1 Sic die Ul>!-° f.ststella.»-- Dontterstag, den 26, Inli 1888, 5, Jahrg. MerVslkslllalt Brgan für die Interessen der Arbeiter. Da»»olk»ilatt« tdn! täglich SHotgml auf« nach Sonn» und Festtagen. AdonnementSprej» für Berlin frei Haut vierteljährlich 4 Mark, monatlich 1,35 Man, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement lorf. Einzelne Summ« 5 Pf. Sonntagt-Numm« mit dem„KonntagS-Blatt" 10 Pf. (Eingetragen in d« PostzeitungSpreiSliste für 1888 unter Nr. 849.) s «sai �nfertiootflebühr 5« Ervedition, Berlin SW., Zimmerstrahe 44, sowie von allm Annoncen-Bmeaur. oh« Erhöhung deS Preiset, angenommen. iUtaktim! Ke»thstr«ße ii.— Grpediti»»: Zim«erstr«ß» 44. AbgslltMksts-Gmladllllg. ir den Monat August eröffnen wir ein neues Abom DerUner UolKsstlatt" vööss 40AA ioooi 76?*teit den Monat August eröffnen wir ein neues Abonnement W' �|®lit�«n wöchentlich erscheineichen K»»»tag»btatt. �„Kerliner Uolkoblatt" vertritt in jeder Beziehung ereffen der werkthätigen Bevölkerung. - treu« B«ath« und Streiter für die Aufhebung und iimg der Klaffenzegensätze ist das„K-rtinrr Kolk»- em entschieden« Gegn« jeder Politik, die ihre End- in b« Bevorzugung einzelner, heute schon mehr berechtigter chaftsllaffen findet. >»,O»»Uner UoUrsbtatt" sucht seine Aufgabe durch e Behandlung der politischen als auch d« Tagcsfragen �7„Die gleichen Grundsätze letten uns bei Besprechung städtischen Angelegenheiten. > Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir den spannenden Paris« Kriminalroman„Ihre Tochter". u hinzutretenden Abonnenten wird der dish««schienene des Romans gratis nachgeliefert. beträgt frei in««ana monattich •SftSÄKÄ.™"'™ 1 Mark pr« Monat. Bestellungen w«den von sämmtlichen Zeitungsspediteuren, d« Expedition unseres Blattes, Zimmersttaße 44, mmen oufjnhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Be- für die Monate August und Septcmb« gegen Zah« M. 67 Pf. an. # 26038 i m wf Ol 9"l 979 8180S M ■SSlo* «8 A Die Kedaktio«««d Grveditio« .Jfl des„Ctvlittnr N-tkodtatt". Nationalliberales. 76„'.'gyjSHe Abänderung des Sozialistenge- g r7»l'>�e S, wie sie von der nationalliberalen Partei beab- '3000_#,r%i wird, ist noch fortdauernd der Gegenstand von Er- � 6S5 737 Hungen in der Presse. Auch ist seitens der National- .g,Men nun endlich zugestandm worden, daß sie sich l®1 iH�oWsSoraibeiten in dieser Sache beschäftigen, wenn wir auch !37 93 die Vorarbeiten selbst nichts Näheres erfahren. Es Ä i, gl Mutet nur, daß die Absicht bestehe, die hervorragenden l'üo9 2* � en des Sozialistengesetzes, wie z. B. die A u S w e i- —-<$1 gen, zu beseitigen, dann aber die ganze Mat«ie i 73 53»& 4 e r n d zu regeln, um die alle zwei Zahre wiederkeh- 431 51� heftigen parlamentarischen Diskussionen zu v«- ,i MO AK en. 6 795 e Wir find solchen Dingen gegenüber längst Pessimisten 'den und glaube« nicht mehr an den guten Willen U JeuMeton. [45 Ihre Tochter. woi.�««mal-Roman nach dem Französischen von K. D e t r i n g. i* 91* 67|if Der entscheidende Augenblick war gekommen; Zeanne : 74 itr-'f �e ei wohl. Und sie wich vor der Prüfung nicht zurück. 68 852/'Mr drohte. A'■„Höre, liebes Kind!" sagte sie und versuchte trotz der 67 92 �«egung, in der sie sich befand, ruhig zu sein,„Du bist � 68?°lt genug, um die Wahrheit zu erfahren."7. Ich 6.63ZF«e. ste Dir solange verheimlicht, weil Du ein Kind 86 30% 74*47 rtKIP, jetzt ab« bist Du ein Weib geworden, denn Du ß diefen junoen Mann und willst ihn heirathen. Zch kann di* le� also sagen, daß auch ich mit neunzehn Jahren i-n. kosi auch ich den Mann zu heirathen hoffte, den ••• Du warst vier Jahre alt, al» ich daS Un- hatte. ,hn zu vttli«en." unx unruhig sah Therese ihre Mutt« an. y. & 4 T TwnS teÄfÄÄ S >eu und eines unbekannten Vaters. So will es das das die Menschen gemacht haben. Die« ung«echte verurtheilt Dich, Dein Lebelang unter d« Schuld er Mutter zu büßen." „Denkst Du denn, daß ich Dir böse bin?" rief Therese . ,,...Iel ihr um den Hals. weißt noch nicht alles," sprach Frau Valdieu, und (tfai) slang schon fest«.„Zch kann Dir auch nicht "O-..* sagen. Ich will nicht, daß Du meinetwegen erröthen Aber wissen sollst Du noch, daß Herr von Elven, » K gewisier Leute, so lange wir nicht die Beweise dafür schwarz auf weiß vor uns haben. Daß die Majorität des Parka- ments der Ueberzeugung ist, das Sozialistengesetz in seiner gegenwärtigen Gestalt sei auf die Dauer nicht haltbar, das wissen wir; der Beweis dafür liegt in den kurzen Fristen, die man für die Geltungsdauer des Gesetzes bestimmt hat. Aber wenn sich die bestehende Form überlebt hat, so kommt eS darauf an, was man an deren Stelle setzen will. Und da sieht eS bei den verschiedenen Parteien gar sehr ver- schieden aus. Die einzigen entschiedenen Gegn« deS Sozialistengesetzes sind die Sozialisten selbst, genau wie die Konservativen die ent- schiedenen Anhänger desielben sind und im„System P u t t k a m e r" die einzig richtige Handhabung des Gesetzes erblickt haben. Was zwischen den beiden entschiedenen Parteien steht, ist unberechenbar. Die freisinnige Partei geberdet sich zur Zeit als eine sehr entschiedene Gegnerin des Sozialistengesetzes. Wir haben das Recht, dagegen mißtrauisch zu sein. Unter den Freisinnigen sind Leute, welche sich gar nicht oder nur schwer entschließen können, gegen das Sozialistengesetz zu stimmen; wir meinen die Richtung F o r ck e n b e ck und R i ck e r t. Es mag einige aufrichtige Leute geben, welche daS Sozialistengesetz gerne von der Bildfläche verschwinden sähen; so ziemlich alle Deutschfreisinnigen ab« werden damit einverstanden sein °aß für das Sozialistengesetz irgend ein Ersatz beschafft wird. Die Partei d« politischen Heuchelei, die im �ahre 1884 schon dem Sozialistengesetz den Bestand gesichert hat, giebt sich den Schein, für politische Freiheit einzutreten; innerlich aber empfindet sie eine gewiffe Be- friedigung darüb«, daß den Sozialisten die Hände ge- Kunden sind. Man wird sich auch noch ganz wohl erinnern, welche Rolle zur Zeit der Entstehung des Sozialistengesetzes„freisinnige" Blätter, wie etwa das„Berliner Tageblatt", gespielt habe«. Die Hetze, die von diesem edlen Organ damals gegen die Sozialdemokraten er- öffnet wurde, ließ die„Norddeutsche A l l g e- meine" und„Kreuzzeitung" weit hint« sich zurück. Wenn es sich sonach um die völlige Abschaffung des Sozialistengesetzes handeln würde, so würde die ftei- sinnige Partei einen kleinen Schrecken bekommen. Sie wird also e« gar nicht so übel finden, wenn man „dauernde Garantien" gegen die sozialistische Bewegung schaffen will. DaS Z e n t r u m hat bekanntlich gegenüber dem Sozialistengesetz eine nicht weniger zweideutige Haltung ein- genommen, wie die freisinnige Partei. Erstlich stimmte die Partei geschloffen gegen das Sozialistengesetz, da sich die Wogen des Kulturkampfes noch nicht ganz verlaufen hatten und es auch ganz sicher im voraus zu b«echnen war, daß die Gegner des Gesetzes in der Minorität bleiben würden. als ich ihm mittheilte, ich wäre Frau von LorriS, sich sagen mußte, daß er die Tochter einer Flau nicht heirathen könne, deren Leben nicht vorwurfsfrei v«laufen ist." „Nein!... Er liebt mich!... Er bricht den Schwur nicht, den« mir geschworen! Nicht deshalb ist er gegangen! Er wollte nur mein Geld nicht, das ich v«- fluche." „Vielleicht! Aber er wird sich alles überlegen... Er wird feine Freunde um Rath fragen... Alle werden ihm rathen, sich zurückzuziehen,... und er wird ihrem Rath« folgen. Er wird nicht mehr wiederkommen." „Kommt er nicht wieder, dann st«be ich." „Und ich hätte Dich dann getödtet! Nein, meine The- refe, Du wirst nicht sterben. Du wirst für mich und ftir Deinen Gatten leben, denn Du wirft heirathen.... Du wirst einen guten Mann sinken, der Dich ernsthakt liebt, und Dir weder Deine Mutt« noch Dein Geld zum Vor- wurf macht." „Mein Geld! Ich will eS nicht! Es bringt mir Un- glück." „Du hast jetzt noch nicht daS Recht, die Erbschaft zurückzuweisen. Wenn Du ab« majorenn bist, dann kannst Du thun und lassen, wa» Du willst. Und was Du thust, thue auch ich. Wenn Du mich bittest, nichts von meinem Hab und Gut zu behalten, so schenke ich den Londoner und Pariser Hospitälern alles... So hätte eS auch Deine Tante, Alice Avor, gemacht, wenn Du vor ihr gestorben wärest... So steht es im Testamente. Wenn ich Dich nur nicht verlassen brauche, ist schon alleS gut. Und von heut an wollen wir ganz zusammenleben!" Hier?" "d« Himmel verhüte, daß Du in diesem Hotel wohnst. Es giebt keine Frau von Lorris mehr. ES giebt nur nach eine Jeanne Valdieu, die noch heut Abend zu Dir nach dem Boulevard d'Jtalie ziehen wird. Sprich! Willst Du?" „Ob ich will! Ach, Mutt«, noch nie bin ich so glücklich gewesen! Aber ich will noch etwas and«eS l" „Sprich!" rief Jeanne, die ftoh war, daß sie alle Schwierigkeiten so leicht überwunden hatte. Als später aber eine Schwenkung eintrat und die Majorität für da» Gesetz nur durch die Aussicht auf Auflösung de» Reichstages wieder zusammengebracht w«den konnte, da machte eS das Zentrum wie die Freisinnigen und stellte eine Anzahl von Mitgliedern für das Gesetz, während die be« kannten Führer schlau genug waren, gegen dasselbe zu stimmen. Die feudalen und konservativen Elemente des Zentrums schwenkten nach rechts ab und so ist es bis- her geblieben. Wir haben auS den Reihen des Zentrums schon häufig den Ruf nach einer„dauernden Regelung" der schwierigen Materie vernommen und He« W i n d t- h o r st pflegte ftüher daran die Bedingung zu knüpfen, daß die deutschen Sozialisten sich von den russischen Nihilisten lossagten. Diese wohlberechnete Heuchelei hatte den Zweck, die Schwenkung des rechten Flügels der Ulttamontanen zu maSkiren, denn Herr Windthorst wußte sehr wohl, daß die deutschen Sozialisten keinen Pakt mit den russischen Nihilisten geschlossen haben. Unt« diesen Umständen wird der nationalliberale Vor« schlag von den drei Parteien, welche zusammen eine Majorität bilden können, nämlich den Freisinnigen, dem Zentrum und den Nationalliberalen, nicht ohne Aussicht auf Erfolg auf den Schild gehoben w«den. Ab« e« kommt dabei noch auf zwei Dinge an. Einmal können die Abänderungen derartig beschaffe» sein, daß der durch sie herbeigeführte Zustand wett drücken» der ist, als der gegenwärtige. Wir sind in diesem Punkt Pessimisten und«warten von der naiionalliberalen Partei nicht viel Gute». Dann aber kommt bei den Nattonalliberalen unsere» ErachtenS sehr viel darauf an, was der Herr Reichs- k a n z l e r zu der ganzen Geschichte sagt. Vorläufig hat er nämlich noch garnichtS gesagt. Die„Kreuzzeitung" allein hat die Nationalliberalen siiöttisch aufgefordert, sie möchten doch mit ihren Vorschlägen hervortreten. So wie uns die Sache aussieht, scheint eS sich darum zu handeln durch ein geschicktes Manöver Befttmmungen zu Stande zu bringen, durch welche nicht nur die Sozialisten sondern alle Parteien, die zur jeweiligen Regi«ung m Opposition treten, getroffen werden können. Es wäre ein göttlicher und unv«gleichlicher Humor der Weltgeschichte, wenn die Oppositionsparteien selbst den Knebel zurechtdrehen würden, der ihnen nachher in den Mund geschoben wer- den soll. Einstweilen warten wir in guter Ruhe ab, wa» die nationalliberalen Staatsmännchen thun w«den. Sie wollen doch unter allen Umständen„regi«ungsfähig" bleiben und w«den darnach auch ihre Taktik einrichten. Therese hatte keinen Verdacht geschöpft, als sie die etwas gewundene Phrase hörte, die daS Geständniß der Schande der Frau von Lonis enthielt. Jeanne hoffte, daß sie nicht weiter ftaaen würde und rechnete, daß die alles heilende Zeit ihre Tochter auch über den Verlust ihres Ver- lobten ttösten werde. Und ,n ihrer Freude vergaß sie William Atkins ganz, d« noch nicht die Waffen gegen sie niedergelegt hatte. „Ich will Andrea« wiedersehen," sprach Therese. „Wenn er mich nicht mehr liebt, so soll« eS mir selber sagen. Und sprechen werde ich ihn, denn wenn er nicht wiedttkommt. so suche ich ihn selber auf!" Frau Valdieu erwiderte nichts. Es war jetzt nicht der richtige Augenblick, ihr aufgeregtes Kind zur Vernunft zu bringen. Aber sie fühlte, daß sie noch nicht am Ende ihrer Leiden stehe. Zweites Buch. Für Jeanne Valdieu hatte der Sonntag sehr schlecht begonnen; sie hatte einen Schwiegersohn nach ihrem Ge. schmack v«loren und hatte ihrer Tochter ein peinliches Ge« ständniß machen müssen; Guntram von Arbois ab« war sehr zufrieden, seinen Sonntag-Vormittag so gut angewendet zu haben. zwischen zwölf und ein Uhr die Spur Pelikans verloren hatte. Der Baron hatte ihn äußerst h«zlich empfangen. Nichts bindet Männer tisch« aneinander, als das Spiel und ein Soup« in schlechter Gesellschaft. Sie hatten sich kaum kennen gelernt und unterhielten sich heute schon wie zwei alte Freunde. Der Major hatte die Schuld, die« beim Bakkarat eingegangen war, bezahlt und gab sich nun so heit«, frisch und offen, wie es seine Natur war. Er hatte von dem Leben erzählt, das er in Paris führte, und sich erkundigt, wie d« Baron feine Tage verbrachte. Er hatte von seinen Politische Ueberstcht. Di» grsammt» gouvernemrntalr Press» schlägt augenblicklich mtt großem Lärmen auf Jeden los, der das K a r t e l l für überflüssig und ein selbstständiges Vorgehen der in ihm vereinten Parteien für geboten hält. Charakteristisch ist dabei, daß die Hiebe hauptsächlich auf die K o n s e r o a t i v e n niederfallen, und daß die nationalliberalen Lied« l i n g e, die doch zuerst aus dem Kartell ausgebrochen find, von der väterlichen Liebe wieder verhätschelt werden. Wie oft find wir nicht, wenn es den Gegnern gerade paßte, in schülmeister- lichem Tone delehrt worden, daß das Kartell durchaus keine dauernde Vereinigung, sondern lediglich ein für die Reichstags- wählen von 1887 und zwar zur Rettung des Septennats abgeschlossenes Wahlbündmß sei. Od es wohl wirklich naive Politiker gegeben haben mag, die jemals das unter dem Ein- drucke der Reichstagsauflösung zu Stande gekommene Bündniß so aufgefaßt haben? Die Thaten der Kartellparteien im Reichs» tage und im Landtage bewiesen sofort, daß das angebliche Wahl- bündniß in Wahrheit die Bildung einer Regierungs- und jetzt wird jeder Majorität für alle Fälle war, vom Organ des Herrn Reichskanzlers hart angelaffen, der an dieser Bedeutung des Kartells zweifelt und seldstständige Regungen verräth. Sogar ein R e i ch s f e i n d ist nach den gouverncmentalen Organen jeder Gegner des Kartells. Es kann den Führern noch passtren, daß fie hetrogene Betrüger werden. Die„Rordöeulsche" entthront bereits Herrn von Rauchhaupt und bestreitet, daß er, der a- erkannte Führer der Konservativen des Abgeordnetenhauses, noch als deren berechtigter Vertreter angesehen werden könne, wenn er dem Zusammengehen der Kartellparteien entgegenarbeite; und da dem offiziösen Blatte wahrscheinlich selbst Zweifel an der Wirkung dieser Verkündigung auf die parlamentarische Fraktion aufstoßen, so appellirt es über die Führer hinweg an die Wähler, die unter dem Kartell„ein entschloffenes Zusammmstehen aller siaatserhaltenden Kräfte zur Lösung der großen Fragen der Zeit in einer das Wohl des Landes fördernden Weise" verstehen sollen. Möglich, daß die nationalliberalen und konservativen Wähler das Kartell wirllich so verstanden haben, denn ihre Führer haben es ihnen oft mit ähnlichen Phrasen, wie die obigen, empfohlen. Vielleicht machen die leitenden Männer der einzelnen Kartellparteien noch die Erfahrung, daß es leichter war, die Parteien in das Kartell hinein, als heiler Haut wieder aus demselben heraus zu führen. Mit d»r nr«»sten Chicago»» Pomfongefchicht» verhält es sich ziemlich so, wie wir gleich zu Anfang vermuthet hatten. Die Sache hängt mit dem Ende des vorigen Monats ausgebrochenen Metallarbeiter st reik zusammen; es war offenbar darauf abgesehen, die streikenden Arbeiter in Mrßkredtt zu bringen und überhaupt den verblaßten Nimbus des rothen Bombengespenstes wieder etwas aufzufrischen. Bomben sollen allerdings gefunden worden sein, aber es find aller Wahrschein- lichkett, wie wir sofort vermutheten, noch alle Bomben aus dem Jahre 1886. Wie geringfügig die von Henn B anfiel d, einem polizeip'-antofievollen Gesellschaflsretter, charlatanistisch und und reklamenhaft aufgebauschte„Bombenverschwörung" selbst nach dem Urthell der Behörden ist, erhellt am besten aus der Tbatsache, daß alle Gefangenen bis auf einen Einzigen wieder in Freiheit gesetzt find. Und dieser Eine soll— die Polizei dementirt es allerdings— Gesrändniffe gemacht haben! Dies erinnert uns daran, daß bei dem Chicagoer Anarchistenprozeß von 1886 die anarchistischen Poltzei- agenten oder Polizeianarchistcn 4 la Schröder und Haupt eine bedeutende Rolle spielten- ist es doch in allen halbwegs unter- richteten Kreisen(und der„Kreuzzcitung" wird es von ihren amerikanischen Freunden gewiß bestätigt werden) ern offemuches Geheimniß, daß der Mann, welcher die„historische Bombe ge- worfen, mit einem Fuß im„Anarchisten"- und mtt dem anderen im Polizellaaer gestanden hat. Durch Hunderte von Zeugen könnte erwiesen werden, daß die sogenannte„anarchlinsche Be- wegung in Amerika ehenso wie die europäische von Anfang an unter polizeilicher Kontrole gestanden hat,— mit anderen CTO HnaCi S._________ n tri- fr u s_____ IC« rt« Sil**. JTUIUIÜIC ncnuiiucii yw»,"*«f— Worten, daß in den„anarchistischen" Organisationen von An- fang an das Polizeielement stark vertreten war, ia Li*** iTY___ T___ ern. cl___ S» " p-- v Ter v wvncieiemeni uun vtuvt**» eine leitende Stellung einnahm. Herr Most und die Hmter- Männer der„Kreuzzettung"-c. hören das nicht gern, aber fie wiffen wohl, daß wir die Wahrheit sagen. Und sollte es setzt in Chicago zu einem Prozeß kommen, so würden wir viel- 'ficht sonderbare Dinge erfahien.— II Di»„Norddeutsch»" hält vom Chimboraffo ihrer poli- tischen Bttdung herab den Franzosen eine Vorlesung über die Niedrigkeit ihres politischen Bildungsgrades, welche sie dadurch bekunden, daß fie das Märchen von dem Abrüstungs-Ukas in Umlauf gesetzt haben. Der geniale Politiker Pindter hat leider vergeffcn, daß dieser Abrustungsgedanke auf heimischem Miste gewachsen ist und daß kein geringeres Blatt ihn neuer- Vings befürwortet bat. als das amtliche Organ der sächsischen Regierung. Das mangelnde polttrsche Verständniß, welches der geniale Politikus Pindter entdeckt hat ist also nicht bei den Franzosen zu suchen, sondern in seiner nächsten Nähe. Abenteuern im Dienst der Waffen und der Liebe erzählt und dann Herrn von Randal nach den Seinigen geftayt. Der Edelmann von der Znsel Mauritius war bereit- willig und in bester Laune auf seine Fragen eingegangen. Er machte weder aus seiner Lebensgeschichte, noch aus seinen Zukunftsplänen ein Geheimniß. Und so war Guntram nach dreiviertelstündiaer Unterhaltung vollkommen über die Verhältniffe, die Gesinnungen und die Gefühle seines neuen Kameraden im Klaren. Da eS nun seine Art war, jedes Geschäft rasch und ihätig zu betreiben, so hielt er jetzt schon den Augenblick für gekommen, auf eine Frage näher einzugehen, die sie aestern Nacht vor der Thür deS Catö de la Paix nur flüchtig berührt hatten. „Lieber Baron," begann er und blieb am Fuße der Mauer stehen, die der schändliche Pelikan überklettert, „Sie sagten mir, daß Sie sich verheirathen wollten und zwar, daß Sie eine Heirath aus Neigung zu schließen ge. dächten." „Ich bestätige es Ihnen nochmals," erwiderte Herr von Randal.„Es mag vielleicht thöricht sein, aber ich bin nun einmal so! DaS ist so eine Schrulle von mir. Und nur deswegen bin ich nach Frankreich gekommen. Hier hoffe ich zu finden, was ich suche. Paris ist ja die eigentliche Stadt der unvorhergesehenen Ereigniffe." „Aber auch die Stadt getäuschter Hoffnungen!" „O! Ich bin kein Kind und weiß, was ich brauche." „Ich kenne ja Ihr Programm. An Reichthum und Herkunst liegt Ihnen bei Ihrer noch ungefundenen Frau nichts. Sie wollen bei ihr persönliche Vorzüge finden. Sind Sie aber auch wirklich völlig vorurtheilsstei?" „Völlig!" „Würden Sie beispielsweise die Tochter einer Frau Heirathen, die eine dunkle Vergangenheit hat?' „Was verstehen Sie unter dunkler Vergangenheit?" „Wenn eine Frau dir Schranken der bürgerlichen Ge- fellschaft überschreitet!" „Warum nicht, wenn mir die Tochter gefällt? Fehler sind immer nur persönlich." „Sie haben Recht, und ich denke so wie Sie. Aber GW» Alarmnachricht»an der französtsch»««lrcnz» hält die.Köln. Ztg'" wieder einmal für angezeigt, in die Well zu setzen. Hiernach werden die französischen Besatzungen an der Ostgrenze verstärkt werden. Das zwölfte Kürasfierregiment, cgenwäitig in Angers, gebt am 1. August nach Lüneville ab. Die für den Kriegsfall zu Armerkommanvanten bestimmten Ge- nerale Billot, Lewal und Carrey de Bellemar» unternehmen im August Generalstabsreisen an die Ostgrenze.— Welchen Zweck verfolgt die Kölnerin mit dieser aufgebauschten Meldung?— Die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhause find doch erst im Herbst! �„Frinudschaftliche Porftrllungcn" sollen die Mächte an Frankreich zu richten deabfichtigcn— wegen eines während der Panser Ausstellung geplanten Sozialisten-Kongresses. Das soll nach einer Meldung des Pariser Korrespondenten der„Times" stellung Sozialistenkongreffe dulden wollen oder nicht."— Darin können wir dem Offiziösen der„Köln. Ztg." nur vollkommen Recht geben. Di» Fcauzoscn denken immer mehr nach über die uner- ttäglichen Lasten, welche das stehende Heer nebst der Kriegs- flotte ihnen auferlegt. Es find aber auch formidadle Ziffern, die uns da entgegentreten: über 900 Millionen Franks jährlich für die Zwecke der Zerstörung— und mit den Zinsen für die ausschließlich durch Zerstörunzswerke verursachte Staatsschuld: eine Milliarde das Jahr! Und diesem furchtbaren, erdrückenden Kriegsbudget steht folgendes Friedensbudget zur? eite: 43 Millionen für den Ackerbau, 143 Millionen für öffentliche Arbeiten und lööi Millionen für Erziehung— Summa 341j Millionen für vroduktive Zwecke, gegen 1000 Millionen für Zwecke der Zeistörung und Vernichtung. Kurz, der„bewaffnete Friede" verschlingt dreimal so viel für Kriegszwecke, als er für Friedens- zwecke übrig läßt. Die Guittungsbüch»?. Auch das nationalliberale„Franks. Journ." räumt ein, daß die Bedenken des Ardciterstandes gegen das Altersverficherungsgesetz hauptsächlich in dem Ouittungsbuch ihren Grund haben, und daß gegen daffclbe fich eine eifrige Agitation richten wird. Wie es scheint, verschließt fich selbst das nationalliderale Blatt den Bedenken gegen das Ouittungs- buch nicht. D»r„Ktaat»a«k»ig»r" publizirt die Ernennung des Rs-gierungsprofidenten Berthold Nasse in Trier zum Unterstaa'ssekretär und Direktor im Ministerium der geistlichen, Unterrichts- und Viedizinalangelegenheiten. In den bayersschen StrafanSalten betrug die Zahl der Gefangenen am Schluffe des vorigen Jahres 7616, davon waren 6541 Männer und 1075 Frauen. Für Rechnung von Gewerbetreibenden waren 2765 männliche und 696 weibliche Gefangene beschäftigt; unbeschäftigt waren 312 männliche und 60 weibliche, der Rest arbeitete für den Bedarf der Anstalten selber.— Die Zahl der im Lesen und Schreiben geprüften Rekruten der Jahresklasse 1887 war in Bayern 18,285; hiervon waren nur 10 des Lesens und Schreibens nicht mächtig. Diese 10 vcrtheilen fich auf Pfalz und Oberpfalz je zwei, die übrigen Kreise je einer. Der dicvjährige deutsch« Aerztrtag ist auf den 17. September nach Bonn berufen worden. Auf der Tages- ordnung desselben sollen folgende Punve gesetzt werden: 1) Kunstfehler der Aerzte. Der Verhandlung sollen zu Grunde gelegt werden die von Dr. Deneke(Flensburg) auf dem vorigen Acrztetag in Dresden aufgestellten Thesen. 2) Die Regelung des Gedeimmittelwescns durch Reichsgesetz. Eine zur Bearbeitung dieses Tdema's niedergesetzte Kommisston wird dem Aerztetag bestimmte Vorschläge in Form von Thesen machen. 3) Ueber das Verhältniß des deutschen Aerztetages zu den staatlich orga- nifirten Standesvcrtretungen wird auf Ersuchen des Ausschusses Dr. Aub(München) einen Vortrag halten. 4) Abänderungsvor- schlüge für das Kranlenkassengesetz. Berichterstattung der hierfür eingesetzten Kommisfion, bestehend aus den Herren Busch(Cre- feld), Guttstadt(Berlin), sowie Pfeiffer(Weimar). Die Einzel- vereine sollen vorher noch aufgefordert werden, diese Angelegen- heit in Erwägung zu ziehen und bezügliche Anträge vis zum 1. August an den Referenten Dr. Busch(Crefeld) einzusenden. 5) Ueber die Stellung der Aerzte zum Unfallverficherungsgesetz wird die Kommisfion Bericht erstatten. Dieselbe Kommisfion ist ebenfalls dcauftragt, eventuell über das Gesetz betteffend die Alters- und Jnvalidenverfichcrung der Arbeiter, sobald dasselbe veröffentlicht ist und fich hierin für den ärztlichen Stand wichtige und einer Erörterung dedürftige Bestimmungen de- finden, dem Geschäftsausschuß zu berichten. Die in letzter Zeit vielfach angeregte Frage:„Dre Wiederherstellung des gesetz- lichen Verbotes der Ausübung der Heilkunde durch nicht approbirte Personen anzustreben, wird vorläufig nach Beschluß des Geschäflsausschusses bei Seite gelegt werden. Ktöckrr»in Schimpfwort— so hat das Leipziger Amtsgericht entschieden, welches den Redakteur des„Wähler", Herrn H e i n i s ch, neulich wegen Beleidigung eines Zwenkauer Schulmeisters zu 2 Monaten Gefängniß verurtheilte. In dem inkriminirtcn Artikel war der beleidigte Herr Schulmeister mit es giebt verschiedene Arten, sich über alles hinwegzusetzen. Eine Frau kann ihren Mann betrügen, sogar mehrere Liebhaber haben und wird deswegen doch nicht von der Gesell- schaft ausgestoßen. Zu unseren hohen Kreisen ist man ja sehr nachsichtig, wenn nur der Schein gewahrt bleibt. Für die Frauen aber, die ihre Liebe verkaufen, ist man nicht so nachsichtig." „Und doch sind sie oft genug viel entschuldbarer, als die anderen, denn die Roth treibt sie zu ihrem traurigen Gewerbe." „Die Roth und... die erste Verführung. Ein junges Mädchen ohne Vermögen und ohne natürliche Be- schützer lernt einen jungen Mann kennen, er verspricht ihr die Ehe und läßt dann Mutter und Kind sitzen. Um ihr Kind aufzuziehen, wird die Mutter eine Lorette." „DaS mag vorkommen. Die armen Geschöpfe sind wahrhaftig beklagenswerth, die zu einem solchen Schritt ge- zwungen werden." „DaS ist auch meine Meinung. Aber noch beklagcns- werther ist daS Kind, daS unschuldige Kind, daS niemals den Makel der Geburt loswerden kann. Zst eS ein Mädchen, so ist eS unvermeidlich dazu verurtheilt, zu werden, was die Mutter war,... wenn eS nicht einen Mann findet, der muthig genug ist, eS zu Heirathen." „Ich würde der Mann sein, wenn daS Mädchen mir gefiele und wenn ich sicher wäre, daß eS anständig ge- blieben ist." „Reden Sie im Ernste?" „Es ist mein völliger Ernst. Ueber daS Urtheil der Dummköpfe setze ich mich immer hinweg. Sie können we- nigstens nicht sagen, daß ich aus Geldintereffe heirathe, wie das so viele Männer aus den höchsten Kreisen thun, die bei einer reichen Mitgift eine schiefe oder bucklige Frau mit in den Kauf nehmen." »Verzeihung; wenn nun aber auch dieses Mädchen zu- fallig reich wäre?"' 0 „Nun, das wäre ja dann sehr einfach, ich würde auf ihr Vermögen verzichten, besonders wenn dieses Vermögen von der Mutter stammt."" (Fortsetzung folgt.) dem Hofprediger Stockei zusammengestellt woö. wird in der Begründung jenes Erkenntnisses f® erklärt, weil der Herr Hofprediger Stöcker L „als der Inbegriff alles Hassens- und Veradl) gilt". Der Herr Hofprediger mag fich bei dem meister und dem Leipziger Amtsgericht bedanke»._ bedenklichen Vorgang wird man sich aber hüte» Namen des Herrn Hofprediger künftig in GisellsW denn man ist dann vor einer Beleidigungsklage als Gladstone er ausdrückte, da mottet lasse. I en Bedingungen sammensetzung müsse mit Parm „Times" veröffe sich Acts drehe den jede Absch ,rg, die Worte Lokalabtretbung. Mainz, 24. Juli, v»»-�ae aektticken Abend von Seiten einiger Mitglieder der hiefa*?? ttbrechctischc Tre MSSSVMS Lokal die Versammlung abgehalten werden sollte, � UnJ)@en0tten die A-Haltung dieser Verlammlung nicht gestatletee- � � e re Abstii Konssakatlon. In München wurde Hijöepat welche die„Justizmorde und Anderes>>>'altzxmokrati behandelt, konfiszitt; 1000 Exemplare waren ben»'m gegen das„E und zirka 2000 Stück fanden fich nock vor. 10 000 Personen Majestätsbelridigung. In Elberfeld m%en gegen die siffi Mühlenstraße wohnender Dachdecker wegen Majell�verlangten vom' in Haft genommen.— Mögen namentlich die Arbeitstages. Ausdrücken recht vocfichtig sein; das DenunzionWjDte Leich ensc jede zweideutige Bemettung auf und lonstruitt hi®ne Manvcville's ti bkleidigungen..t grausam, einem Ans Altova wird gemeldet: Der näck!»'er bestehende Kof prozcß findet am 3. August gegen 27 Personen'-»vin, welcher Man klage ist wegen Geheimbündelei erhoben.— Verstorbene c findet bekanntlich auch in Berlin die BerbeWromlheit gelitten Karklinnes, Jakobik und Genoffen statt. parlamentarisch»». Der dishettge Reichs! und nunmehttge erste tzofbeamte v. Web eil läßt soeben in konselvativen Blättern seines Wc Hausen-Langensolza eine Kundgebung abdrucken� bezüglich der Frage, ob sein Reichstagsml oder erloschen sei, erklärt, daß er die Beibehal tagspräfidiums nicht für vereinbar mit seine« halte und dem 1. Vizepräfidenten des Reichstag getheilt habe, daß er diese Stellung niederlege..*,. ' rnahme Wm sei, n i ck 1 sehen; Jetn Zlppei er radikale' mitgetheilt, auf worden, weil i und die— Ta eit zu bestehen. der die Part unziemliche Laun s geringsten V« . fristen zu Schul! Wungen; ein v er sein Reichstag- Mandat durch Ilebernahme bflzner hat er es des Hausminister, da dies kein Staats amt Ta diese Frage aber immerhin streitig sein köADWM Vorsitzenden 1. Vizepräsidenten beauftragt, hierüder die Oeft-rr- ich Ungarn Gegen die streikenden Brunner S u i»Jn allen Mitteln vorgegangen. So meldet das, Brünn: Dos Bczirksgencht verurtheilte fünf! WW> I M. Begünstig Reichstags herbeizuführen. Zur Fiage einer etswen. So oft vor habe er bisher noch keine Stellung genommen..j| wssd, nimmt e> IjMische Maiocitat, ebatte schließen, stand genügend wandte er au ------- UW � irischen C mehrtägigen Arrest strafe wegen llebatretung fr(im','5n müsse, daß fie Patientin, in vollständiger Unkenntniß über«, und da fie nu Erpettments, wurde aufgcfordett, meinen- tcigcfinger zu fixircn; nach wenigen Minuten, Schlaf versunken und zeigte fich sofort zw hypnotischen Kunststücke sehr geeignet, f scd tnungen des leichten Somnambulismus- absoluten Gehorsam gegen alle Bewegungen ibr auftrug. Dagegen war fie absolut Sinnestäuschungen und Halluzinationen,£ wollte. Die Kranke trug unter dem filberguldengroße, nicht verschiebbare, M» stellende, schmerzhafte Narbe, weshalb ihr lechner vorschlug, fich diese Narbe cxeidiren wo:untcr fich auch der Direktor des Kram Böhm befand, wurde die Kranke von wenigen Sekunden durch die gleiche hieraus für die Operation vorbereitet. daß dre Patientin die Operation durch, Händen störe, führte ich gegen jedes-ift lich heftigen Schlag und redete ihr dabei, beiden Arme gelähmt seien. Einer an mng, die Arme zu heben, konnte die' � x mehr nachkommen. Da die Kranke durm � wie schon früher erwähnt, sehr empfindi' � für die Operation nöchige verlang o des eine S- meinen Namen erkennen gad, ! ein ihr varg- Den ausgetmnkei warum fie nos «ige Minuten zimmer befinl x sehr ungehal Männer befa nicht sofott ir Verband hen r bald beruhig 'erstanden hatte »enden Tagen me Hypnose hx Im des Tesche! .I'terung, was �mflusterung)< "de) Gewinn 1 t««d»r" üb» t alle. Der st» wird von A ' ichtet, für der inzeuge" verbürg flüstert) werden: das geschah durch Achteten, ziemlich energischen Befehl, stellt ooii ntnisses Höcker 8f] i Veradsi ei dem. bedanleit ber hüle» n(MeOldW' masklage & »er hiesige» es als Gladstone sich erhob und seine Uederraschung er ausdrückte, daß die Regierung Parnells Forderungen wartet laffe. Er trat entschieden für die von Parnell en Bedingungen ein. Gleichzeitig erklärte er, er könne isammensetzung der Kommission nicht gänzlich billigen, müsie mit Parnell darin übereinstimmen, daß die von „Times" veröffentlichten Briefe die Angel seien, um sich Alles drehe. Der Minister des Innern verweigerte den jede Abschwächung oder Einschränkung der Unter- :, die Worte„und andere Personen" könnten nicht aus läge gestrichen werden, da es sonst unmöglich sein würde, brechcrische Treiben der Landliga, des Clannagael und !ir Verbindungen aufzudecken.— Das Unterhaus hat die betr. die Einsetzuna einer Kommission zur Untersuchung dem Prozesse O'Donnell's gegen die„Times" gegen '........ ohne :rden sollte, � und Genossen vorgebrachten Anschuldigungen, t gestattete� ete Abstimmung angenommen. wurde Tgn hydepark wurde am Sonntag eine von der idercs««'aldemokratischen Föderation organistrte Kund- zaren berew fle(lcn das„ S ch w i tz s y st e m" abgehalten, welche von vor. 10 000 Personen besucht war. Die gefaßten Beschlüsse pro- zerfeld gegen die systematische Ausbeutung des armen Arbeiters gen Maftii�oerlangten vom Parlament die Herstellung eines achtstün- lich die Ardtr'Arbeitstagcs. Denunzu rstruirt' Oer re Leichenschauuntersuchung über die Todes- >e Mandcville's wird noch fortgesetzt. Dr. Ronayne erklärte .-r grausam, einem Unterleibsleidenden eine aus Brot und nälbili /er bestehende Kost zu geben, während der Corker Arzt Dr. *' ri J v*' vvi*v».jviivv ÖVVI«. g« u/UVjLVtlV vvv vfvvj.v*,*�0* Personen t!®1 in, welcher Mandevtlle früher behandelt hatte, aussagte, >en.— lü�er Verstorbene an einer chronischen Halsentzündung und >ie Verhaa�rankheit gelitten habe. »ssen stall Mer radikale Abgeordnete Conybeare ist, wie ige Reichstes mitgethellt, auf einen Monat vom Unterhause sus- V e d e l l Urt worden, weil er die— Frechheit hatte, die Wahrheit zu eines Weirl, und die— Takllofigkcit beging, in einem Brief auf der abdrucken, Arbeit zu bestehen. Seit Monaten klagt man in den Korrl- stagsmand», über die Parteilichkeit des Sprechers Peel, geibchaltuai. unziemliche Launenhaftigkeit; die Abgeordneten, welche sich ,it seinem W geringsten Vergehens gegen die Geschäftsordnung und Reichstal�chriften zu Schulden kommen lassen, schnauzt er an wie icderle«. ailjungen; ein von Parteileidenschaft erfüllter Harting- rnabme dckgner hat er es besonders auf die Nationalisten und Radikalen sei nich> sehen; sein Zipperlein kann man nicht ausschließlich für die -'■•'-a"Öiein Vorsitzenden einer gesetzgebenden Versammlung un- liche Begünstigung der Regierungspartei verantwortlich 1. So oft von einem Tory der Debattenschluß bean- f wird, nimmt er den Vorschlag an und läßt durch die janische Majorität, welche dem Kabinet zur Verfügung steht, »gar«- Debatte schließen, ohne sich darum zu bekümmern, ob der ; S p i II»Anstand genügend besprochen ist oder nicht. Dieses Ma- et das ,,%% wandte er auch am 19. d. an, als eine Bill vorlag, »fünf i'�hc den irischen Grundbesitzern auf Kosten der englischen retung z��crzahler, Million Pfd. für Entwäfferungsarbeiten zuweist. c n.('"stpeare(piach dagegen. Er war der erste Redner, sechs neiden M�.�er sollten ihm folgen. �Ziach etwa 15 Minuten entzog 6 er. Conybeare nannte das Verfahren " �7»«offenllrchen Skandal", wurde zur Ordnung gerufen und im fernen Ausdruck zurück. In einem Briefe an den radi- „Star" erklärte er, daß das noch seine Ansicht sei. Es ch die Ansicht John Morley's, der das Betragen des ers„einen groben Mißbrauch der Geschäftsordnung" in � te. ES ist auch die� Ansicht des Sprechers selbst, der zu- TSI0' aber nicht nachgewiesen wird, daß Frankreich auf Grund der Kapitulationen in Massauah gewisse Rechte ausüben könne. Dagegen erhebt nun dre italienische Regierung wie- der den Einwand, Griechenland habe sich der fernen Beschwerden gar nicht auf die Kapitulationen, son- dern auf den griechisch-italienischen Handelsvertrag berufen. Eigentlich wäre dre ganz- Angelegenheit, da die Griechen die Steuern bezahlt haben, erledigt. Allein der Notenaustausch zwischen Italien und Frankreich hat unzweifelhaft die ohnehin gereizte Stimmung zwischen beiden Mächten noch unbehaglicher gestaltet. Ueberdies hat General Baldissera. der Kommandant von Massauah, die Beziehungen zum französischen Vizekonsul in Massauah wegen der Haltung, die letzterer emnahm, abge- krochen. Man ist deshalb in Rom darauf gefaßt, daß der fran- zöfische Botschafter in Rem, Graf Mouy, der sich zur Zeit auf Urlaub befindet, bis auf weiteres nicht auf seinen Posten zurück- kehren�metd�iaiist � Kommunekämpfer Amilcare Ci- priani, der viermal von den Parteigenossen in der Romagna zum Deputirten gewählt wurde, um ihn so von seiner Strafe zu befreien, soll begnadigt werden. Kvauiett. Die Karlisten sind gespalten. Der unter ihnen de- stehende Zwist, welcher sich in einem argen Gezänk der kar lstl- schen Organe kund gab, hat bekanntlich Don Carlos veranlaßt, ein Manifest an seine Partei ,u lichten, in welchem er das Ver- trauen derselben erbittet, zugleich aber sein Vertrauen einer An- zahl karlistischcr Organe entzieht, da dieselbm eine ungünstige Kritik eines früheren Manifestes sich herausgenommen hatten. Die Redakteure der angegriffenen Blätter werden nun, um den ihnen gemachten Vorwürfen zu begegnen, in Burgos zusammen- kommen und ein Gegenmanifest veröffentlichen. Rußland. y � In Eydkuhnen wurde angeblich eine als Mann ge- kleidete Frau verhaftet, �welche, von London kommend, der Bundeshauptstadt ihre Konvention behufs Nomination von Pcäsidentschafts- resp. Vizepräfidentschasts' Kandidaten ab und beabsichtigt, als Kandidaten für das erstere Amt den gegenwärtigen Bürgermeister der Stadt New-Nork, Abram S. Hewitt, aufzustellen. Afrika. Einige von Khartum kommende sudanesische Soldaten der egyptischen Garnisonen, sowie Pilger und Handelsleute langten in S u a k i n an. Alle bestätigen die Nachrichten über eine SJtiederlage der Streitkräfte des Mahdis in Darfur und über Spaltungen unter den Derwischen. Die meisten der neuen An- kömmlinge hatten etwas über den weißen Mann(Emin Pascha oder Stanley?) und seine Streitkräfte gehört. Die Stellung des weißen Mannes und seiner Gefolgschaft ist nicht genau an- gegeben. Einige erzählen, daß sie vor mehreren Monaten ge» hört hätten, daß er in der Richtung von Darfur marschire. Die freundlich gesinnten Nachbarstämme erzählen auch, daß der weiße Mann und der Sultan von Darfur den Mahdi gemeinschaftlich aufgefordert hätten. Khartum zu übergeben. Der Mahdi sei in 'ohem Grade bestürzt und seine Emire und viele seiner An- änger hätten sich empört. Soziales und Arveiterbewegung. A« dt- Autmacher Deutschland»: Dem Werkführer hierher reisen wollte und im Befitze zahlreicher chiffrirter Briefe gefunden wurde. Man hält sie für eine Nihilistin.(?) Das geheime National-Komitee der„Wieder- geburt der großen Ukraine" hat in diesen Tagen ern m russischer und französischer Sprache verfaßtes Manifest ver- sandt. Das Komitee wendet sich darin an alle Großmächte und sein ki r die einer e> ommen. an alle slavischen Völker und bringt folgende zwer Thatsachen ßu ihrer Kenntniß� 1. Die Verbindung des großen ukrainischen )cs La h ausge? lektor an, mit dcw� en jedock, nichl w �Und. daß er einen Fehler begangen habe.' Gleichwohl trug Randolph Churchill, der selbst ein Störenfried ersten erne 0 »ränlunß me genugsi im Nam»'» ges zu sein pflegte, auf Conydcare's Bestrafung an, aus dafür, daß dieser einer von von ihm eingebrachten Bill stand bot und dadurch dieselbe zu Fall gebracht hatte. Unterhaus, demoralifirt durch die Brutalität, welche im -n des Gesetzes in Irland täglich begangen wird, bestrafte 'cht den Sprecher, der seine Gewalt mißbraucht, sondern Ibgeordneten, der die Wahrheit gesagt hatte! Volkes mit den„Moskowitern"(wlc es in dem Manifeste heißt) hatte nicht den Charakter der Auslieferung unseres Vaterlandes dem moskowiter Zaren Alexej Michajlowicz als„Untetthanen", sondern den Charakter einer polttischen„Verbindung auf Grund- läge gleicher Rechte". 2. Die Unterdrückung und die gewalt- same Moskowitiflmng haben der unglücklichen Ukraine bittere Thränen ausgepreßt. Wir haben nicht einmal— in unserem eigenen Lande!— das Recht, Bücher und Zeitungen in unserer eigenen(d. h. der kleinrusstschen) Sprache zu drucken, und unsere Kämpfer müssen unter Martern in den Kasematten und in Sibirien zu Grunde gehen! Indem wir gegen einen solchen Terrorismus protestiren, hegen wir, das ukrainische Volk, die Hoffnung, daß die Völker, welche nach den Gesetzen der Mensch- lichkeit regiert werden, und welche die Balkan-Slaven aus der Sklaverei der rechtgläubigen Türken befreit haben, auch uns helfen werden, das Joch der russisch, orthodoxen Tataren, welche den Namen„Großruffen" führen, abzuschütteln. Unterzeichnet ist dieses Manifest: Das vollziehende Komitee. Die nationale ukrainische Druckerei. KalkuttlSttder. Die Rustschuker Polizei verhaftete zwei Personen, Ivan Boguten und Dlmitri Joanoff; bei denselben wurden Korrespondenzen aus Kiew, betreffend Vorbereitungen zu einem Komplot gegen den Koburger, vorgefunden. Der Minister des ..„v Finanzminister Natschewitsch find m vofia in Rustschuk eingetroffen. der Lamprecht'schcn Filzfabrik zu Stettin, HerrnHut- macher F i s ch'e r, wurde am Sonnabend, den 22. d. M., von seinem Fabrikanten aufgegeben, fortan statt Hutmachergesellen Arbeiter zu beschäftigen und anzulernen. Der Werkfuhrer Fischer, welcher bisher mit Arbeitgeber und Arbeitnehmenden in sehr gutem Einvernehmen stand, versuchte dem Fabrikanten verständ- lich zu machen, daß die Hutmacher, welche ihre Arbett zur Ge- nüge leisteten und deren Verdienst nur ein mäßiger wäre, ob- wohl einige schon 6—7 Jahre in der Fabrik beschäftigt wären. infolge des Einstellens der Arbeiter in ihrem Verdienst noch mehr geschmälert werden würden. Er könne es nicht mit seiner Stellung als Werkführer vereinbaren, die Hut- macher zu entlassen und dafür Arbeiter einzustellen und anzulernen, und er würde, falls der Fabrikant darauf bestehen sollte, seine Stellung als Werkführer aufgeben. Da durchaus keine Einigung mit dem Fabrikanten, wie er es sehnlichst gewünscht, herber. geführt werden konnte, sah fich Herr Fischer genöthigt, die Ge- sellcn, wie es der Fabrikant wünschte, zu entlassen und auch für seine Person die Werkführerstelle aufzugeben. War der Lohn an und für sich schon sehr mäßig, so lag es dem Arbeitgeber nur daran, durch Einstellen der Ardeitsleute die Preise noch mehr herunter zu drücken. So wurden 9 Mann arbeitslos, darunter 7 Familienväter.— Es wird hiermit freundlichst ge. gebeten, den Zuzug nach genannter Fabrik fern zu halten, damit dem Fabrikanten, Herrn Lamprecht, nicht die Gelegenheit geboten wird, einen Hutmacher zubekommen, welcher ihm Arbeiter anlernt, und damit so verhütet wird, daß das Ge- werbe, welches an und für fich schon sehr herunter gekommen ist, nicht noch mehr sinkt. Mögen fich alle Werkführer an Herr« Fischer ein,. Beispiel nehmen. Philipp Kaull, Hutmacher, Brunnenstraße 63a, Hof I. Folgende« Aufruf an die Kackergefrlle« Deutschlands bringt der„Wecker": Kollegen! Am 1. August find>s 3 Jahre, daß der Verband der Bäcker und Berufsgenoffen Deutschlands ins Leben getreten ist. Derselbe stellte fich die Aufgabe, alle Uebelstände, welche sich überall im Bäckergew.rk eingebürgert haben, durch den vereinten Willen der sämmtlichcn Gesellen Deutschlands zu beseitigen. Leider konnte uns dies noch nickt gelingen, weil eben noch nicht mal alle großen Städte diesem Bunde angehören. Obwohl wir Euch Alle schon öfter zum Beitritt aufgefordert und gerufen, haben doch nur außer Aeußern Stiansky und dieser Angelegenheit von Berlin die Städte Hamburg, Rendsburg, T Frankfurt a. M. und Altona, Schwerin, Rostock, .. Vegesack, Düffeldorf, Köln, diesem Rufe Folge geleistet. äp Italien. Amerik a. . wischen Italien und Frankreich ist in Massauah ffener Konflikt Folgendes ist eine Liste der als K a n d i d a t e n für Freilich gehörte auch schon Breslau, Guben, Frankfurt a. d. O., Stettin, Wismar, Lüdeck, Flensburg, Harburg, Bremen, Bremer- Häven, Wilhelmshafen, Hannover. Dortmund und Luckenwald-' .Ä« ausgebrochen, dem folgender Thai- d zu Grunde liegt: Die italienischen Behörden in Massauah Munizipalsteuern eingeführt, welche� den dort ansässigen rigen aller Nationen, auch den Italienern, auferlegt die Präsidentschaft aufgestellten Personen: Demokraten— Präsident, Bork; Vizepräsident, Allen G und Bize Präsidentschaft Wilhelmshafen, Hannover, Dortmund und Luckenwalde vem Verbände an, aber in vielen dieser Städte gelang es den Dürfte� Dieken Einspruch, ließen fich aber, da dem letzteren nickt" Folge mg in Atomen ward, zur Bezahlung der Steuern herbei, da sie sonst Einige Griechen und, wie es scheint, auch Franzosen Die 0°" n für»te oescn, oß keine lln Ä'S «walt dazu gezwungen worden�wären. Gleichzeitig legte ienische Regierung in einer Note, die dem fter, Grafen Mouy, am 14. d. M. übergeben ward, ihren zunkt dar, indem sie nachwies, daß Italien die volle Sou- ät über ZUaffauah besitze und seit drei Jahren faktisch aus- zugleich wurden die Einwendungen zurückgewiesen, welche '6— die Griechen in Massauah stehen unter dem Schutz zöstschen Konsulats— gegen die Auflegung von Muni- ern erhoben hatte. Darauf übersandte die französische ng der italienischen eine Note, in welcher behauptet, Grover Cleveland von New- . W>W_ Thurman von Ohio. Republikaner— Präsident. Benjamin Harrison von Indiana: Vizepräsident, Levi P. Morton von New-Dork. Prohiditionisten— Präsident, Clinton B. Fisk von New'Jersey: Pizepräfident, John A. Brocks von Missouri. Union Labor- Präsident, A. I. Streeter von Illinois; Vizepräsident, Charles E. Cunningham von Arkansas. United-Labor— Präsident, Rodert H. Cowdrey von Illinois; Vizepräsident, W. tz. T. Wakefield von Kansas. Jndustrial Reform— Präsident, Albert E. Redstone von California; Vizepräsident, John Calvin von Kansas. Equal Rights— Präsident, Frau Belya A. Lockwood von Washington; Vizepräsident, Alfred H. Love von Pennsyl- vania. � Die achte, fich„American Party" nennende Partei hält in bände geeint ist. In einigen andern Städten scheiterte die Vcrvandsldee wieder an der Energielosigkeit der Führer oder an der Schwache und Emsichtslostgkeit oder gar Böswilligkeit der Mit- glieder. Warum ließ aber die große Zahl der übrigen Städte nichts «rttl Vtm n nftivi r Sl}..*»? SO«« C*. ZfCl. i rrr-i. n r, te läßt fich immer daß nur durch fie das von fich hören? Nun! Die größere noch von den Innungen vorschwatzen, Wohl der Gesellen gefördert werden kanm dem anderen klei- und übermäßig lange Arbeitszeit möglichst viel Gesellen über- flusstg zu machen, wodurch naturgemäß der Lohn sinken muß; die fernere Folge ist. daß der arbeitende Geselle mit allem frieden sein muß was ihm der Meister zu bieten fich erlaubt iatientin hat mir auck dieses Mal den Gehorsam nicht ert und Herr Professor Weinlechner konnte zur Vor- der Operation schreiten. Nachdem dieselbe beendet und anke verbunden war, forderte ich fie auf, ihre Wäsche zu fie konnte aber diesen Wunsch nicht erfüllen, ich hatte daß ihre Arme gelähmt seien. Durch leichtes Streichen ien und durch einen gleichzeitig ausgesprochenen Gegen- mV Xnirflfl•" Piv ourcy einen gielcvzeiiig ausgeiprolyenen Gegen- Wocheni.�� wurde deren Beweglichkeit leicht wieder hergestellt.— - WeWn weiteren Bemühungen um die Kranke kam uns angenehmer thor wohnenden Ackerers war bereits seit drei Jahren bettlägerig krank, so daß fie nicht im Stande war, ein Glied selbstständig zu bewegen. Außerdem fehlte ihr seit neun Monaten die Sprache vollständig. Heute Morgen nun(am 20. d.) gab sie den Wunsch zu erkennen, mit den„heiligen Reliquien" berührt zu werden. Mit Rücksicht auf den ungeheuren Schwächezustand rofifjorä j kg in sehr 1 an : C.. L8., lungW> D,ag aoiw ilang ß über meine« Minute, 's- iismus- »egungk« WokL,& Weise zu kam Hilfe; uns auf Geheiß wechselte fie nun ihre Wäsche, stieg vom nstisch herunter, trat in die Hausschuhe und sich, immer mit geschlossenen Augen, ohne Illeben aus dem Operationslokal in einen daranstoßenden saal zu einem Bett führen, in das fie fich hineinlegte nun, daß die Operation — um 11 Uhr— auf- ----------------- leine Schmerzen haben und da fie nun schon im Erfüllen unserer Wünsche be- ich, daß ihre Wunde nicht eitere. meinen w''° stunde währenden Schlafes hat sie mehr- |u edennmZ" II~?Ll)cä.eine Stunde mt, ti W -ihr ffub,»u»le ne uoer zuuril unv verranaie zu mmmi jfsßfe ■m&maä erstanden hatte, und hat weder an demselben, noch an .«enden Tagen über irgend welche Schmerzen«eklaat Hypnose bestand bei der Kranken vollständige Amnesie Hessen des Geschehenen). Die Wunde heilte ohne die ge- Jr'&unß» was ich natürlich nicht als Erfolg der Suoge- Mnflusterung) anzusehen brauche; der kosmetische(ver- de) Gewinn der Operation ist ein nicht unbedeutender." .Zunder irb«»„Wunder", oder— die Dummen wer» cht alle. Der ultramoirtanen„Deutschen Reichszeitung" K-KHWWWM f eit* sizeuge" verbürgt: „Wahrheit" fich der Gewährsmann als „Die Tochter eines vor dem Jakods- ihrer Tochter, die nicht einmal von Bett zu Bett getragen wer- den konnte, weigerten fich die Eltern Anfangs, erfüllten aber später trotzdem den Wunsch ihres Liedlings, indem fie die Tochter in einem Krankenwagen zum Dome fahren ließen. Kaum war die„Berührung" geschehen, so redete das Mädchen mit klarer, heller Stimme zu den Umstehenden, und die Kranke, die vorhin kaum ein Glied rühren konnte, war im Stande, allerdings mit einiger Unterstützung, in der Nähe auf der zweiten Etage eines Hauses wohnende Bekannte zu be« suchen und ihnen das frohe„Ereigniß" mitzuiheilen. Das Mädchen befindet fich jetzt noch ebenso wohl wie heute Morgen und unterhäll sich mit ihren Verwandten in heiterer Weise. Die „Aachener Ztg." konstatirt, daß ferner noch folgende„Heilungen" behauptet worden sind:„In voriger Woche„soll" Hierselbst ein seit langer Zeit krankes Mädchen aus Burtscheid nach Berührung mit dem„Lendentuche" geheilt worden sein.— Am Dienstag, den 17. d.,„soll" in Comeltmünster ein angeblich seit zwei Jahren an einem schmerzlichen Beinübel leidender und fast ge- lähmter Scholastikus einer jetzt in Belgien ansässigen Kongre- gatton deuticher Priester nach wiederholter„Berührung" mit den betreffenden Tüchern wieder im Stande gewesen sein, ohne Beihfife von andern zu gehen und von Cornelimünster Hierhin und von hier nach Hause zurückzureisen. Wie dazu weiter„ver- sichert" wird,„sollen" 10 Aerzte bis dahin vergeblich den Kranken dehandelt haben!"— In Aachen geht es ja beinahe noch „wunderbarer" zu, als in— Marpingen!!!— Leben wir denn wirklich im neunzehnten Jchrhundert?! Etwa» vom Aal. Ew.em Vortrage, den Prof. Dr. Nltzsche aus Tharand in der ökonomischen Gesellschaft des Königreichs Sachsen gehatten hat, und der jetzt unter dem Titel:„Der Fluß- aal und seine wirthschaftliche Bedeutung", im Druck erschienen ist. entnehmen wir folgendes: In unseren heimischen fließenden Wässern kommen nur weibliche Aale mit unreifen Eiern vor. Nachdem fie einige Jahre bei uns herangewachsen find, treten fie im Herbste eine Wanderung nach dem Meere zu an, treffen in den Flußmündungen mit den weit kleineren Aalmänncken zu- sammen, suchen mit diesen gemeinschaftlich unerforschte Meeres» und pflanzen fich dort fort. Die junge Aalbrut, in moutso genannt, steigt als 5—8 cm lange Fischchen MM oder indem man eine Aalleiter anlegt, d. h. ein- fach vom Unterwasser nach dem Oberwasser eine aus MWZMM KMMZ Gin neue» Luftschiff, welches vom Obersten Adow er» funden und auf einem tzolzhof am Umfassungskanal in Peters- SS ÄÄ EttÄS 1. v—......—..........— zweieinhalb Faden langen, einen Faden breiten, aus ganz leichtem Holz gezimmer. »«. mit Lernwand überzogenen Kasten dar, welcher so hoch ist. K%&%%%% horizontal wirkenden, durch eine Zahnrad-Uebertragung in Gang tiefen auf Frankreich "ß, NU«" .-. eine oaynrav. iieveriragung in Gang erhaltenen Schraube� die gegen zwei Faden Durchmesser befiel. und einer»weiten Schraube komplizirterer Konstruktion, welche als Steuer fungirt und nur einen Faden im Durchmesser hat. Herr Adow memt, daß zum Betriebe der Myschine eine Mannes. % AS&%%%%%%& große Summe verschlungen haben. i "boin vor der Thür spukt des Gespenst der ArdeMofigkdt. Sodann haben die Innungen die Arbeitsvermittelling und das Herderaswesen, welches doch ausschließliche Gescllenangelegen- hellen find, an sich geriffcn. Zum dritten find die Gesellen durch die Aufdrängung des Germania-Arbeitsduches in zwei Theile gesondert und obendrein zum Gesinde degradirt. Diese bittere Pille ist zwar durch das winzige Reisegeschenk etwas versüßt, gleichwohl giebt es auch diese kleine Erfrischung nicht mal überall und hauptsächlich nicht in der Hauptstadt Berlin. Zum Ueberfluß haben sich die Innungen in der famosen All« duna von Gesellenausschüssen ein willfähriges Werkzeug ge- schaffen um die Gesellen durch schöne Worte vollends des letzten Rechtes zu entkleiden. Erlaubt sich aber der Gesellcnausschuß als wahrer Vertreter das Recht der Gesellen zu wahren, so wird er kurzer Hand brotlos gemacht und zur Stadt hinaus gemäß- regelt, wie man vor zwei Jahren in Lübeck gesehen hat. Darum Kollegen wählt keinen Ausschuß, baut nicht auf die Innungen, sondern nur auf Eure eigene Kraft. Legt ab Gleichmuth und Muthlofigkeit; verstumme die'Redensart:„Es wird ja doch nichts", Venn wer diese im Munde führt, ist dem Stumpfsinn verfallen. Sage Jeder„Ich will", und das Gefühl der Zu« sammengehöiigkeit aller Kollegen Deutschlands ist erwacht und damit der Sieg der Gesellenrechte und das Wohlergehen aller gesichert. Die Innungen, seit 1874 im Germaniaverband über ganz Deutschland geeint, haben ihre Unfähigkeit, das Gewerk zu Heden, gezeigt, denn sie wenden eben falsche Mittel an; infolge dessen muß das Gewerk immer tiefer sinken. Wendet Euch daher diesen ab und dem Gesellenverbande zu, denn dieser ist Euer wahrer Vertreter und einziger Hort. Das dreijährige Bestehen des Verbandes hat gezeigt, daß es unter Euch noch genug Kollegen giebt, welche das Herz auf dem rechten Jlcck haben und Einficht, Muth, Opferfreudigkeit und Intelligenz genug besitzen, um die Sache aller führen zu können. Obgleich noch wenig Städte dem Verbände angehören, so ist doch schon der Grund zm Einigkeit der Bäckergesellen Deutsch- lands gelegt. Wer aber nun dennoch zurückbleiben und kläglich zuschauen will, wie andere für ihn sich abmühen, der falle den vorangehenden Brüdem wenigstens nicht in Arm.Lwie vor zwei Jahren beim Hamburg-Altonaer Streik, wo sich Bäckergesellen oder Gehilfen(Kollegen kann man sie nicht mehr nennen) von den Innungen und lügnerischen Agenten versenden ließen und zu 30—35 Mann mit einem Zuge ankamen, und so die gerechte Sache der Hamburger und Altonaer Brüder unterdrücken halfen. Diese willenlosen Menschen haben nicht nur die Hamburg« Attonaer Kollegen, sondern sich selbst und die Sache aller Bäckergesellen Deutschlands mit unterdrückt. Um solcher Hand- lungsweise für die Zukunft vorzubeugen, müßte dies Blatt in allen Städten Abonnenten haben, damit jeder weiß, wie's im Gewerk überall hergeht. Schauet auf andere Gcwerkc! Schauet auch auf Eure Kollegen in Amerika! Auch sie find zu drei Viertheilen Deutsche, auch sie waren bis vor 3 Jahren uneinig und mußten 16—18 Stunden Sonn- und Werkellag bei niedrigem Lohn, schlechter Kost und noch schlechterer Schlaf« statte arbeiten; jetztßist der Lohn überall erhöht, die Arbeits- zeit aus 10—12 Stunden herabgesetzt die Sonntags- ardett sowie das Essen und Schlafen bei Meistern abgeschafft. Wie ist das möglich, fragt Jbr? Nun, ihre Zeitung hat es fertig gebracht; sie schuf den Verband. Die Zeitung zog die Uebelstände an die Oeffentlichkeit, der Verband merzte dreselden aus. Deutsche Kollegen! Auch Ihr könnt bei menschlicher Ar- dellszell ein menschenwürdiges Dosein führen, wenn Ihr einig werdet und bleibt. Darum, wer sein Gewerk lieb hat und hochhclten will, wer sein Recht dem Meister gegenüber auch gerichtlich geltend machen will, wer auf der Reise sich ein menschliches Dasein sichern will, mit einem Wort, wer da will, daß jeder, der Bäcker gelernt hat, auch als Bäcker, Meister oder Gesell seine Existenz hat, der trete dem Verbände bei. damit es nach abermals 3 Jahren besser im Gewerk ausficht. Gründet Mitgliedschaften! Werdet treue und thatkräftige Mitglieder, denn einzeln find wir Nichts, Vereint Alles! Mit kollegialischem Gruße Der Vorstand des Verbandes der Bäcker und Berufsgenossen Deutschlands. I. A.: E. Pfeiffer, Linien- straße 7, Vorsitzender. Da der Streik der Hamburger Modelltischler zu Gunsten derselben beendigt ist, sagen wir hiermit Allen, welche uns zu diesem Siege verholfen, unseren aufrichtigen Dank und ersuchen zugleich Alle, welche noch Sammellisten von uns in Händen haben, dieselben baldmöglichst an die Lohnkommission per Adr. Herrn C. Wenzel, Hamburg, St. Pauli, Eimsdüttler- straße 13, einzusenden, damit die spezielle Abrechnung demnächst erfolgen kann. Im Interesse der Sache ist es jedoch durchaus nothwcndig, den Zuzug noch möglichst fernzu- halten. Die Lohnkommisfion.— Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um Aufnahme obiger Zeilen ersucht. Zu Dauztg ist, der„Franks. Ztg." zufolge, ein p a r- tieller Maurer streik ausgebrochen. Die Gesellen ver« langen in diesem Jahre einen Stundenlohn von 35 Pf. und im nächsten einen solchen von 40 Pf. Letztere Forderung will ein grotzer Theil der Maurermeister und Unternehmer nicht akzep- tiren. Man glaubt, da Mamermangel herrscht, die Gesellen werden ihre Forderungen durchsetzen. Kleine Mittheilnngen. Stettin, 23. IM(In den Grund gebohrt.) Ein schwerer und bisher noch nicht sicher aufgeklärter Unglücksfall hat sich gestern Abend im Hafen von Swincmünde ereignet, wo um 9 Uhr der englische Dampfer„Biddick" den deutschen Dampfer„Schweden" buchstäblich in den Grund bohrte. Der Dampfer„Schweden" gehört zur Rhederei Hoftichter u. Mahn hier; er lag am Güterbahnhof, um dort seine aus Eisen de- stehende Ladung zu entlöschen, als der„Biddick" in den Hafen steuerte und dabei seinen Kurs direkt auf den„Schweden" nahm. Er stieß den„Schweden" mit voller Wucht in die Seite des Vordertheils, so daß lctztercm mit großer Schnellig- keit das Wasser in den Schiffsraum drang und das Schiff m ganz kurzer Zeit sank. Die Mannschaft ist gerettet worden. Dem Vernehmen nach versagte die Steuerung der„Biddick", wodurch der Zusammenstoß herbeigeführt wurde, der auch durch das sofortige Fallenlassen des Ankers nicht mehr verhindert wer- den tonnte. Der englische Dampfer ist heute Vormittag hier angekommen, um seine Steinkohlenladung zu entlöschen; der- selbe hat durch den Zusammenstoß nur geringe Beschädigungen am Vordersteven erlitten. Erfurt, 22. Juli.(Sturz vom Thurme.) Einen mau- sigen Sturz that gestern Abend gegen 5 Uhr der 14jäkrige Sohn des Thürmers von St. Wigdcrti, indem er den mindestens 70 m hohen Thurm der St. Wigderti-Kirche, deren Thürmerwobnung durch ein meterhohes Geländer abgegrenzt wird, herabstürzte, im Fallen auf ein vorspringendes Ziegeldach aufprallte und wäh- rend er noch auf einen Zaun auffiel, endlich die Erde erreichte. Der Unglückliche, welcher sich, wie nicht anders zu erwarten war. die gräßlichsten Verletzungen zuzog, ist Abends um ,9 Uhr gestorben, nachdem ihm kurz vorher der vollständig zerschmetterte linke Arm abgenommen word war. Wie wfc- Sturz auf einen Kramp'cnfall Abück zu führen. Frankfurt a. M., 24. Juli.(Eisenbah Berliner Schnellzug, welcher hier 6 Uhr 10 Min. fuhr heute Morgen 5 Uhr 6 Min. auf Station den in Kassel stationirten Zugführer Dietrich, etfi 6 Kindern.— Dietrich führte einen Güterzug in m Richtung, stieg auf Station Frohnhausen aus und war im Begriffe, den Zug abzuferttgen. i«: welcher dort nicht hält, erfaßte und zeimalmu� während der Ausübung keines Dienstes. Parts, 21. Juli.(Der Brand des sp „Asturiano".) Ueber das Schicksal, das den „Asturiano" auf der Seine bei Dieppedalle erei» ausführliche Berichte in französischen Blättern,*4 „Temps" und„Figaro" vor, nach denen wir eine Schilderung der Katastrophe geben. Der einer Ladung von 8340 Fässern Petroleum am New-Nork abgedampft. Am letzten Mittwoch m 173. «ifteskra« kranken in s Deutfche 1 Dieppedalle vor Anker und begann mit der Aus�i in der letz AO MrhHfpf hffrfinfftftf mm*«»« Grtfnffroflltf t? �yiMoelre. 5 60 Arbeiter beschäftigt waren." Die Katastrophe der Frühstückspause ein. Nur wenige von den. Schiffsmannschaft befanden sich an Bord. Der war in seiner Kajüte mit Schreiben beschäftigt. Minuten vor 12", so erzählt er.„als ich einen■ das ganze Schiff erschütterte. Ich stürzte auf l brücke, um zu sehen, was vorging. In demselben� heißt kaum 15 Sekunden nach dem ersten. furchtbare Explosion, dem Abfeuern einer das Hintertheil des Schiffes auseinander. Füßen öffnete sich ein Feuerschlund. Tie Fl«. Leib und Geficht; eine Rauchwolle entführtes Hut, und zu meinem Glück riß mich Planke der Brücke, die durch die Wucht der 1 rfs:„Eine? n wegen G ten Absatz be wieder aufzp wesentlichen aaphen des„ fische R.cht( "ung zwischen krankbett im ck„Eine P ifl zulassen. den Ausdruck en bisher best keiner allge eit gelangt| noch in d> lasse sich der Gesef schaft müsse sie spreche Plante ver«ruae, die durch die Wucht dm% Versuch einer Höhe gehoben wurde, nach hinten. Meine stlei*' erfeheine u Flammen, die rechte Sette meines Gesichts.«T.-r'-a)e,ne u Schnurrbart und Haare versengt. Ich sah, wie. Kapitäns in die Luft stog. Em 16jähriger 6*�, sich in unmittelbarer Nähe befunden haben: er>». gesehen worden. Hierauf sprangen mehrere auch ich, auf das Transpottschiff, das vorne W'« wo eine Jolle uns aufnahm. Andere restcw, � � Schwimmen/ Dos Unglück fall dadurch entst� Vernunft, sor ein Maschinist beim Reinigen eines Kessels ejj«n Sinneswa zündete. Der Maschinist ist selbst ein Opfer �.rüthssphäre, in gewoiden, während ein Kamerad sich retten lWter schlug dahe Hafenarbettem find drei, die in dem AugenbWwn, welche an< auf dem Hinteischiff saßen, ums Leben gekoinjden." Sollten den einen lichterloh brennend auf der KommaoSjstng der Geistes rennen und dann ins Waffer stürzen sehen. wie man erreichte das Feuer alsbald die übrigen T bei!* �Wusses der fr und griff auf die Transportschiffe und die stehenden Han Eine Zeit lang fürchtete jnan, der Dampfer �ben 5 kann entmüi ein. Um 10 Ubr Abends brannte der„Ast Ufer stand eine Menge Neugieriger, die dem spiel zusahen. Donnerstag, den 26. Juli. Oir-ir« Theater: Der Barbier von Sevilla. Friedrich- Milhelmstiidtifche» Theater: Gstead-Thenter: Vom Viehhof bis zu dm OeK�to�r«� Theater: Das elfte Gebot. »tk��-Theatter: Die Kinder des Kapitän Tränt. Aikrisftädtische» Theater: Philpvi.re Welser. Oemfkeaitti'» Daridtt: Spezialitäten-Vorstellung. Caacardia- Theater: Spezialitäten- Vorstellung. p schweizer- Garten. Entp£« SO Pf. Entere 30 Pf Theater- u SvcriaUtiiten- NorsteUang e. Klßtijers Almiuz,«eschw. Arlorme. Volksbelustigungen Im Saal: Damenaller Art. tanz u. Kall. 1 Sridel'i älttn« Dilk-Mrii Gesundbrunnen 60 Dad- Straße 60. Jedm Sonntag Gr. MiWr-Konzeri verji.«it Kchtachtmustk. Neu! Aufsteigen des Naii t inenden Menschen I epochem. Neuheit auf aeronaut. Gebiete Auftreten der Mailfinder ■ Thier- Kapelle.■ Im Saat:«raßer Kall. T» Jedm Montag, Mittwoch und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert. Eintritt an Wochentagen frei, Sonntags 15 Pf Die Kaffeeküche ist von 2—6 Uhr geöffnet. Nachruf! Am 21. d., Abends 10 Uhr, verschied sanft nach kurzem schweren Leiden unser verehtter Chef Herr Hugo Baer Wir verlieren in ihm einen für das Wohl der Ardeiter stets bedachten humanen und liebenswürdigen Vorgesetzten, welch.-m wir auch über das Grab hinaus ein eh.endes und dankbares Andenken dewahren werden. Berlin, den 26. Juli 1888.(175 Die Arbeiter der Fabrik Schuster � Saer. der Vortr« des Entwi geistigen ode, ck ist. lindctt ist, sei, auch wenn vorliegen, eine schaft soll nur denn, daß eir Die Motiv *8�5: Steppdecken!! H Vollst L Abends: Gr. Illumination Alles'Nähere die Anschlagsäulm amen- g »all. ■J Reise d. oderital. Alpen. Der ganze Trauerzug und Auf- bahrung Kaiser Wilhelms im Dom. intree l Cycl."0 Pf-, Kind mit 10 Bf. Adonn. Dach beendeter E«gros-Saison auch «inselverkans Fahrik Serli» der rttUiifi«raatenste. 1S8 Groß« türkisch» und Pursiur-Steppdeike«, Stück 3,50 Steppdeik«�, imit. in Blau, ordeaux und Grün, Größe 150 x 200 cm„ Stück 7,50%(. Moll- Atlas Bo Metmann's Dolksgarten. »str. 54/56. Gefnndbrunne«. 2. Ein Möbel-» Spiegel- nnh Polsterwaare«- Magazin von° Julius Apelt, Sebastiaustraße 27—28. $(»U» Maare. Prompt« Bedienung. [31 Emil Left vre, ÄÄ, zwischm Moritzplatz und Lranienbrücke. Versandt gegm Nachnahme. NB. Einzelne lädirte Decken, sonst 8 u. 10 Mk.. jetzt 4 u. 5 Mk. 1269; zurückgesetzte Z�öbel, darunter Sopbas, Spiegel,! weni Spindm, Vertllows, sehr billig. Großes Lager! einfacher und eleganter Möbel, Sp'egel und Polsterwaarm. Theil, ahlung gestattet. I. Tarn,. Neue Schönhauserstroße 1, erste Etage.[16 Zm Verlage von J H. gmrt ist soeben erschiene«: für 1689- Dreizehnter I'f" 3• I• o' >a»f d«» Z°hr-»(mit»itt». 7," troit).- Um(in Haar.' - TM»It. Btrffr(m l e,„ungenux satz zum„Ma ,- Beim G sfähigkeit nili d vorhanden sc oder zu ein !chäftsfählg dl g des Pfleger ve nicht, weil illigung des E m rständigung ungm mtspr rungen der pst " f, nicht zu ve istiam. Kräfte, peifle IVUd>.— von dem CtnM isteskranken ingendstcn d in der einen o! v.i« Psandleih-r(»tid). �° �?>t-rbre,tm. all! »ttrc».«rzählung»o»H könne, daß - Stiu«,»tithfll x. so la — 1 Mmbou«nd« I er von den -»i Preis 50 ■»-Si Wiedervertäufer" angewende Za.. dition des Watt". Zimmer Rabats wenn auch, tlofigkeit ode findet, für di, itig Bezug a Die Mol ganz-utteff Große«eite Ketten. Stand 9 Mark. Bettfedern Pfd. 30 Pfg. bis zu den feinsten Daunen zu fabelhaft billigen Preisen. Größte, leistungsfähigste Bett- und Bettfedernhandlung von Le Beutlers Erstes Geschäft: Ackerstr. 35. Zweites Geschäft: Mariannenstr. II. NB. Feine broncitte Feldbettstellen mit Matratze und Manilla-Bezug Stck. 8,50 M., welche überall 12 Mark losten.[171 gL Preuss. Lotterie-Loose S Alter Nor offer. z. Hauptslehusg v. 24. Juli bis 1 l.Augü? - ptg---- Oasptgeminn 600 000 M. 2x800 000 M. An t heilte esej/»»4 M.,'/» i« M.. »r, ältestes Fotteeie-1 9. Labandter, gegründet 1860. Geschäft. 1433 Möbel, Spiegel und Poisterwaaran eigen« Fabrik wegen Ersparung der Ladenmiethr bM� �rnntwastraff«»8. 174] Mittenwalderstr. 60, 2 Tr r. Durch die Eepeditien des„Ser- »wer Polksblatt". Serlin*W., Zimmerstr. 44, ist zu beziehen: illHimm iliuuuuiiKillldlJUUllllIUI ybxl Am Sozial-politischer Roman von DiSraeli. Uebersetzt von Natalie Liebknecht. U rif«t»»lälrt»f. 1,50.(„ OOOOOOOQOOO��J bei ZoV�ür 2 Herren Borfigstr. 25,°..„ und Valag von Mar Sading in Berlin SW., «etreidekiimmel Zngderliqnenr boa> Mnm «egnae..-- Himdeerlimenad« ireansnlrltn#, J«1; empfiehlt die®r0f Lettau ßephienltr . wegen Man ' geschäftsunfähr pamkeit d« 9 Sei di «ebe es f, ow intereell, i 170] Eine Schlafstelle #« Low! Mache Freund« Magazin von und Haus-«.! aufmerksam. Arbeits mehr«e tüchtige, Anhaltstr. 6, Lange. . äng« g der Entmii urfs ist eine ff für einen eine zu machen, i e Trunkenhi edntr, dies« 'chstag eine ches in d« n sie Bewi ließungsgrunt Vilich, und cs das gelten sol man übnho t und die E l nach den li luchtigen und >s bedingte> «Ausnähmest Schluß streiftt der bisher m bestehende\ Beuthstraße 2. . Wie«il-s u sühren.. (EisendaWZ r 10 Mm-? juf Statt»»? Vietrich. ei»« terzug in tw iicn auäW�, l73. Beilage zum Berliner Voltsblatt. Donnerstag, den 26 I«U 188fe. 3. Jahrg. des f i ls den sM' vpedalle glattem. >enen wir n. Der koleum»w Mittwoa. z»ka!e». «isteskrankheit m»d bürgerliche» Recht. Die kranken in dem Entwurf des bürgerlichen Gesetzbuches Deutsche Reich war das interessante Thema, das Prof. el in der letzten Sitzung des Berliner psychiatrischen Ver- !. Slus»""'1' 111 �ipuru uet! socninct piyrarninirotn behandelte. Der Redner sprach merst über den§ 28 des j;en Oaurfs:„Eine Person, welche des Vernunftgebrauchs beraubt ann wegen Geisteskrankheit entmündigt werden. Hört der rsten Absatz bezeichnete Zustand auf, so ist die Entmündi- wieder aufzuheben." Diese Fassung enthalte allerdings wesentlichen Fortschritt sowohl gegen die betreffenden jiaphcn des„Allgem. Preuß. Landrcchts" wie gegen das stsche R.cht(das in den Rheinlanden gilt), well sie jede img zwischen verschiedenen Zuständen und Graden der skrankdeit im gesetzlichen Sinne beseitige und durch den 'wunoer.-.zruck �(jine Person" auch bei Minderjährigen die Entmün- ,Di( ,n0 zulaffen. Dagegen sei es zu bedauern, daß der Ent- e»ntsti� yen Ausdruck„welche des Vernunftgebrauchs beraubt sind" > wich iLden bisher bestehenden Gesetzen aufgenommen habe, denn gucht der � Versuch einer Definition der Geisteskrankheit im gesetzlichen Meine erscheine um so aussichtsloser, als selbst die Psychiater Gefichv»k keiner allgemein anerkannten ärztlichen Definition dieser d sah, Ätfkheit gelangt seien. Weder in den Quellen und Kommen- hriger»wN noch in der Philosophie und im Sprachgebrauch des haben; er�es laffe fich eine brauchbare Definition für die lehrere Pers-�e der Gesetzgebung finden. Und die psychiatrische s vorne W'enschaft muffe den Ausdruck entschieden zurückweisen, ndere reti-Kll fie spreche nicht von einer krankhaften Affektion >urch entst«� Vernunft, sondern von krankhaften Störungen in der Kessels»Jtcn Sinnes Wahrnehmung(Halluzinationen), in der Ge- in Qpfer"rüthssphäre, in der Intelligenz und im Bewußtsein. Der h retten i�.ner schlug daher folgende Fassung des§ 28 vor:„Eine n Augenbl>°5on, welche an einer Geisteskrankheit leidet, kann entmündigt eben gelonHen." Sollten aber die Juristen noch eine destimmte Be- .. Kommiw�ang der Geisteskrankheit im Zivilrecht zur Geschäftsfähigkeit sehen.- wie man fie im Strafrecht durch die Einschaltung des iaen TheilkLWffsks der freien Willensbcstimmung zu der unter An- und die ,.32? senden Handlung gefordert habe, so würde fich folgende «Äy«ajVr«« elte der Vortragende die„bloße Geistesschwäche". Nach 39 des Entwurfs kann ein Volljähriger, welcher durch . gerstigen oder körperlichen Zustand ganz oder theilweise mdcrt ist, seine Vermögensangclegcnheiten zu besorgen, I, auch wenn die Voraussetzungen einer Bevormundung vorlregen, einen Pfleger erhalten. Die Anordnung der ffchaft soll nur mit Einwilligung des Verhinderten erfolgen, ei denn, daß eine Verständigung mit demselben nicht mög- ist. Die Motive zu§ 28 sprechen von„bloßer Geistes- sche",„ungenügender Entwicklung der geistigen Kraft" im 'nsatz zum„Mangel der Fähigkeit regelrechter Willensbestim- j". Beim Geistesschwachen soll die natürliche Ge- sfähigkeit nicht ausgeschlossen und deshalb kein d vorhanden sein zu einer Entmündigung wegen Geistes- _.„ckeit oder zu einer Vormundschaft. Daß ver Pflegebefohlene, rtU- iFftWVfchüftäfähifl bleibt, durch seine Handlungen in die Ver» r I I"ä2(i4wnß des Pficaers störend eingreifen könne, befürchten die V»* C/ ve nicht, weil die Anordnung der Pflegschaft nur mit und nack, ck trat der„Ai die dein �oaQ nlligung des Gebrechlichen erfolgen soll, es sei denn, daß TC �Verständigung nicht möglich-ist. Die hier niedergelegten zahkt�auungen entsprächen, wie Professor Mendel ausführte, den * irungen der psychiatrischen Wifienschast nicht. Die Geistes- r.d-lti �iche, n' »»AJM «, nicht zu verwechseln mit der ungenügenden Entwicklung '"igen Kräfte, sei eine Form der Geisteskrankheit. Von � lsteskranken seien es gerade die Geistesschwachen, welche "»'�,�i--»'5vringendsten der Vormundschaft bedurften. Werde der Tm't f""JÜ'« in der einen oder der anderen der (M- T m Einfiub Scrf. vom Redner angegebenen ngen angenommen, dann werde es Sache der Sachver. ' en sein, im konkreten Falle dem Richter die Materialien r breiten, aus denen der letztere die Ueberzeugung ge- n könne, daß dem Schwachfinnigen die Vormundschaft thue, und das Wort„geistigen" im§ 1739 würde dann en. Ueber die Geschäftsfähigkeit oder-Unfähigkeit handelt , Person, welche im Kmdesalter steht, ist gcschäfts- ig. Dasselbe gilt von einer Person, welche des �nitgebrauches, wenn auch nur vorübergehend, de f. 1 ms t'ttiit ist, für die Dauer dieses Zustandes; ingleichen ----- Geisteskrankheit .... bic »er einer Person, welche wegen Geisteskrankheit ent. -gl"» �igt ist, so lange die Entmündigung besteht. Willens. ' geschäftsunfähiger Personen find nichtig." Pro- Mendel erklärte fich mit der Fassung des Paragraphen, t er von den Entmündigten spreche, einverstanden. Bc- �..st.? der Nichtentmündigten sei nicht einzusehen, warum nicht Pn�>4be Wortlaut wie in dem entsprechenden§ 51 des D. Str.- angewendet sei:„Dasselbe gilt von einer Person, 8» 50 yurth' ft, wenn auch nur vorübergehend, in einem Zustand von "tlofigkeit oder krankhafter Störung der Getstcsthätigkeit befindet, für die Dauer dieses Zustandes ÄS'-» wegen Mangels des Vernunstgedrauchs zu einer gewissen eschäftsunfähig gewesen sei, muß diese die regelmäßige mleit der Willenserklärung ausschließende Tbatsache bc- Sei die Entmündigung einmal ausgesprochen, gebe es für die Dauer der Entmündigung kein . wtetvallnrn. Die Härte, welche man mit ™ gewisse Fälle psychiatischerscits hierin \ o beseitigt durch das schnelle Verfahren UN« 1 Kr rnhVl«!& �°brirch es ermöglicht wurde, daß ein WUAKW enn fie Bewußtlosigkeit hervorgebracht hat, nicht als Straf. . ließungsgrund zu bekochten ser. Drese Ansuche scheiterten ntlich. und es sei nicht einzusehen, warum im bürgerlichen e das gellen solle, was das Strafrecht nicht angenommen habe. man übnhaupt die krankhaften Zustände von Bewußt- lt und die Geisteskrankheit in Bezug auf die rechtlichen i nach den Ursachen abmessen, so müßten auch die Mor- lsuchtigen und die Syphilitischen, welche durch die durch die rs dedingte Gehirnkrankheit geisteskrank werden, ebenso � Ausnahmestellung gebracht werden, wie die Alkoholisten. Schluß streifte der Redner noch den§ 141 40, auf Grund nacb dem„Allg. Landrecht" als Scheidungs. bestehende unheilbare Wahnsinn eines Ehegatten als Scheidungsgrund aufgehoben werde und überhaupt auf Grund einer Kranlheit eine Ehescheidung nicht mehr stattfinde. Die Er- abrung der Irrenärzte, speziell die Betrachtungen in den Irren- anstalten, würden, so schloß Mendel, kaum einer Aenderung der im Gebiete des„Allg. Landrechts" nach dieser Seite hin be- 'tehenden Gesetzgebung das Wort reden. Wenn man will, kann wan sagin, daß der drntfchr Ionrnalivmu» in diesem Jahre 200 Jahre besteht. Zwar läßt fich nicht leugnen, daß schon seit dem Ende des 15. Jahrhunderts deutsche Zeitungen und Anzeigeblätter vorhanden waren, aber, da es fich hierbei lediglich um eine dürftige Auf- zählung der politischen Tagesereignisse handelte, so bat man Christian Thomafius, der tm Jahre 1688 die erste wissenschaftliche Zeitschrift in deutscher Sprache herausgab, als den Be- gründer des deutschen Journalismus angesehen. Es muß hier- bei auf das zurückgegangen werden, was Thomafius, als dies eschah, bereits als Lehrer der deutschen Jugend gcthan hatte. Seine Ueberzeugung war die geworden, daß den Wissenschaft- lichen Bestrebungen das zähe Festhalten am Lateinischen als Unternchts- und Schnftsprache wesentlich hinderlich sei. Von dieser Ansicht ausgehend, schlug er vor dem Be- ginn des Sommerhalbjahrs 1687, allen bisherigen akademischen Bräuchen entgegen, ein in deutscher Sprache ge- chriebenes Programm an das schwarze Brett der Universität Leipzig. Er lud durch dasselbe zu Vorlesungen ein, welche er, wiederum im Widerspruch mit den dishengen Ueberlieferungen, in deutscher Sprache zu halten beadfichtigte, und berief fich hierbei auf die Franzosen, von denen er annahm, daß fie nicht allein durch die Verwerfung der allen scholastischen Dentlehre, sondern wesentlich auch durch den Gebrauch ihrer Muttersprache und ihre Uebersetzungen der heften griechischen und römischen Schriftsteller den Deutschen an Gelehrsamkeit und Volksthümlichkcit überlegen geworden seien. Bei dieser ent- schieden reformatortschen Handlung blieb aber Thomafius nicht stehen. Er wollte nicht allein der Lehrer der deutschen Jugend, sondern auch der des deutschen Volles werden. Darum gründete er im nächsten Jahre eine deutsche Monatsschrift, welche den Titel führte„Schertz- und Ernsthafte, Vernünftige und Ein- sättige Gedanken über allerhand Lustige und Nützliche Bücher und Fragen." Diese Zeitschrift erschien vom Januar 1688 ab zwei Jahrgänge hindurch, während fich zwar wieverholt der Titel änderte, die Haltung des Blattes mit seiner entschieden hervorgekehrten Spitze gegen das Zopfthum der Gelehttenwelt aber immer dieselbe blieb. Hierbei muß bemerkt werden, daß seit dem Jahre 1682 unter dem Titel„Acta Einditornm" in Leipzig eine lateinische Zeitschrift erschien, an der auch Thomafius eine Zeit lang mitarbeitete. Von dieser unterschied fich die neue deutsche Zeitschrift nicht allein den Gebrauch der deutschen Sprache. Schon im ersten Monatsheft erschlen eine Zuschttft an Tartuffe und Barbon, d,e belden Lustspielmasken der Scheinheiligkeit und des Zopf- aelehrlenthums. welche bewies, daß der Herausgeber es fich zur Aufgabe machte, die Gebrechen der Zeit satirisch zu geißeln. In erner Vorrede des zweiten Jahrganges bestätigte er di.s, indem er den Kampf gegen die Pedanterie und Heuchelei, welche den Namen der Gelehrtheit und Tugend mißbrauchten, als den vornehmsten Endzweck seines Unternehmens kennzeichnete. Woran die deutsche Wissenschaft im fiebzehnten Jahrhundert vorzugsweise krankte, das war ihre Abhängigkeit von der Theo- logie. Im Besonderen die Philosophie dieser Vormundschaft zu entziehen und fie ganz und gar auf eigene Füße zu stellen, war Thomastuö' Bestreben. In der Darstellunasform, die er dabei wählte, lehnte er fich an Erasmus an. Sie war immer spannend und witzreich, oft mit novellistischer Einkleidung ver- Kunden. So z. B. erfolgte ein Angriff auf die scholastische Philosophie in Gestalt einer komischen Ledensgeschichte des Anstoteles. Daß Thomafius durch sein Vorgehen fich Feinde erwerben mußte, lag auf der Hand, denn er war eben ein Kämpfer für Licht und Freiheit. Als solcher hat er späteren Zeiten die Bahn gebrochen und im Besonderen der Aufklärung des achtzehnten Jahrhunderts erfolgreich vorgearbeitet. Da» Ersindungvaltrr de» Mikrophon». Man schreibt der„N. Fr. Pr.": Eine Art Mikrophon(ohne Elektrizität) für Kriegszwecke scheint schon im dreißigjährigen Kriege bekannt gewesen zu sein. So begegnet man im„Simpli- cisflmus" des wackeren Jakob Christoph v. Grimmelshausen der höchst merkwürdigen Stelle:„Ich war so beflissen, Ehr' und Ruhm zu erjagen, daß ich auch nicht davor schlafen konnte, und wann ich so manche N. cht lag, neue Fünd' und List' zu ersinnen, hatte ich wunderliche Einfäll'. Da erdacht' ich ein Instrument, mit welchem ich bei Nacht, wenn es windstill war, eine Tromptt auf drei Stunden Wegs von mir blasen, ein Pferd auf zwo Stund schreien oder Hunde bellen, und auf eine Stunde weit die Menschen reden hören konnte, welche Kunst ich sehr geheim hielt und mir dabei ein Ansehen machte, weil eS bei Jedermann ohnmöglich zu sein schiene....... Ich kann aber Keinem verdenken, wann er mir nicht glaubt, was ich jetzund schreibe, denn es wollte mir keiner glauben von Denjenigen, die mit ihren Augen sahen, als ich mehrbedenk' Instrument gebrauchte und ihnen sagte:„Ich höre Reuter reuten, denn die Pferd sein beschlagen."—„Ich höre Bauern kommen, denn die Pferd gehen barfuß." Es kommen Musketiere, ungefähr so und so viel, dann:„Ich höre es am Geklapper ihres Bau- delier."—„Es ist ein Dorf um diese oder jene Stelle, ich höre die Hahnen krähen oder die Hund bellen..." Man wäie allenfalls berechtigt, diese und andere Stellen für ein an- muthiges Gebilde einer ingeniösen Phantasse zu halten, wurden nicht in den gleichzeitigen Reuterbestallungen. Fußknechteord- nungen, Kttegsrathschlägen und wie diese Vorläufer, unserer Dicnstreglements, Kriegsartikel und Vorschriften für vre Armee im Felde benannt waren, Kapitel und Arckschrrften vorgekommen, wie„Vom Wachten und tzinhorchen,"„Von den Spähern und AufHorchern." und zwar besonders dort, wo von der Belagerung der Stadt und von Gederden des Femds,"„Von der Spanstig- kcit(Hartnäckigkeit, der Belagerung" und dergleichen gehandelt wird. Daß das Instrument, welches denn Abhorchen erner Ge- gcnd verwendet wurde, nickt genau beschrieben, aber doch soweit angedeutet ist, daß es im Vorfelde enier bedrohten Pofitron an paffender Stelle in den Boden gesetzt und mittelst einer Leitung mit der tzorchstclle in Verbindung gebracht wurde, erklart fich SÄÄffiw Bischof von Regensdurg, war. � Die Stationen Rüdersdorf und Ktransderg an der Lsidahn sind seit kurzem in den Borortverkehr hineingezogen worden, so daß man jetzt auf allen Stadtbahnstationen, und zwar zu ermäßigten Preisen Fahrscheine dahin erhalten kann. Da diese Züge, wie die„Voss. Ztg." erzählt, aber nm auf den Hauptstationen(Friedrichstraße ic.) zugänglich find, so muß man vorher eine solche als Umsteigestation nehmm, wenn die Fahrt von einer Nebenstation angetreten wird. Die Retourbillets nach Strausberg berechtigen auch zur Rückfahrt von Rüdersdorf, und die nach Rüdilsdorf zur Rückfahrt von Erkner, wobei dann die Dampferfahrt auf dem Kalksce und Flakensee hinzutritt. Für Strausberg ist diese neue Einrichtung von großer Bedeutung, denn, abgesehen von der fem gelegenen Stadt mit ihrem Herr» lichen Straussee, bietet der Bahnhof Strausberg nach allen vier Himmelsrichtungen hin so viele landschaftliche Reize, daß man dem modernen„Zuge nach Westen" gegenüber fich nur darüber reuen kann. Hieraus erklärt fich auch, daß an diesem Punkte )er Ostbahn ein ganzer Kranz von Villen entstehen konnte, die ich als„Bahnhof Strausberg zu einer Kolonie vereinigt haben. Wer klappernde Wassermühlen nutzen an der östlichen Seite dieses Waldgebietes ein an schroffen Bergabhängen fich ,erum schlängelndes Fließ aus. Zu dieser etwa zwei» kündigen Rundtour mit Rückkehr zum Bahnhof verfolgt man die Chausse die kurze Strecke bis zum Bahnübergange zts, wo sich das„Restaurant Waldschlößchen" befindet. Diesem gegenüber an der kleinen Villa vorbei läuft ein Pfad am Saume des Wäldchens und gewährt hier einen henlichen Blick auf den Erlendmch links und auf die bald zum Vorschein kommende Neue Mühle, über welche eine prächtige Tanne hoch in die Luft hinausragt. Den zur Mühle führenden Fahrweg überschreitend, verfolgt man dieselbe Linie dem Bruche entlang bis zur Brücke, welche über das Fließ führt, und dann auf der anderen Seite den Fahrweg nach links. Da, wo derselbe berg- auf steigt, folgt rechts ein Gehölz von Edeltannen. Ein Pfad führt durch dasselbe und endigt auf der anderen Seite der Mühle, wo sich als erste Ueberraschung in malerischer Schönheit der Mühlengrand mit seinen plätschernden Wafferrinnen im Dickicht der Laubhölzer an einer fast senkrecht aufsteigenden Bergwand zeigt, und den Eindruck einer wasserberieselten Felsen» grotre machr. Von hier nach rechts dem Mühlenteiche entlang schlängelt fich der Pfad unter einem Buchenlaubdach um den Berg hemm bis zu einem kleinen Wiesengrunde. Diesen durch» schreitet man aber nicht, sondem man steigt sofort zur steilen Anhöhe hinauf, wo man nach links gewendet nach wenigen Schritten einen breiten Weg betritt. Dieser leitet nach links durch den Kiefernwald, wo fich sehr bald die Rexmühle links in der Tiefe bemerkbar machen wird. Ein prachtvoller Kastanien- bäum schmückt den Eingang. Auf der Höhe verbleibend, ge» langt man zur Bahnlinie, wo rechts ein Pfad an der Böschung zu der dortigen Brücke leitet. Auf dieser bietet fich nach beiden Seiten eine weite Fernficht. In östlicher Richtung steht man das Dorf Rehfelde, wo vor kurzem jener große Waldbrand wüthete, infolge dessen(da Lokomotiven-Flugfeuer die Veran» lassung gewesen sein soll) hier überall die den Wald abtrennen» den Sandpfade an den Böschungen angebracht find. Diesem Sandpfade auf der anderen Bahnseite folgt man nach links bis gegenüber der Stelle, wo vorhin der Weg an der Bahnlinie angetreten wurde. Hier leitet ein breiter Waldweg rechts in 10 Minuten zu der links tm Thale gelegenen Munchederg's Mühle. Ein Pfad führt hinunter und vor der Mühle nach rechts am Mühlteiche vorbei durch die dorttge Thür in einen Promenadenweg. der fich unter Buchen und Erlen um den artig erscheint die vom Fließ durchzogene Linie in der Tiefe, wahrend über uns e,n wundervolles Laubdach das Ganze in rm geheimnißvolles Halbdunkel einhüllt. An einer der schönsten Stellen ist vom Ätrausberger Verschönerungsverein zum längeren Genießen erne Bank angebracht. Erst wenn man zur Höhe hinauf» schaut(denn die Tiefe nimmt hier das Hauptinteresse in An» svmch) gewahrt man, daß dieses Plätzchen bei der Fülle des Unterholzes auch noch von der prächtigen Krone einer auf dem Bergabhange sich erhebenden Riescnbuche überschattet wird. In diesem wilden Durcheinander einer staunenerregenden Vegetation geht es aber auch 15 Minuten lang weiter durch die Schlangen- Windungen des Mühlgrundes dem Fließe folgend, bis plönlich bei einer hochstämmigen Buche das Gebiet der Schlagmuble aus dem Waldesgrün hervortritt. Im Garten am Mühlleiche trifft man eine ländliche Restauration, die namentlich in Bezug auf Milch und Schwarzbrot bei dieser Wanderung sehr wohl zu würdigen ist. Von diesem idyllischen Plätzchen über die Brücke zuruch dem Fließe weiter folgend, gelangt man in 10 Minuten zur Försterei. Der Schlag, wo prachtvoll- Edeltannen die Um» gebung bilden, und von hier, noch 10 Minuten weiter, über ern Wehr hinüber, erreicht man auf der andern Seite des Fließes den Hcrrensee, der durch dieses Meß mit dem Steinitz» see in den Rudersdorfen Kalkbergen in Verbindung steht. Um dw links ,n der Nahe des sees laufende Chaussee zu vermeiden, nimmt man denselben Ruckweg bis zur Schlagmühle. Von hier aber nrmmt man als kürzeste Linie, aus dem Gatten heraus- tretend, den Pfad rechts um die Scheune herum, wo fich nach lrnks sofort d,e Chaussee �eiat. Ueber diese hinüber benutzt man den hinter Tannen am Seitenpfade rechts laufenden Waldpfad, um nach links parallel mit der Chaussee denselben in seiner ganzen Länge zu durchwandern. Später, und zwar an einer Stelle, wo sich an der Chaussee zwischen den Tannen eine Nische mit einer Bank befindet, wendet fich der Pfad nach rechts von der Chaussee ab und kürzt hierdurch den Weg erheblich ab. Schließlich läuft der Pfad wieder in die Chaussee ein, wo die Villen schon die Nähe des Bahnhofes andeuten. Dir Ktraß-narb-ltrn zur N-g«Ur««g de» Gichrir- dorffstraffe auf dem Terrain der Borsig'schen Fabrik find, nachdem die diesbezügliche Erlaubntß seitens der Baupolizei ettheilt ist, in Angriff genommen worden. Die neue Straße erstreckt fich nun von der Jnvalidenstraße am Stettiner Bahnhof bis zur Oraniendurgerstraße, nachdem auch die letzten Uederreste der Häuser zwischen Elsasser- und Oraniendurgerstraße gefallen find. Dieser neue Straßenzug wird die parallel entlang laufende Chausseestraße außerordentllch im Fußgängn- und Fuhraerkehr entlasten und soll namentlich den Stettiner Bahnhof mit der Fttedrichsstadt in nähere Verbindung bringen. Mit der Kana- lisation und Pflasterung wird im Laufe der nächsten Woche be» gönnen werden, der Aufbau der Häuser der neuen Straße soll noch, wenn die günstige Witterung es gestattet, der Beginn des Hochsommers erfolgen. Di« verlSngert« Doffenerstraff« wird am Montag, den 30. Juli, auch für den Wagenoerkehr freigegeben werden. Die Bordschwellen find gelegt und die Pflasterung des Sttaßen- dammes wird Ende dieser Woche vollendet sein. Es bleibt dann nur noch die Fertigstellung der Bürgerstcige und eine Instandsetzung der Kirchhofsmaucr übrig, welche auf der einen Seite den neuen Theil der Zossenetttraße begrenzt. Urb«? de« in Hamburg verhafteten angeblichen Dr. Carlotta, welcher fich als Geschäftsführer des Gedanken- lesers Cumberland aufhielt, melden die„Hamburger Rachr.": Carlotta wohnte in einem Hotel in der Nähe des Klostetthors und wurde in der Nacht vom Sonnabend auf Sonntag wegen perge Verdachts vielfacher Schwindeleien verhaftet. Er gab an, aus Weimar gebürtig zu sein, allein es wurden in seinem Besitz Papiere vorgefunden, wonach er sich bereits zwölf verschiedene Namen beigelegt hatte; auch ging aus denselben hervor, daß er nicht in Weimar geboren sein konnte. Festgestellt wurde, daß er seit seinem dritten Jahre in Mexiko war und später in ge» reiftem Alter Reisen durch Europa und aller anderen Herren Länder gemacht hat. Man zweifelt sehr daran, daß er wirklich Doktor ist und Carlotta heißt. Auch dieser Name wird ein falscher sein, wie alle übrigen von ihm früher geführten. Es werden diesem Heim recht schlimme Dinge zur Last gelegt. So soll er u. a. wohlhabende Männer, denen gegenüber er sich als schwerreicher Maun zu geriren wußte, veranlaßt haben, ihm ihre Töchter zu Fmuen zu geben. Dann reiste er mit ihnen nach England und nachdem er sich dort längere Zeit mit ihnen auf- gehalten und ihnen ihr Geld abgenommen hatte, ließ er sie dort, gewöhnlich unter beklagcnswcrthen Umständen, zurück. Einige seiner jungen Frauen hat er sich auch, wie es heißt, nach Mexiko nachkommen lassen und sie dort dem Elende preisgegeben. U. a. soll er auch vor mehreren Jahren einen hochgeachteten Bürger zu Bergedorf veranlaßt haben, ihm seine Tochter zur Frau zu aeben. Unter allerlei Vorwänden wußte er den Vater zu de- stimmen, mit nach Enzland zu reisen, da es in seinem Jntereffe liege, sich dort zu verheirathen. Die Ehe wurde vollzogen, wo- rauf der Vater, nach Äuskehrung der verabredeten Mitgift an Dr. Carlotta. nach Bergedorf zurückkehrte. Carlotta lebte mit der jungen Frau— wenigstens glaubte sie, es zu sein— fast ein halbes Jahr in England. Dann verschwand er, nachdem sich die Aermste Mutter fühlte, auf Nimmerwiedersehen. Hinter- her drachte�die Bevauemswerthe in Erfahrung, daß das Ganze nur eine vcheinheirath gewesen war. Der angebliche Priester oder Konsul, wie sich der Mann nannte, der den Trauakt voll- zog, soll ein Schwindler und Freund des Dr. Carlotta gewesen sein. Die betrogene Dame kehrte in das Eltemhaus zurück, worauf der dekümmerte Vater von dem seiner Tochter wider- fahrenen Schicksal bei der Polizei Anzeige machte. Als Dr. Carlotta kürzlich hierher kam, schöpfte die Polizei Verdacht auf ihn und nahm ihn, wie schon erwähnt, vorletzte Nacht in Haft. Im Befitze des Carlotta wmden u. a. Lebcnsverstcherungs-Polizcn über die verschiedensten Namen und über hohe Summen vorgefunden. Vermuthlich haben ihm auch diese zur Ausführung schwindelhafter Machen- schaften gedient. Die weitere Untersuchung in Sachen Dr. Car- lotta dürfte noch manches interessante Moment zu Tage fördern. Die Angelegenheit befindet fich in den Händen der Staats- anwaltschaft. Wie verlautet, hat Dr. Carlotta auch erhebliche Schulden und soll daher seine Verhaftung auch wegen Ableistung eines Offcnbarungseides erfolgt sein. Daß Carlotta's Vcrhaf- tung aus politischen Gründen erfolgt sein soll, erweist fich ats unbegründet.— Im Anschluß hieran geht den Zeitungen ein Telegramm zu, dessen Inhalt wir nachstebend folgen lassen, ohne uns für die Richtigkeit des vorstehenden Berichtes des Hamburger Blattes oder des nachstehenden Telegramms zu engagiren. Herr Ehrenberg depeschirt:„Venhrliche Redaktion! Wie ich höre, ist mich in Ihr geschätztes Blatt die falsche Nachricht von meiner„Verhaftung" übergegangen. Ich bitte Sie, in Rück- ficht auf diejenigen Ihrer Leser, welche mich persönlich und die, welche mich dem Namen nach kennen, folgende kurze, korrekte Darstellung des Thatdestandes gütigst aufnehmen zu wollen. Von einer„Verhaftung" war weder in meinem Hotel noch sonst wo die Rede; ich folgte der Aufforderung der Polizei- behörde, mich bei derselben einzufinden; dort wurde ich nach meinen Papieren gefragt und, da ich weder Paß noch sonstige Legitimation bei mir trug, zurückgehalten und zu Verhör ge- nommen, weil man in Hamburg auf einen gewissen Beek aus Mexiko, einen Schwindler, fahnvete, der fich neben acht oder zehn anderen Namen auch mein Pseudonym beigelegt hat. Nachdem telegrapdisch mein Nationale festgestellt und meine Joentität zweifelsohne nachgewiesen, war die Angelegenheit er- ledigt. Sowohl die Angabe in den Telegrammen der„Frank« furter, Magdeburger und Kölnischen Zeitung", daß der Grund meiner„Verhaftung" politisch gewesen sei, wie die romantische Entführungs- und Scheinehe-Hisiorie anderer Zeitungen ist falsch. Die sinnlosen Anschuldigungen verschiedener anderer Blätter verdienen wokl kaum eine Widerlegung. Die grsammle Mwtergarderobe wurde am Montag einem am Kottduser Ufer wohnhaften Holzhändler ge- stöhlen. Die Frau desselben hatte die Gaiderodenftucke, um sie !um Schutze gegen Motten in der Sonne auszubreiten, auf den lohen Bretterstapeln gelagert, und um die dirette Einwirkung des Sonnenlichts auf die Farbe zu hindern, die Sacken mit leichten leinenen Zeugen zugedeckt. Als man gegen Abend die Garderodestücke ins Haus holen wollte, waren die besten und wetthvollsten Stücke unter ven Decken verschwunden. Auf dem Platze gehen fast beständig Leute aus und ein und da zur Er- rerchung der Sachen die hohen Bretterstapel, auf denen sie aus- gebreitet waren, erklommen werden mußten, so- zeugt die Aus- fuhrung des Diebstahls von einer ganz besonderen Kühnheit. schlimm« Ui«rt«lstuude war es, die am Dienstag Abend gegen 11 Uhr ei» in der Biesenthalerstraße wohnender Kaufmann F. durch den Angriff eines Wahnfinnigen auf ihn zu uberstehen hatte. Herr F. hatte in dem benachbarten Weißen- see zu thun gehabt und wollte fich nun aui einem Feld- wege nach dem Gesundbrunnen begeben. Als F. schon eine Strecke des Feldes zwischen Pappel-Allee und Weißensee durch. schritten, trat plötzlich ein großer junger Mann an ihn heran, welcher den Kaufmann bat, ihn ein Endchen begleiten zu dürfen. Da Herr F. hiergegen nichts einzuwenden hatte, schloß fich ihm der junge Mann an; doch kaum waren Beide einige Minuten mit einander gegangen, als der sonderbare Begleiter den Kauf- mann hinterrücks packte und ihn mit einem betäubenden Faust- schlag zu Boden warf. Als Herr F., ein kleiner schwächlicher Mann, den Fremden bat, ihm dock nichts zu thun, erklärte jener, daß er ein Asfistenzarzt der Königlichen Klinik sei und Herrn F., der an einem Herzfehler leide, operiren wolle. Hier- bei zog der Irrsinnige ein Taschenmesser und zückte dasselbe auf den Kaufmann; derselbe aber, welcher einsah, daß er es mit einem Geistesgestörten zu thun hatte, rief laut um Hilfe, und da zufällig emige Paffanten des Wege kamen, gelang es Herrn F., zu entfliehen, während der Jrrfinnige, das Messer in der Hand, nach Weißensee zu laut schreiend und gestikulirend lief. Wahrscheinsich ist der Unglückliche aus irgend einer Anstalt ent> flohen. Durch da« Erplodire» einer Petroleumlampe wurde vorgestern Abend kurz nach 9 Uhr in der Wadzeckstraße 9 großes Unheil angerichtet. Durch das bei der Explosion umher gespritzte Petroleum wurden im Nu alle Zigarrenvorräthe des Herrn Roten- stein in Brand gesetzt; das Feuer verbreitete fich auch mit rasen- der Schnelligkeit auf die angrenzende Wohnung und fügte der rau R. schwere Brandwunden an Geficht und Händen zu. in sechsjähriges Kind konnte erst durch die herbeigeeilte Feuer- wehr aus den Flammen herausgeholt werden; leider war das- selbe schon ganz bewußtlos und die Pupillen ohne Empfindung und starr. Der im Samariterdicnst ausgebildete Oberfeucrmann Graubaum, welcher in der Keibelstraße stationitt ist, leistete den Verunglückten die erste Hilfe und hatte nach vieler Mühe die Genugthuung, das Kind ins Leben zurück zu bringen. Die Mutter und das Kind wurden nach dem Krankendause im Friedrichshain gebracht und das Feuer nach kurzer Arbeit ge- löscht. Gi« Kelbflmord an« Scherz— das ist ein in der Unfall- und Selbstmord-Chronik der Hauptstadt bisher wohl noch nicht verzeichnetes Ercigniß. Ein Berichterstatter meldet hierüber:„E.nen cigcnthümlichen„Scherz" führte vorgestern der in der Schulthciß'schen Brauerei beschäftigte Brauergeselle Carl M. aus. Derselbe befand fich mit einem Kameraden in einer Remise der Brauerei und erklärte im Gespräch, das Auf- hängen sei nicht so schwierig; er wolle seinem Freunde die Manipulation dieser Selbstmord- Art zeigen. Lachend entgegnete derselbe, daß er dem M. gar nicht so viel Muth zutraue,.hierauf nahm M. einen Strick, legte fich kunstgerecht eine Schlinge um den Hals, trat auf ein Bierfaß und, fich an einem Haken auf- hängend, stieß er mit dem Fuße das vor ihm stehende Faß weg. Allen Versuchen des zu Tode erschrockenen Kameraden, ihn von dem Strick zu befreien, setzte der Selbstmörder aus Scherz zuerst energischen Widerstand entgegen; als aber der Strick ihm die Kehle zuschnütte, bat M. mit angstvollen Ge- beiden um Hilfe. Da aber war es zu spät, der andere Brauer- geselle hatte kein Messer bei fich, und als endlich Hilfe zur Stelle war, fand man den M. bewußtlos vor. Em. hinzu- gemfener Arzt ordnete die Ueberführung des bedenklich Ver- letzten nach einem nahe gelegenen Krankenbause an. Nernnglnckte Dampferpartie. Montag Abend gegen 11 Uhr wollte ein Dampfer der Sttalauer Gesellschaft, von Schmöckwitz kommend, den„Verein selbstständiger Schuhmacher", bestehend aus 300 Personen, nach der Schillingsbrücke befördern. Gegen 1 Uhr kurz vor Tabbert's Waldschlößchen versagte plötz- lich der Dampf und das Fahr-eug blieb mitten im Waffer stehen. Trotz der großen Angst und Aufregung, welche unter den Passagieren herrschte, gelang es dem Kapttän mit vieler Mühe, die Ruhe aufrecht zu erhalten. Nun wurden schnell Taue ausgeworfen und der Dampfer von der bedienenden Mannschatt ans Ufer gezogen, wo sämmtliche Paffagiere aus- stiegen. Ein in der Nähe befindlicher Gastwirtb wurde heraus- geklopft und alle Anwesenden blieben in dem Etablissement bis Uhr Nachts. Der Maschinenmeister forschte sofort nach dem Sachoerhatt und bemerkte, daß die Roste verstopft waren. Die- selben wurden nun gereinigt und von neuem geheizt. Als das Signal zum Einsteigen gegeben wurde, blieb jedoch ein Theil der Passagiere im Lokal zurück, von wo aus dieselben zu Fuß nach Köpenick gingen, um mit dem 6 Uhr- Zuge nach Beilin zu fahren. Die übrigen Paffagiere kamen erst gegen 5 Uhr mit dem Dampfer an der Schickingsbrücke an. Keim Tanzen gestorben!— Traurig endete die am Montag nach dem Grunewald unternommene Landpattie des Personals einer hiesigen Kartonnagenfabnk. Nachdem die meistenthcils aus jungen Lcntcn bestehende Gesellschaft sich Nach- mittags im Walde durch Pfänderspiele vergnügt, wurde Abends im Lokale getanzt. Natürlich wurde diesem Vergnügen von den Anwesenden leidenschaftlich gehuldigt, und eine der eifrigsten Tänzettnnen war die gleichfalls mit ihrem Bräutigam anwesende 18jährige Bettha Sch., Köpnickcrstraße wohnhaft. Als dieselbe kurz vor Ausbruch der Gesellschaft im Arme ihres Verlobten Walzer tanzte, brach fie plötzlich mit lautem Aufschrei zusammen und blieb bewußtlos liegen. Man brachte die anscheinend schwer Kranke in die Wohnung des Restaurateurs, woselbst fie infolge eines Lungenschlages innerhalb einer Stunde starb. Wie es fich herausfiellte, hatte das Mädchen, in Schweiß gebadet, wäh- rend des Tanzes, trotz der Warnung anderer Personen, mehrere Gläser kaltes Waffer hintereinander getrunken. Don den megen de» Morde» an dem Steinkntscher Poack verhafteten drei Personen, den Kutscher Teske, Wolffcrmann und Lindecke, befinden fich die beiden letzteren wieder auf freiem Fuß. Gegen Teske dagegen ist die Unter- suchung wegen Mordes eingeleitet und finden fast täglich vor dem Untcrsuchungsttchtcr Vernehmungen von Zeugen statt. Gegen Lindecke hat fich im Laufe der Untersuchung hcrausge- stellt, daß er von dem Mord Kenntn ß gehabt und diese fast drei Wochen verschwiegen hat; wogegen Wolssermann für unzu- rechnungsfähig cttlärt worden ist. Dieser scheint jetzt obdachlos umherzuirren, da ihn seine Ehefrau nach seiner Entlassung nicht wieder aufgenommen hat. Teske, welcher von beiden bezichtigt wird, den tödtlichen Beilhieb und die Messerstiche alleingeführt zu haben, beharrt noch bei seinem Leugnen. Jedenfalls spttcht aber der Umstand besonders zu seinem Nachtheil, daß er der einzige von allen Dreien ist, der einen Grund zur Rache gegen Noack hatte. Teske wohnte, als er in Schöneberg fich aufhiell, bei Noack in Schlafstelle, blieb das Scklafgeld schuldig und Noack behielt ihm deshalb seine Sachen zurück. Auch ist er un- mittelbar nach dem Morde mtt zerkratztem, blutlünstigcm Geficht gesehen worden. Polizeibericht. Am 24. d. M. wurden Vormittags am Schiffbauerdamm die bereits sehr stark verweste Leiche eines Mannes und Nachmittags an der Corneliusdrücke die Leiche eines etwa 50 Jahre alten Mannes und hinter dem Grunvstück Holzmarktstraße 21 die Leiche eines etwa 35 Jahre alten Mannes aus dem Wasser gezogen und nach dem Leichenschau� M hause gebracht.— Gegen Mittag fiel der 9 Jahre alte Sohn des Schissseigenthümers Heise von dem am Stralauer Thor liegenden Fahrzeug seines Vaters ins Waffer und ettrank.— Als um dieselbe Zett der Schiffsknccht Kliemke am Vorbasfin des Nordhofens mit dem Verladen von Rundhölzern in ein Schiff beschäftigt war. fiel ihm eines derselben auf den Kopf und verletzte ihn so schwer, daß er bald darauf im Auausta- Hospital starb.— Nachmittags machte ein Mädchen in seiner Wohnung in der Reichenbergerstraße den Versuch, fich mittelst Zuckcrsäure zu tödten. Ein sofott herbeigerufener Arzt verordnete Gegenmittel und veranlaßte die Ucbettührung des Mädchens nach dem Krankenhause Bethanien.— Um dieselbe Zeit wurde im Lustgatten ein Mann durch ein von dem Graveur Hinze benutztes Dreirad überfahren.— Abends entstand in dem Zizarrenladen von Seeger, Wadzeckstraße 10, durch Exploston einer Lampe Feuer, welches den Inhalt des Ladens völlig vernichtete. Fcau Sceger erlitt durch die Exploston nicht un- bedeutende Brandwunden an Hals und Armen. Das in einem Nebcnraum schlafende Kind derselben wurde durch den cnt- standenen Rauch betäubt und, bereits bewußtlos, durch einen Obetteuermann gerettet und zum Leben zurückgebracht. Mutter und Kind wurden nach dem Krankenhause im Fnedrichshain gebracht. Gerichts-Ieitnng. * D«r versuchten Uöthignng angeklagt mußten die Schuh- machergesellen Hcidttch und Bogalla vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichts erscheinen. Die Angeklagten sollen ihren Kollegen, den Schuhmacher Wilhelm Senger, dedroht und ver- sucht haben, denselben von der Arbeit abzuhalten. Es war zur Zeit des großen Schuhmacherstreiks. die Mehrzahl der Berliner Schuhmacher hielt fich für verpflichtet, unter den obwaltenden Verhältnissen die Arbeit niederzulegen. Senger blieb aber bei seinem Meister, einem Herrn Lawprccht, in Arbeit. Ties unkollegialische Verhalten wurde ihm sehr übel vermerkt und seine früheren Mitarberter wollten ihn darüber zur Rede stellen. Nach der Anklage soll dies in ungesetzlicher Weise geschehen sein. Senger, als Zftige vernommen, muß anerkennen, daß Heidttch, mit dem er vor dem Streik zu- sammen arbeitete, stets ein guter Mensch und vorzüglicher Mit- arbeiter war. Als er trotz des Streiks weiter arbeitete, kam Lamprecht zu ihm mit der Botschaft, daß Heidrich mit einem anderen Kollegen im Hausflur in der Abficht matte, ihn zu „verhauen z er möge daher beim Hinausgehen vorsichtig sein. Als er schlrcßlrch dennoch mit seinem Kollegen Battel, der eben- falls werter arbeitete und fich jetzt auf der Reise defindet, das Haus verließ, wurden fie von Heidrich und Bogalla verfolgt. Bogalla habe ihn gestoßen, es entstand ein Wortwechsel und die Lnitc sammelten fich an. Da sagte derselbe zu einigen Hinzu- gekommenen Maurern auf ihn zeigend:„Dieser Mann hat einen Familienvater aus der Arbett gebracht", worauf die Maurer entgegneten:„dann haut ihn nur tüchtig durch!" Zeuge ist msmmm Äi. WÄTÄra CÄS® und beantragte gegen Heidrich drei Tage, gegen eine Woche Gefängniß. Der Gerichtshof ve trage gemäß. * Mit einer Mechsrtschiebnng balle JW. 89. Adtheilung des Schöffengerichts zu befassen. Der? Krahle stand mit einem Herrn Mauerhoff in W Charlotlenburg >r desteuert werdl sten M.'s, da >>attats-Praxis i zu beti achten s Steuerung eines !r Kommune ber a 1 6%%" Akzeptanten nicht, wohl aber dessen Bruder, den M. Mendelsohn, welcher in der Kopnickerstraße® guten Verhältnissen lebt. Auf eine bezügliche Mauerhoff von Kahle�die Antwort, daß L. M�lb Berlins woh Gewerbebetri ume in Berlik 'teuer herangcz falls ein bemittelter Mann sei, und auf die finzip Geltung nahm derselbe den Wechsel an. Am Verfall!«*.g Akzeptant nicht zu Hause; Mauerhoff ließ deshald°�bergamtsdezirk protestiren, um seine Rechte zu wahren; er übttm,e erhebliche Bei daß bald von der Nutzlostgkett weiterer wurde er i er in Erfahrung brachte, daß L. Mendelsohn ganf �r sich nach seine sei und bei seiner Tochter wohne. Der GeschäbWrüheren Lohns aber die Angelegenheit der Staatsanwaltschaft,«?des stellte die S Kahle die Anklage wegen Betruges erhob.— Dtfjmtch Bescheid d itc her L. 2JWSi Ctbob iinb. n, will dem Bettogenen"die Vasichetung, der L. erhob und, oot zahlungsfähig, nicht gegeben haben; er konnte diese Rekurs ergriff. T schon aus dem Grunde nicht machen, weil ihm die-ftnit folgender A Verhältnisse des Genannten nicht so genau beim» irrige, baß du Andererseits habe ihm dessen Bruder, Ä. Mn«Mfcnheit, speziell gesagt, den Wechsel bezahlen zu wollen, sobald dies nA Arbeit tauglich, Zeuge Louis Mendelsohn erkläit, er habe den-�mehr nach den I akzeptirt; sein Name sei von seinem Bruder Michael» m und von die worden. Auf die Frage des Vorfitzenden, wie, det ve Rente ausreie dieser sonderbaren Handlungsweise gekommen sei, c�aunfchweig, Zeuge, daß er an dem bezüglichen Tage nicht zur f Zeuge muß ferner zugestehen, daß er schon einnui hat und jetzt keine eigene Wohnung defitzt. 3Z Mendelsohn giedt zu, den Wechsel mit dem �.... Bruders Louis beschrieben zu haben; es lag au4 -MWMMW liegend und deantragt gegen Kahle eine Wold«?',% Nack längerer Bcrathung erkannte der Gerichlsbo''. Dein'fwmi� Antrage. Die vorliegende Thatsachc charakterijteJL licf v? zL ganz ordinäre Wcchsclschiebung; Michaelis ÄeM?' b" das Akzept seines Bruders auf den Wechsel. genau wußte, daß dieser nichtzahlungssähig w»�-- �mta mmiuHucig,; wurde der Zh lrmmer des Land ? ncr Druckschrifte, er Untersuchung werden könne, zu den schon verausgabten ProttWer eines Polizei- K noch den Kostenvorschuß zur Klage zu zahlen, �begreifst, ocfchägti Erfahrung zu machen, daß er auch dieses W&-* Sache hingegeben habe. Der Bettua sei nicht I deshalb mußte der Gerichtshof dem Anttag des! Folge geben. * Mitjwelchen Lappalien fich die befassen müssen, bewies eine auf Unterschlagt! Ilage gegen».en Schwimmmeister H., der früher' Badeanstalt beschäft-gt war. Den Badegästen Anstalt Handtücher und Badehosen nur dann' fich dieselben vorher eine Marke dazu an der kW Nur gegen diese Marken durfte der Bademeister, Gegenstände herausgeben und Abends maßte% zeichen wieder an die Kasse zurückliefern. Hierdll eine Konttole geschaffen, als die Zahl der gedrav* mit der Summe der Matten übereinstimmen mlw Punkte sollen aber oft Differenzen vorhanden der Angeklagte soll auch zu verschiedenen ohne Marken an Gäste verabfolgt, dafür W P und dieses zu seinem Nutzen verwendet Zeugenaussagen ergiebt sich, daß H. allerdings Geld angenommen, aber auch, wie die ßoffpf?"* zugeben muß, öfters"" oft das geschah und wie yow nw vre.ft in dieser Weise der Kasse zugeführt worden' konnte nicht festgestellt werden. Der Angeuaa_ Verfahren mit den Gewohnhetten der Badegal erst nach dem Bade ein Handtuch verlangen- sei er solchen Wünschen nachgekommen. i konnte unter diesen Umständen die Anklage wq y halten; er beantragte die Freisprechung, auf&}~jg Hof unter dem Hinweis, daß in den Ilnregem� , eiliger Ernst w ie gleiche Stimm vortet wird. Au .'ezettel, den man terwindet, mag äldes Lächeln da seine Pflichten zi renst, sondern eins So ganz durck muß der Hand äflszimmer eines Ursache hatte, de war zeigte sich' änigkeit beflissen iikenmuth, fich n. Der in dem [merkte dies un ;, dem Handlung "sten.„Sie find »uvmann unter gesagt, die H ornrede mit ein ehorsains berecht ' er Schutzmann deendet, als d den Deckel aus Jetzt konnte abstchtigte war, ye wurde angl „Verübung gr en Mandate -II» VUQ III VC II P•- kein Beweis für die behaupteten Unterschlagung* den könne, auch erkannte.___ �- SUIPS adame# L f Schlag ins Gestchl, vax das Blut aus Es sammelten fick einige Passanten an, und or„ far, Wächter notitte sich das sttationale des Stuv. him StnTT aiir Ylni-irt- Tli-'CRnfii«4ht.bKfbC eil Ausdrücke, und dieser„gel Schlag ins Geficht, daß das den Fall zur Anzeige. Die'Polizeibehörde befehl in Höhe J50N 30 M. ev. 6 Tage � IM n . von dem irt ehr gefunden, d end gewesen,, le Verhandlunl durch seine Abi ts neues. Fef ann und den «NN G. in der ückficht hierauf g.„Grober Menschenmei Assessor Blun auf richterliche Entscheidung anttug.. er sein Verhalten mit der Erregung, in vn Beleidigung" des Mädchens versetzt habe; ver aber der Meinung, daß ein„gebildeter" NW regung nicht zu einer Handlung hinreißen wn. geeignet ist, die öffentliche Ruhe und Ordmw� er die von der Polizeibehörde bemessene&_ niedrig, als zu hoch erachtete, vermtheilte er jj' itetigkeU" nicht c wegen dieses groben Unfugs ebenfalls zu Jwon daraus heri Haft.. n Ancht ve.übt Wegen widerrechtlicher war dem bekannten früheren Major a. �._ befehl über 100 M. zugesandt worden, terliche Entscheidung anrief. Vor dem lung 98, wurde Herr Hintze auf Antrag des Rechtsanwalts Dr. Meschelsohn, von � freigesprochen, da derselbe unter Beweis steu die Einladung zu einer BezirksversamwUM" „Vorfitzender, Major a. D. Hintze" vielmehr von dem Sekretär des Vereins, mächtigung des Beklagten geschehen sei.(c"j bekanntlich der Offizier-charakter entzogen''..x o- fichtsdehörde in der Unterzeichnung:*7 maßung des Majortitels und erließ de* Gegen das freisprechende Erkenntniß W die Berufung ein, über welche gestern die � des Landgerichts I Termin angesetzt Hott«- der Vettheidiger Dr. Meschelsohn den t®,» aefübtten Beweis wieder antrat, so ver«*, Berufung und bestätigte das freisprechen� TW wichtiger©rnndfach beftenernng ist in einem Verwaltungsl» anwalts M. zu Charlottenburg gegen 0. vom Verwaltungsgericht festgestellt wo� �st in Ausübung seiner Praxis als Rechi� Geschäftsbureaux, wohnte aber mit lernen� gp all v�/cicwus irvuicuuA,, ivvyiut uvet u»»«>'V lottenburg. Der hiesige Magistrat zog° seines Einkommens zur Berliner Ko«. pi motivitte dies damit, daß M. windesten nahmen aus seiner Praxis, also aus fem � i Gewerde beziehe. M. wandte hiergegen ales uu •®*-rg Ab it strebsamer H, ht, hat in seine der Arbeiter ti [t er darin u. che In du st nge Arbeit o der Sozialist! Viktor Ad . ein Arbe r Georg Adle W- Jetzt sa ÄiSfe 'er finanzielle> .Karcher u. Wi " Die Firma ezweige und herrscht un durch die fige Rechtsam Lohnes zugel e, geg» jCharlottenburg wobne und hier von seinem vollen Ein> H besteuert werde. Das Oberverwaltungsgericht entschied lsten M.'s, da die Einnahmen aus der Rechtsanwalts- „- �oiariats-Proxis nicht als Einnahmen aus einem Gewerbe» baue owg zu betrachten seien: aber nur in letzterem Falle wäre allen. yrStsteueruna eines Theilcs des Einkommens seitens der )Oll m ige.t Kommune berechtigt gewesen.— Die Tragweite dieser l m s..idung ist für die Berliner Kommunalsteuer eine bedeutende. MauerhoN«r Rechtsanwälte und alle diejenigen, deren Beschäftigung gruder, Gewerbebetrieb anzusehen ist, können demnach ihre kelstrahe a�aume in Berlin unterhalten, ohne zur Kommunal-Ein- izüglicm A» Meuer herangezogen weiden zu können, so lange fie I L. Mcnt Berlins wohnen; namentlich auch für Aerzte dürfte af die TcMinziv Geltung haben. , VerMM»g dem Rricho-Uerstcherungsamt. Auf einer Zeche eß deshalo°>lbcrgamtsdezirk Breslau hatte der Bergmann H. bei dem ' n erhebliche Verletzungen erlitten. Räch beendetem Heil» veitercr'�en wurde er von der Grubcnverwaltung als Schreiber, ilsohn gaM r sich nach seiner Vorbildung qualifizirte, gegen die Hälfte :r GeschabGluheren Lohns beschäftigt. Unter Berücksichtigung dieses zaltschast, leides stellte die Sektion V der Knappschafts-Bemfsgenoffen- >b.— Dr durch Bescheid die Rente fest, worüber beschwert, H. Be» der L. erhob und,� vom Schiedsgericht zu Breslau abgewiesen, konnte diese Rekurs ergriff. Das Reichs-Vcrsicherungsamt verwarf den- eil ihm die%rii folgender Ausführung: Die Auffaffung des Klägers genau beMJJinige, daß die Rente lediglich nach seiner körperlichen M. MttWenheit, speziell danach zu bemessen sei, wie weit er noch »bald dies noN Arbeit tauglich, bei welcher er verunglückt sei. Die Rente habe den~°mehr nach den Grsammtverhältniffcn des Klägers zu be- idrr MÄnkiii n und von diesem Gesichtspunkt aus erscheint die zu. en wie bll ve Rente ausreichend. inrnen sei,»vaunschmeig, 24. Juli.(Freigesprochen.) Am 27. Febr. nicht zM wurde der Zigarrenarbeiter Joseph Rechtmann von der • hm irrer des Landgerichts wegen Beihilfe zur Verbreitung ncr Dmckschristen zu 1 Monat Gefangnih unter Anrcch- »er Untersuchungshast vcruriheilt. Das Vergehen wurde io' Annahme zweier verbotener Licderhefte in der Absicht der f. LA M NS qz • Wotbi ��che auf Freisprechung erkannte. llw VJwi' Mrrlrchstcn Ferertagskleide, schüttele den Staub von Deinen ahlg wa-- x, und laffe Dich von t chaudern der Ehrfurcht durchzittern, ' ks grlt...... ja, was gilt es? Das Geschäfts ten Prob!» �r eines PolLer-Kommissoriats zu� betreten! Also Achtung! schon einin« defitzt. 3s nit dem zur Erledigung der noch heute vorliegenden zahlreichen Auf- träge dauernd fortbelchäftiaen zu können- Die Fallitmasse wird in der Höhe von 4 Mill. Mark angegeben. Rachdem die gleichfalls in Ars ctablirten„Lothringer Eisenwerke" schon seit Jahren mit schweren Verlusten in sehr verringertem Umfange nur eben noch so fortbetrieben werden, das Hüttenwerk Rooeant bereits längst drachliegt und kürzlich auch deffen Hochofen künstlich in die Luft gesprengt wurde, scheint die E i s e n i n d u st r i e an der Mosel oderhalb Metz dent völligen Ruin nahegeruckt.— Schöne Aussichten für die Eiscnarbeiter!- Aeberlanger Arbeitstag rurnirt bis Arberter körperlich und geistig, überlanger Arbeitstag ist eine reiche Quelle von V e r u n g l ü ck u n g e n. Die Unfallstatistik würde nrcht solch bedenklich hohe 3>ffern aufweisen, wenn die Arbeiter hinreichend KS N schrift der Ziegeleiberufsgenossenschaft, die Ueberarbeit als Mitursache der gegen früher gestiegenen Zahl von Unfällen während der Bctriedsthätigkeit angeben. Es handelt sich um das Jahr 1887, in welchem Jahre die Nachfrage nach Ziegeln gewaltig gestiegen war. Anstatt nun eine größere Anzahl Arbeiter- und es grebt ia brot- lose Arbeiter genug- einzustellen, wurde ein- fach die Arbeitszeit der beschäftigten„Hände" kraft der Herrenrechte, die das Kapital auf seine Arbeiter hat, ohne vre! Federlesen verlängert. Es fanden aber au» in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 1887 dreißig Betriebsunfälle mrt tödtlichcm Ausgang statt, während vom 1. Januar 1886 bis 1. April 1887, in einer 2% mal so langen Periode nur 32 solcher Unfälle sich zugetragen haben. Aber trotzdem sträuben sich unsere deutschen Bourgeois wüthend gegen einen Maximalarbeitstag. Im Krosshrrzogthum Kaden waren, nach dem statistr- scheu Jahrbuch für das Großherzogihum Baden, in Fabriken im Jahre 1885 nicht weniger als 1734 Kinder beschäftigt. Jugend- liche Arbeiter im Alter von 14—16 Jahren gab es im Jahre 1876 5330, im Jahre 1885 aber 7679. •Äf sei nicht i' itrag dcs » die@i »schlag früher gegästen »r dann an der Ki ademeisicl » maßte . Hiccd der gebr-� mmen nii>° i hanlieu®, greifst, geschätzler Leser, und' Du wirst es uns lohnen, rvehl einem aus solchrm Gemache entgegen vie gleiche Stimmung atbmen dle Worte, durck die einem mottet wird. Auch unerschütterlich ist dieser Ernst. Der ezcttel, den man mit geziemender Demuih zu überreichen PWNWW So ganz durchdrungen von den eben erörterten Heils- muß der Handlungsbefliffene B., der eines Tages das ättszimmer eines hiesigen Polizei. Kommissariats aufzu- Ursache hatte, doch wohl nickt gewesen sein. Beim Her in- ?ar zeigte sich der Handlungsbeflessene auch der nölhigcn «nrgkelt beflissen. Aber beim Hinausgehen, dahatte er den 'kenmuth, sich bereits vor der Thür mit seinem Hut zu !" oem Zimmer anwesende Schutzmann, Namens iencn M�Aemerkte dies und verabsäumte nicht, in düsterem Tone, »für ba-V% dem Handlungsbcfliffencn den Standpunkt gehörig klar adet badll»..Me».„Sre sind hier nicht beim Dorfschulzen!" meinte lllerdwö�. i»� �utzmann unter anderem, eine Bemerkung, über die, bei- , Herren Gemeindevorsteher gerade keinen e> avgcklillrrbnden Grund haben. besonders entzückt zu sein. Der -samwsiuvstngsbefliffene hörte, seinen Deckel in der Hand, die Mahn- ttt. Mnrede mrt einer zu der Hoffnung auf köstliche Früchte horsains berechtigenden Unterivürfigkeit an. Kaum aber er Schutzmann sein gesprochenes Bricfchen an die Ko- beendet, als der Handlungsbeflissene sich mit hörbarem den Deckel auf den Kopf trieb und dann erst der Thür Jetzt konnte ein Zweifel darüber, ob die UnHöflichkeit bsichtrgte war, nicht mehr bestehen. Der Handlungs- n Unregelw�e wurde angehalten und„zur Bestrafung notirt". t-rschlagunp»„Verubung groben Unfugs" wurde B. mit einem der jtftten Mandate bedacht. Er erhob Widerspruch und rAat«# W3i»ont Schöffengericht freigesprochen. Gegen dieses Er- ,g nrobenl1';��, jegte die Staatsanwaltschaft Berufung ein, worauf das LtlbUicht�das Erkenntniß vernichtete und die Sache zur noch» ».%«WK sondern lediglich eine formelle. Der Richter, unter �' Leitung das erste Erkenntniß gefällt worden, Amts- Adamcztjk, war, wenige Stunden, �nachdem dies Derewe»«d NersammluRk�n In der öffentllcken Generakversawmlung de» Maurer Kerlins«nd Umgegend, welche am 24. d. Mts. im überfüllten Nieft'schen Saale(Weberstr. 17) unter Leitung des Herrn Grothmann stattfand, erfolgte die Berichterstattung über die Lage und den Verlauf des pattiellen Streiks. Nach- dem, um nur einigermaßen Platz zu schassen, Tische und Stühle aus dem Saale entfernt worden waren, nahm zur Bericht- erstattung das Wort Herr Fiedler. Derselbe sprach gleich dem Vorsitzenden seine Freude aus über die imposante Versammlung, welche der beste Beweis dafür sei, daß die Maurer gewillt seien, den in der Tonhalle gefaßten Beschluß durchzuführen. Der Verlauf der Arbeitseinstellung sei ein glänzender. Eine genaue und eingehende Berichterstattung war der Lohnkommisfion nicht [ möglich, da die Berichte von den einzelnen Bauten sehr Mangel- Haft eingegangen sind. Am nächsten Donnerstag(heute) findet im Winiergerten abermals eine Versammlung statt und wird bis dahin ein umfaffenderer Bericht möglich sein. Herr Groth- mann konstatirte, daß auch ohne eingelaufene Berichte das Re- sultat der Arbeitseinstellung ersichtlich ein überaus günstiges ist. Zu Tausenden hätten die Maurer die Arbeit eingestellt, und namentlich sprach Herr Grothmann den jungen Kräften den Dank aus dafür, daß sie sich so energisch an der Bewegung be- theckgt haben. Lercht wurde es sern, jetzt den Generalstreik durchzufuhren, das wollen aber die Maurer nicht, fie wollen sich worden A Angeklagte Badegäste,� erlangen-' SSÄi z. auf m von dem irdischen Forum abgetreten. Er hatte keine ehr �gefunden, die Erwägungen, welche süxbas Erkenntniß i, in habe), messen«® jJf 1 heilte"™ üls zu NßSMUMZ «NN und dem Handlungsbeflissenen sich nur noch der «m G- w dem bctteffendcn Zimmer befunden hatte. uckflcht hierauf erkannte das Gericht abermals auf Frei- "T»ber Unfug kann nur öffentlich, vor einer Menschenmenge, verübt werden," meinte der Vor- e, Assessor Blumberg.„Daß der Gesetzgeber bloße„Un- lgkert" nicht als groben Unfug aufgefaßt wiffen will, daraus hervor, daß er für ein solches Thun, wenn � v l verübt wird, desondere Strafbestimmungen ge- M . gen. ist?■ eß des verivott. f. ««d Arbeiterbewegung. » .'null, lese das 7. Heft der Annale» des Deut- �Reichs, herausgegeben von Dr. Georg Hirth und Dr. �eydel. Fahrgang 1888, S. 498 nach! nerwunschte» Aufsrhen, schreibt die„Allgem. Ztg.", >er nnanzielle Zusammenbruch des großen Eisenhütten- „Karcher u. Westermann" im benachbarten Ars an der l. Die Firma galt als eine der solidesten in diesem ezweige und war vollauf beschäftigt. Begreifliche Auf- ÄP* unter den 650 Arbeitern dcs Werkes. 55 2 bescheiden und zufrieden sein mit der Durchführung der Forde- rungen von 1885. In Ruhe und größter Ordnung sei die Be- wexung zu Ende zu führen, uni jedermann und namentlich den Jnnungcmeistern zu zeigen, daß die Arbeiter Bildung defitzen. Cme Organisation bezüglich der Leitung der Bewegung sei dringend nothwendig, damit ein Jeder wisse, wohin er sich zu wenden habe. Während der Versammlung liefen noch unaus- gesetzt Meldungen von erfolgteir Ardeitseinstellungen ein. Herr Schmidt wandte sich ebenfalls wie Herr Grothmann in scharfen Auseinandersetzungen gegen die Akkordarbeit, welche von der„Baugermks- Zeitung" so sehr gerühmt werde. Die Akkordarbeit habe zwar schon sehr nachgelassen in Berlin, doch ser es Pflicht der Maurer, immer und immer gegen die Akkordarbeit vorzugehen. Er sei zwar kein Freund von partiellen Streiks, doch da die Sache einmal so großattig angefangen sei. muffe sie auch großartig zu Ende geführt werden, und wünschte derselbe der Bewegung das beste Gedeihen. In Anbetracht der überwältigenden Hitze wurde die Diskusston möglichst einge- schränkt. Herr Grothmann befürwortete noch, sich nicht in Gegensatz mit dem bauenden Publikum zu setzen und auch den humanen Meistern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen, und hoffte er, daß in längstens 14 Tagen die Forderungen durchgeführt sein werden. Durch die Baupolizciordnung, welche diejenigen Bauten, welche am 1. Oktober nicht fertig sind, am 1. April n. I. nicht beziehbar macht, sei den Maurern ein großer Rück- halt geboten. Dadurch würde es möglich, auch im Winter Arbeit zu haben und um so sicherer würden dann die Häuser werden, wenn fie nicht mit Ueberhastung fertig gestellt würden. Den Maurern würde dies keineswegs schaden. Herr Groth- mann schlug sodann die Wahl einer Person für die Dauer des Streiks vor, um die Streikgeschäfte zu besorgen. Dieser Vor- schlag wurde vielfach unterstützt. Herr Huth zog seinen Anttag auf 3 Personen zurück. Herr Schmidt befürwortete dagegen die Besoldung der zu wählenden Person. Gewählt wurde schließ- lich Herr Fiedler auf 8 Tage. Zur Annahme gelangte folgende Resolution:„Da unsere Bewegung eine gute ist, möge die Versammlung beschließen, alle in der„Tonhalle" gefaßten Be- schlüsse voll und ganz aufrecht zu erhalten, als da sind: Die Ueberstunden-, Sonntags- und Akkordarbeit ist ganz zu be- seitigen und da, wo der Stundenlohn von 50 Pf. nicht gezahlt wird, soll die Arbeit niedergelegt werden." Das Streikdureau befindet sich vorerst Beuthstr. 10 bei Scholz.— Nächste Ver- sammlung heute(Donnerstag) Abend im Wintergarten.— Mit einem Hoch auf das Gelingen und den guten Fortgang der Bewegung wurde die Versammlung geschlossen. Der Yerein zur Mahrnng d«r Interesse« der Schuhmacher und verwandten Berussgenoffen hrelt am 23. d. M. im „Königstadt-Kasino" seine zweite Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung stand: 1. Kassenbericht. 2. Wahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes. Der Kassenbericht wies eine Ge- sammteinnahme von 1012,93 M. und eine Ausgabe von 854,20 M. auf. Es verbleibt somit ein Ueberschuß von 158,23 M. Unter den Ausgaben befinden sich u. a. folgende Posten: 434 M. zur Schuhmacher-Lohnbewegung. 100 M. für die streikenden Weber in Neumünster, 50 M. für die Hamburger Trschler; 51 M. für die Berliner Schmiede und 25 M. für die Lerpzrger Stein- metzen, Unterstützung für Zugereiste 17,40 M. In den Vor- stand wurden gewählt die Herren Klmger, 1. Vorsitzender; Suß- maier, 2. Vorsitzender; Avamizak, Kasstrer; Herrn. Krause. Schriftführer; Max Baginski, L. Strandt und Pommer als Revisoren. Auch die Arbeitsoermittlungs-Kommisston wurde durch die Wahl der Herren Feske und Giese ergänzt. Ein Antrag, den§ 3 des Statuts mit einem Zusatz zu verseben, wurde an- genommen. Zu„Velschiedenes" führte Herr Chttstensen aus, daß eine Verfügung des konrgl. Polrzei-Prasidenten der hiesigen Schubmacher-Jnnung das Recht verleihe, alle Schuhmacher zu den Beiträgen der Innung heranzuziehen. Redner detonte, daß man hierzu unbedingt Stellung nehmen müsse, da es ein unge- rechtfettigtes Verlangen sei, die Arbeiter ,u Beittagen für ein Institut heranzuziehen, welches den Arbeitern in jeder Hinsicht feindlich gegenüber steht. Alsdann wurde noch bekannt gegeben, daß am 12. August eine Pattie(mit Familien) nach Finkenkrug stattfinden soll. Mit einem dreifachen Hoch auf das fernere Ge- deihen des Vereins wurde die Versammlung geschloffen. Der Derei« Kerliner Droschkenkntfcher hielt sein« zwette diesjähttge vietteljährliche Mitgliederversammlung am 24. d. M. im großen Saale des Handwerkervereins, Sophien- straße 15 ab. Der vom Vorsttzenden, Herrn Schütte, erstattete Bettcht über die Thätigkeit des Vorstandes im abgelaufenen Äietteljahre war ein Beweis für das erfolgreiche Wirken des Vereins. Dem Bettchte zufolge wurden im abgelaufenen Viettel- jähre im Vereinsbureau, Schützenstraße 53, 149 Protokolle in Fahwelder- Angelegenheiten zwischen Fahrgästen und Mitgliedern des Vereins aufgenommen, von welchen 53 in Güte erledigt wurden. In Strafsachen wurden 37 Widersprüche auf polizeiliche Verfügungen und gettchtliche Strafbefehle angefertigt. Die geschaffene Einrichtung eines Rechtsschutzes für Vereinsmttglieder bat sich als sehr segensreich eriviesen. Der Vereinssyndikus, Rechtsanwalt Dr. Friedman», wurde in 29 Fällen konsultirt, außerdem bat derselbe verschiedene Male erfolgreich als Vetthei- diger vor Gericht fungirt und leistete hierfür der Verein vor- schußweise die gesetzlichen Gebühren. In das vom Verein selbst- ständig unterhaltene Fundbureau wurden im verflossenen Viertel» jähre 241 Fundgegenstände eingeliefett. Von diesen wurden 123 von den Verlierem reklamirt und dafür von diesen 386,75 Mark Finderlohn gezahlt, welche die Finder a rsbezahtt er» hielten. Auch waren verschiedentlich Meldungen über zuviel er- baltenes Fahrgeld seitens der Droschkenkutscher eingegangen. Die eingeschttcbene Mitgliederzahl betrug am 1. April d. 1. 1979, ultimo Juni 2059, hat sich mithin um 80 vermehrt. Im Dienstnachweis des Vereins wurden von 105 gemeldeten Stellen 87 durch Vereins Mitglied er besetzt. Die Einnahmen pr. II. Quartal betrugen 1864,95 M, die Ausgaben 1784,75 M., Bestand pr. ultimo Juni 1414,74 M. Der Unterstützungsfonds erzielte eine Einnahme von 26,20 M. Verschiedene Unterstützungen wurden gewährt. Nach dem Bericht der Kaffenrevisoren wurde dem Vorstande Decharge ettheilt. Nachdem erstatteten die Delmirten zur Leipziger Bannerweihe Bettcht über dieselbe. Der Verein ist dottseldst vettreten worden. Beschloffen wurde ferner, wie alljährlich, so auch in diesem Jahre eine Landpartie zu veranstalten und zwar diesmal nach dem Grunewald. Dieselbe findet statt am Freitag, den 3. August. Billets find nur im Verelnsbureau, Schützenstraße 58, zu haben. Zum Schlüsse wurden interne Vereinsangelegenheiten verhandeit. Die Kranken-«nd Kegräbnißkasse de« Newrn» sammtticher Kernfsklassen Berlin> hält Sonnabend, den 28. d. M., Abends 8 Uhr. Blumenstraße 78 bei Wollschlä ,er eine Versammlung ab. Neue Mitglieder werden in jeder Ver- sammlung, sowie zu jeder Tageszeit beim Vorfitzenden Sasse, tzasenhaide 48, und beim Kasstrer Schilling, Koppenstraße 48, aufgenommen. Gesang-. Turn-«nd gesellige N ereine ete. am Donnerstag- Männergesangverein„Lätitia" Abends 9 Uhr ia Vettin's Restaurant, Veteranenstt. 19.— Gesangverein„Breyel» schluß" Abends 3t Uhr im Restaurant Schumann, Alte Jakob» straße 38.— Männergesangverein„Nordstern" Abends 9Uhr im Restaurant Jacob, Lindowerstt. 26.— Schäfer'scher Gesang» verein„der Elfer". Abends 9Uhr bei Wolf u.Krüger, Skakyer» straße 126, Gesang.— Gesangverein„Vlüthenkranz Abends 9 Uhr im Restaurant Dresdenersttaße 40.—„Freva, Gesangverein der freireligiösen Gemeinde, Abends 8t Uhr Neue Friedrichstraße 35, Saal 3.— Männewesangverein „Alexander" Abends 9 Uhr im Restaurant Rose, Straußberger- straße 3.— Männergesangverein„Liedesfreiheit" Abends 9« Uhr im Restaurant Siemund, Linienstt. 8.— Gesangverein Männerchor „St. Urban" Abends 9 Uhr Ritterstr. 105.- Gesangverein „Deutsche Liedertafel" Abends 9 Uhr Köpnickerstr. 100.- Turn verein„Hasenhaide"(Lehrlings-Abthcilung) Abends 8 Uhr Diessenbachstt. 60—61.—„Berliner Turngenossenschaft"(7. Lehr» lings-Äbtheilung) Abends 8 Uhr in der städtischen Turnhalle. Britzerstraße 17—18;— desgl. 6. Männer- Abtheilung Abends 8 Uhr in der städtischen Tumhalle, Gubener- straße 51.— Lübecksschcr Turnverein(Männer- Abtheilung) Abends 8 Uhr Elisabethstraße 57,58.- Allg. Arends'sche Stenographenverein, Äbth.„Louisenstadt", Abends 8j Uhr im Restaurant Preuß, Oranienstraße 51.— Arends'scher Stenographenverein„Phalanx" Abends 8t Uhr im Restaurant„Zum Buckower Gatten", Buckowerstraße 9.- Berliner Steno- graphen- Verein(System Arends) Abends 9 Uhr im Restaurant Fnednchstraße 203.- Stolze'scher Steno- graphen-Verern„Nord-Berlin" Abends 9 Uhr Schlcgelsttaße 44. — Verein der Naturfreunde" Abends 9 Uhr im Restaurant Wienerstraße 35.- Verein der Unruhstädter Abends 8 Uhr im„Königstadt-Kasino", Holzmarktstraße 72.— Rauch- Hub.�lernspitze" Abends 84 Uhr im Restaurant, Holz» marktsiraße 44.— Rauchtlub„Arcona" Abends 9 Uhr ber Brandt, Forsterstraße, Ecke der Reichcnbergcrstraße. - Rauchklub„Dezimalwaage" Abends 8t Uhr im Restaurant, Memelersttaße 82.— Rauchklub ,,Vorwätts"Ab> 9 Uhr bei Herrn Tempel, Restaurant„Zum Ambos"" lauerstraße 27.—„Orientalischer Rauchklub" Abends im Restaurant Wiechett, Oranienstraße 8. 9 ends Bres» Uhr Kleine Mittheiwnsen. -C Leipzig, 24. Juli. Ein harmloser Trinlspruch, den man über dem Eingänge eines im alterthümlichen Geschmack neu ge- bauten Hauses der Klostergasse, welches dazu bestimmt ist. eure größere Bierwirthschaft m sich aufzunehmen, hatte einmeißeln laffen, hat, wre der„Voss. Ztg. geschrieben wird, der Geisllich- iüüi verlangt.— Wrr Sachsen sein helle! Würzen» 23. Juli. Eine heitere Jagdgeschichte ereignete sich vergangenen Freitag rn dem Nachbardorfe K. In Würzen hatte an diesem Tage ein Verein ein Sommerfest abgehalten, mit dem allerhand Belustigungen verbunden waren. Unter anderm ließ man einen Luftballon aufsteigen, der die Form und das Aussehen eines Elephanten hatte. Das Ungethüm stieg in dre Lüfte und wurde nach dem Dorfe K. gettteben. Dort waren Abends gegen ,9 Uhr ein Bauer mit seiner Ehehälfte auf dem Weizenfelde beschäftigt. Beide bemerkten plötzlich, daß sich ein großes Thier aus der Lust auf das Weizenfeld herab- ließ. Zitternd und angsterfüllt erlte das bäuerliche Paar in das Dorf und schlug Larm. Die Dorfbewohner erfahren nwl c\ j P» auf de>n Weizenfelde zugetragen. Mit Hacken und anderen Gerathen bewaffnet, zieht das halbe Dorf hinaus auf das Feld; voran ein Mann mrt emem geladenen Gewehre. An das Weizenfeld heran» Der beherzte Mann mit der Flinte legte an und schoß auf das Tmer. Aber noch immer bewegte sich das letztere und immer entsetzter wurden die Gemüther der Angreifenden. Da krachte noch ein zweiter Schuß, und das große wilde Thier hatte in seinen Bewegungen aufgehört. Nun stürzten die diederm Dorf- bewohner mit ihren Hacken auf dasselbe los— aber wer malt das Erstaunen derselben auf ihren Gesichtern, als sie aus dem Thiere Papicrfetzen herausschlagen! Das war also das vermeint» liche wilde überirdische Thier! Ruhig zog die kriegerische Schaar in das Dorf zurück. � Ravitfch. 23. Juli. Ueber einen im hiesigen Postgebäude verübten großen Diebstahl beuchtet das„Raw. Kreisbl." fol» gendes: Am Schlüsse des Dienstes am gestttgen Abend waren in Verwahrung des Postamtes größere Summen, unter anderem drtt Tonnchen mit Srldergeld, welche für die hiesige Milttär- deHorde bestimmt waren, außerdem größere Summen in Gold- und Papier, sowie Posiwcrthstücke, deklarilte und undcNarirte, darunter auch ein Geldbrief über 1065 M., adrcsürt an die hiesige Firma Adolf Pollach Ter dienstthucndc Obelbeamte schlotz das Geld und die Wertbstücke in einem diesem Zwecke dienenden, mit Eisen ausgeschlagenen kleinen Schrank, der einen doppelten Verschluß besitzt. Zur Bei sehung des Ziachtdienstes und der Nachtwache blieb ein Beamter nebst zwei Unterbeamten im Postgebäude anwesend. Tie Ankunft der Zuge 1,21 und 8,51 Morgens bringt es bringt es mit sich, daß nur ein Unterbeamter in den Diensträumen anwesend bleibt, während der Oberbeamte mit dem »weiten Unterbeamten zur Beförderung der Poststücke nach dem Bahnhofe fährt. Während der Abwesenheit dieser scheint der Tiebstahl jedenfalls verübt worden zu sein, und zwar mittelst Nochfchlüffel, da die Schlösser an den Thüren wie an dem Schrank, der die Gelder enthielt, keine Verletzungen aufwiesen. Der Dieb deschränkte sich darauf, das leicht transportadle Gold, etwas Papiergeld und einige Postwerthstücke mit sich zu nehmen, während er die Tönnchen mit dem Srlbergeld unberührt ließ. Morgens 5% Uhr wurde das Fehlen der qu. Stücke bemerkt und alsbald die hiesige Polizeiverwaltung, die Staatsanwalt- sckaft in Lissa und die Oberpostvirektion in Posen benachrichtigt. Die drei in der Stacht anwesend gewesenen Beamten wurden sofort einem Verhör unterzogen, welches nichts wesentliches zur Ermittelung des Diebstahl ergab, worauf dieselben in Unter- suchungshaft genommen wurden. Mainz, 24. Juli. Der Deserteur eines hiesigen Regiments verübte gestern Nachmittag in dem Augenblick, als er festge- nommen werden sollte, ein Attentat auf einen Schutzmann. Ein Feldwebel und ein Schutzmann wollten den Soldaten, der in voller Uniform über die Straße ging, entwaffnen; in diesem Augenblick zog der Soldat sein kurzes Seitengewehr, hieb damit dem Schutzmann über den Kopf und stach ihm in dm Oder- schenkel. Alsbald überwältigt, wurde der Deserteur in eine nah? gelegene Kaserne gebracht...„ Ebingen, 21. Juli.(Ein Opfer des Heimwehs.) Letzte Woche nahm ein hier in Dienst stehendes Mädchen von Neu- bulach den im Waffe: aufgelöstm Phosphor einer Schachtel Zündhölzchen, nicht in selbstmörderischer Absicht, sondern nur um krank zu werden, weil sie wähnte, daß alsdann ihre Estern sie wieder heimnehmen würden. Das Mädchen litt näm- lich sehr an Heimweh. Als sich nach mehreren Tagm die Folgen der Vergiftung immer mehr bemerklich machten, gestand sie Ver- wandtm, bei denen sie Aufnahme gefunden, ihre unselige That. Man rief alsbald den Arzt, aber seine Kunst kam zu spät; nach zwei weiteren Tagen erlag das Mädchen seinen Leiden. Gumbsheim, 21. Juli.(Ein freiwilliger Hungerleider.) Erst vierzehn Tagm war der hiesige verwrttwete 70 jährige Anton Schröder, welcher mit seiner Schwester gemeinsamen Haushalt führte, spurlos verschwunden, ohne daß es trotz alles Suchms gelungen wäre, eine Spur von demselben zu entdecken. Ganz unerwartet ttaf gestern ein hiesiger Bäcker diesen Sonder- ling, welcher einen freiwilligen Hungettod suchte und während vierzehn Tagm nichts als Waffer zu sich genommen hatte, auf einem Haufen Streuwerk liegend an. Der Lebensmüde wurde, nachdem er die von seinem Lebensretter erhaltenen zwei Eier verzehrt hatte, in ganz ermattetem Zustande auf einem Wagen nach Hause gebracht. Von einer etwaigen Geistesstörung war bei dem Lebensmüden vorher nichts zu merken. Kopftuge«, 23. Juli.(Ein vierfacher Mord.) In dem bmachbarten Oberdorf hat heute frü� die Bewohner der Stadt in heftige Aufregung versetzt. Der Schuhmachermeister Brenner dort hat in der vergangenen Stacht 3 Uhr seine Frau und seine drei Kinder im Alter von 4—8 Jahren in den Betten durch Schnitte und Sttche in Hals und Kopf mit einem sogenannten Schusterskneipen getödtet. Ein dreizehnjähriger Knabe, den Brmner unentgeltlich in Pflege genommen, lief, um dem Messer zu entgehen, in das nebenanliegende Zimmer des Gesellen. Brenner rief den Knaben zurück, da d rselbe aber nicht folgen wollte, stand der wohl nur einen Streit vermuthende Geselle auf und begegnete seinem Meister im Hausflur. Den Gesellen erblickend, nef ihm B. zu, „daß er nicht mehr länger leben könne", und entfernte sich rasch aus dem Haus. B., welcher am Tag zuvor mit Frau und K ndern spazieren ging und am Abend noch im Wirthehaus war. scheint in dieser Stacht nicht ins Bett gekommen, vielmehr unstät umhergeirrt zu sein und sodann in einem Anfalle von S bwermuth, wie sie sich bei ihm in letzter Zeit wiederholten, die grauenhafte That degangen zu haben. Die Fahndung nach ihm ist bis jetzt ohne Erfolg geblieben. �. zwßfurt, 23. Juli.(Eine seltsame Rache.) In einem Lokale mit Damenbedienung betrug sich gestern ein angetrunkener Gast, nachdem Feierabend geboten, so ungebührlich, daß er aus d.m Lokale verwiesen werden mußte. Aus Wuth hängte er nun dl« Hausthür aus, warf sie auf die Sttaße und zerttümmette das Treppengeländer. Ernüchtert wird er sich wegen Haus« sriedensdruchs und Sachbeschädigung zu verantworten haben. Pest, 23. Juli.(Selbstmord auf den Schienen.) Ein faßlicher Vorfall ereignete sich heute Vormittag nächst der rdinandsbrücke auf der Strecke der Oesterreichisch-Ungarischen taatsdahn. Eine bereits älttiche Frau warf sich dem Wiener P.rsonenzuge Nr. 15 entgegen und wurde von der Lokomotive in Stücke geriffen. Der Kopf wurde vom Rumpfe getrennt und einzelne Körpettheile wurden bis auf eine Entfernung von 25 Meter geschleudert. Die eingeleitete Untersuchung ergab, daß die Frau mit der Wittwe Karl Kollar identisch sei. Neben den Schienen wurde ein Zettel gefunden, auf welchem die Frau an» gab, daß sie ftelwillig in den Tod gehe.z Fredriksstadt. 20. Juli.(Feuersbrunst). Bei stillem Wetter brach in der vergangenen Nacht in Nielsen. Mathiesen m Co.'s Dampfhodlerei Feuer aus. Die Fabrik, die Vorraths- Häuser und großm Holzbestände gerietben in Brand, auch be- nachbarte Holzlager wurden ergriffen. Auch das deutsche Schiff Hewey"(aus Bremen), 1260 Tons gro .Hewey"(aus Bremen), 1260"Tons groß, welches Ladung für Austmlten einnahm� gerieth, wie der„Voss. Ztg." geschneben wird, in Brand. Ein Mann der Besatzung und die Frau des Kapitäns mußten sich halb bekleidet über Bord werfen. Erst am Tage gelang es, des Feuers Herr zu werden. Die verlorenen Werth« sind auf 476,000 Kronen oeranschlagt, darunter das Bcemer Schiff mit Last 130,000 Kronen. Tausende von Planken -und Brettern wurden ins Waffer geworfen und dadurch davor dewahrt, in Rauch aufzugehen. Kofta» 25. Juli.(Die Gefangenen von Bellova.) Die bulgarische Regierung hat den griechischen Agenten in Bazardjik autoristrt. mit den Räubern, welche bekanntlich einen griechischen und einen österreichischen Agenten in Bellova gefangen hatten und ein Lösegeld nebst Waffen und Munstion verlangen, wegen drs Lösegeldes zu verhandeln, während sie ldie Regierung) ffch die Waffen- und Munition-Forderung vorbehalte. Man hoffe, die Befreiung der Gefangenen bald zu erreichen. Ferner hätten der österreichische sowie der griechische Agent an die Regierung das Ersuchen gerichtet, baldmöglichst die zur Befreiung der Gefangenen unternommenen Maßregeln ihnen mttthellen zu wollen._ Telegraphische Depesche«. (Wolff's Telegraphen-Bureau.) Liuttdiws« Mittwoch 25. Juli. Der Postdampfer„Po- iaria" der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Aktiengesellschast ist, von Newyork kommend, heute früh 8 Uhr auf der Elbe ein- grtro�en�, 25. Juli. Wie einige Blätter wissen wollen, hätte General Baldiffera den ftanzösischen Vizekonsul in Maffauah aufgefordert, die Beziehungen zu dem Oderkom- wando einzustellen, weil er nicht das Exequator, sondern nur ein von der Türkei anerkanntes Diplom befitze. Loudo«, Msttwoch, 25. Juli. Der Deputirte für Ros- common, O'Kclly(Stationaltst) ist in der vergangenen Stacht unter der Beschuldigung, zum Boykoitiren in Irland aufgereizt zu haben, hier verbaftel und heute früh unter polizeilicher Begleitung nach Dublin gebracht worden. Kriefkasten der Redaktion. v«i anfragen Sitten wir die ZlbonnementS-Ouittung beizufügen. Brieflich« Antwort wird nicht ertheilt. K. P. I. I. 1. Eine Eingabe an die Staatsanwaltschaft um Slrafauflchub würde jedenfalls Erfolg haben. Rechtsanwalt nicht erforderlich. 2. Die gesetzliche Gebühr des Anwalts für eine Vertbeidigung vor dem Schöffengericht beträgt 12 Mark, vor der Strafkammer 20 Mark. 3. Der Menn haftet für die Gerichtskosten, außer wenn die Strafe eine solche ist, wegen derer die Ehescheidung verlangt werden kann. Karl Rudolph. Wenn die Strafe am 31. März rechts- kräftig feststand, ist sie durch die Amnestie erlassen. M. 50. Der Uhrmacher, der die Uhr in gutem Glauben 4um Pfände genommen hat, ist nur gegen Zahlung dessen, was er darauf gegeben, zur Herausgabe an Sie verpflichtet. Wegen des Ihnen hierdurch erwachsenden Schadens können Sie sich an den Verpfänder halten. F. A. 100 Iionskirchstraffe. Hat der Erblasser zwei Kinder hinterlassen, von denen er das eine auf den Pflichttheil gesetzt hat, so beträgt dieser nach märkischem Recht'/« des Nachlasses. Unter Nachlaß versteht man alles, was der Erblasser hinterlassen bat, also auch Betten und Hausrath. Ä03 Frirdrichobrrg. Die Gewerbedeputation hat sich unseres Erachtens mit Unrecht deshalb für unzuständig erklärt, w.il Ihr fiüh.rcr Pcinz'pal jetzt von Berlin ...._____ zuständigen klagen. Welche Behörde das ist, wird Ihnen da auf Verlangen msttheilen. Markthall»»-Spricht von Z. Verlaufsvermittler. Berlin, den 24. Juli 1888. Fleisch. Rindfleisch 28-36-45-55, KalbM Hammel 30—42—50, Schweinefleisch 30—42# Lebendes Vieh wird zum Schlachten und zum Fleisches angenommen. Schinken geräuchert vu> bis 80, Speck g. 45- 60 Pt pr. Pfund., i Butter.(Reine Naturbutter.) 1. Feinste rahm- Tafelbutter(dekannte Marken) 96—105 schmeckende Tafelbutter 85—93 M., 3. TW» 85 M., 4. feinste Koch- und Backbuttcr 75—80 R, Backbutter—75 M. pr. Ztr. Auktion täglud Vormittags. Eier 1,85-2,20-2,30 M. netto ohne W-- Kalkeier— M. pr. Schock. M Obst und Gemüse� Neue weißfleischige@Ml#eW täglich Morg beeren 7 bis 10 M., Pfefferlinge 7— 10M pr. 5"*- kohl 15-30. 2. Ziehung der 4. Klaffe 178. König!. Preuff. Lotterie. Ziehung vom!5. Juli 1888, Bormittans. S!ur die Gewinne Uber 210 Mark sind den betreffenden Nummern In Parenthese beigefügt. (Ohne Gewähr.) 42 64 218 45 815 17 427 673 88 686 722 64 823 913 40 1 035 73 108 MM »40« MS% 7M9M18 S'MnnVfÄ6«« 494 569[1500] 602 83 817 8014 107 266 96 319 470 89[500] 600 969 96 00"l 0254 47�3 656�92 798 � 1�1 094�0 353 �521 35 665 795[5000] 915 12369 425 580 824 930 48 18027 151 478 82 92 596 604 33 76 768 857 [1500] 946 14123(3000) 51 80 204 846 61 453 79 595 639 51 710 13 980 15011 67 102 215 476 678(16001 622 763 85 813 25 46 917 33 51 68 88 1 0036 147 56 78 94 317 497 715 77 843 995 1 7128 47 88 287 523 27 632 38 732 971 1*019 57 223 64[3000] 345 73 477 631 37 867 949 58 19027 103 89 247 366 437 669 721(300) 807 913 43 88. ,n_•„ 20032 300 449 612 793 96 869 21130 41 293 340 468 518 57 82 15001 95 611 777 2 2017 144 53 69 76 333 42 78 97 662 913 2 3014 79 93 109 27 86 367 406 49 90 660 865 902 24127 222 23 76 367 429 33 79 97 527 996 26153 244 417 21[30001 78 536 84 639 57 707 29 58 26056 99 220 492 97(15001 524 726 74 2 7108 207 488 549 668 750 58 802 30 993 28119 294 347 415 19 89 610 17 21 56 57 775 973 26014 105 79 219 55 372 4«3 95 526 84 768 80 892 93 97 943 30081 125 216 498 692 702 96 81021 89 73 87 229 68 74 363 427 13000] 603 22 40 13000] 873 910 54 3 2283 429 1300] 41 92 620 857 934 83025 74 113[3000] 232 302 57 458 513 56 635 72[3001 79 792 817 31132 45[500] 85 210 11 17 340 85 404 81 86 550 676 760 73 75 88 855 917 3 5000 3�3 425 29 567 723 30 831 84 909 53 77 83 36191 235 314 52 56 85 447 64 502 10 62 646 727 70 1300] 94 911 3 7087 304 15 21 43 586 11500) 638 906 39 3X009 217 113(X)i 431 818 957 3 6343 65 446 78 517 60S 739 79 98 882 961 46034 166 205 86 420[300] 27[500] 90 606 814 41[10000] 47 4 1 02149 1300] 75 190 220[1500] 78[1500] 457 541 801 57. 71 928 42010 23 60 102 49 70 233 66 385 786 855 89 4 3095 104 295 643 803 60 44040 229 36[1500] 93 392 589 679'1500) 716 70 804 47 85 957 63 45048 49 Adome 409 693 860 902 1 15034 117 40 214[5000] 322 490' 1 1 6100 237 446 50 68 81[1500] 502 897(500, 956 911; 235 473 77 548 710 17 813 23 902 118067 173 214"• „KerUn st dem wöchentlich JDas„Krrlwer ' reffen der we tteuer Berat »0086 118 268 330 419 563 79 694 776 93 885 90 • 1045 81 308 86 461 620 81 86 701 895«2290 309 614 729 59 948 88 93»3075 116 97 222 38 533 671(1' 908 46 59»4275[3000] 905»5066 220 32 42 417 7» »0184 341 97 402 10 17 581 85 601 38 839 901 16 M 333[3000] 422 27 811 54 74»8226 678 778»»041 60 327 29[3000] 604 38 750 989 e>--.. S 100071 94 375 608 623 53 760 IO 1225 361 06,A«ur den Monat 1 950 1 09221 26 418 50 81 571 695(300) 758 827 das 636 71 76 999 1 04065 307 27 456 71 636 45 88 865? 63 110 34 625 700 94 809 25 1 00140 224 1500) 36 A 71 76 914 26 1 07136 64 383 683 88 702 893 752 810 16 63 97 946[500) 99[300) 100231 43 49» 69 745 1 10189 214 315 480 671 98 759 98 843[300) Ui,„< 565 609 92 834[15001 77 1 19162 221 305 404 27[M Jntctcffl 53 jSOOO] 987@000)_»1»367.402 53p 776_831_U4'� Aß tte [leichung der Kla " ein entschiede WWW 580 684'90722 8503#* in der Bevorzug 8ur#'iwys&SLSMU'&* 820 87 408 24 761 74 80 1 25043 48 202 409 92... 639 64 819 48 57[3000] 79 977 1 26013 48 192% [15001 741 45 88 8.3 1 9 7077 79 341 50 559 612 erfüllen. Die gle 1 28062 171 81 380 83 86 480 564 602 743 68 88*' tfcm städtischen A 134 330 734 63 809 28 39 945 1»0036 53 258 77 417 549 667 720 807 87 1 3>>>. V,"1.»eutlleton 807 938 189006(500) 114 297 385 466 654 87 840% 262 74 459 533 44 622 826 944 95 I»4020 100 71 A 887 937 1 35061 69 85 99 497 616[500] 811 I3«f 325 59 428 80 524 41 78 625 870 79 1 3 5 067 202 S 45 543 11500] 50 640 766 13000] 826 27 45 956 219 415 503 39 54 63 686 88 758 804 26[500] 249 370 510 602 764 92 979 14 0070 339 445 563 650 701 53 820 26 31 I] 358 511 733 66 79 81 978 1 4 2079 293 668 88 837 11»271[1500] 399 690 635 85 778 800 27 998 I2O098 1300) 247 376 426 r)J 408|5Ö0] 17 84 539[1500] 792 866 82 926[500] 92 4 0417 544 621, 157 207 21 305[3000] 12 730 144072 91 96 120 .12 85 928 4 7008 105 66 201 63 377 6:» 768 77 80[30001 841 906 629 66 709[300] 889[500] 942 86 95 46 4 KOI 4 81[500] 120 232 334 90 89 94 742 910 4»050 269 443 554 741 46 90 840 •5«066 84 284 94 332 661 609 13000) 733 824 115001 47 5 1 025 85 236 498 707 54 803 915 5«003 169 201 16 460 505 654 92 747 87 822 940 65 5:1000 302 489 542 622 55 78 877 934 62 99 64008 III 70 381 644 719 92 97 891 914 65 55087 171 74 376 455 681 728 923 5 0024 [300] 92 118 226 310 69 528 30 48 611 13 19 22 751 862 57098 139 [300 206 312 464[300] 83 636 59 706 24 816 76 5 8006 173 300 7 31 453 521 648 779 85 93 815[1500] 35 6tt035 126 203 7 44 326[500] 56 73 76 450 587 663 973 «0122 341 460 99 631 739 97 828[300] 89 6 1 061 119 210 88 82 94 419 543 609 79 89 707[500] 74 844 969»«040 115 400 91 511 12 649 727 39 898 923 32 54«»022 77 242[3000] 53 460 63 708 23 76 921 «4128 364 67 93 484 77 90 521 819 36 75 953 66«5083 156 209 16 330 426 58 643 70 780 819 93----------- [300] 409 873(3001«7583 '6 682 Tf ( 630 768 77 80 13000! 841 8-36| 829 66 709 I3UUJ 889 ID.PUJ 942 86 95 1 45168 355 444 57 517 24 82 88 601 25 35! 911 93 140044 66 141 340 526 860 72 946 1 47162 A mm 81 682 759 992 14-077:3000] 141 209(15-10] 90# 934 149020 43 279 308 76 97 405 26 564 928 51 1503113 449 530 86 89 830 53 88 92 99 997!A 248 91 311 76 603[10000] 52 742 92 846 915 jt spannenden s Neu hinzutreten) l des Romans g DerKv»»»»»», Mark«5»f.. der Expeditwn, Bestellungen we von der Exp genommen. außerhalb gen für die R von 2 SM. 67 100158 59 381 408 650 672 844 60 1 62006 24 196 207 334 38 440 I«8017 246 13000] 68 424 66 732 13001 73 319 435 83 583 669 93 713 60 824 41 75 U99 6 877 940»1;$oy 60» 500 14 54 86 i 700 5 833 70287 350 89 457 602 32 836 97 919 31[3000] 86 7 1 025 79 349 MM" I M-------- MfM Mfl R* 833 % W*..5 und 409 36 81 547 95 643 747 811 7«089 166 82 233 95 422 4-1 506 641 725 73040 372 605[300] 51 649 814 98 973 82 7 4051 83 78 136 23s 61 80 444 670 772 98 846 965 7 5327 630 49 66 685 724 47 844 930 35 70014 68 123 52 285 91 378 455(1500) 577 688 756 933 81 77280 447 48 508 54 655 812 26 912[1500] 17 93 7M011 105 405 18[3000] 512 744 [3000] 93 878 7»131 223 356 504 18 825 55 911 82 «»012 84 137 78 82 255 465 588 824 36 68 96 929 8 1 071 83 297 323[500] 26 447 76 536 82[300] 654 766 800 38 42 929 8 2022 108 49 63 73 258 564 711 820 83017 298 391 486 593 653 71 760'1500, 84088 247 86 304 76 96 11500] 476 569 705 13 36 66 960 88 8Ä316 559 87 130001 668 78 702 12 51 86050 263 316 89 427 68 63 618 742 43 110 000) 843«87088[3000] 16t 88 343 415 33 688 720 806 42 87 934 88078 115 66 71 243 82 88 331 646 782 801 967 8»184 425 670 766 904 60 576 86(15001 63! 880 960 80[300) 91 449 68 584 616 29 832 I------------- we llen sei es eir 80 300) 91■-„tu* v" IV vv 215 44� 340�561�>7 7493�232�349 673 schuldigt, WSNN I 178129 227 52 72 328 405 16 42 585 610 42" cv„ t,., 2. Ziehung der 4. Klaffe 178. Köuigl. Preith. Lotterie. Ziehung vom ib. Juli 1888, Nackiniittags. Nur dl« Gewinne über«10 Mark sind den betreffenden Nummer» In Parenthese beigefügt. (Ohne Sewihr.) 47[300] 63 91 102 68 272 76 405 525 612 47 63 731 62 1 009 41 202 [30001 456 549 630[300] 852 926[1500]«041 54 75 319 447 530 678 833 79 940 73 86»014 16 56 119 360 65 84 488[3001 733 64 821 61 115" 77 4009 285 397 629 84 94 922 85 5050 147 73 85 380 410 82 593 623 813 6036 119 88 344 646 1500] 949 7021 94 326 800 974 8143 62 236 67[500] 577 11500] 673»033 192 267 383 418 529 80[500] 700 995 � 1 0094 185 204'300] MW» i tm M M M 228 877 418 624 737 61 803"985 16[500] 45 362 503 40 626 47 88 806 11 108 _______..... 803 985 1«049 70 84 164 93 11500] 216 28 301 414 619 49 627 63 71 715 65[3000] 971[500] 1»074 91[15001 216 68 411 57 610 646 68 99 719 895 921 37 1 4222[500] 72 448 691 697 765 832 74 86 1 5288 332 57 441 669 627 76 831 961 63 1 0126 57 381 647&57 987 I r 139 200 304 20 85 503 60 93 659 751 988 1 8090 138 278 696 731 58 825 68 919 55 1»166 222 395 435 84 91[500] 758 892 992 mmmm »0068 295 13000, 98 3; 706»«016 71 193»_ 839 902»4002 398[500] 427 83 600 10 635 46 55 91 92 713 830 83 85027 97 269 412 15 536 46 742 721500]»6010 192 201 434 97 611 17 716 25 901 11500] 76 89 3 7176 216 302 77 86 421 97 857 904 83[ 88087 455 609 19 94 721 65 82 1300) 88 826 922[500] 86«»Ol' [500] 95 103 12 234 339 1500] 573 97 728 846 .. 4«080 222 47 98[300] 364 89 411 513 24 51 763 834 43 96 41264 613 764 973 4« 228 439[300] 671 93 826 987 4 3061 82 120 541 67 700 §43 4 4047[300] 102 263 326 50 531 617 60 790 4 5020 145 316 27 46 69[300] 626 789 46070 71 376 98 491 500[3000] 71 773 836 920[1600] WM*™ 55 78 442 619 70 872 999 84 690 1 88057 85 152 763_18»044 67 199 �-�lien'.n' ewe, 814 922 27 82»«003 30 79 98 103[309] 22[15 06°.'-■ 4 l'Jen"Ur an 712 87[500] 816 921 31»7029 46 83 241 461 M'-' A' el tUen. 68 479 85t»»002 14 17 96 112 204 9 91 529 ISO»»1, 742 48 61 94 828 86. aoa 2« ffu« IO»053 86 271 80 83 546 658[3000] 85 755>at I»»053 86 271 80 83 546 658 3000 85 703» 86 509 40 58 850 88 976[300] IO«055 172 77 88-W 84 923 I»3049(3001 86 1500] 101 51 312 48 61 9% � J ""5 35(15001 426 15001 37 51 513 621 46[5001 7%«j« '3050 157 233 71 318 76 420 37 677 86 636[30%% Äff ItROrä 181 R7 MO'.rji TM flft 90i 10 HO I»7)e�U Run aber kon eine Mißernt 564[1500]' 73 907 11 55 356 77 72 517 711 17 Q 194 M 944 A9 1A1 fil 601 f" 339 1 17079 123 51 233 62 354 401 61 658 601 4-gg] 486 709 77 845 53 931 1 1»000[600] 61 296 386 777 83 812 82 81„ ,Q.afs1, 1««099 156 57 409[1500] 21 25 32 599 610 461 526 48 94 661 70 95 840 73 84 93 l««i4S �',■' 90 633 773 838 990 I«»251 77 321 414 647 774 A 1«4142 368 675 98 737 964 95 1«5152 231 MjWs, 75 822 989 1 36017 104 5 1300] 344 526 29 83•» 657 708 867 938' 191067; 99 120.on zukommen las „Es ist aber 'eld zu versch „Eine Erbschi wäre eine Be rde. Ich habe[ würde 89 136017 104 6 1300] 344 526 29 83 51 602 9 15 11500] 65 718 1.500] 908 pM.zÄ, 17 723 890 973 98 1 30046 60 304 13 40 7f j) ■■-......... ra I ' 30 77 204 40 477 599[500] 693 764 73 77 824 8~ gewmnen. S ??§ II1 M2.914 40 6«17 3 237_"467 674 806 16 939 �68�25 229 39�76 «S»«« 795 930 42 140068 166 72 207 8[ 300] 79 138[300] 275 345.1 500] 412 46 94 526'300] 627 Hl_... 89 894 948 96 1 44006 37 92 134 209 26 5001 84�3000�446 74 553[1500] 6 97 705 300] 437 47 644 744 82 958«■ [3000] 212 72 805[300] 69 86 445 538 749 827 65 72 917 1 4»031 L 150001 97 1500) 145 69 211 72 346 en ist. Er hätte ihn nien eben die Ss ten. Jetzt kev neu." „Wagen Sie 147 397 414 55 92 590 004 76 896 W" �i»»155 hauptsächlich 37 712 87 874[10000] 918 1 7:1009 86 if f&f Sj 8 1 038 137 43 343 mmsmm 83 617 774 13001" 174 006 176 232 301 29 49--., 93 271 352 861 176018 75 83 87 95.144�216�0«� Iii" % 9 5039 WehSSM®&" .........—« 382 422 615 42 732 42 93 885 60 264 393 418 w � � 365 602 608 28 829 67 1 80279 323 * Hmtergedan „Nun gut! en, da» heißt. mich liegt. 3 i».. Vnmitwoit,jcher.Aesa»eu.,».«»»!,.>» in Stete. Dm-»»».«„.»z z»„ sw» ■SWig«'S r»'« S M W'SKsiL