serer# wir W ilö W Sicht. Ä icher# s ?„&* ,U nehvA- rs* tcmciit W den. >is wir tt % >r gr eure NS_ LV m�4 efschr«� •.schüft f i And� s die SZ rem Lool< zaben � :n no� iuM • M' i-rM Gratae» w&% ÜtzlMg* ftsühre� Versltf schl-» k 203. Konnabend. den 1. September 1888. 5 Jlchrg. SerlmrBckMI Brgan sür die Interessen der Arbeiter. Tia.1-Merltmer StlUfluc.'UUIIUIO. J P,. �umuu�jiummt. mn vwu„wuiiiuuiva-< (Bingdroam in der Postzcitung-Zpreisliste für 1888 unfer Nr. 849.) Pf. Sonntags «olkSblatt» AbonnementSprei» für Berlin frei wöchentlich ZS Pf. Postabonncmcnt mit dem„Sonntags-Blatt" 10 Pf. en. Jnsertionsaebühr beträgt für die 4 gespaltete Pctttzeile oder deren Raum Uö Pf.---------------— größeren Aufträgen hober Rabatt nach Uebcreinkrnrft. Inserate werden bis 4 Uhr Nachmitlagt in der Expedition. Berlin SW., Zimmcrstraße 44, sowie von alten Annoncm-Bureaux, Erhöhung des Preises, angenommen. Arbeitsmarkt 10 Pf. Bei c Nacbmi______ ohne Redaktion: Kenthstraße Ä.— Grpedition: Zimmerstraße 44. Abonnements-Ginladung. Für den Monat September eröffneten wir ein neues Abonnement auf das „Aerliner Holksblatt" t>tm wöchentlich erscheinenden Ionntagsbtatt. �. Das„berliner Polksblatt" vertritt in jeder Beziehung die Interessen der werkthätigen Bevölkerung. Es ist Pflicht eines Jeden, dem das Wohl der Arbeiter am Herzen liegt, �rgan der sozialdemokratischen Arbeiterpartei zu lesen.„„.. Nicht die Organe spekulativer Kapitalisten werden die Arbeiter über ihre eigentliche, jammervolle Klaffenlage aufklaren,— im Gegenthctl, sie haben ein ausgesprochenes Interesse gerade das arbeitende Volk in der Gleichgiltigkeit zu erhalten. Nur unwiffmde Leute stnd willige Objekte der Ausbeutung und Profitsucht unserer Gegner. L Darum, Arbeiter Berlins, fort mit den Bouraeoisblättern. in denen Ihr täglich beschimpft und oerspottet werdet, schaart Euch um Euer Organ, welches Euch nun schon seil Jahren iur Teste steht, welches unentwegt eintritt für die Freiheit und Gmanzipation des wertthättgen Volkes. Im Feuilleton unseres Blattes veröffenttichen wir den Suhersl spannenden Pariser Kriminalroman„Ihre T-chter". Neu hinzutretenden Abonnenten wird der bisher erschienene Ich eil des Romans gratis nachgeliefert. m, �„ ,, Der deträgt frei in» Hau« monatlich; Mark SS Pf.» wöchentlich 85 Pf. Bei Selbstabholung ms der Expedition, Zimmerstrahe 44, HM" 1 Ward pro Womit. Bestellungen werden von sämmttichm Zeitungsspedtteurm"wie von der Expedition unseres Blattes. Zimmerfkabe 44.«-Megerrgenommm. Für außerhalb nebmen sämmtttche Poftanstallen Be euungen für den Monat September gegen Zahlung von 1 M. 34 Pf. an. Die Rebaktion«»b Grpebitio« des„Derliner Nolksblatf. g »48% den es- ren. i 'A.!k l'fet b-ss� ll<# en- fehle t"' Das Ausnahmegesetz. Die nationalliberale Presse hat sich in diesen Tagen j'Wt mit dem Sozialistengesetz beschäftigt und hat ziemlich betont, daß der gegenwärtige Zustand nicht länger �luern dürfe. Es wurde namentlich hervorgehoben, daß J leitenden Persönlichkeiten der nationalliberalen Partei Wg#mom, wie schon vor einiger Zeit, dahin erklärt t'ali!� sie für eine abermalige Verlängerung deS So- ft.IfVsetzeS„nur mit äußer st em Wider- L.'(H" zu gewinnen seien. Also zu gewinnen sind sie nie?»"d wer ewa in das„äußerste Widerstreben" zu in' Berftauen setzen wollte, der könnte gleich dadurch da besseren belehrt werden, daß die nationalliberale ».,/• sich auf Herrn— G n e i st beruft, der sich schon «"igen Jahren dahin ausgesprochen hat, das So- Vu �setz dürfe in seiner gegenwärtigen Form nicht izy« gehen. Die WahlagitationSkunststückchen de« Herrn sind nur ein schlechter Beleg dafür, daß die National- W i entschlossen sind, m Sachen deS Sozialistengesetzes !» der Polizei statt der Sozialdemokratie den Prozeß machen. L 9ßir glauben e«, daß, wie behauptet wurde, es außerhalb st konservativen Partei nicht viele Leute giebt, die eine « wdauer des Sozialistengesetzes in seiner gegenwärtigen i, � wünschen. Aber das ist ja gerade der KrebSschadi» kttp�itik unserer Tage, daß so viele Politiker ganz ttai■Mchcmungen und nicht den Muth haben, sie zu be- Kommt es zum Klappen, dann sind gewöhnlich stri, Rücksichten da, daß alle die schönen Vorsätze stracks �-ugnet werden. Ste* �»n, rstr. 61' «i I 'r Ieuilreton. Ihre Tochter. �»al-Roma» nach dem Französische» von K. D e t r i» g. "Nennen Sie ihn!" �... hier nicht. Der gnädige Herr würde mir viel- >d,g?t.cht glauben. Ich muß ihm erst auseinandersetzen, £ump seit zwei Wochen alles gegen den h�?tn--- und feine Frendinnen unter- �ein"f� bilden sich doch nicht etwa ein, daß ich Sie in �mmer mitnehme?" �.... Kml aber wenn ein anderer Hotelgast klingeln ' Ehrend ich mit dem gnädigen Herrn vor der U)ür Sn,''0 wäre eS dem gnädigen Herrn wohl unangenehm, Ataße r" m'<� wit ihm zusammeufähe... Am Ende der t>er Boulevard Haußmann, und da geht jetzt 3} t? Vorschlag kam unerwartet, und Andreas zögerte S i��enblick. Er konnte aber nicht annehmen, daß man ftS�e» von Paris einen Angriff auf ihn plane, und "jÄ.!« d-wi»is- R»-° WÄÄt Versicherung schritt er voran und Andreas �(tcb C'IS'ää'9:: Wir sind prinzipielle Gegner aller Ausnahmegesetze in jeglicher Gestalt und können deshalb den VermittelungS- vorschlügen keinen Geschmack abgewinnen. Dennoch muß man, wenn man mit den Nattonalliberalen diSkutiren soll, kurz und rund verlangen, daß die Nattonalliberalen mit ihren Vorschlägen einmal herausrücken und uns sagen, was sie denn an die Stelle der gegenwärtige» Bestimmungen deS Ausnahmegesetzes setzen wollen. Die nationalliberale Preffeberuft sich darauf, daß auch die „Kreuzzeitung" gesagt hat, man könne die Fort- führung deS„ R e p r e s s i v k a m p f g S" gegen die Sozial- dcmokratie der Polizei abnehmen und sie den Gerichten übertragen, nachdem sich„eine gewisse konstante Praxrs der Gerichte in der Verfolgung sozialdemokratischer Strafhandlungen" herausgebildet habe. Dieses Vertrauen der„Kreuzzertung" zu einer„gewissen konstanten Praxis" der Gerichte fröstelt uns an; dahinter liegen Fußangeln. Die„Kreuzzeitung" hat jene Aeußerung, wenn wir uns recht erinnern, auch nur im Hinblick auf die von Herrn von Puttkamer beantragten Verschärfungen deS Sozialistengesetzes gethan. Das wäre ja ein netter Handel, wenn die Konservativen zu den Nattonalliberalen sagen würden:„Gebt unS die Vcr- schärfungen: dafür übertragen wir die Ausführung dem Richter statt der Polizei!"— Und sollten„arglose" nationall>berale Gemülher am Ende gar auf einen solchen Handel eingehen? ES heißt, auch die Konservativen wären in ihrer Mehr» heit ftoh, von einem Gesetze erlöst zu werden,„deffen Wirkung. so groß man dieselbe auch auschlagen mag, in keinem Verhältniß steht zu dem kolossalen Auf- Der Boulevard Haußmann war hier eine Art Sack- gaffe, da er noch nicht bis zur Rae Drouot durchgelegt war. De« Abends sind seine breiten Trottoire dort sehr einsam; Bäume und Bänke sind da, wie in den ChampS- Elysve«, nur viel weniger Laternen und Verkehr. Die Pferdebahn nach Paffy beginnt zwar dort, aber die wenigen Fahrgäste, die dort schon einsteigen, bekümmern sich nicht darum, was hinter ihrem Rücken geschieht. „Wenn der gnädige Herr erlaubte, daß ich mich setzen darf," begann der Mann in zaghaftem Tone,„so wäre ich ihm sehr dankbar. Ersten» wird man weniger auf unS achten, und dann kann ich»och nicht recht fort." „Setzen Sie sich," sagte Andreas kurz und deutete auf eine Bank.... Da er entschlossen war, alles zu erfahren, so nahm er neben dem Menschen Platz, der schleunigst von der Erlaubniß, sich auszuruhen, Gebrauch gemacht hatte. �, Sic warten wohl schon lange auf mich, da Sie so müde sind?" sprach der Baron und sah sich den Menschen an auf den das volle Licht einer Straßenlaterne fiel. Seit zwei Stunden," erwiderte das Individuum, ohne zuzögen,.„Ich wußte, daß der gnädige Herr nicht zu Haus war, und ich oermuth te, daß er über den Boulevard zurückkommen würde. Ich hätte übrigens die ganze Nacht gewartet, wenn es sein gemußt hätte/ „Lag Ihnen so viel daran, mich zu sehen?" „Ja, denn der gnädige Herr allern kann mir zu meiner Rache ve'rhelfem" '.An dem Schuft, in deffen Diensten ich gestanden und der mich zu tödten versucht hat. Seine Schuld ist eS nicht, wenn ich noch lebe." „So zeigen Sie ihn doch an! „Man würde mir nicht glauben, oder vielmehr, wenn man mir glaubte, würde man mich mit ihm zusammen em- wand von Polizeimacht und Polizei- scharf sinn." Der Widerspruch gegen daS unveränderte Fortbestehen deS Gesetzes soll so stark sein, wie nie zuvor. Gut; dann möge man aber auch offen mit der Sprache herausgehen. Will man den kleinen Belagerungszustand wirklich beseittgen? Will man jenen Paragraphen streichen, der bestimmt, daß dem wegen Verstoßes gegen das Sozia- listengesetz Verurtheilten eine Aufenthaltsbeschränkung zu- erkannt werden kann, die ihn im ganzen Reiche heimathloS macht? Will man die Paragraphen streichen, nach denen Bücher und Zeitungen von der Polizei einfach unterdrückt werden können? Und will man Vereine und Versammlungen freigeben? Da wird manche nationalliberale ManneSseele bedenk» lich antworten: „Ach nein, s o viel will man nicht!" Nun, waS will man denn? An positiven Vorschlägen ist bis jetzt nur so viel zu Tage getreten, daß man die Ausführung deS Sozialisten» aesetzeS statt der Polizei den Gerichten übertragen will. Nun, daS wäre allerding« mit einem großen Vortheil ver- Kunden; die von dem Gesetze Betroffenen könnten sich ver- theidigen und müßten erst überführt werden, während die Polizei- und Verwaltungsjustiz einfach verftigt. Aber in den Wirkungen käme eine solche Abänderung ganz auf daS Gleiche heraus, denn wenn ein Buch verboten wird, so wird eS eben verboten und die Wirkung ist dieselbe, ob sie nun auf Grund einer Polizeiverfügung oder auf Grund eines richterlichen Urtheil« eintritt. Wir können e« ja nur mit Genugthuung registriren, stecken, denn ich war mit dabei. Und bevor ich mit ihm zu thun hatte, hatte ich schon mancherlei auf dem Gewisien, und er weiß daS. Er würde sich weiter nicht bedenken und alles erzählen. Der gnädige Herr sieht, daß ich mich nicht reinwaschen will." „Verschonen Sie mich mit Ihren Geständnissen. Kommen Sie zu Thatsachen." „Erkennt mich der gnädige Herr denn nicht?" „Mir kommt Ihr Gesicht nicht unbekannt vor, allein an dem Tage, wo Sie den Wagenschlag öffneten, habe ich mir Ihre Züge nicht gemerkt. Ich muß Sie schon irgendwo anders gesehen haben." „Ja, an einem Ort, wo der gnädige Herr mir einen solchen Faustschlag gab, daß ich die Engel im Himmel pfeifen hörte." „Im botanischen Garten... im Labyrinth!... Und Sie wagen mir unter die Augen zu treten!... Weshalb insultirten Sie die junge Dame?" „Ich hatte den Auftrag, sie nach der Rue Lacspede zu bringen, wo er sie in einem Wagen erwartete..." „Wer denn? So reden Sie doch!" rief der Baron von Elven.„Hm von Randal ist der Schurke!" „Ich dachte mir schon, daß der gnädige Herr von selber darauf kommen würde," erwiderte der Mann ruhig. „Erzählen Sie!" sprach Andrea«, der viel erregter als jener war.„Weshalb wollte er Fräulein Valdieu in seinen Wagen locken?" „Um sie zu entführen, wenn er ihr nicht gar den Hals umdrehen wollte. Er ist zu allem fähig und hat noch ganz andere Sachen gemacht. Aber erst muß ich erzählen, wie ich ihn kennen gelernt habe. Vor einem Monat lag ich auf dem Pflaster und wäre vor Hunger krepirt, wenn ich nicht einen Kerl getroffen hätte, mit dem ich in Poiffy zusammengeseffen habe... Ich machte fünf Jahre wenn die nationalliberale Partei, die Hebamme des Sozialistengesetzes, an ihrem Pfleglrng irre wird. Aber wenn man die Sache diskutiren will, so bewege man sich nicht in allgemeinen Redensarten, sondern man gehe mit der Sprache heraus und sage, was man will. Sonst hat die ganze Geschichte keinen Werth; sonst wird man nur irrige Meinungen erregen. Zm übrigen gehören wir wie immer zu denjenigen, die kein besonderes Vertrauen zu dem Liberalismus haben, wenn es sich um politische Freiheiten handelt, und zwar trauen wir in diesem Punkte dem Liberalismus von links so wenig wie dem von rechts. Die Herren haben zu viele politischen Sünden gut zu machen und sollen uns ihren guten Willen erst durch Thaten beweisen, wenn wir daran glauben sollen. Redensarten beweisen uns noch gar nichts. Nie äor5(Mierei in®terfcQn6cn. (Sckluß) Die Bedrängniß der professionellen Kordmacher ist eine all- gemeine. Werden ste doch in den Akten„Kandidaten des Armen- fonds vom Tage der Vermählung" genannt. Wie das Bezirks- amt Lichtenfels mittheilt,„bilden Kartoffeln und Kaffee das Hauptnahrungsmitrel während der Wochintage. Fleischspeisen giebt es nur an Sonn- und Feiertagen." Hören wir über die Ernährungsweise der oberftänkrschen Korbmacher die kompetenteste amtliche Autorität, die Generalberichte über die Sanitäts- Verwaltung im Königreich Bayern! Diese Publikationen find E.n�° wird!"— Die innere Politik, so glaubt die„Post" aus■■ Ernennung Bennigsens erkennen zu können, werde nach mw» Bahnen verfolgen, auf Venen ihr die Unterstützung des? mäßigten Liberalstmas sicher ist.— Das war ein Liberalisaw Ser bekanntlich seinen Mittelpunkt und seine Blüthe in System Pultkamer fand. „Kurz? Grfängrrißstrafpn, aber schwere, harte die Leute müfien fich abar Leiten, bis fie zu Boden: empfiehlt ein Artikel der„Kreuzztg." eine Reform des~'r- Vollzugs in Preußen. Außerdem müßten gegen Wideripentt kell körperliche Strafen wieder generell eingefühll# den.— Wie wäre es, wenn die Herren von der..KreuzzntuY am eigenen Leibe einen Probekurfus in dieser Richtung du» machten? Eine neue Entdeckung über die Schlechtigkell dcr� beiterfachvereine bat die„Allgemeine Tischlerzeitung" c In diesem Organ für höheren Blödsinn heißt es nämbit:, (nämlich die Fachvereine) unterstützen indirett„Schlkubei� Schundwaare und Schmutzkonkurrenz, weil fie die(lnWV und damit angeblich die Hanvwerksmeiner bekämpften." nächstens ein Zunftbruver entdeckt, daß die Faetvcrci*' schlechten Wetter dieses Sommers schuld find, so soll urti" gar nicht wundein. � j E» beginnt jn tage«. Eines der brauchbarsten kür die Bergwerksbesieer, die Arbeiter„im Zaume" zu»-? find die Knappschaftskaffen, die ausschließlich unter der 2% I tun« der Werksbcfitzcr und ihrer Kreaturen stehen. Ta nun on Interesse zu erfaßten, Daß die Vertreter von 44 männischen Vereinen letzthin in Dortmund an den# rl Maybach das Gesuch stellten, daß die Knappschaftskravlcw�! durch Gesetz aufgehoben werden und es den Bergleuten stellt werde, den übrigen auf Grund des Krankenverfiit� gesctzes bestehenden Kassen beizutreten. Es ist das daß diese Forderung offen erhoben wird, fie ist in% sammlung zu Tortmund auch nur mit 23 gegen 21 genehmigt worden, wir sehen aber voraus, daß fie lau! kehren wird, wenn nicht bald der ernstliche Versuch wird und gemacht werden kann, die Knappschaftskaffen änderten Verhältniffen entsprechend umzugestalten. sichbem Khllomi Bollfüh, d°r Lider l futschste %% » lojar kW �oualöcr ."Uchte es wante." l«B ä— istntl fe" ßfivrocher tlchmer u W disluti Und so w «inebmfv kckpt wi gWen �«übc ffflnufer «Matte vT'«nnic Wn P, Kte habe» ihr Herz entdeckt. Die Mitglieder> her in Sonnrberg destehenden nationalliberalen Veeeins�» einen Unterschied zwischen Nationalliberalen und Konßll'V nicht mehr ausfindig zu machen im Stande waren, „Voff Ztg." zufolge„aus taltischen Rücksichten" der Verein forthin den Namen.�konservativer Verein" Unter Kameraden ist das ganz egal. Mege« Spianage ist der„Vosfischen Zeittmg ein preußischer Landwehr offizier, Kitz von Hohenburg. worden. Er lebte seit sieben Jahren als Sprachledtfi� Nizza. Schon einmal verhaftei, aber nicht überwiesen, er seit dreh Jahren überwacht. Die Polizei soll KenntnY 0 erlangt haben, daß er kürzlich einen vergleichenden Ben» j die italienischen und ftanzöfiichen Manöver nach Berlin f'j bade. Seine Verhaftung erfolgte unmittelbar nach Aufg»'� Schachtel mit Rosen, unter welcher angeblich eine Leoett� verborgen war._ Die deutschen Zunftbrnder halten in diesem Berlin vom 9 bis 12. September zum zweiten j großen Jnnungstag ab. Neben den Delegirten der 0""? aber können auch seldstständige Handwerker und„F".„ � Handwerk", welche eine Eintrittskarte gelöst haben, f"'? Handlungen beiwohnen. Stimmrecht üven die Delegn�» Innungen und Jnnungsverdänden. Auf je 100 Mllpü?? ■'-~ ände kommt � pl yowt ein Bekri •wen C bag pAfk: Berfa, vertreten! n Innungen und Jnnungsverdände & Sfe ?ehmen k< Enlsc tes Weg ttit 2289 Fontane: M aber c pÄ N Staa Sfge wu Uchwerd •Öttdinflf Metze adr Jahre S Stimme. Da die' Innungen auch" JnnungsoerbänderT, � hören, so kann also dieselbe Innung zwei oder lN« treten sein. Auf dem Piogramm steht der bekannte j„'%.._ iL... zetiel der Zunftbrüder, u. a. weitere Beschnei d u n%%*« 9 Rechte der Arbeiter, weitere AuSnuenng und � Bryclzz nung der Privilegien der Innungen,. Einführung y t's?Q'J aungsnachweiies und deionvere Berechtigung zur i�.i»<1"legen un Meistertitels. Strafbestimmungen gegen unrichtige Ti L�. der kaufmännischen Firmen über den Läden, �!...*«« der WaarenadzahliingSgeschäfte, für die Meister(Schneidmnuung»n' der Haustier. LebilingSzahl München. 26, August, wird der schrieben: ES scheinen hier wie nirgends die bekanntes ..WMMWWMWW unterstützen. S-o WN'ZÜBQ, fige und auswärtige Blätter zu erzählen— und nach formattonen beruhen diese Erzählungen vollständig /jF j — daß der Schubmacher Fürst, welcher w n anhängigen Sozialistenprozeß als Kronzeuge .— i zur Hälfte, denn ich lebe ja noch,' wieder zur Besinnung, und ich erriech'k diese meinten alle— und sonderbar ganz gleichlautend— %& wohl geneigt wären, eine Versammiung in ihrem Lokale tT&n zu laffen, daß fie— die Wirthe— aber erst zu dem Polizei-Fnspektor hinaufgehen müßten, um dm» w" su kragen, ob er es auch erlaube. In der Regel Mn dann die Herrm mit der Antwort zurück,„der Herr F°uzeiinspektor habe nichts dagegen, aber möglicherweise könne •r Versammlung verboten oder aufgelöst wervm, und das sei eine mißliche Sache für die Herren Wirthe" u. s w. Bekräftigung des oben Gesagten diene folgender Brief: •�n O hloff, hier. Die Bebörde hat in leiner Beziehung dagegen, wenn ich mein Lokal für Ihre Versammlung {FW-oe; eine Auflösung würde auch nur dann erfolgen, wenn 2® Versammlung Gebiete berührt, welche ein gesetzliches Ein- ffi�en zur Folge hat. Eine Auflösung aber bei einer voraus» glichen Ueberfüllung meines Lokals könnte sehr leicht Un» �mungen nach fich ziehen und für mich große Rachtheile im �Kolge badm. Da nun niemand eine Garantie dafür über- ?*Wren kann, daß keine Auflösung hier ertolgt, so bin ich zu L? Entschluß gekommen, mein Lokal für die Versammlung nicht geben, Ergebenst T h a m s e n. 21.8.88." Kommentar wkrflüsfig. Wegen Konkubinat»" find im Jahre 1886 nicht weniger T® 2289 Personen in Bayern bestraft worden. Das ultra- ?sntane Kluborgan findet diese Ziffer natürlich erschreckend, die M aber aus der früheren„Liebeirnheil" sehr wohl erllärm laffe. g"? Erfreulichste sei, daß die Ziffern der wegm Konkubinats gestraften von Jahr zu Jahr zurückgeben. Beschwerden gegen Staatean wallschaft wegen Nrchier Hebens der öffentlichen L'age wurde in 37 Fällen erhoben; nur zwei diesbezügliche Beschwerden wurden als degründete erklärt." Erfreulich ist es verding?, wenn die Bestrafungen aus dem famosen Konkubinats- Netze abnehmen und hoffentlich mit der Zeit ganz aushören. Nähre Srttlichkeit wird ganz gewiß vom Polizeirickler dem c%Ue nicht eingebläut werden. Außerdem weiß jedermann, daß � Ecforderniß des„öffentlichen Aelgerniffes" und die Mög- Mit, dadurch jemanden, dem man einen Tort anthun will, fofozurerten. geradezu das Denunziantenthum groß- & I» Aachen weht wieder ein sehr scharfer Wind. Bei einer Weber baden Haussuchungen stattgefunden, wobei �?fschaften, Sammellrsten für die Neumünsterer Streikenden w. mitgenommen wurden. Wahrscheinlich steht ein Prozeß unerlaubter Vornahme von Geldsammlungen in Ausficht. �«ch Nemscheid hat„«eheimbündelei". Es wird geschrieben:„Am Sonntag, den 19. August, Abends Fachen 9 und 10 Uhr kam der hrefige Polizeiinspektor Emst fcjtoe hiesige Wirthschast und sagte ganz einfach: Sie haben — �«inffopn Ittif PtnUtfll MKMWMB �Ä�ustb. logen sie doch so friedlich, die fünf UN- *%r Asck-n?.�?'- ,�tem Vettchen und träumten vielleicht über rbren%»"■"• hatten gar keine Ahnung, daß — Lmuptem die bekannten Paragraphen schwebten, % daß Aus Z ebod-n�l 5S .A i '4 alK � �u°n... und dann habe ich ibm einmal einen Streich �spielt. Er erwischte mich eines Nachts vor der Villa am «aulevard d'Italie und machte sich an mich heran um 2f!au« zu bekommen, woher ich käme, aber ich war schlauer uni.?''- 2ch führte ihn hinter da« Haus des Chefs r* sagte ihm, ich wollte da einen Einbruch versuchen. Ich ha«- eine Strickleiter bei mir und stieg über dre Garten- ää«" s S-'h-d-» cm kennen gelernt.".. »„Würden Sie diese Geschichte vor dem Mqor wreder- fragte Andrea» von Elven.. kä�al �iß; wenn Sie dabei wäre« und mrr Gehör ver- dy.TÄÄiÄ �e bringen." W®kne Pause trat ein. Andrea» überlegte, wre er am Ä d'e Geständnisse de» Verbrecher« verwerthen könne. "fF" h«" wollte, um sie zu tödten... »kr?*% kenne sie nicht alle, nur Immergrün werß sie, tttcht 1 dächte meinen Kopf auf den Block legen, tvenn Wr-WÄSM tämmm oder über ihrem Emähner. Ein Bild hiervon kann fich ein jeder Leser selbst machen. So still, wie man gekommen war, zog man fick auch wieder zurück, ein jeder mit seinen eigenen Betrachtungen. Also gehaussucht wurde nickt, Verhaftungen bis jetzt noch keine, aber dem Denunzianten gebührt ein Orden für diese neue Entdeckung." Gesterreich-N«g arm Ein neuer Wahlskandal erregt in Ungarn großes Auf. sehen. Der„Debreczen" veröffentlicht nämlich einen auf die letzte Abgeordnetenwahl in Weißkirchen bezüglichen, vom 10 Juni 1887 datirten Brief des Temeser Odergesvans Sigmund Demos an den Minister des Innern, Baron Bela Orcm. In dem Briefe beißt es: Roch dem Voranschlage werden dre Kosten fich auf 9000 fL belaufen. Die Summe ist groß, insbesondere wenn ich erwäge, daß Podmaniczky(Präses des Zentral. Wahlkomitees der Regierungspartei) in seinem jüngsten Briefe über die be- schränkten Mittel geklagt hat. Allein wir haben Mittel zur Ab- wehr in Händen. Ein gewisser Franz Feger, Großgrundbesitzer, hat Sr. Majestät um allergnädigste Verleihung des Adels- Prädikats angesucht. Ich selbst habe das Gesuch unter Zahl 572 dem Ministerium des Innern befürwortend unterbreitet. Auch kam ich nach Pest, konnte Dich aber leider nicht sprechen und Dir die Sache ans Herz legen. Ich wendete mich also in der Angelegenheit an Beniczky(Staatssekretär) und habe auch mit dem Minister. Präsidenten gesprochen. Beide baden die Bewilligung des Gesuches zugesagt. Als ich bei der Nachhause- kunft Feger vom Erfolge meiner Intervention ver- ständigte, übergab er mir 8000 fl. mit der Bestimmung, fie für gemeinnützige Zwecke zu verwendm. Als gemeinnüvigen Zweck muß ich wohl die Interessen unserer Partei bei den Wahlen betrachten. Die von Feger erhaltene Summe steht also für den Fall, als derselbe den Adel erhält, zu unserer Disposttwn. Nachdem'der a. h. Bescheid auf das Gesuch ver- muthlich nicht abschlägig lauten dürfte, und ich bitte, mich dessen durch einige kurze Zeilen zu versichern, so könnte das von Feger erhaltene Geld im vorhinein verwendet werden. Einen Theil würde ich für Wahlkosten in Weißkirchen zurückbehalten, den Rest von 4000 fl. würde Podmaniczky erhalten." Der Ober- gespan dringt im Verlaufe des Schreibens darauf, es mögen die Organe des Ministeriums des Innern angewiesen werden, ent- schiedene Stellung im Watlkampfe einzunehmen. Der Ober- gespan bittet dringend um den Erlaß eines Rundschreibens in dieser Richtung, das um so nothwendiger sei, als de, Vizegespan von Kraffo und Moldovar und der Ober-Stuhlrickter fich für Neutralität ausgesprochen haben. Der Schluß des Briefes lautet: Ich bitte ergebenst, mich von dem Entschlüsse telegraphisch dmch „Ja" oder„Nein" zu verständigen. Die Antwort lautete be- züglich Fegers Gesuch bejahend. Feger erhielt den Adel und die gespendeten 8000 fl. wurden für Wahlzwecke verwendet. Kchttt-iz. Herr Liebknecht hatte in Wintert hur eine äußerst zahlreiche Zuhörerschaft. Herr Locher vom„Landboten" erklärte, wie der„Weinländer" berichtet, wenn dos große Deutschland keinen Raum mehr bade für Männer wie Bebel und Liebknecht, so werde die Schweiz um so mebr dem freien Wort eine freie Stätte gewähren. Ein von St. Gallen zugereister Spitzel soll schon vor Beginn der Versammlung aufs Pflaster gesetzt worden sein.— Zum Vortrag des Herrn Liebknecht in St. Gallen landen fich laut der„Oslschweiz"„zirka 800 Mann und zwei Berliner Detektioes" ein. Frankreich. Felix P y a t wurde seitens eines Arbeiterkomitees aufge- fordert, von seinem Deputirlengehalt die Einnahmen während der Ferienzeit für die Streikenden herzugeben. Pyat antwortete, daß er grundsätzlicher Gegner der Diätenlofigkeit der Adgeord- neten sei und von den 750 Franken(600 M.) Monatsgeld 600 Franken zur Deckung von noch ausständigen 10000 Franken Wahlschulven abzahlen müsse. Unter diesen Umständen Haidas Komitee fich befriedigt erklärt, zumal Pyat versprach, nach wie vor für Abschaffung der Parlamentsferien einzutreten. Die streikenden Bauschreiner beanspruchen neun Stunden Arbeitszeit und einen Stundenlohn von 80 Centimen (64 Pf.) Nach der„Lanterne" will die Regierung die Kammern schon auf den 2. Ottober einberufen. In Frankreich haben jetzt im ganzen die General- räthe von sechsunddreißig Departements sich für die Wiedereinführung derBezirkswahl ausgesprochen und in der Orne beginnt bereits eine Petitionsbewegung zu demselben Zwecke. In dem Maße aber, wie die Republikaner fich für die Abschaffung der Listenwahl begeistern, treten die Reaktionäre für diese Wahlart ein. Sie lassen fich freilich nicht merken, wie sehr ihnen die Listenwahl, die ihnen zu so großen Erfolgen verholfen hat, am Herzen liegt, sonst würden fick alle Republikaner zur Einführung der Bezrrkswahl gegen die Rechte lonzenttiren. Sie kleiden daher ihren Widerstand in die Form bedächtiger Zweifel und wohlwollender Rathschläge. Sie wissen nämlich, daß die Republikaner lediglich aus Furcht vor dem Boulangismus das Wahlgesetz ändern wollen, daß sie die Todte sehen kommen würde, denn ich hatte den Auftrag, sie am Thor der Morgue zu erwarten, hinter ihr einzutreten, und wenn sie Miene machen sollte, in» Bureau zu gehen und die Todte zu rekognoSziren, ihr dann leise zu sagen: Hüte deine Tochter!— Da» habe ich gethan. Die Dame war gerade im Begriff, an der Thür de» Bureau» zu klingeln, al» ich ihr die vier Worte leise in'S Ohr sagte. Sie erschrak sehr; ich dachte schon, sie würde ohnmächtig werden, und drückte mich.... In'» Bureau ist sie nicht gegangen. Vom Chef wurde ich belobt und bekam noch eine Prämie. Ich fragte Immergrün nicht weiter, aber ich sage mir doch, wenn der Chef nicht die Frau gemordet Härte, so würde er sich nicht solche Mühe gegeben haben, die Mutter der Kleinen an der RekognoSzirung der Tobten zu verhindern." (Fortsetzung folgt.) An» Kunst««d Leben. Di» in neutrtr Zeit betrieben» ethnologisch» Lorkckuna unter den zahlreichen wenig oder aar nicht bekannten Wrn## ###### KZWW find nicht reine Nomaden, sondern seßhaft, fie haben eine ge- wisse Stufe der Ziollisation erreicht. Couvreau beabsichtigt, seine Forschungen in französisch Oder- Guiana nach anderen Richtungm fortzusetzen und erst 1889 nach Frankreich zurückzukehren. und darum suchen fie den Republikanern einzureden, daß Boulanger ihnen bei der Bezirkswahl viel gefährlicher werden könne, als jetzt bei der Listenwahl. So führte ein konservativer Dcputirter einem Berichterstatter des„Mattn" aus, Boulanger könne sich nicht auf einer Liste mit konservativen Kandidaten präsentiren und es falle diesen gar nicht ein, ihm und seinen Anhängern in ihren Departements Sitze zu überlassen, dagegen würde Boulanger bei der Bezirlswahl in allen zweifelhaften Bezirken fich aufstellen lassen können und er dürfte wohl 60 bis 70 Mal gewählt werden. Aehnlich läßt fick Cassagnac vernch- men. Er schreibt in der„Autorits":„Die Republikaner wollen jetzt ihr Wahlgesetz ändern, um fich gegen einen einzigen Mann zu vertheidigen. Ist das nicht eine Verirrung, eine Thorhett? Wird man den Mann nicht übermäßig erhöhen, unter dem Vorwande, ihn zu erniedrigen? Alles, was man gegen ihn that, war so ungeschickt, daß er davon nur Nutzen gezogen hat. E rankreich zu verbieten, sich für den General auszusprechm, das -ißt die nationale Eigenliebe verletzen. In 50 Bezirken gewählt, wird der General eine um so größere Gefahr für die osfiäelle Republik bleiben, als man alles versucht haben wird. fich seiner zu entledigen. Statt seine Niederlage zu defiegeln, wird man nur für seinen endgiltigen Triumph gearbeitet haben." Wie desorgt auf einmal Herr von Cassagnac ist, damit die Re- publikaner ja keine Dummheiten machen! Kalka«lSttder. Bukarest» 28. August. 200 Bahnarbeiter von Galatz, sämmtliche Karrenführer und Handarbeiter von Bralla streiken. 1400 Waggons Getreide harren der Abladung. Amerika. Die Kommission desRepräsentantenhauses für die auswärtigen Angelegenheiten hat dem Hause in der Fischerei. Angelegenheit mit Kanada eine Vorlage gemacht, welche entsprechend den vom Präsidenten Cleveland in seiner Bot- schaft gemachten Vorschlägen Repressalien gegen Kanada beantragt Soziales«nd Arbeiterbewegung. Zlebertritt zu de« freie« Hilfskasse«. Jeder Arbeiter kann den zentralifirten Hilfskassen beitreten, wenn er unter 45 Jahren all und bei seiner Aufnahme gesund ist, sobald er seiine Arbeitsstelle wechselt. Der Unternehma. den er verläßt, meldet ihn bei der Ortskasse ab. Der Arbeiter kann nun hingehen und fich das Buch der zentralifirten freien Hilst- lasse erwerben. Wenn, er dann bei einem anderen Unternehmer wieder Arbeit erhätt, braucht er nur das Buch vorzuzeigen und er wird dann nicht zur Ortskrankenkaffe angemeldet. Wer in fester Arbeit steht und darin bleiben, aber dock aus der Ortskasse aus und zur zentralifirten steten Hllfskasse über- treten will, der kann dies nuram l. Januar eines jeden tahres thun. Er muß aber drei Monate vorher seine bstckt dem Vorsteher der Ortskaffe anzeigen. Dies gesckieht am besten durch eingeschriebenen Brief, der an den Voisteher, aber mit Angabe von dessen Namen gerichtet ist, nicht etwa blos an den Vorstand der Ortskasse, denn solche eingeschriebene Briefe ohne Namen händigt die Post nicht aus. Man schreibt also: An den Vorstand der Ortskrankenkasse der...... Herrn...... JU••••«• Ich will vom 1. Januar l. I. ab nicht mehr zur Orts- Iranlenkaffe gehören, sondern in eine zentralifirte freie Hllfskasse einsteten. ....(Ort) den.. ten.... 1888. Namensunterschrist....... Arbeitet bei Herrn....... Nummer des Kassenbuches... Diesen Brief muß man spätestens am Sonnabend, den 28. September d. I. zur Post geben. Wer will, kann diese Kündigung auch mündlich bis Montag, den 30. September d. I. anbringen. Er erhätt aber in der Regel einen Anschnauzer mit als Zugabe. Ist die Kündigung rechtzeitig geschehen, so muß der Eintritt in die freie Hilfekaffe in der letzten Dezemberwoche spätestens geschehen, damit das ausgefüllte Buch der steien Hllfskasse beim Antritt der Arbeit im Jahre 1889 in den Händen des Arbeiters ist; sonst gilt die Kündigung nicht, und er muß noch ein Jahr der Ortskrankenkaffe angehören. Wer nicht in Arbeit ist, braucht, wie schon gesagt, nicht zu kündigen. Also auf, Ihr Ardeiter, halstt Eure eigenen Kassen, die zentralifirten freien Hilfskassen hoch! Ihr zeigt dadurch, daß Ihr für Eure Selbstständigkeit, für Euer Recht, für Wahrhett und Menschenwürde der Arbeiter einzustehen bereit seid. Mereine und Nerlammwnge». Herein|»r Wahrung der Interessen der Klanier- ardeiter und Berufegenossen. Heute, Sonnabend. Abends Da««»«est» und zugleich mahl da» mächtigst« elektrisch« Leuchtfeuer in der Welt ist der kürzlich einge- richtete Katharincn-Leuchtthurm an der Südküste der Insel Wight. Das Feuer hat die ungeheure Lichtstärke von 60000 Kerzen und ist so glänzend, daß man, um auch nur kurze Zeit hineinzusehen, wie bei Sonnenfinsternissen zu doppelten, ge« schwärzten Gläsern greifen muß. Dabei stellt das Licht nur die gewöhnliche Beleuchtung für schönes Wetter dar. Bei diecker Lust können die Wärter durch Einschaltung der Reserve- Maschinen die Leuchtstaft auf 6 Millionen Kerzen steigern. Da die Gegend um die Insel Wight sehr dichtm Siedeln ausgesetzt ist, bei welchen die 6 Millionen Kerzen den Dienst ebenso ver- sagen, wie die Sonne, so hat man außerdem auf dem Thurm ein Ziedelhoin angebracht, welches seine Töne ins Meer hinaus« schallt. Bestieben wird das Nebelhorn durch eine Luftverdich- tungsmaschine. Endlich find für den Fall, daß diese Maschine den Dienst versagt, mächttge Behälter aufgestellt, welche stets mit Preßlust gefüllt find und erforderlichen Falls den Betrieb des Nebelhorns übernehmen. Die elettrisckcn Maschinen und deren Dampfmotoren find in dreifacher Stärke vorhanden, so daß ein Versagen der Warnungszeichen des Leuchtfeuers nach menschlichem Ermessen ausgeschloffen ist. KeligiSser Kchmiudet i» Nussland. Wie die „Tamdow'sche Gouv.-Ztg." schreibt, find die Vorleser der Seist der Raskolniki in Osfipowo auf den Einfall gekommen, ihren Jüngern einzureden, daß die Plätze im Paradies bald besetzt seien, nur wenige Plätze 1. und 2. Klasse seien noch frei und durch ihre Vermittelung zu 10 resp. 6 Rubel sowohl für Lebendige al« auch Todte zettig zu delegen. Die Käufer der ersten Klaffe können im Lehnstuhl fitzen oder auf dem Divan liegen; die Käufer der Plätze zweiter Klasse können auf dem Tabouret fitzen und auf die Glückseligkeiten der ersten Klaffe hinübersehen. Kürzlich ereignete es fich im Dorfe Osfipowo, daß ein armer Mann seinen letzten Hafer verkaufte und heim- lich vor seinem Sohne den Platz„erster Klaffe im Paradiese" delegte. Nachdem der Sohn es in Erfahrung gebracht hatte, nahm er den Vater gehörig vor:„Solch ein armer Teustl aber krstcht auch in die erste Klasse; könntest Dich wohl mit dem zweiten Platze begnügen." Anfangs versuchte der Vater es zu leugnen, endlich gejiand er es ein.„Soll ich wohl wegen fünf Rudel Ränke machen." rief er mit Unwillen aus. und„die ganze Ewigkeit auf dem Tabouret fitzen, während ich auf dem Divan liegen kann!" 1 8V Uhr in Gcatweils Bierhallen, Kommandantcnstr. 77—79 Generalversammlung- Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Eperling über: Wie kommt die?!aturhciluna zu Stande und die Naturheilkunde zur Unterstützung der Natucheilung. 2. Wabl eines zweiten Schriftführers- 8. Werkstattangelegenhetten. 4. Vereinsangelegcnheiten, Verschiedenes und Fragekasten. Der Konditor-Vehilfenverein feiert am 6. Septbr. die Weihe seiner neuen Fahne unter Mitwirkung des Gesang- vereins„Deutsches Herz", durch Konzert. Souper und Sommer- nachts� Ball in Dräsel's Fcstsälen. Neue Friedrichstr. 35. Blllets hierzu sind zu haben beim Vorsttzenden Herrn Wunderlich. Weinmcistcrstraße 7; Herm Winkler. Ohmgaffe 1; sowie Dienstag Abend im Vereinslokale„Arminhallen", Komman- am dantcnstr. 20, Anfang präz. 8 Uhr Abends. Lachurrrin för Kchlossrr und Berufsgenossen. Ver- samnüung beute, Sonnabend, Abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Heydrich, Beuthstr. 22. Tagesordnung: 1. Ueber ge- weikschaftliche Organisation. Referent Herr Fr. Bernot. 2. Diskusfion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Berichterstattung der Kommisston über den Arbeitsnachweis. 5. Verschiedenes. Ckflfxntliche Versammlung de« Kravatte«, Korsett«-, Schürzen-, Kragen-, Manschetten- und Lberbemden-Zuschneider Berlins am Montag, den 3. September, Abends 3 Uhr, in Seefeld's Salon, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Die Alters- und Jnvalidenverfichening. Referent: Herr W. Liefländer. 2. Diskusston. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden in diesen Zweigen arbeitenden Zuschneiders, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen und für möglichst weite Verbreitung unter den Kollegen Sorge zu tragen. Fach verein der Kteiutrager Kertin». Außerordentliche Generalversammlung am Sonntag, den 9. September, Vor- mittags 10 Uhr, bei Scheffer, Jnselstr. 10. Tagesordnung: 1. Abrechnung vom Stiftungsfest. 2. Beschlußfassung über das in der vorhergehenden Versammlung vorgelegte veränderte Statut. 3. Innere Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Verein der Kauanschläger Kerlinv und Umgegend. Versammlung am Sonntag, den 2. September, Vormittags 10& Uhr, Oranienstr. 51 bei Preuß. Quittungsbuch legitimirt. Kranken- und Kegrabnißkasse de» Verein» sammt- licher Kernfvklassen(Berlin 3). Versammlung heute, Sonn- abend, Abends 8% Uhr, Brunnenstr. 38. Gäste find willkommen. Neue Mitglieder werden in jeder Versammlung, sowie£ H. Rudolph, Koloniestr. 150 a; P. Schindler, Ackerst!, ist W. Raschle, Griedenowstr. 3, und G. Holtzt, Ackerstr. 109,* genommen.. Eine öffentlich» Versammlung der Kattler M achgenoffen Berlins und Umgegend heute, Sonnat�- bends 9 Uhr, in Jordan's Saal, Neue G rühr st r.» Tagesordnung: 1. Die Alters- und Jnvalidenversorgung� Ardeiter. Referent Herr S ch i p p e l. 2. Diskusston. 3. schiedenes. Freie Vereinigung der Graveure, Ziseleur» � verwandten Berufsgenaffen. Versammlung am Montag,* 3. d. M., Abends 9 Uhr, im Restaurant Sabm, Annenitr. 1� s >f. 2( Tagesordnung: 1. Geschäftliches. 2. Bibliothekabend. 3. � müthliches Beisammensein. polizeilich nicht genehmigt wurde eine von Ha« Karge angemeldete Versammlung der Kitten- und Koffern«� Berlins, welche am 8. September Alte Jakodstr. 43» statt frn� und in welcher der Stadtv. Kunert über die Alters- und 3"* lidenverficherung sprechen sollte. i„�"de w nopenh Jttrbischct Kiben 89 turntet 4 Theater. Sonnabend, den 1. September. vprrnhau»: Tannbäuser und der Sänger- krieg auf der Wartburg. Kchauspielhau»(im Wallnee- Theater): Die Journalisten. Frtewrtm- Wilhelm städtische» Theater. Der lustige Krieg. Destdeuf-Theater: Numa Roumestan. «eutral-Theater: Die Schmetterlinge. Kroll'» Thealer r Fidelio. »ftead-Theater: Phlltppine Welser. Kesteastiaur»- Theater: Das elfte Gebot. Othello's Erfolg. Wiktoria-Theate»: Die Kinder des Kapitän Grant. KSuigstädtifche« Theater. Lumpenkönia. Kaurma«»'» Varickt» t Spezialitäten-Vor- ftcUung. Temrordta- Theater x Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reich«halle«: Spezialitäten- Vorstellung. 9 M.- 10 A. Zweite Reise: V-« Feldiug 1870/71. Fahrt mit der Gottharddah«. Der ganze Trauerzug und Auf-ahrung Kaiser Wilhelms im Dom. Fntree& Eycl. 20 Kwd nur 10 Pf. Abonn Unserm Freunde und Genossen, dem rothe« f errmaun ein donnerndes Hoch, daß die igorien in der Gurgel an zu brennen fangen. 477 DieUnermüdlichen. Heute, Sonnabend Gänsebraten h 60 Pf., Gänseklein ä 50 Pf., Kerliner Kömenbrä« & Glas 10 Pf., empfiehlt F. M. Reissmanu, P all is ad en ttraß e 10. Allen Freunden und Bekannten empfehle mein, Weiß- und| Kahrrischbier-Kokal.| Frühstück», Wittag» und Zibendtisch nach Auswahl. Püster Carl, am Mariannenplatz, Waldemarstt. 61. Neftaurant von F. Milan, Wienerstr. 31, vis-a-vis vom Görliher Kahohof. Vollständig renovirt, vorzügliche» Weiß»«nd Kairischbier, Speisen in bekannter Güte. 472 Amerikanische Hündin entlaufen. Abzu- geben Skalitzerstt. 54a, bei Löchell. Hof i. Keller. »Än«. Schweizer Garten.»uÄ.... Hente, Sonnabend: Sedaufeier der konservative» Partei de» vierte« Deich»»«nd Landtags-Wahlkreis««. Sl'vvtag: Theater- und SpeMtatiH-SarSelluvg. «»cbarnow s jitteste»nd teisteng-f-higst« pliren.jndrik, Berlin S.» am Moritzplatz, Oranienstr.-Ecke. Filiale Blucherplatz 3. Ibefteht fett 1860.| Ivesteht seit 1860.| B «nertonn» d-st- auf oBcn«UUflulfitBunjet --——■—— ninanhW nnevcanni ocyic ptei»0tfränte Stand-W-iteruhrm.«injtlneilauf|U ßabHIprcifen unter J jähr ger»atflirtS«. JiHel-SiemontoitnIircu»ob...... 1« d». do. printo„...... «tldtrue NeventPir Uhren von... l?— so d».„ Hncre.... 25—50 Velde»«»««ennhren, l« lar.„.....»0 , PtU Äem.-Äwfl-»ob. 2« _, 2 voldlapseln von 40 ...«»'-«0 „ H«er«n-NemoUtetr. Uhren vvn..«o _„ u M 2»olM. v. 70 3 ,».20-200 10 natt OB 1».. iL I Regnl« teure,' 14 Xaf c gehend e». l Nieter Inn,». 10 de tn poltet.«uhdaunt-aehOnse eon se'/m En groa. _ I_____ I____ PL 14 »». de. mU eatoasert... 10—75 Gtend vitlernheen von....... 5—20 SBuhrttte RretOeerietthBlff« frettl«ch*--- «nhertzel» ßegen«nchnohme. Unitensch «elkttet Export i Soeben erschien: Di�ftat�östsch�Revolatiow Von W. Bios. Heft 3. Preis«0 Pf«. Zu bezichen durch die Grpedttio« des„Kerl. NslKsblatt", Zimmerstraße 44. 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Juni 1887; die wichtigsten Bestimmungen der Gewerbe- oidnung über das Veihältniß der gewerb- lichen Arbeiter zu ihren Arbeitgebern; Das neueste Jnnungsgesetz vom 6. Juli 1887; Die hauptsächlichsten Kestimmunge« an« sämmtlichen in peutschlan» gel» tend«» Veert isgeOhen; Einnahme- und Ausgabetabcllen für die Haushaltung; Schreibpapier mit Datum für Tagesnotizen; Leeres Schreibpapier in verstärkter Bogenzahl; Brieftäschchen. ist haben, wie fest vier Jahren, den Kalender wieder in zwei Qualitäten an- fertigen lassen, 1. Qualität brieftaschenartig, sehr gut gebunden, mit Gummiband und mehr Schreibpapier wie Sötte 2; Preis 75 Pfg. 2. Qualität, einfache Ausgabe, solid ausgestattet, mit weichem Einband, etwas weniger Schreibpapier wie Sötte 1; Preis 50 Pfg. Wieberverkänfer erholt*« lohnende» padatt. Verein der Einsetzer ischler) Berlik 1 Avierordevi!. Gtvetalversawalnl Sonntag, den 2. September 1888, Vormj� 10* Uhr, Neue Friedrickslr. 44. S» Tages- Ordnung: Vorstandscmtrag. Beischiedenes und Mss lasten. Alle Mitglieder am Platze.. ir VormtB«* In d< »n Resoli �tse äad ,, Die et f�rtiiche f ollen *ch>lution untc wert Fachverein der Bau-Stuckateure Berlik rdi «est Witt! i-h. Versammlung Montaa. den 3. September. Abends am Montag, den 3. September, Abends 'in K s i n s l i's Lokal, Fischerstr. 10. Tag es-Ordnung: 1. Abrechnung vom letzten Vergnügen. i 2. Verschiedenes und Fragekasten. Neue Miiglieder werden aufgenommen. Um recht zahlreichen Besuch ersucht 476 per K selbe Große öffentliche Versammlung der Vergolder und Kerns« g. Kerli»L am Moniag. den 3. September, Abends o Jnselstr. 10, in Scheffer's Salon. Tagesordnung: p dtt' 1. Alters und Invalidenversicherung bester. Ref. Herr Pirch. 2. Diskusston und Verschiedenes. � Zur Deckung der Unkosten findet eine TT sammlung statt. � U.n zahlreiches Erscheinen ersucht der Einbeoe; MiW, HpK gel und PojsterwaafJ eigener Fabrik wegen Ersvarung der Lobi ga r wem_ billig Ärnnnenftrost» 88, ob V er nn ung _ tvkü*f nur Hv, pckst- nach Uebereinkunft. Zu bezieben durch dieExpedition Zimmer st raße 44: Intcrnotionafc MlWM Von der Internotionnteu Kibliothek liegt nunmehr die>. Sene komplet vor. Sie desteht aus folgenden 7 Bänden: Die Darwta'slhe Theorie. Von Dr. E d w- A v e) i n g. Broschitt Mk. 1.50. Gebunden Mk. 2,—. Karl Wirr' Gekonomische Lehren ......:ft(~ Gemeinotrständlich dargestellt und er- läutert von Karl K a u t s l y. Broschitt Mk. 1,50. Geb. Mk. 2.-. Weltschöpfung«ub Weltantergaug. Die Entwicklung von Himmel und Erde kie vom Standpunkte der Naturwissenschaften dargestellt von Oswald Köhler.— Broschitt Mk. 2,-. Geb. Mk. 2,50. Die lär-dliche Arbeiterfrage. Nach dem Rusfischen des K a b l u k o w. Broschitt Mk. l.-. Geb. Mk. 1,50. Thomos M-re«nd seine Utopie. Mit einer hisiorischen Einleitung von Karl K a u t s k y. Bro schitt Ml. 2,—. Geb. Mk. 2,50. Tharle» FonMer, sein Leben und seine T Theorien. Von August Bebel. Broschitt Mk. 2,—. Geb. Mk. 2,50. Da» moderne Glend«. die moderne Ueb.rvolkeruug. Zur Kenntniß unserer sozialen Entwicklung. Von Max Schippel. Broschitt Mk. 1,50. Geb. Ml. 2,—. Die II. Sene ist mit einem mchillustritten Werke von W. B l o s, Pir französtfche Kevolntion. volksthümliche Darstellung der Eteigniffc und Zustände in Frankreich von 1789 bis 1804, eröffnet worden. Die Lieferungshefte(32 Seiten gr. Oktav in Umschlag 1 20 Pf.) find in der Ex- pedstion, Zimmerstraße 44, zu haben Hochachtungsvoll Z. jj. M- vi«'«rtiog 202J I» Slntttjnrt. Ki» der Wächter so- liebt! werden von heute ab an Meister, Burschen die vett'allenen Hosen- etwas ge für 3—5 Mark, JaquritS für 4—7 Mark- gute An rüge für 1 l— 19 Mark, Sommerfür 7—16 M. Hni»nstp. 88, parterre,» Möbel-, Spiegfil- u. 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Betbeiligt woren an dem- W®en 89 dänische, 30 schw.'dische und 10 norweg sche Lereüie, drunter 4 weibliche aus Dänem.rk. In den Bei Handlungen des Kongresses wurde eine Reihe wm Resolutionen gefaßt, die auch für Deutschland von In �fie sind. Die erste zur Verhandlung stehende Frage betraf die gesell» «Etliche Stellung der Fachvereine. Räch langer Debatte wurde allen gegen eine«stimme die sogenannte„Gothenburger �imuiion" angenommen. Dieselbe lautet: „Da die wirthschaflliche Existenz der Arbeiter nur unter dem Schutz der Gesetze als gestchert angesehen werden kann, so wollen die Fachvereine versuchen, auf gesetzzederischem Wege darauf hinzuwirken, theils daß die Ardeiter mit den übrigen Klassen der Gesellschaft gleich- gesi Ut werden, theils daß die Volksvertretung die wirthschaflliche Stellung der Arbeiter in Behandlung zieht und Gesetze erläßt, welche die Arbeiter gegen rück' sschtslose Ausbeutung durch die Kapitalisten sichern.— Es müssen die Fachvereine infolge dessen jederzeit diejenigen Fragen behandeln, welche ihrer Ziatur nach Bedeutung für die Arbeiter besitzen, gleichviel ob die selben wirthschastlichen oder politischen Charakter haben — Da anerkannt werden muß, daß die privat kapitalistische Produktionsweise beständig ein tziw derniß für die Schaffung von Glück und Zufriedenheit in der Gesellschaft sein wird, so spncht der Kongreß seine Anerkennung der sozialistischen Prinzipien aus." •> Von dem Stockholmer Schneideroerein war sodann folgende magr auf die Tagesordnung gebracht worden:„Welchen Ein» #UB übt das öffentliche Aus bieten von Arbeit seitens des Staats der Gemeinden durch Lizitation auf den Arbeitslohn aus, und welchen Einfluß hat es auf die wirthschaftliche Entwicklung r* Gesellschaft, wenn private Arbeitgeber einen Lohn zahlen, nn dem cg unmöglich ist, zu leben?" Sämmtliche Redner einig darin, daß eine Verbesserung der Verhältnisse sich erzielen ließe, wenn die Arbeiter sich durch Anschluß cur die wereine organistrtcn. Nach sehr langer Debatte nahm die ammlung folgende Resolution an: „Der Korigrcß erklärt sich dabin, daß daS Unter- nehmersystcm eine Verkürzung des Arbeitslohnes und eine erhöhte Ausbeutung der Arbeiter bewirkt, soivie daß die niedrigen Löhne vernichtend und gesundheitsschädigend auf die Ardeiter beider Geschlechter wirken und der wirth- schaftlichen Entwicklung der Gciellschaft schaben. Als Mittel hiergegen betrachtet der Kongreß: Die Arbeiten des Staates und der Gemeinden müssen unter der Lei- hing der betreffenden Behörden ohne Benutzung eines Vermittlers, sowie zu einem festen Minimallohnsaye aus- geführt werden. Durch eine kräftige Lrganisation müssen die Fachvereine dahin wirken, den Arbeitslohn auf die Hohe dessen zu bringen, was erforderlich ist, ein menschenwürdiges .,__ Dasein zu führen." rs gcirwi. Das hierauf folgende Tikussionstbema betraf die Srteik- Morl' TU Mit großer Majorität nahm der Kongreß nachstehende aer-P�j''"«ction an: „Der Kongreß ist der Anficht, daß Streiks nicht von Arbeitern erklärt werden dürfen, die nicht zu einem Fachoerein organifirt find, und daß N'cht zu einem Aus- stand geschritten werden darf, bevor nicht alle gütlichen Mittel, die zur Verfügung stehen, rcsultatlos geblieben sind; die Fach vereine dürfen daher nur solche Streiks unterstützen, welche von der betreffenden Fachorganisation in's Werk gesetzt ober gutgeheißen find, nachdem es sich als unmöglich erwiesen, zu einer friedlichen Losung zu gelangen." tv Von schwedtscher Seite wurde sodann die Frage der Sanisation von Streiks und Errichtung von Streikkassen ..Bereitung gestellt. Nach längerer Erörterung der An- Eigenheit ergab sich als Resultat der Debatte folgende "otution> 'S der' **4% waaif trafp' m „Der Kongreß hält die Zeit nicht für gekommen zur Errichtung einer gemeinsamen Streikkasse i dagegenempfiehlt Gin delikater Auftrag. r- Es giebt Menschen, die sich über jede Kleinigkeit, über � unbedeutendste Geringfügigkeit in außerordentlicher Weise �.ftsgen können, für welche jedes alltägliche Vorkommniß �.piatttseretftmfe von unabsehbarer Tragweite und den LT« schrecklichsten Folgeübeln ist. Kommt es nun vor, lb solcher Unglücksmensch mehrere solcher beängstigen. iL Dhaten an einem Tage zu vollführen hat, so wird eS "'cht anders gehen, wie meinem nervösen Freund �rnabaz Körbel.. Sun 7 desuchte ihn eines TageS und fand ihn m emem '"de bedenklicher Aufregung. Lc /wch bin dem Tode nahe," rief er mir entgegen,„und Itoc 4"rech in einer schrecklichen Situation! Ich soll in % Dogen die Arbeit einer Woche vollführen. Meinem »ert� DhomaS soll ich ein Patent erwirken, meiner Mutter *>u,n�'4, ein Dienstmädchen zu verschaffen; heute Nach» l 8 erwarte ich einen Käufer für unser HauS am Neu- 9a}. duu» soll ich einem Freunde, der nach Afrika reist, t"'•'vobl. V___ f„n;j.___;___ rnenen einer d ßbPmÄl.r.• W''Wlvlll\j-------------,. ZjT. V sagen; dann soll ich meinen Notar wegen einer -r w?�?�bgeschichte spre"''"" |üu ia; mciniii yiwtw»»vvöv..— »er m;"j.rtuSeP0el<9tcpie sprechen und noch vierzig andere Ai'gsten Angelegenheiten warten der Ausführung. � Ganzen also fünfundvierzig," sagte ich.„Kann r mcht Einiges abnehmen?" mir ein wenig helfen kannst?" rief er aus �- Hoffentlich keine der zwölf Arbeiten des tentnzxrsz er die Errichtung fachlicher Verbände, sowie Zusammen, arbeiten der Fachorganisationen." Der Maurerfachverein zu Malmö hatte die Frage von der Abschaffung des Akkordsystems zur Diskusfion gestellt. Der Kongreß nahm in Bezug hierauf nachstehende Re solution an: „Da Akkorddard-it nur dazu dient, die Produktivität der Arverker zu erhöhen und damit auch die Mehr- ausdeute für die Unternehmer, ohne in entsprechendem Grade den Lohn der Arbeiter zu erhöhen, so spricht fich der Kongreß für Stundenlohn als Bafis der Lohn, arbeit aus." Der Kongreß erklärte fick sodann fast ohne Debatte dafür, daß die Fachvereine auf die Zahlung der Wochenlöhne am Frei- tag hinwirken sollten, damit die Arbeiter am Sonnabend ihre Einläute machen könnten. Die von den Stockholmer Bautischler- und Zimmerer- Vereinen aufgestellte Frage:„Sollen die Fachvereine Anträge, betreffend Schutz der verschiedenen Handwerke, an die gcsetz- gebenden Körperschaften stellen?" fand eine allseitige ablehnende Beantwortung. Nach nur sehr kurzer Debatte sprach fich die Versammlung dabin aus: „Der Kongreß schließt die Debatte über den vorliegen, den Puntt, indem er fich auf den ersten Abschnitt der bezüglich der gesellschaftlichen Stellung der Fachvereine angenommenen Resolution bezieht." Von dem Ausschüsse der zusammenwirkenden Fachvereine in Koperhagen war ein Antrag, betreffend zeitcntsprechendc Ordnung der Lchrlingsftage, gestellt worden, lieber drese Frage entspann fich eine sehr lange Debatte. Nachdem alle Redner Mitthcilungm über das Lehrlingswesen in den verschiedenen Fächern gemacht und alle die bestehenden Verhältnisse als un befriedigend bezeichnet hatten, nahm die Versammlung nach- stehende Resolution an: „Um der um fich greifenden Ausbeutung der Arbeits- kraft junger Leute, die scheinbar als Lehrlinge angenommen werden, vorzubeugen, beschließt der Kongreß: 1. Es ist durch Gesetz festzustellen, daß jeder Arbettskäufer, welcher minderjährige Personen männlichen oder weiblichen Geschlechts in festen Dienst nimmt, sei es als Gehilfen oder als Lehilinge, diesen ihren vollen Unterhalt oder auch eine hinreichende Ver- gütung hierfür zu sichern hat.— 2. Zur Förderung der fachlichen Tauglichkeit schlägt der Kongreß vor, daß von Seiten des Staates Fachschulen mit unentgeltlichem Zu- tritt für Lehrlinge errichtet werden.— 3. Jedes Die Lehr- lingsverhältniffe betreffende Gesetz soll Bestimmungen enthalten, welche den Ardeitern Einfluß auf die Ordnung derselben fichern.— 4. Die Fachvereine müssen danach streben, die Benutzung der Lehrlinge als Konkurrenz- mittel seitens der Arbettskäufer zu verhindern." Nach Erledigung dieses Gegenstandes brachte Horup, der bekannte dänische Sozialistenführer, einen Antrag, betreffend Abschaffung der Festtags- und Nachtarbeit, sowie Einführung eines Normalaibeirstages von 8 Stunden, ein. Auch diese Frage rief eine lange Debatte hervor. Es wurden drei Resolutionen vor- gelegt. Da die Versammlung fich nicht dazu verstehen konnte, eine derselben anzunehmen, so wurde ein Ausschuß der Antrag- steller ernannt, um die Resolutionen zusammenzuarbeiten. Das Ergebniß ihrer Thättgleit war nachstehende Resolution, welche von der Versammlung einstimmig angenommen wurde: „Der Kongreß erklärt: Da die beständig zunehmende Verwendung von Maschinen im Dienste der Industrie r nd des Ackerbaues in Verbindung mit der gegenwärtigen langen Arbeitsdauer die industrielle Reservearmee erzeugt und beständig vermehrt und dadurch eine vermehrte Konkur- renz zwischen den Arbeitern hervorruft, durch die der Arbeits- lohn heradgedrückt und dieSelbstständigkeit der Arbeiter ver- ringert wird, wie dieselbe auch ein tzinverniß bildet für deren geistige Entwicklung und in allen Fällen schädigend auf die Gesundheit einwirkt, indem die kurze Ruhepause keine hinreichende Wiedererfrischung für die angestrengten Kräfte der Konkunirenden bietet— erachtet der Kongreß eine Verkürzung der Arbeitszeit, sowie Abschaffung der Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit, die nicht für die Gesellschaft nothwendig find, für eine der wichtigsten Aufgaben der Arbeiter.— Da die gegenwärtige Methooe, die Tyrannei der Kapitalisten zu bekämpfen, der erforder- — weiß eS gewiß! Wir sind so viel wie verlobt, oder werden eS wenigstens sein, sobald wir die Einwilligung deS Onkels haben, und die eben sollst Du mir verschaffen." „Warum ftagst Du ihn denn nicht selbst?" „Weil ich nicht den Muth dazu habe. Er ist Doktor und Du weißt, daS sind merkwürdige Menschen.. Manchmal ist er so gutmüthig wie ein Kind und dann wieder so grimmig wie ein Tiger!" „Und ich soll also den Löwen und Tiger bezähmen? Ich begreife nur nicht, wo Du Hasenfuß den Muth her- genommen hast, der jungen Dame Deine Liebe zu er- „Nun, um die Wahrheit zu sagen," antwortete er zögernd und erröthend,„sie war sehr gut und hat es mir leicht gemacht. Andererseits weiß ich, daß der alte Herr es mir sehr schwer machen wird." ,3a und zweifellos nnrd es mir ebenso ergehen." "Äber Du kannst eS eher ertragen; außerdem wird er doch mehr Rücksicht auf Dich nehmen. Ich riskire eine grobe Antwort— aber Dich—" „Wird er hinauswerfen!" Ach nein! Geh' nur, Liebster;.überhaupt ist es besser, wenn" eine unparteiische Person mit ihm sprecht," fuhr er fort.„Wenn ein Mann sich duelliren will, schickt er auch immer einen Sekundanten!" Ich wollte eben eine witzige Bemerkung über den nicht ganz verunglückten Vergleich zwischen einer Hochzeit und einem Duell machen, als wir durch die Meldung:„Herr Körbel- ein Besuch— sehr dringend", unterbrochen '""��Wahrscheinlich der Mann, der das HauS kaufen will," sagte"mein Freund aufstehend.„Ich muß ihn sogleich sehen. Nun, gehst Du, lieber Freund?" Ja— a!" antwortete ich. da ich seinem flehenden Blick nicht widerstehen konnte.„Wo wohnt Dein Doktor?" „Am Fleischmarkt. Ich werde Dir seine Adresse geben." Wir waren jetzt auf der Treppe und er entnahm seinem Notizbuche eme Karte, auf welche er eine Adresse kritzelte und mir dann übergab.— Zch ging also auf den liefen Wirkung entbehrt, weil die partiellen und not'cx nalen Streiks, die jetzt zur Verbesseiung Oer Lohnverhält« nisse oder Beschränkung der Arbeitszeit geführt werden, ihre Wirkung verlieren, indem die Arbeitskäufer entweder die Arbeitslosen verwenden, die Arbeit ihrer streikenden Kameraden aKsznsühren. oder indem sie fich mit fertigen «waren von ander n Aibeitsplatzen oder Ländern ver- sorgen— so muß ein internationales Zusammenwirken aller organifirter Arbeiter in allen Ländern für die Ein- fuhrung eines achtstündigen Maximalarbeitstages ange- strebt werden." Der Kongreß deschließt, daß von dem Ausschusse der zu- sammenwirkenden Fachvereine ein Komitee zu ernennen sei zur Ausarbettung einer Gesetzvorlage, betreffend achtstündigen Maximalarbeitstag, sowie Abschaffung der Festtags- und Nacht- arbeit. Nachdem diese Vorlage die Zustimmung der skandinavi- schen Fachvereine gefunden, soll fie gleichzeitig den gesetzgebenden Körperschaften der drei nordischen Reiche zugestellt werden. Der nächste Puntt der Tagesordnung behandelte die Hausarbeit. Nach längerer Verhandlung wurde folgende Resolution angenommen: „Der Kongreß beschließt: 1) Die Hausarbeit gereicht sowohl in gesundheitlicher, wie in wirthschaftlicher Hin» ficht der arbeitenden Klaffe zum größten Schaden. Es ist daher von den Fachvereinen alles zu tbun, was mög« lich ist, dieselbe abzuschaffen. 2) Alle Hausarbeit für Fabrikanten, Meister oder andere Arbeitgeber ist durch Gesetz zu verbiete»." Diese Resosution ist dem Komitee zuzustellen, welches von dem Ausschuß behufs Ausarbeitung einer Gesetzvorlage über den Maximalarbeitstag ernannt werden wird. Ohne Diskusfion wurde sodann noch die Resolution ange» nommen. daß die in mehreren Fächern üblichen„Empfehlungs- zettel" schädlich für die Selbstständigkeit der Arbeiter seien. Der Kongreß will dahin wirken, daß die Arbeiter derartige Empfehlungen von dem einen Arbeitgeber an den anderen weder entgegennehmen noch verlangen. Das nächste Tdema dehandelte die Organisation der Fach- vereine. Das Resultat der Debatte war folgende Resolution: „1. Zur Ermöglichung eines leichteren und vortheil» Hasteren Zusammenacdeitens der Organisationen verwandter Fächer erachtet der Kongreß eine Zentralisirung der Fachoereine als zweckentsprechend; dies wird ficher seiner Anficht nach erreicht durch die Vereinigung aller Oraanisationen verwandter Fächer zu einem großen Fachverbande, der kompetent sein soll, die er- forderlichen Bestimmungen zu treffen, welche dazu dienen können, die mo:allschen und materiellen Interessen der Arbeiter innerhalb derjenigen Fächer zu fördern, welche einer solchen Korporation eingeordnet sind.— 2. Gleich- falls erachtet der Kongreß ein organifirtes Zusammen- wirken sämmllicher Fachoereine eines und Desselben O ctes für nothwendig. Die Detailbestimmungen hierüber find den betreffenden Vereinen Überlossen.— 3. Der Kongreß for- dert die Fachvereine zur Herstellung einer Arbeiterstalistik auf." Nach Erledigung dieses Punktes folgte die Frage, betreffend die Arbeits-Nachweisungsdureaus. Es wurde nachstebende Re« solution ooraeschiagen: „Der Kongreß beschließt, alle Gemeindeverwallungen aufzufordern, auf Kosten des Gemeinwesens Arbeits» Nachweisungsbureaus zu errichten, welche allen zur freien Benutzung stehen sollen, die ihrer bedürfen, wogegen die privaten Nach Weisung- bureaus abzuschaffen find. Die Stadtverwaltungen bewilligen eine jährliche Summe für die Kosten dieser Einrichtungen, welche von den inter» effirten Arbeiterorgani iationen geleitet werden sollen." Diese Resolution gelangte nebst einer Abänderung, daß man fich anstatt an die Gemeindeverwallungen an den Staat wenden sohe, ebenfalls zur Annahme. Der Freie Seemannsbund hatte einen Antrag, betreffend Abänderung des Heuerwesens, eingebracht. Nach nur kurzer Verhandlung nahm der Kongreß nachstehende Re- solution an: „In Anbetracht, daß verschiedene Petitionen des Freien Seemanns dundes an die dänischen Behörden, darunter auch das Ministerium, nicht nur resultatlos ge- wesen. sondern sogar unbeantwortet geblieben find, Alten Fischmarkt, um meinem Freund ein junges Mädchen zu verschaffen. Auf der Karte stand:„Dr. Thomas Müller, Fleisch- markt." Nun, dachte ich bei mir selbst, Frau Körbel zu heißen, ist zwar nicht der Inbegriff aller Wünsche— aber da» Mädchen kann froh sein, den Namen Müller endlich los zu werden. Ein paar Minuten genügten, um mich bis an die Thür zu bringen, wo ich in sanftester Weise, jedoch nicht ohne einige« innere Zittern ftug, ob der Herr Doktor zu Haufe fei. Meine Frage wurde bejahend beantwortet und ich trat in eine Art Stndirzimmer, in welchem sich schon ein beschlafrockter und bepantoffelter alter Herr befand. „Herr Doktor Müller?" fing ich an, mit meiner schönsten Verbeugung nähertretend. jawohl, mein Herr, jawohl," antwortete er sanft. „Bitte, Platz zu nehmen." Heute war er augenscheinlich„gutmüthigeS Kind"; desto besser für mich. „Ich komme in einer etwa» delikaten Angelegenheit. Herr Doktor." fuhr ich fort. „Reden Sie weiter, mein Herr." „Sehr wohl. Ein junger Mann mit Namen Körbel ist Ihnen bekannt, wie ich hoffe?" „O ja— aber nur oberflächlich." „Ein liebenswürdiger, junger Mann, nicht wahr? Und sehr anständig!" „Aber ja, mein Herr, ich hoffe eS und habe keinen Grund, daS Gegentheil zu denken." „Dann, mein Herr, bin ich so frei, Ihnen zu sagen, daß ich von ihm beauftragt bin, zu— zu— kurz, in Ihrem Hause befindet sich eine junge Dame, welche er—" »Welche ihm gefällt— eh?" unterbrach mich der Doktor mit sanftem Lächeln.„Herr Körbel hat sich also gegen daS zehnte Gebot versündigt?" „3—o—" erwiderte ich etwas unsicher, da meine Er- mnerung von der Reihenfolge der zehn Gebote etwa» nebel- Haft war. »Das will heißen," fügte der alte Herr hinzu, meine fordert der Skandinavische Fackvereinskonflreß, auf welchem auch der Seemannsstand vertreten ist, Regierung und Reichstag auf, raschmöglichst durch Gesetz Veranstaltungen zu treffen, 1. daß die gegenwärtigen schlechten Heuerver« hältniffe derart abgeändert werden, daß die Verheuerung einzig und allein durch autorifirte Heuerkontore, die unter Kontrole des Staates errichtet und verwaltet werdm, geschehen darf; 2. daß bezüglich aller aus skan- dinavischcn Häfen auslaufenden Schiffe strenge Kontrole geübt wird, so daß es keinem Fahrzeuge gestattet wird, den Hafen ohne Attest bezüglich seiner Seetüchtigkeit zu verlassen; 3. die an der Angelegenheit interesfirten Ar- beiterorganisationen müssen Einfluß auf die Leitung der Kontore besttzen; 4. Seefahrer find durch Gesetz gegen unmenschliche Behandlung seitens der Schiffsangestclltm und anderer Vorgesetzter zu schützen." Der nächste Punkt betraf die Errichtung von Arbeits- kammern und Schiedsgerichten. Den Antrag zur Behandlung dieser Frage hatten die zusammenwirkenden Fachvercine gestellt. Nach kurzer Debatte wurde folgende Resolution angenommen: „Ter Kongreß beschließt, dahin zu wirken, daß in dm resp. Ländern eine hinreichende Zahl von Arbeits- inspektoren ernannt wird, welche die In nc Haltung der angenommmen Arbeiterschutz. Gesetze überwachen. Zur Unterstützung dieser Inspektoren und zur Förderung der allgemeinen Interessen der Arbeiter werden Arbeiterkammem errichtet, bestehend aus einer gleichen Zahl von Arbeitem und Arbeitgebern, die jede von allen mündigen Männern und Frauen erwählt werden. Die Arbeitskammern wählen aus ihrer Mitte Schiedsgerichte, welche alle Streitigkeiten zwischen Ardeitern, Lehrlingen und Arbeitgebern aburtheilen. Die entstehenden Kosten trägt der Staat." Hierauf berieth man über die Versicherung der Ardeiter Segen Unglücksfälle, Krankheiten und Alter. Nach kurzer Ver- andlung wurde folgende Resolution angenommen: „Ter Kongreß erachtet es für eine Pflicht des Staates, humane Fürsorge für Kranke, Alte und In- validen zu tragen, ohne irgend welche Beschränkung in den bürgerlichen und polstischen Gerechtsamen der Be« treffenden vorzunehmen und ohne zu fordem, daß Selbst- Hilfe eine Bedingung hierfür sei." Die Frage:„Errichtung von Unterstützungskassen— mit Staotszuschuß— im Reisende und Arbeitslose" führte zur Annahme folgender Resolution: „Der Kongrcß empfiehlt Errichtung fachmännischer Unterstützungstaffen für reisende und beschäftigungslose Ardeiter und deschließt, daß für diese Kassen um Staats- zuschuß nachgesucht weiden muß.— Der Kongreß erachtet es für zweckdienlich, daß die Hauptleitungen der resp. Fachvereine in den drei nordischen Reichen so rasch wie möglich bezügliche Gesetzvorlagen an die gesetzgebenden Körperschaften richten" Hierauf folgte eine Berathung über„Internationale Arbeitergcsetzaebung". Nach kurzer Debatte nahm der Kongreß nachstehende Resolution an: „Behufs Förderung einer freieren Entwicklung zwischen dm verschiedenen Ländern und debufs Schutzes der Ar- beiter auf der ganzen Welt, ohne Rücksicht auf Nationa- lität, deschließt der Kongreß, eine internationale Gesetz- gebung auf ollen Gedietm anzustreben, wo diese die Interessen der Arbeiter berührt.— Eine der Ursachen, aus denen es für die Ardefterorganisationen schwer ist, den Arbeitslohn aufrecht zu erhalten, desteht in dem Un- wesm, daß die Staaten die Strafgefangenen Fabrik- und handwerksmäßige Arbeiten ausführen lassen. Der Kongreß spricht deshalb seine Mißbilligung über diesen Zustand aus und fordert die Fachorganisationen in den versckie- denen Ländern auf, dm gesetzgebenden Körperschaften Anträge vorzulegen, diesen für alle Arbeiter so schädlichen Zustand zu beseitigen." Mit Bezug auf die Frage, wie Arbeitnehmer und Arbeit- geber am besten zum Vortheile Beider zusammenwirken können, beschloß der Kongreß, die Resolution, betreffend Ardeitskammern und Schiedsgerichte, als Antwort zu betrachten. Wefter gelangte eine Resolution zur Annahme, daß die Frage, ob alle Arbeiter- vormänner nicht zugleich auch Mitglieder der Fachvereine sein müßten, den Fachorganisationen zur Erledigung überlassen werden müsse. Nachdem hiermit die Tagesordnung erschöpft worden, beschloß der Kongreß, daß der dritte skandinavische Fachvereins- kongreß im Jahre 1890 in Christian ia abgehalten werden solle. Zum Schluß wurde empfohlen, daß alle nordischen Fachvereine sich auf dem im November d. I. in London stattfindenden internationalen Arbeitergongrcß vertreten lassen möchten. gtltdcft« Zu der vorgestrigen Ueumahl i« 6. Mahlkreise find von außerhalb folgende Glückwunschtelegramme einge- laufen: etwas verstörte Mime bemerkend,„er begehrt meine kleine Marie." „Richtig, Herr Doktor," rief ich erleichtert auS, al» ich fand, daß mein armer Freund Barnabas nicht vielleicht Mord oder Raub oder eine sonstige Sünde begangen. „DaS trifft sich prächtig," säuselte der gute Doktor, „denn da ich mich doch von ihr trennen muß, wünsche ich sehr, daß sie in ein gutes christliches Hau« aufgenommm wcrd; ich habe mir sagen laffm, daß die Mutter des Herrn Körbel einen außerordentlich guten Ruf hat und von allen, die sie kennen, hoch geachtet wird." „Jawohl, mein Herr! Deffm können Sie versichert fein," erwiderte ich herzlich. „Und sie wird viel dazu beltragen, meinem kleinen Mädchen ein glückliches Heim zu bereiten?" „Zweifelsohne!" „Dann werde ich Marie Herrn Körbel'S Händen an- vertrauen und glaube über ihre Zukunft beruhigt sein zu können." „So ist denn alle« abgemacht," sprach ich aufsiehmd, mit einem Gefühle der Erleichterung, daß mein unerfreu- licheS Werk so leicht zu Ende geführt war. „Gänzlich, mein Herr," erwiderte er mit seinem wohl- wallendsten Lächeln, und fügte noch hinzu,„wann will er sie denn?" „Aber— je eher, je beffer, natürlich," antwortete ich, «was erstaunt über diese merkwürdige Frage. „Weil ich." erklärte er,„nächsten Monat nach Bosnien reise und die Geschichte gern vor meiner Abreise definitiv abgemacht haben mochte."., „Geschichte nennt er da»?" sagte ich zu mir selbst-„aha. er ist ein Historiker." und fügte laut hinzu: Zch werde meinen Freund davon unterrichten, daß Sre so pressirt sind—" indem ich mich sachte nach der Thüre hin Äeine Marie wird sich fteum, zu wissen, wa, au« ihr wird. Sie war etwas ängstlich über diesen Punkt, als sie von meiner Reise hörte!" „Und natürlich wird mein Freund sehr besnedtgt fem, die Sache erledigt zu wissen," setzte ich hinzu. „Hoch Berlin! Liebknecht und schweizer Genossen." „Ein dreifaches Hock den Kämpfern im sechsten Wahlkreise. Die Genoffen Dresden- Neustadt." „Hoch den Berliner Genoffen— Leipziger Genoffen. .Die Sozialdemokraten der Schweiz, die fteifinnigen Bürger des Landes, die hochfinnigen Bürger aller Welt freuen stch über den Wahlsieg Liebknechts." „Genter Sozialdemokraten beglückwünschen die Berliner Genoffen zu ihren Siegen. Es lebe die Sozialdemokratie aller Länder! Es lebe unser Vorkämpfer Liebknecht! Van Beveren." Zur Mahl im 6. Berliner Reichstagswahlkreise wird der„Volks Zeitung" geschrieben:„Die Antisemiten haben keine Ursache, auf den gestrigen Tag besonders stolz zu sein, und wenn die„Norddeutsche" heute die Häupter ihrer Lieben zählt, die am 21. Februar 1887 das Vaterland zu retten versucht haben, dann wird fie doch eingestchm müssen, daß damals Melinit, rothe Hosen und Holzbaracken mehr gewirft haben, als diesmal alle ihre schönen Leimruthen, an welchen fich die Gimpel im sechsten Reichstags Wahlkreise fangen sollten. Wenn auch von vorn herein feststand, daß Herr Liebknecht, wenn auch nicht mit derselben Stimmenzahl, so doch mit derselben Majo- jotttät gewählt werden würde— wir hatten dies schon vor zehn Tagen als das Resultat des 30. August bezeichnet — so baden die Gelehrten in der Wilhelmstraße einen solchen„Reinfall" doch sicher nicht erwartet. Von fast 17 000 Stimmen, welche Herr Holtz erhiell, als das„Angstproduft" ge- wädlt wurde, auf rund 4000 herunterzugehen, ist doch gewiß für die Vorkämpferin eines„Kandidaten für Alles" nicht deson- ders schme chelhast. Die eine Thatsache ist allerdings nicht zu bestreiten und wird durch das Zahlenvcrhältniß abermals de- wiesen: der„reine" Antisemitismus ist die eigentliche Triebfeder in der Berliner„Bewegung", ohne diesen könnten die Konservativen in Berlin keinen Hund vom Ofen locken. Zwar ist Herr Dr. Paul Förster seinem verschämten Kollegen nur um rund 500 Stimmen über; wenn man aber dedenkt, daß selbst Herr Coristobal Jose Cremer für Herrn Holtz eine Lanze gebrochen hat, dann ist der Erfolg des Friedenauer Kandidaten vor dem Charlottenburger um so mehr ins Gewicht fallend. Findet stch künftig wirklich ein Staatsmann, der die nöthige Kourage hat, die„Schmach Teutschlands" zum Gegenstande gesetzgeberischer Attion zu machen, dann ist Herrn Dr. Föister der Sitz im Reichstag doch noch sicherer, als seinem Nebenbuhler. Uebrigens gewährt das Stimmenverhällniß in den einzelnen Stadttheilen des ausgedehnten Wahlkreises einen recht inter- essanten Ueberblick über die Verbreitung der S:öckerei in den- selben. Der Hauptsitz derselben ist im ehemals so freifinnigen Stadttheile Moabit, in welchem von 5896 abgegebenen Stimmen 821 für den verschämten und 1045 Stimmen für den„reinen" Antisemitismus abgegeben find. Es sind dies mehr als 30 pCt. aller Stimmen und von diesen kommen mehr als 25 pCt. auf den echten, unverfälschten Antisemitismus. Diese Stimmen sind vorzugsweise den dort so zahlreich wohnenden Beamten zuzuzählen. Dagegen hat der größte Stavttheil, die Rosenthaler Vorstadt, mit 10269 abgegebenen Stimmen, nur 596 halbechte und 869 unverfälschte Antisemiten aufzuweisen, also rund 15 pCt. Auf dem Gesundbrunnen mit 3173 abqegebenen Stimmen find sogar nur 432 für die beiden „Ordnungskandidaten" abgegeben, von denen der in der Wolle gefärbte Antisemitismus nur 180 erhalten hat, so daß der Prozentsatz für denselben nur etwa 6 pCt. beträgt. Für alle die dort aufgewandte Müde— selbst der jüdische Antisemit Wilhelm Nathan Schlesinger hat dort seinen Kriegsschrei ei tönen lassen— ist dies eigentlich gar zu bescheiden. Tie„Volks-Ztg." kommt schließlich zu folgendem Resultat: Das Fazit ist: je mehr Acbeiter, je weniger Anti- semiten; je mehr Beamte, je mehr„Lrdnungsmänner". Thron und Altar find dort also gesichert. Hochkomisch ist der Klageruf, den der„Reichsdote" ange- fichts des Wahlresultats ausüößt. Hier ist er: „Bei Nachwahlen ist gerade bei den konservativ gesinnten Wählern das Interesse nie so ledendig wie bei den Hauptwahlm; diese Wähler sind da schon schwer genug an die Wahlurne zu dringen, und noch viel mehr bei solchen Nachwahlen. Solche Agitations- und Oppositionsparteien, wie die Sozialdemokraten und Fre> finnigen, find dagegen auch bei Nachwahlen mobil. Es haben ja alle Parteien weniger Stimmen als bei der letzten Wahl, aber die Konservativen und Antisemiten haben doch das größte Minus. In diesem 6. Wahlkreise kam hinzu, daß von vornherein keine andere Partei irgend eine Aussicht auf den Sieg hatte; um so drastischer tritt der Sieg der Sozialvemokraten hervor: 26000 Sozialdemokraten gegen 7000 Freisinnige, 3000 Äittelparteiler und 4000 Antisemuen. Diese Zahlen reden eine sehr ernste Sprache über die Sozialdemokratie in Berlin! Es gehören zu dem Bezirk 93 582 eingeschriebene Wähler. Davon haben 41 761— also noch nicht die Hälfte wirklich gewählt und von diesen 41 000 erhielt der Sozialdemokrat allein 26 000! Die Vermehrung der Sozialdemokratie in Berlin beleuchten folgende sehr lehrreiche Zahlen. Es sielen auf Sozialdemokraten folgende Stimmen: 1867: 67; 1871: 2058; 1874: 11 279; 1877: 31522; 1878: 56 147; 1881: 30 871; 1884: 68 582. Am empfindlichsten ist die Niederlage des mittelparteilichen Kandi- Der Doftor machte eine Handbewegung und da weiter nichts zu besprechen war, sagte ich ihm Lebewohl und ging vergnügt von bannen. Ich war kaum auS Doktor Müllers HauSthor, als zu meinem nicht geringen Erstaunen mein armer Freund Barnabas mir entgegenkam. Als er mich sah, war er ebenso erstaunt, wie ich:„Kordel," rief ich,„Du bist ein ungeduldiger Liebhaber; Du konntest es nicht er- warten, die Antwort zu hören?" „Was? Du bist schon beim Doktor gewesen?" „Natürlich," erwiderte ich,„ich wollte gerade zu Dir, als wir unS trafen." „Und was hat er gesagt," frug Barnabas, unfähig, seine Bewegung zu verbergen. „Mein lieber Junge," antwortete ich frohlockend,„ich aratulire Dir. Der alte Herr war in einer engelhaften Laune; ich hatte gar keine Mühe! ES ist AlleS abgemacht, sie ist Dein!" „Bruderherz, Du bist ein Juwel!" rief er, meine Hand ergreifend und dieselbe mit beinahe schmerzhafter Herzlichkeit drückend.„Zch bin so ftoh. daß Alles in Ordnung ist und ohne Mühe noch dazu, sagst Du?" „Za, die Geschichte war in zwei Minuten erledigt. Er gab seine Einwilligung sogleich; nur Anfangs war er etwas beunruhigt darüber, ob Du so gut seiner Marie sein würdest, wie er—" „Marie," unterbrach mich Barnabas mit erstaunter Stimme; wa« für eine Marie?" „Nun, Deine AuSerwählte, natürlich." „Aber sie heißt ja Hedwig. Doktor Heller nannte sie Marie!" „Du meinst Doktor Müller?" ..Was sagst Du?" ftug Kordel, indem er mich anblickte, als ob ihm meine geistigen Verhältnisse nicht ganz un- bedenklich erschienen.„Aber warum sagst Du denn Doktor Müller?" „Weil das sein Name ist," erwiderte ich. die Karte die Kordel mir gegeben hatte. auS meiner Tasche nehmend' Er näherte sich einer Straßenlaterne, besah sich die Worte und dann mich.„Wie liest Du denn das?" haate er, sie mit mit emem merkwürdigen Blicke reichend Ich daten, der im vorigen Jahre noch 16 836 Stimmen erhielt � jetzt auf 3807 herabgesunken ist, während die AntsemB gleich beim ersten Auftreten 4322 Stimmen erhielten; aber«« fie haben wahrscheinlich auf viel mehr gerechnet." Wer lacht da nicht? Zu de« Krrufskraukkette« der Arbeiter, deren& lämpfung erst in neuerer Zeit energisch in die Hand genom»« worven ist, gehören in ersier Linie die„Erkrankungen der!" arbeiler." Hierüder bringt die„Med.-chirurg Rundschau� ver Hand der betreffenden Berichte der österreichischen GewcrK insv kioren über das Jahr 1887 einen interessanten Artikel, de» wir folgende Mitthcilungen entnehmen: In einer Fabrik,» welcher elektrische Beleuchtungsapparate angefertigt werden, kam« in dem kurzen Zeitraum von acht Monaten 14 Fälle von 2# Vergiftung vor. Die meisten der erkrankten Arbeiter waren» dem Füllen der Bleiplatten für Akkumulatoren mittelst ein« aus dlcihaliigen Substanzen bestehenden breiartigen Masse* schäftigt; doch auch einzelne Bleigießer und selost ein Tot« wurden von der Krankheit ergriffen. Während bei ver erfts« nannten Kategorie von Arbeitem das Blei durch den an W Händ n unter den Fingemägeln haftenden Schmutz wahrtfr» lich zugleich mit den Nahrungsmitteln direkt dem OrganiÄ» zugeführt wurde, dürften die Blcigießer durch die Qinrohm von Bleidämpfen und der Dreher durch den während des Dreh« von Blerbcstandtheilen entwickelten Bleistaub erkrankt sei«." Eine Spezialität Kärntens find die Bleibergwerke und ß# Fabriken, die fich mit Herstellung von Bleiprodukien* schästigen, insbesondere Bleiwciß, Bleiglätte, Mennige«g SÄrot erzeugen. Die sani.ären Verhältnisse waren das!« früher nicht besonders günstig. Unter anderem hatte eine«* zige Fabrik, welche durchschnittlich 30 Arbeiter beschäftigt, J dem Jahre 1881 82 107 an Bleivergiftung erlrankte Arbeit«? die Spitäler von Klagenfutt und st. Veit gesendet. Außer«« waren gewiß noch viele leichtere Erkrankungsfälle vorgekow»« welche, weil fie in häuslicher Pflege verblieben, nicht kon««� werden konnten. Durch Einführung von Desintcgiat� Exhaustoren, Staudkammern, Respiratorcn und anderen Ä? Vorrichtungen, durch regelmäßigen Wechsel in der Beschä durch Einrichtung guter Wasch- und Bad. räume, gesund deiterwohnungen und guter Krankenzimmer, sowie kräftig rationell ausgewählter Verköstigung konnte es erreicht v daß I8s7 bei einem Gesammtarbeiterstand von 243 Köpfe« 7 Fabriken im ganzen nur 93 Bleierkrankungen mit r- Krankentagen vorkamen. Bei der Schrotfadrikation, welche JJ nur wegen der steten Hantirung mit metallischem Blei, so«*? auch durch die nicht zu umgehende Arsenikverwendung Gefahr für die Gesundheit der Arbeiter in sich birgt, ist Bg Anwendung der in der Oxydfabrikation vorgeschriebenen S>®h heitc maßregeln die Arbeit nahezu gänzlich gefahrlos gessZ trmrh(»n flp.tn �TOilftMvfn'hfttTpmPMf in hip&pr �piißknnn ifi hPC Ir dadun d°°»billige « verlegen % handw «ohnung Witfl. u «>! Nord, *«fen für «ignen St «« Nordri, «vnnnemcn N-n Umst Oberes T geboten erst Nehrung föt.bie Ver _« wu JWonten 5 ** eimncl Mwiltler Msislok iL dieser ?Kionen. W Ä" wss- 8*3% 5 den stä OKI Sor.iur St. eistei 2% besetz, Weigert.| C&n, wel KTjUen t rfttens. en, um j- man der er Überwände ä? Arme t f y?pohtifH worden. Ein Musteretabliffement in dieser Beziehung ist dejA eröffnete Scbrotthurm der Bleiberger Bergwerksunion zu bei Arnoldstein. lieber die Betriebsstörunge«, welche durch die 1% y*1" schwemmungen im Frühjahr 1888 sür den Postverkear verun«' worden find, dringt jeyt das„Postarch." eine interessante 1% ficht, welche zugleich aktenmäßiges Material über den lW der Verheerungen in den einzelnen Bezirken beibringt. t ostanlagen find von den furchtbaren Verwüstungen«n rave betroffen worden unv man muß staunen, wenn man"! den Anstrengungen liest, welche gemacht werden mußten, un> den überschwemmten Gebieten den Postverkehr im Gange f erhalten. So wurde im Bezirke Königsberg mährend der babndetriebsstörungen die Verbindung zwischen den Kurs anstalten durch Landposten aufrecht erhalten. Die Biförd« erfolgte tbeils zu Pferde, theils mittelst Schlitten, theils w' Boten. D n SchliUenposten wurden meist Boren beigeg« welche die Posten meist aus dem Schnee ausgraben oder v Mannschaften Herbeiholen mußten. Oft waren die Verhüll jedoch stärker als der gute Wille der Postbeamten. So'" im Elbinger Bezirk trotz aller Anstrengungen der Post Ortschaften mehrere Tage hindurch, eine Ortschaft sogar 14 lang vom Verkehr vollständig abgeschloffen. Die Schild der Ernzelheiten genügt, um den Beweis zu liefern, daß., den meisten Fällen gelungen ist, den Postoerkehr auch für am schwersten delronenen Ortschaften thunlichst aufrecht Z« halten und in kürzester Frist wieder herzustellen. Für die Legung de» dritte» und vierte» Ge! auf der Strecke de» Uordriuge» Landsberger Wedding sind im Mär, v. I. vom Reickslage lH S Mark bewilligt worden. Die erforderlichen Vorarbeiten zrü'T wirklickung dieses Projekts find in der Hauptsache befj, Der für die Bauausführung ausgearbeitete Plan, der% am 18. Apftl d. J. durch Erlaß des Ministers der öffentl� Zeairten, u w- JJWens, a, ,. u. 1 auf un fc- Politische rttttno wu Gesichts de ?un ein la, |nt die G lcht drini und de, die A höre: elnd die s U in ei uf abl Arbeiten festgestellt ist, liegt jetzt im Auszüge in der RegißF, der I. Adtbertung des Pollzeipräfidiums, �Molkenmarlt 1 bis zum Sonnabend zur Einficht aus. Die Fertigstellung � dritten und vierten Geleises auf der genannten Strecke'!'(( einen großen Thcil der Berliner Bevölkerung von beso«? j Wichtigkeit. Sobald die Geleise gelegt find, soll näml«» � dem Nordring der Verkehr dahin erweitert werden, Df Züge in halbstündlichen, statt bisher einstündlrchen Pausen ß öffnete meine Augen und las zu meiner nicht geringe«... ffiiriuttck'hör(Ydnrfp•. stürzung anstatt der Worte:„Doktor Müller, Fleisch'«« F ~'-ller. 6%' Sil 5. ett8ncr fi s 1788 e offiz« A dam 1 wurde. welche rch doch früher gelesen hatte, Doktor Heller, platz." „Bei Allem, waS unheimlich ist ," sa(sse zuletzt,„mochte ich doch wissen, durch welche—-mr ich——— Halloh!" rief ich ploulich, � Strc Geheimniß ist offenbar!" Zn meiner Verwirrung h«; � ih,' wgte de die Karte umgedreht und jetzt sah ich auf der Rückse" e> an, Adresse, welche ich zuerst gesehen hatte. „Da!" sagte ich, sie ihm triumphirend h'« „waS sagst Du dazu?" Mi Er las mit Schrecken die zweite Adresse, da«« g klärte sich sein Gesicht auf und er brach lächter au«. M „Und bist Du wirklich bei Doftor Müller g6®*' ftug er. „Ob ich bei ihm gewesen bin?" wiederholte'4 lich,„natürlich!" � „Eine schöne Geschichte! Zch schrieb diese Adress',� zu bemerken, daß die Karte auf der anderen 0«« u«k beschrieben war. Da hast die falsche Adresse gekr# anstatt zu Dr. Heller, dem Zahnarzt, zu gehen bei Dr. Müller, dem Vorstand de« Vereln« zur verwahrloster Mädchen, und eS handelte sich in d'est« um sein Dienstmädchen, das er gern bei einer gute«» unterbringen will.„ ftK« »Dann muß ich das Ganze noch einmal mach� nffwfnS___ ar____.<_____ u. Splt Ifibie Wolter flüchte! lsht! E#S Sir' der Ü Bebt war in Verzweiflung über die Adresse de« welche auf geheimnißvolle Weise verschwunden �, da Du da« Dienstmädchcngeschäst erledigt hasiv� j meinen Math zusammenraffen und mein-■ Dr. Heller selbst versuchen. Ich habe eine ob ich ihn durch meine eigene Beredsamkeit könnte."-- 1 I B Und wirklich— er erweichte ihn! Karl Li" «Meli f Mntfewt* : aberli« , deren S" .»ra ldsckau' s n GeweM »rtilel,»-» dadurch wird es aber vielen Einwohnern«mözlicht, nach «n»btllig«en Gefilden" d« Nordringstationen ihre Wohnung ID Bcrlefien. So lange die Züge nur stündlich v«kehren. kann «»Handwerker und Beamte an eine solche Verlegung sein« ®tobnung nicht denken; das ändert sich aber, sobald alle womöglich alle zwanzig Minuten ein Zug über Nordring fährt. D« unterschied in den Micths- Reisen für kleine und mittlere Wohn ngen inn«halb d« "Jfltien Stadt und denjenigen in den angrenzenden Straßen Nordringstationen beträgt etwa das Zwei- bis Dreifache des •wimcmentS für täglich viermalige Fahrt. Es v«dient unt« Ittrlet, o? 7??nnemenis rur raguai viermalige tfapci.«.a otivwm um« Fadnk,* 5z>en Umständen ernstlich erwogen zu werden, ob nicht ein Tenpo in der Fertigstellung der erforderlichen Geleise «woten erscheint. Das Gleiche gilt von der geplanten Geleis- Nahrung auf dn Strecke Potsdam« Bahnhof-Zehlendorf, % welche in letzter Zeit mit Rückficht auf die Frage der Averheit auf der Potsdam« Bahn die Diskusfion in den «latt.rn so lebhatt geführt ist. Neben Vilser Sicherheitsfrage J« für die Berliner Einwohn« besond«s auch die brennende Mhnungsfrage, welche sowohl für d-n Vorortsverkebr als auch jrhe Beim hrung der Züge auf der Ringbahnstrecke der Be- 7�ng würdig«scheint und auf möglichste Beschleunigung der Kanten Berdefferungen hindrängt. Die Millionenstadt hat r* etnmcl im Innern nicht mehr Raum genug für kleine wutlere Wohnungen, zumal die Sucht, ganze häus« ,u Alchatlslokalen umzuwandeln, imm« weiter um sich greift. ?«. dieser Thatsache zu rechnen, ist Pflicht der Bahn- �"lwnen, und im Interesse d« Entwickelung B«Iins und großen Theils seiner Einwohner liegt jedenfalls die Verwirklichung der besprochenen Projekte, zu welchen ? Miel vor andnthald Jahren von den Volksv«tretem de- find. Kleinen Kelagernngszustand mußte die J�Mche Brau«« am Abend des 30. d. M., dem Abende hlschlacht im 6. Berlin« Reickstagswahlkreise. übet sich lassen. Dortseldst fand die Verkündigung des Wahl- der sozialdemokratischen Partei für die Schönhaus« je, posentljal« Vorstadt statt. Wie zu erwarten war, war die ZyWtgung eine sehr rege, die Deffow'sche Brauerei hatte ge- 5 sen stärksten Besuch in diesem Sommer und die Polizei >n dieser Voraussicht ihrerseits ihre Maßnahmen getroffen. LT itarkes Kommando von Schutzleuten zu Fuß und zu Pferde |Sjsiut Stelle und wurde von einem Lieutenant und einem '««htmnster befehligt. D« Saal selbst war, obgleich nur sehr rWg besetzt, polizeilich gesperrt und wurde jedem der Eintritt » Weigert. Die große Menge füllte deshalb den geräumigen .— w.--■•--v- i von Bl» wäre« lttelst erf r Waise f v« erM dm wahrsag DtganlsB Ein 5eS L nki fern.' e und 1' (duften* innige rcn bai�i e eine f Außer«- irgekon»- )t font«�, MtegiM iren ä# eschä esund cäftig ickt Köpf a mit welch«-g Hei, fotitf wen@42 rlos ge. : ist V« t die D gl /(p.... y&UDt|MM.V �------- I,--_-'' ptten, alle Tische und Stühle waren besetzt und der Oekonom P Braue," 1— m-- rei machte ein gutes Geschäft. Hundnte von Per- welche keinen Jßlag wehr finden konnten, pro- vor dem Saalgebäude in dem Theile des aus dem Tische und Stühle entfernt worden .. u»l Jnt) Nied«. Mit Kind und Kegel waren manche er- e Ue«P|jg| neu, um dos Resultat des Wahlkampfes zu erfahren. Hi« S Schulen zu�lj�ens..... i I l?.9'°uf und nieder --Ii- J---— i—£— «n Uwf�l�8 Nrme tragend, das ganze machte einen mehr familiären �I»..l>olitischcn Eindruck. Hi« und da bilveten sich Gruppen, ch>>ernv wurden die Hoffnungen und Befürchtungen ausgetauscht ----- A--------------— �--—-- 1--- CTC) L. T A ffnV m man«T ßten. um» : Gang«» VÄ Liförve' zeils mt Zw %% Schill (•«NO wurden die yottnungen uno-ocsurwmngen ausgerauiwr es«enchts der bekannt gewordenen genngeren Wahlbeth«ligung, M ein lautes Wort wurde gesprochen, es herrschte eine er- L?"che Ordnung. Da— endlich— die letzte Botschaft ist ?.?>nmen, das Wahlergedniß»st zusammengestellt, im Saale ?t die Glocke, das Resultat wird verkündet. Lautlose Stille >t drinnen und draußen, alles drängt sich vor der Saal UlllllIVi» v»»«v i—»/____ itgMinb den geöffneten Fenstern zusammen, aus dem Biergarten BrP die Menge herbei und staut sich im Vorgarten, alles will ü/ch, hören! Da ertönt im Saale ein jubelndes Hoch, lelnde Siegeszeichen pflanzt sich fort von Mund zu ____ 01 -ringe« � - Z-u-zz 0 ge «ese« e dresse, Jette 'elese« � rM ä# H Ti btc so lange gehegte bange Sorge ist gewichen und löst einem begeisterten Hoch der Menge. Doch noch ist nicht auf den Lippen nstorben, da wird er schon htrlu' abgelöst von einem Schreckensruf, von einem Eni- Mitten in die wogende Menschenmasse hinein r die„Berittenen", es folgen Szenen, die der Beschrei- wollen. Kinder jammern, Mütter inen, Alles rennt, «uchtet— doch wohin? Ueb« Zäune und Mauern und fleht die wilde Jagd, verfolgt von den„Berittenen", die e Äusgangspforte vermag kaum Durchlaß zu gewähren, die m' J sich, da— mitten hinein stürzt sich von draußen Je S»"®iner ZU Pferde", hoch bäumt fich das Roß, ab« htftjs�en des Reiters treiben es vorwärts— Ein Schrei der und Empörung— der Garten ist frei— doch Ji»! bJ} wmmelt fich das Volk— die Wähl«— Neugierigen ?WrL.Q�e— Met wieverbolen fich die Szenen— genug! sifte Ä.werd es ruhiger, die Menge ist zerstreut— doch noch %."ouen, fnn verhallend durch die stille laue Nacht die , ÜÜ&oeb Liebknecht, hoch". Me Jubiläum der... prenzlauerkraffe. �ch„ �iauei,lraße entstand«st unt« Kurfürst Friedrich Hl., »L Mt«e Henstraße, die nur in der Nähe des Prenz- Chores ihre frühere Lage beibehalten hat, verlegte. Sie vordem den Namen„Hcincrsdorf«straße", der jedoch tn den Hintergrund hat, besonders nachdem im des Prenz lauert hör«baut war und nunmehr die »ell, lfizrell den Namen„Prenzlauerstraße"«hielt Die T�l.�elche an dem Tdorbau betherligt waren,«Hielten von bet v em»Freicffen, Trinken und Tanzv«gnügen", welches >velck.9fl'?°iigen Steinsetzer H«b«ge, im Hause Nr. 41, tt Mute noch eine Gastwitthschatt bcttieben wird, ge- ( der©£* t Zwischen dem älteren Wege nach Heinersdorf !, lem??°be nach Bernau, hint« dem ehemaligen Schützen- a-ier« n» Leibmedikus Dr. Weise auf seinem Acker eine A>en 1,°"' J�etl seine frühere in Dn Nähe der alten Stadt- nj*"em Georgenthor in den Forlifikationsbau gezogen �Dtv'trt," Dieser neu angelegten Mein« find noch die .hd Jji la Tj" Grundstücke Nr. 45(das Haus mit d« Bombe w» j 1 8'3) und die dabei belegenen Bebrendt'schen wh BeB»® ttben Grundstücke vorbanden. Ganz in der Nahe t» 1 9ej 3j)»ün-fl' wo heute der Prachtbau Nr. 12 steht, be- bT eine Meierei, die bis zur„Kleinen Scheunen- wie.—>>-Uaf»«-««»»,„»um Gasthof um- ilch« den Namen: billizung mildernder Umstände eine Gefängnißstrafe von neun Monaten, auf welche der Gerichtshof auch erkannte. Ketchogertchts- Entscheidung.(Nachdruck verboten.) Leipzig. 30. August. Wegen fahrlässiger Tödtung ist der Heil- d.fl ssene Johannes Harbeck in Flensburg von dem dortigen Landgericht zu 3 Monaten Gefängniß verurtheilt worden. Am 21. November v. I. erkrankte der Sohn eines gewissen L. Nachdem der Knabe anfangs durch einen Kurpfuscher dehandelt nar, wurde am 25. November der Angeklagte berufen, weleber a's Homöopath und Naturarzt praktizift. Er erklärte, der Knabe litte an den Zähnen und an allgemeiner Störung der Er- „ährung, es sei überhaupt alles krank an dem Kinde. Er stellte mit dem Thermomrter 39 Grad Fieber fest und meinte, es sei wenig Hoffnung vorhanden. Er verordnete zunächst lauwarme Umschläge um den Magen und öffnete das Fenster, da die Zimmerluft eine sehr schlechte uxrr. Auch kalte Umschläge und Packungen verordnete er, sagte aber nickt, wie oft dieselben vorzunehmen seien. Am 5. De- z.mdcr bekam der Knabe Krämpfe. Harbeck meinte, derselbe sei zum Baden zu schwach und gab deshalb, um etwas zu thun, sechs Pulver. Die Eltern wurden ängstlicher und holten einen Dr. Schulz. Dieser stellte Lungenentzündung feit, entfernte sofort den Leidumschlug und verordnete Tokayer-Wein. Nach der Entfernung des kühlenden Umschlages und dem Genüsse des feurigen Weines nahm die innere H tze schnell zu, und an demselben Tage noch war das Kind eine Leiche. Herrn Harbeck wurde nun die Schuld an diesem Unglücksfall aufgebürdet. Nach dem medizi- wschen Gutachten, welches sich die Strafkammer erstatten ließ, hatte das Kind an einer eitrigen Brustfellentzündung gelitten, zu welcher ein Lungen-Oedem hinzutrat. Die Erkrankung war eine solche, sagt das Gutachten, daß jeder wissenschaftlich Ge- bildete sie mehrere Tage vor dem eingetretenen Tode erkennen mußte. Bereits am 26. November hätte das Leiden als krupöse Lungenentzündung diagnostizirt werden müssen, wie Dr. Schulz, als er gerufen wurde, sogleich richtig gesagt habe. Der Angeklagte hat aber, herIt es im Urtheil, den wahren Krank- heitszustand nicht gekannt. Seine Angaben, daß das Leiden in allgemeiner Ernährungsstörnng und dergleichen beruhe, sind all- gemeine Phrasen. Seine Unkenntnisse des Wesens der Krank' hett findet ihre Erklärung in dem Mangel an Kenntnissen über- Haupt. Er war früher Schreiber, und die Kenntnisse, die er ftch später privatim angeeignet, können nur geringe sein. Unter diesen Umständen war es in hohem Grade fahrlässig, wenn der Angeklagte die Behandlung des Kindes übernahm, ttotzdem er wußte, daß er nicht genug Kenntntsse besaß. Er mußte sich sagen, daß hier eine vermuthlich zum Tode führen würde. Krantheil vorliege, die. Auch in der Behandlung hat er fahrlässig gehandelt. Während der zehntägigen Krankheit hat er den Knaben nur fünfmal de- sucht, davon je zweimal ganz am Anfang und kurz vor dem Tode, obgleich erjranz in der Nähe wohnte und das Kind de- ständig fieberte. Wenn er, wie er behauptet, leine Zeit halte, so mußte er von der Behandlung zurückrreten. Auch hätte er seine Be Handlungsweise genauer anordnen müssen. Bei rich- tiger BeHandlungsweise würde der Tod nicht eingetreten scm, wenigstens nicht so früh. Die Nachlässtgkctt des Ange- klagten ist die Ursache des Todes. Ein nach allöopathischen Regeln handelnder Arzt würde auf die Stärkung des Herzens dedacht gewesen sein, und dieser Zweck war mrt kräftigenden Mitteln zu erreichen. Auch nach den Regeln der Naturheil- metbode war sorgfältige Behandlung und Anpassung der Mittel durchaus erforderlich. Die Erfahrung lehrt, daß krupöse Lungen« entzündung regelmäßig zu heilen ist. Wenn der Knabe nicht überhaupt genesen wäre, so würde er doch bei sachgemäßerer Behandlung erst später gestorben sein. Der Angeklagte hat also, so schließen die Urtheilsgiünde, die nöthige Aufmerksamkeit, zu der er vermöge seines Berufes verpflichtet war, aus den Augen gelaffen(§ 222, 2) und war deshalb wegen fahrlässiger Tödtung zu desttafen.— Die Revision, welche der Angeklagte eingelegt hatte, rügte in der Hauptsache Beschränkung der Vmheidiguna. Er beschwerte sich darüber, daß das Gericht nicht das Gutachten des Prof. Dr. med. Eduard Reich in Glücksdurg und des Homöopathen Dr. Heinicke in Leipzig eingeholt habe. Beide find staatlich anerkannte Aerzte und Kapazitäten. Das Urtheil beruht auf dem Gut- achten des Kreisphyfikus und der wissenschaftlichen Deputation in Berlin, welche beiderseits der Homöopathie feindlich gefinnt seien. Schließlich werden noch die Feststellungen als ungenügend net.— Der Vertheidiger knüpfte an den letzten Punkt an und behauptete, die Frage des ursächlichen Zusammenhanges rei rechtsirrthümlich entschieden. Das Urtheil sei nichts als äie Umschreibung des Satzes:, Das Kind ist unter den Händen eineL„Pfuschers" gestorben, statt unter den Händen eines wissenschaftlichen Arztes, und deswegen oeruttheilen wir den Pfuscher." Es hätte immerhin festgestellt werden müssen, daß Maßregeln unterblieben find, die den Tod verzögert haben würden; es sei aber nur gesagt, der Anacklagte habe den Tod verursacht. Das Getickt habe nicht den Muth gehabt, zu sagen, daß Maßregeln vom Angeklagten verordnet seien, die dm Tod beschleunigen mußten.— Der Reichsanwalt bestritt, daß die Revision als materielle, auf das sachliche Material sich beziehende, aufzufassen sei und wies darauf hin, daß die prozessuale Rüge deswegen unbegründet sei, well dem Gerichte dre Wabl der Sachverständigen freisteht.— Hierauf erfolgte seitens des Reichs- gerichts die Verwerfung der Revision. Kerewe und Nersamm!««ge»» Gin» öffentlich» Tapisirerorrsammlnag, die gut de- sucht war, tagte am 28. August unter dem Vorfitz des Herrn G. Freiwald im Luisenstädtischen Konzerthause. Zu Puntt 1 der Tagesordnung, betreffend die Alters- und Jnvalidenoer- sicherung der Arbeiter, nahm zunächst Herr Sander das Wort. Redner wies bezüglich der Tapezirer darauf hin, daß das Gebotene durchaus in keinem Verhältniß steht zu dem, was von Seiten des Ardeiters gezahlt werden soll. Nammtlich tadelte der Vortragende die Bettragspflicht von 47 Wochen pro Jahr, indem mancher Kollege vielleicht nur 20 Wochen das Jahr Arbeit habt, das nächste darauf womöglich 27 Wochen, so daß cr in zwei Jahren erst ein Bellragsjahr entrichtet hat, wenn er nicht in den sauren Apfel beißt und das fehlende nachzahlt. Ferner muß es als ein Wunder dezeichnet werden, wenn ein Tapezirergehilfe 70 Jahre alt wird. Nur sehr wenige würden demnach die vielgepriesene Attersversorgung ge- niehen können. Die Jnvalidenversorgung würde noch Ungewisser sein, indem ein invalider Tapezirergehilfe sich schließlich noch mit Lumpensammeln, welches auch eine Ar- deit ist, 33, Pfennige verdienen kann. Das Allereinschneidenste aber an der ganzen Sacke sei das Quittungsbuch. Der Putt- kamcr'sche Streikerlaß nützt den Unternehmem mehr, als wie den Arbeitern die Altersversorgung. Man solle den Arbeitern das Koalitionsrecht gebm, dann sorgen sie selbst für sich und ihre Familien ohne ein solches Gesetz.(Lebhafter Beifall.) Die nachfolgenden Redner hatten fast den Vorredner noch über- holt in ihrer vernichtenden Kritik gegen den Entwurf, nament- lich da er die Krönung der Sozialgesetzgebung sein soll. Fol- gende von Herrn WeiSwange beantragte Resolution wurde dan?. einstimmig angenommen:„Die heute im Louisenstädtischen Konzert> haus tagende Versammlung der Tapezirer Berlins erklärt, das im Gesetzentwurf Gebotene entspricht unseren berechtigten Ansprüchen nach leiner Richtung hin; das Quittungsbuch, gegen dessen Mißbrauch zum Kennzeichnen der Ardeiter der Gesetzentwurf gar keine Sicherheit bietet, ist eine große Schädigung der Selbst- ständigkeit und Unabhängigkeit der Arbeiter in wirthsdmttlicher und politischer Beziehung, deshalb ist uns dieser Gesetzentwurf ganz unannehmbar und wir würden ihn mit diesem Quitiungs- buch auch dann ablehnen, wenn er erheblich mebr uns bieten würde." Zum Puntt 2 der Tagesordnung: Gewerkschaftliches, leitete abermals Herr Sander die Debatte ein, machte besonders aufmerksam auf die Unreellität einzelner Geschäfte, er bemertte.'vaß bei eurem solchen hier in Berlin gegen 20 Ztr. Schäppe(Mist) in der Werkstelle aufgestapell sei. Ferner wurde von mehreren Rednern energisch befürwortet, bei angehmder Saison fich nicht auf Ueberstunden zu verlegen und schließlich noch schlechter bezahlen lassen, als im Tagelohn; werden Ueberstunden gemacht, dann müssen sie wenigstens besser be- zahlt werden, im übrigen ist an dem Tarif festzuhalten. Um aber nach so vielen traurigen Zuständen im Gewerbe Einhalt zu thun, wählte die Versammlung eine Kommisston von 7 Per- sonen, welche den Austrag hat, Statuten zu entwerfen zu einem Fachverein und binnen kunem eine Versammlung einzuberufen, womöglich mit folgender Tagesordnung: Wie hebt man das Tapezirer-Gewerde? Gründung eines Fachvereins. Es wurde wohl von verschiedenen Rednern ausgeführt, daß unter den heutigen Verhältnissen ein Fachverein die Ardeiter nicht zu ihrem Rechte verhelfen kann, jedoch tritt ein Fachverein ins Leben, so so soll er auch ganz und voll seinen Zweck exfüllen; da ist vor allen Dingen nöthiz, daß fich ein jeder Kollege dem neu zu gründenden Verein anschließt, um durch den Verein fich und seiner tmilie ein einigermaßen menschliches Leben zu fichern. Zum chluß wurde noch vom Vorfitzenden Herrn Freiwald ermahnt und von mehreren Rednern unterstützt, massenhaft auszutreten aus der Zwangskasse. Da der Antrag zum Austritt aus der Ottskaffe spätestens bis 30. September gestellt sein muß. um nicht noch ein weiteres Jahr in derselben zu verbleiben(d. h. wenn er ununterbrochen aroeitet), sollen die Kollegen zeigen, daß sie für ihr zentralifirte freie Hilfskasse, für ihre Selbstständig- keit und ihr Recht einzustehen bereit find. Mit der Einladung, die nächste Versammlung recht zahlreich zu besuchen, wurde die Versammlung geschlossen. G»g»n di» polizeilich» Auflösung der öffentlichen Ar- beiterversammlung, welche am Dienstag, den 21. August, im Salon„Königsbos", Bülowstt. 37, stattfand und in welcher der Stadtverordnete Tuyauer über:„Die Alters- und Invaliden- Versicherung der Arderter" sprechen sollre, hatte der Vorfitzende derselben, Herr Prnkow, Beschwerde beim kgl. Polizeiprästdium eingereicht, worauf ihm folgendes, vom 28 August datirtes Ant- wortschreiben zuging: Auf die Beschwerde vom 22. August d. Js. wird Ihnen ergebenst erwidert, daß ich die Auflöiung der am 21. August d. I. stattgefunvenen öffentlichen Versammlung für gerechtfertigt nicht erachte und daß der betreffende Beamte, welcher die Ver- sammlung überwacht hat, entsprechend hiervon verständigt worden ist. Der Polizeipräsident. v. Richthofen. Dre Auflösung war bekanntlich vom überwachenden Polizei- beamtcn deshalb und zwar„auf Grund des§ 9 des Sozia- listengesetzes" erfolgt, weil der Vorfitzende in seiner Einlellung von einer„sogenannten" Gesetzgebung gesprochen hatte. Gin» öffentlich» Versammlung der Drechsler und Kernfsgenosse« findet am Montag, den 3. September, Abends 8 Uhr» in Ackermann's Lokal, Linienstra�e 44, statt.(Zweiter Eingang Lothringersttaße 81, am Schönhauser Thor.) Tages- ordnung: 1. Vortrag und Diskussion über:„Unsere Lohn- Verhältnisse" und„Was wir wollen!" Referent: Kollege Robert Sündermann. 2. Verschiedenes.— In Anbetracht der wichtigen Tagesordnung werden die Gewerks- kollegen Berlins zu recht zahlreichem Besuch der Versammlung eingeladen. _#»»R» Kchuhmachrr- Landpartie am Sonntag, den 2. September. Treffpunkt:.Alcxanderplatz am Springbrunnen, früh 7 Uhr. „. Lachverei» der Putzer. Sonntag. Vormittags 11 Uhr, bei Scheffer, Jnselstr. 10, Mitgliederversammlung. Tagesord- nung: Abrechnung vom Stiftungsfesr. Erledigung von Unter- stutzungsgesueden. Vereinsangelegenhetten. Untere flenverriu der Tischler. Versammlung heute, Sonnabend, Abends 8 Uhr, Köpnickerstr. 68. Tagesordnung: Vercrnsangelegenheiten und Verschiedenes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. vesang-, Turn- und gesellige Vereine am Sonnabend. Gesangverem„Harmonia" Abends 8 Uhr im Restaurant. Alte Jakobstt. 38.- Männergesangverein„Treue" Abends 9 Uhr im Restlmrant Andreasstr. 9.- Männeraesangverein„Erato" Abends 9i Uhr bei Schlawrcke, Kleine Kurstraße 1.— Lübeckstcher klaffe des„Berliner Handwerkervereins" Abends 3t Uhr Ss straße 15.— Theater- und Vergnügungs-Verein Abende 8 Uhr im Louisenstädtischen Bierhause, Admiralstt. Theater- und Vergnügungsgcsellschaft„Treue" Abends 8'st in Bobett's Ballsalon, Weinstraße 11.— Geselligkeit� „Lustig" Abends 9t Uhr im Restaurant Weichett, Taui» straße 45.— Verein der Taubenfreunde Abends 3'/- 1 Restaurant Hillmann, Manteuffelstr. 63.— Dänischer—tr. „Freya" Abends 9 Uhr im Restaurant Poppe, Lindcnsti.. � — Verein der Württemberger Abends 3', Uhr bei Vtr�-"� Dorotheenstt. 84.— Verein ehemal. Schüler der 34. Ge schule Abends 9t Uhr im Restaurant, Markusstt. 7.—~--j ehem. M. C. Lutherscher Schüler Abends 9t Uhr im Restm% Bormann, Ohmgaffe 2.— Rauchklub„Qualm" Abends 8 Restaurant Tamm, Schönhauser Allee 28. NN gnügungsverein»Lustige Aldrecht, Ännenstt. 9. 13", Abends 9 Uhr im Restau«« Kleine Mittheilungen. gamburg, 31. August. Der Postdampfer„Bomssta'� Hamdurg-Amerikanischen Packetfahrt-Akliengesellschaft hat. Westindien kommend, heute Lizard passtrt. M Ktargard, 27. August.(Explosion.) Heute Nachm� 4 Uhr 20 Minuten fand im Kase-nement des Kolbergr� Grcnrdierregiments unter heftiger Erschütterung und furchlt� Knalle eine Explosion statt. Im Zimmer des Serg«� Schätzig waren 19 Kilogramm Schießpulver exploditt. Schätzig. der ziemlich erhebl-ch an G. ficht und Händen mundet ist, find noch der Geftette Schröter der 12. Komp«? und ein Grenadier durch Brandwunden verletzt. Wie der< Stett. Ztg." mitgetheilt wird, ist der Zustand des Sertj«®? Sch. nicht besorgnißerregend. Die Verheerungen, welche" Explosion angerichtet, find ganz bedeutend. Die Decke# L gestürzt, die Wände eingerissen und das Mobiliar durcheil� geschleudert. Der Fußboden hat fich unter dem gewaltige»�. drucke gesenkt und drohte ebenfalls einzustürzen Das ""äk fr. 208 Meint tägl Regiment wurde sofort alarmirtt Ueber die Entstehu« Exploflon wird erzählt, der Sck. sei mit einer Zigarre in das Zimmer getreten, als die beiden übrigä�, letzten gerade mit der Anfertigung von Zielmunition besf* letjicn uemut mu un-»nselnpung vun oiamunuiun u-gr« waren, und Funken sollen in die mit Puloer gefüllte KRL fallen sein Genaueres wird jedoch erst durch die Unterse°A festzustellen sein, die nach Wiederherstellung der VerwUs� eingeleitet wird. Odessa. 26. August. Blätter erzählen folgendes (Die verkaufte Gattin.) echt rusfische Geschichtchen, fich dieser"Tage in Rodym, einer kleinen Ortschaft nächst� zugetragen haben soll. Der Bauer Makfimischin war. langem dem Bauer Moskowtschuk 30 Rubel schuldig: u?. des zudringlichen Gläubigers lu entledigen, schlug�er dew>� J«ins � vor, seine Gattin anstatt der Schuld zu nehmen.. der ein Wittwer ist, gefiel dieser Vorschlag ungemein, c# dem Kaufe mehr Rechtskraft zu oerleihen, begann er, JchL# russischen Töriern üblich ist, in die Bauern mit wein zu traktiren. Nachdem das Gelage� zu Ende|, fuhr er Abends zu der Frau Makfimischin* jf wurde selbstverständlich von ihrem Gatten in der Schän» � kauft) und erklärte ihr im Namen ihres Gatten, daß% j verkauft worden sei. Die Frau verließ ihre Witthscbml� fuhr mit dem neuen„Inhaber" in dessen Haus. Am ftOTj Morgen bekam sie aber Gewissensbisse und kehrte heimlicd-, Hause zurück. Moekowtschuk eilte ihr mit den Zeugen, iq 2.- --••''''' nhet not den Moekowtschuk eilte ihr mit dem Kaufe beigewohnt halten, nach, wurde aber vor den ihres Hauses von ihrem Gatten und ihren Söhnen arg gepiügelt. ES entstand ein verzweifelter Kampf, welchetf der Schultheiß mit seinen Gehilfen, die alle drei Personen sperrten, ein Ende mochte. Jetzt steht dem Dorfgcrictm Lösung der schwierigen Frage über das Eigcnthumsrech», die Frau des Schuldners bevor. gA Krüssel, 27. August.(Verunglückter Akrobat.) «Bbe* wöc tin Ctgan der gerade >ltu zur Seite 1 per tzent i Thealer, wo gegenwärtig die Gymnastiker Brüder fall. Einer bedeutender ?at.) er Fe in sch stellunAen geben, ereignete sich gestern Abend ein Dau fall. Einer der Akrobaten, ein ionaer Mensck. sollte ,No« bqz& 1.- läsL�ikges �erkenne i E&e I % Zndus Ämu:r s" Ueb der Akrobaten, ein junger Mensch, Höh,', nahe dem Plafond, auf ein in betra�� Entfernung aufgehängtes Trapez schwingen. Infolge einjjjr sehen Bewegung verlor er das Gleichgewicht und stü-.üs JV Bühne nieder, wo er bewußtlos liegen blieb. Ein 0%�" Entsetzens erscholl im ganz-n Saale, und es wurden gegen das gefährliche Spiel laut. Zu spät— der jung wurde schwer verletzt aufgehoben und zu setner Famrlic Man fürchtet für sein Leben. Krüssel» 28. August.(Unglücksfall.) In der Kl Crachet-Picquerie in Frameries bei Möns erfolgte c abend in der Frühe, während gerade vier Arbeiter in becjrA? Tiefen hinabstiegen, ein Einsturz, der die Leute in dem* hb' wagen überraschte und verschüttete. Die sofort zur beieilenden Ardeiter wurden aus der Anfahrt durck einen � Einstur' aufgehalten und zum Theil verschüttet. vfi langen Anstrengungen gelang es, sie alle herauszuswam'' � einen nur als Todten; vier andere find mit Verletzungen gekommen._,, 5�%.. 3 Krakau. 28. August.(Feuersbrunst.) Die Stadt.tf U% etwa! brzcg steht seit gtstctn abeimals in Flammen. Seh,,» �em Stadt, das Gerichts- und das Magistralsgebäude, dre S»» � wurden eingeäschert. p, Srt »am in der 5 Petersburg, 31. August. Prshewalski trat. Forichungsreise nach Nordwestchina an; derselbe deab! Lodnor bis L'Haffa in Tibet vorzudringen. Sprech saal. >8 die 3 T'% 4?». rafft« d-fselben identifiprt zu werden.. In Erwiderung mir die in Nummer 202 3b«s Blattes gegen meine Person angebrachten Beschuldigung ich Sie, um nicht dem Publikum Unwahrheiten auf»# folgendes zu veröffentlichen. endes zu veröffentlichen. r_ airttÜfcJä Der Tischlergeselle Emil Neumann, wohnhaft � jrfJ fitete bei mir in der Werkstatt aus Akkord und Q. 1% »MM'«Sferg nächsten preis ausdcdunaen und mir hoch und theuer vern angefangenen Arbeiten nicht liegen zu lassen, denn» 5;.. er 33 M. Vorschuß erhalten, welche ich aber den Lest gemessen gar nicht verpflichtet war zu zahlen, diej" �%% ädert.. WZ* Betreffs der Angelegenheit seines Kollegen, Wohl und Wehe ihm wohl am meisten, mit Ö' seiner eigenen Angelegenheit, zu interesfiren> piist�Fp dem Einsender nur zu seiner Beruhigung wnveÄK daß de selbe trotz der 2tägigen Hilfe keinen AbM-. zg G � Gegcntheil noch eine Akkordzulage und am �e>nna � erhalten hat. Durch obige Handlungsweise kenn; Einsender selbst nur am besten und für den nedeel den schwächeren Arbeiter, welcher aber offene stst" ÜCIl lUJWUUJCltll wvv«. �1'"'' hatte er nur hänselnde und verhöhnende Worte.<,l- Alexandrinen wo sr- W Her arbeitete bei mir in der Werkstatt auf selben die erste seiner Arbeiten, welche fertig und auf mein Geheiß(anderer einstweilen zurückgestellt, dieselben aber am„g abend, auf gegenseitiges Vertrauen hoffend, Die zweite Arbett, für welche fich derselbe selbst den� s� fka �5�' preis ausdedungen und mir hoch und theuer vew� nacd� �„Hören C'« ....... endet liegen gelassen hat und mir zulevr„.aAA* die gemeinsten Tttulationen und Schimpfworte schleudett. � ß W Verantwortticher Redakteur: K«rontzei« in Berlin. Druck und Verlag von»a» Kabtng in Berlin SW„ Beuthsttaße 2. an l."