfr.): Den Beschluß der Kommission will nicht anfechten, die Vorkommnisse bei dieser Wahl bedürfen der Erörterung. Bei derselben haben die Beeinflussungen beiter durch die nationalliberalen Grubenbefizer eine große gespielt, wie fich dies überhaupt in allen Kohlenindustrieden Rheinlands und Westfalens stets gezeigt hat. Durch tliches Erkenntniß ist festgestellt worden, daß auch bei der Svon 1884 zwei Steiger ihre Autorität als Vorgesezte ie die Wähler einzuschüchtern. Auch bei dieser Wahl ist Arbeitern gegenüber benutzt haben, um in ungehöriger en gegnerische Wahlzettel den Wählern fortgenommen und Die erwähnten beiden Steiger haben in einem fen. jeffe eine objektive unwahrheit beschworen. Die Begriffsfung der ihnen untergebenen Arbeiter für vollkommen be wirrung der Leute ging so weit, daß sie sich zu einer Beein ig hielten. Bur Kontrole der Abstimmung hat die nationalBartei in dreieckiger Form eigenthümlich gefaltene Wahlbenust, wahrscheinlich als Symbol des Kartells der drei n.( Deiterkeit.) Besonders rührig sind die Eisenbahnin Wahlbeeinflussungen gewesen, und zwar dieselben n, die vor der Verstaatlichung anders gestimmt haben Ein Stationsvorsteher in Hattingen hat seine Beamten beiter im Wartejaal versammelt und sie unter Hinweis Majestät den Kaiser und ihren Amtseid zu beeinflussen Es wäre angezeigt, den früheren Antrag Rintelen aufzunehmen, daß die Wahlbeeinflussung der Arbeitgeber Strafe gestellt wird. bg. Rintelen( 3.): Von einer Wahlfreiheit kann bei Vorkommniffen wie gelegentlich dieser Wahl nicht die Rede sein. Wenn die Arbeiter in ihrem freien Wahlnicht geschützt werden, müssen sie der Anarchie verfallen. duffungen seitens der Arbeitgeber ist bei der jeßigen Zuer daß Herr v. Bennigsen, der neulich so warm für die enferung des Reichstages leider feine Aussicht, ich hoffe freiheit eingetreten ist, uns unterstüßen wird, wenn wir folchen Antrag wieder einbringen. bg. v. Helldorff: Nach meinen Erfahrungen find Wahlinfluffungen der Arbeiter nur seitens fortschrittlicher Arbeitther fdjaf G.) ges fager inangeferti Vorstan und Brand Sebat( Elf ndlung abak Dorgekommen. bg. Kleine( nl.): Die christliche Arbeiterpartei, deren me rein ultramontane Vereinigung. Die Großindustriellen der calmahlfomitee Protest gegen diese Wahl eingelegt hat, ist Roblenbezirte, die in politischer und wirthschaftlicher Beziehung felt zum Reiche stehen, halten sich zur Abwehr der von einer fingen Agitation für verpflichtet; deshalb trifft sie auch der gase a diefer Parteien und eine geradezu sozialdemokra en empfiehlt Cat 6,00 Mt., owie St. wa- mbl alle ausländi t. Herholz enftraße DOTiglichen Organisation unterstüßten ultramontanen und freiSonntag, den 12. Februar 1888. Wahl. Ich bitte die Wahl des Abg. Haarmann für giltig zu erflären.( Beifall.) Abg Stöbel( 3): Es giebt keine einzige Gegend im Deutschen Reich, wo eine so ungebührliche Wahlbeeinfluffung und Tyrannei vorgekommen ist, wie in Rheinland und Westfalen. Hunderte von Arbeitern sind entlassen worden mit Abkehrscheinen, die einen Vermerk enthielten, infolae deffen die Arbeiter von den in die Sache eingeweihten Arbeitgebern keine Arbeit fanden. Die Wahlparole eines dortigen Landraths war: weß' Brot ich eß, deß' Lied ich fing. Ein Unterbeamter wurde strafverfett, weil er in dem Verdacht stand, für den Bentrumsmann gestimmt zu haben. Man möge agitiren, soviel man wolle, aber den Arbeitern ungehindert seine Ueberzeugung bei den Wahlen ausdrücken laffen. Abg. v. Marquardsen( natl.): Gegenüber dem Antrage Strombeck auf Anstellung weiterer Erhebungen konstatire ich, daß der Beschluß der Kommission auf Giltigkeitserklärung der Wahl einstimmig gefaßt worden ist. Abg. v. Strombed( 3.): Herr Kleine sprach mit Vorliebe von ,, ultramontanen" Wählern oder Hetzern. Meine Partei rechnet es sich zur Ehre an, ultramontan zu sein, in dem Sinne, daß wir eine Kirche resp. ein Oberhaupt haben, welches außerhalb Deutschlands ist. Das ist seit Jahrtausenden hergebracht, und diese Institution wird sich länger er halten als die nationalliberale Partei.( Lachen bei den Nationalliberalen.) Unsere katholischen Vereine nennen fich christlich; nennen sich die anderen evangelisch und verzichten damit vielleicht auf das christlich, so ist das ihre Sache.( Oho! links.) Soviel von Herrn Kleine. Die Sache selbst anlangend, dürfen wir noch weiteres Material über die Wahlen verlangen und ich empfehle Ihnen deshalb meinen Antrag. Abg. Hammacher( natl.): Wenn der Vorredner den evangelischen Arbeitervereinen eine Abirrung vom Wege des Christenthums nachsagte, so ist das wohl auch von seinen näheren politischen und religiösen Freunden nicht ernst genommen wor den. Sollte Herr v. Strombeck die Absicht gehabt haben, die evangelischen Christen im Gegensatz zu den Katholiken als solche zu bezeichnen, die nicht auf demselben überzeugungstreuen Boden des Christenthums stehen wie die Katholiken, so müßte ich diese Anschauung auf das Entschiedenste zurückweisen. ( Bustimmung lints.) Der Wahlprotest rührt nicht von einem Arbeiter, sondern von dem Redakteur Fusangel her, der bereits mehr als 20 Mal, darunter auch wegen verleumderischen Beleidigung bestraft ist. Wenn sich Steiger, wie aus dem richterlichen Erkenntniß hervorgeht, Wahlbeeinflussungen haben zu Schulden kommen lassen, so verdamme ich das. Daß aber hunderte von Arbeitern entlassen worden sind, dafür ist uns Herr Stößel den Beweis schuldig geblieben. Vermerke auf Kehrscheinen in dem angeführten Sinne habe ich nur z. 3. der wüsten sozialdemokratischen vergiftenden Agitation lennen gelernt. Abg. Träger: Herr Helldorff sollte wissen, daß ich die Beeinflussung der Arbeitgeber bei den Wahlen auch bei Forte schrittsleuten stets mißbilligt habe. Abg. v. Strombeck: Ich habe nur gegen Herrn Kleine die Antithese aufstellen wollen, was er dazu sagen würde, wenn die evangelischen Vereine nicht als christlich bezeichnet würden. Das Christenthum habe ich ihnen nicht absprechen wollen. Abg. Windthorst: Ein katholischer Redakteur, der in der Hiße des Kulturfampfes mehrfach bestraft worden ist, hat in meinen Augen an Ehrenhaftigkeit nicht verloren. Ich bedauere, nicht vertheidigen kann. Die Betonung religiöser Gegenfäge Pfarrers Thümmel aber, der in unserem Interesse noch recht lange hezen möge, sollten doch davon abrathen, uns Vorwürfe zu machen. tif Berhebung. In einem ultramontanen Beitungsartikel daß Herr Hammacher diesen Herrn angegriffen hat, der sich hier 0, wie die unjerige, ist ihres Daseins nicht werth."( ört! billige ich auch bei Katholiken nicht. Die Agitationen des lealen Blättern. t!) Solche Artikel stehen in der Wahlzeit täglich in den ationalliberalen Bartei zum Bettelvertheiler angeboten, dann nicht die nationa iberalen, sondern die Bettel des Gegens idaten Fusangel vertheilt. Unter solchen Umständen waren gezwungen, unsere Zettel äußerlich kenntlich zu machen. Ein katholischer Steiger hatte sich der Abg. Hammacher: Das Auftreten des Herrn Thümmel habe ich stets bekämpft. Den Redakteur Fusangel habe ich nicht angegriffen, sondern lediglich zu seiner Charakteristik als Verfaffer des Protestes angeführt, daß er mehrfach, so in den legten Tagen, wegen verleumderischer Beleidigung bestraft ist, itation betheiligt haben. Uns selbst könnte nichts erwünschter daß ihm also die Objektivität zur Abfaffung einer solchen Schrift , als eine genaue Enquete über die Vorkommnisse bei dieser abgehe. Berliner Sonntagsplanderei. lich doch noch зи eigenem Vortheil verwendet werden könnte: was die tapferen Streiter im offenen GeInteressenmenschen R. C. Das Ehrenkreuz am rothen Band sollst Du fecht errangen, das wurde hinter verschlossenen Thüren von ' s Herz mir legen!" Die Ehrenkreuze heißen heut zu ge Allgemeine Ehrenzeichen" und werden auch nicht mehr gerichtet. rothen Bande, wohl aber da, wo man bei den meisten Wir befinden uns bekanntlich im sogenannten Karneval. diesem Mangel 5. Jahrs. Der Antrag Strombeck wird abgelehnt und der Antrag der Kommission gemäß die Wahl des Abg. Haarmann für giltig erklärt. Die Wahl des Abg. Richter beantragt die Kommission für ungiltig zu erklären. Abg. v. Manteuffel: Ich bitte, die Wahl für giltig zu erklären. Die Stellung der fonservativen Partei dieser Wahl gegenüber deckt sich im Wesentlichen mit der Stellung, die wir 1881 bei der Berathung über die Wahl des Abg. Hänel einnahmen. Das einzig wirklich gravirende Moment gegen die Giltigkeit ist die Auflösung des Arbeiterwahlkomitees in Hagen. Von der Person des Abg. Richter will ich nicht sprechen, obgleich ich nicht verschweigen will, daß ich ihn sehr ungern für mehrere Wochen hier entbehren würde, da er sich in den letzten Jahren un zweifelhaft als unser bester Bundesgenoffe bewährt hat. Hätten wir einen Sänger in der konservativen Partei, so würde er alle Veranlassung haben, Herrn Richter als Mehrer derselben zu feiern.( Heiterkeit.) Glauben Sie, daß durch die Auflösung des Arbeiterwahlfomitees weniger sozialdemokratische Stimmen ab gegeben worden find? In der großen Mehrzahl der Wahl freise giebt es ja überhaupt keine Wahlkomitees, und doch wird dort ebensogut für die Abgabe von Stimmen agitirt. In der sozialdemokratischen Partei herrscht obenein eine so ausgezeichnete Disziplin, daß jede Auflösung gewiß auf die sozialdemokratische Stimmenzahl keinen Einfluß hat. Wollen Sie wirklich wegen einer derartigen geringfügigen Bes einflussung der Wahl einen Wahlkreis auf Wochen, vielleicht auf Monate hinaus durch die Ungiltigkeitserklärung der Wahl mund todt machen? Sie strafen aber auch den Wahlkreis Hagen das durch, daß Sie die ganze Unruhe der Agitation noch einmal in denselben hineintragen. Ich meine aber auch, daß, wenn man einem Volfe die Wohlthaten des allgemeinen, geheimen Wahls rechts giebt( Abg. Singer: Wohlthaten ist gut!), man es andererseits nicht für so unmündig halten soll, daß es fich durch die Auflösung eines Wahlfomitees in hohem Maße beeinflussen laffe, daß dadurch das Wahlergebniß ein anderes würde. Das ist ein ungeheurer Widerspruch in fich. Ich muß allerdings bezweifeln, daß selbst, wenn die Majorität hier sich für die Giltigkeit ausspricht, das den Erfolg haben wird, daß der Abgeordnete Nichter im Hause verbleibt. Denn nach der Aufiaffung seiner Fraktionsgenoffen in der Wahls prüfungstommiffion und nach dem Gewohnheiten seiner Partei würde der Abg. Richter nicht in der Lage sein, sein Mandat zu behalten; er wird sagen: ich will von diesem Geschenk feinen Gebrauch machen und mich noch einmal zur Wahl stellen. Bes wegen Sie ihn aber dazu, daß er die Giltigkeitserklärung dennoch afzeptirt!( Beifall rechts.) Abg. Singer: Jch beneide den Abg. Richter um die Vers theidigung seiner Wahl durch den Vorredner nicht, namentlich weil daraus hervorgeht, daß er die Giltigkeitserklärung wünscht, trotzdem damit ein Einbruch in die verfassungsmäßig garantirten Rechte des Volkes gemacht wird; er würde amtiren, troßdem durch eine von der Wahlprüfungskommission durchaus unbes rechtigte Beeinflussung der Behörde seine Wahl möglich gewors den ist. Vizeprädent Buhl: Herr Abg. Singer, Sie haben einen möglicherweise zu fassenden Beschluß des Reichs tags einen Eingriff in die verfassungsmäßig garantirten Rechte des Volkes genannt. Ich kann eine derartige Aeußerung nicht für parlamentarisch zulässig erklären. Abg. Singer( fortfahrend): Ich konstatire nur, daß ich davon gefprochen, daß der Abg. Richter, wenn seine Wahl für giltig erklärt würde ich habe nicht von einem Beschluß des Reichstags gesprochen auf Grund eines Einbruchs in die verfassungsmäßig garantirten Rechte des Volkes hier fixen würde. Vizepräsident Dr. Buhl: Ich muß den Redner, da er die Aeußerung wiederholt, zur Ordnung rufen.( Beifall rechts.) Abg. Singer( fortfahrend): Der Abg. v. Manteuffel sagt, der einzige Grund, der gegen die Giltigkeit der Wahl vorges bracht werden könne. sei der, daß ein sozialdemokratisches Wahla tomitee aufgelöst und verboten worden sei. Ich bin ihm für diese Ausführung dankbar. Er hat damit das, was ich immer von der konservativen Partei geglaubt habe, konstatirt, in welcher nothwendig sei, daß man zum Versprißen des Heldenblutes einen Küraß trage. Und endlich einmal ist Herrn Richter die Genugthuung geworden, daß er Recht behalten hat die Errungenschaften Jahre langer freisinniger Politik liegen flar vor Aller Augen da: eine Militärfommission be schäftigt sich mit der Frage, ob in der preußischen Armee die Kürasse abgeschafft werden sollen oder nicht. Ob dies Frage; jedenfalls ersieht man aber aus der ganzen Sache, daß die Militärbevollmächtigten der deutschfreisinnigen Partei ein unendliches Verständniß für das allgemeine Volkswohl haben und daß sie mit bemerkenswerther Energie an bahns brechende und grundlegende Fragen herantritt. Sollte der frühere Major a. D." Herr Hinge wirklich einmal Kriegss minister werden, so ständen uns wahrscheinlich noch ganz andere Umwälzungen bevor, von denen sich ein militärisches Gemüth heute noch gar keine Vorstellung machen kann. fchen das Herz vermuthet, getragen. Das allgemeine Uns Norddeutschen, speziell Berlinern, denen die Natur den renzeichen wird für verschiedene Dinge verliehen: uns ist heiteren Genuß des Karnevalscherzes versagt hat, hat sie selbe zu einem Resulate führen wird, ist eine ganz andere ierzig Jahre lang die Nächte durchwacht hatte, schließlich etwas länger Gebrauch zu machen, als es anderen Nationen Thaler monatliche Pension und das allgemeine Ehren- durch den Kalender vorgeschrieben ist. Bei uns ist der den erhielt. Wahrscheinlich sollte die große Ehre ihn Karneval im Ganzen und Großen zwar äußerst unintertwäre das möglich gewesen; der Mann litt jedoch erheucheln, und das ist doch schließlich auch etwas werth Ehrenzeichen höchstens im Bett hätte tragen können, weil ferne, die oben angeführten. Thatsachen irgendwie mit den 5 Bf., Pfalte, und da er niemanden außer seiner halbblinden Frau ber die Kleinheit bes Ruhegehalts hinweg trösten. Viel essant, aber wir dürfen wenigstens ziemlich lange Amüsement aba Bf., Domingo Fafil& 85, 90 ann& Braße 38. t reine gesunde ine feine und besser als gar nichts. Es liegt uns nun durchaus fich hatte, gewährte es ihm nur einen zweifelhaften nicht so fern, daß auch ein dekorirter Kriminalschußmann muß, fein Hemb oder seine Unterjacke mit dem Ehrens uz am rothen Band" zu schmücken. ten Tage hat aber gezeigt, daß es nicht immer noth in Verbindung zu bringen, vielleicht ist die Zeit aber gareine ständige Figur auf den Maskenbällen bildet. Umgefehrt ist es ja schon lange Mode, daß sich diese Herren mastirt in Gesellschaften mischen, wo man garnicht die AbUnsere Sache ist es nun feineswegs, uns unnöthig den Kopf zu beschweren über die Nörgeleien der freisinnigen Militärpolitiker. Ansprechender, anmuthiger möchte man sagen, ist das Schauspiel, welches Herr Luckhardt mit seinem nicht in einer fautschuckartigen Wandlungsfähigkeit das Ideal des modernen Politikers erblickte. Nachdem der große Unbekannte" wahrscheinlich ein recht verständliches Veto in Bezug auf die ewig leeren Kassen des für Thron und Altar big ist, vierzig Jahre lang auf eine solche Auszeichnung sicht hat, einen Mummenschanz aufzuführen. Bebauerlich Deutschen Tageblatt" auch demjenigen bietet, der bisher an braucht nicht einmal ein Lebensalter von vierzig Jahren eine italienische Beitung die Nachricht verirrte, Herr Stöcker haben, bleibt es aber trotz des Karnevals immerhin, daß sich in iform des Schuhmannes ein derartiger Orden, und der und schon prangt auf der sonst etwas monotonen habe die Absicht, der Schwiegersohn des Herrn v. Puttkamer zu haber ist dadurch für alle Zeiten dem Verdacht besonderer Geheimniß zu, daß sich Herr Stöcker mit dem sekreten Wunsch fechtenden Luckhardt'schen Organs abgegeben hatte, nachdem ichttreue, Buverlässigkeit und Ehrenhaftigkeit preisgegeben. trage, schließlich einmal der Kollege des Herrn v. Puttkamer zu auch Herr Rudolf Herzog die germanischen Achseln immer wie die Sachen liegen, läßt sich daran nichts ändern, muß solche Vorkommnisse registriren, damit späteren igt wird, und selbstverständlich müssen auch die leuchtenden und Europa verbannt sind? bensfüchtigen der Weg zu der ersehnten Dekoration ge- Würdenträgers vernichtet und alle Juden aus Deutschland einbringt, da entschlossen sich die konservativen Ritter und hatt[ N° 108 bilder, die heute bereits in dem unvergänglichen Glanze Nier LIN e pst an werden. Und wer fann wissen, was sich alles ereignet, wenn erst alle Sozialisten durch Vermittelung des geistlichen Die Beiten sind wahrlich schlimm, und die Betheuerungen, daß das Glück des Vaterlandes unmittelbar bevorſtände es fehlen zum Anfangen nur noch einige hundert Millionen wollen nicht mehr so recht ziehen. Nachdem ein menschliches Rühren sich furchtbar in die Brust zu Schon vor mehreren Jahren konstatirte Herr Richter im Reichstage, daß die Vorbereitungen zum Tode abwehrender gezuckt und tausendmal versichert hatte, daß die Judenheze durchaus verwerflich ist, sobald sie nichts mehr Knappen zu dem legten Rettungsanfer zu greifen, und mit vollen Segeln ins nationalliberale Lager einzulaufen. Troß Stadtmission und erneuerter Judenheze scheinen die Organe Stöcker'scher Observanz nicht auf die Beine kommen zu können. Aber auch dem neuen nationalliberalen lange wird es dauern, bis ein gefühlloser Makulaturhändler sich auch der zarten Erzeugnisse der quietschenden national liberalen Muse bemächtigen wird. Bröße der ftaunenden Mitwelt gezeigt werden. es fauer erworbenen Ehrenzeichens strahlen, in ihrer ganzen Rommission einer außerordentlich aufmerksamen Behandlung die Militärvorlage schlankweg durchgegangen ist, fühlen Organ dürfte die baldige Pleite bevorstehen, und nicht allzu Don Seiten aller Parteien. Was in der gewaltigen Rede- die Freisinnigen nachträglich Inzwischen erfreute sich das Sozialistengesetz in der che Klini un und fangen an, blacht, unter deren Eindruck wir noch alle stehen, glänzend Frauen onnen wurde, das wird jetzt wieder langsam zerbrödelt, werfen. der erhalten nur Borm riedrichftr. 10 ru agt, vielleicht löst sich ein Stückchen ab, welches schließ- fürs Vaterland viel zu fostspielig seien, und daß es nicht Weise mit den dem Volfe garantirten Rechten umgesprungen wird. Indem Sie erklären, daß der Umstand, daß das Verbot des Wahlfomitees die sozialdemokratische Partei betreffe, Sie veranlaffe die Giltigkeitserklärung zu beschließen, während aus Ihren Aeußerungen hervorgeht, daß, wenn es sch um eine andere Partei handelte, Sie zu einer anderen Auffaffung fommen würden, beweisen Sie, daß es Ihnen darum zu thun ist, die Sozialdemofaaten von der Wahl einem auch ihnen garantirten, verfassungsmäßigen Rechte, auszuschließen. Im Intereffe der Wolfsrechte bitte ich Sie, dem Antrage der Wahlprüfungskommission zuzustimmen. Daß der Minister des Innern das Verbot wieder aufgehoben hat zu einer Beit, wo die Leute nicht mehr in der Lage waren, Agitation zu treiben, fann fein Grund für die Giltigkeit sein. Die Ausführungen des Abg. v. Manteuffel verdanten wir wohl weniger dem Wunsche, den Abg. Richter hier im Hause zu sehen, als der Abficht, zu verhindern, daß ein Präjudiz hier im Hause ges schaffen wird, wonach Verbote von Wahlfomitees zur Kassirung drr Wahl führen müssen. Namentlich hat man wohl die Wahl des nationalliberaien Abg. Reinhold im Auge gehabt, bei welcher die Verhältniffe ganz genau so liegen. Wenn ich die Konsequenzen aus den Ausführungen des Herrn v. Manteuffel ziehe, komme ich zu dem Schluß, daß schließlich jede Wahlbeeinfluffung eine Beleidigung der Wähler sei. Die Wählerschaft müßte troßdem ihre Meinung zur Geltung bringen. Ich empfehle den Antrag der Wahlprüfungskommission, und ich glaube kaum, daß dem Abg. Richter ein Gefallen geschieht, wenn man ihn auf diese Weise in seinem Mandat erhält. Abg. Veiel: Das Verbot des Wahlfomitees war nicht Gleichwohl können wir gerechtfertigt, und wir bedauern es. die Wahl deshalb nicht für ungiltig erklären. Eine Aenderung des Wahlergebniffes infolge des Verbotes war ausgeschlossen. Das Verbot ist übrigens einige Tage vor der Wahl schon wied.r aufgehoben worden, und bekanntlich findet gerade in den letzten Tagen vor der Wahl die Hauptthätigkeit der Wahlkomitees statt. Die fortschreitende Zunahme der sozialdemo fratischen Stimmen im Kreise Hagen beweist auch, daß Die unter sozialdemokratische Agitation solchen Ver nicht leidet. Ich bitte, bitte, die Wahl boten durchaus für giltig zu erklären, Abg. Windthorst: Ich erkläre mich für die Wahl, ohne die Prinzipienfrage zu erörtern. Es ist nachgewiesen, daß das Verbot des Arbeiterwahlkomitees auf das Resultat der Wahl teinen so entscheidenden Einfluß ausgeübt hat, daß wir zur Ungiltigkeitserklärung gezwungen find. Db der Mann Richter oder Meyer oder sonst wie heißt, ist mir dabei ganz gleich giltig. Abg. v. Reinbaben( Reichsp.): Auch wir find trotz des Verbotes des Arbeiterwahlfomitees für die Giltigkeit der Wahl. Der Reichstag hat überhaupt nicht über die Behörden wegen eines solchen Verbots zu Gericht zu fizen, sondern nur nach dem Einfluß des Verbots auf das Resultat der Wahl zu ur theilen. Allerdings können Ausnahmen vorkommen, daß durch eine solche Maßregel einer Behörde die Agitation einer Partei so lahm gelegt wird, daß das Abg. v. Charlinski( Pole) weist darauf hin, daß bei den Wahlen die Beeinflussung durch die Beamten eine sehr bedeu tende sei. Davon wüßten namentlich die Polen zu erzählen. In den polnischen Landestheilen gingen unberechtigte Eingriffe in die Wahlfreiheit aber auch von Privatleuten aus, welche ihre Stellung als Arbeitgeber mißbrauchten, um die Stimmenabgabe für polnische Kandidaten zu verhindern. Das ist auch vielfach von liberalen Leuten geschehen. Weil wir diese Uebelstände nicht verstärken wollen durch eine Verlängerung der Wahlperioden, werden wir gegen den Antrag stimmen. Es wäre rung der Legislaturperiode von drei auf fünf| meiden wollen, das Volf immer bis in die tiefften it beliebt. Nun, Jahre. Antrag richtet sich gegen die Oppositionsparteien( an betont ja in a Aha!) und Dertigung des fleine gegen die Agitationen. findet sich nicht unter dem Abschnitt: Volksrolles". dern unter dem Titel: Die Kammern!( Große Millionenfegen lints! Rufe: Köstlich!) Es handelt sich was mehr als den zweckmäßigkeitsfrage; es wird aber dadurch eine Sind sich nicht eine Parlamente erreicht. Es ist mir zweifelhaft, ob für euen Barlamentsſtyl eine solche Verfaffungsänderung sehr angenehm lionen mästete. ruf: Die Vertreter der Krone werden nicht Ueber die vo stimmen!) Wenn eine Stärkung der Kronrechte erfoten wird uns von würden wir darüber nicht böse sein, denn die Kroms vorzeitige Veröff Feind, sondern der beste Freund des Volkes. 2, als vielen unver deursche Volk ist ja nur durch seine Fürsten geschaffen en harmlosen Bau Wenn noch andere Anträge auf Grund des Kartell Handwert gepfufc werden, so werde ich das mit Freuden begrüßen.aterialien fann fid Richters: Er kennt fie noch nicht, aber begrüßt ſie ſindige Aufsicht w wäre besser gewesen, wenn Sie pofitive Gründe üßen. Aber wenn hätten.( Gelächter lints.) Herr Richter hat es so profitwüthigen 1 versucht, als ob die Nationalliberalen nur noch von den von dem nicht der Beamten lebten.( Buruf aus dem Zentrum: Na, gehalten verstande haben das Auftreten des Herrn v. Rauchhaupt alles nichts, ob der aufgefaßt, als wenn es gegen die Nationalliberalen, bezahlen muß Abg. Hansen( freitons.): Es handelt sich nur um eine Bweckmäßigkeitsfrage. Die Aufregung, welche darüber entstan den ist, ist fünstlich gemacht worden. Wenn Herr Lieber bei dieser Frage den Eid auf die Verfassung berührt habe, so müsse er dagegen entschieden Protest erheben. Denn in der Verfassung sei der Weg, wie ste geändert werde, vorgeschrieben. Abg. Windthorst( Bentr.): Jm Reichstage konnte man fich für den Antrag darauf berufen, daß die Regierung selbst einmal die Verlängerung der Legislaturperioden beantragt habe. Hier ist das niemals der Fall gewesen. Ich kann die Herren Nationalliberalen jezt nicht mehr als Liberale bezeichnen, sondern nur als Pseudokonservative.( Heiterkeit.) Es hat ja des Eingreifens des nationalliberalen Generalfeldmarschalls von Bennigsen bedurft, die um Herren für diesen Antrag zu gewinnen; fie wollten eigentlich nicht recht heran, aber das Kartell, welches ja nur für den Reichstag abgeschloffen ist, wirkt auch hierher zurück. Alle Gründe, welche man vorgebracht hat, sind nicht maßgebend und schließlich nicht ausschlaggebend gegenüber der Thatsache, daß durch längere Wahlperioden die Abgeordneten außer Fühlung mit ihren Wählern gebracht werden. Ich bitte Sie nochmals, überlegen Sie sich die Sache. war. Liten Die Bauger welche aus entstanden sein Wahrscheinlich ( Große Heiterkeit.) Dadurch ist uns der KaBeispiel unter 1 das Welfenthum erschwert. Ich hoffe, daß die we im Norden, vativen in Hannover jezt mit uns gegen die Welfede besaß, bei d same Sache machen werden. Wir sind keine Realtinfüchtigen Ehren haben unsere Grundsäße nicht aufgegeben. Wir Ausbau der Reichs- und Staatsinstitution positio ( Buruf lints: 200 Millionen neue Steuern!) Sie bedenken, daß das Urtheil im Volke über Sie längst ist.( Oho! links.) Das wollen Sie bestreiten? Sie finante Ausplünder mit Hilfe des Zentrums und der Sozialdemokraten dem sauberen links: Und Sie mit Hilfe der Landräthe.) Das derauen zu mißbra verlangt von einer liberalen Partei nicht ein immer den entgangen Neinsagen, sondern( Buruf links: Neue Steuern! enanschläge 2c. zu ein produktives Mitarbeiten.( Beifall rechts und bei den lt und eingeflag derblich für den fl Abg. v. Rauchhaupt( kons.): Unser Fraktionsredner hat Ihnen bewiesen, daß wir die Sache objektiv behandeln wollen. Es fann uns nicht gleichgiltig sein, daß wir unberechtigt angegriffen werden, daß Herr v. Schorlemer- Alft uns Verminderung der Volksrechte, Herr Dr. Lieber uns Verlegung des Verfaffungss eides vorwerfen. Nur gegen solche schweren Vorwürfe müssen wir uns bewahrev. Ich glaube, den konservativen Herren im Zentrum wird unser Antrag nicht so unangenehm sein, wie Herrn Lieber, der ja seine. demokratischen Neigungen offen bekundet hat; er hat ja hat; er hat ja das jährliche Wählen als das beste bezeichnet. Wer die Wahlagitationen miterlebt hat, fann das viele Wählen nicht als einen Segen betrachten. ( Abg. Meyer- Breslau: Aber alle 5 Jahre ist es ein Segen. Heiterkeit.) Wenn Herr Lieber das Material verfolgt hätte, namentlich was Herr Stöcker vorgelesen hat( Bewegung fints), dann könnten Sie einen solchen Standpunkt nicht vertreten. Herr Lieber sollte doch aus den Flugblättern der fonservativen Bentralleitung nachweisen, daß wir wahre Crgien gefeiert hätten. Wir haben uns stets in den Schranken des politischen Anstandes liberalen. Heiterkeit links und im Zentrum.) Abg. v. Bedlih( freif.): Die Theorie des Veen muß, diese Ge eides, welche der Abg. Lieber aufgestellt hat, ist durchaus nicht a falsch; preußisch- konstitutionell ist sie nicht, nament Hohenzollern gegenüber, welche die Intereffen des Wol andwerfer, der- f fteben um etwa inchener Bierstube nem Ruin gelegt. affen und dafür e warm und treu im Herzen getragen haben.( Beifall Herr Lieber hält die Ausdehnung der Volksrechte einträchtigung der Kronrechte für vollständig zuläß, daß einzelne die Kronrechte nicht in seinen Schuß nehmen. Krone in Gegensatz zum Volte. Das ist ein Verkennum werden die ganzen historischen Entwickelung; denn die Hohenzolle veröffentlicht, Friedrich der Große hat sich selbst als den ersterke sendet foebe des Staates bezeichnet. Wir wollen hier immer die des Volkes wahrgen einen Der freifinn icht für das verf wuchs, der fich als schädlich erwiesen hat, beseitigen tonit des Verein Baum der Verfaffung zu kräftigen und seine gedeihen Mitgliedern, Wahlresultat gehalten.( Lebhafter Widerspruch.) Sie( vom Zentrum) brauchen wickelung zu fördern.( Beifall rechts.) Die fünffährtei ein Jahr der ohne die Maßregel voraussichtlich ein anderes gewor den wäre. So liegt die Sache hier nicht, im Gegentheil hat die Sozialdemokratie wieder bewiesen, daß sie auch Es gereicht uns zur Begeheim vorzüglich agitiren kann. friedigung, durch unser Votum dazu beizutragen, daß ein so hervorragender, wenn auch in der letzten Zeit anscheinend hier in den Schatten gestellter Führer der freisinnigen Partei dem Reichstag erhalten bleibt. Ob es Herrn Richter angenehm sein fann, durch die Anerkennung von Grundsäßen, welche seine Partei stets lebhaft bekämpft hat, hier zu bleiben, und ob es seiner Partei angenehm sein kann, unter diesen Umständen ihren Führer zu behalten, müssen wir freilich Herrn Richter und seiner Bartei selbst überlassen. Abg. v. Manteuffel bestreitet, daß er nur das Verbot eines sozialdemokratischen Wahlkomitees für gleichgiltig für das Wahlresultat erklärt habe, er habe ganz allgemein Das Prinzip aufgestellt und nur hinzugefügt, daß gerade bei der vorzüglichen Disziplin der sozialdemokratischen Partei ein solches Verbot am wenigsten Einfluß auf das Wahlresultat haben könne. Die Wahl des Abg. Richter wird gegen die Stimmen der Deutschfreifinnigen, Sozialdemokraten und einiger Zentrumsmitglieder für giltig erklärt. folche Mittel nicht. aber wenn Sie das Wählen für einen Segen halten, müssen Sie die Möglichkeit geben, den Wählern in Wort und Schrift die Wahrheit zu sagen. Der Antrag ist feine Ueberraschung. Ich habe in allen Wahlversammlungen die Frage besprochen. Sie haben kein richtiges Verständniß für das, was das Volk will. Die Leute wollen vom Fortschritt nichts mehr bei wissen, deshalb betheiligen fie fich den Wahlen nicht und verlangen auch keine geheime Stimm Wer für Stern den Antrag wegen der abgabe. geheimen Wahl stimmen kann, der fann fich nicht hier hinstellen und sagen: Die Abstimmung Die Abstimmung für die Verlängerung der Legislaturperiode sei eine Verlegung des Vers faffungseides. Wenn die großen Anforderungen, welche die militärischen Rüstungen in Anspruch nehmen, erfüllt werden fönnen, so liegt das nur daran, daß die nationalen Parteien dem Reiche die Mittel gewährt haben, um solche Ausgaben zu decken. Gegen die Steuervorlage hat Herr Lieber und Herr Rickert gestimmt; Sie dürfen daher nicht dagegen auftreten, daß dieses jezt hier hervorgehoben wird. Wir glauben im Intereffe alte" Muth unentm undene Reichstag wird unsere Thätigkeit verbessern und unser Ansehen Schäden der Wahlagitationen ein Wort zu reden, des, der Obmänn Kraft erhöhen auch der Regierung gegenüber. fizzen gerade auf der linken Seite des Hauses.( how 16 594 Stin nach then tragen. Die Träger der schädlichen igen Erfolg g so reif, daß fie ihre Herrn Rechtsan sind Sind etwa die Freifinns noch und im Bentrum rein mußte aufs ehmen und erst in durch die„ kräfti fünf Jahre treffen können. des Zentrums und des genug?-( Gelächter links Volfsrechte wollen wir nicht vermindern, sondern n tation vermindern zum Heile des Volkes.( Beifall retrage des Großd Damit schließt die Diskussion. hässiger Weis wei In namentlicher Abstimmung wird§ 1 mit ei sum 126 Stimmen angenommen. als Ga Wort Beug geredet hät Sort änderung nach Schluß der gegenwärtigen Legislaturpe e bre Beche zu § 2, welcher die Bestimmungen entbält, da die entziehen mu Kraft tritt, wird ohne weitere Debatte angenomme Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung: Montag ( Dritte Berathung des Antrages wege michtige" Beriamml Beilen dazu bei, die betheiligt haben folle des des Volkes zu handeln, wenn wir die Wahlen einschränken. längerung der Legislaturperiode: Eta 659" Mann ft ( Beifall rechts.) Abg. Rickert: Objektiv unwahr nennt Herr v. Nauchhaupt die Behauptung, daß der Antrag eine Ueberraschung sei. Ich habe darauf hingewiesen, daß die Herren Konservativen Lokales. freifinnigen Freiheit, Dazu angethan find, Bufunft unmöglich Die Herren eingeführ Lof Militär- Arbeit" heißt gegenwärtig die der erste, zweite und für züglich welcher die Kommission Beanstandung und Anstellung sehr böse darüber waren, als die Nationalliberalen zu früh Tages für alles was nähen kann bei uns in Berlin. Fahrend das übrige Es folgt die Wahl des Abg. Henneberg( Gotha), beAbg. Singer beantragt die Wahl für ungiltig zu erklären. Dieser Antrag wird nur von den in sehr geringer Anzahl anwesenden Deutschfreifinnigen und Sozialdemokraten unterſtügt, so daß er nicht die genügende Unterſtüßung findet. Abg. Singer beantragt deshalb die Vertagung und bezweifelt gleichzeitig die Beschlußfähigkeit des Hauses. Auch der Antrag auf Vertagung findet nicht die genügende Unterstügung, so daß der Antrag nicht zur Abstimmung gebracht werden und folglich auch eine Ermittelung über die Beschlußfähigkeit des Hauses nicht erfolgen kann. Ab. Singer: Ich glaube, das uns in dem Wahlprotest vorgelegte Material reicht aus, um die Ungiltigkeit der Wahl zu erklären. Beschließt der Reichstag nach dem Antrag der Kommiffion, so werden wir es erleben, daß die Erhebungen so spät uns mitgetheilt werden, daß die Ungiltigkeit der Wahl erst am Schluß der Legislaturperiode ausgesprochen werden fönnte, und der Abgeordnete es dann selbst vorzieht, vorher sein Mandat niederzulegen. Die Beeinfluffung der Behörden in Gntha ist notorisch. Ohne dieselbe und das Verbot der sozialdemokras tischen Wahlversammlung hätten die Unserigen 1000 Stimmen mehr aufgebracht und Herr Henneberg wäre nicht gewählt wor den, sondern Kollege Bock. Abg. Rickert: Anknüpfend an frühere Wünsche aus dem Hause möchte ich nur an den Staatssekretär v. Boetticher die Frage richten, ob es nicht möglich wäre, daß der Bundesrath oder die Bundesregierungen den nachgeordneten Polizeibehörden die erforderlichen Instruktionen geben, damit so absolut gesetzwidrige Verbote von sozialdemokratischen Wahlversammlungen nicht mehr vorkommen. Staatssekretär v. Boetticher: Die Polizeibehörden sind. ja über das, was sie gegenüber Wahlversammlungen zu thun haben, instruirt. Handelt eine Polizeibehörde gegen die Instruktion und die gefeßlichen Vorschriften, dann steht der Be schwerdeweg offen und die Remedur ist auch niemals, auch seitens des Herrn Reichskanzlers nicht, ausgeblieben, wenn eine Ungehörigkeit vorgekommen ist. Aus einem einzelnen Falle fann unmöglich die Veranlaffung genommen werden, allgemeine Instruktionen zu erlaffen. Abg. Rickert: Es handelt sich um zahlreiche Proteste, die Jahr aus Jahr ein an das Haus gelangen. Der Bundesrath hat nach der Verfassung zu wachen über die Mängel, welche bei der Ausführung von Geseßen und Verwaltungsvorschriften vorfommen. Wären die Polizeibehörden richtig instruirt, so hatten unmöglich solche Dinge vorkommen können. Wir werden zu überlegen haben, ob wir unseren Wunsch in die Form einer Resolution fleiden sollen. Die weitere Berathung wird vertagt. bas lieferungen, die in den bekannten Insertionsblättern ihr angebote machen, und überzeugen sich bald, daß DE urde. Der Baarbe Dezember 1887: von Arbeitskräften so stark ist, daß ste noch zufrieden feglied die respekta wenn sie überhaupt Beschäftigung erhalten. In funz Leinwandstoff, welcher zur Herstellung von Brotbeuteln in an Thatkraft derben sich die Weißnäherinnen die Fingerfpigen ant durch das auf beneffen mit Gist Eine Reihe zu den ge welche ten, ist vorgester getreue Stalfulato wird, und wenn die Lieferung fertig gestellt ist, Wochen vergehen, bis sie mit ihren rauh und empin gewordenen Fingern wieder an die alte Arbeit des nähens gehen fönnen; inzwischen ist die Nähmaschin In ganz ähnlicher Lage befindet sich die Mänteln feinem Versteck rauben Arbeit auch start mitgenommen und bedarf der von dem Plane sprachen: Der Antrag auf geheime Abstimmung soll ein Wahlmanöver sein; glauben Sie wirklich, daß wir durch diesen Antrag das Mißfallen der Wähler erregen? Alle abhängigen Kreiſe wünschen ohne Kontrole abzustimmen. Niemals find so oft Wahlbeeinflussungen getrieben als unter dem Regiment des Herrn von Puttkamer, welcher hier im Hause erklärte: auf Belohnung hätten die nicht zu rechnen, welche für einen Gegner der Regierung ftimmen. Herr v. Rauchhaupt meint, wir hätten in finanziellen Dingen nichts mitzusprechen. Bezahlen Sie denn allein Steuern? Müffen wir sie nicht mit bezahlen und drüden die Steuern nicht gerade die unteren Volksklaffen? Wenn Sie sich auf Herrn Stöder berufen in Bezug auf die Wahlagitation, dann scheinen Sie doch sehr unschuldig zu sein und nichts gelesen zu haben in den letzten Jahren. Herr Stöcker als Prediger der Sanftmuth und Liebe!( Seiterkeit links.) Lesen Sie doch nur die Stöder'schen Thesen vom Dresdener antijüdischen internationalen Kongreß.( Die Rechte begleitet die Vorlesungen einzelner Thesen mit Burufen: Sehr richtig!) Die freifinnige Partei wird in einem Stöder schen Flugblatt als die Partei des Haffes, der Unwahrheit, der Bedrücker und Aussauger genannt. Das ist Alles Liebe! ( Heiterkeit.) Die Freifinnigen sollen Geld vom Cobden- Klub erhalten haben! Wollen Sie solche gemeinen und jämmerlichen Mittel als anständig betrachten.( Buruf rechts: ja!) Dann fommt nun Herr Stöcker und ringt die Hände über diese Dinge. Da hört doch Verschiedenes auf!( Gelächter rechts.) Herr Bamberger hat seine Aeußerungen über die Legislaturperiode nur bedingungsweise ausgesprochen. Er fam nach zwan nach Deutschland zurück; zigjähriger Abwesenheit fannte als Süddeutscher die Polizei- und Junkerwirth schaft in Preußen nicht.( Heiterkeit rechts.) Heute hat er sich überzeugt, daß seine Auffassung falsch war. Es ist mir übel genommene, daß ich die Nationalliberalen gewarnt habe vor den Konservativen. Wer kann den Feldzug der Herren v. Rauchhaupt und Genoffen nach Hannover noch als einen solchen bezeichnen, der nicht gegen die Nationalliberalen gerichtet war?( Widerspruch rechts.) Dieser Hohn und Spott, welchen die Herren v. Rauchhaupt und Grimm über die er D ber Ja bei eneraldirektor N. Soft" meldet, der thlosen Dividen ellschaft Vorwärt was Schwindler bed zu faufen un nicheine mit. Als Edhein in Bahlung und fragte elder branßen 28 Perthlos urbe, ergriff er di ren Tages lief e fort erfannte und f ird aber die endlich lerneftes hervorr eit und zwar in w wegen zufälliger Arbeitslosigkeit die Gelegenheit arbeit ergriff, um nicht ganz beschäftigungslos lange wird diese Freude nicht dauern, denn die werden möglichst beschleunigt; und müßte das De betrogen hat. liefert werden, die Zahl armer Näherinnen in Berlin genug, um alles für jeden Preis zu leisten. Arbeit nur ein ganz flein wenig beffer lohnte binlänglich bekannte Schwindfuchtsnäherei fettions Unternehmern. Die Militärverwaltung gute Preise; fie hat es dazu; bei den ihr bewilligten nen fann sie sich das auch recht wohl leisten. Über! fie es nicht an die Näherinnen, die selbst arbeiten, -größere Unternehmer. Wir wagen faum die Gen deuten, die unter den armen Näherinnen über das niß zwischen dem ihnen gezahlten Arbeitslohn und Summe, welche die Unternehmer erhalten, umlaufen. Iman doch, daß einzelne Unternehmer für das Bufam der fertig gemachten Sachen gerade ebensoviel, ja dienen, als die Näherin erhält, so daß Fälle vorfo die Näherin für ihre Arbeit nur den dritten Theil de was die Militärverwaltung dafür an den Unterneh Es ist unter diesen Umständen nicht zu verwundern, allerbedenklichsten Erzählungen in den Kreiſen bezahlten Näherinnen über die Art und Weise verbreite wie man solche Militärlieferungen von der Militär wiffer Persönlichkeiten und von anderen Dingen entfe denen der gute Ruf der Militärlieferanten nicht geför den kann. Wir meinen doch, wenn solche Arbeiten a werden, so könnte wohl auch die Einrichtung getroff daß die kleineren Arbeitskräfte ihre Aufträge Nationalliberalen ergoffen haben, laffen darüber keinen Zweifel. erlange, und wenn hier Vorstellungen von der Bevon Auf die Schaffung der rein konservativen Mehrheit war es abgesehen; darum sollten die Nationalliberalen in Hannover befeitigt werden. Welche Rolle den Nationalliberalen zugedacht ist, sagte Herr Stöcker 1886: die Nationalliberalen haben nur die Aufgabe, von dem freifinnigen Bau noch einige Steine abzubröckeln. Deshalb ist es mir ein Räthsel, wenn die Nationalliberalen den Konservativen ein Mittel an die Hand geben, sich selbst zu beseitigen.( Beifall links.) Schluß 5 Uhr. Nächste Sigung Montag 1 Uhr( Wahl- Sache gesprochen, er scheint also durch die vorgeführten Gründe prüfung, zweite Lesung des Sozialistengesetes). Abgeordnetenhaus. 16. Sigung vom 11. Februar 1888, 11 Uhr. Der Ministertisch bleibt leer. Eingegangen ist ein Gesezentwurf, betr. die Regulirung der unteren Weichsel. Auf der Tagesordnung steht die zweite Berathung des Antrags von Benda und Genoffen wegen Verlänge Abg. Tramm( natl.): Herr Rickert hat kein Wort zur von seiner Ueberzeugung abgebracht zu sein. Eine antisemitische Debatte bätte Herr Ridert im Interesse des Hauses nicht provoziren sollen.( Buruf links: Das ist auch nicht zur Sache!) Es ist der Vorwurf erhoben, daß ein Angriff auf die Verfassung erfolgt in einer Form, die nicht richtig ist, durch ere Wohnungen plü Penthüren, Thürklin D 23.Dres 0 858 en De Mashen- B der Militärverwaltung erhielten. Richtig ist ja, da den Mititärbehörden etwas größere Unbequemlichkeiten aber andererseits find diese Behörden ja auch an b mit kleinen Leuten gewöhnt und wäre wirklich eine ist, nun, so ziehe man getrost diese Mehrsumme von beitslohn ab, der heute den faulen, nichtsthuenden Un in den Schooß fällt, und für die armen Näherinnen arbeitenden Handwerker wird bei diefen Arbeiten 1 Wir bezweif erträglicher Verdienst herausschauen. wen einen Gewaltstreich der Mehrheit. Das Kartell hat ja wohl für Augenblick, daß der Reichstag eine Resolution in bi die Zukunft noch eine tiefere Bedeutung. Es ist doch begreiflich, daß die beiden großen Parteien sich zusammenfinden und ihre gemeinsamen Berührungspunkte hervorsuchen, daß fie es verangenommen haben würde, wenn fie bei Berathung Anleihe- Gesetzes gestellt worden wäre. Aber leib eine Debatte bei der Berathung im Reichstage fo verl Paul Reichenberge Vereine S Balameniter brmädchen verlang age 76. Die tiefften it beliebt. Nun, das hindert die Militärverwaltung nicht, verkürzt auf die hier gerügten Uebelſtände Rücksicht zu nehmen. Sparteien( n betont ja in allen Zweigen der Verwaltung die Berüc Dertigung des Kleinen Mannes" und der„ breiten Massen des tt: Voltsolfeg Es wäre doch recht hübsch, wenn von dem rn!( Große 80 Millionensegen auch diese untersten arbeitenden Klaffen delt fichas mehr als den färglichsten Hungerlohn zugewendet erhielten urch eine Sd fich nicht eine ganze Bande so heißt es ja wohl im aft, ob für den Barlamentsstyl von faulen Unternehmern an diesen angenehm lionen mäftete. Den. Wir Die Kriminalpolizei hatte die umfaffendsten Maßregeln getroffen, um endlich diesen Spizbuben, welche mit besonderem Raffinement bei Ausübung dieser Diebstähle verfuhren, das Handwerk zu legen. Nach endlosen Bemühungen war die Spur gefunden. Ein Kaufmann in der Beuthstraße, welcher ein großes Eisengeschäft betreibt, hatte von einem Handelsmann Döhring messingne Thüren, Klinken und Hähne gekauft. Als Döhring verhört wurde, stritt er direkt ab, dorthin etwas verkauft zu haben; hierdurch hatte er sich nun von vornherein verdächtig gemacht. Die bei ihm vorgenommene Haussuchung wollte schon nichts Gravirendes zu Tage fördern und Döhring, seines Sieges bereits bewußt, zeigte höhnisch auf einen Haufen Schnee und bemerkte dabei, daß das sein Vorrath an Thüren, Klinten u. s. w. sei. Der die Haussuchung leitende Kriminalfommmissar hatte aber bemerkt, wie fich die Frau des Döhring so ganz allmälig und unauffällig gedrückt hatte. Der aufmerksame Beamte hatte fte aber mit den Augen verfolgt, und als fie eine fremde Remise betreten hatte, eilte der Beamte nach und faßte die Frau dabei ab, wie fte gerade zwei Säcke voll Messingzeug beiseite fchaffen wollte. Nunmehr bequemte fich Döhring zu dem Ge ständniß, daß er das Zeug von einer Frau Baber gekauft habe. Diese, in die Enge getrieben, geftand nunmehr ein, daß der Thäter ein alter Verbrecher, Emil Schack, sei, welcher in legter Beit mindestens 50 solcher Diebstahle ausgeführt habe. Schad Beit mindestens 50 solcher Diebstahle ausgeführt habe. Schack war bisher Spezialist in Korridordiebstählen und hatte nur vorübergehend eine Aenderung eintreten laffen. Jetzt theilt das vierblätterige Kleeblatt die Untersuchungszelle gewiß brüderlicher, als der Gewinn aus dem verbrecherischen Handwerk getheilt worden ist. verden nicht Ueber die vorzeitige Veröffentlichung der BauConrechte erfoten wird uns von einem unserer Leser folgendes mitgetheilt: enn die Kroms vorzeitige Veröffentlichen der Baulisten ist insofern schädVoltes. als vielen unverschämten Profitmachern, welche beabsichtigen, ſten geschaffenen harmlosen Bauherrn ordentlich über die Ohren zu hauen, des Kartel Handwerk gepfuscht wird. Gegen schlechte Arbeit und en begrüßen. aterialien tann sich jeder Bauherr durch genügende fachverbegrüßt sie sindige Aufsicht während des Baues und durch Kontratte be Gründe yen. Aber wenn ein Bauherr bei Abschluß der Bauarbeiten hat es so profitwüthigen Unternehmern, die vorsichtig alle Konfurar noch von den von dem nichts ahnenden, vertrauensduseligen Bauherrn entrum: Nagehalten verstanden haben, hineingelegt wird, dann nügt uchhaupt alles nichts, ob der Bauherr es aushalten fann oder ob er ruinirt tionalliberalen, bezahlen muß er den festgesetten Preis. Wir können hier uns der Kam Beispiel unter so vielen anführen, wie voriges Jahr eine ffe, daß die we im Norden, die eine schuldenfreie Baustelle mit Hinterdie Welfen de besaß, bei dem Bau des Vordergebäudes von solchen feine Realtinfüchtigen Ehrenmännen an den Bettelstab gebracht worden Die Baugewerkszeitung" schreibt von gerichtlichen tion pofitio, welche aus der vorzeitigen Veröffentlichung der Bauern!) Sie entstanden sein sollen! Was sollen denn das für Klagen Sie längt Wahrscheinlich sind verschiedenen Bauherren über die ten? Sie finante Ausplünderung die Augen geöffnet worden und fie zialdemokrate dem sauberen Patron, der beabsichtigte, ibr unbegrenztes e.) Das betrauen zu mißbrauchen, die Thüre gewiesen. Aus Wuth bt ein immer den entgangenen fetten Bissen werden nun gefertigte e Senanschläge 2c. zu hohen Preisen den Bauherren in Rechnung ts und bei dentellt und eingeklagt. Wir wollen noch darauf hinweisen, wie derblich für den fleinen Professionisten, der sich Bauarbeiten Zorie des een muß, diese Geheimnißkrämerei und der damit verbundene It hat, ist durchaus nicht zu vermeidende Kneipenverkehr ist. Mancher zusehen. Das„ Deutsche Tabl." sei von konservativem Gelde nicht, nament andwerker, der- statt am Echraubstock oder an der Hobelbank gegründet worden( unseres Wissens war dabei auch der große ereffen de o um etwas zu erfahren, halbe Tage lang fich in die aben. Beifal inchener Bierstuben sezen muß, hat hierdurch den Grund zu nem Ruin gelegt. Das Schlimmste bei den Bauliſten ist olfsrechte es, daß einzelne Leute auf frummen Wegen sich diese veraffen und dafür einen exorbitant hohen Preis zahlen lassen. = ein Verkennarum werden die ertheilten Baukonsense nicht von der Be Die Hohenzolle veröffentlicht, wie in Desterreich- Ungarn? r cum.) 111 dig zuläff nehmen. fes wahrgen teben Die Aktien- Brauerei- Gesellschaft Moabit hat, wie wir von kompetenter Seite hören, mit ihrem diesjährigen Bockbiere, das von allen hiesigen dergleichen Gebräuen zuerst vor das Forum der öffentlichen Meinung getreten ist, einen entschiedenen Erfolg zu verzeichnen. Der Klosterbock übertrifft an Geschmack und Gehalt alle seine bisherigen Borgänger bei Weitem. Also das ganze Zeitungsgeschäft des Herrn Luckhardt, so schreibt der konservative Reichsbote", geht in nationalliberale Hände über und das Deutsche Tageblatt" wie der ,, Vorwärts" find von nun an als nationalliberale Organe anUnbekannte thätig. D. R.) Man habe durch ein scharfes, antisemitisches Gepräge große, namentlich antisemitische Kreise gewinnen wollen. Nun sei der kostspielige Versuch, etwas zu erreichen, fläglich gescheitert. Der politische Seelenkauf der Leser der Blätter des Herrn Luckhardt, insbesondere der Bürgervereine, werde aber den Nationalliberalen nicht gelingen. Wer weiß? Steuermann Helm, welcher das Dampfschiff führte, hatte das Warnungsfignal mittelst der Dampfpfeife ertönen lassen, um die Insaffen der zahlreich kreuzenden Boote zu mahnen, den Kours des Dampfschiffs freizulassen; umsonst das von Rose geruderte Boot fam nicht von der Stelle und einige Augenzeugen des nunmehr folgenden traurigen Vorfalls hatten die Empfindung, als ob die Insassen dieses Bootes ein Bravourstückchen auszuführen beabsichtigten, indem fie offenbar fich bemühten, den Kurs des Dampfers zu durchkreuzen und demselben an der Spige vorbeizufahren. Die Katastrophe blieb nicht aus, trotzdem Helm Kontredampf hatte geben lassen; als das Boot in die Nähe des Dampfers kam, wurde dasselbe quer vor dem Burgspriet liegend erfaßt, umgeworfen und Klein ertrank; der Schiffsjunge, welcher vorn an der Spiße des Dampfers die Schiffsglocke handhabte, sah, daß Klein sich an der Ankerkette festhalten wollte, dieselbe aber nicht erreichte, vielmehr von derselben an den Kopf getroffen wurde und im nächsten Augenblick hinausfiel aus dem Boot. Die Stange, welche der Kapitän des Dampfschiffes ihm hinhielt, erreichte den mit den Wellen Kämpfenden nicht mehr; ein Schwimmgürtel war an Bord des Dampfers nicht zur Hand und er ertrant, während die beiden anderen Insaffen des Bootes gerettet wurden. Gegen Rose war merkwürdiger Weise Anklage wegen fahrlässiger Todtung erhoben worden, weil er, die Ruder führend, dem Dampfer nicht ausgewichen sei. Im Audienztermin wendete der Angeklagte ein, daß er, als das Boot wieder flott war, nach 5 Ruderschlägen den Dampfer erst bemerkt und sofort batte ausweichen wollen, doch sei es bereits zu spät gewesen, zumal Klein am Steuerruder den Kopf verlor. Der Staatsanwalt beantragte 1 Jahr Gefängniß; dem Vers theidiger gelang es jedoch, den Gerichtshof zu überzeugen, daß dem Verunglückten allein die Schuld beizumeffen sei, denn das Steuer habe dieser geführt und er hatte es in der Hand, dem Boote eine andere Richtung zu geben. Der Gerichtshof erkannte auf Freisprechung. In der bekannten Mantelnäherinnen- Affäre wurden gestern von der zweiten Straffammer am Landgericht I die Hauptbetheiligten verurtheilt. Angeklagt waren die Mäntel näherinnen Büge, Krankemann, Wabniß, Ottili, Schulz und Breckenfelder, und als Zeugen waren sieben Polizeilieutenants, die die event. Versammlungen überwacht hatten, geladen. Die Sache nahm den ganzen Vormittag in Anspruch und endete mit der Verurtheilung der Büge zu 20 M., der vier folgenden Angeflagten zu je 15 M. Geldbuße. Die letzte Angeklagte wurde freigesprochen. Der Verein der Arbeiterinnen, welcher eine politische Rolle zu spielen beabsichtigt hatte, wurde als geschloffen erklärt. Ein Renkontre aus der Sylvesternacht beschäftigtr gestern die 96. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts. Dem Bankbuchhalter Böttcher war in jener Nacht ein ganz neuer Bylinderhut aufgetrieben worden, und bezeichnete derselbe dem herzugekommenen Polizeilieutenant einen Herrn, der ihm an der fraglichen Stelle der Friedrichstraße entgegengekommen war, als den Attentäter. Derselbe wurde nach der Polizeiwache transportirt, auf welcher er sich als der Konditor Peschke auswies. Gegen den auf eine Woche Haft lautenden amtsrichterlichen Strafbefehl erhob er Einspruch, infolge deffen er vor die obige Der freisinnige" Verein der Halleschen ThorIs den erfirke sendet soeben seinen 659" Mitgliedern den Jahreshier eint für das verflossene Jahr zu. Unter der Ueberschrift fünfzehnköpfige Vorstand feine geben Mitgliedern, daß das verflossene Jahr für die liberale Die fünffabei ein Jahr der Prüfung und Geduld" war, doch sei der fer Anfeben Muth unentwegt geblieben. Die am 21. Februar statt. undene Reichstagswahl hätte ,, trot Theilnahme des VorSidlichen Waitigen Erfolg gehabt, denn es erhielten Herr Profeffor zu reden, des, der Obmänner und der Vereinsmitglieder" leider wenig Kräfte anstellt, über die Einrichtung die Aufsicht führt, wofür| Gerichtsabtheilung geladen wurde. Er stellte mit Entschiedenheit egenüber. Dauſes. fie ihre etwa S m Win die noch n Bentrum fondern nu Ein chriftliches Hotel ersten Ranges" soll von der Berliner Stadtmission eingerichtet werden in Berlin, Mohrenstraße 27, am Gendarmenmarkt. So berichtet der von der Stadtmisfion herausgegebene Sonntagsfreund. Ein Vorstandsmitglied der Berliner Stadtmisfion, Kaufmann Paasche, hat das Hotel neu erbaut und bedeutend erweitert, und hat derselbe nun mit der Stadtmisfion das Abkommen getroffen, daß dieselbe dem Hotel den Namen giebt, das Personal bis auf die leitenden er sich verpflichtet, ihre etwaigen Ueberschüsse zur Kaffe der Stadtmission abzuliefern. Die Eröffnung des Hospizes soll am 1. März Branddirektor Major Witte ist nunmehr, da sein Bustand sich verschlimmert hat, von Eberswalde nach der Jrrenanstalt in Dalldorf gebracht worden. Wie verlautet, ist nunmehr nur sehr geringe Hoffnung vorhanden, daß Major Witte how 16 594 Stimmen, während auf Herrn Tuzhauer 14 751 Herrn Rechtsanwalt Wolff 19 513 Stimmen entfielen. Der erfolgen. Serein mußte aufs neue die Arbeit für die Stichwahl auf men und erst in dieser stegte" Virchow.( Natürlich wohl r durch die„ kräftige Arbeit" des Vorstandes?) In geradezu hässiger Weise theilt der Bericht mit, daß nach einem ( Beifall retrage des Großdeftillateurs Mar Schulz am 12. September jemals geheilt werden wird. bei als Gäste anwesende Mitglieder der ArbeiterWort gemeldet, doch derart tonfuses geredet hätten, daß der Vorsitzende ihnen das §1 mit t, daß die Be en Legislaturper genommen Montag ages wege Gtat ode; Beug Bum Sort entziehen mußte, worauf beide das Lokal verließen. Verfuchter Gattenmord. In große Aufregung wurden gestern die Bewohner des Nachbarortes Pankow durch das sich schnell verbreitende Gerücht versest, ein Mann habe seine Frau mittels eines Revolvers erschoffen. Wie nunmehr festgestellt er in Abrede, dem Zeugen den Hut aufgetrieben zu haben. In Gesellschaft mit dem Schriftsteller Müller und Fabri fanten Scheibel sei die Friedrichstraße entlang nach den Linden zu gegangen. Auf dem Wege habe er sich mit seinen Begleitern über die Unfitte des Hutauftreibens unterhalten und dieselbe auf das Energischste verdammt. Als er seiner Verwunderung, daß Leute in dieser Nacht überhanpt Bylinderhüte aufseßten, Ausdruck gegeben, sei er plötzlich des Beugen anfichtig geworden und habe, eine Geste mit der Hand machend, ausgerufen:" Da ist doch noch Einer mit dem Zylinder." Bei dem Erheben der Hand habe er den Hut des andern ein wenig berührt, woraufhin wohl Einer oder der Andere aus der Nachdem die Zeugen Müller und Scheibel diese Angabe bestätigt hatten, modifizirte Böttcher seine Aussage ebenfalls dahin, daß der Angeklagte seinen Hut nur berührt habe. Der Staatsanwalt v. Glau beantragte Freisprechung des Angeklagten, der Gerichtshof verurtheilte denselben jedoch zu 10 M. event. 2 Tagen Haft, indem er den groben Unfug in der Erhebung der Hand in der Sylvesternacht, in der ein solches Zeichen leicht den Anstoß zum Hutauftreiben gebe, erblickte. obne ibre Beche zu bezahlen. Wir fönnen uns auf jene hoch- worden ist, hat in der That der in Berlin wohnhafte rbeiter dichtgedrängten Menge den Hut des Zeugen aufgetrieben hat. Beilen dazu bei, die beiden Herren, welche fich an der Diskussion michtige Bersammlung nicht erinnern, vielleicht tragen diese betheiligt haben sollen, zu veranlassen, dem 15köpfigen Vorstand Des 659" Mann starken Vereins zu beweisen, daß auch der freifinnigen Freiheit, beliebige Erzählungen aufzutischen, welche bazu angethan find, Personen die Ehre abzuschneiden, für die Bufunft unmöglich werden. Einen neuen Wahlmodus schienen Die Herren eingeführt zu haben, denn bei der Neuwahl wurden Der erite, zweite und dritte Vorfigende durch Buruf" gewählt, Lof für ärtig die in Berlin. nehmern nsblättern ib ald, daß bas August 3. auf offener Straße drei Schüffe aus einem Revolver auf seine Frau abgefeuert, welche in Pantow als Aufwärterin beschäftigt ist. Die Kugeln hatten glücklicher Weise nur den rechten zur Abwehr erhobenen Arm verlegt; ehe der wüthende Ehemann noch weitere Schüsse abzugeben vermochte, waren ihm Passanten in den Arm gefallen und hatten ihm die Waffe entwunden, während andere fich der stark blutenden Frau hilfreich annahmen. Die Ortsbehörde nahm den Attentäter vorläufig in Gewahrsam und veranlaßte die Ueberführung der verwundeten zu dem Mordanfall verlautet, daß 3. schon seit geraumer Zeit mit seiner Frau in 3wistigkeiten gelebt habe, weil dieselbe nach seiner Meinung nicht genug durch ihrer Hände Arbeit verdiene. ährend das übrige Dußend per Zettelwahl zum Amt berufen Frau nach einem Berliner Krankenhause. Ueber die Veranlassung Dezember 1887: 304 M. 93 Pf., mithin fommt auf jedes ch zufrieden fetglied die respektable Summe von rund 46 Pf. Hoffen wir, rfpigen an b Brotbeuteln geftellt ist, hund emp n. In furz durch das auf den 18. Februar in Aussicht gestellten 3. soll, wie eine hiesige Korrespondenz berichtet, ein arbeitsbfeneffen mit Eisbein für den Preis von 1 M. 75 Pf. der scheuer Mensch sein, und das, was seine Frau durch schwere Eine Reihe von Verhaftungen solcher Personen, legungen der Frau 3. sollen bedenklicher Natur sei. Arbeit des welche den en, ist vorgestern vorgenommen worden. Zunächst ist der getreue Ralfulator Röſener, welcher seinen Gönner, den d bedarf der heraldirektor N., nach und nach um 11 000 m. gebracht hat, gesuchtesten Artikeln" der Kriminalpolizei geDie Mäntelnas jeinem Versted hervorgeholt worden. Alsdann ist, wie die Soft" meldet, der Herr" dingfest gemacht, welcher mit den athlosen Dividendenscheinen, der Bergwerks- und Hütteningslos ellichaft Vorwärts" Geschäfte getrieben und hiesige Geschäftselegenheit b denn die fte das Do en in Berlin ten. herei bei Ja bewilligten ten. Aber t arbeiten um die Ger was " Arbeit verdient, in leichtfertiger Weise durchbringen. Die VerGerichts- Zeitung. Wegen Kuppelet stand am Freitag der Hauseigenthümer Solms Arnheim vor der 2. Straffammer des Landgerichts. Der Angeklagte, welcher die Häuser Fischerbrücke 23 und 24 befist, wurde beschuldigt, geduldet zu haben, daß dieselben zu Stätten der Telegraphische Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Straßburg i. E., 11. Februar. Polizeikommissar Stempel aus Molsheim hatte eine Dienstreise nach Lügelhausen gemacht. Auf der Rückreise um 8 Uhr Abends nach Urmatt wurden auf denselben zwei Schüffe abgefeuert, von denen der eine in den Mantelfragen, der andere unterhalb des rechten Knies eindrang. Der unbekannt gebliebene Thäter ergriff darauf die Flucht. Die Vermundung Stempels ist nicht gefährlich. Straßburg i. E.. 11. Februar. Die gerichtliche Voruntersuchung gegen Appel Streißguth und Girard wegen Beis hilfe zum Landesverrath ist auf Antrag des Oberreichsanwaltes eröffnet worden. Schwindler beauftragte einen Knaben, in einem Laden Aergerniß, welches durch die trüben Verhältnisse in jenen Häusern Arlbergbahn wird weiter gemeldet: Der Bahnhof der Station urbe, ergriff er die Flucht und entkam auch. Aber schon anbereitet worden ist, verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten zu 2 Monaten Gefängniß. zu kaufen und gab ihm einen der werthlosen Dividen Penicheine mit. Als der Knabe bei einem Schlächtermeister den Deffer John ein in Zahlung geben wollte, erkannte dieser den Schein als ertblos und fragte nun den Knaben aus. Als der Schwindler, erwaltung her branßen wartete, merkte, daß die Sache unangenehm eren Tages lief er demselben Knaben in den Weg, der ihn ort erfannte und festnehmen ließ. Die größte Genugthuung Etablissement spazieren; Klein saß am Steuerruder, während aber die endliche Aushebung eines ganzen Diebes- und eglernestes hervorrufen, nämlich der Verbrecher, welche in letter it und zwar in wahrhaft unheimlicher Weise Neubauten und über das slohn und umlaufen. das Bufam enfoviel, ja Wegen fahrlässiger Tödtung hatte sich gestern vor der 1. Straffammer des Landgerichts 11 der Tischlergeselle Heinrich Rofe zu verantworten. Am 1. Osterfeiertage Abends fuhr Rose in Begleitung einer Dame und eines Kollegen Namens Klein in einem Boote auf dem Weisensee beim SterneckerRose die beiden Ruder führte. In der Nähe der Badeanstalt zur Rechten des Sternecker Etablissents war das Boot in's Schilf gerathen und als daffelbe nach vieler Mühe wieder flott dem See, wie bekannt, regelmäßige Rundfahrten macht. Der V re Wohnungen plünderten, indem fte die werthvollen meffingnen gemacht war, näherte sich das fleine Dampfschiff, welches auf enthüren, Thürflinken, Gas- und Wafferleitungshähne stahlen. Fälle vortom ten Theil de en Unterneh verwundern Kreifen die Beife verbreit der Militär nder Bevor Dingen entite vorn Wien. 11. Januar. Ueber die Lawinenstürze auf der Langen ist vom Westportale des Arlbergtunnels bis zum Gütermagazin verschüttet. Eine zweite Lawine verschüttete die anschließende Strecke vom Ende des Bahnhofs an auf eine Kilometerlänge und wurde da ein Wärterhaus zerstört, der Wärter und dessen Frau find todt aufgefunden worden. Ferner find zwei Brücken bei Langen und die ganze Telegraphenlinie zerstört. Die Strecke von Santt Anton Bludenz sind für den Personenverkehr und die Strecke Landeck Bludenz für den Frachtverkehr eingestellt. Die Verkehrsstörung wird voraussichtlich acht Tage dauern. Militär und Zivil arbeiten un ausgefeßt. = 23 Dresdnerstr. Möbel- Hagazin W. Abraham. Sorg- Bagzin. Dresdnerſtr.123. en nicht gefö he Arbeiten tung getroff Aufträge ift ja, da uemlichkeiten a auch an de virklich ein als das heut hrfumme von thuenden Näherinnen Arbeiten Unt wen Wir bezweif Maskengarderobe von [ 25 Fritz Panknin Oranienstr.178Ecke Adalbertstr. empf. fich den Vereinen, sowie den Lesern ds. Bl. aufs beste. Größte Auswahl! Billigte Preise! Masken- Kostüme jeder Art Paul Cordt, verleiht billig Reichenbergerstrasse No. 140. Vereine Preisermäßigung. Valameniter Handarbeiterinnen sowie ution in bic Berathung Aber leiba chstage fo rage 76. B TarahlerEleg. Maskengarderobs Politur- Spiritus, Brenn- Spiritus ohne Wafferrückstand,& Liter 40 Pfg. für Herren and Damen von C. 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Februar, Abends 8 Uhr, in Deigmüller's Salon, Alte Jakobstr. 48a. Tages- Ordnung: 1. Organisationsfrage. 2. Unsere Stellung zu dem Innungs Gesellenausschuß. Gewerks follegen! Seid alle Mann für Mann zur Stelle, die Versammlung ist genehmigt. 341] Der Einberufer. General- Versammlung der Arbeiter! Kolleg Wir ersuchen höflich, die noch a Sammellisten von dem Streit der fchen Stockfabrik so schnell wie mögl betreffenden Bahlstellen abzuliefern. Hauptzahlstelle: Hrn. Karberg, Blum 339] Das Fachverein der Posamen und Berufsgenossen. Versammlung Montag, 13. int täglich Morg 8 Uhr, Holzmarktstr. 72, Bönigftabaus vierteljähr Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn K. Müller und seine Lehre". 2. Wahl eines 3 Produktiv u. Rohstoff- Genossenschaft venden. 3. Berſchiedenes und Fras drr Schneider zu Berlin( E. G.) Freitag, den 17. Februar, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Karbe, Mohrenstraße 40. Tages Ordnung: 1. Jahresbericht und Ertheilung der Decharge. 2. Beschlußfassung über Gewinns und Verlust vertheilung. 3. Wahl des Vorstandes. 4. Ergänzungswahl des Ausschusses. Der Ausschuß der Produktiv- und RohstoffGenossenschaft der Schneider zu Berlin( F. G.) Friedrich Büttner, Vorsitzender. 340] und Berufsgenos Montag, den 13. Februar, Abends 8 Uhr, in Krüger's Salon, Wafferthorstraße 68, Möbel- Cattune vollständig waschecht Utr. 30 u. 40 Pf. Fachverein der Former Teppiche in allen Qualitäten und größere 4, 5, 6, 10 k. Waschechte Hauskleiderstoffe Mtr.30 u.40 pf. Wollene Kleiderstoffer Mtr. 35 u. 45pf. Schwarze reinwollene Cachemires, sehr reelle Qualitäten Mtr. 1, 1,25, 1,50, 1,80, 2, 2,50, 3 mk. Regenmäntel in 10, 12, 15, 18 k. Sielmann& Rosenberg, BERLIN, Kommandantenstraße, Ede Lindenstraße. Gartenstr. B. Möbel auf Theilzahlung bei J. Kellermann, nabe Girafferns. Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 338 Gäste willkommen. Der Bo Der Gesangverein, Brebe f Posamentirer veranstaltet am Sonn 19. februar cr., Andreasstr. 21, in Salon ein Wohlthätigkeits- A Ginzelne ( Eingetr Wird es Unter den Grün en Rebe vom verbunden mit Taazkränzchen. daß wir uns Bekannte find hierzu freundlichst einge annehmen mi Anfang 4 yr. Billets find bei sämmtlichen Mite Vertrauen zu der Börse, d im Arbeitsnachweis Oberwafferstr. 12 Vertrauen zu Kranken- Unterstützungs der Schneider. alle Belt weiß Montag, den 13. Februar 1888, Gr. Wiener Mask 33 Dantenstraße 56. 1. Vortrag des Hrn. Gerisch über ,, die Einwirkungen der Meeresströmungen auf das Klima in der Berliner Ressource", Der Kontinente". Diskussion. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Um zahlreiches Erscheinen bittet 329] Der Vorstand. ben und so die leben Lafte, zu Der Herr Reichs ten bestätigt wir lebens fchwer le durch neue to macht fast ve ers fich erfüller Billets à 50 Bfg. vorher#ram Urtheil vorlä im Bureau sowie Grenadierstr. 33 un an bis jetzt im straße 9. 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Karle, Laufigerpl. 1, [ 335 im Portellangeschäft, Keller. [ 1558 Bitte genau auf Firm Hausnummer zu achten. Seben Sie fich unfreundlich ,,, ich Jube zu Baron, lieber wollen, wi es ich bin alt immer manchen gut gut