it der h huldigt en Damp Amur Bret Jah fer Troja ten. bes gried Bwifchen Die Pi en offizielle ehmen. V Gouvern len zu b 1. m. Briefli ölner Dom en der D Nr. 182 Gun cunt S Sonntag, den 5. August 1888. ww how to mi 5. Jahrg. tom ead 7 sdg] Jobinded of dat Berliner Volksblatt. Organ für die Interessen der Arbeiter. Das„ Berliner Volksblatt" Bes. 2. heint täglich Morgens außer nach Sonn- und Festtagen. Abonnementspreis für Berlin frei ' s baus vierteljährlich 4 Mart, monatlich 1,35 Mart, wöchentlich 35 Pf. Postabonnement Mart. Einzelne Nummer 5 Bf. Sonntags- Nummer mit dem Sonntags- Blatt" 10 Pf. 4032 99 868 950 81 333 91 325 497 6 465 98 50 3 101063 542 782 94 637 54 28 33 74 83 327 62 6( 500) 10 00 973 10 7.973 06 10 78 [ 1500] 60 002 223 563 713 3 118 5 57 5 0] 210 4950 15 515 1308 606 128 4 56 751 959 353 77 TRASTE 880 944 439 3 31046 111 $ 29 68 72 86 401 27 374 97 1300 6078 163 83 665 797 946 318( 300) 534 00] 93[ 1500 2181 267 323 3 144016 5055 190 91 81 454 615 0 60 69 81 158 86 151027 01 54 609 70 46 73 205 345 313 95 578 522 57 95 612 22 724 29 83 5001 959 1590 [ 300] 545 163354 1651 3 308 23 76 A1 94 83 555 8081 186 ( Eingetragen in der Postzeitungspreisliste für 1888 unfer Nr. 849.) Redaktion: Beuthstraße 2. An die Wähler des sechsten Berliner ReichstagsWahlkreises. nahme aus. Bir Insertionsgebühr beträgt für bie 4 gespaltete Betitzeile oder deren Raum 25 Pf. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bet größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmittage in der Expedition, Berlin SW., Bimmerstraße 44, sowie von allen Annoncen- Bureaug, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Expedition: Bimmerstraße 44. Die Wahlprüfungen. hin erfolgenden Wahlprüfung beseitigt wird, nämlich die Wahlbeeinflussug. Gegenwärtig liegen die Wählerlisten für die Neuwahl im Jelen Berliner Reichstags- Wahlkreise zur öffentlichen Einsicht hat der Umstand gegeben, daß die Erörterung dieser Frage der Wahlproteste seitens der Kartellbrüderschaft. Ob die glauben der Mühe überhoben zu sein, hier noch einmal darauf hinweisen zu sollen, wie unendlich wichtig es ist, bag jeber Wähler fich davon überzeugt, ob sein Name richtig in In den Blättern der verschiedenen Bourgeois- Parteien wird jetzt lebhaft die Frage behandelt, ob es sich nicht empfehle, die Wahlprüfungen den Parlamenten zu entziehen und dieselben einem für diesen Zweck besonders einzusetzenden Gerichtshof zu übertragen. Anlaß zu diesen Betrachtungen auf die Tagesordnung des deutschen Juristentages gefeßt ist, welcher demnächst tagen und die Gutachten einiger Staatsrechtslehrer in dieser Angelegenheit entgegen nehmen wird. Nach unserer Meinung nun könnte sich der deutsche Juristentag mit Wichtigerem beschäftigen, als mit akadebie Wählerlisten eingetragen ist. Wer nicht selbst Beit mischen Betrachtungen über diese" Doktorfrage". hat, die Wählerliste zu fontroliren, beauf trage damit eine andere sichere Person. Nur bei der Reichstagswahl wahlberechtigt. diejenigen, deren Namen fich in der Wählerliste befinden, find ungleichheiten, welche in einer ungemein starken BeDie Liften liegen aus: an den Wochentagen von Vormittags 9 bis Nach mittags 3 Uhr, am Sonntage von Vormittags 11 bis Nachmittags 4 hr dem Wahlbureau des Magistrats, Königstr. 7, und Wir denken, sowohl die Strafprozeßordnung und das Gerichtstoftengesetz mit den darin enthaltenen Rechtsvorzugung der Anklagebehörden des Fiskus gipfeln, als auch die Zivilprozeßordnung, in welcher sich die Garantien einer richtigen Rechtspflege nach einem gewiffen Benfus vermehren oder vermindern, gäben nothwendigere und wichtigere Berathungspunkte für die 3usammenkünfte deutscher Juristen. Die tägliche Beschäftigung mit den genannten Gefeßen, sei es in richterlicher, anklägerischer, vertheidigender Thätig keit, oder auch in der Eigenschaft des Rechtslehrers, giebt den Herren doch genügende Einsicht in die ungeheueren Schäden, welche diese großen organischen Gefeße, nament Hier liegt des Pudels Kern. Die Wahlprüfungen, soweit sie sich auf die rein formellen Vorschriften des Wahlgesetzes und des Wahlreglements erstrecken, geben zu keinen Klagen Veranlassung; was dem jeßigen Reichstage den so verdienten Tabel eingebracht hat, das war die Behandlung Interessen des Volkes in diesen Dingen bei einem Gerichtshofe beffer aufgehoben sind, erscheint uns sehr zweifelhaft, denn ebenso wie wir eine Klassengesetzgebung haben, erfreuen Es kann sich nicht wir uns einer Klassenrechtsprechung. darum handeln, über die Nothwendigkeit der Aenderung des Wahlprüfungsverfahrens langathmige Reden zu halten, sondern man muß mit energischer Hand der Quelle des Uebelstandes, der Wahlbeeinflussung nämlich, an den Kragen gehen. Daß hierfür die Majorität des jetzigen Reichstages nicht zu haben ist, ist klar, existirt sie doch einerseits nur, weil das Volk durch die von der Kartellpresse verbreiteten dererseits verdankt sie ihr Dasein der unerhörtesten Wahlschamlosen Kriegslügen in Furcht versetzt wurde, und ans beeinflussung, die von dem Minister bis zum Gendarmen, den Direktor der Aktiengesellschaften und Fabriken bis zum vom Oberkonsistorialrath bis zum Rüfter, vom hochgebietena letzten Bechenbeamten und Werkmeister, von Allen Allen in brüderlicher Eintracht ausgeübt worden ist. of rechts 3 Treppen und gleichzeitig in der Barnhalle der 67. Gemeindeschule, Ackerstraße 28A. Es ist bereits in der amtlichen Bekanntmachung darauf ufmertfam gemacht worden, daß ein Jeder, der die Listen für lich für die Armen und Besitlosen, in sich bergen, und der flussung, schaffe man Wahlfreiheit, beseitige man die Maßrichtig oder unvollständig hält, dies innerhalb acht deutsche Juristentag würde sich um die Schaffung gleichen Rechtsregelungen, welche sich an die Fersen derer haften, die es lagen nach dem Beginn der Auslegung derselben, also für Alle ein Verdienst erwerben, wenn er durch Klarlegung 8434 651 718.964 5 5 476 507 65 04 670 88 91 349 460 665 800 969 175 150 260 91 lich estens am 9. August d. Js. dem Magistrat schriftangen oder in den vorbezeichneten Lokalen vor den der auf diesen Gebieten herrschenden Rechtsungleichheit und beffernde Vorschläge den Weg zur Abhilfe diefer das 31 99 819 Rommiffaden zu Protokoll geben kann, die Beweismittel für seine Rechtsbewußtsein des Volkes schädigenden Mißstände ebnete. Behauptungen aber, soweit dieselben nicht auf Notorietät be 3 46 300( 500 818 986 179 586 674 182 18301127 85 33 184049 186190 18 571[ 3000 tuben, beibringen muß. Wir verkennen nicht, daß die Wahlprüfungen einen sehr mißlichen Faktor im öffentlichen Leben bilden, aber wir bestreiten, daß die Stelle, von welcher die Prüfung geUnter den heutigen politischen und wirthschaftlichen oder Ungiltigkeit einer Wahl stets von den Anschauungen Bur Begründung der beantragten Nachtragung in die schieht, von so wesentlicher Bedeutung sein soll. lifte ift entweder der Miethskontrakt, die letzte MiethsDie angegebene Wohnung vorzulegen. quittung oder die polizeilich bescheinigte Anmeldung für 3uständen werden die Entscheidungen über die Giltigkeit Qierbei sei bemerkt, daß die Aufstellung der Wählerlisten der herrschenden Klassen beeinflußt werden, gleichviel, ob 256( 500) 413 dem Wohnungsstande vom 20. Juni cr. erfolgt ist und diese Entscheidung bei den Parlamenten oder bei einem 21 678 753 7 063 13000 331 34 88 641 964 54 356 69 47 45 63 611 22 58 803 75 6101036 79 720 860 586 986 104 5.73 497 592 30 55 635 747 156 971 10 74 109171 99[ 300] 111 09 112055 92 820 114 5 231 47 330 209 325 486 711 82 864 735 848( 500 4 21012 114 81 70 335 46 66 66 92 842 989 ( 500) 93 127 424 500 45 44 12902 804 39 985 93 181 1320 7 51 758 1840 90 934 96 185 55 652 64 76 985 13 22 607 31 70 01 672 718 60 1420 1614 36 8 72 593 696 4 79 895 1 70( 300 24 39 86 42 53 63 03 16 642 154064 101 359 151 403 505 65 8157008 731[ 3000) Bablbezitten e feitdem verzogenen Wähler ihr Wahlrecht nur in denjenigen 3. gewohnt haben. Gerichtshof ruht. Nach unserer Meinung ist es ein Recht jeder parla ausüben können, in welchen fie bis zum 20. Juni mentarischen Körperschaft, die Legitimation ihrer Mitglieder zu prüfen, und es hieße sich selbst ein Armuthszeugniß ausstellen, wenn der Reichstag z. B. aus Furcht vor mans Des Wahlrechtes Scheue daher Niemand die fleine Mühe, fich zuverlässig zu formiren, ob er wirklich in die Wählerlisten eingetragen ist. gelnder Objektivität darauf verzichten wollte. ch eine Nachlässigkeit kann er leicht seines heiligsten Rechtes -verlustig gehen. Gerade bei der diesmaligen Wahl kommt es darauf an, jeder Arbeiter auf seinem Plaße ist! Feuilleton. Ihre Tochter. [ 53 iminal- Roman nach dem Franzöfifchen von K. Detring. Dar Die Nachtheile und schreienden Ungerechtigkeiten, die namentlich in der laufenden Legislaturperiode des Reichstages so zahlreich zu verzeichnen waren, tönnen nur beseitigt werden, wenn die Ursache der meist nur auf Wahlprotefte hier im Viertel bekannt zu sein, und ich gab daher meinem Rammerdiener Auftrag, Nachforschungen anzustellen Wenn der Kerl sich wieder zeigen sollte, werden wir schon herausbekommen, wer er ist. Und eben deshalb wünscht Herr von Arbois mich Frau von Lorris vorzustellen, und es wäre mir sehr angenehm, wenn ich beiden nüßlich werden könnte." Begebe man sich der amtlichen und privaten Wahlbeein= wagen, ihrer eigenen Ueberzeugung nach zu stimmen, dann wird mit der Nothwendigkeit der Wahlproteste auch die Gefahr parteiischer Entscheidung bei den Wahlprüfungen schwinden, denn ein aus wirklich freier, unbeeinflußter Wahl hervorgegangenes Parlament wird viel zu viel Selbstachtung besitzen, um ein Mitglied unter sich zu dulden, welches seinen Sit unlauteren Mitteln verdankt. Alle Mängel, welche dem jezigen Wahlprüfungsvers fahren anhaften, und die wahrlich oft und kräftig genug von den Vertretern der sozialdemokratischen Partet im Reichstage vor dem Lande angenagelt worden sind, resultiren erstens aus den unerhörtesten Wahlbeeinflussungen der Majoritätsa parteien und ihrer beamteten Schüßer, und zweitens aus dem Entschluß der Reichstagemajorität, die angefochtenen Mandate ihrer Mitglieder um keinen Preis tafsiren, sondern trotz der gravirendsten Thatsachen die Wahlen für giltig zu erklären oder, wo das selbst einem konservativ nationalliberalen Kartellbruber nicht möglich ist, die Ents scheidung bis zum Ende der Legislaturperiode zu ver schleppen und den Kameraden tapfer mitstimmen zu lassen. Diesem Zustand wird nur durch eine gründliche Menderung des herrschenden Wahlbeeinflussungssystems ein Ende gemacht werden, nicht aber dadurch, daß die Wahlder Major dinirt jetzt irgendwo in angenehmer Gesellschaft, aber ich hoffe, daß er gegen Mitternacht in den Klub kommt und wenn Sie ihm eine Bestellung zu machen haben, so will ich sie gern ausrichten." " Ich danke sehr, mein Herr. Das, was ich ihm zu sagen habe, ist nicht so sehr wichtig, und ich werde ihn morgen früh aufsuchen. Jetzt will ich aber Ihre FreundAndreas athmete auf. Diese Erklärung stimmte voll- lichkeit nicht länger in Anspruch nehmen und bitte Sie um die Erlaubniß, mich entfernen zu dürfen." ,, Aber dies fleine Fest," fuhr Herr von Randal fort, nicht der Ausgangspunkt meiner Beziehungen zu kommen mit den unvollständigen Andeutungen überein, A von Arbois, die ich gern weiter unterhalten und be- welche ihm Guntram gegeben. Von einer Heirath war keine Pigen möchte. Denken Sie nur, mein Herr, der Herr Rede. Major verfolgte gestern Nacht einen Schurken, den er mid nicht Aber wahrhaftig, Sie ,, Wenn die Vorstellung noch verschoben worden ift," vom Fenster aus, wo er eine 3igarre rauchte, während ich mich umkleidete, die Tochter der Frau von Lorris mit ihrer Gouvernante vorüberfahren sah. Er schloß daraus, daß Frau von Lorris nicht zu Hause sei und wir uns einen „ Ich will Sie nicht zurück halten, mein Herr, ich hoffe aber Sie wiederzusehen. Sie sind ja der Freund des Herrn von Arbois." en Mitternacht dabei erwischte, wie er um das Haus schloß Herr von Randal, so geschah es, weil der Major Men diese Freundin ja auch kennen, da Sie ja das auen des Herrn von Arbois genießen,... es ist seine Rein," stammelte Andreas ,,, ich weiß nicht, ich erinnere vergeblichen Weg machen würden." Sie heißt Jeanne von Lorris, und obwohl sie nicht Aufklärung. Der Major hatte Therese im Wagen erkannt, zu sein. ebr jung ist, foll fie doch noch sehr schön sein." Juntt im Klaren. Guntram war also der Geliebte der Andreas war jest über einen weiteren zweifelhaften Rutter Therefens.goda 57 790 849 32152 94 209 93 729 831 69 16502 93 787 818 814 21 36 9 616 39 65 186 3 446 524 612 0 920 73 173 0404 620 30 69 452 512 61 Diese Mittheilung brachte Andreas noch eine weitere statt aber dem Herrn von Randal zu erzählen, daß sie allein mit einem jungen Manne herum futschire, hatte er rasch die treue Gundula an seine Stelle gesetzt. Diese Vorsicht bewies, daß er der Heirath Theresens nicht im Wege stehen " Sie haben sie schon gesehen?" fragte er. bad wollte. Und man mußte auch annehmen, daß er nicht an t. Ich sagte Ihnen noch nicht, daß der Schuft dem eine Vermählung Theresens mit Herrn von Randal dachte, eine galante Dame sei. ,, Ich fürchte, ich werde in nächster Zeit nach der Bre tagne zurück müssen," erwiderte Andreas, dem an einer zweiten Zusammenkunft mit Herrn von Randöl gar nichts lag." Er wußte jetzt alles, was er wissen wollte, und hatte icht nur das dringende Bedürfniß, mit seinem Schmerz allein Der Baron war viel zu sehr Weltmann, um noch weiter in ihn zu bringen, und hielt sich, während er ihn zurücks führte, in den Grenzen höflicher Reserve. Helder zu erreichen, wo er abgestiegen war. Er hielt es sdnd Diesmal nahm Andreas einen Wagen, um das Hotel für überflüffig, Guntram erst noch im Café zu suchen, wo Rein, aber Herr von Arbois will mich bald mit ihr annt machen. Wir sollten uns schon heute zu ihr be- sonst hätte er ihm wohl verschwiegen, daß Frau von Lorris sich die Offiziere treffen, und wo es selbst für den Fall, daß ben, um mit ihr über den Menschen zu reden, der sie be eben Major entwischte, als er ihn schon zu haben glaubte, heit verschoben," fuhr der Baron fort, und Herr von Arbois 3 120 60 entwischte ihm in der fleinen Gasse, die den Garten bes $ 43 50 17, wo wir jetzt sind. Herr von Arbois vermuthete, aß er in mein Haus geflohen sei und klingelte. Ich stellte natürlich fofort zu seiner Verfügung, um ihm beim 82 63 968 15 9142005 183425 56 001 26 802 912 1016 682 719 20 07 815 46 001 708 824 6 " Wir haben unsern Besuch auf die nächste Gelegen ging, um sich mit einigen Kameraden im Café Helder zu treffen!" Vielleicht treffe ich ihn dort noch," meinte Andreas. " Ich zweifle. Diese alten Krieger sind ja von einer sprichwörtlichen Pünktlichkeit, und die Stunde, wo sie ihren Außte irgend wo anders hin entkommen sein, aber er scheint Absynth zu trinken pflegen, ist schon vorüber. Ich vermuthe, er noch dort war, schwer gehalten hätte, eine ernste Unterredung mit ihm zu führen. Vor dem Thor des Hotels mußte er erst noch die Zudringlichkeit eines Menschen, der so wie ein„ Stummelsucher" aussah, von sich abwehren. Dieser aufdringliche Patron hatte ihm die Wagenthür aufgerissen und wollte ihm nun durchaus beim Aussteigen helfen. Er schüttelte ihn ab und trat dann rasch in die Loge des Portiers, um sich den Schlüssel zu seiner Wohnung zu holen. prüfungen aus dem Parlament in ein Gericht verlegt werben. Nicht ein noch so hoher Gerichtshof, sondern nur das Volt selbst kann da helfen, wenn es sich gegen jede Wahlbeeinflussung, von welcher Stelle sie auch kommen mag, mannhaft wehrt und von seinem Rechte, einzig und allein nach eigener Ueberzeugung zu wählen, energischen Gebrauch macht. Dann wird auch der Reichtstag ein anderes Geficht bekommen und Thaten, deren sich die jetzige Majorität schuldig gemacht hat, sind nicht möglich; ebenso wenig werden dann Sie Wahlprüfungen in solcher das Wahlrecht illusorisch machenden Weise vorgenommen werden können. Die Aufgabe des steuerzahlenden, arbeitenden Volkes ist es daher, dafür zu sorgen, daß nach den nächsten Wahlen zum Reichstage statt der Kartellbrüder Männer, welche die Rechte des Volkes achten und die Wahlfreiheit hochhalten, die Wahlprüfungen vorzunehmen haben." Original- Korrefpondenzen. von in viel reichlicherem Maße, dazu verwendet werden, um in Ge stalt von Kanonen, Melinit und Bomben die Werkzeuge anzuschaffen, mit denen man die Kulturwerke vergangener Perioden wieder zerstören wird. Mit der Freude an den geschaffenen Kunstwerken sollte man es aber auch genug sein laffen, und mit den politischen Erinnerungen uns verschonen, denn dieselben fönnen nur traurigster Art sein. Es sei denn, man greift, wie es thatsächlich auch geschieht, zu den Mitteln gröbster Geschichtsfälschung, die aber in diesem Falle um so unwirksamer bleiben müßte, als die letzten Beugen, welche am eigenen Leibe erfahren mußten, was in den vierziger Jahren auch in Bayern die Reaktion zu leisten vermochte, noch nicht ausgestorben sind. Was die Feier selbst betrifft, so kann es darüber nur ein Urtheil geben. Dieselbe war großartig. Sowohl das Feuerwert am Montag, als der Festzug gestern Kormittag und die Deforation wie Illumination der Stadt Abends waren einzig in ihrer Art. Daß die Kraftmaschinenausstellung eröffnet ist, hat der Telegraph bereits gemeldet, ebenso daß Herr Billing, einer der Hauptführer unserer bayerischen Bünftler, bei der Gelegenheit die Selbsthilfe" gefeiert hat. Ernst braucht man solche Aeußerungen nicht zu nehmen. Der gute Mann, der nebenbei sein Schäfchen im Trockenen hat, mußte etwas sagen, und da ja die fleinen Motoren ein Mittel sein sollen, um aus jedem Flickschuster einen großen Schuhwaarenfabrikanten zu machen, so mußte die Selbsthilfe natürlich gelobt werden. Die Ausstellung selbst soll sehr intereffante Arbeitsmaschinen enthalten und wenn die Kleinmeister erst das nöthige Geld haben werden, um sich dieselben anzuschaffen und sich dann auch die Kunden einstellen, um die produzirten Waaren für gute Preise zu kaufen, dann ist die Handwerkerfrage ohne Zweifel gelöst. Bis dahin aber wird wahrscheinlich der Flickschuster Flidschuster bleiben und es tro aller Vorzüge der Selbsthilfe nicht zum Schuhwaarenfabrikanten bringen. Politische Uebersicht. " ( der Ausdr traft") Die Zeitschrift für Handel und Gewerbe Defterreich, Dr. Stegemann in Remscheid wird nicht zum ersten Magünſtiger f diesen Blättern genannt. Sie ist, wie unsere Leser wiffen, Organ der deutschen Handelskammern, hat aljo gewerben die Intereffen der Kapitalisten zu vertreten. Das thut better" Blatt auch mit viel Eifer und wenig Geift. Eine Beitſchrit Sozialdemo welcher ein Hasbach seine publizistischen Bedürfnisse beftige Komb bürgt von vornherein dafür, daß ihre Leiter in Sachen machen es find, die sozialen Frage einen durch Sachkenntniß nicht getrübten brüdten Bre beftgen. Herr Hasbach ist ein junger, ftrebfamer Mann, zu einer pommerschen Profeffur gebracht hat; er bauft in Glichen M wald und traktirt oder maltraitirt Nationalökonomie. Nicht bewandert in den Sniffen akademischen Fechterthums sudegger gef fich einen Gegner heraus, auf den er loszupaufen Und unterfing. zwar einen Mann, der, so fein gewöhnliche er auch der Arbeiterbewegung gegenüber steht, einer der unterrichtetsten bürgerlichen Defonomen ift, Schwierigte Lujo Brentano nämlich, jett Professor in Wien. Hasbach fich bei der Attafe blamirte, liegt auf flacher Um so geeigneter ist dieser starre Manchestrier, der mit rüh Ahnungsloftgkeit auf den ältesten, abgelebtesten und fomi Steckenpferden der Manchesterschule herumvoltigirt, als is Gefäng feliger Mitarbeiter für die geistige Kultur der Leser der mann'schen Zeitschrift zu wirken. Was Herr Profeffor hund die Fr Die Arbeitseinstellung der Pariser Bau- und Erdarbeiter giebt den deutschen Reptilienblättern Veranlaffung, ihre bekannte Gehässigkeit und Unwiffenheit von neuem zu bethätigen. Frankreich soll in vollster Auflösung sein, die Regierung rathlos dastehen u. f. w. Und natürlich ist der Refrain immer: So etwas tann bei uns in Deutschland nicht vorkommen." Lepteres ist allerdings richtig. Wenn 10 000 Bauarbeiter in und bei Berlin z. B. einen Streit gemacht hätten, und großartige Umzüge veranstalten und Maffenvolksversammlungen abhalten wollten, so würde die Polizei das sehr balo ver boten haben. Die Frage ist blos: welche Regierung beweist größeres Selbstvertrauen, die, welche die Arbeiter in solchen Fällen frei gewähren läßt, oder die, welche die freie Bewegung hindert? Kein verständiger Mensch wird be treffs der Antwort auch nur einen Moment in Zweifel sein. Wir wollen die Haltung der französischen Regierung in Arbeiter angelegenheiten feineswegs vertheidigen. Es hätte entschieden weit mehr geschehen können und sollen. Allein das, was ge schehen ist, hält immer noch den Vergleich mit dem aus, was in Deutschland geschehen ist; und die französischen Arbeiter stehen weder unter Ausnahmegesetzen noch werden fie irgendwie drang falirt. Im Gegentheil, die Behörden kommen ihnen freundlich entgegen; statt geboycottet zu werden, werden die sozialistischen Arbeiterorganisationen Frankreichs bei öffentlichen Arbeiten bevorzugt; und gerade eine derartige Bevorzugung ist es ja be fanntlich, die zu dem gegenwärtigen Streit Anlaß gegeben hat. Die Bauarbeiter außerhalb der Baulinie von Paris wollen nämlich dieselben Vortheile, wie die, welche der Stadtrath von Paris den Arbeitern im städtischen Gebiet ge fichert hat; und da die Unternehmer darauf sich nicht einlaffen wollten, entstand der Streik. Nach unferen Reptilien muß Frankreich an der sozialen Frage zu Grunde München, 1. August. Wer in den letzten acht Tagen dazu verurtheilt war, Münchener Zeitungen zu lesen, dem mußte vor all dem Wortgeklingel als: Bentenarfeier, großer König, Kunststadt u. f. w. u. s. w. ganz dumm im Kopfe werden. München, als Lebestadt und Sammelpunkt der in die Sommerfrische nach dem Gebirge eilenden Bourgeoifte und höheren Beamtenwelt, ist darauf angewiesen, fich seinen Besuchern jedes Jahr in einem neuen Gewand und von einer anderen Seite zu zeigen, um so stets ein Anziehungspunkt zu bleiben. So verfiel man denn vor drei Jahren auf die Idee, 1886 den hundertsten Geburtstag des verstorbenen Königs Ludwig 1. zu feiern. Doch mußte die Feier damals infolge der be tannten Königskatastrophe verschoben werden. König Ludmig 1, der der Mitte der zwanziger Jahre bis zum Frühjahr 1848 herrschte, dann die Krone an feinen Sohn abtrat und anfangs der fiebziger Jahre ftarb, hat um München fich zweifellos große Ver bienste erworben. Ein begeisterter Verehrer der Kunst, zog er eine Reihe wirklich hervorragender Künstler nach München, und seine bis hart an die Grenze des Geizes gehende Sparsamfeit sowie die reichlichen Einnahmen des wohlhabenden Landes boten die Mittel, mit denen jene Prachtbauten geschaffen wurden, die heute noch das Staunen aller Besucher erregen. König Ludwig I. war ein Friedensfürst durch und durch, und was von seinen militärischen Heldenthaten, während der napoleonischen Feldzüge, er ählt wird, muß man auf Konto des Umstandes schreiben, daß bekanntlich alle Prinzen geborene Feldherren find. Ludwig war auch ein liberaler Kronprinz und haßte er Napoleon I. sehr aufrichtig. Dies hielt ihn aber nicht ab, später ein sehr autokratischer König zu werden, der es mit der Verfassung, wo sie ihm im Wege stand, recht wenig genau nahm, und ebenso wenig binderte ihn sein Franzosenhas, an Napoleon I. Briefe zu schreiben, die geradezu unterthänig flingen. Wie sehr Ludwig von seiner Königswürde durchbrungen war, das mag der Leser daraus entnehmen, daß er es war, der anordnete, daß die Majestätsbeleidiger vor dem Bilde des Königs knieend Abbitte leisten mußten. Die Vertreter sehr gemäßigt liberaler Jdeen wurden unter Ludwigs Regiment auf das Rücksichts loseste verfolgt, dagegen hatte der Klerus ungeheuren Einfluß, was Bayern in den wenig schmeichelhaften Ruf brachte, daß feine Bevölkerung mit zu den geistig rückständigsten Elementen Deutschlands zählte. Eine durch und durch reaktionäre und vollständig veraltete Sozialgesetzgebung, deren lezten Reste in Gestalt der Heirathsbewilligung übrigens heute noch vorhanden find, hatte es in den Dier ziger und fünfziger Jahren dahin gebracht, daß in ganzen Gegenden Bayerns und speziell auch hier in München die Zahl der unehelichen Geburten die der ehelichen überstieg. Die Regierungszeit Ludwig I. hatte also ihre schweren Mängel und es ist wirklich lächerlich, wenn heute gerade die liberalen Breßorgane fich geberden, als wäre jene Periode eine Beit der Aufklärung, des Fortschritts und der freiheitlichen Entwickelung gewesen. Das genaue Gegentheil ist so ziemlich das Richtige. Wenn es seitdem auch in Bayern heller geworden ist und wenn es heute nicht mehr richtig ist, daß unsere bayerische Bevölkerung in Bezug auf Durchschnittsbildung hinter anderen deutschen Stämmen zurüdsteht, so hat der immer mehr fich ausbreitende Verkehr und das mit der wirthschaftlichen Entwickelung fich geltend machende Bedürfniß nach Erweiterung der Kennt niffe seinen Haupttheil daran; der Geist aber, der unter König Ludwig gepflegt wurde und der noch lange, nachdem Ludwig bas Szepter niederlegte, weiter wirkte, er ist daran sehr unschuldig. Wenn München sich heute der Prachtwerke freut, die vor 40 Jahren und früher durch einen tunstbegeisterten König aus den Mitteln des Landes gebaut wurden, so läßt sich darüber um so weniger sagen, als dieselben Mittel heute, und zwar Der Schlüffel des Herrn ist schon oben," meinte der treue Cerberus des Hotels und lächelte vertraulich. " " ,, Ah!" murmelte der Baron und wunderte sich ein wenig über die Miene, die der Portier annahm, um ihm eine so einfache Sache zu sagen. Sind denn die Zimmer um diese Zeit noch nicht aufgeräumt." Verzeihung; aufgeräumt sind sie schon seit heut früh. bei dem gnädigen Herrn ist Jemand." Aber " Wie ist das möglich? Ich erwarte Niemanden." Der gnädige Herr haben mir in der That auch nichts gesagt, aber ich konnte den Schlüssel unmöglich verweigern. Erklären Sie sich deutlicher, wenn ich Sie verstehen foll," rief Andreas ungeduldig. " " Der gnädige Herr wird sehr überrascht sein... die gnädige Frau ist gekommen." Die gnädige Frau?... Was ist denn das für ein bummer Wit!... Ich bin nicht verheirathet." Der Portier lächelte über das ganze Gesicht und erwiderte diskret: Se bern aber herabgebrüd jedoch die Einen recht Herr Dresden, be feine fa fundheitsau blatt entne Gefäng und mußte 3. B. über Alters- und Invalidenversorgung der Arbeitseinem fchrieben hat, zeugte von einer geradezu überwältigende geisterung für das Wohl und Wehe der Unternehmer. wohl das Flachste, was in diesen Tagen über dies Them lartellbrüder Band bis STO bie er fich i des Gemein würde fein die gefund fehr ernster ift ein fel Befte erftr lich woh matorischen brüder zu, Ruthchen handelt b durch Druckerschwärze urbi et orbi bekanntgegeben Hasbach ergänzt Stegemann, wie Patroklos den Achilleus Stegemann bemüht sich redlich bemüht sich redlich, die d Bourgeoiste, die zahmste Europas, durchaus zum stück der Regierungspolitik zu machen. Das der deutschen Handelskammern las den deutschen fammern vor furzer Zeit den Tert darüber, daß ihren Jahresberichten fich zu viel mit Politif beschäftigten gottergebenen, loyalen Lammsfeelen, die in den Handelsla agiren, wurden heruntergerüffelt wie Schulbuben, weil und da darüber klagten, daß der eiserne Fußtritt der S ihren merkantilistischen Hühneraugen etlichen Schmerz Die Handelskammern wurden dahin belehrt, daß fte fold flüge auf das Gebiet der Politit zu unterlassen un nichts als nichts zu sagen haben. Die regierungstre liftenfresserischen, allergetreuesten Handelskammern we find wir gewiß, fich diese Verwarnung zu Herzen Lamentiren sie über dies oder das, so kommen oppo Literaten, Beitungsschreiber, Redner, Parlamentarier folche Klagen heraus und erpliziren, interpretiren, demo den Freunden der Ruhe, dieser e sten Bürgerpflicht, den nießern der Zölle ein Gräuel sonder Gleichen ist. Dr. Stegemann so famos fich bethätigt, wird er, Adlatus Hasbach, es noch weit bringen. Wir wünschen viel Glüd dazu. agitiren, skandaliren, was den Männern der Schuttoll Wenn Stelzer bei Gegner nehmen bei feinen tarte Gin Deutichland Barteiprogr rungen erfa Antheil an foll, und if über Geje wie Die Ministe Mehrheit d foll ihre V Minifteran Billige Häute. Namens des Vorstandes der Main Fleischer Innung hat der Obermeister derselben, Herr ngt die 2 gerichtet, in welcher derselbe das Ersuchen stellt, darüb an den Vorstand des deutschen Fleischer Verbandes eine Ein hebungen anzustellen, in welcher Weise gegen die ftetig ften Satz herabzudrüden. Die Mainzer Handelskammer nehmende Entwerthung der Häute vorzugehen In dieser Eingabe wird hervorgehoben, daß die Gerber Lederindustriellen Deutschlands sich geeinigt und einen mäd Ring gebildet hätten, um die Preise der Häute auf den ri Präfident einer der größten Lederindustriellen Deutschland fage in ihrem Geschäftsbericht über das abgelaufene Jahr der Leberbranche unter anderem, daß durch die politische lage Anfangs des Jahres ein Stillstand im geschäftli fehr eingetreten sei und daß infolge deffen die Lede 邓 河 gehen. Es giebt nur einen Weg der Rettung:„ daß die untergegangen seien; dadurch seien die abrilanten gejmunge französische Regierung fich zur Anwendung der zweckentsprechenden Maßregeln aufschwingt." Die zweckentsprechenden Maßregeln" find Sozialistengesez und erstens Polizei, zweitens Polizei und drittens Polizei. Nun, an Deutschland haben Die Franzosen ein Beispiel, das nicht zur Nachahmung reizt. Und daß Politik und Polizei zwei verschiedene Dinge find, das haben die Franzosen nachgerade durch den Fall dreier Regierungen gelernt. Der gnädige Herr wird verzeihen. Ich konnte doch die Dame nicht bitten, mir ihren Trauschein zu zeigen. Ich kann dem gnädigen Herrn nur ihre Worte wiederholen. Und darauf kann sich der gnädige Herr schon verlassen, daß ich der Ersten Besten den Schlüssel nicht ausgeliefert haben würde.... Die Dame fah aber sehr ,, comme il faut" aus." " Bur angeblichen Deutschenhehe" in Frankreich erhält die Frif. 8tg." folgende Buschrift:" Der von Ihnen jüngst erwähnte Artikel der„ Nordd. Allg. Btg." bezüglich der Sicherheit der in Frankreich reisenden Deutschen veranlaßt mich, Ihnen die Mittheilung zu machen, daß gegenwärtig etwa sechs deutsche Familien, zusammen über 50 Personen, hier die Sommerfrische genießen und sich allerwärts, fast ausschließlich, der deuts schen Sprache bedienen, ohne sich vom 25. Juni bis heute auch nur den geringsten Unannehmlichkeiten ausgesezt zu haben. Vorstehende Mittheilung glauben die hier anwesenden Deutschen der Gastfreundschaft, die sie genießen, schuldig zu sein. Villers, 26. Juli. Ein Abonnent." Andreas hörte nicht mehr auf seine letzten Worte. Er ahnte eine neue Katastrophe und eilte, so rasch wie er fonnte, die Treppe hinauf, die zu seinem 3immer führte. Die sonderbarsten Vermuthungen schossen ihm durch den Kopf, während er in großen Säßen die drei Treppen hinauf sprang. mheidigu De Verfa auptverfal Dem verwe arteit, Be Beurtheilt Staatsanm Bwei tommene lefen, ben treifes Dra Sablerver Landrath od baufer Den unb es bisherige verlauten wolle. E Beschluß worden, größte Vorsicht im Einkauf walten zu laffen, und es ihnen gelungen sei, zu start gedrückten Breil die Häute einzulaufen. Weiter beige es in den Bericht wörtlich: Daß Dant der unter Deutschen Rederfabrikanten fich immer die Derf ausbreitenden Einigkeit im Eintauf die nung gehegt werden dürfe, daß die Preise der noch mehr heruntergebrüdt werden könn Angesichts dieser Aussichten für die Zukunft, belf Beit, daß einer fo außergewöhnlichen Macht gegenüber an außergewöhnliche Mittel zur Bekämpfung b gedacht werden müsse, und läge der Gedanke nahe, die lichen in Deutschland durch die Schlachtung gewonnenen den deutschen Gerbern zu entziehen und dieselben bin genossenschaftlichem Wege ins Ausland zu verlau Der Vorstand des Fleischerverbandes wird schließlich noch darüber Erhebungen anzustellen, ob in ganz Deutid der Preisrückgang der Häute in derselben Weise eriftire wi uns und ob die Preise für Häute in den Nachbarl das Werk eines Bufalls, sondern war vielleicht von jenem in Ihre Wohnung ließ. War das Unrecht?" fette fie Er hatte so gut wie gar keine Bekanntschaft in Paris, vor allem keine Frauenbekanntschaft, zumal unter solchen Damen nicht, die im Stande sein konnten, einem jungen Manne allein einen Besuch zu machen und sich in seiner Abwesenheit ohne seine Erlaubniß in seinem 3immer festzusehen. Dieser Einbruch in seine Wohnung war sicherlich nicht verborgenen Feinde veranlaßt, der ihn heute schon in die Avenue d'Eylau zu Frau von Lorris gelockt hatte. Vielleicht schickte man irgend ein verworfenes Geschöpf zu ihm, und ihn zu kompromittiren ein unsauberes Abenteuer verwickeln. zu dachte einen Augenblick auch an die Möglichkeit, daß in um und fah ihn fest an. Weiß Frau Valdieu, daß Sie hier find?" fragte dreas, um eine direkte Antwort zu vermeiden. Wol ,, Sie wird es bald wissen, aber ich habe fie stattet, und ich war doch entschlossen, es zu thun. Er vorher gefragt. Sie hätte es mir wahrscheinlich nicht Arb batte Frau Valdieu vielleicht in der Absicht hierher gekommen Sie wissen, wie ich hierher gekommen bin? 3mei Stun sei, das Gespräch fortzusehen, das er durch seine halbe nach Ihrem Fortgang erschien Ihr Freund, Herr v. Flucht so plöglich abgebrochen hatte. Aber er sagte sich auch sofort, daß Frau Valdieu so nicht verfahren würde, und daß sie sich auch nicht erlaubt haben würde, sich als Frau Baronin von Elven vorzustellen. 3d mit ihr eine lange Auseinandersetzung; sie sagte mir und schloß sich mit meiner Mutter ein. Vorher viel, aber ich bin nicht aus allem flug geworden. nugte den Augenblick, wo ich allein war, um fortzug und Niemand sah es. Ich wußte, wo Sie wohnen So erreichte Andreas das dritte Stockwerk, ohne daß hatten es gestern Herrn von Arbois in unserem er eine genügende Erklärung für den sonderbaren Besuch gesagt. Ich war im Flur des Erdgeschosses gefunden hätte. und id id Ich hätte den Weg nach der Rue du Helder ni den, denn ich bin in Paris nicht bekannt. Aber einen Wagen, und als ich erfuhr, seien, beschloß ich, zu warten." daß Sie zur Wahl Der Bolitit merih, bei Intereffen neten zu August S Steht ichon Dag für di lege, ibre Kandidate Bum Rottefpont hat die Ei über Diter Die Beifterlo Ställe?! gebaut un im Volfs fünftlich Bänge fir nicht für friechende noch, mo einen fpit abmärts, Dann Ein 3d baly Er hielt sich aber selbstverständlich nicht weiter mit Nachdenken vor seiner Thür auf. Der Schlüssel steckte im Schloß, er brauchte ihn nur umzudrehen, um zu öffnen, Seine Wohnung bestand aus drei zusammenhängenden meiner Mutter geschworen, daß ich Sie zurüdbringe und rasch trat er ein. 3immern. Im ersten war niemand, aber bei dem Geräusch seines Ich wollte heute noch mit Ihnen sprechen. Sie hat Ihnen also gesagt..." Diefer fen hoch. V Der Wa Aur Aufn Bängen nigmi leibli Breite un Gange 3 pak endl die vorhe Lange b Size an burch sch Banze Heineren wirb ,, Daß Sie davon gegangen seien, ohne mid wich Eintretens fam eine Dame auf ihn zugeeilt, und überrascht sehen zu wollen, und daß Sie nie wiederkehren Diese Dame war niemand anders als Therese Valdieu. ihr, daß ich Sie selber fragen müßte, ob es denn wahr " Sie, mein Fräulein!" rief er;„ Sie hier!" Soll das ein Vorwurf sein?" fragte sie und lächelte traurig. Sie war bleich und ihre Augen glühten, aber sie war weder verlegen noch unruhig. daß Sie mich nicht mehr lieben." Mehr als je liebe ich Sie," rief der Baron for Mab einer Leidenschaft gepackt, der er nicht Herr werden ,, Ach, das wußte ich ja!" sagte bas junge Andreas suchte seiner Aufregung Herr zu werden, die küssen zu wagen. Ihr Herz hat sich nicht geändert ihm die Kehle zusammenschnürte; er suchte nach einer Antwort und fand sie nicht. ben I und reichte ihm beide Hände, die er drückte, ohne f und meines noch viel weniger. Was fümmert und " Ich weiß wohl," fuhr Therese fort ,,, daß ich gegen und das, was uns trennt, kommt nicht in Betrat andere! Wenn man sich liebt, giebt es teine Sinba alles Herkommen handelte, als ich allein zu Ihnen fam. hängt von mir ab, es zu unterdrücken. Aber was schadet das? Sind wir doch verlobt! Ich habe sogar gesagt, daß wir verheirathet seien, damit man mich ( Fortsetzung folgt.) " ungefähr Der Mitt Derfelben einer Lic Schlußpor hat fid Diefen find fie fchen Pf eines tü in Niede Darüber fellschaft unertlär trübten " Arwerbe Defterreich, Rußland, Frankreich, Belgien, Holland 2c. nicht ften Mal günftiger feien. Man lese statt Häute" Hände" wiffen, ( der Ausdruck der englischen Rapitalisten für Arbeits. ewerben raft und statt Vorstand des Fleischerverbands thuteiler" und die angeblichen destruktiven Tendenzen der Beitiche Sozialdemokratie find fir und fertig. Allerdings wäre eine der le befri artige Kombination falsch. Wir geben den Mezgern das Recht, Sachen machen es denselben vielmehr nicht streitig, wenn sie bestrebt find, die durch die Koalition der Lederindustriellen herabgetann, drückten Breise für die„ Häute", selbst mit„ außergewöhnaft in Geigen Mitteln wieder in die Höhe zu bringen; wir for dern aber auch, daß es den Arbeitern, hier an Stelle der me fuegger geftattet wird, die durch die Koalition der Kapitalisten upauten herabgedrückten Preise für ihre Hände" selbst mit außerfo fein gewöhnlichen Mitteln( Streifs) in die Höhe zu bringen, zunächst ftebt, fedoch die gewöhnlichen Mittel der Koalition ohne polizeiliche iit, Schwierigkeiten in Anwendung bringen zu können. Was dem Wien Ginen recht ist, sollte dem Anderen billig sein! flacher b mit rühr I 2. Nicht r ber Arbeits Itigende hmer. Them handeln geben " Herr Stelzer, Mitglied des Gemeinderaths von Löbtau bei Dresden, befindet sich feit jener beispiellos schmachvollen Szene, id fomio feine fartellbrüderlichen Kollegen ihn fnebelten und gebunden tale is Gefängniß ablieferten, noch immer in Haft, und sein Ge fundheitszustand ist ein überaus trauriger, so daß die Familie feffor und die Freunde sich ernsthaften Besorgnissen hingeben. Wie wir einem Briefe der Frau Stelzer an das„ Sächsische Wochenblatentnehmen, hat der vorher sehr gesunde und kräftige Mann Gefängniß Magenblutungen und einen Blutsturz bekommen nd mußte in das Krankenhaus übergeführt werden. Ohne jenes lartellbrüderliche Handeln der braven Herren Kollegen wäre die er fich in dem Kampfe mit den fartellbiüperlichen Mitgliedern des Gemeinderaths zugezogen, auf freiem Fuße geblieben, und würde seine Haft unter Bedingungen haben antreten können, die gefundheitsschädliche Wirkungen febr wenigstens solche ehr ernſter Art- voraussichtlich ausgeschlossen hätten. Stelzer voraussichtlich ausgeschloffen hätten. Stelzer Beste erstrebt und insbesondere um die Gemeinde Löbtau ein sehr leidenschaftlicher Mann, der aber stets das ven: Ad die b Aum Das Den San Daß äftigten ndelsfom weil f Der S lerz Denun Re fold und Streu we rzen Oppofiti Demonf arier, chut follo ht, ben Wenn er, wie ünschen r Main Herr F Beine Ein Darübe Die ftetig zugehen Gerber nen mad uf den ni eutfchlands ammer, fene Jabr 20 bäftlichen Ba ederprefer en gezwunge affen, und n Breil Sin demfe unter mer m der Vogesen gezogen, und die franzöfifche Ostbahn ist es, die| fich ins Fäustchen lacht. Während die elsaß- lothringischen Büge in den Koupees erster und zweiter Klaffe von Luxemburg resp. der franzöfifchen Grenze ab faft ganz leer find, können die Büge der französischen Jurabahn, Delle- Belfort- Basel, die Reisenden nicht faffen, besonders seit die Bahnverwaltung auf der ganzen Strede, die sonst ohne jede Bedeutung war, täglich drei Schnell züge furftren läßt, und die schweizerische Bollbehörde die durchWagen von Baris u. f. w. direkt nach Italien durchlaufen. Die französischen Bahnen machen diesen Umstand in allen französischen und schweizerischen Blättern bekannt und warnen die Reisenden vor der deutschen resp. elsaß- lothringischen Paßbelästigung." Ein alter Parteigenosse der Frankfurter Sozialdemotraten, der Drechslermeister Philipp Bollinger, ist nach der Frif. 3tg." vorgestern gestorben. Er hatte schon zu Lassalle's Beiten und mit diesem in die Arbeiterbewegung eingegriffen. Später wandte er sich der Eisenacher Richtung zu. Schweiz. Wir erfahren durch die Neue Zürcher Zeitung", daß der Bundesrath gegen das Ehrenberg'sche Bamphlet teine Klage erheben werde. Auch in Bern, nicht blos in Berlin ist die Neue Zürcher Zeitung" stets gut über die Dinge unterrichtet, welche der deutschen Regierung angenehm find, und die bezeichnete Nachricht dürfte fich bewahr heiten. Immerhin überrascht die Faffung des Telegramms, die einiges Staunen hervorrufen wird. Man hat hier," sagt der Storrespondent, von der Ehrenberg'schen Broschüre Kenntniß genommen. Wie zu erwarten stand, steht das Justiz- und Polizetdepartement fich nicht veranlaßt, der Schrift weitere Folgen zu geben. Der Bundesrath wird daher auch nicht in die Lage kommen, fich mit dieser Angelegenheit irgendwie zu be faffen und darüber so oder anders Beschluß zu faffen." In der That haben zwar die Meisten, deren Ansicht wir durch die Preffe vernahmen, das Gegentheil erwartet und die Phrase ,, wie zu erwarten stand" gehört blos dem offiziösen matorischen Eifer zog er fich den grimmigen Haß der Kariellbrüder zu, und seine Unvorsichtigkeit gab ihnen Gelegenheit, ihr unwissend stellt und hinter seinem Justisdepartement verschanzt. Rüthchen in der bekannten Weise an ihm zu fühlen. Obgleich Stelzer bei jener Gelegenheit unzweifelhaft nicht ganz forreft Gegner provozirt, jedenfalls steht er, wenn wir das Be temen beider Parteien gegeneinander abwägen, thurmhoch über feinen tartellbrüderlichen Gegnern. Man weiß, daß Herr Ruchonnet auch in Basel nicht gerne flagte weiß aber auch, daß seine Haltung in dieser Angelegenheit nicht diejenige seiner Kollegen war; es begreift fich deshalb leicht, daß Herr Ruchonnet nicht gegen Deutschland zu klagen wünscht, weil er an einem System gegenseitiger Verfolgungen feinen Geschmac findet. Der Bundesrath jedoch als Ganzes beruft sich auf diese Auffassung vergeblich. Auch ohne einen Bericht des Justiz departements fennt er eine Angelegenheit, welche notorisch ist, und wenn er das Justisdepartement gegen deffen eigenen Willen zu den Landesverweisungen veranlaßte, so tönnte er dasselbe auch zu einer Klage gegen die Ehrenberg'sche Schmähschrift vers Ein Parteitag der demokratischen Partei in Norddeutschland wird am 16. September in Leipzig stattfinden. Das Barteiprogrammn soll nach vorliegenden Anträgen einige Aende Tangen erfahren So wird verlangt, daß das Volk direkten Antheil an der Staatsverwaltung und der Gesetzgebung haben foll, und ihm daher das Recht zustehen muß, in legter Instanz über Gelegentwürfe selbst abstimmen zu dürfen. Ferner sollen anlaffen. die Minister nur so lange im Amte bleiben, wie sie sich mit der foll ihre Verantwortlichkeit gegenüber den Parlamenten durch ein Mehrheit der Voltsvertretung in Uebereinstimmung befinden, und Ministerantlagegesetz gesichert werden. Langt die Wahl aller Richter durch das Volk, Gleichstellung der Batheidigung mit der Staatsanwaltschaft in jedem Stadium Weiter wird auch verVerfahrens, die Entscheidung über die Eröffnung des auptverfahrens nach öffentlicher mündlicher Verhandlung vor em verweisenden Gericht, die Aufhebung der Militärgerichtsteit, Berufung in Straffachen, die Entschädigung unschuldig erurtheilter und die Beseitigung des Anflagemonopols der Staatsanwaltschaft und der polizeilichen Strafbefugnisse. Zwei Landräthe und ein Wahlkreis! Diese unvollFrankreich. Arbeit verhindern, nur dann strafbar sind, wenn sie direkt gegen Personen ausgeübt werden, daß die Personen jedoch nicht zu ver folgen find, welche, wie der größte Theil der in den legten Tagen verhafteten Ausständigen, fich darauf beschränkten, die Werkzeuge zu vernichten, oder die Karren umzustürzen, ohne vorher die Arbeiter, deren Arbeit sie zu stören suchten, bedroht und mißhandelt zu haben. Sie werden also vorkommendenfalls in Ihrem Protokolle die Art der den Ausständigen, gegen welche Sie vorzugehen haben, zur Last gelegten Drohungen oder Ge waltthaten besonders zu bezeichnen und, wenn Grund vorliegt, hervorzuheben haben, ob z. B. dem Berbrechen der Werkzeuge Drohungen gegen den Arbeiter, in deffen Händen sie sich be fanden, vorgegangen sind und ob das Ümstürzen eines Karrens unter Bedrohungen und Gewaltthaten gegen den Fuhrmann erfolgt ist. Der Polizeipräfett Lozé." Nach späteren Mittheilungen soll dieser Erlaß wieder aufgehoben worden sein. Boulanger kandidirt nicht mehr im Nord; er hat es mit der dortigen Bevölkerung gründlich verdorben. Da am 19. August im Nord zwei Ersagwahlen stattfinden, eine für Boulanger, die andere für den verstorbenen Blichon, so hat fich die republikanische Einigung leicht vollziehen können. Er wer den zwei Kandidaten aufgestellt: der gemäßigte Republikaner Desmontiers, welcher in den allgemeinen Wahlen von Ottober 1885 117 000 Stimmen erhielt, und der radikale Ingenieur Moreau, am 15. April einer der Mitbewerber Boulanger'. Die Arbeiter haben ihre besonderen Kandi= daten. Die Bonapartisten stellen Robert Mitchell auf, den die Boulangisten heimlich unterstüßen werden. Dafür wird Boulanger in der Charente inferieure feinen bonapartistischen Mitbewerber haben. Belgien. Die belgische Verfassung sieht in Art. 139 eine Reviston der Gesetzbücher vor. Soweit solche das Zivilgesetzbuch betrifft, hat dieses Reformwerk Jahrzehnte auf sich warten laffen, trozdem seine Nothwendigkeit längst anerkannt ist. Das vorige liberale Ministerium hatte den verstorbenen Genter Rechts profeffor F. Laurent mit der Ausarbeitung eines Vorentwurfs zu diesem Revistonswerke betraut; da jedoch die in mehreren Bänden niedergelegte Arbeit des berühmten Rechtslehrers wegen des antiklerikalen Geistes, der fie durchwebte, vielfach feindlicher Kritik begegnete, beauftragte im Jahre 1884 das fleritale Minis fterium eine Kommission von hochstehenden Juristen mit der Ausarbeitung eines Revisionsentwurfs. Eine Frucht der Thätig feit dieser Kommission liegt nun in dem Berichte des Nathes am Raffationshofe A. van Berchem über Titel VII des 1. Buches des Code civil vor, der von der Vaterschaft und Abstammung wichtiger Reformen vor. Die wichtigste Neuerung des Entwurfs in direkter Linie handelt. Dieser Entwurf schlägt eine Reihe ist der vollständige Bruch mit dem in Art. 340 des Code civil ausgesprochenen Grundsaße, der die Nachforschungen nach der Vaterschaft, wo es sich um natürliche Kinder handelt, untersagt. van Berchem findet dieses System ungerecht, sowohl dem Kinde gegenüber, das das des Schußes, den jeder seiner beiden Erzeuger ihm schuldet, beraubt wird, als auch gegenüber der Frau, die nach der bisherigen Gesetzgebung allein die Last des gemeinsamen Fehltritts" trug. Das Zivilgeset", sagt van Berchem ,, beschränkt fich darauf, dem verdorbenen Manne das Privilegium der Unverantwortlichkeit zu geben. Vom sozialen Gefichtspunkte aus find die Folgen des gegenwärtigen Regimes verderblich. Die Statistik hat die traurige Rechnung der Fruchtabtreibungen und Kindesmorde, dieser Verbrechen des verlassenen Mädchens, das Mutter geworden, aufgestellt, nicht minder auch Delinquenten aller Art." Das fanonische wie das ältere frandie wachsende Bahl der nicht anerkannten Rinder unter den zöftsche Recht ließen die Nachforschung nach der Vaterschaft zu, bas lettere ermangelte jedoch der nöthigen Garantien bei diesen Klagen, und die furchtbaren Mißbräuche und Standale, die hieraus entstanden, riefen eine Reaktion hervor, die im Code civil verkörpert ist, aber ihrerseits große Uebertreibungen und ungerechtigkeiten enthält. Der Entwurf van Berchem's läßt darum den Vaterschaftsbeweis in denjenigen zahlreichen Fälle zu, wo pofitive Thatsachen die Behauptung des Klägerischen Theils wahrscheinlich machen. Der Entwurf zählt drei Kategorien auf, die diese Fälle umfaffen. Bei allen ist auf die Vers meidung mißbräuchlicher Klagen Bedacht genommen, so daß nur Ansprüche, welche die Präsumption der Gerechtigkeit für sich haben, fich geltend machen können. Der Entwurf bildet so eine Vermittelung zwischen den älteren Rechtssystemen und der Schroffen Erlufivität des Code civil, stellt sich aber immer noch sehr ungünstig für die Frau. Der Minister des Auswärtigen, Goblet, wird den Mächten eine Note bezüglich der Massaua- Frage zugehen laffen. In derselben wird ausgeführt, daß die Altion Italiens bis zum 5. Februar 1885 zurückreiche. Jtalten habe damals den Mächten erklärt, daß sein Vorgehen nur den Zweck habe, das Befigthum der italienischen Staatsangehörigen zu schüßen, und daß feines wegs die Rede von einer territorialen Ausdehnung gewesen sei. Am 16. Februar sei die Berliner Afte erfolgt, Stalien habe indeffen die Befizergreifung nicht notifizirt, wie dies die Berliner Afte vorschrieb. Bis Ende 1885 habe die egyptische Flagge fortdauernd neben der italienischen in Massaua geweht. Wenn die egyptische Garnison alsdann zurückgezogen wurde, und wenn Egypten es aufgab, in Maffaua thatsächlich die Polizeigewalt auszuüben, die ihm seitens der Türkei übertragen war, um zu das Rothe Meer überschritten, so erklärte die italienische Regierung noch im Jahre 1887 in dem Augenblice, als sie sich zur Blocirung von Maffaua anschickte, daß die Souveränetätsfrage in der Schwebe bleibe und nicht an und für sich als ein Präjudiz angesehen werden könne. Es habe daher fein 8weifel bestehen können wenigstens nicht bis zum Erscheinen der daß die Kapitulationen noch zu Recht beständen. Die Note Goblet's soll, wie es heißt, fofort öffentlicht werden. lesen, den tonservativen Wählern des hinterpommerschen Wahl olitischereies Dramburg- Schivelbein ein arges Dilemma. In einer vermeiden, daß die in Arabien stehenden türkischen Truppen ablerversammlung in Dramburg ist der dortige Landrath von ben und es hat dieser die Wahl auch angenommen, obwohl der udhaufen von allen Parteien" als Kandidat aufgestellt wor bisherige Vertreter des Wahlkreises Diamburg- Schivelbein, Landrath Graf Baudiffin in Schivelbein, noch gar nicht hat verlauten laffen, daß er auf eine etwaige Wiederwahl verzichten wolle. Ein jetzt von Dramburg aus erlaffener Wahlaufruf, der jüngsten italienischen Note zur Wahl des Herrn v. Brockhausen auffordert, giebt über den Beschluß der dortigen Wähler dahin Aufschluß, daß auch bei nach Uebermittelung derselben an die betheiligten Mächte ver uf bie der hi n fönn it, bef es bieb egenüber fung de De, die f onnenen Den direll pertan ießlich 13 Deuti lachbarli riftire w este fie fragt abe fie lidh nid jun. Bwei Wo Stun rr v. Arb her batte agte mir Den 34 fortug wohnen Terem und id nid pof Ser ich Sie night poringe mich wich ren wir ich erf nn wahr Baron Perben for neten werth, heißt es in dem Aufruf, auch einmal einen mit den zu wählen. Die Schivelbeiner wollen aber von Intereffen des. Dramburger Kreises mehr vertrauten Abgeord- einer offiziösen Meldung im Rückgange sein. Bestätigung bleibt August Schäffers befanntem Spruch: Delectat variatio, das feht schon im Horatio" nichts wiffen. Ihr Kreisblatt erklärt, daß für die Wähler des dortigen Kreises keine Veranlassung vor liege, ihre Stimmen der Abwechselung wegen" einem anderen Kandidaten zu geben." über " Wie soll das enden? Jum Paßzwang in Elsak- Lothringen bemerkt eine Rorrespondenz der Weserstg." von dort: Den größten Schaden at die Eisenbahn ohne Zweifel. Der ganze Fremdenverkehr Aus Kunst und Leben. If abzuwarten. Anläßlich des Streits hat der Pariser Polizeipräfekt Lozé nachstehendes Rundschreiben an die Polizeikommiffare ge richtet: Meine Herren! Ich benachrichtige Sie hierdurch, daß die Gerichtsbehörden gewiffen in den legten Tagen gegen die Ausständigen wegen Behinderung der Arbeitsfreiheit aufgenommenen Protokollen feine Folge gegeben haben. Dieselben find der Ansicht, daß infolge der Abschaffung des Artikels 416 des Strafgesetzbuches durch das Gefeß von 1884 über die Handwerker- Syndikate Gewaltthaten, welche die freie Ausübung der Aufschluß geben könnte; was die umwohnende Bevölkerung ihm von Steletten und dergl. erzählt hat, verdient keinen Glauben. Bum ersten Male im Jahre 1886 wurde von zwei Urnen ge meldet, die in einem Erdstall" gefunden worden wären; doch Die Erdställe" in Oesterreich und Bayern. Erdfälle?! auch Schraßenlöcher" heißen sie dort zu Lande, d. h. " Beisterlöcher", der Sage nach einst von„ Wichtelmännchen" fehlen bezüglich dieser Urnen noch weitere Details. Würde sich der Wand, die, wie Auch führt er oft aufwärts und aus den Brandspuren ersichtlich, Die Mittheilung bestätigen, dann hätten wir es, soweit aus einer vereinzelten Thatsache ein Schluß gestattet ist, mit einer höchst komplizirten Art der Bestattung verbrannter Leichen zu thun. Jedenfalls wohl dienten diese mühsam errichteten Gewölbe irgend einem religiösen Kult, und die Schluß fammer bildete vielleicht das beiligthnm eines Gottes". Ebenso schwer, wie die Frage nach dem Bwecke, beantwortet fich diejenige nach der Entstehungszeit der Bauten. Schon ums Jahr 1200 geschieht ihrer urkundliche Erwähnung, und nach gelehrter Bermuthung reichen fie sogar bis in die ersten Jahrhunderte unserer Beitrechnung zurück und danken den altgermanischen Quaden ihren Ursprung, die einst den Nömern viele Städte verbrannt und Legionen vernichtet haben und dann aus der Geschichte verschwunden find. Freilich decken fich die Fund gegenden, Südbayern, Ober- und Niederösterreich, Steiermart, Mähren und Weftungarn, nur zum Theil mit den überlieferten Wohnftzen der Quaden zwischen der Mährischen Höhe und den Karpathen. Auch will uns bedünken, daß die Germanen der Großbritannien. Unterhaus. Fergusson erklärt, der Sklavenhan bel in Mittel- und Ostafrika werde beffer begrenzt, fobald die englische, sowie die deutsche Ostafrikanische Gesell schaft die Küsten verwalteten. England wirfe mit anderen zivis liftrten Mächten Zwecks Unterdrückung und Bestrafung des Slla venhandels gemeinsam, ebenso wie der jezige Sultan von Sanfibar solches nach besten Kräften fördere. Oberhaus. Salisbury erklärt, daß Italien, wenn auch nicht mit Bustimmung Englands, so doch mit dessen Wissen herzusagen. Es paffirt ihm wohl oft, daß er dabei das Schrift stück verkehrt in der Hand hält, was aber Niemand übel auf nimmt. Der Tambour verkündet: Stefan Divljakovics, Jelefia Bjelogrlics und Wiliman Crkota haben sich dem Haiduckenleben hingegeben und find in die Wälder gegangen. Wenn sich dieselben binnen fünfzehn Tagen von heute an gerechnet( diese Aufforderung wurde am 22. Juli erlaffen) nicht selbst dem Gerichte stellen, so verlieren sie den gesetzlichen Schuß, und es ist sodann Jedermann erlaubt, fie nieder zu schießen oder sonst auf eine Weise zu tödten, ohne irgend welche Verantwortung dafür zu tragen. Die Bahl der Haiduken ver mehrte fich besonders in den Jahren 1887.88 in ungewöhnlicher Weise. Gefallen find während der Verfolgung bis jetzt acht Haiducken: die Brüder Jovan und Stanto Soldatovics, der ehemalige Gendarmerie- Korporal Milun, Urosch Didanovics, das Haiduckenmädchen Anta Vranics, Jovan Suidovics, Joan Gruits und Tijosav Poznanovics. Bwet gefährliche Haiducken, Tole Ivanovics und Simo Kulics, wurden fürzlich gefangen und legterer dabei schwer verwundet. Für die vielen hingerichteten und im Rampfe erfchoffenen Hatduden wurde bei Uschiga ein besonderer Friedhof errichtet, Hajduca Groblja" genannt. In den Waldgebirgen von Uschiza und im westlichen Serbien halten fich nachfolgende, besonders berüchtigte Haiducen auf: Dilo gebaut und bewohnt, die Stätte vieler Sagen, die noch heute im Volksmunde leben. Die Erdställe sind ein Labyrinth von fünftlich gehöhlten unterirdischen Gängen und Kammern. Die Bänge find meist nur einen halben Meter breit und hoch, also nicht für mehr als eine Person und nur in gebückter, ja friechender Haltung pafficbar. Das Eindringen erschwert sich noch, wo der Gang die gerade Richtung verläßt und fich in einen spigen Winkel fortsett. abwärts, und zwar in steil aufsteigender Linie, weshalb fich Dann Einterbungen für das Einsegen der Füße finden; einer diefer senkrechten Schlupfwinkel ist nicht weniger als 6 Meter hoch. Von Zeit zu Beit erblickt man fauſtdide Vertiefungen in fur Aufnahme einer Beleuchtung dienten. Ist man in solchen Bängen eine Strede weit vorgedrungen, dann kann man fleiblich wieder aufrichten; man befindet sich in einer vers Breite und Höhe. Aus ihr aber führen sogleich wieder neue nigmäßig geräumigen Rammer von 1 bis 2 Meter Länge, Gänge zu andern Kammern, bis man durch einen letzten Eng Urzeit es noch nicht verstanden haben dürften, so schwierige und Jvanovics, Petronije Branics, Bloilo Jevtoics, Marinko Jios pap s endlich zur Schlußkammer gelangt. Dieser Raum übertrifft kunstreiche Die vorhergehenden gewöhnlich an Schönheit und Größe; die Länge beträgt einmal sogar 4 Meter. Hier find Bänke und Sige angebracht; in gleichmäßigen Abständen ist die Wand burch schöngeformte, bald rund bald spigbogige Nischen von ungefähr 1 Meter Höhe und Meter Tiefe unterbrochen; das Der Mitte der Decke. Eine ähnliche Gliederung zeigen auch die derfelben, gerade den Gangmündungen gegenüber, mit einer Lichtnische, sowie daß Gänge und Kammern mit Ver Schlußvorrichtungen versehen sind. ge Mab eändert ohne art uns Finder it be leineren Rammern. Arbeit zu machen, Rundbogengewölbe und wie sie damals nur ihre Halbkuppelnischen zu bauen, Feinde, die Römer, die Träger der Bivilisation, tannten. Wir stehen hier vor einem Räthsel und müssen die Aufflärung deffelben von der weiteren Forschung erwarten. Banze glodenförmig überwölbt, häufig mit einem Luftloch in Uschiha. Das südwestliche dicht bewaldete Gebirgsland Ser Erwähnt sei noch, daß die Rückwand bat fich die Aufmerksamkeit der Alterthumswissenschaft Schon seit Jahrzehnten hat Die Haiducken im serbischen Waldgebirge von biens ist so recht die Heimath des serbischen Haiduckenthums. Selten vergeht ein Monat, daß nicht der Tambour des Ge meindegerichts von Uschisa, einem kleinen Bergstädtchen mitten in dem bezeichneten Gebirge, die große Hauptstraße durchschreitet, bie Trommel bearbeitend, zur Verfündigung der Neuigkeiten. Der Tambour nimmt auf dem Marktplage Aufstellung und aus seiner strammen Haltung ist zu ersehen, daß es sich um wichtiges find fie der Gegenstand ganz spezieller Studien eines österreichi. handelt. Wenn sich eine genügende Bahl Neugieriger anges fchen Pfarrer Lambert Karner, der, theilweise in Begleitung fammelt, zieht der Tambour ein Papier aus der Tasche, auf eines tüchtigen Beichners, nahezu 200 solcher fünstlichen Höhlen Darüber in einer Sigung der Wiener anthropologischen Ges in Niederösterreich und Mähren durchforscht und vor furzem welchem die Namen der Haiducen verzeichnet stehen. Der Tambour hält das Papier vor seine Augen und thut so, als ob er den Inhalt ablesen würde. Er ist des Lesens unkundig, unerklärt. Karner hat in denselben keinen Fund gemacht, der Inhalt, den ihm der Richter mehrmals vorgelesen, auswendig vac, Borisav Poznanovics, Vladimir Lazarevics, Mladen Petrovics und Todor Stanimirovics, alle diese mit einem Anhange von Mithelfern und Verbergern. Man hofft nun, indem man die Haiducken für vogelfrei erklärt, threm Treiben gründlich ein Ende zu bereiten. Wettflug zwischen Brieftauben und Bienen. Hamm, 29. Juli. Wir lesen in der K. V.- 3tg.": Ein Herr Chr. R, sowohl Brieftauben- Liebhaber als auch Jmter, proponirte folgende Wette: Auf einer Strecke von nicht ganz einer Stunde, nämlich von Rhynern nach Hamm, sollen bet schönem Wetter Bienen eher wieder zu Hause eintreffen als Brieftauben." Diese Wette wurde nun am 25. d., Nachmittags 4 Uhr, zum Aus trag gebracht und von Herrn Chr. N. glänzend gewonnen. Bwölf Brieftauben und zwölf mit Mehl bestäubte Bienen, unter den letteren vier Drohnen und acht Arbeitsbienen, wur den nach Rhynern geschafft und dort gleichzeitig in Freiheit gefest, und fiebe da: eine weiße Drohne war 4 Sekunden eher angelangt als die erste Taube. Mit der zweiten Taube langten schon die übrigen drei Drohnen und mit dem Rest der Tauben auch schon die Arbeitsbienen an. von Maffaua Besis ergriffen, wodurch England auch die bezüglichen Vertragsverpflichtungen mit übernommen habe. Er hoffe, daß ein Konflikt Italiens mit Abessinien vermieden werde. Engländ fönne jedoch, nachdem seine Vermittelung mißlungen fei, Italien teine neue Vermittelung anbieten, sei indeffen gerne bereit, jede paffende Gelegenheit zur Herstellung des Friedens zu ergreifen. Das Oberhaus nahm den Antrag Dunraven's an, die Untersuchung des Aussaugesystems auf das vereinigte Königreich auszudehnen. eine von den Konsuln von Desterreich, Griechenland und Italien unterschriebene Note an die bulgarische Regierung geschickt, worin die offizielle Miffion des Rapitän Euggia nochmals ausdrücklich betont wird. Die bulgarische Regierung beantwortete diese zweite Note dahin, daß sie, infolge des Verlangens verschiedener diplomatischer Agenten, ihre Truppen aus den Gebirgsregionen zurückgezogen habe. Da die Waldungen infolge dessen nicht mehr überwacht seien, würde die Regierung keinerlei weitere Verantwortung für die geplanten Unternehmungen des Kapitän Suggia übernehmen. Branche Platz gegriffen haben, kundzugeben. Wir find in unfa Lohnverhältnissen so gedrückt, daß an ein menschenwürdiges tommen nicht mehr zu denken ist. Unser Lohn beträgt fanntlich 25 höchstens 30 Pf. pro Stunde, obwohl zur richtung unserer Arbeit eine gewisse Fertigkeit und Kenn erforderlich ist. Hierzu kommt noch, daß wir stets bei ei sehr ungefunden Temperatur arbeiten müssen, und doch wir gezwungen, durch lange Ueberstunden unser färgli Austommen ein wenig zu erhöhen. Trogdem reicht ur. 18 Verdienst nicht zur Erhaltung unserer Familien aus und un Frauen und Kinder müffen arbeiten, wenn wir die ma gesteigerten Wohnungsmiethen und die erhöhten Steuern sprecht Euch aus in der Versammlung, die in diesem Blatt no näher bekannt gemacht werden wird, und lernt tennen, durch eine fefte Organisation geschaffen werden kann. De Einigkeit macht start. Seid deshalb alle so viel wie möglichneten Beri Blaze, und sucht diesen Aufruf zu verbreiten, besonders des Stadt Kollegen, die dieses Blatt nicht in der Lage sind zu lesen, Vormittag ihnen die Mittel dazu fehlen. Mit follegialischem Gruß: 30gen. Neuhoff, Kernmacher. gegen für halben find die Bächter nur der Gewalt gewichen, so daß die Soziales und Arbeiterbewegung. schwingen wollen. Kollegen! Ich fordere Guch auf, kommt Die Pächter austreibungen auf den Vandes leur'schen Gütern haben bis gestern angedauert. Allent täglichen Berichte über die Ausweisungen fich fast wie GefechtsSchilderungen lesen, bei denen es an Verwundungen nicht fehlt. Nachdem erst vor Tagen gemeldet worden war, daß einer der Bächter in dem Kampfe mit den Polizisten eine sehr bedenkliche Verlegung davongetragen hat, wird heute gemeldet, daß bei den gestern vorgenommenen vier Ausweisungen der Pächter Aermingbam, deffen Haus gleichfalls mit dem Widder zerstört wurde, im Handgemenge zwei Kopfwunden erhielt. Nachdem er verbunden worden war, wurde er in haft abgeführt. Im Ganzen find bis jest 26 Pächter auf den Vandeleur'schen Gütern vertrieben worden. Einstweilen find die Ausweisungen jezt abgeschloffen, fie werden jedoch nach einem Monat fortgesetzt wer den, falls die Pächter bis dahin nicht nachgeben. Balkanländer. 3 Einer Meldung der„ Agence Havas" zufolge sandte der Italienische Kapitän Cuggia, betreffs der Verhandlungen mit den Briganten in der Bellowa Affäre, feine von der italienischen Regierung erhaltenen Instruktionen, wonach die bulgarische Regierung Emissäre an die Briganten senden solle, durch den italienischen Konsul an den Präfekten in Basardjik. Der Präfett betrachtete diesen Schritt als eine Einmischung in seine Gerechtsame und verweigerte jedes Eingreifen ohne Befehl seiner Regierung. Infolge dessen wurde Theater. Sonntag, den 5. August. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater: Boccaccio. Montag: Dieselbe Vorstellung. An die Tischler Berlins. Kollegen! Da der Streik der Tischler Hamburgs noch nicht beendet ist, find noch ca. 120 Familienväter, welche schon 13 Wochen den Kampf für Er haltung der Organisation gegen die Innung führen müssen, zu unterstüßen. Außerdem waren die Hamburger Kollegen genöthigt, zur Durchführung des Kampfes bedeutende Gelder aufzunehmen, welche in furzer Zeit gedeckt werden müssen. Kollegen, in Anbetracht all dieser Thatsachen richtet die hiesige Kommiffion an die Kollegen von ganz Berlin die Bitte, noch einmal in allen Fabriken und Werkstellen für die Hamburger Kollegen zu sammeln und die Gelder gegen Quittung an die Mitglieder der Kommiffion abzuliefern. Bemerkt sei, daß durch die Kominisfion bis jest 3175 Wart nach Hamburg geschickt wurden. Die Kommission der Tischler Berlins. J. A.: Fr. Zubeil, Waldemarstr. 73. Aufruf an die Kerumacher Berlins und Umgegend. Kollegen! Der Werth einer Organisation wird von jedem von Euch begriffen worden sein. Lange Beit haben wir unthätig zugesehen, wie andere Gewerke fich Organisationen schufen und damit ihre Lage zu verbessern trachteten. Endlich müssen auch wir uns aufraffen und ihrem Beispiel folgen. Vor allen Dingen müffen wir einmal eine öffentliche Versammlung einberufen, um unsere Meinung über die schlechten Verhältnisse, die in unserer Die Beschuldigung, die ich gegen Herrn u Der Richtigk Der Theer wird Gold in den Händen der Kapitali angenomm Die Theerfarbenfabriken haben wieder ganz fehörige den Dividenden vertheilt, so die höchster Farbenfabril nommen 16 pCt., die Badische Anilin- und Sodafabrit, meld Ludwigshafen, zu welcher nun auch die FarbenfabriDem Stuttgart gehört und die ein Aftienfapital von 16% Mark befist, hat 25 pet. Dividende vertheilt. in der Be Den. 3u Sprüche Blenari Zwanzig Millionen Mark hat Bessemer für Stahlpatente eingenommen. Die in den Bessemerstahlwe exploitirten Hände haben dem Erfinder diese Schäße in lammlu Schooß geworfen, nicht die Käufer der Patente. Der heutigen Kummer liegt für unsere Abonn Kr. 45 des„ Sonntags- Blatt" bei. Richard Meißner ausgesprochen habe, nehme Neueste Hutmoden. ich hiermit zurück und erkläre denselben als einen Ehrenmann. 255 Mar Lonhardt. Meine Destillation, Bier-, Frühstücksund Billardtube, sowie ff. Bergschloß- und Stend- Theater: Vom Viehhof bis zu den Pagenhofer Bier empfehle bestens. Broll's Theater: Martha. Menschenfreffern. Montag: Dieselbe Vorstellung. 232 A. Barthel, Herrmannplay 4. Für alle Sachsen Bellealliance- Theater: Das elfte Gebot. liegt der Leipziger Tagesanzeiger" aus. Madame Flott. Montag: Dieselbe Vorstellung. Wiktoria- Theater: Die Kinder des Kapitän Brant. Montag: Dieselbe Vorstellung. Königstädtisches Theater. junge von Paris. Banfmann's Variété: ftellung. Concordia- Theater: stellung. Der Straßen Spezialitäten VorSpezialitäten Vor10. Vallage 1 Gr. 9 M. -ww Kaiser- Panorama. 3weite Reise durch Tirol Der ganze Trauerzug und Aufbahrung Kaiser Wilhelms im Dom. Entree à Cycl. 20 Bf., Rind nur 10 Pf. Abonn. Doctor. Wo speisen Sie? 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Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. unbebingt und ber untun bie bem 1709 Hierzu eine Beila Bumpiers Beruf mi admit ht, ba atige G at welc den Man rudytes, wilder& Baragrap Rravatten jeben Re Pidenbad germanif falten, u jeber ehe hat, baß bem Krol Mädchen der berüh oroneter fürstlich Jit folchen 2 b in unfa rdiges beträgt zur b Kenni bei ein doch f tfärglid reicht un und unf die maj Steuern tommt un Blatt no ennen, me ann. Den F faft Beilage zum Berliner Volksblatt. Br. 182. Kommunales. " Der zur Prüfung der Einwendungen gegen die Richtigkeit der Gemeindewählerlisten von der Stadtverord möglichneten Bersammlung niedergesezte Ausschuß hat unter dem Vorfiz esonders des Stadtverordneten Vorstehers Dr. Stryd am Sonnabend lesen, Bormittags die eingegangenen Einsprüche einer Prüfung unter Bruß: zogen. Hierbei find elf Refiamationen für begrüt det, vier da gegen für nicht begründet erachtet worden. Der Ausschuß hat Kapitali angenommen, daß in den Fällen, wo Personen oder Angeganz fehörige denselben in ein hiesiges städtisches Krankenhaus aufge enfabril nommen worden find, keine derartige Armenunterstützung vors fabrit, welche den Verlust des Kommunal- Wahlrechts zur Folge benfabriDemgemäß ist dem Antrag des Magistrats, diese Personen n 16 der Gemeindewählerliste zu streichen, nicht stattgegeben werden. Zur endgiltigen Entscheidung der Einer für rüche ist auf Donnerstag, den 9. d. M., eine erftahlme Stadtverordneten Ver Blenarsisung der jäße in bonn ર -650 Bf. 75 8 125 90 f en ake ahl. je. ung It 15 155, r. kitat teme. e, üdrerit en Webe ten billig Serr ppiche, e, Stud Berth ba Gardinen M. enPurp -Atlas rün, bor rlin S 7 nienft.158 ienbrüde me. erwaar Labenn 28. funft tel große Itlas, auch Gy De ur bis M marel en, Arm Brod er Fabril erfaces paraturen ze, 5, 10 Firma 1709 Bril fammlung angesezt worden. Pa Lokales. Im Interesse aller Gewerbetreibenden heben wir hervor, daß mit dem 31. Dezember d. J. die Frist abläuft, bis welcher diejenigen älteren, dem Pfundsystem angehörigen Gewichtsstücke, welche in betreff der Gewichtsgröße und Bezeich ung den Bestimmungen der Maß- und Gewichtsordnung entSprechen, aber weder den in der Ausführung der letzteren ers laffenen technischen Vorschriften, noch den Bestimmungen des Besetzes vom 11. Juli 1884, sowie den dazu ergangenen tech Sonntag, den 5. August 1888. adi verknüpft- ganz abgesehen davon, daß das diesjährige Wetter uns Großstädtern auch diese dringendste Erholung vergällt so bleibt denn wie gesagt für Tausende und aber Tausende je nach Geschmack und Vermögen nur das Sommer- Etablissement übrig, sollen fie überhaupt wissen, daß wieder einmal ein Sommer gekommen ist, auf den man fieben Monate voll Hoffnung martet. Der Himmel beier's viemebr er beffere fich. Für die Wahl im sechsten Berliner Reichstagawahlkreise ist der Kampf der Parteien soeben eingeleitet worden. Bisher ist seit der Gründung des Deutschen Reiches das Mandat dieses Kreises einmal in den Händen der Fortschrittspartei und dreimal im Befige der Sozialdemokratie gewesen. Der erste Abgeordnete war Schulze Delisch, der 1871 mit ansehn licher Majorität gewählt wurde; 1874 brang er hingegen erst in der Stichwahl durch, ebenso Dr. Bants Hamburg in der er forderlichen Nachwahl, als Schulze für Wiesbaden angenommen hatte. 1877 flegten zum ersten Male die Sozialdemokraten mit Hasenclever, als deffen Gegenkandidat neben Banfs auch der liberale Borfig aufgestellt worden war. Nach der Auflösung des Reichstages erwarb der Fortschritt in einer Stichwahl das Mandat zurück, das für die neue Legislaturperiode dem Landgerichtsrath Aloz zufiel. Auch 1881 ftegte Kloß in der Stich wahl mit geringer Mehrheit. 1884 vereinigten dagegen die Sozialdemokraten eine erhebliche Majorität in der erforderlichen Stichwahl auf ihren Kandidaten Hasenclever, der aber für Breslau annahm und seinem Parteigenoffen Pfannkuch das Feld räumte. Jm vorigen Jahre flegte Hasenclever schon in der Hauptwahl, in welcher 30 453 sozialdemokratische und 11 750 freifinnige Stimmen abgegeben wurden. Mit einiger Verwunderung leſen die Vorübergehenden am Kottbuser Damm auf beiden Seiten der Straße die Ans fündigung der Betriebsverwaltung der Berliner Stadt- und Ringbahn, wonach das dort belegene, sehr umfangreiche Terrain vom 1. Juli 1888 ab weiter zu verpachten oder auch im ganzen oder getheilt zu verkaufen ist. Die Gegend ist den älteren Ber linern wohlbekannt. Hier war es, wo vor nunmehr 16 Jahren, im Sommer 1872, zur Seit der größten Wohnungsnoth in Berlin die Baradenstadt fich erhob und viele Hunderte solch' elender Bretterbuden aufgeschlagen wurden von Leuten, die in der Stadt keine Wohnung finden konnten. Damals war dieses Terrain zum Theil eine öde Gegend und diente den Fuhr5. Jahrg. erschien auch unverzüglich, besichtigte die zerstörten Aecker und nahm mehrere Exemplare der gefräßigen Käfer, die sich in den verschiedensten Stadien der Entwidelung vorfinden, zu näherer Untersuchung mit nach Berlin. Ein Bescheid, der begreiflicher Weise mit höchster Spannung erwartet wird, ist bis zur Stunde noch nicht eingegangen. Da täglich aus der Umgegend Hunderte von Menschen die verwüsteten Felder befichtigen und einige der gelbgefleckten Käfer ihrer Bekannten mit nach Hause nehmen, fo liegt die Gefah: einer Verschleppung des gefährlichen Insektes nicht außer dem Bereich der Möglichkeit. Eine für das hiesige Krankenkaffenwesen höchst wichtige Entscheidung ist jüngst seitens der zuständigen Bentral stelle ergangen. Eine hiesige Jnnungs- Krankenkasse hatte in thr Statut die Bestimmung aufgenommen, daß die bei Jnnungs meistern beschäftigten Gesellen und Lehrlinge mit dem Tage des Eintritts in die Beschäftigung ipso jure Mitglieder der Kaffe werden, also eine analoge Bestimmung wie die binfichtlich der Drtsfrankenkassen durch das Krantenversicherungsgesetz(§ 19 Absatz 2) eingeführte. Trotz des Widerspruchs der Gewerbes Deputation des Magistrats hatte das tgl. Polizeipräsidium diese Statutbestimmung genehmigt. Jezt hat der Oberpräsident im Einvernehmen mit dem Minister für Handel und Gewerbe ents schieden, daß eine derartige Bestimmung für Innungs- Krankenkaffen nicht zulässig sei. Wiederholung der Aichung zugelassen worden sind, noch im bürfen nur Gewichtsstücke des Kilogramm- Systems im Gebrauche fentlichen Verkehr geduldet werden. Vom 1. Januar 1889 ab fein. Bu beseitigen find folgende Gewichtsstücke: 1) eiserne Ge wichtsstücke zu 20 Pfund in Bombenform; 2) dergleichen unter 10 Rilogramm mit fester Handhabe( Griff) statt des vorgeschriebenen Knopfes; 3) eiserne Gewichtsstüde mit beweglichen Hand haben, Ringen und dergleichen; 4) eiserne Gewichtstüde in Bylinderform mit Juſtierhölung an der Bodenfläche oder mit einer Spricht; 5) Gewichtsstüde in Gestalt abgeſtumpfter sechsseitiger unternehmern als Abladestätte für Schutt und andere Abfuhr frühstücken zu können? fonftigen Juſtiereinrichtung, welche der Aichordnung nicht ent Byramiden; 6) Gewichtsstüde in Geſtalt vier- oder achtseitiger stoffe. Verwundert fragen sich heute die Leute, wie das Ter Brismen; 7) Gewichtsstücke aus Messing und verwandten Legirungen in zylindrischer Form ohne Knopf, sowie solche von 300 Gramm abwärts in zylindrischer Form mit Knopf, bei enen aber die Höhe des Bylinders gleich dem Durchmesser oder rößer als der letztere ist; 8) Gewichtsstücke aus Messing und gleichen von würfelförmiger Gestalt, sowie in Gestalt von enen oder gebogenen Platten; 9) Bylindrische Gewichtsstüce vier Pfund, bei denen die Höhe des Bylinders gleich dem 65 Durchmesser oder größer als letterer ist, falls bei diesen Stücken, abgesehen vom Knopf, die Höhe des Bylinders weniger als mm und mehr als 78 mm beträgt, ferner zylindrische eteiner ist als der Durchmesser deffelben; 10) alle Gewichtsstücke wichtsstücke zu Pfund, bei denen die Höhe des Bylinders welche nach Bentner bezeichnet sind, sowie alle Gewichts Bfund und alle solche Gewichtsstücke unter 10 Pfund, Ja unter Michamtern. fund, welche nach Pfund bezeichnet sind. weifelhaften Fällen hole man sich Aufklärung bei den Das Schicksal der Unternehmer von SommerEtablissements ist in diesem Jahre ein wahrhaft verzweifeltes. Witterung auf der Spur ist? Die Schädigung der Wirthe und Unternehmer ist eine solche, daß man sich fragen muß, wie die Bellagenswerthen den Ünbilden der Witterung gegenüber Stand Bu halten vermögen? Wie auch das Wetter in den nächsten Sommerwochen fich noch gestalte, das Verlorene ist nicht mehr einzubringen, der Schaden nicht mehr zu erseßen. Unsere Theil. nahme ist eine um so gerechtfertigtere, als die Sommer- Eta bliffements ein dringendes Bedürfniß für die Erholung suchende treibenden einträgliche Arbeiten, sondern den meisten die einzige frobe Sommerfreude bringen. Die Zahl derer, die verreisen lonnen, ist eine verschwindend lleine; ja selbst größere Land Darlien find für viele Familienväter mit unerschwinglichen Kosten Berliner Sonntagsplauderei. erfchienen" R. C. Heil sei dem Tag, an welchem Du bei uns unfer glorreicher Mitbürger Wilhelm Pickenbach, Stadt fo jubilirte es in allen Antisemitenherzen, als verordneter a. D., nach langer, banger 3eit, die er in unrühmlichem Dunkel verbracht hatte, mit ehernem Tritt die Rebnertribüne erklommen und mit Donnerstimme dem lauschenden Publikum verkündete, daß an allen Offenbarungseiben, die im geliebten deutschen Vaterlande leider immer noch geschworen werden müssen, im Grunde genommen eigentlich nur die Juden schuld seien. das müssen alle Semiten und PhiloSemiten eingestehen Herr Pickenbach ist auf diesem Gebiete der Rechtspflege rain in den Beftz der Stadtbahn gelangt ist, die hier an solchem Bestß doch keinerlei Interesse haben kann. Die Sache erklärt fich daraus, daß bei Anlegung der Stadt bahn mehrere Befizer im Wege des Enteignungsverfahrens gezwungen wurden, ihre zum Bahnbau erforderlichen Grundstücke der Bahnverwaltung abzutreten; hierbei wurden auch die Pertinenzien der Bahn erworben und als solche gehörten die Wiesen am Rottbuser Damm zu einigen Grundstüden in der Neuen Friedrichstraße, welche die Bahn erstehen mußte. Lange Jahre lagen die Wiesen unbeachtet, bis die Polizei die Eins friedigung des Plages verlangte und den hierzu verpflichteten Eigenthümer ermittelte. Mehrere Baustellen find seitdem von dem Wiesenterrain abverkauft und noch immer ist ein ansehn liches Restgrundstück, das gegenwärtig die Nummern 22 bis 32 am Kottbuser Damm führt und fich in gleicher Ausdehnung an der Lachmannstraße entlang erstreckt, vorhanden. Das Terrain enthält gegenwärtig noch Baustellen für 20 bis 30 Häufer an der Straßenfront und ein umfangreiches Hinterland. Es läßt fich darnach ungefähr berechnen, was der Eisenbahnfiskus bei der Bwangserwerbung des Terrains für ein gutes Geschäft ge. macht hat. Der Koloradokäfer" in der Nähe von Berlin. In die größte Aufregung sind die Landbewohner des Kreises Niederbarnim durch eine Nachricht verseßt, welche aus Wegendorf bei Alt- Landsberg gemeldet wird. Dort hat man, wie uns von betheiligter Seite geschrieben wird, auf einem dem Koffäthen Albrecht gehörenden Kartoffelfelde Milliarden von Käfern entdeckt, die im Verlauf von wenigen Tagen sowohl den etwa zehn Morgen großen Kartoffelschlag als auch ein daneben liegendes größeres Rübenfeld vollständig vernichteten. Da man befürchtete, daß es sich um den so gefährlichen Koloradokäfer handle, wurde der Landrath des Kreises, Geb. Regierungsrath Scharnweber telegraphisch benachricht. Derselbe müßte ja tein Herz in der Brust haben, wenn man einem Mann, der sich in dieser Beziehung für die Mitwelt opfert, nicht mit den wärmsten Segenswünschen begleiten würde, ja, mancher Antisemit müßte, wenn er wirklich über Herrn Bickenbachs Streben und Wollen in der hier angedeuteten Weise aufgeklärt wird, dem Vorkämpfer für die heilige Sache des Deutschthums um den Hals fallen und ihn mit Thränen der Rührung und des Patriotismus beträufeln. der unfundigen großen Masse die Schäden klar zu legen, zahlen, weil ein habgieriger Weinhändler die Anmaßung bie dem Wohlstande der Nation durch hartgefottene besaß, seinen Wein nicht umsonst durch die Kehle eines Bumpiers zugefügt werden. Und wer sich diesem hohen waschechten Antisemiten laufen lassen zu wollen. gat, " So wer Spaßig! Spaßig! Einen recht eigenthümlichen Anblick bot am Freitag das Frühstüc zweier Arbeiter der Asphaltgesellschaft, welche am Werder'schen Markt mit Asphaltarbeiten beschäftigt waren. Dieselben hatten fich auf einer Kohlenschippe je zwei Bücklinge gebraten und genoffen nun, lang am Boden liegend, dieses fräftige Frübftüd. Zwei feingekleideten Herren, die soeben im Begriff standen, in eine dort gelegene Weinstube zu gehen, mußte dieser Anblick zu lächerlich vorkommen, denn Der eine von beiden wollte sich beinahe ausschütten vor Lachen und rief ein über das andere Mal: Spaßig! Spaßig! Ja, und spaßig ist es auch, daß die Arbeiter neben ihrer schweren Arbeit noch immer solche Wie machen können, denn ein paar Schritte von der Arbeitsstelle entfernt befindet sich ein Früh stückslokal, in dem fte für 40-50 Pf. rechi bequem frühstücken tönnen; aber jedenfalls hatten fich die Arbeiter schon Eisbein und derartige Speisen übergegeffen, oder sollte der Lohn der schwer Arbeitenden dazu nicht ausreichen, am Freitag auch noch Spaßig! Die Verkehrssprache der Berliner läßt mitunter an einzelnen Ausdrücken den Ort ihres Ursprungs erkennen, und dieser ist nicht selten an vornehmer Stelle zu suchen. Auf dem Schleftschen Bahnhofe trat ein wohlbeleibter Herr an den Stadtbahnschalter, warf ein Behn Pfennigftück auf das Zahl brett und sprach dabei die bedeutungsvollen Worte: Jiftboom, dritter! Der Schalterbeamte hatte sofort verstanden, daß der Mann ein Billet dritter Klasse nach Bahnhof Börse wünschte, und bestätigte auf eine Frage, daß diese Bezeichnung bei einem großen Theile des Publifums gang und gäbe sei. Schwerlich hat der selige Finanzminister Bitter daran gedacht, daß sein geflügeltes Wort von dem Giftbaum Börse, welcher bescheiden werden müffe" noch in dem Reffort seines Amtskollegen bei der Staatsbahnverwaltung zu so populärer Bedeutung gelangen würde. Polizeilich kosfiszirt wurde vergangene Nacht das Hauptblatt der Berliner Bolfstribüne". Gegen 12 Uhr weckten 5 uniformirte Beamte unter Assistenz des Nachtwächters den Expedienten, theilten ihm mit, daß wegen des Leitartikels( Kann es und wird es einmal beffer werden?) auf Grund des§ 11 des Sozialistengefeßes die vorläufige Beschlagnahme des Hauptblattes und die Vernichtung des Sages der inkriminirten Stelle angeordnet sei. Der Verlag veranstaltete unter Hinweglaffung des Leitartikels einen sofortigen Neudruck. Ebenso wurde eine Droschke, welche Packete aus der Druckerei der Volfstribüne" fortbefördern sollte, auf das Sorgfältigſte untersucht. Die allwöchentlich herauskommende Berliner Vollstribüne" erschien gestern gerade ein Jahr, so daß die erfte Maßregelung genau mit dem ersten Geburtstage des Blattes zusammenfiel. Der Reichsanzeiger" von gestern Abend enthält das betreffende Verbot. Der neue Hering dürfte in diesem Jahre eine äußerst rare Delikatesse werden. An die hiesigen Großhändler sind aus Emden, einem Hauptorte des Heringsfanges in unseren Ge wässern, geradezu trofilose Berichte gelangt. Bis jetzt ist noch ins Gedränge. War der Weinhändler ein Urgermane, so durfte ihn Herr Pickenbach nicht anpumpen, denn der antisemitische Grundsah lautet nicht etwa: Pumpt bei fondern kauft bei feinem Juden." keinem Juden" Was aber dem Juden recht ist, muß dem Germanen erst recht billig fein abgesehen davon, wenn der Weinhändler es nicht etwa für eine besondere Ehre hält, daß sein Wein ihm von den großen Verfechtern des Deutschthums umsonst ausgetrunken wird, und das war ja hier nicht der Fall. Und wie wird ein solcher Mann von der undankbaren Andererseits darf ein braver Deutscher von echtem Mitmelt behandelt? Im Kerker mußte er schmachten; von der rauhen Hand eines vermuthlich im Judensolde stehenden Schrot und Korn wohl nach französischem Blut, doch nicht Gerichtsvollziehers ergriffen, tönte die Welt wieder von den nach französischem Rebenblut lechzen. Denn was von jens beweglichen Klagen, die der Eingekerkerte sowohl wie seine vielseits des Rheins kommt, ist für Jeden von uns vom Uebel - so wird es gelehrt von allen Gutgesinnten und so steht es fachen Freunde außerhalb der Gefängnißmauern anstimmten, weil es nicht möglich war, eine elende Weinrechnung zu be- geschrieben bei allen Gutgesinnten. Gleichviel jedenfalls ist es ein bemerkenswerthes Beichen der Zeit, daß der Antisemitismus in dieser unvers hüllten Weise gerade jest wieder sein Haupt erheben konnte; Sprecher finden konnte, der ihn öffentlich vertritt, als Herrn er athmet stärkende Bergluft, damit er mit gekräftigten Lungen den Kampf aufnehmen kann, den er für den Winter in seinem Hirtenbriefe angekündigt hat. Herr Doktor Henrici, die Stüße der Staatsbürger- 3tg.", läßt sich von der glühenden Sonne Westafrikas bescheinen, folglich blieb allein Herr Pickenbach übrig, der das antisemitische Banner im Streit hochhalten mußte. nicht alle, die einen guten Tropfen lieben, ohne ihn beBeruf mit jener 3ähigkeit widmet, auf welche Herr Picken- den die Deutschen im eigenen Lande behandelt, und da soll aber noch bemerkenswerther ist es, daß er keinen anderen bad mit Recht stolz sein kann, der hat ein vollkommenes Rebt, bas Bolt" aufzuklären und ihm zu sagen, wie sehr der zahlen zu können, ein heiliger 3orn übermannen?!. Der Pickenbach. Fern von der Reichshauptstadt weilt Herr Stöcker, ige Christenmensch unter allen den Kniffen zu leiben nationalsten Eigenschaft der Deutschen, dem Durst, will man melche der Manichäer anwendet, wenn er seinen elen- 3wang anthun? Ein Schrei der Entrüstung mußte durch Den Mammon zurüdhaben will. Unser Zeitalter ist ein vers alle Lande gehen, soweit die deutsche Bunge reicht, wenn ruchtes, die soziale Reform muß mit allen Kräften und ein Borkämpfer des Germanenthums wegen gewöhnlicher wilder Energie in Angriff genommen werden, und der erste Saufschulden ins Gefängniß wandern muß. Baragraph der neuen Aera muß lauten: Jeder semitische Vielleicht erinnern sich unsere Leser noch der Beiten, Rravattenfabrikant ist unter allen Umständen verpflichtet, als der Offenbarungseid des Herrn Pickenbach die Welt in worden, und wahrscheinlich wird auch durch diese Beilen Bidenbach zu honoriren. jeben Rellerwechsel eines germanischen Ehrenmannes à la Erregung versette. Sweierlei ist niemals richtig aufgeklärt erst wird sich das urgermanische Heldenthum zu seiner ganzen Glanzfülle ent Auf stolze, sieggewohnte Schaaren schienen die Antiſemiten wohl nicht herabblicken zu können. Herr Pickenbach falten, und es wird eine Zeit anbrechen, in welcher auch erstens, ob jener Weinhändler ein Deutscher oder ein ,, Asiat" sammlung vom Donnerstag, mehr haben sich trotz der vieljeber ehemalige Stadtverordnete der Bürgerpartei soviel Geld hat, daß er wirklich standesgemäß mit den hübschen Damen aus bem Kroll'schen Elablissement verkehren kann, und die armen ber berühmte Name des Inhabers und seine Charge als Stadtverwar, und zweitens, ob auf jener ominösen Weinrechnung nicht etwa auch französische Weine gestanden haben. Als aufmerksame Chroniſten der Tagesereignisse beund wenn diese beiden Fragen im ersten Augenblicke vielleicht Mädchen nicht mit einer gewöhnlichen Visitenkarte, auf welcher fleißigen wir uns möglichster Genauigkeit und Gründlichkeit, » fürstliche Belohnung" abzuspeisen braucht. gerühmten germanischen Kapferteit wahrscheinlich nicht hin gewagt. Das schabet aber nicht; wenn die drei Antisemiten ihren Gesinnungsgenossen draußen erzählen von dem Geist und der begeisterten Einmüthigkeit, die in den Arbeiterversammlungen zu Tage treten, so nüßen sie der guten Sache Parteien von den Arbeitern nichts zu erwarten haben. ordneter verzeichnet steht, und der Vertröstung auf spätere auch überflüssig erscheinen möchten, so sind sie es in der auch, sie wirken mit zu der Erkenntniß, daß die anderen Ist es nicht des Schweißes aller Edlen werth, einen That feineswegs. Man wird sofort sehen, weshalb. Herr Pickenbach folchen Bustand der Dinge wenigstens anzuftreben? Man kommt nämlich in jedem Falle mit seinem Antisemitismus fein einziges von den fiebzehn zum Fang ausgelaufenen Schiffen heimgekehrt, während im vorigen Jahre um diese Zeit schon fteben Schiffe mit 2287 Tonnen, 1886 zwei mit 465 Tonnen und in 1885 elf mit 2423 Tonnen Fang binnengelaufen waren. Man glaubt, das traurige Resultat auf die ungewöhnlichen Witterungsverhältnisse zurückführen zu müffen. Sur Unfruchtbarkeit des Landes auch noch die Unergiebigkeit des Meeres. Fürwahr, dieses 1888 ist ein trauriges Jahr! Eine einfache Probe zur Ermittlung, ob Milch gewäert ist, besteht nach einer Mittheilung des praktischen Landwirth" darin, daß man eine gut polirte Stecknadel in ein tiefes Milchgefäß eintaucht, fie dann gleich herauszieht und aufrecht hält. Sit die Milch rein, so wird ein Tropfen der Milch baran hängen bleiben; wenn aber eine noch so geringe Menge Waffer in die Milch geschüttet worden ist, so wird ein Hängenbleiben eines Tropfens Milch verhindert. wagen, deffen Pferde der Kutscher fast auf die Fußgängerbahn hinauflenkte, mit der Deichselspige derartig gegen die Brust ge stoßen, daß er rückwärts über die Bordschwelle schlug, worauf ihm noch ein Rad des Wagens über Arm und Beine wegging, Mit einer anscheinend schweren inneren Brustverlegung, welche thm durch die Deichselstange zugefügt worden war, mußte der Verunglückte nach der Charitee geschafft werden. Auch der noch bisher wegen des Mordes an dem Steinfutscher Noad verhaftet gewesene Arbeiter Teske hat nun aus der Untersuchungshaft entlassen werden müssen, da nicht genügende Verdachtsgründe gegen ihn herbeigeschafft worden find. Seitens der Staatsanwaltschaft beim Landgericht II werden jegt die Untersuchungen in der Sache nach anderer Richtung fortgesetzt. Der frühere Hauptmann O'Danne, von dem in legter Beit vielfach die Rede war, ist bekanntlich seitens der Schweizerischen Behörden auf Ansuchen der hiesigen Staatsanwaltschaft ausgeliefert worden. Zwei Beamte der Berliner Kriminalpolizei haben D'Danne aus Bürich abgeholt. Derselbe befindet sich jetzt im Untersuchungsgefängniß in Alt. Moabit, da das gerichtliche Verfahren wegen verschiedener Strafthaten gegen ihn eingeleitet ist. Wie die Bost" hört, wird demnächst auch Der Komplize des D'Danne, Alfred von Hartung, hierher ge bracht werden, da auch er seitens der Schweiz ausgeliefert wer den soll. " 1 eine Reihe von Betrugsfällen zur Kenntniß der Behörde gelang bringen, sowie find. Die Beweisaufnahme fiel vollständig zu Ungunften 22 Jult in de Angeklagten aus. Der Gerichtshof fano die Mutter in feft nahm eines größeren und 4 kleineren Fällen schuldig und verurtheilte die nach Abzug de felbe zu einer Bufabftrafe von einem Jahre, mithin zu ein belaufen, die z Gesammtstrafe von 6 Jahren Gefängniß. Die Tochter wu Mitglieder ver der strafbaren Beihilfe nicht schuldig befunden und deshalb fuder nächsten W Der Un gesprochen. " Der lehte Akt des Liebesdramas in der Friedrich- flagter zögernd: Ich hatte solche Sehnsucht, wieder einmal biele Kranke Braße 76 wird, wie es scheint, eine Anflage gegen die Zimmer vermietherin Wally Bunde sein. Wenigstens ist eine Untersuchung bereits eingeleitet, und die Dame hat ihre Vertheidigung in die Hand des Rechtsanwalts Wronker gelegt. Fräulein Bunde be findet sich übrigens noch als Patientin in der chirurgischen Klinik, während der polnische Pianist bereits entlassen ist. Im# tädtischen Ebdach befanden fich am 1. Juli cr. 23 Familien mit 127 Personen, darunter 9 Säuglinge. Am 1. August war der Bestand 28 Familien mit 101 Personen, barunter 12 Säuglinge. Das Asyl für nächtliche Obdachlose benutten im Laufe des Monat Juli 8463 Personen, und zwar 7933 Männer und 530 Frauen. Von diesen Personen wurden dem Krankenhaus Friedrichshain 6, dem Krankenhause Moabit 92, der Charitee 9 überwiesen, 430 der Polizei vorgeführt. fo wenn er etwas Redner erwäh wide, wenn wurde, daß in vorhanden wa welden Berba Warum haben Sie das Dreirad gestohlen? fraielt am 1. der Vorsitzende den Angeklagten Mattukot, der sich dieses Die lokal, Inselstr. ftahls halber vor der 89. Abtheilung des Schöffengerichtsber: Die verantworten hatte.„ Weil mir mein eigenes entzwei gefahr daß man imm war." erwiderte jammernd der Angeredete. Vorsigender: Aerzte zu un Deshalb nahmen Sie dem Kofferträger das Rad fort? ng auf und die K fahren, und so fonnte ich den Drang nicht mehr bekämpfen geben, sei sch Das in Rede stehende Bycicle war nämlich einem Dienstman dadurch ihr L zur Beförderung übergeben worden, der sich aber in der Nähe der Gefahr Des Potsdamer Plages dem Genuße einer fühlen Blonden Sturpfuscheret gegeben hatte und inzwischen das moderne Vehikel ohneingeht, fei ficht stehen ließ. Mattukot sah das verlodendes Befährt und enn auch t Bligesschnelle bemächtigte sich seiner der Gedanke, durch einem Arme fühnen Ritt das Stahlroß in Besitz zu nehmen. Als der Gem Fall von päckträger zurückkehrte, waren Roß und Reiter längst gehen doch Der Gerichtshof verurtheilte den geständig schwunden. Sportsman" zu 2 Monaten Gefängniß. Wie Jemand für die Bethätigung seines W wollens zu einer anflage wegen groben Unfugs fommen zeigte eine Verhandlung gegen drei angesehene hiesige Bu welche vor der 96. Abtheilung des Berliner Schöffengerichts handelt wurde. In der Nacht zum 2. Mai cr. hatte fid einem Restaurationslokale in der Anhaltstraße ein Eisenb beamter, der mit reichlich baarem Gelde versehen war, wie ganze Familie ihn bedienende Kellner wahrgenommen hatte, einen starken angetrunken. Während seines Aufenthalts im Lokal hatte dem Beamten eine wenig Vertrauen erwedende Persönlichkeit fellt und sich erboten, denselben nach Hause zu begleiten. Da ner, welchem dies verdächtig vorkam, hatte den ebenfall nach Hause begebenden drei Angeklagten über seinen Berb daß der Unbekannte höchst wahrscheinlich darauf ausgeb Eisenbahnbeamten auszuplündern, Mittheilung gemacht und selben gebeten, die beiden Leute im Auge zu behalten Begleiter des Trunkenen bemühte sich, die Aufpaffer los zu er provozirte einen Standal, und auf den von dem Be ausgestoßenen Hilferuf kam der Nachtwächter Florian Derselbe nahm die vier streitenden Personen mit zur und ein Jeder von ihnen erhielt ein Strafmandat wegen Unfugs. Während sich Hecking, das ist der Mann, welche Eisenbahnbeamten nach Hause bringen wollte Polizeibericht. Am 3. d. M., Nachmittags, fuhr auf dem Alexanderplatz eine von dem Droschenkutscher Scheibel ge führte Droschke so heftig mit einem Rollwagen zusammen, daß Scheibel vom Bock herabgeschleudert wurde. Er gerieth dabei unter die Räder seiner Droschte und wurde durch Ueberfahren nicht unbedeutend am linken Bein verlegt. In der Nacht zum 4. b. M. versuchte ein Arbeiter an der Regenrinne eines Hauses Große Hamburgerstraße emporzuklettern, um in seine im 2. Stod belegene Wohnung zu gelangen, fiel jedoch auf den Bürgersteig hinab und erlitt einen Bruch des linken handges lents. Am 3. d. M. fanden Raupachstraße 7, Chauffeeund Reinickendorferstraße Nr. 15 unbedeu straße Nr. 116 tende Feuer statt. Vergnügungs- Chronik. Der Märkische Zentral- Sängerbund( 40 Berliner Männer Gesangvereine) veranstaltet morgen, Montag, im Etablissement ,, Tivoli" ein großes Konzert unter Leitung des Bundesdirektors Herrn W. Handwera. Die Instrumentalmuft wird vom Mufilchor des Eisenbahn- Regiments ausgeführt. Anfang des Konzerts 7 Uhr. Entree 50 Pf. Im Schweizergarten treten seit letten Sonntag verschiedene neue Spezialitäten auf, welche fich insgesammt des Hould Stell thn febr schme werden: menn herbe 症 hierauf noch 3 Die nächste M in Scheffer's Der So lechts bie Aut der Ta 2.Quartal. 2. Revisors. 3. rer der No bft den 412. 72 nahme 939,3 2209,23 7. gavin weil beruhigt thuung, daß fie vom Gerichtshof freigesprochen wurden, ganzes Verhalten den groben Unfug ausschließt. hoben die drei Anderen Widerspruch und hatten die Ge größten Beifalls erfreuen. Da ift zuerst die Familie sugofton, Soziales und Arbeiterbewegun Der alte Schüh gestorben!- welcher ältere Berliner hat wohl diese Kunde vernommen, schreibt die„ Voff. 3tg.", ohne von einer Fluth merkwürdiger Erinnerungen überströmt worden zu sein? Eduard Schüß da steigt es wieder vor uns auf, das fleine spießbürgerliche Berlin von 1866, das gern über seine eigenen schwachen Versuche, fich als Weltstadt zu ge berden, lächelte, das alte gute Berlin, deffen Leben sich nicht entfernt so großartig gestaltete, wie heute, aber auch lange nicht so hastend, so neroos, so ungemüthlich. Das war die bescheidene Beit, da im Reigen der Getränke die fühle Blonde den herrschenden Plas einnahm, da man fie gern zusammen genoß mit einem schönen recht rührsamen Theaterstück. Beides bot in schönem Vereine das Vorstädtische Theater am Weinbergsweg, das erst vor wenigen Jahren der Spighade des Maurers zum Opfer gefallen ist, um einem sogenannten Prachtbau zu weichen, das aber freilich schon lange vorher, mit dem Tode der Mutter Gräbert", von der einstigen Höhe herabgesunken war. Der treuefte und gewissenhafte Helfer der braven Mutter Gräbert war Eduard Schüß. Wie er als Regiffeur ihre rechte Hand war und die bisweilen recht leichtfertigen ,, Spielers" in Ordnung hielt, so war er ihr zuverlässigster Darsteller, der niemals absagte und stets bereitwillig für einen fäumigen und er. frankten Kollegen einsprang, mochte auch die Rolle gar nicht feinem eigentlichen Fache entsprechen; und ein vielseitiger Künstler, verschmähte es der alte Schüß auch nicht, wenn Sonntags der Andrang besonders start war, der Mutter Gräbert am Buffet an die Hand zu gehen, Weißbierkruken zu entforten und Butterftullen zu schmieren. Das eigentliche Fach Schüßen's nun war der Intriguant, der Bösewicht, den er, wie befannt in Gummischuhen spielte, um das Schleichende, Heimliche des Charakters zu veranschaulichen. Welche Wirkungen wußte er in diesen Rollen zu erzielen! Wenn er im Glödner von Notredame den gräulichen Quasimodo" oder in Cora, die Tochter des Pflanzers" den grausamen Sllavenauffeher ges spielt hatte, dann durfte er nicht wagen, sogleich nach Beendigung des Stückes das Haus zu verlassen, denn draußen am Eingange stand in dichten Haufen das entrüstete Publikum, um dem hartgefottenen Schurken tüchtig das Fell zu gerben, damit er fünftig von seinen bösen Streichen laffe. Aber auch in klassischen Stüden stand Schüß seinen Mann. Den Wurm" in Kabale und Liebe" gab er, abgesehen von den Gummischuhen, besser als mancher Darsteller an größeren Bühnen, und wenn er am Schluffe dem Präsidenten zurief: Arm in Arm mit dir zur Hölle! Es soll mich figeln, Bube, mit dir verdammt zu sein", dann ging ein Schauer tief innerlicher Befriedigung durch das ergriffene Publifum. An Bildung oder doch Verstand 11 ganz ausgezeichnete Gymnaſtiker und Darsteller von Marmortableaux, zu nennen, dann der Froschmensch Sig. Vincento, der Erstaunliches in seinem Genre leistet. Ihm folgt das MorlayTrio, urtomische Excentrics und Inftrumental Romifer, welche am meisten die Lachmuskeln des Publikums in Bewegung setzen. Am Dienstag findet wiederum ein großes Kriegsfeuerwerk statt und hat dieses als Schlußpanorama die Beschießung von Sebastopol und die Sprengung des Malakoffthurmes zum Vormurf. Gerichts- Zeitung. im 2. Quarta bleibt mithin find angelegt 46 1. Die 58. und im 2. Quarta befuch 1 M. Silfeleistung intere lannt, daß la lieber das G uf Antrag bem Sta Bogen der No gemabit. ledigt ware über die Agen Den Bimmerern Berlins zur Nachricht, daß Protof vom 2. deutschen Zimmererkongreß, der am 14., 15. und 16. zu Chemnig getagt hat, zum Preise von 15 Pf. vom Verl Bimmerer Adolf Schulze in Magdeburg- Neustadt, und au dem in Berlin von dem Herrn Zimmerer Hugo Lehma Rheinsbergerstr. 3, zu beziehen find. Wir können das He jedem Zimmerer und auch jedem Arbeiter angelegen empfehlen, der sich für die Gewerkschaftsbewegung Es bietet werthvolles Material zur Beurtheilung der Fragtet. welche Bahnen die Fachvereins- und Gewerkschaftsbewegung In der in der gestrigen Nummer bi Blattes stehenden Annonze: An die Tischler Berlin * Der Anstiftung zur Verbreitung verbotener Druckschriften angeklagt, erschien der Tischler Emil Böttcher vor der 2. Ferienstraffammer des Landgerichts 1. Am 28. April nahm der Kriminalfommiffar Göttlich eine Durchsuchung der Wohnung des Genannten vor und wurden bei dieser Gelegen zulenten bat. muß es statt 3775 M. 3175 M. heißen. Dor ges wurde Charlo Am 29. Juli ler- Verf Rich Die Ch 2 Bereine und Versammlunge Sereine Eine große Volksversammlung zur Besprechung im Lokale Sanssouci, Kottbuserstraße 4 a statt. Eine Anfin gung durch Säulenanschlag fonnte der vorgerückten Zeit we Sd und richtigem Taft überragte Schüß die meisten seiner zehn Gebote" und 6 Exemplare des Züricher Sozialdemokrat Alters und Invalidenversorgungs- Vorlage findet am Mor nicht mehr bewirkt werden. ber Delim Das Berschiede Des Streits Er forderte für die Ha Referent un Meifter in Eichler bis Bablen müffe nigt unterge gefprochen u mehrmals G Schieber ben Don Geldern hierauf die S Der Verein zur Wahrung der Interessen Miether des Norden Berlins hielt am Donnerstag baufer Allee 156 eine Versammlung ab, in welcher Dr. Huber einen Vortrag hielt über Freuden und Leiden Miether. Derfelbe fritifitte die einzelnen Paragraphen den Wirthen so sehr beliebten Miethskontrakte, in welchen Miethern auch nicht das geringste Recht eingeräumt ist, fon der Wirth jeden Paragraph zu seinem Vortheil ausnußen Als Beispiel führte Redner einen Fall an, welcher in der gegeben wer heit mehrere unbeschriebene Sammelliſten für den früheren Reichstagsabgeordneten Hasenclever, ein verbotenes Buch„ Die vorgefunden. 3 Exemplare dieser Druckschrift waren verschiedene Nummern vom vergangenen Jahre, während die übrigen 3 von einer Ausgabe und zwar der Nr. 3 dieses Jahres herrührten. Die Anklage nimmt an, daß Böttcher die verbotene Beitschrift beim Expedienten derselben in Zürich bestellt und diesen mithin zur Hersendung verleitet habe. Der Angeklagte bemerkt hierzu, daß er allerdings früher Abonnent des Blattes gewesen sei. Die vorgefundenen Exemplare seien ihm aber ohne sein Wissen während seiner Abwesenheit in die Wohnung gebracht worden. Auf Befragen giebt B. zu, Mitglied des Fachvereins der Tischler Auf Befragen giebt B. zu, Mitglied des Fachvereins der Tischler zu fein; eine Verbreitung der verbotenen Schriften stellt er entschieden in Abrede. Zeuge Göttlich bekundet, der Angeklagte habe zwar ihm bei der Bernehmung nach der Haussuchung zugestanden, früher Abonnent der bezeichneten Schrift gewesen zu sein, doch habe er nicht zugegeben, die gefundenen Nummern bestellt zu haben. Kollegen und Kolleginnen, die eben nicht aus höheren Kunst treisen zu Mutter Gräbert gewandelt tamen. Es konnte ge schehen, daß die erste Liebhaberin dem starrköpfigen Vater ent gegenschleuderte, er habe eine Lavarinde mit dem Ton auf um das Herz, daß der Held einer eifers der vorleg en Silbe füchtigen Schönen zurief: Von der Seite fannt' ich Euch noch nicht, Prinzeffin!" Solche Fehler ließ fich der alte Schüß nie zu Schulden fommen, wenn er auch als Regiffeur nicht ver mochte, fte durchweg bei Anderen zu beseitigen; es wäre eben zu viel Arbeit bei Mutter Gräbert's Künstlertruppe gewesen. Neben ihm waren natürlich auch etliche Koryphäen über das gemeine Bolt erhaben. Wie manches junge Herz schlug Ende der fünfziger Jahre am Weinbergsweg nebst Umgegend dem edlen Helden Adolf Freitag entgegen, und dieser wurde später abgeloft durch Heinrich Oden, der, eine hervorragende Leuchte am Vorstädtischen, ein gar fleines Licht wurde am Dresdener Hofnadierstraße paffirt ist. Das Haus wurde verkauft, der Miether zog am 1. des Monats ein, zu gleicher Beit aud neuer Miether, welcher in der guten Absicht, den Wirth am Solche und viele andere Dinge paffiren täglich und fei es b Der Staatsanwalt hält den Angeklagten der Beihilfe für schul- Tag nicht zu stören, die Miethe am zweiten Tage des Mo theater und gern von Zeit zu Zeit nach Berlin zurückflüchtete, dig und nimmt eine Verlegung des§ 19 des Sozialistengesetzes zahlte; der Wirth aber fand hierin einen Grund, den Mi als vorliegend an. Vertheidiger Rechtsanwalt Meschelsohn: Es ist ein eigenthümliches Delikt, was hier vorliegt. Erst seit einigen Monaten, feit der bekannten Entscheidung des Reichsgerichts, ist die Unterstüßung zur Beihilfe bei Verbreitung einer verbotenen Schrift im Sinne der Anklage strafbar geworden; früher war ein gleiches Vergehen straflos. Die Entscheidung refultirt vom 24. Mai 1887, aus einer Beit, wo der Angeklagte fich bereits im Befiß der älteren Nummern jener Schrift befand. Der Sommi Wengel als zu ermittiren, falls dieser nicht mehr Miethe zahlen nothwendig, daß fich jeder Miether seiner Lage bewußt Einer allein wird zwar nichts erreichen, aber viele tönnen wenn fte vereint vorgehen, berartige gegen stände mit Erfolg anfämpfen; Deshalb wünschte Redner, daß sich in allen Stadttheilen Miethervereine bilden, welche, wie der Verein für den " von altnifie gef Biblonen. Be Nor Oeffen Bandten Be Uhr, im Tagesordnun Arbeiter. Berlin Eine friminalrechtliche Anstiftung zur Beihilfe liegt feinenfalls Berlins, namentlich für die ärmere Klaffe bestrebt find, deren in dieser Hinsicht zu beffern. Ebenso sei es Pflicht eines j daß der Angeklagte fich dieselben zum Vertrieb verschafft habe, Miethers des Nordens, dem Verein der Miether des Norde beizutreten. Hierauf folgte eine Diskuffton, an welda vor. Wenn man bei den drei gleichen Nummern annehmen will, Gästen den Berliner Mietherverein zu empfehlen event. eine so ist doch thatsächlich die Verbreitung noch nicht geschehen und auch der Expedient in Bürich hat die Verbreitung noch nicht be. wirkt. Diese Annahme fönnte doch erst gerechtfertigt erscheinen, Miethervereins, betheiligte. Derselbe versuchte es, den anwefen um an der alten Stätte feines Ruhmes Lorbeeren zu pflücken, die ihm an der neuen hartnädig versagt blieben. Die Gelegenheit, in flaffischen Rollen aufzutreten, erhielt Schüß häufig durch die Gastspiele des größesten aller deutschen Mimen oder vielmehr des längsten, Stanislaus Leffer. Mochte diesem Manne mit der Hühnengestalt und der seltsam piepsenden Stimme an anderen Orten die heiß ersehnte Anerkennung versagt bleiben, im Vorstädtischen ward fte ihm in reichstem Maße zu Theil, und einen maderen Gehilfen batte er am alten Schüß. er jemals eine Vorstellung des Eamont mit Leffer in der Titelrolle und Schüß als Vansen gesehen hat, der wird zuge stehen, hierin eine der merkwürdigsten Theatererinnerungen zu befizen. Mancher Dichter und Schriftsteller, der heute sich eines geachteten Namens erfreut, verdiente fich im Hause der Mutter Gräbert die ersten literarischen Sporen, und die drei bis fünf Thaler, die fie für ein gutes" Stück, d. h. für ein solches, in dem viel Liebe und Todtschlag war, zu zahlen pflegte, mögen dem glücklichen Autor ein töstlicherer Lohn gewesen sein, als später die üppig sprudelnden Tantiemen. Und da Schüß der getreue Beirath der Mutter Gräbert war, so gebührt von dem Danke für die Ermuthigung zu weiterem Streben ihm ein guter Antheil. So werden dem waderen Alten nur freundliche Er innerungen in die Gruft nachfolgen. Viele, die jetzt von seinem Dahinscheiden vernahmen, mögen ihn längst zu den Todten gezählt haben. Aber noch im vorigen Winter fonnte man ihn in den Privat- Theatern in den hinteren Bänken des Barquetts figen sehen, natürlich mit den Gummischuhen, die ihn auch im bürgerlichen Leben nicht verließen, an den Füßen. leuchtete sein Auge auf, wenn es rings um ihn flüsterte:„ Seht, dort fist der alte Schüß!" Dann mochte er freudig zu sich fprechen: Sie haben mich nicht vergeffen, nicht sang- und flanglos werde ich dahinfahren!" Und darin soll der Alte Recht behalten. Stolz schmelzung beider Vereine zu befürworten. Er wurde mit seinen Vorschlägen gebührend abgewiesen. Nachde Herr eingesehen, daß im Verein des Nordens nichts zu war, verließ er mit seinen Getreuen den Saal. wenn die Verbreitung thatsächlich stattgefunden hätte. Die Absicht des Büricher Expedienten ist mithin gar nicht erfüllt worden. In Bezug auf die ersten Nummern liegt auch fein Beweis vor, daß der Angeklagte fich dieselben durch Abonnement beschafft hat und daher muß ich um Freisprechung meines Klienten bitten. Der Gerichtshof verwarf die juristischen Einwendungen der Vertheidigung und stellte sich auf den Boden der Reichsgerichtsentscheidung. Es würde eine Anstiftung zur Verbreitung darin gefunden werden können, daß der Angeklagte Verbreitung darin gefunden werden können, daß der Angeklagte den Sozialdemokrat bestellt und auch erhalten hat; eine weitere Verbreitung sei zur Bejahung der Schuldfrage nicht erforderlich. Dem Angeklagten sei aber nicht genügend nachgewiesen, daß er die verbotene Schrift bestellt habe, und deshalb sei der Gerichts. hof zur Freisprechung gelangt. Verein Dienstag, D Jatobfir. 75 nung: 1. D nagme neuer Laften. Abend mit L Demfelben Drr V ag, feine Bod Braue Dachfener fir entliche Verein 10 Uhr, im 2. Dron Berschied Reue Mitg Des Vereins Ma Generalveric Verein Friedrichstra lupfaffung Anträge. Nationale Krankenkasse der deutschen Gold Silberarbeiter und verwandten Berufsgenoffen( E. Gmünd). Mit dem 1. Juli d. J. ist die Begräbnißl Wirksamkeit getreten. Zum Beitritt ist jede Frau be welche das 45. Lebensjahr nicht überschritten und mit chronischen Leiden nicht behaftet ist. Die Eintrittsgebühr tragen in der 1. Klaffe 2 M., in der 2. Klaffe 1 M monatlichen Beiträge, welche in der ersten Woche des lauf Monats zu zahlen find, betragen in der 1. Klaffe 40 f 2. Klaffe 20 Pf. Bei eintretendem Todesfall erhalten Hinterbliebenen nach 12 monatlicher Mitgliedschaft 180 der 1. Klasse und 90 M. in der 2. Klasse. Stirbt ein vor Ablauf dieser Frist, nachdem dasselbe 6 Monate bet angehörte, so werden 90 M. in der 1. Klaffe und 45 Min 2. Klaffe gezahlt. Da diese Kaffe unter Leitung und Verwa der Krankenkaffe steht, und nach den bis jetzt gemachten stand im Intereffe dieser Kaffe den zahlreichsten Beitrittserklä deren Leistungsfähigkeit völlig gesichert erscheint, fo flebt ber Des wiederholten Betruges, resp. der Beihilfe be schuldigt, mußten die verwittwete Kreisgerichtsräthin Frau Bertha Böttcher und deren Tochter, die Mufillehrerin Susanna Böttcher auf der Straffammer des Landgericht I Plaz nehmen. Beide Angellagte befinden sich des gleichen Vergehens halber bereits in Strafbaft, die ihnen im März d. J. zuerfannt worden ist. Damals, wie auch jetzt, handelte es fich um eine große Anzahl Betrügereien, welche von den Angeklagten an GeschäftsEin sehr trauriger Unglücksfall wurde vorgestern in der zweiten Nachmittagsstunde in der Grunewaldstraße( Schöne berg, durch ein Gespann des Getreidehändlers H. angerichtet, das ohne Aufficht geblieben war. Die beiden noch jungen Pferde scheuten und gingen mit dem Wagen durch, wobei ein 12jähriges Mädchen und ein 4 jähriger Knabe, Gertrud S. und Richard T., todtgefahren wurden. Ein drittes Kind, ein Ileiner Knabe, wurde schwer am Rückgrat verlegt. Auch aus Berlin selbst ist wieder von einem Ueberfahrenen zu berichten, der, bemerkenswerth genug, nicht beim Ueberschreiten einer Fahrbahn, sondern auf den für Fußgänger bestimmten Schrittsteinen am Schillerplaß schwer zu Schaden tam. Der in der Höchste straße wohnhafte Wächter B. wurde am Donnerstag Nachmittag an der Ecke der Jäger- und Markgrafenstraße von einem Bier legitimirt. Diefer Verfa burd leuten und Privaten verübt wurden, indem fie den Betreffenden hebungen und gesammelten Erfahrungen anderer Eterbel unter Vorspiegelung falscher Thatsachen Waaren und Geld abs schwindelten. Der Titel„ Kreisgerichtsräthin" bestätigte die Ges schädigten in dem Glauben, daß die Damen" wirklich zah lungsfähig felen, und willig gaben fie die verlangten Gegenstände hin, um hinterher die Erfahrung zu machen, daß fie am entgegen. eldungen werden entgegengenommen Holtlamp, Prinzessinnenstr. 16, Quergebäude 3 T. i R. Bliebern aus bei Oeffen Berufsgeno bof", Bulon Organisation fowl St. Nimmerleinstag Bahlung empfangen werden. Die Mutter Sigungen, welche in den Lokalen Buckowerstr. 9 und So wurde voriges Mal in 39 Fällen des Betruges schuldig befunden ftraße 22 jeden ersten und dritten Montag im Monat ftati und zu 5 Jahren Gefängniß veurtheilt, während die Tochter wegen Beihilfe mit 6 Monaten Gefängniß davon fam. Heute handelte es fich um eine Nachtragsklage, die erhoben wurde, weil nachträglich noch Die Mitglieder werden in ihrem Intereffe ersucht, gegennahme von Kranten und Medizinscheinen C allen Angelegenheiten der Kaffe stets das Mitgliedsbuch Beften un Statuten. Versammlun Verba Lofale Stro lebren uns 2. Berichted willfommen de gelang bringen, sowie jede Wohnungsänderung anzugeben. Das am unften de 22. Jult in der Berliner Bockbrauerei stattgefundene Sommer ter in feit nahm einen würdigen Verlauf. Der Reinertrag dürfte fich theilte die nach Abzug der ca. 600 M. betragenden Untosten auf 400 m. zu eine belaufen, die zum Besten der Familien langwierig erkrankter ter wud Mitglieder verwendet werden sollen. Näherer Bericht erfolgt in eshalb frder nächsten Versammlung.(§ 40 des Statuts.) " Der Unterstütungsverein der Maurer Berlins n? fragielt am 1. d. M. eine Mitgliederversammlung in Scheffer's ieſes Die lokal, Inselstr. 10, ab. Herr Dr. Bernstein hielt einen Vortrag gerichts iber: Die erste Hilfe bei Unglüdsfällen". Hedner kritisirte, der: Aerzte zu unterdrücken. Ueberall tauchen neue Heilmethoden t? nguf und die Kurpfuscherei sei in vollster Blüthe. Dadurch, daß cinmal viele Stranke statt zu einem tüchtigen Arzt zum Kurpfuscher impfen. geben, sei schon viel Unheil angerichtet worden; viele hätten Dienftman baburch ihr Leben eingebüßt. Wenn man endlich die Größe der Nader Gefahr erkannt hat, in welche man sich durch die onden hi turpfuscherei gebracht hat, und nun Arzt zum ohne ingeht, ſet es in den meisten Fällen zu spät, Srt und menn auch der Arzt kann dann den Kranken nicht mehr Surch eine Dem Arme des Todes entreißen. is der Gem Fall von Kurpfuscherei zur öffentlichen Kenntniß gebracht, längst gehen doch oft die Kurpfuscher frei aus, während ein Arzt, wenn er etwas versteht, mit den schwersten Strafen belegt wird. geftändig Redner erwähnte unter anderem, daß es sehr von Nußen sein wide, wenn auf jeder Bau- oder Arbeitsstätte dafür gesorgt minde, daß immer etwas Verbandstoffe sowie Karbol u. dgl. m. vorhanden wären; denn müffe ein Verunglückter ohne irgend welchen Verband zum Arzt transportirt werden, so sei es für rs W mmen t ige Bü gerichts atte fid Eifenbal fo Würde auch mitunter sehr schmerzhaft. Ja das Unglüd tönnte fogar noch größer werden: wenn einer Familie der Ernährer entriffen, so gehe die ar, wie ganze Familie dem größten Elende entgegen. arten Hau al lich feit Es wurden hierauf noch zwei Unterstügungsgesuche erledigt und beschlossen, batte e nächste Mitgliederversammlung am Dienstag, den 14. d. M., in Scheffer's Lotal, Inselstr. 10, abzuhalten. 7. Der benfalls en Berba usgebe cht und Salten Szu Be rian zur herber Degen g welcher eruhigte die Gen find 4. Vortrag des Herrn Kanit, Am 1. Januar d. J. waren Im 1. Quartal betrug die Ein Fachverein sämmtlicher an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten Arbeiter. Montag, 6. Auguft cr., im Lotale des Herrn Säger, Grüner Weg 29: Mitglieder. versammlung. Tagesordnung: 1. Vorlesung über„ Der Kampf zwischen Feuer und Waffer" von Köhler. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Gäste find wilkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Arbeitsnachweis für Tischler. Der vom Fachverein der Tischler begründete Arbeitsnachweis befindet sich Alte Jakob straße 38 im Hestaurant Schumann. Die Arbeitsvermittelung geschieht für Meister und Gehilfen( auch Nichtmitglieder des Vereins) unentgeltlich. Die Adreffenausgabe erfolgt an Wochentagen von 8 bis 10 Uhr Abends, Sonntags von 9 bis 11 Uhr Vormittags. Da sich die 4 Kaifirer der Ortskrankenkasse der Tischler und Pianofortearbeiter Berlins" verpflichtet haben, fich ihrerseits jeder Adressenausgabe zu enthalten, ersucht der Vorfland, nur den obengenannten Arbeitsnachweis zu benutzen. Bentralkranken- und Sterbekaffe der Tischler etc. ( E. H., Hamburg) Verwaltungsstelle Berlin B. Mitgliederversammlung am Montag, den 6. August, Abends 8 Uhr, in Krieger's Salon, Wafferthorstr. 68. Tagesordnung: 1. Abrech nung vom 2. Quartal 1888. 2. Verschiedenes. 3. Vortrag des Herrn Bundt über den Sanitätsverein. Mitgliedsbuch legitimirt. - Die örtliche Verwaltungsstelle Berlin G. hält ebenfalls mor gen, Montag, den 6. August, Abends 8 Uhr, Koppenstraße 35 bei Keller, eine Mitgliederversammlung ab. Tages Ordnung: 1Kaffenbericht vom 2. Quartal. 2. Regelung der Vergütigung 11. Ziehung der 4. Klasse 178. Königl. Preuß. Lotterie. Biehung vom 4. August 1888, Vormittags. Nur die Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 61 82 184 208 332 472 809[ 3000] 983 1031 78 419 504 24 27 636 [ 500] 784 88 890 96 907 81 2023 115 80 270 88[ 5000] 332 69 515[ 3000) 628 42 61 75 792 887 3092 115 261 76 369 97 751 69 87 939 81 4056 147 50[ 500] 96 264 345 443 716 879 917 52 5000[ 300] 121 203 17 511 7062 137 47 244 17 608 740 84 812 80 938 6471 693 728[ 500] 61 [ 3000] 382 436 69 96 743 904 15 8141 50 99 304 643 709 894 924 9270 329 451 574 649 54 789 827 52 936 11029 102 35 10012 50[ 1500] 102 98 615 16 883 87[ 300] 924 83 478 580 88 694 722 57 966 12005 66 161 201 34 71 360 584 720 928 78 13017 157 260 569 92 753 62 63 82 815 21 26 934 14147[ 5001 90 288 525 42 925 47[ 3000] 15024 175 203 37 55 303 46 451 506 25 760 11.046 230 367 409 613 21 35 50 820[ 1500] 21 90 964 17089 349[ 3000] 464 605 82 773 840 922 37 18098 210 29 45 500 84 607 784 838 47 73 90% 28 19016 39 304 51 407 34 41 61 518 32 83 625[ 10000] 59 743 950 54[ 300] 97 2011 28 79 96 143 65 280 431 598 627 84 705 958 21026 324 47 885 900 40 75 22191 93 227 405 24 94 508 26 32 63 656 771 829 23059 135 93 284 301 22 427( 3000] 70[ 500] 80 788 807 11 81 996 24031 272 92 394 533 88 713[ 3000] 23 25087 137 52 81 323 52 70 426 28 567 74 87 741 811 35 88 913 63 66 26037 92 319 423 583 678 96 843 998 27140 226 389 28006 99 201 89 385 542 59 90 638 839 63 909 98 29077 86 229 389 400 811 25 Der Sanitätsverein für Arbeiter beiderlei Geflechts hielt am 29. Juli seine Generalversammlung ab. Aur der Tagesordnung stand: 1. Kassenbericht vom 1. und Quartal. 2. Wahl eines stellvertretenden Vorsitzenden und eines Revisors. 3. Verschiedenes. hrer der Naturheilmethode. Der Kassirer Herr Mag erstattete hst den Kaffenbericht. 412. 72 Bf. vorhanden. nahme 939,30 M.; im 2 Quartal 857,21 M.; zusammen 2209,23 M. Die Ausgabe betrug im 1. Quartel 864,72 M.; im 2. Quartal 1077,05 M.; zusammen 1941,77 M. Es ver bleibt mithin ein Ueberschuß von 267,46 M. Als Reservefonds 46 B. Die Aerzte haben im 1. Quartal pro Konsultation im 2. Quartal pro Konsultation 50 Pf. und für jeden Hausbefuch 1 M. Außerdem wurden 103,75 M. für wundärztliche Silfeleistung gezahlt. Der Vorftgende, Herr Hundt, machte bes lieder bas Elektrifiren und die Massage selbst bezahlen müssen. uf Antrag des Vorfißenden des Ausschusses, Herrn Dietrich, Dem Saffirer, Herrn May, Decharge ertheilt. Als zweiter Bogender wurde Herr Echneider, als Revisor Herr Kanert epilt. Nachdem noch einige interne Kaffenangelegenheiten ledigt waren, hielt Herr Kanit einen sehr interessanten Vor. Den, weil gung Protol und 16. om Verle und au go Lehma das Hefi gelegent g inter er Frage wewegung Berlin ange prechung am Mont ine Antin 58 angelegt 260 M. Der ganze Bestand beträgt 527 M. 5. und fur jeden Hausbesuch 1,16 M. erhalten; über die Naturheilmethode: Wie wir uns in gefunden gen vor Krankheit schüßen". Nach Beendigung des Vor dottet. ges wurden noch einzelne Fragen der Mitglieder beant Charlottenburg, 2. Auguft.( Tischler- Versammlung.) immer bi 29. Juli tagte hier in Wodrichs Salon eine öffentliche Eiler- Versammlung mit der Tagesordnung: 1. Wie stellen f die Charlottenburger Tischler zum Hamburger Streit? Dalin das Referat übernommen. Redner legte die Ursachen des Streits dar und erläuterte den bisherigen Verlauf desselben. Er forbate die Tischler Charlottenburgs auf, doch etwas mehr Referent unter anderem das Werbebureau der Hamburger Meifter in Berlin, und wies darauf hin, daß die Hamburger gler bis zum 5. Auguſt 5000 M. geliehenes Geld zurüd blen müffen. Es sei Pflicht aller, die Hamburger Kollegen mit untergeben zu laffen. Nachdem verschiedene Redner hierzu Beprochen und erwähnt hatten, daß von Charlottenburg schon mehrmals Geld nach Hamburg geschickt worden sei, stellte Herr Schieber den Antrag, eine ständige Kommission zur Sammlung Don Geldern zu wählen. Der Antrag wurde angenommen und Sierauf die Herren Wernike, Böhm und Reisinger als Mitglieder bet Stommiffion, ferner die Herren Preuß 1, Kudrow und Bengel als Revisoren gewählt. Sammellisten sollen sofort aus in bergegeben werden. Nach dem noch über die hiesigen Werkstattver Berschiedenes. Zum ersten Punkt hatte Herr Schmit aus n Beit we evenen erstag welcher Gd d Leiden aphen be welchen at ift, font Snugen uft, ber Beit aud Birth am des Mo den Miel zahlen dfei es b bewußt tönnen artige wünschte Don ir den Be Nort nd, deren ht eines j baltniffe gefchloffen. gesprochen worden war, wurde die Versammlung Banbten Berufsgenoffen am Montag, den 6. Auguft, Abends Oeffentliche Versammlung der Buchbinder und ver Ubr, im Louisenstädtischen Konzerthouse, Alte Jakobstr. 37. Tagesordnung: Die Alters- und Invalidenversicherung der Arbeiter. Unterstühungsbund Berlin.) Versammlung am Montag, den 6. d. M., Abends Bereinigung deutscher Stellmacher.( Mitgliedschaft Uhr, im Vereinslokal Linienstr. 19. In dieser Versammlung findet nähere Besprechung über die Landpartie statt, sowie die Belanntmachung über die regelmäßigen Versammlungen. Dienstag, den 7. Auguft, Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jatobfir. 75, ordentliche Mitgliederversammlung. Tagesord ung: 1. Mittheilungen. 2. Bericht vom Sommerfest. 3. Auf name neuer Mitglieder und Bundesangelegenheiten. 4. Frage Abend mit Damen findet am Dienstag, den 21. Auguft, in des Norden in welche des Be en anwefen event. eine wurde Nachdem ichts zu Gold ( E. b. räbnißl angeb und mit fe 1 M stau be tsgebühr bes laufe 40 Pf erhalten aft 180 t ein M 45 M onate bet tafter. der Hausdiener Berlins. Mitgliedskarte legitimirt.- Der nächste gesellige Demfelben Lokale statt. lag, fein Sommerfest in den Gesammträumen der Berliner Der Verein Berliner Hausdiener feiert heute, Sonn Bot Brauerei". Entree 30 Bf. Kinder in Begleitung Er Dachfener find frei. 2. Außer Verein der Parquetbodenleger Berlins. Wentliche General- Versammlung heute, Sonntag, Vormittags br, im Lotale des Herrn Jordan, Neue Grünstraße 28. Drbnung: 1. Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. Reue Mitglieder Bliebern ausgegeben. 3. Mitgliedsbuch legitimirt. Das Stiftungsfest werden aufgenommen. Fragelasten. Bereins findet Montag, den 13. Auguft, statt. Verein der Einseher( Tischler). Außerordentliche Beneralversammlung heute, Sonntag, Vormittags 10 Uhr, Neue ebrichstraße 44. Tages- Ordnung: 1. Berathung und Be hlußfaffung der in der vorigen Versammlung nicht erledigten Anträge. 2. Verschiedenes. 3. Fragelasten. legitimirt. Billets zu dem diesjährigen Sommerfest werden in Dieser Versammlung von allen Komitees sowie Vorstandsmit Berufsgenoffen am Dienstag, den 7. d. M., im Salon Königs. Oeffentliche Versammlung der Maler und verwandten hof", Bülowstr. 37. Tagesordnung: 1. 8wed und Biele der Westen und Süd- Westen. 2. Diskuffton und Berathung der Versammlung am Montag, den 6. August, Abends 8 Uhr, im Verband deutscher Zimmerleute. Lokalverband Moabit. and Verwal t Sterbel gemachten To flebt ber rittsertlar men burd Tr.; R. in den A und Go onat ftati fucht, be 2c., fo edsbuch Statuten. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Zimmerleute find als Gäste willfommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. 30028[ 500] 47 70 99 132 55 224 66 309 482 684 718 57 882 31077 95 107 280 349 53 477 522 627[ 500] 743[ 500] 953 32085 195 538 687 993 33087 236 56 311 33[ 300] 42 530 689 789 34047 192[ 1500] 255 317 413 64 653 752 866 948[ 500] 35046 56 80 198[ 300] 309 35 71 430 71 585 883 924 74 76 36035 175 321 53 997 37017 23 136 56 82 291 697 703 38 79 819 61 936 37 38083 128 80 517 55 665 906 37 39190 242 [ 5000] 44 67 314 447 500 27 55 677 93 765 820[ 500] 44 68 508 22 94 615 798 40016 159 258 542 80 755 967 41155 60 71[ 300] 298 311 85 428 [ 500] 37 689 99 800 5 950 80[ 3000] 81 42068[ 500) 95 225 353 88 598 609 34 721 29 869 94 935 43105 212 35 340[ 1500] 422 90 502 4 865 906 36 44123 49 202 72 492 526 613 65[ 600 000] 69 745 975 45110 19 277 88 475 599 739 46 46037 69 245 338[ 1500] 59 419 794 922 47003 126 76 209 46 391 437 559( 500) 641 730 955 63 48290 321 481 97 543 78 691 703 803 900[ 300] 49083[ 300] 173 267 78 80 329 413 63 50210 328 79 479 638 850 915 51037 52 66 188 95 307 496 594 1500) 642 772 74 874 52054 137 38 203 411 13 72 538[ 300] 705 83 954 53101 72 74 75 385 97 425 57 521 54 659 75 851 976[ 1500] 80 54155 324 65 598 652 66 726[ 1500] 802 36 52 84 55108 17[ 3000] 304 437 [ 300, 563 627 770 844 56201 17 302( 300] 85 459[ 500] 514[ 300] 32 55 608( 300) 27 40 707 20 96 882 935 57135 261 377[ 300] 459 879 58089 112 346 571 88 659 81 933 59198 344 977[ 3000] 60082 163 70 295 384 523 608 755 895[ 300] 61467 521 657 793 871 92 98 908 18 35 62026[ 300] 147 568 754 824 966 78 81 63132 359 93 415 528[ 500] 893 922 52 95 64022[ 300] 101 231 66 307 16 40 430 89 635 708 71 834 928 91 65009 117 40 47 225 471 80 507[ 300] 55 782[ 1500] 806 71 66123 42 211 57 93 307 475 547 91 674 883 67033 72 196 224 47 73[ 3000) 332 953 68055 125 56 86 328 466[ 500] 93 620 75 717 810 920 69176 94 233 66 81 86 344( 500) 467 72 563 628 711 915 91 70209 39 94 434 84[ 500] 507 44 618 82 978[ 500] 71033[ 3000] 49 113 74[ 3000] 448 597 612 801 25 36 83 990 72044 113 25 367 1500] 89 467 88 500 611 72 79 790 811 918 73075 113 79 95 266 90 313 51 409 580 675 704 11 150 000] 74110 34 70 200 39 537 50 711 862 904 75246 320 55 518[ 500] 680[ 300] 96 734 809 961 76338 440 787 88 77024 1500] 128[ 300] 323 514[ 300] 26 807 21 47 918[ 3000] 77 78164 79379[ 300] 407 26 82 87 264 73 305 406 15 522 66 769 860 946 59 89 517 42 634 741 93 80155 271 407 55 90 508 79 614 71 706 12 18 867 85 81034 163 74 251 373 479 593 620 701 45 862 82004 11 304 10 75 414 91[ 1500] 510 56 673 80 746 76 876 81 319 83133 79 399 535 659 719 959[ 500] 76 84082[ 500] 158 207 306 54 404 7 615 738 872 85188 287 399 441 542 67 68 724 872 991 86096 222 66 459 77 613 46 851 907 73 77 87119 99 266 306 36 670 765 864 88036 63 158 205 337 419 508 624 785 857 99 89053 262 498 516 42 645 66 770 853 971 96093 100 248( 500] 56 342 84 95 439 58 89 713 89 950 82 91139 Biehung vom 4. August 1888, Nachmittags. der Ortsverwaltung. 3. Verschiedene Kaffen Angelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Zahlstelle Blumenstraße bet Wutte ist nach Krautstr. 48( neben der Markthalle) bei Lock verlegt worden. Die Beiträge werden dort jeden Sonnabend Abend von 8-10 Uhr entgegengenommen. Fachverein der Former und verwandten Berufsgenossen. Heute, Sonntag, Vormittags 10 Uhr, Invalidenstraße 144, in Faustmann's Salon, Versammlung. Tagesord nung: 1. Vortrag. 2. Wahl des ersten und zweiten Vorsitzenden. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Der Verein Berliner Portiers und Berufsgenossen hält am Montag, den 6. August cr., Abends 9 Uhr, Krausen straße 16, part., seine Versammlung ab. Der wichtigen Tages ordnung wegen ist das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder drin gend erwünscht. Gäste willkommen. Aufnahme neuer Mits glieder. Landpartie der Schuhmacher Berlins. Sonntag, den 12. August, findet eine Landpartie der Schuhmacher Ber lins nach Finkenkrug statt. Abfahrt 9 Uhr Vormittags. Große öffentliche Arbeiter- Versammlung am Mon tag, den 6. August, Abends 8 Uhr, im Konzerthaus Sans souci", Rottbuserstraße 4a. Tagesordnung: Die Altersund Invaliden Versorgun". Referent: Herr W. Liefländer. Die Arbeiter werden zu zahlreichem Besuch dieser Versammlung eingeladen. Die polizeiliche Genehmigung ist ertheilt worden. Turn- und gesellige Vereine am Sonntag. Lübeck'sche 95 373 419 518[ 500] 676 96 704 801[ 300] 11 92069 89 113 319 48 418 649[ 500] 92 855 910[ 1500] 93065 87 218 308 764 897 94078 91 119 95073 218 21 20 24 306 19 419 65 514 631 44 64 775 912[ 300] 32 45 403 37 53 54 80 730 96006 297 480 534 56 707 88 919 46 77 97020 [ 3000] 143 245 369 561 780 916 33 72 84 98304 26 28[ 1500] 756[ 1500] 860 999 99012 15 58 264[ 3001 90 353 66 525 55 62 729 889 969 72 100374 503[ 500] 50 761[ 300] 891 101051[ 3000] 228 94 345 443 87 546 702 915 130001 102129 462 581 697 725 51 839 942 49 103028 303 62[ 300] 412 47 67 580 98 646 960 104018 96 227 89 448 536 689 723 39 809 31 903( 500] 105018 144 211 23 484 503 21 89 623 34 84 720 859 106263 76 418 520 97 713 85[ 1500] 805 50[ 300] 906 35 45 107252[ 500] 462 84( 3000] 505 713 29 960 108005 201 24 415 66 99 507 21 957 81 109056 174 313 429 69 618 805 47 65 80 990 110159 250 422 23 24 28 36 587 684 86 835 111217 56 315 427 83 97[ 500] 663 747 830 44 112061 232 77 322 519 69 97 771 76 113123 39 220 31 89 339[ 300] 503 682 713 114153 317 46[ 3000] 415 502 12 706 60 85 898 115326 28 40.91 449 841[ 5000] 47 903[ 300] 34 116401 37 649 706 22 117011 52 66 74 146 202 359 457 576 87 747 872 903 67 118442 584 93 686 99( 3000] 816 901 119018 123 266 94 347 405 556 612 19 95 708 42 57 925 120096 101 81 207 96[ 500] 564 71[ 300] 72 96 665 749 950 82 121118 31 266 79 352 525 36 42 61 665 83 749 819 30 908 122021 27 162 206 96 368 639[ 500] 44 760 85 86 814 902 123115 44 45 69 317 41 410 92 819 933 124010 29 248 69 321 67 477 94 578 703 1500 125228 45 68 429 33 95 613 69 84[ 1500] 92[ 300] 725[ 1500] 59 91 834 60[ 500] 939 126012 154 295 311 48 92 591 712 816 127001 3 166 229 333 551 781 922 96 128237 61 324 400[ 1500] 10 16 574 721 894 129029 99 143 237 63 407 86 557 616 725[ 10000] 823 52 941 130064 157[ 300] 93 99 202 41 56 93 371 79 82[ 1500] 405 552 609 66 771 914 95 131119 288 352 59 94 486 603[ 1500] 85 729 833 944 132161 262 342 438 39 667 83 913 23 133026 75 82 156 234( 3000] 321 74 403 89[ 500] 92 551 673 741 832 902 134117 25 202 18 331 45 504 69 821 43 89 923 135101 13 297 323 27 74 477 558 657 73 762 64 801 927 47 136014 44 109[ 500] 87 267 83 86 443 44 52 79 564 617 39 827 909 29 37 98 137130 35 278 440 658 767 94 138084 131 90 291 325 500 603 70 718 86 888 139031 67 346 603 51 766 855 140017 146 61 68 288 346 87 703 72 803 34 53 902 58 141097 [ 500] 111 225 37 317 596[ 3000] 142255 82 420 581 718 913 143028 72 191[ 500] 300 61 448 51[ 300] 783[ 300] 945 97 98 144004 51 58 201 84 352 495[ 500] 649 64 737 53 72 892 931 53 145002 63 339 54 94 405 92 147 205 51 85 334 80 480 825 914 148017 110 31 256 456 518 653 567 644 46 66 759[ 500] 875 985 146063 99 292 375[ 300] 524 52 147045 56 77 708 806 12[ 500] 75 978[ 500] 98 149026 65 70 175 236 83 339 425 911 81 150192 95 457[ 300] 560 759 82 95[ 500] 841 901 151175 683 704 873 920 94 152085 96 157 64 241 345 585 90 626 38 731 153113 90 283 573 743 834 154101 213 333 44 464 607[ 1500] 828 155209 357 430 75 84 686 735 156033 49 72 79 151 87 302 43[ 1500] 69 479 551 684 701 21 88 964 87[ 3000] 157280 310 701 63 97[ 10000] 808 76 982158005 14 66 100 309 21 37 403 10 18 97 589 654 776 91 159008 29 55 237 74 382 95 613 702 7 95 815 49[ 3000] 976 160179 475 722 834 908 56 161232 374 408 91 625 962 69 162121 206 620 707 27 32 33 858 985 163018 119 285 389 453 574 616 36 706 855[ 500] 66 904 45 49 164084 148 261 390 470 88[ 500] 599 637 59 804 81 967 165025 62 127 49 67 83 208 53 89 98 468 573 624 1500] 28 72 796 895 166005 15 80 131 70 231 89 93 315 445 584 89 775 840 92 912 28 167067 91 94 104 17 334 420 52 509 10[ 300] 39 656 741 63 168071 116[ 300] 213 406 87 534 800 971 81 169113[ 5000] 30 402 538 63 700 871 170080 83[ 500] 316 27 518 785 171017 164 313 535 679 711 860 172069 82 187 307 68 448 529[ 500] 628[ 500] 36 775 844 997 173279 328[ 500) 426 501 6 796 855 921 45 174167 280 309 93 429 35 645 820 175040 194 232 367 72 84 99 519 37 715 816 57 68 176212[ 500 53[ 300] 308 36 432 581 83 666 749 871 920 177035 43 55 227 68 341 55 419 39 792( 3000) 863 952 178167 207 397 428[ 3000] 46 513 750 84 835 965 179126 35 79 326 429 521( 1500) 653 715 18 812 51 934 180019 167 211 69 385 519 659 753 64 181115 258 414 31 511 74 79 87 632 758 961 182056 372 649 76 729[ 500] 838 89 907[ 1500] 42 183023 91 97 597 610 38 68 702 11 15 929[ 300] 184354 575 91 658 717 88 994 185066 398 698 710 76 967 186024 25 144 226 69 88 384 402 98 761 187078 531 95 762 82 86 188038 192 212 588 616 76 77 713 54 189041 215 37 478 524 689 707[ 3000] 190000 11. Ziehung der 4. Klaffe 178. Königl. Preuß. Lotterie. 435 505 85 715 60 73 91 94 818[ 300] 938[ 300] 64 73 96025 28 406 Nur bie Gewinne über 210 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 532 775 861 70 987 97005 108 238 395 421 58 96 507[ 3000] 10[ 3000 66[ 3000] 600 9[ 500] 47 728 98042 202 88 472 82 627[ 300] 32 68 780 99192 384 98 469 70[ 1500] 600 60 779 852 916 35 110203 342 429 561 95 676 795 966 111011 21[ 3000] 173 242 92 866 99 903[ 3000] 112075 138 67 311 51 494 550 75 793 989 113000 46 57( 500) 164 68 99 295 335 605 40 768 69 96 928 91 114307 79 41 [ 300] 65 76 77 505 778 816 115014 26 131 342 59 455 76 539 639 803 7 16 917 43 69 88 116069 184 224 92 403 526 732 37( 5000] 117056 87 122 48 275 383 494 579 720 81 881 925 70 84 118029 168 303 23 119107 30 59 68 94 213 55 364 447 694 735 826 31 34 470 689 918 56[ 50001 120094 385 94 477 524 62 90 899 968 80 121154 83 358 434 86 122004 352 411 35[ 300] 49 62 537 577 656[ 300] 75 766 88 856 995 124017 126 96 304 505 712 15 53 814 59 64[ 300] 81 946 125294 391 602 816[ 1500] 909 16 27 41 123010 82 85 311 36 658 890( 15001 970 594[ 500] 98 630 87 778 80 875 126132 218 314 852 930 58 127113 129080 124 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1500] 445 81 688 753 839 71 981 88014( 3000) 182092 239 351 544 619[ 300] 79 734 53 855 931 40 18: 3246 88 488 42 67 86 185[ 500] 242( 500) 679 871 89206 311 548 50 649 74 741 82 951 90 522 35 853 922 184018 85 143 45 85 259 312 68 433[ 300] 57 582 90284 370 426 30 520 93 640 78 765 91347 483 558 711 87 854 600 827 47 79 919 64 185102[ 500] 59 321 413[ 300] 18 28 500( 1500 924 92061 154 78 93 257 87 415 32 41 511 66 708 37 50 809 57 90 38 626 790 831 86 932 186135 247 463 592 721 992 187315 512 29 ( 500) 924 9: 3037 80 171 245 358 87( 3000] 407 28 74 85 588 603 94 789 38 62 65 96 626[ 300] 938 188029 86 96 443 515 45 47[ 500 633 90873 99 894 919 45 64 94045 96 186 346 72 488 509 666 95227 91 392 976 83 180283 320 65 532 45 58 731 38 837 904 Turnverein( 2. Lehrlingsabtheilung) Abends 6 Uhr Elisabeth Straße 57-58.- Turnverein„ Wedding"( 2. Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Pantstr. 9.- Turnverein„ Froh und Frei" ( Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Bergstr. 57. " Gesang-, Turn- und gesellige Vereine etc. am Montag. Gesangverein Unverzagt" Abends 8 Uhr im Restaus rant Goering, Köpniderstraße 127a. Gesangverein„ Sängerluft" Abends 9 Uhr im Restaurant, Landsbergerstraße 80. Männergesangverein Weiße Rose" Abends 9 Uhr im Ne ftaurant Kleine, Gerichtsstr. 10. Männergesangverein Ein tracht 1" Abends 9 Uhr Köpniderstr. 68, im Restaurant. Gefangverein„ Echo 1872" Abends 9 Uhr Dranienſtr. 190.Männergesangverein Firmitas". Abends 9 Uhr bei Wolff u. Krüger, Staligerstr. 126, Gesang und Mufit. Turn verein„ Hasenhaide"( Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstr. 60-61. Berliner Turngenossenschaft" ( 7. Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr in der städt. Turnballe, Brizerstr. 17-18; desgl. 6. Männerabtheilung Abends 8 Uhr in der städtischen Turnhalle, Gubenerstr. 51. Lübec scher Turnverein( Männerabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabethstraße 57-58. Verein ehemaliger Schüler der vil. Ge meindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Linden ftraße 106. Friedrichs- Verein"( ehemalige Böglinge des großen Friedrichs: Waisenhauses der Stadt Berlin) Abends 8 Uhr bei Bormann, Ohmgaffe 2. Vergnügungsverein Lustig" Abends 9 Uhr bei Thamm, Schön. hauser Allee 28. Verein Ratibor" Abends 8 Uhr im Restaurant Friße, Elisabethstr. 30. Arends'scher Steno graphenverein Mercur" Abends 8 Uhr im Restaurant ,, Baaz" Blumenstr. 10.- Arends'scher Stenographenverein Apollo bund" Abends 8 Uhr Thurmſtr. 31( Moabit.) Wissenschaft licher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 8 Uhr im Münchener Bräuhaus, Neue Friedrichsstr. 1, Unterrichts- und Uebungsstunde. Rauchklub Hellblau" Abends 19 Uhr, Staligerstr. 143. " Kleine Mittheilungen. Hamburg, 3. Auguft.( Verunglückte Arbeiter.) Von einem im Bau befindlichen Schornstein der Gasanstalt in Barmbeck stürzte gestern Nachmittag ein Maurer zur Erde und war sofort eine Leiche. Am Sandthorquai stürzte ein Arbeiter, der auf einem Speicher des Blocks D beschäftigt war, aus dem 2. Stock ins Parterre und erlitt einen lebensgefährlich n Schädelbruch. Er wurde ins Krankenhaus geschafft. Madrid, 2. Auguft.( Einsturz.) Heute brach plötzlich, einem Drahtbericht der„ Indep. belge" zufolge, die Kuppel des Domes in fich zusammen und riß im Sturz die Gewölbe mit fich. Die Orgel ist völlig zerschmettert. Db auch der Verluft von Menschenleben zu beklagen, fonnte bislang noch nicht ermittelt werden. Auffee, 2. Auguft.( Unglücksfall in den Alpen.) Der seit Sonntag vermißte Sudarbeiter Stanislaus Hildebrand ist am Mittwoch von einem Jäger in der Nähe der Handler- Alm auf dem Zinken als Leiche aufgefunden worden. Der junge Mann war beim Blumenpflüden abgestürzt, da er nur leichte Schuhe an den Füßen trug. Bimmerleute der Saline brachten die Leiche zu Thal. Rom, 3. August. Die zu den Liparischen Inseln gehörige Insel Vulfano wurde heute durch einen vulkanischen Ausbruch heimgesucht. New- York, 3. August. In einem Haufe in der Bowery. straße brach heute eine Feuersbrunft aus, bei welcher 15 Personen bas Leben einbüßten. Neueste Nachrichten. " Noch nicht zum alten Eisen geworfen," ist nach der ,, Arztg." der Buttfamer'sche Ministerialerlaß gegen die ,, Streits agitatoren". Das Blatt sagt: Allerdings glaubte schon vor Monaten das sozialistische ,, Berliner Volksblatt" den herausfordernden Ausspruch thun zu können: ,, Die Arbeiter Deutschlands find über den Buttkamer'schen Streiferlaß vom 11. April 1886 zur Tagesordnung übergegangen"; und nach den Offiziösen der Börs. 3tg." hätten die Regierungskreise diese sozialdemokratische Brätention vollkommen gutgeheißen. Wir haben indessen allen Grund annehmen zu dürfen, daß jener Artikel des börsenfreundlichen Organs alles Andere, nur nicht die Anficht der maß. gebenden Kreise wiedergegeben hat, wenigstens glauben wir vernommen zu haben, daß man daselbst zwar nicht an Verschärfungen der Gefeße gegen sozialistische Anmaßung denkt, daß aber der noch rechtskräftige Ministerialerlaß gegen Die Streifagitatoren bisher noch nicht zum alten Eisen geworfen ist." Bromberg, Sonnabend, 4. August. Das königl. bahn- Betriebsamt macht bekannt: Bei Bude 31 r. 183 Elbing Güldenboden ist in Richtung nach Güldenbode Bahndamm auf ca. 300 Meter infolge des starlens Regen Bergwaffer überfluthet und unterspült. Der Betrieb bat Strede Güldenboden- Elbing eingestellt werden müffen wird die Störung voraussichtlich heute den Tag über and Ein Umsteigen der Reisenden an der beschädigten Stelle nicht stattfinden. Herstellungsarbeiten sind im Gange Betrieb findet zwischen Königsberg- Güldenboden einersei zwischen Elbing- Güldenboden andererseits statt. Prag, Sonnabend, 4. Auguft. Aus zahlreichen treffen Berichte über die durch den anhaltenden Regen geführten Wafferschäden ein. Hier steigt das Waffer dauernd, Kuchelbad und Modran find überschwemmt. Petersburg, Sonnabend, 4. Auguft. Aus West dem Weichselgebiet, und Minst( Russisch- Polen) wird i heftigen Regens Hochwasser gemeldet. Tomsk( Sibirien), Sonnabend 4. Auguft. Die Grö der Universität fand gestern durch die Inauguration der zinischen Fakultät statt. London, Freitag, 3. August, Nachts. Wie das Re Bureau erfährt, ist von einer aus Infanterie und See bestehenden italienischen Truppenabtheilung in Bula, fübli Maffaua, die italienische Flagge gehißt und das ital Protektorat über diesen Distrikt formel erklärt worden. an die Signaturmächte der Berliner Rongoafte geheint tägl Note der italienischen Regierung werde ausgeführt, dachte Aft sei lediglich die offizielle Bestätigung einer vollzogenen Thatsache, die Uebernahme des Protektorats das wiederholte Verlangen der Bevölkerung erfolgt. In Langenbielau ist ein Weberstreit in den Dierig'schen Fabriten ausgebrochen. Von 600 Webern arbeiten zur Zeit nur noch etwa 40. Grund zu der Erneuerung des Ausstandes ist die Wiederentziehung der nach dem ersten Streit bewilligten Lohnerhöhung. Die Geschäfts leitung des Etablissements hat ihrerseits auch den Frauen der Streitenden die von denselben besorgte Arbeit meistens Garnspulen- entzogen, um die Streifenden Briefkasten der Redaktion. mürbe zu machen, unter denen ein Rothstand bevorstehen soll. Telegraphische Depeschen. ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Berlin, Sonnabend 4. Auguft. Die Poft von dem am 1. Juli von Shanghai abgegangenen Reichspostdampfer ,, Sachsen" Bet Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen. Antwort wird nicht ertheilt. Naunynstr. 56, 4. Tr. R. W. Laut Berliner Adreßbuch wohnt der Bet 0. 4. Eine nur aus Stube und Küche bestehende nung muß im Lufe des ersten Quartalstages geräumt man hat hierzu den ganzen Tag, nicht nur bis 12 Uhr Zeit. A. B. Witr. 10. Der Schwiegersohn tann Saus Mart. E fedjst Gegenm ist in Brindist eingetroffen und wird für Berlin voraussichtlich stüßung seiner Schwiegermutter nicht direkt gezwungenten Berl am 6. August früh zur Ausgabe gelangen. $ $ Hirschberg i. Schl., Sonnabend, 4. August. Die Bahnftreden Greiffenberg Lauban, Greiffenberg Friedeberg und Greiffenberg Löwenberg bleiben wegen bedeutender Unterspülung längere Zeit gesperrt. Elbing, Sonnabend 4. August. Infolge des anhaltenden heftigen Regens ist abermals Ueberschwemmung eingetreten; wohl aber seine Frau zur Unterſtüßung der Mutter diesem Falle das Urtheil des Gerichts nur gegen d lautet, fönnen Sachen, welche dem Ehemann gehören, pfändet werden. Rauf nahme aus. Wir gla mal barauf baj jeber 223 Die Biblerli eine große Anzahl von Straßen steht unter Waffer, der Eisen rechtsgiltig und der Verkäufer zum Rüdtritt unter fein bat, bie bahndamm nach Güldenboden ist gefährdet, die Ernte ist theilweise vernichtet. Königsberg. Sonnabend, 4. Auguft. Die königliche Bahnverwaltung macht befannt, daß die Strecke KönigsbergElbing infolge Ueberschwemmung unterbrochen ist. Das gestrige Unwetter hat die Getreideernte der hiesigen Umgegend fast vernichtet. 2 3. St. Es tommt auf die Höhe des Kaufpreis darauf an, ob ein Handelsgeschäft vorliegt. Jit der nicht über 150 m., so ist der mündlich abgeschlossene ständen befugt; ebenso ist es, wenn der Kaufpreis höger, das Geschäft aber als Handelsgeschäft ist, z. B. wenn der eine Theil in feinem Ge betriebe ge oder verkauft hat. Sft alles dies der Fall, so ist mangels schriftlichen Vertrage Verkäufer zum Rücktritt berechtigt und muß nur das zurückgeben. Montag, d. 6. August, Abds. 8, Uhr: Alter Nordhäuser Große öffentliche Arbeiter- Versammlung im Concerthaus Sanssouci, Kottbuserstr. 4a. Tages- Ordnung: Die Alters- und Invalidenversorgung. Referent: Herr Wilhelm Liefländer. Die Versammlung ist polizeilich genehmigt worden. Der Einberufer. Halfter. Große öffentliche Versammlung d. Buchbinder und verwandten Berufsgenossen am Montag, den 6. August 1898, Abeads 8 Uhr, im Louisenstädtischen Konzertbaus, Alte Jakobstr. 37. 257 Tages Ordnung: = Die Alters- und Invaliden- Versicherung der Arbeiter. Um zahlreichen Besuch bittet Referent: B. Jost. Der Einbernfer. Recht muß Recht bleiben! Verein der Weißgerber Berlins. Recht Bur Feier des 16. Stiftungsfestes Montag, den 13. August, im Huth'schen Lotale, Badstraße 21: Großes Sommerfest, bestehend in Konzert, Ball, Theater und Spezialitäten Vorstellung. Entree à Person 25 Pf. Kinder frei. Tanz 50 Bf. Anfang 4 Uhr Nachmittags. Anfertigung von Klagen, Eingaben, Bitt schriften, Steuerreclamationen, Interventionsflagen zu soliden Preisen. Große Praris in Straf fachen. Berufungsschriften; Strafaufschiebungs gesuche; Besorgung des Armenrechts 2c. Rath und Auskunft wird jederzeit kostenfrei ertheilt Rechtsbeistandsbureau Billets find beim Vorstand und bei sämmtlichen 112. Große Frankfurterstr. 112 Komiteemitgliedern zu haben. Freunde von nah und fern_find_eingeladen. Der Vorstand. Versammlung des Fachvereins d Bau- Stuckateure Berlins cam 6. August, präzise 8 Uhr, Bis der Wächter schließt! 147 werden von heute ab an Meister, Gesellen, Burschen die verfallenen Hosen, etwas getragen, für 3-5 Mart, Jaquetts für 4-7 Mart, auch gute Anzüge für 11-19 Mart, Sommer- Baletots für7-16 M. Linienstr. 88, parterre, verkauft. Serrschaftliche wenig gebrauchte und zurüdgesezte Möbel, darunter Sophas, Spiegel, Spinden, Vertifoms, Garnituren, sehr billig. Großes Lager einfacher und eleganter Möbel, in fashi's Lokal, Fischerstraße Nr. 10. Spiegel u. Bolsterwaaren. Theilzahlung gestattet. Tages Ordnung: 1. Berathung der Bibliothekordnung. 2. Bericht der Arbeitsnachweiskommission. 3. Kaffenbericht. 4. Verschiedenes und Fragekasten. J.Cars, Neue Schönhauserstraße 1, erste Etage. Müllkasten, 259 Eisen, solid, billig, gestrichen Gäste haben Zutritt. Neue Mitglieder werden Ausgabe der Billets zu dem aufgenommen. am Sonnabend, den 11. August, in Vogel's Lokal, Schönhauser- Allee 156, stattfindenden Sommervergnügen. Um zahlreichen Besuch erDer Vorstand. fucht Schneider. Montag Abend in den Armin- gallen": Geselliges Beisammensein. 271 Das Komitee. Getreidekümmel übertrifft Gilfa Ingberliqueur hochfein 1369 Carl Müder, Zimmerstr. 63. Roh- Tabak zu den billigsten Preisen offerirt F. Frank. 6 Brunnenstrasse 6. Rippen nehme in Zahlung. [ 1276 Rum Cognac à Liter erkl. M. 0,75 Kassirer gesucht! 9 trage bat Diejenigen, bei der Reich Die Lift an d am m in ber m W recht Burnhalle Für die neu zu gründende Innung Arbeitsschenen wird ein Kaffiter mit ftens 3000 M. Kaution, welcher den of gungsnachweis als Arbeitsscheuer erb fann, gesucht. Persönliche Meldungen Don 7 Uhr Morgens bis 11 Uhr Abenb ( Heinrichsplay). 1,25 " 0,90 0,90 " à Fl. 1,00 " " " 1,00 •" Himbeerlimonade Brennssiritus, ganz geruchlos 0,50 empfiehlt die Groß- Destillation von ." Lettau& Keil, Sophiente. 12. a. d. Rofenthalerstraße. Roh- Tabak! Sumatras à Bfb. 140, 170, 250, 280, 300, 320, 330, 350, 360, 370, 380, 390, 400, 460, 500, 520 Pf. 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Sausi ( 714 Die Adressenausgabe erfolgt au Wodent Bu Luhm, Brandenburgstraße 11! von 8 bis 10 Uhr Abends, ber DI ent von 9 bis 11 Uhr Vormittage die 4 Kassirer der Ortsfrankentafe und Pianofortearbeiter Berlins" verpflichtet fich ihrerseits jeder Adressenausgabe zu e Frühſtüd 30 Pf., Mittagstisch( Braten, Kompot ersuchen wir, nur den obengenannta und Bier) 40 Pf., Abendtisch von 25-50 Pf., beitsnachweis zu benußen., nach Auswahl. 756 Berantwortlicher Hedafteur: R. Cronheim in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. Der Vor Alien, unil Jab bie Er und wir br toarten." „ Das Der Baron, „ Ja, wie ich auc er hieße B Mutter h und abelig beißen, hinterlaffen Hat Bater Sie liberrascht tändniß th ihr erfter fagte mix, " Ja," und fie fei