binnen K* 180 Freitag» den 3 August 1888. 5. Jahrg. n töntie«. M ([UurUMIill Srgsii(für die Interessen der Arbeiter. 4 Da»„Berliner VolkSblatt" "nuh Sonn« und Festtagen. WonnementZpreii für Berlin frei * ff 4 M-rk, monatlich 1,35 3)?atf, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement 10» Insertion» gebühr betrögt für die 4 gespaltete Petitzeile oder deren Raum 25 Pf. ArbeitSmarkt 10 Pf. Bei rßeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinlunft. Inserate werden bi» 4 Uhr Nachmittag» der Expedition, Berlin 8W� Zimmersttaße 44, sowie von allen Annoncen-Bmeaux, ohne Erhöhung deS Preises, angenommen. Redaktion: Keuthstraste S.— Expedition: Zimmerstraße 44. An die Wahler des echsten Kerliner Reichstags- S7!) I. Wahlkreises. % 58 60 1 Gegenwärtig liegen die Wählerlisten für die Neuwahl im 37 73 Berliner Reichstags-Wahlkreise zur öffentlichen Einficht« SBfi*"•* ..... es ist, -in Wer nicht selbst Zeit zu lontroliren, b!eauf. sichere Person. Nur ..-——»>■»vnyuucn ju lern, hier noch ein» �9 e. Öatnut hinweisen zu sollen, wie unendlich wichtiges müjf � bat,on überzeugt, ob sein Name richtig Wählerlisten eingetragen ist.--- 1 4 c- ri" oY_ Z T UIÄ ♦ Vi.«n-4 5 r*-- —.•ijv.kwyr.iv 1 die Wählerliste WM_ a öOJ oge damit eine onw.»,» m e r e Perlon. Nur esenigen, deren Namen fich in der Wählerliste befinden, sind U3<� der Reichstagswahl roahlh«.«*41-4 ldere %-.,.m lW, w iäSÖ n« den Wochentagen von Vormittag» 0 dl# Nach' '45®Sk �ag. A Vir. ■ iWjfe am Sonntage von Vormittag« 11 bi» Mach- iooMt'«Uta«» 4 Nhr 7-1« dem Wahldureau desMagistrats. KSnigstr- 7, 1 71�.�0 f rechts 3 Trep pen und gleichzeitig in der »Mar« Halle der67. Gemeindeschule, Kckerstraß««8 k. Es ist bereits in der amtlichen Belanntmachung darauf r.W 1'. fmcrlsam gemacht worden, dah ein Jeder, der die Listen für � v>-richtig oder unvollständig hält, dies innerhalb acht 2,%'-' �8*" nach dem Beginn der Auslegung derselben, also N» j- t e st« n S am S. A u g u st d. IS. dem Magistrat schrist« t" � i> anzeigen oder in den vorbezeichneten Lokalen vor den ,.if,l(: tmmisiarien zu Protokoll geben kann, die Beweismittel für seine j/soi f'jf'chauptungen aber, soweit dieselben nicht auf Notorietät be» i ÄiV�w>*n, beibringen muß. m n)f;*{J Zur Begründung der beantragten Nachtragung in die l'"li« ählcrliste ist entweder der Miethskontrakt, die letzte Mieths« � 46»-l- ejerquittung oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für ""sikgebene Wohnung vorzulegen. !> Hierbei sei bemerkt, daß die Aufstellung der Wählerlisten .7-1» dem Wohnungsstande vom 20. Juni ct. erfolgt ist und iooi Y', jeiioem verzogenen Wähler ihr Wahlrecht nur in denjenigen ——""�IMbezirten ausüben können, in welchen sie bis zum 20. Inn 447 liAnA, gewohnt haben...... ?qa0> 7� J �üxue daher fiiiemand die kleine Mühe, fich zuoerlasfig zu wmm.„w.,.., zllZ teder Arbester auf seinem Platze ist! i 310 eoiwlÄ ml IeuMelon. ß Ihre® sehtet. al»Rowa« nach dem Französische« von«- D e t r r n g. MMM " sie-------- kes sehe ich, daß et von demselben Lumpen _ Dir bA � Dir mittheilte, ich warte h.er au� Dich. w 0 §' *•< 5%= .eioen schichte. Du siehst. Dein Feind kombrnnt äußerst »t und weiß alles, was Du und die Deinigen thun iassen. Aber er wird nicht wisien, daß ich daS Slg- ent de« Menschen besitze, den er als Werkzeug be« Und Du hast ihn ja auch gesehen; wie sah er Ich habe ihn nicht gesehen. Als er sich auf mich .. löschte er da« Licht aus, so daß die ganze Szene «n Dunkeln abspielte und ich schließlich von(hm gestoßen wurde, ohne daß ich sein Gesicht ge- Aber Du hast doch wenigstens seine Stimme gehört?" Ja, aber ich weiß nicht, ob ich sie wiedererkenne." Dann ist es überflüssig, daß Du mich zu Valentine est. Sie versprach, mir übermorgen einen Mann zu der sich bei ihr eingestellt hat, um da« mörderische Arme Schulkinder. Seit einiger Zeit hat man sich in England und in Oesterreich mit dem Loose der Kinder des Proletariats beschäftigt, welche die Volksschulen besuchen. Man machte dabei die Entdeckung, daß eine große Anzahl von Kindern, weit, weit größer als man jemals vermuthet hat, hungrig zur Schule kommen und dieselbe auch hungrig wieder verlassen. ES gab damals Leute, die ob dieser Er- scheinung sehr überrascht waren. UnS konnte sie nicht überraschen, denn wer daS LooS des Proletariats kennt, der weiß recht wohl, daß in unseren großen Städten, die man mit so viel Stolz als„B r e n n p u n k t e d e r Z i- v i l i s a t i o n" bezeichnet, Tausende von Familien existiren, die nicht in der Lage sind, ihren Kindern einen ordentlichen Imbiß in die Schule mitzugeben. Wer sich mit den sozialökonomischen Verhältnissen Eng- lands befaßt hat, dem müßte ohnehin längst bekannt sein, daß schon vor Jahren in England auf diese Misere aufmerksam gemacht worden ist. Es waren philanthropische Damen, denen die kümmerlichen Gestalten und die abgehärmten bleichen Gesichter der armen Kleinen auffielen. In großen Städten haben die Kinder oft weit zur Schule zu gehen und sind aller Unbill der Witterung ausgesetzt. Zu Hause müssen sie vor und nach der Schulzeit arbeiten und die Eltern können ihnen trotz alledem oft nur ein Stück trockenen Brotes zur Schule mitgeben. Die Engländer singen die Sache nach ihrer Weise an. In diesem Lande, wo man die größten Gegensätze findet und wo bei allen politischen Freiheiten und sonstigen Vorzügen der öffentlichen Einrichtungen sich doch ein großer Theil des arbeitenden Volkes in geradezu jammervollen Verhältniffen bewegt, ist man auch noch nicht weiter gekommen, als daß man bei den herrschenden Klassen glaubt, mit Almosen alle« gethan zu haben, waS zu thun ist. Doch erstlich ging man noch nicht einmal so weit. Man hat viel gethan, um ver allen Schulen, die von den Kindern der Armen besucht �ben, auch Schulküchen einzurichten, in denen die Schulkinder für wenig Geld sich kräftige Kost verschaffen können. Allein die Eltern können eben die 10 Cents, die bazu erforderlich sind, in vielen Fällen nicht aufbringen, namentlich wenn die Konjunkturen schlecht sind und Arbeits- losigkeit vorherrscht. Da man aber gewöhnlich unerbittlich auf der Zahlung bestand, so verfehlten diese Schulküchcn fast gänzlich ihren Zweck, denn die Kinder, die sich zu Hause keine ge« nügende Nahrung verschaffen konnten, konnten natürlich in der Schule auch nicht zahlen. Au« dem Bericht eines Londoner Schulvorstehers vom Jahre 1886 in dieser Angelegenheit sei folgende« ange- führt: „Man kann in meinem Bezirk die Schüler, welche ohne Frühstück und Mittagbrot von Hause kommen, wohl auf einige Hundert schätzen, und für diese bereiten wir auf Kosten der Covgregatioaal Union 400 Frühstücksportionen. Dazu Bett zu kaufen, und der, wie ich stark vermuthe, im Solde deS William AtkinS steht. Es war schon zu viel, daß Du einmal bei Valentinen warst. Ich werde ohne Dich handeln. Sprechen wir jetzt von Deiner veränderten Lage. WaS denkst Du zu thun?" „Heute noch diese« Hotel zu verlassen und mit meiner Tochter zusammen in der Villa am Boulevard d'Jtalie zu wohnen." „Dort seid Ihr noch weniger sicher als hier. In voriger Nacht überraschte ich den Kerl vor dem Gitter Deiner Villa, von dessen Herumstreichen Du mir erzähltest. Leider ent- wischte er mir, und er kann wiederkomme». Er wird sogar wiederkommen." „Dann will ich fortreisen; ich gehe mit Theresen in die Provinz, ins Ausland." „Dein Feind folgt Dir nach bis ans Ende der Welt. Flucht rettet Dich nicht. Einen Beschützer brauchst Du." „Ich habe ja Dich, Guntram!" „Ich genüge zu Deiner Vertheidigung nicht. Und dann bin ich nicht immer hier... mein Urlaub läuft in sechs Monaten ab." „Du willst mich also verlassen?" „Nein, aber in Deinem Interesse will ich Deinen Schutz dem zukünftigen Gatten Theresens übertragen." „Wo ist dieser Gatte?" fragte Jeanne bitter.„Herr von Eloen, den sie liebt, würde jetzt erröthen, mein Schwiegersohn zu werden. Als er von mir erfuhr, wer ich fei, lief er fort, ohne Abschied von ihr zu nehmen." „Laß' es Dir nicht leid thun. Ich habe einen Besseren für ihn in Vorschlag zu bringen. Ich habe einen noch nicht alten Mann gefunden, der au« bester Familie stammt, sehr gut dasteht, sehr reich, sehr klug und hübsch ist, und der mich gebeten, ihn Dir vorzustellen, und der glücklich wäre, bekäme er Deine Tochter, wenn sie ihm gefällt." „Er wird sich zurückziehen, sobald er hört, wer ich werden etwa 1000 Portionen Mittagbrot verabreicht, auch für diese kommt zum Theil die„Union" auf, zum Theil thun eS Privatstistungen, zum Theil zahlen auch die Schüler, wenn sie können, ihren Penny. Aber so nützlich diese MittagSmahlzeiten sind, so reichen sie doch schon lange nicht mehr au«, um den Bedarf der armseligen Kleinen zu decken. Man kann nicht erwarten, daß sie dem Unterricht, welchen ihnen der Staat verschafft, mit leerem Magen und nacktem Körper beiwohnen.— Am Freitag, al« das Thermometer unter Null stand, besuchte ich eine der Gemeindeschulen, in der etwa 1200 Knaben und Mädchen sitzen. Davon waren, wie sich bei näherer Untersuchung ergab, 113 ohne Fußbekleidung, die diesen Namen verdient hätte, während die Zahl derjenigen, die dringend der Kleider bedürfen, noch größer war." Wa« die Untersuchungen in Wien ergeben haben, war bekanntlich eben so wenig tröstlich. Die Zustände unter den armen Schulkindern waren eben so elend, wie in London, und es war nicht die mindeste Fürsorge getroffen. In Frankreich war schon vor längerer Zeit die Frage angeregt worden, ob es nicht angemessen sei, den mittellosen Schulkindern, die im Winter einen weiten Weg zu machen haben, ein warmes Frühstück zu verabreichen. Wir wissen nickt, inwieweit dieser Vorschlag in Frankreich prak- tisch verwirklicht worden ist. Jedenfalls wird in Frankreich die Angelegenheit so dringend sein wie anderwärts. Aber nun möchten wrr ftagen, wie es denn mit dieser Angelegenheit in unserem lieben Deutschland steht. Da hat sich offenbar noch Niemand die Mühe ge« nommen, die Sache auch nur genau zu untersuchen. Wir sind und bleiben in solchen Sachen Pedanten und unpraktische Leute. Jahraus, jahrein zerbrechen sich unsere Pädagogen die Köpfe über die beste Lehrmethode und wundern sich baß, wenn der mit vieler Mühe ausgeheckte Lehrplan nicht fruchtet. Sehr selten nur hat einer der Herren daran ge« dacht, daß, wenn der Unterricht haften bleiben soll, dann auch die Kinder körperlich dazu diSponirt sein müssen. Wird ein Kind, das mit knurrendem Magen in der Schule sitzt, mit Aufmerksamkeit dem Lehrer folgen und seine Weisungen aufnehmen und dauernd behalten können? Nein; naturgemäß wird ei ganz und gar von dem Drang, sich zu sättigen, beherrscht sein und die Folge davon ist eine begreifliche Unaufmerksamkeit, unbegreiflich nur für den» jenigen, der noch niemals Hunger gehabt hat. Man wird sich weit weniger über den Mangel an Bildung in den Massen wundern, wenn man die Ein- Wirkungen schlechter Ernährung auf den Jugendunterricht in Anschlag bringt. Aber so manche Politlker sind in solchen Dingen bei un« nicht über die Weisheit de« Stu« dentenliedes hinausgekommen, das besagt: „Ein voller Buch studirt nicht gern", und eS scheint Leute zu geben, die einem leeren Bauch in allem Ernste zumuthen, zu studiren. Man komme uns nicht mit dem Einwand, daß die bin. Weshalb soll ich mich einem neuen Schimpf auS» setzen?" „Du setzt Dich keinem au«. Ich habe ihm Deine und Theresen« Geschichte erzählt. Ich habe ihm sogar gesagt, daß ich Dein Liebhaber war." „Und diese Geständnisse schreckten ihn nicht zurück?" „Durchaus nicht. Er ist vollkommen unabhängig und über jede« Vorurtheil erhaben. Er wünscht sich gerade so eine Frau, wie eS Deine Tochter ist. Nur wäre eS ihn» noch lieber, wenn sie arm wäre. Dein Vermögen würde er nicht annehme«, und ich habe mich wohl in Acht ge- nommen, ihm von der Erbschaft der Lady Cairneß zu er» zählen. Er erfährt e« noch zeitig genug, wenn der Tag der Hochzeit festgesetzt ist. Dieser Mann ist der Baron von Randal. ES scheint nun einmal bestimmt Therese einen Baron bekommt." „Wird Sie nur darauf flüsterte Frau von LorriS. „Du willst damit sagen, Elven noch. Ich will sie schon bringen." „Bei ihm mich ja!~ zu sein, daß eingehen, ihn zu empfangen," sie alle liebe beide Andrea« von zur Vernunft dürfte da« nicht schwer sein, er verachtet Aber bei ihr— Du kennst sie nicht... sie hat mir erklärt, sie wolle ihn wiedersehen." „Nun, dann werde ich mich an da« Zartgefühl deS BaronS von Elven wenden und ihn bitten, nach der Bre» tagne zurückzukehren. Sie wird ihn schon vergessen, und mein Freund Randal wird ihr Liebe einzuflößen verstehen. Therese ist eine romantische Natur, er ist e« auch; Andrea« schützte sie vor einem Lümmel, Randal wird noch mehr thun, wenn sich die Gelegenheit bietet... und er wird sie schon zu finde« wissen; Andreas sang ihr bretagnische Volks- lieder vor, Randal wird ihr kreolische vorsingen. Wenn Du heut Abend umquartirst, führe ich ihn morgen zu Dir." „Gut, also morgen!" sagte Jeanne traurig.„Gebe der Himmel, daß nicht neues Unglück daraus entsteht." Schulkinder auf dem Lande auch jeder Witterung trotzen müßten und doch sich gesund und wohl dabei befänden. Auf dem Lande sind ganz andere Verhältnisse und bei alledem wird eS mit den Kindern de« Landproletariats auch nicht viel besser bestellt fein, als mit den Kindern der Armen in der Stadt. Die Zeiten, wie man sie von Arkadien träumte, sind für unsere Landbevölkerung nicht vorhanden. Wir haben gegen Ferienkolonien an sich nichts einzuwenden; in ihrer gegenwärtigen Testalt erscheinen sie als ein ungenügender Nothbehelf, der nur beweist, wie viel gcthan werden müßte. Die ganze unpraktische Auffassung unserer spießbürgerlichen Sozialpolitiker tritt dabei wieder in Erscheinung. Denken sie denn nicht daran, daß das Kind vor allem während des Unterrichts sich körperlich wohl befinden muß, wenn er ftuchten soll, und nicht erst in den Ferien?, Habe man einmal den Muth, bei uns diese Dinge gründlich zu untersuchen. Die Resultate einer solchen Untersuchung sind dann vielleicht geeignet, die modernen Pädagogen auch auf zeitgemäße Ideen zu bringen. TnMllk-Korrespontlmzen. Zürich, 30. Juli. Aus den Kreisen des bedrängten Hand« werkern andes kommen immer lauter und rührender die Hilferufe nach Polizei gegen die unverschämten Anmaßungen irregeleiteter und verhetzter Arbeiter.— So ist von Zeit zu Zeit in einigen zünftlerisch veranlagten Tewerbeblältern und der übrigen sozia- listenfrefferiscben Kapitalistenpreffe zu lesen. Diese herzzerreißende Jeremiade verfehlt auck nicht, aus sentimentale Ziaturen Eindruck zu machen und das Mitleid für die unterdrückten Gewerdsmeister zu wecken. In der That ist ein Theil des Handwerkerstandes in einer wirthschaftlich prekären Lage, aber ohne die Schuld der Ar« beiter; denn was jenen fehlt, ist das Kapital und was fie vollends ruinirt, ist die innerhalb der Gewerbckreise selbst wüthende Schmutzkonkurrenz, die gar oft ohne zwingenden Grund bereitet wird. Diese Konkurrenz in einigermaßen ge« sunde Bahnen zu leiten, sollte die vornehmste Aufgabe der Meistervereinigungen sein; aber statt hier den Hebel anzusetzen, wissen sie bei ihren Zusammenkünften nichts Gescheidteres zu thun, als über die„Unverschämtheit" der Arbeiter zu jammern und nach Polizei zu rufen. In den meisten Berufen haben die Meister ihre über das ganze Land in Sektionen vertheilte Z ntralorganisationen, die im Kampfe mit der Ar- beitelschaft eine nicht zu unterschätzende Macht dil- den. Wenn fie trotzdem im verzweiflungsvollen Hände- ringen nach Polizei recht laut schreien, so rst dies für uns nur ein Beweis, daß ihre Sache sebr faul ist, und weil auf ihrer Seite das Recht mangelt, wollen fie dasselbe durch die Gewalt ersetzen. So haben es bisher die Tischler-, Schlosser- und Zimmerermcister gehalten, und darum ist die Lage der wirklich Bedrängten doch nicht besser geworden. Run schwillt ihnen neue: Vings, namentlich im Kanton Zürich der Kamm, weil jetzt der dekannte Rcgierungsrath Spiller Vorsteher des Justiz- und Polizeid. partements ist und die Zünstler in ihrer wunderboren Bornirthcit meinen, er müsse auch ihnen zu Ge- fallen sein, schon deshalb, weil er doch selbst ein Gegner der Sozialdemokraten ist. Vielleicht hätte Herr Spiller auch den Suten Willen, diesem Anfinnen Folge zu geben, aber das Können ndet seine gesetzlichen Schranken, denn die Stellung eines zürcherischen Ministers ist doch ein klein wenig anders, wie etwa die eines preußischen Ministers. So ist auch das Bemühen der Herren Zünftler, die Ardeiter in eine polizeiliche Ausnahme stellung zu bringen, rein lächerlich, und wenn ihre Petitionen von der deutschen Presse in ihrer Weise gegen die Arbeiter ausgenutzt wurden, so beweist dies die vollständige Unkenntniß schweize- rischer Verhältnisse. Schon die in voriger Woche abgehaltene Volks- Versammlung mit dem ausgezeichneten Vortrage Greulich's gegen das dumme blöde Begehren der Meister bat sehr abkühlend gewirkt und ihren Maineluckenmuth bedeutend geschwächt. Nach unserer Uederzeugung muß die große zünftlerisch-reavionäre Altion resultatlos im Sande verlaufen. Eine andere schauerliche Notiz, die ebenfalls von vollstän- diger Unkenntniß der Dinge zeugt, mußte ihrerseits auch zu breitspurigen Betrachtungen über das unheimliche Treiben der deutschen Sozialdemokraten in der Schweiz herhalten. Die Notiz ging zuerst vom„Bund" aus, daß die Sozialdemokraten seit der verordneten polizeilichen Ueberwachung alle ihre Ver- sammlungen im Geheimen abhalten. Der„Bund" ist aber in Bezug auf Alles, was in der Arbeiterbewegung vorgeht, so un- wissend, wie ein beliebiges deutsches Reptil. Die Wabrheit ist die, daß die bundesräthliche Verfügung auf die Taktik der Sozialdemokraten ohne jeden Ernfluß ist. Die Versammlungen der deutschen Sozialdemokraten in Zürich we den seit Jahren jedesmal in der„Ardeiterstimme" und im„Sozialdemokrat" angezeigt, und davon kann fich leicht Jedermann überzeugen, „Ich werde eS schon verhüten," erwiderte Guntram. „Kein Wort zu Therese von unseren Plänen und alles wird gut werden!" Al» Andreas von Elven das Hotel der Frau von LorriS verließ, verwünschte er innerlich sein Schicksal, das ihn vor die traurige Alternative stellte, auf Therese zu verzichten, oder allen Traditionen seines Geschlechts entgegen zu handeln und die Tochter einer Lorette zu hei- rathen. Sein einziger Gedanke war, zu fliehen, denn er merkte wohl, daß ihm im Angesicht Theresen« der Muth fehlen würde, ihr zu sagen, er müsse sich zurückziehen. Indessen sah er doch ein, daß er eine Auseinandersetzung mit ihr haben müsse. Er konnte sie nicht für immer ver- lassen, ohne sie nicht noch einmal wiedergesehen zu haben. DaS verdiente sie wenigstens. Er sagte sich auch, daß eS grausam und ungerecht sei, sie für die Schuld ihrer Mntter büßen zu lassen. Was konnte dieses Kind dafür, da« ihm, ohne zu wissen, wen eS wählte, fein Herz geschenkt hatte? Sie war zu vertrauungSvoll gewesen. Sie hatte sich nicht nach dem sozialen Stand des Manne« erkundigt, den sie liebte. Und wenn sie erfahren hätte, daß er ein Bastard sei und daß sein Vater sich entehrt hätte, sie würde ihn doch nicht zu lieben aufgehört haben. Und er wollte sie verlassen, weil er soeben ge- hört, daß sie aus einer illegitimen Ehe stamme und den Namen einer gefallenen Frau trage. Konnte da« eine genügende Entschuldigung für ihn sein, einen Schwur zu brechen und ein unschuldige« Mädchen zu täuschen, da« seinen Worten geglaubt? Den Namen Valdieu, den Therese trug, hatte Jeanne nicht in den Schmutz getreten, denn sie nannte sich ja Frau von LorriS, und das Leben, da« sie seit fünfzehn Jahren geführt, hatte die Reinheit ihrer Tochter nicht berührt, da sie sie nur in dem anständigen Hause am Boulevard d'Jtalie gesehen hatte. Jetzt war eS leider mit der süßen Täuschung vorbei. Die Wahrheit, die grausame' Wahrheit mußte mit allen der diese Blätter zur Hand nehmen will, besonders auch die Korrespondenten der deutschen Blätter. Seit Jahren ist es Usus, daß abwechslungsweise alle zwei oder drei Monate eine sogen. Mitgliederversammlung stattflndet. in der interne Angelegenhetten verhandett werden, wozu aber auch Gäste durch die Mitglieder einge- führt werden. Einen geheimenCharakter haben dieseVersammlungen nicht. Alle übrigen Zusammenkünste find öffenllich und werden als Volksversammlungen abgehalten, zu denen jeder freien Zu- tritt hat. Die Vorträge werden auch häufig von schweizerischen Sozialdemokraten gehalten, deren eine ganze Anzahl mit ihren deutschen Genoffen vereinigt ist. So löst fich die ganze gruselige Geheimgeschichte in ihr'Nichts auf. Die l o h n st a t i st i s ch e n Erhebungen im Bezirke Winterthur schreiten langsam vorwärts. Wie Herr Greulich öffentlich bekannt giebt, flnd bis jetzt 1800 ausgefüllte Zählkarten ron Arbeitern und Arbeiterinnen eingegangen. Es ist dies erst der 6. Theil der in Bewacht fallenden Ardeiterzahl von ca. 10000. Die Arbeiter werden boshafter Weise vielfach verhetzt und gegen das Ganze mit Mißtrauen erfüllt, so daß fie die Kasten bei Seite legen. Die Abstimmungen über die Extrabeiträge an die Reservekasse find in den Arbeiterorganisationen im besten Gange. Es wird vorausstchtlich deschloffen werden, 20 Rapven pro Monat und auf die Dauer eines Jahres zu bezahlen. Wie viele tausende von Arbeitern dabei anzunehmen flnd, läßt fich heute nicht sagen, da eben viele mehreren Organisationen angehören, aber jeder nur einmal den Beitrag entrichten soll. Bei 20000 Ardeitern würde in einem Jahre die Summe von ca. 50000 Franks in der Reservekasse angesammelt werden können. Dann werden die Zünftler nicht mehr schlafen können. Politische Ueberstcht. Mir müssrn Kuße thu« in Sack und Asche l Wir haben in Bezug auf die neuesten Chikagoer Sensations-Ent- büllungen das Polzeigenie unterschätzt. Wir hatten nur an eine Dynamitverschwörung geglaubt, und flehe da, es find ihrer zwei. Die erste eine gewerkschaftliche, entdeckt und— gemacht von dem ingeniösen Herrn Pinkeston und seinen Leuten, und die zweite eine„anarchistische" entdeckt von Herrn Bonfield und gemacht von wem? Das wissen wir noch nicht werden es aber bald wissen.— Was die erste Verschwörung betrifft, so hat der Haupt- Verschwörer vor Gericht bereits ein Geständniß abgelegt und fich als echten wohlbestallten Pinkertonmann bekannt. Mit der zweiten Verschwörung, an die kein Mensch in Chikago glaubt, ebenso wenig wie an die erste, wird es im Wesentlichen dieselbe Bewandtnis haben. Die amenkanischen Herren Monopolisten merkc n, dc.ß es ihnen an den Kragen geht, und stellen jetzt— nach dem bekannten internationalen Rezept— ihre Sache aufs „Rothe Gespenst". Samiel hilf! Nochmal« die Kotrnirr- Angelegenheit. Gestern hatten wir festzustellen, daß die sog.„Berichtigungen" unserer An- gaben entweder gar nichts besagten oder nur das von uns Gesagte bestätigten. Heute haben wir eine positive Unwahrheit in der von der„Post" veröffentlichten„Be- stchtigung" festzu'wllen. Die„Post" hat behauptet, zum Nach- f o l g e r Bonnier's sei ein F r a n z o s e ernannt. Diese Be- hauptung dwnte einem zweifachen Zweck. Erstens war damit der Schein erweckt, nicht die Eigenschaft Bonnier's als Franzose habe seine Maßregelung veranlaßt. Und zweitens wurde irgend ein unbestimmter Schatten auf die Befähigung oder den Charakter des Gcmaßregelien gern Osten. Nun— was die„Post" sagt, ist einfach nicht wahr.— Der Nachfolger Bonnier's ist k e r n Franzose, sondern ein Schweizer, allerdings ein französisch sprechender Schweizer. Dieser Versuch, einer Handlung, zu der man fich nicht offen zu bekennen wagt, durch eine Unwahrheit einen weniger gchäsfigen Charakter zu geben, ist fast ebenso wenig zu billigen, wie diese Handlung selbst. I» Kezng auf die Haltung der Kegieruug gegenüber den KtrriK« bringt die nationalliberale„Börsen- Ztg." folgende Auslassungen:„In Ermangelung von posttiven Nach« richten von einigem Interesse macht ein Berliner Korrespondent wieder die Spalten stoffarmer Provinzblätter mit der Nachstcht unficher, es stehe eine schärfere Handhabung des Sozialistengesetzes zu erwarten. Einigermaßen begründet erscheint den detreffenden Redakrionen die Meldung, weil auch die„Kreuzztg." kürzlich Andeutungen des Inhalts machte, als sei man„in maßgebenden Kreisen" zur Uederzeugung gekommen, daß die gegen die Arbeiterbewegung geübte Nachstcht von Agi- tatoren dahin mißbraucht worden sei, die Streik lu st der Ardetter zu schüren. Dem gegenüber glauben wir verfichern zu düstcn, daß der Minister des Innern ein Feind jeglicher G c s e tz e s v e r s ch ä r f u n g ist und die Streiks als das detrachtet zu sehen wünscht, als was fie fich allmälig entwickelt haben, nämlich als pstvate Nutzbarmachung jeweiliger Konjunkturen. So lange die Streikenden im Rah« W')(('------ men der Gesetzltchieit bleiben, kann ihrVor- gehen die Behörde wie die Allgemeinheit völlig gleichgiltig lassen. Selbst die Thatsache der Unterjochung des einzelnen, der zur Fahne geschworen, unter den Willen des leitenden Agitators, kann mit Gemüthsruhe be- ihren Schrecken vor den sehenden Augen Theresens stehen. Ihre Mutter hatte ihr zweifellos alles gebeichtet, da sie ihr nichts mehr verbergen konnte, so wie sie vor Andrea« von Elven alles gebeichtet hattet, der ihr die Gerechtigkeit wider- fahren ließ, thren Freimuth anzuerkennen. ES lag eine gewisse Größe in dem offenen Geständniß des gefallenen Geschöpfes, aber diese Offenheit löschte nicht die Schande ihrer Vergangenheit aus. Andreas war von chrem Geständniß zuerst so er- schüttert worden, daß er als Antwort sie gebeten hatte, wiederkommen zu dürfen. Aber auf diese erste Empfindung war ein Anfall von Stolz gefolgt, als Jeanne ihm zu sagen wagte, daß ihre Tochter ein ungeheures Ver- mögen erbe. Arm hätte er Therese hciratben können; er hätte auf die Mitgift und den Besitz, den Frau von LorriS ihrer Tochter hinterließ, verzichtet. Und jetzt war sie reich. Und damit war die Heirath unmöglich geworden. Andreas hatte nicht einmal daran gedacht, nach dem Namen des Vater« zu ftagen, der sein Kind nicht anerkannt hatte und dessen Schwester diesem Kinde mit einem Male Mllltonen hinterließ, nachdem sie sich Jahre lang nicht um dasselbe gekümmert hatte. Ein Gentleman durfte nach seiner Meinung diese Erb- schaft nicht annehmen, die einer späten Bezahlung des ersten Fehltritt« JeannenS Valdieu an Therese gleich kam Wie konnte man aber von Therese verlangen, auf die Erbschaft zu verztchten? DaS Opfer, daS Frau von LorriS anbot, war schon zu groß. Sie hatte ja sogar gesagt, sie wolle im Auslände sterben, wenn ihr Schwiegersohn eS ver- lange; aber als sie so sprach, war ihre Tochter nicht da und sicherltch würde Therese eine so strenge Behandlung niemals zugelassen haben. � trachtet werden, so lange Störungen des oßenüWgMfHiü bild vermieden werden. Wer Sozialdemokrat wirv, erd» ben Beweis spruch, als politischer Denker bettachtet zu UK#jr Deutschland chem Recht ist Nebensache. Leidet er Ziachtheile ds j0; Eintritt in die Verbände, so hat er fich's ledigl« s und Fabnkbi zuschreiben. Die Anficht der Regierung Wh aber alle Bet Je weniger die Streiks von der Presse Hn zum Handn Publikum als politische Partei. Manifestationen w 0ß 5 ge�[| werden, um so weniger Gewicht werden ReJwer Fehler rot demokratische Agitationsmittel eibalten. Erne Bein-Se mit wenige Gesetzes gegen die Urheber der Streiks eintreten.c- Makler haben, schon aus dem Grunde nicht im Sinne der wjjeine Zahl m das auf wiegteris ch e Mommt der Streikw�)n find 203 3£ verschwunden ist und die Arbeiter immer mehr WO pCt.! Un l VCIS in UHU UU:«iiucuti uiniu-v; vui kommen, daß fie wohl gelegentlich einen Druck«. 9743 Mitglie r verschiedenen Berufszweize auszuüben«Jtoet, mehr als Herren der_____________ auch dies aber in den meisten Fällen seitens ver;-it, wobei also Opfern bezahlt und so spät erreicht wird, daß dre vjW nebenbei, Gewinn bei weitem überwiegen. Man rechnet a�efichts dieser oder später zu Tage tretende Einficht der ArbnteMvmdende Mint ..---■— �>chcr rinn daß unter Umständen in Güte sicherer und einfolhn«schreiben zu wc uag uiuci urnnunueii in wuic|iu»tiei uiiutiiii"-'- jv,-••• ist, was zuweilen durch Streiks auf kostspieligem Znwruchen wird. Treten die Agitatoren indessen aus dem � Wa« mit 1 Ueberredung zur Ausnutzun�der K 0 n i un unbeküm�ng einer(5 weckmMMe heNisck dann trifft sie die Schärfe des Gesetzes, ob man damit gleichzeitig tausende in znHv....-"� W- vormundet— freilich meist auch wider deren Järngd «s.sSwMN Maurern, die fich in einer parttellen Streikde> keine öffentliche Versammlung mehr gestattet. keine öffentliche Versammlung mehr gestatte!, �".«n Arbeit-, es fich bei ihnen auch nur um die Aus n utzu»<��.' d st igen Konjunktur.und daß die fM�Tkanaen Hünen toren" in der begonnenen Streikbewegung«Lnbs ebenso als das der Rede angewendet hätten, wird „Börs.«Ztg." nicht behaupten wollen. Vorläufig einer b aus n, wie fich die Dinge weiter entwickeln. mleit gelangen. ?ie Verhältnisse innerhalb der ko»stt�'?roletariat unter warten, Die Verhältnisse innerhalb brr no"nie werden immer zerfahrener und vernarrter. Mliin.yrer wurden, herige Führer der Partei im Abgeordnetenbause, auf deren S Haupt, Zustimmungsadreffen für seinen bartnäck�ttn Verdienst z gegen die ihm durch das Mittel der„Nordd. schaftlgung in tannt gewordenen Anweisungen erhält, machen Ny» ganze Gehen Stimmen in der konservativen Provinzialprcsse K.js'Uvt�Worms�u sehr entschieden den Kartellgedankcn vertreten. ein konservativer Parlamentarier mit n- in der„Lstpreußischen Zeitung" den Aufrechterbaltung des Kartells an. ist anonym erschienen, dürfte aber in unurnjin tnimniicn, vuine um» Udo Stoldcrg herrühren, welcher ja bereits einm» gleichem Zweck erhoben hat. In dieser Zj; zu greiwem Zwca eryoven yar.<;n orciei Moment von Interesse. Es wird darin mit hcit die Bchauvtrmg aufgestellt, daß das VtSirnj zettung" und Genossinnen in diametrale zur Parteileitung stehe. Von anders gerade Gegyrtheil behauptet. Es scheint ölst'f»a,wia) "'" die Konservativen nicht vor Hanl?. � Utch '11*�>ff< leitung für Parteianarchie nicht voit jeder sich selbst die Direktive! von einer Pr Abgrundes z �urch einen I , Tages Atbei Wen LanWtbe Wohnungsi nechenden fc .neben werdet unde, zusriedi .i.. iu werden Schade. Wirkens süi ch dieselbe m ch billigere$ iffen können. gegenüber den anderen Parteim giebt. Hachlen« Zu de« Zänkereien zwischen und Antisemiten bemerkt die Jahren find die Konservativen getreulich angcn, und diese waren den Konse .. pv-j_ awni»«« t» de« 5.Demokraten. „Germania �d'ei den hübsch gouvernemental waren, sehr angcnMO��ch im Februar Den, find fie inii«eregte Angeleg Genoffen. Nun fie störrisch werden,>- Das find ja prächtige Gefinnunaen. Wa« dieses Vorgangs anlangt, so ist er ni� durch das Vorgeben der Antisemtten fie und die Konservativen gesondert gnd. Die Vermehrung der OenSlki scheu Neich beträgt jährlich 0,82»Ct. bereits schon lange nicht mehr die den Produktion für den Bedarf des Reichs a � fich fragen: soll bei diesem jährlichen Zuwa � Köpfen die künstliche Verbamkadimng der«»foi treidezollschranken aufrechterhalten werden. � Wickelung und das Feudaljunkerthum finv�'� Konflitt die Junker werden aber zuletzt Angelege ÄTZ ein aufgenoi en." Mit' einzelnen Beschlüsse laute Oschatz der Antrag F lckfichtigung 'frage Flöha- ammlung ZriWonrntRath.. Kinderarbeit. Die„Magdeburgisae� �Mmende Verei „Es giebt keinen eifrigeren Fürsprecher iür�y weine ihre S tigung der Kinderarbett als die �irluzzeituuss, �>Mrten hierauf 1 Blatt erklärte kürzlich die Beschättigung votz�ZMent für obige wirthschaftlichen Betriede für etwas Unbedcnl hüten sollte eine Art von Ersatz für daS To, Kinder im landwitthfchastlichen Betriebe w» verwendet würden. und Chem blick, wo jener Feind fie bedrohte, von.. der Major gesprochen, und dessen gefall heute selber gesehen hatte., Diesem Schufte war alles zuzuttau � eben durch eine höllische List daS jung � gelockt, wo es erfahren mußte, was feine er nicht mit grausamem Raffinement au«, dorthin zu treiben verstanden? Und mit diesem Erfolge war er frieden. als' den. Jetzt mit Therese zu brechen, sie schutzlos seinen Schlägen preifs 9 � zeitig seinem' Hasse zu dienen, denn er die Absicht, Therese von ihrem Verloste (Fortsetzung folgt«) . ickt. Diesel ? obwohl ein nftzerchen er M. Wir, 9 heraus, gs- und eheuer erleic 'eben könnte Ä% en Kasten. "ng in Tok Ii? 8 *!%' Ä A«» Kunst unt> A Japanische« Zeitungsmefe»« in London wurde jüngst ein japanil«el. den gegenwärtigen Stand des iapaml f,- tragt und ertheilte darüber folgend« r Mitternacht zur Presse und drucken nur � ist bei allen anderen japanischen Zertung, jedoch in unserer Offizin noch ein an ei j MK und dh illustrittes Abendblatt von vier Seiten,, 30000 bat. Es wird für nur einen 3, 9(lCu der Vollsmasse und wttd viel von W enthält es drei Illustrationen, eine r" ßie- Ereigniß des vorhergegangenen &Är A&a. schichten von japanischen„#0#% der Geschmack an ausländischen � nimmt, ist er doch noch nicht ge �.rse*" dmngen, um die Publikatton vo g�zhe � Romane in der Tagespresse der lassen. Diele Adend-Zentblatter ftuv schaftttch. In Tokio weiden chrer und ihre Auflage ist etwa mer- der ernsteren Zeitungen. Die Zr*,1 japanischen Lettern, untermisch» 1588 w u»ngen zc. g ?! auch xin r n Unternehn 1 jwda cersur ' bnngm, rou •e von Schi rcherglocke c «gendorff, n sto statt. N- die Taucherg j magna grav irt die Tauck rdings nicht , Zunftler«nter den Aandwerker« die f bilden, dafür hat auch der„deutsche Schneider- wrrv, den Beweis geliefert. Die Frage, wieviel Handwcrlmeister ««Ä LA Deutschland giebt, ist trotz der Zahlen der Berufsstatistil s° leicht zu beantworten: denn die Grenze zwischen Hand- «il Fabrikbetrieb läßt fich nicht so leicht ziehen. Rechnet Auno® y abet alle Betriebe ohne Gehilfen und die mit 1 bis 5 Ge- .. r s,um Handwerk und läßt Alles, was von Betrieben mit lfeltalion� Jt als 5 Gehilfen noch handwerksmäßig ist, unberücksichtigt, IE mlJS!*1",e,�et wird fich dadurch ausgleichen, daß manche Be- ■ lnCi?, wit weniger als 5 Gehilfen schon einen fabrikmäßigen mtreten» kalter haben, weil fie mit Motoren arbeiten—, so«giebt : �5 tiabl von mehr als 2 Millionen Handw«k«n. Und �% 203 398 in den Innungen, d. h. also wenig mehr mer mc« P.10 pCt�! Und in den Verdandsinnungen der Schneider , Druck«. 9743 Mitglieder, währendes, nach d« obigen Art be- zzuudctl«Met. mehr als 55 000 selbstständige Schneider-Hauptbetriebe tens der-a. wobei also von solchen Schneidern ganz abgesehen wird, daß � uedondei namentlich in der Landwirthschaft thätig find. tspÄgem �svruchm?' und für fich allein das Lehrlingswesen zu aus dcw � Wa»«it deml„rotheu Gespenst" alles begründet wird l°"J■ Zugabe, welche ein Wormscr Komitee wegen Er- undekum�w g nn« Eisendahn Worms-Heßloch-fitiederolm an die wcckmawa- Hess, s che Kammer gerichtet hat. Die betreffende iorläustg/�U.°us d« Stadt nach Hause, wo fie all- ter. L lenbause . wayrend fie in der ötabt nach und nach rm 'er-at�wletariat untergehen und die Beute gewissenloser Vollsvn- WSbrffhrcr würden, die den Leidenschaften der Volkshefe ftShncn, use. � n auf deren Schultern eine traurige Popularität und muhe- äck�len Verdlenst zu gewinnen. In der Theilung ihrer Arberter- Vd-»Maftlguna m eine industrielle und ländliche zugleich beruht machen gaine Geheimniß, warum die große Arbeitnvevölknung dn .ialprcffe d.?adt Wo, ms und ihres Umkreises bisher unberührt gedüeben treten. L0?!1. met Propaganda, w- 1'" treten. mit nn- .-n an. aber, its ein«» Leser mit abf; z Vor»� andÄ ----,— �— V"» � o T-r'"J P�ovaganva, die unser Vaterland an den Rand Abprundes zu bringen bestimmt ist. Der Mann, das Weib. mm �-r i l �*7 vi» Uli» bekanntlich wluuarverc L-iinu": Ml' oen Utztm Reichstagswahlen zu sZlutz ick wN' ii Ätionaren Kartellbrüder die Bekämpfung icrvat'�'/''Uf ihre Fahne geschrieben, haben—'■ 13«.%----- mm S >. [\kt eutT�lif lchs«eMi U und Frommen der der Sozialdemokratie w... u.\Miii o» Q statt- ......-cjuiiura< i« eneralversammlung den Antrag einge- acht,„daß in dem Statut der Bundcsvereine im Wortlaute fichtlich sein müfie, daß Soziaidemolraten med« in einen «ein ausgenommen, noch in einem solchen n»*"1*-*- trsen." Mit«'-1■ eschästigte ma usammlungen m. So ließe....�. �.»--ven ...... �»zulsvorilanve freie Hand, Chemnitz lehnte Antrag Flöha ad und<-■-r-t.---- �genommen, ,n ernem solct„------«.nwcn en." Mit diesem Antrage beschäftigte man fich zunächst in einzelnen Bundesdeziiks-Versammlungen. � hlüffe lauteten aber verschieden. So ließen nd Oschatz dem Bezirksvorstände freie Hand, reyemnrtz lehnte m Antrag Flöha ad und erwartete bei Statutenänderung >erückflchtigung obig« Frage, nur Rochlich stimmte dem «trage Flöhas bei u. s. w. Bei der SR..-*-* rsammluna 0 n" »wufMui lumtnte dem «uo vc, u. s. w. Bei d« Bundes- General« sammlung am 8. Juli er. befürwortete natürlich Flöha len Antrag. Allein auch hier war man nicht so schnell der Abstimmung bei der Hand. Im Gegentheil«klärte » Bundespräfidium, daß die Bestimmungen des Antrages 5ha erst dann berücksichtigt werden sollten, wenn neu auszu- »mende Vereine ihre Stowten einreichten, od« wenn alte reine ihre Statuten umänderten. Leio«»«"d len v:- � %v»»f uuci wenn ? 1>!a5fft"v,,u'u«Muten umänderten. Leipzig und Löbtau«- hieraus die Generalv«sammlung überhaudt nicht kom- g°Äiiach,�, ,.!> Frage. Zwickau glaubte wie Dresden, Großen- bedc-u' iM>n und Chemnitz, über den Antra»-------- �.....- t-'' traue« unge seine t auch ____________ wre �resven. Großen- über den Antrag hinweggehen zu können, 'uckt. Dieselben haben sich seit tausend Jahren eingebürgert. obwohl eine Gesellschaft zur Einsührung d« Mtmsichen 3%% sig heraus, weit« find wir noch n, cht gekommen. Dre ttungs- und literarische Produktion im allgemeinen wu�e tieu« erleichtert werden, wenn wir die chinesische«## NWWM ttung in Tokio einen Stab von einem »traßenrcporter. Diese bekommen �80 M. Kurzschrift kennen sie nie w�richte-' einem Dutzend sogenannter monatlich nicht mebr als MZMMWKWN W) das 9.? Sebrldet« Report««hält 800— 1400 M. pro Jahr: t.) bog ra.,!n in Japan ist sehr billig, das Klima ausgezeichnet $e Rnb re fb1°i� weiter, als in Europa. Die Preßge« Unflt» J,1 Entwickelung des Journalismus durchaus nicht . �bildet u�> iind nach denjenigen des franzöfischen Kaiserreichs /plik�ticken und 5?siatten der Regierung, die Zeitungen zu unter- \ S c /i�ine Foln. v e Redakteure mit schweren Strafen zu belegen. z-st: Gefahren ausgesetzt; wir hoffen aber, mit der Zeit vc jia,i f � f�Su'oinmen." ewf. W- mit der Taucherglocke. Der drcihundeck« benktag d« Vemichtung der sogenannten unüdnwind- vere» � r'" Flotte der Spanier durch einen furchtbaren Sturm im das JMre 1588 wird bekanntlich in diesem Jahre durch Schau« nt"'ließ, Hungen jc. gefeiert werden. Mit diesem historischen Ereignih en ßLLeW M auch ein wiffenschaftliches im nahen Zusammenhange. Bei ,on Unternehmen, die mit mchr«en Schiffen der spamschen Die SÄ?°.da versunkenen Schätze wieder vom Meeresboden herauf lv'< Ebringen, wurden in der Rähe der Insel Mull an der West- stp» von Schottland die ersten praktischen Versuche mit der llel»! iß.Kucherglocke angestellt. Diese ersten V«suche fanden, nach spone" pi /5.9endolff, noch im Jahre 1588, nach and«en«st im Jadre .tid slaU. Räch den Berichten Poggendorff's ist die dazu be- Sft Taucherglocke von Sinclaire beschrieben in der Ar» uov» bf gravitatis et levitatis, Roterodami 1669. Erwähnt -iittfr1. We Taucherglocke schon im Alterthum. Aristoteles spricht «rdings nicht von einer eigentlichen Taucherglocke, sondern nur da das ietzige Statut genugende Bestimmungen enthalte. Nur Rockl.tz stellte fich auf die Seite Flöhas. Schließlich wurde d« Antrag Flöhas zu Falle gebracht und der Vorschlag des Bun« vespräsidlums zum Antrag und Beschluß erhoben.— Es nimmt uns Wunder, wamm man überhaupt derartige Beschlüsse faßt, denn Sozialdemokraten„von echtem Schrot und Korn" giebts überhaupt nicht in den Militärvereinen, denen beute jede libe- rale Regung fehlt und die ganz und gar in die Netze der Kar- tellbruderschaft gezogen worden find. Echte Sozialdemokraten durften daher keine Lust v«spüren. in ihnen feindliche Vereine fich aufnehmen zu lassen. Und„halbe" Sozialdemokraten in den V«einen werden gar bald merken, wie man an ihnen herumdoktort, um das verirrte Schäflein wieder zu der reaktio- näien Kartellhe«de zurückzuführen. Zur Wohnungsfrage wird d« Elberfeld«„Fr. Pr." aus Barmen geschrieben: In allen großen Städten werden die Wohnunasv«hältnisse von Jahr zu Jahr traurig«. Die Wohnunasmieth« befinden fich in ein« überaus bedauerns« wntben Lage. Kaum hat eine Arbeit«' oder eine Handwerker- familie ein dürftige Wohnung bezogen, so ist fie durch die V«« Hältnisse gezwungen, sich wieder nach einem andern Heim umzusehen. An passenden Wohnungen herrscht Mangel und die Miethe ist in vielen Fällen nicht zu erschwingen. Daß solche Zustände auf die Dauer unhaltbar find, wird jedem, der nicht blind sein will, einleuchten. Es find nun in einigen Städten Mietherv«eine gegründet worden» welche die Wohnungsfrage zum Gegenstand der Erörterung zu machen fich die Aufgabe ge- stellt haben. Fein« bezwecken diese Vereine, den Mitgliedern in Wohnungsverhältnisscn nützlich zu sein und in Micths« streitigkeiten unentgeltlichen Rechtsschutz zu gewähren. Doch darf dieses der Zweck der Vereine allein nicht sein, wie wir unten weiter ausführen werden. In vielen Städten bestehen auch'Haus- und Grundbefitz«-V«eine; dieselben bezwecken ebenfalls, ihre Interessen zu wahren, und weil die Interessen der Haus- und Gmndbefitzer ganz andere find, wie die der Miether, so kann es nicht ausbleiben, daß die gegentheiligen Vereine gelegentlich aufeinanderplatzcn. Die Haus« und Grundbesttzer- V«eine bezwecken, möglichst geringe Lasten auf sich zu nehmen und schrankenlose Spekulation ausüben zu können. Demgegm» üb« sollten es sich die Mietherv«eine zur Aufgabe machen, einen Verbanv analog dem d« Haus- und Gmndbefitzervereine anzustrebm. Die Miethervereine hätten fem« in Erwägung zu ziehen, ob es nicht an der Zeit sei, dahin zu streben, daß der Paragraph 15 der Städteordnung umgeändert wird. Dieser Paragraph bestimmt, daß die Hälfte d« Stadtverordneten aus Hausdefivnn bestehen muß. Femcr muß dahin gestrebt werden, daß d« Zensus für die Kommunalwahlcn aufgehoben, mindestens aber ermäßigt wird. Die Gründe für diese Forderung liegen sehr nabe. So lasen wir neulich in einem Blatte:„Die Stabilität des Grundbefitzes hat wenigstens in allen größeren Städten aufgehört. Die städtischen Miethskasemen unser« Zeit find ein Svekulationsobjekt geworden, welches, so oft der Vor- theil es gebietet, dm Befitzer wechselt. Unsere heutigen Haus- befitzer betrachten zum großen Theil ihren Besitz nicht mehr als einen solchen, den fie Hessen, auf Kind und Kindeskinder zu vn«ben, fie nutzm ihn durch Erzielung möglichst hoher Miethen und möglichst gering« Unkosten, so gut es geht, aus und v«« kaufen ihn dann für den möglichst hohen Preis, der fich naturgemäß durch Kapitalifimng des Reinertrages berechnet." Nun wird es durch den vorerwähnten Paragraphen 15 der Städte- Ordnung den Hausbefitzern, Bauspekulanten und Grundbesttznn möglich gemacht, die Stadt« verordnetenversammlungen zu terrorifiren, und liegt es nur zu nahe, daß diese Stadtverordneten alles thun, die Interessen ihres Standes[zu wahren. Daß dies nur zum Nachtheil der großen Masse der Mieth« geschehen kann, das deweisen die er- bärmlichen Wohnungsvnhältnisse der großen Städte auf das Eklatanteste. Demgegenüber ist es an d« Zeit, den Reichstag auf diese Uedelstände aufm«ksam zu machen und zu ford«n, daß es den Stadtgemeindcn zur Pflicht gemacht wird, wenn es nörhig ist, auf Kosten der Städte Wohnungen zu bäum; das Recht hierzu Hoben die Städte schon heute, doch werdm diese aus oben angeführtm Gtünden keinen Gebrauch davon machen. Weiter muß es den Gemeinden verboten wnden, Gemeinde- grundstücke zu veräußem, da dadurch, wie die Erfahrung gelehrt, ein« verderblichen Spekulation Vorschub geleistet wird. Den Arbeitern wird es nie gelingen, aus ihren leeren Taschen Hauser »u bauen, selbst dann nicht, wenn durch iangjabnge Sammlun- gen ein kleines Kapital zusammengebracht wurde. Die hmtige Spekulation würde sie erdrückm. Nur durch vre Hilfe der Ge sammtheit, d. h. des Staates resp. der Gemeinde, kann die Wohnungsfrage gelöst wndm. Ucb«all, wo noch keine Miethen vereine bestehen, sollten solche gegründet werdm, dann wrrd es gelingen, die weitesten Kreise für die Wohnungsfrage zu interesfiren. und Besserung auf gesetzlichem Wege kann dann nicht ausbleiben. S-m«-rfrischlich-» au* Wehlstadtche«. Im gemuth- UZWMWW von ein« Taucherlappe, einem umgestürzten Kessel, wodurch man Mos den Kopf des Tauchers, nicht den ganzen Körp« desselben schützen wollte. Die älteste Nachricht von ein« wirklichm Taucherglocke findet fich in einem Werke des Würzburger Mathe« matikers Kaspar Schott(1608—1666), eines Freundes von Otto von Gu«icke, betitelt: Technie« curioaa, Herbipoli 1664. Er berichtet darin, daß im Jahre 1538 zwei Griechen zu Toledo mit einem umgekehrtm Kessel fich unter Waffer ließen, ein brmnendes Licht mitnahmen und mit diesem, ohne naß zu uxrdm, wied« h«aufkamen. Auch Baco hat diese Experimmte in seinem Novum Organon(1620) eingehend beschrieben. Die nächsten Verbesserungen der Taucherglocke rühren von Hooke (1691) und von Halley(1716) her. Letzterer ersann nebm and«m Verbesserungen namentlich ein Verfahrm, die Tauchnglocke mit frisch« Luft zu verseben, wodurch ein längerer Aufenthall in derselben ermöglicht wurde. Die von ihm im Jahre 1721 konstruirte Taucherkappe ist im Prinzip noch heute bei dm Arbeiten auf dem Me«esgrunde im Gebrauch. In neuer« Zell ist man zu ähnlichen Versuchen, wie der erste, wo es. wie gesagt, darauf ankam, die im Jahre 1588 mit der Armada v«sunkenm Schätze zu heben, mit steten Ver« besserunaen zurückgekehrt, ja, nach den neuesten Berichten haben unter Anwendung elektrischen Lichtes die Taucherglocken bei Hafenbauten, Tiefseeforschungen und Rettung versuntmer Gill« erfolgreiche V«wmdung gefunden. Nie Aufrichtung Jerusalem«. Aus New-Dork, 23. Juli. wird der„Franks. Ztg." geschrieben:„Zwischen den Paffagieren der„Anchoria", welche vor einigen Tagen nach Glasgow ab« segette, befand fich d« Rabbi Dr. Morton SivertKa aus Ctneago, welch« eine Bewegung zur Wiederaufrichtung Paläsiina's in's Leben rufen will und in Amerika und England schon zahlreiche Enthusiasten gefunden hat. Dr. Sivertha ist kein Phantast, kein Schwärmer, sondern ein ruhiger, weitsichtiger und prallt« scher Mann; et glaubt nicht, daß die Gründung eines neuen Reiches in Palästina durch ein Mirakel zu geschehen hätte und nimmt an, daß die Israeliten aus allen Ländern vorläufig nur '4 der Bevölkerung des neuen Landes liefern würden;« hat tiefe Studien über den Gegenstand gemacht; f«ttge Pläne zur Gewinnung, Bevölkerung, zum Aufbau von Städten, darunter der Restauration Jerusalems, nach England mitgenommen und hofft, gestützt auf seine Argumente, schon in diesem Herbsteinen groijen Erfolg für seine Sache zu«zielen. Sobald der Grund- stock zur Bevölkerung gelegt ist und eine genügende Zahl von Ansiedlern vorhanden, hofft«, daß die Großmächte den Staat als neutral und unabhängig«klären werden, wie in den Fällen sozialdemokratischen Pattei mit dem von mein« bishnigen Partei »«folgten Prinzip nicht die erhosften Resultate«- zielen konnte(?), da überhaupt sämmtliche Errungen« s ch a f t e n d« Sozialdemokratie mit meinen nunmeb» r i g e n Ansichten in keinem Zusammenhange stehen(!!). et kläre ich hicrmit öffentlich, hoffentlich zur Befriedi» gung all« Wehlener, daß ich der MUgliedschaft der Sozial» demokratie von heute an entsage und der liberalen Partei nunmehr anzugehören mich entschloffen habe. Ich schließe mit dem JMotto: Lieb' Vaterland magst ruhig sein! Bruno Rtchard Kmoch." So zu lesen im Amtsblatt d« Stadt Wehlen dem»Pwna« Anzeiger". Wie werden fich die guten Wehlen« freuen! Welch' erfreulicher Zuwachs für die Liberalen, die au klaren Köpfen keinen Ueberfluß haben! Lieb' Wehlstädtchen kannst ruhig sein! berget, gebürtig aus Stettin, der im deutschen He«e ein« iahnggedient. am Bahnhof zu Berthemmgen. d« Spionage beschuldtgt, durch Vcrmittclung des Bahnhofsvorstehers feftae. nommen, verhaftet und nach Saardurg abgeführt. Taas vorher hatte derselbe fich einige Zeit am Bahnhof aufgehalten und soll fich dort verdächtig gemacht haben..Der herbeicie. rufene Gendarm fand aber die Papiere des Reisenden gan, in der Ordnung, worauf der Beschuldigte hi«h« reiste. Am anderen Morgen, als der He« auf seiner Reise wieder Betthelminaen berührte, wurde er dann verhaftet. Am Sonntag darauf nun wurde in Saarunion im Gasthause, wo der Verhaftete ein Zimmer hatte, eine Haussuchung vorgenommen, bei der man jedoch nichts Verdächtiges in dessen Reisekoffern vorfand. Dem Vernehmen nach soll der He« aus der Untersuchungshaft schon wieder entlassen sein,"— Wenn das einem Deutschen in Frank- reich pasfitt wäre, wie würde die„Nordd. Allg. Ztg." da eine schöne Gelegenheit gefunden haben, von franzöfisch« Unkullur. Barbarei und lächerlich« Spionenfurcht zu schreiben! Au« Augsburg erhält das„B. T." untttm 1. d. Mts. ein Telegramm, wonach bei mehreren Sozialisten von d« Polizei verbotene Schriften gehaussucht und gefunden wurden. D e Betteffenden wurden verhaftet. Die überseeische Auswanderung au» dem deutsche» l'.eich üb« deutsche Häfen, Antwerpen, Rotterdam und Amster« dam betrug im Monat Juni 1888 8453 und im ersten Halt- jähr 1888 56 732 Köpfe. Im gleichen Zeitraum der Vorjahre wanderten aus: 1887 im Juni 8644 und im ersten Halljahr 57 181, 1886: 5907 bezw. 40597, 1885; 9622 bezw. 66 941; von den letzten 10 Jahren hatte das Jahr 1881 im ersten tzolt- jahr die größte Auswandererziffer, nämlich 126 139, 1878 die lldnste mit 13 661 Köpfen. Grotzbrttannie». Das englische Unterhaus hat in einer mehr als elfstündigen Sitzung die B«athung d« Vorlage, betteffend die Parnell'sche Untersuchungskommission, fort- gesetzt, doch kam auch diesmal die Beratbung noch nicht über den ersten Artikel des Entwurfs hinaus. Das bedeutsamste Er» gebniß der Debatte war das Eingeständniß des ersten Lords des Schatzamtes, daß er mit dem Besitzer der„Times" in dauerndem Verkehr üb« die Vorlage gestanden hat. Smith stellte allerdings in Abrede, daß diese Untenedunaen die Gestaltung der Vorlage beeinflußt hätten, ab« für diese V«- sicherung wird er selb« bei den«regten Parnelliten keinen Glauben erwarten. Die Hartnäckigkeit, mit der fich die Regst- runa auch gestern wieder allen Adänderungsanträgen widersetzte, muß die irische Pattei in der Anschauung bestärken, daß die Vorlage im Grunde nichts and«es sei, als eine gegen fie zwischen Regiemng und„Times" vereinbatte Abmachung. Na- türlich konnten unter solchen Umständen lärmende Szenen nicht ausbleiben. Die Regierung ist augenscheinlich fest entschlossen, äwJÄ ä" 03 Ä8ÄÄ eines Gesetzes herbeizuführen, dessen Annahme durch das Hau« ihr äußerst unbequem wäre. Auf der anderen Seite suhlen die Hattingtonianer die Falschheit und Unebrlichknt der Hallung des UMMiM MHKNW Situation. Ob eine Einschränkung möglich ist, daluber gehen die Ansichten der Juttsten auseinander. Sich« ist, daß dre der Schwei» und Belgiens. Dr. Sivettha sagt, daß bei einem Tertttottum von der Größe Großbtttanniens und mit jeder Varietät in Bezug auf das Klima, das neue Land bei ttcktiaer Behandlung an Prosperität mit Süd-Italien rivalistren könnte und„prophezeit" daher, daß das Thal des Euphrat» die Wiege der Menschheit", noch einmal wieder der �itz lebensfreudigen Schaffens und frstdfertig« Glückseligkeit werden solle." Gin«ndnldsamer Priester. In England sollte vor einigen Tagen die Trauung des Eisenbahnbeamten Laine mit einer jungen Franzöfin, Marguettte Thmniet, stattfinden. Da« Mädchen war Mitglied ein« franzöfischm Volkssäng«« Gesell- schaft, in einem Rauchtheater hatte fie Laine kennen gelernt und fich in sie verliebt. Der katholische Vttest«, der die Trauung vollziehen sollte, hielt eine Rede, in welcher« sagte, d« Bräutigam dürfe in seiner künftigen Ehe ja nie vergessen, daß er ein Mädchen heimgeführt habe, welches gewohnt sei, die Augen begehrlich nach d« Männerwelt zu richten, statt fie de- scheiden zu Boden zu senken; so müsse« denn sein Weib sorg, fältig hüten, um der Treue fich« zu sein. Diese unzarte An« spleluna empötte Laine in solchem Grade, daß« mit sein« Braut fortstürmte, ehe die Trauung vollzogen, zur protestan- tischen Religion ubettrat und fich von einem Pttest« diese« Glaubens trauen ließ. Der Schall de» Master». An einzelnen Stellen der Küsten von Sumatra und der Molukken erkennen die Fischer des Nachts die Tiefe des Meeres und die Beschaffenheit des Meeresgrundes an dem Schall, welchen das an die Korallen- risse anschlagende Wasser«zeugt. Auf 20 Fuß oder weniger gleicht d« Schall dem Prasseln des Salzes, das man auf glühende Kohlen wirft; aus.50 Fuß ist es daS Ticktack ein« Uhr, mehr od« wenig« statt, je nachdem d« Grund ausschließ- lich aus Korallen oder abwechselnd aus Korallen und Schlamm oder aus Korallen und Sand gebildet wird. Wenn der Meeresgrund nur aus Sand besteht, ist d« Schall klar und rein; besteht« nur aus Schlamm, dann ist d« Schall dumpf und gleicht dem Summen eines Bienenschwarmes. In finsteren Nächten richten fich die Fischer nach diesen verschiedenen Tönen bei der Wahl ihr« Fischplätze. Um die Schallunter- sckstde besser hören und schätzen zu können, legen fie das eine Ende des Rud«s an das Ohr, während das and«e Ende ins Waffer taucht. Achc keiner Londoner Jury, sondem voraussichtlich einer schothschen überwiesen wird. 'Ä T.Tl'r VCL v�*vv|ft»»v v»v-v• rrs t i j ri suchunaskommission wurde nach langer Debatte, welche - Uhr Mittags 5� Uhr Nachmittags dauerte, ein zu diesem ..... neues Amendement, wonach andere Per- Von 12———— t, Ar trtel einßcbrnch 1 1 s..—,..- fönen nur in soweit sie Mitschuldige von Deputirtcn find zur Untersuchung herangezogen werden sollen, mit 241 gegen 194 Stimmen abgelehnt und die Weiterderathung des§ 1 auf morgen vertagt. Der Kanzler der Schatzkammer, Goschen Lindigte an, daß, falls die Einzelberathung nicht bis Freitag früh 1 Uhr beendigt sein sollte, die noch zu erledigenden Paragraphen ohne Debatte zur Abstimmung gebracht werden würden. In Sligo wurde der Bürgermeister des Ortes, Mr. Mchugb Mayo, in Gemäßheit des Kwangsgesetzes zu vier Mo- , Gcfängniß verurtheilt, weil le, worin naten Gefängniß verurtheilt, weil er in dem Blatte, dem„Sligo Champion", Artikel veröffentlicht h das Boykottrren empfohlen wurde. London, 2. August. In fast ganz England find durch anhaltenden starken Regen verheerende Ueberschwemmungen ein- getreten, welche stellenweise die Ernte gänzlich vernichtet haben. In London selbst stehen die östlichen Stadttheile unweit der Docks, welche größtenteils von der ärmeren Bevölkerung de» wohnt find, unter Waffer, wodurch großes Elend verursacht worden ist. Frankreich. In der letzten im Saale Favis von der Arbeiterpartei ge- haltenen Versammlung empfahlen einem Telegramm der„K. Z." unfolge alle Redner den A u s st ä n d i g e n Ruhe und Be- sonnenhett, da der Augenblick noch nicht gekommen sei, um die große Schlacht des Proletariats gegen die Bourgeoifie zu be« ginnen. In einer Tagesordnung erklärt dann die Versamm» lunz ihr Einverständniß mit den Ausständigen und betont, daß die Befreiung der Arbeiter nur von diesen selbst ausgehen müsse, da man auf das sogenannte radikale und sozialistische Bürger- thum nicht mehr zählen könne; ferner erhebt fie Einspruch dagegen, daß die öffentliche Geroalt in den Dienst der Arbeit» geber gestellt werde, fordert die Ausständigen zur Ruhe auf und verpflichtet alle Arbeiter, ihr Scherflein derzutragen, um den Erdarbeitern zum Siege zu verhelfen, denn deren Sache sei die Sache aller. Clemenceaus„Justice" hat den Ausständigen 100 Franken zukommen lassen.— Nach einer Meldung des „W. T. B" soll ein Theil der Skeikenden die Arbeit wieder aufgenommen haben. Das„Journ. des Dedats" kommt neuerdings auf die geradezu barbarische Behandlung der aus Tongking heim- deförderten kranken Soldaten zu sprechen, welche kürzlich im Parlament eröttert wurde, bei welchem An- lasse der Marinemimster feierlich die Abbestellung dieses Uebelstandes verheißen hatte. Damit scheint es aber noch seine guten Wege zu haben, denn gegenwärtig wird in Toulon der„Annamite" ausgerüstet, der um den 1. August mit Truppen nach Tongking abgehen soll. Slatt, wie die englischen Behörden es mit den Truppensmdungen nach Indien thun, während der Monate Mai bis Oktober gar keine Soldaten nach den Besitzungen zu schicken, werden die an das heiße Klima nicht gewohnten Truppen gerade jetzt den brennenden Sonnen« strahlen ausgesetzt, so daß man sich nicht wundem darf, wenn sie den Keim des Typhus und der Cholera nach dem äußersten fie den Keim des Typhus unv ver �yorera nacy oem augemen Osten mitbringen. Noch unverzeihlicher aber ist die Verordnung der Verwaltung, die kranken Soldaten mit dem„Eomorin" nach Hause zu befördern, der im Beginn des nächsten Monats Tongking verlassen'wird, indeß doch die Kranken einer sorgfältigen Pflege bedürften, die man ihnen auf dem Schiffe nicht ange- deihen lassen kann. Möglicher Weise werden diese ein günstigeres Schicksal haben, als ihre unglücklichen Kameraden, die auf dem„Kanton" eingepfercht wurden, allein man dürfte zum Mindesten erwarten, daß dm Soldaten die gleichm Rück- sichten geschenkt werden, wie den rückfälligen Verbrechem. Auf die Nachricht, daß unter den nach Guyana Devottirtm einige Fieberfälle konstatitt wurden, hat nämlich die Verwaltung Be« fehl ettheilt, jede weitere Sendung von Rezidivisten zu unter» lassen, bis der Gesundheitszustand sich gebessert hat. Oesterreich-Mag nr«. Wien, 2. August. Die„Wiener Zeitung" veröffmllicht eine Verordnung des gesammten Ministeriums, betteffmd die Einstellung der Wirksamkeit der Geschworene fachen, welchen anarchistische Bestrebungen zu für die Gerichtshofsprengel Wien, Korneubmg, stadt, Wels, Prag, Brüx, Jicin, Jung-Bunzlmr- Brünn, Olmütz, Neutitschein, Gray, Leoben und R* 10. August 1888 bis zum 31. Juli 1839. Italte«. In der Gemeinde Ponza di Arcinazzo provozitten die anläßlich der Gemeindewahlen Klerikalen Exzesse und bewarfen die n biniers mit Steinen, wobei einige verwundet-. Karabiniers mußten von ihren Waffen Gebrauch der Erzedenten wurde schwer verwundet, 18 in W' Die Ordnung ist wiederhergestellt. Kleine Mittheilungen- An» Thüringen. 31. Juli.(Schneefall.)% Es besteht seit Ii Mittag bat es in Dermbach so geschneit, daß da-Mission, deren S fialbe Stunde später noch einen halben Zoll und die Aufaä Dächern lag! Mitten im„heißen" Sommer und zusammen eine geheizte Stube! i Fachmännern b Orr« Inn. 2. August.(Explosion.) Nach an�wuj über das! der„Schlefischen Volkszeitung" aus Schwientoltle�entlich bei. Das Gaskanal der Hochofenanlage Falvahütte explodifi. �ders reich an Q Ingenieur und ein Werkmeister Brandwunden cWe Zahl seit 188 Maurer wurden verschüttet..} hon bedeuten! KtaSfnrt. 30. Juli.(Opfer ihres Berufs) t« einem größer es endlich, die Leichen jener Bergleute, die s.Z. M!L Ahnten. q ÄffÄrÄSs ü auf Kosten der Verwaltung an die Arbeiter s. Z. auch bei dm unablässig fortgesetzten Retlu» schehen ist. Särge mit Zinkeinsay waren in■ hatten. Theater. Freitag, den 3. August. frletorUl- Milhelmstüdtische« Theater: Boccaccio. Kr»>'« Theater: Der Postillon von Lon» jumeau. Gstead-Theater: Vom Viehhof bis zu dm Mmschenfreffern. T«»ea>ta«re» Theater: Das elfte Gebot. Madame Flott. Uiktaria-Theater: Die Kinder des Kapitän Grant. Oauftoam»'» Nartüta: Spezialitäten-Vorstellung. Taaearvla- Theater: Spezialitäten« Vorstellung. P Schweizer Garten. Entri» SO Pf. Entere SO Pf. Theater- it. Sveeialitate« Norstellung. $>§aft0O'|aiBiUr, 1 Willberg, Srsthtts JUuiof, Seschw- Delorme. Vollsbelustigungm Im Saal: Damm- aller Art. tanz u. Kall. Abmds: Gr. Illumination. Alles Nähere die Anschlagsäulen. Gauverein Berliner Bildhauer. Nachruf. Allen Kollegen zur Nachricht, daß unser lang« jähriges und treues Mitglied, der Holzbildhauer Franz Beacke nach längerem Leiden am 24. Juli im Bad Soden gestorben ist. Der Verein wird das An- denken des Ve.stordmen stets in Ehren halten. Der Vor st and. Fachverein d Nutzer .-r» i»» c\t n m» Sonntag, d. 5. August, Vormitrags 11 Uhr, bei Scheffer. Jnselstr. 10: l «W Volksbi all w jinumir. Zamm-» Sall. "mä ßtidrl's Klemer JJfllksgaruii Gesundbrunnen 60 Wad-sttraK» 60. Jeden Sonntag: Gr. MilitSr Klmzert »erb. mit KchiachtmvstK. Aufafeigan des NAllf igenden Menschen I 4 epochem. Neuheit auf aeronaut. Gebiete. Neu! Auftreten der Mailänder ■ Th i c r- K a pe 1 1 e.■ MT?m$««1:«roher Kall. TK Jedm Montag, Mittwoch und Donnerstag: Grosses Frei-Konzert. Eintritt an Wochentagen frei, Sonntags 15 Pf Die Kaffeeküche ist von 2—6 Uhr geöffnet. Sehr wichtige Tagesordnung. Elscheinen dringend nothwendig. 242] Der Vorstand. Vorläufige Anzeige. Der Fachverein der Putzer feiert am S o n n- abend, d. 25. August, sein 4. Stiftung»- fest im Wintergatten des Centtal-tzotels durch Eoncett, Gesangsvotträge und Ball. Die Ball- mufik wird von einer 20 Mann starken Kapelle des Mufikvirektors Görner ausgefühtt. Billets i find bei folgenden Herren zu haben: H. Thielike, Golzstr. 1, A. Straffe. Friedrichsfelderstr. 10, I. Holst, Wollinerstr. 51, F. Schotte, Bellermannstr. 5. G. Hoehle, Lützow-Ufer 29, H. Seefett, Pücklerstr. 13, E. Thöning, Naunynstr. 87, C. SimanonSky, Ackerstr. 89, F. Grätz, Lützowstr. 101. _ Der Obige. Eentral-Krimke«-«. Kterbe- kajfe d. Töpfer u. Kernfsg. Sonntag, den 5. August, Vormittags 10 Uhr, in Gratweil's Bierhallm, Kommandantenstraße Nr. 77-79: Tages-Lrdnung: 1. Der neu genehmigte Statuten- Nachtrag. 2. Abrechnung vom zweiten Ouartal. 3. Verschiedme Kaffenangelegenhetten. Die Mitglieder werden gebeten, zu erscheinen und ihre Statuten mitzudttngen. Carl Habantz, Bevollmächtigter. 237] Keffelstr. 20. Ä» Kgewresen worden .Jfbe neue läßt dir AN �lhonelhal ui .""öFura Ml tn ihrer Rich ZN * sonders -denden. 0%«% nliium, iiiiu, iiiiiiiiiiiiimiu, in inuiiiiii� Kerem znr Walz.nng der Jutereffe« der Tischler. Sonnabend, den 4. August, Abends 8 Uhr, Köpnickerstr. 68: Versammlung. Taaes-Ordnung: Wahl eines Bidliolbckars. Aufnahme nmer Mitglieder und Verschiedenes. Ausgabe der Billets zum Sommernachtsball. 240] Der Vorstand Fachverein der Former«nd verwandte« Kernfsgenoffen. Sonntag, den 5. August. Vormittags 10 Uhr,! Jnvalidenstr. 144 in Faustmann's Salon: Versammlung."HDU TageS-Ordnung: I. Vortrag. 2. Wohl des 1. und 2. Vor- fitzmden. 3. Verschiedenes und Fragekasten. 236] Der Norfiond. _ SFÄte Sozial-politischer �"MsKAbedi von Disraeli. Mß] Natalie Kiebk«�% für Reparatur- Werk statt Nähmaschinen sämmtticher Systeme. Gr Dt», 1# ü Gute [210 und schnelle Ausfühmng. E. Franke. �lt» Hakodst». 88 und itiavb*üikrttt*. g. p&m o/yVy>/vvvv«v>7vW� 9 M.- 10«. Reife d. oderital. Alpen. Deraanze Trauerzug und Auf- dahrung Kaiser Wilhelms im Dom. Entree» Cucl. Entree m Cycl. 20 Pf., Kind nur 10 Pf. Abonn. Rerein zur Wahrnug der Jutereffe« d. Hlavierardeiter. Sonnabend, d. 4. August, Abends 3* Uhr. Gratwett'jche Bierhallen, Kommandantensiraße Nr. 77-79: [1270 Einzelne Soptza Hezügett in Kl»«, Damast mnd Fantastestoff«» für die Hälfte! S�Emil Lefevre.nk": Versammlung. Tagesordnung:, Punkt 1: Vottrag des Herrn Dr. Bernstein über „Die erste Alse bei Unglücksfällen". Punkt 2: Auwahme nmer Mitglieder. Punkt 3: Vereinsangelegenheiten, Werkstatiange- legenheitm und Verschiedenes. 241] D-e D-rstand. Soeben erschien; Ur. 56 „Wahren Jakob". 11 Zu beziehen durch die G»v»dttta» d. Kl Zimmerstragr 44. 3m Bering«•«. J. H. W. Dl.U w»int«. zart Ist(«est«,«rf�ien«: 5>«r für 1889. >ntz«h»t»r Jahrgang. Salalit talnktHan.— Ei. sea»,eh»m,».tllcher »««,,<.— Rtffn..» M-rtte.—?«»ret», Uu,»es Zehre«(mit Bilsi.— Bratrice#eiid(tor. Um et. H««r. ar,s»lun,«wi H». 3Me». — Der Alle Becker(ml Vorttai«),— Die Spieler (Bllb).— Bon«em S-nNu»»er Sonne und bei Monde««Ii do« Better»er Orte Bon C«n>«»hier. — Beil'« mi freut«edicht mit Zluftrotion.— Beim Pfmidleiher(Bill),— Bleibe»le selbst aeteca.«nWung ein Robert— ean,erfpru». »edichl ,0. 3. Nu»orf.— Die«omendildimo bei flonten«n»»ie ffinbeit»er Zeugung«oft im — IkriW Dr*- —»ebenfHatt an 3.». Oichenderst.- Der stille B fl unten, im» zzierreich. Bon ftol,_______ Port(mit ZDufir.).— Bierlei Bicnkee(mit 3Bu(ir.). Dobel. Schuster. cki|»blung von 9.«einer(ittufltirtr— Dr. Bbolf touoi(mit portroitt— Bilhelm e>«sen. clever(mit Dortra.t).- Woj flaofer(mit Portrait). — 81. 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Aufbewahrung vonModilien in besonders zu diesem Zweck eingerichteten Speichern empfiehlt sich Panl Schar, O«rU» v, Ktralauer Krück», Ktadt- bahuboge«. Mitglied der Deutschen Möbellranspott- Gesellschaft. «in Zvickelmacker auf«d# iloge(100-40 I Maße 23. H. 4 ,-§S mz&m Von demselben Verfasser � ��W>en hg�°ui »> u.,«»..-,....~— &#% Tuenden Rthfi|, �usloiung kommen oder daß die gebirgs- W?vrgerufen' n� � iene Diskontinuitälen im Atpenkö.per W den ist überatl hi.'hätig find. Die Nawr dieser Erd- Dsttokation W j8??� e>' es sind tektonische Sebm, welche in '�MKMWKL.........-, gpW™ jeheuer oto6;s. � tenin5. war bei diesem Erdbeben ein so --» hatte den 2;«� �ne Folgen— es traf 300 Ottschaften " ä, daß eg von 2000 Menschen zur Folge— so furcht- *"rsache kenn». allgemeinem Interesse ist, seine cigeni- -'"Nen I---- a,_— Sinpif. ist .......... 15 schweizerischer oge, die olm Z: Lm. Lunch, ein lunaer lchwerzeniw« .....» U« nrne Stuttgatt-Belfort-i-„�en rmipeUier Foggia-Venedig umschrieben; der Radrus o, �00 ungefähr 400 Kilometer groß. Seiner Natur nach«ev.�� .mische Erdbeben weder zu den stets total auftretenden-� Wl,* Dringe Fläche sich ausbreitenden ßw-— Jj Äusmnf*- .�pfgifSP �nfl d�atrum, ernen-■• 4iDiett_ Seben Knie-»- n*—*■'-*" uiiua- /£[ ßiebt nun kaum ein Küstengebiet, welches beut mächtige und zahlreiche Senkungen spncht. als die fKc r0"1 Mittelmeer. Auf allen Seiten treffen wir ein ge- ?errn, i Querthal; hier setzte höchst wahrscheinlich die jurassische sstr.«on Afrika nach Europa über. Das spanische Erdbeben - t war eine Bewegung der Massen längs der Bruch- — f a%®le burch den Felsen von Gibraltar geht. Malta und Cn, Fragmente von Horsten, um die herum Schollen zur nfi�unken sind, und find von mehreren Brüchen durchzogen. . r eutuftp re/.irtLw«« �»i..—------— aßigen Abteilrand Das I Ä ISS itrflfss ßP*- A« die Bewegungen des Meeres an der Küste 4�!' bte» v;eticffer.der obengenannten Schrift faßt seine , XüflrfjU(Jn h°t, i» Ä Mtttheilungen und Expenmente bestätigt 2-* jJrtfQen(Zj'i/N die Satze zusammen: In der Gegend des V Nranbe M ziemlich steil abstür" «ja.-1-« r VJini.j. ,,. Illtli•■vji» w» vi»»,,,.,-, brande hll' am ziemlich stell abstürzenden bogenförmigen uefe hi'n vwfflte sich eine unterseeische Gebirgsscholle gegen großen Vä*»war nahezu gleichzeitig auf allen Punkten �«tuö*'®�bei �Ecschütteruna im Allgemeinen in «sKSSS-ÄS« «....x*. rfr*u.h„„ nnm Hiijuii ailü au ven—-—'---- perivherisches Senkungsbeden mtt vorzugm)e,se �er�S��'RZ W e« Wl 0, gehdien, in kritischer Weise en Erdbebenpropheten Falb eine unter dem Einfluß !„. erfolgte Fluthwirkung des |Uriache her Erdbeben ansieht. auf die Hypothese des Rückficht zu nehmen. des Mondes und der Erdinnern als eigent- Aber sowohl Vre vor- m.... Eroveven ansteht. Aver lowoyi Publikation als die früheren, welche von der schweizerischen mlommisston ausgegangen find, wiverlegen jene Theone dmchaus. Eine Statistik der schweizerischen Erdbeben vom Jahre 1887 zeigt nämlich, daß von 64 Erdbebenstößen 24 für den Einfluß der Mondphase sprechen, 10 gegen den Ein- fluß und daß fich 30 in dieser Hinficht indifferent verhalten. Von den 44 Erdbebentagen sprechen 25 pCt. für, 13,6 pCt. gegen den Einfluß der Mondphase und 61,3 pSL verhalten fich indifferent. Wo bleibt da der innere, nothwendige und aus nahmslose Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung, wie er in jener kaujal.n Erklärung einer Naturerscheinung fich finden muß?(Allg. Z.) gtkMlt». Dl» fi» Montag, d-n 6. d. Mto.. in Kanssouri angemeldet« Uersamml«»«, in welcher zur Atters- und ______a JL /SCIrtfl. im/>/ -T— O»"----- 0-- J'l /I rl Invalidenversicherung Stellung genommen werden sollte.�crhielt die polizeiliche Genehmigung nir I» 1 1 f\» r* A_ i/ 1---!— X wc puiijciuujc«s/c Hufs Renovirung der Fassade errichtete Stangengerüst, dezw. die Bcetterlagen, welche die erste und zweite Etage bildeten, stürzten plötzlich infolge Loslösens einer Strebestange mit lautem Krach in sich zusammen. Glücklicherweise defand fick keiner der dort de- schäftiaten Arbeiter auf demselben, so daß der Unfall ohne weitere böse Folgen verlief. D»r im Wasser aufgefnudene Vergolder Uegli scheint, so schreibt ein hiesiger Berichte, statter, doch nicht von fermder Hand getödtet wo, den zu sein, vielmehr dürfte derselbe, sich nach den sorafältigsten Recherchen der Krimalpolizei wie herausstellt, durch Selbstmord geendet haben. R. hatte schon mehrere Tage vor seinem plötzlichen Verschwinden in der Fabrik, in welcher er bisher beschäftigt war, zu arbette» aufgehört, weil er dort einem Kollegen einen Anzug gestohlen haben sollte und hierfür eine Strafe zu gewättigen hatte. Die Furcht vor der- selben scheint den leichtfinnigen Burschen zum Selbstmord ge- trieben zu haben, welcher jedenfalls am 24. Abends erfolgt ist. Auch die an der Leiche bemerkten Wunden lassen, nachdem sich der Sachverhalt aufgeklätt, keineswegs auf einen Todtschlag schließen. Die Verletzungen an dem Halse find wahrscheinlich von den Fischern, welche die Leiche aus dem Waffer hervor- holten, durch die langen Haken, mit welchen sie den Körper des R. faßten, entstanden. Außerdem find Kragen und Vorhemd des R. ohne jegliche Blutflecken, was jedenfalls bei einem Mord, der an R. begangen, nickt der Fall gewesen wäre. Auch die Polizei soll sich der Auffassung zuneigen, daß nicht ein Ver- brechen, sondern Selbstmord vorliege.— Eine frühere Notiz desselben Berichterstatters, wonach Regli ein streit- und Händel- suchtiger Mensch gewesen sei, wird von den Mitarbeiten des Verstorbenen in einer an uns gerichteten Zuschrift entschieden als falsch bezeichnet. Gi«««bekannter Kelbfimörder. Am 28. v. Mis. wurde in der Junafernhaide, im Jagen Nr. 17, ein unbekannter Mann an einem Baume erhängt gefunden. Der Verstorbene, dessen Persönlichkeit bisher nicht ermittelt ist, war etwa 40 Jahr alt, 1,76 Meter groß, hatte braunes Kopfhaar und melitten Vollbart. Bekleidet war derselbe mit einem grauen Sommer- Überzieher, dunklem Stoffrock, Hose und Weste von gleicher Farbe und weißem Strohhut mit schwarzer Krempe. Nähere Mitthcilungen über die Person des Selbstmörders nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. I« der Gle«mvergiftung, welcher das Söhnchen des Malermeisters Krüger in der Johannitersttaße 12 zum Opfer gefallen, geht uns seitens des Vaters eine Berichtigung zu, nach welcher das Kind nicht in der Werkstätte des Vaters, sondern in der eines benachbarten Perlmutterarbeiters H., in welche es von einem älteren Knaben gelockt und zum Trinken der für Seiter« wasser gehaltenen Schwefelsäure veranlaßt worden ist, das Unglück erlitten hat. Der in der Nacht vom 26. zum 27. vor. Mts. aus dem Amtsgerichts-Gefängniß zu Rixdorf entsprungene Untersuchungs- Gefangene Schlosser Hermann Hoffmann rst nach zwei Tagen wieder ergriffen und in das genannte Gefängniß zurückgeliefett worden. Nolizeibericht. Am 1. d. M. gegen Mittag wurde in der Rosenthalcrstraße ein 9 Jahre altes Mädchen durch einen Eiswagen überfahren und so schwer verletzt, daß es bald darauf im Lazarus-Kranlenhause, wohin es gebracht worden war, starb. — Um dieselbe Zeit wurde in der Mariendurgerstraße ein 2 Jahre altes Mädchen durch das mit dem Wagen durchgehende Pferd des Schlächtermeisters Schulz aus WllhelmSberg umgestoßen und schwer am Kopf verletzt.— Ferner wurde in der Beuffel- straßc der Fuhrherr Krcuter durch seinen Arbeitswagen, von dem er während der Fahrt herabgefallen war, am Oberschenkel über- fahren. Er erlitt einen Bruch desselben und mußte nack dem Krankenhause in Moabit gebracht werden.— Nachmittags gerieth auf dem Potsdamer Platz ein Buchdmckerlehrling durch eigene Unvorsichtigkeit unter eine vorüderfahrcnde Droschke und erlstt eine anscheinend nicht bedeutende Verletzung am Rücken.— Um dieselbe Zeit fuhren in der Möglinersttaße ein Arbeitswagen und ein Kutschwagen durch Schuld beider Kutscher zusammen. Eine auf dem Kutschwagen fitzende Frau wurde durch die Deichsel des Arbeitswagens heradgestoßen und so schwer an dem linken Arm verletzt, daß sie nach dem Krankenhause im Friedrichshain gebracht werden mußte.— Gegen Abend fiel in der Bmnnenstroße ein Arbeiter beim Ab- steigen von einem in der Fahrt befindlichen Arbeitswagen hin, gerieth unter die Räder und wurde am rechten Fuß anscheinend nicht unbedeutend verletzt. Er wurde nach der Charitee ge- bracht.— Nachmittags stürzte auf dem Grundstück Oranien« sttaße 158 der mit dem Umbau einer Treppe beschäftigte Zimmermann Witte aus dem ersten Stock ins Erdgeschoß hinab und erlitt dadurch so schwere Verletzungen an der rechten Hüfte, daß er nach dem Krankenhause Bethanien gebracht werden mußte. — Abends vergiftete sich eine Frau in ihrer Wohnung in der Joachimstraße. Die Leiche wurde nach dem Leichenschauhause §ebracht.— An demselben Tage fanden Küsttinerplatz 7 und lionskirchstr. 40 unbedeutende Feuer statt. Gerichts-Zeitung. Gl« recht roher Uekerfall war gestern Gegenstand einer Verhandlung vor der dritten Ferienstrafkammer des Land« genches I. Der Kellner Dohms bestieg auf einer der Halte« stellen einen nach dem Halleschen Thor zu fahrenden Pferde« bahnwagen, nahm aber m dessen Jnnenraum auch nicht die mindeste Rückficht auf das bereits anwesende Publikum, so daß er ohne sich zu entschuldigtn über mehrere Personen hinweg stolperte und beim Niedersetzen einen Herrn in solcher Weise belästigte, daß dieser Dahms auffordette, sich anständig zu de- tragen. Dahms stand auf, setzte sich auf einen andern Platz und damit hielt der Herr die Angelegenheit für erledigt. Als der Wagen am Halleschen Thor hielt, stieg er aus und ging ruhig seines Weges. Doch plötzlich faßte ihn Jemand von hinten am Rock und schlug ihn, als er sich umsah, mit der Faust in das Geficht. Der Angegriffene ließ den rohen Patton poli« zeilich feststellen und stellte dann den Sttafantrag, infolge dessen Dabms von dem Amtsgencht I zu einer Gefängnißstrafe von zwei Monaten verurtheitt wurde. Diese Strafe dünfte Dahms zu hsch und er legte deshalb die Berufung ein, über welche heute verhandelt wurde. Die Sttaikammer fand nach der stattgehabten Beweisaufnahme keine Veranlassung, die Strafe zu mindern, und verwarf die Berufung. Der bekannte Ka«-Unt»rn»hmer Hanne» dessen Ge- schäftsprattiken anfangs dieses Jahres zum Gegenstand gericht- licher Erötterungen gemacht worden find, hatte sich wegen einer einfachen Gewerbe st euer-Defraudation vor der 95. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts zu verantwotten, zu welchem Zweck er aus drin Strafgefängniß bei Plöymsee vorgeführt worden ist. Der Angeklagte, welcher in den Jahren 1885—87 neben seinen Bau-Unternehmungen ein umfangreiches Mehl« und Vorkostgeschäft e n gros und en dstail betrieb, hatte einen großen Theil seiner Maaren in ein großes Kellerlokal seines Hauses Kulmstraße 31 schaffen und Aufträge auch von dort aus effektuiren lassen. Hierin er« blickte die Steuerbehörde die Errichtung eines Zweig- geschäfts, welches zur Versteuerung nicht angemeldet worden war. Da die umgangene Jahressteuer auf 54 Mark geschätzt wurde, erhielt Hanne durch Resolut der Steuerbehörde eine Strafe von 108 M. ev. 11 Tagen Hast. Hiergegen trug er auf richterliche Entscheidung an und machte im Termin geltend, daß in der Kulmstraße selbst gar keine Be- stellungen aufgenommen worden sind, sondern daß der dost be« findliche Keller lediglich als Lagenaum Verwendung fand, und zwar ist die Einrichtung desselben lediglich aus Bequemlichkeit geschehen. Keinesfalls war von ihm in der Kulmstraße ein Zweiggeschäft errichtet gewesen. Der Vorsitzende Richter machte den Angeklagten aber darauf aufmerksam, daß es nur auf die Feststellung ankomme, daß in der Kulmstraße eine Verkaufsstelle gewesen sei, und dies sei festgestellt, da die Waaren von dott aus an die Kunden geschafft worden find. Hierauf nahm Hanne seinen Einspruch zurück. * Gin« merkn-ürdige Ausr-d« fand die unverehelichte Caroline Schock auf die Anklage wegen Diebstahls, gegen welche sie sich vor der 92. Abtheilung des Schöffengerichts zu verant- liÄÄ ISÄ ra ä fcÄÄi' äs nahen Geschäfte das Gewünschte zu holen. Als er im St? Senat fq war, sein in der zweiten Etage belegenes Heim wieder sf kgl. Dire suchen, jjörte er ein verdächtiges Pollern und gleich daMN fchwcrde er die iochock mit einem Gegenstand über dem Arm die Ta» wänner herabkommen, den er sofort als sein Album erkannte, dat» Liquidati Angeklagte aus dem offen gebliebenen Zimmer entwendet d» fränkische� mußte. R. forderte sich sein Eigenthum zurück und Iwr ohne daß ~ im'«» einz Diebin fistiren. Vor dem Gerichtshof giedt diese zu.- Album aus der Stube genommen zu haben; doch sei da» ff aus Rache geschehen. Sie sei dem R. in seine Wohnung J folgt, wo sie zusammen ein Schäferstündchen verlebt derselbe ihr dann noch einen Antrag stellte, sei sie mit Streit geralhen und habe schließlich aus dem angeführten das Album mitgenommen. Der als Zeuge anwesende*■' kündet den Sachverhalt in geschildeeter Weise; es sei ihm st*. gekommen, als ob vie Genannte sehr betrunken war,)««' stark nach Schnaps gerochen bade. Auf Grund dieser M* aussage beantragte der Staatsanwalt 1 Woche Gefängnik,* welche der Gerichtshof auch erkannte. * Ich hatte Hunger, antwottett der 15jähligc bursche Friedrich Sadetzki, als er vom Vorsitzenden des# Hofes gefragt wurde, weshalb er den Beutel mit Es unterschlagen habe. Der Angeklagte hatte den in Rede sie Beutel von dem Arbeller Rogalsri auf dem Bahnhofe 0. gen, um denselben bis zur Wiederkunst des Eigenthümest,. inzwischen einen Geschäftsgang zu besorgen hatte, gegf»? kleine Belohnung in Obhut zu nehmen. Als Rogalsli st* kehrte, waren Beutel und Hüter verschwunden. Der JnN stand nach der Anklage ans Schinken, Kuchen, Brot und v und soll einen Wetth von 10 M. gehabt haben. Auf 2% tungen des Präsidenten räumt der Burscke ein, daß" Waare nicht auf einmal verzehren konnte. Nachdem er F ein ordentliches Mahl zu sich genommen hatte, schleppte* Rest ins freie Feld, wo er sich dann nach und nach die bissen einverleibte. Der Staatsanwalt beantragte wegen schlagung 3 Tage Gefängniß und der Gerichtshof fckmntlic Wtteiii, Amern i (Srund, c handelt, 1 «ms von «nvallu H fand ttutbc nu Mormat Mheit Merunx h°>chtwu «dft° gbm rbefü i Mieden zMfseitfi |U)iuBuiia o-i/Uge viiqunuuig uno ver«seruyisyoi diesem Antrage mit dem Zusatz, daß die Strafe durch d« r in e tägige Untersuchungshaft als verbüßt zu erachsen sei. Gi««rst dr«iz«h« Jahre alter Dieb, der Otto Friedttch Wilhelm Gäb nicke, wurde gestern aus der � suchunashaft vor die zweite Feriensttafkammer des LnnvgeJJ geführt. Trotz seiner Jugend ist der Bursche im Z Januar d. I. wegen Diebstahls schon einmal mit einem � Gefängniß bestraft worden. Heute stand er wieder�w� Anklage, einen schweren Diebstahl verübt zu haben. ÄT K" zAzustäi Mwerd K anttag war von der Mutter des Angeklagten gestellt.% y hält sich und ihren Sohn durch mühevolle Arbeit und.«� U�erich durch Entbehrungen aller Art dahin gebracht, sich das 0% Maltu, durch Entbehrungen aller Art dahin gebracht, sich das von 57 Mark zurückzulegen, welches sie in einem versag 2%, Holzkasten in der Küche aufbewahrtt. Ihrem Sohn � M bekannt und er hatte schon mehrfach seine Hand dana« 7� streckt, sich das Geld anzueignen, allein es war zu gut% ol-ife?- Am 18. Juni d. I. wollte er sich mit mehreren glcicbgist-. Burschen, deren Namen er nicht kennen will, amüsire»#. einige Mark haben. Er nahm einen Hammer und,„ so lange auf den Deckel des Holzkastens, bis das Sav sprang, dann steckte er das Geld zu sich und lief davo*- um ihre Ersparnisse betrogene Frau Gäh nicke liest Vi» polizeilich festnehmen und stellte den Strafantrag. Im d Termin räumte der Angeklagte die That ein; er 57 Mark einen ihm unbekannten Kameraden gegeben Der Gerichtshof verurtheilte den Jungen zu einer Gesi strafe von drei Monaten.,,«g ♦ Undank ist der Meli Kahn, sagt ein altes»st wort, welches sich leider nur allzu oft bewahrheitet.%%% weis hierfür lieferte die Verhandlung gegen den Schneidet Steffens, welcher des Diebstahls angeklagt gestern«Lt Schranken der 92. Abthcilung des Schöffengerichts Der Angeklagte befand sich in großer'Roth. f y ar tmint, » fc Wnänr jjjphlinn.- nge *-4" mußte. weder aus noch ein und hatte nicht einmal einen Schlafen. Sein Freund, der Schuhmacher Graf. seiner in der Noth; er nahm ihn zu sich und ließ w"'"w Wohnung nächtigen. Diesen Liedesdienst vergäll der wß& damit, daß er seinem Äohlthäter einen Kammgarnro>i den er dann beim Trödler für 4 M. verkaufte.— Der � anmalt hielt eine Gcfängnißsttafe von 3 Tagen für aiff der Gerichtshof ging aber über das beantragte Strafwatz und veruttheilte den undankbaren Angeklagten zu ein» Gefängniß. fi SP««« die Kehörden sich streiten, muß beföhle«. Em armer Teufel, dem des Lebens Noth Nähten seiner schäbigen Kleider guckte, hatte sich am% vor dem Schöffengericht am Amtsgericht U wegen GcwerM Konttavmtion zu verantwotten. Der Schirmflicker�� Halle in Berlin erwirbt sich mühselig sein bischen die Reparatur defekter Sonnen- und Regenschirme. von Haus zu HauS und wohl auch auf die Dörfer sich Arbeit zu suchen. Am 29. Oktober befand er ftöjJ&if Zweck in Falkenberg, wo er einem Gendarmen in � lief, dem er seinen Wander- Gewerbeschein vorzeigt*»/ Da er einen solchen nicht besaß, wurde er unter> gestellt. Er legte dem Gerichtshöfe zu seiner Re*Hy% ttne Verfügung des Polizeipräsidiums vor, die er Wjf Antrag um Verabfolgung eines Wander-Gewerdcscheur«,* hatte. In dieser Verfügung hieß es ausdrücklich, Gewerbe dcs Schirmflickens in Berlin und dem 15 £ weiten Umkreise ohne Wander- Gewerbeschein betreiben� � u/tuc-ii vtiimtiit-cuunvti1 wcivtiuciivtiii VCUvw*"' � eines solchen daher nicht dedürfe.„Ich war in meinr� Rechte, als ich ohne Schein meinem Gewerde nachgiäS-� der arme Mann,„ich wollte ja einen Schein losen, au Berliner Polizeipräsidium muß es doch besser wissen Er war wie aus dm Wolken gefallen, als er vom«1 wie vom Vorfitzenden delehtt wurde,! Präsidium außerhalb des städtischen W____ sagen habe, und daß es lediglich Sache der Regierung.� ß dam sei, zu bestimmen, was außerhalb des Weichbild' � pflichtig oder steuerfrei sein soll. Außerdem besteh« Regierungsbezirl Potsdam eine alte Verordnung, nur das Glaser-, Töpfer, und Böttcheraewerde im 15% weitm Umkreise vom Wohnotte ohne Wandergewer trieben werden darf. Der Gerichtshof konnte nach. Sache auf keine geringere Strafe erkennen, als aui den doppelten Betrag der JahreSstcuer, immerhin ab-» ein Auskunftsmittel. In der richtigen Annahme, da« geklagte die Strafe doch nicht zahlen könne, wurde nur ein Tag Haft sudstituitt. Für 24 Mk. braucht � klagte allo nur 2 Tage zu fitzm. * Nicht weniger al« drei Vergehe«, und fttedenSbruch, Sachbeschädigung und Körperverletzung R i Träger, der Kinder halber in Stteit geratben und„ aufglrcgtem Zustande in die im Keller befindliche letzteren, um ihr Vorwütte zu machen. Hierbei 17� 18' i K.Z letzteren, um ihr Vorwütte zu machen. Hierbei Patteien hott aneinander, und Schäfer wurde von e!m nungsinbabettn mehrfach aufgefordert, die Räum« Mi- welcher Aufforderung er aber nicht nachkam. die Frau Träger mit einem Messer in den Kopf 0« y beim Verlaffen des Kellers einige am Eingang zerschnitten haben. Von den Zeugen werdm diese durchweg bestätigt, während der Angeklagte die � J schieden in Abrede stellt. Der Staatsanwalt.�r es klagten in allen Punkten für schuldig und der Ge j t'8e,, urtheilt denselben zu 5 Wochen Gefängniß. «in Nachspiel f«r bayerische«***3�*'70 München. 23. Juli. Vor dem l. BermaltungW� «8 ieder j batouf Die W sei da! obnunu Kälten! v al:(>h �MS ITt ihul s."1:;"""1''"" o« Minen zu veriaumcn, zum �linuienum ors m,J(i""" und zum Verwaltungsgeiichlshof, zu letzterem aus dem ?? l ä W um eine vnnzipiell äußerst wichtige Rechtsfrage Ii« m.?' �'ueit über die Grenzen des vorliegenden Falles hin- """!�j°°n höchster Bedeutung ist. In der Vorfrage nun, ob der ? l��ungsgerichtshof in dieser Sache kompetent(zuständig) -a ni«* ttiirs!an öie heutige Verhandlung statt. Die Sache selbst angnis. wurde nur insofern berührt, als von Seite i% i n ai...- ä-r-v ii u l mioierti oeruhrl, als von Äeile des Referenten zur Mormation des Gerichtshofs die sämmtlichcn in dieser Angki ßttnnfhfpnp« frtmiö SJo �oi�rfSrtwTitfrzpn (g itl i�an. wurden. Der Oderstaatsanwalt(der ultramontane Land- .�uednete Dr. Hauck) beantragte, der Gerichtshof wolle ulqt zuständig erklären, da die Erlassung einer vorsorglichen JuPUnfi nach dem Gesetz dem Bereich des Verwaltungsge« ��uollständig entrückt sei, und außerdem Konflikte, die fich r 0-em Land tags Wahlgesetz ergeben, dem Gerichtshof durch .-i nicht zugewiesen seien. Der Vertreter der Be- 'Defuhrer, Reichstagsabgeordneter Grillenberger, welcher zur jung erschienen war, machte dagegen geltend, daß nach kmlv 4 des Gesetzes vom 8. August 1878„Be- ton,l! in Segen Verfügungen und Beschlüsse, welche die Zwangs- S betreffen, im verwallungsrechtlichen Jnstanzenzuge �. werden." Außerdem handle es fich hier nicht um eine Anfrage, in welchen allein die Verwaltungsbehörden zu 'eiden haben, sondern um eine tief einschneidende R-chts- "*" j(t?e kmem ganz außerordentlichen, in keinem Gesetze vor- ' o„iw# b,lini n Fall, deren Entscheidung unmöglich den Verwaltungs- -Äll*! femu überlassen werden könne. Der Gerichtshof zog fich J'-J B!% sofortigen Urtheilsfällung zurück, tltach fast ein- andgt�s Beratbung wurde das Urtheil verkündet, welches auf tldJAWnWaleit des Gerichtshofes lautete. Der Einwurf des i� föhrers, daß es fich hier nicht um eine Ermessens-, um eine zum verwaltungs rechtlichen Gebiete gehörige M handle, sei zwar ganz richtig, allein durch das Gesetz, ' kW' sew is���fung eines Verwaltungsgerichtshofes, seien eben die- »Isiwr �o�/chirhof nicht alle, sondcm nur eine bestimmte Anzahl von SÄ# V«Ä�Ssrechtsachen übertragen worden und zu diesen gehöre ? vLit* M �Sende aus dem Landtagswahlgesetz resultirende Fall 5n r#- mit i'?uch§ 46 Abs. 4 sei nicht anwendbar, da mit deniselben ■--» W™ o----= j#----------- 1— A f.!— Wl---- a cenun° f@ DavDir % iw» ä «« Zwangs vollstr. ckungen gemeint seien, die aus Sachen welche innerhalb der Kompetenz des Verwaliungs- lichei,«2? liegen. Der Antrag auf Erlaffung einer vorsorg- «ist Zto/�Sung sei gegenstandslos geworden, da das Bezirks- und die Regierung von Mittelfranken bis zum Auetrag der Sache freiwillig auf die Vollstreckung -n, h°i>.n. Kosten bleiben außer Ansatz. Es ist nunmehr £ammfterium des Innern zur Entscheidung zuständig. Man � iw? gespannt sein, wie diese Verwaltungsbehörde, welche �ltzt sozusagen unbesehen alle Beschwerden der sozialistischen �Mmanner abgewlesen und die geradezu erstaunlichen Ent- i?ißungen der mittelfrankischen Regierung einfach gut geheißen .'ss. einer hochwichtigen Rechtssache, t. m hneidck� ern ts mjA SÄ etbatfr� % angeisw, of selbst als solche anerkannt die vom Verwaltungs- wurde, entscheiden wird. Unter st ützungs- g e s u ch e. �siales nud Arbeiterbewegung bi» Armuth immer weitere Volksschichten ergreift, MU,n,�hlt uns die Geschichte einer bourgcoisen Wohlthätig. � �Mt� des Armenvereins in Frankfurt a. M. ein von Frankfurter Eiwohnern 1334 3620 5147 5461 6468 6992 11544 14 850 16017 18543 «;• u n f. r-VS""- luwcu ste berückfichtigt wurden, wurden �0(2 �„tstu tzunaen ausgezahlt in denselben Jahren: :'584 35 438- 42 318- 43 620- 52 956- 53 585- *'fenh. 57 546- 71 077- 76 221 Mark.- Durch- �Seaun«®"1� lm Tahre 1887: 3217 mit Nachtlager und "S versehen gegen die vorgeschriebene Arbelt. Be- - �-- bürgerlichen afür strafen :rÄwS F Vn,n«Sr S i ÄÄJÄ iÄ Verein gingen Ute 1878.. » 1879.. » 1880.. . 1881.. 1882.. 1883.. 1884.. 1885 « 1886 besuche, soweit dies. id » 53e| beitung pro Fabrik nur 37 317 Meterzentner, 1873-74 bereits 104 711 M-Z., 1878/79 schon 142863 M.-Ztr., 1883/84: 237.184 M-Z., 1884 85: 254 968 M. Zir. In 15 Jahren hatte fich die von einer Fabrik verarbeitete Rüben-Durchschnittsmenge also mehr als verdreifacht. Aber mit der Ausdehnung der Be- triebe wuchs zugleich die Jntenfifikation der Arbeitsleistung, des gcsammten Produktionsprozesses. Die Arbeitskraft wurde inten- fiver exploitirt, die Technik verbesserte die chemischen Prozesse und die Maschinerie, die Methoden der Zuckergewinnung so schnell, daß das zur Herstellung eines Meterzentners Zucker erforderliche Rubenquantum fich stän- dig vermindert hat. Im Jahre 1869—1870 brauchte man für den Meterzenlner Zucker 12 Meterzentner 1874-75: 10.75 Meter-Ztr.. 1881-82: 10,8 Meter-Ztr., 1883-84: 9 28, 1884-65: 9,07, 1885-86: 8,44, 1886-87 gar nur noch 8,11 Meter- Ztr. Rüben. Es wurde aus Rüben Zucker gewonnen i.J. 1869-70: 8,33 pEL 1874-75: 9,30 p(Et., 1881-82: 9,92 pCt., 1883-84; 10,77 pCt. 1884-85: 11,02 pCt.. 1885-86: 11,85 pCt., 1886-87: 12,32 pCt. Die kolossalen Gewinne der Fabrikanten und Aktionäre von Zucker- fadriken find bekannt. Dafür wirft die fortschreitende Verdesse- rung des Maschinenwesens jährlich viele hunderte von Zucker- machcrn außer Brot, dafür wird das ländliche Proletariat zu den niedrigsten Löhnen in diesen Musteretablissements beschäftigt, dafür werden nach der Kampagne Tausende arbeitslos, dafür dürfen auch unter der Waffe stehende Soldaten zum„Ernte- Urlaub" arbeiten für die Rü Kenplantagen befitzenden Junker und so den steuerzahlenden, die Armee erhaltenden Arbeitern Kon- kurrenz machen._ Dereine«nb NersammlnngeN. * Die gestrige Wahlerversammiung in der Tonhalle war überaus zahlreich besucht. Zum Vorfitzenden wurde Herr Grothmann gewädlt. Nach längerer Geschästsordnungsdebatte fand zunächst die Wahl des Wahlkomitees statt. Gewählt wur- den die Herren Hartmann, Hinze, Jacobey, Reinicke und Pfarr. Dann wurde zur Aufstellung eines Kandidaten geschritten. Mit allen gegen drei(antisemitische) Stimmen wurde Herr Schriftsteller W. Liebknecht als Kandidat für den 6. Berliner Reichstagswahlkreis aufgestellt. Hierauf erhielt Herr Baake zum Vortrage über die bevorstehende Wahl das Wort. Nachdem Redner geendet, meldete fich der bekannte Antisemit Pickendach zur Diskusfion. Während der darauf folgenden Entgegnung des Referenten wurde die Versammlung auf Grund des Sozialistengesetzes auf- gelöst.— Einen ausführlicheren Bericht bringen wir in der nächsten Nummer. Der Fachvereia der Tischler hielt am 28. Juli Neue Grünstraße 28 seine ordentliche Generalversammlung ab. In derselben erstatteten der Vorstand sowie die Kommissionen Be- richt über ihre Thätigkeit im verflossenen Vierteljahr. Dem Be- richt des Rendanten, Herrn Merkel, zufolge betrug die Ein- nähme 491,43 M., dazu der Bestand vom vorigen Quartal ergieM die Summe von 2748.13. Die Ausgabe betrug 1081,65 Mark. Es blieb demnach Bestand am 1. Juli 1666,48 M. Dem Rendanten wurde Decharge eithettt.— Die Bibliothek des Vereins wurde im letzten Quartal von 82 Mitgliedern benutzt. Auf dem Arbeitsnachweis liefen 206 Adressen ein, von denen 166 erledigt werden konnten. Hierauf wurde zu den Ersatzwahlen der Arbeitsvermittelungskommisfion geschritten und an Stelle der Ausscheidenden die Herren Schubert, Hoffmann, Swododa, Grunert, Nölte, Röcke, Roggemann, Werner und Wörner ge- wähll. Die Wahlen zur Werkstatt-Kontrolkommisfion wurden, da ein Antrag auf Auflösung derselben von Seiten der Kom- misston gestellt war, mit dem Motiv:„es existire in Berlin eine andere Kommisston, die freier und wirksamer für das gewerk- schaftliche Interesse der hiestgen Tischler arbeiten könnte." vertagt, und beschloffen diese Angelegenheit als ersten Punkt auf die Tagesordnung der nächsten Versammlung zu setzen.— Ferner beschloß die Versammlung, weitere 300 M. den streikenden Tifch- lern in Hamburg zu überweisen. Es hat somit der Verein ins- gesammt 1000 M. zum diesjährigen Hamburger Streik beigesteuert.— In Anbetracht dieser Thatsache und der in Berlin jetzt kurfirenden Gerüchte, daß hiefige Geschäfte Arbeiten für in ÄusstanD befindliche Hamburger Meister anfertigen sollen, wur- den die Gründe des Kommisstonsauflösungsanlrages von den Herren Glocke und Millarg als mindestens recht fragwürdige bezeichnet.— Von einem noch in diesem Jahre zu veranstalten- den Sommerfcst wurde Abstand genommen. Die öffentliche D-efammlnng der Zimmerleute de» Westen Kerlin» und Umgegend, welche am 1. d. M. unter Vorfitz des Herrn Rüden abgehalten wurde und zwar im Etablissement Königshof, Bülowstraße 37, war zahlreich besucht. Die Tagesordnung lautete:„Die Uedelstände in unserem Be- rufe bezuglich des Lohnes und der Arbeitszeit, und wie find dieselben zu beseitigen? Der Referent Herr Wolter hielt zu- nächst einen Rückblick auf die Bewegung der Zimmerleute und neigte, daß schon in den sechsziger Jahren, gezwungen durch die Verhältnisse, die Zimmerleute in eine Lohnbewegung eintraten und auch eine Lohnerhöhung und eine Verkürzung der Arbeits- zeit von elf auf zehn Stunden erzielten. Da aber keine nennens- werthe Organisation bestand, so zerbröckelte dies allmälig wieder und nach den Gründerjahrm sank der Arbeitslohn bedeutend herab. Während mit der Zeit fortschreitend alle Lebensbedürf- niffe im Preise stiegen, seien die Löhne immer nachgehintt und hätten nie wieder die Höhe erreicht, welche erforderlich sei, um wie ein Mensch leben zu können. Als vor 2 Jahren ein Stundenlohn von 50 Pf. bei einer zehnstündigen Arbeitszeit errungen wurde, wären die Zimmerleute nur so gestellt worden, um einigermaßen leben zu können. Selbst ein Stundenlohn von 50 Pf. sei unter den heutigen Verhältnissen kaum zureichend. Trotzvem nun aber dieses Jahr ein überaus günstiges Baujahr sei, trotzdem die Zimmerleute fich eine Organisation geschaffen haben, den Verbanv deutscher Zimmerleute, welcher fich über ganz Deutschland erstreckt und 32 Städte mit über 7000 Mitglieder umfaßt, trotzdem mit Hilfe und auf Grund dieser Organisation die Zimmerleute in anderen Verbandsstädten eine Verbesserung ihrer Lage herbeigeführt hätten, wären die Berliner Zimmerleute nicht im Stande gewesen, das Errungene festzuhalten. Nicht 50 Pf. würden gezahlt, nein 47% und 45 Pf., ja sogar für 38 Pf. die Stunde sei in diesem Sommer gearbeitet worden! Frauen und Kinder müßten da miterwerben, nur um das tägliche Brot nicht zu entbehren. Von einem zehnstündigen Arbeitstage, von Sonn- tagsrudc sei überhaupt keine Rede mehr; Sonntagsarbeit und Ueberstundenardeit ständen in vollster Blüthe. Das seien traurige Zustände, hervorgerufen durch den Jndifferentismus der Berliner Kollegen, hervorgerufen dadurch, daß von den 7—8000 Berliner Zimmerleuten kaum 1200 den sechs örtlich destehenden Lokal- verbänden angehören. Angefichts dieser Zustände sei es endlich an der Zeit, daß die Berliner Zimmerer fich emporraffen, fich ein Beispiel nähmen an den Hamburger Kollegen, welche ver- möge ihrer Organisation groß daständen und fich ebenfalls or- ganistrten, dem Verband deittäten, den Muth besäßen, an die Arbeitgeber Forderungen zu stellen und für fie einzutreten, so- fern fie nicht auf einen Standpunkt herabgedrückt werden wollen, von dem aus es weder ein Rückwärts noch auch ein Vorwärts giebt. Noch sei es Zeit zum Handeln, aber die höchste Zeit; deshalb mögen die Zimmerer berathen und beschließen, was in Zukunft zu geschehen habe, damit die Ardeiter Brot haben, die Kinder etwas lernen können und die Greise nicht betteln brauchen.- In der ausgedehnten Besprechung wurden alle einschlägigen Verhältnisse genau erörtert und ergab sich schließlich als Resultat der Berathungen die einstimmige Annahme nach- stehender Resolution:„Die heutige öffentliche Versammlung der Zimmerleute des Westens Berlins und Umgegend erklart fich mit den Ausführungen des Referenten einverstanden und ver- pflichtet fich. mit allen gesetzlichen Mitteln dafür zu wirken, daß in diesem Jahre der Stundenlohn von 50 Pfennigen gezahlt, Dampferpartie Sonntag, den Uhr von der sowie größtmöglichste Beschränkung der Sonntags- und Ueber« stundenarbeit durchgeführt werde. Eine allgemeine Versamm- lung für sämmtliche Zimmerleute findet in nächster Woche statt, um weitere Schütte zu berathen und zu beschließen. Der Uerei« der Modelltischler hiett am 30. v. M. im „Vorjtädtischen Kasino", Ackerstr. 144, eine Mitgliederversammlung ab. Der Vorsttzende machte zunächst bekannt, daß der Vorstand deschloffen bat, während der Sommermonate keine Vorträge halten zu lassen, sondern in den Versammlunam nur Vereinsangelegenheiten zu verhandeln. Hierauf wurde-über die Lage der streikenden Kollegen in Hamburg Bericht erstattet. Diese Angelegenheit nahm fast die ganze Zeit der Versammlung in Anspruch. Es wurden hierzu verschiedene Anträge gestellt; u. a. wmde beantragt, den Streikenden 50 bezw. 30 Mark aus der Vereinslasse zu bewilligen. Es wurden, da die Vereinskasse nur schwach ist, 30 M. bewilligt. Ferner wurden alle Kollegen ersucht, freiwillige Beiträge für die Streikenden auf den Listen zu zeichnen. Diejenigen, die noch im Besitz von Listen find, mögen dieselben so schnell wie möglich an Herrn M. Pietsch, Neue tzochstr. 21, abliefern. Die nächste Versammlung findet am 11. August statt. Fachoerein der Buchbinder und verwandten Berufs- genossen. Sonnabend, den 4. August, Abends 8% Uhr: Ge- müthliches Beisammensein mit Damen im Vereinslokal,„Louisen« städtisches Klubhaus", Annensttaße 16. Gäste und Damen find willkommen. Fachvereiu der Former«ud verwandte« Bernf»- genoffen. Sonntag, den 5. August, Vormittags 10 Uhr, Jn- validenstr. 144 in Faustmann's Salon: Versammlung. Tages« ordnung: 1. Vortrag. 2. Wahl des ersten und zweiten Vor- fitzenden. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Mttglieder werden aufgenommen. Fachverei« der Kchloffer und Derufsgenoffe«. Sonnabend, den 4. August, Abends 8% Uhr, Versammlung im Lokale des Herrn Cothmann, Brunnenstr. 34. Tagesordnung: 1. Wie erlangen wir einen Maximalarbeitstag? Referent Herr Scknirpel. 2. Diskusston. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Ärbeitsnachweis-Angelegenheit. 5. Verschiedenes. Allgemeine Kranken- und Kterbekaffe der Metallarbeiter.(E. H. Nr. 29 zu Hamburg.) Filiale Rirdorf. Sonn- abend, den 4. August: Monatsversammlung. Quittungsbuch legitimirt. Intereffenverein der Kistenmacher. nach Friednchshagen(Müggelschlößchen) am 12. August 1888. Abfahrt früh Punkt 7% Schillinasbrücke. Preis 1 Mark, Kinder über 10 Jahre 30 Pf. Billcts find zu haben bis Montag, den 6. August, im Lokal von Herrn tzäußler, Franzstraße Ztr. 6. Gäste find willkommen. Gesang-, Turn-«nd gesellige Vereine am Freitag. Kaiser'scher Männcrgesangver in Abends 9 Uhr im Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28.— Gesangverein„Pausebeutel" Abends 8 Uhr im Restaurant Hensel,Alexandrinenstt. 15.- Wiedertafel der Maler Berlins" Abends 3t Uhr im Restauram Klein, Brandendurgstr. 60.— Gesangverein„Flöter'sches Doppel- Quartett" Abends 9 Uhr im Restaurant Musehold, Lands- bergersttaße 31.— Gesangverein„Bruderbund" Abends 9 Uhr im Restaurant Schmidt, Manteuffelstraße 71.— Gesangverein„Norddeutsche Schleife" Abends 9 Uhr Köpenicker- str. 127a im Restaurant Goellina.— Gesangverein„L man" Abends 9 Uhr Dcesdenerstr. 85 bei Gustavus.— Huppert'sche Sänger- Vereinigung„Harmonie" Abends 9 Uhr bei Niest, Weber- straße 17.— Berliner Turngenossenschaft(V. Männerabthei- lung) Abends 8'/, Uhr in der städtischen Turnhalle, Wasserthorstt.31.— Turnverein„Hasenhaide"(Männerabtheiluna) Abends 8 Uhr Dieffenbachstt. 60,61.— Turnverein„Froh und Frei"(Männerabtheiluna) Abends 8% Uhr Bergstr. 57.— Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 3t Uhr im Restaurant Ziethen, Dorothecnstr. 31, Unterricht und Uebungsstunde.—„Allgemeiner Arends'scher Stenographen- oerein� Äbthellung„Vorwärts", Abends 8t Uhr im Restaurant Kall, Mariannenplay 11.— Arends'scher Stenographenverein „Apollobund" Abends 9 Uhr im Restaurant, Seuoelstr. 30.— Verein ehemaliger Dr. Doebbelin'scher Schillert' Abends 9 Uhr im Restaurant Krebs, Friedrichstr. 208.— Voigt'scher Dilettanten-Orchesterverein. Abends 8t Uhr Uebungsstunde im Re- staurant Lehmann, Alerandrinenstt. 32.— Zitherverein„Alpen- veilchen" Abends 8% Uhr im Restaurant„Wahlstatt", Belle» alliancesttaße 89.— Rauchklub„Westend" Abends 9 Uhr im tobenzollerngarten, Steglitzerstr. 27.— Rauchklub„Weichselblatt" bends 3t Uhr im Restaurant, Skalitzerstt. 147a. Kleine Mittheilnngen. München, 31. Julis. Ueber den Unglücksfall, der dmch scheu gewordene Elephanten entstand, wird der„Franks. Ztg." noch folgendes berichtet:„Der Zug war prachtvoll und so groß- artig in seiner künstlerischen Wirkung, wie selbst München Aehn- liches selten oder nie gesehen. Plötzlich stockte die Bewegung. Ich stand an einem Fenster der Refidenzstraße: der Odeons- Festplatz war bisher ganz frei gewesen, damit fich der Zug dort entfalten konnte. Plötzlich wird der ganze Platz von einer lär- wenden, schreienden und heftig nach allen Richtungen ausein- ander laufenden Menge gefüllt; alles rennt und flüchtet und es entwickett fich ein Bild ähnlich demjenigen„Der Löwe ist los". Die Elephhnten ließen fich nicht mehr halten, sondern, scheu gemacht durch einen vorüber fahrenden Dampf- wagen, drängten fie zurück nach der Refidenzstraße, ein wildes Gedränge und eine jähe Panik hervormfend, die jedem, der dabei war, unvergeßlich bleiben wird. Kurz darauf wiederholte fich dieselbe Szene am Odeonsplatz und am Theaterplatz. Es find bisher 10 Unglücksfälle konstatirt worden. Zwei Frauen sind todi: od die Verletzungen der übrigen sehr schwerer Natur find, darüber liegt keine verläßliche Ztachricht vor. Allein so schwer der Unfall ist, er hätte noch viel tragischer enden können. wenn die Elephanten durch den Lärm und das Geschrei in Wuth gerathen wären."— Ein anderer Berichterstatter schreibt: „Als die im Zuge, in der Gruppe Handel, mitgeführten acht Elephanten des Zirkus Hagenbeck, welche die rechte Sette der Ludwigsttaße hinabzogen, der auf der linken Seite(der Zug wendete am Siegesthor um) hinauffahrenden Dampflolo- mobile begegneten, wurden ste scheu; 4 machten Kehrt, ließen fich trotz der Fesseln nicht halten, liefen die Ludwig. straße hinunter, um das Denkmal, beim ehemaligen Luitpold« palais vorbei, über den Wittelsbachplatz in die Brienner- und Refidenzstraße. Von panischem Schreck gefaßt stürzte das Publikum auf- und übereinander. 17 Personen, so heißt es jetzt, wurden mehr oder minder schwer verletzt. Eine davon (nach dem späteren Telegramm zwei) ist inzwischen verschieden. Die Künstlerin des Zirkus Haaenbeck, die auf einem Elephanten ritt, soll einen mehrfachen Rippenbruch erlitten haben. Die Thiere rasten von der Refidenzsttaße in den alten Hof, zertrümmerten das Thor der Münze, rannten durch die Burgstraße, warfen in der Heil. Geiststraße eine Droschke um und liefen bis weit hinaus in die Auenstraße, wo fie in einem Grundstücke abgefangen wurden, das fie im Innern total demolirten. In München ist man höchst erbittert. Daß diese Erbitterung gegen die Veranstalter Des Zuges wie gegen die Polizeidirektion, welche die Mitnahme der Elephanten gestattete, oder auch gegen Hagenbeck fich kehrt, ist nickt ver- wunderlich; mehr oder minder find alle schuldig."— Hoffentlich giebt dieser traurige Vorfall Anlaß, einmal jenen Uebertreidungen zu Leibe zu gehen, welche fich bei derartigen Festlichketten immer breiter machen. Wenn es im Altcrthum Sitte war, in die Fest- züge wilde Bestien aller Art einzureihen, so brauchen wir doch diesen„Sport" nicht mitzumachen, er gehörte in eine Zett, da man über den Werth eines Menschenlebens noch anders dachte. als heute. P«rt«, 29. Juli.(Sin achtjähriger Brudermörder.) U-ber die bereits in Nr. 178 drs„Berl Volksbl." gemeldete ö-chreckens that wird noch folgendes berichtet: Ein Vorfall, der psycho- Logisch zu den interessantesten zählt, hat fich gestern hier in einem Hause der Rue de Bercy ereignet. Ein achtjähriges Kind er- mordete seinen um zwei Jahre jüngeren Bruder mittelst eines Rastrmeffers. Die Blutthat ist nicht etwa auf einen Zornes- »mfall zurückzuführen, fie war vorbedacht. Mit einem Worte, sie stellt fich als ein Meuchelmord dar und der Neine Mörder wäre für die Kriminalisten ficherlich Gegenstand inter- rffanter Studien geworden, wenn er nicht unmittel- bar nach der That Hand an fich selbst gelegt und fich aus dem Leben geschafft hätte. Folgende nähere Details find bekannt geworden. Frau Sianzade, die Mutter der zwei er- wähnten Knaben, ist die Wittwe eines Maschinenardetters, die nach dem Tode ihres Gatten mit einem braven Manne in ein näheres Verhältnis ttat, welches ihr ermöglichte, fich und die beiden Kinder anständig zu ernähren. Die Charattere dieser zwei Knaben kontrastirten vollkommen. Während der jüngere, namens LouiS, ein wohlgefittetes, liebenswürdiges Kind war, fiel der ältere, Cölestin, durch ein unzähmbares, brutales Wesen auf. Namentlich hatte der kleine Louis durch die Bosheit des acht- jährigen Cölestin»u leiden, welche fich noch steigerte, als er LouiS von der mutterlichen Liebe bevorzugt sah. Die Eifersucht und der Haß des älteren Kindes gegen den sechsjährigen Bruder äußersten fich wiederholt in den merkwürdigsten Anschlägen. Einmal wollte er ihn Nachts in einer ganz eigenthumlichen Weise verstümmeln, daS andere Mal einen Nagel in den Kopf einbohren. Immer kam man glucklicher- .weise rechtzettig dazwischen. Gestern jedoch gelang es dem Bösewicht, sein lang geplantes Verbrechen auszuführen. Es war 6 Uhr Morgen?, die Mutter lag in leisem Schlummer, als fie durch die aus dem Nebenzimmer dringenden Klagerufe ihres jüngeren Kindes:„Mama, ich blute, ich blute!" geweckt wurde. Frau Sianzade eilte sofort an das Bett des Kmdes und ge- wahrte mtt Entsetzen eine fürchterliche Schnittwunde an dem Bauch des Knaben, aus welcher die Gedärme hervorttaten. Im ersten Augenblicke des Schreckens und ohne fich in ihrer maß- losen Bestürzung über das, was vorgefallen war, Rechnung zu tragen, wollte fie hinauseilcn, um die Nachbarschaft zu Hilfe herbeizurufen. Da fiel zu ihren Füßen eine mensch- stche Masse nieder. Das war ihr älteres Kind, Cölestin, der aus einem Winkel hervorgestürzt kam, breite Blutspuren hinter fich lassend. Der Knabe hatte fich mtt einem Rafirmeffer die Halsschlagader durchschnittm. Auf das Geschrei der un- glücklichen Frau eitten die Nachbarn herbei. Der Körper des Mörders erzittette in den letzten Konvulsionen der Agonie, während sein Opfer fich in fürchterlichen Schmerzen wand. Man bolte einen Arzt, der aber nur mehr den Tod des achtjährigen Kindes konstattren konnte und die Verwundung des jüngeren Knaben als eine äußerst schwere erkannte. Immerhin war der kleine Louis noch im Stande, seinen Bruder als den Thäter zu bezeichnen. Als später der Polizeikommissär erschien, um den Thatdestand aufzunehmen, wurde auch das Rafirmeffer aufge- funden, welches als Mordwerkzeug gedient hatte. Woher der Knabe das Rafirmeffer hatte, ist allerdings in diesem Augen- blicke noch nicht festgestellt. Man glaubt, daß er es einem Trödler entwendet habe. Die eingeleitete Untersuchung wird wohl über diesen Puntt Gewißheit verschaffen. gmedvw, 30. Juli.(Schiffszusammenstoß) Die Berichte, welche der am Mittwoch voriger Woche in Queenstown ange- langte Dampfer„Germania" über den am 14. Juli auf der Höhe der neufundländischen Küste stattgehabten Zusammenstoß zwischen dem Norddeutschen Lloyddampfer„Fulda" und einem tranzöfischen Schuner überbrachte(stehe Nr. 173 des„Berliner Stolksbl.), scheinen sehr übertrieben zu sein, wenigstens wird aus Ä-'w-Bork unterm 19. Juli geschrieben:„Zwei englische Morgcnzeitungen brachten gestern Berichte über einen Zusam- «enstoß des Norddeutschen Lloyd-Dampfers„Fulda" mit einem F scherschooner, wonach letzterer in 2 Stücke zerschnitten worden und die aus über 20 Mann bestehende Besatzung umgekommen sein sollte. Im Bureau des Norddeutschen Lloyd wurden diese Berichte als übertrieben bezeichnet und Herr Gustav Schwad erklärte, auf den ihm vom Kapitän Ringk. dem Befehlshaber der„Fulda", erstattenen Bericht gestützt, daß der Fischerschooner weder w zwei Stücke geschnitten worden, noch auch irgend einer von der Besatzung umgekommen sei. Dem Bericht des Kapitäns Jltlngk zufolge, fuhr die„Fulda" letzten Sonnabend auf der Hifte von Neufundland des dickten Nebels wegen nur mtt bawer Dampfkraft und ließ die Nebelpfeife beständig ertönen. Um 9s Uhr sah der Ausguck plötzlich einen Fischerschooner vor dem Bug auftauschen, worauf sofort Konttedampf gegeben wurde. Es war aber bereits zu spät, um die Kollisson gänzlich zu vermeiden; die„Fulda" streifte den Schooner riß dessen Bugspriet und Fockmast fort, ohne jedoch den Schiffsrumpf zu beschädigen. Die Passagiere der„Fulda", welche den Vorfall tnU angesehen, waren sehr erregt und muthmaßten wahrscheinlich, well der Sckooner infolge des hohen Wellenschlags stark hin- amd herschaukelte, daß derselbe ernstlich deschädigt sei und unter- gehen würde; man konnte jedoch vom Dampfer aus sehen, daß der Schiffsrumpf nicht deschädigt war und die Besatzimg ruhig an Bord verblieb." x. Melbourne, 1. August. Die Ausstellung wurde heute feierlich eröffnet._ Telesraphische Depesche«. (Wolff's Telegraphen-Bureau.) Hamburg, Donnerstag, 2. August. Der Postdampfer �Holsatta" der Hamburgs Amerikanischen Packetfahtt-Attimaesell- schaft ist, von Hamburg kommend, am 1. d. d. M. in Colon a rgekommen. Kondo«. Donnerstag, 2. August. Der Castle- Dampfer „Harvarden Castle" ist gestern auf der Heimreise von Capetown abgegangen. -pari», Donnerstag, 2. August, Abends. Der Streik der Erdarbeiter dauert fort. Im Laufe des Vormittags zogen mehrere Trupps Streikender die Quais entlang, um die gefüllten Rade- karren der nicht streikenden Arbetter um und deren Arbeitsgeräl he in das Waffer zu werfen. Die Syndikatskammer der Kutscher beschloß, daß alle zu deren Verband gehörende Personen die Arbeit morgen früh zu verlassen hätten. KriefKasten der Redaktion. Bei teftogen Wtttn mir die Aboimemmtd-Quittung beijuiügen. Brieflich« Intwort wird nicht ertheilt. f. G. 677. Ihre Anfrage ist uns nicht verständlich! Sie wollen fich persönlich nach der Redattion bemühen. M. Z. 99. Ferdinand Lassalle wurde am 11. April 1825 zu Breslau geboren. Er starb am 31. Aust 1864 zu Genf, in dtffen Nähe er fich mit dem walachischen Bojaren Racowitza duellirt hatte und durch einen Schuß tödtlich verwundet worden war. Das Grab Laffalle's defindet fich auf dem jüdischen Fried« Hofe in Breslau. � ». 53. Sie find schon jetzt wahlderechttgt. MilttS-effebtenfabrik Kcholz. Kchonebevg. Ihre Einsendung ist uns zu spät zugegangen. Dieselbe erscheint nl0tflf! MLncheberaer straffe 8. Die sofortige Entlassung des Lehrlings ist bei gewiffen Vergehen, z. B. vei Diebstahl. Unterschlagung, Betrug u. a. zuläsfig. Ob das Vergehen groß oder klein ist, ist gleickgiltig. I.«. w Grün hoff. Den Mitgliedern der Lohnkom- mijfion wird allerdings ein Anspruch auf Entschädigung für ihre Versäumniß nicht abzusprechen sein. Daruber ttnaus können fie die übriggebliebenen Gelder nicht in ihre Tasche stecken. §. Jt. Der Wirth ist verpflichtet, die Wohnung in brauchbaren Zustand zu setzen. Ob er die Wände tapeziren oder streichen lassen will, steht in seinem Belieben; auch ist er nicht verpflichtet, die Arbeit Ihnen zuZüberlaffen. G. I. 20 M. ist zu theuer. Der erste Band kostet 9 M., der zweite, wenn wir uns reckt erinnern, 7,50 M. oder 8 M. Sie erfahren das übrigens in jeder Buchhandlung. Htettte. Wenn Ihre Schwägerin bezw. Ihr Schwager llagt, so hat er zu beweisen, daß ersterer Ihrer verstorbenen Frau den eingeklagten Betrag geliehen hat, und zwar zu Wirth- schaftszwecken. Wenn das letztere nicht der Fall ist, so können nur sämmlliche Erben verklagt werden. Markthallen-Keri cht von Z. Sandmann, städtisw Verkaufsvermittlcr. Berlin, den 1. August 1*88. Fleisch. Rindfleisch 28-35-45-55, Kalbfleisch 25 40- 54 Hammel 32—42—55, Schweinefleisch 30-43 Pf. x v Pfund. Lebendes Vieh wird zum Schlachten und zum Verkauf des Fleisches angenommen. Schinken geräuchert mtt Knochen 65 bis 80, Speck g-. 45- 60 Pf pr. Pfund. Geflügel, lebend. Gänse 2—2,50—3,50 M., Enten 0,80 bis 0,90—1,30 Ä., junge Hühner 0,40—0,80. alt. Hühner 0,90 bis 1,50, Küken 20-40, Tauben 25-35 Pf. pr. Stück. Geflügel, fett, geschlachtet. Fette Gänse 45—55-65 M Fette Enten 50—65—75 Pf. pr. Pfd., Tauben 20—35 Pf., Hühner 0,35-0,80-1,50, Küken 20-30 Pf. pr. Stck. Butter.(Reine Naturbutter.t l. Feinste haltbare LA' rahm- Tafelbutter(delanntc Marken) 95—100 M., 2. cn» schmeckende Tafelbutter 85—95 M., 3. Tischbutter 80 W 85 M., 4. feinste Koch- und Backbutter 75—80 M., 5. Kock» M Backbutter—72 M. pr. Ztr. Auttion täglich um 11 iÄ Vormittags. Eier 1,90—2,15—2,20 M. netto ohne Abzug p. L®4 Kalkeier— M. pr. Schock.... Käse. Jinportirter Emmenthaler!a 84—87, JnländiW Schweizer 54— 65, Quadrat-Backstein 6—12—22, bi» burger 16—18—30, Rheinischer Holländer Käse 55—60—631» pr. Ztr., Edamer 58—68, Harzer—2,65 M. vr. Kist-. Obst und Gemüse. Neue weißfleischige Speisekartoffeln L 4 b- 5 21?., 11. 2-2,50 M. pr. Ztr., Zwiebeln vr. Ztr. 3-3, 50% Gurken 20- 35 M. pr. 100 Stck.. pr. Schck. 3,50 M. KM» 10-12,50 M, Johannisbeeren 7 bis 10 M., Pfefferlinge 6 1» pr. 50 Ko Blumenkohl 15—25. � Feldfrüchte in Wagenladungen. Gutkochende, U-jT'l weißflcischige Speisekattosseln a. 400—500, Ha.— � Zwiebeln 600-700 M. r t 10000 Kilo.„J Wild. Rehböcke la. 70-75, IIa.-60, mannt#| Tammwild 45-60, männliches Rothwild 40—50. Schwarz# 30—35 Pf. pr. Pfd., Kaninchen 40 Pf. per Stück. Wilde# 75— 1,25, Seenten 35— 40. a. muß feist, gut geschoffen, mitw# letzten Keulen, Filets und Rücken und blutfrisch sein.% auttion täglich um 8 Uhr Vormittags und 6% Uhr Amt mittags. 9. Ziehung der 4. Klaffe 178. Königl. Preuß. Lotterie. Ziehung vom S. August 1888, Vvrmitt.igs. Nur die Gewinne über ÄtO Mark stnd den betreffenden Nummern in Parentheie bcigesiigt. lOdne Gewähr.) 92 49[5001 167 204 484 608 130001 62 705 18 51[30001 69 918 1 155 [600i 321 496 538 58 99 894[300; 963 4046 131 231 55 74 367[50001 510 80 768 860»062 88 229 309 76 611 626 793 890 977 4021 93 159 303 464 565 613 66 734 93 895 939»040 133 52 284 319[15001 405 60 61 622 24 773«002 51 274 93 306 18 69 62 494 558 610 760 952 7115 60 66 302 19 414 56 84 533 59 680 814 938[15001 55 Hill 425 35 59 522 28 87 665 747 92»073 430 648 861 72 914!500| 87 . 1 0131 62 91 227 355 69 93 773 821 22 1 1276 460 503 48 636 39 46 718 45 880 929 12146 94 202 305 78 785 828(5000) 37 97 976 4»135 36 224 85 329 47[3001 64 643 607 60 707 71 93[5001 824 968 1 4014 68 107 33 87 298 363 519 20 90(30001 741(5001 898[5000[ 1 5003 867 616 618 871 921 l«001 9 26 139 364 91 461 534 66[5001 70 600 68 & aBWÄ�ir i6 01 552 �*«081 140(3001 209 62 78 383(15001 445 70 670 91 748 94 812 47 77 2 1 290 414 542 692 783 2 2069 121 226 45 430 670 785 2»061 112 316 85 632 766 75 863 2 4033 293 364 630 44 773 804 35 969 72 »»138 51 219 31 65 367 408 607 717 815 64[15001 89 910 2 0062 139 SP»»ÄS mj INNSs. 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Ziehung der 4. Klasse 178. Königl. Preuß. Lotterie. - Ziehung vom l. August 1888, 9ia>bn,ittagS. Nur Wt Gewinne Iber*10 Mark stnd den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. [Ohne Gewähr.) 234 70 348 89 423 83 99 538 98 617 792 870 977 1006 10 194 217 38 98 408 42 744 90 868 986(15001*062 272 96(500! 561 830 959»049 144 208 416 40 64 638 868 914 48 4079 203 33 62 305 416 62 667 71 81 747 806 93 6 059 66 106 27 295 500 8 15 605 28 733 4 2 68 77 96 937«080 98 131 49 68 236 65 320 99 414 16 569 691 93 777 874 7020 101 619 705 98 818 58 990 99*177 234 60 65 79 320 35 85 11500) 510 600 47 826 963«006 29 260 74 608 67 679 99 743 821 991 I«015 140 80 246 84 361 414(30001 663 66 789 866 916(30001 43 1 1107 7» 248 386 633 764 73 78 3001 838 88 988 1*014 13001 149 245 46 80 702 5 70 l»013 32 64 195 368 79 467 603 61 670(3001 907 14259 83 13001 96 443 673 760 845 75 927 1 5792 896[5001 992 1 0023 437 560 73 720 39 90 I 7105 50 474 90 622 780 1*034 75 108 250 332 89 92 411 623 639 41 8>-9 I»001 230 424(16001 67 501 879 900 22 *»455 67 542 81 690 972*1011 118 43 227 79 82 372[500] 457 (16 0001 87 522 52 645 771 917**058 90 13001 107 313 551 677[ÖOOJ 767[5000] 861 84 903 44 54*»159 72 354 522 832 951 24044 80 390 460 81 94 545 635[5001 783 854 87 968»5018 53 218 470 633 827 70 *«005[300001 8 45 1183 210 322 611 37 44 675 938 11500) 63* 7219 39 336 492 506[3001 44 760 79 834 943**032 164 463 521[6001 80 M% TT"* 1«:™ 44 394 528 74 6*1 63 714 ��H�OTB,3000! 238 552 666 743 71 852»0005 184 375 507 633 ÜHii ÜiiÄ»i � i-tL qjj yv 975 81»»069 187 241 361 421 619. 902 14 98»4005 107 40 280 332 466 597 61 342 418 72 537 39 70 639 706 12 812 95�-..«o, 632 81 875 920 57 0 7015 183 344 60 88 426 79 693 738 809 49 0*096 665 742 857 963»»172 205 23(6001 37 97 386 626 710 800 18 69 96.«1 1««018 161 290 419 753 937 1 0 1012 U4 254 410 731» y., 916 1 0*041 184 215(3001 54 62 94 348 62 86 469 665 703 938> g. 146 302 31 74 438 609 8l 93 863 943 88 1O40S1 161 275 41 75 531 66(3001 602 4 6 858 1O50O446 73 121 71 411 77 590 978[50001 1««022 24 165 96(15001 266 430 501 37 40 90 63% 107014 215 307 584 612 14 30 989 1 0*176 215 376 673(30001. 918 IOU062 267 631 796 960 96.. elssS 110233 43 1300) 326 63 64 454 617 729 62 66 803 St!«.» [5001 73 278 438 532 91 617 709 53 115001 80 866 964:**Tll9 80 266(30001 320 861 118074 205 94 347 507 61(15001 846 947»j,« 43 278 310 28 637 615 61 754 64 68 852 917 49 70 ll31Sg b5>l j 24 750 72 110043 64 104 289 540 621 943 117029 31 37 39 � S> 295 4SI[3001 520 86 722 900 28 50 11*139 63 264 314 695 �. 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Druck und Ve.iaz von �aoiaz 221 81 518 96 672[3001 93 725 37 59 69 804 15*085-- K. »SS» iSHMR« 102 45 275 566 601 96 855[5001 61 939 M B'fi W 1**008 65 125 202 416 691 723 879 947 53 1H»W' 294 300 84 130001 639 794(50001 907 65 ffüSfl 70 83«�� in Berli.i SvV., Benrqstcage 2.