Nr. 294. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements: Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. = Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Bernsprecher: But I, r. 1508. Telegramm- Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sächsische Buffände. Mittwoch, den 16. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ihr Biel ein hehres, die Massen begeisterndes ist, wie sie auch| Mann herbeigeeilt kämen, um die Versammlung zu besuchen, hat Mittel und Wege zur Erreichung dieses Zieles findet. die Polizei kein Recht, die Versammlung deshalb zu verbieten. So muß denn auch die sächsische Reaktion all' den Spott Es steht ihr höchstens das Recht zu, das Lokal vor Ueberfüllung Jn Sachsen verschlechtern sich die Verhältnisse in bezug auf über sich ergehen lassen, den der mächtige Fortschritt der zu bewahren, d. h. das Lotal, nachdem es nach ihrer Ansicht ge Verei ns- und Versammlungswesen immer mehr. Es ist unglaub. Sozialdemokratie gegen die brüchige Strategie der Reaktionäre nügend befeßt ist, für später kommende Besucher abzusperren. lich, welche Belästigungen Vereinen und Versammlungen durch hervorruft. Mit dem zweiten Verbotsgrund überschreitet also die Falkenbehördliche Auslegung und Anwendung des Vereinsgesetzes be- Dem Minister des Innern ist im sächsischen Landtag entgegen- fteiner Behörde weit die ihr durch Gesetz ertheilten polizeilichen reitet werden. Nach Tausenden zählen die Versammlungsverbote gehalten worden, daß, wenn er den Polizeibehörden den Spiel- Befugniffe, ganz abgesehen davon, daß das Vereinsgesetz trotz seiner und die Auflösungen von Versammlungen und Vereinen im raum gewähre, welchen das diskretionäre Ermessen" dieser Dehnbarkeit feine einzige Bestimmung enthält, auf die sich dieser letzten Jahrzehnt. Nebenher laufen ungezählte Maßnahmen, die Behörden beanspruche, dies Handlungen nach dies Handlungen nach sich ziehen Verbotsgrund nur entfernt stützen ließe. Soweit treiben die Be den Vereinen das Leben sauer machen sollen und die müsse, die dem Geist des Gesetzes nicht entsprechen; hörden nun bereits ihr diskretionäres Ermessen", ohne befürchten im Volfe die Annahme hervorrufen, als solle durch sie indirekt daß dies ferner eine Verschiedenartigkeit von Maßnahmen zu müssen, einen ernsten Rüffel zu friegen, wenn Beschwerde auf die Ruinirung von Vereinen hingewirkt werden. erzeugen müsse, die nicht in Einklang mit einander zu bringen gegen dergleichen Uebergriffe geführt wird. Die im Landtag deshalb dem Ministerium gemachten Vor- sind, und daß Direktionslosigkeit die Folge seiner Worte sein müsse. Darüber haben wir keinen Zweifel, daß der Erlasser des haltungen haben keine Besserung der Zustände gebracht, weil Für eine Reihe von Maßnahmen könne er unmöglich die Verant- Verbots, derselbe Bürgermeister, der das Dreillassen- Wahlsystem der Minister des Jnnern selbst feine tonfequente Haltung ein-| wortlichkeit übernehmen, Maßnahmen, die bei einer von ihm für die Stadtverordneten Wahl durchsetzte, für seine sozialistennimmt, sondern dem diskretionären Ermeffen", d. h. dem Gut- gegebenen Direktive unmöglich seien. Allein, statt eine dement- feindliche Thätigkeit noch ein Verdienst in Anspruch nimmt. dünken der ihm unterstellten Behörden anheimgiebt, zu ver- sprechende veränderte Stellung einzunehmen, beharrt der Minister Aber solche Dinge können sich doch nur entwickeln, weil nach den fahren, wie sie es für nöthig halten. Bei der Dehnbarkeit der in seiner alten, Etellung, durch die die Zerfahrenheit immer eigenen Worten des Ministers den Behörden bezüglich des vereinsgefeßlichen Bestimmungen muß jedoch eine solche Freigabe mehr gefördert wird. Vorgehens gegen die Sozialdemokratie eine gewisse Latitude" der Handhabung des Gesetzes zu Kollisionen, Widersprüchen in Eines der wunderbarsten Bersammlungsverbote hat jetzt gelassen werden müsse. den Maßnahmen der Behörden, sowie zur Diskreditirung der der Bürgermeister des voigtländischen Städtchens Falken= innerpolitischen Verhältnisse führen. Es ist erklärlich, wenn st ein erlaffen, das in Nummer 289 des Vorwärts" bereits der Mißmuth der betroffenen Bevölkerungstreife gegen Regierung abgedruckt wurde. Dasselbe widerspricht zum theil direkt dem und Behörden steigt und wenn die sich mehrenden beschränkenden Vereinsgesetz. Als Verbotsgrund ist nämlich darin mit anamtlichen Verfügungen inner- und außerhalb Sachsens mit gegeben, es sei keine Garantie dafür geboten, daß der übergrimmigem Spott und beißender Satire besprochen werden. Aber wachende Polizeibeamte einen geeigneten Platz be: selbst diese fast allgemeine Kritit bleibt unberücksichtigt in kommen werde". Das Vereinsgeseh besagt aber in§ 30 Regierungsfreisen. Was Wunder, wenn darum Sachsen als das nur, daß die Polizeibehörden befugt sind... Versammlungen Probirland der ungeschminkten Reaktion bezeichnet wird! Diesen auch dann fchließen, wenn dieselben den Ruf hat es wohl verdient. Abgeordneten der Polizeibehörde nicht den von den felben gewählten. Play einräumen." Ein Ver gleich der beiden hervorgehobenen Stellen des Verbots Berlin, 15. Dezember. und des Gesetzes ergiebt sofort für den Leser die Gesezwidrigkeit Aus dem Reichstage. Die Schlacht ist geschlagen des Verbotsgrundes. und die Regierung hat sie verloren. Die Justiznovelle ist Noch schöner ist aber die mit gar teinem Gefes in der Spezialberathung beim ersten Paragraphen, der zur zu deckende Annahme des Verbots, es sei auch keine Ga Abstimmung gelangte, gescheitert. Es drehte sich um die rantie dafür geboten, baß die ein berufene Versammlung des Frage, ob in Bukunft, nach Einführung der Berufung, die in erster Instanz mit brei oder Arbeitervereins nicht zu einer allgemeinen Ver Straffammern sammlung der sozialdemokratischen Partei- mit fünf Richtern zu besetzen seien. Die Regierung vergenossen", die in unbeschränkter Zahl Zutritt haben und steifte sich auf drei Nichter, weil, wie ihre Vertreter in der denen das Betreten des Vereinslokales nicht verweigert wer Kommission ausführten, ein Fünfmännerkollegium in erster den dürfte, wenn sie beim Eintritt erklären, sie feien ge- Justanz zu viel Kosten verursachen würde. sonnen, dem Vereine beizutreten, ausarte, beziehentlich daß dies sogar seitens des Herrn Einberufers beabsichtigt Je mehr aber die Reaktion wagt, um so mehr fordert sie zum Widerstand heraus. Und der Widerstand ist bei uns nicht mehr zu brechen mit den auf grund gewiegtester Gesezesauslegung unternommenen Polizeithaten gegen das öffentliche Leben in Vereinen und Versammlungen. Wir haben uns sehr schnell daran gewöhnt, ins Unvermeidliche uns zu fügen, ohne doch den Kampf mit allen gefeßlichen Mitteln gegen jede neue be schränkende Maßnahme aufzugeben. Natürlich haben wir auch gelernt, unfere Absichten durchzuführen, trotz aller Beschränkungen. Und man tann insofern mit recht behaupten, daß die von der Polizei bekämpften Kreise immer siegreich im Kampfe mit der Polizei waren. werde." " Fürwahr, es ist eine großartige Politit, nach der unser schönes Sachsen regiert" wird. Syſtemlosigkeit sei das beste Kennzeichen dieser Politit, meinte einer unserer Abgeordneten im sächsischen Landtage. Und in der That mehren sich die Vortommnisse, die immer gravirender für die Regierung werden, weil sie den Beweis liefern für das Unvermögen, einheitlich und gleichartig Gesetze im Lande zur Anwendung zu bringen. Politische Uebersicht. Diese Berufung auf den Kostenpunkt war so unglücklich gewählt und forderte die Kritik so allseitig heraus, daß heute der Staatssekretär von Nieberding und der preußische Justizminister sich alle Mühe gaben, andere, nämlich sogenannte organisatorische Gründe für ihre Stellung ins Treffen zu führen. Steigerten daraufhin die Behörden ihre Staats retterische Thätigkeit, wollten wollten sie durchaus eine Bolts, Bewegung, wie die sozialdemokratische, hindern, dann schwoll in noch höherem Maße die Kraft und die Findigkeit der Opposition und der staatsretterische Zweck wurde vereitelt. In vielen Fällen Dann wird weiter erklärt, daß" Bolksversammlungen aber ist es ja nun auch nicht schwer, den wunderbaren Auslegungen schon auts räumlichen Gründen unzuläffig" feien in des Vereinsgesetzes entgegenzuwirken, sie wirkungslos zu machen, dem betreffenden Lokal. geradezu erstaun ohne dabei die Gefeße zu verlegen. Aeußerlichkeiten, beschränkende lich, welche Mittel hier in Anwendung gebracht werden, Formalitäten haben nie einer Volksbewegung Schaden zufügen um dem Verein eine Zusammenkunft unmöglich 311 Da Herr v. Nieberding heute bereits als zweiter Redner fönnen; sie bricht sich Bahn, überspringt alle Schranken, wenn machen. Selbst wenn die Vereinsmitglieder bis auf den letzten 145] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Roman von Edward Lytton Bulwer. ist Mann! Welche Unverschämtheit ist es von dem Sohn eines Schenkwirths, Senator sein zu wollen." die bestimmte Erklärung abgab, daß die Regierung unter des Schlafes; mein Angelo, es ist das Bedürfniß zu Sterben!" " „ Wir sind keine Römer, wenn wir das dulden," sagte" Ich gäbe meine rechte Hand darum," sagte Villani, ein Ueberläufer von Palestrina. wenn ich von Euch hören könnte, daß Ihr das Leben Die Proklamation lautete wie folgt: Mitbürger," rief jezt ein riesenhafter Mann, der bisher liebtet." „ Römer! Zn der Würde Eures Senators erhoben, sich durch einen anderen die Bestimmungen betreffs der Du hast ein gutes Herz, Angelo," sagte Rienzi, als waren alle meine Gedanken auf Eure Freiheit und Wohl- Sienern hatte vorlesen lassen, und der endlich begriff, daß er sich nach Nina's Zimmer begab, und in ihrem Lächeln fahrt gerichtet; schon zeugen die Vereitelung des Verraths der Wein theurer werden sollte. Mitbürger, wir müssen und ihrer Zärtlichkeit vergaß er eine Zeit lang, daß er ein in unserer Stadt, unsere siegenden Banner im Feld von eine neue Revolution haben! Ist das der Dank? Was großer Mann war! dem Wohlgefallen, womit die Gottheit auf Männer herab- haben wir dadurch gewonnen, daß wir diesen Mann wieder blickt, welche Freiheit und Gesetz zu vereinigen trachten. aufnahmen? Sollen wir immer in den Staub getreten Laßt uns Italien und der Welt ein Beispiel geben! Laßt werden? Bezahlen! bezahlen! bezahlen! sind wir für weiter uns beweisen, daß das römische Schwert das römische nichts gut?" " " heute Forum zu beschüßen im stande ist! In jedem Quartier„ Hört, Cecco del Vecchio spricht." der Stadt ist eine aus städtischen Gewerbetreibenden und Nein, nein, jetzt nicht," sagte der Schmied, Handwerkern bestehende Legion gebildet worden; diese Abend haben die Handwerker eine besondere Zusammenkunft. sagen, sie können ohne Entschädigung ihre Geschäfte Dann wollen wir sehen, dann wollen wir sehen." nicht verlassen. Euer Senator fordert Euch auf, Ein junger Mann, in einen Mantel gehüllt, stieß jetzt ihm bereitwillig zu Eurer eignen Vertheidigung beizustehen. den Schmied an. Er hat Euch Freiheit gegeben; er hat den Frieden unter Wer das Kapitol übermorgen bei Tagesanbruch Euch wieder hergestellt. Eure Unterdrücker sind über die stürmen will," flüsterte er ihn zu, der wird keine Wache Erde hin zerstreut. Er bittet Euch jetzt, den Schatz, den dort finden." Ihr gewonnen, auch zu erhalten. Um frei zu sein, müßt Ihr etwas zum Opfer bringen; welches Opfer wäre für die Freiheit zu groß. Jm Vertrauen auf Euren Beistand übe ich endlich zum ersten Male das kraft meines Amtes mir zustehende Recht aus und für das Heil Roms besteuere ich die Römer!" Dann folgte die Verkündigung der Steuern. Die Proklamation wurde an allen öffentlichen Orten angeschlagen. Um eines dieser Plakate waren viele Menschen versammelt. Ihre Geberden waren wild und leidenschaftlich, ihre Augen funkelten, sie unterhielten sich leise, aber lebhaft. " Er wagt es also, uns zu besteuern. Das durften ja blos die Barone oder der Papst!" „ Schändlich! schändlich!" rief ein rüstiges Weib, wir, die wir ihn unterstügt haben? Woher sollen unsere Kinder Brot bekommen?" Er war verschwunden, ehe der Schmied sich nach ihm umsehen konnte. " Achtes Kapitel. Die Schwelle des Ausganges. Am nächsten Morgen hielt der Senator Audienz im Kapitol. Von Florenz, von Padua, von Pisa, selbst von Mailand( wo die Visconti damals herrschten), von Genna, von Neapel waren Gesandte gekommen, um ihm zu seiner Rückkehr Glück zu wünschen, oder ihm dafür zu danken, daß er Italien von dem Freibeuter Monreal befreit habe. Nur Venedig, welches die große Kompagnie in seinem Solde hatte, ließ ihn unbeachtet. Rienzi schien im Zenith seiner Macht und seines Glückes zu stehen, und nie hatte er ein einnehmenderes und doch würdigeres Benehmen gezeigt. Kaum war die Audienz beendigt, als ein Bote von Balestrina antam. Das Kastell war übergeben worden, der Colonna hatte es verlassen und das Banner des Senators wehte von den Thürmen und Mauern des letzten festen Sizes der rebellischen Barone. Rom konnte sich endlich als ganz frei betrachten, und kein Feind schien die Ruhe Rienzi's zu bedrohen. Rienzi sagte an demselben Abend, als er sich zu Bette begeben wollte, zu Angelo Villani:" Dieses ist eine kühne, aber nothwendige Maßregel! Wie nimmt das Bolt sie auf?" Es murrt wohl ein wenig, scheint aber doch die Nothwendigkeit anzuerkennen. Cecco del Vecchio war Der Senator, erfreut über diese Nachrichten, begab sich anfangs am unzufriedensten, aber jetzt hat er nichts mehr vor dem Bankett, das er den Gesandten geben wollte, nach dagegen." seinen Zimmern. Er begegnete Villani, der wie gewöhnlich Der Mann ist roh, er verließ mich einst aber jene traurig und düster vor sich hin sah. schreckliche Erkommunikation! Er und die Römer machten damals eine bittere Erfahrung, ich hoffe, daß sie ihnen genutzt haben wird. Gut, wenn diese Steuer ruhig erhoben werden kann, wird Rom in zwei Jahren der erste Staat Italiens sein, und dann " Was dann, Senator?" " „ Er hätte sich des päpstlichen Schayes bemächtigen" Dann, mein Angelo, tann Cola di Rienzi in Frieden sollen," sagte ein Weinhändler. sterben! Es giebt ein Bedürfniß, welches die Macht und " Ah, Pandulfo di Guido würde eine ganze Armee auf der Glanz uns dennoch zuletzt fühlbar macht ein Befeine eigenen Roften unterhalten haben. Er war ein reicher' dürfniß, nagend wie das des Hungers, ermüdend, wie das " Heute darfst Du nicht trübselig sein, mein Angelo," sagte der Senator fröhlich. Balestrina ist unser!" Es freut mich, solche Nachricht zu hören und zu sehen, daß sie Euch glücklich macht," antwortete Angelo.„ Wünscht Ihr jetzt nicht, länger zu leben?" ja Bis die Römertugend wieder auflebt, vielleicht doch so sind wir Spielwerke des Glücks, heute froh, morgen niedergeschlagen." Morgen," wiederholte Villani mechanisch, ja morgen vielleicht niedergeschlagen." feinen Umständen auf das Fünfmänner- Kollegium eingehen empfangen worden sein, so oft der Graf in Berlin weilte. Auch zu befaffen haben mit dem Mißverhältnisse, welches besteht werde, und für den Fall der Annahme des Beschlusses aus foll Freiherr v. Hammerstein ein Intimus des Herrn v. Tausch zwischen einer wöchentlichen Unterstützung von 28 M. und einer zweiter Lesung die Ziehung der Konsequenz in Aussicht gewesen sein. Tausch habe Herrn v. Hammerstein ein Em folchen von 3,50 M. stellte, so war ein gut Theil der zur Generaldebatte gehaltenen Reden eigentlich überflüssig. erklärte Staatssekretär von Nieberding namens des Bundesraths, daß derselbe kein weiteres Interesse an der Fortführung der Berathung habe. die sofort beantragte Bertagung stimmten nur unsere Genossen. pfehlungsschreiben an die Schweizer Polizei mitgegeben, als Hr. v. Hammerstein zu Flora Gaß nach der Schweiz eine Reise machte, um gewisse Papiere von ihr heraus zu bekommen. Im Anschluß daran wäre auch noch ein dunkles Kapitel aufzu hellen, wie es gekommen ist, daß Flora Gaß wegen angeblicher Spionireret mit Ausweisung bedroht wurde. Karl Marg über die politische Polizei. Deutsches Reich. Zwickau, 14. Dezember.( Eig. Bericht.) Der Militärverein zu Planit erklärte gestern mit 123 gegen 7 Stimmen seinen Erlaß, betreffend Austritt aus den Konsumvereinen. Der VorAustritt aus dem sächsischen Militärvereinsbund. Grund: der sitzende legte nach der Abstimmung sein Amt nieder und fündigte feinen Austritt aus dem Verein an. - Der Kommunal Landtag der Hohenzoller'sche Lande, wird im Laufe dieser Woche nach der Stadt Sigmaringen einberufen werden. Desterreich. - Von der deutschen Fortschrittspartei". In dem Ungarn. geordnetenhauses entstand während der Rede des ehemals oppo Budapest, 14. Dezember. In der heutigen Sigung des Abfitionellen, jetzt, wilden" Abgeordneten Cornell Abranyi ein furcht barer Spektakel. Der Mann meinte, Ungarn könne ganz gut ftatt ca. 30, jetzt 40, ja fogar 50 pt. der für Desterreich- Ungarn nothwendigen gemeinsamen Ausgaben decken. Schweiz. die Das Zentrum führten Spahu und Schmidt( Warburg). Ersterer polemisirte wiederholt in gereizter Weise gegen die Minister. Rintelen machte noch einen letzten Versuch, etwas zu stande zu bringen, er stand aber in seiner Partei vereinzelt, nur der Bayer Lerno ging mit ihm. Die württembergische Abgeordneten In der Spezialdiskussion wurde bei§ 77 be- In der ausgezeichneten Schrift von Karl Marx:" Eut- tammer beschloß in ihrer Sonnabendfihung die Umwandlung In der Spezialdiskussion wurde bei§. 77 behüllungen über den Kommunistenprozeß zu Köln", findet sich der vierprozentigen Staatsanlehen in 31/2 prozentige. Die Schuld. gonnen, um sofort die Entscheidung herbeizuführen, auf Seite 73 f. ein Absatz, der besonders heute werth ist, verschreibungen werden aber bis 30. Juni 1897 noch mit 4 pet. und sie kam mit wünschenswerther Deutlichkeit. Das verzinst, auch fann laut Beschluß der Kammer eine weitere HerabBentrum fast geschlossen, die beiden freisinnigen Parteien wieder in Erinnerung gebracht zu werden. Er lautet: nebst der Volkspartei, unsere Partei, die gute Hälfte der hängt von der Entscheidung dieses Prozesses( 1. April 1907) nicht stattfinden. Die ganze Existenz der politischen Polizei segung des Ziusfußes innerhalb der nächsten zehn Jahre Nationalliberalen und neben den Polen und Welfen einige a b!" In diesen Worten, die Hinckelden während der Kölner Konservative stimmten gegen den Antrag Manteuffel, Gerichtsverhandlungen an die Gesandtschaft zu London schrieb partei anfäßlich der Stichwahl im Oberamt Cannstatt bildet noch Das reaktionäre Verhalten der Bolts, welcher das Drei- Männer- Kollegium einführen wollte.( siehe meine Schrift:„ Herr Vogt", pag. 27), verrieth er bas hierauf Geheimniß des Kommunistenprozesses. Die ganze Existenz der immer das Tagesgespräch. Einige radikale Volksparteiler haben politischen Polizei", das ist nicht nur die Existenz und Thätigkeit fchon die Konsequenz aus dieser Haltung gezogen und haben der reaktionären Partei Valet gesagt, verschiedene werden in den Gegen des mit diesem Fache unmittelbar betrauten Personals. Es ist nächsten Tagen diesem Beispiel nachfolgen. Ein voltsparteilicher schluß der Gerichte( siehe das preußische Disziplinargeſetz für die und in die Reihen der Sozialdemokratie als eingeschriebenes die Unterordnung der ganzen Regierungsmaschinerie mit Ein- Gemeinderath in Cannstatt ist aus der Volkspartei ausgetreten richterlichen Beamten vom 7. Mai 1851) und der Preffe( siehe Mitglied eingetreten. Daß die sogenannte demokratische Partei Die umfassenden Vorarbeiten bleiben also für dieses Reptilienfond) unter jenes Justitut, wie das gesammte Staats in diesem Bezirk vollends verschwindet, d. h. nach rechts und Mat ergebnißlos, verloren sind sie deswegen nicht. Denn wesen in Venedig der Staatsinquisition unterworfen war. Die nach links abschwentt, zeigt aufs neue das Verhalten bei der Forderungen, wie die Wiedereinführung der Berufung und politische Polizei, während des Revolutionssturmes in Preußen bevorstehenden Bürgerausschuß- Wahl. Die Volkspartei Entschädigung unschuldig Verurtheilter sind im Volte so lahmgelegt, bedurfte einer Umgestaltung, für welche das zweite und die deutsche Partei( Nationalliberale) haben populär, daß man sie zwar aufschieben, aber nicht auf- franzöfifche Kaiserreich mustergiltig war und blieb. einen Kompromiß geschlossen, um das Ein. geben kann. Von wesentlicher Bedeutung ist, daß Nach dem Untergange der Revolution von 1848 existirte die bringen der Sozialdemokraten in das Rath= die Vorlage an einer Frage gescheitert ist, die ihre Be zudem in enge Kreise gebannter Propaganda, über deren praktische Schritt hat die Boltspartei vollends das Recht verwirkt, als deutsche Arbeiterbewegung nur noch unter der Form theoretischer, baus zu verhindern. Mit diesem echt demokratischen deutung nur dadurch erlangen konnte, daß das Vertrauen Gefahrlosigkeit die preußische Regierung fich teinen Augenblick demokratische Partei ernst genommen zu werden. in zu unserer Rechtsprechung in weiten Kreisen nicht mehr ein täuschte. Ihr galt die Kommunistenhege nur als Einleitung zum so gefcftetes ist, wie man den Echein zu erwecken beliebt. Reaktionstreuzzug gegen die liberale Bourgeoisie, und die BourBei fünf Richtern sind vier zur Verurtheilung noth- geoisie selbst stählte die Hauptwaffe dieser Reaktion, die politische wendig, bei einem Drei- Männer- Kollegium genügen zwei Polizei, durch die Verurtheilung der Arbeitervertreter und die Stimmen für das Schuldig. Diese Garantie für den An- Freisprechung von Hindelden- Stieber. So verdiente Stieber seine geklagten wollte die Majorität nicht aufgeben und wer Name eines untergeordneten Polizei Individuums, auf wilder Rittersporen vor den Assisen zu Köln. Damals war Stieber der unsere Rechtsprechung kennt, der wird sich sagen müssen, Jagd nach Gehalts- und Amtserhöhung; jetzt bedeutet Stieber Programm dieses neuen Parteigebildes wird auch ein Gefeß veres ist gut, daß es so gekommen ist. Diejenigen aber, welche die unbeschränkte Herrschaft der politischen Polizei im neuen langt, durch welches der Kontrakt bruch bei Arbeitswelchengd die Berantwortung für unsere Rechtsprechung zu tragen beiligen preußisch- deutschen Reiche. Er hat sich so gewissermaßen einstellung als eigenes Vergehen bestraft wird. haben, würden gut thun, die nöthigen Lehren aus der Ab- in eine moralische Person verwandelt, moralisch in dem bildlichen Diese Forderung kennzeichnet den Geist dieser frischauflackirten stimmung des Reichstags zu ziehen. Sinne, wie z. B. der Reichstag ein moralisches Wesen ist. Und Freiheits" männer zur Genüge. Revision im Prozesse Leckert Lützow ist seitens des ver den Bourgeois zu treffen. Umgefehrt. Gerade in seiner Eigendiesmal schlägt die politische Polizei nicht auf den Arbeiter, um antwortlichen Redakteurs der Staatsbürger Zeitung", Georg schaft als Diktator der deutsch- liberalen Bourgeoisie wähut Bis Berger, ferner feitens Leckert's und Föllmer's eingelegt worden. mard sich stark genug, die Arbeiterpartei aus der Welt stiebern Herr Gingold Stärck hat, wo nöthig, aus seinen Be- zu können. An dem Wachsthum der Größe Stieber kann das ziehungen zur Polizei gar kein Hehl gemacht. Die" Boltsztg" deutsche Proletariat daher den Fortschritt der Bewegung messen, theilt hente das folgende mit: Herr Stärck befand sich eines die es selbst seit dem Kölner Kommunistenprozeß zurückgelegt hat. Tages in Geldverlegenheit, und um dem Uebel abzuhelfen, wandte Die Unfehlbarkeit des Papftes ist eine Kinderei verglichen er sich an eine hiesige Genossenschaftsbaut. Dieselbe schickte einen mit der Unfehlbarkeit der politischen Polizei. Nachdem sie in Vertrauensmann zu Herrn Stärd, um sich über dessen Ver- Preußen während ganzer Dezennien jugendliche Brauseköpfe ins Zürich, 12. Dezember.( Eig. Bericht.) Im National hältnisse zu informiren. Herr Stärd wies bei der Gelegen- och gefteckt, von wegen Schwärmerei für deutsche Einheit, ra th scheint das neue sozialistische und demokratische Element heit auf seine hohen Verbindungen hin, prahlte mit den deutsches Reich, deutsches Kaiserthum, kertert fie beuerig fogar Leben hineinzubringen. Vorerst haben sich einmal 13 Mann, Visitenkarten hochstehender Persönlichkeiten, die er in einer alte Glatköpfe ein, die für jene Gottesgaben zu fchwärmen ver- worunter Wullschleger, Vogelfanger, Curti in St. Gallen, Dr. bereitstehenden Schale gesammelt- es war auch eine Karte weigern. Heute müht sie sich ebenso vergeblich ab, die Reichs Sourbeck, Meyer aus dem Kanton Baselland und andere zu einer des Reichskanzlers darunter und nannte als Bürgen den Namen feinde auszuroden, wie damals die Reichsfreunde sozialpolitischen Fraktion der Bundesversammlung eines Konsuls, der Hafenplatz Nr. 4 wohnen sollte. Dort wohnt Welch' schlagender Beweis, daß sie nicht dazu berufen ist, Ge- zusammengethan. Als Aufgabe stellt sie sich die gründliche Be in der That der Generalkonsul Hahn- Echinaguria. Herr Stärt schichte zu machen, wäre es auch nur die Geschichte des Bants sprechung der Tagesfragen im Sinne des demokratischen erhielt die verlangte Summe, 600 M. Nicht viel später ge- um des Raisers Bart! und volkswirthschaftlichen Fortschritts. Zunächst soll brauchte Herr Stärt wiederum Geld, diesmal 2000 M., und als Frage der Bundessubvention der Volksschule besprochen werden. der Vertrauensmann der Bant aufs neue bei ihm erschien, erWullschleger hat bereits Gelegenheit gehabt, für die zählte er: Das Geschäft ist für die Bank ganz sicher. Ich bin 8um Kapitel: Diretter Eintauf der sozialdemokratische Partei einzutreten. Er beantragte die Uujetzt beim Berliner Tageblatt" angestellt. Dort bekomme ich Proviantämter wird uns geschrieben: Das Sonnabend- giltigkeitserklärung der Wahl des Oberst Will, der gegen unsern 5000 M. Gehalt. Außerdem liefere ich Berichte für die Abendblatt der„ Boff. 3tg." brachte eine Mittheilung, welche an Genossen Reimann in Biel gewählt worden. Die Wahl wurde Polizei. Herr Stärt war offenbar der Meinung, daß er an Ver- der Berliner Probuftenbörse vielfach den Gespräche aber mit 53 gegen 8 Stimmen genehmigt. Was wohl in dem trauenswürdigkeit mit dieser Mittheilung gewinne, und seine stoff bildet, sie ging aber wie die Kaze um den Brei herum, ohne Dasein des Nationalraths lange nicht dagewesen, ereignete sich Weinung hat ihn nicht gerade getrogen. Denn der Vertrauens- den Sachverhalt flarzustellen. Die Hauptgenossenschaft heute. Dr. Sourbeck beantragte die Auszählung des Hauses mann, unbewandert im Spielwesen, hat bei diesen Berichten" der Landwirthe hatte in der vorigen Woche dem ver- und siehe, es waren von den 147 Herren nur 64 anwesend, so an alles andere eher gedacht, als an eine Thätigkeit im Dienste eideten Makler R. den Auftrag gegeben, für sie 10 Tonnen daß die Sigung aufgehoben werden mußte. Von der des Herrn v. Tausch. So ist es geschehen, daß Spigelei die besten Roggen zum Preise von 134 M., aber nur zu diesem erstwöchentlichen Thätigkeit des Nationalraths ist zu er Kreditfähigkeit förderte. Herr Stärt erhielt diesmal 1500 M. Breise anzukaufen, während Roggen allerfeinster Qualität für wähnen der Beschluß über die Errichtung einer land= Das ist jedenfalls noch nicht dagewesen. 130,50 M. leicht erhältlich war. Dieses Vorgehen hatte offenbar wirthschaftlichen Versuchs und Unters Herr von Tausch soll, wie die„ Volts- Zeitung" schreibt, nur den 3wed, eine hohe Kursnotiz zu eruiren, welche aldann fu chungsanstalt in Köniz bei Bern. Im Ständevon dem Grafen Herbert Bismarck im Hotel Reichshof" stets den Proviantämtern, die ja den Auftrag haben, den Landwirthen rath wurden die Klagen über die Tattlosigkeiten der für ihren gelieferten Roggen den höchst notirten Preis zu bezahlen, Instruktionsoffiziere gegenüber den Rekruten als Norm dienen müßte. An der Produktenbörse wurde das zur Sprache gebracht und betont, daß dergleichen Uebelstände, Du spielst mit meinen Worten," sagte Rienzi, etwas überhohe Preisangebot nicht notirt, der Ruiff erzielte also teine die geeignet feien, den Militärdienft unpopulär zu machen, unwillig, doch Villani achtete nicht darauf. Wirkung. Verhält sich die Sache wirklich so, dann ist die von strenge geahndet werden sollen. Bundesrath Frey Das Bankett war sehr besucht und glänzend, und den Agrariern so viel geschmähte Börse diesen in dem Rennen bemerkte, daß weniger vom Instruktionspersonal als von die sich für etwas Besseres halten, Rienzi machte an diesem Tage, ohne irgend einer Anderartige Ungebührlichkeiten gegenüber Soldaten praktizirt ftrengung zu bedürfen, den höflichen und liebenswürdigen wurden. Sodann hat der Ständerath vom Militär Wirth. Für eine weitergebende Versorgung budget den Posten für Wiederholungsturfe des Die Mailänder, Paduaner, Pisaner und Neapolitaner Grafen Oriola nun auch die Kölnische Zeitung" ein. Sie duzirt und ferner beschlossen, den Landsturm Mannschaften, der Krieger Wittwen trilt in der Gefolgschaft des and sturmes von 201 680 Frants auf 130 000 Frants rewetteiferten mit einander, die Gunst des mächtigen Senators erachtet es für eine Schande, daß die Wittwe eines Hauptmanns welche ihre vorgeschriebene Schießübung verfäumen, zu geftatten, zu erwerben. Rein Monarch in Italien schien sicherer auf wöchentlich 17, die eines Generals wöchentlich 28 M. erhalte, dieselbe im nächsten Jahre in irgend einem freiwilligen Schieß seinem Throne zu fizen als er. während die Versicherungsgefeße für die Arbeiter der Wittwe verein nachzuholen, anstatt in einer Kaserne, wodurch 15 000 Das Bankett war frühe beendigt, wie gewöhnlich die des verunglückten Arbeiters eine Jahresrente von 400 Mart Franks per Jahr erspart werden. Die Subvention von Staatsfeste. Rienzi, etwas durch den Wein erhigt, ging gewähren! Hierbei übersieht das genannte Blatt aber 25 000 Frants an das Arbeiterfekretariat ist mit dem einen fleinen, indeß doch sehr wichtigen Punkt. Die aus dem Kapitol, und als er einsam seinen Weg nach Wittwe des Arbeiters erhält ihre Unterſtügung auf grund eines Budget des Industrie- und Landwirthschaftsdepartements ohne dem Palatin einschlug, sah er die bleichen und schleier Gesezes, durch den ihr Ehemann gegen die Folgen der bei dem artigen Nebel, welche nach Sonnenuntergang sich gebildet Betriebe sich ereignenden Unfälle versichert war. Die Mittel zur Zürich, 13. Dezember.( Eig. Bericht.) Eine gute Charak hatten, auf das wilde Gras niederfinken, das über dem Deckung der zu leistenden Entschädigungsbeträge gewährt hier teriftit der Christlich- Sozialen" in der Schweiz, für die Balaft der Cäsaren wucherte. Auf einem Haufen Ruinen auch nicht der Staat, sondern die nach Maßgabe des Unfall auch Pfarrer schwärmen, welche sich als Sozialdemokraten gegen ( einem umgeworfenen Triumphbogen) stand er nachdenkend versicherungs- Gesezes vom 6. Juli 1884 pp. Versicherungs- über den Arbeitern geriren, gleichzeitig aber auf den Marxismus mit über einander geschlagenen Armen. In der Ent- verpflichteten, das heißt die Betriebsunternehmer. Was diese schimpfen, den sie offenbar gar nicht durch eigenes Studium fennen, fernung lagen die alten Grabdenkmale der Campagna, und aber für die Arbeiter gablen, ist nur ein Theil des von giebt der„ St. Galler Stadt- Anzeiger". die Hügel waren noch gefärbt durch den rosigen Schein, der den letzteren verdienten Lohnes, so daß die an die Wittwe des Nationalökonomie existirt blos in einer Anzahl von Köpfen, die nach und nach verschwand in dem Dunkel des Abends. Rein nur die Gegenleistung ist, für welche der Arbeiter selbst bereits die soziale Arena betreten. Die Pfeile, welche sie im Köcher in dem Betriebe verunglückten Arbeiters gezahlte Unterstützung der Gebrechlichkeit ihrer Richtung sofort inne werden, wenn ſie Lüftchen bewegte die schlanke Zypreffe und die dunkle Pinie. feinerseits oft viele Jahre lang vorgeleistet hat. Stirbt der tragen, find ohne Spizen. Die Spannkraft ihres Bogens ist Es lag etwas Feierliches in dieser Ruhe. Ernste Gedanken Arbeiter an einer mit dem Betriebe in feinem Zusammenhange balo erlahmt. Ihr Schwert ist stumpf und rostig. Ihr Schlacht bestürmten Rienzi's Brust, das Gedächtniß rief ihm viele stehenden Ursache, so geht seine Wittwe ganz und gar leer ruf hallt nicht über die längst von der Wohlthätigkeit und Bilder der Vergangenheit zurück. Wie oft hatte er in seiner aus und fie tann zusehen, wie fie fich durchschlägt Gemeinnüßigkeit besetzten Gebiete hinaus. Kurz ist deshalb die Jugend auf demselben Punkte verweilt, welche Visionen und dabei noch ihre Kinder ernährt und erzieht. Strecke, welche sie mit dem Zuge der Zeit marschiren. Bald waren hier ihm erschienen, welche Hoffnungen hatte er geömmliches Der Hauptmann und General aber hat bei Lebzeiten ein aus- bleibt einer nach dem andern zurück, bis es auch dem Fähnlein nährt. Während der unruhigen Ereignisse seines späteren tömmliches Gehalt bezogen, von dem ein beträchtlicher Theil ihm der Aufrechten bange wird und der ganze Troß zu halten kommt. bleibt, auch wenn Lebens hatte sein Gedächtniß lange geschlummert, in jener Frische in den Ruhestand tritt. Für seine Frau und Kinder auch noch gewerbliche Schiedsgerichte bezeichnen die Stationen, bleibt, auch wenn er trop größter förperlicher und geistiger Polizeiſtunde, Wirthschaftsgefeße, Hauftrverordnungen, vielleicht Stunde aber trat es mit einem Despotismus, welcher aber sorgt der Staat, gleichviel, ob deren Familien- Oberhaupt u denen fie alle fröhlich mitmarschiren. Auch prophetisch zu sein schien, in seine Rechte zurück. Er ging im Dienste oder im Duell ums Leben gekommen ist. Rechnet man ber Unterdrückung der Prostitution und des unlauteren als Knabe mit seinem jungen Bruder in der Abendstunde noch dazu die vielen Vergünstigungen, welche notorisch den Kindern Wettbewerbes sind sie meist fröhlich zu haben. Doch Hand in Hand an dem Ufer des Flusses, er sah sein bleiches verstorbener Offiziere zu theil werden, durch Bevorzugung bei schon beim kantonalen Arbeiterschuh beginnt das Hinken und und blutiges Antlig und er wiederholt den Fluch und das der Auinahme in Kadetten- Anstalten u. f. w. also auch wieder Abfallen, das immer größere Dimensionen annimmt, je weiter Gelübde der Rache. Seine ersten glücklichen Erfolge und auf Staatstoften, so wird man doch über die Angemeffenheit fich die Spitze des Zuges nach links richtet. Dieses Gebahren Triumphe, seine geheime Liebe, sein Ruhm, seine Macht, einer wöchentlichen Bension von 28 M. für eine einzelne Person mag das sicherste sein. Jedenfalls bleibt der Heertroß gesund etwas anders urtheilen, als die Köln. 3tg." es tbut. Es kommt dabei; denn zu solchen Postulaten zu stehen, bringt heutzutage sein Sturz, die Einsiedelei von Majella, das Gefängniß hinzu, daß die Difiziersfrauen bis auf wenig belangreiche Ausnahmen teine große Gefahr mehr." Sicher ist, daß die paar Duzend von Avignon, die glänzende Rückkehr nach Rom, alles vermögend zu sein pflegen, dafür sorgt schon die Kaution und der Chriftlich- Sozialen in der Schweiz es über einen ersten sanften schwebte mit einer Deutlichkeit vor seinem inneren Blick Heirathstonsens, sie also auf die staatliche Pension jedenfalls Flügelschlag hinaus nicht gebracht haben und nicht mehr bringen vorüber, als durchlebe er diese Szenen noch einmal und nicht ausschließlich angewiesen sind. Daß die Unterstützungen, werden. jezt? Er schrat zurück vor der Gegenwart und stieg welche den Hinterbliebenen der gefallenen Mannschaften gezahlt Frankreich. den Hügel wieder hinab. Der Mond, welcher eben auf werden, hinter berechtigten Ansprüchen weit zurückbleiben, ift Paris, 18. Dezember.( Eig. Ber.) Höchft bezeichnend für gegangen war, beleuchtete das Forum, als er bei deffen dagegen unstreitig; hier erhält die Wittwe wöchentlich nur die gegenwärtige politische Situation ist der Ausgang ber 3,50 Mart! Hier hat der Ernährer zu Lebzeiten über vom Interpellation Ruinen vorbeifam. Bei denen des Jupitertempels schlichen Staate Abberufung des nichts erhalten, sondern ist von ihm aus Generals Dodd 3. Es handelte sich nicht nur um einen zwei Gestalten im Mondschein, und Rienzi erkannte Cecco feiner Erwerbsthätigkeit herausgeriffen und dem del Vecchio und Angelo Villani. Sie bemerkten ihn nicht, entgegengeführt worden für Interessen, welche in der Regel General Dodds, den Eroberer von Dahomey, mir nichts dir Tode Akt des Nepotismus feitens des Marineministers, der den sondern verschwanden, sich lebhaft unterhaltend, hinter dem nicht seine persönlichen waren. Wenn daher die ausgleichende Gerech nichts nach viermonatlicher tadelloser Führung des Ober Triumphbogen des Trajan. ( Fortsetzung folgt.) tigkeit in diese Frage eingreifen soll, so wird fie fich nor allem fommandos in Indochina durch seinen persönlichen Freund, 1 um die Ehrlichkeit" diesmal um einige Pferdelängen vor- jenen Offizieren gekommen. Debatte genehmigt worden. " die S Eine fonfessionelle zu Rußland. General Duchemin, ersetzt hatte. Der Marineminister hatte da- fauch alle gegenwärtig schwebenden Breßprozesse unterdrückt. Diese| Sandelskammern erhalten fortan die Rechte juristischer Persönlich mit zugleich sich der flagranten Mißachtung eines Kammer- find hier in Spanien nur äußerst selten. Im allgemeinen läßt feiten, fie dürfen über das Wahlsystem, über die Regelung des votums schuldig gemacht. Bei der Berathung des Budgets man jeden schreiben, wie ihm ums Herz ift. Nur der große" Wahlverfahrens über die Wählbarkeit früherer Wahlfür 1896 hatte nämlich die Raminer den Regierungsvorschlag General Martinez Campos tann die Kritik nicht vertragen und berechtigter felbft Bestimmungen treffen. Die bisherige auf Ernennung eines Divisionsgenerals zum Oberbefehlshaber verfolgt die Redakteure des republikanischen" El Pais" auf das dreijährige Wahlperiode wird auf eine sechsjährige mit von Indochina anñatt eines Brigadegenerals abgelehnt, da die heftigste. zweijährigen Ergänzungswahlen erweitert. Falls feine neuen Alenderung mit einer Mehrausgabe von 15 000 Frants verknüpft wäre. Die Ernennung Duchemin's, der Divisionsgeneral ist, Bestimmungen über das Wahlrecht ergehen, sollen die Wahlen zieht aber gerade diese Mehrausgabe nach sich. Und doch hatte Die Agitation unter den Petersburger das Gesetz vom 24. Februar 1870 vorschreibt. Ferner wird den nach dem System des allgemeinen Wahlrechts erfolgen, wie es es der Marineminister nicht einmal für nöthig gehalten, von der Arbeitern wird von unseren Genossen eifrig weiter be- bisherigen Korporationen die Erlaubniß ertheilt, sich durch ein Kammer einen Nachtragskredit zu verlangen! Dabei hatte trieben, wie der nachstehend mit Verkürzungen abgedruckte Auf- von der Körperschaft zu beschließendes, vom Minister zu Admiral Bernard, der gegenwärtige Marineminister, dasselbe ruf zeigt: genehmigendes Statut in Handelskammern umzuwandeln, ohne Portefeuille inne im Kabinet Ribot, d. h. just zur Zeit des fragAn die Arbeiter der Baltischen Fabrik! lichen Kammervotums.... Und was wußten der Admiral und der Genoffen! Schöne Dinge geschehen bei uns in der Fabrit. Bertretung aufgegeben zu werden braucht. Die Berathung daß deshalb die bisherige Bezeichnung der Körperschaft und ihrer ihm zur Hilfe herbeigeeilte Ministerpräsident Meline auf die Biele Arbeiter aus der mechanischen und Schiffswerkstatt werden dieses Entwurfs findet noch vor Weihnachten statt. Anschuldigungen des radikalen Interpellanten zu antworten? auf's Pflaster geworfen wegen Einschränkung der Arbeit"; auch Ersterer drückte sich um den Kernpunkt der Frage, die Mißachtung alte Arbeiter, welche ein Jahrzehnt für die Fabrik gearbeitet hat folgende von sämmtlichen Mitgliedern unterzeichnete InterDie Zentrumsfraktion des Abgeordnetenhauses des Kammervotums, ganz herum und appellirte blos an die an haben, werden nicht geschont. geblichen Erfordernisse der Disziplin; letterer aber, der seine Unser Wohlthäter, der Finanzminister Witte, erklärte in pellation eingebracht: Pappenheimer von der Majorität fennt, scheute sich nicht, einen diesem Sommer in seinem Aufruf an die Spinner, daß der Ist der königlichen Staatsregierung bekannt, daß in jüngster formellen Kammerbeschluß als einen„ Wunsch" zu be- Regierung die Intereffen der Fabrikanten und der Arbeiter gleich Beit politische und andere Versammlungen in Oberschlesien zeichnen. Und die Majorität gab ihm recht. Alle haarscharfen theuer seien. Wir sehen das ja. In der Baltischen, der Re-( Beneschau, Beuthen, Wieschowa) aus dem Grunde aufgelöst Beweise, alle Entrüstung der oppofitionellen Redner halfen nichts: gierung gehörenden Fabrit quält man uns, wenn es viel zu worden sind, weil die Redner in den Versammlungen sich nicht mit 300 gegen 228 Stimmen billigte die entwürdigte Rammer thun giebt, zu Tode durch Extra- Arbeit, läßt man uns Nächte der deutschen Sprache bedienten? die Verlegung ihrer wichtigsten Prärogative, der von ihr be- hindurch arbeiten und, wenn die Arbeit eingeschränkt wird, wirft schlossenen Budgetausgaben. Unser temperamentvoller Genoffe man uns aufs Pflaster ohne viele Redensarten zu machen. Was Jaurès mußte angesichts dieses unerhörten Votums aus- soll das bedeuten, Genossen? Wie lange werden wir die Willkür Kammer mehr!" Und als ihm der Kammerpräsident morgen den anderen Wir haben alle ein gemeinsames deshalb einen Ordnungsruf ertheilte mit Einschreibung in das Geschick: zu arbeiten bis zur Erschöpfung der Kräfte, um nachDie Interpellation soll bald nach der Weihnachtspause zur Sigungsprotokoll( das foftet einen halben Monatsgehalt gleich her zu hungern, alle Reichthümer zu schaffen, damit ein Haufe Verhandlung kommen. 375 Fr.), nahm er das Wort, um von der Tribüne herab von Nichtsthuern in Saus und Braus leben und die Die Finanzkommission des Herrenhauses hat dem feinen Zwischenruf aufrecht zu erhalten und der Regierungs- Regierung Kriege führen und durch unsere Arbeit hunderttausende Konvertirungsgesez bereits zugestimmt. mehrheit eine geißelnde Lektion über das Verhältniß zwischen Soldaten, Polizisten und Spigel gegen uns selbst, gegen die Legislative und Exekutivgewalt in einem tonstitutionellen Staate arbeitende Bevölkerung erhalten kann. Stein, Genossen, wir werden zu geben. nicht mehr, die Hände in den Schooß legend, eine solche Ordnung ertragen. Auch wir, die russischen Arbeiter, beginnen allmälig uns aus jenen Netzen der Unkenntniß und der Sklaverei loszureißen, mit welchen uns die Fabrikanten und die Regierung umgarnt haben. Wir wissen jetzt, daß nur, indem wir uns wie ein Mann zur beben, wir durch einen gemeinsamen Kampf unsere Lage verVertheidigung unserer Rechte gegen alle unsere Unterdrücker erbessern können. Wollen wir uns also vereinigen für den Kampf, wollen wir unsere zerstreuten Kräfte sammeln, Vereine und Kassen gründen, wollen wir unaufhörlich kämpfen, bis die Stunde unserer Befreiung geschlagen hat. 1 rufen: 2 giebt tein Budget und teine unserer Obrigkeit geduldig ertragen? Heute jagt man den einen fort, Die gestrige Debatte hat deutlicher denn je gezeigt, daß die opportunistisch- monarchistische Mehrheit entschlossen ist, selbst die Grundlagen der Verfassung preiszugeben, um ja nur das unersetzbare Ordnungsministerium am Ruder zu erhalten. Paris, 14. Dezember. Außer der Wahl in Dünkirchen fanden gestern noch zwei Ersatzwahlen für die Kammer statt. In beiden Fällen waren zwei verstorbene sozialistische Deputirte zu ersetzen. Im 2. Wahlkreis des 19. Pariser Arondisse: ments erhielten Stimmen: Girault( socialiste intransigeant) 1684 Stimmen, Lavier( unabhängiger Sozialist) 798, Brunet ( Broussist) 775, Turot( Blanquist) 718, Serre( Guesdist) 547, Devron( Allemanist) 229, Fèvre( Revolutionär) 70, schiedene 49. Im 4. 28 ablfreis von St. Denis ( Neuilly) erhielt die meisten Stimmen der republikanische Generalrath Rigaud. Auf den sozialistischen Gemeinderath Lefèvre entfielen 2429, auf den radikalen Advokaten Le Roy 1568, auf den progressistischen Journalisten Roster 539 und auf den Sozialisten Robert 423 Stimmen. In beiden Wahlkreisen ist demnach Stichwahl nöthig. ver. Der Verein für den Kampf um die Befreiung der arbeitenden Klasse. Beruht diese Auflösung auf einer allgemeinen Anordnung einer Staatsbehörde? Welche Maßregeln gedenkt die königliche Staatsregierung zu treffen, um ähnlichen Vorkommnissen vorzubeugen? Berlin, den 14. Dezember 1896. Die Hafenarbeiter- Bewegung. Aus Hamburg schreibt unser Spezial- Berichterstatter unterm 15. Dezember: Von den großen Rhedern wird jezt mit Hochbruck gearbeitet, um unter allen Umständen eine Einigung, nehmern zu verhindern, trotzdem es die Spaßen von den Dächern überhaupt ein Verhandeln zwischen Arbeitgebern und Arbeitpfeifen, daß die kleineren Rheder, die Stauer, die Ewerführerbasen, Kaufleute 2c. mit Freuden eine Einigung anbahnen, ja sogar die Forderungen der Arbeiter ohne weiteres bewilligen möchten, wenn sie eben nicht unter dem Zwange und Druck des Unternehmer- Verbandes ständen, in welchem die auf Einigung und Zugeständnisse drängenden Regungen niedergehalten werden von St. Petersburg, den 14.( 26.) November 1896. Bemerkenswerth ist, daß unsere Genossen, welche in ihren bekannten Rheder Wörmann, dem Besizer der größten dem Vorsitzenden des Verbandes und Hauptrheder Laisz, dem ersten Aufrufen an die Arbeiter nur das Unternehmerthum hiesigen Werft Blohm( Firma Blohm u. Voß) und dem geißelten, in dem letzten ihre Angriffe immer mehr gegen die fattsam aus Regierung richten. Der soziale Kampf, welchen die russischen Bigarrenfabrikanten- Verbandes Mu hI e. Auch die hiesigen größten früheren Jahren bekannten Vorsitzenden des Arbeiter gegen das Unternehmerthum führen, wird sich immer bürgerlichen Zeitungen, die bisher zum theil noch eine friedensfreund= mehr zu einem politischen gegen die das Unternehmerthum liche Haltung einnahmen, haben sich diesem Druck gebeugt. Auf die schüßende und die Arbeiter auch auf eigene Faust ausbeutende am Sonnabend von den Arbeitern beschlossene Resolution, Regierung gestalten. in der man seitens der Arbeiterschaft aufs neue erklärte, die Die Landarbeiter Frage. Dem dänischen Studenten unruhen. Nach einer Mittheilung der Hand zum Frieden bieten zu wollen, haben die Zeitungen überReichstag ist der Gefeßentwurf betreffend die Be N. Fr. Pr." sollen in Moskau über 500 Studenten verhaftet haupt nicht eingehen dürfen. So bestimmt man weiß, daß das schaffung fleiner Grundstücke für Landarbeiter" zugegangen. fein. Ruthenenblätter melden, daß in Moskau fogar 1200 Studenten Gros der Unternehmer zum Frieden geneigt ist: aus der Lektüre Wir haben seinerzeit ausführlich über die Resultate der zur und 300 Arbeiter verhaftet seien. Vier Studenten, welche die der großen hiesigen Zeitungen tönnte man genau den gegen Prüfung dieser Frage eingefeßten Kommission berichtet und Wache angriffen, seien vor ein Kriegsgericht gestellt worden, theiligen Eindruck gewinnen. Voraus marschiren hierbei gezeigt, daß die Vorschläge der Majorität unannehmbar das einen zum Tode, drei zu je zehnjähriger Zwangsarbeit ver- natürlich die Bismarck'schen" Hamburger Nachwaren, daß sie nur noch mehr abhängige und daher urtheilte. Die Universität sei zeitweilig geschlossen; auch in Kiew, richten", das unbestritten gemeinste Blatt in Hamburg. In ausgebeutete Arbeiter schaffen würden, aber nicht bessere wo die Studenten ebenfalls sehr erregt waren, seien viele ver- einem Leitartikel schreiben sie heute:" Die " Die Arbeitgeber Verhältnisse für die Landarbeiter erzeugen. Der Entwurf der Re- haftet worden. " 1 Dänemark. V gierung aber enthält noch ungünstigere Bedingungen. Petersburg, 14. Dezember. In Riga und Rostow am Nach dem Vorschlage der Regierung sollen die Ansiedelungen so Don werden deutsche Konsular Vertretungen erflein werden,( 2-6 Tonnen, 1 Tonne= 560 Qu.- Ruten), daß richtet. Wahrscheinlich handelt es sich darum, an diesen ihre Eigenthümer an die Scholle gefesselte Land arbeiter Plägen, die im Getreidehandel eine Rolle spielen, die Interessen bleiben, und also völlig abhängig sind von dem nächsten der deutschen Agrarier zu wahren. Rittergutsbesitzer, um so mehr, als sie fein Pferd halten können und daher für leibweise Ueberlassung eines solchen noch weiter. " Türkei. verpflichtet werden. Weiter soll nach dem Gesetzvorschlag der Der Großvezir beabsichtigt in Uebereinstimmung mit sämmtlichen jenigen Maße von Klarheit und Deutlichkeit aur BeantStaat teinerlei Opfer für die Sache bringen. Diese Ansiedelungen, Pflichthäuser", wie sie die Regierung sehr be: Ministern, alle fremden Schulen in der Türkei zu zeichnend nennt," sollen nur abgegeben werden, wenn die Land- chließen, weil in diesen der eigentliche Herd der Revolution arbeiter dafür baar 800 Kronen anzahlen können!( Die Majorität deutschen, englischen," französischen und italienischen Bildungszu suchen sei. Unter fremden Schulen" sind die amerikanischen, der Kommission hatte nur 400 Kronen gefordert.) Im übrigen stätten gemeint. muß der Pflichthausmann für ein Grundstück, dessen Werth 4000 kronen beträgt, für folgendes aufkommen: find gegenüber der Art, wie der Streit hervor. gerufen und von der Sozialdemokratie zu einer Krafts probe" gegen das Unternehmerthum mißbraucht worden ist, volltommen im Rechte, wenn sie sich auf den Standpunkt stellen, daß die Streifenden die Arbeit erst wieder aufnehmen müßten, bevor von irgend welchen weiteren Verhandlungen die Rede sein könne. Würden sie anders verfahren, so gelangte die Frage, ob sie oder die Arbeiter Herren ihrer Betriebe seien, nicht mit demund der wegen Frivolität der Provokation unbedingt erforderlich geworden ist. Außerdem trügen die Arbeitdaran, wenn der Streit über furz oder lang unter Bedingungen geber, falls sie sich auf Konzessionen einließen, selbst die Schuld wieder auflebte, die für sie sehr viel ungünstiger als die jetzigen sein würden. Es liegt in der menschlichen Natur, daß jedes Zugeständniß, auch das kleinste, die Begehrlichkeit steigert und daß man dieselben Mittel, mit denen man Sansibar, 15. Dezember. Eine Barke der Eingeborenen einmal Erfolg gehabt hat, in der Hoffnung auf größeren gern hat aus Mogadisch u Briefe des Kommissars Dulio, datirt wieder anwendet. Wir wollen durch solche Betrachtungen Und nach 45 Jahren( wenn die amortisabeln 700 Kr. vom 3. Dezember mitgebracht. Das Kriegsschiff Governuolo" die biesigen Arbeitgeber feineswegs in ihrer angeblichen Härte abbezahlt find) hat danach am 2. Dezember das Dorf Gezira, zehn Meilen gegen die ftreifenden Arbeiter bestärken. Wenn die Arbeit erst füblich von Mogadischu, bombardirt, welches von Nahans be- wieder aufgenommen ist, mögen die Unternehmer ihren Leuten wohnt wird, die sich an der Niedermeßelung der Expedition diejenigen Zugeständnisse machen, die sie für vernünftig halten Cecchi betheiligt hatten. In Mogadischu wurde sodann das und die ihnen ihr Betrieb erlaubt. Uns tommt es nur darauf gefangen genommen hatte, fortgesetzt. Fünf derselben, die man taktische Fehler gemacht werden, die nicht nur für das HamVerfahren gegen diejenigen Angreifer der Expedition, welche man an, verhindern zu helfen, daß in der Behandlung der Streiffrage für schuldig befunden hatte, find bereits erschossen. 32/8 pet. von 1300 Kronen= 47,67 Kronen, 44/5# 31/4" 700 " " 1200 " " = 33,60 = 39, " " In Summa 120,27 Kronen. 32 pt. von 1800 Kr. 47,67 6 1200 " " " = 72,00 In Summa 119,67 Kronen. So ein armer Landarbeiter ist also gut gefahren. Nachdem er 45 Jahre im Schweiße seines Angesichts gearbeitet und gefpart, hat er noch gerade ebensoviel zu bezahlen, wie vorher! Unser dänisches Bruderorgan fügt diesem famosen Reforms vorschlag hinzu:" Der Gefeßentwurf der Regierung hat vom großagrarischen Standpunkt nur einen Fehler. Es fehlt ein Paragraph, daß jeder Landarbeiter, der im Besitze von 800 Kr. fein sollte, gezwungen ist, ein solches Pflichthaus zu übernehmen, andernfalls er mit Zuchthaus bestraft wird." Schweden. Konftantinopel, 14. Dezember. Die Nachricht von der Flucht des Exsultans Murad wird dementirt.Afrika. Amerika. Washington, 14. Dez. Die in den Vereinigten Staaten verbreitete Nachricht, daß Maceo durch Verrath getödtet sei, rief hier große Erregung hervor. Senator Call brachte im Senat Befchlußanträge ein, welche sich scharf gegen Spanien aussprechen. Es wird darin das Komitee für auswärtige Angelegenheiten aufgefordert, eine Untersuchung darüber anzustellen, ob die Meldung von der Ermordung Maceo's wahr ist, und ferner die Frei Stockholm, 14. Dezember. Die Regierung beabsichtigt, die laffung aller amerikanischen Bürger gefordert, welche sich in der Befestigung Gothenburgs ernsthaft in Angriff zu spanischen Straffolonie Ceuta befinden. Der Senat überwies nehmen. Die Koften werden auf 4,5 Millionen Kronen( über diese Beschlußanträge dem Komitee für auswärtige Angelegen5 Millionen Mart veranschlagt. heiten. Der Export der Vereinigten Staaten nach Ruba ist infolge des Aufstandes von 25 auf weniger als 8 Millionen Dollars gefallen. Ruba. Italien. burgische Unternehmerthum, sondern für die Stellung der ges sammten deutschen Arbeitgeberschaft gegenüber der Sozialdemo tratie nachtheilige Folgen haben würden." Die Polizei läßt es den Unternehmern gegenüber an dem größten Entgegenkommen nicht fehlen. Ein bürgerliches Blatt berichtet:„ Mit der Bahn langte heute Nachmittag ein aus fünfzig Personen bestehender Transport fremder Arbeiter hier an. Von der Polizeibehörde waren zu dessen Sicherheit be= fondere Maßregeln getroffen worden, so waren zum Beispiel sämmtliche Bahnübergänge, die der betreffende Waggon in der Stadt paffirte, durch Schuyleute besetzt. Auf dem Hannover. schen Bahnhofe war bei Ankunft des Transports auch Polizeibauptmann Gestefeld anwesend. Der Waggon wurde sofort nach dem in der Nähe der Passagierhallen belegenen Geleise übergeführt, von wo die Leute an Bord des Dampfers Guahyba" gebracht wurden." Rom, 14. Dezember. Im Laufe der Freitagssigung der Mehrere Verhaftungen streitender Arbeiter Rammer erhob sich Imbriani und sprach folgende Worte: find heute vorgenommen worden. „ Ich glaube, die italienische Kammer wird gleich mir das GeUeber Maceo's Tod zirkuliren verschiedene NachTroß der Hartnäckigkeit der Rheder und Stauer hoffen fühl haben, daß man dem Andenken Maceo's, der so tapfer richten. Die eine, der Insurgentenführer wäre in offener Schlacht die Arbeiter doch noch zu ſiegen. Jedenfalls sind die Nachs im Kampfe für die Unabhängigkeit seines Landes gegen die gefallen, wird am meisten angezweifelt. Nach einer zweiten richten der bürgerlichen Presse, worin von einem Ver Spanier gefallen ist, eine Huldigung darbringen müsse." Der wäre er sammt seinem Generalstab von den Spaniern zu einer fumpfen" des Streifs die Rede ist, nicht zutreffend. Sigungsbericht verzeichnet nach diesen Worten approvazioni" Unterredung gebeten und aus dem Hinterhalt niedergemeßelt Die Bahl der Streifenden ist sogar noch gestiegen. So streifen ( Zustimmung). worden. Das fähe den Soldaten der allerchriftlichsten Königin jezt 1200 Seeleute gegen 300 am Anfang. Gestern sind neu hinzugekommen 60 Baggerer, die sich weigerten, Schauermanusarbeiten zu verrichten, ja, die die Schiffe nicht einmal mit Ballast versehen wollten, den die Schiffe einzunehmen gezwungen sind, da sie keine Ladung bekommen. Rom, 14. Dezember.(„ Magd. Ztg.") Nach dem neuen schon ähnlich. Nach einer dritten Nachricht ist Maceo von seinem Heeresorganisations. Entwurf des Kriegsministers, Arzte vergiftet worden. Der Arzt stellte sich den Spaniern und dem die parlamentarische Kommission bereits ihre Zustimmung wurde sofort in Freiheit gefeßt. Maceo hat bereits einen Nach gegeben, wird das Kriegsbudget mit 239 Millionen festgestellt, folger gefunden. Generalmajor Riuz Rivera ist an die Spitze die bestehenden 12 Armeekorps bleiben aufrecht erhalten, der der Aufständischen in Pinar del Rio getreten. Das zeugt nicht Armeefriedensstand wird um 40 000 Mann erhöht. von der besonderen Entmuthigung, von der Weyler bereits gefafelt. Spanien. " Parlamentarisches. Trotzdem auf den Quais Leben und Getöse genug herrscht, bieten die Rampen und Quaischuppen doch dem kundigen Auge ein trostloses Bild. An manchen Stellen schwimmen die Quais rampen von Del und Fett, das sich aus den zerschlagenen Fässern ergossen hat; mit Del durchtränkte, aus Indien stammende Gewürz ballen, verdorbene Ladungen von Baumwoll- Saatmehl find nichts Madrid, 12. Dezember.( Eig. Ber.) Begnadigung. der Preßsünder. Soeben veröffentlicht die Gaceta" einen töniglichen Erlaß, nach welchem den Preßfündern die über sie Militär- Strafprozeß- Ordnung. Dem Bundesrath verhängte Strafe erlassen wird. Für die überaus eifrige Propaganda, ist nunmehr, wie die" Post" berichtet, der Entwurf der Militär- feltenes. Sogar ein hiesiges bürgerliches Blatt berichtet: welche die Presse im Interesse der Unterbringung der jüngsten Anleihe Strafprozeß Ordnung aus der Kommission wieder zu ungeschulter Arbeiter sieht es recht troftlos im Hafen aus. Ein entfaltete, will sich die Regierung erkenntlich zeigen; alle Minister gegangen. Er dürfte noch vor den Weihnachts- Feiertagen an Stauer erklärte, daß er ohne seinen beiden Vizen mit den 18 ihm ohne Ausnahme haben die Amnestie für die Preßsünder befürwortet. den Reichstag gelangen, da die Erledigung im Bundesrath, wie zu Gebote stehenden ungeschulten Arbeitern nichts hätte anfangen Von der Begnadigung sind die Journalisten, welche dem Heere wir hören, möglichst beschleunigt werden soll. tönnen, und daß er den Tag sehnlichst erwarte, oder der Marine angehören, ausgeschlossen, weil man in ihrer Dem preußischen Abgeordnetenhause ist eine Novelle wo er feine alten zufriedenen Leute wieder Begnadigung eine Untergrabung der militärischen Disziplin sehen aum Handelstammer- Gesez zugegangen. Nach dem erhalten tönne. Aehnlich würde das Urtheil auch aller zu müssen glaubt. Auf die wegen Privatbeleidigung und Ver- Scheitern der letzten Vorlage scheint der Handelsminister Brefeld übrigen Stauer ausfallen, wenn fie der Wahrheit Ber: per legten übrigen tonne, bas Muththeit aude Thre leumdung Berurtheilten findet der fönigliche Erlaß nur dann An- den Plan seines Vorgängers betr. Einführung obligatorischer geben. Aus diesem einzelnen Falle ersieht man, daß die Stauer wendung, wenn die Beleidigten oder Berleumdeten vor Gericht ertären, Handelskammern nicht weiter zu verfolgen, sondern sich mit nicht gesonnen find, die Streitbrecher nach beendigtem Streit in daß sie den Beleidigern verziehen haben. Selbstverständlich werden einer Erweiterung des bestehenden Gefeßes zu begnügen. Die Arbeit zu behalten." Passenau 1,-. Bautischlerei Wendt, Schleiermacherstraße, Bekannter " Die Auszahlung ber Streitenden geht heute, 12. Rate 65,860. Bufünftige Safenfiadt Karlsruhe i. B., von Arbeitern einer Bolizelliches, Gerichtliches 2c. Dienstag, wieder flott von statten. Mit der Aushungerung der größeren Fabrit. 2. Rate 1837, Metallarbeiter- Fachverein Betertheim- Bulach -Der wegen angeblicher Majestätsbeleidigung verhaftete Arbeiter ist es also vorläufig noch nichts. 20, Tischleret Lange u. Nöpte mit Polirer und Buditer 6,70. FilzschuhSächsischen Arbeiter. Arbeiter von Christ, Bernauerstraße, 2. Rate 5,70. För de Swarten", 2. Rate verantwortliche Redakteur der Der Arbeitgeber Verband, dessen einzelne Beamten- 4,- Salousie Arbeiter der Firma Genz, Schöneberg 8,- Bautischleret 3eitung" in Dresden, Genosse Schulze, wird gegen gruppen in geheimen Sigungen beisammen waren, hält heute Nach- Plath u. Falkenhayn, Friedrichsberg, mit Budifter, außer einem Mucker 9,50. 3000 M. Kaution auf freien Fuß gesetzt werden. Das Vergehen Fünf Textilarbeiter aus der Auguststraße 2,-. Tellersammlung der Bermittag wieder eine geheime Plenarsizung ab. In den Kreisen von fammlung der Handels- Hilssarbeiter 9. S. 9,70. Tischlerei Dieße, Königs- soll in der politischen Wochenübersicht der Sonntagsnummer Fachleuten wird es bezweifelt, daß es noch lange gelingt, bergerstr. 29, 6,25. Tischlerei Hildebrandt, Putbuserstraße, 6,-. Metallwaaren- unseres Dresdener Bruderorgans enthalten sein. Entgegen den die zum Entgegenkommen bereiten Unternehmer von Ver- Fabrik Pottlizer- Schwabach, mit Ausschluß eines Kollegen 6,40. Fräulein Bestimmungen des Preßgefeßes wurde nicht nur das Hauptblatt, handlungen und Zugeständnissen an die Arbeiter zurückzuhalten. Bubiter mit zwei Frauen, Friedenstraße 67, 3, Tischlerei von Gottsch, worin sich der inkriminirte Artikel befindet, sondern das ganze Bücklerstraße, 9,70. Möbelfabrit Richter, Friedrichsberg 14,90. Möbel Blatt und sogar die demselben beigelegte Neue Welt" beschlagUeber die Forderungen der streikenden Hamburger schlerei Gurisch, Rüdersdorferstraße, 7,50. Topfer und Stuckateure vom Bau Hafenarbeiter und Seeleute hat der„ Vorwärts" zwar schon Augsburgerstr. 60, 7,45. Bon einem aus Dresden wild ridgekommenen nahmt. Beschwerde ist erhoben. Wir können," schreibt unser Mittheilung gemacht. Es wird aber den Lesern nicht unwill- Töpfer. K. 5,-" Klaviaturfabrik von Sühring, Elisabeth- Ufer 9,45., Bruderorgan, vorläufig noch nicht glauben, daß die Gerichte sich Emil Pinner Nachf., außer dem Zuschneider 3,90. Liste Nr. 341, ein Saal der Meinung der Polizei anschließen werden, als hätten wir kommen sein, die Forderungen in einem Tableau zusammengestellt von Witr u. Genest 16,30. Sozialdemokratischer Agitationsverein Groß- Lichter wirklich eine Majestätsbeleidigung begangen; wir haben nur in zu sehen. Wir geben deshalb wenigstens für die Hauptgruppen felde 20, Tischleret Sauerwein, Belle- Alliancefir. 84, 11,30. Drechslerei v. der Streikenden diese Forderungen, die etwaigen EinigungsHoffmann 1,50. Werkstatt von Morgenstern, Plan- Ufer 92, 10,-. Personal Anknüpfung an den Prozeß Leckert- Lützow eine Lücke in der verhandlungen zur Grundlage dienen würden, nochmals wieder ange, Beuthstr. 3, 2. Rate 7,66. Liſte Nr. 2394, Personal von Borchhard, Verfassung bezüglich des Rechts des Kaisers auf Ernennung der und bemerken, daß bei den Schauerleuten und Ewerführern, die Brandholt u. Comp., 2. Rate, 26,50. Borwärts, Ritterſtraße, so. Witt Minister fritifirt, ohne über den Kaiser selber irgend eine Meidie größte Zahl der Streikenden stellen, die bisherigen Arbeits- barunter von Frau Linke 1 M., D. 3. 31,-. Liste Nr. 519, Tischler und Povon R. Krüger, Michaeltirchstr. 41, 52,-. Berliner Gastwirthsgehilfen, 2 Rate, nung zu äußern." In der gestrigen Mittheilung über den Prozeß gegen die bedingungen in Klammern angegeben sind. Es verlangen: lirer, Saal 4 Trpp. von J. C. Pfaff, durch Jatobsohn 15,45. W. H. I 1,-. Neue Welt" war das Urtheil nicht ganz richtig angegeben. Schauerlente: Bürstenfabrit, Engel- Ufer 17, 4,75. Tischlerei von E. Thomas, Dieffenbachftraße 36, 3,75. Automatenfabrik, Oranienstr. 189, 9,40. Genossen von Ulbrich Edgar Steiger ist zu 4 Monaten 2 Wochen, der Schrift u. Gisner, 1. Rate 7, Liſte Nr. 2302, Bautischlerei von Grün u. Settwig ſteller Salomon als Verfasser der Erzählung„ Der Nazarener" durch Hansel 20,- Tischlerei von Breste, Fürbringerftr. 9. 2,75. Tischleret Bethelberg burch y. 18,68. Taschenfabrit A. Coenen B., Fellerfaal Spinn Erzählung und an dem gleichfalls inkriminirten Artikel„ Adam" Nähmaschinen- Möbelfabrit von Luckat u. 3 4 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Anstoß an dieser u. Sohn 7,85. Berlmuttarbeiter von Ohmann, Brizerstr. 7, 8, 19 wirklich haben genommen der Diakonus Winkler in Döhlen und der rothe Maurer, Bau Dorotheenstraße S. u. F. 5,50. Tischlerei von Schirmer, Leipziger Divisionspfarrer v. Eriegern. Das Landgericht steiger beiterin aus der zindenstraße 2,05. Tischlerei von Sänger, erkannte noch auf Ünbrauchbarmachung der Formen 2c. und auf Stegligerstr. 82, 6,05. Lederwaarenfabrit S. Adam jun. 5,30. Fünf Sattler Mauerstr. 47/48, 14,-. Broncewaarenfabrit W. Humpert, Stallschreiberstraße Einziehung der Nummern 33 und 45 der Neuen Welt", worin 17 Tischleret von Wolf, Fruchtstraße, mit Budiker 3,65. Tischleret von die beiden Artikel veröffentlicht sind. A. Böhnke, Reichenbergerstr. 114, 3,-. Mothe Rotte, Allgemeine ElektrizitätsLohn pro Tag 5 M., pro Nacht 6 M., Ueberstunden 0,60 M., Sonn- und Festtage 6 M. Arbeitszeit 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends mit zusammen zwei Stunden Pause. Die längste Arbeitszeit darf pro Mann 36 Stunden inkl. der Pausen nicht übersteigen, ausgenommen bei Notharbeiten. Freie Beförderung von und an Bord auch zu den Mittags- und Abendbrotpause.. ( Bisher pro Tag 4,20, pro Nacht 5,40 M., Ueberstunden 0,50 M., Sonn- und Festtage 5,40 M.) Ewerführer: Zagelohn 4,50 M., Nachtarbeit 5 M., Sonntagsarbeit 6 M., Durcharbeiten der Mittagspause 1 M., Ueberstunden 50 Pf. Arbeitszeit 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, Mittagspause 11/2 Stunde. Nachtarbeit 6 Uhr abends bis 4 Uhr morgens. ( Bisher: Tagelohn 4 M., Nachtarbeit höchstens 4 M., Ueberstunden und Nachtstunden 30 bis 40 Pf., Sonntags, ganzer Zag, 5 M. Arbeitszeit 51/2 Uhr morgens bis 7 Uhr abends; teine bestimmten Pausen, keine Vergütung für Durcharbeiten von Pausen.) Kohlenarbeiter: Tagelohn: Plagarbeit 4,50 M., Messen und Wiegen 5 M., Sonntags- und Nachtarbeit 6 M., Ueberstunden 0,60 m. Kohlentrimmen: in fleinen Fahrzeugen 6 M., nachts 7 M.; in Dampfern 8 M., nachts 9 M. Arbeitszeit: 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends. 1/2 Stunde Frühstücks-, 1/2 Stunde Mittags-, 1/2 Stunde Vesperpause. Stunden Pausen. Speicherarbeiter: Getreide Arbeiter: Maschinisten: Ritterstr. 78, 7,65. Lampenfabrit, Chausseestr. 109, 11,55. Arbeiter v. Schülfe, Spohn, 72, Brizerstr. 23, 3,-. 1 ,. Arbeiter von Rudolf, u. Kühne, Maschinenbau 35,-. 3 Stockfabrit " Soziales. " werfe, Berlin 15,40. Fabrit Hermann Peter, Ritterstr. 43, 8,-. Schrauben:-Freigesprochen wurde vom Schöffengericht in Halle fabrit v. G. F. Stärte 16,70. Wertstatt Riedel, Eisenbahnstr. 36b, 8,50. Wert- a. S. Genosse Weißmann von der Anklage, als früherer statt Behr, Grenadierstr. 48, 2.- Schafstopf- und Stattlub, Scharnweberste verantwortlicher Redakteur des Volksblatt" die GemeindeverReinickendorf, 3,60. Sechs Treibriemen Arbeiter 3,40. Tischler und Zimmerer vom Zimmermeister Krause, nebst Bubiter 13,50. Bielbewußte Glaseraesellen tretung zu Helbra dadurch beleidigt zu haben, daß in einem der Firma C. F. Schneider 4,-. Bielbewußte bei 3. u. J. 7, Liste 20, Artikel über die Gemeindewahlen in Helbra die Behauptung auf Nähmaschinenfabrit von Böttcher, außer einen Schlosser, 16,30. Bürstenmacher gestellt war, die Wahlen der 1. und 2. Abtheilung wären des A. H. und P. F. 1,-. Lampenfabrik Eckel u. Glienice, 1. Rate 23,-. Tischlerei Reinhardt, Schwedterstr. 36a, 8, Liften 514 und 515, Arbeiter halb für ungiltig erklärt, weil die Leuschneranhänger nicht gesiegt Bildungsschule Nord und Tischlerei von Roll 21,50. Bier Biseleure aus der hätten. Der Staatsanwalt hatte 4 Wochen Gefängniß beantragt. R. I R. 2, Wolf 1. Nielson, Wrangelstr. 7, 3,85. Liste 679, Tischlerei von Gustav Stein 10,85. Liste 1985, Pianoforte Fabrit Wegen Beleidigung des Inhabers des Süddeutschen Königsbergerfir. 33, 17,60. Ein Rother: aus der Oranienfiraße 4,65. Knopf Korrespondenzbureaus, Albert Treiber, wurde der Refabrit von A. Fischer, Kurstr. 38, 6.75. Zwet Arbeiter, Köpnickerstr. 17, 1,50. dakteur der„ Schwäbischen Tagwach t", Genosse HildenMöbeltischlerei von Rabe x. Comp., Manteuffelſir. 15, 8,50. Gesammelt vom brandt vom Schöffengericht in Stuttgart zu 200 Mark Geldtollen Hahn 7,50. Tischleret Stienes, Barutherstr. 15, auß. einem 5,80. Maurer und Arbeiter vom Viehhof durch Schneider 7,65. Lifte 768, Bau- strafe und zu den Kosten verurtheilt. arbeiter durch Dralle 8,90. F. u. G. Tauchmann 2, F. Hildebrand, Weinbergsweg 13,- Einige der Buchdruckerei Patufcher 3, Möbelfabrik von Roggenfad u. Budiler, außer einem 12,50. F. Briefé, Reichenbergerstr. 163 . Wendt 2. Mate 8,20. M. u. M., Stodfabritanten 3, Tischlerei Haney, rautfr. 38a 5,50. Rothe Mater, Brikerſtraße 3,50. Boſamentire, DresdenerRisiko der Arbeit. Ein Arbeiter der 3uckerfabrit straße 84- Rothe Schleifer des Dr. Sackow'schen Instituts 1. Rate durch Stolp 8,-. Gin Lacirer der Schulz'schen Eisenmöbelfabrik 1,-. Gefang autheim war am Abend des 26. November in einem verein Deutsche Eiche I 22,50. Liebigitraße 6,25. Fünf Rothe aus der Fischer- Leeren Melasse bassin beschäftigt, als unvermuthet der Tagelohn: am Speicher 4,50 m., am Bord oder Quai straße 4,-. Maler von Esdorf u. Wirth 2,20. ifte 1224 Fabrikgebäude Ausguß geöffnet wurde und die Melasse sich über den Mann Bernauerfir. 79 d. 2. 13,-. Holzornamentenfabrik von Büttner u. Komp., 5 M., Nachtarbeit 6 M., Ueberstunden 60 Pf., Sonn- und Festköpnickerstraße 8,-. Schlofferwertitatt Hoffmann, Krautstraße 38a 2,75. ergoß, der infolge dessen sein Leben einbüßte. tage 6 M. Arbeitszeit: 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, Tischlerei Charlottenburg, Pestalozzistraße 3,50. Liste 474 Luz, Tischler 10,75. An der Münchener Universität hat sich ein soziale 12 Stunde Frühstück, 1½ stündige Mittagspause. Stockfabrit G. Reglaff. Königsbergerstraße 6,65. Tischlerei Strumbeck, Fruchtstraße 7,50. Tischlerei Sievert, Rudersdorferstraße 5,10. Tischleret Belmann, wissenschaftlicher Verein gebildet, mit dem Zwecke, Rüdersdorferstraße 6,50. Möbelfabrik O. Schuster, Michaeltirch- Brücke, Tagelohn 5 W., Sonntags- und Nachtarbeit 6 M., 1. Rate, außer zwei Kollegen 34,70. Kofferwerkstatt Müller, Adalbertstraße die Studirenden aller Fakultäten zum Studium der sozialen 2,50. Tischleret Borchardt, Eisenbahnstraße 8,50. Tischler Frister u. Roß- und wirthschaftlichen Fragen anzuregen. Durch einen Aufruf Ueberstunden 60 Pf., Arbeitszeit von 6 Uhr morgens bismann, Gaal 20 5,70. Arbeiter von G. u. G. 3,50. Buchbinderei v. Linz 3,50. am schwarzen Brett werden alle Studirenden ohne Unterschied 6 Uhr abends, 1/2 Stunde Frühstücks-, 11/2 Stunde Mittagspause. Besammelt bei F. S. 5,40. Buchdruckerei von Rhode 4,65. Skattklub Fürsten- des religiösen Bekenntnisses und aller sonstigen Anschauungen firaße 19 5, Werkstatt Solms u. Husfeld 6,-. Frau Anna Hente 5, Schiffsreiniger: Stattlub Brüderlichkeit 5,-. Kupferschmiede der Werkstatt Tomaschewsti 3,-. zum Beitritt eingeladen. Tagelohn 4 M., Sonntags und Nachtarbeit 4,50 M. Golz, Gafiwirth, Grünauerfir. 3 5,- Schneiderwerkstatt Heider u. Jean Ueberstunden 50 Pf., Sonntags und nachts 60 Pf. Arbeits- Jaques 10,-. Personal der Kartonfabrit Geisler, a. cinem Faulen 8.75. Eichler Tapezierer der Werkstatt Dunsty u. Kuhnow 5,50. Perfonal der Buchzeit von 6 Uhr morgens bis 51/2 Uhr abends inklusive zwei bruderet 2. u. 29. 1. Mate 8,30. Bon organifirten Kaufleuten, Gafe„ Schiller" Depeschen und lehte Nachrichten. 9. N A. Frdt. 70,-. Les proletaires du R. K. 6,-. Bau, Curhafenerstraße 8 4,25, Möbelfabrik Rejeste mit Ausnahme d. Faulen 7,- Schuftig, Hamburg, 15. Dezember.( Privatdepesche des„ Borwärts".) Schuftig Königgrägerstr. 112 9,-. E.& 2. 2. M. E. D. G. 28,-. Mar zahn 2,-. Ein Schlächtergeselle 3,- Arbeiter von Stender u. Ko. 5,25. Eine größere Anzahl Engländer hat die Arbeit niedergelegt. Die Werkstatt von Sawitti, stoppenstraße 7,85. Gesammelt bei Spaar d. Sp. 16,75. weiter Arbeitenden bekommen pro Tag 5,60 M. und für jede Gesammelt bei Wullte, Graudenzerstraße 2,50. 13. Dezember in der Braufret Röntgiladi 10, sch- Freisiunige Bersammlung am Ueberstunde 1 M., 4 Flaschen Bier und viermal Schnaps. Die von Wortmann, Potsdamerstr. 40 6,30. Lese- und Distutirtsub, teimer" 7,50. hiesigen Arbeiter verlangen 5 M. und für jede Ueberstunde 60 Pf., Parquetfußboden Fabrit von Leibe u. Ko., mit Ausschluß v. 3 Mann 21,50. aber keine Beköstigung! Der Bürgerverein von St. Georg hat Tischleret Hennig, Weinstraße 5,-. Küchenmöbel- Fabrit von König, Weißenfee, mit Buditer 8,50. Geburtstagsfeier bei Rügen, Fehrbellinerstraße 18,- sich mit einer Petition an die Bürgerschaft zwecks Anbahnung 13,-. Schneider Werkstatt Tischlerei von Meyer, Drestenerstraße 2 von Hintel 15,50. Liste 1616 Tischleret Witte, Königsbergerstraße einer Vermittelung gewandt. Geschäftsleute haben heute eine 10,40. Tischlerei Buffla, Königsbergerstraße 7,60. Bautischleret Voß, Schulzen- Sigung mit der Handelskammer, um eine Einigung herbeizuführen. dorferstraße, mit Budifer 6,55. Zwei Maler von Gerben, Charlottenburg bret gaben nichts) 3,-. Meun unverbesserliche aus der Ritterstr. 12 4,50. Sieben Unglücksfälle sind heute passirt, darunter zwei mit tödt zischlerei Guth, Rückerstr. 6, 8,20. Tischler der Firma Müller in Tegel 6,65. Klempner aus der Alten jatobitraße 40/41 4,75. Liste 546 Tischleret lichem Verlauf. Siege u. Wegner in Brig 18,90. Die 6 Binfengraveure, Prinzenftr. 86 8,50. Leipzig, 15. Dezember.( W. Z. B.) Das Reichsgericht vers W Lorenz, Wrangelstr. 83, 1. Mate 3,60. Die Rohrleger aus der Behdenicker: straße 2, Glaser von Vorsig's Werte in Tegel 3,30. Tischlerei Otto u. Co., warf die Revision des Krämers Emil Pufe, der vom SchwurFransectstiaße, außer Ramsch 9,50. Pelzwaaren- Wertstatt Burgstraße 29 gericht Görlig am 22. Oktober wegen Mordes zum Tode ver12,50. Möbeltischlerei Wiehr, Friedensr., mit Bubiter außer einem 13, Treppengeländer- Fabrit Echmidt u. Co., Schönhauser Allee 10,10. Filzschuh- urtheilt worden ist. Das Todesurtheil ist somit rechtskräftig Arbeiter, Büschingstr. 24, 7,-. Möbelfabrit Klug, Fruchtstr., 2. Rate 32,75. geworden. Ginige Arbeiter und Arbeiterinnen der Siegefactfabrit A. Sörig, Prenzlauer Aschaffenburg, 15. Dezember.( B. H.) In der Zündstraße, 3,80. Arbeiter und Arbeiterinnen der Gellulotdfabrit St. Haeckel, waaren- Fabrit Don Ludwig Kromer ist heute Abend Meanderstraße, 8,50. Tischlerei von Osten, Brunnenstraße, 9,15. Tischlerei Tischlerei Baumgarten u. Söhne, 5/2 Uhr unter fürchterlicher Detonation der Füllraum in C. Reez mit Budifer, Weißensee, 4,75. Gr Frankfurterstr., 9,70. Liite 542, Metallarbeiter aus der Bülowfir. 36,85. die Luft gepflogen. In demselben waren 16 Mädchen Metallarbeiter aus der Bülowstr. 18,45. Liste 543, Metallarbeiter aus der beschäftigt; bisher find 4 Todte und 10 Schwer Bülowstr. 5,65. Tischlerei von Schaub u. Franz mit einer Ausnahme, Aus dem Saalkreise. In Die wig, Giebichenstein Fetinerir. 2, 17,30. Listen 520 und 523, Starpentiel 9,25. Statbrüder Forster verletzte unter den Trümmern hervorgezogen worden; und Halle a. S. hielten am 12. und 13. Dezember der Ab- raße 17, 2. Rate 5,-. Life 2382, Arbeiter vom Hoflieferant Röhlich 7,10. auch zwei Männer wurden ans Tageslicht befördert. Ob noch Töpfer vom geordnete Kunert und der Stadtverordnete Albrecht in Aus der Sandfir. 16, 5,-. Bau Mustauerfir. 7,55 mehr Personen unter den Trümmern begraben sind, konnte noch Tischlerei v011 Roggenbuch, Rüdersdorferstr. 5,-. Am Stammtisch bei start besuchten Versammlungen begeistert aufgenommene Vor- Köhler gesammelt 4,50. Pianofabrit von Böger 3,50. Pianofortefabrit nicht festgestellt werden, da die Aufräumungsarbeiten, welche von träge über den Stand des Hamburger Streits. Resolutionen zu Wieber u. Co., Alexanderstraße, 1. State 25.-. Klavierfabrik Mittag Nachflg., der Feuerwehr und dem Militär bewerkstelligt werden, wegen der gunsten der Ausständigen wurden einstimmig angenommen. Köpenickerfix. 124, 20, Arbeiter von Alt u. Fricke 14,35. Nuz holzhandlung Nachtzeit und wegen des Lichtmangels nur langsam vor sich Echweizer u. Gastwirth in Schöneberg 6,20. Einige Tischler der Werkstatt Bahlreiche Geldbeiträge wurden sofort durch zirkulirende Listen Bunge, Brinzenstr. 34, 4,50. Fünf Sonntagsarbeiter 3, Automatische gehen. in den Versammlungen aufgebracht. Die Hallischen Genossen Wertiatt Chauffeeftr. 12,80. Arbeiter der Klaviaturfabrik v. Schwohls u. Co. verpflichteten sich ferner, Lifte 191, Herr Paezoldt 7, für die Dauer des Ausstandes Bergolder von Stolpe, 2. Rate 11,25. Arbeiter von Lundershausen, Prinzenwöchentlich Bons von 50 Pf., beziehungsweise 25 Pf. ein- ftraße 99, 12,65. Verband deutscher Zimmerleute, Zahlstelle Berlin 200,-. zulösen. Wer außer Stande sei, für seine Person dieser For- Horn und Berlmutt- Arbeiter bei Leibholz, Oranienstr. 188 16,-. Arbeiter derung nachzukommen, solle in Gemeinschaft mit anderen bet Dannenberg u. Quandt, Metallwaarenfabrit, 7,30. Woche für Woche diese Bons erwerben, um dadurch eine nach( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16) in der Beit von Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau haltige Unterstützung des kämpfenden Hamburger Proletariats zu 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. ermöglichen. Wochenlohn: für Schleppdampfer 33 M., für Barkassen 30 M., Sonntagsarbeit pro Stunde 75 Pf., wenn gefahren wird mindenstens 3 M. Ueberstunden 60 Pf., nachts 75 Pf. Arbeitszeit 6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends, 1/2 stündige Mittagspause. Seelente: Monatslohn: Matrosen 75 M., für Trimmer 75 M., für Heizer 85 M., für Stewards 75 M. Beseitigung der Henerbase und Abschaffung der Heuernoten. Die königl. Eisenbahndirektion Altona veröffentlicht folgende Bekanntmachung. Die unterm 7. d. Mt. veröffentlichten Buschlagsfristen zu der tarifmäßigen Lieferfrist für Güter im Verkehr nach Hamburg werden mit dem heutigen Tage wieder aufgehoben. Altona, den 14. Dezember 1896. Eine Haussuchung nach den für die Hamburger gesammelten Geldern wurde in Köln beim Vertrauensmann der Kartellkommission, Genossen Schlüter, vorgenommen. Die Polizei fand aber nur eine Quittung über bereits abgesandte 100 M. und einen Schuldschein über 20 M. vor, mehr abgesandt find, als bisher eingegangen ist. die Das Leipziger Gewerkschaftskartell hat zur Unterstützung der Hamburger die dritte Hate im Betrage von 300 M. abgefandt. Durch Genossen Kübler, 16,30.„ Anton" 1,50. Kofferfabrik mit Ausnahme von zwei Künstlern 19,-. Partei- Machrichten. Wien, 15. Dezember.( B. S.) Der Budgetausschuß des Reichsraths hat dem Antrage, den Zeitungsstempel vom Beginn des Jahres 1898 ab aufzuheben, seine Zustimmung ertheilt. Paris, 15. Dezember.( W. T. B.) Die Deputirtenfammer übertrieben und meint, daß, wenn plößlich Verwickelungen Berichterstatter Kerjégu hält die Ausstellungen Pelletans für sehr setzte die Berathung des Budgets des Marineministeriumn fort. entständen, die im Streitkräfte Frankreichs westlichen Mittelmeere der Flotte des Dreibundes nicht gewachsen wären. Das Nord- Ost- Geschwader sei zu schwach; die Kammer werde alle nothwendigen Kredite bewilligen. Marineminister Aus München wird uns geschrieben: Die Wahl der Arbeiter Admiral Besnard führt aus, daß das Nordgeschwader. Das Breslauer Gewerkschaftskartell hat ebenfalls vertreter zum Gewerbegericht endete, wie schon gemeldet, 311 schwach fei, jeboch die Kredite 811 dessen Bergrößere Beträge nach Hamburg gesandt, jetzt- als dritte Rate- mit einem glänzenden Siege unserer Partei. Troßdem der Arbeiter stärkung fehlten. Da die Zahl der Neubauten nicht verWahlverein des Zentrums mit den verwerflichsten Mitteln gear- mehrt werden könne, beabsichtige die Regierung den Werth der In Mannheim find, laut Ausweis der„ Boltsstimme", bis und Verleumdungen gegen unsere Partei verbreitet worden, weiter die Küstenvertheidigung, sei in Vorbereitung. Die französischen beitet hatte so waren in einem Flugblatte die gröbsten Lügen vorhandenen Gefechtseinheiten zu erhöhen. Ein Entwurf, betr. jekt rund 1044 M. für Hamburg gesammelt worden. hatte man die sozialdemokratischen Wahlaufrufe großentheils ab- Panzerschiffe und Kreuzer feien denen anderer Nationen an geriffen oder unleserlich gemacht trotz alledem wurden für Werth gleich. Hierauf wird die Generaldebatte geschlossen. unsere Kandidaten 4617 Stimmen mehr abgegeben als für die Brüssel, 15. Dezember.( B. H.) In der Kammer begann der katholischen Arbeiter. Nicht weniger erfreulich als der Sieg heute die Diskussion über das Gesetzesprojekt, betreffend das ist aber auch der Zuwachs von 2882 Stimmen, die wir gegen Armeekontingent. Der sozialistische Abgeordnete Defuisseaux die Wahl von 1893 mehr zu verzeichnen haben. hielt eine längere Rede, in welcher er die Abgeordneten auf forderte, stritte gegen das Gesetz der Regierung zu stimmen. London, 15. Dezember.( B. H.) Der Ausstand der Matrosen und Heizer vom Clyde in Glasgow steht nahe bevor. Man befürchtet, daß er bereits morgen ausbricht und sich auch auf die Dockarbeiter erstreckt. 1000 m. * Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: Kanarienvögel von Röhler 11,40. Sparkasse Schäffer u. Walter, Abth. 2 nub 2 a 10,- 3 Mann 3 Mart 3,-. Arbeiter der Lampenfabrit P. Leode Von der Agitation. In Tuntschendorf, Kr. Neu11. Ro. 6, Tischlerei von Hülsenbeck, Kroll ut. Ko.( mit Ausschluß der Bildhauer), 2. Rate 18,70. Tischleret Unrau, Gr. Frankfurterstraße, außer einem rode, an der österreichischen Grenze gelegen, sprach am Sonntag Reichstreuen, intl. Bierprozente 22,75. Buchdruckerei„ Pionter" 14, Treppen- der Reichstags- Abgeordnete Aug. Kühn aus Langen geländer- Fabrit Büttgers u. Brunns 8,40. Barockvergolder der Adolf Wertmeister'schen Fabrit b. W. 14,50. Ginige Arbeiter und Arbeiterinnen der biel au in einer zahlreich besuchten Versammlung unter lebBelvetfabrit, Sammifabrit 6,70. Wertstatt v. Hetdete, Königsbergerstr. 4, 6, haftem Beifall über die Thätigkeit des Reichstags. Nach langer B. N. 1. 18,65. Handschuhmacher, Mauerstr. 83, 2. State 4,60. Wertstatt von Beit war dies die erste Versammlung in diesem schwarzen Winkel, London, 15. Dezember.( W. T. B.) Nach einer bei Lloyds ulich, Kastanien- Allee 94, 5,75. Dr. 2. A., 2. Rate 100,-. Die Maurer aus dem Königreich Stumm 25,-. Seeräuber, München 18,55. Holzmo es bisher den Zentrumsleuten fast immer glückte, uns die eingegangenen Meldung aus Alderney ist der französische Dampfer maden und Eisenfresser, Franklinstraße, Charlottenburg 6,70. Organisirte Lokale abzutreiben. Marie Fanny" auf der Fahrt von Fayonne nach Rouen mit Arbeiter in Marburg a. Lahn 50,- Geburtstagsfeier bet Fischer, Rügener- Betreffs des neuen sozialdemokratischen Blattes in gemischter Ladung Montag früh an der Burhos- Insel gescheitert Sozialdemokraten Sonderslebens 10, Seizer- u. Maschinistenverein, Köpenta, Solingen gingen uns von verschiedenen Seiten Einsendungen zu. und gänzlich verloren gegangen. Der Kapitän wurde gerettet; 1. Rate 20,-. Frau Wegener in Wolgaft 12,80. Sozialdemokratische Arbeiter In einer, die von Rud. Wolfert und Ernst Bergmann 14 Personen sind ertrunken. Pösneds i. Th. 9,-. Die Töpfer v. Bau Schlesische u. Falckensteinstraßen- Ecke Glasgow, 15. Dezember.( W.T.B.) Der Ausstand der See9, Musikverein naatsch" 10,- Xylographen, Donnerstags Stat d. unterzeichnet ist, wird die Gründung des neuen, von der Schu 10,- Tischlerwerkstatt Geister mit Bolirer und Drechsler, Weißensee 8,50. macher'schen Richtung unterstüßten Blattes vertheidigt; in lente und Heizer dehnt sich beständig weiter aus. Gestern sind überSenftenberg, Görlig d. Pohl, 3,50. Deutscher Solzarbeiter- Berband, Bahlstelle der anderen, die vom rheinischen Agitationskomitee, den Genoffen haupt keine Dampfer abgefahren. Zwei Schiffe liegen in Greenock Weißensee 50,-. Deffentliche Metallarbeiter- Bersammlung, Iserlohn 11,14. A. Neumann, Karl Kandla und H. Grimpe in Glber- fest, da sie nicht im stande sind, Mannschaft anzumustern. Die Parteigenossen Iserlohns 10,-. Personal der Brauerei Wilhelmshöhe" 9, Sohenstein- Ernstthal v. G. Münter feld, verfaßt und an die Parteigenossen des Rheinlands ge- allmonatlich nach dem Kontinent fahrenden Schiffe sind ebenfalls Klub Morgenroth", Straßburg i. E. 10,-. 7,10. Bautischlerei von Wilschte, Pantstraße, 3,-. Mehrere Rechtsanwälte aichtet ist, wird die Gründung bekämpft. Wir verzichten sämmtlich ohne Mannschaft. W. H. 20,- Bautischleret v. Zierau, Charlottenburg 12,85. Gerberet auf den Abdruck beider Einsendungen, da es aussichtslos ist, die Madrid, 15. Dezember.( B. H.) Aus Havana wird Gif u. Straffer, Bierprozente 8,20. Voltsverein, Sondershausen 7, Hochzeit, Burgsdorfstraße, außer einem 5,- Bielbewußte in weidig bei Solinger Streitigkeiten durch Erörterungen in der Presse zum gemeldet, daß die Befestigung der Jusurgenten im Lomas de Netzschlau i. S. 21, Eschwege d. Geißner 10,-. Arbeiter der Berliner Abschluß zu bringen. Wir erwarten von dem gefunden Sinn Rongel in der Provinz Pinar vernichtet wurde. Die Rebellen Modellfabrit 4, Metallarbeiter, Chauffeestraße, 5,45. B. M. B. A., Sibirien der Solinger Parteigenossen, daß sie endlich dem heillosen Wirrwurden durch spanische Truppen zerstreut; sie zogen sich nach d. S. 7,80. A. Tieß, Bigarrenfabrit, Invalidenstraße, 2. Rate 6,- Liste des Often zurück und wurden von den Spaniern verfolgt. Düffeldorfer Gewerkschaftstartells d. G. W. 10,90. Genoffen in Nienburg a. W., warr ein Ziel setzen und Ordnung schaffen. straße 13, 2,55. Haffe, Tischler, Charltg. 5,-. Tischler von Thulmann 3, 30, Rothe Berantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlag von Max Badina in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 294. " Reichstag. Mittwoch, den 16. Dezember 1896. 13. Jahrg. und ihr Scheitern das Volf tief bewegen wird. verbündeten Regierungen nur Verbesserungen des bestehenden Aber wenn Sie vergleichen, welche Vortheile die Regierungs- Verfahrens, keine Dinge, die die Regierungen aus besonderem vorlage dem Volke gegenüber den bestehenden Rechts- Interesse in die Vorlage hineingebracht haben. Die Zeitungen 147. Sigung vom 15. Dezember 1896. 1 Uhr. zuständen bietet, dann werden Sie zugestehen, daß die haben die Schuld an dem Scheitern der Vorlage den verb. ReAm Tische des Bundesraths: v. Bötticher, Nieber- Haltung der verbündeten Regierungen keine unrichtige gierungen zugeschoben.( Sehr richtig! links) Die drei Streitding, Schönstedt. ist. Wir bieten ihnen die Berufung, wie sie in feinem Staate punkte entsprechen theils dem bestehenden Zustand vor 1879, sie den Beschlüssen des Reichstages Die dritte Berathung der Justiznovelle und zwar die Europas in so vollendeter Gestalt vorhanden ist; wir bieten theils entsprechen theils die Regierung verlangt bezüglich des Ihnen das Wiederaufnahmeverfahren, wie es ebenfalls in feinem selbst, Generaldiskussion wird fortgesetzt. Abg. v. Marquardsen( natl.): Bei dem geringen anderen Staate vorhanden ist; wir bieten Ihnen die Ent- Beugnißzwanges die Aufrechterhaltung des bestehenden ZuInteresse, welches die Vorlage in der zweiten Lesung schädigung unschuldig Verurtheilter in einer Ausprägung, wie ſtandes. Ist es richtig, daß eine Vorlage, welche viele hier im Hause erweckt hat, läge es nahe, sich auch sie in feinem anderen größeren Staate Europas existirt. Verbesserungen bringt, deshalb abgelehnt wird, weil eine bei der dritten Lesung Beschränkungen aufzuerlegen. Nichtsdesto- Durch finanzielle Erwägungen lassen die verbündeten Regierungen weitere Verbesserung, die der Reichstag wünscht, nicht durchgesetzt weniger fühle ich mich verpflichtet, in der Frage der Berufung sich nicht leiten. Wir wollen keine Einrichtung treffen, durch werden kann? Die Regierungen sind sich bewußt, daß sie die einige Worte hier an das Haus und an die größere Deffent- die solche Verurtheilten, die später freigesprochen werden, Wünsche des Volkes erfüllen, daß sie vor dem Volt die Verlichkeit zu richten. Daß diese Frage außerhalb des Hauses in nicht, weil sie unschuldig sind, sondern weil die Beweismittel antwortung tragen fönnen, wenn die Vorlage hier fällt. Abg. Spahn( 3) verweist darauf, daß die leichten Sachen fachverständigen Kreisen ein gewisses Interesse erregt, ersehe ich verschwunden sind, auf grund deren sie früher verurtheilt waren, daraus, daß mir in diesem Augenblick eine Nummer der Juristen auch eine Entschädigung erhalten. Wenn Sie in diesen alle an die Schöffengerichte gewiesen sind, daß dagegen die schwierigsten zeitung zugegangen ist, in der sich eine Kritik des Punkten bei Ihrer Auffassung bleiben, dann Fragen vom Schwurgericht an die Straffammern gewiesen werden. Es Kammergerichtsraths Kronecker über die Vorlage befindet. werden wir auf die Vorlage verzichten, so sehr reicht also nicht mehr, wie vor 1879 für neun Zehntel der Fälle Der Verfasser erkennt die Verbesserung der Regierungsvorlage wir es auch bedauern, daß die zweijährigen Verhandlungen unter eine Besetzung mit drei Richtern aus.( Sehr richtig! im Zentrum und der Beschlüsse der Kommission an, sagt aber dann zum den verbündeten Regierungen und die dreijährigen Verhandlungen und links.) Damit schließt die Debatte. Gegen die Stimmen der DeutschSchluffe: Trotz aller dieser Verbesserungen aber muß angesichts in diesem Hause keinen Erfolg haben.( Beifall rechts.) des großen Rückschritts, der mit der Wiedereinführung der Abg. Rintelen( 3) erklärt, daß seine Auffassung von der konservativen und der Reichspartei, zu denen vom Zentrum die Berufung verbunden ist, das Scheitern des Gesetzes dringend der überwiegenden Mehrheit seiner politischen Freunde abweiche; Abgg. Lerno und Rintelen, von den Nationalliberalen die gewünscht werden." Ich glaube, dem Manne kann geholfen er siehe bezüglich der Entschädigung unschuldig Verurtheilter auf Abgg. Bol, Kruse, Wamboff, Place, Paasche, werden.( Heiterkeit.) Bei der Berathung der Justizgesetze wurde dem Standpunkt der früheren Reichstagsbeschlüsse, die damals Jorns kommen, wird der Antrag der Konservativen auf die aber das Hauptgewicht auf das Fünf- Männer- Kollegium gelegt; mit großer Mehrheit angenommen seien und auf den die verb. Besetzung der Straffammern mit drei Richtern abgelehnt. Staatssekretär Nieberding: Durch die eben vorgenommene und dies schien uns so wichtig, daß wir auf die Regierungen jetzt sich gestellt hätten, Bezüglich der Gestaltung Berufung verzichten zu tönnen geglaubt haben. der ersten Instanz stehe das Haus jetzt vor der Frage, ob es Abstimmung hat das hohe Haus den Willen kundgethan, es be Die Frage der fünf Richter wird der Drudenfuß für unsere alles oder garnichts erreichen wolle. Wird die Vorlage abzüglich der Besetzung der Strafkammern entgegen dem Wunsche heutige Verhandlung sein. Der Schwerpunkt dieser Frage liegt gelehnt, so wird garnichts erreicht, auch nicht das einheitliche und der Ueberzeugung der verbündeten Regierungen bei der Danicht in den fünf oder drei Richtern, sondern darin, daß in Forum für die Presse. Daß fünf Richter besser sind als drei Beschlußfassung der zweiten Lesung zu belassen. ist in die Vorlage eine Bestimmung einem Falle die Schuldigerklärung mit zwei gegen eine, und in fann ich nicht anerkennen; ich kann auch nicht zugeben, mit dem anderen Falle mit vier gegen eine Stimme fallen muß. daß der deutsche Richterstand so schlecht ist, daß unter aufgenommen, die für die verbündeten Reunter allen von dem Vorsitzenden. gierungen Umständen Wenn wir die erste Instanz mit drei Richtern besetzen und die drei Richtern einer abhängig ist Berufung einführen, dann kommt der Angeklagte, der in der Wenn diese Vorlage begraben ist, bekommen wir nie wieder eine nehmbar ist, und eine Vorlage geschaffen, der ersten Instanz verurtheilt ist, schon mit der Präsumption der zu sehen; die Frage der Berufung ist dann auf lange Zeit ver- fie, nachdem der Beschluß perfett geworden nicht würden ertheilen Schuld, mit diesem Makel in die zweite Justanz und seine schoben. Was ist dem Angeklagten oder dem unschuldig Ver- ist, ihre Zustimmung Beweismittel fallen weniger ins Gewicht. Das ist der urtheilten, der keine Entschädigung bekommt, damit geholfen, daß tönnen. Unter diesen Umständen bin ich durch Grund, weshalb wir ein Kollegium von fünf Richtern der Reichstag der Regierung die Verantwortung zuschiebt?( Sehr Beschluß des Bundesraths ermächtigt, zu erklären, daß die verbündeten Regierungen in der ersten Instanz für besser halten. Ich freue mich, richtig! rechts.) daß auch auch der Abg. Görk fich gegen die Berufung Abg. v. Czarlinski( Pole) kommt auf die gestrige Aus- auf eine Weiterberathung der Vorlage teinen ausgesprochen hat, obwohl seine Kollegen, die Rechts- lassung des preußischen Justisministers zurück. Redner ver- Werth mehr zu legen haben.( Lebhafter Beifall rechts) anwälte, sich sonst mit besonderer Leidenschaft für die Berufung weist darauf, daß die Sprachenfrage gerade im engsten Zu Der Präsident v. Buol schlägt vor, die weitere Berathung zu aussprechen, was ja auch bei ihrem Beruf als Bertheidiger ganz fammenhang mit der Strafprozeß- Ordnung steht. Daß der vertagen. Das Haus tritt diesem Vorschlage bei, beschließt aber natürlich ist. Bald nach dem Zustandekommen der Justizgesetze direkte mündliche Verkehr zwischen dem Richter und der An- entgegen dem Vorschlage des Präsidenten, die Fortseßung der Beerscholl der Ruf nach Wiedereinführung der Berufung, haupt- geklagten vollkommen ausgeschlossen sei, sei ein unleidlicher Zurathung nicht auf die morgige Tagesordnung zu sehen. Schluß nach 5 Uhr. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr. fächlich aus den Kreisen der Rechtsgelehrten. Der Juristentag von stand. Jeder Volksstamm hat das unveränderliche Recht, sich in 1884 erklärte sich für die Berufung und zu den Stimmführern ge- seiner Muttersprache zu vertheidigen. Dieses göttliche und( Erklärung zwischen Frankreich und Deutschland, betreffend die hörten namentlich die Herren Munckel, Beckh und Becker- Oldenburg. natürliche Recht ist den Polen durch die feierlichsten Versprechungen Regelung der Vertragsbeziehungen zwischen Deutschland und Um dieselbe Zeit aber veranlaßte die Regierung eine Enquete dar- gesichert worden. Der Minister meinte, es gebe Leute, welche ge- Tunis; Wahlprüfungen; erste Berathung des Gefeßentwurfs, über, welche Erfahrungen die Gerichte ohne die Berufung gemacht nügend deutsch verstehen und doch polnisch sprechen wollen. Darum betreffend Zwangsversteigerung und Zwangsverwaltung.) hätten. Die Enquete ergab, daß die befragten Gerichte mit ganz handelt es sich nicht; es handelt sich darum, ob sie das, was sie verschwindenden Ausnahmen sich gegen die Wiedereinführung der deutsch sagen, auf ihren Gid nehmen können.( Sehr richtig! bei Berufung erklärten, nur wurden einige Garantien für eine bessere den Polen und im Zentrum.) E3 giebt viele Deutsche, die die Sicherheit des Angeklagten im Vorverfahren verlangt. Wir Richtersprache nicht verstehen.( Sehr richtig! bei den Polen und tönnen in bezug auf die erste Juftanz und auch in bezug auf die im Zentrum.) Ter Minister hat ja auch fremde Sprachen geAssessoren nicht vorsichtig genug sein, zumal wir in Bälde", lernt; würde er im stande sein, sich vor Gericht in einer fremden wie es heißt, die Militär- Strafprozeß- Ordnung bekommen. Sprache zu vertheidigen? unan= Der Hauptmann v. Strombeck. Genosse Bebel machte in einer Reichstagsrede am 5. März 1895 über einen Fall von Soldatenmißhandlung folgende Mittheilung: Am 4. Juli 1894 habe eine Rompagnie des 2. Garde- Regiments zu Fuß unter Führung des HauptStaatssekretär Nieberding: Ich kenne den verehrten Vor- Justizminister Schönstedt: Die Wichtigkeit der Sprachen- manus v. Strombeck Schießübungen bei Königs- Wusterhausen redner zu genau, um nicht von vornherein davon überzeugt frage für die Rechtsprechung ist mir vollkommen flar; die Aus- abgehalten. Bei dieser Gelegenheit hätte nun der Hauptmann gewesen zu sein, daß er die Spitze seiner Ausführungen gegen führungen des Vorredners haben aber die Auffassung nicht v. Strombeck Soldaten, welche seinen Befehlen nicht schnell genug die Berufung richten wird. Aber diese Frage scheidet in ihrer widerlegt, zu der ich mich gestern bekannt habe. Das Gerichts- nachtamen, mit der Faust und mit der flachen Klinge gemißhandelt. abstrakten Bedeutung aus, denn das Haus steht in seiner großen verfassungs- Gefeß bestimmt nur, daß bei Personen, die der In der Kompagnie des Hauptmanns v. Strombeck gebe es die Mehrheit in bezug auf diesen Punkt auf Seiten der Regierung. deutschen Sprache nicht mächtig sind, ein Dolmetscher zugezogen meisten Maroden, und würden Soldaten, die im Dienst schlapp Die Entscheidung wird bei Fragen zweiter Ordnung liegen. werde aber nicht, daß er auch hinzugezogen werden soll, wenn werden, zur Strafe auf die Brandwache geschickt. Diese MitBis 1879 hatten wir die Berufung in ganz Deutschland, das Gegentheil der Fall ist. Berechtigte Ansprüche und theilungen wurden dem Genossen Bebel in einem Briese aus Das Schreiben war mit sie besteht in allen Kulturländern mit Ausnahme eines Empfindungen der Polen habe ich in keiner Weise verlegt.( Bu Ackmenischten bei Heidekrug gemacht. Landes. Die Ausscheidung der Berufung gefchah unter ſtimmung rechts.) Otto Dommasch unterzeichnet und so abgefaßt, als ob der Verfasser schweren Gewissensbedenken, lediglich wegen der Rechtseinheit. Abg. Beckh( frf. Vp.) bedauert, daß man die Frage der die angeführten Thatsachen aus eigener Wahrnehmung Wenn die verbündeten Regierungen unter Entschädigung unschuldig Verurtheilter nicht aus dem Gefeße her- fenne. Die auf Veranlassung des Kriegsministers eingeleitete schwerer Ueberwindung wichtiger Bedenken ausgenommen und gesondert behandelt hat, dann würde doch Untersuchung ergab, daß nicht der damals im 1. Garde- Dragoner diese Vorlage machten, dann dürfen sie von wenigstens ein Ergebniß erzielt worden fein. Das der Regiment dienende Otto Dommasch, welcher die fragliche Schieß* dem Reichstage verlangen, daß er seinerseits Vorsitzende der Kommission, Herr Rintelen, das Scheitern übung als Ordonnanzreiter mitmachte, sondern dessen Bruder, Resignation übt und nicht Forderungen der Vorlage verhindern möchte, ist begreiflich. Redner der Bauergutsbesizer Hugo Dommas ch aus Ackmenischken daran fnüpft, die die verbündeten Re wendet sich gegen die Besetzung der Strafkammern mit der Briefschreiber war. Dieser hatte sich daher vor der 2. Straf gierungen zweifelhaft machen darüber, ob die drei Richtern, die um so bedenklicher sei, als den Strafkammern kammer des Landgerichts zu Berlin wegen Beleidigung des Der frühere Opfer für die Vorlage gebracht werden müssen. eine Anzahl schwerer Verbrechen zugewiesen werden soll, die den Hauptmannes v. Strombeck zu verantworten. den zuerst der Ich habe den Eindruck, daß die Voraussetzung geschwunden ist, daß Schwurgerichten bisher vorbehalten war. Die Beseitigung des Dragoner Otto Dommasch, gegen es sich um ein Entgegenkommen der verbündeten Regierungen Zeugnißzwanges müsse durchgesetzt werden. Wenn man hunderte Strafantrag gestellt war, ist flüchtig und wird steckbrieflich handelt. Je weiter wir uns von der ersten Berathung entfernten, von Millionen für das Militär ausgiebt, dann sollte man etwas verfolgt. desto mehr schwand das Entgegenkommen des Reichstages, übrig haben für produktive Zwecke; es giebt aber keinen pro: Der Angeklagte giebt an, daß sein Bruder zu Weihnachten desto größer wurden die Anforderungen des duktiveren Zweck, als daß man das Vertrauen der Bevölkerung 1894 in der Heimath zu Besuch war und bei dieser Gelegenheit Reichstages, desto größer wurde die Kluft zur Justiz stärkt. Denn justitia fundamentum regnorum! im Kreise von Freunden und Bekannten über die Mißhandlungen, zwischen Reichstag und Regierung, von der Abg. Spahu( 3): Der Reichstag hat sich allerdings in den welche er während seiner Dienstzeit mitangesehen haben wollte, er ich nicht weiß, od sie überbrückt werden kann. 80er Jahren mit 3 Richtern bei den Strafkammern begnügen zählte. Er, Hugo Dommasch, sei nun von Zuhörern des Gesprächs Ich beschränke mich auf zwei Punkte, wegen deren die verbündeten wollen, aber unter der Voraussetzung, daß die Landgerichte die angegangen worden, die angegebenen Mißhandlungen zur Anzeige Regierungen auch gestern interpellirt worden sind, nämlich die Berufungsinstanz sein sollten. So große Oberlandesgerichts- zu bringen. Er habe geglaubt, dies am wirksamsten thun zu Gestaltung der Berufung und der Entschädigung unschuldig Ver- Bezirke, wie die von Berlin, Breslau, München seien nicht ge- tönnen, wenn er das Gehörte dem Abgeordneten Bebel mittheilte, urtheilter. Die verbündeten Regierungen halten auch eignet, da es für die Angeklagten zu fostspielig wäre, dort zu er um durch dessen Erwähnung im Reichstage eine Untersuchung heute noch die Besehung des Kollegiums erster scheinen. Die Berufung ist von Hannover und den Rheinlanden von höchster Stelle zu veranlassen, da eine Beschwerde an die Instanz mit drei Nichtern für richtig und sie übernommen worden, und dort hat sie sich vorzüglich bewährt. unmittelbaren Vorgesetzten des Hauptmanns v. Strombeck vornicht werden von dieser Forderung, wie der Gang( Bustimmung.) Was das Wiederaufnahme- Verfahren betrifft, so aussichtlich die erwünschte Wirkung haben werde. an Bebel mit dem Namen seines der Verhandlungen sich auch gestalten möge, hat der Staatsanwalt( Heiterkeit), so hat der Staatssekretär sich Gr hätte den Brief weil unterschrieben, er in dessen Auftrage nicht ablassen. Als Anfang der 80er Jahre der Ab- ebenfalls auf den Beschluß des Reichstages berufen. Man stüßte Bruders gordnete Reichensperger, ein unabhängiger und erfahrener sich damals darauf, daß so viele unrichtige Freisprechungen im gehandelt hätte. Gelesen habe der Bruder den Brief vor der Mann und hervorragender Parlamentarier, die Wieder Wiederaufnahme- Berfahren vorgekommen feien; die Statistit hat Absendung nicht. einführung der Berufung befürwortete, erklärte er, die dies aber widerlegt. Als erster Zeuge wird der Reichstags Abgeordnete Bebel Besetzung der Straftammern mit drei Richtern sei eine genügende vernommen. Er giebt an, daß er kein Bedenken gehabt habe, Garantie für die Unabhängigkeit und Selbständigkeit der Ur die in dem Briefe angeführten Thatsachen im Reichstage zu er theile. Die Kommission und der Reichstag selbst schlossen sich wähnen, weil er nach der Form des Briefes annehmen mußte, diefer Auffassung an. Wenn damals die Regierungen auf den daß der Schreiber ihm Selbsterlebtes mittheilte und sich Wahrheit verpflichtete, Zeugen für die Beschluß des Hauses eingegangen wären, dann hätten wir seit auch seiner 10 Jahren als geltendes Recht, was die großen Parteien des Behauptungen zu erbringen. Nach der betreffenden ReichsHauses als unannehmbar bezeichnen. Sie brauchen die Regierung Abg. v. Buchka( Rp) befürwortet den Antrag der Deutsch- tags Sigung habe ihn der Kriegsminister nach seinem Genicht auffordern, der Justiz gegenüber freigebiger zu sein. Der konservativen, die Straftammern erster Instanz mit drei Richtern währsmann gefragt. Er habe ihm den Unterzeichner des Briefes genannt und demselben mitgetheilt, daß er nunmehr seine Anpreußische Juftizminister hat schon in der zweiten Lesung darauf zu besetzen. Abg. Munckel( frf. Bp.) tritt für die Aufrechterhaltung der gaben vor Gericht zu vertreten haben werde. Erst später hätte aufmerksam gemacht, daß eine nicht fleine Anzahl preußischer Landgerichte nicht vollauf beschäftigt ist. Dieser Zu Beschlüsse zweiter Lesung ein. Die Annahme des tonservativen er erfahren, daß nicht Otto, sondern Hugo Dommasch er vordem nichts wußte. stand ist auf die Dauer unhaltbar im Interesse Antrages würde eine Verschlechterung bedeuten, das hat der der Briefschreiber sei, wovon und Rechtspflege des Perfonals, er aber Staatssekretär und Herr Rintelen anerkannt. Die Aufgabe des Der nächste Zeuge, Hauptmann von Strombeck, nach dieser Vorlage noch in verschärftem Maße hervortreten. Richters erster Jnstanz wird nicht dadurch leichter, daß eine bestreitet ganz entschieden, sich jemals solcher Mißhandlungen, Die Anträge Träger Munckel verlangten Berufungssenate bei den zweite Instanz eingerichtet wird. Was würde man zu dem wie sie im Briefe angegeben, schuldig gemacht zu haben. Er Oberlandesgerichten mit 7 Richtern. Die verbündeten Regie: Menschen sagen, der die nothwendigsten Vorbeugungsmaßregeln beruft sich auf seinen Bataillonskommandeur, der bekunden werde, rungen können sich nicht der Gefahr aussehen, daß später vielleicht gegen Krankheit unterläßt, weil ein berühmter Arzt ihm zur daß er seine Leute stets gut behandelt habe. Unter ausdrücklichem eine Besetzung der Berufungsfenate mit 7 Richtern verlangt wird. Verfügung steht?( Heiterfeit.) Die erste Justanz ist die Regel, Hinweis auf seinen Eid und den lebhaftesten Betheuerungen daß er niemals Leute deshalb Sie sind zu der Ueberzeugung gekommen, daß fie unter allen die zweite nur die Ausnahme, und ich kann es nicht verant- versichert der Zeuge, Umständen an der Forderung festhalten müssen, daß, wenn die worten, daß die jetzt noch leiblich gute erste Instanz verschlechtert mißhandeln würde, weil sie wie der Briefschreiber anBerufungsfenate mit 5 Richtern befeßt sein sollen, die erste wird im Interesse einer fragwürdigen zweiten Instanz. gab den Befehl in der Schützenlinie nicht schnell genug Instanz nur mit 3 Richtern besetzt sein darf; sie sind Vor 10 Jahren hätte die Regierung ein Dreimänner Kollegium weiter gegeben haben. Es könne aber wohl vorgekommen sein, Von der Nothwendigkeit dieser Forderung haben können. Ob sie nach 10 Jahren ein Fünfmänner- Kollegium daß er bei solcher Gelegenheit den einen oder anderen Mann unbedingt überzeugt; sie werden daran haben kann, oder ob man dann ein Siebenmänner- Kollegium zu gerüttelt habe, und daß dies von Fernstehenden für ein Schlagen angesehen werden konnte. festhalten auf die Gefahr hin, daß die Vorlage stehen muß, das lasse ich dahingestellt.( Große Heiterkeit.) scheitert.( hört! links.) Und wenn das hohe Haus Abg. Schmidt Warburg( 3) meint auch, daß die Vorlage glaube, daß wohl einmal zwei Mann schlapp wurden, ob aber an dieser Forderung festhalten follte, werden immer theurer werden würde wie die fibyllinischen Bücher. Die einer davon auf die Brandwache gekommen wäre, fönne er nicht sagen. Leute aber deshalb, weil sie marode werden, zu be wir in der Lage sein, die Konsequenzen praktisch Frage der Berufung wird immer wiederkehren. Preußischer Justizminister Schönstedt: Was der Vorredner strafen, falle ihm nicht ein. Im Gegentheil hätte er zu ziehen.( Bewegung.) Die verbündeten Regie: rungen vertenuen nicht, daß diese Vorlage Konzessionen an die Regierungen nennt, sind in den Augen der solche in ihr Quartier schaffen lassen, damit sie sich erholen der würde Damit schließt die Generaldiskussion. Abg. Schröder erstattet Bericht über die zu der Vorlage eingegangenen Petitionen. Die Spezialberathung beginnt mit§ 77 des Gerichts verfassungs- Gesezes, welcher die Besetzung der Strafkammern mit fünf Richtern betrifft. Er Aus den Nachbarorten. tönnten. Von Mißhandlungen mit der flachen Klinge fönne als Geschenk darbringen müßten. Wie kann die Verwaltung schon deshalb teine Rede sein, weil er bei der fraglichen derartige Mißstände billigen, vorausgeseßt, daß sie überhaupt Jufolge der neulich von uns gemeldeten Abstimmung im Gelegenheit den Säbel gar nicht gezogen habe. Das sei davon Kenntniß hat? Gemeinderath zu Schöneberg über die Stadtrechts= überhaupt bei Schießübungen nicht Brauch. Als KompagnieSchulunterricht und Hoffonzert. Für etwa 6000 Schul- frage hat jetzt der Kreisausschuß des Teltower Kreises die Chef ständen ihm Mittel genug zur Verfügung, den finder Berlins hat in den drei letzten Tagen der vorigen Woche, dem Kreistage für die nächste Sitzung am 18. Dezember ge Leuten seinen Willen aufzuzwingen, so daß er nicht wie die Freis. 3tg." berichtet, der Vormittagsunterricht machte Vorlage zurückgezogen, worin die Zustimmung des Kreis: nöthig habe, zu Mißhandlungen zu greifen. Lieutenant um 2 bis 3 Stunden abgekürzt werden müssen, weil tages zur Verleihung der Stadtrechte an Schöneberg und zum v. Schleinig, der die fragliche Schießübung mitgemacht hat, 100 Mitglieder des Lehrer- Gesangvereins aufgefordert waren, Ausscheiden des Ortes aus dem Kreise vorgeschlagen wurde. weiß nichts von Mißhandlungen durch den Hauptmann am Sonnabend bei dem Hofkonzert im Neuen Palais Dem Kreistage wird jeht empfohlen, sich gegen die Stadtrecht v. Strombeck zu befunden. Weiter waren eine große Zahl von mitzuwirken. Die betreffenden Lebrer mußten hierzu verleihung auszusprechen. Bengen geladen, und andere kommissarisch vernommen worden. außer am Sonnabend auch am Donnerstag und Freitag von Es sind größtentheils Sergeanten und frühere Soldaten, zehn Uhr an zur Abhaltung der Proben vom Unterricht die die betreffende Uebung in der Abtheilung des Haupt- bispensirt werden! Wir bringen der Mittheilung des freimanns v. Strombeck mitgemacht haben, und sämmtlich sinnigen Blattes vorläufig noch Zweifel entgegen, da es im Falle bekunden, daß sie die vom Angeklagten behaupteten Mißhandlungen der Richtigkeit dieser Meldung erstaunlich wäre, wenn die nicht gesehen hätten. Einige derselben geben allerdings an, städtisch en Behörden, denen die Beaufsichtigung der daß der Hauptmann v. Strombeck ein strenges Regiment in seiner Kompagnie führe, und deswegen bei den Sol- Schulen obliegt, nicht ganz energisch die Lehrer an ihre Pflicht erinnert hätten. daten unbeliebt sei. Er habe auch bei jener Uebung bei Königs Wusterhausen nach dem Schießen, wo andere Begabte, aber arme Gemeindeschüler können auf Roften Abtheilungen Ruhe hatten, feine Leute aum der Stadt eine weitere Ausbildung auf einer städtischen höheren Appell antreten lassen, auch habe er sie häufig Schule erhalten. Die Zahl dieser Bevorzugten ist, wie wir mit Nachererziren bestraft. Andere Beugen hatten fürzlich gezeigt haben, gering und ist überdies seit Jahren begesehen, daß der Hauptmann Soldaten geschüttelt habe, im ständig aber wohl kaum aus Mangel an Talenten!- zurück Gallopp auf fie losgeritten sei, allerdings ohne ihnen Schaden gegangen. Das ist nun, wie neueste Haupt Verzu thun. waltungsbericht des Magistrats ergiebt, auch im Jahre 1894/95 der Fall gewesen. Ende März der Jahre 1890-95 gab es dem nach auf den städtischen höheren Schulen bez. 177, 140, 133, 130, 103, 96 solche Schüler. wie der = Ein eigenthümlicher Betrugsfall hat sich bei einem Truppentheil in Spandau zugetragen. Am 1. November cr. trat beim 3. Brandenburgischen Trainbataillon ein zwanzigjähriger Kaufmann namens Fränkel aus Berlin als Einjährig- Freiwilliger ein. Er wies alle dazu erforderlichen Papiere auf, war aber mit Geld nur sehr schwach versehen. Er behauptete, Geldsendungen für ihn würden bald eintreffen. Die Kosten der Equipirung, 300 M., legte der vorgesehte Wachtmeister aus. Der Einjährige, ber, wie alle feine Kameraden, außerhalb der Kaserne im Privatlogis wohnte, fand allenthalben in der Stadt leicht Kredit, so bei seiner Wirthin, verschiedenen Restaurateuren und anderen Gewerbetreibenden, ferner auch bei den reichlich mit Geldmitteln ausgestatteten übrigen Einjährigen. In voriger Woche sollte er aber, da ſein andauernder Geldmangel aufgefallen war und Geldfendungen für ihn immer noch nicht eingetroffen waren, vor dem Hauptmann erscheinen. Diesem Augenblick ging er indeß aus dem Wege. Er lieb furz vorher noch von einem Einjährigen 20 M. und ist seitdem spurlos verschwunden. Der davon benachrichtigte Vater, ein Agent in Berlin, erschien und erklärte, er habe feine Die Weihnachtsbescheerung beim Polizeipräsidium ist Mittel, um für seinen Sohn eintreten zu können. Er habe ihm gestern verhältnißmäßig reichlich ausgefallen. Die Schußmänner zwar attestirt, daß er für die Kosten des einjährigen Dienstes haben je 26, die Wachtmeister 36 und die Abtheilungs- Wacht- aufkommen würde; sein Sohn habe ihm aber stets gesagt, er meister 46 M. erhalten. Früher betrugen die Gratifikationen würde mit Ableistung der Dienstzeit bis zum letzten Termine, wiederholt nicht über 10-15 m. und die dem entsprechenden dem 25. Lebensjahr, warten, bis zu welcher Zeit er selbst so viel höheren Säge für die Chargen. Die bessere Bescheerung in verdient haben würde. diesem Jahr wird die Schugmannschaft gewiß zu erneutem Gifer aufmuntern. Wie die Bescheerung bei der findigen Kriminalpolizei und im früheren Bereiche des v. Tausch, in der politischen Polizei ausgefallen ist, wird nicht gemeldet. Staatsanwalt Rur führte in längerem Plaidoyer aus, die Konsequenzen der Mittheilungen Bebels hätten fich nach zwei Richtungen hin bemerkbar bemerkbar gemacht. Eritens habe derjenige, der wider besseres Wissen diese Verleumdungen in die Welt fegte, aus Scham über seine Handlungsweise die Flucht ergriffen. Er fei steckbrieflich verfolgt und werde, wenn man seiner habhaft werde, der Bestrafung nicht entgehen. Andererseits aber sei festgestellt, daß der Hauptmann v. Strombeck sich nicht der sich nicht der geringsten Mißhandlungen feiner Untergebenen schuldig gemacht habe und voll tommen gerechtfertigt dastehe. In Wahrnehmung be rechtigter Interessen habe der Angeklagte nicht gehandelt Wenn er auch in gutem Glauben die Erzählungen feines Bruders entgegennahm, so habe er doch in gröblich fahrlässiger Weise gehandelt und sei deshalb eine Gefängnißftrafe von einem Monat am Blaze. Die Errichtung von vier neuen Polizeirevieren auf Der Vertheidiger Rechtsanwalt Dr. Hersfeld dem Gesundbrunnen, in Moabit und im Nordosten ist von der Polizei beantragte in erster Linie Einstellung des Verfahrens, in Aussicht genommen und beim Ministerium des Innern beweil der Strafantrag, der ursprünglich gegen Otto Dommasch antragt worden. und erst später gegen dessen Bruder Hugo gestellt sei, nicht rechtzeitig eingebracht worden wäre. Mindestens müsse aber dem Angeklagten der Schutz des§ 193 augebilligt werden. Zweifellos babe jeder Staatsbürger das Recht, den Abgeordneten, welche die Rechte des Volfes zu vertreten haben, Mittheilungen von Mißständen zu machen, um deren Abstellung zu veranlassen. Dies Recht werde aber beeinträchtigt, wenn diejenigen, welche derartige Mittheilungen im Vertrauen ant die Abgeordneten Im Falle Ziethen ist es, wie Herr v. Egidy mittheilt, lungen einem Wiederaufnahme- Verfahren ungünstig gewesen sind. nicht richtig, daß die von Herrn v. Tausch angestellten Ermitte Im Gegentheil seien die Ermittelungen der Sache des verurtheilten Biethen sogar günstig gewesen, sie wiesen die Unschuld des Verurtheilten überzeugend nach. Es komme auch in diesem Falle darauf an, daß v. Tausch rede". Kunft und Wissenschaft. Das Schiller Theater hat gestern einen großen Wurf ges wagt. Shakespeare's Wintermärchen ist aufgeführt worden, und zwar in einer im ganzen recht harmonischen Darstellung. Ueberraschend gut war namentlich das brave Spiel der Damen, unter denen vor allem Fräulein Pauly als Hermione hervor ragte. Man mochte sich die unschuldig leidende Königin aber schlichter und vielleicht energischer denken können, wird auch felten an größeren Bühnen das gequälte Weib dargestellt ergreifender werden. Auch Fräulein Detschy als Baulina traf wohl den rechten Ton und Fräulein Meyer deklamirte anmuthig die wenigen Worte, die sie als Darstellerin der Zeit an das Publikum zu richten hat. Lobenswerthes fann auch von dem jungen Liebespaar gesagt werden, daß von Fräulein Heinsdorf und Herrn Bach gespielt gelangen laffen, mit Beleidigungsklagen bedacht würden. Die Einen großen Radau gab es in der Versammlung der wurde. Minder gut war die Mehrzahl der Männerrollen besetzt. Form des Briefes sei keine beleidigende. Die Behauptungen des Tapezirer Innung, die am Montag im Vereinshause in Herr Froböse wußte wenig mit dem Bolyrenes anzufangen und Angeklagten feien allerdings nicht vollständig erwiesen, der Niederwallstraße abgehalten wurde. Drollig ist der Grund Herr Winterstein überschrie fich in den Eifersuchtsszenen der jedoch sei durch mehrere Beugen bekundet, daß Hauptmann des Lärms. Es standen keineswegs Fachinteressen zur Debatte, ersten Akte, sodaß die Gerichtsszene wenig, wirkte. Besser tam v. Strombeck sehr strenge im Dienst war, daß er vor der Front sondern in Frage kam das vom Obermeister Kreß mit der ganzen der drollige vierte Aft zur Geltung, in dem die Herren gefagt habe: Wer schlapp wird, muß nachegerziren, daß Wucht fittlicher Entrüftung gebrandmarkte Verhalten des Schmasow, Reimann und Walden sich nach Herzenslust in ihren er geduldet habe, daß Leute, die aus dem Tritt tamen, von ihren Vorstandsmitgliedes Schmidt, der fälschlich damit renommirt fomischen Rollen gütlich thaten. Die Regie bewährte sich gut, Hintermännern getreten wurden, daß er Appell abgehalten habe, haben soll, daß er das Eiserne Kreuz besize! Als Schmidt die Ausstattung des Stückes war hübsch. wo andere Abtheilungen Ruhe hätten, und daß er auch ge fich vertheidigen sollte, erkrankte er plöglich. Der Obermeister Legentlich Soldaten geschüttelt habe. Aus diesen Gründen tönne will sich an den Staatsanwalt wenden. dem Angeklagten höchstens eine Geldstrafe auferlegt werden. Der Gerichtshof( Vorsitzender Landgerichts- Direktor Käller) Ein Luftballon gelangte vorgestern durch den Gerichtsverwarf den Antrag auf Einstellung des Verfahrens und erkannte vollzieher D. aus einer Konkursmasse zur Versteigerung. Er die darauf bezügliche Begründung des Vertheidigers nicht an. wurde von dem bekannten Meteorologen und Luftschiffer Es sei nicht das geringste von den Behauptungen des Angeklagten Dr. Berson um 146 M. für Zwecke der wissenschaftlichen Ballonerwiesen und der Hauptmann v. Strombect stehe gerecht- fahrten angekauft. fertigt ba. Der Schutz Des§ 193 fönne dem Angetlagten nicht zugebilligt werden, denn derselbe war nicht in der Markgrafenstraße einen Schaden von mindestens 3000 W. Ein durchgegangenes Arbeitsgespann hat am Montag legitimirt, die Interessen der angeblich Mißhandelten zu vertreten. Er habe auch nicht aus sittlichen Gründen ge- angerichtet. Nachmittags tam ein mit zwei feurigen Pferden handelt, sondern wollte nur dem Militär etwas am Zeuge flicken. Er habe dem Hauptmann v. Strombeck eine schwere Ehrenkränkung zugefügt und mußte mit Rücksicht darauf aus § 186 bestraft werden. Der Gerichtshof sah sich veranlaßt, er heblich über den Antrag des Staatsanwalts hinauszugehen und auf 4 Monate Gefängniß zu erkennen. Lokales. Ein neues Drama Themistokles" von Ernst Rosmer ( Frau Dr. Bernstein) soll dem B. B. C." zufolge im Deutschen Theater aufgeführt werden. Durch die Explosion in der Spenerstraße ist die allgemeine Aufmerksamkeit von neuem auf das Acetylengas gelenkt, welches vor 2 Jahren bei der Gewinnung des Calciumcarbids viel von sich reden machte. Das Calciumcarbid, eine gestattet in sehr einfacher und billiger Weise, nämlich durch bloße chemische Verbindung des metallischen Calcium mit Kohlenstoff, Behandlung mit Wasser, Acetylen zu gewinnen. Dieses, eine bespannter mit Röhren beladener Wagen der Eisenröhren- Verbindung von Kohlenstoff und Wasserstoff, entwickelt sich handlung von H. Rosenthal aus der Großbeerenstraße von der reichlich, wenn ein Stückchen Calciumcarbid in Wasser geworfen Charlottenstraße her die Taubenstraße entlang gefahren, um in wird. die Markgrafenstraße einzubiegen. Auf dem Bock saß ein junger, Das Acetylen hat vermöge seiner direkten Eigenschaften dem Kutscher befreundeter Mann, während der Kutscher selbst sich und seiner leichten Umwandelbarkeit in andere Stoffe sowohl in entfernt hatte, um eine Besorgung zu machen. In der Nähe des technischer als in wissenschaftlicher Hinsicht eine große Zukunft. Schauspielhauses scheuten die Pferde und gingen durch; der un Mit Stickstoff z. B. verbindet es sich leicht zu Blausäure, wogeübte Lenter verlor jebe Gewalt über sie. In einem großen Bogen durch ein Ausgangspunkt für die Cyanverbindungen und viel faufte das Gespann in die Markgrafenstraße hinein. Beim Anprall an leicht auch für die wichtigen Eiweißverbindungen gewonnen ist. giebt es das Aethylengas, Neue Verkehrsprojekte schießen zur Zeit wie Pilze aus der die Bordschwelle des östlichen Bürgersteiges flog der Lenker vom Bock Mit entstehendem Wasserstoff Erde. Die Elektrizitäts- Gesellschaft( Felix Singer u. Ko.) hat hinab mit dem Kopfe voran in die Thürscheibe des Architektur- welches mit Schwefelsäure zu Aethylschwefelsäure wird; Destilliren mit Antiquariats- und Sortiments von Schuster und Bufleb an der diese zerfällt beim Wasser wieder in jezt ebenfalls dem Magiftrat ein größeres Projekt für den Aus- Ecke der Markgrafen und Taubenstraße, durchschlug die Schwefelsäure und absoluten Alkohol. Gerade als Ausbau eines elektrischen Straßenbahnnezes zur prinzipiellen Ge- 2,10 Meter hohe und 0,74 Meter breite Scheibe und saufte noch gangspunkt für den Alkohol wurde das Calciumcarbid nehmigung unterbreitet. Projektirt sind zwei Ringbahnlinien, 3 Meter weit in den Laden hinein. Ein Pferd rannte, nachdem und das Acetylen mit großer Zuversicht begrüßt; denn man sowie fünf andere Linien von meist längerer Ausdehnung. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von 10 p& t. der Brutto- der Wagen auf den Bürgersteig hinaufgelaufen war, in ein neben der erwartete von ihm eine Verdrängung der Spiritusbrennereien Eckthür gelegenes Schaufenster, das andere stürzte. Die Scheibe ging und damit eine gewaltige wirthschaftliche Umwälzung. Auch Einnahme an die betheiligten Behörden; bei Ueberfteigung des in tausend Scherben, das Pferd stand zur Hälfte im Laden, warf heute sind noch viele einſichtige Leute der Meinung, daß die GeReingewinns von 6 pCt. außerdem noch ein Drittel des Mehr- das Ausstellungspodium um und zerstampfte die Bücher und was winnung des Alkohols aus Acetylen nur eine Frage der allerDer Fahrpreis beträgt für eine ununterbrochene Fahrt 10 Pfennige, für Umsteigekarten werden sonst da war. Das Thier hatte sich die Schlagader am Halse nächsten Zukunft ist, und daß unser Jahrhundert taum zu Ende durchgeschnitten, und mußte später vom Andecker geholt werden; gehen wird, ohne daß der Altohol vermittelst des Acetylens 15 Pfennige erhoben. Außerdem sollen Abonnementstarten zum Preise von 3 M. monatlich für Strecken bis 5 Kilometer das gestürzte war unverletzt. Der junge Mann war trotz seines billiger herzustellen sein wird, als gegenwärtig in den Spirituswuchtigen Sturzes verhältnißmäßig gut davongekommen; er fonnte brennereien. und für die übrigen Strecken Karten für 4,50 M. ausgegeben sich allein auf die Sanitätswache in der Mauerstraße begeben, um Immerhin gilt diese Frage der Zukunft vielen als zweifelwerden. Die Unfähigkeit und Renitens der Großen Berliner sich verbinden zu lassen. haft, und es ist von Versuchen in dieser Richtung in der letzten Pferdebahn- Gesellschaft liegt zur Zeit offener denn je zu tage, der Zeit nichts in die Oeffentlichkeit gedrungen. Dagegen beschäftigen Eisenbahn- Verwaltungsrath provozirt geradezu zu einer Ent- Wegen Tödtung ihres Ehemannes ist am geftrigen fich eine ganze Anzahl von Chemikern und chemisch mehr oder lastung des Stadtbahnverkehrs, der Magistrat wird von Gesell- Abend die Arbeiterfrau Wilhelmine Bath, Stargardterstr. 15, in weniger gebildeten Technikern und Erfindern damit, das Acetylenschaften, die als leistungsfähig betrachtet werden, fortwährend Haft genommen worden. Der Arbeiter Bath, der dem Trunk Gas für Beleuchtungszwecke nugbar zu machen. Da das Acetylen mit neuen Vorlagen bestürmt, aber dennoch hört man nichts von sehr ergeben war und eine regelmäßige Beschäftigung nicht hatte, in der denkbar einfachsten Weise aus Calciumcarbid und Wasser einem Fortschritt. Boran liegt das? Erwägt der Magistrat am verdiente Geld nur durch Beitelaustragen resp. Bettelvertheilen. gewonnen wird, so liegt es auf der Hand, daß eine billige Ende gar die Nüglichkeit eines kommunalen Betriebs, wie ihn Ginen größeren Theil seiner Einnahmen verbrauchte er zum Acetylenbeleuchtung für einzelne Häuser und fleine die Sozialdemokraten wollen, oder will er nur der geliebten Genuß von Spirituosen. Infolge dessen kam es zwischen den Torfgemeinden, welche den Anschluß an eine elektrische Monopolgesellschaft nicht wehe thun, die jetzt mit dem Berliner beiden Gatten häufig zu Streitigkeiten, so auch gestern Abend. Bentrale oder an eine Gasanstalt nicht erhalten können, Publikum Schindluder spielt? Im Verlaufe derselben soll B. mit einem Messer auf seine Frau ganz besonderen Bedeutung ist. Uebrigens In der evangelischen Garnisonkirche in der Hafen losgegangen sein, welche einen schweren Schrubberstiel ergriff ift das Acetylenlicht von einer außerordentlichen Hellig. haide, so wird uns geschrieben, sind zur Zeit sechs und diesen auf den Kopf ihres Mannes niederfausen ließ; der feit, so daß es auch in den Großstädten ein gefährlicher Maler zu dem gegenwärtig tarifmäßigen Tagelohn von Geschlagene brach sofort zusammen. Wie ein hinzugerufener Konkurrent für das Zeuchtgas werden kann. Ein Mangel ist vier Mark mit Ausführung der Malerarbeiten beschäftigt. Arzt fonftatirte, hatte B. einen Schädelbruch erlitten, der seinen das außerordentlich starke Rußen der Flamme, was sich jedoch Außer diesen sechs Handwerkern führen noch zwei sofortigen Transport nach dem Krankenhause nothwendig machte; durch geeignete Brenner, durch welche für eine genügende LuftSoldaten vom 3. Garderegiment zu Fuß wacker den er verstarb jedoch schon auf dem Wege dorthin. Die Leiche zufuhr gesorgt wird, beseitigen läßt. So zeigen die Schülfe= Pinsel in der Kirche und zwar zu dem täglichen Lohn von drei wurde polizeilich beschlagnahmt und Frau B. in Haft genommen fchen Acetylenbrenner, welche in dem Vortrag über Mart. Von den dem Verdienst hat jeder der auf sechs Wochen beurlaubten Soldaten täglich einen Betrag Die Beerdigung der Opfer der Explosion in der Spener.oderne Gasbeleuchtung in der Urania von Herrn an die Regimentstaffe abzuliefern. Es heißt, daß ftraße foll, falls die Staatsanwaltschaft die Zeichen bis dahin Dr. Na& dem Publikum vorgeführt werden, ein glanzvolles der Malermeister Sutschmann, dem die Ausführung der freigegeben hat, am Donnerstag erfolgen. Auch von dem verunglückten Herrn Isaac wird berichtet, Arbeiten in dem Gotteshause" übertragen ist, nächsten 3 In der räthselhaften Schießaffäre des Rohlentrimmers daß er das Acetylengas für Beleuchtungszwecke benußte und die noch mehr Soldaten als Maler einstellen Johannes Bohlen im Eisenbahnzuge zwischen Hamburg und Berlin größten Erwartungen an sein Verfahren zur Nutzbarmachung werde. Man fragt sich vergebens, wie solches möglich sei zu hatten sich bekanntlich bei der eigenartigen Natur dieser in einem des Acetylens fnüpfte; thatsächlich soll seine Gasflamme vou einer Zeit, in der tausende Maler, von welchen der Staat fahrenden Eisenbahnzuge verübten That Zweifel über die zu- hervorragender Helligkeit gewesen sein. Ob die Explosion, welche ohne Widerrede seine Steuergrofchen verlangt, arbeits- ftändige Gerichtsbarkeit ergeben. Diese sind nun dahin entschieden dem Erfinder und feinen Mitarbeitern ein so plötzliches Ende los auf der Straße umherlaufen? Weiß die Militär- worden, daß die Angelegenheit in Altona zur Aburtheilung ge- bereitete, thatsächlich auf sein Verschulden und sträflichen Leichtverwaltung von dem mitgetheilten Stück sozialreforma langen wird. Da nicht mit Bestimmtheit festgestellt werden finn, indem er die gefährlichen, explosiven Eigenschaften des torischen Wirkens? founte, auf welchem Gebiet sich der Vorgang abgespielt hat, war Acetylens nicht kannte, zurückzuführen ist, wie in einigen Blättern Die Arbeiter auffdem Auhalter Güter- Bahnhof müssen die Anfäffigkeit Bohlens in Altona für die Entscheidung der Frage behauptet wird, oder ob die aus Wurzen gelieferten Apparate mangelzur Zeit häufig Ueberarbeit machen. Die tägliche Arbeitszeit maßgebend. Der Thäter ist auch bereits von Berlin nach Altona haft waren, wird sich wohl schwer entscheiden lassen. Doch sei dem, von 6 bis 6 Uhr wird mit 2 M. und 20 Pf. bezahlt; alljährlich gebracht worden. wie ihm wolle, so muß jedenfalls gefordert werden, daß die Hers giebt es bis zum Höchstbetrage von 2 m. 80 Pf. zehn Pfennig bäuden erfolgen darf, so daß jede Gefahr für andere, als die ftellung explosiver Stoffe, ebenso wie die Pulver- und Dynamit fabrikation, nur in völlig isolirt gelegenen Räumen und Gedamit Beschätigten, ausgeschlossen ist. In wie vielen chemischen Privatlaboratorien von mehr oder minder Berufenen mit mehr oder weniger Umsicht gearbeitet und das Leben der Anwohner gefährdet wird, entzieht sich jeder Kenntniß. Wir finden den Wunsch der„ National- Beitung"," baß die Anzeigepflicht für das Bulage pro Tag. Die bis nach 9 Uhr dauernden Ueberstunden 53 Jahre alte Steuererheber F. Schustereit in seiner Wohnung Erschoffen hat sich am Dienstag Morgen um 784 Uhr der werden nicht etwa, wie dies üblich sein sollte, höher, sondern Winterfeldtstr. 24. genau nach dem Tagesverdienst des Arbeiters mit 22 bis 28 Bf. Winterfeldtstr. 24. bezahlt. Nun würden die Arbeiter troh dieser jammervollen Im Alter von 102 Jahren ist in der vergangenen Nacht Entlohnung sich noch beruhigen, wenn nicht von ihnen verlangt an Altersschwäche Frau Charlotte Brehmer, geb. Klose, Kastanienwürde, daß sie die erste Ueberstunde von 6 bis 7 Uhr abends Allee 40 wohnhaft, gestorben. Sie war am 28. Februar 1794 völlig umsonst arbeiten, also gewissermaßen der Direktion lin Frankfurt a. D. geboren. einer von helles Licht. Bermiethen von Räumen für chemische Laboratorien gleichviel geführt, daß die Kenntniß der sozialpolitischen Gesetze, besonders Maschinen bestellen wollen. Er habe aber weder diesen noch welchen Umfangs eingeführt und daß bei der Polizei, welche des Gesetzes über die Gewerbegerichte, beim Publikum zu andere zum Verrath von Fabrikgeheimnissen bestimmen wollen, jezt ja wohl die Neigung verloren haben wird, genommen habe, theils infolge Belehrung der Parteien vor Ge- noch sei er unbefugt in die Fabrik eingedrungen, noch habe er sich ihre Lorbern auf politischem Gebiete zu richt, theils auch dank der Berichterstattung der Bei- fich als Reichstags- Abgeordneter aufgespielt. Das von der holen, eine Justanz geschaffen wird, die, ausgerüstet mit fizer( in Versammlungen) über ihre Thätigkeit und Mainzer Staatsanwaltschaft gegen Mohr eingeleitete Verfahren tüchtigem Wissen, zu beurtheilen vermag, was gestattet werden der Presse über stattgefundene Verhandlungen. 1895/96 ist nach einiger Zeit eingestellt worden. kann und was verboten werden muß," durchaus berechtigt. Wir( beziehungsweise 1894/95) gingen 11 794( 12 458) Klagen Nach vierstündiger Berhandlung wurde das Urtheil gefällt. glauben zwar, daß sich die Polizei nach wie vor auch auf ein, ungerechnet eine Anzahl unvollständiger oder Redakteur Deser wurde auf grund der§§ 185 und 186 des Strafpolitischem Gebiete, besonders gegen uns, mit dem ihr eigenthüm- nicht vors Gewerbegericht gehöriger, davon wurden 98 gesetzbuchs wegen öffentlicher Beleidigung zu 500 M. Geldstrafe oder lichen Geschick bethätigen wird; aber auch für die oben angedeutete( 82) noch vor dem ersten Termin erledigt, so daß 11 696( 12376) für je 10 M. einen Tag Gefängniß verurtheilt. Dem Privatkläger Thätigkeit sollte eine Behörde geschaffen werden, welche die Auf- Prozesse blieben. Hiervon wurden erledigt durch: Vergleich 5282 wurde die Publikationsbefugniß im politischen Theile der„ Frankgabe erfüllen könnte, überhaupt für eine umfassende Wohnungs-( 4845), Verzicht 3( 25), Zurücknahme 2447( 2195), Anerkenntniß- furter Beitung", der„ National- Beitung", der Wormser Zeitung" hygiene sorge zu tragen. Doch ist das letzte wohl nur ein frommer urtheile 70( 110), Versäumnißurtheile 1211( 1669), andere End- und den„ Altonaer Nachrichten" zuerkannt. Ferner werden die Wunsch, den der Klassenstaat taum jemals erfüllen wird. urtheile 2259( 3042), und zwar mit Beweis 1408( 2042), ohne noch vorhandenen Exemplare der betreffenden Nummern der Künstlers Erdenwallen. In kümmerlichem Elend ist der Beweis 851( 1000); unerledigt blieben 429( 490). Von den Frankfurter Zeitung" und die Platten vernichtet. In der Urauch in Berlin bekannte Heldendarsteller Emil v. d. Often acht Kammern waren betheiligt zum Beispiel I. Schneiderei, theils begründung wird ausgeführt, dem Beklagten sei der vergangene Woche in Dresden gestorben. 2684( 2870); III. Baugewerbe ( 2141); Schutz des§ 193 nicht zuzubilligen; derselbe habe sich einer Ursprünglich der schwedischen Marine angehörig, machte er VI. Nahrung, Beherbergung, Erquickung 1924( 1932); VII. Sandel, groben Fahrlässigkeit schuldig gemacht, indem er sich auf die noch in ganz jungen Jahren lange Seefahrten und erlitt, wie Berkehr 1357( 1341) Prozesse. Am stärksten war der Rückgang Informationen eines Konkurrenten geftüßt. Das Gericht steht es die Nat.- 3tg." meldet, im Jahre 1870 mit der" Freya" den in der Baukammer, 12/2 pCt., wobei noch zu beachten ist, daß nicht als erwiesen an, daß sich der Kläger einen Verstoß zu verhängnißvollen Schiffbruch, bei dem er zu den wenigen Geretteten hier schon von 1893/94 zu 94/95 ein Rückgang um 18/4 pCt. Schulden kommen ließ. gehörte. Nach Amerika sich wendend, entdeckte er im Umgang mit stattgefunden hatte. Der Streitgegenstand war besonders: rückAus Köln wird berichtet: In dem Prozesse gegen die deutschen Künstlern sein schauspielerisches Talent, sodaß sein erstes ständiger Lohn in 6816 Prozessen( im Vorjahr- Bericht fehlt hier Brüder Karl und Heinrich Kaulmann, welche angeklagt waren, eine Angabe), Entschädigung wegen Entlassung vor Ablauf des Auftreten in Philadelphia und sein Engagement in San Francisco Vertrags und ohne Kündigung in 4512 Prozessen( Angabe für am 18. Juli d. I. den Lithographen Hermann Elias ermordet " von gutem Erfolge begleitet war. Dem Sterne Fanny Janauschets folgend, trat er zur englischen Bühne über und war in kaum Jahresfrist fähig, Hamlet, Othello, Narziß und andere große Rollen dem amerikanischen Publikum in dessen Sprache vorzuführen. Trok großer fünstlerischer und materieller Erfolge zog es ihn jedoch nach Deutschland und hier bedeutete, nach seinen Engagements in Breslau, Hannover und am Stadttheater in Hamburg, feine mehrjährige Mitgliedschaft am Dresdner Hof theater( als Nachfolger Dettmer's) den Höhepunkt seiner Künstlerschaft und seiner Erfolge. Doch ein eigener, unruhiger Geiſt trieb ihn, vielfach zu gastiren, sogar in schwedischer Sprache in Stockholm, so daß seine Beziehungen zu Dresden, wo er sehr beliebt war, sich bald lockerten. Seine vielfachen Gastfahrten führten ihn mehrfach nach Berlin, wo er an verschiedenen Bühnen gaftirte. Später reiste er an der Spitze kleiner Gesellschaften in Mitteldeutschland herum, wo er mehr und mehr ins Elend gerieth. Drei Einafter von Paul Heyse, Der Stegreiftrunt", Schwester Lotte" und" Auf den Dächern" sind am Montag bei der ersten Aufführung im Hoftheater au Dresden sehr lau aufgenommen worden. Hartleben's Schauspiel Ein Ehrenwort". Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen" von Richard Wagner mit dem Weingartner dirigirt. Anfang 8 Uhr. Näherei 1871 Vorjahr fehlt), Arbeitszeugniß in 239( 179), Krankenversiche haben, wurde am Dienstag nach sechstägiger Verhandlung vor versucht zu rungs- Beitrag zc. in 14( 20), Auflösung oder Fortsetzung des dem Schwurgericht das Urtheil gesprochen. Heinrich Kaufmann Lehrverhältnisses in 64( 76) Prozessen zc. Die Klagesumme war: war außerdem des Meineides beschuldigt. Das Urtheil lautete unter 20 Mart in 5484( 5322) Prozeffen, 20-50 in 4216( 4546), für Karl Raulmann auf 15 Jahre Zuchthaus wegen Tödtung 50-100 in 1452( 1751), über 100 M.( berufungsfähige Objekte) bes Glias und für Heinrich Kaulmann auf 8 Jahre Zuchthaus nur in 466( 579) Prozessen. Auffällig ist der starte Rückgang wegen Meineides und versuchten Münzverbrechens. Beiden Verder Prozesse um höhere Objekte und demgegenüber die Zunahme bei geringeren Objetten. Das geringste Objekt war diesmal 5 Bf. urtheilten wurden außerdem noch 10 Jahre Ehrverlust zuerkannt. ( Vorjahr: 50 Pf.), das höchste 2296( beziv. 2450) Mark. Berufungen wurden nur 41( 71) eingelegt. Aus der Abnahme der Berufungen folgert der Bericht, daß das Zutrauen zum Gewerbegericht in hohem Grade zugenommen habe. Bon den Klagen wurden 11408( 12 160) von Arbeitnehmern, darunter 2498( 2701) von weiblichen, und nur 886( 216) von Arbeit nehmern angeftrengt. die Arbeitnehmer in 821/2( 72) pet., die Arbeitgeber in 49( 70) pet. Wo es zum Urtheil tam, wurden abgewiesen. Aus dieser Thatsache", sagt der Bericht, ist klar ersichtlich, daß die mitunter gehörte Ansicht, beim Gewerbegericht bekommen die Arbeiter mehr Recht wie die Arbeitgeber, eine durch und durch irrige ist." Ueber das Gewerbegericht als Einigungsamt ist bereits( in Nr. 289) berichtet worden. Hinsichtlich des dritten Zweiges der dem Gewerbegericht zu gewiesenen Aufgaben, der Abgabe von Gutachten über gewerb liche Fragen, ist namentlich die Stellungnahme gegen den Bauschwindel erwähnenswerth. " Gerichts- Beitung. worden im von Gegen den Gendarm Hübener hatte der Bergmann Göbel beim Zivilgericht einen Schadensersatzanspruch geltend gemacht, weil ihm derselbe derart mit dem Revolver auf den Kopf geschlagen hatte, daß ein Schädelbruch und eine Gehirnerschütterung eintraten. Göbel war demzufolge längere Zeit frant und erwerbsunfähig. Er beanspruchte 330 M. von Hübener. Die hob zu feinen gunsten den Konflikt, indem sie betonte, er habe in Regierung in Münster nahm sich ihres Untergebenen an und er= Ausübung seiner Amtsbefugnisse gehandelt. Mit dem Konflikt beschäftigte sich der I. Senat des Ober Verwaltungsgericht es in seiner letzten Sizung. Wie die Verhandlung ergab, hat bereits gegen Göbel ein Strafprozeß wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt geschwebt, Göbel und zwei Mitder Berufungsinstanz freiDie Gustav Freytag- Bibliothek, welche der Besitzer der angeflagte sind jedoch in " Frankfurter Zeitung", Herr Leopold Sonnemann, erworben gesprochen worden. Die Regierung führte zur Begründung und der Frankfurter Stadtbibliothek zum Geschenk gemacht hat, des Konflikts aus, Hübener habe nur zur Nothwehr den besteht neben 1060 kulturhistorischen Werken mehr modernen Revolver benutzt, und darin, daß er ihn und nicht den Säbel Charakters vornehmlich aus der eigentlichen Sammlung kulturnahm, liege sogar eine gewisse Mäßigung. Der Senat erklärte historischer Schriften vom 15. Jahrhundert an, welche 6305 aber den Konflikt für nicht begründet und entschied, daß Nummern, nämlich 5858 Schriften und 447 Kunstblätter umfaßt. dem Zivilprozeß sein Fortgang zu lassen sei. Es sei nicht erDiese Sammlung von Schriften zur deutschen Kulturgeschichte Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte gestern wiesen, daß H. seine Amtsbefugnisse nicht überschritten habe. leitet Gustav Freytag in seinen Erinnerungen mit folgenden Worten die II. Straffammer des Landgerichts I eine Anflage wegen BeZum Falle Berchthold wird uns aus München berichtet: ein:„ Das Behagen an irdischer Existenz bethätigt sich in dem An- leidigung gegen den praktischen Arzt Dr. Blum. Es handelte sich Der Bertheidiger des wegen dreifachen Raubmords zum Tode sammeln von allerlei Dingen, welche lieb und begehrenswerth um die von einem Dienstmädchen des Angeklagten erhobene verurtheilten Maurers Joh. Berchthold, dessen Revision dieser erscheinen; der Zufall, die Mode leiten die Phantasie; ist erst Beschuldigung, daß sie von ihrem Dienstherrn im Schlafe Tage vom Reichsgerichte verworfen wurde, hat nunmehr die ein kleiner Besitz gewonnen, so wird der Wunsch, ihn zu ver gemißbraucht sei. Der Angeklagte, ein Vater im Stube, mit ihm schon einen Tag nach eintrag, nachdem sich bei größern, stärker, zuletzt wohl gar eine Leidenschaft. Der Trieb von vier Kindern, bestritt mit Entschiedenheit diese schwere Be- Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt, nachdem sich bei regt sich früh im Rinde, er dauert bis ins höchste Lebensalter, schuldigung und Rechtsanwalt Dr. Mendel führte eine An- ihm schon einen Tag nach Berkündigung des schwurgerichtlichen Urtheils eine neue Beugin gemeldet hat, welche er wechselt nach Zeit, Mode, Bildung, und wer eine Geschichte zahl von Entlastungszeugen ins Feld, die die Hauptbelastungsben Berchthold am 14. Februar zwischen 1/211 und des Sammelns schreiben wollte, von den Schaghäusern germani- eugin als ein verlogenes und unglaubwürdiges Mädchen 11 Uhr in Schwabing gesehen hat. Die Aussagen dieser Alibischer Könige herab über die Handschriften des Mittelalters, die schilderten. Der Vertheidiger beantragte ferner die Ueberweisung Beugin werden noch durch zwei weitere Zeugen unterstützt. Münzen, Bilder und Statuen der Renaissance, die Kunst- der Strafsache an das Schwurgericht, da nach der Schilderung Durch die beantragte Wiederaufnahme des Verfahrens wird die tammern, geschnittenen Kirschkerne und das Porzellan des des Mädchens Nothzucht vorliegen würde. Das Gericht lehnte 17. Jahrhunderts, die Tulpenzwiebeln und Conchylien der diesen Antrag ab und verurtheilte den Dr. B. auf grund der Bollstreckung des Urtheils zwar nicht gehemmt, doch kann das Gericht nach§ 400 der R.-St.-P.-O. einen Aufschub derselben Holländer, bis zu den zahllosen Gegenständen des modernen Aussage des Mädchens zu einem Monat Gefängniß. anordnen, was in diesem Falle wohl auch geschehen wird. Sammeleifers, der könnte manches Traurige und vieles Heitere Prügelpädagogik. Zu einer Strafe von sage und schreibe Ein Duellprozeß bat sich am Sonnabend in München abe aus dem Gemüthsleben der Menschheit zur Anschauung bringen." pier Mart war am 6. Oktober d. J. vom Landgericht gespielt. Der Fabrikant und Reserve Offizier Iribed, am 2. Juli den Studenten Rosenblum Neste altgriechischer Tonkunft sind dieser Tage unter Deffau der Schulamtskandidat Leopold Franke ver- ber urtheilt worden, weil er einen Knaben und ein Mädchen in Due II erschoß, ist, wie wir bereits mittheilten, Leitung des Professors Oskar Fleischer in der Aula der Universität seiner Schule überaus empfindlich geprügelt hatte. Die Revision, dem Schwurgericht zu zwei Jahren Festung vers von Studirenden vorgetragen worden. Die nicht allzugroße Zu hörerschaft war ergriffen von der Schönheit der Musit. Es soll welche dieser Pädagoge gegen das Urtheil eingelegt hatte, wurde urtheilt worden. Rosenblum hatte Julbeck gefordert, weil dieser ihn in einem Lokal fixirt und über sein Aussehen gelacht zu hoffen sein, daß eine öffentliche Wiederholung erfolgt. vom Reichsgericht verworfen. hatte. In dem Plaidoyer wendete sich der Staatsanwalt in scharfer Das Schiller- Theater bringt heute eine Wiederholung von Otto Erich Unter den etwa 400 Beleidigungsprozeffen, die Herr Mohr in die Physiognomie eines anderen luftig machen, Ausdrücke wie Margarine Mohr gegen die Frankfurter Zeitung" Weise gegen Fribed. Ein gebildeter Mann dürfe sich nicht über Im Opernhause beginnt heute der zweite Byflus der Aufführung des Bahrenfeld gegen deutsche Zeitungen angestrengt hat, dürfte der Lausbub, Saujud u. f. w gebrauchen. Wenn man Reserves erften Abend„ Das Rheingold". Wodan Sr Beh, Donner Hr. Hermann Prozeß gegen die" Frankfurter Zeitung", der gestern vor dem lieutenant sei, dürfe man nicht ein Duell damit Bachmann, Froh Sr. Philipp, Loge Sr. Heinrich Bogl, Alberich Sr. Friz Schöffengericht in Frankfurt a. M. zur Verhandlung kam, entschuldigen, daß man ohne Duell die Uniform Friedrichs, Mime Sr. Stebau, Fasolt Hr. Krasa, Fafner Hr. Modlinger, insoweit ein besonderes Interesse beanspruchen, als das genannte ausziehen müsse. Der arme Rosenblum, fuhr der StaatsFrida Frau Göße, Freia Frl. Hiedler, Erda Frau Ernestine Heint, oglinde Blatt fich in der Lage erklärte, den Beweis der Wahrheit für anwalt fort, thut mir in der Seele weh. Er mußte sich wegen Frau Herzog, Welgunde Frl. Rothauser, Floßhilde Fel. Deppe. Kapellmeister die im Wormser Polizeibericht gebrachten Mittheilungen führen seiner Physiognomie so oft auf den Kopf schlagen und sich zu können. Aus diesem Grunde sind die meisten gegen andere schließlich niederschießen lassen. Es ist eine durchaus traurige Blätter schwebenden Prozesse vertagt worden und ihr Erscheinung, daß gebildete Leute ihn wegen seines Aeußeren Ausgang dürfte wesentlich von dem Urtheil des Frank verspotteten. Das Gewissen müsse dem Angeklagten fagen, In freien Stunden. Eine Wochenschrift. Romane furter Schöffengerichts abhängig sein. Der am 8. August daß er dem Rosenblum bitteres Unrecht gethan. Er hätte hingehen er dem und Erzählungen für das arbeitende Volt. dieses Jahres herausgegebene Wormser Polizeibericht lautete: und ihn um Verzeihung bitten müssen, aber nicht niederVerlag: Buchhandlung Vorwärts, Berlin. In Heften à 10 Bf. Am verfloffenen Sonnabend wurde auf Antrag eines Fabri- schießen dürfen. Der Vertheidiger sucht die alleinige Schuld an Ebenso alt wie berechtigt ist die Klage der Arbeiter und kanten aus der Nähe hiesiger Stadt ein Fabrikant aus Altona dem Duell auf Rosenblum zu schieben und verlangt Freisprechung. Arbeiterinnen, daß für ihr Unterhaltungsbedürfniß in feiner angehalten, der es unternommen hatte, den Werkmeister Der Staatsanwalt tritt dem Freispruchantrag des Vertheidigers Weise gesorgt ist. Die guten Romane und Erzählungen des ersten Fabrikanten durch Versprechungen zu bestimmen, sehr scharf entgegen und sagt, wohin solle es führen, wenn der find ihnen wegen ſchon dies ist nicht der einzige Grund, Zwecke gänzlich ihm Einrichtungen und Fabrikations Geheimnisse zum Gerichtshof solche Vorgänge ungefühnt ließe. Die Brutalität unzugänglich; aber des Wettbewerbes mitzutheilen. Der betreffende unter der gebildeten jüngeren Generation warum unser Proletariat in Unkenntniß der Schäße der Fabrikant beabsichtigt eine Konkurrenzfabrik neu zu gründen greife ohne dies immer mehr um sich! Soll man Weltliteratur sein Leben verbringt. Ununterbrochen wird den und war jedenfalls zu dem Zwecke hierher gereist, Arbeitern das elendeſte Beug in Gestalt von theuren, aber gegen um bei einem Angestellten der hiesigen Fabrit die Ge- nicht mehr ohne Gefahr auf die Straße in eine Restauration gehen können, ohne insultirt zu werden? Die Geschworenen fleine Zahlungen zu beziehenden Kolportageromanen angeboten, heimnisse über die Fabrikationsart und Einrichtungen gegen fprechen Zilbeck nach dreistündiger Berathung schuldig. Der während niemand ihnen die guten und nüglichen Werke zugäng Bezahlung erspähen. Der Werkmeister war jedoch Gerichtshof sprach hierauf eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren lich macht. So hat sich mit der Zeit gerade unter den besten, schlau genug, nicht auf den Leim zu gehen. Er machte seinen Festung aus. Der Staatsanwalt hatte drei Jahre beantragt. aufgeklärtesten und bildungsdurstigen Arbeitern ein Widerwille Prinzipalen sofort Mittheilung. Der Unbekannte wurde angegen alles entwickelt, was Roman heißt verächtlich gehalten, als er eben mit dem Abendzuge nach Mainz abdampfen sprechen sie von der erzählenden Literatur, die tange nichts für wollte. Er spielte sich als Reichstags- Abgeordneter auf. Bei ernste Leute, sie betheuern mit einem gewissen Stolze, daß sie nie Feststellung der Personalien ergab sich, daß der Unbekannte der Romane lesen. So erklärlich diese im wesentlichen blos auf der preußische Landtags.Abgeordnete Mohr, Inhaber Kenntniß der schlechtesten Romanliteratur beruhenden Urtheile der Firma A. 2. Mohr aus Altona- Bahrenfeld war. Der Straf find, so unberechtigt sind sie trotzdem. Reiche Schäße, leider noch antrag ist gestellt, die Staatsanwaltschaft zu Mainz bat nicht gehoben, stecken in der Romanliteratur; sie den Arbeitern das Verfahren bereits eingeleitet. Es ist das der erste zugänglich zu machen ist ein Verdienst, das der Au- Fall eines Vergehens gegen das am 1. Juli d. J. in kraft ge= erkennung werth ist. Deshalb begrüßen wir es mit tretene Gesetz zur Bekämpfung des unlauteren Wett Genugthnung, daß die Buchhandlung Vorwärts durch die bewerbs." Diesen Polizeibericht druckte die Frankfurter Herausgabe der neuen Wochenschrift In freien Stunden" den Zeitung" ab und fügte hinzu:" Wir können hinzufügen, daß folger Fürth u. Pollack in Prag sind Lohndifferenzen Achtung, Vergolder! Bei der Firma Werfel, NachArbeitern werthvolle Romane und Erzählungen zugänglich zu dieser Unbekannte" sich in den Betrieb eingeschlichen hat troß ausgebrochen. Die dort beschäftigten Kollegen werden in den machen sucht. In wöchentlichen Heften zum Preise von 10 Pf. des affichirten Verbotes des Eintritts für Unbefugte. Das ge nächsten Tagen Prag verlassen. Es wird vermuthet, daß der wird genug Lesestoff für die farge Mußezeit der Arbeiter und schab in der Mittagsstunde, wo die Entdeckung durch Betriebs: Werkführer dieser Firma, ein gewisser Paulus, sich nach Arbeiterinnen geliefert. Die in Aussicht genommenen Werke beamte nicht zu befürchten und die Anknüpfung mit Arbeitern dürften das Vorurtheil der Arbeiter gegen die Romanliteratur leichter schien. Der Unbekannte war Herr A. 2. Mohr aus Berlin wendet, um für die abreisenden Kollegen Ersatz zu be Die Zeitschrift beginnt mit dem ausgezeichneten, Altona. Also ein preußischer Gesetzgeber, eine politische Persönlich wird daher ersucht, Zuzug nach Prag streng fernzuhalten! Der chaffen und diese dann auch im Lohne herunterzudrücken. Es zerstören. überaus spannenden Romane Bittor Hugo's" Siebzehnhundert feit und Anhänger einer Partei, die am lautesten nach dem dreiundneunzig", in dem ein farbenprächtiges Bild aus der Ge- Gesetz geschrieen hat, einer der ersten Uebertreter des Gefeßes Hauptvorstand des Verbandes der Vergolder. J. A.: Franz schichte der französischen Revolution entrollt wird. Zahlreiche und in einem Falle, der nach dem Wormser Polizeibericht Nary. Borsigender, Berlin, Oppelnerjir. 43. Illustrationen werden beigegeben. An Viktor Hugo's Meister- an Unlauterkeit kaum etwas zu wünschen übrig läßt. Herr Achtung, Metallarbeiter! In der Schilderfabrik werk wird sich Michel Gaismeyer", eine treffliche Schilde. Mohr ist der erste, er wird nicht der einzige bleiben." Dieser von Johannsen in Oranienburg, Berlinerstr. 28, haben rung des Bauerntrieges in Romanform von J. v. Wildenrath Artikel wurde von mehr denn 400 deutschen Zeitungen aller sämmtliche Arbeiter wegen der Wiedereinstellung eines mißliebigen anschließen. Ferner ift eine Sammlung der trefflichen Parteirichtungen abgedruckt. Mohr fandte der Frankfurter Werkmeiners die Arbeit eingestellt. Die Ortsverwaltung Berlin Arbeiternovellen von Robert Schweichel in Aussicht genommen Beitung" fofort eine Berichtigung, in welcher er sowohl alle des deutschen Metallarbeiter Verbandes. Wenn das Unternehmen dauernd auf der Höhe bleibt, welche in dem Polizeibericht, als auch alle von dem Wormser Kor- Bedeutende Erfolge haben die Dresdner Metalldurch die für den Anfang in Aussicht genommenen Werke ge- respondenten der Frankfurter Beitung" gemachten Behauptungen arbeiter mit einer vor wenigen Wochen inszenirten Lohn fennzeichnet ist, dann kann Herausgeber und Lesern zu dem als unwahr bezeichnete. Er gab zu, die Absicht gehabt zu bewegung errungen. Nachdem sie die Mißstände auf den Werften neuen Unternehmen unserer Parteibuchhandlung nur Glück ge- haben, neben seiner Margarinefabrit eine Kaffee- Effenzfabrit der Elbedampfer in der Preffe und in großen Versammlungen wünscht werden. in Bahrenfeld bei Altona zu gründen.( Diese Fabrik foll zur Sprache gebracht hatten, wurde theils durch Eingreifen auch inzwischen von Mohr gegründet worden sein.) Da ihm der Behörden, theils durch die Unternehmer selbst Abbekannt war, daß in Herchheim bei Worms eine sehr große hilfe geschafft; die Arbeitszeit ist verkürzt und die Löhne Kaffee- Effenzfabrit von Pfeiffer u. Diller bestehe, so babe er in sind erhöht worden. Ja man ging weiter. Bisher find alljährlich Wormser Blättern einen Vorarbeiter, der die Branche kennt, in den Monaten Oktober und November, als den für den Schiff durch Inserat gesucht und habe bei dem Schlossermeister Hahn bau ungünstigen, bei der Gesellschaft Desterreichischer Nordwest" in Horchheim, der selbständig mit mehreren Gesellen arbeitet, viele Arbeiter entlaffen worden, dies" Jahr hat man sie auch in Literarisches. Soziale Rechtspflege. Beim Gewerbegericht zu Berlin ist seit 1895/96 die Zahl der Prozesse wieder etwas gegen bas Borjahr heruntergegangen. Im Verwaltungsbericht wird das darauf zurück = " Gewerkschaftliches. Zuzug von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegungen aufs ift während der Dauer der dortigen Lohnbewegungen aufs strengste fernzuhalten! Gelder find zu senden an das Berliner Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16.) ber, faulen Zeit" behalten, wenn sie auch nicht immer Be schäftigung hatten. In " " Eines Versammlungen. bet der Ausfahrt eines Güterzuges zehn im Zuge laufende Wagen. Beide Hauptgeleise wurden dadurch gesperrt. Personen sind nicht Nun gingen unsere Genossen in Dresden an eine lebhafte Eine öffentliche Musikerversammlung, die von über verlegt, die Betriebsmittel dagegen theilweise erheblich beschädigt Agitation unter den Arbeitern in den königl. Artillerie 1000 Personen besucht war, tagte Dienstag Mittag im Feenpalast, worden. Der Personenverkehr wurde zunächst durch Umsteigen werkstätten; hier griff die Behörde ein gegen die Arbeiter. um analog der Gastwirths- Versammlung gegen die Polizeiverord- aufrecht erhalten; die Sperrung der Geleise wird nur kurze Zeit Man löste Versammlungen auf vergebens, die Arbeiter ver- nung vom 10. Oktober d. J., die Heilighaltung des Sonntags dauern. sammelten sich doch. Man stellte die Leiter der Bewegung unter An- betreffend zu protestiren. Das einleitende Referat erstattete Hoch, tlage, weil sie sich gegen das Vereinsgesetz vergangen haben sollten der die schweren wirthschaftlichen Nachtheile, die die Verordnung und Von hoher See liegen auch heute eine Reihe Unglücksvergebens, die Anklagen mußten schon in der Voruntersuchung als besonders der§ 12 für die Musiker haben würde, darlegte. botschaften vor: Der Dampfer Janis" der Hamburger haltlos fallen gelassen werden. Die Zustände wurden doch kritisirt und Die Summe des Ausfalls betrage etwa 60-100 m. jährlich; Kosmoslinie, von Antwerpen nach Chile unterwegs, hat auf einige Artikel in der Arbeiter- 3tg." erregten allgemeines Staunen. Das mache bei einem Jahreseinkommen von durchschnittlich hoher See einen heftigen Sturm auszufämpfen gehabt. Die Folge dieses Unternehmens war, daß kürzlich allen 600 m. den 6.- 10. Theil des gesammten Einkommens aus, sodaß der Rettungsboote wurde fortgeriffen und alles übrige, was sich achthundert Arbeitern die Stundenlohnfäße die Musiker noch mehr der Verelendung ausgesetzt sein würden auf Deck befand, von den Wellen weggespült. Von allen franzirka um zehn Prozent erhöht wurden. Auch als bisher. Deshalb müßten die Musiker sich aufraffen und durch zösischen Hafenplätzen laufen fortwährend Meldungen über Undie Attordpreise, gegen die sich die Kritit energische Schritte den Schlag abzuwehren versuchen. Zunächst glücksfälle ein. Von Havre wird telegraphirt, daß der Dampfer besonders richtete, wurden erhöht. folle dies durch eine Petition an den Minister des Innern" Fauvette" an die Rüfte geschleudert sei, wobei mehrere Mann Jetzt ist man daran, Besserung der Zustände in einer der erreicht werden. Ein anderer Weg sei, aus der Landeskirche der Besagung ertrunken feien. Die Insel Sein steht bis zur größten Nähmaschinenfabriken Deutschlands, der von auszutreten und ein dritter Weg die Politik, insofern, Hälfte unter Waffer. In der Nähe von Douarnenez scheiterte Clemens Miller in Dresden- Neustadt, zu schaffen. Dort als man bei Reichstagswahlen nur den Männern seine der Dampfer Coventry" und ging mit 20 Mann Besagung wird über das Auftreten der Werkführer geflagt, ferner besteht Stimme gebe, die wirklich für die die Interessen der unter. Auch vom Mittelmeer wird heftiger Sturm gemeldet, dort der Brauch, daß die Arbeiter Kaution stellen müssen( oft 50 Musiker eingetreten seien. An der Hand eines Reichstags. in welchem ein noch unbekannter Dreimaster unterging. bis 70 M.); weiter bedarf das Lehrlingswesen einer Regelung berichts zeigt der Referent, daß dies nur die sozialdemokratischen ( es werden zweihundert Lehrlinge beschäftigt, die vier Jahre Abgeordneten gethan hätten, während die übrigen Parteien mehr innerhalb sechs Jahren das dritte große Schiff. Am 31. Januar Mit dem ,, Salier" verliert der Norddeutsche Lloyd" lernen müssen). oder weniger für die Militärmusiker eingetreten seien. Zum 1891 strandete der 4510 t große Schnelldampfer„ Eider" an der In Hanau streiken die Diamantschleifer fast sämmt- Schluß verliest der Referent die beabsichtigte Petition. der Diskussion, Südküste Englands, rettete aber Passagiere und Post. Vier Jahre die sich zeitweise zu einem recht leb: licher Betriebe, an Zahl über 200 Mann, wovon 177 organisirt haften Kampf zwischen den darauf, in der Nacht zum 30. Januar v. J., wurde das Schwesterbeiden Berliner Musiker find. Ursache des Streits ist der von den Unternehmern einseitig organisationen, dem parteilosen Berliner Musikerverein schiff der„ Eider", die„ Elbe", im Englischen Kanal vom engaufgestellte neue Tarif, der nach Angabe der Arbeiter eine Lohn- und der sozialdemokratischen Freien Bereinigung" gestaltete, lischen Kohlendampfer„ Crathie" gerammt und ſank, wobei über reduktion von 35-40 pet. bedeutet. Der Durchschnittslohn der nahm zunächst Herr Worch das Wort. Er hält nicht viel von beträgt der Verlust des" Lloyd" durch See- Unfälle neun Schiffe 300 Menschen umkamen; dann jetzt der„ Salier". Seit 1870 Diamantschleifer betrug bisher ohnehin nur 20 M. Die Unter der Petition und bemängelt besonders die darin enthaltene nehmer gaben in einer Denkschrift an die Handelskammer an, daß die Anspielung auf die Sozialdemokratie, sowie den Austritt aus außer den genannten, nämlich 1870 Dampfer„ Union" an der Küste Reduktion nur 10 pGt. betrüge, und daß sie diese vornehmen der Landeskirche. Er empfiehlt eine von ihm vorgeschlagene diep;- 1875 ber Dampfer Deutschland" auf der Themse; von Schottland;- 1873 Dampfer König Wilhelm zu Nieuwe müßten, um mit Amsterdam und Antwerpen konkurrenzfähig zu Resolution. Gustav Vogel will zwar die Petition, be bleiben. Eine Boltsversammlung billigte den Streit und sicherte anstandet aber die Einleitung, in der von, Zivil"-Berufsmusikern die 1879 Condor" in der Ostsee, übersegelt von einer norwegischen den Arbeitern Unterstügung zu, rieth ihnen aber, das Gewerbe Rede sei. Der Präsident des deutschen Musikerverbandes, Ernst und 1885 Reichs- Postdampfer Oder", welcher bei„ Socotara" Bart: 1880 Sansa", die bei Terschelling auf Grund gerieth, gericht als Einigungsamt anzurufen. Aus Frankreich und Holland Vogel, empfiehlt die Petition, aber ohne politische Anspielungen. strandete.- Zu derselben Zeit hat die Hamburg- Amerifa- Linie ist den Diamantschleifern Unterstügung zugesichert. Nach einer längeren Debatte weist hoch in seinem Schluß: den Verlust von sechs großen Dampfern zu beklagen, nämlich: Aus Falkenan a. d. Eger wird der„ Voigtländischen Volksworte die Angriffe auf die Sozialdemokratie zurück und empfiehlt 1875 strandete„ Schiller", und 324 Menschen kamen um;- 1876 zeitung" mitgetheilt: Vor einigen Wochen wurde von den Bei der Abstimmung wird mit großer Majorität beschlossen, das die Annahme der Petiton in der von ihm verlesenen Fassung. strandete Goethe", und vier Personen ertranken; 1877 Bergarbeiter Organisationen des Falkenau strandete" Saxonia";- 1882 Herder". Im Jahre 1882 verGraslizer Distriktes eine Bewegung zu gunsten des Wort„ Zivil- Berufsmusiker" stehen zu laffen. Bezüglich des auf schwand im September- Oktober" die„ Lothringia" bei Rap Horn zehnstündigen Arbeitstages eingeleitet. Diesem immer die Sozialdemokratie hinweisenden Paffus wird gegenüber mit 140 Menschen;- 1893 tollibirte die„ Cimbria", und gebieterischer auftretenden Verlangen haben die Unternehmer soll die Absendung der Petition in einer starken Minorität die Streichung beschlossen und 350 Menschen ertranten. bereits insoweit Rechnung getragen, als sie durch Zirkulare erfolgen. Ferner wird die folgende Resolution angenommen: nächster Zeit er: flären, auf grund gegenseitigen Uebereinkommens den Zehn Die heute am 15. Dezember im Feenpalast tagende, von zirka die Aus London wird einem hiesigen Blatte gemeldet: Während stundentag im Bergbau vom April 1897 ab freiwillig ein- 1000 Mufifern besuchte öffentliche Versammlung erhebt Protest Orientlinie von 5552 Tonnen, in den Tilbury Docks in der Orotava", ein großer Ocean Passagierdampfer der führen zu wollen. gegen die am 1. November d. J. in fraft getretene Polizei- Ber Themse für eine Fahrt nach Australien Kohlen lud, neigte Der amerikanische Orden der Knights of Labor( der ordnung vom 10. Oftober, soweit diefelbe unseren Beruf betrifft, fie fich plöglich auf die Seite und füllte sich rapid Ritter der Arbeit) ist in beständigem Rückgange begriffen. 1894 und beschließt, teine gefeßlichen Schritte unversucht zu lassen, bis unter Deck mit Wasser. 300 Mann, die sich auf betrugen die Einnahmen rund 36 000 Dollar( Kopfsteuer 14 650, um die Verordnung wieder aufzuheben. Die Versamm: Deck befanden, konnten sich mühsam retten. Fünf Mann, die Journal und Druckerei 9208, Verschiedenes 12 196), 1895 waren lung erklärt sich mit der Petition an den Minister des im Laderaum beschäftigt waren, werden vermißt und sind fte auf 27 000 gefunken( Kopfsteuer 11 685, Journal und Innern voll und ganz einverstanden. Da unsere Berufsintereffen jedenfalls ertrunken. In den Docks spielten sich aufregende Druckerei 6787, Verschiedenes 8618). Die Ausgaben dagegen be- und unsere Existenz durch die neue Polizeiverordnung in schwerer Szenen ab. Die Arbeiten behufs Hebung des versunkenen trugen im ersteren Jahre ca. 47 000, im legteren 45 700 Dollar, Weise geschädigt werden, ersucht die heutige Versammlung dringend Dampfers haben begonnen. Die Ursache des Unfalles ist unsodaß also Defizits von 10 900 refp. 18 700 Dollars zu ver- die betreffenden Behörden, die neue Polizeiverordnung, besonders bekannt. zeichnen sind. Der Orden arbeitet beständig mit Unterbilanz, den§ 12, in kürzester Zeit wieder aufzuheben. seine diesjährige Generalversammlung ist möglicherweise die lette. Sie wird in Rochester im Staate New York abgehalten. Achtung! = Vermischtes. Bugentgleisung. Amtlich wird bekannt gemacht: Montag Nachmittag 6 Uhr 20 Minuten entgleisten auf Bahnhof Bernau Maurer. Achtung! Donnerstag, den 17. Dezember, abends 8 Uhr, im Lonisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstraße 37: " # Wetter- Prognose für Mittwoch, den 16. Dezember 1896. Ziemlich trübe und nebelig mit Niederschlägen und mäßigen nordöstlichen Winden; Temperatur wenig verändert. Berliner Wetterbureau. Den Freunden u. Genossen empfehle Den Genossen von Stralau und ich meine Weihnachtsbäume. Stand: Rummelsburg zur Nachricht, daß unser Schillerstr. 21 und 27. Genosse 8/13 A. Fischöter, Rummelsburg. 132/11 Brockhaus', Meyer's Große öffentliche Versammlung der Berliner Maurer. 3. Gewerkschaftliches. Zages Ordnung: • Lexikon, Brehm's Thierleben, Bücher und Bibliotheken jeder Wissenschaft beleiht und kauft Antiquariat Kochstr. 56. Waldvögel: Dompfaffen, Staare, Papageien, Kanarienroller, Vogelbauer, große Auswahl billigst 1. Der Streit der Hamburger Hafenarbeiter. Referent Reichstags- Abgeordneter Förster. 2. Diskussion. Singlerchen, Tigerfinten, sprechende Kollegen, die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Berliner Maurer. Die Lohnkommission der Berliner Maurer. Deutscher Holzarbeiter- Verband Sentral- antennerbefe ( Zahlstelle Berlin). Heute, Mittwoch, abends 84. Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 20/21: der Tischler 2. Oertliche Verwaltung Berlin D. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß das Mitglied Fritz Wilke am 14. d. Möbel Schuelle, Jnvalidenstr. 7. u. Polsterwaaren eigener Fabrik empfiehlt zu niedrigen Preisen Paul Scholz, Küftriner Play, Ditbahngebäude Conlante Zahlungsbedingungen. Robert Pietsch am Mittwoch den 16. Dezember nachin. 3 Uhr von der Leichenhalle des Rummelsburger Begräbnißplates aus beerdigt wird und bitten um rege Be theiligung. Der Vorstand des Sozialdem. Vereins von Stralau- Rummelsburg und Umg. Todes Anzeige. Allen Freunden, Bekannten und Ver wandten die traurige Mittheilung, daß meine liebe Frau Anna Hochden 17. b. M. nachm. 414 Uhr an der häusler, geb. Geiseler, am Montag Proletarierkrankheit verstorben ist. Die Beerdigung findet Donnerstag den 14. d. M. nachm. 3 Uhr vom Krankenhause Am Friedrichshain aus verstorben ist. Die Beerdigung findet Theilzahlung. Monatl. 10 M., lief. nach dem St. Georgen- Kirchhofe Landsam Freitag den 18. d. M. nachm. 3 Uhr von der Leichenhalle des Freireligiösen Vertrauensmänner- Versammlung ribbes as tatt für sämmtliche Bezirke. Tagesordnung: Besprechung des Antrages einer Anzahl Bahlstellen: den Mitgliedsbeitrag dauernd zu erhöhen. Werkstatt differenzen. Verbandsangelegenheiten. 79/18 Um zahlreiche Betheiligung bittet 182/5 Die Ortsverwaltung. Orts- Krankenkasse der Meerschmiedec. reelle Anzüge nach Maaß nur an sichere Kunden, gegen Baar zu jedem billigsten Preis. Tomporowski, Schneidermeister. Berlin C., Jüdenstr. 37, 1 Tr. Möbel auf Theilzahlung. Neue Jakob- Straße Nr. 26. Die Kollegen werden ersucht, aus jeder Werkstatt einen Delegirten betreffend Bewilligung fünftlicher Ge- Die besten der Welt( 3 gold. Medaillen), Die 5. Abänderung zum Statut(§ 13) Longines- Anker- Uhren! zu entfenden, da in dieser Versammlung die Stimmzettel zur Ur- biffe ist von dem Bezirksausschuß ge- 10jähr. Gar., 35 M, bei Uhrmacher abstimmung über die Beitragserhöhung ausgegeben werden. nehmigt. F. Meissner, Reichenbergerstraße 188, Die Ortsverwaltung. Laufigerstr. Ecfe. Verein zur Wahrung der Interessen der Gaft- u. Schankwirthe Berlins und Umgegend. Freitag, den 18. Dezember, beim Kollegen Stabernack, Inselstraße 10: Versammlung. Tages Ordnung: = 19046 Die bezügliche Abänderung wird beim nächsten Beitragtafsiren den Mitgliedern angestellt. Der Vorstand. Enorm billig! Knaben- Anzüge Knaben- Paletots 1. Vortrag. 2. Distuffion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Bereins- Mädchen- Mäntel angelegenheiten und Verschiedenes. Mädchen- Jacken 69/5 Wittwen verstorbener Mitglieder, welche Weihnachts- Unterstützung 1905b Große Betten 12 M. ( Dberbett, Unterbett, zwei Rissen) mit ge reinigten neuen Federn bei Guftab Lustig, Berlin S., Brinzenstraße 46. Preis lifte toftenfrei. Viele AnerkennungsSchreiben. Martin Klein 25 25 berger Allee statt. 1906b Um stilles Beileid bittet Der trauernde Gatte Wilh. Hochhäusler und Kinder. Verein deutscher Schuhmacher. Am 14. d. W. verschied unser Mit169| 18 glied Frau Anna Hochhäusler geb. Geiseler an der Proletarierkrankheit. Die Beerdigung findet Donnerstag, nachmittags 3 Uhr, vom Krankenhaus im Friedrichshain, nach dem St. Georgentirchhof, Landsberger Allee, statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand der Bahlstelle I. Warne 18976 hierdurch jedermann, meiner Frau irgend etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Quiram, Neue Hochstr. 23. Mart s. 100. Git 1. verb. befferer Beamter Vergüt. Uhrmacher, Neue Hochstraße g. Sicherheit bis April. 15 M. wünschen, fönnen sich melden beim Kollegen Günther, Frankfurter Allee 16, Mädchen- Kleider Lager aller Arten Uhren. 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Arbeitsmarkt. Zwei I. Laboranten, 30 M. Wochenlohn, gef. Näh. Konfiturenfabrik von H. Koch, Spandauerbrücke 11. Klempner und Vergolder sucht Kaufmann, Stralauerbrücke 3. Barockvergolderinnen verl. per fojort Em. Zappert, Goldleisten- Fabrik, Königsbergerstr. 7. 1910b Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Ur. 294. Versammlungen. = Mittwoch, den 16. Dezember 1896. -GO 13. Jahrg. Vor Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend.( Bus fchriften find zu richten an Hermann Fahn, Schönhauser Allee 177c. mittwoch: Geselliger Verein Brüderlichkeit, Georgenkirchstr 65 bei Späth.- Verein Rhetorit, Brandenburgstr. 54 bei Boniz.- Theaterverein Rauchtinb Rothe Fahne Proletariat, Köpnickerstr. 68 bei Schöning. Faldt enfteinftr. 6 bei Gonell. Geselliger Berein Freundschaft, Prinz Albrechstr. 3 bei Schulz Geselliger Verein Deutsche Eiche, FürbringerStraße 7 bet Grothe.- Mundharmonita- Verein Vorwärts, Kreuzbergstr. 12 bei Rothe. Theater verein Nora, Admiralstr. 18c, Märkischer Hof. Verein Gefelliger Bund, jeden 2. Mittwoch im Monat, bet Sommer, Grünstr. 21. Verein Gesellige Brüder, Pallisadenstr. 20 bei Schäffer. Musikverein Pautenschwengel, Fürstenstraße 18b bei, Bernfig. Statt lub Stattlub Vorwärts, Schwedterstraße 28 bet Muchow. Theater- Berein Spree Bustige Brüber, Barnimftr. 13 bet Büschel. then annenin 103. Arbeiter: Mitglieder. 1 Martiwitsch und Konrad diese Mittheilungen bestätigt Bergstr. 162 bet Thomas. Frohsinn II, Friedrichsberg. WartenbergArion III, Rigdorf, Herrmann- u. Herfurthstraßenund besonders auf die Bedeutung der Organisation hingewiesen. ftraße 67 bet Lange. Ecke bet Weiß.. Maiengruß III, Charlottenburg, Wallstr. 96 bet Beyer. Von einem Kollegen wurde ein gedrucktes Zirkular vorgelegt, 2iedeslust II( Edelweiß II), Potsdam, Brandenburger KommuEine Volksversammlung zwecks Propaganda für den Aus- welches von den Fabrikanten als Versammlungseinladung ver- nitation 16 bei Glaser. Heimathtlänge, Röpenick, Rosenstr, 101 tritt aus den Landeskirchen fand bei zahlreicher Betheiligung am breitet war. Wie Brückner erwähnte, hoffe man im Früh- Rirdorfer Stederfranz, Rigdorf, Steinmeßstr. 35 bei Pilz. bei Troppens. Wacht auf I, Wörtherstr. 16 bet Vulprecht. 14. Dezember in den Arminhallen statt. Nach dem Referat des jahr durch eine gemischte Kommission von Fabrikanten und Ar- wärts X, Nauen, Marttstr. 16 bei Sobusch. Schneeglöckchen II, Herrn Wilh. Bölsche entstand eine längere intereffante beitern einen Tarif auszuarbeiten, der den neuen Lohnfäßen Botsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bet Glaser.- eeu und Fest, Debatte, in der einige Mitglieder aus den Jünglingsvereinen entsprechen soll. Zum Schluß gelangte einstimmig eine Reso- toppenftr. 17 bei Lohmann. gegen die Ausführungen des Referenten polemisirten. Ein- lution zur Annahme, in welcher die Versammlung ihre Entgeleitet wurde die Versammlung durch die Mittheilung, daß in rüftung über die bereits stattgehabten Lohnherabsehungen und den zu diesem Zwecke abgehaltenen Versammlungen bis jetzt Wartbrüchigkeiten ausspricht und zum Festhalten an der Organi1278 Personen ihren Kirchen- Austritt erklärt hätten. sation auffordert, um bei günstiger Gelegenheit gegen diese BuIn einer öffentlichen Schuhmacher Versammlung, die stände Front machen zu können. am Montag in Cohn's Saal stattfand, hielt Rosenstock einen Der Fachverein der Bäcker nahm in seiner Sigung am Vortrag über die fittliche Bedeutung der Frauenbewegung. Dar 8. b. Mts. nach einem Referat des Genossen Blauroc auf wurde über die Frage debattirt, ob die schwarzen Listen noch eine Resolution an, in der sich der Verein gegen die Beschickung Geltung haben oder nicht. Wie Diener und Hammacher des Barmer Kongresses aussprach, dagegen dem im Frühjahr 1897 behaupteten, ist aus gewissen Vorkommnissen zu schließen, daß die von Berlin aus geplanten Kongreß seine Unterstügung zufagte. schwarzen Listen vom Schooßarbeiterstreit immer noch von einigen Hierauf referirte Bäcker Most über die Machinationen der Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Mittwody. Meistern gehandhabt werden, obgleich die Beseitigung dieser Listen Innungsmeister, die gegenwärtig mit allen Mitteln versuchten, Gefang Berein Soffnung, Friedrichsberg. Uebungsstunde abends Gesangverein 2erche, bei der Beilegung des Streits von den Unternehmern zugesagt den Marimalarbeitstag zu beseitigen. Die herbe Kritik, die der Uhr, Restaurant O. Schule, Friedrich Kart. 34 Uebungsst. abends 9-11 Uhr bei Mar Mörschel, Schönhauser Allee 28.- Gefang worden ist. Insbesondere beriefen sich die Redner auf einen Redner an dem Vorhaben der Bäckermeister übte, zeitigte eine verein Normannia, abends 8 Uhr bei wiele, Spandauer Brücke.- Privatfürzlich vorgekommenen Fall, wo der Meister Auschrath einen längere Debatte, die schließlich zur Annahme folgender Reso- Theatergesellschaft Heimathi ust, 9 Uhr Sigung im Vereinslokal bet Lange. Gesellen nur aus dem Grunde entlassen hätte, weil diefer ge- lution führte: Die Versammlung hält es für ihre unerläßliche Sten, abends 9 Uhr, Beughofstraße 8 bei Behlendorf. Aufnahme neuer Stromstr. 28. Privat- Theater- Gesellschaft Philharmonie, Sigung mit ftreift habe und auf der schwarzen Liste stehe. Nach der Pflicht, gegenüber den Behauptungen der Bäckermeister folgendes Theaterverein unitum, abends 9 Uhr bei Wiersdorf Darstellung, die der angeblich gemaßregelte Ulfen von der zu erklären: 1. Die Verordnung, den Maximalarbeitstag be- Alte Jatobftraße 96/97: Sigung mit Damen. Theaterverein Variété Art seiner Entlassung gab, ist dieselbe nur deshalb er- treffend, kann bei einigermaßen gutem Willen seitens der Meister im Restaurant Wohllebe, Oranienstr. 121.- Vergnügungsverein Vorwärts, Gubenerstr. 6 b. Stöbel. Berliner Radfahrerverein Solidarität. Sigung folgt, weil sein Name auf der schwarzen Liste steht. Im durchgeführt werden. 2. Das gute Verhältniß zwischen Meister feb. Mittwoch nach dem 1. u. 15. im Monat, abends 9 Uhr, Restaurant Bergener, Gegensatz zu dieser Auffassung erklärte der Gehilfe& derlein und Gesellen seit Einführung des Marimalarbeitstages ist nicht Annenſtr. 16.- Geselliger Verein Unter uns, Sigung 8 Uhr bei Fischer, namens des Herrn Auschrath, daß die Entlassung Ulsens deshalb schlechter geworden als es vorher war. 3. Die Ausbildung der Beuffelfir. 66. Musikdilettanten- Verein Preciosa abends 8½ Uhr bel Geisler Fenn- und Tegelerstraßen- Ecke, Uebungsstunde, Aufnahmen. erfolgt sei, weil dessen Arbeit den Anforderungen des Meisters Gesellen und Lehrlinge kann unter der Verordnung nur gefördert Musik- Dilettanten- Berein Nordische Stänge, bet tenter, Swinemündernicht entsprach. Der zur Versammlung eingeladene Obers werden, da die Grundlagen zu größerer Leistungsfähigkeit und firaße 45, Uebungsstunde von 8 bis 11 Uhr. Schwimmverein Nords Bemeister Bierba ch behauptete, daß eine schwarze Liste nicht der Trieb zu einer weiteren Ausbildung gelegt werden. 4. Für abends 7% Uhr Admiralsgartenbad, Friedrichstr. 102, Uebungsstunde. bestehe. Eine solche sei während des Streits ausgegeben einzelne, durch Bedrückungen seitens der Meister hervorgerufene felliger Berein Anna- Marie, abends 9 Uhr, im Restaurant Roll, Adalbert, straße 21, Sigung. Stattlub Die Bustige 3wölf, im Restaurant Ruhl worden, es werde aber jegt, wie es bei der Aufhebung des Uebergriffe einzelner Gesellen ist nicht die Gesammtheit verant- Andree, Chorinerstr. 53.- Stattlub 50, 8% Uhr Sigung bei Fechner, Wieners Streiks versprochen, kein Gebrauch mehr davon gemacht. wortlich zu machen. Im übrigen find Uebergriffe weit häßlicherer Herrn Gichmann, Neue Hochstr. 28. Stattlub Treff, Frankfurter Allee 90 firaße Stattlub Pique- Solo, abends 9-12 Uhr im Botal bet Die Meister hätten ihr Wort besser gehalten, wie die Form auch bei den Bäckermeistern vorgekommen. Kraft- und Artistenklub& i che, Mittwochs von 9-11, SonnGehilfen, denn diese hätten nach dem Friedensschluß, entgegen Die Resolution soll später durch ein umfangreiches Material tags von 11-1 Uhr, bei Augustin, Raftanien- Allee 11. Artisten und den Abmachungen, bei Breitsprecher weitergeftreift, weil sie nicht näher begründet dem Bundesrath übergeben werden. Zum Schluß Ringsport- Verein Vereinte Kraft. Mittwoch abends von 9-11 UhrSonntag vormittags 10-11% Uhr bei Herrath, Plan- üfer 92a.- Vergnügungss mit Streitbrechern zusammenarbeiten wollten. Demgegenüber wurden den streikenden Hafenarbeitern in Hamburg 50 M. Unter- verein Fortuna, abends 8% uhr, Sigung bei übet, Friedenstr. 74. meinte Hammacher, daß eine solche Bedingung beim Ab- stützung bewilligt. Musikdilettanten- Verein Renatsch, abends 9 Uhr bei Steffens, Kolberger schluß des Streits nicht gestellt worden sei. Andererseits seien straße 2, Vereinsabend. Pfropfenverein Nord- Ost. Jeden Mittwoch aber mehrere Fälle bekannt, wo Gehilfen wegen des Streits entlassen Der Verein der Wäsche und Kravattenbranche beschloß bet A. Vogel, Elbingerstr. 9. Geselliger Verein Türtische Pfeife worden wären. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde in seiner Sigung am 9. Dezember, den graphischen Arbeitern Danzigerstr. 93 bei W. Hansen. Musttverein Kleinigtett, abends 9 Uhr, Arbeiter Schachklub Norden, abends 8 Uhr, sowohl über die vorliegende Angelegenheit, sowie über andere 30 M. und den Hamburger Hafenarbeitern 50 M. zu über Sidingenstr. 3 bei Hizer. Vorkommnisse nach dem Streit viel und lange geredet. Nachdem weisen. Obermeister Bierbach nochmals ausdrücklich betont hatte, daß eine schwarze Lifte nicht existirt, meinten Eckerlein und Hammacher, daß man dieser Erklärung Glauben schenken und sich dabei beruhigen könne. Die Versammlung stimmte dem zu und beschloß dann, daß jedem gemaßregelten Kollegen eine wöchentliche Unterstützung von 12 M. gezahlt werden soll. Arbeiter- Bildungsschule. Mittwoch Abend von 9-10% Uhr: Süd= oft schule, Waldemarstr. 14: Geschichte( Alte Geschichte. Urzeit. Entstehung der Religionen. Orientalische Völker. Griechen und Römer). Herr Dr. G. Binn. Nordschule, Brunnenstr. 25: Deutsch( Die deutsche siteratur des neunzehnten Jahrhunderts. Auffazlehre). Herr Heinrich Schulz. Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Johann Jacoby, bei Frih Ließte, Schwebterstraße 33. Gesundbrunnen, abends 8½ Uhr, bei Saferland, Bellermannſtr. 87.- Gleichheit, abends 8 Uhr bei Stramm, Ritterstraße 123. Heine, Rigdorf, abends 8% Uhr, Prinz- Handjerystr. 60, parterre. Ginigteit, abends 8% Uhr bei Beige, Triftstr. 1.- Theaters und Leseklub morgenroth, abbs. 9 uhr, im Restaur. Diete, Lothringerfir. 67. Sozialdemokratischer Agitationsflub Osten, abends 8% Uhr, bei Jauer, Fruchtstr. 52. Freigeist Artona, abends 8 Uhr, Arfonaplay 3 bei Obiglo, Hussitenstr. 26. Friedrich Engels Norden" alle Mittwoch 9 ühr bei Wesener. Die Lederarbeiter( Portefeuiller) tagten am Montag in einer öffentlichen Versammlung bei Henke in der Naunynstraße. Die Wortbrüchigkeit der Fabrikanten" lautete das Thema, über bas Jahn unter Bezugnahme auf die von den Fabrikanten eingegangenen Vereinbarungen referirte. Wie in allen Lohnkämpfen von gewiffen Fabrikanten oft nur Vereinbarungen eingegangen werden, in der ganz bestimmten Absicht, dieselben bei geeigneten Anläffen zu brechen, so haben auch jezt viele Arbeiter- Sängerbund Berlins nud Umgegend. Vorfigender Adolf Lederwaaren Fabrikanten bei Beginn der flauen Geschäfts- Neumann, Basewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Mittwoch. Uebungszeit nicht nur die Preise wieder herabgefeht, sondern fiunde Abends 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liebesfreiheit 1, auch die Arbeitszeit wieder verlängert. Bei Reßner wurde Andreasstr. 26 bet Wilte. Norddeutsche Schleife, Melchiorstr. 15 unter diesen Bedingungen jeder mit Entlassung bedroht, anderer- bei Stehmann.- Freya 1,( Gemischter Chor), Rosenthalerstr. 57 bei Babiel. Lorbeerkranz, Weinjir. 28 bei Späth. Biederlust, Adalbertstr. 21 seits nur unter der Bedingung auf weitere Beschäftigung ver= bei Roll. Spandau, in Spandau, Neumeisterstr. 5 bei R. Radite. tröstet, daß die Arbeit außer dem Hause gemacht wird. Bei Bleul Deutsche Eiche 1, Große Frankfurterstr. 133 bei Gold. Alliance, Gangesblüthen, und Schwalbe haben Maßregelungen stattgefunden, desgl. bei Kommandantenfir. 16, Snoblauch's Bierhallen. Stralauer Platz 10-11 bei Poppe. Weiße Rose, Reinickendorf, ResidenzHeymann, der nebenbei jeden entlassenen Arbeiter beim neuen straße 101 a bet Malchin. Bruderherz, Bernauerstraße 40-41 bei Brinzipal als„ Wühler" denunzirt. Bei Urbach u. Co. erhalten Echo 1, Pantow, Wollantstraße. Treue, Mariannen- Ufer 2 die Arbeiterinnen anstatt des Mindestlohns von 13,50 M. nur 12 M. 2c. im Lurhof. Einigteit Í( Hutmacher), Rosenthalerstr. 11-12 bei Röllig. Freiheit I, Bülowfir 65 Sodann mache sich eine weitere Zunahme der ohnehin schon allegro, Wrangelstraße 141 bei Schmidt. bei W. Richter. Kreuzberger Harmonie, Admiralftraße 18c bet gemein verbreiteten Haus industrie bemerkbar, ohne daß Möhring. Steinnelte. Pasewalterstr. 3 bei Ad. Neumann. Waldes= eine genügende Kontrolle über Arbeitszeit und Lohn möglich ist. firaße 10 bei Pfarr. Ges.- Ver. d. Kupferschmiede, Weinstr. 11 bet Um nun rechtzeitig gegen diese Uebelstände Stellung zu nehmen, Feindt. Appo Gleichheit 1, Schönhauser Allee 135 bei Ramlow. sei es erforderlich, daß die Vertrauensleute und Kollegen sofort tonta, Klosterfir. bei Moll. Frohe Stunde, Kottbuser Ufer 57 bei -Schnee: Bericht an den Vertrauensmann bezw. den Vorstand der Kinzel. Freiheitsgruß, Brunnenstraße 150 bei Schulze. Unverdrossen, LindowerOrganisation über alle Vorkommnisse erstatten, ehe sie in der öc chen 1, Hermannstraße 23, Rirdorf. Vorwärts VII, Rummelsburg, Göthe- und flauen Zeit die Arbeit niederlegen. Bei der Herstellung von Hoffnung III, Brandenburg a. S., Mustern soll darauf geachtet werden, daß die errungenen Forde Arbeiter Gesangverein Brig Seeger'scher Männerchor, Lands: rungen aufrecht erhalten bleiben. In der hierauf folgenden DisEinig, Blumenstr. 32 bei Reich. Gefang fussion wurden von Thieren, Brückner, Heindke, verein der Buchdrucker u. Schriftgießer Mixdorf u. Briz, Rixdorf, wort. Iust, Oppelnerfir. 34.- freier Männerchor Nord: West, Puttlig straße 26 bet Sachs. Kantstraßen- Ecke bei Greinert. Wilhelmsdorferstraße, Concordia". in Briz, Bürgerfir. 4 bei" Dorn. berger Allee 156 bei Göbel. bei Babel. Seestr. 25 bei Mandel. Rauchklu h Grüne Quaste, abends 9 Uhr bei Schwarz, Köpe niderftr. 121 a. Orientalischer Rauchtlub, abends 9 Uhr, Reichens bergerstr 24 bet Tauschte.- Rauchklub Frisch gewagt, abends 9 Uhr bes F. Rockendorf, Posenersir. 5. Rauchtlub Roochloch, Admiralstr. 33 im Restaurant abends% 9 Uhr.- Rauchklub Die Dampfenden, Langestr. 24, bet Jeratsch. Rauchflub Humoristische Pfeifenbrüder, abends 9 Uhr bei Salzwedel, Klosterstr. 83.. Rauchtlub Schmotes Werte, Krautstr. 39.- Rauchflub Abguß I von 9 Uhr ab bet Nawrott, Markuss straße 23.- Rauchklub Einfach, Manteuffelstr. 5 bet Bierbaum.- Rauchs tlub Kolumbus, Oppelnerstr. 19 bei Häusler. Arbeiter- Turnerbund. Mittwoch: Turnverein Fichte, Berlin. Abends von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abtheilung Friedenstraße 37. 3. Männers Abtheilung Böckhstr. 21. 2. Lehrlings- Abtheilung Staligerstr. 55-56. 4. Lehrlings- Abtheilung Stephanstr. 3. Vereinigung der Turnfreunde. von 8-10 1/2 Uhr abends Demminerstraße 56-57.- Arbeiter turns verein( Adlershof) von 8 bis 10 Uhr abends bei Wöuſtein. Arbeiter- Raucherbund Berlins und Umgegend. Nenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Otto Schulz, Kottbuser Damm 72. Mittwoch: art ona, Staligerfir. 41 bet Richter.- Gemüthlich teit I, Admirals traße 18 bei Bergemann.- Gemüthlichteit II, Faltensteinsir. 7 bet Trittelwig. Sumatra Süd- Ost, Siegnigerstr. 18 bet Manegold. Wald esgrün, Forfierfir. 22 bei Kunze. Virginia, Admiralstr. 21 bei Schnieber. Fidele Frei Weg, Schöneberg, Marstr. 7 bei Müller. Raucher. Fichteftraße 30 bei Krause. Edelweiß, Rixdorf, Kottbuser Damm 103 bei Peters. Granate, Forsterstr. 40 bei Tujuntte. Fidele Brüder, Friedrichsfelde, Luisenstr. 20 bei Lobse.- Morgens Frohsinns Heimath, roth, Landsberger Allee 44 bei Roland. Stromftr. 28.- Deutscher Michel, Pantow, Kaiser Friedrichstr. 15 bet Griffel. Ohne Furcht, Wienerftr. 44 bei Schmidt. Arbeiter= Stenographenverein intracht, Unterricht und Uebungsa fiunden abends 8% Uhr in den Restaurants Owczaret, Langeftr. 65 und Seidler, Ratiborstraße 16. Roller'scher Stenographenverein Pionir. Suffitenftr. 9, Restaurant Rausch, abends 8% Uhr, Unterricht und Fort bildung. German- American Klub ,, Uncle Sam"( established 1892). 9 o'clock p. m Wallstrasse 57.- Ladies und Gentlemén welcome. German American Society. Berlin C., Münzstr. 17, at Frieboes Restaurant, 9 o'clock p. m. Topic: Relations of women to crime. Heute, abends 8 Uhr: Landemannschaft der Schleswig- Holsteiner. Busammenkunft im Bereinslotal Feuerstein's Festfäle, Alte Jatobfir. 75. Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Fetertag): Weihnachtsfeier verbunden mit Kinderbescheerung. Ebenfalls im Bereinslokal. Bentral- Krankenkasse der Tischler und anderer gewerbl. Arbeiter. Die Orts Verwaltungen von Berlin und Umgegend versammeln sich am Freitag, den 18. Dezember 1896, abends 8 Uhr, bei Schöning, Köpnickerstr. 66. Longfellow, English Conversational-& Reading- Club. Meeting every Wednesday, 9 o'clock at Tettenborns, 91 Wall- Street. Guests are welcome. Im neuen Afyl für Obdachlose. Se toch wenigstens vor den schlimmsten Wetterunbilden Hoffnung und Lebensmuth arg erschüttert wurden, und die blut da feine Gruppe findet sich zu Gruppe; man wird in dem warmen Die vor der Zeit fiech und zusammengeschrumpft sind, deren Raum, der denen die Straße häufig zur Schneeflocken, mit Regen untermischt, fallen auf den schützt, mittheilsamer. Hier und dort sondern sich freilich arme, die blaffe Jugend, glitschrigen Boden. In der naßtalten, neblig- trüben Atmosphäre Menschen in stummer Resignation ab. So groß ist die Sehn Heimath werden mußte, sind in der Mehrzahl. Still, nahezu machen die langen, einförmigen Straßenzüge im Norden sucht der Obdach Suchenden, für eine Weile ihr Leid zu ver- geräuschlos stellt man sich Mann für Mann an, um am Küchens Berlins einen noch beklemmenderen, freudloseren Eindruck als gessen, daß sie es schon als Behagen empfinden, mit Schicksals- fchalter einen Napf mit Suppe und ein Brot in Empfang zu fonft. Noch mag in der Chauffeestraße der brausend geschäftige genossen Gemeinsames in ruhig gemessenem Ton be- nehmen. Kein Drängen, kein Hasten; nirgend wie exzessives Bes Verkehr die Sinne betäuben; noch wird man sich der öden sprechen zu dürfen. Nicht der findigste Spißel würde Aus- nehmen; und man beachte, daß hier wirklich der nackte Hunger Uniformirung unserer Miethskasernen nicht bewußt, dieser brüche von„ Haß und Empörung" entdecken können. In gleich häufig nach einem Brocken trockenen Brotes langt. Da steckt ein tapitalistischen Ausnußung von Raum und Luft, dem Hohn auf mäßigem Tonfall wird das Einerlei von Klagen und Erfahrungen Alter die zitternde Hand aus und umklammert mit gekrümmten, alle Schönheit. Schreitet man aber oftwärts weiter, wo es ruhiger vorgetragen. Kaum hört man ein allzu lautes Wort, kaum die steif gewordenen Fingern seinen Kanten Brot, als könnte es wird in den Straßen und Massenquartieren des Proletariats, Sprache heftiger Erregung. Geballte Fäuste, drohende Blicke, ihm wieder entrissen werden. Allein vom Trubel, wie ihn Dichter mitunter darf Gedanken über wohl allerhand man in Armenszenen schildern, die unheimliche Gesellen, und, was die Seele des Philisters an die Kulturblüthe modern weltstädtischer Entwicklung nach romantischem Zubehör verlangt, fände man schwerlich. Eine Spur. Die merkwürdige Ruhe ist ergreifend. In einer ges hängen. Wo von der Hochstraße die Wiesenstraße sich stumpfergebene Maffe hat für ein Weilchen Ruhe im gehetzten räumigen, langgestreckten, von drei elektrischen Bogenlampen erabwärts neigt, da erblickt man bald einen rothen Backsteinbau, Dasein; das ist alles. Das gilt nicht blos für die Enttäuschten, leuchteten Mittelhalle find Tische und Bänke aufgestellt. Dort Hier kann jeder bis 10 Uhr der sich schon äußerlich von den Häusern jener Gegend abhebt. die vor der Zeit gebeugt und gealtert sind, es gilt auch verzehrt man das Abendbrot. Aus einiger Entfernung könnte man den Vordertrati des Banes für die jungen Leute, die das Gast- und Asylrecht in Anspruch abends verweilen, seine Sachen etwa ausbessern oder plaudern. für die Wohnung eines Fabrikherrn halten, um die fich Fabrit- nehmen. Sie tragen ihr Geschick wohl noch leichter; ihnen fann Den meisten wird es allerdings gehen, wie es am Eröffnungs. räume und Maschinenhaus anschließen. Man steht aber vor jeder neue Tag neue Hoffnung gebären; und es ist das glück- tage ging. Sie sind ermüdet, sie sehnen sich nach einem Ruhes dem neuen Männerasyl für Obdachlose. liche Vorrecht der Jugend, in einer Stunde der Erquickung lager und ziehen sich in die Schlafsäle zurück, die ihnen bestimmt Wer in den frühen Nachmittagsstunden hinauspilgert, dem eine ganze Woche voll Mühsal vergessen zu fönnen. wurden. Für eine Nacht sind sie des Kummers enthoben. Am wird der Zweck des Hauses rasch klar. Bald einzeln, scheu und Aber auch in diesen Jünglingen und selbst in den Halbwüchsigen nächsten Tage treibt sie die Sorge abermals auf die Straße in verschüchtert, bald in kleineren Trupps, fommen sie herbei, die keine Lust zur Ausschreitung, zum Radau, zum lärmenden Ueber den wilden Kampf um die dürftigste Existenz. hier Wärme und Obdach suchen für ein paar flüchtige Stunden. muth; und mancher von ihnen sieht so aus, daß man ihm wohl Wer diese Hunderte gesehen hat, an den Jammer ges wie sie sich faft wortlos auf ihr Lager strecken, Schon am Montag, als das neue Haus zum ersten Male ein bischen Verwogenheit zutrauen könnte. Aber hier bindet sie tettet, das Gastrecht an den Bedürftigsten übte, war die große alle eine gemeinsame Grundstimmung. Was soll der Aermfte seinem erfrischt vom Bad, zufrieden, den ärgsten Hunger überttäubt Sammelhalle unmittelbar am Haupteingang bald nach Nachbar neiden? zu haben, eine Nacht geborgen zu sein: der muß über den brutalen drei Uhr gefüllt. Selten wird man eine Versamm= Gelaffen, wie man sich zusammengefunden, und rasch und Bynismus derer doppelt empört sein, die sich ein Richteramt an Iung sehen tönnen, in der der Mangel an schützenden leicht disziplinirt geht es an die übrigen Anordnungen. Wer ein maßen über das arbeitscheue, begehrliche Gesindel, wie sie die Un Ueberröcken so auffällig, ja fast allgemein ist, wie hier. Der dünne Wannen- oder Brausebad nehmen will, der kann es thun. Von glücklichsten der Unglücklichen nennen. Welche Schuld sie bedrücken Rockfragen wird hoch aufgeschlagen; der und jener schlingt ein fünf Uhr ab erfolgt die Aufnahme. mag, die hier im Asyl Zuflucht suchen, sie reicht nicht an die Höhe wärmendes Wolltuch um den Hals. Das ist der Ersatz für das Rein Wohlthätigkeitsspruch, feine sentimentale Predigt, kein jener Gesammtschuld heran, an der die Gesellschaft theil hat, die Wintergewand. Und wo man noch eine Spur von verschliffenem Traktäleinvortrag, feine erbitternde Frage nach Schuld und Sühne sie verstieß. Das Asyl in der Wiesenstraße ist ein Unternehmen Luxus im Aeußeren gewahrt, da ist er von jener Art, die ein ward am Eröffnungstage gehalten. Niemand will, daß der Un- im großen Bug geplant; und vor allem will iman dort im Sinne Schriftsteller aus dem Kreise der Begüterten mit den Worten glückliche Rede und Antwort stehe, niemand verlangt einen Dank einer höheren Sittlichkeit niemandem das Asylrecht weigern; er tennzeichnete: Nichts ist erschütternder am Elend, als der Luxus, von ihm, weil die nothdürftigste Menschenpflicht an ihm erfüllt sei, wer er fei. Allein wie alle Unternehmungen unserer heutigen den die Aermsten sich gönnen. wird. Reiner polizeilichen Nachforschung ist er ausgesetzt, das Welt fann es nur Schmerzen lindern, nicht die Quelle der Wer romanhafte Schilderungen entwerfen wollte, der fäme, Gast- und Asylrecht ist freigewahrt. Vor dem Hausvater nur Krankheit verstopfen. Schon am ersten Tage wünschten mehr als wollte er der Wahrheit die Ehre geben, im Asyl nicht auf seine hat der Asylbesucher die Frage zu beantworten, wie alt 700 Personen Aufnahme und das Asyl bietet nur für 700 Raum! Rosten. man Männer Noth übt gleichmachende er sei. Die gemeinsame Noth Da sieht fräftigen Lebens- Kraft und Arbeit derer, die eine neue Zeit vorbereiten, muß einander Hunderte sitzen und stehen bei muskelkräftig noch und alter, arbeitgewohnte Menschen, und dahin gehen, daß in Zukunft nicht mehr so tief niedergeschlagene warten auf ihre Aufnahme. Rein tosendes Stimmengewirr, in aufrechter Haltung. Noch hat die Noth Noch hat die Noth nicht ihr Menschen aufwachsen tönnen; daß das Asylrecht ein überflüssiges tein Lärmen; taum eine besonders lebhafte Diskussion. innerstes Mark angegriffen. Sie sind weit in der Minderzahl. Nothmittel und nicht mehr als Wohlthat gepriesen werde. Kraft. eine im Für den Inhalt der Juferate über. nimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung Theater. Mittwoch, 15. Dezember. Urania. Panbentia Apollo- Theater] Taubenstr. 48/49. Taubenstr. 48/49. Naturkundliche Ausstellung täglich geöffnet v. 10 Uhr vormitt. ab. Eintritt 50 Pf. Opernhans. Der Ring b. Nibelungen. Wissenschaftl. Theater ends. d. Erster Abend: Das Rheingold. Schauspielhaus. Abu Seid.- Das zweite( Besicht. Deutsches Theater. Morituri. Berliner Theater. Renaissance, Nachm. 3 hr: Aschenbrödel. Leng- Theater. Untreu. Das Deltrüglein. Theater des Westens. Gräfin Lea. Nenes Theater. Die Wildente. Residenz- Theater. Bocksprünge. Borher: Die firtliche Forderung. Theater Unter den Linden. Der Mikado. Hierauf: Unter den Linden. Thalia Theater. Das Wetter häuschen. Hierauf: Goldene Herzen. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Schiller- Theater. Ein Ehrenwort. Selle Alliance Theater. SON Tannenfee. Die Nachm. 31/2 Uhr: Die Tannenfee. Ottend- Theater. Der deutsche Michel. Volks- Theater. Robert und Bertram. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Jovius. Alexanderplat- Theater. Sein Ber hältniß. Paffage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Raufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Apollo Theater. Spezialitäten- Bor ftellung. Schiller- Theater. ( Wallner- Theater.) Mittwoch, abends 8 Uhr: Gin Ehrenwort. Donnerstag, abends 8 Uhr: Gin Wintermärchen. 8 Uhr. Sternwarte Invalidenstr. 57-62 Lehrt. Stadtbahnhof täglich geöffnet von 7 Uhr abends ab. Eintritt 50 Pf. Jm Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesanschläge. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Neu! Ur Australier ( Kannibalen). Passage- Panopticum. Im Theatersaal: Traumbilder. Eine Weihnachtsfeerie mit Musik und Gesang. Ohne Extra- Entrée Neu: Hundert Jahre Mode. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Blitz und Donner Chauffeeftr. 25/26. Dir. Max Samst. Mittwoch, zum ersten Male: Jovius. Tragödie in 5 Atten von A. Dehlen. Anfang 8 Uhr. Billets sind ohne Vorbeste II= gebühr an der Theaterkasse zu haben, außerdem im Invalidendant", Unter den Linden 24, im Gigarrengeschäft von Baul Romeick, Leipzigerstr. 6, und bei Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Morgen: Der Hüttenbetter. Schauspiel in 5 Aften nach dem gleich namigen Roman von George Ohnet. Freitag: Javius. Sonnabend, zum ersten Male: Tag und Nacht, Regen und Sonnenschein mit seltener Naturtreue im Elektrischen Theater Manerstraße 66. Außerdem: Rinetograph u. Riefenphonograph. Eintrittspreis für alle 3 Vorstellungen 50 Pf. Kinder die Hälfte. Vereine erhalten bedeutende Ermäßigung. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/78. Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Mr. Ganivet Isa Edelweiss. Geschw. Rohnsdorf. Robert Steidl. ( lebende Kinetograph Photographie). The Piwitts. Mr. Dale und 30 allererste Kunstkräfte. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété. u. SpezialitätenVorstellung. Auftreten von Kunstkräften nur I. Ranges. Im vorderen Saal täglich: Großes Konzert E der nnübertrefflichen italienischen National- Sänger- und TänzerGesellschaft Domenico Conti. Entree vollständig frei. Im großen Theatersaal: Eine gestörte Theaterprobe. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, anerkannt gute Küche. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Bornehmster Familien- Aufenthalt. Neu! Nen! Der Weltuntergang. Posse in 1 Akt von E. Moser. The two Avelli, Sing- u. Kraftturner. Mita Roselli, Ercentric- Soubrette ersten Ranges. Hans und Clara Sarno, OriginalDuettisten. Brothers Lilburne, Parterre- und Handstand Akrobaten 2c. 2c. Das Wetterhäuschen. Anfang: Sonntags 6 Uhr. ( Weather or no.) Der Veilchenfrenler. Musikalisches Genrebild von Roß. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität. Pikante Novität. Sein Verhältniß. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Akten von Karl Pohle. Anfang 8 Uhr. ( Bons, auch zu anderen Stücken ausgegebene, behalten ihre Giltigkeit.) Morgen und die folgenden Tage: Sein Verhältnik. Billets ohne Vorbestellgebühr find schon drei Tage vorher an der Kasse des Theaters zu haben vormittags von 11-1 Uhr, abends von 1/27 Uhr an. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Mittwoch, den 16. Dezember 1896: Emil Thomas a. G. Bum 87. Male: Deutsch von Hermann Hörschel. Mufit von Selby. Darauf: Goldene Herzen. Schwant in 4 Aften von G. Karlweis. Morgen und folgende Tage: Das Wetterhäuschen. Goldene Herzen. Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. Täglich: Weihnachtsfest- Dekoration sämmtlicher Säle bei rumänischem Nationalkonzert. Dazu: Robert n. Bertram Robert: Hr. Kettner, Bertram: Hr.Winckler, Rösel: Frl. G. Senden. Anfang: Eine wilde Sade. Sonntag: Konzert 5, Theater 7 Uhr. Große burleske Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von M. Mannstädt und J. Freund. Musit von J. Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Anfang 1/28 Uhr. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke Stadtbahnbogen. Im Frühlingsglanze! Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: " Jm Fliederhain: Wiener DamenKapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester Al Heil". " Obstgarten: Jtal. Sänger- GesellSacco". Hopfenlaube: Instrument. ,, Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und " Tänzergesellschaft Eber." Theater- Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten 1. f. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachm. Entree frei. Vorzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 Pf. Woche: Konzert 6, Theater 8 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Oftend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Heute und folgende Tage: Der deutsche Michel. Anfang 8 Uhr. 000000000 Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Das hochinteresante Weihnachts- Programm. Neu! Der Neu! Traum am Weihnachts- Abend. Men! Nen! Douglas- Quartett. Echt afrikanische Sänger und Tänzer. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag: Lehte Vorstellung vor Weihnachten. Am 2. Feiertag, mittags 12 Uhr: Grosse Fest- Matinée des gesammten Künstler- Personals unter Mitwirkung von Wilh. Fröbel. Freikarten haben Giltigkeit. Wochentags 8 Uhr. Entree 30 Pf. R. Winkler. Circus Busch. ( Bahnhof Börse.) Mittwoch, den 16. Dezember: abends 71/2 Uhr: Gr. außerordentl. Vorstellung. Gr. Reiterinnen- Potpourri, ausgef. v. d. Damen Mand, Geschw. Powell, Dora u. Fanny. Tourbillon équestre, ger. v. 20 Damien. Greatest equestrian Act of present time, ausgeführt von Geschw. Cottrell. Conversano Il, echt Lipiz. Schimmelhengst, dressirt und geritten von Herrn Foottit- Burghardt. 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