orschte infMi.68. an die' Beiseins' � s Leichnams Ä®» {inbemf_ vo« mtag früh m Wohnung« r doriseldst> Zawadil tin. Der««' us Gendaram. Depefli» -Bmeau.) Wie die ß ient Raffe> KultusminM Freitag, de« 30, I«li 1888. 5. Jahrg. Brgan für die Interessen der Arbeiter. 1% ig wieder! In Tarragos, 'S wegen W i mehrere w Da»„Sevllttc« VolkAblatt" täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. RbonnementSpreis für Berlin frei » vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement Einzelne Nummer 5 Pf. SonntagS-Nummer mit dem»SonntagS-Blatt" 10 Pf. tEtngetragen in der PostzeiwngspreiSIiste für 1888 unter Nr. 849.) JnfertionSaebühr beträgt für die 4 gespaltete P-titzeile oder deren Raum 25 Pf. ArbeitSmart! 10 Pf. Lei größeren Aufträgen Hoher Rabatt nach Uebereinlunft. Inserate werden bis i Uhr Nachmittag» ui der Expedition, Berlin SW, Zimmersttaßc 4-1, sowie von allen Annoncen-Bureaux. o»n» Erhöhung de§ Preises, angenommen. Ksdaktia«: Keuthstraße S.— G-p-ditio«: Zimmerstraß- 44. Der Kchntmeister. Ii. Der «recht an, vörung hün» man sonst von der Misöre des Lehrerthums ickelt wetöe hatte man hauptsächlich den preußischen Schul- llcagoer Auge, der bekanntlich bei Sadowa gesiegt haben Rts eine Mwar hat unserer Meinung nach nicht der preußische echisten stoögeister, sondern Drense, der Erfinder des Zündnadel- it in die Hm, den Sieg von Sadowa ermöglicht; wir wollen gekommen 1* aber die Bedeutung des Lehrcrstandes gewiß nicht uli. Nach � anschlagen. Doch sei an dieser Stelle einmal M hingewiesen, daß nicht nur in Preußen, sondern in anderen deutschen Vaterländern der Lehrer o gestellt ist, wie eS sein sollte. Zn dem„Muster- Baden scheint man gar keine Lust zu haben, hrcrschaft so zu stellen, daß man damit den anderen zum Muster dienen könnte. Die zweite badische hat unlängst eine neue Schulvorlage berathen und TPtt;'er �ilegenheit zeigte sich, wie e« mit den Volks- 4�4»-. hrern bestellt ist. Die badischen Volksschullehrer sich von ihrem bisherigen Loose keineswegs beson- sie hatten eine große Petition ein- zuela ein' ht, 2. Ein» trt. Parl�>efriedigt gesuhlt; tiftl. n. Ictorina arde-Ula llum. d. 1 lustigunl iß. Hin' 10 Min: n, .'n welcher ihre Verbefserungsvorschläge enthalten Sie wollten in das Beamtengesctz eingereiht sein erlangten, daß man als Minimum ihrer Gehälter als Maximum 2600 Mark festsetze; die Zahl der ahre sollte für Erhöhung der Gehälter maß- sein. Die Wittwenpensionen wollten sie bis auf '«rk erhöht haben. W wird nicht sagen können, daß diese Wünsche un- oder übertrieben sind. Aber gewährt werden sie Denn die Vorlage der Regierung schlug alles ab alligte nur einige ganz geringe Zulagen. Die Ge- ollen künftig sich auf 780 bis 1200 Mark belaufen, ch dreißig Dienstjahren kann ein Lehrer, wenn die liste Behörde mit ihm durchaus zufrieden ist, durch nte Personalzulagen einen Gehalt von 1400 Mark o � Nach vierzig Dienstjahren beträgt die Pension ,.'„.uitrÄhrcrz 1000—1300 M. Künftig werden sich sonach vier -»der badischen LehrermfteinemGehalt von 780—1100 M. cheinige WJjfn müssen, denn diejenigen, welche es auf über von Hcn» AI Dienstjahre bringen, sind nicht besonders zahlreich. ie 66,20 W' tttwenienstonen sind von 360 auf 390 Mark erhöht Rar!; Rar!; lorto"■ «eschLl- habe. - Juli ilhelm und Po»4 würdig erscheint diese Kargheit gegenüber den wen» man damit vergleicht, was andere Beamten en. Dem Beamtengesetz zufolge— so wird aus _, hil? berichtet— zählen Bureaudiener, Packer, Polizei, Erspanm« j»men, Gerichtsvollzieher, Wegmeister und dergleichen .iuruftr» � Beamten und beziehen von 1300 bis 2600 Mark; r e b cr���ehalt beginnt also nahezu mit dem selten er- ''.......if- .Ottern r&f' ODOoej"1' indet licht darunler iße 1, JeuMeton. [40 •l übertrifft hochfein• t-w? Ihre Tochter. l-Roman nach dem Französischen von K. D e t r i n g. großer Erregung ergriff Andrea» den Brief, den sie und laS folgendes: „Mein Fräulein! Mein Prinzipal beauftragt mich, Zhnen mitzu- «eilen, daß Ihre Mutter, die einer Kundin unseres eschäfts eine Rechnung überbringen wollte, in dem aufe jener Dame von der Treppe gestürzt ist. Sie «at fich dabei den Arm gebrochen und ihr Zustand so bedenklich, daß der Arzt einen Transport nach «rer Wohnung nicht gestattet. Frau Valdieu befindet sich bei der Dame, welche '4r t �freiwillige Ursache ihres Unglücks gewesen, in z csehr guter Pflege, wünscht Sie aber doch sofort zu t sehnt. Da sie selber nicht zu schreiben vermag, denn e kann thre rechte Hand nicht gebrauchen, so hat sie , unserem Prinzipal schicken und ihn bitten laffen, ie sofort, ohne eine Minute zu verlieren, holen zu -ffen. �ch wäre selber gekommen, werde aber hier urch eilige Arbeit zurückgehalten und schicke Zhnen Deshalb durch einen Laufburschen unseres Geschäfts Giesen Brief. \ Wollen Sie sich daher nach Empfang des Gegen- «rtigen an die unker diesem Briefe angegebene reffe wenden. Fragen Sie nach der Dame, deren men ich Zhnen unten gleichzeitig mittheilc. Sie «d Sie zu Zhrer Mutter führen, die Sie noch ten läßt, ohne Ihre Erzieherin zu kommen. Sie chtet, sie zu sehr zu Erschrecken und wünscht Sie ein zu sehen. Sie meint auch, daß es unnütz e. diesen Brief erst Fräulein Brabant zu zeigen. Ihre ergebene Dienerin Josephine Galmier bei Herrn Trier, Rue de la Paix 26." reichten Höchstgehalt der Lehrer! Diese Leute haben lediglich Volksschulbildung genoffen und sind auf Grund eines so- genannten„MilitärzivilversorgungsscheineS" angestellt, den sie sich als Unteroffiziere, Feldwebel u. s. w., erworben. Ferner erhält die Wittwe eines badischen HauptlehrerS genau 63 M. weniger als die Wittwe des SchuldienerS, der auch Beamter ist. Man kann keinen triftigen Grund finden, warum diese Beamten vor den Lehrern bevorzugt werden. Nicht als ob wir ihnen ihren Gehalt mißgönnten, allein wir sagen: Seit wann sind denn der Polizist, der Gendarm und der Ge- richtSvollzieher wichtiger>m Staate als der Lehrer? Es giebt zwar konservative Zunker, welche es ganz in der Ord- nung finden werden, daß man den Gendarmen bester be- soldet als den Lehrer, und die Leute, welche Geld auf Zinsen ausleihen, werden ohne Zweifel fich auch sagen, daß sie sich den Staat eher ohne Lehrer als ohne Gerichtsvollzieher denken könnten. Aber auf diese beiden Kategorien kommt eS nicht an, sondern auf die allgemeinen Zntereffen, und für diese sind die Lehrer wichtiger, als jene anderen Beamten. Polifist, Gendarm und Gerichtsvollzieher hätten nicht so viel zu thun, wenn die Schule unserer Zeit in der Lage wäre, ihrer Aufgabe völlig gerecht zu werden. Wenn man ihr die Mittel aber so karg zumißt, kann sie eS nicht. Zwar werden die Regierungen sagen, eS sei heute im Allgemeinen ein zu großer Andrang zu den Beamten- stellungen überhaupt und man könne die Aspiranten kaum alle unterbringen. Das ist im Allgemeinen richtig. Die Unsicherhett des Erwerbslebens treibt eine Menge von Eltern, ihre Kinder für eine Subalternbeamten- Laufbahn zu bestimmen; sie glauben dann die Zukunft und das Alter derselben gesichert. Allerdings ist auch in diesem Falle nicht alles Gold, was glänzt. Aber man begreift, daß die Regierungen geneigt sind, die Besoldung der Subalternbeamten in dem Maße zu be- schränken, als der Zudrang zu den Beamtenstellen wächst. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage wirkt auch hier; übermäßiges Angebot von Arbeitskräften drückt die Einkommen hinab. Wir können kein Mittel angeben, um im Augenblick diesen Andrang zu den niedrigen Staatsämtern abzuwehren. Er entspringt aus unseren verworrenen wirthschaftlichen Zu- ftänden, welche die Sicherheit des Erwerbs so sehr gefähr- den. Wenn man sich aber gezwungen sieht, zu sparen, so spare man doch lieber an einer anderen Stelle als gerade bei dem Volksschullehrer; spare man doch lieber ein wenig in den höheren Regionen des Beamtenthums. Wir wiffen, daß wir tauben Ohren predigen. Aber wir laffen uns dadurch nicht irre machen, immer wieder Unter diesem Briefe stand noch die Adreffe einer Dame. „Sehen Sie, meine Ahnungen täuschten mich nicht," rief Therese.„Nun gilt eS aber, keine Minute mehr zu verlieren.... Führen Sie mich sofort zu einem Wagen!" „Wie! Sie wollen fort, ohne Zhre Gouvernante zu benachrichtigen?"...... „Meine Mutter will eS ja selber so. Kommen Sie nur!" „Aber mein Fräulein, vielleicht legt man Zhnen durch diese sonderbare Einladung nur eine Schlinge! Kennen Sie denn die Handschrift der Person?" „Nein..., ebensowenig, wie ich die Person selber kenne; ich weiß aber, daß MamaS Prinzipal Herr Trier heißt und daß er in der Rue de la Patx Nr. 26 wohnt. Kommen Sie! kommen Sie!... Sonst suche ich mir auf dem Quai allein eine Droschke." „Der Himmel verhüte, daß ich Sie verlaffe! Aber ich beschwöre Sie, Fräulein, der Brief kommt mir verdach- 119"°Dann haben Sie noch mehr Grund, mich zu begleiten. Sollte ich Gefahr laufen, so sind Sie ja da, um mich zu vertheidigen.".,.... „Dann müssen Sie mir erlauben. Sie nicht eher zu verlaffen, bis Sie Zhre Frau Mutter gefunden haben." „Zch erlaube es Zhnen nicht nur ich bitte Sie darum. Meine Mutter wird nichts dann finden, daß ich Sie mit- bringe; wir sind ja verlobt.",._ Andreas erhob keine Einwände mehr. Er traute der t;% uÄgmS�onntt�?' sie gar nicht mehr Zurückhalten. Sie ging bereits auf das Thor des botanischen GartenS zu, das der Austerlitz-Brücke gegenüber liegt. Er konnte auch nicht daran denken, Gundula zu be- ämt%ß'unb\dAr Die schlechtgelaunte Dame hätte ihn zweifellos sehr ungnädig empfangen, und Fraulem darauf hinzuweisen, welch wichtiges Element in Staat und Gesellschaft die Volksschule ist und wie im Zusammenhang mit ihrer höheren oder geringeren Qualität auch das allge- meine Kulturnioeau ein höheres oder geringeres ist. Das berühmte Wort Diesterweg'S, daß die Schule das Aschenbrödel im Staate sei— wann wird ei einmal außer Kraft gesetzt werden können? Die®rgamfationm der Meitcrfcfmft in dtr MtDeij« Bekanntlich steht es mit der Pflege der jüngsten Wiffen- schaft, der Statistik, in der Schweiz nicht so ganz schlecht. Amt- lich funktionircn das eidgenöjstsche statistische Bureau in Bern, das kantonale in Zürich, Am au u. s w. In nicht femer Zeit werden wohl die meisten Kantone ibr statistisches Bureau haben. Neben der amtlich betriebenen Statistik geht auch noch die pri- vate einher. Gewerbetteibende, Fabrikanten, Kaufleute, Land» wirthe. die alle ihre besonderen Organisationen und je einen vom Bunde besoldeten Sekretär baden, pflegen statistische Erhe- düngen, um mit Zahlenkolonnen schwarz auf weiß ihren Berufs» genoffen unwiderleglich zu zeigen, in welchen Verhältniffen fie fich definden. � Auch die Arbeiter haben ihre Organisationen, ihren Sekretär und betreiben ebenfalls Statistik. Namentlich ihr Sekretär, Herr Greulich, scheint ein geborener Statistiker zu sein, für den die Zahlen ein so vothwcndiges Lebenselement find, wie für den Fisch das Waffer— Herr Greulich schwimmt in Zahlen. Das Arbeitersekretariat ist bekanntlich noch jungen Datums, es war am 1. Juli ein Jahr, daß es kreitt wurde. Seine Gründung veranlaßte zugleich die Gründung des schweizerischen Ardeiterbundes, die vom Zentral« komitee des Grütlivereins eingeleitet und vom Arbettertag in Aman endaillig beschloffen wurde. Jede einzelne Organisation sowie jede zentralisttte Vereinigung hatte damals die Zahl ihrer Mitglieder und ob politisch oder gewerk» schaftlich oder religiös dem genannten Zentralwahlkomitee mit- zutheilen, und so wurde denn eine vollständige Ueberficht über die Organisationen der Arbeiter in der Schweiz gewonnen. Es bestehen demnach folgende Organisationen: Namen des Vereins: Sektionen 1. Grüttiverein..... 260 2. Verein der Uhrmacher. 79 3. Föderation süsse des Monteurs des boites. 17 4. Zenttalverband der Sticket 51 6. Zentralverb. d.Fabriksticker 11 6. Aktionskomitee des Arbei- tertageS..... 108 7. Gewerksschaftsbund.. 58 8. Typographendund... 30 9. Holzarbeiterverband.. 15 Mitglieder 13 400 10 600 1 900 4500 400 6 700 6 000 1300 1500 Valdieu hätte ihm sehr wenig für seine nutzlosen Bemühun- gen gedankt. So entschloß er sich denn, Therese bis zum Ziele zu begleiten, und besorgte zunächst einen Wagen. Droschken standen in langer Reihe da, und nun bot sich seinem Geiste eine neue Schwierigkeit. Sollte er einen offenen oder einen geschloffenen Wagen nehmen? Ein offener Wagen schien ihm für seine Fahrt mit der jungen Dame paffender. Das Böse dabei war nur, daß sie von jedermann gesehen werden konnten. Andrea» wählte schließlich eine offene Droschke, deren Pferd leistungsfähig aussah, gab dem Kutscher die Adreffe, die am Schluß des Briefes stand, und nahm neben Theresen Platz, die noch immer sehr unruhig war. Ihre Augen glühten vor Aufregung und ihre Lippen murmelten abgerissene Worte, in denen der Name ihrer Mutter häufig wiederkehrte. Andreas schwieg. Was sollte er ihr auch sagen? Er hatte keine Erklärung für dieses Abenteuer, und sehnte sich, e» beendet zu sehen. Die räthselhaften Reden des MajorS sielen ihm ein, und unwillkürlich verknüpfte er sie mit dem sonderbaren Zufall, der soeben sein süßes Geplauder mit Theresen unterbrochen hatte. Ze mehr er nachdachte, desto weniger glaubte er an den Unfall der Frau Valdieu, von dem der Brief sprach. Hatte doch auch der Bote gar nicht wie der Laufbursche eines Geschäfts ausgesehen! Wenn Frau Valdieu sich ernsthaft verletzt hatte und deshalb ihre Tochter zu sich nef, so hätte sie sicherlich direkt einen Boten nach der Villa am Boulevard d'Jtalie ae- schickt, statt sich erst der Vermittelung des Prinzipals zu be- dienen. Uno selbst angenommen, sie hätte sich zuerst an ihn gewandt, so konnte doch die Briefschreiberin nicht ahnen, daß Fräulein Valdieu sich rm botanischen Garten aufhielt. Wie hatte nur der Bote eS fertig bekommen, die ihm unbe- kannte Therese aufzufinden? Der Brief sprach von der Gouvernante und mußte also von einem Menschen herrühren, der sehr genau über die Bewohner der Villa und ihre Gewohnheiten unterrichtet war, aber der Rath, Gundula nicht mitzubringen, ja sie nicht einmal zu unterrichten, ließ leicht vermuthen, daß man Namen des Vereins: Sektionen Mitglieder 10. Gießer-Zentralvcrband. 10 600 11. Federadon Eemonteurs.—— 12. Piusverein..... 209 10 200 13. Katholische Gesellenvereine 28 2 600 14 Katholische Unterstützungsvereine...... 10 4 500 15. Verband für Freizügigkeit der Krankenkassen..— 4 200 16. Parti national onvrier de Gcnsve.....— 1 700 17. Metallarbeiter-Zentralverband...... 6 1 500 Uebrige Organisationen. 115 82000 1007 103 600 Ein Verband hatte stch nach dem Arbeitertage in Aarau aufgelöst, das war der der Schuhmacher, deren Vereinigungen übrigens ohne die frühere Zentralisation nach wie vor unverändert fortbestehen. Neu errichtet ist in- zwischen der Verband der Metallarbeiter geworden. Ebenso haben stch im verflossenen Jahre neu organifirt— vorher war also gar keine berufliche Vereinigung vorhanden— die Seidenarbeiter im Kanton Zürich, die Kordmacher der ganzen Schweiz, die Färber, und Ausdehnung haben erfahren die Vereinigungen der Steinmetze, der Zimmerleute und der M a u r e r. Die in vorstehender Tabelle angeführte stärkste Organisation, die zugleich die führende Rolle in der schweizer Arbeiterbewegung spielt, der Grütliverein, rekrutirt ferne Mitglieder aus allen Kreisen der Bevölkerung, aber die Arbeiter bilden die überwiegende Mehrzahl der Mitglieder. Der Einfluß des Grütlivereins auf die weitere Entwicklung der Schweiz nament- lich bezüglich der Gesetzgebung und der ferneren Gestaltung der sozialen und wirthschaftlichen Verhältnisse ist heute schon ein bedeutender, in manchen Angelegenheiten geradezu bestimmend, aber bei dem ununterbrochenen Fortschreiten dieses Vereins hin- fichtlich der Zahl seiner Äitgliedre und der Summe seiner In- telligcnz wird er voraussichtlich in nicht ferner Zukunft zu einem wichtigen Machtfaktor des öffentlichen Lebens in der Schweiz werden. Sein Fortschreiten fundirt in der entschiedenen sozial- demokratischen Richtung und ist ganz unverkennbar. So wäre es vielleicht vor einigen Jahren noch schwer möglich gewesen, bei einer Generalversammlung, der ca. 300 Delegirte, Männer aller möglichen Lebensstellungen, anwohnen, einstimmig gegen die Ausweisung von Sozialdemokraten durch den Bundesrath zu protestiren. Der Hieb wurde von den Weisen im Berner Rathhause empfunden, und wenn letztbin Herr Dcucher bei der De- datte über die internationale Arbeiterschutzgesctzgebung mit einer moralischen Ohrfeige an die Arbeiterschaft parircn wollte, so ist er damit kläglich abgeprallt. Die Uhrmacher-Vereinigungen find hauptsächlich in der franzöflschen Schweiz, ste find im Arbeitsverhältniffe eine Macht, mit der die Untenrehmer rechnen müssen. Der Pius verein ist eine ultramontane Parteivereini- gung, die neben der Pflege religiöser Zwecke auch in Politik macht. Es ist das Werk Dr. Decurtius, daß dieser Verein, sowie die katholischen Gesellen- und Unterstüyungs- vereine dem Arbeiterbunde angehören. Unverkennbar soll in dieser Antheilnahme ein annäherndes, versöhnliches Moment liegen, aber eine praktische Bedeutung hat ste bisher nicht er- kennen lassen. Das Aktionskomitee ist eine politische Organisation mit gemischten Mitgliedschaften. Es gehören demselben einzelne Gewerkschaften, eine Anzahl Sektionen des Grütlivereins, die deutschen Vereine und die Mitgliedschaften der deutschen sozial- demokratischen Partei in der Schweiz an. Diese Zentralorgam- sation hat aussckließlich sozialdemokmtischen Charakter, indeß der Gewerk schaftsbund, wie schon der Name andeutet, rn der Hauptsacke gewerkschaftliche Aufgaben pflegt. Ihm geKören die meisten Gewerksckaften und Fachoereine an. Äein Thätig- kcitsaeb et und damit auch seine hauptsächlichste Bedeutring für die Arbeiterbewegung ist stark beeinträchtigt worden durch die errichtete Rcscrvekaffe, die in Zukunft der Mittelpunft des ge- werkschaftlichen Lebens werden würde. Bis jetzt bezieht fie die Dotation der Kasse von den Zentralvereinigungen, in nicht zu ferner Zeit werden wahrscheinlich die Vereinigungen ihre Beiträge direkt an die Reservekasse entrichten und so einige Zentral- organisationen, zunächst wohl der Gewerkschaltsbund, überflüssig werden. Das kann nicht schaden, denn auch in der Arbeiter- dewegung gilt das„allzu viel ist ungesund". Durch die vielen gleichartigen Zentralorganisationen ist gerade keine Komplikation geschaffen worden und die kleineren Vereinigungen müssen ihre ganzen Einnahmen nur dazu benutzen, um die Beiftäge an die Zentralkaffen abzuführen. Ist so für die kleineren Vereine die Situation eine recht , A, 1° A stk es nicht minder für die einzelnen Mitglieder. Viele Arbeiter gehören 3 bis 4 Arbeitervereinigungen an, die meisten zweien ganz destimmt. Das kostet viel Zeit und *,. abec auch die Zahlen, die eine Organi- mtionsstatlstlk aufmarschiren läßt. Wir haben in unserer Tabelle über 100 000 organifiite• Arbeiter, effektiv werden das arme Mädchen von ihrer Beschützerin trennen und sie so ,n dre Hände irgend eines Schuftes bringen wollte. Der Major hatte gesagt, daß ihre Mutter einen Feind habe. War vielleicht der Unfall, der sie betroffen haben sollte, auch nur die Erfindung dieses Menschen, welcher Ver- brecher gedungen hatte, um Fraulein Valdieu zu insultiren und eine Entführung oder einen Mord vorzubereiten? Denn was hatte sonst der Hallunke, den der Major gestern Nacht vor dem Gitter der Villa ertappt hatte, ge- wollt? „Nein," sagte sich Andreas,„wenn der Briefschreiber schlechte Absichten hätte, so würde der Straßenjunge ihr vor mir den Brief nicht gegeben haben,... wenn ihn nicht etwa der Absender schlecht instruirt hat,... und er konnte ja auch in der That nicht vorhersehen, daß ich mich gerade im botanischen Garten befinden würde! Sollte vielleicht Frau Valdieu nicht doch die Veran- lafferin des Briefes fein?... Nun gleichviel, bald werde ich es wiffen! Therese soll keine Gefahr laufen, dafür werde ich sorgen!" Während er in solches Nachdenken versunken war, fuhr die Droschke den Kai entlang und kreuzte eben den Boule- vard St. Germain, als Herr von Elven vor der Thür eines stattlichen Hauses dort den Wagen des Majors hal- ten sah. Noch mehr überraschte e» ihn, als er den Major selber hinter einem Fenster der ersten Etage bemerkte. Jetzt bedauerte er sehr, einen offenen Wagen gewählt zu haben. WaS mußte der Major von seiner Fahrt mit Fräulein Valdieu denken? Daß er schlechte Absichten verfolge, konnte er allerdings nicht annehmen, denn sonst hätte Andreas sich nicht so offen gezeigt. Aber er konnte eS sehr taktlos finden, daß Andreas ein anständiges junges Mädchen ins Gerede brachte. Es ist ja nicht Sitte, daß wohlerzogene junge Mädchen allein mit einem hübschen jungen Manne durch Paris fahren. Die einzige Frage war nur, ob Herr von Arbois sie wirklich gesehen hatte. Er blickte nach dem Kai hin, aber fie fich wohl um einige Tausend verringern, denn es find viele, weil mehreren Organisationen angehörig, auck mehr- mals gezählt. Andererseits ist es auch Usus, daß die Vereine den Verbänden nicht mit ihrer ganzen Mitgliedschaft beitreten, sondern nur mit einer destimmten Anzahl, um an Beiträgen etwas zu ersparen. Das Vereinsleden ist in der Schweiz übrigens für den Ar- bester etwas theurer als in Deutschland. Grütliverein und deutsche Vereine haben z. B. einen Franken Monatsbei- trag, Gewerkschaften einen solchen von 30 bis 50 Centimes. Allerdings haben die ersteren Vereine meistens auch größere Ausgaben zu machen. Sie haben meistens selbstständige Lokale gemiethet, bieten eine reichhaltige Zeitunaslitcratur und Bibiio- tbek und belehren ihre Mitglieder durch Vorträge, Diskussionen, Vorlesungen rc. Außerdem unterhalten eine Anzahl Grütli- und deutsche Vereine Speiseanstalten, wo die Mitglieder zu einem billigeren Preise als cmj anderen Orten bessere Kost er- halten. Die Ernchtung dieser Speiseanstalten ging s. Z. von W e i t l i n g aus und baden fiesich seitdem in den meisten größeren Städten gut gehalten. Der Grütliverein hat auch eine eigene Kranken- und Sterdekaffe, für die der Monatsbeitrag 1.50 Fr. beträgt. Die Gewerkschaften und die deutschen Vereine geben erkianlten Mitgliedern aus der Kasse eine kleine Unterstützung. Die gewöhnliche Leistung der speziellen Krankenkassen beträgt pro Tag 1,50 Fr., einzelne zahlen bei Klassen auch einen höheren Betrag. Wie in den Grulkivereinen, so bestehen auch in dm meisten deutschen Vereinen Seftionen für Sänger und Tumer, in ersteren auch für Schützen. Gewerkschaften pflegen vor Allem die Interessen des Arbeiters in seinem Arbeitsverhältnisse, arravgnen auch fachlichen Unterricht und Vorträge; aber das regste Leben der Arbeiterbewegung konzentrirt fich im Grütlioer- ein und den deutschen Vereinen, wo eben Arbeiter aller Berufe vertreten find. Bei den Gewerkschaften ist es interessant, wie sich die Mitglieder rekrutiren. Bei den Metallarbeitern find es fast aus- schließlich die Fabrikarbester, bei den Schneidern, Schubmachern, Holzarbeitern, Glasern rc. die bei Meistem beschäftigten Ge- Hilfen. Dort bleiben die Gehilfen und hier die Fabrikarbeiter der Vereinigung ferne. Was nun zum Schlüsse die sozialistische Presse betrifft, so hat ste gerade so wie die Arbestervereinigung oder im Zu- sammenhang damit in den letzten zwei Jahren bedeutende Fottschritte gemacht. Der„Grüllianer" erschien bis noch vor einigen Jahren einmal wöchentlich, jetzt erscheint er pro Woche zweimal in einer Auflage von 12 200 Exemplaren. Er ist das offizielle Organ und Eigenthum des Grütlivereins und obligatorisch eingeführt. Die„Arbeiterstimmc" erscheint seit dem zweiten Quartal 1887 zweimal wöchentlich in einer Auf- läge von ca. 3000 Exemplaren. Sie ist das Eigenthum des Gewerkschaftsbundes und der schweizerischen sozialdemokratischen Partei. Der mit dem 1. Oktober 1886 in Basel erscheinende „Ardesterfreund" wurde bis 1. April 1887 einmal pro Woche, von diesem Zeitpunkte an zweimal herausgegebm und seit Neujahr 1888 erscheint er wöchentlich dreimal. Er ist Eigen« thum der organifirten Arbeiterschaft in Basel. Der Benjamin in der Arbeiterpresse, der„Schweizer Sozialdemokrat", erscheint fest dem 1. Januar 1888 als Wochenblatt in Bern und gehört der dortigm Ardeiterschaft. Außerdem erscheint seit dem letzt- genannten Zeitpunkte ein italienisches Arbeiterblatt in Lugano und seit kurzem ein französtsches in Genf. Im letzten Jahre neugegründet wurde das Organ der Fabriksticker und vor einigen Monaten ein zweites Blatt für die Typogrophcn, das ebenfalls in Bern erscheint. Die Uhrmacher haben zwei in franzöfischer Sprache erscheinende Organe und die Holzarbeiter ein monatlich einmal erscheinendes. Es hat in den letzten Jahren kaum in einem anderen Land Europas die Ardeiterbewegung solche Fortschntte gemacht, wie die schweizerische. "KnWllk-KomspLndmzm. Knmbnrg, 18. Juli. Das seit dem 27. Juni hier, mit Ausnahme von vielleicht zwei regenfreien Tagen, ununterbrochen herrschende trübe und nasse Wetter übt einen schlimmen Druck ans alle unsere Verhältnisse aus. Den Arbeitern verregnen ihre geplanten Sommerausfahrten, häusig der einzige Tag im Jahre, der die Theilnehmer in frischer Luft, bei unschuldigen Spielen und Vergnügungen entschädigen toll für den langen Aufenthalt in den dumpfen und engen Räumen der Werkstatt und des beschränkten Heims. Lehrer wie Schüler, für welche soeben die Ferienzeit begann, seufzen vergeblich nach einem Stückchen blauen Himmel und nach einem freundlichen Sonnenstrahl, der ste ver- anlassen könnte, den Staub der Schulräume draußen in Feld und Wald von fich zu schütteln. Auch den Gattenkonzett- Inhabern, mitsammt allen ihren Angestellten, sowie den Wirthen der Umgegend, welche auf die kurzen Sommermonate hinfichtlich ihrer Existenz angewiesen find, inklufive der armen Mustker, werden die erwarteten und getiäumten Einnahmen zu Waffer. Aber auch auf sämmtliche übrigen Erwerbsquellen wirken diese abnormen Witterungsoerhällniffe in ungünstigster Weise. Die der Baron hatte rasch den Kopf gesenkt, und da die Droschke schnell fuhr, war die gefährliche Stelle bald überwunden. Zn ihre Gedanken vertieft hatte Therese nicht den Kopf gehoben. Andreas hielt eS für angemessen, sie auf den Freund ihrer Mutter aufmerksam zu machen und sie sogar zu fragen, ob sie diesen Zwischenfall nicht Frau Valdieu lieber gleich mittheilen wolle, „Zch sehe soeben Herrn von ArboiS," sagte er sanft. „Wo denn?" ftagte Therese, ohne besonders zu er- staunen. „Im ersten Stockwerk des Hauses da!... Ich hätte voraussehen müssen, daß wir darauf rechnen konnten, ihn hier zu treffen, denn ich verließ ihn hier vor kurzem." Therese machte eine Geberde der Gleichgiltigkeit. "Meinen Sie nicht," fuhr der Baron fort,„daß eS ihn sehr überrascht haben muß, uns zusammenzusehen?" „WeShab sollte er überrascht sein?" fragte daS junge Mädchen.„Haben Sie ihm denn nicht gesagt, daß wir Verlobte sind?" „Zch sagte ihm heut Morgen, daß ich mich gebunden hätte. Mehr konnte ich ihm nicht sagen, bevor ich Ihre Mutter um Zhre Hand gebeten habe." .''®t �wch wohl geantwortet, daß meine Mutter ein- willigen würde. Beide haben gestern noch lange nach Ihrem Fortgang geplaudert und sie hat ihm dabei wohl gesagt. was sie von Ihnen hält." „Nein, mein Fräulein, so hat die Antwort des Major« leider nicht gelautet. Er hat eine ganz andere Sprache geführt." „Er rieth Ihnen, mich nicht zu heirathen?" rief Therese. „O nein! Er lobte Sie sehr, aber mit sonderbarer Beharrlichkeit betonte er fortwährend, daß Sie mich kaum kennen, und daß bei Frauen in Ihrem Alter die Gefühle sehr rasch wechselten. Er hielt selbst meine nicht für be- ständig." „Was liegt an seinen Worten! Wir hängen ja nicht von ihm ab." � „Nein, aber er ist ein vertrauter Freund Ihrer Mutter ie Anklage ist ge .ere wird der Be özialistengesetzes bi igten dadurch ge nnte Deckadresse t Unter den Angi gsabgeordnete Auei arteitag als Mün in Zeugen werden unvermeidliche< Bauhandwerker vor Allen wissen ein Lied dzzMnken. Der Verbai Es ist wahrlich kein Vergnügen, Tagaus. Tag ein«»?" JnAf» den Regen tsis auf die Haut durchnäßt und bei i�tzt über 6000. der unan enehmsten Weise gehindert zu werden. Auch die Beendigung des Tischler?' München, 18. den ich heute noch einmal zurückkommen will, sWlntersuchung befind andauernd schlechte Wetter nicht befördert i>»egen Theilnahme a Jetzt kehren auch unsere BourgeBedlätter ihren gegen die streikenden Tischler heraus und beson! freifinnige„Hamburger Fremdenblatt", die geles fie viel Papier bietet, auch leider in Arbciterk breitete Zeitung. Die Tischler hatten ein Flugb! welches folgenden Passus entkielt: „Ist doch das„fteistnnig" und bei gewi auch ardeiterfreundlich sein wollende„Hamburger in seinem blinden Hasse gegen jede Lohnde-vega der Selbstgefälligkeit kennt, der unter den leckW��' j führem herrscht, wundert fich hierüder freilich.n�t w �1*™ ein Streik durch die verwerflichsten Mittel und arnL Abfickt aufrecht erhalten worden ist, so ist � Lr< ZWZMWW . A ,vr Demimonde t eifelfreie Ehrenmi Die Soldateni d überraschende' afercien zwischen llen. Unsere l wlich als eine 9 i um Vorkommn trüstung darüber is Zielscheiben für en Stechschritt da! «fliegend mit Zen in Sonntag, an! vilisten setzt, wo ottheil find, als s .ch auch gar nicht I ,ar es eine stehen syjtematisch und zielbewvssWaffentragcn außer wenn auch nur höchst lulv-Liberalismus militä zuarbeiten." Hier steckt der echte Fortschritt und seine bürgerlichen Teufelskrallen heraus! Fn nur zum Vortheile der Ardeitersache. Die Unbetheiligten der Arbeiterkreise sehen bei so! wieder aufs neue, daß,'wenn man von freifinn auch wenn es für nöthig erachtet wird, zu sck im Grunde doch immer nur auf ihre eigene Ar! wiesen find. Fast schlimmer noch als das„Frei es in den„Hamburger Nachrichten" ein Herr direkt die„Zentral-Kranken- und Sterbekasse als Urheberin des Streikes denunzirt und beh< diese Arbeitseinstellung nur auf Veranlassung bösen Sozialdemokratie in Szene gesetzt[fei. Denunziationen folgendermaßen: „Wir glauben hiermit die außerordentliche 3 der Behauptung des Herrn A. in seinem erst»! Nr. 154 dieser Blätter, daß sämmtliche Streiks Händen einheitlich geleitet und anbefohlen m bürgerliche Ordnung und angebohrt wird, zu haben, und behalten uns vor, weitere DarlegMrung, wie so wand über das Bestreden jener weltverbeffemden Elex»' Gegen Ende 5 die Innungen zu vernichten." nfir�fteHung eröffn Unnütz ist es in jeder Hinficht, mit diesen; in irgend'welche Polemik treten zu wollen. I frorfiber' geklagt�a '. � nnrfi m,+,t' f Auslassungen edler Bourgeoisherzen nur an, zu konstatiren, mit welchen Waffen man die j noch nicht hak dazr im Monat das Eni etwas bessere Existenz ringenden Arbeiter zu t Bemittelten rnöal immer wieder in denunziatorischer Weise die P<� Kunstgewerbefl-iße- i* Mm geht denn auch bei uns in Hamdurg�fft"��Ent?ee"°c t e r s u ch u n g s g e f a n g n i s s e zu vergtofe�� yoUt(. mfl handenm Räume mcht mehr ausmchen.®ie'Oberen Hände F L fe'Ä 1 MMZ-MV angemeldeter Versammlungen u. s. w., gan<4�elnlicher Gevmiig teuer Leute eingesteckt und monatelang 1111 vre Idee des Kün halten werden!—% zivenkt niemand. 3 Entgegen den Beschlüssen von Rath m-vAtn und werden n unserer Schwesterstadt Bremen hat vre H. Arvohl die meisten schaft vor kurzem mit einer Majorität von �Mstellten Gegenstc Senatsantrag, die Konsumtionsabgabe für die- nach dem Anschlüsse Hamburgs an das dcull®; zubehalten, abgelehnt. Es erwächst dadurch haushält ein Ausfall von vielleicht 300 000 unser nationallibergler Reichstagsabgeordneter, mann befand fich dieses Mal auf Seiten derO der ist mit der I fach eine Zeit der vrochen. Denn di lftellung Bestellung Kst vorüber, erklär schcinlich in Rückficht auf einen Theil seiner ihen bei ihm desch der Wirthe, in seinem Wahlkreise, die es /�iLoHnHerabsetzung i ziehen hätten, wenn er für Beibehaltung diestr wäre also gäbe gestimmt hätte.— Ausstellungsdirelt Zum Schluß kann ich heute noch beiild*'�och bei allen der einem am vorigen Sonntag abgehaltenen wSssssf M folgen ui tage die Zimmerleute der beiden Mecklenburg, ßuedng zu stellen, deutscher Zimmerleute" angeschlossen haben. ruhigen Vorgehen des Hauptvorstandes m n Köben o. O.: ortsetzte. In Li eldungen über, die auf eine achte die Ersd ollen heranziehe chreibt man, daß iatte, der durch e und besitzt gewiß Einfluß auf sie. Fürchtt» er ihr von unserer Verbindung abrathen i „Nein, das glaube ich nicht! Ich � daß er unserem Glücke hindernd in den■ und wenn er eS thäte, wäre eS verlorene � habe meiner Mutter erklärt, daß ich nss Jj'sin Polnisch-Liffa r wenn ich Sie nicht bekomme. Und me'".Rollen gehört; n 9'6,"Ä.a«.®#tak.i6 fr f4«»fetor.Ä! dreaS, daß er nicht weiter in dieser Richtung� Rede sein könnte. Die Worte deS Majors bedrückten ihn no? scheinungen eine i halb sollte er sie aber dem armen Kinde, Loheren Meteorst kl««iAt" �'«eote und fteu ää MZA ' Erhitzung oder dr aber Fragen einiges Licht zu verschaffen, um Andeutungen deS Majori zu enträthseln. (Fortsetzung folgt.) dem die neueren Aus Kunst mh ßj lieber mnthmakliche Meteorstein! Professor Dr. Galle, Direktor der Sternwan. der„Schles.Ztg." einen Attilel, dem»JySp „Im vorigen Monate find mehrere M'™ Kreisen Wohlau und Guhrau und deren y. worden, wonach man daselbst am 9. Jum' 6% Uhr, eine sehr starke Detonation und. Ii ei klarem. mnTffnlnfpm.CSimmi»!% wl bei klarem, wolkenlosem Himmel vernommen h hörte man in nordöstlicher Richtung dre» yvrre man rn noroouuwer mrwrunu weiter Ferne erdröhnende kanonenschußa» kaum merkbaren Zwischenpausen schnell am J nach erhob fich ein wohl sünf MiiwteN � welcher die Luft erzittern ließ. In es als eine von Nord nach vüd fich � rung, durch welche den im Felde ardeiren�ß» vieh scheu wurde. Dasselbe doniierarng- Kb-Peterwitz(Kr. Wohlau) sehr dcuM»�.! war, als wenn zwei Geschütze schmerlKv- � schössen würden, ein donnerähnliches G fiS andauemd, folgte dm Schüffm; es na es klar gelegt, da 1 oder kleinere Schr theilen herab au treten. Infolge örper von 4 bis "iderstand der) mprimirt und e aß dieselben nu der der Erdobe erden, von der «gen und zu ex «nn in diesen I unmehr nur not Trnrer noch mit i ehr zu vergleich e Erdoberfläche rnere Massen h ehr oder winde emmung(der s< scheinungen ein, (r ausdehnt. H m schnellsten die o befoitä ic fldcj cbettei Flugbl t gewi nburgn !>eweg> Streikl läteren des Tl sjuiKonlen. Der Verband erbalt dadurch plötzlich einen Zuwachs 1000 Mitgliedern und seine Gesammtmitgliederzahl beträgt jWJwüt über 6000. ißtbcn«* s chler?' München, 18. Juli. Endlich ist den hier seit Monaten in vill, säMntersuchung befindlichen Sozialdemokraten die Anklageschrift d e r t l'negen Theilnahme an einer geKeimen Verbindung k. zugegangen. c ihren(Die Anklage ist gegen elf Männer und eine Frau gerichtet; '" tzere wird der Beihilfe zu einem Vergehen gegen§ 19 des ozialistengesetzes beschuldigt. Die Beihilfe soll seitens der An- klagten dadurch geleistet worden sein, daß ihr Ziame als söge- nnte Deckadreffe benutzt wurde. Unter den Angeklagten befindet fich auch der frühere Reichs- gsabgeordnete Auer, der beschuldigt wird, auf dem St. Gallener arteitag als M u n ch e n e r Delegirter erschienen zu sein. Unter n Zeugen werden neben sieben Polizcikommissären, darunter unvermeidliche G e h r e t, zwei Kellnerinnen, welche bei dem itangeklagten, Gastwirth Birk, dienten und ein gewisser uhmacher Fürst aufgeführt, welch' letzterer während der eichstags- und Landtags-Kampagne hier in aufdringlichster leise in den öffentlichen Versammlungen den Vertreter der Ar- leite«ptiterpartei spielte, in Wirklichkeit aber nichts weiter als Polizei- „ilich uiMent war. Von den Arbeitern wird Fürst deshalb auch schon und in>elt dem vorigen Jahre gemieden und im Laufe dieses Früh- is,* jahres ist sogar öffentlich vor ihm gewarnt worden. Es dürfte .-für der erste Fall sein, daß die Polizei ans Mangel an allem n S a nillmstigen Beweismaterial einen ihrer„Nicht-Gentlemens" preis- -.beliebt und den Versuch macht, denselben vor Gericht als Zeugen ..„„-i�brzuführeti. siiach allem aber, was man über das Privatleben md die Vergangenheit dieses Zeugen hört, dürfte derselbe »werlich der Mann sein, auf dessen alleiniges Zeugniß hin ein terichtshof verurtheilen kann. Die Beschützer und Kostgänger Demimonde gelten hier so wenig wie anderwärts als »eifelfreie Ehrenmänner. Die Soldatenmißhandlungs-Prozeffe haben insofern eine ht überraschende Wirkung gehabt, als aus ihrem Anlaß die fereien zwischen Militär und Zivil fast nicht mehr abbrechen illen. Unsere tapferen Vaterlandsvertheidiger scheinen es mlich als eine Beleidigung aufzufaffen, wenn Zivilpersonen um Vorkommnisse in der Kaserne bekümmern und ihrer itrüstung darüber Ausdruck geben, daß man lebende Menscken Is Zielscheiben für Schießübungen benützt, oder die Beine für n Stechschritt dadurch geeignet zu machen sucht, daß man sie eiliegend mit Zentnergewichten belastet. Es vergeht deshalb Wn Sonntag, an dem es nicht Prügel zwischen Soldaten und Ivilisten setzt, wobei die ersteren natürlich insofern immer im ortheil sind, als sie mit dem Seitengewehr bewaffnet sind und ich auch gar nicht geniren, davon Gebrauch zu machen. Früher n es eine stehende Forderung unserer liberalen Kreise, das affentragen außer Dienst zu untersagen. Seitdem aber unser Liberalismus militärfromm geworden ist, hat er auch diese Forde- rung, wie so manche andere, vergessen. Gegen Ende dieses Monats wird auch die Kraftmotoren- Ausstellung eröffnet und damit die dritte und letzte der in diesem Jahre hier stattfindenden Zrusstellungen dem Publikum zugänglich gemacht. In Arbeiterkreisen wird viel und mit Recht darüber geklagt, daß das Ausstellungs-Direktorium bis heute sich noch nicht hat dazu entschließen können, an bestimmten Tagen 'iü i üT Monat das Entree herabzusetzen und es so auch den weniger W Rai Bemittelten möglich zu machen, die Schätze des deutschen Vre PO" Kunstgewerbeflerßes sich anzusehen. Für einen Arbeiter, der im . J günstigsten Falle nur 15—20 M. in der Woche verdient, wburg das Entree von 1 M. pro Person viel zu hoch, und üpdbd) sollte man denken, daß auch diejenigen, durch ...(Anderen bände Fleiß und Geschick die Wunderwerke des 'sjs"'(»Gewerbefletßes, welche die Ausstellung wirklich enthält, ge Kb-- schaffen wurden, so zu sagen doch auch ein Recht hätten, sich Freisinn !% Die iei sol reistnni SÄ ä..Fre' Herr ekasse z bel iffung : Sd. rtliche S em«>' Streiks � m we" zielbe >chst lu» Darleg' :n Elc» diesen Zollen. an, 1 wwvvv«»/ I V gw vvu� uwuf v-nv u/lr au.invel�onigstens an dem Anblick dieser Pracht zu erfreuen. Der � �.vcnlt, Raine des Meisters, in dessen Werkstatt der Gegenstand aus- >n v...�'»»eübrt wurde, prangt an jedem Ausstellungsstück, auch der Entwurf herrührt, ist nirgends vergessen. .J« Ällwi«, von dem der llung�, an den Arbeiter, der mit Bienenfleiß, Aufmerksamkeit und tan»e �„Äelnlicher Genauigkeit, und zwar meist gegen schmalen Lohn, n llnKM aie Idee des Künstlers in die Wirklichkeit übersetzte, an ihn nkt niemand. Die Prinzipale heimsen Lob und Anerkennung n und werden mit Diplomen und Preisen ausgezeichnet, ob- >ohl die meisten von ihnen kaum einen Handgriff an den aus- stellten Gegenständen ausgeführt haben. Für die Arbeiter »er ist mit der Fertigstellung der Ausstellungsgegenstände viel 'ach eine Zeit der Arbeitsflaue und der Lohnrcdustionen ange- »rochen. Denn die Unternehmer wollen abwarten, ob die Aus« 'telluna Bestellungen bringt und— die Zeit der„Backhendln" ß vorüber, erklärte der Besitzer einer hiesigen großen Möbel- abrik, als er nach Fettigstellung der Ausstellungsgegenstände en bei ihm beschäftigten Bildhauergehilfen eine 20 prozenttge »hnherabsetzung ankündigte. Es wäre also gewiß nur em Akt der B'.llrgkeit, wenn dre Ausstellungsdireltion sich entschlösse, dem Beispiel, das bisher herifllso'.«och � allen derartigen Gelegenheiten gegeben wurde, eben- n Proo �saNs zu folgen und für bestimmte. Tage das Enttee derart lcnbur�..niedrig zu stellen, daß es auch dem Arbeiter und sogenannten -de»-|>------—-— W "wis* abmeb/ lOOO# ordnet«! :n der sr. Ä s m on Köben o. O. beginnend, der Donner nach Subeben a. O. sich ottsetzte. In Lüben ginge» von verschiedenen Zuchbarorten Hrcht«1 �'Meldungen übet„starke Erschütterungen mrt dumpfem Dröhnen" «ben die auf eine starke Explosion schließen ließen; in Lüben selbst .»'«'.achte die Erscheinung den Eindruck eines mit dumpfem lallen Heranziehenden Gewitters. Aus dem Kreise Guhrau chrcibt man, daß das Getöse vrcl Aehnlichkeit mit dem Knall «tte, der durch eine große Explosion hervorgerufen wird. Auch n Polnisch. Lissa und mehreren Nachbarorten hat man ein fernes Rollen gehört; man vermuthete eine Explosion, hier und da sogar eine Erschütterung des Erdbodens. Alle diese Nachrichten 5% orene~u ich nie b Sie i ihr j schnn Achtung. ihn n' Kinde h nicht ivurden mit einer etwa in der Nähe erfolgten Pulverexplosion. worüber einige, später nicht bestätigte Vermuthungen aufgetaucht waren, nicht füglich fich vereinigen lassen, da bei einer solchen Exploflon von minutenlangem, donnerähnlichem Rollen nicht die Rede sein könnte. Dagegen haben die beschttebenen Schaller- schetnungen eine vollständige Aehnlichkeit mit denen, welche bei größeren Meteorsteinsällen beobachtet werden. Die kosmischen Meteore und Feuerkugeln dringen nicht, wie man dies früher auffaßte mt thulweise wohl noch auffaßt, als große, etwa kugeL tillfite«"'""''»r'"uy» UUU) uuiiuoy sei Massen in die Erdatmosphäre ein, um dann durch die hseln explodirende Stoffe zu zerspttngen.� son- Bern vre neueren Beobachtungen sowohl als Berechnungen haben frJlo�Ä�.breselben schon vorher getrennt als größere oder kleinere Schwarme von Steinen bis zu den kleinsten Staub therlen herab aus dem Welträume in die Atmosphäre ein- treten. rMolge der planetarischen Geschwindigtert dieser örver von 4 bis 8 Mellen in der Sekunde bewirtt nun der stderstand der Lust, dre nrcht schnell genug ausweichen kann, mpttmirt und erhrtzt wrrd mrd die Steine erglühen macht, laß dieselben meist schon m Höhen von drei bis fünf Meilen ber der Erdoberflache vollstandrg in ihrem Laufe gehemmt erden, von der lomprimrrten Luft zurückprallen, auseinander regen und zu explodiren schemen. Sre erkalten und verlöschen ann in diesen hohen, kalten Regronen sehr rasch und fallen unmehr nur noch nach den Gesetzen der Schwere herab, zwar tmer noch mit einer großen, jedoch mit der der Planeten nicht ehr zu vergleichenden Geschwindigkeit. Sie dringen daher in e Erdoberfläche meist nur bis zu geringen Tiefen ein, und gt.) d iL »rfWW rnwa«/. H W- fliri�ape Erdoberfläche meist nur bis zu aerrngen diesen etn, und _ Heinere Massen haben während ihres Fallens die Glühhitze oft oder minder schon verloren. In dem Augenblicke der ./llven � spcmmung(der sogenannten Explosion) treten nun die Schall- •(S��vipscheinungen ein, indem die komprimirte Luft sich plötzlich wie- »et ausdehnt. Hierbei find es immer die größten Steine, welche itn® rtjji'si.im schnellsten die Atmosphäre durchdringen und innerhalb der kleinen Mann möglich gemacht würde, mit seiner Familre die- enigen Schätze fich anzusehen, die heute vom deutschen Kunstgewerbe an den Ufern der Isar zur Schau ge- Will dagegen die Direktion daran fest halten, daß das Enttee zu den Abendkonzetten in den Ausstellunas- Anlagen in der bishettgen Höhe(50 Pf. bis 1 M.) auch in Zu- kunst beibehalten bleibt, so würden wir dagegen wenig emzu- wenden haben. Die Höhe dieses Entrees, zu dem noch kommt, daß in den Ausstellungsrestaurationen thatsächlich das schlechteste Bier geschenkt wird, welches in München aufzutreiben rst, obwohl der Liter 40 Pf., ein für hier horrender Preis, kostet, haben es bewirkt, daß die Ausstellungskon, ette thatsächlich zumReitt>ez- vousplay jener Kreise geworden find, die fich zwar das Geld ehr leicht verdienen, besonders beim jetzigen riesigen Fremden- zufluß, in deren Gesellschaft zu kommen ein anständiger Arbeiter aber stets Bedenken tragen wird. Will also die hiesige„Welt, der es auf eine Mark für ein Konzert nicht ankommt, auch in Zukunft und zwar in„exquifiter" Gesellschaft, unter sich sein, so werden die Arbeiter gern auf den Genuß der Ausstellungs- konzerte verzichten. An die Ausstellung selbst aber haben sie ein gewisses moralisches Recht, und es ist deshalb Pflicht des Direktoriums, gewisse Tage mit niedttgerem Entree anzusetzen, damit auch die Schöpfer und Vettertiger der Kunstwerke fich an ihnen erfreuen._ Politische Uederstcht. ffiiu Telegramm der„Frankfurter Zettung" meldet, der Berner Bundesrath habe auf ein Schreiben des Abg. Bebel beschlossen, die Akten in Sachen Ehrcnberg Privaten nicht m die Hände zu geben, wohl aber auf Ansuchen des Armeegerichts We§ Itole""Telegramm wie der ganze Fall bedürfen einer näheren Erklärung, die zu geben wir in der Lage find. Anläßlich der Angttffe des Abg. Bebel rm Reichstage gegen das Thun und Treiben des Hauptmanns a. D. v. Ehrcnberg in der Schweiz, den Herr Bebel landes- und hochverrätherischer Handlungen bezichtigte, sah sich das Gericht des 14. Armeekorps zu Karlsruhe genöthlgt, wider v. Ehrenberg eine Untersuchung einzuleiten und den Abg. Bebel als Belastungszeugen vorzu- laden. Dieser hatte bisher zwei längere Verhöre zu bestehen und legte bei dieser Gelegenheit eine Menge Belastungsmatettal vor. Da letzteres zum Thcil in amtlich mcht beglaubigten Abschriften der schriftstcllettschen Thätigkeit von Ehrenberg's bestand und E. die Richtigkeit dieser Ab- schritten bestritt, wurde der Zeuge von dem Armee- gericht ersucht, womöglich die Originale der Auf- rufe»c. zu beschaffen. Diese befinden fich aber bei den Akten Ehrenbergs in Händen des Berner Bundesraths, und so richtete der Abg. Bebel an letzteren das Ersuchen, ihn amt- lich beglaubigte Abschristen von näher bezeichneten Schrrftstücken zukommen zu lassen; falls aber der Bundesrath glaube, auf dieses Ansuchen nicht eingehen zu können, frug er an, ob der Bundesrath auf Verlangen des Armeegerichts diese Abschriften gewähren werde. Wie das Telegramm der„Franks. Ztg." zeigt, hat der Berner Bundes- rath im Sinne dieser letzteren Anfrage entschieden und hat der Abg. Bebel erreicht, was er wünschte. � � Ein weiteres interessantes Stadium in dem Prozeß Ehrenberg ist die auf Bebel's Anerbieten an diesen er- gangen gewesene Vorladung zu mündlicher Verhandlung zum 16. Juli vor das Armeegericht zu Karlsruhe. Herr Bebe! hat aber gebeten, in Rückficht auf eine Geschäftsreise, auf der er sich befindet, den Termin auf Mitte August zu vertagen, wo er alsdann in Karlsruhe ettcheinen werde. Mittlerweile hat der- selbe eine Menge neues und schwerwiegendes Belastungsmaterial gegen v. Ehrenberg aufgetrieben, das ebenfalls dem Armeegettcht vorgelegt werden soll. Vermuthlich dürften Herrn v. Ehrenberg seine Versuche, die deutsche Sozialdemokratie verleumdettsch zu denun- ziren, gründlich versalzen werden. Er, der den Sozial- demokraten eine Grude zu graben glaubte, wird selbst hinein stürzen. Di«„Norddeutsche Allgemeine" hat wieder einmal glücklich einen Deutschen entdeckt, der in Frankreich ausgeschimpft worden ist, weil er deutsch sprach. Wir könnten der„Nord- deutschen" sehr viele Leute namhaft machen, die nicht blos in- sultirt, sondern sogar eingesperrt worden find, weil sie— deutsch sprachen— freilich, das geschah in Deutschland. Doch Scherz bei Seite— angenommen, der Fall, den die„Norddeutsche" erzählt, habe sich wirklich zugetragen, so hatte sie unter keinen Umständen ein Recht, deshalb auf das ganze französische Volk und den französischen Staat zu schimpfen. Die zwei Fran- zosen, welche den Deutschen geschimpft haben sollen, weil er deutsch sprach, haben sich eines weit geringeren Verstoßes gegen Anstand und gute Sitte schuldig gemacht, als die„Norddeutsche Allgem.", welche um der Ungezogenheit einiger Bengel willen ein ganzes Volk pöbelhaft beschimpft. Uebngcns wurde es den Franzosen sehr leicht sein, nachzuweisen, daß sie in puncto des nationalen und internationalen Anstands den Vergleich mit Deutschland sehr gut aushalten können. Jedenfalls müssen die selben den übrigen voranschreiten. Die größten Knalle, durch die größten Steine bewirkt, werden daher meist zuerst gehört, erst später und nach und nach das von den kleineren Waffen er- zeugte Getöse, das dann oft mit einem Pcletonfeuer oder mit dem Geräusch von mit Steinen beladenen Wagen ver- glichen wird, oder auch mit dem Rollen des Donners. Wegen der vettchiedenen Höhen und Entfernungen, in welchen die Hemmung der einzestren Stücke ettolgt, erreicht der Schall das Ohr des Beobachters zu verschiedenen Zellen, so daß das Ge- töse auf Zeiträume von ganzen Minuten sich vertheilen kann. — Sollten genauere Beschreibungen über die Schallerscheinunacn am 9 Juni den bisher bekannt gewordenen von einzelnen Be- obacktern noch hinzugefügt werden können— obgleich bereits mehr als ein Monat seit dem Ereigniß verflossen ist- so würde die Breslauer Sternwatte dieselben noch immer mrt Dank an- nehmen. Das zu vermuthende Meteor selbst und das Herab- fallen von Steinen scheint wegen der Tageshelle und in der frühen Morgenstunde nirgends wahrgenommen zu fem. Auch läßt sich der Raum, wo die Erscheinung stattgefunden haben konnte, nach den bishettgen Rachttchten nicht enger begrenzen, und es würde nur be anderer Zufall sttn können, daß auf emem Ackerfelde, einer Wiese oder in einem Walde die Oeffnungen in der Erdoberfläche gefunden werden lönnteir. in welche die »SM yrarru1"« Sr'f». 150 000 Deutsche, welche in Frankreich leben, der nämlichen An- kcht sein, denn wenn es in Frankreich schlechter wäre, als in Deutschland, würden sie gewiß nicht dott bleiben. Es scheint aber umgekehrt zu sein.— Und wenn die„Norddeutsche" den Franzosen in Bezug auf das Gerücht von in Berlin oerschwun- denen Aktenstücken vornehm die Leviten lesen will, so giebt sie den ' canzosen, die Herrn Pindter und seine Leute genau kennen, nnr telegenheit zum Lachen. Die Franzosen brauchen nur Auszüge aus gewissen Artikeln zusammen zu stellen, welche die„Norvd. Allg. Ztg." selbst in den letzten 4—5 Monaten geschrieben hat, und sie haben einen noch größeren Skandal, als�der, auf welchen ich jenes so stolz demenrirte Gerücht bezog. Außerdem darf Serr Pindter überzeugt sein, daß es weder in Frankreich, noch onstwo einen urthellsfähigen Menschen giebt, der einem Pindter'schen Dementi Glauben schentt. Z« der Frage der Fortdauer des Kozialisteu- gefttze«, welche die„Nat-Ztg." behandelt hat, bemerkt die »Kreuz Zta." jetzt, daß die Nationalliberalen bei dem neuen Minister Herrn Herrfnttb eine Abänderung des Gesetzes nicht erreichen dürften.— Es wird sich ja bald zeigen, ob die „Kreuz-Ztg." zu Herrn tzenfurth ebenso gute Beziehungen hat wie zu Herrn v. Puttkamer. Die„Nat.-Ztg." bestreitet es jeden» älls sehr entschieden und will der Versicherung der„Kreuz°Zta." keinen Werth beimessen. Auch der„Reichsbote" ärgert sich über das Vorgehen der„Nat.-Ztg." in der Frage des Sozialisten- zesetzes. Während der„Reichsbote" aber in der Einleitung eines Artikels heuchlerisch erklärt, er werde fich freuen, wenn der durch das Sozialistengesetz zu erreichende Zweck ohne dieses Gesetz auf andere Weise besser erreicht werden könnte, erklätt er zum Schlüsse, gegen die„tendenziösen Sozialdemokaten" werde immer ein Ausnahmegesetz nöthig sein. Der„Reichsbote" schlägt dann vor, das Ausnahmegesetz als eine Anzahl neuer Paragraphen in das allgemeine Gesetz hineinzunehmen.— Wer könnte von dem Organ des Herrn Stöcker auch andere Vor- schläae erwarten! Di« feindliche« Krüder. Die„Kreuzzcitung" rechnet darauf, daß in der Rheinprovinz die Handwerker das nächste Mal konservative Kandidaten aufstellen werden. Auf einem rheinischen Handwerkertage in Ttter sind die Nationalliberalen ausdrücklich für Gegner der Handwerker erklärt worden.„So regt es fich in den Kreisen des Volkis," ruft sie tttumphiren» aus. Der„Reichsbote" erklärt trotzig, die Rücksichtnahme aus den mittelparteilichen Liberalismus hat erwiesenermaßen nur geschadet. „Du den Ursachen de» Verbrechens gehört die ver- nachlässigte Erziehung besonders in denjenigen Lan- destheilen Bayerns, wo Kinder zum Arbeiten in F a b r i» ken angewendet werden. Woher mag denn wohl das entsetz- liche Zitat stammen, das schlankweg die Ausnutzung kindlicher Arbeitskräfte als eine Quelle des Verbrechens denunzitt? Ge- wiß aus den Werken eines Umstürzlers. Denn diese Neuerer, diese Unruhestifter behaupten ja, daß das Kind in die Sckule und auf den Spielplatz gehört, daß es der sorgenden Mutter, der schützenden Hand des Vaters bedarf, daß die Proletarier- kinder, hineingeschleudert in die Arbeitsstätten der Großindustrie, zwischen Erwachsenen beider Geschlechter, degeneriren, verkommen und nur zu leicht Kandidaten der Gefängnisse wer- den. Aber wie wird uns? Das Zitat findet fich in dem im Auftrage der bayrischen Regierung vom Staatsanwalt f e t e r s e n verfaßten Bettcht an den Londoner internationalen ongreß für Gefängnihwesen, abgehalten im Jahre 1872. Ver- gleiche das Kongrcßprotokoll(Prisons und Reformatottes%.), herausgegeben von Edwin Pears, S. Hin. 63. Trotz dieser Einsicht hat aber bis heute die bayttsche Regierung es noch nicht für angebracht gehatten, gegen die Krnderarbttt vorzugehen! Die Rente für die inualide« Arbeiter soll nach dem neuen Entwürfe eine gleichmäßige sein, von 120 bis 250 Mark, je nach der Länge der Beittagszeit, steigen, aber gleichmäßig für den Arbeitet, der 3 M., oder den, der 1 M. Tagelohn hat. Die Rechnungseraebniffe der Unfallverficherungsderufsgenossenschasten aeben einen Anhalt für die Höhe der Löhne in den gewerblichm Bettteben. Als Durchschnittslohn aller der Unfallversicherung »nterlieaenden Arbeiter ergiebt fich für 1886 ein Jahrcsverdienst von 669 Mark. Man kann aber die Arbeiter der Ziegelei- und der Zuckerberufsgenossenschaften, welche höchstens ein halbes Jahr zu thun haben(mit 394 bezw. 262 Mark Jahresverdienst), nicht einrechnen. Läßt man sie außer Rechnung, so ergiebt sich ein durchschnittlicher Jahresverdienst von 670 M. pro Kopf. Diesen Durchschnitt überschreiten nur 32 von 60 Genossenschaften. Faßt man die geographisch abgegrenzten Genossenschaften derselben Jndusttte zusammen, so ergiebt sich für die Eisen- und Stahl- Berufsgenossenschaften ein Durchschnittslohn von 862 M., der aber nur in dreien von diesen 8 Genossenschaften überschritten wird: nämlich in der süddeutschen und sächflsch-tbüringischen Eisen- und Stahl- und in der rheinisch-westfälischen Hütten- und Walzwerks-Berufsgenossenschaft. Aber auch die anderen Ge- nossenschaftcn der Eiscnindusttte bleiben wenigstens über dem allgemeinen Durchschnitt von 670 M. Viel schlechter find die Lohnverhältnisse aber in der zweitgrößten Jndustriegruppe: der Textilindustrie. Faßt man die acht Verufsgen offen- Arnswalde in der Mark nahe der pommerschen Grenze er- folgtcs Naturereignis; wohl nahezu mit Sicherheit als ein Meteor- steinfall bezeichnet werden können. Auch hier hörte man gegen 11 Uhr plötzlich einen etwas entfernten dumpfen Knall und unmittelbar darauf ein näher kommendes, immer lauter werdendes Krachen, das im ersten Augenblicke an das Getöse schwer be- ladener und zusammenbrechender Steinwagen erinnerte. Ehe man indessen Zeit zu einer weiteren Betrachtung gewann, stieg in etwa 170 in Entfernung aus einer kleinen, unter Wasser stehenden Moorvertiefung eine anscheinend 3-4 m im Durch- messet haltende Dunstsäule bis zu einer Höbe von mindestens 30 m auf, in der man deutlich einzelne, immer sich erneuernde, mit großer Kraft empor getriebene Wasserstrahlen unterscheiden konnte. Diese Säule gestattete Durchblicke nach dem hinterliegenden Walde und verschwand erft nach einigen Minuten, indem sie sich zu- erst vom Boden trennte und dann von unten nach oben auflöste.gZum Schrecken der Zuschauer zeigten sich noch vor dem Vettckwinden dieser Erscheinung plötzlich in seitlicher Entfernung von 12—15 Meter von ihnen zwei weitere Dunst, und Waffer- massen, die fich aber nicht über 1 Meter erhoben, indessen doch Veranlassung zu einem schleunigen Rückzüge der drei unfrei- willigen Beobachter wurden, wttl man nun hier auch noch größere Ausbrüche erwartete, auch wahrgenommen zu haben glaubte, daß der Moorboden in eine schwache zitternde Bewc- gung gekommen wäre. Doch sah man vom Wege aus, daß sich alles wieder beruhigt hatte und die Wasserfläche wieder glatt war. Im nahen Dorfe Schwachenwalde war der Donner eben- falls deutlich gehört worden, desgleichen im Forsthause Freuden- berg, wo man fernen Kanonendonner vermuthet hatte. In dem vorliegenden Falle dürften nicht nur die Schallettchttnungen. sondern das Aufbrausen des Wassers und die Dunstentwicklung Über demselben durch das Herabfallen heißer Meteormaffen sich vollständig erklären. Eine s-ltfnme Feier der Entdeckung Amerika» hatte, wie italienische Blätter aus einem Bttefe von San Do- mingo entnehmen, ein Amerikaner namens Linnal in Ausstcht genommen. Derselbe richtet an die Regierung von San Do- mingo das Ersuchen, ihm den Leichnam von Christoph Columbus anzuvettrauen, damit er die sterblichen Reste des großen Ent» deckers unter einer Eskorte von Soldaten und Pttestern in allen Städten der Union öffentlich zeigen könne! Er versprach der Regierung 50 pEt. des Reingewinns und aarantitte bei einer Vettragsdauer von vier Jahren für eine Quote von 200000 Dollars. Der Minister des Innern, General Figuereo, hat in- deß hierzu nicht die Hand bieten wollen. hötte schaftm dieser Industrie zusammen, so bleibt der durchschmtt- liche Jahresverdienst mit 551,58 Mark sehr erheblich hinter dem allgemeinen Durchschnitt von 670 Mark zunick; nur eine einzige Textilgenossenschaft, die elsaß> lothringische, überschreitet den allgemeinen Durchschnitt; alle anderen bleiben dahinter zum Tbeil sehr erheblich zurück, nämlich die rheinisch. westfälische mit 618 M, die Seidenindustrie mit 587 M, die süddeutsche mit 549 M.. die norddeutsche mit 538 M.. die sächsische mit 535 M., die schlestsche mit 500 M. und die Leinenindustrie mit 466 M. Es bleiben also fünf von den acht Textilamossenschaften hinter dem besonderen Durchschnitt der Textilindustrie zurück. Und gerade diese Industrie hat die .längste Arbeitszeit, aber freilich auch den größten Antheil an der Frauen« und Kinderarbeit. Die vier Holzbeiufsgenoffenschaften «reichen den Durchschnitt von 670 M. auch noch nicht ganz: bei ihnen crgicdt sich ein Durchschnittslohn von 645 M, welchen »wei, die bayerische mit 799 M. und die südwestdeutsche mit 662 M., überschreiten, während die norddeutsche mit 624 M. und die sächsische mit 601 M. dahinter zurückbleiben. Sehr Soße Verschiedenheiten weisen die 12 Baugewcrksgenossen- lafien auf, die bei einem Durchschnitt von 581 M. einen höchsten Durchschnittslohn bei der.hamburgischen und einen niedrigsten von 333 M. bei der sächsischen ergeben. Vielleicht liegt hier eine verschiedenartige Berechnung der Löhne vor; denn man kann sich kaum vorstellen, wie in der Hamburgischen Baugewerksgenoffenschaft 1025 M, in der Hannoverschen nur 490 M., in der Magdeburgischen 409 M. durchschnittlicher Jahresverdienst erzielt sein sollen. Im allgemeinen sind die ermittelten Durchschnittslöhne am niedrigsten in den öst> lichen Provinzen und im Königreich Sachsen, dann folgen die mittleren preußischen Provinzen und Thüringen, sowie Bayern, während die westlichen preußischen Provinzen, sowie Württemberg und Baden den Ueberaang zu dem Bezirk mit den höchsten Löhnen bilden, das ist Elsaß-Lothringen. Aber die Steigerung von Osten nach Westen ist nicht in allen Industrie- zweien eine gleichmäßige. tammtg vor drr Auswanderung nach Argen- ttaicn. Die offiziösen„Berl. Pol. Vachr." schreiben:„Dem Vernehmen nach soll seitens der argentinischen Regierung beab« fichtigt sein, die Gewinnung von Einwanderern nunmehr in erhöhtem Maße anzustteben. Der General-Einwanderungs- kommiffär Samuel Navarro soll sich in Begleitung von drei Beamten von Buenos-Ayres bereits nach Europa begeben haben, um den Dienst der in mehreren Hauptstädten Europas de« stehenden sogenannten argentinischen Jnformations- und Pro- paganda-Bureaux, sowie dre Mitwirkung der Konsulate in dieser Jrage zu regeln. Die üblen Erfahrungen, welche von deutschen Auswanderern nach Südamerika fast regelmäßig gemacht war- den, find wohl Grund genug, um auch den vorstehend fignali- firten Bestrebungen gegenüber die größte Zurückhaltung und Vorficht seitms ver arbeitenden Bevölkerung im gegebenen Falle angezeigt erscheinen zu laffen." Mio e» mit»er politische« Kildnng auf dem platten Lande theilweise beschaffen ist, deweist eine Mitthei- lung des„Sonneburger Anzeigers" aus dem Wahlreise Stern- berg: Das im Wahlkreise erscheinende Blatt führt das Vor- lommniß als Belag an für die traurige llnwiffenheit, welche m Betreff der einfachsten polttischen Fragen auf dem Lande besteht. Aus dem Dörfchen Kl.-Kirschdaum wird nämlich berichtet: Für den fteifinnigen Stadtrath Witt wurde eine einzige Stimme abgegeben. Und das kam daher: Der Gutsverwalter hatte seinen Tagelöhnern je einen Stimmzettel übergeben und ihnen gesagt, wählen zu gehen. Einer der Arbeiter verlor nun un- glücklicherweise seinen Zettel; um aber doch dem edlen Wunsche des Verwalters nachzukommen, nahm er einen von den frei- finnigen Wahlzetteln, welche ihm von einem Fremden ins Haus gebracht worden waren, und gab ihn ab. Als er später darauf aufmerksam gemacht wurde, daß er„falsch" gewählt habe, ant- mottete er(ins Hochdeutsche übersetzt):„Meinen Zettel hatte ich verloren, und kaufen wollt' ich mir keinen neuen, darum-habe ich den andern genommen, denn davon habe ich ja drei Stück." — Bekanntlich ist im Wahlkreise Stemberg unlängst der Land- rath zum Reichstagsabgeordneten gewählt worden. Anders wie konservativ ist in diesem Wahlkreise niemals eine Wahl aus« gefallen. «egen die„lundhaftr Nergnügungosucht". Der Landrath des Kreises Marienburg in Hannooer, Gras von Norries in Hudesheim, macht bekannt, daß die Vergnügungssucht in diesem Kreise und insbesondere die Veranstaltung von Schützen« festen, Volksfesten, Sängettesten und Knegerfesten„in bedauer- licher Werse zugenommen" habe. Er wolle daher in Heber ein« sttnrirmnß mit dem Kreisausschuß„diesem Unwesen unbedingt ein Ende machen und werde zu solchen Festlichleiten, mögen fie nun in Wrtthshausern oder in besonderen Zelten abgehalten wnden, ohne lede Ausnahme höchstens für 2 Tage Eclaubniß SÄSÄÄJ S ...*»• N-rdha«s.«. 17. Juli, wird der„Frls. Ztg." ge- eines in Nr. 162 der genannten Zeitung am Freitag, den 13. Juli, abgedruckten Korrespondenzartilcls aus Paris. In diesem Artikel war eines auch in versckievcnen anderen Zettungen ab- gedruckten, zuerst im Panser„Matin" erschienenen Attikels Er- wähnung gethan, wonach aus dem Krankenzimmer Kaiser Friedrichs wichtige Papiere, u. A. ein ExposS des Fürsten Bis- marck über die auswättige Politik, weggekommen und nach Lon- don in die Hände englischer Diplomaten gewandert seien. Es wurden daran noch Mittheilungen geknüpft über heftige Szenen, welche dieserhalb zwischen dem jetzigen Kaiser und der Kaiserin- Wtttwe Victoria, welche mit ihrer Umgebung als verdächtig überwacht werde, stattgefunden hätten. Dieser Attikel war von der Redattion der„North. Ztg." indeß mit der Einleitung ver- sehen worden: Der„Matin" läßt sich aus Berlin folgende Sen- sationsente telegraphiren," außerdem war noch von der Redak- tion der Schlußsatz beigefügt:„Diese Erzählung ist der Phan- taste eines stanzöfischen Romanschttftstellers durchaus würdig." Trotzdem ist von der hiesigen kgl. Staatsanwaltschaft S Kasan- Kag gegen den verantwottlichen Redakteur der„North. Ztg." wegen Majestätsbeleidiguna gestellt worden. DaS gesuchte Ma- nusknpt wurde vom Redatteur anstandslos überliefett, während frie in der Expedition der„North. Ztg." noch vorhandenen Exemplare der unter Anklage gestellten Zeitungsnummern von dem nachsuchenden Gerichtsvollzieher mit Beschlag beleat wur- den."- Ob wohl die„N. A. Z.". die den Artikel ebenes abgedruckt hat, angeklagt wird? _ Endlich ist den Freiderger Mählrrn- so wird dem «Wähler" aus Freiberg i. S. geschneben— das Gluck zu Thell geworden, ihren Vettreter im Reichstage in ihrer Mitte zu sehen. Der konservative Verein hat es nämlich unternommen, eine Ver- sammlung einzudemsen. in welcher unser Vettreter, Herr Mer- dach, über seine und des Reichstags Thätigkett Bericht erstatten sollte.— Von seiner Thätigkett wußte der Herr Abgeordnete natürlich sehr wenig zu sagen, dagegen wurde den Versammelten der Reichstag im schönsten Lichte ausgemalt. Die großen Lasten, welche der Reichstag dem Volke aufgeladen hat, fanden seine volle Anerkennung, wie in allen derartigen Versammlungen, so auch hier. Selbstredend war der denkwürdige 6. Februar, an welchem der Reichskanzler die„große Rede" gehatten hat, der schönste Tag seines Leoens,— alle diese Phrasen mußten die Zuhörer zum Thett mit Bravo begleiten.— An Seitenhieben für die Sozialdemokraten fehtte es, wie wohl zu ermatten war, nicht. Die Verringerung der sozialdemokratischen Reichstags- abgeordneten von 25 auf 11 bezeichnete Redner„im Gegensatz zu einem Ausspruche Bismarcks" als segensreich. Von dem Zu- standekommen dieses Reichstags, von dem Drucke, unter welchem die Sozialdemokraten arbeiten mußten, von dem Stimmen- zuwachs von 650000 auf 770 000 jc. wußte unser Reichstags- vertreter selbstverständlich nichts zu erzählen. Seine besondere Freude drückte er darüber aus, daß in Sachsen nicht ein einziger Sozialdemokrat gewählt worden sei. Die Getreidezölle hätten der Landwitthschaft noch nichts genützt. Das soll doch wohl nur heißen, daß die Zölle weiter erhöht, und das Brot des Ar- beiters vertheuett werden soll.— Nur so sott!— Es würde zu weit mesen„Bettcht" einer Kritik zu unterziehen, da der- attige Ausflüsse schon oft„gewürdigt" worden find.— An den Arbeitern Freibergs liegt es, jetzt und allezeit zu agitiren, damit es gelingt, für Herrn Merlach einen Mann aus dem Volke in den Reichstag zu senden, damit auch die Vollsinteresscn ge- wahtt werden. Privatpreßp-llzei. In Wütttemberg hat der unter der Aegide der Herren Elben und Genossen stehende evangelische Bund einem Dottor der Theologie Warneck die Lettung der Beaufsichtigung ultlamontaner Preßerzeugniffe übertragen. Er hat ein Rundschreiben ettaffen, durch welches gebeten wird, die Mitglieder des Bundes möchten in den ihnen nahestehenden Zeitungen ultramontane Preßsünden sofott festnageln, alle ihnen aunällig erscheinenden Stellen blau anstreichen und das betreffende Zeitungsblatt dem Revisor einschicken und überhaupt den Leiter des Bundes in seinem schwierigen Amt unterstützen. Ein Exemplar des vettraulich erlassenen Zukularschreibens, einer echten Privatprcßpolizeiverordnung, ist dem„Schwab. Wochen- blatt" in die Hände gefallen, welches dasselbe mit zutreffenden Glossen veröffentlicht. In Neviges fanden am 17. d. bei zwei Witthcn Haus« suchungen nach verbotenen sozialdemokratischen Schttsten durch den Bürgermeister und zwei Gendarmen statt; gefunden wurde nichts. Außerdem wird der Elbett-„Fr. Pr. von dott ge- schrieben:„Aus Freitag, den 20. d. M., find 4 hiesige Witthe zum Untettuchungsrichter Uhles in Elberfeld geladen, um gegen Ernst Ahrends und Genossen wegen Verstoß gegen die§§ 128 und 129 des Str.-G.-B.(geheime Verbindung) vernommen zu werten. Herr Ernst Ahrends— wir haben zwar nicht die Ehre, diesen Herrn zu kennen— ist doch eine viel genannte Persön- lichkeit, denn an allen Ecken und Enden nicht nur der Rhein« provinz, sondern auch in Westfalen muß er, nach den vielen Haussuchungen und Vernehmungen zu schließen, geheime Ver- bindungen angeknüpft haben. Ob der Herr wohl selber etwas davon weiß?-- Wir bezweifeln es sehr." OeKerr-ich-U«gar«. Lemberg gemeldet, daß eine Der„Poltt. Kon." wird aus.. 12 Mann starke Abtbeilung dn russischen Grenzwache Nachts die Grenze im Bezitt Sokal üderschttttcn hatte und 2000 Schritt auf das diesseitige Gebiet vorgedrungen ist; die- selbe umzingelte eine Schmugglerberberge und schleppte die Schmuggler sowie eine Vienge konsiszitten Branntweins über die Grenze zurück. Oesteneichischerseits ist an der Grenze eine Untersuchung eingeleittt worden. «trotzbfitattttie«. Die zwischen Herbert Gladstone, dem Sohne des Erpremiers, und dem Jrländer O' D o n n e l l während der Monate April. Mai und Juni 1882 gepflogene Korrespondenz ist veröffentlicht worden. Am 8. Juni schreibt der junge Glad- stone:„Ihre Pattei sagt, daß sich die Regierung auf die Bill über rückständige Pachtzinsen verkästen sollte. Glauben Sie, daß die Leute, welche die Morde im Phönixpatt planten und aus- fühtten, weil fie fich vor einer Politik gegenseitiger Konzesstonen sürchteten, jetzt mit einem Male Ruhe halten wurden? Glauben Sie, daß Parnell und Davitt die geheimen Gesellschaften in Schranken halten können? Sehen Sie nicht ein, daß dem Boycottunwesen, diesem Fluche Irlands, welches doch meistens nur zu selbstsüchtigen Zwecken und nicht für solche der Landliga angewandt wird, ein Ende gesetzt werden muß? Es ist jedoch nutzlos, die Maßregel ,u eröttern. Ich wünsche nur eine Frage zu stellen: Was kann Irland durch die fottgesetzte bittere Oppo- fitwn seiner Abgeordneten erreichen? Sie verhindern die Regie- rung daran, Konzessionen zu bewilligen. Sie nähren die Auf- reguna in Irland und reizen die Engländer, so daß diese nicht auf Vernunftgründe hören wollen." In Irland gelangten in den am 30. Juni endigenden Quartal 172Agrarverbrechen zur Kenntniß der Polizei. Es befinden fich darunter 2 Morde, einer in Derry und einer in Cork, 8 Mordversuche, 12 Brandstiftungen, 15 Fälle von Viehverstümmelung, 74 Drohbriefe, 16 Fälle von Einschüchterung, 14 Fälle von Eigenthumsbeschädigung und 9 Fälle, in denen in Häuser gefeuett wurde. Von der Gesrmmtzahl von Agrar- verbrechen entfallen 20 auf Ulster, 1 1 auf Leinster, 39 auf Con- naught und 102 auf Munster. Verantwortlicher Redakteur: K Frankreich. Deputirtenkammer. Der Konseilpräfident Floquet beanttagte. die Interpellation des Deputitten Fernifien über die bezüglich Cochinchinas befolgte Politik zu vertagen. Die Kammer stimmte zu. Delapotte verlangte indessen auf die Erklärungen Constans' zu antwotten und betonte, daß die Regierung das Recht habe, die Hazardspiele in Cambodga zu unterdrücken, weil dieselben Cambodga zu Grunde richten würden. Der Zwischenfall war damit erledigt. P y a t lichtete eine Anfrage an die Regierung bezuglich der Beschlagnahme des Schreibens des Grafen von Parts und meinte, die Regierung sei hierbei nicht streng gemig vorgegangen, man hätte das Vermögen der �egen müssen. Der Konseilpräfident mMsm m bleiben, u-------- den vledtszttären gesichert werden muß, seiner unterstützen soll.* Duguyot. Laisant, Lapotte. 6l0mg Hugues. Vacher ihr Manda't vor Ende der laufenden mmmm Legislatur nicht nieder. Sie werden wohl auch noch � rein persönliche Grunde haben. Italie«. Deputirtenkammer. Die Anwendung deS# der verhällnißmäßigcn Vertretung der Minoritäten bei« nistrativen Wahlen wurde mit 173 gegen 136 v men angenommen, nachdem Crispi erklätt hatte, daß die* rung fich in dieser Frage vollständig neutral verhatte. Crvnheim in Berlin. Druck und Verlag von M.» Salkan lattder. In Bukarest ist ein Setzerstreik ausgedroche«. Journale erscheinen in kleinstem Format oder gar nicht. tr. 168 Nix Iereine»«d NersammwnsZ Di« Frei« Dereinigung der Vergolde»«*«- W_ 16. Juli in Scheffer's Saal, Jnselstr. 10, eine MitgliH Wir folg sammlung ab. Es wurde zunächst von dem Kasfirer derxbrdamerikani bericht verlesen, welcher von den Revisorm als richtig lmeph Ernst v. 1 wurde. Hierauf wurde dem Kasfirer Decharge ertheilt. Es giedt Vorfitzende ersucht alsdann die Fachgenoffen, möglichst#e Ansichten dem Verein beizutreten, nur dann wurde es möglich sein, isnischen Jnd Ersprießliches zu erreichen. Alsdann entstand eine längen- Dem zio kusfion über den Streik in der August Werkmeifter'schen Smchsenen Em Die genannte Firma soll eine bedeutende LohnreduktionEndniß des i nommen haben, so daß es den Arbeitern nicht möglich o» Bei der den gebotenen Preis zu arbeiten. Sämmtliche Baroaoejüh gewöhn! hätten deshalb die Ardett niedergelegt.— Die VersaA sprechen nr nahm nach Schluß der Debatte einstimmig folgende RÜ%mme oder( an:„Die heutige Versammlung der Vergolder Berlins Jrtelunaen W den Streik der Kollegen der Werkstätte des Herrn Augufi meister für gerechtfeitigt und verpflichtet fich, für die Strn mit allen Kräften einzutreten."— Darauf wurde die lung geschlossen. Di« AUsrmtine Kranken- und en Begriff ;e lassen, 1 Sprach �...chieden f Kt-rbedasl:s ist beb Metallarbeiter(E. H. Hamburg 29), Filiale Berlm�undertcn zä änstaltet am Sonnabend, den 21. Juli, ein großes S bestehend aus Konzert, Ball, Kinderbelustigungen, Gest komischen Vorträgen im JBolksgatten", Hasenhaide 14 Billets für Herren& 50 Pf., Damen» 25 Pf. find bei der Ortsverwaltung und bei den Mitgliedem._ Gönner der Kasse find hierzu eingeladen. Anfang Abendkasse findet nicht statt. Ortokrankenkasse de» Iimmererge»> f-erlin. Sonntag, den 22. Juli, Vormittags 10 okale Linienstraße Nr. 8 bei Sicmund: Generalverß Tagesordnung: 1. Bescheid des Bezirksausschusses der Generalversammlung am 15. April c. beschlossene änderung. 2. Wie verhallen wir uns bck. dieses Bei Zentral-Kranken- und Sterbekasse der Wagenbauer.(E. H. 8. Hamburg.) Bezirk Berlin tag, den 22. d. Mts., Vormittags 10t Uhr, im„: Südost", Waldemarstr. 75, Mitgliederversammlung. nung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1888. 2. Ottsverwaltung. 3. Innere Kaffenangelcgenheiten. Verein Srrliner Aagelschmiede. Eon 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, Lichtenbcrgerstr. 21 Versammlung. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher» und Abrechnung vom Stiftungsfest. 2. Statut' 3. Verschiedenes. Allgemeine Kranken- und Kterbekass« arbeiter.(E. H. 29, Hamburg.) Mitgliederversavs Filiale Berlin 7 am Sonnabend, den 21. Jul>< 84 Ubr, bei Jakob, LindowersK. 26. Tagesordnung bericht, Revisorenwahl und Verschiedenes. Fachverei» der Knchbinder und verwand genossen. Sonnabend, den 21. Juli. Abends 84 UW- Versammlung im„Louisenstädtischen Klubhause--, Tagesordnung: 1. Vottrag über„Die Uedervölla Malthus'sche Theorie". 2. Verschiedenes und Ausgabe der Billets zur Dampferpattie(am 12."%" Schmöckwitz. Preis 4 Person 1 M. 25 Pf.. K'nder den Siä nien und hl der gege laska, lebend 50 Nationen as über 10 Der größi . rcnden Hoi taaten- Indio innern. Den jene Superi ffenden Ten -flegung ir Bis vor -taaten-Diens 'illionen an zuzuschreibe! s die ele -erzweiflung letzteren und Unheil und di zuzuschreiben. ltung in I slitik dürfti itämme der t Sind abei Im Nord an. Man ser und V en, aber cn und zu| i bauschen d schlief dar nem anderer chtcte Farn chnung, nich best Der Uere'N der Modelltischler abend, den 21. Juli, ein Sommervergnügen, Gattenkonzert. Tanzkränzchcn, Volksbelustigungen-c-- „Zum Feldschlößchen". Müllerstr. 142. Freunde un® dcs Vereins ssnd hierzu eingeladen. Billets 4 find bei den Mitgliedern zu haben. Der Verein znr Wahrung der Klavierarbeiter feiert sein diesjähriges Sommert et* tag, den 23. Juli, in Schonett's Lstbahnpark, straße. Billets sind bei folgenden Heiren zu badcm. Waldemarslraße 61, im Arbeitsnachweis; Schmalo� straße 70; König, Kleine Andreas str. 5, bei LonR,- Manteuffelstr. 48; Harm, Lübbenerstr. 13, sonne der Norstandsmitgliedeln zu jeder Tageszeit, soweit noo> handen find. Offene Kasse findet nicht statt. Gesang-, Turn- und gesellige Verein® Kaiserlicher Mänirergesangver in Abends 9 Uhr i Tamm, Schönhauser Allee 28.— Gesangverein Aden s8Uhr im Restaurant Hensel.Alerandrinenstr. tafel der Maler Berlins" Abends 8t Uhr im Rel, Brandenburgstt. 60.— Gesangverein„Alpengtuye» 9 Uhr im Restaurant Prinz, Böckhstraße 4)•. verein„Flöterisches Toppel-Quattett'Abends 9 Uhr Musehold, Landsbergerstt. 31.— Gesangverein Abends 9 Uhr im Restaurant Sckmidt, Man'. Gesangverein„Norddeutsche Schleife" Abends 9 U® stt. 127» im Restaurant Goelling.— Gesangvereins.� 1 nus.— Hilppenxz 9 Uhr Dcesdenerstr. 85 bei Gustavus. Vereinigung„Harmonie" Abend« 9 Ubr bei -' Turngmossenschaft(V-, straße 17.— Berliner lung) Abends 8'/» Uhr in der.„ Wassetthorstr.31.— Turnverein„Hasenhaide" tMann Abends 8 Uhr Dieffenbachstt. 60 61.- Turnvernn Frei"(Männerabthcilung) Abends 84 Uhr Wissenschaftticher Verein für Roller'sche Stenog 3- Uhr im Restaurant Ziethen, Dorothecnstr. 31, Uebungsswndc.—„Allgemeiner Arends'scher verein� Abt Heilung„Vorwärts", Abends 6t Uhr Kall, Mariannenplatz 11.— Arends'scher Srcn „Apollobund" Abends 9 Uhr im Restaurant- Verein ehemaliger Dr. Toebbelin'scher Schaler" im Reswurant Krebs, Friedrichslr. 206.--■),. tanten-O rchesterverein. Abends 8» Uhr Uebun stamant Lehmann, Alexandrinenstt. 32.—%! veilchen" Abends Ajt Uhr im Restaurant allianceskaße 89.— Rauchklub„Westend" Hohenzollernaatten, SteglitzersK. 27.— RauchM' Abends 84 Uhr im Restaurant, Skalitzersk. l4' Abendig „ Wasserftand der Spree in der Woche 7. Juli 1888.(Angade in Metern.) Tage AmObcrbaum Tammmühle, Oberwasser. Tammmühle, Unterwasser. 1. 7. 2,39 2,34 0,72 2./7. 2,32 2,30 0,69 I 3./7. j 4./7. 2,40 2,38 0,70 2,38 2,37 0,74 6V7- 2,40 2,39 0,81 ** en VerrichK Weibes,- te er die : Diebstahl iten. Abe t wenigen) indtn find, k r Rest dliet nie. Jager hr da. Sie «setze. Arde Darum 'd vettaufte Alle bishe l bewegen, tot fingt. Sc nem Lebensr Weißen n } dieser Kä -rde, d. h. airien, glau idiancrs. In den 1 er wurde de ion, das rften fie nie m hier ert r das geistig Wobl der ai lationen Sor n Weißen 1 tziehurgen zu anerstämmen Buffalo, bens— wr it Wunder, s Leben zu ausgefüh in Berlin SW., Beuthstraße 2. KieN« «1«' auch noch ; Beilage zum Berliner Volksblatt. )ung dts W ritäten bd gen 136 le, daß du■—- letWte. L 168� Freitag, den 30 Juli 1888. 5. Ia�rg. msgebroch» 1 gar nicht. Dix Inäianer-Iiviü�rung in jetrn Sluflufi, für Die© iide Die »!»»« der etc. W* ne �Jiitfll«* Wir folgen in Den nachstehenden Schilderungen einer in �asfirer der»vrdamerikanischen Verhältniffen wohlerfahrenen Auioriläl, uäm- s richtig anach Ernst v. tzesie- Wartegg. ge ertyeilt-. Es giebt schwerlich eine Völkerrasse auf Eiden, über welche möglichst pje Ansichten so sehr getheilt find, wie über Die nordameri« nöglich sei«,«nilchen Indianer. eine länge«' Dem zioilifirten, in guter gebildeter Umgebung aufge- aeifter'schen Nachsenen Europäer ist Die richtige Auffassung und das Ver- hnreduktion �indniß des indischen Volks-Charaiters schwer möglich. t möglich Bei der Beurtheiluna der nordamerikanischen Indianer che Baroauejitv gewöhnlich don Den Reisenden ein großer Fehler gemacht! Die Verfwje sprechen nur stets von„den Indianern", ob es nun Prairie- olgende Stel»ämme oder Gebirgsbewohner, Nomaden oder in festen An- der Berlws jedelungen Wohnende find. Dadurch entstehen gewöhnlich jene ' ien Begriffe über Die Rothhäute. Man darf nicht aus dem je lassen, daß Die einzelnen Jndiancrstämme in der Gestalt, . der Sprache und in Den Gebräuchen ebensosehr von einander erschieden find, wie Die einzelnen Nationen Europas. jfterdekasst-g ist bekannt, daß die indianischen Sprachen nach iale Berlin tnnrderten zählen. Nur Die in Den Prairien und Steppen iroßes Sonnabenden Stämme haben gewisse Gebräuche, religiöse Zere- gen, GesaMwnien und Verständigungszeichen miteinander gemein. Die nhaide 14 nnfahl der gegenwärtig in den Vereinigten Staaten, einschließlich Pf. find pstinska, lebenden Indianer beläuft fich auf 300 000, Die etwa »em. FteUPfO Nationen und 400 Stämmen angehören; in Kanada leben Anfang«twas über 100 000 Indianer. " Der größte Theil der Indianer, mit Ausnahme der noma- . renden Horden, steht unter der Aufficht eines Vereinigten staaten-Jndianerbureaus, einem Zweige des Ministeriums des nnern. Dem Sekretär der Jndianerangelegenhciten unterstehen iene Superintendenten und Agenten, welchen in den be« Renden Territorien Die Aufficht über Die Indianer und ihre Regung im Winter obliegt. ■i, ctJ01 kurzem wurde dieser Zweig des Vereinigten taaten-Drenstes oon einer wahren Diebesbande verwaltet, welche tll'.onen an Geld oerschlang, ja deren verächtlichem Treiben zuzuschreiben ist, wenn ein beträchtlicher Theil der Indianer f vre elendeste Weise oerhungerte, oder fich aus erzweiflung gegen Die Unterdrücker auflehnend, diese letzteren und deren Helfershelfer ermordete. Ihnen ist alles . r#r.njc Mißwirthschast des Jndianerdepartements zuzulchrelden. Erst vor wenigen Jahren gelangte diese Ver- <« bessere Hände und der gegenwärtigen friedlichen lrtik durfte es gelingen. Die noch barbarisch gebliebenen 4ämme der Ziorlisation entgegenzuführen. Sind aber Die Indianer überhaupt zivilisationsfähig? Im Nordwesten der Vereinigten Staaten glaubt man nicht an. Man sagt, es sei unmöglich. Man gab ihnen Farmen, ser und Vieh, um fie zu Ackerbauern und Viehzüchtern zu en, aber fie ließen alles stehen und zogen weiter, um zu en und zu stehlen. Ein Häuptling, dem man ein leerstehen. i däuschen zur Wohnung gab, baute fich nebenan sein Zelt d schlief Dann, während er in das Haus seine Pferde stellte. nem anderen Indianer überließ man eine ganze, wohl ein- richtete Farm. Er bezog fie, aber er fand fie blos der Be- ohnung, nicht der Bearbeitung würdig.ü ä Wie könnte fich auch ein indianischer Krieger zur Arbeit Erniedrigen? Er hat niemals gearbeitet, und die geringen häus- bei'tcb�che» Verrichtungen auf der Prairie und in seinem Zelte find Sache Biws Wcibes,— seiner Sklavin. In den südlichen Territorien ergrw ttags 10 eneraloetf; schusses fchlossene fieses e der :l Berlin , im, mlung. 388. 2. leiten. So«! erstr. 21 itlichet K Statut raff» der| Deroerfo«!1 21. Julb sordnung- et L-mpl, sowie bn peil«o» rreinf fl i Ubr>wg oerein» inensst.1 KÄz, erein «9% etem"��, '(V. ädtische« "(Manr jmvetei« verwandte % eroöllei und U. }£.— nimv wuuuiii. vtu|uuni«tii*,cuuunen !,mBf und ernte er Die Sklaverei von Den Weißen; konnte er durch Tausch • i Nerso«>k!cr Diebstahl einen Neger erlangen, so mußte dieser für ihn ' Arbeiten. Aber der Indianer selbst wird nicht Ackerbauer. Von Aiiterefffyen wenigen Indianern, die noch im Staate New-Vork vor- �-rfest fanden find, kann man die Ackerbauer an den Fingern abzählen. der Rest blieb bei seiner ursprünglichen Beschäftigung so gut er �. gaben- onnte. Jagen konnte er nicht mehr, denn das Wild war nicht ll« vJilLiebr da. Stehlen durfte er nicht, denn er stand unter dem csetze. Arbeiten wollte er nicht, denn sein Stolz verbot es m. Darum schnitzte er sein Leben lang Pfeile und Bogen md verkaufte fie an Die Touristen. Alle bisherigen Versuche, den Vollblut. Indianer zur Arbeit >u bewegen, scheiterten. Damm wurde er auch zurück- :dlängt. Seine Jagdgründe und damit die Bedingungen zu 'nem Lebensunterhalt wurden ihm entzogen. Im Kampfe mit .n Weihen mußte er natürlich unterliegen. Auf dem Schau- ätz dieser Kämpfe, dieser mitunter grauenvollen Massakres, und ' rde, d. h. im Nordwesten Amerikas und in den nördlichen llrien, glaubt man deshalb nicht an Die Kulturfähigkeit des dianers. In Den südlichen Prairien des Westens ist es anders. er wurde den einzelnen Jndianerstämmen eine eigene Reser- tlon, das Jndianer-Territorium angewiesen. Aus diesem rften fie nicht verdrängt werden. Christliche Misfionen wur- en hier errichtet, welche durch Kirchen und Schulen r das geistige, Regierungsagenturen, welche für das leibliche lobl der armseligen Uederreste von einst großen Indianer- Stationen Sorge tragen. Von allen Seiten ist der Indianer von Meißen umgeben, die häufig in eng verwandschaflliche Be- »leburigen zu seinen Stammesgenoffen treten. Und hier ist es auch, wo der Indianer Die einzigen Fortschritte als Äckerbauer geistige Erziehung und Die Uhr v�HWacht. Die Blutvermischung, Die geistige Erziehm tenograV�j, Geduld waren es, welche dieses Wunder bewirkten. '>T s'*'d�„ Allein nur zu oft war das Zusammenleben mit den Weißen 6°� �aegenaesetzten Resultaten begleitet, besonders in � RÄe,n Regionen Amerikas findet man unter hundert $"ermzig, in welchen Die Weißen ge- wohnlich die Ursache von tfnruhen, Kämpfen und Kriegen gaben. 1 ti» Slwi•5iCt Regierungen, daß fie Die Indianer und ät rqnen�bie tefcrvitten Jndianerländereien außerhalb des Ge- ' bererchcs stellten. Diese Grenzländer wurden zur Brutstätte . hrmmelschreiendsten Raubereien und Ungerechtigkeiten, de- .ngen an— be« Indianern. Verträge, welche von dem Präsenten der Veremigten Staaten abgeschlossen waren, wurden .rch die gelbdurstigen Jndraneragenten gebrochen. Die Gelder, elche den Indianern als Erlös ihrer Landoerkäufe eingesandt "itden, kamen vielleicht nur zu einem Zehuttheil in ihre Hände, j Rest war willkommene Beute der Agenten, Die gewöhnlich ch wenigen Jahren reich wurden, und, ihre Stellungen auf- bend, als reiche Privatiers in Die östlichen Städte zogen. Die ecken, Kleidungsstucke und Lebensmittel, welche die Regierung den r Winter aller Kleidung kamen und kalb verhungerten In« änerstämmen zusandte, wurden unterschlagen. Das Wild— t Buffalo, die einzige Quelle ihrer Nahrung und ihres Dens— wurde durch Weiße gänzlich ausgerottet. War es i Wunder, wenn der Indianer zum Diebstahl griff, um fich ä Leben zu fristen? Wurde aber wirklich ein solcher Dieb- ausgeführt, dann wurde Zeter und Halloh geschrien und itr. 31,_ IÄ® ebrn Ä SV?- 6/ eine Militärmacht aufgeboten, um Die Indianer„zum Einhalten ihrer Verträge" zu zwingen.! So kam es, daß Die nordwestlichen Jndianerstamme noch gegenwärtig im Zustande der Barbarei fich befinden und, Die grenzenlose Niederträchtigkeit der Weißen verachtend, den ewigen Krieg und Tod der Unterwerfung vorziehen, wahrend Die im südlichen Indianer. Territorium und unter dem Schutze der Gesetze stebcnren, von Missionäre»' urid ehrlichen Beamten geleiteten Stämme allmälig der Zivilisation entgegen gehen._ Von den 400000 Indianern Nordamerikas find etwa ein Dritttheil zivilrfirt, d. b. größtentheils mit der englischen Sprache vertraut, in ständigen Wohnungen lebend, fich mit Ackerbau be- schäftigend. Ein zweites Dritttheil hat. sich zu Verträgen mit der Regierung der Vereinigten Staaten entschloffen, es lebt auf eigenen Ländergebieten oder Reservationen, die größten- theils in den westlichen Staaten und Territorien gelegen find. Es enthält Lebensmittel, auch Kleidung von Den Vereinigten Staaten, ohne fich jedoch mit irgend welchen Arbeiten zu be- schüfe letzte Drittel jedoch ist noch barbarisch— unabhängig von den Vereinigten Staaten und allen Zivilisationsversuchen vorläufig unzugänglich. Ihr Gebiet ist das Gebirge und Die Steppe, auf dem fie umherziehen. Die fortschreitende Zrorli- sation drängt fie immer mehr zurück oder wo fie Widerstand leisten, da zwingt fie ihnen zivilifirte Formen und Gebräuche auf. In 20 Jahren wird auch dieses Drittheil untergegangen oder mit den Weißen verschmolzen sein.,. Diese Indianer der Prairien,— etwa 120 000 an der Zahl, theils in Den Länderngedieten längst der kanadischen Grenze zwischen dem Missouri und dem Saskatsckewanfluß, theils in New Mexico, Arizona und dem Jndianer-Territorrium lebend, find die Reste jener großen Stämme, deren Gebiet noch vor einem halben Jahrhundert das ganze Misfisfippithal— mehr als eine Million Quadratmeilen umfaßte. Sie find nun bis auf den westlichen Rand dieses Stromgebietes bis an den Fuß der Gebirge zurückgedrängt, allein fie haben ihr altes Leben, das Leben ihrer Väter, noch nicht aufgeben können. Sie find noch reine Natursöhne, im Kriege mit der Kultur und im Kriege mit den Weißen begriffen. Zslmle». Dem Arbeiterstande Moral?« predigen hält fich heute schon ein Jeder für berechtigt. So sieht fich auch die „Deutsche Gastwirths-Zeitung" gemüßigt, in die allgemeine Fanfare mit einzustimmen und auch ihrerseits einen Ton los- zulassen. Die vielen Vereine, meint dieselbe nämlich, die der geselligen Unterhaltung und dem Vergnügen gewidmet find und die neuerdings in den Städten— namentlich in Den großen und Fabrikstädten— wie Pilze emporschießen, find ein großer Krebsschaden unserer Zeit und insbesondere dem Gehilfen- und Arbeiterstande schädlich. Wir find weit entfernt, führt die „D. Gastw.-Ztg." fort, letzterem nach des Tages Arbeit und Mühe seine Erholungsstunden zu mißgönnen; wenn man aber ins Auge faßt, worin eigentlich diese Erholungsstunden bestehen und wo fie gesucht werden, so kommt man zu der Ueberzeugung, daß es oft für unsere Gehilfen und Arbeiter viel besser wäre, wenn sie nickt so viele Geselligkeits- und gemeinsame Erholungs- stunden hatten. Vergebt doch in den größeren Städten für pflichtungszwang. Heute halt die„Konkordia" einen Vereins- abend, morgen Die„Eintracht" einen Ball, übermorgen der Turn- oder Gesangverein„N. N." ein Fest u s. w. Bei jeder Gelegenheit sind die meisten Gehilfen und Arbeiter naturlich dabei, fie find ja Mitglieder dieser verschiedenen Gesellschaften und daher gewissermaßen verbunden, solche zu besuchen. Die Vereine geben aber nicht allein Veranlassung?u außergewöhn liehen Ausgaben, fie find auch gar oft Die Ursache zu anderen Nebeln und schon mancher fleißig» Bürger und Arbeiter ist durch fie seines bescheidenen Wohlstandes und seines Verdienstes ver- lustig gegangen. Mit schwerem Kopfe kommt der Mann spät nach Haus, mißmuthig geht er des anderen Tages zur Arbeit, voll Ingrimm im Herzen gegen seinen Brotherrn(!), der ihn angeblich(!) so schlecht bezahlt, weil sein Geld nicht zu weiteren Vergnugungsausgaben ausreicht. Statt das schönste Glück, welches Die Menschheit kennt, zu genießen, sich im Kreise seiner Familie Abends auszuruhen und der Erziehung der Kinder einige Zeit zu widmen, um anderen Tages gestärkt und befriedigt an die Arbeit zu gehen, vergeudet er sein Geld in übermäßigem Genuß.(!) Früher, als es höchstens nur einen Turn- oder einen Gesangverein gab, da konnte man noch einige Mark zurücklegen, um sich später „ansässig" machen zu können. Heutzutage fordert die Genuß- sucht(') zu viel und Die vielen Vereine. Zum„Ersparen" kommen daher Die Wenigsten. Der Staat könnte freilich Abhilfe schaffen, wenn er Die Gründung von Vereinen von den ihatsächlichen Verhältnissen abhängig machen und nur eine ge- wisse Zahl von Gesellschatten gestatten würde. Doch das hieße natürlich, eine weitere Beschränkung in der Ausübung der Frei- betten des Volkes machen. Gehe der Gehilfe oder Arbeiter wöchentlich ein- oder zweimal, um sich zu erholen, neue Lebens- kraft und Kenntnisse für seinen Beruf zu sammeln, in seinen Turn-, Gesangs- oder Jnnungsverem, aber benutze derselbe die � ttider? de? l�oß�und�Fabttkstädten fehl häufig vorkommt, Gelage zu veranstalten(!), welche ihn um Gesundheit und Ver- «VW m tionellen körperlichen Gesundhertspflege rm Volke Bahnen zu brechen, kommt Die hohe Bedeutung des Turnens erst voll und ganz zur Geltung und Anerkennung und wird demzufolge in richtiger Würdigung des hygienischen Werthes das Turnen obli- gatorisch und freiwillig heute in außerordentlicher Weise gepflegt und der reiche Blüthenkranz der Turnvereine ist nur als ein erfreuliches Zeichen gesunden Sinnes der Bevölkerung jedweden Ortes zu erachten. Den Arbeitern und Gehilfen, was ziemlich gleichbedeutend ist, aus ihrer Zugehörigkeit zu Turnvereinen einen Vorwurf zu machen, ist u ive. ständlich oder Unverstand, und min gar die Turnvereine zu„Vcrgnügungs- und geselligen Vereinen" zu stempeln ish geradezu monströs! Ebenso wenig find Die Gesangsvereine im Sinne des Wortes den„Vergnügungs» vereinen" beizurechnen, Denn fie verfolgen ideale Bestrebungen, Die Pflege der Kunst, der Mufik, des Schönen und Erhabenen. Wohl dem Arbeiter, der fich Sinn und Liebe für und zum Schönen und Edlen, zur Kunst, und wäre es auch nur Die Freude am Gesänge, vewahrt hat. Wenn auch beim Singen Die Kehle trocken wird und diese des Oefteren angefeuchtet werden muß, so wird es doch niemand einfallen, das Singen „als Mittel zum Zweck" zu bettachten. Tum- wie Gesang« vereine find dem Arbeiter nur nützlich und förderlich, nicht aber schädlich. Daß der Arbeiter vielen Vereinen an- gehört, ist ein Unding, Denn dazu fehlt es ihm an Zeit und Geld. Und wenn Die Tum- und Gesangvereine auch jährlich ihr Stiftungsfest feiern, ein Turnfest oder im Winter einen Ball veranstalten, so ist es denn Doch ein starkes Stück, dies als Genußsucht und Schlemmerei aus- legen zu wollen. Die„D. Gastw. Ztg." scheint in süßem Traume befangen zu sein und nicht zu wissen, was um sie her vorgeht oder doch kein Verständniß dafür zu haben, denn sonst würde fie nicht solche Sehnsucht nach der..guten alten Zeit" haben, wie einstens die Kinder Israels nach Den Fleischtöpfen Egyptens, sonst würde fie nicht vermeinen, Die Arbeiter lebten heute in mindestens günstigen Verhältnissen, und nicht von„an- geblich" schlechter Bezahlung seitens der„Brotherrn� sprechen. Und doch brauchte fie nur einen Blick auf Die Lohnkämpfe der heutigen Zeit zu werfen, auf das Ringen der Arbeiterwelt nach besseren Existenzbedingungen, auf Die überfüllten Volksküchen und Volkskaffeehäuser, auf Die Arbeiterkolonien und Asyle für Obdachlose und so viele andere schönen Dinge, ja nur auf die staatliche„Sozialreform" zu blicken, um sofort des Richtigen be- lehrt zu werden. Die Arbeiter wünschen auch, das schönste Glück, welches die Menschheit kennt, genießen, d. h. sich im Kreise ihrer Familie Abends ausruhen und der Erziehung der Kinder einige Zeit widmen zu können; Die Arbeiter wünschen auch, Vereine zu bilden und sich diesen anzuschließen, welche für ihre Belehrung sorgeil und ihr ferneres Forlkommen be« zwecken—, daß dies nicht geschieht und noch nicht geschehen kann, woran liegt es denn? Daß heutzutage niemand zum „Sparen" kommt, was ist denn der Grtmd'hiervon? Wir wollen der„D. Gastw. Ztg." Die Antwort hierauf schuldig bleiben. Möge fie fich Diese Fragen selber beantworten, sofern fie hierzu überhaupt fähig sein sollte, was nach ihren Auslassungen zu urtheilen allerdings dezweifelt wer- den muß. Soviel aber möge sie fich gesagt sein lassen, in Der Genuß- und Verschwendungssucht, in dem Hange zur Schlemmerei und zu Gelagen, welche sie der Arbeiterschaft zu imputiren fich erdreistet, find Die Gründe nicht zu suchen, ebensowenig in Den vielen Vergnügungs- und ge« felligen Vereinen. Denn wenn naturgemäß Die Tum- und Gesangvereine aus der Liste dieser gestrichen werden müssen, so verbleiben allerdings noch eine Anzahl Vereine obigen Kalibers, mit denen aber die Arbeiterschaft wenig oder nichts zu schaffen hat. Die Gastwirthe werden und müssen am besten wissen, aus welchen Elementen diese Vereine bestehen, daß die Arbeiter in diesen am allerwenigsten vertreten find. Die Gastwirthe werden und müssen am besten wissen, daß die Vereine ihrer eigmm fachgewerdlichen Gehilfen und Arbeiter nichts weniger als..Vergnügungsvereine" find und daß ihre eigenen fachge« werblichen Gehilfen und Arbeiter trotz der viclgcrühmten„Für- sorge" der„Brotherren" für dieselben fich in derselben Roth« läge befinven, wie die anbei en Arbeiter; die Gastwirthe werden und müssen sehr wohl wissen, wem die Genußsucht, der Hang zu Schwelgereien und Gelagen innewohnt und wer diesen löb- lichen Eigenschaften in ausgiebigem Maße Genüge leistet—, fuglich sollte auch die„Deutsche Gastw.- Ztg." dies wissen und es wäre besser, fie richtete ihre Kapuzinerpredigt an diese Ele- mente, nicht aber an die„Gehilfen und Arbeiter"! Man' left und staune! Herr Fetisch, Redakteur der „Baugewerks Zeitung", erdreistet sich in seiner letzten Nummer, über die Berliner Putzer folgende Gemeinheiten vom Stapel zu lassen:„Mit unseren Faffadenpuyern wird das Auskommen letzt taglich schwerer", das ist ein Ausruf, welcher leider mehr und mehr an Berechtigung gewinnt. Häufig werden uns Mik« theilungen, daß die Putzer immer weniger den Anordnungen 'hrer Arbeitgeber genügen, immer unbotmäßiger werden, bei der geringsten Differenz die Arbeit niederlegen und die eingegangenen Kontrakte, welche sich auf die Herstellung von Fassaden für einen abgemachten Prers beziehen, brechen. Der Unternehmer kann nun sehen, wo er für die angefangene Fassade neue Kräfte ge« winnt, welche dann selbsiverstandlich die oorhanvene Arbeit kaum rechnen und einen neuen Kontrakt abschließen, der dem früheren in Bezug auf die Kostensumme völlig gleichkommt. Der Arbeitgeber wird also dadurch um eine erhebliche Summe geichadtgi Häufig aber hat der Arbeitgeber an die erste Putz- kolonne schon viel mehr Geld gegeben, als die geleistete Arbeit betrug. Diese Summe ist dann natürlich auch verloren, weil man so leicht fich auf einen Prozeß nicht einläßt, wo doch nichts zu holen ist. Denn wenn man auch den Prozeß gewinnt, welcher gewöhnlich gegen mehrere anzustrengen ist, so erhält der Unter« nehmer das zuviel Gezahlte doch nicht zurück Schlimm ist es freilich, daß so viele Arbeiter n och mcht wissen, was es bedeutet, einen Kontrakt abschließen ober Wort halten. Sie halten eben nur Kontrakt und Wort, so lange fie durch äußere Umstände dazu gezwungen, werden können und diese Umstände treffen selten zu. Daß man auch moralisch gezwungen sein kann, ein solcher Begriff ist ed.n noch nicht häufig vorhanden. In Berlin werden ja noch weit« aus die meisten Fassaden geputzt, d. h. mit Mörtel bewo.fen, welchem durch die Putzer und den Stuckateur die archüeklonischen Formen gegeben werden, wie die Zeichnung fie vorschreibt. Berlin, besonders früher, keine wohlhabende Stadt, griff nach dieser Imitation um so mehr, als selbst bei den ersten Staats- gebäuden diese wohlfeilere Äusschmückungsart ganz allgemein an- gewendet wurde. Sandstein war zu theuer und die Brenn- technik für Backsteine noch nicht genügend vorgeschritten. In Bezug auf die öffentlichen und besseren Privatgedäude ist das ja längst anders geworden. Diese werden allgemein aus echtem Matena! hergestellt, aus Sandstein mit Granit, aus gebrannten Steinen unter Hinzunahme von Sandstein oder Kunstsandstein für die Gliederungen. Daher kommt es, daß von Jahr zu Jahr mehr Steinmetze hier beschäftigt werden und die Zahl derselben gegen früher gewiß um das Zehnfache gewachsen ist. Daß da- durch der Charakter unserer Straßen und Plätze nicht gelitten hat, braucht kaum gesagt zu werden. Trotz alledem wird den Putzern, und viele von ihnen haben mit Recht einen Ruf, noch hier sehr lange Zett ein weites Feld der Thätigkeit übrig bleiben, weil man in Berlin immer noch die reichen und stark verzierten Häuserfronten liebt unv diese in echtem Material stets sehr theuer bleiben werden. Wenn man sich aber entschließen möchte, die Außenseiten unserer Häuser einfacher zu gestalten, so könnte man damit zweierlei er- reichen. Erstens würde man der Kunst nützen, welche vielmehr durch wohl abgewogene Verhältnisse und Ausschluß von Schein- Materialien als durch reiche Ornamente fich zeigt, und zweitens dürften solche Hausfassaden durchaus nicht theurer werden, als die jetzt unter so erschwerten Verhältnissen von denPutzern her- gestellten, deren Forderungen meist sehr hoch find und mit welchen auszukommen leider täglich schwieriger wird. Man sollte nur unsere Vorschläge ernstlich erwägen und würde finden, daß sie leicht durchführbar find. Wie oft ist uns schon gesagt worden, „hätte ich doch die Fassade von Sandstein herstellen lassen, an- statt von den Putzern, so wäre mir dieselbe auch nicht thmrer geworden und ich hätte viel Aerger erspart." Sie wäre auch viel solider und vomehmer geworden, können wir hinzufügen. Den Putzern aber mag das Gesagte eine Warnung sein. Sie sollten bedenken, daß nach und nach das bauende Publikum fich von solchen Leuten abwendet, welche übertriebene Forderungen S:llen und die eingegangenen Verpflichtungen nicht einlösen. uch die Steinträger haben das in Berlin erfahren. Schließlich ist jeder zu ersetzen.— Es hieße dem Soldschreiber der In- nungsbrüder zu viel Ehre anthun, wollte man auf das Ge- schreibsel des Näheren eingehen. Neumodische Sozialreform. Ein weiser Real- schuldirektor in Kaufbeuren, Breunig soll sein Name sein, hat unglängst im dortigen evangelischen Arbeiterverein einen Vortrag darüber gehalten, wie die Arbeiter leben sollen. Dieser Herr stellt die Behauptung auf, daß die Arbeiter mit ihren Löhnen wohl auskommen könnten, wenn fie fich nur einrichten wollten. Der einzelne Arbeiter könnte mit 44 Pf. täglich ganz gut leben, und eine Familie zu ------------ M. tai""' fünf Köpfen könne mit 1,32 M. täglich anständig auskommen. Das Rezept, welches der Vottragende hierzu gab, lautet: I.Luft und Waffer ist die Hauptnahrung. 2. Morgens früh, ehe man an die Arbeit geht, ist ein Bissen Brot besser als gar nichts. Schnaps soll man nickt tttnken. 3. Mittags Erbsen oder Linsen — seien sehr gut, abwechselnd Neisch, 2S0 Gramm genügt für fünf Köpfe, auch könne man aufhören, che man satt ist. 4. Abends Milchsuppe aus Buttermilch— sei ganz ausgezeichnet, abwechselnd Höring mit Kartoffeln, Stock- fisch:c. Das wäre das Rezept für die städtischen Arbeiter; nun kommen noch die Bauern; diese seien so dumm und gäben lieber die gute Butlermilch den Schweinen, als daß fie dieselbe selbst verzehren, und tränken dafür Schnaps.— Leider bat der kluge Realschulrektor nicht mitgetheilt, ob er aus eigener Praxis diese Weisheit geschöpft resp. ob er versucht habe, seinen Leib mit täglich 44 Pf. zu erhalten und es ihm in Gemeinschaft mit seiner Frau Gemahlin und drei Kinderchen möglich gewesen sei, mit 1 M. 32 Pf. täglich satt zu werden oder ob er so viel Ueberwindung mit den Seinigen defitzt, immer mit dem Essen und Trinken aufzuhören, ehe die ganze Rettorfamilie satt ist. Es ist wirklich wunderbar, was für Blödstnn in Bezug auf die Volksernährung in den Köpfen solcher Leute ausgeheckt wird, die da fich für berufen halten, die soziale Frage mit Hunger oder schlechter Nahrung, aber strammer Arbeit zu lösen. Schade, daß das Gehirn solcher überreizten Denker bei Lebzetten nicht ge- nügend untersucht werden kann, vielleicht wäre eine Heilung ihrer angegriffenen Geisteskraft möglich.-- Der fromme„Reichsbote" setzt seine Hetzereien gegen den Stadtverordneten Kunett in ungeschwächter Weise fort. Gestern Abend leistete fich das Stöckcr'sche Organ in einer Kontroverse mit der„Voss. Ztg." folgenden Erguß:„Der R.ligionsunterricht des Sozialdemokraten, ehemaligen Lehrers und jetzigen Zigarrenhändlers Kunert findet an der„Voss. Ztg." fottlaufend einen eifttgen Vertheidiger. Es fällt uns nicht ein, uns mit dem ultralideralen Blatte über die Begriffe von Religion und Religionsunterricht zu streiten. Es ist uns nie im Traume eingefallen, religiöse Zwangserziehung der Kinder in einer de- stimmten Religion gegen den Willen der Eltern ,'zu verlangen, aber wir meinen, die Schulbehörde hätte doch, da der Religions- Unterricht zu den obligatorischen Unterrichtsfächern der Volks- schule gehört, in jedem Falle die Pflicht, darauf zu sehen, daß die volkschulpfl,chtiaen disstdent.schen Kinder überhaupt wirklich einen geordn ten Religionsunterricht bekommen, und ferner stünde es dieier Behörde zu, danach zu fragen, ob der Mann, welcher einen öffentlichen Religionsunterricht für schulpflichtige Kinder ertheilt, die dazu ettorderlichen Eigenschaften befitzt. Diese Qualitäten find natürlich für den Ireigemeindlichen Religions- Unterricht andere, als für den christlichen Religionslehier, aber immerhin will es uns scheinen, daß ein sozialdemokratischer Zigarren Händler— und wenn er auch flüher Sckullchrer ge- wesen ist—, der öffentlich allen Religionen den Kneg erklätt hat, nicht die Persönlichkeit ist, welche von einer Schulbehörde als qualifizirt zum Religionslehier für schulpflichtige Disfidenten- linder anerkannt werden dürfte. Da könnte die Sozialdcmo- kratie nichts besseres thun, als in Berlin frcigemcindliche Reli- gionsickulm zu gründen. Ist ihnen das für schulpflichtige Volksschulkinder erlaubt, so müßte es ihnen noch mehr für die reifere Jugend gestatttet sein. Dem Sozialistengesetz wäre dann auf die einfachste Weise in der Welt ein Schnippchen geschlagen." — Das wäre natürlich das Schrecklichste, was dem„Reichsdoten" pasfiren könnte. Keim Kau der Krrliner Stadtbahn kam m ausge- dehnter Weise die Verwendung eiserner Langschwellen für den Oberbau an Stelle der sonst üblichen hölzernen Quetschwellen, auf denen die Schienen befestigt find, vor. Gegenwärtig fleht man auf verschiedenen Punkten der Stadtbabnstrecke, so nament- lich auf dem Bahnhof Alexanderplatz, große Vorräthe von Eisen- bahnschwellen lagern, und obwohl hierüder zuverläsfige Nach- richten nickt in die Oeffentlichkeit gelangt find, so folgern er- fahrene Eisenbalnv Techniker aus der Menge des dott aufge- stapelten Matettals, daß man im Begriffe ist, auf der ganzen Strecke der Stadtbahn von dem eisernen Langschwellen- Oberbau allmälig zum Oberbau mit hölzernen Querschwellen überziehen. Es scheint, daß der Langichwellen-Oderdau die für den Betrieb der Bahnstrecke nöthiae Sicherheit nicht gewährt, indem fich von Zeit zu Zeit an einzelnen Stellen eine � purerweiterung an den Geleisen herausstellte, die über die erlaubten Grenzen hinaus- ging und durch den Mangel ausreichender Querverbindungen herbeigeführt wurde. Der eiserne Längsschienen- Oberbau hat übrigens von Anfang an für die Stadtbahn pesfimistische Bc« uttbeiier gefunden, da er für so bedeutende Kurvenlegungcn, wie fie hier vorhanden find, am wenigsten geeignet sein soll. In diesen Biegungen der Strecke kann der Längsschienenbau nicht dasjenige Maß des Widerstandes leisten, wie die in kurzen Zwischenräumen gelegten Queischienen. Mit voller Wucht drückt die Last des oft sehr stark zur Seite geneigten Zuges auf die tiefer liegende innere Schiene und es ist erklärlich, wenn an solchen Stellen nach längerem Verkehr Spurerwciterungen an den Geleisen vorkommen. Der erste diesjährig» R-cs»« wurde gestern auf dem sogenannten Heumarkt feilgeboten. In der nächsten Umgebung Berlins wurde gestern auch bereits mit dem Abmähen der Roggenfelder begonnen.,,„,, � v Der Diehhandet Kerlius hat fick, wie der stelgende Auftrieb zum städtischen Zentralvicdhof beweist, von Jahr zu Jahr krä'tiger entwickelt und den hi-sigen Ort zum Handels- Mittelpunkt Norddeutfchlands gestaltet. In den letzten sunf Jahren, seit 1883 ist der Auftrieb gestiegen: a) in Rindern von 132 516 auf 188 550 S.ück, etwa 21 pCt., b) m Schweinen 410 315 auf 567 72 t gleich. 33 pCt., o) in Kälbern von von 106 506 auf 136 574 oder'28 pCt. und ä) in Hammeln von 674045 auf 688 116, nur 2 pCt.- Unter den Rindern befanden fich 45 917 Bullen. 80 616 Ochsen und 62 017 Kühe und Fersen, wöchentlich 3626 Rmder oder 295 Stuck mehr als 1836. nicht dem vor- wer- um zu Nicht ohne Interesse und in nahen Beziehungen zu der steigen- den Ausdehnung der Berliner Wurstfabrikation stehend, ist die Steigerung des Auttriedes von Bullen, welche im Jahre 1883 noch 26 644 oder 17,5 pCt. des damaligen Auftriebes und in diesen vier Jahren auf 45,917 steigend, im Betttebsjahre 1887 schon 29,7 pCt. des Austriebes betrug.— Der Durchschnitts- wertb dieses Austttebes wird nach dem amtlichen Bettcht ge- schätzt: a) bei Rindern& 270 M. gleich 50 908 500 M.. b) bei Schweinen ä 82 M. gleich 46 553 368 M., c) bei Kälbern ä 60 M. gleich 8 194 410 M. und ä) bei Hammeln&17M gleich 11 607 972 M. in Summa auf 117 354 280 M., wöchent lich etwa 2% Millionen Mark. Die Masseepest in dem Spreelauf zwischen den Mühlen und dem Dom hat trotz des Vernichtungskrieges, welchen man durch anhaltendes Ausjäten während des verflossenen Hoch- sommers gegen dieselbe unternahm, auch in diesem Sommer auf der bezeichneten Linie so sehr überhand genommen, daß man seit gestern früh abermals mit der Beseitigung derselben be- gönnen hat. Fischer in Böten find beschäftigt, die Wucherpflanze, welche die Wasseroberfläche an vielen Stellen völlig bedeckt, mittelst eiserner Harken auszureißen, während größere Prähme dieselbe aufnehmen, um fie aus der Stadt und als Dung auf auswärts liegende Aecker zu schaffen. Ueber»ine«««erquicklichen Uorfall im Dorhofe der Nniversttät berichteten wir vor kurzem. Jetzt macht die „Germania" hierzu folgende Mittheilungen: Ein in Mailand heimathberechtigter Rechtsanwall war aus hier nicht näher zu erörternden Gründen aus dem katholischen Studentenverein „Ascania" hiettelbst dimitlitt worden und schickte infolge dieses Vorgehens dem Ordner des Vereins, Herrn sind. jur. Carl Heßberger eine Forderung auf Säbel, auf welche dieser selbst- verständlich mit Hinweis auf das den Zweikampf veruttheilende Pttnzip der katholischen Studentenvereine nicht einging. Ob wohl diese Haltung des Ordners der„Ascania" nur vollkommen korrett war, sondern auch von herausfordernden Rechtsanwalt, welcher seinerseits dem Mitglied des Vereins war, vorausgesehen den mußte, benutzte derselbe die erste Gelegenheit, fich eigenbändig seine sogenannte Genugtbuung. verschaffen, indem er Herin Heßberger am schwarzen Brett über fiel und unter unerhötten Beschimpfungen wegen seines reib giöscn Bekenntnisses mit einer Peitsche zu bearbeiten versuchte. Das letztere gelang ihm indeß nur sehr unvollständig, da der Angegriffene ihn sofott festhielt und seine Vernehmung vor dem Univcrsttätssttchter veranlaßte. Es läßt fich begreifen, daß der Vorfall eine gewisse Aufregung in studentischen Kreisen hervor- gerufen hat; es handelt sich eben um eine krasse Mißachtung fremder Ucberzeugung und um die thätliche Beleidigung eines allgemein als chrenwetth bekannten Kommilitonen, der seit zwei Semestern Ausschußmitglied und Mitglied des Direttoriums der akademischen Lesehalle ist. Wie man uns mittheilt, hat der italienische Rechtsanwalt nach seiner Vernehmung vor dem Uni- verfitätsrichter eine zweite Säbelforderung an den Ordner der „Ascania" für nöthig gehalten. Jedenfalls wird die Sache für ihn schlimm ausgehen, da auch der Staatsanwalt fich bereits damit beschäftigt. Fünfzig Jahre sind Ende dieses Monats verstrichen, daß die letzte öffentliche Hinrichtung auf dem Galgenplatz, dem jetzigen Gattenplatz, stattfand. Nur noch die ältesten unserer Leser dürften fich jener Hinrichtungsstätte erinnern. Natürlich war de» damalige Gattenplatz noch unbebaut, nur das Wahr- zeichen der sühnenden Gerechtigkeit, ein hoher Galgen, stand in der Mitte der öden Fläche. Derselbe, welcher auf einem etwa 1% Mete hohen gemauertem Sockel errichtet war und zu welchem eine steinerne Treppe hinauffübtte, bestand aus drei neben- einander belegenen 3 Meter hohen Steinpfeilern, über welche eine dicke eiserne Stange gelegt war, von der wiederum drei Arme ausgingen, so daß gleichzeitig die Exekutionen dreier Ver- brccher stattfinden konnten. Hatte die Justiz auf Hinttchtung mittelst des Beiles erkannt� und dies war seit dem Jabre 1813 stets der Fall— so wurde neben dem Galgen ein Bretter- schaffot, auf welchem der Richtdlock stand, aufgeschlagen. Die letzte Hinttchtung nun, welche auf dem Galgenplay öffentlich stattfand, war die des Raubmörders Krosse im Juli des Jahres 1833. K, welcher eine Frau beraubt und aetödtet, war aus dem Gesängniß mit mehreren anderen ausgebrochen und hatte sich bei einem Tischler in der Georgenkirchstraße lange Zeit ver- steckt gehalten, bis es der Polizei wrederum gelang, ihn festzu- nehmen. Dieser Mörder war von einer geradezu beispiellosen Kaltblütigkeit. Die Nacht vor seinem Tode spielte er mit an- deren Gefangenen Karten und wurde unwillig über die Stömng, als ihm plötzlich bedeutet wurde, daß es Zeit sei, den letzten Gang anzutreten. Eine ungeheure Menschenmenge wohnte der Exekution auf dem Galgenplatz bei. Natürlich fehlte es an Abergläubischen nicht, welche fich an das Schaffot herandrängten, um das hetabrieselnde Blut in ihren Schnupf- tüchern aufzufangen. Gleich nach dem Regierungsantritt Königs Fttedttch Wilhelm IV. hörten die öffentlichen Hinrichtungen auf und späterhin wurden die zum Tode Veruttheillen im Span- dauer Gefängniß geköpft. Abgerissen wurde der Galgen im Jahre 1841, als die ersten Anlagen für die spätere Stettincr Bahn gemacht wurden. Heute ist der Gattenplatz völlig debaut und mit geschmackvollen Gaitenanlagm versehen. Mißsesckick. Einem bekannten Bühnenkünstler, dessen Name in Berlin viel genannt ist. pasfirte, wie die„Börs.-Ztg." zu berichten weiß, auf seinen Kunst-Odysseen einst ein höchst fatales Malheur. In einer süddeutschen Provinzstadt war es, wo unser berühmter Mime am dritten und letzten Abend seines Sensation erregenden Gastspiels seine Haupt- und Paraderolle, den Marc Anton in Sbakespcare's„Julius Cäsar", spielen und das kleinstädtische Publikum mit den in möglichster histottschec Treue dargestellten Zuständen des römischen Alterthums zur Zett der eisten Republik bekannt machen wollte. Mit unend- lichcr Mühe und sorgfältigen Arrangements hatte der Künstler es so weit gebracht, daß die Vorstellung in dem kleinen Theater so viel wie möglich„gcmeiningert" wurde, und das überfüllte Haus schwamm in Bewunderung und Entzücken. Da kam der Glanzpuntt des Abends, die berühmte Forumszene, das Publikum lauschte in athemloser Spannung, und die„Künstler" auf der Bühne„überttafen sich selbst". Aber das Verhängniß nahte. Marcus Antonius stand auf der Rednertribüne, d.-s entflammte Volk, das er durch den feuttgen Sttom seiner Zunge mit fottriß, umgab ihn in wildbewcgten Gruppen und folgte seinen Worten mit genau nach dem meininger Muster ein- studirten Ausrufen und Gesten.„Erlaubt ihr mir, daß ich hinunterfteige?" ettönte es nun aus dem beredten Munde, aber noch hatte das Volk nicht seine Zustimmung gegeben— da, ein dröhnender Krach! und der Held Marc Antonius ist verschwun- den von seinem erhabenen Standpuntte und man findet ihn wieder auf der Nase liegend, gerade auf dem Busen der unten aufgebahtten Leiche des Julius Cäsar. Der Todte schreit laut auf und richtet fich in die Höhe. Marc Anton will sich aus dieser unfreiwilligen Umarmung aufttckten, da kippt die Todten- bahre um, und der Held, an seinen Freund Justus Cäsar ge- klammert, kollett mit diesem bis an die Rampe vor. Das Publikum lacht, lacht immer stärker, und als es seine Blicke von den am Boden Kollernden ab und der zertrümmerten Redner- dühne zuwendet, da kennt der Jubel keine Grenzen mehr. Die bretterne Hinterwand der nur dütttig verkleideten Rednerbühne stellt ein großes(irgend einer Rumpclkammer entnommenes) weißlackittes Schild dar, auf welchem mit großen schwarzen Buch- staben zu lesen war:„Roß- und Schweineschlächterei". Das Stück war aus, der Vorhang mußte fallen, denn die klassische Stimmung wollte fich weder auf der Bühne noch im Publikum wieder herstellen lassen, und unser Künstler, dessen ganzer Gast- spielruhm durch diese letzte„Rolle" w Frage gestellt wurde, reiste noch m derselben Nacht ab. In der Charit»-, Abtheilung stellte Herr Geheimrath Henoch, dem für Kinderlm > T." zufolge, Mariech» ie„Neue- arscbaft ein einen Knaben vor, der in seiner Heimath, in Forst in W- Tonarten«■ in der Schule derart mißhandelt worden ist, daß er WL(f|m krank�arnicderliegt. Nach den Bettchten der Eltern�■/ � eine Stunde lang mit einem Stock auf den beb Knaben losgeschlagen worden sein. Der Knabe befand dann in einem solchen Zustand, daß er nach Haus werden mußte. Zu Haus verfiel er in einen Zustand Erregung; er glaubte, schwarze Gestalten auf sich eind" sehen, schlug dann um fich und stürzte schließlich unter haften Zuckungen zu Boden. Dabei blieb der Kr vollem Bewußtsein, konnte jedoch nicht sprechen und} nach Luft. Von solchen Anfällen wird der Knabe lnMS,.„~' v. bis vier Mal täglich heimgesucht. Auch in der steien der Knabe einen sehr apathischen Zustand, trägt den Kr vorerst zu! auf die Brust gesenkt und hat die Augen nach oben jj sich ergeben Der Re n Häl'te a roht hatte. fähigkeit w ng zu seine lösen zu erz e Hammer, en Weg. � Hebt man ihm den Kopf hoch, so finkt derselbe nach(4* der Pseudo Zeit unwillkürlich in seine vorige Stellung zurück.%n i ""' riWnäc der mögliche e haben dür! 'tigten sich m nten Proze! Hierbei ver! der Sohn -----„„---...... mit Anstai stand erklärt Herr Professor Henoch als einen hysteniAnäcksten Lab nicht sowbbl bewittt durch den mechanischen Anch. Trotzdem erhaltene Prügel, als vielmehr durch den psychisch� mehr um 1 Die Angelegenheit ist bereits der Staatsanwaltschaft»warten, bis worden._ b geebnet hal Einen große« Auflauf verursachten rorgesnr» perfonentl Bewohner des oberen Stockwerks eines Hauses in der\ nach Greif- straße. Gegen 8 Uhr Abends wollte eine der MieMntwort:„k plötzlich eine ungewöhnliche Erschütterung des Hl>»wr gelegenen( gleichzeitig ein verdächtiges„Knistern" gehött haben,«rd Engels„ Schrcckensrufe:„Das Haus stürzt ein" eilte sie die-Sturz vom hinab, dabei sämmtliche Mitbewohner des Hauses duiflJpen Treppen Läuten der Thürglocken erschreckend. Unter dem erstensigen Vormiti dieser Schreckenslunde stürzte Alt und Jung auf die um hier, das eigene Leben rettend, den Eintritt der zu ermatten. Bei dem um diese Zeit sehr lebbasten verkehr sammelte fich im Augenblick eine große Mens die erwattungsooll nach etwa fich zeigenden Riffen Der Rcvicrvorstand war sofort zur Stelle, konnte aiK», nauer Untersuchung des Hauses nichts feststellen..J- ,,- Panik auch nur einen Schein von Berechtigung verleih�ö', woselbit e� Nach und nach beruhigten fich infolge dieses ErgchWu iofort In Untersuchung die Bewohner des Hauses, die Polizei in lyn große Mühe, der fortwährend fich vergrößernden menge begreiflich zu machen, daß hier nichts weiter n dauerte über eine Stunde, ehe die Menschenmenge W ertttten Hab verlief. Pä äc � Ein Srwohner der Horn straße war vorgcst�. Na« härm! in Streit mit seiner Ehefrau pcrathen. Da das Rede* hehrer beiden Seiten mit äußerster Erbitterung geführt ein»« schien, so lockte der Lärm sehr schnell einen großen% Landoarti» Hausbewohner herbei. Da war es plötzlich, als"LlWiae rechtes Bombardement drinnen auf dem tmi?, wurde. Es erfolgte Schlag auf Schlag und Knall? Mästiatm- begleitet von dem lauten Wehgeschrei der Frau. Schamlosester 9" derselben schon zu Hilfe eilen, als der Wüth.nde-Ka� aufae orde Thür seiner Wohnung aufriß, sich durch die Schaar*�"-- geeilten Bahn brach und schnurstracks davoneilte. der Wohnung bot fich den Eintretenden ein überra! blick. Teller, Schüsseln, Näpfe, Saucisren mit(I waren Stück für Stück an die Erde geworfen. Stühle lagen am Boden und mitten in diesem D'�efühtt. stand, ein Bild des Jammeis, händeringend die Polizeiberi frau. Als man nach der Ursache fragte, welche die>venslraße cjni wüstung hcrbeiaefühtt, erfuhr man zur größlen auf der Erl daß es nichts Geringeres war als— eine versalzene H dem Kranl fiel vor d in den K . sich deshalb g reiten. Bei di d mißhandelter diener. Letz -ei der Tumul- oa« es maus rserrngeres war als— eine veriaizei», dem „, Durch Entglrifung einer Maschine auf �ags fie bahn der Bahnhof Börse entstand in den dtacdwü�elen ir rtm ptnt» rtrrtfet» ST), /.«if am Mittwoch eine große Störung des Verkehrs auf C seinen Elten tigen Bahnstrecke. Die Züge konnten die Unfallstätte., d '"Ück Ae. Als ein von Station ,Ariedttchstraße" nach dew ,�«5.gebracht.— uns von anderer �'�oe einem Geleise pasfiren, was nur mit großem Z.itvew unden. Es e zur Ermilt in oruuun„tfucvuaniiuBic nuu) Bahnhof" abgehender Stadtzua Mittwoch dtachmUiag 2 Uhr im Begriff stand, die Sprcebrücke am Mond pasfiren, entgleiste plötzlich infolge Lockerring einer defestigung auf dem Geleise die Lokomotive und nach dem Außengeleise. Dem Maschinisten gelang cJj selben Augenblick die Maschine zum Stillstand zu n daß weitere Unfälle als die Verkehrsstörung nicht(Uj/ find. Hilfe war schnell zur Hand und mittelst die übrigens völlig unbeschädigte Lokomotive nach•Jj ölizeirevier e n eingelieferi Hofs Pankoi einend um st scheint geiste C In dem C ndet. Dasse er Angek Staatskasse z, Die Gerich as tiefste här der Ehelottcr! og, welcher lts stand. C guten Stunde wieder auf das inzwischen in Stand leise geschafft werden. Eine anscheinend in kaufmännische». sehr erfahrene Hochstaplerin, die mehrere hiefWl aber in letzter Zeil Rixdoifer Geschäftsleute arg 06 ist, dem„D. Tgbl." zufolge dieser Tage in Rixdon men und einstweilen unschädlich gemacht wo» Schwindlerin, angeblich eine unverehelichee Großl� zu den Geschäftsleuten nnd erbot fich, deren Gefchasiglte�n Straßen Da sie annehmbare Presse bot, so gelang es ihr, den BJii abzuschließen. Nach �"'"' Sohn bringe in den dahin Unterkunft zu«»u? treten der G-un.ttn stimmte die Verkäufer zu i�ige dreijährss so daß ihrem Verlangen bereitwilligst nackgekow Innung von Sie genoß einige Tage die Gastfreundschaft �en und häust inHader, half cifttg in den Geschäften, angeblich �wiegereltern i orientiren, und verschwand bei der ersten Gele0Mcht zu dekon Mitnahme einer Geldsumme, die fie aus der La!*>nde sein f Geschäftsleute, die ein Opfer der Gaunerin 0* ad seiner S mögen fich bei dem Amtsgericht in Rixdorf meld�dern konnte, Falsche Dreimarkstücke neuerer Prägung> Wommen und mehssach aufgetaucht sein. In einem Geschäft ein großes Straße wurde dieser Tage ein solches gefälschtes geben sollte, einnahmt. Dasselbe ist gut geprägt, hat auch ein Nsn�'ettelstund gleich kommendes Gewicht, nur fehlt der gute p"?.beöa' Silbcrmünzen haben. Auch falsche Ein-Markstuck oWe-< lauf. Dieselben find sehr geschickt nachgemacht, Hungen von i Prägung anbelangt, von den echten Stücken �fMung verseni scheiden. Die falschen Stücke tragen die Jahrcs.�. s in das Münzzeichen A und find nur an dem duwPlVcktitlichen flini daran, daß fie fich unschwer biegen lassen, zu tl j)a8e bedenk! fühlen fie fich fettig an.# taurant zu Warnung für Hundezüchter. EinP�AAck fen gleickzeiti seinem Briefpapier die hochtrabende Phrase: st dem Arme I Fonrnisseur des Cafes, Restaurant et Hotel. Jjl i erschien ein Legny 3 et 5 Paris führt, bestellt, wie die„3% Bewcisaufn Hunde, für' die er bereitwilligst sehr hohe Pr»!#&en, denn s zahlt. Kürzlich verlangte er gegen Wechsel»w �verweigern. Pieise von 200 Frks. von einem norddeutschen' P üben und letztere fragte jedoch vorher bei einer Pariser.»Äolts frei. hielt die folgende Auskunst:„Angefragter vo yr JgHtn, 17. lebet 1887 3 Passage des Lagny, wo er April d. I. Franks 250—(zweihundettfünfzig) jährlicher,�(Pafcjm Pratei st genau, was er treil Man weiß nickt genau, mittel find. Er macht zeitweise Geschäfte� soll fich auch bisweilen als„Kämpfer" auf.�p' produziren. Gewährt nicht die geringste r absolut kein Verttaucn ein; am besten enthan Geschäfte mit ihm.". hu! Der„Nickel Kankier" der Pf«*b> kurzem gestorben. Der Mann war Kaufmann, welcher alles verlor. Ein aiÄ% -—" ib ihm den� ziF »Mstbalkens di stA von bener einige Tausend Mark vor und gab Petruschel letzter ', Wie di- und Stelle ugenschein en, daß da- "fähiges H Wechsclgeschäst in Nickelmünzen zu legen.~„0t. guter und der Mann arbeitete sich wieder en Kinderlil t." jufolji l Forst in WJ1 , daß er je? der Eltern n beb' Mariechen,— mach' auf mein Gngell" vernahm, >ie„Neue Zeit" schreibt, in der Nacht zum Dienstag die wrschast eines Hauses der Sprecstraße in Charlottenburg in 'ai Tonarten einer modulationsfähigen Männerstimme. Nichts f-V fich. Etwa nach 5 Minuten stummen Harrens hörte man m&kw.g schwer balanzirende schritte die Straße lang weiter- Der Rentier aus dem zweiten Stock war von seiner lf sich einbll ießlich unw ieb ber"r rechen unbj rr Knabe W >abe befand Häi'te ausgesperrt warben, wie sie es ihm schon längst ach HnuS Bfcrohi hatte. Aber trotz seiner augenblicklichen Unzurcch- ren ZmPÜ'Lchfahigfeii war ber Ausgesperrte konsequent genug, fich ben ng zu seinem ehelichen Heim, wenn nicht im Guten, so ösen zu erzwingen— er beschaffte fich aus ber Stamm- e Hammer, Zange, Stemmeisen rc. unb machte fich bamit en Weg. Als er aber, vor seinem Hause angelangt, bie zeuge an bem Thürschloffe erprobte, stürzten fich zwei vor- ber freien JW�de Herren auf ben-- Spitzbuben, welcher nun, trägt ben W vorerst zu Worte zu kommen, eine energische Lynchjustiz nach oben f fich ergeben lassen mußte. Erst auf bem Wege zur Polizei elbe nach S« ber Pseubo> Einbrecher fich so west g- sammelt, um ben zurück. THn mit Anstanb seine Visitenkarte überreichen zu können. Unter ren hysterilAnäcksten Laterne würbe eine rübrenbe Eriennungsszene ge- irischen Trotzdem hat fich der Herr Rentier fest vorgenommen, a psychisch�! mehr um 1 Uhr nach Hause zu gehen,— sonbern vielmehr rwaltschast �warten, bis der Bäcker junge unb bas Milchmäbchcn ben I geebnet haben. en oorgesterd personentarif. Kuriosum. Frage:„Wie fährt man uses in der\ nach Greifswald? Zum Beispiel zweiter Klaffe." e ber MWMntwort:„Man nehme ein Billet nach bem 31 Kilometer r bcs HaUxr gelegenen Stralsund, bann spart man 20 Pfennig."(Aus irt haben. Mb Engels„Eiscnbahnreform.") fite sie dies Sturz vom Treppengeländer. DieUnfitte berKrnber, wortung für bie orbnungsmäßige Herstellung bes Gerüstes oblag bem Polier bes Stabtzimmermeisters Hermann Otte, Michael Wittmann, gegen welchen nunmehr bie Anklage wegen Ueber- tretung gegen bie Sicherheit bes Lebens erhoben würbe, wor- über gestern vor bem Bezirksgerichte Leopolbstabt bre Verhanb- lung stattfanb. Die in bas Spital gebrachten Arberter hatten übereinstimmenb ausgesagt, baß ber Polier bem Trünke ergeben sei, im trunkenen Zustanbe auf bem Bauplätze erschienen sei und so seine Anorbnungcn getroffen habe. Emer der Arberter depo- nirte. daß er fich gescheut habe, das Gerüst zu besteigen, daß der Polier jedoch nach seiner gewohnten barschen Art ihm befohlen habe, auf dem Gerüste zu arbeiten. Wtttmann bezeichnete bei ber gestrigen Verhandlung die Angaben der Arberter als ge- häsfig. Der Richter gewann jedoch bre Ueberzeugung von ferner Schuld unb veruttheilte ihn im Sinne der Anklage zu einem Monate strengen Arrestes. Löcher in das Vorbertheil stießen. Es fing sofort an, fich mit Waffer zu füllen und zusehends zu finken, während unter den Passagieren eine unbeschreibliche Panik ausbrach. Glücklicher« weise waren andere Vergnügungsbampfcr nicht fern und es ge> lang, sämmtliche Passagiere zu retten, ehe das beschädigte Fahr« zeug sank. Nur ein Stück des Hintettheils ist über bem Wafferspiegel fichtbar. Die Geretteten wurden nach Dunbee zurückgebracht. Londo», 18. Juli. Wie das„Reuter'sche Bureau" aus Nokohama von gestern meldet, erfolgte in der Nähe der Stadt Takamatsu ber Ausbruch eines Vulkans. 400 Personen sollen hierbei umgekommen und gegen 1000 verletzt worden sein. London, 18. Juli. Der Unionbampfer„Trojan" ist heute auf ber Ausreise von Madeira abgegangen.— Der Castle« Dampfer„Drummonb Castle" ist heute von London ab- gegangen. Malaga, 11. Juli.(Aberglaube.) Vor einigen Tagen er« schien, wie der„Franks. Ztg." geschrieben wirb, einem hiesigen Kleine Mittheilungen. Danzig, 16. Juli. In bn Nähe des Dorfes Putzig�(auf abergläubischen Ääcker, wie er sich einbildete, die„heilige Jung« stau in den Flammen seines Ofens. Die Nachricht von pauses burijben Treppengeländern Rutschpartien zu veranstalten,� hat am bem ersten sigen Vormittag abermals eincn recht be beklagenswerthen Un> -na auf biti bei möglicherweise noch den Tob bes Verunglückten zur atritt b:r kl�e haben dürfte, herbeigeführt. In dem Hause Mittelstr. 44 , lehbaftcfl Htigten fich mehrere daselbst wohnende Kinder mit der oben r-nke MenMnnten Prozedur des Herabglcitens auf einem Treppengelän- n-n Rifien 4 Hierbei verlor ein achtjähriger Knabe, Namens Hermann Tnnntc at6'. ber Sohn eines im Hinterhause wohnenden Schuhmachers, � Gleichgewicht und stürzte von dem Geländer auf den Flur n-eleifcfe woselbst er besinnungslos liegen blieb. Die von dem % sofort in Kenntniß gesetzten Eltern schafften den Knaben Ifl nwiri Orderst in ihre Wohnung und sorgten dann für ärztlichen . Wand. Leider soll der Verunglückte schwere innere Ver- -Ängen, namentlich aber eine so bedeutende Gehirncrschütte« �-�/nae M erlitten haben, daß sein Zustand als ein äußerst besorgniß- chenmenge bezeichnet werden muß. harmlose Vergnügen einer Anzahl Taubstummer war vora..�urch mehrere Spandauer Einwohner in recht roher Weise Sri worden. Wie der„A. f. d. H." mittheilt, hatte am jnstag eine Gesellschaft Taubstummer beiderlei Geschlechts "„i � Landpartie nach tzakenfelbc unternommen. Mehrere skan- 9',, Richtige Personen aus Spandau, welche fich der Gesellschaft HampTP Jefdlloffen halten, trieben mit ben llttftliirfKfben ihren ßnntt a das Res geführt A n großen , Pbr��eschloffen hatten, trieben mit den Unglücklichen ihren Spott md Knau� belästigten namentlich die weiblichen Mitglieder der Partie Frau. lüthende r iic Schaar meilte. in üdcrrasl :en mit n eworfen. oiesem schamlosester Werse. Als die Störenfriede zum Verlassen des ils aufgeforbert wurden, leisteten fie nicht Folge, und man fich deshalb gezwungen, zu ihrer gewaltsamen Entfernung zu gerten. Bei dieser Gelegenheit widersetzten sie sich dem Wirth ib mißhandelten diesen selbst wie den ihm Beistand leistenden rsdiener. Letzterer trug eine erhebliche Kopfwunde davon. ei ber Tumultuanten wurden verhastet und dem Amtsgericht oiesem u.»''esührt. nb bie n Polizribericht. Am 18. b. M. Vormittags wurde in der welche die�penstraße eine etwa 20 Jahre alte Frauensperson fichtlich rößlen ll£ auf ber Erde liegend vorgefunden und mittelst Droschke versalzen«! dem Krankenhause im FriedrichsHain gebracht.— Nachine auf btsjags fiel vor dem Grundstück Oberwallstr. 15 ein Knabe beim n Nachwm jjelen in den Kanal, wurde aber alsbald wieber herausgezogen crkehrs auf ä seinen Eltern zu geführt.— Abends wurde ein Herr tobt Unfallstän/»i der Thür seiner Wohnung in der Neanberstraße liegend m �iwellai�efunden. Es scheint ein Unfall vorzuliegen. Die Leiche e zur Ermittelung der Todesursache nach dem Leichenschau- e gebracht.— In der Nacht zum 19. d. M. wurde auf dem olizeirevier eine unbekannte, etwa 20 Jahre alte Fraucns- m eingeliefert, welche nahezu unbekleidet in der Nähe des nhofs Pankow sich auf dem Bahnkörper aufgehalten hat, einend um fich durch einen Zug überfahren zu lassen. Die- scheint geisteskrank zu sein. ber Halbinsel Hcla) ereigneten fich gestern zwei Unglücksfalle. 14 Personen segelten in einem Boote vom Putzrger Heisternest nach Putzig. Mitten auf ber See wurde das Boot von einer Windböe erfaßt, schlug um und acht Personen fanden in den Wellen ihr Grab. Die übrigen wurden von vorberfahrenden Fischern gerettet. Zu derselben Zeit fuhr der Besitzer Klocka aus Polchau, Kreis Putzig, mit 25 Kindern aus Putzig nach Hause, wobei ein Pferd scheu wurde und ber Wagen gegen einen Chauffeestein anprallte. Klocka fiel rücklings vom Wagen, brach bas Genick unb war auf der Stelle tobt. Wien, 17. Juli.(Von Raubern gefangen.) Gestern rst ein Brief der Gattin des am 6. b. M. von Briganten gefangen genommenen Oesterreichers Laendler, batirt Bellova, 8. Juli, über Konstantinopcl an den hier wohnhaften Bruder der Frau gelangt, in welchem diese den Ueberfall der Rauber schrldett. Frau Laendler erzählt, baß fie um halb 10 Uhr Abends eben ihr einziges Kind, ein Mädchen, zu Bett gebracht habe, als rhr Mann fich mit dem Bemerken entfernte, er gehe auf den Bahn- Hof, um fich eine Draisine zu verschaffen, mit welcher er zur nächsten Station fahren wolle. Bald nachdem Herr Laendler die Wohnung verlaffen hatte, stürmte ein Kawaffe herein und rief ber Frau Laendler zu:„Es droht Gefahr, Räuber find da!" Von Furcht erfaßt, sperttc Frau Lambler die Wohnung ab und behielt den Kawaffen bei fich. Gleich darauf kam eine Anzahl von Räubern; fie pochten an die Wohnungsthür unb Frau Laendler öffnete. Die Räuber traten ein, richteten ihre Gewehre und Hanbichare auf fie und ben Kawaffen unb fragten drohend: „Wo ist Ihr Mann?" Als die Frau mitgetheilt, baß ihr Gatte weggegangen sei, begannen die Räuber im Zimmer, in welchem bas Kind schlief, zu schießen, und die Mutter eilte an das Bett ihrer Tochter und pflanzte fich vor demselben auf, um das Kind zu schützen. Indessen kamen andere Räuber und riefen die in der Wohnung anwesenden Briganten heraus, worauf fich die ganze Bande entfernte. Bald darauf hörte Frau Laendler starkes Gewehrfeuer. Als es wieder ruhig geworben war, erkundigte sie fich nach dem Verbleib ihres . von diesem „Wunder" verbreitete fich wie ein Lauffeuer und Alt und Jung drängte fich heran, um einen„Gnadenwink" aus dem Backofen wegzubekommen. So groß wurde ber Auflauf, baß die Polizei einschreiten mußte, um Schaben zu verhüten. Sei es, daß die Polizei im Allgemeinen nur sehr realistischen Anschauungen zu- gänglich ist ober— wie ganz nutürlich— einen geheizten Back- ofen im Juli für einen unwahrscheinlichen Aufenthaltsort hielt, kurz sie war der Anficht, der„begnadete" Bäcker habe fich einen Scherz erlaubt, schloß ihm die Bube zu und sperrte ihn selbst in bas Gefängniß ein. Ob solcher Vergewaltigung eines„von ber Jungfrau stchtbarlich begnadeten" Bäckers entstand große Entrüstung unter einem Theile bes Volkes und kleine Orb« nungsstörungen fielen vor; auch jetzt ist noch nicht alles ruhig. Gatten unb hörte zu ihrem Entsetzen, daß derselbe gefangen ge- nommen worden sei. Wie man ihr erzählte, hatten fich Laendler, am Mom cung cm«« ive und en gelang istand zu ISÄfe ♦mp nnfb*.(rW Gerichts-Zeituug. ''in Sum® dem Grünauer Prozeß wurde gestern das Urthell ndet. Dasselbe lautete auf Freisprechung sämmt- ler Angeklagten. Die Kosten des Verfahrens fallen Staatskasse zu. Die Gerichtsverhandlungen gewähren häufig Einblicke >as tiefste häusliche Elend. Zu denjenigen, welche eine Niete _ der Ehelotterie gezogen, gehört auch ber Tischler Gustav i fünf, 4.00' welcher gestern vor ber 97. Abtheilung bes Schöffen« stand. Er sollte dadurch an einem Äaiabend einen gc- ....... gMgen Straßenauflauf verursacht haben, daß er es versuchte, ßlß'in ben Besitz seines eigenen Kindes zu setzen. Der Ange- »Nische-' hrere hk% ite arg H in Rixbon macht ren Ge' j es ihst ifer zu adschaft :>.ßiiHv) v» i. v_ vigvttvt»»,»»»> V v— n— i- � � schäfts«H>ilte behauptete, baß nicht er, sondern seine Schwiegermutter lb unb«".Mult) an dem Auflauf gewesen sei. Seine Ehefrau habe ihn trauen env März verlassen und sei wieder zu ihren Eltern gezogen. Das wütige breijährige Töchterchen habe fie mitgenommen. Die ow" Innung von dem Kinde sei ihm außerordentlich schwer ge- O'�en unb häufig habe er stundenlang vor dem Hause seiner > Mwiegereltern gestanden, in der Hoffnung, seine Tochter zu csten G«i«Oficht zu bekommen. Endlich sei ihm an dem betreffenden rs ber Lav-Ztnde sein Kind auf der Straße begegnet an der runerin 0£ nb seiner Schwiegermutter. Bevor die letztere es ver- »orf meld«� atzern konnte, hatte er sein Töchterchen auf den Arm Vräaung i'l/ommen und herzte und küßte es. Die Schwiegermutter Geschäft in Avb ein großes Geschrei und verlangte, daß er das Kind sofort .psäischtes O'Ygebcn sollte, der Angeklagte erklärte aber, daß er wenigstens auck ein»N''0 Viettelstunde lang sich ungestött bes Wiedersehens erfreuen er aute und begab sich mit bem gleichfalls erfreuten Kinde nach ——"■*: Lokale. Seine Schwiegermutter habe nun sämmtliche und viele Vorübergehende durch übertriebene Schil- »na dem angeblichen Raube eines Kindes in Auf- ' L-, in Äh L stand eine große Menge vor bem Hause, aammm Markstück« gemacht, -tücken la 1% fien, zu M ff 14 ZK-Y?« ilts frei. Wien. 17. Juli.(Der Gerüsteinsturz im Pratcr.) Am lpril d. I. stürzten bei dem Baue in Swoboda's Restau- lm Prater, große Zufahrtsstr. 26, durch den Bruch eines ytbalkens die auf dem Gerüste beschäftigten fieben Arbeiter von denen 5, nämlich Johann Wottawa, Josef Setschek, Petruschek, Karl Nikola und Wenzel Mexa sehr schwere, -den letzteren sogar lebensgefährliche Verletzungen davon- . V Yi-o die sofott eingeleiteten Erhebungen und ber an jund Stelle von einer Gerichtskommisston vorgenommene Augenschein ergaben, war das Unglück dadurch herbeigeführt früder A�d«"' daß das Gerüst' schlecht verankert unb auch kein wider! den j*| verwendet worden war. Die Verant- ferner der Beamte Binder und ein griechischer Kaufmann aus Sofia, ein Advokat und ein Beamter im Gasthause beim Bahn« bof aufgehalten, als die Bttganten dahinkamen. Unter heftigem Gewehrfeuer umzingelten die Räuber das.Haus, traten bann ein, riefen die Männer, auf welche fie es abgesehen hatten, mit Namen auf, unb schleppten Laendler, Binder unb ben griechischen Kaufmann mit sich. Laendler unb Binder wider- setzten fich unb erhielten deshalb von den Räubern Faustschläge ins Geficht. Den Advokaten ließen die Briganten frei, weil er einen ihrer Genossm vor drei Jahren mit Erfolg ver- theidigt hatte. Unter den Briganten bemerkte Laendler ben Diener, welchen er beauftragt hatte, die Draistne zu boten; der Diener hatte als Spion der Räuber fungirt. Auch der griechische Kaufmann sah seinen Diener unter den Räubern. Diese schleppten die genannten Männer fort unb nahmen auch einen Diener der Bahn mit sich, welchen fie, wie sie erklätten, als Boten benützcn wollten. Außerdem nahmen fie alles, was nicht niet- und nagelfest war, mit fich, luden bie ge- raubten Gegenstände, namentlich Eßwaaren, auf ein bereit gehaltenes Pferd und verschwanden. Zu Frau Laendler sendeten sie einen Boten mit der Mittbeilung, fie möge unbesorgt sein, fie würben ihren Mann gut füttern und ihr die Höhe bes Löse- gelbes bald bekanntgeben. Wenn fie bas Gelb mcht schicken sollte, so würben fie ihr ben Kopf ihres Gatten einsenden. Gegen 11 Uhr Nachts kamen wieder vier Räuber zu Frau Laendler, welche, offenbar in Unkenntniß von dem bereits voll- führten Raube, deren Gatten suchten. Die vier Briganten gaben Schüsse auf den bei Frau Laendler weilenden türkischen Ka- wassen ab, welcher seinerseits gleichfalls auf die Räuber schießen wollte. Frau Laendler fiel aber vor dem Kawaffen auf die Knie unb bat ihn, bas Schießen zu unterlassen, weil fie be- fürchtete, ihr Kind könne getroffen werben. Die Räuber zogen ab, als fie hörten, daß Laendler schon geraubt sei; unterwegs schössen fie auf das Posthaus unb verwundeten einen Kutscher. Aus dem Posthause wurden die Schüsse erwidert. Am folgenden Tage, ben 7. b., erfuhr Frau Laendler, baß ihr Gatte einen Zettel an sie gesendet habe, welcher jedoch von bem wegen bes Ueberfalles nach Bellova beorderten Präsekten von Tatar-Bazardschik widerrechtlich übernommen war. Frau Laendler begab sich zu dem Präfekten unb verlangte die Herausgabe des an fie gerichteten Schreibens von ihrem Gatten. Der Präfekt verweigerte dies jedoch und gab den Zettel endlich nach vielem Bitten ber Frau unter der Bedingung, daß fie ohne seine Er- laubniß weder über die Angelegenheit telegraphiren, noch schreiben dürfe. Infolge dieser befremdenden Haltung des Präfekten ist Frau Laendler gezwungen, ihre Telegramme und Briefe über Konstantinopel zu senden, weshalb der Brief, welcher die vor- stehende Schilderung enthält, erst gestern in Wien eintraf. Dieser Brief wurde dem Vertreter der Frau Laendler, Herrn Dr. Mori, Kalman, übergeben, welcher sofort eine Eingabe an das Ministerium des Aeußern machte, in welcher er das merk« würdige Vorgehen des Präfekten zur Kenntniß bringt und um sofortige Intervention bittet, unter Hinweis darauf, daß die Haltung des Präfetten eine Beschränkung der persönlichen Frei« heit seiner Klientin involvire. �, Linda». 13. Juli.(Sturm auf dem Bodensee.) Auf dem Bodensee tobte am 11. Juli ein Nordwcststurm, wie er seit t ahren nicht mehr beobachtet wurde. Durch die mächtigen iellen wurden die in Bregenz in Ausführung begriffenen tzafenbauten stark geschädigt und die Männerbade- Anstalt voll- ständig rafirt; die Eisenbahnzüge konnten auf der hart am See geführten Linie von Lindau nach Lochau nur mit großer Vor- ficht verkehren, da der Bahnkörper fortwährend von Sturzwellm und Geröllmaffen überschüttet wurde; die Brandung schlug hoch über die Lokomotive und die Waggons. Nrrvierv, 14. Juli. Ein merkwürdiges Wittcrungs- Phänomen wird seit zwei Tagen aus der Umgegend gemeldet: das Plateau der llautos fagnes, das fich zwischen hier und Spa ausdehnt, ist in der Richtung der Baraque St. Michel mit einer fast zentimeterhohen Schneeschicht bedeckt. Die Tannenwälder auf der Höhe find wie mit Schnee gepudert. Die Baraque St. Michel ist einer der hochgelegenen Punkte des Spa- Staveloter Hochlandes, doch hat man um diese Jahreszeit seit Menschengedenken leinen Schnee auf der Höhe gesehen. London, 16. Juli.(Schiffsunfall.) Eine aufregende Szene fand am Sonnabend auf einem Dampfer statt, der mit etwa 800 bis 000 Personen beladen von Dunbee aus eine Ver« gnügungsfahrt unternahm. Unweit Newburgh, etwa 10 Meilen von Dunbee, fuhr das Fahrzeug auf Felsen, welche gewattige Neueste Nachrichten. Die Haltung der UationaUideralen gegenüber den» fozialistrngesriz wird immer interessanter. Kaum hatte err Marquardsen im Reichstag sein„Noch einmal und nicht wieder" gesprochen, da wurde er schon dahin interpretirt, cs sei gar nicht ausgeschlossen, daß die Nationalliberalen das Sozialistengesetz wiederum verlängerten, wenn es ihnen nicht gelänge, brauchbarere Bestimmungen an die Stelle des Sozialistenge- setzes zu bringen. Die Herren mögen immer mehr zu der Ueber« zeugung gelangen, daß ihre Gesetzgebungskunst an diesem bla» mablen Ende ankomme, da hilft ihnen aber auch schon wieder die„N.-Z.", welche, wie wir bereits mittheilten, der Regierung die Pflicht infinuirt, selbst ein brauchbares Gesetz vor- zulegen und den Nationalliberalen aus der Klemme zu helfen. Den Stein der Weisen hat aber die„Kölnische Zeitung" entdeckt, welche jetzt verkündet:„Konservative und auch ultramontane Stimmen spötteln darüber, daß die National- liberalen zwar auf der Nothwendigkeit beständen, gegenüber der Sozialdemokratie aus dem alle zwei Jahre unter den auf« regendsten Verhandlungen zu erneuernden Zustande des Aus- nahmegesetzes in dauernde Verhältnisse überzuleiten, aber selber den Weg nicht zeigen wollten noch könnten, auf welchem man zu diesen dauernden Verhältnissen gelangen könne. Unseres Er« achtens ist der Weg gezeigt mit dem Verlangen, die dauernd unentbehrlichen Bestimmungen des Sozialistengesetzes ins Straf- gesetzbuch aufgenommen zu sehen. Die Abfassung des Wort- lauts dieser neuen strafgesetzlichcn Bestimmungen muß natur- gemäß den fachjuristischen Kreisen des Bundesraths überlassen bleiben, ohne daß daraus zu folgern wäre, daß außerhalb der« selben Niemand die Befähigung dazu hätte." Und weiter präzifirt das Kölnische Blatt seine Anficht wie folgt: „Wir find dabei freilich der Meinung, daß ein Theil der in dem Sozialistengesetz enthaltenen Bestimmungen auch für die Zukunft nicht entbehrt werden kann, sondern in irgend einer Form unter Beseitigung ves provisorischen und Ausnahme« charakters zum Bestandthett des dauernden Rechts gemacht werden muß.. Bei den Erörterungen über die künftige BeHand. listengesetzes handeln, sondern um dauernde Ueberführung seiner unentbehrlichen Bestimmungen in das allgemeine Recht." Das findia recht nette Ausstchten, die hier uns diejenigen stellen. welche fich mcht genug als die Vertreter des Rechtsstaates preisen konnten! Statt daß man das Sozialistengesetz ganz bei Seite laßt, überläßt man einfach dem Bundesrath die Auswahl aus den Bestimmungen des Sozialistengesetzes, und was er für unentbehrlich hält, Idas swird allgemeines Recht. Mit anderen Worten, das Sozialistengesetz wird einfach gemeines Recht, der Ausnehmezustand wird normaler Rechtszustand. Wir haben schon bald nach der Marquardsen'schen Erklärung die lliationalllberalen im Verdacht gehabt, daß fie zu diesem End« resultat gelangen würden, unser Verdacht bestätigt fich also. Wenn dieser Ausgang des nationalliberalen Humbugs allein die nationalliberale Unfähigkeit, das Volksleben in Unabhängigkeit jch vertreten, darthäte, könnten wir zufrieden sein. Aber der lorgang birgt eine große Gefahr in" sich, welche die' Wähler durch die Kartellwahlen des Jahres 1887 heraufbeschworen haben, die Gefahr der vollständigen Brachlegung des politischen Lebens, welche die Nationalliberalen herbeiführen helfen, fich aus der Sackgasse zu retten. um Telegraphische Depesche«» (Wolff's Telegravhm«Bureau.) .«i. Donnerstag, 19. Juli. In vergangener Nacht herrschte hier ein heftiger Orkan, der an den Häusern vielfach Beschädigungen anrichtete und unter Anderem von dem Hotel der spanischen Botschaft beim Vatikam einen Theil des Daches fortriß. Trieft, Donnerstag, 19. Juli. Der Lloydnampfer„Vor« wärts" ist heute Vormittag von Konstantinopel hier eingetroffen. Kriefkasten der Redaktion. vet»nfragcn bittm wir die»ionnementd-Ouitiung beiiusüaen. BrUflid« »ntwort wird nicht ertheilt. 1888 R. 1. Die Schwester hat kein Recht, einzelne Sachen aus der Sterbewohnung zu entfernen. 2. Sie kann von den anderen Erben bei Gericht verklagt werden. Je nachdem die Sachen bis zu 300 M. oder aber mehr werth find, ist die Klage beim Amts- oder Landgericht anzustrengen. 3. Ja, ebenso wie die anderen Kinder. G. K. Pappel-Allee. Ihr Bruder kann noch gezwungen werden, die rückständigen Alimente, soweit solche»och nicht voll beglichen find, zu zahlen. Wenn er solches für die Zukunft ver- meiden will, so möge er persönlich in Zeugengegenwart fich das Kind fordern und, wenn dessen Herausgabe verweigert wird, beim Amtsgericht auf Aufhebung des früheren Urtheils klagen. G. K. 67, Kaufen Sie preußische konsolidirte oder Reichs« anleihe, auch Berliner Stadtobligationen. Das alles find pupillarisch fichere Papiere. A M. 1. Sie haben keinerlei Nachtheil, wenn Sie den Strafantrag gegen den Arbeitgeber wegen fahrläsfiger Körper- Verletzung nicht stellen. Das Unfallverfichemngsgesetz läßt einen Ersatzanspruch gegen den Arbeitgeber nicht zu, wenn dieser wegen fahrläsfiger, sondern nur, wenn er wegen vorsätzlicher Körperverletzung bestraft ist. 2. Wenn die von Ihnen ge- nannten Krankenkassen in den Statuten nicht eine längere Frist als 13 Wochen festgesetzt haben, so brauchen Sie darüber hin- aus nichts zu zahlen. 3. Die Höhe der Unfallsrente richtet fich Thwfc bttn Grade der Erwerbsfähigkeit vder Erwcrtsunfähigleit. Wir haben ans Grund Ihrer Angaben noch kein genügendes Urtdeil darüber, wie viel Sie beanspruchen können; darüber muß in jedem Falle ein ärztliches Gutachten eingezogen werden. f. M. H. Anonyme Zusendungen veröffentUchen wir nicht. Ad S4. 1. Eine Ehefrau, die ihren Mann böslich ver» toffen hat, ist wohl berechtigt, sich eine neue Wobnung zu neh« men, der Mann braucht aber die Miethe nicht zu bezahlen. 2. Sie kann auch polizeilich nicht gehindert werden, ihren Bräu- tigam als Schlafburschen bei fich aufzunehmen. 3. Darin, daß der Wirth Vorstehendes duldet, liegt noch keine Kuppelei. 4. Eine wegen Ehebruches geschiedene Frau kann sich ohne Dis- pens nicht mit demjenigen verhcirathen, der im Ehescheidungs- urcheil bezeichnet ist. Sonst kann sie sich aber vcrheirathm. G. K. Es ist eine viel verbreitete, aber völlig irrige Mei- nung, daß man von einem Miethskontrakte innerhalb 24 Stunden zurücktreten kann. Hat man den Miethskontrakt einmal unter- zeichnet, so bleibt man an denselben gebunden. Gleichgiltig ist es auch, od der Kontrakt gestempelt ist oder nicht. Die Stcm- pelung ist zwar vorgeschrieben und das Unterlassen mit Strafe bedroht, die Rechtsglltigkeit des Kontrakts hängt aber nicht davon ab, ob er gestempelt ist. i. K. 1. Nicht bekannt. 2 Wenn der Sohn verstorben ist, aber eheliche Kinder hinterlaffen hat, so erben diese von ihrem Großvater zusammen ebensoviel, als ihr Vater geerbt haben würde. Cart. Sie muffen eintreten. Rellamationen find in Ihrem Falle unzuläsfig. Friedrich»gracht 36. Die Kündigung einer monats- weisen Miethe ist am 15. eines Monats während deS ganzen Tages zuläsfig, nickt nur bis Mittags 12 Uhr. Abonnent 1000. Der große Brand in Rixdorf(Schinke- straße) fand am Sonnabend, den 29. Mai 1886 statt. Gottf. Gr««. 1. Bei Verlassen der deutschen Grenze wird von deutschen Behörden die Vorzeugung von Legitimations- papieren nicht verlangt. Für eine Auswanderung nach Amerika empfiehlt es fich aber doch, einen Paß mitzunehmen. 2. Tie amerikanischen Behörden haben in letzter Zeit von Auswanderern, ehe ste denselben das Betreten des Landes gestatten, den Nach- weis erfordert, daß fie im Bcfitze von 25 Dollar— 105 M. find. F. L. 107. Langandauernde Krankheit ist lein Scheidungs- grund; nur unheilbare Geisteskrankheit oder ein ekelerregendes Gebrechen berechtigt den andern Theil zur Scheidung. MarkthaUen-Kepicht oon Z. Ann»*#»"* 169« Verkaufsvermittlcr. Berlin, den 18. Juli 1888.—..,—. Eier 1,85—2,15—2,20 M. netto ohne AN Käse. Jmportirter EmmeMhaler In 84— 87,» Schweizer 54— 65, Liuadrat-Backstein burger 16—18—30, Rheinischer Holländer Käse I pr. Ztr., Edamer 58—68, Harzer—2,65 M. vr.' Cbft und Gemüse. Neue weißfleischige Speise« die 7 M., II.— 4,00 M. pr. Ztr., Zwiebeln pr. � Gurken 25-40 M. pr. 100 Stck., pr. Schck. bla beeren 30— 35 Pf. pr. Ltr., Kirschen 13— 17,50 beeren 7 bis 10 M., Pfifferlinge 7— 10M. pr. 50« kohl 15— 30. Butter.(Reine Naturbutter.) 1. Feinste rahm-Tafelbutter(bekannte Marken) 96—105■ schmeckende Tafelbutter 85—93 M., 3. Mi 85 M., 4. feinste Koch- und Backbutter 75—80 M-,, Backbutter—75 M. pr. Ztr. Auktion tägltä 1 Vormittags. Fleisch. Rindfleisch 28-36-45-55, Kalbflei Hammel 30—42—50, Schweinefleisch 32—43 T, Lebendes Vieh wird zum Schlachten und zuw' Fleisches angenommen. Schinken geräuchert mit bis 80, Speck g?. 45—60 Pf pr. Pfund. täglich Theater. Freitag, den 20. Juli. Friedrich- Milhelmstiidtifche» Theater: Fatinitza. Gflend-Uheater: Vom Viehhof bis zu den Menschenfressern. OeUealliance- Theater: Das elfte Gebot. Madame Flott. froll'« Theater: Martha. ibtoria-Theater: Die Kinder des Kapitän Ärant. KSnigstädttsches Theater: Der Straßen- junge von Paris. Aansmann'« Uarittt: Spezialitäten-Vor- stellung. «»neordia- Theater: Spezialitäten- Vorstellung. Schweizer- Garten. Entere 30 Pf. Entere 30 Pf Theater-« Speeiatitäten " ll 1 Norstelluag. Hllzostsk-Famlit, S. Millberg, Klsthers Almmg, Seschw. Aelorme. Volksbelustigungen Im Saal: Damen� aller Art. tanz u. Kall. Abends: Gr. Illumination. Alles Nähere die Anschlagsäulen. Skiiirl'z Klemer DilKsMei Gesundbrunnen 60 Kad Ktraße 60. Jeden Sonntag Vr. Militär Kimzert v.rb. mit KchlachtmnstK. Heul Aufateio*» de« Nah t legenden Menschen I epochem. Neuheit auf aeronaut. Gebiete. Awffrefen der Mailänder ■ Thier-Kapelle.■ Im Saal: Großer Kall. Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert. Eintritt an Wochentagen frei, Sonntags 15 Pf. Die Kaffeeküche ist von 2—6 Uhr geöffnet. Achtung I Achtung I Gr. Versammlung i Haus vieri der Vosamentiere«. Kerufsge« Sonntag, den 22. Juli, Vorm. 10 Uhr, im Königstadt-Kafino. Tages- Ordnung: Bericht der Kommisston über die Lohntabelle. Verschiedenes. 133] Der Cinbeenfer. Central-Kranken-«. Kegräbniß- hafft der Sattler «nd Kerufsgenossen Deutschlands. (E. H. 64.) Gertliche Dermaltung Keeli». Sonnabend, d. 21. Juli, in Buldermann's Salon, Kommandantenstr. 72, Abends 8t Uhr: Hauptversammlung. wm Volksb all Im " 10 31' Eine Reise durch das Bern er Oberland.— Der ganze Trauerzug und Aufbahrung Kaiser Wilhelms Entree Ii Cycl. 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. Durch die Erpedition de«„Der- Huer Dolksblatt", Kerlin SW., Zimmerstr. 44, ist zu beziehen: Tagesordnung: 1. Kaffenbericht pro 4. Quartal 88. 2. Ersatzwahl eines Beifitzers. 3. Verschiedenes. Das Kaffenlokal sowie sämmtliche Zahlstellen bleiben für den Abend geschloffen. Fachverein der Metall' in Gas, Wasser- und« Armaturen. 5. StistunM Sonnabend, den VQxt M bestehend in Theatervorstellung� Soeben ist I-unde und Gönner' find beN��unS�nun m] 5-b sichtbare S Wilhelm Koenneche Florentin« K�enneck)(Kanzius-Lange) Ehelich Verbundene. New-Noch 30. Juni 1888.[130 Ich empfehle mein in der Iüdenstraße 24 belegenes Weiß- u«d Kairischbter- Fokal, sehr paffend für Arbeitsnachmet« sowie Iakl» Belle von Krankenkasse». Um geneigten Zuspruch bittet[135](ß. Kirsch. ybil .•itiiiiiliiniiiiimiiiiimiiniuiniiinnniHuiminiiniminiiniiifi Sozial-politischer Roman von Disraeli, Uebersetzt von Natalie Liebknecht. PreM elegant brofchirt Ml. 1,50. oooooooooooooococ Freundl. Schlafstelle für 2 Herren Grünauer- straße 2, H. 4Tr. r., am Görlitzer Bahnhof.[116 Weimanit's Kolksgarten. I. Eingang Badstr. 54 56._ Gesundbrunnen. 2�Eingan�Pankstr. 25. Gertinq. Gr. Ertr.-Milit..Concert, auszef. v. ganzen Mufikkorps d. 2. Garde-Ulanen, u. Lest. d. Kgl. Mufikdir. Hm. E. Reese. Elektr. Erleucht. d. ganz. Etabl., außerd.�Gas-Jllum. d. 12,000 bunte Lamp. Gr. Bolksball i. prächt. neuen Hohenzollernsaal.''......" 4 Uhr Rachm. Max Weimann. Spezial. für f Pferdedahnverbindung mit allen Theilen 600 000 Mk. Nächste Woche Hauptziehung(2*. Juii bi« u. August) der König!. Preuss Staats-Lotterie. 0 65 OOO Gewinne- 22 Hill. 157 ISO Mk. baap. M Originalloose Mit Bedingung der Rückgabe nnd Anthflile. g_'/»' s'A. V, Besuch 131 Mitgliedsbuch legitimirt. Um recht zahlreichen Der Vorstand. Fachverkin der Nohrlegrr. Sonntag, d. 22. Juli, Vormittags 10 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakobstraße 75: Uerjammiung. Tages ordnung: 1. Vottrag des Herrn Dr. Bruno Wille. 2. Antrag des Kollegen Hirsch. Mitglieder. 3. Aufnahme neuer 4. Verschiedenes und Frägekastcn. 126] Der Dorstand. Fachverein d. Nutzer Sonntag, den 22. Juli, Vormittags 11 Uhr, bei Scheffer. Jnsclstt. 10: Mitglieder Veisammiung. Tagesordnung: Besprechung über das abzuhaltende Stiftungsfest. Der Gesangverein der freikamt zu sehen. meinde veranstaltet am Konotetzgnnen. eine Partie nach Erkner Mir— ar dorf-Fangschi-use. und ladcth'dl'� y• ■BBaBHBBBMnB���ähU wird, da ffammengetretei Einzelne Soptza-HeM�'! in Nip». Namass«nd Mlllionen@ r" � we. rL«jnemgewinn auf, tut vie HMchäs'lichenM Leßeli Da werden . i l f e sich gros �en Erfolgen je, ob es ihre i MöneL und t" I...... cv I'i. /K_f____.HrttS« dffa„l. 4.;» »egen ErsvarunS$ Als ob die billig grunntußt*' ßprsucht hätten, f "-eia�uuschen Elend eigener Fabrik wegen Ersvl i* d im Baufach »SW.WÄ. nrmr>: Wahl einer Veranügungs Kommission. Vereins Angelegen' ngelegenheiten. Um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 125 Der Vor st and. 7« S Mk. 188. 94. 48. 24. 12,50. 6,50. 3,50. � Porto und amtliche Gewinnliste 75 Pfg. empfiehlt und versendet « Moritz Hat», |Telegr.-Adr. i„PrSmienbab Berlin". Fernsprech amt la Nr. 7302. Während der Ziehnng tausche Gewinnloos«— auch wenn diese nicht bei mir Versammlsng des Kereins zurWatzrung der -nterelse« d Hlavierardeiter. i Sonnabend, den 21. Juli, Abends 8& Uhr. Kommandantenstr. 77—79(Gratweil's Bier hallen.) 1 Tagcsordnung: ; Punkt 1. Vortrag des Herrn Dr. Huber über die alt-egyptische Sittenlehre als Grund- läge der mosaischen und christlichen. i Punkt 2. Abrechnung vom Maskenball. � Punkt 3. Werkstattangeleqenheit, Vereinsange-;? legenheit und Fragekasten.' NB. Billcts zu dem am 23. Juli stattfindenden Sommerfest find nach wie vor bei den Komitee- Mitgliedern: Kollege Appel, Wienerstr. 49, IV., „ König, Kl. Andreasstr. 5 bei Lampe, „ Koppen, MantcuffUflr. 48,>>., sowie bei iämmtlichen Vorstandsmitgliedern und den mit Plakaten delegten Lokalen abzuheben. Der Vorstand. gekaut— gegen Ersatzlcose um, zahle event. Uebeschnss heraus und gebe dieselben nach Schluss zurück.— Briefliche Qewinnanzeige. Provisionsfreie sof. Auszah.ung. I 2 x 300 000 Mk. fehlerhafte Hepplche! Nach beendeter Engros-Saison thatsächlich für die Hälfte! Sepifa-etppidtt, 2 Meter groß, Stück 4,50 M. KrSssel- Teppiche 2 Meter 2 Stück 6 M. S-rrliche Knlo« Teppiche(fehlerhaste), Stück 10, 15, 20 und 27 Mark. iirrth das Doppette! 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Erzählung von S. 4 Dr. Adolf Douai(mit Portrait). hne, läßt nn feine Kon eten. Auch h ch einige neue oßen Kapitali Wenn an cht, so ist eS elever lmit Porträ t).— Plar - Sin mufitalisihcr Bäckerle� Hierzu 4«uoser: Lieber«-s"4 �tzximil da» neckt fich— Sommerlufi — 1 Wandkalender. -X Prei» 50 I Z« besiehe« durch � dition de»..Kerl'»� blatt", Zimmerftra?' von Clara Sleidner.- Fliegende — Rebu«, Riithsel ic._ inal-Roma Herr vor .erbung unte, :uch nicht entg "t kann nicht »den wollen, _____ � hreS Vaters? Wieitervertiilifer A.'jZ Ravattt�BaterS war, Z »Ich habe ,,. gestern bei Kochfe>n'�-jund vorher ha 5«.« Vf-nniS�..� W. LmdemÄ.™»"«" «<«»»--«< � f Xi, m Arbeit-'-!'':££ Ein Dantinen«,-,«-< �anz unbestimi dasilbst zuverläsfige Parquetleger verlangt.[127 Beschäftigung bei unA®�n Ii« finden genugende f gewordei «t-�ueine me#: eine Arme r langen Wohnte »Ja. Et �/ � A�U8t er, täglich 4000 Gewinne. �NgmgiiZLoose U Fns. 178. SlaaUierls in Sp-nda«. 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