rversi >cs Hnr» e GennM enkeiten.« und das p )et in' ies jeden gahWW Velsamw� ein« ß eroersami che Nr. 38 der werden nd Umgeg« samwlung 1 :: 1. Vorin • eines sit«» nachtsball»> i zur Prüfin nen. Ai lach der Simntaq. de« 19. August 1888. F. Jahrg. Organ für die Interessen der Arbeiter. zstadt-KaD« Itung über% Bourset Da«„»«rliacs V»lk«blatt- Darlehr.sl� 887.'" enossen.-, m Saale Vortrag n? °4.� eis. 5. � er den# finde tM itt„dft aa , Wars-d� -er Kla'� »mmand«»- ilung. a: Ucdn� 3.■ h-edenes .«nta nach Sorna- und Festtagen. Adonnementsprels für Berlin frei Caus viertekjäklich 4 Mark, monatlich 1,35 Man, wöchentlich S6 Pf. Postabonnement Einzelne Nummer 6 Pf. Sonntags-Numm« mit dem»SonntagS-Blatt" 10 Pf. (Emaetragro« da PostteitungsvreiAisl« für 18% unter Nr. 849.) Jasertio»« gebühr beträgt für die 4 gespaltete Petrtzeile oder deren Raum 25 Pf. ArbeitSmarkt 10 Pf. Bei größeren Aufträgen hoher Rabatt nach Uebereinkunft. Inserate werden biS 4 Uhr Nachmittags m der Expedition, Berlin SW., Zimmerstraße 44, sowie von allen Annan cen-Bureaux, ohne Erhöhung des Preises, angenommen. Redaktion: Keuthstraße 3.— Expedition: Zimmerstraße 44. l heutig»« N»««er Hegt für unser» Abouneutru �4: kw" bei. Dir Reichstagswahl im VI Wahlkreise. r�ie..Nordd. Allgem. Ztg." ist erfreut, konstatiren zu r», daß ihrem geistreichen Vorschlage, gegen unseren Lehrten Genossen Liebknecht einen„parteilosen" Kandi- -- als Fahnenträger des gesammten OrdnungSbreis, auf- », von der Presse der betheiligten Parteien kein Heller Widerspruch zu Theil geworden ist. lR» t gönnen Herrn Pindter und seinen von rechts und um ihn schaarenden Freunden dieses kindliche Ver- ®°°n Herzen; für uns bedurfte eS nicht erst dieses ..rM daß im Kampfe gegen unS alle übrigen Parteren ie VilletS.�aktionäre Masse" bilden; wir haben diese Thatsache bei den ReichStagSwahlen des vorigen ZahreS genügend '■gen können und waren auch bei dem prinzipiellen -fafatz, in dem wir uns zu den auf dem Boden des '?en WirthschaftsfystemS stehenden Partien— und daS ja außer uns Alle— befinden, dr�chaus nicht über- >. daß an sehr vielen Orten d� deutschfteisinnigen fct an der Seite der übrigen Ka �blbrüder marschrrten. Zm Laufe der weiteren Entwick'lung unserer Verhält- wird dieser Zustand noch weit mehr rn die Erscheinung und wir sind die letzten, welche darüber klagen, denn dem großen, weltbefteienden Kampfe, um den es sich % ist es naturgemäß, daß schließlich nur noch zwei Anschauungen mit einander ringen können; hier die !ter und Streiter für die Erhaltung des bestehenden �ttSnÄnnT�S, dort die jugendftischen Kämpfer für eine Glück %funb(�(�benha fugende, arbeitsfroh, Zukunft, die Theilvahme an den Lebensgenüssen gc 15. Scple� sverfam «r Tischt Hr. m Dr. U chlrr. zm Nacb icb der i lieber, W mberg bei- °SM r totnifä in Socknc icp eng über Gäste iN FachgenoN ends 8j? I agesordl� Piüfst< aflie«�, 3.%% Gäste � JstojjJ bT werden und müssen sich dereinst die Parteien gegen- ' en. und daß die„Nordd. Allg. Zta." diesen Zeit- v>, Ichon jetzt für gekommen erachtet, kann die sozial- ».�tische Partei nur mit fteudigem Stolz erfüllen, legt J* auch zugleich ernste Verpflichtungen auf Itkfj"f die in wenig Tagen im VI. Berliner Wahlkreis -y Spende Nachwahl angewendet, haben die Genossen "übt, ,u»eiaen. daß sie auch im Kampfe rr.■■vy'.tM fib VT' zu zeigen, vup i>e.... gegen okal, F<... lu siegen wisser«, und daß, gleichviel ob ern oder vier una: i-.» L fUNQStnSnn.." iim Sic Valme rinaen, der sozial- _ Wahlgange ich»' Mische Kandidat gleich im ersten h Son"� 1 tobet Majorität gewählt wird.,_.. •n T? 2�! Rk. wollen, gutmüthig wie wir nun emmal sind, den ; J!jttR Kartell britd ern und den braven Freisinnigen den �. r öarüber, rf>elcher von den Ordnungsparteien denn . SonnibK # KeuMeton. »«rtou,.]_[65 I Ihre Tochter. ""I-Somgä« nach dem Französischen von K. D e t r i« g. SJß indenst� ei Vw 14. Gciw 7.- mm. 13", m itengffi,.......... ßari�' �'eber PNajor", begann er,„ich war heut zu einem iral/tr. Dj�ler auf den Sommersitz Sartilly'S nach Orsoy >s S'.UL h VfB, u nd ich kehrte auf der Eisenbahn von Sceaux mich am jis Ai'sif dem Heimwege fuhr ich über den Boulevard jje' dg � Hörte im nicht weit von hier Hilsegeschrei... e de-'�n Kopf zum Wagenfenster heraus und sah am " eim er düsteren Gasse eine Frau sich gegen zwei weheren. Natürlich ließ ich sofort halten, sprang q verjagte die Banditen, welche das Fräulein an- »h Mtkßen, mit Stockschlägen. Darauf bot ich der Dan« ,�Qgk an, sie nahm ihn an und ich wollte sie nach ■' eoI«eilcn, als Sie uns trafen. DaS ist alleS, waS sagen kann, mehr weiß ich nicht." werde die Erklärung vervollständigen," nahm »Ott. I �Ätzt daS Wort. ' te bitte darum," sagte der Major nachdrücklich. in Retter ist einer Ihrer Freunde, ich kann also ihm reden. Während ich heut Abend allein im romenirte, erhielt ich einen Brief..." lauben Sie," unterbrach sie der Major.„Wenn >ier um Geheimnisse handelt, so muß Ihre Mutter rfaoo""' Arbois hat Recht, mein Fräulein." der Baron von Randal.„Wenn Sie gestatten. ich mir die Ehre, Zhre Frau Mutter zu begrüßen c mich bann in bet Hoffnung zurück, morgen Mlt rlaubniß wiederkommen zu dürfen." ortrefflich," rief Guntram lebhaft, der das junge von voreiligen Geständnissen in Gegenwart des abhalten wollte.„Wir haben aber keine Minute W 0 nun eigentlich das Mandat gebührt, ersparen, indem wir die absolute Mehrheit aller abzugebenden Stimmen auf Wilhelm Liebknecht vereinigen und damit den Beweis liefern, daß aller Liebe Müh umsonst ist, daß dieser Wahlkreis ein für alle Mal den Sozialdemokraten gehört und daß daran selbst eine konservativ- nationalliberal- antisemitisch- deutsch- freisinnige Koalition absolut nichts ändern kann. Gegenüber der Herausforderung der„Nordd. Allgem. Ztg." haben die sozialdemokratischen Wähler die Aufgabe, sich nicht etwa an der unzweifelhaften Sicherhett des Sieges genügen zu lassen, sondern sie müssen Mann für Mann an den Wahltisch treten, die Säumigen aufrütteln, die Zaudern- den an ihre Pflicht mahnen, die Zndiffenten belehren, um so eine Wahlbetheiligung herbeizuführen, deren Resultat den Befürwortern einer„parteilosen" Kandidatur zeigt, daß im VL Wahlkreis die Mehrzahl aller Wähler für die sozial- demokratische Partei vvtirt. Diesen Erfolg wünschen wir der Anregung des offiziösen Blattes, denn so heiter uns auch das Gezeter der gegnerischen Parteien untereinander stimmt, und so amüsant eS auch ist, zu sehen, wie sie sich gegenseitig schon vorher für die unausbleibliche Niederlage verantwortlich machen, so sehr müssen wir doch betonen, daß eS die Pflicht der sozialdemokratischen Wählerschaft ist, auch diesen Anlaß zu benutzen, um eindringlich und lebendig zu protesttren gegen das Vorgehen der herrschenden Parteien auf politischem und wirthschaftlichem Gebiete. Ze stärker die Stimmenzahl ist, welche Liebknecht am 30. August erhält, desto imposanter und nachhaltiger manifestirt sich dadurch die Ansicht und Ueberzeugung der Wählerschaft in Bezug auf die von dem Reichskanzler in- augurirte Sozialreform sowohl als auf die von den Kartell- Parteien und auch von der klerikal-freisinnigen Minorität des Reichstages vertretenen sozialen und politischen Anschauungen. Die mit dem stolzen Namen„Krönung der Sozial- reform" belegte„Alters- und Znvalidenversorgung" zeigt mit ihrer geringen Rente und dem Ouittungsbuch deutlich, wohin der Weg dieser Reform führt, und dte Thätigkeit der Kartellbrüder im Reichstage, die Haltung der Freisinnigen in allen wirthschaftlichen Fragen hat den Arbeitern schon längst die Ueberzeugung beigebracht, daß sie von diesen Faktoren deS öffentlichen Lebens nichts zu erwarten haben. Zn dieser Erkenntniß muß die sozialdemokratische Partei einzig auf die eigene Kraft gestützt den Kampf führen, und Dank der Entwickelung der Verhältnisse ihres mächtigen Bundesgenossen wird sie den Kampf siegreich de- stehen. Pflicht und Aufgabe jedes zielbewußten Arbeiters je- doch ist es, zu seinem Theil beizutragen an diesem Siege, mehr zu verlieren, sonst finden wir die Gartenthür ver- schlössen. Ich nahm von Ihrer Mutter und Ihrer Er- zieherin Abschied, und ich vermuthe, daß sie sich alsbald zur Ruhe begeben werden. Fräulein Gundula traf schon Anstalten, in den Garten zu gehen, um die Gitterthür zu � �.Gut denn," erwiderte Fräulein Valdieu,„ich will vorangehen. Sie müssen mir aber versprechen, nicht fort- zugehen, bis Sie meine Mutter gesehen haben." „Gewiß, gewiß, liebe Therese, und Herr von Randal wird sich uns sicherlich auch anschließen." „Ich rechne darauf." sprach Therese. Und sie eilte zur Gartenthür und öffnete sie. Die beiden Freunde blieben vor einander stehen, und der Major rief: „Der Zufall spielt doch wirklich sonderbar, lieber Baron! Eben sprach ich mit Frau von Lorris von Ihnen, und nun sind Sie hier und retten ihre Tochter aus einer sehr unangenehmen Lage. Ich wünschte Sie vorzustellen, nun haben Sie sich aber selber vorgestellt... und gleich so eingeführt, daß Sie einen sehr herzlichen Empfang ver- dienen." „Besseres könnte ich m,r gar nicht wünschen, und eS ist mir sehr angenehm, daß ich so um eine feierliche Ein- führung herumkomme. Der Zufall war mir günstig. Ich, der ich gar nichts Romantisches an mir habe, erscheine wie ein Romanheld auf der Bildfläche." „Besser konnte es gar nicht kommen. Therese hat eigenartige Anschauungen. Wenn ich Sie bei ihrer Mutter zeremoniell eingeführt hätte, so würde sie alsbald Mißtrauen in meine Absichten gesetzt haben. Sie hätte in Ihnen einen Bewerber geahnt, und da sie sich nach eigener Wahl ver- Heirathen will, so hätte sie die Sache übel aufgenommen. Jetzt aber führt sie Sic selber ein und wünscht Sie wieder- zusehen." „Ich werde mich nicht zweimal bitten lassen, wieder- zukommen." „Gefällt sie Ihnen denn?" und das erreicht er, indem er die Arbeitsgenossen über ihre Klassenlage aufklärt, sie befähigt, sich zu betheiligen an der Verbreitung der weltbefteienden sozialdemokratischen Idee. Zn diesem Sinne muß auch die Wahlagitatton geführt werden, und je tiefer in alle Volksschichten das Bewußtsein eindringt, daß einzig und allein die sozialdemokratische Partei sich der„Enterbten" annimmt, die Interessen der Armen und Besitzlosen vertritt, desto sicherer wird der Er- folg bei den Wahlen und damit die Möglichkeit der Ein- führung besserer Zustände gegeben, sein. Deshalb frisch ans Werk, Genossen un VI. Wahlkreis; nutzt die kurze Zeit bis zum Wahltage noch tüchtig aus, agitirt in allen Euch zugänglichen Kreisen plan- und kraft- voll für die Wahl Liebknecht's, sorgt dafür, daß der 30. August ein Tag des Ruhmes für die Sozialdemokratie werde, und liefert den Beweis, daß es im Norden Berlins nicht gelingt, die Sozialdemokratie aus dem Sattel zu heben. Der Wahltag wird zeigen, daß alle Hoffnungen der Gegner, wie sie sich auch nennen mögen, zu Schanden werden an der ungebrochenen Energie der sozialdemokratischen Wähler- schaft, die unentwegt und furchtlos stets ihr erhabenes Ziel — die Befreiung aus Noth und Elend— im Auge, die errungene Position glanzvoll zu erhalten wissen wird. Hierzu alle Kräfte anzuspannen, ist die ehrenvolle Aufgabe der Wähler des VI. Berliner Wahlkreises. Der Lohn für ihre opferwillige Arbeit wird ihnen werden, wenn die über- große Mehrzahl der aus de« Wahlurnen entnommenen Stimmzettel bezeichnet ist mit dem Namen Wilhelm Liebknecht in Borsdorf bei Leipzig. Politische Uederftcht. Die Lüg» ist unzweifelbaft zu einer Großmacht geworden, und zwar allem Anscheine nach zu der g r ö ß t e n der Groß- mächte, in Deren Dienst alle anderen stehen. Von der Zeit an, wo es den Gewallhabern nicht mehr möglich war, die Menichen durch ein einfaches: Ich will! zu regieren, und wo auf die „öffentliche Meinung", d. h. auf das Fühlen und Denken der Menschen Rüctficht genommen werden mußte, wurde es zu einer Hauptaufgabe aller nicht demokratischen Regierungen, dte „öffentliche Meinung" lünsllich zu beeinflussen und zu machen". Die Regierungen suchten dieses Ziel dadurch zu erreichen, daß fie fich die absolute Herrschaft über die Presse fichettcn: sich einestheils eine eigene Parteiprcffe schufen, anderntheils die Preffe aller anderen Parteien knebelten oder unterdrückten. Fe weniger demokratisch ein Staat ist, desto absoluter ist die Herr- schaft der Regierung über die Presse. In freien Ländern, wie Amerika, Frankreich, der Schweiz, England, giebt es keine R e« aierungspresse in unserem Sinn, sondern nur eine Parteipresse, deren die Regierung sich allerdings ge« legentlich bedient, die fie aber nicht beherrschen kann, weil fie von ihr abhängig ist. Fn dem despotischen Rußland giebt es „Außerordentlich. Sie ist wunderbar schön und so muthig. wie Sie eS sich gar nicht vorstellen können." „O, ich weiß; aber das Abenteuer, in welches sie sich begeben, muß Ihnen ein wenig sonderbar vorkommen. Ich kann eS Ihnen jetzt selber noch nicht erklären, aber bald werde ich eS wissen, und dann können Sie sich darauf oerlassen, daß ich Ihnen die reine Wahrheit sagen werde." „Ich glaube, ich ahne sie schon. Sie erzählten mir, daß ihre Mutter einen Feind habe. Fräulein Valdieu sprach nun von einem Briefe, den sie erhalten..." „Ich bin auch davon überzeugt, daß er von diesem Feinde herrührt. Welchen Vorwand mag er nur benutzt haben, um sie herauszulocken? Ich weiß es nicht, aber ich kann Ihnen gleich sagen, daß er sich gern gefälschter Briefe bedient. Seit heute Morgen regnen sie förmlich auf unS herab. So bekam Therese heute ein Schreiben, das sie veranlaßte Frau von Lorris in ihrem Hotel in der Avenue d'Eylau aufzusuchen, wo sie noch nie einen Fuß hingesetzt hat und wo sie nun erfuhr, waS ihre Mutter sei." „Früher oder später hätte sie es doch erfahren." „Gewiß, und aus dem Uebel wurde ein Glück. Zeanne hat augenblicklich und definitiv die Existenz aufgegeben, die sie geführt. Sie wohnt jetzt in diesem Häuschen, wo ihre Tochter erzogen wurde, und will es nicht mehr verlassen. Ihr Hotel steht zum Verkauf. Ihre Dienerschaft ist ent- lassen. Frau von Lorris cxistirt nicht mehr." „Die Situation hat sich also geklärt und jener Feind Fräulein Valdieu somit einen Dienst geleistet." „Wenn das Ihre Ansicht ist, so brauche ich nicht zu bedauern, mtt Ihnen von ihr gesprochen zu haben. Sie werden gleich ihre Mutter sehen. Ich hatte ihr Zhre« Besuch für morgen angekündigt; Sie hatten mich ja dazu beauftragt. Heut Abend erwartet sie Sie nicht, und wir werden sie wohl sehr aufgeregt antteffen. Trotzdem bin ich sicher, daß sie uns freundlich empfangen wird. Nur möchte ich rathen, den Besuch sehr abzukürzen." „So dachte auch ich." feine andere als eine Regienmaspresse. Kein Wort kann ge- druckt werden, das der Regierung mißfällt; und darum ist es so lächerlich, wenn deutsche Zeitungen von einer pansla- v i st i s ch e n antideutschen Presse in Rußland reden, von welcher die Regierung gedrängt werde— thatsäch- lich ist diese Presse ebensogut Regierungspresse wie die übrigen Zeitungen, und der Panslaoismus ist für die russische Regierung nur ein Köder, eine theatralische Volksunterhaltung, ein Regierungsmittel, wie wir solche ja auch in anderen Ländern zur Genüge kennen gelernt haben. In Deutschland sind wir auf dem Gebiete der Preffe dem russischen Ideal ziemlich nahe gekommen, nur daß die Methode eine ver» schiedene ist. Auf Umwegen, durch den Weifenfonds und sonstige ihr zur Verfügung siebende Fonds, hat die Reichs- regierung und haben die herrschenden Regierungsparteien vier Fünftel sämmi sicher Zeitungen in ihren Besitz oder unter ihre Leitung gebracht; die Presse der thatkräftigsten Oppositionspartei, der Sozialdemorratie, ist unterdrück: oder unter dem Damokles- schwert des Sozialistengesetzes, die demokratische und Fortschritts- preffe ist auf einen sehr kleinen Wirkungskreis beswränkt, und die klerikale Oppofitionspresse hat nur in dem katholischen Deutschland, d. h. nur etwa in einem Drittheil des deutschen Reichsgebiets, irgend welchen Einfluß. Wenn man nun be- denkt, daß das Volk durch die Preffe über die Vorkommniffc des politischen, sozialen und wirthschaftlichen Ledens unterrichtet wird, und wenn man weiter bedenk, wie viel auf die Form ankommt, in welcher die Ereignisse mitgetheilt werden, dann 1887 war das Werk der Presse, durch welche die Boulangerlügen verbreitet und die Angst der Angstmeier und der Gedankenlosen erweckt wurde. In innigster organischer Verbindung mit dem Macktfaltor der Presse ist auch der des Telegraphen. Gleich der Preffe ist der Telegraph in die Dienste der ganz- und halbabsolutistischen Regierungen gepreßt worden, und gleich ihr dient er in letzter Instanz dem goldenen Kalb, als dem höchsten und wahren Soerrn der modernen, materialistisch-kapitalistischen Welt. Die Presse und der Telegraph hat die Ereignisse so darzustellen, wie es den poliiischen und ökonomischen Gewalthadern in den Kram paßt. Paßt die Wahrheit nicht, so muß die Lüge derhalten. Und die Wahrheit paßt nur in den seltensten Fällen. Sie ist fast immer gefährlich, sehr oft straf- dar. Und so ist die Lüge zur Großmacht geworden— zur Großmacht, die immer großmächtiger wird. In Bezug auf die Arbeiterfrage, diesen bösen Stein des Anstoßes für die kapitalisnsch- absolutistische Welt, ist die Lüge zur Regel ge- worden; Alles, was die Presse und der Telegraph, betreffend die Arbeiterfrage, schreibt und telegraphlrt, ist gelogen, deß können wir von vornherein versichert sein. Betrachten wir uns die Sensationsnachrichten der letzten Tage. In Chicago eine anarchistische Dvnamitverschwörung— Lüge. In Paris ein ar.arcvistischer �otraßenaufstand— Lüge. Ja Paris Dynamitdomden geschleudert, Mord und Todtschlag— Lüge. Die Greuel- und Gruselnachrichten, welche die Presse und Ver Telegraph in den letzten Tagen gcfl.ffen'.lich verbreiteten, waren niederträchtige Tendenzlügen, verbreitet in der Absicht, die Arbeiterbewegung zu diskrediliren und den Philister in das Mausloch zu jagen— oder richtiger unter die Fittiche der„starken" Polizeiregierunz, welche den biederen Germanen vor dergleichen ausländischen Entsetzlich- keiren fr-uadlich bewahrt. Die Wahrheit ist: In Chikaao ist der spitzbübischen Eisendahnkompagnie ein Streik„ihrer Beamten lästig geworden, und da haben sie flugs nach dekannten Mustern eine oder gar zwei„Verschwörungen" anfertigen lassen, über welche die ganze amerikanische Presse lacht. Und in P a r i s hat fich eine durchaus berechtigte Lohnbewegung abgespielt, die mit„Anarchismus" gerade so viel zu thun hatte, wie mit preußischem Polizeisozialismus. Die Aroeiter de- obachtelen durchweg eine musterhafte Ruhe und Mäßigung, und wenn es ein paar Mal etwas laut herging, so war dies das Werk von Boulangisten und anderen Feinden der Republik, denen, falls sie fich ernstlich gemuckst hätten, von den Arbeitern selbst der Standpunkt bald klar gemacht worden wäre. Die „Dynamitbomben", welche schließlich zu einer zusam- mengcschiumpst find, war eine— alte Sardellen- d ü ch s e mit ein paar Steinchen drin. Und die „blutigen Metzeleien" waren nicht halb so blutig und hartnäckig, als z. B. die konservativen Prügeleien, die bei der letzten Wahl in Elbing zu Ehren eines Bruders und Gesinnungsgenossen des Herrn v. Puttkamer in Szene gesetzt wurden. Genug. Es biecht unS nur noch übrig, die„Moral" zu ziehen. Und sie lautet sehr einfach: Alles, was unsere Kartell- und Reptilpreffe über die Arbeiterbewegung schreibt, ist gelogen. Und was zufällig nicht gelogen sein sollte, ist— nicht wahr. Wer dies festhält, wird fich nie irren. Herr Crispi hat mit seinem Versuche, Frankreich anzu- rempeen, ebensowenig Glück gehabt, wie weiland Herr T i s z a, und da er sich etwas tiefer eingelassen bat als dieser, wird er vermutblich noch kleiner beigeben müssen, trotz aller Rado- montaden und trotz der„moralischen" Unterstützung des furcht- „Und sagen wir Theresen nicht, daß ich Sie vorstellen wollte. Das ist äußerst wichtig. Wenn sie ahnt, daß ich Ihre Bewerbung unterstütze, kann alles schief gehen. Ich habe mit ihr noch niemals von Ihnen gesprochen. Sie weiß nicht, wer Sie sind, noch wie ich Sie kennen gelernt habe. Wenn sie erfährt, daß wir beabsichtigen, Sie mit ihrer Mutter in Beziehungen zu setzen, so könnte sie vor- eilig genug sogar schließen, daß wir vielleicht die Rettung, die Sie eben vollbracht, selber in Szene gesetzt hätten." „Das wäre uns etwas schwer gefallen," meinte Herr von Randal und lächelte.„Selbst wenn man annehmen wollte, Sie hätten mich unterrichtet, daß ein Angriff auf sie im Werke sei, hätte ich doch nicht gerade in dem Augenblick den Boulevard d'Ztalie entlang kommen können, wo es weder zu spät noch zu früh war, ihr zu Hilfe zu kommen." „Gewiß, gewiß; aber junge Mädchen denken nicht so wie wir. Therese ist argwöhnisch und exaltirt. Ich möchte wetten, daß sie jetzt schon Ihr wunderbares Eingreifen zu einem ganzen Roman in ihrem Kopfe ausgedichtet hat. Sie sind in ihren Augen bereits der von der Vorsehung bestimmte Mann, auf den alle diese jungen Dinger warten... der irrende Ritter, der die Unschuld beschützt und die Räuber verjagt, die ein gehässiger Ver- solger aegen sie entsendet." „Sie geben mir also Hoffnung, lieber Major? Ich dachte nicht, daß Fräulein Therese einem Dienste solche Wich- tigkeit beimessen würde, den ihr jeder andere ebenso gut hätte leisten können." „Oh! Alles steht für Sie gut. Aber wir müssen das Eisen schmieden, so lange eS heiß ist. Wir dürfen den Enthusiasmus dieses Kindes nicht erkalten lassen. In den fünf Minuten, die wir hier verplaudert haben, hatte Therese Zeit, ihre Mutter vorzubereiten und ihr ihr Benagen aus- einanderzusetzen..." �,._ „Sie dürfte ihr meinen Namen genannt haben, den sie ja von Ihnen gehört, und ihre Mutter ist doch gewiß schon von Ihnen über unsere Absichten unterrichtet. Sie haben ihr wohl schon den Vorschlag gemacht, mich ihr vorzu- stellen?" baren Pindter und der gleich furchtbaren Mit-Pindter.„Ein famoser Hieb, den er diesen verkommenen Franzosen verletzt hat! Die vollständigste„Abfuhr", auf Ehre! Riestge Niederlage dieses Goblet! Frankreich isolirt! Crispi ist der Mann! Crispi tor ever!" krähte der Pindter und krähten die Mit- Pindter. Uno siehe da! Das Blättlein hat sich urplötzlich ge- wendet und der Pindter ist gar kleinlaut geworden mit seinen Mit-Pindtern. Das„isolirte" Frankreich bat Freunde, die ihm auf die Schulter klopfen, und der siegreiche Crispi findet niemand— ausgenommen den Pindter und seine Mit-Pindter, auf die es jedoch leider nicht ankommt—, der ihm zu be- scheinigen wagte, daß er das Völkerrecht nicht verletzt. Summa summarum, die Türkei hat sich offen für Frankreich erklärt, Rußland desgleichen, England ist höflich gegen Crispi und nicht minder höflich gegen Goblet, und — Crispi ist dlamirt.— Uebrigens mußte man über die ganze Unwissenheit eines Pindter und seiner Mit- Pindter verfügen, um einen anderen Ausgang zu erwarten. Daß die Türkei sich nicht ruhig ausplündern läßt, und daß Rußland sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen würde, der Türkei, die es verspeisen will, seine Zärtlichkeit zu beweisen— und daß endlich England, von wegen seiner weltkundigen Be- ziehungen zur Türkei und zu Rußland, fich nicht auf Seiten derer stellen kann, welche die Türkei ausgeplündert haben— das war von vornherein so klar, daß Jeder, der das A B C der Politik versteht und einen Funken von gesundem Menschen- verstand befitzt, von vornherein sehen mußte, wie der Hase läuft und der Crispi hineinfällt. Politische«nd fromme Räuber. Die Räuberbande, welche in Bulgarien Reisende geschäftsmäßig abfängt und gegen Lösegeld fteigiebt, desteht nach den Berichten der zuletzt Frei- gelassenen aus sehr frommen Leuten, die nach dem Ritus der griechisch- katholischen Kirche vor und nach jeder Räuberei inbrünstig beten, und nicht blos vor und nach jeder Räuderei, sondern auch vor und nach jeder Mordtbat. Sie ermorden nämlich die gefangenen Türken, wie man Schweine absticht— kaltblütig, aber fromm. Das Gebet wird nie vergessen. Und noch eine andere Eigenthümlichkeit ist zu erwähnen. Diese frommen Raub- Mörder sind nämlich begeisterte Anhänger des russischen Kaisers und grimmige Feinde des Fürsten von Bulgarien. Er soll die Entschädigung für alles bezahlen— an ihn sollen die Beraubten fich hallen— das ist der Rath, den sie ihren Opfern, nach Empfang des Lösegeldes, auf den Weg geben. Kurz, diele frommen und kundigen Räuber find zu gleicher Zeit so politisch und haben so viel Methode, daß wir nicht umhin können, nach der Absicht und nach den hohen Gönnern zu forschen. Und da ist das Suchen nicht schwierig.„Väterchen" in Petersburg ist zwar nach russischem Sprichwort„sehr weit", aber der Rubel rollt, und von Petersburg nach Bellowa findet er leicht seinen Weg. Genug— es unterliegt nicht dem l-isesien Zweifel, daß dieses Räubergesindel unter dem Kommando russischer Agenten steht und die doppelte Mission hat, dem Fürsten von Bulgarien Verlegenheiten zu bereiten und, in Verbindung mit griechischen .Patrioten", die Balkan Halbinsel, speziell Makedonien, nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Was wohl Herr Pindter zu diesen Klienten seines obersten Patrons, des Väterchens in Petersburg, sagen wird? Wenn das Sprichwort wahr ist:„Die Freunde meiner Freunde sind meine Freunde und die Feinde meiner Freunde find meine Feinde", dann muß er sie inbrünstig an sein biederes Jnsurgentenherz drücken. „Koulanger lrbt wieder!" jubelt unsere Kartellpresse. weil ihr„braver General", nachdem er sich von seiner unglor- reichen„Abfuhr" durch den Zivilisten und Parlamentarier Floquet wieder erholt hat, von neuem Radau zu machen versucht und auch macht. Und das Radaumacken ist bekanntlich die höchste politische Thätiakeit für einen Kartell»ruber. Nun— das Radaumachen ist in Frankreich, wo der Radau keine mäch- tigen Gönner hat, ein höchst harmloses Vergnügen, und seit Boulanger ganz in das bonaparttstisch vfäffische Lager gedrängt worden ist, existirt er für die französtschen Repudli'aner nickt mehr. Wenn die Pfaffen und Bonapartisten ihn in einem ihrer Wahlkreise wählen wollen, so kann das den Republikanern sogar nur lieb sein, denn leicht käme sonst statt seiner ein Fähigerer, unmöglich ein Ungeschickterer. Kurz, wir gönnen unseren Repii- lien die Freude. Boulanger ist nicht todt,— sie haben Recht — er ist blos todt für die Republikaner. Und wenn unsere Rcpttlien und Kartellbrüver ihn für die nächste Wahl fich verschreiben wollen, so haben sie dazu unseren Segen. De» Ghrenbevg in Schutz zu nehmen, hält sich die Zkreuzztg." in jetter Woche wenigstens einmal für»verpflichtet. Daß es dabei niemals ohne hämische Verdächtigungen und ge- meine Beschimpfungen anständiger Männer abgeht, ist bei der dekannten Vergangenheit des Blattes kein Wunder. So schreibt es gestern:„Der Schweizer Bundesrath hat durch den offiziösen Telegravhen bereits mehr als einmal seine Bereitwilligkeit kund- geben lassen, zur Piozeßsache gegen den Hauptmann a. D. v. Ehrenberg die bezüglichen Akten dem Militärgericht zu Karls- ruhe zur Einflcht zu übersenden, ohne daß bis jetzt dieses Ge- rtckl von dem freiwilligen Angebot Gebrauch gemacht hat. Gewisse Leute scheinen deshalb schon ungeduldig zu werden, denn der Berner„Bund" suchte dieselben vor einigen Tagen durch „Ja, ich habe eS ihr heute gesagt und hinzugefügt, daß Sie für Therese eine ausgezeichnete Partie wären. Jeanne war derselben Ansicht und wird alles thun, soweit es von ihr abhängt, um diese Heirath glücklich zu Stande zu bringen. Sie ist zu allen Opfern bereit- Und da sie den Charakter ihrer Tochter noch besser als ich kennt, wird sie sich hüten, unsere geheimen Absichten zu verrathen. Warten wir also nicht länger und gehen wir hinein!" meinte Guntram und stieß die Gartenthür auf. Der Salon war noch immer hell erleuchtet und man hörte Frauenstimmen. „Ich vergaß, Ihnen noch zu sagen," fuhr Guntram fort,„daß Sie noch eine alte Dame hier antreffen werden, die Erzieherin des Fräulein Valdieu. Gundula Brabant heißt diese etwas säuerliche alte Jungfer. Therese neckt sie oft wegen ihrer Wunderlichkeiten, aber im Grunde ist sie ihr doch sehr zugethan, und die Erzieherin besitzt im Hause einen gewissen Einfluß. Es schadet daher nichts, wenn Sie diesem Drachen entgegenkommen." „Ich will es versuchen,' erwiderte Herr von Randal. „O! Es wird Ihnen nicht schwer fallen. Sie sieht mehr als alle anderen die Nothwendigkeit ein, Fräulein Val- dieu rasch zu verheirathen. Und sie weiß Manner zu be- urtheilen. Und sie werden ihr gewiß gefallen." Der Baron verneigte sich leicht zum Dank für dieses Kompliment, und sie stiegen zusammen die Stufen der Frei- treppe empor. ThürensZund Fenster standen noch offen, denn der heutige Abend hatte alle Gewohnheiten in der Villa umgestoßen, wo man sonst um zehn Uhr zu Bett ging. Guntram und sein Begleiter konnten also alsbald in den Salon treten, wo ihr Erscheinen Aufsehen machte. Jeanne Valdieu, ihre Tochter und Gundula standen alle drei und sprachen gleichzeitig. Hauptsächlich schien die Erzieherin aufgeregt zu sein und Guntram vermuthete sofort, daß sie sich in nutzlosem Tadel über die Unbesonnenheit Theresens erging, die ihr Geständniß abgelegt hatte und es verschmähte,'sich'erst noch zu vertheidigen. Jeanne war sehr bleich und erregt. die angeblich verbürgte Nachricht zu beruhigen, daß> M»„U auch ohne diese Akten in kürzester Zeit verurtheilt werben«A Ms bei d« Und sofort fand fich denn auch ein hiesiges Blatt, die''Ben nach l-nec Zeitung", welche das Militärgericht in Kaclsltihe* Morien Hai dächtigte, als bade es fich mit der Nichtbeachtung des dun«** Frau eine lätblichen Angebots, zu dessen Vermittler noch dazu d-r angebli soondent der„Franks. Ztg." gewählt war. einer offenkund«-�Ziald.mok Pflichtverletzung schuldig gemacht. Dergleichen ist man ces vwse liegen dings gewohnt; dagegen möchten wir die Haltung der stM•»wäre, d Organe etwas näher kennzeichnen. Die Ehrenderg'scke Brots»«idate: das wurde sofort bei ihrem Erscheinen von sämmtlicken Blättern- netzt merkte l Pamvhlet der niedrigsten Gattung erklärt, welches die va>»Me. Retoli in nicht wiederzvgibender Weise beschimpfe Das Pubtm«rter nicht mi das zwar durch eine schleunige Vereinbarung der schweizer BZ«eunigst zu Händler von der Lettüre der Schrift verschont blieb, gericth» jjnde. Dies die ihm unbekannte Broschüre in höchste Entrüstung und>"tow vor,| langte ungestüm die Stellung eines Strafanlrages gegen W � So ist's r berg bei der deutschen Regierung. Tie behördlichen y-f Empst ließen fich auch umgehend Bericht erstatten, aber nach lärge. Zu dei Erörterungen erklärten sie, daß sie die Beleidigungen«klWlvemokra Herausforderungen Ebrenderas nickt gerade als gegen Mb Womg" vo richtet erkennen könnten. Der Züricher Kantonalrath üben«Mag wurd es daher dem Berner Bundesrath und der Bundtsrath% Mrudcr D Kantonalrath, den Strafantrag zu stellen. Da briN>«on Einschm aber doch einige Leute stutzig wurden, erklärte de-„Bund. �vokratischei Ehrenberg demnächst ja doch bestraft werde.— Zuvor«wer(?) g, allerdings abzuwarten, welche Beweise Herr Bevel."w und 1 24. August als Zeuge für Ebrenberg's hochvcrr ätherische � mit 2J triebe erbringen wird. Aehnlich dem Versuche der tiibünes', die Verantwortung für die Ausschreitungen der � Ramacher T liner Sozialdemokratie von den Führern abzuschütteln,"wen. H auch Herr Bebel nachweisen, daß die schlimmsten revoluiu�. R Die Hc Artikel des„Sozialdemokrat" gar nicht von seinen der genossen, sondern von dem Pseudo Sozialdemokraten Mor dirj h rrühren. Diese Arbeiten habe derselbe mit ÄntfoSfe? Wen. verz Brutus und anderen Namen llassischer Verschwö r er untert� J?« G' während Ehrenberg erklärt, daß er als Verfasser einige geordneten Bebel sehr nahestehende Personen nachweise» Die offiziellen Personalakten über die Mitarbeiter des»jjJ, demckrat" sind nun aber dem in Zürich befindlichen sozÜA krntiichen Parteiarchive einverleibt, und s wirl'U-t daß den Züricher Polrzeiorganen Einficht in dasselbe � worden sei, worüber in den bei dem Bundesrath beß� Akten berichtet sei. Das Angebot der letzteren bebe d#� Zweck, Herrn Bebel die Vorfübrung der Origmalakiert Parteiarchivs zu ersparen."— Spaßhaft ist es in der genau die„Krzztg." von den Absichten Bebel's insorw>o.»l wi Sie soll ruhig den 24. August abwarten und fia Vertheidigung ihres Freundes Ehrenberg nicht zu trt'1 a. wagen. Das wäre klüger als es ihre jetzigen Flunkereü» Vervrehungen sind. UationaUiberale Stylblüthrn. In dem Rechet»" Geselle ., welche taatsa> I, da oatsc Answi sechs Jo -rstadt% soinen te™' ««- ttou. tla0£: tzNviesen ZW aus Siruipnnuipcraic pnriuiutirrn. �rr oem i/uwv.j; berichl der nationallrberalen Partei über die vergangene Leg�j Periode des preußischen Landtags leisten sich die Nalionallts*,, in dem sechsten Abschnitt folgenden Satz, der ihre chai ___________ Haltung bei Verlängerung der Legislaturperioden den � Wählern erklären soll:„Die längeren LegiSlaturvcrioden höchst zweifelhafte Nachtheile, jedoch sichere Vortheile gMs, ifan gen. Am lcj tz/Urksl Ehrende % Wesel erschie Mwell, qi 'Urenbergs " große den kurzen. Welch echt natlonauideraler fetu, to vuiu»- � �«rern ihre Schaukelpolitik, so dunkel, daß es kein ehrlicher �äleumdui stehen kann. Sie führen dann weiter au:, daß die t�ßWcht un. Vortheile der längeren Legislaturperioden in einer„Verben der gesetzgeberischen Arbeit", sowie in der Gewähr dcstche� immer die tüchtigsten Kräfte für das Parlament gewönne» den und die sachlichen Fragen dann nicht die Personen!' aufkommen lassen, was bei kurzen Wahlperioven lcicd. fürchter.. WaS die„tüchtigem Kräfte" der Nat!onalmrs>W 5?. in„Verböserung der gesetzgeberischen Arbeiten" leisten, hjk'0 Fr bisher schon in dreijährigen Wahlperioben genügen v �»jeß wa sse könnten wahrlich in fünfjährigen Perioden nicht si verfahren. Eigentlich haben sie gar nichts mehr zu vi Durch ihre Mitschuld find die„saechliche» Fragen" der- vativen: Zucker-xportprämien, Holz- und Getceidczölle, flei rung der Polizei- und Militärbefugnesse, Steuererhöban?-�! tische Knechtung der Sozialdemolrat.en und was derS'�i ff J Dinge mehr find, alle in Ordnung gegangen. Ob v liehen Fragen" ihrer eigenen Partei auch so schön in gegangen sind, als die ihrer Kartelldrüdcr, steht zu b Polittsch wenigstens dürften sie kaum zufriedengestellt Es mag in allen Parlamenten der West nicht leicht' � elende Karrikatur von„politischer Partei"' gefunden 0� es die Nationallideralen waren, find und' bleiben werde»' Vä" �eti fet gcfj Jurjv� iug K kftt at «Gnn äugeg toi« % Die grosse Seestadt Leipzig hat» am Sonnad� � '8 Kriegs- oder S'regesdenkmal eingeweiht" �'nachdem sie■�a,ei gebraucht hatte ,,m d->g-ti,-,>> t>rin->en. «ea um dasselbe zu Stande zu dringen. Feier wrffen wir blos zu melden, daß sich an de«» 8000 Mentchen betheiligt haben— Kind er und a"BjLtii mündige abgerechnet, et na ein Fünftel der Leipziger Re z- AtzKIV"" mm*«? öaa schafl" nicht weit her gewesen zu sein.»- und �Zersetz ptommen LN Ans, te „Liebe Freundin," redete sie der Majlot an. der Herr Baron von Randal, der Sie Herste«tch»», dachte. Ich hatte große Mühe, ihn hierhe-r 8" wollte sich allem Dank entziehen, den wir ih m Ich habe ihn aber nicht fortgelassen."\ mnil „Verzeihen Sie, gnädige Frau, fdaß i&h dew � meines Freunde», des Herrn von ArboiS,„»Ä.W» nahm der Baron mit der Gewandtheit eine» 2»e � das Wort, der sich aus den heikelsten Lagenft A?trnach, auszuziehen weiß.„Ich verstehe Ihren WunSsch, w Jh' �tieferen Fräulein Tochter jetzt allein zu sein, und ich ägväre.A, n 3% getreten, wenn ich nicht den Vorwurf der U.nhofl�«M- s fürchtet hätte."' bin« „Ich wußte, daß Sie kommen würden/ lebhaft.„Sie hatten es mir versprochen." (Fortsetzung folgt.) »t; Aus Kunst und Lebe' t ge* Woyrr da» V rdöt stammt, darüber gehen. „V. Z", die Ansichten der Naturkundigen noch i Unter den Geologen namentlich ist die Anschauung daß das Erdöl thierischen Ursprungs sei und daß zu düng die Reste von Seethieren aus früheren geologi abschnitt n insbesondere von Fischen, Sauriern, koral Tintenfischen, Muscheln und anderen Weichthieren hub.n. Dagegen wird von einigen Heroorragenden die Anficht vertreten, daß das Erdöl aus unorganische! entstanden sei, und zwar sollen entweder durch Einwirkung von Alkrlrmctall auf Kohlensäure, Wafferdampf auf Kohleneisen sich die zum führenden Kohlenwasserstoffe gebildet haben. diese Meinung nur wenig Verbreitung gesund. sind für die Annahme einer Entstehung d. öle aus Thierrestcn liythin neue und wichtige Be bracht worden. Zunächst bat ihr Hans Höfer in sein. graphischen Bearbeitung der Mineralölindustrie in Technologie" durchaus oeigestimmt. Die geologischen nisse, unter denen das Auftteten von Erdöl beobachtet führten Höfer dabei zu der Ueberzeugung, daß das E unter höherem Druck bei nicht allzu hoher Temperatur sei., könne. Die Versuche nun, welche neuerdings C. Em # hr in M && 2. der « Sk in ng iU Lt. -rsto Ung emtfle k"« Weisen� ' des Ä hen soz'-� - mid ifftlbe td ber- �t übe b#� nalakien fv- i der Td� infomM md fldj, lunkereic» 1 ReK� >aß Ehre� Vi«„Wcht Gentlemau". Vorige Woche erschien eines rv.rvcil �«zes bei der Frau eines vor kurzer Zeit von Bremer» itt, die:'*(« nach Olomburg überfiedelten und dort in Arbeit be- kaclsruhe« Mme« Handwerkers ein anständig aussehender Herr, welcher des Di#«r Frau einen Gruß von ihrem Manne ausrichtete und gleich- izu der M««iz angeblich im Auftrage ihres Mannes, um Herausgabe des offenkunw»Sozialdemokrat" ersuchte, von dem fie noch ein Packet im ist man«» xwse liegen hätte. Die Frau stellte die Frage:„was denn i der sa?J2*» wäre, der„Sozialdemokrat"?"— worauf der Herr er» l'scbe Bros»«wate; das wäre eine Zeitung, sie wüßte ja doch Bescheid!— n Aläitern■ mt merkre die Frau, mit was für einer Kreawr fie es zu thun s die Resolut, wie fie ist, öffnete fie die TKüre und ersuchte as Pubkv Wa nicht mißzuverstehender Pantomime den„Nicht- Gentleman", schweizer vi«teunigst ,u verduften, widrigenfalls sie ihr Hausrecht wahren b, geriet«» gitoe. Dieser unerwaiteten Wendung gegenüber zog es der iung und««arm vor, sich wie ein bcgoffener Pudel seitwärts zu drücken. gegen Ed«"Äo ist's recht. Möchte nur derartigen Subjekten uberall der blichen f'? veiche Empfang zu Thcil werden. nach lärg«,_ Z« der telegraphisch gemeldeten Keschlagnahme digungen>«Walbemokratischer Schriften in Lindau wird der„Franks. gegen ttfll unlung" von dort unterm 15. ds gemeldet:„Gestern lllach' ilrath üben Mag wurden durch die hiesige Polizei drei Schweizer, die mdtsrath«Mrüder D udler aus Allenrhein nebst ihrem Knechte, bei Da biilv«nn Einschmuggeln von mehre, en Zentnern verbotener sozial- „Bund", 1 �akratischer Druckschriften, worunter die neueste, auf Seiden- — Zu#(?) gedruckte Nummer des„Sozialdemokrat" war, er- Bebet.' und festgenommen. Die verbotenen Sachen waren in therisckc t»«Nein mit Mostmühlsleinen deladenen Segelschiffe oerladen." der,«ffrnbm-g, 16. August. Heute früh wurde bei Herrn -gen der# �Macher Dotter hier Haussuchung nach verbotenen Schriften tteln, P«Halten. Herr D. wurde verhastet. revoluiio«� Dir Hamburger Schloss-r-D«»«ng hatte während des seinen®®ttkä der Schlofferacscllcn eine Liste anfertigen laffen, in tten Edr�? Mer diejenigen Gesellen, welche die Arbeit niedergelegt VerftniK verzeichnet waren. Die Meister waren aufgefordert, -runter�?«se?"-" lationalll� i den daß r„Verde«! )i bcsühe� gewonnen Personen" en lci!bt tionalmrjl leisten, rügend nicht s hr zu vi n" der »ezöllc, G? Gesellen nicht wieder in Arbeit zu nehmen. Mehrere Ge- .% welche in der Liste verzeichnet waren, wandten fich an die ftaatsanwaltschaft um Bestrafung des Vorstandes der P«ung, da ihr Vorgehen durch das Gewerbegesetz verboten sei. 1?« Staatsanwaltschaft hat jedoch dem- Ansuchen der Gesellen « Folge gegeben, weil die Anfertigung der L sten nicht »strafbare Handlung angesehen werden könne. Anaweisung. Der Bildhauer B l o n ck, welcher bereits � sechs Jahren auf Grund des Sozialistengesetzes aus seiner strstadt Berlin ausgewiesen worden ist, hatte seit einiger seinen Aufenthalt in Altona genommen. Durch drei ' Utende Befehle des Hamburgrr Senats, der Landdrostei ij--«uurg und der Regierung zu Schleswig ist Blonck auch aus Belagerungszustand von Hamburg, Altona und Harburg erwiesen worden. Der Ausgewiesene wurde durch Polizei» aus seiner Wcrlstätte in der Lerchenstraße abgeholt und «.„(«tupfangnabme der Ausweisungsbefehle nach dem Stadt- "st. ileführt. Seine Abreise hat innerhalb dreimal 24 Stunden '«Ägen. vor dem l>re cha-�Ä~ Schweiz. w j, Am letzten Dienstag lamen mehrere Prozesse werioden ��eziv�Zgevicht in Zürich zur Verbandlung, in denen so ie t"isl?�en b erg und Attenh ofer als Kläger gegen Herrn lo dun''1'. k F t e r n auftraten. Wie man fich erinnert, hatte Ehrenberg cher �rleumdungsklage gegen Stern erhoben, weil dieser vor dem Ober- daß die l>«3 Dickt im Piaidoyer behauptet hatte, Ebrenberg bade den Plan « Wesel an Frankreich verkauft. Da Ehrenberg natürlich ' t erschienen war und sein bisheriger Anwalt, Herr Meili in weil, auch nicht mehr für ihn plaidiren wollte, so wurde '«renbergs Klage einfach ohne Verhandlung abgewiesen und *3 große belastende Beweismaterial gegen Ehrenberg konnte r- nicht zur Verwerthung kommen. Ehrenberg hat die Kosten IteS r™ CV-ÜC lutnuuuy vumuitiv. v�yfcv«»vv*-» yw* vtv ovvi»vi» A.!? Enlschävigung an Stern zu zahlen. Im zweiten �ojeß�war Attenhofer Kläger� derselbe hatte seine Ehre durch %..... üf:. Artikel im„Züricher Äolksblatt"„Ein Sumpfgewächs" hzM gcfünlt, in welchem er, resp. der„Stavtbote", aller» liit?*. zugestandenermaßen als ein ekles Sumpigewächs auf fleischigem Stiel geschildert war, dessen bloßer Anblick cerhöhunli- u«"Weit errege und welches den bezeichnenden Namen v%b*$y\ ört in zu gestellt lei# )en ivel� i werde»- Sonnad� m sie nÄ xd dem onve« ReiAfÜ an. nicht zu pro essualis alcobolia" führe. Da in dem einge- voin, Asttkel guck die bekannte Gambrinusaffäre aus der Nacht hienl�l°uf den 3l. Januar verarbeitet worden war, wurden bim � noch mehrere Zeugen einvernommen. Die Wirthin %"Gambttnus", welche nebst der Kellnerin bei dem Vor» 'ugegen war. erzählte die ganze Affäre, wie Atten- schli�r-D'as betrunken(„toll und voll") gewesen sei und follprv besinnungslos an der Erde gelegen habe W L n';n3� eine etwas bedenkliche Situation für einen Mann, �er von sieben Kindern ist, den Ordnungsretter seinem Blatte Privatangelegenheiten an die L tlentlichkeit zerrt). Die Witthrn deponirte femer mit aller �?unmcheit, daß Attenhofer ein Hoch auf das Deutschs Reich vuiis�acht habe, fich dann aber geweigert habe, auf die Schweiz £»»12 alÖ kein Freund, der bekannte Professor Rötheli, erste Hoch opponirt und ein solches auf die Schweiz leoracht habe. Rötyeli selbst stellte letzteres in Abrede, wollte � y��stbung thielischer Fettsubstanzen unter starkem Druck vor» ■.nj°m"len hat, sprechen in deutlicher Weise für die Richtigkeit huldiz z dem®rl| a .�"ticht- Dem Bericht, welchen die„Naturwiffenschaftliche % über diese Untersuchungen erstattet, entnehmen wir, 61 �Üchthran bei einem Anfangsdruck oon_10 At- uno einer Temperatur von 320 bis 400 Grad der »stsllation unterwarf und dabei ein Rohöl erhielt, aus welchem y% verschiedenen Kohlenwasserstoffe gewinnen ließen, welche dicke bl zusammensetzen. Diese Kohlenwasserstoffe machen bZ,"'eniger als Vio des gesammten Rohöls aus. Es ist bitil?� QJi0 tQum zweifelhaft, daß aus thierischm Resten, die «o-, oEn Erdschichten einem hohen Druck und einer Temperatur W,* � bis 400 Grad ausgesetzt waren, fich Erdöl bilden , dicke>>? �'lich wird man sagen, der thicrische Körper bestehe ä mis Fett, er entHalle vor allem auch sttckstoffhaltige : wie kommt es also, daß fich in dem Erdöl kein findet? Indessen ist es einmal nicht richtig zu bc» hr-' baß die Erdöle immer stickstofffrei seien! es ist viel- *«ss einer ganzen Reihe von Erdölen Stickstoff pofitiv > f.;?«fen worden. Sodann aber muß beachtet werden, daß stoffhattigen Beftandtheile der Thierlörper leicht und gC'l _ I zurückbleiben W �■ l.. >,�"°ung liefern. Diese Fette find, ganz besonders Form von Leichenfett, sehr widerstandsfähig und -len Üss' wie ausgegrabene Leichen mehrfach gezeigt ,'A bfr'', b«e übrige Thiersubstanz viele Jahre. Denken d>a!s,„nvs nun Sedimentärgestein von solchen Fett- l�lUck'? heften verfaultet Thierleiber, durchsetzt und nach- '"cki r"sster starkem Druck, bezw. auch noch in Wärme ge- Rebei/ smft damit eine Erklärung der Bildung des Erdöls ge- hat gesagt, daß in dem Erdöl, wenn dasselbe aus rJSL besten entstanden wäre, auch freie Kohle fich vor- Nan'li�"bte. Dies spricht jedoch nur gegen die Bildung aus rW«sl und nicht auch gegen die aus thierischen Stoffen. lö! ÄMsva ää S'fbuna ein folckes. daß ohne Kohlenausscherdung eine .5 V.ää. su3£ Un8 fttft?-0?en'u verbinden, welche in rhrer Gesammt- bieielbe prozentische Zusammensetzung zeigen, wie auch weder mit Attenhofer wegen des Hochs auf das Deutsche Reich Streit gehabt noch ein Hoch auf die Schweiz ausgebracht haben; letzteres habe ein anwesender Mustker, Namens Raspach, gethan. Dieser konnte fich daran aber nicht mehr erinnern; die Wirthin blieb mit aller Bestimmtheit bei ihrer ersten Aussage, und auch die Kellnerin bekundete, daß wegen des Hochs auf das Deutsche Reich Streit zwischen Attenhofer und Rötheli ent- standen sei. Rötheli suchte umsonst die mit ihm konfrontirte Kellnerin durch Anschreien einzuschüchtern, bis endlich der Prä- fivent(Ammann) ihm dies untersagte. Stern wurde wegen des „Sumpfaewächses" der Beschimpfung schuldig erklärt. In dem dritten Prozeß, den Attenhofer wegen einer überhitzigen Eingabe v. Sterns an das Bezirksgericht angestrengt hatte, wurde Stern wegen Verleumdung und fortgesetzter Beschimpfung Attenhofers verurthellt. Er hatte denselben unter anderem einen bezahlten Agenten der preußischen Polizei ge- nannt und konnte dafür den Beweis nicht erbringen. Stern bat im Ganzen 150 Fr. Buße, 80 Fr. Staatsgebühr, 100 Fr. Entschädigung an Attenhofer und die Kosten zu zahlen. Er meldete sofort Appellation an. Der Gerichtshof bestand aus den Herren Ammann, Fehr und Ehrensperger. Großbritanuie«. DieParnell'scheUntersuchungskommission, bestehend aus den Richtern Hannen, Day und Smith, trat im Justizpalast zu einer ersten Sitzung zusammen und faßte nach einer fast zweistündigen Berathung den Beschluß, daß die Unter- suchung am 16. Oktober beginnen solle. Die Rechtsbeistände Parnell's und der„Times" wurden von diesem Beschlüsse sofort in Kenntniß gesetzt. Sir James Hannen, der Prästdent der Kommisston, hatte bis vor wenigen Tagen die von den„Times" gegen Parnell und die irische Partei erhobenen Anklagen noch nicht gelesen, allein seit der Annahme der Vorlage haben fich die drei Richter mit dem Inhalt der Broschüre„Parnellismus und Verbrechen" bekannt gemacht. Pamell hat sich nach seiner Bcfitzung Avondale in der Grafschaft Wicklow begeben. Es werden fich ihm dort verschiedene Mitglieder der irischen Partei anschließen. In Dublin war das noch unverbürgte Gerücht im Umlauf, daß er beabsichtige, sein Mandat für Cork niederzulegen, bis die Drei- Richter- Kommission oder die schottische Jury ihre Untersuchung beendet hat. Der mit der neuesten amerikanischen Post hier eingetroffene New Notker„Herald" vom 2. d. M. enthält einen Bericht über eine Unterredung zwischen einem Mitarbeiter dieser Zeitung und Patrick Caan, dem ehemaligen Schatzmeister der irischen Landliga über die„gefälschten Briefe". Letzterer verficherte, Parnell werde zu gehöriger Zeit die ihm untergeschobenen Briefe durch unzweideutrge Beweise nicht allein als Fälschungen brandmarken, sondern auch die Fälscher namhaft machen. Egan drückte die Ueberzeugung aus, daß die„Times" hintergangen worden seien. Der vor kurzem von der parlamentarischen Un- tersuchungskommission über das englische Ge- fängnißwesen erstattete Bericht gewäbrt einen sehr uner- freulichen Einblick in die Einrichtungen der Polizei- und Unter- suchungsgetängniffe in England. Zunächst stellt der Bericht fest, daß meistens eine große Anzahl von Untersuchungsgefangenen vor den Verhandlungen in eine einzige Zelle zusammengesperrt werden, ohne Rückficht auf die Vergehen oder Verbrechen, deren fie angeklagt sein mögen. Diese Zellen find gewöhnlich nur unvollkommen oder gar nicht beleuchtet und enthalten keinerlei Vor- richwngen zur Befriedigung natürlicher Bedürfnisse; dabei find die Zellen schlecht oder gar nicht erwärmt und ventllirt, so daß die bloße Einsperrung in diesen Löchern für anständige oder unschuldige Personen schon eine schwere Strafe ist, die, würde fie verurtheiltcn Verbrechern zu Theil, im ganzen Lande einen Schrei der Entrüstung erregen würde. In Weit Harn, einem Vororte von London, werden z. B. in einer Zelle von 15 Fuß Länge und 12 Fuß Breite gewöhnlich 8 bis 12 Gefangene zusammengesperrt. In den Prooinzialstädten sieht es noch schlimmer aus. In Hull befinden fich die Zellen unter der Erde, wo weder Sonne noch Mond hineinscheinen kann; obschon erleuchtet und geheizt, find fie dcch so schlecht ventilirt, daß ihr Geruch unerträglich ist und fie der Gesundheit leicht gefährlich werden. Ebenso schlecht steht es in Manchester aus. denn in dem dortigen City Court befinden fich nur 2 Zellen für Männer und 2 für Frauen; erstere find 21 Fuß lang und 15 Fuß breit, letztere haben eine Länge von 15 und eine Breite von 14 Fuß; dennoch aber werden in den größeren Zellen je 30 männliche und in den kleineren je 20 weibliche Gefangene eingesperrt, obschon die Räume für eine solche Zahl viel zu klein find. Nach dem Verhör werden verurtheilte oder zurückgestellte Personen in unterirdische Zellen geführt, die nach Aussage eines Gefängnißinlvektors den vergitterten Käfigen wilder Thiere im zoologischen Garten gleichen, und dabei werden in jede dieser Zellen oft 40 bis 50 Männer und 20 bis 30 Frauen eingepfercht. Seltsamer Weise haben gewöhnlich die größten und reichsten Städte des Landes die schlechtesten Gefängnisse, be- sonders Manchester, Liverpool, Hull und Sheffield, die in dieser Beziehung am schlimmsten daran find Die Kommisfion ver- langt soforttge Abstellung dieser scheußlichen Zustände und hat ihr Erstaunen darüber ausgedrückt, daß verantwortliche Männer das rohe Erdöl; eine Ausscheidung von freier Kohle tritt des- halb nicht ein. Aus diesen Betrachtungen erklärt es sich, wes- halb wir in Verbindung mit den Ervöllagen keine kohligen Reste wahrnehmen. Giite«igenthümliche, an de« Küsten der Ostsee bisweilen beobachtete Erscheinung, welche Aehnlichleit mit den von Seebeben, bezw. unterseeischen Vulkanausbrüchen herrührenden oder auch von fernen Erderschütterungcn erzeugten Fluthwellen bat, ist das von den Bewohnern jener Gegenden als„Seebär" bezeichnete plötzliche Ansteigen der See. Auch in der Nacht vom 16. zum 17. Mai d. I. ereignete fich dasselbe an verschiedenen, aber getrennt liegenden Punkten der mecklen- burgischen Küste; und während die früheren Angaben über die Erscheinung lückenhaft oder ungenau find, trat derselben diesmal Professor R- Credner in Greifswald näher und stellte ihren gesammten Verlauf derart fest, daß er den Versuch emer ange- messenen, wenn auch noch nicht vollständigen Erklärung des Vorganges machen konnte. Dem Anwachsen der See gmg in dem letzten Falle(wie auch früher) ein fernes knall- oder donner- artiges Geräusch vorauf, das sogenannte„Brummen des See- bäten". Die Lust war im allgemeinen ruhig, nur hier und da wurde eine flaue Brise bemerkt. Auch der Meeresspiegel selbst war vollständig glatt. Aber in der Ferne, am Nordwesthorizont zog ein schweres Gewitter vorüber. Da stieg die See plötzlich und ohne merkbare äußere Ursache gleichsam mit einem Ruck an mehreren Stellen und zu verschiedener Zeit wiederholt und zu beträchtlicher Höhe über ihren bisherigen Stand empor. Das bis an den Fuß und die Gehänge der Dünen vordringende Gewässer schleuderte Boote und Netze 10—20 Meter landeinwärts, so daß erstere mit Sand und Waffer gefüllt wurden. Auf offener See wurde das Schiff„Capella" plötzlich mehrere Male hinter- einander zur Seite geschleudert, so daß die Mannschaft erschreckt an Deck gestürzt kam. Danach sank das Meer wieder zurück und lag, nachdem die Erscheinung etwa 15 bis 25 Minuten gedauert hatte, wieder glatt und ruhig da, wie zuvor. Noch ist zu erwähnen, daß fich an mehreren Stellen vor dem Eintritt der geschilderten Vorgänge ein Umspringen des flau wehenden Winves vollzog und daß derselbe hier und da auch plötzlich zum Sturme anwuchs. An einem Puntte gab der Barograph ein sprungförmiges Steigen des Luftdrucks an.— Während nun die meisten Forscher, welche der Erscheinung bisher näher ge- treten waren, dieselbe als Folgewirkung von Ecderschütterungen oder von unterseeischen Gasentwicklungen betrachteten, anderer- seits aber ihre Ursache auch in unter dem Waffer flch hervor- arbeitenden elektrischen Vorgängen, ja in dem Herabfallen von oder Körperschaften derartige Unzuträglichkeiten dulden konnten, nachdem schon seit 2 Jahren die Aufmerksamkeit der Behörden auf die Unzulänglichkett der Untersuchungsgefängnisse gezogen worden sei. Frankreich. Unter der Ueberschrift„Uebertreibungen" läßt sich das Münchener Kartellbruderorgan aus Paris schreiben:„Es ist wirklich erstaunlich, mit welch' geringem Aufwand von Intelligenz die Welt— zum Narren gehalten wird. Die Geschichte des Leichenbegängnisses des„Generals" Eudes bietet einen charak- teristischen Beleg dafür.... Am Mittwoch Abend brachten die Journale, darunter selbst der ernste„Temps". grauenerregende Berichte über die während des Leichenbegängnisses am Boulevard Voltaire erfolgten Kämpfe. Eine Bombe war neben dem Polizeikommissär M o u q u i n niedergefallen, dieser hatte fie mit seltener Kaltblütigkeit aufgehoben, den Zünder entfernt und schließlich das gefährliche Objekt als corpus delicti in die Tasche gesteckt. Der schon in den letzten Jahren des Kaiserreichs be- kannt gewordene Polizeikommiffar Clement, sowie mehrere Gendarmen figuriren auf der Liste der Verwundeten. Eine'Nachschrift meldete zur Beruhigung, die Wunden Clements seien nicht lebensgefährlich. Seitdem bat eine ruhigere Auf- fassuna der Sachlage Platz gegriffen. Wir erfahren heute, daß Herr Clement nicht einmal eine Beule aufzuweisen habe, daß kein einziger Gendarm verwundet ist und daß die bereits von einer Kommisfion untersuchte Bombe aus einer mit alten Nägeln gefüllten Sardinenbüchse bestehen soll. Die offiziellen Berichte find allerdings über den letzten Punkt schweigsam, fie sagen nur, das Resultat der Untersuchung werde geheim ge» halten. Jedenfalls darf man fich nicht wundem, wenn einige Blätter, darunter auch das Organ des boshaften Rochefort, be« reits von einem plumpen Polizeimanöver sprechen, indem fie Gewicht darauf legen, daß sowohl der Bombenwerfer als die Urheber der Revolverschüsse unbekannt geblieben find. Rochefort mag in vielen Behauptungen Unrecht haben, im vorliegenden Falle spricht wenigstens der Schein zu seinen Gunsten. Zu- nächst ist es auffallend, daß die erste rothe Fahne von einer „unabhängigen Gruppe" entfaltet wurde, von jener„Gesell» schaft der Gleichen vom Montmartre", die bei ähnlichen An- läffen fich wiederholt bemerkbar gemacht hat. Nicht minder auffallend war es, daß aus den Reihen der„Gesellschaft der Gleichen" ein Revolverschuß abgegeben wurde, als Kommissär Clement, umgeben von Gendarmen aus der Provinz, an der Ecke des Boulevard Voltaire, d. h. dicht neben der mit marsch» bereiten Truppen gefüllten Kaserne Chateau D'Eau die Ueber- gäbe der Fahne verlangte. Was endlich die sog. Bombe be- trifft, so fiel fie— ein weiterer merkwürdiger Zufall— vor der mit Soldaten angefüllten Mairie des II. Bezirkes, wenige Schritte von dem ebenfalls mit Truppen besetzten Roquette- gefängniß. Keinem Polizisten fiel ein, die Arrangeure des Leichenbegängnisses, welche der Behörde gegen- über die Verantwortung für die Aufrechterhaltung der Ordnung übernommen hatten, wegen der vor- zeitigen Entfaltung der rothen Fahne(innerhalb des Friedhofes ist dieselbe gestattet) zu interpelliren. Die Opfer des Straßen- krawalls find der Mehrzahl nach harmlose Zuschauer. Selbst die Floquet im allgemeinen freundlich gesinnten radikalen Journale waren daher gezwungen, Stellung gegen die Polizei zu nehmen, die unter diesen Umständen schwerlich belohnt werden wird."— Jedes Wort des Kommentars zu diesem wortgetreu wieder- gegebenen— wohlgemerkt den kartellbrüderlichen„Neuest. Nachr." entstammenden— Briefe würde nur abschwächen. Sogar diese Quelle muß also einräumen, daß es ein ganz unverschämter Schwindel war» das rothe Gespenst bei einer Gelegenheit zu zitiren, bei der es fich in Wirklichkeit nur um einen gewöbn» Heben Streik und eine ziemlich unbedeutende Manifestation handelte. Der Zweck ist aber erreicht, denn haften bleibt nur der Schauder vor dieser unheilvollen Republik der„wilden, verkommenen Franzosen", unter deren Fittichen der intematic- nale Umsturz jederzeit zum Losschlagen seinen Rückhatt findet, während die Wahrscheinlichkeit, daß die„Bombe" wie der ominöse„Reoolverschuß" auf Lockspitzeleien beruhten, übersehen und die Thatsache für nichts geachtet wird, daß auf alle stattgehabten Provokationen und die Hetzereien der Presse das Pariser Volk durchaus ruhig blieb. Holland. D o m e l a N i e u w e n h u i s hat die öffentliche Aufmerk- samkeit auf das schändliche T r u ck s y st e m gelenkt, das die nie- derländische Bourgeoisie noch immer anwendet und das im ganzen Lande an der Tagesordnung ist. In Tilburg(Nord« brabant) z. B. besteht in manchen Fabriken ebenso der Laden- zwang wie in den nördlichen Veendereien, nur mit dem Unter- schied, daß man in diesem bigotten Platze die Sache etwas raffinirter anlegt, um fie dem Lichte der Oeffentlichkeit einiger- maßen zu entziehen: will der nicht im Besitze von baarem Gelde befindliche Arbeiter auf Kredit oder allmälige Abzahlung irgend etwas kaufen, so erhält er eine Anweisung seines Arbeit- gebers auf diesen oder jenen Ladenbefitzer, aber der Arbeiter weiß nicht, daß sein Brotherr bei diesem Geschäft 10— 15 Prozent verdient, welche natürlich vom Schweiß des armen Teufels be- Meteorsteinen in das Meer gesucht wurde, spricht, wie man der „Post" schreibt, R. Credner die Meinung aus, daß atmosphärische Einflüsse die plötzliche und örtliche Störung des Ostseespiegels und das Andringen der Gewässer gegen vorgeschobene Küsten- striche in diesem wie in früheren Fällen bewirkt haben. Transport-ine» M-tr-rst-ins. Rio de Janeiro. 10. Juli. Am 15. Juni wurde der berühmte, schon von Mor» nay und Wollastin 1816 und später von Spix und Marttus beschriebene Bahio- oder Bendego-Metcorit nach Rio de Janeiro gebracht und befindet fich jetzt in den Sammlungen des brast« lianischen Nationalmuseums. Das Gewicht des Steines beträgt 5361 Kilogramm. Der Transport wurde ermöglicht durch dre kürzliche Vollendung einer Eisenbahn, welche 115 Meilen von dem Bcndegobach, wo der Stein bisher gelegen hat, vorbei- fübrt. Es mußte eine eigene Fahrstraße, welche hundert Bäche überschreitet, für die Weiterschaffung des Meteoriten hergestellt werden. Kein Tnnn-l durch de« Kund. Vor einiger Zeit hatte ein französischer Ingenieur Deloncle den Regierungen von Schweden und Dänemark den Plan vorgelegt, die beiden Länder durch einen unterseeischen Tunnel unter dem Oeresund zu ver- binden. Nachdem die von der schwedischen Regierung mit der Prüfung beauftragten Sachverständigen bereits die Ablehnung des Vorschlages empfohlen hatten, haben fich nunmehr auch die dänischen Ausschußmitglieder dieser Entscheidung angeschloffen. Alter schützt vor Thortzeit nicht. In Wloclawek machte, nach dem„Lodz. Tageblatt", vor einigen Tagen ein Mann im Alter von 88 Jahren seinem Leben durch Erhängen ein Ende. Der Grund zu dieser traurigen That war— Eifersucht auf seine ungefähr 35 Jahre jüngere Gattin. Lichtmessunge« mit dem M-b-r'schrn Photometer werden gegenwärtig in verschiedmen Berliner Gemeindeschulen vorgenommen. Diese finden an heitcm und trüben Tagen und zu verschiedenen Tageszeiten statt und die Helligkeit wird in jeder Etage für eine Anzahl verschieden weit vom Fenster ent- fernter Plätze festgestellt. Insbesondere handelt es fich um das Minimum der Lichtstärke auf den dunkelsten Plätzen. Bei der Auswahl der zu untersuchenden Schulen wird vor allen Dinaen auf die Bauart und Lage derselben Rückficht genommen. Die Ergebnisse find, je nachdem die Schule freiliegt und von hohen Nachbaraebäuden eingeschlossen wird, sehr verschieden. Auch die Konstruktion, Verthcilung, Höhe und Breite der Fenster wird bei den Erhebungen mit in Betracht gezogen. Aehnliche Unter- suchungen hat besonders Prof. Dr. Hermann Cohn in Breslau ausgeführt und für die Schulhygiene nutzbar gemacht. zahlt werden. Letzthin konnten verschiedene Blätter ein ähn- liches Raubsystcm, das gegen Fischer angewendet wird, feststellen. Dieselben muffen nämlich an manchen Plätzen den Eigen« tbömern des Fischereirechtes die gefangenen Fische gegen allerlei Waaren, die fie von letzteren dafür empfangen oder zu einem unter dem Marktwerth dleivcnden Preis abgeben, und bei der Verpachtung eines Fischwassers wird diese Bedingung, ohne welche ein Vertrag gar nicht zu Stande kommen würde, aus« drücklich in denselben aufgenommen. Vor einigen Tagen las man, daß die Spitzenklöpplerinnen einiger Dörfer unter nahezu denselben Verhältnissen arbeiten müssen, indem ihnen der Dorf- krämer ihre fertig gebrachte Waare abkauft, nicht mit Geld, sondern mit Waaren aus seinem Laden, die fie als Bezahlung weit über deren Werth anzunehmen haben. Vereine und Versammlungen. eint zahlreich besuchte öffentliche Schneider» «ersammlnng tagte am 14. d. Mts. im Louisenstädtischen Konzerthause, Alte Jakobstraße 37, unter Vorfitz des Herrn E. Zitzmann. Dem ausführlichen Bericht des Delegirten vom Schneiderlongreß, A. Tätcrow, entnehmen wir folgendes: Bei der allgemeinen Äerichtersiattuna der örtlichen Verhältnisse wurde insbesondere ein allgemeiner Rückgang im handwerksmäßigen Betriebe konstatirt. Namentlich trat infolge der heutigen kapi- talistischen Produktionsweise die Konfuktion immer mehr in den Vordergrund und damit die allgemein schädliche Hausindustrie mit Stuckarbeit, niedrigen Löhnen, gesundheitsschädlichen Werkstätten, Ueber handnehmen der Frauenarbeit und die durch über- lange Arbeitszeit respektive Nachfeierabcndarbeit erzeug« ten kurzen Saisons. Eine große Reservearmee de- schäftigungsloser Arbeiter stehe bereit, um jeder Zeit etwa entstehende Lücken auszufüllen. Der Kongreß erklärte durch Annahme einer Resolution, daß die angeführten Uedel- stände nur durch Umgestaltung der heutigen Produktionsweise zu beseitigen find. Allerseits wurde die Nothwendigkeit der Organisation anerkannt, um innerhalb derselben an besagte Uebelstände die bessernde Hand anzulegen. Um die Organi- sationsfrage für Berlin zu erledigen, wurde in der Versamm» lung eine Kommisfion von fieben Mitgliedem gewählt, mit dem Auftrag, nach Anhörung der Berichterstattung des Delegirten von der Generalversammlung des Reise-Untcrstützungs Verbandes der Schneider Deutschlands das Röthige zu veranlassen. An sömmtlichr Maler. Anstreicher, Klech-«nd Magenlackirer. Kollegen, Bcnrfsqenossen! Auch wir ge« hörten zu denjenigen, welche seiner Zeit Protest erhoben gegen die Einführung obligatorischer Arbeitsbücher. Das Gesetz ist bekanntlich nicht zu Stande gekommen. Jetzt liegt wiederum ein Entwurf vor, nach welchem den Arbeitern eine Alters- und Invalidenrente zugedacht wird. An Euch liegt es nun, Stellung hierzu zu nehmen, damit die Regierung und die Volksvertretung die Wünsche der Arbeiter kennen lernen. Jeder Arbeiter soll erklären, wie er über den vorliegenden Entwurf denkt. Zu diesem Zwecke findet am Donnerstag, den 23. Aueust, Abends 81 Uhr, Alte Jakobstr. 37, im„Louisenstädtischen Konzerthause". eine Versammlung der Maler, Anstreicher, Blech- und Wagen- lackirer statt. Kollegen! Es ist Eure Pflicht, vollzählig und pünktlich in der Versammlung zu erscheinen. Retzerau, Maler, Zimmerstr. 38. Fachverei» zur Wahrung der Interesse« der Ker- liuer Knopfarbeiter. Dienstag, den 21. August, Abends 81 Uhr, Mitgliederversammlung in Breuer's Salon, Große Frankfurterstraße 74—75. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. med. Straus„über Ernährung des Menschen. 2. Ge- werkschaftliches. 3. Verschiedenes. Neue Mitglieder werden auf- genommen. Nrtvkrankeukasse der Zackirer. Außerordentliche Ge- neralversammlung am Montag, dm 20. August, Abends 81 Uhr, im Restamant Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Tages« ordnung' I. Ersatzwahl für ein ausgeschiedenes Vorstandsmit- alied seitens der Arbeitgeber. 2. Antrag auf Abänderung des Kassenstatuts. 3. Verschiedenes. Grge« die polizeiliche Auflösuug der össeutlbho Maurerversammlung, welche am 26. Juli in der„T» halle", Friedricbsstr. 112 stattfand, hatte der Leiter derselt» Herr Fiedler, Beschwerde beim kgl. Polizeipräsidium eingfW worauf ihm am 4. August folgender Bescheid zuging: Wohlgeboren erwidere ich auf die Beschwerde vom 30. v. � betreffend die auf Grund des§ 9 deS Reichsgeseves** 21. Oktober 1878 erfolgte Auflösung der am 26. v. M baltenm öffentlichen Maurerversammlung ergcbenst, daß ich J* Auflösung für unbegründet nicht erachten kann. Die in angeführten Gesetzesparagrophen näher bezeichneten BestrelMS» find in den im Verlaufe der Versammlung gehaltenm Red» in so zweifelloser und offenkundiger Weise zu Tage getick» daß die Auflösung, auch abgesehen von den Worten des k#» Redners, erfolgen mußte. Der Polizeipräfivent. I. V.: heim.„..i Nereiuigung der Maler«nd veruranbten S'W*' genossen, Filiale Verlin West und Südwest. Dienstag, dra 21. b. M., Abends 8 Uhr, Versammlung im Lokale des W* Schmarr, Blumenthalstr. 5. Tagesordnung: 1. Vorstands»� 2. Reckte und Pflichten der Mitglieder. Referent Herr Schweis 3. Verschiedenes. Mereintgung der Drechsler Deutschland». OrL»ep waltung Berlin II.(Stockdranche.) Mitgliederversammd?» am Dienstag, dm 21. August, Abends 8 Uhr, in dm hallen", Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: 1.(M®®? liches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über Lungenb®'� heiten. 3. Verschiedenes. Die Ausgabe der Fachzcitung daselbst statt., Vessentliche Schneiderverfammlnng am Mittag' dm 22. v. M.. Abends 8 Uhr. im Louismstädtischen hause, Alte Jakodstraßc 37. Tagesordnung: Die von** Reichsregierung geplante Alters- und JnMlidenveisickerung Arbeiter. Referent Herr Max Schippe! Bei dem aUgeinav® Interesse für dieses Thema ist zahlreicher Besuch erwünscht- t» der 3 Tilhelw lkatie be ilvklami Arbeiter- �lege z, Stimme «Sglich. Hand le Echuldix »flden: 1 Theater. Sonntag, den 19. August. Gpeenha«»: Der Trompeter von Säkkingen. Montag: Der Seeräuber. Schauspielhaus(im Wallner» Theater): Der Menonit. Montag: DI selbe Vorstellung. Friedrich- Wilhrlmstädtilche« Theater: Gasparone. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kroll'» Theater: Norma. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central-Theater: Die Schmetterlinge. Montag: Dieselbe Vorstellung. Titeud-Theater: Preciosa. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kellealltauc«» Theater: Das elfte Gebot. Othello's Erfolg. Montag: Dieselbe Vorstellung. Uidtoria-Theater: Die Kinder des Kapitän Grant. Montag: Dieselbe Vorstellung. Königftädtische» Theater. Die Waise von Lowood. Montag: Dieselbe Vorstellung. Kaufuea««'» Uarittt t Spezialitäten-Vorstellung. m ?vsro»dia- Theater i Spezialitäten- Vorstellung. »«fstlge 1«». 9 M.- 10 A. Kaiser«Panorama Dritte Reise durch die malerische Schweiz. Fahrt mit der Gottharddahn. Der ganze Trauerzug und Aufichrung Kaiser Wilhelms im Dom. Intree k Cycl. 30 Pf., Kind nur 10 Pf. Bbonn. Mittheilung. 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Iahrg« thalle� lüsse irma iS 500 Pf- l'l5, &&" i, d 85 Pf- ,d 75# 101* emv�i Arbeiter, Handwerker, Knrger! Am 2. August wurde von einer tausendlöpfigen Menge k der Wählerversammlung in der Tonhalle der Schriftsteller Wilhelm Liebknecht zum alleinigen Kandidaten der Sozialdemo- fcotie bei der Nachwahl für den 6. Berlins Reichetagswahllreis »wklamirt. In derselben Versammlung würbe ein jünfgliebriges ibbeiter-Wablkomstee gewähll. Dieses Komitee bat die Auf- Lob«, unter allen Umständen der Kandidatur Liebknccht's zum "f'ge zu verhelfen und dafür zu sorgen, daß fich möglichst viele stimmen auf seinen Namen oereinigen. Das ist aber nur möglich, wenn jeder sozialdemokratische Wähler uns HUftciche Hand leistet. Die Wahl steht vor der Thür! Jeder thue seine Schuld: g!eü nach Kräften. Hilfsmannschasten haben fich zu «elven: 1) Schönhauser Vorstadt bei I. Hartmann, Anklamerstraße 25. II.; 2) RosenthalerVorstadt bei A.Hinze. Dem- m i n e r st r a ß e 8, H. I I.; 3) Wedding und Oranienburger Vorstadt bei A. I a c o d e y, K o l b e r g e rst r. 32; 4) Gesundbrunnen bei SB. Seinide, Grün« thaler st raße 66, im Keller; 5) Moabit beiK. Pfarr, Strom straße32, v.M. »n die genannten Personen find alle Anfragen, Sendungen-c. k richten. Das Ardciter-Wahlkomitee. ßokales. E» gl»« in jedem Handwerk gewiss» Mißbrauche, Sfiich von Geschlecht zu Geschlecht forlerden und nur sehr auszurotten find. Auch bei den Steinsetzern besteht ein Wfwr Mißbrauch, unter dem die Allgemeinheit leidet. Haben Melden die Neu- oder Umpflasterung einer Straße bez. eines �«aßentheiles vollendet, so delegen fie die detreffende Strecke a> ihrer ganzen Ausdehnung mit einer etwa 2 bis 3 Zentimeter avlen Sandschicht._ Als beabsichtigter oder vorgeblicher Zweck aieses Verfahrens läßt fich zweierlei vcrmutben: einmal sollen Raddrücke und Stöße des wieder zugelaffenen Straßen- oerls zunächst eine Zeit lang nicht mit voller Kraft, sondern , die Sandschicht gemildert auf das neu gelegte Pflaster irrten, und dann sollen die unter den Eischütterungcn wischen den Pflastersteinen nachträglich entstehenden kleinen Alffe fich mit dem aufgeschütteten Sande ausfüllen. Diese Zwecke werden aber in Wirklichkeit nicht erreicht; die Ausbreitung der Sanvschicht über dem Steinpflaster ist technisch unnütz und. vom gesundheitlichen Standpunkt aus betrachtet, ein Unfug Jwlimmster Art. Ein sachgemäß gesetztes und gut ab« ??unmtes Pflaster selbst geringerer Sorte bedarf keiner Öligen Sandüderschüttung, es kann unmittelbar nach sAttin genügenden Abkommen befahren werden. Zeigen nc*,*?"" schlecht ausgeführte Stellen, so find dieselben :%%%' Ä sätjk. üvä ÄS to1? Befahren des Pflasters entstehenden Riffe. Es wird viel- oT- besonders in solchen Straßen, in denen Besen oder Zugmaschinen nur fetten Gastrollen geben, ja selbst unter Bei- > dieser SBerkzeuge— nahezu sämmtlicher Sand, durch den i»". o�sverlebr noch mehr oder weniger fein gepulvert, auch Z Plerdeadgängen und sonstigen Auswurfsstoffen vermischt, n Sviel der Winde, die das widerliche und verderbliche Ge- j.'Ugsel in die Augen, Ohren und Lungen der Menschen, sowie /h"»e Geschäftsräume und Wohnungen der anliegenden Häuser .'Ordern. Solche Sandwehen kann man erleben, wo nur ii in Berlin auf die alte Weise gepflastert wird. Wie viel Uheil mag wohl dadurch schon angestiftet worden sein! Daß «gen den geschilderten Mißbrauch fich bisher unseres Wiffens Kerlmer Sonntagsplauderei. .. R. C. Immer näher rückt die Zeit der Wahl. Auf Sr* Fronten wird im Lager der Gegner die Schalmei der ■Verleumdung geblasen, nur selten werden die edlen Töne den Klängen der Lüge und Verdächtigung unterbrochen. . � Kartellkandidat ist ins Waffer gefallen, die Antisemiten c™,riden auf ihrem Schein, energisch forderte Herr Förster, vch selbstständig blamiren zu dürfen, und selbst die Autorität ST--Norddeutschen" reichte nicht hin, ihn an diesem widrigen Erhaben zu hindern. Auch der deutsche Freisinn ermannte »%' er fand einen Kandidaten, der sich dazu hergab, den dm= und Salonantisemiten die Stange zu halten. Aller- sick� �et Direktor Holtz macht nur noch wenig von der- er u>ar trotz aller Anpreisungen nicht der Mann, ,?®uügend parteilos war, um gegen Liebknecht kandidiren 'u tonnen. &,®o haben wir den« glücklich wieder das alte Spiel. „ j Partei präsentirl einen Mann, und der Wähler wird t.' bQ8 Freundlichste eingeladen, gerade diesem Manne seine ZT*""* zn geben. Eigenschaften, von denen ftüher Nie- dm" �ue Ahnung hatte, werden jetzt bei den neuen Kan- . aten entdeckt. Herr Förster muß eS sich gefallen laffen, op"uem Athemzuge mrt den größten Geistern der Neuzett zu werden. Ja, wenn ein solcher Mann gewählt ögv®~~ mit einem Schlage würden unsere Verhältniffe ge- und selbstredend geordnet, Roth und Trübsal wären Wm o Welt geschafft, und in einer nach den neuesten Er- W. � wissenschaftlicher Forschung geregelten Zudenhatz 1 � Erdenbürger ein stilles Glück in diesem Jammer- V ist eine alte Erfahrung, daß die Menschheit zu �iück erst gezwungen werden muß. Das Glück Op also mit der Liebe nicht identisch zu sein- zu viel gieren kann man bekanntlich niemand zwingen. Gleich- N �teine der letzten Antiscmitenversammlungen soll genau dsL«'g Personen- Kellner nicht mit eingerechnet- �XSsmesen sei«, und als Herr Förster von emem der "Mbe r" frecher Weise nach seinem Programm gefragt ' blieb er- nach berühmten Mustern- die keine Stimme öffentlich erhoben, kann nur als Zeichen eines be« dauerlichen Jndifferentismus detrachtet werden, der mit dem in neuerer Zeit glücklicherweise mehr und mehr an Verbreitung ge- Winnenden hygienischen Verständniß schwer vereinbart erscheint. Hoffentlich tragen diese Zeilen da'u bei, daß der Sand- „Zrckerguß" über dem Berliner Pflaster reckt bald zu den tech- michen Sondei l-chkcsten>iner früheren Zcn gehört. Die Urbrrgrisse der Vrthodoeir nehmen au? eine Weift zu, die uumei oedenlticher wird. Wir erhalten, so schreibt die„Verl. Ztg.", aus dem Kreise unserer Abonnenten einen neuerlichen Beitrag dazu, welcher wichtig genug erscheint, zur allgemeinen Kennwtßnahme gebracht zu werden. Ein Ehepaar, welches bereits standesamtlich getraut worden, will fich auch kirchlich einsegnen laffen. Da der Mann Soldat ist, wählt man die Garnisonlirche als den Ort, wo der feierliche Akt stattfinden möge. Die nölhiaen Schntte. welche zuvor gethan werden müffen, unternimmt die junge Frau. Sie packt also die Doku- mente zusammen und meldet die Trauung an, um nun in den nächsten Tagen folgendes Schreiben zu erhalten: „Berlin C., 15. August 88. Neue Friedrichstraße 36. Sehr verehrtes Fräulein! Bei der neulichen Aufnahme der Notizen zu Ihrer Trauung habe ick zu fragen unter- laffen, ob Sie als Jungfrau aufzubieten find. Ich erlaube mir daher um Auskunft darüber ergedenst zu bitten. Hochachtungsvoll Stteiff,(?) Garnisonsküster..." Man wird zugeben, das ist etwas sehr starker Tabak! Wir wissen nicht, ob der Herr Garnisonküster aus eigenem An- trieb so handelte, oder od er da nur das Werkzeug eines Vorgesetzten war. Wenn eine solche Frage im allgemeinen schon viel zu delikat ist, um überhaupt gethan zu werden, so erscheint fie in diesem Falle geradezu unerhött. wo diejenige, welcher fie gilt, dock nach dem Gesetz bereits eine verheirathete Frau ist und das Recht hat, darnach respektirt zu werden. Das ist aber unseren Orthodoxen ganz gleich: Gesetz und Recht haben für te nur soweit Werth, wie es ihnen gerade in den Kram paßt! Venn das so fort geht, kehren für Berlin die Zeiten zurück, wo der Prediger Fournier eine Braut am Altar, welche nach seiner Anficht den Mytthen kränz unverdienter Weise um die Stirn trug, eine schallende Ohrfeige versetzte. Unter solchen Umständen ist es wirklich ein Glück, daß die kirchliche Trauung nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern nur eine bedeutungslose Zeremonie ist, welche in den Willen des Brautpaares gestellt bleibt. Die otthodoxe Geistlichkeit aber erreicht mit solchem Vorgehen nur das, was das obenerwähnte Brautpaar(hat: Man verzichtet auf die kirchliche Trauung und begnügt fich allein mit der- jenigen auf dem Standesamt, welche übrigens so feierlich zu sein pflegt, daß man vollauf mit ihr zufrieden sein kann. Durch die presse geht folgende Nottz:„Von Arbeite- rinnen Berlins war eine Belleidsadreffe an die Kaiserin Friedrich vor einigen Wochen abgeschickt worden. Dieselbe trug über 300 Unterschriften, darunter die der Frau Stägemann und des Fräulein Wahnitz. Frau Stägemann war die letzte Vor- fitzende des„Sozialdemokratischen Arbeiterinnenoereins" der stedenziger Jahre, welcher zuletzt der Schließung auf Grund des Sozialistengesetzes verfiel, sowie später, und zwar gleichfalls bis zur polizeilichen dezw. gerichtlichen Schließung zweite Vorsitzende des sogenannten„Jnteressenvereins der Ärbettcrinnen", in wel- chem den ersten Vorfitz Frau Matte Hofmann fühtte. Fräulein Wabniy ist gleichfalls aus der letzten Arbeiterinnenbewegung her bekannt. Von anderen Vorstandsmitgliedern der ehemali- gen Arbeitettnnenvereine war die Adresse nicht unterzeichnet, fie war aber auch wohl nicht allen vorgelegt worden. Kaiserin Friedttch hat jetzt ein freundliches Antwottschrttben den Ar- deiterinnen zugehen lassen. Dem Vernehmen nach wird in den Kreisen der letzteren jetzt die Gründung eines Fraucnvcreins beabficktigt, welcher aus dem Krankenhause entlaffenen Arbeite rinnen helfen soll und dessen Protettorat zu übernehmen man die Kaiserin Friedlich bitten will." Zu einer wahre« Kalamität bilden fich die Um- pflasterungsarbeiten aus, welche in der Königstraße ausgeführt werden. Dieselben find vor etwa neun Wochen beim Alexander- platz begonnen worden, jetzt glücklich bis an die Kreuzung der Jüdcn- und Köniastraßc gelangt und dürsten, wenn die bisher geübte langsame Methode beibehalten wird, fich bis zur Schnee- und Eiszeit ausdehnen. Wenn man in Betracht zieht, daß gerade in dieser Straße der Fußgänger- wie Wagenvcrkehr mit zu den stärksten von ganz Berlin gehött, und eine wenn auch noch so geringe Beeinträchtigung desselben das geschäftliche Antwort schuldig. Unter den Antisemitenhäuptlingen soll eine bedenkliche"Mißstimmung gegen Herrn Förster herrschen, der danach in der Lage zu sein scheint, überhaupt noch etwas schuldig bleiben zu können. Herr Liebermann von Sonnenbera und auch Herr Pickenbach sollen über diese Kreditfähigkeit ganz außer sich sein. SBar die„rein-antisemitische Agitation" bisher eigent- lich nur ein leichtes Geplänkel, so bringen die Frei- sinnigen jetzt ihr schweres Geschütz inS Gefecht. Der Höchstkommandirende, Herr Eugen Richter, wird selbst zum Volke herabsteigen, und die bekannten Donner- motte werden die etwas eingeschüchterten Stützen des deutschen Freisinns in die nothwendige Wahlbegeisterung ftir f errn Knörcke versetzen. Nun ist der Würfel gefallen, die iebesbetheuerungen und da« Kokettiren mit den sonstigen Todfeinden war nicht von langer Dauer, vielleicht merkte man nur allzufrüh die löbliche Absicht, daß man sich gegen- seitig doch nur begaunern wollte. Unter solchen Umständen ist es allerdings schwierig, daß ein Handel zu Stande kommt, und es muß al« ein Zeichen höchster Menschen- kenntniß aufgefaßt werden, wenn die beiden Kontrahenten, noch bevor man in die eigentlichen Verhandlungen trat, auf die gegenseitige Unterstützung verzichteten. Natürlich wird daS Herrn Richter in keiner Weise hindern, sich mit der ihm eigenthümlichen Wucht für seinen Schützling ins Mittel zu legen, der Durchfall muß dem unglücklichen Kandidaten wenigstens dadurch versüßt werden, daß eine Koryphäe für ihn in die Bresche springt. Und so wird denn Berlin den langentbehrten Genuß haben, über alle Lichtseiten des Manchesterthums von Herrn Richter— wir wissen nicht zum wievielsten Male— höchsteigenmündig aufgeklärt zu werden. Für die Fortschrittlcr muß da« ein Hochgenuß sein, und sie werden denn ja wohl auch ihrer„Größe" eine würdevolle Ovation be- reiten. Nur die Konservattven schmollen noch. Wahrscheinlich ist eS ihnen noch zu früh, um in die Agitation einzutreten, bisher ist der Kampf eigentlich nur in den Spalten der „Kreuzzeitung" geführt worden, die bei den kleinen Leuten im Norden allerdings eine ungemeine Verbreitung besitzen Leben ungeheuer schädigt, so muß es ganz entschieden beftemden, daß die hier auszuführenden Arbeiten mit so unerklärlicher Lang« samkeit vor sich gehen. Die Adjazenten der Königsttaße, namenl- lich Inhaber offener Geschäfte, leiden unter dieser Verkehrs- stockung ungemein. Die«erkrachte« Gastwirtha- Innungen. Wie der „Anz. f. t. Haveli" bört, haben auch im Kittse Osthavelland in verschiedenen Ortschaften du G.itwirthe vom Amtsvorstehcr auf Veranlassung der vorgesetzten Behörden ein Schreiben er« halten, in welchem ihnen empfohlen wird, eine Innung zu bilden dezw. fich der Berliner Gastwitthsinnuna, deren Mit« gliederzahl in letzter Zeit sehr heruntergegangen ist, beizutreten. Aber die Gastwirthe auf dem platten Lande hätten fick, ebenso wie die in Spandau, ablehnend gegm das behördliche Änstnnen verhalten. Di- Schöurberger Kossätke« haben, wie man weiß, nickt nötbtg, ihren angestammten Beruf auszuüben. Ihr Land wird ihnen fast mit Gold aufgewogen und seit Generationen find fie eigentlich bereits gleich als wohlsttuirte Rentiers geboren worden. Jetzt ist einigen von ihnen wiederum für gutes Geld ein Stück Land von der Bauspckulation abgenommen worden. Das Terrain zwischen Botanischem Garten und Goltzstraße, andererseits zwischen Grunewald und Winterfddstraße ist in die Hände eines Konsortiums übergegangen, welches den sieben Eigenthüwern am Mittwoch je 300 000 M. Restkaufaelder auszahlte. Jetzt ist natürlich kein Hatten mehr in den Ansprüchen der dortigen Grundbesitzer; 500 M. für den Quadratmeter ver« langte jüngst der Besitzer einer kleinen Sckolle, die die Potsdam» Magdeburger Bahn zu ihrem Erweiterungsbau erwerben wollte. Und er ist keineswegs der Einzige seiner Att. Um den noth« wendigen Bau zu Stande zu bttngen, wird mit Enteignungen vorgegangen werden müssen. Gi« sehr netter und gebildeter Arbeitgeber ist jedenfalls der Schuhwaarenfadrtkanl Benkmann, Büschingstt. 26, wie folgender Vorfall beweist. Ein Arbeiter lieferte demselben 3 Paar Stiefel und 3 Paar Schuhe, wofür er 1,50 M. pro Paar zu fordem hatte. Da der Fabrikant nun an der Arbeit mit dem besten Willen nichts tadeln konnte, so mußte das lange Ausbleiben herhatten(der Arbeiter hatte nach Anficht des Fabrikanten die Stiefel zu lange in Arbeit gehabt) und ge« brauchte der letztere allerhand unschickliche und unpassende Redensarten, unter anderen, daß er andere Arbeiter, die mehr lieferten und ihm das Haus einliefen, um blos Arbeit zu be» kommen u. s. w., kttegen könnte. Als es nun an die Be« zahlung geben sollte, fand es der Herr Fabttkant für prattisch, von den 9 M., die der Arbeiter zu bekommen hatte, noch 30 Pf., abzuziehen, was fich letzterer nicht gefallen laffen wollte, indem er behauptete, daß er gleichen Lohn für Schuhe und Stiekel zu fordern berechtigt wäre und dieses auch in jedem anderen Engrosgesckäft so gehalten würde, was aber der Fabttkant durchaus nicht einsehen wollte. Es kam infolgedessen zu einem Wortgefecht, was aber dem sauberen Herrn durchaus nicht ge» nüate, denn letzterer drang plötzlich auf den Arbetter ein und hieb wie wahnfinnig auf denselben ein, so daß der Arbeiter fich gezwungen sah, fich zur Wehre zu setzen, was ihm auch wahr« scheinlich erfolgreich gelungen wäre, wenn nicht der Zuschneider seinem sauberen Herrn als Sekundant gedient hätte. Auf diese Weise hatte der Fabrikant freilich leichtes Spiel, dem Ardeiter verschiedene Beulen am Kopfe beizubringen und am Halse zu würgen. Als nun gar noch der verrückte Sohn in's Zimmer stürzte, sah fich der Arbeiter gezwungen, kräftig um Hilfe zu rufen, infolge dessen es die Unholde für gerathen fanden, von ihm abzulassen, so daß es dem Arbeiter möglich wurde, die Thür zu erreichen und so weiteren Mißhandlungen zu ent- gehen. Gs wi?d immer schöner. Am verflossenen Sonntag, zur Zeit als die Fluabläncr bereits vcttheilt waren, befand sich in dem Hausflur Wollinerstraße 2 ein fein gekleideter Herr, welcher der: stillen Pottier eifrig studirte. Als nun ein Knabe den Flur pasfiren wollte, erhiett er von dem Herrn den Aus« trag, nach den Wohnungen zu gehen und■fich die abgc« gcbenen Flugblätter wieder zurückgeben zu laffen, da dieselben nicht richtig abgegeben waren. Eine Frau, welche dieses gehört hatte, bedeutete dem Herrn, daß die Flugblätter von Liebknecht und daher die richtigen wären; wenn er jedoch Zweifel darüber hegen sollte, so möge er fich selbst hinauf bemühen. Nach dieser Aufklärung fand es der„Gentleman" für gut, eilig das Haus zu verlassen. soll. So war noch vor wenigen Tagen in dem Organ der Frommen und Tapferen ein lamentabler Erguß zu lesen, in welchem ein politisches alte« Weib seiner niederschmetternden Ueberzeuguna dahin Ausdruck gab, daß sich die„kleinen Leute" im Noroen schließlich nur noch mit kirchlichen Dingen abgeben würden, wenn sie von den Organen der Regierung für ihren guten Willen und ihr opferfreudiges Streben stet« nur Fußtritte erhielten. Wir registriren diese Auslassungen um so lieber, als uns diese Spezies von„kleinen Leuten" im Norden bisher ganz unbekannt war. Vielleicht wollte aber auch irgend ein strebsamer Pfarrer seinem geheimen Herzenswunsche durch jenen Gedanken Ausdruck geben, und die pensionirten Kirchendiener und ehemaligen Leichenbitter, unter welchen man wahrscheinlich die„kleinen Leute" zu verstehen hat, mögen sich jene Worte recht tief hinter ihre demüthigcn Ohren schreiben. Unter allen Umständen aber wäre es höchst interessant, einmal wirklich die kleine» Leute im ganzen großen Norden von Berlin zu sehen, die in der That zur Fahne der„Kreuz- Zeuung" schwören. Von einer politischen Partei sagte man einmal, daß sie in einer Droschke zweiter Güte Platz habe— wir möchten un« verpflichten, die„Kreuz.Zeitungs"-Ar>nen im Norden im einen nicht allzugroßen Kremser unterzu» bringen. Es kann aber auch sein, daß eine ausgesprochene SiegeSgewißheit die Konservativen abhält, die eigentliche Agitation aufzunehmen. Man hat mit dem Genie, welches Herrn von Hammerstein auszeichnet, die Berechnung ge« macht, daß die bisher nicht abgegebenen Stimmen der ein- geschriebenen Wähler keineswegs im Entscheidungsfalle der Sozialdemokratie zugerechnet werden dürfen. Auf diese rechnen die Herren von der äußersten Rechten gewiß. In den Rehbergen und den dahinter liegenden LandeStheilen soll sich eine bedeutende Sympathie für die Kreuztttter und deren Gefolgschaft kundgegeben haben— die wirklichen Resultate dieser Sympathie wird auch die„Kreuz- Zeitung" am 30. August erfahren. Für das beliebte KindervergnLge« des Drachen- stciaens ist in der näheren Umgebung Berlins nur recht wenig Gelegenheit geboten� und da, wo es noch vielfach stattfindet, ist es nicht unbedenklich für den Verkehr. Zahlreich pilgern jetzt Knaben und Erwachsene nach dem Militär Uebungsvlay hinter dem Schlefischen Busch, und selbst bei regnerischem Wetter, so lange nur der nölhige Wind anhält, ficht man dort beständig «ine Anzahl der Papierdrachen am Horizont. Am Freitag Nach- mittag war einer derselben in die längs dem Bahnkörper der Görlitzer Bahn hinführenden Telearophendrähte gerathen und hing dort so unglücklich auf den Bahnkörper hinüber, daß ein vorüberfahrender Zug, wenn auch nichl gefährdet, so doch min- bestens gestört worden wäre. Nur mit Mühe gelang es dem Bahnwärter, das tzindemiß zu beseitigen. Es verdient darauf hingewiesen zu werden, daß in solchem Falle der Befitzer des Drachens fich einer bahnpolizeilichen Bestrafung aussetzt. Die Sonnenblume ist da. Wenig beachtet bisher ist fie in der Slille gewaltig in die Höhe geschossen; nun auf einmal blickt fie mit strahlendem Geficht über den Zaun und ist zu einer Erscheinung geworden, mit der man rechnen muß, wie die Zeitungsschreiber sagen. Denn nicht eine allein, nein ihrer Tausende find zu gleicher Zeit aufgegangen. Um die ganze Stadt herum stehen fie verstreut in kleinen Gesellschaften, und einige haben fich sogar in die Stadt hineingewagt. Sie find Licdlingsblumen des kleinen Mannes, das merkt man. Sie stehen, schreibt der Plauderer der„Not.-Ztg.", auf dem Felde zwischen den Kartoffeln, fie fehlen in keinem Bauergarten, fie find unzertrennlich von den kleinen Lauben und Sommerhütten auf dem Gemüselande vor der Stadt. Sie begleiten den Rei> senden und nicken ihm von jedem Bahnwärterhäuschen zu. Die Blume ist schön und die Frucht nicht zu verachten. Die schwar- zen Kerne, die in den großen runden Scheiden beisammenstehen, find zwar sehr ölig, bilden aber für Kinder ein beliebtes Nasch- werk und für Vögel eine gesuchte Nahrung. Wer fich im Herbst einen Vorrath von?onncnblumenscheiden anschafft, kann damit im Wint.r die lieblichsten Gäste zu fich locken. Die Blume ist nicht nur schön, sondern auch stilvoll. Wenigstens läßt fie fich stilifiren und findet solchergestalt seit langer Zeit schon in der Kunst Verwendung. Dazu eignen fich, wie mir ein Kunstgelehrter sagt, weit weniger Blumen, als man glauben sollte. Gine Krandstatistik nach Monat, Tag und Stunde, welcher ein Zeitraum von 16 Jadren zu Grunde liegt, ergiebt für Berlin in kurzem ungefähr folgende Resultate: Die meisten Brände finden im Winter, besonders in den Monaten Dezember und Januar statt, die wenigsten in den Monaten Juni und Juli. Unter den einzelnen Wochentagen ist in erster Linie der Sonnabend ein„Feuertag" zu nennen, ihm folgt der Donners- tag. während Sonntag und Montag die wenigsten Brände auf- zuweisen Häven. Je später der Abend, desto zahlreicher die Feuersbrünue, die meisten finden fich in der neunten Abend- stunde, dann finkt die Zahl, bis fie mn 4 Uhr Morgens ihren nievrigsten Grad erreicht hat. Betreffs der Ursachen der Brände erfahren wir, daß fast bei einem Drittel dieselben unermittelt bleiben; unter denen, die bekannt werden, nimmt die Fahr- läsfigkeit beim Umgehen mit Licht und Zündmaterial bei weitem die erste Stelle ein. Die Hälfte sämmtlicher Brände traf f rivatwohnungen, von den sonstigen Brandstätten find die ischlerwerkiiätten als meist betroffen hervorzuheben. Dem neuesten Gisendahnunfall ans der KerHn- Potvdamer©l enbahn widmet auch die„D. Bauztg." eine längere Bewrechung, in welcher fie die allgemeinen Klagen tberls über Mängel des Betriebes, theils über die unerklärliche Verzögerung welche der Ausbau des zweiten Geleistpaares Berlin Potsdam, für welchen die Mittel bereits vor 1% Jahren bereit geirellt find, als nicht unberechtigt anerkennt. In dieser Beziehung schreibt das Fachdlatt u. a.: Wer aus eigener Kenntniß der Oertlichkeit weiß, daß kleine Anfänge von Aus- sührungcn für das zweite Geleisepaar, die man im vergangenen Jahre unternahm, sogle-ch wieder stecken geblieben find— anscheinend weil man ohne festgesetzten Plan arbeitete— und wer von dem über jedes Erwarten langsamen Gang, den das Grund- erwerbeverfadren gebt Kenntniß defitzt, wird je: en Klagen mehr als ein Korn Berechti ung beilegen müffen. Nickt die thatsächliche Notb, unter welcher die Verwaltung den Betrieb deS somm rlicken Ausflugverkehrs aufrecht erhält, selbst nickt die drei größeren Unglückställe, von welaen die Potsdamer Bahn bet: offen worden ist, haben es bisser vermocht, dieselbe zum Einschlagen eines auch nur mäßig raschen Tempos bei jenen Erweiierurgsanlagen zu veranlaffen. Alle Uedelstänoe, die früher schon gerügt finv, bestehen deute noch fort: mangelhafte Beschaffenheit und Mangel an Sauberkeit der Wagen, Ueder- füllung derselben zu gewiffen Tageszeiten und sogar an Wochen- tagen, ein beängstigenver Wechsel in der Benutzung der vorhandenen P rrons. eine Unregelmäßigkeit in der Billetkontrole, die dem Mitzbrauch Thür und Thor öffnet. Da die Zahl der Zilie, so klagt das genannte Fachblatt weiter, eine Vermehrung kaum noch zuläßt, so hilft man fich vorläufig mit Verlängerung der Züge: allein auch hierin kommt man beute schon däufia an eine unüderschreitbare Grenze. Nimmt man hierzu b,e Reihe von kleinen Verstößen gegen gedruckte und unge brückte Bestimmungen, welche jeder auf der Potsdamer Batrn Verkehren ve täglich gewahren kann, so wird man eine gewiffe Mißstimmung erklärlich finden, die fich zahlreicher Fahr gäste der Bahn ihrer Verwaltung gegenüber bemächtigt, wie edenio sehr die wei-ig zusag- nde Art und Weise, welche das Publikum an den B arnten d.s äuß-ren Dienstes der Potsdamer Bahn gewahrt. Tie„D. Bauzig.", welche alle Einzelheiten dieser Beschwerden mit Thatsachen belegen zu können e: klärt, schließt ihre Betrachtungen wie folgt: Da der Sonntagsveikehr auf Bahnhof Wilmersdorf.und den darüber hinaus liegenden bereits jetzt so stark angewachsen ist, daß ort genug nur zur Einhaltung der äußeren Ordnung polizeiliche Hilfe heranoezogen werden muß. scheint es ein gut begründeter Wunsch der Oeffent- lickstit zu sein, daß durch zweigleistgen Ausbau der Anschlüffe an die Ringbahn diese auSreich- und leistungsfähig gemacht werde, sowie das Nötdige für die Sicherheit des Verkehrs bald ptsch.he, ohne daß ein größeres Unglück eine vernehmlichere Spiache redet. Daß diese Erweiterung ebenso dringlich ist. als der Aus au des zweiten Gelerspaares der Potsdamer Bahn, ist wohl gewiß. Der Gipfel der Dummheit. Nachfolgender Bericht zeugt on sola-' unglaublich. r Dummheit, daß wir ihn selbst nur dadurch, daß die Thutsache uns unter voller Angabe der Namen verbürgt wird, für wah: halt.n. Dieser Tage in tte der Briefträger im Hause Guschimrltraße 86 an eine Frau R. einen Brief abzugeben, als diese ihn bat, einen Augenblick zu warten; fie habe in ihrem Briefkanen einen nicht an fie gerichteten Brief ge'unden und wolle ihm denselben zurückgeben. Der Jünger St. Stephans wartete und erhielt einen Brief zugestellt, den er mit Verwundern betrachtete, da ders.lbe üdeihaupt noch nicht auf der Post gewesen sein konnte; denn es fehlte darauf jeder Siempel. Während er mit Frau R. noch darüber sprach, wre wohl der Brief in den Kasten gelangt sein könnte. war de rn der vierten Etage woonbafte Frau Z. dazu gekomn-en und hörte, daß die Adreffe„an Herrn Buckchelz in X" laute.„Buchholz, so heißt ja mem Soldate," erllarte fie schnell und fügte hinzu, daß der bei ,hr einquartilte Gr-nadier von den„Franzern" am Tage vorher err.en Brief fr inen V t r gesthiifben habe, der ihm natürlich zu den on K-risermai.öotrn„unter die Arme greifen" solle. Der Brref. träger ging und nahm das corpus de ioti mrt, um es auf dem Postamt abzugt ben. von wo eS dem Aorcffaten zugesandt wurde. rraut aber stellte stw heraus, daß der Kriegsheld Buch bolz in der Tdat dtN B.:ef geschrieben halte und schließlich Frau Z.. seine Wutdin furo, od es egal sei, in welchen Brief- kauen er denselben stecke. Da diese Frage ihm bciaht wurde, warf Buchholz das Schreiben natürlich in den nächsten Brief- kästen, der zufällig weder ein Briefkasten der Post oder noch der Packetfahrtgesellschaft, sondern— der Privatkasten der Frau R. war. Glück aber muß vor allem der Krieger haben!— und dem hat es Herr Buchbolz ficher allein zuzuschreiben, daß sein Brief an die richtige Adreffe abgeliefert werden konnte. Kaum glaublich und doch wahr! Gl« sonderbarer Knud wurde kürzlich bei einer Feld- dienstüdung von einem Grenadier gemacht. Derselbe gehörte zu einer Patrouille, welcher die Aufgabe zufiel, in der Gegend von Reinickendorf den Feind zu relognoeziren. Auf dem Rück- wege zur Feldwache stieß der Krieger mit dem Fuße an einen ledernen Gegenstand, den er aufnahm und welchen sein Pa- ttouillenfübrer, ein Einjährig- Freiwilliger, für eine Tournüre erklärte. Bei näherer Bettachtung fand man in diesem intimen Toilettenstück eine Anzabl rosafarbener Briefchen, die anscheinend einen Studenten zum Vcrfaffer hatten und an eine im hohen Norden unserer Mettopole wohnende Dame gerichtet waren. Der Finder überließ gegen eine kleine Funvgedühr seinem Pattouillenführer die sonderbare Brieftasche, und als man wieder in der Kaserne angelangt war, suchte der Einjährige die„Dame" auf, um ihr ihr Eigentbum auszuhändigen. Er traf fie auch glücklich allein an— aber es war zu seinem Erstaunen ein Mädchen im zartesten Backfischalter. Unter diesen Umständen zögerte er natürlich mit der Herausgade und deutete an, daß er seinen Fund lieber den Eltern übergeben würde, aber die Kleine bat so inbrünstig, dies nicht zu thun, daß fich der junge Soldat schließlich erweichen ließ.„Papa und Mama haben ja leine Idee von Benno's Existenz. Bitte, geben Sie mir mein Cul wieder oder— Sie treiben mich in den Tod", drohte der Back- fisch." Ich bade für Benno's Liebesbriefe keinen stcherem Platz, als in meiner Tornüre, die ich am letzten Sonntag bei einem Spaziergang mit meinen Eltern veilor. Sie glauben nicht, welche Anast ich bei dem Gedanken ausgestanden habe, daß ein ehrlicher Finder zu einem blaffen Verräther werden könne. Bitte! bitte! geben Sie mir die Tournüre", flehte das hübsche Kind.— Als der Einjährige ihrem Wunsche nachkam, vergaß das Mädchen in der Freude ihres Herzens deffen Gegenwart ganz, brachte die Briefe an ihre Lippen, den Toilettegegenstand an seinen Bestimmungsort, jubelte und lachte, und der junge Soldat nahm den Humor des Vorfalles als genügende Beloh- nung und an Stelle des Dankes, den die kleine Verliebte ver- gcffen, mit nach Hause.— Am dienlichsten wäre dem Backfisch wohl da ein Denkzettel gewesen, wo sonst die Tournüre ge- tragen wird. Die Jimmervermirtheri» Frl. JunKe in der Friedrich- straße 76, welche, wie erinnerlich, unlängst mit einem polnischen Musikstudenten einen Liebesstreit durch den Revolver ausge- tragen und fich selbst dabei nicht unerheblich verwundet hatte, ist ihrem„zimmerherrlichen" Berufe bereits wieder zurückgegeben. Wie das„Kl. Journ." erfährt, ist Frl.Zunke aus ärztlicher und gerichllicher Untersuchung entlassen und versteht in ihrer Woh- nung die laufenden Geschäfte, welche ihr Chamhregarni mit sich bringt. Der in die Schießgeschichte verwickelte Pole befindet fich schon längst nicht mehr in Berlin. In der Regli'schem Tode«» Grmittel«ng»nrs'achr macht der Stiefvater des bis jetzt auf unerltärliche Weise ums Lehen gekommenen Vcrgolders Regst, der Herr Restaurateur Banvelow, Langestt. 13 die Mittheilung, daß es seinen Be- mühungen gelungen ist, festzustellen, daß sein Stiefsohn am Mittwoch, den 25. Juli, Vormittags, noch in dem benachbarten R xdorf gewesen ist, wo er einer dort wohnenden Tante einen Besuch abgestattet hat. Die Leiche des Regit ist, wie bekannt, am Sonnabend, den 23. Juli, gefunden worden, und bat nach dem antlichen Guiachten mindestens zwei Tage tm Waffer ge- legen. Es bleibt daher nur noch zu ermitteln, wo Regst am Nachmittag des 25. Juli und am Donnerstag, den 26. Juli, gesehen worden ist. Der Stiefvater, welcher uns seinen Sohn als in schlechte Gesellschaft gerathen und leichtfinnig geschildert, vermutbet, daß der deffen ungeachtet gutmüthige Mensch nach einem Schlupfwinkel gelockt worden und dort im Streite ge- tövtet worden ist. Soweit den Eltern bekannt, hat er in einem Lokal in der Nähe der Jnseldiücke häufig verkehrt. Die Eltern des Todten fichern demjenigen, der im Stande ist, bestimmte Aussagen über den Aufenthalt des Regst am 25. und 26. Juli zu machen, gute Belohnung zu. Mord oder Selbstmord? In dem Hause Luckauer- straße 13 wohnen in den vorderen, nach der Ettaße zu gelegenen Parterreräumen zwei Familien, Gäde und Strenge. Aus der Wohnung ertönte in der vorveeflossenen Nacht ein furchtbares Geschrei, was einen von einer Landpartie zurückkehrenden Herrn Hann veranlaßte, an das Parterrefenster heranzutreten und in das Innere der Wohnung hineinzublicken. Beim Schein einer Lampe sah er in einer Tküröffnung einen Mann stehen, der über und über mit Blut beskömt war. Bald darauf demerkte er eine Frau mit einem anderen Mann durch eine zweite Thür auf den Blutenden zuschreiten, worauf die Lampe erlosch und H. nichts weiter zu hören und zu sehen vermochte. Vor Schreck ob des graufigen Anblicks noch halb erstarrt, bemeikle H., wie fich die Hausthür öffnete und die beiden Personen auf die Sttaße eilten und nach dem Polizeibureau in der Dresder.ersttaße ihre Schritte lenkten. Auch H. eilte nunmehr dorthin und gab zu Protokoll, was er gesehen, nachdem die beiden Personen sich als Herr Gäde und Fiau Strenge legitimirt und angegeben hatten, daß der Ehemann Strenge fich in einem Anfall von Delirium mittelst einer Scheere zahlreiche Verletzungen beigebracht habe und jetzt im Sterben liege. Die Ehefrau des G-de ist zum Besuch bei ihren auswärts wohnenden Eltern. Die Polizei begab fich sofort an den Thatort, stellte den Thatdestand fest und verhaftete vorläufig die Strenge, wie den Gäde. Gäde soll übrigens gestern früh bereits wieder auf freien Fuß gesetzt sein. Tie Leiche des St, die zwei bis an die Luftröhre reichende Stichwunden am Halse, sowie sechs bis sieden Stiche im Unterleid aufwies, wurde behufs Obduktion gestern früh nach dem Leichenschauhause gebracht. Wie von einem anderen Berichterstatter mitgetheilt wird, liegt Selbstmord, begangen im Delirium tremens, vor. Sowohl Frau St. als Herr G. befanden fich gestern früh um neun Uhr wieder auf freiem Fuße. Dolizeil» reicht. Am 17. d- M. gegen Mittag gerietb auf dem Anhalter Güterbahnhofe der Aibeiler Regas beim Ran» giren eines Güterzuges durch eigene Unvorstchtigkeit zwischen d e Puffer beider Wagen und erlitt dadurch so schwere Ver- letzungcn, daß er schon während der Uebersührung nach einem Krankenhause starb.— Ztach mittags fiel in der Gubenerstraße ein 5 Jahre alter Knabe, als er unmittelbar vor einem in vor- schriftswidrig schneller Gangart fahrenden Arbettsfuhrwerk über den Steaßcndamm lausen wollte, hin und wurde am linken Arm und linken Bein überfahren, anscheinend jedoch nur unde- deutend ve> letzt.— Um dieselbe Zeit fand Wafferthorsttaße 36 ein unbedeutendes Feuer statt. Es brannten Dielung und Balkenlage unier einer Kochmaschine.— In der Nacht zum 18. d. M. wurde ein Kasscndote in seiner in der Luckauerstraße zu ebener Erde belegenen Wohnung mit einer Anzahl Stich- wunden im Untcrleide und im Halse todt vorgefunden. Soviel bis jetzt festgestellt werden konnte, ist Selbstmord anzunehmen. *_* Vergnügnngs-Chronik. Projektirte» Kepertoir der königliche« Schutt- sxiele ,üom 19. bis 27. August 1888. Im Overnhause Sonnrag, den 19. d. M., zum 100. Male: Der Trompeter von Säklrngen: Montag, den 20.: Der Seeräuber; Dienstag. den 21.: Carmen; Mittwoch, den 22.; Lohengrin(Fr. Piersow %:%&%%% Cäkkingen.— Im Wallner-Theater. Sonntag, den 19- jj"'- wo se Der Äenonit(Herr Matkowsky als Gast); Montaa, den 20.! Me der B Der Menonit; Dwnstaa, den 21.: Im Reiche der Mütter, T* Mfinger se Prüfung, Castor und Pollvx, Eine aste Schachtel; Mittwoch- Mion viel den 22.: Der Menonit- Donnersiaa, den 23.: Im Reiche M«dieljung 1 Mütter, Die Prüfung, Castor und Pollux, Eine alte Schacht'!|«wen wäre. Freitag, den 24.: Im Reicke der Mütter, Die Prüfung, Castor etettm nur und Pollux, Eine alte Schachtel; Sonnabend, den 25.: öDnazte di Menonit; Sonntag, den 25., neu einstudirt: Die Schauspleler,?etl von sei des Kaisers; Montag, den 27.: Im Reiche der Mütter, D»' Wfiagte gi Prüfung, Castor und Pollux, Eine alte Schachtel., will a Hchtveizergarte«. Dieses Etabliffement ist ttoy der ziew'«" zu dem lich ungünstigen Witterung ein schöner und vielbesuchter Auß M deutlich enthalt, und wird den Besuchem sowohl in der Gymnastik durü% der Äng w-, �"------ tn allen andern Speztalitaten-* tt m Die die Familie Hugoston, wie auch...»»».------------- fächern Ausgezeichnetes geboten. Am kommenden DicnsM �ncheinlich findet dort das letzte diesjährige große Kriegs- und Fronteil' wtscht. Dl feuerwerk statt und hat dieses als Schlußapotheose„Die Eilt«'«Nwg ffo mung der Düppeler Schanzen" zum Vorwurf. Dieses pyrole»'»ichtsaof f nisch militärische Kriegsjchauspiet wird unter Mitwirkung von«gen m-mge zirka 160 Mann Militär aufgeführt und finv diese wiru® iMeg»« großartigen Feuerwerke eine Spezialität des beliebten Cto- Tftzttttr« dltffements. � von S - Sckc Gerichts-Zeiwng. ♦ In der schändlichsten Meise wurde die in P* tauchtet Brunnenfir. 150 wohnhafte Frau Motzkus von dem Kuts«� ß{*troma, Johann Baumgart, welcher bei ihr in Schlafstelle wohnte, ib� �Oltchkeits Vermögens beraubt, welches fie fich nach und nach durch r*"' Arbeit erworben und auf der Soarkaffe untergebracht W � Sm. Hierüber besaß fie zwei Sparkassenbücher, die fie der 6iA% halber im Bette versteckt hatte. Später hielt sie diesen nicht mehr ficher genug, und deshalb benutzte fie einen 0%' korb zur Aufbewahrung, den fie mit einem eigens dazu p% ten Vorlegeschloß diedes sicher machen wollte. Den zu ihrem Schatz gab fie nie aus den Händen, und so h% denselben für vollständig geborgen. Lange sollte aber'iyr Motzkus nicht in dem Gefühl der Sicherheit bleiben. Jn*j schönen Juninacht wurde fie von einem häßlichen heimgesucht, der fie in äußerste Aufregung brachte- war ihr. als ob ein böser Geist grinsend Korb öffnete und hohnlachend mit dem Inhalt Weite suchte. Sie konnte infolge dessen kaum den Morge« warten, um fich Gewißheit darüber zu oerschaffen, und o». die beiden Bücher wirklich an dem bekannten Platze 02:% derubigte fie fich zwar etwas, aber faßte dock den zu einer dekannten Traumdeuterin zu gehen, von der fie kunft über die Sache verlangte. Diese wurde ihr auck 8% die übliche Bezahlung zu Theil und die schlaue Wahrsag� welche längst herausgefühlt hatte, welcher Art der Kummer der das Gemüt h der Begehrenden erfüllte, erkläre ihr mit 8 heimnißvollcr Miene, daß fie entweder schon bcstohlen#0% sei, oder doch ficher bestohlen werde. Nun hatte Frau nichts Eiligeres zu thun, als ihre Bücher aus dem Korde P nehmen und fie einer nahen Verwandten mit der Büte Aufbewahrung zu übergeben. Wie oft im menschlichen L%' so führte auch hier die erdichtete That auf die Spur e-im wirklich begangenen Verbrechens. Sckon am nächsten kam die Verwandte zu der Frau Motzkus und thciltc vta' händeringend mit, daß die Sparkassenbücher fast w-rthlos% weil nur noch eine ganz geringe Summe als Guthaben degebucht stehe, während der übrige Bettag bei der Sparkaffe« reits ausgezahlt worden fei. Die polizeilich eingclcit Recherchen ergaben, daß im Ganzen 943 M. in 7 Raten der Sparkasse erhoben waren, und der Verdacht, diese hebuitgen zu seinen Gunsten veranstaltet zu haben, lenkte r. auf den oben erwähnten Baumgart. Dieser mußte schlick? auck zugehen, der Thäter gewesen zu sein, er will aber" kten jjfäon au- �«rflagcl Fden S, Unschastli Weben gl . Letzt; 1 durch s enverp Hmtett vekulc .M SS ! Schrift I »S ?eits bea Wen, so 1 sich zwar gewerdlii tbendarb einer aui Moraem ten Wot alten R. 1 eine La Kinne H 'chm aibet Bücher, welche dem Redanlen der Kasse bei Auszahlungen � llhr al aus dem Belke heroorgeb� gezeigt werden müffen, jedesmal und nach Gebrauch wieder darin verborgen haben. Kord mittelst Nachschlüssels geöffnet zu haben, bestreu er mit aller Entschiedenheit. Die als Zeugin vv geladene Frau Motzkus erzähtt weinend, daß fie weder noch schreiben könne und daher von dem Verlust nichts. merkte: erst durch die Traumdcuterein fei sie aufmerksa�K macht worden. Pcäfident:„Mit dem Traumdeuien xtr�i wohl nicht weit her sein; der Angeklagte hat ihre Urwi gründlich ausgenutzt." Auf weiteres Befragen erzählt die 3:'.:$ 1 noch, daß Baumgart von ihrem Gelde flott gelebt und h C nn' f Kollegen, die fich wunderten, daß er immer bei Kaffe 0%, antwortet habe, er bekomme die Zinsen von seinen Kapi' Die zweite Fcrienstrafkammer billigte dem Angeklagten milberne Umstände zu, well er, ein junger, kräftiger M- I * bet jj klaffen. die Zinsen von seinen Kapb�vl. ammer well c _ l gclebi zusammengespart habe. Das Urthell lautete Kosten einer alten Ftau gelebt bade, welche fich das Gelb rnf arnrnenoef uart babe. llrth«!«itf irnci V Gefängniß und drei Jahre Ehrverlust. Der frühere soziald. mokratifche Reichstag«' Lfl Stadtverordnetenkandidat, Medailleur Oskar Kcohw- fjU bekanntlich Herrn Max Sckippel wegen Beleidigung weil letzterer ihn in einer Zuschritt an die Berliner„VollsM ,,�, ..Werk, ein, Ner stlnli,«" nnh Knivel" bezeichnet hatte. . Bei Jefit D fe-" „Werkzeug der Polizei" und stand die Angelegenheit zur .-Spitzel"„ Verhandlung vor dem gericht zu Moabit. Zu einem Abschluß kam die Sacke% nicht, weil der Vertreter des Angeklagten, Rechtsanwaü t Reiche zur„Führung des Wahrheitsbeweises die" io' w � ladung des Polizeiwachtmeisters Somm�'v' �23 im wie des Polizeidirektors Krüger%ien) R, t r a g t e. Zur Vernehmung dieser Zeugen soll ein neuere*. anberaumt werden.„ d®' * 1000 Mark sollte der Handlungskommis M«!. j«„0*! fernem Prinzipal, dem Generalagenten M. Schlefivg�c» W t0 19. Mai d. I. nach der Anklage, die gestern vor der» W fttt{QU Ferien nrafkammer verhandelt wurde, unterschlagen haben-, j« wt w Angeklagte, welcher erst 19 Jahre alt ist, vertheidtzt V* jj#« g � Meur sma ÄÄ?« äSSW# IfifSy Hundeitmarkicheine, welche er gegen Quittung an die[% bü«' der Gesellschaft, Leipziger- und Wilhelmstaßen-Ccke, a-4 iagcr bc, sollte. Das sollte Vormittags geschehen. Am � 0% Östlich» empfing Herr Schlestnger eine Rohrpostkarte von Mv _ v*** CHIC.X Kommts, auf der ibm dieser anzeigte, daß er fick ntw' � � � ins Geschäft getraue, weil ihm das Geld abhanden ge U. stgatteti fei. Der Vers all kam zur Kenntniß der Behörde, Andre-' J<%,? allerl r. UIIV„IV|U U/Ul UCICIl, ll|l, UUIU: zu behalten. �Inzwischen roatenJDet Polizei Thatsachen «cuuu min jui„uimmB oer Vcyviv-, jü,"- verhaftet, abcr� noch an demselben Tage wiedei�er�t.an� bat Herrn Schlesinger seiner Unachtsamkett halbes schuldigung, und dieser war bereit, ihn auck ferner in . dre wesentlich zu Ungunsten des Andrce„c !4. Mai wurde er aufs Neue festgenommen, �„vchtung idet er fich in Uniersuchunashaft. Nack, durch umgekommen und am 24. Zeit befindet er fich in Uniersuchungshaft.------, soll er fich der Unterschlagung besonders dadurck gemacht haben, daß er am Tage nach dem Vertut � � unter Sittcnkontrole stehenden unverehl. Lange, � gick, fiug nach Stettin unternahm, ferner sollte mann, der für ihn ein Packet forttrug. forderten 50 Pf. eine Mark gezahlt und bei, dem'dnjtji " S-Ä ob von t er Bestellungen halder besuchte- KftKo« Vlfttä liefen... illW'jJ W metsler Faust, den...............,----.,,_ heiteres Benehmen gezeigt haben. Aus diesen � anderen-Indizien glaubt die Anklagebehörde sckueße �3 J daß Andre« über seine Mittel hinaus spien vidi- � Ickj: den Vorsatz hatte, aus Deutschland zu finden- t' J Muthmaßung wurde noch durch die Thatfacke ve, fich bei der Behörde um einen Paß nach �n «K -K Vüiu in, den 19: , M%= Wtter,% Mittwea, Reiche W iirfum iefe ebicn V#f. wo seine Eltern wohnen. Durch die Zeugenaussagen M der Beweis für die Unterschlagung nicht erbracht. Herr Annger setzte volles Vertrauen in den Angellagten, der für ?�chon viel höhere Summe ablieferte und den er auch weiter «—. �«llung behalten hätte, wenn er nicht in Haft genommen Schachts' Mkn wäre. Zeugin Lange bekundet, daß die Reise nach mg, CaM ennin nur 3 Mark per Bahn gekostet habe und daß der 25.: jjjwkgte dort nur geringe Summen verausgabte, die er zum -chauspm« M von seinem dort wohnhaften Halbbruder empfing. Der äller, Dä Dellagte giebt zu, dem Dienstmann die Mark gegeben zu will aber der Meinung gewesen sein, daß dieser eine >tz der ziew' MI zu beanspruchen hatte, während der Dienstmann behauptet, achter Äuf' deutlich nur 50 Pf. verlangt zu haben. Die 1000 Mark rastik dura«z der Angeklagte zur angegebenen Zeit in einer Ledertasche, >ezialiiaten'* n in die Innentasche seines Rockes geschoben haben will; t DienM Micheinlich sei ihm das Täschchen mit den Inhalt daneben d Fronleiv Mscht. Der Staatsanwalt hielt den Angeklaglen der Unter- Die ErsbU' wjiing schuldig und beantragte 6 Monate Gefängniß; der es pyrolew'»chlszof fand den Indizienbeweis ungenügend und erkannte von mangelnder Beweise auf Freisprechung. . Verbreitung unzuchtiger schritten standen �Sestcrn der Verlagsbuchhändlrr Jul. Weinberg, der Schrift- Ar von Schlicken und der Buchhändler Loewenthal vor dem Den Schöffengericht. Julius Weinberg's Verlag scheint fich T darauf zu beschränken, eine ganze Reihe von Provinzial- wünaen mit der nörhigen politischen Kost zu versorgen, viel- Le in dnne halten zu können, verlangte der Meister von seinen !l aber% iW™»'leitenden Gesellen, daß dieselben des Abends bis 8 Uhr lungen("j W. Uhr arbeiten sollten. Die Gesellen fügten fich dieser hornnrae�j �qAtung chrcs Meisters bis auf einen, welcher erklärte,„aus 5en. �itsrückfichtcn" nur bis 7 Uhr Abends arbeiten zu low «aß..a'ber diese Weigerung war der Herr Meister so empört, stfien- n„wiserspenftigen" Gesellen sofort entließ. Der Eni- 'ichen»tikde daraufbin bei dem örtlich bestehenden gewecd- �chstdsgerichte klagbar und beantragte die Verurtheilung „AAsUrs zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe des vier- rt.asificn Lohnes.— Bei der staltgebablen Verhandlung er- heroorgl u?'«>- weder i nichts� netfiajy agten it 2 ,%'?• nach 7 Uhr weiter zu arbeiten. Der gelinge Platz �tkstatt habe nicht gestattet, noch einen Gesellen einzu- u,?kMjufolge habe er an Stelle des Klägers einen Ge- i. einstellen müssen, der bereit war, fich seinen(des Meisters) fcÄ'U fügen, d. h. nach Feierabend zu arbeiten.— Das Wj Uf® Schiedsgericht fällte folgendes Uttdeil: Der Be- % verurtheill. an den Kläger vierundzwanzig Mark, Zehntägigen Lohndetrag, zu zahlen. Die Weigerung iaS«' wil iKeb�»�6"' Feierabend zu arbeiten, giebt dem Ar- lcohM-A,„fetn Recht zur sofortigen Lösung des Ardertsver- Geld zw-i 3� Sit S pwrti am mer m lefinget der »Sl »»«nd Nersammi««»». groß» Wählerverfammlungen finden �»ag, den 21. August, Abends 8 Uhr, statt. 1. Kolderger- - 23 im„Kolberger Salon" und 2. Wrietzenerstr. 6(Gesund- Restaurant Heyer.(Siehe Inserat.) ##0!% ar-ß- öffentlich» Wählerversammlung, die am �r«�""eptag in der Tonballe, Friedrichstr. 112, stattfand, .noch Mker besucht, als die beiden vorhergehenden; der ivwobl wie beide Tribünen waren überfüllt. In das �«au wurden die Herren E. Sckmi k a u. gewählt. Zur Tagesordnui idt, Hartman» und itgt% A r �.«nrädlt. Zur Tagesordnung stand die ig. an rct. Reichstagswablkreis. Der Referent, zerrn.,� M? M° r S ch t p p e l. führte ungefähr folgendes A Zur Tagesordnung stand die Ersatzwahl -~ Referent. Herr Re- t'swipper, ruorre ungetoni folgendes aus: Tie ." Wahlbewegung ist für uns, die Vertreter einer neuen „„und Gesellschaftsauffaffung, gerade deshalb eine sehr be- . gsvolle, als wir dabei unsere Kräfte messen können und , �'St, wie weit bereits die Zersetzung und Auflösung der W eichen Kultur fortgeschritten ist, und wie wert dre iri«;iet neuen Kultur fich gesammelt haben und zu einer r.B'ch denkenden und handelnden Macht geworden find. Zungen find für uns nicht blos Gelegenberten, Derlei Schliche und Kniffe möglichst viel Stimmen lern und zu erschleichen, sondern es zcrgt fich °h der Sozialismus Reckt hat mit serner von der zunehmenden Verschärfung der sozialen k'j*' auf der einen und dem zunehmenden Ein- Proletariats auf der andern Seite, und ob daher ,n Seit ein Sieg desselben zu erwarten sei. Das sei die "urgcschiibtlrchc Bedeutung der Wahl, alle anderen Sm-�'Ungen träten dagegen zurück und die Sozialdemokratie fHe e'ne Wahl nicht in erster Linie �feststellen, wie die % Very z-Ä t,«dl .T£ AstiUg" direkte oder indirekte Steuern, über Volkeheer oder 5» zlfwus denke- das alles seien Drnge, über welche auch rt$ DhMUWWRZ � Interesse/' beherrscht werden, daß wir stets Legen uns haben weiden. Es sei uns von den Gegnem zum Vorwurf gemacht worden, daß wir ein Pro- gramm aufstellten, das die Befitzenden nie unterschreiben könn- ten; aber gerade das sei das Element der Stärke und die Ge- währ für den Sieg, weil beider heute herrschenden Produktions« weise die Besttzlostgkeit, die Zahl der Besttzlosen, zunehmen müsse. Es verlohne fich wohl, diesen Angelpunkt aller Zukunftsberech- nungen gerade bei der jetzigen Wahlbewegung recht klar zu machen und daraus die Zuverficht zu schöpfen, daß der Sieg uns schließlich zufallen müsse. Es habe eine Zeit gegeben, und das sei nock nicht so lange her, wo die Befitzlofig. keit lange nicht in dem Maße verbreitet war wie jetzt. Man betrachte den kleinen Weder. Früher war er Arbeiter und Be- fitzer zugleich; er besaß sein Haus, seinen Garten, sein Feld; ihm gehörten die Pcoduttionsmittel und das Produtt. So war es mit dem Vater, so mit dem Sohn; letzterer war wohl Ar- beiter, aber nur vorübergehend, er hatte immer Ausstcht, selbst- ständiger Unternehmer zu werden. Es gab wohl einzelne ver- unglürtte Existenzen, aber keine massenhafte Befitzlofigkeit wie heute; aus diesem Grunde gab es früher auch keine Ardeiter- politik. Aber die Zeiten haben fich geändert. Heut geht der Weber hinüber in die Fabrik, um dort zeitlebens thätig zu sein als besttzloser Arbeiter, der nichts mehr hat, als seine Arbeits- kraft, und der nur leben kann, wenn er dient. Und so gehe es nicht blos dem Weber allein; aus den vielen kleinen Unter- nebmern in allen Bemfen, die zwar hart arbeiten mußten, aber selbstständig waren, find Proletarier geworden. Damit änderten fich aber auch nothwendiaerweise die politischen Bestre- düngen dieser Klasse. Jetzt bildeten fich in den großen Fabrikzentren Verbände, jetzt kam Leben und Aufklärung unter die Masse, der Kampf gegen die Unternehmer begann. Dieser Kampf mit dem Befitz war vorerst nur gewerlschaftlich, nur Lohnkampf. Wechselnd waren die Formen und die Er- folge, aber immer wieder wurden die zerstreuten Arbeiter als Klasse zusammen geschweißt, das Zusammengehörigkeitsgefühl und der Gegensatz zu den Befitzenden wurde ihnen durch diese Lohnläwpfe klar gemacht. Je mehr aber die Produttion fich entwickelle, desto ausficktsloser wurde der bloße Lohnkampf. Der Fortschritt der Technik machte Menschenhände immer mehr und mehr überflüsfig, daher wurden immer mehr und mehr Arbeitslose. So kam der Zweifel, ob die Gmndlage des Kampfes, die Angriffsweise auf dem Gebiete der Lohnfrage die richtige sei, und von diesem Augenblicke an war von einer Sozialdemokratie zu sprechen; und man steht: so gewiß, wie der Großbetrieb zunimmt, so gewiß, als die Besttzlostgkeit wächst, so gewiß der Lohnkampf schwieriger wird, so gewiß wird die Sozialdemokratie wachsen. Ader nicht blos der Lohn- ardeiter hegte Zweifel, auch der Mittelstand wurde kopfscheu, da er immer furchtbarer dezimirt wurde. Auch er empfand, welche Verwüstungen die Produttionskrisen anrichten. Am meisten wurde dadurch der Kleinbetrieb getroffen, weil die Krisen jetzt chronisch geworden find und der Klein- Handwerker die fortwährenden Verluste und Ausfälle nicht aus- hatten kann; er könne nicht Schritt halten mit der groß- kapitalistischen Konkunenz, da er nicht ebenso billig liefern kann wie fie; und das triebe ihn in die Arme der Sozialdemokratie. So wüchse dieselbe durch den wachsenden Untergang und die wachsende Hoffnungslofigkeit der Kleinbefitzenden und durch die wachsende Noth und wachsende Eraebnißlosigkert des bloßen Lohnkampfes. Und wenn man den Blick heut um fick wende, so sehe man, daß die Befitzlofigkeit und ihre Jntercffenpolitik längst nicht mehr auf den industriellen Arbeiter beschränkt ge- blieben ist. Der Kleinkaufmann verschwinde; der Kommis habe keine Ausstcht, je selbstständig zu werden, da ihm das Kapital mangelt, er wird ein elender Theilardciter in Laden oder Komtoir. Die Techniker, die Erfinder arbeiten nur noch für das Kapital, da es ihnen fehlt, um ihre Erfindungen selbstständig aus- zunützen. Die Gelehrten, Künstler, Schriftsteller seien abhängig vom Kapital und zu Lohnschrcibern desselben herabgesunken. Man sehe daraus, wie gering eigentlich heute schon die Zahl der Leute sei, die noch ein Interesse daran haben, mit dem Kapstal Hand in Hand zu gehen. Und trotzdem hätten diese Kaufleute, Techniker, Schriftsteller, Künstler oder Gelehrte nach Vorurtheile. Diese Leute find Proletarier, aber fie tragen nicht den Proletarierkittel, sondern den Rock deS Kapitals. Ader nicht nur die Masse der Anhänger der Sozialdemokratie wachse, auch die Einheitlichkeit des Denkens und Wollens. Wenn der Proletarier heut an den großen Kaufläden vorübergeht und die darin aufgespeicherten Schätze sieht, dann wird es ihm gar bald klar, daß seine Noth nicht unabänderlich sei, daß sein Elend ein künstliches sei. Er kommt auch bald zu der Erkenntniß, daß das Kapital in den Händen Einzelner ein Produttionshinderniß sei. Redner zählt sodann die Vortheste auf, die eine gnossen- schaftlichc Produliionsweise mit fich bringen würde. So würden die Einnahmen des Kapitals den Arbeitern zu Gute kommen; der Stillstand in der Produktion und die Ueberproduttion würden aufhören, da beide Uebel des Groß- kapitals seien; ebenso würde die Unmasse von Luxusarbcitern (Reisenden u. s. w.) in Wegfall kommen. Redner faßt noch« mals die Ausführungen zusammen und kommt sodann auf den zweiten Puntt, der bei einer Wahlbewegung in Betracht zu ziehen sei, zu sprechen, auf die Au'gade, die Leute aufzurütteln und Licht und Klarheit unter die Massen zu bringen, die wohl innerlich zur Sozialdemokratie gehören, aber noch in dumpfer Ruhe darniederliegen, oder, die derselben noch feindselig gegen« über stehen. Hinter uns liege eine Zeil harter Erfahrungen und schwerer Leiden, vor uns liege vielleicht ein noch längerer Weg voller Gefahren und Entsagungen. Niemand solle fick durch Unterdrückungen und Verfolgungen abhalten lassen, für die Sache einzustehen; fie werden ihm leicht werden, wenn er erfüllt ist von dem stolzen Bewußtsein, welche hohe Ziele er verfolgt. Eingedenk des griechischen Wortes:„Die, die Fackeln tragen, sollm fie weiter geben", solle ein jeder an seinem Platze das Licht der Erkenntniß unabläsfig weiter verdretten, damtt es wie dämmerndes Morgenroth auch den Schichten aufleuchtet, die heute noch regungslos liegen in der Nacht der Unkenntniß ihrer Lage und der Mittel, dieselbe zu bessern.— Nachdem der rauschende Beifall, der den Redner auch während seiner Ausführungen häufig unterbrochen, fick ge- legt hatte, verlos der Vorfiyende Herr Schmidt folgende Reso- lution, die einstimmig angenommen wurde:„Die heute in der „Tonballe" tagende öffentliche Wählerversammluna des VI. Ber- liner Reichslagswabikreiscs erklärt fich mit den Ausführungen des Referenten vollkommen einverstanden und vervfl�chtet fich, mit allen Kräften für die Wahl des Kandidaten Liebknecht ein- zutreten."— In der Diskussion dezeichnete es Herr Hinze als eine Sckmach, daß man bei Arbeitern oft noch den„Lokal- Anzeiger" und ähnlickeBlätterfinde undfordert zum regen Abonnc- ment auf das„Berliner Volksdlatt" und die„Volkstribüne" auf. Herr Auerbach berührte die Schulfrage, verlangte allgemeine gleiche und unentgeltliche Volkserziehung, Aosckaffung des Privilegs des einjährigen Dienstes, Koalitions- und Preßfreiheit, Verlegung des Wahltages auf einen Feiertag, und fordert swlieKich auf, am 30. August durch starke Wablbcthciligun gleich- sam eine Rakete aus einer belagetten Stadt loszulaffen, zum Zeichen, daß man noch lebt.— Herr W o j a k benutzt die Ge- legenhett, zu betheuern, daß er nicht ,ur Partei des Herrn Slöcker gehöre, wie es in einem Berliner Blatt heißt, wird aber durch Scklußrufe unterbrochen.— Herr Thierdach fordert Wahlberechtigung mit 20 Jahren, Herr Weise spricht sich gegen das Alters- und Jnvalidengesetz aus und Herr Lehmann macht auf die aufreizende Sprache eines ant, semitischen Pamphlets aufmerksam.— Herr Hinze fordert die Genoffen aus. fich zur Wahlagitation bei dem Wahlkomitee zu melden, keine Furcht zu kennen und das Wahlkomitee mrt Geldmitteln kräftig zu unter- stützen.— Herr Kunkel krttifirte noch das Vorgehen der „Ordnungeparteien" und Herr Werner betonte, daß die Sozialdemokratie für volle Rede- und Preßfreiheit eintrete und jede Partei sagen lasse, was fie wolle; an dem gesunden Verstände des Volkes würden die Bestrebungen der anderen Parteien zerschellm. Der Anti- semitismus sei eine Schmarotzerpflanze, die im Sumpfe der Reaktion großgezogen worden sei, um dem Volke die Augen über die wahre Wurzel des sozialen Elends zu schließen. (Stürmischer Beifall.)— In seinem Schlußwort forderte Herr Sckippel nochmals zu eifriger Agitation auf und bringt ein dreifaches Hoch auf Liebknecht aus. Hierauf schließt Herr Schmidt die Versammlung mit einem Hoch auf die Sozial- demokratie, das mit begeistertem Jubel aufgenommen und drei» mal wiederholt wurde. Dann ging die Versammlung in vollster Ruhe auseinander. Der Verein„Krrtiner Portiers und Iverwandtrr Kerofvgruosten" feiert fein diesjähriges Stiftungsfest am Sonnabend, den 15. September er., in den Gesammtsälen des City-Hotels, Dresdenerstr. 52153. Billets ä 50 Pf. für Gäste. 25 Pf. für Mitglieder find in der am Montag, den 20. August ct., Abends 9 Uhr, Krausenstraße 16 part. stattfindenden geselligen Sitzung zu haben. Gäste willkommen. De« Mitgliedern de« Verein« znr Wahrung der Interessen der Klavierarbeiter und verw. Berufsgenoffen zur Nachricht, daß die Bibliothek des Vereins fich Naunynstr. 78 bei Winzer befindet und von jetzt ab jeden Montag von 7 bis 9 Uhr Abends und jeden Donnerstag von 8—10 Uhr Abends geöffnet ist. Auch werden daselbst neue Mitglieder aufgenommen. Es wird dringend ersucht, die noch außenstehenden Bücher schnell abzuliefern, da nach der neuen Bibliotheksordnung die Straf- gelder bedeutend erhöht worden find. Fachverein sammtlicher an Kolzbearbeitnng«- mafchinen beschäftigter Arbeiter. Mitglrederoersammlung am Montag, den 20. August, Abends 8V Uhr. Tagesordnung: 1. Innere Vereinsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. Gäste find willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Versammlung aller selbstständig»« Schuhmacher Kerlin« am Montag, 20. August, Abends 8& Uhr im Königstadt' Kasino, Holzmarttstraße 72. Tagesordnung: Die odliga- toriscke Beitragsvflicht aller nicht der Innung Angehörenden zu den Kosten der Innung. tentral-KranKeutrass» der Maurer-tr.(„Grundstein inigkeit"). Oertliche Verwaltung Berlin>. Mitglieder- Versammlung heute, Sonntag, Vormittags 10 Uhr, Jnselstr. 10. Tagesordnung: Vortrag des Herrn Dr. Sommerfeldt. Freie Vereinigung der vravenre, Ziseleure und verwandten Berufsgenoffen. Montag, den 20. d. M., Versammlung. Tagesordnung: 1. Geschäftliches, Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vortrag des Herrn Dr. Stahn über Krankherren und deren Heilung. 3. Verschiedenes. Die Bibliothek ist ge- öffnet. Gäste find willkommen. Gessentliche Versammlung sämmtlicher Stnhlar- beiter und verwandter Berufsgenossen beute, Sonntag, Bor- mittags 10 Uhr, im Lokale des Herrn Niest, Weberstraße 17. Tagesordnung: 1. Die gegenwärtigen Verhältnisse innerhalb der Weberei. 2. Das Vorgehen der vereinigten Innungen und 3. die allgemeine Stellungnahme zu demselben. Gessentliche Versammlung der Damenmäntel- Kchneidergrsellen Kerlin»(Bügler, Stepper und Zuschneider) am Montag, den 20. August, Abends 8i Uhr, in Gratweil's Bierballen. Tagesordnung: 1. Die Fachschule des Vereins der Damenmäntel-Sckneidergesellen Berlins. 2. Diskussion. Der zluterftützungsverein der Maurer Kerlin« tagte am 14. d. M. in Scheffer's Lokal, Jnselsttaße 10. Da die Versammlung nur schwach besucht war, wurden nur Unter- stützungsgesuche erledigt. Ferner wurde beschloffen, die nächste Versammlung an einem hierzu geeigneten Sonntag abzuhalten und dieselbe durch Säulenanschlag bekannt zu machen. Turn-«nd gesellig» Vereine am Sonntag. Lübeck'scher Tumverein(2. Lehrlingsabtheilung) Abends 6 Uhr Elisabeth- straße 57—58.— Turnverein„Wedding"(2. Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Uhr Pankstr. 9.— Tumverein„Froh und Frer (Lehrlingsabtheilung) Nachmittags 4 Ubr Bergstr. 57. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine etc. am Montag. Gesangverein„Unverzagt" Abends 8t Uhr im Restau- rant Goering, Köpnrckerstraße 127a.— Gesangverein„Sänger- lust" Abends 9 Uhr im Restaurant, Landsbergersttaße 80. — Gesangverein„Bruderbund" Abends 9 Uhr im Restauran t Naunynstt. 78.— Männergesangverein„Weiße Rose" Abends 9 Ubr im Restaurant Kleine, Gerichts- straßelO.— Männergesangverein„Eintracht 1" Abends 9 Uhr Köpnickerstraße 68, im Restaurant.— Gesangverein„Echo 1872" Abends 9 Uhr Oranienstr. 190.— Männergesaimverein„Firmitas". Abends 9 Uhr bei Wolff u. Krüger, Skalitzerstt. 126, Gesang und Mufil.— Tumverein„Hasenhaide"(Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr Dieffenbachstt. 60—61.—„Berliner Tumgenossenschaft� (7. Lehrlingsabtheilung) Abends 8 Uhr in der städt. Turn- halle, Äritzerstt. 17—18;— desgl. 6. Männcrabtheilung AberrtS 8 Uhr in der städtischen Tumballe, Gubenerstr. 51.— Lübeckscher Tumverein(Männcrabtheilung) Abends 8 Uhr Elisabeth- straße 57—58.— Verein ehemaliger Schüler der VU. Ge- meindeschule Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Linden- straße 106.—„Friedrichs- Verein"(ehemalige Zöglinge des großen Friedrichs'Waiscnhauses der Stadt Berlin) Abends 84 Uhr bei Bormann, Ohmaasse 2.— Vcrgnügungs- verein„Lustig" Abends 9 Uhr bei Thamm, Schön» hauser Allee 28.— Verein„Ratrbor" Abends 84 Uhr im Restaurant Fritze, Elisabethstr. 30.— Arcnds'scher Steno- graphenverein„Mercur" Abends 84 Uhr im Restaurant„Baatz" Blumenstr. 10.— Arcnds'scher Sterrographenverein„Apollobund" Abends 84 Uhr Thurmstr. 31(Moabit.)— Wissenschaftlicher Verein für Roller'sche Stenographie. Abends 84 Uhr im Münchener Bräuhaus, Neue Friedrichsstr. 1, Unterrichts- und Uebungsstunde.— Rauchklub„Hellblau" Abends 49 Uhr, Skalitzerstr. 143. Kieme Mittheiiungen. Kchisssnachrichten. Hamburg. 16. August. Der Postdampfer„Rhenania" der Hamburg. Amerikanischen- Packetfahrt- Attimgescllschaft hat, von Westindien kommend, heute Scilly vasfirt.— London, 16. August. Der Castle- Dampfer„Grantully Castle" ist beute auf der Heimreise von Capetown abgegangen; der Union-Dampfer„Moor" ist gestern auf der Ausreise in Capetown angekommen.— Hamburg, 17. August. Der Post» dampfet„Wieland" der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt- Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, gestern Noch» mittag 1 Uhr in New- Nork eingetroffen. Keerberg'Kreis Lauban), 13. August. Hebet die liebet« schwemmung im Kreise Lauban wird uns noch folgendes ge- schrieben: In der Nackt zum 3. d. M. fing es hier furchtbar an zu regnen. Als wir Morgens erwachten, war der Queis schon aus seinen Ufern getreten; er wuchs sehr schnell zu einem reißenden Strom an. Mittags um 1 Uhr hatte er seinen höchsten Stand erreicht. Wir hatten bis dahin vom frühen Morgen anstrengend gearbeitet, um zu retten, was zu retten war. Nun mußten wir jedoch an unsere eigene Rettung dmken und das Haus verlassen. Es war uns kaum noch möglich, das Wasser zu durchwaten, dasselbe stand in der Stube 85 Centimcter hoch(bis an die Fensterbretter), währer.» es bei dem höchsten bisher bekannten Wasserstand nur bis auf 20 Centimcter gestiegen war. In der Scheune stand das Wasser bis über die Tennwand. Das Vieh fand bei einem benachbarten Brenner Unterkunft; das Wasser hat uns nur un- bedeutendes fortgeschwemmt. Leider hat das Hochwaffer in Beerderg auch ein Menschenleben dahingerafft. Ein attcr Manu Namens Wünsch hatte fich mit seinem Kalbe in die Scheune geflüchtet, welche vom Waffer weggerissen wurde, wobei der alte Mann und das Kalb ettranken. Als wir unser Haus verlassen Hatten, ginget» mit ins OtierLorf. Dort ist seit 1859 lein Wasser ins Dorf gekommen, da das Oberdorf etwas höher gelegen ist; diesmal stand auch hier das Wasser an manchen kleinen Häusern bis an die Dächer. In«Vchadewalde ist ein masstvcs zweistöckiges Haus vom Wasser fortgerissen worden, dasselbe stand dicht am Queisufer. Die in dem Hause wohnenden Men- sehen sind gerettet. Die erst im vorigen Jahre neu erbaute Brücke bei Markliffa ist weggerissen; auck alle Brücken bis Lauban find zerstört worden, nur die neue Brücke in Steinkirch ist unversehrt. Ebenso find die meisten Uferdämme o>eggenffen und an Stelle der üvvig'N Fluren steht man jetzt wüste Sand« und Steinflächen. In Lauban ist der Bahnhof total zertrüm- mert worden; die Straßen find zerstött und der Berkehr da» durch sehr gehemmt. Das Elend der von der Ueberschwemmung heimgesuchten Einwohner ist groß. Bis Frettag Mtttag hielt der Regen hier ununterbrochen an. Sett einigen Tagen haben wir jedoch schönes„Emtewettcr". An den Kattoffeln zeigen fich schon die Spuren der Kattoffelkrankheit. Mir«, 15. August.(Die bulgarischen Räuber.) Aus den genauen Mittheilungen über die bulgarischen Räuber, die der gefangene und vor kurzem befreite Ingenieur Binder den Theil« nehmern an der ersten Fahtt auf der Linie Wien- Konstantinopel oegenüber gemacht hat,»st u. a. folgendes zu entnehmen: Die Räuder find vollkommen organifirt. Ihre Hauptleute find Mttere, der die Uebettälle leitet, Elia Kasserow, welcher ein polttischer Agitator ist, und Kosta Gendarmen, welcher der Stratege ist. Kafferow ist das geistige Oberhaupt der Bande. Sie thun alles förmlich. Räch der Gefangennahme nahmen ste Ländler und Binder wie Richter das Rationale ab und fragten über Geburt, Glauben und Stand. 5 Mann find Räuber erster, 4 Räuber zweiter Klaffe, 2 find Spione, die anderen beißen „Fuchsschwänze", die ordinäre Dienste vernchten. Gejorgi, welcher einem gelegentlich gefangenen Türken während der Gefangenschaft der beiden Ingenieure den Kopf abschnitt, ist ein Räuber erster Klasse. Die meisten Räuber find Bulgaren unv nur zwei Albanescn. Der Räuber Chttsto spricht Polnisch und Russtsch. Elia Kafferow trägt moderne Ztvilkleidung, andere tragen die Nationaltracht. Die Räuber sprachen wiederholt die zuverfichtliche Ermattung aus, amnestitt zu werden, wenn die politischen Berhättnisse in Bulgarien andere würden. Mitere erzählte» daß er jüngst in Odessa und Kalafat bei den slawischen Komitees war. Kafferow machte kein Hehl, daß er den Winter bei denselben zugebracht habe. Die Räuber meinten, fie würden einen Handstreich ausführen, um nach außen ihre politische Misston zu kennzeichnen. Lösegeld requittren ste angeblich nur für polirische Zwecke. In Makedonien fühlten sich die Räuber ficher. Rur hier und da fanden kleine Platzwechsel statt. Beim Eintteffen des Lösegeldes entstand ein Streit unter den Räubern über die Theilung. Einer sagte: „Wir find Alle gleich, ich habe mein Leben ttskirt, als ich Wache hielt." Als Einzelne zu murren begannen, ertönte ein Pfiff der Wache. Darauf wurden die Räuber verträglicher, und als ein zweiter Warnungsruf ettöntc, erfolgte rasch die Theilung nach vier Kategotten. Den Häuptlingen blieben je drei Hundctt Pfund. Die Räuber erster Klasse erhielten 225 bis 180 jene der zweiten Klaffe 120, die Spione je 140, die Eleven je 100 Pfund. Die Räuber gaben zum Abschiede Jedem von uns 4 Pfund mit der Bemerkung:„Geschenk von unserer Druschina"(Kompagnie). Außerdem gaben fie uns 32 Pfund zurück, die fie bei uns gefunden hatten. Sie find fromm und bekreuzen fich früh und Abend und vor jeder Mahlzeit. Sie geben fich selbst Gesetze. In die Kompagnie darf kein Weib aufgenommen werden aus Furcht vor Berrath. Auch Gespräche über Weiber find verboten. Jeder Gefangene muß Lösegeld zahlen. Eine Freigebung ohne Lösegeld wurde, wie fie sagen, ihre Autotttät vernichten. Ttttt nach der Forderung des Löse« geldcs eine Verfolgung ein, so wird die Forderung erhöht. Jeder Schuß, den die Räuber zu ihrer Bettheivigung abgeben müssen, kostet 100 Pfund. Uru- Nork, 16. August.(Schiffsunglück.) Der Dampfer „Wieland" berichtete bei seiner Ankunft hiersclbst von einem Zusammenstoß, welcher um 4 Uhr Nachmittags am 14. August bei der Sandinsel zwischen den Dampfern„Thingvalla" und „Geiser" stattgefunden habe und infolge dessen der„Geiser" nach 5 Minuten gesunken sei. 14 Paffagiere, 17 Mann von der Schiffsbesatzung, darunter der Kapitän, seien gerettet wor> den, dagegen 72 Paffagiere und 33 Matrosen ettrunken. Die Ueberlcbenden find an Bord des„Wieland" genommen worden, welcher auch alle Paffagiere des.»Thingvalla", 455 Personen, aufnahm. Letztere versucht, stark beschädigt, ihre Reise nach Halifax fottzas.tzen. New- Uork, 17. August. Nach weiteren hier eingegan« aenen Nachttchten find bei dem bereits gemeldeten ZuWj*! stoß zwischen den�Dampfern„Thingvalla" und„Geiser h 191 Passagiere und 35 Mann von der Schiffsbesatzung des ertrunken. Neueste Nachrichten. Zum Ui)»prSstde«te» de» Kta«tsmi«isteri«««. der Minister v. Bötticker ernannt worden. Sein VorM war bekanntlich Herr o. Puttkamer. Telegraphisch? Depeschen. (Wolff's Telegraphen-Bureau.) pari», Sonnabend, 18. August. Durch eine Feuer», find in der letzten Nacht in Toulon die Fourageparls der w» und Marineverwaltung vernichtet worden. Die benachbarten däude find gerettet. Ein Offizier wurde leicht verwundet. Schaden ist ein dettächtlicher., Ko«, Sonnabend, 18. August. Der Vulkan. Insel Vulcano begann heute früh wieder Steine und auszuwerten. Krieflmsten der Redaktion. »et»nftagen Wtttn wir dt- Sbonnrin«nt»-Outttung brizufagen. Antwort wird nicht ertheilt. H. M. Kottbusrr-Ufer. Leider können wir nicht entscheiden. i*. „Gcho" in Hamburg«nd andere. Tauschexwr tttfft seit Wochen nicht mehr ein. Bitten um prompte � Weisung an die Redaktion ü. H. Bei Schönfeldt und Harnisch in Dresden. Marmorarbeiter. Bettcht wegen Raummangels fu» nächste Nummer zurückgestellt.... G. Kchieiermacherstr. Schreiben Sie an den Konsul Freiherrn v. Norden flycht in Chikago und reden" ihn mit: Hochgeehrter Herr Regierungsrath" an.,.jig Zofienrrstr 56. Ihre Tischlerei ist nicht eine Sinne des Unfallverficherungsgesetzes; Sie brauchen W* Berufsgenossenschast nicht beizutreten. ssfacint tä •SÄ8 Der i lmteffer lÄid)« |nri greße NWn-Nechmlmgw für den 6. Berliner Reichstagstvahlkreis am DEensiag, den 21. August, Abends 8 Uhr, lL im Kolbepgen Salon, Kolbergerstr. 23. �Referent: Stadtverordneter F. Künast) 2. im Restaurant Meyer, Gesundbrunnen, Wriezenerstr. 6. Keferent: Herr Ib Sioeks) Tages Ordnung: We bevorstehende Erfahtvahl im 6. Kerliner Reichstags- Wahlkreis. Di« Einberufer. 367 Kroße öffenit. Hersammlung am DirnAag, den 21. August, Abends 8I2 Uhr, im Lokale, Königshof", Bülowstraße 40. Tages- Ordnung: 1. Die Alters- und Invaliden-Versorgung. (Referent: Franz Tntzaner.) 2. Diskussion. Der Ginberufer: H. Habicht. 378 Kerem zur Wahrung der Znteresten der Schuhmacher �nnd verm. Serufogenolfen Versammlung Montag, den 20. d. M., Abends 8* am Montag, den 20. d. M., Abends 8t Uhr, im„Kfinigstadtischen Kasino", Holzmarktstr. 72. Tagesordnung: 1. Die Lage des Kleinhandwerks. Referent: Herr H. Krause. 2. Vereinsangelcgenheiten. 3. Verschiedenes. Der fforftanfr. Große öffentliche Vcrsummckrg d. EiMnell- n TabMrdkiter Derl!ns am Dienstag, den 21. August, Abends 8 Uhr, in Scheffer's Salon, Jnselstraße 10, 2 Tr. Tagesordnung: 1. Vorttaa des Hrn. Max Schippe l über: .Die Vernichtung der freien ....... Konkurrenz durch die Kapitalsmonopole." 2. Die Verordnung des Bundesraths, betr. das Cigarren- und Tabaksgewerbe. Refe- rent: Herr Butry. 3. Dtskusfion. Die Herren Fabrikanten find eingeladen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Einbemfcr: G Witz'ee, Cigarrenmacher. Große öffentliche Versammlung sämmllicher Lackirer Berlins ti. Umgegend Verein der Einsetzer (Tischler) Kerlino«nd Umgegend. Montag, den 20. August, findet im „Deutschen Uolks-Theater", Schönhauser Allee 159, das GrosseSommer-Fest, bestehend in Konzert, Ball u. Theater- Vorst») ung, statt. Entröe& Person 30 pfg. Kinder frei. Anfang 3 Uhr. Killet» find bei sämnitlichen Komitee- und Vorstandsmitgliedern und in der heute Neue Fttedrichstraße tagenden Versammlung zu haben. Freunde und Bekannte find hiermit freundlichst eingeladen. 263]_ D>» Komitee. Facyv. sämmtl. an Holzbeartiejtungs- Maschinen besckäft. Arbeiter. Mitglieder-Versiimmlllllg am Montag, den 20. August, Abends 8i Uhr, Lokale des im des Herrn Säger, Grüner Weg 29. Tages-Ordnung: 1. Innere Vereinsangelegenheiten. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um recht zahlreiches Erscheinen ersucht 365_ Der Dorftend. Wo giebl's den guten Magenbittern von Dr. Haugk 7 371 22. Weinstraße 22. am Montag, den 20. August, Abends 84 Uhr, in den„Arminhallen", Kommandantenstr. 20. 1. Tages-Ordnung: Wie stellen fich die Lockirer Berlins der Vereinigung der deutschen Maler, Lackirer Anstreicher und verwandten Berufsgenoffen gegenüber? 2. Gewerkschaftliches. Um recht rege Betheiligung bittet 361] Der Ginbrrnfer. Rotz-Tabak. Sämmlliche in- und ausländische Sotten zu den billigste» Dreisen. Heinrieii Franck. Um Jrrthum zu vermeiden, mache ich daurauf aufmerksam, daß fich mein Geschäft «nveräneert in den alten Räumen Wgr Brunnenstr. 141/42-#B befindet.[83 Soeben erschien: Die französtlltze Revolution. Von W. Bios. Heft 2. preis 80 pfg. Zu beziehen durch die Grpedition des„Kerl. Volksblatt", Zimmerstraste 44 Wiederverkäufern Rabatt. Alle Freunde und Bekannte lade ergedenst heute zu einem FeSbichopoen ein. Merein«. Zimmer zu baden. Lriihstiitk-«. Mittag- tisch ff. Ostdahn 4. Trumpf[372 Neueste Hutmode«. Facon Antimonopol. FaconAnfiseplenaK facon Konapess.Facon DenoKratenliuh Ich empfehle: Facon Demokratenhut, weich, schwarz, Preis M. 4 und M. 5. 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