174 Frettag, de« 27. I«U 1888. 8. Jahrg. bne 31 W- Organ für die Inieressen der Arbeiter. 4 ,>i»..,. T'l'.............. V VII»•.WVIllllUUV"*� (Emgetragen in der Postzciwngspreisliste für 1888 unter Nr. 849.) Expedition Jnsertiousaebühr oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei ..... t Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittags 'v �r, sowie von allen Annoncen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Keuthstraße 2.— Erpedition: Zimmerstraße 44. Abammtits-Emladuag. , wj öüi den Monat August eröffnen wir ein neues Abonnem 'q-dos .«HerUuer volksblatt" � l--- w—------■-- o ggofj in der Bevorzugung einzelner, heute schon mehr berechtigter '■'�D��sÄlin�IolksblaN" sucht seine Aufgabe durch -Ul w„...,....... „ Jmilleton unseres Blattes veröffentlichen wrr dm jt spannendm Pariser Kriminalroman„Ihr« Tochter". Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene il des Romans gratis nachgeliefert. Der Xb«»«-«»iit,pr«t» beträgt frei in« Ha«« monatlich M«rK 85 Pf., wöchentlich 35 Pf. Bei Selbstabholung der Expedition, ttimmerstrahe 44, 1 Mark pro Monat. Bestellungm werdm von sämmttichen Zettungsspediteurm, von der Expedition unseres Blattes, Zimmerskahe 44, igenommm. ,_r außerhalb nehmen sämmttiche Postanstaltm Be« lgen für die Monate August und September gegen Zah- von 2 M. 67 Pf. an. Die Kedaktio«««d Gepeditio» de« ,,0«rlt»»» PoUeobtatt". M l |%8S 931 SL Mißernte. — gab und giebt Leute, die es sehr auf die leichte . ,7,lMel nahmen, wenn man ihnen sagte, mit den Korn- sl en sei eS ein gefährlich Experiment, wenn einmal eine .»jhßxrnte eintretm sollte. Man wurde der Schwarzseherei schuldigt, wenn man auf die Möglichkeit einer Mrßernte Zn der That ist ein bedeutender MrßwachS lange mehr dagewesen und Hungerjahre wie das von 1817, w._—an die Brötchen zum Kaffee nur so groß wie Nüffe b SSLÄ-m. sind nur noch unseren ältesten Leuten erinnerlia,. Ä-l'izu sind freilich Zeiten gekommen, in denen viele, viele "--Emilien in-1—'''" - 0.4 4-Run a6ct kommt die Meldung, daß dieses Jahr in der [45 giß* ö£l einer permanenten HungerSnoth leben; wir an die sächsischen und schlesischen Weber IeuMeton. Ihre Tochter. irnal-Roman nach dem Französischm von K. D e t r i n g. „Es ist aber nicht so leicht, die Person zu nehmen und Geld zu verschmähen." jl- „Eine Erbschaft kann man immer zurückweisen. Und > märe eine Bedingung, die ich von meiner Frau fordern . Ich habe genug Vermögen, eS reicht auch für zwei... ich würde ihr durch Heirathvertrag die Hälfte da- on zukommen laffen. Bei dem Tausch würde sie vermuthlich ,.-ut gewinnen. Wie Sie sehen, habe ich in allen diesen iie f�Hmgen feste Anschauungen," fetzte Herr von Randal lächelnd .„aMU,»So ziemt e« sich auch für einen Weisen, und Ihr �98.'i-?lauben,bekenntniß ermuthigt mich, mit Ihnen über einen �» �'edanten zu sprechen, der mir kürzlich in den Sinn ge- �®t w ein wenig kühn, dieser Tedanke, und Aa�ßphotte ihn niemals Ihnen mitzutheilen gewagt, wenn Sie A? Ä Aoht eben die Sprache eines wirklichen Philosophen geführt i�lfMen. Jetzt kenne ich Sie genau genug, um eS wagen zu nen." „Wagen Sie eS nur, lieber Major." „Ja, das ist eine sehr delikate Angelegenheit, und w hauptsächlich wegen der sonderbaren Stellung, il P ,... In der Sie zu mir „Nein.... In der ich llung, in der "LSSL**.»--1°»-° _•••-vj*» w».wy vuicv oer aitp i&Wm*— L~-■- 1 .........-- Sie flößen mir viel zu viel stung und Sympathie ein. als daß rch bei Ihnen irgend ien Hintergedanken voraussetzen könnte." „Nun gut! So will ich den Stier bei den Hörnern !en, da» heißt, rund heraussagen, wo die Schwierigkeit mich liegt. Ich erzählte Ihnen gestern von Frau von riS.-" großen Ausfall an Weizen und R o W e n. Namentlich in den altpreußischen Provinzen sind die Besorgniffe groß; die Mittheilungen des„Reichs- und StaatSanzeigerS" haben darüber keinen Zweifel gelaffen. Wie oft hat man sich für die moderne Entwicklung be- geistert, indem man darauf hinwies, wie die so sehr ver- vollkommneten Verkehrsmittel geeignet sind, die Produkte des einen WelttheilS mtt größter Schnelligkeit in einen anderen zu befördern, wo man ihrer bedarf. Unter diesen Umständen sollte eine HungerSnoth infolge einer Miß- ernte im neunzehnten Jahrhundert eine völlig über- wundene Sache sein; man sollte sie nur noch aus den Erzählungen alter Leute kennen. Wenn uns in Europa das Getreide mangelt, so wächst um so mehr in Nord- amerika, in Indien und anderwärts. Die Nordamerikaner wiffen ja gar nicht, wohin mtt ihrem Getreide. Aber mitten in dem wimmelnden Verkehr der modernen Welt thürmen sich wie ein mittelalterlicher Bau die Zoll- schranken empor, dem freien Verkehr eine Feffel anlegend. Der Ueberfluß, den die alte Mutter Erde fteigebig ihren Kindern zuwendet, soll nicht allen zu Gute kommen, vor allem aber nicht uns Deutschen. Wir sollen unser Brot, das wir unter anderen Umständen zu einer fabelhaften Billig- keit haben könnten, theurer bezahlen, und warum? Damit eine im Verhältniß zur deutschen Natron verschwindend kleine Zahl von roßgrund- und Rittergutsbesitzern und Großbauern die Gelegenheit wahrnehmen kann, ihre landwirthschaftlichen Produkte zu höheren Preisen abzusetzen. Wirklich eine erhebende Aufgabe für die deutsche Nation,„im Jntereffe der Landwirthschaft" verschiedenen Junkern und Großbauern einen solchen Obolus ab: zugeben! q 3m übrigen ist bis dato der eigentliche Zweck der Zollschranken gar nicht erreicht worden. Die Getreidepreise sind nicht tn dem Maße gestiegen, als die Herren Agrarier erwartet hatten. Diese Herren kennen nur ein Bestreben fortwährende Erhöhung der landwirthschaftlichen Zölle. Wie lange wird es dauern und sie werden abermals mit dem Begehren einer Zollerhöhung erscheinen und werden sie wahrscheinlich auch erreichen! Aber nunmehr heißt eS vorsichtig sein. Wenn wirklich eme Mißernte uns droht, dann muß man darauf dringen. daß möglichst bald die Getreidezölle außer Kraft gesetzt werden. Denn in dem Augenblick, da die Mißernte feststeht, werden auch die Spekulationen der Kornproduzenten und Kornhändler be- ginnen. Die Vorkäufcrei, die Preistreiberei, die Spekulation auf Hauffe und Baiffe— mit einem Wort dir Kornwucher wird sich in demselben Augenblick „Ihrer ftüherer Maitteffe; ich erinnere mich vollkommen Ihrer Worte. Sie erzählten mir, daß sie eine Tochter. und einen Feind habe." „Ja, einen Feind, gegen den Sie mir zu ihrem Schutze Ihre Hilfe anboten. Aber ihren Lebenslauf habe ich Ihnen noch nicht erzählt. Ich will also nachholen. Frau von LorriS, die mit ihrem eigentlichen Namen Jeanne Valdieu heißt, stammt aus sehr guter Familie. Ihr Vater war Hauptmann. Als sie die OsfizierS-Waisenanstalt in St. Denis verließ, begegnete sie zu ihrem Unglück einem vor- nehmen Engländer, der sie verführte und der vier Jahre später starb. Er hatte die Absicht, seine Tochter avzu- erkennen, aber der Tod hinderte ihn daran, und Jeanne begann dann jenes Leben, von dem Sie schon gehört haben. Sie besaß aber den Muth, fern von ihrer Tochter zu leben, die heute noch nicht weiß, was ihre Mutter ist Sie glaubt, Jeanne fei in einem Modewaaren-Magazin be- schäftigt." „Frau von LorriS sieht doch aber Ihre Tochter?" „Drei oder vier Mal in der Woche auf eine oder zwei Stunden und Sonntags den ganzen Tag. Jeanne hat für ihre Tochter ein verborgenes Asyl gefunden, um sie vor jeder gefährlichen Berührung zu schütze... Als ich vor acht Tagen nach Paris zurückkam, erfuhr ich erst von der Existen dieser Tochter. Jetzt habe ich sie kennen gelernt, und i muß Ihnen gestehen, daß sie körperlich und geistig ein vollendetes Geschöpf ist. Ich habe noch kein junges Mädchen kennen gelernt, das ihr auch nur entfernt gleich- käme." „Und ich gewiß auch nicht, und ich wäre glücklich, könnte ich ihre Bekanntschaft machen. Ich sagte Ihnen ja schon in der vergangenen Nacht, daß, wenn Sie die Güte hätten, mich Frau von LorriS vorzustellen, ich nach besten Kräften ihr zu dienen trachten würde." „Ich sagte Ihnen Dank für daS Jntereffe, das Sie an diesen Dingen nahmen; bevor ich Sie aber mit ihr in Ver- bindung setzen kann, muß ich Sie erst unterrich'.en, wie eS jetzt mtt ihr steht. Jeanne hat das Leben aufgegeben, das sie so lange geführt. Sie will sich in die Provinz zurückziehen und entwickeln, da sich die Mißernte fühlbar macht. Und alle die Preisdifferenzen nach oben und unten,'den ganzen Spekulationsgewinn beim Steigen und Hinabdrücken der Getreidepreise hat der Brotkonsument aus seiner Tasche zu bezahlen. „Der arme Konsument!" werden die agra- rischen Blätter wieder spöttisch rufen. Nun, wir nehmen die Sache recht ernst. Allerdings der arme Konsument! Es giebt reiche Konsumenten, die von der Mißernte nicht be- troffen werden. Für sie brauchen wir unsere Stimme nicht zu erheben; sie können für sich selber sorgen. Aber für die Millionen armer Konsumenten muß unseres ErachtenS die Preffe bei Zeiten eintreten, wenn eine Mißernte droht. Der BundeSrath kann, wenn es die Umstände ver- langen, den Zolltarif außer Kraft setzen. Wir weisen darauf hin, daß dieS bei Zeiten geschehen muß, wenn es dem Volke, der Maffe der armen Konsumenten einen Nutzen bringen soll. Wenn die Außerkraftsetzung des Zolltarifs zu spät erfolgt, so hat vorher die Spekulation freien Raum und der Schaden, den die Spekulanten anrichten können, kann sich leicht in'S Unermeßliche steigern. ES ist also zu hoffen, daß, wenn die Befürchtungen deS ReichS-AnzeigerS sich bewahrheiten, die Getreidezölle bei Zeiten außer Kraft gesetzt werden. Naive Leute haben wtt bei alledem noch immer mehr als genug. In einer offiziösen Korrespondenz hieß es dieser Tage, nun werde sich„der volle Segen oder U n s e g e n" der Getreidezölle erst herausstellen, wenn man eine Mißernte haben werde. Da scheint es ja, als ob wir die Mißernte freudig begrüßen müßten, nur um die Probe auf die Getreidezölle machen zu können! Aber wir meinen, wenn man eine Institution in einem solch kritischen Mo- ment, wie ihn eine Mißernte mit sich bringt, aufheben muß, dann wird von dem„Segen" dieser Institution nicht mehr viel zu erzählen fein. - x daß eine Mißernte unser Volk über die Unzu- traglichkelten der agrarischen Partei- und Jntereffenpolitik belehrt Möglich aber, daß dies auch nicht der Fall ist und der Aberglaube, der auf die Wunderkraft der agrarischen Zolle vertraut, sich noch weiter erhält. Man scheint nur durch großen Schaden klug werden zu wollen. Trigmak-Korresponämzm. � 25 Juli. Dtn sogenannten Herren Jnnungs« meistern i,t bekanntlich, sett gerade fie als„treue Stützen dcs Staates im Gegensätze zu der dösen Arbeiter- oder Gesellen. schast angesehen werden und infolge dessen mtt besonderen Ge. rechtsamen und Vorrechten ausgerüstet wurden, gewaltig der Kamm geschwollen. Sie glauben einerseits, weil anwau, wo es irgend zulä ilaaben einerseits, weil der Staats- ig, dienstfettig auf ihrer Seite steht, hofft dort ihre Tochter zu vermählen. Es ftagt sich nur, ob sie einen anständigen Mann finden wird, der vorurtheilSfrei genug ist, um sich über alle Bedenken hinweMfetzen und Fräulein Valdieu zu Heirathen, obwohl ste ein natürliches, nicht anerkanntes Kind ist." „Ich würde gern dieser Mann sein, wenn ich daS Glück hätte, ihr zu gefallen." „Sie gefallen ihr ganz gewiß. Der Unterschied im Alter thut nichts. Therese ist verständig genug, um Ihren inneren Werth zu schätzen. Und hoffentlich werden auch Sie sie so würdigen, wie sie e» verdient." „Frau Valdieu ist wohl reich?" ftagte Herr von Randel nach einer Pause, welche Guntram sehr lang vorkam. Im Gegensatz zu seiner bisherigen Sicherheit und Lust zur Initiative stellte sich jetzt bei dem muthigen Major der unangenehme Gedanke ein, als sei er etwas zu rasch vor- gegangen, und er merkte wohl, wohin die Frage deS Barons zielte. Er hätte nun in seiner Antwort von der Erb- schaft der Lady Cairneß sprechen können, aber daS war das Geheimniß JeauneS, und er hielt sich nicht für be- rechtigt, eS auszuliefern. ES war übrigens auch besser, wenn Herr von Randal eS erst erführe, sobald die Dinge sich weiter entwickelt hätten. Heirathete er Therese, so konnte sie ihm nicht vorwerfen, daß er fie ihres Geldes wegen genommen habe. Diese begründete Ueberlegung verhindette, daß Guntram nicht in denselben Fehler verfiel, den Frau von LorriS be- gangen hatte. „Jeanne hat etwa vierzigtausend Franks jährliche Rente", sagte er;„aber ihre Tochter weiß nicht, daß sie so viel hat, und ihr Schwiegersohn wäre nicht gezwungen, ihr Geld anzunehmen. Sie selber machten mich ja darauf aufmerksam, daß man eine Erbschaft nicht anzunehmen braucht." „Glauben Sie denn nicht, daß Fräulein Valdieu eS bedauern würde, die Erbschaft zu verlieren?" „Da stehe ich gut dafür. S« kennt die Bedeutung und die Polizei ihnen zu jeder Zeit bereitwilligst ihre Hilfe leiht. daß ihnen Alles erlaubt sei; andererseits ist ihnen ein dummer Stolz anerzogen worden, der ihnen nicht gestattet, auf gewisse Forderungen der Gesellen einzugehen, durch welches Gcdahren freilich nm sich und das Lanze Gewerbe schädigen. In letzterem Falle befinden fich die Tischler. Jnnungsmeister, welche es mit ihrer Jnnungswürde nicht verträglich finden, die mit den Gesellen getroffenen Vereinbarungen inkl. Lohntarif in ihrer Werkstatt anzuschlagen. Und das ist gegenwärtig der Kardinal- punkt des Streites. Ueber einige neunzig von diesen Meistern zusammen mit einigen Fabriken, Schiffswerften u. s. w. werden vom Verbandsverein öffentlich genannt, deren Werlstätten für die Verbandsmitglicder noch gesperrt find. Zum Theil lasten diese Untemehmer auswärts, in Mecklenburg z. B., ihre Arbeiten anfettigen, zum andern Theil müssen fie sich mit„Slabs", d. h. den abtrünnigen Gesellen des Handwctts behclfen; schwerlich zu ihrem Vortheile. Die Malerinnunasmeister, welche im vongen Winter in gemein» schaftlicher Versammlung mit chren Gehilfen fich geeint und einen Lohn- und Arbeitstarif aus zwei Jahre festgesetzt hatten, über dessen Ausführung und Äufrechterhoätung eine Meister- und eine Gchilfenkommisfion gemeinschaftlich wachen sollte, haben plötzlich ihr gegebenes Wott gebrochen, wollen nur mit einem Fnnungsgesellenavsschusse zu thun habm und die früher gewählte Gehilfmkommisfion nicht mehr anerkennen. Die Malergchilfen werden jedenfalls in der von der Meisterschaft einberufenen Versammlung die Wahl eines Gesellenausschuffcs ablehnen, und dann ist der Zwiespalt, provozirt von den edlen Jnnungsbrü- dern, in der Gewerkschaft glucklich wieder da. Ganz derselbe Fall spielte fich jüngst zwischen den Maurern, Zimmerem, Steinmetzen und der Baugewerks-Jnnung, genannt„Bau- Hütte", hier am Platze ab. Die„Herren" hatten alle bei Jnnungsmeistern arbeitenden Gesellen„vom Bau" nach Sagebiel's Etablissement zu einer Versamm- lung eingeladen, um einen Jnnungs-Gesellenausschuß wählen zu lassen. Die Arbeiter folgten der Einladung und füllten das große Lokal bis auf den letzten Platz. Von ihren Vertretern Meyer, Hinge und Schütt wurde jedoch gleich bei Be- ginn der Verhandlung folgende Resolution beanttagt: „Die am 20. Juli 1888 zu Hamburg in Sagebiel's Etablissement tagende Versammlung der Maurer, Zimmerer und Steimetzen tzam« durgs beschlsießt aufs neue, keinen Gesellen- ausschußzu wählen, weil alle Anbahnungen zur gemeinschaftlichen Regelung vonÄrbeits- und Lohnbedingungen, welche von den Ge- seilen seit Jahren gemacht worden sind, in illoyaler Weise zurückgewiesen wurde n." Das Resultat der Versammlung war denn auch, daß trotz der inständigsten Ermahnungen von Seiten der Jnnungsmeister die Wahl eines Gesellenausschusses nicht zu Stande kam. Als der Vorfitzende Schlick diejenigen Gesellen, welche gegen die Wahl eines Gesellenausschusses seien, auffordette, das Lokal zu verlassen, entfernten fich sämmtliche Gesellm, über 4000 an d e r Z a h l, so daß die Herren Meister allein an ihrem Vor- standstische zurückblieden und dann, ohne ein für fie günstiges Resultat erreicht zu haben, nach Hause gehen konnten. Die Ardeiterschaft der Baugewerke besonders hält hier om Platze mit vereinzelten Ausnahmen aber auch fest kamerad- schaftlich zusammen, so daß es den Herren Jnnungs- meistern trotz aller staatlichen Privilegren unmöglich sein wird, einseitig ihren Willen durchzusetzen; selbst einen Popanz von Gesellenausschuß werden fie nicht zu Stande bringen. Bei dieser Gelegenheit will ich gleich bemerken, daß in meiner letzten Korrespondenz fich am Schlüsse derselben ein Druckfehler befindet. Der„Verband deutscher Zim- wer er" zählt nicht, wie dort angegeben, über„6000", sondern durch den Anschluß der beiden Mecklenburg mehr als 8O0O Mit glieder. Das obligatorische Verbandsorgan„Die Zeitschrift der Zimmerkunst" erscheint jetzt in einer Auflage von 9200 Die Militärbehörden scheinen neuerdings von dem Aus- schreiben der Lieferungen von Militärdefleidungs« und Aus« rüstungsgegenständen ganz abgehen und alles unter eigener Leitung und Verwaltung arbeiten lassen zu wollen. Wahr- scheinlich haben fie mehr wie ein Haar in den Manipulationen der Herren Jnnungsmeister und sonstigen Militärlieferanten gefunden. So wird hier gemeldet, daß bei der hicfigen Kaserne Arbeitsräume für Schneider, Schuhmacher und Sattler erttchtet werden sollen, um das ganze IX. Armeekorps mit den nötbigen Gegenständen zu versorgen. Zum Herbst schon sollen viele Militärhandwerker eingezogen werden, welche vorläufig in ge- mietdelen Räumen mit Hilfe von 100 Nähmaschinen bereits mit der Arbeit deginnen sollen. Zürich, 24. Juli. Die letzte bundesräthliche Verfügung ist unausgesetzt Gegenstand lebhafter Erörötterungen. Soeben versendet das Aktionskomitee in Bern, dessen geistiger Leiter Advokat Steck ist, ein größeres Flugblatt, in welchem, an einen Artikel der„Münchener Allaem. Ztg." anknüpfend, die Entwickelungsgeschichte der politischen Polizei in des Geldes gar nicht. Ich bin überzeugt, das beste Mittel, sich ihr angenehm zu machen� wäre, arm zu sein. Wenn ich Sie ihr vorstelle, werde ich ihr kein Wott von Zhrem Reichthnm sagen. Sie soll Sie um Ihrer selbst willen lieben, und das wird wohl auch Ihr Wunsch sein." '„Sie haben vollkommen Recht, lieber Major. Und da wir nun auch über diesen Punkt, wie über alle andern einig find, so frage ich Sie nur noch, wann Sie mich vorstellen werden?" Als der Major in seimkt Ueberraschung etwas mit seiner Antwort zögerte, setzte Herr von Randal heiter noch hinzu,.�e �ohl, daß ich eS etwas eilig habe? Aber da sind Sie selber Schuld daran. Sie haben so günstig über Fräulein Valdieu gesprochen, daß ich sie nicht rasch genug kennen lernen kann. Habe ich übttgenS nicht das Glück, ihr zu gefallen, so ist eS besier, wir sprechen dann von dem ganzen Vorhaben nicht mehr. Die Erwar- tung würde aber meine Sehnsucht, sie kennen zu lernen, nur noch steigern, und ein Mißerfolg wäre dann für mich um so schmerzlicher." „Sie haben keinen Mißerfolg zu- befürchten," meinte Guntram. Innerlich aber that eS ihm doch beinahe leid, so rasch vorgegangen zu sein. Er hatte auch nicht erwarttt, daß der Baron verlangen würde, so schnell als möglich vorgestellt zu werden. ES wäre ihm lieber gewesen, wenn er erst Zeit gehabt hätte, Zeanne zu ftagen und zu erfahren, wie es mit ihr und dem Baron von Elven stände. Andreas war jetzt gerade bei ihr, und vielleicht hatte seine Unterhal- tung mit ihr nicht zu einem Bruche gefühtt. Gunttam hte sich Vorwürfe, daß er den armen Andreas, mao welcher so ehrlich verliebt war, völlig fallen gelassen „Verzeihen Sie, wenn ich dränge," fuhr der kreolische Edelmann sott.„Sie sagten mir soeben, daß Frau Val- dieu den Sonntag regelmäßig mit ihrer Tochter in ihrer Villa am Boulevard d'Ztalie verlebe. Heute ist Sonntag, und der Boulevard d'Ztalie ist ja nicht weit von hier. Sind Sie damit einverstanden, diese Telegenheit zu der Schweiz kurz dargelegt wird. Der Ausgangspunkt dieser verhaßten Institution liegt in der Anarchistenbewegung und der durch ste veranlaßten gerichtlichen Untersuchung im Jahre 1885. Die Drohung mit einem Attentat auf das Bun- despalais in Bern! gab den ersten Anlaß zum Einschreiten. Ob- wohl das Untersuchungsergebniß in dieser Richtung ein nega- tives war, hatte man doch durch das Vorgehen aftenmäßiges Matena! über die„anarchistischen Umtnebe in der Schweiz, über die Tendenzen und Lebren, Organisation. Taktik und den tcrsonaldestand der anarchistischen Patt ei" angesammelt. Herr teck bezweifelt in dem Flugblatte, ob damals die vorgenom- mmen Verhaftungen, Haussuchungen und Ausweisungen, ob diese Akte derPolizei, ohne bestimmte, gegen die Betreffenden persönlich und in glaubwürdiger Weise vor- liegende Verbrechensindizien, gesetzlich derech- tigte waren. Es ist klar, daß die bestehenden, vcttaffungsmäßigen Polizei- organe, deren Aufgabe es immer war, Verbrechen aufzudecken und wo möglich auch ihnen zuvorzukommen, die richtigen, ge- gebenen Organe find. Man kann, wo man es durch Ausnahme- Verhältnisse für geboten erachtet, diese ordentliche Polizei außerordentlich verstärken und wirksamer als sonst organi- firen. Aber die Einführung einer eigenen politischen Polizei ist dadurch niemals gerechtfettigt. Man hat es rm Grunde mit gemeinen Verbrechen zu thun, deren politische Motive das Gericht vielleicht in Betracht ziehen mag, die aber die Polizei, welche jedenfalls Verbrechen aufdecken und wo möglich verhüten, sowie Verbrecher verfolgen soll, nichts zu kümmern haben. Die Motive eines Verbrechens gehen die Polizei nichts an. Sie hat es nur mit den verbrechettschen Thatsachen und mit den Verbrechern als Verbrecher schlechtweg zu thun. Der gerichtlichen Polizei(Justiz) Sache ist es dann, auch die Beweggründe des Verbrechens aufzudecken. Von einer besonderen politischen gerichtlichen Polizei spttcht aber, wenigstens da, wo nicht politische Ausnahmegettchte bestehen, niemand, so wenig wie von politischen Gerichten. Der damalige Bundesanwalt, Herr Müller, machte in seinem Untersuchungsbenchte von 1885 die Anregung, die Polizei besser zu organifiren. Die Botschaft des Bundesratbes vom März dieses Jahres nimmt darauf Bezug, indem fie sagt: „... Ader die Vorgänge, welche in letzter Zeit fich ereignet haben, obschon fie nur theilweise auf die anarchisti- schen Bestrebungen sich beziehen, geben der von Herrn Müller gegebenen Anregung(betreffs Polizei) einen neuen dringlicheren Charakter und nöthigen uns, nicht länger zu zögern, einen E- tschnd herbeizuführen." Die hier erwähnten Vorgänge waren die Entlarvung der Polizeispitzel und die damit in Zusammenhang stehenden Vorfälle im Deutschen Reichstage. Man weiß, daß die nächste kräftige That des Bundesrathes die Ausweisung der tz o t t i n g e r war, obwohl diese dock mit dem Anarchismus, von dem die Botschaft aus- geht, nichts zu thun hatten, und die weitere Folge ist eben die jetzt insiallitte Geheimpolizei. Unverblümt heißt es im Flugblatte:„Das Ausland also, speziell die deutsche Regierung, resp. der W unsch unserer Beh örden nach guten Be- Ziehungen mit derselben, hat unserem Lande diese neueste„stramme" Organisation einer politischen Polizei aufgeladen." Das Flugblatt giebt sich schließlich der Hoffnung hin, daß das Volk die ihm vorfichtig umgelegten Fesseln durch einen kräftigen Ruck sprengen werde. Die Ehrenberg' sche Schmähschttft hat hier überall große Erbitterung hervorgerufen und wird kaum dazu beitragen, die Sympathien der Schweizer für die Deutschen zu erhöhen. Höchst bedauerlich ist, daß sich für ein solches Schandprovukt auch noch ein Verleger findet, der offenbar aus Freude am Skandal und Hoffnung auf hübschen Gewinn den Verlag über- nahm.„Non olet" ist leider so ziemlich allgemein das Motto der Geschäftswelt. Od von der so schwer angegttffenen Schweiz Schtttte gegen Verfasser und Verleger eingeleitet werden, ist noch sehr zweifel- Haft, vorläufig haben fich die hiefigen Buchhändler geeinigt, das Pamphlet nicht zu verkaufen. Wie die schweizerischen B u chdruckergehilfen, so haben auch die Pttnzipale ihre Vereinigung. Im Jahre 1866 einigten fich beide Vereine über ein sogenanntes Lehrlings- regulativ, in welchem die Zahl der im Verhältniß zu den Gehilfen zu haltenden Lehrlinge normirt wurde. Die Gehilfm nahmen das Regulativ einstimmig an, die Pttnzipale dagegen nur mit 125 gegen 34 Stimmen, die übrigen Firmen nahmen an der Abstimmung keinen Antheil. Heute ist das Regulativ indeß schon von 1 88 Firmen eingeführt, welche 1099 Gehilfen und 259 Lehrlinge beschäftigen. Es kommt somit auf 4,22 Gehilfen 1 Lehrling; auf 100 Setzer entfallen 20,49 Lehrlinge, auf 100 Drucker 46,87 Lehrlinge. Die 83 Buchdruckereien, welche das Regulativ nicht angenommen haben, beschästigen 306 Gehilfen und 125 Lehrlinge oder auf 100 Gehilfen 40,86 Lehrlinge, somit auf 2,45 Gehilfen 1 Lehrling. benutzen, die sich ja immer nur am Ende einer Woche bietet?" „Ich dachte, eS wäre Ihnen lieber, zuerst Frau Val- dieu m ihrer eigentlichen Wohnung in der Avenue d'Eylau zu besuchen." „Das entspräche ja mehr der Regel, aber ich will Ihnen rückhaltlos gestehen, daß ich am liebsten mit dem Ende beginne. ES handelt sich hier um eine Heirath aus Neigung, und ich wünsche nicht Frau von LorriS, sondern Fräulein Therese kennen zu lernen. ES wäre jedoch sicherlich sehr unpassend, wollte ich hierzu einen Tag wählen, wo sie allein mit ihrer Erzieherin ist. Haben wir denn nicht auch schließlich einen ausgezeichneten Vorwand, um diesen ersten Besuch alsbald zu machen? Sie haben doch die Damen seit Ihrer Jagd auf den Verbrecher nicht gesehen, der den sonderbaren Einfall hatte, in meinen Gatten zu klettern, um Ihnen zu entwischen. Sie müssen Ihnen Ihr eigenartiges Abenteuer schildern und erzählen, wie ich durch einen Zufall dem ich von Herzen dankbar bin, mit hinein verwickelt bin Ich werde mir dann hinzuzufügen erlauben, daß ich bereit bm m die Schaar ihrer Vettheidiger gegen den geheimniß- vollen Femd emzutreien." Das war alles sehr ttchtig, und der Major sagte sich auch, daß es Andreas im Grunde genommen nicht häßlich von ihm, seinem Freunde, finden könne, wenn er ihn einem Herrn gegenüberstellte, von dem er ihm bereit« heut Morgen der Tottom erzählt hatte. Er hatte ihm auch dort schon angekündigt, daß er diesen Herrn nächstens bei Frau Valdieu vorstellen wolle. Auch Zeanne konnte nichts dagegen haben. daß er ohne sie vorher zu ftagen, einen Fremden bei ihr ernfuhtte, der eine so ausgezeichnete Pattie für ihre Tochter war. Nur Therese mochte vielleicht diese Störung nicht recht fem, wahren» sie Duette mit ihrem Liebhaber singen wollte Mochte nun kommen, was da wollte, jedenfalls war Das Regulativ schreibt 4 Jahre Lehrzest für das Verhältniß der Lehrlinge zu den Zahlen: Auf 1 bis 5 im Jahresdurchschnitt b 1 Lehrling, auf 6 bis 10 2, auf 11 bis 18 3 tsverhandlungen ien Muth zutrai en hätten. Ga erung der( ' falls e meckler 2 Lehrling--. Es dürfen in keiner sl'iw»»» ii s. »,-.Z t tri! Kommisfionsmitglieder. Im Berichtsjahre 1887 haben wir d< lingsprüfungcn stattgefunden. baß eine Vc Um einen moralischen Druck auf die der Att�önnen. wenn ni stehenden Firmen auszuüben, haben sich die PMegenstand des eine im Regulativ enthaltene Bestimmung»WnSltt worden war Gehilfen in Kondition zu nehmen, welcher m"Sfeatfacbe ist zwe gelernt hat. die das Regulativ nickt anerkannt r Rechtskundige werden dieselben auch nicht in den schweizettschcn eine j u r i ft i bund als Mitglieder aufgenommen. Dieses enerMrung über d gegen die oft geradezu unverschämt betriebene was eir ist gewiß freudigst zu begrüßen. en für die - i nur zu wü Politische Die grosse Frage der todten Sais""-. B�zeß voi um das Kartell, wird bereits mit so doä»oFSchlun noch cm nalen Phrasen geführt, daß man glauben köimit-WwkN Manier vo des Deutschen Reiches sei davon abhängig, od s."> und Nationalliberalen sich über ihr Vorgehen M;' e L,; preußischen Landtagswahlen verständigen oder«*.,. � � dw teien gelingen wird, für fich allein im nächstei! �,■ -..... SW 1879 R" Haus eine Mehrheit zu erttngen netenhause an Stelle der bis dahin für l' noth wendigen Nationalliberalen die beiden konv tionen die ausschlaggebende Pattei geworden, j es keine Mehrheit, fie können eine solche sowohl in» wie mit den Nationalliberalen bilden. Dabei Nationalliberalen bis jetzt wohl befunden. Sie Konservativen konservative Politik gemacht, und der Kirchcnpolitik und in �chulfragen, die Koe dem Zentrum gegen ste ausgespielt wurden, bade« laut gemurrt. Durch die Wahlen von 1885 s» servative Fraktionen auf 202 Mann. Es fehle«. »sten Präsiden ftchistis che Bc rettkanischen A ldemokratie, die m von den Ana »etheiligung, ur läßt, ist also in wir billig adw iziantenmanier i >ie Geschäfte der jetzigen Fett 15 Stimmen zur Majorität. Die Befürchtung,, �chfolge seiner Erm de vorstehenden LandtagswaM(sie Hände des erfti vativen bei den fehlenden Stimmen gewinnen, drückt schwer««l liberalen, denn in dem Augenblick, wo dieses parlamentattsch machtlos, weil sie zu keiner Majori nöihia sind. Diese praktische, durchaus berechtig« die Nalionalliberalen veranlaßt, das Kartell«' sondern zu versuchen, möglichst viel Mandate Winnen, auch auf Kosten der Konservativen. eher für die Aufrechterhaltung des Kartells fil fie hoffen durften, auch mit denselben 15 fich heraus zu schlagen. Um diesen Punkt V Streit und werden fich im Herbste die Wal Ausfall wird denen von Bedeutung sein, die leben, daß bisher keine konservative Politik wird geringer angeschlagen werden von denen, find, daßcs viel schlimmer als jetzt auch unter vativen Majotttät nickt werden kann. Zlochmal« die Ghiragoer Kombe. � Blätter sich nicht dazu entschließen" Dynamitverschwörung des finnreichen die Frage der mt, der Reichsta -r. ganze gl vorige Woche gegen einen Str x, wieder einmal agten hatten ni ohne jeden Ans ent dann beim f Der Sachver auf 23. April t ' im Cafs Vörie er und mehrere s Büchl zu Mi keyer, möge fich Meyer, der die H sah fich g e z w i könnt?--.ig auf Prstolen, rrn SKL. man fich etwas r total besoffe ihrer Rvhhcit Presse der fürchterlichen Entdeckung sttmÄen. !» sffiÄÄÄiKCfef einem angeblichen„Komplott" spttcht. Mchaftsschichten s lichen Mitarbeitern der«Bett Pol. Nachr.- � tzer gewöhnliche blätter die Gelegenheit dieses schwinvelattenta. um das Mährchen wieder aufzufttschen, die im« � Hingerichteten Chicagoer Anarchisten seien der und des Mordes überführt worden und d« demokratie habe fich durch das dekannte Mördern und Bombenwerfern solidattsck nochmals festgestellt: 1) Keiner der im Novein« � zu Chicago Hingerichteten, überhaupt Keiner.der d�rni. 6 tft ilhprfufirt mncbfll, DU' 4? Prozeß Verwickellen ist überführt worden, geworfen zu haben— die Bombe, denn«%%» I auf dem Haymarket nur e i n e Bombe geworfen- � Angeklagte haben bis zuletzt geleugnet, da»% warfen, und— abgesehen davon, daß rem vorgebracht werden tonnte— haben diese ir man„U e Zeit manches Reihe: jetzt Wochen war gen, welche nii sstschen Trup, chland zu erblicl id schimpft jede penbewegungcn hen Heere sind ken. Wie doc t Augen und? diesZZusammenkunft entscheidend und liebte Klarheit in den Verhältnissen. mischen Arbeit ktisch wichtiger - auch in den R Hu«»" fchätzenswerthe .«frdkruste. So r so Wllisch sichere Ken, Ä. Msv# s den Feldzug sofort zu eröffnen, und dcsw M Sie im Dienste el zur Kennt, welche für e find. Di schen Brunnen i Dort, wo man etwas mit der Antwort. Sie hrachW* schlagende Gründe vor, daß Sie mich � Mein Wagen wartet unten und mein# widerte Herr von Randal, der eine M y< das Wasser du und lächelte.„Das wird rasch gemacht 1 fftnem artesischen S „Gewiß. Ich will Sie hier erwaN Kraft ist fÄÄSÄ-«Vfej;® thllft rtphnht hpr mtr ttlllC Jpfipn SVl..£ 7 thun gehabt, der mir überlegen war hat." „Sie müssen das unangenehme Abs? suchen, und wenn Sie mir in mem-, wollen, so kann ich ihnen eine gute Z'S „Ich nehme ihren Vorschlag um t j bis jetzt noch nicht Gelegenheit gchu � Zigarren zu versehen. Da« Kraut, da? � ist nicht zu rauchen, und die Zigarre«, bekommt, sind auch nicht viel besser. «z-nl-t»»« l-V #' Aus Kunst t ckirfboltruniirtt aon arte« *«• Auf je 1. et einet iHtmoj hundert Mete muß, kann r vkräften verschas fkcffeln vorhant ässem, welch, atur empor si i in dm sogen. ens zwischen zwe ten der Erdkrusi iden wafferführ, ohr, durch w «nten Gebi Das betreffe ...#** Siefbohrungen vo» lich fand im Oesterreickischen Jngmie» � MSMSM sorgung dieses Etablissements zu O». hatte, statt. Nicht allein für den jeden Laim dürfte die Bohrtechnil wriiB-..,,, und deshalb dringen wir, daran ai»« � jnrp über die bedeutendsten Tiefbohrungeu �it würde kaum ahnen, welche Volllowmr diesen Sickern asserführenden erwähnt, ein w lugen die Bens "KWl , je nach Lag , ,, nM».tsverhanvlungen so benommen, daß man ihnen ficherlich ihrzen Math zutrauen kann, daß ße die Wahrheit nicht ver- den chnitt bi S 18 3. 1 bis 2 en hätten. Ganz gewiß aber würden die endgiltig durch jerung der Gnade dem Galten Ueberlieferten den nwurs, falls er von ihnen herrührte, auch eingestanden denn, nachdem die letzte Hoffnung entschwunden war, t I cenn, naazoem vre reyre vognung emimmunuc» iuui, cht bei®« 3 fix offenbar nach dem Glorienschein des Märtyrer» mer Dnia. � Und vom Standpunkt des„Anarchismus" aus ..............." lg wird IrüfurgS' >ie der fich die mung vc!?� oelcher in anerkannt a>eizerischen Zicses energ triebene La unbedingt weit propagandistischer gewirkt haben, ste sich zu dem Bombenwurf bekannt hätten. «den es nicht gethan und daraus erhellt für daß fie die Bomben nicht geworfen haben. haben wir den Kartellblättern ins Gedächtniß zurück- , daß eine Berurtheilung der Chicagoer nicht hätte er- können, wenn nicht das Landesgesetz n a ch der That, welche " egenstand des Prozeffes bildete, so abgeändert und lirt worden wäre, daß eine Berurtheilung möglich wurde. hatsache ist zweifellos und wird auch gar nicht bestritten. Rechtskundige wird uns zugeben, daß ein solches Ver» eine j u r i st i s ch e Monstrosität war, und die ng über diese juristische Äonstrosttät war es lfig, was eine so große Anzahl amerikanischer tn für die Berurtheilten eintreten ließ. Es - nur zu wünschen, daß die neueste„Bomben- ■...i�ftring" ein gerichtliches Nachspiel haben möge; wäre nicht zu verhindern, daß Streiflichter auf den » Saifom Prozeß von 1886 und 1887 geworfen würden.— itt fo doäD�rhluß noch eins. Herr Schwetnburg wirft uns in seiner „h' Manie, �tnen Manier vor, wir hätten den jetzt im Gange befind- min gd xieibl amerikanischen Präsidentschaftswahlfelvzug in giftiger ÄVÄ"ES " arnitapostel— den Sieg an das anarchistische ' 2 ndsn e r heften würden".— Ob unsere Kritik giftig war •.�'"L�niclt, daniber werden wir uns mit einem Reptil nicht -AfLt! Mtreiten. Protestiren�müssen wir nur, daß uns Herr igen m"|�"a?v'»flnbura seine eigene Dummheit und Unwiffenheit in den t 1879_tl'„fc iegt. Es ist uns nicht eingefallen zu sagen, daß fich bei chin für leiden eworden. ' sowohl mit >. Daw iden. Sie nacht, und n, die K°i rden, bad? m 1835 T Es fehle« in .'„höchsten Präsidentenwahl konlx�r ch i st i s ch e Banner heften werde; ürchtung,« bim stagswah�,. schwer eiiL der Union der Sieg an das ...,, wir sprachen von der entanischen Arbeiterpartei, von der nordamerikanischen demokratie, die sich schon durch ihre Betheiligung an den n von den Anarchisten, den grundsätzlichen Gegnern jeder etheiligung, unterscheidet. Was uns Herr Schweinburg läßt, ist also der reine Unstnn, und deffen Autorschaft n wir billig abweisen und seiner plumpen und verlogenen ziantenmanier überlassen. _ le Geschäfte des Reichotagsprästdiums sind wäh- der jetzigen Ferienzeit, nachdem Herr v. Wedell- Biesdorf rfolge seiner Ernennung zum Hausminister niedergelegt hat, t Hände des ersten Vizepräsidenten Dr. Buhl übergegangen. ' die Frage der Fortdauer des Mandats wird, wie schon nt, der Reichslagju entscheiden haben. l*r ganze KlSdstnn des Duellunwefens trat in vorige Woche m Nürnberg stattgehabten Verhand» gegen einen Studenten und seinen Freund, einen Apo» wieder einmal so recht offenkundig zu Tag. Die beiden ttgten hatten nämlich einen Offizier der Nürnberger Gar» opnc leben Anlaß zum Duell provozirt, bei welchem der ient dann beim fünften Kugelwechsel erheblich verwundet e. Der Sachverhalt ist-kurz folgender: In der Nacht vorn auf 23. April d. I. saßen die Angeklagten Kraus und Vit im Cass Aoris. Später kamen Premierlieutenant Hans 01% er und mehrere Herren in Zivil. Gegen zwei Uhr kam ch Buch! zu Meyer und sagte ihm im Auftrage Kraus': leyer, möge sich moralisch und physisch geohrfeigt betrach» Meyer, der die Beiden vorher gar nicht gesehen . sah sich gezwungen, auf diese Beleidigung hin For- könnt«'„nig auf Pistolen mit unbeschränktem Kugelwechsel zu stellen. i'svrtn � irti, wan fich etwas Verrückteres als diesen Vorgang denken. total besoffene junge Leute wissen in ihrem Uebermuth %% aonjf"in ihrer Rohheit nichts anderes zu thun, als einen ruhigen üccih zu beschimpfen und dieser ist nun„gezwungen", will er . A. d: auf seine Lebensstellung und sein Fortkommen verzichten, NitisduU-en Lümmeln Kugeln zu wechseln und sein Leben auf's zu setzen. Es müssen wirklich die„höheren und besseren" fchastsschichten sein, für welche diese„Ehrengesetze" gelten, der gewöhnliche Mensch denkt wirklich zu vernünftig und id. um ein solches tzanswurstspiel mitzumachen. �*ie man„Reichsfeind" wird, dafür lieferte die Zeit manches Beispiel. Dw Freimaurer waren zuletzt m dieses l ict Majonl s berechtig� Karlell«r Mandate itioen. ,, itells sich a 15 wel tunkt Wf )tc Wahl? sein, Politik n denen, uch unter mde. von »W . die im und% SH Reihe; jetzt kommen die Ruffengegner daran. Vor Wochen war die„Kreuzztg." über diejenigen Blätter , gen, welche nicht mit der„Kreuzztg." übereinstimmten, in msstschen Truppenverschiebung eine Feindseligkeit gegen ichland zu erblicken. Jetzt dreht die„Kreuzztg.' den Stiel nd schimpft jeden einen Reichsfeind, der in den russischen penbewegungen etwas Feindseliges erblickt. Die furchtbaren >en Heere sind jetzt auf einmal über Nacht in den Boden ken. Wie doch diese Regierungsblätter über Nacht �u0en und Nasen erhalten! S S �. diese 9**Tf&nifchen Arbeiten erreicht haben. ocn, die« hl -NN - gewotten- � Nach der-ffizi.Ue» Statistik der Krankenverstch»- r«na der Ardeiter bestanden am Schlüsse des Jahres 1836 in Bayern a) 3821 Gemeindekrankenversicherungslassen mit 257 138 Mitgliedern(darunter 73 204 weibliche), b) 17 Ortskrankenkassen mit 16 724 Mitgliedern(darunter 2198 roe Wiche); c) 360 Betriebs-[Fabrik-] Krankenkassen mit 91775 aJlttglie» dem(darunter 23 814 weibliche), ä) 5 Baukrankenkaffen mit 533 Mitgliedern(darunter 8 weibliche), e) 33 eingeschriebene Hilfskassen mit 6910 Mitgliedern(darunter 791 weibliche), k) 35 landesrechtliche Hilfskassen mit 23 773 Mitgliedern(darunter 4551 weibliche). Es bestanden also in Bayern 4271 Kran- kenkaffen mit 396 853 Mitgliedem(darunter 104566 weibliche). Es verausgabten im genannten Jahre 1. die Geinelndekranken- verficherungen(bri welchen keine Verwaltungskosten berechnet Betriebs-[Fabrik-] Krankenkassen(einschließlich 5433 M. Ver- waltungskosten) 1409 008 M., 4. die Baukrankenkassen(ein- Verwaltungskosten) fast vier Millionen Mark verausgabten (nämlich genau 3 994 526 M.. darunter für arztliche Behand- lung 757 126 M.. für Arznei- mt sonstiste H-llmittel 533265 M., für Krankengelder an Mitglieder 1 424 366 M.. Unterstützungen an Wöchnerinnen 36 694 M., Sterbegelder 91 307 M., Verpflegungskosten an Krankenanstalten 921368 Ni) Zünftlerische Ansprache. Einige Schneiderinnungen in Westpreußen, an der Spitze diejenige in Deutsch-Eylau, haben an die Regierung zu Marienwerder eine Petition gerichtet, dem UmHerreisen der Reisenden für Garderobegeschafte Einhalt zu thun, etwa durch die Auferlegung der Hausirersteuer. Der Wunsch ist von der Staatsregierung abschläglich beschieden wor- den. Man sieht aber, daß die zünftlerische Tendenz allmalig dahin geht, nachdem man durch Schutzzölle das Inland vorn Ausland abgeschnitten hat, nunmehr auch Barrieren rm Jnlande Arbeiterfreundlichkeit. Wie fürsorglich die„Christlich- Sozialen" den Arbeitern gegenüber find, beweist ein Vorfall, den das„Siegener Volksbl." von einem christlich- sozialen Ver- Walter zum Besten giebt.„In einer Gerberei zu F.■— erzählt es— hatten in der letzten Woche sechs Arbeiter eine Nacht durchzuarbeiten. Da die Leute anstrengende Arbeit hatten und auch überhaupt die Nachtschicht anstrengender ist, wie Tages- arbeit, so holten sich die sechs Arbeiter zu ihrer Erfrischung für 50 Pf. Branntwein. Es braucht hierbei wohl nicht hervorge- hoben zu werden, daß der Schnaps einzig und allein zur Er- frischung geholt wurde, denn daß sechs Mann durch ein so kleines Opfer dem Schnapsteufel huldigen wollten, wird kern vernünftiger Mensch annehmen. Zudem find die Arbeiter als solid und fleißig bekannt. Was thut nun aber der Verwalter der Gerberei? Der Schädel dieses ehrwürdigen Mannes kann es nicht fassen, daß ein Arbeiter bei nächtlicher Arbeit einer kleinen Erfrischung bedarf, und wenn diese gar noch in einem Gläschen Schnaps besteht, so ist dies in seinen Augen ein Ver- gehen, welches geahndet werden muß. Wozu braucht auch der Arbeiter einen Schnaps zu trinken, wenn nur der„Herr" Wein trinken kann. Der ehrenwerthe Herr Verwalter stellt also den Arbeitern die Wahl, entweder gekündigt zu werden, oder ein jeder soll sich mit 8— sage acht Mark Abzug vorn Lohn be> strafen lassen. Da die Arbeiter järnrntlich Familienväter find, und nicht gerne so ohne weiteres brotlos werden wollen, so blieb ihnen weiter nichts übrig, als sich den Abzug gefallen zu lassen. Neber dt« Kauarbeite» am Uord-Gstfeekanal schreibt man der„National-Zeitung":„Die Kanalkommission veröffentlicht jetzt zwei Bedingungsausschreibungen auf Erdarbeiten für den Nord.Ostseekanal, welche fast die gesammte, im Trockenen herzustellende westliche Strecke des Kanals nach der Elbseite zu. und einen wesenttichen The» der in den Verlauf des bestehenden. etwas über 100 Jahre alten Eiderkanals fallenden östlichen Linie umfassen. Der höchste Punkt des Terrains, die Wasserscheide von Gmnholz, bei welcher wegen einer Bahnüberführung eines der interessantesten Bauwerke am Kanal, eine hohe, selbst Kriegs- schiffe mit voller Benlastung durchlassende Brücke hergestellt wer- den soll, ist in dieser Strecke noch nicht enthalten. Im Ganzen handelt es fich also um 44,31 Kilometer mit 51 553 Millionen Kubikmeter Erbmasse. Da bereits etwa 6 Kilometer Strecke früher vergeben wurden, so wird etwas über die Hälfte des im Ganzen 99 Kilometer langen Kanals in Arbeit sein. Auf fast der ganzen, demnächst in Angriff zu nehmenden Strecke sind die Barackenbauten zur Unterbringung der Arbeiter bereits voll- endet, respektive ihrer Vollendung ziemlich nahe." Auf der t« Keuthe« abgehaltene»! Geueratuer- fammluug der Katholiken Kchtesteu» ist der Kampf um die Schule wieder aufgenommen worden. Der im Abgeordnetenhause unerörteri gebliebene Antrag Windthorst, welcher die Ernennung der Volksschullehrer von der Zustimmung der Kirchenbehörde abhängig machen und im ganzen Volksschulunterricht der Leitung der _______, Nicht allein, daß stets taktisch wichtiger Zweck dabei angestrebt wird, sondern es t auch in den Resultaten der Tiefbohrungen der Geologe 46 ind, brauten Sl'Ä ,nell d-'! nr schätzenswerthe Dokumentirungen über die Beschaffenheit idkniste. So weit das praktische Bedürfniß besteht, eine tisch sichere Kenntniß der geologischen Schichtung des Unter- ies zu erlangen, bringt die Tiefbohrung vollste Klarheit hervor. ist im Dienste dieser Erfahrungswissenschaft der wichtigste issel zur Kenntniß des Aufbaues jenes Thelles der Erb- n, welche für das praktische Leben der Allgemeinheit von e find. Die Wasserversorgung durch Bohrung von schen Brunnen ist bereits seit Jahrhunderten kultiviri wor- Dort, wo man auf eine andere Weise nicht bequemer das . jx mw Myigte Wasserquantum erreichen kann, bohrt man einfach nach p. hefliic* mellenwasser. Merkwürdigerweise und doch sehr naturgemäß :me x.(,'in'�r das Waffer durch das mit Röhren ausgekleidete Bohrloch emacht�� artefischen Brunnen bis zur Oberfläche der Erde. Die lich von der geologischen Schichtung des Untergrundes abhängig, Insbesondere aber ist dieselbe durch dm Zweck der betreffenden Liefbohrung im vorhinein diltirt. So ist z. B. das vom Herrn schen Meeres hinab. Das Ottakringer Bohrloch liefert sehr ausgiebige Quantitäten von Wasser für die Zwecke des bezug liehen Brauerei-Etabliffements. Mit den Werkzeugen der mo- deinen Bohrtechnik, als da find: Hohlbohrer, Diamantbohrer und Rohrgestänge-c.. ist es auch nur denkbar, etwas Hervor. ragendes auf diesem Gebiet zu leisten. Betrachtet man ferner das 960 Meter tiefe Bohrloch, welches in Pest durch volle zehn Jahre angelegt wurde, so wird man ohne Zweifel einen anderen Zweck in dieser Bohmng suchen, als es derjenige war, ■ Brunnen in Ottakring zu Grunde mit war er ern-u-' �.>s„de Kraft ist zweifacher Natur. Entweder ist dieselbe in wich m(Ausdehnungslraft), oder in der Gravitation ew��U�ÄM.degrundet. Warmquellen werden durch die in»er und q,.wtergrundes herrschende Expanfionskraft empor» ckeineroit!«?!?�� Waffertiefe ist bekanntlich ungefähr MMMs Ä --»xS-, arreih er." Ist Iben wasserführenden Schichten repräsentiren.ein mächtiges Lrohr, durch welches die Sickerwäffer aus dem oft mcilen- folgt.] -.-«r« && sK &?• vafferfuhrenden Schichten des Untergrundes sind, wie schon lerwahnt, ein mächtiges Filterrohr darstellend, zugleich das «�"cgenve Hauptrohr, welches durch die kleinen Rohre /»-SSrÄ flo"1"60 angezapft wird. Also liegt hier vor unse- 1- bte Benutzung einer natürlichen Gravitationsleitung "MSMorgunaen durch artesische Brunnen einfach Die Tiefe solcher Bobrungm nach Quellwäffem ist ver« je nach Lage und Höhe des Ortes, sowie auch wesent- welcher dem artefischen---------.. liegt Und in der That wurde dort auf Gmnd eines Gutachtens des bekannten Geologen Wilhelm Zfigmondy der WAlii Maximum der Erdwärme erreichte nämlich hier kaum 50 Grad Celsius, obwohl die Temperatur in dieser Tiefe ungefähr 64 Grad Celsius zeigen sollte.,, �_ Ein» Krück» über»»»|»««i»ra gerade unterhalb der „Whirlpool Rapids" zu bauen, um dem Publikum Gelegenheit zu geben, die Fälle, Stromschnellen-o. voll und ganz betrachten zu können, hat die New-Norker Kommission für die„Niagara Reservation" beschlossen. Wesentlichen den PPBüB._ Geistlichkeit ausliefern will, fand einen beredten Fürsprecher in dem Freiherrn von Huene, und auf Antrag des Grafen Ballestrem wurde eine Kundgebung an Herrn Windthorst beschlossm, nach welcher „Tausende" von schlefischen Männern zu ihm stehen, zu dem Antrage in der Schulfrage. Es ist für die heutigen Zustände ficherlich bemerkenswerth, daß Herr von Huene von dem Antrage sagte:„Er ist nicht allein für die katholische Kirche gestellt, son- dern für die christliche Kirche überhaupt." Auf diesem Gebiete vornehmlich werden fich in Zukunft Zentrum und Rechte die Hände reichen.— Als Spanien 134000 Priester und 80 000 Mönche und Nonnen zählte, da kam auf 76 Landeseinwohner ein Geistlicher, aber erst aus 912 Köpfe eine Schule. Im Kirchenstaat erhielten im Jahre 1869 nach einer von den Pfarrgcistlichen veranstalteten Zählung 14 057 Knaben und 11868 Mädchen Schulunterricht, und doch konnte unter 100 Laien nur ein einziger lesen, während auf je 33 Einwohner schon eine geistliche Person kam. In Belgien, wo die Priester so zahlreich find, wie der Sand am Meer, konnten nach dem Zensus vom 31. Dezember 1866 von 4827 833 Einwohnern nur 2279091 schreiben, die Mehrzahl aber nur überaus nothdürftig ihren Namen unterzeichnen. Im priesterreichen Oesterreich konnte 1869 von den Soldaten der Armee nicht der zehnte Mann lesen. Unter den 10000 Kaiserjägern im glaubensstarken Tirol konnten, die Unteroffiziere ab- gerechnet, nur 46, sage sechsundvierzig, schreiben. So war die Volksbildung beschaffen, wann und wo die Geistlichkeit nach den Wünschen des Herrn Windthorst über die Schule gebot. Glsiisstsch»». Apotheker G i r a r d von Schirmeck, der im Verdachte stand, die von dem kürzlich wegen Landesverrathes verurtheilten Hilfsschreiber Dietz für das„bureau de renseigne- ment" in Paris gefertigten Schriftstücke über die Grenze ver- mittest zu haben, ist, nachdem er schon vor längerer Zest aus der Untersuchungshaft entlassen worden war, nunmehr aus dem Lande gewiesen worden. Gest-rreich-Uttgar«. Nach den übereinstimmenden Meldungen verschiedener Blätter ist der Brünner Spinner st reik beendet. Die Arbeit wurde überall aufgenommen, nachdem eine kleine Lohnerhöhung von«den Fabrikanten bewilligt war. Bestätigung bleibt abzuwarten. SchW-ix. Eine große Volksversammlung fand im„alten Schützenhaus" in Zürich zu dem Zwecke statt, gegen das Vor» gehen der Züricher Bauhandwerlsmeister zu protesliren. In fast zweistündiger Rede führte Arbeitersekretär Greulich folgendes aus: Die Petition der Bauhandwerlsmeister an die Regierung stützt sich auf Vorkommnisse beim Schloff, r- und Schreinerstreik in Zürich. Die Petenten behaupten, daß hier von Seiten der Arbeiter unerlaubte Handlungen begangen wor» den seien. Der Redner will auf diese Vorgänge, die er nicht näher kennt, nicht eingehen, bemerkt aber, daß, selbst wenn Un» erlaubtes vorgekommen sein würde, die Maßnahmen der Bau- Handwerksmeister durchaus nicht gerechtfertigt wären. Streiks bringen die ganze Bevölkerung viel mehr in Harnisch als pott- tisch heftige Reden, und es find mit der Arbestseinstellung eine Reihe anderer Maßnahmen verbunden. Wenn man hier den Arbeitern verbieten wollte, die Mittel in Anwendung zu bringen, durch welche fie fich allein vertheidigen können, so hätte eine Arbeitseinstellung weder Sinn noch Wirkung. Die Kampfmittel werden aber nicht nur von den Arbeitern, sondern auch, je nach- dem die Verhältnisse liegen, von den Meistern angewendet, so zum Beispiel im Schreinerstreik, wo die Meister patrouillirten, wie es die Arbeiter bei Streiks thun. Als die Ge» schäftsinhaber schwarze Listen aufstellten und also eine Kompen- sation voll und ganz vorhanden war, forderten die Arbeiter nicht, daß fie dies unterlassen sollten. Redner will durchaus nicht die Streiks beschönigen, er hat schon vor zwanzig Jahren gegen die Streiks gesprochen. Aber wiewohl Arbeiter und Ar- beitgeber aus den Streiks geschädigt hervorgehen, so wiederholen sich dieselben doch immer wieder. Wenn aber jetzt die eine ariei nach dir heiligen Hermandad ruft, so haben wir ein «rhattniß vor uns, bei dem die Hauptfrage nicht mehr davon abhangt, ob ein Streik gut sei oder nicht. Die Polizei hat eine schwierige Aufgabe zu bewältigen. Eine ungeheure Macht ist in rbre Hände gelegt und es ist so natürlich auch die Gefahr eines Mrßbrauchs dieser Macht vorhanden. Dieser Mißbrauch hat fich da überall gezeigt, wo die Polizei sich in dteso- zialen Streitfragen einmischte. Immer ist die Erbitte- rung gestiegen, wenn sie bei Ausbrüchen von Arbeitseinstellungen erufen wurde. Wenn nun die Polizei dadurch, daß fie zum feinde einer sozialen Partei werden soll, ihre moralische Macht einzubüßen im Begriffe ist, so sollte dagegen nicht nur die ganze Bevölkerung energisch protesliren, sondern am meisten die Polizei selbst. Man kommt uns mit der persönlichen Freiheit. Die per- sönliche Freiheit ist noch nicht der Inbegriff aller gesellschaftlichen Ordnung, sie findet stets ihre Grenzen in den Interessen der Gesammtheit, und der Redner führt als Belege eine Menge Beispiele aus dem wirthschaftlichen Leben an. Die Ardeiter haben den andern Kressen in wirthschaftlichen Dingen gezeigt wo der rechte Weg'u finden ist, und so zeigt zum Beispiel die Buchdruckerbranche eine sehr weitgehende Organisation nicht nur unter ihren Arbeitern, sondern auch unter den Druckereibefitzern. Die Buchdruckerprinzipale. Uhrenfabrikanten u. s. w. find darüber eimg, daß die unehrliche Konkurrenz zu beseitigen sei. Es könnte SS wendig eme Organisation der Geschäftsinhaber ist, wenn sie MUMDW daher gleiche korporative Rechte durch die Gesetzgebung für die Arbeiter wie für die Unternehmer. Wir fordern fie. weil es nicht mehr als billig ist. Eine Rekursinstan, für die Minderheit K Parteien können Arbestsverträge festgesetzt werden, die als Vw» trage im Sinne des Obligationenrechts gelten. Eine Frage wäre dadurch gelöst, die Frage der Gewerbeschiedsgerichte. Erst wenn solche Organisationen gesetzlich anerkannt find, kann man Emigungsamter einsetzen und einen modus vivendi finden. In so«- Unsere Antwort auf die Petition der Bauhandweiks- meist«; lautet: Unser demokratisches Staatsrecht kennt keine Aus- nahmebestimmungen zu Gunsten der Einen und zum Schaden der Andem. D e Versammlung nahm einstimmig folgende Re» solution an:„Die am 23. Juli in Zürich tagende allgemeine Ar» beiterversammlung beschließt: Gegen das von den Baugewerbe- meistern in einer Petition an den Regierungsrath gestellte Bc» gchren um Erlaß von Ausnahmebestimmungen für Streikfälle auf dem Verordnungswege ist bei der gleichen Behörde Ein» spruch zu erheben. Es ist ferner an den Regierungsrath das Begehren zu stellen, daß in der, der Direktion des Innern bei- geordneten Kommisfion für das Fabrik- und Gewerbewesen wenigstens die Hälfte der Mitglieder aus Vertrauensmänne-n der Grutli- und Arbeitervereine zu bestellen sei. Der Kantons- » vorstand der Grütli- und Arbeitervereine des Kanton Zürich wird eingeladen, diese Angelegenheit beförderlichst in die Hand z« nehmen und dafür besorgt zu sein, daß eine betreffende Eingabe im Namen aller organifirten Arbeiter des Kantons an den Re- gierungsrath abgehe." Kchm-de« itttd U-rw-g-«. norwegische„Arbeiterpartei" ist mit Die einem Programm hervorgetreten. Darin verlangt fie vor allen Dingen das allgemeine Wahlrecht und will überoll dort eigene Kandidaten aufstellen, wo der Kandidat der Linken(Demo- kratte) nickt hierfür eintritt, also kein radikaler Demokrat kändidirt� Femer fordert sie Zollfreiheit für die unentdchilicken „" V.., /Kf r" f------»------- C— 9— ia a-t- Ci...Z--- ourfni yWUtV|WW*r*|iV«rVkl�V»*|*»V*» I V•«V«TV«I Lcdmsbedürfniffe und Einführung einer aufwärts fich stufen- den Einkommmsteuer behufs allmäliger Abschaffung der in- direkten Steuem. Die anderen Parteien find hinsichtlich der wirthschaftlichen Fragen in fich uneins, namentlich auch in Be- zmg auf die Zollftage; die bisherige Stortbingsmehrheit, die Mehrheit der Demokratie wie der konservativ-konstitution Partei''~"------" ** V»» v••• v«w»'v■-■———————»onstrtutionellen Partei neigte fich dem Freihandelssystem zu. Großbrita««ie»». Die Opfer des heillosen Schwitzsystems find in den letzten Tagen außerordentlich rührig gewesen. Seit die .... x~..... yant— VVII•*'•7•'O D— rvTl---»r 1300 Arbeiterinnen der Herren Biyant und May über ihre _■.■• M, rf* L. t w_ f______.f r... lOV/V/ �VVV»iV-klllllVI» VW t�vwv«» w#,* V—•»* v' V" Firma den Sim davongetragen, ist allen den zahllosen weißen Sklaven und Sklavinnen im Ostcnde Londons wieder ein Hoff- nungsstern aufgegangen. Am Donnerstag hielten die Bäcker gesellen eine Versammlung ab in dem internationalen Ar- deiterklub und faßten den Beschluß, einen Verein zu gründen. In einem Schutzimmer in Bricklane, Whitcchapel, tagten an einem der folgenden Abende die Schreiner, deren Löhne ebenfalls durch das Schwitzsystem hinabgedrückt worden find. Der Abgeordnete Cunningham Graham hatte den Vorfitz, unterstüyt von einigen sozialdemokratischen Führern wie Herbert Burrows und Lew» Lyons. Es wurde eine Resolution ge- faßt, welche es der Regierung zur Pflicht macht, ein Fabrik- gesctz anzunehmen, das eine Bestimmung enthält, welche die Registrirung aller Arbeitszimmer und Ateliers vorschreibt. Auch die Londoner Schneider haben Tausende von Zirkularen an alle ihre Bemfsgenoffen gesandt und diese aufgefordert, eine Petition zu unterzeichnen, um die von einigen Schwiymeistem vor Lord Dunravens Ausschuß gemachten Bebauptungcn zu ent- kräften. Unter den Männern, Frauen und Mädchen, welche in der Fabrikation von Zigarretten beschäftigt find, gährt es ebenfalls, und ein Gewerkverein ist gegründet worden, in dessen leitendem Ausschuß auch einige Frauen fitzen. Ferner wurde eine großartige Demonstration im Hyde Part ver« anstaftet, um eine Agitation zu krönen, welche längst aus den engerm Kreisen der Ärbeiterbevölkerung herausgetreten ist. Die medizinische Fakultät hat auf die hygienischen Folgen für die künstigen Geschlechter hingewiesen, wenn die jetzige Generation durch übermäßige Anstrengung, schlechte Nahrung und elende Behausung gesundheitlich ruinirt wird. Das bedeutendste ärztliche Blatt„Lancet" hat durch Spezialkommiffäre das Schwitzsystem untersuchen lassen und bat die Ergebnisse dieser Untersuchungen in einer Reihe von 5 Vorschlägen zusammengefaßt, die alle auf dem Wege der Gesetzgebung ausgeführt werden sollen. Dazu gehören Registrirung aller Werkstätten, aller Arbeiter, Ernennung von Inspektoren zur Beauffichtigung der Werkstätten: Erbauung von munizipalen Werkstätten unter den besten sanitärischen Bedingungen und Abweisung aller Kontrakte durch die Regierung, welche von Sweaters ausgehen. Auch die gesetzgeberischen Körper haben durch die Ernennung eines Ausschusses unter Lord Dunravcn thatsächlich die Dring- lichkeit der Abhilfe eines schreienden Uedels anerkannt. Keiner Partei scheint es mit der sog. Parnell-Bill recht Ernst zu sein. Unter den Tones werden viele Stimmen -- �"»' �-- k.• on;----- W__ VfWH!* QU|wti« wir zw wu v»»»» laut, die fich darüber beklagen, daß die Regierung den Harting- tonianem zu Liebe dem Führer der Nationalisten überhaupt eine Untersuchungskommission zugestanden hat. Die liberale Oppofition wird bei der Einzelberathung der Bill ein Amendement beantragen, welches die Befugnisse der drei Richter auf die Untersuchung der Echtheit der Parnell zugeschriebenen Briefe und der Thalnahme parnellitischer Parlamentsmitglieder an den in Irland begangenen Verbrechen beschränkt. Bestehen die Radikalen auf diesem Amendement, so wird die Regierung voraus- fichtlich ihre Bill einfach fallen lassen und die Angelegenheit bleibt wie zuvor. Das ist um so weniger zu beklagen, als ja kein vernünftiger Mensch an die Echtheit der Briefe glaubt und Niemand einsteht, welchen Vortheil man aus dem Aufwärmen der alten Geschickten ziehen kann. Das Zeug ist so abgeschmackt, daß es keinen Wähler beeinflußt, und der Wahlen wegen ist eigentlich der Unfinn auf das Tapet gebracht worden. In einer trefflichen, in Morpeth gehaltenen Rede hat John Morlcy die Sachlage in klarster Weise dargelegt. Die von Smith ge- wünschte Kommisfion erhält so ausgedehnte Vollmachten, wie fie die Zwangsbill den irischen Richtern in ihren Voruntersuchungen gewährt. Thatsächlich wird die ganze irische parlamentarische Partei unter einer Zwangsbill gestellt. Die Kommisfion kann überhaupt jedermann zitiren, alle möglichen Dinge in den Be- reich ihrer Untersuchung ziehen und alle Vorgänge in Irland, das ganze Verfahren der Landliga seit ihrer Gründung vor ihr Forum bringen. Diese Untersuchung wird über ein Jahr dauern und mehr Verwirrung in Irland verursachen, als irgend eine andere Maßregel. Frankreich. Gegen 3000 Erdardeiter, welche für Pariser Unter- nehmer arbeiteten, begannen am Mittwoch einen Streik, indem fie die Anwendung des von dem Gemeinderath aufgestellten Tarifs, d. h. 60 Cent. pr. Stunde anstatt der bisher gezahlten 45 Cent., verlangten. Die Streikenden forderten die übrigen Arbeiter auf, fich mit ihnen zu verbinden und begaben fich um 2 Uhr nach dem Hotel de ville, wo der Gemcinderath versam- melt war. Vaillant, Mitglied des Gemeindeiaths und der so- zialistischen Partei angehörend, beantragte für die Streikenden eine Beihilfe von 20 000 Franks, aber der Gemeinde- rath überwies diesen Antrag der Finanzkommisston, was einer Ablehnung gleich geachtet wrrd. Die Presse beschäftigt fich noch eifrig mit der Nieder- läge Boulanger's in der Ardöche, über welche die Re- pudlikaner aller Schattirungen fich ebenso sehr fteuen als die Monarchisten fich ärgern, well fie trotz aller Verdrehungen wohl fühlen, daß mit dem Advokaten Beausfier auch die Republik einen Sieg davormetragen hat. Die„Presse", heute das Hauptorgan des Boulangismus, dessen politischer Direktor und Chefredakteur der Abgeordnete Georges Laguerre ist, hat die erstaunliche Entdeckung gemacht, daß die Hugenotten den General in der Ardöche zu Falle gebracht haben. Die Ratten verlassen in Masse das boulangistische Schiff und es ist für die Anhänger des ehe- maligen Generals nur ein geringer Trost, daß eine tiefver- schleierte Dame, wie die„Cocarde" gehcimnißvoll mittheilt, die „Herzogin von Leuchtenberg. Schwester des Generals Stobelew", sich nach dem Duell Boulangcr-Floquet nach dem Befinden Boulanger's erkundigt hat. Dagegen erinnert„£e Patri Ouvricr" daran, daß vor einigen Monaten in den Straßen und Tingel- Tangels von Lille nur boulangistische Weisen ertönten. Zwei Tage vor dem 14. Juli, eben als der Rücktritt Boulanger's als Abgeordneter des Nord in diesem Departement bekannt wurde, engagirte der Direktor de! Pala's-Rameau in 2J ersten Cafs Konzerts der Stadt, die bell»? TbSrssa für eine Reihe von Vorträgen. In Mj* merkte er;„Wenn Sie in Ihrem Repertoire stisches Lied von Jules Jony haben, so ist unI» fichert." B. Die Betheiligung der englis� st r i e l l e n, Künstler und Gelehrten an der» 174. Ausstellung wird großartig sein und einet ss Tendenz nicht ermangeln. Hr.Waddinaton in LoB nehmendem Erfolg nach der Wiederherstellung eine»/' Einvernehmens, dessen Hauptzweck die Befestigung� Friedens wäre. Wenn zwischen den beiden■ beiden Kabinetten die Wechselseitigkeit des VeckZ Wohlwollens besteht, so wird ein solches Rückwirkung auf die Gesammthcit der und nicht ohne Eindruck auf Europa'! dem Feste in Grenoble zeigte und wurde von einer Gruppe seiner AnhaM* atakresse ihrer( von anderen aber, die nach der Versichenrng � Ausdeutung KU■ . �..——-——-~--i—/---- wusucuiung zahlreicher waren, mit Entrüstung empfow�itszeit, Lohnerh terne" denutzt den Umstand des WiedererscheM,ng zeitigte in der politischen Bühne, um vorzurechnen, wie vieu zggg gchn leben To n gkt n g nicht etwa während der P-oduktionsverl dern während des Zeitraums, welchen Fetlv �che, daß fie schwichtigung Tongkings" nannte, gekostet bat- �anden war, zu( Gestorbenen betrug für 1683 und 1884: Die Errungens Ende Mär, 1887: 5790, zusammen �7 vielfach desha wurden 1883—84: 7779, von 1885 blS Klassendewuß 20145. Gcsammtabgang 27 924 und mit.-»?-" B 37 894, etwa der Friedensbestand von Gesammtstärke der Truppenscndungen nach beläuft fich auf 43 676 Mann. zx-M"?& aeö VW dann erzwunger i-misatronen zu e Italien..."�ln würden. Die Begnadigung H a m i l k a r Cipr'ü' So trat Ende: 22 Jahren Bagno verurtheilten Kommunarden-.�»'-ns Leben, „Berl. Tgdl." aus Rom geschrieben wird, endl��nftn Heinrick geworden, und zwar auf das spezielle Betr�°'A°tt segrundel Ministers Zanardelli hin. Cipriani, ver langes.. � 1° zugebracht und später für die Pariser Kommune im Jahre 1882 von den Geschworenen vonM schuldig erkannt, ovschon das Beweismate problematisches war. Während seine» Egypten hatte nämlich Cipriani, von einem fallen, den letzteren aus Nothwehr niedergl die egyptische Gendarmerie verhaften wollte, auch mehrere Polizisten aetödtet haben. noch niemals recht aufgeklärt, und seine um so mehr als Cipriani kommunistischer Bourgeoifie in hohem Grade verhc-ßt war, in Justizmord betrachtet. Als Opfer des hob darum die sozialistische Pattei den longone" wiedcrholl auf den Schild, und wurde eine Reihe von Jahren hindurch zum jedoch nicht, wie Sbarbaro und Coccapielle«� anerkannt. Erst dem Ministerium CriSpi die Begnadigung Ciprianrs auszuwirken. ner Schneide Versammlung i er zu vertrete eitete tzausindr eine ersprießliche 'nn der 70 er I Hoffnungen g >d. Als infolge des * Giftblüthen ü iche Aufschwung gte, wurden die eren Versammlr n erst ins Rolle »erungen auch> ritigung der N tiiattordnunaen. Um diesen Fort bruar 1872 der «ÄS ,»ittanmlun. Theater. Freitag, den 27. Juli. Krott'» Theater: Martha. Frtedrtch- Wilhelmstädtisches Theater: Fatinitza. Gstend-Thrater: Vom Viehhof bis zu den Menschcnfrcffern. Gesteall ianre- Theater: Das elfte Gebot. Madame Flott. Wiktoria-Theater: Die Kinder des Kapitän Grant. «an«'» Marittt: Spezialitäten-Vor- Itatfwai stellw mg. Ganrardia- Theater: stellung. Spezialitäten- Vor- r Schweizer Garten. Entree SO Pf. Erntete SO Pf, Theater-« Specialitäten Vorstellung SeiMs klnver Volksznrltll Gesundbrunnen 60 Gad-Gt-aste 60. Jeden Sonntag: Gr. MM-Konzert »erb. mit Kchlachtmustk. Neu! Aufsteigen des Nnilf genden Menschen I* epochem. Neuheit auf aeronaut. Gebiete. Auftreten der MailAnder ■ Thier- Ks pelle.■ MT?« K-al:«roßer Kall. USi Jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert. Eintritt an Wochentagen frei, Sonntags 15 Pf Die Kaffeeküche ist von 2—6 Uhr geöffnet. KvzoSo«4amjlie, 1 Willberg, Ktßthtrs Almiaz, Seschw. Dtlorme. Weimann's Ilolksgarteu. 1. Eingang Badstr. 54-56.«esnsdbranne«. 2. Stößt Vergnügunaslok. d. Nordens v. Berlin(ca. 10 Morg. m. großart. W Alle Sonntag u. Mittwoch(spät, auch Moni. u. Donnerst.):«r. Kunstl.»- GZMUUWIM° ' rti«. k urs• fehlerhafte Heppilhe! Resultat desselt meider wurden, bewilligt, so da ~' ts der Ostersi Sonntags- und hung von 25 pC "chrittliche" Orts »nität Arbeitski U der Schneide, sten gerathen, mit der Macht 1 von ihnen besch >t.n. Da die W ristätten der Kon Betrocht kommen! Jahre zu einem Nach beendeter Engros-Saison thatsächlich für di���"�rdenmge Fabrik- C— 1 Af�egnA Serlin S.. OranieA- Lager Gillsll zwischen Motttzplatz Volksbelustigungen Im Saal: Damen aller Att. tanz u. Gall. Abends: Gr. Illumination. M Volksl L Alles Nähere gsäri die Anschlagsäulen. Gests#» 1«»• 9 M. iLslMr-Pnns 10 A. Reise d. oberital. Alpen. KmaAKü Ä un0 Sntree»Cyct 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Adonn. Achtung Former II DaS Sommerfest der Kranken- und Sterbe- lasse des Vereins der Former(E. H. 53) findet am Sonnabend, 28. Juli, im Berliner Piater, Kastanien-Allee 6—9 statt Das Programm ist ein gut gewähltes. Die Kollegen wie alle Freunde und Bekannte find zu diesem Feste willkommen. Billets find beim Komstee an der Kontrole zu haben. 179]____ Das Komitee. Fachverem der Tischler. ■ l■. L V V Morgen, Sonnabend, den 28. Juli, In Jordan's Salon, Neue Grünstraße 28: General-U ersammlnng. Tagesordnung: 1� Rechenschaftsbericht des Rendante«, Bericht deS Vorstandes und der Kommisstonen. 2. Ersatz- wähl der Arbeitsvermittelungskommisfion. 3. An- träge. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 178)_ Der Vorstand. /achvcttin ttl Dllchbuidcr Generalversammlung. Tages-Ordnung: 1. Abrechnung von der Matinse.- 2. Geschäfts- und Kassenbericht 8. Wahl des Vorfitzenden resp. Ergänzungs- wähl zum Vorstand. 4. Verschiedenes und Fragekastm. Ouittungsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch bittet„„* w 181) De» Dorstand. Verein der Sattier und Fachgenossen. Sonnabend, den 28. Juli, in Gratweil's Bier- hallen, Kommandantenstraße 77/79: MgliederVeisammlullg. Tages- Ordnun 1. Vortrog des Herrn Dr. Bruno Wille über Entstehung und Werth der stttlichen Gefühle. 2. Gewerkschaflliches. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Gäste willkommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Iwe Billets für die am� 19.�August nach Hankel's Ablage stattfindende Dampferpartie gelangen zur Ausgabe. [Verein der Parquetbodenleger Berlins. Sonnabend, den 28. Juli: General-Nersammwng. Tages- Ordnung: 1. Neuwahl des Vorstandes u. der Revisoren. 2. Innere Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Zahlreiches und pünkt- liches Erscheinen nothwmdig. 177)__ Der Vorstand. Möbel, Spiegel und Poisterwa«ron eigener Fabrik wegen Ersparung der Ladenmieth- billig«fsasesOfsst« Ä8. {«0**»»o Verkauf nur Ho)«rert. Zahlung nach Uebereinkunft Soeben erschien: Ur. 56 des „Wahren Jakob". Zu beziehen durch die«»pedttls« N. Gl. Zimmer Kratze 44. 3m ton J. H. W. DleU tat Statt' fort ist(Mfea«ttchwii»: 5-- für 1889. Dreizehnter Jahrgang. Zmhelt, w,— w. mm* wiiii irc.— nici»' l«»f 1» Z-hr-t(mit Blli).- Bcalrice Cenci(vor. trall).— Um ei» H«-r. Sr,!glu°,»«n H v. Zaiow. — D«»it» Bk-i-r(mit Portrait).— Di« Lpi«l«r - Wilhelm Hafen tlevet(mit PortraN).-«ar stavfer(m.l Portrait). '**—\—'....■— giltst j\* i. -«in mustkalifcher vickeriebrlinz. »o»»lara Reichner. Slie,cn»c»iiller(Uluftrirt). -««tut,«»ibfel w. fri«tl« 4«uvfer: Lieber Besuch— W-, sich IleM -«wterabend. Preis 50 Pfe»»Iß. Za beliehen durch die»roe- bition des Berliner Volks- biatt", Zimmerstrasse Mr. 44._ Wiedervertäufer rrhalten hohen Rabatt. I I u. öemcrkenswertt "che Cchneiderve die Streiks ohn Als die Herrlick sten Chaos zusan is auf allen Pro liner Schneider t entziehen, so d iintevAtt blieben. Tro 29. Juli, Rackmittaas 5" Allen Verwandten und Ä| früheren Herren KollegeniM meine liebe Frau.u Marie Hafks,' halle des Neuen Jakol aus statt. Der ttefdetrübte und Eltern der Verst das Ausnahme� Tie durch das jedoch nicht la zweifelhafte P welcher die einge ang ungemein . es der Fachverl 'dW Wf 0� Sammlung einb�i «fr Kooptation wo \A* Jmtnhrpn. �sonders au I Osw»!*1 jzuführen. Die, �Lenden Schneidl einsam WWEinz�. S-plf-M i«»ips."'A die f ara„ta0rtli4n*. ee..l,rt. i» Salm.«„» 0�.1«, 1„ 3W„ BÄiTT Emil zL-!- zum Zl .�.en zu regeln. f: waren, daß h wiederum die I Abficht, selbst -'s) den Arbei cren die Rechnu »wierigleiten tu weis errichteten Remedur im i « a« 7. April fick eines un ng eröffnete il be�nihmten h ».Äsr. "n konnte, s. icau in 2J � �?. pertoire so ist 0# irB- 1:4. Beilage zum Berliner Bollsblatt. Freitag, de« Ä7. Juli 1888. 5. Jahrg. $at on IN ;Huna ein"' tcfestiflun� JlufoSfAA der SetfineiScfitidJertetpegung } öffenüi<. jn � sxch�ger Jahren immer weitere Ärbciterkreise «eisende Auffaffung, vah die Arbe.terlloffe aufhören müsse, �willenloses Werkzeug des Kapitals zu f. in, daß sie vielmehr � aßnktesie ihrer Selbsterhaltung verpflichtet sei, der entsetz- cfichemng n Ausbeutung energische Forderungen nach Regelung der S kwMng��tüzeit, Lohnerhöhung u. s. w. entgegenzusetzen, diese Auf- edermv�ing zeitigte in fast allen großen Städten Deutschlands im i,«kjahi 1865 Schneiderstreiks. Wie organisch diese Streiks aus zrend oer Pcoduktionsoerhältniffen herausgewachsen find, bezeugt die Fetty �r>ache, daß sie sämmtlich, obwohl keinerlei L rganisation hal.*tnnWn mnr ±tt lü------"■ 3700, Schneidcrv-rsammlung eine Lohnkcmmisfion gewählt. Infolge der Tbätigleit derselben fuhr den Arbeitgebern ein Schrecken tn die Glieder, um so mehr, als durch Aufdeckung der Werkstätten- üdelstände die Sanitätspolizei und der Gewerberath sich veran- laßt sahen, eingehende Untersuchungen anzustellen, wodurch be- hördlich einige besonders gesundhertssckadliche Werkstatten ge- schloff n wurden. �.. Namentlich der Schmutzkonlurrenz urd dem t evormr nden- den Auftreten der Jnnungsgesellschaft wurde energisch«u Lewe ---- und in der ersten Hälfte des 4 bis Ende Juni stets heiterer Himmel mit Lstluft und hohem Barometerstande, also geringe Ausströmung von Schlagwettern. 4) Falb prophezeite für den 17. September 1887 starke Hoch» fluch. Profeschr Wiggins in Canada berechnete für diesen Tag den größten Sturm des Jahrhunderts. Vom 14.-20. Septbr. wurde daoegcn boher Barometerstand beobachtet; vorwiegend Ostlust mit ausgesprochen ruhiger Witterung. 5) Mr den 2. Oktobir 1887 war ein wciteur listischer Tag, jedoch schwächer, angekündigt. Vom 30. Septernb.r bis 4. Oktober zeigte sich da« steigender Barometerstand ohne abnorme Witterung. sen kostet hch fanden war, zu Gunsten der Arbeiter verlaufen find » fer des den„ d, und irch zum ccapief' CriSpi rken. denten Heinrich Schob. Auch in Berlin wurde eine Mit- schaft gegründet, welche jedoch infolge des Jndifferentismus n einem �nn �et 70 et Jahre die Organisation, an welche fich so Hoffnungen geknüpft hatten, nur noch dem Namen nach des„Milliardensegens" der Gründungsschwindel m upp'S entfaltete, und der sogenannte wirth- fWUWMZK ftnetdet würben von der Mehrzahl der besseren Geschäfte so- iÄi0!8*' s° daß auch die anderen Geschäfte und Meister �fichts der Ostersaison fich zum'Nachgeben genöthigt sahen. Sonntags- und Nachtarbeit waren beseitigt, und eine Lohn- MSfpSS©»« t wirkungslos zu machen. . sten gnathen, deren Prinzip„billig und schlecht" ist und mit der Macht deS konzen'rirten Kapitalismus die Löhne von ihnen beschästigten Schneider maßlos herabzudrücken An- Da die Wellen des 72er Streiks nicht bis in die Matten der Konfektionsgeschäfte schlugen, sah fich der hier Betracht kommende Therl der Berliner Schneider im folgen- Jahre zu einem partiellen Streik genöthlgt, um die durch. Ken Forderungen ihrer Kollegen auch für fich ,u erringen. „ jedoch der Jndifferentismus der„Konfeltions-Schneider" in Itdindung mit dem Zuzug, welcher namentlich aus den öst- P-n Provinzen nach Berlin gelockt wurde, einem glücklichen ange dieses Streiks entgegentrat, so blieben die trau, Verhältniffe in den Werkstätten der„Konfektionsmeister' Bemeckn-werth ist die Thatsache, daß der allgemeine .che Ochneiderverem für Berlin bedeutungslos war, daß er _ d« Streiks ohne jede Wirkung blieb. " Ala� Als die Herrlichkeiten des Gründungsschwindels in einem n"Ltieifl«1'lten �h°os zusammengebrochen waren und die furchtbarste illegiN« jsz auf allen Produktionsgebieten wüthete, konnten fich die „ofl-liner Schneider der lähmenden Wirkung dieser Zustände WÄÄÄ ÄnSf Ä' %--- BZ Jr'uÄ atfjKn sei._ Schon gewannen die Gedanken. � nach welcher rtfft Mrt.'Vü »nstl.»- Lictorins Barbe, Jllum tlufl "S Mini Berlins an allen Versammlungen. � Durch die immer schärfer hervortretenden Maßregelungen seitens der Polizeibehörde, welche selbst an den harmlosesten Tagesordnungen Anstoß nahm und deshalb viele Vcrsammlun- gen gleich von vornherein verbot, trat eine gewiffe Eischlaffung ein. Die Verwiirung wurde um so größer, als in der zweiten Hälfte des Jahres 1885 einige nörgelnde Personen das Vertrauen der Ardeiter zu der Bewegung zu untergraben suchten. Trotz alledem blieb dieselbe im schönsten Zuge, bis im April und Mai 1886 die bekannten Ministerial- Erlaffe kamen, gleichsam wie um aä ocalus die„Ardesterfreundlichkeit" der Regierung zu demonstmen�jese waren nicht nur die öffentlichen Ver- sammlungen der„Lohnkommisfion" getroffen, sondern auch der „Fachverein". Nachdem infolge dieses Erlaffes einige ganz harmlose Tagesordnungen von der Polizeibehörde nicht genehmigt waren, sah der Vorstand des„Fachvcreins sich ge- nöthigt, den Verein auf einioe Zeit zu vertagen. Als nach 3 Monaten wiederum einige Versammlungen stattfanden, wurde es klar, daß infolge der konsequenten Versammlungsauflösungen der„Fachverein" nicht weiter bestehen könne. Der Vorstand zog eine Auflösung deffelben einem Scheindasein vor. So waren 12000 Schneider Berlins, welche dem Kapita- lismus auf Gnade und Ungnade überantwortet find, wiederum ohne jede Organisation. Nunmehr waren die Herren Ardeitgeber, namentlich die Jnnungsmeister, Herren der Situation, nun konnten fie ohne Gegenwehr wieder mit Lohnabzügen, Maßregelungen u. s. w. vorgehen. Auch der Boykott steht bei diesen Herren sclbstver» ständlich in hoher Blüthe, denn in fast jeder ibrer„geheimen" Zusammenkünfte wird über sogenannte„renitente Arbeiter und Aufwiegler" abgeurtheilt und die letzteren der„Beob achtung" empfohlen, natürlich zu dem Zwecke, daß solchergestalt „Gekennzeichnete" keine Arbeit mehr erhalten. Es ist also auch hier wieder der Beweis erbracht, daß die bekannten Ministe- rialerlaffe lediglich dem Jntereffe der kapitalistischen Klasse dienen. 1D In dieser Zeit der Erschlaffung gedachte man des im Jahre . dem Gothaer Kongreß, auf welchem Berlin durch einen Delegirten vertreten war, gegründeten„Reise-Unter- tngs-Verdand der Schneider Deutschlands" und es wurde am- i; Aanuar ds. Js. hierorts eine Mitgliedschaft ge, glundet, die es bis jetzt auf ca. 100 Mitglieder gebracht hat. Da die geltenden gesetzlichen Bestimmungen und die Int«, pretation derselben seitens der richterlichen Behörden derartigen zentralifirten Arbeitervereinigungen das Leben geradezu unmög- lich machen und es verbieten, die aew«blichen Uebelstände einer Besprechung zu unterziehen und somit die Jnt«effen des: "«»„energisch»» vertreten, so hat die hiesige Mitgliedschaft bisher noch lerne größeren Fortschritte ge- für dU tri. , Ori wlatz u- des VerdändeS macht.' gerichtet und ausgehungert sein wollen, und so hoffen wir, daß ÄÄ sffÄÄÄSÄÄ. T.S geschaffen werden kann.' ...�Mögen die Schneider Berlins aus diesem Stück der Ge. WÄ,«'sS« Ä' ÄiSTÄSSta 5 «zielen find. in d« rben ist. findet, Mung diese Reform"vor sich gehen müsse, eine festete Gestatt ." das Ausnahmegesetz alle gesunden Keime erstickte. j. Tie durch das Ausnahmegesetz hervorgerufene Entmuthiguna irtt jedoch nicht lange stand denn als im Jahre 1832 eine, wenn ch zweifelhafte Persönlichkeit mehrere Versammlungen einb-ricf. welcher die eingerissenen Mißstände besprochen wurden, war der chrang ungemein groß, so daß Im September genannten chres d« Fachverein d« Schneid« B«lins gegründet wurde. in der«sten Zeit wurde die dezeichnete VerionIickMi ickenr>pn°ii. �"sden natürlich die beim Schneidergewerk ifcitirt e-�ebelstandc im Arbeitsnachweis- und Hcrbngswesen "#### >wi«igteiten trotzend, einen srldststandigcn Zentral. Arbests- dweis«richteten, ohne Rückstcht auf die Innung, und welche R-medur im H«b«gswesen schafften. Der Arbeitsnachweis de am 7. April 1884 im Lokal Mauerstraße 86«öffnet und NM eines ungemein großen Zuspruchs zu erfreuen. Die ung eröffnete ihren Arbeitsnachweis«st 6 Monate spät« in sbe-ruhmten Herberge zur Heimath. mtiu en0en �dmen des Vereins eine größere Agitation �Beseitigung der herrschenden Uebelstände nicht entfaltet en konnte, so wurde am 11. Mai 1884 in öffentlich« Die Grsahwahl für den R»ich«tag,abgrord«etrn Hasenrlever im Vi. Berliner Reichstagswahl« kreise ist vom Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg und vonBerlin, Staatsmini st er Dr. Achenbach, au f Donnerstag, den 30. August d. I. festgesetzt worden. Die Wählerlisten liegen, wie bereits gemeldet, vom 2. August ab acht Tage zur öffentlichen Einsicht aus. Falb'» Mrttrrpropheieinngen. Es ist schon eine ge räume Zeit vnstrichen. seit die von Rudolf Falb in Leipzig aufgestellte Theorie„übet den Einfluß der Mondphasen auf die Ausströmung aus dem Erdinnern" bekannt wurde und allgc- mein die Aufmerksamkeit lebhaft in Anspruch nahm. Es wäre unv«antwortlich gewesen, wenn nicht auch die Bergbehörden die Behauptungen des tz«rn Falb in eri ste Erwägung und Prüfung gezogen hätten, da, wenn dieselben fich bewahrheiteten, die vielen durch Schlagwetter hcrdelgefühlten Unglücksfälle zu haben aber viel ;en übet Boro meterstand, Temperatur und Luftbewegung stattgefunden, und es find die Ergebnisse dies« Beobachtungen mit den Fald'schen Schlagwetter- Vorhersagungen in Vergleich gestellt worden. Dieser Vergleich bat nach einem Bericht, der von der mit Be. obachtungcn bettauten Zeche Shamrock bei Herne erstattet wor- den, für den Werth der neuen Theorie ein durchaus Ärn«"®„r ä »Ä«»" wf'tSj.S wcldi« am 26. Oktober sein Maximum erreichen und Schlag- weiter»ur Folge haben sollte. Die wirkliche Beobachtung hat eraebei, Vom 13. bis 25. Oktober stieg der Luftdruck auf 764 mm und blieb bis Ende des Monats auf dieser Höhe. Die Witterung war ganz normal und ohne wesentliche Niederschläge. Wettervroben«gaben nur geringe Abweichungen von der Anfang Februar bis über den 20. hinaus zeigte fich dagegen sehr hoher Barometerstand, der am 7. sein Maximum von 776 mm, den höchsten Stand der Jahre 1886 und 1887,«. reichte. Stets heiterer Himmel, scharfer Nordostwind mit ein« Temperatur meist unter W. Luftproden«gaben eine sehr geringe Menge Grubengas. 3) Zweite Juni. Woche: Angebliche Voraussagung der Hibernia-Exploston. Thatsächlich war vom Erderschütterungen fdn. Vom 11. bis 17. Oktober stieg das Barometer regelmäßig; vorwiegend Nordostluft ohne desondere Niederschläge. Eine Wetterprobe vom 17. Oktober ergab eine unter dem allgemeinen Durchschnitt bleibende Menge Gruben» gas.— Unt« den von Falb von Anfang Ottober 1886 bis Ende 1887 als„kritisch" bezeichneten Tagen hat fich also kein einzig« als auch nur irgendwie gefahrdrohend bestätigt. Selbst jed« Laie, fügt d« B«!cht hinzu, wird dies Ergedniß ganz natürlich finden. Man braucht nur die täglichen Beobachtungen und Berichte der deutschen Wetterwarte in Hamburg zu ver» folgen, um den Werth der Fald'schen Schlagwetter- Vorh«- sagungen zu«kennen. Während heute in Stockholm ein baro- metrisches Maximum liegt, zeigt fich in Neapel eine bedeutende Luftdcpresfion, oder im Jnnem von Rußland herrscht ein niedriger Luftdruck, während zu gleicher Zeit in Nordamerika hoher Barometerstand auftritt. Die Ziehung de» vierte« Klasse der preußische» Lotterie hat begonnen und lange Zahlenreihen marsckiren jetzt in den Zeitungen auf. Zahlen zu stadiren ist bekanntlich, wie die„Nat.-Ztg." meint, sonst nur der Geschmack einiger trockener Zablcnmenschen, wie man fälschlich zu sagen pflegt, aber diese Zahlen, welche jetzt in den Zeitungen erscheinen, werden von vielen Hunderttausenden verschlungen, als handele es fich um das interessanteste Kapitel eines fesselnden, spannenden Romans. Viele können die Zeit nicht erwarten, bis fie schwarz auf weiß lesen können, daß es heute mit dem sehnsüchtig«warteten großen Loos wiederum einmal nichts ist. D« Ziehungssaal, ein altmodisch« Raum, ist überfüllt; ein wunderbar gemischtes Publikum hat fich versammelt. Hier an die Ecke gelehnt steht ein ehrscmer Handwerksmeister, für ihn ist die todte Saison ins Leben getreten, er hat die Elle schnell bei Seite geworfen, seinen Sonntagsstaat angezogen, aus der Schublade der Kommode das Lotterieloos genommen und horcht nun mit gespanntem Ohr dem Ausrufen der Zahlen zu. Neben unserem Meister steht ein jung« elegant gekleideter Mann, das Hufeisen an der Uhrkctte und die goldene hufeisenförmig gehaltene Nadel, welche aus der weißen Kravatte hervorschaut, kurzum der ganze Habitus lassen darauf schließen, daß« auch für die Freuden des Turfs Jntereffe hat. Sein Weg hat ihn heute an dem Lotteriegebäude vorbeigeführt; er hat die lebhaft bewegten Menichenschaaren vor demselben gesehen, schließlich ist« mit einem Händler in's Gespräch gekommen, er hat für eine Stunde 5 Lotterieloose gemiethel und jetzt erwartet er, daß sein Stern ihm auch im Ziehungssaale leuchten werde. Eine kurze Pause tritt ein. die Lust i drückend heiß, neue Menschenschaarcn schieben fich in den Saal. Da find drei jüngere Mädchen, ein» fach, fast armselig, aber sauber gekleidet, die blaffen Gefichter bedecken fich mit flammender Röthe; die Hobe Aufregung spielt deutlich jede Bewegung wied«; die drei Nähterinnen haben fich die wenigen Groschen fast vom Munde abgespart, um fich tn Besitz eines Achtel Lotterielooses zu setzen; das eine Mädchen hält krampfhaft das Loos in der Hand; die beiden anderen werfen von Minute zu Minute ihre Augen auf die fünfstellige Zahl. Langsam und monoton werden die Nummern gerufen; da mit einem Male werden die jungen Mädchen blaß, eine Numm« wird genannt deren erste Stellen fich mit denen ihres Lotterielooscs decken; aber ach, die letzte Zahl— stimmt nicht — und heute kann das Satinkleid noch nicht gekauft w«den. Dicht vor den Mädchen hat sich jetzt ein korpulent« Herr vostirt, so recht ein Bild vollständiger Zufriedenheit bietend. Seine kleinen Augen schweifen steudig im Kreise herum;« ist Rentier, seine Häuser verzinsen fich gut, seine Mieth« sind lammfromme Leute und seine Frau weilt in Kissingen. Augenblicklich ist er als» Strohwittwer und weil er mit sein« Zeit nichts anzufangen weiß— zum Frühschoppen ist es noch zu früh— hat er fich in den Ziehungssaal begeben. Der junge, sportsmäßige gekleidete Mann nähert fich dem Ausgange, er ficht nach der Uhr. tn fünf Minuten ist seine Zeit um, dann muß er die Loose wied« ab» geben, hinter ihm steht bereits der Händler. Da, hunah, mit einem ansehnlichen Gewinn wird eine Numm« gezogen, die der junge Mann gemiethet hat, des Händlers Züge w«den lang und lang«; da- hilft kein Debattiren, er bat das Spiel ver« st>ren; mit einem kühnen Say ist der junge Mann wied« in d� Aceie. n möchte vor Freude aufjubeln. Das Zichungs- ##### , tNewohuhett. Tausend Mark Prämie könnten gettost ausgeschrieben werden für denjenigen, der nicht die geringste nachweisbare Gewohnhett an fich hat; niemand in unser« Stadt wurde das Geld gewinnen. Irgend eine llrine höchst persön» l'lhe Eigenthumlrchkert haftet jedem an. bestände dieselbe auch nur rri einem unschuldigen Zucken oder Zwinkern, einer nichts» sagenden Hand- oder Kopfbcwegung. einer gleichgiltigen Redensart WUMMZZ ha f s8e J?0!. Betrachtungen anzustellen, hatten wir Kegelbahn erhalten. Ein ganzes Kapitel ließe sich allern über die originelle Art schreiben, wie jeder Schieber seine Kugel hinausbefördert. Kaum zwei find sich gleich. Der fune reckt fich, der andere duckt fich, d« eine trippelt die halbe Bahn hinterdrein, der andere regt fich nicht vom Flecke, der eine schlagt mit dem Absatz aus, der andere wedelt mit den Armen wie ein Ballettänzer; genug, die Eigenartigkeit der Manieren ist unerschöpflich. Fast niemals kommt es vor, daß derselbe Uää a iä'ää daß es fich hier um eingefleischte Gewohnheit handelt. Denn mancher kann fich vielleicht zum ersten Mal an dem edlen Männerspiel bethliligen, und zeigt doch gleich bei den Anfangs» kugeln«n eigenes Gepräge, von dem er nicht abweicht. Die begleifcnbtn, oft höchst seltsamen Geberden, nachdem die Kugel abgeschossen ist. äußern fich von Anfang an in so ursprünglicher Weise, daß von einer Gewohnheit nicht gut die Rede sein kann. Der ganze innere Antheil am Spiel kommt dabei zum Ausdruck. Mancher weiß gar nicht, welche komische Erscheinung er dabei abgiebt. Wird er aber erst ein paar Mal verlacht, dann ist es Zeit für den Mann, an sich zu halten. So ist es in allen Dingen; die meisten Gewohnheiten werden erst dann beachtet, wenn ste anfangen, lächerlich oder häßlich zu werden. Wie grundverschieden ist v B. das Lachen. Jeder hat seine de- sondere Art gepachtet. Schlägt in eine größere Gesellschaft ein guter, kräftiger Witz hinein, so achte man nur auf die Viel- seitigkcit des Gelächters. Da hört man neben aller. Hand farblosen Lauten das Kollern des Truthahns, den Drei- schlag der Wachtel, wahre Ziachtigallentriller, dumpfes Raben- gckrächz. Man ist versucht, über manches Lachen ern Ertrage- lächtcr anzustimmen. Fällt es doch keinem ein, von semer speziellen Tonart abzulaffen. Jede Bemühung, dies zu thun, könnte nur um so unnatürlichere Variationen zum Vorschein bringen. Man geräth zuwellen in recht unangenehme Nachbarschaft. Einem scheinbar ganz anständigen Herrn beliebt es, alle halbe Minuten die Luft aus den hohlen Zähnen zu knacksen. Regelmäßig, wie das Wasser aus xiner schadbafteu Röhre gluckst, geschieht jenes Geräusch. Der Kinnbackenmechanismus ist förmlich darauf avprodirt. Die Gewöhnung hat ja meist ihren Grund in der Verwöhnung gewiffer Organe. Man braucht nicht hochgradig nervös zu sein, um jenes Zähneknallen durchaus widerwärtig zu finden. Hat es denn dem Manne noch Niemand gesagt, wie lästig er seiner Umgebung wird? Es scheint kaum; denn dem gemüthlichcn Geßcht nach zu urtheilen hält er seine Zahnharmonika für eine angenehm familiäre Mufik. Häufig wird man es antreffen, daß verrottete Gewohnheiten wie liebenswürdige Eigenthümlichkeiten zum Besten gegeben werden. Da fiyt so ein dicker Herr mtt vorgespannter Serviette hinter seinem Mittagsbraten und schmatzt in so schallender Weise, als wollte er für den Gastwirth Reklame machen. Aller Augen sehen auf ihn, aller Ohren hören auf ihn, das stört ihn nicht; wohlgefällig richtet er fich cin�wcnig empor und schmatzt seinem Ncbenmanne ins G. ficht. Ob die Lippen dieses Lautschmeckers schon von Jugend auf an diese Arbeit gewöhnt find? Sinnenden Hauptes wandett ein Schmächtigcr die Straßen entlang. Er bat Rechenexempel im Kopf, Verloburgsgcdanken oder gar keine Gedanken. Gleichviel, von Zeit zu Zeit bringt er die linke Hand herauf und knabbert an einem Fingernagel. Dazu niacht er ganz angestrengte Augen, als wäre hier ein Stachel des Anstoßes mühsam zu beseitigen. Einem Andern ist es durchaus nicht möglich, seine Nase in Ruhe zu laffen. Immer wieder drückt er mit dem Finger dar- auf und preßt fie wie einer Gummiboll. Daß diese Liebkosung schon eine altheraebrachte ist, vcrräth die windelweiche Form des edlen Organs. Ich kannte dermaleinst einen Jüngling, der die abscheuliche Gewohnd.it an fich hatte, mit mächtigen Trompeten- flößen durch ein Nasenloch die Luft emparzuschniepen. Dabei verzog er sein Geficht in ganz absonderlicher Weise. Es ist wohl möglich, daß die etwas enge Bauart des Geruchscrgans Ver- anlaffung zu diesen periodischen Kraftbewegungen gegeben hat. Trotz aller freundschaftlichen Abmahnungen war der junge Mann nicht im Stande, seiner Nase den hemmenden Zügel anzulegen. Ich dachte nur immer bei mir selbst: Wie ist es denkbar, daß diesem Aermsten irgend eine Jungfrau ihr liebe- glühendes Herz zuwenden kann? Ja, selbst die bloße Hand hielt ich für ausacschloffen. Tag für Tag neben diesem Trom- petcr von Sälkingen hinzuleben, welche Riesenaufgabe. Oder wäre es möglich, daß das Ohr hiergegen mit der Zeit taub wird und das Auge blind? Nach Jahren traf ich denselben Mann wieder am Arme eines liebreizenden Weibchens mit den heitersten Mienen, die offenbar Glück vernethen. Neugierig lauerte ich, ob seine Nase fich nicht bald in Falten ziehen wurde. Nichts von alledem; fie war verstummt-� die Macht der Liebe hatte sie bezwungen. Gegen alte eingenistetc Gewohnheiten helfen nur die stärksten Mittel. Starke Mittel müffen auch schon in der Jugend angewendet werden, sobald fich irgend eine üble Neigung cm- pflanzen will. Ein sonst wohlgcwachsener Knabe gewohnte fich daran, den Kopf hängen zu laffen und geduckt zu gehen. Der schwere Kopf zog auck den Nacken krumm; niemand achtete ernst- lich darauf und die Folge davon mar eine Wirbelkrummung m späteren Iahten. Boshaftigkcir und Trotz im Kindesalter nisten fich oft unaustilgbar ein und find der Grund eines rachsuchtlgen, jähzornigen Wesens, das späterhin unsägliches Unheil anrichten kann. Der jugendlichen Genäschigkcit kann nicht oft penug ent- Sege» getreten werden. Sie wird zu einer gewohnhertsmäßigen üsternheit, die fich nichts versagen kann. Kinder, denen es nicht verwehrt wird, beständig ihr Stück Ehokolade in der Tasche herum zu tragen, versprechen nicht, die besten Wirthschatls» menschen.4» werden. Mädchen, die man vor dem Spiegel er- zieht, lassen vielleicht später dos Feuer im Ofen ausgehen.-- ®«t bezahlte Arbeiterinnen find, das brauchen wir wohl kaum ausführlich darzulegen, eine Seltenheit und wenn ab und zu eine Arbeiterin für bestimmte Arbeitsleistungen gut bezahlt wird, so pflegt die Sache, wie mm, so zu sagen pflegt, ernen Haken zu haben. Einen wie gefährlichen Charakter aber mitunter die Arbeit hat, die gut bezahlt wird, darüber haben erne hier lebende Witiwe und deren kürzlich verstorbene Tochter trübe Erfahrungen machen müssen. Die Wittwe kam nach Berlin. Alle Versuche des jungen Mädchens, ihre alte und vermögenslose Mutter durch Verrichtung weiblicher.Handarbeiten zu ernähren, waren erfolglos; man weiß ja, w-e solche Arbeiten bezahlt werden! Da fand das junge Mädchen in einer hiesigen Silderwaarenfabrik Beschäftigung. Die Arbeit war weniger ansttengend, als das beständige Gedücktfitzen bei den Handti- rungen mit der Nadel und brachte auck bald mehr ein. da das junge Mädchen fich in kurzer Zeit zu einer tüchtigen Arbeite, in ausgebildet hotte. Da suchte ein auswärtiger Fabrikant eine ge- schickte Arbeiterin und wandte fich mtt einer diesbezüglichen Anfrage an den Prinzipal des jungen Mädchens: es war ein leidlicdes Gehalt von dem Anfragenden geboten worden und das junge Mädchen besann fich mit Rückficht auf die unterstützungsbedürf- tige Lage ihrer Mutter nicht lange und nahm die Stellung an. Eine Spezialität in dem neuen Geschäft war nun die Bearbei- tung metallener Figuren mit einem filberattigen Ueberzuge. Zu diesem Zwecke wurden die Figuren mit einer dickflüssigen auf- gelösten Masse bestrichen. Das junge Mädchen glaubte, als es gleich in der ersten Zeit seiner neuen Beschäftigung fich so lei- dend fühlte, daß es mehrere Tage von der Arbeit fortbleiben mußte, es sei das der Einfluß der Veränderung in ihren äußern Verhältnissen. Allein im Mai d. I. erkrankte es zum zweiten Male, und zwar sehr heftig, so daß es, um einige Pflege zu haben, zurück nach Berlin zu seiner Mutter kehtte. Der hier behandelnde Arzt behauptete, daß alle äußeren Erscheinungen einer Vergiftung vorlägen. Niemand konnte sich die Möglich- kett einer solchen denken. Da erzähtte die Kranke einmal zufällig von dem starken Mandelgeruch, der jedes Mal beim Bear- betten der Figuren in der Wcrkstadt geherrscht habe und der beim ersten Male so stark gewesen sei, daß ste fast de- täubt wurde; später habe ste fich an dm Geruch aber gewöhnt. Dem Arzt kam dieser Mandelgeruch verdächtig vor; er ist ein charakteristisches Kennzeichen eines der furck'barsten Gifte, der Blausäure. Auf eine Anftoge bei dem früheren Prinzipal des Müschens erhielt der Arzt Venn auch die Aus- fünft, daß eine„geringe Quantität" Blausäure zur Herstellung der dickflüsfigen Masse verwendet wird, die zur Bearbeitung der Figuren gebraucht wurde. Der Arzt kannte nun flehet den Grundcharakter der Krankheit und es gelang ihm, wenn auch allmälig, die einzelnm Lähmungserscheinungen zu besettigcn. Vor einigen Wochen war das junge Möschen so weit hergestellt, daß es, um reine Luft zu genießen, nach dem Grunewald fahren konnte. Sei es, daß fich die Genesende hier beim Laufen zu sehr anstrengte, sei es, daß das schwer angegriffene Nerven- sn-tem seine Wirkung versagte, genug ein Schluck kalten Bieres wurde die Ursache eines bald mit aller Heftigkeit ausbrechenden gastrisch-nervösen Fiebers, dem das junge Mädchen in wenigen Tagen erlag. Kein Mensch denkt natürlich daran, die„gut de- zahlte Arbeit" als Ursache für diesen unglücklichen Ausgang verantwottlich zu machen, und doch ist fie es in der That. der Der Uettba« eines Abgeordnetenhauses ist, wie nach „Voss. Ztg." in Architeltenkreisen verlautet, in nicht ferner Zeit zu erwarten und zwar soll als Bauplay das Hinterterrain der ehemaligen königliche» Porzellanmanusattur in der verlänger- ten Zimmerstraße ins Auge gefaßt sein. Hiernach würde der Neubau gegenüber dem Kunstgewerbe Museum zu stehen kommen. Es verlautet weiter, schon in Rückficht hierauf wäre die könig- liehe Genehmigung zur Hergabe des südlichen Theils des Gar- tens des Krieasministcriums ertheilt worden, wodurch die Zimmer- sttaße eine Verlängerung bis zur Königgrätzersttaße erfährt. Erweisen fich die Angaben als zutreffend, so ist das Abgeordneten- Haus mit dem Herrenhause in unmittelbaren Zusammenhang gebracht, da der Garten desselben von dem Terrain der Porzellan- Manufaktur begrenzt wird. Der nördliche Theil des großen Grundstücks, auf welchem das Reichstazsgebäude steht, verbleibt dem Reiche, das bis jetzt wenig Grundbcfitz in Berlin hat. Endgiltig ist damit der eine Zett lang festgehaltene Plan aufgegeben worden, mit der Errichtung eines neuen Abgeordneten- Hauses so lange zu warten, bis der Reichstag sein neues Ge- däude am Königsplatz beziehen könne. In dem zu erschließenden Theile der sogenannten verlängerten Zimmerstraße ist nur preußisch fiskalisches Terrain vorhanden: der Garten des Kriegs- Ministeriums, die frühere Porzellanmanufaktur, der Garten des Herrenhauses und der Garten des ehemals Vatke'schen Hauses, das jetzt das Handelsministerium befitzt. Die südliche Begren- zung der Straße wird durch das Museum für Völkerkunde, durch das Kunstgewcrbe-Museum und durch ein Stück Garten des Kriegsministcriums hergestellt. Die verlängerte Zimmer- sttaße wird also nur Monumentalbauten aufweisen, die an Herr- lichc- Gärten sich anlehnen. Nichts ist für die Verwerthung des ansehnlichen Komplexes wichtiger und dringender, als die so- fortige Durchlegung der Straße durch den Garten des Kricasministeriums. Damit kommen auch zugleich das Museum für Völkerkunde und dns Kunstgewerbe- Museums mehr zur Geltung. Anläßlich de» Falles Carkotta-Ehrettberg tadelt es die„Freis. Ztg." mit Recht, daß die Bezeichnung„Schriftsteller" in unverantwortlicher Weise gemißbraucht zu werden pflegt— ebenso gcmißbraucht,-wie etwa der„Doktor"- Titel, dcr den Jour- nalisten vom verehrungswürdiaen Publikum mit rührender Energie oktroyirt zu werden pflegt. Wir selbst, so schreibt die„Volks- Zeitung", find uns über die sittliche und schriftstellerische Qualität des betteffenden Herrn durchaus im Klaren, und unser Urtheil über ihn kann fich auch dann nicht ändern, wenn er aus der letzten Affäre in der That so vorwurfsfrei hervorgehen sollte, wie er dies in seinen Zuschriften an die Zeitungen behauptet. Arich im Verein Berliner Presse macht man fich über Herrn Carlotta durchaus keine Jllufionen, und als er eines schönen Abends den dreisten Versuch machte, einem kleinen Feste des Vereins als„Gast" beizuwohnen, wurde er vom Vorstande in diskreter, aber energischer Weise aus dem Lokal gewiesen. Viel- leicht trägt auch die Thatsache, daß er in Kürsckner's Literatur- kalender(1887) als wirklicher Schriftsteller aufgeführt wird, dazu bei, daß Redaktionen, die mit den journalisttschen Personalien nicht ganz genau vettrout find, ihn nun auch für einen richtigen Schriftsteller halten. Wir unsererseits möchten diese Kollegen- schaft allerdings sehr ernst ablehnen, denn es handelt fich hier nicht etwa um politische Gegensätze, die fich im gesellschaftlichen Verkcbr eventuell überbrücken und ignoriren lassen. Die Notiz bei Kürschner lautet nun:„Ehrenberg, Siegst.(Pseudonym: Dr. Karl Carlotta), Drama, Feuilleton, amerikanische Literatur, Uebersetzungen aus dem Franzöfischen und Englischen. Chef ves „Bureaus für internationale Publizistik"(??!!), Berlin u. s. w.; geb. in Seesen 23 9. 47." Angelegenheit Ghrenberg-Carlotta berichten noch die„Hamb. Nachr.", daß Herr Carlotta vorgestern von Hamburg und Gebiet ausgewiesen worden ist. Es wurde ihm aufgegeben, sich in den Bcfiy der zu seinem Aufenthalte dort erforderlichen Papiere zu setzen, doch er erklärte, solche vor der Hand nicht beschaffen zu können und derief fich darauf, amerikanischer Bürger zu sein. Darauf hat Herr Carlotta das hambmgische Gebiet verlassen müssen. Liebenden, glnffrlichen«nd nnglnrkliche«, hat ein „Fachmann" eine„Briefmarlensprache" gewidmet, die. unzweifel- baft aus der„Praxis" hervorgegangen, gleich Fächer- und Blumensproche mehr Äusficht bat, rnternational zu werden, als Pastor Schleyers in der Studierstube ausgeklügeltes, viel- gepriese,>es, vielbcneidetes Volapük. Die„neue Weltsprache" bezweckt, wie der Verfasser in der Vorrede zu dem hübsch und „zweckentsprechend", d. h. in handlichem Taschenformat aus- gestatteten Büchlein(Verlag von Ad. Spaarmann in Styrum, Rheinl.), mittbellt, denjenigen, welche ihrer kundig find, im Acußeren des Briefes manches, was der Inhalt verschweigt, er sichtlich zu machen. Sorgende Mütter, die ihr Unternehmung- lustige Kücklein euer eigen nennt, liebende Gattinnen, die rhr Ehehenen zu böten habt, welche noch nicht ganz die freie Jung- gesellenzeit vergessen können, zittett nicht ollein vor dem Inhalt der Briefe der„Freundin mit der Herrenhandschrist" des„Ge- schäftsstcundes mtt der Damenschrift", sondern auch schon vor dem Acußeren! Wenn die Briefmarke verkehrt an der linken oberen Ecke fich defindet, seid beiuhigt, denn das heißt nach der Bricfmarkensprache: Ich Haffe Dich! Klebt fie aber in richtiger Stellung an derselben Stelle, dann seid auf eurer Hut, denn das bedeutet: Ich liebe Dich! Selbst wenn die Marke richtig postvorschrifllichen Orte klebt, ist fie nicht bedeutungslos, am denn dann heißt es: Wir bleiben die alten! Marke verkehtt an dieser Stelle heißt: Schreibe nicht mehr! Marke schräg nach außen daselbst: Ich bitte um ein Rendezvous! Nach innen: Schreibe sofort! u. s. w. Nicht weniger als 60 Mittheilungen durch das Aufkleben einer Briefmarke auszudrücken, giedt so das Büchlein Anweisung. Trotzdem bezeichnet der Verfasser seine Arbeit nur als Grundlage für diese Art geheimer Mit- theilungen.— Auf was alles der Mensch kommt— vornehmlich wenn er verliebt ist! Der Ljeumarttt aus dem Oranienplatz steht jetzt in voller Blutde. Die letzten warmen Tage haben endlich das längst gemähte Heu, das schon an manchen Stellen zu faulen begann, so getrocknet, daß es transport- und verkaufsfähig wurde, und nun kommen hockdeladene Heuwagen von überall her, aus dem lechs. bis achtmclligen Umkreise nach Berlin. In langen Zügen bis zum Wasserthorplatz find fie aufgefahren, bis fie nach langem Warten auf vre große ununterbrochen in Tbätigkeit befindliche Nathewaage kommen. Seit Verlegung des Wochenmarktes nach der neuen Luisenstädtischen Markthalle kann fich der Heumar« etwas weiter enttalten. da die Wagen jetzt zum Theil auch jen- snts der Bmcke auffahren können. , Nicht nur unseren Hausfrauen wird des Morgens Milch und Frühstück in die Wohnung ge- bracht sondern auch die Frauen der Schiffer, welche auf den Gewassem der Spree vor Anker liegen, erfreuen fich gleicher, ja noch wertergehender Aufmerksamkeit von Seiten der Gewerbe- ä? srurÄÄ welche vre Hausfrauen der Kahnbesitzer nicht nur zum Frühstück. ondern auch für den übrigen Tag mit allem Nöt'-igen oder toffeln, Petroleum und andern Materialien beladen ist, von m&mm »u nach man schaffte ig. von wo aus waltung auch besonders honorirt wird._-�des°Wazens dem Sprüchwort vom Berg und vom Propheten, wtz?' gar nicht übel dabei fahren, da natürlich die(%(#*% es Depots in eeanderstraße n ;t wurde. D mit der Bru dem Pferde j d fie! so ung der Wagen uuw utlirnvci» uuuuuu iuiiu. des Ei» über die Stadt dahinschWebrnder �� �, . war für Berlin nichts Neues, aber der am 3%, �it ei» 11 Uhr Vormittags fick über die Stadt von Nordosten bewegende Ballon Hütt, indirekt rinm�rinmancnG gefährlich werden können. Der betreffende Herr jene Zeit, von der Universttät kommend; den i Behren- und Markgrafenstraßen-Ecke, wenig eilig lich ein Butterbrot verzehrend. Da der Herr fehf und das Rollen der Räder auf dem geräuschlosen. �, auch nicht gehört hatte, so stand er plötzlich Pferden eines um die Ecke biegenden Omnibus, �, aufmerksam— nach dem Ballon sah. Sofort �Mutend, ohnmäi Passanten hinzu und befreiten den Herrn aus(«""'oUieiUsHcht. Stellung, indem fie ihn zur Seite rissen. Als w h-rin, Friedrich griffen hatte, worum es sich handelte, steckte er m» Sei ihr wohnend sophischer Ruhe dm Rest seines Butter brötchms m m lag, mittelst i und sprach vergnügt kauend:„Laffm Sic den-«» rechten Schläfe fahren; wohl dem, der noch den Ballon sehen kann, linke Sette bei, zpa« heutzutage alle» möglich ist, Beide Persor Thatsache. Im Januar d. I. wurde der kranke 5W.— Am 25 Krawutschke in die Charitce aufgenommen. Seine W Schutzenstraße in der Skalitzerstraße Hierselbst wohnt, besuchte#nben.— Um dsi Mann seit jener Zeit verschiedenttich mit ihrem Kicheenslraße der H war fie am 7. Juli dort anwesend. An diesem TÄftor die Brust a der Kranke verhältnißmäßig wohl und deshalb Hnd mittelst Dr> Frau, den nächsten B.such erst nach längerer"n demselt nehmen. Am Morgen des 20. Juli erschien in w�.Dmgonerstraße ein Schutzmann mit dem Auftrage, fie möge r���wer Gunther melden. Die Frau erwiderte darauf, daß fie noch A�Kgerstraßc cir geben wolle; hoffentlich sei ihr Mann im Stande,? jintei S2»Ä!""IRÄS Ä8S2Ä1 yaus oaro zu verruyen. aw»e zur uyanitt lur« j„ v daß ihr Mann bereits am 12. Juli verstorben„ �-jw*, begraben.sei. Man kann fich den Schreck wesen sei; deshalb habe man nur dem Vater Ö'?, jen in der Schu von dem Todesfall Anzeige gemacht Für t«jj und gerieth dal spricht allerdings folgender Umstand: Krawutschke a*, Bierwagen, da Jahre ebenfalls im genannten Krankenhause, dg et des Wagens unverhcirathet, und es läßt fich mithin anneWJin der Louisens Kranke fick bei der letzten Aufnahme auf das? durch und rann nommene Nationale berufen hat. Immerhin Droschke so sehr lehrreich, weil aus ihm die Noth wendigkeit Agock Herabgeschlei Fällen der Krankenhausdireftion von derartigen>�er anscheinend n in den Familienverhältnissen rechtzeitig Anzeiae Er wurde nach Maflenverhaftung. Am Dienstag AWtann in der Tru ArbcNer rn dem Lokal von Dcutzenberg in der v�tannstraße 2 Tre als plötzlich zwei Kriminalbeamte eintraten und �khrnab und erlitt i schalt für verhaftet erklärten. Die Verhafteten i�ckke nach dem j nach der Polizeiwache folgen, von wo dieselben, mußte.— Ed Molkenmartt gebracht wurden, um von dort f ein Arbeiter in suchungsgefängniß nach Moabit überführt zu aber von Von der acht Personen find: Maurer Seifert, Tis macher Schubert, Tapezircr Kann, Maurer Brödenfelv, Schuhmacher Bruhnsch und Ar gestern war noch leiner der Genannten aus worden. Dem Anschein nach vermuthet die tisches Vergehen, denn es wurde am Mstt Wohnungen der so jäh ihren Familien ett nach verbotenen Schriften gehaussucht; doch soll sehr negatives gewesen sein, obgleich bei dem' sogar die Strohsäcke auf staatsgefährlichen. lusnuckterung na i Tage fand im Unbedeutendes Fei em selben fuhr a, etne Droschke de * desselben Quet erlitt und eins �.uumuuc uui»aaivgeiayrtiwr«... wurden. Aus einigen sozialdemokratischen Bu� hob mer blättern, wie sie in jeder Arbciterwohnung JV E Manuel Jakol dürfte die ganze Ausbeute bestanden haben. Ä Schöffen; ää ää iif sSSEs fcöfc fcte sai'er eirnorbfncn(ttrofffun*11 ve» v nijL daß die sauer erworbenen Groschen zu dn � �tüch auf Micthe zurückgelegt wurden und den, gjur den Freund Familie bilden. Tie Frau, welche»wer lw.�xfitzender: Uni It zu verschwi das Glas wie lgeklagter: Ja. gestohlen.— ächcn wollen, mitnehmen wc lestohlen, aber ziehen jbot, befindet fich in der größten aller Mittel entblößt und auch nicht fabig rst, � Weise für Erkaltung des Hausstandes Sorge b Haussuchungen. Am Montag, den-o.. bei dem Arbeitet Bockenhagen in FricdrurSverg Male gehaussucht, jedoch ohne Erfolg. Briw*' nur ein Exemplar der„Beil. Volk tridüne' uno Situationsderichte der streikenden Weber in � � niemand zu Hause war, hatte man die Wohnuoo jenchtshof verur Schlosser öffnen laffen. �Sch mildesten St ©in Hundefrölen treckt in einem Haust � Qch danke schön ihr Wesen. Das närrische Weib lockt alle 1 aus der Nachbarschaft nach ihrer Wohnung, I ihrem Amüsement die wunderlichsten Drnge Vieh vornimmt. Das Heulen und Miauen .. v-l. «einen Bestien ist manchmal ohrzerreißend»nb den die Thiere verursachen, zwingt die uea««� respektabler Entfernung von der Wohnung ver halten. Am Morgen fühtt fie die Köter r Straße, wo dieselben dann ihren Unrath zu? km-si+ifrff nhlndett. R-s fettl sind alle flÜtst® barschaft abladen. Bis jetzt find alle 8 Gestank aus der Gegend los zu werden, g' a« Fohlen ei vor der 96. mer M. zu sc em Aboruch eii Stricke hatte stürz bewirkte. angefeuchtet n bliche Staubr s diesem Gru pn 10 M. gen Nächtlicher Gerüsthöhe in die Tiefe. D«- Bauarbeiter Namens Friedrich K. auf den ewe. der Unglückliche zusammen und mußte daw ein Arzt eine Schädelverlctzung schwerer Nai» rWpWrttcffrfiiiff fllö l*. erne bedeutende Gehirnerschütterung als� � bezeichnet hatte, führt werden. mittelst Krankenwagens also dieser P en, und da auf Freispreche ns dem Keil pots der Große . wurde am 13. jy.L. im Mtttel ......."" blutend ausgefu s-» auf deren Waaren die Diebe es abgesehen in den die Besucher der Hallen werden in dreriler So wurde gestern früh einer Frau m m � welche, um einen Gegenstand einzukaufen,„plz verweilte, das gefüllte Marktnetz und drtjJzV neben fich zur Erde gesetzt, gestohlen: j marfthalle wurde einem Dienstmädchen� w � v kannten plauderte, das Portemonnaie„c der Räuder, den die Beraubte nicht einm® � schwand in dem Menschengewühl. Natur» .tete. däß W stand entstandet der Sachverstäv dnleidend wi flutvcrlust ve> aßenbahn>Bei des Verstotbl erhobener Z .» focht diese es an.* der geschädigten Markt leute bei Ergreifung. ordentlich groß, und so geschab es vor und sprm Mann mehrere Würste daselbst stahl, � � AB führte der obe käufer auf den Dieb derartig einschlugen/" I IWnn leuten nur mtt Mühe gelang, ihn vor ri"1 zu schützen. It( si»> ©in rrschnttrrude« Drain«% w aQch gegen 1 Uhr vor dem Hause Schulstr t, beiterftau Namens Sch. hatte fick mtt Knaben auf die Straße begeben. Kau" langt, traf die Sch. mit einigen bela'. und nun begann zwischen den»eau«' �, Inzwischen war der kleine auf den* Räder eines langsam fahrenden Ba" gieN, dessen hinterem Rade erfaßt und auf- aftlst Mit lautem Jammer stürzte die vcri entseetten Körper ihres Liedling wA � Szene spielte fich jetzt ad; ohnmachns Unfall, bei Sache übe lg immerhin wenn der Ui «'S" fS wegen Mo, 'en Strang ve "lensenate der 8. stattgesund gte Präsident man schaffte sie, wie das tobte Kind nach ihrer Pcwat- ng. von wo aus das letztere bald darauf auf polizeiliche Ver« g nach dem Obdultionshause geschafft wurde. Den . si* des Wagens soll keine Schuld treffen. craJS�fäh.lichrr Zusammrnttoff eine« Feuerwehr» der°m M°,v mit einer Droschke. Das„Kl. Journ." meldet vt von£u0ljJocfleflnscu Abend einen schlimmen Zusammenstoß eines virelt emem�xhrmagcns mit einer Droschke. Der Rettungswagen )es Depots in der Kövnickerstraße fuhr beim Einbiegen lieanderstraße mit der Deichsel in eine Droschke, die stark [t wurde. Dabei stürzte ein Pferd des Feuerwehr- mit der Brust gegen den Scheerbaum der Droschke. dem Pferde sitzende Feuerwehrmann aerieth unter das iZropheten, ch die" mde Herr rd) den> wenig eilig w Herr sehr cräuschlosen nd deshald � längerer e im Stanks, Eharitee � rlötzlich""'jLinb fiel so unglücklich, daß er beide Beine brach und Omnibus, der Wagen über ihn hinwegfuhr. Der Wann wurde Sofort fP[al5)lutend, ohnmächtig nach Bethanien gebracht. m aus(MeNjaliwiliM-tcht. Am 24. d. M., früh, schoß eine Zimmer- ffen. Als h-rin, Friedrichstraße 76 wohnhaft, aus Eifersucht auf steckte er nu> hei ihr wohnenden Pianisten, während derselbe schlafend rbrötchens tn At log, mittelst eines Revolvers und verletzte ihn leicht Sic den rechten Schläfe, dann brachte sie sich selbst einen Schuß >n sehen W- linke Teste bei, durch den sie anscheinend schwer verletzt lich ist, Beide Personen wurden nach der Unioersttäts-Klinik Ver kranke Äst.— Am 25. d. M., früh, wurde auf dem Flur des nen. Seine A �Schützenstraße 39 die Leiche eines neugeborenen Kindes t besuchte Witten.— Um dieselbe Zeit wurde vor der Markthalle in der nit ibutn M«nstraße der Handelsmann Hincke durch ein Pferd der- ln diesem DPpr die Brust geschlagen, daß er bewußtlos zusammen- ''d ihnd mittelst Droschke nach der Charitee gebracht werden — An demselben Tage wurden überfahren Vormittags Dragoncrstraße ein 6 Jabre alter Knabe durch eine von scher Günther geführte Equipage,— gegen Mittag in zigerstraße ein Laufbursche durch einen Omnibus,— selbe Zeit Unter den Linden ein Straßenreiniger während Urbeit durch eine Droschke,— Nachmittags an der Ecke "fTTirr.,"„n.5«ismarck- und Moltkestraße ein Droschkenkutscher durch '59. y Li eigene Droschke, von der er infolge Unvorsichtigkeit % 2.,1/hi t�d der Fahrt herabgefallen war. und— Abends statten n�gx Ackerstraße ein 2 Jahre altes Mädchen durch einen .sh* Tm kjJtt® Sämmtliche Genannten wurden mehr oder weniger kniffe ß verletzt.— Ferner fiel siiachmittags ein 2 Jahre altes m Vater v'?,,,en rn der Schulstraße vom Bürgersteig auf den Straßen- ht Für DWj und gerieth dabei so unglücklich unter einen vorüberfah- rawulschtt �, Bierwagen, daß es auf der Stelle getödtet wurde. Den aHause, ö0*!Jet des Wagens trifft keine Schuld.— Zu derselben Zeit sthin anne°>�in der Louisenstraße ein vor eine Droschke gespanntes e auf da»« durch und rannte mit derselben gegen eine in der Nähe immerhin r�de Droschke so heftig an, daß der Kutscher der letzteren wendigkeit Mock herabgeschleudert wurde und durch den Fall auf das derartigen», er anscheinend nicht unbedeutende Verletzungen am Kopf g Anzeige Ks Er wurde nach der Charitee gebracht.— Abends stürzte enstag Ar"""—""" rg in der aten und rrhafteten I dieselben von dort hrtzu we fert, Tis Maurer und Ar en aus ithet die im Mittrvez nilien cm ; doch sost bei dem> sälirlichen tischen B' instanzliche Urtheil sowohl bezuglich der Qualrfikatlon oB auch der Todesstrafe auf Grund der rn demselben vorgebrachten Motive bestätigt wird. Außer diesen Motiven erstreckt sich Vre Begründung des zweitinstanzlichen Uttherls auch auf vre vom Vettheidiger in der Appellatron vorgebrachten Argumente und deren Widerlegung._ r,.. «i« Erfinder. Vorgestern und gestern stand vor den Pariser Geschworenen der ehemalige Telegraphmbeamte Mimault, welcher im Januar d. I. den Abtheilungsdrrektor Raynaud auf der Straße von hinten übersiel und aus emem Revolver auf f«.ä fÄdl'tmÄ ÄS S KÄSM M- NSSSWM bestätigen. Das Urtheil lautete auf zehn Jahre Zwangsarbeit. Wirthschaftliche Vereinigungen, um die Interessen gemern« sam wahrzuehmen, seien schon bei den Sklaven der Allen vor- banden gewesen. Weiter ausgebildet seien sie mit der Auf» Hebung der Sklaverei durch das Christenthum im Mittelaller, woselbst durch die Ausdehnung des Handels das Handwerk von diesem abhängig geworden sei und sich, Meister und Gesellen. zur Wahrung ihrer Rechte zu großen Vereinigungen zusammen» geschloffen haben. Wohl seien damals auch Arbeitervereinigungen zu Tage getreten, doch hätten sie immer noch nur„im ge» habe sich ihr D stein nur durch Streiks zur Durchführung ge- mn in der Tmrkenheit aus dem Fenster seiner in der annstraße 2 Treppen hoch belegenen Wohnung auf den inab und crlrtt mehrfache Verletzungen, so daß er mittelst zkc nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht n mußte. Ebenfalls Abends stürzte am Tcmpelhofer em Arderter m der Dunkelheit in den Landwehrkanal. H Tage fand im Keller des Grundstücks Oranienstr. 151 Unbedeutendes Feuer statt. Bei der Anfahrt der Feuerwehr mselbcn fuhr an der Ecke der Köpnicker- und titeander- eine Droschke derartig gegen einen Geräthwagen, daß der : desselben Ouetschungen am rechten Bein und der rechten erlitt und eins der Pferde schwer verletzt wurde. Oerichts-Zeiwng. ch hob mrr halt nicht» dabei gedacht! sagte der I Emanucl Jakobsen, als er vom Vorsitzenden der 89. Ab- bab-n y V:,0 t'sf Schöffengerichts gefragt wurde, weshalb er die 14 .*07'«n ß-,-scheiden vom Bau fortnehmen wollte. Da lag halt so- lin Li.aivsstum und da hob ich gemeint, daß es auf ne Kleinigkeit 'au BcnrNMinnt ankommen, Herr Gerichtshof! Präsident: Was woll- zu n Reise eigentlich auf dem Bau?- Angeklagter: Ich wollte >en ftiut den Freund besuchen und den(rinnt ich nicht finden. - illnd da nahmen Sie die 14 Fensterscheiben, ßkn Mg ist''"t. es Sorge z � sgeklagtcr:. »mit zu verschwinden; aber Sie wurden festgehalten und ' Stckr das Glas wieder hinlegen. Ist es nicht so gewesen? „S s,»geklagter: Ja Herr Gerichtshof, aber ich hob halt noch Vorsitzender: Sie werden doch nicht glau- »..miu» V daß Sie sich die Scheiben nur zum An- lg-. B�i,.„jj mitnehmen wollten? Früher haben Sie freilich noch ndune Uq�Mestohlen, aber der vorliegende Fall qualifizirt sich als stbei in.%hi;— Der Staatsanwalt beantragt 3 Tage Gefängniß. die Wohn Vrichtshvf verurlheilte den Angeklagten aber nur zu der . jjiife mildesten Strafe, 1 Tage Gefängniß. Mit den Wor- mem �Jch danke schön, Herr Gerichtshof!" verläßt Jakobsenden Löhnung, �j,'•*» Fehlen eine» passende« Paragraphen verhalf en Dinge p vor der 96. Abthcrlung am Amtsgericht r dem Bau- Miauen � Rehmer M. zu seiner Freisprechung. Der Angeklagte hatte rem Aboruch eine Mauer dadurch niedergelegt, daß er um : Stricke hatte legen laffen, deren Anziehen den Zu» tsturz bewirkle. Da nun das Mauerwerk nicht vorschrifts- angefeuchtet worden war, verursachte der Einsturz eine hebliche Staubwolke, die dem Straßenverkehr hinderlich lus diesem Grunde wurde der Angeklagte in eine Polizei- ron 10 M. genommen, gegen die er richterliche Entschei- . eantragte. Von der Polizeibehörde wurde die Strafe m§ 366«l 8 St.-G.-B. begründet. Die angezogene «.jtmung behandelt indessen da6 Belästigen oder Verun- � von Personen durch Ausgießen oder Ausschütten. Es also dieser Paragraph auf den vorliegenden Fall nicht >en, und da ein anderes Gesetz nicht bezeichnet war. auf Freisprechung erkannt. .u» dem Rricho-Nerstchrrunavamt. Im Pferdestall -vots der Großen Berliner Pferde-Eisenbahn in der Müller- J wurde am 53. April vorigen Jahres gegen Mittag der :e&. Mittelgang liegend und aus einer Wunde am blutend aufgesunden. Erst kurze Zeit vor dem 27 Stunden Äf Ii �, outgefunden. Erst kurze Zeit vor dem 27 Stunden lA'ÄtSSwÄ SfS S. iS [ Unfall, bei welchem ein zwingender Beweis vor » SJS' M Sache überhaupt nicht zu erbringen ist, die Ver« lg immerhin für das Vorhandensein eines Betrieds- wenn der Unfall, wie gegenwättig, innerhalb der Ar- »%»ohrend der gewöhnlichen Arbeitszeit sich ereignet. Just-(Die Leiche im Koffer.) In der Straf- Mordes. Raubes und Diebstahls zum Tode % stsrs.ÄÄs fmir»«nd Versammwnge«. Referent, Herr W. Schmidt, mackte daraus ausmerksam. daß dre Hamburger Kollegen bereits im Jahre 1872 fut bteselbcn Fvi- derungen, wie jetzt, eingetreten sind, und dieselben auch durch- gesetzt haben. Die Errungenschaften gingen aber rm Laufe der Jahre wieder verloren, so daß dieselben von neuem wreder auf- genommen werden mußten. Im März vor. Js. traten dreselben wiederum in die Lohnbewegung ein und nahmen sich zunaayt die Baubranche vor. In längerem Vortrage schrlderte der Refe- rent den weiteren Verlauf der Hamburger �vrschlerbewegung. Im März ds. Js. machten die Tischler der Möbelbranche rhre Forderungen geltend auf 9& Stunden tägliche Arbettszert und 40 Pf. Stundenlohn, wodurch die Bautischler ebenfalls in die Bewegung hineingezogen wurden. Der Streik kostete den Ham- burger Tischlern binnen wenigen Wochen 60000 Mark. Die Tischlermeister suchten durch allerlei Machinationen Ersatz für die streikenden Arbeiter zu schaffen und impottirten sogar Arberter aus Holland, weiche aus Kosten der Streikenden wieder fort- geschafft werden mußten. Ein winziger Theil von rhnen arbeitet noch in Hamburg. Neuerdings hat man Süddeutschland aus- ersehen. Arbeitskräfte anzuwerben. Auch in Berlin soll in der Alten Jakodstraße ein Werbebureau etadlirt sein. In Hamburg sollen, Nachrichten zufolge, noch 260 bis 280 Tischler streiken. Referent wünschte denselben, daß sie in kürzester Zeit ihre For- derungen bewilligt erhalten mögen. Daß hier in Berlin für Hamburg Arbeit geliefert worden sei, sei erwiesen, doch sei dies jetzt dadurch erledigt, daß der betreffende Hamburger Meister die Fordrrungen der Gesellen bewilligt hat. Herr Bonin hob hervor, daß der Hamburger Streik ein Kampf der Gesellen- orgamsation gegm die Meisterorganisation sei, indem die Meister den fremden Ardeitern die Forderungen bewilligen, welche sie den Streikenden vorenthalten. Daraus sei ersichtlich, daß die Meister sehr wohl zahlen könnten, dies nur nicht wollten, um sich nicht die Blöße zu geben, den Gesellen Forderungen bewilligen zu müffen. Deshalb sei es Pflicht der Berliner Tischler, die Hamburger Kollegen nach Kräften zu unterstützen, damit dieselben doch zum schließlichen Siege gelangen. Der Kampf sei noch lange nicht zu Ende..Herr Neu richtete die dringende Mahnung an die Berliner Kollegen, die Akkordarbeit energrsch zu bekämpfen. Nur die Lohnarbeit und die Organs- sation habe die Hamburger Tischler stark gemacht. Eine längere Drskusfion entspann sich über die hiesige Tischlerwerkstätte von Bormann, rn welcher für einen Hamburger Jnnungsmeister Arbeit gelrefert worden sein soll, doch konnte keine genügende Aufklarung geschafft werden. Jedenfalls sei die Anfertigung von Arbeiten für Hamburg hierorts ganz entschieden zu ver- werfen, da hierdurch nicht nur die Hamburger, sondern auch die Berliner Kollegen, welche für jene Gelder sammeln, auf das Empfindlichste geschädigt werden. Die Angelegenheit Bormann wird seitens der Kommission genau untersucht werden. Wenn in Hamburg höhere Löhne gezahlt werden als in Berlin, so. meinte Herr Zubeil, dürfe man sich kaum wundern, wenn sich Berliner Tischler, wie es geschehen ist, sich für Hamburg an- werben laffen, da es in der menschlichen Natur begründet sei, sich seine Lage nach Möglichkeit zu verbeffem. Deshalb müßten die Berliner Verhältniffe so gestaltet werden, daß auch hier 24 M. pro Woche verdient werden. Leider scheine den Ber- liner Kollegen alles Klaffenbewußtsein abhanden gekomme« zu sein, sonst würden sie sich zusnmmenschaaren und der Organi- sation, dem Fach oerein beitreten. Nur dann würde es möglich sein, daß auch hier bessere Zustände geschaffen werden. Herr Bormann jun. gab die Erklärung ab, daß in der Werkstätte seines Vaters für Hamburg weder Arbeiten gelrefert worden seien, noch solche in Arbeit find. Er fand es sehr unkollegrattsch, diese'Nachricht im„Berliner Volksblatt" zu veroyentlichen, wodurch es geschehen sei. daß die Gesellen der Bormann'schen Werkstätte auf offener Straße belästigt� worden seien. Auch sei- tens Bormann'scher Gesellen wurde dre angebliche Thatsache in Abrede gestellt. In seinem Schlußworte bemerkte Herr Schmrdt noch, daß den Holländer Tischlern bei ihrer Anwerbung 43 Pf. Stundenlohn, also noch 3 Pf. mehr als die Hamburger Trschler fordern. zugesichert worden seien, daß dieselben aber letz zu einem Tagelohn von 3 M. beschaftrat wurden, und ennahnte zum fleißigen Sammeln für die streitenden Hamburger Trschler. Nach dem erstatteten Bericht der Kommisston find nach Halber- stadt 600 M.. nach Solingen 100 M., nach Hamburg 2675 M. gesandt worden. Die Gesammternnahme betrug 3547 Mark. Davon ist noch ein Bestand von etwa 30 M. vorhanden. Wre Herr Zubeil versicherte, hat die Kommisston vor allem drejemgen Städte unterstützt, die eine Verkürzung der Arb�szeit erstrebten. Bei der erfolgenden Abrechnung, werden die Berliner Trschler darüber zu urtheilen haben, ob die Kommisston recht gehandelt habe. Da frühere Versammlungen schwach besucht waren, sodaß von den gesammelten Geldern zur Deckung der Unkosten ge- nommen werden mußte, so werden weiter kerne Versammlungen einberufen werden außer der Schlußversammlung, m welcher die gedruckte Abrechnung vorgelegt werden wird. Alles geäußerte und geflissentlich verbreitete Mißtrauen gegen dre Kommission sei grundlos und sollten sich dre Kollegen nicht abhalten lassen, weiter zu sammeln, wenn auch aus Ersparnißrucksichten keine Sammellisten mehr verausgabt wurdm. In eindringlichen Motten legte Herr Zubeil zum Schlüsse noch einmal den Trsch- lern Berlins die Nothwendigkert einer starken Organisation, des Massenanschlusses an den Fachverein ans Herz und schloß hierauf die Versammlung. � Eine Nrrsammlung der freien U-reinignng der Graveure, Eiseleurr und verwandten Berussgenossen tagte am Montag Abend bei Jahn, Annenstraße 16. Herr Dolinsky hielt einen Vortrag über„den Nutzen der gewerkschaftlichen Organisationen". Redner bezeichnete die gewerkschaftlichen Organisationen der Ardeiter für die Jetztzeit als von größter Nothrvendigkeit. Von jeher hätten die Menschen sich gegen die sie bedrückenden Mächte durch Vereinigung zu wehren gesucht, sei es zum Schutz gegen Naturmächte oder gegen sonstige Gefahren. Heimen" bestehen können, und es öftere Jnszenirung großartiger_..... wiffer Forderungen gegen die Meister gezeigt. Redner geht dann auf die Arbeiterverhältnisse des Mittelalters ein und betont dabei die Fernhaltung der Konkurrenz durch arbeitslose Kollegen in den Gewerkschaften, infolge der Unterstützungs- und Arbeits- Nachweis- Regelung in denselben. Heute sei die Fernhaltung dieser für die Arbeiter gefährlichsten Konkurrenz beseitigt, durch die Ausbildung der Technik und die der kapitalistischen Pro- duktionSweise. Letztere habe stets möglichst viel zu produziren gesucht, und es seien dadurch, sowie durch die Konkurrenz der Kaufleute und der Arbeitsfaktore die Arbeitslöhne mehr und mehr herabgedrückt und für die Arbeit Verhältnisse geschaffen werden, in denen sich die Krisen in immer kürzeren Zwischen- räumen einstellten. Die gewerkschaftlichen Organisationen sollten nun die Konkurrenz aufheben, was ihnen früher auch gelungen sei. Heute habe das aber in Deutschland seine große« Schwierigkeiten, weil jetzt Deutschlands Arbeit ebenfalls dem Weltmarkt eröffnet und in den Weltverkehr eingetreten sei. Da- durch hätten ganz andere Witthschaftsverhältniffe Platz ge- griffen. Die Arbeitseinstellungen verliefen theils wegen nicht ttchtiger Leitung, theils wegen der vorhandenen Reservearmee der Arbeitslosen vielfach resultatlos; darum sei es als Haupt- aufgäbe der gewerkschaftlichen Organisationen zu bezeichnen, die Arbeitslosenfrage zu lösen, um diese Gefahr für die gewert- schaftlichen Maßnahmen zu beseitigen. Das sei wichtiger als die Gründung von anderen Kassen. England zeige, was auf diesem Gebiet erreicht werden könne, und in Deutschland seien es die Buchdrucker, welche eben- falls bedeutende Erfolge dattn verzeichnen könnten. Daneden sei der Versuch zu machen, die Arbeitslosigkeit durch Verkürzung der Arbeitszeit zu beseitigen. So könnten ze-t- weilige Verbesserungen der Ardeiterlage herbeigefühtt, resp. Rückgänge derselben vermieden werden, bis zur Durch- fühmng der neuen wirthschaftlichen Verhältnisse, denen unaufhaltsam zugestrebt werde und die sich aufbauen würden durch das Eingreifen des Staates zur R-gr- lung der Verhältnisse. Erst dann werde es möglich sein, die Produttions- und Konsumtionsverhältnisse so wie es erforderlich sei zu regeln.— An der Diskussion betheiligten sich besonders die Herren Rößner und tzirschfeld, welche die Ausführungen des Referenten mit Bezug auf die für die Vereinigung in Be- tracht kommenden Verhältnisse weiter ausspannen. Schließlich wurdm Organisationsangelegenheiten dehandelt und Vereins» angelegenheiten erledigt. Der Gauverein Kerliner Kildhauer(Zweigverein des Unterstützungsvereins der Bildhauer Deutschlands) hielt am 24. Juli Annenstraße 16 seine halbjährliche Generalversammlung mit folgender Tagesordnung ad: 1. Rechenschaftsberichte. 2. Erledigung von Anträgen. 3. Wahl des Vorstandes und der Revisoren. 4. Verschiedenes. Nach dem Rechenschastsbettcht des Gauvereins defitzt derselbe jetzt ein Vermögen von 4966 M. inkl. Bihlrothek, welche allein einen Gesammtwerth von 3000 M. hat. Für Unterstützung an hilfsbedürftige Kollegen hat der Verttn im letzten Halbjahr 180 M., für Vorträge und Exkur» fionen 37 M. und für neue Werke zur Bibliothek 86 M. aus» gezahlt. Die Verwaltungsstelle Berlin des Unterstützungsvereins zahlte an Reiseunterflützung 280 M., ferner an die Hauptkaffe in Stuttgart 800 M. An ordentlichen Mitgliedern zählt der hiesige Verein jetzt 461. Nach Verlesung des Rechenschafts» berichtes folgten die Berichte der verschiedenen Kommisfionm. Von diesen ist bemerkenswetth, daß durch die Stellenvermittc- lung des Vereins im letzten Halajahr 190 Stellen für Holzbildhauer und 12 Modell mre in Berlin und 39 Stellen für Holz- dildhauer und 9 Modelleure nach außerhalb besetzt wurden. An Vottragen wurden in der Zeit 5 gehalten, Exkursionen fanden 3 statt. Die Bibliothek wurde 657 Mal benutzt; Vergnügungen fanden 4 statt. Der Vorsitzende, Herr Dupont berichtet hierauf kurz über dre Thatigkeit des Vorstandes im letzten Halbjah'. Derselbe hrelt 4 ordentliche und 14 außerordentliche Sitzungen ad. Die meiste Arbeit entfiel auf die Umarbeitung des Statuts des Unterstützungsvereins. Auch der Unterstützungsoerein der Bildhauer Deutschlands mußte gleich anderen Unter- stützungsvereinen auf Verlangen der Behörde fein Statut umändern. Dasselbe ist jetzt fettig, auch von der Behörde ge- nehmigt und wird der im September in Stuttgart tagenden Generalversammlung des Vereins zur Annahme vorgelegt wer» den. Bei der nun folgenden Wahl des Vorstandes wurden folgende Herren gewählt: Dupont etfier, Böttcher zweiter Vorsitzender; Kühling, Kassirer: Berends und Sieger Schriftführer r Prahm und Krahne Beisitzer. Zu Revisoren wurden gewähtt die Herren Helm, Stötzer, Voß und Koswig. Als Verwalter wurde Herr Donath einstimmig wiedergewählt. Der De-W?«r Wahrung d«r Interesse«»er Klavterarbeiter hrelt am 21. d. M. eine gut besuchte Mit» glrederversammlung in Gratweil's Bierhallen(Kommandanten- AWMMUZW �willigt�" mehreren kranken Mitgliedern Unterstützungen ».-Ä S'IÄ N lÄÄ' » S fSS 4 ÄSÄ«fc fÄ,ÄbÄ1i«benin~, Die Abrechnung vom Sommerkeft wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt, da einzelne Bei- trage noch nicht emgelaufen sind. Die Versammlung beschloß hierauf, zur Feier des diesjährigen Stiftungsfestes am 22. September in Mündt s Salon, Köpnickerstr. 100, einen Herrenabend zu veranstalten. Der Vorstand wurde beauftragt, das Weitere zu veranlassen. Nachdem Herr Sillier noch aufgefordert hatte, zahlreich auf die„Graphische Presse" zu adonniren, wurde die Versammlung geschloffen. NEMW-S'Zs Des guten Zweckes halber wäre eine zahlreiche Betheiligung ßrwütis ci)t» Jle» Nerein d-r Paranetbod-nteger Keriin» hält iontag. den 30. Juli, Abends 8 Uhr. bei Jordan, Neue Grunstraße 28 seine Generalversammlung ab. Tagesordnung: v&ismSiS* vett* giir 4IX pst ««fa««-. tnrn- und gisrllig- V�etit» am Zreitag. Äaiser'scher MSnnergesangver in AbendS 9 Uhr im Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28.- Gesangverein„Pausebeutel Aden' s 8 Uhr im Restaurant Hensel, Alexandnnenstr. 1o.-„Lreder. tasel der Maler Berlins" Abends 8t Uhr rm Restaurant Klern, Brandenburgstr. 60.- Gesangverein„Alpenglühen Abends 9 Uhr im Restaurant Prinz, BöKstrahe 4 t.- Gesang. verein„Flöter'sches Doppel-Ouartett'Wends 9 Uhr lmRestm-r-mt Musehold. Landsbergerstr. 31.- Gesangverein»Bruderbund Abends 9 Uhr im Restaurant Schmidt, Manteuffelstr.71.- Gesangverein„Norddeutsche Schleife" Abends 9 M Köpenicks str. 127a im Restaurant Goellina.- Gesangvere>n„L ss>an Abends BM&üäü'mm lung) Abends 8V. Uhr in der städtischen Turnhalle, Wafferthorstr.31.- Turnverein„Hasenhaide"(Männerabtheilung» Abends 8 Uhr Dieffenbachstr. 60,61.- Turnverein»Froh und Frei"(Männerabtheilung) Abends 8t Uhr Bergstr. 57.— Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. AbendS 8 Uhr im Restaurant Ziethen, Dorotheenstr. 31, Unterncht und Uebungsstundc.-„Allgemeiner Arends'scher Stenographen. verein� Abtheilung„Vorwärts", Wends 8t Uhr im Restaurant «oll, Mariannenplatz 11.— Arends'scher Stenographenvereln „Apollobund" Abends 9 Uhr im Restaurant, Seydelstt. 30.- verein ehemaliger Dr. Doebbelin'scher Schuler" Abends 9 Uhr im Restaurant Krebs, Friedrichstr. 208.- Voigt'scher Drlet. tantenT>rchesterverein. Abends 8t Uhr Uebunasitunde ,m Re. At'cnds 8t Uhr im Restaurant, Skalitzerstr. 147a. Kleine WittheUungen. Leipzig. 25. Juli.„Wieder einmal ein schöner Zug von einem Ardcitgeber ruft das Leipziger Tageblatt"(vom Sonn. «dend) vergnügt aus und erzählt, daß eine Firma 3000 M. zu einer Kasse für ihre Arbeiter gegeben hat. Das ist gewiß recht schön von besagter Firma,— merkt aber das„Tageblatt" nicht, daß es die Klaffe der Arbeitgeber arg an den Pranger stellt, wenn es„wieder einmal" andeutet, es sei eine erstaunliche Seltenheit. daß von einem Arbeitgeber„ein schöner Zug" zu vermelden ist? Oder reichen Logik und Sprachkenntnisse des„Tageblatt" nicht weit genug, um das»u begreifen? �_ Wien, 25. Julr.(Der Mörder seiner Geliedtm.) Der kleine Ort Nonnersdorf bei Burgstall in Niederösterreich war am verflossene« Donnerstag der Schauplatz eines unmenschlichen Verbrechens. Der wohlhabende Bauerssohn Leopold Brunn» müller in Nonnersdorf unterhielt seit längerer Zeit ein Liebes- verhältniß mit der im selben Ort ansäsfigen Aloifia Hofgöth. Das Verhältniß fand nicht die Billigung der Eltern des Brunn- müller, da die Hofgöth, obwohl ein bildhübsches und sehr arbeitsames Mädchen, die Tochter armer Leute war und der sunge Brunnmüller von seinen Eltem zum Gatten einer„wohl- habenden Bauerstochter" bestimmt war. Als es nun bekannt wurde, daß die Hofgöth sich in gesegneten Umständen befinde, kam es zu fortwährenden Streitigkeiten, Brunnmüller wurde gegen seine Geliebte von Tag zu Tag kälter und endlich erfuhr dieselbe, daß er mit einer wohlhabenden Bauerstochter in Pulkan ein Verhältniß eingegangen sei. Von da ab gab es täglich Szenm zwischen den gewesenen Liedesleuten. Am verflossenen Donnerstag mn suchte Brunnmüller seine frühere Geliebte auf und v ranlaßte sie zu einem Spaziergange in den nahegelegenen Wald. Der rohe Patron hatte ein Gewehr über die Schulter gewo fen, was aber bei dem Umstände, als sein Vater eine Jagdbarkeit defitzt, nicht auffiel. Im Walde angelangt, schoß her Mmdbude Bninnmüller das Mäbchen mit zwei Schüssen, von denen einer dirett ins Herz, der zweite in die Hüfte ging, nieder. Der Tod des unglücklichen Mädchens erfolgte äugen- blicklich. Der Mörder ließ die Leiche liegen nnd ging ruhig nach Hause. Am verflossenen Sonnabend ging ein Tagelöhner von Wetkenstein durch den Wald und fand die Leiche. Nachdem das Gericht verständigt worden war, wurde die Leiche in das Hallerhäuschen von Nonnersdorf transportirt, dort sezirt und sodann am Friedhofe in Weikenstein begraben. Als Mörder wurde alsbald der junge Brunnmüller entdeckt und dem Ge» richte in Geras eingeliefert. Der Vorfall erregte selbstverständ. ilich im ganzen Bezirke großes Aufsehen, umsomehr, als das arme Opfer der Mordthat infolge ihrer Schönheit und ihres Fleißes, mit welchem fie nebst ihren Geschwistern für die unde- rmttelten Eltern sorgte, überall sehr angesehen war. ftato» 24. Juli.(Bergwerlsunglück.) In den Berg» werken von Nlaany und Montceau-les-Mines find sieben Berg. leute und acht Pferde durch schlagende Wetter getödtet worden. Die Verunglückten hinterlassen 22 Waisenkinder. 23. Juli. Zum Ucberfall von Bellova wird der J9L Fr. Presse" gemeldet: Herr Heberle, der hiesige Vertreter des Baron Hirsch, ist heute aus Bellova zurückgekommen, wo idm Herr Vagetti.�der dottige Vertreter des Barons, die letzten Änderungen der B�anten bezüglich der Auslieferung Binders und Landlers mittheilte. Die Räuber verlangen außer dem Ä-'egeld, das bei dem griechischen Vizekonsul und Bankier in Tatar- Bazordschrk erlegt werden soll, 200 Gewehre. 100 Pa- tronen für jedes Gewehr und 25 Maulthiere; zur Vollziehung dieser Forderung haben fie eine sechstägige Frist bestimmt, von welcher drei Tage heute abgelaufen find. Die Brisanten moti- anren ihre Forderungen damit, daß die bulgarische Observations. truppe fie fast umzingell habe, und daß. wenn fie nicht Waffen und Maullhiere befitzen, ihnen Gefahr drohe, nach Empfang des Lösegeldes gefangen zu werden. Das österreichische Konsulat wurde von diesem Verlangen in Kenntniß gesetzt; man nimmt «m, die Verhandlungen wegen Auslieferung der österreichischen Gefangenen werden daran scheitem, daß die bulgarische Regie- «ng die Uebergabe von Waffen und Munition an die Brigan- Im nicht gestatten werde. Literarisches. *#">»*»Spk'tnationnl»» Oibli-thek"(Stuttgart, Skriag I. H. W. Dietz) geht uns soeben der 7. und letzte Band der». Serie zu, enthaltend: Das moderne Elend und die moderne Uebervölkerung. Zur Erkenntniß unsner sozialen Entwicklung. Von Max Schippel. Preis geb. Von den bereits erschienenen Bänden enthält: Bd. 1: Die Darwin'sche Theorie. Von Dr. Edward Aveling. (M. 2.) Bd. 2; KarlMarx.— Oekonomische Lehren. Gemeinverständlich dargestellt und erläutert von K a r l K a u t s iu. (M. 2.—.)— Bd. 3: Weltschöpfung und Welt- Untergang. Dre Entwicklung von Himmel und Erde vom Standpunkt der Naturwissenschaften dargestellt von Oswald Köhler.(M. 2,50.)— Bd. 4: Die ländliche Ar- beiterfrage. Nach dem Russischen des Kablukow. tM. 1,50.)— Bd. 5: Thomas More und seine kl t o p i e. Mit einer historischen Einleitung von Karl LautSkq.(M. 2,50.)- Bd.6: Charles Fourier, sein Leben und seine Theorien. Von A u g u st B e d e l.(M. 2.50.) Die l'. Serie deginnt mtt einem reich illustrirten größeren Werke von W. Blos: Die französische Revolu» tion, volksthümliche Darstellung der Ereigniffe und Zustände in Frankreich von 1789—1804, dem fick eine illustrirte Ervgeschichte, sowie Arbeiten über Thomas Münzer und seine Zeit. Robert Owen, Satnt-Simon und den Saint-Simonismus anschließen werden.; Ueneste Uachrich en. Ans Grund des§ 139 a der GeMerbe-rduuug hat der Bundesrath nachstehende Bestimmung über die Beschäftigung .... e», t.»a....»-------.. V'II» l>• 4 Im(W i» m t m rt rtron. von Arbeiterinnen und jugendlichen Arbettern in Gummiwaaren- fabriken erlassen:„Die Beschäftigung von Arbetterinnen und jugendlichen Arbeitern bei der Anfertigung sogenannter Präser- vativs und anderer zu gleichem Zwecke dienender Gegenstände in Fabriken ist untersagt. Auf«rund d<« K 16 der Gewerbevrduuug für das Deutsche Reich(Reichs- Gesetzbl. 1883 S. 177) bat der Bundes- rath, vorbehaltlich der Genehmigung des Reichstags, beschlossen, in das Verzeichniß der einer desonderen Genehmigung bedürfen. den Anlagen(§ 16 a. a. O.) die Anstalten zum Trocknen und Einsalzen ungegerbter Thicrfelle, sowie die Verbleiungs-, Ver- zinnungs- und Verzinkungsanstalten aufzunehmen. Telegraphische Depesche«. (Wolffls Telegraphen-Bureau.) Hamburg, Donnerstag, 26. IM. Der Postdampfer „Ascania" der Hamburg- Amerikanischm Packetfahrt- Aktien- gesellschaft ist, von Hamburg kommend, gestern in Vera Cruz eingettoffen. Der Postdampfcr„Moravia" der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Attimgesellschast ist, von New- Nork kommend, gestern Abend 9 Uhr auf der Elbe eingetroffen. London, Donnerstag, 26. Juli. Einer Meldung des „Reuterschen Bureaus" aus Capctown von heute n �73 Gouverneur �der Kapkolonie wegen einer tünffj " ÄT* Mandanten Grobelaar im Khamaterritorium.... Verletzung den Administrator Shippard angewiesen, suchung an Ort und Stelle. vorzunehm� fräfiventen der südafrikanischen Republu rüger, aufgefordert, zur Theilnahme an suchung einen Deleairten abzuordnen. Die gierung habe den Gouverneur angewiesen, in Transvaal gegenüber nachdrücklich die Gebiete von Matadele, Mashuna und- nördliche Theil des Gebietes von Khama bis lediglich zur englischen Interessensphäre gehörten- Hriefkaste« der Ked Bei Anfragen bitten wir die AbonnementS-Quittung bequstp Antwort wird nicht ertheilt. � A. K. 25. Will der Mann nach märk. � beerben, so hat er sein etwaiges eigenes Vermögen- laß einzuwerfen; von der Gesammtmaffe eryau Hälfte, die andere muß er dm nächsten geben. Will er nicht Erbe werden, so hat er brachte Vermögen herauszugeben. L. K. Die Pflegeeltern find zur H an die Mutter verpflichtet, auch wenn diese geldern im Rückstände ist. Kommen fie dieser nicht nach, so können fie beim Landgericht auf klagt werden. jint täglich M. aus viertelji k. Einzelne (Eing 3. Ziehuilg der 4. Klasse 178. Koiiigl. Prenß. Lofterie. Zikhiing vom 2S. luli 1888,'IWmltt«o. J!ut di«(Ktimunc übtt 410 Miirl smd bot bmfffonbcu Nummer» in Pareulheic dcigefugl. iD.ue Gcwüdr.» 145 50 245 336 SO 576 634 53 756 R35 906 1087 204 50 312 42746 520 655 888 932 4040 410 44 56 92 588 790 877 1015 283 97 362 458 544 96 668 74 916 4 295 342 455 535 610 59 825 55 919 51 5071 III 34 80 236 304 604 25 771|500| 915«032 297 324 32 450 77 574 850 929 13000; 43 57 7142 78 389 97 418 4.3 71 98 513 1.300 657 846 907 39 H193 207 81 85 449 538 687 91 15001 815 912»000 83 117 46 460 660 806 90 91 988 10013 232 37 1500] 95 381 444 532 632 51 71 739 88 918 81 1 1009 21 139 328 13001 67 476 717 89 1 2039 96 182 490 530 82 626 67 782 809 907 l 3156 1300) 443 52 85 571 608 1300] 38 13000] 875 9.84 I 4046 121 72 253 60 501 911 91 94 1 5261 11500: 509 15001 882 99 994 1«018 102 5 225 58 412 625 48 718 59 811 28 960 67 I 7050 182 246 71 1300] 431 573 712 821(500) ISÜSO(3000, 1 124 246 437 71 520 13000] 40 629 753 66 902 43 97 1»055 106 1500] 233 492 536 42 609 745 808 996 *4«061 193 201 56 392 413 50 803 56 21022 29 65 147[3000 70 228 52 66 318 21 71 556 1300] 91 713 863 81 913 97 2 2074 167 250 307 407 44 536 56 13000] 621 34 65 891 926 23081 98 125[3001 223 43 54 [3000] 8.) 300 51 92 99 446 61 503 9 29 614 806 920 22 33 2 4160 3x4 499 568 758 857 90 906 25269 471 537 628 834 36 39 20200 69 81 336 44 51 443 71 519 899 988 2 7 051 104 57 58 267 78 493 579 627 57 783 986 98 2«208 422 642 49 737[5000] 822 29127 85 269 71 15001 356 421 502 630 41 774 814 99 988 30029 90 242 358 434 48 1300) 632 61 673 773 807 944(500| 74 98 3 1 176 214 51 63 364 81 505 18 610 732 815 34 39 49 946 94 32231 (6000) 326 412 49 84 515 74266 76x86 3 3021 44 53 112 21 18 60 68 459 575 92 756 3 4 035 56 443 75 501 23 657 703 27 13001 35 40 96 924 3 8022 29 223 49 462 758 822 39 98!I500i 987(3001 3,1013 71 101 46 247 329 82 570 605 774 867 986 3 7030 207 43 345 50 461 504 768 88 94 3(4057 74 209 32 1: 001 491 1300] 507 47 72 11500] 84 676 80 735 3 9018(300J 121(15001 98 341 1100001 443 594 642 733 806 51 79 907 »«"184 207 44 362 436 30001 629 115001 54 93 713 37 82 94 800 65 923 34 97 41094 282 350 639 795 859 9.84 93 4 2002 67 75 226 411 517 73 780 1300) 92 1500] 94 979 43006 1300] 20 626 81 731 94 804 977 84 4 4 025 322 36 450 97 652 55 70 13000] 81 1300] 814 13000) 926 29 32 45151 392 685 702 70 83 823 34 91 11500) 910 31 4 0007 43 97 141 67 481 645 11500] 717 4 7424 506 25 95 873 90 13000] 48076 288 340 1300) 434 39 591 682 918 4»106 85 346 428 54 612 607 79[15001 808 49 68 50110 49 273 410 61 71 545 60 11500] 603 30 764 1500] 91 829 42 56 5 1 076 94 163 13001 327 510 619 94, 42 52035 66 485 533 78 87 608 723 78 883 915 61 95 5 3079 106 76 86 239 333 456 90 527 788 847 13001 54434 584 748 95 876 89 55152 255 431 43 523 62 623[15001 52 89 761 856 56036 120 239 1500] 372 633 64 702 29 39 13001 812 947 1500] 5 7093 299 541 660 75 871 5(4052 70 87 268 373 415 669 623 702 66 82 5»031 214 19 28 420 550 784 813 927 39 60335 509 92 646 710 890«1043 217 400 10 GH 735«2503 41 77 662 79 709 55 95 903«3140 200 306 4 25|30U] 584 650 732(.(00| 41 903 79«4 329 500 15 610 56 62 72 792 839 910 89 92«5352 84 483 596 756 68 32 74 82««015 177 255 313 531 35 821 43 67 99 902 16 32» 7014 42 65 126 13000) 35 71 74 94 95 253 381 433 68 96 748 843 907 78«*098 411 79 609 654 742 988«»052 99 249 311 48 523 681 805 76056(5001 81 150 79 255 407 18 570 648 709 86 96 71045 61 67 11500] 102 206 388 427 833 925 97 72061 77 105 238 70 307 56 533 39 42 637 78 778 840 83 86 996 7:4252 401 662 939 7 4143 470 558 83 641 92 764 810 81 97 7 5023 195(300) 435 48 535 666 797 980»6 76198 283 421 58 506 639 856 957 70 83 7 7179 86 327 1300] 58 11500) 91 411 49 60 590 649 62 92 728 930 7«330 419 49 58 627 703 20 42 840 47 925 62 7»061 105 13 68 325 458 960 *«068 90 127 72 290 473 671 613 43 816 52 938*1002 27 161 301 22 404 613 53 763 967*2010 Gl 226 32 33 5!> 92 402 93 13001 508 66 638 83 740'*:»126 96 209 310 466 543 804 909 44*>048(80001 67 814 473 674 704 918 34*5018 56 130 479 549 63 601 130«) 24 758; 300) 804[15001 69 913 33*0013 80 180 92 243 60 451 532 790 841*7101 249 305 403 46 680 635 861**127 68 259 302 28 50 554 639 783 897 000 90*»024 366(6001 549 74 637 790 843 908 22 80 »»050 87 174 239 400 86 664 1500] 90 832 987»1020 514 76 724 54 824 28 82»2088 269 305 88 443 86 «3244 436 572 676 768 826 909»4025 130001 693 892 9 5089 133 298 404 70 605 224 91 524 74 767 849 996»7017 59 296 1--„ 70 89 346 401 580 637 63 703 823 956 98»»063 83 435 547 609 27 720 66 855 918_ I»»063 122 69 75 439 73 80 11500! 81 94% 562 610 812 42 926 1 02045 13000] 190 213 92 o#, 86 I«3237 38 440 1«4 116 80 243 49 328 44 55a«4 19 28 162 296 13000] 348 540 607 11 24 742 13001 9R 94 324 6s 77 407 533 13000] 622 65 68 765 955 67■ 643 53 98 1300] 720 878 4,1*382 414 Ml 87 648 71d 157 262 505 56 913 56 1500] 88.« I I»080 101 26 405 47 547 683 873 1 1 1055# 112009 59 77 183 274 432 517 604 18 75 99 702%. 563 639 743 923 1 1 1055 86 124 398 99 403 W51-? 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