Nr. 299. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements= Preis pränum.: Vierteljährlich 3,30 Mt., monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg., Sonntags Nummer mit illuftritter Sonntags: Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mt. pro Quartal. Unter Kreuzband für Deutschland u. Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post Zeitungs Preisliste für 1896 unter Nr. 7277. Vorwärts 18. Jahrg. Insertions Gebühr beträgt für die fünfgefpaltene Betttzelle oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 9 Uhr vormittags geöffnet. Jernspredjer: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Sozialdemokrat Berlin". Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die offiziöfe Presse. Welche Wirkung haben nun die Enthüllungen des Lüzow- Prozesses auf die Presse gehabt? Dienstag, den 22. Dezember 1896. Expedition: SW. 19, Benth- Straße 3. 1 4 den anfänglich versucht hatten, versucht hatten, den unbequemen Herrn| That sich im im Lützow Prozeß der Dr. Hammann v. Tausch von den Rockschößen der Friedrichsruher doch nicht wenig darauf zu gute, daß bei den Als Herr v. Marschall sich in die Deffentlichkeit Tafelrunde abzuschütteln, allgemach etliche garnicht voraufgegangenen Preßtreibereien der offiziöse Ur flüchtete, hat er sich sicher ein Verdienst um unser einmal mehr verschämte Anstrengungen machen, Herrn sprung der wirklich vom Auswärtigen Amte beeinflußten öffentliches Leben erworben, obgleich er nur be- v. Tausch als verkannten Patrioten blank zu puzen. Artikel überhaupt nicht erkannt worden sei. Und Fürst zweckte, sich selbst sich selbst vor der verleumderischen Klique Wird dieser Stieber redivivus doch sogar im Kladde- Bismarck, der wirkungsvollste Nährvater des Reptilien von Polizeipatrioten bismärckischer Observanz zu schüßen. radatsch" so ändern sich die Zeiten- als gefangener thums, hat einmal versichert, es gehöre zu Indem der Schleier von den bisher durch unsere Held in einem schönen Bilde verherrlicht. Leicht Vorzügen dieser offiziösen Anonymität, daß die Regierung Gerichte sorgsam behüteten Geheimnissen polizei gleitet sich's hinab auf dem stygischen Fluß. Daß nachträglich einen von ihr inspirirten Artikel ableugnen licher Staatsretterei gezogen wurde, konnte man gleichzeitig der ehemials revolutionäre„ Kladderadatsch" vom könne, welchen bequemen Kniff, nebenbei bemerkt, der gegenauch einen Blick werfen hinter die Kulissen der offiziösen Bismarck auch noch auf den Tausch kommen wärtige Herzog von Lauenburg auch als Frondeur noch zur Preßwirthschaft. Beide Einrichtungen find innig mit einander mußte, lag in der Natur der Sache. Noch ein Weilchen, Anwendung bringt. verfilzt. Ist es doch im Einzelfalle schwer zu unterscheiden, und die Offiziösen im Dienste der Regierung, wie die Vielleicht können die Regierungsvertreter durch ein wo der Agent des Herrn v. Tausch aufhört und der Offiziösen im Dienste der polizeipatriotischen Fronde werden solches System markirter Fechterkunststücke hin und wieder diplomatische Rechercheur" der offiziösen Presse anfängt. es sich selbst eingeredet haben, daß sie, unbefleckt durch den einen Augenblickserfolg erzielen, der Nachtheil, der ihnen Ohne die Fäulniß, die durch die Institution der offiziösen Lützow- Prozeß, eine Zierde des Vaterlandes bilden. persönlich daraus erwachsen kann und wie der Lüßow. Presse im Zeitungswesen erzeugt wurde, hätten Herr Können sie doch auch getrost in die Zukunft blicken, Prozeß gezeigt gezeigt hat, thatsächlich daraus erwachsen v. Tausch und seine Auftraggeber überhaupt niemals ihrer denn trotz allen Geredes von Reformen" wird die poli- ist, wird aber immer weit größer sein. Jene Hintertreppenpolitik einen solchen lauttönenden Wiederhall tische Polizei den Kampf für Ordnung, Sitte und Sorte von Zeitungsschreibern, die in die Ministerien in der Presse verschaffen können. Religion nach dem bisher von ihr bewiesenen Maße von ihre diplomatischen Rechercheure schicken, um inspirirte Einsicht weiter führen und die„ diplomatischen Rechercheure", Artikel in Empfang zu nehmen und dann gleic wie Herr Levysohn nach der Methode des seligen Riccaut zeitig in der Deffentlichkeit mit ihrer unabhängigen Zunächst quollen die bürgerlichen Blätter über von de la Marlinière die Leute getauft hat, die bisher in grobem liberalen oder konservativen Ueberzeugung prunken, sind auch Entrüstungsartikeln über die Hintertreppenpolitiker vom Deutsch Nachrichtenschnorrer genannt wurden, werden zu allen möglichen anderen politischen Brunnenvergiftungen Schlage des Herrn v. Tausch. Auch diejenigen Blätter in den Ministerien aus- und einlaufen, um Schwarz fähig. Sie führen die öffentliche Meinung auf eigene Faust stimmten in den Chorus mit ein, die in irgend einer Weise in auf Weiß auf die Redaktionsbureau's gutgesinnter irre und bieten auch zu anderen Intriguen die Hand. Herr die Sache verwickelt waren. Um vergessen zu machen, welche Zeitungen zu bringen, was das Beamtenthum in die v. Tausch und seine Hintermänner haben nur in den Boden Rolle sie selbst gespielt hatten, thaten fie sich Presse lancirt zu haben wünscht. gefäet, den die Reptilienwirthschaft gelockert und gedüngt hat. eifrig in der Brandmarkung anderer räudiger Schafe Könnte irgend ein Zweifel daran bestehen, die Ver- Stets schädigt die Korruption schließlich auch diejenigen, hervor. Zwischen dem Lager der Bismarck- Freunde und sicherung des Herrn v. Marschall, ohne offiziöse Presse sei die ihre Meister sein wollen. dem der Marschall- Freunde flogen die Beschuldigungen munter nun einmal für die Staatslenter das Regieren unmöglich, Und deshalb können wir von unserem Parteiftandpunkte hin und her. So wußte sich die antisemitische Staats- müßte ihn beseitigt haben. Mit dem, was im Deutschen aus es ruhig mit ansehen, daß die politische Polizei und die bürger Beitung", die selbst die Tausch Mären eifrig Reiche der Gottesfurcht und guten Sitte offiziell und offiziöse Presse nach wie vor blühen und gedeihen werde. tolportirt hatte, nicht genug zu thun in der Geiße- offiziös als Staatsfunft gepriesen wird, harmonirt ja auch uns gereicht es nicht zum Nachtheil, wenn unsere Gegner lung des Berliner Tageblatts" wegen der Thätigkeit diese Prattit vortrefflich. Mögen aber die preußisch- deutschen selbst ihren Werken das Gift der Verderbniß einimpfen. der Zeitungsdiplomaten Levysohn und Gingold- Stärck. Minister der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ohne sie Als dann andererseits die" Post", die den Vertrauens- nicht auskommen können, deshalb führt die Juftitution männern der Polizei so bereitwillig ihre Spalten zu öffnen der offiziösen Presse doch nothwendig zur politischen Brunnenpflegt, es über sich gewann, gleichfalls einen Entrüstungs- vergiftung. Berlin, 21. Dezember. sermon über das Gebahren der politischen Polizei von Niemand wird es der Regierung oder den einzelnen Herr von Plök hat auf einer Provinzial Versamin. sich zu geben, erklärte das" Tageblatt" mit der ernstesten Ministern verargen, wenn sie ihre Ansichten auch durch lung des Bundes der Landwirthe, die am Donnerstag in Miene von der Welt, als ob niemals die Herren Levyjohn die Preffe verbreiten; korrumpirend wirkt es aber, daß Danzig abgehalten wurde, wieder einmal eine seiner schier und Gingold- Stärd über ihren Verkehr mit Herrn v. Tausch der Ursprung der Artikel nicht deutlich erkennbar gemacht endlosen Reden geredet. Er hat sich dabei aber wohl hätten Zeugniß ablegen müssen, es sei sehr zu bedauern, wird. Indem in eine Anzahl von Blättern Artikel gehütet, gegen die Konservativen mit der Streitart zu daß die" Post" nicht früher schon das Treiben der politischen oder tendenziöse Mittheilungen hineinlaucirt werden, wird schlagen und es war ganz erstaunlich, wie er seinen Polizei gerügt habe, wie das tugendhafte" Tageblatt" felbft im Publikum völlige Ungewißheit darüber erzeugt, was in Patriotismus und seine Loyalität herauszustreichen versuchte. es sich stets habe angelegen sein lassen. den fraglichen Blättern denn eigentlich offiziösen Ursprungs Den jetzigen Ministern und ihrem System sagte er zwar Bon Selbstkritik in beiden Lagern keine Spur! So ist und was nicht. Leider liegt eine solche Ungewißheit einige Schmeicheleien, aber selbst aus diesen Absätzen erfah wenig, daß jetzt schon die Bismarck- Blätter, nachdem sie aber häufig gerade in der Absicht der Regierungsvertreter. man, daß der Herr Rustikus die Worte des konservativen ( Nachdruck untersagt.) Eine Sage aus der Gegenwart. Von Holger Drachmann. Als ich nach Hause ging, um die Deljacke anzuziehen, sah ich, daß der Barometer ständig im Fallen war. Der Simmel war auch nicht flar, und wir mußten uns auf einen Sturm gefaßt machen. daß wir, trotz der Deljacken, bald keinen trockenen Faden am Leibe hatten. Das wird noch schlimmer!" sagte ich. Und es wurde noch schlimmer. Gegen Nachmittag war es ein wahrer Orkan und das Focksegel wurde uns davongeblasen. Wir refften das Großfegel so, daß dasselbe ein Dreieck bildete. Politische Uebersicht. Seekrankheit geplagt. Da kommt eine Sturzwelle und bricht hinter uns entzwei. Das Steuer' runter! brüllt Sören. Und ich lege auch das Steuer hart hinunter, aber wir hatten die Welle schon über uns. Sie schlug die Kajütenkappe ab, als wäre es ein Hut auf dem Kopf eines Mannes gewesen, und wir hörten, wie das Wasser in die Kajüte hinunterstürzte. Jens tam wie ein Pfropf aus einer Flasche heraus. gefahren. Er vergaß ganz die Seekrankheit und rief, die Schute finte. Den Klüver machten wir los. Wir versuchten den Na, dachte ich, du haft ja schon früher manchen Puff Klüverleiter zum Fockstag hineinzuholen, um aus dem ausgehalten, hiesmal wirst du wohl auch durchkommen! Klüver ein Focksegel zu machen. Ein Stück konnten wir Das meinten die andern auch, und wir gingen an ihn auch auf dem Luvbaum hineinholen, aber es war ja Das that sie diesmal nun zwar nicht. Wir konnten Bord, nachdem wir dem Schiffer und seinem Matrosen nun so dunkel geworden, und wir mußten fürchten, daß die Kajütenfappe, die in die See hinuntergespült war, bergen, Lebewohl gesagt hatten, die frank und elend genug aus- derjenige, der draußen im Steven stand, von den Wogen und setzten sie wieder auf ihren Play. Und dann ging es sahen, um es verantworten zu können, daß sie ihr Fahrzeug über Bord gespült wurde. Wir waren alle mehr unter an die Pumpen. anderen Händen überließen. als über Waffer. Wir thaten unser Bestes, und Sören Das Pumpen ist übrigens nicht so übel. Man beWir tamen um 9 Uhr vormittags an Bord. Ich und Hans bissen sich draußen wie Razen feft. Wir kommt davon warme Finger und es erhält die Laune aufwollte gern warten, um zu sehen, wie sich das Wetter konnten den Klüver auch wirklich halb emporrichten, aber recht. eigentlich gestalten würde, und so lagen wir und ließen das kaum hatte er Wind gefangen, so flog er mit einem Knall Ungefähr um Mitternacht sahen wir durch das Dunkel Schiff vor Anker reiten, bis es 11 Uhr war. Da sprang davon. einen Segler, der von hinten gerade auf uns los steuerte. die Ankerkette. Wir bliesen in ein Nebelhorn, um ihn zu warnen, aber wir bekamen keine Antwort. Er rannte uns in Lee so nahe vorbei, daß wir Rumpf und Dackelwert unterscheiden fonnten und sehen, daß es ein Schoner war. Ja, es war ein reines Gotteswunder, daß er uns nicht übersegelte. Wir setzten wieder die Pumpen in Gang, und wir hatten die Schute faft leer gepumpt, als ich das Steuer Hans Lauritsen übergab und mit Sören hinunterging, um meine Pfeife anzuzünden und irgend eine Herzensstärkung zu finden, mit der wir uns ein bischen erwärmen könnten. Jens lag wieder unten und rang mit seiner Seekrankheit. " Da ging er hin!" sagte Sören. Na, da ging fie hin!" sagte Stören, der der Flinkste Nun lagen wir ohne Vorsegel, und das ist ein von der Besayung war. Nun müssen wir wohl Segel schlechtes Segeln, wie Sie wohl wissen. Rabenfinfter war auffezzen und freuzen! es; wir konnten nur das Blinken der Sturzwellen sehen, Wir sezten kleine Segel auf und trieben unter der wenn sie über uns kamen, wie Simson über die Philifter. Küste hin bis Mittag. Dann fochten wir Kaffee und Wir trieben rückwärts, und ich mußte nach Westen steuern, schnitten uns jeder ein paar Stück Butterbrot. Und das um uns nur von der schwedischen Küfte freizuhalten, denn war die erste und letzte Mahlzeit, die wir an Bord der das war das Schlimmste, was uns passiren fonnte, wenn Schaluppe genossen. wir an ihr hängen blieben. " Es zieht schwer auf!" sagte Jens Taneren, der jüngste von uns, der bei dem heftigen Schaukeln des Schiffes fees frant geworden war. Mit den Wellen im Stagerat ist, meiner Treu, nicht zu scherzen. Aber im übrigen machte der Junge seine Sache, wie wir anderen. Wir steckten drei Reffe in das Großsegel und eins ins Focksegel. Es war, wie gesagt, pechrabenfinster geworden. Wir hatten eine lange Nacht vor uns; ein Orkan blies, und mir saßen allein mit dem Stückchen Hintersegel in einer kleinen Schute, die bereits soviel Wasser eingenommen hatte, daß wir anfangen mußten zu pumpen. Die eine Sturzwelle nach der anderen ging über uns hinweg; im Dunkeln draußen vor uns krachte und prasselte es, und bald war auf dem Luvbug alles Emporstehende von den Wellen weggeschlagen. Ich peilte gerade den Leuchtthurm von Skagen Wir trieben auf unserer Landseite hin, um der in Südost ungefähr fünf Meilen vom Land, und Hans schwedischen Küste nicht zu nahe zu kommen. Es zogen und Sören saßen hinten bei mir draußen und klopften sich schwere Böen auf, der Himmel wurde gleichsam kachelofen in die Fäuste, während Jens Taneren unten in der Kajüte schwarz, und die See thürmte sich draußen so toll und wild, lag, denn der arme Junge wurde nun furchtbar von der Das sind kleine Segel!" sagte ich. Aber wir betommen noch kleinere, werdet Ihr sehen." Indem wir hinuntergingen, sagte Hans am Steuer: ,, Es wäre augenehm, zu wissen, was die Uhr ist. Die Nacht ist lang nnd dunkel; es ist, als wollte sie gar kein Ende nehmen!" Das waren die letzten Worte, die wir von ihm hörten. Als wir hinunterkamen, stand ich mit weitausgespreizten Beinen da und stopfte meine Pfeife. Jens lag auf der Kastenbank und Sören setzte sich neben ihn und riß ein Streichholz an. Wie geht's Dir, Jenschen?" fragte ich und langte nach dem Streichholz( Fortsetzung folgt.) Delegirtentages beherzigt und wenigstens den Versuch Nach dem stenographischen Bericht hat nun aber der Beuge Herr Meline, der Euch lange Zeit mit haltlofen Verfprechungen machte, etwas weniger hanebüchen aufzutreten als sonst. Oberstlieutenant Ga e de folgendes ausgesagt:„ Ich habe hier eine zu födern suchte, kann heute nichts anderes, als die Steigerung Der größte Theil der Rede ist gänzlich unbedeutend. Quittung, worin auf den Namen Kukutsch darüber quittirt Eurer höchsten Noth fonstatiren: Er kann ein Heilmittel hierfür Herr v. Plötz gehört zu jenen Rednern, die nur ein Stück wird, daß 50 M. empfangen sind. Diese Quittung hat mir nicht finden, ja nicht einmal suchen. Von den großen Bankiers Herr v. Tausch gegeben, indem er ausführte, das sei die Quittung, und Spekulanten des Zentrums und den Großgrundbesitzern der auf der Walze haben. Interessant ist das Zugeständniß, die ihm Herr v. Bügow gegeben habe. Der Herr Rututsch habe Rechten ins Schlepptan genommen, geht er mittels ausweichender daß es Gegenden giebt, in denen unter den Bundes das Geld bekommen und darüber auf dieser Quittung quittirt. Redensarten behutsam um mit den sich oft widersprechenden mitgliedern Entmuthigung eingetreten ist. Es sind nur Weitere Nachrichten blieben aber aus und als Herr Kukutsch Interessen seiner Majorität: So ist er unfähig, die landwirthwenige, meint der Reduer. Uebers Jahr wird er sehen, einige Tage darauf in der eingetretenen Disziplinaruntersuchung schaftliche Produktion und die bäuerliche Demokratie zu be daß es mehr geworden sind. Der Bundesoberste glaubte mit Genehmigung des Ministers des Innern protokollarisch schüßen. Für die ländlichen Arbeiter, für die kleinen Pächter, die versichern zu können, der Antrag Ranih werde wieder vernommen wurde, erklärte er an Eidesstatt, daß er von tommen. Darüber haben die Konservativen zu entscheiden, der Provenienz der Depeschen( an die Münchener Neuesten fleinen Grundbefizer, die Halbpächter, die Tagelöhner, die Gutsund sie haben auf ihrem letzten Delegirtentag schon ent- Nachrichten) nichts wüßte." Auch in der späteren Erklärung die fuechte ist die Stunde gekommen, sich selber zu helfen, indem schieden, und zwar gegen die Hoffnung des Bundes. Herr berstlieutenant Ga e de aus Loyaität gegen die Herren des sie ihre Forderungen formuliren, indem sie ihre Ansprüche Literarischen Bureaus" abgegeben hat, ist der Passus enthalten: zusammenstellen. Plöz muß den Kaniz- Antrag übrigens selbst schon für Die Quittung ist seitdem( nämlich seit der Bernehmung von Sicher ist freilich, Jhr Landarbeiter, daß, solange die heutige verloren halten. Er hat schon ein anderes Mittel in Kututsch im Kriegsministerium) für falsch gehalten worden, doch soziale Ordnung nicht umgewandelt wird, so lange nicht die Bereitschaft. Mit der Kleinigkeit von 1000 Millionen sollen fehlte es bezüglich der Thäterschaft an ausreichenden Beweisen." Arbeit der maßgebende Faktor sein wird, so lange zwei Drittel Silos und Kleinbahnen gebaut werden, jedes Dorf soll Daraus geht doch deutlich hervor, daß die Quittung in der Zeit des Bodens den müßiggängerischen Großgrundbesißern und der womöglich eine Kleinbahn erhalten. Ueberaus interessant von ihrer Uebergabe an Oberstlieutenant Gaede durch v. Tausch bis Großfinanz gehören, ebenso wie fast die ganze industrielle Proist auch die Aeußerung, die Herr v. Plöz über die zur Bernehmung Kukutsch's im Kriegsministerium für echt gehalten duktion durch das Großkapital monopolifirt ist, so lange all' Rentengüter gethan: Ich habe mir einzelne( Renten- wurde. Der Beuge Gaede ist jedenfalls erst infolge der Ver- diese Bustäude fortbestehen, es nicht möglich sein wird, Eure güter) angesehen in der Provinz Posen. Bei den Renten- gleichung der Quittung mit der Unterschrift Kukutsch's unter dem Leiden zu heilen. Es wird blos möglich sein, etwas Linderung Bernehmungsprotokoll auf die Vermuthung der Fälschung ge- zu verschaffen. guts- Besizern konnte man sagen: mit dem Moment, tommen. v. Tausch hat bei der Uebergabe der Quittung einen Die sozialistische Partei ruft Euch auf zu doppelter Arbeit. wo sie den Kaufvertrag unterschrieben, 3weifel an der Echtheit der Urkunde nicht geäußert, sondern erst Sie räth Euch, Euch mit ihr vorzubereiten zu einem Leben in waren sie bankrott." Wer hat die Rentenguts dann seine Bedenken zum Ausdruck gebracht, als Oberstlieutenant einer neuen Gesellschaft, wo endlich diejenigen, die arbeiten, auch Gesetzgebung besonders betrieben? Die Konservativen. Ggede darauf zu sprechen fam. Letzterer sagte nämlich weiter die Früchte ihrer Arbeit genießen tönnen, statt wie jetzt alltäglich Welcher Fraktion gehört Herr v. Plötz an? Der fon aus: Als ich mit Herrn v. Tausch darüber sprach, daß durch die Bodenrente, den Wucher, den Hypothetenzins, das servativen. Und jetzt giebt er diese Erklärung. Nein, ehr diese Sache Lützow Leckert doch wohl recht bedenklich wäre, Börsenspiel und den Stenerdruck beraubt zu werden. Sie empfiehlt Euch auch, sich mit ihr zu dringenden Reformenlicher und offener fann man seine eigene Gescheidtheit daß es scheine, als hätte ihn Herr v. Lühow auf eine falsche Fährte gelockt, da hat im Zusammenhauge des Gesprächs Herr vorzubereiten, die in Erwartung voller Befreiung Eure Bürde nicht eingestehen. v. Tausch sich nach meiner Erinnerung zweifelsfrei dahin ges etwas mindern würden. Von diesen Erwägungen aus haben sich die sozialistischen Ueber die gegenwärtige Lage, und namentlich über den äußert, daß ihm die Nachrichten des v. Lüßow auch keineswegs russisch chinesischen Vertrag schreibt Genoffe iminer ficher wären und daß er nicht immer mit Sicherheit Abgeordneten entschieden, fofort nach der Erledigung des Etats, Hyndman in der letzten Nummer der Londoner Justice": darauf rechnen könne, daß alles das, was Herr v. Lühow ihm eine große Debatte über die ländliche Krisis zu veranlassen. Rann es jegt, außer dem Sozialismus, etwas wichtigeres geben, sagt, wahr wäre." v. Lützow hingegen bezichtigte in seinem Ge- Wir wollen die Schäden und ihre tieferen Ursachen, sowie ihre als das wachsende Uebergewicht Rußlands in ständnisse den v. Tausch, daß er von der Fälschung der Quittung Heilmittel aufdecken. Wir wollen die verantwortliche Regierung Aften und Europa? Während Deutschland und England sich gewußt habe. Ob bei diesen Beugenaussagen das Moment veranlassen, entweder ihre Vorschläge zur Lösung der landwirth zanken, und Frankreich dem mostowitischen Despotismus in die der Täuschung in Wegfall kommen muß, erscheint doch sehr schaftlichen Krisis bekannt zu geben oder ihre Unfähigkeit offen Hände arbeitet, während unsere hysterischen Radikalen das zweifelhaft. Ueberdies ist noch immer nicht ganz aufgeflärt, wie einzugeftehen. Damit diese Diskussion in der Rammer von voller Tragweite Lob des Heiligen Rußland fingen, dieses größten Feindes der man Herrn Kufutsch die gefälschte Quittung verschweigen und Demokratie erobert Rußland fich nach jeder Richtung hin nach seiner Vernehmung, als man sie schon für falsch hielt, zu und wuchtigem Eindruck sei, richten wir an die franzöfifchen die englische Land und Einfluß. Und unfere Re- den Akten geben konnte. Bauern das Ersuchen, sich mit uns ins Einvernehmen zu sehen, gierung? Nicht zufrieden damit, die Türkei jener reaktionären Normann Schuhmann. Nach dem Hannov. uns allenöthigen Aufschlüsse zu geben, uns alle Aftenstücke zuzusenden, Bureaukratie zur Verfügung zu stellen, die in Peters- Courier" soll nun auch gegen den Polizei- Agenten Normann- die unserer Debatte Gewicht, unseren Schlüffen Sicherheit geben burg ihren Mittelpunkt hat, scheint Lord Salisbury jetzt dieser Schuhmann Dr. Mundt ein Strafverfahren wegen falscher An- würden. In dem folgenden Fragenschema haben wir die wichtigsten gefährlichen Macht auch Nord- China überliefert zu haben. schuldigung eingeleitet werden. Nur wegen falscher An- Punkte hervorgehoben, über welche ganz genaue Angaben Rußland in Port Arthur will vergleichsweise nicht viel bedeuten, schuldigung? erforderlich find. aber Rußland Herr der Mandschurei, und im stande, jeden Augen-3ur legten Pastoren Maßregelung schreibt blid einen Handstreich auszuführen, daß heißt, daß das un die Chronit der Christlichen Welt":" Die Urlaubsverweigerung gebeure chinesische Reich früher oder später für Pfarrer Julius Werner in Beckendorf scheint doch nicht nur unter die Botmäßigkeit der Zartaren des aus bloßer Rücksicht auf die durch allzuviel Urlaub geschädigten est en 3 fallen muß. Und das ist für Asien und Europa Interessen der Gemeinde in Beckendorf hervorgerufen zu sein. eine überaus ernste Sache. Nur die Sozialdemokratie hat die Gefahr Die vom Ober- Kirchenrath an Werner ergangene Verfügung geht begriffen, welche der Sache der Freiheit und des Fortschritts von dieser stetigen Ausdehnung des russischen Erobererreichs droht. ganz prinzipiell auf Umfang und Charakter einer mit dem evangelischen Pfarramt vereinbaren sozialen Thätigkeit ein. Unsere eigene sch machvolle Politik in Indien ver Schon daß der Ober- Kirchenrath selbst das Wort ergriffen hat, mehrt noch die Gefährlichkeit der Lage. Es ist in der That während Urlaubsertheilungen für fürzere Beit zur Kompetenz nothwendig, daß die Sozialisten, als große internationale Partei, des Konsistoriums gehören, beweist, daß es sich nicht um eine fich über Maßregeln zur Abwehr der Gefahren verständigen, einmalige praktische, sondern um eine prinzipielle Entscheidung landwirthschaftlichen Produkte geftellt? welche in dem Wachsthum dieser kulturfeindlichen Macht liegen. handelt. Es versteht sich, daß wir keine feindseligen Gefühle gegen das russische Bolt haben, aber in der russischen Regierung müffen wir allerdings einen Feind erblicken, der systematisch betämpft werden muß. Durch die Einführung des ambulenten( wandernden) Gerichtsstandes ser Presse, den der Gesetzgeber nicht aus gesprochen hat, sondern der vom Reichsgericht wie so manches andere ins Gesetz hineingelegt worden ist, steht der Redakteur vor der steten Gefahr, wegen Veröffentlichungen, die für das Publikum am Erscheinungsorte der Zeitung berechnet sind und dort unbeanstandet bleiben würden, in einem ganz anderen Distrikt vor Gericht gezogen zu werden, wo auf solche Mittheilungen hin aus diesem oder jenem Grunde Verurtheilung erfolgt. Selbst rein wissenschaftliche Erörterungen z. B. über religiöse Dinge find infolge beffen heut gewagter als je. Dasselbe gilt von der Besprechung der Arbeiterverhältnisse in einer bestimmten andern Stadt als der, wo die Zeitung erscheint. In einem schlesischen Städtchen wird der Richter Arbeitsverhältnisse noch als passabel ansehen, die z. B. der Richter in einer norddeutschen Stadt ebenso wie der Redakteur als erbärmlich betrachten würde. Der ambulante Gerichtsstand ift für Den Redakteur aber nicht nur in dieser Beziehung von Nachtheil, er ist es auch durch die Rostspieligteit, die er für den Angeklagten mit sich bringt. Eines unserer Bruderorgane, die in Berlin er scheinende Gazeta Robotnicza", das Organ der polnischfozialdemokratischen Partei, hat jetzt unter einem förmlichen Syftem des ambulanten Gerichtsstandes zu leiden. Im Gegen " " M # " 3ur Statistit des Duells schreibt die Welt am Montag" In einem Artikel in Nr. 46 der Welt a. M." habe ich darauf aufmerksam gemacht, daß die Zahl der Bestrafungen wegen Zweikampfes entgegengesett der früheren sinkenden Tenbenz im Jahre 1894 erheblich gestiegen ist. Nachdem nunmehr auch die Zahlen für 1895 vorliegen, zeigt es sich, daß noch eine weitere Steigerung eingetreten. Die Zahlen betrugen nämlich in ben fünf Jahren 1891-1895: 60, 77, 66, 83, 107. In der Welcher Unsinn geredet wird. Kreuz- Zeitung" von heute Abend finden wir folgendes Privat telegramm: die er Mögen die im Rampfe ftehenden Sozialisten allerorts be müht sein, der ländlichen Bevölkerung die Bedeutung der von uns beabsichtigten Parlamentsdebatten klar zu machen, damit die Landarbeiter unserem Aufrufe Rechnung tragen. Möge das bäuerliche Frankreich, das sich so lange täuschen und einlullen ließ, endlich erwachen, sodaß die Macht, mit der es ſeine Rechte zurückfordert, den Egoismus der Herrschenden breche. Hoch das bäuerliche Frankreich! Hoch die soziale Republik! Fragebogen. Sat fich der Ertrag der Heftare feit 10 Jahren vermehrt? Wie 1. Wie ist in Ihrer Gegend die Entwickelung der Produktion? haben sich in den letzten 10 Jahren die Preise der verschiedenen 2. Hat die landwirthschaftliche Maschinerie in neuerer Zeit Fortschritte gemacht? Welches sind die hauptsächlichsten Maschinen, die in Ihrer Gegend gebraucht werden? Wie viel Arme") werden durch jede Maschine überschüssig gemacht? 3. Wie verhält es sich mit der Auswanderung in die Städte? 4. In welchem Verhältniß stehen der Groß- und der Klein grundbesiß zu einander? Wächst der Großgrundbesitz auf Roften des Kleingrundbefizes oder umgefehrt? 5. Ist der Kleingrundbesit verschuldet und mit Dypotheken beladen? 6. Welches ist die Bewegung der Bachtungen( Betrieb, Rönigsberg i. Pr., 21. Dezember. Geheimer Juftigrath Höhe des Pachtzinses 2c.) innerhalb der letzten 25 Jahre? 7. Was sind die Löhne der Bandarbeiter? Wie groß find Professor Dr. Born trat in seiner Eigenschaft als UniversitätsProfeffor in einer Festrede während des Kommerses der alten ihre Arbeitspausen? Sind die Löhne seit 10 Jahren gefallen Korps Studenten den Angriffen Bebel's im Reichstage oder gestiegen? Und aus welchen Gründen? 8. Haben Sie gewerkschaftliche Organisationen( Synditate) auf die Studentenschaft entgegen und betonte zieherische Bedeutung der deutschen Korps nach unter den Landarbeitern? Welche Geschäfte des Ankaufs, Berdrei Richtungen: Pflege des nationalen Gedankens, faufs und der Produktion betreiben diese Organisationen? Heilighaltung des Grundsages, tein Wort Wie sind sie eingerichtet? Sind es Organisationen von selbstzu sprechen, welches man nicht mit seiner ständigen Bauern oder von Landarbeitern? Person zu vertreten vermag, und Anleitung aur strengsten Pflichterfüllung durch Uebung im tleinen für die Bethätigung im Ernste des sozialen Lebens. Wer lacht da nicht? 9. Haben Sie landwirthschaftliche Genossenschaften? Und wie funktioniren dieselben? 10. Welches sind die Beziehungen der Bodenbebauer zu den Industrien, welche die Bodenprodukte verbrauchen( Rübenzüchter und Zuckerfabrikanten, Weinbauern und Champagner fabrikanten u. f. 1.) 11. Hat die sozialistische Propaganda in Jhrer Gegend schon eine ernsthafte Thätigkeit begonnen? Welche Früchte hat fie gehabt? Auf welche Hindernisse stößt sie? Die Fragen dieses Fragebogens find nur ein Rahmen, in gerufene Fragen und Antworten einfügen tann. Dieser Dr. Zorn muß auf dem Monde gelebt haben, daß er fab aut früher wird dieses Blatt wegen Artikeln über ober- solche Borstellungen von den deutschen Korpsstudenten bekommen Schlesische Arbeiterverhältnisse jetzt regelmäßig vor dem Forum hat. Herr Boffe, der Kultusminister, weiß es besser. Schlesischer Gerichte angeklagt, und die Staatsanwaltschaft ver- Halle, 19. Dezember. Unter Führung der Landwirthschaftslangt natürlich, daß der verantwortliche Redakteur persönlich in fammer der Provinz Sachsen hat sich heute hier eine Kornder Verhandlung erscheine. So wurde der verantwortliche Re- haus- Genossenschaft gebildet, welcher über 100 Land- welchen ein jeder andere, durch örtliche Verhältnisse hervorbatteur der„ Gazeta Robotnicza", Genosse Bimiszkiewicz, wirthe aus dem Saalekreis und 6 benachbarten Kreisen als Mitant 23. November vor das Gericht in Zabrze zitirt, wo man ihn glieder beigetreten sind. Es wäre interessant zu erfahren, wie wegen einer Lappalie zu 20 M. Geldstrafe oder 4 Tagen Ge- viel Klein und Mittelbauern unter dieser Landwirth Centurie fängniß verurtheiltte. Unsere polnischen Genossen nehmen an, daß stecken. bie weitere Verfolgung der Angelegenheit höchstwahrscheinlich zur Freisprechung des in erster Instanz Verurtheilten geführt haben würde, da aber die Kosten des Hin- und Herreisens des Angetlagten in feinem Verhältniß stehen zu der geringfügigen Strafe, so stand man von der Weiterführung der Angelegen heit ab. Infolge der Burückziehung der Justiznovelle feitens der Regierung wird die Presse auch fünftig unter dem ambulanten Gerichtsstand zu leiden haben, und wann die Regierung fich bemüßigt fühlt, eine neue Borlage zu machen, ist ein Preisräthsel, das wohl erst im nächsten Jahrhundert gelöst So werden die Redakteure also nach wie vor bamit zu rechnen haben, daß man sie im Wege Rechtens ihrem unferem Laienverstande nach ordentlichen Richter entzieht. werden wird. Deutsches Reich. Karlsruhe, 21. Dezember.( National- Beitung.") Bei der erneuten Beugenvernehmung im Brüsewis Fall legte der Auditor angeblich das Hauptgewicht auf die Feststellung des Benehmens des v. Brüsewiß bei der Todtschlags- Affäre und ob die bei der Reichstags- Debatte mitgetheilten Details den Thatsachen entsprechen. Alle Mittheilungen richte man gefälligst an den Sekretär der Sozialistischen Gruppe, Bürger René Viviani, Deputirter, Paris. Dänemark. Erhöhung der Branntwein steuer. Nach einem heute Kopenhagen, 21. Dezember. Reform des Zollgefeges. von der Regierung dem Folkething vorgelegten Gesetzentwurf sollen die Zollabgaben für Lebensmittel berabgefeßt, für Luxusartikel erhöht und für Rohstoffe ermäßigt oder schaftliche Produkte und Mehl zu legen, ist aufgegeben worden. ganz aufgehoben werden. Die Absicht, einen Zoll auf landwirthFerner wird mit Rücksicht auf die handelspolitischen Beziehungen Dänemarks zum Auslande auf jede Zollerhöhung verzichtet, welche Gin Konsulat des Deutschen Reiches ift in Inn 3. die Interessen der Vertragsländer schädigen tönnte. Das Prinzip brud errichtet worden. Hoffentlich erfährt man von der geheimen Prüfung der in voller Oeffentlichkeit gethanenen Aeußerungen auch etwas. Freilich wird man nach der ganzen Natur dieser Nachprüfung derselben teine übergroße Bedeutung beimeffen können. Desterreich. Ungarn. Budapest, 21. Dezember. Im Zipser Romitat tam es geWenn zwei dasselbe thun. In einer Rösliner legentlich der Stuhlrichterwahl( Friedensrichterwahl) zu einem Rorrespondenz der Deutschen Tageszeitung" wird mit hämischer blutigen Kampfe Die Gendarmen machten von ihren Schadenfreude der Bauernverein„ Nordost" als eine politische Waffen Gebrauch, wobei zwei Personen tödtlich und acht schwer Bereinigung hingestellt. In seiner legten Danziger Rede fagte verwundet wurden. Herr von Ploß nach dem Bericht der„ Danziger Neuesten Nachrichten": Schweiz. Bern, 19. Dezember. Nachdem der Bundesrath der Bundes Wenn einmal ein berbes Wort bei unser einem fällt, so ist bas nicht so schlimm, als wie die Leisetreterei und Liebedieneret, versammlung die Revision der Verfassung behufs Einführung die in anderen politischen Verbänden gang und eines einheitlichen Zivil- und Strafrechts vorgeschlagen hat und gäbe ist, und die Gleichgiltigkeit, mit der manche Politiker der Entwurf eines einheitlichen Strafrechts bereits vorliegt, ist wichtige wirthschaftspolitische Fragen, die ihnen nicht in den nun auch der Entwurf eines einheitlichen Personen und Familienrechts( einschließlich des ehelichen Güter Aram paffen, abthun." Sollte am Ende die Deutsche Tageszeitung" zu behaupten rechts) der Bundesversammlung zugestellt worden. wagen, ihr Obergeneral wisse nicht, was sein Bund" für ein Gebilde sei? Frankreich. Die fozialistische Kammerfrattion hat an Bezüglich der Quittungs- Fälschung, die die ländliche Bevölkerung ein Manifest erlassen, das wir mit dem im Prozeß Ledert 2ügo w eine so gewichtige Rolle ge- angefügten Fragebogen veröffentlichen: An die landarbeitende Bevölkerung! spielt hat, wird jetzt in Juristenkreisen vielfach darauf bin Bürger! gewiesen, daß das eingeleitete Verfahren wegen Urkunden fälschung um deswillen zu keinem Ergebniß führen dürfte, weil Während sich die opportunistischen und reaktionären Redurch die auf den Namen Kututsch gefälschte Quittung gierungen ablösen, mehren sich Eure Leiden; immer deutlicher niemand getäuscht worden sei, da das Falsifikat von den tritt es zu tage, daß die Regierenden entweder Euch nicht helfen Empfängern von vornherein nicht für echt gehalten worden sei. tönnen oder nicht wollen. der Freigebung der Rohstoffe bringt die Aufbebung des Zolles für folgende Waaren mit sich: Rohlen, Blei, Eisen, Zinn, Bint in Bändern, Stangen und Platten, roh verarbeitetes Eifen und Stahl, ferner Salpeter, Säuren, Talg, Thran, Eis, Gummi und grobe Gummiwaaren, Salz, Asphalt, Pech und Theer. Für Bauholz und anderes Holz wird eine Ermäßigung im Verhältniß von 8 zu 5 vorgeschlagen. Der Zoll auf gefalzene und gedörrte Fische soll aufgehoben, sowie Bollfreiheit auf Raffee, Reis, Petroleum unter der Voraussetzung eingeführt werden, daß die Erhöhung der Branntweinsteuer durchgeführt wird. Die Zollerhöhungen für Lurusartikel betreffen besonders: Wild, Austern, Südfrüchte, Spezereien, seidene Waaren, ferner Weine, Spirituosen und Tabat. Der Zoll auf Maschinen, welche jezt entweder mit 10 pCt. des Werthes oder mit 2 bis 6 Dere pro Pfund verzollt wurden, wird nach dem neuen Gefeßentwurf auf 5 pet. des Werthes und dementsprechend auf niedrigere GewichtsZollfäße herabgesetzt. Für die gesammte Metallivaaren Gruppe werden durchgängig Ermäßigungen vorgeschlagen; bei der Gruppe Der Finanz der Manufakturwaaren ist dies nicht der Fall. minister brachte ferner eine Vorlage ein, nach welcher die Branntweinsteuer von 18 Dere auf 1 Krone für den Liter hundertgradigen Alkohols erhöht wird. Die Mehr einnahme aus dieser Erhöhung ist auf 5 Midionen Kronen veranschlagt. B *) Die Franzosen sagen für Arbeiter Arme" während die Engländer Hände"( hands) sagen. bras Spanien. Senate eine große Majorität gewiß ist, ist der Ausschuß des athmete auf in ganz Hamburg, und auch der allergrößte Madrid, 20. Dezember, Der Ministerpräsident Canovas Repräsentantenbaufes für auswärtige Angelegenheiten Sfeptifer hoffte von der Maßnahme des Streitfomitees eine erklärte einem Redakteur des Heraldo", er wisse bereits seit in der Kubafrage schwankend und einem extremen Vorgehen ab- wesentliche Wendung zum besseren, zumal dieselbe ja von einem givei Tagen vom spanischen Gesandten in Washington, daß die hold. Auch Cleveland und der Staatssekretär Olney wollen es, hervorragenden Mitgliede der Körperschaft, an die man sich geResolution Cameron betreffend die Unabhängigkeits- Erklärung so lange sie noch im Amte sind( bis Anfang März 1897), nicht wandt hatte, selbst angerathen, ja dringend erbeten war. Als Rubas triumphiren werde, er glaube jedoch, Präsident Cleveland zum Bruche kommen lassen. Ebenso rathen Handelsinteressenten, dann am Mittwoch Abend, troydem der Senat eine lange Sitzung werde sie im Falle ihrer Annahme durch das Parlament die Baumwollpflanzer von Memphis z. B. zur Vorsicht. Dagegen am Nachmittage gehabt hatte, keine Antwort eintraf, wurde die annulliren. Die Ferien würden alsdann den Parlamentariern wächst die den Aufständischen günstige Bewegung im Westen der Hoffnung erheblich geringer. Kundige Thebaner fürchteten das, Zeit laffen, sich die Frage zu überlegen. Was hofft man nicht Union noch fortwährend. was hinterdrein in der That eingetroffen ist, daß nämlich der alles, wenn man in Noth ist! Kubanisches. Maceo's Tod gilt vielfach als gleichbedeutend Senat sich erst vom Arbeitgeberverbande Jnstruktion bolte. Barcelona, 20. Dezember. Das Kriegsgericht hat mit dem Ausscheiden des Negerelements und dem Uebergang der Wenn man noch Zweifel darüber hatte, fo find dieselben gestern verschwunden, als die Erklärung des Arbeitgeber. wegen des am 7. Juni d. J. in der Straße Nuevos Cambios" Leitung des Aufstandes in die Hände der weißen Kubaner. verübten Bombenattentats acht Anarchisten zum Tode Verlieren die Neger den Glauben an den Sieg, dann könnten Verbandes vorlag. Dieselbe ist der Antwort des Senats in verurtheilt. allerdings die Spanier lachen. Maceo und die Seinen, Mulatten Wortlaut und Inhalt so ähnlich, daß man auf den ersten Blick und Neger, baren die eifrigsten Förderer des Aufstandes, und sieht, der Senat hat sie sich bis zum legten Komma zu eigen Mischlinge und Schwarze bilden das werkthätige Volt auf Ruba. gemacht. Sie lautet: Bon den aufständischen Weißen sind viele waschechte Ausbeuter und haben sich nur erhoben, weil die herübergekommenen Spanier mehr zu schlucken vermochten als fie. Rußland. bun Parlamentarisches. - Ein Opfer des 3arismu 3. Jm Juli des Jahres Der Arbeitgeber- Verband muß darauf bestehen, daß der Streit 1895 wurde der Student der Warschauer Thierarztschule der Hafenarbeiter und verwandten Gewerke bedingungslos feitens Lubimsty wegen Propaganda unter den Arbeitern verhaftet und der Arbeitnehmer für beendigt erklärt wird. Nachdem dies ge= in die Zitadelle gesteckt. Die Kniffe, welche von der Gendarmerie schehen, ist er bereit, sich an einer Enquete über die Lohnverhältangewandt wurden, um aus dem Lubimsky ein Geständniß und Ausnisse und Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter zu betheiligen, fagen gegen seine Genossen zu erpressen, versezten den Unglücklichen, welche vom Senat unter Mitwirkung einiger seiner Mitglieder zu welcher kein Buch lesen und keinen Besuch von irgend jemand betommen durfte, in einen Zustand des Verfolgungswahnsinnes. Kanzlers, die Militär- Strafprozeßordnung noch in diesem Herbste Militär Strafprozeßordnung. Das Versprechen des Reichs- dem Zwecke veranstaltet werden möchte, um etwa vorhandene Reichs- Mißitände zu beseitigen." Er nahm keine Speise zu sich, weil er befürchtete, die Gendarmen dem Reichstage vorzulegen, ist nicht erfüllt worden. Der Bundes- Verband von Anfang der Bewegung an gestanden. Man er Auf dem Standpunkt dieser Erklärung hat der Arbeitgeberwollten ihn betäuben, um von ihm die Aussagen, welche er nicht rath ist am Donnerstag in die Ferien gegangen. Die Militär: wartete von dieser Seite deshalb nichts anderes. Wohl aber vom machen wollte, zu erzielen, auch schlief er beinahe gar nicht, weil Strafprozeßordnung ist mithin von ihm nicht mehr erledigt er befürchtete, während des Schlafes von den Gendarmen über- worden. Nach neueren der" Post" zugehenden Nachrichten dürfte rumpelt zu werden. Als er sich schließlich in seiner Kammer die Annahme dieser Vorlage auch nach dem Wiederzusammentritt immer von Spionen umringt wähnte und tobsüchtig wurde, des Bundesrathes nicht sogleich zu erwarten sein, da die Zahl wurde er in einen Kerker gebracht, doch fah fich schließlich die Gefängnißdirektion genöthigt, den Unglücklichen in der dazu gestellten Anträge recht erheblich ist. Partei- Nachrichten. Senat. Das Vorgehen der Arbeiter soll nach Ansicht oder beffer nach einem Ausdruck der Senatsantwort eine ruhige Erörterung der von den Arbeitern erhobenen Forderungen unmöglich" machen! Die Arbeiter haben aber lange vor dem Streit bas Gefängniß- Spital überzuführen. Die Bescheinigung, welche einen gütlichen Ausgleich versucht, man wie sie zurück. der Gefängnißarzt den Verwandten von Lubimsky ausstellte, Sie versuchten dann nochmals, auf friedlichem Wege ihre lautete, daß die Gesundheit des Gefangenen nur in der berechtigten Forderungen zu erlangen und stellten erst einen Freiheit wieder hergestellt werden könne, im Gefängniß aber bald sein Tod zu erwarten sei. Zur Rechtsprechung in Sachsen. In keinem Lande Streit in Aussicht, wenn man sie wieder schroff abweise. Nun Selbst dieses werden so viel Beleidigungsklagen gegen unsere Genossen an- Verschlechterung der Lage der Arbeiter bedeuteten, den Streit zu fuchte man durch scheinbare Zugeständnisse, die in Wahrheit eine Zeugniß hielt der Staatsanwalt nicht für genügend überzeugend, um Zubinsky gegen eine Raution zu befreien; erſt geſtrengt, wie in Sachfen, und nirgends so harte Urtheile wegen verhindern, aber die Arbeiter durchschauten das Spiel und Lappalien gefällt, wie dort. Wir erinnern nur an die Vereinen Monat später, Ende Januar, wurde der Unglückliche auf urtheilung unseres Genossen Redakteur GI a dewiß, der ein machten Grnft mit dem Streik. Bom ersten Tage ben Befehl aus Petersburg, wo die Seinen sich für ihn verwandten, Jahr Gefängniß erhielt für eine Notiz, worin behauptet war, Streits an waren sie jedoch stets zu gütlichen befreit. Die Freiheit erblickte unser Genosse im Zustand daß eine Bergwerks- Verwaltung für Knappenhofen sich mehr warfen sich auch sofort einstimmig dem Schieds. Unterhandlungen bereit. Die Arbeiter unterhochgradiger Schwindfucht, welcher er im Mai dieses Jahres im habe bezahlen lassen, als sie selbst dafür gegeben Alter von 28 Jahren erlag. hätte. Die Nachricht, welche Gladewiß, wie der Richter gerichts: Vorschlage des Senators Dr. Hachmann, des Auch in Kiew haben die Arbeiter begonnen, fich zu regen. selbst anerkannte, in gutem Glauben gebracht hatte, war falsch Vorsitzenden Dr. Noack, während die Unternehmer Präsidenten Hinrichsen und des GewerbegerichtsEine von den russischen Genossen im Auslande wiederabgedruckte und mußte mit einem Jahre Gefängniß gebüßt werden. Die Arbeiter Agitationsschrift: Ein Brief an die Arbeiter von Kiew den Vorschlag brüst zurückwiesen. Gladewiß ist Sozialdemokrat und er redigirte ein Arbeiterblatt. aus Anlaß des Streits im Damenkonfektions- Geschäft von riefen dann auf Anrathen eines Senatsmitgliedes die Daß die sächsischen Gerichte auch anders urtheilen können, Vermittlung des Senats an, und zwar einmüthig und mit Ludmer" beschreibt einen für die russischen Verhältnisse charat- beweist nachstehender Fall: Der Militärverein in Stöcken hatte der klaren und deutlichen Erklärung, daß sie sehnlichst eine friedteristischen Streit in dieser Stadt. Sämmtliche 19 Arbeiter in seiner Mitte auch Mitglieder des Konsumvereins Hausliche Beilegung des ihnen aufgezwungenen Streites wünschen, des Geschäftes von Ludmer stellten die Arbeit ein, halt" in Werdau und da dieser Verein im Geruch steht, eine wurden aber vom Senat kurzer Hand abgewiesen, und es ist indem sie eine Erhöhung des Lohnes von 75 Ropeten auf sozialdemokratische Leitung zu haben, so verlangte der 1 Rubel 25 Ropeken verlangten. Ludmer begab sich zur Polizei Vorsitzende des Militärvereins wiederholt den Austritt. fast unglaublich mit der Begründung, daß sie durch ihr Vorund sagte, jemand habe bei ihm die Arbeiter auf: Da diese Aufforderungen keinen Erfolg hatten, legte sich schließ gehen eine ruhige Erörterung unmöglich gemacht haben". Ich bat, die Sache зи untersuchen und lich der Militärpräses aufs Verdächtigen, indem er am 10. Df: erspare mir eine Kritit dieses Senatswortes, die bloße Aufbie Schuldigen zu bestrafen. Die Arbeiter bekamen eine Vor- tober dieses Jahres seinen Vereinsgenossen folgende Mär sählung der einzelnen Thatsachen ist schon Kritit genug. Tabung in das Polizeirevier, und dort fragte der Polizei vortrug: Lieutenant jeden, wer ihn zum Streifen aufgereizt habe. Der Hunger", antwortete einer. ,, Das Leibhaus", lautete die AntJedem Arbeiter las der Polizeilieutenant den Gefeßesparagraphen vor, welcher jeden Theilnehmer eines Streits mit ein paar Monaten Gefängniß bedroht, doch ließen sich die Arbeiter durch diese Drohung nicht einschüchtern. Am nächsten Tage kam der Gendarmeriegeneral Nowitzky zu Ludmer und sagte ihm:„ Ich kann den einen oder den anderen Arbeiter einsperren, aber alle einzusperren ist unmöglich. Sie können nichts machen: erhöhen Sie ihnen den Lohn." Ludmer schlug darauf den Arbeitern eine Erhöhung des Lohnes um 25 Kopeten vor und diese nahmen die Arbeit wieder auf. gewiegelt, und wort eines anderen " Der Profit der Mitglieder des Konsumvereins( Haus halt") werde wohl auch überschäßt, denn in demselben gehe nicht alles richtig zu; er habe vor längerer Zeit dem Lager: halter der in Stöcken bestehenden Filiale des Vereins dem Zeugen Albert gesagt, daß in dem Verein seitens seines Borstandes Kaltofen Betrug( oder Beschiß") vorgekommen sei, Kaltofen aber habe ihu nicht verklagt. Im Anschluß hieran erzählte Angeklagter zur Erläuterung und zum Beweis feiner Behauptungen, Privatkläger Kaltofen habe früher einmal einen Hirsch für 40 M. getauft, dem Konsumverein aber mit 50 m. angerechnet." Sonst ist vom Streit viel Neues nicht zu melden. Eine wieder niedergelegt, weil sie weder mit der ihnen verabreichten größere Anzahl Hannoveraner hat die Arbeit gestern Abend Soft, noch mit dem ihnen angewiesenen Logis auskommen können. Die Bahl derer, die seit Freitag Abend von dem Wörmann'schen Dampfer 180 Mann. Allerdings sind auch nahezu ebensoviel neue Streit Lothar Bohlen" geflüchtet sind, belief sich heute Mittag auf etwa brecher angekommen. Aus England ist, wie der Zentral- Streif tommission telegraphisch mitgetheilt wurde, eine Summe von 1000 Litr., die die Metallarbeiter bewilligt haben, abgesandt worden. Troß der gestrigen getheilten Ansicht bei der Abstimmung stehen die Streifenden fest zusammen. Ich habe die feste Ueberzeugung Von diesen Angaben konstatirte nun das Gericht, daß davon gewonnen, als ich mich gestern Nachmittag und Abend in Dem Briefe an die Arbeiter von Kiew", welcher die Art ihr beleidigender Charakter auf der Hand liege, und daß den verschiedensten Verkehrslokalen der Streifenden unter diesen umhörte. Natürlich wird das nicht hindern, daß allerhan und Weise, wie unter den schwierigen russischen Verhältnissen die Zeugenvernehmung ihre Unbegründetheit ergeben habe. Tartarennachrichten in die Welt hinausgeschickt werden. Es ist die Agitation unter den Arbeitern betrieben wird, trefflich Der Mann wurde also verurtheilt, werden die Leser denken. von der Presse ja überhaupt wohl niemals bei einer anderen charakterifirt, wollen wir einige Stellen entnehmen:" Der Weit gefehlt! Streit bei Budmer, heißt es in jenem Brief", unterscheidet sich Gleichwohl", so heißt es im Urtheil, war der Angeklagte Gelegenheit so viel und so frech gelogen worden, wie bei dem dadurch von allen anderen, welche wir in Kiew fennen, wegen der ihm beigemessenen Beleidigung frei zu sprechen, da gegenwärtigen Hamburger Streit. Eine Unzahl Korrespondenten fie hat sich eingemischt, natürlich nicht um den Arbeitern zu Und nun führt das Urtheil aus, daß der Angeklagte feine Streit berichten. Wie frech gelogen wird, zeigt folgendes daß sich hier zum ersten Male die Polizei eingemischt hat. Und ihm der Schutz des§ 198 des Strafgesetzbuches zur Seite steht." auswärtiger Zeitungen treiben sich in Hamburg umher in Cafés und Tingel- Tangeln und machen dort die Studien zu helfen, ihre gerechten Forderungen durchzusetzen, fondern um Aeußerung nicht wider besseres Wissen gethan habe, da er Beispiel: Gin Sonder Berichterstatter eines Leipziger Blattes bies zu verhindern... Die Polizei hat sich auf die Seite unferes bereits am 9. August 1896 die gleiche Behauptung ausgesprochen erhält wegen seines aufdringlichen Benehmens im Zentral- Streits Feindes gestellt und hat damit gezeigt, daß sie selbst unser babe, ohne daß der Verleumdete damals eine Klage Feind ist." Die Bedrohung der Streitenden mit Gefängniß angeftrengt hätte. Dies allein würde ihn allerdings vor Be Café. Dort hört er, daß ein Redakteur und ein Berichterstatter Bureau feine Auskunft mehr. Er informirt sich deshalb im ftrafe kann, wie im Brief" ausgeführt wird, auf die Arbeiter strafung nicht schützen, aber es kommt hinzu, daß er die inkrimi. Café. Dort hört er, daß ein Redakteur und ein Berichterstatter teinen Einfluß ausüben. Die Arbeiter verstehen, daß ein solches nirten Aeußerungen in einer Sigung des Militärvereins vom Hamb. Echo" bei einer Hafenfahrt polizeilich sistirt sind, Gesetz nur geschrieben ist, um sie einzuschüchtern, daß man gethan hat, und zwar um den Austritt einer größeren Zahl Herr Sonder Berichterstatter seinem Blatte nach Leipzig: weil sie feinen Erlaubnißschein hatten. Flugs telegraphirt der es aber niemals ausführen kann. Und wenn man dieses Gefets von Mitgliedern des Militärvereins und des Konsumvereins er und ein Redakteur des Echo" feien soeben ver ausführen wollte und alle ins Gefängniß stecken würde, so wäre Haushalt" aus ersterem zu verhindern. Berechtigte haftet, aber wieder freigelaffen. Eine fauftdicke un Ludmer der erste, welcher um ihre Befreiung bitten würde. Was ihn nun auch dieser Zweck nicht zu beliebigen Mitteln, würde denn Ludmer ohne Arbeiter thun? Gewiß, sieht er es so durfte er doch die Gründe auseinandersehen, die für verschämte Lüge läßt fich ferner ein Stottbuser Blatt von feinem„ Spezial- Korrespondenten" telegraphiren: In der Nacht gern, wenn der eine oder andere Arbeiter als abschreckendes die Mitglieder beider Vereine für den Austritt aus Beispiel in das Gefängniß gesteckt wird, aber er wird es nicht einem derfelben vernünftigerweise maßgebend sein mußten. Dabei zum Mittwoch, den 16. d. M. überfielen Streifende einen zulassen, daß ihm alle Arbeiter weggenommen werden." Ueber war zu berücksichtigen, daß es im wesentlichen nur materielle Schauermann namens Hirschfeld in der Nähe des Bleicherganges, bie Worte, mit welchen General Nowisky Ludmer aufgefordert Vortheile sind, die die Mitglieder von Konsumvereinen als solche Hafenarbeiten zu verrichten. Sie demolirten sämmtliche Möbel, wo sie seine Wirthschaft besetzten, die er verwalten läßt, um selbst hat, den Arbeitern nachzugeben, bemerkt der Brief":" Genoffen! verfolgen, und deshalb fam es darauf an, nachzuweisen, daß die Diese Worte müssen mit goldenen Worten aufgeschrieben und selben leicht überschäzt werden." zertrümmerten Krüge und Gläser, erbrachen die Kassen, zerftets in unserem Gedächtniß behalten werden. Die Polizei selbst Also um den Austritt aus dem Militärverein zu verhindern, die Konto- und Kassenbücher und versuchten schließlich das Haus schnitten die Betten und begossen sie mit Petroleum, vernichteten bekennt, daß sie mit uns nicht fertig werden kann, wenn wir durfte dessen Vorsitzender einen Ehrenmann verleumden und in Brand zu setzen. Bis jetzt sind die Thäter noch nicht ermittelt." solidarisch zu einander stehen." Der Brief" fordert daher die lügnerische Behauptungen über denselben verbreiten ohne sich babet zur Vorsicht mit den Worten:„ Wir dürfen niemandem ver- der sozialdemokratische Vorstand" des Konsumvereins Haushalt" daß es nur so eine Art hat? Und dabei sind die Streifenden, Arbeiter auf, Vereine und Kassen zu gründen, ermahrt sie aber strafbar zu machen. Wie viel Monate Gefängniß hätte wohl Sollte man nicht glauben, daß hier in Hamburg die Petroleure nur so durch die Straßen zögen und mordeten und brandstifteten, rathen, daß wir Kaffen haben, daß wir uns irgendwo ver erhalten, wenn von seiner Seite dieselbe Ehrabschneiderei am wie das ja auch der Polizeich ef anerkannt hat, bie sammeln. Wer dies jemand erzählt, wird die Kaffe zu grunde Militärvereins- Vorstand verübt worden wäre? friedlichsten und rubigsten Leute, die man richten und seinen Genossen und unserer gemeinsamen Sache sich denken kann, troßdem die Behörden jetzt allerhand Schaden" an sich ungerechtfertigte Maßregeln gegen sie ergreifen. Türkei. " Gemeindewahlen. In dem gothaischen Orte Tambach fiegte bei der Gemeinde Ausschußwahl die sozialdemokratische Liste mit großer Mehrheit, trotzdem die Gegner die ungeheure Anstrengungen gemacht hatten, um die Wahl unserer Genossen zu verhindern. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Die wegen eines Brüfewiß- Artikels beschlagnahmt gewesene Nummer der, Königsberger Boltstribüne" ist wieder freigegeben, da der Kriegsminister von der Stellung eines Strafe antrages Abstand genommen hat. " Am Sonnabend wurde in den verschiedensten WirthKonftantinopel, 20. Dezember. Der ruffische Botschafter v. Nelidow hob in feiner geftrigen Audienz die Nothwendigkeit, fchaften den Streitbrechern der Sohn ausernfte Reformen einzuführen, hervor, und sprach bezüglich der gezahlt, unter anderem in der Wirthschaft von P. WaterAmnestie die Meinung aus, daß es angezeigt wäre, einige Ausfiradt, Baum Wall 6, an die Leute des Stauers Strauß, nahmen festzusetzen. Der Sultan fagte den Erlaß einer die auf dem Dampfer Elmina" gearbeitet hatten, trotzdem dies Amnestie, von welcher gemeine Verbrecher ausgenommen sein durch§ 115a der Gewerbe- Ordnung bei Strafe verboten ist. Nahrungsmittel und Kleidungsstücke laufen täglich in großen sollen, für die nächste Zeit zu. Das armenische Patriarchat hat fich bemüht, eine allgemeine Amnestie zu erlangen. Gerüchtweise So sind für Dienstag von der Wegen vorzeitiger Veröffentlichung des Beschlusses des Mengen beim Streiffomitee ein. verlautet, der Patriarch, der sich frant gemeldet hat, beabsichtige, Amtsgerichts Berlin I betr. die Beschlagnahme der Staatsbürger- Ahlert'schen Zwiebackfabrit 5000 Dugend branne Kuchen zugesagt. wenn diese Bemühungen teinen Erfolg hätten, seine Demission zu Beitung" in Sachen des Prozesses 2ecfert 2üßow und betr. Als die Arbeiter der Fabrik hörten, daß die Posten für bie einen Theil der Auflageschrift aus dem Habererprozeß gegen Kinder der Streikenden bestimmt war, erklärten sie, denselben geben. - Die Errichtung einer Getreidebörse in den Bürgermeister Steingräber wurde Genoffe Dr. Güdetum gratis herstellen zu wollen. Bravo! Ronftantinopel ift geplant. Auch ein Zeichen dafür, daß die als verantwortlicher Redakteur der Leipziger Bolts. wirthschaftliche Entwicklung sich in den ökonomisch zurück- eitung" vom dortigen Landgericht zu 150 M. Geldstrafe ev. 30 Tagen Haft verurtheilt. gebliebensten Ländern Bahn bricht. Der letzte Prozeß, der gegen Genossen Reil, den ver Philippopel, 21. Dezember.( Meldung des Wiener antwortlichen Redakteur des Sächsischen Volksblatt" und der f. f. Telegraphen- Rorrespondenzbureaus). Nach Meldungen aus" Reußischen Volkszeitung", anhängig war und eine angebliche Konstantinopel verlautet daselbst, daß das jungtürkische Komitee Beleidigung der Hebamme Böhm in Greizs betraf, ist durch Verein neues Manifest an die Mächte vorbereitet, in welchem es die gleich beigelegt. Forderung aufstellt, daß die Reformvorschläge nicht allein die Christen, sondern auch die Mohamedaner berücksichtigen sollen, und in dem es die Wiedereinführung der aufgehobenen Berfassung beantragt. Afrika. 21 An der Hamburger Börse herrschte am Sonnabend wieder Raufluft betreffs der Attien von Schifffahrtsgefell: schaften. Die' Börsianer nahmen an, daß die Antwort des Senats die Beilegung des Streits erreichen werde. Für ihre Voreiligkeit werden die Spekulanten natürlich nicht sich, sondern die Arbeiter verantwortlich machen. Auf die Arbeiter zu schimpfen, gehört ja zum„ guten Ton" der„ guten Gesellschaft". D Die Der Magdeburgischen Zeitung" kam es höchst ungelegen, daß sich der Vorwärts" dem Vorgehen der Abgeordneten Die Hafenarbeiter- Bewegung. Genoffen 2orens anschloß, die den anderen Hamburger HafenLegien, v. Elm, Moltenbuhr und Frohme sowie des Aus Hamburg wird uns unterm 20. Dezember gearbeitern und Seeleuten empfahlen, den bekannten Vorschlag des Senats anzunehmen. In einem Artikel Sozialdemokratische schrieben: Als am Dienstag voriger Woche auf Veranlassung des Theatermache" schreibt das nationalliberale Blatt: Senators Dr. Hachmann die bekannte Resolution der Aus Agitatoren machen den Streit und wenn er ihnen nicht mehr ständigen, worin sie den Hamburger Senat um seine Bermittelung paßt, dann wälzen sie ihn ab." zur Erreichung eines schiedsgerichtlichen Ausgleichs in dem Diese Behauptung ist ebenso alt wie dumm. Maffenftreits großen Lohntampfe bitten, seitens des Streitfomitees auf der werden überhaupt nicht gemacht", sondern sie entstehen auf dem Senatskanzlei niedergelegt wurde, telegrapbirten die Vertreter der Boden der Unternehmerrücksichtslosigkeit mit der Nothwendigkeit Washington, 21. Dezember. Während dem Antrag Presse in die Welt hinaus: Beendigung des Streits in den eines Naturereignisses. Der Sozialdemokratie fällt dabei die Cameron betreffend die Unabhängigkeitserklärung Kubas im nächsten Tagen zu erwarten! Die tleine Geschäftswelt natürliche Aufgabe zu, den tämpfenden Arbeitern zu rathen und Räuberunwesen in Egypten. Daily News" melden aus Kairo: In Egypten sind neuerdings schwere Fälle von Räuberei vorgekommen. In der Provinz Keneh wurde ein Dorf von Räubern angegriffen, ein Polizeidiener und mehrere Polizisten getödtet und das Wich weggeschleppt.Amerika. * Bei der Berliner Gewerkschaftskommission gingen für die streikenden Hamburger Hafenarbeiter folgende Beiträge ein: Gesammelt von = Königsbergerstr. 7, 7,50. Arbeiter d. Laternenfabrit Georg Müller 19,30. Liste 2535, " Selbstverständlich ist der Lebensunterhalt entsprechend fost Su Selfen, damit fie ftegen oder, wenn dies nicht möglich, den Tarif eine Verkürzung der Arbeitszeit um eine Stunde täglich, Sandwerk und Gefängnisstatistik in der Schwerg. Sampf rechtzeitig beenden. Daß die Sozialdemokratie hierbei D. h. den Zehnstundentag, und eine Lohnerhöhung um zirka Aus Zürich wird uns geschrieben: Von den Strafhaus. ihre Schuldigkeit in jeder Hinsicht thut, zeigen mit besonderer 6 pet. Der neue Tarif wurde in der von der Kommission auf Gefangenen des Kantons Aargau waren im Jahre Deutlichkeit die Streits der Rottbuser Textilarbeiter, der Berliner gestellten Fassung angenommen; ferner beschloß man, an jede 1895 nicht weniger als 43 pet. Handwerker. Die JuſtizKonfektionsarbeiter und der Hamburger Hafenarbeiter. Werkstatt ein Exemplar nebst Fragebogen an versenden, damit direktion bemerkt dazu im Geschäftsberichte des Regierungsjedem Kollegen Gelegenheit geboten wird, sich zu äußern, ob rathes: Es ist eine betrübende Erscheinung in unserem sozialen bewegung ist. er für oder gegen eine zum Frühjahr zu unternehmende Lohn Leben, daß der Handwerkerstand fortwährend derjenige ist und bleibt, welcher am meisten Einfassen in die Strafanstalten Die lokalorganisirten Gewerkschaften und allgemeinen liefert. Handwerk hat entweder keinen goldenen Boden mehr Arbeitervereine werden im Berliner Sozialist" freundlichft" oder es fehlt vielfach am richtigen und soliden Betriebe st. St., Beughofftraße, 3. Rate, 31,- Malerei Ritterstr. 86 durch Wie gebeten, ihre Statuten sowie kurze Angaben über das Jahr ihrer desselben. Es kann auch beides zugleich Ursache sein. Einzelne gand 4,20. Tischlerei v. Sauer, Manteuffelstraße, 12,50. Taubstumme Ge brüder 1,25. Drechsler v. Stern 3,50. Tischleret v. Aschenbach, Waldemarstr., Gründung, über ihre Mitgliederzahl 2c.„ recht bald" einzusenden. Handwerker sind durch den Maschinenbetrieb gänzlich, andere 10,20. Tischleret v. Junolett u. Pfaff, Krautftr. 52, 10,85. Bon der freien Es soll eine„ Uebersicht" über diese Organisationen aufgestellt zum theil ruinirt worden. Das waren nicht die schlechteſten Vereinigung d. Graveure u. Biseleure 25,- Stehmann'sche Tischlerei 6,60. werden. Arbeiter v. Schülke, Brandholdt u. Co., 3. Rate, 26,10. Drechslerei Brunt Mehr Nutzen würden die anarchistischen Kon- Beiten, wo es auch noch Handwerksmeister gab, die mit und horft 4,- Tischlerei Mathufe, 3. Rate, 4,50, wenn Knopffabr. Kurstr. 38, 5,50. fusionäre aber der Arbeiterschaft leisten, fie eine neben der Bauernfame eine habliche Bürgerschaft bildeten. Personal der Buchdruckerei v. Klockow, 2. Rate, 5,-. Gürtler bet Mofert, Uebersicht über jene Berufsorganisationen aufstellen wollten, Damals gab es noch einen gesunden Mittelstand, der für Staat, Von 3. Rate, 2,50. Werkstatt Dreißig 4,70. Blauofabrik v. Wöhler, Landsbergerſtraße, 2. Rate, 16.05. D. G., 3,-. on Daß die auf dem Boden der Sozialdemokratie stehenden Lokal- dieser„ guten alten Zeit" wird aber in der Schweizer Geschichte, Gesammelt v. Lindemann 11,05. die sie durch ihr unvernünftiges Treiben schon geschädigt haben. Gemeinde und Familie eine Zierde und Macht war." Den Möbelpolirern v. Kalbow, Staligerstraße, 4,- Adolph Seligsohn, Leip zigerstraße 43, 5,20. Lederarbeiter v. R. Diedrich 5,40. Automatenfabrit organisationen, und das ist die große Mehrheit, den Anarchisten namentlich durch Pe stalozzi, sehr viel Trauriges erzählt! Dranienstraße, mit Ausnahme v. 3 Klempnern, 12, Seller Junge, 2. Rate, auch in der vorliegenden Sache teine Liebesdienste erweisen 4, Lifte 3465 Werkstatt Ball( intl. 3,20 Geyer) 10,45. Die japanische Baumwoll- Industrie. Wie der englische Töpfern, Kanalstr., Charlottenburg. 5,25. Sämmtliche Möbelpolirer von werden, versteht sich von selbst. Um eine Uebersicht der Lofal- Konsul in Tokio meldet, hat die am 1. April erfolgte 3. u. Blaten, 2. Rate, 18,30. Personal b. Buchdruckerei Greve, 2. Rate, 8,10. organisationen auszustellen bedarf, es dieser Leute nicht, die auch Aufhebung des Einfuhrzolles auf Rohbaumwolle in Japan Fischleret Anders, Königsbergerftr. 29, 2. Rate, 10,-. Buchdruckerei- Abth. u. hierbei ganz andere Zwecke verfolgen als die, die Gewerkschaften der aufblühenden japanischen Baumwoll- Industrie zu noch Stereotypte Ferdinand Ashelm 8,05. Tischler und Polirer d. Tischlerei von Höhne u. Krämer, Königgrägerstr. 3-4, 13,30. Einige Näherinnen 2, zu heben. rascherein Aufschwunge verholfen. Zu Beginn des laufenden Hydro, Stralau, 3. Rate, 2,60. Elektrischer Schaufenster Drucker 4,-. Aus Vegesack. Der Streit der Maurer, Zimmerer Jahres waren in Japan 632 130 Spindeln( in 58 Fabriken) in Tischleret v. Deichmann 8,40. Metallfargfabrit, Neue Königstr., 2. Rate. 6,90. Dret Tretbrtemen- Arbeiter 1,50. Broncewaarenfabrik Dito Echartt, Brunnen- und Bau- Arbeitsleute dauert fort. Von seiten der Betrieb; ihre Zahl am Ende des Jahres wird bereits mit einer ftraße, 2. Rate, 8,75. Silfsarbeiter d. Buchdruckerei M. B., 2. Rate, 10,-, Arbeiter ist ein Schreiben an die Unternehmer abgegangen, worin Million in Anschlag gebracht. Japanisches Garn ist im Begriff, Personal d. Buchbinderet Bading, 4. Rate, 10,-. Arbeiter- Gesangverein diese zu einer mündlichen Unterhandlung eingeladen werden. den Bombay- Artikel in China zu verdrängen. Weit weniger Morgenroth Rummelsburg 6,25. Gleichgesinnte Rotte, Laufizerſir., A. D., Fraiferei Nadelfahr, 2. Rate, 4,50. Zapezirer 6 Urban, 2. Rate, 5,50. Die Antwort war bis 18. Dezember erbeten. Die Unternehmer markant ist der japanische Export an Baumwollstückwaaren, deren 2. R. 1,50. Berrotteter, Fischerbrücke, 1,-. Bolterpadden von Spinn, haben es jedoch nicht für nothwendig erachtet, etwas zu erwidern. Import( fast ausschließlich englischer Proveniens) in stetem Steigen 3. Rate, 4,25. Mix 3, J. 2,-. Broncewaarenfabrik 6. Kramme, 2. Naie, 27,50. Tischlerei v. Weinland, Fruchtstr.. 7,50. Fliesenleger u. Arbeiter bei Ihnen liegt nichts näher, als die Organisationen zu zerstören, begriffen ist. Busch 3,- Lederarbeiter v. Sommer 5,90. Personal d. Kontobuchfabrit was ihnen voraussichtlich nicht gelingen wird. Zuzug von Ueber die Lohn- und Arbeitsverhältniffe in der Kap Riefenstahl u. Bumpe, 2. Rate, 31,60. Malerbude Wilmersdorf u. Buditer Maurern, 3immerern und Bau- Arbeitsleuten Kolonie in Südafrika enthält die November- Nummer der amt13,10. Töpfer, Bau Jahnke, Basenhaide, 2. Rate, 4,65. Tischleret v. Unger, ift streng fernzuhalten. Arbeiterblätter werden um Ab- lichen„ Labour- Gazette" folgende Angaben:" Im Südwesten Ungenannt 2,-. Arbeiter der Schraubenfabrit Subitatis, Waldemar: druck gebeten. Die Streifkommission. J. A.: O. Risse in der Kolonie sind keinerlei Bakanzen für irgend welche Branchen, firaße, 38,35. Metallarbeiter, Breslauerstraße 29, außer 4 Kollegen, Vegesack, Hafenftr. 56. selbst nicht für Dienstboten. Die Löhne sind niedrig, die 2. Rate, 13,50. Bemüthliche Rauchwolte Moabit 4,20. Affeturanz Schmierfinten, 3. Rate, 7,20. Chirurgische Instrumenten- Fabrir von Sauer, Die Maurer in Greiz haben den Innungsmeistern einen Arbeitszeit lang.. Die Maurer sowie die Zimmerleute haben 2. Rate, 2,-. Etschleret v. Ulrich, Briz, Jahnstr., 2. Rate, 4,10. K. M. W neuen Tarif unterbreitet, mit dem Ersuchen, sich bis 31. März n. J. auf den Bauten alle die verschiedenen Arbeiten ihres 3. Gutmann u. Tlene 12,50, 3747 b. Steber b. 2. 3. 80. Rotorfait darüber schlüssig zu werden. U. a. wird ein Stundenlohn von 35 Pf. Berufs, die in England von anderen Arbeiter- Kategorien Meyer Former, Wafferthorstr. 8, 10,50. Graveure u. Schloffer v. Dönniges 6,-. Tischlerei Zelder u. Platen, 2. Rate, 20,10. und ein Zuschlag von 10 Pf. für Ueberstunden und Sonntags- ausgeführt werden, mit zu verrichten; Maler müssen zugleich Töpfer v. Bau Augsburger. u. Würzburgerfir. Ede 16,80. Lifte 3750, Leber arbeit sowie für sogenannte Wasserarbeit beansprucht. verglafen und tapeziren. In Kapstadt, der Landeshaupts fabrit Salomon d. S. 10,75. Liste 1157, Tischlerei Fork. K. u. Co. 11,10. Tischlerniftr. J. A. 1,-. Stockfabrit Noah. Dresdenerstr., 16,35. Auf Listen Süddeutsche bürgerliche Blätter verbreiteten die Nach dienen pro Woche 60-66 Mark bei 48 stündiger Arbeitszeit. stadt, sind die Löhne besser. Die Zimmerer und Tischler ver 3730, 31, 32, 33, 36, 37, Lüben u Buse, Schraubenfabrit, 81,90. Tifeleur' Sander 12,05. Berfonal Schriftgießerei Emil Surfch, 2. Rate, 32,20. richt, in Mannheim werde von„ sozialistischer" Seite mit Die Einwanderung ist sehr stark." Lifte 1378, Ww. Jenfch 5,95. Tischlerei Schaub u. Franz 16, Metallgteßerei allen Kräften dahin gewirkt, Stimmung für einen Lohnkampf" Metiter u. Gefelle, Michaelrirchplay, 2,75, Maschinenfabrit Sponholz u. Brede, der dortigen Hafenarbeiter zu machen. Der Neue spielig; das bestätigt einer unserer Leser, der uns aus Kapstadt 2. Rate, 35,45. Lifte 3161, die Steinbildhauer vom Dombau 17,60. Liste 3748, zielbewußte Gelbgießer 16,-. Künstler i. Westen 3,- Liste 2541, Tischlerei Pfälzische Kourier" in Ludwigshafen hat die Meldung zuerst schrieb. Nachdem er mitgetheilt hat, daß ungelernte Arbeiter sehr G. Stein, Gr. Frankfurterstr., 10,36. Holzbearbeitungs- Fabrit Weißenfee 18,35. gebracht und die effektvolle Bemerkung hinzugefügt: Wie Metallarbeiter v. R. Schubert, Neuenburgerstr. 17, 2. State, 18,05. Tischlerei in Hamburg, so sei auch in Mannheim die Anzettelung die Eingeborenen schlecht bezahlt werden fie erhalten 4 Mart täglich, wie fährt er fort, daß dies ein höchst miserabler ein eines Hafenstreits frivoles, durch nichts gerecht Lohn sei, denn Koft und Logis tomme auf 22-25 M. wöchent Gefellichaft, Gießerei, 2. Rate, 11,85. Lifte 118, Frau Krey 10,75. Liste 1134, fertigtes Unterfangen und es sei ausgeschlossen, daß die lich zu stehen. Gelernte Bauarbeiter dagegen erhalten den Lohn, 1133 b. rey) 8,10. 8 gemüthliche Brunnenarbeiter 8,55. Tischleret v. Zahnt, Sympathien der Bevölkerung in dem angekündigten Lohnkampfe den die„ Labour Gazette" angiebt. Elifabeth- Ufer 42, 8,25. Sattler und SchuhmacherMaschinenfabrit Speier u. Co., Wißmannstr. 3 auf feiten der durch den sozialistischen Terrorismus" einge arbeiten werden meist von Eingeborenen gemacht. Dann heißt 3. Rate, 13,70. Fraiseret Gehlhoff, Reichenbergerstr. 155, 2. Rate, 4, Ein Baar arme Lehrfungen zum Gefchent für die Streifenden 2,-. Tischlerei Schüchterten Arbeiter stehen werden. Und welche Thatsache lag es weiter: Durch die Rinderpest sind die Preise enorm W. Lorenz, Wrangelstr. 33, 2. Rate, 3,50. Tischleret A. Hillner, Langeftr. 9, diefer Meldung zu grunde? Es ist in einem Flugblatt zum gestiegen. Infolge dessen macht sich unter den Maffen 2. Rate, 6,-. Gigarrenfrige 3,-. Tischlerei Osten mit Budifer, Brunnenftraße 122, außer einem Kollegen, 3. Male, 8,50. Möbelfabrit Klug, Frucht Befuche einer Dockarbeiterversammlung eingeladen worden, wo eine tiefgehende Bewegung bemerkbar für die Aufhebung ftraße, 3. Rate, 30,- Tischlerei Bollmann, Rüdersdorferstr., 2. Rate, 4,- der Hamburger Hafenarbeiterstreik das Vortragsthema bildete. aller Zölle auf Fleisch und Brot. Es wurde deshalb ein Massen. Klaviaturfabrit v. Schmohls u. Co., 2. Rate, 13,25. Buzer v. Bau Augs: Das genügte dem Ludwigshafener Blatt, um von einem beab: meeting abgehalten, zu dem sich ungefähr 8-10 000 Menschen burger- und Würzburgerftr., Baumftr. Gehrte, 18, Johannes G., 2. Rate, Dem Mannheimer Dockarbeiterverein aller Nationalitäten und auch Eingeborene einfanden. Nachdem einige 34,-. Arbeiter v. Rudolph u. Kühne, Maschinenbau, Pantstr. 24, 2. Rate, fichtigten Streit zu reden. 33,20. Töpfer v. Bau Mustauerstr. 43 10,85. Klub der Arbeitsscheuen, ist es natürlich nicht im Schlaf eingefallen, jetzt, mitten im Redner gesprochen hatten, marschirte man im Zuge nach dem Simonftr. 18 b, 7,25. Liebigstraße, 6,-. Tischlerei Sttenes, Barutherstr. 15, Winter, an einen Streit zu denken. außer einem, 7, Gouvernementsgebäude. Glafer von Borsigwerte in Tegel, 2. Rate, Der Gouverneur versprach, seine Beberfabrik von Eit u Straßer 5,-. Arbeiter der Filzschuh- Fabrit Aus Nürnberg. Das Schöffengericht verurtheilte dreizehn Minister zusammen zu berufen, die das Fallenlaffen der Zölle in von Kusche, Büschingstraße, 6,55. Siemens u. Halste, 3. Rate, ehemalige Mitglieder der am 8. November 1895 gefchloffenen Erwägung ziehen sollten. 15,90. Polterer der Werkstatt Dräsel, Admiralstraße, 1. Rate 7,50. Rothe Schleifer b. Dttr. Satur, Hollmannstraße 5,10. Siemens u. Halste, Char Mitgliedschaft des Verbandes der Schneider und Gewerkschaftlich organisirt sind in Rapstadt nur die Maurer Tottenburg 10,-. Arbetter d. Firma für Eisenbahnkonstruktion Brettschneider Schneiderinnen Deutschlands wegen Theilnahme an und Zimmerleute. Das Klima bezeichnet unser Gewährsmann u. Krüger, Pantow 14,50. Böttcherwerkstatt v. Geisler 3.-. Arbeiter der einem nicht angemeldeten politischen Verein. Vier Angeklagte als gesund, insbesondere als fieberfrei. Die sanitären Verhält Stockfabrit Girod u. Auerbach, Neanderstr. 8 5,- Liste 2551, Vergolder v. Stolpe 10,55. Sifte 2552, Peroldt 6,80. Biertisch Kuzner, Camphaufenerstraße müffen je 10 M., die übrigen je 6 M. Geldstrafe bezahlen. nisse der Stadt sind, unterstüßt durch gute Kanalisation und 3,-. Dreheret, Ritterstraße 15,50. Perlmuttarbetter v. Münch, Königs Gleichzeitig wurde die definitive Schließung der Filialen aus- Wafferleitungs Anlagen, befriedigend. Große, schöne Bauten, bergerstraße 4 4,80. Aus dem Reiche des Ministers Thielen 20,55. August gesprochen. Unter der Aera des freisinnigen v. Schuh sind bisher elektrische Straßenbahnen und elektrische Beleuchtung geben der Motes 3,- a Konto Liften von Thielte 140,-. Holzbearbeitungsfabrit G. Krohne, Bernauerstraße 9,40. Tischleret Otto u. Co., Franfedtftr. 6( darunter zwei Vereine, der Frauen- und Mädchenbildungsverein und die Stadt ein europäisches Gepräge. Ramsch 8,-) 16.50. Kürschnerwerfft. v. Luts, Kurstraße 7,15. Modelltischlerei Mitgliedschaft des Schneiderverbandes, für politisch erklärt worden, Daß auch hier die Eingeborenen von den europäischen von A. Borfig 3. Rate 7,25. Buchbruckerei von Paul u. Co., Alte Jatob- welches Vorgehen gegen 72 Personen Anklagen im Gefolge Kulturträgern" als eine untergeordnete Raffe behandelt werden, Straße 2,- Stste 3496, Dahlstein, Tapezierer 6,80. Goldleiftenfabr. Möller, Rigborf 5,50. D. R. 14 4,45. Beffelstraße 3. Rate, 8,50. Berbe u. Genossen hatte. Davon wurde eine Person freigesprochen. geht aus den Mittheilungen unseres Gewährsmannes ebenfalls 6,70. Kartonfabrik von Ehlert u. Lange 1,95. Buchdruckerei von Köbte 2. Rate 11,85. Bildhauer der Firma Schleicher 3. Rate 3,-. Lifte 2555, Albumfabrik Im Porzellanarbeiterstreik in Dallwig in Böhmen, der hervor. Für sie besteht nämlich noch die gefeßliche Prügelstrafe. Elektrotechnische Fabrik von Schulz u. schon viele Wochen währt, ist das Ende noch nicht abzusehen. Noch schlimmer sind nach der Richtung hin die Zustände in der Buren- Republik. In Johannisburg wurde kürzlich ein Sange 3. Rate 2,50. Lifte 8491, Zischleret Stampehl, Stallschreiberstraße 3,80. Jm Beisein des Bezirkshauptmanns aus Karlsbad und des Gegifte 2543, Göße 8,35. Organisirte Posamentterer 9,-. 5 Vergolderinnen von Adolf Wertmeister, Schmidstraße 2,25. Klempner von D. F. Schäffer Nachf., werbe- Inspektors aus Pilsen war eine Unterhandlung gepflogen Kaffer zu 6 Monaten harter Arbeit und 25 Stockschlägen verurtheilt, mit einer Ausnahme 11,30. A. Bölz, Sattler, 2,-. Geschäftsbücherfabrit von worden, die dazu führte, daß die Leitung der Porzellanfabrik weil er angeblich eine europäische Dame beleidigt hatte. Beim Ber Adolf Zumpe, Drantenstraße 12,20. Lifte 3577, Mechan. Werkstatt R. Krüger, allen Arbeitern den Neunstundentag bewilligte und einige andere lassen des Gerichtsgebäudes fluchte er, wurde sofort gefaßt und Höfe, Lindenstraße, außer 1 Wt. 7,05. Möbeltischlerei W. Wolgt, Weberstraße Zugeständnisse machte. Da sie aber auf eine Aufbesserung des zu weiteren 2 Monaten und 15 Schlägen verurtheilt. In den 11,25. Tischleret Hanke u. Kaeber, Weberstraße, 2. Rate 12,-. Tischlerei Lohnes nicht einging und die Forderung nach sofortiger Wieder: Johannisburger Goldgruben defertiren täglich schwarze Arbeiter Weselowsti u. Riege,' mit Budiker 4,-. Spinn u. Sohn, aus Feiler- Saal einstellung aller Streifenden ablehnte 2. Rate 6,65. Gefangverein Schneeglöckchen, Rirdorf 5,-. Schlosserei Müller, wollte sie 200 nach eigener Wahl, die übrigen 220 nach Hebung - innerhalb 8 Tagen wegen zu geringer Löhne und schlechter Behandlung. Wallstraße 6,50. Außen- Buzertolonne 3,- Innen- Pußertolonne 3, Stodfabrit Wendt, mit Ausschluß einiger Kollegen 9,55.£ tste 678, F.. 7,70. des Geschäfts, also nach und nach in Arbeit nehmen so be Tischleret F. Klär, Alte Jakobstraße, 3. Rate 9,50. Tischleret Bat u. Bimmer schlossen die Ausständigen den Streit fortzusetzen. mann 5,75. Buchdruckerei Boll 2. Rate 12,-. Wilfe, Wrangelstr. 135 2. Rate 4,50. Lifte 3442, Buchbinderwerkstatt Collin, Leipzigerstraße 14,35. Liste 2103, Schuhmacher- Streiks in Wilna. Im Oktober streitten in Metallarbeiter, Lindenstr. 18, 2 Säle 13,25. Metallschläger Berlin und Friedrichsberg 6,20. Lifte 1028, Mix u. Geneft, Alt- Berlin 6,45. Liste 1595, Rothe Wilna in West Rußland bei dem Unternehmer Rossowsty Johnſtlaven: G. 16,25. Stereotypeure von H. S. Hermann 6,20. Drechsleret 17 Schuhmacher, die eine Erhöhung des Lohnes auf 50 Kopeten Personal Ferd. Maurer u. Ro. 3. Rate, außer einem 4,50. Personal der für das Paar Schuhe verlangten. Der Unternehmer gab nicht Mittler'schen Buchdruckerei 3. Rate 39,-. Tischlerei C. Einice, Wienerstraße, nach, weil ein Kleinmeister die Ausführung der bei ihm ge- Streifende nahmen die Arbeit auf; 158 fremde Arbeiter legten 10,30. Bergolder und Berufsgenossen, Beughofstraße, durch Magnusen 12,30. machten Bestellungen übernahm. Es war dies feit Anfang Wertzeug Maschinenbau vorm. Frister u. Roßmann 15,-. Töpper u. Puzer August der fünfte Schuhmacher- Streit in jener Stadt. An dem mit Bubiter 5,50. Tischleret Seidetlang u. Bileki, Alte Jakobfiraße, 2. State größten von diesen Streits waren 50 Arbeiter betheiligt und er 5,50. Tischleret Dammann, Gerichtsstr. 72, 2. Rate 6,-. G. Koopmann, Weihnachten 2,-. Bei Bernau am Stammtisch 2,-. John 1,- Bon den endigte mit einem Erfolg. In den letzten anderthalb Jahren brei Dummen 1,50. Ueberschuß aus Marburg 1,20. Dr. H. D. 3,-. Bon der find in Wilna im ganzen 15 Schuhmacher- Streits vorgekommen. Bachmann, 2. Rate, 4,50. R. Lestow auf Liste 2402, 2403, Stellmacher, 12,85. Bautischleret Gotisch, Bücklerstr. 58, 2. Rate, 9,-. Allgemeine ElektrizitätsBite 12,20. Lifte 2147, Wienece 4,45. 4, Michaeltirchstr. 41 36,50, Lifte 21, Martthalle Marheiniteplay 5,95. Tischlerei v. Bredow, Schönhauser Allee, 2. Rate 6,83. Helmivertstatt Loh Söhne 2. Rate 11,-. Werkstatt Eppftein u. Ko. 8,25. Dr. A. F. 6,-. Buchhalter 1,-. Weiße Raben 1,50. Moabit P. S. 2. Rate 2,-. Bier Dachhafen, Neue Grünstraße, 3. Rate 3,50. Beuthftr. 3, 3,40. B. N. 50. Unter Schweinen gesammelt 2, Drei Schneider in Rheinsberg i. M. 1,50. Der Paitor von Benedig" bet Beterett 3,-. Möbelfabrik Kümmel, Gr. Frankfurterstraße, 3. Rate 21,80. Tischlerei Fahnkow, Wafferthorftr., außer den Drechslern 5,-. Stille Pauline, Friedensstr. 52, 8,-. Fournirer, 1 Drechsler nebst Budifer, Liebenwalder 6,10. Tischleret Courtois, mit Ausschluß eines Auch- Kollegen, 3. Rate 6,80. Gughafenerftr. 4, 3,50. Ernst Pugte, Töpfer, Charlottenburg 1,50. Beißgerber 0 Soziales. in den Ueber das furchtbare Grubenunglück in Ungarn liegen fraße 4, 2. State 7- Zifchlerei Schwieters, Fruchtſtr. 31/32, außer einem weitere Meldungen vor. Nach Angabe des„ Pester Lloyd" arTischlerei Raate, Boffenerstr. 41, 2. Rate 6,-. Organisirte Textilarbeiter beiteten im Szechenyi Schacht in Reschiza" zur Zeit, als die Sagans t. Schl. 20, Tischlerei Gericke, Schöneberg, Hauptstr., 11,55. Klub schlagenden Wetter auftraten, 114 Mann, davon wurden Brombeere 10,-. Glasarbeiter Köpenics, 2. Bate 20,-. Gastwirth J. Wagner, 36 Lobte und 27 Verwundete an tage gefördert. Es scheint in Hetoingsfeld 10,- Fürstenwalder Genossen d. W. 30,-. Bter Zimmerer die Annahme berechtigt, daß die übrigen " Bau Mundt" 8,70. Steinhauer v. Fl. F. 2., Tegelerstr., 2,50, Textilarbetter- Tiefen des Schachtes an verschiedenen Punkten zerstreuten Berband Filiale 1 Berlin 25,- Lange Nase" Lüzowoftr., 6,- Einige fer theils verbrannt, theils erstickt und theils ertrunken sind. Die Lohner Arbeiter 8,40. Ben den Grünen 10,-. Aus Hohenlindenburg 9, Gewerkschaften Jena d. Sch. 4. Rate 50,-. 16 Glasarbeiter der Glashütte Rettungsarbeiten sind mit steter Lebensgefahr verbunden, da Hoffmann, Westfalen 14,50. Brenzlauer Buchdrucker 10,-. Parkettbodenleger eine direkte Kommunikation mit der brennenden Grube unStettins b. A. Seß 12,-. Tischleret A. Seiler, Charlottenburg, Krummestr., 18,- Goldberger Genoffen 20,-. Tischleret C. Baschin, Neu- Weißensee, möglich ist. Gäblerftr., 3,80. Maler v. Böklinghaus u. Heinen im Postbau in Charlotten Privatmeldungen zufolge ist die Zahl der Todten bereits auf burg, mit Bubiker 7,50. V. F. B. B. 1,-. Organisirte Arbeiter Neu- 42 festgestellt. stabi a. Hardt, Pfala 9,80. Leberarbeiter in Mühlburg in Baden 22,30. Organisirte Steinarbeiter Alt- Warthau t. Schl. 3. Rate 50,-. Von den unausstehlichen Rothen der Brauerei Pichelsdorf" 2. Rate 16, Fünf Stein nicht Anlaß geben, das Bergwefen im Sinne der Arbeiterforde Auch dieses neuefte Maffenunglück wird den Regierungen megen Bau Albrechtstraße in Steglig 3,-. Tischleret Krumret mit Buditer, rungen zu reformiren. in Steglig 2,-. Goldleiftenfabrit Albert Spiesete, Dresdenerstr., 2. Rate 8.25. Firma Gaffen, Schönhauser Allee 72, 8,25. Schneidemühle Anflamerfir. 33, 6,20. Von Feige gesammelt 4,-. Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins Ausnahmen 2,50. " Depeschen und lehte Nachrichten. Hamburg, 21. Dezember.( Privat- Depesche des Vorwärts".) Die Streifenden hatten heute 12 Versammlungen. Es wurde beschloffen, der Streit dauert im alten Umfange fort. Fünf dieselbe nieder und reisten ab. Für morgen ist die volle Unterstügung gesichert. Breslau, 21. Dezember.( H. B.) Von mehreren Seiten wurde die Nachricht angezweifelt, daß als Borbedingung für die Naturalisation ehemaliger österreichischer oder russischer Angehörigen die Beherrschung der deutschen Sprache gefordert werde. Auf direkte Anfrage wurde dem Breslauer Generalanzeiger" die Richtigkeit dieser Meldung aus Rattowiz bestätigt. Frankfurt a. M., 21. Dezember.( B. H.) Die Franks. Zeitung" erfährt aus Zürich: Der flüchtige Reichsbank Agent Segele hat sich in Lichtenſteig- St. Gallen, wo er sich seit Freitag aufhielt, mit Morphium vergiftet. Noch lebend wurde er in das Krankenhaus Wattwyl gebracht. Bern, 21. Dezember.( W. T. B.) Der Nationalrath hat den italienisch- schweizerischen Staatsvertrag, betreffend den Simplondurchstich einstimmig genehmigt. Toulon, 21. Dezember.( 8. Z. B.) Die Zahl der Streifenden der Seyne- Kompagnie hat beträchtlich zugenommen. Rom, 21. Dezember.( B. H.) Wie es heißt, wird die Kolonie Erythrea in fünf Bonen eingetheilt, die von Militärfommandanten befehligt werden sollen. Auch sollen in der Rolonie größere Be feftigungen errichtet werden. von starkem Sturm, gehen in Ober- und Mittel- Italien nieder, Rom, 21. Dezember.( B. H.) Heftige Schneefälle, begleitet hauptsächlich in Piemont schneit es unaufhörlich. Zahlreiche Ortschaften sind eingeschneit. Der Verkehr und die Telegrapheus verbindungen sind vielfach gestört. Prozeß. Nachmittags wurde mit der Zeugenvernehmung be= gonnen. Präsident und Richter find angesehene Persönlichkeiten, die vollständig parteilos find. Ueber unglaubliche Arbeitsverhältniffe in den Bier. 20,-. Ntel'sche Fräferet 7,- Bottcher der Brauerei Bögow b.. 6,50. brauereien der russischen Stadt Kowno berichtet das Gesammelt von dem Kollegen E. Schmidt mit Bubiter, Ratiborftr. 19, 7,65. dort erscheinende offizielle Rowenstija Gubernstija Wedomosti". Sofia, 21. Dezember.( B. H.) Heute begann der StambulowBuchbinderet H. Schucker 2,75. Personal mit großer Schnauze, mit einigen Die Arbeitszeit beträgt abwechselnd den einen Tag 16, den Weitere Sendungen nimmt das Berliner Gewerkschaftsbureau anderen 20 Stunden! Die Arbeit, welche abwechselnd den ( R. Millarg, Berlin S., Annenftr. 16) in der Zeit von einen Tag um 8 Uhr abends und den folgenden um 12 Uhr 9-1 Uhr vormittags und von 6-8 Uhr abends entgegen. nachts endigt, beginnt immer um 4 Uhr morgens in der einen, um 4 Uhr morgens in der anderen Brauerei. Die Arbeiter, welchen nur 4 Stunden für den Schlaf gelassen wird, können nicht nach Hause gehen und schlafen in der Brauerei selbst. So geht es ohne Unterbrechung das ganze Jahr durch! Der Wochen verdienst der so gemarterten Arbeiter übersteigt nicht 3 bis 31/2 Rubel. Gewerkschaftliches. Zuzng von Arbeitern nach den deutschen Seeftädten ift während der Daner der dortigen Lohnbewegungen aufs ftrengste fernzuhalten! Gelder sind zu senden an das Berliner Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, Berlin S., Auneustr. 16.) 130 Zeugen find vorgeladen. Ein überaus zahlreiches Publikum sowie zahlreiche Vertreter der Presse wohnten der Verhandlung bei. Chicago, 12. Dezember.( W. T. W.) Die Nationalbant von Jüinois hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Verpflichtungen der Bank werden auf 11 Millionen Dollars geschätzt. Dieses Fallissement hat auch die Zahlungseinstellung zweier anderer Banken vernanlaßt, nämlich E. S. Dryer u. Ko. und Wasmansdorff u. Heinmann. Für die induftrielle Richtung des Adels in der Neuzeit ist Böhmen ein interessantes Beispiel. Der böhmische Adel hat an rein industriellen Besitzthümern 166 Fabriken, 236 Tanger, 21. Dezember.( Meldung der Agence Havas".) Brauereien, 196 Brettsägen, 304 Biegelöfen, 39 Kalkbrennereien, Die Polizei verhaftete zwei Spanier und einen Araber, welche Die Korbmacher der Grünbranche beriethen am 14. d. M. 26 Bergwerke, 10 Glashütten und 6 Badeanstalten. Außer aus der Ermordung des Bankiers Häßner verdächtig sind. Ferner in Friedrichsberg über den von der Kommission aus den industriellen Unternehmungen bezieht der böhmische Adel noch fand die Polizei einen Dolch und ein arabisches Kleidungsstüc, gearbeiteten 2ohntarif. Derselbe bedeutet gegen den alten aus seinem Großgrundbesitz schier unermeßliche Einkünfte. welche, wie man annimmt, den Mördern gehören. Verantwortlicher Redakteur: Auguft Jacobey in Berlin. Kür den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berliu. Druck und Verlaa von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen. 1. Beilage zum„Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kr. 399. Dienstag, den 32. Dezember 1896. 13. Jahrg. VoKsles. Nm 81. Dezember ist der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres. Da hat die Sonne ihren— scheinbar � tiefsten Stand, d. h. die Sonnenstrahlen fallen am schrägsten und folglich am wenigsten wärmend und lenchlend ans die Erde, der, wenn diese Bewegung in dem Ver< dältniß zum Tagesgestirn fortdauerte, bald Licht und Wärme vollständig ausgehen würde. Allein die Bewegung hat jetzt ihren Ruhepunkt erreicht, und vom 22. Dezember an beginnt die Sonne wieder— scheinbar— zu steigen, d. h. der Winkel, in welchem die Strahlen auf die Erde fallen, nähert sich immer mehr einem rechten Winkel, und sie spenden entsprechend mehr Wärme und Licht. Es ist das die sogenannte Wintersonnenwende, die, weil die Herrschaft des Lichts und der Wärme— Frühling, Sonnner und die Wiedergeburt der Natur und allen Lebens anzeigend, seit Urzeiten von den Menschen gefeiert wird. Bei den alten Germanen begann mit dem Kentigeu Tage das I u l- und Jubelfest, an dessen Stelle das Christenthum, einige Tage der Pause lassend, das Weih- nachts fest geschoben hat, an welchem der erlösende Christus die erlösende Sonne des alten Naturkults vertritt. Neber„Berliner Kouiinnnal-Pflrgekinder" brachten die „Bert. Neuest. Nachr." vor einiger Zeit einen Artikel, der sich aus einen in der Monatsschrift„Die Frau" veröffentlichten Aufsatz„Kommunal-Pflegekinder" einer Lehrerin H. Ludwig stützte »nd mit seinen hieraus entnommenen Schilderungen gewissen- loser Ausbeutung kommunaler Waisenkinder durch ihre Pfleger eine schwere Anklage gegen die Berliner Waisenverwaltung bildete. Wir nahmen damals(vergleiche den Artikel in Nr. 266) auf grund gewisser, für Berlin nicht zu- treffender Angaben des L.'schen Aufsatzes sofort an, daß die„Berk. N. N." den Aufsatz(der, ohne den Wohnort der Verfasserin zu nennen, nur von„unserer Stadt" sprach) irrthümlich ans Berlin bezogen hätten. Inzwischen hat die Waisenverwaltung durch Anfrage bei der Herausgeberin der„Frau" festgestellt, daß thatsächlich nicht Berlin gemeint war. Die Waisenverwaltung hat darauf der Herausgeberin eine Darstellung der in der Berliner Waisenpflege geltenden Bestimmungen übersandt und ihr, unter Bezugnahme auf jenen Artikel der„B. N. N.", einen Rüffel dafür ertheilt, daß sie durch Aufnahme des nur von„unserer Stadt" sprechenden L.'schen Aufsatzes in ihre in Berlin erscheinende Zeitschrift die „B. N. N." zu einem Jrrthum verleitete. Wir meinen, der Irr thum war vielleicht weniger auf die Unklarheit des Aussatzes als darauf zurückzuführen, daß i» der Berliner Waisen pflege, wie jedermann weiß, eben auch nicht alles Gold ist, was glänzt. Die häufigeren Störungen an dem elektrischen Bahnbetrieb der Großen Berliner Pferdebahn- Gesellschaft haben eine eigen- ortige Ursache. Uns wird von einem Techniker geschrieben: Dem aufmerksamen Beobachter unserer elektrischen Konkurrenz- bahnen wird, selbst wenn er kein Techniker ist. dennoch nicht enlgangen sein, wie erheblich vollkommener und exakter der Betrieb der andern hier konzessionirten Gesellschaft arbeitet im Vergleich zu dem Betriebe der Großen Pferdebahn- Gesellschaft. Wir erleben hier ein merkwürdiges Schauspiel!— Nach dem Grundsatz: Der Prophet gilt nichts in feinem Vaterlande, hat sich die Große Berliner Pferdebahn- Gesellschaft für ihre elek irischen Betriebe mit der Eleklrizitäls- Gesellschaft Union in Geschäftsbeziehung gesetzt und diese Gesellschaft arbeitet vorzugsweise mit amerikanischen Pateuten, aus deren technischen Kinderkrankheiten sie sich selbst allmälig herausarbeitet. Auf diese Weise wird also Berlin, die Ursprungs- stätte der elektrischen Eisenbahnen, sobald die Verträge mit der Pserdebahn-Gesellschaft abgeschloffen sind, für den größten Theil seiner elektrischen Berkehrsanlagen sich die minder voll kommenen Betriebseinrichtungen einer Gesellschaft gefallen laffen müffen, die mit amerikanischer Weisheit arbeitet, während die.viel vollkommeneren elektrischen Einrichtungen der beut- schen Firma nur auf dem Rest von Linien zur Durchführung ge- langen, den die Große Berliner Pserdebahn-Gesellschaft noch übrig gelassen hat. Und fragst Du lieber Leser neugierig, wie es kommt, daß eine so reiche und so große Pserdebahn-Gesellschaft für Berlin nicht gleich das nächstliegende und das beste System gewählt hat so giebt eS eine sehr naheliegende Antwort: erstens hat diese Gesellschaft doch schon zur genüge bewiesen, daß sie Rücksichten auf daS Berliner Publikum, die an ihren Geldbeutel besondere Anforderungen stellen, überhaupt nicht keiint, und zweitens sind einflußreiche Aktionäre der Großen Berliner Pferdebahn-Gesell- schaff gleichzeitig Aktionäre der Elektrizitäts» Gesellschaft Union? Was scheert diese Kaufleute ein besonders vollkommener Betrieb: Die Hauptsache bleibt hier der Wahlspruch: Vivickvuckovtimxers.! Tie Einführung der Sonntagsruhe auch im Fern- sprech-Verkehr, oder die Verminderung der Betriebsstundeu für diese, wird gegenwärtig von der Reichs-Postverwaltung ins Auge gefaßt. Eine Korrespondenz berichtet:„Zu diesem Zweck werden über die Inanspruchnahme der Fernsprech-Einrichtungen während der einzelnen Äerkehrsstunden der Sonnlage auf den Fernsprech- Aemtern besondere Feststellungen vorgenommen. Außerdem aber sind die mit Fernsprech-Betrieb versehenen Postämter angewiesen worden, bei den Fernsprech- Theilnehmern unter der Hand nachzuforschen. wie dieselben über ein« eventuelle Einfchränkung des Eonntags-Fernsprech-Verkehrs im allgemeinen denken, und in welchen Stunden der letztere am leichtesten zu entbehren sein würde. Das Ergebniß dieser Um- fragen und Feststellungen scheint nun für die Absicht einer Ein- jchränkung des Fernsprech-Verkehrs an Sonn- und Feiertagen ziemlich günstig zu werden. Nur wird diese Ein- fchränkung keineswegs in gleicher Weife, wie der Po st verkehr, ja überhaupt nicht während der Tagesstunden, sondern lediglich des Abends, etwa von 7 oder auch K Uhr an, möglich sein. Bestimmtes hierüber läßt sich jedoch heute noch nicht sagen, da die Erhebungen der einzelnen Postämter zur Zeit noch nicht ganz beendet sind und also die Reichs-Postverwaltung selbst noch nicht in der Lage ist, zu der Frage bestimmt und definitiv Stellung zu nehmen."— Im Rheinland, wo eine gleiche Absicht der Postverwallung bestehen soll, agitiren die Kapitalisten» blälter mit Eifer dafür, daß den Telephonbeamten ja keine Sonntagsruhe gewährt werde. Zu der Acetylen-Explosion in der Speuerstraße wurde in der letzten Versammlung des Gruudbesitzer-Vereius Bellevue- und Hansaviertel mitgetheilt. daß Herr Spediteur Rothenstein, der Besitzer des Hauses Spenerstr. 23. drei Tage vor dem Un- glück— sobald er von der Gefährlichkeit der Jsaak'schen Ver- suche unterrichtet worden war— beim Polizeipräsidium vor- stellig geworden war. um den Auszug des Jsaak'schen Laboratoriums durchzusetzen. Ehe die mit dem Vermerk„eilig" versehene Eingabe den langen Instanzenweg durchlaufen halte. war das Unglück geschehen. Die Versammlung beschloß i»,t großer Mehrheit eine Resolution, in welcher nachdrücklich der Ansicht Ausdruck gegeben werden soll, daß das Polizeipräsidium künftighin solche Betriebe im Innern der Stadt bezw. in und nahe bei Wohnhäuser» nicht mehr konzessivniren dürfe. Ange und Beruf. Zu diesem von uns in Nr. 236 ge- brachten Artikel wird uns vom Zentralvcrein der Gärtner geschrieben. daß unter den Aerzte» vielfach die An- ficht verbreitet sei. zum Beruf des Gärtners bedürfe es keiner besonders großen Sehschärfe. Dies sei ein Jrrthum. Wie jeder Fachmann bezeuge» werde, fei namentlich beim Baumschulen- und Landschaflsgärtner ein gutes Auge Haupterforderniß. Junge Leute mit schwachen Augen werden von gewissenlosen Prinzipalen zwar ganz gern als Ausbeutungsobjekte in die„Lehre" ge- nommen, in späteren Jahren aber seien sie nicht zu gebrauchen. Die Minderwerthigen arbeiteten dann für jeden Hungerlohn und erschwerten es den organisirten Gärtnergehilfen, ihre so schon elende Lage zu verbeffern. Mehrere Steinmetzen ersuchen uns um Aufnahme folgender Einsendung: Die Trottoirplatten unserer Bürgersteige sind durch den starken Fußgängerverkehr in den meisten Straßen so glatt geworden, daß sie namentlich bei nassem Wetter oft schwer zu passtren sind. Wäre es da nicht angebracht, die Trottoirplatten etwas ausstaken, d. h. rauh bearbeiten zu lassen? Es ist dies eine einfache Arbeit, welche bei dem jetzigen Frost- weiter, welches die Arbeiten auf Bauten meistens inhibirt, von den Steinmetzgeschäften gewiß gern angenommen würde. Vielen Steinmetzgehilfen, die zur jetzigen Weihnachtszeit mit ihren Familien Hungerpfoten saugen müssen, würde durch eine der- artige Beschäftigung eine schwere Sorge vom Halse genommen werden. Wenn wir nicht irren, weist sogar eine alte Polizei- Verordnung die Hauswirthe an, nach dieser Richtung hin ihre Pflicht nicht zu vergessen. Tie Sonntags-Renue» werden auf Beschluß des Kaisers im nächsten Jahre ebenfalls von dem Programm der großen Rennvereine Berlins, dem Union-Klub, dem Verein für Hinderniß- rennen und der Trabrenn- Gesellschast snspendirt bleiben. Ob endgiltig auch damit gebrochen werden wird, an ganz besonders christlichen Stätten den Sabbath durch profane Arbeit zu schänden, wie dies bekanntlich im königlichen Schloß, in der Gnadenkirche, sowie in der Kirche mit der weggemeißelten Kameelsinschrist ge- schehen ist? Wann besuchen die Armen die Kirche? Das„Volk" des Herrn Stöcker schreibt:„Die Berliner Obdachlosen strömten gestern in hellen Haufen nach den beiden Schrippen- k irchen des Vereins„Dienst an Arbeitslose", so daß hunderte an den Thören abgewiesen werde» mußten. Die Leute hatten nämlich geglaubt, daß schon gestern die Weihnachtsfeier stattsinden würde, sie wird jedoch erst am nächsten Sonntag, dem dritten Weihnachtsfeiertage, abgehalten werde». Merkt das „Volk" garnicht, wie wenig Werth die Armen dem geistigen Manna beilegen, das ihnen neben der Schrippe gespendet wird? Konkurrenz. Die katholische„Germania" schreibt:„Protestantische Propaganda vor der katholischen St. Hedwigskirche ist wohl das neueste auf diesem Gebiete. Vorgestern, Sonntag, stand vor dem Beginn der Gottesdienste vor der St. Hedwigs- kirche ein Mann, der an die zur Kirche kommenden Katholiken gratis Traktätchen aus dem Verlage der D. Evangelischen Buch- und Traktatgesellschafl Berlin K Äckerstraße 142 vertheilte. Die betreffenden Katholiken, die da glaubten, es wird ihnen von feite» der Hedwigskirche irgend eine Schrift angeboten, waren entrüstet darüber, ei» wenn auch»och so salbungsvolles evangelisches Traktätchen erhalten zu haben auf dem Wege zum — katholischen Gottesdienst. Schließlich wurde der Mann auf- gefordert, daß er sich davon machen solle, da er nicht zu wissen scheine, daß hier eine katholische Kirche sei. Er machte ein „dummes" Gesicht und— trollte sich." Weihuachts- Rückfahrkarten. Eine Reihe Anfragen ver- anlassen uns, eine kürzlich erfolgte Veröffentlichung nochmals zu wiederholen:„Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat an- geordnet, daß zur Erleichterung des Weihnachtsverkehrs im Verkehr zwischen Stationen der preußischen Staalsbahnen und im direkte» Verkehr mit anderen die gleiche Bestimmung an- nehmenden Eisenbahnen die Geltungsdauer der am 22. Dezember d. I. und den folgenden Tagen gelösten gewöhnlichen Rückfahrkarten von sonst kürzerer Geltungsdauer bis zum 6. Januar kommenden Jahres einschließlich verlängert wird. Die Rückfahrt muß an diesem Tage angetreten werde». Voraussichtlich werden die übrigen norddeutschen Eisenbahnen, ferner die hessische Ludwigsbahn und die Main- Neckarbahn die gleiche Bestimmung treffe», wie es im Vorjahre bei der Ver- längerung bis zum 2. Januar geschehen ist; vielleicht auch die niederländische Staatsbahn, holländische Eisenbahn und große belgische Zentralbahn. Dagegen dürste im Verkehr mit den Reichs-Eisenbahnen, den pfälzischen, badischen, württembergischen und bayerischen Eisenbahnen die Verlängerung auf 16 Tage be- schränkt bleiben." Ermäßigung der Fernsprechgebühren. Vom I. Januar 1897 ab wird un Sprechverkehr zwischen zwei verschiedeneu Stadt-Ferusprech-Einrichtungen des Reichs-Post- und Telegraphen- gebiets, deren Haupt- Vermittelungsanstalten in der Luftlinie nicht mehr als ö0 Kilometer �von einander entfernt sind, die Gebühr für ein gewöhnliches Gespräch bis zur Dauer von drei Minuten aus 25 Pf. crniäßigt. Bei größeren Entfernungen be- trägt die Gebühr wie bisher 1 M. Genaue Adrcssiruug der NeujahrSbriefe. Die Ober- Postdireklion macht folgendes bekannt: Um eine ordnungsmäßige Bestellung der Briese zum bevorstehenden Jahreswechsel zu er- reichen, ist es erforderlich, daß in den Ansschriften der Stadt- briese nickt nur die Wohnung des Empfängers(genau nach Straße, Hausnummer und Lage(Stockwerk, Hof zc.), sondern auch der Postbezirk(L, 0, XO u. s. w.), in welchem die Woh- »ung gelegen ist, neben dem Ortsnamen„Berlin" oder der Bezeichnung„hier" deutlich und zutreffend angegeben wird. Vom Postamt 18. Heute wird die Ausgabe für Briese und Zeitungen des Postamts 12 von dem Hause Zinimerstr. 26 (Ecke Charlottenstraße) nach dem Hause Zimmerstr. 27 verlegt; daselbst wird gleichzeitig ei» Annahmeschalter für Drucksachen und größere Waarenproben eingerichtet werde». Der„goldene Sonntag" hat nach der„Voss. Ztg." im allgemeinen die Geschäftswelt nicht befriedigt, jedenfalls ist der Umsatz fast überall hinter dem im vorigen Jahre zurückgeblieben. Die Schuld wird dem Blatte zufolge in erster Reihe dem un- freundlichen Wetter zuzuschreiben sein, das gerade den kauf- fähigste» Theil des Publikums zurückhielt; daneben mag auch der Umstand hemmend gewirkt haben, daß uns noch fünf Tage vom Feste trennen und viele ihre Einkäufe bis in die allerletzten Tage verschieben. Ob die Behörde aus derartigen Klagen de» einzig verständigen Schluß ziehen wird, daß es zwecklos und schädlich ist, die Sonntagsruhe zum Schaden der Handels- angestellten vor den Festen zu unterbreche»? Gegen das O.näleu der WeihuachtSkarpfeu beim Schlachten wendet sich eine an uns gerichtete Zuschrift des Berliner Thierschutzvereins:«Die Fische werden lebendig ge- schuppt und aufgeschnitten, den Aalen wird lebendig die Haut abgezogen, häufig nachdem man sie in einer Schüssel Salz sich hat„matt laufen" lassen. Die so zu Tode gemarterte» Thiere werden dann als Festschmaus beim Hauptfeste der Christenheit verzehrt. Und solches geschieht nicht nur von rohen, ungebildete» Leuten, sondern in den Küchen der„besten Kreise" und besonders in den Gasthöfe». Nicht selten wohnen diesem empörenden Vor- gange auch die Kinder des Hauses bei— ein treffliches Er- ziehungsmittel! Und doch ist nichts leichter als einen Aal. Karpfen oder anderen Fisch völlig zu betäuben, wenn man ihm mit einem oder mehreren Hammerschlägen die Hirnschale zer- trümmert."— Wir bringen diese Zuschrift zum Abdruck, obgleich wir glaube», daß der Theil unserer Leser, der sich einen Weih- nachtskarpfen leiste» kann, nicht allzugroß ist. Möge der wohl- angebrachte Wink des Thierschutzvereins dort Beachtung finden. Im Treptower Park ist am 15. d. M. mit der Zuschüttung des neuen Sees begonnen worden und zwar zunächst mit dem Kanal zwischen See und Karpfenteich. An demselben Tage wurde mit dem Abbruch des Theaters Alt-Äerlin begonnen. Unglücks- fälle scheinen sich bei den Abbruchsarbeiten recht zahlrerch zu ereignen. In der Woche vom 11. bis 13. Dezember sind folgende Unfälle zur ärztlichen Behandlung gelangt: Dem Maurer» polier Robert Raspe aus Rixdors zerschmetterte ein umstürzender Pfeiler den linken Fuß. Nach Anlegung eines Nothverbandes in der Sanitätswache wurde der Verletzte nach dem Kraukenhause Bethanien gebracht. Am IS. d. M. ereigneten sich zwei Unfälle: Der Arbeiter August Böse aus Berlin brach das rechte Hand- gelenk und der Zimmermann Hyronimus Schönborn aus Berlin stürzte von einer sechs Meter' hohen Mauer, er verstauchte sich ein Fußgelenk und zog sich eine Erschütterung der Lenden- und Wirbelsäule zu, die seinen Transport nach Bethanien erforderlich machte. Am 16. erlitt der Zimmererlehrling Ernst Roloss eine schwere Kopfverletzung durch ein abstürzendes Brett, und mußte auch er sich in ärztliche Behandlung begeben. Aerztestreik. Der Geschäftsausschuß der Berliner ärztlichen Standesvereine erläßt folgende Bekanntmachung:„Die Vereine werden hierdurch davon in Kenntniß gesetzt, daß der Geschäfts- ausschuß gegen den Beschluß des A b o n n e m e n t s v e r e i n s für D i e n st b o t e n, das ärztliche Honorar herabzusetzen, sich einstimmig ausgesprochen hat. Die Vereinsmitglieder werden ersucht, Dienstbote» zu den gewünschten Bedingungen nicht zu behandeln, bis über das Resultat der einzuleitenden Verhand- lunge» Mittheilnngen ergehen."— Der Abonnementsverein für Dienstboten hatte an die Aerzte das Ansinnen gestellt, für ihre Thätigkeit sich mit einem Pauschale von 56 Pf. pro Jahr und Kopf zufrieden zu geben. Der Verein hat im vorigen Jahre seinen Mitgliedern auf ihren Jahresbeitrag von 6 M. eine Mark zurückerstattet, d. h. 162/a pCt. Dividende gewährt. In der„Berliner Aerzte. Kor- respondenz" wird die Frage aufgestellt:„Wäre es nicht möglich gewesen, an anderen Stellen mit der Sparsamkeit einzusetzen. anstatt gerade dort, wo sie in erster Linie den Zwecken des Vereins abträglich ist? Vielleicht bei den Dotationen der Aus- schußmitglieder, die so begehrenswerth hoch sind, daß sie bei den Ausschußwahlen eine förmliche Agitation und Wahlschlepperei hervorrufen?" Die meisten Krankenkassen Berlins, die aus ge- setzlichen Bestimmungen beruhen, zahlen 3 Mark auf das Jahr für jedes versicherte Mitglied, das ist sechsmal so viel, als der Abonnementsverein in Zukunft zahlen will. Einem der modernen Schnfterles auf dem Baumarkte sind abermals viele Arbeiter, die gehofft hatten, durch energische Anstrengung sich ein frohes Weihnachtsfest sichern zu können, zum Opfer gefallen. Der Maurermeister und Bauunternehmer Schwanz aus der Graunstr. 7 ist am Sonnabend Abend mit 21 666 M. durchgebrannt. Schwanz, der Frau und zwei Kinder besitzt, hatte zwei Häuser errichtet und, nachdem diese kaum fertig waren, vermiethet. Sofort nahm er ein drittes an der Frankfurter Allee in Angriff. Die beiden Grundstücke in der Petersburgerstraße und in der ganz neuen Graunstraße sicherten ihm, da sie einen Reingewinn von jährlich 7660 bis 8666 M. abwerfen, ein sorgenfreies Leben. Es scheint aber, daß gerade dieser Erfolg ihn zu gewagten Spekulationen getrieben hat. Am Sonnabend Nachmittag warteten Lieferanten und Arbeiter auf dem Bauplatze in der Frankfurter Allee aus Zahlung und Löhnung. Man wußte, daß Schwanz bei feinem Baugeldgeber 21 666 M. erhoben hatte, aus denen rückständige Forderungen von Handwerkern und die Löhne der vergangenen Woche gedeckt werden sollten. Vergeblich wartete man Stunde um Stunde auf den Unternehmer, der seinerseits auch als Maurermeister fungirte und die Maurer unmittelbar löhnte/ Man kann sich die Stimmung denken, die sich der Arbeiter be- mächtigle, als sie die Ueberzeugung gewonnen hatten, daß sie ihren Familien mit leeren Händen kommen mußten, und daS gerade wenige Tage vor dem Weihnachtsseste. Schlimm waren zum theil auch die Meister daran, so der Zimmer- meister Müller ans der Swinemünderstraße Nr. 34, der 6666 Mark verliert und damit ein ruinnter Mann ist. Ein Fuhr Herr Grimni aus der Pappel-Allee 32 büßt 3666 M. ei». Die Erregung der Leute war um so größer, als sie in der letzten Zeit mit fast übermenschlicher Anstrengung gearbeitet hatten, um den Bau hochzubringen. Der dahingehende Wunsch des Unter- »ehmers ist ihnen jetzt klar. Schwanz wollte das Haus bis zur dritten Balkenlage bringen, um in den Besitz der entsprechenden Baugeldrate kommen zu können. Die Erbitterung unter den Be- trogenen aber wuchs noch, als man erfuhr, daß ein Schwager des Bauunternehmers, ein früherer Restaurateur Gartz, am hellen Nachmittag in seiner Wohnung in der Graunstr. 7 hatte pfänden lassen, und daß Frau Schwanz dann mit ihren beiden Kindern die leere Wohnung verlassen hatte. Der Flüchtige ist Sonntag Mittag, als er in sein Haus in der Petersburgerstraße kam, von der Knminalpolizei sestgenommen und von dem Konimissar Maaß gleich verhört worden. Er hat angegeben, daß er von seinen Äaugeldgeber» Max Priester u. Co. in der Kanouierstraße am Freitag voriger Woche 14 ö66 M. er- halte» habe. Im Besitze dieses Geldes sei er in die„Preußen- kneipe", eine Wirthschaft uiit weiblicher Bedienung in der Friedrichstraßc, gegangen und von dort nach den„Palmensäleu", einen, Tanzlokale in der Alten Schönhauser- nahe der Münz- straße. Dort habe er die Bekanntschaft eines Mädchens geniacht. und als er am folgenden Morgen um 3 Uhr betrunken nach Hause gekommen sei, habe er kein Geld mehr gehabt. Diese An- gäbe ist nicht glaubwürdig»nd wohl darauf berechnet, die Unter- suchung zu verwirren. Schwanz ist als ein Knauser bekannt, der selten einen Groschen mehr ausgab, als er dringend mußte, und es besteht daher der Verdacht, daß er mit Unterstützung von Helfershelfern das Geld bei Seite geschafft Habe. Die Ermitte- lnngen der Kriminalpolizei erstreckten sich daher auch auf den Verbleib des Geldes. Schwanz war früher Maurer, arbeitete bei Held und Franke, wurde Polier und endlich Bauunternehmer. Ter Vctrugsfall des Einjährig-Freitvilligen Fritz Köhler scheint für eine ganze Anzahl Betheiligter schlimme Folgen zu haben. Der Bierzapfer Ernst Lehmann, der den Bureaubeamte» Wilhelm Kisterniann veranlaßt hatte, als Fritz Köhler sich das Einjährigen-Zeugniß zu erwerben, das der wirk- liche F. K. dann zur Ableistung seines Jahres beim Garde- Füsilier-Regimeut benutzte, hat dem Köhler j» den Jahren 1394 bis 1395 mit Beihilfe feines Bruders August Lehmann und dessen Frau, sowie angeblich auch seines zweiten Bruders Gustav, des Bahnhoss-Vorstehers von EberSwalde, durch Drohungen derartig Gelder abgepreßt, daß dieser sich ge- nöthigt sah. un» den Erpressungen zu entgehen, nach Amerita auszuwandern. Bei der Untersuchung, die auf An zeige des W. Kistermann erfolgt ist, sind nun soviel Mitschuldige und Verbrechen entdeckt, daß wegen Erpressung, Wechselfälschung, Anstiftung zur Urkundenfälschung, Anfertigung eines falschen Stempels, Wilddieberei und Hehlerei die Anklage erhoben ist. Ernst und August Lehmann sind bereits verhaftet, während fich die ebenfalls betheiligten beiden Frauen Lehmann, sowie der Schneider Schinsky und ein Mann namens Franz Michal noch auf freiem Fuße befinden. Frizz Köhler wird wohl nicht unter Anklage kommen, da ihm im fünfzehnten Lebensjahre ein Stein anf den Kopf gefallen ist. Eine Folge dieser Verlegung ist eine Schwächung seiner Geisteskraft, die es auszuschließen scheint, daß er mit Ueberlegung gehandelt hat. Es soll übrigens ermittelt sein, daß Köhler nicht der einzige falsche" Einjährige war; die anderen Fälle spielen aber sämmtlich in der Proving. Eine Folge dieser Entdeckung war die Vorschrift, daß alle Einjährigen eine polizeilich beglaubigte Photographie beibringen müssen. Vom Geschäftsführer der Druckerei des Herrn Sieben mart, Frankfurter Allee 105, über dessen Verhaftung wir am Sonnabend berichteten, werden wir ersucht, bekannt zu geben, daß Herr Siebenmark weder Anarchist noch Verleger der Zeitschriften Sozialist" und" Armer Konrad" ist, sondern zu diesen Blättern nur geschäftlich in Beziehung steht. = Schwerenöther. Literarisches. = Int Schiller- Theater wird heute Mar Kreger's vieraltiges Boltsstück| Blasens erhält die Schleimhaut zunächst eine geringe Vers „ Der Millionenbauer" zum ersten Male gegeben. Hauptrollen sind die Damen Detſchy, Severmann, Meyer, Werner, de aurlegung, ein Loch von etwa Stecknadelknopf Größe, durch Steinecke, Laurence, Winterstein, Schmasow beschäftigt. das sich dann beim fortgesetzten Blasen die Luft in die Das Ostend- Theater bleibt wegen Vorbereitung zur Novität Schwere- Schleimhaut Eingang verschafft. In der Höhlung setzt sich nöther", welche am 1. Feiertag erstmalig in Szene geht, am Mittwoch und Speichel fest, und nach und nach bildet sich eine richtige Tasche, Donnerstag geschlossen. Das Repertoir für die Feiertage ist folgendermaßen: in die beim Aufblasen des Mundes die Luft mit einem pfeifenden Am 1. Feiertag nachmittags: Marie Anne; abends: Schwerenöther. Am 2. Feiertag nachmittags: Das Gebet in der Christnacht; abends: Schwere: Geräusch eindringt. Der Glasbläser Schindler, der sich in der nöther. Am 3. Feiertag nachmittags: Der deutsche Michel; abends: dargestellten Weise die Mundschleimhaut der rechten Wange verletzt hatte und deshalb seinen Beruf hatte aufgeben müssen, verlangte von der Glas Berufsgenossenschaft eine Unfallrente. Er behauptete, die ursprüngliche Verlegung der Schleimhaut erlitten plöglich Mannel Schniger. Käthe und ich. Erlebnisse und Er allen Instanzen abgewiesen. Auch das Rekursgericht nahm, wie zu haben. Sein Anspruch wurde in fahrungen aus junger She. Berlin 1896. Verlag von der Genossenschaftsvorstand und das Schiedsgericht, an, daß derFriedrich Schirmer. lebens schildert der Verfasser mit faunigem, wenn auch Gerichts könne man hier nicht von einem Unfall beim Betriebe A13 vortrefflicher Beobachter des weiblichen Gemüths. artige Verlegungen allmälig entständen und durch die GigenGemüths- heiten des Berufs bedingt wären. Nach der Ueberzeugung des hier und da übertrieben angebrachten Humor die kleinen Miß- reden. verständnisse, die im ehelichen Leben nun einmal nicht zu vermeiden Dieser Fall beweist wieder einmal, wie sehr unsere find. Freunden harmloser Leftüre wird das Buch gefallen. Unfallversicherung noch im argen liegt. Das Urtheil Liederbuch für die turnende Jugend. Herausgegeben vom wird viele andere Urtheile in ähnlichen Fällen, Jugendausschuß des Turnvereins Fichte, Berlin. Erste Auf- auf den Wortlaut des Gesezes gestützt, das nur eine lage. Berlin 1896. Preis 20 Pf. Entschädigungspflicht der Berufsgenossenschaften für Unfälle Der Jugendausschuß des Turnvereins giebt dem Büchlein beim Betriebe" fennt. Darunter versteht das Reichs VerEin neues Opfer der Frauenandungung. Schwer ver- folgendes Vorwort:" Durch nachstehende Sammlung glaubt der sicherungsamt aber nur plögliche Einwirkungen und höchstens brannt ist am Sonnabend Abend das 11 Monate alte Töchterchen Jugendausschuß einem längst gefühlten Bedürfniß, ein für unsere noch solche, die zeitlich so beschränkt sind, daß man ihnen das Marianne der Dwilinski'schen Eheleute vom Alexander- Ufer 7. Jugend passendes Liederbuch zu schaffen, abzuhelfen. In diesem Moment der Plöglichkeit nicht ganz absprechen kann. SelbstZwischen 7 und 8 Uhr hatte Frau Owilinsti, als sie eben im Buche ist nicht nur für die Jugendturner, sondern auch verständlich wird auch großer Werth auf einen genügenden Hause ihren Aufwartedienst verfah, ihre Kinder ohne Aufsicht in für die Turnerinnen in hinreichender Weise gesorgt; und ursächlichen Zusammenhang mit dem Betriebe gelegt. Auch der Kellerwohnung zurücklassen müssen. Die Kinder spielten nun wir glauben, zum Wohle der Jugenderziehung und in dieser Beziehung könnte das Gefeß eine andere Fassung, die in der Stube herum und machten sich auch am Ofen zu schaffen. zum besten der freien Turnerei wieder einen be weiteren Spielraum läßt, ganz gut vertragen. Dabei ging die Ofenthür auf und die ganze Gluth fiel heraus deutenden Schritt vorwärts getban zu haben." Mit der und der kleinen Marianne auf die rechte Körperseite. Mit Zweckdichtung ist es so ein eigen Ding; zumeist tommt aus ihr schweren Brandwunden bedeckt mußte die Kleine fofort in ein nichts heraus, als eine Verballhornung unserer guten lieben Strankenhaus gebracht werden. Volkslieder. Es verdient immerhin schon Anerkennung, wenn Ein Wasserrohrbruch hat Sonnabend Abend in der die Umdichtungen allbekannter Poefien in dem Büchlein ihrem Neuen Friedrichstraße Nr. 72 in vielen Geschäften Zwecke völlig entsprechen, ohne daß sie der Muse gar zu sehr Schaden verursacht. Die Feuerwehr war um Hilfe angegangen Gewalt anthun. Manchem der neuen Turnlieder kann man worden, mußte diese aber ablehnen, weil ein öffentliches fogar poetischen Gehalt zuerkennen. Und was das kleine hand. Interesse vorlag, und den städtischen Wasserwerken die Ab. liche Heft wirklich schön macht, ist der verhältnißmäßig reiche Sperrung und Wiederherstellung des gesprungenen Hauptwaffer- Schah bekannter Volkslieder, bie fich unter den 127 Nummern rohres obliegt. des Werkleins in vortrefflicher Ausivahl verstreut finden. " Die Radeberger Exportbier Brauerei hat dem Vernehmen nach auf ihre Absicht verzichtet, den Plaz des ehemaligen Bergnügungsparts der Gewerbe- Ausstellung von der Stadt zura Errichtung eines Sportunternehmens zu pachten. Kunft und Wissenschaft. Soziale Rechtspflege. # Die Zuständigkeit des Gewerbegerichts ist durch eine Entscheidung der Kammer VI vom 18. Dezember schon wieder einmal beschränkt worden. Das Gewerbegerichts- Gesez erklärt die Gewerbegerichte zuständig für Forderungen aus dem Arbeitsverhältniß". Auf die Auslegung dieses Begriffs kam es in dem fraglichen Falle an. Hat die gewerbegerichtliche Auffaffung jener vier Worte schon manches Mal dazu herausgefordert, sie im " Vorwärts" kritisch zu besprechen, so ist sie diesmal geradezu geeignet, bedenkliches Kopfschütteln zu erregen. Der Brauereibesiger Lehmann hat seinen ehemaligen Privatwächter W. bei deffen Entlaffung ein Zeugniß mit Führung& attest aus gestellt, womit W. nicht zufrieden war. Dieser beanspruchte ein Beugniß gemäß§ 113 Abfaz I der Gewerbe- Ordnung, das heißt: eine einfache Bescheinigung über Art und Dauer der BeschäftiReichs- Versicherungsamt. Ein Prozeß, den der gung. In der betreffenden Bestimmung ist ausgesprochen, daß Gutsverwalter Höflich gegen die Posensche landwirth- die Arbeiter beim Abgange ein solches Zeugniß fordern Der große Gelddiebstahl, über den das" B. T." zu befchaftliche Berufsgenossenschaft führte, nahm einen recht inter- tönnen. W. flagte beim Gewerbegericht, wo er zugleich richten wußte, ist bei der General- Militärkaffe, Königgräger effanten Verlauf. Höflich, der bereits vor Jahren eine Hand auch den Antrag stellte, ihm eine Entschädigung ftraße 122, paffirt. Der verhaftete Rassendiener H. leugnet verloren hatte, ohne dadurch in der Ausübung seines Berufes zuzubilligen, weil er mangels des ordnungsmäßigen energisch, sich an dem Gelde vergriffen zu haben. Es sind beschränkt worden zu sein, wurde neuerdings von einer land- Beugnisses eine zeitlang feine Stellung bekommen habe. 9992 Mart gestohlen. wirthschaftlichen Maschine auch noch der eine Unterschenkel zer- Er erbot sich, dies zu beweisen. Die Kammer VI veranlaßte Vermikt wird seit dem 18. d. Mts. der pensionirte Schuß schmettert. Nachdem ihm die Berufsgenossenschaft 40 pCt. nun wohl, daß W. ein ordnungsmäßiges Beugniß nach§ 113, mann Karl Koch aus Weißenfee. Koch, der geistig nicht völlig der Rente für völlige Erwerbsunfähigkeit zugebilligt hatte, Absatz I erhielt, wies den Kläger jedoch mit dem intatt ist, verließ an diesem Tage seine Wohnung, Pistoriusstr. 149, legte er gegen den betreffenden Bescheid Berufung ein und ver- Anspruch auf Entschädigung wegen unzu. und ist bis jetzt nicht zurückgekehrt. Die Familie des Vermißten langte 60 pet. Das Schiedsgericht verurtheilte indessen die ständigkeit des Gewerbegerich is a b. Der Vorsitzende, vermuthet, daß ihm ein Unglücksfall zugestoßen ist. Koch trägt Beklagte sogar zur Zahlung von 100 pCt., indem es annahm, Assessor Krause, führte begründend wörtlich aus: eine Entschwarzen Bollbart, ist von mittlerer Statur und war mit braunem der Kläger fei völlig erwerbsunfähig. Die Berufsgenossenschaft schädigungsforderung wegen Berweigerung des Zeugnisses re. Ueberzieher und schwarzer Hose bekleidet. Wer etwas über seinen wandte sich nunmehr an das Reichs- Versicherungsamt mit fultire nicht aus dem Arbeitsverhältniß. Berbleib weiß, wird gebeten, entweder der Familie oder dem dem Antrage, die Entscheidung des Schiedsgerichts wieder Das ist fürwahr höchst originell. Man bedenke nur, daß nächsten Polizeirevier Nachricht zu geben. aufzuheben, da dasselbe nicht berechtigt gewesen wäre, es sich hier um die Ausstellung eines Zeugnisses über das über den Anspruch des Klägers hinauszugehen; es sei eben beendete Arbeitsverhältniß handelte. Wie innig ist das gesetzlich unzulässig. In ber Retursbeantwortung das Arbeitsverhältniß mit dem gesetzlichen Recht des Arersuchte hierauf der Kläger das Rekursgericht, ihm die 100 pt. beiters, ein ganz bestimmtes Zeugniß fordern zu können, zu belaffen. Er hätte damals nicht mehr wie 60 pet. beansprucht, verknüpft! Und ein Entschädigungsanspruch wegen der Berweiges Im Schauspielhause gedeihen die spaßhaften Nichtigkeiten weil er geglaubt habe, mit Rücksicht auf den schon vor 18 Jahren rung eines derartigen Zeugnisses sollte nicht aus dem Arbeitsund von ernsten Stücken die hurrah- patriotischen Schauspiele am erlittenen Berlust der rechten Hand nicht mehr verlangen zu verhältniß refultiren, nicht dort seinen Ursprung haben?! Uns besten. Bur zweiten Kategorie gehört das Drama Der lange dürfen. Der Rekurs der Berufsgenossenschaft wurde mit folgen scheint, als sei das Gewerbegericht bedauerlicherweise auch dies Preuße" des fruchtbaren Rudolf Straß, das am Sonntag zum der Begründung zurückgewiefen: Es fei gleichgiltig, ob das mal irgend einer juristischen Künftelet des Landgerichts gefolgt. ersten Male aufgeführt wurde! Es ist ein frasses, starkes Stück, theatergröblich genug; so konnte der Erfolg nicht fehlen. So Schiedsgericht über den Antrag des Klägers hinausgegangen sei, Denn es wäre zulässig. daß dieser noch in überhigt sich die Leute in all diesen vaterländischen Komödien der Rekursinstanz feinen Anspruch erweitere, wie er geberden, das ganze Genre ist doch nur der Ausfluß es gethan habe. Das Reichs- Versicherungsamt habe ihn auch für falter Spekulation, nicht fünstlerischer Anschaulichkeit. Selbst völlig erwerbsunfähig erachtet und demgemäß entschieden. Be Ermordung des Nachtwächters Braun im September 1892 au Der Töpfer Heiuze, welcher wegen Theilnahme an der Licht und Schatten werden nach nüchtern spekulativer flage der Kläger auch schon seit langem den Berluft einer Hand, 15 Jahren Zuchthaus verurtheilt wurde, empfing am Sonntag Weise vertheilt. Im langen Preußen" sind alle Deutschen, selbst die Elsässer und die vom Rheinbund, die unter Napoleon's so habe er doch immer ein ebenso hohes Gehalt bis zum zweiten in der Strasanstalt zu Sonnenburg den Besuch seines früheren selbst die Elsässer und die vom Rheinbund, die unter Napoleon's Unfalle bezogen, wie feine Kollegen. Deshalb finde nicht der Wertheidigers, des Rechtsanwalts Dr. Coßmann, um mit ihm Fahnen fechten, Männer von Gemüth; Franzosen, Polen und§ 6 Abs. 6 des landwirthschaftlichen Unfallversicherungs- Gesetzes au berathen, auf welche Weise ein Wiederaufnahme- Berfahren zu Franzofentnechte haben dies spezifische Gemüth nicht. Wenn ein Anwendung, wonach Verlegten, die zur Zeit des Unfalls bereits bewirken sei. Heinze betheuert nach wie vor seine Unschuld. Preußendichter jemals ein haßdurchglühtes Gedicht geschrieben hat, so war es kleift, als er die Hermannsschlacht schuf. Aber theilweise erwerbsunfähig waren und darum einen geringeren als Seine Führung in der Strafanstalt soll eine muftergiltige fein. er war ein Dichter und sah das Menschliche auch am Feinde: den durchschnittlichen Arbeitsverdienft bezogen, die Rente nur nach er war ein Dichter und sah das Menschliche auch am Feinde; dem Maße der neu eingetretenen weiteren Schmälerung der Gr- Gegen einen a deligen Lieutenant war aus einem Wechsel Ein Edelfter und Bester. Die Volts- Zeitung" berichtet: und so gelang ihm eine Gestalt, wie die des römischen Varus. Eine höchst verwickelte Geschichte, ein ganzer Roman werbsfähigkeit zu berechnen sei. eine Forderung eingeklagt worden, worauf der Verklagte mit voll sensationeller Rapitel ift in dem Drama dem Einwande, daß er zur Zeit der Ausstellung des Wechsels noch unter väterlicher Gewalt gewesen sei, in erster Instanz die Abweisung der Wechseltlage erzielte. In zweiter Instanz machte der Kläger geltend, daß der Vater des Verklagten die väterliche Gewalt verloren habe, weil er im Jahre 1880 wegen Betruges und Erpressung zu acht Jahren Gefängniß verlust verurtheilt worden sei und diese Strafe auch in der Beit von 1880-1888 verbüßt habe. Wenn nun auch der Bertlagte erst im Jahre 1891 wieder in das Offiziertorps aufgenommen worden sei, so habe der Bater die väterliche Gewalt Dadurch doch nicht wiedererlangt, weil der Verklagte im Jahre 1888, als sein Vater das Gefängniß verließ, großjährig ge. wesen sei. Das Kammergericht, bei welchem die Sache vor furzem in der Berufungsinstanz verhandelt wurde, nahm aus diesen unwiderlegt gebliebenen Ausführungen Anlaß, die Bor entscheidung aufzuheben und den Verklagten nach dem Klage antrage zu verurtheilen. von Unfallversicherung des Fahrstuhlbetriebes in nicht ver Strah enthalten. So recht flug wird man aus dem ficherungspflichtigen Geschäften. Der Hausdiener Mühmel, vielen Bumbum nicht. Zwischen Liebesleidenschaft und der in dem bekannten Geschäftshaus von Moris Levin beschäftigt patriotischen Pflichten pendeln die Konflikte hin und her. Der war, verunglückte im Ottober 1895 beim Reinigen einer Bogen lange Preuße, ein gefürchteter preußischer Hauptmann, der um lampe derart, daß er an den Folgen verstarb. Seine Hinter Jena trauert und für Revanche erglüht, überwindet die Liebe bliebenen machten dann bei der nordöstlichen Eisen- und Stahlin dem einen Gedanken: das Vaterland von Napoleon zu be- Berufsgenossenschaft Rentenansprüche geltend, ohne damit Erfolg freien. Seine Geliebte, eine heißblütige Polin, die Napoleon, au haben. Das Schiedsgericht wies ihre Berufung gleich dem Befreier, zujauchst, ist die eiserne Natur nicht, wie der lange falls zurück, und jetzt hat auch das Reichs- Versicherungs Preuße. Sie wird weich, sie schwankt, der lange Preuße nüßt amt zu ihren ungunsten erkannt, indem es die von den Klägern feine Liebesmacht über das schwache Weib, fürs Bater hervorgehobene Thatsache, daß der Berstorbene geprüfter Fahr land darf keine menschliche Brutalität gescheut werden stuhlwächter war und am Fahrstuhl öfter zu schaffen batte, an bis die Polin bei den Klängen des Polenlieds von der Um- fich für unerheblich erklärte. In Verkaufsgeschäften, wie das von flammerung durch den langen Preußen sich befreit und aus dem M. Levin, sei lediglich der Fahrstuhlbetrieb versichert. Die Anhypnotischen Bann erwacht. Der lange Preuße bringt also die gestellten unterlägen fonach der Unfallversicherung nur insoweit, Revanche für Jena nicht. Ein geheimnisvoller Anschlag wider als sie im Fahrstuhlbetriebe beschäftigt seien oder doch Thätig Napoleon den Satansbraten ist mißlungen. Die Revanche leiten ausübten, die noch diesen Betriebe zuzurechnen wären. tommt später. Das Schauspiel voller Aeußerlichkeiten wurde Eine Erweiterung der Unfallversicherung ist, wie man sieht, sehr auch nur auf äußerliche Wirkungen hin gespielt. Laut und wünschenswerth. lärmend von Mattowsky( dem langen Preußen) und Frl. Poppe( Wanda, die schöne Bolin), etwas distreter von Herrn Molenar, Frl. Lindner und Herrn Ludwig. Gerichts- Beifung. und Ehr Der ,, Grandenzer Gesellige" war am 16. September d. J. vom Landgericht Graudenz von der Anklage wegen Beleidigung Unfälle auf dem Wege zur Lohnabhebung betrifft eine eines polnisch- katholischen Defans freigesprochen worden, obgleich Entscheidung des Reichs Versicherungsamtes, die unter dem der angeklagte Redakteur den Wahrheitsbeweis für die be Vorsiz des Direktors Pfarrius gefällt wurde. Der landwirth leidigende Behauptung, der Dekan habe den Eltern, welche ihre Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater ift der schaftliche Arbeiter Krietsch erhielt von seinem Dienſtherrn, einem Kinder nicht in die katholische Warteschule schickten, mit Ent Bauerngutsbesitzer, als Theil seines Lohnes auch Getreide. Als ziehung der Kommunion gedroht, nicht zu erbringen vermochte. Veilchenfresser" des Herrn Moser auf den Spielplan ge fegt worden. Die faden Lieutenantiaden aus den achtziger Jahren er sich nun am Löhnungstage vom Boben feines außerhalb Das freisprechende Urtheil ist jetzt vom Reichsgericht mit der des Gehöftes liegenden Wohnhauses einen Sack holen Begründung aufgehoben worden, daß dem angeklagten Redakteur find längst von den befferen Bühnen verschwunden; sogenannte wollte, der das Getreide aufnehmen sollte, verunglückte der Schutz des§ 193( Wahrung berechtigter Interessen) zu uns volksthümliche Theater scheinen das schale Zeug immer noch gut Krietsch. Er glitt aus, stürzte hin und verletzte sich genug für ihr Publikum zu halten. Das Publikum berartiger fo, baß er nicht mehr das zu leisten vermochte, was ihm früher echt sugebilligt sei. Die Sache wurde an das Landgericht Thorn Bühnen will es allerdings im grunde gar nicht beffer haben; teine Schwierigkeiten machte. Er erhob deshalb Aufpruch auf zurückgewiefen. und da muß man bekennen, daß den Direktor, der nach allgemein eine Unfallrente. Die landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft 15. August d. J. das Lied Schleswig- Holstein meerumschlungen" In dem dänischen Blatte ,, Flensborg Avis" war am giltigen Begriffen nicht wegen der Erziehung seiner Rundschaft, wies ihn indessen mit ber Begründung ab, er fei nicht beim als ein Aufruhrlied bezeichnet worden, weil dasselbe mehrfach in ondern wegen des Geschäftemachens auf der Welt ist, kaum der landwirthschaftlichen Betriebe verunglückt. Das Schiedsgericht demonstrativer Weise bei Umzügen von der Mufit intonirt worden ich wie an Schneetönig über den braven Offizier und feine sprach ihm jedoch die siente später au, wogegen die Berufs, war, wenn das Geschäftslokal des„ Flensborg Avis“ paſſirt schwerere Theil der Schuld trifft. Auch vorgestern amusirte man genossenschaft Returs einlegte. Der 2. Senat des Reichs wurde. Wegen dieser Bezeichnung hatte ein früherer Hauptmann flotten Streiche. Die Mitwirkenden fuchten nach Kräften ihrer Bersicherungsamts stieß nunmehr das Urtheil des Schieds: v. Besta, der 1848 an der Erhebung Schleswig- Holsteins gegen Aufgabe gerecht zu werden; meiftens gelang es ihnen auch. Herr gerichts wieder um und wies den Anspruch Gißfeld als Titelheld und Fräulein Weinhola als Valesta lägers endgiltig ab. Der Vorsitzende führte zur Beweil indirekt die Theilnehmer an jener Erhebung dadurch als„ Aufs des Dänemark theilgenommen, gegen das Blatt Strafantrag gestellt, erwarben sich vor allem Beifall. gründung aus: Nicht einmal der Weg zum Abheben rührer" bezeichnet seien. Dieser Tage beschäftigte sich nun das FlensInternationale Kunstausstellung. Wie wir nachträglich des Lohnes werde zum landwirthschaftlichen Betriebe ge burger Schöffengericht mit dieser Sache und der Staatsanwalt beanhören, haben die Gesammtverkäufe in der diesjährigen Inter- rechnet, geschweige denn die Vorbereitung dazu. Dieses tragte gegen den verantwortlichen Redakteur Simonsen 1 Monat nationalen Runstausstellung die ansehnliche Höhe von Urtheil verträgt sich nicht recht mit verschiedenen anderen Ents Gefängniß. Der Angeklagte bemerkte, daß der Aufruhr" 1848 scheidungen des Retursgerichtes. So heißt es zum Beispiel in fein berechtigter gewesen, daß der inkriminirte Ausdruck schon Wissenschaftliche Expedition in Asien. Der schwedisch- dem, unter der Ziffer 1556 im Heft der Amtlichen Nachrichten mehrfach gebraucht sei und daß ihm auch der Schutz der§ 193 norwegische Generalfonful in Shanghai meldet telegraphisch: des Reichs- Versicherungsamtes vom 1. November 1896 abgedruckten Str.-G.-B.( Wahrnehmung berechtigter Interessen) zugestanden Dr. Sven Hedin ist nach glücklicher Fahrt durch unbekannte Erkenntniß gleich an der Spize:„ Ein Arbeiter, der sich in werden müsse, weil gerade dem„ Flensborg Avis" zum Aerger Gegenden Nord- Tibets über Zaidam und Rutunor in Liangtschou betriebsüblicher Weise seinen Lohn holt, ift in der Regel als im das Lied gespielt worden sei. Es babe ihm auch fern gelegen, Banne des Betriebes befindlich zu erachten." eingetroffen. Er hofft in zwei Monaten in Peking zu sein. irgend eine Person beleidigen zu wollen. Das Gericht sprach Die Frage, ob eine bei Glasbläsern öfter vorkommende Simonsen frei, da ihm zu glauben sei, daß ihm das Bewußtsein, Verlegung ganz eigener Art als Folge eines Betriebsunfalles oder die Absicht, unter Umständen die Theilnehmer der Ere oder als Gewerbekrankheit anzusehen sei, beschäftigte das Reichs hebung von 1848 durch jenen Ausdruck zu beleidigen, gefehlt Versicherungsamt in einer seiner lezten Sizungen. Die Krant habe. Der Einwand des Angeklagten tönne jedoch in Zukunft heit besteht in der Unterminirung der Mundschleimhaut. Infolge nicht als ftichhaltig erachtet werden. Die Kosten wurden der des besonders bei der Flaschenfabrikation erforderlichen starten Staatstaffe auferlegt. 728 944,70 m. erreicht. Julins Payer, dem bei der geplanten österreichisch- deutschen Sübpol Expedition eine leitende Stellung zugedacht ist, berichtet der neuen Freien Presse", daß im nächsten Sommer von Melbourne aus eine Vorexpedition entfandt werden wird. Dieselbe wird auf Viktorialand zu Borstudien überwintern, von deren Ergebniß die große Expedition abhängt. " Versammlungen. S Vermischtes. Die Dampfschiffs- Verbindung zwischen Hoyer- Schlenfe und Sylt ist wegen Eises bis auf weiteres eingestellt. 54 Arbeiter werben noch vermißt. Die Bergung der legteren ist schwierig, da der Schacht zur Zeit noch unzugänglich ist; gleichwohl wird am Rettungswert raftlos weitergearbeitet. Ju Triest fand Sonntag Abend ein starkes Gewitter statt. mehrere Telegraphenlinien sind unterbrochen. In Görz herrschte Aus Nord Italien werden heftige Schneestürme gemeldet; ein starker Sirotto mit Gewitter. In Arco und Riva liegt. tiefer Schnee. und Deutscher Holzarbeiter- Verband. Am 14. da. Mts. hiel der Bezirk Often eine Mitgliederversammlung ab. Da der Refe rent nicht erschienen war, wurden einige Vereinsangelegenheiten erledigt. In die Werkstatt Rontrollkommission wählte die Ver- gemeldet wird, Gonntag früh 62 Uhr auf der Strecke Süchteln Jufolge von Schneeverwehungen sind, wie aus Krefeld sammlung die Mitglieder Trampenau, Rötteritsch, Lenze, Nezband, Pose, Lenz und Walther und zu Vorst kurz hinter dem Bahnhof Süchteln die Maschine und der Beitragssammlern Lage und Munkel. Unter Berschiedenem Packwagen des fahrplanmäßigen Buges Nr. 1 entgleift. BerDie Pest in Bombay. General Gatracre hat ein ener. wurden die Verhältnisse in den Werkstätten von Fasing, Lange legungen von Personen sind nicht vorgekommen; auch ist der ftraße, Glaffe, Königsbergerstraße, und Schüler, Friedrichsberger wird durch Umsteigen an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Die ungefäumt die nöthigen Schritte zur Unterdrückung der Beft zu verursachte Materialschaden nur unbedeutend. Der Verkehr gisches Schreiben an den Stadtrath gerichtet mit der Aufforderung, ftraße, einer eingehenden Besprechung unterzogen. Allgemein wurde über die jetzt überhand nehmende Ueberarbeitszeit geklagt, Störung wird voraussichtlich bis Montag Abend wieder ge- thun. Gin nördlich der Stadt zu errichtendes Asyllager fönnte gegen die die Arbeiter leider nicht mit der nöthigen Entschieden- hoben sein. die Stadt retten. In Bombay sind in der letzten Woche heit Front machen. Das deutsche Zentralfomitee zur Errichtung der Heil 1310 Personen gestorben. Es ist dies die höchste Sterblichkeit, Die Versammlung im Bezirk W. und SW. erfreute sich eines stätten für ung entrante giebt bekannt, daß neben den viele Einwohner die Stadt wegen der Pest verlassen haben. Heil- bie jemals in der Stadt vorgekommen ist, trotzdem so guten Besuches. Nach dem Vortrag des Mitgliedes Kusch te älteren Heilstätten für Minderbemittelte in Lippspringe, Reh- Die Beſt breitet sich weiter aus. und der sich anschließenden Diskussion wurden einige Ersatzburg, Königsberg bei Goslar und Dannenfels, sowie den Heim- find schon Pefterkrankungen Auch in Ruraschi wahlen vollzogen. Es wurden gewählt: Kusch te als Beisiger, stätten der Stadt Berlin auf ihren Rieselgütern neuere, vier Todesfälle vor Rooter als Schriftführer, Reiche, Gröndorf und größere in Ruppertshain( Verein Frankfurt a. M.) und Grabow- gekommen. 200 000 Personen sind bis jetzt aus Angst vor Wimers in die Werkstatt Kontrollkommission für den Westen, see( Bolts- Heilstättenverein vom Rothen Kreuz in Berlin) bereits der Pest aus Bombay geflohen. und für den Südwesten Baier, Schrader, Kunde und im Betrieb sind. Jin Bau befinden sich Andreasberg( hanseatische für Handel und Wandel ist, so fürchtet man sich doch noch Heier. Die Zahlstelle 6 wurde nach der Bülowstr. 59 bei Versicherungsanstalt), Albertsberg bei Reiboldsgrün( Verein mehr vor dem Strom der Einwanderer, der sich wahrscheinlich Werner verlegt. In bezug auf den letzten Versammlungsbericht im Königreich Sachsen), Planegg( Münchener Verein), Gar- wegen der Hungersnoth in die Stadt ergießen wird. Sollte die ist richtig zu stellen, daß nicht in der Werkstatt von Fizner, laching( Stadt München) Sülzhain( Knappschafts- Pensionskasse) nach Bombay eilen, um dort Arbeit und Brot zu erlangen. Die lettere weiter zunehmen, so werden die Dorfbewohner in Masse sondern bei Sievert 10 pCt. abgezogen wurden. ( Halle) und Stiege im Harz( Versicherungsanstalt Braunschweig). Dem Bau nahe sind die Anstalten des Berlin- Brandenburger ungefunden Verhältnisse, in denen die armen Indier leben, werden Vereins, des Vereins in Nürnberg, des Kreises Altena( West- die Best jedenfalls noch verstärken und vielleicht auch noch andere falen), der badischen Versicherungsanstalt. Ueber sonstige Unter- Strankheiten erzeugen. nehmungen liegen noch Mittheilungen vor aus Danzig, Stettin, Breslau, Oppeln, Erfurt, Hannover, Hagen, Kassel, Hanau, Würzburg, Darmstadt, Oldenburg, Braunschweig, Hamburg. Das Vermögen des Zentralfomitees beträgt zur Beit etwas über 400 000 m. " Im Bezirk Wedding und Gesundbrunnen tagte am 14. Dezember im Kolberger Salon" eine gut besuchte Versammlung, in welcher das Mitglied Kretschmann über das Thema: Wie können wir den Arbeitgebern gegenüber unsere Position befestigen"? sprach. Redner beleuchtete in seinem Referat die Stellung der Unternehmer und deren Verhalten vor, in und nach dem Streit; ging dann auf das Verhalten der Arbeiter ein und forderte zum Schlusse die Mitglieder auf, so viel als möglich für den Holzarbeiter- Verband zu agitiren. In der Diskussion sprachen die Mitglieder Pröhn und Ahrens im Sinne des Referenten. Ahrens brachte der Versammlung zur Kenntniß, daß nach Neujahr die Herren Innungsmeister mit dem Plan umgehen, die Arbeitszeit zu verlängern. Hierauf wurden folgende Mitglieder in die WerkstattKontroll- Kommiffion gewählt: Fendel, Kuschel, Pietsch, Lestau, Müller, Weinigel, Rudelta, Uhlrich, Vogt und Erdmann. Abraham übernahm die Stellung eines Obmanns. Der Verband der Holz- und Bretterträger beschäftigte fich in seiner legten Mitgliederversammlung mit dem Streit der Hamburger Hafenarbeiter, denen die Versammlung eine Unterftügung von 100 M. überwies. Sodann wurde dem Vorstand die Befugniß ertheilt, über Unterstützungen bis zu 50 M. frei zu verfügen. Im Verband der in Gasanstalten, auf Holz- und Roblenplägen beschäftigten Arbeiter hielt am 13. b. M. Schumann einen recht beifällig aufgenommenen Vortrag. Unter Vereinsangelegenheiten wurden den Hafen arbeitern 30 M. bewilligt und bei der Ersatzwahl eines Schriftführers des Zentralvorstandes Fischer mit diesem Amte betraut. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag Abend von 9-10% Uhr: Süd: oft Schule Waldemarfir. 14: Deutsch( Die deutsche Literatur in der aweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts. Auffahlehre. Herr Heinrich Schulz. Nordschule, Brunnenstraße 25: Nationalökonomie( Uebersicht der verschiedenen Wirthschaftsstufen- Entwickelung der bürgerlichen theoretischen Nationalötonomie. Die Marr'sche Werth- und Mehrwerthlehre) Herr Dr. Die Schulräume find zur Benugung der Bibliother und des reichen Zeitschriftenmaterials schon von 8 Uhr abends an geöffnet. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borsigender Ad. Neumann, Bajewalterfir. 3. Alle Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelfir. 49, v. 2 Tr. Konrad Schmidt. Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Alle Zuschrften, den Bund betreffend, find zu richten an Hermann Jahn, Schönhauser Allee 177 c. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Menderungen im Bereinstalender find zu richten an Otto Schulz, Rottbuser Damm 72. Deutscher Senefelder Sund. Mitgliedschaft Berlin Heute Abend 8 Uhr im Restaurant Cohn, Beuthstr. 20: Mitgliederversammlung und Borftandsfizung Arends'scher Stenographen- Verein Merkur, Damen- Abtheilung, Blumenftr. 10.- Arends'scher Stenographen Verein 1860", Lindenstr. 71. Stenographen Verein Nord- West", Rathenowerstr. 90. Heute überall Anfang 8 Uhr. Stenographische Gesellschaft Arends", Neue Königstr. 73. Arends'scher = So schlimm das auch Witterungsübersicht vom 21. Dezember 1896. Stationen. München Wien Haparanda. Deutsche Jünglinge. In den Münch. N. Nachr." fand sich dieser Tage folgendes Juferat: 25 M. Belohnung demjenigen, der mir die vier oder fünf Studenten namhaft macht, die in der Nacht vom 14. auf 15. meinen vor meinem Geschäft befindlichen, echt vergoldeten Zuckerhut, sirka 1,20 Meter hoch, Swinemünde stahlen. Hamburg Der Direktor der Reichebank- Nebenstelle in Konstanz, Wiesbaden: Berlin Ludwig Hegele, ist, wie wir bereits mittheilten, feit Freitag ver schwunden. Es hat sich herausgestellt, daß der Ehrenmann unge beure Unterschlagungen begangen hat. Die veruntreute Gesamtsumine beträgt 610 000 Mart, Hegele 260 000 Mark bei sich führen dürfte. Der Nest von Petersburg 350 000 M. wurde von Hegele in der Form unterschlagen, daß er diesen Betrag, wahrscheinlich unter dem Vorwand, den Gegen werth in Werthpapieren empfangen zu haben, flüssig machte. Hegele hat eigene Börsenspekulationen bei Berliner Firmen gemacht, denen seine Eigenschaft als Agent der Reichsbant unbekannt war. Wahrscheinlich haben die Verluste Hegele's aus diesen Ge schäften ihn zur Veruntreuung geführt. Die Unterschlagungen wurden im Laufe der vorigen Woche in Karlsruhe entdeckt. Segele, dem bereits auf den 1. Februar sein Posten gefündigt war, flüchtete Freitag Vormittag nach der Schweiz. Cork Aberdeen. Baris. . UND Barometer stand in mm, d. Meeressp. Windrichtung Windstärke 114627( Stala 1-12) ៩១៩៩២ 771 768 768 NO 765 NM 765 765 776 761 GSD 771 GD • . 767 SW Welter bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt bedeckt Nebel halb bedeckt Temperatur [( 5° C. 4° R.)] nao Telius| ܛܕܬܝܕܐ.. -16 Regen 7 bedeckt 3 wolfig -1 Wetter- Prognose für Dienstag, 22. Dezember 1896. Ein wenig fälter, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe bei ziemlich frischen östlichen Winden; feine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montags, Reserve Offiziers und Bantdirettors Hegeler von 7-8 Uhr, statt. Aus Konstanz wird s berichtet: Die Verhaftung des Dienstags, Freitags und Sonnabends, abends erregt hier ungeheueres Aufsehen. Der Verbrecher war durch Ein Genosse. Deutscher König war die seit dem 11. Jahr seinen Hochmuth berüchtigt, man nannte ihn, das Mitglied der hundert häufig gebrauchte Bezeichnung der Herrscher Deutschexklusiven Museumsgesellschaft, nur den Museumsprotzen". In lands. Nach der Kaiserkröuung hießen sie meist Kaiser, seltener Honoratiorenfreisen war er seiner Schneidigkeit wegen angesehen König und Kaiser, früher vereinzelt feit Otto III.( um 1000) und ein gesuchter Gesellschafter. Kurzum, mit ihm ist einem Kaiser der Römer. Unter Heinrich IV.( 1056-1106) wurde für hohen Adel und besseren Publikum eine geradezu musterhafte den ungekrönten König der Titel König der Römer üblich. Seit Gesellschaftsstüße verloren gegangen.. Ferdinand I( 1556-1564) führte der deutsche König als solcher den Titel„ Grwählter römischer Kaiser". " Das Justiz- und Polizeidepartement zu Genf ersucht um Festnahme des früheren Professors an der dortigen Universität, Louis Jacquemot, der die Bank des Kantons Waadt durch Fälschungen um 450 000 Franks betrogen hat. Er ist 52 Jahre alt. Schlewinski. Sie haben Recht. Es war ein Druckfehler. Musikinstrumenten- Arbeiter. Künftig nehmen wir so spät eingegangene Berichte nicht mehr auf. R. G. 7. 1. Sie können nur auf Erfüllung des Lehrvertrages flagen. Inwieweit die Pflicht aus dem Lehrvertrag Die Grubenkatastrophe in Refchika. Nach amtlicher nicht erfüllt ist, können wir nicht entscheiden; das hängt im Bekanntmachung der Domänenverwaltung der österreichisch- wesentlichen vom Gutachten Sachverständiger ab. 2. Leider ist ungarischen Staatsbahnen sind bei der Reschizaer Ratastrophe die Anzahl Lehrlinge, die ein Prinzipal halten kann, nicht bebisher angefahrenen Grubenarbeitern 26 Todte, grenzt. 3. Uns unbekannt; über eventuelle Berechtigung Ihres 15 Schwerverletzte und 30 Unverlegte zu tage gefördert worden. Sohnes läßt sich ohne Einsicht in den Vertrag nicht urtheilen. von jeder Art, auch sozialistische Neujahrs- Zigarrenspiken Neujahrs- Spißen, mit den von 50 Pf. bis 1 M. pro Dgo., empfiehlt B. Günzel, Lothringerstr. 52. Porträts von Lassalle, Mary u. anderen, Moderne Maass- Anfertigung. Fabrikation von Herren-& KnabenBekleidung. 125 Trauringe: August Schulze 9495 Alte Jakobstraße 9495 nahe der Seydelstrasse Große Auswahl in Geldwaaren, Trauringe: 2 Dukaten 21 M.hren, Alfenide etc. Billigste Preiſe. 2 Dukaten 21 M. 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Der Schwerenöther. täglich geöffnet von 7 1hr abends ab. Leffing Theater. Madame SansGêne. Theater des Westens. Schiedsmann Hempel. Neues Theater. Bocksprünge. Rendenz- Theater. Geschloffen. Theater Unter den Linden. Die schöne Helena. Thalia- Theater. Goldene Herzen. Hierauf: Das Wetterhäuschen. Bentral- Theater. Eine wilde Sache. Schiller Theater. Der Millionenbauer. Belle Alliance Theater. Adam und Eva. Oftend- Theater. Der deutsche Michel. Volks- Theater. Robert und Bertram. Friedrich Wilhelmstädt. Theater. Der Beilchenfresser. Alexanderplay- Theater. Sein Berhältniß. Pasage- Panoptikum. Traumbilder. Spezialitäten. Posse mit Gesang in 4 Akien von Ostar Klein. Freitag, nachm. 3 Uhr: Marie- Anne. Sonnabend, nachm. 3 Uhr: Das Gebet in der Christnacht. Lebensbild mit Gefang.• Abends: Schwerenöther. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Der deutsche Michel. Abends: Schwerenöther. Alexanderplatz- Theater. Pikante Novität. Pikante Novität. Dienstag und Mittwoch: Sein Verhältniß. Sittenbild aus dem Berliner Leben in 4 Akten von Karl Pohle. Anfang 8 Uhr. Bous, auch die zu anderen Stücken ausgegebenen, behalten ihre Giltigkeit. Billets ohne Vorbestellgebühr sind an der Kaffe des Theaters zu haben vormittags von 11-1 Uhr, abends von Kaufmann's Variété. Spezialitäten-/ 27 1hr an. Vorstellung. Der Billetverkauf zu den WeihnachtsApollo Theater. Spezialitäten- Vor. Feiertagen bat bereits begonnen. stellung. Schiller- Theater. Volks- Theater ( Wallner- Theater.) Dienstag, abends 8 Uhr: zum 1. Male: Der Millionenbauer. Mittwoch, abends 8 Uhr: Der Millionenbauer. Thalia- Theater ( vormals: Adolph Ernst- Theater) Dresdenerstr. 72/73. Goldene Herzen. Schwant in 4 Akten von E. Karlweis. Hierauf: Das Wetterhäuschen. Musikalisches Genrebild von Roß. Deutsch von Hermann Hirschel. Musit von Selby. Mittwoch: Zum ersten Male: Pension Dinkelsbühl. Schwant in 3 Akten von Hans Hochfeldt. Darauf: Das Wetterhäuschen. Sonnabend, 26. Dezember, mittags 34 Reichenbergerstr. 34, nahe dem Kottbuser Thor. Täglich: Weihnachtsfest- Dekoration sämmtlicher Säle. Dazu: Robert u. Bertram Große Gesangsposse in 4 Aften von G. Ra eder. Anfang:{ Wochentags 8 Uhr. 7 Uhr. Entree 50 Pf. bis 3 M. Apollo- Theater Friedrichstr. 218. Dir.: J. Glück. Neuheit! Neuheit! 12 Uhr: Die luftigen Weiber Kinetograph von Windsor. Komisch- phant. Oper von Otto Nicolai. ( lebende Photographie) h Sonntag, den 27. Dezember, mittags mit dem Sensationsbild 12 Uhr: Don Juan. Oper in 2 Aufzügen von W. A. Mozart. Central- Theater. Alte Jakobstr. 30. Direktion: Richard Schultz. Emil Thomas a. G. Zum 93. Male: Endlich allein! Raffeneröffnung 7 Uhr. Anfang 8 Uhr. Am 24. Dezember 1896: Weihnachtsheiligabend geschlossen. An den drei Feiertagen: Große Fest- Vorstellung. Am 31. Dezember: Eine wilde Sache. Gr. humorist. Sylvesterfeier. Große burleste Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz in 6 Bildern von W. Mannstädt und J. Freund. Mufit von J. Einödshofer. Anfang 8 Uhr. Morgen und die folgenden Tage: Eine wilde Sache. Vogler's Casino früher Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Variété u. SpezialitätenVorstellung. Friedrich Wilhelmstädt. Theater Auftreten von Kunstkräften nur Chauffeestr. 25/26. Dir. Max Samst. Der Veilchenfresser. Lustspiel in 4 Akten von G. v. Moser. Anfang 8 Uhr. Morgen: Der Veilchenfresser. Donnerstag: Geschlossen. Billets sind ohne Vorbeste II= gebühr an der Theaterkasse zu haben, außerdem im Invalidendant", Unter den Linden 24, im Cigarrengeschäft von Paul Romeick, Leipzigerstr. 6, und bei Julius Lengenfeld, Markgrafenstr. 50. Der Billetverkauf zu den sechs Vorstellungen an den drei Weihnachtsfeiertagen hat bereits begonnen. !!! Novität!!! Schippanowsky's Internationale Konzerte Spandauer Brücke - Stadtbahnbogen. Im Frühlingsglanze! Neue phänomen. Ausstattung. Heute konzertiren: Jm Fliederhain: Wiener DamenRapelle Wiener Herzen." Rosenlaube: Elite- Orchester An Heil". Obstgarten: Jtal. Sänger- GefellSacco". Hopfenlaube: nftrument.„ Laczy". Weinberg: Tiroler Sänger- und Tänzergesellschaft der." Theater- Abtheilung: Allabendlich Auftreten von Humoristen, Komikern, Duettisten u. f. w. Anfang Wochent. 6 Uhr Nachin. Entree frei. Vorzügliche und billige Küche. Table d'hôte à Couvert 75 ẞf. I. Ranges. Im vorderen Saal täglich: Großes Konzert E Eintritt 50 Pf. Jut Theater Saale täglich 8 Uhr abends Vorträge, mit Experimenten und großen Lichtbildern ausgestattet. Näheres die Tagesauschläge. Castan's Panopticum Neu! Die wunderbaren indischen Neu! Neu! Pygmäen Neu! Ur- Australier Neu!( Kannibalen). Passage- Panopticum. Während der Belle- Alliance- Theater. Volks- Vorstellung unter Regie von Julius Türk. Freitag, den 25. Dezember( I. Weihnachtsfeiertag): Zum ersten Male: Don Carlos. Trauerspiel in 5 Aften von Fr. Schiller. Philipp: Wilhelm Ruff; Königin: Therese Freyburg als Gast; Don Carlos: Rich. Jürgas( Lessing- Theater); Marquis Pofa: Julius Türk. Sonnabend, den 26. Dezember( 2. Weihnachtsfeiertag): Gastspiel von Fr. Sofie Bursta. Zum dritten Male: Romeo und Julia. Die gleiche Besehung wie bei der ersten Vorstellung. Sonntag, den 27. Dezember( 3. Weihnachtsfeiertag) Don Carlos. Eintrittskarten à 60 Pf. find in allen Zahlstellen zu haben. 229.'9 Achtung: Parteigenoffen Südoft. Achtung! Sonntag, den 27. Dezember( 3. Feiertag): Große öffentliche Versammlung in Rautenberg's Lokal, Oranienftr. 180, veranstaltet vom Lese- und Diskutir- Klub Auguft Geib". Referent: Gen. Waldek Manasse über„ Weihnachten und seine Bedeutung." Entree 10 Pf. Nach der Versammlung: Tanz. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Anfang 6 Uhr. Zahlreichen Besuch erwartet 100/3 Das Komitee. Zentralverein der Bildhauer. Feiertage Dienstag, den 22. Dezember 1896, abenda 129 Uhr, Annenstr. 16: werden die Versammlung Traumbilder täglich zweimal Weihnachts- Kränzchen. Billets à 80 Pf. inkl. Tanz bei Stoll. Rubbert, Tages- Ordnung: Erledigung geschäftlicher Angelegenheiten. NB. Wir erinnern bei der Nähe des Quartalsschlusses nochmals an die Regulirung der rückständigen Beiträge. 20/15 Am 3. Feiertag in Schmiedel's Pestsälen, Alte Jakobstraße 32: und zwar um 6 und Gitschinerstr. 4, Hof 4 Tr., Koswig, Manteuffelstr. 28, und im Vereins. Der Vorstand. um 9 Uhr aufgeführt. lokal, Annenſtr. 16. COOOOOOOOOOderbrucher Feen- Palast Burgstrasse 22. Direktion: Winkler& Fröbel. Bis Weihnachten geschlossen. Am 2. Feiertag, mittags 12 Uhr: Grosse Fest- Matinée des gesammten Künstler- Personals unter Mitwirkung von Wilh. Fröbel. Alcazar. Variété und SpezialitätenTheater I. Ranges. Dresdenerstr. 52 53( City- Passage) Annenstrasse 42/43. Vornehmster Familien- Aufenthalt. Nen! Zum 2. Male: Neu! Eine Sommerwohnung in Charlottenburg. Posse in 1 Akt von A. Anno. Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Pf. Freikarten haben Giltigkeit. Sonntag, den 20. Dezember 1896 Letzte Vorstellung vor dem Weihnachtsfeste. Wegen Vorbereitung zu den Fest Vorstellungen bleibt das Theater vom 21. bis 24. Dezember geschlossen. R. Winkler. unübertreihen italienischen Circus Busch. National- Sänger- und Tänger. Gesellschaft Domenico Conti. Entree vollständig frei. Anfang Wochentags 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Billards. 4 neue Kegelbahnen. Sorgfältig gepflegte Biere, anerkannt gute Küche. 26. Dezember( 2. Feiertag) mittags 12 Uhr: Grosse Matinée. ( Bahnhof Börse.) Dienstag, den 22. Dezember, abends 72 Uhr: Gr. Elite- Vorstellung 3nm vorlegten Male: 3schens, das Waldmädchen. Schwimmende Elefanten, schwimmende Pferde mit Reitern. Außerdem: Vorführung der Hengste Durch Dir. Busch mit einem Handschuh, ohne Peitsche. Die 5 fache Postfahrschule, geritten von Herrn Ernesto. Wellington, russischer Hengst, geritten von Herrn Salamonski. Die welt Konzerthaus Sanssouci berühmten Reitfünftlerinnen Geschw. Kottbuserstrasse 4a. An allen drei Weihnachts- Feiertagen: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl ,, Krone, Röhl und Schrader) Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Jeden Abend neues großartiges Programm! Powell. 4 ung. Amazonen; der Sprung über einen Landauer mit Insassen. Walzerritt. Auftreten der musikalischen Clowns Mr. Tom und Jack, des Gigerl Clowns Mr. Alf. Daniels 2c. Morgen: zum letzten Male: Zscheus. Paster's Fett- Gänse Pd. 60 Pfg. tägl. frisch, grosse Auswahl, prima ausgesuchte Waare) Extra schöne, zarte, fette Enten, à Pfd. 70 Pf.- Sämmtliche GänseArtikel als Gänseklein, Gänseleber und Gänseliesen, ausgeschlachtetes Gänsefleisch à Pfd. 60 P.- Gänsehautfett, Gänsekeulen, frisch Räucherkeulen, Spickgans mit und gepökelt, à Stück 60 Pf. und ohne Knochen. ff. Gänseleber.- Gänse- Schlackwurst à Pfd. 2 M. Garantirt reines Gänseschmalz à Pfd. 1,20 M. Hermann Leissner, Berlin C., 1972b Eckhaus Kaiser Wilhelm- Str. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. 2. Beilage zum„Vorwärts" Berliner VoWlatt. Ur. 299. Dienstag, den 22. Dezemder 1896. 13. Jahrg. Mnternehmev�Vevbimdv. ®iu Verband der deutschen Kork-Judustriclleu ist am 10. November auf einer Zusammenkunfl in Berlin gegründet worden. Zum Vorsitzenden ist der Kommerzienrath Linde- m a n n in Dresden(in Firma Wm. Merkel in Raschan im Erzgebirge) gewählt. In einem vom Vorstand dieses Ver« bandes uns zugesandte» Zirkular wird über den Zweck der neuen Organisation sowie über die Verhältnisse der Kork-Jndustrie das folgende angegeben:„Bedingt ward die Vereinigung durch die seit Monaten von den Korkproduktionsländern ans- gehende beträchtliche Preissteigerung des Korkholzes, welche sich nothwendigerweise ebenmäßig auch auf die Fabrikate übertragen muß. Wen» schon die Korksabrikation in der Umgegend von Bremen, insbesondere im Oldenburgischen, seit vielen Jahrzehnten als Hausindustrie betrieben wurde, so hat sich dieser Fabrikationszweig als Industrie doch erst seit der im Jahre 18BS in Sachsen erfolgten Einführung nach und nach über ganz Deutschland in sehr ansehnlicher Weise verbreitet und kann man deshalb jetzt von einer deutsche» fabrikmäßig betriebenen Korkindustrie sprechen. Ein ungefähres Bild vom Umfange, den dieser Gewerbebetrieb angenommen hat, ergiebt sich an Hand des statistischen Nachweises über die Einfuhr von Korkholz insbesondere aus Portugal und den anderen Ländern an der europäischen und afrikanischen Küste des Mittel- meeres, wo einzig und allein die Korkeiche in großen geschlossenen Waldungen gedeiht und von wo die Korkrinde eingeführt wird. Die Einfuhr nach Deutschland erreichte im Jahre 1895 einen Werth von zirka 8 bis 7 Millionen Mark." Die in Berlin, Breslau, Magdeburg und Danzig bestehenden Gerbervereinigungen für Heeresbedarf haben in einer Ver- sammlung zu Bertm ein Uebereinkommen mit dem Militär- Oekonomie-Departement berathen, desgleichen ihreBereinssatzunge». Die Danziger Vereinigung, deren Gründung übrigens erst in dieser Versammlung vorgenommen wurde, besorgt den Leder- bedarf des oft- und westpreußische» Armeekorps. Die Errichtung eines Syndikats der dcntschen Grobblech» Walzwerke ist beschlossene Sache. Vertreter solcher Werke haben in einer Zusammenkunft einen dahingehenden Vertrag unterzeichnet. Den Werken, die nicht vertreten waren, ist bis zum Ib. Januar der Beitritt offen gelassen. Ter Süddeutsche Walzwerksverband hat den Grund- preis für Walzeisen erhöht. Tie Knlir-Handschnhfabrikanten der Ort« Siegmar, Reichenbrand, Grüna, Wüstenbrand, Erlbach, Ober-Lungwitz nnd Mittelbach in Sachsen habe» eine» Verein gegründet. Kulirhand- schuhe sind gewirkte Handschuhe. Unter den Bierbranerei-Besitzer» der Schweiz ist eine Bewegung im Gange, um den Bierpreis zu erhöhen. Eine Vereinigung der Kohleu-Jnteressenten der englischen Distrikte Südwales, Mo nmoutshire und No rthumber- l a n d ist im Werke. Der neue Ring soll„die Preise auf eine lohnende Höhe bringen und unbillige» Wettbewerb verhindern". Der Plan geht von dem Verein der Kohlengrubenbesitzer aus; perfekt soll er werden, wenn die dem Verein nicht angehörigen Grubenbesitzer sich der Abmachung anschließen. Schisffahrtskartell in Oftasieu. Die Japanische Post- schiffsahrts-Gesellschaft(Nippon gasen Kaischa) hat mit dem Oesterreichischen Lloyd, der P. u. O. Stcam Navigation Company und der Rubattino-Linie ein Kartell geschlossen. Dieses Kartell beherrscht insbesondere den Baumwollverkehr zwischen Indien und Japan. »» Das Treiben der KarteÜe in Oesterreich hat dort den Gedanken populär gemacht, daß das Kartellwesen staatlich ge- regelt werden müsse. Der Hauplsitz des österreichischen Kartell- wesens ist Böhmen, wo es Unternehmer- Vereinigungen solcher Art u. a. für Eisen, raffinirtes Pelroleum, Syrup, Zucker, Soda, Bleizucker. Flaschen. Holzpappe. Btnd,aden giebt. Von be- fonderem Interesse ist daher, wie sich die P r a g e r Handels- kammer eine gesetzliche Beaufsichtigung des Kartellwesens denkt. In einer Denkschrift über diese Frage führt sie zu- nächst mit recht aus. daß ein allgemeines Verbot der Kartelle sich gar nicht durchführen lasse; sie erklärt sich dann für eine(nicht öffentlich«) Enquete und führt hierauf aus, daß Suv Nbttkehv. Zu meinem lebhaften Bedauern bin ich genötbigt, den Raum des„Vorwärts" abermals in Anspruch zu nehmen gegen- über de» Bemühungen des Dr. Zolling von der„Gegen- wart", der durchaus den Anschein erwecken will, als habe sich die Sozialdemokratie die Aufgabe gestellt, die poetischen Schöpfungen von G e o r g H e r w e g h zu bekritteln und den Ruhm diese? demokratischen und sozialistischen Dichter? zu ver- kleinern. Im allgemeinen glaube ich diese alberne Unterstellung in meinem jüngst im„Vorwärts" veröffentlichten kleinen Aussatz genügend zurückgewiesen zu haben. Ich bin aber in diese An- gelegenheit auch persönlich hineingezerrt worden und darum muß ich noch einmal ums Wort bitten. Dr. Zolling hatte in der„Gegenwart" die neueste Herwegh- Literatur besprochen und hatte dabei behauptet, daß ich an einer terwegh-Biographie arbeite. Diese- nur in der Phantasie des r Zolling existirende— Biographie glaubte der liebenswürdige Redakteur der„Gegenwart" schon im voraus herabsetzen zu können, indem er behauptete, ich hätte im„Wahren Jakob" von einem Gedicht Herwegh's zu Lassalle'S Gedächlniß„gefaselt" und hätte das selbstverständlich mit dem bekannten Nachruf an Georg Büchner verwechselt. Daraus könne man einen Schluß auf die Zuverlässigkeit meiner Herwsgh-Biographie ziehen u. f. w. Auf diese Anzapfung erwiderte ich in der für solche Fälle anaemessenen Form dadurch, daß ich die erste» vier Verse zenes bekannten Gedichts zilirte, das die Ueberschrift Am Grabe Ferdinand Lassalle's" trägt und als dessen Verfasser bisher Georg Herwegh gegolten hat... Dr. Zolling hat nun nach näherer Prüfung des Gedichts die Ueberzeugung erlangt, daß dasselbe apokryph ist, was ihm auch von Frau Emma Herwegh bestätigt worden ist. In der Thal ist das Gedicht in der Fassung, wie Dr. Zolling es vorgefunden hat und zitirt,-ine geschmacklose Reimerei und Herwegh'scher Geist ist nicht darin. Diesen Anlaß benutzt nun selbstverständlich der große Krakehlokrat der„Gegenwart", um mir jedes Verständniß für poetische Produkte abzusprechen. Er selbst war allerdings so vorsichtig, sich an Frau Herwegh zu wenden, bevor er seine großartige Entdecknug verwerthete., � Mir ist das Gedicht seit 25 Jahren bekannt. Dasselbe wurde früher an Lassalle's Todestage in sozialistischen Blättern ab- gedruckt, wurde vielfach deklamirt und zirkulirte auch Hand- schriftlich. Ich glaube mich ganz sicher zu erinnern, daß die ftotm früher eine bessere war, und es wäre gewlß nicht das erste Mal, daß ein Gedicht durch vielfache Abschristen verschlechtert alle Kartelle verpflichtet sein sollen, sich auf grund schriftlicher Statuten zu konstituiren, welch letztere in ein von einem K a r t e l l a m t e zn führendes K a r t e l lr e g i st e r einzutragen sind. Die Eintragung soll von dem Kartell- amte zurückgewiesen werden können, wenn das Kartell lediglich unberechtigte Schädigungen der Konsumenten be- zweckt oder andere unerlaubte Ziele verfolgt. Aus denselben Gründen sollen schon eingetragene Statuten aus dem Kartell- register gelöscht werden können. Kartelle, welche ihre Statuten nicht angemeldet haben oder deren Eintragung zurück- gewiesen wurde, sollen unerlaubt sein und ihre Theilnehmer durch hohe Bußen sowie durch Entziehung der E werbe-Berechtigung bestraft werden können. Die ein- getragenen Kartelle sollen der Aussicht und Kontrolle des Kartellamtes unterstehen. Das Kartellamt soll das Recht haben, durch einen sachlichen, ans Vertretern der Interessenten gebildeten Beirath sich genaue Kenntniß von der Geschäftslage des betreffenden Geschäftszweiges zu verschaffen, um gegen eine übertriebene Ausnützung des Kartells rechtzeitig einschreiten zu könne». Als geeignete Maßregeln gegen den Mißbrauch der Kartelle werden empfohlen: die Löschung aus dem Kartellregister, das Verbot des Kartells, die Ermäßigung des Zolles und der Frachtsätze für ausländische Produkte, die Vergebung staatlicher und anderer öffentlicher Lieferungen an das Ausland, die Begünstigung privater oder die Errichtung staatlicher Konkurrenz- Unter- »ehmungen ic. Andererseits soll aber aus die in das Kartell- register eingetragenen Kartelle das bestehende Koalitions-Verbot keine Anwendung finden. Ueber dieselbe Frage führt Dr. Emil L o e w im „Handelsmuseum" aus:„Aufgabe der Gesetzgebung scheint vor allem, die Kartelle aus legalen Boden zu stellen, auf dem sie in den Schranke» einer Abwehr industrieller Krisen ge- halten werden können. Vorbedingung hierzu ist die Gleichstellung der Kartelle mit anderen Erwerbsunternehmunge», die aus irgend welchen Rücksichten staatlicher Kontrolle unter- warfen sind, wie Akliengesellschafle» oder Genossenschaften. Nichts ist berechtigter als der Wunsch, den Schleier geheimer Abmachung von Kartellen gelüstet zu sehen. Die Anzeigepflicht für alle organisirten Kartelle und ihre Unter- stellung unter das Korporationsrecht ist das primäre Bedürfniß staatlicher Intervention in der Frage der Kartelle. Dann erst werden sich die Grenzen ziehen lassen, wo das wirthschaftlich nützliche Kartell und die zulässige Sicherung eines billigen Unter- nehmergewiuneS aufhören und wo die monopolartige Ausbeutung des Konsums beginnt." In der„Neuen Freien Presse" bezeichnet Professor Dr. N. Menzel das Verlangen der Prager Handelskammer nach einer Enquete als unbegründete H i n a u s s ch i e b u n g der legislativen Aktion.„Die Erhebung muß sich vielmehr schon als Konsequenz der gesetzlichen Anzeigepflicht darstellen; eine solche blos für eine Enquete zu statuiren und nicht für alle künftigen Fälle der Kartellbildung. hat keinen Sinn. Mit der strengen Wahrung des Amtsgeheimnisses durch die erhebenden Staatsorgane, welche die genannte Denk- schrift begehrt, sind wir einverstanden; dagegen muß der Ver- waltung das Recht eingeräumt werden, auf grund der Erhebung das zu publiziren, was sie im öffentlichen Interesse für geboten hält. In diesem vom vernünftigen Ermessen der leitenden Staatsorgane zu bestimmenden Publikationsrechte liegt unseres Erachtens ein höchst wirksames Mittel zur Einwirkung auf solche Kartelle, welche ihre Macht mißbrauchen. Die übrigen Vorschläge der Prager Kammer(Registrirnng der Kartelle, Staatsaufsicht, Ent- ziehung der Wirksamkeit, volle Rechtsfähigkeit der zugelassene» Kartelle) stimmen vollkommen mit jenen Anträgen überein, welche Prof. Menzel seinerzeit als Referent des Vereins für Sozial- Politik gestellt hat." Da das Kartellwesen auch im Deutschen Reiche immer mehr an Ausdehnung gewinnt, wird es nicht unzweckmäßig erscheinen, daß wir diesen österreichischen Stimmen im„Vorwärts" Raum gaben. Gericht» Ein preußischer Gendarm auf der Gewerbc-AnS- stellung. Erfolglose Beschwerden beim L a n d r a t h, beim Regierung?- Präsidenten und beim Minister des Innern sind einem Strafverfahren vorangegangen. welches gestern das Schöffengericht am Amtsgericht II be- schästigte. Der Handlungsgehilfe Siegmund E l o e s s er war worden ist. Mir waren nur die ersten vier Zeilen genau im Gedächtniß geblieben.�) Ems andere und bessere Fassung kann ich allerdings heute nicht mehr beibringen und darum wird möglicherweise Dr. Zolling meinen Erinnerungen nicht glauben.„Na— denn nicht!" Dann muß ich eben mein Schicksal über mich ergehen und mich in den Wurstkessel der literarisch-kritisch-ssttlichen Entrüstung des Herrn Zolling hineinschlachten lasse». Meine Gemüthsruhe wirb da- durch allerdings nicht im mindesten gestört. Der Versasser des in Frage stehenden Gedichts ist un- bekannt und schon darum ist es kindisch, die Sozialdemokratie einer„Fälschung" zu beschuldigen. Ueber literarischen Geschmack streite ich mich mit dem Dr. Zolling nicht. Derselbe hat den bekannten Refrain der Audorf'schen Marseillaise: „Nicht zählen wir den Feind, Nicht die Gefahren all', Der kühnen Bahn nur folgen wir. Die uns geführt Lassalle"— einen„mauschelnden" Refrain genannt, ein Beweis, daß die schlichte Arbeitermarseillaise für das„Volk" der Zolling und Genosse» schon viel zu sehr„Caviar" ist. Dem Zolling'schen Artikel ist ein Brief der Frau Emma h einverleibt, in dem meine Handlungsweise als rechheit" und„Blödsinn" und meine Persönlichkeit als „Crölin oder niederträchtig" bezeichnet wird. Meiner Treu, ich habe Pech mit den Revolutions-Damen von 1843! In meinem Buche„Die Deutsche Revolution" habe ich die getreue Nachbildung eines jener Schuldscheine veröffentlicht, welche die deutschen Republikaner in der Schweiz 1848 auf die künftige deutsche Republik ausgaben. Das Original hatte mir ein Achtundvierziger gegeben, der seine 400 Thaler seinerzeit dafür einbezahlt Halle. Der Schuldschein ist unterzeichnet von Gustav Struv e und dem„Ober-Gefchäfts- sührer" K. H e i n z e». Als die Wittwe Heinzen's den Schuld- schein zu Gesicht bekam, schrieb sie an eine Verwandte von mir, derselbe sei ein Falsifikat; solche Thorheiten habe sich ihr Mann niemals zu schulden kommen lassen. Wenn ein Gedicht über dreißig Jahre lang handschriftlich und gedruckt als ein Produkt Georg Herwegh's zirlulirt und *) Es muß früher öfter Mißbrauch mit dem Namen Herwegh's getrieben worden sein. So bekam ich ans dem Nach- laß eines Mllnchener Achtundvierzigers die Abschrist eines an- geblich von Herwegh verfaßten Gedichts gegen Lola Montez. Ich hatte es nur flüchtig angesehen; als ich es nunmehr genauer ansah, erkannte ich, daß«S gleichfalls apokryph ist. wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und wegen Beaintenbeleidigung angeklagt. Der Angeklagte fungirte während der Gewerbe-Ausstellung als Verkäufer in einem Liqueur« Pavillion im Vergnügungspark, der einem Herrn Wreschner ge- hörte. Vor diesem Pavillon hat sich in der Nacht vom 8. zum 9. Juli ein Renkontre zwischen einem Gendarmen und mehreren Zivilisten abgespielt, bei welchem der Gendarm blank zog und den Angeklagten am rechten Handgelenk verwundete. Dieser und mehrere andere von de» betheiligten Herren beschwerten sich gleichzeitig beim Landrath, beim Regierungspräsidenten und beim Minister über das Auftreten des Gendarmen, sie erhielten aber von jeder dieser Instanzen den Bescheid, daß ihre Beschwerde als unbegründet zurückzuweisen sei. Dagegen leitete die Staats- anwallschafl auf die Strafanzeige des Verletzten hin das Strafverfahren gegen Elvesser ein. Der Gendarm Höhne bekundete in der gestrigen Verhandlung zeugeneidlich, daß die Gendarme» seitens des Oberwachtmeisters gerade auf diesen Pavillon besonders aufmerksam gemacht worden seien, genau a u f d i e P o l i z e i st u» d e z u a ch t e n. Er sei am 8. Juli 10 Minuten nach 12 in das Lokal getreten, habe eine Anzahl Gäste darin gefunden und habe gefragt, ob schon Feier- abend geboten worden sei. Dies fei ihm vom Verkäufer wie von den Gästen bejaht worden, dieselben hätten aber erst austrinken wollen. Nach s ü n f Minuten sei er wieder in das Lokal getreten nnd hätte nunmehr energisch zum Fortgehen auf- gefordert. Zwei der Gäste hätten sich aber so renitent benommen, daß er sich genöthigt gesehen habe, die Personalien der Exzedenten festzustellen. Dem hätten sich letztere widersetzt, wes- halb er sie zur Wache führen wollte. Als er mit den Leuten i» das Freie getreten sei, wo es dunkel war— die elektrische Beleuchtung war bereits erloschen— sei er plötzlich umringt worden, der Angeklagte sei auf ihn unter lauten Schimpfereien zugestürzt und habe ihn auf den Arm geschlagen. Er habe die Situation für sehr bedrohlich' halten müssen und deshalb seinen Degen gezogen. Aber noch ehe er diesen aus der Scheide ge- rissen, müsse der Angeklagte wohl noch einmal zugeschlagen u n d sich dabei an der Wafse selb st verletzt haben. Da noch zwei seiner Kameraden im Hintergründe standen, sei es ihm möglich gewesen, die Hauptbetheiligten zur Wache zu bringen, wo dieselben aber zwei Stunden Zeit gebraucht hätten, um sich soweit zu beruhigen, daß sie ihre Personalien an- zugeben vermochten. Dagegen behauptete der Angeklagte, daß er während der ganzen Daner der Ausstellung nicht ein einziges Mal wegen Uebertretung der Polizeistunde an- gezeigt worden sei. Der Gendarm sei sehr aufgeregt gewesen und sei sehr barsch aufgetreten. Als dieser zwei von den Gästen, die sich nicht legitimiren wollten, sistirt, und mit diesen und den anderen Gäste das Frere betreten habe, da sei er hinzu getreten, habe den Sistirten Anemann aus den Arm ge- klopft und begütigend zu demselben gesagt:„Legitimiren Sie sich doch, dann ist ja die Sache erledigt!" Den Einwand des Vor- sitzenden, daß er vielleicht im Dunkeln statt des Freundes den Gendarmen auf den Arm— wenn auch nur leicht ge- schlagen habe, wies der Angeklagte mit dem Bemerken zurück, daß in seinem Pavillon noch sämmtliches Licht brannte, welches durch Fenster und Thüren fiel und die Umgebung genügend hell beleuchtete. Der Gendarm habe ohne jedes erkennbare Motiv blank gezogen und ihm einen Schlag über den Arm versetzt. Er sei dann ebenfalls sistirt worden und habe sein Lokal, wie es sich in dem Augenblick befand, verlassen müssen. Diese Darstellung des Angeklagten wurde von mehreren Augen- zeugen, abgesehen von kleinen Widersprüchen, im wesent- lichen nnterstützt. Der Staatsanwalt erklärte, daß er den Gendarm Höhne seit zehn Jahren als einen sehr ruhigen Beamten kenne, der sich bei seinen eidlichen Aussagen stets von jedweder Uebertreibung ferngehalten habe. Er schenke der AuS« sage desselben vollen Glauben und beantrage 50 M. Geldstrafe. Der Gerichtshof war dagegen der Ansicht, daß ei» Jrrthum aus keiner Seite ausgeschlossen scheine. Jedenfalls sei die Sache nicht so genügend aufgeklärt, um zu einer Verurtheilung zu gelangen und müsse daher auf Freisprechung erkannt werden. Abermals ein prügelnder Schutzmann. Der Polizei- Wachtmeister Schmidt in Hamburg, ei» Mensch, der bereit? während seiner militärischen Dienstzeit wegen Mißhandlung Untegebener wiederholt disziplinarisch bestraft worden ist, wurde von der Strafkammer in Hamburg zu 5 Monaten Ge- fängniß verurlheilt, weil er ohne jeden Grund einen Droschken» kutscher verhaftet und aus der Wache brutal mißhandelt hat. weder von diesem selbst noch von seiner Familie eine Einsprache erhoben wird, dann ist man doch weder ein„Cretin" noch „niederträchtig", wenn man das Gedicht als wirklich von Herwegh herrührend auffaßt, namentlich wenn man es i» einer besseren Form als die heule vorliegende gesehen hat. Ich bin so rücksichtsvoll, anzunehmen, daß der Brief von Frau Herwegh nicht für die Oeffentlichkeit war, daß aber der„feine Takt" desselben Dr. Zolling, der meine Erklärung als„knotig" bezeichnet, diesen bewogen hat, den Brief mit allen seinen Schimpf- Wörtern abzudrucken. Indessen ficht mich das weiter nicht an. Mein verstorbener Schwiegervater Karl Schickler nnd meine Frau, die zu Frau Herwegh während ihres Stuttgarter Aufenthalts in sehr freundschaftlichen Beziehungen standen, haben mir das sanguinische Naturell derselben ost genug geschildert und ich kann mir ihren heftige» Ausbruch erklären. Sie hat die Verdrehungen des Dr. Zolling") allzu tragisch genommen und hat sich einreden lassen, die Sozialdemokratie wolle wirklich den ihr so theuren Todten verkleinern. Wenn sie sich die Sache etwas ruhiger ansieht, so wird sie finden, daß hier nur eine alte Komödie vor sich geht. Der scheinheilige, mansegraue Liberalismus vergießt Krokodils- thränen an de» Gräbern derer, die er im Leben verfolgt, ver- höhnt und geschmäht hat. Darum kann auch ein Zolling sich zum literarischen Schutzengel von Georg Herwegh gegen die Sozialdemokratie aufwerfen, die den Dichter immer als einen der Ihrigen betrachtet hat. I» der kritischen Betrachtung irgend eines einzelne» Gedichts eine Herab. Würdigung der ganze» Persönlichkeit des Dichter? zu erblicken, das sollte Frau Herwegh dem nunmehr hinreichend erprobten „feinen Gefühl" eines Zolling überlasse». Ich bin höflich genug, die elwaS kräftigen Ausdrücke der alten Dame nicht allzu übel zu nehmen, und verwahre mich nur gegen ihre Behauptung, daß ich mir einbildete, ein„Herwegh, kenner" zu sein. Ich war immer ei» Verehrer der Herwegh'schen Muse, aber ich habe das Sludiuin seiner Schriften nicht zu meiner Spezialität gemacht. Damit ist diese Angelegenheit für mich erledigt und ich will hoffen, daß ich der widrigen Atmosphäre von Zank- und Krakehlsltcht, in der Dr. Zolling sich bewegt, nicht wieder zu nahe zu kommen brauche. Stuttgart, Dezember 1896. Wilhelm BloS. •) U. a. behauptet Dr. Zolling in seinem neuesten Herwegh- Artikel, aus der„Neuen Zeit" und dem„Wahren Jakob" sei „ein besonders lautes P f n i" gegen das bekannt» Arbeiter-Bnndeslied von Herwegh erschollen! Ernst Sparfeld, Perlebergerstr. 26 f. ( Ecke der Stromstraße) empfiehlt gum bevorstehenden Weihnachtsfest sein reiches Lager von Musikinstrumenten aller Art als: Poliphons, Symphonions, CelestaWerke, alle Arten Leierkästen, mit u. ohne Notenscheiben, Akkordzithern, Violinen, Harmonikas, Trommeln, Kinderinstrumente 2c. Lager aller Sort. Saiten und Bestandtheile. ReparaturWerkstatt für alle Instrumente. Verleih- Institut. Kinderwagen- Bazar Max Brinner, Jerufalemerstr. 42, Brunnenstr. 6, Dresdenerstr. 128. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin,