ige W >epesi Bureau.! ie bcutfi >as t»i 5. tzartwig alt. aus selbe, um i- liitel ag um Land«� und 0*# ire au Sonntag, den A9. Juli 1888. S. Jahrg. erlinctDolbMöll Srga» für die Interessen der Arbeiter 4 Ss-«MxMZWMZ JnserttonS l l-"- oder deren >ebühr Raum 25 Pf. heutig»« M«««»? liegt fLr««sere Abonnent«» de«„Kenntngn-Kintt" bei. Mb onnements- Emladuv g. >'Mir den Monat August eröffnen nnr ein neues Adonnen trrliner Dolksblatt" I% k..«.* ar v mw*-—-' UZS ■L-V'�n' 4.1 Vir den Monat August eröffnen wir ein neues Adonnemmt 10 433 90 � Sf* w ;H4 3�1 ij�ibem wöchentlich erscheinenden Kn«»t«g»dtatt. &»�»aS„Kerline» Kolksblatt" vertritt in jeder Beziehung ' jrfnteteffen der wertthätigen Bevölkerung. Jetzt, wo eine ►19 38 ZU im Vi. Reichstagswahlkreise vor der Thür steht, ist es '? fi«■ r- M eine§ 3et)en' dem das Wohl der Arbeiter am Herzen 1 666 iw'Äi ein Organ der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu lesen. � Nicht die Organe spekulativer Kapitalisten werden die Ar- über ihre eigentliche, jammervolle Klaffenlage ausklären, l(Y ßo A*—~...3---- t----=* CV--X t H19# sf 8 �3 iS>_____ p U________...... i»siö'iM Tarum, Arbeiter Berllns, fort mit den Bourgeoisblättern, I giz ÄW�enen Ihr täglich beschimpft und verspottet werdet, schaart & in der bewegten Zeit, die uns bevorsteht, um Euer Organ, >es Euch nun schon seit Jahren treu zur Seite steht, welches Hjcgt eintritt für die Freiheit und Emanzipation des ätigen Volkes. p.,.«/«v v»Bvei**»u�Vf �uiiiin�iouut auTiiatcn, |m Gegenthcil, fie haben ein ausgesprochenes Jntereffe daran, ade das arbeitende Volk in der Gleichgiltigkeit zu erhalten. !r unwiffende Leute find willige Objette der Ausbeutung und �fitsucht unserer Gegner. 1 550* D 1 70 i#*" tm Schwarze Listen Man spricht so oft davon, daß in diesen Tagen das gute Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gestört sei, und man geberdet sich, als sei das ein besonderes Zeichen unserer Zeit. Wer nur einigermaßen mit der sozialpolitischen Geschichte unseres Landes vertraut ist, der weiß, daß Differenzen zwischen Ar- beitgeber und Arbeitnehmer seit unvordenklichen Zeiten vor- gekommen sind. Sie waren häufiger und heftiger, je schlechter die Behandlung und das Einkommen der Arbeiter waren, und umgekehrt. Die Lohnkämpfe haben im Lauf der Geschichte ihren Charakter und ihre Form häufig ge- wechselt; man wird aber kaum einen Fall anführen können, der beweist, daß sich die Arbeiter muthwillig in einen sol- chen Kampf hineingestürzt hätten. Sie sind immer von dem Mangel gespornt gewesen, wenn sie etwas derartiges unter- nommcn haben. Daß die Arbeitseinstellungen aus„Frivolität" in Szene gesetzt werden, das zu entdecken blieb erst der Neuzeit vorbehalten. Obschon die offizielle Statistik ein stetiges Sinken der Arbeitslöhne nachweist, obschon man weiß, daß Löhne und Preise in einem für den Arbeiter drückenden Verhältniß zu einander stehen und obschon eS Niemand verborgen bleiben kann, daß bei unserer Pro- duktionSform die niedrigen Waarenpreise auch niedrige Löhne voraussetzen, so halten namentlich dieJnnungSmeister in ihrer Voreingenommenheit daran fest, daß die Ursache der Gesellenstreiks meistens nur Frivolität sei und daß die Arbeiter verpflichtet seien, mit ihrem Loose sich zu bescheiden, wie es sich auch gestalte, daß sie also nicht einmal berechtigt seien, daS gesetzlich erlaubte ttrl*« tL � r b e 1 1« e t n st e II u n g zur V.rbeffeiung r m �u-enduvA zu bringen. �WaS uns betrifft, .. V&A Feuilleton unseres Blattes veröffentlichen wir den spannenden Pariser Kriminalroman„Ihr« Tochter". n MSMWTW t �onneiiwiii»�� behäßt frei W* monatlid) yj�en Fällen wirksames Mittel, daS aber nur nach reif- 'k BS Ps.» wöchentlich 85 Pf. Bei Selbstabholung sicher Ueberlegung, nicht zu oft und nur nach genügenden Expedition, Zimmerstraße 44, Vorbereitungen in Anwendung gebracht werden darf. 1 Mark vra Manni» Welche Auffassung aber die Znnungsmeister von den «weemam ggg�pgagg"" von gengenommen. ür außerhalb > l o ss er> w<,17■»»» uuntmum nehmen sämmttiche Postanstalten Be» At üy»gen für die Monate August und September gegen Zah« *) SH? ß1?(Of Ojmon 2 M. 67 Pf. an. 1 20 722 Fzp« __ des..Kerlin»» K-ikokiatt". Die Kedaktton nud Gepedtti«« Z n n u n g en in Köln zur Verhandlung' gestanden hat. Die Herren JnnungSmeister von Hamburg und Hannover verlangten da, daß jede Innung, die durch einen„ftivolen" Streik der Gesellen in Nachtheil gerathe, dies dem Verbandsvorstand anzeige. Dann sollen die Namen ,,der� Leiter und Haupt-Rädels- ,,,,- fügtet" des Streiks in einer Liste gedruckt werden. Findet der Verbandsvorstand da« Verhalten einer Innung richtig, also das Vorgehen der Arbeiter„ftiool", so sendet er an alle Innungen ein Exemplar der schwarzen Liste mit dem Bemerken, daß keine der darin genannten Personen mehr in Arbeit genommen werden darf. Hier hätten wir also eine schwarze Liste und eine Verlufserklärung in aller Form. Selbverständlich wird der VerbandSoorstand jeden Streik für„ftivol" erklären, der den Meistern aus irgend einem Grunde nicht ange- nehm ist; namentlich werden die Herren JnnungSmeister eS aber frivol finden, wenn höhere Löhne verlangt werden, da gerade die kleinen Meister sehr schlecht zu zahlen pflegen, oft weit schlechter, als die größeren Unternehmer. Wenn man unsere Philister am Weißbiertisch fragt, wer daS Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Arbeit- nehmer stört, so antworten sie:„Nnr die Arbeiter mit ihren unbilligen Forderungen!"— Nun, von jenen Tischen wird der Weisheit letzter Schluß wohl niemals kommen. Aber aus jenem Antrag der Schlosser- Znnungsmeister geht doch wohl zur Genüge hervor, daß die „Frivolität" sich auf der Seite der Herren Znnungsmeister befindet; denn wir müssen eS als ftivol in Wahrheit bezeichnen, wenn man Zemand auf eine schwarze Liste setzt, ihn brotlos zu machen und ins Elend zu stürzen trachtet, nur weil er sein gutes Recht durch eine Arbeitseinstellung geltend zu machen gesucht hat. Wenn eine solche Maxime zur allae- mein herrschenden werden sollte, waS würde da unser soziales Leben noch bedeuten? Da wäre gar keine Gemeinsamkeit der Menschen mehr möglich; alle sozialen Beziehungen wür- den beherrscht von einem wüsten Jntereffenkampf. Leider ist es th.ilweise schon so und der moderne Mensch müßte darauf bedacht sein, wo er solche Erscheinungen auftauchen sieht, ein besseres Einvernehmen herzustellen. DaS kann aber geschehen, indem man jedem sein Recht werden läßt und auch dem Arbeiter ein menschlich LooS gönnt, indem man ihm die Mittel beläßt, sich ein solches auf ftiedlichem und gesetzlichem Wegezu erkämpfen. Wer daS Einvernehmen zwischen Arbeitgeber und Ar- beitnehmer stört, ist sonach klar. Die Leute, welche Arbeiter auf eine schwarze Liste setzen, nur weil die Arbeiter an einer durch die Gewerbeordnung ausdrücklich gestatteten Verabredung zur Erlangung befferer Lohnbedingungen theil« genommen, können niemals von sich sagen, daß sie zur Er- »altung eines guten Einvernehmens etwa« beigetragen hätten. Zm Gegentheil wird ein solches Verfahren nur dazu bei- tragen, unter den Arbeitern Erbitterung zu erregen. Die Z.- nungsmeister haben dann leicht über die„unruhigen" Arbeiter raisonniren, nachdem sie selber erst die„Unruhe" herbeigeführt haben. S IeuMeton. [47 r V----- U I I«T i-DaS ist doch sehr leicht erklärlich! nbßtßtl.. �Sprrs»» Ynrnrnp«- • 693 696 äf »MS sie in der Hand trug. r �' zSMWKWs« Hhre Tochter. :l-Roman nach dem Französische« von K. D e t r i« g. Sie find nickt wie (U unS, die setzen eme so 7.»... ihrxm Notar... hte um Sie herum. ««ZSLLSM» NL«S«-SSS S: LMZSTS E.1 rn# Und weinen macht !f63%%3k nein! Wegen eine» Liebhaber« würde Frau von M nickt weinen. Sie weiß ja, was sie werth sind. es»#.djr hat außerdem keinen mehr. Sie will sich ganz Ziehen." Weshalb warst Du denn dann bei ihr?" Geld zu holen, das sie der Gnädigen schuldig ,( 3hnen kann ich eS ja sagen, Sie kennen fie i% I*#* wAt. Va« Du redest! Sie soll der Valentine Geld , sein? Gewöhnlich ist es doch umgekehrt." öie Gnädige hat ihr ein Kleinod verkauft... em att Diamanten besetzte« Medaillon." KZ'tAVann denn?" ftagte Guntram lebhaft. .M nachrichtigen und ihr die viertausend Franks einzuhändigen, die sie bei Frau von Lorri« erhoben hatte. „Verteufelt!" murmelte Guntram und ging imZimirnr auf und ab,„die Sache wird immer verwickelter: Zeanne sitzt zu HauS und weint. Weshalb weint sie? Weiß sie von der Flucht Theresens? Und das Medaillon, das ihr die Rodin verkauft hat... hm! Das macht ganz so den Eindruck, als wenn eS dasselbe wäre, welches ich auf ihrem Toilettentisch fand... und welches daS Testament der Lady Cäirneß enthielt... die hier bei der Valentine gestorben ist... diese reiche Engländerin... man weiß nia>t recht wie... Valentine weiß eS vielleicht, und da« muß ich von ihr herausbekommen!" Soweit war Guntram von Arbois in seinen Ueber- legungen gekommen, als die Rodin erschien. Sie trug ein elegantes Hauskleid und hielt ein Spiel Karten in der Hand. „Das ist recht!" rief sie,„Du veraißt Deine alte« Freundinnen nicht. DaS ist nett von Dir! Tritt nur näher. Ach! Ich habe Dir so viel zu erzählen, wir habe« unS ja so lange nicht gesehen!" Valentine hatte die leidige Angewohnheit, alle Welt ohne Unterschied deS Geschlechts und de« Alters zu dutzen. Gunttam hatte diese Kleinigkeit vergessen, hätte aber gern auf eine so überaus große Familiarität verzichtet. Valentine wurde immer verttaulicher und machte schoa Miene, ihn an ihr Herz zu pressen, denn sie rief mit einer Stimme, wie dre erste Liebhaberin einer Schmiere:„Aa mein Herz! An mein Herz!" Der Unrarmung wußte der Major zu entgehen, aber seine Hand mußte er ihr lassen, und so zog sie ihn in de« Salon, wo sie Frau von Lorri« empfangen hatte. „Siehst Du!" sagte sie und wie» auf einen Tisch hin, auf dem ein Spiel Karten in symmetrischer Ordnung lag. Eben wollte ich mir die Karten legen, um mir die Lange- weile in meiner Einsamkeit zu vertreiben. Meine Klienten sind heut beim Rennen in Longchamp und meine Klientin- nen auch... Die Damen wetten leidenschaftlich gern, und alle» Geld, das sie hier bei mir gewinnen, fließt Wir müssen diese Erscheinung als einen traurigen Be- weis dafür betrachten, wie tief die Znnungsmeister mit ihren Anschauungen unter dem Niveau der Vernunft und Mensch- lichkeit geblieben sind. Und dabei betonen sie noch immer ihr Christenthum, das lehrt, daß man seinen Nächsten wie sich selbst lieben soll. Von schwarzen Listen ist in den Lehren des Christenthums nichts zu finden! Und diese selben ZnnungSmeister sollen berufen sein, mit ihre» Verbänden das Handwerk neu zu beleben und zu heben, es der Großindustrie gegenüber konkurrenzfähig zu machen! Da könnte man laut auflachen, wenn die ganze Affäre an sich eben nicht dazu zu traurig wäre! äorWmi|cltc& Die nordböbmische Textilindustrie zeigt den gewaltigen Triumphzug der Maschine so deullich, daß es nicht uninteressant ist, ein wenig dabei zu verweilen. Betrachten wir z. B. die Baum- und Schafwollindustrie! In der Baumwollinvustrie waren vor dem Eindringen der modernen Technik, als noch der idyllische Kleinbetried in hausindustrieller Zersplitterung gedieh, viele Zehntausendc von Handspinnern thätig. Jeder Webstuhl bedurfte damals, um genügend mit Garn versehen zu werden, einiger Handspinner, der viel Stühle beschäftigende Unternehmer mußte sich einer gewiffen Zahl von Handspinnern vergewiffem, was durch die Hilfe der sogenannten Faktoren geschab, dieser After Unternehmer, welche als Zwischenglieder zwischen Kapitalist und Arbeiter sich einschieben, um vom sauer verdienten Arbeits lohn noch etwas abzuzwacken. Das Kapital benützt diese Ver- mittler, um sich die Arbeiter vom Leibe zu halten, um sich von jeder Verantwortung frei zu machen. Beklagen fic sich, so zuckt der Kapitalist die Achseln und verweist auf den Faktor, den Verleger. m Doch zur Sache! Damals war die Handspinncrei Gegen» stand öff-ntlicher Organisation, einzelnen Zünften und größeren Unternehmern wurden destimmte Spinnbezirke überwiesen, in deren jedem nur für die Zunft oder den betreffenden Kapitalisten gesponnen werden durfte. Die Spinnmaschine, diese große Revolutionärin der modernen Industrie, machte der Zunft- Herrlichkeit ein Ende; fic schlug mit ihren eisernen Fingern die Handspinner todt, kaltblütig, sicher, systematisch. In Böhmen gab es 1799: 40 283, im Jahre 1803 nur noch 30596, 1819 dlos 12—15 000, 1825; 5391 Handspinner; bis zum Jahre 1840 hatte den kläglichen Ueberresten die Mulejenny völlig den Gar- aus gemacht. Was aus den auf's Pflaster gesetzten Arbeitern geworden ist? Sie find elend zu Grunde gegangen, ins Lumpen» Proletariat herabgesunken; in oen Gewerben, denen fie fich zu- zuwenden vermochten— für die meisten Erwerbszmeige ist ja der heruntergekommene, schwächliche, geistig und phyfisch ent- artete Spinnerprolctarier nicht mehr zu brauchen— drückten fie durch ihre Bedürfnißlostgkeit die Lebenshaltung der in der be- treffenden Branche angewendeten„Hände". Je weiter die neue Technik um fich griff, um so schärfer trat auch der Zug der neuen Zeit hervor, die kleinen Etablisse- ments zu beseitigen, Produktion auf großer Stufenleiter durch- zuführen, das Großkapital auf den Thron zu setzen. Je mäch- tigere Mechanismen ihre Riesenarme in den Wcrksälen regten, um so rascher verschwandm die menschlichen Arbeitskräfte, um so schneller ward durch die Maschine der Mensch aus dem Feld ge- schlagen.„Die fortschreitende Erweiterung der Unternehmungen", sagt Bräf,„bei relativer Abnahme an Arbeitskräften bleibt das charak- teristische Merkmal dieser Entwickelung." Dies zeigt die Statistik der Baumwollspinnerei in ihrem bedeutendsten Distrikt, dem Bezirk der Reichcnberger Kammer. Aus derselben lernen wir, wie die Großindustrie überall die maschinellen Einrichtungen vcrvoll- kommr.et, um für den Markt möglichst billig, möglichst schnell, möglichst maffenhast produziren zu können. An Stelle der qualifizirten Arbeit tritt die ungeschickte Arbeit von Weibern und Kindern. Wo früher Dutzende von Männern angewendet wurden, genügt jetzt ein Kind, ein Weib, das mehrere Apparate leicht bedienen kann. So entsteht die üdezschüsfige Arbeiterbevölkerung, die arbeitslos in den elenden Maffenquartieren der Iabrikorte fich drängt, die die sogenannten Vagabunden zu Zehntausenden liefert; so entsteht die industrielle Reservearmee, welche stets bereit ist, so wohlfeil und so angestrengt wie mög- lich sür die Industriellen zu schaffen und den eigenen Klaffengenoffen schmähliche Schmutzkonkurrenz zu machen. Von der Wirkung der Krisen ganz zu schweigen. tn dem Gebiet der Reichendeiger Kammer gab es i. 1. 1845: pinnereien mit einer Gesammtspindclzabl von 137432 Spindeln. Auf eine Fabrik entfielen damals 3054 Spindeln und 70 Ardeiter, auf 1000 Spindeln also 23,14 Arbeiter. Im Jahre 1856 gab es 42 Etablissements mit zusammen 256 605 Spindeln. Es trafen demnach auf eine Fabrik 6109 Spindeln und 145 Arbeiter, auf 1000 Spindeln nur noch 19,59 Arbeiter. Im Jahre 1865 finden wir zwar wieder 45 Fabriken. Dieselben verfügen aber über nicht weniger als 374 734 Spindeln, also fast das Dreifache der Gesammtspindelzahl des Jahres 1845. in die Tasche der Buchmacher. Nicht wahr, sie sind doch dumyr?" „Warum sollen sie am Sonntag nicht ihre Zerstreuung haben," meinte Guntram. „Nun ja. Du hast Recht. Aber sag', woher kommst Du denn?" „AuS einer ganz wunderbaren Gegend. Aber ich habe nur sechs Monate Urlaub und muß dann wieder zurück." „Ach, richtig. Du bist ja Militär. Ich erinnerte mich nicht mehr daran." „Es ist auch nicht nöthig, daß Du Dich daran er- rnnerst. Aber Du begreifst, daß ich es eilig habe, auf dem Pariser Pflaster wieder festen Fuß zu fassen. Ich kann mich aber kaum zurecht finden. Seit acht Tagen bin ich nun schon hier, aber ich weiß nicht, was ich machen soll, um wieder in da« vergnügte, alte Leben hineinzukommen. Freunde habe ich nicht mehr hier. Die einen sind todt, die andern haben sich verheirathet. Und waS noch übrig bleibt, hat die Gicht oder gastrisches Fieber. Sie genießen das Leben nicht mehr." „Doch, aber nur noch im Verborgenen. Unser Zahr- hundert ist heuchlerisch geworden." „Und die Frauen auch; das ist noch viel schlimmer. Die Alten haben ihr Schäfchen im Trocknen und ziehen sich zurück. Die Jungen weiß ich nicht zu finden. Denke nur, rn der verflossenen Nacht habe ich zum ersten Male seit meiner Rückkehr mit Damen zusammen gespeist." „Wer nahm denn an Deinem Souper theil?" „Von Männern Desternay..." „Das wundert mich. Er ist doch sonst nur Sports- man. ferner ein Creole aus Mauritius, Herr v. Randal." „Kenne ich nicht,..... aber die Damen muß ich kennen." „Das ist leicht möglich, denn sie kamen von Dir. Sie hatten bei Dir die Roulette gedreht." ,.Ah! Jetzt weiß ich: Clotilde d'Uriage.... Rose Vivier..." Es kommen 1841 auf eine Fabrik 3054 Spindeln u. 70 Arbeiter. 1865 8327 189 Aber es trafen 1841 auf 1000 Spindeln noch 23,14 Arbeiter. dagegen 1865 auf 1000 Spindeln nur 16,76 Arbeiter. Zur Herstellung der Spinnereiprodukte find also jetzt weniger menschliche Arbeitskräfte nöthig wie früher, als die Maschinen- spinnerei noch in den Kinderschuhen steckte; bmtzu age ver- mögen die verbesserten Stühle ein viel größeres Quantum Pro- dukt mit viel weniger Aufgebot von menschlichen Arbeitskrästen zu liefern. Aeußerst betrübend ist die Lage der Lohnwcber, d. h..Haus- industriellen in den nordböhmischcn Grenzbezirken; gegen die Webernoth, die so manchmal zu sensationell aufgeputzten Ar- tikelchen unserer bürgerlichen Presse verhilft, ist kein bürgerliches Heilkraut gewachsen. Die untergehenden, bei voller Beschäftigung langsam, bei Unterbeschäftigung rascher, beiHungerepidemien schnell zuGmnde gehenden LohnwederNordbhöhmens werden vondcr groß- kapitalistischen Frbrikindustrie so sicher abgethan, wie die 800 000 Handweber Englands ihrer Zeit durch die Maschinen- siühle. Augenblicklich werden fie in unerhörter Weise durch die kaufmännischen Kapitalisten ausgenützt, die ihnen Jammerlöhne zahlen, gegen die armen Teuftl. die in ihrer Zersplitterung als Heimarbeiter wehrlos find, das Trucksystem nach Noten anwenden und dabei sehr wohlhabend werden. Braf giebt„das von vorurtheilsloser Seite herrührende Haushaltungsbudget einer Weberfamilie, in welcher der Mann unausgesetzt Beschäftigung hat, die Frau die halbe Arbeitszeit thells spult, theils webt und ein Kind das ganze Jahr ununter- brocken spult." Dabei ergiebt fich ein Jahreseinkommen von 90 fl, sage und schreibe neunzig Gulden für ven Mann, 20 fl. 15 kr. für die Frau und 33 fl. 80 kr. für das Kind, im Ganzen also sür die Gesammtardeit der Familie die Ricsensumme von 144 Gulden 70 Kreuzer per Jahr. Wie leben diese Hungerleider?„Rechnet man auf die Wohnung 10 fl., Licht(1 Pfund Oel wöchentlich in den Wintermonatcn) 6 fl., Schlichte(die der Weder aus Kartoffeln selbst herstellen muß) 4 fl., Holz und Seife zusammen 7 fl., Kleidung 17 fl., so bleiben 100 fl. 7 kr. per Jahr, also per Tag 16,78 kr. für die aus drei Köpfen bestehende Familie zu„Er- nähnmg" übrig.... Zwei Dinge kennzeichnen diese Arbeiter- gruppc,„die Gewohnheit langer Arbeitszeit und die Betheili- gung der gcsammten Familienmitglieder am Erwerb. Der Lohn- weder kennt keinen Feierabend, das gilt noch heute." In einem amtlichen Berichte wird ausdrücklich die Mitwirkung der ganzen Familie als unbedingt nöthig anerkannt, da deren Erhaltung „durch die Arbeit des Hausvaters allein kaum möglich sei." Wie kläglich diese Armen wohnen, wie abscheulich der Aufenthalt in den Löchern ist, die man nur euphemistisch als menschliche Woh- nungen bezeichnen kann, das weiß Jeder, der einmal eine böhmische„Weberbaude" gesehen hat, in deren Einem Räume Webstühle, Spulräder, Menschen und Thiere zusammen- gepfercht find; da wird gearbeitet, gekocht, gewaschen und gc- schlafen, es ist ein Hohn auf die Hygiene und die Moral. Die niedrigen Löhne der Handweder bildeten thatsächlich geraume Zeit ein großes Hinderniß für das rasche Vorschreiten der Maschinenweberei in Böhmen. Der Kraftstuhl wurde lang- samer eingefühlt, weil die verpauperten Hausindustriellen fich zu immer schlechteren Arbeitsbedingungen herunterdrücken ließen. Allein auf die Dauer war der Wettbewerb zwischen Heim- arbeiter und Fabriksystem nicht„ficgrcich" für din crsteren durch- zufüheen. Im Reichenbergcr Kammeibczirke gab es in den Baum- Wollwebereien i. I. 1856 noch 56 874 Handstühle und nur 750 pouwer loome, 1678 dagegen nur noch 41 704 Handstühle und 13 611 Kraftstühle. Das wären einige Daten aus der Geschichte der nord« böhmischen Texlilindustrie. Sie reichen hin, um zu zeigen, wie auch dort die großkapitalistische Entwickelung mit ehernen Sohlen ihre Bahnen siegreich dahinwandclt. Politische Urbrrstcht. Die sächsisch« Regierung hat, wie wir bereits gemeldet, für das Königreich Sachsen die Trichinenschau obliga- t o r i s ch eingeführt. Mit Ausnahme von einigen Fleischern und Landwirthen, welche ein gemeinschädliches Interesse daran haben, ungesundes Schlachtvieh auf den Markt zu bringen, wird diese Maßregel von Jedermann— d. h. von jedem urtheils- fähigen und rechtdenlenden Menschen gebilligt. Die fakul- tative Trichinenschau, welche bisher— wie in anderen deut- scheu Staaten— in Sachsen bestand, hat fich ganz unzulänglich erwiesen; denn die Orte, welche so vernünftig waren, die Trich nenschau einzuführen, waren in beständiger Gefahr der Verseuchung durch Orte, die nicht so vernünftig waren. Und die schweren Trichinencpidemien, die einzelne Gegenden Sachsens in letzter Zeit heimsuchten, sprechen der fakultativen Schau endlich das Todesurtheil. Zu erwähnen ist, daß ein Vertreter der Sozialdemokratie, Liebknecht, schon vor 8 Jahren im sächsischen Landtag die obligatorische Trichinenschau befürwortete, und zwar mit denselben Gründen, die jetzt seitens der Regierung geltend gemacht werden, daß aber damals, sowohl „Und Martine Ferrette. Durch sie bin ich auf die Idee gekommen, Dich aufzusuchen." „Nun, gefielen sie Dir nicht?" „Sie sind ja ganz hübsch, aber sie sagen mir nicht zu. Wenn unS die kleine Martine nicht so unterhaltende Ge- schichten erzählt hatte, würde ich mich offen gestanden ge- langweilt haben." „Nicht wahr, sie hat von dem Herr» erzählt, der ihr einen Wagen geschenkt hat?" „Ja,... und der immer nur kommt, um sich mit ihr über das Wetter zu unterhalten... Das ist wirklich stark." „Martine ist eine Schwätzerin, und ich glaube ihr kein Wort. Der Herr wird sich über sie lustig machen." „Möglich,... wenn er nicht irgend eine geheime Ab- ficht verfolgt.... Sie erzählte davon, er frage ihr tag- Kc .... cie crzaytie oavon, er frage tyr lllj täglich nach einer andere» Dame, nach einer Kameraoin." „Es handelt sich um Jeanne von Lorris, die ist aber nicht die Kameradin der jungen GanS. Jeanne will sich jetzt vollkommen zurückziehen. Sie hat die Unklugheit besessen, sich einige Male mit Martine zusammen zu zeigen, und nun prahlt die Schwätzerin, sie sei ihre rnttme Freundin. Aber sag', hast Du denn nicht mit ihr ein Verhältniß gehabt?" „Mit Jeanne? Ja, so ein bischen. Ich stand damals in St. Germain. Es war übrigens ein gute» Kind, und ich fteue mich, daß sie soviel Geld hat, um sich ein Medaillon für 200 LouiSdor zu kaufen." „Das hat Dir wohl Justine gesagt? Die kann doch auch den Mund nicht halten! Nun, eS schadet zum Glück nichts, und da sie einmal gesprochen hat, kann ich Dich ja um einen Rath fragen." „Sprich, liebe Präsidentta!" „Richtig... Ihr nanntet mich ja so... DaS ist schon lange her... und ich nannte Dich Major... Also denke Dir nur, die Präfekturmenschen lassen mich nicht in Ruhe." � „Die Präfefturmenschen?.." „Nun, ich meine die Polizei. Seit acht Tagen sitzt sie von den Regierung-v-rtretern als von den msmmmss auch noch manche andere„Unmöglichkeit", die©nmit b, Sozialdemokraten gefordert wird, sich als eins 5#. j,... nweisen. Uebrtgcns reickft auch die obligatorische wünscken nicht aus. wenn sie auf Sachsen beschränft®lwl ilnettennung'ih Mauer»-!?.••—■- müßte fich dann mit einer chinefischen zum Wohle i der gemäßigter n Partei, fü doch nicht gut m" zählen kan nicht in Zwe ege» dir„ ltlich fortdauer jeüuno" mit ative Partei ein Blatt zu Öft»» sowenig wie das noch kleinere Sachsen gegen �Ihon seit länge, Welt hermetisch abschließen kann, so gelangen Mmntung, wel mit zwingender Nothwcndigkeit zur— intern-�. Mttelparteie Trichinenschau, als Bruchtheil der intern«� und Gesetzgebung, welche schon in nächster o�ruhigen und fl Tagesordnung aller voraussichtigen Politiker stehe» auch viele Staatsmänner der Gegenwart fie noa t Möglichkeit" halten. Zum Glück hat die Zivilift Marschtempo und läßt die Logik der Thatsachen spaßen,— auch fich kein.? für ein U vormachen. Die Alter»- und Invalideuvrrfoe! findet natürlich in allen Blättcm der verschiel Parteien fortdauernd eingehendste Besprechung Freude an diesem neuesten Produtt unserer Gesetzgebungskünsiler will nirgends aufkommen schieden liberalen, d. h. manchesterlichen Kreist»....„„ Anstoß am Reichszuschuß und an dem durcaukraftgt, Kritik an de der Verwaltung; dem Zenttum konvenirt dri vor per Hand ebenfalls nicht und außerdem hängt man dort Mnn fuhrt die, genossenschaftlichen Charatter, denn die Bekämpfu�'Aeche von kleir omnipotenz" ist ja ein spezieller Programmpunst e». das„Kaffele Partei. Die konservativen Organe verhalten stlb�Ad, um zu be und selbst die Nationallidcralen haben noch Mrem Kampf gq gefunden, in der Altersrente von 33 Pf. pro du A« der sozialen Frage zu erblicken. In den ArbeH�n. zeigt fast 1 die Vorlage durchweg auf das Schän'ftc kritistck,»wislafiungen d, gemein wird da der Uederzeugung Ausdruck Witten Organe i, selbe mit ihren ganz und gar ungenügenden£misem dem Quittung-, d. b. Arbeitsbuch, unannehh.� Wind, desse In einer Kritik de« Entwurf« � wenn erst cii Invalidevnersorsnng der Arbeiter erhalten hc Ztg." unter anderem:„Man hofft die Arbeiter®»"ä De tfcat einer Jnvalidcnverscrgung sür die bestehe�Mß über djx q gewinnen. An der Richtigkeit dieser Berechnung � gewiß erlaubt, da ja notorisch bisher alle?.""««« die f laut gewordenen Urlhctle wegwerfend und ßi Daß dies geschehen werde, konnte man wohl von der Bewegung ergrincnen Arbeiter ihre kannte: maßen viel zu hoch stellen, als daß die• in weiter Ferne liegende knappe Jnvalidenpe»! lichen Eindruck auf fie machen könnte. Jemr an eine wohlbeseyte Tafel zu setz wirdnichtberuhigtsein, wenn spricht, er solle nachJahrzechnte erhalten. Selbst dann nicht, we chen ihm geschenkt werden soll. vorliegenden Falle nicht cinmalzu. Die Kosten der Altersversorgung, mit der ma» werden von uns selbst bezahlt! steuern wir direkt bei vonunseremL» nenz der frei, .ehabten Versa ohlen. für die en, welche die e Ausnahme V lhlen, auch für ren. Dieser T das wäre ja« M Hilsskaffcn, Konkurrenz hör Schnelle Sef m zu Han lanuar 1889 fr imarck, Landrat! äing wurde I Presse gebracht. indirekt in ven Beittägen der Unternehmt Sie kehre» doch aus dem„Lohns das dritte Drittel, den doch aus dem„Lohnfonds" genommen meft�jhlossenen bische das dritte Drittel, den sogenannten-»i.ifsheim werd-n, bringen wir wenigstens zum Theil in U>V� Kn vorstehender uiinyni iwn uicmuiirn» jiem 4.mti IN"'Vhrl s ch aft als Steuerzahler auf.— S»''1 So';!* ffie wieder erös man denen, die so reden, nicht geben; es ist LV n*ft Konvikt e ihr Geld, über welches zwangsweise verfügt w«• offa gehen wir ehemals österreichischer Minister war, eine Krn� wurf der Alters- und Invalidenversicherung> sultat hinausläuft, daß der Entwurf einer sehr arbeitung bedürfe. Er giebt dabei zu, daß berussgenoffcnschaftlichen Gliederung aukgege zu, daß der früher in den Grundsätzen vod gedanke in das Tenttoriale umgesetzt ist. und , orrcspond nete, in Gese ft daselbst ir den Gendarn . er erklärte mir Zig zu schmugg erdings fürä lksbibliothek d hren Jakob", theidipung nur darauf, daß hier keine böse habe. Man habe weder den Landwitthen un» noch den partikulariftischen Einzclrcgierung-n und Brost zesfion machen wollen. Freilich läßt er»ihstagsreden üb andern Motive geltend gewesen sein können. �.nahmen der! Umgestaltung vorzunehmen._„ und fingen hältniß der Nationalliberalen zu den Konstr. � die Frage der Kartellerneucrung streift. C- 1_ borgen nach diesen Herrn mir auf den Hacken. Und der Anlaß W Geschichte..." � „Ich weiß schon... Die Englands � möblirten Zimmer bei Dir gestorben' sprach man fortwährend davon." „DaS wird schöne« Zeug gewesen ft'' die ganze Geschichte nur nach meinen Ls» war nicht so dumm, ihnen alles auf ch Aber Dir will ich e« sagen, ich habe. und bin in einer unangenehmen Lage.» herausreißen, wenn ich wollte, aber va � Dame kompromittiren, eine ehemalige K „Ich glaube, ich errathe e«. Dcst daß Jeanne sich soviel mit jener Eng, habe, die sich allabendlich im ZirkuS Abend des Unglücks war Jeanne wenigstens Martine." Aus Erdbeben d alten Zeit find ledehntesten un Jahre unserer die in einer N Ostens hundert Öderes, welch „Nun ja, sie war da. Vor den"z-fr natürlich das Gegentheil behauptet, av Lg* Wahrheit sagen, da ich Dich ja fie Jeanne von LorriS war nicht nur h'"' gesehen." „Alle«? Wie denn?"_ Att „Sie hat die Engländerin sich i" dem sie gestorben ist." „Wohl durch die Löcher, die si� befinden? Du mußt sie aber auch tine behauptet. Du sahst sie das aber ich weiß, daß Jeanne eS mir a v Mahre 1594 er sie eS mir bezahlt.". sie, sTV e'n Erd ..f* d-- R-d».»' LM Jäm* einem ;en am uer, Feuer wurden me im Umgegenl sterbt Antioch en Gegend du iJt wurde fie, er durch ein( Einwohner. phten, diese cdbeben ver! . Hddeben, we! lnsel Rhodus 'aus und ein bezahlt hat! T. Nun, wegen dieses Rath nicht habe» muthlich meinen IL.., M)_. „Nein. Es handelt sich jerz< weißt nicht, daß die Engländerin. abendlich hierherkam, daß sie h� nie der die Wohnung gemiethet, ab»! �jssal habe daS alles auch dem Polrze»» zurückwich. Itr Gefchi. chte und@i arkste Seite en V-. rschlag »e" ist RfS ls eine gaton'K ' wahlthätiAe Gesetze sind durch die Verständizung 'Sieruna mit den Mehrheitsparteien zu Stande gekommen, 10 1 Natronalliberalen Zugeständniffe gemacht, haben sie , n"r den Beweis geliefert, daß sie eine realpolitische Partei wollen, der das Volkswohl höher steht, als doktrinäre Lieb- Ikrö Somit braucht die Partei eine sorgfältige und ein- jve Prüfung ihrer Thätigkeit nicht zu scheuen, sondern kann c wünschen, da eine solche Prüfung zur Rechtfertigung w®.„i,« abftblief»i� u �diglich nach sachlichen Gesichtspunkten j- oen Wenn Die Wahrer vie illeryanoiung..._ � en; und �gelaufenen Legislaturperiode und das Verhalten der Par» Welt ist«'ruhig prüfen und die nöthigm Lehren daraus ziehen, wird zegen Wfeon seit längerer Zeit den gemäßigten Parteien gunstige zelangen Stimmung, welche auf der Erkenntniß der Nothwendlgkert intern». Mittelparteien berubt, in immer weiteren Kreisen feste intern« faffen, und werden die nächsten Wahlen zum Vortherl nächster p» ruhigen und sicheren Fortentwicklung unserer Zustände und tikcr stehldj zum Wohle unseres Vaterlandes zu einer weiteren Stär- t sie not i» der gemäßigten Parteien, namentlich aber der national- ! ZivilisotMen Partei, führen" Da man die Stöcker und Hammer- zatsachen»'-doch nicht gut zu den„Gemäßigten" und den„Mittel- onnachen. ien" zählen kann, so kann man über die Tendenz des Be- »versorg»'? nicht in Zweifel sein. verschiebt, Vege« die„Konservative Korrespondenz", welche FsprechungF btlich fortdauernd für das Kartell eintritt, kehrt sich die unserer stgzzeilung" mit giftigen Worten, indem sie schreibt:„Die iffornmen- zwative Partei erlaubt sich»den den Luxus, für schweres n Kreist«' ein Blatt zu halten, dessen vornehmste Aufgabe es zu sein mrcaukrÄt, Kritik an der eigenen Partei zu üben. Warum, wird enirt der* vor der Hand noch das Geheimniß der Partei bleiben." wn dort Bann führt die„Kreuzztg." gegen die„Norddeutsche" wieder s-kämostt �"ihe von kleineren Provinzialdlättern, so das„Bromberger umvunst v'"> das„Kaffeler Journal" und den„Hilveshetmer Cour" ten stü lGeld, um zu beweisen, daß sie die ganze konservative Par r noch«ilstrem Kamps gegen die sttationallideralen hinter sich habe. Vf. Mak.bs- Anttsemit.n�ihre Zeit wieder für gekommen en Arb« rf« der� wenn erst einmal der Ring der jüdischen Einflüsse einen er schu�Ä� erhalten hat, sich noch zu ganz anderen Stürmen aus- llrbeiter„Ganz Deutichland ist, soweit es christlich empfindet, _ f-.MMII4/V«inav 7�• /% CiJ—.—------ w. L-, ■ best« möglich warten, bis sie alle Bücher durchgelesen hätten. Run donnerte mich der Amtsvorsteher an:„Was wollen Sie mich lehren? Ich werde nach Görlitz berichten, was wir in Ihnen für eine Persönlichkeit vor uns haben." Das war natürlich komisch, um aber nicht noch mehr belästigt zu werden, versickerte ich den Herren, daß nichts von allem, was ich bei mir führe, verboten sei. Darauf wurde alles notirt und der Amtsoorftehcr befahl, den Koffer wieder zu packen. Der Gendarm aber be- hauptete nun, die Rede über das Dynamitgesetz sei bestimmt verboten und strafbar, das sage ja schon das Wort„D y n a- mit"! Da der Amtsvorsteher sab, daß ich mir das Lachen kaum mit größter Mühe verbeißen konnte, sagte er:„Ra, gehen Sie. Wir werden auf Sie ein wachsames Äuge haben." Ich ging natürlich und Penzig war gerettet. Die braven Penziger Glasmacher aber wollen dem Gendarm einen Orden gießen, weil er gegen das Dynamitgesetz ist. Fritz Hippel." Eine sonderbare Mittheilung erhält die„Arb. Chr." aus B u n z l a u, die, wenn sie sich bewahrheitet, die Gesetzes- kenntniß der Bunzlauer Polizei, besonders ihre Kenntniß des Vereinsgeseyes in ein clgenthümliches Licht stellt. Man höre: Am 29. Mai erhielt der Fachverein der Töpfer von Bunzlau und Tillendorf ein Schreiben von der Polizei, worin ihm er- öffnet wurde, daß, wenn er sich nicht in dix Statuten fügen wolle, wie sie die Polizei vorschreibt, er binnen 6 Wochen aufgelöst werde oder sich selber auf- lösen müsse. Wörtlich können die polizeilichen Statuten hier nicht wiedergegeben werden, denn sie sind insgesammt 8 Bogen- .....L------ cK„ besteht aus Vor- feiten stark; sie schreiben aber vor: Der Vorstand 2 Mitgliedern, dem Vorfitzenden und Kasfirer; die stände werden von der Polizei gewählt. Der Vorfitz ,st ern Ehrenamt, der Kasfirer muß Kaution erlegen und von dem Vereine besoldet werden. Die Fonds des Vereins muffen richtig angelegt weiden; wann Beiträge erhöht oder er- nredngt werden sollen, hat die Polizei zu bestimmen, lieber alle Ausgaben muß Recknuna aesübrt werden, eine Rechnung nung geführt werden, eine Rechnung (Gottvoll'.i Bei jeder Versammlung ist Polizei zwer. richter rechnung alle m ind g wohl ihre ig über die orientalische Bevormundung und Ausbeutung x eigensten Interessen." Gegen dir freien Kitf-Kassen. Zur Befiegung der lurrenz der freien Hilfskaffen wurde in einer in Schweren gehabten Versammlung der mecklenburgischen Ortslaffen fohlen, für die Einführung einer gesetzlichen Bestimmung zu —Jen, welche die Arbeitgeber verpflichtet, für ihre Arbeiter aß die. Ausnahme Versicherungsbeiträge an die Ortslrankenkaffe idenve«?? zahlen, auch für diejenigen, welche einer freien Hilfslasse an- ' ören. Dieser Vorschlag fand allgemeinen Anklang; natür- , das wäre ja auch das einfachste Mittel; man streicht die ien tzilsskasien einfach aus der Liste der Konkurrenten und , Konkurrenz hört mit einem Male auf. ' SchnrUe HrfSrderung. Das Regierungspräsi- m zu Hannover wird der„Kreuzztg." zufolge am Tasielbe wird Graf Wilhelm iDuroß eine ms Vttl,... selbe aber aus sechs Wochen bemlaubt ist, wandte man sich an den Kämmerer und fragte, warum gerade die Töpfer so eine Maßregel vorgeschrieben erhalten und die Maurer und Stein- wetzen nicht. Ja, hat er geantwortet, er könne nichts ändern, die Töpfer müßten höchstens nach Licgnitz zum Prinz Handjery gehen, aber das weide auch nichts nützen. Dies war seine Ant- wort. Und so ist am 10. jjuli der Fachverein aufgelöst worden. Es wurden 3 Mitglieder in der Versammlung ge- wählt, die das Geld zu verwalten haben: das Geld bekommen wir erst im September, da es auf der Sparkaffe angelegt ist. Run ist der Polizei und den Meistern der Dom aus dem Auge. Im Mai 1885 wurde der Fachoerein gegründet und war über 200 Mitglieder stark, jetzt noch 130 bis 140. Mit den neuen Poli�eistatuten konnten wir nicht existiren, denn da hat der Verein keinen Zweck mehr. Wir hätten da Mos gesteuert und das Geld hätte uns die Polizei bei der geringsten Kleinigkeit weggenommen. Mit Einigkeit können wir schließlich auch ohne Verein etwas erzielen, denn Einigkeit macht stark! Ztas Hagrn, 25. Juli, wird gemeldet: Ueber das Ver- wögen des Buchdruckereibesitzers und Verlagsbuchhändlers Johannes Warnatzsch Hierselbst, alleinigen Inhabers der Firma MsNMUM I SSWSMWW uen i�ftfWfienen bischöflichen Knabemonvikte in Mainz und in tcn �selWkim werden, rnjch einer Bekanntmachung des den An- in un �lkn vorstehenden Domkapitulars Dr. Erler. beide in diesem -«o'* wieder eröffnet. Durch baulich- Veränderungen Haidas � t liA'- M r C ♦" L— W... i--- W_ CY1.»fr f w— es nAct �onoift eine bedeutende Vergrößerung erfahren. rsügt Ivn> osia gehen«rr nrcht!" war ein geflügeltes Wort B veröff.n� l-ine AnHanger schrien e' �"~ » Natronsi?.C°.nofsa. kommt zu uns! es in allen Tonarten „Nach Bismarcks nach, und n%u LT:# Auch»In Gegner de» Dynamitgesetzes. Aus •,«,nu-.s i i V geht den„Schlei. Ziachr." unterm 24. d. folgende .na dWe Korrespondenz zu:„Am Mittwoch fuhr ich, der Unter- 'Äfc v'?.Geschäften mit der Bahn nach Penzig. Bei der ».ak bi! i Melbft ward ich sofort von dem im Bahnhof an« ' verhaftet und vor den Amtsvorsteher geführt. narlslilJ? erklärte mir, ich sei verdächtig, verbotene Schriften nach !N f JL— f. CTS. ri Y vr.-——-- ?'dös- .■«tk) V �_.- v--- V I■"•••••»»•••••«.•» I V4f»»v*7vt-»v.w»nv«»a» f Wtl en lfrt ttjfjjchren Jakob", die„Internationale Bibliothek", Manschetten- runsin �/fe und Broschen mit dem Bildnisse von Marx, die : dad"»«hstagsreden über das Dynamitgesetz u. f. w.— feiet. nne».* �nahmen der Amtsvorsteher und der Gendarm jeder ein . 5nfl.e2 an cs zu studiren. Da mir das zu lange r Herten, od sie kein Verzeichniß von den n � y Renen Schriften hätten und fugte hinzu, ich könnte un- ffaNl Es �Morgen nach dem Ereianrß verhörte. Und nun wl—C—-—— HWAWlM in»4 Vnl�'des" Herrn"W'.'erscheint auch das ,, Schweine� Album" und die Schweineschrift des bekannten Hauptmanns Ehrenberg. Vor einiger Zeit verlegte Risel& Komp. auch dre antisemitische„Westfälische Reform". Großen Gewinn scheinen alle diese geschäftlichen Unternehmungen nicht gebracht zu haben. In NLrnbrrg hat Luther, nämlich der Darsteller der Titelrolle bei den Lutherfestspielen, Prügel bekommen, well er in der Kneipe seine orthodoxe Lutherrolle weiter spielte und auf die Vertreter der Ausklärung schimpfte. Der„hefstsche Nollrvfreund"» dessen Verbot die Reichs- beschwerdekommisston aufgehoben hat, erscheint jetzt wieder im früheren Verlage in Darmstadt. Oesterreich- Zl« gar». Die Kralauer Polizei verhaftetete in Oswieeim 19 Agenten, die in dortiger Gegend für die Auswanderung nach Amerika agitirten. Gleichzeitig fanden in Wadowiee, Krakau, Podgorze, Brody und Czernowitz Hausdurchsuchungen und Verhaftungen statt. In Oswieeim wurden Dokumente und Geldpapiere im Werthe von einer Million Gulden beschlagnahmt. GroßbritanUie«. In voriger Woche erfolgte, wie damals mitgetheilt worden ist, die zeitweilige Ausschließung des Abgeordneten Conybeare von den Sitzungen des Unterhauses, weil er den S p r e ch e r j diesen Herrn iß doZ» iß's." bcri«'� zu fassen und bewacht deshalb (Fortsetzung folgt.) sucht mein Ans Kunst und Leben. % A% Ä V V.VV.V«| Vfc|**;w „Doch das außerordentlichste, „sich unter dem Konsulate des .. uihct oem»omu 'VriiÄ lue Julius, in der römischen Eng,./-->t, daß zwei Berge einen so sä :S if"# sich mit einem furchtbaren Ge he» �■ntier»>.-t- von dem er berichtet, Lucius Marcus und Provinz Mutina. Piinius er» schrecklichen Stoß empfanden, daß zier, P B >'�auer, oder Quadratmeilen manchmal mcht ankommt. Wenn nun aber das gleiche Malhem einem deutschen Blatte passtrt, das seiner- seits keine Gelegenhell versäumt, unsem Nachbarn etwas am Zeuge zu flicken, so st es begreiflich, daß sich die französische Presse darüber weidlich lustig macht. Bei Gelegenhell des Pariser Ztationalfestes berichtete die„Kölnische Zeitung" auch über die Enthüllung des Denkmals für den allen Revolutionär Etienne Marcel, der bekanntermaßen am 31. Juli 1358 seinen Versuch, von dem französischen Dauphin, nachmals König Karl V., eine freiheitliche Verfassung zu ertrotzen, mit dem Leben ....--— ijion der„Köln. Ztg." fühlte wohl das Be- fenMann, nach welchem, nebenbei ..:kehrsreichsten Straßen benannt ist, uuijuime,,, un v-------- kurze biographische Notiz hinzu, daß Etienne Marcel ein französischer Feldmarschall gewesen sei, ge- boren im Jahre 1792, gestorben 1880.- das ist richtig bis auf den kleinen Jrrthum, daß es nicht der Marcel ist, dem man jetzt, 600 Jahre nach seinem Tode, ein Denkmal in Pans er- richtet hat. Vielleicht lehrt aber dieser Lapsus ....„.»—%%»d die streitbare ichwächen ihrer Rachbam etwas Feuer zum größten Schrecken der erstaunten wurden mehrere Städte er Umgegend getödtet. tadt Antiochia sammt Durch diesen Erd- zerstört und alles Lebendige Unter Trajans Regierung wurde ____ W_________ vui« großen Strecke Ott venacy- fn Gegend durch ein Erdbeben heimgesucht: gegen 300 Jahre /t wurde sie, unter der Regierung des Kaisers Justmian, '"" mstet ui" K einer großen Strecke der benach- n l' durch ein Erdbeben verwüstet und verlor dabei 40 000 Einwohner. Endlich wurde, nach einem Zwischenraum von ahren, diese unglückliche Stadt zum dritten Male durch Erdbeben verheert, mit einem Verlust von 60 000 Seelen. 1 Erdbeben, welches sich 200 Jahre vor unserer Zeittechnung aus .zJnsel Rhodus ereignete, stürzte den derühmten Koloß, das -iflhaus und einen großen Theil der Stadtmauer von Rhodus ■„ Im Jahre 1182 wurden die meisten Städte Syriens »es Königreichs Jerusalem' von einem Unfälle dettoffen; ■hre 1594 ereignete sich, nach den italienischen Geschichts- ern, em Erdbeben zu Puteoli, das jetzige Pozzuoli, welches sachte, daß das Meer auf 300 Schritte von seinen früheren l zurückwich. Irr Geschichtsforscher Orr..Köt«Vch»n I-iwng". chte und Geographie ihrer Nachbarländer sind just mcht ärkste Seite der französischen Zeitungsschreiber, und es Kölnerin, in Zukunft gegen Hebamme Johanna" Bleyer ...................... ihr fünfzigjähriges AmtsjubilSum Gegen 10000(!) Personen, darunter eine ganze Anzahl ehr- samer Großmütter, verdanken der Jubilarin die erste Pflege ihrer Kindheit. Eiür nächtlichr Kallonfahrt. Wien, 24. Juli. In der vergangenen Nacht kurz nach 12 Uhr unternahm Herr Ell» derer von seinem Ausstellungspark im Prater aus in Beglettung des Luftschiffers Godard die zu wissenschaftlichen Zwecken pro- jektirte nächtliche Ballonfahrt. Hatte zuerst der Vollmond den Luftseglern eine genußreiche Fahrt versprochen, so schlug das Wetter bald um, und nun ging es bei Sturm und Regen, durch mehrere Gewitter hindurch im Zickzack der ungarischen Grenze zu. Während des Sturmes war eine Landung natür- lrch mcht zu bewirken, dieselbe erfolgte erst nach mehr als sechs- stundiaer Fahrt,\7 Uhr, bei Gran. Wohlbehalten haben von dort die Luftschiffer dann mit dem Kourierzug die Rückreise an- getreten. Peel der Parteilichkeit beschuldigt hatte. Die Angelegenheit hat ein Nachspiel. Peel ist Abgeordneter des Wahlkreises Warwick-Leamington, hat denselben bereits in vier Parlamenten vertreten und sich den Ruf erworben, das Amt des Sprechers stets würdig geführt zu haben. Jetzt aber sind seine Wähler mit ihm unzufrieden. In nächster Sitzung des liberalen Klubs von Leamington wird folgender Antrag gestellt werden:„Mr. A. W. Peel hat das Vertrauen der liberalen Wähler von Leamington eingebüßt, und nach dem Dafürhalten des liberalen Arbeiterklubs ist er nicht länger eine taugliche und passende Persönlichkeit, um die Liberalen von Leamington und Marwick zu vertreten, weshalb es uns geziemt, uns mit einem passenden Kandidaten vor der allgemeinen Parlamentswahl zu versehen." Zu dieser Resolution soll nachstehender Zusatzantraa gestellt werden:„Während diese Versammlung mit vielem Bedauern die jüngsten Entscheidungen des sehr ehrenwerthen A. W. Peel als Sprecher des Hauses der Gemeinen betrachtet, weil dieselben dazu angethan sind, die Freiheit und Unabhängigkeit von Mit» gliedern in der Erfüllung ihrer Pflichten ihren Wählern gegen» über zu deschränken, wünscht sie insbesondere dagegen zu pro- testiren, daß der parlamentarische Flecken Warwick-Leamington thatsächlich reinen Vertreter im Hause der Gemeinen hat. Diese Versammlung verzeichnet auch die Ansicht, daß die Zeit er» schienen ist, wo der Sprecher des Hauses der Gemeinen anläß- lich seiner Wabl zum Sprecher sein Mandat niederlegen und ein ex okücio-Mitglied des Hauses werden sollte, damit kein Wahlkreis seines rechtmäßigen Einflusses in der Gestaltung der Gesetzgebung und der Erledigung der Staatsgeschäste beraubt wird." Frankreich. In einer seiner letzten Sitzungen hat der B u d g e t a u s- schuß festgestellt, daß von 1870—1889 die Ruhesolde von 107 auf 212 Millionen gestiegen find, also verdoppelt worden sind. Der Krieg von 1870 hat davon nur eine Steigerung von 20 Millionen veranlaßt, natürlich für feeeresangehöiige. Die Opfer des Staatsstreiches von 1851 sowie die Februar-Kämpfer von 1848 oder deren Nachkommen erhalten 7 350 000 Frks. jährlich, obwohl viele von ihnen außerdem noch Staatsgehalte de- ziehen. Jedes Jahr steigen die Ruhesolde um 7— 10 Millionen, weil auch die Zahl der Beamten fortwährend steigt. Der Staar behält auf Rechnung der Ruhesolde von den meisten Gehoben 5 pCt. zurück. Die Beamtengehalte erforderten jetzt 330 Mill. jährlich, meist durch Mehrung der Stellen. Der Vicomte d'Ävenel hat ziffermäßig bewiesen, daß die in Dienst und in Ruhesold stehenden Beamten zusammen eine Million Köpfe darstellen, ihre Angehörigen und Dienstboten inbegriffen. Auf 38 Köpfe der Bevölkerung kommt also einer, der am Staats- schätz zehrt. Werden die Soldaten, Offiziere und Heerdeamten mit Angehörigen dazu gerechnet, so kommen 4 Prozent der Bevölkerung heraus, also ein Steuerzehrer auf 25 Steuerzahler. Das find gewiß leine gesunden Verhältnisse. Anstatt der im zweiten Kaiserreich so eifrig gepflegten Ausdehnung des Be» amtenthums, oder vielmehr StaatSzehrerthums, entgegen zu arbeiten, hat die Republik den Weg nur noch mehr ausgetreten. Hier sollte einmal Einhalt geboten werden. Die Lahmlegung Boulanger's sollte darüber nicht täuschen, daß Gährstoff genug vorhanden ist. Bei den Ersatzwahlen der letzten Monate, also in den Deoaite» mmts Aisne, Dordogne, Aude, Nord, Hochsavoyen, J;ecr, Charente, Loiret, Ardöche und Rhone sind zusammen 385404 Stimmen gegen, aber 575 901 für die Verfassungsänderung ab» gegeben worden. Letztere waren freilich nur zur kleineren Hästte für Boulanger, aber sie beweisen nichts desto weniger die herrschende Unzufriedenheit. General Boulanger soll nunmehr vollständig hergestellt sein und demnächst seine gewohnte Thätigkeit aufnehmen. Der sozialistische„Parti Ouvrier" setzt an die Spitze seiner Spalten folgende Notiz in fetten Lettern:„Wir erinnern daran, daß Boulanger während der siebzehn Monate seines Ministeriums 1 300 000 Franken geheimer Fonds verschlang, d. i. 2400 Franken täglich, oder 100 Franken stündlich, die Nachtzeit mit ein- gerechnrt. prtjjen�en Erdarbeiter wollten am Freitag um zwei Uhr eine Versammlung auf dem Bastillenplay abhalten, die Polizei zerstreute aber jede Ansammlung von �De" G emeinderath lehnte nach heftiger Debatte mit 40 gegen 28 Stimmen die Unter st ützung von 10 000 Franks ab, welche die Arbeitskommisston zu Gunsten der streikenden Erdarbeiter vorgeschlagen hatte, und ver- warf zugleich mit 49 gegen 16 Stimmen das Tadelsvotum gegen den Poltzeipräfekten. Italie«. Die„Frage Cipri.an i", die gelöst schien, hat sich, wie dem„B. T." aus Rom geschrieben wird, im letzten Augenblick noch komplizirt. Bereits war im Bagno von Porto Longonr, wo Cipriam intcrnirt war, die Ordre sofortiger Entlassung des Sträflings eingetroffen, als ein Telegramm der Militärbehörde von Mailand Ciprtani für das dortige Militärgericht reklamirte. Im Jahre 1862 war nämlich der spätere Kommunard, wie so viele andere junge Pattioten, vom stehenden Heer zu Gart» b a l d i d e s e r t i r t, mit welchem er bei uspromonte kämpfte. Es steht nun dem einstigen Deserteur noch ein zwetter Prozeß wegen Desertion bevor. Holland. Bei der Fortsetzung der Berathung über das B a n k g e- s e tz gab die Frage wegen Vertheilung des Gewinnes zwischen dem Staat und der Bank noch Veranlassung zu ausführlicher Diskussion. Der Sozialist Nieuwenhuis schlug vor, daß der Staat und die Bank den ganzen Gewinn zu gleichen Theilcn erhalten sollen. Dieser vernünftige Antrag wurde seldstoer- ständlich mit großer Majorität abgelehnt, ebenso ein anderer Antrag desselben Abgeordneten, die Gewinnziffer der Aktionäre statt auf 5 auf SJ pCt. festzusetzen, und endlich ein Amende» mept des radikalen Slbg. Kerdyk, dem Staate einen größeren Antheil am Gewinne zu gewähren. Der katholische Abg. Haff- «»»&%%%% fcs ÄiHraAfö tnuther Abgeordneten geriethen in eine solche Erregung, ä»äs ää tagen. Einige Abgeordnete protestirten. allein Präsident Bee- laerts van Blokland verließ seinen Sitz und die Sitzung war damit naturlich zu Ende. Literarisches. D-n drr„Neuen|rlt", Stuttgart, Verlag von I. fe. W. Dietz, ist soeben das 8. Heft des 6. Jahrgangs erschienen. Abhandlungen: Jean Meslier und sein Testament. Ein Beittag zur Entwicklungsgeschichte des modernen Sozialismus. Von Dr. Carl Grünberg.— Der Einfluß der oberschlestschen Zinkindustrie aus die Gesundheit der Arbeiter. Von Georg Voll mar.— Die russischen Studentinnen. Von Klara Zetkin.— Shelley.— Die Pyz» mäen.— Literarische Rundschau: Max Ali» h a u s e n, Die Bibel der Gottlosen.— Notizen: Verhungert in London.— Die Sklaverei in Brasilien. Theater. Sonntag, den 29. Juli. MeoN'« Theater: Der Postillon von Lon- jumeau._ Friedrich• UMHelmstädtische»«h-ater: Boccaccio. Montag: Dieselbe Vorstellung. Gfteird Theater: Vom Viehhof bis zu dm Menschenfressern. Montag: Dieselbe Vorstellung. OetteaUiance» Theater: Das elfte Gebot. Madame Flott. Montag: Dieselbe Vorstellung. Miktoria-Theater: Die Kinder des Kapitän Grant. Montag: Dieselbe Vorstellung. m Kaafmann« Karitta: Spezialitäten-Vor- stellung._ Toneordia- Theater: Spezialitäten- Vor- stellung.__ 10 A. ... SM.- Reise d. oderital. Alpen. Derganze Trauerzug und Auf- bahrung Kaiser Wilhelms im Dom. Entree& Cycl. 20 Pf.. Kind nur 10 Pf. Abonn. ßeidll's klrwa Nilkszarini Gesundbrunnen 60 Kad-Kt-ah- 60. Jedm Sonntag: Gr. Militör Koilzert ver�. mit Zchlachtmustk. New I, Neu! fliegenden Menschen epochem. Neuheit auf aeronaut. Gebiete. Anffrefen der Mailänder ■ Thier Kapelle.■ HC Im Kaat:«roßer Kall. ISß. Feben Montag, Mittwoch und Donnerstag: Grosses Frei- Konzert. Eintritt an Wochentagen frei, Sonntags 15 Pf. Die Kaffeeküche ist von 2—6 Uhr geöffnet. Plüschgarnitnr, TrLmeanr, Kettstelle«» Ktiihle, Spinden für jeden Preis. 173] Mitten walderstr. 60, 2 Tr r. I Schweizer-Garten. Km Friedrichshai«.— Km Königsthor.— Haltestelle der Ringbahn. Sonntag: Gr. Extra- Vorstellung I i Auftreten neuer Spezialitäten: Morlay-Trio, humoristische gnstrumentalisten, pothers Ainring, Komische Excentrics, Familie I I Brothers Ainring, Komische Excentrics, Familie Hugoston, Gymnastiker-Familie, Sign. Vincento, der Froschmensch, Carl Willberg, Tanz- u. Gesangshumorist. gan. Entree 30 Pfg. 3� Zum Schluß: Berliner Sommeroergnügen. (Pantomime& Ja Reichshallen.) Dienstag: Zum Die Erstürmung der Kriegsfenerwern � Duppeler Schanzen. der Gebr. Maffow. Dargestellt von ca. 160 Personen. I I Weimann's Volksgarten. 1. Eingang: Kadstr. 66. Gesundbrunnen. 2. Eingang: pankftr. 25. Grosse Yorstellnng der Original' Japanertruppe Godayon. Die Wasserglas- Munderfontaine. Die Kchmetieelinge. Der Ktefenlchirm oder Japan« So«»«. Auftr. Miß Dirtorina Dar« u. Mr. Kngelo«»rtiny. Die kühne Todes-Drahtseilfahrt. «rtea»Mtt.. Konzert(Dir. Reese). Grand bal mabile. Feenhafte HUnmtnation. Anfang 4 Uhr.«ntree 25 Pfg. Max Weimann. 1- # X H 8-' Ä B]i,ÄS!''~TKSIio|8n-|jla!inr-Lacl-Farlie getrocknet. trocknet in 4—5 Stunden hart und glänzend, Ja das Ist Suier'sche Fbssboden- Glflsur�Lack-Farbe und kostet nur 75 Pf. das Pfund. __ macht das Üibcrlackieren überflüssig. Das unangenehme Kleben ist vollständig ausgeschlossen. Nasse Witterung bat keinen Eiufluss auf meine Farbe. Aufträge führe nur gegen vorherige Einsendung des Betrages oder gegen Nachnahme aus. Preis ä Pfund 75 Pfennige. KSS Ii : R. J. Suter, Ä= 8 � » Berlin Ziouskirchstr. 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Juli, Nachmittags 4 W- Leichenhalle des Neuen (Hermannstr.) statt. I. z 176. " Bit Wählerti, Reise- Unterstützung« der Schneider u. Nachmittags. i 7, Hof recht Montag, d. 30. Juli,»»«•{ 3eit kann jel •'6gkeit Kommandantenstr. nvmmanoaniem«-- h Rersamml»' der Li n spätestens jlirat angebro che können nich eu.MSlSÄ Ä ict Wählerliste( " e Nie» u._ in die Grnrral-Nersa»""'. Inn er, Jl9- StdIelMtN'lnHpÄ' Montag, Abends 8 Uhr. ffieWie richtig iti �i- Billets für die amk�Nach Mttth> «meis iui oje um m'.n, Schmöckwitz stattfindende Damuf�vl ��«n zur Ausgabe. �om\ (# für Reparatur- ähmaschinen sämmtlicher" ...... ung,, ranW* | und Krachs fin> >che vom 15. Ju men; 240 Eh ne und 598< und schnelle Ausführung. Em F Alt- Iakobstr. 32 elegavte Sommer' 7 Mark: Stoft 20 Mark Kerrrn-Iaqi 4 Mark weiß««ud 3 Mark Knaben-M, 4 Mark: Knabe«-Kl 36 Mark Herre»-V-e können nicht berücksichtigt werden. Wir machen hierbei -Beratb»' varauf besonders aufmerksam, daß bei Berichtigung der Der gleichsten in Betreff des Wohnfitzes der stimmberechtigtm Herr#"P%onm in Berlin die von denselben zu erstattenden An- und untt: BahWkldungen berücksichtigt werden, und daß demnach auch die- ten Personen, welche nur vorübergehend verreist find, diesen '-------- auf ihrer Abmeldung aber nicht vermertt haben sollten, .« �2ähiei liste gestrichen worden find. Versäume Niemand, fich davon zu überzeugen, ob sein 8 Uhr, Wet>me richtig in die Wäblerlisten einaekagen ist. Wer nicht »«•IVttttf f Zeit hat, die Wählerliste zu lontro« Ct�WW�en, beauftrage damit eine andere sichere tordi s-Au sie am 2. >de Da«! rson. Nur diejenigen. deren Namen fich in der Wähler- definden. find bei den nächsten Stadtverordnetenwahlen Nach�Witih»U«ng»n de» Ktatifiische« Amt» der it Berlin find bei den hiefigen Standesamtern in der »che vom 15. Juli bis einschl. 21. Juli er. zur Anmeldung men: 240 Eheschließungen, 903 Lebendgeborene, 33 Todt- ne und 593 Sterbefälle. jokale». Di» Ginführang der Stenographie al» fakultative« rgegenftand in den preußischen Schulen wird, nachdem hsen und Bayern dieselbe bereits vorgenommen, schon seit rzehnten angestrebt, die Frage hat schon zu mehrfachen Pe- »/& ilonen und Erörterungen im preußischen Abgeordnetenhause /fffetonlafiimg gegeben, das Kultusministerium hat indeffen stets JK& llien bei dem Vorhandensein so vieler um die Einführung fich f�� siew erdenden Systeme allerdings verständlichen Standpunkt ein- nommen, daß die Ausbreitung der Kenntniß der Kurzschrift siglich Sache der Stenographen selbst sei. Bei dieser Lage c Verhältniffe erregen die Zahlen, welche über die Ausdrei- ag der einzelnm Systeme in die Ocffentlichkett gelangen, �vßes Interesse. Das Gadelsderger'sche und des Stolzeh'che systtm haben innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches bei weitem größte Anhängerzahl. Während aber sämmt» tiche drei Stolze sche Schulen nur 363 Vereine mit 8137 Mitglieder aufweifen, war der Stand des Gadelsberger'schen Systems in der Mitte des abgelaufenen Jahres ein derartiges. «ß fich zu demselben nicht weniger als 487 Vereine mit kl a||9 II 810 Mitgliedern bekennen. Die Zahl der von beiden Seiten "■•'"bilid) privatim unterrichteten Personen ist eine diesen Vcr- tniffen entsprechende. Uo««wem fogeuaunt«» Arbeltrrkrawall wiffen »pitalistische Blätter folgendes zu berichten: Die sonst so fried» he Lindenstraße war am gestrigen Abend von 7 Uhr ab ährend längerer Zeit der Srbauplay eines mächtigen Auslaufs. «it mehreren Tagen destehen Reibereien zwischen einigen Gürt- welche in der Militäreffeltenfabrik von Loh Söhne de- kifligt find, und denen aus der Militäreffeltenfabrik von Sodeser, Lindenstr. 69. Der Grund für die Zwistigkeiten hat bis jetzt noch nicht genau feststellen laffen. Schon vor einigen azen wurde einer von den Wobeser'schen Leuten hinterrücks )on einem der Loh'schen durch einen Faustschlag verletzt. Als die Wobeser'schen aber am Freitag früh kurz vor 7 Uhr zur bcit begeben wollten, wurden fie auf dem Hofe Lindenstr. 69 r den Loh'schen, die ihnen aufgelauert hatten, überfallen und kam zu einer ziemlichen Hauerei, wobei es blutige Köpfe gab. he noch gegen die Angreifer eingeschritten werden konnte, ent- -nten fich dieselben mit der Drohung:„Heute Abend kommen r wieder."— Und wirklich, am Abend gegen 7 Uhr DerU1' jfianzten fich die Loh'schen vor den, Hause auf dem „UlflCtrottoir auf, um mit drohender Miene und Worten rUS&. �>ie Wobeser'schen abzupaffen. Natürlich verließen diese : das Haus nicht; nun machten jene den Versuch, in , i.vc-jf»" Hausflur zu dringen, woran fie aber durch den Hauswart, f das Hausthor schloß, gehindert wurden. Da diese Vor- erM raul (tlapcn, natwnen, n. Großes derzeit kol« tandso anks fälle fich gerode um die Zeit ereigneten, in welcher die Linden- straße von den die Geschäfte verlaffendcn Personen sehr stark begangen ist, so sammelte fich in ganz kurzer Zeit eine nach vielen Hunderten zählende Meng» an, um die Vorgänge zu verfolgen. Die Loh'schen Gürtler zogen fich nun, als die Polizei in Sicht kam, nach der Gegend der Fellnerstraße über den Tamm zurück. Als ritut der Sibutzle» tc die Me-ge zum Aus- cir an vergehen ciffo täte, widersetzte fich ein Mann, der sofort verhastet wurde. Ter Schutzmann übergab den Arrestant.», der ihm den Helm heruntergeschlagen hatte, einem Kriminalschutz- mann, der den Verhafteten mit dem Knebel an der Hand nach der Polizeiwache in der Lindcnstraße brachte. Inzwischen wurden noch wertere fünf Verhaftungen vorgenommen, darunter befanden fich mehrere der Loh'schen Leute, welche den Skandal begonnen hatten. Diese Verhaftungen waren ziemlich schwierige, well diejenigen, auf welche es abgesehen war, meistens Reißaus nah- men. Besonders hinter dem Hauvträdelsführer der Loh'schen entwickelle fich eine wahre Hetzjagd, an der fich fast die ganze Menschenmenge betheiligte. Erst an der Ecke der Jerusalemer» "' denselben festzunehmen. Von zwei nach der Wache gebracht. Erst .... das Publikum.— Uns find über die Vorkömmnisse keine besonderen Mittheilunaen zugegangen; wir begnügen uns daher vorläufig mit der Wiedergabe des Obigen. 40 000 Mark find laut Bekanntmachung der Königl. Staatsanwaltschaft zu Lissa am 21. d. M. aus dem Postgebäudc in Rawitsch gestohlen worden. Die Summe war theils in Palleten, theils in Werthbriefen vorhanden. Genannte Behörde fichert demjenigen, der zur Wiedererlangung des Geldes verhilft und die Ergreifung des Thäters veranlassen kann, 1500 Mark Belohnung zu. Falls nur der Dieb ohne das Geld dingfest gemacht wird, reduzirt fich die Belohnung auf 750 Mark. Wegen Rückkehr«ach prenßen war ein aus diesem Lande von der Polizei ausgewiesener Ausländer angeklagt morden. Er erhob den Einwand, daß eine Ortspolizeibehörde kein Recht habe, einen Ausländer auszuweisen, daß dazu vielmehr nur die Oberdehö.den berechtigt seien. Dieser Einwand wurde nach einer Darlegung der„Gerichts- Zeitung" für unbegründet erklärt. Die Kompetenz der Polizeibehörden, sagt das Er- kenntniß, zur Ausweisung von Ausländern aus dem preußischen Staatsgebiet ist durch lein Gesetz geregelt. Dagegen ist die seldstständige Befugniß unterer Polizeibehörden zur Ausweisung von Ausländern aus Preußen durch das Ministerial- Reskript vom 31. Januar 1882 anerkannt. Bei der Ausweisung von Ausländern aus dem Staatsgebiet handelt es fich um einen Alt der diekreditionärcn Polizeigcwalt, um einen Akt der Exekutivgewalt, nicht um die Anwendung einer allgemeinen gleichmäßigen Norm des Verwaltungsrechts, sür welche die Zu- ständigkeit durch das Gesetz derart geregelt ist, daß die Ueber- tragung der Aueübung von einem Organ der Staatsgewalt auf ein anderes untergeordnetes unzuläsfig erscheint. Deshalb steht Ausländern gegen polizeiliche LandeSverweisungs> Verfügungen keine Klage im Streitoerfahren zu. Aus der Natur der polizeilichen Exekutivgewalt aber folgt, daß fie, wo fie nicht durch Gesetz oder Verordnung einem bestimmten Organ der Polizeivcrwaltung übertragen ist, von dem oberen aus das untergeordnete Organ übertragen werden kann. Der Minister ii n)or t,aber durch kein Gesetz gehindert den Or�s- i* Weihnachtsgeschenke und andere Gratifikationen, durch welche das materiell leidende Menschenkind immer wieder ein wcHg auf die Beine gebracht wird, zahlt die Aktiengesellschaft ihren Unterbcamten nicht, dagegen müssen diese etwaige Versehen� welche denselben bei ihrer Thättgkeit unterlaufen, von selbst gut machen. Wobei man nicht anßer Acht lassen darf, daß diese körperlich ermüdeten und geistig angespannten Leute recht gut in die Lage kommen können,(inen Fehler zu machen, welcher unter r-aimalen Arbeitsverbälln.ssen vi.I leichter zu vermeiden wäre. Im Nothfalle wird die hinterlegte Kaution verkürzt. Eine Gehaltsaufbesserung steht diesen Angestellten niemals in Ausficht. Die einzige Auszeichnung, welche die Direktion denen zu Theil werden läßt, welche fich durch Fleiß, Umficht und Treue hervorgethan haben, besteht darin, daß fie ihnen für den Aermelaufschlag des Beamtenrockcs eine, zwei, drei oder vier goldene Tressen verleiht. Nun mögen fich dieselben ja reckt nett und dem Schönheitsfinn dieser Äktiengesellschafts» Direttion alle Ehre machen; aber wir meinen und mit unS wahrscheinlich ein jeder, welcher Einblick gethan in diese Ver« hältniffe, daß eine Umgestaltung derselben im Interesse jener Angestellten geboten sein dürfte. Nie Umwälzungen, denen die Berliner Erde während der wärmeren Jahreszeit unterzogen wird, bilden, wie die„Post" erzählt, zwar für das Publikum lästige Hindernisse, einem großen Theile unserer Jugend find fie jedoch der Anlaß zu ausgedehn» ten Belusttgungen. Kaum zeigen fich in einer Straße die stets von einer fahrenden Holzbude begleiteten Adsperrungsblöcke, Balken, Walzen rc. so beginnen die Kinder an ihnen ihre Turn- künste. Wird dann die Buddclei vorgenommen und die Straße durch eine primitiv eingerichtete Tafel mit der Aufschrift„ge» sperrt"(auch manchmal„gespert") von dem Wagenverlehr abge« schlössen, so okkupirt auch die Jugend sofort das ganze der Be- erbeitung noch nicht unterzogene Terrain. Es werden dann im Sande große Festungen aufgebaut, Gräben gezogen, Gälten angelegt, oder von dem angefeuchteten Material Klöße gebacken; zuweilen kommt es auch»u Kämpfen, bei denen fich gewöhnlich die Kämpfenden früher nrcderwerfen, als fie befiegt find. Die Eltern schauen dem Treiben ruhig zu, fie muntern die Kleinen sogar zu Erdarbeiten auf, da der Glaube geht, daß das Spielen im Sande Skropheln verscheuche. Abends muß zwar eine große Wäsche vorgenommen werden; die Kinder dürsten fich ihr indeß in Ausficht auf die erneuten Freuden am kommenden Tage willig unterziehen. Ein leb» Haftes Treiben der im Sande arbeitenden Kleinen kann man jetzt in der Karlstraßc und Unter den Linden beobachten; namentlich eignen fich hier die tiefen Löcher zu Tenaln- Okkupationen. In einer dieser mannstiefen Gruden ergötzte fich eine Anzahl Knoden durch Drängeln, Puffen und Stoßen. Da wird die Spitze eines Schuymannshelms fichtbar; alle emfliehen, nur ein ganz deines Ri riehen kann die Oderwelt nicht gewinnen. Als fich der Hüter der Ordnung dem Rande der Grube nähert und vor dem Jungen wie die Strafe dringende Gerechtigkeit erscheint, fängt der kleine Gefangene laut zu jammern an. Unter Thränen ruft er aus:„Lieber Herr-Schutzmann, die anderen haben mir in die Kute geschmissen. Ich will es auch nie wieder thun!" Doch der gestrenge Schutzmann bleibt ruwg stehen und schaut nur auf den beulenden Gnomen nieder. Da ergreift diesen eine unsägliche Angst; er steht im Geiste den Grünen Wagen vor fich und fühtt schon Vaters Prügel. Noch- mals erhebt er Klagelieder, diesmal jedoch in Fortisfimo. Und das wirkte. Es wurde ein Mann beordert, der in die Grube stieg und den armen Gefangenen befteite. Kaum ist dieser aus der Oderwelt, nehmen ihn sofort die Kameraden in ihre Reihen auf und erleichtern ihm das Ausreißen, dem übrigens behördlicherseits diesmal kein Widerstand geleistet wurde. Uach einem Aufsatz im Sprechsaal des„Neuen Jnt.-Bl." find infolge der Ausdurstungcn des Schwarzen Grabens in Charlottenburg, dessen beschlossene Bescittgung noch weit im Felde liegt, namentlich bei Kindern Krankheitserscheinungen auf» getreten, die nach ärztlicher Aussage auf eine verpestete, gesund- heit-schädliche Atmosphäre zurückzuführen find. Es sei nrchls dringender geboten, als in dieser oder jener Weise Abhelfe zu schaffen. Die vollständige Beseitigung des Grabens sei frühes erL innerhalb zwei Jahren zu erhoffen und es sei daher geboten, während dieser Zeit die verderbenden Ausdünstungen unschädlich zu machen Die Raupe de» Uappelspiuner» übt auch an den Pappelbäumen in unserer Stadt, namentlich an den Schwarz» päppeln, welche mit ihren breiten Kronen die Zierde unserer Laubgärten bilden, ihre verheerende Wirkung aus, und überall, DerUner Sonntagsplauderei. ## B.C. Zwischen Regen und Sonnenschein eilt unser Da- ante" Äfikm dahin. Nachdem der letzte Stadtrath von Berlin in EommnMM» enteilt ist und dieses Ereigniß pflicht- ,oslt«tf. �schuldigst in allen Zeitungen bekannt gegeben hat, trösten .gs-Sstv� sich die Zurückgebliebenen, so gut sie können, und wer von r�T dem strömenden Regen noch nicht gänzlich aufgeweicht ist, /sängt Grillen und vertreibt sich die Zeit nach besten fjträften. Inzwischen kommen die ersten Ausflügler schon zurück. ,und der nicht reisende Mensch fühlt sich in seiner ganzen , Erbärmlichkeit, wenn er— wie eS seine Pflicht ist— mit �aufgesperrtem Munde alle» das Schöne vernimmt, waS ein f in der Sommerfrische hätte erleben können. '« Jv? ,natt v°u Kurtaxe, von Promenadenkonzert, M'lch- und Brunnenkuren, und der Weitergereiste keü seltenen Drängen mit einer Geläusig- "L'-riiii- uns nUo fi�orener Badearzt wäre. Da werden r&d J/ erv' t«----: W L. V vrr in iene i»"K s ä eirÄi * ,1 1° fmam* 1«- rfB«ü'Tr X"*""1". Doch so geh«- wa« dem einen die Eule ist, ist dem anderen die Nachtigall, die Aerzte sind von allen Leuten am schwersten zuftreden zu stellen. Ich kenne einen sehr braven und tüchtrgen zungen Arzt- ich schätze ihn natür- lrch zu hoch, um mich von ihm behandeln zu lassen er verfolgte, wre e« sich für sein Metier schickt, den letzten Streit der Aerzte mit lebhaftesten Interesse. Zu einem end- giltigen Ergebniß kam es übrigens auch nicht, der«itns letalis, mit welchem Namen die Herren Medizinmänner jede verpfuschte Kur bezeichnen, stand auch für ihn fest. Da« einzige, wa« er vom Leben erhoffte, war, als der Magistrat kürzlich für verschiedene berühmte Männer Gedenktafeln notirte, daß man auch an seinem Hause eine Tafel mit der Inschrift anbringen möchte:„Hier lebte und würgte Doktor Eisenbart." Etwas andere« kommt schließlich auch für die „berühmteren Kollegen" nicht heraus. Ganz leise und allmälia beginnt sich da« politisch« Leben wieder zu regen. Der Kampf um den sechsten Wahl- krei« entbrennt; die Antisemiten sind mit dem Dr. Förster auf der Bildfläche erschienen. Zehntausend Stimmen wollen die„nationalen" Parteien auf dieses germanische Haupt vereinen; weshalb nicht fünfzigtausend? Borläufig macht Herr Förster noch in Vegetarismus und Thierschutz, zwei Eigenschaften, die Jemanden schon eo ipso zum Nationalhelden stempeln. Herr Förster soll, nm sich für seine Kan- didatenrede zu präparircn. bereits bedeutende Quantitäten von Salat und Selterwasser zu sich genommen haben— bei Fleischftessern, wie wir anderen Leute geschmackvoll ge- nannt werden, wirkt diese Mischung nicht gerade günstig auf den Sprechapparat. Man soll jedoch Niemand in seinem Vergnügen stören. Wir wagten un« auch nur ganz vorsichtiger Weise auf diese« gefährliche Nahrungsgebiet, weil man in diesem Sommer bisher noch nichts von der Cholera hörte. Lassen wir den Doktor Förster daher ruhig bei seinen Stachelbeeren und der„Staatsbürger Zeitung" und seiner Kandidatur— der Durchfall wird bestimmt nicht aus- bleiben. So sehen wir der kommenden Zeit mit ziemlicher Seelenruhe entgegen. Die Fortschrittler haben sich noch gar nicht bemerkbar gemacht; um einen Kandidaten dürsten sie allerdings nicht verlegen sein, und an passenden Empfeh- lungen dürfte e« diesem dann ebenfalls nicht fehlen, wie Vorkommnisse aus der letzten Kommunalwahl beweisen. Man braucht allerdings heute, um ReichStagSabgeordneter zu werden, nicht soviel Eigenschaften zu besitzen, als wenn man um einen einfachen Posten als Stubenmädchen kandi- dirt. Das ist ohne alle Frage wahr, man lese folgendes Inserat: „Als Haushälterin zu einem älteren, gebildeten, Ge« müth und Humor besitzenden, ledigen Herrn(Staatsbeamter a. D.) in München wird ans 1. September gesucht: er« intelligente«, ehrgeiziges, tteueS, unbescholtenes, einfach und häuslich erzogenes, an Ordnung und gründliche Reinlichkeit gewöhntes, flinke«, wahrheitsliebendes, vollkommen gesunde« und von gesunden Eltern abstammendes, katholisches, nicht zu junges, sauberes Mädchen von feineren Manieren, heiterer, ruhiger und guter GemüthSart, welches gutes musikalische» Gehör und die Fähigkeit besitzt, schmackhafte HauSmannS- kost zu kochen und einen feineren Haushalt selbstständig zu führen. Vermögen nicht erforderlich. Verehelichung nicht ausgeschlossen. Humane Behandlung zugesichert. Offerten mit Angabe der Ansprüche und Beilage der Photographie nebst kurzer, aber selbstgeschriebener Biographie, welche ge- wissenhaft retournirt werden, sind erbeten unter u. s. w. Nur Mädchen, welche daS Glück haben, forderten Eigenschaften zu besitzen und gründlichen Nachfrage ruhig entgegensehen sich melden." Zum ersten Male in unserem Leben bedauerten alle oben ge- deshalb einer können, wollen wir beim Lesen dieser Zeilen, daß unS die Natur nicht mit einer einzigen von all' den hier geforderten Eigenschaften geschmückt hat. Wie leicht wäre eS sonst gewesen, StaatSbeamtenwittwe a. D. zu werden!— wo dieser prächtige Baum sonst das Auge durch sein dunkel- grünes Laub erfreute, steht man jetzt die kahl gefreffenen Zweige in die Luft hineinragen. Im Thiergarten, im Jnvalidenpark und besonders auch in dem prächtigen Park des Prinz Albrecht- Palais und der daran grenzenden Baumpflanzungen an der Front der Königgrätzerstrahe und des Gartens des Kriegs- Ministeriums— fie alle bieten einen recht traurigen Anblick. Der weiße Schmetterling dieser Raupe, welcher zu dem Ge- schlecht der Nachtfalter zählt, ist augenblicklich nämlich flügge und umslbwirrt in den Abendstunden und Nachts die Pappel- bäume. Auf ihren nächtlichen„Hochzeitsreisen" durchfliegen die Thiers auch solche Gegenden, wo keine Pappeln aber andere hohe Bäume anzutreffen find. Unter diesen scheinen die präch- (igen Linden des Leipziger Platzes eine besondere Anziehungs- kraft auszuüben. Zahlreich umschwärmen diese weißen Falter Abends nicht nur die Linden, sondern ganz besonders die La» ternen der eleftrischen Beleuchtung, so daß diese oft das An» sehen bieten, als würden fie von dem heftigsten Schneegestöber eingehüllt. Eine besonder« große Anzahl von Kternschnnppen- fiille« wird wieder in den letzten Tagen dieses und der ersten Hälfte des nächsten Monats zu beobachten sein. Der Ausgangs- puntt der Meteore liegt im Sternbild des Perscus(daher der Name„Perseidenschwarm"). Am günstigsten zum Beobachten find die Stunden nach Mitternacht. Keminaristenrache. In einem Seminar stand die Menge der Speisen mit dem Appetit der Zöglinge andauernd in Wider- spruch. Eine direkte Beschwerde wagte niemand und so verfiel man auf folgenden Ausweg. Bei der nächsten Revision be- merkte der Schulrath, daß eine der Bibelstellen an den Wänden des Speisesaales mit dem Hinweis auf Sirach, Kap. 31, V. 13, frisch überklebt war. Man schlug nach und da stand denn: „Und denke nickt, hier ist viel zu freffen." Gl« tollkühves Magniß vollführte, wie der„Anz. für das Havell." mittheilt, vorgestern ein Paffagier des Nachmittags- Schnellzuges der Hamburger Bahn. Trotz der Verwarnungen anderer Fahrgäste, verließ er auf der Strecke zwischen Nauen und Spandau sein Koupce durch die nach der Seite führende Thür und ging auf dem Trittbrett des Waggons entlang bis zu einem anderen Wagen des Zuges. Nach einer Weile lehrte er unversehrt wieder in sein Koupee zurück. Durch eine schon oft arrügte Uuvorstchtlgkeit ist am Donnerstag ein bei dem Portier des Hauses Rosenthaler- straße 51 sich aufhaltendes Mädchen schwer zu Schaden gekom- men. Es nahm in der vierten Nachmittaasstunde, um ein erst eben glimmendes Feuer anzufachen, zur Petroleumflasche seine §uflucht, goß daraus ins Feuer, und die hoch aufflackernden lammen ergriffen die Kleidung und fügten der Unvorfichtigen schwere Brandwunden zu. Die auf die Hilferufe herbeigeeilten Nachbarn löschten das Feuer und sorgten für Ueberführung der Verunglückten nach dem nächsten Krankenhause, wohin fich der Portier ebenfalls begeben mußte, welcher fich bei dem Versuche, die Flammen zu ersticken, beide Hände verbrannt hatte. Ein ähnlicher Unglücksfall trug fich gestern Nachmittag in der Küche eines Wirthsbausts an der Ecke der Friedrich- und Dorotheen- straße beim Absengen von Geflügel zu. Zwei Mädchen hatten eine große Flasche mit Spiritus, den sie zum Absengen benutzt hatten, auf die heiße Kochmaschinc gestellt. Die Flasche zersprang und der entzündete Spiritus ergoß fich über die Körper beider Mädchen, von denen das eine an Armen und Beinen schwere Brandwunden erlitt. Das andere Mädchen trug nur geringe Verletzungen davon und konnte im Hause verbleiben, während ihre Unglücksgenosfin nach der Charitee gebracht wurde. Nur wenig Hoffnung soll vorhanden sein, sie am Leben zu erhalten. Die Feuerwehr fand ber ihrer Ankunft das Feuer bereits ge- löscht. Das avgebliche„Liebesdrama", welches, wie berichtet, fich am Dienstag Morgen in der Wohnung der Zimmerver- mietherin Wilhelmine Z., Friedrichstr. 76, abspielte hat auch einen sehr realen Hintergrund, welcher geeignet ist, die Hand- lungsweise der verwundeten Selbstmörderin in einem bedeutend milderen Lichte erscheinen zu lasten. Der mufikbeflissene Pole Elcvinskv hatte fich nämlich als Sohn sehr reicher Eltern der seiner Wirthin eingeführt und es verstanden, das Herz der 34jährigen Dame dermaßen zu bestricken, daß diese— um ihm über eine vorübergehende Geldverlegenheit hinwegzuhelfen— dre Summe von dreitausend Mark auf Wechsel lieh; zwei Drittel dieses Betrages repräscntirten die Ersparnisse der Zimmer- vermietherin und tausend Mark hatte fie selbst von ihrem jüngeren Bruder geliehen, um dem eleganten jungen Polen aus der Gildklemme zu helfen. Dieser verreiste bald nach der Anzapfung auf einige Wochen und kehtte sodann mit— leeren Taschen zurück. Ein zweiter Versuch, von seiner liebenswürdigen Witthin ein g.ößeres Darlehen zu erhalten, mißlang und fühtte zu erregten Auseinandersetzungen, im Verlauf deren der junge Pole das für Fräul. Z. vernichtende Geständniß ablegte, daß sein Vater ein unbemittelter Beamter und er außer Stande sei, die 3000 M. in absehbarer Zeit zurück zu zahlen. Schrecken und Schmerz über diese Enttäuschung verdunkelten nun den klaren Sinn der Geprellten; anstatt den dreisten Schwindler der Staatsanwaltschaft anzuzeigen, setzte fich die in ihren Hoffnungen Getäuschte hin und schttcd an ihren Bruder, den ihre Leicht- gläubigkeit mit ins Verderben gezogen, fie überlebe diesen Schlag nicht und werde fich dos Leben nehmen. Darauf folgte dann die bereits geschilderte Katasttophe, bei welcher die Verblendete auch den Urheber ibres Unglücks mit verderben wollte.— Uedcr das Vorleben der Dame, welche seit einem Jahrzehnt Zimmer vermiethet, ist nichts nachtheiligcs bekannt. Der Pole Slevinsky indeß, weicher früher bei einem Kaufmann M. wohnte, soll auch hier schon einen ähnlichen Schwindel versucht haben. Wie das „Berl. Tagebl." hört, beabsichtigen die Brüder des Fräul. Z., den geschilderten Thatbestand der Staatsanwaltschaft anzu» zeigen. Auf dem Ktandevamte. Auf einem Standesamte er- schien dieser Tage der Arbeiter M., um eine den Personal- bestand seiner Familie betreffende Meldung zu machen. Mit der an dieser Stelle üblichen Zuvorkommenheit von dem Diener des Standesamtes im Vorzimmer empfangen, antwottete M. auf die an ihn gestellte höfliche Anfrage nach seinem Begehr im höchsten Bewußtsein seiner Würde:„Eene Geburtsanzeige!" Verständnihinvig nickte dcr Beamte, öffnete die Thür eines der angrenzenden Zimmer und ließ M. nach der Meldung:„Eine Geburtsmeldung!" eintreten! M., mit den üblichen Formalitäten durchaus vettraut, schtttt nunmehr ohne Zögern auf den Tisch zu, an dem der Standesbeamte thronte, deponirte seinen Militärpaß, rückte fich einen Stuhl heran, auf den er fich nie» derließ und harrte nun der Dinge, die da kommen sollten. Nachdem die üblichen Vorftagen nach Name, Stand, Wohnung rc. der Ellern erledigt und konstatitt war, daß das Neugeborene ein Kind weiblichen Geschlechts sei, schrstt man zur Feststellung der Namen der jungen Wellbürgenn.„Wie soll das Kind heißen?" ftagte der Standesbeamte im geschäftsmäßigen Tone. —„Gottlieb August Fritze!" lautete dre schnelle und stchere Antwott.— Ein unterdrücktes Kichern wurde seitens der an- wescnden Schreiber hörbar, während der Standesbeamte erstaunt von seinem Bücke aufsah und in verweisendem Tone sagte: „Aber Mann, das find doch k ine Mädchennamen! Wie soll das Kind nun eigentlich heißen?!"—„Ja so! der Junge is een Mächen!" meinte M., fich hinter den Dhren kratzend. „Richtig! det hatte ick man janz veijesscn! Ick hatte mir näm- lich schon so janz uf'n Jungen ingerichtet, det ick mir jar nich an den Jedanken jewöhnen kann, det et een Mächen is. Na denn mag et meinetwegen Heeßen, wo et will."—„Also wie denn nun?" fragte der Standesbeamte ungeduldig, während fich die Heiterkeit seiner Gehilfen bedenklich vermehtte.— Nu, so soll se meinetwejen Aujuste Heeßen, da kann se doch wenigstens Aujust rufm."—„Das wievielte ff man Kind ist es?" fragte der Standesbeamte wetter.—„Det dreizehnte!" erwiderte M. in einem Tone, welcher die bisher mll Mühe unterdrückte Heiterkeit zum vollen Ausdruck kommen ließ. „Ja, ja!" wiederholte M. refignitt. Zwölwe wären ooch jenug jewesen, aber— een Junge noch hätte ooch weiter nischt je- schabt! Aber ick habe et immer jesagt, die 13 is eene Unjlücks- zahl! Na, Morjen, meine Herren! Uf Wiedersehen!"— Mit diesen Motten entfernte fich M, den Schein über die erfolgte Anmeldung in die Tasche schiebend. Draußen überreichte ihm der Amtsdiener höflich den Hut und flüsterte oerständnißvoll: »Ick gratulire!"— M. brückte ihm ebenso veiständnißvoll die Hand und flüsterte ihm beim Fortgehen bedeutsam ins Ohr: „Det nächste Mal mehr!" Do« einer Rangir-Lok-m-twe überfahre». Der Diedenhoferstraße wohnende Angestellte der Lehrter Bahn, der Wagenmeister Emil F. verunglückte gestern Abend, während er seiner Thätigkeit auf dem Lehiter Güterbahnhof oblag, auf schreckliche Art. Mit dem Rangiren mehrerer Güterzüge be- schäftigt, war er eben im Begriff, ein Geleise zu überschreiten, als in der Dunkelheit eine Rangirmaschine daherkam, und F., der nahezu schon vom Geleise herunter war, erfaßte, zu Boden ttß und ihm das linke Bein, wie den linken Arm nahezu vom Rumpfe trennte. Glücklicherweise war Hilfe sofort zur Stelle. Nachdem man die heftig blutenden Wunden nothdurftig ver- Kunden und den Blutverlust gehemmt hatte, erfolgte die Ueber» führung des Aermsten nach einem nahegelegenen Krankenhause. Hier mußte sofort die Amputation der beiden Gliedmaßen vor- genommen werden. Trotz aller Sorgfalt, welche man dem Ver- unglückten widmet, scheint sein Ende nahe bevorstehend. Ertrunken. Als gestern Abend gegen 9 Uhr die letzten Badegäste des Seebades Reinickendorf das Waffer verlassen hatten, ertönten am anderen User des Sees schrille Hilferufe. Der Bademeister stürzte sofott in den bereit stehenden Rettungs- kahn und ruderte nach der Stelle, von welcher die Hilferufe er- schallten. Er erblickte am Ufer ein Mädchen, welcbes nach einer Stelle im See hinwies, wo das heftig bewegte Wasser be- kündete, daß ein Mensch mit den Wellen kämpfte. Der Bade- meister sprang in das Wasser, tauchte unter und erfaßte den Körper einer weiblichen Person, den er ans Ufer zog. In- zwischen war der zufällig im Restaurant anwesende Arzt Dr. Berliner an der Unglücksstelle eingetroffen und nahm Wieder- delebungsversuche vor. Dieselben blieben jedoch erfolglos, der Tod war bereits eingetreten. In der Ertrunkenen wurde ein im Hause Zehdcnickerstr. 2 dienendes Mädchen rekognoszitt. Ob ein Unglücksfall oder Selbstmord vorliegt, ist noch nicht fest- gestellt. Ein gebrochene« Nasenbein trug am vorgestttgen Nach- mittage ein Kahnschiffer, Hermann Purps, infolge Ausgleitcns auf der Ouaimauer am Tegeler See davon. P. war dort damit beschäftigt, Kohlen aus seinem Fahrzeuge auszuladen, hierbei glitt er auf den vom Regen schlüpfrig gewordenen Steinen, während er einen schweren Korb aus Land schaffen wollte, aus und zog fich so beim Fall besagte Verletzung zu. Er wurde nach einem Krankenhause geschafft. Gin Gegnrr de« Kkntspiel». In den„Grenzboten" wird über dre Art, wie das Skatspielen in Deutschland be- trieben wird, Klage geführt. Daffclbe streift, wie der Attikel hervorhebt, nachdem es gar kongreßfäbig geworden ist, den Eharakter einer gelegenttichen harmlosen Unterhaltung mehr und mehr ab und veranlaßt eine unverantwortliche Zeitvergeudung. Die „Grenzboten" finden, daß die Betreibung des Skatspiels ge- radezu zu einer nationalen Gefahr zu werden drohe. Tann heißt es:„Nack meiner Ueberzeuguvg trägt zur Nervosität der Männer der Skat und das durch ihn veranlaßle gewohnheits» mäßige stundenlange Kneipenfitzen, der Ausenthalt in den meist unzureichend gelüfteten, qualmerfüllten Zimmern, ganz ab- gesehen vom Biertrinken mehr bei, als die Last der Berufsarbeit. Alle Stände find von der Arbeit ergriffen. Junge Kaufleute haben karim den letzten Bissen ihrer Mittagsmahlzeit hin- unter, so rufen fie dem Kellner: Abräumen! Skatkartel Die Zeit bis zum Anfang des Nachmittagsdienstes muß doch würdig ausgefüllt werden. Die Soldaten in den Kasernen, die Offiziere in den Kafinos, womit pflegen fie ganz vorzugsweise die Kol- legialität? Mit dem Skat! Wenn in einem Bahnwagen drei Leute zusammenfitzen— nicht lange, so zieht der eine die Karte hervor, und ein Piaid wird über die Knie gebreitet— es wird ein Skät- chen gemacht. Mir ist von einem Gymnafiallehrer glaubwürdig verfichett worden, daß auf den Ausflügen, die Lehrer mit höheren Klassen unternehmen, bei einer längeren Einkehr die Erlaubniß des Skatspulens das sicherste Mittel sei, die Bürschchen davon abzuhalten, daß fie einen regelrechten Kommers in Szene setzen. Ja derselbe Lehrer sagte mir, daß es nicht selten vor- komme, daß die Schüler gleich im Bahnwagen, kaum, daß er die Abfahttsstation verlassen hat, Skat zu dreschen anfangen, wenn der Lehrer nicht rechtzeitig dazwischenfähtt und fie ent- schieden darauf aufmerksam macht, daß dies wohl kaum der Naturgenuß und die Reisefreude sei, um dcretwillen solche Schulreisen von den Behörden und Bahnverwaltungen so bereit- willig unterstützt werden. Und dabei pflege fich, so sagte man uns, herauszustellen, daß fast Niemand in der Klasse sei, der den Skat nicht kenne; die sogenannten Dummen seien sogar meist die gewitzigsten Skatcr.� Die Skatfrage ist für die Ver- Handlungen von der Ueberdürdung der Schuljugend wichtiger, als man denkt. Statistische Erhebungen darüber, wie weit in die unteren Klassen der Skat binabreicht, würden staunenswetthe Ergebnisse zu Tage fördern! Ich kam einmal in ein thünngisches Walddorf, um den Pfarrer zu besuchen. Ich war sehr staubig vom langen Wege, suchte darum erst das recht bescheidene Wittbehaus auf, und wer fitzt, am Sonntag Nachmittag, bei prächtigem Wetter in dem engen niedrigen Witthszimmer? Mein Freund, der Pfarrer, dazu der Lehrer, der Förster und der Schultheiß— am Skattisch!" So der Bekämpfcr des Skats, rn deffen Ausführungen manches beherzigenswcrth ist. polizeibericht. Am 27. d. M. früh wurde auf dem Klosei des Grundstücks Schönholzcrstr. 9 die Leiche eines neu- geborenen Kindes vorgefunden. Da derselben Mund und Nase durch ein Tuch zugebunden waren, so muß angenommen werden, daß das Krnd vorsätzlich getödtet worden ist. Die Ermittelungen find un Gange.— Als gegen Mitlag das Dienstmädchen Metsche rn dem zum Restaurant Weihcnstcphan. Friedrichstr. 150, gchorrgen Kellerraum mit Absengen von Geflügel beschäftigt war, streß es das dazu benutzte, mit brennendem Spiritus ge- wllte Gefäß um, der Spitttus ergoß fich über die Kleider des Madchens und fügte ihm so schwere Brandwunden am ganzen Körper zu, daß es nach der Charitee gebracht werden mußte.— Nachmittags erhängte fich ein Mädchen in seiner Wohnung in der Waffetthotttraße.— Gegen Abend wurde ein Apotheker in seiner Wohnung in der Tanzigerstraße todt vorgefunden. Augenschemlrch hat derselbe Petroleum auf die Dielen gegossen, fich unbcklerdet auf einen Stuhl darüber gesetzt und das Pe- ttoleum durch die herabgewottene Lampe in Brand gesetzt. In dem so entstandenen Qualm ist er erstickt.— Um dieselbe Zeit wurde am Plan-Ufer die Leiche eines 15 Jahre alten Mädchens aus dem Waffer gewgen.- Abends gegen 10 Uhr wurde auf dem Lehrter Guter-Bahnhof der Wagenschieber Futterlieb bi eine Rangirmaschine überfahren. Er erlitt einen Bruch des rechten Armes und beider Unterschenk-l und wurde mittelst Tragkordes nach der Charitee gebracht.— Um dieselbe Zeit fand Bernauerstr. 95 in einer Wohnung ein unbedeutendes �euer statt, welches noch vor Ankunft der Feuerwehr von den Bewohnern geloscht wurde. Grrichts-Zritnng. Der§ 153 der Gewerbeordnung spielt in den Ktt- des Augenblicks ihre Motte nicht abzuwägen no(|& gewantten Redner und kundigen Menschen# �"a vi™ des genannten Paragraphen kein unüberwinblickcsw find alle die. dem schlichten Arbeiter hingegen, der mit seiner, herauszuplatzen pflegt, gelingt es seltener, dieselbevM Schl-s — Der Schmiedegeselle Gustav Löblich• 1 mm## StinÄ« ffÄE � «ÄÄÄ?? Am ÄÄte' Schmiedegesellen vor der Hausthür. Löblich, dies worden, um zr gab dem Lehrling Zehettn den Auftrag, er möge �aden Uebclständei sellen hereinholen, damit fie den Seel verhauen �Hür Mann für d Lehrling ging zwar hinaus, bestellte aber nichts um �nd Briefe t Stehenden kamen auch nicht in die Werkstälte. �e Adresse zu ric ging aber lum Meister, um diesem von dem W'-Joillt find, mir bei Stehenden kamen auch nicht in die Merkstälie geklagten Kenntniß zu geben und der letztere tm�zu sein, ihre Ad aus der Arbeit entlassen.— Löblich giedt zu, M"'@4lo#er, Vettere schickt zu haben, doch sei das nur im scherjh°�( rechvt«r Kerti, schehen; die Drohungen habe er nicht gegen v�ßrfitzenden, wie I Dieser bleibt in seiner Zeugenaussage dabei, daß Werbers, a. H. ihm gedroht habe, muß aber zugeben, daß deist»*. eutsch lands Meister gegenüber erklärte, den Lehrling nur �ortselbst arbeiten zu den Schmiedegesellen gesandt zu haWjrahere in der am Staatsanwalt hält eine Bedrohung im Sin« Her's Lokal, Gri -•—" le versM Um"' insofern für vorliegend, als der Angeklagte Um zahlreiches Seel zur Niederlegung der Arbeit zu veranlassen.?: Robert Sünde tragt er eine Gefängnißstrafe von 3 Wochen, tveMst,« dir Tischler erlittene Untersuchungshatt als verbüßt betrachtet ten! Aus de, Vertheidiger Referendar Blaschkau, welcher Herrn?rieitung werdet Steinau vettritt, paidirt für Freisprechung seines L immer v�Kiuuu uctmu, vuiui" iui tfiaimturuiiB icu'-.-; ji, derselbe den§ 153 der Gewerbeordnung nicht nsruf�ueaen zu untei Versuch, jemanden zur Niederlegung der Arbcä�h stm, den Strei aber nicht strafbar sei.— Der Gerichtshof—® ml"*? gerichtsdirektor B.ausewcttcr— erkannte auf schu�Mmtlichen Arbeit Hcuwisviicwvt otuuitwcuvi— muumt uus. r r,. vv der Anklage; außerdem habe fich der Angeklagte%' emtgc In des S trafgesetzbuches vergangen. Mit Rücksich��dles vornehmlich usftanbe bef Theil in dieser -tretkenden untero «n trotzdem noch v '>rei Firmen Blol lken's Schiffs ihren Arbeitern Blohm u. Voß für ihre ge sterarbeiter, und den pomme en. Diesen Leust ie gezahlt, wiewoh ie verlangt haben. rarbeiter nur zu dt werden, abei 'e mäßigen For Da der Ausst vuern kann, mü :en ein Theil sc ein sehr gemeingefährliches Unternehmen sei, � gedachte Handlungen zur Niederlegung der Arbedf Ksmretben, habe der Gerichtshof eine 6wöchenlliche Gefängt"*- usstande I gemessen erachtet, von der 3 Wochen durch die suchungshaft als verbüßt betrachtet wurden. Vcrurtheilten wurde derselbe vorläufig aus lassen. Anf fahrlässige Tödtnng lautete die fich gegen die Plätterin Frau P. ttchtete und vierten Strafkammer zur Verhandlung gelangte. sollte nach der Anklage ihren vier Wochen al'' Nacht vom 26. zum 27. April d. I. mit ein bett derartig zugedeckt haben, daß das Kind in genügender Weise zu athmen und ins- Iz( mußte. Die Angeklagte erklärt den Vorgang, Sie habe fich am 27. April gegen 10 Uhr n>>> Bett begeben, nachdem dasselbe von ihr vorhel. sättigt worden war. Morgens gegen halb 7 Uor auf und kleidete fich an. Da das Kind fich nickt st fie es schlafend und beschloß deshalb, zunächst ,, zubolen. Als fie kurz vor 8 Uhr nach dem...... hoi FfcMtitm Stofolkr*« JtlCIl so lauge 1 fie es auch weit . ße Firma von den geforderten imtliche Schiff- en drei genann igenfinn der! � �_________ �____ ndern, den Ar! nicht stritte entgegen.— Dcr Staatsamvast 8a der Bekundungen der Sachverständigen Vre Kiemlich r Angeklagten, auf welche der Gerichtshof auch el-�fttstandig befnedl Die Verhandlung wegen«nbefugtei, aus Anlaß des letzten Schuhmacherstreiks findet»! 12% Uhr vor dem hiestgen Schöffengericht, Saal 10 parterre, statt. Di« Verhandlung gegen den Kauft über welche wir in unserer gestrigen Numwet hält insofern einen Jrithum, als der Genannte dort heißt, wieder in die Untersuchungshaft � vielmehr auf Antrag seines RechtsanwaU»- schneider, sofott und ohne Kaution aus der worden ist. bei kleinen Kindem, weil dieselben schwieen Sachverständigen Dr. Mittenzweig und M». Long geben die Möglichkeit zu, daß der* andere Ursache herbeigeführt sein'°nne' Befund bei der Obduktion auf Erstickung Das Kind habe augenscheinlich auch am Mapn und infolge deffen Krämpfe gehabt, denen# Das Ergebniß der Obduktion stehe der letz, � sei. die Kollegen nzutreten. Vor und auch die uchen, nicht eher erheirathcte und gebracht haben.£ Ii; n die materielle »n Kampf unk �.en haben wir vic Stützungen haben a und jetzt find n nicht gerne. bayrischen Jäger bataillon, der in seiner Heu"� l- en an ........................._. nun« J0 stnd neukirchcn"früher als Knecht arbeitete davon" solle v. I. zum Dienste eingereiht wurde. Das LI w,™ Militärdienst scheinen ihm nicht gefallen , bezahlen. E- Herbergswitth marpie I einem iuigiauen yieruoer wiror--�,. tg wir vielen Ma gegenüber in verschiedenen Aeußerungen Möglich, diesen Po! schließen lassen, daß er dcadficktigte, fick"""st,«?«» frfmn- machte seinem Mißfallen hierüber wiederholt�' � wir diesen Ma '% 9 Hause seiner Eltern hieb�er sich am 26. __ tigte, fick 7' 5(11 in schon leichter f machen. Am 24. Dezember v. I. wurde er u Wir ersuck urlaub auf drei Tage in seine Heimath�entm���ndsten Roth uns Vmnr icmci»unn U«"" mu um seiner Abreife mit einem Beile das obere Gm. feiner reckten Hand radikal ab und Verletzung wieder bei seinem Bataruo fünf Wochen im Lazareth zu und wur tauglich zum Landsturm 1. Aufgebotes cm aber Untersuchung gegen ihn wegen Sest,'' m geleitet. Er gab heute vor dem MililärdezrrtW� fich einen Gewihrwischer machen wollen, 0 cn-, der linken Hand geführt und mit der reckte.�, Bs diese Summe en. Das Geld, 't befindlichen e? weg. Außer lUk kein sogenannter„Linkser" sei, sondern all � rechten Hand verrichte und daß er fick � w"'! Abficht beibrachte, um vom Militär loszu � j schworenen bejahten die Schuldfrage uno j# Jahren Gefängniß und Versetzung in die 5 verurthellt. Soziales nnk Arbeitet� Maurer Kerlin»! Es ist Euch bekam/ öffentliche Versammlung in der„T o n h � unerklärlichen Veranlassung auf Grund � i aufgelöst wurde. Undcfannt aber durfte� M- nochmals. Kollc t uns. g bef können. Mit stand des Verb PZig. Die„ ickergehilfen, en! jten Notiz aus L Me für ihn Wie sämmtlic! «den, bat die aus Anlaß de 'auslasse ge te. TÄ ' ÄÄ et-hebltch einges min zehn tung des Wintergattens deshalb gcst dieser Angabe zweifeln wir nun goff°.,iell yLK 1"mtut sicherten uns die mit der Beleuchtung.tt'st�t Geschäfts daß es fich in der That nur um eine Au- � Je st e n s Refervemaschinen dereit gestanden hm„ �qd. solche Vorkommnisse gewöhnt. DÄ so uttst, ü1 Kollegen abhalten, an der Durchfühm& im Rahmen des Gesetzes haltenden o0 atcögen Renschen überwino! mit sein» ncr, -jiu� sei noch darauf aufmerksam gemacht, daß fich das tsbureau nach wie vor Beuthstr. 10 bei Schulze befindet. stnd alle die Arbeitseinstellung betreffenden Mitthei- zu richten. dt« Schlosser und Maschinenvauarbriter «. Kollegen! Die Streiks der Maschinenbauarbeiter in v«�„>1 axMv. ovuutaeni wutu» uci-y»wiujn»viivMMWfcv».»%vv... yJi ZwUlschweig und der Maschinen- und Bauschlosser Hamburgs Dt Ott i- V.------ iL V,,,� O'rtflöAöM rofiiTf ATIAÄ tCr 6 des Opfermuthes der dortigen Kollegen resultatlös folgender Der Streik der Werftarbeiter des«Vulkan" hat nur mit dem Reih und : beschloß ntschluß outl um auch ihm aber zu seinem Konzessionen für die Arbeiter gebracht, und schon wieder größerer Streik im Gange. Es streiken die Näh- nbauarbeiter in Saalfelv in Thüringen. Wie steht es uns aus? Die zwei letzten öffentlichen Versammlungen loffer und Berufsgenoffen Berlins konstatiren eine erschreckende Arbeitslostgkeit unter den hiesigen Kollegen. dies die Marksteine, die dm Stand der Lebenshaltung .loffer und Maschinenbauarbeiter Deutschlands bezeichnen. diese Zustande noch weiter einreißen? Ich sage nein. #### ..nc Adresse zu richten. Ebenso bitte ich alle Kollegen, ,n dem Aust�Mt find, mir bei der Agitation für einen Kongreß be- - letztere®u)j|u sein, ihre Adresse an mich einsenden zu wollen. Karl liebt zu, d»'Schlosser. Vetreranenstr. 10, H. IV._., im schcrzhaNprchoter Kerlin», Achtung! Wegen Maßregelung ickt gegen vm«fitzenden, wie des Kasstrers der O r t s v e r w a l t u n g dabei, daß iAe r b e r g, a. tz. der»Vereinigung b er D re ch s- daß dell�. eutschlands" seitens der Fabrikanten, haben sammt- ekrlina nur nortselbst arbeitende Drechsler die Arbeit eingestellt.— ,u haix� aähere in der am Montag, den 30. Juli, Abends 8 Uhr, im Sinn« foet's Lokal, Grüner Weg 29, stattfindenden Versamm- «.naate versus Um zahlreiches Erscheinen ersucht im Auftrage des Vor- Vranlassem V. Robert sündermann. Ä n dir Tischt«» D«utschland». Kollegen! Arbeiter! , chtst Yen! Aus dm Versammlunasberichten der„Neuen cntit»tzntunft" werdet Ihr wohl ersehen haben, daß die Zahl r�nes ü�treikenden immer mehr abnimmt, so daß wir jetzt nur noch „-ii�olleaen zu unterstützen haben. Voraussichtlich wird es mchcii fh sein, den Streik in nächster Woche für beendet erklären J?"t NoMnen. Mit wenigen Ausnahmen sind unsere Forderungen %°L,f fAiilWimmtlidim Arbeitgebern anerkannt worden. Die Unter- n»«Ä«ateatiWaben einige Jnnungsmcister allerdings nicht geleistet; ? I�dics vornehmlich der Gleichgiltigkeit der Kollegen und auch AM in den Werkstätten weiter arbeitenden Verbandsmit- 112* i'irhcit(P zuzuschreiben. Mit denjenigen Werkstätten, die sich 8 �„ifm Ausstände befinden, wird wohl eine Regelung zum Therl in dieser Woche stattfinden, so daß die Mehrzahl Streikenden untergebracht wird. Eine ziemliche Anzahl «e trotzdem noch von den Schiffstischlern zurückbleiben, da ';rei Firmen B l o h m und Voß, Reiher st ieg und � � �, Schiffswerft ein Kartell geschlossen haben, Arbeitern nichts zu bewilligen. Der Firma u. Voß ist es gelungen, sich zum Theil .ihre geschulten Arbeiter durch sogenannte müssen(die Unterstützung für Wittwen und Waisen bedingt sechsjährige Geschäftsihätigkeit), so daß fich die Stiftung im Großen und Ganzen nicht viel mehr als eine Gewährung von Almosen charakterifirt, wenigstens aber das Aufheben und die Bedeutung nicht verdient, welche in der Oeffentlichkeit der Sache gegeben wird, denn gerade in der genannten Druckerei giebt essehr fühlbare Uebelstände, hauptsächlich technischer Natur, deren Beseitigung für das g e s a m m t e Personal eine weit größere Wohlthat wäre. Vereine nnd Uersamminnse». Di« vom Fachverei» der Kattlrr zu Sonnabend ein- berufene Versammlung mit der Tagesordnung: Entstehung und Werth der sittlichen Gefühle, Referent Herr Dr. B. Wille, wurde polizeilich versagt. Motive für Untersagung der Ver- sammlung wurden nicht angegeben. Relseu»trrstützu»g»v«rba«d d«r Sch»«id«r und Be- rufsgenoffen. Mitgliederversammlung am Montag, den 30. Juli, Abends 8 Uhr, in den„Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Statutenberatbung. Am Dienstag, den 31. d., findet eine Herrenpartie nach Wannsee statt. Treffpunkt Mittags 1 Uhr Bahnhof Friedrichstraße. Zentral-Kranken- nnd Sterbekass« der TischUr rc. E. H. 3 Hamburg. O ertliche Verwaltung„Berlin F." Heute Sonntag, Vormittags 11 Uhr, Brunnenstr. 34, früher Bettln: Versammlung. Tagesordnung: Rechenschaftsbericht vom 2. Quartal und verschiedene Kassenangelegenheiten.— Die örtliche Verwaltungstelle„Berlin E." hält morgen, Montag, Abends 8% Uhr, im Wedding-Restaurant, Müllerstr. 178, eine Mitgliederversammlung ab. Tagesordnung: 1. Vierteljahres» bericht vom 2. Quartal. 2. Verschiedenes. Di- allgemeine Stuhlarbeiter-Nereinigung Kerlin» begeht ihr diesjähriges Stiftungsfest Sonntag, den 2. Sepibr., mit einer Dampferpartie nach Schmöckwitz. Um den Mitgliedern und ihren Familien die Thellnahme zu ermöglichen, wird den» selben freie Fahrt gewährt. Billeis dazu müssen bis zum 20. August gegen Vorlegung des Mitgliedsbuches in der Ver- sammlung oder bei den Vorstandsmitgliedern Herren Engel- Hardt, Mariendorferstraße 17, und Bruno Scholz, Kreutziger- straße 1, entgegen genommen werden.(Siehe Versammlungs- anzeige.) G«ff«ittlich< Westen Kerllna der Zimmerlent« dr» Mittwoch, den 1. August, Versammlung �-------- und Umgegend Abends 3-i Uhr, im„Kömgshof", Bülowstr. 37 40. Tagesordnung: Die Uebelstände unseres Berufs inbetreff des Lohnes und der Arbeitszeit, und wie sind dieselben zu beseitigen. Es ist Pflicht eines jeden Kameraden, pünkllich zu erscheinen. V-r-inlgnng d«r Drrchslrr Deutschland«, Orts- Verwaltung Berlin EI(für den Ost- und Nordbezirl Berlins). Versammlung am Montag, den 30. Juli, Abends 8 Uhr, in Säger's Lokal, Grüner Weg 29. Tagesordnung: 1. Vortrag und Diskussion über:„Die Lohn- und Arbeitsverhältnisse d-c Werkstätten, in welchen Spezialattikel angefertigt werden." 2. Verschiedenes und Fragekasten. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste haben Zutritt.— Der Arbeitsnachweis befindet sich bei ,e Gcfängn durch die. urden. ufig aus utcte die tete und gelangte ochen all mit ei: < Kind ld ins! lgi, Vorgang. l) Udr in» halb TUdr' > sich nickt!. -fragen fr en: ihren Arbeitern ohm p 1 VIT,-- O"....-WTWMf I V» VV*» MU V sterarbeiter, wie sie sich aus den Herbergen zur Hei- und den pommerschen tzinterdörferu vorfinden, zu ver- cn. Diesen Leuten wird ein Lohn bis zu M. 26 die e gezahlt, wiewohl die geschulten Arbeiter nur M. 24 pro verlangt haben. Allerdings können diese sogenannten rarbeiter nur zu den nothwendigsten Reparaturarbeiten dt werden, aber was macht es, wenn ein Kapitalist nur e mäßigen Forderungen seiner Arbeiter zu bewilligen Da der Ausstand auf diesen drei Werften wohl noch auern kann, müssen wir es möglich machen, diese Leute, »en ein Theil schon in anderen Werkstätten Arbeit ge- hat, auch noch unterzubringen und über diese vorhin 5. Ziehung der 4. Klasse 178. Königl. Preuh. Lotterie. Ziehung vom 2S. Juli 1888, Vormitta«?. Nur die Gewinne Uder 2U» Muri sind den betreffende» Nummern „ in Parenthese beigefügt. (Ohne Gewähr.) 84 141 83 252 63 331 98 414 39 86 515 42 59 826 99 1 008[30001 177 226 399 478 81 711 821*052 57 148 235 62 13001 65 331 459 537 62 602 19001 822 62 906 3089 168 218 53 15001 68 60 65 331 482 572 622 91 731 930 53[300] 4177 279[15001 323 433 89 528 696 715 5049 216 328 38 094 716 801 4 00[3001 0005 140 275 485 511 707 835 984 7067 298 400 81 450 79 500 622 76 738 882 8112 200 77 541 76 808 62 910 17«257 436 558 751 74 945 64 10193 215[300] 73 94 327 37 553 618 891 1 1050 93 156 227 [3000] 63 305 567 774 77 825 I 2051 290 394 422 579 89 634 808 71 915 47 I»023 167 277[3001 310 533 712 98 816 03 900 80 1 4082 104 70 214 40[300] 349 577 87 642[30001 69 96 790 868 70 72 1 5071[50001 121 55 514 36 55 76 652 822 931 1 6274 13001 77 95 319 58 434 599 723 8.80 906 50 I 7024 98(500) 214 47 72 73 643 55 765 96 130001 899 1*004 81 322 52 554 79 90 779 871 76 1»064 159 322 686 762 63 68 oob[loOOl ««077 129 288 3G0 479 528 46 681 721 879 900 83[15001 95«1219 344 555 600 59[5001 830 907 67 2*188 299 317 401 34 649 715 37 91 824 916 30 81 2 3018 28 160 245(30001 47 96 326 89 515 664 766 868 5W 645J,5OOL710[5Wj MK'uär 671 755 73 960 99 , 416 3.3 557 642 791 893 95 906»1011 207 24[500] 79 492 gwisoeortt 858 973»2088 146 455 519 76 92 785 874 79------ 231 62 349 657-"-—----"weg;».> »-5183 203 14 735*52™ � 71 849 925 56'"»»002*109" 221 321[500] 675 76 ~ 4V024 ISOOl 91 115 341 71 406 96 531 36 677 949 41076 365 537 *03 947 58 4*216 389 597 734 842 950 59 77 93 97 4 3062 271 91 391 624 34 677 754 861 79 900 4 4 073 337 525 42 53 638 40 826 961 1300) tmßO 50 247 63 74 341 15001 67 486[3001 663 605[15001 736[3001 � 971 98 4«066 77 195 325 30 466 640 49 783 827 4 7137 295 500 321 08 720 38 888 957 4*361 627 690[3001 746 986-------- »«»r«»ma T 85« IlSOOu'�e�öOl 660 M TOllsfö�? 862" 10*121 46 25�4 73 463 627 53 69 798 983 11500] 93 1 03216 27 492 595 654 744 47 55 975 10 4008 15001 15 209 64 405[300] 16 84 586 697 769 977 1 05066 128 37 247 58 66 79[300] 448 652 53 610 811 469 21 49 1 06061 213 21 302 36 023 32 711 42 823 926[10000] 1 07069[3001 517 734 63 96 1 0*013 234 43 405 7 52 71 603 8 760 894 10»018 407 17 53 510 98 925 81 95 1 1 0032 36 49 62 166 377 567 675 91 818[800] 111005 6 45 166 265 348 521 23 36 652 702 78[300] 941 49 1 1*066 157 515 51 87[30001 614 45 839 927 28[3000] 97 1 1 3079 219 70 305 476 637 763 80 842 74 903 114128 51 374 419 90 606 866 914 54 59 1 1 5239 348 49 448[500] 585 86 654 756 83 933 57 11«019 283 625[300] 31 32 667 866 77 909 am#!—' 1*0040 121 656 700 40 878 947 1 21034 101 71 91 426 31[15001 49 563 983 99 1**057 79 198 297 425 72 566 642 837 1*3099 207 45 .........""M"" tf" 1*4008 175 290 91 »11 1*0049 59 134 *7015 161 399 666 33130 ,2 58 677 848 72 711 44 846[3000] 751[50001 828 30 76 903 661 763 83 808 903 31 62 I 3111 1>0 2»9 796 940 1**003 169 277 367 450 57 82 92[500] 515 614 3 34 I*»002 64 170 84 86 403 94[1500] 562 1 31032 202[500] 409 705[10000] 939[15001 4»257 85 [3000] 97 268 85 375 451 77 : 54072 303 13 77 471 521 '• iiVi 4' � vuwvöuwfcvuucii uuu uoei oieie ootqin das Kten Platze die Sperre zu verhängen. Haben fich Einzelne iUPtl. 10 lanoe Htit licn �VTfllftpmrhriitorti CM 1 vaw«» V4vi vvvvfc,kv" QClOCn 1 s�immtliche Schiffstischlereien und kleinen Werften bewilligt. � emaaeiist�en drei genannten Firmen ist es nur der Stolz und genfinn der dabei interesstrten Großkapitalisten, die Indern, den Arbeitern den für die hiesigen Verhältnisse 0- ri'tnjjitlTn Lohn zu garantiren. Wenn nun auch der Streik 11 i«» sWT Ende ziemlich nahe ist und wir im allgemeinen einen 1C" cM,M>ändig befriedigenden Abschluß erreicht haben, so müssen 0; t�Pch Die Kollegen in Deutschland bitten, auch ferner für zutreten. Vor allen Dingen ist der Zuzug fern zu und auch die von hier abgereisten Mitglieder möchten '' Suchen, nicht eher nach hier zu kommen, bis wir sämmt- .„/»«�erheirathete und noch im Kampfe befindlichen Kollegen n KiCebiocht haben. Leider gebietet uns die dringende Roth, Ruw«ei We materielle Hilfe der Kollegen zu appelliren. Durch Gengnn�Mngen Kampf und die große Zahl der zu unterstützenden .en haben wir viele Verbindlichkeiten eingehen müssen. An tutzungen haben wir bis heute etwa 80 000 M. ausge- und jetzt find noch jede Woche fast 2000 M. erforderlich. («S-vU«- f--- c*> r---- I en so lange mit den Musterarbeltern behplfen, dann fic es auch welter versuchen. Zu bemerken ist noch, datz |e Firma von Jansen(Schmlllnsky) ihren Arbeitern den geforderten Lohn bewilligt hat, des Ferneren haben »J—— v«......- am 3% he dtt »WWU.„ WWWWWW 5*073 629[1500] 84 ««002 29 33 221 333 89 600 6 85 625 829 940 49[15001«1023 132 90 341 461 70 633 640[16001 980 99«*066 233 41 377 492 552 ".*066 143 303 419 65 878«4016 127 57 204[500] 44 343 471 921 64 «1 611 45[3000] 83 780 881*4010 184[5001 130001 44.352.448.761 949*«07�182 585 682 712 75 929*7042 319 550 662 28 561 734 816 900 IUI »befugt« iks findA zerichi, 76 427�82%X)]�96 618%%ll300�W 9�0% 39�5(7 tö 80165 291 356 t WJt MtMW\JOL U I w t/mj i___________ 817 4-i 64 970012 115001 48 76 105 81 216 72 350' 116 13001 WO 27 30 642 Warnrnwa «MKMASNtMZSWNK» 90 1*8001 10 128 48M W 2:»l97 3lT 47 J15001 469[500] 519 40 689 774 m«UM» 66 84 459 589 609 46 1**048 249 420 26 69 594 659 78 750 1*0019 Äfi iL*,,-,----—-�r i vvv s u 1 4 ww vv] WWVViUjl- _«ng» bWd aber unsere Reserven vollständig verbraucht; hier am n tatst von den anderen Gewerkschaften wenig mehr zu er- tt®5.|Litl),, 1 und so find wir auf uns selbst und die Hilfe unserer n« Hem � Ken Kollegen angewiesen. Unsere Schuldenlast beträgt et*"? Vcrz� M., davon sollen, oder richtiger, müssen wir zum 5. Aug. Tas ßgdiW. bezahlen. Es ist dies ein auf Wechsel für uns durch (Ohn« Gkwähr.) NKMHUMWMWHMH . nw- i— vxes ein öut yui uns outet) allen rrW.st Herbergswirth aufgenommener Posten und können und eDeihos fA wir diesen Mann nicht im Stiche lassen. Ist es uns igen Lm' xi-töglich, diesen Posten zu decken, dann werden wir mit dem fick oPfwn'-n schon leichter fertig, da der Rest von 15 000 M. nicht rde er w«gt. Wir ersuchen daher unsere Kollegen, letzt in der ath ruÄ,.�ibindsten Roth uns auch noch beizustehen und uns behilflich r 26-.rfV'X diese Summe zu dem festgesetzten Termin zusammen« zere gen. Das Geld, welches wir hier durch die Beiträge der und.�Meit befindlichen Kollegen aufbringen, geht für Unter- BataUtod Jlgen weg. Außerdem ist ein großer Theil von Kollegen nd ir>ur„„ ivrozeffen beglückt worden, die auch bedeutende Geldlosten ztes cntt�.Mmen. Sobald wir im Stande find, unseren eingegangenen ' �bstv�MMungen nachzukommen, wird auch unsere Organisatwn mms rstand des Verbandsverems der Tischler Hamburgs. d°s Organ der hiefigen ckergehilfen, enthalt zu der in unserer vorgestrigen Nummer in�Noti; aus Leipzig, wonach-in- Tri,™ aono sm K en aiouz aus L e i p z i g, wonach eine Firma 3000 M. : Kasse für ihre Arbeiter gegeben hat, folgendes Em- 1; Wie sämmtliche hiesige Tageszeitungen entsprechend be- KÄ ÄfAS ÄÄb'ÄSrÄ welche laut Stiftungsurkunde len u""~ Snb'bir«'?««nrerflutzuna gewähren n« eines Kapitals von 3000 M.. welches Unterstützung -'sen eines K �?.n�.iiiiungstage vermehrt werden est ifl» Ausflug m ......... vuiuuun uro abgesehen von den winzig beschrankten Mitteln, schon erheblich eingeschränkt, daß zu unlerstustende Angehörige 236 368 419 80 587 624 69 732 814 53 998 OUMGWMMß 62 65 2 7081 88 188 234 318 31 47o 607 23 634[3001 96 814 960 2*242 WWWWMZ-SMMW WWWW ««009 23 171 371 84 444 612 18 42 729 91 880 88 980« 7027 122 13000] «MLWMSMSWWLÄ BIO 930 7*216 41 448 52 502 28[3000] 61 705 857 937 7 8084(15001 236 334 524 762[3000] 849 935 7 4040 53 287 89[500! 334 82 90 622 47 49 615 938 7 5184 200 58 369 665 620 45 708 873 920 62 7 6160 420 74 687 612 38 767 819 20 41 69 79 7 7176 283[3000] 333 437 541 869[löOOi 939 52 57 7*363 93 480 84[3000] 864 927 7»037 139 208 364 459[1500] 566 786 800 29 965 *«003 71[300] 124[3000] 237 98 316 452[3000] 89 622 67 766 898 8 1 226 312 34 77 438 73 901**085 121 32 97 246 396 440 555 607 712 *3145 94 217 347 481 93 99 511 672 844 953 83 91*4062 272 98 341 M � M 7W�7%*2 w*01 � «liiiii* «WMWMB 71» 78 835 38 1I«035 82 150 59 92 95 211 300 716 51 76 1170,14 152 230 374 99 415 34 39 69 661 766 816 906 52 11*017 251 382 88 421 91 548 622[300] 45 69 775 91 l I»050 102 76 305 446 58 593 772 801 1*0106 312 419 84 534 36 39 78 649 57 58 743[15001 64 828 1*1009 168 429[300] 70 90 653 81 69) 92 754[3000] 939 1**104 52 238 345 69 478 690 817 22 73 1*8003 319 439 69 504 662 711 852 70 905 6& 1500) 1*4044 280 81 343 483 622 73 771 78 1*5267 341 401 25 9« 502 28 686[300] 715[5001 1*0159 74 417 36 562 115001 743 73 993. 1*7064 105 9 203 343 49 494 516 29 92 864 911 I**182 202 790 883. 922 39 1500] 90 1*0052 342 499 505[5000] 40 793 819 30 48 73 90 948 65 iaO035 409 43 529 731 36 828[300] 916 36 53 1 31102 525 85 884 138130 232 317 39 408 631 616 38 40 45 916 81 133073 108 81 261 77 487 796[3000] 819 65 92 907 48 184079 127 33 223 95 644 46 751 881 926 54 1 3all5 65 271 452 68 501 11 53 670 744 907 1 30037 335 49 601 768 950 1 8 7022[1500] 450 80 502 695 714 847 902 1 3*041 438 98 583 742 915 1 38021 65[30001 115 94 257 329 401 48 54[30001 511 65 81 615 762 821 37 46 906* 1 40059 345 63 439 49 571 857 936 66 1 41098 125 71 277 95 309 18 80 405 677 732 1 4*007[5001 44[500] 228 34 45 366 77 405[5001 78 508 652 83 785 800 11[15001 23[1500] 906 14 3092 116 49 289 313 455 855 917 1 44175 229 320 56 509 50 655 773 875 1 4 5076 253 82 365 427 32 57 573 701 838 1 40008[300] 91 631 81 750 67 927 1 4 7046 75 185 209 365 439 576 806 911 95 1 4*041 149[1500] 79 255 308 10 70 566 91 634 78 742 870 903 9 1 4»113 38 82 305 70 413 544 71 671 780 881 93 964[1500] 150127 230 327 93 603[5001 23 702 97 870 975 93[500] 1 51125 85 272 385[300] 439 45 67 528 64 662 99 703 980 15*049 127 318 29 446 517 28 88 92 821 158077 165 211 35 424 38 703 35 933 1 5 4 02* 81 182 224[500] 321 457 62 79 514[15001 82 656 844 997 1 55154 60 213 21 315 683 786 1 50274 341 46[3000] 404 740 809 1 57 061 227 (3000) 327 78 446 504 51 64 89 655 73 96 801 32 65 15*001 196 98 260 343 45 481 603 10 738 816 15V129 78 201 343 771 827 100216 463 66 514 642 763 809 28 38 64 74 1 01118 59 266 96 495 539 48 612 35 55 10*052 94[3000] 131 70 285 317 70 636 89 817 71 946 1 03010[500] 81 603 1 04034 40 202 519[15001 609 32 743 1«5018 186 293[1500] 309 459 62 75 80 896[1500] 100049 65 241 76 320 612 13 17 81 742 923 107159 233 68 324 32 471[300] 568 670 729 825 49 89 912 29 10*079 85 145 234 333 508 31 634 711 25 37 73 829 [600] 933 97 10U029 93 138 865 85 428 642 704 90 858 79 976 1 70000 85 128 225 48 83 525 686 762 934 1 71 112 308 695 763 79 86 808 1 7*071 267 460 631 866 1 73062 74 262 87 482 97 699 1 74102 723[1500] 17 5009 23 81 161 295 365 71 403 8 54 582 663 751 818 59 170045[300] 225 97 309 463 97 542 600[30001 71 72 941 177007 305 606 54 630 36 76 90 868 1 7*177 205 435 516 646 69 711 24 78 807 1 70040 72 94[3001 256 374 76 97 502 58 727 837 988* 1*«003 165 250 76 403 80 648 88 798 806 34 96 97 912 1*108» 296[5000] BIS[30001 676 730 808 1 8*336 432 33 76 678 882 996 1*3046 194 391 494 533 67 657 808 26 1*4000 7 55 115 19 523 28 55 1*5028 87 96 109 446 596 740 96 1*«029 36 126 295 304 49 485[30* t 01.80 677 743 44 829 955 1*7040 239 67 325 416 38 60 75 943 54 84 9 m 1 8*033 237[3000] 51 514 630 766 86 813 32 931 45 1*0056 183 [3000] 241 97 411 71 50o 15 830 36 76 ?orveru" Winzer, Raunvnsir. 78 pari. — Die Zahlstellen AdresteNausgabe daselbst zu jeder befinden fich für dm Ostbezirk: Lange str. 34 im Lokal; für den Nordbezirl: Kleine Hamburger- „mh n?Jfnffr«rftrrt&£»n h« WHfrfinm Titffplhpn ftnh ieden und"Eisasserstraßen- Ecke bei Witschow. Dieselben find jeden Sonnabend Abends von 8—10 Uhr geöffnet. Merdaud deutscher Zimmerleute» Lokalverband„Berlin Zentnim". Generalversammlung am Dienstag, den 31. Juli, Abends 8t Uhr, Kommandantenstr. 71—72. Tagesordnung: 1. Abrechnung. 2, Neuwahl des Vorstandes. 3. Verschiedenes und Jragekasten. Allgemeine Stuhlarbeiter-Nereinigung. Versammlung Montag, Abends 8 Uhr,Weberstr.l7. Tagesordnung: Innere Vereinsangelegenheiten. Die Billets für die am 2. September nach Schmöckwitz stattfindende Dampferpartie gelangen zur Ausgabe. Keiseuuterstutzuugsverbaud der Schneider und Be- rufsgcnossen. Montag, den 30. d. M., Abends 8 Ubr, Versammlung Kommandantenstr. 20. Tagesordnung: Statuten- beratbung.— Dienstag, dm 31. Juli, Herrenpartie nach Wann- see. Treffpunkt Bahnhof Jriedrichstraße, Mittag 1 Uhr. Der Verein der Modelltischler hält am Montag um 8 Uhr im Restaurant, Ackerstr. 144, seine Versammlung ab. Die Tagesordnung lautet: 1. Verschiedene Vereinsangclegen- heitm. 2. Fragekasten. Der Arbeitsnachweis des Vereins be« findet fich bei W. Röde, Jeldstr. 9 II, vorn. «iue von dem Manrer F. Huth zu Montag, den 30., Abends, nach dem Konzerthause„Sanssouci", Kottbuser- straffe 4a, einberufme öffentliche Maurer- Versammlung mit folgmder Tagesordnung: 1. Auf welche Weise ist es möglich, den partiellen Streik am günstigsten durchzuführen, 2) Weitere Berichterstattung über die Lage ves partiellen Streiks, 3. Ver- schiedenes, wurde polizeilich untersagt. F-richtigung. Tie zu gestern annonzirte Versammlung des„Vereins der Parquetbodenleger", findet am Montag, den 30. d. M. statt. Tagesordnung siehe in Nr. 174. T«rn- und gesellig« Vereine am Sonntag. Lübeck'scher Tumvercin(2. Lehrlingsadtheilung) Abends 6 Uhr Elisabeth- straffe 57—58.— Tumverein„Wedving"(2. Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Pankstr. 9.— Turnverein«Froh und Frei" (Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Bergslr. 57. Gesang-, Tnrn-«nd gesellige Vereine etc. am Montag. Männeraesangverein„Freinmth" Abends 8t Uhr im Restaurant Lehmann, Naunynstraffe 44.— Gesangverein„Sänger- luft" Abends 9 Uhr im Restaurant, Landsbergerstraffe 80. — Männergesangverein„Weiße Rose" Abends 9 Uhr im Re- staurant Kleine, Gerichtsstr. 10.— Männergesangverein„Eintracht 1" Abends 9 Uhr Köpnickerstr. 68, im Restaurant.— G.sangverein„Echo 1872" Abends 9 Uhr Orammstr. 190.— Männergesangverein„Firmitas". Abends 9 Uhr bei Wolff u. Krüger, Skolitzerftr. 126, Gesang und Musik.— Turnverein„Hasenhaide"(Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr Dieffmbachstr. 60—61.—„Berliner Turngenoffenschaft" (7. Lehrlingsabtbeilung) Abends 8 Uhr in der städt. Tum- Kalle, Blitzerstr. 17—18;— desgl. 6. Männerabtheilung Abends 3 Uhr in der städtischen Tumhalle, Gubcnerstr. 51.— Lübeckscher Turnverein(Männerabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabeth- straffe 57—58.— Verein ehemaliger Schüler der Vll. Ge> meindcschule Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Linden- straffe 106.—„Friedrichs-Verein"(ehemalige Zöglinge des großen Friedrichs-Waisenhauses der Stadt Berlin) Abends 8& Uhr bei Bormann, Ohmgasse 2.— Vergnügungsverein„Luftig" Abends 9 Uhr bei Thamm, Schön- hauser Allee 28.— Verein„Ratibor" Abends 8t Uhr im Restaurant Fritze, Elisabethstr. 30.— Arends'scher Steno» graphenoerein„Äercur" Abends 8t Uhr im Restaurant„Baatz" Blumenstr. 10.— Arends'scher Stenographenverein„Apollo« bund" Abends 8% Uhr Thurmstr. 31(Moabit.)— Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8t Uhr im Münchener Bräuhaus, Neue Friedrichsstr. 1, Unterrichts- und Uebungsstunde._ Kleine Wittheilungen. j, 26. Juli. Ein leichtsinnig verschuld Leipzig, 26. Juli. Ein leichtfinnig verschuldetes Unglück Hot beute Mi! tag einen hier bei seinen Eltern zum Besuch an- wesenden Artillerieunteroffizier zum Krüppel gemacht. Derselbe hatte eine Granate mit nach Hause gebracht, welche er den Seinigen zeigte. In dem Glauben, dieselbe sei nicht mehr ge- laden, führte er ein Zündhölzchen dem Geschoß zu, um die inneren Eimichwngen deffelben zu zeigen. In demselben Augen- tlick explodirte aber die unvermuthet geladene Granate und riß dem Unterosflzicr beide Hände meg. Außerdem zertrümmerte die furchtbare Wirkung der Exploston eine Anzahl von Fenster- scheiden. Hamburg» 25. Juli.(Heftige Gewitter.) Gestern Abend gegen 8 Uhr zog ein sehr heftiges Gewitter, welches von starkem Regen begleitet war, über die Stadt und Umgegend und und richtete vielfach Schaden an. Im Baakenhafen schlug der Blitz unmittelbar neben dem daselbst ladenden Postdampfer „Hammonia" ins Waffer und töttete eine große Anzahl Fische, die sofort an die Oberfläche des Wass-rs kamen Ein zweiter Blitzstrahl schlug in einen am Kirchenpauer- Quai liegenden Schooner. In Kuxhaven wurde Widers Hotel vom Blitz ge- Kossen und stark beschädigt. In Lchsenwärder wurde die Korn- Windmühle durch Blitzschlag eingeäschert. Auch das Wohnhaus des Müllers Lange wurde von dem Feuer ergriffen und brannte nieder. Ebenso wird aus der Umgegend von starken Gewittem berichtet. In Neumünster dauerte ein Gewitter von Nach- mittags 3 bis 6 Uhr. In Elmshorn traf ein kalter Schlag das Haus der Wittwe Christiansen und richtete dort arge Verwüstungen an. In Altona traf ein kalter Blitzstrahl eine Tele- phonleitung und zerstötte dieselbe. Nachdem es heute Vormittag wieder heftig geregnet hatte, klärte fich gegen Mittag das Wetter auf. EUettbttrg, 26. Juli.(Aberglauben.) Vor einigen Tagen wurde die Frau eines hicfigen Barbiers zur Polizei gebracht, um fich wegen gewerbsmäßigen Kattenschlagens-c. zu verant- worten. Insbesondere war es ihr Fach gewesen, an aber- gläubische Leute sogenannte„Himmelsdnefe", die nach thörichter Annahme„hieb- und kugelfest" machen, überhaupt gegen jede Gefahr schützen sollen, zu verhandeln. Die Frau hatte zahlreichen Zuspruch. Av« dem Kreise Siege«, 25. Juli.(Verunglückte Ardeiter.) In den letzten Tagen find hier zwei schwere Unglücks- fälle vorgekommen. Auf der Grube Honigsmund bei Gosenbach verunglückte ein Bergmann infolge Losgehcns eines angesetzten Schuffes. Auf der Kunstenthaler Metallhütte gerieth ein junger Arbeiter zwischen das Räderwerk der Maschine. Beide Ver- unglückte starben sofort. Mien, 24. Juli.(Auf einem Heuwagen verbrannt.) Ein entsetzlicher Unglücksfall ereignete fich vor einigen Tagen Vor- mittags auf einer durch dos Donauseld führenden Fahrstraffe, welche eben ein nach Wien fahrender, hochdeladener Heuwagen pasfirte. Hoch oben auf demselben befanden fich, in das duf- tende Heu gebettet, zwei Personen, der Kutscher und ein junges, kaum 20jährigcs Mädchen, die Bauernmagd Marie Redl, welche den Kutscher auf der Fahrt nach Wien begleiten sollte. Un- achtsam lenkte dieser die Pferde, indem er, in dem Heu liegend, die Zügel in Händen hielt. Eine Pfeife, welche er geraucht hatte, leerte er in dieser Lage derart nachläsfig aus. daß die in derselben noch befindliche Äluth auf das von der Sonnenhitze ohnedies überaus trocken gewordene Heu fiel. Ein Augenblick war's, und die ganze, mehrere 100 Zentner wiegende Ladung des Wagens war von mächtigen Flammen eingehüllt. Der Kutscher, die Gefahr erblickend, in der er schwebte, rettete fich durch einen kühnen Sprung aus der Höhe; die Magd, welche die Flammen bereits ergriffen hatten, ihrem fürchterlichen Schick- sale überlassend. Matte Redl sah fich, inmitten einer unge- heuren Feuersäule stehend, dem sicheren Tode verfallen. Von der unglücklichen Magd war nur zuweilen zwischen den gegen Himmel schießenden ungeheuren Fcuergarben ein Theil des Körpers zu bemerken. Da sah man die Aermste verzweiflungs- voll die Hände ringen; man sah, wie ste bestrebt war, durch die Flammen fich einen Weg zu bahnen, doch immer wich fie mit wahnfinnigen Geberden und herzzerreißenden Schmerzens- schreien und Hilferufen zurück. So mochte fie mehrere Mi- nuten in dieser schauercrregenden Situation fich befunden haben, als fie plötzlich wie toll sich auf das brennende Heu warf, um sich von demselben heiabzuwälzen. In fürchterlichem Zustande, gräßlich entstellt durch die erlittenen Brandwunden, fiel die brennende Person zu Boden, wo fie, ohne das Bewußtsein verloren zu haben, liegen blieb. Der brennende Heuwagen war weithin fichtbar und hatte bald aus den umliegenden Dorfschasten und von den Feldern Hunderte von Personen herbeigelockt. An ein Bekämpsen des Brandes konnte absolut nicht gedacht werden. Man ließ vielmehr das Heu gänzlich von den Flammen auszehren und nahm nur auf die mögliche Rettung der auf so entsetzliche Weise verunglückten Magd Bedacht. Ein auf Umwegen herbeigerufener Arzt wendete vor allem schmerzlindernde Mittel an und veranlaßte hieraus ihre sofort'ge Ueberführung in das Wiener'' Haus. In den Nachmittagsstunden langte v** wurde unverzüglich in das Wasserbett gebrach� laufe des nächsten Vormittags ihren fürchterl erlag. Gegen den Kutscher ist die Strafamtsh worden. Kiverpoot, 25. Juli.(Der größte mehttach erwähnte neue Jnmandampfer am Montag von der Klyde in Liverpool angel am 1. August seine erste Reise über den Alle treten. Die„Eity of Newyork" ist der erste a welcher Zwillingsschrauben befiyt. Auf de wickelte der Dampfer eine Geschwindigkeit Das Schiff hat folgende Dimenstonen: größte Breite 63% Fuß und Raumtiefe 42 Fuß cn gehalt von 10500 Tons Brutto. Das L.. beträgt 14500 Tons. Der Dampfer bietet Passagiere, davon 550 in der ersten Kajüte.- luruttös und mit allen nur denklichen Begueiw- stattet, insbesondere der 100 Fuß lange urd Salon, in welchem nicht weniger als 100 Wf; Mahlzetten einnehmen können. Das Schiff' vanfionsmaschinen ausgerüstet, die drei SaJ?" panfionsmafchinen ausgerüstet, vre drei d"»"" Durchmesser von 45, 74 und 113 Zoll; die drei Flügeln verseben. Mit Spannung fie" ersten Reise der„Eity of Netrnjotk" entgegen. � anardlie ~- vn, verfichtlich, daß der neue Dampfer den Dampfer, nämlich die„Etrutta" von der K> wird. Schilfsnachrichte». Tttest, 26. Juli._ „Ettore" ist heute Nachmittag aus Konstant� getroffen.— London, 26. Juli. Der Union! ist gestern auf der Heimreise von Capetown .. Mor s vierteljäl Einzelne! (Singe: lbonn, Telegraphische Depr) (Wolsfls Telegravben-Bureans dm Monat Peterslmr, veröffentlichten Sonnabend, Jcfefc unterliegen m Stillen Ozeans aus dem Auslände eingeführtem wöchentlt, Konfitüren, Ehokolade, Arak, Rum, Brat»?. Weine, Biere und Potter demselben Zolle, �„Kcvli«ei Rußland..jtereffen der Paria, Sonnabend, 28. Juli, NachmiN�ki im y, m, 1000 streikende Erdarbeiter ziehen soeben,,** juw lirtueuue vituuiücuet.Kleyen loeucn, g Marseillaise, sowie boulangistischer Lieder uK, et™ wwn Bourse nach der Rue Montmartre; bis jetzt Organ der gestött. pari», Sonnabend. 28. Juli. Von s;« W'UOCC ihre etoi begaben fich die stteikenden Ardeiter nach versuchten durch Drohungen ihre Genossen einzustellen. Die Polizei schtttt energisch gegen Es wurde Militär requittrt um die nicht fltf schützen. In Aubcrvillier erfolgten ca. 50 einer Versammlung auf der Ardeiterbötte einen Antrag an, in welchem die Regie die veihafteten Demonstranten sofort setzen. Die Stteikenden schloffen die „Es lebe der Stteik". Die Mehrheit der aus Italienern und Belgiern. Paris, Sonnabend, 28. Juli. Der Menabrea übergab heute dem Minister des eine Note, in welcher in Gcmäßheit bttuL. Berliner Verl rag es mitgetheilt wird, daß vS;,. biet von Maff WM London Reuter'schen S____________.. der perfischen Provinz Astrabad wofmen*?% eig fi das arbeitm wissende Lei lucht unserer l arum, Arbeit ncn Ihr tägli in der bewegt es Euch nun s egt eintritt Aigen Volkes Feuillctor und bedrohten die harten Dörfer seien Stadt Astrabad. geplündert und»itk Ä1 Kd»»«»« � ,(.1111 uiviuuuc"""". tVil 85 Bitte um Hilfe gewandt, da der Gouvern, wesenden Truppen zu schwach seien, um den zu können. vestellungm n von der Ex rgenommen. Abrechnung der KohnbeMegung Einnahme. der Schuhmacher Kerlins. ___ Ausgabe. Streikunterstützung............. Säulen- Anschläge, Versammlungs- Unkostm, Papier, Zeitversäumniß, Potto u. s. w........ Drucksachen und Inserate........... Dem Verein zurückgezahlt.......... Den streikenden Schuhmachern Leipzigs...... Den streikenden Tischlern Hamburgs....... Dm streikenden Schmieden Berlins....... Summa: Aufford'f' Alle diejenigen Genoff�> _ 14. Kommunal-Wahldezm,[ Pf. I werden ersucht, dieselben' � abzuliefern, damit das öffentliche Abrechnung Fritz Nl'" it außerhal ien für die' von 2 M. 67 9it 1 Gesammt- Einnahme Gesammt- Ausgabe M. 5910,48 „ 5633,45 Uederschuff: M. 277.03 Hiervon find aus Antrag der Versammlung, in welcher Abrechnung stattfand, 50 Mark den Hamburger Tischlern, 50 Mark den streikenden Webern Neumünsters und der Rest 177,03 Mark dem Verein� zur �Lahrung der Jntneffen der Schuhmacher überwiesen worden. Den Gebern besten 212] Die Streikleitung. Den Lesern dieses Hlattes 1 machen wir die Mittherlung, daß wir Herren-AnzSge und So«mer-Paletot»| nach Maaß aus feinsten und besten Stoffen für Mark 38 bis 60 unter Garantie des Gutfitzms (auf Wunsch auch Theilzahlung) anfertigen�>■>» Sonntag« bis 2 Uhr gcfiffnet. f. Dteste& Solin, �Ä169- Treppe. Wir bitten um aahlreichen Zuspruch. [1195 Mfibel, Spiegel und Folsterwaaren eigener Fabrik wegen Ettvarung der Ladenmiethe billig KeuuneuttraHe S8. «»d ynrkanf mtr Hotz per*. 8#..... ahlung nach Ueberetnkunft. Eine ftmndl. Schlafstelle f. 2 Herren z. verm. bei Richter, Frankfurter Allee III, Sfl. 1 Tr-, in der Nähe des Parks.[205 Freunde und Bekannte ladet zum Sonntag zu einem gemüthlichen Frühschoppen ein R. Nürnberg, 25 Anirlammerttr. 49, Restauration zur Einigkeit. Schlafstelle für 2 Herren bei Otte, Laufitzer- straffe 45, Hof 1 Tr. r.[214 Im Tuchgeschäft[156 Prinzenstr. 53, gegenüber der Tumhalle twta- und Knab««» An?«ae, Patetot«, sowie Na«e«kleid»r, Regen-Mäntel>c. Auf Mansch anch E h e i l z a h l«» g r n. Homöopath. Klinik Frauenkrankhertm. Für Kassenmitglieder Ermäßi. Fttedttchstt. 108, 8 bis R- Dr. Hoesch, 7 Uhr. Sonntags nur Vorm.[714 Soeben erschien: Ztr. 36 des „Wahren Jakob". Zu beziehen durch die«rpobttisa» Ol. SinuncvOrale 44. Kasstrer des WahlkomUee's Wahlbezirk, MantcuP�X f al-Roman „Nun, da br Polizei ist eb erbar. Vielle �|[ Wanderin getöi geilen„Ich habe ni - Wo Zu Lubm,._. »«4 j�teort erinnert tu"3ch habe tl 2. „Ich sagte 3 finsteren i Eine$i sttaße 89, Schlafstelle Pschichholz. ürSLZ saubere Arbeittr auf ver» �. Beschäftigung. Höh» � gütet. Göttingen. Maurer� finden sofortig» den Aanalistrnng/'qvs.' bürg. Lohn 480-5 ÜU heil verschaffe, was hat sie ing fort, ohi leine Treppe „Justine wei , Daß vt auch die G omm Bor dem ein Wort. deswegen bi, MMKM V«rgotder v,rl.��� Der unentgeltlich« �� Verantworllicher Redakteur-».«ronheim in Berlin. Druck und Verlag von Ma. O-ding in«erlin SW., Beuthsttaffe�