Dienstag, den 17. InU 1888. atin„Ü Dtz. -fw; erlinerDolkskldll Brgsn für die Interessen der Ardeiter. 4 Hfslter> »a«„Sevlintv BolkSdlatt« Änsertionsaebübr Vrm Kufe. Erpedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, si Erhöhung deS Preiset, yetakitai! Se«thftr»ß- 2.—«»?-««»«- Zimmerstraß» 44. angenommen. Znr Alters- und Invalidenpersorgung. L Der umgearbeitete Entwurf desjenigen der drei„großen" Sozialgesetze, das von den offiziösen Lobpreisern der So- salreform seinerzeit die„Krönung des sozialen Gebäudes" zenannt wurde, liegt jetzt vor, und in einer Notiz, welche mgenblicklich die„Runde" durch die Blätter macht und *:»eiche zweifelsohne offiziösen Ursprungs ist, werden die Wlssenschaft sowohl als die Unternehmer und Arbeiter ein- !te 1($ cn'®le�un9 ZU der Vorlage zu nehmen. � T Obwohl wir nun die Ueberzeugung gewonnen haben, |W. j>aß weder die Kritik der Wissenschaft noch die AuSsetzun- en, welche die Arbeiter zu machen haben, sich einer beson- eren Beachtung und Berücksichtigung an der Stelle erfreuen, oelche über die Gestaltung der Vorlage das letzte und ent- cheidende Wort zu sprechen hat, so wollen wir doch nicht nterlassen, unsere Ansichten über den Entwurf noch einmal ier auszusprechen. Und zwar thun wir dies deshalb, weil nicht den Vorwurf auf uns laden möchten, nicht alleS, i��MwaS in unseren Kräften steht, gethan zu haben, um jene �gVestnnmungen aus der Vorlage zu entfernen, welche, wenn e Gesetz würden, den Werth des Ganzen auf daS Schwerste �einträchtigen würden. Ueber unsere prinzipielle Stellung zu der Vorlage ben wir uns früher bereits ausgesprochen, und wir stehen eute noch auf demselben Standpunkt, welchen wir n„Grundzügen" gegenüber einnahmen, als dieselben zuerst röffeotlicht wurden. Ein irgendwie wesentliches Stück ozialreform vermögen wir in der Alters- und Invaliden- sorgung nicht zu sehen. Dieselbe ist nichts weiter als __ ne andere Regelung der bisherigen Arryenversorgung, nd wenn in Zukunft der ArbeitSrentner den Bezug der nicht mehr mit dem Verlust seiner staatsbürgerlichen «ttCI �ch*6 äu erkaufen hat, wie dies bei dem heutigen Almosen- *** anpfänger der Fall ist, so ist eben auch in Betracht zu f stehen, daß nach Einführung der Alters- und Invaliden- Versorgung der Arbeiter, sowohl durch daS Drittel der Bei- träge, welches er direkt bezahlt, als wie auch durch die in- direkten Steuern an die Reichskasse, aus der ja das zweite 'Drittel der Beiträge geleistet wird, für die Renten den aupttheil selber aufzubringen hat. Hat eS doch Brentano n seiner Besprechung der„Grundzüge" ganz offen als einen zroßen Vorzug derselben erklärt, daß, während bisher die besitzenden Klassen hauptsächlich für die Kosten der Armen- siege aufkommen müssen, in Zukunft, nach Einführung der lterS- und Znvalidenversorgung, die Arbeiter selbst ie Kosten für ihre Armen und Invaliden zu tragen ten. i jen auch Sie wissen sollen. Hat Ihnen Jeanne er- sihlt, daß sich der Mensch wieder hat blicken lassen?" „Welcher Mensch?" „Der sich im botanischen Garten an ihre Tochter heran- z, A»»iwagte, als Sie unvermuthet erschienen." »pel"„Was? Dieser Elende wagt..." ' schen einige Nächte lang um die Villa riUw» selber/'"" 2118 gestern Abend fortging, ertappte ich uen ip ihn verhasten V' nssens-« rft'.'V v" Y Ii L-l, Sie lÄgU* 3.6," rk-/ lege«!"• Exped�"�ein Lieber, Sie urtheilen sehr rasch," erwiderte 4%. Guntram geietzt,„und Sie sprachen ein sehr häßliches �Bort aus." „Das Wort, das mir entfiel, traf meinen Ge- w�tckin�nken nicht." alerst�.»Vorsicht ist nicht Furcht, junger Freund; hätte ich .«-Uesen Mann festgenommen, wie Sie es zweifellos ge- jibe«" � � würde ich einen schweren Fehler begangen »Inwiefern?" „Sehen Sie nicht ein, daß ich ihn dann hätte zur SlV Polizeiwache bringen müssen, und daß ich dort gewungen obWmt wäre, wenn ich den Vorfall erzählte, auch von Mst heresen und ihrer Mutter zu sprechen?" Eine Sozialreform, die mit diesem Namen bezeichnet zu werden verdient, muß darauf gerichtet sein, die Lage deS gestimmten ArbeiterstandeS zu heben. Sie darf die Stellung des gesunden Arbeiters nicht unberücksichtigt lassen und sich in dieser Beziehung nicht mft der manchesterlichen Phrase ............'"Ii Mensch für u tragen orsehung für seine Bürger zu spielen. Es ist im Gegentheil gerade die Aufgabe des Staates in dem Kampfe der Interessen- Gegensätze, wie er sich auf wirthschaftlichem Gebiete zwischen Arbeit und Kapital abspielt, einzugreifen und den schwächeren Theil, d. h. die Arbeit, gegenüber der Uebermacht des Ka- pitals zu schützen. Erst wo dieses geschieht, da beginnt die wirkliche Sozialreform. Sich derer anzunehmen, die im Kampf umS Dasein oder infolge von Altersschwäche arbeits- und erwerbsunfähig geworden sind, ist eine Pflicht, welche sogar schon im an- tiken Heidenthum Anerkennung fand und die in der christ- lichen Charitas von jeher geübt wurde. Mit Sozialreform hat die Erfüllung dieser Pflicht, selbst wenn sie in Zukunft in verbesserter Form ausgeführt werden sollte, aber gar nicht? zu thun. Ob aber die Neuregelung der Armenpflege, wie sie durch die Znvalidenvorlage geplant ist, wirklich eine Besse- rung der erfteren bringen wird, das ist bekanntlich eine Frage, um die noch viel gestritten wird. Es war die „Leipziger Zeitung", also ein Blatt, das vor dem Verdachte faktiöser Opposition gegen die ReichSreaierung unter allen Umständen ftei ist, welches auf die Thatfache aufmerksam machte, daß die Altersrente von 120 M., also von 33 Pst pro Tag, um fast 100 Prozent hinter dem zurückbleibt, waS die oraanisirte Armenpflege heute in Deutschland schon leistet. Obwohl also in Zukunft die Arbeiter selbst in viel erheb- licherem Maße als heute zu den Lasten der Invaliden-, d. h. Armenversorgung herangezogen werden, so wird doch die JahreSrente nicht nur nicht erhöht, sondern sogar erniedrigt werden. Mit dieser Thatfache ist eigentlich daS Urtheil über den ganzen Entwurf schon gesprochen. Die Höhe der Rente ist der Kernpunkt der ganzen Vorlage. Diese setzt fest, daß eine Rente erst bezahlt wird bei voller Erwerbsunfähigkeit. Die Rente muß also so hoch sein, daß der Empfänger derselben von ihr, wenn auch unter den be- scheidenstea Verhältnissen leben kann. Wer will aber be- haupten, daß ein vollständig Erwerbsunfähiger, also auch gebrechlicher und meist ftemder Hilfe bedürftiger Mann mit einem Einkommen von jährlich 180—200 M. leben kann? Diese Prozentsätze werden aber in den weitaus meisten Fällen daS höchste sein, waS an Invalidenrenten bezahlt wird. Es muß ein Invalide, der nach der jetzigen Vorlage eine Rente von 195 M. beziehen würde, volle 35 BeitragS- „Nun? ES handelte sich doch nur um einen Einbruchs- versuch..." „Absolut nicht! Der Schuft hat es auf ihre Personen abgesehen." „Hat er es Ihnen gestanden?" „Nein, aber ich weiß eS bestimmt, und mein Wissen beruht auf Thatsachen, die ich Ihnen jetzt nicht genau auS- einandersetzen kann. Wenden Sie sich an Jeanne, wenn Sie sie wissen wollen. Alles, wa« ich Ihnen sagen kann, ist: Jeanne hat einen Feind, einen geheimen Feind, und indem ich mich an den Gehilfen, dessen er sich bedient, heran- machte, hoffte ich, ihn zu erreichen. Es gelang mir in der vergangenen Nacht allerdings nicht, aber ich bin deswegen nicht entmuthigt, und infolge emeS Umstände?, den ich nicht näher erörtern will, kann mir Herr von Randal bei meinen weiteren Nachforschungen die größten Dienste leisten. Sie .....-Ä------- 1.—---- ü zhn- ich in Bebrauchen sich also nicht zu wundern, wenn Ziehungen zu Theresens Mutter setze." „Halten Sie mich denn für unfähig, Fräulein Valdieu zu vertheidigen?" ftagte Andreas sehr erregt. „Ich halte Sie für sehr tapser und für sehr verliebt. Aber ich traue Ihrer Einsicht nicht ganz. Außerdem hat Jeanne zu entscheiden, ob es ihr recht ist, daß Sie sich mit ihren Angelegenheiten befassen. Und ihre Entscheidung hängt von der ersten Zusammenkunft ab, die Sie mit ihr haben. Benutzen Sie duse Gelegenheit, wie ich Ihnen soeben gerathen, dazu, sie um Aufklärung über all' die Punkte zu bitten, die Ihnen dunkel erscheinen. DaS ist alles, lieber Andreas, waS ich Ihnen sagen kann. Ich war vielleicht etwas heftig dabei, aber wir bleiben hoffentlich trotzdem gute Freunde. Und waS meine Zurückhaltung be- trifft, so"sehen Sie wohl ein, daß sie durch die Umstände geboten ist." „Ich bin davon überzeugt, indeß...' „Reden Sie nicht weiter, bitte. Sie würden mir einen schlechten Dienst damit erweisen. Außerdem muß ich Sie jetzt verlassen. Ich muß nach dem anderen Ende von Paris, um eine Spielschuld zu bezahlen, und wenn ich mich jähre hinter sich haben, d. h. er muß für 35 mal 47 Wochen Beitrag gezahlt haben. Wie viele Arbeiter giebt� eS nun, welche 35 Jahre hinter einander jedes Jahr 47 Wochen in Arbeit gestanden haben? Wir zweifeln sehr, ob in ganz Berlin ein ganzes Hundert solcher Arbeiter zusammen zu bringen ist. Die 35 Beitraasjahre werden also eine viel höhere Zahl von Kalenderjahren umschließen, die weitaus meisten Arbeiter werden also erst im Alter von 55—60 Jahren einen Anspruch auf eine Invalidenrente von 190 bis 200 M. haben. Arbeiter, die eS bis zur Maximal- rente von 250 M. bringen werden, wozu nach der jetzigen Vorlage 50 Beitragsjahre nothwendig sind, dürfte es nur in ganz ausnahmSweifen Fällen geben. Die Maximal- rente wird deshalb nur eine Ziffer bleiben fast ohne praktische Bedeutung, ebenso wie in Wirklichkeit die Altersrente von 120 Mark nur ein dekoratives Beiwerk ist. Die Rentensätze sind also ohne Frage zu niedrig be- messen und müßten, wen« wirklich etwas ernsthaftes ge- schaffen werden soll, unter allen Umständen erhöht werden. Wenn in der Denkfchrift, welche seinerzeit mit den„Grund- zügen" veröffentlicht wurde, gesagt ist, daß die Invaliden ja auS den Städten und industriellen Bezirken, wo daS Leben theuer ist, ten, wo daS über den man gehört die ganze Trockenheit einer Bureaukratenseele dazu, um einem Arbeiter, der sein ganzes Leben lang vielleicht in den rheinisch- westfälischen Industriebezirken gewohnt und gewirkt hat, dessen Kinder und Bekannte dort leben, nun den Rath zu geben, er solle dann, wenn er alt und gebrechlich und mit einer Invalidenrente von vielleicht täg- lich 45 oder 50 Pst ausgerüstet ist, nach Ostpreußen oder Hinterpommern auswandern, um dort unter wildftemden Menschen und Verhältnissen sein Leben zu beschließen. Die Rente sollte nach den eigenen Worten der Denkschrift dem Invaliden die„Möglichkeit einer bescheidenen Lebens- Haltung nach Fortfall der Arbeitsfähigkeit" sichern. Wie das aber bei emem Betrag von jährlich 180-200 M. müg- Itch sein soll, daS müßten uns die Verfasser des Entwurfs erst vormachen. Selbst die Vertreter der Großindustrie im Zentralver- band deutscher Industrieller mußten zugeben, daß die Rente zu niedrig bemessen sei, und sogar Herr Jenke, der Ver- treter der Krupp'schen Werke, meinte:„Im Westen ist Jemand, der 120 oder 200 M. bezieht, noch f e h r auf die Hilfe seiner Familienangehörigen oder sonst andere Hilfe angewiesen." Nun, wie es im Westen Deutschlands ist, so ist eS im Süden, im Norden und in Mitteldeutschland: mit 50 Pf. pro Tag kann man nirgends leben. Die Rente gewährt also das nicht, was sie nach de» eigenen Worten der Regierung in der Denkschrift gewähren ;u lange hier aufhalte, verfehle ich vielleicht meinen Gläu- Inger, ben ich sehr gern treffen möchte." „Es würde mir leid thun, wollte ich Sie aufhalten, lieber Major, und ich werde von Ihnen Abschied nehmen Ich kann übrigens auch nicht, mehr lange bleiben, denn ich habe mir vorgenommen, Frau Valdieu heute noch aufzusuchen." „Dort unten— am Boulevard d'Jtalie?" rief Guntram etwas überrascht. Nach kurzem Nachdenken fügte er hinzu: „Sie haben übrigens wirklich Recht. E« ist gut, wenn Sie so rasch wie möglich ins Klare kommen. Und Sie treffen Sie auch heute bestimmt. Sie bat ihrer Tochter versprochen, den ganzen Sonntag dazubleiben. Gehen Sie also, lieber Andreas. Da fällt mir ein, ich muß ja nach derselbe« Richtung und mein Wagen wartet auf dem Boulevard. Wollen Sie ihn mitbenutzen?" „Ich danke Ihnen," stammelte Herr von Elve«. aber..." ,-€8 2?ir ab. lieber Freund, ich muß sonst wirklich glauben, S,e sind auf mich böse." „Nun gut, ich nehme Ihren Vorschlag an, lieber Maz«-.• unter der Bedingung, daß wir auf dem Wege nicht mehr von Frau Valdieu sprechen." „Ich bin ganz damit einverstanden. Wir haben wahr- haftig lange genug darüber moralisirt." Guntram zahlte und verließ mit Andreas das Nestau- rant Tortoni. Oben von der Freitreppe aus sah er schon den brave« Fourn°S, der kerzengerade auf seinem Bocke saß. Guntram war ftoh, sich so glücklich herausgewunden zu haben und begann sich für einen fast so geschickten Diplomaten zu halten, wie der alte Talleyrand eS gewesen. Er wünschte sich innerlich Glück, daß er, ohne zu lügen, doch daS Geheimniß Zeanne's bewahrt hatte. Was nun auch später kommen mochte, er war nach beiden Seiten ge- deckt. Und er war auch überzeugt davon, Jeanne würde ihm Dank wissen, daß er ihr selber die Auseinandersetzung mit dem Liebhaber Theresens überlassen hatte. >«> im*'' soll, sie ist nicht einmal ein voller Ersatz für das, was die Armenpflege gewährt, und deshalb muß die erste For- derung, welche von den Volksvertretern gestellt wird, lauten: Der Betrag der Rente muß erhöht werden! Jlll8 dm laRregtcädiien der lönigf. tagcrifcEm#fl6n6infpc6toren für das Mr 1887. Für die Regierunasbezirke Rheinpfal, und Unterstankm und Aschaffcnburg berichtet ein neuer Fabrikinspektor, Herr Kröllcr, früher Angestellter am bayerischen Gewerbcmuseum in Nürnberg. Herr Kröller hebt, wie sein Vorgänger Heuser, lobend her- vor, daß seine„Anordnungen und Vorschläge zum Schutze des Lebens und der Gesundheit, sowie für das Wohlbefinden der Ardeiter im Großen und Ganzen willige Aufnahme fanden", sowohl bei den Untemehmcrn wie bei den Arbeitern. Das ist freudig zu begrüßen, da sehr Vieles reformbedürftig ist in den pfälzischen und unterftänkischen Jndustriebezirken. Nur muß der Herr Gewcrberath auch gründlich revidiren, ob die Fabri- kanten es nicht blos bei Worten haben bewenden lassen. Für die„Freiheit der Arbeit", d. h. für die drückende ökonomische Abhängigkeit der Ardeiter spricht es, wenn Kröller sagt:„Allerdings zeigten fich die Arbeiter mit der Aeußemng von Wün- schen und anliegen etwas zurückhaltend; nur in einigen Fällen wurden mir solche gesprächsweise anvertraut. Bei wiederholter Berührung wird fich jedoch dies vorausfichtlich günstiger gestalten." Sache des Auffichtsbeamten ist es, durch sein Auftreten fich das volle Vertrauen der Arbeiter, diese nothwendige Bedingung für ein ersprießliches Wirken, zu sichern. Es wurden im Jahre 1387 in der Pfalz 232 Betriebe mit 16 555 Arbeitern und in Unterfranken und Aschaffenburg 121 Betriebe mit 3006 Arbeitern inspizirt Davon beschäftigten in der Pfalz 131, d. i. 56,5 pCt der Betriebe, 1609 d. i. 9,7 pCt. jugendliche Arbeiter. Darunter find 107 Kinder von 11 bis 14 Jahren in 37 Betrieben. In Unterfranken und Aschaffenburg beschäftigten 41 d. t. 34 pCt. der Betriebe. 252 d. i. 8,4 pCt. jugendlicher Arbeiter. Darunter find 14 Kinder von 12 bis 14 Jahren in 7 Betrieben. Zahlreiche Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen der jugendlichen Arbeiter wurden festgestellt. Unter„Uebcrschreitung der gesetzlichen Arbeitszeit" find 5 Fälle— in je 1 Glasfabrik, Lederfabrik, Gießerei, Brücken« bau- Anstalt und Kesselschmiede—, in welchen die Kinder von 12—14 Jahren mit den jugendlichen Arbeitern gleichheitlich d.h. 10 Stunden beschäftigt wurden.„In den beiden ersten Fällen wollte man die Kinder nur auf langes Bitten der sehr armen Mütter angenommen haben und nun entlaffen, da bei Kürzung der Arbeitszeit Störung entstünde. Durch Einstellung je eines weiteren Kindes würde jedoch Allem Rechnung ge- tragen. In dem anderen Falle wurde, um den jugend« lichen Ardeitern genügende Ruhepausen zu ermöglichen, vorge- schlagen, einen weiteren jugendlichen Ardeiter zur Ablösung an- zunehmen." Herr Kröller zeigt uns, was des Pudels Kern ist bei dieser Ausnützung unreifer Kinder, der Spartrieb der Kapi- talisten, die durch ungesetzliche Beschäftigung kindlicher Arbeitskräfte zu profitircn verstehen. Der Mißstand schwindet, wenn mehr Arbeitskräfte eingestellt weiden, so sagen wir, so sagt Herr Kröller, aber das kostet Geld, und vor solchen Geldausgaben scheut der Fabrikant zurück. Die Phrase von der„Bitte der sehr armen Mütter" fettigt Kröller mit gebührender Ironie ab. Draurig genug, daß die Weiberlöhne so tief stehen, daß die Mutter ihr Kind dem Jndustttalismus so früh opfern muß! Mehr als einmal haben wir in diesen Blättem die Monopol« Pächter der bürgerlichen Moral, die Jndustttellen, deshalb ge- geißelt, weil ste die Arbeiter systematisch zur Unwahrhett erziehen. Kröller sagt:„Es begegnete mir manchmal, daß jugendliche Arbeiter auf die Fragen betreffs Arbeitszeit, Pausen und Alter nicht sofott mit der Sprache heraus wollten und dazwischen auch ausweichende Antwotten gaben, oder ihr Alter auf 16 oder 14 Jahre! angaben, wenn auch noch Monate daran fehlten." Wie die soziale Roth die Arberter korper- lich herunterbringt und fie zu einer degenettrten Race macht, erfahren wir gleichfalls von unserem amtlichen Gewahrs- mann:«Häufig steht das Alter im scharfen Konttast»u der ge- ringen körperlichen Entwickelung, infolge deren ich nicht selten - namentlich in Schuhfabttken, Zigarrenfabttken, Spinnereien und Webereien, auch in einer Glasfabrik— das Alter der jüngeren und jungen Leute um Jahre unterschätzte." In den rheinpfälzischen Ziganen- und Zundholzfadnken find mehr als die Hälfte der„Hände" jugendliche Ar« bester! Billig wirthschaften will das Kapital, die erwachsenen Ardestcr find zu theuer, zu bockbeinig, zu rabiat, deshalb die Ausnutzung der Kinder. Im Innern hoffte er allerdings, daß diese Aus- einandersetzuna Herrn von Elven nicht befnedigen würde, denn nach ferner Meinung war die Heirath, von der der naive Bretagner träumte, unmöglich; aber er meinte, daß Therese dabei nichts verliere. Herr von Randal schien ihm in seiner Eigenschaft als Fremder eine viel passendere Partie ftir sie zu sein. Randal war allerdings nicht mehr jung, aber er war noch sehr ansehnlich, er besaß Vermögen und hatte ja auf dem Wege vom Klubhause zum Cafs de la Paix selber erklärt, daß er gerade ein Mädchen ohne Namen und Vermögen suche, nm es zu seiner Frau zu machen. Therese paßte für ihn; ste war hübsch, klug und wohlerzogen. Außerdem war sie noch obendrein Millionärin. Zweifel- los würde Herr von Randal sich an ihrem Reichthum nicht stoßen, und auch ihre dunkle Geburt würde kein Hinderniß sein, denn er hatte ja. seine vollkommene Verachtung aller Vorurtheile besonders betont. Er wollte um seiner selbst willen geliebt sein, und weshalb sollte ihn Therese nicht lieben, wenn sie von ihrer Leidenschast für Herrn v. Elven geheilt wäre. An die Dauer solcher Strohfmer-Leidenschaften, die so rasch im Herzen junger Mädchen emporlodern, glaubte der Major nicht, und er rechnete darauf, daß Therese, wenn Andrea» die Wahrheit erfahren und sich zurückgezogen hätte, ihn dann ebenso stark verachten würde, wie sie ihn jetzt liebte. Und weiter sagte sich der Major:„Wenn er aber nicht zurücktritt und sie doch heirathet, so ist daS eben seine Sache. Vorwürfe brauche ich mir nicht zu machen, denn ich habe ihm genug gesagt, um ihm einen Floh in'« Ohr zu setzen, und er wird später einsehen, daß ich ihm mehr nicht sagen konnte." Andreas war weniger zustieden, aber er besaß Selbst- beherrschuna genug, um die Verwirrung zu verbergen, in welche ihn die Andeutungen des Majors versetzt hatten. „Sehen Sie den Mann da," sagte Guntram von Arboi» zu ihm und deutete auf Fournes.„Sie glauben nicht, wie gut er Ihre Heimath kennt! Er war mein Bursche, als ich Arbeiterinnen„Von den inspizirten Betrieben, welche weibliche Arbeiter beschäftigen, bieten die Zündholzfabttken die größten Gefahren, namentlich wenn neben ungeeigneten Ein- ttchtungen das Gebot der Reinlichkeit des Waschens und Mund- spülens und des Klciderwechsels— wie ich es in einem Betriebe wahrgenommen habe— gar nickt oder nur in geringstem Maße überwacht und befolgt wird. Eine im vongen Jahre im ge- dachten Bettteb an der Phosphornekrose(Kieferknochenfraß) er- krantte Arbeiterin fiel dieser schrecklichen Krankheit zum Opfer. Dieselbe war im Abfüllraum beschäftigt. Dieser Raum erscheint ebenso gefährlich wie der Tunk- und Trocken- räum und erfordert um so größere Beachtung, als in demselben verhältnißmäßig viele— fast ausschließlich weibliche— Arbeiter beschäftigt werden. Wie hier durch giftige Dämpfe, so bieten eine Reihe anderer der inspizitten Betriebe, welche in größerem Umfang Ardeitennnen beschäftigen, wegen Mangel an frischer Luft und durch Staub Gefahren für die Gesundheit. In mehr oder wenige? hohem Maße, und wiederum verschieden, je nach den bezüglichen Einrichtungen, bestehen diese schädlichen Ursachen: in Zigarrenfabttken, Spinnereien und Webereien, Schuhfabttken, Zementfabriken, Kunstwollfabttken, Lumvensottircreien und Roßhaarspinnereien. Vom Standpunst der Sittlichkeit ist öfters zu beklagen, daß für die Arbeiterinnen kein Raum zum Umkleiden und zum Aufenthalt während der Pausen vorhanden ist, und daß die Zugänge oder Vorplätze für die Abotte nicht getrennt find; sogar bei einigen Neu- anlagen fand fich dieser Mißstand. Auf meine bezüglichen Vor- stellungcn und Vorschläge erhielt ich wohl verschiedene Ver- sprechungen, allein öfters stehen solchen Aenderungen erhebliche Hindernisse entgegen." Hindemisse, d. h. der zugeknöpfte Geld« beute! der Unternehmer! Ueber gesundheitsschädliche Einflüsse sagt der Fabrik« inspektor:„Ein gesundheitsgefährlicher Fabrikationszweig ist der für Farben, insbesondere Blei- und Ärsenfarben. Auch hier kann durch strenge Befolgung der bezüglichen Vorschttsten, bezw. zweckentsprechende Einrichtungen, Ordnung und Vorficht, in Verbindung mit häufigem Wechsel der Arbeiter der Gefahr öfterer und schwererer Eikrankungen wirksam begegnet werden ... Es seien noch die chemischen Fabriken, die Verzinnereien, sowie der bei Düngerfabttkcn oft nicht durchsehbare Staub der Knochen- und Thomasschlackenmühlen und die bei der Mischung ver Phosphate mit Säure fich verbreitenden Dämpfe als sehr belästigend und gesundheitsschädlich hervorgehoben... Sehr starkem Zugwind, überhaupt allen Unbilden der Witterung finden fich öfters die Gußputzer in Gießereien ausgesetzt oder es findet diese stauberzcugende Arbeit in recht dumpfen Räumen und Winkeln statt.... Im engsten Zusammenhang mit der Abführung des Staubes und der Ventilation steht die Heizung, mit welcher es häufig schlimm steht." So weit Herr Kröller. .. Die Mittheilungen der königl. Bergbehörden Baycms zeichnen fich, wie immer, durch ihre unsägliche Dürftigkeit aus. Wir entnehmen denselben, daß im Bezittsbergamt Mün- chen die Arbtttszeit der jugendlichen Arbeiter 12 Stunden mit den gesetzlichen Pausen beträgt, daß Kinder nicht de- schäftigt werden, daß die meisten Arbeiten im Akkord ver- richtet werden und daß der tägliche Verdienst zwischen 1 Mark bis M. 470 schwenkt,„welch' letzterer nur auf den oderbaye- ttschen Steinkoblengruden erreicht wurde."„Auf den Ber; werken erfolgt die Äuslohnung alle vier Wochen mit Vorschus zahlung in der Mitte des Monats. Die Arbeiter auf den Graphitgruben erdalten ihren Lohn ttnesthttls durch die Kost bei den Grubenbesitzern, anderntheils in Geld bezw. einem de- stimmten Antheil an der Förderung." Wie schädlich für den Arbeiter diese lang hinausgeschobenen Auszahlungstennrne find, die ihn zum Schuldsklaven der Krämer, Wirthe rc., machen, ist bekannt. Im Bezirksamt Bayreuth„beträgt das Maximum der effettiven Arbeitszeit 11 Stunden." Gearbeitet wird meist im Akkord. Aus dem Bezittsbergamt Zweibrücken wird gemeldet:„Der durchschnittliche tägliche Arbeitsverdienst der erwachsenen Arbeiter beim Steinkohlenbergbau war am höchsten beim ärattalischen Bergwerk St. Jngbctt(M. 3.50), am niedrigsten bei einigen kleinen Kohlengruben der nordwestlichen Pfalz(M. 1.50). Die meisten Arbeiten werden im Gedinge verrichtet und beträgt die Arbeitszeit 8—12 Stunden, im letzteren Falle mtt 1— 2stün- digen Pausen. Bei den untettrdischen Gräbereien beträgt der tägliche Arbeitsverdienst M. 2—2,50. Der Zweibrückener Bericht sagt ferner:„Es ist dem wohl- thättgen Einflüsse der Knappschaftsvereine zuzuschreiben, daß Ar- beitseinstellungen oder unruhige Arbeiterbewegungen nirgends stattgefunden haben." „Unruhige Ardeiterbewegungen" ist ein sehr schönes Deutsch. Daß eine wirkliche Arbeiterbewegung unter den rhetnpfälzischen Bergleuten sehr wohlthätig wäre, liegt auf platter Hand. Es geht ihnen ja schlecht genug. Die jugendlichen Arbeiter find„höchstens" 10 Stunden per Tag beschästigt.„Höchstens"!!!! in Pontivy in Garnison stand. Sie müssen ihn ja damals bei mir gesehen haben." „Za, ich erinnere mich." „Ich ettenne den Herrn Baron sehr wohl wieder," sprach FournsS. „Und dabei habe ich mich doch sehr seit der Zeit ver- ändert." „Und ich auch!" rief Guntram lustig. Er dachte:„Komisch! Wenn der liebe Andreas über Frau Valdieu Auskunft haben will, braucht er sich nur an FourneS zu wenden, der sie in Pontivy oft genug mit mir ffammen gesehen hat. Aber nein... Peter ist ver- wiegen... und zur Sicherheit werde ich ihm noch einen ink geben." Es war heut Rennen in LonachampS und der Boulevard war dicht mit Wagen aller Art bedeckt. „Du vermuthest ivohl, wir wollen nach dem BoiS de Boulogne," sagte der Major zu seinem Kutscher.„Rem, mein Alter. Du sollst unS dort unten hin bringen... Du weißt schon... nach der Ecke deS Boulevard St. Germain und der Rue du Cardinal-Lemoine." „Steigen Sie ein, Andreas! Sie treffen es gut. Der Fuchs ist heut eingespannt, und der greift vorzüg- lich auS." Guntram hatte nicht zu viel gesagt. DaS Pferd war vorzüglich, und Peter lenkte eS ausgezeichnet. Nach einer Viertelstunde kamen sie an der Morgue vorbei und fuhren den Quai de la Tournelle entlang. Der Anblick der Morgue erinnerte Guntram plötzlich an eine Geschichte, die er gern vergessen hätte und die ihn doch überall hin verfolgte. Beim gestrigen Souper hatte sie Mattin Fenette aufs Tapet gebracht, und er sah schon den Augenblick kommen, wo er mit Herrn von Randal darüber sprechen würde. Er nahm sich vor, diesem Gentleman nichts zu verheimlichen, wenn es zu ernsten Eröffnungen kommen sollte. Guntram wußte zwar nicht, wie Zeanne die Sache auf- nehmen würde, aber er glaubte, sie beruhigen zu können, wenn sie darüber ärgerlich sein sollte. „Die Person, die ich besuchen will," wandte er sich zu runter nationalli! der Regierung Wir find mit unserer Besprechung zu Ende. Schafft eine soziale Reform auf volksthümlicher S�pj, Ztg." den v -- n-fresserlichen„l terkung gemacht, , V-litifch- Urb-rstcht. KKI Das Duell zwischen Floquet und Koulangttftfreunden den von unseren Chauvinisten natürlich gegen die Franzose« leb einer Land fizirt".„So etwas ist nur in Frankrttch möglich"- ngig zu mache» ste mit dem bekannten Augenverdrehen. Wir wolle-fugte Pfuscher Duell im besonderm und das Duell im allgemeinen lten und der L nicht vettheidigen; erwähnen wollen wir aber, dadurch Einführu deutsche Offizier, der ein Duell prinzipiell verwttgctt utzern. welche am auf den Boden des Gesetzes stellt, gezwungen wird, ficht Klage führte, schied zu nehmen— weil nach den henschenden Begrißldwitthschaft we General Bumbum nach Noten„abgeführt" hat, geiwdtag gewählt n keineswegs zur Betiübniß, wie wir gerne gestehe«tt>Umk, zu welch Allttn das war ja ein„parlamentattsches" Duell, u# bereits mitget „Parlamentattsche" ist von unseren Reptilien und ihrs�rstutzung, daß gcbern in Acht und Bann getban. Aber— da tauifi»} einer fich el Hand Erinnerungen in uns auf Haben wir Deutsche«•:, ote G „parlamentarische Duelle" gehabt? Lief nicht Twesten."> Aussicht st Zeit mit dem Arm in der Binde herum, u�eick es eine wi sehr stolz darauf. Und hat nicht auch ein deutscher obsfunterworsen ho scher Ministerpräsident einen fortschrittlichen» MKeder- neten gefordert, der allerdings so vernünftig war, di?„u Nattonollt nicht mitzumachen? Und wurde nicht auch besagter piäsident— oder hieß er damals schon Reichs! � � Bismarck?— eines schönen Tages von dem letzten �' sehen Kttegsminister Herrn v. Münchhausen aufboten erklären einiger in einer Parlamentsrede gemachten Sleuß� Wahlman fordert? Und wurde nicht schließlich das Duell dle vermieden, daß die betreffenden Aeußerungen im steno Bericht durch ein unbidlisches Wunder— das fict öfters ereignet hat— gemildett wurden? Genug— haben unsere parlamentarischen Duelle gehabt, freilich' so angenehmem Augang, wie das Due'i Floquet-Boub Kolonisation und Germanisation von Lothringen, das ist die neueste Lösung der elsaß-lolb Frage. Es ist kein Scherz, den wir uns mit dem Leser( es ist auch keine Nachttcht, die aus dem„großen' Frankreich" kommt, wie unsere Reptilien in ihrer üd> Weisheit und friedfertigen Gesinnung das westliche N» zu nennen belieben. Nein— das Rezept steht%........... weiß in unserer Reptilien presse und trägt weithin »'S°Äi?rSS; 4dnÄ' Also„kolonifitt und germanifitt"! Nun ist aber Elsaß die Grundu, urdeutschcs Land und gehört mit„zur Wiege deutscbe'reine nebst eine, und ist außerdem sehr dicht bevölkett. Wie soll m-Krttirchen die dicht bevölkettes Land„kolonifiren"? Es geht dies Niederbay-rn nicht anders, als indem die eingeborene Bevölkerung f fränkischer verdrängt, oder, was noch einfacher, todt gcschlas�rd die Frage Die Wahl zwischen beiden Methoden sei unie�der ernstlich ve tilien überlassen. Sie werden in bekannter L�caussichtlich di fich nicht lange besinnen. Jedenfalls ist die A,«den. lich, wenn man annimmt, daß unsere Kultur um 15�* vielen Z WTZZWWU stammung nach—, und fie gehören zu jenen deuls�ff�cha, seiner L< welche das heutige Deutschland östlich Ver Elbe, den von der d Bürgermeiste en ihrerseits d Kandidat der Ipettode das I n also eine! das erhebend _ gegen die Z de nationallibe, Die Konfisb estern mitget h er aufgehoben Kader oder eigenttiche Preußen erst„kolonifirt Und komischerweise stammen die Reptilien, welche oer viive, und„germanlk� ilipn mplAß WtJ izeilichenNachfo atsache, daß ge en Frau das irken austrägt onnentenliste g Gutekunst im» gen will, od d sation und Germanisation von Elsaß Lothttngen> selbst fast ausnahmslos aus jenen slavischen, erst o hundett Jabren„kolonifirten" und„germanifl'.tl strichen.— Genug— der Plan ist ebenso albern �________ und wenn die„veikommenen" Franzosen davon hor�lochenbl." Bezul fie stcher vcrwundett fragen, in welchem..Tollhaus« 7>rr v.(flib ausgebrütet worden ist. Nun, wo dieses„Tollhaus" st x»., sendet der wissen wir. Es kostet uns heidenmäßig viel Geld, die Rechnunzen noch nie vorgelegt worden find. Die Freikvnfervative» im Kartell. Die schreibt:„Die„Post" will bei der nationalliberale« den konservativen Jagdgründcn fich betheiligen. Und'.........« ihre Leute und die Regierung wohl dafür sorgen, daß«znnien unwahr nallib.ralen Bäume nicht in den Himmel wachsen■ aftails zu wide konservativen weiden ihren Theil an der Beute beani?�ben von mir b mit dem Regierungseinflusse bei den nationallibera«�, daturen mitsprechen— es werden möglichst viele Gou, nd des Z 11 stehenden Be ätes: Die u (vom 24. De über mich v >or H. A. New . Jlle von Metco, Andreas, der neben ihm saß,„wohnt am Ende b'jUtt, Soweit di Ich muß Sie also leider verlassen. Verzeihen» M"ben genau d--«.z-�-hK denn mein Besuch wird noch eine Menge anderer eine Wenge anderer Wege."«igen Kometen" Thatsächlich wollte der Major nur verhindern- z Ju �„en, w her, den er noch nicht hatte instruiren könnet nach vielen � Kutscher.,..,,....... Frau von LorriS zu schweigen, mit dem Baron"yße Mehrzahl „Bitte, keine Entschuldigungen!" erwidette kstems zu rechne „Der Boulevard d'Ztalie ist ja nicht mehr weit, u�?Me gut verbür ""S'MS Zeit scheidende Zusammenkunft vorzubereiten. Ich; Di»** hü lieber Freund! Nun, sie erzählen mir morgen,'er G»d», Lul geworden ist." M�kchnetdet, w, An der Ecke der Heinrichsbrücke ließ Guntr�n Gesellscha, Er hielt eS für überflüssig, dem Liebenden W zeigen, in dem der Rival wohnte, den er ih>« stellen wollte. Herr von Elven stieg auS, und nachdew, Major noch einmal die Hand gereicht, ging ef. St. Bernard entlang, ohne sich einmal umzuwe« Er hatte bemerkt, daß der Major ihm st Fassung gebracht...�ßere Kunstda Ein gleichaltriger Pariser hätte diese Änd�gcfrden. fort verstanden, aber Andreas war das 0�0.Da» Maß sein Vater kümmette sich nicht viel um ihn. iherigcn schmie erdusen bei ssettiefe als vor allem de isenerzminen ai äterhin ist ei fischen Küste i g des Bottni onnenen Eise ms liegenden (Fottsetzung folgt.) Ans Knust«iib KebA Interessante Resultate über de««*1,04 Fenrrüngetn und Meteorsteine, welche Erde fallen, hat in der letzten Sitzung der Aster' demie der Wissenschaften der auf diesem Gebiete ligkeit der He lestellt werde, >.aß diese Röl ist bei der H iweißens dur 'lzprozesses un Ende. «unter nationallideraler Finna. Und dabei kommt die„Post" �der Regierung ja auch auf ihre Rechnung!" ...... �.------- im„sozial« ilicher Zur Uothlage der Landwirthschaft wird im„sozial- �okratischen„ Theile des„Leipz. Tagedl.'— wie emst die �pz. Ztg." den volkswirthichaftlichen Theil des sonst so sozia- i-frcfserlichen„Leipz. Tagedl." nannte— eine recht treffende aerkung gemacht. An die konservativen Zünftler, welche fich sdhaft für die Zwangsprüfungen im Handwerk interesfiren, lWlt*» nämlich die Frage gerichtet, weshalb noch keiner von den toulangttftfreunden den Antrag gestellt, die Uedernahme und den Franzosenlperiode das beute in Frage stehende Mandat fich erledigt." n also eine Mandatserledigung eintreten sollte, so wird uet-Bouia� erhebende Schauspiel sehen, daß die Freifinnigen aus ( gegen die Demokraten den Wahlkreis an die verschwin« k�oß->o>°�de nationalliberale Minderheit ausliefern. Anisen J Die Konfiskation der„Danziger Zeitung", die wir aMestern mitgctheilt haben, ist durch gerichtliche Verfügung rHiSi qiFder aufgehoben worden. A r*ii Kader oder Kardier? ist die Tagesfrage für alle die- igen bayerischen Bader, welche einer Innung und damit dem Berlin domizilirenden Bund deutscher Barbier- und Friseur- aungen angehören. Von Berlin her ist nämlich an die erischen Bader das Anfinnen gerichtet worden, im . r,,«äionaleii" Interesse ihren ererbten Titel als zu partikularistisch »d zu veraltet abzulegen und fich, wie ihre preußischen ic �nrungskoveaeii, Barbiere zu nennen. Die Münchener Bader» Ä,? f 9«* Friseur-Innung hängt an ihrem alten Titel und betreibt �llwin die Gründung eines Landesverbandes bayerischer Bader» deulfw� reine nebst einer Zentralsterbekasse. Am 20. August findet in soll mavsarrkirchen die Generalversammlung des Vereins von Oder- ;eht dice Niederbayrrn, etwa 14 Tage später an einem anderen Orte iölkcrung. hxg fränkischen Vereins statt. Auf beiden Versammlungen gcschl�rd die Frage einer Gesammtorganisation der bayerischen ei unielss,der ernstlich ventilirt und dann zum Oktoberfest in München rnter it�causfichtlich die projektirte Landesversammlung abgehalten die.STikben. um' Ket viele« Abonnenten des„Schwäbischen Wochenblattes" ie unsers�l nördlichen und westlichen Stadltheil Stuttgarts werden ge- ielt sou-,�twärtig von der Polizei Erhebungen darüber angestellt: ob DeutF.tf.f(,xn wirklich Abonnenten des..Schwätz. Woibendl." sind , �»lselben wirklich Abonnenten des„Schwäb. Wochendl." find deutsch g-izg wer ihnen das Blatt in's Haus bringt. Zur Beruhigung euts�*"-MNchei seiner Leser theilt das„Schw. Wchbl." mit, daß diese be, b-swi izeittchenNachforschungen nichts w iter auf fich haben als die einzige uvv aatsache, daß gelegentlich der bei dem Schreiner Gutekunst— --„"B! nördlichen und B ermanisv dal,,,__. oelche bissen Frau das„Schwäb. Wochenblatt" in genannten Stadt- ngen Wziiken austrägt— stattgefundenen Haussuchung eine alte erst voyhonnentenliste gefunden wurde, und die Behörde sich jetzt— nanistrttfil Gutekunst immer noch in Untersuchungshaft fitzt— über» albern JWn will, od die gefundene Liste wirklich auf das„Schwäb. w" horAochendl." Bezug hat. Lollkau»„ Der v. Ghrenbera,„Anarchist" und Dynamitwütherich ollhaus. D.. sendet der„Frkf. Ztg." folgende„Berichtigung":„Auf Geld, ovxund des§ 11 des Preßzesetzes verlange ich Aufnahme der nd. Mchstehenden Berichtigung in der nächsten Nummer Ihres Dre»sattes: Die unter anderen in den Nummern 348, 350 und Iliberalen 8(oom 24. Dezember) des vorjährigen Jahrganges der„Frkf. Und%g." über mich verbreiteten Beschuldigungen find durchweg voll» men unwahre. Da es zu weit führen würde, hier alle ils zu widerlegen, so verweise ich diesbezüglich auf das m von mir bei tzerm. Bisel in Hagen in Westfalen erschie» gen. va >achsen. te bcanh mallider« k � �ot H. 3i. Newton mitgetheilt. Derselbe hat 116 derartiger - ka>lle von Meteorsteinen oder Feuerkugeln gesammelt und unter« Ende% bt. Soweit die Beobachtungen über das Erscheinen und Ver» zeihen �«winden genau und ausreichend genug waren, zeigten die l n sofort Ms derechneten Bahnen der Meteoriten eine große Aehn» cm ui>d Vett"ist denen der Kometen. Und zwar ergab die Unter» ' bung ihrer Bahnverhältniffe eine nähere Beziehung zu den» ,.,_ l»tgen Kometen, welche in kurzen Zeiten um die Sonne laufen, irhrndett»,> zu denen, welche in langgestreckten Bahnen ihren Umlauf ren roo �t nach vielen Jahrhunderten vollführen. Hiernach dürfte die Baron o-oße Mehrzahl der Feuerkugeln zu den Körpern des Sonnen- rwiderte fftems zu rechnen sein. Dies schließt aber nicht aus, daß auch , weit, umige gut verbürgte Fälle, bei denen die größere Geschwindig« it rn ihrer Bahn durchaus ohne Beispiel bei unseren Kometen- r r Wnen dasteht, ficherer ihren Ursprung auf den Weltraum jcn- «j, tls des Sonnensystems zurückführen. Die am höchste« nördlich gelegen» Gifenbahnlini« '' hon Polarkreis von einer eng» nene Buch, betitelt„Demokratische Moral und Justiz. Erlebnisse eines Deutschen in Zürich rc.", worin jene Beschuldigungen, soweit fie zu meiner Kenntniß gekommen find, klar bis ins kleinste Detail widerlegt werben. 2) Zu der in ihrer Dienstags- nummer über mich stehenden Notiz muß ich zur Verhütung von Mißdeutungen berichtigend bemerken: Ich bin keineswegs„vor- maliger" Hauptmann, sondern thatsächlich Hauptmann a. D. Ferner habe ich selbst schon im Dezember v. I. dringend und später wiederholt eine Untersuchung gegen mich beantragt, da durch eine solche, geführt bei einem deutschen Gericht fich meine Unschuld klar herausstellen muß. Die damals abgelehnte Unter- 'mmmm iä ÄrÄÄÄÄ'M «%%% ääääTÄääö stHffiib S fich, wie f. Z. derichtet, gerade im Cafe Ture. als der Aus- weisungsbefehl für ihn eintraf, und wurde aus diesem CafS ge- rufen, damit ihm derselbe mitgetheilt werde. Heute nun hat der dem Wirth, Herrn I. Fritz, eine Haussuchung nach Bnefen des Reichstagsadgeordneten Antoine stattgefunden, welche jedoch er- gebnißlos verlaufen ist. Die Haussuchung wurde von einem Staatsanwalt und einem Kriminalkommissar ausgeführt. Kchweiz. Frau Dr. Kempin in Zürich, welche schon früher in Privatvorlesungen über römisches Recht vor einem über- wiegend männlichen Auditorium den Beweis ihrer Befähigung für eine Professur zu leisten suchte, hat neuerdings auf Wunsch des Züricher Studentinnen-Vercins einen Zyklus von Vorträgen über die Grundzüge des Rechts mit besonderer Berückfichtigung der Frauen eröffnet. Ein erster Vortrag vor einem gemischten und sehr kritischen Auditorium fand letzten Donnerstag statt und hatte einen in jeder Beziehung befriedigenden Erfolg. Be- merkenswerth daran ist besonders, daß Frau Dr. Kempin die Nothwendigkcit einer Povularisirung des Rechts verttat. Sie sagte einleitend: Der alte Römer hat fich auf dem Marttplatze zu Rom, wo Gericht gesprochen wurde, über sein Recht unter- richtet, der alte Deutsche nahm an der Rechtsprechung unmittel« baren Anthell, indem er mithalf, das Recht zu finden. Heute aber fehlt unserem Volke die Kenniniß der elementarsten Rechtssätze. Der Laie kennt weder die ihm von Gesetzes wegen zustehenden Befugnisse, noch die ihm obliegenden Verpflichtungen. Ganz beson- ders aber ist es die Frau, welche auf dem Rcchtsdoden geradezu hilflos und infolge dessen nur zu oft dem Eigennutz schlechter Be» rather preisgegeben ist. Die Kenntniß des Rechtes dem Volke zurückzugeben, dieses wichtige Gut wieder zum Gemeingut aller zu machen, das sollte meines Erachtens die Aufgabe der Juristen künftiger Jahrzehnte sein. Ich hoffe, die Zeit noch zu erleben, wo die wichtigsten Rechtsarundsätze an Fortbildungsschulen und höheren Knaben- und Mädchenanstalten als obligatorisches Lehr- mittel gelehr! werden. Die Anwälte würden dadurch so wenig üderflüsfig werden, als die Arzte dadurch, daß der heran» wachsenden Jugend die wichtigsten hygienischen Regeln bei» gebracht werden. So von der Istothwendigleit einer Ver- allgemeinerung der Rechtskenntniß durchdrungen, bade ich dem Wunsche des hiesigen allgemeinen Studentinnen-Vereins, der zum Arrangement dieser Vorträge geführt hat, gerne Folge ge» geben. Dem Polizeispitzel Schröder in Zürich wurde neuerdings ein Possen gespielt. Man hat ihm bei Stacht in großen Buchstaben eine Ausschrift an's Haus gemalt:„Hier wohnt der Spitzel Schröder." Am Morgen früh gab fich die Polizei Mühe, dieselbe wegzukratzen. Kchweden n«d Uorw-ge«. Auf Hamar wurde in diesen Tagen eine große Ar» deiter-Versammlung abgehalten, an welcher 93 Reprä- sentanten 50 verschiedener Vereine thcilnahmen. Eine der wich» tizsten Fragen, welche zur Verhandlung kamen, war:„Welche Haltung müssen die Arbeiter bei den bevorstehenden Wahlen morgen, Lulea-Ofoten, welche den nördlichen >sck-n m c nc�Ä� in Schweden gebaut. Die vor 3 Gunti�,. �ellschaft ausgeführte Bahn beginnt am Bottnischen MW »ren ann hn. st-n Ubtt ..Z- iediete der Eisen- und Stahlindustrie ist dieses Ver- von größtem Interesse, weil damit äußerst solide, die herlgen schmiedeeisernen Röhren an Festigkeit und auch an Weit der Herstellung bedeutend übertreffende Stahlröhren �stellt werden können und zwar bis zu großen Durchmessern, daß diese Röhren fich zu ausgedehnter Anwendung eignen. ist bei der Herstellung dieser Röhren die Schwierigkeit des Meißens durch die Anwendung eines äußerst sinnreichen llzprozesses umgangen, durch welchen ein masfiver Stahlstab in der Weise behandett wird, daß sein Material beim Durch» gang durch die eigenthümlich konflruirten Walzen fich um einen Hohlraum herumwindet, wobei— wenigstens prinzipiell— nicht einmal ein Dorn zur Bildung der Höhlung nöthtg ist. Wenn ein solcher Dom in der Fabrikation benutzt wird, so geschieht dies nur deshalb, um die Röhren gleichmäßiger herzustellen, als dies ohne Dorn möglich ist. Mit der Einführung des Maßmann'schen Röhrenwalzverfahrens in die Industrie ist der Verwendung des modernen, massenhaft eräugten Flußstahles ein weites Feld eröffnet, da bekanntlich Metall- röhren zu vielen Zwecken denutzt werden. Der Maßmann'sche Walzprozeß zur Herstellung nahtloser Röhren unterscheidet fich ganz wesentlich von allen bisher benutzten Walzverfahren, Haupt- sächlich ist dabei, daß eine größtmögliche Faserverdrehung, ge- wiffermaßen ein Verspinnen des Metalls, herbeigeführt und gleichzeitig eine enorme Querschnittsverminderung, sowie Streckung des Metalls erzielt wird. m_, Gruitkalogisch» Zlhr. Herr Förster Breinig im Schwarz» walde hat erne Uhr ausgestellt, deren Stunden durch das Er- wachen und durch den Gesang gewisser Vögel bezeichnet werden. Das Signal giebt der Buchfink, der von allen Vögeln am frühesten aufsteht. Sein Gesang eilt der Morgenröthe voran und läßt fich von Ii bis 2 Uhr Morgens hören. Stach ihm, zwischen 2i und 3 Uhr erwacht der Mönch und läßt seinen Ge- sang hören, welcher vem der Siachtigall gleichkommen würde, wenn er nicht so kurz wäre. Von 2i bis 8 Uhr hört man den Schlag der Wachtel, von 3 bis 3% Uhr den der Grasmücke. Von 3i bis 4 Uhr kommt die schwarze Amsel, der Spottvbgel, von 4 bis 4i Uhr die Lerche. Von 4i bis 5 Uhr läßt fich die schwarzköpfige Meise hören. Von 5 bis 5i Uhr erwacht endlich der Sperling und beginnt mit seinem Zirpen. Gin Knrtrultr, der selbst brütet. Eine interessante und für naturwissenschaftliche Kreise bedeutsame Beobachtung ver- össentlichen die Gebrüder Müller gegenwärtig in der„Garten- laude". Oberförster Adolf Müller in Krofdorf hat am 16. Mai dieses Jahres im nordöstlichen Theile des Waldortes Hohen- schied einen weiblichen Kuckuck beim Brutgeschäft angetroffen. Er beobachtete sein Thun und Treiben mit größter Sorgfalt und konnte feststellen, daß von den drei im Neste vorhandenen Eiern eins wirklich von dem Kuckuckweibchen ausgebrütet wurde. Dasselbe zeigte sich als eine recht sorgsame Mutter, welche den jungen Vogel mit grünen Räupchen atzte. Bis jetzt wurde die Thatsacke, daß der Kuckuck ausnahmsweise brütet, geleugnet. Adolf Müller, der Mitverfasser des berühmten Werkes„Die Thiere der Heimath", ist ein so ausgezeichneter Beobachter, daß den politischen Parteien gegenüber an Stellen einnehmen, wv man sich dem allgemeinen Stimmrecht widersetzt." Einem Tele- gramm des schwedischen Telegrammbureaus zufolge wurde mit großer Majorität genehmigt, eigene Wahlkandidaten dort auf- zustellen, wo die Linke das allgemeine Wahlrecht nicht auf ihr Programm gesetzt hat. Ferner wurde eine Resolution über Zoll- freiheit für alle Lebensbedürfnisse, Einführung direkter Steuern in steigender Skala als Einleitung zu einer Reform, welche auf die gänzliche Abschaffung jeder indiretten Steuer hinziett, an- genommen. Großbritannie«. Die Pächter der bei Newtonwards gelegenen Güter des irischen Vizekönigs Marquis von Londonderry hielten eine Versammlung ab, well ihnen die Ausweisung droht, da fie die bisherigen Pachtzinsen nicht zahlen wollen. Einer der Redner erklärte, daß fie bei den Landkommissaren um richterliche Fest- stellung der Pachtgelder eingekommen wären und Zahlung leisten wollten, sobald die Kommissare ihre Entscheidung abgegeben hätten. Die Versammlung tadelt das Vorgehen Lord London- derry's in scharfen Ausdrücken. In Mitchelstown wurde der jüngst verstorbene Nationalist John Mandeville beerdigt, der, wie seine Freunde ver- sichern, seinen Tod infolge der strengen Behandlung gefunden, welche ihm im Gefängniß zu Tullamore, wo er mit O'Brien zusammen eine mehimonatliche Haft wegen eines Vergehens gegen das Zwangsgesetz verbüßte, zutheil wurde. An dem Leichen- begängnisse betbeiliaten fich gegen 6000 Personen von nah und fem, darunter W. O'Brien, Michel Davitt, Sullivan und andere hervorragende Volksführer und Abgeordnete. O'Brien hiell am Grabe eine kurze Rede. Lord Salisdury ist im Besitz der von der Konferenz austra- lischer Kolonien gefaßten Beschlüsse betreffs der chinesischen Einwanderung. Die Kolonisten verlangen, daß die Re- giemng des Mutterlandes die Ausfuhr chinefischer Kulis auS Hongkong, Singapore und Labuan verbieten und einen V.r« trag mit China abschließen solle, der mit dem amerikanisch- chinesischen Vertrag identisch ist. Soweit der erste Theil der australischen Fordernngen in Betracht kommt, wird Lord Salisbury gern einwilligen. Hongkong und Singapore find britische Häfen, und es ist eine erwiesene Thatsache, daß bei weitem die meisten Kulis, welche die austtalischen Kolonien auf» suchen, nicht, wie man gemeiniglich glaubt, direkt aus China gekommen sind, sondern aus britischen Häfen. Agenten aus Hongkong und Singapore werben Kulis in China an, und ließen fie Verträge eingehen, die fie durch Arbeit in dm Haupt- städten Australiens erfüllten. Dagegen ist Lord Salisbury nicht geneigt, die Angelegenheit durch einen Vertrag mit China ad- zumachen. Vor allem ist es eine Thatsache, daß die chinesische Regierung den von ihrem Gesandten in Washington adge- schioffenen Vertrag noch nicht ratifizirt hat, im Gegenthell macht fich in einflußreichen Kreisen in Peking die Anficht gellend, daß das Reich der Mitte kein Abkommen eingehen solle, welches chinesische Unterthanen gewissermaßen brandmarkt und fie auf eine niedrigere Stufe stellt, als die Angehörigen anderer Na- tionen. Außerdem steht Amerika zu China in einem ganz an» deren Verhältniß. Die Vereinigten Staaten und das chinesische Reich berühren sich nirgends, während die Engländer und Chi- nesen an verschiedenen Orten Grenznachbaren find und ihre Interessen fich in der mannigfaltigsten Weise berührm und kreuzen. Wenn China daher angegangen wird, einen Vertrag im Srnne der australischen Fordernngen abzuschließen, so wird es Gegenleistungen verlangen, welche dem Mutterland zu erfüllen sehr unbequem fallen dürfte. In leitenden Kreisen wünscht man daher, die Sache zu verschieden. Das ist jedoch gerade, was den etwas ungestümen australischen Kolonisten am wenigstm paßt. Die irische Frage ist in ein neues Stadium getreten. Was unser Londoner Korrespondent bei Besprechung der „Lokalen Verwaltungsbill" schon vor Monaten andeutete, das ist jetzt eingetroffen: die Jrländer haben fich für die Reichs» einheit mit Selfgovernment der einzelnen Theile erklärt. Die Homerule heißt also nicht mehr Lostrennung von England, sondern Verbleiben bei England, Beibehaltung des gemeinsamm Parlaments, aber ein eigenes„lokales" Parlament für Jr- Parlamente wurden fich zu dem Reichsparlament ähnlich ver» haltem wie die deutschen Landtage zu dem Reichstag. Dre Erklärung, welche Parnell nach dieser Richtung hin adge- geben hat, lautet:„Die nächste Homerule-Vorlage muß das lodet atrv e Prinzip zur Grundlage baden. Die letzte Vorlage hätte einen Dualismus geschaffen. Die irischm Abge- ordneten hatten im Dubltner Parlament gesessen und die britischen im britischen Parlament, ohne irgend welche Ver- bmdung. Die nächste Vorlage wird meiner Anficht nach Sorge tragen, daß die irischen Mitglieder im Reich?- * ar am en tve rb leiben und die irische Legislatur fich lediglich mit rnschen Angelegenheiten befaßt. Wenn in Irland einige Erfahrnngen mit der Homemle gemacht find, so wird das schottische Volk auch wahrscheinlich sein Parlament fordern. Jedenfalls wird es aber auf der Vertretung in West- mmster bestehen. Dieses mag schließlich zur Gründung eines seinem Bericht Glauben geschenkt werden muß und an einen Jrrthum nicht zu denken ist. «riainelles Testament. Der kürzlich in Halle verstorbene General-Kommrssionsrath Louis Ehrhardt aus Köthen hat durch letztwrllige Verfügung bestimmt, daß sein Vermögen, destehend M lernen der Stadt Kothen zufallen und der Zinsertrag all- lahrlich unter sammtliche von der Stadt unterstützte Personen vertheilt werden soll, und zwar so, daß das Loos entscheidet. Es soll eine Lotterre veranstaltet werden mit einer Anzahl Ge- Winne, deren»eder 50 M beträgt. Mit der Aufstcht über die �0%™ ist der.leweilige Buraermerster der Stadt und der erste Geistliche der beiden evangelischen Kirchen betraut. Verzichtet die Stadt auf das Vermögen, so fällt es der Leipziger Gemälde- galerie zu. Ftiegenpapier anzufertige«. 50 Theile Quasfiahol, STHSSHSieS« untR# getrocknet.~ Ein ganz UN- schädliches Fliegenpapier, sog. gififteies vegetabilisches Fliegen- vap er wird, nach den„Neuest. Erfind, u. Erfahr.", in der Weise berntet. daß man schwarzen, pulverifirten Pfeffer mit- Zuckerlosung zu-enemeden noch streichbaren Teige anmacht und mittelst eines breiten Pinsels auf Fließpapier so austrägt, daß er davon_ aufgesogen wird. Beim Gebrauche wird das Fliegenpapler mit Wasser befeuchtet und auf einem Teller aus» gebreitet. � JPf kälteste Grt der Erde ist, soweit darüber wissen- gastliche Beobachtungen vorliegen, die Stadt Werchojansk in Ostfibirien, unter 67i° nördlicher Breite und 134° östl. Länge, im Flußthal der Jana, 9 Meter über der Thalsohle und 107 Meter über dem Meere. Daselbst werden seit 1881 regelmäßige M?TÄiS3' ä atnar-s �-52.8'-53,4 und 52,7, zusammen aus vier Jahren-53° Celfius. In demselben Zeltraum ergab sich für den Monat %«WS stus. Von dieser höchsten Warme aber geht es wieder rasch ab- warts. Der August hatte+6,4, September-1,6, Oktober -20,2, November-40,1 und der Dezember-49,9° Monats- mittel. rjLderativ-Pärläments führen, trt welchem En g- and, Schottland, Irland und die Kolonien ver» treten find. Dann wird das Unterhaus eine rein englische Legislatur werden, das Reichsparlament aber an die Stelle des Hauses der Lords treten und die Vertreter aller Theile des Reiches umfassen. Das wird natürlich aber noch geraume Zeit jn Anspruch nehmen." Frankreich. Bei dem auf dem Marsfelde stattgehabten Banket hielt der Präsident Carnot folgende Ansprache an die Maircs: »Sie find gekommen, um die nationale Einheit zu bekräftigen, rch danke Ihnen im Namen der Regierung. Das heutige Fest krönt zwei schöne Tage; der gestrige aalt der Verherrlichung des großen Bürgers, welcher in seiner Person den Boden und die nationale Ehre vertheidigte; heute haben Sie die tapfere und geschulte Armee gesehen, die Vertrauen zu ihren Führem hat und die durchdrungen ist von ihrer hohen Misfion, welche dem Lande Sicherheit und Zuverficht einflößen und nach außen eine Bürgschaft für den Frieden sein soll. Heute Abend haben Sie die Bauwerke gesehen, welche das Rendezvous sein sollen, das Frankreich der Kunst und der Industrie des Weltalls giebt. Bei den Wettkämpfen und Preisgerichten der Arbeit, welche Eintracht unter Äürgem und gute Beziehungen unter den Vollem erheischen, werden Sie die Erinnerung an den brüderlichen Empfang bewahren, welchen diese edle republikanische Stadt bereitet. Sie werden Ihren Mitbürgern sagen, daß Sie Herzen gefunden haben, die entschlossen find, die Einrichtungen des Landes zu vertheidigen, und die fich nicht verführen lassen durch trügerische und lärmende Untemehmungen. Sie werden das Gefühl mit ssch nehmen, daß die Geschicke Frankreichs unlöslich mit denjenigen der Republik verbunden find. Vor einem Jahrhundert war Frankreich ebenfalls geeinigt in brüderlicher Umarmung, um die nationale Solidarität zu verkünden. Mögen dieselben Gefühle Sie auch jetzt beherrschen! Nichts könnte die franzö- fische Bevölkerung mehr erfreuen und das Vaterland kräftigen." — Präsident Carnot kehrte um 11 Uhr nach dem Elpsee zurück. — Die Straßen waren am Abend sehr belebt, namentlich die Place de la Concorde war von einer großen Menschenmenge angefüllt, irgend welche Zwischenfälle kämm nicht vor. Trotz der Straßenanschläge, durch welche die Boulangisten aufgefordert waren, fich auf der Place de la Con- corde einzufinden, fand keine größere Kundgebung statt, die Manifestationen beschränkten fich auf das Abfingen einiger boulangistischen Lieder, mit welchen einzelne Trupps die Straßen durchzogen. Nur im Quartier Latin kam es mit Studenten zu einem thätlichcn Zusammenstoß, wobei ein Student verwundet wurde. Nach geheimer Berathung beschloß der Pariser G e» meinderath bei wiedereröffneter Sitzung, den Seinepräfekten aufzufordem, die städtische Omnibusgesellschaft zur Erfüllung ihres im Vertrage vnn 1860 übernommenen Lastenheftes, namentlich zur Errichtung der vor 4 Jahren vom Rath beschlossenen 12 Neuen Linien anzuhalten, und, wenn die Gesellschaft binnen Monatsfrist dieser Weisung nicht mtspreche, ihre Ermächtigung für verfallen zu erklären, also auf Grund des Art. 5-5 des Vertrages von ihrem Betriebsgerith vorläufig Lefitz zu ergreifen, sowie dem Rath Vorschläge über den Ankauf des Geräths oder eines Tbeils desselben, über die Mittel und Wege zu einer end« giltigen Ordnung des Beförderungswesens, sowie über die Er- richtung neuer Lrnim zu unterbreiten, sowie die Regierung um die Ermächtigung für die Stadt nachzusuchen, Dampf- und Pferdebahnen in der Richtung der Hauptlinien der bisherigen Gesellschaft anzulegen. Die Giltigkeit dieses mit 43 gegen 17 Stimmen gefaßten Beschlusses wird von der Omnibusgesellschaft angefochten und die Entscheidung dieses Rechtsstreites wird vor- ausfichtlich Jahre erfordern. Uebrigens ist erwähnenswerth, daß der gcmeinderäthliche Beschluß nicht blos von radikalen Blättern, sondern auch von sehr gemäßigten, u. a. von dem opportunisti- schen„National" gebilligt wird, weil die Gesellschaft ihr Allein- recht mißbraucht und dadurch die Interessen des Pariser Pudli- kums verletzt habe. Der Präsident Carnot hat ein Schreiben an den Krieasminister gerichtet, in welchem er seine Anerkennung über die Haltung der Truppen bei der Revue ausspricht und den Minister ersucht, das Gouvernement von Paris und die Truppen, welche dasselbe befehligt, zu dem Ausfall der Revue zu beglück- wünschen. Kelgie«. Das Leichenbegängniß des von der Gendarmerie in Boom erschossenen Arbeiters Van den Bosche hat zu einer großen Trauertundgebung Anlaß gegeben. Die ganze Bevölkerung von Boom war auf den Beinen, als der Leichen- zug fich vom Hospitale nach dem Kirckbofe in Bewegung setzte; die Häuser der Liberalen hatten mit CrSpe umhüllte Fahnen ausgesteckt, und am Zuge nahmen zahlreiche Mitglieder der liberalen Vereine von Antwerpen Theil. Vor dem Beginn der Feier hiett der Präfident der„Association Liderale" von Boom und frühere Bürgermeister der Stadt, Louis Verbeeck, eine er- greifende Rede im Lokale dieses Vereins, worin er die Metze- leien. welche die Gemeinde in Trauer versetzte, mit vernichten- den Motten geißelte und es als Pflicht der Liberalen erklätte, für die Wittwe und Kinder des Opfers der Brutalität der Gen- darmen zu sorgen. Die Mitglieder des Cercle der Kapazitäts- Wähler trugen den Sarg zum Grabe, wo fieben Reden, alle in würdigen Motten die Trauer der Bürger, aber auch den Zorn über das Geschehene dezeugend, gehatten wurden. Die ganze Feier verlief in dieser refignitten Stimmung und bot zu einem erneuten Einschreiten, trotz der großen Bethelligung der Bevölkerung, auch nicht den mindesten Anlaß. Es steht jetzt fest, daß die Füsfiladen in Boom ohne die gesetzlich vorge- schriebenen vorHe lgen summarischen Aufforderungen stattgefunden haben. Auch wird vielfach bezeugt, daß die Gendarmen Tage der Massakres stark geistigen Gcttänken zuge am sprochen hatten. Als Unregelmäßigkeit wird femer schwer ge- tadelt, daß die Gendarmerie, obgleich ihre bedeutende 50 Mann) dies erfordert hätte, nicht von einem D dem von einem Brigadier befehligt wurde. Aon! Ortsbehörde waren keine Befehle zu Gewaltanrvend« gangen, aNein dem Bürgermeister Van Retth, der»» nöthige Verstärkung der Gendarmerie indirekt zu d» nen mit Veranlassung gegeben, aber während der fich um nichts gekümmett haben soll, werden hefti« gemacht. Die Liberalen verlangen seine Demission.>». bereits beerdigten Van den Bosche find noch 3 Pers«� B verletzt worden, von denen zwei nicht mehr aufkomiroV. Die Z-Hl der übrigen vorgekommenen Verlctzum schieden angegeben; fie ist auf jeden Fall eine er! 165. (Uf.vwv«» UU| J&vtll tmt Vfclfv— gleich die meisten Verwundungen nicht schwere find. vinzialrath von Antwerpen hat bereits am DienstP..�, 1 J döric Delvaux die Boomcr Blutszcne zum GegenPOU üCl Ut Anfrage und strengen Rüge gemacht; der Gouver« n suchte vas Geschehene zu entschuldigen und die Aas aflll8lr keit auf die Boomer Liberalen zu werfen, verspraldl_,' Regierung um eine administrative Untersuchung n(K„Deutsch-nat richtlichen, die im vollen Zuge ist, anzugehen. Gendarm, der Van den Bosche erschossen, sei in gezogen und seiner Funktionen vorläufig cnthotA Anrempelu allein er ist nicht der Einzige, der verantworlich mußte, denn es wurde vor dem Cercle Catholiqui» S.I..«,! dl-»»»-„Wm. Äi'" Italien. s Vorort de, Privatnachrichten bestätigen, daß in Neapels fich a Krankheitsfälle vorgekommen find, die fiirbhme an eine gehatten werden. Es ist indessen noch nicht ücrke einladen sicher festgestellt, daß es fich dabei um die asiatiß-neration die i handele. mischen Kunstg - theils ganz f, Soziales«ud ArbeiterbemM�""'""" _ Men adgerech Ji» Maurer von Königsberg theilen uri ne„dmtsch-nat fie, durch die Verhältnisse gedrängt, vom Generalstnerlin selbst stat müssen und zum pattiellen Streik übergehen. Bei! Vertreterin, Arbeitgebern, welche ihre Unterschrist zu den von der Aankens auf den gestellten Lohnforderungen gegeben haben, wird die hrooinzialstadt der aufgenommen: über diejenigen JnnungsnxGerlin! Diese welche fich hattnäckig den billigen Forderungen gesprochene, in verschließen, wird der partielle Streik und die äWerzen wurzeln fernerhin verhängt. Zuzug von außerhalb ist deswegeEindruck, den fernzuhalten. Kracht und H lpfing. Und Theater. Dienstag, den 17. Juli. Friedrich- Mithelmstädtische» Theater: Fatinitza. «stend-Theater: Vom Viehhof bis zu den Menschenfressern. Kevealltanre- Theater: Das elfte Gebot. Madame Flott. Krolt's Thearer: Das Glöckchen des Eremiten. Gibtoria-Theater: Die Kinder des Kapitän Grant. Köuigstädti sches Theater: Der Straßenjunge von Paris. Aaufmann's|lati6t6: Spezialitäten-Vor» G»ucordia- Theater: Spezialitäten> Vorstellung. zeiiel'; kirim golksgmn Gesundbrunnen 60 Kad-Ktrass« 60. Jeden Sonntag: Gr. Militär- Koilzert ptw. mit Kchiachtmusth. ■Neu 1-»-'»—s?", Neu| fliegenden Menschen epochem. Neuheit auf aeronaut. Gebiete. Awffreten der Mailänder ■ Th I er- K a pe 1 1 e. M W A« Kaat i Großer Kall. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert. Eintritt an Wochentagen frei, Sonntags 15 Pf. Die Kaffeelüche ist von 2—6 Uhr geöffnet. Am Aönigsthor.— Kaltestelle der Kiugbahn.— Am Friedrichshaiu. Dienstag: Gr. Kriegs-Feuer, uerk. Die Schlacht bei Wörth. Zum Schluß: Pyrotcchnisch-militärisches Schlachten-Panorama, dargestellt von ca. 160 Personen. ' und Spezialitäten-Vorstellung. Volksbelustigungen, Theater Mortetztes Auftreten der berühmten Seil öuferinne« EntrSe 60 Pfg. Bittet vorher 50 Pfg. Alles Nähere die Anschlagsäulen. Zuila und Lulu. Preuss. Lotterie- en Inhalt, sc lung und lokale "ngt. Ein Ve ritner Verhäl uptung gemev Unvergleichl offer. z. Kanptftehnng v. 24. Juli Kaaptgeminn 600 000 2x300 000 M. bener Ausstellui Anth-illoof--/» Ä4 M..'/aufzuweisen. L "n 6 M..>„ 3 M. gestreckte Bau S. Labandter-, ältestes Lotterlnüfieht. daß er gegründet 1860. fieltt». 10 gestellt, dtss oir.merrefidcnz inderts erinne Besucher üb s„Zum gr, ebnten. mit iteten Quai i Wrimann's UolKsgnrten. «efnnddrvnnen. 2. Eingang Pankstr. 1. Eingang Badstr. 54 56. Grsnndbrunue«. 2. Eingang Pankstr. 25. Arößt. Vergnügungslok. d. Nordens v. Berlin(ca. 10 Morg. m. großart. Park- u. Gartenanlag.). Alle Sonntag u. Mittwoch(spät, auch Mont. u. Donnerst.): Gr. Küuftl.«. KprziotN.-Korst. Auft. d. Original-Japaner-Truppe Godayou, d. Lustattistenpaares Miß Victorina Darc u. Mr Angelo. Gettinu. Gr. Ertr.-Milit.'Concett, ausgef. v. ganzen Mufikkorps d. 2. Garde-UIanen, u. Leit. d. Kgl. Mufikdir. Hm. E. Reese. Elektt. Erleucht. d. aanz. Etabl., außerd. GaS-Jllum. d. 12,000 bunte Lamp. Gr. Volksdall i. prächt. neuen Hobenzollernsaal. Reichdesetzter Volksbelustigungspl. Anfang stets t Uhr Mchm. Mar Weimann. Spezial. für Mittwoch: Glänz, arrang. Kinderdclustigungsfeste. Pferdebahnverbindung mit allen Theilen der Stadt bis 12 Uhr 10 Minuten Nachts! BNLNW us dem König für Händler. Fachverein der Tischler. cr&'fY.ia W OO Oy..r: Billets zu der am 22. Juli stattfindenden Dampferpattie .»sffiu» 1«#. 9 M.- 10 KkUer-Paneraaout Eine Reise durch das Bern er Oberland.— Der ganze Trauerzug und Aufdahrung Kaiser Wilhelms im Dom. Entree»Cycl. 20 Pf., Kind nur 10 Pf.Adonn. Jede Uhr �u� repariron und reinigen kostet von an. mir unt. Garantie d. Gutgehens n. 1 M». 30 Pfg. 103 Kleine Reparaturen dilliger. Prima Patentglüfer 10 Pfennig« R. Kionka, KT 87. Adalbertstraße Rr. 87.-WM _ werden von Herrn Schmidt, Skalitzerstr. 127. H. p. bei Grigo, ausgegeben. 92] Der Norftand. Untersttthungs- Mere'n der Maurer Kerlins. Versammlung. Tagesordnung: 1. Vottrag. 2. Abrechnung vom Vergnügen. 3. Verschiedencs in Vereiisange- legenheitm und Fragekasten._...... Gäste durch Mitglieder eingeführt haben Zutritt. skrh. M. ImMt Kobalverband Kerltn Uo-d«. Umgegend Mittwoch, den 18. Juli d. I.. bei Zimmermanns, Cöslinerstraße Nr. 17; Versammlung. 1. Punkt: Wie hellen fich die Mitglieder des Lotaloerbands Berlin- Nord zu unserem Lohne in diesem Jahre? Verschiedenes. ______ Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gäste stetS willkommen. 107] Per Uorftand. lZuntt: Zunkt: Oeffentliche Schneider-Uersamminng 15 Marli tleegvte Sommer- Paletots, 7 Mark: Stoff-Hosen, »0 Mark A»rrr»-Iaquet-A»k»s<. 4 Mark weiße«ad bunte Wefte«, 8 Mark Knabe«-Mafch-AniSge, 4 Mark: K«abe«-Ktotf-A«tLse, 86 Mark Kerres Uack Anzüge. 1,80 Mark: Ka«»»Aaq«et». Gebr. Neustadt Jentsalemerstraße 41, Ecke Krausenstr.[1193. am Dienstag, d. 17. Juli er., Abends 8 Uhr, Alte Jalobstr. 37, im Louisenstädt. Konzetthaus. Taacsordnung: Der am 5.-7. August er. in Erfurt tagende deutsche Schneider-Kongreß und Wahl eines Delegitten zu demselben. Referent Hr. Täterow. Freie Diskusfion. Wir bitten die Kollegen, recht zahlreich zu er- scheinen.[106 Das Komitee. I. A.: Zitzmann. Verband deutscher Mechaniker «,«erw. Kernfage«.(ZahiSelle Lerli«.) Mittwoch, den 18. Juli, Abends 3t Uhr. bei Lammers, Kommandantenstt. 71—72: SM' Versammlung Tages-Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskusfion. 3. Wahl eines 3. Delegirten zum Verbandstage, Wahl eines Ersatzmannes zum Vergnügungskomitee. 4. Verschiedenes. 5. Fragekasten. Gäste willkommen. Aufnahme neu« Mitglied«. Um recht zahlreiches Erscheinen dtttet 99] Der Vorstand. Fachverei» der Kteivdrucker «nd Ktthographe«. Donn«stag, den 19. d. M., Abends 3t Uhr: Generalversammlung L? /O ��gewandelte Ins Weine Nlef pptd M Oswald * BERLIN s—>■ **919* ken an die M'bäude hinweg iaumgruppen 1 illa. d« schlar s Maximiliar !ick bei Tage\ eflettor bewirkt Aber dami latze«, find di n Berlin des Änchen aus renden, nu lagen geschmi llengefängnis äude, Sradi sstellungsgeb den. Ab« che der Mü Den Zug« in Gratwell's Binhallen�kommandantenstr. 77/79. 110 Tages-Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Vortrag des Herrn Dr. Wille. 3. Diskusston. 4. Abrechnung vom Somm«fest. 5. Verschiedenes«. Fragekasten Der Eintritt ist nur gegen Vorzeigung des Mitgliedsbuches gestattet. Neue Mitglied« w«den Einzelne Sopha-Dezü SSfEmil leftvre, P! alle Bemüh »ur Ausstellung �hionablm Sl d es hat Dn nigstens eine hnverkehr nac ermöglichen. Reichhl gen, aufgenommen. D« wichtigen Tagesordnung wegen wird um zahlreiches Erscheinen gebeten. Der Vorstand. Gleichzeitig wird gebeten, alle noch ausstehen« den Billets vom Sommerfest bis zur Versammlung bei A. Schulz, Chorinerstr. 84, abzurechnen. Mache Freunde und Genossen auf mein Magazin von 98 Hau»-«. Küchengeratke« aufmerksam. W. Reinicke, Grünthalerstr. 66. C. Geschäftsmann bittet Parteigenossen um ein Darlehn von 100 Mk., pünktl. Abzahlung.. Adressen beliebe man in d. Exped. d. Blattes niederzulegen unt« F. u. 100. 81 Kelbftunterrit in der einfache» und mäunifchea BnchfBhrW und Darstellung Systems zur do........ C. Schmidt«, Lehr« d« Handelswifiksl Preis I Mark I der Bevöll rzuhalten gel siießliches Ver igt« Klaffen l Man zahlt ür das Rech wellen zu di [cht leben kam eine gute Re München« auch in Ni n eine ausgi st« Güte, da Zu beziehen durch die E? Atmwerstraße 4» Rasse und nan denen Fremd« "nchener Her angen. Wie ratior en! Dort reisen. Für d V«antwottlich« Redafteur: K. Cronheim in Berlin. Druck und V«lag von Ma» Kabing in Berlin SW., Beuthstraße 2. «ierz« *1«' beienitfito a ti einem de. Vm valtanwelil« eeth, der W iren zu dm end der 0» den hestiA. vemisston.«— och 3 Pech» i: auffotnnsT» ierletzun eine ery Beilage zum Berliner Bolksblatt. 165. Dienstag, den 17. Inli 1888. S. H«s»g. Älm der deuifA-naiionafen Kunßgewetk'?- t Gouver»' >d die 9?«" ckuna�Ä„Deutsch-national", wie stolz das klingt— nicht in den& iinne, den man in Berlin dem deutsch-nationalen Standpunkte sei in"* lus�cttung zu Runden 1 dem ig entl oorlich gi Saldo Ii q' ezt, womnter zumeist nur Riegel hastig(eil und eckt junter- e Anrempelung alles„Nichtgermanischen"(magyarischer rner, Straiburger Festtheilnehmer stz. v. AufseßZ, franzö« cher Reisender, jüdischer Mitbürger u. s. w.) zu verstehen ist, vdern in dem vorahnenden Gefühle, daß diese Ausstellung ahrschcinlich die letzte sein wird, in welcher München s Vorort deutscher Kunst und deutschen Kunstgewerbe« i Neaptl-'ißes sich ausspielen, und Alldeutschland zur Theil« die für i'ime an einem bis jetzt noch nicht einheitlich gedrillten ich nicht ltoke einladen konnte. Denn obwohl der jetzt lebenden die afiaOqneration die Bedeutung Münchens für die Entwickelung des -itschen Kunstgewerbes noch ganz genau bekannt ist, so genügt h ein einfacher Gang durch die Ausstellungsräume, ein flüch» er Blick in den Ausstellungskatalog, um uns erkennen zu en, daß große und sehr wichtige Gruppen des deutschen �Kunstgewerbes, namentlich solche, die in den letzten zwei Jahr« die st des laus" zi (tisch' )en bestirnten in der Hauptstadt und Haupt-Jndustriestadt des Deutschen bauplatze» einen mächtigen Aufschwung genommen haben— man -innere sich der Kojen der Berliner Gewerdeausstellung von 1879 - theils ganz fehlen, theils nur sehr schwach vertreten find, und � namentlich die Reichshauptstadt selbst, einige wenige Aus- men abgerechnet, sich zu vornehm gedünkt zu haben scheint, teilen unt.ne„deutsch-nationale" Ausstellung zu beschicken, die nicht in GeneralsVtrlin selbst stattfinden sollte. hen. Bei! Vertreterin, alleinige Vertreterin des deutsch-nationalen Ge- von der Aankens auf dem Gebiete der Kunstindustrie ist nicht die Reicks- wird dieKrooinzialstadt München, sondern die Reichs» Hauptstadt mungsrnMerlin! Dieser bis jetzt öffentlich zwar noch nicht aus- rungen gesprochene, insgeheim aber in jedem echten Preußen» v!-'"-rzen wurzelnde Gedanke war der erste überwiegende ndruck, dm Ihr Korrespondent trotz aller äußeren rächt und Herrlichkeit von der Münchener Ausstellung 'pffng. Und zwar, ganz abgesehen von dem kunstgewerb- en Inhalt, schon aus allem, was mit der Entstehung, Errich« ng und lokalen Beschaffenheit, dieser Ausstellung zusammen- ngt. Ein Vergleich der Münchener mit den entsprechenden iliner Verhältniffen wird am besten darthun, wie diese Be> 4. Juli bshauptung gemeint ist. JO 000 Unvergleichlich schön ist der Platz, auf welchem die Mün- >0 W. bener Ausstellung gebaut ist, Berlin hat etwas Aehnliches nicht 4 ZU., taufzuweism. LängS der rauschenden Isar erhebt fich der lang- streckte Bau des Ausstellungshauptgebäudes, dem man nickt steht, daß er nur Zimmermannsarbeit und bloße Scheinarchi- r ist, deffen Faffade namentlich Abends bei elektrischer Be- lchtung aussteht, als wäre ste aus weißem Marmor gestellt, deffen Formen an die im Rokokostil gehaltenen owmerrefidenzen verschwenderischer Fürsten des vorigen Jahr- lnderts erinnern. Unter einer schattigen Baumallee wandelt Besucher über die Stätte, wo ehemals das historische Wirths- «„Zum grünen Baum an der Isar" stand, den lang- C/ gedehnten, mit Blumen geschmückten Gartenanlagen ausge- le und Quai milang auf die halbrunden in den Fluß vor- vo» s5 H/'rinzmden Terraffen, deren Ballustraden mit Amorettenfiguren „»»UoS-p�is dem Königsschlosse Linderhof besetzt find, und von wo man n, 4 besten die drei mächtigen, geiserartig aus der Mitte des und Restauratcur Hentschke. Die Beleidigungen soll«mens Carl 2? im vorigen, theils in diesem Jahre geschehen sein, genommen ui geklagte wurde schuldig befunden, zu 1 Jahr 3 MonMebiglich zu) fängniß o mutheilt und sofort in Haft genommen. age vernomme mt t weitgehende Auslegung de» Kegrifif«-«l mitgespielt licher Gewerben! rkehr" hat die 94. Abtheilung veststt gewesen, Schöffengerichts getroffen. Vor dem Hause eines Ku■— werkcrs befindet fich ein kleiner Schaukasten, in welck Anzahl von Mustern einzelner außerordentlich feiner arbeiten ausgestellt sind. Keine dieser Arbeiten ist ver...._______ und die Ausstellung hat nur den Zweck, den Kunstst Mittheilunc einen Einblick in die Fähigkeit des Ausstellers zu geHer in Sprot Dieser Schaukasten ist bisher auch des Sonntags iin%wsly wurd> geblieben. Hierin findet nur das Polizeipräsidium cukellt. Die 2 stoß gegen die Bestimmungen wegen Sonntagsheiligichnaten an, m mentlich gegen§ 1 der Verordnung vom 20. Novcw>x5agten fich er! Derstlbe lautet:„Der öffentliche Gewer de verkehre Verhandln mentlich(das Oessnen der Verkaufslokalien un'rrad erklärte Ausstellen von Waaren an den Ladenthüce» ifangen, daß Schaufenstern ist an Sonn- und Festtagen Krst aufgenop Vormittags 9 Uhr gestattet, von da ab aber allen die Wahrl treibenden mit alleiniger Ausnahme derer, welche Ledechden. Majer feilhalten, unbedingt verboten. Diesen letzteren ist Irmc war> außer den Hauptkirchcnstunden von 9—11 Uhr und R4 �otm, von 2—4 Uhr ihre Läden zu öffnen." Gegen das Ol„öolksstm lautende Polizeimandat erhob der Betroffene Widersplksü zu sein und machte vor Gerkbt geltend, daß des Sonntags Schollene Zi weder gearbeitet noch Bestellungen auf Arbeiten aufgiH'fie so, i werden. Aus diesem Grunde habe sür ihn auch keinerven, erzäh laffung vorgelegen, das kleine Schaukästchen des Sonnst, Polizei In hängen zu lassen. Der Amtsanwalt fand aber in dieWzetsergeant! stellung von Mustern einen öffentlichen Gewerbeverkeh'-?. Matl Ausstellung doch nur den Zweck habe, das Publikum fi�.�klarte,! zu leistenden Arbeiten ausmerksam zu machen. Diescl! ��rrenarb> trat auch der Gerichtshof bei und verutthellte den w'L PI zu 1 M. eoent. 1 Tag Haft. Bf�eae befi Ein sogenannter Leichensledderer stand in(!«/ des„Arbeiters" Bauschke vor der 87. Abi heilung des habend. Bi aus der Tasche zu ziehen, war jedoch dabei ertappt A-s» hastet worden. Der Staatsanwalt beantragte 3 M"#..".. fängniß, aus welche der Gerichtshof unter dem Hinweis, Gemeingefährlichkeit solcher Diebstähle auch erkannte. JtdieseEntaee Zum Danziger Z-zialistenprozetz. Auf die ti J5 i Henen Jachem und Genoffen eingelegte Revision gJfL»»,, JLv' T zur Verhandlung vor dem Reichsgericht ein Termin 4P bcs.atrgtc 25. September d. I. anberaumt worden. /ung,.der Der Schutz unserer heimische« Singvögel. wu en durch das Feld- und Forst-Polizergesetz vorgesehr» tätigte daß fich gewerbsmäßigen Vogelfängern gegenüber als gethan,: reichend. Wählend auf das viel weniger S��z-den, weil er Kugelsuchcn laut§ 291 des Strafgrsetzduchs eine � Aett bekunde« strafe bis zu einem Jahre gesetzt ist, auf welche der uu„ befint liehen Kugelsuchern zuweilen auch erkannt wud, vew« � sjjjau Maximum der Strafe, welche das Feld- und Forst �urc S mä'S«IfÄ Fällen erkannt wird, auf den Schutz nützlicher Vögel A-' vier Verhandlungen, die gestern vor der ersten am Landgericht n stattfanden» fich aber säinwtlm ein und denselben Angeklagten richteten. Auf der bank stand der„Arbeiter" Rudolph Scheidet«J»i ein Mensch, der in den Akten als der„gerichlsriolss fährlichste Vogelsänger der Umgegend Berlins, der rom Vogelfange nährt und einen wahren Verni«" egen unsere einheimischen Singvögel fühtt", bezeia lnam eines tt davon er Frühstück b auf dem sah." A fnahme i iten zu en Monaten heilen.( Scheibe! ist geständlick schon mindestens 50 Mal wttÄZett, wo d< fangens vorbestraft. Eine genaue Kontrole seiner Vß'Le Bestrafur wegen ihrer großen Zahl nicht mehr möglich.— naten April und Mai d. I. ist düscr gemcingefähn«� in vier Fällen zu je sechs Wochen Gefängniß vom gericht des AHjegerichts I veruttheitt worden. Vicruo Wochen hinter einander abzusitzen, war dem Verurtm� wohl zu viel; er legte daher Berufung ein, wobei er r, stützte, daß er niemals direkt beim Vogelfang abgeM sei. Ter Gerichtshof verwarf jedoch die sämwW rufungen, und der Vorfitzende bemerkte bei der$ubh"..... Urtheils dem Angeklagten, da er doch nicht zu kunw» Plattirerm wären die Vögel am besten vor ihm geschützt, wenn elterliche Sich im Gcfännniß gehalten werde, wie das Gesetz irgem.ents statt, n Der Angeklagte ging seines Weges mit den Worten'en ihn weg wußte ick schon!" cher der Ank Anklage«regen Impfgesehübertretung der Platti sprechung. Burgstädt, 13. Juli. Der Druckerei „Burgstädter Zettuna", Rodert Walther zeigte Ende der Stadtdehörde ein von dem Sanitätsrath Dr. Chemnitz am 13. Jfiiai 1887 ausgestelltes Zeugniß»o >nfalls war dem Wut eine Leiche 'e gegen C ewsly auf ten Poliz prochen. Wien, 13 vor dem i dessen seine am 7. April 1874 geborene Tochter Li»» des hi en körper! e Schmäh „r&f UCFfUl Ulli I.«4VU*-IUI:* uivviCllt � Wirt i». V— C Ehlorofis(Bleichsucht) ohne Gefahr nicht geimpft«Zfi® c?nfrön die gesetzliche Impfung vielmehr bis 1888 unterble«�..'we Gleich bei der Uederreichung dieses Attestes äußew L wesende Dr. Diltrich, der niemals Gelegenheit gebabt Linda Walthcr ärztlich zu untersuchen,"zu dem�Rath�?, Q|iLöe' Landgraf, daß er die Linda Wallher sür gesund und w v »!«'«■; zul?cher sofort 3 Der wiederholten Aufforderung der Tochter dem zuständigen Jmpfarzte Dr. Dittrick n-vp Untersuchung vorzustellen, leistete Walther am 7. tf Folge(obgleich er hierzu selbstverständlich gesetzl'� Fachst Die pflichtet war) und bei dieser Gelegenheit erklätte den Drung aus, Dr. Dittrich zu Protokoll,„daß einer Impfung cifl 10 auf indikation nicht entgegenstehe."„ Auf Grund dieser Erklärung erHütt Watther"w 1888 eine Aufforderung des Bürgermeisters, b:u% bis zum 10. März 1888 gesetzten Frist den Nachwest � daß die Impfung seiner Tochter erfolgt sei. Walthfl.� Aufforderung selbstverständlich nicht nach, und als gl hin ein Strafmandat des Bürgermeisters Bauer' zehn Mark wegen unterlassenen Nachweises der o gestellt wurde, beanttaate er gerichtliche Entscheid11„ — 10: ,Q0C Termin rvurde�wsti gegen geleitet und idelt. Be »m» einstellt. an weger im Sin retung >te Alserx Skokan am 12. Juni 1888 anstehenden vermin tdui--. wie zu erwarten war und wie wir seiner Zeit w" j... «tn? � ä'ä heben juir folgende Stelle heraus:_ n,0"' binnen Jahrcsfiist die Impfung bewirken zu lassen.' r Annab» Gegen dieses Eikennimß hatte der Amtsanwalt Berufung e zu Das Erkenntniß zu it wurde. [ von Strafka zorgeladen rermeistcr egt, aber dieselbe wieder zuiückgezogen. omit rechtskräftig geworden.. Kresla», 12. Juli. Die auf Grund des Soziallstenge- Z verbotene, von dem aus Berlin� ausgewiesenen Maurer nur gegen sich, abzufeuern; der erste Schuß sei nur zufallig, weil die Waffe schlecht war. losgegangen. Den Revolver habe er sich auf dem Wege zum Landesgerichte gekauft und Gebrauch gemacht habe er von der Waffe nur deshalb, weil die Strafe von 6 Monaten Kelkeis ihm zu hoch erschien.. Der Richter konstatirt, daß der Revolver in einem Zettel eingewickelt war, auf welchem geschrieben stand:„Dieses Blei gebort für mich und für niemand anderes; lebe wohl, mein schönes Wien. Zeugen waren zu der Verhandlung mcht vorgeladen.-- Der Richter erkannte den Angeklagten schuldig und verurthnlte ihn zwei Monaten Arrests. Skokan erklärte� daß auch ' ju hoch sei und daß er die Berufung an- kawB�rad früher hier herausgegebene„Breslaucr Volksstimme" laden�te im Mai vorigen Jahres eine Mittheilung ausJEprottau, iMffiBN . unter der Ucberschrift:„Welcher Mittel sich die Polizei be Fräulew um Zeuaen zu haben," erzählte, �daß ein Zigarrenarbeiter gen soll«mens Carl Wuttke von den Organen der Sprottauer Polizei : sein, rfzenommen und eine Nacht hindurch gefangen gehalten worden 3 MoneSlediglich zu dem Zwecke, um am nächsten Morgen sofort als nen. zige vernommen werden zu können. Wuttke sei auch insofern egriff» ,-'1 mitgespielt worden, als in derselben Zelle, in der er einge- lung ccsjrt gewesen, der Leichnam eines Selbstmörders, der seinem eines Kuiben durch Erhängen ein Ende gemacht, gelegen habe. Wegen in welwffer Mitteilung stellte die Sprottauer Polizeiverwaltung ch feiner ien den verantwortlichen Redakteur der„Volksstimme", en ist vertzert Conrad, und den als Verfoffer und Einsender en Kunfti« Mittheilung erforschten Zigarrenmacher Josof Majewsky, llers zu gcher in Sprottau, jetzt in Posen, Strafantrag. Conrad und mtags uMewsky wurden wegen öffentlicher Beleidigung unter Anklage fidium eimellt. Die Verhandlung darüber stand schzn vor einigen agsheiligHnatcn an, mußte aber damals vertagt werden, weil die An- . Novcmdffagten sich erboten, den Beweis der Wahrheit zu führen. Die ,erbevcrletee Verhandlung fand heute vor der I. Strafkammer statt. alien ur'rrad erklärte, daß er die Mittheilung von Majewski adenthüre««fangen, daß er sie für schwer glaublich gehalten und daß er ,, A., Ca/im V» jr'Jf.- Ol ltagcn r allen >klche Le> eren ist r und en das Widers! Sonntags iten aufs auch kein' >cs Sonn!» in st aufgenommen, nachdem ihm auf eine ausdrückliche An- die Wahrheit der Mittheilung durch Majewsky bctheucrt n. Majewsky, der in Sprottau Kolporteur der„Volks- :me" war und für jedes abgesetzte Exemplar 3 Pf. erhielt, Lobn._ der gleichzeitig das Honorar für seine „Volksstimme übermittelten Korrespondenzen bildete, , e zu seiner Entschuldigung an. daß der inzwischen chollene Zigarrenarbeitcr Karl Wuttke ihm seine Er- äffe so, wie sie in der„Volksstimme" geschlldert en, erzählt habe. Als Zargen wurden hierauf Polizei Inspektor Zinke, der Nachtwächter Dorn, der ier ,n diei��sergeant Werner, der Armcnhansinspcktor Bruno Liedelt >rbeverkeht>7,»''°.V..?�°thilde Härtung, sämmtlich aus Sprottau, gehört. PuHiWP u..!�' jene Mittheilung durchaus unwahr ser, daß K....... Publikui" a. Diese. e den er ind in K, ung des* cher Plart wision., gegen m ötrafgesc? Termin Zigarrenarbeiter Wuttke eingesperrt worden, weil er ruhes den Laim verübt, und daß Wuttke sich ganz allein in Zelle befunden habe. Der Polizeiseracant Wemer be- >ete:„Ich gebot eines Abends in einem Vergnügungslolale itabenl). Beim Herausgehen der Leute enstand Lärm und versuchte mit Hilfe einer des Weges kommenden Militär- ezHWMs CS WKc .woppt J ihm deshalb Vorwürfe machte, erwiderte der Unter- 1-5 �izizicr:„Sie haben mir aar nichts zu sagen, mir hat nur mein n Hlnwe» ziment zu befehlen!" Die Umstehenden freuten sich unbändig «w«ir diese Entgegnung, schrien Bravo und klatschten in die stände. Am ' M hierbei der Zigarrenarbeiter Wuttke hervor. tke wurde infolge disscn von dem Nachtwächter Dorn fest- mmen und, weil er diesem nicht bekannt war, verhaftet." bestätigte dies. Ferner bestritt Dorn, daß er zu Frau ng, der Wirthin Wuttke's und Majewsk:' n wir einen Zeugen brauchen, so sperren wir einfach je- en ein und stchern uns so dessen Zeugnis,.' Frau Härtung ,,. igte, daß Dorn ihr gegenüber eine derartige Acußcrung als f-cchA gethan, daß er ihr nur erzählt, Wuttke sei eingesperrt r S�aMven, weil er Lärm gemacht habe. Der Armenhaus Inspektor i eine, bekundete:„Das Armenhaus ist zugleich Polizeigewahr- che be> Es befinden sich darin zwei Zellen, die durch eine zwei wnv, oee� Mauer von einander getrennt und weder durch eine ; noch durch ein Fenster mit einander verbunden sind. Der fasse der einen Zelle kann nicht sehen, was in der andern vorgeht. der einen Zelle befand sich damals Wuttke; in der andern lag der chnam eines Armenhäuslers, der sich erhängt hatte. Wuttke elt davon erst am nächsten Morgen Kenntniß, als man ihm Frühstück brachte und er durch die geöffnete Thür seiner auf dem Gange den Sarg mit dem Leichnam aufget sah." Mit dem Bemerken, daß die Ergedniffe der Be- ssnahme nicht im geringsten dazu angethan seien, die An- ilcn zu entschuldigen, beantragte der Staatsanwalt, Conrad natcn und Majewsky zu 2 Monaten Gefängniß zu Conrad wies demgegenüber darauf hin, daß er zu diese Strafe ihm »aar% einen anderen weitervcrpachtet und wollte sich nun des über- flüssigen Dynamits entäußern. Er schickte deshalb seine Tochter Olga Blank zu dem Kaufmann Kohl in Landsberg, von dem er den Sprengstoff gekauft hatte, und ließ anfragen, ob er ihn zurück- nehmen wolle. Kohl verweigerte jedoch die Zurücknahme. Damit nun nicht etwa das Dynamit aus der Bude gestohlen werde, ließ Fräulein Blank es durch einen Knaben nach Nienberg a. S. schaffen und in einem Stalle des Kaufmanns Käthe vorläufig verwahren. Sowohl Herr Blank als seine Tochter wurden nun wegen Vergehens gegen das Tynamitgesctz unter Anklage gc- stellt. Das Landgericht Halle sprach den Vater frei, da nicht festgestellt werden konnte, daß er seiner Tochter den Auftrag gegeben bade, das Dynamit zu verkaufen. Dagegen verurtheilte es die Mitangeklagte auf Grund des§ 9 des Dynamitgesetzes (Entäußerung ohne polizeiliche Erlaubniß) zu der geringsten zu- lässigen Strafe von 3 Monaten Gefängniß.— In der Revision, welche Fräulein Blank gegen dieses Urtheil eingelegt hatte, war ausgeführt, daß von einem Ueberlassen des Dynamits an einen anderen hier gar keine Rede sein könne, da der Kaufmann Käthe keineswegs das Verfügungsrecht über das Dy- namit erlangt habe. Auch wurde noch bemerkt, daß es bedenk- lich erscheine, das Gesetz auf Fälle wie der vorliegende anzu- wenden, da es doch nur gegeben sei, um Mißbräuche und Gefahren für das Gemeinwohl zu verhüten.— Die Revision wurde vom 3. Strafsenate des Reichsgerichts seinerzeit für be- gründet erachtet. Es erfolgte die Aufhebung des Urthells mit der Begründung, daß nach den getroffenen Feststellungen die Handlung der Angeklagten nicht als ein Versuch der Entäußc- rung angesehen werden könne. Da jedoch eine andere rechtliche Beurthcilung nicht für ausgeschloffen erachtet wurde, so erkannte das Reichsgericht nicht sofort auf Freisprechung, sondern verwies die Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Landgericht Halle zurück. In der neuen Verhandlung kam jedoch die Strafkammer wiederum zur Verurtheilung der Angeklagten wie in der ersten Verhandlung. Der Thatbestand wurde diesmal im Urtheile etwas anders formulirt. Es wurde gesagt, die Angeklagte habe dem Knaben, welcher weder dos Dynamit trug, noch dem Kauf- mann Käthe, bei dem sie es niederlegte, gesagt, daß es Dynamit sei. Es könne zwar nicht angenommen werden, daß sie den be» abfichtigten Verkauf unternommen habe, wohl aber habe sie that- sächlich das Dynamit in ihren Besitz und Gewahrsam gebracht und sie sei zu bestrafen, weil sie im unerlaubten Besitz betroffen sei.— Die abermalige Revision der Angeklagten behauptete, sie sei nicht»betroffen" und habe nur einen Mißbrauch verhüten wollen. Das Reichsgericht konnte ihr aber diesmal nicht Helsen, da„betroffen" nur„defitzen" heißt; es erfolgte daher die Ver- wersung der Revision. E. Sparfeldt. Sorauerstraße 27, E. Paul, Bethanien-Ufer 8, C. Riediger, Zossenerstr. 26, F. Brecht, Wasserthorstr. 16. Gauverein Kerliner Kildhauer. Heute, Drenstag, Abends 9 Uhr. Annenstraße 16: ordentliche Mitgliederversamm- lung der Krankenkasse. Tagesordnung: Rechenschaftsderrcht und Verschiedenes. � Zentral- Krankenkasse der dentj-che« Zimmerer. (E. tz. 2.) Oertliche Verwaltung Berlin. Heute, Drenstag, Abends 8 Uhr, Versammlung im„Neuen Klubhause". Kom- mandantenstraße 72. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom zweiten Quartal 1888. 2. Vortrag des Herrn Di. med. Bernstein über „Die erste Hilfe bei Verletzungen." 3. Verschidenes. Frei« Vereinigung" Krauche beschäftigten 18. Juli, Abends 8% Uhr,......... dantenstraße 20, statutenmäßige Generalversammlung Toga» ordnung: 1. Kassenbericht. 2. über„Lohn- und Alkordarbeit". 4. Verschiedenes. Gesang-, T«rn- und gesellig» Verein« am Dienstag. Gesangverein„Gutenberg" Abends 8& Uhr im Restaurant Quandt, Stralauerstraße 43.— Gesangverein„Alpenglühen" Abends 9 Uhr im Restaurant Hildebrandt, Prinzenstraße 97.— Schäfer'scher„Gesangverein der Elfer". Abends 9 Uhr bei Wolf und Krüger, Skalitzerstraße 126, Gesang.— Männer« aesangverein„Gartenlaube" Abends 9 Uhr im Restaurant Firk, Kottbuserstraße 22.— Männergesangverein„Steinnclke" Abends 9 Uhr im Restaurant Schulz, Stettinerstraße 66 57. — Gesangverein„Harmonie" Abends 8_Uht in Neukam's Referat des Herrn Schmädicke 3. Wahl eines Beifltzenden. ««-e/uviiivinv ♦vvviivv w � �* Bicrhaus, Große Frankfurterstraße 49.— Männeraesangverern „Echo Ii" Abends 9 Uhr im Restaurant„Zum Flügel", Lotb« ringerstraße 60.— Gesangverein„Sängerhain" Abends 9 Uhr im Rest. Kaiser Franz Grenadierpl. 7.— Gesangverein„Hoffnung Moabit" Abends 3 t Uhr Wilsnackerstraße 63, im Restaurant Jlges.— Gesangverein„Felicitas" Abends 9 Uhr im Restaurm t Nebelin, Langestr. 108— Gesangverein„Liederlust" Abends 9 Uhr im Restaurant Lehmann, Naunynstr. 44.— Männcrgesangverein „Äccordia" Abends 9 Uhr bei Brademann, Markusstr. 7.— Zitherklub„Amphion" Abends 9 Uhr in Triebel's Restaurant, Hoher Steinweg 15.—Turnverein„Froh und Frei"(Männer» abtheilung) Abends 8& Uhr Bergstraße Nr. 57.— Berliner Turngenossenschaft(V. Männerabtheilung) Abends 8& Uhr in der städtischen Tumhalle, Wafferthor» straße Nr. 31.— Turnverein„Hasenhaide"(Männer» Abtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstr. Nr. 60 61.— Verein ehemaliger Schüler der 37. Gemeindeschule Abs. 9 Uhr im Rest. Kinner, Köpnickerstr. 63.— Verein ehemaliger Schüler der 44. Gemeindeschule Ähd. 9 Uhr im Restaurant„Älbrechtsgarten", Wilhelmstraße 105.— Arends'scher Stenographenverein„Apollo» dund" Abends 8| Uhr Brunnenstraße 129 a.— Arend'scher Stenographenverein Abends 8% Uhr im Restaurant„Zum eisernen Kreuz, Lindenstraße 71.— Deutscher Verein Arends'scher Stenographen Abends 8% Uhr in Randel's Restaurant, Brunnen» straße 129 a.— Verein„Rose" Abends 8; Uhr im Restaurai t Eltze, Alexandrinenstr. 99.— Unterhaltungsverein„Harmonie" Abends 8 Uhr Wrangelstr. 136, im Restaurant Schimpke.— Vergnügungsoerein„Mollig" Abends 9 Uhr im Restaurant Reinicke, Gipsstraße 3, jeden Dienstag nach dem 1. und 15. — Rauchklub„Zum Wrangel" Abends 8 Uhr bei Heischleb, Adalbertstraße 4.— Rauchklub„Deutsche Flagge" Abends 8 Uhr im Restaurant Händler, Wrangelstr. 11.— Rauchklub „Friedrichshain" Abends 9 Uhr im Restaurant Kipping, Lands- oergerstr. 116a.— Rauchklub„Lustige Brüder" Abends 8-i Uhr bei Grothe, Fürstenbergerstr. 2. vKvög»h' Merewe«nd Versammluusn». Forst-M zniß. W« i nur>n ft Vögel U ersten®!? sämauA Auf der' icibel zerichtsnot� lins. W' r Vernix - rä-v«res oemgcgenuver oaraur YIN, oay er zu Mal wo der unter Anklage gestellte Artikel erschien, noch seiner N u_v ingefährlich� r6»S i Venn wobei er MÄ* der Pichl' t zu kur« t. wenn e esetz irgert Den Wost� Bestrafung wegen Preßvergehens erlitten hatte.„Und snfalls war es doch nicht anständig," setzte er hinzu,„daß dem Wuttke in einem Augenblick das Frühstück brachte, eine Leiche vor seiner Thür stand." Der Gerichtshof er- e gegen Conrad auf eine Geldstrafe von 50 M. und gegen iewsky auf eine solche von 100 M. Ferner wurde der de- Zten Potizei-Verwaltung die übliche Publikationsbefugniß prochen. Wie«, 13. Juli.(Revolverschüffe im Gerichtssaal.) Heute i vor dem Bezirksgerichte Alsergrund die Verhandlung gegen Plattirermeistcr Josef Skokan wegen Uedertretung gegen die rlrche Sicherheit, sowie wegen Uedertretung des Waffen- ts statt, nachdem die Staatsanwaltschaft die Untersuchung i ihn wegen Mordversuchs eingestellt hatte. Der Vorfall, cher der Anklage zu Grunde liegt, ist bekannt. Am 23. v. M retung.jt der Plattirermeister Josef Skokan vor einem Erkenntniß- DruckerevSate des hiesigen Landesgerichts wegen Verbrechens der gte Ende �eren körperlichen Beschädigung, begangen an seiner Schwester ath Dr. Schmahhans. angellagt. Nach durchgeführter VerHand- -ugniß®0;ff.u?n,t2e Skokan zu sechs Monaten schweren Kerkers ver- Achter Lined t. Kurz nachdem der Angeklagte der nächsten VerHand- impft wel�o n dm Saal getreten, zog Skokan einen Revolver aus msm am pfung NwZ ciiif ihn ja auf die Anklagebank gebracht, gegolten habe- es wurde % gegen ihn die Untersuchung wegen versuchten Mordes «leitet und Skokan demgemäß auch als Untersuchungshäf ßndelt. Beweismomente dafür, daß der erste Schuß der °ester gegolten habe, hatten sich jedoch nicht ergeben, wes- �dre Staatsanwaltschaft die Untersuchung wegen Mordver- einstellte und den Akt zur Strafamtshandlung gegen an wegen Uedertretung gegen die körperliche Sicher- im Sinne des§ 431 des Strafgesetzes und wegen tretuna des§ 36 des Waffenpatents dem Bezirks» hte �Alsergrund abtrat. Zu der heutigen Verhandlung Dauer wurde. seit m» Skokan aus dem Jnquifltenspitale vorgeführt. Sein >enden .-F ist verbunden, denn seine Wunde ist noch nicht' geheilt l!>. die Kugel ist noch nicht herausgenommen worden. Skokan rr eyner tJf*' � habe nur die Absicht gehabt, einen Schuß,'und zwar in � v Xtf* Fach»»»»!« der M-tallfchra«be«.. Fa?ondreher und Berufsgenossen Berlins hielt am Sonntag, den 15. d. M., seine Generalversammlung im..Königstadt- Kaflno", Holzmarkt« straße 72, ad. Nachdem der Rendant den Vierteljahresbericht verlesen und dieser von den Revisoren als richtig befunden war, wurde Herr Voigt einstimmig als erster Vorsitzender und Herr Stabernack als zweiter Vorsitzender gewählt. Zur Er- gänzungswahl der Fachkommisston sührte Herr Früfert aus, daß durch das unregelmäßige Erscheinen des früheren Mitgliedes der Kommission in den Sitzungen eine Ersatzwahl nöthig geworden sei. Es sei Pflicht und Ehrensache des neu zu wählenden Mit- gliedes, durch pünktliches und regelmäßiges Erscheinen in den Sitzungen im Interesse des Vereins zu wirken. Hierauf wurde Herr Otto Ringer als Fachkommisfionsmitglied gewählt. Herr Äothwald stellte den Antrag, dem gewesenen Vorsitzenden Herrn Jacobs als Anerkennung für seine Leistungen für den Verein eine Gratisikation von 15 M. zu bewilligen. Der Antrag wurde gegen 4 Stimmen angenommen. Die Herren Hirsch, Früfert und Hecht kritifirten die Handlungsweise eines Kollegen, welcher auf trügerische Weise den Verein zu hintergehen wußte, um sich den Streikenden der Firma Erdmann u. Groß gleichzustellen, worauf dem Betreffenden die fernere Unterstützung einstimmig entzogen wurde. Hierauf wurde der Streik der genannten Firma als beendet erklärt, weil es einige Kollegen vorgezogen »aben, die Arbeit wieder aufzunehmen, und somit das weitere Einschreiten der Vereinigung erschwert wird. Nachdem mehrere Redner ihre Entrüstung über ein derartiges Vorgehen der Kollegen geäußert hatten, �beschloß die Versammlung, die Herren Schuchholz, Klar, Roßdeutscher und Arndt aus der Vereinigung auszustoßen und den übrigen Mitgliedem die Unterstützung bis auf weiteres zu gewähren, den Nichtmitgliedern dagegen am Montag die letzte Zahlung zu verabfolgen. Der Vorfitzende Herr Voigt schloß darauf die Versammlung, nachdem er noch um recht zahlreiche Betheiligung an dem am 11. August stattfindenden Stiftungsfeste ersucht hatte. Verein zur Wahrung der Interessen der Wiether de« Norden Kerlin». Mittwoch, den 18. d. M., im Lokale Gerichtsstr. 10: Generalversammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Zachau über Zwecke und Ziele der Berliner Miethervereine. 2. Vorstandswahl. 3. Verschiedenes. Gäste, die sich als Mitglieder einschreiben lassen, haben Zutritt. Die Mitglieder werden ersucht, recht zahlreich zu erscheinen.__ Ientral-Kranken-«nd Kegrabnifflrasse für die Mitglieder de» Unterstühnngsvereine der Kildhaner Deutschlands«Verwaltungsstelle Berlin). Dienstag, den 17. Juli, Abends 9 Uhr, im Restaurant Annenstr. 16: Ordentliche Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Rechenschafts. dericht. 2. Verschiedenes. Der Parteiansschnß der demokratische« Partei bat in seiner am Sonntag in Berlin stattgehabten Sitzung be- schloffen, einen Parteitag auf Sonntag, den 16. September d. I., einzuberufen�d Dimmerlente. Donnerstag, den 19. Juli, Abends 8 Uhr, Versammlung in den„Industrie- hallen", Manannenstraße 31-32. Tagesordnung: 4. Die Be- schlüffe der letzten Generalversammlung der Berliner Zimmer- leute. 2. Verschiedenes und Fragekasten. Zentral-Kranken-«nd Kegrabniffkass« für Frane« «nd Mädchen.(E. H. Nr. 26 in Offenbach.) Montag, den 23. Juli, Abends 8 Uhr, Annenstr. 16(Klubhaus): Hauptversammlung. Tagesordnung: Kaffendericht des II. Quattals, Bericht über die Generalversammlung in Leipzig. Ergänzungs- wähl zum Vorstande und Verschiedenes. Verein zur Wahrung der Interessen der Klavier- arbeitrr und verwandten Berufsgenossen. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Paragraph 1, Abs. 3(Rechtsschutz) in Kraft getreten ist. Die Mitglieder der Rechtsschutz-Kommisston(§ 2 des Reglements) sind folgende: F. ZudeU, Waldemarstr. 73, Kleine Mitteilungen. Leipzig, 13. Juli. Die unlängst wegen Landcsvenath mit längeren Zuchthausstrafen belegten Dietz'schcn Eheleute haben durch ihre Vertheidiger ein Gesuch an das Reichsjustizamt lich- ten lassen, in welchem dieselben darum nachsuchen, ihre Strafen in einem elsässtschen Zuchihause verbüßen zu dürfen. Dietz bittet um Uederweisung in die Strafanstalt Enfisheim im Oderelsaß und begründet diesen Antrag merkwürdigerweise damit, daß dort ein besserer Verdienst zu finden sei wie in Halle. Freu Dietz wünscht dagegen in dem Weiberzuchthause zu Hagenau untergebracht zu werden. Stollverg. 12. Juli.(Friedhöflichkciten aus Sachsen.) Der„Frankf. Ztg." wrrd geschrieben:„Die Entfernung aller dem Charakter ernes chri,tlichen Friedhofes widersprechenden Grabdenkmäler haben sich neuerdings sämmtliche Geistliche der Diözese Stollberg zur Aufgabe gemacht. Um die Aufstellung von Urnen, abgebrochenen Säulen, Engeln mit umgekehrter Fackel und zersplitterten Baumstämmen, in denen die Vertteter der Otthodoxie etwas durchaus Unchristliches erblicken, künftig zu verhindern, verlangen dieselben eine strenge Zensur hinsichtlich aller Zeichnungen von Grabsteinen, sowie der in Vorschjag ge- brachten Inschriften. Die Kirchenvorstände sind deshalb seitens der Dlözesanversammlung aufgefordeit worden, in einer baldigst aufzustellenden Gottesackerordnung diesen Wünschen Rechnung zu tragen."— Wir Sachsen gehen stramm voran! Gisenberg. 11. Juli.(Explosion.) Gestern explodirte in der hiesigen Pluschfabrrk von H. W. Kretschmann eine Trommel an einer Apprcturmaschine. Die Explosion erfolgte mit solcher Kraft, daß die Maschine gänzlich zerstött, 64 Fenster- scheiden zerbrochen und tzolztheile 30 Schritte weit ins freie Feld geschleudert wurden. Nur drei Arbeiter befanden sich im Räume, von denen der eine durch ausströmenden Dampf ver« brüht wurde, während die beiden anderen mit dem Schrecken davonkamen. Kamburg, 14. Juli. Die Auswanderung über Hamburg im Monat Juni 1888 betrug 10135 Personen, welche in 72 Dampfschiffen und einem Segelschiffe befördert wurden. Nach den Vereinigten Staaten gingen 9700 Personen. Aus Preußen kamen 1487, aus dem übrigen Deutschland 610, aus anoeren europäischen Staaten 7854 und aus außereuropäischen Staaten 184 Personen. Seit dem 1. Januar bis ult. Juni d. I. wanderten 54 149 Personen über Hamburg aus gegen 34 517 in 1887, 40 968 in 1880, 40211 in 1885 und 57425 in 1884. .. Sr«»la«. 13- Juki. Ueber den bereits gemeldeten Un- glucksfall auf dem Bahnhof Hansdorf werden der„Breslauer Zeitung" noch folgende Einzelheiten berichtet: Die von dem Nachtkourierzuge zermalmten beiden Personen find der Posteleoe Ehrentraut und der Postbote Wende. Der zweite, sehr schwer verletzte Postbote heißt Zander; er ist in das Krankenhaus nach Sorau uberfuhrt worden, dürfte aber schwerlich mit dem Leben davonkommen. Die frcrnotursachen zu dem beklagenswerthen Unglücksfalle waren einerseits wohl eine Verspätung des Per» sonen» wie des Kourierzuges(die sich sonst auf Bahnhof Hans- dorf nicht kreuzen), andererseits aber eine durch die Eile ent- schuldbare Unvorsichtigkeit der Postunterdeamten, die den Packet- karren zu nahe an das vom Kourierzuge benutzte Geleise heran- gefahren hatten. Der Stationsvorsteher war durch den heran- brausenden Zug am Sehen verhindert und momentan von der Unglücksstätte abgesperrt.— Das„Sorauer Tagebl." giebt von dem entsetzlichen Unglücksfalle folgende Schilderung: Als der von Breslau nach Berlin gehende Nacht- Kourierzug um 2 Uhr 61 Minuten in den Bahnhof Hansdorf einfuhr, erfaßte er einen Post-Packetkarren, der auf dem Mittelperron die Postsachen in den dort eben angekommenen Personenzug einliefern wollte. Die drei das Gefährt bedienenden Postbeamten, die beiden Post- Unterbeamten Zander und Wende und ein Posteleve, dessen Name uns noch unbekannt ist, wurden mit fortgenffen. Zwei derselben wurden sofort getödtet, dem dritten beide Beine vom Rumpfe getrennt und außerdem noch sehr schwere Ver- letzungen am Kopfe zugefügt. Die beiden Unierbeamten find verheirathet, der eine ist kinderlos, der andere hinterläßt eine k. IGO, Iran und zwei Kinder. Der arg verstummelte Beamte ist in das Krankenhospital nach Sorau eingeliefert worven, doch ist fein Wiederaufkommen kaum anzunehmen. Eine Schulv kann den Beamten kaum zuaemeffen werden, und die Untersuchung wird ergeben, ob der Führer des Kourierzuges, der sonst in Hansdorf durchfährt, nach dem Unglücksfall aber sofort den Zug *um Stehen brachte, zur Verantwortung gezogen werden kann. Wie verlautet, soll der Kourierzug bereits eine Fahrvcrspätung von 4 Minuten gehabt haben, als er dm Bahnhof Hansdorf V 15. Juli.(Mahnung zur Vorficht.) Infolge fahr- lässiger Unachtsamkeit wäre das zweijährige Töchterchen Josefine des Milchhändlers Jgnaz Mandel(Königsgasse?!r. 90) beinahe das Opfer einer Vergiftung geworden. Das Kind, welches ohne jede Aufficht zu Hause belassen war, fand in der Küche ein Stück Laugenstein und begann an demselben zu knuspern. Die Folgen blieben nicht aus. Als die Eltem heimkehrten, fanden ste ihr Kind von Krämpfen befallen. Nur der raschen ärztlichen Hilfe haben fie es zu verdanken, daß das Kind gerettet wurde. Kvmberg, 14. Juli.(Feuersbrünste.) Die Städte Dzikow i Tarnobrze und nzeg stehen seit gestem Abend in Flammm. Zar«(Dalmatien), 11. Juli.(Lebendig begraben.) In einer der ältesten hiefiaen Kirchen, der im erbauten Kirche St. Grisogono, wölften Jahrhundert wird z. Z. ein neuer Estricht elegt. Bei Entfernung der Steinplatten, welche bisher den Boden des Hauptschiffes der Kirche bildeten, wurde eine Reihe von alten Grüften aufgedeckt, aus welchen eine nicht unbedeu- tende Anzahl von interessanten Inschriften, schön gearbeiteten Sarkophagen, Basreliefs ic. zu Tage befördert und sammt vor« gefundenen Ueberresten des alten Hochaltars dem hiefigen Museum einverleibt wurden. Ein schauerlicher Fund wurde jedoch in einer aus dem 16. Jahrhundert stammenden Gruft gemacht, welche laut Inschrift einer Familie Carincich angehörte. In derselben wurde nämlich ein vollkommen unversehrt erhaltenes männliches Gerippe in einer Stellung aufgefunden, welche mit Sicherheit darauf schließen läßt, daß die detreffende Person lebendig begraben worden war und die verzweifeltsten Versuche gemacht hatte, fich aus ihrer furchtbaren Lage zu befteien. Der Sargdeckel war aufgesprengt, der Kopf, die linke Schulter mit dem linken Arme, sowie der linke Fuß hatten fich aus gezwängt, während der übrige Theil des Sarge auf dem Rücken lag, den rechten den rechten Fuß mit emporgezogenem Knie Sargdeckel stemmend. Der Anblick war so unter den Neugierigen, welche den Arbeiten usrufe des Entsetzens hörbar� wurden und dem Sarge Skelets im Arm und gegen den grauenerregend» d beiwohnten, laute eine Dame in Ohnmacht fiel. In einer anderen Gruft jüngeren Datums fand man die Skelette von zwei Personen verschiedenen Geschlechts eng nebeneinander ruhend, mit Ueberresten künst- licher Blumenkränze um die Häupter. Die Ausgrabungen wer- den fottgesetzt. Wir«, 13. Juli.(Eine herzlose Gattin.) Vorgestern Nachmittags%5 Uhr fuhr der beim Bauholzhändler Fröhlich in Ncu-Rudolfsheim als Kutscher bedienstete Johann Ofner, 48 Jahre all, verheirathet, Penzing, Postgaffe Nr. 12' wohnhaft, mit einer Ladung Bretter durch Neu-Hietzing. Ofner saß auf dem Wagen und schlief. In der Lainjerstraße gettethen die Räder des schweren Fuhrwerkes auf die Schienen der Dampstrsmway und prallten ab, hierbei stürzte Ofner infolge des Stoßes so unglücklich vom Wagen herab, daß er mit den Füßen unter die Räder geneth. Der Wagen ging über den Unglücklichen hin- weg und zermalmte ihm beide Füße. In das Penzinger St. Rochus �Spital gebracht, mußte dem Schwerverletzten sofott der rechte Juß unterhalb des Knies amputirt werden, während der linke Fuß, der einen Bruch im Knöchel aufwies, in einen Gypsverdand gelegt wurde. Gestern Mittags hat fich der Zu« stand des verunglückten Kutschers deratt verschlimmett, daß dessen Tod stündlich ermattet wird. In wahrhaft herzloser Weise be- nahm fich die Gattin des unglücklichen Mannes. Die Frau wurde nämlich sofott von dem traurigen Geschick, das den Ofner ereilt hatte, vetttändigt und auf die Wachstube nach Hietzing berufen. Dott lag der Kutscher, seine Füße hingen nur an der Haut, und herzzerreißende Jammerrufe entrangen fich der Bmst des Verunglückten, der das Bewußtsein nicht ver- loren hatte. Da trat die Frau des Ofner mit den Motten in das Wachzimmer:„No, no, mach' ka solches'Aufseh'n, a Unglück is bald g'scheh'n, gib' den Schlüssel und— Dei Geld her." Der tödtlich Verletzte folgte den verlangten Schlüffel, sowie einige Kreuzer, welche er in der Tasche hatte, seinem Weibe aus, und diese ging ruhig wieder beim. Die vor der Wachstube angesammelte Menge, welche Zeuge des herzlosen Benehmens der Frau war, zeigte nicht übel Lust, diese zu lynchen, und konnte fich letztere nur durch rasches Enteilen vor Thätlichkeiten schützen. Ztavta, 12. Juli.(Eine neue Krankheit.) Der Ott Mede Lomellin ist seit vierzehn Tagen der Schauplatz einer eigen- thümlichen Szene. In einem Zimmerchen im Erdgeschoß der Meierei Abbaoir liegen auf dem Stroh Frauen und junge Mädchen, welche von Zeit zu Zett von hystettschenKonvulfionen befallen werden. Es find jene, welche mit der Aushülsung des Reises beschäftigt find. Jeden Augenblick gcrathen ste in Auf- regung, winden fich, stehen auf, sprechen, lachen, essen. Dann werden ste wieder von dem fürchterlichen Hebel befallen, zeigen das Weiße ihrer Augen, knirschen mit den Zähnen und verfallen in eine partielle Starrsucht. Die abergläubischen Landbewohner glauben, ein„döser Geist" sei die Ursache dieser Krankheitserscheinung; derselbe, so erzählt man fich, habe bei einer Quelle seinen Sitz aufgeschlagen und plagt und quält die weidliche Be- völkerung durch furchtbare krankhafte Erscheinungen. Alle diese vom„bösen Geiste" Befallenen befinden fich in einem weiten, mit Stroh bedeckten Räume, welcher zu Zeiten 20 bis 40 Bewohnerinnen zähll. Dieselben werden plötzlich von nervösen Konvulfionen befallen, werfen fich unter furchtbare« herum, bis fie nach einigen Minuten erschöpft li sodann verwundett die Augen öffnen und ihren" gehen, bis der„böse Geisr fie wieder quält. Kttsen verbleiben die Frauen mit offenen Augen gewendetem Augapfel: bei einigen treten parliellr erscheinungen auf, andere llagen über Druck im! heftiges Fieber. Alle diese Unglücklichen schreien „Priester" und dem„geweihten Waffer", allein es geHoden werden, daß die Geistlichkeit fich dem ferngehalten hat. Uedrigens hat fich die Präfekt« schon ins Mittel gelegt, um die Krankheitserscheinung und den„bösen Geist" zu bannen. Neueste Nachrichte«. itberfeld««d Karme« ist das Katttl I« Elberfeld««d Karme« ist das Katttl Nationalliberalen und Konservativen auf weitere ff seitens der Vorstände der dottigen nationalliberalen vativen Vereine verlängert worden. Nach diesem# Einigkeit scheint einer Verschmelzung beider Patteien r etwas im Wege zu stehen; eine fortgesetzte Sonderex? wenigstens nach diesem Beschluß als Luxus zu beWWAeW täglii n'I Haut vi Telegraphische Depesche (Wolff's Telegraphen-Bmeau.) Hamburg, Montag, 16 Juli. Der Posidam? monia" der Hamburg-Amettkanischen Packetfahrt-Akti«" ist, von New- Narr kommend, heute früh auf der troffen. Marl. Sin l Kriefkasten der Redaktion »ei Rnftoflen bitten wir die Sboimementt. Quittung beizufüg«»»tztt V Antwort wird nicht ertheilt. J F. T. Düjenigen Angehörigen der bisherigen» erster Klaffe, welche vor dem Inkrafttreten des nr" nicht übungspflichtia waren, bleiben auch während Zugehörigkeit zur Ersatzreserve von Hebungen befreit: Weisung zum Landsturm ersten Aufgebots erfolgt 1» Zeitpunkt, in welchem nach den früheren Best#" Heberweisung zur Ersatzreserve zweiter Klosse erfolgt Die Zugehörigkeit zur Ersatzreserve dauert 12 Jahre vom 1. Oktober des ersten Militärpflichtjahrcs. Klaver Der Vorsitzende des Fachvereins phiesteinschleifer, F. Rose, wohnt Prenzlauerstt. 22. A. W, Cliausfreftraße. In Neustadt-Ed Wir habl ersorgur hing genai Hungen an finden. Dv i e E r w e i hlt werden, itt. Dabei stimmung daß d nzung des rbeiter, sobc Die Annonze vom 3. Juli ke� vollen Rente allerdings eine königl. Forstakademie; seit wann bekannt. Stewbrucker. �Anspruch hat. "■ eitrfii nicht unwesen SicIniaiiiuKoseiibcrg, Preuss. 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