Nr. 296. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Prets pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illustrirter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mr. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Beitungs- Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 13. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Fernsprecher: Amt I, r. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Abonnements- Einladung. Vom 1. Januar an wird der Vorwärts" in wesentlich veränderter und verbesserter Gestalt erscheinen, und dieser äußeren Verbesserung wird sich auch eine Verbesserung des Juhalts anschließen. Freitag, den 18. Dezember 1896. einen Antrag auf Gründung einer wissenschaft- 1 lichen Beilage dem Vorstand zur Berücks sichtigung empfahl. " Die vielen Klagen darüber, daß unser Feuilleton den Bedürfnissen zahlreicher Leserkreise, namentlich des spricht. Frauenpublikums nicht genüge, haben wir als berechtigt anerkennen müffen. Mit Beginn des neuen Jahres wird jeder Nummer des Vorwärts", mit Ausnahme der Sonnabendnummer, eine besondere, a u 34 Seiten Groß quart bestehende Alle diese Neuerungen sind selbstverständlich mit ganz erheblichen Mehrausgaben verbunden. Wir erwarten des halb, daß alle Genossen und Genossinnen aufs eifrigste für die Verbreitung ihres Organs in den weitesten Kreisen Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Die Arbeitslofen- Bählungen von 1895. Es versteht sich von selbst, daß die Redaktion des Ganz allmälig nur hat die Frage der Arbeitslosigkeit Vorwärts" auch sonst nach Kräften bemüht sein wird, der sozialpolitischen Fachkreise gewonnen. Es bedurfte arbeitsfähiger und arbeitswilliger Personen die Beachtung den Vorwärts" immer mehr auf die Höhe zu heben, einer Fülle harter Thatsachen und vor allem der welche dem Hauptorgan der stärksten Partei Deutsch Agitation der Arbeiter selbst, der Heerschauen der lands geziemt, und welche der Höhe unseres Bieles ent- Arbeitslosen und der Bemühungen der organisirten Arbeiterschaft um Beschaffung thatsächlichen Materials für diese Frage, um der alten, selbstgefälligen Lehre, wonach jeder Arbeitsluftige auch Arbeit finde, den Boden zu entziehen und die Verquickung der Arbeitslosen mit Arbeitsschenen und Vagabunden zurückzudrängen. von den Gewerkschaften gemacht wurden, konnten naturDie Versuche, die in dieser Richtung 1892 und 1898 gemäß nur unvollkommene Ergebnisse haben. Es fehlte an ausreichenden Mitteln zur Erhebung, Kontrolle und Verarbeitung, und es fehlte an Erfahrung. Wenn daher ihre Feststellungen kritisch behandelt wurden, so war dies geboten; wenn man sie aber furzer Hand als werthlos zwei Seiten Roman, ein selbständiges Feuille. zehrtausende Berliner Arbeiter, die beleidigt wären, oder gar tendenziös darzustellen versucht hat, so ihrer sozialdemokratischen Gesinnung lag in dieser bündigen Ablehnung schwer ge= zweifeln wollte, Blätter, die die Sozialdemokratie wonnener Erfahrung ein gutes Stück bösen Gewissens, beschimpfen, die der Arbeiterklasse bei jedem Lohnstreite das sich über schlimme Erscheinungen durch Bekrittelung der in den Rücken fallen. nach Lage der Dinge nothwendig unzulänglichen Erkenntnißmittel zu beruhigen suchte. Unterhaltungs- Beilage beigegeben werden. Jede Nummer des neuen Unterhaltungsblattes wird ton( kleine Novellen, kurze Erzählungen, Skizzen, Geschichtliches, Kulturhistorisches, Populärwissenschaftliches 2c.), ein kleines Feuilleton( Referate über Theater aufführung und Kunsterscheinungen, Bücherbesprechungen), eine Rubrit Vermischtes und Humoristisches bringen. wirken werden. Der Vorwärts" ist das einzige Organ in Berlin, das die Interessen der Arbeiter vertritt, das auf dem Standpunkte der Sozialdemokratie steht und trotzdem lesen wenn mant an Das muß anders werden, und daß es anders werden muß, fordert die Ehre der Berliner Arbeiterschaft. Außer der ,, Neuen Welt", die als Sonntagsbeilage verWir haben uns entschlossen, allen aus Arbeiterkreisen bleibt, werden demnach fünf Feuilleton- Beilagen uns vorgetragenen Wünschen gerecht zu werden. Nun zeigt die Woche, das ist 20 Großquartseiten Feuilleton auch Ihr, Arbeiter Berlins, daß Ihr unausgesetzt für Euer ( Roman, Novelle, Kunst, Vermischtes u. s. w.) den Lesern Partei- Organ thätig sein wollt, daß Ihr Euren Pflichten des„ Vorwärts" zugehen, ohne daß das Hauptblatt dadurch demselben gegenüber vollkommen nachkommen wollt! irgendwie benachtheiligt oder verkürzt wird. Im Gegentheil, dem bisherigen Juhalt des„ Vorwärts" wird alle 14 Tage eine wissenschaftliche Rundschau beigefügt werden, in welcher die wichtigsten Erscheinungen der sozialen Literatur, soweit dieselben für unseren Leserfreis näheres Interesse haben, besprochen werden. Baldmöglichst soll sich dieser Rundschau literarischen Charakters eine volkswirthschaftliche Rundschau anschließen. So glauben wir die Wünsche des Gothaer Parteitages zu verwirklichen, der, wie man sich erinnern wird, 147] Rienzi. Der letzte der römischen Volkstribunen. Moman von Edward Lytton Bulwer. „ Hört!" unterbrach ihn Rienzi, dessen Sinne seit furzem ungewöhnlich scharf geworden waren. Ich höre ein entferntes Geschrei:" Hoch lebe das Volk!" das ist ja unser Feldgeschrei! Dieses müssen Freunde sein!" Täusche Dich nicht selbst, Du hast kaum einen Freund in Rom." " Pst!" sagte Rienzi flüsternd, außer Nina, außer Irene. Ich kann Dich nicht begleiten!" Bist Du von Sinnen?" Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure so. wie unsere Expedition, Beuthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennige frei ins Haus. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 3,30 M. für die Monate Jannar, Februar und März entgegen.( Eingetragen in der Post- Zeitungsliste für 1897 unter Nummer 7437.) Redaktion und Expedition des ,, Vorwärts". Jäger von ihren Jungen trennen will. Ich bin das Weib des Cola di Rienzi, des großen Senators von Rom, und an seiner Seite will ich leben und sterben!" Biebe sie fort!- schnell!- schnell! Das Volk kommt immer näher." Frene riß sich von der Seite Adrian's und fiel Rienzi zu Füßen, seine Knie unischlingend. Komm, mein Bruder komm! Weshalb willst Du diese kostbaren Augenblicke verlieren? Rom verbietet Dir, ein Leben leichtsinnig aufzugeben, das ihm selbst von so großem Werthe sein muß." " Jawohl, Frene! Rom ist innig mit mir vereinigt, und wir wollen zusammen frei sein oder zusammen untergehen! nichts mehr davon!" " " Nein, aber ich fürchte nichts mehr. Außerdem wäre es Euer aller Untergang, wenn ich Euch begleitete. Fände Du führst uns alle in das Verderben," sagte Adrian man mich bei Euch, so würdet Ihr mit mir niedergemeßelt. ungeduldig. Noch einige Minuten, und wir sind verloren! Ohne mich seid Jhr sicher! Ja, das Weib und die Schwester Tolltühuer Mann, Du wurdest nicht vor so vielen Gedes Senators haben keine Rache auf ihr Haupt gerufen. fahren beschützt, um das Opfer eines wüthenden Pöbels zu Rette fie, edler Colonna! Cola die Rienzi hofft nur werden." auf die Hilfe Gottes!" Jetzt fehrte Nina mit Frenen zurück. In der Ferne hörte man die wilde lärmende Menge. " Jeßt, Cola!" sagte Nina mit einem kühnen Blick, und sie ergriff den Arm Rienzi's, während Adrian schon Iren fortführen wollte. " Ich fühle es," sagte der Senator, indem seine hohe Gestalt sich stolz emporrichtete. Ich werde noch triumphiren. Nie sollen meine Feinde, nie soll die Nachwelt sagen, daß Rienzi ein zweites al Rom verlassen hat. Horcht: Hoch lebe das Volk! rufen sie, und dieser Ruf kann nur Tyrannen schrecken. Ich werde triumphiren und auch diesen Angriff überleben." " Ja, jezt, Nina," sagte der Tribun, wir trennen uns jetzt. Wenn dieses meine letzte Stunde ist, so bitte Und ich mit Dir!" sagte Nina im festen Ton. Rienzi ich Gott, Dich zu segnen und zu beschützen, denn wahrlich, drückte seine Gattin innig an sein Herz, tüßte sie und Du warst mein einziger Trost, sorgsam wie eine Wutter, sagte:" Nina, ich bitte Dich, ich befehle Dir, verlaß mich zärtlich wie ein Kind, das Lächeln meines Herzens, jezt!" Nimmermehr!" bas " Rienzi wurde durch die Innigkeit seiner Gefühle so Irene's Blick, in Thränen schwimmend, begegnete dem überwältigt, daß sie ihm die Sprache raubten. seinigen. Wir wollen alle mit Dir untergehen," sagte seine Schwester. Nur Du, Adrian, verlaß uns!" " Was!" rief Nina, sich an seine Brust schmiegend. Uns trennen? Nimmermehr! Hier ist meine Stelle, ganz Rom soll mich ihr nicht entreißen." Adrian, in Verzweiflung, ergriff ihre Hand und suchte fie fortzuziehen. Berührt mich nicht!" sagte Nina sich loswindend, indem ihre Augen funkelten wie die einer Löwin, die der Wie Ihr wollt," sagte der Ritter in traurigem Ton, so wollen wir denn alle bleiben," und er gab seine ferneren Bemühungen auf. Es folgte eine stille, aber kurze Pause, die nur durch neue trampfhafte Seufzer Frenen's unterbrochen wurde. Gegenüber den nunmehr vorliegenden amtlichen Ers hebungen wird das nicht mehr möglich sein. Man wird wie das die Bearbeitung selbst thut- versuchen können, ihre Bedeutung herabzudrücken: ihr thatsächliches Ergebniß steht unangreifbar fest. Und es wird dem ganzen Umfang des gerecht. thatsächlich vorhandenen Nothstandes noch nicht einmal Nach Oldenberg's Berechnung im Sozialpolitischen Centralblatt" 1893 ergab die damalige Statistit der Arbeiter für 31 Städte mit nahezu 2 Millionen Einwohnern beinahe 42 000 Arbeitslose mit über 40 000 Angehörigen und einer durchschnittlichen Arbeitslosigkeit von 137 bis 14/7 Wochen. Die amtliche Zählung vom 2. Dezember 1895 ergab allein für Berlin und Charlottenburg mit 1 809 500 Einwohnern 60 072 Beschäftigungslose, darunter 24 381 Haushaltungsvorstände mit 46 940 nicht erwerbsthätigen Haushaltsangehörigen. Mithin mehr als eine Bestätigung jener tendenziösen" Erhebungen. Denn die Zahl der vorübergehend Erwerbsunfähigen betrug in sämmtlichen Großstädten ein Drittel( 33,92 pět.) der Gesammtzahl der Arbeitslosen, so daß sich danach für diese beiden Städte allein etwa 40 000 arbeitsfähige Erwerbslose ergeben. Der Lärm der wüthenden Menge erklang jetzt furchtbar in der Nähe. Rienzi schien in Gedanken vertieft, darauf sagte er ruhig: Ihr habt gesiegt! Ich gehe mit Euch!" Ich will nur meine Papiere zusammensuchen und dann Euch folgen. Schnell, Adrian, rette sie!" und er zeigte bedeutsam auf Nina. Der junge Colonna erwartete keine weitere Andeutung, er ergriff die Hand Nina's und mit der linken Hand unter stüßte er Frenen, die vor Schrecken fast schon bewußtlos war. Rienzi befreite ihn von der leichten Last, er nahm seine Schwester am Arm und stieg die Treppen hinab, Nina blieb ruhig, sie hörte den Schritt ihres Gemahls hinter sich, dieses genügte ihr, nur einmal sah sie sich um, mit einem Blicke ihm dankend. Ein kräftiger Nordmann in Stahl gehüllt, stand an der offenen Thüre. Rienzi legte Frenen, die jetzt ganz bewußtlos war, in die Arme des Kriegers und füßte schweigend ihre bleiche Wange. Schnell, edler Herr!" sagte der Nordmann,„ fie kommen von allen Seiten." Mit diesen Worten eilte er den Abhang hinab. Adrian folgte mit Nina; der Senator blieb einen Augenblick stehen, kehrte um und war in seinem Zimmer, ehe Adrian sein plötzliches Verschwinden bemerkt hatte. Er nahm seine Bettdecke, befestigte sie an dem Fenster und ließ sich an ihr( eine Höhe von mehreren Fuß) auf den Balkon herab.ch will nicht," sagte er ,,, wie eine Ratte in der Falle sterben, die sie mir gestellt haben. Gie sollen mich wenigstens alle sehen und hören!" Dieses war das Wert eines Augenblicks. Mittlerweile bemerkte Nina bald, daß sie mit Adrian allein fei. Ha! Cola," rief sie, wo ist er? Er ist fort!" Beruhigt Euch, Signora, er ist nur zurückgekehrt, um einige wichtige Papiere zu holen, die er vergessen hatte. Er wird uns gleich folgen." So laßt uns denn auf ihn warten." " Signora," sagte Adrian, mit den Zähnen knirschend, hört Ihr nicht das wilde Geschrei des Volkes? Fort! fort!" und er zog sie in schnellerem Schritt mit sich fort. Niua aber entwand sich seinem Arm, die Liebe gab ihr Hub dabei ist die Methode der Erhebung nicht einwandfrei. Bekanntlich sollte ursprünglich die Arbeitslosigkeit nur gelegentlich der Berufszählung am 14. Juni 18SS, also zur Zeit lebhaftesten Geschäftsganges der meisten Erwerbs- zweige ermittelt werden. Auf Veranlassung des Reichstags wurde mit der Volkszählung vom 2. Dezember eine zweite Zählung zur Feststellung des Standes im Winter ver- bunden. Der Dezember aber ist in einer ganzen Reihe von Gewcrbeii vom Weihnachtsgeschäft beherrscht und stellte so lvicder für den Winter einen Höhepunkt der Beschäftigung dar, während die stärkste Senkung, der höchste Stand der Arbeitslosigkeit auf die Zeit von Ende Januar bis Ende Februar fällt. Auch waren November und Dezember 1895 Monate von sehr milder Witterung, die einen Fortgang mancher sonst um diese Jahreszeit unmöglichen Betriebsarten in gewissem Maße gestatteten. Und schließlich stellt das Jahr 1895 einen Aufschwung der gesammten Erwerbs- thätigkeit dar, wie man ihn seit vielen Jahren nicht gekannt hatte. Wurden doch in dem einen Jahre mehr Aktien deutscher Jndustriegesellschaften emittirt (161,2 Millionen Mark gleich einem effektiven Kapital von 223,2 Millionen) als in den vier vorhergehenden Jahren(117,6 bezw. 148,8 Mill.), und nur vom Jahre 1889, wird es übertroffen. Will mithin die Reichsregierung ein wirkliches Höchstmaß der Arbeitslosigkeit und damit die ganze Leistungsfähigkeit des Kapitalismus an Ver- elendling der Massen kennen lernen, so empfehlen wir ihr bereits heute, sich auf eine weitere Erhebung im Februar eines der nächsten Jahre, wenn der Kreislauf der kapitalistischen Erwerbsorganisation wieder ein- mal in die tiefste Depression ausgelaufen sein wird, vorzubereiten. Was die vorliegenden Erhebungen geben, silid also inimer noch vcrhältnißmäßig günstige Bilder. Um so stärker muß die Wirkung auf den unbefangenen Be- urtheiler sein. Die Gesammtzahl der beschäftigungslosen„Arbeit- nehmer"— der amtliche Bericht hält mit edler Zähigkeit an dieser Mißgestalt eines Gedankens und Ausdrucks fest— bclief sich am 14. Juni auf 299 352, am 2. Dezember auf 771 005. Davon waren arbeitslos am 14. Juni am 2. Dez. 1895 r) wegen vorübergehender Erwerbs- imsähigkeit(Krankheit u. Unfall) 120 348 217 365 b) aus anderen Gründen.... 173 004 553 640 Dauernd Erwerbsunfähige sind in die Statistik nicht aufgenommen. Die„Nordd. Allg. Ztg." tröstet sich über die Erwerbs- losigkeit der unter a) Verzeichneten mit der Bemerkung, daß sie„wenigstens zum allergrößten Theil vor Roth bewahrt waren und eine ordentliche Ver- pflegung genossen". Daß die Krankenunterstützung nur einen Theil des Tagelohns betragen darf, trotzdem die Krankheit bessere Beköstigung nothwendig macht und häufig sonst erwerbsthätige Familienglieder durch die Pflege ans Krankenbett gefesselt, verde«, daß die Unterstützung nach 13 bis höchstens 26 Wochen erlischt: das alles stört staats- erhaltende Gemüther nicht. Wie schön ist die Zufrieden- heit— bei anderer Leiden. Die Qualität des im übrigen beschafften Materials wird von dem amtlichen Bearbeiter selbst als keineswegs einwaudsfrei bezeichnet. Er erwähnt„Fälle", in denen Arbeitslosigkeit nach Aufgabe eines Berufs(Mädchen, um sich zu verheirathen), bei dem Uebcrgang zu einem neuen Beruf, selbst für die Militärzeit angegeben wurde. „Wiederholt haben sich endlich solche Personen den Arbeitslosen zugerechnet, welche zur Zeit der Zählung überhaupt nicht arbeiten wollten oder es nicht nöthig hatten, wie Arbeitsscheue oder lediglich Beurlaubte oder auf Ferien befindliche, deren Arbeits v e r h ä l t n i ß aber fortbestand." Diesen seltenen Vögeln der„arbeitslosen" Bräute und der Arbeiter in Ferien stehen aber andere, dort nicht er- die Kraft der Verzweiflung. Mit wildem Gelächter ent- wand sie sich ihm. Sie eilte zurück, die Thüre war zu- geworfen, aber sie öffnete sie und schob von Junen den schweren Riegel vor, daniit Adrian sie nicht wieder er- reichen könne. Sie war auf der Treppe, sie war im Zimmer. Rienzi war fort. Sie lief durch die Staats- zimmer seinen Namen laut rufend— alles war öde und einsam. Die Thüren, welche nach den Ausgängen führte», waren von außen verriegelt. Athemlos und verzweifelnd kehrte sie nach dem Zimmer zurück. Sie eilte an das Fenster — sie bemerkte, wie Rienzi sich hinabgelassen habe— ihr Herz sagte ihr, was seine kühne Absicht gewesen— sie sah, daß sie getrennt von ihm war.„Aber wir sind unter demselben Dach!" rief sie,„und unser Schicksal wird das- selbe sein." Mit diesem Gedanken sank sie erschöpft und ermattet in geduldiger Erwartung der Ereignisse, die da kommen würden, auf den Fußboden. Adrian hatte Nina verfolgt, doch er kam zu spät, die von innen verriegelte Thür widerstand allen seinen Au- strengungen. Das Volk rückte immer näher, er hörte plötz- liaz das Geschrei verändern— es wurde nicht mehr gerufen:„Es lebe das Volk!" sondern:„Tod dem Tyrannen!" Sein Nordmann war bereits ver- schwunden, und der Colonna, jetzt nur empfänglich für die Gefahr, die Irenen bedrohte, eilte schnell den Abhang hinab nach dem Ufer des Flusses, wo das Boot und sein Gefolge ihn erwarteten. Der Balkon, auf den Rienzi sich herabgelassen hatte, war derselbe, von dem er das Volk anzureden pflegte. Man trat von ihm in einen großen Saal, der bei festlichen Ge- legenheiten benutzt wurde und zu beiden Seiten befanden sich vorstehende Thürme, aus deren mit Eisengittern ver- sehenen Fenstern man auf den Balkon sah. In einem dieser Thürme wurden Waffen aufbewahrt, der andere enthielt däs Gefängniß Brettone's, des Bruders Monreal's, und weiterhin lagen die anderen Gefängnisse des Kapitals, denn der Palast und das Gefängniß waren damals in schrecklicher Nähe. Die Fenster des Saales standen offen. Rienzi trat von dem Balkon her in denselben. Die Ueberbleibsel des gestrigen Banketts waren noch vorhanden, Weinflaschen staiiden umher und goldene und silberne Becher erglänzten auf den Schänktischen. Er ging sogleich nach einem Waffen- schrank in dem Thurm und wählte von den verschiedenen Rüstungen diejenige, die er trug, als er nun fast vor acht Jahren die Barone von den Thoren Roms verjagt hatte. Er bekleidete sich mit dem Panzer und ließ nur sein Haupt unbedeckt; dann nahm er mit der rechten Hand die große Kriegsfahne Roms von der Wand herab und kehrte noch wähnte, gegenüber, die als Arbeitslose sich des Bekenntnisses ihrer Lage, sei es aus Unwissenheit oder Absicht enthalten haben: Leute, die sich durch Gelegenheitsarbeiten, Haus- industrie, Hausirgewerbe in etwas über die drückendste Roth hinwegzuhelfen suchen, in Wirklichkeit aber fast völlig arbeits- und erwerbslos sind; andere, die der Ausweisung unseres humanen Unterstützungswohnsitz-Gesetzes oder des tauseigenthümers nicht verfallen mochten; wandernde rbcitslose: kurz, die Bilanz wird hier kanm sehr zu gunsten der Erwerbssichcrheit in unserem Systeme ausfallen. Blieben die Arbeitsscheuen, Vaga- bunden— der Bericht hat für sie den ebenso originellen wie sinnlosen Namen der„gewerbsmäßig Arbeits- losen". Deren giebt es zweifellos allzuviele: Personen, die zu keiner andauernden Arbeit zu gebrauchen sind und nie an einem Orte bleiben können, Früchte der erzwungenen oder der noblen Arbeitslosigkeir, des Alkoholismus oder des Luxus, vielfach erblich belastete Ab- kömmlinge eines durch Roth oder Ueberfluß entarteten Ge- schlechts, die sich von den untersten bis zu den höchsten Kreisen vorfinden. Für die Frage der Arbeitslosigkeit als Wirkung der kapitalistischen Ordnung aber bedeuten sie— wenigstens in ihren untersten Schichten— relativ wenig, weil sie zum guten Theil eben das Erzeugniß der unfrei- willigen Arbeitslosigkeit, der Krise oder der Walze sind— dann aber auch, weil ihre Mitarbeit die Zahl der Arbeits- losen wenig vermindern könnte. Denn da einmal ein Uebcrschuß an Arbeitskräften vorhanden ist und durch die kapitalistische Entwickelung stets ergänzt wird, so könnte die Arbeit dieser Arbeitslosen nur die Arbeitslosigkeit anderer Arbeiter, mithin nur eine Verschiebung zur Folge haben. Ein beträchtlicher Maugel aber der amtlichen Statistik, der freilich unter den obwaltenden Verhältnissen nicht zu vermeiden war, ist die Erhebung an einzelnen Stich- tagen. Die Arbeitslosigkeit ist ein andauernder Zustand. Die Erhebung an bestimmten Tagen hat hier nicht allein die Feststellung der vollen Dauer unmöglich gemacht, da ja nur die bis zum Zähltage verlaufene Frist, nicht die spätere, gezählt werden konnte— sie hat auch nur einzelne Ausschnitte aus dem ganzen Jahre, nur Momentbilder gegeben. Daß die amtliche Erhebung das Beispiel der Hamburger Arbeiter von 1892, die auch nach früherer Arbeitslosigkeit fragten, nicht nachgeahmt hat, kann ihr bei der llnzuläuglichkcit der persönlichen Erinnerung und der Uuniöglichkeit einer Kontrolle nicht als Fehler an- gerechnet werden. Nur eine dauernde Bcobachiung des Arbcilsmarktes könnte hier abhelfen. Aber die Thatsache, daß es sich doch nur um einen festgestellten Theil der Arbeitslosigkeit handelt, daß im Kreislauf des Jahres ins- gesammt weit mehr Arbeiter- von dieser Noth betroffen iverden, bleibt darum nicht minder bestehen und muß bei der Beurtheilung der zahlenmäßigen Ergebnisse jener beiden Stichtage wohl berücksichtigt werden. Die Bedeutung der gewonnenen Zahlen, ihre Zusammen- sctzuug nach Berufs- und Ortsgruppen, wie nach der Dauer der Arbeitslosigkeit sei einer folgenden Darstellung vor- behalten. politische Aebevlichk. Berlin, 17. Dezember. Das Abgeordnetenhaus überwies am Donnerstag den Entwurf betr. Abänderung zum Handels- k a m m e r- G e s e tz an eine Kommission von 21 Mit- gliedern. Die Redner sämmtlicher Parteien stimmten deni Entwurf im großen und ganzen zu, die Einwendungen bezogen sich nur auf Einzelheiten. So erklärte der Konservative v. B r o ck h a u s e n die Bestimmung für unannehmbar, wonach auch die landwirthschaftlicheu Genossenschaften zu den Kosten der Handeiskamniern einmal in den Saal zurück. Niemand begegnete ihm. In dem großen Gebäude war außer den Gefangenen und einem treuen Herzen, dessen Nähe er nicht ahnte, der Senator ganz allein. Da stürmte das Volk heran, nicht mehr in geregelter Ordnung, nein, Strom auf Strom aus Straßen und Gaffe», ans Palästen und Hütten. Das tobende Meer wurde durch immer neue Flutheu geschwellt. Heran stürmten sie, durch ihre Anzahl in ihren wilden Leidenschaften nur noch mehr aufgeregt, Weiber und Männer, Kinder und boshafte Alte in der ganzen Furchtbarkeit der eittfesselten, ungehinderten physischen Kraft und thierischen Wulh— „Tod dem Verräther!" schrien sie.„Tod dem Tyrannen! Tod ihm, der das Volk, mit Steuern drücken will." Das war das Geschrei des Volkes und das Verbrechen des Senators. Sie überstiegen die niedrigen Pallisaden des Kapitals, und in einem Nu war der ganze große Platz von der Menge angefüllt— einen Augenblick vorher noch ver- ödet, und jetzt mit einem Schwärm menschlicher Wesen an- gefüllt, die nach Blut dürstelen. Plötzlich trat Todtenstille ein. Oben auf dem Balkon stand Rienzi. Sein Haupt war unbedeckt, und die Strahlen der Morgensonne fielen auf die gebieterische Stirne und auf das im Dienst jener rasenden Menge vor der Zeit er- graute Haar. Bleich und aufrecht stand er da; weder Furcht noch Unwillen, noch Drohung, sondern tiefen Gram und hohe Entschlossenheit in feinen Zügen. Einen Augenblick wurde die Menge von Scham und Ehrfurcht er- griffen. Der Senator zeigte auf die Kriegsfahne mit dem republikanischen Wahlspruch und dem Wappen Roms und begann zu sprechen. „Auch ich bin ein Römer und ein Bürger! Hört mich an!" „Hört ihn nicht! hört ihn nicht! seine falsche Zunge könnte uns bethören!" rief eine Stimme, noch lauter als seine eigene, und Rienzi erkannte Cecco del Vecchio. „Hört ihn nicht! nieder mit dem Tyrannen!" schrie eine andere gellendere und jugendlichere Stimme, und neben dem Schmied stand Angela Villani. „Hört ihn nicht! Tod dem, der den Tod gab!" kreischte noch eine. Stimme dicht nebenan, und aus dem eisernen Gitter des nahen Gefängnisses glotzte ihn wie mit Tiger- blicken das von Rachsucht flammende Auge von Monreal's Bruder an. Und nun erhob sich das Gebrüll von der Erde zum Himmel:„Nieder mit dem Tyrannen! Nieder mit ihm, der das Volk mit Steuern drückt." (Schluß folgt.) beitragen sollten, da die Handelskammern sich sehr oft gegen agrarische Forderungen ausgesprochen hätten. Eine Gemeinsamkeit der Interessen zwischen Industrie und Landwirthschaft bestehe nicht. Denselben Standnnnkt nahm das Zentrum ein, das ja in letzter Zeit ste.i' mit den Agrariern durch Dick und Dünn gehl; es machte seine Zu- stimmnng zu dem Entwurf davon abhängig, daß die land- wirthschastlichen Betriebe nicht gezwungen werden dürsten, sich in das Handelsregister eintragen zu lassen. Mit recht widersetzte sich der Handelsminister Brefeld den agrarischen Forderungen; er bezeichnete es als nicht angängig, Ausnahmen zu gunsten der land- wirthschastlichen Genossenschaften zu machen, denn diese bilden nur einen kleinen Theil des großen wirthschaft- lichen Genossenschaftsbetriebes.— Von verschiedenen Seiten wurden auch Bedenken gegen den Wahlmodus laut; so verlangte Abg. B r ö m e l(frs. Vg.) geheime Wahl, während der Nationalliberale B u e ck der Befürchtung Ausdruck gab, daß bei dem in der Vorlage vorgeschlagenen Wahlmodus die Groß- kaufleute durch die Detaillisten majorisirt iverden könnten. Der Erwähnung werth ist noch die Rede des Abg. Gamp, nicht sowohl wegen ihres Inhalts, als vielmehr als Beweis dafür, daß dieser Herr, der erst gestern im Reichstage eine so große Niederlage erlitten hat, förmlich daraus auszugehen scheint, sich zu blamiren. Er vertrat nämlich djD ganz neue Anschauung, daß obligatorische Handelskammern zu-r Stärkung der Sozialdemokratie beitragen würden. Der Beweis für seine Ausführungen war selbst- redend äußerst schwach.— In der nächsten Sitzung, am 8. Januar, wird Minister Miquel den Etat ein- bringen. Außerdem steht auf der Tagesordnung die Interpellation des Zentrums betr. A u f- l ö s u n g polnischer Versammlungen in O b e r s ch l e s i e n.— Das Herrenhaus beschäftigte sich heute mit der a g r a- rischen Interpellation, welche eine Trennung der Fonds- und Produktenbörse und eine Besetzung der Börse»- vorstände zu gleichen Theilen aus Vertretern des Handels, der Laudwirihschasl und der Müllerei verlangt. Den Herren geht das am 1. Januar in krast tretende Börsengesetz»och nicht weil genug, sie wollen deshalb vorläufig in Preußen weitere Be- schräiikungeu herbeisühren, um dann, wie ans de» Ausführungen des Grafen S t o l b e r g ersichtlich, die andere» Bundesstaaten zu denrselbe» Vorgehen zu veranlassen, oder, wenn dies miß- glückt, einen Druck auf die Reichsgesetzgebnng auszuüben. Ter tnudelsinimster Brefeld erklärte eine völlige Trennung der ondsbörse von der Produktenbörse für unmöglich, versprach ader, den Wünschen der Interpellanten Rechnung zu tragen. soweit es aiigängig sei. Die Börse sei ay sich keine Staatseinrichtung, sondern ein von den Kanfleuten unterhaltenes Institut; der Staat habe also nur dann einzugreifen, wenn das öffentliche Interesse in Frage komnie. Vorläufig solle man abwarten, ob der vom Januar ab in Funktion tretende Börsenkoininissar eine weitere Mitwirkung der Landivirthschaft für erforderlich halte. Auch der Landwirthschastsminister Freiherr v. H a in in e r st e i n versprach, daß die Negierung den Wünschen der Landwirthschaft in loyalster Weise entgegenkommen werde. Aus der Debatte ist nur das Auftrete» des Grafen K lincksiv ström erwähneus- werth, der das Verfahren der Königsberger Börse gegenüber den ostpreußischen Landwirthschastskammerii als Unverschämtheit bezeichnete. Wenn ein solcher Ton bei den Ver- tretern der Landwirthschaft in den Börseuausschüssen Sitte wird, so kann man sich nach Inkrafttreten des Börsengesetzes auf interessante Szenen gefaßt machen. Im übrigen erledtgle das Haus noch eine Reihe kleinerer Vorlagen, darunter den Gesetzentwurf betreffend Einführung e i n e r H a n sir st e u e r für Detailreisende und eine Vorlage, betreffend das gewerbliche Fortbildungs- Schulwesen in W e st p r e u ß e n und Posen, wonach der Besuch der Fortbildungsschulen in diesen Provinzen durch Ministerialerlaß obligatorisch gemacht werden kann. Der gestern zum Präsidenten gewählte Fürst zu Solms- H o h e n s o l in s- L i ch hat die auf ihn gefallene Wahl nicbt angenommen. Bezeichnend für die hohe Wichtigkeit dieses Postens ist es, daß der Gewählte eine halbe Stunde vor Beginn der Sitzung telegraphisch dem Hause seine Absage zukommen ließ und daß er in dem Telegramm ausdrücklich hervorhob, er sei von seiner Wahl völlig überrascht. Die Neuwahl wird erst nach den Ferien stallfinden. Falsche Propheten. Mit dieser Ueberschrift veröffentlichen nationalliderale Blätter, z. B die„Magdeburger Zeitung", über den Hamburger Streik einen Artikel, in weichem es heißt, die Sozialdemokratie werde für das Mißlingen des Streiks, das absolut sicher sei, verantwortlich gemacht werden, und das Ver« trauen der Arbeiter in die Sozialdemokratie werde einen Todes- stoß erhalten. Mau greift sich wirklich an den Kopf, wenn man solches Zeug liest. Abgesehen von der Lächerlichkeit, das Fell des Bären zu verkaufen, ehe er erlegt ist: heißt es doch geradezu dem ge- sunden Menschenverstand ins Gesicht schlagen, wenn mau ue- hauptet, der Zorn der Arbeiter werde sich gegen diejenigen wenden. die ihnen im Unglück brüderlich beigesprnn gen sind» anstatt gegen die Geldprotzen, welche sie ins Unglück ge- stürzt haben.— Die russische Regierung läßt die Nachricht, daß ein Hafen im Rothen Meer durch russische Schiffsmann- schaflen befetzt worden ist, für„gänzlich unbegründet" erklären. Das ist russische Regierungsgewohnheit. Gleich dem Meineids- bauer der„Fliegenden Blätter" schwört die Regierung Väterchens alles ab, wenn sie auf irgend einem Räubcrstreich ertappt worden ist. In England weiß man, was von diesem Dementi zu halten ist. Die diplomatische Koniödie mit Me r w ist dort noch in zu frischem Andenken. Als ein russisches Expedilionskorps vor 12 Jahren auf diese Etappe nach Indien losmarschirte, be- theuerte die russische Regierung aus Ehre, es sei blos eine „wissenschaftliche Expedition". Und auf alle späteren Anfragen erfolgte dieselbe Autwort— bis Merw von den russischen Truppen erstürmt und in einen Vorposten gegen Englisch-Jndien verwandelt war.— Chronik der Majestätsbeleidiguugs- Prozesse. In A s ch a f f e n b u r g würbe der Kausmann Leopold Hain- burger wegen Majestälsbeleidipung zu 4 Monaten Gefängniß verurtheilt. Er hatte sich abfällig über den König O>to von Bayern geäußert. Ein Zuhörer hatte die Worte auf- geschrieben und der Polizei inilgeiheilt.— Die Strafkammer zu Essen verurtheite den Handlanger Franz Hermes zu zwei Monaten Gefängniß. -»* Deutsches Reich. — Ein neuer Konflikt mit Marokko. Der Fall Rockstroh ist kauni erledigt und schon wieder ist ein Deutscher das Opser der Anarchie in Marokko geworden. Wie das „Reuter'sche Bureau" aus Tanger von heute meldet ist der deutsche Bankier Häßner, als er sich letzte Nacht nach Hause be- geben wollte, in einer Entfernung von 300 Iards von dem Stadt- thore ermordet worden.— — Das Magdeburger Urtheil gegen G«- nossen John wegen Majestätsbeleidigung wird schreibt: Desterreich. Bulgarien. Asien. -Auf den Philippinen steht es mit den Spaniern noch schlechter als auf Kuba. Aus Singapore melden die einzelnen Philippinen- Jufeln nach Manila zurückgezogen worden. ,, Times" unterm 16. Dezember: Die Truppen sind von den Die Rebellen, welche Cavite befestigten, sind jetzt 50 000 Mann start. Das Land ist in vollem Aufruhr. Afrika. nun auch von der Frankfurter Zeitung" kritisirt. Das Blatt| Arbeitern aus den Pflanzungen von Herbertshöhe und Veranlassung des Unterrichtsministers den Studenten von den Gmentambu unter Mitnahme eines Bootes der Firma Forsayth. Universitätsbehörden untersagt war, eine Petition an den Baren Auch wir sind der Ansicht, daß das Urtheil ganz un- Diese Leute erreichten ihre Heimath, das Dorf Bossi, auf der zu richten. In Warschau lehnten es die Hörer polnischer haltbar ist. Eine Rechtsprechung, welche diese Richtung ein- Nordostseite von Neu- Mecklenburg und setzten bald die ganze Um- Nationalität ab, sich dieser Aktion der russischen Studenten anschlägt, würde die Rechtssicherheit in bedenklichster Weise ge- gegend in Schrecken. Dr. Hahl unternahm eine Expedition, und es zuschließen. fährden und die Presse geradezu vogelfrei gegen jede gelang ihm, das Dorf Bossi zu überraschen. Es entspann sich ein Denunziation machen. Es ist ja schon strafbar, den Herrscher hartnäckiger Kampf mit den Eingeborenen, die jedoch schließlich die Sofia, 17. Dezember. Einem Beschluß des Ministerraths einer gefezwidrigen Handlung zu bezichtigen, selbst wenn die Flucht ergriffen. Die Flüchtenden wurden energisch verfolgt und zufolge wird der Sobranje ein Gefeßentwurf unterbreitet werden, Bezichtigung zutrifft. Geradezu ungeheuerlich aber würde es eine Anzahl erschossen; ebenso gelang es, denselben eine Anzahl wonach allen emigrierten, in russischen Diensten fein, wenn nun Einrichtungen und Veranstaltungen deshalb Flinten und etwa 300 der gestohlenen Patronen abzujagen. Weitere befindlichen ehemaligen bulgarischen Offi. der Kritik sollen entzogen werden, weil diese Kritik auch auf Kämpfe führte der deutsche Richter gegen die Eingeborenen auf zieren die Rückkehr nach Bulgarien zu geftatten den Kaiser bezogen werden könnte. der Mausoleum- Insel. Die dortigen Eingeborenen hatten einen sei. Auch soll ihnen nach Maßgabe der Vakanzen der EinVom groben Unfug". Während sich bis jetzt noch das Dorf einzubringen, dessen Einwohner nach turzem Wider- welche nicht eingestellt werden, sollen Ruhegehalt genießen. Bon Vom groben Unfug". Während sich bis jetzt noch deutschen Händler bedroht. Es gelang Dr. Hahl, unerwartet in tritt in das Heer freigestellt werden. Diejenigen, fein Staatsanwalt gefunden hat, der den Fürsten Bismard wegen ftande flohen. Eine Verfolgung der Leute in den pfadlofen diesen Vergünstigungen sind nur vier besonders schwer komprofeiner Enthüllungen von Staatsgeheimnissen zur Verantwortung Mangrovefümpfen war nicht möglich. Dagegen wurden die Hütten mittirte frühere bulgarische Offiziere ausgeſchloſſen. zöge, wozu doch der von dem Exkanzler für solche Fälle selbst zerstört, einige Flinten erbeutet und vor allen Dingen die gegeschaffene Arnimparagraph eine genügende Handhabe bietet, sammte Kanoeflotille, bestehend aus vielen schnellsegelnden Kriegswurde ein sozialdemokratischer Redakteur vor den Kadi gezerrt, tanoes, zertrümmert. weil er den Fürsten Bismarck wegen seiner Enthüllungen ver spottet hat. Genosse Eduard Fuchs in München, Redakteur des Wigblattes" Süddeutscher Postillon", ist der Sünder, Wien, 16. Dezember. Abgeordnetenhaus. In der Spezialder der strafenden Gerechtigkeit zum Opfer fiel. Er wurde wegen debatte über das Ministerium der Landesvertheidigung hob der eines Gedichts, betitelt Enthüllungen", Ballade vom Sachsen- Landesvertheidigungs- Minister Graf v. Welfersheimb die Nothwalde, worin des Fürsten Bismarck als eines alten Weibes" wendigkeit einer Erhöhung der Gebühren der Gagisten gedacht war, des groben Unfugs angeklagt und das Schöffen- in der Armee hervor. Der bezügliche Entwurf sei bereits im Reichsgericht hat ihn auch richtig verurtheilt, und zwar zur höchsten Kriegsministerium ausgearbeitet und die österreichische Regierung Kairo. Pensa, der Sekretär der egyptischen SchuldenStrafe, die zulässig ist, zu 6 Wochen Gefängniß. Zur Begründung habe schon ihre Zustimmung ertheilt. Der Minister besprach kommission, veröffentlicht ein Schreiben, in dem ausgeführt des Urtheile führte der Vorsitzende, Amtsrichter v. Bombard, sodann das Duell und erklärte dasselbe für Unfug und wird, daß England, indem es Egypten das Geld für die Donunter anderem aus: Bismarck sei zwar keine politische Persön- rohen Barbarismus. Er pflichte vollkommen dem Wunsche gola- Expedition zur Zurückzahlung an die Staatsschulden- Rasse lichkeit mehr, allein es müsse einen Deutschen auf das tiefste bei, daß alle zusammenwirken sollten, um diesem Unfug zu lieb, das internationale Uebereinkommen vom Jahre 1880, das Fränken und verlegen, wenn in solch unfläthiger Sprache von Steuern, müsse dabei jedoch die Armee gegen die Beschuldigung England selbst unterzeichnet hat, verlegt habe. Artikel 37 dieses dem ehemaligen Reichskanzler gesprochen werde. Ganz Deutsch- in Schuß nehmen, als wäre sie der Punkt, auf den fich der Unfug Uebereinkommens besage, daß Egypten ohne Zustimmung der land, das, man dürfe es ruhig aussprechen, seinen Bismarck im bürgerlichen Leben stütze. Schuldenkommission keine Anleihe aufnehmen dürfe. Die hochhält, müsse ergerniß daran nehmen, wenn dieser Mann so europäischen Mächte hätten nun zu entscheiden, ob die Grundin den Koth gezogen werde, wie dies in der inkriminirten sähe des internationalen Rechtes straflos verletzt werden Nummer des Südd. Postillons" geschehen sei. Bern, 15. Dezember.( Eig. Ber.) Mit seinem Auszählungs dürften. Darum wird sich England wohl wenig kümmern. Hierzu könne tein Recht als bestehend erachtet werden. antrag am Sonnabend hat Dr. Sourbeck in ein Wespennest Und den europäischen Gläubigern Egyptens wird es gleich Die höchst zulässige gestochen. In der gestrigen Situng des Nationalrathes bleiben, wer sie bezahlt; wenn sie nur bezahlt werden. Strafe von sechs Wochen Haft wurde um deswillen aus= gesprochen, weil nach der Ansicht des Gerichts die historische besonders aber darüber, daß ein Junger, ein Neuer, einen solchen ließen mehrere Alte ihrer Entrüstung frei die Zügel schießen, Erscheinung Bismarck's in Anerkennung seiner Verdienste einen Schritt gewagt. Dagegen trat nun Wullschleger ganz Kuba. In der Provinz Havana stehen mehrere Insur ganz besonderen Schuß genießen müsse. Der Umtsanwalt hatte energisch und unter Protest auf und Curti sekundirte ihm gentencorp3; zwischen ihnen und den Spaniern kommt es bei Beginn der Verhandlung auch noch Ausschluß der Deffent- dabei, daß eben die Geschäftsordnung über die Kollegialität gehe. fast täglich zu Scharmügeln. Kein Telegramm über die Botlichkeit wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung beantragt, Der erger der Alten über die Verlesung ihrer Namen als schaft des Präsidenten Cleveland und die Verhandlungen des welchem Antrage das Gericht allerdings nicht stattgab. Zu diesem Urtheil mag nur eins bemerkt sein. Der„ Reichs- Abwesenden ist begreiflich. Es erfahren davon ihre Wähler und Kongresses der Vereinigten Staaten darf veröffentlicht werden. Anzeiger" schrieb über die Bismarc'schen Indiskretionen: sie verlieren ferner die Diäten für Sonnabend und Sonntag, was Rio de Janeiro( Brasilien), 15. Dezember. Die Blätter der Bundestasse ca. Diplomatische Vorgänge der von den" Hamb. Nachrichten" er Wullschleger, als sozialistischer Hecht im gemüthlichen In mehreren Versammlungen wurde die Regierung aufgefordert, 3000 Fr. Ersparnisse ausmacht. bringen anläßlich des Todes Maceo's Artikel gegen Spanien. wähnten Art gehören ihrer Natur nach zu den strengsten Staatsgeheimnissen; sie gewissenhaft zu wahren, beruht bürgerlichen Karpfenteiche, beanstandete auch den vom Justiz- die Aufständischen als kriegführende Macht anzuerkennen. auf einer internationalen Pflicht." Derselbe Mann, und Polizeidepartement verlangten Nachtragskredit von 3000 Fr. der diese strengsten Staatsgeheimnisse aus Haß gegen seine Nachfür die Fremdenpolizei. Er sprach die Hoffnung aus, Parlamentarisches. folger enthüllte, dadurch das Deutsche Reich bei den verbündeten daß die Schweiz nicht etwa den Anfang mache zu einer politischen Staaten Desterreich- Ungarn und Italien diskreditirte, diesem Polizei, wie sie neulich in einem Nachbarstaat eine so klägliche Der Bundesrath ertheilte in seiner heutigen Sigung dem felben Mann wird von dem Münchener Gericht ein besonderer Rolle gespielt hat. Bundesrath Müller erklärte, es Antrage betreffend die Ausstellung der Zivilversorgungsscheine Schutz zugesprochen gegenüber der Kritik seiner schäbigen Hand- handle sich um keine Geheimfonds, sondern um die Ueberwachung für in den Kolonialdienst eingetretene Militärpersonen und dem lungsweise. gefährlicher, verbrecherischer Elemente. Bei der Prüfung der Ausschußantrage betreffend das amtliche Waarenverzeichniß zum Preßvergehen gehören in Bayern vor das Schwurgericht, Staatsrechnung biete sich Gelegenheit, die betreffenden Ausgaben Bolltarif die Zustimmung. Ferner wurde die Zustimmung ertheilt wegen Bismarckbeleidigung hätte nur geklagt werden können näher anzusehen.- Das Budget für 1896 enthält für die Bundes- dem Ausschußantrage betreffend die Abänderung und Erauf Antrag des Alten im Sachsenwalde. Der Antrag ist aber anwaltschaft 17 400 Fr. und für die Fremdenpolizei 12 000 Fr. gänzung der Instruktion für die zolltechnische Unterscheidung nicht gestellt worden. Umgangen wird die Sache durch die Au- Im Jahre 1895 wurden für beide Posten 31 039 Fr. aus wendung des berühmten§ 360 Absatz 11. Die Vielseitigkeit der gegeben. Anwendung des ganz wider den Sinn des Gesetzgebers ange wandten groben Unfugsparagraphen ist um ein weiteres Beispiel vermehrt worden. " V Gestörtes Geschäftchen des Bundes der Landwirthe. Der Landwirthschafts Minister verbot den Hagelversicherungs- Gesellschaften Borussia und Patria und der Hagelversicherungs- Bank die Gewährung eines Sonderrabatts von 5 pCt. an die Mitglieder des Bundes der Landwirthe und drohte mit Konzessions- Entziehung im Nichtbeachtungsfalle. - Der Fall Schnuh. In dem seit mehr als 5 Jahren schwebenden Disziplinarverfahren des Magistrats zu Hannover gegen den aus dem Leuß- Prozesse bekannten früheren Direktor des Lebensmittel- Untersuchungsamtes, Dr. Schnuz, ist auf Amtsentsegung erkannt worden. Der Verurtheilte hat sofort Berufung beim Oberverivaltungsgericht eingelegt. Schweiz. SAGGIO Amerika. des Talgs, dem Antrag Preußens betreffend die Ausführung des Börsengesetzes vom 22. Juni 1896, der Vorlage betreffend die Anwendung des Börsengesetzes vom 22. Juni 1896 auf die Börse in Straßburg( Elsaß) und dem Nachtragsantrag Preußens betreffend die Ausführung des Reichs= Börsengesetzes 22. Juni 1896. werden. זןןסס Bern, 17. Dezember. Die bisherigen Bundesräthe wurden von der vereinigten Bundesversammlung für die neue dreijährige Amtsperiode wiedergewählt. De u ch er wurde Bundespräsident, ueffy Vizepräsident. Beide gehören der radikalen Partei au. Zürich, 15. Dezember.( Eig. Ber.) Im Großen StadtDie Dampferfubventions- Vorlage soll in der Etatrath beantragte die sozialdemokratische Fraktion die Unter- Rommission erst nach Erledigung des Budgets verhandelt suchung der Bestechungen mit 10 000 refp. 30 000 Fr., welche jüngst bei dem städtischen Landankauf vorgekommen sind. Der Margarinegesetz- Entwurf. Dem Reichstage ging ein Uns Antrag wurde angenommen und der Magistrat mit der Unter- trag von Manteuffel- Bachem zu bezüglich der Wiedereinbringung suchung beauftragt. Die Gemeindeversammlung in Aarau des Margarinegesetzes. Der Antrag hält das von dem Bundes beschloß die unentgeltlichkeit der Lehrmittel für rath beanstandete Färbeverbot aufrecht und schränkt die Bestim sämmtliche städtische Schulen. Der Magistrat hatte Ablehnung mung über getrennte Verkaufsräume auf Ortschaften über 5000 empfohlen. Frankreich. Einwohner ein. Paris, 16. Dezember. In der Kammer erklärte der Kriegs- Die Hafenarbeiter- Bewegung. minister, er werde einen besonderen Kredit für die Fertigstellung Behördlicher Kampf gegen die Sozial- der Festungswerke von Paris fordern. Er werde niemals in Aus Hamburg schreibt unser Spezialberichterstatter demokratie. In großen Mengen hatte der Landrath des eine Abkürzung der Ausbildungsdauer der Reservisten und der unterm 17. Dezember: Kreises Neurode in Schlesien, Freiherr v. Rechenberg, Angehörigen der Territorial- Armee auch nur um eine Stunde Das bereits gemeldete, von der Ober- Hafenpolizei auf in den Schulen und Haushaltungen einen evangelischen Kalender willigen. Ein Antrag Jaurès, die Dienstzeit auf ein Jahr her höhere Anordnung" hin an die Streifenden erlassene Verbot, zur Bekämpfung der Sozialdemokratie verbreiten lassen. Dies abzusetzen, wurde mit 482 gegen 54 Stimmen abgelehnt. auf den ihnen zur Verfügung stehenden Dampfern den Hafen paßte dem Organ der Zentrumspartei in Neurode nicht in den Kram und in einem langen Artikel wendet Einen blödsinnig chauvinistischen Artikel u befahren, ist durch keine gesetzliche Bestimmung zu rechtes fich gegen die landräthliche Bekämpfung der Sozial- verübt der berüchtigte Antisemit und Reaktions- Radaubruder fertigen. Die beim Senat erhobene Beschwerde wird also aller Voraussicht nach Erfolg haben, aber nicht ausgeschlossen ist, daß demokratie, die es ein Uebergreifen auf das feel. Mille voye in der Pariser" Patrie". Er benutzt das von ihm das Verbot erst nach Beendigung des Streits aufgehoben forgliche" Gebiet nennt. Freiherr v. Rechenberg blieb selbst erfundene und jetzt wieder aufgewärmte Gerücht, daß der werden wird. zugesandten Erklärung schreibt er, daß die Meinung, das hastesten Weise gegen Deutschland und die Deutschen zu schimpfen. in der öffentlichen Meinung anzuschwärzen und darauf die Antwort nicht schuldig; in einer dem Zentrumsblatte deutsche Kaiser nach Paris kommen wolle, um in der pöbel- Welche Lügen erfunden werden, um die Streitenden königliche Landrathsamt sei weniger berufen, als kirch- Wir erwähnen diefer Gemeinheit blos, weil die deutschen was alles in die Welt hinaustelegraphixt wird, dafür folgendes liche Organe, der sozialdemokratischen Propaganda entgegen- efchäft stompagnons des des Herrn Millevoye deffen zutreten, eine durchaus irrthümliche sei. Dann heißt es wört- Schimpf- und Schandartikel nach Möglichkeit zu verwerthen be: Beispiel. Es hieß, am O'Swald: Quai sollte gestern ein Kampf müht sein werden. Und da sei denn erklärend bemerkt, daß zwischen Streifenden und Streitbrechern auf Leben und Tod stattgefunden haben, bei dem mit Revolvern scharf ge= " Im Gegentheil; es ist doch selbstverständlich, daß Herr Millevoye in Frankreich eines ähnlichen Rufes, Ansehens die" föniglichen Staatsbehörden, in erster Linie die und Einflusses genießt wie Herr Liebermann v. Sonnenberg in politischen, ihrerseits sich bethätigen gegenüber gegenüber Be Deutschland. strebungen, welche zunächst den Bestand des Staates gefährden. Wenn daneben auch kirchliche Veranstaltungen Die Partei der Rechten, die schon bei den letzten denselben. Zweck verfolgen, so ist das immerhin erwünscht; Reichstags Wahlen große Verluste erlitten, ist auseinander daß aber nur letztere legitimirt, berechtigt, berufen" feien, ist gebrochen. In der letzten Delegirtenversammlung der Partei durchaus nicht der Fall." wurde mit großer Majorität ein Antrag angenommen, der ein Bündniß mit der gemäßigten Linken empfiehlt. Daraufhin verließen die Extremen den Sigungssaal, hielten eine Versammlung ab und beschlossen, aus der alten Organisation der Rechten aus zutreten und eine neue selbständige Partei mit einem neuen Vorstande zu bilden. lich weiter: Freilich ist es nichts Neues, daß die Behörden die Sozialdemokratie bekämpfen; aber daß dies als eine selbstverständliche Pflicht der Behörden bezeichnet wird, verdient registrirt zu werden. worden. 200 -W Dänemark. Italien. schossen worden sei. In Wirklichkeit liegt die Sache so: An Bord des am D'Swaldquai liegenden englischen Dampfers„ Riverdale" arbeitete ein als Schauermanusarbeiter angeworbener junger Mann von etwa 19 Jahren, der sich einen Revolver gekauft hatte und denselben, scharf geladen, bei sich führte, um sich bei einem etwaigen Angriff seitens Streifender zur Wehre setzen zu tönnen. Nach Eintritt der Dunkelheit feuerte nun dieser junge Mann und zwar aus purem Uebermuth einige Schüsse ins Blaue ab. Einige in der Nähe patrouillirende Hafenpolizeibeamte, welche alsbald zur Stelle waren, fonfiszirten die Waffe und ließen den jungen Mann, nachdem sich die Harmlosigkeit des Schießens als solche herausgestellt hatte, bei der Arbeit. Dieser Thatbestand wird heute sogar von bürgerlichen Blättern zugegeben, nachdem gestern die entsprechenden Schauermärchen in die Welt geschickt waren und man sich von mehreren Todtschlägen erzählte, die vorgekommen sein sollten. die Streitenden irre zu führen. So findet sich im lokalen Theil " In dem Zeugnißzwangs- Verfahren gegen den Chefredakteur der Königsb. Hartung'schen 3tg." wegen der Veröffentlichung des Kommandanturbefehls in der Börsen- Nom, 16. Dezember. Die Deputirtenkammer genehmigte garten Affäre ist seitens des Amtsgerichts wegen theilweiser den italienisch- tunesischen Vertrag in geheimer Abstimmung mit Kann als ein Erfolg jener politischen Auch sonst wird vielfach mit Theaterdonner gearbeitet, um Mark 232 gegen 64 Stimmen. Zeugnißverweigerung eine Geldstrafe von 150 Wart festgesetzt Richtung betrachtet werden, die ein Ginvernehmen zwischen Italien und Frankreich anstrebt, der Zeitungen folgende Notiz:" Der Verein der Stauer von Zwickau, 16. Dezember.( Eig. Ber.) Der Militärverein zu Rußland. Hamburg- Altona bringt öffentlich zur Anzeige, daß der Bedarf Stenn hat mit 28 gegen 1 Stimme ebenfalls seinen Austritt an Schauerleuten für unsere Betriebe infolge neuer Zu Petersburg, 17. Dezember. Der Regierungsbote" veraus dem Militärvereinsbund beschlossen. Im ganzen find jetzt öffentlicht folgende Darstellung der Studentenunruhen in Moskau: züge und ferner zu erwartender Leute, welche im Julande 22 Vereine ausgetreten. Und die Bewegung geht noch fort. Das ist aber Die Studenten hatten Landsmannschaften gebildet und diese fest angenommen find, voll gedeckt ist." hiesige General Stuttgart, 17. Dezember. Ministerpräsident Freiherr waren zu einem Verbande zusammengetreten. Letzterer richtete offenbar unwahr, daß selbst der hiesige v. Mutnacht hat, dem Beobachter" zufolge, dem Kammer- an andere Universitäten Aufrufe revolutionär politischer Natur. Anzeiger" sich veranlaßt sah zu bemerken:" Die Kern truppen im Schauermanns Betriebe fehlen präsidenten Payer in Sachen der Verfassungsrevision und unterstüßte ausständige Arbeiter in Kosstroma mit Geld. mitgetheilt, daß die Regierung mit den Arbeiten über die Bei der Panichide für die auf dem Chodinskyfelde Verunglückten die Rheder und Stauer ebensogut, wie wir. Wir finden es daher auch jetzt noch immer im Hafen, das wissen Listenwahl zu einem vorläufigen Abschluß gefommen sei, veranstaltete der Verband Kundgebungen. Schließlich brachen die für die Fortführung aber eine Fühlung mit der Volksvertretung Mitglieder des Verbandes in die Wohnung des Rektors ein, um sehr rücksichtslos, wenn einige Hamburger Beitungen ihren Lesern für nöthig halte. Der Ministerpräsident erklärte sich zu einer die während der Unruhen Verhafteten zu befreien. Im ganzen aufbinden, es sei alles im Hafen im vollen Betriebe, und daß Besprechung bereit, an der je ein Vertreter der Fraktionen der wurden 1114 Studenten verhaftet, von denen 662 schuldig be- die noch streikenden Hafenarbeiter mit sogenannten Fischmarktsbeiden Kammern theilzunehmen haben wird. funden wurden. Die offizielle Darstellung beweist, daß sich löwen( Rowdies, Strolchen) zu vergleichen seien." Was die Gesammtlage des Streits betrifft, so ist unter den Studenten sozialistische Elemente befanden. Daraus erklärt sich auch das schroffe Verhalten der Behörden, die darin keine wesentliche Aenderung eingetreten. Morgen, am Freitag sind wieder drei Frauen Vers gewiß nicht wegen eines Trauer Gottesdienstes" eingeschritten sammlungen, heute Abend soll in vier Versammlungen Kleingewerbetreibender der Bericht über die Erfolge der zum Senat gesandten Kommission gegeben werden. Die Neue Hamburger Zeitung" ist in der Lage, folgendes über fene Audienz zu berichten: $ wären. - Von Kämpfen im Bismarck Archipel, einer deutschen Kolonie unter der Verwaltung der Neu- GuineaKompagnie, wird der„ Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" vom 20. Ottober geschrieben: Der dort thätige Richter Dr. Hahl hat Petersburg, 17. Dezember.( B. H.) Es bestätigt sich, daß neuerdings mehrere Züge nach Neu- Mecklenburg zur Züchtigung anläßlich der letzten Studenten Demonstrationen mehrere Unidortiger Gingeborenen unternommen, und zwar mit gutem verſitäten geschlossen wurden. An den noch nicht geschlossenen Erfolge. Im Juli war ein der Schuhtruppe angehörender Universitäten wurden die Ueberwachungsvorschriften wesentlich" Herr Senator Hachmann hat die Deputation sehr freundNeu- Mecklenburger aus Herbertshöhe desertirt unter Mit- verschärft. lich empfangen. Er gab selbst gern zu, daß die Verhältnisse nahme von fünf Mauserkarabinern und fünfhundert Pa- Warschau, 17. Dez. In den Universitäten zu Chartow von Tag zu Tag unleidlicher und unerträglicher werden, tronen. Mit ihm entwich ferner eine Anzahl von und Rasan fanden Studenten- Demonftrationen statt, weil auf wie er auch nicht die Gefahr, die die Kleingewerbetreibenden demotratte H. Thomas, 11,70. Lifte 278 7,20. Auf Etsten 1285, 1288, 1290, Pianofabrik Elsenstraße, 2. Rate 10,65. Gürtler bei Th. Schmidt 4,35. Bilder1 infolge des Streits bedroht, verkannte. Indem er auf seinen 126,70. Stammgäfie 8a- 0w 6,75. Zischlerei tenert, Grunewaldfir. 116, 10,50.| Partei ant. Erwähnt sei noch, daß in Löbtaut ein jeder Wähler Ausgleichsvorschlag durch die Einsetzung eines Schiedgerichts Herzog u. Frantet, Tischleret, Friedenau und der größte Feind der Sozial das Bürgerrecht nach den Bestimmungen der Städte Ordnung hinwies, bedauerte er, damit nicht jene Wirkung erzielt zu haben, 1292, 1293, 1294 0,70.' Tischleret Bietow, Koppenstraße, 6,55. Unbekannt 1. befizen muß. Hier haben nun die Gegner schon zweimal den die jeder Einsichtsvolle und jeder Freund geordneter Verhältnisse Arbeiter von F. Stolzenberg, Blumftr. 70, 13,30. Auf Liften 2080, 2081, 2086, Hebel angesetzt. Wenn sich die Arbeiterschaft nicht mehr als bisganz gewiß mit herbeigewünscht hat; leider hätten die Arbeit- Arbeiter der Maschinenfabrik von Kapler 31,75. Ginige Zappenschwenker, her für das Bürgerrecht intereffirt an der Anregung hierzu werden wir in zwei geber, die gute Absicht offenbar verkennend, diese Ausgleichs- verloofung vom Kummer'schen Gesangverein. Tischleret von Franz, Balli feitens der Genossen hat es nicht gefehlt vorschläge abgelehnt, der Senat Senat aber fönne fadenstr. 21, 1,50. Tischleret von Hampel, Ballifabenstr. 18, 3, Sattler, Jahren auch die letzten zwei Sige verlieren und die Gegner find und dürfe nicht eingreifen, da er hierzu kein Alte Satobfir. 136, 10,60. Klempner, Thurm'schen Werkſtatt 5,95. Berband dann wieder hübsch unter sich. War das Wahlergebniß in Löbtau Recht habe. der Bauarbeiter Deutschlands, Zablstelle Rigdorf- Brig, 15,- Berrufener Die ganze Frage sei rein wirthschaft- Saal S. H. 18,- Tischlerei Schäde, Fruchtstraße, 3,50. Schriftgießerei sehr ungünstig, so ist das wieder wett gemacht durch die Erfolge licher Natur und stehe außerhalb der Machtsphäre des Senats, Aßmann 3,-. Personal der Buchbinderet von M. Bading, 3. Rate 10,- in anderen Orten der Dresdener Gegend. der sich nur darauf beschränken könne, den Kampf zu überwachen Drechslerei v. Marzahn, Burgstraße, 6,50. 2. A. 1,25. Bildhauer Kroschwiz Buchbinderet Lüderitz u. Bauer 13,85. Von den Be liner Zimmerleuten Polizeiliches, Gerichtliches 2c. und dafür zu sorgen, daß durch den Zuzug fremder Arbeiter der d. F. 500,- Gemüthliches Beiſammensein, Wrangelſtr. 32, 1,50. Ungenannt Wegen Beleidigung des Fabrikarztes der Sommerfeld'schen Gefundheitszustand der Stadt nicht gefährdet werde. Die Polizei aus Friedrichsberg 10,-. Silberwaaren- Fabrit, Ritterſtraße, 6,80. efe- und Fabrit in Rottbus, Dr. Paul Fischer, wurde Genosse Diskutirklub Französisch- Buchholz Buditer Stramin 6, Frete Vereini habe deshalb alle Anstalten getroffen, daß die ankommenden ung der Staufleute auf Zifte, 101, 109, 103 14,50. Arbeiter der Firma Kapler Schöpflin als verantwortlicher Redakteur der„ Märkischen Fremden ordnungsgemäß gemeldet werden und unter polizeilicher 15, Liste 111 durch Linning 7,85. Personal der Jalouftefabrit Wohlfahrt Volksstimme" vom Schöffengericht in Frankfurt a. D. zu Bewachung bleiben." u. Cie. 9,50. Tischlerei Hante u. Mirte, Schönhauser Allee, 4.- Listen 986, 100 M. Geldstrafe verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte sechs 987 18,60. Buchbruckerei von Seibel u. Go, Neue Friedrichstraße 48, 11,25. Der Senat hat ferner gestern eine Sigung abgehalten, um Weißenfeer Gttefeltlinit 2,20. Zischleret hante u. Raaber, weberstraße, 8,75. Wochen Gefängniß beantragt. Die Beleidigung ist in einer fich mit der von den Arbeitern am Sonnabend beschlossenen, Buchdruckerei Dito v. Solten, 2. Rate 30,- Schulze 3,- Kinsberg- Ulbrich Notiz gefunden worden, worin geschildert war, daß der Arzt die Hand zum Frieden bietenden Resolution zu der Chef und seine Gefellen 8,60. Bildhauer F. Bogts u. Co. 4, Gesammelt einer größeren Fabrik sich um eine daselbst bewußtlos gewordene befassen. Zu welchen Beschlüssen es dabei gekommen ist, ist noch straße, 8,30. Arbeiter von Schuster u. Bär, 37, unter Damenschneidern durch Lorenz 17,-. Buditer zur Fichte, Mittenwalder3 Arbeiter von Sporn Arbeiterin nicht genügend gefümmert hätte. Dr. Fischer erklärte nicht bekannt. Um über den Verlauf der Hafenarbeiter- Streits in Hamburg und in Bremen ein allseitiges Urtheil zu ermöglichen, veröffentlicht die ,, Soziale Praxis" in ihrer neuesten Nummer Darstellungen von drei verschiedenen Standpunkten aus. In Ham: burg ist das Einigungsamt von den Unternehmern abgelehnt worden, während Tel in Bremen angenommen wurde und den Streit schon in seinen ersten Anfängen beendigte. In der genannten Zeitschrift giebt nun aus Hamburg zuerst von der Angriffsseite der Abg. v. Im eine Fortsetzung der Darstellung, die er in der vorigen Nummer begonnen hatte, während der Standpunkt der Hamburger Unternehmer vom Kapitän Landerer vertreten wird. Das Bremer Einigungsamt endlich wird von dem Vorsitzenden desselben, Richter Dr. Blendermann, besprochen. " B 9, Lifte 1656, 470 d. Döhring 20,80. " Paul 3, Maschinenfabrit von Bredniz u. Seidel 14,55. Fabrit König, als Beuge, daß er sich der Kranken im Gegentheil mit bes Rücken u. Co. 21,20. Auf Liste 2523 durch Nautenhaus, Lacirer 6,90. Morgen Sprache b. Lacirer 1,65. 3. b. Mitgl. D. D. Buchbrucer- Berb. im„ Borwärts" sonderer Sorgfalt angenommen habe. Als er seine Zeugenschaft Grtra- Samml., 3. Rate 31,10. Auf Listen der Musitinstrumenten- Arbeiter 571 benutzte, um die sozialdemokratische Partei anzugreifen, ersuchte Neugebauer 10,80. Mörs 572 9,10. Neufeld 573, 574 19,15. Rube 575 8,50. ihn der Vorsitzende, feine Politik zu treiben. Janowsly 576 13,15. Hoffmann 577 9,20. Pfeiffer 578 20,-. Koch u. Co. 681 8,50. Benedir 582 10, Konfiszirt wurde in Köln die Nummer 284 der Heindorf 584 8,95. Strauſe 585 6,50. Otto 586 21,65. Hoof 587 12,65. Echolz 589 4,-. Siebert 590 8,-. Seidel 591 12,25. Rhein. 3tg." wegen eines Aufrufs für die Hamburger Bockholz 605 11,10. Laurinat 615 17, Lampe 592 10,75. Quantt 595 22,60. Nöste 596 11,50. Pfaffe 599 10,30. Hafenarbeiter. Der schon erwähnten Haussuchung bei dem Schulz 579 9,30. Lamp 588 5,-. Siebert 628 11, Vertrauensmann der Kartellkommission ist eine weitere bei dem Hante 597 6,-. Lifte 533, 534 v. Metallarbeitern, Bülowund straße, 39,60. Mittwochs- Kleeblatt bei Genossen Deinhardt eine verantwortliche Ver Albumfabrit, Prinzenstraße, 7,-. Etui nehmung des Genossen Michels gefolgt. Bei dem Bubeit 2,-. Tischlerei Hausmann, Prinzenstraße, 3,-. P. N. 3,-. arbeiter, Bischofstraße, 2,30. Personal Buchdruckerei Klarbaum 6,0. Tischfabrit von Richter, Blumenstr. 30, 22, Genoffen Deinhardt handelt es sich um den Spinnerstreik Bom Verband d. Gold- u. Silberarbeiter Berlins, darunter Silberwaaren- und einen zu diesem erlassenen Aufruf. Außerdem suchte man Fabrit H. Meyen u. Co. 110,-. Personal Hayn's Erben Buchdruckerei, zu erfahren, wie die Geldsammlungen bei Streits vorgenommen Metallschleifer v. Lüdtke 1,50. Berlin d. Kirthe 26,25. Strandbarsch, 2. Rate, S. S. Markgrafenstr. 94, 37, würden. Genosse Michels wird beschuldigt, durch VeröffentStockarbeiter, Grünstraße, mit einer Ausnahme 6,05. Buzer, Kolonne 1001 Nacht b. S. P. 5,50. Arbeiter- Bildungs- lichung von Aufrufen, die die Bemerkung enthielten:„ Buzug verein Schöneberg d. Bäumler 50,-. Werkstatt b. Albrecht, Schöneberg, 7,90. ist fernzuhalten!" in sechs Fällen groben Unfug verübt zu haben. Aus d. Franzstraße 5,05. Bon d. Hausvogtei Buchdruckern und Siamm Außerdem soll er dadurch, daß in drei Aufrufen( die sich auf gästen d. Reft. Päzel, Stattlub Privat 3, Personal der Buchdruckerei ezius u. Co. 3,75. Lifte 811 Geibel 21,45. A. G. G. 801, 802, 803, 804, 806, den Kölner Schreinerstreit, den Streit in der Kölner BaumwollSchulz 7, 807, 810 112,30. Tischlerei Gebr. Ehrlich 4,50. Bildhauer- Werkstatt v. Mar Spinnerei und-Weberei, einen Klempnerstreit in Düsseldorf, einen Kürschner- Werkstatt Rummeler mit Meester 4,50. Gef. bei Färberstreik in Krefeld und den Hafenarbeiter- Ausstand in Hamburg Christoph, Pallisadenstraße, 1,-. H. F., verlorene Wette, 1,-. Harret aus 2. 6. S. 5, Mittler'sche Buchdruckerei, 2. Rate, 37,12. Buch- vertheilen) eine Adresse für Geldsendungen beigefügt war, eine 1324, 1325, 1326 60,05. Möbelfabrik J. C. Pfaff 68,75. Arbeiter d. städtischen Verbrechen" unbeanstandet geblieben und es und Steindruckerei von H. S. Hermann, Liiten 183, 1320, 1321, 1322, 1323, Kollekte veranstaltet haben. Bisher sind in Köln dergleichen bleibt abzu Wasserwerte, Lichtenberg, 11,-. Tischleret von Appelt, Reichenbergerstraße," und Billenarbeiter von Chr. Weyer 2,50. Schraubendreher aus der KrautH. Suifner 24,15. Tischlerei Weißenbarth u. Sohn, Alte Jakobstraße, und Sie Das Berliner Tageblatt" stand bisher auf Seite der streitenden Hafenarbeiter. Jeht, in der Abend ausgabe seiner Mittwoch Nummer, desavouirt es seinen ständigen, für die Arbeiter eintretenden Korrespondenten zu gunsten eines gelegentlich en" Korrespondenten, der am Streit völlig unbetheiligt" sein soll, es aber dennoch fertig bringt, den Streit als frivol" zu bezeichnen, die pekuniären Arbeitsbedingungen der Hamburger Hafenarbeiter als die besten ganz Deutschlands, ja vielleicht" der ganzen Welt" hinzustellen 2. State, 10,05. Mechanische We fitait v. Thiele, Prinzenft. 86, 20,40. Gst warten, ob die Staatsanwaltschaft mit ihren Bemühungen Er und die Ablehnung des Schiedsgerichts durch die Unternehmer wirthsgehilfen auf Liſten durch Beiste 2253, 2251, 2246, 2245 24,70. Stellner folg hat. a. d. Brauerei Friedrichshain 7, Lohnfellner a. Keller's Gaal 3,-.- Das in Deffau erscheinende Boltsblatt für Anhalt" zu vertheidigen, weil sonst die Karre erst völlig verfahren" Wernau's Kellner ihren Brüdern in Hamburg 3, Gießereiarbeiter der worden wäre. Allgemeinen Elektrizitätswerte 11,85. Tischleret, Langeftr. 32, 1,50. Buch schreibt: Ein charakteristischer Prozeß, über den unsere ParteiAuf den Rollenwechsel des Mosse'schen Blattes ist wohl das drucker v. Zangenscheidt 10,- Marzipan- Fabrit. Koch 2,20. Personal der genossen die Köpfe schütteln werden, fand am Dienstag vor dem Kürschnerei v. Mannheimer, Richter 1,80. Piano- Fabrit Bublib. Fruchtstraße, hiesigen Schöffengericht statt. Man staune! Unser Genosse fette Inserat nicht ohne Einfluß gewesen, das im Morgen auf Lifte 2256 9,25. Gaunertlub, Wienerstraße, 8,50. Korbmacher, Wilhelmblatt seiner Mittwochsnummer vom Verein der Stauer von firaße, 2. Rate, 4,-. Tischlerei, Johannesstraße 15, 2. Nate, 5,60. Tischlerei Hermann Günther hatte vor fünf Jahren(!) einen er Hamburg und Altona veröffentlicht worden war. F. A. Treue auf Liflen 1007, 1008, 1046 16,55. Tischlerei Fliegener u. Nien heblichen Theil Unterstützungsgelder an die Familie des Schneiders In diesem dorf, Pallisadenstraße und Budifer 5,-. Tischleret A. Siebert, Adalbert- meisters Kloy, welcher sich damals wegen Majestätsbeleidigung Inferat werden die von den Unternehmern veröffentlichten Lohn- ftraße, 5,50. Bildhaue-Werkstatt, Alte Jakobstr. 8, 12,25. Bildhauer Prof. Kürzlich hat listen einiger Schauerleute als zweifelsohne hingestellt, weiter Sieger 1,50. 20 Arbeiter v. Siemens u. Halste, Charlottenburg, 2. Rate 16, in Roswig befand, aufgebracht und gezahlt. a Konto Thielfe 250,- und 71,10( wobet Lifte 1427 Buchdruckerei nun Herr Klotz die Liebenswürdigkeit besessen wird gegen das Hamburger Echo", das an diesen Lohnlisten w. u. S. Löwenthal 14,85. Lifte 1489 Maschinensaal Buchdruckeret it. woffe unseren in allen Streifen als ehrlichen und aufrichtigen Genossen einschneidende Kritik geübt hat, mit der dunklen Drohung operirt, 8,90. Lifte 1454 bis 1455, Telegraphenbau- Abtheilung F. Schuchard 47,35.) man, behalte" sich gerichtliche Schritte„ vor". Arbeiter der Genossenschaftsbäderet, Stralsunderstr. 8, 6,-. Spandauer Ge- geschätzten Günther wegen damals begangener Unterschlagung wertschaftskartell 20,- Nagel 2,20. Tischleret Meyer 2,-. Genoffen aus von 10 M. denunzirt. Genosse Günther wurde auf Antrag Die Berliner ,, Neuesten Nachrichten" bemerken in einer Weimar b. B. K. 15,-. Robinson und Genossen, 2. Rate, 11, Arbeiter, des Staatsanwalts fostenlos freigesprochen. Kartonfabrik A. Erdmann 4,35. Gefangverein Heimathflänge Köpenick 10, Erwiderung auf unsere neuliche Parallele zwischen dem Ver- D. N. 4, Heeremann, Vegetarischer Vorwärts 15,- Tischlerei von Stiel, -Der erwähnte Denunziant ist seinerzeit aus der Partei aus lauf englischer und deutscher Arbeiter Au 3- Ghailottenburg 4, Die Männchen im Möndchen, 2. Rate 3,50. Lederrabrit geschlossen worden. stände: Wenn es in England vorkäme, daß feiernde Zigarren- Eudelei Git u. Straffer 4,-. Abschiedsfeier der Maler Bela Baci in Butareft 10,-. Ludwig, Str. Br. 3, 7,-. Von Kummer in Gießen 10,-. Hamburger arbeiter sich an die Spitze streitender Schauerleute stellen, daß in München 8,- Botsdamer Gewertschaftstartell 1. Rate 50,- Bertrauens- Depeschen und lehte Nachrichten. sozialdemokratische Agitatoren gewerbsmäßig hetzen und gütliche Teute der Berliner Glafer 20,-. Gewe tschaftskartell Prenzlau 38,03. Vereinbarungen hintertreiben, so würden Behörden und Publikum einigung der Maler, Filiale 2, Berlin, 50,-. Personal und Wirth, Moabiter Hamburg, 17. Dezember.( Privatdepesche des„ Borwärts".) Klubhaus, Beuffelstraße 5, Aschersleben, Lifte 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 8 48,53. genau dieselbe ablehnende Stellung einnehmen wie bei uns." Verband Elsaß- Lothringer Buchdrucker, Bentraltasse, 2. State 100,-. Berband Heute Vormittag wurden der Redakteur Stengele vom Das Bismarckblatt verschweigt natürlich, daß der famose Arbeit- Elfaß- Lothringer Buchdrucker, Bezirksverein Straßburg, 200,- Sozialdemo- Hamburger Echo" nebst Gattin und der Streitberichterstatter Verband der Glaser, Bahlstelle Würz geberverband, der das Schiedsgericht ablehnte und dadurch die fratischer Wahlverein Würzburg 50, burg, 10,-. Metallarbeiter Verband, Filtale Würzburg, 27,30. Schuld an der Fortsetzung des Streits trug, ebenfalls nicht nur Tischlerei derselben Zeitung, Genosse v. Rospizti, im Hafen. von Hyan, Rüdersdorferstr. 26, 18,45. Durch den Sozialist", Organ für aus Fachleuten aus Rhedern und Staueru sondern aus Anarchismus- Sozialismus, 1. Rate 42,20. Die drei Malerpersonal der Firma Stein: gebiet verhaftet. machten auf einer Angehörigen aller möglichen Berufe besteht, und daß insbesondere man in Tiefenfurt 15,-. Gefangverein Mann- Nischt", Herzfelde, 2. Briefen Barkaffe eine Rundfahrt durch die Häfen, wurden von brüder Köpenicks 10,-. Samariterkursus 25,-. Verband deutscher Zimmerein Bigarrenfabrikant als Hauptheber gegen die Ar- Teute, Bahlstelle Potsdam, 30,-. Tapezirer von H. Gerson 25,-. Bon X. der Hafenpolizei verfolgt und auf grund des im beiter figurirt. Damit fällt das Gerede des Bismarckblattes, und Y. 4, Arbeiter der Stahlflaschenfabrit Charlottenburg d. A. S., worauf näher einzugeben sich schon aus Gründen der Selbst- Kranken- und Begräbnißtaffe der Schuhmacher Berlins 5,60. Liften 776, 780, wurden an Land gebracht und ins Stadthaus befördert. Da sie 2. 10,50. Tischlerei Jante, 2. Rate d. 2., 5,40. Verbots verhaftet. Mitglieder der freien heutigen Bericht erwähnten achtung verbietet, in sich zusammen. 1994 Schneider d. Zander 19,60. Polnische Juden, 3. Rate 6, Fraiserei Aus London wird telegraphirt: Der Unterstaatssekretär Wolgast it. Hoch( darunter Tischlermeister Mitschte 1,-) 10,-. Fünf Pflaster dort nachweisen konnten, daß sie selbst nicht„ Streifende" waren, des Auswärtigen Curzon hat Tom Mann auf seine Be- ftraße 5,75. Arbeiter der Firma Frifter( Inhaber Engel u. Hegewaldt) 12,50. mußte man sie natürlich entlassen und gab ihnen obendrein noch schwerdeschrift betreffend seine Ausweisung aus Hamburg mit Kollegen der Firnia A. Gühr's Ww. 4,25. Liſte 376, Organisirte Gastwirths einen auf Namen lautenden Erlaubnißschein zu Dampferfahrten getheilt, daß Lord Salisbury unter Mitwirkung des englischen gehilfen der Kronenbraueret 8,85. Liste 1895, Arbeiter der Lampenfabrit Botschafters in Berlin die Angelegenheit vollständig untersucht. Hirschhorn, Köpenickerstraße, 39,95. Lifte 1605, 1607 11. 1603, Möbelpolirer im Hafen. Für Streifende soll das Verbot jedoch streng durchhabe und finde, daß die Verhaftung und Ausweisung Mann's 2. Rate 7,15. Personal der Berliner Zeitung", 2. Rate 16,75. Perfonal der geführt werden. durch die Umstände gerechtfertigt gewesen und daher kein Grund Feister'schen Buchdruckerei, 2. Rate 5,40. Zapezirerwerkstatt G. Gergler Treppengeländer Fabrit B. Geißler Hamburg, 17. Dezember.( W. T. B.) Die Gewerkschaft zu Vorstellungen bei der deutschen Regierung gegeben sei. Bolier), Mariannenstraße, 5,50. Albumarbeiter, Neanderir. 7, 8,40. der Eisenbahnangestellten ist nunmehr endgiltig gebildet. Den Wenn es sich um die Ausweisung eines Lords oder Personal von Wallmann, Lichterfelde, 4, Redaktion„ Die Zeit", 2. Rate Ausständigen ist das Befahren des Hamburger Hafens Fabrikanten gehandelt hätte, würde das Kabinet Salisbury nicht 500,- Frau H., Ryfeiraße 1,- Werkzeugbude Ackerstr. 155 2, verfehlt haben, Einspruch zu erheben. Im übrigen ist dieser 2. Nate 3,20. Notte bei Siemens u. Halste 12,75. Listen 130, 1306, 1307 und 1793 Wann mit 147 Krähnen; 35 Krahnführer werden noch der Stempelfabrit von Koote u. Weyland 3,80. Buchdrucker Etralauerstr. 56, Polizeilich untersagt. In den Staatsquais arbeiteten gestern Entscheid eine neue Blamage für die Hamburger Nach- 1308, Personal nuftein u. Co. 18,50. Listen 1309 und 1310, Bersonal„ Deutsche angelernt. Die sich zur Arbeit meldenden Ausständigen werden richten", das Blatt der alten Raketentiste im Sachsenwald, das wart" 23,60. Lifte 1803, Personal Magnus u. Co. 9,25. Liste 1299, Bollner zurückgewiesen, bis der Generalausstand für beendet erklärt sein 5,- Tischlerei Otto Völker, Hagelsbergerstraße, 2. Rate 4,50. Schmiede A. geflunkert hatte, der Hamburger Streit sei von den englischen G. G. 20,00. ifte 431, Tischleret Barth, Fruchtfir. 8, 20,76. Franz, Röpnicker: wird; viele derselben zeigen sich sehr enttäuscht. In einer heute Rhedern inszenirt und Tom Mann ein Agent dieser Leute. straße 83a, 8,50. Tischlerei Gutzeit 5,-. R. R., Gartenstr. 21, 5,70. Lifte 528, abgehaltenen Versammlung der Schauerleute erklärte der Führer In Breslau wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Steinbildhauer vom Dom 12,75. Maler vom Bau Laufizer Play 14, 3,50. Noring, wenn der Friede, wie die Arbeitgeber ihn anstreben, Parkettbodenleger Berlins 2. State 30,-. Grünauerstr. 1 1,-. Arbeiter der der Expedition der Volkswacht" nach den Sammellisten gehaus Fraiserei Ritterstr. 3,50. G. u. S., Charlottenburg, Abth. 0,1, 15,85 Tischlerei von geschlossen werde, so werde der geeignete Zeitpunkt abgewartet, sucht, die für die Hamburger ausgegeben worden sind. Das Pingel, Wilhelmstraße, 14,75. Gesammelt im Sechsertopp, Stralauerstraße, um den Ausstand wieder aufzunehmen, wenn nicht im Frühling, Resultat der Haussuchung war Null. 2,- Solidarität", Gefangverein der Buchdruckerei- Hilfsarbeiter 10,- Stite dann im Herbste 1897. 2383 d. Pörsch 4,80. Personal der Buchdruckerei Greme d. M. 10,70. TellerHamburg, 17. Dez.( B. S.) Die Einberufung eines neuen In Effen hat das Gewerkschaftstarte II bis jetzt fammlung der öffentlichen Gast- und Schankwirthe. Beriammlung am 14. 12. 96 Jedenfalls wird der 600 M. für die Hamburger aufgebracht; außerdem der Arbeiter- bet eller 112, Maschinenmeister v. Möser 7,27. Stegeltlub Allemania 3,10. Schiedsgerichts ist in Aussicht genommen. Arbeiter- Turnverein Johannisthal 5,60. Tapezierwerkstatt der Dittmar'schen Streit noch vor Weihnachten beigelegt werden. Bildungsverein 30 m. Möbelfabrit, 2 Rate 14,35. Ritterfir. 41 2, Metallwaaren- Fabrit JakobStraße 91 3,20. Klavierarbeiter v. Hirschfeld, Eisenbahnstr. 19, 11,-. Tischleret Frankfurt a. M., 17. Dezember.( B. H.). Die„ Franks Brämer, Rottbuserstr. 4, 5,60. Zischleret Gebr. Drabs, Rüdersdorferstraße, furter Zeitung" meldet aus Aschaffenburg: Heute Nachmittag 3,80. a thaus'scher Gesangverein intl. Beize 12,-. Tischlerei Scheffler, um 4 Uhr wurden die bei der Katastrophe in der Kraner'schen Memelerstr. 40, außer vier Kollegen 2. Rate 3, Line 989, Stockfabrit Girard 10,65. ifte 522, Pianofabrit Scharf d. Lau 13,60. Modeutischler bei Lutas Zündstofffabrik tödtlich Berunglückten bestattet. Die bis 2. Rate 4,50 Tischleret A. Barfugly u. Komp., Brandenburgstr. 27, 20, jetzt Verstorbenen find Mädchen und haben ein gemeinsames Geburtstagsfeier Gesangverein Wiederhall 5,-. Bersonal der Werkstatt Grab erhalten. Die Beerdigung erfolgte auf Rosten der Stadt, Simon u. Komp. 16,80. Kartonfabrit G. Ste 5.35. 1. 1. 3 pete, die durch den gesammten Magistrat und die Stadtverordneten 350, Fischbeinfabrik Chauffeestraße 4,-. Dret Mann, beinahe 1,60. Sechs Tapezirer aus der Kornbörse 3,50. Tischlerei von Dräsel, Admiral- vertreten war. An dem Trauergefolge betheiligte fich offiziell ſtraße 7, 4,50. Tischlerei Jänsch u. Neumann 2,30. Bürstenmacher bet köhn die Geistlichkeit, Vertreter des Offizierkorps, sowie der staat2,20. Metallarbeiter der Firma Scherler, Blumenfir. 71, 10,20. Ueberschuß vom Nixdorfer Stattisch 0,60. Bezirksversammlung des Deutschen Holzarbeiter lichen und städtischen Behörden. Die Bewohner der umliegenden Verbandes, Bahlstelle Berlin- Moabit 6, Handtuchfrißen Neue Köntgiraße, Ortschaften waren fast vollzählig erschienen. Feuerwehrleute mit 2. Rate 6,25. Berkrachter May 7,-. Stiten 2396, 2395, Wagenfabrit von brennenden Fackeln bildeten Spalier, Feuerwehrleute trugen often, von verschiedenen Kollegen 10,35. Tischlerei Stavenow, Pantow 3,-. auch die Särge. Für die Angehörigen der Opfer ifte 2222, Serr A. Winter 11,45. Tischler der Billardqueue- Fabrit v. Seine, des Brandes, soweit fie arbeitsunfähig find, wird die Weißenfee, 15,50 Puger der Firma Boswau u. Knauer, Kronenstraße, 3,80. Stadt in ausgiebigfter Weise(?) forgen. Es hat sich Müßenwerkstatt Stein, Prenzlauer Allee 36b, 4,25 Werkstatt von Nothmann, Antlamerstr. 38, 17,05. Gäste von Schayer, Brunnenstraße, Giftmischer mit heute unter dem Vorsiz des Bürgermeisters ein Komitee zur einbeg iffen, 10,-.. Rein und H. Kühn 2,-. Tischlerei Küner, Memeler Sammlung freiwilliger Beiträge gebildet. Heute Nachmittag ist Vom Leipziger Gewerkschaftskartell find bis jetzt, wie straße, 5 Bolts- Bildungsverein für Britz und umgegend 20,- Für die abermals eines der verunglückten Mädchen gestorben, so daß die uns von dort geschrieben wird, im ganzen 6400 M. den Ham- aute Sache von Franz 1- Bautischlerei Nichter u. Bar, Boppier. 4, 5,50. Bahl der Verstorbenen nunmehr neun beträgt. Einige Zimmerer des Westens d. F. 8. Liften 358, 325, 313, 314, 347, 2364, burgern überwiesen; außerdem sind von den Maurern 2365, Deutscher Metallarbeiter- Berband 79,30. Listen 32 und 1868, Schappach, Paris, 17. Dezember.( W. T. B.) Die Deputirtenkammer 1000 m. direkt abgeschickt. Das Gewerkschaftskartell ist bereits Brauerei- Hilfsarbeiter 10,55. Liſten 1883, 1888, 1885, 1889, 1880, Steinarbeiter nahm mit 495 gegen 21 Stimmen die Kredite bezüglich der Auswieder in der Lage, eine bedeutende Summe abfenden zu fönnen. Bertins 60,05. Lifte 1881, Marmor- und Granitwerke, vormals Schleicher gaben anläßlich der Anwesenheit des Kaisers Nitolaus in Paris Attiengesellschaft 21,30. Holzbearbeitungs- Fabrit Zimmermann u. Gohn, Die Zimmerer beschlossen, wöchentlich 100 m. zu zahlen. Charlottenburg, 21,75. Renditor vom Often 4,50. Bierprozente der Sentter- an. Vorher wurde ein von mehreren Sozialisten genellter schen Arbeiter bet Done 24,-. Busabantrag dahin gehend, diesen Krediten 4 Millionen Franks Bei der Berliner Gewerkschaftskommiffion gingen für Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau zur Unterstützung von beschäftigungslosen Arbeitern hinzuzufügen, die streikenden Hamburger Hafenarbeiter( R. Millarg, Berlin S., Annenstr. 16) in der Zeit von mit 346 gegen 136 Stimmen abgelehnt. Im weiteren Verlaufe folgende Beiträge ein: 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. der Sigung wurde der Gefeßentwurf betreffend die Bewilligung eines provisorischen Zwölftels mit 479 gegen 55 Stimmen an genommen. " " Ju Frankfurt a. M. hat das Gewerkschaftskartell bis jetzt 1200 M., die Expedition der Volksstimme" 2700 M. den Hamburgern überwiesen. In sechs Versammlungen wurde den Streifenden thatfräftige Sympathie ausgesprochen. In Höchst a. M. ist vom Gewerkschaftskartell die zweite Rate im Betrage von 100 m. nach Hamburg abgegangen. Das Gewerkschaftskartell in München hat bis jetzt zirka 1000 m. nach Hamburg gefandt. Eine Anzahl Geldsummen sind von anderer Seite extra abgeschickt worden. In der Krauß'schen Lokomotivfabrik, die ein Personal von zirka 800 Mann hat, zahlen die Arbeiter wöchentlich pro Mann 20 Pf. für Hamburg. Ju Ludwigshafen in der Rheinpfalz hat die Gewerkschafts. tommission bis jest fast 600 m. für die Hamburger Klassengenossen aufgebracht. * Tischlerei Heyl, Schöneberg, Marstraße 9,-. Personal der Buchdruckerei F. A. Günther u. Sohn 12,35. F. R. C., Leipzigerstraße 6,25. Schloffer von Spinn, Wasserthorstr. 8 3,50. Personal Reichenbergerstr. 47 6,05. Schneider von Lewy, Charlottenstr. 58 14,-. Förster, 2. Rate 2,50. Schulze, Friedrichsberg 6,80. Schwarz 12,-. Schriftgießerei und Messinglinienfabrik Berthold mit Ausschluß der Graveure 115,-. Tischlerei Bülow, Grünstr. 7, 2. Rate 3,-. V ( mit Bubiter außer Dem Arbeiter Dittmann( außer fünf) 28,75 Seydelfir. 9 1,25. Geldschrant- Fabrit im SüdPartei- Nachrichten. London, 17. Dezember.( W. T. B.) In Hereford wurden durch das heutige Erdbeben die Kathedrale, der Bahnhof und andere Gebäude beschädigt; eine Frau starb vor Schreck. Für Halle und den Saalkreis ist auf den 27. Dezember 6,75. Zapezirer von Prächtel 12,10. Bildhauerei Reich ú Chrift 3,25. Keller nach Halle eine Kreiskonferenz einberufen mit folgender Tages würmer v. G. Holy, Dranienstraße, außer den 42 Mart- Befellen 8,05. Klempner ordnung: 1. Agitation und Organisation. 2. Die Presse. 3. LandPetersburg, 17. Dezember.( W. T. B.) Heute Nachv. Puppel u. Schulz 11,-. D. Höhn, Glasschleifer auf Listen 37,50. Alfenide bevölkerung und Sozialdemokratie. 4. Verschiedenes. mittag schoß im Ministerium für Wege und Kommunika waaren- Fabrit von Wintelfaffer, 2. Rate 11,50. Tischlerei Schröpp u. Ritter, 2. Rate 9,50. Tischlerei Gragert 3,-. Metallschmuckfabrit A. Fries 8,55. Gemeindewahlen. Ueber den Ausgang der Gemeinde- tionen der frühere Beamte der transkaspischen Eisenbahn Aret Treppengeländer- Fabrit, Demminerftr. 5, 7,50. Lactirer und Bergolder von wahlen im Königreich Sachsen liegen folgende weitere Bachanow, ein Armenier, mit einem Revolver auf den J. C. Pfaff 14,90. Beerdigungsverein der Berliner Zimmerleute durch König Nachrichten vor: In Löbtau bei Dresden haben unsere Ge- Präsidenten der Staats- Eisenbahnverwaltung Wassiljewsky 100,-. Weidel 9,90. Tertilarbeiter und Arbeiterinnen von F. Lande, MarMertin's Tischlerei, Oranienstraße, 7, 4 Frontenmacher v. nossen die beiden in Frage kommenden Size eingebüßt; fie er- und verwundete denselben schwer. fusstr. 12, 26,-. Hierauf richtete der Görs u. Kallmann 3,50. Tischlerei Böltel, Königsbergerstr. 30, 8,20. Personal hielten 253, die Gegner 278 und 281 Stimmen; ein Genoffe Mörder die Waffe gegen sich selbst und schoß sich eine Angel der Buchbruckerei von Köhler 5,10. Arbeiter der Firma Huff, Johanniter wurde als zweiter Erfagmann ausgeloost. Von den 7 un- in den Kopf. Der Mörder war sofort todt. Der verwundete ftraße 11, 10,95. A. Febermann 1,50. Bautischlerei Cawagty, Bellealliancestraße 84, 2. State 10,50. Pianofabrit von G. Bechstein, Reichenbergerstraße, ansässigen Gemeinderaths- Mitgliedern gehören nur noch 2 unserer Präsident Wassiljewsky wurde in ein Krankenhaus gebracht. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Truck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ur. 296. Kommunales. Stadtverordneten- Versammlung. Oeffentliche Sigung vom Donnerstag, 17. Dez., nachmittags 5 Uhr. Zu Beginn der Sigung wird der neugewählte unbefoldete Stadtrath Apotheker Selberg vom Oberbürgermeister Zelle in sein Amt eingeführt und verpflichtet. In den Ausschuß zur Vorberathung der Vorlage be treffent den Stand der Verhandlungen wegen Ueber nahme von Zweigen der Drts Polizeiverwaltung auf die Gemeinde und zur Vorberathung des denselben Gegenstand betreffenden Antrags Stadthagen sind auch die Stadtverordneten Stadthagen und Tolksdorf gewählt. Vorsitzender des Ausschusses ist der Stadtv. Wohlgemuth. Die umfangreiche Vorlage betr. Normativbestimmungen für die Besoldung der Angestellten der städtischen Werke hat der niedergefeßte Ausschuß in drei Sigungen erledigt und in der Hauptsache die vorgeschlagenen Besoldungspläne gutgeheißen. Er empfiehlt der Versammlung außerdem die Zustimmung zu folgenden Beschlüssen: Freitag, den 18. Dezember 1896. 3. eine Reform des Auszahlungswesens der Almosen und Pflegegelder anzustreben; Die Magistratsvorlage wird ohne Debatte angenommen und darauf im einzelnen über die Resolutionen berathen, zunächst über die Frage der 3uziehung von Frauen. סטן 13. Jahrg. Die Vorlage wegen Errichtung zweier Armen schüchternen Ausschußantrag noch mehr abzufchwächen. Von ämter hat der niedergesetzte Ausschuß angenommen und auch einer Seite will man die Worte nach Möglichkeit" einschieben; dem vom Magistrat vorgeschlagenen Gemeindebeschluß, sollen diese Worte nicht eine Bremse bedeuten, so sind sie über= wonach diese Einrichtung nach und nach verallgemeinert werden flüssig. Ein Antrag des Herrn Gerstenberg will blos die foll, zugestimmt. Nach den Ausschußanträgen wird für spätestens Frauen da herangezogen wissen, die Armen Komden 1. April 1897 die Errichtung zweier solcher Aemter in den missionen es wünschen. Wenn Sie so lange warten wollen, Grenzen der Standesamts- Bezirke XII und XIII in Aussicht ge- glaube ich, wird taum unter uns einer das noch erleben. nommen. Gleichzeitig soll die Versammlung den Magistrat er- Jch wiederhole meinen schon im Ausschuß gestellten Antrag, suchen, wonach für jede Armenkommission von der Versammlung eine 1. um eine Vorlage zur Herbeiführung eines Gemeinde- Anzahl weiblicher Mitglieder zu wählen sind. Will man die beschlusses, wonach für jede Armenkommission eine Anzahl Frauen zur Mitwirkung heranziehen, so müssen sie gleich in den betreffenden Armenkommissions- Bezirken wohnender berechtigt sein, dürfen sie nicht als Armenkommissionsmitglieder Frauen zur Mitwirkung zuzuziehen sind, zweiter Klasse hingestellt werden; sie müssen nicht nur 2. mit ihr in gemischter Deputation darüber zu be- mitberathen, sondern auch mitbeschließen tönnen. Hat man doch rathen, ob und wie weit es nothwendig erscheint, eine auch den Magistrats- Assessoren in den Dezernaten, die sie be= anderweite Regelung betr. das Maß der von der arbeitet haben, das Mitbeschließungsrecht eingeräumt! Armenverwaltung zu gewährenden Baar- Unter- Die Frage wird nicht mehr von der Tagesordnung ftühungen vorzunehmen; verschwinden. Die Einrichtung muß, wenn fie eingeführt wird, auch ordentlich gestaltet werden. Eine blos platonische Verbeugung vor der Mitwirkung der Frauen genügt nicht mehr. Die Versammlung muß den Gedanken in richtige Bahnen leiten oder, wenn sie die Richtigkeit des Ge1. Die pensionsberechtigten Stellen der Bureau-, Kassendankens nicht anerkennt, den Muth haben, nein zu sagen, und und Unterbeamten bei den städtischen Werken und deren Haupt- Refer ent Stadtv. Gericke weist darauf hin, daß bei der diese Anträge sind weiter nichts, als ein verschleiertes Nein! taffe werden fünftig bei eintretenden Vakanzen durch Gemeinde- städtischen Waisenpflege schon seit 1875 eine organisirte Frauen- Stadtv. Sa ch 3 II: Es handelt sich nicht um eine beamte besetzt, deren Besoldung sich nach den für dieselben fest- hilfe mit großem Erfolge thätig ist, und empfiehlt die Annahme platonische Verbeugung vor den Frauen. Ich bin dafür, den gefeßten Grundfäßen regelt. der Resolution. Frauen die Möglichkeit zu geben, auf diesem Gebiete mit 2. Den zur Zeit bei den städtischen Werken und deren Stadtv. Singer: Nach der Annahme des Magistrats- zuwirken und stimme deshalb für den Ausschußantrag. Hauptkasse mit Pensionsberechtigung angestellten Bureaus, Raffen- antrages ist es nicht mehr nöthig, über die Gründe der Noth- Herr Singer will eine direkte Bestallung der Frauen und Unterbeamten wird die Eigenschaft als Gemeindebeamte wendigkeit der Reorganisation der Armenpflege noch ein Wort in diesen Ehrenämtern durch die Versammlung. Dagegen spricht beigelegt. zu verlieren. Nur auf einige Bemerkungen einer uns hier zu zunächst der Wortlaut der Verfassung und der Städte Ordnung, 3, Jn betreff der jetzt Angestellten dieser Kategorien find gänglich gemachten Resolution einiger Armenkommissions- der blos von männlichen Staatsbürgern spricht. Die Verfasser der die neuen Normal- Besoldungspläne maßgebend. Vorsteher muß ich zurückkommen. Die Herren pro- Gingabe, gegen welche Herr Singer sich gewendet hat, verdienen jedenFerner soll die Versammlung den Magistrat ersuchen, ihr testiren gegen die Kritik, die hier bei Gelegenheit falls nicht eine Charakterisirung ihres Verhaltens als Philistrosität; eine Vorlage zugehen zu lassen, durch welche diejenigen Stellen der ersten Berathung der Vorlage geübt worden ist. Wir ihren fachlichen Standpunkt theile auch ich nicht. Es handelt im Normal- Besoldungsplan für die bei den städtischen Werken 2c. haben nicht über die Armenpflege an sich im sich im großen sich aber einstweilen doch um einen Versuch, Frauen das LiebesAngestellten festgesetzt werden, für welche eine höhere durch staat- und ganzen ein schlechtes Urtheil gefällt. Thatsächlich aber sind werk des Wohlthuns in dem Gefüge einer kommunalen Berliche Prüfung abgeschloffene technische Vorbildung bei Neu- die auch von mir gerügten Mängel vorhanden, und Empfindlich- waltung ausüben zu lassen. Dieser erste Versuch muß in seinen einstellungen gefordert werden soll. keit darüber, daß dies ausgesprochen worden ist, ist nicht wirkungen erst abgewartet werden. Sämmtliche Beschlüsse des Ausschusses bezüglich der An- am Blaze. Die Armenkommissions Vorsteher sollten uns viel- Ein Schlußantrag wird abgelehnt. gestellten bei den Gas-, Wasser- und Kanalisations mehr dafür dankbar sein. Es wäre ja geradezu wunderbar, wenn Stadtv. Gerstenberg: Wir haben es hier nicht mit der werken und Riefelfeldern, bei der Viehmarkt, Schlachthof eine Organisation, welche noch heute auf vor 70 Jabren fest Frauenfrage, sondern nur mit einer Frauenfrage zu thun. und Fleischschau- Verwaltung, bei der Markthallen Verwaltung gestellten Grundlagen aufgebaut ist, nicht schließlich Mängel auf Wir alle wissen den wohlthätigen Einfluß der Frau auf den und bei der Hauptkasse der städtischen Werke werden von zuweisen hätte. Die Reform hat vor allem in der Richtung zu Mann zu schäßen und bedauern am allermeisten, daß der der Versammlung afzeptirt, auch wird der allgemeine, vorstehend erfolgen, daß Frauen zur Mitwirkung herbeigezogen werden müssen. Kollege Singer sich diesem Einfluß dauernd entzogen hat.( Große unter 1 mitgetheilte Antrag des Ausschusses angenommen. Eine Wenn die Resolution der Kommissionsvorsteher etwas spöttisch Heiterkeit.) Redner nimmt die 12 Kommissionsvorsteher, die Debatte erhebt sich nur über die Frage der Besoldung der darüber sich ausläßt, so erkennt man daraus nur, wie an die Versammlung gekommen find, in Schuß und tritt dann Maschinenmeister und Maschinenführer bei den Ranalisations- steril schließlich weite Kreise der in der öffentlichen Arbeit für für seinen Antrag ein, der die Zuziehung von Frauen von dem werken; diese Beamten würden auf Zulagen nach dem die Bedürftigen Stehenden geworden sind. Daß die Frauen nicht Wunsche der Vorsteher abhängig macht; das sei der einzige Weg, ncuen Besoldungsplan länger zu warten haben, als im stande sein sollten, die ihnen hier gestellten Aufgaben zu er dem Versuch zu praktischem Erfolge zu verhelfen. sie nach ben bisherigen Gepflogenheiten aut warten füllen, davon kann nicht die Rede sein. Mit Dankbarkeit und Stadtv. Friedemann: Mit dem Antrage Gerstenberg haben würden. Die betreffenden haben an die Ver- Stolz blicken wir alle auf die Frauen, welche in der Kranken- wäre die ganze Unternehmung ein Schlag ins Wasser. Das alte fammlung petitionirt. Die Stadtvv. Rast und kalisch pflege das größte leisten; es kann doch also absolut nicht be- Borurtheil: Taceat mulier in ecclesia!( Die Frau hat in der befürworten die Ueberweisung der Petitionen an den Magistrat hauptet werden, daß die Frauen für die Armenpflege Gemeinde zu schweigen) läßt sich nicht länger aufrecht erhalten. zur Berücksichtigung; der Vorschlag findet jedoch keine Mehrheit, nicht geeignet sein sollen. Auch vom Standpunkt der Mehrheit Der Bürgermeister Klöffler in Kassel hat die Frage bereits nachdem sich der Rämmerer Ma aß dagegen ausgesprochen hat. dieser Versammlung aus muß man doch sagen, daß gerade auf praktisch gelöst und ist des Lobes voll über das Funktioniren Den unter 2 aufgeführten Antrag beantragt Stadtv. Meyer diefem Gebiet die Frauen eine nüßliche öffentliche Thätigkeit aus einer so organisirten Armenpflege. Herr Singer würde, wenn abzulehnen, was geschieht, nachdem üben tönnen. Die Resolution spricht auch davon, daß er gegen den Ausschußantrag stimmt, nur das Schicksal der Oberbürgermeister 3 elle fich gleichfalls gegen denselben ge- die Armenkommissionen über Dinge zu verhandeln haben, Resolution selbst gefährden. wandt hatte. welche für Frauenohren nicht geeignet find; aber die Wieder wird ein Schlußantrag abgelehnt. In der fegten, von den technischen Beamten handelnden Armenkommissionen sind doch keine höheren Töchterschulen, Stadtv. Cassel glaubt nicht, daß praktische Erfahrungen Ausschußresolution beantragt Stadtv. Dinse die Worte durch und die Frauen, welche sich der Armenpflege widmen, über den Erfolg einer solchen Angliederung der Frauen an die ftaatliche Prüfung" zu streichen. Es gebe zahlreiche außerordent werden nicht den Grad von Prüderie besitzen, der sie hindert, städtische Armenpflege bereits vorliegen. Vor allem frage sich, lich tüchtige Beamte, die nie eine Staatsprüfung gemacht hätten. hören zu können, was die Armenkommissionen zu verhandeln haben. ob Frauen des Mittelstandes für diesen Dienst in ge Die Stadt würde mit einer solchen Beschränkung den Kreis der Durch die Butheilung von Frauen an die Armenkommissionen nügender Zahl vorhanden sind, die Frauen, die sich öffentlich qualifizirten Bewerber einengen und davon lediglich Nachtheil würde es vielleicht auch möglich werden, die Sigungen derselben und agitatorisch für die Lösung der Frauenfrage verwenden, haben. aus den Bierlokalen, in welchen sie jetzt meistens stattzufinden reichten doch gewiß nicht hin.( Zustimmung.) Man könne nur Stadtv. Singer tritt diesem Antrage bei. Es komme auch pflegen, in Schullofale zu verlegen. Und wenn in diesem Falle auf dem Boden des Antrags Gerstenberg weiterkommen; ein in betracht, daß die staatliche Prüfung den Geprüften oft einen die Anwesenheit von Frauen erzieherisch auf die Männer 3wang fönnte höchftens zur Deroute der bestehenden ArmenGrad von Schneidigkeit verleihe, den die Bürgerschaft von den wirken sollte, würde ich das nur begrüßen können.( Unruhe verwaltung führen. städtischen Werken fernhalten müsse; auch müsse man die Stadt und Heiterkeit; Zuruf: Sie sind ja Junggeselle!) Ja, Stadtrath Tourbié empfiehlt auch seinerseits den Antrag davor schüßen, daß die mit Ach und Krach durch die Staats- wenn Sie nur Berheirathete in diese Aemter bringen Gerstenberg. prüfung Durchgekommenen und sonst keine Unterkunft Findenden wollen, würden Sie auf die Mitwirkung einer großen Anzahl Abermals wird ein Schlußantrag gestellt und abgelehnt. nunmehr der Stadt ihre schäzbaren Dienste anbieten. Damit dazu Befähigter verzichten müffen. Alle jene Einwände werden Nachdem Stadtv. Bergemann gesprochen, gelangt ein vierter solle natürlich nicht den akademisch gebildeten Inhabern eines durch die Praxis ad absurdum geführt. Der Gedanke an sich Schlußantrag zur Annahme. Prüfung diploms der Weg verlegt werden. ist ja im Ausschuß auch nicht mehr bekämpft worden; heute Persönlich bemerkt Stadtv. Singer: Ich bin dem Kollegen Die Resolution wird nach dem Antrage Dinse angenommen. aber schwirren die Anträge nur so herum, um den Gerstenberg für seine persönliche Theilnahme für mich sehr Kunft und Wissenschaft. V „ John Gabriel Borkmann". Gebrochene Existenzen führen foll mit ihm gehen. Um den Jüngling aber kämpfen zugleich einen verzweifelten Kampf um eine Illusion. Wird diese zwei Frauen in heftigstem Groll; Borfmann's Gattin, deren Illusion zu nichte, ist auch ihr Lebensfaden entzwei. Lebenssehnsucht dahin geht, ihr Sohn möge den geschändeten Das Friedrich Wilhelmstädtische Theater sollte nach Am Währen des Großspekulanten hängt John Gabriel Bork Namen der Familie wieder zu Ehren bringen, und Ella, die den einer von seinem Direktor fürzlich erlassenen Ankündigung nicht mann fest. Ihn reizt das klingende Gold nicht um des Goldes jungen Erhard wie einen Adoptivsohn betrachtet und alle Liebesblos einem minder zahlungsfähigen und anspruchslosen Publikum willen. Für ihn wohnt in den Kapitalsmächten ein brennender fülle, die ihr selbst versagt blieb, über ihn ausströmen möchte. zur Ergözung dienen, sondern auch noch die ganz besondere Bauber; sie wirken, sie schaffen Werthe für die Allgemeinheit. Im lieblosen Heim gedeiht keine Liebe, und Ehrhard Eigenschaft eines Premièren- Theaters herauskehren. Wer ein Das macht den Lebensfrug Bortmann's aus. Dieses Frrwahns verläßt das Elternhaus mit einer üppigen Dame, in deren Neyze entsprechend gefülltes Portemonnaie befißt und sich im Haupt- wegen hat er die heißeste Naturempfindung, die Liebe, die er gefallen ist. Der Verzweiflungstampf war vergebens; zeroder Nebenberuf auch noch als Dichter fühlt, der tann im Hause wirkliches Leben schafft, verrathen und verkauft. Um Bank stoben sind die Jlusionen; einsam stirbt der einfame, falte des Herrn Direktor Samst seine Stücke an den Mann bringen, direktor zu werden, hat er den schmählichsten Handel ge- Borkmann und an seiner Leiche reicht sich ein refignirtes mag das Publikum sagen, was es wolle. So ist denn auch am schlossen und seine Ella einem Jugendfreund, der ihn in die Höhe Schwesternpaar, das Borkmann mit sich niedergerissen hat, die vorgestrigen Abend die" Jovius" benannte Tragödie des führen sollte, abgetreten. Aber in Wahrheit flimmt man Hände. Poeten A. Dehlen in Szene gegangen. Gar an- nicht über gerstampfte Menschenseelen zum Glück empor. Das Dies in furzen Umrissen der Gang des Dramas, das sich schaulich wird geschildert, wie der schlimme Römer ist das ethische Motiv, das durch die Dichtung durchleuchtet. Es im Bemühen, ein weitumfassendes Sinnbild irrenden Menschentaifer Diokletian die Christen malträtirt, und in langen, hübsch gelingt Bortmann's Jugendfreund nicht, alle für fich zu ge- lebens zu geben, den Alterswerken Jbsens anreiht. gesetzten Reden durfte jeder Schauspieler, der zum Träger einer winnen; und der Verschmähte rächt sich an Borkmann, den er wesentlichen Rolle in dem unwesentlichen Stück bestimmt war, für Ella's Widerstand verantwortlich macht. Er hat ihn gedie jeweilige Weltanschauung des von ihm dargestellten Selden boben, er stürzt den Glücksjäger gerade, als der Bankdirektor gelaufenen Nachricht zufolge, die von der aftronomischen Zentralder Deffentlichkeit preisgeben. Hat der Autor neben seinem mitten in gefährlichsten, waghalsigen Spekulationen steckt. Bort- ftelle in Kiel herrührt, ist von dem amerikanischen Astronomen Portemonnaie noch das Glück, eine Anzahl wohlgefinnter mann hat mit fremdem Kapital gewüstet, wie ein Hazardspieler, Hussay die Bahn des vor einigen Tagen von Perrine auf dem Freunde zu befizen, dann braucht er um die glänzende Aufnahme der mit emem großen Schlag alle Verluste verdoppelt heimbringen falifornischen Lick- Observatorium entdeckten neuen Rometen bereits feines Stückes nicht in Sorge zu sein. Auch bei dem bedenklichen will. Sein Freund hat ihn denunzirt und Bortmann mußte ins mit ziemlicher Sicherheit bestimmt worden. Die Bewegung ist " Jovius" schien es, als ob fein einziger im Publikum war, der Buchthaus wandern. rechtläufig, von dem Sternbild des Pegasus zu den Fischen hin; fich dem Dichter nicht verpflichtet fühlte. Fürchterlich hat sich Borkmann's Wahn gerächt. Sein eigenes der Beobachtung mit freiem Auge ist der Komet wegen seiner Familienleben ist zerklüftet, und Dem Lessing Borkmann hat als Bankdirektor Ella's Schwester geheirathet. Vom Wirken der Polizeizenfur. Ella's Seele verwüstet, geringen Helligkeit entzogen, Theater ist gestern vom Polizeipräsidium die Mittheilung zu Ein Sohn, Erhard, entstammt dieser Ghe. Als Borkmann aus 17. d. M. in Baden- Baden gestorben. Der Mufit: Schriftsteller Richard Pohl ist am gegangen, daß die Komödie Getheilte Liebe"( Amants) von " Neuer Komet. Giner bei der Berliner Sternwarte einMaurice Donnay auch in der neuen Textredaktion und trotz der dem Zuchthaus heimkehrt, nimmt das Schicksal aller Familien- Im Schiller Theater wird Otto Erich Hartleben's Schauspiel„ Gin großen Dezenz der Darstellung, von welcher sich die Herren Ver- mitglieder erst die volle, düstere Wendung. Die Ehegatten haffen Ehrenwort" nächsten Sonntag nachmittags 3 Uhr noch einmal wiedertreter der Benfurbehörde bei einer Probe im Leffing- Theater sich und so wird der Sohn dem Elternhaus innerlich entfremdet. holt. Sonntag Abend geht„ Der Pfarrer von Kirchfeld" in Szene. persönlich überzeugt haben, nicht freigegeben wird, und Gabriel Borkmann scheut die Menschen; mit niemandem mag er Beute findet die letzte Wiederholung von„ Demetrius" statt. verkehren, als mit einem alten armen Schreiber, dessen Lebens- Im Thalia- Theater( Adolph Ernst Theater) sollen in der Form von daß also das Zensurverbot aufrecht erhalten bleibt. Infolge trug die Illusion ift, er sei eine verkannte Poetenuatur. Das Matineen Opern- Borji ellungen gegeben werben. Begonnen wird dieser Verfügung hat der Spielplan der Woche die folgenden ist die grotesteste Szene im Stück und ein gallenbitterer Humor am 2. Feiertag mittags 12 Uhr mit Nikolai's Oper:„ Die lustigen Weiber." Aenderungen erfahren: Am Freitag gelangt„ Madame Sans lebt in ihr, wie diese beiden Freunde Aussprache mit einander Gêne" und am Sonnabend Komtesse Gucker!"( beide Lustspiele halten. mit Jenny Groß in der Titelrolle), am Sonntag" Kollege Seifenblase gleich. Aber sie schonen sich gegenseitig, aus ge von der Neuen Zeit"( Stuttgart, J. H. W. Die B' Berlag) is foeben Jeder weiß, die Illusion des anderen ist einer Crampton" mit Georg Engels als Gast zur Aufführung. heimem Grauen vor der Wahrheit; und als sie einander die Wahrheit enthüllen, ist das gemeinsame Band zwischen ihnen zugleich zerrissen. Ein geniales Stück von Psychologie wird hier offenbar. Eingelaufene Druckschriften. das 12. Heft des 15. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Die wahren Hintermänner. Die Schäden im modernen Bauwesen. Bon August Bringmann, Bimmerer. Bur Brstaatlichung des Medizinalwefens. Von H. Vogel. Liebknecht über Mary. Die Schwefel Industrte Siziliens. Von Dr. Gustav Bacher. Revue der Revuen. Notizen: Die Deutsche Brüffeler Zeitung" vom Jahre 1847. Von P. v. Struve. Feuilleton: Mutterfreude. Von Arel Steenbuch. Autorisirte Uebertragung aus dem Dänischen.( Schluß.) -Ibsen's neuestes Drama:" John Gabrie! Bort: mann" ist am 16. d. M. in deutscher Buchausgabe bei M. Langen erschienen. Eine Anzeige wird auch unsere Leser intereffiren. Ein eingehendes Raisonnement soll nach der Bühnen- Noch immer reizt den wunden Borkmann das klingende Gold. Er will es neu erschließen. Sein Großmannswähnen erhält aufführung folgen. Gabriel Borkmann" ist ein tiefpessimistisches Werk. Nicht ihn ja am Leben. Er vergleicht sich mit einem Napoleon, der er foll noch Lehrer werden? Gin Wort über die Arbeit und die Beeinmal die freundlichen Schlußakkorde erklingen in diesem in der ersten Feldschlacht angeschossen worden. Er will Drama, wie sie doch im Klein Eyolf" erklungen waren. hinaus, neu ringen, das Verlorene wiedergewinnen. Das Eine Tragikomödie von menschlichem Jrrwahn, eine bittere siegende Erz in den Bergen" verheißt ihm Zaubersegen; und in Betrachtung zu dem Thema: Euer Streben ist eitel: Das in mahrheit war es der Fluch seines Lebens. Sein Sohn Erhard D soldung der preußischen Volksschullehrer. A. Booß. Preis 50 Pf. Sozialismus und soziale Bewegung im 19. Jahrhundert. Nebst Anhang: Chronit der sozialen Bewegung von 1750-1896. Von Werner Gombart. Jena, Berlag von Gustav Fischer. br. 2 M., gb. 2,50 M. 144 Getten.. stimmung. dankbar, muß aber bekennen, daß seine Rede über die Gleich- wechselseitigen direkten Verkehr mit den preußischen Staatsbahnen straße wohnenden Drechslers bei einem Einbruch" in eine berechtigung der Frau den Einfluß, den seine Gemahlin auf ihn stehenden Privat- und außerpreußischen Bahnen ausgedehnt Pfefferkuchenbude auf dem Arkonaplah abgefaßt. ausübt, nicht zum Ausdruck gebracht hat.( Große Heiterkeit.) worden. Eine Ausnahme machen nur: die bayerischen, die Stadtv. Gerstenberg: Diese Auffassung von der württembergischen und die badischen Staats- Eisenbahnen, die fiel auf dem Anhalter Personenbahnhofe der Eisenbahnarbeiter Unglücksfall im Bahnbetriebe. In der gestrigen Nacht Gleichberechtigung darf eben nicht verallgemeinert werden; es Reichs- Eisenbahnen in Elsaß- Lothringen, die pfälzischen Bahnen Richard Tschirsch von einer zum Rangiren benutzten Lokomotive handelt sich immer nur eine bestimmte Frau, und die Prinz Heinrich- Bahn in Luxemburg. und erlitt bedeutende innere Verlegungen. Er wurde in das Die Den Einfluß ausübt. Stellen Sie sich erst einmal unter diesen Einfluß, Herr Singer; Sie ahnen Das Adressbuch für Berlin und Vororte, Jahrgang 1897, Elisabeth- Krankenhaus gebracht. die Wirkung noch gar nicht.( Stürmische Heiterfeit.) ( Verlag von August Scherl, Zimmerstr. 40/41) gelangt soeben Von einem Schlafstellendieb ist dem Tischler Karl Reppig Alle Abänderungsanträge werden abgelehnt. In nament- zur Ausgabe. Die Einwohner der sämmtlichen 25 Vororte, die in der Mulachstr. 33 eine silberne Taschenuhr, sowie eine Gelddas Adreßbuch aufgenommen hat, find zum ersten Male dem licher Abstimmung gelangt der Ausschußantrag mit 49 gegen Einwohner- Nachweis von Berlin einverleibt, so daß in diesem summe in Höhe von 3 M. gestohlen worden. Von dem Diebe 39 Stimmen zur Annahme; Dr. Bergmann enthält sich der Ab- Theile nicht nur die Einwohner der Reichshauptstadt selbst, fehlt noch jede Spur. Erschoffen hat sich am Donnerstag, morgens um 71/2 Uhr, Die Vorlage betreffend die für das Jahr 1897 in den städti- sondern auch die Einwohner der sämmtlichen Vororte leicht und schen Gaswerken und am Röhrensystem der Stadt erforderlichen bewohner, deren Wohnung politisch und postalisch zu ver- straße 5, der bei der Versicherungsgesellschaft" Sekuritas“ in der sicher aufgefunden werden. Den Adressen derjenigen Vororts- der 34 Jahre alte Buchhalter Max Schwan aus der ForsterErweiterungs- und Erneuerungsbauten wird angenommen. Die übrigen erledigten Gegenstände sind von weniger erheb- schiedenen Gemeinden zählt, ist die Angabe der postalischen Stallschreiberstr. 18 angestellt war. Der Selbstmord wird auf Bestellbezirke hinzugefügt. Neu eingerichtet ist bei jedem einzelnen Familienzwistigkeiten zurückgeführt. der Vororte ein vollständiger Handels- und Gewerbetheil, Vergiftet hat sich infolge von Zwiftigkeiten, die sie mit der die Handel- und Gewerbetreibenden der Vororte in ihrem Manne wegen ihrer mit in die Ehe gebrachten zehnjährigen derselben übersichtlichen Anordnung und Vollständigkeit aufführt, Tochter hatte, in Spandau die 35 Jahre alte Arbeiterfrau Hecht. wie dies für die Berliner Handel- und Gewerbetreibenden in Sie war erst seit kurzer Zeit mit ihrem um zehn Jahre jüngeren dem entsprechenden Theile von Berlin der Fall ist. Die ein- Mann verheirathet. bändige Ausgabe wird Vorbestellern zum Preise von 6 Mart, die elegant gebundene zweibändige zum Preise von 8 Mart ab gegeben; für nicht vorbestellte Exemplare erhöht sich der Preis lichem Interesse. Schluß gegen 9 Uhr. Lokales. um 2 Mart. Zu gunsten der Hamburger Streifenden veranstaltet die Arbeiter- Bildungsschule heute Abend um 81/2 Uhr in Joel's Unglücksfälle im Straßenverkehr. Gestern Vormittag Festsaal, Andreas straße, einen großen Experimental Vortrag über die neuesten Errungenschaften gerieth der Handelsmann Abraham Levy in der Königstraße unter die Räder einer Fahrpreisanzeiger- Droschke und trug Vers auf dem Gebiete der Röntgen'schen Ent legungen am Rücken und im Gesicht davon. Ihm wurde auf der deckung. Der Eintrittspreis beträgt nur 20 Pf. Da der An der Weidendammer Brücke läßt ein weithin ficht- Unfallstation X ein Verband angelegt. Vor dem Hause Unter gefammte Ueberschuß den Hamburger Hafenarbeitern zu gute bares Beichen erkennen, daß man endlich wieder ein Stück weiter den Linden 16 fiel der dreißigjährige Arbeiter Gustav Richter kommt, so werden die Genossinnen und Genossen um möglichst gekommen ist. Die westliche Seite soll noch vor Weihnachten in Krämpfen hin und zertrümmerte dabei die Spiegelzahlreichen Besuch gebeten. fertig werden. Die eifernen Pfosten für das Geländer sind scheibe des Parfümeriegeschäfts von Lohse, ohne sich jedoch zu bereits in der ganzen Länge der Brücke aufgestellt, ebenso auch verletzen. Der Kranke wurde nach der Charitee gebracht Die städtische Desinfektionsanstalt ist, wie aus dem jetzt bereits in der ganzen Länge der Brücke aufgeftelt, ebenso auch verlegen. schon einer der beiden Kandelaber. Dieser ist ein 12 Meter An der Ecke der Friedrich- und Hannoverschen Straße wurde erst erschienenen Haupt- Verwaltungsbericht des Magistrats für 1894/95 zu ersehen ist, in dem genannten Jahre wieder mehr hoher viereckiger schlanker Thurm, eine im altdeutschen Stil ge- nachmittags ein etwa 50 Jahre alter Arbeiter durch einen vor. haltene Kunstschmiede- Arbeit. Er mißt am Grunde etwa schriftswidrig schnell um die Ecke biegenden Möbelwagen einer als im Vorjahre auch von der ärmeren Bevölkerung einen Fuß im Geviert und läuft oben in eine drei Firma in der Fruchtstraße überfahren und am Kopfe so bes benutzt worden. Von 7990 Eigenthümern der eingelieferten Meter lange Spitze aus, die eine Sonne ziert und eine Kugel deutend verletzt, daß er bewußtlos liegen blieb. Er wurde nach Sachen wohnten 7796 in Berlin, von letteren in Vorderhäusern Abends ging das Pferd eines durch 4800= 61 1/2 pet.( 1893/94: 651/2), in Hinterhäusern 2996 Drachentöpfe etwa anderthalb Meter vor, um das elektrische die 61 1/2 pt.( 1893/94: 651/2), in Hinterhäusern 2996 abschließt. Unterhalb der Sonne springen zu beiden Seiten der Charitee gebracht. Wilhelmstraße fahrenden Postwagens durch und 381/2 pet.( 1893/94: 341/2). Arbeiter und unselbständige Straße Unter den Linden zu. Vor dem Handwerker waren diesmal mit 29 1/3 pet.( 1893/94: 233/4) unter Bogenlicht zu tragen. An den vier Kandelabern, die je 45 3tr. lief der den Eigenthümern vertreten. wurde der Postillon Hermann Andreas Der Bericht sagt aber mit wiegen, haben zehn Arbeiter vier Monate lang gearbeitet. Das Hause Nr. anscheinend innerlich recht, daß diese Zahlen immer noch beweisen, daß die Brückengeländer ist ebenfalls ein Werk der Schmiedekunst nach von seinem Sit geschleudert und recht daß diefe Zahlen immer noch beweisen, daß die altdeutscher Art. Es wird bei den Kandelabern zwei Meter hoch leicht verletzt. Nachdem durch den schleudernden Wagen zwei wohlhabenden Echichten der Bevölkerung an der Benuzung der Desinfektions Anstalt aus eigenem Antriebe sein und bogenförmig bis zu einem Meter Höhe fallen. Auch Straßen- Laternen umgebrochen worden und ein Zusammenstoß im Geländer, das kräftiges, gebogenes Stabwert mit mit einer Droschte erfolgt war, wurde das Thier durch einen viel stärker betheiligt sind als die ärmeren". Der eigene Antrieb" würde übrigens bei den Armen ebenfalls Blatt- und Blumenschmuck zeigt, ist die Sonne mehrfach Kutscher aufgehalten und dem Postillon übergeben. lebhafter sein, wenn auf die Desinfektionsgebühren allgemein, angebracht. Die Umgebung der Brücke am Schiffbauerdamm eigen von einem in der Fahrt befindlichen Pferdebahnwagen nicht blos bei besonderem Ersuchen und bei Nachweis der Be: nähert sich ebenfalls der Vollendung. Die Ufermaner ist fertig fiel abends der obdachlose Maler Franz 3. in der Trunkenheit dünftigkeit, verzichtet würde. Vielleicht würde dann auch die und wird mit einem Geländer versehen, der Straßendamm wird hin und zog sich einen Bruch des rechten Unterschenkels zu. Er dünftigkeit, verzichtet würde. Vielleicht würde dann auch die bereits gepflastert. Uebrig bleibt nur noch eine kurze Strecke vor wurde in einem Krankenwagen nach der Charitée gebracht. Neigung, bei Schwindsucht desinfiziren zu lassen, die heute ganz ben Häusern Schiffbauerdamm Nr. 1 und 2, wo zwei Bürgerbesonders gering ist, etwas größer werden. Obwohl vom 1. April steige liegen, einer am Straßendamm und ein tieferer in der 1894 bis 31. März 1895 in Berlin rund 4000 Personen anhöhe Schwindfucht starben, wurde in demselben Zeitraum doch nur in Höhe des alten. Eine Böschungsmauer mit Geländer trennt sie 536 Fällen von Schwindsucht die Desinfektionsanstalt in Anspruch genommen, noch seltener als im Vorjahre, was( so sagt der Bericht) mit Rücksicht auf die Gefährlichkeit der Krankheit sicher zu beklagen ist." Das bloße Betlagen wird freilich wenig helfen. 0 von einander. 72 Aus den Nachbarorten. Beim Ab Die epidemische Augenkrankheit in der Vereinigten Artillerie und Ingenieurschule in Charlottenburg ist als er lofchen zu betrachten. Es sind nur noch wenige Offiziere revierfrant. Zur Verminderung der Thierquälerei bei Banten u. s. w. foll hiesigen Blättern zufolge jetzt für Schöneberg eine nach Die bezüglich der dem Herrn v. Koke auf der Festung ahmenswerthe Polizeiverordnung erlaffen werden, durch welche Glaß zugestandenen Bewegungsfreiheit von den Zeitungen vor bestimmt wird, daß bei Einfahrten von Bauten, Sand- und einiger Zeit veröffentlichten Notizen werden jetzt als unzutreffend Stiesgruben, überhaupt wo schwere Lasten in größerer Zahl abbezeichnet. Für Herrn v. Koze gelten die allgemeinen Vorschriften gefahren werden, durch Bohlenbelag u. f. w. eine feste Fahrbahn Ange und Bernf. In seinem Bericht über Augenunter- für die Festungs- Stubengefangenen. Herr v. K. hat danach wie hergestellt werden muß, damit das Ginsinken der Wagenräder in suchungen an Waisenkindern( vergleiche den Artikel in Nr. 282) alle anderen Festungs- Stubengefangenen täglich 5 Stunden Frei- den losen Boden und das Abhegen der Pferde vermieden wird. macht Dr. Silex auch Angaben über die für die wichtigsten Be- heit, und zwar von 10 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis Eine gleiche Bestimmung besteht auch bereits für Wilmersdorf. 6 Uhr nachmittags. Außer dieser Zeit darf er den Donjon nur von einer Verordnung zur Verminderung der Menschen. rufe erforderliche, eventuell mit Brille zu erreichende Sehin ganz besonderen Fällen, zum Beispiel bei Besuchen von An- quälerei bei Bauten hört man nichts. Wollen sich die schärfe. Eine hohe Sehschärfe, auf jedem Auge mindestens 2/3 der normalen, wird erfordert z. B. für Buchdrucker, Büchsen- gehörigen, verlassen, doch ist hierzu in jedem einzelnen Falle die Arbeiter zur Verminderung der Quälerei eine Verkürzung der Erlaubniß des Festungskommandanten vorher einzuholen. Das Arbeitszeit erringen, so sind sie unbotmäßig" und„ aufgewiegelt" macher, Ziseleure, Dachdecker, Dekorateure, Goldarbeiter, ist Jacke wie Hose. Ob Herr v. Kotze ein paar Stunden mehr und der Unternehmer schreit nach der Polizei, damit diese ihn Graveure, Holzbildhauer, Kupferstecher, Rutscher, Bau- oder weniger seinem Vergnügen nachgehen darf, darauf kommt vor den Ausständigen und ihren" Rädelsführern"" schüße". tlempner, Lithographen, Maler, Maschinenbauer, Maurer, Mechaniker, Optiker, Photographen, Schlosser, Schneider, Stein: es nicht an. Der schreiende Gegensatz zur Behandlung politischer megen, Tapeziere, Tischler, Uhrmacher, Xylographen, Zimmerer; Gefangener bleibt darum doch vollauf bestehen. eine mittlere Sehschärfe, auf einem Auge mindestens 2/3, Die Vorgänge im Konsumverein Süd- Weft" in auf dem anderen mindestens 1/3 der normalen, wird erfordert Liquidation drohen allmälig zu einem öffentlich en 3. B. für Barbiere, Bildhauer, Böttcher, Brauer, Bronzeure, Standal auszuarten. Der Verein hat ein Vermögen von Eine noch nicht aufgeklärte Schießaffäre hat sich vor Drechler, Baumschul- Gärtner, Gelbgießer, Glaser, Gürtler, Hand: ca. 70 000 Mart, wovon 62 000 M. auf der Diskontobant liegen, schuhmacher, Kaufleute, nicht Bauklempner, Kürschner, Kupfer und welches nach Abzug der Verwaltungskosten an die Mit wenigen Tagen im tal. Neuen Garten zu Potsdam zugetragen. schmiede, Lackirer, Messerschmiede, Nadler, Sattler, Schuhmacher, glieder auszuzahlen ist, da es deren erspartes Guthaben dar- Der Parkwächter Steinbrecher und ein dort thätiger Gärtner Stellmacher, Töpfer, Tuchmacher, Zeugschmiede; eine noch ftellt. Gegen die Abhebung des Geldes, welche am 15. Dezember gingen dem Ausgange des Gartens beim Birkenwäldchen zu, als geringere Sehschärfe reicht nach Ansicht von Dr. Silex alljährlich stattzufinden hat, will das Mitglied der Liquidations plöglich hintereinander zwei Schüsse fielen. Beide Männer hörten aus z. B. für: Bäcker, Buchbinder, Bürstenbinder, Färber, fommission, Herr Paul Weinberg, Protest beim Landgericht I erheben das Pfeifen der in ihrer unmittelbaren Nähe vorbeisausenden Gemüse, und Blumen- Gärtner, Gerber, Hutmacher, Konditoren, und hat dies durch seinen Rechtsanwalt Herrn Gennerich der Kugeln, welche in die Bäume einschlugen. Die von den er Korbmacher, Möbelpolirer, Müller, Seifensieder, Seiler, Diskonto- Gesellschaft mittheilen lassen. Thatsächlich ist die Aus- fchreckten Männern veranlaßten Nachforschungen nach dem Schlächter, Schmiede, Steinfeger, Stumpfwirker, Vergolder, Weber, zahlung der am Mittwoch fällig gewesenen Spargelder des Schützen haben bisher noch kein definitives Resultat ergeben, doch Zigarrenmacher. Dr. S. bezeichnet es mit Recht als wichtig, Konsumvereins", der übrigens mit einem solchen nichts als den scheint der Schuß aus einem der in der Nähe belegenen Häuser daß ein Junge nicht erst, nachdem er schon 2-3 Jahre gelernt Namen gemein hat, nicht erfolgt, und die vielen fast aus- abgegeben zu sein. hat, dahinter fommt, daß sein Auge für den gewählten Beruf schließlich der Arbeiterklasse angehörigen Mitglieder sahen sich Von einem Wilddieb erschossen wurde in der Nacht zum unzureichend ist. Das zu verhüten sei mit ein wesentlicher Zweck vorab um ihre Spargroschen gebracht, auf die sie zu Weihnacht Donnerstag der Wildmeister des Prinzen Friedrich Leopold, der jährlichen Augenuntersuchungen an den Waisenkindern der nothwendig rechneten. So wenig sich gegen die Betheiligung Schlüßler, stationirt in Jagdschloß Dreilinden bei Wannsee. Die Stadt Berlin. Darin liegt ein weiterer Grund, die Anstellung au wirklichen Konsumvereinen einwenden läßt, so energisch sollten Leiche desselben wurde in der Nähe von Kohlhasenbrück gevon Schulärzten zu fordern. fich die Hausfrauen von Unternehmungen dieses Schlages ferns funden. halten. " " " = Soziale Rechtspflege. " Anstreicher Fabrikantenrache. Der Verein Berliner Pianofortefabrifanten und verwandten Berufsgenossen führt noch immer seine Religionsunterricht der Diffidentenkinder. Nachdem der ,, Agitatorenliste", welche er sich gelegentlich des großen Streits Berliner Magistrat als Appellinstanz in bezug auf Strafen in der Musikinstrumenten- Branche beigelegt hat. Wir haben s. 3 wegen Echulversäumnisse die Heranziehung der Dissidentenkinder Die Mediziner üben sehr oft bei der Prüfung von Anüber die Naturgeschichte dieser Agitatorenliste" ausreichende zum Religionsunterricht in einer anderen Konfession für unsprüchen auf Unfallrente einen entscheidenden Einfluß aus. Mittheilungen gemacht. Diefelbe besteht, wie gesagt, noch heute zulässig erklärt hat, ist, wie das B. T." zu melden weiß, manche trauernde Wittwe würde von den Segnungen" unserer und wird auch heute noch in scharfer Weise gehandhabt. In der seitens der Schuldeputation beschlossen worden, von der Ver- Versicherungs- Gesezgebung ausgeschlossen werden, wenn die Dezembersihung des obengenannten Vereins wurde von dem folgung der betreffenden Schulversäumnisse generell Abstand zu Gerichte nicht noch durch medizinische Autoritäten in den geschäftsführenden Vorsitzenden, Herrn Petermann, ganz besonders nehmen. Zusammenhang zwischen Unfall und Tod mit der Facket Einen Be hervorgehoben, daß die Mitglieder nach wie vor an den Bestimmungen der Wissenschaft hineinleuchten lassen tönnten. Der Im Zirkus Busch sollen die Vorstellungen von" 3fcheus, weis dafür liefert folgender Fall: und Beschlüssen des Vereins hinsichtlich der Ausschließung der Agi das Waldmädchen" in einigen Tagen durch eine neue Pantomime Gärtner, der in einer Maschinenfabrit thätig war, hatte eines tatoren weiter festhalten müssen. Wie strenge Disziplin der Vorstand Tages eine sogenannte Kondensationsschlange zu streichen. Dienach dieser Richtung hin herrschen läßt, ergiebt sich aus dem abgelöst werden. Umstande, daß einzelne zur Anzeige gelangte Fälle von Zuwider- Von der frommen Garde. Militärische Andachtsstunden selbe fiel dabei von ihrer Unterlage herab, riß G. um und fam handlungen gegen diese Beschlüsse den Ausschluß der betreffenden werden, der Bolks- Zeitung" zufolge, zur Zeit wieder in den auf dessen Leib zu liegen. Erst nach einiger Zeit wurde G. von Er zitterte und Mitglieder aus dem Verein zur Folge haben werden. Im Kasernen abgehalten. Zu diesem Zwecke versammeln sich die dem 8 Bentner schweren Eisengeräth befreit. wies sein Körper feine Verweiteren ergiebt sich dies daraus, daß nur der Vorstand be- Unteroffiziere und Mannschaften mehrerer Kompagnien in einer war ganz blaß, indessen G. arbeitete deshalb auch weiter, am rechtigt ist, die Streichung aus der Agitatorenliste zu bewirken. großen Mannschaftsstube, wo nach dem Absingen eines Kirchen- legung auf. zu flagen Wenn auch die Mitglieder humaner denken und handeln wollten, liedes der Divisionspfarrer eine weltlich geiftliche Ansprache nächsten Tage hatte er jedoch über Uebelkeit so find fie doch der Diktatur des Vorstandes unter: hält und bei bekannten geschichtlichen Ereignissen aus den Feld- und er mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Nach sieben worfen, in deffen Belieben es somit gesetzt ist, für zügen examinirt. Durch Gesang und Gebet wird die Andachts- Tagen verstarb er dann an einer Lungenentzündung. Die ihre Rechte eintretende und kämpfende Arbeiter als stunde, die regelmäßig abends nach dem Dienst stattfindet, ge- Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaft lehnte den Anspruch seiner Wittwe auf eine Hinterbliebenen- Rente ab. Sie stüßte sich auf Agitatoren" zu brandmarken und wirthschaftlich zu ruiniren. schlossen. Und da wagt man noch immer, von der Harmonie des Kapitals das Gutachten eines Dr. Unger, der jeden Zusammenhang Im Museum für Naturkunde werden jezt besondere zwischen dem Tode und dem Unfalle verneint hatte. Das und der Arbeit zu reden! Diese fleinliche Rache, welche die Sammlungen von Thieren der Schutzgebiete aufgestellt. So sind Schiedsgericht ließ sich aber noch ein Obergutachten vom Fabrikanten an den Arbeitern nehmen, welche nahezu ein halbes bereits alle aus Togo und Kamerun bekannten Vogelarten zu Professor Dr. Hoffmann ausfertigen und kam auf grund Jahr hindurch in rühmlichem Kampfe den Fabrikanten gegenüber zur Berurtheilung der Berufsgenossengestanden haben, kennzeichnet diese Herrschaften zur genüge! Die fammengestellt worden. An einer Zusammenstellung aller deutsch beffelben schaft. Das Berufungsgericht machte sich besonders die Arbeiter aber werden aus diesen„ Agitatorenlisten" die zutreffende oftafrikanischen Säugethiere wird gearbeitet. Nuzanwendung zu ziehen wissen. Vom Unglück verfolgt. Beim Handel mit Weihnachts. Ausführung des Gutachtens zu eigen, daß ohne Zweifel infolge äußerer Gewalteinwirkungen bäumen ist der 48 Jahre alte Schneider Josef Slomsti aus der Lungenentzündung Die königliche Eisenbahn- Direktion zu Berlin hat ein Stralsunderstr. 10 verunglückt. Slomsti fuchte, da er in seinem eintreten könne, ohne daß äußerlich erkennbare Verlegungen Verbot von Sammlungen zu Ehrengaben 2c. an Borgesezte" erlassen, worin es heißt:„ Die Annahme von Fach keine Arbeit hatte, durch diesen Handel etwas zu ver- vorhanden sein brauchten. Aus den obwaltenden Umständen dienen. Als er am Mittwoch Nachmittag um 5 Uhr dabei schloß nun das Schiedsgericht auf eine solche Entstehung der Ehrengaben und sonstigen Geschenken, welche Vorgesetzte von untergebenen Beamten oder Arbeitern bei besonderen Anlässen, war, auf der Promenade der Stralsunderstraße seine Bäume zu- Krankheit Gärtner's. Gas Reichs Versicherungsamt hieß die Entscheidung gut. wie Dienstjubeläen, Ausscheiden aus einer längere Zeit bekleideten rechtzustellen, fiel er hin und verlegte sich das rechte Bein so Auch das Bestreben, dem Reichs Versicherungsamt seine Eigen Stellung 2c., dargebracht werden sollen, tann nicht für an- schwer, daß man ihn in ein Krankenhaus bringen mußte. schaft als Returs gericht für Unfallstreitfachen zu nehmen und gemessen erachtet werden und werden deshalb Sammlungen zu Mit der unterirdischen Stromzuführung auf der elektrischen es zum Revisionsgericht zu machen, erfährt durch den berichteten folchen Zwecken hierdurch verboten. Die Dienststellen- Borsteher Bahn der Großen Pferdebahn- Gesellschaft hat es am Donnerstag Fall eine vernichtende Kritik infofern, als in einer großen haben sofort bei dem zuständigen Inspektions- Vorstande Anzeige schon wieder einmal gehapert. Gegen 7 Uhr morgens blieben auf 3 a b 1 ähnlicher Fälle erst das Reichs- Versicherungsamt feststellt zu erstatten, wenn sie von Zuwiderhandlungen Kenntniß er der Strecke Dönhoffplay- Ritterstraße die Wagen plötzlich stehen, und bewirkt, was hier bereits das Schiedsgericht gethan hat. halten." Wenn wir nicht irren, ist dies Verbot schon früher er- und erst um 11 Uhr tamen sie wieder in Gang. Als Revisions gericht wäre es dazu nicht im ftande. folgt, und zwar nachdem der Vorwärts" mehrfach den Unfug Die Buden auf den Weihnachtsmärkten bilden das Dienstbote oder Gewerbegehilfe. Der Kutscher Müller derartiger Sammlungen gerügt hatte. Es scheint, daß jetzt eine Angriffsobjekt mancher Knaben, die auf ehrlichem Wege wohl war bei dem Malermeister Sobotta in Stellung. Er hatte Auffrischung des Verbots für thunlich gehalten worden ist. nie zu den Herrlichkeiten kommen könnten, welche jetzt auf den eine Equipage zu fahren, außerdem mußte er aber auch Geräthe öffentlichen Blägen verkauft werden. So wurde in der vor- und Materialien, die im Betriebe des Beklagten Verwendung gestrigen Nacht der elfjährige Sohn eines in der Swinemünder- finden, mittels eines Arbeitswagens befördern. Müller wurde Die anläßlich des Weihnachtsfestes gewährte Verlängerung der Geltungsdauer der Rückfahrttarten ist auch auf die im D W ohne Kündigung entlassen und klagte, da er sich für der Lithographen, Steindrucker u. s. w. und faßte den Beschluß, in Hamburg diskutirt und hierauf beschlossen, den Streikenden einen gewerblichen Arbeiter hielt, auf Lohnentschädigung an alle Berufsangehörigen die dringende Aufforderung zu 100 M. aus dem Reservefouds zu überweisen. Sodann wurde beim Gewerbegericht. Das Gewerbegericht war jedoch der richten, den noch Ausgesperrten in ausgiebigfter Weise zu Hilfe der Beschluß gefaßt, die Sperre über die Firma Meinung, Müller sei als herrschaftlicher Kutscher, also als Dienst zu fommen. Berufsgenossen, Berufsgenossinnen! Seit beinahe H. May aufzuheben. Im weiteren wurden die Mißstände, bote beim Beklagten in Stellung gewesen und wies ihn daher an vier Wochen ist der Streit beendet und noch sind 331 Perdie sich bei verschiedenen Firmen durch eine Art von Zwischendas Amtsgericht, welches sich aber für unzuständig erklärte, da sonen mit 204 Kindern zu unterstüßen. Schon seit meistersystem herausgebildet haben, erörtert. es den Kläger als gewerblichen Arbeiter betrachtete und vielen Wochen ohne ausreichende Einnahme, sehen sich die Aus- Charlottenburg. Am 13. Dezember fand eine öffentliche zwar nicht nur wegen seiner zeitweisen Beschäftigung gesperrten gerade jetzt zum Weihnachtsfest in der traurigen Versammlung der Maler, Anstreicher, Lackirer und ver im Gewerbebetriebe des Beklagten, sondern namentlich Lage, nicht das nothwendigste für sich und ihre Familien aufwandter Berufsgenossen im Lokale des Herrn Lehder, Bismarckdeshalb, weil Müller gleich allen anderen Gewerbegehilfen bringen zu können, wenn Ihr, Berufsgenossen, nicht helft! ftraße 74, statt. Der Referent, Bruno Pörsch, sprach über des Beklagten jeden Sonnabend einen Wochenzettel im Komptoir Wohlwissen wir, daß der Anforderungen an die Opferwilligkeit viele Gewerkschaftsbewegung, Parlamentarismus, Voltsgesetzgebung". abzugeben hatte und daraufhin seinen Wochenlohn erhielt. Das gestellt werden, wohl wissen wir, daß es gerade jezt jedem n eingehender Weise, oft vom Beifall unterbrochen, behandelte Gewerbegericht, welches nunmehr über die Klage Müller's ver einzelnen besonders schwer wird, noch mehr als bisher zu opfern, Redner dieses wichtige Thema. Nachdem vom Vorsitzenden be handelte, wies denselben mit seinem Antrage auf Lohn aber trotzdem richten wir das Ersuchen an Euch: Helft! Es tannt gegeben war, daß am Mittwoch, den 13. Januar n. Js. entschädigung wegen unberechtigter Entlassung ab, weil der muß sein! Die bravsten und treuesten der Kämpfer, die aus die Generalversammlung der hiesigen Filiale stattfindet, wurde Kläger den Ausschluß dadurch anerkannt habe, daß er den am gehalten haben bis zum letzten Augenblick, die großentheils unter dem Hinweis, sich an den Sammlungen der streifenden Kopf des Wochenzettels gedruckten Passus: Eine 14 tägige Rün- vorher Vertrauensämter in den Werkstätten innehatten und Hamburger Hafenarbeiter recht rege zu betheiligen Listen sind digung findet nicht statt, dies erkennt durch Unterschrift an- infolge dessen die Rache des Unternehmerthums am längsten beim Obmann der Gewertschaftskommission Otto Flemming, jedesmal mit seinem Namen unterschrieben hatte. fühlen müffen fie gerade find die am Schlüterstr. 71, zu haben die Versammlung geschlossen. härtesten Leiden. Berufsgenossen! Erspart ihnen zum Spandau. Am 11. d. M. fand hier in der Brauerei PichelsWeihnachtsfest das bittere Gefühl, daß sie von den ihnen am nächsten stehenden Arbeitern und Arbeiterinnen dorf eine öffentliche Versammlung statt mit der Tagesordnung: Um Unregelmäßigkeiten bedenklicher Art, welche in der vergessen sind! In den nächsten Tagen werden Sammellisten, Reichstags- Abgeordneter Metzger übernommen, der in einChavitee vorgekommen sein sollten, handelte es sich in einem versehen mit dem Stempel der Gewerkschaftskommission, zirkuliren; gehender Weise den gegenwärtigen Stand des Streits darlegte. Prozesse, welcher gestern vor der 138. Abtheilung des Schöffen- zeichne jeder sein Scherflein; thue jeder seine Schuldig Sodann nahm die Versammlung eine Resolution an, in der sie gerichts unter dem Vorsitz des Amtsrichters Vonhoff statt- feit, damit aufs neue der Beweis geliefert werde, daß die den Ausständigen ihre eifrige Unterstützung zusagte. Das Erfand. Der Krankenwärter Julius Schwarz, welcher Solidarität unter, uns mehr ist wie ein bloßes Wort! Die gebniß der Tellersammlung wurde den Hafenarbeitern überwiesen. längere Zeit in dem genannten Institut angestellt gewesen ist, Wertreter sämmtlicher graphischen Berufe unter Verschiedenem kritisirte ein Redner die Zustände in der tönigl. Munitionsfabrit, worauf der Vorsitzende den Anwesenden die Bedeutung der Organisation darlegte und in eindringlichen Worten ermahnte, dahin zu wirken, daß die Arbeiter dieser Fabrik für die Organisation gewonnen werden. Witterungsübersicht vom 17. Dezember 1896. Gerichts- Beifung. war beschuldigt, in 16 Fällen Briefe, theilweise mit Geldinhalt, Berlin 3. welche für Kranke bestimmt waren, geöffnet und des Inhaltes beraubt zu haben. Ferner wurden ihm ein Diebstahl gegen einen Kollegen und ein zweiter gegen einen Kranken zur Last gelegt. Da es sich herausstellte, daß die Sache noch weiterer Aufklärung bedurfte, wurde die Verhandlung vertagt. einen J es, Ein Provinzial Verbandstag der Zimmerer Mecklenburgs und Lübecks wird am 27. und 28. Dezember cr. in al chin im Lokale des Herrn Peters, Schulstraße 2, abgehalten. " Versammlungen. Swinemünde Berlin Wiesbaden Betersburg Cort Aberdeen. • Baris.. Barometers reduzirt auf d. Meeressp. Windrichtung = SM Windstärke | 00| N| ON( Stala 1-12) Das Referat hatte Wetter Dunst Temperatur nach Celsius |( 5°.= 4° R.) TROENT 752 • 754 bedeckt 755 SW bedeckt 756 N 756 SSD bedeckt wolkenlos 759 Still bedeckt 760 ND 2 bedeckt -7 756 NND 3 heiter 1 752 N 3 • wolkig Berliner Wetterbureau. Vermischkes. und Psychologisch interessante Einzelheiten kamen bei der In Elmshorn streiken die Gerberei Arbeiter des Verhandlung einer Anklage zur Sprache, die den Tischlergesellen Herrn Knecht. Ueber dieses Geschäft hat eine Versammlung Wilhelm Bellach gestern vor die II. die Sperre verhängt. Die Vereinigung der Gerbereibefizer verie II. Straſtammer des Landgerichts I führte. Der Angeklagte, ein bis dahin völlig langte nun von der Lohnkommission die sofortige Aufhebung der Stationen. Sperre, weil Herr Knecht erklärt habe, daß er alle Ausständigen unbescholtener Mensch, wurde, als er aus der Untersuchungshaft in den Gerichtssaal geführt wurde, von so konvulsivischen Zuckungen entlassen hätte. Die Arbeiter beschlossen, diesem Begehren nicht befallen, daß er zu Boden fant und nur langsam verhandlungs- eher stattzugeben, bis in dem genannten Betriebe gewisse Uebelfähig gemacht werden konnte. Er hat bis zum Jahre 1894 stände beseitigt sind. als ruhiger, bescheidener Mensch fleißig gearbeitet und Ju Prag erscheint zu Neujahr an stelle des Bäcker- Hamburg längere Zeit mit einem Dienstmädchen, welches er heirathen fachblatts Befar" ein Fachblatt für die Lebens. wollte, ein ehrfames Liebesverhältniß unterhalten. Da tam die mittelindustrie. Es führt den Namen" Potravodelnit", München Versuchung über ihn. Das Mädchen gab ihm eines Tages eine wird vorläufig monatlich zweimal herausgegeben und kostet Wien ihrer Herrschaft gehörige goldene Uhr mit, damit er sie zur jährlich 1,40 Gulden. Abonnements nimmt entgegen Josef Haparanda. Reparatur zu einem Uhrmacher bringe, und der Glanz des Etibor in Prag, Teingasse 631, I. Goldes hat ihn zum schlechten Menschen gemacht. Er verkaufte die Uhr, kehrte zu seiner Braut nicht mehr zurück und machte sich auch der Polizei gegenüber unsichtbar. Er miethete sich bei verschiedenen Schlafstellen Vermietherinnen ein, benutzte Der Textilarbeiter Verband( Filiale II) hatte am 9. d. M. die Gelegenheit, um bei ihnen Diebstähle auszuführen eine Versammlung anberaumt. Nachdem der Vorstand, die und entfernte sich stets heimlich unter Mitnaome manchmal nicht Arbeitsnachweis- Kommission und der Bibliothekar einen Bericht Wetter- Prognose für Freitag, den 18. Dezember 1896. Etwas gelinder, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit leichten unbeträchtlicher Geldbeträge. Dann suchte er nach einander über ihre Thätigkeit im verflossenen Verwaltungsjahr gegeben Schneefällen und schwachen südwestlichen Winden. ältere Bekannte auf, erbat und erhielt von ihnen die Erlaubniß, hatten, wurde die Neuwahl des Vorstandes vollzogen. Der bis. eine Nacht in ihrer Wohnung zu schlafen und stahl auch bei herige erfte und zweite Vorsitzende wurden wiedergewählt, zum diefen Gelegenheiten, was ihm nur in die Hände stel. ersten Kassirer wurde Bangnow, zum zweiten Kassirer Schließlich verschwand er aus Berlin und trieb sich plans Schüler und zum Schriftführer Hoffmann ernannt. In und ruhelos in der Welt umher. Auf seinen Frrfahrten die Arbeitsnachweis- Kommission wurden die Mitglieder Scholz, hat er dann noch manche Streiche ausgeführt, die er Schmidt, Hoffmann, Lorenz, Struwe, Becker v. d. Gröben- Ponarien veröffentlicht im Inseratentheil der Geschmacklosigkeit in Todesanzeigen. Wilhelm Graf ". d. Gröben- Ponarien veröffentlicht im Inseratentheil der später erst selbst der Behörde mitgetheilt hat, ohne daß diese bis und Osterwald, in die Fachkommission die Mitglieder Deutschen Tageszeitung" eine Todesanzeige mit einem Nachruf dahin eine Ahnung davon gehabt hätte. Schließlich trieben ihn Hoffmann, Jasper, Stäckel und Marck delegirt. Gewissensbiffe wieder nach Berlin zurück. Hier suchte er zunächst Das Amt eines Bibliothekars übernahm Lorenz. Jasper für seinen Fischereipächter Schidlowski. In diesem Nachruf heißt es: Wie sein heute vor 40 Jahren verstorbener Stadtmiffionar auf, vor dem er unter dem Zeichen warnte hierauf die Mitglieder, nach Poſen Arbeit auzunehmen, tiefster Reue alle feine Sünden bekannte; dann stellte er sich da in der Fabrik des Herrn Joachim die Arbeiter im Streit Vater, der, ein durch und durch königlich gesinnter, treuer Batriot, Sabre 1848 mithalf, durch Wort selbst der Behörde. Juzwischen ist es mit seiner Verstandeskraft stehen und der Versuch gemacht wird, von hier Arbeitskräfte namentlich durch That, die frechen Demokraten rapide bergab gegangen, so daß seine gestrige Vernehmung mit anzuwerben. Den Hafenarbeitern bewilligte die Versammlung oder in ihrer Dummheit aufgewiegelten Ruhe. großen Schwierigkeiten verknüpft war. Bald stierte er theilnahmlos 25 Mart. störer in 3aum zu halten oder zu Paaren zu vor sich hin, bald schluchzte er wie ein Kind, auf der einen Der Allgemeine Verein der Töpfer und Berufs- treiben, so hat auch Eduard Schidlowski in allen LebensSeite vermochte er die einfachsten Fragen bezüglich seiner Per- genoffen hielt am 13. d. Mts. seine regelmäßige Mitglieder: lagen dieselbe, von seinem verehrten Bater ererbte Gesinnung besonalien dem Vorsitzenden nicht zu beantworten, andererseits versammlung ab, in welcher der Kassirer zunächst die Abrechnung wiesen." Man sieht, der Haß macht blind und dumm, nament hatte er die Einzelheiten der von ihm verübten Diebstähle noch vom letzten Vereinsvergnügen gab, worauf demselben Decharge lich, wenn er sich gegen das Licht kehrt. Wie würden die ganz gut in der Erinnerung. Der Gefängnißarzt Medizinalrath ertheilt wurde. Alsdann wurde die Ergänzungswahl des Filial- Agrarier zetern, wenn jemand anders so geschmacklos wäre, im Dr. Menger gab in einem höchst interessanten Gutachten ein vorstandes vorgenommen, wobei als Schriftführer Hermann ähnlichen Falle vom frechen Junkerpack zu reden? Bild von dem absonderlichen Geisteszustande des Angeklagten, Böhme und zu Beisitzern Emil Hesse und Otto der offenbar tiefe Reue über feine Thaten empfinde, die bei Schmädicke gewählt wurden. Für die Agitationskommission Schreiber aus Augsburg drang in die Wohnung einer Frau Aus Leipzig wird berichtet: Ein sechzehnjähriger einer starten religiösen Durchsegung seiner wurde an stelle des Mitgliedes Günther, der sein Amt nieder: Buehring, schloß das Dienstmädchen ein und machte einen Gedankenkreise ihn seelisch start niedergedrückt legte, Rudolf Hielscher ernannt. Hierauf stand ein Anhabeu. Er versichert nicht Raubmordversuch. Frau Buehring erhielt zwei Stiche wissen, wie er zu trag des Mitgliedes 3 werg zur Debatte, welcher besagt, ins Geficht; das Dienstmädchen trat aber die Thürfüllung durch. den Thaten gekominen, und zeigt bezüglich seiner geistigen den Zentralvorstand zu ersuchen, die Hamburger Hafenarbeiter befreite ihre Herrin und hielt den Burschen so lange feft, bis er Klarheit die wunderbarsten Schwankungen, bei denen jeder Ver- mit Geldmitteln aus der Verbandskasse zu unterstügen. verhaftet wurde. dacht der Simulation ausgeschlossen ist. Es scheint als ob fein Hervorgehoben wurde hierbei von anderer Seite, daß der hiesige Gehirn nur noch einen kleinen Vorrath von Erinnerungsver: Lokalverein bereits eine Summe zu diesem Zweck zur Verfügung Polizistische Strolche. Aus Lemberg berichtet man dem mögen aufgespeichert habe, und es ist zu befürchten, daß diefer gestellt habe. Kaulich erklärte, daß der Zentralvorstand in N. W. Tagebl.": Ju der Nacht auf Sonntag wurden gegen letzte Rest bald aufgezehrt sein dürfte. Der Gerichtshof beschloß seiner letzten Sigung sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt 20 Universitätshörer, die einen Gänsemarsch abhielten, von einer auf grund dieses Gutachtens, den Angeklagten zunächst auf fechs habe. Trotzdem der Verband zur Zeit bei der Aussperrung der Polizei- Abtheilung angehalten und auf die Polizeidirektion gebracht. Wochen zur Beobachtung seines Geisteszustandes der Charitee zu Kollegen in Friedrichsfeld in Baden, die wegen ihrer Zugehörig Als die verhafteten Studenten in den Hofraum des Polizeifeit zur Organisation erfolgte, finanziell start in Anspruch ge- gebäudes gelangten, löschten die Polizisten rasch die Laternen aus Nach fünfmonatlicher Untersuchungshaft freigesprochen nommen wurde es feien immer noch 25 Ausgesperrte mit und hieben auf die Studenten rücksichtslos ein. Der Präses des wurde eine in der Kanonierstraße wohnende Verwaltersfrau M., 49 Kindern zu unterstützen werde es sich möglich machen, Studentenvereins, Herr Piepes, ein Sohn des Vizepräsidenten welche wegen Verdachts der schweren Kuppelei und wissentlichen auch die Hafenarbeiter aus der Verbandskasse zu unterstützen. der Handelskammer, erfuhr spät nachts von der Verhaftung Meineides verhaftet worden war. Redner könne nicht einsehen, was für ein besonderes Verdienst seiner Kollegen und begab sich auf das Polizei- Inspektorat, um Zu dem Prozeß gegen den Kaufmann Irenschmidt, über darin gefunden werden könne, wenn irgend eine Organisation zu vermitteln; im Hausthor des Polizeigebäude wurde Piepes in den wir am letzten Sonnabend einen Bericht brachten, theilt uns den im schweren Kampfe stehenden Hafenarbeitern eine Unter der Finsterniß von Polizisten blutig geschlagen und erlitt hierbei stützung gewährt. Es sei dies einfach Pflicht jedes einzelnen, einen Nasenbeinbruch. Der Fall ruft Erbitterung hervor. Im die Gesellschaft Germania, Baßler u. Co., Lindowerstr. 25, mit, hier helfend einzugreifen. Wenn man weiter bedenkt, daß der Gemeinderathe brandmarkte Dr. Stroynowski, der Präsident der daß sie mit dem im Prozeßbericht erwähnten Bureau gleichen Verband im Laufe der letzten acht Monate nicht weniger als Rettungsgesellschaft, dieses Vorgehen und brachte einen Dring10 000 m. für Streits und Maßregelungen innerhalb der lichkeitsantrag ein, das Staatspräsidium solle beim Statthalter Vom Margarine- Mohr. In Nordhausen ist der Chef- Organisation verwendet habe, so erkläre sich hieraus, daß die sofort Beschwerde führen. Der Antrag wurde einstimmig an redakteur der Nordhäuser Zeitung" wegen Mohrbeleidigung zu Stassenverhältnisse des Verbandes nicht als zu rosige bezeichnet genommen. Die mißhandelten Studenten brachten Klagen beim der mäßigen Strafe von 5. verurtheilt worden. Hoffentlich werden können. Redner bittet den Antrag, die Unterstüßung der Gericht gegen die Polizei ein. finden sich noch mehr solche vernünftige Richter. streifenden Hafenarbeiter seitens des Verbandes betreffend, lediglich dem Zentralvorstand zu überlassen, der in den nächsten Tagen seine Schuldigkeit thun werde. In ähnlichem Sinne äußern sich noch anthe und andere, womit sich die Versammlung einverstanden erklärte. überiveisen. Namens nicht identisch ist. 1 Religiöser Wahufinu. Vor einigen Tagen trafen zwei Ans Mainz wird uns berichtet: Die Inhaber der SchuhPilgerinnen aus der Provinz Posen, Magdalene Kundorf und fabrik von Eichbaumu. Co., Alexander und Samuel Agathe Ostzewska, in Rom ein. Sie hatten die Heimath im Eichbaum, wurden am Mittwoch wegen Bergehens gegen die Frühjahr verlassen und sich zunächst nach Lourdes durchgebettelt. Gewerbe Ordnung zu 100 M. Geldstrafe eventuell Von dem französischen Schwindelorte aus hatten sie sich auf den 10 Tage Gefängniß verurtheilt. Das Vergehen wurde Im Verband der Möbelpolirer( Filiale Nord) sprach am Weg nach Rom gemacht. Bei ihrer Ankunft in Rom begaben Aber hier wurden darin erblickt, daß die Herren Fabrikanten jahrelang ihren Ar- 14. d. Mts. das Mitglied C. Kurth über die Macht der sie sich unverweilt zur Peterskirche. von fie beiterinnen die Fournituren( Seide, Garn und Nadeln) zu be- Solidarität. Am Schlusse seines mit regem Beifall aufgenom ihren Kräften verlassen. Die Kirchendiener deutend höheren Preisen vom Arbeitslohn in Abzug ge- menen Vortrages kam der Redner auf den Hamburger Hafen- brachten die halb Ohnmächtigen nach der Safristei. holte dann bracht haben, als hier ortsüblicher Preis war. Die Strafe darf arbeiter- Streit zu sprechen. Er erkannte denselben für gerecht an Man stärkte sie und einige deutsche und als sehr geringfügig bezeichnet werden, wenn erwogen wird, und empfahl in warmen Worten, die fireifenden Arbeiter in polnische Priester herbei, die sich der Wallfahrerinnen kräftig andaß nach Feststellung des Sachverständigen der zu unrecht er- jeder Beziehung moralisch und materiell zu unterstützen, um so nahmen. Die beiden Frauen wurden bei einer Wittwe unterworbene jährliche Verdienst der uneigennützigen Leute sich auf die Macht der Solidarität zu beweisen. Sodann wurde be- gebracht. Diese aber hatte nur zu rasche Ursache, sich über ihre 675 M. belaufen hat! schlossen, das Versammlungslokal, da sich daffelbe als ungeeignet frommen Einwohnerinnen zu beklagen, da diese die Nacht zum erwiesen hat, zu verlegen. Nachdem die Mitglieder auf das am 1. Feiertag bei Nieft, Weberstraße, stattfindende Weihnachtsvergnügen aufmerksam gemacht, erfolgte der Schluß der Verfammlung. Mahubriefe au Soldaten, durch welche diese an das Bezahlen von Waaren u. f. w. erinnert werden, wurden bisher als portopflichtig behandelt. Jezt sind sie nach einem Urtheil des Reichsgerichts portofrei, da es sich schon bei der Absendung eines Mahnbriefes um gemeinschaftliche Interessen des Aufgebers und Empfängers handele. Dabei ist also die Aufschrift:" Soldatenbrief. Eigene Angelegenheit des Empfängers" zulässig. Gewerkschaftliches. Tage machten und sich zu geiße In begannen, sobald es dunkel wurde, um mit dieser Selbstzüchtigung und dem dazu gehörigen Wehklagen und Jammern erst wieder aufzuhören, wenn der Tag graute. Man versuchte, sie von ihren Selbstquälereien abDer Verein deutscher Schuhmacher( Filiale I) tagte am ubringen, aber die Magdalene Kundorf gerieth darüber so in Erregung, daß sie drohte, sich aus dem Fenster zu 14. d. Mts. im Lokale des Herrn Röllig, Strausbergerstraße 3. fürzen, wenn man sie nicht gewähren lasse. Nunmehr rief Da laut Beschluß der Urabstimmung das Fachblatt vom die erschreckte Hauswirthin die Polizei zu Hilfe, was 1. Januar nächsten Jahres obligatorisch eingeführt werden soll, zur Folge hatte, daß die rasende Pilgerin in fehr unvollso wurden in der Versammlung darüber Berathungen gepflogen, ständigem Gewand aus dem Hause lief und sich in die Petersauf welche Weise es den Mitgliedern am bequemsten übermittelt firche flüchtete. Hier konnte man ihrer endlich habhaft werden werden könne. Von den Vorschlägen fand die Versammlung und sie einem Arzte vorführen, der erkannte, daß die Aermfte feinen für praktisch, weshalb dem Vorstand die Angelegenheit von religiösem Wabusinn erfaßt sei, weshalb sie nach dem zur Prüfung überwiesen wurde und soll dann in der nächsten Irrenhause gebracht wurde. Agathe Dzewska war auf Versammlung Bericht hierüber erstattet werden. Das Fachblatt freiem Fuße verblieben. Aber während sie am Sonntag in der Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschafts: sollen nur diejenigen Mitglieder erhalten, die mit ihren Beiträgen Kirche Santa Maria Maggiore der Messe beiwohnte, tam auch bureau( N. Millarg, Berlin S., Anneustr. 16.) nicht länger als acht Wochen im Rückstande sind. Sodann wurde bei ihr der Wahnsinn zum Ausbruch. Sie riß von der Wand Aufruf an alle in den graphischen Berufen beschäftigten bekannt gegeben, daß am 1. Weihnachtsfeiertage in Cohn's Fest- ein schweres Kreuz ab und drang damit auf die Andächtigen ein. Arbeiter und Arbeiterinnen. Eme von Vertretern sämmtlicher fäler, Beuthstr. 22, ein Vergnügen stattfindet. Der herbeieilende Priester wurde von ihr am Kopfe verwundet. graphischen Berufe Berlins besuchte Konferenz beschäftigte In der öffentlichen Versammlung der Dachdecker, die Schließlich bändigte man fie und noch am selben Abend schlossen fich am 18. b. m. mit dem vor kurzem beendigten Ausstande am Mittwoch bei Gründel tagte, wurde der Hafenarbeiterstreit sich auch hinter ihr die Pforten des Frrenhauses. Zuzug von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten ist während der Dauer der dortigen Lohnbewegungen aufs ftrengste fernzuhalten! Briefkasten der Redaktion. = Ein mehrere Sekunden danerudes Erdbeben wurde am fwerbent. Streitende 100. Nur das gemiethete Bimmer. I Ihrer Rechte beim Landgericht einen Rechtsanwalt bestellen, Donnerstag früh 5 Uhr 30 Minuten in West- und Mittel- England P. B. 23. 1. Nein. 2. Ja. R. F., Friedenau. 1. Ja. weil dort Ann alts zwang besteht. Poffecker Norrköping. wahrgenommen. In Ledbury, Grafschaft Hereford, machten sich 2. Nein.-. M. 860. Die für Berlin und für die übrigen Das ist kein Ehefcheidungsgrund. E. W. 100. Nein. die Erscheinungen am stärksten bemerkbar; viele Einwohner Regierungsbezirke erlassenen Polizei Verfügungen, betreffend G. R. Jeden Tag ist, falls nichts anderes vereinbart, stürzten erschreckt auf die Straße. Voraussetzung zur Erlernung des Hebammenberufs, können Sie die Mittheilung der Kündigung zulässig. M. K. Nein. Die Pest in Indien. Aus Bombay wird telegraphirt: in der juristischen Sprechstunde in der Redaktion einsehen. S. K. 108. Wegen geringfügiger förperlicher Fehler auf ein Bis jetzt sind hier 1511 Erkrankungen und 1094 Todesfälle an R. K. 97. Ja. A. G. 100. Die in Plößensee belegene Jahr zurückgestellt.- W. T. 23. Betrifft der Erbfall einen der Best bekannt geworden, doch sträubt sich die Bevölkerung da- Strafanstalt ist ein Gefängniß, die in Berlin, Lehrterstraße, be- Fall in Berlin, so hat die Frau das Recht, die Hälfte der gegen, den Behörden Meldung zu machen. Die Eingeborenen legene ein Buchthaus. W. St. 100. Eine Klage auf Masse zu erben, die am Todestage durch das Vermögen beider fliehen noch immer aus der Stadt; 200 000 Personen sollen die- Schadensersatz wäre aussichtslos. F. M. 5. Die Scheibe Eheleute gebildet wurde, oder auf die Erbschaft zu verzichten selbe bereits verlassen haben. muß ihrem vollen Werthe nach ersetzt werden.-F. L. D. 99. und ihr Eigenthum herauszuverlangen.- A. B., Kopenhagen. Nach Ansicht der zuständigen Behörde ist solche Kinder- 1. Ja. 2. Was Sie wollen. 3. Ja. B. B. 77. 1. Die Be- handlung leider zulässig. K. P., Elsasserstr. Jit richtig. Geburtsurkunden der Brautleute und die Einwilligungserklärung J. D. Ein Versuch kann nichts schaden. Adresse An das Ihres Vaters, da Sie noch nicht 25 Jahre alt sind, und Ihres Wir bitten bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) Kriegsministerium" genügt. A. B. 100. 1. Sie bleiben wahl- Schwiegervaters, falls Ihre Braut noch nicht 24 Jahre alt ist, auzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. berechtigt. 2. Etwa im Januar oder Februar dieses Jahres. sind zwecks standesamtlicher Trauung erforderlich. 2. Vom Die juristische C. K. Sprechstunde findet Montags, 3. Uns nicht bekannt. S. 2. 43 und H. R. 37. 1. Gegen einundzwanzigsten Jahre ab.- W. R. 1 u. 2 Ja.-W. R. Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends Bummeleien der Berufsgenossenschaften und Invaliditäts- Anstalten Eine Klage gegen den Kaufmann wäre leider aussichtslos. von 7-8 Uhr, statt. ist der betroffene fast machtlos. Beschweren Sie sich eventuell R. 100. Sie könnten beim Amtsgericht auf Gewährung des R. u. W. Die Schätzungen der Einwohnerzahl von Peting beim Staatssekretär von Bötticher. 2. Die Armendirektion ist Wassers in Gemäßheit des Miethsvertrages flagen.- E. 115. schwanken zwischen 500 000 und 1 650 000 Einwohner. Die bierzu berechtigt. P. F. 100. Sie sind im Irrthum: Sie 1. Nein. 2. Nein. 3. Ja. Die Höhe läßt sich nicht ohne größte Stadt der Welt ist London. Nach der Zählung vom find an den Vertrag gebunden. W. St. 100. Schadensersatz- Kenntniß des Vertrages angeben. 4. Nein, aber auf ordnungs 29. März 1896 hatte London 4 433 018 Einwohner. pflicht des schwedischen Soldaten liegt vor. Er müßte aber in mäßige Erfüllung des Vertrages. G. G. Sie können Ihre A. O. 20. 1. Ja. 2. Zur Zahlung des ganzen Restes. Schweden verklagt werden. M. G. In 2 Jahren vom Ablauf Forderung klagend geltend machen und die Nichtmeldung zur 3. Nur mit Einwilligung des Gläubigers. 2. R. 555. Be- des Jahres ab, in dem die Schuld gemacht oder anerkannt ist. Anzeige bringen. Unfall. Die Adressen giebt der Adreßantragen Sie zunächst beim Bezirksvorsteher Ausstellung einer Kunstschein. Sie bedürfen hierzu polizeilicher Konzession.talender an. Humaner Chef. Die Behörde für StrafBescheinigung, daß Sie nicht im stande sind, die Kosten des Klara 20. Wo Geld zu kriegen ist, wissen wir nicht. anzeigen ist die Staatsanwaltschaft. Weitere Auskunft muß abAlimentationsprozesses gegen Ihren früheren Ehemann zu tragen. 2. 100. Uns find vertrauenswürdige, empfehlenswerthe, der gelehnt werden.-F. K., Ruppinerstr. 30. Ja, der Pad, tDies Attest reichen Sie dann auf der Gerichtsschreiberei des artige( sogenannte Inkasso-) Institute nicht bekannt. vertrag läuft aber weiter. London. Nein. Hermann Landgerichts ein, bringen das Scheidungsurtheil mit und be- Preuß. Sie müssen durch den Impfarzt oder durch die Polizei Gries. 1. Niemanden. 2. Nein.-S. 100. 235 Marken antragen, Ihnen das Ärmenrecht für die Alimentationstlage zu| ein neues Attest sich beschaffen oder nachimpfen lassen. müssen mindestens geklebt sein. A. Trautsch. Vom Gericht. bewilligen. Tischler, Berlin. Nein.- E. S. P. Die R. 22. Ersuchen Sie das Gewerbegericht um Ausstellung 2. 3. 1. Der rechtmäßig angenommene Adoptivsohn hat das Polizeibehörde ist im Recht. Sie müssen selbst um Ertheilung eines vollstreckbaren Urtheils, übergeben Sie das einem Gerichts- felbe Erbrecht, was ein ehelicher Sohn des Adoptivvaters gegen des Abzugsattestes einkommen. Unter den von Ihnen ge- vollzieher und beauftragen Sie ihn, die Zwangsvollstreckung vor diesen gehabt hätte. 2. Mein. J. S. 100. 1. Ja. 2. Üns schilderten Umständen kann das für Sie allerdings gefährlich zunehmen. E. G. 500. Sie müssen zur Wahrnehmung unbekannt. E. B. 9000. 1. Am 1. April 1896. 2. Nein. Freie Bereinigung der Bauauschläger vorwärts“ Berlins und Umgegend. Berlin. Die Beerdigung unseres bei der am Sonntag, den 20. d. M., mittags 12 Uhr, b. Buske, Grenadierftr. 33: Sonnabend in der Spenerstraße er Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vergnügungskomitees. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 33/6 Der Vorstand. folgten Explosion getödteten Genossen Paul Malke findet am Freitag, den 18. d. Mis., nachmittags 3 Uhr, vom Leichenschauhause, Hannoverschestr. 6, aus statt. Um rege Betheiligung bittet 232/5 Der Vorstand. Buchhandlung Vorwärts, Beuthstraße 2, Berlin SW. Am Freitag Nachmittag gelangt zur Ausgabe: Die politische Polizei in Preußen. 96 Bericht über die Verhandlungen im Prozeß Leckert- v. Lützow- v. Tausch. Nach stenographischen Aufnahmen. Mit Einleitung und Anhang. Seiten Groß- Oktav. Preis 25 Pf. Porto 5 Pf. Intereffe; durch Beifügung des Anhanges, in welchem wir die fälschlich Die Verhandlungen dieses hochwichtigen Prozesses sind von dauerndem Achtung! Maschinenbauer! Achtung! this be Sonntag, den 20. Dezember, vormittags 92 Uhr, im Feenpalaft, Burgstraße 22( Eingang: Wolfgangstraße): Mitglieder- Versammlung der Orts- Krankenkasse der Maschinenbauer u. verw. Gewerbe. Tages- Ordnung: Feststellung der Kandidaten für die Generalversammlung pro 1897. Es ist Pflicht eines jeden Mitgliedes zu erscheinen. 19226 Die Elfer- Kommiffion. J. A.: P. Bauer, Münchebergerstr. 12. Verein der Einsetzer( Tischler) Berlins und Umgegend. Sonntag, den 20. Dezember, vormittags II Uhr, Grenadierstr. 33: Ordentliche General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Entgiltiger Beschluß über Auflösung des Vereins der Einsetzer ( Tischler) Berlins und Umgegend. Sollte der erste Punkt der Tagesordnung nicht die Majorität zur Auflösung des Vereins haben, so findet im zweiten Punkt Wahl des gesammten Vorstandes und der Revisoren statt. 3. Fragefasten. Der Vorstand. 59/3 Achtung, Zimmerer! Verein d. Zimmerer Berlins n. Umgegend. Sonntag, den 20. Dezember 1896, vormittags 10 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 21-22: Mitglieder- Versammlung 1. Vereinsangelegenheiten. 2. Die Bedeutung des Kongresses der lokalorganisirten Gewerkschaften. Referent: G. Kekler. 3. Gewerkschaftliches. Die Mitglieder werden ersucht, recht rege für den Besuch dieser Versammlung zu agitiren; eine weitere Einladung findet nicht statt. Der Vorstand. J. A.: E. Db ft. 257/3 Verband der Korbmacher Berlins. Die Versammlung am Montag fällt aus. 98/9 Der Vorstand. 15 Mark. Im Neubau, Zwinglistr. 14 c, sind in der vergangenen Woche ca. 10 Meter = " " dem Auswärtigen Amt zugeschriebenen Artikel der Kölnischen Zeitung", Münchener Neuesten Nachrichten" u. f. w. gegen die Unverantwortlichen" im Wortlaute zum Abdruck bringen, glauben wir den Werth der Schrift noch erhöht zu haben. 237| 14 Verband der Sattler u. Tapezirer. Filiale I( Zentrum). Alte Jakobstraße 83: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: fechs, 40 Meter vier und 10 Meter Sonnabend, den 19. Dezember, abends. 8%, Uhr, bei Kink u. Co., 21/2 zölliges Eisen Abflußrohr, sowie diverse Abzweige und Façonftücke im Werthe von 170 M. gestohlen. Dieselben sind neu, jedoch mit Staub und Ralt beschmutzt und dadurch kenntlich. Muthmaßlich sind die Nohre mit einem Einspänner abgefahren. Obige Be- der lohnung demjenigen, der die Thäter 2. so nachweist, daß dieselben bestraft werden. Näheres in der Schlosserei Charlottenburg, Sophie Charlotten straße 106. 1923b 1. Bericht über die Entstehung und Entwickelung der Hausindustrie in hiesigen Militäreffekten Fabrikation. Referent: Kollege Tannhausen. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. 156/9 Achtung! Parteigenossen! Achtung! Böhm. Brauhaus. streikenden Hafenarbeiter Hamburgs Sonnabend, 1914b der 30. Januar 1897, ift noch zu einem Ball zu vergeben uphastoff S auch Reste in Rips, Damant, Crêpe, Phantasie, Gobelin und Plüsch pottbillig! Proben franko! Verband aller im Handels- u. Transport- Gewerbe Läufcritoffen alle aitäten zu beschäftigten Hilfsarbeiter. Sonnabend, den 19. Dezember, in Keller's Festsälen, Koppenstraße 29: Großer Familien- Abend. Konzert. Humoristische Vorträge. Gratis- Verloosung. Programm gratis. Ball. Anfang 81/2 Uhr abends. Entree: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. 70| 18 Kutscher aller Berufe, Radfahrer und Hausdiener! Heute, Freitag, den 18. Dezember 1896: 2 grosse öffentliche Versammlungen: 1. Für den Norden im Kolberger Salon, Kolbergerstraße 23. 2. Für den Often in Louis Keller's Fettsälen, Roppenstraße Nr. 29. Tages- Ordnung: 1. Die Verkehrsentwickelung und die ihr entsprechende Gesetzgebung mit Bezug auf die§§ 315 und 316 des R.-Str.-G.-B. 2. Die an den Reichstag abzusendende Petition. 3. Diskussion. 523 Referenten: Reichstags- Abgeordneter Peus Dessau und Rechtsanwalt Leonhard Friedmann. Fabrikpreisen. Berlin S., * Emil Lefèvre, orauienstraße 158. Kinderwagen Bazar Max Brinner, Jerufalemerstr. 42, Brunnenstr. 6, Dresdenerstr. 128. Großartige Auswahl von Kinder- und Sportwagen, billigst. Theilz. gestattet. Puppenwagen ( Weihnachtsausverkauf) biais. außerord. billig. Die weltbekannte S Bettfedern- Fabrik Gustav Lustig, Berlin S., Prinzenstr. 46, versendet gegen Nachnahme( nicht unter 10 M.) garant. neue vorzigl. fillenbe Bettfebern, d. Pfd 55 Bf. Halbdaunend. Bfd.. 1,25 h. weiße Halbdaunen, b. Pfd. M. 1,75, borzügliche Dauneu, b. Vib. M. 2.85. Bon diesen Daunen genügen 3 Pfund zum größten Dberbett. Bervadung wird nicht berednet. Pfd.25,30,40ẞf. Zum Besten der in Louis Keller's Festsälen, Roppenstr. 29, am Sonntag, den 20. Dezember 1896: Gr. Vokal- u. Instrumental- Konzert ausgeführt von den Gesangvereinen Alpengloche, Deutsche Eiche, Kornblume, Loreley und Vorwärts- Friedrichsfelde( M. d. A.-S.-B.), unter Leitung des Herrn Patschau, sowie des Musikvereins Hoffnung( Often), unter Leitung des Herrn Bühle. Eröffnung 4 Uhr. Anfang präzise 5 Uhr. Nach dem Konzert: Tanz. 1876b Programme 25 Pf. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. extra. Um zahl. reichen Besuch bittet aschentücher ea. 48 ctm. groß, Reinleinen, weiß, brsäumt nur Mk. 3,50 daß Dugend. Die Kommission. Gleichfalls Engl Battip Damentaschentucher hoh fein mit neuesten lus men" Ranten, das Dkb. Mf. 2,50, werden nur in Folge Aula ung diejer Waarenabtheilung zu solch pottbilligen Breijen abge geben- um noch vor Weih nachten damit au räumen. Versandh. ,, Merkur", Komm.- Gesellschaft, Berlin SW., Benthstraße 17. Am Sonntag, den 20. Dezember geöffnet bis 1/29 Uhr abends; an Wochentagen bis 10 Uhr abends. Restaurant u. Festsäle ungefalzene frische Molkereibutter von Pfd. 100 Pf. Tilsiter Käse, schön pikant, Früchte, Marmelade Julius Wernau, Bestes Bratenschmals Schwedterstr. 28/24. Umständehalber find Sonnabend, der 16. Januar und Sonnabend, der 6. März Blatt 40 u. 50 Pf. frei geworden. Hirschfleisch Keule 70 Pf. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung ist es Pflicht sämmtlicher Inter- brucher Gänse auch ausgeschlachtet. essenten, in diesen Versammlungen zu erscheinen. Die Einberufer. J. A.: H. Schultz, Reinickendorferstr. 39. Achtung! Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Achtung! Künstl. Zähne v. 3 W. an, Theilz. wöchentl. 1 M., wird abgeholt. 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" stellung besonderer weiblicher Gehilfen als Fabrikinspektoren" nicht untersucht, weil man ihr einfach die Thüre vor der Nase zu verlangen. Der Verfasser ist dafür, daß zunächst Ernst ge- zugeschlagen hat. über das Gewerbegericht zu Berlin, dessen wir dieser Tage macht werden muß mit der Anwendung des§ 120a auf alle schon mehrfach erwähnten, behandelt in dem Theil, der die Werkstätten und Arbeitsstuben, auch auf die in der Haus: Adolphe Smith im legten Hest des Archiv für soziale leber das Schwitzsystem in England veröffentlicht. Wirksamkeit des Einigungsamtes betrifft, auch das industrie. So weit der hausgewerbliche Betrieb in WerfVerhalten der Presse und des Unternehmerthums bei ſtätten und Arbeitsstuben stattfindet, hat die Polizei Gefeßgebung und Statistik" einen Auffah, worin u. a. die Uebergewerblichen Streitigteiten. Es geschieht dies mit einer die Befolgung der für diese Betriebsart geltenden Bestimmungen stätten der Hausindustrie angefertigte Waaren an einigen treffen tragung ansteckender Krankheiten durch in verseuchten ArbeitsÜnbefangenheit, die gar seltsam absticht von dem Verhalten des gehörig zu kontrolliren und, wenn nöthig, zu erzwingen; be den Beispielen nachgewiesen wird. Bakteriologen haben bei preußisch- sozialen Staatsrepräsentanten v. Bötticher, der bei fänftigend wird aber hinzugefügt:" Das thut sie ja, wenn sie verschiedenen Gelegenheiten den Staub aus Kleidungs Besprechung des großen Bergarbeiterstreits anfangs 1893, hoch auf dem Plage ist, schon jetzt, also von einem neuen unerträglichen it ü cf en gesammelt und gefunden, daß er Krankheitsteime über den Parteien stehend, erklärte: ,, Gin ungerecht Antasten des Innern des Familienlebens fann dabei gar nicht fertigterer und unüberlegterer Ausstand ist mir noch nicht die Rede sein." Um die Mängel vorgekommen", und am 3. Dezember 1896 von derfelben hohen erziehung zu beseitigen, sollen Kirche, Schule, Vormundschafts: Dr. Kirschner( siehe„ Zeitschrift für Hygiene und InfektionsUm die Mängel in der Lehrlings- enthielt. Damit geimpfte Meerschweinchen starben an der daraus erzeugten Krankheit. So hat ganz neuerdings in Deutschland Warte aus gleichfalls stramm für die dem Friedensschluß abgeneigten gericht, Bolizei und mit ihnen der ganze Apparat der Dr. Kirschner( siehe Zeitschrift für Hygiene und InfektionsUnternehmer Partei nehmend, zur besonderen Freude des Königs Vereinsthätigkeit mitwirken an dieser riesengroßen Aufgabe. Militärröcken gesammelten Staube bei Meerschweinchen Tuberfrankheiten"( Bd. 21, S. 493) mit dem aus einigen alten Stumm behauptete: Wenn es je eine Arbeitseinstellung gegeben Arbeitsbücher für minderjährige Arbeiter, wie sie§ 107 der Militärröcken gesammelten Staube bei Meerschweinchen Tuberhat, die nach objettiver Beurtheilung der Verhältnisse un Gewerbe Ordnung vorschreibt, sollen erschweren, daß die von tulose erzeugt. begründet war, so ist es der jeßige Hamburger auswärts in die Großstädte zugezogenen Mädchen leicht: demien durch Kleidungsstücke nachgewiesen haben, ist es dringende Nachdem ärztliche Autoritäten die Verschleppung von Epis fertig vom Gesindedienst zur hausgewerblichen Näharbeit Der amtliche Bericht des Gewerbegerichts zu übergehen. Damit sind die Vorschläge des Artikelschreibers der Aufgabe des Reichs- Gesundheitsamtes, sich näher Berlin macht sich die Ausführungen zu eigen, die vor einiger Grenzboten" erschöpft. Er betont zum Schluß noch ein mit dieser Frage zu beschäftigen; sie ist von so großer Bedeutung Beit Magistratsassessor Cuno in der Sozialen Praxis" ver- mal, daß das Hauptheilmittel liegt in der sozialen zurückgestellt werden sollten. für die Volkswohlfahrt, daß weniger wichtige Arbeiten deshalb öffentlicht hat und in denen es heißt: Pflichterfüllung des Einzelnen gegen den Einzelnen, in Als erste Grundlage für die Thätigkeit des Einigungsamtes dem uralten Rezept, dem Erwähnt sei hierbei noch, daß auf dem Gewerkvereins- Rongreß kategorischen Imperativ der dienten die Zeitungsausschnitte aus dem Vorwärts", chriftlichen Nächstenliebe". Der Mann verdientes, gehört Glasgow im September 1892 Fanny Hicks großes welcher für Berlin die vollständigste Busammenzu werden. Die Vertreter des neuesten sozialpolitischen Schein Aufsehen erregte durch ihre Muttheilungen über die Arbeits. stellung aller Vorgänge auf dem Arbeitsmarkt bringt furses brauchen Berather, welche Arzneien mit wohlklingenden bedingungen, unter denen Hosen des Herzogs von Vort und aus der wenigstens der Stand der einen Partei er: Namen, aber möglichst ohne Wirkung vorschlagen. und Westen des Prinzen von Wales angefertigt worden tennbar ist. Aus anderen Zeitungen konnten sind, noch mehr durch die Angabe, daß eine Weſte, die der Herzog vereinzelte Mittheilungen entnommen werden. Für jedes in Hannover wird es nichts, da der Magistrat beschlossen erkrankte, bezogen hatte, in Räumen gefertigt war, wo die Mit der Errichtung eines städtischen Arbeitsnachweises von Clarence wenige Tage, bevor er an der Jufluenza tödtlich Gewerbe, bei dem eine Bufpigung der Bewegung erkennbar wurde, wurde ein besonderes Attenstück angelegt. Sodann galt hat, die Angelegenheit ruhen zu lassen, weil unter den obwaltenden Influenza herrschte. Wartet man in Deutschland auf ähnliche wurde, wurde ein besonderes Aktenstück angelegt. Sodann galt Verhältnissen von einer erfprießlichen Thätigkeit des Arbeits- Fälle, um eine hygienisch dringende und durchgreifende Reform es, möglichst noch vor Ausbruch des Streits Fühlung mit den nachweises doch nicht die Rede sein könne. Von den 24 Unter- in Fluß zu bringen? Intereffenten zu gewinnen. Auf Seiten der Arbeiter nehmern im Gewerbegericht haben sich 17 gegen die Errichtung bot fich teine Schwierigkeit. In allen Fällen war erklärt und das von den Arbeitervertretern und der Minorität als Mänteln, Kostümen, Wäsche, Buzartikeln 2c. betrug nach Der deutsche Export von Konfektionswaaren aller Art, eine anerkannte Bertretung der Arbeiter in Form von Agitations, der Unternehmervertreter ausgearbeitete Statut hat der Magistrat dem Konfektionär" in den ersten neun Monaten d. J. 1896 Lohn- oder Streitfommissionen vorhanden, an die man sich wenden als" unannehmbar" bezeichnet. Das sind die„ obwaltenden Verfonnte. Hier zeigt sich der Mußen der Kampforgani74 655 Doppelzentner im Werthe von 91 207 000 m. gegen sationen des Arbeiter als wesentliches Hilfsmittel für hältnisse". 65 429 Doppelzentner im Werthe von 73 765 000 m. im Aufrechterhaltung des sozialen Friedens. Dagegen Das fremde Element ist unter den Bergarbeitern Jahre 1895. Das fremde Element ist unter den Bergarbeitern Jahre 1895. Der Export ist dem Werthe nach um 23,6 pCt., fehlte es, wenn es sich um große, ein ganzes Gewerbe be- des Ruhrtohlen Gebietes in ganz erheblichem Maße dem Gewichte nach in 14 pCt. gestiegen. Nach England sind rührende Differenzen handelte, oft an einer anerkannten vertreten. Nach einer Statistik des Ober- Bergamtes Dort- exportirt worden 24 892, nach den Niederlanden 15 400, nach der Vertretung der Arbeitgeber. Die Feststellung, wer auf mund wohnten ausländische Bergleute in Gelsenkirchen Schweiz 8106 und nach den Vereinigten Staaten 4465 Doppel. dieser Seite die Betheiligten" seien, die Konstituirung der 51,02 pct., Recklinghausen 45,55 pct., Herne 39,80 pCt., gentner. Barteirollen, die Schaffung einer Vertretung der Partei boten Essen 35,01 pGt., Süd Bochum 24,10 pCt., Weft Dortmund nicht geringe Schwierigkeit. Dazu kam noch, daß, während die 24,03 pCt., Nord- Bochum 22,99 pCt., Oberhausen 15,67 pet. der Arbeiter in allen Fällen sofort geneigt waren, einer Auf- Gesammtbelegschaft. forderung des Einigungsamtes zu Verhandlungen Folge zu Von sämmtlichen 158 000 Bergleuten find nur 37,42 pet. leisten, bei den Arbeitgebern theilweise Mißtrauen gegen Söhne von Bergleuten; man kann also nur von einem das Gewerbegericht, sowie Untenntniß der Aufgaben des geringen Theil ansässiger" Knappen sprechen. 14,78 pet. sind Einigungsamtes fich zeigte.... Fast immer zeigte sich, aus nichtdeutschen Gebieten eingewandert, aus Polen, Posen, daß die Betheiligten fürchteten, die Anrufung des Einigungs- Rußland, Böhmen, Italien, Belgien 2c. Im ganzen sind unter " amites tönnte von mur Schwäche der eigenen Position ausgelegt werden. Man hörte die Erklärung: Wir haben die Anrufung nicht nöthig, wir tönnen es aushalten." = Weiter wandern Schlesier in großen Massen ein; sie sind bedürfnißloser und unter würfiger als die Rheinländer und Westfalen und werden dadurch, ebenso wie die eingewanderten nichtdeutschen Arbeiter, zu einem willkommenen Werkzeug, die einheimischen, steifnackigen Arbeiter unterzukriegen. So im Auszuge der Bericht des Magistratsassessors v. Guno. Der Bürgermeister Rummert in Kolberg ist zu einer empfindlichen Strafe verurtheilt worden, weil er den Sozialdemo fraten einen städtischen Saal ebenso wie anderen Parteien zur v. J., nach dem endgiltigen Ergebniß der Berufszählung, Die Zahl der Bevölkerung Badens betrug am 14. Juni Verfügung stellte. Damit dem Ernste der Humor nicht fehle, ist 1719 288 Personen, wovon 49,12 pet. dem männlichen und er dieser Strafthat wegen auch für un würdig erklärt worden, 50,88 pet. dem weiblichen Geschlecht angehörten. Der Antheil die Landwehr- Offiziersuniform zu tragen. Den mit der Rettung der Landwirthschaft war 42,4 pt. der Gesammtbevölkerung, der des Staates betrauten Personen muß es anheimgestellt werden, des Gewerbes und der Industrie 84,8 pCt.; der übrige Prozent zu erforschen, ob maßregeln giebt gegen die Leiter eines Gerichts, die im Handel, Verkehr 2c. es nicht auch Disziplinar fab vertheilte sich auf die freien Berufe, den öffentlichen Dienst, amtlichen Bericht nicht allein eines sozialdemo= tratischen Blattes lo bend gedenken, sondern auch die staat erhaltenden Elemente gewissermaßen als Störer des Sozialen Friedens hinstellen. Was meinen Sie, Herr von Bötticher? Soziales. " wird uns aus Aachen geschrieben: Die Firma Leonhard Zum Kapitel der Ausnnhung der Handlungsgehilfinnen. Tieß, die in verschiedenen Städten Deutschlands Bazare inne hat, betreibt auch in Aachen ein Zweiggeschäft, worin etwa 130 Verkäuferinnen thätig sind. Die jungen Damen haben eine tägliche Arbeitszeit von 12 Stunden und zwar vormittags von 8-1 Uhr und nachmittags von 1/23 bis 1/210 Uhr, während welcher Zeit ihnen auch nicht die geringste Gelegenheit fleinste Verspätung eine Ordnungsstrafe von 25 Pf. nach sich zum Sigen gegeben ist. Zu berücksichtigen ist noch, daß die zieht. Für diese unerhörte Arbeitsleistung wird ihnen als Entgelt nur ein Sohn von 40-50 m. zu theil; nur die ersten Berfäuferinnen bringen es bis auf 70 m. monatlich. Und bei solch färglichem Verdienste soll sich ein alleinstehendes junges Mädchen die Richter'sche Sparagnes, Ersparnisse für ihre Zukunft machen ehrlich( ohne Nebenverdienst") ernähren, geschweige denn, wie können? Das dürfte wohl auch Herr Eugen Richter bezweifeln. Hier wäre der springende Punkt, wo unsere bürgerlichen Frauenrechtlerinnen mit eingreisen sollten zum Schuße ihrer Mitmenschen. Die Verhandlungen auf dem Berliner Frauen- Kongreß haben leider zur genüge gezeigt, daß es den betreffenden Damen, wenn auch nicht an dem guten Willen, so doch an dem eingehenden Verständniß und an der nöthigen Kraft zur Durchführung eingreifender Sozialreformen gebricht. Der Achtstundentag in der Schweiz. Nach einem Berichte, welcher der" Berner Tagwacht" aus Thun zugegangen, ist in der dortigen eidgenössischen Pferderegie Anstalt für das zahlreiche Wärterpersonal der Acht stunden tag seit schon aushalten. Von den 43 Geistlichen, die in der Zeit vom Im irdischen Jammerthal läßt sich's als Geistlicher einigen Monaten eingeführt, und zwar versuchsweise. Nach den 1. September 1895 bis 31. August 1896 im Königreich damit gemachten guten Erfahrungen ist nun beschlossen worden, Sachsen geftorben sind, standen 17( die während ihrer Amtsdie achtstündige Arbeitszeit definitiv einzuführen; für das Bureau- dauer aus dem Leben schieden) im Alter von 31-64 Jahren, Die Grenzboten" bringen weitere Betrachtungen über die personal bestand sie schon immer. Die Tagelöhne, welche früher nur während die übrigen 26( emeritirten) Geistlichen folgendes LebensMißstände der Kleider- und Wäsche- Industrie. Der Verfasser 3 bis 4 Fr. betrugen, wurden auf 5 Fr. im Minimum per Tag alter erreichten: einer 91 Jahre, zwei 87, drei 85, zwei 83, sucht in weitschweifigen Redewendungen nachzuweisen, daß erhöht. Ferner ist eine Kommission, worin die Direktion und einer 82, zwei 81, zehn 71-79 Jahre; die übrigen fünf waren eigentlich keine großen Mißstände in diesen Industriezweigen be- die Angestellten angemessen vertreten find, bestellt worden zur unter 70 Jahre alt. ständen. Mit verblüffender Kühnheit werden selbst allbekannte Er Erledigung von Beschwerden über Bestrafungen wegen Verscheinungen abgeleugnet, so beispielsweise das Bestehen des Schwitz- geben gegen das Dienstreglement. Aus Zwickau wird uns geschrieben: Wie die hiesigen Uebrigens hat die Zahl der fyftems. Diesmal bekommt der nationalliberale Freiherr Heyl Dienstfehler und Widerhandlungen gegen das Anstaltsreglement tiengesellschaften das Theilen verstehen, zu Herrnsheim sein Theil dabei ab. Der Verfasser schreibt:" Der feit Monaten bedeutend abgenommen, eine Thatsache, die all- ersieht man aus einem Artikel im 1895er Jahrbuch für das Abgeordnete Freiherr Heyl zu Herrnsheim hat im deutschen gemeiner Ansicht nach mit der verkürzten Arbeitszeit sowohl als Berg- und Hüttenwesen im Königreich Sachsen. Da giebt Herr Reichstage den Sweater und das Sweatingfyftem als Point de vue mit der bessern Entlohnung, furz gefagt mit der menschen gegenwärtig 4 Förderschächte im Betrieb hat, einen recht genauen Direktor Weigel von der Bürgergewerkschaft Zwickau, die für die nationalliberale Attacke gegen die Konfektionsarbeit würdigeren Behandlung des Wärterpersonals im Zusammen- Rechenschaftsbericht über die Betriebsergebnisse vom Erteufen des gegenwärtig 48örderschächte im Betrieb hat, einen recht genauen bezeichnet. Dieser importirte Popanz war dazu wahrhaftig hange steht." ersten Flößes am 27. Januar 1846 bis zum Schluß des Jahres am allerwenigsten geeignet, und es kann gar nicht auss Ueber die traurige Lage der französischen Kohlen: 1894. Danach betrugen die Einnahmen insgesammt 66 192 650 M., bleiben, daß bei einem solchen Point de vue vieles über gräber giebt Aufschluß ein Bericht des Deputirten Lacombe, der an Arbeitslöhnen noch nicht ganz 27 Millionen ausden Haufen geritten wird, was geschont werden sollte, im Auftrag der Arbeitskommission der Kammer in Begleitung gegeben worden sind, während die Herren Aktionäre( hauptsäch und der Angriff doch als Luftstoß endet." Unter dem Gefichts der Mitglieder der Subkommission für Kohlenbergwerfe eine fich Besiger des Bodens) mit ihren 64 M- Attien( 25 000 Stück) puntte, daß einzelne zum theil als arger Schlendrian sich Untersuchungsreise in den verschiedenen Roblenrevieren gemacht über 19 Millionen Mark Dividende schluckten. darstellende Mißstände" dem ,, Uebergewicht des rücksichts- hat. Die Grubenbarone haben ein raffinirtes Ausbeutungs- und lofen altjüdischen Schachergeiftes" beizumessen sind, macht Knechtungssystem in Anwendung gebracht, darauf berechnet, Aus der Konkurs- Statistik. Jm Deutschen Reiche der Verfasser zur Beseitigung dieses" Haupt- und jede Regung des Widerstandes bei den Arbeitern im Keime wurden im Jahre 1895 6361 Ronkurse beendet. Die Zahl der Grundübels" Vorschläge zu gesetzgeberischen Maßregeln. zu ersticken. Typisch find die Zustände im Revier Ronkursgläubiger betrug 264 509, welche die enorme Summe von Nach seiner Ansicht müssen vor allem die bisher nur für Fabriken Montceau les Mines, welche fa als Unterlage für die 224 627 491 M. zu fordern hatten. Wirklich verloren wurden geltenden Bestimmungen über die tägliche Arbeitszeit und die ergreifenden Schilderungen Bola's im„ Germinal" gedient haben. 181 261 184 M. Die Attiven betrugen 54 338 821 M., die Gerichts. Arbeitspausen der„ jugendlichen und weiblichen Arbeiter"(§ 135 Die kapitalmächtige Familie, die seit mehreren Generationen wie und Verwaltungskosten stellten sich durchschnittlich auf 10 pt. bis 139a der Gewerbe- Ordnung) auf die Werkstätten die alten Feudalbarone dort herrscht, gebietet unbeschränkt über der Attiva. Am stärksten waren betheiligt: Königreich Sachsen und Arbeitsstuben der Konfektion Unter Werkstätte soll jeder Rochraum ift) ausgedehnt werden. das Schicksal von 25 000 Arbeitshörigen jeden Alters und Ge- mit 26 234 453 m., Hamburg mit 17 086 316 M., Provinz Sachsen Arbeitsraum( auch wenn er schlechts, deren geistige und physische Lebenskraft absorbirend mit 13 000 573 M., Berlin mit 12 883 454., Bayern mit zugleich Wohn, Schlaf und Kochraum ist) verstanden und auspreffend". Die Männer schanzen in den Gruben, 12 748 484 M, Proving Brandenburg mit 10 166 868., Pro werden, worin auch nur eine nicht zur Familie gehörige Hilfs die Knaben dienen als Handlanger, die Frauen arbeiten vinz Schlesien mit 8521 605 M., Provinz Westpreußen mit person mit gewerblicher Arbeit, also hier mit Konfettionsarbeit, in einer speziell zu diesem Zwecke errichteten Spinnerei, 4443 380 M., Provinz. Ostpreußen mit 3 249 103. beschäftigt wird, und außerdem soll noch dann ein schutzpflichtiger die Mädchen in Schneiderei- Werkstätten. Die Arbeiterwohnungen Die Bevölkerungszahl Bayerns betrug nach den end. Betrieb angenommen werden, wenn diese Familienangehörigen als werden außerdem nächstens mit Triebkraft versehen werden, giltigen Ergebnissen der Volkszählung vom 2. Dezember Lohnarbeiter auf grund eines Vertragsverhältnisses thätig sind. damit auch zu Hause geschanzt werden kann. Wohnungen, vorigen Jahres 5818 544 Ginwohner, wovon 2 846 687 dem Dann wird eine Bestimmung für nöthig gehalten, wonach jeder Bäckereien, Waarenmagazine jeder Art alles gehört der männlichen, 2971 857 dem weiblichen Geschlechte angehören. gewerbliche Arbeitgeber, der die Herstellung von Kleidern oder Grubengesellschaft. Auch der Unterricht wird in den Schulen Gegenüber der Zählung vom 1. Dezember 1890 ist das eine 3Wäsche an Außenarbeiter vergiebt, diese bei der Polizei anzu- der Gesellschaft ertheilt, um der jungen Generation früh- nahme von 228 562 Seelen oder rund 4 pet. Auf die zehn melden hat. Dringend empfohlen wird weiter, eine Arbeitsordnung zeitig den Knechtssinn einzuimpfen.„ Die Gesellschaft", größeren Städte tamen folgende Einwohnerzahlen: München zu erlassen und auszuhängen für jeden Betrieb, wo Arbeit heißt es im Bericht, hält sozusagen die ganze Ar 407 000, Nürnberg 162 000, Augsburg 81 000, Würzburg 68 000, on Hausgewerbetreibende ausgegeben wird. Borzuschreiben als beiterfamilie in ihrem Bann, so daß die Persönlich- Fürth 46 000, Regensburg 41 000, Raiserslautern 40 000, Juhalt der Arbeitsordnungen wäre namentlich: Zeit und feit des Arbeiters mit dessen Unabhängigkeit verschwunden Ludwigshafen 39 000, Bamberg 88 000 und Bayreuth 27 000. Art der Ausgabe und Abnahme der Arbeit, woher ist." Wie wahr das ist, zeigt die Thatsache, daß kein Arbeiter der Arbeiter die Zuthaten, das Garn u. f. w. Ju be es wagte, der Einladung der parlamentarischen Untersuchungs- Die Regierung von St. Gallen in der Schweiz hat zichen hat, wie und wann abgerechnet und bezahlt kommission, der Vertreterin der höchsten Staatsmacht, zu folgen prinzipiell verfügt, daß weibliche Arbeitspersonen, die ausschließwird, und dergleichen mehr. Ferner wird gerathen, die und vor ihr Aussagen zu machen. Schließlich mußte die Kom lich fommerzielle schriftliche Arbeiten oder die Zusammenstellung Anwendung fortlaufender Lohnbücher anzuordnen. Die ganze mission den Grubendirettor bitten, die zwei ältesten und von Musterkollektionen und Waarensendungen besorgen, dem gewerbliche Arbeit, und namentlich die Heimarbeit als die zwei jüngsten Arbeiter kommen zu lassen fantonalen Arbeiterinnen Schußgefeß nicht unters schlimmstes Uebel, ift der amtlichen Thätigkeit der Schreckenssystem wird von einer vielstufigen Lataien- liegen, wohl aber alle Arbeiterinnen, die nicht ausschließlich Gewerbe Inspektoren zu unterwerfen. Der Verfasser fügt Hierarchie gehandhabt, Bureauarbeiten besorgen. vom gemeinen Spigel bis zum 0 9 Das aber gleich hinzu:„ Das Kolettiren mit den weiblichen Bürgermeister, der zugleich Generalsekretär der Gesell- Unentgeltliche Beerdigung in der Stadt Bern. Die Gewerbe- Inspektoren lasse man aber in Deutschland bleiben." schaft ist. Seit der Unterdrückung des bekannten Ausstandes und Stadtverordneten haben die Einführung der unentgeltlichen Be= Es ist ihm ganz unverständlich gewesen, wie der Antrag der Aufstandes von 1883 herrscht in Montceau- les- Mines die Ruhe stattung, nicht Beerdigung, beschlossen, im Hinblick auf die nationalliberalen Abgg. v. Heyl und Genossen dazu gekommen der Entmannung, der Stlaverei. Die Kohlengruben von kommende fakultative Leichenverbrennung. Der Beschluß ist, gerade zur besseren Ueberwachung der bestehenden Anzin, deren Hauptaktionär Casimir Perier, der ver- wurde einmüthig gefaßt. Die Gemeinde stellt den Sarg, läßt gefehlichen Bestimmungen über das Trucksystem" die An- flossene Präsident der Republif, ist, ivurden von der Kommission die Einfargung besorgen, stellt den Leichenwagen und das Grab. : Kunst des öffentlichen Redens. Lehre vom Aufbau eines Bortrages). Herr Die Schulräume find zur Benutzung der Bibliothek und des reichen Zeits schriftenmaterials, schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Aufklärung, abends 9 Uhr Sebaftianftr. 72 bei Ferger. Der Beschluß foll am 1. Juni 1897 in fraft treten. Ein Kredit bis sie untergebracht sind. Nach Erledigung einzelner Vereins-| Grenzen der Natur- Erkenntniß.) Serr Dr. T. Joël.- Nord- Schule, von 10000 Fr. wurde zur Durchführung dieser Vorlage schon angelegenheiten ermahnte der Vorsitzende zum festen Zusammen- Brunnenftr. 25: Rede- lebung( Die wichtigsten technischen undfäße für die bewilligt. halten, wenn die Organisation diesmal auch unterlegen fet, fo Seinrich Schulz. Die britische Eifenproduktion erreichte im ersten Halb- bedeute die Aufgabe des Kampfes doch nur einen Waffenjahr 1896 4 828 444 englische Tons. Im ersten Halbjahr 1895 stillstand. betrug die Ausbeute 3721 000 Tons; diesmal also um Deutscher Holzarbeiter Verband. Im Bezirk Moabit 607 000 Tons, d. i. über 15 pet. mehr. Die größte Produktion fand am 14. b. Mts. eine Versammlung statt, in der Wiedewar bis jegt die von 1882 mit 8 586 000 Tons; man schäßt, daß mann im Hinblick auf die gegenwärtige Lage des Berufs über die diesjährige 83/4 Millionen Tons erreichen wird. 8 Millionen das Thema: Wie können wir den Unternehmern gegenüber Tons im Jahre hat die englische Gifenausbeute bis jetzt nur unsere Position befestigen?" sprach. Nachdem der Gegenstand viermal erreicht: 1881, 1882, 1883 und 1889. Die Hälfte der der Tagesordnung erledigt war, gab der Vorsitzende das Ableben gefammten englischen Eisenausbeute wird von der englischen des Mitgliedes Wilke bekannt, dessen Andenken die Versammelchiorfir. 15 bet Stehmann.- Ireu und Ginigkeit, Nixdorf, BergStahlindustrie verbraucht. Inng in der üblichen Weise ehrte. Hierauf erfolgte die Wahl Argentinische Butter erscheint seit etwa einem Jahr auf der Werkstatt- Kontrollkommission, in die folgende Mitglieder dem englischen Markte als neue Konkurrentin der kontinen- belegirt wurden: Harter, Rosenhein, Bressel, Noltemeyer, talen Butter, die bis dahin nur mit der australischen Butter zu Schrott, Melis, Wrede, Hoffmann und Heruth. Zum Schluß der rechnen hatte. Argentinien hat ausgezeichnete Weiben und feine Versammlung fand eine Tellersammlung für die streitenden Milchproduktion steht, wie die Australiens, gerade zu der Zeit Hafenarbeiter statt. auf der Höhe, wo in Europa Winter ift. Zu dieser Zeit ist in Argentinien Sommer. Die besten Sorten der argentinischen Butter rangiren unmittelbar hinter der dänischen, von der England am meisten einführt. Amerikanisches Roheisen findet bereits in England Verwendung. In einer Bekanntmachung der Verwaltung der Docks und Hafenwerte Liverpools, worin Angebote auf Lieferung von Roheisen eingefordert sind, wird auch eine Sorte Eisen aus Alabama gewünscht. Die Frauenarbeit in der Industrie ist fortgesetzt in der Zunahme begriffen, ganz besonders in der Textilindustrie. Lady Dilte veröffentlicht in der letzten Nummer der Women's Trades Union Review" einen Artikel über die Organisation der schottischen Textilarbeiter und Arbeiterinnen, worin u. a. mitgetheilt wird, daß von 154 591 Personen, die insgesammt in der Textilindustrie Schottlands beschäftigt werden, 108 205 Frauen sind. Versammlungen. # Ueber das gleiche Vortragsthema, das in der obigen Ber fammlung zur Erörterung fam, sprach am 14. Dezember das Mitglied Kunze in einer Versammlung für den Süd- Osten. In der Diskussion bemängelte das Mitglied Meister das Prinzip der prozentualen Lohnerhöhung, wie es bei dem letzten Streit zur Durchführung fam. Redner war der Meinung, daß die Fabrikanten sehr ungleich bei dieser Lohnerhöhung heranwürden. Er hält deshalb die Ausstellung eines Zarifs für weit gezogen und durch die Konkurrenz wieder zu Abzügen gedrängt zweckmäßiger. Nach Erledigung einiger Werkstatt- Angelegenheiten und der Wahl der Werkstatt- Kontrollkommission erfolgte der Schluß der Versammlung. Für den Bezirk Rosenthaler- und Schönhauser Borstadt war gleichfalls am 14. Dezember eine Versammlung anberaumt. Bor Eintritt in die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken an den verstorbenen Kollegen Rampf durch Erheben von den Plätzen. Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrag des Genossen Otto Schmidt gelangten einige Werkstatt- Angelegenheiten zur Besprechung, wobei über das indifferente Berhalten eines Mitgliedes, das bei der Firma Cortius beschäftigt ift, lebhaft Klage geführt wurde. Zum Schluß machte der Vorfigende auf das Weihnachtsvergnügen, das am dritten Feiertag bei Keller in der Koppenstraße stattfindet, aufmerksam. Arbeiter Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigenber Ab. Neumann, Pasewalferfiraße 3. Alle Aenderungen im Vereins talender sind zu richten an Fried. Kortum, Manteuffelstr. 49, v. 2 Tr. Freitag. uebungsfiunde Abends 9-11 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Collegia, Adalbertfir. 21 bet Roll. aiser'scher Männerchor, Schönhauser Allee 28, bet kelle.- Nord, Beteranenftr. 18 bei Schulz. unverzagt I, straße 24 bet Wuzler.- Buchbinder Männerchor, Holzmartifraße 3 bei Deter. Vereinte Sangesbrüder Moabits, Buttlig firaße 10 bet. Pfarr.- Matenzweig, Liebertafel der Stellmacher, Rosenthalerstraße 57 bei Babtel. Maiglöckchen, Lindowerstraße 26 bet Eachs. Gemüthlichkeit( Puger), Gendelstraße 80 bet Arendt. Froh- Hoffnung( Weft), Pallasstraße Nr. 16 bei A. Faller. Morgenroth II, Charlottenburg, Bismardstraße 74 bet frauſe. Typographia, Beuthstraße 20 bei Gohn. Georgina, Görliger siraße 52 bet Bogel, Lorbeerzweig, Schönhauser Allee 185 bet Ramlow. Borwärts III, Friedrichsfelde, Lichtenberger Prinzen- Allee 6. Rheingold, Weinstr. 11 bet Feindt. Rofenthaler Borstadt, Iris, Naunynfir. 86 bei Etreit. Brandenburger Männerfebo mftr. 33 bei Diböter.- Melodia, Nixdorf, Bergfir. 162 bei Thomas. Gefangverein, Brandenburg a. G., Bergstr. 6, Mengert's Boltsgarten, - Liberté, Wrangelstr. 84 bet Redanz. Brüderschaft( Hausdiener), te Safobfir. 64/65 bei G. Lamprecht. Liebes Echo, Reichenbergerfraße 118 bei Köppen. Frete Liebertafel, Straußbergerstraße 3 bei we. Röll. Norbwadt, Chauffeeftraße f bet Meißner. -Freie Sänger I, Schmargendorf, Warnemünderstraße, Wirths bet Pfeiffenmüller. haus Echmargendorf". Gängertreis( Weißensee), König- Chauffee, Arion I, Wittenberge, Thurmstraße 28 in ber Bentralhalle.-Sorgenfrei, Admiralfir. 18 c bet Möhring.- R of alta, Weiße Rose III, Rigdorf, KarlsgartenBlumenfin, as bet omnate de und Wismannstraßen Gde bei Bobe. uftige Gänger, Potsdam, Brandenburger Kommunikation 16 bet Glaser. Bieber'scher Männerchor, Linienftr. 96. Gefelligteit, Hennigsdorf, Böh. Eintracht III, Eberswalde, Eisenbahnstraße 66 bei Hagewald. Syrene, Rosenthalerfir. 57 bet Babiell Fortschritt, köpnickerstr. 88 bet Beufert. Klingmüller' scher Männerchor, Weißenfee, König- Chaussee bei Brennert. Bölterfrühling( Stuckateure) aufenfa bed oben. ( Ede Swinemünderfir.) bei Schmidt. Neue Bett, Rammlerstr. 28 Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. alle Buschriften find zu senden an Hermann Fabn, Schönhauser Allee 177 c. Freitag: Musitverein Soffnung ft, Große Frankfurterstraße 198 bei Besellige Lotteriellub Fortuna, Görligerftr. 50 bet Siewert. Gold. Bereinigung tegniger Schweiz", Reichenbergerstr. 88 bet Find. tattlub Ginigteit, Wollinerstr. 46 bet Bugowosti. Berein für Boltsthümliche Kunst, Blumenstr. 32 bei Reich. Verein der Tanzmeister tagt jeden Freitag Abend Annenftr. 16. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Beret nstatenber find zu richten an Otto Schulz, Rottbuser Damm 72. Freitag: apferblathe, Panffir, ab bet Schmidt.- Südost, Wienerstraße 6s: Felste. Gefa ng-, Turn- und gesellige Vereine. Freitag. Quartettverein wedding, abends 8 Uhr, bet Schafer, Seue Hochstraße 49. Gefangs verein sifaria, abends 8 Uhr, Sigung Blumenftr. 46 bet Tomaſched Karthaus'scher Gesangverein. Uebungsfiunde: abends 9 hr bet Wiedemann Blumenftr. 38. Bitherflub Alpengruß"( Direktion Privat" Wer Der Verband der Bäcker hielt am 8. Dezember feine regelmäßige Monatsversammlung ab. Nach Erledigung des Rechenschaftsberichts wurde der Antrag des Hauptvorstandes, die Die Graveure und Biselenre erledigten in einer öffentVerschmelzung der Bäcker-, Müller- und Konditoren Verbände zur Diskussion gestellt. Alle Redner waren der Meinung, daß lichen Bersammlung am 15. b. M. einige interne gewerkschaft ein derartiger Verband vor der Hand nicht mehr leisten könne che ingelegenheiten. Den Safenarbeitern bewilligte die Ber, al3 die einzelnen Berufsverbände, auch sei die jetzige Zeit, sammlung 25 M. Zu den allen Gewerkschaften zugesandten Vorschlägen der Arbeiterbildungsschule verhielt man sich namentlich im Bäckerberuf, gar nicht geeignet, eine derartige Um allgemein zustimmend, und beauftragte den Delegirten der gestaltung der Organisation vorzunehmen. Die Versammlung Gewerkschaftskommission, eine dem entsprechende Stellung in der lehnte einstimmig den Antrag ab. Alsdann kamen einige Ueber- Kommission einzunehmen. Die Frage einer eventuellen Beitrags-. Wolfewis), bet G. Gontoll, Waldemarfir. 88, abends 9 Uhr. tretungen des Maximal- Arbeitstages zur Sprache, sowie verschiedene interne Vereinsangelegenheiten, worauf Schluß der leistung für die Verwirklichung der Vorschläge wurde einer Versammlung erfolgte. weiteren Versammlung vorbehalten. Sodann hörte die Verfamilung an stelle des Vortrages eine Vorlesung aus der SchippelDer Verein der graphischen Arbeiter und Arbeiterinnen schen Broschüre Tie Rechtlofigkeit der ländlichen Arbeiter". bielt am 10. d. M. eine Versammlung ab. Vor Eintritt in die Zum Schluß wurde mitgetheilt, daß in der Graviranstalt von Tagesordnung wurde das Andenken an das verstorbene Mit- Johannsen in Oranienburg zwischen dem Unternehmer und den glied Gustav Hoffmann in üblicher Weise geehrt. Die Arbeitern Differenzen ausgebrochen sind. Der Kongreß der hierauf verlesene Abrechnung der Arbeitslosen Unterstützung vom Graveure und Biseleure findet in den Weihnachtstagen bei Cohn 2. Quartal ergab eine Einnahme von 425,40. und eine Aus- in der Beuthstraße statt. Die Verhandlungen beginnen am gabe von 85,25 Mart. Mit einem Bestand vom vorigen zweiten Weihnachtstage, mittags 12 Uhr. Den Mitgliedern der Quartal in Höhe von 278,20 m. bleibt ein Bestand von Orts- Krankenkasse wurde es dringend nahe gelegt, bei der 613,15 M. Da Genosse Millarg, der das Referat übernommen Delegirtenwahl am 3. Januar vollzählig zu erscheinen. hatte, nicht erschien, so wurde zum nächsten Punkt„ Verschiedenes" übergegangen. Sillier protestirte entschieden gegen die AusIm Arbeiterverein in Stralau Rummelsburg sprach am führungen des Genoffen Millarg in der letzten Sitzung der Ge- 10. b. M. Reichstags- Abgeordneter Peus in einem beifällig 6. Männerabtheilung Stalschreiberstraße 64. Ehre im Klassenstraße 37. aufgenommenen Vortrage über das Thema: werkschaftskommission. Wie Redner behauptet, sei Millarg faft ftaat". Bei Besprechung der Vereinsangelegenheiten theilte der Mariannen üfer ia.- Zurnverein Gesundbrunnen. Abends don täglich über den Stand der Bewegung unterrichtet worden. Vorsitzende mit, daß aus der Vereinskaffe den Hamburger Hafen- graphenverein Glofse, Lindenstr. 106 bet Stolze, Bubell. Uebungsfiunbe Sodann wies Schöpte darauf hin, daß noch 381 Kollegen mit 204 Kindern ohne Beschäftigung sind. Es sei deshalb Pflicht arbeitern 50 M. überwiesen wurden. aller in Arbeit stehenden Kollegen, mindestens 5 pet. vom Wochenlohn zur Unterstützung der Ausgesperrten zu verwenden. Es dürfe nicht zugegeben werden, daß Kollegen ausgehungert werden. Die graphischen Arbeiter werden zeigen, daß sie im stande sind, ihre Ausgesperrten so lange über Wasser zu halten, Jugendschriften heaterverein Crescendo, Uhr, bei Schuls, Burbuſerfir. 35. gnügungsverein Thus nelda, abends 8 Uhr, bei Bubeil, Lindenstr. 108. Musikverein Hoffnung( fi), abends von 9-11 Uhr. Nebungssunde Große Frankfurterstraße 188 bet Gold. Tambourverein Fret weg Uebungsfiunde bei Oberschmidt, Weinbergsweg 11. Bithertlub Waldrose, abends 9 Uhr, Manteuffelstr. 66, Parterre: Restaurant. Berein Grüne Tanne, abends 9 Uhr, bei Kaiser, Martusftraße 8.- Bergnügungsverein Im Brand, eigung abends 9 Uhr bei Feind, Weinfir. 11. Gefangs verein der Bauanschläger Berlins, abends 9 Uhr bei Spät, Weine Bitherverein Heimathstlänge, abends 9 Uhr, Waldemar raße 28.firaße 38 bei Gomol. 1 Kraft und Artistentlub Berolina. Jeben Dienstag und Freitag Uebungsstunde bet Grüßner, Waldemarstr. 42. Kraft Turnverein hoffnung, abends von 9-11 Uhr bet Nowat, Man Montag und Freitag, abends von 8-10 Uhr, bei Fidert, Stallschreiberftr. 19. teuffelstraße 9. Jugend Athletentlub Junge Kraft" übt jeben Arbeiter Turnerband. Freitag: Turnverein Fichte, Berlin., Abends vont 8-10 libr: 2. Wänner Abtheilung Staligerstraße 55-56. 4. Männerabtheilung Stephanstraße 8. 5. Männerabtheilung Aderstraße 67. 1. Lehrlingsabtheilung Frieden3. Lehrlingsabtheilung Boechstraße 21. 1. Damenabtheilung 8-11 abends. " Arbeiter- Bildungsschule. Freitag Abend 9 Uhr bis 10% Uhr: Süd- Sozialdemokratischer Agitationsverein für den Wahlkreis Straloft schule, Waldemarfir. 14 Naur- Grtenntniß( Antife und moderne fund- Franzburg- Rügen. Bersammlung jeden Sonntag nach dem 1. und Naturbetrachtung. Problem der Weltbildung im Alterthum. Griechische 15. im Monat bei Linte, Jüdenstr. 36, vormittags 10 Uhr. Gäste willWeisheit und biblische Neberlieferung. Die Entthronung der Erde aus ihrer tommen. int Weltenall. Mechanistische Auffassung und Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Serlins und bevorzugten Stellung experimentelle Forschung. Die Einreihung des Menschen in das Naturganze Umgegend. Heute Abend 8 Uhr im Lokale Lorenz, koppenfir. 47: Mit[ Bamart- Darwin]. Das Seelenproblem. Atomismus und Materialismus. glteber- Versammlung. Gäste wiütommen. Märchen- und Bilderbücher a A. Hoffmann's Verlag, Berlin, Blumen- Strasse 14. Fernspr. 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Billets find ohne Borbestelt. gebühr an der Theaterkasse zu haben, außerdem iu„ Invalidendant", Unter den Linden 24, im Cigarrengeschäft von Paul Romeid, Leipzigerstr. 6, und bei Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität. Pikante Novität. Sein Verhältniß. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Aften von Karl Pohle. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Anfang 8 Uhr. ( Bons, auch zu anderen Stücken ausgegebene, behalten ihre Giltigkeit.) Billets ohne Vorbestellgebühr sind schon drei Tage vorher an der Kasse des Theaters zu haben vormittags von 11-1 Uhr, abends von 1/27 Uhr an. Offend- Theater. Grosse Frankfurterstr. 132. Direktion: Carl Weiß. Heute und folgende Tage: Der deutsche Michel. Anfang 8 Uhr. Sonntag erhält jeder Be sucher ein Souvenir gratis! Volks- Theater 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. Täglich: Weihnachtsfest- Dekoration sämmtlicher Säle. Dazu: Robert u. Bertram Robert: Ernst Kettner, Bertram: Arthur Winekler, Höfel: Gertha Senden, Jppelmeyer: Aug. Reiff. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 7 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Blere, anerkannt gute Küche. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. -TOO Dir.: J. Glück. Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Das hochinteresante Weihnachts- Programm. Neu! Der Hen! Traum am Weihnachts- Abend. Neu! Neu! Douglas- Quartett. Echt afrikanische Sänger und Tänzer. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf. Sonntag: Vorstellung vor Weihnachten. Am 2. Feiertag, mittags 12 Uhr: Grosse Fest- Matinée des gesammten Künstler- Personals unter Mitwirkung von Wilh. Fröbel. Freikarten haben Giltigkeit. M& W.Müller's Mr. Ganivet m Isa Edelweiss. Geschw. Rohnsdorf. Robert Steidl. Kinetograph und ( lebende Photographie). The Piwitts. Mr. Dale 30 allererste Kunstkräfte. Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 11br. 119141 Familientag Freitag, d. 18. Dezember 1896 Deutsche Konzerthallen Spandauer Brücke 3. 1190 Kinderfest. In unserem vollkommen neu eingerichteten Etablissement wird Knecht Ruprecht" mit feinem Gefolge um 4 Uhr nachmittags feinen Einzug in Berlin halten. Grosse Ueberraschungen für die Kinder. Bollständige feenhafte Beleuchtung der Ausstattung im Frühlingsglanze" Entree frei. Anfang 4 Uhr. dou Konzerte der 5 Künstler- Kapellen. Theater- Vorstellung. Kinder haben nur in Begleitung Erwachsener Zutritt. Passage- Panopticum. Jm Theatersaal: Traumbilder. Literflasche NORDLICHT Mk.18 отдоднородния ALTED alter Nordhäuser Blitz und Donner Circus Busch. Tag und Nacht, Regen und Sonnenschein mit seltener Naturtreue im Elektrischen Theater Mauerstraße 66. Außerdem: inetograph u. Riefenphonograph. Gintrittspreis für alle 3 Vorstellungen 50 Pf. Kinder die Hälfte. Vereine erhalten bedeutende Ermäßigung. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater 1. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. ( Bahnhof Börse.) Freitag, den 18. Dezember: abends 71/2 Uhr: Große humoristische Vorstellung. Ein Abend zum Lachen. Bum 1. Male: Die musikal. Klowns Zum 1. Male: Der Gigerl- Klown Mr. Alf. Daniels als Kunstschüße. zum 1. Male: Die musikal. Klowns Mr. Tom u. Jack m. i. mufit. Schach brett. Zum 1. Male: Der Klown Boganowsky als Solotänzerin. Auftr. der Klowns Mr. Sidney und Cyrillo. 100 Klowns, männliche und weibliche. Dir. Busch mit seinen neuen Dressurnummern. Die Troika, dressirt und geritten von Herrn Foottit- Burghardt. Auftreten des Herrn Salamonsky und der hervorragendsten Reitkünstlerinnen und Reitkünstler. Nur noch einige Male: Freitag, den 18. Dezember 1896: 3schens, das Waldmädchen. Große WohlthätigkeitsVorstellung zum Besten der Weihnachtsbefcheerung armer Kinder des 133. und 134. Stadtbezirks. Durchweg neues Programm! Neu! Zum 1. Male: Neu! Eine Sommerwohnung in Charlottenburg. Posse in Aft von A. Anno. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Freibillets haben keine Giltigkeit. R. Winkler. Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Neitern. Morgen: Zacheus. Sargmagazin und Beerdigungs- Comptoir von J. Kosin, Georgenkirchtr 66. Auf schriftl. Aufford. sofort. Erscheinen Fruchtsäfte. Himbeersaft, Kirschsaft, Johannisbeersaft. anerkannt vorzüglich, à Literflasche wit. 1,30. Berlin Eugen Neumann& Co., SW. 61. Belle Alliance Play 6a, Neue Friedrichstraße 81, Oranienftr. 196, Genthinerir. 29, Grüner Weg 56. Charlottenburg, Kaiser Friedrichstr. 48. M.& W. Müller's Nordlicht ist ein vorzüglicher alter Nordhäuser. Derfelbe ist mit der goldenen Medaille und dem Ehrenzeugnisse 1896 prämiirt. Polo M.& W. Müller's Nordlicht Nordhause Kornbranntwein brennerei Waldemarstr.29 ist bester Ersak für theueren Cognac. M.& W. Müller's Nordlicht og rod the ist für 6832* 1 Mark pro Original 1. Titerfl. inkl. überall zu haben, wo unsere nebenstehenden Plakate aushängen. 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Billigste Bezugsquelle. : 58852* Bitte genau auf No. 110 Brunnenstrasse No. 110 Au achten. dusa Pagi hindi sad trous für Verlin und Vororte 1897 ist erschienen. In erneuter vervollkomumeter Gestalt überreiche ich den zweiten Jahrgang des Adreßbuches für Berlin und Vororte dein stetig wachsenden Kreise seiner Abnehmer. Nicht ohne Befriedigung darf ich hierbei auf das erste Jahr seines Bestehens zurückblicken. Ist mir doch von allen Seiten die Anerkennung zu Theil geworden, daß meinerseits Alles aufgeboten worden ist, um das Adreßbuch so vollkommen wie niöglich zu gestalten. Auch der vorliegende Jahrgang dürfte den Beweis liefern, daß ich weder Mühe noch Kosten gescheut habe, um allen berechtigten Wünschen in weitestem Maße entgegenzukonunen. Der neue Jahrgang stellt einen bemerkenswerthen Fortschritt auf dem Gebiete des Adreßbuchwesens dar, insofern, als die durch die thatsächlichen Verhältnisse längst durchbrochene Scheidmig der Neichshauptstadt von ihrer nächsten Umgebung zum ersten Male aufgegeveil und die Bewohnerschaft der Vororte mit derjenigen Berlins in einen einzigen, umfassenden Einwohnernachweis vereinigt worden ist. Diese Einrichtung er- nivglicht eine schnelle Auffittdung auch solcher Personen, von denen der Suchende nicht weiß, ob sie in Berlin selbst oder in den Vororten wohnen. Trotzdem ist die Selbstständigkeit der einzelnen Vororte keineswegs aufgegeben; jeder Vorort ist vielmehr in seinem amtlichen Theil, sowie im Straßen- und Häuser- Nachiveis durchaus selbstständig behandelt. Außerdem ist für jeden Vorort ein Gewerbe- nachlveis neu eingerichtet, der in gleicher Vollständigkeit wie derjenige von Berlin die Gewerbetreibenden jedes Vorortes, nach Erwerbs- und Verusszweigen geordnet, enthält. Im amtlichen und allgemeinen Theile von Berlin ist neben zahlreichen, weniger augenfälligen Verbessernngen der die Vereine behandelnde Abschmtt durch ein die Vereine nach der Nainensbezeichnung aufführendes Register für die praktische Handhabung brauch- barer gemacht. Im Interesse leichterer Auffindbarkeit der einzelnen Adressen im Einwohner- Verzeichuiß sind die einzelnen Namen durch eine in die Augen fallende fette Schrift hervorgehoben. Indem ich für das meinem Werke entgegengebrachte Vertrauen und die mir bei seiner Herstellung von amtlicher und privater Seite allenthalben gewährte, stets hilfsbereite Mitwirkung wiederholt meinen Dank ausspreche, empfehle ich auch den negen Jahrgang dem allgemeinen Wohlwollen. Verlin, den 13. December 1896. Augnst Scherl. NB. Die einbändige Ausgabe wird Vorbestellern zum Preise von« Mark, die elegant gebundene zweibändige zum Preise von 8 Mark abgegeben- für nicht vorbestellte Exemplare erhöht sich der Preis um 2 Mark. In der Haupt-Erpedilion des„Berliner Lokal-Anzeiger", Zimmerstraste 40/41, kann das Adrestbnch heute und morgen(Sonnabend) von 9 Uhr Lonnittags bis 4 Uhr Nachmittags in Empfang genommen werden: von Montag, den 21. d. Mts., ab erfolgt die portofreie Zustellung desselben durch die Packetfahrt-Gesellschaft, Ritterstraste 98/99.