itSSi ff». (EisenbaW let heute ist tion Coß cht und d-> if den von Maschinist verwundet. Die R- sl hat- viel ie zu heb« folgende man von konnte. tbares ilin� Ä.« nd die SllSg- schwer S»? iften sch�L icn vftnw du Midi °scn crw n; als n,»� -findet sich" leralgouoen� ' ist Witt? i wurde ihm eine ncksal St< rr Janssen n Aiachrn« IZaul de Ä Lieutenant ana inn cz vom kritischen ngalasi Boma, i St. s| nach Lo> i zu las Stanley man bis mit den i erlitt. . glaubt bedräni wünsch! Meimii ite wohl Stanley demselben ch M Mittwoch» de« 35 Anli 1888. 5. Jahrg. MerVMÄM Brgsn für die Interessen der Arbeiter. 4 Das �verline» Volksblatt- täglich Morgens auter nach Sonn« und Je'ttagrn. AbonnemontZvreit für Berlin frei Haus vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Mark, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement Einzeln» Rümmer 6 Pf. Sonnt agS-Nummer mit dem.Sonntags-Vlatt" 10 Pf. (Eingetragen in der Postzeitungi Preisliste für 1888 unter Rr. 849.) Jnfertionsaebühr beträgt für die 4 gespaltete Vetirzeile oder deren Raum 25 Pf. ArbeitSmarkt 10 Pf. Set aröficren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinlunft. Inserate werden brS 4 Uhr Nachmittag» m der Erpedition. Berlin SW., Zimnierstrafie 44, sowie von allen Annoncen-Bmeaur. ohne Erhöhung des Preises, angenommen. gtkaUtmi: KextWraß- S.—«»?-»«««: Zimmerftr«K- 44. Adoiluemtots-Eiilsadllvg. für den Monat August eröffnen wir ein neues Abonnement Herlwer UolKsblatt" dem wöchentlich erscheinenden Konntagsblatt. Das„Kerlwer Kolksblatt" vertritt in jeder Beziehung �ntereffen der werkthättgm Bcvölkemng. !Us treuer Beratder und Streiter für die Aufhebung und ileichung der Klaffenzegensätze ist das„Kertinrv Kolirs- t" ein entschiedener Gegner jeder Politik, die ihre End- in der Bevorzugung einzelner, heute schon mehr berechtigter llschaftsklaffen findet. Das„Kerliner Notksblatt" sucht seine Aufgabe durch ''»e Behandlung der polittschen als auch der Tagesfragen Äen. Die gleichen Grundsätze leiten uns bei Besprechung städtischen Angelegenheiten. Im Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir den ttt spannenden Pariser Kriminalroman„Ihre Tochter". Reu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene l des Romans gratis nachgeliefert. Der beträgt frei in« monatlich k«*k 85 Pf., wöchentlich 85 Pf. Bei Selbstabholung der Expedition, Zimmerstrahe 44, 1 Mark pro Monat. unmöA m 18 Egylst� ch®wn' Ji urübeton', Ä» lischt vre pro Bestellungen werden von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, von der Expedition unseres Blattes, Zimmerskatze 44, engenommen. "c außerhalb nehmen sämmtlicke Postanstalten Be« en für die Monate August und September gegen Zah- von 2 M. 67 Pf. an. Die Redaktion nnd Grpeditio« de«„Prrtiurr Polkoblatt". ?»sDr ,, Widerwille" der Arbeiter wÄLt jgjfAiBcniw. ji gegen die Arbeitszeitverkürzung. �beit°rew N®'ne sonderbarsten Nachrichten machte in der > Waffersivstaen Woche durch die manchesterliche Presse die Runde. ortgeriffe»..fiter, und zwar die Spinner im österreichischen Manchester, sich auf �Hauptstadt Mährens, Brünn, sollten die Arbeit ein- ner Jllt haben, weil sie mit der Weigerung des Handels! er, unWWJ|sters, die bisher der Textilindustrie gewährte 12. Ar- vie Lml.�stunde weiter zuzulassen, nicht einverstanden seien und Atu#®1 Verkürzung der Arbeitszeit eine Schmälerung ihres 'w GcsaKTst Einkommens sehen. Während also in aller Welt - einen Arbeiter zum Streik greifen, um eine Herabsetzung der ................■■■-— n ÄJ. Ilgens, aW schlagen. er(am 1000® tte. vv Berg Dessen y cher g'N4 ildUN! ante maffen itSzeit, Beseitigung der Nachtarbeit und Sonntagsruhe IeuMeton. [44 Ihre Tochter. linal-Roman nach dem Französischen von K. D e t r i n g. |„Wissen Sie das bestimmt?" fragte der Baron, von �Enthüllungen übermannt, die Schlag auf Schlag auf niederfielen. „Wie können Sie daran zweifeln nach dem, was Sie ien gesehen? Merkten Sie denn nicht, daß Therese noch jiet an die Lüge glaubt, deren sich der Feind, der uns ./folgt, bediente, um sie hierher zu locken? Sie ahnt seldcwnZk.t, daß dieses Hotel mir gehört, denn ich habe ihr ja stern Bb�Mer nur erzählt, daß ich eine Kafsirerin fei. Und damit filaube, habe ich mich feit fünfzehn Jahren dazu ver- 'I1® nut ltt seltenen Zwischenräumen zu sehen, sie, „Jch hoffe nicht? mehr, � erwiderte Joanne bitter.„Ich 'f kämpfen versucht. Ich habe alles gethan, um mir grausamen Schmerz und memer unschuldigen Tochter '„ grausame Enttäuschung zu ersparen. Diejenigen, die ! �»Verderben geschworen, verhmdern es. In dem Augen- i cin-w Iii wo ich mich gerettet glaubte, tnfft mich der Vernich- Whee'Ä V. Schlag. Ich habe das schandliche Leben aufgegeben. 's L
V jetzigen frommen Kirchengängers zu erinnern. Die wählen ihn seiner Frömmigkeit wegen, die% wählen in ihm ihr Feldzeichen, die Windfahne, zialdemokraten bereiten ihm bei den Rgichstags lagen, sonst hätte er gewiß schon andere Orden, dienste für die Rechte des Volks natürlich, kommen. Solche Leute weiß man nicht nur* schätzen. Im„liberale« M«sterla«de" Baden jüngsten Tagen ein neues„B e a m t e n g e s e tz dasselbe wurden die Gehälter fast sämmtltcher vom Gericht und von der Verwaltung aufgebesserten Nachwahl er ;e verdrängte s Februar v. I. I erlangen. ber da» ,L»K» „Wurzener Z-itt Stiftungsfest. „Das Vorurt werdender Theil ist ebenso i hegt, hatte fallen lassen, die sie beim Eintreten � in Paris" da*' hatte.,>er Ausstellung zr x.7%% der Thür zu lauschen. Ich vergaß, daß �\|,442, die große 5 hätte nun alles sagen können, was ich von- �159, das Washing „Herr von Elven ist fortgegangen," unter iisstlchurm wird Valdieu und trat einen Schritt vor. ,..£ß* Denkmal um 1 ihn zurückzuhalten. Aber er wollte auf nlch>° VU>n Eisenmasien v. „Was hast Du ihm denn gethan?" Gefahr des d.. statt darauf zu antworten, ging er recht un?. welcher sie nach „Was sagtest Du ihm?" nachträgt, lieber „Ich sagte ihm, daß Du soeben ein Ö' ,n, daß die Arbei geerbt hättest." ,-�.Mich oerlassen, st „Ich verstehe. Du wolltest ihn P/4 iib den bereits fett war Unrecht, lieb' Mütterchen! Andreas flnd. Die Ge sind so gestellt, d. Durch diese V sagt, daß er nicht reich genug für mich seegroßem Zartgefühl ist er davon gegangen wiederkommen, und dann will ich ��hurmee, welche so wenig eine Millioaäri» sei, wie an de j werden, wie fich D-m- „Zwei Millionen! Aber wo komme» seiner Zelt i Male her?" � i von den Pari „Die Schwester Deines VaterS hat st� nst. Wenn dt. vermacht."„ w'S Zeit bei ih „Die Schwester meines Vater»-. Stilwidrig keit 1 ja nie erzählt... und auch von meins Therese leise hinzu. (Fortsetzung folgt-)
der Reich Zanzen um n und es M von 623 7/88 ein Gencktsboten u. s. w., kurz alle die Angehörigen der- jKaiegorien, welche aus den„Militäranwäilern mit irgungs-Berechtigungsschein" hervorgehen, erhielten die tion als Beamte. Kennzeichnend für den im„liberalen" laden herrschenden Geist— der übrigens trefflich har> nt den Anschauungen im vreufeischen Mutterlande— • v.«-e�e Lehrer die Beamtenqualifikation nicht erhielten, und m« wird um-n höchster Gehaltsbezug nach einer Dienstzeit von i bayerültiee..Jahrzehnten ungefähr so viel beträgt, wie das Anfangs- reichrieden: e- Vxg jm Polizei oder sonstigen Verwaltungsdienst unter- 165 eine Mililäranwäriers! Dies der neureichsdeutsche Dank he nicht S�lfrSieaer von Sadowa". eutichfremiinE: Naftwirth das Recht, einem Gast, der sich an- > ervorgebt,»�rirägt, aber einer anderen volltischen Partei angehört vdat Anipwih. Gastwirth—, diesem Gast deshalb das Betreten uh erledigt, verbieten? Diese Frage hat bekanntlich schon haben Wjit die Gerichte beschäftigt, ohne daß es bis jetzt, unseres gen >n »at Anlage ein wenn im Herr Dr. zu einer festen, eine allgemeine Ronn bildenden Ent> gekommen wäre. Vom Standpunkte des gesunden Verstandes und ves Anstandes herrscht in Bezug auf CHU III» v-" J|«WVV|*MUVV» UUV VL3»age freilich kein Zweifel. Der Gastwirth ist keine ein- >r Abgabe jn�-ivatverson, die jeden, dessen Nase ihr nicht gefällt, aus zu ballen", Pfählen hinausweisen kann. Er ist gesetzlich ver- seinem Verfl» jedem anständigen Kunden Speisen und Getränke zu gleich, ob cejhen— das sollte allein schon ein ausreichender Beweis ilen pro Tagt»? die Verpflichtung, den Aufenthalt in den Lokalitäten de, höchstens d' hren— denn es bedarf doch irgend einer„Lokalität", awidersprocheahend eines Orts, um die Speisen und Getränke zu ver- rzb.„KomW Außerdem liegt es im Begriff des Gastrechts, welches Wablmännei lederne Gastwirth allerdings nur geschäftlich, um des ' 1 willen ausübt, daß es auch dem politischen Gegner wird. Die Geschichte des Alterthums zeigt uns, daß sich an den Herd selbst des erbittertsten Feindes setzte, Jvfreundschaft theilbaftig und unverletzlich mar Der ff e n Wabl aL Gastwirthstag, welcher demnächst in Würzen(Sachsen) , St icbma Antreten soll, wird stch mit dieser Frage zu beschäftigen n),-,r,,heTfl beider das Publikum bisher— wie uns scheinen will— en Bei der* nöthige Ausmerl samkeit geschenkt hat. igkeiten vor, das neue Kranntweinstenergefetz spricht fich iöerolkonseiP�dmirthschaftliche Krciskomitee von Oberbayem dahin aus. 7- ÄÄÄSf Ä"Z U» l'fetfÄÄ'Ä etzt in �»tanntmeingemeinsebQft hinter die norddeutschen Brannt folgende„g' gehalten unj� gar nickt !s fränkischen i rgswablenwobi» werden vir haben steren% Kann es ifinn'gen za> ise gesunken. Diese Nachtheile würden auch nicht an- durch die mit Einführung des Gesetzes von 1887 ein- ;e Aufhebung der Gewerbesteuer für die land wirthschaftlichen eien ausgeglichen. ängniffluft. Aus Bielefeld, 22. Juli, wird der «der„Fr. Pr." geschrieben: Schreinermeister Hege« W- welcher sich bekanntlich vor krirzem wegen eines Lungen- .'uJ?* Lippspringe zur Kur begeben hatte, ist wieder in rm m eingetroffen, ohne jedoch die erhoffte Genesung ge- 4,u bcm Lungenleiden hat fich leider noch nsteren M-Alale Kopfkrankhnt gesellt, welche die größte Rube und erten des s-°.,ung erforderlich macht. Das wenig befriedigende lörper- im Jahre Wohlbefinden unseres Freundes ist durch eine dreimonat- en fceifinnWGefangmßstrafe wegen Vergehens gegen das Sozialisten- tniß rufen,. zc. hervorgerufen worden. Hoffen wir, daß uns der Parteien t%e noch lange erhalten bleibt. rerg könnte».«r Landtagswahl in Kielefeld. Jm Wahlkreise sehr l.brrk�ld Herford-Halle machen sich unter den Nationallideralen sagen, daß.trömungen geltend. Jm Bielefelder Parteiblatt hat fich a stockkonstl�es der Partei als Anhänger des Kartells, dock als ent- in Breslau Wi Gegner Stöckers vorgestellt. In der„Rheinisch- wen Richt�ischen Zeitung" versucht ein anderes Mitglied der Partei, lilählt keine jTttn Slöcker, obwohl er ihn nicht recht leiden kann, zu „besten M7»»ln, und ein Dritter verleugnet im Kreisblatt in Herford orten zu.l�Ffde und giebt die Richtschnur, daß die Nationallideralen ir,~ ., Prioatieb Kandidaten aufzustellen hätten. Abgcorvnew �ledigte» Nrichstagvwandat. Wie die„Frankfurter atb und fgTJ aus Ansbach melvet, ist dort der Reichstags- aar Joete für den Wahlkreis Ansbach-Schrnadach, Friedrich riaminlungeu old, gesiorden. Seydold, früher Befitzer der Seybold- und wulchchhandlung in Ansbach, lebte dort seit 1881 als Pri- imderte, Er wurde im vorigen Jahre zum ersten Male in dem • soälcc selbst xmschieden liberal oder demokratisch vertretenen Wahl- welcher nur Mnsbach-Sch wabach(3. Mittelfranken) gegen den Demo- iaem Gedäst>!J kröber in den Reichstag gewählt, wo er fich der national- maligen Rfa, 1 anschloß. Bei der durch seinen Tod nothwendig nnern. Tie�/nen Nachwahl eröffnet sich Jim die jetzt völlig aus dem ge verdrängte süddeutsche Volkspartei zum ersten Mal Februar v. I. die Ausstcht, eine Vertretung im Reichs- Rciichstagsu�'l erlangen. 're Orden, u�ber das. Lokalabtreiben" schreibt die— fortschritt- antürlich."S„Wurzener Zeitung" anläßlich des vorigen Sonntag "en Stiftungsfestes des Arbeiterbildungsvereins von k:„Das Vorurtheil, welches ein wenn auch immer ge- werdender Theil der Mitbürger noch gegen genannten hegt, ist ebenso unbegründet als unschön, und hohe Zeit en. die Windfahne! ficht nur " Baden i g e f e tz' lämmtlichee aufgebeffere ist es, daß die Saalbefltzer unter den Wirthen nicht mehr zu fürchten brauchen, nachtbeilige Beurtheilung zu finden, wenn sie derartigen Vereinen zu Versammlungen ihre Lokale offnen. Es mag ja ein gut Theil unnöthige Angst bei manchen Wirthen mit unterlaufen, wenn sie fich genierten, den Arbeiterblldungs- verein oder gar nur, die Thatsache ist fast lächerlich, den völlig indifferenten Naturheilverein aufzunehmen; aber es ist em Zeichen der Zeit, und gerade kein erquickliches, daß hier wie an anderen Orten den Wirthen mir nichts, dir nichts zugemuthet wird, sich in den Geschäftsumsatz pfuschen zu lassen. Es mögen manche Herren, welche die Saalverweigerung aus.patriotischem Gefühle" befürworten, mit noch so hochtönenden Phrasen sene Zumuthung begründen, ste bleiben gewaltthatige Naturen oder bei günstigster Auslegung politische Kinder, denen.etwas ganz anderes gebührte, als Beachtung ihrer unarstgen Wunsche. Ent- schädigen fie etwa den Wirth. wenn er lahrlich 50 Hektoliter Bier weniger verschenkt, als er verschenken konnte?- In wenigen Wochen tagt hier der sächfische Gastwirthsvereln. Es wäre eine sehr löbliche Aufgabe desselben, m seiner Gesamtheit zu beschließen, daß bei den Wirthen nicht die soziale Stellung und das politische Glaudensbekenntniß ihrer Gaste und der von ihnen aufzunehmenden Vereine gilt, sondern allein die anstan- dige Aufführung." Uns Vesta« schreibt man uns: Am Sonntag den 22. d.. fanden bei den Maurern H. Ludwig und C. Kruger (Ausgewiesene aus Berlin) Haussuchungen statt. Bei Herrn L. wurden Exemplare des„Vereinsblatt", bei Herrn Sl ebenfalls Exemplare des genannten Blattes und ein Notizbuch beschlag- nahmt, in welchem die Abonnentenliste des„Veremsblattes und sonstige belanglose Notizen enthalten waren. Der Liebe Müh' war also wieder einmal umsonst. Wie es scheint, han- beste es sich bei diesen Haussuchungen um einen Schreckschuß, um die hiesige Arbeiterbevölkerung von dem Lesen guter Zei- tungen abzuhalten. Wenigstens machten Polizeibeamte die er- wäbnten Haussuchungen zum Hauptgesprächsstoff auf dem Schlußtage des diesjährigen Schützenfestes in Dessau. Kchwei;. Es ist bereits kurz gemetvet worden, daß der ehemalige preußische Offizier O'Danne wegen politischer H o ch st a p e l e i e n in der S ch w e i z verhaftet worden ist und die deutsche Regierung seine Ausliefemng verlangt hat. Heber den Fall selbst(bellt die„Neue Züricher Zeitung" noch folgendes mit: Mit Note vom 26. April 1833 beantragte die deutsche Gesandtschaft in Bern beim Bundesrathe die Auslieferung des August Sidney-O'Danne, gebürtig aus Schwerin, gew. preußi- schen Hauptmanns, wegen Erprcffungs- und Betrugsversuches. Derselbe soll versucht haben, zu Gunsten des Freiherrn v. tzuene in Paris fich einen rechtswidrigen Vortheil durch Betrug und Erpressung zu verschaffen. O'Danne war bereits am 22. April 1888 in Genf vorläufig in Haft genommen worden, protestirte jedoch gegen seine Auslieferung, indem er behauptete, seine Aus- lieferung werde nur verlangt, weil er seit 3 Jahren Frankreich Dienste geleistet habe, und weil man ihn wegen Hochverraths verfolgen wolle. Da gegen O'Danne im Kanton Zürich wegen Betrugsversuchs Strafuntersuchung eingeleitet worden war, wurde er von Genf nach Zürich ausgeliefert.'Nachdem das Strafverfahren fistirt worden war, übersandte die Regierung dos Aktenmaterial dem Bundesrathe und bemerkte dabei, fie erhebe gegen die Auslieferung O'Danne's keine Einwendung, da ste die Anficht desselben, daß es stch hier um ein politisches Verbrechen handle, nicht(heilen könne. Der Bundesrath übermittelte hierauf die Akten dem Bundesgerichte zur Entscheidung. Die deutsche Gesandtschaft reichte unterdessen eine vom Amtsgericht Berlin ausgearbeitete Darstellung deS Thatbestandes ein, aus welcher folgendes hervorzuheben ist: O'Danne habe zu An- fang 1887 dem Major Frhrn. v. Huene, Militärattachs bei der kaiserlichen Botschaft in Paris, mitgetheilt, daß er bereit sei, Be- weise zu liefern, daß bestimmte, in deutschen Bureaus angestellte tersonen wichtige Nachrichten, deren Mittheilung das deutsche taatSinteresse schädige, gegen Geldentschädigung an ausländische Behörden, speziell nach Frankreich, gelangen ließen. Herr v. H. habe tbm geantwortet, daß er ihm per Kopf der auf Grund des von ihm gelieferten Beweismaterials überführten Personen eine Belohnung von 10 000 Frks. zusichere, in der Rieinung, daß diese Summe nach erfolgter Ucberfühmng der betreffenden Per- sönlichieiten ausbezahlt werden solle. Als Adresse für die Mit- (Heilungen sei ihm die des Stationsvorstehers Laus zu Köln angegeben worden. O'Danne habe nun unter der Vorgabe, daß er am 3. März 1888 von Hottingen aus ein Packet mit wichtigen(fünf Personen betreffenden) Dokumenten an die angegebene Adresse habe abgehen lassen und unter Uebersendung einer photographischen Abbildung des Postempfangscheines gegenüber Herrn von Hucne sowie gegenüber der kaiserlichen Botschaft in Paris verschiedentlich von Monako, Genua und Zürich brieflich den Anspruch auf Bezahlung von 50 000 Franks erhoben und für den Fall der �Nichterfüllung seiner Forderung Drohungen geäußert. Er habe auch wieder- holt dem Herrn von H. und der lönigl. Botschaft in Paris Cheques durch Bankhäuser präsentirm lassen, deren Einlösung aber verweigert worden sei. Die angeblich zu tzottingen aufge« gebene Sendung habe weder der Stationsvorsteher L. zu Köln noch Freiherr von tz. in Paris erhallen; fie sei vielmehr von deren Aufgeber, nachdem derselbe den Postempfangsckein erhal- (en, unter dem Vorwande, daß noch etwas hineingelegt werden müsse, zurückgezogen worden. Die lönigl. Gesandtschaft in Bern fügt ihrerseits bei: O'Danne sei ein Hochstapler der gefährlichsten Softe und befitze durch seine frühere Stellung als preußischer Otfizier Verbindungen, die er zu verbrecherischen Zwecken ausnütze Die ihm zur Last fallenden strafbaren Hand- lungen entbehren jedes politischen Charafters und daher nehme die Gesandtschaft selbst auf Grund einer ihr gewordenen Er« mächtigung keinen Anstand, amtlich zu erklären, daß, wie dies nach den Bestimmungen des deutsch- schweizerischen Aus- lieserungsveftrages nickt anders sein könne, O'Danne nach seiner Auslieferung an Deutschland wegen eines politischen Verbrechens oder Vergehens auf Grund des vorliegenden Materials nicht werde verfolgt werden; die deutsche Regierung würde auch gar nicht in der Lage sein, dies zu thun. In zwei ausführlichen Memoftalien bringt O'Danne hiergegen vor, er habe das verschwundene Packet mit Dokumenten auf der Durchreise von Genf nach Italien in Luzern dem jungen Bruno v. Haftung (Sohn des ihm bekannten Freiherrn v. H.) zur Versendung übergeben und von diesem in der Folge den Postempfangschcin zugesandt erhalten; er habe daher annehmen müssen, es sft das- selbe abgegangen, und habe von dessen Verschwinden keine Ahnung gehabt. Dieses Verschwinden müsse auf eine ihm gespielte Jntrigue zurückzuführen sein. Er bestreite die Anklage des Betruges und Erpressungsversuches. Die ganze Angelegenheit sei rein politischer Natur; die deutsche Regierung suche ihn in ihre Gewalt zu bekommen, um ihn wenigstens auf einige Zeit unschädlich zu machen. Er habe, seitdem seine militätische Laufbahn in Deutschland durch Jntftauen seiner Feinde zerstört worden sei, Frankreich wesentliche Dienste geleistet und sei überdem an die Spitze der irischen Unadhängigkeitsbewegung getreten. Das Bundesgericht hat die Ausliefe» rung bewilligt. Gro-tzbrttaunie«. In wie unbequeme Widersprüche fich die Harting» t o n i a n e r verwickeln in ihrem Bestreben, den konservativen Kartelldrüd ern die gesetzgeberische Arbeit zu erleichtern, erhellte aus der Debatte über Channings neuen Ab- schnitt zur Lokalverwaltungsbill. Seit Jahrzehnten klagt man in den Städten darüber, daß die ganze Steuer- last auf den M i e t h s l e u t e n ruht, während die Eigen t h ü m e r der Häuser und des Bodens gänzlich steuerfrei ans- gehen. Diese offenbare Ungerechtigkeit ist längst von den Libe- ralen aller Schattirungen anerkannt worden. Schon 1872 sprach stch Goschen, welcher diesen Gegenstand in einer Broschüre erschöpfend besprochen hat, für die Theilung der Lokalsteuern zwischen Eigenthümer und Miethsmann aus. 1336 wurde ein von Professor Thorold Roger eingebrachter bezüglicher Antrag von allen Liberalen unterstützt und mit großer Mehrheit an- genommen. Die Sache sollte zur Ausführung kommen, sobald die Reorganisation der Verwaltung in den Grafschaften vom Unterhaus in Angriff genommen wurde. Dieses ist nun ge- schehen und Ehannrng muthete den Hartingtonianern nicht zuviel zu, wenn er von ihnen die Erfüllung der vor Jahren gemachten Zusagen verlangte. Selbst Ritchie gab zu, daß das Problem gelöst werden müsse, nur war ihm die Zeit ungelegen, ein System abzuschaffen, das die Reichen in den Städten auf Unkosten der arbeitenden Bevölkerung und der Armen immcr mehr bereichert! Goschen als Schatzkanzler eines Torykabinets appellifte an seine Parteigenossen und Hartington mst der Mehrzahl seines Gefolges half den Ministern aus der Verlegenheit. Der Abschnitt wurde verworfen. Man bemerke, was das für England, besonders für London bedeute(denn in Schottland tragen Eigenthümer und Miether je die Hälfte der Steuern). Der Werth des Grundbesitzes in London allein ist 418 Millionen Pfund; die auf diesem Grund erbauten Häuser schätzt man auf 212 Millionen. Die Grundbefitzer entrichten keinen Heller Lokal steuern, und bloS j Million als Einkommensteuer, die in den Staatsschatz fließt. Die Miether dagegen entftchten sieben Millionen; fie bauen London, bezahlen für das Kloakensvstem, die Staats- schulen, die Beleuchtung, die Quais, die Verschönerung und Er- Weiterung der Stadt; und wenn alles dies bezahlt ist nnd die Pachttermine zu Ende kommen, tfttt der Grundeigcnthümer auf und beansprucht die Häuser, die mit fremdem Geld erbaut wor- den find und durch die Verausgabung der Steuern, zu denen fie nichts beitrugen, einen zehnfach höheren Werth erhalten haben, als sein ausschließliches Eigenthum. Aber auch diese ge- ringfügige Erleichterung, die Theilung der Steuerlast, muß warten— bis die irische Frage gelöst ist. Vor der Leichenschaujury, welche die Todesursache des irischen Politikers John Mandeville zu unter- suchen hat, machte der Friedensrichter und Arzt Moorhead von Tullamore Aussagen, welche für die Ge» fängnißbehörden sehr belastend find. Moorhead erklärte, er habe die Verwaltung wiederholt auf den prekären Gesund» heitszustand des an Diarrhoe und Halsentzündung leidenden Mandeville aufmerksam gemacht, aber ohne Erfolg. Einmal sei Kunst und Zeven. Eintreten einer ausführlichen Würdigung des Viffel- e» in Paris, der bestimmt scheint, einen Hauptanziehungs- ier Ausstellung zu bilden, stellt der„Figaro" eine stati- aate Thttk"' Betrachtung der Größe dieses Bauwerks im Verhältniß zu '"derer hoher Gebäude an. Der Eiffelthurm wird be- eine Höhe von 300 rn besitzen. Die Notre- Dame- me mdcrer ""mein W 66 m hoch, das Pantheon mißt 79 w, der'Jnvaiidcn- Znkn, M � 05, die St. Peterskirche zu Rom 132, der Straßdurger , daß& W142, die große Pyramide von Gizeb 146, der Kölner i ich vo»; jl59, das Washington-Monument zu Philadelphia 169 m. gen," uni»" siffelthurm wird also das erst vor kurzem errichtete letzt- .ite Denkmal um 131 m überragen. Die ungeheure Höhe Abschi� �hurmes hat es den Ingenieuren nahe gelegt, die dem Ge- ui""1' durch Blitzschlag in besonderem Maße drohenden Gefahren Me zu fassen. Der Thurm wird, um diese Gefahr zu ver- ,;- n, mit einem sinnreich angelegten System von Blitzableitern solche die ungeheuren, in dem Gebäude ver« mSw bem Blitze wirksamst schützen sollen. von l u!* darin, daß die gegenwärtig in der ÄÄ" K ntt das Vi", an?" W ich •en ein chm 1 2 i* phutmee, welche man bisher nur annähernd berechnen - an de& werden, wie fich jetzt herausstellt 6 Millonen Franks be- ,",,«KTN-vDer Staat gewährte dem Erbauer eine Untnstüvuna le � Frks., sowie das Recht� den Thurm 20 Jahre rt. m" D»"" A ausnutzen zu dürfen. Nach Ablauf dieses Zeitraums �»was Eigenthumsrecht an dem riesenhaften Bauwerke der hi( t Paris ,u SRefnnntHrfi rrmriw Xt« Dliifrirfitiinn W niiine» d' hat st- � Paris zu. Bekanntlich wurde die Aufrichtung des s seiner Zeit von verschiedenen Parteien des Muni- von den Pariser Künstlern u. s. w. auf das heftigste Wenn die Gegner des Ttmrmeö während i! Lo» A�Sttlwidri�keit des Thurmes"verbleiben, �"o�wffd meinew im Jahre 1909 die Frage der Zerstörung des Thurms in Erwägung gezogen werden müssen. Im Gegensatz zu mehreren hervorragenden Pariser Ingenieuren, welche die Schwierigkeiten der Abtragung des Thmmes für größer halten, als die der Auf- richtung gewesen, behauptet Herr Eissel, die Zerstörung könne etwaigen Falles sehr leicht bewerkstelligt werden und erfordere nur einen Kostenaufwand von 100 000 Franks. Das Eisen stellt dann noch immer einen Werth von 500000 Franks dar, die der Stadt zugute kämen. Die Kosten zur Instandhaltung des Thurmes bis zum Jahre 1909 werden fich auf 20 000 Franks jährlich belaufen. Diese Summe wird hauptsächlich auf die Brünirung des Eisens(zur Vermeidung der Rostbildung) ver» ausgabt werden müssen. Was die technische Ausführung des Baues anbelangt, schreibt der„Figaro", wäre dieselbe vor 20 Jahren unmöglich gewesen. Die Errichtung des Thurmes von 300 w war damals ein Problem, welches infolge der pftmi- tiven Technik in Eisenkonstruttionen nicht gut hätte gelöst wer- den können. Die Berechnungen des Lustdrucks, der Einwirkungen des Windes in solcher Höhe je. boten damals nicht die ge« nügende Sicherheit. Unfrr- Zünftler fchwarmen non der gnten alten Zelt, in welcher der„geprüfte Meisteft' seine zuverläsfige Arbeit lieferte, die Tischler, Schuhmacher und Schneider für Kinder und Enkelkinder, die Maurer für die Ewigkeit schafften. Wie in Wahrheit unsere Vorfahren mitunter bauten, davon giebt unter Anderem jetzt das Rathhaus in Schwelm ein Beispiel. In der Mitte des Daches des Gebäudes steht ein äußerlich sich recht hübsch präsentircnder Thurm, der aber im Laufe der Zeit derartig auf das Dach gedrückt hat, daß dieses nach gänz- licher Beseitigung des Thurmes abgetragen und erneuert werden muß. Interessanter aber ist das Fattum, das stch bei der gründlichen fachmännischen Untersuchung ergeben hat. daß die Grundmauern auf einem Grunde ruhen, der„vorläufig noch nicht zu finden war." Man stieß nämlich bei der Untersuchung überall nur auf loses Erdreich, das bei der Berührung nachgab. Die Untersuchungskommisston, darunter zwei Regierungsdau- meister, erklärten denn auch das Gebäude für nicht ungefährlich und es ist nun vom Stadlverordnetenkollegium die Summe von 20 000 Mark für einen sicheren Umbau bewilligt worden. Ein Thurm ohne Grundstein also! Vorficht demnach, Ihr Herren Lober der Vergangenheit. Kon der Aachener„KeMgthnmsfahrt", die seit einigen Tagen im Gange ist, bringen die ultramontanen Blätter „begeisterte" Schilderungen. Dieselbe besteht in der feierlichen Vorzeigung der„großen tzeiligthümer"; es find dies nach dem Bericht der„Germ.": ein gelblichweißes, aus Baumwolle fein gewebtes Kleid der„Jungfrau Mam", ein prachtvolles Ge» wand; die Windeln,„worin Christus in der Krippe ringe» wickelt war", ein bräunlich gelbes filzartiges Wollenzeug, drei» doppelt zusammengefaltet und an einem Ende wie ein Hals. kragen tund umgeschlagen; das Tuch,„in welches der Leichnam Johannes des Täufers nach dessen Enthauptung von seinen Jungem eingewickelt war", mit noch fichtbaren Blutspuren; das Tuch,»welches die Lenden Christi umgab, als er den Kreuzestod litt", ein Gewand, einem Kittel ähnlich, noch sehr blutig und stellenweise wie mit geronnenem Blute getränkt. Daneben giebt es auch noch„kleine tzeiligthümer". Diese Reliquien werden öffentlich von den Gallenen des Münsters, unter Mitwirkung nicht nur des Erzbischofs von Köln und der Geistlichkeit, sondern auch des Oberbürgermeisters und Stadt» raths, den massenhaft herbeiströmenden Schaaren der„Gläubt- gen" vorgewiesen. Bevorzugten»um Kusse gereicht, der Menge gestattet, allerlei Gegenstände damit in Berührung zu bringen und schließlich die seidenen Tücher, worin die„tzeiligthümeft' eingewickett gewesen, in zerschnittenen Stücken den„Andächtigen" zur Erinnerung mitgegeben.— Man sollte fast glaubm, daß alle großen Philosophen umsonst gelebt haben. Gin» Landplage. Die„Peking Gazette" enthält eine vom Gouverneur von Uliaffutai an den Kaiser von China ge» richtete Denkschrift, in welcher mitgetheilt wird, daß die Post- sttaße der Regierungscouriere zwischen drei Poststattonen im Distrift Khalkha in der Mongolei wegen des Ueberhandnehmens der Ratten habe verlegt werden müssen. Seit zwei Jahren hoben tiefe Thiere daselbst Verheerungen angeftchtet, daß fast jeder Grashalm abgefressen ist. Das ganze Land hat von der Plage zu leiden. Die Pferde und Kameele haben kein Futter, und es ist unmöglich, Thiere zur Beförderung der Post aufzutreiben. Ardeiterelend. Aus Pavia schreibt man:„Wie vor einiger Zeit berichtet wurde, waren jüngst die ReiSfeidardeiterinnen der Lomellina plötzlich von Zuständen und Schmerzen über- fallen, welche die abergläubische Bevölkerung der Einwirlung eines„bösen Geistes" zuschfted. Wie die nach Lomellina ent» sendete ärztliche Kommisston konstatirte, ist dieser„böse Geist" — der Hunger. Die armen Weiber, bei größter Sommerhitze 16 Stunden täglich auf dem Felde beschäftigt und kaum noth. dürftig mit Brot genährt, vermögen den Anstrengungen und- Entbehrungen nicht zu widerstehen und unterliegen hysterischen Anfällen. Es wird eine Sammlung zur Abwehr des größten Elends veranstaltet."
der Gefangene 24 Stunden nackend gewesen, da ihm die Wärter die Kleidung mit Gewalt fortgenommen hätten. Moorhead meinte, die Behandlung, welche Mandeville im GefSngnisj zu Theil geworden sei, hätte auch die stärkste Konstitution unter- graben muffen. Es heißt, daß der Arzt des Tullamorcgefäng- niffes, Dr. Ridler, welcher als Zeuge vernommen werden sollte und von den Nationalisten beschuldigt wird, durch seine Grau- samkeit gegen den schwerkranken Gefangenen dessen Tod ver- schuldet zu haben, Selbstmord begangen hat. � Eingeladen, der in Edinburg zu veranstaltenden Brilon« Demonstration beizuwohnen, benutzt Gladstone in seinem Entschuldigungsschreiben die Gelegenheit, über die jetzige Ver- waltung Irlands folgendes zu schreiben:„Wir weisen den Wunsch der irischen Nation nach Homerule ab, wir versprechen ihr gleiche Rechte und genehmigen darauf, ohne Grund dafür, Ausnahmegesetze. Und selbst diese Gesetze halten wir nicht, in- dem wir die Durchführung unfähigen und schlechten' Richtern anvertrauen. Endlich werfen wir die verfaffungsmäßig er- wählten Vertreter des Volkes, wie Dillon, zu Dutzenden ins Gefängniß. Auf diese Weise behandeln die Tones und die abtrünnigen Liberalen Irland."„,. Das Kabinet beschloß definitiv, eine Herbstsession des Parlaments abzuhalten. �. Unterhaus. Der erste Lord des Schatzes, Smith, beantragte die zweite Lesung des Antrages, betreffend die Ein- seyung einer aus Richtern bestehenden Kommisfion zur Unter- suchung der in dem Prozesse O'Donncls mit der„Times" gegen Parlamentsmitglieder vorgebrachten Anschuldigungen. Pamell erklärte, die vorgeschobene Untersuchung sei nicht eine Unter- I!oraeig< Hilfe eintrat. i» erletzungen, daß der Tod trotz Aufwendung Ä 172. Hamburg, 23. Juli. Der Postdampf«� Hamburg- Amerikanischen Packetfahtt- Altiengestu� New-Nork kommend, heute Nachmittag 4 Uhr tz? Karmen, 22. Juli.(Brandstiftung.) 8** iN! urde auf der Station C oncane°>uv-,. W q. Ä j ÄSrWÄÄ'S felÄS sprang der Waacnschieber ab, glücklicher 2% Rückficht genon zu verletzen. Man versuchte, den immer rasae. Lebensweise auf I Wagen dadurch zu stellen, daß man Balken»z)er Gesundheits Gleis warf, allein er schob alles bei Sei«' Extremen nach je rasenden Lauf fort. Sofort wurde �""'(tvit die hier über tclegraphitt; allein der erste Zug W" j normale bestacht bereits passttt und so nahm das Unk»-n fich im Vergleis Der Zusammenprall war furchtbar; der©Jfissert, welches na Stücke. Durch das plötzliche Aufhalten d<� Erwachsenen hei i&rern Sit Sonnabend brach in der hicfigen Saurenharis Brand aus. Das Feuer wurde aber rcchtzeiirg J Brandstifter in der Person eines gewissen Fnedw in derselben Nacht ermittelt. König war kaum yn erner der zr untergebracht, als er sich mit einem Taschenmesp omischer und statrsi UnsS'a «rucre. sjuicn oas proynwe zruTöautii j j«aiumuM«»»- fich der vorderste Wagen auf dm Tender und"forge für die Gel — o.»—».rfbeitm, die früh- malmte den Lokomotivführer Gorgerat, inlKin Kessel der Lokomotive preßte. Den Heizer, schleuderte der Stoß weit seitwätts-vorwärts! am aussstömenden Dampfe und an den glühenden Koblm die Hände und Bord und erhielt beim Sturz einige erhebliche übrige Bedimuna des Zuges hatte wacker fie war an die Bremsen geeilt und hatte Sie, sowie die Passagiere kamen mit dem Erschütterung davon. Lokomotive, Tender Wagen haben sehr starke Beschädigungen� Lage des Leichnams des Lokomotiofübrers zu schließen, daß er im Begriff war, Gegcni die Bremse zu stellen, als ihn der Tod ruhst noch am Bremsmechanismus. Der Frau mit zwei kleinen Kindern. Betrachten wrr isalter, so ergiel Schichten sowohl rgere ist, als auch Lebensjahren ei entgegen, als o fer der Todtgebore ttur zu betrachten I »stände zuzuschreibe früher angegeber zere Vorficht lasse Einfluß der beffer ie in der geringere sen. Am unguns Todtaeburt und. ellt. Wie empfin >liche Einflüsse ist iblichkeitszahlen i � chnittes mit denen Theater. Mittwoch, den 25. Juli. »roll'« Theater: Die weiße Dame. Frieiwa»' Zpithelmstädtisches Theater: Fatinitza. Olteäd-Theatrr: Vom Viehhof bis zu den Mmschenfreffern.... m. Oellealliaace• Theater: Das elfte Gebot. Madame Flott. Viktoria-Theater: Die Kinder des Kapitän Grant. HSaigstadtisches Theater: Philpvine Welser. Uarittt: Spezialitäten-Vorstellung. Toarordia- Theater: Spezialitäten- Vorstellung. 10 81. Reise d. oderital. Alpen. Der ganze Trauerzug und Auf- bahrung Kaiser Wilhelms im Dom. Tntree k Cucl. Tntree k Cycl. 20 Pf., Kind nur 10 Pf.Abonn. Seidel's klein» Dolksgatlen Gesundbrunnen 60 Oab Htrah» 60. Jeden Sonntag: Gr. Militär Konzert »rni. mit Kchlachtmustk. Neu>. Neu! epochcm. Neuheit auf äeronaut. Gebiete. Auftreten der MeilAnder ■ Tb i er- K a pe 1 1 e.■ MC* Im Kaal:«roher Kall."3% Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Grosses Frei-Konzert. Eintritt an Wochentagen frei, Sonntags 15 Pf. Die Kaffeelüche ist von 2—6 Uhr geöffnet. Tischler Aerlins am Mittwochf 25. Juli, Konzerthaus Kanssonri. Kottvnfi��MnZ � i. . Tagesordnung:> STwK Der Stand der Lohnbewegung rn Hamburg»', gewisse V-rweu # di- S-r>in°-'K-U.»-n ,» Arbeiten für die Hamburger Ttschlermri?»� Wstch in dem G Milh-'m Schmidt. � feUÄ Sericht der Kommillron.....-ufsardeiten der P Zahlreiches Erscheinen dringend n°«h'°'.KK."L !eit der Kinder vo Einführung der 1 In dem später cns der Untersch aus. In dem A bljchkeit der Kinl lere. Dieselbe Ers den Jagendalte it zu ziehen, daß, «kn Klassen stäi fähigsten Jndiv' ttandsfähigleit> felbf lhätigkeit auf die Schweizer-Gfarten. Der nn/fh: Km Königothor.— Haltestelle der Kingbah».— Am Friedrichohai». iMttw-ch: Crtra- Vorstellung u. Familienfest. Theater-Vorstellung, Aufsteten sämmtticher Spezialttäten. . Abends: FntrÄA 10 Pfn WroS» Illumination. fiind-rsacketpol-nais«. c."i'v6 OU rlg.»t,ktrisch- KelenMtnna. AlleS Nähere die Anschlagsäulen. Täglich Vorstellung.— Freitag halbe Kassenpreise. Metmann's votksgarten. 25. 1. Eingang Badstr. 54/56.«esnnddrnnnen. Größt. Vergnügun�lok. d. Ziordens v. Berlin(ca. 10 Morg. m. großart. Park-'u. Alle Sonntag u. Mittwoch(spät, auch Mont. u. Donnerst.):«r.HLnstt.«. Sp»,ialit.-V»»> AckckWUmAAA, IM n n kurzer Zlit gelMcluwt r-«iadoih» Suter'sche Fuaboin- Gtasuf-Lack�arbe und knsfet nur 75 Pf. das Pfimd. UDernassig. u« s-SC'zrsrsw-; Farbe. Aufträge führe nur ßcgct* vorherige Einsendung de» Betrages oder gegen Nachnahme aus. Preis ä Pfund 75 Pfennige. R. J. Suter Aede Uhr zu reparire» und reinige» kostet bei mir unt. Garantie d. Gutgchens n. Berlin N., Zionskirchstr. No. 44 Kastanien-Allee No. 60 ... 1 Mk. 50 Pfg. 103 Kleine Reparaturen billiger. Prtma patentgtäser 10 Pfennig. R. Kionka, aar 87. Adalbertstraße Rc. 87. an. 170J Eine Schlafstelle ist dillig zu vermiethen bei I. Iacodi, Louisen-Ufer 4, Hof 1 Tr. C-«- W. S.. F. S.. A. K.. E. K.. C. G." Zm Verlage«Mi J. H. W. Dlets w Statt. Ifart ist loede»»schienen: ?-r für 1889. Nreizehnter Jahrgang. g»h»ltt SaltttUtrlmm.— Sin scchdzrh-monatllcher Rückblick.— Meilen und Märkte.—?m ckrei», lauf beb Zahre«(mit Villi i.— vealric« Cend(Vor- teoit).— Um ei» Haar. Sizdhlung«an H. o. Zlllaw. — Der alte Becker(m.t Portrait).— Di« krieier (Bilk).— von dem Sinflut der Sonne und det Rondet auf da» Wetter der Srd«. von Ctm ckdhler. — weil'« mi freut Gedicht mit Illustration.— Beim Pfandleiher(Bit*).- Bleibe dir felbf) getreu.«T,ahlunj«an H Robert.— Singcrfpruh »edicht»ob Z. Nudorf.— Di-«amendildung bei den Pflanzen und die Sinheil der öieugungtart im PPanien- und lhierreich Von Prof. De«. Dodel- Port.-«aerlei Wunder(mit glluflr.l. -«edenwlatt an 5».»ichendorff.- Ter stille Echnster. Sr,ählun,»on S. Werner lillustrirt)- vr. Adolf Douai(mit Portrait).— Wilhelm Hafen. ««■CteaWrtaner.- SliegendeBltiier(iluftrirt). — Rebus, Rsthfel k. £mil Lef®v**» Berlin verkauft auw W nur in ganM mZÜüJei Zmlru a-trdinra d. 9�) Urrf-ndtgea»'' Ki, Austritte Mattes 172) Uhrmacharle Ausbilvung bei Hilfckf�! Rock trrlirt 167] Einen saub. dem Hause verlangt..� 168] Tüch'.ige icldMnv'S� f teil 50 Pfe..I,. I Zn besieh,« durch die Erp ditto« de«„Berliner Poch«. blatt". Zim«nlstraft- Pr. 44._ Wiederverläufer crhalteu hohen Rabatt. I Wo speise» Kie? In der alten pommerschen Küche. Oramenstr. 181, Hof ifflpl oO Pf. nach Auswahl. »LWWWRWWWZK5 MKMMWKSMM)-? Wdvl, Spkgol und Polsterwasirer eigener Fabrik wegen Ersparung der Ladenmieth billia GrnnnenstraS-»8. nach Ueberrinkunft. «ä- � ®«rl Müller, Zimmersst. und Verlag von Mar Kadtng in Berlin SW., Beuthstraße 2. Alter ist di lichlciten des Le Was die Ursache vorhergehenden A ' Uschaftsklaffen we che Kinder auf dei elhafte Lebensbil en find den eigi Rasern, Keuchhi die Kinder der meisten ausgesetzt. Entschieden günf ttra, Pocken und n Gehirnleiden verhältnißmäß r noch nicht gesagt m aus den 4, als aus den Ganzen eine gi itheil der höherei ist darauf zu ihnen mehr in d der bedeutende' organe, Unterleib , die feinere und � Jotßföltig der G muffen nicht immer WZK meisten ausgesetzt. lenllich die Stein! lche eine fitzende ui en, wie Schneidet , Bei einigen Krar 'ed der Sterblichkei ien nicht bcmerll inungcn, die aus «ensstellung nicht z sein scheinen. Di Anspruch, den Gi nur eine Anregu »en. 1369 63.
cht- di-sn 'raus usi Ä er Unz! e Rote., ein lOjM >..«» n% Beilage zum Berliner Bolksblatt. cndung Mittwoch, de« ÄS. I«li 18H8. 3. Jahrg. wmpf«-f" -g)% renhawl htzeiiig en Fri- ar kauin chen> trafuni Leöins�elkung tmJ Seruf i�rcm ftinffaB auf die StciMicHleit n einer der ,u der Conrad'schen„Sammlung national- ischcr und statistischer Adhandlungen" gebörenven Schriften eine Untersuchung angestellt über d.n Einfluß von Beruf Lebensstellung auf die Sterblichkeitsverhältniffe, wobei die . w ba>0elislen der Stadt Halle für den Zeitraum von 20 Jahren, nmhteltaißä55 biä t874 inkl. zu Grunde gelegt wurden. näda-lMit Ausnahme einzelner besonderer Berufsarten, welche „it Adie Gesundheit eine nachtheilige Wirkung üben, ist es nicht r," wi br der Beruf, der auf die Sterblichkeit einen Einfluß übt, *«n-datueimehr die Lebensstellung, der Grad des Wohlstandes, die T O-�ngsstufe und die Lebensweise. c,n"Tcm entsprechend ist in der betreffenden Untersuchung die illemng in verschiedene Klaffen eingetheilt, wobei Haupt- • die Lebensstellung, zum Theil aber auch auf den ists Rückficht genommen worden ist, und wird der Einfluß r �'. �Lebensweise auf die Sterblichkeit zu ermitteln gesucht. öel'i", Der Gesundheitszustand der Stadt Halle ist ein mittlerer, Seite � Extremen nach jeder Richtung hin gleich weit entfernt, so de nss die hier über die Sterblichkeit ermittelten Angaben wohl ba"< normale betrachten können. Die Sterblichkeitsvcrhältnisse Unben sich im Vergleich zu der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts er Saniert, welches namentlich aus der geringeren Sterblichkeit lten*1 Erwachsenen hervorgeht. Er hat infolge der besseren er und'sorge für die Gesundheit eine Abnahme der epidemischen ckheiten, die früher verheerend auftraten, stattgefunden. Betrachten wir nun die Sterblichkeit der verschiedenen kalter, so ergicbt fich uns, daß bei den höheren Gesell- sschichten sowohl die Zahl der todtgeborcnen Kinder eine lgere ist, als auch die Sterblichkeitsziffer der Kinder in den Lebensjahren eine niedrigere. Der Verfasser tritt der An- entgegen, als ob die mehrfach beobachtete Zunahme der er der Todtgeborenen als eine üble Folge fortschreitender r zu betrachten sei. Diese vermeintliche Zunahme sei dem �»stände zuzrischreiben, daß die Zahlen genauer und richtiger früher angegeben werden. Eine bessere Lebensweise und lere Vorficht lasse diese Zahl abnehmen. Eben so zeigt fich Einfluß der besseren Ernährung und aufmerksameren Für- ie in der geringeren Sterblichkeit der Kinder aus den besseren len. Am ungunstigsten find, wie leicht begreiflich, in Bezug l Todtaeburt und Kindersterblichkeit die unehelichen Kinder tellt. W,e empfindlich das Kindesalter gegen gesundheits- rdliche Einflüsse ist, zeigt der Umstand, daß, wenn wir die lerblrchkeltszahlen der letzten Jahre des erwähnten Zeit. chnittes m,t denen der früberen Jahre vergleichen, die Sterb. lest der Kinder von 2-5 Jahren eine Abnahme zeigt, welche Einführung der Wasserleitung in Halle zuzuschreiben ist. In dem späteren Lebensalter des Kindes gleicht fich ens der Unterschied der Stände in Hinficht auf Sterblich- aus. In dem Alter von 10 bis 14 Jahren ist sogar die bljchkeit der Kinder aus den höheren Ständen eine etwas jere. Dieselbe Erscheinung findet fich in dem auf diese Jahre Mden Jugendalter von 14—30 Jahren. Hierbei ist in Be« t zu ziehen, daß, nachdem die Kindersterblichkeit unter den en Klassen stärker aufgeräumt hat, die kräftigsten und r»fähigsten Individuen zurückgeblieben find und dadurch die rrltandsfähigleit gegen schädliche Einflüsse erhöht worden ist. Mensch ist hier in ein Alter getreten, wo er fich selbst tzen und fich selbst forthelfen kann, auch übt vielfach die Be- .lhätigkeit auf die niederen Klassen einen stählenden und ad- senden Einfluß aus, wogegen in den höheren Klassen oftmals gewisse Verweichlichung stattfindet und geistige Ueber- ircngung unheilvoll wirkt. In dem späteren Manncsalter, von 30— CO Jahren, sowie tlich in dem Greiscnalter, von 60—80 Jahren, ist wieder wohlthätige Einfluß einer günstigen Lebensstellung auf den ündheitszustand wohl erkennbar. Der Mann kann nach seinen .rrfsardeiten der Muße pflegen und hat für den Unterhalt .stens nicht so angestrengt zu arbeiten, wie der Unbemittelte. für die Erhaltung des Lebens bis in ein möglichst , Alter ist die sorgsame Pflege und find die Be- lichkciten des Lebens von unschätzbarem Werth. Was die Ursachen des Todes betrifft, so find, wie schon , vorhergehenden Ausführungen erwarten lassen, die höheren sellschaftsklassen weniger ausgesetzt denjenigen Todesursachen, che Kinder auf der ersten Lebensstufe dahinraffen, nämlich igelhafte Lebensbildung. Krämpfe, mangelhafte Verdauung. ch..'.äligegen find den eigentlichen Kinderinfektionskrankhesten, Sckar- >'� 0. Masern, Keuchhusten:c., welche ein spateres Alter gefähr- ig! ,.)% die Kinder der bessergestellten Familien verhaltnißmäßig M-»'meisten ausgesetzt., m, >anK"jj Entschieden günstiger gestellt find die Wohlhabenderen bei '«�volera, Pocken und den Lungenkranlhciten, während fie chro- n Gehirnleiden und den Krankheiten der Verdauungsor- ' verhältnißmäßig mehr ausgesetzt find. Damit ist noch nicht gesagt, daß eine absolut höhere Zahl von Per- n aus den höheren Klassen an Gehtrnkrankheiten t, als aus den niederen, da die Sterblichkeit Jener Ganzen eine geringere ist. Der verhältnißmäßig größere theil der höheren Stände an den Gehirnkrankheiten ist darauf zurückzuführen, daß die Geistesthätigkeit ihnen mehr in Anspruch genommen zu werten pflegt. »d der bedeutende Antbeil an den Krankheiten der Verdau- organe, Unterleibs-, Leber und Milzleiden, deutet darauf, die feinere und reicklichere Ernähnrna nicht immer auch <,.. k sorgfältig der Gesundheit angepaßte rst oder daß in den Z>ji /enussen nicht immer das rechte Maß inne gehalten wird. ***?, �.�.Todesursache, welche als„äußere Gewalt" dezeichnet r. M verhältnißmäßig häufig den Tod unter der Arbeiter- ifAln.btr Beruf eine größere Gefahr des Ver- |lv �gluckens mit fich bringt. Auch dem Krebs find die Arbeiter meisten ausgesetzt. Don der Schwindsucht heimgesucht find entlrch die Sternhauer, � aber auch einige Handwcrkerbcrufe, -.e eure fitzende und für die Brust schädliche Lebensweise en, wie Schneider und Schuster. Bei einigen Krankheiten, z. B. beim Typhus, ist ein Unter- mied der Sterblichkert zwischen den verschiedenen Gesellschafts- U' ficn nicht bemerkbar. Uedcihar.pt fehlt es nicht an Er- -iHnungcn, die aus dem Unterschiede des Berufs und der nsstcllung nicht zu erklären sind und mehr zufälliger Natur sein scheinen. Diese Ardelt erhebt aber auch keineswegs Anspruch, den Gegenstand irgendwie zu erschöpfen, sondern nur eine Anregung zu weiteren Versuchen in der Richtung >en. Kommunales. Die Wählertisten z» den Ktadtuerordnetenwahlen nach Vorschrift ver§§ 19 und 20 der Städteordnung vom Mai 1853 berichtigt und werden nunmehr für sämmtliche Kommunalwahlbezirke bis einschließlich den 30. Juli d. I., täglich(auch Sonntags) von 9 Ubr Vormittags brs 2 Uhr Nachmittags, im Wahlbüreau des Magistrats- Königstr. 7, tzof rechts 3 Treppen— öffentlich ausliegen. Wahrend dieser Zeit kann jedes Mitglied der Stadtgemeindc gegen die Richtigkeit der Liste Einwendungen erHeden. Die- selbe n müssen in gedachter Zeit schriftlich bei dem Magistrat an- gebracht werden; später eingehende Einsprüche können nicht be- MST ÄSÄÄ Betreff des Wohnsitzes der stimmberechtigten Personen in Berlin die von denselben zu erstattenden An- und Abmeldungen be- rückfichtigt werden, und daß demnach auch diejenigen Personen, welche nur vorübergehend verreist find, diesen Umstand auf ihrer Abmeldung aber nicht vermerkt haben sollten, ,n der Wahlerliste gestrichen worden find. Versäume Niemand, fich davon zu uberzeugen, ob sein Name richtig in die Wählerlisten eingetragen ist. Wer nicht selbst Zeit hat, die Wählerliste zu kontra- liren, beauftrage damit eine andere sichere Person. Nur diejenigen, deren Namen fich in der Wahler- liste definden, find bei den nächsten Stadtverordnetenwahlen wahlberechttgt. � Dalldorf war der Bestand am 30. Juni 1888 1354 Personen, 715 Männer, 639 Frauen, in Privatanstalten auf Kosten der Stadtgemeinde 1049 Personen, 469 Männer, 580 Frauen, in Privatpflege 47 Personen, 22 Männer, 25 Frauen. In der Jvwtenanstalt befanden fich zur selben Zeit 176 Kinder, 125 Knaben, 51 Mädchen, in Privatpflegestellen der Idioten 36 Kinder, 26 Knaben, 10"Anoden öffentliche« Kchtachthanser« des städttschen Zenttalschlachthofes find in dem Vierteljahre April-Juni d. I. geschlachtet worden 257 645 Thiere(30 739 Rinder, 31 752 Kalber, 90 091 Schafe und 105 063 Schweine). Von diesen zur menschlichen Nahrung ungeeignet befunden und deswegen zurückge- wiesen und beanstandet worden: 1540 Thiere, darunter 101 Schweine wegen Trichinen, 281 Schweine wegen Finnen und 71 Schweine wegen Rothlauf. Urber Straßenzustände in früheren Zeiten macht die „Deutsche Bau-Zeitung" interessante Mittbeilungen. Danach haben zwar einige wenige Städte vor dem Anfang der christ- lichen Zeitrechnung gepflasterte Straßen aufzuweisen gehabt, im allgemeinen aber haben fast alle Städte derartige Straßen erst im 12. und 13. Jahrhundert erhalten. Paris z. B. erhielt im Jahre 1184 Straßenpflaster unter Philipp IT. In Deutschland wurde die reiche und blühende Handelsstadt Augsburg zuerst mit Pflasterung versehen. Die Pflasterung wurde dort durch einen reichen Kaufmann veranlaßt, welcher fich 1415 bei seinem Hause einen schönen Vorgang machen ließ, der so allgemeinen Beifall fand, daß allmälig die ganze Stadt auf obrigkeitliche Kosten gepflastert wurde. Viele der vornehmsten Straßen Lon- dons wurden erst im 15. und 16. Jahrhundert mit Pflaster versehen, während Berlin noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts nicht vollständig gepflastert war. Es ist wohl selbstverständlich, daß an eine Straßenreinigung vor Einführung der gepflasterten Straßen überhaupt nicht zu denken war, um so weniger, als eine muthwillige Bcschmutzung der Straßen nicht verboten war und namentlich die Schweine, welche frei in den Straßen hemmkaufen durften, viel dazu beitrugen, den jämmerlichen Zustand derselben noch zu verschlimmern. Als im Jahre 1131 der Mitregent Ludwig des Dicken, der junge Philipp, dadurch zu Tode gekommen war, daß er mit seinem Pkerde, dem ein Schwein zwischen die Beine gelaufen war, stürzte, versuchte man in Paris, das Verbot des Hemmlaufens der Schweine einzuführen, aber vergebens! Gegen dasselbe lehnten sich mit aller Macht die Mönche der Abtei St. Anton auf, welche es als einen gewalttgen Verstoß gegen die Ehrfurcht, die man doch unbedingt ihrem Patron schuldete, bezeichneten, wenn man den Schweinen nicht gestatte, frei herumzulaufen. Dieser Beweisgrund war denn auch so stichhaltig, daß man die Schweine nach wie vor frei herumspazieren und den Straßen- dämm aufwühlen ließ; doch machte man die Bedingung, daß dieselben bei diesen Geschäften eine Glocke um den Hals tragen sollten. Um fich überhaupt den wunderbar schönen Zustand der damaligen Straßen von Paris ausmalen zu können, braucht wohl nur daran erinnert zu werden, daß man noch im 14. Jahrhundert alles, was man wollte, zum Fenster hinaus gießen und hinaus werfen konnte. Man hatte nur nöthig,„Kopf weg", zu rufm. Erst 13?? und in ver- schärfter Form 1395 wurde dieser Sitte entgegen getreten, wab- rend in Edinburg dieser idyllische Zustand bis zum Jahre 1750 fortbestand. Im Jahre 1609 wurde zuerst in Paris die Reim- gung der ganzen Stadt auf öffentliche Kosten veranstaltet, wäh. rend früher dieselbe Sache der Privaten gewesen war. In dem auf sechs Jahre gilligen Vettrage von 1748 erhiett der Unternehmer für die Wegsckaffung des Schmutzes jährlich 200 000 Livre, gleich 156 000 M, und für die Entfernung des Schnees 6000 Livre. gleich 4700 M. Im Anschluß hieran sei erwähnt. daß Paris erst im 16. Jahrhundert(die betreffenden Ver- prs iää mm WaÜSl't>tm hygienischen Institnt find wieder höchst ZIZWMW ruxrex ruasfi»sf» mit einem kleinen sterilisttten Schwamm die zu untersuchende Thiere alsbald an der Schwindsucht. Auf diese Weise wurden in 7 Berliner Krankenhäusern 21 Säle untersucht, die größten- theils mit Schwindsüchtigen delegt waren. Die Proben wurden der Wackd und dem Bettgestell entnommen. In 15 Sälen, also in Zweidrittel, fanden fich Tuberkelbazillen. In den Wohnungen von 53 tuberkulösen Privatpatienten aus dem„mittleren" und „niedrigen" Stande zeigte fich der in der nächsten Umgebung der Kranken abgelegerte Staub 20 Mal mit tuberkulösen Infekt rons- stoffen behaltet, mithin find die ärmlichsten Verhältnisse für einen Kranken noch immer günstiger als der Aufenthalt in einem Krankenhaus. Sehr merkwürdig war die Beobachtung, daß in allen Fällen, in denen die Patienten ihren Auswurf in einen Spucknapf entleerten, der Staub sich nicht als infektiös erwies, stets dagegen reichlich Bazillen zeigte bei den Kranken, die in ihr Taschentuch oder auf den Boden zu spucken pflegten. Für die ärztliche Praxis ist diese Beobachtung vom höchstem Werth. Durch eine zweite Untersuchungsreihe, die fich auf mehrere Hunderte von Fällen erstteckt, hat Dr. Cornet die Beobachtung gemacht, daß von allen Theilen des Körpers die der Eintritts- stelle des Schwindsuchtsgiftes zunächst gelegenen Lymphdrüsen zuerst erkranken und den Jnfektionsstoff weitertragen. So wer- den bei der durch Staubernathmungen entstehenden Lungentuberkulose, wie fie bei Müllern, Bäckern, Glasschleifern und dergleichen vorkommt, zuerst die an den Luftröhrer ästen ge» legenen Drüsen ergriffen. Die Einreibung des Jnfektions- stoffes in die Nase, wie fie ja bei Kindern durch die Finger häufig geschehen mag, führt zuerst zu einer Schwellung und Vereiterung der hals- und Ohrendrüscn. Von dem Gesichtspunkt aus, daß die Schwindsucht eine bazilläre Krankheit ist, versuchte Dr. Cornet eine Heilung der» selben durch Anwendung von antiseptischen und antidazillären Stoffen, wie Menthol, Sublimat, Kreosot, Kreolin, Gerbsäure, Schwefelwasserstoff, esstgsaures Blei u. s. w., aber alle geprüften Mittel erwiesen fich als nutzlos. Ebenso entgingen auch sechs schwindsüchtig gemachte Thiere, die nach dem berühmten Luft- kurort Davos in der Schweiz geschickt wurden, ihrem Schicksale nicht. Doch fügt Dr. Cornet diesen Mittheilungen über die Unheilbarkeit der Schwindsucht die Bemerkung hinzu, daß er fich nicht berechtigt glaube, die Ergebnisse der Thierversuche auf die Menschen übertragen zu dürfen. Bei der menschlichen Tuberkulose haben sich doch sowohl einige Arzncistoffe, wie auch guter Luftaufenthalt als recht tauglich erwiesen, das unaufhalt- same Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten.— Ueber eine weitere merkwürdige Entdeckung wird weiter berichtet: Ueber die Gefahr der Verbreitung der Tuberkulose durch unsere Stubenfliege bringt die„D. Med. Ztg." in ihrer neuesten Nummer einen Artikel, der die weiteste Beachtung verdient. In dem im Herbst 1887 an Professor Rauvier in einer Sitzung der Akademie der Wissenschaften zu Paris vorgelegten Bericht der DDr. Spillmann und Haushalter wurde dargethan, daß unsere gewöhnliche Stubenfliege aus dem Auswurf Tuberkulös- r die Koch'schen Tuberkelbazillen aufnimmt und sodann weiter verbreitet. Dieser Bericht veranlasste den Dr. E. Hoffmann zu Dresden zu einer Nachprüfung der mitgetheilten Beobachtungen. Er fing in der fliegenreichen Wohnung eines an Tuberkulose Verstorbenen, dessen Auswurf eine große Menge Tuberkel- bazillen enthalten hatte, 6 Fliegen und brachte fie nach seiner Wohnung. In dem Darminhalt dieser Fliegen ließen fich die Tuberkelbazillen in bald größeren, bald kleineren Mengen nachweisen. Ebenso enthielten die Ausleerungen der Fliegen, welche als unzählige Fliegcnflccke die Wände der Wohnung des Verstorbenen bedeckten, soweit fie untersucht wurden, bald mehr, bald weniger zahlreich die Tuberkelbazillen. Anscheinend gesunde Fliegen, die kunstlich mit dem Auswurf tuberkulöser gefüttert wurden, enthielten oft schon nach 24 Stunden in den Aus- leerungen ungeheure Mengen von Tuberkelbazillen, so daß fie zuweilen den Eindruck von wirklichen Reinkulturen machten. Nachdem sich so die von Spillmann u. tzaushalter gemachte Beobachtung in ihrem ganzen Umfange bestätigt hatte, handelte es sich darum, festzustellen, ob die von den Fliegen verbreiteten Tuberlelbazillen lebensfähig seien. Mehrfache an Meerschwein- chen gemachte Versuche ergaben leider auch hier ein pofitiveS Resultat. So ließ u. A. ein am 8. Dezember 1887 mit Fliegendarm in die vordere linke Augenkammer geimpftes Meerschwein- chen Schritt für Schritt die Einwirkung der Tuberkelbazillen von dem Auge aus auf den ganzen Körper erkennen, und die von Professor Neelson vom pathologischen Institut des Dres- dener Krankenhauses ausgeführte Sektion ergab Schwellung der Bronchialdrüsen und große Mengen kleiner frischer Tuberkel- knötchen in den Lungen, der Leber und der Milz. Auf G-und aller dieser Beobachtungen und Erfahrungen hält fich nun Dr. Hoffmann für verpflichtet, wiederholt und auf's Ernstlichste dar- auf aufmerksam zu machen, wie dringend es geboten sei, den Auswurf Tuberkulöser sorgfältigst zu beseitigen und überhaupt allen Fliegen in unseren Wohnungen den Krieg zu erklären, da dieselben durch Absetzung der Ausleerungen auf die Nahrung?- mittel ihrerseits den Menschen infiziren könnten. A. C. Deutschland wimmelt von sozialpolitischen Muster- knaben, die als Beauftragte oder aus freien Stücken die „Sozralcefornr von Oben" herausstreichen, was das Zeug hält. Durch die Bank zeichnen diese fanatischen Lobrcdner des Bestehenden fich durch horrende Unkcnntniß des wlrthschaftlichen Lebens, durch tiefen Ingrimm gegen die Arbeiterbewegung und durch das laute Geschrei aus, mit dem fie die ernste Stimme der sachlichen Kritik zu übertönen fich bemühen. Hier und da lüftet solch ein kundiger Thebaner ein wenig das Visir, hier und da läßt er sein wahres Gesicht sehen, hier und da rutscht ihm die Feder aus, hier und da sagt er unverhohlen seine wahre Meinung, hier und da zeigt er fich im Vollglanz seiner Arbeiterfteund- lichkeit. In„Uhland's Industrieller Rundschau", einem Fabri- kantenorgan, das sonst sehr gut redigirt ist, findet sich in einer der letzten Nummern ein Artikel:„Licht und Schatten in der Unfall- und Krankenverstcherung". Es ist selten wohl etwas Skandalöseres geschrieben worden, als dies Elaborat eines pfiffigen Unternehmerhirns. Der Verfasser beginnt damit, zu erklären, daß es„ein heikel Ding sei", an der Kranken- und Unfallverstchemng Kritik zu üben.„Gleich find da", ruft er emphatisch aus,„die Sozialdemokraten°bei der Hand, um ein Zeter» geschrei über den„Druck" und die Vergewaltigung des„armen Arbeiters" zu erheben." Was sagen die deutschen Arbeiter zu dieser kecken Unwahrheit? Gerade die Arbeiiervertreter krttistren am schärfsten die Sozialreform, gerade fie haben alle die Mängel und Schwächen der jetzigen Zwangsversicherung bloß gelegt, und nun kommt ein Attikelschreiber daher und stellt die Dinge auf den Kopf. Das nun in der„Rundschau" Folgende rst der Einleitung würdig, es ist eine fortgesetzte, unverdiente, unbe- gründete Schmähung der deutschen Arbeiterklasse. Das Ge- schreibsel stammt allem Anschein nach aus dem Bureau irgend eines Etablissements der rheinisch- westfälischen Eisenindustrie; man merkt das an einigen Andeutungen. Die Eisen- industriellen von Rheinland und Westfalen find allseitig als große Nationalliberale vor dem Herrn, als Großkapitalisten berühmt. Man höre nun!„Die Wirkungen der(Kranken- und
Unfall-) Versicherungen find für den braven und ehrlichen Ar beiter ganz großartige." Die Hälfte des ortsüblichen Tagelohnes 13 Wochen lang als Krankenunterstützung und die Riesenrente von% des Jahresverdienstes für einen ganz Erwerbsunfähigen! Die intereffante Thätigkeit der Gemeinde- und Ortskassen, der Berufs aenoffcnschaften und Schiedsgerichte ist so bekannt, daß es hieße, Schweinefleisch nach Cork bringen, wollten wir in diesem Blatte den bureaukratischen Apparat, die mannigfachen Freuden z. B eines Verunglückten schildern, der für sein Fünfgroschen- Rentlcin von Pontius Berufsgenossenschaft bis zum glück- licherweise verständigeren Pilatus Reichsoerficheiungsamt laufen muß, vorausgesetzt, daß er nicht an Krücken geht. Unser„Rund- schau"-PoIitlkus findet also die Dinge, wie sie find, s großartig. „Aber", so zetert er,„wo Licht, da ist auch Schatten... Ich habe die Ueberzeugung gewonnen, daß die Unfall« und Kranken- verficheiung in ihrer heutigen Gestalt Wirkungen hervorbringen muß, die Gefahren in fich bergen für Charafter und Moral der Ardeiterwelt und auch für die Leistungsfähigkeit der Kranken- lassen und Unfallgenossenschaften". Meint er damit, daß die Zwangsverficherung in den Krankenkassen von Uebel ist, und daß es Zeit sei, die freien Hllfskassen nicht zu chilaniren, fie nicht zum irdenen Topf zu machen, der vor einem Zusammenstoß mit dem eisernen Zwangskassen- Topf fich hüten muß, sondern ihnen Licht und Luft zu gönnen? Meint er damit die Schädlichkeit der dreizehn- wöchentlichen Karenzziit, die viel zu niedrige Rente der Unfall- Versicherung, die Machtstellung der als Kapitalistenzünfte dienen- den Berufsgenossenschaften? Rein, dem Herrn bieten die beiden Gesetze nicht zu wenig, wie das die Anficht der Arbeiter ist, das Kranken- und Unfallverfichemngsgesetz gewähren nach der Meinung dieses Genies zu viel!!! Unser Biedermeier findet, daß die Krankenunterstützungen jetzt höher als ftüher seien.„Es kann ein Krankenlohn(!) bis zu 2 M. gewährt werden, und der ist gerade groß genug, um Drückedrüder und faule Gesellen der Arbeit abzuhalten. Es giebt genug arbeitsscheue von Menschen, die lieber bei geringerem Lohne nichts thun, wenn es auch knapp dabei hergeht, als bei besserem Lohne arbesten. Um die Kasse nach allen Regeln der Kunst auszubeuten, muß die Krankheit aufgebauscht oder irgend ein Leiden fimulirt werden, welches der Arzt nicht genau kontroliren kann. So wird das Simulantenthum erzeugt und groß gezogen. Auf das schreckliche Deutsch, das einen Kranken„lohn", statt einer Krankenuntcrstützung, das„aufgebauschte Kranlheiten" kennt, sei blos andeutungsweise als Beleg für die großbürgerliche„Büldung", wie Zwickauer sagt, hingewiesen. Die Krankenunterstützung„bis zu 2 Mark" liegt dem fabrikantlichen Skribiiax schwer im Magen; man sehe aber fich die ortsüblichen Tagelöhne, die in Deutschland durch- schnittlich gezahlt werden, an, und man wird„bis zu 2 Marl" blos sehr selten finden. Der bekannte Feind der Arbeiter- bewegung, eine Stütze der amtlichen Sozialpolitik, Professor und Exminister Schäffle nimmt als durchschnittliches Jahresein« kommen deutscher Arbeiter die Summe von 350—400 M. an Aber wenn es„Drückedrüder" giebt, woher kommt das? Weil die Lebensverhältnisse der Arbeiter so erbärmlich find, daß das so niedrige Krankengeld doch böher ist als ihr Lohn. Die vielen Geschäftsstockungcn, das häufige Feiernmüssen find gleichfalls als förderliches Moment bei dieser Simulantenwirthschaft in Betracht zu ziehen. Es ist eine Frivolität, die Arbeiterklasse als solche für ihren ärgsten Feind, das Lumpenproletariat, das Produtt der heutigen Zustände, verantwoitlich zu machen. Uebrigens„arbeitsscheue" Menschen find gar nicht versichert, da fie ja nicht in Arbeit stehen. Und an die goldene Jugend der oberen Zehntausend, an die professionellen Ziichtsthuer, Pflastertreter und Lebemänner, die das Nichtsthun als Sport betreiben, denkt der Artikelschreiber der„Ruirdschau" nicht. Ja Bauer, das ist etwas ander es. Die Arbeitcrwelt schafft zwar die Reichtkümer, fie ist die Bafis der ganzen Kultur, fie ist gezwungen zu stetem harten Schaffen und zum steten Entbehren, aber was find die Millionen fleißiger Hände gegen die Handvoll„Drückebrüder"! Ei, wenn die Ortslassen und die Gemeindekassen nicht vorwärts kommen, warum begnügt man sich nicht mit dem Verficherungszwang und kultioirt die freien Kassen, welche die Kassenmarder fich sckon vom Leide zu halten wissen? Aber diese infamen Kerle von Arbeitern! Wenn„fie fich in das Gesetz mehr eingelebt haben und die Wohlthatcn desselben nach allen Seiten für fich zu wenden gelernt haben werden, wo soll das hinaus?" Das Krankenkassengesetz ist doch angeblich eine„Wohl! hat" für die Ardeiter, warum sollten fie dieselben nickt„für fich" benützen. Oder ist es etwa eine Wohlthat für die Unternehmer? Ei, ei, wer wird aus der Schule plaudern. Ebenso steht's natürlich mit dem Unfallgesey.„Bei ganz kleinen Unfällen"(abge- rissener Finger, eingeschlagenes Auge, abgequetschte Fußzehen u. s. w.) stürzen sich die bösen habgierigen Arbettcr auf die„Unfallkasse", den„unerschöpflichen Oelkrug von Sarepta, der alle Wunden und Schmerzen" heilt. Warum die vertr cklen Burschen nur wegen ihrer deschädigten Glied- maßen so eigen find? iUnd dann kommt eine Schauer- mär:„Ein dein Schnapsteufel ergebener Vater hatte sogar seinen Sohn zu überreden gesucht, an einer Scheere im Walz- werk fich einige Finger abzuschneiden, dann brauche er und auch der Vater nichts mehr zu thun." Nach dem Tarif giebt die Unfallverficherung für drei Finger 300 Mark pro Jahr. Und davon wollen zwei Menschen leben. Jawohl, es wird immer schlunmer,„je mehr die Arbeiter fich mit den Bestimmungen des Gesetzes vertraut gemacht haben; um möglichst viel heraus- zuschlagen und die Vortheile in gewissenloser Weise zu miß- brauchen und auszubeuten." Wenn die Arbeiter von ihrem bischen R cht Gebrauch machen und alle, aber auch alle loyalen Mittel benützen, um die kärgliche, unzulängliche Rente sich zu fichern, so ist das schnöde Ausbeutung aller„Vorthelle". Wie schwierig es ist. von den Berufsgenosscnschaften etwas zu erhallen, darüber schweigt des Sängers Höflichkeit. Natürlich billigt der„Rundschau"- Mann den genügend bekannten Ukas der rheinisch- westfälischen Hütten- und Walzwerks- Genossenschaft,� der die Entlassung Epileptischer und notorischer Trinker und die Nichtannahme mit einem Bruch oder mit Anlage zu einem Bruch behafteter fordert. Natürlich ist das human, edel, nützlich. Rette man also die arg gefährdete Moral der Arbeiter von denen„eine ganze Menge es nur darauf anlegt, möglichst viel heraus- zupressen und durch diese Versorgungsanstalt ein möglichst be- quemes Leben zu führen." Wir meinten bisher, das Heraus- pressen, das recht kiäftige tzerauspress.n und das möglichst de- queme Leben sei ganz anderswo zu finden, wir find aber jetzt bekehrt. Im Elend bei 12— 18 stündiger Arbeitszeit hungernd und darbend, schwitzend und fich abrackernd, vegetrren die Millionäre, die Milliardäre, die Roth- fchild und Krupp, Bleichröder und Stumm, fie werden von den Arbeitern ausgepreßt, die es fich in den Fabriken wohl fem lassen, Equipage fahren, Sekt trinken, Austern schlucken, und ein Luderleden führen, so reckt nach Herzenslust schlampampend. Es sollen„die Aerzte zur Abstellung dieser Krebsschäden viel beitragen". Das letzte Wort spricht der Vertreter der nackten kapitalistischen Jntercffcnpolitik in der„Rundschau" nicht aus. Aber was er wünscht, ist klar aus seinen Aus- führungen zu ersehen, nämlich: Man rette die Moral, indem man die beiden Gesetze, auf welche ihre Macher so stolz find, in den Orkus hrnabwirft und die humanen Unternehmer frei jeder F-ffel schalten und walten läßt. Der rundschauerliche Leitartikler unterzeichnet sein Geschreibsel mit der Chiffre: A.B. Was bedeutet A. B? Alter Eisen- Industrieller? Acktungswerther Ehrenmann? Wir wissen es nicht. Auf keinen Fall wird bei der Pfiffigkeit dieses A.B. das- selbe zu deuten sein als: Aller Esel! Die KeseiNgang der Fremdwörter und ihre Ersetzung durch entsprechende deutsche Ausdrücke ist ein Bestreben, das fich gegenwärtig auf allen Gebieten der öffentlichen Verwaltung kundgiedl. Um so mehr ist es zu verwundern, daß an der Stelle, wo man gründlicher als irgendwo mit solchem unnöthigen Wortkam aufräumen könnte, so wenig in dieser Beziehung ge« schieht, wir meinen in unserer Volksschule. Nicht genug, daß diese selbst noch oft und mit Vorliebe als„Elementar- Schule" bezeichnet wird, auch viele, wenn nicht die meisten Unterrichts- gegenstände führen fremde Namen: Religion, Geographie, Orthographie, Grammatik, Diktat, auch wohl Geometrie und Mathematik. Aber damit nicht genug, in Unterrichtsgegen- ständen, die eine unleugbare deutsche Bezeichnung führen, macht fich eine Anzahl von Fremdwörtern breit. Nehmen wir einmal heispielsweise den Unterricht im Rechnen. Rechnen ist ein allgemein verständliches, deutsches Wort, sowie aber die Kinder mit dem Rechnen anfangen, so gehts los: Addiren, Subtrahiren, Multipliziren, Dividiren! Als od deutsche Bezeichnungen nicht ebenso verständlich und jedenfalls für die Kinder leichter faßbar wären: Zusammenzählen, Abziehen, Malnehmen, Theilen! Die Sache wird natürlich in jeder der vier Rechnungsarten, die in jeder Schule als die vier Spezies bezeichnet werden, noch bunter: Minuendus, Sudtrahendus, Differenz! Kann man nicht ebenso gut und jedenfalls für die Kinder leichter begreiflich sagen: Hauptzahl, Abzugszahl, Rest?— Multiplikator, Multiplikandus, Produtt! Hier werden mit Recht von verständigen Lehrern vor- geschlagen: Veroielfacher, Hauptzahl und Ergebniß. Ebenso läßt fich statt: Dividendus, Divisor und Quotient sehr gut und ver- ständlich sagen: Hauptzahl, Theiler und Theilzähler. Soviel ist klar, einem Kinde werden diese deutschen Ausdrücke viel eher geläufig werden, als die lateinischen, und die Begriffe, welche der Schüler mit dem deutschen Worte leicht verbindet, erschließen ihm auch das Verständniß für die Rechnungsart schneller als beim Gebrauch lateinischer Ausdrücke. Entschuldigen ließe fich der Gebrauch der Fremdwörter vielleicht, wenn die Schüler zugleich mit demj Rechnen Unterricht lateinischen Sprachunterricht erhielten, aber das ist nirgends in unseren Volksschulen der Fall. Wir haben hier nur aus einem Unter- richts�egenstande einige Fremdwörter hervorgehoben; ähnliches läßt fich fast in allen Untenichtsgegenständen nachweisen und jeder Lehrer und jedes Kind weiß, wie schwer das Verständniß für solche Fremdwörter vielen Kindern beizubringen ist. Will man ernstlich mit den Fremdwörtern auftäumcn, so fange man damit in der Schule an. Der Raum, der dadurch für den Unterricht geschaffen wird, kann sehr vortheilhaft für die Schüler anderweit verwendet werden, wenn auch nicht gerade zum Bibellesen, denn da kommen selbst in der Luther'fchen Ueber- setzung recht unangenehme Fremdwörter vor, die fich namentlich nicht zum Lesen für Kinder eignen. Amtliche» Deutsch. An der Chaussee nach Treptow steht an der Ringbahn, an einem der beiden Aufgänge zum Bahn- Hofe Treptow, eine Tafel, auf welcher nach der„Volksztg." fol- gcnde Inschrift zu lesen ist:„An Wochentagen und Sonntag Vormittags bis 2 Uhr Mittags lein Zugang!" Wir vermuthen, daß die Eisenbahnbchörde, welche diese Tafel aufgestellt hat, dem Publikum miltheilcn will, daß auf dieser Seite nur Sonn- tag Nachmittags nach 2 Uhr der Zugang zum Bahnhofe ge- stattet sei. Sollte man diese Mittheilung wirklich nicht deut- licher und richtiger, als es auf der Tafel geschehen ist, aus- drücken können? Die Ausmerzung der Fremdwörter durch die Eisenbahnverwaltung mag recht anerkennenswertb sein, noch wichtiger aber scheint uns die Fürsorge für die Muttersprache zu sein, die an manchen amtlichen Seellen viel zu wünschen übrig läßt. Die Kontrakte der Abrahlungogeschäfte scheinen doch eine Lücke zu enthalten, wenigstens für gewisse Fälle. Eine hiestge Näherin hatte aus einem solchen Geschäft eine Regulator- Uhr entnommen Als es ihr nach einiger Zeit nicht möglich war, die festgesetzten Abschlagszablungen inne zu hallen, er- stattete der Inhaber des Geschäfts die Strafanzeige beim Staatsanwalt, da die Näherin fich der Unterschlagung schuldig gemacht, weil fie die Uhr, die erst nach völliger Bezahlung ihr Eigenthum werden sollte, veräußert habe. Bei den von der Staatsanrrmllschaft angeordneten Ermittelungen wurde nun aber festgestellt, daß die Beschuldigte der Entnahme der Uhr aus- drücklick angegeben hatte, daß dieselbe als ein Geschenk für eine dritte Person bestimmt sei. Diese Angabe konnte durch eine cinwandsfrcie Zeugin bestätigt werden. Ter Staatsanwalt lehnte hierauf die Erhebung der Anklage ab, da der Beschul- digten jedenfalls das Bewußtsein von der Rcchtswidrigkeit ihrer Handlung gefeblt habe. Der Inhaber des Abzahlungsgeschäfts erhob gegen diesen Bescheid Beschwerde beim Oberstaatsanwalt, mit der Begründung, daß neben dem schriftlichen Adzahlungskon- traft die diesem entgegenstehende mündliche Abrede keine recht- liche Giltigkeit habe. Diese Beschwerde wurde zurückgewiesen und zwar mit der Motivirung: für die strafrechtliche Verantwortlichkeit kommt die Rechtsgiltigkeit des Abzahlungskontraktes nicht in Betracht; nachdem die Beschuldigte ihre Absicht über die Verwendung der Uhr ausdrücklich mit�etheilt und dieser Adficht von feiten des Verleihers nicht ausdrücklich widersprochen war, ist anzunehmen, daß die Beschuldigte in gutem Glauben handelte, als fie die Uhr verschenke, noch ehe die Ratenzahlungen sämmtlich geleistet waren. Der zioilrcchtlichen Seite der Anze- legenhett ist damit in keiner Weise vorgebeugt und zwar um so weniger, als die Beschuldigte ihre Verpflichtung zur Zahlung der noch rückständigen Raten ausdrücklich anerkannt habe. Zerbrochene Voldstöcke. Eine Lberlaufiyer Firma sandte ein zerbrochenes Zehnmarkstück an das König!. Wütttem- dergische Münzamt mit dem Ersuchen ein, dasselbe umzutauschen. Sie erhielt folgenden Bescheid:„Anliegend folgt eine gute Krone zurück. Schicken Sie künftig derartige Stücke an das Münzamt dortcn, denn es ist gleich, od der König von Sachsen, von Württemberg oder ein anderer Regent darauf ist. Sämmt- liches Geld wird auf Reichskosten geprägt und ist Reichsgeld, deshalb ist auch jede Münzkaffe verbunden, es einzulösen und an das Münzmetall-Dcpot des Deutschen Reichs in Berlin ab- zuliefern.� Nur gewaltsam beschädigte oder im Gewicht venin- gerte Stücke werden nicht voll, sondern nur zum'Metall werth eingelöst. Bei dem üdersckickten Stück liegt keine gewaltsame Beschädigung vor, jenes Gold, aus dem derartige Stücke geprägt find, war ettvas zu spröde; deshalb haben manche Stücke schon unter dem Prägestempel Schaden genommen, werden anfänglich rnfolge eines verborgenen Risses klanglos und brechen früher oder später. Königs. Württembergische Münzkaffe." Gegen die Milch plantscher geht die Polizeibehörde ganz energisch vor. So wird jctzl wieder im Interesse des Milch lonsumirenden Publikums seitens hes Polizeipräfidentm zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß bei den Milchhändlern Emil Baudemer, Fürstcndergerstr. 4, und Franz Schulz, Lübbener- 'm?'. uffederholt Milch entnommen worden ist, welche nicht den Bestimmungen in der Polizeiverordnung vom 6. Juli 1887 entsprach. Beide find deshalb«n diesem Jahre wiederholt bestraft worden. An» der Unsitte de« Erinkgeldgeben« a« Kellner erwachsen für diese zuweilen ganz besondere Nachtheile. In der Erwartung, ein Trinkgeld zu erhalten, dürfen die Kellner ihr gutes Recht, gleich nach Verabreichung der geforderten Speisen und Getränke von den Gästen Bezahlung zu verlangen, nicht zur Geltung dringen, und so hat fich, selbst in stark frcquentir- ten Lokalen und Gärten, der Gebrauch eingebürgert, daß die Besucher erst beim Verlaffen desselben ihre Zeche berichtigen. Wenn nun die Kellner auch bei besonders vertrauensunwürdigen Personen, um fich vor Schaden zu bewahren, sofort Bezahlung verlangen, so werden fie doch oft genug geschädiat, da fasbionable Austräge der Gäste nicht immer für deren Ehrlrchkeit spricht. Am letzten Sonntag ist im Ausstellungspark der Kellner, der Schreiber dieses bediente, von zwei fcingekleideten Herren und einer Dame um eine Zeche von 6,70 M. geprellt, welcher Be- trag durch die an diesem heißen Arbeitstage erhaltenen Trink- ä-iä? L einztge Opfer gewesen.— Unserer Anficht nach läßt sich aber die eine Unsitte ohne Aufhebung der anderen niä���n Ausbild die Kellner mögen deshalb selber dem TrinlgBMand und naä entgcgmtteten und für ihre anderweitige SalarirM i JH Ki-rlridel mit bay-vischev Aich-ng düSf�ngen M Werth- in Preußen, welche mit Gläsem betroffen„nd das R bayeiische Archung tragen, werden bestraft und Wrfflrnr «wfach/ Auskunft. Herr Lehmann und vnsetz?. stehen.„Nickt wahr, mein Lieder." wendet er?. swh-n' an der Nähe befindlichen Wärter:„Diese Hübner ykgmZ— Familie der Gallinaceen?"„Nein, mein Herr." sachkundige Wätter,„fie gehören zum Zoologische«: Giur kleine Tragikomödie ereignete W- Cr. üon fe „Neue Zeit" erzählt, kürzlich gegen 11 Uhr®®pfämtt berechnet, Sophre- Charlottenstraße in Charlottenburg. MfTOreslau 27,0, in: die fichZaof dem Wege nach dem Bahnhofe der Pt'�a. M. 17,8, in befanden, trafen auf einen Zaun, aus welchem i e«;•[ 8,5, in Mag vorragte, der einen rothcn Zettel trug. Neugier,, in Straßbur sie, den Jnhall dieser rotben Mitlheilung zu«'®' in Nürnbei war dunkel. Von unten konnte daher die myltm�cken 19,3, in L nicht entziffert werden. Kurz entschloffen hals«#0,1, in Brauns, wandtesten, an dem Pfahl cmporzukkttern—: lä4 in Pest 32,9, einer Verwünschung des Pfahls abspringen, war i" in Amsterdam auf dem Zettel stand:„Frisch gestrichen!" J—, in London Per Schubkarre zur potizrimache»«Dublin 22,5, in werden, diese seltene Auszeichnung palfirte vorgestt�aholm 23,5, in gegen 3 Uhr einem tobsüchtigen Trunkenbold inEWß'arschau 25,4, Derselbe, ein riesenstarker Mensch, verursachte um da'rn Venedig 22.1 Zeit in der Wilmersdorferstraße durch außergew� 17. bis 23. Im Betrunkenheit und damit verbundenes Hin- und H�adelphia 20,0, i Fahrdamm und Trottoir einen großen MasseMbay 2ö.3, in M, welchem es an dem üblichen Allotria nicht fehI�Zst der Beuchtsr Weges kommender Schutzmann schritt, um dem®"ICPas rÄu,Ä äIä«? L- swa&s»«fts* requirirte, den Widerstrebenden ouf die Karre lud?' L* selbe fich mehrmals wüthend wieder zur Erde«Wj,, e"n„i,' ,! ia.-Ä'"„. straße Nr. 8 wohnenden Eltern getragen-" beide Unterschenkel zermalmt. owp Cin Unglücksfall ttug fich vorgestern-„ Grundstück Schiffdauerdamm 20 zu. Dur«- bezeichneten Hauses versuchte der Kutscher er., seinen hoch mit Brettern deladenen Wagen fahren, während er, oben auf dieser Ladung ,. lenkte. Indem er den letzteren aber seine .-.(.„.C-I,.. S.c i.:„ fnft'Vj.ii aus Königsberg "iura und Warst ir Meldung, d Diersburg 6, au e sanitären Ve äswoche günslig> öen gesteigerten reckdurchfälle t men traten i vorherrschender forderten viel w' 'rend in der Ber formen erlagen, e senden Woche de des Säuglingsa! e wie in der Vi Entzündungen belten zeigten im ~ vorhergegangen rn waren selten, 1 in nur wenig ge und waren i, gen an Maser, er Viertel, in burger Vorsta' Genickstarre f ngen an Ken, rosenartige Ent ' ngen im Woc Beschweiden Decke der Durchfahrt war und wurde nU« Thorgewöldes, bevor er die Leine anzuzn« heftigem Stoß rückwärts aus die Bretter dieser Lage d, Kutscher, ein erlitt dabei so vwiieu,»»-,. daß er sofort nach einem Kranlenhaui' Von rinrn Mord- und �'.er des W&, J olizeldericht. �wendete, �übersah er, daß die Ladung f«ß/ wesentliche alter Knabe beute Morgen die'Bewohner oee Aufregung versetzte, wird uns berichtet. � dort befindlichen„Chambre garnr"... Warschau stammender Pole Sl. ein, w« �irt i" AM --Krankenhause n in seiner We vorgefunden. ne Leiche wurd, lchenschaubauie, »en Versuch, flet mser Allee 36 Verhättniß. Der junge Mann, welcher
...-u) jjkaliichen Ausbildung verweilt, hatte kürzlich eine Reise durch �.,.,Bschland und nach Wien unternommen. Nach seiner Rück oWruM�-™ die Wirt hin d eine auffallende Erkaltung in den _____ ndunaen des Polen und nahm fich diese Veränderung herzen. Gestern Morgen nun erschien fie gegen 6 Uhr weil iriemem Zimmer und bat ihn, zu gestatten, daß fie fich auf „jit Khaise longue ausruhen könnte,— ihr wäre nicht wohl! „ linngc Mann erlaubte es und schlief wieder ein. Plötzlich «LI er dmch einen Knall geweckt, der Schuß hatte ihn selbst nd«i>W und�das Blut strömte ihm das Gesteht entlang. Er �„ÄLllver und versetzte fich einen S wurden Beide nach der er Lom jlftrnfcp hpfnitiprt rrn fr.1 nun rte eine Erkläruno, worauf fie erwiderte:„Ich nehme mir „das Leben!" Zugleich richtete fie gegen sich selbst den *........."'"' Schuß in den Leib. In einer chirurgischen Klinik in der wo fie gegenwärtig unter ärztlicher Be- ang stehen. Wie man erfährt, soll es fich beiderseits um che Verletzungen bandeln. iiemäß den Veröffentlichungen de« Kaiserliche« ndhrito- Amt» find in der Zeit vom 8. bis 14. er. von je 1000 Bewohnern, auf den Jahres« schnitt berechnet, als gestorben gemeldet: in Berlin 23,1, lreslau 27,0, in Königsberg 27,9, in Köln 19,6, in Frank« )0- M. I7,8,�in Wiesbaden 19, 7,_ in Hannover 17,2, in ,-a. Mraße befördert, t er fiaZ�ina Mi bner g« H-«' znete W, T m der WWW tchem etn M 8,5, in Magdeburg 30,1, in'Stettin 28.6, in Altona fiteugrew:, m Straßburg—, in Metz 22,9, in München Z zu in Nürnberg 16 5, in Augsburg 20,6, in . mtzsten�chen 19.3, in Leipzig 22,1, in Stuttgart 15,4, in Karlshals"»20,1, in Braunschweig 27,6, in Hamburg 25,9, in Wien n— l in Pest 32,9, in Prag 29,4, in Trieft 27,7, in Krakau war 1 in Amsterdam 17,3, in Brüssel 15,8, in Paris—, in Ij—, in London 15.6, in Glasgow 16,4, in Liverpool 16,7, »che belHublin 22,5, in Edinburg 16,2, in Kopenhagen 16,5, in vorgesttUAolm 23,5, in Christiania 23,0, in St. Petersburg 31,8, ID in EKWarschau 25,4, in Odessa—, in Rom—, in Turin le um düsin Venedig 22,1, in Alerandria 39,2. Ferner in der Zeit rßergervö? 17. bis 23. Juni dicsts Jahres: in New-Nork 28,0, in « und H�adelphia 20,0, in Baltimore 23,3, in Kalkutta 23,2, in MasseiUnbay 25,3, in Madras 33,8. bt fchIU In der Berichtswoche hat die Sterblichkeit in den meisten dem wilMädten Europas im Vergleich zur Vorwoche abgenommen, ! Trunks überstieg sie in vielen der selb! n noch immer die normale. .-.hprUict t It« gering(bis 15,0 pro Mille und Jahr berechnet) war die blichke t in Kassel(18,5), Jn Rostock(11,5), Tüsseldorf, dem ahe dMi vclche I ersucht««, bemerk» von d' f t servil/ 1*4 hrc#2 als uberdics Ken, Bremen. Mannheim. Günstig(bis 20,0 pro Mille und ,,L iub ijfc) in Frankfurt a. M,, Wiesbaden, Darmstadt, Köln, Bar- Sf, gW* Elberfelo, Stuttgart, Nünberg, Dresden, Amsterdam, °(LsHsel, London, Glasgow, Liverpool, Edinburg. Auch in '.„..niMburg, Altona, Karlsruhe blieb die Sterblichkeit eine mäßig .1 hpn,|#(etwas über 20,0 pro Mille und Jahr). Sterblichkeils w c n» übet 35,0 pro Mille und Jahr wurden aus keiner beut .„,t, ist Sradt gemeldet.— Insbesondere haben sich auch in dieser .».»che Darmkatarrhe und Brechdurchfälle der Kinder in den ten Gloßs-ädlen als häufigere Todcsvcranlaffung erwiesen, ohl rhre Zahl in nicht wenigen Orten abgenommen hat und mratarrhe im Allgemeinen infolge der kübleren Temperatur u,t viel weniger Slerbesälle als in der entsprechenden Woche lorjabres hervorriefen. Ansehnlich war jedoch, besonders in Ire buig u. a. O. die Zabl d.r Todesiallc an diesen Kranthcits: �en. Die Tbeilnahme des Säuglings alters an der Gesammb lichkeit war im Allgemeinen eine verminderte. Von je t �00 Lebenden starben, aufs Jahr berechnet, in Berlin 119, ltsptt�ÄWncbe« 116 Säuglinge.— Akute Entzündungen der Ath- >enzun«?ugsorgane führten ebenfalls im Gmzcn weniger Todesfälle chreriev yi.— Unter den Infektionskrankheiten wurden Todesfälle , ein �Masern, Tiphthcrie, typhösen Fiebern und an Keuchhusten mähe»'.K mehr, dagegen an Scharlach und Pocken etwas weniger zerder � Udet.— Mas.rn führten in Berlin, Hamburg, Altona, 'den u London, St. Petersburg häufiger, in Prag etwas seltener �(iiSCoDe. Erkeankungen haben aber in den weilten Orten, . aM...«»ent n Berichte vorliegen, abgenommen, nur in St. Peters- nboit'pufl.stieg die Zahl derselben. Das Scharlachfirber bedingte in p,-, W* Jien, Praa, Kopenhagen, St. Petersburg weniger, in \almlcw"V und Warschau mebr Sie, befalle. Erkrankungen wur« verselbt Dagegen aus Breslau, Wien, Kopenhagen, St. Petersburg nch kcitü Aßerer, aus Berlin in fast gleicher Zahl, wie in der Vor- all. mitgetheilt.— Die Sterblichkeit an Diphtherie und vorden.. p war in München, Dresden, Magdeburg, Wien, Kopen rdcn i�i, London, Warschau eine geringere; dagegen in Berlin, xArbcitki�mrg, Bieslau, Hannover, Leipzig, Braunschweig, Metz, , figd-t Petersburg eine größere, als in der Vorwoche. Neue Er- bofs(Öw fingen kamen aus Berlin, Kopenhagen, Christiania und St. Osburg in etwcs gesteigerter Zahl zur Anzeige. Die Zahl laffai" Todesfälle an Unterleibstypbus war in Berlin, London, Am ZNelersburg fast die gleichgroße wie in der vorangegangenen ..Mi Eikrankungen warm in Hamburg und St. Petersburg --Zallet. häufiger. An Flecktypbus wurden aus den Regicrungs- f„,,n Clt'.m Marlenwerder und Stettin und aus Edinburg je 1 Er- %«u ,l'jnB mitgetheilt, sowie aus Berlin 1 Erkrankung an epide "H..„j iMr Genickstarre. Der Keuchhusten forderte wurde aber noch rechtzeitig lok geschnitten und nach seiner Woh« nung gebracht.— Um dieselbe Zeit stünte der Dachdecker Milster von einem in der Höhe des fünften Stocks des tzofgrundstücks Aleranderstroße Nr. 22 angebrachten Hängegerüstes herab und blieb auf der Stelle todt.— Um dieselbe Zeit fiel ein 5 Jahre alter Knabe in der Näbe der Köpnicker Brücke von der Treppe in den Louisenstädtischen Kanal, wurde aber durch einen Schiffer alsbald wieder herausgezogen und, an- scheinend ohne Schaden genommen zu haben, seinen Ellern zugeführt.— Ferner wurde vor der Kaserne des 1. Garde- Dragoner-Regiments in der Bellealliancestraße ein 3 Jahre alter Knabe durch eine Equipage überfahren, anscheinend jedoch nur unbedeutend am Kopf verletzt.- Gegen Abend wurde eine 60 Jahre alte Frau in der Kaiser- Wilhelmstraße hilflos und an- scheinend krank auf der Straße liegend vorgefunden und mittelst Droschke nach dem Krankenbause im Friedrichshain gebracht.- Jn der Nackt zum 24. d. M. entstand in der Wohnung des Kürschners Moses, Pallisadenstraße 98, aus noch nicht feitge- stelltet Ursache Feuer. Dasselbe zerstörte den Inhalt der Woh- nung völlig und brachte die Bewohner in große Gefahr, aus welcher fie nur durch den schnellen Angriff der Feuerwehr ge- rettet wurden.__ Gerichts-Zeitung. ♦ ei« gute» G«de nahm die Verhandlung gegen den Stadtreisenden Sülflow. der fich wegen Unterschlagung vor der 92. Adtheilung des Schöffmgerichts defand. Der Angeklagte sollte eine Regulatoruhr auf Abzahlung genommen und bald darauf veisetzt hoben, obgleich nur 1 M. Anzahlung geleistet war. Sülflow giebt zu, die Uhr auf Abzahlung entnommen zu haben, doch sei dieselbe von seiner Frau ohne sern Wissm versetzt worden. Der als Zeuge vorgeladene Pfandleiher Pander ist inzwischen verstorben und sein Nachfolger kann nicht bekunden, ob der Angeklagte oder dessen Ehefrau das Objekt zum Versatz brachten. Die ebenfalls als Zeugin an- wesende Frau Sülflow sagt im Sinne ihres Mannes aus.„Ich war in großer Noch"— bemerkt die Zeugin—„meine Kinder baten um Brot und da nahm ich den Regulator, um ihn ins Leihhaus zu bringen. Mein Mann wußte von der Sache nichts, denn er war nicht zu Hause, sondem suchte Arbeit."— Der Staatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten 14 Tage Ge- fängniß, weil wohl anzunehmen sei, daß seine Ehefrau im Ein- verständniß mit ihm das Vergeben ausgeführt habe; der Ge- richtshof erkannte aber auf Freisprechung von Strafe und Kosten. Welch üble Folgen«in bloßer Scherz Haben kann, lehrte ern Anklagefall, der gestern(Dienstag) vor der zweiten Ferien- Strafkammer des Landgerichts Berlin I zur VerHand- lung gelangte. Im Monat Februar d. I. fand in einem am Gendarmenmarkt belegenen Restaurant eine solenne Studenten« Kneiperei statt. Als die Gesellschaft fich zum Aufbrechen an- schickte, begannen zwei anwesende Kammergerichts-Referendare aus Scherz ein Gefecht. Kammergerichts-Rcferendar v. L. führte mit einem Stocke einen Stoß gegen die Brust seines Kollegen Dr. v. R., den dieser mit seinem Schirm zu pariren suchte. Die Sache schien um so weniger, gefährlich, da Dr. v. R. in vollständig zugeknöpftem Winterüberzieher dastand. Allein letzterer hatte, wie die Zeugen bekundeten, dem edlen Gersten- saft etwas über Gebühr zugesprochen, so daß die Möglichkeit vorliegt, er sei, als er den Stoß pariren wollte, ein wenig vorn- über getaumelt. Dies mag die Veranlassung gewesen sein, daß der Stoß nicht die Brust, sondern die Nähe des Auges traf. Dr. v. R. brach vor Schmerz zusammen. Seine Kommilitonen, ganz besonders sein sogenannter Gegner, der Kammergerichtsreferendar v L., nahmen sich des Verletzten sofort an. Ein eiligst herbei- gerufener Arzt ordnete die Ueberführung des Verletzten in ein Krankenhaus an. Obwohl dort die größte Sorgfalt angewendet wurde, so verschied Dr. v R jedoch bereits am zweiten Tage infolge einer erlittenen Gehirnerschütterung. Kammergerichts- referendar v. L. mußte nun gestern die Anklagebank Eingangs bezeichneter Strafkammer betreten, um fich wegen fahrläsfiger Tödtung zu verantworten. Der Vertreter der Staatsanwalt- schaft Gerichtsaffeffor Dr. Werner bemerkte: Es sei für ihn unendlich peinlich, daß er in einer so traurigen Angelegenheit gegen einen Kollegen seines Amtes walten müsse. Sicherlich habe der Angeklagte den traurigen Ausgang nicht beabsichtigt. Nach den Ergebnissen der Beweisaufnahme treffe den Ange- klagten bei dem Vorgang selbst kein Vorwurf. Es sei allerdings zu tadeln, daß die Unsitte des scherzhaften Fechtens noch immer in„gebildeten Kreisen"(!) vorkomme. Trotz alledem werde man den Angeklagten von dem Vorwurf der Fahrlässtgkeit nicht ganz freisprechen können. Der Angeklagte werde deshalb bestraft werden müssen. Auf das Strafmaß komme es hier nicht an, dem Gesetze sei durch die Bestrafung an fich bereits Genüge geschehen. Er(Staatsanwalt) bringe deshalb 8 Tage Gcfängniß in Vorschlag.— Der Gerichtshof(Vorsitzender Landgerichts- direktor Brausewetter) erkannte jedoch auf Freisprechung, da der f SÄ U if!«t«.«- J,"!' U" WUJUIUUU Uliv Mik #### ist e»A,«eine wesentliche Veränderung in ihrem Vor ommm uv olljelbeelcht. Am 23. d. M.. Vormittags M ein alter Knabe aus dem Fenster der Bernauerstraße 66, Sfr, lobf'Sj '$ "v1 «imws uuo nun vii-uiiuuuetmave 66 r Jb, K1®?.6" b°ch belegenen Wohnung seiner Pflegemutter auf hinab. Er wurde noch lebend nach dem Z-Krankenhaufe gebracht.— Gegen Mittag wurde ein -n in seiner Wohnung in der Annenstraße todt im Bett %%%#%% fflflfl«"ZI1 Genickstarre. Der Keuchhusten forderte in London und n\i'' n mehr Opfer, in Hamburg stieg, in Kopenhagen und 1 feoW1 �dam dagegen sank die Zabl der bekannt gewordenen neuen c- fnfl(«fithmgen.— RoNnarlige Entzündungen des Zellgewebes «0 jl�,aut zeigten sich in keinem Orte in nennenswerther Zahl.— �Lickelt l�Ätfen kamen aus den Vororten Wiens und aus London f' u.wiif aus Königsberg und Wien je 2, aus Lyon 3, aus St. bet.".,,ij_2bura unv Warschau je 6, aus Trieft 7, aus Prag 11 Todes- r Meldung, dagegen neue Erkrankungen aus Pest 2, aus etersburg 6, aus Wien 9. ie sanitären Verhältnisse in Berlin waren auch in dieser ißwoche günstige, wenn man von der infolge der Sommer- «en gesteigerten Zahl tödtlich verlaufender Darmkatarrhe m un% �Brechdurchfälle der Kinder absieht. Ader auch diese Krank- rüchi j' Normen traten infolge der kühleren in der Berichts« den üjjt, vorherrschenden Temperatur der Luft seltener zu 3 -forderten viel weniger Opfer als sonst um diese Jahres. ndn'�lvlend in der Berichlswoche 169 Säuglinge diesen Krank- cue'P formen erlagen, erreichte die Zahl derselben in der ent- ig ist. senden Woche des Vorjahrs die höhe von 258. Der An- ittag r'des Säuglingsalters an der Sterblichkeit war fast der !nfi°� v�3vi° in ver Vorwoche. Etwas seltener waren dagegen ierve) Entzündungen der Atbmungsorgane. Die Jnfettions- vdingl'.F/velten zeigten im allgemeinen ein ähnliches Verhaften wie tL,D m„I�c?a.Wenii2. Woche. Erkrankungen an typhösen JL* irlten, Erkrankungen an Scharlach und Diphtherie Gerichtshof die Ueberzeugung gewonnen habe, daß den Ange- klagten auch der Vorwurf der Fahrlässtgkeit nicht treffe. Schuld an dem Unglück habe viclmehr�der Verletzte selbst, der, als er den Stoß pariren wollte, vornüber taumelte. * AI« Zechprellerei qualifizirte fich die Handlung des Schuhmachers Sommerfeld, über welche die 92. Äbtheilung des Schöffengerichts zu befinden hatte. Der Genannte ging eines Tages mit einem Ulanen spazieren und wie gewöhnlich in sol- eben Fällen, so machte fich auch hier das Bedürfniß nach einem frischen Trünke bei den Wanderern geltend. In der Nähe winkte den Durstigen das Schild einer Kneipe und flugs be- schloffen sie, einzutreten. Sommerfeld destellte 2 Glas Bier, zu denen dann noch als besonderes Labsal zwei saure Gurken verzehrt wurden. Die ganze Zeche betrug nicht mehr als 50 Pfennige. Der Angeklagte hatte aber augenscheinlich keine Neigung, diesen Betrag zu zahlen; er mattete den Moment ad, wo der Kellner anderweitig beschäftigt war, und ,,ver- duftete" aus dem Lokal. Weit käm et aber nicht, denn der zur Er- dienstbare Geist bemertte sofott das Verschwinden des unsoliden Gastes; derselbe wurde ergttffen und zur Polizeiwache gebracht, wo er fich zur Zahlung der Zeche herbeilassen mußte. Staats- anmalt und Gerichtshof faßten die Sache sehr mrlde auf und der Angeklagte kam mit einer Strafe von fünf Mark davon. Die Iiinmervermietherin Frau Hesse stand gestern unter der Anklage des tzausfttedensbruchs und der Beleidigung vor der 94. Adtbeilung des Schöffengerichts. Sie hatte am 1. Juni einem Studenten eine aus vier Räumen bestehende Wohnung vermiethet. Schon am folgenden Tage demerkte der Miether eine solche Unsaubetteit in der Wohnung, daß er sofort ausziehen und den gezahlten Miethszins zurück haben wollte. Als Frau H. fich weigerte, den Kontrakt zu lösen, zog der Student dennoch aus, will aber dabei erklätt haben, daß die von ihm bezahlte Wohnung bis zum Ablauf der Miethszert zu seiner Verfügung stehen müsse. Am folgenden Tage erschien er mit einem Freunde in der Wohnung. Frau Hesse hatte auf einem Sessel in der Wohnstube Platz genommen und weigerte fich, trotz mehrfacher Aufforderung, die Stube zu räumen. Der Miether habe fich seiner Rechte begeben und in der Wohnung nichts mehr zu-befehlen,— so behauptete fie. Erst als der Student einen Schutzmann holte, bequemte fich Frau H. zum Verlaffen der Wohnung, nicht aber ohne vorher ihrem Gegner einige grobe Beleidigungen entgegenzuschleudern. Der Staats- anmalt beantragte wegen desHausfttedensbruchs 100 M., wegen der Beleidigung 150 M.; der Gettchtshof meinte aber, daß die Angeklagte bei den, den Frauen eigenthümlichen irttgen Rechts« * Sine fogeuattiite„Klamotte", die größere Hälfte eines Ziegelsteines, legte der Arbeiter Fürstenderg vor dem Präfidenten der 92. Abtheilung des Schöffengericht auf den Tisch nieder, um das Gettcht mit dem Gegenstand bekannt zu machen, mittelst deffen er von seinem Kollegen, dem Arbeiter Stanko, gemißhandelt worden war. Staatsanwalt und Richter warfen prüfende Blicke auf das gefährliche Beweisstück und es fiel dem Angeklagten Stanko ersichtlich recht schwer, diesem corp», delicti gegenüber zu behaupten, daß er das Ding für ein Stück Schnee angesehen habe. Winter war es freilich noch, als die That stattfand, welche beute gesühnt werden sollte, auch Schnee war an dem bezüglichen Tage genügend vorhanden. Fürsten- derg hatte eine Handvoll Schnee aufgehoben und dem Kameraden Stanko ins Geficht geworfen; der letztere nahm aber das Stück„Klamotte" und warf es seinem Mitarbeiter derartig egen den Kopf, daß das Blut hoch aufspritzte und der Be- chädigte 7 Tage zu Bette liegen mußte. Zeuge Holzhändler Schulz hat den Vottall mit angesehen und ist auch der Mei- nung, daß der Angeklagte schon an der Schwere des Klumpens den Inhalt erkennen mußte. Der Staatsanwalt bezeichnet die Handlungsweise als eine recht rohe, für die eine Woche Ge» fängniß wohl am Platze sei. Das Gettcht trat dieser Anschau- zwar bei, aber veruttheilte den Angeklagten nur zu 30 M. event. 6 Tagen Haft. * Ueber eine« verwegenen Gaunerstreich hatte gestern die 88. Abtheilung des Schöffengerichts zu uttheilen. Am 13. Juni d. I. schlendetten drei Personen gemächlich die Möckernstraße entlang nach dem Tempelhofcr Ufer zu. Das Benehmen dieser Leute war ein recht eigcntbümliches: fie ingen zeitweise einzeln an die Schaufenster der Läden, matten iegehrliche Blicke in das Innere vom Eingang aus und ver- einigten fich dann wieder zu einer Gruppe, um Hinterher das Treiben von neuem beginnen. Einem deffelben Weges gehenden Eisenbahnbeamten fiel das Gebähten auf und der Mann be- schloß, die Gesellschaft aus der Ferne zu beobachten. Am Tempelhofer Ufer betraten zwei von den verdächtigen Gestalten den Laden des Kaufmanns Stelle, fordetten einig« Kleinigkeiten und legten ein Zwanzigmarlstück auf den Ladentisch. Während nun das nöthige Kleingeld aufge. zählt wurde, kam plötzlich die dritte Person von der Straße hinzu und verlangte eine Zigarre. Kaum hatte der Handlune.s- dienet sich angeschickt, das Begehrte hervor zu holen, als die beiden ersten Gesellen das Goldstück sammt dem Kleingeld ein- strichen und mit ihrem Raub das Wette suchten. Nummer drei wurde aber dingfest gemacht und entpuppte fich als der Kommis Bernhard Eisner. Die beiden Räuber will derselbe nicht kennen; seiner Behauptung nach hatte er nur die Absicht, eine Zigarre)u kaufen. Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten der Therlnahme am Diebstahl übettühtt und beanttagte für ihn 14 Tage Gefängniß. Der Gettchtshof erkannte auf 4 Wochen Gefängniß, von denen 3 durch die erlittene sechswöchentliche Unter- suchungshaft als verbüßt erachtet wurden. Wnrzbnrg. Wegen Soldatenmißhandlung(MißdrauchS der Dienstgewatt durch körperliche Mißhandlung von Unter- gedenen bei Biihbrauch der Waffe) stand unter Anklage der Unteroffizier der in Germersheim detachitten 5. Festungskompagnie des kgl. 2. Pionierbataillons in Speyer, Friedrich Bauberger aus Eberbach(Baden). Derselbe mißhandelte am 23. Avttl l. I. Nachimttags gelegentlich einer Detailübung mit 10 Mann seiner Abtheilung im Hofe der Seiffelkaserne in Bermersheim mehrere derselben in unverantwortlicher Weise. Er hatte die Uebung. obwohl nicht in dienstfähigem Zustande, weil noch unter der Nachwirkung eines Tages vorher begangenen Exzeffes im Trinken stehend, übernommen, und da das Ererziren dann, nicht weil es an der Unaufmerksamkeit der Mannschaft, sondern weil es an den von ihm zu gebenden Kom- mandos fehlte, nicht zusammenhing, vier Pioniere mit Kolben- stößen in den Rücken, Faustschlägen in das Geficht und Stößen unter das Kinn traktirt, einem sogar noch befohlen, 200 Mal die Kniebeuge zu machen, was dieser indeß nicht befolgte. Bau- berger wurde in Ansehung sonst sehr guter Führung zu der ge- ringen Strafe von 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. De- gradatlon, die von der Staatsanwaltschaft deantragt war. wurde nicht ausgesprochen. Unsen und dessen Ehefrau wegen Körperverletzung zu verant- motten. Beide waren beschuldigt, einen im Bremischen unehe- lrch geborenen Knaben, der fich von 1885 und 1887 in ihrer ##:### und gab fie setner Frau, welche dieselben in das Bett des Knaben legte. Dann legte fie den Knaben mit dem bloßen Ge- saß daraus und ließ ihn die Nacht hindurch in dieser Lage. Am anderen Morgen besah fie den Körper des Knaben und äußerte zu 5 Ä« Ein anderes Mal, als der Knabe seine Kleider beschmutzt hatte' band Kropp ihm mit einem Tuche den Mund zu und schlug ihn mit einem dicken Stocke auf das Gesäß, wie er denn öfters den Knaben züchtigte, ohne einen triftigen Grund zu haben. Dann spertte seine Frau ihn einmal in den Keller, wodurch der Knabe elfig kalt am ganzen Körper wurde. Den Strafanttaa MWZ-WM jaeroetletzung Mittelst der Nesseln eine gemeinschast- liche Handlung angenommen sei. Des ferneren werde behauptet, die uneheliche Mutter sei zur Stellung des Straf. antrages„nicht berechtigt gewesen", da in Bremen das gemeine Recht gelte.— Der Reichsanwalt beantragte die Verwerfung der Revifion und sagte, es sei durchaus nicht rechtsirtthümlich. ttne gemeinschafiliche Handlung anzusehen, wenn zwei Personen � d« Weise zusammen wirken, daß die eine das Mittel zur UMWKZ gencht zurück verwies. begriffen ein Bewußtsein von der Strafbarkeit ihrer Handlung besessen habe und sprach fie wegen des Hausfriedensbruches frer. Die Beleidigung wurde mit einer Geldsttafe von 30 M. geahndet. Drrewe«rd Nrrsamml««se». MMMÄSKSk und Fragekasten. Nachdem die ettten drei Gegenstände der ##### ######
Dom„Vulkan" in Stettin und ersuchte, die noch ausstehenden Sammellisten so schnell wie möglich an vorstehende Adresse abzuliefern. polizeilich aufgrlök auf Gmnd des Sozialistengesetzes wurde die MUgliederversammlung des Fachvercins der Rohr« leger, welche am Sonntag, 22. d. M., Vormittags bei Feuerstein (Alte Jakobstraßc) stattfand. Bei der Behandlung eines wissen- schastlichm Gegenstandes hatte der Vorttagmde, Dr. Wille, u. a. etwa folgende Sätze geäußert:„Unduldsamkeit gehört zu den sittlichen Leiden der Gegenwart; auf religiösem Gebiete find wir allerdings duldsamer als das finstre Mittelalter, jedoch volttischen Uebcrzeugungen gegenüber noch höchst unduldsam. Und wenn nun gar die politische Unduldsamkeit in das Gesetz t>ringt, so ist dies ein schwerer fittlicher Schaden." Bei diesen Worten löste der überwachende Beamte die Versammlung auf. Der Vorstand wird, wie verlautet, wegen der Auflösung Be« schwerde einlegen. ««Deutlich- Kchneidmiersam»nl«ng. Gelegentlich des am 3l.d. M. stattfindenden LOOjährigen Jubiläums der Berliner Schneiderinnung findet am Vorabend deffclben, Montag, den 30. d. M., Abends 8 Uhr, eine öffentliche Versammlung sämmt- licher Schneidermeister und Gesellen statt. Herc Täterow wird über:„Wesen und Wirken der Innung" referiren. Der Besuch dieser Versammlung ist allen Schneidern dringend zu empfehlen (Näheres stehe Inserat in der nächsten Sonntagsnummcr dieses Blattes.) Verband deutscher Zimmerleute, Lokalverband„Berlin Ost". Heute, Mittwoch, Abends 8 Uhr, in Horstmann's Lokal, Frankfurter Allee 127: Generalversammlung. Tagesordnung sehr wichtig. Allgemeine Kranken-«nd Sterbekasse der Drechsler «.f.». Verwaltungsstelle Berlin A. Heute, Llittwoch, Abends 8 Uhr, bei Böttcher, Köpnicfeistr. 150—151: Mitgliederversvmm lung. Tagesordnung: Kassenbericht, Bericht von der General- vcisammlung, Wahl der Krankenkontroleure und Verschiedenes. — Die örtliche Verwaltungsstelle Berlin C hält ebenfalls heute Abend in den„Armin-Hallen", Kommandantenstr. 20, eine Mitgliederversammlung ad. Tagesordnung: 1. Vierteljährlicher Kassenbericht. 2. Bericht über die Generalversammlung vom 17. Juni. 3. Verschiedenes. Zum Besten der Kasse findet am Sonnabend, den 23. Juli, in Kliem's Volksgarten, Hasenheide, «in Sommernachtsball statt. Billets hierzu für Herren » 50 Pf., Damen 25 Pf. find noch bei allen Vorstandsmit gliedern zu haben. Der Derguügnngsverei« Fröhlichkeit veranstaltet am 4. Auaust in Säger's Lokal, Gruner Weg 29, ein Kränzchen „im Besten seines am 15. Juli bei einer Landpartie durch einen Unglücksfall schwer verletzten Mitgliedes Gustav Ebel. Billets find beute Abend in der im oben genannten Lokale stattfinden- den Sitzung des Vereins zu haben. Srsiyrg», Evrtr-«nd gesellige Vereine am Mittwoch. Niönneraesangverein„Jugendlust" Abends 8h Uhr im Restarant Paffod, Gartenstr. 162.— Männergesangverein„Cacilia" Abends 9 Uhr im Restaurant, Köpnikersttahe 127».— Gesangverein ..Männerchor Linde" Abends 8'> Ubr im Restaurant yaller, flkaunynstraße 70.— MännMesangverein„Sangesfreunde" Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, Landsbergerstr. 31.— Huvvert'sche Sängervereinigung jeden Mittwoch nach dem ersten im Monat, Abds. 9 Uhr, im Restaurant Heise, Lichtenberaerstr. 21. —„Seeger'scher Gesangverein" Abends 9 Uhr im Restaurant Schulz, Prenzlauerstt. 41.— Gesangverein„Schwungrad" Abends 8j Uhr im Restaurant Sahm, Annenslraße 16.— Männergesanaverein„Lorbeerkranz" Abends 9 Uhr im Nestau. rrntt Karsch, Oranienstr. 190.— Gesangverein„Noid-Jubal" Abends 9 Uhr in Vettin's Bicrhaus, Veteranenstr. 19.— Männergesangverein„Schneeglöckchen" Abends 9 Uhr im Restaurant Doberstcin, Mariannenstraßc 31—32.— Lübeck'scher Turnverein(1. LehrliVsabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabeth- fttaße 57—58.— Turnverein„Wedding", Pankstraße 9. Männer-Abtheilung gleichen von 8% bis bends; dcs- 1. Lehrlings- Adiheilung von 8 bis 10 Uhr Abends.— Schlefischer Verein„Holtet" Abends 9 Uhr im Re« stcwrant Henke, Hollmannstr. 33.— Vergnügungsverein,, Fröhlichkeit" Abends 9 Uhr im Restaurant Säger, Grüner Weg 29. — Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8t Uhr im Restaurant Beese, Alte Schönhauser- straße 42, Unterricht und Uebungsswnde.— Roller'scher Stenographenverein„Süd- Berlin". Abends Sh Uhr im Restaurant Prinzenstraße 97 Sitzung und Uebungsstunde. — Arends'scher Stenographenverein„Amicitia" Abends 8t Uhr im Restaurant Behrends, Schönebergerskaße 6.— Arends'scher Stenographenverein„Philia" Abends 9 Uhr im Restaurant „Wilhelmsgarten", Kochstraße 7.— Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Lehmann, Kurfürstenstraße 31.— Berliner Rauchklub„Wrangel" Abends 9 Uhr im Restaurant Foge, Köpenickerstraße 191.— klub„Havanna SO" Abends 8t Uhr im Restaurant P Reichenbergersttaße 16.— Rauchklub„Gemüthlichkeit" S Uhr im Restaurant Achsel, Köpenickerstraße 161.— Lud„Columbia" Abends 81 Uhr im Restaurant Prinzenstr. 96.— Rauchklub„Frisch gewagt" Abends 8t Uhr im Restaurant Tempel, Äreslcmerstr. 27. Rauch- Abends Rauch- Beqer, Kleine MMbeUnngen. München, 20 Juli.(Eine Menschenfalle.) Gestern Abend 7t Uhr wurde das neunjährige Mädchen der Milchstau Fischer in der Dachauerstraße durch einen Knaben veranlaßt, eirnn Finget in die Klappe eines in der Augustenstraße angebrachten Briefkastens neuerer Konstruktion, in welche die Briefbeutel zm Entleerung des Kastens eingehängt werden, zu stecken, und blieb mit dem Zeigefinger der rechten Hand darin hängen. Sofort sammelle sich eine Menschenmenge an, und alle Vorschläge und Versuche, das Kind aus seiner fatalen Lage zu defteien, waren eifolgslos. Von Seiten des Bezirlskommrssars wurde der mit I istandhallung der Kasten betraute Schloffermeister telephonisch iur Stelle gerufen, welcher auch um 8% Uhr am Playe war. Schloffermcister Moser wurde jedoch, um dem Kinde eine momentane Erleichterung seiner Lage zu schaffen, vorher veran» laßt, den �Kasten abzunehmen, und das Kind wurde nun, begleitet von Hunderten von Menschen, mit dem Finger an den Briefkasten angehängt, in die Werkstätte desselben ver- bracht und nach Einschlagen des Bodens des Kastens aus seiner unheimlichen Lage bestell. Das Kind hatte furchtbare Schmerzen und doch nur eine kleine Wunde am unteren Theile des Fingers und starke Quetschungen an der Nagelwurzel er« ' tdeß in der Lage, heute schon wieder die Schule zu litten, war ind, besuchen. Mi»«, 21. Juli.(Die Räuder von Bcllooa.) In dieser fich nun schon eine beträchttiche Zeit hinschleppenden Angelegen- heil ist endlich eine Wendung eingitreten, die Räuber haben mit den Zurückgebliebenen der gefangen gehattenen Männer die Unterhandlungen wegen des Lösegeldes angeknüpft. Sie haben für die Befreiung Ländlers allein die enorme Summe von 3000 türkischen Goldlire, etwa 35 000 Gulden in österreichischer Währung, gefordert; dazu verlangen sie aber noch eine Menge anderer Gegenstände, wie dies bei solchen Anlässen die Briganten zu begehren pflegen. Unter allen Umständen hat man damll allein schon viel gewonnen: die Ungewißhett um das Schicksal der Gefangenen, von welchen man lange Zeit nichts zu hören bekommen, ist gebannt. An den hiefigen Vertreter des ge- fangenen Oesterreichers, Henn Dr. Kaiman, welcher die Jnter- essen seines im Räuberlager weilenden Klienten von hier aus wahrte, ist jetzt von dem nach Bulgarien abgereisten Schwager Ländlers folgendes Telegramm eingetroffen:„Verständigung mll Räubern im Zuge. Verlangen auf das Lösegeld noch un- zählige G. genstände. Gefangme gut behandett." Frau Ländler hat dieser Tage an Dr. Kalman einen Brief gerichtet, in welchem fie des Fattums, daß die Räuder nun vas Lösegeld festgesetzt haben. Erwähnung lhut. Aus ihrem Schreiben geht auch hervor, daß die Bande verfolgt wurde und bei diese: Tcl.genhell einen un> vollendeten Brief an die Familien der von ihren Entführten zurückgelassen habe. Frau Ländler schreibt u. a.:„... Man fand im Gebirge Gläser, Schalen, Eßwaaren, ein Pferd, was als Beweis dienen mag, daß die Räuber verfolgt wurden, und einen Brief, worin fie für Henri 3000 türkische Gold- Lire ver- langen. Der Brief war nicht beendet. Nun find fie(die Räuber) weit, weit fort mll den Gefangenen, und es kann lange dauern, bis fie Nachricht geben." Schanghai, 17. Juli. Alle Bemühungen, den durch die Ueberschwemmung des Hoangho verursachten Dammbruch zu schließen, haben fich bis jetzt als vergeblich erwi.sen, trotz enormer Opfer an Arbell und Geld. In Hongkong richtet die Cholera in diesem Sommer unter der europäischen Kolonie noch größere Verheerungen an, als sonst. Kriefkaste« der Redaktion. Nfi anfragen bitten wir die Abomiementi-Ouittung beizufagen. Briefliche Antwort wird nicht ertheilt. F. N. Groß- Frankfurt»«ftratze. Seldstoerstandlich steht Ihnen das Honorar zu. Sie wollen dasselbe entweder selbst oder durch eine gehörig legitimirte Person bei uns erheben. G. I. Brief erhalten. Die Sachen werden fich schwerlich- veröffentlichen lassen. W-ehflb li.ßcn Sic diel Ihrer Ankunft in Berlin nicht sofort f. ststellw, find solche renommistische Maulhelden die gros#' Die andere Angelegenheit ist ohne Bcweismaten bandeln. Wir glauben sehr wohl, daß in jenen« Dinge an der Tagesordnung find, man muß> beweisen können. Vorläufig besten Dank für die' — wir werden sehen, was fich machen läßt. Masserftand der Kprr» in der Woche 14. Juli 1888.(Angabe in Metern.) täglich Norx (Singet 1. Ziehung der 4. Klasse 178. Königl. Prellß. Lotterie. _.. Ziehung vom U. Juli 1888, Bormitt-«S. Rur die Gewinne übet 210 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. (Dirne Bewähr.) „„ 101 10 274 86 601 865 907 63 1171 371 72 436 616 96 769[30001 876 86 938» 306 30 609(300) 620 31 49[500! 73 707 20 32 96 888 3013 113 271 364 61 678 703 808 937 4140 84 206 12 307[300! 90 432 516 87 621115001 46 71[3001 729 60 910 5231 67 342[15001 581 619 41 912 •027(500! 74 78 178 208 34 316 404 65 92 567 97 696 783[500) 892 »329(15001 765 66 969 80*134 317 423[300] 562 71 735 96 822 58 97 »012 76 93(3000) 119 41 61 420 627 637 39 796 832 910 56 10009 233 368 42?[3000] 615 41 676 708 12 21 86 827 43 68 86 97 11014 96 128 470 520 64 673 786 809 63 907 32 93 1»131[30001 62 220 88 327 92 478 87 536 50 73 615 853 57 61 76 949 1 8132[3001 202 94 340[500) 637 72 83 802 1 4043 72 78 83 316 411 12(300) 631 768 B36 962 1 5142 333 566 91 605 56 1 0254 73 93 390 401 81 785 914 17064 165 321 498 551[3000! 888 904 70[1500) 18000 8 379 96 739 880 940 1»235 409 649 83 751 984 iJifilf 5®1 1»«8VS'i 608 825 26.(500) 66 91 951 89 2 9024 65 280 336 60 765 819 70 912 „, 80036 89 13000: 187 296 451 510 627 1500) 90 701 32 86 871 81 85 953 ?1051 271 300 746 862 91»2020 21 245 350 422 97 532 35 641 814 83090 206 39 89 325 503 21[3000] 734 35(300) 860»4111 43 82 226 341 516 54 80 8 5021 77 379 436 505 605 740 927 66[15001 96 3 0031 167 222 30013001 509 642 87 778 882 941»7126 204 97 371 409 11500) 25 506 663 901 2 38002 120 310 450 68 501 717 835 953 83 39175 228[1500) 408 16 26 587 609 19 39 737 803 5 27 958 40057 128 264 73 576 686 703 820 931 41101 216 49 308 448 50 89 539 75 82 698 759 841 4»118.354 442[1500) 52 777 97 986 4 3022 46 202 82 446[15001 48 99 4 4068 164 66 201 498 581 611 714 63 857 60 77[3000) 988 r 45082 252 70(15001 305 73 446 636[300) 721 98 909 40271 333 94 656 1300) 91 932 72 4:186 217 483[300: 508 33 75 613 15 715 55 62 76 997 4 8006 17 27 34 36 198 356 456 704 9 24 62 800 28 902 21 4 9045 80 91 125 271 402 19 596 50246 85 452 68 641 57 996 5 1 030 78[300! 130 292 359 673 92 739 52044 136 254 310 29 77 425 501 61 639 725 27 850 921 80 5»10S 92 317 27 96 503 22 45 629 32 712 68 98 869 98 956 69 5 4069 87 99 148 [1600) 62 282 436 78 1500) 91 98 612 74 757 59 83 919 50 55119 76 334 40 417 92 99 758 922 25 5 0001 48|5Ü0) 223 352 76 573 642 795 844 98 963 90 5 7052 61 66 265[3000! 306 783 912(300) 99 58012 73 337 47 420 549(3000) 760 5 9027 98[150) 195[500] 276 484 619 13000] 63 637 77 878 922 •0087 216 324 53 408 67 545 53 99 606 94 787 834 81 937 Ol 014 71 1500) 430 50 504 50 66 671 745 84 889 946 0»101 26 Gl 207 417 517 25 47 1300) 54[15001 66 605 14 723 89 842 929«»053 171 99 224 92 304 420 68 507 29 63 71 837[5001 97« 1047 82 133 81 130001 362 48» 83 525 805 70 919[5001«5087 308 42 410 35 538 827 921 39 99«0062 116 49 219 324 29 427 712 24 823 1500; 26 53 947 81«7011 172 289 311 13 484 502 613(300) 21[500 791[30001 935«*177 81 242 93 374 400 31 13000: 525 71 837 4 3 935 36«9167 334 57 403 8 70004 1151 Oi 19 55 200 377 442 50 67 51 988 92, 1106 37 223 36 68(1600! 93859 193 457 60 530 757 800 77 929 30 7»073 67 660 813 75 7 4114 267 90 3,1 436 571 612 65 797 843 910 26 34 (3000) 209 12 457 65 77 593 688 876 983 97137 909 64 98101 60 207 354 415 546 671 914 86» 'b �(«�95�345�50�588�92 99�656 723 816 36 60 980' 618 765 973 87 1 02051 192 229[15001 65 340 62279-, 82 I O3150 225 43 94 96 343 577 608 61 104082; 834(1500) 978 84 1 05133 238 457 544 697 15000) 767. 191 200 300 629 75 601 4 5 714 98 809 12 1 07289*», 23 507 14 96 603 39[15001 745 86 98 801 49 77 930.' [3000) 435 63 597 724[300] 41 801 55 970 109132 [500) 23 55 80 682 701 909 ,■* 1 10648 66 240 514 75 111013 187 91 260 59 74?> 74 96 11S049 123 92 219 348 406 51 621 76 852 1% 328 499 114009 96 122 70 91 201 25 39 412 29 599(4- 193 252 61 97 350 591 830 976 94 116113 307 49 67 83 97 204 323 46 68 553 11500) 65 645 1500) 712 303' 170 311 37 74 78 92 413 951 1 1 9020 70 441 84 63» 82 877 929 1*«Ö19 83 218 309 56 418 625 64 724 824 4L 250 396 636 738 47 852 936 1»»089 127 60 70 300, il'SWÄ)'SffAV 69 79 679 96 705 815 26 82 15001 909 71 I»«038 550 1300] 643 88 1»7U70 176 282 407 30 538 763 51 1»04022 77 132 316 577 l-i»257 583 687 90 814 1 3(1016 77 169 74 291 702 I»1190 282 647 A 343 415 72 1712 66 989 15001»»»024[15001 147• 91 706 66 936 54[30001 184058 207 69 342 534, 39 913 I»5204 251 96 370 574 1500) 645[6 I»«018 43 11500) 83 113 272 372 416(600) 23 (3000) t21 982<0»97323 430 37 546 613 78 881 9% 8 132 63 82[3001 235 562 565 625 683 692 811 82t 190 270 636 746 83 829 58 937 140033 71 239!500) 430 33 606 46[1600)854% 214 72 762 819 57 85[30001 966 75 1 42229 34t 50[öOOO] 711 42 905 55 1 4»050 210 415 501 9 63 82 1 44145 235 305 66 424 596 601 31 868 979> 291 309 60 454 76 502 600 3 38 967 1 4(1089 115 1 SS 711 Ol v 1 4 1 11" m2 71* lAdsme den Monat 3 Kerlin dem wöchentlich as„Kerliner essen der wei treuer Berat! ung der Klas ein entschieder in der Bevorzugt chaftsklaffen fint Das..Kprlwer f* 90 341 423 84 658 1500, 70 W 80052 62 69 70 377 418 39 684 808 973 8, 041 153[1500] 209 2 7 40 68 410 32 513 21 83«09 750 935**"12 49 124 288 563 722*»084 44 138 77 81 115001 295 343 71 641 790 825( 4 9a*«086 I50o| 94 169 99 378 475 589 653 11500, 703 969*.028 132 218 3,o 400 8 504 603 32 898*4:031 122 58>13 363 81 565 636 744 79 881 9ol 110009)*7 113 231 324 468 578 89 641 61 734 803 91 908 38*8064 202 7 61 96 309 18 39 75 426(30001 504 20 620 790»9099 149 210 520 80 659<06 13 809 945 90 «O030 172 88 270 373 461 633 875 1500] 926 42 9:349 538 82 785 pK M w w mmmst 1«K003 122 252 454 85 558 748 79. ,7,"Ij Die «WM? 50 7iÄaM4l1» 359 495 541«04 8*9* ldluni Die städtischen An > Feuilleton spannenden P 11 hinzutretend des Romans gr der Expedition,) l N Bestellungen wer von der Expe genommcn außerhalb gen für die M von 2 M. 67 ss Sie K, »tat Ab änd *•037 191 322 63 COO 739 86 801 13 29 957 MI.S1 UM 812 75.80 914 1*4020 199 237 So ist. es, wie sie ,t wird, ist noi »gen in der s en nun endl orarbeiten in\ 1 Ziehung der 4. Klasse 178. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom?4 Juli ISS», Na<(>n,i»'->gf. Nur die Gewinne Über»IO Mark find den betreffenden Nummern in Pareiuhese beigefügt. (Dhue Gewabr.) 27 186 213 371 692 781 801 63«82 1 042 82 163 66 344 433 683 99 723 722 29 76 77 921 87 2085 191 216 24 1500] 476(1.500) 503 787 815 913»047 55 136 252 802 4051 72(5001 197 258 424 590 850 964.84 5196 211(300! 91 589 721 981 6011 136 301 431 533 815 56 953 7117 67 392 510 983*008 13 133 236 476(30001 553 82 675 841 902 15 62 9036 67 150 376 461 579 616(6001 713 80 85 867 _»«064 115(16001 56 285 494 638 89 11500) 771 1 1 267 428 53(30001 97 447 628 57 862 934»»013 38 222 393 428 63 748 1300 ,848 13001 91 98 1 3177 300 689 789[300] 909 43(300) 63 1 4001 42 126 262 327 583 672 84 1 5182(1500) 469 558 603 84 798 886 901 I«212 72.80 383 488 610 38 735 51 I 7006 76 106 3.8(3000) 96 278 405 13 509 633 �96% 8 KMM,*"**** WWW»___________|-.Mm die Vorarbeite, 473 783 820 35 913 l**> lg°2 63 628 13000) 76 85. 00 L--- ((»»113 93 242 60 75.366»), 240 358 64 454 500 12 32 63 628 108 32 630 88 802 70 56 I(»4 133 207 713 32 971(3000) 89 l«»S0t7 ls�' 52(15 I � :« s. _»»(»072 186 279 442 694 72........... 29 45 11500] 703 92 880 903 1 61 62 654 81 184095 193 259 L 318 83 518 56 626 880 910 13000) 29 537 66 69 650 68 719 38 834 7 600 739 66 1 8*326 84 434 35 5ov oi->>- j, 311 14 407 518 642 59 888 96 930 I»4179 86 Wg f 0/\/.' j rti* r. r, r>-___ T„.•* nwsm&mm*-«- 801«»131 318. •5018 54 182 84 201. 172 217 431[500] 51 81 i uio V4 6 oj ooo uiv#.*-#» i f jt'.4 »5010(3001 19 75 146 259 61 318 532 656 745*1 lo2 221 494 584 85 605 74 80 763 833(3000) 8* 98 345 563 691 942 1 3*330 74 98 466 510 32 47 1 I»9336 77 423 65 533 91 674 899 936 �® ,37 l&WSrK 255 79 328 38 504 648 99 771[30001 934 60 5:34 BI9[300M 857 938»452�7 38 63 66 23[15001 82»46018 61 101 69----- 14 7048 153 245 384 408 92 606. 14*183 378 91 406 694 695 712 621 30 72fr 88 844 903 76 77 95 97 15001. 1 50104 26 342 62 578 81 607 29 97 855 S* WM I5»076W�91M2%%, WMWW '»M 18 m&sßsp 4! alt genug, um sie Dir sola , jetzt aber t diesen jungen 9 jetzt also sagen >te. und daß auch lltebte.... Du hatte, ihn zu r Verwundert u« verstand sie noc vom Verstehen „Dein Vater r jieß Georges A Irzlich gestorben. r hat er Dir w mein Gatte.- ;en. Du bist steu und eineS das die Men verurtheilt T Mutter zu b .Denkst Du dei rel ihr um den ,Du weißt nocl klo klang Verantwortlicher Redatteur: MM#» . 0 1 074 326 542 530 639 81 845 61 109 68 386[500! 601 883 973 73 925 67